![]() HeidelbergCement AGHeidelbergHalbjahresbericht Januar bis Juni 2019HalbjahresfinanzberichtJanuar bis Juni 2019HeidelbergCement mit gutem Ergebnis im ersten Halbjahr 2019
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Es ist möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Halbjahresfinanzbericht aufgrund
von Rundungen nicht genau zur angegebenen Summe aufaddieren. KonzernzwischenlageberichtGeschäftsverlauf Januar bis Juni 2019Wirtschaftliches UmfeldDas Wachstum der Weltwirtschaft setzt sich trotz zahlreicher politischer und wirtschaftlicher
Unsicherheiten fort, aber die Abwärtsrisiken haben deutlich zugenommen. Die Volkswirtschaften
Asiens und die afrikanischen Länder südlich der Sahara sind weiterhin auf Wachstumskurs.
In Europa dauert die wirtschaftliche Erholung wenn auch gedämpft an. In den USA hat
die Wirtschaft im zweiten Quartal an Fahrt verloren, aber der Ausblick ist weiterhin
positiv. Absatzentwicklung im ersten HalbjahrDie generell positive Marktdynamik in vielen Märkten von HeidelbergCement hat sich
im zweiten Quartal aufgrund der Unsicherheiten bezüglich der weiteren wirtschaftlichen
Entwicklung und wetterbedingter Beeinträchtigungen in Osteuropa und Nordamerika leicht
abgeschwächt. Der Zement- und Klinkerabsatz des Konzerns nahm um 1,4% auf 61,0 (i.V.: 61,9) Mio
t ab. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten aus dem Verkauf der Zementwerke
Maddaloni und Spoleto in Italien, der Geschäftsaktivitäten in der Ukraine und der
Weißzementaktivitäten in den USA und Ägypten erreichte der Absatz mit einem Minus
von 0,1% knapp das Vorjahresniveau. Auf vergleichbarer Basis konnten die Lieferungen
in den Konzerngebieten West- und Südeuropa, Nordamerika und Afrika-Östlicher Mittelmeerraum
leicht zulegen. Die Zuschlagstofflieferungen stiegen um 0,3% auf 145,6 (i.V.: 145,2) Mio t. Rückgänge
in den Konzerngebieten Nord- und Osteuropa-Zentralasien, Asien-Pazifik und Afrika-Östlicher
Mittelmeerraum konnten durch Wachstum in Nordamerika und insbesondere in West- und
Südeuropa ausgeglichen werden. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten nahm
der Absatz um 0,7% ab. Der Transportbetonabsatz erhöhte sich um 6,3% auf 24,4 (i.V.: 22,9) Mio cbm. Bis auf
Nord- und Osteuropa-Zentralasien, wo die Lieferungen auf dem Vorjahresniveau lagen,
verzeichneten alle Konzerngebiete eine Zunahme. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten
belief sich der Absatzanstieg auf 3,8%. Die Asphaltlieferungen stiegen um 7,4% auf
4,8 (i.V.: 4,5) Mio t. Bereinigt um Konsolidierungseffekte nahmen die Lieferungen
um 2,6% ab. Änderungen in der BerichterstattungSeit dem 1. Januar 2019 kommt der neue Rechnungslegungsstandard IFRS 16 Leases zur
Anwendung. Die Anwendung von IFRS 16, der die Bilanzierung von Leasingverhältnissen
neu regelt, hat Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
des Konzerns. Informationen zu den Auswirkungen der Erstanwendung des IFRS 16 finden
Sie im Anhang auf Seite 20 f. Im Rahmen der erstmaligen Anwendung hat HeidelbergCement
die modifizierte retrospektive Methode angewendet. Die Vorjahreszahlen werden nicht
angepasst. Zur Verbesserung der Darstellung in der Gewinn- und Verlustrechnung zeigt HeidelbergCement
seit dem 1. Januar 2019 das Ergebnis der assoziierten Unternehmen zusammen mit dem
Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen im Posten "Ergebnis aus at equity bilanzierten
Unternehmen". Das Ergebnis aus sonstigen Beteiligungen wird im Finanz ergebnis gezeigt.
Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Umsatz- und ErgebnisentwicklungDer Konzernumsatz von Januar bis Juni 2019 in Höhe von 9.212 (i.V.: 8.432) Mio € zeigt
einen Anstieg von 9,2% gegenüber dem Vorjahr. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs-
und Währungseffekten wuchs der Konzernumsatz um 7,1%. Konsolidierungskreisveränderungen
wirkten sich mit 33 Mio € und Wechselkurseffekte mit 149 Mio € positiv auf den Umsatz
aus. Der Materialaufwand stieg in der Berichtsperiode um 10,9% auf 3.875 (i.V.: 3.493)
Mio €. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten liegt der Materialaufwand
mit 8,3% über dem Vorjahresniveau. Die Zunahme betraf vor allem die Aufwendungen für
Handelswaren, Energie und Rohmaterialien. Die Materialaufwandsquote erhöhte sich von
41,4% auf 42,1%. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge lagen saldiert
mit -2.384 (i.V.: -2.316) Mio € um 2,9% über dem Vorjahresniveau. Auf vergleichbarer
Basis, bereinigt um die erstmalige Anwendung des IFRS 16 Leases und ohne Berücksichtigung
von Währungs- und Konsolidierungseffekten, betrug der Anstieg 7,8%; dies basierte
im Wesentlichen auf der Erhöhung der Frachtaufwendungen. Der Personalaufwand erhöhte
sich um 6,6% auf 1.591 (i.V.: 1.492) Mio €. Die Personalaufwandsquote ging leicht
auf 17,3% (i.V.: 17,7%) zurück. Das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen
erhöhte sich um 32,1% auf 126 (i.V.: 95) Mio €; der Anstieg ist im Wesentlichen auf
die positive Ergebnisentwicklung in China zurückzuführen. scroll
Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor Abschreibungen stieg um 21,0% auf
1.446 (i.V.: 1.195) Mio €. Ursachen dafür sind das Absatzwachstum, erfolgreiche Preiserhöhungen,
die die gestiegenen Kosten mehr als ausgeglichen haben, sowie die erstmalige Anwendung
des Rechnungslegungsstandards IFRS 16 Leases. Nach IFRS 16 werden die Nutzungsrechte
an Leasinggegenständen im Anlagevermögen sowie eine korrespondierende Leasingverbindlichkeit
bilanziert. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die Aufwendungen aufgeteilt
auf Abschreibungen der Nutzungsrechte und Zinsaufwendungen. Die Anwendung des IFRS
16 wirkte sich mit 151 Mio € positiv auf die Entwicklung des Ergebnisses des laufenden
Geschäftsbetriebs vor Abschreibungen aus. Auf vergleichbarer Basis ergibt sich damit
ein Anstieg von 5,7%. Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs stieg um 16,5%
auf 762 (i.V.: 654) Mio €. Wechselkurseffekte verbesserten mit 13 Mio € und Veränderungen
im Konsolidierungskreis mit 2 Mio € das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs.
Die Anwendung des IFRS 16 trug rund 17 Mio € zur Verbesserung bei. Das zusätzliche ordentliche Ergebnis in Höhe von -128 (i.V.: 128) Mio € betrifft im
Wesentlichen Aufwendungen aus dem Abgang von Tochterunternehmen sowie sonstige einmalige
Aufwendungen und Erträge. Insbesondere Aufwendungen aus der Veräußerung von Tochterunternehmen
in der Ukraine beeinflussten das Ergebnis negativ. Das Finanzergebnis sank um 30 Mio € auf -184 (i.V.: -154) Mio €. Neben dem um 16 Mio
€ gesunkenen sonstigen Finanzergebnis wirkten sich Wechselkursverluste mit 15 Mio
€ und die Anwendung des IFRS 16 mit 22 Mio € gegenüber dem Vorjahr negativ aus. Gesunkene
Zinsaufwendungen wirkten sich dagegen positiv auf das Finanzergebnis aus. Das Ergebnis vor Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen sank um 178 Mio €
auf 450 (i.V.: 628) Mio €, hauptsächlich aufgrund des gesunkenen zusätzlichen ordentlichen
Ergebnisses. Die Aufwendungen für Ertragsteuern liegen mit 150 (i.V.: 188) Mio € um
20,0% unter Vorjahresniveau. Das Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen
verringerte sich um 140 Mio € auf 300 (i.V.: 440) Mio €. Das Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen beträgt -9 (i.V.: -5)
Mio € und entfällt auf in Vorjahren aufgegebene Geschäftsbereiche der Hanson-Gruppe. Insgesamt liegt der Überschuss der Periode bei 291 (i.V.: 435) Mio €. Das Minderheitsgesellschaftern
zustehende Ergebnis stieg um 18 Mio € auf 79 (i.V.: 60) Mio €; dies ist insbesondere
auf die gute Ergebnisentwicklung bei Indocement zurückzuführen. Der Anteil der Gruppe
beläuft sich demzufolge auf 212 (i.V.: 375) Mio €. Ohne Einmaleffekte aus der Veräußerung
unserer Geschäftsaktivitäten in der Ukraine stieg der Anteil der Gruppe um 37,9 %. Das Ergebnis je Aktie - Anteil der Gruppe - nach IAS 33 verringerte sich um 0,82 €
auf 1,07 (i.V.: 1,89) €. Die Gesamtergebnisrechnung und die Herleitung des Ergebnisses je Aktie werden detailliert
im Anhang dargestellt. KapitalflussrechnungIm ersten Halbjahr 2019 ergab sich aus der operativen Geschäftstätigkeit der fortzuführenden
Geschäftsbereiche ein Mittelabfluss in Höhe von 11 (i.V.: 227) Mio €. Der Rückgang
des operativen Mittelabflusses um 216 Mio € gegenüber der Vorjahresperiode ist unter
anderem auf den durch IFRS 16 Leases veränderten Ausweis von Leasingzahlungen in der
Kapitalflussrechnung zurückzuführen. Gemäß IFRS 16 wird der Tilgungsanteil von Leasingzahlungen
im Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Lediglich die auf die Leasingverhältnisse
entfallenden Zinszahlungen verbleiben weiterhin im Mittelfluss aus operativer Tätigkeit.
