HeidelbergCement AGHeidelbergHalbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2022 bis zum 30.06.2022HeidelbergCement Halbjahreszahlen: Umsatz wächst deutlich, hohe Energiekosten im zweiten Quartal fast kompensiertscrollen
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1) Bereinigt um Konsolidierungs- und
Wechselkurseffekte.
Es ist möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem
Halbjahresfinanzbericht aufgrund von Rundungen nicht genau
zur angegebenen Summe aufaddieren.
KonzernzwischenlageberichtGrundlagen des KonzernsVeränderungen im BerichtszeitraumAngepasste Ziele bei SteuerungskennzahlenIm Rahmen des Kapitalmarkttages am 24. Mai 2022 hat
HeidelbergCement neue mittelfristige Ziele unter anderem
für seine Steuerungskennzahlen bekannt gegeben. Damit
bekräftigt das Unternehmen seinen Fokus auf die
Transformation in eine nachhaltige Zukunft.
HeidelbergCement hebt das ursprüngliche Ziel, eine
Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROIC) von "klar
über 8%" zu erzielen, an und will nun bis 2025 einen
ROIC von über 10% erreichen.
Im Bereich des Klimaschutzes setzt sich das Unternehmen
branchenweit das ambitionierteste CO
2-Reduktionsziel - bis 2030 sollen die
spezifischen Emissionen gegenüber 1990 um fast die
Hälfte auf 400 kg CO
2/t zementartigem Material sinken. Zuvor lag der
Zielwert bei unter 500 kg CO
2/t zementartigem Material bis 2030.
Aktuelles aus Forschung und EntwicklungIm ersten Halbjahr 2022 hat HeidelbergCement in
Bulgarien das CCUS-Projekt ANRAV gestartet. Das Projekt
soll die gesamte CCUS-Wertschöpfungskette umfassen und
Anlagen zur CO
2-Abscheidung im Zementwerk in der Nähe von
Varna über ein Pipelinesystem mit
Offshore-Lagerstätten im Schwarzen Meer verbinden. Das
Projekt wurde zur Förderung durch den
EU-Innovationsfonds ausgewählt.
HeidelbergCement wurde im Mai 2022 für sein Konzept
ReConcrete-360° mit dem Deutschen Innovationspreis
für Klima und Umwelt in der Kategorie
"Prozessinnovationen für den Klimaschutz"
ausgezeichnet. Bei ReConcrete-360° wird Altbeton durch
neuartige Verfahren zerkleinert und sortenrein in Sand,
Kies und Zementstein getrennt. Der Zementstein kann als
wertvoller, CO
2-armer Rohstoff bei der Klinker- und
Zementherstellung wiederverwendet werden und dort im Sinne
der Kreislaufwirtschaft natürlichen Kalkstein als
Rohstoff ersetzen. Darüber hinaus kann er dauerhaft CO
2 binden und somit als CO
2-Senke fungieren.
Veränderungen im AufsichtsratDer Vorsitzende des Aufsichtsrats, Herr
Fritz-Jürgen Heckmann, ist mit Ablauf der
Hauptversammlung vom 12. Mai 2022 aus dem Aufsichtsrat
ausgeschieden. Herr Heckmann, der dieses Amt 17 Jahre
innehatte, hatte bereits in der Hauptversammlung 2019
angekündigt, sein Aufsichtsratsmandat mit Beendigung
der Hauptversammlung 2022 niederzulegen. Darüber
hinaus hat mit Herrn Tobias Merckle ein weiterer Vertreter
der Anteilseigner im Aufsichtsrat sein Mandat mit Ende der
diesjährigen Hauptversammlung niedergelegt. Herr
Merckle gehörte dem Aufsichtsrat seit 2006 an.
Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden von der
Hauptversammlung 2022 Herr Dr. Bernd Scheifele, ehemaliger
Vorstandsvorsitzender der HeidelbergCement AG, sowie Frau
Dr. Sopna Sury, die bei RWE Generation SE das
Vorstandsressort für Wasserstoff verantwortet. Im
Anschluss an die Hauptversammlung wählte der
Aufsichtsrat Herrn Dr. Scheifele zu seinem neuen
Vorsitzenden. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat
zusätzlich zu seinen bereits bestehenden
Ausschüssen einen Nachhaltigkeits- und
Innovationsausschuss eingerichtet und Frau Univ.-Prof. Dr.
Marion Weissenberger-Eibl zur Vorsitzenden bestimmt.
Im Berichtszeitraum haben sich keine weiteren
wesentlichen Veränderungen an den im
Geschäftsbericht 2021 ab Seite 24 ff. dargestellten
Grundlagen des Konzerns hinsichtlich Geschäftsmodell,
Strategie, Steuerungssystem sowie Forschung und Entwicklung
ergeben.
WirtschaftsberichtWirtschaftliches UmfeldObwohl die Ausbreitung der Omikron-Variante des
Coronavirus in vielen Staaten zu neuen
Höchstständen bei den Neuinfektionen geführt
hat, fallen die ökonomischen Auswirkungen der
Pandemiewellen zunehmend geringer aus. Seit Ende Februar
belasten dagegen der russische Angriffskrieg gegen die
Ukraine und die im Gegenzug ergriffenen Sanktionen die
Weltwirtschaft erheblich. Folgen sind unter anderem
anhaltend hohe Preise für Energie und Rohstoffe, die
verschärfte Störung weltweiter
Wertschöpfungsketten und eine deutlich erhöhte
Inflation.
AbsatzentwicklungIm ersten Halbjahr 2022 lagen die Absatzmengen in allen
Geschäftsbereichen leicht unter dem Vorjahresniveau.
Der konzernweite Zement- und Klinkerabsatz verringerte
sich um 4,8% auf 58,8 (i.V.: 61,8) Mio t. Neben
konsolidierungsbedingten Rückgängen -
insbesondere in Nordamerika aufgrund des Verkaufs unserer
Aktivitäten in der Region West im Oktober 2021 -
führte die Konjunktureintrübung in Europa zu
Absatzeinbußen. Ohne Berücksichtigung von
Konsolidierungseffekten nahm der Zement- und Klinkerabsatz
um 2,6% ab.
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Die Zuschlagstofflieferungen reduzierten sich
gegenüber dem Vorjahr leicht um 2,4% auf 141,5 (i.V.:
145,0) Mio t. Auf vergleichbarer Basis nahmen die
Lieferungen um 1,7 % zu. Hierbei verzeichneten mit Ausnahme
von konjunkturbedingten Absatzrückgängen in West-
und Südeuropa alle anderen Konzerngebiete
Mengenzuwächse aufgrund einer positiven
Nachfrageentwicklung.
Der Transportbetonabsatz verringerte sich um 4,5% auf
22.5 (i.V.: 23,5) Mio cbm. Ohne Berücksichtigung von
Konsolidierungseffekten lag der Absatz nahezu auf dem
Vorjahresniveau. Die Lieferungen in Asien-Pazifik, Nord-
und Osteuropa-Zentralasien und Afrika-Östlicher
Mittelmeerraum profitierten von einer regen Bauwirtschaft.
Während die Absatzmengen in West- und Südeuropa
konjunkturbedingt leicht unter dem Vorjahresniveau lagen,
waren sie in Nordamerika im Wesentlichen
konsolidierungsbedingt rückläufig.
Die Asphaltlieferungen nahmen konsolidierungsbedingt
deutlich um 25,8% auf 3,6 (i.V.: 4,8) Mio t ab. Auf
vergleichbarer Basis gingen die Lieferungen lediglich um
0,9% zurück.
ErtragslageDer Konzernumsatz ist in den ersten sechs Monaten 2022
im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 11,3 % auf 9.950
(i.V.: 8.938) Mio € gestiegen. Vor allem
Preiserhöhungen in allen Konzerngebieten trugen zum
Umsatzwachstum bei. Ohne Berücksichtigung von
Konsolidierungs- und Wechselkurseffekten betrug der Anstieg
11,6 %. Konsolidierungskreisveränderungen wirkten sich
mit 384 Mio € negativ und Wechselkurseffekte mit 326
Mio € positiv auf den Umsatz aus.
Der Materialaufwand stieg in der Berichtsperiode
erheblich um 23,3 % auf 4.193 (i.V.: 3.400) Mio €.
Diese Zunahme resultierte vor allem aus stark gestiegenen
Preisen für Energie und Rohstoffe. Ohne
Berücksichtigung von Konsolidierungs- und
Wechselkurseffekten lag der Materialaufwand um 24,6 %
über dem Vorjahresniveau. Die Materialaufwandsquote
stieg auf 42,1 % (i.V.: 38,0%). Die sonstigen betrieblichen
Aufwendungen und Erträge lagen saldiert mit -2.804
(i.V.: -2.384) Mio € um 17,6 % über dem
Vorjahreswert. Ohne Berücksichtigung von Wechselkurs-
und Konsolidierungseffekten nahmen sie um 16,9 % zu; dies
basierte im Wesentlichen auf der Zunahme der
Frachtaufwendungen sowie externer
Produktionsdienstleistungen. Der Personalaufwand stieg
leicht um 1,7 % auf 1.602 (i.V.: 1.575) Mio €. Die
Personalaufwandsquote sank auf 16,1 % (i.V.: 17,6%). Das
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen sank um
35,3 % auf 105 Mio € und lag damit deutlich unter dem
Vorjahreswert von 162 Mio € im Wesentlichen aufgrund
der schwachen Entwicklung unserer Joint Ventures in Ungarn,
China und Australien.
Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor
Abschreibungen (RCOBD) sank deutlich um 11,4% auf 1.525
(i.V.: 1.720) Mio €. Ursächlich für den
Ergebnisrückgang waren die gegenüber dem Vorjahr
signifikant gestiegenen Aufwendungen für Energie und
Transport, die trotz Erhöhungen unserer Absatzpreise
nicht vollständig ausgeglichen werden konnten. Ohne
Berücksichtigung von Konsolidierungs- und
Wechselkurseffekten betrug der Rückgang 11,8%. Die
RCOBD-Marge, das heißt das Verhältnis des
Ergebnisses des laufenden Geschäftsbetriebs vor
Abschreibungen zum Umsatz, ist um 392 Basispunkte auf 15,3%
(i.V.: 19,2%) gesunken.
Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs sank
um 16,3 % auf 908 (i.V.: 1.084) Mio €.
Veränderungen im Konsolidierungskreis belasteten das
Ergebnis mit 40 Mio €, während sich
Wechselkurseffekte mit 39 Mio € positiv auswirkten.
Das zusätzliche ordentliche Ergebnis belief sich
auf -63 (i.V.: 148) Mio €. Es enthält
Wertminderungen von Sachanlagen in Russland in Höhe
von 87 Mio €. Im Vorjahr wurde das Ergebnis im
Wesentlichen durch Wertaufholungen in Höhe von 131 Mio
€ im Zusammenhang mit dem Verkauf der
Geschäftsaktivitäten in der Region West in den
USA geprägt.
Das Betriebsergebnis nahm entsprechend auf 845 (i.V.:
1.232) Mio € ab.
Das Finanzergebnis verbesserte sich spürbar um 63
Mio € auf -20 (i.V.: -84) Mio €. Während die
Zinsaufwendungen aufgrund verbesserter
Finanzierungskonditionen um 24 Mio € auf 76 (i.V.:
100) Mio € zurückgingen, verschlechterte sich das
Währungsergebnis um 27 Mio € auf -23 (i.V.: 3)
Mio €. Das sonstige Finanzergebnis erhöhte sich
um 71 Mio € auf 66 (i.V.: -5) Mio €. Der Anstieg
ist insbesondere auf gestiegene Zinssätze für die
Abzinsung langfristiger Rückstellungen, positive
Ergebniseffekte aus Finanzderivaten und Zinseffekten aus
Steuerverbindlichkeiten zurückzuführen.
Das Ergebnis vor Steuern aus fortzuführenden
Geschäftsbereichen nahm deutlich um 323 Mio € auf
825 (i.V.: 1.148) Mio € ab. Die Aufwendungen für
Ertragsteuern reduzierten sich um 86 Mio € auf 239
(i.V.: 325) Mio €. Der Rückgang ist im
Wesentlichen auf das reduzierte Ergebnis vor Steuern
zurückzuführen. Das Ergebnis nach Steuern aus
fortzuführenden Geschäftsbereichen sank um 238
Mio € auf 585 (i.V.: 823) Mio €.
Das Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen
Geschäftsbereichen beträgt 11 (i.V.: 2) Mio
€ und entfällt auf in Vorjahren aufgegebene
Geschäftsbereiche der Hanson-Gruppe.
Insgesamt lag der Überschuss der Periode bei 597
(i.V.: 825) Mio €. Das den nicht beherrschenden
Anteilen zustehende Ergebnis reduzierte sich um 15 Mio
€ auf 55 (i.V.: 70) Mio €. Das den
Aktionären der HeidelbergCement AG zuzurechnende
Ergebnis belief sich demzufolge auf 542 (i.V.: 755) Mio
€. Ohne Berücksichtigung des zusätzlichen
ordentlichen Ergebnisses belief sich das den
Aktionären der HeidelbergCement AG zuzurechnende
Ergebnis auf 604 (i.V.: 608) Mio €.
Das Ergebnis je Aktie gemäß IAS 33, das den
Aktionären der HeidelbergCement AG zuzurechnen ist,
reduzierte sich um 0,98 € auf 2,82 (i.V.: 3,81)
€.
Geschäftsverlauf in den KonzerngebietenWest- und SüdeuropaDie Entwicklung der Absätze in allen
Geschäftsbereichen ist im ersten Halbjahr 2022
insbesondere vom sich abschwächenden wirtschaftlichen
Umfeld beeinflusst.
Der Zement- und Klinkerabsatz des Konzerngebiets West-
und Südeuropa nahm im ersten Halbjahr 2022 um 5,7% auf
14,5 (i.V.: 15,3) Mio t ab. Während unsere Lieferungen
in Belgien und den Niederlanden auf dem Vorjahresniveau
lagen, verzeichneten alle anderen Länder
Mengenrückgänge.
Der Zuschlagstoffabsatz des Konzerngebiets sank um 6,3 %
auf 40,7 (i.V.: 43,4) Mio t. Ohne Berücksichtigung von
Konsolidierungseffekten belief sich der Rückgang auf
5,6%. Während Deutschland einen leichten Mengenanstieg
erzielte, waren die Lieferungen in allen anderen
Ländern rückläufig.
Die Transportbetonlieferungen verminderten sich um 3,2 %
auf 8,9 (i.V.: 9,2) Mio cbm. Bereinigt um
Konsolidierungseffekte nahmen die Lieferungen um 2,3% ab.
