HOCHTIEF Aktiengesellschaft

Essen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Jahresabschluss 31.12.2010

Aus Visionen Werte schaffen.

Geschäftsbericht 2010

Informationen für die Aktionäre

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionäre,

im Geschäftsjahr 2010 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführungsmaßnahmen überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand informierte ihn in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig, umfassend und zeitnah über alle wesentlichen Aspekte der Geschäftsentwicklung, bedeutende Geschäftsvorfälle sowie die aktuelle Ertragssituation einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements.

Der Aufsichtsrat kam zu vier ordentlichen und zwei außerordentlichen Sitzungen zum Thema Übernahmeangebot (eine davon im Februar 2011) zusammen. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben während ihrer Amtszeit an mindestens der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Der Aufsichtsrat hat die nach Gesetz und Satzung erforderlichen Beschlüsse gefasst. Die Entscheidungen wurden auf Grundlage der Berichterstattung und der Beschlussvorschläge des Vorstands getroffen. Über Projekte und Vorgänge von besonderer Bedeutung oder Dringlichkeit wurde der Aufsichtsrat außerhalb von Sitzungen zeitnah informiert. Sofern nötig, wurden Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand über die Aufsichtsratssitzungen hinaus mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt und hat sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert.

Erneut waren die Auswirkungen der nach wie vor bestehenden weltweiten Finanzmarktkrise zentrales Thema der Beratungen. Neben der allgemeinen Entwicklung konzentrierte sich der Aufsichtsrat dabei auf die speziellen Auswirkungen der Finanzkrise in Griechenland (Steuerpolitik, unter anderem Dividendenbesteuerung mit ihren Auswirkungen auf die dort bestehenden PPP-Projekte), in den USA (Auftragseingang) und in Australien, wo neben einer deutlichen Erholung der Bau- und Rohstoffmärkte ein nach wie vor krisenhafter Projektentwicklungsmarkt existiert. Erfreulich ist, dass trotz dieser Tendenzen eine hervorragende Auftragslage im Konzern zu verzeichnen ist. Im Vordergrund der Aussprache standen in diesem Zusammenhang zudem die Optimierung der finanziellen Kapazitäten unter den Gesichtspunkten Planungssicherheit und Liquiditätssicherung sowie die Wechselkursentwicklung von Euro, US-Dollar und australischem Dollar.

Im Rahmen einer Strategiediskussion beschäftigte sich der Aufsichtsrat unter anderem mit der Entwicklung des Baumarkts in Deutschland, auf dem es keine Erholungstendenzen gab. Zudem wurde die weitere Internationalisierung unter differenzierten Marktstrategien, zum einen bezüglich des Rohstoffbereichs (USA, Kanada) und zum anderen bezüglich des Einstiegs in neue Märkte, wie zum Beispiel Kanada (erste PPP-Projekte) und Indien (erste Joint Ventures) diskutiert, wobei auch die Berücksichtigung von Corporate Governance und Compliance eine wesentliche Rolle spielte. Weiteres Kernthema war der Ausbau des Energiemarkts als weltweiter Trend, insbesondere hinsichtlich der erneuerbaren Energien (Offshore, Offshore-Windkraft). Intensiv beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Neustrukturierung des Konzerns im Rahmen der Neuformierung des Unternehmensbereichs HOCHTIEF Europe für eine gemeinsame Europastrategie. Insoweit wurde der Schwerpunkt auf eine Vereinfachung der Konzernstruktur zur Erzielung größerer Schlagkraft sowie auf eine Stärkung der unternehmerischen Handlungsfreiheit auf der operativen Ebene bei Kostensynergien und Einsparungspotenzialen gelegt. Übergeordnet wurde hierbei die HOCHTIEF-Holding verschlankt, um sich auf strategische Konzernaufgaben zu konzentrieren.

Neben Wettbewerbsanalysen beriet der Aufsichtsrat schwerpunktmäßig, wie in den Vorjahren, die Margenentwicklung und ihre zu differenzierenden Grundlagen durch die unterschiedlichen Geschäftsmodelle in den USA (Construction-Management), Australien (Geschäftsbereich Contract-Mining) und Europa (originäres Baugeschäft); dies gilt auch für die mittelfristige Unternehmensplanung (integrierter Strategie- und Finanzplanungsprozess, wertorientierte Steuerungselemente, RONA).

Ausgelöst durch den Rücktritt des Aufsichtsratsvorsitzenden, Herrn Dr. Martin Kohlhaussen, und die Wahl von Herrn Detlev Bremkamp als Nachfolger zu Beginn des Jahres, befasste sich der Aufsichtsrat erneut mit den Plänen und Absichten des Großaktionärs ACS Actividades de Construcción y Servicios, S.A. (ACS). Dieser Prozess setzte sich im Rahmen des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots von ACS in der zweiten Jahreshälfte intensiv fort. Zur Schaffung einer schnelleren Reaktionsmöglichkeit, zur Gewährleistung einer erhöhten Vertraulichkeit und zur Vermeidung der Beeinflussung von Entscheidungen des Aufsichtsrats durch etwaige Interessenkonflikte gründete der Aufsichtsrat einen Ad-hoc-Ausschuss, der sich detailliert mit dem Übernahmeangebot auseinandersetzte und den Gesamtaufsichtsrat unterrichtete. Wesentliche Themen waren dabei die gemeinsamen Stellungnahmen von Vorstand und Aufsichtsrat zum Übernahmeangebot gemäß § 27 WpÜG, zu denen der Ad-hoc-Ausschuss auch externe Berater zuzog, sowie die Absichten von ACS, was Art und Höhe des Angebotspreises, das Umtauschangebot in ACS-Aktien sowie die Auswirkungen der Annahme/Nichtannahme des Übernahmeangebots für die Gesellschaft, die Arbeitnehmer und die Aktionäre betraf. Ausführlich erörtert wurden in diesem Zusammenhang die Change-of-Control-Klauseln in Kredit-, Kunden-, Projekt- und Beteiligungsverträgen sowie deren Bedeutung in den Vorstandsverträgen.

Im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung in Höhe von 9,99 Prozent, die vor dem Hintergrund notwendig wurde, dass durch das Übernahmeangebot eine geplante und vom Aufsichtsrat bereits genehmigte Anleihe nicht mehr am Markt platziert werden konnte, wurde auch die Liquiditätsversorgung, die sich im geplanten Rahmen hielt, intensiv diskutiert. Aufgrund der Zeichnung der Kapitalerhöhung durch die Qatar Holding LLC floss dem Unternehmen nicht nur Liquidität zu, sondern es verbinden sich damit weitere strategische Vorteile in Katar und der gesamten Region.

Weiter hat sich der Aufsichtsrat ausführlich mit dem Vergütungssystem für den Vorstand, seiner Struktur und der Gesamtvergütung befasst.

Regelmäßige Beratungspunkte im Unternehmensbereich Americas waren die Marktstabilisierung im Hochbau (erst im Jahr 2011 wird mit einer Marktbelebung im amerikanischen Hochbau gerechnet) mit der Folge einer Verbesserung der Auftragsentwicklung sowie die solide Entwicklung im Tiefbau, wo die Aufträge der öffentlichen Hand durch das Wirtschaftsprogramm der US-Regierung deutlich angestiegen sind. Der Aufsichtsrat konnte sich davon überzeugen, dass diese Tendenzen das operative Geschäft bei Turner positiv beeinflussten und zu einer weiteren Margenverbesserung führten. Positiv begleitet hat der Aufsichtsrat den Markteintritt im Bereich Tief- und Ingenieurbau in New York durch den Erwerb der Gesellschaft E.E. Cruz, mit dem ergänzende Kompetenzen zu Flatiron gesichert werden sollen. Zentrales Thema waren auch die unterschiedlichen Geschäftsmodelle des Construction-Managements (Turner) und des Tiefbau-Self-Performers (Flatiron) mit den hieraus resultierenden unterschiedlichen Risikoprofilen und den erzielbaren Renditen. Erfreut zeigte sich der Aufsichtsrat in diesem Zusammenhang über das hohe Verantwortungsbewusstsein bei Flatiron. Zusätzlich zu den eigenen Maßnahmen hat Flatiron das Risikomanagementsystem von HOCHTIEF übernommen. Weitere Themen waren das signifikant erhöhte Bonding-Volumen und der mögliche Einfluss eines Change-of-Control durch das Übernahmeangebot von ACS.

Im Unternehmensbereich Asia Pacific erörterte der Aufsichtsrat die robuste Wirtschaftsentwicklung, die durch Konjunkturprogramme in Australien und Hongkong sowie die anhaltend hohe Nachfrage nach Rohstoffen gestützt wird. Diese Tendenzen werden sich auch 2011 fortsetzen. Nach wie vor existieren jedoch Schwierigkeiten auf dem Immobilienmarkt, wo sich nur langsam Besserung abzeichnet. Ausführlich befasste sich der Aufsichtsrat sowohl mit der guten operativen Geschäftsentwicklung im Bereich Contract-Mining als auch mit den Belastungen aus Margenreduzierungen durch das Projekt AirportLink, Brisbane, die zu einer Gewinnwarnung von Leighton Holdings führten. Der Aufsichtsrat begrüßte in diesem Zusammenhang die enge Begleitung und Unterstützung von Leighton durch HOCHTIEF bei der Risikoanalyse und -steuerung und befasste sich dabei auch mit der unterschiedlichen Bilanzierungspolitik und Risikovorsorge von Leighton und HOCHTIEF. Besprochen wurden ebenfalls die Drei-Marken-Strategie von Leighton, der Ausbau des Contract-Mining-Geschäfts in neuen Märkten (wie zum Beispiel in der Mongolei) und die Beachtung von Compliance-Grundsätzen.

Kernthemen der Beratungen im Unternehmensbereich Concessions waren die unterschiedlichen Auswirkungen der Finanzkrise auf die Passagier- und Verkehrsaufkommensentwicklung an den Flughäfen sowie die differenzierten Entwicklungen auf dem PPP-Markt. Im Airport-Bereich erörterte der Aufsichtsrat speziell die Auswirkungen der neuen Luftverkehrsabgabe in Deutschland und die verbesserte Situation des Flughafens Budapest. Insbesondere die Entwicklung in Griechenland wurde wegen des angespannten wirtschaftlichen Umfelds und der schwer abschätzbaren Entwicklung regelmäßig beobachtet. Bei HOCHTIEF PPP Solutions standen dabei die Projekte, die unter der Finanzkrise besonders litten, im Vordergrund. Wesentliches Thema war die Einhaltung der Zahlungsverpflichtungen des griechischen Staats mit der zusätzlich komplexen Situation, dass der griechische Staat gleichzeitig Partner der Mautstraßenprojekte ist. Bereichsübergreifend informierte sich der Aufsichtsrat über die Auswirkungen der Einsparungsmaßnahmen und der Steuererhöhungen durch die griechische Regierung sowie möglicher Streiks (Flughafen Athen) und die Notwendigkeit von Projektrestrukturierungen (zum Beispiel Elefsina-Patras).

Wiederum Kernthema war das Geschäftsmodell des Concessionsbereichs, das einerseits Veräußerungen von Projekten auch in der Ramp-up-Phase vorsieht oder andererseits zunächst die operative Leistungsfähigkeit der Assets durch Managementleistung verbessert, bevor sie veräußert werden.

Hohe Beachtung hat der Aufsichtsrat den Auswirkungen des Erdbebens in Chile geschenkt, bei dem glücklicherweise keine Mitarbeiter betroffen und die Sachschäden größtenteils versichert waren. Erfreut zeigte sich der Aufsichtsrat über erste Projektgewinne für HOCHTIEF PPP Solutions in Nordamerika.

Zentrales Thema der Beratungen im Bereich HOCHTIEF Europe war das Projekt "Teaming Up", das sich die Neustrukturierung der gesamten Geschäftsaktivitäten des Konzerns in Europa zum Ziel gesetzt hat. Darüber hinaus stand die Weiterentwicklung des Hochbaubereichs in Deutschland, wo noch Geschäftskostenunterdeckungen zu verzeichnen sind, im Vordergrund der Aussprache. Bei einer Steigerung der Wettbewerbsintensität kämpft das Baugeschäft in Deutschland nach wie vor mit Schwierigkeiten. Eine Erholung in diesem Industriezweig in Deutschland war noch nicht erkennbar. Zudem war die Leistung durch den strengen Winter beeinflusst. Eng begleitet hat der Aufsichtsrat die erfolgreiche Internationalisierung und die gute Entwicklung der Geschäftsaktivitäten im Mittleren Osten (Barwa, Katar). Intensiv beraten wurde der Aufbau des neuen Geschäftsfelds Offshore-Aktivitäten (Windparks) sowie das Risikoprofil, das angesichts der prognostizierten Marktauslastung und der erfahrenen HOCHTIEF-Einheit Marine Works als beherrschbar eingestuft wurde.

Besondere Beachtung schenkte der Aufsichtsrat auch der Sonderprüfung von vergleichbaren Tiefbauvorhaben aus Anlass des Unglücks im Kölner U-Bahn-Bau, einem Projekt ohne HOCHTIEF-Beteiligung, wobei das Projektrisikomanagement von HOCHTIEF Construction im Zentrum der Betrachtung stand. Hierbei ergaben sich keine Auffälligkeiten. Regelmäßig ließ sich der Aufsichtsrat zudem über das - öffentlichkeitswirksame -Projekt Elbphilharmonie in Hamburg unterrichten.

Das Marktumfeld im Unternehmensbereich Real Estate - so die Information an den Aufsichtsrat - stellte sich trotz der Stabilität des deutschen Markts für Immobilienentwicklungen als besonders schwierig dar. Dies gilt insbesondere für die Restauswirkungen der Finanzkrise und die völlig unterschiedliche Entwicklung der lokalen Märkte in Bezug auf die Investitionsbereitschaft. Trotz des Vorliegens von Kapitalanlagedruck für Projekte in inflationssicheren Formen und einer historisch günstigen Finanzierungssituation, wurde dies allerdings von den Banken nicht oder nur zögerlich genutzt. Bestätigt hat der Aufsichtsrat hier die Strategie des Vorstands, keine Notverkäufe zulasten der Marge zu tätigen, wobei hierzu wegen des hohen Vermietungsstands und der Vorverkaufsquote auch zu keiner Zeit Bedarf bestand. Von einer nach wie vor erfreulichen Entwicklung von aurelis Real Estate konnte sich der Aufsichtsrat überzeugen, deren Ergebnisse deutlich über dem Vorjahr lagen und die im Rahmen der prognostizierten Entwicklung bereits 2012 als reifes Immobilienportfolio mit hohen Mieterträgen veräußert werden soll. Insgesamt waren sich Aufsichtsrat und Vorstand für diesen Unternehmensbereich einig, dass eine Reduzierung der Kapitalbindung durch Realisierung des Verkaufsvorgangs zentrales Anliegen bleibt.

Im Unternehmensbereich Services konzentrierte sich der Aufsichtsrat auf das lediglich moderate Wachstum bei hohem Ergebnisdruck. Insgesamt befindet sich die Servicebranche in einem aggressiven Preiswettbewerb. Der Aufsichtsrat hat sich hierbei mit einem Margenvergleich befasst und die geplante Neustrukturierung hinsichtlich Personal und Strategie (langfristige Kundenbindung und Hinwendung zu technischen Dienstleistungen) begrüßt. Die Aussprache befasste sich insbesondere mit dem hohen Personalrisiko und den Vorteilen durch technologische Spezialisierung.

Konzernübergreifend ließ sich der Aufsichtsrat über die Optimierung des Rückversicherungsgeschäfts, die Situation und Sicherheit des HOCHTIEF-IT-Systems und -regelmäßig - über die Claims-and-Variation-Orders, die Compliance-Struktur und die Revisionstätigkeit informieren.

Der Aufsichtsrat hat die Fortentwicklung der Corporate Governance bei HOCHTIEF laufend erörtert. Darüber berichtet der Vorstand zugleich auch für den Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex im nachfolgenden Kapitel. Anlässlich der Neufassung des Kodex im Mai 2010 wurde die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat ergänzt und eine neue Geschäftsordnung für den Nominierungsausschuss verabschiedet. Hierbei hat der Aufsichtsrat die neu in den Kodex eingefügten Regelungen zur Diversity berücksichtigt und konkrete Ziele für die zukünftige Zusammensetzung des Aufsichtsrats beschlossen.

Die Herren Altozano und Fernández Verdes sind sowohl Mitglieder des Aufsichtsrats unserer Gesellschaft als auch gleichzeitig Mitglieder des Geschäftsführungskomitees von ACS. Soweit die beiden Herren bei Abstimmungen oder Beratungen im Aufsichtsrat oder seinen Ausschüssen anlässlich des Übernahmeangebots einem Interessenkonflikt ausgesetzt waren, haben sie an der jeweiligen Abstimmung oder Beratung nicht teilgenommen beziehungsweise sich der Stimme enthalten. Sonstige Interessenkonflikte bei Mitgliedern des Aufsichtsrats traten nicht auf.

Der Aufsichtsrat hat sechs Ausschüsse gebildet. Ihre Mitglieder sind im Kapitel "Gremien" namentlich aufgeführt. Die Ausschüsse haben die Aufgabe, Themen und Beschlüsse der Aufsichtsratssitzungen vorzubereiten. Zum Teil nehmen sie auch Entscheidungsbefugnisse wahr, die ihnen vom Aufsichtsrat übertragen wurden. Der Aufsichtsrat wird über die Arbeit der Ausschüsse durch deren jeweiligen Vorsitzenden regelmäßig informiert.

Der Prüfungsausschuss tagte 2010 dreimal. Er beschäftigte sich intensiv mit den Quartalsberichten sowie den Jahresabschlüssen und bereitete die Erteilung des Prüfungsauftrags für den Abschlussprüfer vor. Dabei holte er die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers ein. Zudem überwachte er dessen Qualifikation. Sein besonderes Augenmerk galt auch dem Risikomanagement des Konzerns und dem internen Kontrollsystem. Ausführlich befasste sich der Prüfungsausschuss mit Compliance. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten die Prüfungsergebnisse der internen Revision.

Der Personalausschuss trat zweimal zusammen. Er befasste sich im Wesentlichen mit dem Vergütungssystem und der Höhe der Vorstandsbezüge. Außerdem bereitete er die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor.

Der Nominierungsausschuss hat keine Sitzung abgehalten. Die Beschlussfassung über den Wahlvorschlag an die Hauptversammlung im Mai 2010, Herrn Manfred Wennemer zum Mitglied des Aufsichtsrats zu wählen, erfolgte direkt durch den Aufsichtsrat.

Der neu gebildete Strategieausschuss hat einmal getagt. Er befasste sich insbesondere mit der Unternehmensstrategie und -entwicklung.

Der Ad-hoc-Ausschuss wurde nach Ankündigung des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots durch ACS gebildet. Er hat im Geschäftsjahr insgesamt siebzehnmal getagt (davon einmal im Januar 2011), überwiegend in Form von Telefonkonferenzen. Er hat sich regelmäßig mit allen anstehenden Fragen und Entscheidungen im Zusammenhang mit dem Übernahmeangebot beschäftigt und im Rahmen der ihm vom Aufsichtsrat erteilten Befugnisse die notwendigen Beschlüsse gefasst, unter anderem zu den am 15. und 17. Dezember 2010 zusammen mit dem Vorstand abgegebenen Stellungnahmen zum Übernahmeangebot. Zudem hat sich der Ad-hoc-Ausschuss mit der Kapitalerhöhung im Dezember 2010 befasst und dieser zugestimmt.

Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG musste auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen werden.

Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, der Konzernabschluss nach IFRS (International Financial Reporting Standards) und der mit dem Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zusammengefasste Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2010 sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung am 11. Mai 2010 gewählten und vom Aufsichtsrat mit der Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses beauftragten Abschlussprüfer, der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die vorgenannten Unterlagen, der Geschäftsbericht, der Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sind allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Sitzung des Prüfungsausschusses am 15. März 2011 beziehungsweise vor der Bilanzsitzung am 22. März 2011 übersandt worden. Die Unterlagen wurden in den Sitzungen vom Vorstand zusätzlich auch mündlich erläutert. Die verantwortlichen Abschlussprüfer berichteten in diesen Sitzungen über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung - unter anderem zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem - und standen für ergänzende Auskünfte zur Verfügung.

Der Prüfungsausschuss hat sich vor der Sitzung des Aufsichtsrats eingehend mit diesen Unterlagen befasst und dem Aufsichtsrat eine Billigung des Jahres- und des Konzernabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts empfohlen.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefassten Konzernlagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns eingehend geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben.

Der Aufsichtsrat hat nach eigener Prüfung und unter Berücksichtigung des Berichts des Prüfungsausschusses dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses durch den Abschlussprüfer zugestimmt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt und damit den Jahresabschluss festgestellt. Er schließt sich dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns an.

Herr Dr. Martin Kohlhaussen ist mit Ablauf der Hauptversammlung am 11. Mai 2010 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Der Aufsichtsrat hat Herrn Dr. Kohlhaussen für die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit, sein großes Engagement und seinen fachmännischen Rat nachdrücklich gedankt.

Die Hauptversammlung hat Herrn Manfred Wennemer am 11. Mai 2010 zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt.

Der Aufsichtsrat hat Herrn Detlev Bremkamp als Nachfolger von Herrn Dr. Kohlhaussen zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand, den Unternehmensleitungen sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus.


Essen, 22. März 2011

Der Aufsichtsrat

Detlev Bremkamp
- Vorsitzender -

Corporate Governance

Im März 2011 konnten wir zum fünften Mal in Folge eine uneingeschränkte Entsprechenserklärung abgeben. Über die Corporate Governance bei HOCHTIEF berichtet der Vorstand -zugleich auch für den Aufsichtsrat - gemäß den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Corporate Governance bildet die Grundlage aller unserer Entscheidungs- und Kontrollprozesse. Der Begriff steht für eine verantwortungsbewusste, transparente und auf langfristigen wirtschaftlichen Erfolg ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Zentraler Maßstab sind für uns die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Seit 2006 entsprechen wir ohne Einschränkung den Empfehlungen des Kodex. Im März 2011 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben, die nachfolgend (Seite 25) im Wortlaut wiedergegeben ist.

Gute Corporate Governance ist für HOCHTIEF ein Anspruch, der sämtliche Bereiche des Unternehmens umfasst. Vorstand und Aufsichtsrat sehen sich in der Verpflichtung, durch eine verantwortungsbewusste und langfristig ausgerichtete Unternehmensführung für den Bestand des Unternehmens und eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts zu sorgen.

Weitergehende Informationen über unsere Corporate-Governance-Praxis geben wir im Internet unter www. hochtief.de/corporategovernance. Hier finden sich auch die Satzung unserer Gesellschaft, unser Verhaltenskodex (Code of Conduct), sämtliche Entsprechenserklärungen sowie die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB. Dort sind auch sämtliche Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen der Gesellschaft veröffentlicht.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat die Hauptversammlung im Mai 2010 über die Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand und deren Veränderung informiert. Dies ist auch für die kommende Hauptversammlung vorgesehen.

