Heidelberg Materials AGHeidelbergHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2025 bis zum 30.06.2025Halbjahresfinanzbericht Januar bis Juni 2025Umsatz +4,0 %10,4 Mrd € RCOBD +5,6%1.930 Mio € RCO +6,6%1.282 Mio € Ergebnis je Aktie +0,69€3,85€ Heidelberg Materials HalbjahresfinanzzahlenSehr gutes Ergebnis und Fortschritte bei Dekarbonisierung CO2-Emissionen -3,6 %↓ 510 kg spezifische Netto-CO2-Emissionen pro Tonne zementartigem Material (Scope 1) Ausblick 2025 bestätigtErgebnis des laufenden Geschäftsbetriebs (RCO) ↑ 3,25-3,55 Mrd € ROIC~ 10% CO2-Emissionen↓ leichte Reduktion Beschäftigte51.169 Personen beschäftigte Heidelberg Materials Ende Juni 2025 an fast 3.000 Standorten
in rund 50 Ländern Wesentliche Finanzkennzahlen
1)
Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Wechselkurseffekte. In den angegebenen Zahlen sind Konzernfunktionen, Überleitungen sowie Sonstige nicht
enthalten, sodass sie sich möglicherweise nicht genau zur ausgewiesenen Gesamtsumme
aufaddieren. KonzernzwischenlageberichtGrundlagen des KonzernsVeränderungen im BerichtszeitraumStrategie 2030Im Rahmen des diesjährigen Kapitalmarkttages in Brevik, Norwegen, stellte Heidelberg
Materials seine "Strategie 2030: Making a Material Difference" vor, in deren Zentrum
die folgenden sechs strategischen Säulen stehen: Material ImpactAufbauend auf einer starken Erfolgsbilanz mit profitablem Wachstum in den letzten
Jahren schaffen wir einen wesentlichen Mehrwert für unsere Kunden, unsere Aktionäre
und die Gesellschaft. Unique PositioningWir profitieren von globalen Trends und Wachstumschancen und sind perfekt positioniert,
um diese für nachhaltige Betonanwendungen zu nutzen. Radical FocusWir verfolgen eine disziplinierte Pure-Play-Strategie und konzentrieren uns auf unser
Kerngeschäft in Märkten mit hohem Wachstumspotenzial. Global AdvantageWeltweit setzen wir auf Nachhaltigkeit, Digitalisierung und technische Exzellenz.
Hierauf baut unser Erfolg in unseren Konzerngebieten und Geschäftsbereichen auf. Collective StrengthWir vereinen als bestes Team der Branche lokales Engagement und weltweite Innovationskraft.
Wir gestalten den Wandel aktiv mit und entwickeln uns durch den Austausch von Best-Practice
ständig weiter. Value CreationIn den kommenden Jahren werden wir unser Wachstum und unsere Rentabilität weiter steigern,
um für unsere Kunden und Aktionäre nachhaltigen Wert zu schaffen. Mittelfristige Ziele für 2030Nachdem wir unsere mittelfristigen Ziele für 2025 vorzeitig erreicht haben, erhöhen
wir unsere Ziele für die steuerungsrelevanten Leistungsindikatoren im Rahmen der neuen
Strategie 2030. Wir setzen uns erstmals ein mittelfristiges Wachstumsziel für das
Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs (RCO). Dieses sieht ein durchschnittliches
jährliches Wachstum von 7% bis 10 % bis zum Jahr 2030 vor. Für den ROIC (Return on
Invested Capital) erhöhen wir unser ursprüngliches Ziel von rund 10% auf rund 12%
bis 2030. Die spezifischen Netto-CO2-Emissionen wollen wir auf weniger als 400 kg CO2 pro Tonne zementartigem Material senken. Damit unterstreicht Heidelberg Materials
seinen Anspruch, Wertschöpfung und Nachhaltigkeit zu vereinen. Initiative Transformation AcceleratorDie im November 2024 angekündigte Initiative Transformation Accelerator hat in den
ersten sechs Monaten 2025 bereits mit deutlichen Einsparungen zum Ergebnis beigetragen. Der Schwerpunkt der Initiative liegt auf der Optimierung des Produktionsnetzwerks,
funktionsübergreifenden Effizienzsteigerungen sowie technischen Initiativen auf globaler
Ebene. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Optimierung des Klinker- und Zementnetzwerks
in Westeuropa. Durch den weltweit transparenten Ansatz mit einem klaren Fokus auf
Innovation und Effizienz leisten alle Konzernländer und Unternehmensebenen einen Beitrag. Vor dem Hintergrund der bisherigen positiven Erfahrungen im ersten Halbjahr ist Heidelberg
Materials überzeugt, bis Ende 2026 die angestrebten jährlichen Einsparungen in Höhe
von 500 Mio € zu erzielen. WirtschaftsberichtWirtschaftliches UmfeldDie Weltwirtschaft entwickelte sich im bisherigen Jahresverlauf insgesamt verhalten
und bleibt überschattet von der US-Zollpolitik. In den Industrieländern haben sich
die konjunkturellen Unterschiede weiter angeglichen, wobei die Dynamik in den USA
nach einer Phase robuster Entwicklung spürbar nachgelassen hat. In Europa setzte sich
die wirtschaftliche Erholung zunächst fort, verlor jedoch im zweiten Quartal 2025
an Schwung. In den Schwellenländern, insbesondere in China, blieb das Wachstum stabil, wenn auch
ohne die Dynamik früherer Jahre. Der Welthandel zeigte sich angesichts geopolitischer
Spannungen und anhaltender Unsicherheiten volatil mit nur leichten Zuwächsen. Die Arbeitsmärkte präsentieren sich insgesamt robust, wenngleich in einigen Regionen
- darunter Deutschland - die Beschäftigungsdynamik zuletzt stagnierte. Die Inflation
ist weltweit weiter rückläufig, was vor allem auf sinkende Energie- und Lebensmittelpreise
zurückzuführen ist. Dennoch bleibt der Preisdruck im Dienstleistungssektor bestehen,
was die Gesamtinflation auf einem moderaten Niveau hält. Die Geldpolitik wurde in vielen Ländern leicht gelockert, um die Konjunktur zu stützen.
Trotz dieser Maßnahmen bleibt das globale Wachstum durch geopolitische Risiken, Handelskonflikte
und strukturelle Unsicherheiten gedämpft. AbsatzentwicklungIm ersten Halbjahr 2025 entwickelten sich die Absatzmengen trotz der anhaltenden politischen
und wirtschaftlichen Unsicherheiten, teilweise widrigen Wetterbedingungen und unterschiedlichen
Entwicklungen in den einzelnen Konzerngebieten überwiegend leicht positiv. Die Zement- und Klinkerlieferungen des Konzerns lagen insgesamt leicht über dem Vorjahresniveau.