Leichten Mengenzuwächsen in Deutschland sowie in
Belgien und den Niederlanden standen
Absatzrückgänge in Frankreich, Italien und
Spanien gegenüber. In Großbritannien blieben die
Lieferungen nur knapp unter dem starken Vorjahresniveau.
Der Absatz der Asphaltsparte in Großbritannien
nahm gegenüber dem Vorjahr um 4,3 % ab.
Der Umsatz des Konzerngebiets West- und Südeuropa
nahm deutlich um 14,0% auf 3.155 (i.V.: 2.767) Mio €
zu; ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und
Wechselkurseffekten lag der Anstieg bei 13,5 %. In allen
Ländern wurden im ersten Halbjahr 2022 die
Verkaufspreise erhöht, um den gestiegenen Aufwendungen
für Energie und Rohstoffe zu begegnen.
Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor
Abschreibungen verringerte sich infolge der erheblich
gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise leicht um 3,5% auf
416 (i.V.: 431) Mio €; auf vergleichbarer Basis betrug
die Abnahme 3,7%. Das Ergebnis des laufenden
Geschäftsbetriebs lag mit 241 (i.V.: 241) Mio €
auf dem Vorjahresniveau.
Nord- und Osteuropa-ZentralasienDer Zement- und Klinkerabsatz des Konzerngebiets Nord-
und Osteuropa-Zentralasien nahm im ersten Halbjahr 2022 um
5,7% auf 10,9 (i.V.: 11,6) Mio t ab. In allen nordischen
Ländern mit Ausnahme von Island und Norwegen lagen die
Lieferungen vor allem aufgrund von Kostensteigerungen bei
Baumaterialien unter dem Vorjahr. In Osteuropa-Zentralasien
nahmen die Lieferungen in Rumänien und Bulgarien
aufgrund der Auswirkungen des Russland-Ukraine-Kriegs teils
deutlich ab, während sie in Griechenland, Tschechien
und Polen nur leicht rückläufig waren.
Im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe lagen unsere
Lieferungen mit 22,2 (i.V.: 22,3) Mio t leicht um 0,5%
unter dem Vorjahr. Ohne Berücksichtigung von
Konsolidierungseffekten wurde ein Mengenanstieg um 4,0%
erzielt. In Nordeuropa konnten deutliche
Absatzzuwächse in Norwegen und bei der
länderübergreifend tätigen Mibau-Gruppe
Mengenrückgänge infolge geringer
Bauaktivitäten in Schweden mehr als ausgleichen. In
Osteuropa-Zentralasien verzeichneten Rumänien und
Tschechien Zuwächse.
Die Transportbetonlieferungen lagen mit 2,9 (i.V.: 2,9)
Mio cbm auf dem Vorjahresniveau. Ohne Berücksichtigung
von Konsolidierungseffekten stiegen die Lieferungen um
2,5%. In Nordeuropa erzielte Norwegen bei einer hohen
Nachfrage aus dem Infrastrukturbau einen starken
Mengenzuwachs, während der Absatz in Schweden und den
baltischen Ländern leicht rückläufig war. In
Osteuropa-Zentralasien verzeichneten Polen bei
schwächerer Nachfrage aus dem Wohnungsbau und
Rumänien wegen Verzögerungen bei laufenden
Projekten Absatzrückgänge. In Tschechien lagen
die Lieferungen deutlich über dem Vorjahresniveau.
Der Umsatz des Konzerngebiets Nord- und
Osteuropa-Zentralasien lag aufgrund von Preis- und
Volumensteigerungen mit 1.668 (i.V.: 1.438) Mio € um
16,0% deutlich über dem Vorjahreswert. Ohne
Berücksichtigung von Konsolidierungs- und
Wechselkurseffekten betrug der Anstieg 16,9%.
Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor
Abschreibungen nahm um 8,7% auf 294 (i.V.: 322) Mio €
ab; auf vergleichbarer Basis betrug der Rückgang 8,4%.
Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs
verminderte sich um 13,4% auf 197 (i.V.: 228) Mio €;
auf vergleichbarer Basis belief sich die Abnahme auf 13,2%.
NordamerikaAm 1. Oktober 2021 haben wir unsere amerikanischen
Geschäftsaktivitäten in der Region West verkauft.
Daher ergeben sich in allen Geschäftsbereichen des
Konzerngebiets im Vergleich zur Vorjahresperiode erhebliche
Konsolidierungseffekte.
Die Zementlieferungen unserer nordamerikanischen Werke
gingen in den ersten sechs Monaten hauptsächlich
konsolidierungsbedingt um 16,3 % auf 6,3 (i.V.: 7,6) Mio t
zurück. Ohne Berücksichtigung von
Konsolidierungseffekten nahmen die Lieferungen leicht um
1,9% ab. Im Geschäftsbereich Zement wurden unsere
Absatzmengen im ersten Halbjahr durch
Produktionsstilllegungen und längere Stillstände
in mehreren Werken beeinträchtigt. Arbeitskämpfe
im Baugewerbe in vertikal integrierten
Schlüsselmärkten im Nordwesten wirkten sich
ebenfalls negativ auf das Absatzvolumen aus.
Im Vergleich zum Vorjahr verminderten sich die
Zuschlagstofflieferungen konsolidierungsbedingt um 4,5% auf
55,7 (i.V.: 58,3) Mio t. Bereinigt um
Konsolidierungseffekte stieg der Zuschlagstoffabsatz um
3,4%. Hierzu trugen die im Vorjahresvergleich weitaus
besseren Wetterbedingungen in der Region Südwest, die
starke Nachfrageentwicklung in den Regionen Südost und
Mittlerer Westen sowie große
Highway-Infrastrukturprojekte bei.
In der Transportbetonsparte gingen die Lieferungen
insbesondere konsolidierungsbedingt um 24,6 % auf 2,9
(i.V.: 3,8) Mio cbm zurück. Ohne Berücksichtigung
von Konsolidierungseffekten nahm der Transportbetonabsatz
um 4,8 % ab. In der Region Kanada wurden unsere Lieferungen
durch den Streik des Fahrmischerpersonals und in der Region
Nordost durch das kalte Winterwetter im ersten Quartal
beeinträchtigt. Die Region Südwest hingegen
profitierte von günstigen Wetterbedingungen und
erzielte einen deutlichen Mengenanstieg.
In der Asphaltsparte, die nach dem Verkauf der
Geschäftsaktivitäten der Region West nur noch in
den Regionen Kanada und Nordost vertreten ist, nahmen die
Lieferungen konsolidierungsbedingt um 61,3 % auf 0,8 (i.V.:
2,0) Mio t ab. Auf vergleichbarer Basis lag der
Asphaltabsatz auf dem Vorjahresniveau.
Der Zementabsatz unseres Joint Ventures Texas Lehigh
Cement war leicht rückläufig.
Der Umsatz in Nordamerika lag mit 2.098 (i.V.: 2.118)
Mio € um 1,0 % leicht unter dem Vorjahresniveau; ohne
Berücksichtigung von Konsolidierungs- und
Wechselkurseffekten ergab sich hingegen ein Anstieg um 5,5
%. Alle nordamerikanischen Geschäftsbereiche haben im
ersten Halbjahr 2022 spürbare Preiserhöhungen
vorgenommen, um der Kosteninflation, insbesondere bei
Energie, zu begegnen.
Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor
Abschreibungen nahm stark um 25,2% auf 310 (i.V.: 414) Mio
€ ab; auf vergleichbarer Basis betrug der
Rückgang 22,0%. Das Ergebnis des laufenden
Geschäftsbetriebs verringerte sich um 38,2% auf 153
(i.V.: 247) Mio €; auf vergleichbarer Basis ging es um
30,6 % zurück.
Asien-PazifikDie Zement- und Klinkerlieferungen des Konzerngebiets
Asien-Pazifik lagen im ersten Halbjahr mit 16,8 (i.V.:
16,8) Mio t auf dem Vorjahresniveau.
In Indonesien nahmen die Zement- und Klinkerlieferungen
unserer Tochtergesellschaft Indocement in den ersten sechs
Monaten um 6,2 % ab. Vor allem der Absatz von Sackzement
war im ersten Halbjahr rückläufig. Die
Lieferungen von Losezement sind hingegen aufgrund von
Infrastrukturmaßnahmen und einer Erholung bei
gewerblichen Projekten gestiegen. Der Verkauf von Klinker
ging sowohl im Inland als auch bei den Exporten deutlich
zurück. Um den gestiegenen Energiekosten, insbesondere
bei Kohle, zu begegnen und die lokalen CO
2-Emissionen zu reduzieren, hat Indocement die
Verkaufspreise deutlich erhöht und vermehrt
alternative Brennstoffe eingesetzt.
In Indien erhöhten sich unsere Zement- und
Klinkerlieferungen deutlich. Im ersten Halbjahr 2021 war
der Absatz insbesondere durch temporäre
Werksschließungen und Produktionsstilllegungen im
Werk Yerraguntla beeinträchtigt. Dank der gestiegenen
Nachfrage aus den benachbarten Exportmärkten
Kambodscha und Laos lagen die Lieferungen unserer Werke in
Thailand leicht über dem Vorjahresniveau. In
Bangladesch hingegen nahm unser Zementabsatz aufgrund der
gesunkenen Bauaktivitäten in Folge der hohen
Inflation, gestiegenen Baustoffpreisen und niedrigeren
Staatsausgaben deutlich ab. In allen Ländern wurden
vermehrt alternative Brennstoffe eingesetzt, um unter
anderem den drastisch gestiegenen Brennstoffkosten zu
begegnen.
Im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe nahmen unsere
Lieferungen deutlich um 10,4% auf 19,0 (i.V.: 17,2) Mio t
zu. Obwohl die Bauaktivitäten an der Ostküste
Australiens in den Monaten März bis Mai durch extreme
Regenfälle und Hochwasser stark beeinträchtigt
wurden, verzeichneten die Zuschlagstofflieferungen einen
erfreulichen Anstieg. In Indonesien und Malaysia erzielten
unsere Zuschlagstoffaktivitäten deutliche
Absatzzuwächse.
Die Transportbetonlieferungen erhöhten sich um 3,0%
auf 5,3 (i.V.: 5,1) Mio cbm. Während Thailand,
Malaysia und insbesondere Indonesien Mengensteigerungen
unter anderem aufgrund einer gestiegenen Nachfrage aus dem
Wohnungsbau erzielten, blieb der Absatz in Australien
witterungsbedingt leicht unter dem Vorjahresniveau.
Die Lieferungen der Asphaltsparte in Australien und
Malaysia nahmen um 4,7 % auf 1,0 (i.V.: 0,9) Mio t zu. Ein
deutlicher Absatzzuwachs in Australien konnte den
Mengenrückgang in Malaysia aufgrund gestiegener
Bitumenpreise mehr als ausgleichen.
In China nahmen die Zementlieferungen unserer
Gemeinschaftsunternehmen in den Provinzen Guangdong und
Shaanxi deutlich ab. In Australien hingegen verzeichnete
unser Joint Venture Cement Australia eine positive
Absatzentwicklung.
Der Umsatz des Konzerngebiets Asien-Pazifik wuchs
deutlich um 12,5% auf 1.710 (i.V.: 1.520) Mio €; ohne
Berücksichtigung von Konsolidierungs- und
Wechselkurseffekten betrug der Anstieg 6,6 %.
Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor
Abschreibungen verminderte sich spürbar um 22,5 % auf
248 (i.V.: 319) Mio €; auf vergleichbarer Basis belief
sich der Rückgang auf 26,7%. Das Ergebnis des
laufenden Geschäftsbetriebs verringerte sich um 36,7%
auf 127 (i.V.: 201) Mio €; auf vergleichbarer Basis
nahm es um 40,2 % ab.
Afrika-Östlicher MittelmeerraumDer Zement- und Klinkerabsatz des Konzerngebiets
Afrika-Östlicher Mittelmeerraum ging im ersten
Halbjahr leicht um 1,0% auf 10,3 (i.V.: 10,4) Mio t
zurück. Ohne Berücksichtigung von
Konsolidierungseffekten lag der Absatz mit einem leichtem
Plus von 0,6% über dem Vorjahresniveau. In einigen
Ländern südlich der Sahara wurden die
Bauaktivitäten durch die drastisch gestiegenen Preise
für Energie und Baustoffe deutlich
beeinträchtigt. Während unsere Werke in Liberia,
der Demokratischen Republik Kongo, Togo und Tansania
Zuwächse erzielten, blieben unsere Lieferungen in
Benin, Gambia, Mosambik, Ghana und Burkina Faso deutlich
unter dem Vorjahresniveau. In Ägypten profitierten die
Baumaßnahmen und unser Zementabsatz von großen
staatlichen Projekten. In Marokko hingegen nahmen unsere
Lieferungen aufgrund des sich abschwächenden
Wohnungsbaus leicht ab.
Im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe ist
HeidelbergCement neben kleineren Aktivitäten in
einigen afrikanischen Ländern südlich der Sahara
im Wesentlichen in Israel und Marokko tätig. Die
Zuschlagstofflieferungen nahmen insgesamt leicht um 1,2%
auf 3,8 (i.V.: 3,7) Mio t zu. In der Transportbetonsparte
konnten Absatzzuwächse unter anderem in Marokko den
Mengenrückgang in Ägypten mehr als ausgleichen.
Insgesamt stieg der Transportbetonabsatz leicht um 1,0% auf
2,5 (i.V.: 2,5) Mio cbm. Das Asphaltgeschäft in Israel
war im ersten Halbjahr 2022 aufgrund des
außergewöhnlich kalten und nassen ersten
Quartals rückläufig.
Unserem türkischen Joint Venture Akçansa
gelang es im ersten Halbjahr 2022, seine Inlandslieferungen
zu steigern. Insgesamt lag der Zement- und Klinkerabsatz
von Akçansa um 2,5% über dem Vorjahresniveau.
Die Zuschlagstoff- und Transportbetonlieferungen waren
wetterbedingt und aufgrund von Verzögerungen bei
einigen Großprojekten rückläufig.
Der Umsatz des Konzerngebiets Afrika-Östlicher
Mittelmeerraum stieg aufgrund von Preiserhöhungen
deutlich um 14,7% auf 1.037 (i.V.: 904) Mio €; ohne
Berücksichtigung von Konsolidierungs- und
Wechselkurseffekten nahm der Umsatz um 13,4% zu.
Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor
Abschreibungen nahm leicht um 3,7 % auf 252 (i.V.: 243) Mio
€ zu; auf vergleichbarer Basis betrug der Anstieg
2,4%. Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs
wuchs um 3,7 % auf 198 (i.V.: 191) Mio €; auf
vergleichbarer Basis belief sich die Zunahme auf 2,9 %.