Im September 2010 hat die ACS Actividades de Construcción y Servicios, S.A., angekündigt, ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für die Aktien unserer Gesellschaft zu veröffentlichen. Dieses Angebot wurde im Dezember 2010 veröffentlicht. Die Herren Altozano und Fernández Verdes sind sowohl Mitglied des Aufsichtsrats unserer Gesellschaft als auch gleichzeitig Mitglied des Geschäftsführungskomitees von ACS. Soweit die beiden Herren bei Abstimmungen oder Beratungen im Aufsichtsrat einem Interessenkonflikt ausgesetzt waren, haben sie an der jeweiligen Abstimmung oder Beratung nicht teilgenommen beziehungsweise sich der Stimme enthalten. Sonstige Interessenkonflikte bei Mitgliedern von Vorstand und Aufsichtsrat traten nicht auf. Die Zahl der direkt oder indirekt von den Mitgliedern des Vorstands und Aufsichtsrats gehaltenen Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente war zum 31. Dezember 2010 geringer als ein Prozent der von HOCHTIEF ausgegebenen Aktien (Ziffer 6.6 des Kodex).

Vorstand und Aufsichtsrat haben sich auch im Berichtsjahr intensiv mit der Erfüllung der Vorgaben des Kodex befasst, insbesondere mit den neuen Anforderungen vom Mai 2010. Hierbei hat der Aufsichtsrat in seinen Sitzungen im September und November 2010 anlässlich der Verabschiedung der neuen Geschäftsordnung für den Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats folgende Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats beschlossen: Der Aufsichtsrat soll so besetzt sein, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Dabei sind unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation von HOCHTIEF die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, die vom Aufsichtsrat festgelegte Altersgrenze und Vielfalt (Diversity) zu berücksichtigen. Bei den Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung soll der Aufsichtsrat im Sinne einer notwendigen Vielfalt unter den Aufsichtsratsmitgliedern insbesondere vorsehen, Frauen angemessen zu beteiligen.

Mit den Herren Altozano und Fernández Verdes weist unser Aufsichtsrat bereits eine internationale Besetzung auf. Gegenwärtig hat unser Aufsichtsrat noch kein weibliches Mitglied. Der Aufsichtsrat ist bestrebt, auch Frauen in das Gremium wählen zu lassen - sowohl als Vertreterinnen der Arbeitnehmer als auch der Anteilseigner. Die Entscheidung hierüber bleibt jedoch im Hinblick auf die Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat dem zukünftigen Wahlvorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung und dem anschließenden Votum der Hauptversammlung vorbehalten. Unter Berücksichtigung des Vorstehenden ist der Aufsichtsrat so zusammengesetzt, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung seiner Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen.

Ein Schwerpunkt der Corporate-Governance-Aktivitäten lag auch im Berichtsjahr auf der Weiterentwicklung der Compliance-Organisation. Compliance im Sinne von Maßnahmen zur Einhaltung von Recht, Gesetz und unternehmensinternen Richtlinien ist bei HOCHTIEF bereits seit vielen Jahren eine zentrale Leitungsaufgabe. Neben dem bereits 2002 eingeführten Code of Conduct gibt es dazu inzwischen ein umfassendes Regelwerk. Es wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. In verschiedenen Konzernrichtlinien und Rundschreiben werden die gesetzlichen Bestimmungen näher erläutert und konkretisiert.

Für die Weiterentwicklung, Steuerung und Umsetzung ist eine Compliance-Organisation eingerichtet. Die Compliance-Beauftragten informieren die HOCHTIEF-Mitarbeiter regelmäßig über die maßgeblichen gesetzlichen Bestimmungen, den Code of Conduct und die HOCHTIEF-internen Richtlinien. Die Schulungen finden in Form von Präsenzschulungen und durch interaktive E-Learning-Programme, etwa durch das elektronische Lernprogramm Antikorruption oder das EDV-Lernprogramm zur Verhinderung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung, statt. Die Compliance-Beauftragten stehen als Ansprechpartner auch präventiv beratend für Einzelfragen zur Verfügung. Gegenstand der Beratung waren insbesondere die folgenden Themen: Teilnahme an Kundenveranstaltungen/Einladung von Geschäftspartnern, Annahme von Geschenken, Sponsoring von kulturellen Veranstaltungen sowie richtiges Verhalten gegenüber Amtsträgern.

Als weiteres ergänzendes Compliance-Element hat HOCHTIEF bereits im Jahr 2009 ein Hinweisgebersystem mit einer internen und einer externen Hotline eingerichtet und sie sukzessiv weiterentwickelt. Der Chief Compliance Officer und eine auf Strafrecht spezialisierte externe Rechtsanwaltssozietät stehen so als Ansprechpartner bereit. HOCHTIEF-Mitarbeiter können ihnen - auch anonym und vertraulich - Hinweise auf mögliche Compliance-Verstöße in Konzernunternehmen übermitteln. Die Hotline steht auch Dritten offen.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht ist als Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts anzusehen.

Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2010

Das System der Vorstandsvergütung ist auf eine langfristige und nachhaltige Unternehmensführung ausgerichtet. Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat festgesetzt. Auch das Vergütungssystem für den Vorstand wird vom Aufsichtsrat beschlossen und regelmäßig überprüft. Der Personalausschuss des Aufsichtsrats bereitet die entsprechenden Beschlussfassungen des Aufsichtsratsplenums vor. Das Vergütungssystem wurde von der ordentlichen Hauptversammlung am 11. Mai 2010 mit großer Mehrheit gebilligt.

Gesamtbarbezüge für das Geschäftsjahr 2010 (2009)

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(In Tsd. EUR) Feste Bezüge Erfolgsorientierte
Bezüge
Sachbezüge
Dr. Lütkestratkötter 816 (785) 1.065 (819) 46 (62)
Dr. Lohr 544 (523) 710 (546) 36 (35)
Dr. Noé 544 (523) 710 (546) 42 (61)
Dr. Rohr 544 (523) 710 (546) 28 (29)
Dr. Stieler 544 (436) 710 (455) 25 (20)
Vorstand gesamt 2.992 (2.790)* 3.905 (2.912)* 177 (207)*


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(In Tsd. EUR) Gesamt
Dr. Lütkestratkötter 1.927 (1.666)
Dr. Lohr 1.290 (1.104)
Dr. Noé 1.296 (1.130)
Dr. Rohr 1.282 (1.098)
Dr. Stieler 1.279 (911)
Vorstand gesamt 7.074 (5.909)*


* Vorjahreswerte ohne Werte für das im Geschäftsjahr 2009 ausgeschiedene Vorstandsmitglied Albrecht Ehlers(gesamt: 242 Tsd. Euro)


Die Vergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus festen und variablen, erfolgsorientierten Bezügen. Die festen Bezüge werden als leistungsunabhängige Grundvergütung monatlich als Gehalt ausgezahlt; darüber hinaus erhalten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von Sachbezügen. Diese bestehen hauptsächlich aus dem nach steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Wert der privaten Nutzung der Dienstwagen und vermögenswerter Vorteile.

Die erfolgsorientierten Bezüge sind abhängig vom Konzerngewinn und von der persönlichen Leistung der Vorstandsmitglieder.

Bei einer Zielerreichung von 100 Prozent setzen sich die Gesamtbarbezüge zu jeweils etwa 50 Prozent aus den festen und den erfolgsorientierten Bezügen zusammen. Die erfolgsorientierten Bezüge bestehen aus der Unternehmenstantieme (Anteil 60 Prozent) und einer individuellen Tantieme (Anteil 40 Prozent) - bei einer angenommenen Zielerreichung von jeweils 100 Prozent. Die Kappungsgrenze der erfolgsorientierten Bezüge liegt bei 200 Prozent.

Ferner gehören zur Vergütung der Vorstandsmitglieder Pensionszusagen und sonstige Zusagen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit sowie die Beteiligung an variablen Vergütungskomponenten des Konzerns mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter.

Bezüge des Vorstands für frühere Geschäftsjahre

Für die Wahrnehmung konzerninterner Mandate sind im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von 35 Tsd. Euro an Dr. Noé sowie weitere nachberechnete erfolgsorientierte Bezüge für das Geschäftsjahr 2009 in Höhe von 719 Tsd. Euro (davon an Dr. Lütkestratkötter 314 Tsd. Euro, Dr. Lohr 126 Tsd. Euro, Dr. Noé 126 Tsd. Euro, Dr. Rohr 83 Tsd. Euro und Dr. Stieler 70 Tsd. Euro) gewährt worden.

Variable Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter

Zur Vergütung der Vorstandsmitglieder gehört außerdem die Teilnahme an den Long-Term-Incentive-Plänen (LTIP) der Gesellschaft. Dabei handelt es sich um die Gewährung von sogenannten Stock-Appreciation-Rights (Wertsteigerungsrechte) und Stock-Awards (virtuelle Aktienrechte).

Die Stock-Appreciation-Rights 2010 gewähren den Mitgliedern des Vorstands bei Erreichung der Ausübungshürden nach Ablauf der Wartezeit von vier Jahren innerhalb des jeweiligen dreijährigen Ausübungszeitraums einen Zahlungsanspruch gegen die Gesellschaft. Dessen Höhe hängt von der Entwicklung des Börsenkurses innerhalb der Warte- und Ausübungszeit ab. Ferner müssen relative sowie absolute Erfolgshürden, deren nachträgliche Änderung ausgeschlossen ist, erfüllt sein.

Die Planbedingungen der Stock-Awards 2010 sehen vor, dass die Berechtigten für jeden Stock-Award nach Ablauf der Wartezeit von jeweils drei Jahren innerhalb des jeweiligen zweijährigen Ausübungszeitraums einen Zahlungsanspruch in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag haben.

Die dritte und letzte Tranche des im Mai 2008 aufgelegten Retention-Stock-Award-Plans (RSA 2008) wurde, wie 2008 bereits beschlossen, im Jahr 2010 gewährt. Die erste Tranche wurde bereits 2008 und die zweite Tranche 2009 gewährt.

Die Ansprüche sind für alle Long-Term-Incentive-Pläne auf einen Maximalwert begrenzt, damit die Höhe auch im Fall von außerordentlichen beziehungsweise nicht vorhersehbaren Entwicklungen angemessen bleibt.

Im Rahmen der aufgelegten Pläne haben auch obere Führungskräfte Stock-Appreciation-Rights und Stock-Awards erhalten.

Der Anhang zum Konzernabschluss enthält auf den Seiten 176 und 179 zusätzliche Einzelheiten zu den Plänen.

Variable Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter

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LTIP 2010 RSA 2008 dritte Tranche

Stock-Appreciation-Rights Stock-Awards


Anzahl
Wert in
Tsd. EUR*
Anzahl
Wert in
Tsd. EUR*
Anzahl
Wert in
Tsd. EUR*
Dr. Lütkestratkötter 18 800 161 9 800 392 40 060 1.871
Dr. Lohr 12 500 107 6 500 260 26 706 1.247
Dr. Noé 12 500 107 6 500 260 26 706 1.247
Dr. Rohr 12 500 107 6 500 260 26 706 1.247
Dr. Stieler 12 500 107 6 500 260 26 706 1.247
Vorstand gesamt 68 800 589 35 800 1.432 146 884 6.859


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Aufwand 2010 (2009) aus
Long-Term-Incentive-Plänen



Wert in Tsd.
EUR
Dr. Lütkestratkötter 3.786 (4.312)
Dr. Lohr 2.444 (1.612)
Dr. Noé 2.610 (2.561)
Dr. Rohr 2.503 (3.033)
Dr. Stieler 1.725 (767)
Vorstand gesamt 13.068 (12.285)**



* Wert zum Gewährungszeitpunkt laut finanzmathematischem Gutachten

** Vorjahreswerte ohne Werte für das im Geschäftsjahr 2009 ausgeschiedene Vorstandsmitglied Albrecht Ehlers (1.767 Tsd. Euro)




Im Geschäftsjahr 2010 wurden die Stock-Awards aus dem LTIP 2007 von allen Mitgliedern des Vorstands vollständig ausgeübt. Die Auszahlung betrug 1.740 Tsd. Euro (davon an Dr. Lütkestratkötter 609 Tsd. Euro, Dr. Lohr 329 Tsd. Euro, Dr. Noé 401 Tsd. Euro und Dr. Rohr 401 Tsd. Euro). Darüber hinaus wurden die noch nicht ausgeübten Stock-Appreciation-Rights aus dem LTIP 2007 in Höhe von 606 Tsd. Euro (davon an Dr. Lütkestratkötter 257 Tsd. Euro, Dr. Noé 161 Tsd. Euro und Dr. Rohr 188 Tsd. Euro) ausgeübt. Die noch nicht ausgeübten Stock-Appreciation-Rights des TERP 2004 wurden 2010 ebenfalls vollständig ausgeübt. Die Auszahlung betrug 2.415 Tsd. Euro (davon an Dr. Lütkestratkötter 652 Tsd. Euro und Dr. Noé 1.763 Tsd. Euro).

Der Vorstand erhielt für das Geschäftsjahr 2010 feste Bezüge von insgesamt 2.992 Tsd. Euro, erfolgsorientierte Bezüge von insgesamt 3.905 Tsd. Euro und Sachbezüge von insgesamt 177 Tsd. Euro. Außerdem wurden für das Geschäftsjahr 2010 langfristige Bezüge im Rahmen des LTIP 2010 mit einem Ausgabezeitwert von insgesamt 2.021 Tsd. Euro zugeteilt. Dies führt zu einer Gesamtvergütung für das Geschäftsjahr 2010 von 9.095 Tsd. Euro (Vorjahr 8.201*** Tsd. Euro).

Unter Einbeziehung der Gewährung der dritten Tranche des Retention-Stock-Award-Plans (RSA 2008) erhöht sich der Betrag außerordentlich um einen rechnerischen Marktwert dieser dritten Tranche in Höhe von 6.859 Tsd. Euro, sodass für das Geschäftsjahr 2010 eine Gesamtvergütung in Höhe von 15.954 Tsd. Euro (Vorjahr 15.060**** Tsd. Euro) auszuweisen ist. Der aus insgesamt drei Tranchen bestehende RSA 2008 läuft über einen Zeitraum von sieben Jahren, wobei die einzelnen Tranchen allerdings bereits bei der Zuteilung der jeweiligen Tranche mit dem Marktwert zum Zeitpunkt der Gewährung auszuweisen sind. Dieser Wert wird dabei auf der Grundlage der Bewertung nach Black/Scholes zum Gewährungsstichtag ermittelt. Der vom Wert zum Gewährungszeitpunkt zu unterscheidende Wert zum Zeitpunkt nach Ablauf der Wartezeit ist von der künftigen Entwicklung des Kurses der HOCHTIEF-Aktie abhängig.


*** Vorjahreswerte ohne Werte für das im Geschäftsjahr 2009 ausgeschiedene Vorstandsmitglied Albrecht Ehlers (242 Tsd. Euro)

**** Vorjahreswerte ohne Werte für das im Geschäftsjahr 2009 ausgeschiedene Vorstandsmitglied Albrecht Ehlers (1.489 Tsd. Euro)




Pensionen

Alle Mitglieder des Vorstands haben einzelvertragliche Pensionszusagen erhalten, die eine Inanspruchnahme der Pension frühestens ab Vollendung des 60. Lebensjahres vorsehen. Die Höhe der Pension eines Vorstandsmitglieds bemisst sich an den festen Bezügen. Dabei wird ein prozentualer Anteil der festen Bezüge als Pension gewährt, der mit der Bestelldauer des Vorstandsmitglieds steigt. Als Höchstbetrag erhalten die Vorstandsmitglieder 65 Prozent der letzten festen Bezüge. Die Hinterbliebenenversorgung beträgt 60 Prozent des Pensionsanspruchs eines Vorstandsmitglieds.

Bei Nichtverlängerung beziehungsweise vorzeitiger Auflösung des Dienstvertrags vor Vollendung des 50. Lebensjahres erhält der jeweilige Vorstand bis zur Inanspruchnahme der regulären Pension ein Übergangsgeld in Höhe von 50 Prozent und im Falle des Ausscheidens nach Vollendung des 50. Lebensjahres ein Übergangsgeld in Höhe von 75 Prozent des bis zum Austritt erworbenen Pensionsanspruchs, gegebenenfalls unter teilweiser Anrechnung anderweitiger Einkünfte.

Für ihre Tätigkeit im Board von Leighton haben Dr. Lütkestratkötter, Dr. Lohr und Dr. Noé Pensionszusagen erhalten. Hierfür wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/2010 von Leighton für Dr. Lütkestratkötter, Dr. Lohr und Dr. Noé jeweils zehn Tsd. Euro aufgewendet.


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Zuführung zur Pensionsrückstellung
2010 (2009)
Voraussichtliche
Höhe der Pension
(In Tsd. EUR) Dienstzeitaufwand Zinsaufwand (Stand
31.12.2010)
Dr. Lütkestratkötter 157 (268) 264 (221) 388
Dr. Lohr 204 (140) 82 (58) 190
Dr. Noé 228 (165) 170 (136) 272
Dr. Rohr 259 (193) 207 (170) 272
Dr. Stieler 332 (316) 17 (-) 190
Vorstand gesamt 1.180 (1.082)* 740 (585)* 1.312



* Vorjahreswerte ohne Werte für das im Geschäftsjahr 2009 ausgeschiedene Vorstandsmitglied Albrecht Ehlers(Zuführung gesamt: 281 Tsd. Euro)




Der Barwert der Pensionszusagen an aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder beträgt 53.163 Tsd. Euro (Vorjahr 52.395 Tsd. Euro). Dieser Wert ist vollständig durch Planvermögen in Form von Rückdeckungsversicherungen und den HOCHTIEF-Pensionsfonds abgedeckt.

An frühere Mitglieder des Vorstands oder deren Hinterbliebene wurden Beträge in Höhe von 3.699 Tsd. Euro (Vorjahr 12.613 Tsd. Euro) gezahlt.

Zusagen an Vorstandsmitglieder für den Fall der Beendigung der Tätigkeit infolge eines Kontrollwechsels

Falls Aktionäre die Kontrolle über die HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Sinne der §§ 29, 30 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz erwerben, haben alle Vorstände das Recht, ihr Vorstandsmandat mit einer Frist von sechs Monaten niederzulegen und den Dienstvertrag zum gleichen Zeitpunkt zu kündigen. Gemäß der Stimmrechtsmitteilung von ACS vom 9. Februar 2011, nach dem freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot insgesamt 33,49 Prozent (der Aktien beziehungsweise) der Stimmrechte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zu halten, sind die Voraussetzungen für die Ausübung des vorgenannten Rechts durch die Vorstandsmitglieder erfüllt worden. Dieses Recht steht den jeweiligen Vorstandsmitgliedern auch in weiteren übernahmeähnlichen Fällen zu, die vertraglich im Einzelnen festgelegt sind (insbesondere bei Erwerb der Mehrheit der Stimmrechte in der Hauptversammlung). Weiterhin besteht dieses Recht auch für den Fall, dass das jeweilige Vorstandsmitglied einem nachhaltigen und substanziellen Druck durch Aktionäre ausgesetzt wird, die seinen Rücktritt oder die Vornahme bestimmter Handlungen fordern, die das jeweilige Vorstandsmitglied nicht mit der eigenen Verantwortung für die Führung seines Amts vereinbaren kann. Im Fall der Kündigung oder der einvernehmlichen Beendigung des Dienstvertrags beziehungsweise der Beendigung durch Zeitablauf innerhalb von neun Monaten nach einer Übernahme erhält das jeweilige Vorstandsmitglied als Entschädigung für die Beendigung des Dienstvertrags eine Abfindung von zweieinhalb Jahresbezügen, bestehend aus den festen Jahresbezügen und den erfolgsorientierten Jahresbezügen, in gemäß Dienstvertrag budgetierter Höhe. Hätte der Dienstvertrag ab Wirksamwerden der Beendigung noch länger als zweieinhalb Jahre fortbestanden, so erhöht sich die Abfindung angemessen. Frühestens nach Ablauf von zweieinhalb Jahren nach Beendigung des jeweiligen Dienstvertrags erhält das ausgeschiedene Vorstandsmitglied ein vertragliches Übergangsgeld nach Maßgabe der Regelungen des mit ihm geschlossenen Pensionsvertrags. Im Hinblick auf die Rechte aus dem Pensionsvertrag wird das ausgeschiedene Vorstandsmitglied so behandelt, als ob das Dienstverhältnis über den Beendigungszeitpunkt hinaus für weitere drei Jahre bestehen würde. Im Hinblick auf eventuelle Rechte aus Long-Term-Incentive-Plänen der Gesellschaft steht dem ausscheidenden Vorstandsmitglied der Anspruch auf Abfindung der Rechte aus den laufenden Plänen zu. Macht das ausscheidende Vorstandsmitglied von dem Abfindungsrecht keinen Gebrauch, wird es im Rahmen der Pläne so behandelt, als ob das Dienstverhältnis über den Beendigungszeitpunkt hinaus für weitere drei Jahre bestehen würde. Diese Zusagen haben alle amtierenden Mitglieder des Vorstands erhalten, die vor 2008 in den Vorstand eingetreten sind. Die Zusage zugunsten von Dr. Stieler, der 2009 zum Vorstandsmitglied bestellt worden ist, wurde nach Maßgabe der Empfehlungen in Ziffer 4.2.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 6. Juni 2008 angepasst. Dies hat zur Folge, dass seine Abfindungsansprüche auf den Wert von zwei Jahresvergütungen begrenzt sind und nicht mehr als die Restlaufzeit des Dienstvertrags vergütet wird. Bei Abfindungsansprüchen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels (Change of Control) gilt eine Obergrenze von drei Jahresvergütungen ohne Berücksichtigung der Restlaufzeit des Dienstvertrags.


Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats

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(In Tsd. EUR) Feste Vergütung Variable Vergütung Sitzungsgeld Insgesamt
Dr. Martin Kohlhaussen 13 104 4 121
Detlev Bremkamp 31 251 10 292
Gerhard Peters 24 190 10 224
Ángel García Altozano 22 173 8 203
Gregor Asshoff 16 125 10 151
Alois Binder 18 143 10 171
Lutz Kalkofen 12 95 10 117
Prof. Dr. Hans-Peter Keitel 18 143 8 169
Raimund Neubauer 18 143 10 171
Udo Paech 16 125 10 151
Gerrit Pennings 16 125 10 151
Prof. Dr. Heinrich von Pierer 16 125 10 151
Prof. Dr. Wilhelm Simson 14 112 8 134
Tilman Todenhöfer 16 125 10 151
Marcelino Fernández Verdes 16 125 6 147
Manfred Wennemer 11 91 4 106
Klaus Wiesehügel 18 143 8 169
Aufsichtsrat gesamt 295 2.338 146 2.779



Anpassung des Vergütungssystems für den Vorstand für das Geschäftsjahr 2011

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung im November 2010 beschlossen, aufgrund des Wegfalls des Retention-Stock-Award-Plans (langfristige Vergütungskomponente) im Jahr 2011 das Vergütungssystem wie folgt anzupassen: Der Aufsichtsrat ist berechtigt, den Nettobetrag der erfolgsorientierten Bezüge zu 50 Prozent durch Übertragung von Aktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft -mit einer Sperrfrist von zwei Jahren - zu erfüllen.

Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wird durch die Hauptversammlung festgelegt und ist in § 18 der Satzung geregelt. Die Vergütung für das Geschäftsjahr 2010 auf Basis der der Hauptversammlung im Mai 2011 zur Beschlussfassung vorgeschlagenen Dividende ergibt sich aus der oben stehenden Tabelle.

Weitere Informationen zur Corporate Governance bei HOCHTIEF finden Sie im Internet unter www.hochtief.de/corporategovernance.



Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der HOCHTIEF Aktiengesellschaft geben nach pflichtgemäßer Prüfung folgende Entsprechenserklärung ab:

"Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft entspricht sämtlichen Empfehlungen der ,Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex' in der Fassung vom 26. Mai 2010, die vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers am 2. Juli 2010 bekannt gemacht worden sind.

In gleicher Weise entsprach die HOCHTIEF Aktiengesellschaft seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im März 2010 bis zum 2. Juli 2010 sämtlichen Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 und seit dem 3. Juli 2010 sämtlichen Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010."


Essen, im März 2011

HOCHTIEF Aktiengesellschaft

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Für den Aufsichtsrat
Bremkamp
Für den Vorstand
Dr.-Ing. Lütkestratkötter, Dr. Lohr



Lagebericht

Zusammengefasster Lagebericht

Geschäftstätigkeit und Konzernstruktur

Geschäftstätigkeit des HOCHTIEF-Konzerns

Mit den Modulen Planen, Bauen und Betreiben deckt HOCHTIEF den gesamten Lebenszyklus von Infrastrukturprojekten, Immobilien und Anlagen ab. Unsere Leistungen bieten wir den Kunden als Einzel- oder Gesamtangebot an. Werden bei einem Projekt alle Module der Angebotspalette genutzt, realisieren wir maximale Wertschöpfung - für den Kunden ebenso wie für HOCHTIEF. Unsere Unternehmenseinheiten kooperieren eng, um Synergiepotenziale zu heben und Kostenvorteile zu erzielen.

HOCHTIEF ist ein langfristiger, zuverlässiger Partner für seine Kunden. Wir stehen für hohe Flexibilität, Innovationskraft sowie herausragende Qualität. Unsere Projekte sind überwiegend Unikate, für die wir individuelle Lösungen entwickeln und umsetzen.

Als internationaler Baudienstleister ist HOCHTIEF mit seinem globalen Netzwerk auf allen wichtigen Baumärkten präsent - dazu gehören vor allem Europa, Amerika, Australien, der asiatisch-pazifische Raum sowie die Golfstaaten. Erneut bestätigte im August 2010 die Statistik des Magazins Engineering News-Record, dass der Baudienstleister HOCHTIEF weltweit den höchsten Internationalisierungsgrad der Branche besitzt. Dank unserer breiten Ausrichtung können wir regionale Marktschwankungen ausgleichen. Die erfolgreiche HOCHTIEF-Strategie wurde mit dem "Best of European Business"-Award 2010 in der Kategorie "Wachstum trotz Krise" ausgezeichnet.

Innovationen und die Marktnachfrage prägen unsere Geschäftstätigkeit. Schwerpunkte im Geschäftsjahr 2010 waren für uns nachhaltige Projekte, etwa in den Bereichen Grünes Bauen, Energieeffizienz und Offshore-Windenergie, sowie Infrastrukturprojekte. Zudem haben wir die Zusammenarbeit unserer operativen Einheiten gezielt weiter verstärkt, um den Kunden noch effektiver Leistungen aus einer Hand anbieten zu können.


Konzernstruktur

Zum HOCHTIEF-Konzern gehörten im Berichtsjahr sechs operative Unternehmensbereiche. Die Management-Holding verfügt über eine Steuerungs- und eine Dienstleistungsebene.

Die Steuerungsebene - also der Vorstand sowie die Zentralabteilungen des Konzerns - verantwortet die strategische und organisatorische Entwicklung der HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Dazu gehörten Beschaffung, Controlling, Finanzen/Investor Relations, Personal, Rechnungswesen, Recht, Revision, Steuern sowie Unternehmensentwicklung, Unternehmenskommunikation, Versicherungen und der Bereich Corporate Governance/Compliance. Die Dienstleistungsebene konzentrierte sich auf unterschiedliche Services für den gesamten Konzern: Die Einheiten des Service Centers erbrachten Dienstleistungen, unter anderem in den Bereichen Kommunikation, Recht und Steuern. Außerdem zählte das Kompetenzzentrum Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz (AGUS) zur Dienstleistungsebene.

Unsere Gesellschaften HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions und HOCHTIEF ViCon waren im Jahr 2010 ebenfalls direkt der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zugeordnet.


HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions

Unsere Tochtergesellschaft stellt sicher, dass konzernweit der erforderliche Versicherungsschutz für den gesamten Lebenszyklus der Projekte vorgehalten wird, sei es beispielsweise in den Bereichen Infrastruktur, Immobilien oder Facility-Management. Dieses Angebot richtet sich auch an externe Unternehmen - vor allem an Projektbeteiligte.

Rückversicherungsleistungen ergänzen die Angebotspalette von HOCHTIEF Insurance und werden bisher vor allem vom Unternehmensbereich HOCHTIEF Americas genutzt. Dazu gehören Rückversicherungen, insbesondere für Bauleistungen, Lieferantenausfall und Haftpflicht. Zur weiteren Optimierung wurden die bisher auf zwei Gesellschaften verteilten Rückversicherungsaktivitäten zusammengeführt. Nach Übertragung von deren Portfolio auf Builders' Credit Reinsurance Company S.A. wurde Contractors' Casualty and Surety Reinsurance Company S.A. mit Wirkung zum 29. November 2010 profitabel veräußert.

Mit dem bedarfsgerechten Versicherungsangebot reduzieren wir nicht nur unsere eigenen Versicherungskosten. HOCHTIEF Insurance erschließt darüber hinaus auch durch die Versicherung der Risiken externer Partner zusätzlichen Umsatz und Ertrag.

ViCon (Virtual Design and Construction)

Unsere Gesellschaft HOCHTIEF ViCon ist auf Dienstleistungen für alle Phasen des Lebenszyklus von Projekten spezialisiert und folgt dem Grundsatz "Build digitally first". Mit den ViCon-Prozessen und -Technologien begleitet unsere Tochtergesellschaft Bauvorhaben von der ersten Planung über die Bauphase bis zum Betrieb. Die Grundlage von ViCon ist ein digitales 3-D-Com-putermodell, das um jede Information - etwa Zeit, Kosten und Nutzung - zum 4-D-Modell erweitert werden kann.

Von ViCon profitieren alle HOCHTIEF-Unternehmenseinheiten. Bis Ende 2010 haben wir das Verfahren bei mehr als 400 Projekten weltweit eingesetzt. Unsere Gesellschaft bietet ihre Leistungen auch externen Kunden an. Neben Projektsteuerern, Projektentwicklern, Bauherren und Investoren profitieren vor allem Architekten und Fachplaner von der neuen Technologie. HOCHTIEF ViCon konnte im Berichtsjahr insbesondere im arabischen Raum weitere Projekte akquirieren. Die Gesellschaft gehört seit Anfang 2011 der neuen Division Europe an.

Neue Konzernstruktur seit Januar 2011 implementiert

Zum 1. Januar 2011 hat HOCHTIEF seine Konzernstruktur deutlich vereinfacht. Unsere Leistungen erbringen wir nun weltweit mit den Divisions HOCHTIEF Americas, HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Concessions sowie HOCHTIEF Europe. Die bisherigen Unternehmensbereiche HOCHTIEF Europe, Real Estate und Services wurden zu einer neuen Division HOCHTIEF Europe zusammengeführt. Die Strategische Management-Holding wurde verschlankt und konzentriert sich auf die Führung und Steuerung des Konzerns. Die Vereinfachung der Konzernstruktur wird ab 2012 insgesamt zu Einsparungen von zirka 40 Mio. Euro jährlich führen und zusätzliche Synergieeffekte bringen. Wesentliche Effekte werden bereits im Jahr 2011 erwartet.


HOCHTIEF weltweit: Eine Auswahl der zahlreichen Beteiligungsgesellschaften unserer Divisions zeigt die globale Präsenz von HOCHTIEF nach der neuen Unternehmensstruktur 2011

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HOCHTIEF Americas HOCHTIEF Asia Pacific HOCHTIEF Concessions HOCHTIEF Europe
Turner (USA)

Flatiron (USA, Kanada)

E.E. Cruz (USA)






















Leighton Holdings (Australien)

Leighton Contractors (Australien, Neuseeland)

Thiess (Australien, Indien, Indonesien)
John Holland Group (Australien)

Leighton International (Brunei, Indien, Katar,
Malaysia, Singapur, Sri Lanka, Vereinigte Arabische Emirate)

Leighton Properties (Australien)

Leighton Asia (Hongkong, Indonesien,
Kambodscha, Laos, Macau, Mongolei,
Philippinen, Thailand, Vietnam)

Al Habtoor Engineering (Katar, Vereinigte Arabische Emirate)
HOCHTIEF Concessions (Deutschland)

HOCHTIEF AirPort (Deutschland)

HOCHTIEF AirPort Capital (Deutschland)

Airport Partners (Deutschland)

Sydney Airport Intervest (Deutschland)

FHK Flughafen Hamburg Konsortial- und
Service-Gesellschaft (Deutschland)

HAP Hamburg Airport Partners (Deutschland)

HAP Hamburg Airport Partners Holding Verwaltungsgesellschaft (Deutschland)

HOCHTIEF AirPort Retail (Albanien)

HOCHTIEF PPP Solutions (Chile, Deutschland, Griechenland, Großbritannien, Irland, Kanada, USA)

HOCHTIEF PPP Schools Capital
(Großbritannien)





HOCHTIEF Solutions
(Bulgarien, Chile, Deutschland, Großbritannien, Indien, Katar, Luxemburg, Österreich, Peru, Polen, Rumänien, Russland, Schweden, Südafrika, Tschechien, Ukraine)


HOCHTIEF Global Trade (Deutschland)

HOCHTIEF Procurement Asia (Hongkong)

HOCHTIEF ViCon (Deutschland, Katar)

Durst-Bau (Österreich)

Streif Baulogistik (Bulgarien, Dänemark,
Deutschland, Katar, Österreich, Polen,
Rumänien, Russland, Ukraine)

HOCHTIEF Projektentwicklung (Deutschland,
Österreich, Polen, Rumänien, Russland, Schweiz,
Tschechien, Ungarn)

HOCHTIEF Property Management
(Deutschland)

aurelis Real Estate (Deutschland)

HOCHTIEF Facility Management (Bahrain,
Dänemark, Deutschland, Griechenland, Großbritannien, Irland, Polen, Schweiz, Tschechien, Ungarn)

HOCHTIEF Energy Management (Deutschland)


Die hier beispielhaft genannten Gesellschaften verdeutlichen die nationale und internationale Ausrichtung von HOCHTIEF. Die Geschäftstätigkeiten werden zum Teil über Niederlassungen und rechtlich selbstständige Gesellschaften ausgeübt. Weitere Details zu den Unternehmensbereichen finden Sie auf den Einklappseiten 3 und 4 sowie in der Segmentberichterstattung auf den Seiten 91 bis 117. Insgesamt werden im Konzernabschluss neben der HOCHTIEF Aktiengesellschaft 457 Gesellschaften vollkonsolidiert und 228 Gesellschaften at Equity konsolidiert. Die organisatorische Darstellung wird durch die rechtliche Darstellung der wesentlichen Beteiligungsgesellschaften auf den Seiten 206 und 207 ergänzt.

Alle Adressen und Ansprechpartner unserer Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sowie deren Niederlassungen finden Sie im Internet unter www.hochtief.de.

Märkte und Rahmenbedingungen

Das allgemeine reale Wirtschaftswachstum in den von HOCHTIEF bearbeiteten Regionen in Prozent

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2010 2011E
Australien 3,0 3,5
Asien ohne Japan 9,3 8,4
Brasilien 7,5 4,5
China 9,3 8,4
Deutschland 3,6 2,2
Großbritannien 1,7 2,0
Indien 10,3 9,6
Indonesien 6,0 6,2
Österreich 1,6 1,6
Polen 3,4 3,7
Russland 3,7 4,5
Tschechien 2,0 2,2
Ungarn 0,6 2,0
USA 2,8 3,0
Vereinigte Arabische Emirate 2,4 3,2


Quelle: Internationaler Währungsfonds (Stand: 26.01.2011)

Ökonomische Rahmenbedingungen und weltwirtschaftliche Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2010 verstärkte sich der Aufschwung der Weltwirtschaft durch den starken Anstieg von Produktion und globalem Handel. Die Konsumbereitschaft in vielen Teilen der Welt blieb jedoch aufgrund geringen Konsumentenvertrauens und gefallener Einkommen niedrig. Der International Monetary Fund (IMF) erwartet, dass der Aufschwung erst dann anhalten wird, wenn sich die wirtschaftliche Erholung umfassend auf den Arbeitsmarkt auswirkt.

Die Finanzmärkte verloren in den ersten sechs Monaten des Berichtsjahres zunächst an Stabilität. Starke Verkäufe von Staatsanleihen angeschlagener europäischer Staaten belasteten das Bankensystem. Diese Entwicklung führte zu Finanzierungsproblemen bei Banken und Staaten. Bei den Anlegern stieg die Sorge um die Nachhaltigkeit des Aufschwungs. Daraufhin gingen die Kurse an den Aktienmärkten deutlich zurück, die Risikoprämien bei Unternehmensanleihen nahmen zu. In der zweiten Hälfte des Jahres 2010 erholten sich die Märkte. Im dritten Quartal erhöhte sich die Zuversicht durch die mehrheitlich guten Unternehmensergebnisse. Dies sorgte für deutliche Zugewinne an den Aktienmärkten.

Insgesamt expandierte die Weltwirtschaft um fünf Prozent. Um den Aufschwung auf ein breites Fundament zu stellen, geht es 2011 darum, das interne und externe Gleichgewicht herzustellen, das heißt, den privaten Konsum zur Konsolidierung der Staatshaushalte in den Industriestaaten zu stärken sowie die Nettoexporte in Defizitstaaten zu steigern. Der IMF erwartet für 2011 ein globales Wirtschaftswachstum von 4,4 Prozent.

Die Entwicklung in den einzelnen Regionen wird unterschiedlich positiv ausfallen. Starke Impulse sind von den Schwellen- und Entwicklungsländern zu erwarten. Die westlichen Industrieländer werden sich mit geringerem Tempo erholen. Nachdem die Wirtschaftsleistung in den USA im Jahr 2010 um 2,8 Prozent zunahm, rechnen die Experten des IMF für 2011 ebenfalls mit einem Plus (drei Prozent). Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA befindet sich nahezu auf Vorkrisenniveau. Der Konsum entwickelte sich seit dem dritten Quartal 2009 positiv. Die Steigerungsraten blieben jedoch durch betriebsbedingte Kündigungen gering. Gleichzeitig entwickelten sich die Investitionen, getrieben durch internationale Nachfrage, sich erholende Gewinne und normalisierte finanzielle Konditionen, positiv. Trotzdem blieb eine nachhaltige, solide Erholung auf dem Arbeitsmarkt aus.

Die exportorientierten asiatischen Staaten sind Motor für den Aufschwung der Weltwirtschaft. Die Folge: Das BIP liegt dort wieder oberhalb des Vorkrisenniveaus.

In China führten weitreichende finanzpolitische Maßnahmen zu einem starken Nachfragewachstum. Der Aufschwung im bevölkerungsreichsten Land der Erde wird immer stärker vom privaten Sektor getragen. Nach einem Wachstum von 9,3 Prozent im Jahr 2010 prognostizieren Marktexperten vom IMF für 2011 einen Anstieg des BIP um 8,4 Prozent. Indien bleibt ebenfalls auf Wachstumskurs. Nach einem Plus von 10,3 Prozent im Berichtsjahr ist für das Geschäftsjahr 2011 mit einem Zuwachs von voraussichtlich 9,6 Prozent zu rechnen.

Die Länder der Europäischen Union (EU) erreichten einen BIP-Zuwachs von 1,7 Prozent. Vor allem die exportorientierten Staaten der EU, angeführt von Deutschland, konnten aufgrund eines Rückgangs des Eurokurses besonders stark profitieren. Zudem entwickelte sich die Beschäftigung seit dem zweiten Quartal erfreulich. Für 2011 erwartet der IMF für die EU ein Wachstum von 1,7 Prozent.

Auch in Russland stieg das BIP und legte um 3,7 Prozent zu. Das deutlich verbesserte wirtschaftliche Klima ist vor allem auf die höheren Rohstoffpreise infolge der wiederkehrenden Nachfrage zurückzuführen. Für das Jahr 2011 geht der IMF von einer weiteren Erholung um 4,5 Prozent aus.

Die für HOCHTIEF relevanten Märkte

Planen

Projektentwicklung

Das verbesserte wirtschaftliche Klima wirkte sich 2010 auch auf die europäischen Immobilienmärkte aus. Der Immobilien-Investmentmarkt entwickelte sich positiv; auch der Immobilien-Vermietungsmarkt ließ einen deutlichen Aufwärtstrend erkennen.

Der Umsatz auf dem europäischen Immobilien-Investmentmarkt lag 2010 nach Informationen von CB Richard Ellis bei zirka 105 Mrd. Euro - ein Plus von 44 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Transaktionen ging zurück, ihre Volumina stiegen jedoch an. Vor allem hochwertige und nachhaltige Gewerbe- und Wohnimmobilien in guter Lage und mit langen Mietvertragslaufzeiten wurden von den Investoren nachgefragt. Auf dieses Marktsegment konzentriert sich HOCHTIEF mit seiner Projektentwicklung.

Für 2011 erwarten Branchenkenner für den europäischen Immobilien-Investmentmarkt einen Zuwachs des Transaktionsvolumens um bis zu 30 Prozent. Die Nachfrage nach hochwertigen Immobilien bleibt bei geringem Angebot weiterhin stark.

Der europäische Immobilien-Vermietungsmarkt für Büroflächen legte 2010 wieder leicht zu. An den Top-7-Standorten innerhalb Deutschlands erhöhte sich das Vermietungsvolumen nach Angaben des internationalen Maklerhauses BNP Paribas Real Estate gegenüber dem Vorjahr um zirka 22 Prozent. Die Spitzenmieten lagen nahezu auf Vorjahreshöhe. Die Vermietungsmärkte werden sich im Jahr 2011 voraussichtlich weiter stabilisieren.

Bauen

Der gesamte Baumarkt in Europa ist zum dritten Mal in Folge geschrumpft. Jedoch wird voraussichtlich 2011 die Talfahrt beendet sein. Somit erwartet die renommierte Euroconstruct-Gruppe für 2011 eine Stabilisierung des Markts (-0,1 Prozent) und für 2012 einen Zuwachs von zwei Prozent.

Der Wohnungsbau hat sich laut Euroconstruct im Geschäftsjahr mit einem Rückgang von nur noch 2,9 Prozent weitgehend stabilisiert (Vorjahr -12,9 Prozent). Im Jahr 2011 wird mit einem leichten Wachstum von 1,9 Prozent gerechnet. In Deutschland befindet sich der Wohnungsbau schon seit Mitte 2009 im Aufwärtstrend.

Der Wirtschaftsbau (Hochbau ohne Wohnungsbau) war im Berichtsjahr immer noch von den Folgen der Wirtschaftskrise geprägt und nahm um weitere 5,1 Prozent ab. Für 2011 erwarten die Marktexperten von Euroconstruct, dass sich das Segment stabilisiert (-1,2 Prozent) und das Bauvolumen im Jahr 2012 wieder leicht steigen wird (plus ein Prozent). Solange die gesamtwirtschaftliche Entwicklung von Unsicherheiten geprägt ist, muss in diesem Bereich jedoch mit niedrigen Wachstumsraten gerechnet werden.

Der Tiefbau ging im Geschäftsjahr 2010 ebenfalls zurück (-1,5 Prozent). Die zahlreichen Konjunkturprogramme konnten dem Einfluss der Wirtschaftskrise jedoch deutlich entgegenwirken. Ab 2012 wird mit einem leichten Plus in Höhe von 1,4 Prozent gerechnet. Dieser positive Trend soll sich in den kommenden Jahren fortsetzen.

Das Bewusstsein, dass nachhaltiges Bauen messbaren Mehrwert schafft, setzt sich bei den Auftraggebern weiter durch. Nach einer Studie von Roland Berger sind in Deutschland mehr als 70 Prozent der Investoren und Bauherren bereit, für den Bau nachhaltiger Immobilien höhere Investitionskosten in Kauf zu nehmen. Deutsche Bank Research erwartet durch "grünes" klimafreundliches Bauen bis 2030 deutschlandweit ein zusätzliches Bauvolumen von 200 Mrd. Euro. HOCHTIEF ist in Deutschland Vorreiter im Marktsegment Nachhaltiges Bauen und wird von dieser Entwicklung profitieren.


Wachstum der regionalen Baumärkte von HOCHTIEF (in Prozent)

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2010 2011
Region Hochbau
(ohne Wohnungsbau)
Tiefbau Gesamtmarkt Hochbau
(ohne Wohnungsbau)
Tiefbau Gesamtmarkt
Australien 19 9,5 12,2 -14,0 -6,2 -3,6
Deutschland -4,3 3,7 3,4 2,2 -0,8 1,3
Großbritannien 0,6 15,4 3,1 -0,8 5,2 0,2
Indien n. a. n. a. 9,0 9,0 9,8 9,0
Indonesien 4,2 7,6 5,8 4,2 4,5 4,4
Österreich -4,3 -3,1 -3,0 2,3 -0,3 0,7
Osteuropa -2,7 0,6 -1,8 2,7 13,9 7,2
Polen 0,8 8,3 4,0 3,5 26,3 12,7
Russland 5,3 2,8 -3,3 -2,0 2,2 -0,4
Tschechien -7,1 -10,2 -10,0 2,0 -5,8 -3,2
Ungarn -3,5 0.0 -3,8 3,0 8,0 5,2
USA -11,0 1,6 -2,0 4,0 -1,0 8,0
Westeuropa -5,3 -1,7 -3,4 -1,4 -3,8 -0,5


Quellen: BIS Shrapnel, Buildecon, Euro-construct, IHS Global Insight, McGraw-Hill


Im Berichtsjahr setzte sich der Aufwärtstrend im Bereich Offshore-Windenergieparks weiter fort. Die EU-Kommission rechnet bis 2030 mit Investitionen in Windkraftanlagen in Höhe von mehr als 200 Mrd. Euro. Nach Informationen der European World Energy Association soll die installierte Offshore-Leistung in den kommenden sechs Jahren um das Zehnfache auf bis zu 15 Gigawatt steigen. Entsprechend werden auch der Bedarf an Montagekapazitäten für die Windkraftwerke sowie die Nachfrage nach Wartungsarbeiten steigen. HOCHTIEF hat sich auf diesen Aufwärtstrend bereits gut vorbereitet.