Während der Absatz im Konzerngebiet Europa leicht rückläufig war, verzeichnete Afrika-Mittelmeerraum-Westasien
eine deutliche Mengensteigerung. In Nordamerika und Asien-Pazifik lagen die Lieferungen
leicht über dem Vorjahresniveau. Die Zuschlagstofflieferungen nahmen insgesamt leicht zu. Einem leichten Mengenrückgang
in Nordamerika stand ein leichter Anstieg der Absatzmengen in Europa und Asien-Pazifik
gegenüber. In Afrika-Mittelmeerraum-Westasien konnte der Absatz im ersten Halbjahr
2025 kräftig erhöht werden. Die Transportbetonlieferungen waren leicht rückläufig, wobei Europa und Asien-Pazifik
lediglich leichte Mengenrückgänge und Nordamerika deutlich niedrigere Absatzmengen
als im Vorjahr verzeichneten. Demgegenüber standen signifikant höhere Lieferungen
in Afrika-Mittelmeerraum-Westasien. Die Asphaltlieferungen verzeichneten einen deutlichen Anstieg. Leicht rückläufige
Absatzmengen in Europa und Asien-Pazifik wurden durch stark steigende Lieferungen
in Nordamerika und Afrika-Mittelmeerraum-Westasien überkompensiert. Für eine detailliertere Beschreibung der regionalen Absatzentwicklung verweisen wir
auf den Abschnitt Geschäftsverlauf in den Konzerngebieten. ErtragslageDer Konzernumsatz stieg in den ersten sechs Monaten 2025 im Vergleich zum Vorjahr
um 4,0% auf 10.398 (i.V.: 9.994) Mio €. Konsolidierungskreisveränderungen lieferten
im ersten Halbjahr 2025 einen wesentlichen Wachstumsbeitrag von 355 Mio €. Daneben
wirkten die im Vorjahresvergleich höheren Preise in der Mehrheit der Konzerngebiete
umsatzsteigernd. Wechselkurseffekte belasteten den Umsatz um 64 Mio €. Ohne Berücksichtigung
von Konsolidierungskreis- und Wechselkurseffekten betrug der Anstieg 1,1%. Der Umsatzanteil
aus nachhaltigen Produkten des Geschäftsbereichs Zement belief sich auf 44,7%. Der Materialaufwand nahm in der Berichtsperiode um 2,2% auf 3.849 (i.V.: 3.767) Mio
€ zu. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungskreis- und Wechselkurseffekten lag
der Materialaufwand um 1,1% unter dem Vorjahresniveau. Dieser Rückgang resultierte
vor allem aus niedrigeren Aufwendungen für Treibstoffe. Die sonstigen betrieblichen
Aufwendungen erhöhten sich um 4,4% auf 3.183 (i.V.: 3.049) Mio €. Ohne Berücksichtigung
von Konsolidierungskreis- und Wechselkurseffekten betrug die Zunahme 1,4% und war
überwiegend auf höhere Frachtkosten zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge
stiegen um 2,5 % auf 266 (i.V.: 260) Mio €. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungskreis-
und Wechselkurseffekten war ein Rückgang um 4,7% zu verzeichnen. Der Personalaufwand
lag mit 1.768 (i.V.: 1.722) Mio € um 2,7% über dem Vorjahresniveau. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungskreis- und Wechselkurseffekten lag der Personalaufwand
um 0,4% unter dem Vorjahresniveau. Das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen
ging um 23,7% auf 75 (i.V.: 98) Mio € zurück. Angepasst um Konsolidierungskreis- und
Wechselkurseffekte betrug der Rückgang 19,9% und war vorrangig auf rückläufige Absatzmengen
bei den Joint Ventures Texas Lehigh Cement Company sowie Cement Australia zurückzuführen. Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor Abschreibungen (RCOBD) nahm um 5,6%
auf 1.930 (i.V.: 1.828) Mio € zu. Das Wachstum resultiert aus der positiven Preisentwicklung
sowie einem strikten Kostenmanagement im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Ohne Berücksichtigung
von Konsolidierungskreis- und Wechselkurseffekten betrug der Anstieg 3,1%. Die RCOBD-Marge,
das heißt das Verhältnis des Ergebnisses des laufenden Geschäftsbetriebs vor Abschreibungen
zum Umsatz, stieg um 27 Basispunkte auf 18,6(i.V.: 18,3)%. Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs (RCO) erhöhte sich um 6,6% auf 1.282
(i.V.: 1.202) Mio €. Veränderungen im Konsolidierungskreis verbesserten das Ergebnis
um 19 Mio €, Wechselkurseffekte belasteten das Ergebnis mit 1 Mio €. Bereinigt betrug
das Wachstum 5,2 %. Das zusätzliche ordentliche Ergebnis belief sich auf -96 (i.V.: -204) Mio € und enthält
im Wesentlichen Aufwendungen aus der Neubewertung unseres zuvor gehaltenen at Equity-Anteils
an Asment de Témara, Marokko, in Höhe von 43 Mio € und Restrukturierungsaufwendungen
in Höhe von 29 Mio €, die insbesondere im Zusammenhang mit der Transformation Accelerator
Initiative angefallen sind. Im Vorjahr wurde das Ergebnis wesentlich durch Restrukturierungs-
und Wertminderungsaufwendungen aufgrund von geplanten Werksschließungen in Europa
geprägt. Das Betriebsergebnis (Earnings before interest and taxes, EBIT) stieg insgesamt
um 188 Mio € auf 1.187 (i.V.: 998) Mio €. Das Finanzergebnis lag mit -108 (i.V.: -107) Mio € auf dem Vorjahresniveau. Das Ergebnis
vor Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen nahm um 187 Mio € auf 1.079 (i.V.:
892) Mio € zu. Die Aufwendungen für Ertragsteuern erhöhten sich insbesondere aufgrund des gestiegenen
Ergebnisses vor Steuern um 49 Mio € auf 312 (i.V.: 263) Mio €. Das Ergebnis nach Steuern
aus fortzuführenden Geschäftsbereichen nahm um 137 Mio € auf 767 (i.V.: 629) Mio €
zu. Insgesamt lag der Überschuss der Periode bei 759 (i.V.: 624) Mio €. Der den nicht
beherrschenden Anteilen zuzurechnende Überschuss erhöhte sich um 23 Mio € auf 73 (i.V.:
49) Mio €. Der den Aktionären der Heidelberg Materials AG zuzurechnende Überschuss
belief sich entsprechend auf 686 (i.V.: 574) Mio €. Das Ergebnis je Aktie gemäß IAS
33, das den Aktionären der Heidelberg Materials AG zuzurechnen ist, stieg um 0,69
€ auf 3,85 (i.V.: 3,16) €. Geschäftsverlauf in den KonzerngebietenEuropaDie Absatzmengen für das Konzerngebiet Europa im Geschäftsbereich Zement sind im Vergleich
zum Vorjahr leicht zurückgegangen. Die Bautätigkeit ist in vielen europäischen Ländern
weiter beeinträchtigt. Höhere Zinsen, Kaufkraftverluste und die stark gestiegenen
Baukosten, aber auch Einflüsse wie eine veränderte Neubauförderung oder Steuererhöhungen
wirkten sich dämpfend auf die Bauwirtschaft aus. Während insbesondere in Italien eine
positive Absatzentwicklung zu verzeichnen war, waren die Absatzmengen in den west-
und osteuropäischen Ländern des Konzerngebiets im Vergleich zum Vorjahr leicht bzw.
deutlich rückläufig. In Nordeuropa lagen sie auf Vorjahresniveau. Im Bereich Zuschlagstoffe entwickelte sich der Absatz im Vergleich zum Vorjahr leicht
positiv. In Nordeuropa wurde aufgrund von Infrastrukturprojekten ein deutliches Wachstum
erzielt. Während der Absatz in Osteuropa auf dem Vorjahresniveau lag, verzeichneten
wir in Süd- und Westeuropa ein leichtes Wachstum der Absatzmengen. Im Transportbetongeschäft lagen die Lieferungen leicht unter dem Vorjahresniveau.
In West- und Südeuropa blieben die Absatzmengen in etwa auf dem Vorjahresniveau, während
sie in Nordeuropa rückläufig waren. Der Absatz der Asphaltsparte in Großbritannien ging leicht zurück. Im Juni wurde im norwegischen Zementwerk Brevik die weltweit erste Anlage zur CO2-Abscheidung und -Speicherung im industriellen Maßstab in der Zementindustrie eröffnet.
Weiterhin wurde in Polen eine Pilotanlage in Betrieb genommen, die im ReConcrete-Verfahren
rezyklierten Zementstein verarbeitet (siehe Abschnitt Nachhaltigkeitsaktivitäten). Der Umsatz des Konzerngebiets Europa nahm um 3,7 % auf 4.740 (i.V.: 4.573) Mio € zu;
ohne Berücksichtigung von Konsolidierungskreis- und Wechselkurseffekten lag er auf
Vorjahresniveau. In allen Konzernländern konnten die Verkaufspreise erhöht werden. Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor Abschreibungen nahm um 6,6% auf 861
(i.V.: 808) Mio € zu; auf vergleichbarer Basis betrug die Zunahme 3,8 %. Das Ergebnis
des laufenden Geschäftsbetriebs lag mit 586 (i.V.: 551) Mio € um 6,3 % über dem Vorjahr;
ohne Berücksichtigung von Konsolidierungskreis- und Wechselkurseffekten belief sich
das Wachstum auf 5,4%. NordamerikaIm Vergleich zum Vorjahr ist der Zement- und Klinkerabsatz unserer nordamerikanischen
Werke in den ersten sechs Monaten 2025 leicht gestiegen. Während der Absatz in der
Region Mittlerer Westen weiterhin spürbar von der jüngsten Kapazitätserhöhung im Zementwerk
Mitchell profitierte, verzeichneten die Regionen Nordost und Nordwest einen leichten
bzw. moderaten Mengenrückgang. Infolge der Übernahme von Giant Cement, die im April
2025 abgeschlossen wurde, stiegen die Lieferungen in der Region Südost deutlich. Die Zuschlagstofflieferungen nahmen insgesamt leicht ab. Aufgrund der gesunkenen Bautätigkeit
sowie ungünstiger Wetterbedingungen gingen die Absatzmengen in den Regionen Nordwest
leicht und Mittlerer Westen sowie Südost deutlich zurück. In der Region Nordost stiegen
die Lieferungen deutlich aufgrund der Übernahme von Highway Materials und Carver Sand
& Gravel, die beide im zweiten Halbjahr 2024 erworben wurden. Die Lieferungen in der
Region Südwest stiegen aufgrund der im Juli 2024 abgeschlossenen Akquisition von Victory
Rock moderat. In der Transportbetonsparte gingen die Lieferungen aufgrund der schwächeren Baukonjunktur
und widriger Wetterbedingungen in allen Regionen deutlich zurück. Der Asphaltabsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der Übernahme von Highway
Materials stark an. Der Zementabsatz unseres Joint Ventures Texas Lehigh Cement war deutlich rückläufig. Der Umsatz in Nordamerika lag mit 2.471 (i.V.: 2.403) Mio € um 2,9 % über dem Vorjahresniveau;
ohne Berücksichtigung von Konsolidierungskreis- und Wechselkurseffekten sank der Umsatz
um 2,5%. In allen Geschäftsbereichen in Nordamerika konnten im ersten Halbjahr 2025
die Preise erhöht werden. Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor Abschreibungen nahm um 0,9% auf 519
(i.V.: 524) Mio € ab; auf vergleichbarer Basis belief sich der Rückgang auf 4,6%.
Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs ging um 3,7% auf 337 (i.V.: 350) Mio
€ zurück; auf vergleichbarer Basis betrug der Rückgang 6,0 %. Asien-PazifikIm ersten Halbjahr 2025 nahm der Zement- und Klinkerabsatz im Konzerngebiet Asien-Pazifik
leicht zu. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungskreiseffekten - insbesondere der
Akquisition des Flugascheanbieters ACE Group in Malaysia im Mai 2024 - lagen die Lieferungen
auf dem Vorjahresniveau. In Indien übertrafen unsere Zement- und Klinkerlieferungen im ersten Halbjahr das
Vorjahresniveau leicht. Darin spiegelt sich eine moderate Verbesserung der intensiven
Wettbewerbssituation in Zentral- und Südindien gegenüber dem Vorjahr wider. In Thailand
wirkte sich die Erholung der inländischen Zementnachfrage positiv auf die Lieferungen
unserer Werke aus, was zu einem leichten Absatzwachstum führte. In Indonesien ging
der Absatz in den ersten sechs Monaten leicht zurück. Grund dafür war die schwache
Inlandsnachfrage, insbesondere nach Losezement, aufgrund gesunkener Ausgaben für Infrastrukturprojekte.