KonzernserviceDer Bereich Konzernservice umfasst die Aktivitäten
der HC Trading Gruppe - einer der weltweit
größten Handelsgesellschaften vor allem für
Zement, Klinker und zementähnliche
Sekundärstoffe, aber auch für feste und
alternative Brennstoffe sowie sonstige Bau- und
Zusatzstoffe.
Das Handelsvolumen von HC Trading nahm im ersten
Halbjahr 2022 um 12,3% auf 11,5 (i.V.: 13,2) Mio t ab. Der
Rückgang ist vor allem auf eine weltweit geringere
Verfügbarkeit von Brenn-, Bau- und Zusatzstoffen im
Zusammenhang mit dem russischen Angriff gegen die Ukraine
zurückzuführen.
Der Umsatz des Bereichs Konzernservice wuchs aufgrund
von erfolgreichen Preiserhöhungen stark um 56,1% auf
973 (i.V.: 623) Mio €; ohne Berücksichtigung von
Konsolidierungs- und Wechselkurseffekten belief sich der
Anstieg auf 56,8%.
Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor
Abschreibungen nahm spürbar um 41,4% auf 19 (i.V.: 13)
Mio € zu; auf vergleichbarer Basis betrug der Zuwachs
46,3%. Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs
erhöhte sich um 42,1 % auf 19 (i.V.: 13) Mio €;
auf vergleichbarer Basis stieg es um 47,1 %.
KapitalflussrechnungInfolge des schwierigen Marktumfelds und der
gegenüber der Vorjahresperiode signifikant gestiegenen
Preise für Energie und Rohstoffe ergab sich im ersten
Halbjahr 2022 ein Mittelabfluss aus der operativen
Geschäftstätigkeit der fortzuführenden
Geschäftsbereiche in Höhe von 133 (i.V.:
Mittelzufluss von 158) Mio €.
Die erhaltenen Dividenden lagen mit 119 (i.V.: 180) Mio
€ unter dem Niveau der Vorjahresperiode und beinhalten
überwiegend Ausschüttungen von
Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Gesellschaften.
Die Zinseinnahmen sind im Vergleich zur Vorjahresperiode um
50 Mio € auf 83 (i.V.: 33) Mio € gestiegen,
während sich die Zinsausgaben infolge der gesunkenen
Nettofinanzschulden und der günstigen
Finanzierungskonditionen um weitere 39 Mio € auf 128
(i.V.: 167) Mio € verringert haben. Die Auszahlungen
für Ertragsteuern lagen mit 182 (i.V.: 178) Mio €
nahezu auf dem Niveau der Vorjahresperiode. Die
Veränderung des Working Capital betrug -1.404 (i.V.:
-1.236) Mio € und hatte einen negativen Effekt auf den
Mittelfluss aus operativer Geschäftstätigkeit.
Hierbei wirkten sich insbesondere die gestiegenen
Rohstoffpreise bei den Vorräten negativ aus.
Die Mittelabflüsse aus operativer
Geschäftstätigkeit von aufgegebenen
Geschäftsbereichen in Höhe von 5 (i.V.: 12) Mio
€ betreffen im Wesentlichen die Zahlungsflüsse in
Verbindung mit der Abwicklung von Schadenersatz- und
Umweltverpflichtungen aus der Übernahme der
Hanson-Gruppe.
Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit
erhöhte sich deutlich um 527 Mio € auf 776 (i.V.:
248) Mio €, was im Wesentlichen auf den Anstieg der
zahlungswirksamen Investitionen um 502 Mio € auf 882
(i.V.: 380) Mio € zurückzuführen ist.
Insbesondere die Auszahlungen für den Erwerb von
finanziellen Vermögenswerten, assoziierten Unternehmen
und Gemeinschaftsunternehmen sind im Vergleich zur
Vorjahresperiode deutlich um 369 Mio € auf 388 (i.V.:
19) Mio € gestiegen. Die Auszahlungen betreffen mit
326 Mio € im Wesentlichen den Erwerb einer
Minderheitsbeteiligung von 44,9% der Anteile an Command
Alkon, dem weltweit führenden Anbieter umfassender
Supply-Chain-Technologielösungen für Baustoffe;
weitere 33 Mio € entfielen auf den Erwerb eines Joint
Ventures zum Bau eines Werks für kalzinierten Ton in
Ghana. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte erhöhten sich ebenfalls im ersten
Halbjahr 2022 um 86 Mio € auf 445 (i.V.: 359) Mio
€. Die Auszahlungen für den Erwerb von
Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten
abzüglich übernommener liquider Mittel in
Höhe von 49 (i.V.: 2) Mio € betrafen mit 22 Mio
€ den Erwerb von 100% der Anteile an Charterneed
Limited einschließlich der 100%igen
Tochtergesellschaften A1 Services (Manchester) Limited und
Green Earth Developments Limited, Manchester,
Großbritannien, sowie mit 14 Mio € den Erwerb
der Geschäftsaktivitäten von Meriwether Ready
Mix, Inc., Griffin, USA.
Bei den zahlungswirksamen Desinvestitionen in Höhe
von 107 (i.V.: 132) Mio € entfielen Einzahlungen in
Höhe von 47 (i.V.: 26) Mio € auf den Abgang von
Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten
abzüglich der abgegebenen liquiden Mittel. Diese
betrafen im Wesentlichen Desinvestitionen in Griechenland
und Spanien. Einzelheiten werden im Anhang im Abschnitt
Desinvestitionen in der Berichtsperiode auf Seite 24 f.
erläutert. Die Einzahlungen aus dem Verkauf von
immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen
verringerten sich um 54 Mio € auf 44 (i.V.: 97) Mio
€. Aus der Veräußerung von finanziellen
Vermögenswerten, Gemeinschaftsunternehmen und
assoziierten Unternehmen sowie aus der Rückzahlung von
Darlehen resultierten Einzahlungen in Höhe von 16
(i.V.: 8) Mio €.
Aus der Finanzierungstätigkeit ergab sich in der
Berichtsperiode ein Mittelabfluss in Höhe von 480
(i.V.: 919) Mio €. Der darin enthaltene
Liquiditätsabfluss aus der Nettoaufnahme/-tilgung von
Anleihen und Krediten in Höhe von 377 (i.V.: 440) Mio
€ umfasst die Veränderung lang- und kurzfristiger
Finanzverbindlichkeiten und beinhaltet vor allem
Mittelzuflüsse aus emittierten Commercial Papers und
aus der Aufnahme von kurzfristigen Geldmarktdarlehen bei
der HeidelbergCement AG in Höhe von insgesamt 1,6 Mrd
€, die vorzeitige Rückzahlung einer Anleihe in
Höhe von 750 Mio €, die Tilgung eines
Schuldscheindarlehens in Höhe von 361 Mio € sowie
die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von
116 Mio €. Darüber hinaus sind hierunter die
Aufnahmen und Tilgungen von Bankdarlehen sowie
Veränderungen der übrigen kurzfristigen
Finanzverbindlichkeiten mit hoher Umschlagshäufigkeit
zusammengefasst. Im Vorjahresberichtszeitraum wurden im
Wesentlichen eine Anleihe in Höhe von insgesamt 500
Mio € zurückgezahlt, Commercial Papers in
Höhe von 190 Mio € emittiert und
Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 129 Mio €
getilgt. In der Berichtsperiode entfielen die
zahlungswirksamen Veränderungen von Anteilen an
Tochterunternehmen mit einem Mittelabfluss in Höhe von
54 (i.V.: 4) Mio € im Wesentlichen auf die
Anteilserhöhung um 1,3 % an PT Indocement Tunggal
Prakarsa Tbk., Indonesien, durch den Erwerb eigener Aktien.
Die Fortsetzung der progressiven Dividendenpolitik bei der
HeidelbergCement AG führte zu einer Dividendenzahlung
in Höhe von 458 (i.V.: 437) Mio €. Die
Dividendenzahlungen an nicht beherrschende Anteile stiegen
insbesondere durch die im Vergleich zur Vorjahresperiode
frühere Dividendenzahlung der PT Indocement Tunggal
Prakarsa Tbk., Indonesien, um 46 Mio € auf 84 (i.V.:
37) Mio € an. Die zweite Tranche des
Aktienrückkaufprogramms der HeidelbergCement AG
führte im ersten Halbjahr 2022 zu Auszahlungen
für den Erwerb eigener Aktien in Höhe von
insgesamt 260 Mio €.
Portfolio-OptimierungHeidelbergCement hat im ersten Halbjahr 2022 weitere
Fortschritte bei der Optimierung seines Portfolios erzielt.
Neben dem Kauf von Transportbeton- und
Zuschlagstoff-aktivtäten in Tschechien am 1. April
2022 hat HeidelbergCement seine Präsenz im
Südosten der USA weiter ausgebaut. Am 4. April 2022
hat das Unternehmen alle Vermögenswerte von Meriwether
Ready Mix, einem führenden Hersteller von
Transportbeton im Großraum Atlanta, erworben. Zur
Festigung unserer Marktposition in Ghana und deutlichen
Reduktion von CO
2-Emissionen in dieser Region hat
HeidelbergCement am 31. Mai 2022 50% der Anteile an CBI
S.A., Schweiz, erworben. CBI S.A. kontrolliert den
ghanaischen Zementhersteller CBI Ghana. Mit dem Erwerb der
Anteile ist auch eine Investition zum Bau der weltweit
größten Anlage für kalzinierten Ton
verbunden.
In Griechenland wurde der im Vorjahr vereinbarte Verkauf
des Geschäfts mit Zuschlagstoffen sowie zweier
Transportbetonwerke am 3. Januar 2022 abgeschlossen.
Ebenfalls abgeschlossen wurde am 1. April 2022 die
Veräußerung unserer Zuschlagstoff- und
Transportbetonaktivitäten in der spanischen Region
Katalonien.
BilanzDie Bilanzsumme erhöhte sich zum 30. Juni 2022
gegenüber dem 31. Dezember 2021 vor allem auch
aufgrund von Währungseffekten um 1.051 Mio € auf
34.762 (i.V.: 33.711) Mio €.
Die langfristigen Aktiva nahmen um 1.163 Mio € auf
26.731 (i.V.: 25.568) Mio € zu. Bereinigt um positive
Währungseffekte von 815 Mio € ergab sich ein
Anstieg von 348 Mio €.
Die immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich
um 386 Mio € auf 8.758 (i.V.: 8.372) Mio €.
Dieser Anstieg war insbesondere auf positive
Währungseffekte von 377 Mio €
zurückzuführen.
Die Sachanlagen stiegen um 270 Mio € auf 13.901
(i.V.: 13.631) Mio €. Bereinigt um positive
Währungseffekte von 408 Mio € ergab sich ein
Rückgang von 137 Mio €. Sachanlagenzugängen
in Höhe von 534 Mio € standen Abschreibungen in
Höhe von 597 Mio € gegenüber. Weiterhin
haben wir das Sachanlagevermögen unserer russischen
Tochtergesellschaften einem Wertminderungstest unterzogen
und Wertminderungen in Höhe von 87 Mio €
vorgenommen.
Die Finanzanlagen erhöhten sich um 494 Mio €
auf 2.617 (i.V.: 2.123) Mio €. Bereinigt um positive
Währungseffekte von 42 Mio € betrug der Anstieg
452 Mio €. Die Zunahme der Anteile an
Gemeinschaftsunternehmen resultiert in Höhe von 326
Mio € aus dem Erwerb von 44,9 % der Anteile an Command
Alkon sowie mit 33 Mio € aus dem Erwerb eines Joint
Ventures zum Bau eines Werks für kalzinierten Ton in
Ghana. Darüber hinaus erfolgte eine erfolgsneutrale
Hyperinflationsanpassung unseres türkischen Joint
Ventures Akçansa in Höhe von 47 Mio €.
Die sonstigen langfristigen Aktiva lagen mit 1.455 Mio
auf dem Niveau des 31. Dezember 2021 (i.V.: 1.443 Mio
€).
Die kurzfristigen Aktiva verminderten sich insgesamt um
84 Mio € auf 7.933 (i.V.: 8.017) Mio €. Bereinigt
um positive Wechselkurseffekte von 120 Mio € ergab
sich ein Rückgang von 204 Mio €.
Die Vorräte erhöhten sich insbesondere
aufgrund gestiegener Rohstoffpreise um 384 Mio € auf
2.595 (i.V.: 2.211) Mio €. Die Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen nahmen saison- und umsatzbedingt
um 662 Mio € auf 2.499 (i.V.: 1.837) Mio € zu.
Weiterhin erhöhten sich die sonstigen operativen
Forderungen insbesondere durch saisonbedingt gestiegene
Vorauszahlungen um 150 Mio € auf 685 (i.V.: 535) Mio
€. Die Steuererstattungsansprüche reduzierten
sich aufgrund erhaltener Zahlungen um 43 Mio € auf 105
(i.V.: 148) Mio €. Die liquiden Mittel sanken um 1.368
Mio € auf 1.747 (i.V.: 3.115) Mio €. Die
Veränderung wird in der Kapitalflussrechnung
dargestellt.
Die zur Veräußerung gehaltenen
Vermögenswerte in Höhe von 99 Mio €
enthalten die Vermögenswerte der
Geschäftsaktivitäten in Madrid und
Südspanien.
Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital
um 793 Mio € auf 17.452 (i.V.: 16.659) Mio €. Das
Gesamtergebnis der Periode betrug 1.669 Mio €, das
sich aus dem Überschuss der Periode in Höhe von
597 Mio €, positiven Währungsumrechnungseffekten
von 798 Mio €, positiven Effekten aus der Neubewertung
von leistungsorientierten Pensionsplänen in Höhe
von 178 Mio € sowie der Erhöhung der Cash Flow
Hedge-Rücklage von 96 Mio € zusammensetzt. Zudem
hat sich die Hyperinflationsanpassung für unser
türkisches Joint Venture mit 47 Mio € positiv
ausgewirkt. Gegenläufig haben sich der Erwerb eigener
Aktien im Rahmen der zweiten Tranche des
Aktienrückkaufprogramms von 260 Mio € und die
Dividenden an Aktionäre der HeidelbergCement AG in
Höhe von 458 Mio € sowie an nicht beherrschende
Anteile in Höhe von 147 Mio € ausgewirkt, von
denen 84 Mio € zum 30. Juni 2022 bereits ausgezahlt
wurden.