Die Bauwirtschaft der USA war durch die Finanz- und Wirtschaftskrise stark betroffen. Die Regierung hatte deshalb bereits Anfang 2009 ein Konjunkturprogramm aufgesetzt. Dem Baubereich stehen daraus über zehn Jahre insgesamt zirka 100 Mrd. Euro zur Verfügung. Trotzdem herrscht auf dem Markt noch Unsicherheit (2010: minus zwei Prozent Wachstum). Die Experten von McGraw-Hill Construction rechnen deshalb erst für 2011, wenn sich die wirtschaftliche Gesamtlage weiter verbessert hat, mit einer deutlich stabileren Entwicklung des gesamten US-Baumarkts. Der Hochbaumarkt soll 2011 um vier Prozent wachsen. Die für Turner relevanten Marktsegmente, wie zum Beispiel Bildung, Gesundheit und Büroimmobilien, sollen sogar um 5,8 Prozent zunehmen. Im öffentlichen Bau (ohne Hochbau) wurde 2010 ein Anstieg um 1,6 Prozent verzeichnet, für 2011 wird aufgrund der angespannten Haushaltslage mit leicht rückläufigen Zahlen gerechnet (minus ein Prozent).

Auch in den USA setzte der Bereich nachhaltiges "grünes" Bauen sein kraftvolles Wachstum weiter fort. Zwischen 2005 und 2010 stieg das Marktvolumen, so McGraw-Hill Construction, von acht Mrd. Euro auf 54 Mrd. Euro. Die amerikanische HOCHTIEF-Tochter Turner ist Marktführer in diesem Marktsegment.

Die Golfregion erwies sich für die Bauindustrie weiterhin als sehr attraktiv. Das gilt vor allem für die arabischen Emirate, insbesondere Abu Dhabi und Katar. Hier werden, so die Experten von Germany Trade and Invest, zwischen 2009 und 2011 zirka 320 Mrd. Euro in Bauprojekte investiert. Nach Projektstornierungen im Jahr 2009 in Dubai hat sich der Markt in der Golfregion 2010 deutlich stabilisiert. Branchenkenner erwarten aufgrund der positiven wirtschaftlichen Situation einen weiteren deutlichen Anstieg der Bautätigkeit. HOCHTIEF ist in dieser Region mit mehreren Tochtergesellschaften vertreten.

Der Baumarkt in Asien gehört zu den größten Wachstumsmärkten weltweit. HOCHTIEF ist dort vor allem über die Tochtergesellschaft Leighton und deren Beteiligungen engagiert. Es herrscht ein großer Bedarf an Bauleistungen, insbesondere in Indien. Das von der indischen Regierung im Jahr 1998 aufgelegte "National Highway Development Program" (NHDP) spricht von einem Bedarf von 55 000 Kilometern Straße bis 2016. Der Staat will deshalb Großprojekte initiieren und beschleunigen. Indien plant nach Aussagen des Construction Industry Development Council, bis 2012 zirka 341 Mrd. Euro in die Infrastruktur zu investieren. Dazu gehören neben den Straßen auch Flughäfen, Seehäfen und Kraftwerke. Der indische Baumarkt wird demnach bis zum Jahr 2012 jährlich um etwa zehn Prozent zulegen.


Wirtschaft und Baumarkt in Australien haben die Wirtschaftskrise im Vergleich mit anderen entwickelten Volkswirtschaften gut überstanden. Die für HOCHTIEF relevanten Bereiche entwickelten sich weiter positiv und legten gegenüber dem Vorjahr noch einmal zu. Dazu trugen insbesondere auch die staatlichen Konjunkturprogramme bei. Der Hochbau (ohne Wohnungsbau) profitierte hauptsächlich von den erhöhten öffentlichen Ausgaben für Bildungsprojekte. Er nahm 2010 nach Informationen der Marktbeobachter von BIS Shrapnel gegenüber dem Vorjahr um 19 Prozent zu. Im Jahr 2011 werden die konjunkturfördernden Maßnahmen zurückgefahren. Zusätzlich wird eine geringe Investitionsbereitschaft der Unternehmen erwartet. Aufgrund dieser Einflussfaktoren wird 2011 mit einem Rückgang (minus vier Prozent) des Hochbaumarkts gerechnet. Der Tiefbau legte im Berichtsjahr ebenfalls zu (plus zehn Prozent). Dies begründet sich unter anderem mit der starken Nachfrage nach australischen Rohstoffen. Ihr Abtransport erfordert den weiteren Aus- und Neubau von Straßen, Bahnlinien und Häfen. Unsere australische Tochter Leighton sieht darüber hinaus auch einen steigenden Bedarf an Förderanlagen für Öl und Gas. Für das Jahr 2011 geht BIS Shrapnel von einem Rückgang des Tiefbaubereichs um zirka sechs Prozent aus, der sich aber 2012 nicht fortsetzen wird; die Volumina werden voraussichtlich weiterhin über dem Niveau des Jahres 2009 bleiben.

Betreiben

Facility-Management

Eine Studie des Marktforschungsinstituts Interconnection schätzt den Markt für Facility-Management (FM) in Deutschland für das Berichtsjahr auf 94,8 Mrd. Euro. Das entspricht einer Wachstumsrate von mehr als vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Branche der Facility-Management-Dienstleister war von der Finanz- und Wirtschaftskrise weit weniger beeinflusst, als das bei anderen Branchen der Fall war. In den kommenden Jahren wird die Branche weiter zulegen, weil immer mehr Unternehmen ihr Facility-Management an externe Anbieter outsourcen. Die Nachfrage nach integriertem FM, bei dem die FM-Aktivitäten in komplexe Produktionsprozesse des Kunden eingebunden werden, ist weiterhin hoch. Diese speziellen Dienstleistungen gehören auch zum Leistungsportfolio von HOCHTIEF Facility Management. Die FM-Branche wird sich in Deutschland laut Studien von Lünendonk und Interconnection weiter konsolidieren. Dies liegt insbesondere an der erhöhten Marktkonzentration auf die Top-Ten-Anbieter. HOCHTIEF Facility Management gehört seit Jahren zu diesen führenden Anbietern. Die Branche wird zunehmend internationaler. Auch wir sind auf internationalen Märkten wie Osteuropa und in der wachstumsstarken Golfregion vertreten.

Energy-Management

Der Bereich Energy-Management bietet weiterhin große Wachstumschancen. Zu dieser anhaltend positiven Entwicklung tragen vor allem das stark steigende Interesse an Energieeffizienz und die deutlich zunehmende Bereitschaft, CO2 -Emissionen zu reduzieren, bei. Das gilt für öffentliche Einrichtungen genauso wie für Industrieunternehmen. Ein hoher Bedarf besteht insbesondere an Energie-Contracting-Modellen, mit denen Effizienzpotenziale bei Energieverbräuchen gehoben und Kosten gesenkt werden können. Verschiedene Branchenverbände beziffern den Gesamtmarkt in Deutschland für Contracting-Leistungen auf etwa 20 Mrd. Euro. Derzeit ist nur ein geringer Teil dieses Markts erschlossen. Die Schätzungen gehen daher von jährlichen Zuwachsraten in Höhe von zehn Prozent aus. HOCHTIEF Energy Management verfügt als etablierter Energieexperte über das notwendige Know-how.

Property-Management

Das Marktvolumen für Property-Management-Dienstleistungen liegt in Deutschland laut Aussage der Strehle & Bell Managementberatung bei schätzungsweise drei bis sieben Mrd. Euro. Der für HOCHTIEF Property Management relevante Markt wächst weiter: Die Zahl der Investoren, die ihre Immobilien von externen Dienstleistern managen lassen, nimmt zu. HOCHTIEF bietet als einer der deutschen Marktführer im Property-Management seine Services derzeit vor allem für gewerbliche Immobilien und Liegenschaften an. Die Aktivitäten zielen darauf, den Wert der Immobilien zu erhöhen.

Flughäfen

Bereits im dritten Quartal 2009 entwickelte sich die Luftfahrtbranche nach dem Einbruch der Passagierzahlen aufgrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise wieder positiv. Im Jahr 2010 nahm das Fluggastaufkommen global um insgesamt 6,2 Prozent zu. In Deutschland überstieg das Wachstum den Vorjahreswert um 4,7 Prozent. Der globale Aufwärtstrend wird nach einer Prognose des Airport Council International (ACI) zumindest bis 2014 anhalten. Für Deutschland rechnen die Branchenexperten mit einem Plus beim Passagieraufkommen von 4,3 Prozent und weltweit mit 4,9 Prozent pro Jahr. Insgesamt geht ACI davon aus, dass die Fluggastzahlen weltweit in den kommenden zwei Jahrzehnten jährlich um durchschnittlich 4,1 Prozent zunehmen. Den notwendigen Ausbau der Kapazitäten werden längst nicht alle staatlichen Flughafenbetreiber finanzieren können. Deshalb ist mit weiteren Privatisierungen von Airports zu rechnen.

Straßen

Der europäische PPP-Markt für Straßenverkehrsinfrastruktur entwickelt sich weiterhin positiv. Vor allem in Mittel- und Osteuropa sind hohe Investitionen erforderlich, um das absehbare Verkehrswachstum zu bewältigen. Große Straßenprojekte mit Volumina von mehreren Mrd. Euro sind prognostiziert.

Auch in Deutschland ist der PPP-Markt weiter gereift.

In den USA und Kanada erwartet eine wichtige Branchenstudie von KPMG ebenfalls anhaltend hohes Potenzial für PPP-Straßenbaumaßnahmen. Bis 2013 rechnet KPMG in den Vereinigten Staaten mit einem Investitionsvolumen von 89,7 Mrd. Euro. Für Kanada wird für diesen Zeitraum von Investitionen in Höhe von insgesamt 10,6 Mrd. Euro ausgegangen. HOCHTIEF ist in diesem wachstumsstarken Markt mit den Töchtern HOCHTIEF Concessions und Flatiron präsent.

In Indien sind ebenfalls große Investitionen in die Infrastruktur geplant. Es werden allein 55 000 Kilometer Straßen benötigt. Gemäß einem staatlichen Entwicklungsprogramm bis 2016 entfällt auf den privaten Sektor ein Investitionsvolumen von 29 Mrd. Euro. Im Sommer 2010 wurde das erste von zehn sogenannten Megaprojekten über insgesamt 5 000 Kilometer Straße mit einem Volumen von acht Mrd. Euro von der staatlichen Autobahnbehörde ausgeschrieben. HOCHTIEF Concessions entschloss sich 2010 zum Markteintritt in Indien, schloss zwei Kooperationsverträge mit großen lokalen Partnern und gründete Anfang 2011 eine Tochtergesellschaft in Delhi.

Soziale Infrastruktur

In Deutschland wurden seit 2004 insgesamt 160 PPP-Hochbauprojekte mit einem Gesamtvolumen von 4,3 Mrd. Euro realisiert. Im Berichtsjahr waren es 26 Projekte mit einem Volumen von 515 Mio. Euro. Das Interesse an weiteren Projekten ist groß. Derzeit befinden sich mehr als 100 Projekte in Planung.

Nach dem Regierungswechsel in Großbritannien im Jahr 2010 und dem in der Folgezeit verabschiedeten Sparprogramm wird deutlich, dass PPP/PFI-Projekte auch in Zukunft fester Bestandteil der britischen Beschaffungsstrategie für Hochbauprojekte sein werden. Das Gesamtbudget für Infrastrukturprojekte beträgt 226 Mrd. Euro für die folgenden fünf Jahre. Genaue Angaben zum Anteil der PPP-Projekte stehen noch aus.

In anderen europäischen Ländern beginnt sich das PPP-Modell im Bereich Soziale Infrastruktur ebenfalls durchzusetzen. 2010 ist der Markt für PPP-Projekte auch in den USA und Kanada gestartet. Zunehmend sehen amerikanische Bundesstaaten das PPP-Modell als neue Möglichkeit, Projekte trotz angespannter Haushaltslage zu realisieren. In Kanada gelang der Tochtergesellschaft HOCHTIEF Concessions im Berichtsjahr der Markteintritt mit zwei Projekten. Insgesamt wird in Nordamerika in den kommenden Jahren mit Projekten mit einem Volumen von mehr als drei Mrd. Euro gerechnet.

Contract-Mining

Die sich verbessernde Weltwirtschaft und erhöhte Nachfrage nach Rohstoffen wirkte sich 2010 deutlich auf die Preise aus. Vor allem China benötigte zusätzliche Rohstoffe. Diese Entwicklung wird sich auch 2011 fortsetzen und sich auf das Produktionsvolumen im Bergbaubereich auswirken. Sowohl für Australien als auch für asiatische Länder gehen Prognosen von beispielsweise BIS Shrapnel von deutlichen Zuwächsen bei der Eisenerz- und Kohleproduktion aus. Aufgrund von Unsicherheiten im Hinblick auf die allgemeine Wirtschaftslage und einer möglicherweise veränderten Besteuerung von Mineneigentümern spiegelte sich diese Entwicklung noch nicht in den Neuinvestitionen im Bergbaubereich wider. Sie reduzierten sich 2010 um zirka zehn Prozent. BIS Shrapnel rechnet erst für das Jahr 2012 mit spürbar gesteigerten Investitionsaktivitäten im Bergbau. Unsere australische Tochtergesellschaft Leighton blieb von dieser kurzfristigen Schwäche bei den Neuinvestitionen weitgehend unberührt und erwartet, vom prognostizierten Anstieg der Produktionsvolumina zu profitieren. Über Leighton ist HOCHTIEF heute bereits der weltgrößte Contract-Miner. In Australien und Asien fördern wir vor allem Eisenerz und Kohle.

Rechtliche und wirtschaftliche Einflussfaktoren

Surface Transportation Bill, USA

In den USA schreibt die sogenannte "Surface Transportation Bill" - ein Investitionsprogramm mit einem Zeithorizont von sechs Jahren - fest, in welchem Umfang staatliche Mittel für die Realisierung von Infrastrukturvorhaben zur Verfügung gestellt werden. Die meisten Projekte unserer US-Tochter Flatiron etwa speisen sich zu einem Teil aus diesem Programm. Eine Debatte um eine Neuauflage der "Surface Transportation Bill" ist seit Längerem im Gange, die Umsetzung ist jedoch noch nicht konkret avisiert. Die aktuelle Verlängerung des Programms läuft im März 2011 aus. Es wird erwartet, dass das Programm im Anschluss erneut verlängert wird und für 2011 Mittel in ähnlicher Höhe vorsehen wird wie für 2010.

Steuererhöhungen und rezessive Gesamtsituation, Griechenland

Im Zuge der Konsolidierung ihres Staatshaushalts hat die griechische Regierung im Mai 2010 ein Reihe von Maßnahmen erlassen, die unter anderem ein umfassendes Sparprogramm, aber auch Steuererhöhungen beinhalten. Durch die Anhebung der Körperschaftssteuer sowie durch eine temporäre Sondersteuer wurde das Ergebnis unseres Beteiligungsflughafens Athens International Airport und unserer Straßenbauprojekte negativ beeinflusst. Es wird erwartet, dass die Sondersteuer auch in den kommenden beiden Jahren erhoben wird. Zudem wurde der Mehrwertsteuersatz auf 23 Prozent erhöht, und auch die indirekten Steuern, zum Beispiel auf Treibstoff, wurden deutlich angehoben. Weitere Sparmaßnahmen der griechischen Regierung waren Ende 2010 nicht zu erwarten.

Naturkatastrophe Queensland, Australien

In Australien ereignete sich zum Jahreswechsel 2011 eine Flutkatastrophe, von der große Teile Queenslands und des nördlichen New South Wales betroffen waren. Insgesamt war eine Fläche in der Größenordnung von Deutschland und Frankreich überschwemmt. Überflutete Minen und zerstörte Infrastruktur haben weite Teile des Kohlenbergbaus in der Region zum Erliegen gebracht. Neben dem Contract-Mining-Geschäft wurden auch Projekte im Infrastrukturbereich durch diese Umweltkatastrophe beeinträchtigt. Die Tochtergesellschaft Leighton geht davon aus, dass die Produktionsausfälle beim Kohleabbau sowie die Bauzeitverzögerungen beim Projekt AirportLink in Brisbane im weiteren Verlauf des Jahres wieder aufgeholt werden können.

Darüber hinaus lagen uns keine relevanten rechtlichen und wirtschaftlichen Einflussfaktoren auf das HOCHTIEF-Geschäft vor.


Auftragsentwicklung 2010

Zuwachs bei allen Berichtsgrößen

Auftragseingang auch währungsbereinigt über Vorjahresniveau

Leistung gegenüber 2009 gesteigert

Auftragsbestand markiert erneut historischen Höchstwert

Auftragsreichweite liegt rechnerisch bei mehr als zwei Jahren

Die hervorragende Aufstellung von HOCHTIEF sowie der zunehmende Optimismus der Weltmärkte spiegelt sich in unserer Auftragsentwicklung wider. Auftragseingang, Leistung und Auftragsbestand liegen zum Teil deutlich über den Vorjahreswerten. Der Bestand erreichte erneut eine historische Höchstmarke und dokumentiert eindrucksvoll die hervorragende Auftragslage des Konzerns.

Auftragseingang: Vorjahreswert übertroffen

Der Auftragseingang des Konzerns lag mit dem absoluten Wert in Höhe von 29,63 Mrd. Euro um +31,8 Prozent* über dem Vorjahreswert. Auch währungsbereinigt übertreffen die Neuaufträge mit 25,69 Mrd. Euro den Vergleichswert (Vorjahr 22,47 Mrd. Euro).


* Ermittlung der Prozentwerte auf Basis Mio. Euro.

HOCHTIEF Asia Pacific konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr zahlreiche Contract-Mining-Aufträge in Australien, Indien und in der Mongolei gewinnen oder erweitern. Darüber hinaus sorgte die hohe Nachfrage nach Infrastrukturleistungen in Australien und Asien für attraktive Aufträge. Der Auftragseingang liegt um +6,52 Mrd. Euro (währungsbereinigt: +3,01 Mrd. Euro) über dem Vorjahreswert.

Der Unternehmensbereich HOCHTIEF Americas behauptete sich trotz des weiterhin schwierigen Marktumfelds gut. Turner und Flatiron gewannen in den USA viele attraktive Projekte. Der Auftragseingang stieg in der Folge um +1,24 Mrd. Euro (währungsbereinigt: +0,86 Mrd. Euro).

HOCHTIEF Europe hat seine Position in Deutschland im abgelaufenen Geschäftsjahr gestärkt und verzeichnete einen Zuwachs des Auftragseingangs in Deutschland um +0,56 Mrd. Euro. International konnte der Vorjahreswert nicht erreicht werden, da im Vergleichszeitraum der Großauftrag für das Einkaufs- und Geschäftszentrum Barwa Commercial Avenue in Katar (Auftragswert: 1,34 Mrd. Euro) enthalten ist.

Der Auftragseingang von HOCHTIEF Real Estate ist deutlich rückläufig. Der Bereich bewegte sich im Immobilienmarkt auch 2010 in einem schwierigen Umfeld. Leichte Zuwächse bei HOCHTIEF Property Management und im Bereich Asset-Management konnten den Rückgang bei HOCHTIEF Projektentwicklung nicht ausgleichen.

HOCHTIEF Services profitierte von einem Boom bei Outsourcing-Projekten und Energie-Contracting-Lösungen. Auf dem deutschen Markt (+ 0,36 Mrd. Euro) wurden bedeutende Neuprojekte gewonnen und große Aufträge verlängert. Der Rückgang im internationalen Geschäft (-0,07 Mrd. Euro) konnte durch die positive Entwicklung in Deutschland deutlich kompensiert werden.




Die HOCHTIEF-Auftragsstatistik beruht auf der Definition des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie. Weitere Informationen finden Sie unter www.bauindustrie.de.


Der Auftragseingang von HOCHTIEF in Deutschland ist insgesamt gegenüber dem Vorjahr gestiegen (+ 0,61 Mrd. Euro beziehungsweise + 31,6 Prozent). International wuchsen die Neuaufträge um + 31,9 Prozent, das entspricht einem absoluten Zuwachs von + 6,55 Mrd. Euro. Der Anteil der international erzielten Auftragseingänge liegt im Berichtsjahr bei 91,5 Prozent.

Die überwiegende Anzahl der Beteiligungen des Unternehmensbereichs HOCHTIEF Concessions wird nicht vollkonsolidiert. Somit werden in der vorliegenden Statistik zum Teil volumenstarke Auftragseingänge aufgrund der At-Equity-Konsolidierung nicht ausgewiesen.


Leistung: Wachstum aus werthaltigen Aufträgen

Die Leistung im Konzern erreichte zum Jahresende 23,23 Mrd. Euro, das ist ein Zuwachs von +13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bereinigt um Währungseffekte -im Wesentlichen gegenüber dem amerikanischen und australischen Dollar -, ist das Vorjahresniveau nahezu erreicht.

Der Anstieg resultierte insbesondere aus Steigerungen von HOCHTIEF Asia Pacific in den Marktsegmenten Contract-Mining und Infrastruktur. Der Bereich erhöhte seine Leistung absolut um + 3,05 Mrd. Euro, das entspricht + 31,7 Prozent (währungsbereinigt: + 7,3 Prozent).

Nach einer selektiven Auftragshereinnahme im Jahr 2009 konnte HOCHTIEF Americas durch die gute Auftragsentwicklung 2010 bei der Leistung das Vorjahresniveau erreichen. Bereinigt um positive Währungseffekte gegenüber dem US-Dollar liegt die Leistung jedoch um -4,5 Prozent unter dem Vorjahreswert.

In Deutschland betrug die Leistung des Konzerns 1,8 Mrd. Euro (Vorjahr 2,28 Mrd. Euro), das entspricht einem Rückgang von -21 Prozent. Die restriktive Projektauswahl bei HOCHTIEF Europe und der Immobilienentwicklung von HOCHTIEF Real Estate führte zu rückläufigen Leistungswerten.

Auf den internationalen Märkten erzielte der Konzern eine Leistung von 21,43 Mrd. Euro und übertraf damit den Vorjahreswert um + 17,2 Prozent. Der Anteil der internationalen Leistung von 92,2 Prozent an der Konzernleistung bestätigt unseren Spitzenplatz in der Rangliste "The Top 225 International Contractors" im jährlichen Ranking des Fachmagazins Engineering News-Record.