Das herausfordernde makroökonomische Umfeld in Bangladesch und die daraus resultierende
geßringe Bautätigkeit führten zu einem leichten Rückgang des Zementabsatzes. Im Geschäftsbereich Zuschlagstoffe lagen unsere Lieferungen leicht über dem Vorjahresniveau.
Indonesien verzeichnete einen starken Anstieg der Lieferungen, nachdem es im Vorjahr
mit operativen Kapazitätsproblemen konfrontiert war. In Malaysia erholten sich die
Absatzmengen in den ersten sechs Monaten leicht. In Australien beeinträchtigte unbeständiges
Wetter unseren Absatz, der auf dem Vorjahresniveau blieb. Die Transportbetonlieferungen gingen leicht zurück. In Thailand lagen die Absatzmengen
aufgrund einer rückläufigen Marktnachfrage signifikant unter dem Vorjahresniveau.
In Indonesien wirkte sich die Verlangsamung der Bauaktivitäten insbesondere bei Infrastrukturprojekten
deutlich negativ auf den Absatz aus. Unsere Lieferungen in Malaysia gingen aufgrund
von Projektverzögerungen, intensivem Wettbewerb und nassem Wetter leicht zurück. Australien
verzeichnete eine leichten Absatzanstieg, begünstigt durch die Übernahme des Betongeschäfts
der Elvin Group im Dezember 2024. Die Asphaltlieferungen waren leicht rückläufig. Belastet durch verschärften Wettbewerb,
nasse Wetterbedingungen und Verzögerungen bei Projektanfängen lagen die Lieferungen
in Malaysia leicht unter dem Vorjahresniveau. Die Absatzmengen in Australien waren
aufgrund ungünstiger Wetter- und Marktbedingungen moderat rückläufig. In China nahmen die Zementlieferungen unserer Gemeinschaftsunternehmen in den Provinzen
Guangdong und Shaanxi deutlich ab. In Australien verzeichnete unser Joint Venture
Cement Australia einen leichten Mengenrückgang. Der Umsatz des Konzerngebiets Asien-Pazifik sank um 2,4% auf 1.650 (i.V.: 1.691) Mio
€; ohne Berücksichtigung von Konsolidierungskreis- und Wechselkurseffekten betrug
der Rückgang 0,8%. Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor Abschreibungen stieg um 3,0% auf
278 (i.V.: 270) Mio €; auf vergleichbarer Basis betrug die Zunahme 4,1 %. Das Ergebnis
des laufenden Geschäftsbetriebs stieg um 5,9 % auf 160 (i.V.: 151) Mio €. Dies entspricht
einem Anstieg von 6,5 % auf vergleichbarer Basis. Afrika-Mittelmeerraum-WestasienDer Zement- und Klinkerabsatz des Konzerngebiets Afrika-Mittelmeerraum-Westasien lag
im ersten Halbjahr 2025 deutlich über dem Vorjahresniveau. Die Bauaktivitäten verbesserten
sich aufgrund positiver Marktentwicklungen in fast allen Konzernländern. Die Anlage zur Herstellung von kalziniertem Ton mit unserem Partner CBI Ghana wurde
im Mai 2025 in Betrieb genommen (siehe Abschnitt Nachhaltigkeitsaktivitäten). Durch
die Fertigstellung neuer Solaranlagen in Marokko nutzen wir verstärkt erneuerbare
Energien. Weitere Anlagen in Marokko und Tansania sind im Bau und werden bereits bestehende
Anlagen ergänzen. Durch die Übernahme von Asment de Témara in Marokko im Juni 2025
und dem damit verbundenen Zugang zu einer Anlage für alternative Brennstoffe können
Synergien mit unseren bestehenden Werken genutzt und der Einsatz alternativer Brennstoffe
erhöht werden (siehe Abschnitt Portfolio-Optimierung). Die Transportbetonsparte konnte im ersten Halbjahr 2025 deutliche Absatzzuwächse im
Vergleich zum Vorjahr aufweisen. Auch die Zuschlagstoff- und Asphaltlieferungen legten
kräftig zu. Bei unserem türkischen Joint Venture Akpansa ging der Zement- und Klinkerabsatz im
ersten Halbjahr 2025 aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Lage leicht zurück, der Anstieg
der Klinkerexporte konnte den Rückgang jedoch abschwächen. Auch die Transportbetonlieferungen
lagen im ersten Halbjahr 2025 stark unter dem Vorjahresniveau, wohingegen die Zuschlagstofflieferungen
kräftig gestiegen sind. Der Umsatz des Konzerngebiets Afrika-Mittelmeerraum-Westasien stieg insbesondere aufgrund
einer positiven Preisentwicklung um 21,1% auf 1.261 (i.V.: 1.041) Mio €; ohne Berücksichtigung
von Konsolidierungskreis- und Wechselkurseffekten nahm der Umsatz um 18,7 % zu. Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor Abschreibungen erhöhte sich um 34,1
% auf 309 (i.V.: 231) Mio €; auf vergleichbarer Basis verbesserte es sich um 30,4%.
Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs stieg um 50,2% auf 250 (i.V.: 167) Mio
€; auf vergleichbarer Basis stieg das Ergebnis um 45,3%. KonzernserviceDer Bereich Konzernservice umfasst hauptsächlich die Aktivitäten von Heidelberg Materials
Trading -einer der weltweit größten Handelsgesellschaften für die internationale Beschaffung,
den Transport und Verkauf von Zement, Klinker und Klinkerersatzstoffen sowie für fossile
und alternative Brennstoffe auf dem Seeweg. Das Handelsvolumen von Heidelberg Materials Trading nahm im ersten Halbjahr 2025 deutlich
zu, maßgeblich getrieben durch die gestiegene Nachfrage nach Klinker- und Zementprodukten. Der Umsatz des Bereichs Konzernservice erhöhte sich um 0,8 % auf 705 (i.V.: 699) Mio
€. Die leichte Erhöhung ist auf niedrigere Preise für Brennstoffe und konventionelle
Produkte zurückzuführen. Durch schwächere weltweite Nachfrage verschärfte sich der
Wettbewerb. Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor Abschreibungen sank um 6,0 % auf
21 (i.V.: 23) Mio €. Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs nahm um 6,5% auf
21 (i.V.: 22) Mio € ab. KapitalflussrechnungDer Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit erhöhte sich im ersten Halbjahr
2025 um 59 Mio € auf 115 (i.V.: 56) Mio €. Der Cashflow lag mit 1.420 Mio € (i.V.:
1.424) auf dem Vorjahresniveau. Dank eines konsequenten Working Capital Managements
lag die Veränderung des Working Capital mit -1.145 (i.V.: -1.264) Mio € um 119 Mio
€ unter dem Wert der Vorjahresberichtsperiode, während die Auszahlungen aus dem Verbrauch
von Rückstellungen um 54 Mio € auf 147 (i.V.: 93) Mio € stiegen. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit nahm um 554 Mio € auf 1.198 (i.V.:
644) Mio € zu. Dies ist im Wesentlichen auf die zahlungswirksamen Investitionen zurückzuführen,
die um 537 Mio € auf 1.286 (i.V.: 749) Mio € stiegen. Die Investitionen in Sachanlagen
und immaterielle Vermögenswerte abzüglich erhaltener Zuschüsse beliefen sich dank
anhaltender Investitionsdisziplin auf 430 (i.V.: 434 Mio) €. Die Auszahlungen für
den Erwerb von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten abzüglich übernommener
liquider Mittel in Höhe von 827 (i.V.: 288) Mio € entfielen in der Berichtsperiode
im Wesentlichen auf den Erwerb von Giant Cement Holding Inc., USA, sowie auf den Erwerb
der ausstehenden Anteile an unserem bisherigen assoziierten Unternehmen Asment de
Témara, Marokko. In der Vorjahresberichtsperiode betrafen die Auszahlungen im Wesentlichen
den Erwerb der Mick George Group und der B&A Group in Großbritannien sowie der ACE
Group in Malaysia. Die zahlungswirksamen Desinvestitionen betrugen 88 (i.V.: 105)
Mio €. Aus der Finanzierungstätigkeit ergab sich in der Berichtsperiode ein Mittelabfluss
in Höhe von 754 (i.V.: 850) Mio €. Die Fortsetzung der progressiven Dividendenpolitik
bei der Heidelberg Materials AG führte zu einer Dividendenzahlung in Höhe von 589
(i.V.: 546) Mio €. Die Dividendenzahlungen an nicht beherrschende Anteile erhöhten
sich um 11 Mio € auf 59 (i.V.: 48) Mio €. Die zweite Tranche des Aktienrückkaufprogramms
2024-2026 der Heidelberg Materials AG führte in der Berichtsperiode zu Auszahlungen
für den Erwerb eigener Aktien in Höhe von insgesamt 71 Mio €. In der Vorjahresperiode
wurden im Rahmen der ersten Tranche eigene Aktien in Höhe von 90 Mio€ zurückgekauft.