Die verzinslichen Verbindlichkeiten erhöhten sich
um 567 Mio € auf 8.793 (i.V.: 8.226) Mio €. Der
Anstieg resultiert insbesondere aus der Emission von
Commercial Papers in Höhe von 1.152 Mio € sowie
der Aufnahme von kurzfristigen Geldmarktdarlehen in
Höhe von 450 Mio € durch die HeidelbergCement AG.
Dem gegenüber standen die vorzeitige Rückzahlung
einer Anleihe in Höhe von 750 Mio €, die Tilgung
eines Schuldscheindarlehens in Höhe von 361 Mio €
sowie die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten von 116 Mio
€.
Die Nettofinanzschulden sind im Vergleich zum 31.
Dezember 2021 um 1.793 Mio € auf 6.792 (i.V.: 4.999)
Mio € gestiegen.
Der dynamische Verschuldungsgrad, also das
Verhältnis von Nettofinanzschulden zum Ergebnis des
laufenden Geschäftsbetriebs vor Abschreibungen der
letzten zwölf Monate, lag Ende Juni 2022 bei 1,85x.
Der Gesamtbetrag der Rückstellungen verminderte
sich um 314 Mio € auf 2.510 (i.V.: 2.824) Mio €.
Bereinigt um Währungseffekte von 99 Mio € betrug
der Rückgang 413 Mio €. Dieser resultierte
insbesondere aus gestiegenen Zinssätzen für die
Abzinsung der langfristigen Rückstellungen. Die
Pensionsrückstellungen nahmen um 209 Mio € auf
790 (i.V.: 999) Mio € ab. Die sonstigen
Rückstellungen verminderten sich um 105 Mio € auf
1.720 (i.V.: 1.825) Mio €.
Die operativen Verbindlichkeiten inklusive der
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern sind um 134 Mio €
auf 5.011 (i.V.: 5.144) Mio € gesunken. Bereinigt um
positive Währungseffekte in Höhe von 76 Mio
€ betrug der Rückgang 210 Mio €.
Die Schulden im Zusammenhang mit zur
Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten in
Höhe von 25 Mio € betreffen die Verbindlichkeiten
der Veräußerungsgruppen in Madrid und
Südspanien.
FinanzierungDie HeidelbergCement AG zahlte am 20. Januar 2022 das
Schuldscheindarlehen über 361 Mio € mit einer
Laufzeit von sechs Jahren und einer Verzinsung von 1,85%
planmäßig zurück. Darüber hinaus hat
die HeidelbergCement Finance Luxembourg S.A. die Anleihe
über 750 Mio € mit ursprünglicher Laufzeit
bis 9. August 2022 und einem Kupon von 0,50 % vorzeitig am
11. Mai 2022 zurückgezahlt.
HeidelbergCement hat am 13. Mai 2022 eine neue
syndizierte Kreditlinie abgeschlossen - erstmals unter
Berücksichtigung von Nachhaltigkeitszielen
gemäß der Sustainability-Linked Loan Principles
(SLLP) der Loan Market Association. Die freiwilligen SLLP
verknüpfen Kreditlinien mit Nachhaltigkeitskriterien,
die über definierte Leistungsindikatoren (KPI)
gemessen werden. Die Kreditmarge von HeidelbergCement wird
somit nicht nur über die Bonitätsbewertung der
Ratingagenturen, sondern auch in Abhängigkeit der
Erreichung der Klimaziele von HeidelbergCement bestimmt.
Ermittelt werden u.a. die spezifischen CO
2-Emissionen pro Tonne zementartigem Material
und die alternative Brennstoffrate. Die Kreditlinie hat
eine Laufzeit von fünf Jahren mit zwei
Verlängerungsoptionen über jeweils ein Jahr und
ein Volumen von 2 Mrd €. Damit wurde die bestehende
revolvierende Kreditlinie abgelöst. Die Kreditlinie
dient als Liquiditätsreserve und kann für
Barziehungen und Avale sowohl in Euro als auch anderen
Währungen genutzt werden.
Das European Medium Term Note (EMTN) Programm haben wir
ebenfalls im Mai 2022 um Sustainability-Linked
Schuldverschreibungen erweitert, bei denen der Zinssatz
oder die Rückzahlung der Anleihen vom Erreichen der
Nach-haltigkeitsziele abhängt. Somit ist es uns
zukünftig möglich, "Sustainability-Linked Bonds"
herauszugeben. Gemäß den Bedingungen des
Programms hat HeidelbergCement das "Sustainability-Linked
Financing Framework" veröffentlicht.
AktienrückkaufprogrammIm ersten Halbjahr 2022 hat HeidelbergCement sein im
August 2021 gestartetes Aktienrückkaufprogramm mit
einer zweiten Tranche fortgeführt. Zuvor wurden am 13.
Januar 2022 alle im Rahmen der ersten Tranche erworbenen
5.324.577 eigenen Aktien unter Herabsetzung des
Grundkapitals eingezogen. Das Grundkapital der
HeidelbergCement AG beträgt seither 579.275.700 €
und ist in 193.091.900 Stückaktien eingeteilt. Die
zweite Tranche des Aktienrückkaufprogramms startete am
7. März 2022. Bis zum 30. Juni 2022 wurden rund 5,36
Mio eigene Aktien zurückgekauft. Mit Abschluss der
zweiten Tranche am 13. Juli 2022 wurden insgesamt 6.906.281
Aktien erworben. Das entspricht ca. 3,58% des
Grundkapitals. Der an der Börse gezahlte Kaufpreis je
Aktie betrug durchschnittlich 50,16 €. Der Gesamtpreis
(ohne Erwerbsnebenkosten) der zurückgekauften Aktien
betrug rund 346,4 Mio €.
DividendenbekanntmachungFür das Geschäftsjahr 2021 hat die
Hauptversammlung am 12. Mai 2022 eine Dividende in
Höhe von 2,40 € je Aktie (im Vorjahr: 2,20
€) beschlossen, was einer Dividendenrendite von 4,6 %
entspricht. Die Gesamtausschüttung beträgt damit
rund 458 Mio €.
BeschäftigteDie Zahl der Beschäftigten von HeidelbergCement lag
Ende des ersten Halbjahrs 2022 bei 52.350 (i.V.: 53.327).
Die Abnahme um 977 Beschäftigte resultiert im
Wesentlichen aus zwei gegenläufigen Entwicklungen:
Einerseits wurden im Zuge von Portfolio-Optimierungen, der
Realisierung von Synergien und von Effizienzsteigerungen in
Vertrieb und Verwaltung sowie Standortoptimierungen
konzernweit rund 2.200 Stellen abgebaut. Andererseits stieg
die Beschäftigtenzahl um rund 1.200 neue
Mitarbeitende, unter anderem in West- und Südeuropa,
Nordamerika und Australien.
Entwicklung der SteuerungskennzahlenNeben dem Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs
gehören der Return on Invested Capital (ROIC) sowie
die spezifischen CO
2-Emissionen zu unseren Steuerungskennzahlen.
Der ROIC wird planmäßig einmal jährlich
zum Ende des Geschäftsjahres berichtet. Eine
quartalsweise Erhebung wird nicht vorgenommen.
Die spezifischen CO
2-Emissionen haben sich im ersten Halbjahr 2022
im Vergleich zum Jahresende 2021 um rund 2,5 % verringert.
Insbesondere die Reduktion des Klinkerfaktors sowie die
Erhöhung der alternativen Brennstoffrate führten
zu einem geringeren CO
2-Ausstoß.
PrognoseveränderungsberichtAusblick 2022Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit
und Entwicklung (OECD) senkte im Juni ihre Prognose
für das Wachstum der Weltwirtschaft 2022 von 4,5 % auf
3 %. Insbesondere in der Europäischen Union wird sich
das Wirtschaftswachstum deutlich abschwächen. Für
die deutsche Wirtschaft rechnet die OECD in diesem Jahr nur
noch mit 1,9% Wachstum, anstatt der noch im Dezember 2021
prognostizierten rund 4%. Für die USA erwartet die
OECD im laufenden Jahr ein Wirtschaftswachstum von 2,5 %.
Auch das Marktumfeld im Bausektor wird durch die
negativen Auswirkungen des russischen Angriffskriegs gegen
die Ukraine bestimmt. Die Energie-, Rohstoff- und
Transportpreise sind gerade in den letzten Wochen nochmals
erheblich gestiegen. Euroconstruct erwartet nach einem
Anstieg der Bauproduktion in Europa von 5,6% im Vorjahr
eine deutlich schwächere Zunahme um 2,3 % für
2022. In den USA dürfte die Bautätigkeit von
staatlichen Infrastrukturprojekten und Konjunkturprogrammen
profitieren.
Vor diesem Hintergrund rechnet das Unternehmen für
das Geschäftsjahr 2022 weiterhin mit einen starken
Anstieg des Umsatzes und erwartet nun einen leichten
Rückgang des Ergebnisses des laufenden
Geschäftsbetriebs (zuvor: leichte Zunahme) im
Vergleich zur starken Vorjahresentwicklung, jeweils vor
Konsolidierungs- und Wechselkurseffekten.
Risiko- und ChancenberichtDie Risikopolitik von HeidelbergCement orientiert sich
an der Unternehmensstrategie, die auf nachhaltigen
Werterhalt und Steigerung des Unternehmenswerts
ausgerichtet ist. HeidelbergCement ist aufgrund seiner
internationalen Geschäftstätigkeit zahlreichen
Risiken ausgesetzt. Der Risikomanagementprozess dient dazu,
diese Risiken frühzeitig zu identifizieren, sie
systematisch zu bewerten und einzugrenzen. Solange sich die
Risiken im Rahmen der rechtlichen und ethischen
Grundsätze unternehmerischen Handelns bewegen und mit
verbundenen Chancen in einem ausgewogenen Verhältnis
stehen, werden sie als akzeptabel eingestuft.
Das Risiko- und Chancenmanagement von HeidelbergCement
ist über konzernweite Planungs- und Steuerungssysteme
eng miteinander verbunden. Die Risiken und Chancen werden
in der jährlich erstellten operativen Planung erfasst
und im Rahmen der monatlichen Finanzberichterstattung
verfolgt. Die unmittelbare Verantwortung, Chancen
frühzeitig zu erkennen und wahrzunehmen, obliegt dem
operativen Management in den Ländern sowie den
zentralen Konzernabteilungen.
Risiken und Chancen, die sich im Geschäftsjahr 2022
und auf absehbare Zeit danach auf unsere Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage maßgeblich auswirken
könnten, sind ausführlich im
Geschäftsbericht 2021 im Kapitel Risiko- und
Chancenbericht auf Seite 70 f. dargestellt.
Die Preise auf den Rohstoff- und Energiemärkten
sind in den ersten sechs Monaten 2022 weiter stark
gestiegen. In diesem Zusammenhang bestehen weiterhin
Unsicherheiten. Das weltweite BIP-Wachstum wird sich unter
anderem aufgrund gestresster Lieferketten - auch infolge
von Betriebsstilllegungen wegen der Zero-Covid-Politik in
China - verlangsamen. Das Rezessionsrisiko könnte
durch steigende Zinssätze zur Eindämmung der
Inflation noch verstärkt werden. Wir stufen dies als
ein allgemeines Risiko mit möglicher Auswirkung auf
den ganzen Konzern und gegebenenfalls raschem Eintritt ein.
In der ganzheitlichen Betrachtung von Einzelrisiken
sowie der Gesamtrisikoposition sind aus heutiger Sicht
keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar.
Wir weisen wir darauf hin, dass dieser
Halbjahresfinanzbericht zukunftsgerichtete Aussagen
enthält, die auf den derzeit verfügbaren
Informationen sowie den gegenwärtigen Annahmen und
Prognosen der Unternehmensleitung von HeidelbergCement
beruhen. Solche Aussagen sind naturgemäß mit
Risiken und Unsicherheiten behaftet und können daher
deutlich von der tatsächlich eintretenden Entwicklung
abweichen. HeidelbergCement übernimmt keine
Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, die in diesem
Halbjahresfinanzbericht gemachten zukunftsgerichteten
Aussagen zu aktualisieren.