Der Auftragseingang des Berichtsjahres lag um zirka 6,4 Mrd. Euro über der Jahresleistung des Konzerns und trug damit wesentlich zum Anstieg des Auftragsbestands bei.

Auftragsbestand: erneut Rekordmarke erzielt

Der Auftragsbestand hat mit einem absoluten Wert von 47,49 Mrd. Euro einen hervorragenden Wert erzielt. Mit einem Zuwachs von 12,12 Mrd. Euro wurde das Vorjahr (35,37 Mrd. Euro) um + 34,2 Prozent übertroffen. Neben den Auswirkungen aus Auftragseingang und Leistung ist auch ein positiver Währungseffekt gegenüber dem australischen Dollar für den Anstieg verantwortlich. Bereinigt um die Währungseffekte, liegt der Auftragsbestand im Konzern aber immer noch um + 15,5 Prozent über dem Vorjahreswert und beträgt absolut 40,88 Mrd. Euro.

In Deutschland stieg der Bestand durch Projektgewinne bei HOCHTIEF Europe und HOCHTIEF Services um + 0,74 Mrd. Euro (das entspricht + 24,4 Prozent) gegenüber dem Vorjahr. International beträgt der Anstieg + 35,2 Prozent, das entspricht 11,38 Mrd. Euro. Die Zuwächse resultieren im Wesentlichen aus der außerordentlich guten Geschäftsentwicklung von Leighton, einem Plus bei HOCHTIEF Americas und einem positiven Währungseffekt aus dem australischen Dollar.

Auf Basis der aktuellen Jahresleistung erreicht der Konzern eine rechnerische Auftragsreichweite von mehr als 24 Monaten.

Strategie

Erfolge beweisen Tragfähigkeit der Strategie

Profitabilität wird weiter gesteigert

Wachstumsmärkte stehen im Fokus

Angebotspalette auf den Lebenszyklus ausgerichtet

HOCHTIEF ist ein internationaler Baudienstleister und gehört weltweit zu den führenden Anbietern dieser Branche. Unsere Angebotspalette umfasst die Module Planen, Bauen und Betreiben. Dabei wird das Kerngeschäft des Bauens von zahlreichen Leistungen ergänzt, mit denen wir den gesamten Lebenszyklus von Infrastrukturprojekten, Immobilien und Anlagen begleiten. Unseren Kunden bieten wir so maßgeschneiderte Lösungen für ihre Projekte - als modulare oder ganzheitliche Leistungen. Als internationalstes Unternehmen der Branche können wir unsere Leistungen global anbieten -dort, wo unsere Kunden es wünschen.

Unser Handeln orientiert sich konzernweit verbindlich an unserer Vision: "HOCHTIEF baut die Welt von morgen. - Gemeinsam mit unseren Partnern gestalten wir Lebensräume, schlagen Brücken, gehen neue Wege und steigern nachhaltig die uns anvertrauten Werte." Diese Vision bleibt auch künftig richtungweisend für unseren Konzern.

HOCHTIEF folgt einer langfristigen, zukunftsorientierten Strategie. Dabei stehen für uns der wirtschaftlich nachhaltige Erfolg und dynamisches Wachstum im Mittelpunkt. Die von uns seit mehreren Jahren verfolgten strategischen Initiativen werden fortgeführt. Diese sind: Begleitung des Lebenszyklus, Optimierung der Finanzkraft, Fokus auf Wachstumsmärkte, Differenzierung durch Technologie, Ausweitung des Dienstleistungsgeschäfts sowie Positionierung als attraktiver Arbeitgeber. Insbesondere die ersten vier Elemente standen im Geschäftsjahr 2010 im Fokus.

Angebotspalette auf den Lebenszyklus ausrichten

Es ist unsere Strategie, den Lebenszyklus von Infrastrukturprojekten, Immobilien und Anlagen ganzheitlich zu begleiten. Dafür vernetzen wir alle Leistungen unserer Angebotspalette und führen Prozesse gemäß unserem Leitsatz "One roof - all solutions" zusammen. Zusätzlich ergeben sich beim gemeinsamen Auftritt aller HOCHTIEF-Einheiten unter einem Dach neue Potenziale aus Cross-Selling-Effekten. Insgesamt entstehen durch das integrierte, ganzheitliche Angebot spürbare Kostenvorteile für unsere Kunden. So steigern wir nachhaltig Werte -für Kunden und Aktionäre ebenso wie für den Konzern. Durch die zum 1. Januar 2011 vereinfachte Konzernstruktur mit nun vier Unternehmensbereichen bündeln wir unsere Leistungen in Europa noch konsequenter -wir haben die Module der Leistungspalette noch einmal besser dem Angebot entlang des Lebenszyklus von Projekten angepasst.


Unsere Angebotspalette

Planen

Zu diesem Modul gehören Entwicklung, ganzheitliche Konzeption, Finanzierung, Versicherung, Realisierung und Vermarktung von Projekten aller Art sowie Beratungsleistungen - als Gesamt- oder Einzelangebot.

Werden bei einem Projekt alle Module der Angebotspalette genutzt, realisieren wir maximale Wertschöpfung - und unsere Kunden profitieren von den Synergieeffekten.

Bauen

Dieses Modul umfasst das klassische Baugeschäft und das Construction-Management in den Bereichen Hoch-, Tief- und Infrastrukturbau. Neben den ausführenden und bauüberwachenden Arbeiten übernimmt HOCHTIEF auch die Beschaffung der benötigten Materialien, Systeme und Dienstleistungen und stellt die Baustelleneinrichtung bereit.

Betreiben

Dieses Modul beinhaltet alle Leistungen, die sich aus dem Betrieb von Infrastrukturprojekten, Immobilien und Anlagen sowie dem Management von Geschäftsprozessen ergeben. Darunter fallen das Asset- und Property-Management, das Facility- sowie das Energy-Management. Hinzu kommen unser Konzessions- und Betreibergeschäft mit den Flughafenbeteiligungen, die Public-Private-Partnership-Projekte in den Geschäftsbereichen Straßen und Soziale Infrastruktur sowie das Contract-Mining mit seinem Schwerpunkt auf dem Betrieb.



Profitabilität steigern

HOCHTIEF setzt auf Wachstum und engagiert sich in rentablen Geschäftsfeldern. Seine Profitabilität hat der Konzern in den vergangenen Jahren deutlich gesteigert. Dazu trugen die klare Ausrichtung des Konzerns auf den gesamten Lebenszyklus von Projekten und die internationale Geschäftstätigkeit auf starken Märkten ebenso bei wie die konsequente Einhaltung der Vorgaben zur Rentabilität von Projekten.

Werte realisieren

Auch ein aktives Portfoliomanagement ist elementarer Bestandteil unserer Strategie. Werte, die sich aus dem aktuellen Portfolio ergeben, wollen wir in Übereinstimmung mit unserer Planung auch konsequent realisieren. So haben wir uns zu einer Wertrealisierung bei dem erfolgreichen Tochterunternehmen HOCHTIEF Concessions im Jahr 2011 entschieden und streben zum Zweck der Wertmaximierung ein zweigleisiges Verfahren - Börsengang oder Trade Sale - an. Dabei sind wir bereit, eine Mehrheitsbeteiligung abzugeben. Wir werden auch nach einem Verkauf von HOCHTIEF Concessions die Beschaffungsvariante "Konzessionen" für Aufträge der öffentlichen Hand weiter anbieten. Die notwendigen Kompetenzen sind in vielfältiger Form auf allen Ebenen des Unternehmens vorhanden. Darüber hinaus sind Kooperationsvereinbarungen beziehungsweise privilegierte Partnerschaften möglich. Zudem planen wir, den mit der HOCHTIEF-Beteiligungsgesellschaft aurelis Real Estate entstandenen Wert im Jahr 2012 zu realisieren. Da aurelis sich sehr erfolgreich entwickelt hat, wollen wir dieses Ziel bereits ein Jahr früher, als bisher geplant, umsetzen.


Alles aus einer Hand: das Lebenszyklusmanagement von HOCHTIEF. Dabei sind unsere Leistungen von nachhaltigem Handeln geprägt.

Wachstumsmärkte erschließen

HOCHTIEF will weiter wachsen und expandiert darum in zukunftsträchtige Geschäftsfelder auf rentablen Wachstumsmärkten. Zukäufe und die Gründung neuer Gesellschaften sind Bestandteile dieser Strategie. Bei unseren regionalen Aktivitäten setzen wir auf Zukunftsmärkte. So sind wir mit unserem Engagement in den Golfstaaten sehr erfolgreich - dort erbringt HOCHTIEF derzeit Bau- und Serviceleistungen für eine Reihe von Großprojekten. Dieser Markt steht weiterhin in unserem Fokus. Im Dezember 2010 verzeichnete HOCHTIEF den Einstieg von Qatar Holding als neuem Großaktionär. So wird die bestehende Partnerschaft mit dem Emirat Katar gefestigt. Die Beteiligung bietet beiden Partnern weitreichende strategische Perspektiven, da Katar vor einer schnellen technologischen, infrastrukturellen und wirtschaftlichen Entwicklung steht.

Auch Nordamerika stellt für HOCHTIEF einen Zukunftsmarkt dar: In den USA haben wir 2010 mit dem Erwerb der Tiefbaugesellschaft E.E. Cruz in New York unsere Wettbewerbsposition auf diesem Spezialmarkt verbessert. Zudem gelang HOCHTIEF Concessions im Berichtsjahr der Einstieg in den öffentlichen Hochbaumarkt in Nordamerika. In Kanada erwarten wir neue Geschäftsmöglichkeiten, bei denen wir auf einer hervorragenden Ausgangslage mit unseren renommierten Tochtergesellschaften Flatiron und Turner aufbauen können. Wir werden unsere Position in Nordamerika gezielt weiter ausbauen.

Nicht zuletzt konzentrieren wir uns auf den Zukunftsmarkt Indien. Hier werden vor allem auf dem Baumarkt - insbesondere in den Bereichen Infrastruktur und Flughäfen - hohe Wachstumsraten erwartet. Über verschiedene Gesellschaften und Projekte hat HOCHTIEF in der Vergangenheit auf dem indischen Markt bereits Erfahrungen gesammelt und sich einen Namen gemacht. Auch unsere Beteiligungsgesellschaft Leighton ist erfolgreich in Indien tätig. Unsere Aktivitäten wollen wir künftig über weitere Landesgesellschaften verstärken.

Vorsprung durch innovative Leistungen ausbauen

Durch hohe technische Kompetenz, Ingenieurwissen "made in Germany" und Prozess-Know-how hebt sich HOCHTIEF vom Wettbewerb ab. Die hohe Qualität aus dem Hause HOCHTIEF wird in aller Welt geschätzt und nachgefragt - das zeigten auch im Geschäftsjahr 2010 die zahlreichen Aufträge von Wiederholkunden und die Neuaufträge. Diesen Vorsprung wollen wir weiter ausbauen und unseren Kunden auch künftig mit individuellen Lösungen, innovativen Leistungen und Kostenvorteilen Mehrwert schaffen. Wo zusätzliche Leistungen notwendig werden, entwickeln wir innovative Produkte und Dienstleistungen. Ein Beispiel für solche erfolgreichen Neuaktivitäten ist etwa das virtuelle Bauen. Mit HOCHTIEF ViCon bedienen wir seit 2007 den Markt und haben im Berichtsjahr mit dem Auftrag für die Koordination des Einsatzes von 3-D-Technologien bei der Stadt "Lusail City" in Katar ein bedeutendes Großprojekt gewonnen. Durch innovative Entwicklungen werden wir auch künftig komplexen Anforderungen gerecht werden.

Einen besonderen Schwerpunkt bildet derzeit der vielversprechende Markt für Windkraft. HOCHTIEF kann dabei im Offshore-Bereich auf seiner Wasserbaukompetenz optimal aufbauen. Bei einer Reihe von Projekten haben wir bereits die Gründungsarbeiten für Windkraftanlagen auf dem Meeresboden realisiert. HOCHTIEF erhielt allein im Herbst 2010 zwei attraktive Großaufträge für den Bau von Windparks in Nord- und Ostsee. Mit der Reederei Beluga, seit 2009 unser Joint-Venture-Partner, haben wir 2010 den Bau eines ersten Spezialhubschiffs beauftragt. HOCHTIEF hat darüber hinaus die Spezialhubplattform Thor entwickelt, die seit Sommer 2010 im Einsatz ist. Damit haben wir eine hervorragende Basis für weitere Aufträge geschaffen: Die Thor ist bereits langfristig ausgebucht. Auf der Basis bestehender Kompetenzen wollen wir unser Leistungsspektrum in diesem Segment weiter ausbauen - unser Ziel ist es, Windparks in der Zukunft auch zu warten und zu betreiben. Dabei können wir das Know-how unserer Geschäftsfelder Facility- und Energy-Management nutzen. Wir haben deshalb die Gesellschaft HOCHTIEF Offshore Services gegründet und entwickeln derzeit ein Spezialschiff für Wartungsarbeiten bei Offshore-Windparks.

Auch im Onshore-Bereich sind wir erfolgreich tätig: So errichtet Leighton den Windpark Macarthur Wind Farm. Leighton hat sich zum Ziel gesetzt, führender Anbieter beim Bau von Windkraftanlagen zu werden.

Finanzstrategie langfristig gestalten

HOCHTIEF hat seine Finanzstrategie seit jeher konservativ gestaltet und legt höchsten Wert auf ein belastbares Risikomanagement. Dies hat uns auch während der Finanzkrise eine starke Position gesichert. Das konnten wir 2010 erneut mit mehreren Finanzierungserfolgen beweisen: So haben wir im Mai 2010 erfolgreich ein Schuldscheindarlehen mit einer Laufzeit über fünf Jahre in Höhe von 240 Mio. Euro am Markt platziert. Die Offerte war um mehr als hundert Prozent überzeichnet. HOCHTIEF steht für erstklassige Bonität und verfügt über den notwendigen Spielraum für weiteres Wachstum.

Erfolgreiche Strategie unverändert fortführen

HOCHTIEF hat im Geschäftsjahr 2010 erneut bewiesen, dass der Konzern ein internationales Erfolgsunternehmen ist - das beweist klar die Tragfähigkeit unserer Strategie. Die aufeinander abgestimmte Angebotspalette entlang des Lebenszyklus von Projekten, anspruchsvolle Aufträge in aller Welt, zufriedene Kunden und eine exzellente Reputation führen zu einer kontinuierlich steigenden Profitabilität. Der Konzern wird diesen Weg auch im Geschäftsjahr 2011 unverändert fortsetzen.


Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit und Corporate Responsibility sind Teil der Unternehmensstrategie

Sechs klare Ziele für Nachhaltigkeit verfolgt

HOCHTIEF erneut in Dow Jones Sustainability Indizes gelistet

Nachhaltigkeit aus Überzeugung

Nachhaltigkeit und Corporate Responsibility (CR) haben bei HOCHTIEF Tradition und sind Teil unserer Unternehmensstrategie. Unsere Werte, Vision und Leitlinien orientieren sich am nachhaltigen Handeln. Als zukunftsorientiertes Unternehmen übernehmen wir Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt - im Unternehmen ebenso wie bei unseren Projekten. Im November 2010 unterzeichnete HOCHTIEF das "Leitbild für verantwortliches Handeln in der Wirtschaft". In dieser Selbstverpflichtung bekennen wir uns gemeinsam mit 20 anderen Konzernen zu Nachhaltigkeit, Sozialpartnerschaft, Leistungsprinzip und fairem Wettbewerb.

Der Kapitalmarkt erkennt unser Engagement im Bereich Nachhaltigkeit an. HOCHTIEF wurde im September 2010 zum fünften Mal in Folge in die Dow Jones Sustainability Indizes (DJSI) aufgenommen.

Im Berichtsjahr haben wir das IT-gestützte Reportingsystem "CRedit" in Betrieb genommen. Dadurch wird die Erfassung von Daten zur Nachhaltigkeit im Konzern vereinfacht und die Datenqualität weiter verbessert.

Kernbereiche der Nachhaltigkeit/CR

Nachhaltiges Handeln konzentriert sich bei HOCHTIEF auf sechs Themenfelder mit klar definierten Zielen:

Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen

Weltweit zählt HOCHTIEF zu den führenden Anbietern im Bereich des nachhaltigen Grünen Bauens. In Deutschland wurden bisher elf von HOCHTIEF realisierte Immobilien mit dem Gütesiegel der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) vorzertifiziert beziehungsweise zertifiziert. Unsere Tochter Turner ist in den USA die Nummer 1 in diesem Marktsegment. Hier erhielten bislang 425 Projekte die renommierte LEED-Auszeichnung oder wurden dafür registriert. In Polen, Tschechien und Costa Rica starteten HOCHTIEF-Gesellschaften im Berichtsjahr die ersten LEED-beziehungsweise BREEAM-zertifizierten Gebäude in diesen Ländern. Auch in Australien gewinnt das Thema weiter an Gewicht. Hier sponserte HOCHTIEF im November eine internationale Konferenz zum nachhaltigen Bauen, die in dieser Form erstmalig stattfand. Auch bei den selbst genutzten Bürogebäuden setzt das Unternehmen auf Nachhaltigkeit: Die neuen HOCHTIEF-Häuser in München und Hamburg erhielten das DGNB-Vorzertifikat in Gold und Silber. In den USA wurden bislang acht Turner-Bürogebäude nach LEED zertifiziert.
→ Unser Ziel: Wir wollen internationaler Marktführer für nachhaltige Projekte in den Bereichen Bauen und baunahe Dienstleistungen werden. Dafür werden wir unser Leistungsspektrum entlang des Lebenszyklus von Infrastrukturprojekten, Immobilien und Anlagen erweitern.

Aktiver Klimaschutz

Mit verschiedenen Leistungen erbrachte HOCHTIEF im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder einen Beitrag dafür, das Klima zu schützen und die Emission von Treibhausgasen zu verringern. HOCHTIEF Energy Management konnte 2010 bei seinen Projekten im Kundenauftrag insgesamt mehr als 100 000 Tonnen CO2 einsparen. Im Berichtsjahr haben wir im Bereich Windkraft weiter in die Zukunft investiert: Unsere neue Hubinsel Thor nahm die Arbeit bei der Errichtung von Offshore-Windanlagen in der Nordsee auf. Zudem wurde mit dem Bau des ersten Spezialschiffs von BELUGA HOCHTIEF Offshore begonnen, mit dem das Gemeinschaftsunternehmen ab 2012 Windkraftanlagen auf See errichten, instand setzen und betreiben wird.*** Auch intern achten wir auf den Klimaschutz: In Deutschland konnte der Treibstoffverbrauch um mehr als sechs Prozent im Vergleich zu 2008 reduziert werden. Seit dem Berichtsjahr werden unsere großen deutschen Bürostandorte vollständig mit Ökostrom versorgt. Unsere transparente und engagierte KlimapoIitik wurde 2010 auch offiziell anerkannt: Erstmals ist HOCHTIEF im deutschen Carbon Disclosure Leadership Index gelistet.
→ Unser Ziel: Wir wollen gemeinsam mit unseren Kunden CO2 -Emissionen einsparen.

Ressourcenschutz

In der Richtlinie zu Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz bekennt sich HOCHTIEF zu einem aktiven Ressourcenschutz. Mehr als 60 Prozent der Unternehmenseinheiten sind gemäß der Umweltmanagementnorm ISO 14001 zertifiziert. In den vergangenen vier Jahren verzeichneten wir keine wesentlichen Umweltschäden. Die Abfallrecyclingquote bei unseren weltweiten Projekten ist deutlich höher als der jeweilige Landesdurchschnitt: In Deutschland lag sie im Berichtsjahr beispielsweise bei 92 Prozent, in Europa und Amerika zusammengenommen bei 75 Prozent.
→ Unser Ziel: Wir wollen natürliche Ressourcen schonen und erhalten sowie den Ressourceneinsatz optimieren.

Attraktive Arbeitswelt

Als Arbeitgeber von weltweit mehr als 70 000 Menschen sind wir dafür verantwortlich, optimale Arbeitsbedingungen für sie zu schaffen und ihnen größtmögliche Arbeitssicherheit und umfassenden Gesundheitsschutz zu bieten. Unser bereichsübergreifendes Kompetenzzentrum für Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz setzt sich dafür ein, kontinuierlich das unternehmensweite Umwelt- und Sicherheitsmanagement zu optimieren und die Umsetzung in den HOCHTIEF-Gesellschaften sicherzustellen. Im Berichtsjahr konnte die Unfallhäufigkeit im gesamten Konzern mit 1,79 Unfällen pro
1 000 000 geleisteten Arbeitsstunden nochmals gesenkt werden.
→ Unser Ziel: Wir wollen unsere Stellung als attraktiver und verantwortungsvoller Arbeitgeber der Branche weiter festigen.


Gesellschaftliches Engagement

HOCHTIEF versteht sich als Teil des Gemeinwesens. Bei unseren weltweiten Projekten beschäftigen wir seit jeher vor allem Mitarbeiter und Nachunternehmer aus den jeweiligen Regionen. In Australien engagiert sich unsere Tochter Leighton beispielsweise traditionell für die Ureinwohner. Ihre Beteiligungsgesellschaft Thiess ermöglichte im Berichtsjahr jungen Ureinwohnern aus Queensland ein 20-wöchiges Trainingsprogramm - mit Arbeitsplatzgarantie nach erfolgreicher Teilnahme. In Deutschland spendeten HOCHTIEF und seine Mitarbeiter für die Erdbebenopfer in Chile insgesamt gut 37.000 Euro. Unsere US-Töchter Turner und Flatiron sowie deren Mitarbeiter stellten umgerechnet zirka 250.000 Euro für die Hilfsmaßnahmen im erdbebenzerstörten Haiti zur Verfügung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr beschenkte HOCHTIEF Concessions wieder Bildungseinrichtungen in der Nachbarschaft seiner Beteiligungsflughäfen. Computer und IT-Ausstattung gingen diesmal an Schulen in der Nähe des Düsseldorfer und des Hamburger Airports. Zudem engagierte sich das Unternehmen erneut für die notwendige Sanierung eines Schulgebäudes im albanischen Tirana. Als Sponsorpartner der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 war HOCHTIEF an zahlreichen Projekten und Aktionen beteiligt; HOCHTIEF Facility Management übernahm die technische Leitung der Kulturhauptstadt.
→ Unser Ziel: Wir wollen uns dort gesellschaftlich engagieren, wo unser Unternehmen aktiv ist.