Im ersten Halbjahr 2019 betrugen die Tilgung der Leasingverbindlichkeiten 129 Mio
€ und die Zinszahlungen 22 Mio €. Im ersten Halbjahr 2018 belasteten die aus Operating-Leasingverhältnissen
resultierenden Zahlungen vollständig den Mittelfluss aus operativer Geschäftstätigkeit. Die erhaltenen Dividenden lagen mit 121 (i.V.: 108) Mio € über dem Niveau der Vorjahresperiode
und beinhalten überwiegend Ausschüttungen von Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten
Gesellschaften. Die Zinseinnahmen haben sich im Vergleich zur Vorjahresperiode leicht
um 4 Mio € auf 56 (i.V.: 52) Mio € erhöht. Die Zinsausgaben haben sich infolge der
deutlich günstigeren Refinanzierung um weitere 48 Mio € auf 311 (i.V.: 358) Mio €
verringert. Die Auszahlungen für Ertragsteuern sind mit 142 (i.V.: 143) Mio € nahezu
auf dem Niveau der Vorjahresperiode. In der Berichtsperiode wurden Rückstellungen
in Höhe von 186 (i.V.: 155) Mio € durch Zahlung verbraucht. Der Anstieg des Working
Capital wirkte sich mit 918 (i.V.: 854) Mio € negativ auf den Mittelfluss aus operativer
Tätigkeit aus. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit der fortzuführenden Geschäftsbereiche
verringerte sich um 305 Mio € auf 349 (i.V.: 654) Mio €. Die zahlungswirksamen Investitionen
reduzierten sich vor allem aufgrund der geringeren Mittelabflüsse für den Erwerb von
Tochtergesellschaften und sonstigen Geschäftseinheiten um 474 Mio € auf 501 (i.V.:
974) Mio €. Die Auszahlungen der Berichtsperiode für Unternehmenszusammenschlüsse
in Höhe von 62 Mio € betrafen vor allem Erwerbe in Frankreich und Nordamerika, während
in der Vorjahresperiode 534 Mio € im Wesentlichen für den Erwerb von Tochterunternehmen
und sonstigen Geschäftseinheiten in Italien, Australien und Nordamerika investiert
wurden. Einzelheiten werden im Abschnitt Portfolio-Optimierung und im Anhang im Abschnitt
Unternehmenszusammenschlüsse in der Berichtsperiode auf Seite 22 f. erläutert. Bei den zahlungswirksamen Desinvestitionen in Höhe von 154 (i.V.: 294) Mio € entfielen
59 (i.V.: 247) Mio € auf Mittelzuflüsse aus dem Abgang von Tochterunternehmen und
sonstigen Geschäftseinheiten, welche insbesondere die Veräußerungen in Ägypten, Deutschland,
Italien und in der Ukraine im Rahmen der Portfolio-Optimierung betreffen. Einzelheiten
werden im Anhang im Abschnitt Desinvestitionen in der Berichtsperiode auf Seite 24
f. erläutert. In der Vorjahresperiode betrafen die Einzahlungen im Wesentlichen den
Verkauf des Kalksandsteingeschäfts in Deutschland sowie den Verkauf von Lehigh White
Cement in den USA. Die Einzahlungen aus dem Verkauf von sonstigem Anlagevermögen resultieren
im Wesentlichen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen,
aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten, Gemeinschaftsunternehmen und
assoziierten Unternehmen und aus der Rückzahlung von Darlehen. Aus der Veränderung
des Konsolidierungskreises ergab sich in der Berichtsperiode ein Mittelabfluss in
Höhe von 3 (i.V.: Mittelzufluss von 26) Mio €. Aus der Finanzierungstätigkeit der fortzuführenden Geschäftsbereiche ergab sich in
der Berichtsperiode ein Mittelabfluss in Höhe von 392 (i.V.: Mittelzufluss von 370)
Mio €. Der darin enthaltene Liquiditätszufluss aus der Nettoaufnahme / -tilgung von
Anleihen und Krediten in Höhe von 74 (i.V.: 879) Mio € umfasst die Veränderung lang-
und kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten und beinhaltet vor allem Mittelzuflüsse
aus emittierten Commercial Papers in Höhe von 750 Mio €, die Rückzahlung einer Anleihe
über 500 Mio € sowie die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 129 Mio
€. Darüber hinaus sind hierunter die Aufnahmen und Tilgungen von Bankdarlehen sowie
Veränderungen der übrigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten mit hoher Umschlagshäufigkeit
zusammengefasst. Im Vorjahr wurden im Wesentlichen eine Anleihe über 750 Mio € begeben,
Commercial Papers in Höhe von 750 Mio € emittiert sowie zwei Anleihen über insgesamt
980 Mio € getilgt. Die Einzahlungen aus der Verminderung von Anteilen an Tochterunternehmen
von 136 Mio € resultieren aus der Veräußerung von 7,8% des Aktienkapitals an der Tochtergesellschaft
Ciments du Maroc. Die Auszahlungen für die Erhöhung von Anteilen an Tochterunternehmen
in Höhe von 89 (i.V.: 18) Mio € sind im Wesentlichen auf den Erwerb der restlichen
Anteile an der Nordic Precast Group zurückzuführen. Dividendenzahlungen führten insgesamt
zu einem Mittelabfluss von 513 (i.V.: 491) Mio €, hierbei entfielen auf Dividendenzahlungen
der HeidelbergCement AG 417 (i.V.: 377) Mio €. Portfolio-OptimierungHeidelbergCement hat im ersten Halbjahr 2019 mit dem Abschluss wichtiger Transaktionen
weitere Fortschritte bei der Portfolio-Optimierung gemacht. Hierzu gehören die Aufstockung
der Anteile an California Commercial Asphalt in den USA von 50 % und an Nordic Precast
Group in Nordeuropa von 60 % auf jeweils 100 % sowie der Kauf der Zuschlagstoff- und
Transportbetonaktivitäten von Cemex in Zentralfrankreich. Verkauft wurden 7,8 % des
Aktienkapitals von Ciments du Maroc, das Weißzementwerk El Minya in Ägypten, das Zementwerk
Spoleto in Italien, die Baustoffwerke Dresden und die Geschäftsaktivitäten in der
Ukraine. Insgesamt gingen die zahlungswirksamen Erhaltungs- und Wachstumsinvestitionen
einschließlich der Erhöhung der Anteile an Tochterunternehmen im ersten Halbjahr auf
590 (i.V.: 992) Mio € zurück. Die zahlungswirksamen Veräußerungen einschließlich der
Verminderung von Anteilen an Tochterunternehmen beliefen sich auf 290 (i.V.: 294)
Mio €. HeidelbergCement setzt seinen Aktionsplan zur Beschleunigung der Portfolio-Optimierung
konsequent fort und ist auf gutem Weg, sein Ziel von 500 Mio € Veräußerungen im Geschäftsjahr
2019 zu erreichen. Bereits am 1. Juli 2019 wurde der Verkauf des Zementwerks Testi
sowie zweier Mahlwerke in Italien abgeschlossen. BilanzDie Bilanzsumme hat sich zum 30. Juni 2019 gegenüber dem 31. Dezember 2018 um 1.216
Mio € auf 36.999 (i.V.: 35.783) Mio € erhöht. Wesentlichen Einfluss hierauf hatte
die aus der Erstanwendung von IFRS 16 Leases resultierende Erfassung von Nutzungsrechten
an Leasinggegenständen auf der Aktivseite sowie von Leasingverbindlichkeiten auf der
Passivseite. Die langfristigen Aktiva erhöhten sich um 1.423 Mio € auf 29.715 (i.V.: 28.292) Mio
€. Bereinigt um negative Wechselkurseffekte von 245 Mio € betrug die Zunahme 1.178
Mio €; diese betraf vor allem die immateriellen Vermögenswerte in Höhe von 68 Mio
€ und das Sachanlagevermögen in Höhe von 1.100 Mio €. Von der Erhöhung der immateriellen
Vermögenswerte entfielen 43 Mio € auf Geschäfts- oder Firmenwerte aus Neuakquisitionen. Die Zunahme des Sachanlagevermögens resultierte im Wesentlichen aus den aktivierten
Nutzungsrechten in Höhe von 1.308 Mio € sowie den Wechselkurseffekten von -170 Mio
€. Die Finanzanlagen erhöhten sich leicht um 17 Mio € auf 2.124 (i.V.: 2.107) Mio €.
Bereinigt um negative Währungseffekte von 10 Mio € belief sich die Zunahme auf 7 Mio
€; diese ist hauptsächlich auf die Veränderung der Anteile an Gemeinschaftsunternehmen
und die derivativen Finanzinstrumente zurückzuführen. Die kurzfristigen Aktiva verminderten sich um 162 Mio € auf 7.250 (i.V.: 7.412) Mio
€. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen saisonbedingt um 378 Mio
€ auf 2.187 (i.V.: 1.809) Mio €. Die sonstigen kurzfristigen operativen Forderungen
erhöhten sich um 54 Mio € auf 795 (i.V.: 741) Mio €; ebenso erhöhten sich die Vorräte
leicht um 66 Mio € auf 2.101 (i.V.: 2.035) Mio €, während die liquiden Mittel um 713
Mio € auf 1.873 (i.V.: 2.586) Mio € abnahmen. Die Veränderungen werden im Abschnitt
Kapitalflussrechnung erläutert. Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital um 202 Mio € auf 17.024 (i.V.: 16.822)
Mio €. Die Erhöhung ist auf das Gesamtergebnis der Periode von 615 Mio €, das sich
aus dem Überschuss der Periode in Höhe von 291 Mio € und dem sonstigen Ergebnis von
324 Mio € zusammensetzt, zurückzuführen. Ebenso trug die Änderung von Anteilen an
Tochterunternehmen mit einem Betrag von 128 Mio € zum Anstieg bei. Gegenläufig verminderten
beschlossene Dividenden von 566 Mio €, wovon 513 Mio € bereits ausgezahlt wurden,
das Eigenkapital. Das sonstige Ergebnis setzt sich überwiegend aus den Gewinnen aus der Währungsumrechnung
von 403 Mio €, den versicherungsmathematischen Verlusten von 62 Mio € und aus der
Marktwertveränderung der Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente in Höhe von
-13,9 Mio € zusammen. Die verzinslichen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 1.411 Mio € auf 12.391 (i.V.:
10.981) Mio €. Die in der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2019 ausgewiesenen Leasingverbindlichkeiten
in Höhe von 1.325 Mio €, von denen 1.312 Mio € auf die Erstanwendung von IFRS 16 entfallen,
reduzierten sich zum 30. Juni 2019 um 58 Mio € auf 1.267 Mio €. Weiterhin wurde im
ersten Quartal 2019 eine Anleihe in Höhe von 500 Mio € zurückbezahlt. Hierfür wurden
im Wesentlichen liquide Mittel verwendet und Commercial Papers emittiert. Die Zunahme der Nettofinanzschulden (verzinsliche Verbindlichkeiten abzüglich flüssiger
Mittel) um 2.116 Mio € auf 10.843 (i.V.: 8.367) Mio € ist ursächlich auf die erstmalige
Passivierung von Leasingverbindlichkeiten aus Operating-Leasingverhältnissen, die
Finanzierung der saison- und umsatzbedingten Zunahme der Forderungen, den Mittelfluss
aus Investitionen und die gezahlten Dividenden zurückzuführen. Der Gesamtbetrag der Rückstellungen reduzierte sich um 7 Mio € auf 2.500 (i.V.: 2.507)
Mio €; die Pensionsrückstellungen nahmen um 52 Mio € zu, während sich die sonstigen
Rückstellungen um 58 Mio € verminderten. Die Minderung der operativen Verbindlichkeiten um 382 Mio € auf 4.358 (i.V.: 4.740)
Mio € betrifft, bereinigt um Währungseffekte in Höhe von 46 Mio €, vornehmlich die
Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 91 Mio € auf 2.514
(i.V.: 2.605) Mio € und der sonstigen kurzfristigen operativen Verbindlichkeiten um
327 Mio € auf 1.239 (i.V.: 1.566) Mio €. FinanzierungAm 19. Juni 2019 hat HeidelbergCement unter seinem 10 Mrd € EMTN-Programm eine Euroanleihe
über 750 Mio € platziert. Der Tag der Begebung war am 1. Juli 2019. Die 8,5-jährige
Anleihe mit einer Laufzeit bis 1. Dezember 2027 weist einen Festzins von 1,125 % p.a.
auf. Der Ausgabekurs lag bei 99,127 %, womit sich eine Rendite von 1,235 % ergab.