HeidelbergCement
bilanziert
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| Januar - Juni | ||
| Mio € | 2021 | 2022 |
| Umsatzerlöse | 8.938,1 | 9.950,0 |
| Bestandsveränderung der Erzeugnisse | -30,0 | 60,1 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 9,9 | 9,2 |
| Gesamtleistung | 8.917,9 | 10.019,3 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 213,0 | 214,8 |
| Materialaufwand | -3.400,1 | -4.193,1 |
| Personalaufwand | -1.575,2 | -1.601,9 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -2.597,4 | -3.019,1 |
| Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen | 162,0 | 104,8 |
| Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor Abschreibungen | 1.720,2 | 1.524,8 |
| Abschreibungen | -635,9 | -616,9 |
| Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs | 1.084,3 | 907,9 |
| Zusätzliche ordentliche Erträge | 184,3 | 45,5 |
| Zusätzliche ordentliche Aufwendungen | -36,7 | -108,1 |
| Zusätzliches ordentliches Ergebnis | 147,6 | -62,6 |
| Betriebsergebnis | 1.231,9 | 845,3 |
| Zinserträge | 16,8 | 12,9 |
| Zinsaufwendungen | -100,2 | -75,9 |
| Wechselkursgewinne und -verluste | 3,5 | -23,4 |
| Ergebnis aus sonstigen Beteiligungen | 1,3 | 0,3 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -5,3 | 65,6 |
| Finanzergebnis | -83,9 | -20,5 |
| Ergebnis vor Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen | 1.148,0 | 824,8 |
| Ertragsteuern | -325,0 | -239,4 |
| Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen | 823,0 | 585,5 |
| Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | 1,9 | 11,3 |
| Überschuss der Periode | 824,9 | 596,7 |
| Davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen | 69,5 | 55,2 |
| Davon den Aktionären der HeidelbergCement AG zuzurechnen | 755,4 | 541,5 |
| Ergebnis je Aktie in € (IAS 33) | ||
| Ergebnis je Aktie - den Aktionären der HeidelbergCement AG zuzurechnen | 3,81 | 2,82 |
| Ergebnis je Aktie - fortzuführende Geschäftsbereiche | 3,80 | 2,76 |
| Ergebnis je Aktie - aufgegebene Geschäftsbereiche | 0,01 | 0,06 |
| Januar - Juni | ||
| Mio € | 2021 | 2022 |
| Überschuss der Periode | 824,9 | 596,7 |
| Sonstiges Ergebnis | ||
| Posten, die in Folgeperioden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | ||
| Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | 168,1 | 252,0 |
| Ertragsteuern | -63,6 | -74,9 |
| Leistungsorientierte Pensionspläne | 104,6 | 177,0 |
| Gewinne / Verluste nach Steuern von at equity bilanzierten Unternehmen | 1,2 | 0,8 |
| Gesamt | 105,8 | 177,8 |
| Posten, die gegebenenfalls in Folgeperioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | ||
| Cash Flow Hedges - Marktwertveränderung | 11,1 | 150,8 |
| Umgliederung von in der Gewinn- und Verlustrechnung enthaltenen Gewinnen / Verlusten | -5,1 | -21,8 |
| Ertragsteuern | -1,5 | -33,2 |
| Cash Flow Hedges | 4,5 | 95,8 |
| Währungsumrechnung | 421,3 | 787,8 |
| Umgliederung von in der Gewinn- und Verlustrechnung enthaltenen Gewinnen / Verlusten | -15,3 | 0,1 |
| Währungsumrechnung | 406,1 | 787,9 |
| Gewinne / Verluste nach Steuern von at equity bilanzierten Unternehmen | 18,3 | 10,4 |
| Gesamt | 428,9 | 894,0 |
| Sonstiges Ergebnis | 534,7 | 1.071,9 |
| Gesamtergebnis der Periode | 1.359,6 | 1.668,6 |
| Davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen | 74,3 | 88,8 |
| Davon den Aktionären der HeidelbergCement AG zuzurechnen | 1.285,3 | 1.579,8 |
| Januar - Juni | ||
| Mio € | 2021 | 2022 |
| Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen | 823,0 | 585,5 |
| Ertragsteuern | 325,0 | 239,4 |
| Zinsergebnis | 83,4 | 63,0 |
| Erhaltene Dividenden | 180,4 | 118,5 |
| Erhaltene Zinsen | 32,6 | 82,9 |
| Gezahlte Zinsen | -167,2 | -128,3 |
| Gezahlte Steuern | -177,6 | -182,2 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 504,1 | 690,6 |
| Sonstige Eliminierungen | -100,7 | -78,9 |
| Cashflow | 1.502,9 | 1.390,4 |
| Veränderung der betrieblichen Aktiva | -959,7 | -1.220,3 |
| Veränderung der betrieblichen Passiva | -276,4 | -183,5 |
| Veränderung des Working Capital | -1.236,1 | -1.403,9 |
| Verbrauch von Rückstellungen | -109,0 | -119,7 |
| Mittelfluss aus operativer Geschäftstätigkeit - fortzuführendes Geschäft | 157,9 | -133,2 |
| Mittelfluss aus operativer Geschäftstätigkeit - aufgegebenes Geschäft | -11,6 | -4,7 |
| Mittelfluss aus operativer Geschäftstätigkeit | 146,3 | -137,9 |
| Immaterielle Vermögenswerte | -11,1 | -8,8 |
| Sachanlagen | -348,0 | -436,6 |
| Tochterunternehmen und sonstige Geschäftseinheiten | -2,0 | -49,2 |
| Finanzielle Vermögenswerte, assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | -19,0 | -387,8 |
| Zahlungswirksame Investitionen | -380,1 | -882,5 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 0,1 | 0,0 |
| Sachanlagen | 97,2 | 43,8 |
| Tochterunternehmen und sonstige Geschäftseinheiten | 26,2 | 47,1 |
| Finanzielle Vermögenswerte, assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 8,3 | 15,9 |
| Zahlungswirksame Desinvestitionen | 131,7 | 106,8 |
| Mittelfluss aus Investitionstätigkeit | -248,3 | -775,7 |
| Kapitalrückzahlung an nicht beherrschende Anteile | -0,5 | |
| Dividende an Aktionäre der HeidelbergCement AG | -436,5 | -458,3 |
| Dividenden an nicht beherrschende Anteile | -37,4 | -83,7 |
| Erwerb eigener Aktien | -260,4 | |
| Verminderung von Anteilen an Tochterunternehmen | 0,4 | 1,5 |
| Erhöhung von Anteilen an Tochterunternehmen | -4,3 | -55,8 |
| Aufnahme von Anleihen und Krediten | 0,1 | 0,6 |
| Tilgung von Anleihen, Krediten und Leasingverbindlichkeiten | -649,3 | -1.254,2 |
| Veränderung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten | 208,9 | 1.630,5 |
| Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit | -918,6 | -479,8 |
| Nettoveränderung der liquiden Mittel - fortzuführendes Geschäft | -1.009,1 | -1.388,8 |
| Nettoveränderung der liquiden Mittel - aufgegebenes Geschäft | -11,6 | -4,7 |
| Nettoveränderung der liquiden Mittel | -1.020,7 | -1.393,5 |
| Wechselkursveränderung der liquiden Mittel | 17,1 | 26,3 |
| Stand der liquiden Mittel am Anfang der Periode | 2.874,3 | 3.115,1 |
| Stand der liquiden Mittel am Ende der Periode | 1.870,7 | 1.748,0 |
| Reklassifizierung der liquiden Mittel aufgrund von IFRS 5 | -0,5 | |
| Bilanzausweis der liquiden Mittel am Ende der Periode | 1.870,7 | 1.747,4 |
| Mio € | 30.06.2021 | 31.12.2021 | 30.06.2022 |
| Langfristige Aktiva | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | |||
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 7.867,5 | 8.164,7 | 8.552,2 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 356,4 | 206,9 | 205,7 |
| 8.223,9 | 8.371,6 | 8.757,9 | |
| Sachanlagen | |||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 6.346,2 | 6.866,8 | 7.029,7 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 4.509,4 | 4.511,6 | 4.557,5 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 810,7 | 869,7 | 862,3 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 776,0 | 1.382,7 | 1.451,8 |
| 12.442,3 | 13.630,8 | 13.901,4 | |
| Finanzanlagen | |||
| Anteile an Gemeinschaftsunternehmen | 1.205,5 | 1.281,1 | 1.709,7 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 564,7 | 583,5 | 598,1 |
| Finanzinvestitionen | 111,6 | 148,7 | 157,2 |
| Ausleihungen | 98,1 | 92,9 | 92,6 |
| Derivative Finanzinstrumente | 26,7 | 16,6 | 59,2 |
| 2.006,6 | 2.122,7 | 2.616,8 | |
| Anlagevermögen | 22.672,8 | 24.125,1 | 25.276,2 |
| Latente Steuern | 284,6 | 262,9 | 256,3 |
| Sonstige langfristige Forderungen und Vermögenswerte | 992,7 | 1.151,2 | 1.171,5 |
| Langfristige Steuererstattungsansprüche | 27,9 | 29,0 | 26,9 |
| Summe langfristige Aktiva | 23.978,0 | 25.568,2 | 26.730,8 |
| Kurzfristige Aktiva | |||
| Vorräte | |||
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 974,7 | 1.112,1 | 1.406,3 |
| Unfertige Erzeugnisse | 238,9 | 261,6 | 308,8 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 788,0 | 819,7 | 845,6 |
| Geleistete Anzahlungen | 26,3 | 18,1 | 34,8 |
| 2.027,8 | 2.211,4 | 2.595,5 | |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | |||
| Verzinsliche Forderungen | 107,1 | 76,4 | 106,7 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.292,9 | 1.837,3 | 2.498,8 |
| Sonstige kurzfristige operative Forderungen und Vermögenswerte | 669,6 | 534,5 | 684,5 |
| Steuererstattungsansprüche | 69,1 | 147,5 | 105,3 |
| 3.138,7 | 2.595,6 | 3.395,3 | |
| Kurzfristige derivative Finanzinstrumente | 70,8 | 95,2 | 194,8 |
| Liquide Mittel | 1.870,7 | 3.115,1 | 1.747,4 |
| Summe kurzfristige Aktiva | 7.108,0 | 8.017,3 | 7.932,9 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 1.438,9 | 125,4 | 98,6 |
| Bilanzsumme | 32.524,9 | 33.710,9 | 34.762,4 |
| Mio € | 30.06.2021 | 31.12.2021 | 30.06.2022 |
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital (Grundkapital) | 595,2 | 595,2 | 579,3 |
| Kapitalrücklage | 6.225,4 | 6.225,4 | 6.241,4 |
| Gewinnrücklagen | 8.936,6 | 10.015,7 | 9.914,3 |
| Sonstige Eigenkapitalbestandteile | -1.654,4 | -1.049,4 | -142,8 |
| Eigene Aktien | -349,8 | -260,4 | |
| Summe Eigenkapital der Aktionäre der HeidelbergCement AG | 14.102,9 | 15.437,2 | 16.331,7 |
| Nicht beherrschende Anteile | 1.252,1 | 1.222,3 | 1.120,5 |
| Summe Eigenkapital | 15.355,1 | 16.659,4 | 17.452,2 |
| Langfristiges Fremdkapital | |||
| Anleihen | 7.121,4 | 5.363,6 | 5.302,3 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 277,3 | 262,4 | 66,4 |
| Sonstige langfristige verzinsliche Verbindlichkeiten | 849,2 | 906,8 | 961,6 |
| Put-Optionen von nicht beherrschenden Anteilen | 1,5 | ||
| 8.249,5 | 6.532,8 | 6.330,3 | |
| Pensionsrückstellungen | 925,8 | 908,1 | 695,7 |
| Latente Steuern | 692,6 | 832,1 | 971,1 |
| Sonstige Rückstellungen | 1.122,6 | 1.503,0 | 1.475,0 |
| Sonstige langfristige operative Verbindlichkeiten | 221,6 | 50,6 | 63,0 |
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 166,8 | 178,6 | 173,7 |
| 3.129,4 | 3.472,4 | 3.378,5 | |
| Summe langfristiges Fremdkapital | 11.378,9 | 10.005,2 | 9.708,8 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | |||
| Anleihen | 39,3 | 806,3 | 30,3 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 474,8 | 474,0 | 742,6 |
| Sonstige kurzfristige verzinsliche Verbindlichkeiten | 584,4 | 333,3 | 1.605,4 |
| Put-Optionen von nicht beherrschenden Anteilen | 74,4 | 79,9 | 84,6 |
| 1.172,9 | 1.693,5 | 2.462,9 | |
| Pensionsrückstellungen | 92,9 | 90,5 | 94,0 |
| Sonstige Rückstellungen | 258,6 | 322,3 | 245,4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.599,2 | 3.180,4 | 3.167,9 |
| Sonstige kurzfristige operative Verbindlichkeiten | 1.310,4 | 1.541,9 | 1.430,3 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 253,2 | 192,8 | 175,8 |
| 4.514,3 | 5.327,9 | 5.113,4 | |
| Summe kurzfristiges Fremdkapital | 5.687,2 | 7.021,4 | 7.576,3 |
| Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 103,8 | 24,9 | 25,1 |
| Fremdkapital | 17.169,8 | 17.051,5 | 17.310,2 |
| Bilanzsumme | 32.524,9 | 33.710,9 | 34.762,4 |
| Sonstige Eigenkapitalbestandteile | ||||||
| Mio € | Gezeichnetes
Kapital (Grundkapital) |
Kapital-
rücklage |
Gewinn-
rücklagen |
Cash Flow
Hedge- Rücklage |
Neu-
bewertungs- rücklage |
Währungs-
umrechnung |
| Stand am 1. Januar 2021 | 595,2 | 6.225,4 | 8.527,8 | 4,7 | 23,2 | -2.105,6 |
| Überschuss der Periode | 755,4 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | 105,8 | 7,1 | 417,0 | |||
| Gesamtergebnis der Periode | 861,2 | 7,1 | 417,0 | |||
| Änderung Konsolidierungskreis | ||||||
| Änderung von Anteilen an Tochterunternehmen | -2,5 | |||||
| Änderung von nicht beherrschenden Anteilen mit Put-Optionen | -14,3 | |||||
| Übertragung Neubewertungsrücklage | 0,8 | -0,8 | ||||
| Sonstige Änderungen | 0,1 | |||||
| Kapitalrückzahlung | ||||||
| Dividenden | -436,5 | |||||
| Stand am 30. Juni 2021 | 595,2 | 6.225,4 | 8.936,6 | 11,8 | 22,4 | -1.688,6 |
| Stand am 1. Januar 2022 | 595,2 | 6.225,4 | 10.015,7 | 17,5 | 21,7 | -1.088,6 |
| Hyperinflation | 46,9 | |||||
| Stand am 1. Januar 2022 (angepasst) | 595,2 | 6.225,4 | 10.015,7 | 17,5 | 21,7 | -1.041,7 |
| Überschuss der Periode | 541,5 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | 177,8 | 98,8 | 761,7 | |||
| Gesamtergebnis der Periode | 719,3 | 98,8 | 761,7 | |||
| Änderung von Anteilen an Tochterunternehmen | -15,1 | |||||
| Änderung von nicht beherrschenden Anteilen mit Put-Optionen | 1,7 | |||||
| Übertragung Neubewertungsrücklage | 0,7 | -0,7 | ||||
| Sonstige Änderungen | ||||||
| Erwerb eigener Aktien | ||||||
| Einziehung eigener Aktien | -16,0 | 16,0 | -349,8 | |||
| Dividenden | -458,3 | |||||
| Stand am 30. Juni 2022 | 579,3 | 6.241,4 | 9.914,3 | 116,3 | 20,9 | -280,0 |
| Sonstige Eigenkapitalbestandteile | |||||
| Mio € | Summe sonstige
Eigenkapital- bestandteile |
Eigene
Aktien |
Summe Eigenkapital