Compliance und Ethikmanagement

Da HOCHTIEF in Regionen mit unterschiedlichen Kulturen und politischen Systemen tätig ist, haben Compliance und Ethikmanagement bei uns einen hohen Stellenwert. Der HOCHTIEF Code of Conduct wurde im Berichtsjahr überarbeitet und um internationale Standards, zum Beispiel aus den Bereichen Arbeitnehmerrechte, Verbot von Zwangs- und Kinderarbeit sowie Umweltschutz, erweitert. 2010 haben wir im Einkauf die Bewertung von Nachunternehmern weiter ausgebaut. Dabei werden nun auch nachhaltige Kriterien wie Arbeits- und Umweltschutz berücksichtigt. Unsere Compliance-Beauftragten in den Unternehmensbereichen haben im Berichtsjahr wieder zahlreiche Schulungen, beispielsweise zum HOCHTIEF Code of Conduct sowie zu unseren Richtlinien, veranstaltet. Ergänzend wurden den Mitarbeitern die elektronischen Lernprogramme zu den Themen Antikorruption und illegale Beschäftigung angeboten.
→ Unser Ziel: Wir wollen Standards für Geschäftsethik setzen und wenden diese mit aller Kraft an.

Transparente Informationspolitik

HOCHTIEF veröffentlicht bereits seit 2005 einen Nachhaltigkeitsbericht. Er erscheint alle zwei Jahre und berücksichtigt die Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) sowie des UN Global Compact. Seit 2007 wird er von einer internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Der nächste Bericht erscheint 2011. Über aktuelle Aktivitäten und Ereignisse berichten wir auf unserer Internetplattform unter
www.hochtief.de/nachhaltigkeit.


Forschung und Entwicklung

Weitere Informationen über FuE-/Innovationsprojekte finden Sie im Internet unter www.hochtief.de/fue sowie in unserem Nachhaltigkeitsbericht oder unter www.hochtief.de/nachhaltigkeit.

Innovation als integraler Bestandteil der Projektarbeit

Innovationskraft setzt Maßstäbe in der nationalen und internationalen Baubranche

Beispiele für zukunftsweisende Innovationsprojekte

Forschung und Entwicklung für komplexe Unikate

Als weltweit aufgestellter Baudienstleister planen, finanzieren, realisieren und betreuen wir überwiegend Unikate und keine Serienprodukte. Um die hohen Ansprüche bestmöglich zu erfüllen und den Kunden deutlichen Mehrwert zu verschaffen, fließen in unsere Projekte innovative Ideen sowie umfangreiche Forschungs- und Entwicklungs-(FuE-)Arbeiten ein.

Konsequentes Innovationsmanagement steigert die Wettbewerbsfähigkeit

HOCHTIEF überzeugt als einer der Vorreiter in der Baubranche mit immer neuen zukunftsweisenden Entwicklungen. Unser zielführendes Innovationsmanagement in allen Bereichen treibt unseren Erfolg wesentlich voran und wird von uns deshalb kontinuierlich weiter optimiert. Unsere Mitarbeiter beschränken sich nicht nur darauf, Lösungen für unsere Projekte zu entwickeln und wachstumsstarke Geschäftsfelder zu erschließen. Wir arbeiten darüber hinaus kontinuierlich daran, interne Abläufe und Prozesse weiter zu verbessern, um uns so vom Wettbewerb zu differenzieren.

Innovationsideen aus dem Kreis der Mitarbeiter nehmen deutlich zu

Seit 2008 können unsere Mitarbeiter in Deutschland ihre Ideen und Verbesserungsvorschläge in einen virtuellen "Ideenraum" im Intranet einstellen. Diese Möglichkeit wird immer stärker genutzt. Im Geschäftsjahr 2010 gingen 567 Ideen ein - 160 mehr als im Vorjahr. Im April des Berichtsjahres fand die zweite Jahrestagung des HOCHTIEF-Ideenmanagements statt, bei der die "Top-Ten-Ideen 2009" ausgezeichnet wurden. Sieger wurde der Verbesserungsvorschlag "Konzept und Umsetzung für die Ausfahrt einer Tunnelvortriebsmaschine in einem mit Kies-Sand-Gemisch gefüllten Endschacht". Mit dieser Idee lässt sich die Bauzeit je Ausfahrvorgang um zirka zwei Tage reduzieren. Bei der ersten Anwendung in einem Tunnelbauprojekt in Hamburg konnten wir mit dem Verfahren mehr als 550.000 Euro einsparen.

Innovationen entstehen auf drei Ebenen

Bei HOCHTIEF wird FuE auf drei Ebenen betrieben. Die erste Ebene ist das zentrale Innovationsmanagement. Hier geht es um unternehmensübergreifende Themen, die sich nachhaltig auf das operative Geschäft des gesamten Konzerns auswirken. Aus den etablierten Leistungen und Produkten entstehen neue Geschäftsfelder entlang des Lebenszyklus von Infrastrukturprojekten, Immobilien und Anlagen. Die zentrale Unternehmensentwicklung koordiniert das ganzheitliche Innovationsmanagement, identifiziert attraktive Projekte und begleitet deren Umsetzung. Stetiges Controlling gewährleistet die Effizienz. Unser Innovationskomitee entscheidet, ob ein Projekt realisiert wird. Zu dem Komitee gehören Mitglieder sämtlicher Unternehmensbereiche, der Zentralbereiche und des Vorstands.

Im Geschäftsjahr 2010 wendeten wir für unternehmensübergreifende FuE-Projekte der ersten Ebene zirka 4,9 Mio. Euro auf; zirka 65 Mitarbeiter beschäftigten sich mit insgesamt 33 dieser Projekte. Acht Vorhaben wurden neu begonnen, 16 abgeschlossen.

Die zweite Ebene unseres Innovationsmanagements beschäftigt sich mit Innovationen der Unternehmensbereiche. Hier entwickeln, finanzieren und realisieren die jeweiligen Bereiche und Gesellschaften diese Ideen selbst.

Die dritte Ebene bezieht sich auf projektbezogene Innovationen, also FuE-Leistungen, die erbracht werden, wenn wir Aufträge akquirieren oder realisieren. Diese Entwicklungen machen den Großteil unserer Innovationen aus. Die jeweiligen Entwicklungsaufwendungen gehen in die Projektkosten ein und werden von uns daher nicht gesondert erfasst.

Beispiele für aktuelle Innovationsprojekte

Die dargestellten Projekte sind nur Beispiele für die weit überdurchschnittliche Innovationskraft im gesamten HOCHTIEF-Konzern. Kein Projekt entsteht ohne technologische und prozessorientierte Optimierungen.

Beim internen Ideenwettbewerb prämiert: Mitarbeiter von HOCHTIEF entwickelten ein Konzept, mit dem sich Tunnelbauarbeiten erheblich verkürzen lassen. (Bild links)

Hubinsel Thor: Mit ihren 82 Meter langen Hubbeinen kann sie in großer Wassertiefe arbeiten, um Offshore-Windkraftanlagen zu installieren.

Ebene 1: zentrale Innovationen

Vielfältige Leistungen für Offshore-Windenergieparks

HOCHTIEF hat sich in wesentlichen Bereichen des wachstumsstarken Markts für Offshore-Windenergie etabliert. So ist unsere selbst entwickelte Hubinsel "Thor" beim Offshore-Windpark "Bard I" in der Nordsee im Einsatz. Hier werden mithilfe dieses Spezialgeräts zirka 80 Windkraftanlagen errichtet. Darüber hinaus wird HOCHTIEF ab dem Sommer 2012 beim Projekt "Global Tech I" aktiv: Dort wird das Unternehmen 80 Fundamente mit einem Gewicht von jeweils 950 Tonnen auf dem 40 Meter tiefen Meeresgrund verankern und anschließend die 150 Meter hohen Fünf-Megawatt-Windenergieanlagen montieren. Bei diesem Projekt soll erstmals das Spezialschiff eingesetzt werden, dessen Konzept und Design wir in einem Joint Venture mit der weltweit führenden Schwergutreederei Beluga entwickelt und realisiert haben. Mit diesem Schiff wird die Montage effizienter sowie sicherer und die Prozesse werden optimiert. Unsere Experten entwickeln darüber hinaus die Logistikkonzepte und simulieren am Computer die Montageabläufe.

Zusätzlich entwickeln HOCHTIEF Facility Management und HOCHTIEF Construction gemeinsam ein spezielles Serviceschiff für die Inbetriebnahme, Inspektion und Wartung von Windkraftanlagen. Wir erweitern damit unser Portfolio zur Optimierung des wirtschaftlichen Lebenszyklus von Offshore-Windparks. Das Schiff wird mit einem Transfersystem ausgestattet, das auch bei extremen Wetterbedingungen einen sicheren Übergang für Personen und Material zu den Windkraftanlagen oder Umspannstationen gewährleistet.

Innovationsprojekt für Flughäfen abgeschlossen

Im Berichtsjahr bestand das von HOCHTIEF entwickelte Softwaretool, mit dem Terminalkapazitäten berechnet werden, den Praxistest. So wurde mithilfe des Tools der Passagierfluss am Flughafen Budapest berechnet, um notwendige Ab- und Umbaumaßnahmen der Sicherheitskontrollstellen zu modellieren und deren Auswirkungen auf den zukünftigen Passagierfluss aufzuzeigen. In die Entwicklung floss das Know-how mehrerer HOCHTIEF-Gesellschaften ein. Es ist vorgesehen, das Tool auch bei anderen Planungsprozessen, bei denen es darum geht, Verkehrsströme zu optimieren, einzusetzen - etwa bei großen Umzügen oder in der Baustellenlogistik.

Arbeit mit digitalen Gebäudemodellen optimiert

Im November 2010 endete das europäische Forschungsprojekt "InPro", an dem wir uns mit 17 weiteren Partnern beteiligten. Ziel des Forschungsvorhabens mit einem Volumen von zirka 13 Mio. Euro war es, Methoden zu entwickeln, die das Arbeiten mit digitalen Gebäudemodellen in den frühen Phasen eines Projekts verbessern sollen. HOCHTIEF beschäftigte sich vor allem mit Verfahren zur modellbasierten Terminplanung und zum modellbasierten Facility-Management. Die Ergebnisse flossen bereits während der Projektlaufzeit in operative Projekte von HOCHTIEF ViCon, HOCHTIEF Construction und HOCHTIEF Facility Management ein.

Innovatives Konzept zur Brückensanierung

Das Verkehrsaufkommen auf Deutschlands Autobahnen nimmt seit Jahren zu. Die größtenteils überalterten Brücken müssen deshalb dringend saniert und den neuen Verhältnissen angepasst werden. Das nationale Förderprogramm "Adaptive und intelligente Brücken der Zukunft" des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, an dem sich HOCHTIEF Consult beteiligt, zielt darauf, ein Fachwerksystem aus Ultrahochleistungsbeton zu entwickeln. Die Innovation soll es möglich machen, die Brücken bei laufendem Verkehr nachzurüsten beziehungsweise zu sanieren. Von den Ergebnissen wird auch unsere Tochtergesellschaft Flatiron profitieren, die in Nordamerika im Bereich Infrastruktur tätig ist.

Mehr Sicherheit für Brücken und Tunnel

Seit 2008 läuft das Forschungsprojekt "Schutz kritischer Brücken und Tunnel im Zuge von Straßen - SKRIBT" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Dabei geht es insbesondere darum, Maßnahmen zum Schutz von Straßenbrücken und -tunneln zu erarbeiten und zu bewerten, um deren Sicherheit zu erhöhen. HOCHTIEF Concessions ist einer von zehn Projektpartnern aus Ämtern, Hochschulen und Privatwirtschaft unter der Führung der Bundesanstalt für Straßenwesen. Unsere Mitarbeit bezieht sich vor allem auf bautechnische und betriebsorganisatorische Fragen. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen schon jetzt in unsere Brücken- und Tunnelprojekte ein.

"Engineered Products" erweitert

Zu der Produktlinie Engineered Products von HOCHTIEF Consult zählen Innovationen, die von unseren Experten entwickelt wurden und auch externen Kunden angeboten werden. Diese hochspeziellen Produkte und Dienstleistungen überzeugen durch außerordentliches ingenieurtechnisches Niveau. Im Geschäftsjahr 2010 haben wir unser praxiserprobtes Betondeckungsmessgerät Lithoscope 90 weiterentwickelt. Mit seiner Hilfe lassen sich Lage sowie Dicke von Bewehrungseisen selbst in großer Tiefe eindeutig bestimmen und damit wichtige Rückschlüsse auf die vorhandene Betonüberdeckung ziehen. Das technisch optimierte Lithoscope 90 werden wir im Jahr 2011 erstmalig externen Kunden anbieten. Mit dem HOCHTIEF-Schwerlast-Hinterschnitt-Vergussanker-System (HT-SV) haben wir im Berichtsjahr ein Produkt weiterentwickelt, das es erlaubt, nachträglich hohe Kräfte in Betonbauteile einzuleiten. Die Anwendungsmöglichkeiten des Systems sind vielfältig. Das HT-SV eignet sich zum Beispiel dazu, vorhandene Bauteile zu stärken sowie Anker zu erstellen, die sogar Erdbeben standhalten.

Projekt zu Lebenszykluskosten gestartet

Zur erfolgreichen Strategie von HOCHTIEF gehört es, Leistungen entlang des gesamten Lebenszyklus von Infrastrukturprojekten, Immobilien und Anlagen anzubieten. HOCHTIEF hat daher ein Innovationsprojekt gestartet, um die Lebenszykluskosten transparent zu machen. Ein Expertennetzwerk bündelt das Know-how des gesamten Konzerns zu diesem Thema und bildet die Basis für das langfristig angelegte Projekt.

Studie über den Einfluss der Nachhaltigkeit auf den Verkehrswert von Immobilien*

Welche Eigenschaften der Nachhaltigkeit halten Nutzer von Bürogebäuden für selbstverständlich? Für welche Eigenschaften sind sie aktuell und zukünftig bereit, mehr zu zahlen? Eine Studie des Lehrstuhls Bauprozessmanagement und Immobilienentwicklung der Technischen Universität München im Auftrag von HOCHTIEF gibt zum ersten Mal detaillierte Antworten. Für uns sind die gewonnenen Erkenntnisse wichtige Voraussetzungen, um Kundenwünsche noch besser und individueller erfüllen zu können.

* Weitere Informationen dazu finden Sie im Internet unter www.hochtief.de/fue.



Weitere Aktivitäten beim inHaus2-Projekt

In unserer inHaus2-Forschungsimmobilie** in Duisburg testen wir gemeinsam mit Partnern innovative Ideen für intelligente Gebäudesysteme. Im Geschäftsjahr 2010 hat HOCHTIEF ein neues Projekt gestartet, um eine effizientere Form von Energiemonitoring zu erproben. Die Neuerung wird es möglich machen, den Anlagenbetrieb zeitnah zu überwachen und mithilfe von vordefinierten Leistungsindikatoren Fehler und Optimierungspotenziale zu identifizieren. Das Ziel: Wir wollen einen langfristig effizienten Gebäudebetrieb gewährleisten.


** Weitere Informationen dazu finden Sie im Internet unter www.inhaus-zentrum.de.



Ebene 2: Innovationen der Unternehmensbereiche

Mehr Sicherheit für Stahlbaukonstruktionen

HOCHTIEF Consult beteiligt sich an zwei von der EU geförderten FuE-Vorhaben, die das Verhalten von Stahl- und Verbundkonstruktionen unter besonderen Belastungen untersuchen. Gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft, Forschung und Industrie erforschen wir das Brandverhalten von typischen Verwaltungsgebäuden in Stahlverbundbauweise sowie die Explosionsresistenz von Stahlkonstruktionen im Industrie- und Kraftwerksbau. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse werden Schutzziele, Anforderungsprofile und Bemessungsempfehlungen erarbeitet.


Präzise Informationen zur Betonüberdeckung: Mit dem Lithoscope 90 stellt HOCHTIEF ein neuartiges Messgerät zur Verfügung. (Bild links)

Ausgezeichnete Baustellensicherheit: Für das selbst entwickelte Warnsystem Visionstream Telepath™, bei dem zu schnell fahrende Lkws über Radar gewarnt werden, erhielt Leighton den National Safety Award of Excellence.


Neue Technik für das Facility-Management

Seit Herbst 2010 nutzen die ersten 230 Servicemonteure von HOCHTIEF Facility Management den neuen "Handyman" als mobiles Endgerät. Dabei werden unter anderem die Wartungsaufträge direkt auf das Gerät übermittelt, dort nach Abschluss der Arbeit bestätigt und elektronisch ins Büro zurückgeschickt. Damit wird Zeit gespart, die Reaktionszeiten der Servicefachkräfte werden verbessert und die Datenqualität wird erhöht. Sukzessive werden unsere Serviceeinheiten mit dem Handyman ausgestattet.

Ebene 3: projektbezogene Innovationen

Virtuelle Planung setzt sich weiter durch

Virtual Design and Construction (ViCon)* , auch Building Information Modeling (BIM) genannt, bildet im HOCHTIEF-Konzern immer häufiger die Basis nachhaltiger Bauplanung. So realisierte beispielsweise unsere US-Tochter Turner bislang 300 Projekte mithilfe von BIM. Ein Beispiel: die Erweiterung des Flughafens von Sacramento.


* Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.hochtief-vicon.de.



Mehr Sicherheit rund um Straßenbauprojekte

Die australische Beteiligungsgesellschaft Leighton Contractors realisiert derzeit den Ballina Bypass zum Ausbau des Pacific Highways. Wie bei solchen Projekten üblich, verändern sich Verkehrsführung und -situation aufgrund der fortschreitenden Bauarbeiten ständig und erfordern insbesondere von den Fahrern von Schwerlasttransporten deshalb höchste Aufmerksamkeit. Um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer ebenso wie die der Arbeiter auf der Baustelle zu erhöhen und Unfälle zu verhindern, setzte Leighton erstmals ein von seiner Tochtergesellschaft Visionstream entwickeltes neuartiges Warnsystem ein. Mit dem "Visionstream Telepath™ CB Radio Highway Alert System" werden zu schnell fahrende Fahrzeuge per Radar identifiziert und über UHF-Radiofunk zum Beispiel auf ihre überhöhte Geschwindigkeit und auf die Baustelle hingewiesen.

Innovatives Lichtkonzept umgesetzt

Bislang galt die effektvolle und gleichzeitig energiesparende Beleuchtung in Oper und Theater als schwer lösbare Aufgabe. HOCHTIEF Energy Management setzte 2010 im Staatstheater Hannover ein Beleuchtungskonzept um, das den hohen künstlerischen Anforderungen entspricht und trotzdem deutlich Energie einspart. Dazu wurden die bisher genutzten Glühbirnen durch LEDs ausgetauscht, die wir in Kooperation mit einem Lampenhersteller entwickelten. Außerdem optimierte HOCHTIEF die Steuerungstechnik. Die Folge: Der Energieverbrauch ging um 80 Prozent zurück. Die Künstler und Zuschauer sind von der neuen Beleuchtung begeistert.

Ein starkes Kooperationsnetzwerk

Bei FuE-Projekten arbeiten wir eng mit nationalen und internationalen Hochschulen, Wissenschaftlern und Verbänden zusammen. Mit dem HOCHTIEF-Doktorandenprogramm unterstützen wir ausgewählte Mitarbeiter dabei, zu promovieren. Durch diese Schnittstelle zur Universität bauen wir die Zusammenarbeit mit den Hochschulen kontinuierlich aus. Als aktives Mitglied bei der European Construction Technology Platform leisten wir einen Beitrag, um das Niveau der europäischen Bauwirtschaft weiterhin hochzuhalten. Darüber hinaus gehört HOCHTIEF dem FuE-Verbund innovativer europäischer Baukonzerne ENCORD an.

Eine Mehrperiodenübersicht zum Bereich Forschung und Entwicklung weisen wir nicht aus, da die Kosten für die individuellen, in HOCHTIEF-Projekten erbrachten Forschungsleistungen nicht gesondert erhoben werden.



Mitarbeiter

Weitere Informationen zum Thema Mitarbeiter sowie zu den Bereichen Arbeits- und Gesundheitsschutz bei HOCHTIEF finden Sie im Internet unter www.hochtief.de in den Rubriken Karriere und Nachhaltigkeit.

International guter Ruf unterstützt Rekrutierung

Führungskultur als zentrales Thema

Globales Kompetenzmanagement erfolgreich

Weltweites Engagement für Arbeitsschutz

Personalstrategie unterstützt Wissenstransfer

Die Motivation und Qualifikation sowie die guten Leistungen der Mitarbeiter sind wesentlich für den Erfolg von HOCHTIEF. Unser Ziel ist es daher, die passenden Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden- und dies weltweit. Dafür identifizieren wir national und international vorhandene Talente, gewinnen sie für HOCHTIEF und entwickeln sie kontinuierlich weiter. Sie erhalten eine auf ihre individuellen Fähigkeiten und Potenziale abgestimmte Förderung. Unser Kompetenzmanagement beginnt bei der Ausbildung und reicht bis hin zur Führungskräfteentwicklung. Die HOCHTIEF-Personalstrategie setzt auf Know-how-Transfer und Kooperation innerhalb des Konzerns: Das Wissen der Mitarbeiter wird für unterschiedliche Aufgabenfelder genutzt und der Wechsel zwischen den Divisions gefördert. Die Mitarbeiter werden auf ihre neuen Aufgaben vorbereitet und darin unterstützt.

Neue Berufsgruppen gesucht

Durch den Eintritt in neue Geschäftsfelder ergibt sich für den Personalbereich die Aufgabe, HOCHTIEF in neuen, für die Baubranche unüblichen Berufsgruppen als Arbeitgeber zu platzieren. Ein Beispiel ist das Geschäft mit Offshore-Windkraftanlagen. Hierfür wurden im Berichtsjahr verstärkt Kapitäne und Nautiker gesucht. Aber auch innerhalb des Konzerns identifizierten wir qualifizierte Mitarbeiter für die Aufgaben im Offshore-Bereich. Aufgrund der nachhaltig ausgerichteten Personalarbeit konnten 2010 insgesamt zirka 70 Prozent der vakanten Stellen im Konzern besetzt werden. Es wurden insbesondere Mitarbeiter in den Bereichen Objektmanagement, Servicetechnik und Projektmanagement gesucht.

Anstieg der Mitarbeiterzahl

Die Zahl der Mitarbeiter bei HOCHTIEF erhöhte sich im Jahr 2010 auf insgesamt 70 657. Dabei verzeichnete der Unternehmensbereich Asia Pacific den größten Anstieg. In den USA lag die Mitarbeiterzahl bei Turner in etwa auf Vorjahresniveau, bei Flatiron ist die Zahl der Mitarbeiter um zirka zehn Prozent gestiegen. In Deutschland kam es aufgrund interner Umstrukturierungen im Berichtsjahr zu einem geringfügigen Personalabbau. Er erfolgte sozialverträglich sowie in enger Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern und betraf insbesondere HOCHTIEF Construction.