HeidelbergCement hat mit dieser Anleihe das historisch günstige Zinsumfeld genutzt
und sich die niedrigsten langfristigen Finanzierungskosten in der Unternehmensgeschichte
gesichert. Die Emissionserlöse werden zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung und
zur Rückzahlung anstehender Fälligkeiten verwendet. Bei den in den Jahren 2009 und 2010 begebenen Anleihen besteht gemäß den Anleihebedingungen
eine Beschränkung bezüglich der Neuaufnahme zusätzlicher Verschuldung, wenn der konsolidierte
Deckungsgrad (das heißt das Verhältnis des Gesamtbetrags des konsolidierten EBITDA
zum Gesamtbetrag des konsolidierten Zinsergebnisses) des HeidelbergCement Konzerns
unter 2 ist. Dieser Covenant ist bei den übrigen Anleihen sowie Schuldscheindarlehen
aufgrund des Investment Grade Ratings ausgesetzt. Das konsolidierte EBITDA in Höhe
von 3.492 Mio € und das konsolidierte Zinsergebnis in Höhe von 388 Mio € werden auf
einer Pro-forma-Basis gemäß den Anleihebedingungen berechnet. Zum 30. Juni 2019 betrug
der konsolidierte Deckungsgrad 8,99. Die Nettofinanzschulden beliefen sich zum Ende des ersten Halbjahrs 2019 auf 10,5
Mrd €. Die Zunahme um 2,1 Mrd € im Vergleich zum Jahresende 2018 (8,4 Mrd €) ist einerseits
auf den saisonal bedingten Anstieg des Working Capital sowie die Dividendenzahlungen
im zweiten Quartal und andererseits auf die erstmalige Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards
IFRS 16 Leases zurückzuführen. Aufgrund der Bilanzierung der Leasingverbindlichkeiten
erhöhten sich die Nettofinanzschulden um rund 1,3 Mrd €. Im Vergleich zum Ende des
ersten Halbjahrs 2018 (10,0 Mrd €) nahmen die Nettofinanzschulden damit um rund 0,5
Mrd € zu. Auf vergleichbarer Basis, das heißt bereinigt um die Bilanzierung der Leasingverbindlichkeiten,
ergab sich hingegen ein deutlicher Rückgang um rund 0,8 Mrd €. West- und SüdeuropaIn den Ländern des Konzerngebiets West- und Südeuropa dürfte sich die Wirtschaft im
zweiten Quartal deutlich abgeschwächt haben. Insbesondere die Industrie, vor allem
in Deutschland, wird durch die weltweiten Handelsspannungen beeinträchtigt. Dank der
rückläufigen Arbeitslosigkeit sorgt die robuste Binnennachfrage jedoch für Wachstumsimpulse.
In Großbritannien leidet die Wirtschaft unter der andauernden Brexit-Unsicherheit. Der Zement- und Klinkerabsatz des Konzerngebiets West- und Südeuropa blieb im ersten
Halbjahr 2019 mit 15,1 (i.V.: 15,1) Mio t stabil. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten
sind unsere Lieferungen mit einem Plus von 1,7% leicht gestiegen. Während Deutschland,
Belgien/Niederlande, Großbritannien und Frankreich moderate Absatzzuwächse erzielten,
verzeichnete Spanien aufgrund rückläufiger Exportlieferungen einen deutlichen Mengenrückgang.
In Italien blieben unsere Lieferungen auf vergleichbarer Basis, das heißt bereinigt
um Konsolidierungseffekte, weitgehend stabil. Im Rahmen unseres Aktionsplans zur Beschleunigung der Portfolio-Optimierung haben
wir mit den Unternehmen Buzzi Unicem und Colacem den Verkauf von Zement werken im
Norden und im Zentrum von Italien vereinbart. Die Veräußerung des in Umbrien gelegenen
Zementwerks Spoleto an Colacem wurde bereits am 1. April 2019 abgeschlossen. Am 1.
Juli 2019 folgte der Verkauf des Zementwerks Testi, Toskana, und von zwei Mahlwerken
in Piemont an Buzzi Unicem. Der Zuschlagstoffabsatz des Konzerngebiets stieg im ersten Halbjahr um 7,6% auf 42,3
(i.V.: 39,3) Mio t. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten belief sich
der Zuwachs auf 4,0%. In Deutschland erreichten unsere Lieferungen nicht ganz das
sehr hohe Niveau des Vorjahres. Frankreich und Großbritannien verzeichneten moderate
und Belgien/Niederlande, Italien und Spanien deutliche Mengensteigerungen. Die Transportbetonlieferungen nahmen um 9,1% auf 9,2 (i.V.: 8,4) Mio cbm zu. Bereinigt
um Konsolidierungseffekte betrug der Anstieg 7,8%. Während wir in Deutschland, Belgien
/ Niederlande, Italien und Spanien deutliche Mengenzuwächse erzielten und unser Absatz
in Frankreich moderat zulegte, waren unsere Lieferungen in Großbritannien rückläufig.
Der Absatz der Asphaltsparte in Großbritannien lag mit einem Zuwachs um 0,4% leicht
über dem Vorjahr. Am 28. Juni 2019 haben wir die Zuschlagstoff- und Transportbetonaktivitäten von Cemex
in Zentralfrankreich erworben, um unsere vertikal integrierte Marktposition in der
Pariser Region zu stärken. Die Akquisition umfasst 7 Zuschlagstoffsteinbrüche und
28 Transportbetonwerke. Des Weiteren haben wir im Rahmen der Portfolio-Optimierung am 29. April 2019 unseren
51 %-Anteil an den Baustoffwerken Dresden, die ein Kalksandsteinwerk in Dresden betreiben,
verkauft. Der Umsatz des Konzerngebiets West- und Südeuropa nahm um 7,4% auf 2.566 (i.V.: 2.390)
Mio € zu; ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten lag der
Zuwachs bei 7,0%. Nord- und Osteuropa-ZentralasienWährend sich die wirtschaftliche Entwicklung und die Bauaktivitäten in Schweden abschwächen,
verzeichnet Norwegen einen Anstieg des Wirtschaftswachstums und der Bautätigkeit.
In Polen und Tschechien setzt sich die Erholung der Wirtschaft und der Bauaktivitäten
- wenn auch etwas abgeschwächt - fort. Auch die rumänische Wirtschaft bleibt auf Wachstumskurs.
In Russland hat sich die wirtschaftliche Entwicklung gegenüber dem Vorjahr deutlich
verlangsamt. Der Zement- und Klinkerabsatz des Konzerngebiets Nord- und Osteuropa-Zentralasien
nahm im ersten Halbjahr 2019 um 2,7% auf 11,2 (i.V.: 11,5) Mio t ab. Der Mengenrückgang
ist weitgehend auf die Dekonsolidierung unserer Geschäftsaktivitäten in der Ukraine
zurückzuführen. Darüber hinaus wurden unsere Lieferungen in weiten Teilen Osteuropas
im Mai durch heftige Regenfälle beeinträchtigt. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten
blieb der Absatz mit einem Minus von 0,5% knapp unter dem Vorjahresniveau. Mit Ausnahme
der baltischen Staaten waren die Lieferungen der nordischen Länder rückläufig, insbesondere
aufgrund von Verzögerungen bei Infrastrukturprojekten und niedrigeren Exportmengen.
In Osteuropa-Zentralasien zeigten die Lieferungen der einzelnen Länder ein gemischtes
Bild. Während unsere Absatzmengen in Bulgarien und Polen rückläufig waren, erzielten
Tschechien, Russland, Kasachstan sowie Griechenland erfreuliche und Rumänien deutliche
Zuwächse. Insgesamt verzeichnete Osteuropa-Zentralasien ohne Berücksichtigung des
Ukraine-Effekts einen moderaten Absatzanstieg. Auch im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe blieben unsere Lieferungen mit einem Minus
von 5,3% auf 21,8 (i.V.: 23,0) Mio t unter dem Vorjahr. Bereinigt um die Effekte aus
der Dekonsolidierung des Ukraine-Geschäfts belief sich der Rückgang auf 3,9%. In Nordeuropa
wurde die Absatzentwicklung durch Verzögerungen bei Bauprojekten im Raum Stockholm,
die gedämpfte Nachfrage im Westteil von Norwegen und Mengeneinbußen der Mibau-Gruppe
beeinträchtigt. In Osteuropa-Zentralasien standen Zuwächsen in Polen, Rumänien und
Griechenland Absatzrückgänge in Tschechien, Kasachstan, der Slowakei und Russland
gegenüber. Die Transportbetonlieferungen lagen mit 3,2 (i.V.: 3,2) Mio cbm auf dem Vorjahresniveau.
Ohne Berücksichtigung der Dekonsolidierung des Ukraine-Geschäfts nahmen die Lieferungen
um 0,5% zu. Die nordeuropäischen Länder verzeichneten insgesamt einen leichten Absatzrückgang.
In Osteuropa-Zentralasien trugen insbesondere Polen, Tschechien und Griechenland zu
einem leichten Mengenzuwachs bei. Im Rahmen der Portfolio-Optimierung haben wir am 25. April 2019 unsere Geschäftsaktivitäten
in der Ukraine in den Bereichen Zement, Zuschlagstoffe und Transportbeton verkauft. Mit Wirkung ab 2. Januar 2019 haben wir unseren Anteil an der Nordic Precast Group,
die Betonprodukte in Schweden, Norwegen, Dänemark, Deutschland, Polen und Estland
herstellt, von 60% auf 100% erhöht. Der Umsatz des Konzerngebiets Nord- und Osteuropa-Zentralasien wuchs um 2,1% auf 1.373
(i.V.: 1.344) Mio €; ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten
betrug der Anstieg 5,6%. NordamerikaIm Konzerngebiet Nordamerika ist HeidelbergCement in den USA und in Kanada vertreten.