der Aktionäre der HeidelbergCement AG |
Nicht
beherrschende Anteile 1) |
Gesamt |
| Stand am 1. Januar 2021 | -2.077,7 | 13.270,8 | 1.277,6 | 14.548,4 | |
| Überschuss der Periode | 755,4 | 69,5 | 824,9 | ||
| Sonstiges Ergebnis | 424,1 | 529,9 | 4,8 | 534,7 | |
| Gesamtergebnis der Periode | 424,1 | 1.285,3 | 74,3 | 1.359,6 | |
| Änderung Konsolidierungskreis | -7,9 | -7,9 | |||
| Änderung von Anteilen an Tochterunternehmen | -2,5 | 1,2 | -1,3 | ||
| Änderung von nicht beherrschenden Anteilen mit Put-Optionen | -14,3 | 14,5 | 0,2 | ||
| Übertragung Neubewertungsrücklage | -0,8 | ||||
| Sonstige Änderungen | 0,1 | 0,1 | |||
| Kapitalrückzahlung | -0,5 | -0,5 | |||
| Dividenden | -436,5 | -107,0 | -543,5 | ||
| Stand am 30. Juni 2021 | -1.654,4 | 14.102,9 | 1.252,1 | 15.355,1 | |
| Stand am 1. Januar 2022 | -1.049,4 | -349,8 | 15.437,2 | 1.222,3 | 16.659,4 |
| Hyperinflation | 46,9 | 46,9 | 46,9 | ||
| Stand am 1. Januar 2022 (angepasst) | -1.002,5 | -349,8 | 15.484,1 | 1.222,3 | 16.706,3 |
| Überschuss der Periode | 541,5 | 55,2 | 596,7 | ||
| Sonstiges Ergebnis | 860,5 | 1.038,3 | 33,6 | 1.071,9 | |
| Gesamtergebnis der Periode | 860,5 | 1.579,8 | 88,8 | 1.668,6 | |
| Änderung von Anteilen an Tochterunternehmen | -15,1 | -39,2 | -54,4 | ||
| Änderung von nicht beherrschenden Anteilen mit Put-Optionen | 1,7 | -3,7 | -1,9 | ||
| Übertragung Neubewertungsrücklage | -0,7 | ||||
| Sonstige Änderungen | -0,3 | -0,3 | |||
| Erwerb eigener Aktien | -260,4 | -260,4 | -260,4 | ||
| Einziehung eigener Aktien | 349,8 | ||||
| Dividenden | -458,3 | -147,4 | -605,7 | ||
| Stand am 30. Juni 2022 | -142,8 | -260,4 | 16.331,7 | 1.120,5 | 17.452,2 |
| Konzerngebiete Januar - Juni | West- und Südeuropa | Nord- und Osteuropa- Zentralasien | Nordamerika | |||
| Mio € | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 |
| Außenumsatz | 2.739 | 3.129 | 1.427 | 1.658 | 2.118 | 2.098 |
| Umsatz mit anderen Konzerngebieten | 28 | 26 | 11 | 11 | ||
| Umsatz | 2.767 | 3.155 | 1.438 | 1.668 | 2.118 | 2.098 |
| Veränderung zum Vorjahr in % | 14,0% | 16,0% | -1,0% | |||
| Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen | 13 | 13 | 47 | 11 | 14 | 8 |
| Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor Abschreibungen | 431 | 416 | 322 | 294 | 414 | 310 |
| in % der Umsätze (operative Marge) | 15,6 % | 13,2% | 22,4% | 17,6% | 19,6 % | 14,8% |
| Abschreibungen | -190 | -175 | -94 | -97 | -167 | -157 |
| Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs | 241 | 241 | 228 | 197 | 247 | 153 |
| in % der Umsätze | 8,7 % | 7,6% | 15,8 % | 11,8% | 11,7% | 7,3 % |
| Zusätzliches ordentliches Ergebnis | ||||||
| Betriebsergebnis (EBIT) | ||||||
| Investitionen 2) | 96 | 95 | 53 | 77 | 143 | 191 |
| Segmentvermögen 3) | 5.130 | 5.144 | 2.611 | 2.631 | 7.468 | 9.120 |
| Ergebnis des laufenden
Geschäftsbetriebs vor
Abschreibungen in % des Segmentvermögens |
8,4 % | 8,1 % | 12,3 % | 11,2% | 5,6 % | 3,4% |
| Beschäftigte zum 30. Juni | 15.038 | 15.189 | 11.185 | 11.132 | 9.516 | 8.635 |
| Beschäftigte im Durchschnitt | 15.125 | 15.135 | 11.129 | 11.087 | 9.053 | 8.187 |
| Konzerngebiete Januar - Juni | Asien-Pazifik | Afrika-Östlicher Mittelmeerraum | Konzernservice | |||
| Mio € | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 |
| Außenumsatz | 1.505 | 1.697 | 878 | 997 | 272 | 371 |
| Umsatz mit anderen Konzerngebieten | 15 | 13 | 26 | 39 | 352 | 602 |
| Umsatz | 1.520 | 1.710 | 904 | 1.037 | 623 | 973 |
| Veränderung zum Vorjahr in % | 12,5% | 14,7% | 56,1 % | |||
| Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen | 76 | 54 | 10 | 17 | 2 | 2 |
| Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor Abschreibungen | 319 | 248 | 243 | 252 | 13 | 19 |
| in % der Umsätze (operative Marge) | 21,0% | 14,5% | 26,9% | 24,3% | 2,1 % | 1,9% |
| Abschreibungen | -118 | -120 | -53 | -55 | 0 | 0 |
| Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs | 201 | 127 | 191 | 198 | 13 | 19 |
| in % der Umsätze | 13,2 % | 7,5 % | 21,1 % | 19,1 % | 2,1 % | 1,9% |
| Zusätzliches ordentliches Ergebnis | ||||||
| Betriebsergebnis (EBIT) | ||||||
| Investitionen 2) | 39 | 49 | 24 | 30 | 3 | 3 |
| Segmentvermögen 3) | 3.913 | 4.196 | 1.544 | 1.567 | 1 | 1 |
| Ergebnis des laufenden
Geschäftsbetriebs vor
Abschreibungen in % des Segmentvermögens |
8,2 % | 5,9% | 15,8 % | 16,1% | > 100 % | > 100% |
| Beschäftigte zum 30. Juni | 12.488 | 12.434 | 5.006 | 4.867 | 95 | 92 |
| Beschäftigte im Durchschnitt | 12.562 | 12.386 | 5.088 | 5.003 | 103 | 91 |
| Konzerngebiete Januar - Juni | Überleitung 1 | Fortzuführende Geschäftsbereiche | ||
| Mio € | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 |
| Außenumsatz | 8.938 | 9.950 | ||
| Umsatz mit anderen Konzerngebieten | -433 | -691 | ||
| Umsatz | -433 | -691 | 8.938 | 9.950 |
| Veränderung zum Vorjahr in % | 11,3% | |||
| Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen | 162 | 105 | ||
| Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor Abschreibungen | -23 | -14 | 1.720 | 1.525 |
| in % der Umsätze (operative Marge) | 19,2 % | 15,3% | ||
| Abschreibungen | -14 | -12 | -636 | -617 |
| Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs | -37 | -27 | 1.084 | 908 |
| in % der Umsätze | 12,1 % | 9,1 % | ||
| Zusätzliches ordentliches Ergebnis | 148 | -63 | 148 | -63 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 1.232 | 845 | 1.232 | 845 |
| Investitionen 2) | 21 | 437 | 380 | 882 |
| Segmentvermögen 3) | 20.666 | 22.659 | ||
| Ergebnis des laufenden
Geschäftsbetriebs vor
Abschreibungen in % des Segmentvermögens |
8,3 % | 6,7% | ||
| Beschäftigte zum 30. Juni | 53.327 | 52.350 | ||
| Beschäftigte im Durchschnitt | 53.060 | 51.887 | ||
1) Die Überleitung beinhaltet:a)
Innenumsätze = Eliminierung von konzerninternen
Verflechtungen zwischen den Segmentenb) das Ergebnis des
laufenden Geschäftsbetriebs vor
Abschreibungen/Abschreibungen von Konzernfunktionenc) das
zusätzliche ordentliche Ergebnis und das
Betriebsergebnis
2) Investitionen = in den Segmenten:
Zahlungswirksame Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte; in der Überleitung:
Zahlungswirksame Investitionen in Finanzanlagen und
sonstige Geschäftseinheiten
Der Konzernzwischenabschluss der HeidelbergCement AG zum
30. Juni 2022 wurde auf Basis des IAS 34 (Interim Financial
Reporting) aufgestellt. Es wurden alle zum
Abschlussstichtag verbindlichen International Financial
Reporting Standards (IFRS) einschließlich der
Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS
IC) angewendet, die durch die EU-Kommission in
europäisches Recht übernommen wurden.
In Einklang mit den Regelungen des IAS 34 wurde ein im
Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021
verkürzter Berichtsumfang mit ausgewählten
Anhangangaben gewählt. Die bei der Erstellung des
Konzernzwischenabschlusses angewendeten Bilanzierungs- und
Bewertungsgrundsätze entsprechen grundsätzlich
denen des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021.
Detaillierte Erläuterungen finden sich auf den Seiten
136 f. im Anhang des Geschäftsberichts 2021, der die
Grundlage für diesen Zwischenabschluss darstellt.
In Übereinstimmung mit IAS 34 wurden die
Aufwendungen für Ertragsteuern in der Berichtsperiode
auf Basis des Steuersatzes abgegrenzt, der für das
gesamte Geschäftsjahr erwartet wird.
Der Konzernzwischenabschluss unterlag keiner
Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht.
Die Türkei erfüllt seit diesem
Geschäftsjahr die Definition eines
Hochinflationslandes. Daher wurde IAS 29 (Financial
Reporting in Hyperinflationary Economies) rückwirkend
zum 1. Januar 2022 auf die Aktivitäten unseres
Gemeinschaftsunternehmens Akçansa Çimento
Sanayi ve Ticaret A.S. angewendet, d.h. so, als ob die
Türkei schon immer hochinflationär gewesen
wäre. Demzufolge wurden die betreffenden nicht
monetären Vermögenswerte und Schulden, das
Eigenkapital und alle Posten der Gewinn- und
Verlustrechnung zum 30. Juni 2022 unter Verwendung des
Konsumerpreisindexes um die Einflüsse der Inflation
bereinigt. Danach erfolgt die Umrechnung der Bilanzposten
sowie der Aufwendungen und Erträge in die
Berichtswährung Euro zum Stichtagskurs. Die so
ermittelten Werte werden anschließend
gemäß der Equity-Methode in den Konzernabschluss
einbezogen. Die Vorjahresvergleichswerte waren aufgrund der
erstmaligen Anwendung im Geschäftsjahr nicht
anzupassen. Durch die erstmalige rückwirkende
Anwendung ergab sich eine erfolgsneutrale Anpassung der
Anteile an Gemeinschaftsunternehmen sowie der
Währungsumrechnungsrücklage in Höhe von 46,9
Mio €. Der Effekt auf das Ergebnis aus at equity
bilanzierten Unternehmen ist von untergeordneter Bedeutung.
Für den Konzernzwischenabschluss wurden die
folgenden neuen oder geänderten Standards und
Interpretationen des IASB erstmalig angewendet:
| ― |
Die Änderungen an IFRS 3 Business Combinations aktualisieren die Verweise auf das überarbeitete Rahmenkonzept des IFRS. Daneben wird klargestellt, dass ein Erwerber bei der Identifizierung von übernommenen Verpflichtungen, die in den Anwendungsbereich des IAS 37 oder IFRIC 21 fallen, diese Regelungen anzuwenden hat anstelle des Rahmenkonzepts. Gleichzeitig wird IFRS 3 um ein explizites Ansatzverbot für erworbene Eventualforderungen ergänzt. Die Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. |
| ― |
Die Änderungen an IAS 16 Property, Plant and Equipment stellen klar, dass Erlöse aus dem Verkauf von Gütern, die produziert werden, während eine Sachanlage zu ihrem Standort und in den vom Management beabsichtigten betriebsbereiten Zustand gebracht wird, erfolgswirksam zu erfassen sind. Zudem sind Verkaufserlöse und die entsprechenden Herstellungskosten von Gegenständen, die nicht in die gewöhnliche Geschäftstätigkeit des Unternehmens fallen, getrennt auszuweisen und die Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie des sonstigen Ergebnisses, in denen diese erfasst wurden, anzugeben. Die Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. |
| ― |
Die Änderungen an IAS 37 Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets legen fest, welche Kosten ein Unternehmen als Kosten für die Erfüllung eines Vertrages berücksichtigen sollte, wenn es beurteilt, ob ein Vertrag belastend ist. Die Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. |
| ― |
Im Rahmen der jährlichen Verbesserungen an den IFRS Standards Zyklus 2018-2020 hat das IASB kleine Änderungen an insgesamt drei Standards vorgenommen. Die Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. |
Die Produktion und der Verkauf von Baustoffen sind
aufgrund regionaler Witterungsverhältnisse
saisonabhängig. Insbesondere in unseren wichtigen
Märkten in Europa und Nordamerika wirken sich die
Wintermonate auf die Geschäftszahlen im ersten und
vierten Quartal mit niedrigeren Absätzen und
Ergebnissen aus, während diese in den wärmeren
Monaten des zweiten und dritten Quartals höher
ausfallen.
Die nachfolgende Tabelle enthält die wichtigsten
Devisenkurse, die bei der Umrechnung der
Einzelabschlüsse in fremder Währung Anwendung
fanden.
| Devisenkurse | Stichtagskurs | Durchschnittskurs | |||
| EUR | 31.12.2021 | 30.06.2022 | 01-06 / 2021 | 01-06/2022 | |
| USD | USA | 1,1370 | 1,0484 | 1,2050 | 1,0934 |
| AUD | Australien | 1,5647 | 1,5186 | 1,5628 | 1,5203 |
| CAD | Kanada | 1,4373 | 1,3496 | 1,5030 | 1,3901 |
| GBP | Großbritannien | 0,8413 | 0,8609 | 0,8682 | 0,8421 |
| INR | Indien | 84,2136 | 82,3583 | 88,3610 | 83,3390 |
| IDR | Indonesien | 16.224 | 15.567 | 17.304 | 15.837 |
| MAD | Marokko | 10,5061 | 10,5580 | 10,7490 | 10,6079 |
Am 7. Februar 2022 hat unsere Tochtergesellschaft Hanson
Quarry Products Europe Limited, Großbritannien, 100%
der Anteile an Charterneed Limited einschließlich der
100 %igen Tochtergesellschaften A1 Services (Manchester)
Limited und Green Earth Developments Limited, Manchester,
Großbritannien, erworben. Die Unternehmen sind im
Bereich der Beseitigung von Oberflächenmaterialien,
des städtischen Recyclings sowie der Verarbeitung von
Bau- und Versorgungsabfällen tätig. Der Erwerb
umfasst ein 13 Hektar großes Gelände mit
Gleisanschluss und -anlagen sowie Lizenzen für den
Transport und die Entsorgung von Abfällen. Die
Akquisition verbessert unsere strategische Position
für den Eintritt in den Recyclingmarkt. Der Kaufpreis
beläuft sich auf 21,5 Mio € und wurde in bar
entrichtet. Darin enthalten sind 1,2 Mio €, die
für einen Zeitraum von 12 Monaten für etwaige
anzuzeigende Rückansprüche auf einem
Treuhandkonto einbehalten werden. Der vorläufig
erfasste Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von
3,3 Mio € ist steuerlich nicht abzugsfähig und
repräsentiert Synergie- und Wachstumspotenziale. Die
Kaufpreisallokation ist vorläufig, da insbesondere die
Bewertung der Sachanlagen noch nicht abgeschlossen ist.