Der Liquiditätsabfluss aus der Netto-aufnahme/-tilgung von Anleihen und Krediten sowie
der Veränderung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 35 (i.V.: 154)
Mio € beinhaltet die Emission einer Anleihe mit einem Volumen von 750 Mio € und von
Commercial Paper in Höhe von 383 Mio € sowie die Tilgung einer Anleihe in Höhe von
1 Mrd € und von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 138 Mio €. Im Vorjahresberichtszeitraum
sind hierunter im Wesentlichen Mittelzuflüsse aus der Emission einer Anleihe mit einem
Volumen von 700 Mio €, die Tilgung einer Anleihe in Höhe von 750 Mio € sowie von Leasingverbindlichkeiten
in Höhe von 113 Mio € ausgewiesen. BilanzDie Bilanzsumme verminderte sich zum 30. Juni 2025 gegenüber dem 31. Dezember 2024
um 2.637 Mio € auf 34.664 (i.V.: 37.302) Mio €. Die nachfolgenden Erläuterungen beschreiben die wesentlichen Veränderungen der Bilanzposten. Die immateriellen Vermögenswerte sanken um 177 Mio € auf 9.243 (i.V.: 9.420) Mio €.
Bereinigt um negative Währungseffekte von 736 Mio € ergab sich ein Anstieg von 559
Mio €, der insbesondere auf die vorläufigen Geschäfts- oder Firmenwerte der Unternehmenserwerbe
von Giant Cement Holding Inc., USA, und Asment de Témara, Marokko, zurückzuführen
ist. Die Sachanlagen verringerten sich um 797 Mio € auf 14.004 (i.V.: 14.801) Mio €. Bereinigt
um negative Währungseffekte von 871 Mio € ergab sich ein Anstieg von 74 Mio €. Hierbei
standen Zugängen aus Unternehmenserwerben von 202 Mio € und sonstigen Sachanlagenzugängen
von 550 Mio € im Wesentlichen Abschreibungen von 618 Mio € sowie Abgänge in Höhe von
46 Mio € gegenüber. Die Finanzanlagen reduzierten sich um 366 Mio € auf 2.353 (i.V.: 2.719) Mio €. Bereinigt
um negative Währungseffekte von 186 Mio € ergab sich ein Rückgang von 180 Mio €, der
überwiegend auf den Unternehmenserwerb der bisher als assoziiertes Unternehmen bilanzierten
Gesellschaft Asment de Témara in Marokko zurückzuführen ist. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahmen insbesondere saisonbedingt um
519 Mio € auf 2.628 (i.V.: 2.109) Mio € zu. Die liquiden Mittel sanken um 1.895 Mio
€ auf 1.326 (i.V.: 3.220) Mio €. Die Veränderung der liquiden Mittel wird in der Kapitalflussrechnung
dargestellt. Auf der Passivseite sank das Eigenkapital um 1.799 Mio € auf 18.176 (i.V.: 19.975)
Mio €. Der Überschuss der Periode betrug 759 Mio €. Die Währungsumrechnungsrücklage
verminderte sich um 1.610 Mio €, insbesondere aufgrund der starken Abwertung des US-Dollar
gegenüber dem Euro. In der Berichtsperiode wurden im Rahmen der zweiten Tranche des
Aktienrückkaufprogramms 2024-2026 eigene Aktien in Höhe von 71 Mio € erworben. Die
Dividendenzahlungen an Aktionäre der Heidelberg Materials AG beliefen sich auf 589
Mio €. Die Dividenden an nicht beherrschende Anteile betrugen 113 Mio €, von denen
zum 30. Juni 2025 59 Mio € ausgezahlt wurden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahmen im Wesentlichen saisonbedingt
um 413 Mio € auf 2.876 (i.V.: 3.289) Mio € ab. Die Nettofinanzschulden stiegen um 1.904 Mio € auf 7.197 (i.V.: 5.293) Mio €. Der
dynamische Verschuldungsgrad, also das Verhältnis von Nettofinanzschulden zum Ergebnis
des laufenden Geschäftsbetriebs vor Abschreibungen der letzten zwölf Monate, lag Ende
Juni 2025 bei 1,56x (Ende Juni 2024: 1,57x). Entwicklung der SteuerungskennzahlenNeben dem Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs gehören der Return on Invested
Capital (ROIC) sowie die spezifischen Netto-CO2-Emissionen zu unseren Steuerungskennzahlen. Der ROIC wird planmäßig einmal jährlich zum Ende des Geschäftsjahres berichtet. Eine
quartalsweise Erhebung wird nicht vorgenommen. Die spezifischen Netto-CO2-Emissionen haben sich im ersten Halbjahr 2025 im Vergleich zum 30. Juni 2024 um 3,6
% auf 510 kg pro Tonne zementartigem Material verringert. Insbesondere die Reduktion
des Klinkerfaktors sowie die Erhöhung der alternativen Brennstoffrate führten zu einem
geringeren CO2-Ausstoß. Portfolio-OptimierungHeidelberg Materials hat im Januar 2025 eine Vereinbarung über die Veräußerung seiner
Mehrheitsbeteiligung von 91% an Cimenterie de Lukala SA in der Demokratischen Republik
Kongo unterzeichnet. Die Transaktion umfasst ein integriertes Zementwerk in Lukala,
nahe der Hauptstadt Kinshasa. Der Verkauf ist Teil der laufenden Portfolio-Optimierung
von Heidelberg Materials, die sich auf das Kerngeschäft in vielversprechenden Marktpositionen
konzentriert. Am 1.April 2025 hat Heidelberg Materials North America die Übernahme von Giant Cement
Holding Inc. und deren Tochtergesellschaften Giant Cement Company, Dragon Products
Company und Giant Resource Recovery abgeschlossen. Die Giant Cement Holding Inc. ist
ein Zementhersteller an der Ostküste der USA mit Fokus auf den Einsatz von aus Abfällen
gewonnenen alternativen Brennstoffen. Die Transaktion umfasst im Südosten der USA
ein Zementwerk in Harleyville, South Carolina, vier zugehörige Zementterminals in
Georgia und South Carolina sowie ein im Rahmen eines Joint Ventures betriebenes Tiefsee-Importterminal
in Savannah, Georgia. In der Region New England gehören ein Zement- und Schlacketerminal
in Newington, New Hampshire, sowie ein Tiefsee-Importterminal in Boston, Massachusetts,
dazu. Darüber hinaus kommt mit Giant Resource Recovery ein Recyclingunternehmen für
alternative Brennstoffe mit vier strategisch günstig gelegenen Anlagen im Osten der
USA hinzu. Mit der Übernahme baut Heidelberg Materials seine Präsenz in den Wachstumsmärkten
im Südosten der USA und in der Region New England weiter aus und erweitert gleichzeitig
sein Angebot im Bereich Kreislaufwirtschaft. Weiterhin hat Heidelberg Materials im April 2025 einen Kaufvertrag über den Erwerb
des Transportbetongeschäfts des australischen Familienunternehmens Midway Concrete
abgeschlossen. Das Unternehmen betreibt vier Betonwerke in den Großräumen Melbourne
und Geelong. Diese Akquisition ergänzt die bestehenden Beton- und Steinbruchaktivitäten
von Heidelberg Materials in Melbourne und stärkt die integrierte Marktposition in
dieser Region. Die Transaktion wurde im Juli 2025 abgeschlossen. Darüber hinaus wurden die im September 2024 angekündigten Übernahmen von Asment de
Témara und Grabemaro am 30.Juni 2025 abgeschlossen. Die Transaktion umfasst den Erwerb
von weiteren 63% der Anteile an dem Zement- und Transportbetonunternehmen Asment de
Témara, das bereits als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen
wird, und den Erwerb von 100% der Anteile an dem Zuschlagstoffhersteller Grabemaro
durch Ciments du Maroc, der Tochtergesellschaft von Heidelberg Materials in Marokko.
Mit dieser Investition erweitert Ciments du Maroc seine Aktivitäten im Norden Marokkos
um ein Zementwerk, zwei Produktionsstätten für Zuschlagstoffe und acht Transportbetonwerke. Ergänzend zu diesen Aktivitäten hat Heidelberg Materials sein Engagement für nachhaltige
Produkte und Kreislaufwirtschaft in Nordamerika ausgeweitet. Im Juni 2025 wurde ein
Kaufvertrag über den Erwerb von Vermögenswerten von Concrete Crushers Inc. unterzeichnet,
einem Betonrecyclingunternehmen in Calgary, Kanada. Die Transaktion umfasst eine Anlage
für recycelte Zuschlagstoffe im Südosten von Calgary und ein Abbruchgeschäft auf Vertragsbasis
mit vier mobilen Anlagen. FinanzierungIm ersten Halbjahr 2025 hat die Heidelberg Materials AG eine Anleihe in Höhe von 1
Mrd € planmäßig zur Fälligkeit zurückgezahlt. Heidelberg Materials hat über seine Finanzierungsgesellschaft Heidelberg Materials
Finance Luxembourg S.A. am 21. Mai 2025 im Rahmen des 10 Mrd € EMTN-Programms eine
Anleihe mit einem Emissionsvolumen in Höhe von 750 Mio € und einer Laufzeit bis 2030
begeben. Die über diese Anleihe finanzierten Mittel werden für allgemeine Unternehmenszwecke,
einschließlich der Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten, verwendet. DividendenbekanntmachungFür das Geschäftsjahr 2024 hat die Hauptversammlung am 15. Mai 2025 eine Dividende
in Höhe von 3,30 € je Aktie (i.V.: 3,00 €) beschlossen; dies entspricht einer Steigerung
um 10%. Die Gesamtausschüttung beträgt damit 589 Mio €. Zweite Tranche des Aktienrückkaufprogramms gestartetUm seine Aktionäre über die progressive Dividendenpolitik hinaus am Unternehmenserfolg
teilhaben zu lassen, hat Heidelberg Materials im vergangenen Jahr ein neues Aktienrückkaufprogramm
aufgelegt. Das Programm mit einem Gesamtvolumen von bis zu 1,2 Mrd € umfasst drei
Tranchen und hat eine Laufzeit bis Ende 2026. Im Rahmen der ersten Tranche wurden
vom 23. Mai bis zum 25. November 2024 insgesamt rund 3,6 Mio eigene Aktien zu einem
Gesamtpreis (einschließlich Erwerbsnebenkosten) von rund 350 Mio € über die Börse
erworben. Sämtliche eigenen Aktien aus der ersten Tranche wurden am 24. Februar 2025
unter Herabsetzung des Grundkapitals eingezogen. Das Grundkapital der Heidelberg Materials
AG beträgt seither 535.292.280 € und ist in 178.430.760 Stückaktien eingeteilt. Die zweite Tranche mit einem geplanten Volumen von bis zu 450 Mio € startete am 5.