In den USA hat sich das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal 2019 abgeschwächt.
Das Bruttoinlandsprodukt stieg einer ersten Schätzung zufolge um 2,1%. Getragen wurde
das Wachstum von den Verbraucherausgaben und den öffentlichen Ausgaben. Die Investitionen
in den Wohnungs- und Nichtwohnungsbau waren leicht rückläufig Der Arbeitsmarkt präsentiert
sich weiterhin in robuster Verfassung. Trotz wetterbedingter Beeinträchtigungen im ersten Halbjahr erzielten alle Geschäftsbereiche
Absatzzuwächse. Während in der Verkaufsregion Nord im Vergleich zum Vorjahr deutlich
besseres Wetter herrschte, litten die Baustofflieferungen der Region West im ersten
Halbjahr unter heftigen Regenfällen. In der Region Kanada behinderten der harte Winter
an der Westküste und Regenwetter im zweiten Quartal in den Prärieprovinzen die Bautätigkeit. Die Zementlieferungen unserer nordamerikanischen Werke verzeichneten in den ersten
sechs Monaten einen leichten Anstieg um 0,5% auf 7,5 (i.V.: 7,4) Mio t. Ohne Berücksichtigung
von Konsolidierungseffekten aus dem Verkauf der Weißzementaktivitäten im Vorjahr ergab
sich ein Zuwachs um 2,5%. In der Region Kanada blieben unsere Lieferungen wetterbedingt
leicht unter dem Vorjahresniveau. Lebhafte Bauaktivitäten in British Columbia milderten
den Mengenrückgang. In der Region West wurden unsere Lieferungen in Kalifornien bis
in den Mai hinein durch starke Niederschläge behindert. Die Lieferungen der Region
Nord profitierten von deutlich besseren Wetterbedingungen als im Vorjahr und hohen
Auftragsbeständen. Die Region Süd erzielte dank der guten Marktentwicklung einen deutlichen
Absatzzuwachs. In allen Regionen konnten die Verkaufspreise angehoben werden. Im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe konnten wetterbedingte Mengeneinbußen in der Region
West durch Absatzzuwächse in den anderen Regionen mehr als ausgeglichen werden. Insbesondere
im Nordosten und Südosten der USA und nahmen die Lieferungen deutlich zu. Insgesamt
stieg der Zuschlagstoffabsatz im ersten Halbjahr um 3,9% auf 57,5 (i.V.: 55,3) Mio
t. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten in der Region Kanada belief sich
der Zuwachs auf 3,3%. Alle Regionen verzeichneten eine positive Preisentwicklung. In der Transportbetonsparte gingen die Lieferungen der Region West wetterbedingt leicht
zurück. Die Region Nord hingegen erzielte leichte und die Regionen Kanada und Süd
deutliche Mengensteigerungen, so dass der Transportbetonabsatz insgesamt um 8,7% auf
3,6 (i.V.: 3,3) Mio cbm stieg. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten in
den Regionen Süd und Kanada betrug der Zuwachs 5,9%. Alle Regionen verzeichneten eine
positive Preisentwicklung. Die Asphaltlieferungen erhöhten sich konsolidierungsbedingt und dank erfreulicher
Mengensteigerungen in den Regionen Kanada und Nord um 24,5% auf 1,9 (i.V.: 1,5) Mio
t. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten in den Regionen Kanada und West
erreichte der Absatz trotz der wetterbedingten Mengeneinbußen an der Westküste zum
Jahresbeginn mit einem Minus von 0,4% knapp das Vorjahresniveau. Zur Stärkung unserer Marktposition in Südkalifornien haben wir mit Wirkung vom 4.
Januar 2019 unseren Anteil an California Commercial Asphalt (CCA) von 50% auf 100%
erhöht. CCA betreibt vier Asphaltwerke im Großraum San Diego. Im Geschäftsbereich Service-Joint Ventures-Sonstiges lag der Zementabsatz unseres
Joint Ventures Texas Lehigh Cement auf dem Vorjahresniveau. Der Gesamtumsatz in Nordamerika nahm um 13,6% auf 2.127 (i.V.: 1.873) Mio € zu; ohne
Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten ergab sich ein Anstieg
um 5,7%. Asien-PazifikTrotz Restrukturierung und Abkühlung der chinesischen Wirtschaft setzen die Schwellenländer
Asiens ihren Wachstumskurs fort. In China hat sich die Konjunktur im zweiten Quartal
mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 6,2% wie erwartet leicht abgeschwächt.
In Indien und Indonesien wird im laufenden Jahr mit einem stabilen Wirtschaftswachstum
gerechnet. Australien verzeichnet trotz einer leichten Konjunkturabkühlung eine solide
Wirtschaftsentwicklung. Die Zement- und Klinkerlieferungen des Konzerngebiets Asien-Pazifik nahmen im ersten
Halbjahr um 2,6% auf 17,1 (i.V.: 17,5) Mio t ab. In den ersten sechs Monaten ging der inländische Zementverbrauch in Indonesien um
2,3% gegenüber dem Vorjahr zurück. Gründe für den Rückgang sind die Fertigstellung
zahlreicher Bauprojekte zum Jahresende 2018 und Verzögerungen bei neuen Projekten
aufgrund der Wahlen im April 2019. Der Zement- und Klinkerabsatz unserer Tochtergesellschaft
Indocement nahm im ersten Halbjahr um 0,7% zu. Deutliche Preiserhöhungen, eine Entspannung
bei den Energiepreisen und ein striktes Kostenmanagement führten zu einer positiven
Ergebnisentwicklung und wesentlich verbesserten Margen. In Indien blieben die Zement- und Klinkerlieferungen unserer in Zentral- und Südindien
gelegenen Werke im ersten Halbjahr unter dem Vorjahresniveau. Der Absatzrückgang war
hauptsächlich durch die Wahlen im April bedingt. Preiserhöhungen haben jedoch zu einer
deutlichen Ergebnisverbesserung beigetragen. Auch in Thailand führte die mit den Wahlen verbundene politische Unsicherheit zu einer
Abkühlung des Zementmarktes. Die Lieferungen unserer Werke haben sich im ersten Halbjahr
leicht erhöht. Hierzu trugen auch die gestiegenen Exportlieferungen bei. Preiserhöhungen
wirkten sich positiv auf die Margen aus. In Bangladesh erreichten unsere Zementlieferungen
knapp das Vorjahresniveau. Im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe nahmen unsere Lieferungen um 10,8% auf 19,7 (i.V.:
22,0) Mio t ab. In Australien blieb unser Absatz aufgrund nachlassender Bauaktivitäten
unter dem hohen Niveau des Vorjahres. Die ehemals starke Nachfrage aus dem Wohnungsbau
hat sich deutlich abgekühlt und viele große Infrastrukturprojekte wurden teilweise
um bis zu einem Jahr verschoben. Auch in Indonesien und Thailand waren unsere Lieferungen
rückläufig, während Malaysia einen leichten Absatzzuwachs erzielte. Die Transportbetonlieferungen stiegen um 6,6% auf 5,6 (i.V.: 5,3) Mio cbm. Hierzu
trugen Konsolidierungseffekte in Australien und Malaysia und insbesondere die starke
Nachfrage in Thailand bei. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten ging
der Absatz leicht um 0,8% zurück. Zur Erweiterung unserer Marktposition in Malaysia haben wir am 1. März 2019 das Transportbetonunternehmen
Cemix erworben. Cemix betreibt fünf Transportbetonwerke mit strategischer Präsenz
in der Hauptstadt Kuala Lumpur. Der Absatz der Asphaltsparte stieg infolge von Konsolidierungseffekten in Australien
um 1,5%. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten nahm der Absatz aufgrund
der schwachen Nachfrage in Malaysia um 5,3% ab. In China verzeichneten die Zementlieferungen unserer Gemeinschaftsunternehmen in den
Provinzen Guangdong und Shaanxi einen deutlichen Anstieg. In Australien erzielte unser
Joint Venture Cement Australia einen leichten Absatzzuwachs. Der Umsatz des Konzerngebiets Asien-Pazifik stieg um 5,6% auf 1.618 (i.V.: 1.532)
Mio €; ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten nahm der Umsatz
um 1,7% zu. Afrika-Östlicher MittelmeerraumDie afrikanischen Staaten südlich der Sahara verzeichnen insgesamt ein robustes Wirtschaftswachstum
und lebhafte Bauaktivitäten. In Ägypten und Marokko wird im laufenden Jahr trotz Risiken
mit einem stabilen Wirtschaftswachstum gerechnet. In der Türkei leidet die wirtschaftliche
Entwicklung unter der hohen Inflation und der Schwäche der Lira. Der Zement- und Klinkerabsatz des Konzerngebiets Afrika-Östlicher Mittelmeerraum,
der im Wesentlichen die Lieferungen unserer afrikanischen Tochtergesellschaften umfasst,
blieb mit einem Minus von 0,4% auf 9,8 (i.V.: 9,9) Mio t knapp unter dem Vorjahr.
Ohne Berücksichtigung eines Konsolidierungseffekts in Ägypten ergab sich ein leichter
Anstieg um 0,8%. In Afrika südlich der Sahara lagen unsere Lieferungen insgesamt auf
dem Vorjahresniveau. Zuwächsen in Togo, Sierra Leone, Benin, Liberia, Gambia und der
Demokratischen Republik Kongo standen Mengeneinbußen in Ghana, Tansania, Mosambik
und Burkina Faso gegenüber. Der Absatzrückgang in Ghana ist auf zusätzliche Kapazitäten
von Wettbewerbern und die Zurückhaltung der Regierung bei Infrastrukturprojekten zurückzuführen;
für das zweite Halbjahr wird jedoch mit einem Anstieg der staatlichen Infrastrukturausgaben
gerechnet. In Togo profitierte unser Absatz von der starken Inlandsnachfrage und gesteigerten
Klinkerlieferungen an unsere Mahlwerke in den Nachbarländern. In Nordafrika blieben
unsere Lieferungen auf vergleichbarer Basis leicht unter dem Vorjahr. Mengenzuwächse
in Marokko konnten den Absatzrückgang in Ägypten nicht ganz ausgleichen. Aufgrund der weiterhin guten Wachstumsaussichten baut HeidelbergCement seine Zementaktivitäten
in Afrika weiter aus. In der Demokratischen Republik Kongo setzen wir den Ausbau unseres
Zementwerks Cimenterie de Lukala fort. Bis Ende 2019 werden wir in dem bei Kinshasa
gelegenen Werk eine neue Ofenanlage fertigstellen. Darüber hinaus haben wir im Februar
2019 in Israel einen Terminal für den Import von Zement in Betrieb genommen, um damit
vertikal integrierte Marktpositionen in den Bereichen Zement, Zuschlagstoffe und Transportbeton
zu schaffen. Im Rahmen der Portfolio-Optimierung haben wir am 21. Februar 2019 7,8% des Aktienkapitals
unserer marokkanischen Tochtergesellschaft Ciments du Maroc verkauft. HeidelbergCement
hält nach dieser Transaktion weiterhin eine Mehrheitsbeteiligung von 54,6% und wird
das Unternehmen auch zukünftig voll konsolidieren. Des Weiteren haben wir am 6. Februar
2019 das Weißzementwerk El Minya in Ägypten veräußert. Im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe ist HeidelbergCement neben kleineren Aktivitäten
in einigen afrikanischen Ländern südlich der Sahara im Wesentlichen in Israel und
Marokko tätig. Die Zuschlagstofflieferungen nahmen aufgrund von Mengenverlusten sowohl
in Israel als auch in Marokko insgesamt um 20,5% auf 4,4 (i.V.: 5,6) Mio t ab. In
der Transportbetonsparte ist HeidelbergCement in Israel, Ägypten und Marokko vertreten.