Am 4. April 2022 hat HeidelbergCement über seine
nordamerikanische Tochtergesellschaft Fairburn Ready Mix,
Inc., Norcross, im Rahmen eines Asset Deals vier
Transportbetonwerke und eine Flotte von Mischfahrzeugen im
Großraum Atlanta von Meriwether Ready Mix, Inc.,
Griffin, USA, erworben. Der Kaufpreis beläuft sich auf
13,3 Mio € und wurde in bar entrichtet. Der
vorläufig erfasste Geschäfts- oder Firmenwert in
Höhe von 1,0 Mio € ist steuerlich
abzugsfähig und repräsentiert Synergie- und
Wachstumspotenziale. Die Kaufpreisallokation ist
vorläufig, da insbesondere die Bewertung der
Sachanlagen noch nicht abgeschlossen ist.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die vorläufigen
beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und
Schulden zum Erwerbszeitpunkt.
| Mio € | Großbritannien | Nordamerika | Gesamt |
| Immaterielle Vermögenswerte | 3,7 | 3,7 | |
| Sachanlagen | 14,7 | 12,4 | 27,2 |
| Vorräte | 0,9 | 0,1 | 0,9 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2,6 | 0,7 | 3,3 |
| Liquide Mittel | 1,7 | 1,7 | |
| Übrige Aktiva | 0,2 | 0,2 | |
| Summe Vermögenswerte | 24,0 | 13,2 | 37,2 |
| Latente Steuern | 2,3 | 2,3 | |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 0,9 | 0,9 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 2,5 | 0,9 | 3,4 |
| Summe Schulden | 5,8 | 0,9 | 6,7 |
| Nettovermögen | 18,2 | 12,3 | 30,5 |
Im Rahmen der Unternehmenszusammenschlüsse wurden
Forderungen mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe
von 3,3 Mio € erworben. Hierbei handelt es sich um
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Vom
Bruttobetrag der vertraglichen Forderungen in Höhe von
3,4 Mio € werden voraussichtlich 0,1 Mio €
uneinbringlich sein.
Die Unternehmenszusammenschlüsse haben seit dem
Erwerb 9,4 Mio € zu den Umsatzerlösen und 0,1 Mio
€ zum Überschuss der Periode beigetragen.
Wären die Erwerbe bereits zum 1. Januar 2022 erfolgt,
wären die Umsatzerlöse um 3,4 Mio € und der
Überschuss der Periode um 2,1 Mio € höher
ausgefallen. Im Zusammenhang mit den oben beschriebenen
Unternehmenszusammenschlüssen sind Nebenkosten in
Höhe von 0,2 Mio € angefallen, die in den
zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen erfasst wurden.
Darüber hinaus hat HeidelbergCement in der
Berichtsperiode weitere Unternehmenszusammenschlüsse
vorgenommen, die für die Darstellung der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von
untergeordneter Bedeutung sind.
Um den digitalen Wandel in der Baustoffindustrie
voranzutreiben, hat HeidelbergCement am 29. April 2022
über seine Tochtergesellschaft HDigital GmbH,
Heidelberg, eine Beteiligung von 44,9 % an Project Potter
Parent, L.P., Cayman Islands, erworben. Project Potter
Parent, L.P. hält mittelbar sämtliche Anteile an
Command Alkon, dem weltweit führenden Anbieter
umfassender Supply-Chain-Technologielösungen für
Baustoffe. Durch die Partnerschaft mit Command Alkon werden
erstklassige, cloudbasierte Lösungen für die
gesamte Lieferkette der Baustoffindustrie skaliert und
beschleunigt. Dazu gehören transparentere
Industriestandards für nahtlose Konnektivität,
bessere Lösungen für die alltäglichen
Probleme der Kunden (z.B. digitales Ticketing oder
Telematik), ein allgemein höheres Innovationstempo und
eine Beschleunigung der Nachhaltigkeitsbemühungen der
Kunden. Der Kaufpreis inklusive Anschaffungsnebenkosten
beläuft sich auf 325,6 Mio € und wurde in bar
entrichtet.
Zur Festigung unserer Marktposition in Ghana und
deutlichen Reduktion von CO
2-Emissionen in dieser Region hat
HeidelbergCement am 31. Mai 2022 50 % der Anteile an CBI
S.A., Buchs, Schweiz, ("CBI") erworben. CBI kontrolliert
den ghanaischen Zementhersteller CBI Ghana. Mit dem Erwerb
der Anteile ist auch eine Investition zum Bau der weltweit
größten Anlage für kalzinierten Ton im
industriellen Maßstab verbunden, um kalzinierten
Tonzement mit reduziertem Klinkergehalt herzustellen.
Darüber hinaus wird HeidelbergCement seine
Präsenz in Ghana durch den Zementmahlbetrieb von CBI
in Tema im Süden des Landes verstärken. Der
Kaufpreis beläuft sich auf 32,5 Mio € und wurde
in bar entrichtet.
HeidelbergCement hat in der Vorjahresperiode keine
wesentlichen Unternehmenszusammenschlüsse vorgenommen,
die für die Darstellung der Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage von Bedeutung waren.
Am 30. April 2021 hat HeidelbergCement eine Vereinbarung
zur Veräußerung seines Geschäfts mit
Zuschlagstoffen sowie zweier Transportbetonwerke in
Griechenland unterzeichnet. HeidelbergCement konzentriert
sich in Griechenland künftig auf sein
Kerngeschäft und wird über sein
Tochterunternehmen Halyps Cement die Zementproduktion
fortsetzen. Die Transaktion wurde am 3. Januar 2022
abgeschlossen. Der Verkaufspreis beträgt 34,6 Mio
€, wovon eine Anzahlung in Höhe von 3,4 Mio
€ bereits im Geschäftsjahr 2021 eingegangen ist.
Der verbleibende Betrag ist im Geschäftsjahr 2022
vereinnahmt worden. Aus der Veräußerung
resultierte ein Gewinn in Höhe von 18,7 Mio €,
der in den zusätzlichen ordentlichen Erträgen
ausgewiesen wird.
HeidelbergCement hat am 2. August 2021 eine Vereinbarung
zum Verkauf seines Geschäfts mit Zuschlagstoffen und
Transportbeton in der spanischen Region Katalonien
unterzeichnet. Der Verkauf wurde am 1. April 2022
abgeschlossen. Der Verkaufspreis beträgt 21,1 Mio
€ und wurde in bar entrichtet. Aus der
Veräußerung resultierte ein Gewinn in Höhe
von 4,0 Mio €, der im Ergebnis des laufenden
Geschäftsbetriebs ausgewiesen wird.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vermögenswerte
und Schulden zum Veräußerungszeitpunkt.
| Mio € | Griechenland | Spanien | Gesamt |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 0,2 | 0,2 | |
| Sachanlagen | 14,5 | 17,3 | 31,8 |
| Vorräte | 2,6 | 0,5 | 3,1 |
| Summe Vermögenswerte | 17,3 | 17,8 | 35,1 |
| Rückstellungen | 1,2 | 1,2 | |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 0,2 | 0,8 | 1,0 |
| Summe Schulden | 1,4 | 0,8 | 2,2 |
| Nettovermögen | 15,9 | 17,1 | 33,0 |
Im Zusammenhang mit diesen Desinvestitionen sind
Veräußerungsnebenkosten in Höhe von 0,5 Mio
€ angefallen, die in den zusätzlichen
ordentlichen Aufwendungen erfasst wurden.
Darüber hinaus hat HeidelbergCement in der
Berichtsperiode weitere Desinvestitionen vorgenommen, die
für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind.
Am 29. November 2020 hat HeidelbergCement eine
Vereinbarung zur Veräußerung der 51
%-Beteiligung an Hilal Cement Company KSCP sowie deren
Tochterunternehmen Al Mahaliya Ready Mix Concrete W.L.L.,
Kuwait German Company for RMC W.L.L. und Gulf Ready Mix
Concrete Company W.L.L. mit Sitz in Safat, Kuwait,
("Hilal-Gruppe") unterzeichnet. Die Hilal-Gruppe betreibt
in Kuwait vier Transportbetonwerke und zwei Zementterminals
auf dem lokalen Hafengelände. Der Verkauf wurde am 24.
Januar 2021 abgeschlossen. Der Verkaufspreis beträgt
8,2 Mio € und wurde in bar entrichtet. Aus der
Veräußerung resultierte ein Gewinn in Höhe
von 0,9 Mio €, der in den zusätzlichen
ordentlichen Erträgen ausgewiesen wird.
Am 29. April 2021 hat HeidelbergCement 100% der Anteile
an Pioneer Concrete (Hong Kong) Limited, Kowloon, Hongkong,
("Pioneer Ltd") verkauft. Der Verkaufspreis beträgt
28,0 Mio € und wurde in bar entrichtet. Aus der
Veräußerung resultierte ein Gewinn in Höhe
von 20,7 Mio €, der in den zusätzlichen
ordentlichen Erträgen ausgewiesen wird.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vermögenswerte
und Schulden zum Veräußerungszeitpunkt.
| Mio € | Hilal-Gruppe | Pioneer Ltd | Gesamt |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 6,7 | 6,7 | |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 1,1 | 1,1 | |
| Sachanlagen | 12,0 | 0,5 | 12,5 |
| Andere langfristige Vermögenswerte | 0,1 | 0,1 | |
| Vorräte | 3,0 | 3,0 | |
| Liquide Mittel | 17,9 | 0,0 | 17,9 |
| Übrige Aktiva | 10,3 | 0,0 | 10,3 |
| Summe Vermögenswerte | 44,5 | 7,2 | 51,7 |
| Rückstellungen | 2,7 | 2,7 | |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 7,9 | 7,9 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 17,5 | 0,0 | 17,5 |
| Summe Schulden | 28,1 | 0,0 | 28,1 |
| Nettovermögen | 16,4 | 7,2 | 23,6 |
Darüber hinaus hat HeidelbergCement in der
Vorjahresperiode weitere Desinvestitionen vorgenommen, die
für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage von untergeordneter Bedeutung waren.
| Januar - Juni | Zement | Zuschlagstoffe | Transportbeton- Asphalt | |||
| Mio € | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 |
| West- und Südeuropa | 1.432 | 1.684 | 656 | 699 | 1.052 | 1.179 |
| Nord- und Osteuropa-Zentralasien | 756 | 879 | 256 | 292 | 288 | 339 |
| Nordamerika | 859 | 853 | 773 | 848 | 598 | 488 |
| Asien-Pazifik | 805 | 928 | 269 | 313 | 564 | 607 |
| Afrika-Östlicher Mittelmeerraum | 752 | 867 | 37 | 42 | 164 | 198 |
| Konzernservice | ||||||
| Innenumsätze
zwischen den Konzerngebieten
innerhalb der Geschäftsbereiche |
-13 | -1 | -18 | -20 | ||
| Summe | 4.591 | 5.211 | 1.973 | 2.176 | 2.666 | 2.812 |
| Innenumsätze
zwischen den Konzerngebieten
zwischen den Geschäftsbereichen |
||||||
| Gesamt | ||||||
| Januar - Juni | Service- Sonstiges | Innenumsätze | Gesamt | |||
| Mio € | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 |
| West- und Südeuropa | 176 | 205 | -549 | -613 | 2.767 | 3.155 |
| Nord- und Osteuropa-Zentralasien | 240 | 269 | -103 | -112 | 1.438 | 1.668 |
| Nordamerika | 128 | 133 | -239 | -224 | 2.118 | 2.098 |
| Asien-Pazifik | 22 | 27 | -140 | -165 | 1.520 | 1.710 |
| Afrika-Östlicher Mittelmeerraum | 20 | 24 | -69 | -95 | 904 | 1.037 |
| Konzernservice | 623 | 973 | 623 | 973 | ||
| Innenumsätze
zwischen den Konzerngebieten
innerhalb der Geschäftsbereiche |
4 | 3 | -27 | -18 | ||
| Summe | 1.213 | 1.635 | -1.099 | -1.210 | 9.344 | 10.623 |
| Innenumsätze
zwischen den Konzerngebieten
zwischen den Geschäftsbereichen |
-406 | -673 | -406 | -673 | ||
| Gesamt | -1.505 | -1.883 | 8.938 | 9.950 | ||
| Ergebnis je Aktie | Januar - Juni | |
| Mio € | 2021 | 2022 |
| Überschuss der Periode | 824,9 | 596,7 |
| Davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen | 69,5 | 55,2 |
| Davon den Aktionären der HeidelbergCement AG zuzurechnen | 755,4 | 541,5 |
| Aktienzahl in Tsd. (gewichteter Durchschnitt) | 198.416 | 191.835 |
| Ergebnis je Aktie in € | 3,81 | 2,82 |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen - den Aktionären der HeidelbergCement AG zuzurechnen | 753,5 | 530,2 |
| Ergebnis je Aktie in € - fortzuführende Geschäftsbereiche | 3,80 | 2,76 |
| Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen - den Aktionären der HeidelbergCement AG zuzurechnen | 1,9 | 11,3 |
| Ergebnis je Aktie in € - aufgegebene Geschäftsbereiche | 0,01 | 0,06 |
Geschäfts- oder Firmenwerte werden im
HeidelbergCement Konzern grundsätzlich einmal
jährlich im vierten Quartal nach Fertigstellung der
operativen Dreijahresplanung oder bei Anzeichen für
einen möglichen Wertminderungsbedarf einem
Wertminderungstest gemäß IAS 36 (Impairment of
Assets) unterzogen. Im Rahmen dieser
Wertminderungsprüfung wird der Buchwert einer Gruppe
von Zahlungsmittel generierenden Einheiten (CGU), denen ein
Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, mit dem
erzielbaren Betrag dieser Gruppe von CGUs verglichen. Zum
30. Juni 2022 hat das Management geprüft, ob neue
Anzeichen für einen Wertminderungsbedarf vorliegen.
Aus der Überprüfung ergab sich keine
Notwendigkeit für eine Wertminderung.
HeidelbergCement hat aufgrund der Auswirkungen des
Kriegs in der Ukraine den Wertminderungsbedarf für
immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in
Russland überprüft. Hierbei ergab sich insgesamt
eine Wertminderung in Höhe von 86,8 Mio €. Grund
hierfür sind signifikant gestiegene Risikoprämien
und Zinssätze, die zu einem Anstieg der Kapitalkosten
auf 28,6 % führten. Die Wertminderung betrifft die
CGUs Cesla und HC RUS sowie zwei Terminals.