Juni 2025 und soll bis spätestens 15. Dezember 2025 abgeschlossen werden. Bis zum
25.Juli 2025 wurden insgesamt rund 0,7 Mio eigene Aktien zu einem Gesamtpreis von
rund 138,9 Mio € über die Börse erworben. NachhaltigkeitsaktivitätenIm ersten Halbjahr 2025 erzielte Heidelberg Materials bedeutende Fortschritte im Bereich
Nachhaltigkeit. Im Januar wurden die CO2-Reduktionsziele 2050 von der Science Based Targets initiative (SBTi) validiert und
stehen - wie die Ziele für 2030 - im Einklang mit dem Corporate Net Zero Standard
und einem 1,5 °C-Zielpfad. Ebenfalls im Januar erfolgte die Aufnahme in den Dow Jones
Sustainability Index (DJSI) Europe, was unsere herausragenden Ergebnisse im S&P Global
Corporate Sustainability Assessment widerspiegelt. Die neue Strategie 2030 "Making a Material Difference" wurde im Mai 2025 veröffentlicht
und definiert ambitioniertere Ziele im Bereich der Nachhaltigkeit (siehe Kapitel Grundlagen
des Konzerns). Bis zum Jahr 2030 strebt Heidelberg Materials nun an, die CO2-Emissionen
auf unter 400 kg pro Tonne zementartigem Material zu senken. Gleichzeitig soll der
Anteil nachhaltiger Produkte am Gesamtumsatz auf über 50% steigen. Darüber hinaus
ist vorgesehen, den Einsatz alternativer Brennstoffe auf über 50 % zu erhöhen und
den Klinkerfaktor auf 64% zu begrenzen. Gemeinsam mit unserem Partner CBI, Ghana, haben wir im Mai den Bau eines industriellen
Flash-Kalzinators für Ton abgeschlossen. Die Anlage kann jährlich über 400.000 Tonnen
kalzinierten Ton produzieren. Mit den ersten Auslieferungen wurde bereits begonnen.
Dieses Material stellt insbesondere in westafrikanischen Ländern mit begrenzten Kalksteinvorkommen
eine Alternative zu herkömmlichem Klinker dar. Sein Einsatz erhöht die regionale Unabhängigkeit
von Importen und ermöglicht eine Reduktion des CO2-Fußabdrucks um bis zu 40 % im Endprodukt. Mit der feierlichen Eröffnung der CCS (CO2-Abschei-dung und -Speicherung)-Anlage im
norwegischen Brevik im Juni 2025 hat Heidelberg Materials einen Meilenstein bei der
Dekarbonisierung der Zementindustrie und der nachhaltigen Transformation im Bausektor
erreicht. Brevik CCS ist Teil des Longship-Projekts der norwegischen Regierung, das
Europas erste integrierte CCS-Wertschöpfungskette aus "hard-to-abate" Industrien realisiert.
Brevik CCS soll jährlich 50% der Emissionen des Werks, rund 400.000 Tonnen CO2, abscheiden.
Dabei wird jede abgeschiedene Tonne CO2 transparent erfasst. In der Folge wird Heidelberg
Materials die Auslieferung von evoZero® Carbon Captured Net-Zero-Zement an Kunden
in Europa starten. Anfang Juli 2025 hat Heidelberg Materials in Görazdze, Polen, eine großtechnische
Pilotanlage zur gezielten Karbonatisierung in Betrieb genommen. Die Anlage setzt auf
das patentierte ReConcrete-Verfahren, das Kreislaufwirtschaft und die Nutzung von
rezycliertem Zementstein (RCP) miteinander verbindet, um den CO2-Fußabdruck von Zement
und Beton deutlich zu reduzieren. BeschäftigteDie Zahl der Beschäftigten von Heidelberg Materials auf Basis von Köpfen lag Ende
des ersten Halbjahrs 2025 bei 51.169 beziehungsweise 50.766 (i.V.: 51.726) FTE1). Konzernweit wurden im Rahmen der Initiative Transformation Accelerator sowie durch
damit verbundene Effizienzsteigerungen strukturelle Veränderungen vorgenommen, die
zu einer Anpassung von rund 2.070 FTE führten. Gleichzeitig konnten durch gezielte
Akquisitionen rund 1.100 FTE gewonnen werden (siehe Abschnitt Portfolio-Optimierungen). PrognoseveränderungsberichtAusblick 2025Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognose leicht nach oben korrigiert
und erwartet in seiner jüngsten Prognose vom Juli 2025 ein weltweites Wirtschaftswachstum
von 3,0 % für das laufende Jahr und von 3,1 % für 2026. Die globale wirtschaftliche Erholung dürfte damit positiver als bisher vorhergesagt
verlaufen. Dies spiegelt die vorgezogene Einführung von Zöllen, niedrigere effektive
Zollsätze, bessere finanzielle Bedingungen und eine fiskalische Expansion in einigen
wichtigen Ländern wider. Der IWF betont jedoch zugleich die zunehmenden Risiken für
die Weltwirtschaft, insbesondere durch Handelszölle, geopolitische Spannungen und
politische Unsicherheiten. Diese Entwicklungen könnten die Handelskosten erhöhen,
Lieferketten belasten und die Inflation erneut anheizen. Trotz eines Rückgangs der globalen Inflation auf voraussichtlich 4,2% im Jahr 2025
(nach 5,6% im Vorjahr) bleibt das Zinsniveau in vielen Ländern hoch. Die Zentralbanken
agieren weiterhin vorsichtig, um die Preisstabilität zu sichern. In den Schwellenländern wird ein solides Wachstum erwartet, während die Industrieländer
mit einer verhaltenen Konjunkturentwicklung konfrontiert sein dürften. Für den Euroraum
prognostiziert der IWF ein Wachstum von 1,0%, für Deutschland ein minimales Plus von
0,1%. Die USA sollen mit 1,9% weiterhin eine robuste Entwicklung zeigen - gestützt
durch staatliche Investitionen und eine starke Binnenkonjunktur. Das Marktumfeld im Bausektor bleibt angespannt. Laut Euroconstruct wird das Bauvolumen
in Europa 2025 um lediglich 0,3 % zunehmen. Hauptursache ist die anhaltende Schwäche
im Wohnungsneubau, die durch hohe Baukosten, Zinsen und staatliche Haushaltsdefizite
verstärkt wird. Auch der Hochbau bleibt unter Druck. Im Gegensatz dazu wird für den
Tiefbau ein leichter Anstieg erwartet, insbesondere durch Investitionen in Infrastrukturprojekte. In den USA wird die Baukonjunktur vom amerikanischen Zementverband American Cement
Association (ACA) insgesamt als robust eingeschätzt, auch wenn sich die Dynamik in
einzelnen Bereichen unterscheidet. Im Wohnungsbau wird - getragen von sinkenden Zinsen,
moderater Inflation und anhaltender Nachfrage nach Wohnraum - eine Erholung und im
Industriebau ein moderates Wachstum erwartet. Die Bautätigkeit dürfte weiterhin von
staatlichen Programmen profitieren, insbesondere durch Investitionen in Verkehrsnetze,
Energieversorgung und digitale Infrastruktur. Prognose der bedeutsamsten LeistungsindikatorenNach Abschluss der ersten sechs Monate 2025 geht Heidelberg Materials weiter davon
aus, dass sich die Nachfrage im Bausektor auf globaler Ebene auf niedrigem Niveau
stabilisieren sollte, auch wenn die Inflation und anhaltend hohe Finanzierungskosten
vor allem den Wohnungsbau weiter beeinträchtigen dürften. Wir erwarten unverändert,
dass die Kostenentwicklung auf den Energie- und Rohstoffmärkten volatil bleibt. Im
Fokus stehen daher weiterhin Preisanpassungen und ein striktes Kostenmanagement. Wie im Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2024 veröffentlicht, rechnet der Vorstand
für das Geschäftsjahr 2025 mit einem Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs (RCO)
zwischen 3,25 und 3,55 Mrd €. Der ROIC wird bei rund 10 % erwartet. Für die spezifischen Netto-CO2-Emissionen pro Tonne zementartigem Material rechnet der Vorstand mit einer weiteren
leichten Reduzierung im Vergleich zu 2024. Risiko- und ChancenberichtAls einer der weltweit führenden Hersteller von Baumaterialien und -lösungen ist Heidelberg
Materials aufgrund seiner internationalen Geschäftstätigkeit zahlreichen Risiken und
Chancen ausgesetzt. Die Risikopolitik von Heidelberg Materials orientiert sich an
der Unternehmensstrategie, die sich sowohl auf nachhaltigen Werterhalt als auch auf
die Steigerung des Unternehmenswerts konzentriert. Ein funktionsfähiges Risiko- und
Chancenmanagementsystem dient dazu, diese Risiken und Chancen frühzeitig zu identifizieren,
sie systematisch zu bewerten und einzugrenzen. Der Risikomanagementprozess stellt
damit ein zentrales Element der wertorientierten Unternehmensführung dar. Risiken und Chancen werden bei Heidelberg Materials mithilfe integrierter Planungs-
und Steuerungssysteme konzernweit überwacht und gesteuert. Solange sich die Risiken
im Rahmen der rechtlichen und ethischen Grundsätze unternehmerischen Handelns bewegen
und die damit verbundenen Chancen in einem ausgewogenen Verhältnis stehen, werden
sie als akzeptabel eingestuft. Die unmittelbare Verantwortung, Risiken und Chancen
frühzeitig zu erkennen und wahrzunehmen, obliegt dem operativen Management in den
Konzernländern sowie den zentralen Konzernabteilungen. Die Risiken und Chancen werden
in der jährlich erstellten operativen Planung erfasst und im Rahmen der monatlichen
internen Finanzberichterstattung verfolgt. Risiken und Chancen, die sich im Geschäftsjahr 2025 und auf absehbare Zeit danach
auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich auswirken könnten, sind
ausführlich im Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2024 im Kapitel Risiko- und Chancenbericht
dargestellt. Der Konflikt zwischen Israel und dem Iran führte im ersten Halbjahr 2025 zu einem
temporären Anstieg der Ölpreise, die nach dem Waffenstillstand jedoch wieder sanken.