Der Transportbetonabsatz wuchs um 3,3% auf 2,6 (i.V.: 2,5) Mio cbm. Das Asphaltgeschäft
in Israel verzeichnete aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen im ersten Quartal und
eines Mangels an Projekten einen Mengenrückgang von 24,8 %. Der Geschäftsbereich Service-Joint Ventures-Sonstiges umfasst im Wesentlichen die
Zement-, Zuschlagstoff- und Transportbetonaktivitäten unseres türkischen Joint Ventures
Akçansa. Niedrigere Zementinlandslieferungen konnten durch gestiegene Exporte nicht
ganz ausgeglichen werden. Insgesamt nahm der Zement- und Klinkerabsatz von Akçansa
in den ersten sechs Monaten um 4,0% ab. Während die Zuschlagstofflieferungen nur leicht
unter dem Vorjahresniveau blieben, ging der Transportbetonabsatz deutlich zurück. Der Umsatz des Konzerngebiets Afrika-Östlicher Mittelmeerraum stieg um 0,5% auf 837
(i.V.: 833) Mio €; ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten
nahm der Umsatz um 0,7% ab. KonzernserviceDer Konzernservice umfasst die Aktivitäten unseres Tochterunternehmens HC Trading,
einer der größten internationalen Handelsgesellschaften für Zement und Klinker. Das
Unternehmen ist ebenfalls zuständig für den Kauf und die Lieferung von Kohle und Petrolkoks
auf dem Seeweg an eigene Standorte und an andere Zementunternehmen weltweit. Darüber
hinaus sind in den Bereich Konzernservice unsere Zement- und Transportbetonaktivitäten
in Kuweit einbezogen. Das gesamte Handelsvolumen von HC Trading stieg im ersten Halbjahr um 26,7% auf den
Rekordwert von 18,6 (i.V.: 14,7) Mio t. Der Handel mit Zement, Klinker und sonstigen
Baustoffen wie Kalk und Trockenmörtel nahm um 14,0% auf 9,9 (i.V.: 8,7) Mio t zu.
Einen starken Anstieg verzeichneten die Lieferungen von Kohle und Petrolkoks, die
um 45,4% auf 8,7 (i.V.: 6,0) Mio t zulegten. Der Umsatz des Bereichs Konzernservice erhöhte sich um 25,7% auf 1.017 (i.V.: 809)
Mio €; ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten belief sich
der Anstieg auf 25,3%. MitarbeiterDie Mitarbeiterzahl von HeidelbergCement lag Ende des ersten Halbjahrs 2019 bei 57.341
(i.V.: 59.642). Die Abnahme um 2.302 Mitarbeiter resultiert im Wesentlichen aus zwei
gegenläufigen Entwicklungen: Einerseits wurden konzernweit rund 3.200 Stellen abgebaut
im Zuge von Portfolio-Optimierungen, der Realisierung von Synergien und von Effizienzsteigerungen
in Vertrieb und Verwaltung sowie Standortoptimierungen. Andererseits war ein Anstieg
der Mitarbeiterzahl um rund 900 neue Beschäftigte zu verzeichnen, der auf Erstkonsolidierungen
in Nordamerika und Australien sowie Neueinstellungen in einigen Ländern der Konzerngebiete
West- und Südeuropa und Nord- und Osteuropa-Zentralasien zurückzuführen ist. Wechsel im AufsichtsratMit Ablauf der Hauptversammlung am 9. Mai 2019 endete die Amtszeit des alten und begann
die des von der Hauptversammlung bzw. von der Belegschaft gewählten neuen Aufsichtsrats.
Nicht mehr im Aufsichtsrat vertreten sind auf der Arbeitnehmerseite Herr Josef Heumann,
Frau Gabriele Kailing und Herr Stephan Wehning. Ihnen folgten Frau Birgit Jochens,
Herr Peter Riedel als Vertreter der Gewerkschaften und Frau Dr. Ines Ploss als Vertreterin
der leitenden Angestellten nach. Als Anteilseignervertreter wurde Herr Luka Mucic
neu in den Aufsichtsrat gewählt; der Finanzvorstand der SAP SE löste Herrn Dr. Jürgen
M. Schneider ab, der mit Erreichen der Regelaltersgrenze nicht mehr zur Wiederwahl
antrat. Vorsitzender des Aufsichtsrats ist wie bisher Herr Fritz-Jürgen Heckmann.
Zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden wurde erneut Herr Heinz Schmitt gewählt. Ereignisse nach dem BilanzstichtagAngaben zu den Ereignissen nach dem Bilanzstichtag finden Sie im Anhang auf der Seite
30. AusblickDer Internationale Währungsfonds (IWF) hat im Juli 2019 seine Prognose des globalen
Wirtschaftswachstums für das Jahr 2019 von 3,7% auf 3,2% gesenkt. Der Haupttreiber
für die Anpassung waren abgeschwächte Wachstumserwartungen in den Schwellenländern,
vor allem in den Regionen Südamerika, Nordafrika und Mittlerer Osten. Die Wachstumserwartungen
in den entwickelten Ländern sind weiterhin stabil. Die Prognose für die USA wurde
leicht nach oben und die Prognose für die Eurozone leicht nach unten korrigiert. Der IWF weist auf gestiegene Risiken bezüglich der Prognose hin. Dazu zählt insbesondere
das Risiko von eskalierenden Handelssanktionen als auch von restriktiveren Finanzierungsbedingungen
infolge angestiegener Staatsverschuldung und der Verschuldung privater Haushalte.
Weitere Risiken für die Konjunktur könnten aus dem ungeordneten Ausstieg Großbritanniens
aus der Europäischen Union sowie aus einer schneller eintretenden Verlangsamung des
Wachstums in China erwachsen. HeidelbergCement rechnet damit, dass die günstigere Entwicklung der Energiekosten
im Vergleich zum Vorjahr sowie die solide Entwicklung in Europa, Nordamerika und Asien,
hier insbesondere in Indonesien, positiv zum Ergebnis beitragen werden. In Anbetracht dieser Erwartungen, der insgesamt soliden Wirtschaftsentwicklung und
des guten ersten Halbjahres bestätigt HeidelbergCement seinen Ausblick für das Gesamtjahr
2019. Das Unternehmen erwartet steigende Absatzzahlen für die Kernprodukte Zement,
Zuschlagstoffe und Transportbeton und geht weiterhin davon aus, den Umsatz, das Ergebnis
des laufenden Geschäftsbetriebs vor IFRS16, Wechselkurs- und Konsolidierungseffekten
sowie den Jahresüberschuss vor Einmaleffekten für das Jahr 2019 moderat (+3% bis +9%)
zu steigern. Weitere Angaben zum AusblickDer Unternehmensleitung von HeidelbergCement liegen keine neuen, über die im vorangegangenen
Abschnitt erwähnten Entwicklungen hinausgehenden Erkenntnisse vor, dass sich die im
Geschäftsbericht 2018 im Kapitel Prognosebericht auf den Seiten 67 ff. abgegebenen
wesentlichen Prognosen und sonstigen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung von
HeidelbergCement und des unternehmerischen Umfelds für das Geschäftsjahr 2019 wesentlich
verändert haben. Im Ausblick gehen wir auf die erwartete zukünftige Entwicklung von HeidelbergCement
und des unternehmerischen Umfelds im weiteren Jahresverlauf 2019 ein. In diesem Zusammenhang
weisen wir darauf hin, dass dieser Halbjahresfinanzbericht zukunftsgerichtete Aussagen
enthält, die auf den derzeit verfügbaren Informationen sowie den gegenwärtigen Annahmen
und Prognosen der Unternehmensleitung von HeidelbergCement beruhen. Solche Aussagen
sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet und können daher deutlich
von der tatsächlich eintretenden Entwicklung abweichen. HeidelbergCement übernimmt
keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, die in diesem Halbjahresfinanzbericht
gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren. Risiko- und ChancenberichtDie Risikopolitik von HeidelbergCement orientiert sich an der Unternehmensstrategie,
die auf die Bestandssicherung und die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts
ausgerichtet ist. Unternehmerisches Handeln ist stets zukunftsorientiert und daher
mit Risiken behaftet. Risiken zu identifizieren, sie zu verstehen und systematisch
zu bewerten und einzugrenzen, unterliegt der Verantwortung des Vorstands und ist eine
Hauptaufgabe aller Führungskräfte. HeidelbergCement ist zahlreichen Risiken ausgesetzt,
die nicht grundsätzlich vermieden, sondern akzeptiert werden, wenn sie sich im Rahmen
der rechtlichen und ethischen Grundsätze unternehmerischen Handelns bewegen und sie
zu den damit verbundenen Chancen in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Das Chancen-
und Risikomanagement von HeidelbergCement ist über konzernweite Planungs- und Steuerungssysteme
eng miteinander verbunden. Die Chancen werden in der jährlich erstellten operativen
Planung erfasst und im Rahmen der monatlichen Finanzberichterstattung verfolgt. Die
unmittelbare Verantwortung, Chancen frühzeitig zu erkennen und wahrzunehmen, obliegt
dem operativen Management in den Ländern sowie den zentralen Konzernabteilungen. In der ganzheitlichen Betrachtung von Einzelrisiken sowie der Gesamtrisikoposition
sind aus heutiger Sicht keine bestandsgefährdenden oder andere bedeutende Risiken
erkennbar. Unser konzernweit standardisiertes Kontroll- und Risikomanagementsystem
stellt sicher, dass wesentliche Risiken, deren Eintritt die wirtschaftliche Lage des
Konzerns erheblich verschlechtern würde, frühzeitig identifiziert werden. Risiken, die sich im Geschäftsjahr 2019 und auf absehbare Zeit danach auf unsere Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage maßgeblich auswirken könnten, sowie die Chancen sind ausführlich
im Geschäftsbericht 2018 im Kapitel Risiko- und Chancenbericht auf den Seiten 74 ff.