Der Wert der Vermögensgegenstände innerhalb
der CGU Cesla wurde mit einem Buchwert von 53,1 Mio €
und einem Nutzungswert bzw. beizulegenden Zeitwert
abzüglich Veräußerungskosten von insgesamt
20,6 Mio € um 32,5 Mio € gemindert. Der Wert der
Vermögensgegenstände innerhalb der CGU HC RUS
wurde mit einem Buchwert von 226,7 Mio € und einem
Nutzungswert bzw. beizulegenden Zeitwert abzüglich
Veräußerungskosten von insgesamt 175,7 Mio
€ um 51,1 Mio € gemindert. Daneben wurden zwei
Terminals mit einem Buchwert von 3,2 Mio €
vollständig abgeschrieben.
Die Wertminderungen werden in den zusätzlichen
ordentlichen Aufwendungen ausgewiesen.
Die sich aus der Überprüfung ergebenden
Wertminderungen werden in der nachfolgenden Tabelle
dargestellt.
| Mio € | Sonstige
immaterielle Vermögenswerte |
Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten |
Technische
Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäfts- ausstattung |
Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau |
Gesamt |
| West- und Südeuropa | 0,0 | -1,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | -1,1 |
| Nord- und Osteuropa-Zentralasien | -3,0 | -36,3 | -33,9 | -3,7 | -10,9 | -87,8 |
| Russland | -3,0 | -35,8 | -33,4 | -3,7 | -10,9 | -86,8 |
| Sonstige | 0,0 | -0,5 | -0,6 | 0,0 | 0,0 | -1,0 |
| Gesamt | -3,0 | -37,4 | -33,9 | -3,7 | -10,9 | -88,9 |
Darüber hinaus hat HeidelbergCement in der
Berichtsperiode insbesondere im Zusammenhang mit
Veräußerungen von Standorten im Konzerngebiet
West- und Südeuropa Wertaufholungen von
Vermögenswerten in Höhe von insgesamt 15,0 Mio
€ vorgenommen. Die Wertaufholungen betrafen im
Wesentlichen Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten (7,7 Mio €) sowie technische Anlagen
und Maschinen (7,1 Mio €).
Zum 30. Juni 2021 hatte HeidelbergCement Wertaufholungen
auf Vermögenswerte in Nordamerika in Höhe von
131,4 Mio € vorgenommen. Diese Wertaufholungen
betrafen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
und Bauten (38,6 Mio €), technische Anlagen und
Maschinen (82,9 Mio €) sowie andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung (9,8 Mio €). Die
Vermögenswerte waren Bestandteil der
Veräußerungsgruppe "USA Region West", die zum
23. Mai 2021 als "zur Veräußerung gehalten"
klassifiziert und am 1. Oktober 2021 veräußert
wurde.
Am 13. Januar 2022 wurden alle 5.324.577 eigenen Aktien,
die im Rahmen der ersten Tranche des 2021 aufgelegten
Aktienrückkaufprogramms im Zeitraum vom 10. August bis
2. Dezember 2021 erworben wurden, unter Herabsetzung des
Grundkapitals um 15.973.731 € eingezogen. Das
Grundkapital der HeidelbergCement AG beträgt seither
579.275.700 € und ist in 193.091.900 Stückaktien
eingeteilt.
Im ersten Halbjahr 2022 hat HeidelbergCement sein im
August 2021 gestartetes Aktienrückkaufprogramm mit
einer zweiten Tranche fortgeführt. Die zweite Tranche
des Aktienrückkaufprogramms startete am 7. März
2022. Bis zum Abschlussstichtag wurden 5.034.816 Aktien zu
einem Gesamtpreis von 260,4 Mio € erworben. Insgesamt
wurden im Rahmen der zweiten Tranche, die am 13. Juli 2022
abgeschlossen wurde, 6.906.281 Aktien zu einem Gesamtpreis
(ohne Erwerbsnebenkosten) von 346,4 Mio € erworben.
Das entspricht ca. 3,58% des Grundkapitals.
Die Änderung von Anteilen an Tochterunternehmen
resultiert im Wesentlichen aus der Anteilserhöhung um
1,3% an PT Indocement Tunggal Prakarsa Tbk., Indonesien,
durch den Erwerb eigener Aktien.
Im Geschäftsjahr wurden an die Aktionäre der
HeidelbergCement AG Dividenden in Höhe von 458,3 Mio
€ (2,40 € je Aktie) gezahlt. Die Dividenden an
nicht beherrschende Anteile resultieren insbesondere aus
Dividenden unserer marokkanischen Tochtergesellschaften in
Höhe von 65,3 Mio € sowie Dividendenzahlungen
unserer indonesischen Tochtergesellschaft in Höhe von
53,9 Mio €.
Die Veränderung der
Währungsumrechnungsrücklage um 761,7 Mio €
ist im Wesentlichen auf die Aufwertung des US Dollar
gegenüber dem Euro zurückzuführen.
Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste,
die erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst werden,
wurden auf Basis der zum Abschlussstichtag gültigen
Zinssätze für die wesentlichen Länder
ermittelt. Zum 30. Juni 2022 ergaben sich insgesamt Gewinne
aus der Neubewertung in Höhe von 251,9 Mio €.
Hierin enthalten sind versicherungsmathematische Gewinne in
Bezug auf die Pensionsverpflichtungen in Höhe von
1.171,8 Mio €, die auf einen Anstieg des gewichteten
Rechnungszinssatzes um ca. 1,9 Prozentpunkte
zurückzuführen sind, sowie Verluste aus der
Neubewertung des Planvermögens in Höhe von 911,4
Mio €. Die Begrenzung des Planvermögens
führte zu Verlusten in Höhe von 8,5 Mio €.
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte und die
beizulegenden Zeitwerte für die einzelnen Klassen der
Finanzinstrumente sowie die Fair-Value-Hierarchien der
Vermögenswerte und Schulden, die in der Bilanz zum
beizulegenden Zeitwert bewertet werden.
| Mio € | Bewertungs-
kategorie IFRS 9 1) |
Buchwert | Beizulegender
Zeitwert |
Davon
Stufe 1 |
Davon
Stufe 2 |
Davon
Stufe 3 |
| 30. Juni 2022 | ||||||
| Aktiva | ||||||
| Finanzinvestitionen "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" | FVTPL | 107,6 | 107,6 | 13,8 | 93,8 | |
| Ausleihungen und sonstige verzinsliche Forderungen | AC | 199,3 | 208,5 | |||
| Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen und sonstige
operative Forderungen "zu fortgeführten Anschaffungskosten" |
AC | 2.187,0 | 2.187,0 | |||
| Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen und sonstige
operative Forderungen "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" |
FVTPL | 550,1 | 550,1 | 550,1 | ||
| Liquide Mittel "zu fortgeführten Anschaffungskosten" | AC | 1.613,5 | 1.613,5 | |||
| Liquide Mittel "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" | FVTPL | 133,9 | 133,9 | 133,9 | ||
| Derivate mit Sicherungsbeziehungen | Hedge | 113,4 | 113,4 | 65,3 | 48,1 | |
| Derivate ohne Sicherungsbeziehungen | FVTPL | 140,6 | 140,6 | 140,6 | ||
| Passiva | ||||||
| Anleihen,
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und
übrige sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten |
AC | 7.447,6 | 7.227,5 | |||
| Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen und
übrige operative Verbindlichkeiten |
AC | 3.795,9 | 3.795,9 | |||
| Derivate mit Sicherungsbeziehungen | Hedge | 69,0 | 69,0 | 69,0 | ||
| Derivate ohne Sicherungsbeziehungen | FVTPL | 138,9 | 138,9 | 138,9 | ||
| Put-Optionen von nicht beherrschenden Anteilen | AC | 84,6 | 84,6 | |||
| 31. Dezember 2021 | ||||||
| Aktiva | ||||||
| Finanzinvestitionen "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" | FVTPL | 99,4 | 99,4 | 14,8 | 84,6 | |
| Ausleihungen und sonstige verzinsliche Forderungen | AC | 169,3 | 179,9 | |||
| Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen und sonstige
operative Forderungen "zu fortgeführten Anschaffungskosten" |
AC | 1.644,0 | 1.644,0 | |||
| Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen und sonstige
operative Forderungen "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" |
FVTPL | 387,7 | 387,7 | 387,7 | ||
| Liquide Mittel "zu fortgeführten Anschaffungskosten" | AC | 2.667,2 | 2.667,2 | |||
| Liquide Mittel "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" | FVTPL | 447,9 | 447,9 | 447,9 | ||
| Derivate mit Sicherungsbeziehungen | Hedge | 29,7 | 29,7 | 14,6 | 15,1 | |
| Derivate ohne Sicherungsbeziehungen | FVTPL | 82,1 | 82,1 | 82,1 | ||
| Passiva | ||||||
| Anleihen,
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und
übrige sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten |
AC | 6.997,5 | 7.318,3 | |||
| Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen und
übrige operative Verbindlichkeiten |
AC | 3.966,8 | 3.966,8 | |||
| Derivate mit Sicherungsbeziehungen | Hedge | 5,3 | 5,3 | 4,7 | 0,6 | |
| Derivate ohne Sicherungsbeziehungen | FVTPL | 84,5 | 84,5 | 84,5 | ||
| Put-Optionen von nicht beherrschenden Anteilen | AC | 79,9 | 79,9 |
Die Finanzinvestitionen "erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert" in Stufe 3 enthalten Beteiligungen,
auf die HeidelbergCement keinen maßgeblichen Einfluss
hat. Eine Beteiligung hält Anteile an sogenannten
"Early-Stage-Investments", deren Bewertung auf Basis der
"IPEV Valuation Guideline" für Venture-Capital-Fonds
vorgenommen wird. Bei dieser Beteiligung erfolgt die
Bewertung ihres Beteiligungsportfolios insbesondere auf
Basis der letzten Finanzierungsrunden. Die
Fair-Value-Bewertung der weiteren Beteiligungen erfolgt
überwiegend anhand der Multiplikator-Methode. Hierbei
wird der anteilige Unternehmenswert auf Basis
unternehmensspezifischer Größen anhand von
EBITDA bzw. Umsatzmultiplikatoren ermittelt. Hinsichtlich
möglicher Unsicherheiten in Bezug auf die Ermittlung
des beizulegenden Zeitwerts dieser Finanzinvestitionen
verweisen wir auf die Erläuterungen auf Seite 185 im
Anhang des Geschäftsberichts 2021. In der
Berichtsperiode ergaben sich keine wesentlichen
Änderungen zu den dort gemachten Erläuterungen.
Der Anstieg im Geschäftsjahr in Höhe von 9,2 Mio
€ resultiert im Wesentlichen aus dem Zugang einer
Beteiligung in Höhe von 4,7 Mio € sowie
Kapitalzuführungen in Höhe von 4,6 Mio €.
Bei den "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert"
bewerteten Forderungen handelt es sich um Forderungen, die
im Rahmen von Factoring-Transaktionen zur
Veräußerung vorgesehen sind. Zur Ermittlung des
beizulegenden Zeitwerts werden überwiegend die Preise
für kürzlich stattgefundene Transaktionen
herangezogen.
Die derivativen Finanzinstrumente mit und ohne
Sicherungsbeziehungen umfassen Derivate wie Zins- und
Währungsderivate, Optionen für CO
2-Zertifikate sowie Energiederivate für
Strom, Kohle und Diesel. Die beizulegenden Zeitwerte werden
vom Markt abgeleitet oder anhand anerkannter
Bewertungsmethoden ermittelt. Hierbei werden insbesondere
Währungskurse, Zinskurven sowie Rohstoffpreise
verwendet, welche an den entsprechenden Märkten
beobachtbar sind und über Finanzdatenlieferanten
bezogen werden. Sofern bei langfristigen
Warentermingeschäften keine Marktpreise mehr
vorliegen, werden für die Bewertung die am Markt
vorhandenen Kurse extrapoliert.
Um die Klasse "Finanzinvestitionen erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert" auf den dazugehörigen
Bilanzposten überzuleiten, sind Beteiligungen an
Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten
Unternehmen von untergeordneter Bedeutung in Höhe von
49,6 (i.V.: 49,2) Mio € hinzuzurechnen. Die Klassen
"Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige
operative Forderungen" sowie "Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen und übrige operative
Verbindlichkeiten" sind ebenfalls nicht unmittelbar auf die
dazugehörigen Bilanzposten überleitbar, da diese
neben den finanziellen Vermögenswerten und
Verbindlichkeiten auch nicht-finanzielle
Vermögenswerte in Höhe von 1.617,7 (i.V.:
1.491,2) Mio € sowie nicht-finanzielle
Verbindlichkeiten in Höhe von 865,3 (i.V.: 806,1) Mio
€ enthalten. Für die Überleitung der Klasse
"Anleihen, Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten und übrige sonstige verzinsliche
Verbindlichkeiten" auf die dazugehörigen Bilanzposten
sind Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 1.053,0
(i.V.: 1.059,1) Mio € zu berücksichtigen.
Detaillierte Erläuterungen zur Vorgehensweise bei
der Fair-Value-Bewertung gemäß IFRS 13 finden
sich auf Seite 184 f. im Anhang des Geschäftsberichts
2021. Die Beurteilung, ob es bei finanziellen
Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die zum
beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, zu einem Transfer
zwischen den Stufen der Fair-Value-Hierarchie gekommen ist,
erfolgt jeweils zum Ende der Berichtsperiode. In der
abgelaufenen Berichtsperiode wurden keine Umgruppierungen
vorgenommen.
Im Berichtszeitraum ergaben sich neben den üblichen
Geschäftsbeziehungen keine berichtspflichtigen
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen.
Zum Abschlussstichtag bestehen Eventualverbindlichkeiten
in Höhe von 179,2 (i.V.: 176,8) Mio €, die im
Wesentlichen im Zusammenhang mit ertragsteuerlichen Risiken
stehen. Der Zeitpunkt der möglichen
Zahlungsmittelabflüsse für die
Eventualverbindlichkeiten ist unsicher, da sie von
unterschiedlichen externen Faktoren abhängen, die
außerhalb des Einflussbereichs von HeidelbergCement
liegen. Die Anwendung steuerlicher Regelungen kann zum
Zeitpunkt der Berechnung von
Steuererstattungsansprüchen und -verbindlichkeiten
ungeklärt sein. Bei der Berechnung der
Steuerpositionen ist die jeweils wahrscheinlichste
Anwendung zugrunde gelegt. Ungeachtet dessen kann die
Finanzverwaltung hierzu eine abweichende Auffassung
vertreten. Aus einer abweichenden Auffassung können
sich zusätzliche steuerliche Verbindlichkeiten
ergeben.
Berichtspflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
lagen nicht vor.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt wird, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Heidelberg, 28. Juli 2022
HeidelbergCement AG
Der Vorstand