Rekrutierung weiter professionalisiert

HOCHTIEF sucht an allen nationalen und internationalen Standorten weiterhin Mitarbeiter. Die Rekrutierung erfolgt dabei sowohl in Europa als auch bei unseren amerikanischen Tochtergesellschaften Turner und Flatiron zunehmend über das Internet. In Deutschland wurde im Jahr 2010 bei den Auszubildenden erstmals ein Online-Auswahlverfahren eingesetzt. Dabei führen die Schüler von zu Hause aus einen Berufseignungstest per Internet durch. Dieses Verfahren macht den Auswahlprozess schneller und kostengünstiger. Die Besetzung von Stellen außerhalb Deutschlands haben wir im Berichtsjahr weiter optimiert: Die Daten von externen Bewerbern und internen Mitarbeitern, die an einem Auslandseinsatz interessiert sind, werden zentral gespeichert. Ist eine geeignete Stelle zu besetzen, können sie bei Bedarf schnell und ohne erneuten Bewerbungsaufwand kontaktiert werden.

HOCHTIEF präsentierte sich im Berichtsjahr wieder auf Hochschulmessen sowie Absolventenkongressen und war mit Praxisseminaren an deutschen Hochschulen aktiv, um potenzielle Nachwuchskräfte für das Unternehmen zu gewinnen. Insgesamt bewarben sich im Jahr 2010 über 3 000 Absolventen und Studierende in Deutschland.

HOCHTIEF als Toparbeitgeber ausgezeichnet

Die Rekrutierung qualifizierter Mitarbeiter wird durch den international guten Ruf von HOCHTIEF unterstützt. In den USA gehören unsere Tochtergesellschaften Turner und Flatiron zu den beliebtesten Arbeitgebern der Baubranche. Die deutsche Immobilien Zeitung wählte HOCHTIEF wiederholt auf Platz 1 der Toparbeitgeber der Immobilienwirtschaft, und die Corporate-Research-Foundation (CRF) zählte das Unternehmen 2010 zu den Top-100-Arbeitgebern in Deutschland.

Bindungsprogramme erfolgreich

Fähige und talentierte Mitarbeiter frühzeitig und langfristig an unser Unternehmen zu binden, ist ein Erfolgsfaktor für HOCHTIEF. An unserem bewährten Praktikantenbindungsprogramm haben im Berichtsjahr durchschnittlich 45 Personen teilgenommen; davon erhielt fast die Hälfte der geförderten Praktikanten im Anschluss an das Studium einen Arbeitsvertrag. Ausgewählten Mitarbeitern, die sich gezielt durch eine Promotion weiterqualifizieren möchten, wurde ein Promotionsprogramm angeboten. Zudem hält Turner Kontakt zu ehemaligen Mitarbeitern. Zirka zehn Prozent der Turner-Belegschaft sind ehemalige Beschäftigte des Unternehmens.


Ausbildung und Personalentwicklung im Fokus

Im Geschäftsjahr 2010 beschäftigte HOCHTIEF deutschlandweit insgesamt 463 Auszubildende in mehr als 30 unterschiedlichen Berufen. 118 von ihnen haben 2010 ihre Ausbildung bei HOCHTIEF begonnen. Wir bilden weiterhin über Bedarf aus und leisten damit einen Beitrag, junge Menschen optimal zu qualifizieren und ihnen eine Chance für ihre berufliche Zukunft zu geben. Im Berichtsjahr haben wir über 50 Prozent unserer Auszubildenden übernommen.

Weiterbildungsmöglichkeiten ausgebaut

Die fachliche und persönliche Qualifizierung unserer Mitarbeiter hat einen hohen Stellenwert im Unternehmen. Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Personalentwicklung zu optimieren, und bieten unseren Mitarbeitern attraktive Berufsperspektiven. Insgesamt fanden im Berichtsjahr an der HOCHTIEF-Akademie, in der das Unternehmen seine Weiterbildungsmaßnahmen in Deutschland bündelt, 330 mehrtägige Veranstaltungen statt. Das Angebot wurde bedarfsgerecht ausgebaut, etwa um die Themen Kommunikation, nachhaltiges Bauen und Führung. Unsere US-Tochter Turner bot den Mitarbeitern insgesamt etwa 680 Trainings in Form von ein- und mehrtägigen Präsenzveranstaltungen sowie zahlreiche Online-Lernprogramme an. Dabei lag der Schwerpunkt neben der Qualifizierung von Führungskräften auf dem Bereich Work-Life-Balance. Den Mitarbeitern von Flatiron wurden an der Flatiron Construction University im Berichtsjahr 120 Kurse, zwei Leadership- und fast 300 Förderprogramme angeboten.

An der HOCHTIEF-Akademie gibt es auch weiterhin die Möglichkeit, berufsbegleitend ein Studium zu absolvieren und sich weiterzuqualifizieren: 42 Teilnehmer bereiten sich in drei laufenden Jahrgängen auf den staatlich anerkannten Titel "Bachelor of Engineering - Baustellenmanagement" vor. Der von HOCHTIEF geförderte Studiengang "Bachelor of Facility-Management" verzeichnete zum Ende des Geschäftsjahres 2010 35 Teilnehmer.

Führungskultur weiter verbessert

Um die Führungskultur bei HOCHTIEF nachhaltig weiter zu stärken, wurde Ende 2009 in Deutschland ein Leadershipkonzept gestartet, das sich im Berichtsjahr bewährt hat. Die obersten Führungskräfte erhalten dabei regelmäßig und systematisch eine Rückmeldung zu ihren Kompetenzen. In den USA startete Turner gemeinsam mit der Kellogg School of Management drei neue Programme für General und Senior Manager zu den Schwerpunktthemen Unternehmensführung und Entscheidungskompetenz. Flatiron hat im Jahr 2010 eine Seminarreihe für Führungskräfte zu den Unternehmensleitlinien ins Leben gerufen und kooperiert mit verschiedenen Colleges, an denen Inhalte zu Kernkompetenzen wie Unternehmertum, Mitarbeiterführung und Arbeitssicherheit vermittelt werden. Darüber hinaus nehmen Führungskräfte der internationalen HOCHTIEF-Gesellschaften verstärkt an Personalentwicklungsmaßnahmen in Deutschland teil. Dies fördert ein einheitliches Verständnis von Führungskultur innerhalb des Konzerns und die Vernetzung auf höchster Ebene.

Faire Vergütung und betriebliche Altersversorgung

Motivierte Mitarbeiter verzeichnen besonders gute Projekterfolge. Die von HOCHTIEF eingesetzten Personalinstrumente zielen darauf, Motivation und Engagement unserer Mitarbeiter zu fördern und auszubauen. Neben den attraktiven Karriere- und Entwicklungschancen vergütet HOCHTIEF seine Mitarbeiter leistungsgerecht und fair. Gleiches gilt für Turner und Flatiron in den USA und Leighton in Australien, die ihre Belegschaften ebenfalls mit Bonus- und Anreizzahlungen, deren Höhe vom Unternehmenserfolg abhängt, motivieren.

HOCHTIEF setzt seit vielen Jahren auf eine nachhaltige Altersversorgung und unterstützt die Mitarbeiter bei der Sicherung ihres Lebensstandards im Ruhestand. In den meisten Gesellschaften des Konzerns steht den Mitarbeitern eine Kombination von arbeitgeber- und arbeitnehmerfinanzierter Altersversorgung zur Verfügung. Die Leistungen sind dabei länderspezifisch den jeweiligen gesetzlichen Vorgaben angepasst.

Gesundheit und Sicherheit mit hohem Stellenwert

Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz (AGUS) haben im HOCHTIEF-Konzern traditionell einen hohen Stellenwert und sind maßgebliche Bestandteile der Führungsaufgaben. Dieses Bekenntnis ist in unserer Konzernrichtlinie Umweltschutz und Arbeitssicherheit festgehalten. Sie wird auf vielfältige Weise in allen Unternehmensbereichen umgesetzt und gelebt.

Unser bereichsübergreifendes Kompetenzteam, das AGUS Center, hat sich im Berichtsjahr wieder dafür eingesetzt, das Sicherheitsmanagement im Konzern zu optimieren und die Unfallzahlen weiter zu reduzieren. Dabei steht es in engem Kontakt mit den Arbeitsschutzexperten der internationalen HOCHTIEF-Gesellschaften. Ziel ist es, ein hohes und einheitliches Niveau zu erreichen und umzusetzen. Auch die Nachunternehmer werden einbezogen und in ihren Aufgaben bezüglich Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutz unterstützt.

Weltweites Engagement für den Arbeitsschutz

Auf der Baustelle eines Chemiewerks bei Frankfurt wurden die von HOCHTIEF Construction ausgeführten Rohbauarbeiten im Geschäftsjahr 2010 nach zwei Jahren beendet - ohne einen einzigen unfallbedingten Ausfalltag und mit einer Tausendmannquote unter eins. AGUS-Mitarbeiter hatten ein umfassendes Sicherheitsprogramm für das Projekt entworfen und die Umsetzung kontrolliert.

Flatiron und Turner haben mit ihren strengen Regeln schon mehrere Sicherheitspreise gewonnen. Bei Flatiron tragen beispielsweise alle neuen Mitarbeiter auf den Baustellen grüne Helme, bis sie erfolgreich bewiesen haben, dass sie sich mit den Gepflogenheiten und Sicherheitsmaßnahmen des Unternehmens auskennen. Turner setzt bei seinen Bemühungen um ein sicheres Arbeitsumfeld auf innovative Sicherheitstrainings und Schulungsprogramme, die bereits zu einer verbesserten Sicherheit bei den Projekten unserer Tochtergesellschaft geführt haben. Zu den Erfolgen zählt der Bau eines Montagewerks für Boeing in North Charleston, South Carolina, bei dem im vergangenen Jahr zwei Millionen Arbeitsstunden ohne unfallbedingte Ausfallzeit geleistet wurden.

Bei der HOCHTIEF-Tochter Leighton in Australien gibt es überdurchschnittlich viele Tätigkeitsbereiche. Alle Beteiligungsgesellschaften haben daher eigene Sicherheitsprogramme und -trainings erarbeitet. Für eine von Leighton Asia betriebene Kohlenmine in der Mongolei wurde zum Beispiel eine Simulation entwickelt, in der die Mitarbeiter in einer sicheren und realitätsnahen Umgebung den Umgang mit den schweren Baggern und Kippern erproben können.

Um die Gesundheit und Fitness der Belegschaft zu erhalten und zu fördern, bot HOCHTIEF im Berichtsjahr den Mitarbeitern wieder ein ganzheitliches Angebot zum Thema Gesundheit an. Dazu zählen medizinische Check-up-Untersuchungen, Trainingsprogramme zur Work-Life-Balance und die Beratung zur persönlichen Arbeitsplatzgestaltung ebenso wie die zahlreichen Betriebssportgruppen.

Dank an Mitarbeiter und Belegschaftsvertreter

Die HOCHTIEF-Mitarbeiter sind mit ihrem Engagement, ihrer Leistung und Loyalität die Garanten für die hohe Qualität und den guten Ruf des Konzerns in aller Welt. Sie haben entscheidend dazu beigetragen, dass HOCHTIEF auch im Geschäftsjahr 2010 wieder ein ausgezeichnetes Ergebnis ausweisen konnte. Allen Mitarbeitern gilt darum der Dank der Unternehmensleitung. Die partnerschaftlichen, lösungsorientierten Diskussionen und die enge Kooperation mit den Belegschaftsvertretern sind weitere wichtige Faktoren für den Erfolg von HOCHTIEF. Auch ihnen danken wir für die gute Zusammenarbeit.

Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat

Die Grundzüge sowie Angaben zu den Konzernbezügen einzelner Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sind für das Geschäftsjahr 2010 im Vergütungsbericht zusammengefasst. Dieser Bericht ist als Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts anzusehen.



Beschaffung

Weitere Informationen zum Thema Beschaffung finden Sie im Internet auf www.hochtief.de unter der Rubrik Einkauf.


Einkaufsvolumen liegt bei 13,76 Mrd. Euro

Lieferantenmanagement konzernweit ausgebaut

Weltweiter Direkteinkauf erfolgreich

Beitrag zum Unternehmenserfolg

Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2010 Materialien und Dienstleistungen im Wert von 13,76 Mrd. Euro beschafft, was 68,3 Prozent der Konzernumsatzerlöse entspricht. Im Berichtsjahr ist es uns gelungen, Marktrisiken weiter zu minimieren.

Beschaffung weiter professionalisiert

Ende 2009 wurde eine Beschaffungsinitiative gestartet, bei der die Einkaufsfunktionen der HOCHTIEF-Gesellschaften untersucht und Optimierungsmaßnahmen erarbeitet wurden. Ziele sind, die Einkaufsprozesse kontinuierlich zu optimieren, die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Gesellschaften weiter zu intensivieren und weitere Einsparpotenziale zu generieren. Dafür wurden Elemente unseres Einkaufsnetzwerks neu definiert. Es wurden ein Procurement Steering Committee und ein Procurement Board installiert. Sie haben die Aufgabe, den Einkauf strategisch weiterzuentwickeln, die identifizierten Maßnahmen nachhaltig umzusetzen und neue Initiativen auf den Weg zu bringen. Über Leistungsindikatoren (Key Performance Indicators), die in die Procurement Balanced Scorecard integriert sind, wird verfolgt, ob der erarbeitete Maßnahmenkatalog umgesetzt wird. Die Procurement Balanced Scorecard beinhaltet auch Messgrößen für die Beschaffungsleistungen innerhalb des HOCHTIEF-Konzerns und ist ein grundlegendes Steuerungsinstrument der Beschaffung. Mit dem so optimierten Einkaufscontrolling konnte das Risikomanagement nachhaltig weiter verbessert werden.

Die Maßnahmen wirkten sich im Berichtsjahr bereits positiv aus: So haben beispielsweise unsere amerikanischen Tochtergesellschaften Turner und Flatiron ihre Maschinen- und Geräteparks gebündelt und neue Rahmenverträge abgeschlossen. Die dadurch verbesserten Serviceleistungen und Vertragskonditionen sowie die längeren Laufzeiten werden zum Beispiel bei Flatiron zu signifikanten Einsparungen in Höhe von zirka elf Prozent führen. Für die europäischen Gesellschaften wurden mit Lieferanten und Partnerunternehmen erste Preisnachlässe für Material und Gewerke zwischen sechs und 25 Prozent verhandelt.

Lieferantenmanagement ausgeweitet

Für unseren Projekterfolg ist es wichtig, die Partner sorgfältig auszuwählen, eine zuverlässige Lieferantenbasis zu entwickeln und ein durchgängiges Lieferantenmanagement entlang des gesamten Einkaufsprozesses zu etablieren. Daher werden bei HOCHTIEF Lieferanten und Nachunternehmer, bevor sie beauftragt werden, präqualifiziert. Bei den Unternehmensbereichen Europe und Americas war dies bei 68 Prozent des Beschaffungsvolumens der Fall. Nach erbrachter Leistung erfolgt eine Bewertung. So wurden 2010 in Europa 2 264 Lieferanten und Nachunternehmer bewertet. Bei Bedarf werden Maßnahmen zur Lieferantenentwicklung initiiert und gemeinsam mit den Nachunternehmern umgesetzt. 2010 lag der Fokus insbesondere darauf, das Lieferantenmanagement auf weitere Konzerngesellschaften auszuweiten. So wurde beispielsweise unsere US-Tochter Flatiron integriert.

Über unsere Lead-Buyer-Organisation ist es uns erneut gelungen, unsere wesentlichen Warengruppen erfolgreich zu betreuen und so entsprechende Kostenvorteile zu erzielen. Dazu gehören zum Beispiel Fassaden, Technische Gebäudeausrüstung, Aufzüge oder Beton. Mit ihren detaillierten Gewerke- und Marktkenntnissen leisten die Lead-Buyer einen wesentlichen Beitrag zum Frühwarnsystem des HOCHTIEF-Risikomanagements.

Entsprechend der strategischen Ausrichtung des Konzerns, neue Geschäftsfelder zu erschließen, ergeben sich zusätzliche Aufgaben für die Lead-Buyer. Beschaffen sie beispielsweise Stahl für die Fundamente von Windkraftanlagen im Offshore-Bereich, so müssen sie die besonderen Anforderungen des Markts und des Materials berücksichtigen. Daher wurde jetzt ein eigener Spezialist als Lead-Buyer für dieses Marktsegment etabliert.

Einkauf von indirektem Material** und Dienstleistungen weiter erfolgreich

Im Berichtsjahr konnten in Europa bei der Bestellung von indirektem Material und Dienstleistungen Einsparungen in Höhe von zirka 4,2 Mio. Euro erzielt werden. Damit setzt sich der Erfolg der vergangenen Jahre fort.

** Indirektes Material: Produkte zum Beispiel der Warengruppen Arbeitsschutz, Büromaterial, -möbel, Energie, Fahrzeuge, Reisen, Telekommunikation, Werkzeuge.


Etwa 2 000 Nutzer bestellten dabei über 100 000 Artikel. Mit einer unverändert hohen Nutzungsquote der Rahmenverträge von zirka 90 Prozent ist HOCHTIEF weiterhin ein zuverlässiger Geschäftspartner für unsere Lieferanten.

Auch in Nordamerika haben Turner und Flatiron ihre Beschaffungsaktivitäten im Bereich indirekte Materialien und Dienstleistungen gebündelt. Damit setzten sie ihr gemeinsames Beschaffungsvolumen wirkungsvoll ein und erzielten beispielsweise in den Warengruppen Werkzeuge und Arbeitsschutz weitere Einsparungen.

Global Sourcing erfolgreich ausgebaut

Unsere Handelsgesellschaften Global Trade, Turner Logistics und HOCHTIEF Procurement Asia kaufen Materialien direkt bei den Herstellern ein. Dadurch konnten im Geschäftsjahr 2010 erneut Aufschläge von Zwischenhändlern und Nachunternehmern vermieden werden. Von diesen attraktiven Preisen profitierten unsere Projekte. Beispielsweise beschafften unsere Handelsgesellschaften für HOCHTIEF Polska 19 000 Quadratmeter Granit in China für den Ausbau des Flughafens in Breslau. Dabei haben sie die Natursteine nicht nur eingekauft, sondern auch die Qualitätssicherung in China, die Verschiffung und die Materialkontrolle in Breslau übernommen.

Drittkundengeschäft

Zusätzlich zum Direktgeschäft haben unsere Handelsgesellschaften den Verkauf von Materialien an Drittkunden weiter erfolgreich ausgebaut. So hat zum Beispiel HOCHTIEF Procurement Asia im Berichtsjahr zirka 75 Prozent seines Geschäfts außerhalb des HOCHTIEF-Konzerns getätigt. Turner Logistics startete eine Initiative, um Materialien aus Asien einzukaufen und in den USA an Drittkunden zu verkaufen. Hierbei profitiert die amerikanische Tochtergesellschaft von den fundierten Marktkenntnissen von HOCHTIEF Procurement Asia sowie dessen Kompetenzen zur Sicherstellung der Logistik und Qualität der Waren.

Turner Logistics

Turner Logistics baute darüber hinaus seine Planungs- und Beschaffungsaktivitäten für Gesundheits- und Bildungseinrichtungen sowie für Kunden aus dem Technologiebereich weiter aus. Das Geschäft mit technischer Gebäude- und medizintechnischer Geräteausstattung verzeichnete weitere Zuwächse. So erhielt das Unternehmen den Beschaffungsauftrag für eine zirka 15 000 Quadratmeter große medizinische Forschungseinrichtung am Nationwide Children's Hospital in Ohio. Hinzu kamen Aufträge für einen 70 000 Quadratmeter großen Klinikneubau in Georgia und für ein zehnstöckiges Forschungs- und Klinikgebäude für Kaleida Health sowie die University of Buffalo im Bundesstaat New York.

Der strategische Fokus von Turner Logistics lag im Berichtsjahr auf dem Marktsegment Datenzentren. Hier wurde das Leistungsportfolio um modulare Gebäude- und Anlagensysteme erweitert. Mehrere führende Unternehmen der Branche beauftragten Turner Logistics daraufhin mit dem Ausstattungsmanagement an Standorten innerhalb und außerhalb der USA. Für das Jahr 2011 wird mit einem weiteren Wachstum dieses Marktsegments gerechnet.

HOCHMEISTER am Markt etabliert

Unter der Marke HOCHMEISTER bietet der Konzern seit 2009 hochwertige Produkte der Innenausstattung an. HOCHTIEF arbeitet eng mit dem TÜV Rheinland zusammen, der für eine kontinuierliche Qualitätsprüfung direkt beim Hersteller sorgt. Die Eigenmarke wird in Europa und Asien über unsere Handelsgesellschaften vertrieben. Im Berichtsjahr erzielte das Unternehmen mit HOCHMEISTER-Produkten Umsätze in Höhe von 3,2 Mio. Euro. An das Fünfsternehotel St. Regis auf Mauritius wurden beispielsweise 12 400 Quadratmeter HOCHMEISTER-Porzellanfliesen und 6 400 Meter Natursteineinfassungen sowie hochwertige Sanitärarmaturen und Badausstattungen geliefert.

Unsere Eigenmarke HOCHMEISTER: Gütesiegel für hochwertige Produkte der Innenausstattung wie Wand- und Bodenbeläge, Sanitärarmaturen und -einrichtungen sowie Leuchten und Hotelmöbel. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.hochmeister.hochtief.de.

Ethische Grundsätze der Beschaffung

Ethische Grundsätze bilden eine wesentliche Geschäftsgrundlage von HOCHTIEF und sind für den Bereich Einkauf in der konzernweiten Beschaffungsrichtlinie aufgeführt. Sie beschreibt die wichtigsten Werte, Verantwortlichkeiten und Verhaltensgrundsätze für alle Mitarbeiter, die in den Beschaffungsprozess eingebunden sind. Hohe ethische Anforderungen stellt HOCHTIEF auch an seine Nachunternehmer und Lieferanten und hat sie eigens in dem Code of Conduct für Nachunternehmer und Lieferanten formuliert.


Kapitalrenditekonzept Return on Net Assets

Weitere Informationen zum Kapitalrenditekonzept RONA bei HOCHTIEF finden Sie unter www.hochtief.de.

Nachhaltiges Wachstum spiegelt sich im Unternehmenswert wider

Wertbeitrag erreicht mit 343 Mio. Euro einen Höchststand

Unternehmenswertsteigerung als strategisches Ziel

Controllingkonzept schafft konzernweite Transparenz

Der Konzern verwendet zur strategischen Steuerung ein wertorientiertes Managementsystem. Die nachhaltige Wertsteigerung des HOCHTIEF-Konzerns steht bei diesem Konzept im Mittelpunkt.

Das Kapitalrenditekonzept Return on Net Assets (RONA) macht die Wertsteigerung messbar. Es ist in allen Berichterstattungs- und Planungssystemen der Konzerngesellschaften verankert und gewährleistet somit konzernweite Transparenz. Gleichzeitig bildet es die Basis, um die Wirtschaftlichkeit von Investitionsentscheidungen zu beurteilen. Neben den wertorientierten Kennzahlen sind ergebnis- und Cashflow-orientierte Größen wesentliche Bausteine unseres Managementsystems.