dargestellt. Die Risiken aus volatilen Energie- und Rohstoffpreisen sowie Wechselkursen sind weiterhin
hoch. Geopolitische Risiken resultieren insbesondere aus den politischen Krisen und
militärischen Konflikten im Nahen Osten sowie im Osten der Ukraine. Zu den makroökonomischen
Risiken zählt insbesondere die Gefahr eskalierender Handelssanktionen. Unsicherheiten
bestehen weiterhin hinsichtlich der Stabilität des globalen Finanzsystems. HeidelbergCement bilanziertGewinn- und Verlustrechnung des Konzernsscroll
Gesamtergebnisrechnung des Konzernsscroll
Kapitalflussrechnung des Konzernsscroll
Bilanz des KonzernsAktivascroll
Passivascroll
Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzernsscroll
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1)
Die in den Minderheitsanteilen enthaltenen kumulierten Währungsumrechnungsdifferenzen
veränderten sich im Jahr 2019 um 50,3 (i.V.: -1,8) Mio € auf -217,5 (i.V.: -288,8)
Mio €.Der Gesamtbetrag der im Eigenkapital erfassten Währungsumrechnungsdifferenzen
beträgt somit -1.533,7 (i.V.: -2.011,0) Mio €. Segmentberichterstattung / Anhangscroll
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1)
Werte wurden angepasst (siehe Abschnitt "Sonstige Änderungen", S. 22). Anhang zum KonzernzwischenabschlussBilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDer Konzernzwischenabschluss der HeidelbergCement AG zum 30. Juni 2019 wurde auf Basis
des IAS 34 (Interim Financial Reporting) aufgestellt. Es wurden alle zum Abschlussstichtag
verbindlichen International Financial Reporting Standards (IFRS) einschließlich der
Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) angewendet, die durch
die EU-Kommission in europäisches Recht übernommen wurden. In Einklang mit den Regelungen des IAS 34 wurde ein im Vergleich zum Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2018 verkürzter Berichtsumfang mit ausgewählten Anhangangaben gewählt.
Die bei der Erstellung des Konzernzwischenabschlusses angewendeten Bilanzierungs-
und Bewertungsgrundsätze entsprechen grundsätzlich denen des Konzernabschlusses zum
31. Dezember 2018. Detaillierte Erläuterungen finden sich auf den Seiten 116 f. im
Anhang des Geschäftsberichts 2018, der die Grundlage für diesen Zwischenabschluss
darstellt. In Übereinstimmung mit IAS 34 wurden die Aufwendungen für Ertragsteuern in der Berichtsperiode
auf Basis des Steuersatzes abgegrenzt, der für das gesamte Geschäftsjahr erwartet
wird. Der Konzernzwischenabschluss unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Anwendung neuer RechnungslegungsstandardsFür den Konzernzwischenabschluss wurden die folgenden neuen oder geänderten Standards
und Interpretationen des IASB erstmalig angewendet:
Die Anwendung von IFRS 16 führt in der Bilanz aufgrund der Aktivierung der Nutzungsrechte
zu einer Erhöhung des Sachanlagevermögens. Gleichzeitig steigen die Finanzverbindlichkeiten
durch die Passivierung der Leasingverbindlichkeiten an. In der Gewinn- und Verlustrechnung
spiegeln sich die Aufwendungen in den Abschreibungen der Nutzungsrechte und den Zinsaufwendungen
wider. In der Kapitalflussrechnung werden die Zahlungen in Zinszahlungen und Tilgungszahlungen
aufgeteilt. Während die Zinszahlungen im Mittelfluss aus operativer Geschäftstätigkeit
gezeigt werden, erfolgt der Ausweis der Tilgungszahlungen im Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit. Im Rahmen der erstmaligen Anwendung am 1. Januar 2019 hat HeidelbergCement die modifizierte
retrospektive Methode angewendet. Die Vorjahreszahlen werden nicht angepasst. Zahlungsverpflichtungen aus bisherigen Operating Leasingverhältnissen werden mit Übergang
auf IFRS 16 mit den entsprechenden Grenzfremdkapitalzinssätzen abgezinst. Die Zinssätze
wurden auf Basis der verbleibenden Restlaufzeit der Leasingverhältnisse ermittelt.
Die hieraus resultierenden Barwerte wurden als Leasingverbindlichkeiten angesetzt.
Die Nutzungsrechte an den Leasinggegenständen wurden in Höhe der Leasingverbindlichkeiten
aktiviert, gemindert um den Betrag der vorausgezahlten bzw. abgegrenzten Leasingzahlungen
sowie Drohverlustrückstellungen im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen. Bei der
Bewertung der Nutzungsrechte zum 1. Januar 2019 wurden die anfänglichen direkten Kosten
nicht berücksichtigt. Für die Bestimmung der Laufzeit der Leasingverhältnisse wurden
nachträglich erlangte bessere Erkenntnisse berücksichtigt, wenn diese eine hinreichend
sichere Ausübungswahrscheinlichkeit von Verlängerungs- bzw. Kündigungsoptionen belegen. Die bisherige Beurteilung nach IAS 17 und IFRIC 4 für das Vorliegen von Leasingverhältnissen
wird für bestehende Verträge beibehalten. HeidelbergCement bilanziert Leasingverhältnisse,
die zum 1. Januar 2019 eine Restlaufzeit von weniger als 12 Monaten haben, als kurzfristige
Leasingverhältnisse und erfasst die Leasingzahlungen linear als Aufwand. Ebenso werden
Leasingzahlungen für Vermögenswerte mit geringem Wert direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung
erfasst. Bei Leasingverträgen über Kraftfahrzeuge und Schiffe, die Leasing- und Nicht-Leasingkomponenten
beinhalten, wird eine Trennung vorgenommen und nur die Leasingkomponente nach den
Vorschriften des IFRS 16 bilanziert. Leasingverhältnisse, die nach IAS 17 als Finanzierungsleasing eingestuft wurden, wurden
mit den Buchwerten der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2018
übernommen. Die zum 1. Januar 2019 vorgenommenen Anpassungen aus der erstmaligen Anwendung von
IFRS 16 in der Konzernbilanz stellen sich wie folgt dar: Anpassung der Eröffnungsbilanz aufgrund von IFRS 16scroll
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Verpflichtungen aus künftigen Mindestleasingzahlungen
aus unkündbaren Operating Leasingverhältnissen zum 31. Dezember 2018 auf den Eröffnungsbilanzwert
der Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019. Überleitung Eröffnungsbilanz der Leasingverbindlichkeitenscroll
Der gewichtete durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz für die Abzinsung der Leasingverbindlichkeiten
zum 1. Januar 2019 betrug 3,4%.
Sonstige ÄnderungenZur Verbesserung der Darstellung in der Gewinn- und Verlustrechnung hat HeidelbergCement
den Ausweis des Ergebnisses aus assoziierten Unternehmen geändert. HeidelbergCement
hält ausschließlich Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, die im operativen Geschäft
des Konzerns tätig sind. Die assoziierten Unternehmen werden in den Zahlungsmittel
generierenden Einheiten des Konzerns wie Gemeinschaftsunternehmen geführt. Aus diesem
Grund wird das Ergebnis der assoziierten Unternehmen nunmehr zusammen mit dem Ergebnis
aus Gemeinschaftsunternehmen im Posten "Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen"
gezeigt. Das Ergebnis aus sonstigen Beteiligungen wird im Finanzergebnis gezeigt.
Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Saisonabhängigkeit des GeschäftsDie Produktion und der Verkauf von Baustoffen sind aufgrund regionaler Witterungsverhältnisse
saisonabhängig. Insbesondere in unseren wichtigen Märkten in Europa und Nordamerika
wirken sich die Wintermonate auf die Geschäftszahlen im ersten und vierten Quartal
mit niedrigeren Absätzen und Ergebnissen aus, während diese in den wärmeren Monaten
des zweiten und dritten Quartals höher ausfallen. DevisenkurseDie nachfolgende Tabelle enthält die wichtigsten Devisenkurse, die bei der Umrechnung
der Einzelabschlüsse in fremder Währung Anwendung fanden. scroll
Unternehmenszusammenschlüsse in der BerichtsperiodeAm 4. Januar 2019 hat HeidelbergCement weitere 50% der Anteile an der bisher at equity
bilanzierten California Commercial Asphalt LLC, Wilmington, Delaware, USA, sowie deren
Tochterunternehmen erworben und seinen Anteil damit auf 100% erhöht. Die Gesellschaft
betreibt vier Asphaltwerke in Südkalifornien, USA. Der Erwerb verstärkt unsere Marktpräsenz
vor Ort und trägt zur Effizienzsteigerung und Ausschöpfung bestehender Synergiepotenziale
im Wesentlichen durch vertikale Integration bei. Der Kaufpreis, der üblichen nachträglichen
Anpassungen unterliegt, setzt sich aus einer Barzahlung in Höhe von 18,9 Mio € sowie
einer zuvor bestehenden Darlehensforderung gegen die Gesellschaft in Höhe von 4,2
Mio € zusammen. Der beizulegende Zeitwert des zuvor gehaltenen Eigenkapitalanteils
betrug zum Erwerbszeitpunkt 26,2 Mio €. Aufgrund der Neubewertung des Anteils entstand
ein Verlust in Höhe von 0,3 Mio €, der in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen
erfasst wurde. Der vorläufig erfasste Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 32,6
Mio € ist steuerlich anteilig abzugsfähig. Die Kaufpreisallokation ist noch nicht
abgeschlossen, da die Bewertungen insbesondere für die immateriellen Vermögenswerte
und Sachanlagen sowie korrespondierende latente Steuern noch nicht fertiggestellt
sind. Am 28. Juni 2019 hat HeidelbergCement den Kauf der Zuschlagstoff- und Transportbetonaktivitäten
von Cemex in der Zentralregion von Frankreich abgeschlossen. Mit dem Erwerb von 100%
der Anteile an Unibeton Centre Ouest, Rungis, sowie Produktions- und Vertriebsstätten
für Zuschlagstoffe erwirbt HeidelbergCement 28 Transportbetonwerke und sieben Zuschlagstoffsteinbrüche
und stärkt die vertikal integrierte Marktposition in Zentralfrankreich. Der Kaufpreis
in Höhe von 26,2 Mio € wurde in bar entrichtet und unterliegt einer üblichen Anpassungsklausel.