Im zweiten Halbjahr 2025 könnten erneute geopolitische Entwicklungen im Nahen Osten
sowie mögliche Eskalationen in angrenzenden Regionen die Ölpreise abermals beeinflussen.
Kurzfristig bestehen Strompreisrisiken durch mögliche Hitzewellen und Abschaltungen
flusswassergekühlter Kernkraftwerke, vor allem in Frankreich und der Schweiz. Für
den Winter bleiben Erdgas- und Strompreise wetter- und kraftwerksabhängig unsicher.
Seit dem Frühjahr hat sich der Ausblick für das Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr
2025 leicht verbessert. Obwohl die Inflation weltweit tendenziell sinkt, bleibt diese
weiterhin hoch. Es bestehen aktuell nennenswerte Unsicherheiten, die das Wachstum
beeinträchtigen könnten, wie geopolitische Spannungen und mögliche Handelskonflikte.
Wir stufen dies als ein allgemeines Risiko mit möglicher Auswirkung auf den Konzern
und gegebenenfalls raschem Eintritt ein. In der ganzheitlichen Betrachtung von Einzelrisiken sowie der Gesamtrisikoposition
sind aus heutiger Sicht keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Wir weisen darauf hin, dass dieser Halbjahresfinanzbericht zukunftsgerichtete Aussagen
enthält, die auf den derzeit verfügbaren Informationen sowie den gegenwärtigen Annahmen
und Prognosen der Unternehmensleitung von Heidelberg Materials beruhen. Solche Aussagen
sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet und können daher deutlich
von der tatsächlich eintretenden Entwicklung abweichen. Heidelberg Materials übernimmt
keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, die in diesem Halbjahresfinanzbericht
gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren. KonzernzwischenabschlussGewinn- und Verlustrechnung des Konzernsscroll
Gesamtergebnisrechnung des Konzernsscroll
Kapitalflussrechnung des Konzernsscroll
Bilanz des KonzernsAktivascroll
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Passivascroll
Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzernsscroll
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Segmentberichterstattung / Anhangscroll
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1)
Konzernfunktionen / Überleitung beinhaltet:a) Innenumsätze = Eliminierung von konzerninternen
Verflechtungen zwischen den Segmentenb) das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs
vor Abschreibungen/Abschreibungen von Konzernfunktionenc) das zusätzliche ordentliche
Ergebnis und das Betriebsergebnis Anhang zum KonzernzwischenabschlussBilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDer Konzernzwischenabschluss der Heidelberg Materials AG zum 30. Juni 2025 wurde auf
Basis des IAS 34 (Interim Financial Reporting) aufgestellt. Es wurden alle zum Abschlussstichtag
verbindlichen International Financial Reporting Standards (IFRS) einschließlich der
Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) angewendet, die durch
die EU-Kommission in europäisches Recht übernommen wurden. In Einklang mit den Regelungen des IAS 34 wurde ein im Vergleich zum Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2024 verkürzter Berichtsumfang mit ausgewählten Anhangangaben gewählt.
Die bei der Erstellung des Konzernzwischenabschlusses angewendeten Bilanzierungs-
und Bewertungsgrundsätze entsprechen grundsätzlich denen des Konzernabschlusses zum
31. Dezember 2024. Detaillierte Erläuterungen finden sich auf den Seiten 212 f. im
Anhang des Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichts 2024, der die Grundlage für diesen
Zwischenabschluss darstellt. In Übereinstimmung mit IAS 34 wurden die Aufwendungen für Ertragsteuern in der Berichtsperiode
auf Basis des Steuersatzes abgegrenzt, der für das gesamte Geschäftsjahr erwartet
wird. Der Konzernzwischenabschluss unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Anwendung neuer RechnungslegungsstandardsFür den Konzernzwischenabschluss wurden die folgenden Änderungen zu bestehenden Standards
des IASB erstmalig angewendet:
Diese neue Regelung hatte keine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
des Konzerns. Saisonabhängigkeit des GeschäftsDie Produktion und der Verkauf von Baustoffen sind aufgrund regionaler Witterungsverhältnisse
saisonabhängig. Insbesondere in unseren wichtigen Märkten in Europa und Nordamerika
wirken sich die Wintermonate auf die Geschäftszahlen im ersten und vierten Quartal
mit niedrigeren Absätzen und Ergebnissen aus, während diese in den wärmeren Monaten
des zweiten und dritten Quartals höher ausfallen. DevisenkurseDie nachfolgende Tabelle enthält die wichtigsten Devisenkurse, die bei der Umrechnung
der Einzelabschlüsse in fremder Währung Anwendung fanden. Devisenkursescroll
Unternehmenszusammenschlüsse in der BerichtsperiodeAm 1.April 2025 hat Heidelberg Materials 100% der Anteile an der Giant Cement Holding
Inc., Harleyville, USA, und deren Tochtergesellschaften erworben. Giant Cement Holding
Inc. ist ein Zementhersteller an der Ostküste der USA mit Fokus auf den Einsatz abfallbasierter
Sekundärbrennstoffe. Die Übernahme umfasst ein Zementwerk, fünf Zementterminals, zwei
Tiefsee-Importterminals, von denen eines im Rahmen eines Joint Ventures betrieben
wird, und ein Recyclingunternehmen für alternative Brennstoffe. Mit dem Erwerb baut
Heidelberg Materials seine Präsenz in den USA weiter aus und erweitert gleichzeitig
sein Angebot im Bereich Kreislaufwirtschaft. Der vorläufige Kaufpreis in Höhe von
588,4 Mio €, der üblichen nachträglichen Kaufpreisanpassungen unterliegt, wurde in
bar bezahlt. Der vorläufig erfasste Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 343,3 Mio
€ repräsentiert Synergie- und Wachstumspotenziale und ist steuerlich abzugsfähig.