Der vorläufig erfasste Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 3,0 Mio €, der voraussichtlich
steuerlich nicht abzugsfähig ist, repräsentiert Synergiepotenziale. Die Kaufpreisallokation
ist vorläufig, da insbesondere die Bewertung der Sachanlagen und der latenten Steuern
noch nicht abgeschlossen sind. Die nachfolgende Tabelle zeigt die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte
und Schulden zum Erwerbszeitpunkt. Vorläufige beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunktscroll
Im Rahmen der Unternehmenszusammenschlüsse wurden Forderungen mit einem beizulegenden
Zeitwert von 27,4 Mio € erworben. Hierbei handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen in Höhe von 24,1 Mio € sowie sonstige operative Forderungen in Höhe
von 3,2 Mio €. Der Bruttobetrag der vertraglichen Forderungen in Höhe von 27,4 Mio
€ wird voraussichtlich in voller Höhe einbringlich sein. Die Unternehmenszusammenschlüsse haben seit dem Erwerb 33,9 Mio € zu den Umsatzerlösen
und 0,9 Mio € zum Überschuss der Periode beigetragen. Wären die Erwerbe bereits zum
1. Januar 2019 erfolgt, wären die Umsatzerlöse um 26,6 Mio € höher und der Überschuss
der Periode um 0,8 Mio € niedriger ausgefallen. Für die Unternehmenszusammenschlüsse
sind Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 0,2 Mio € angefallen, die in den zusätzlichen
ordentlichen Aufwendungen erfasst wurden. Darüber hinaus hat HeidelbergCement in der Berichtsperiode weitere Unternehmenszusammenschlüsse
vorgenommen, die für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter
Bedeutung sind. Unternehmenszusammenschlüsse in der VorjahresperiodeAm 2. Januar 2018 hat unsere Tochtergesellschaft Italcementi S.p.A. den Erwerb von
100% der Anteile an Cementir Italia und deren Tochtergesellschaften abgeschlossen.
Alle Bedingungen für den Abschluss der Transaktion wurden nach Erhalt der Genehmigungen
durch die italienische Wettbewerbsbehörde erfüllt. Zur Erweiterung unserer Marktposition
in Italien hatten wir am 19. September 2017 über Italcementi eine Vereinbarung mit
Cementir Holding über den Kauf des gesamten Zement- und Betongeschäfts von Cementir
Italia S.p.A., Rom, getroffen, einschließlich der vollständig kontrollierten Tochtergesellschaften
Cementir Sacci S.p.A. und Betontir S.p.A. Der Kaufpreis beträgt 316,0 Mio € und wurde
in bar entrichtet. Die Akquisition umfasst fünf Zement- und zwei Zementmahlwerke sowie
ein Netzwerk aus Terminals und Transportbetonwerken. Der Geschäfts- oder Firmenwert
in Höhe von 98,3 Mio € ist steuerlich nicht abzugsfähig und repräsentiert Synergiepotenziale. Am 31. Januar 2018 hat unsere australische Tochtergesellschaft Hanson Holdings Australia
Limited, Victoria, (Hanson Australia) 100% der Anteile an der Alex Fraser Pty. Ltd.
Group, Victoria, einen in Australien führenden Produzenten von recycelten Baustoffen
und Asphalt, von Swire Investments (Australia) Ltd. erworben. Der Kaufpreis beläuft
sich auf 134,1 Mio € und wurde in bar entrichtet. Das Unternehmen betreibt drei Produktionsstätten
in Melbourne und zwei in Brisbane. Die Alex Fraser Group produziert außerdem Asphalt
in zwei Werken in Melbourne. Der Kauf stärkt unsere Marktpositionen in den Ballungsräumen
von Melbourne und Brisbane. Hanson Australia gewinnt darüber hinaus Know-how in der
Produktion von Asphalt und recycelten Baustoffen, die das bestehende Geschäft gut
ergänzen und sich für den Einstieg in weitere Märkte nutzen lassen. Der Geschäfts-
oder Firmenwert in Höhe von 67,8 Mio € repräsentiert Synergiepotenziale und ist steuerlich
nicht abzugsfähig. Weiterhin hat Hanson Australia am 29. März 2018 100% der Anteile an der Suncoast Asphalt
Pty Ltd-Gruppe, Queensland, erworben. Das Unternehmen produziert Asphalt und beliefert
Kunden im privaten und öffentlichen Sektor im Großraum Süd-Ost Queensland. Der finale
Kaufpreis beträgt 19,0 Mio € und wurde in bar entrichtet. Die Kaufpreisallokation
ist abgeschlossen. Der endgültig erfasste steuerlich nicht abzugsfähige Geschäfts-
oder Firmenwert in Höhe von 12,7 Mio € repräsentiert Synergiepotenziale. Im Vergleich
zu den zum 31. Dezember 2018 berichteten Werten gab es keine wesentlichen Anpassungen. Zur Stärkung der Marktposition in Kanada hat HeidelbergCement am 7. Februar 2018 im
Rahmen eines Asset Deals ein Zementwerk in der Provinz Quebec erworben. Der Kaufpreis
in Höhe von 43,1 Mio € wurde in bar entrichtet. Die Kaufpreisallokation wurde abgeschlossen.
Der steuerlich abzugsfähige Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 38,4 Mio € repräsentiert
Synergiepotenziale. Außerdem hat HeidelbergCement am 6. April 2018 über seine amerikanische Tochtergesellschaft
Sherman Industries LLC, Wilmington, jeweils 100% der Anteile an der Fairburn Ready-Mix,
Inc., Tyrone, und der Harrell Aggregate Hauling, Inc., Tyrone, erworben. Fairburn
Ready-Mix betreibt fünf Transportbetonwerke in der Metropolregion Atlanta. Harrell
Aggregate Hauling erbringt Transportleistungen. Mit dem Erwerb ergänzt HeidelbergCement
sein Kerngeschäft und bildet eine Plattform für weiteres Wachstum. Der Kaufpreis in
Höhe von 20,9 Mio € setzt sich aus einer Barzahlung in Höhe von 18,7 Mio € und einer
Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von 2,2 Mio € zusammen, die im Geschäftsjahr 2019
in Höhe von 0,4 Mio € durch Zahlungen gemindert wurde. Die Kaufpreis allokation ist
abgeschlossen. Der steuerlich abzugsfähige Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von
11,7 Mio € repräsentiert Synergie- und Wachstumspotenziale. Die nachfolgende Tabelle zeigt die endgültigen beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte
und Schulden zum Er werbs-zeitpunkt. Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunktscroll
Desinvestitionen in der BerichtsperiodeIm Rahmen des Aktionsplans zur Portfolio-Optimierung hat HeidelbergCement in der Berichtsperiode
mehrere Desinvestitionen vorgenommen, die nachfolgend beschrieben werden. Am 21. September 2018 hat HeidelbergCement bekanntgegeben, dass seine ägyptische Tochtergesellschaft
Helwan Cement Company S.A.E. mit Emaar Industries eine Vereinbarung über den Verkauf
ihres Weißzement-Werks in Minya, Ägypten, unterzeichnet hat. Der Verkauf wurde am
6. Februar 2019 abgeschlossen. Der Verkaufspreis beträgt 34,5 Mio €, wovon eine Anzahlung
in Höhe von 11,9 Mio € bereits im Geschäftsjahr 2018 eingegangen ist. Aus der Veräußerung
resultiert ein Gewinn in Höhe von 23,3 Mio €, der in den zusätzlichen ordentlichen
Erträgen ausgewiesen wird. Am 1. April 2019 hat HeidelbergCement die Veräußerung des in Umbrien, Italien, gelegenen
Zementwerks Spoleto ab geschlossen. Der Verkaufspreis in Höhe von 17,6 Mio € setzt
sich aus einer Barzahlung in Höhe von 2,0 Mio € und einer langfristigen, zu fortgeführten
Anschaffungskosten bilanzierten Forderung in Höhe von 15,6 Mio € zusammen. Der Verkaufspreis
unterliegt einer üblichen Anpassungsklausel. Der aus der Veräußerung resultierende
Verlust in Höhe von 8,4 Mio € wird in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen gezeigt. HeidelbergCement hat am 19. Dezember 2018 mit Overin Limited, Zypern, eine Vereinbarung
über den Verkauf seiner Be teilgungen in der Ukraine unterzeichnet. Der Verkauf wurde
am 25. April 2019 abgeschlossen. Der Verkauf umfasst die Beteiligungen an den Tochtergesellschaften
HeidelbergCement Ukraine Private Joint Stock Company, HeidelbergGranit Ukraine Limited
Liability Company, HeidelbergBeton Ukraine Limited Liability Company sowie Rybalsky
Quarry Limited Liability Company. Der Verkaufspreis beträgt 13,0 Mio € und wurde in
bar entrichtet. Aus der Veräußerung resultierte ein Verlust in Höhe von 142,6 Mio
€, der in Höhe von 144,6 Mio € aus der Realisierung von im Eigenkapital erfassten
Währungsumrechnungsdifferenzen resultiert und in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen
ausgewiesen wird. Am 29. April 2019 hat HeidelbergCement seinen 51%-Anteil an der Baustoffwerke Dresden
GmbH & Co. KG veräußert. Der Verkaufspreis in Höhe von 9,9 Mio € wurde in bar entrichtet.
Der Veräußerungsgewinn in Höhe von 4,7 Mio € wird in den zusätzlichen ordentlichen
Erträgen erfasst. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vermögenswerte und Schulden zum Veräußerungszeitpunkt. Vermögenswerte und Schulden zum Veräußerungszeitpunktscroll
Darüber hinaus hat HeidelbergCement weitere Desinvestitionen vorgenommen, die für
die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung
waren. Im Zusammenhang mit den Desinvestitionen sind Veräußerungsnebenkosten in Höhe von
1,9 Mio € angefallen, die in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen erfasst wurden. Desinvestitionen in der VorjahresperiodeAm 15. Dezember 2017 hat HeidelbergCement bekannt gegeben, mit H+H International A/S
und deren Tochtergesellschaft H+H Deutschland GmbH eine Vereinbarung über den Verkauf
des Kalksandsteingeschäfts unterzeichnet zu haben. Der Verkauf wurde am 28. Februar
2018 abgeschlossen. Der Verkauf umfasst die Beteiligungen an den mittelbaren Tochtergesellschaften
Heidelberger Kalksandstein GmbH, KS-QUADRO Bausysteme GmbH, Durmersheim, Deutschland,
und Hunziker Kalksandstein AG, Brugg, Schweiz. Hinzu kommen bestimmte Immobilien,
die zu Tochtergesellschaften der HeidelbergCement AG gehören. Die veräußerten Vermögenswerte
und Schulden wurden in der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017 als Veräußerungsgruppen
ausgewiesen. Der Verkaufspreis in Höhe von 109,4 Mio € wurde in bar entrichtet. Aus
der Veräußerung resultierte ein Gewinn in Höhe von 68,6 €, der in den zusätzlichen
ordentlichen Erträgen ausgewiesen wurde. Am 14. Februar 2018 hat unsere US-amerikanische Tochtergesellschaft Lehigh Cement
Company LLC, Wilmington, eine Vereinbarung über den Verkauf ihrer 51%-Beteiligung
an Lehigh White Cement Company, Harrisburg, an die Minderheitsaktionäre Aalborg Cement
Company Inc. und Cemex, Inc. unterzeichnet. Der Verkauf wurde am 29. März 2018 abgeschlossen.