Die Kaufpreisallokation ist vorläufig, da insbesondere die Bewertung der Sachanlagen
noch nicht abgeschlossen ist. Am 30. Juni 2025 hat unsere 51% Tochtergesellschaft Ciments du Maroc S.A., Casablanca,
Marokko, 62,62% der Anteile an Asment de Témara S.A. ("Asment"), einem Zement- und
Transportbetonhersteller, mit Sitz in Temara, Marokko, und deren Tochtergesellschaft
erworben. Die Geschäftstätigkeiten der erworbenen Beteiligungen umfassen ein Zementwerk
und acht Transportbetonwerke. Mit der Investition stärkt Heidelberg Materials seine
Unternehmenspräsenz in Marokko. Durch diese Transaktion hat Heidelberg Materials,
das bereits 37,01% der Anteile an Asment hielt, die Kontrolle über die Gesellschaft
erlangt und mit Wirkung zum 30. Juni 2025 vollkonsolidiert. Die Anschaffungskosten
des Unternehmenszusammenschlusses setzen sich aus dem beizulegenden Zeitwert des zuvor
gehaltenen Eigenkapitalanteils an Asment in Höhe von 126,5 Mio € sowie dem Kaufpreis
der neu erworbenen Anteile in Höhe von 214,0 Mio € zusammen. Aufgrund der Neubewertung
des zuvor gehaltenen Anteils an Asment entstand ein Verlust in Höhe von 42,7 Mio €,
der in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen erfasst wurde. Der Verlust resultiert
im Wesentlichen aus einem niedrigeren Kaufpreis, der auf die starke Abwertung des
USD gegenüber dem Euro seit dem 31. Dezember 2024 sowie Bewertungsanpassungen von
Rohstoffreserven zurückzuführen ist. Die nicht beherrschenden Anteile in Höhe von
-84,5 Mio € wurden mit dem anteiligen beizulegenden Zeitwert des identifizierbaren
Nettovermögens bewertet. Der vorläufig erfasste Geschäfts- oder Firmenwert, der steuerlich
nicht abzugsfähig ist, beträgt 189,8 Mio €. Die Kaufpreisallokation ist noch ausstehend. Die nachfolgende Tabelle zeigt die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte
und Schulden zum Erwerbszeitpunkt. Vorläufige beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt (Berichtsperiode)scroll
Im Rahmen der Unternehmenszusammenschlüsse wurden Forderungen mit einem beizulegenden
Zeitwert in Höhe von 52,9 Mio € erworben. Hierbei handelt es sich um Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen in Höhe von 46,3 Mio € sowie sonstige operative Forderungen
in Höhe von 6,6 Mio €. Vom Bruttobetrag der vertraglichen Forderungen in Höhe von
54,8 Mio € werden voraussichtlich 1,9 Mio € uneinbringlich sein. Die Unternehmenszusammenschlüsse haben seit dem Erwerb 77,5 Mio € zu den Umsatzerlösen
und 5,1 Mio € zum Überschuss der Periode beigetragen. Wären die Erwerbe bereits zum
1. Januar 2025 erfolgt, wären die Umsatzerlöse um 116,5 Mio € und der Überschuss der
Periode um 9,7 Mio € höher ausgefallen. Im Zusammenhang mit den oben beschriebenen
Unternehmenszusammenschlüssen sind Nebenkosten in Höhe von 3,0 Mio € angefallen, die
in den zusätzlichen ordentlichen Aufwendungen erfasst wurden. Darüber hinaus hat Heidelberg Materials in der Berichtsperiode weitere Unternehmenszusammenschlüsse
vorgenommen, die für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter
Bedeutung waren. Unternehmenszusammenschlüsse in der VorjahresperiodeMit Wirkung zum 1. Mai 2024 hat Heidelberg Materials 100% der Anteile an der ACE Group
erworben. Die ACE Group ist ein Anbieter von pulverisierter Flugasche in Malaysia
und umfasst drei Geschäftseinheiten, die entlang der Wertschöpfungskette tätig sind:
ACE Greencemt Venture (M) Sdn Bhd, ein Anbieter pulverisierter Flugasche für die malaysische
Baustoffindustrie; Asas Asia (M) Sdn Bhd, ein Verarbeiter von Kohleasche; und AGP
Logistics (M) Sdn Bhd, ein Logistikunternehmen mit 20 Silofahrzeugen. Mit dem Erwerb
der ACE Group stärkt Heidelberg Materials die Zirkularität innerhalb der Wertschöpfungskette
in Südostasien und setzt die Reduzierung des CO2-Fuß-abdrucks in einem weiteren wichtigen Markt fort. Der Kaufpreis in Höhe von 70,6
Mio € setzt sich aus einer Barzahlung in Höhe von 35,6 Mio € und einer Verbindlichkeit
für eine bedingte Gegenleistung mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 35,0
Mio € zusammen. Die bedingte Gegenleistung ist abhängig von der Verlängerung eines
Liefervertrags und vom Verbleib des Geschäftsführers. Sie bemisst sich an einem vom
EBITDA der Gesellschaften der Jahre 2026 und 2027 abgeleiteten Wert und wurde auf
Basis von Wahrscheinlichkeiten ermittelt. Die Bandbreite der Ergebnisse (nicht abgezinst)
liegt zwischen 0 € und 58,1 Mio €. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 51,3
Mio € repräsentiert Synergie- und Wachstumspotenziale und ist steuerlich nicht abzugsfähig. Am 3.Mai 2024 hat Heidelberg Materials 100% der Anteile an der Mick George Limited,
Cambridgeshire, Großbritannien, sowie deren Tochtergesellschaften ("Mick George Group")
erworben. Die Mick George Group ist auf Massenaushub- und Erdbau-Dienste, Abbrucharbeiten
und die umweltschonende Abfallbeseitigung spezialisiert. Recycling-Dienstleistungen
sowie die Lieferung von Zuschlagstoffen und Beton ergänzen das Portfolio. Die Gruppe
betreibt vier Recyclinganlagen, neun Abfallumschlagstationen, vierzehn Abbaustätten
für Zuschlagstoffe und zehn Transportbetonwerke. Mit dem Erwerb stärkt Heidelberg
Materials sein Angebot an zirkulären Materialien und erweitert sein Portfolio um eine
umfangreiche Recyclingplattform. Damit wird die Entwicklung innovativer Technologien
zur Aufbereitung und Aufwertung von Abfällen als Wertstoff im Baukreislauf unterstützt.
Der Kaufpreis in Höhe von 208,0 Mio € wurde in bar bezahlt. Der Vertrag beinhaltet
zudem bedingte Zahlungen an die Veräußerer, die an deren fortgesetzte Beschäftigung
geknüpft sind und daher als separate Transaktion behandelt werden. Da die Zahlungen
Arbeitsleistungen nach dem Zusammenschluss vergüten, werden sie als Personalaufwand
über den vereinbarten Dienstzeitraum erfasst. Die Kaufpreisallokation wurde im April
2025 abgeschlossen. Im Vergleich zu den zum 31. Dezember 2024 berichteten Werten ergab
sich im Wesentlichen eine Erhöhung der Rückstellungen um 18,0 Mio € sowie eine Verringerung
der Sachanlagen um 5,2 Mio €, denen eine Verringerung der passiven latenten Steuern
um 5,2 Mio € gegenübersteht. Der endgültige Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von
164,6 Mio € repräsentiert Synergie- und Wachstumspotenziale und ist steuerlich nicht
abzugsfähig. Des Weiteren hat Heidelberg Materials im Rahmen der Strategie, natürliche Rohstoffe
zu schonen und die Kreislaufwirtschaft durch Recycling sowie die Wiederverwendung
und die Verringerung des Einsatzes von Primärrohstoffen zu fördern, am 17. Mai 2024
je 100 % der Anteile an Bristol & Avon Group Limited und Balla Homes Ltd, Bristol,
Großbritannien, sowie deren Tochtergesellschaften ("B&A Group") erworben. Die B&A
Group ist eines der führenden Unternehmen für die Wiederaufbereitung von Erdaushub
und Zuschlagstoffen im Südwesten Englands. Die B&A Group ist auf die Lieferung von
rezyklierten und primären Zuschlagstoffen sowie auf Baustellenräumung, Erdarbeiten,
Bodensanierung und nachhaltige Bodenregeneration spezialisiert. Der Kaufpreis in Höhe
von 62,9 Mio € setzt sich aus einer Barzahlung in Höhe von 61,5 Mio € sowie einer
Verbindlichkeit für eine bedingte Gegenleistung mit einem beizulegenden Zeitwert in
Höhe von 1,9 Mio € zusammen. Die bedingte Gegenleistung bemisst sich am EBITDA der
Gesellschaften bis zum 30. Mai 2026 und wurde auf Basis von Wahrscheinlichkeiten ermittelt.
Die Bandbreite der Ergebnisse (nicht abgezinst) liegt zwischen 0 € und 6,4 Mio €.
Der Vertrag beinhaltet zudem bedingte Zahlungen an die Veräußerer, die an deren fortgesetzte
Beschäftigung geknüpft sind und daher als separate Transaktion behandelt werden. Da
die Zahlungen Arbeitsleistungen nach dem Zusammenschluss vergüten, werden sie als
Personalaufwand über den vereinbarten Dienstzeitraum erfasst. Die Kaufpreisallokation
wurde im April 2025 abgeschlossen. Im Vergleich zu den zum 31. Dezember 2024 berichteten
Werten ergab sich im Wesentlichen eine Verringerung der immateriellen Vermögenswerte
in Höhe von 5,3 Mio €. Der endgültige Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 27,4
Mio € repräsentiert Synergie- und Wachstumspotenziale und ist steuerlich nicht abzugsfähig. Die nachfolgende Tabelle zeigt die beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und
Schulden zum Erwerbszeitpunkt. Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt (Vorjahresperiode)scroll
Darüber hinaus hat Heidelberg Materials in der Vorjahresperiode weitere Unternehmenszusammenschlüsse
vorgenommen, die für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter
Bedeutung waren. Desinvestitionen in der BerichtsperiodeHeidelberg Materials hat in der Berichtsperiode keine wesentlichen Desinvestitionen
vorgenommen, die für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Bedeutung
sind. Desinvestitionen in der VorjahresperiodeIm Rahmen des Programms zur Portfolio-Optimierung hat Heidelberg Materials im Dezember
2023 mit verschiedenen regionalen Transportspezialisten Vereinbarungen zum Verkauf
seines französischen Zementtransportgeschäfts Tratel S.a.s. unterzeichnet. Die Transaktionen
wurden im ersten Quartal 2024 abgeschlossen. Die Verkaufspreise betrugen insgesamt
26,6 Mio € und wurden jeweils in bar entrichtet. Aus der Veräußerung resultierte ein
Gewinn in Höhe von insgesamt 5,3 Mio €, der im Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs
ausgewiesen wurde. Aufgrund wettbewerbsrechtlicher Auflagen im Zusammenhang mit der Akquisition der Mick
George Group hat Heidelberg Materials am 3. Mai 2024 fünf Transportbetonstandorte
und zwei Zuschlagstoffsteinbrüche veräußert. Die Zahlung der Verkaufspreise in Höhe
von insgesamt 23,4 Mio € ist im zweiten Halbjahr 2024 erfolgt. Aus der Veräußerung
resultierte zum 30. Juni 2024 ein Gewinn in Höhe von insgesamt 5,5 Mio €, der im Ergebnis
des laufenden Geschäftsbetriebs ausgewiesen wurde. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vermögenswerte und Schulden zum Veräußerungszeitpunkt. Vermögenswerte und Schulden zum Veräußerungszeitpunkt (Vorjahresperiode)scroll
Darüber hinaus hat Heidelberg Materials in der Vorjahresperiode weitere Desinvestitionen
vorgenommen, die für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter
Bedeutung waren. Umsatzentwicklung nach Konzerngebieten und Geschäftsbereichenscroll
scroll
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert)scroll
Geschäfts- oder FirmenwerteGeschäfts- oder Firmenwerte werden im Heidelberg Materials Konzern grundsätzlich einmal
jährlich im vierten Quartal nach Fertigstellung der operativen Dreijahresplanung oder
bei Anzeichen für einen möglichen Wertminderungsbedarf einem Wertminderungstest gemäß
IAS 36 (Impairment of Assets) unterzogen. Im Rahmen dieser Wertminderungsprüfung wird
der Buchwert einer Gruppe von Zahlungsmittel generierenden Einheiten (CGU), denen
ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, mit dem erzielbaren Betrag dieser Gruppe
von CGUs verglichen. Zum 30. Juni 2025 hat das Management geprüft, ob neue Anzeichen
für einen Wertminderungsbedarf vorliegen. Aus der Überprüfung ergab sich keine Notwendigkeit
für eine Wertminderung. Eigenkapitalveränderungsrechnung AktienrückkaufprogrammAm 21. Februar 2024 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen,
ein neues Aktienrückkaufprogramm mit einem Gesamtvolumen von bis zu 1,2 Mrd € (ohne
Erwerbsnebenkosten) und einer Laufzeit bis spätestens Ende 2026 aufzulegen. Es ist
vorgesehen, den Aktienrückkauf in drei Tranchen durchzuführen. Das Unternehmen hat
bereits die erste Tranche zum 25. November 2024 erfolgreich abgeschlossen und insgesamt
rund 3,6 Mio Aktien zu einem Gesamtpreis von rund 350 Mio € zurückgekauft. Sämtliche
eigenen Aktien aus der ersten Tranche wurden am 24. Februar 2025 unter Herabsetzung
des Grundkapitals um 10,9 Mio € eingezogen. Das Grundkapital der Heidelberg Materials
AG beträgt nach Durchführung der Einziehung der Aktien und Kapitalherabsetzung 535.292.280
€ und ist in 178.430.760 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem auf die einzelne
Aktie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von 3,00 € eingeteilt. Die zweite Tranche hat am 5. Juni 2025 begonnen. Bis zum Abschlussstichtag wurden
396.529 Aktien zu einem Gesamtpreis von 71,2 Mio € (ohne Erwerbsnebenkosten) erworben. Der Bestand eigener Aktien zum 30. Juni 2025 ergibt sich aus der folgenden Übersicht: Eigene Aktienscroll
WährungsumrechnungsrücklageDie Veränderung der Währungsumrechnungsrücklage um 1.609,9 Mio € ist im Wesentlichen
auf die Abwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro zurückzuführen. DividendenIm Geschäftsjahr wurden an die Aktionäre der Heidelberg Materials AG Dividenden in
Höhe von 588,8 Mio € (3,30 € je Aktie) gezahlt. PensionsrückstellungenDie versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die erfolgsneutral im sonstigen
Ergebnis erfasst werden, wurden auf Basis der zum Abschlussstichtag gültigen Zinssätze
für die wesentlichen Länder ermittelt. Zum 30.Juni 2025 ergaben sich insgesamt Gewinne
aus der Neubewertung in Höhe von 15,2 Mio €. Hierin enthalten sind versicherungsmathematische
Gewinne in Bezug auf die Pensionsverpflichtungen in Höhe von 42,9 Mio €, die auf einen
leichten Anstieg des gewichteten Rechnungszinssatzes zurückzuführen sind, sowie Verluste
aus der Neubewertung des Planvermögens in Höhe von 27,7 Mio €. Angaben zu FinanzinstrumentenDie folgende Tabelle zeigt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte für die einzelnen
Klassen der Finanzinstrumente sowie die Fair-Value-Hierarchien der Vermögenswerte
und Schulden, die in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Buchwerte und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumentenscroll
Bei den Finanzinvestitionen in Stufe 1 wird der beizulegende Zeitwert anhand der am
Abschlussstichtag veröffentlichten Kursnotierungen bestimmt. Die Finanzinvestitionen in Stufe 3 enthalten Beteiligungen, auf die Heidelberg Materials
keinen maßgeblichen Einfluss hat. Die Fair-Value-Bewertung erfolgt überwiegend anhand
der Multiplikator-Methode. Hierbei wird der anteilige Unternehmenswert auf Basis unternehmensspezifischer
Größen anhand von EBITDA bzw. Umsatzmultiplikatoren ermittelt. Die erfolgswirksame
Neubewertung wird im Ergebnis aus sonstigen Beteiligungen ausgewiesen. Hinsichtlich
möglicher Unsicherheiten in Bezug auf die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts dieser
Finanzinvestitionen verweisen wir auf die Erläuterungen auf Seite 255 im Anhang des
Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichts 2024. In der Berichtsperiode ergaben sich keine
wesentlichen Änderungen zu den dort gemachten Erläuterungen. Bei den Forderungen in Stufe 2 handelt es sich um Forderungen, die im Rahmen von Factoring-Transaktionen
zur Veräußerung vorgesehen sind. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts werden
überwiegend die Preise für kürzlich stattgefundene Transaktionen herangezogen. Bei den liquiden Mitteln in Stufe 1 handelt es sich um hochliquide Geldmarktfonds,
deren beizulegender Zeitwert durch die Multiplikation der Anteile mit der Kursnotierung
am Abschlusstag bestimmt wurde. Die derivativen Finanzinstrumente mit und ohne Sicherungsbeziehungen in Stufe 2 umfassen
Zins-, Währungs- und Energiederivate. Die Bewertung erfolgt mittels anerkannter finanzmathematischer
Modelle auf Basis beobachtbarer Input-Parameter. Bei den derivativen Finanzinstrumenten
mit Sicherungsbeziehungen in Stufe 3 handelt es sich um eingebettete Derivate aus
langfristigen Stromlieferverträgen von Solar- und Windkraftanlagen. Die beizulegenden
Zeitwerte werden durch die Abzinsung der künftig erwarteten Zahlungsströme ermittelt,
die wesentlich von zukünftigen Strommarktpreisen bestimmt werden. Um die Klasse "Finanzinvestitionen erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" auf
den dazugehörigen Bilanzposten überzuleiten, sind Beteiligungen an Tochterunternehmen,
Joint Ventures und assoziierten Unternehmen von untergeordneter Bedeutung in Höhe
von 78,6 (i.V.: 68,5) Mio € hinzuzurechnen. Die Klassen "Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige Forderungen" sowie "Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen und übrige operative Verbindlichkeiten" sind ebenfalls nicht unmittelbar
auf die dazugehörigen Bilanzposten überleitbar, da diese neben den finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten auch nicht-finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 1.399,3 (i.V.:
1.308,8) Mio € sowie nicht-finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 813,7 (i.V.:
775,3) Mio € enthalten. Für die Überleitung der Klasse "Anleihen, Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten und übrige sonstige Finanzverbindlichkeiten" auf die dazugehörigen
Bilanzposten sind Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 1.097,1 (i.V.: 1.143,6) Mio
€ zu berücksichtigen. Detaillierte Erläuterungen zur Vorgehensweise bei der Fair-Value-Bewertung gemäß IFRS
13 finden sich auf Seite 255 f. im Anhang des Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichts
2024. Die Beurteilung, ob es bei finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten,
die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, zu einem Transfer zwischen den Stufen
der Fair-Value-Hierarchie gekommen ist, erfolgt jeweils zum Ende der Berichtsperiode.
In der abgelaufenen Berichtsperiode wurden keine Umgruppierungen vorgenommen. Angaben zu nahestehenden Unternehmen und PersonenIm Berichtszeitraum ergaben sich neben den üblichen Geschäftsbeziehungen keine berichtspflichtigen
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen. EventualverbindlichkeitenZum Abschlussstichtag bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 187,2 (i.V.:
173,4) Mio €, die im Wesentlichen im Zusammenhang mit ertragsteuerlichen Risiken stehen.
Der Zeitpunkt der möglichen Zahlungsmittelabflüsse für die Eventualverbindlichkeiten
ist unsicher, da sie von unterschiedlichen externen Faktoren abhängen, die außerhalb
des Einflussbereichs von Heidelberg Materials liegen. Die Anwendung steuerlicher Regelungen
kann zum Zeitpunkt der Berechnung von Steuererstattungsansprüchen und -verbindlichkeiten
ungeklärt sein. Bei der Berechnung der Steuerpositionen ist die jeweils wahrscheinlichste
Anwendung zugrunde gelegt. Ungeachtet dessen kann die Finanzverwaltung hierzu eine
abweichende Auffassung vertreten. Aus einer abweichenden Auffassung können sich zusätzliche
steuerliche Verbindlichkeiten ergeben. Ereignisse nach dem BilanzstichtagAm 4. Juli 2025 hat Heidelberg Materials den Erwerb des Transportbetongeschäfts des
australischen Familienunternehmens Midway Concrete abgeschlossen. Alle Bedingungen
für den Abschluss der Transaktion wurden nach Erhalt der behördlichen Genehmigungen
erfüllt. Das Unternehmen betreibt vier Betonwerke in Laverton, Craigieburn, Melton
und Lara in Australien. Mit der Akquisition ergänzt Heidelberg Materials die bestehenden
Beton- und Steinbruchaktivitäten in Melbourne und stärkt die integrierte Marktposition
in Australien. Der Kaufpreis beträgt 55,4 Mio € und wurde in bar entrichtet. Die erstmalige
Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses war bis zur Veröffentlichung des Halbjahresfinanzberichts
unvollständig. Für die Erstellung der weiteren Angaben nach IFRS 3 Paragraph B64 lagen
noch keine Bewertungen vor. Versicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt wird, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. Heidelberg, 31. Juli 2025 Heidelberg Materials AG Der Vorstand |
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