Der Verkaufspreis betrug 117,1 Mio € und wurde in bar entrichtet. Der Veräußerungsgewinn
in Höhe von 48,1 Mio € wurde in den zusätzlichen ordentlichen Erträgen erfasst. Am 1. Juni 2018 bzw. 4. Oktober 2018 hat unsere italienische Tochtergesellschaft Italcementi
S.p.A. über ihre Tochtergesellschaft Cementir Italia S.p.A. den Verkauf des Zementwerks
in Maddaloni sowie eines Terminals in Kalabrien, Italien, abgeschlossen. Mit der Veräußerung erfüllte HeidelbergCement eine Auflage der italienischen Wettbewerbsbehörde
im Zusammenhang mit dem Erwerb der italienischen Cementir-Aktivitäten. Die veräußerten
Vermögenswerte und Schulden wurden zum Zeitpunkt des Erwerbs von Cementir als Veräußerungsgruppen
ausgewiesen. Der Veräußerungspreis setzt sich aus einer Barzahlung in Höhe von 12,5
Mio € und einer abgezinsten Kaufpreisforderung in Höhe von 31,4 Mio € zusammen. Der
Veräußerungsgewinn betrug 1,7 Mio € und wurde in den zusätzlichen ordentlichen Erträgen
erfasst. Im Geschäftsjahr 2019 erfolgte ein Zahlungseingang in Höhe von 7,0 Mio €. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vermögenswerte und Schulden zum Veräußerungszeitpunkt. Vermögenswerte und Schulden zum Veräußerungszeitpunktscroll
Im Zusammenhang mit den Desinvestitionen sind Veräußerungsnebenkosten in Höhe von
5,4 Mio € angefallen, die in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen erfasst wurden. Darüber hinaus hat HeidelbergCement in der Vorjahresperiode weitere Desinvestitionen
vorgenommen, die für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter
Bedeutung sind. Umsatzentwicklung nach Konzerngebieten und Geschäftsbereichenscroll
scroll
Ergebnis je Aktiescroll
Geschäfts- oder FirmenwerteGeschäfts- oder Firmenwerte werden im HeidelbergCement Konzern grundsätzlich einmal
jährlich im vierten Quartal nach Fertigstellung der operativen Dreijahresplanung oder
bei Anzeichen für einen möglichen Wertminderungsbedarf einem Wertminderungstest gemäß
IAS 36 (Impairment of Assets) unterzogen. Im Rahmen dieser Wertminderungsprüfung wird
der Buchwert einer Gruppe von Zahlungsmittel generierenden Einheiten (CGU), denen
ein Geschäfts- oder Firmenwert zu geordnet ist, mit dem erzielbaren Betrag dieser
Gruppe von CGUs verglichen. Zum 30. Juni 2019 hat das Management geprüft, ob neue
Anzeichen für einen Wertminderungsbedarf vorliegen. Aus der Überprüfung ergab sich
keine Notwendigkeit für eine Wertminderung. EigenkapitalveränderungsrechnungDie Änderungen von Anteilen an Tochterunternehmen resultieren im Wesentlichen aus
der Veräußerung von 7,8% der Anteile an unserer marokkanischen Tochtergesellschaft
Ciments du Maroc S.A. Im Geschäftsjahr wurden an die Aktionäre der HeidelbergCement AG Dividenden in Höhe
von 416,7 Mio € (2,10 € je Aktie) gezahlt. Die Dividenden an Minderheitsgesellschafter
resultieren insbesondere aus Dividendenzahlungen unserer indonesischen Tochtergesellschaft
PT Indocement Tunggal Prakasa Tbk. in Höhe von 61,9 Mio € sowie Dividenden unserer
marokkanischen Tochtergesellschaften Ciments du Maroc S.A. und Industrie Sakia El
Hamra "Indusaha" S.A. in Höhe von insgesamt 53,2 Mio €. PensionsrückstellungenDie versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die erfolgsneutral im sonstigen
Ergebnis erfasst werden, wurden auf Basis der zum Abschlussstichtag gültigen Zinssätze
für die wesentlichen Länder ermittelt. Zum 30. Juni 2019 ergaben sich insgesamt Verluste
aus der Neubewertung in Höhe von 91,5 Mio €. Hierin enthalten sind versicherungsmathematische
Verluste in Bezug auf die Pensionsverpflichtungen in Höhe von 441,6 Mio €, die auf
den Rückgang des gewichteten Rechnungszinssatzes um ca. 0,7 Prozentpunkte zurückzuführen
sind, sowie Gewinne aus der Neubewertung des Planvermögens in Höhe von 343,5 Mio €.
Die Begrenzung des Planvermögens führte zu Gewinnen in Höhe von 6,7 Mio €. Angaben zu FinanzinstrumentenDie folgende Tabelle zeigt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte für die einzelnen
Klassen der Finanzinstrumente sowie die Fair-Value-Hierarchien der Vermögenswerte
und Schulden, die in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Buchwerte und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumentenscroll
Die Finanzinvestitionen "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" enthalten den
beizulegenden Zeitwert der Beteiligung an der Permanente-Gruppe in Höhe von 152,7
(i.V.: 165,2) Mio €. Die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts der Beteiligung wird
durch die Entwicklung des zur Zeit offenen freiwilligen Insolvenzverfahrens nach Chapter
11 des U.S. Bankruptcy Codes beeinflusst und resultiert im Wesentlichen aus der Neuschätzung
der Umweltverpflichtungen, welche mit dem voraussichtlich zu entrichtenden Selbstbehalt
unter Berücksichtigung der Versicherungsdeckung angesetzt werden. Die anderen Bewertungsparameter
sind im Vergleich zum Konzernabschluss 2018 gleich geblieben. Hinsichtlich weiterer
möglicher Unsicherheiten in Bezug auf die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts dieser
Finanzinvestition verweisen wir auf die Erläuterungen auf Seite 170 im Anhang des
Geschäftsberichts 2018. In der Berichtsperiode ergaben sich keine wesentlichen Änderungen
zu den dort gemachten Erläuterungen. Die Finanzinvestitionen "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" enthalten Beteiligungen
in Höhe von 28,2 (i.V.: 28,2) Mio €, auf die HeidelbergCement keinen maßgeblichen
Einfluss hat. Die Bewertung erfolgt im Wesentlichen anhand der Multiplikator-Methode.
Hierbei wird der anteilige Unternehmenswert auf Basis unternehmensspezifischer Größen
anhand von EBITDA bzw. Umsatzmultiplikatoren ermittelt. Hinsichtlich möglicher Unsicherheiten
in Bezug auf die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts dieser Finanzinvestitionen
verweisen wir auf die Erläuterungen auf Seite 170 im Anhang des Geschäftsberichts
2018. In der Berichtsperiode ergaben sich keine wesentlichen Änderungen zu den dort
gemachten Erläuterungen. Bei den sonstigen erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen
Vermögenswerten werden zur Ermittlung des Fair Values überwiegend die Preise für kürzlich
stattgefundene Transaktionen herangezogen. Bei den derivativen Finanzinstrumenten mit und ohne Sicherungsbeziehungen erfolgt
die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Bei diesen Posten entspricht somit der beizulegende
Zeitwert stets dem Buchwert. Die Klassen "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige operative Forderungen"
sowie "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige operative Verbindlichkeiten"
sind nicht unmittelbar auf die dazugehörigen Bilanzposten überleitbar, da diese neben
den finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten auch nicht-finanzielle Vermögenswerte
in Höhe von 1.411,9 (i.V.: 1.314,7) Mio € sowie nicht-finanzielle Verbindlichkeiten
in Höhe von 743,6 (i.V.: 770,9) Mio € enthalten. Für die Überleitung der Klasse "Anleihen,
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und übrige finanziellen Verbindlichkeiten"
auf die dazugehörigen Bilanzposten sind Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 1.267,4
(i.V.: 12,7) Mio € zu berücksichtigen. Detaillierte Erläuterungen zur Vorgehensweise bei der Fair Value Bewertung gemäß IFRS
13 finden sich auf Seite 168 f. im Anhang des Geschäftsberichts 2018. Die Beurteilung,
ob es bei finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden
Zeitwert bilanziert werden, zu einem Transfer zwischen den Stufen der Fair-Value-Hierarchie
gekommen ist, erfolgt jeweils zum Ende der Berichtsperiode. In der abgelaufenen Berichtsperiode
wurden keine Umgruppierungen vorgenommen. Angaben zu nahestehenden Unternehmen und PersonenIm Berichtszeitraum ergaben sich neben den üblichen Geschäftsbeziehungen keine berichtspflichtigen
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen. EventualverbindlichkeitenZum Abschlussstichtag bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 37,4 (i.V.: 37,6)
Mio €, die im Wesentlichen im Zusammenhang mit steuerlichen und rechtlichen Risiken
stehen. Der Zeitpunkt der möglichen Zahlungsmittelabflüsse für die Eventualverbindlichkeiten
ist unsicher, da sie von unterschiedlichen externen Faktoren abhängen, die außerhalb
des Einflussbereichs von HeidelbergCement liegen. Die Anwendung steuerlicher Regelungen
kann zum Zeitpunkt der Berechnung von Steuererstattungsansprüchen und -verbindlichkeiten
ungeklärt sein. Bei der Berechnung der Steuerpositionen ist die jeweils wahrscheinlichste
Anwendung zugrunde gelegt. Ungeachtet dessen kann die Finanzverwaltung hierzu eine
abweichende Auffassung vertreten. Aus einer abweichenden Auffassung können sich zusätzliche
steuerliche Verbindlichkeiten ergeben. Ereignisse nach dem BilanzstichtagAm 1. Juli 2019 hat HeidelbergCement unter seinem 10 Mrd € EMTN-Programm eine Euroanleihe
über 750 Mio € begeben. Die 8,5-jährige Anleihe mit einer Laufzeit bis 1. Dezember
2027 weist einen Festzins von 1,125 % p.a. auf. Der Ausgabekurs lag bei 99,127 %,
womit sich eine Rendite von 1,235 % ergab. Die Emissionserlöse werden zur allgemeinen
Unternehmensfinanzierung und zur Rückzahlung anstehender Fälligkeiten verwendet. Im Rahmen des Aktionsplans Portfolio-Optimierung hat HeidelbergCement am 1. Juli 2019
den Verkauf des Zementwerks Testi, Toskana, und von zwei Mahlwerken in Piemont, Italien,
an Buzzi Unicem abgeschlossen. Versicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt wird, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. Heidelberg, 30. Juli 2019 HeidelbergCement AG Der Vorstand |
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