Um wertorientiertes Handeln zu fördern, ist die erfolgsorientierte Vergütung der HOCHTIEF-Führungskräfte an das Erreichen von Wertbeitragszielen gebunden.

Kapitalrenditekonzept RONA

Die zentralen Steuerungsgrößen des Kapitalrenditekonzepts sind der RONA und der Wertbeitrag.

Wenn der RONA über dem Kapitalkostensatz liegt, wird ein positiver Wertbeitrag und damit eine Steigerung des Unternehmenswerts erzielt. Der Wertbeitrag als absolute Größe errechnet sich dabei aus der Differenz zwischen dem RONA und dem Kapitalkostensatz multipliziert mit dem durchschnittlichen Nettovermögen (Net Assets).

Die Renditekennzahl RONA gibt in der Relation erzieltes Ergebnis zu Nettovermögen an, wie erfolgreich sich das Vermögen von HOCHTIEF verzinst hat. Das erzielte Ergebnis (Return) setzt sich aus dem in der Ergebnisrechnung abgeleiteten betrieblichen Ergebnis/EBITA und den Zinserträgen auf das Finanzvermögen zusammen. Das Nettovermögen spiegelt den zu verzinsenden Kapitaleinsatz wider. Das Vermögen kann aktivisch oder passivisch ermittelt werden.

Zur internen Steuerung der Unternehmensbereiche wird das Nettovermögen aktivisch ermittelt. Es berechnet sich ausgehend von der Summe der Aktivseite vermindert um das unverzinslich zur Verfügung stehende Kapital.

Die aktivische Herleitung des Nettovermögens ist sinnvoll, um das operative Geschäft zu beurteilen, da gezielt bilanzielle Ansatzpunkte - wie zum Beispiel Forderungen, liquide Mittel und Verbindlichkeiten - aufgezeigt werden, die von operativ verantwortlichen Entscheidungsträgern beeinflusst werden können.

Zur Außendarstellung des HOCHTIEF-Konzerns wird das Nettovermögen von der Passivseite der Bilanz hergeleitet. Es lässt sich einfach und transparent aus den veröffentlichten Bilanzdaten durch Addition der verzinslichen Bilanzpositionen Eigenkapital, Pensionsrückstellungen und Finanzverbindlichkeiten ermitteln. Da die RONA-Berechnung auf einer Vorsteuergröße basiert, werden bei der Herleitung des Vermögens die Steuereinflüsse durch eine Korrektur der latenten Steuern eliminiert.

Kapitalkosten*

Der Kapitalkostensatz wird als gewichteter Durchschnitt nach dem WACC-Ansatz ermittelt. Unter Berücksichtigung der einzelnen Berechnungsparameter errechnet sich für den HOCHTIEF-Konzern ein Kapitalkostensatz von zehn Prozent vor Steuern. Die Einflussparameter werden regelmäßig überprüft und bei signifikanten Veränderungen des Marktumfelds angepasst. Um den langfristigen Markterwartungen zu entsprechen, haben wir den Kapitalkostensatz von 2009 auch 2010 in gleicher Höhe beibehalten.

* Eine Detailberechnung der Kapitalkosten finden Sie im Internet unter www.hochtief.de/rona.


Wertbeitrag des HOCHTIEF-Konzerns

Der HOCHTIEF-Konzern erreichte im Geschäftsjahr 2010 eine Kapitalrendite von 15,1 Prozent (Vorjahr 13,8 Prozent). Unser Ziel, die Kapitalkosten zu verdienen, haben wir erneut deutlich übertroffen.

Die Darstellung des Geschäftsjahres 2009 wurde aufgrund der Anwendung des Wahlrechts zur vorzeitigen Anwendung des IFRIC 12 geringfügig angepasst. Dadurch gewährleisten wir die Vergleichbarkeit zum aktuellen Geschäftsjahr. Gegenüber der im Vorjahr angewandten Bilanzierungsmethodik bleibt der RONA für 2009 in Prozent nahezu unverändert. Der Wertbeitrag des Vorjahres verringerte sich leicht von 224,4 Mio. Euro auf 223,5 Mio. Euro.

HOCHTIEF-Konzern: RONA

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(In Mio. EUR) 2010 2009
Betriebliches Ergebnis/EBITA** 964,3 763,6
+ Zinserträge*** 50,1 46,1
Erzieltes Ergebnis (Return) 1.014,4 809,7
Eigenkapital (inkl. Anteile anderer Gesellschafter) 4.264,2 3.264,1
+ Pensionsrückstellungen 116,6 71,3
+ Finanzverbindlichkeiten 3.222,7 2.843,5
- Aktivische latente Steuern 260,6 232,8
+ Passivische latente Steuern 66,0 111,5
Nettovermögen (31.12.) 7.408,9 6.057,6
Durchschnittliches Nettovermögen (Net Assets) 6.733,2 5.882,0
Kapitalrendite RONA 15,1 13,8
Absoluter Wertbeitrag 343,4 223,5



** Zur Herleitung des betrieblichen Ergebnisses/EBITA siehe Seite 71.
*** Die Zinserträge sind korrigiert um bereits im EBITA als Zinsgutschrift enthaltene Zinsen auf erhaltene Anzahlungen.


Das erzielte Ergebnis in Höhe von 1.014,4 Mio. Euro konnte gegenüber dem Vorjahr (809,7 Mio. Euro) um 25 Prozent verbessert werden. Das durchschnittlich gebundene Nettovermögen stieg im Vorjahresvergleich von 5,9 Mrd. Euro auf 6,7 Mrd. Euro an. Dies entspricht einem Anstieg von zirka 14 Prozent. Die Gründe hierfür finden sich insbesondere in der starken Investitionstätigkeit unserer Tochter Leighton im asiatisch-pazifischen Raum sowie der Kapitalerhöhung von HOCHTIEF.

Der Wertbeitrag des HOCHTIEF-Konzerns hat mit 343,4 Mio. Euro einen Höchststand (Vorjahr 223,5 Mio. Euro) erzielt.

Wertbeiträge der Unternehmensbereiche

Um die Performance und Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmensbereiche besser messen und vergleichen zu können, steuern wir die Unternehmensbereiche anhand individueller Kapitalkosten. Die Differenzierung der Kapitalkostensätze in den Unternehmensbereichen ist aufgrund der individuell unterschiedlichen Geschäftsmodelle und regionalen Ausrichtung erforderlich.

Der Unternehmensbereich HOCHTIEF Americas übertrifft 2010 mit einer Rendite von 24,3 Prozent (Vorjahr 23 Prozent) die Kapitalkosten deutlich. Die positive Steigerung im Vorjahresvergleich beruht auf der Ausweitung von margenstarken Projekten insbesondere unserer US-Tochter Flatiron, gestützt von einer positiven Wechselkursentwicklung. Demzufolge konnte auch der Wertbeitrag des Unternehmensbereichs erheblich gesteigert werden.

HOCHTIEF Asia Pacific erzielte im Geschäftsjahr einen RONA von 22,5 Prozent (Vorjahr 23,3 Prozent). Die wesentlichen Gründe für diesen leichten Rückgang finden sich im Nettovermögen durch hohe Investitionstätigkeit, einer von Leighton vorgenommenen Aufstockung der Anteile an der Projektentwicklungsgesellschaft Devine sowie in einem stärkeren Wechselkurs. Das RONA-Ergebnis liegt wechselkursbereinigt trotz der Ergebnisbelastung beim Projekt AirportLink in Brisbane, Rückgängen im australischen Immobilienmarkt sowie bei der Baunachfrage in Dubai auf Vorjahresniveau.

HOCHTIEF Concessions lag mit 12,7 Prozent (Vorjahr zwölf Prozent) über den Kapitalkosten von 10,1 Prozent. Im Geschäftsfeld Flughäfen konnten die Ergebnisbelastungen des Vorjahres durch die erfreuliche operative Entwicklung der Beteiligungsflughäfen und aufgrund von außerordentlichen Erträgen nahezu vollständig kompensiert werden. In den Geschäftsfeldern Straßen und Soziale Infrastruktur wirkten sich insbesondere operative Verbesserungen und der Verkauf von Projekten positiv auf die Entwicklung des RONA-Ergebnisses aus.


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Unternehmensbereiche Erzieltes Ergebnis
(Return)
2010
Nettovermögen
(Net Assets)
2010
RONA
2010
Kapitalkosten
2010
Absoluter
Wertbeitrag
2010
Absoluter
Wertbeitrag
2009*

in Mio. EUR in Mio. EUR in % in % in Mio. EUR in Mio. EUR
HOCHTIEF Americas 139,9 575,1 24,3 14,1 58,7 42,7
HOCHTIEF Asia Pacific 668,0 2.968,1 22,5 11,6 323,5 273,4
HOCHTIEF Concessions 164,6 1.294,8 12,7 10,1 33,7 23,9
HOCHTIEF Europe 66,1 543,7 12,2 11,3 4,9 -12,7
HOCHTIEF Real Estate 65,0 987,7 6,6 9,6 -29,6 -36,1
HOCHTIEF Services 18,5 137,9 13,4 9,6 5,2 5,1
Konzern 1.014,4 6.733,2 15,1 10,0 343,4 223,5


* Wertbeitrag angepasst


HOCHTIEF Europe erzielte einen RONA von 12,2 Prozent (Vorjahr 8,9 Prozent). Die deutliche Verbesserung ist im Besonderen auf die Fokussierung auf ertragsstarke Projekte und ein erfolgreiches Auslandsgeschäft zurückzuführen sowie auf eine zum Vorjahresvergleich gesunkene Investitionstätigkeit, die das durchschnittliche RONA-Vermögen nur moderat ansteigen lässt. Diese Effekte führten zu einem im Vorjahresvergleich positiven Wertbeitrag und zeigen, dass der positive Aufwärtstrend des Unternehmensbereichs fortgesetzt wurde.

HOCHTIEF Real Estate hat eine Rendite von 6,6 Prozent erreicht (Vorjahr 5,8 Prozent). Wenngleich der Wertbeitrag noch negativ war, konnte der Unternehmensbereich trotz der selektiven Projektakquisitionen im Jahr 2010 das erzielte Vorjahresergebnis übertreffen. Insbesondere das höhere Verkaufsvolumen von aurelis Real Estate trug hierzu bei und führte zu einem Anstieg der Rendite.

HOCHTIEF Services erreichte im Geschäftsjahr einen RONA von 13,4 Prozent (Vorjahr 12,9 Prozent). Das Ergebnisniveau des Vorjahres konnte aufgrund von verringerten Neugeschäften nicht erreicht werden. Insbesondere das durchschnittliche Nettovermögen hat sich aufgrund des verbesserten Forderungsmanagements reduziert und wirkte somit dem sinkenden Ergebnisniveau entgegen.

Ausblick

Im Jahr 2010 hat HOCHTIEF eine Rendite von 15,1 Prozent erwirtschaftet, die deutlich die Kapitalkosten übersteigt. Unsere auf nachhaltige Wertsteigerung gerichtete Unternehmensstrategie zeigte sich weiterhin erfolgreich. HOCHTIEF wird auch künftig die operative Ertragskraft aller Unternehmensbereiche verbessern. Wir gehen für das kommende Jahr davon aus, den Unternehmenswert weiter steigern zu können.

Wertschöpfung

Nettowertschöpfung deutlich gestiegen

Anteil der Vorleistungen auf niedrigem Niveau

Mitarbeiter bilden weiterhin den Schwerpunkt der Verteilung

Erhöhte Partizipation der Aktionäre

Im Geschäftsjahr 2010 hat HOCHTIEF die Wertschöpfung wiederum deutlich steigern können. Die Nettowertschöpfung nimmt gegenüber dem Vorjahr um 787,4 Mio. Euro auf insgesamt 5.080,7 Mio. Euro zu. Dies entspricht einem Wachstum von 18,3 Prozent.

Entstehung

Der Anteil der Nettowertschöpfung an der Unternehmensleistung erhöht sich um 1,1 Prozentpunkte auf 24,4 Prozent.

Das Wachstum der Wertschöpfung resultiert aus der Erhöhung der Unternehmensleistung um 2.369,0 Mio. Euro sowie aus dem gesunkenen Anteil der Vorleistungen auf 73,7 Prozent von 75,6 Prozent im Vorjahr. Insbesondere der Materialaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr mit 9,6 Prozent unterproportional im Vergleich zur korrespondierenden Unternehmensleistung, die sich um 12,9 Prozent erhöhte. Bei einem in etwa gleichbleibenden Niveau von Finanzerträgen und Beteiligungsergebnis ergibt sich hieraus ein Anstieg der Bruttowertschöpfung um 964,5 Mio. Euro.

Durch höhere Abschreibungen im Unternehmensbereich HOCHTIEF Asia Pacific fällt die Steigerung der Nettowertschöpfung mit 787,4 Mio. Euro etwas geringer aus. Sämtliche Unternehmensbereiche tragen zur Steigerung der Wertschöpfung im Konzern bei.

Verwendung

Den Mitarbeitern kam - wie in den Vorjahren - der wesentliche Anteil der Wertschöpfung zugute. Auf sie entfielen 4.078,4 Mio. Euro beziehungsweise 80,3 Prozent. Der Anteil der Kreditgeber stieg im Wesentlichen infolge höherer Zinsaufwendungen aus der Begebung von Anleihen durch Leighton auf 4,8 Prozent. Der leichte Anstieg des Anteils konzernfremder Gesellschafter resultiert überwiegend aus den Unternehmensbereichen HOCHTIEF Concessions und HOCHTIEF Europe.

Entstehung der Wertschöpfung

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2010 2009 angepasst

in Mio. EUR in % in Mio. EUR in %
Umsatzerlöse 20.159,3 97,0 18.166,1 98,6
Bestandsveränderung der Erzeugnisse 154,3 0,7 32,2 0,2
Sonstige betriebliche Erträge 478,8 2,3 225,1 1,2
Unternehmensleistung 20.792,4 100,0 18.423,4 100,0
Materialaufwand -13.764,0 66,2 -12.562,5 68,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.553,7 7,5 -1.333,1 7,2
Andere Finanzaufwendungen -15,7 0,1 -39,2 0,2
Vorleistungen -15.333,4 73,7 -13.934,8 75,6
Finanzerträge 77,5 0,4 79,9 0,4
Beteiligungsergebnis 222,7 1,1 226,2 1,2
Bruttowertschöpfung 5.759,2 27,7 4.794,7 26,0
Abschreibungen -678,5 3,3 -501,4 2,7
Nettowertschöpfung 5.080,7 24,4 4.293,3 23,3


Verwendung der Wertschöpfung

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2010 2009 angepasst

in Mio. EUR in % in Mio. EUR in %
An Mitarbeiter 4.078,4 80,3 3.508,6 81,7
An Kreditgeber 245,8 4,8 187,8 4,4
An andere Gesellschafter 258,2 5,1 212,9 5,0
An Aktionäre* 147,1 2,9 96,7 2,3
An die öffentliche Hand 210,3 4,1 192,3 4,5
An Unternehmen 140,9 2,8 95,0 2,2
Nettowertschöpfung 5.080,7 100,0 4.293,3 100,0



* Der Ausschüttungsbetrag 2010 basiert auf der vom Vorstand vorgeschlagenen Dividende von zwei Euro je Stückaktie und den zum 31.12.2010 im Umlauf befindlichen Aktien.


Der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands sieht für das Geschäftsjahr 2010 eine deutlich erhöhte Dividende von zwei Euro je Stückaktie vor. Insbesondere durch die Dividendenerhöhung steigt der Anteil an der Wertschöpfung, der auf die Aktionäre entfällt, um 0,6 Prozentpunkte. Diese Entwicklung wird auch durch die Erhöhung des Grundkapitals unterstützt. Insgesamt fließen den Aktionären 147,1 Mio. Euro zu, 52,1 Prozent mehr als 2009.

Der Steueraufwand entwickelte sich aufgrund hoher steuerfreier Erträge sowie von Ergebnisbeiträgen aus Ländern mit einer niedrigen Steuerquote unterproportional zur Nettowertschöpfung. Hierdurch sank der Anteil der öffentlichen Hand auf 4,1 Prozent.

Die auf das Unternehmen entfallende Wertschöpfung stellt sich als Differenz zwischen dem Konzerngewinn und der Ausschüttung an die Aktionäre dar. Zur inneren Stärkung des Geschäfts verblieben 140,9 Mio. Euro.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ergebnisgrößen gegenüber Vorjahr stark verbessert

Umsatzvolumen auf hohem Niveau gesteigert

Gestiegene Bilanzsumme durch operatives Konzernwachstum

Ertragslage

Ein Garant für den wirtschaftlichen Erfolg von HOCHTIEF war im abgelaufenen Geschäftsjahr der außerordentlich hohe Internationalisierungsgrad des Konzerns. Durch die Diversifizierung in wachstumsstarke Geschäftsfelder und eine starke Präsenz auf wichtigen Schlüsselmärkten der Weltwirtschaft konnten wir in einem noch immer schwierigen Umfeld weiter wachsen. Dies wird unter anderem in der Entwicklung der Umsatzerlöse sichtbar, die ein Volumen von 20,16 Mrd. Euro erreichten. Der Vorjahreswert (18,17 Mrd. Euro) wurde damit um elf Prozent übertroffen.


Betriebswirtschaftliche Gewinn- und Verlustrechnung

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(In Mio. EUR) 2010 2009
angepasst
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 715,3 525,3
+ Beteiligungsergebnis 222,7 226,2
- Neutrales Ergebnis (+) 9,5 -
+ Zinsgutschrift 16,8 12,1
Betriebliches Ergebnis/ EBITA 964,3 763,6
Finanzergebnis -198,2 -166,7
Neutrales Ergebnis -9,5 -
Ergebnis vor Steuern 756,6 596,9
Ertragsteuern -210,3 -192,3
Ergebnis nach Steuern 546,3 404,6
davon: Konzerngewinn 288,0 191,7
davon: Anteile anderer Gesellschafter 258,3 212,9


Ein wesentlicher Treiber des internationalen Geschäfts blieb im Geschäftsjahr 2010 unsere Tochtergesellschaft Leighton im Unternehmensbereich HOCHTIEF Asia Pacific. Die Leighton-Gruppe konzentrierte ihre Aktivitäten auf das wachstumsstarke Contract-Mining-Geschäft sowie auf den Markt für Infrastrukturentwicklungen. Dabei verfügt die Gesellschaft über eine herausragende Wettbewerbsposition auf dem australischen Markt sowie in Teilen Asiens und in der Golfregion. Neben der starken operativen Entwicklung wirkte sich zudem der günstige Währungskurs des australischen Dollars deutlich positiv auf die Umsatzentwicklung aus. Infolgedessen erhöhte sich das Umsatzvolumen von HOCHTIEF Asia Pacific im Vergleich zum Vorjahr um 2,57 Mrd. Euro beziehungsweise 33 Prozent auf 10,34 Mrd. Euro. Der darin enthaltene Währungseffekt beläuft sich auf 1,91 Mrd. Euro. Einen bedeutenden Anteil am internationalen Geschäft von HOCHTIEF hatten im abgelaufenen Geschäftsjahr auch unsere Aktivitäten auf dem nordamerikanischen Markt. Mit unseren Tochtergesellschaften Turner und Flatiron verfügen wir dabei über eine starke Stellung in den Segmenten Hoch- und Tiefbau. Zudem wurde mit der Akquisition des Tiefbauunternehmens E.E. Cruz die Präsenz im Tiefbaugeschäft der Metropolregion New York weiter ausgebaut. Während sich das Tiefbaugeschäft weitgehend stabil entwickelte, waren im Hochbausektor die Auswirkungen der Wirtschaftskrise noch deutlich spürbar. Der im Vorjahr verzeichnete schwächere Auftragseingang wirkte sich zeitverzögert auf das im Berichtsjahr erzielte Umsatzvolumen aus. Darüber hinaus legte Turner bei der Auftragsakquisition strenge und vorrangig margenorientierte Auswahlkriterien an. Die Außenumsätze von HOCHTIEF Americas blieben daher mit 6,4 Mrd. Euro um 3,3 Prozent hinter dem Vorjahreswert von 6,61 Mrd. Euro zurück. Der hierin enthaltene Währungseffekt fiel durch die im Jahresverlauf einsetzende Aufwertung des US-Dollars mit 346,7 Mio. Euro positiv aus. Auch der Unternehmensbereich HOCHTIEF Europe erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen erheblichen Anteil seiner Umsatzerlöse auf ausländischen Märkten. Dazu trug insbesondere das Großprojekt in Katar bei, das derzeit realisiert wird. Der erwartete Rückgang im deutschen Hochbaugeschäft wurde damit mehr als kompensiert und die Umsätze wurden insgesamt gesteigert. Mit 2,38 Mrd. Euro lag das Umsatzvolumen von HOCHTIEF Europe um 6,8 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres (2,23 Mrd. Euro). Die für den Unternehmensbereich HOCHTIEF Real Estate relevanten Marktbedingungen im deutschen Investment- und Büromietmarkt hellten sich im Verlauf des Jahres 2010 zunehmend auf. Jedoch haben sich noch nicht alle potenziellen Investoren finanziell wieder so gut aufgestellt, um als Käufer großer Objekte am Markt zu agieren. Daher blieben das Volumen der verkauften Projekte und die damit einhergehenden Umsatzerlöse mit 198,5 Mio. Euro deutlich hinter dem Vorjahreswert (644,9 Mio. Euro) zurück. Im Unternehmensbereich HOCHTIEF Services wurde die Zurückhaltung der Kunden in Deutschland durch das starke Auslandsgeschäft ausgeglichen. Dies führte zu einem Umsatzanstieg um 4,5 Prozent auf 653,5 Mio. Euro gegenüber 625,5 Mio. Euro im Vorjahr.

Der Anteil des internationalen Geschäfts an den Konzernumsatzerlösen erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Quote von 91,9 Prozent. Damit wurde das im Vorjahr erreichte hohe Niveau von 88,2 Prozent nochmals deutlich übertroffen.

Hervorragende Ergebnisentwicklung im Konzern -alle Ergebnisgrößen im Vergleich zum Vorjahr gesteigert

HOCHTIEF verzeichnete im Geschäftsjahr 2010 erneut eine positive Ergebnisentwicklung. Das betriebliche Ergebnis/EBITA wurde im Vergleich zum Vorjahr (763,6 Mio. Euro) um 26,3 Prozent auf 964,3 Mio. Euro gesteigert. Dabei schlossen alle operativ tätigen Unternehmensbereiche - wie auch im Vorjahr - die Berichtsperiode mit einem positiven Ergebnisbeitrag ab. Diese erfreuliche Entwicklung unterstreicht die nachhaltige Ergebnisqualität von HOCHTIEF. Der Unternehmensbereich HOCHTIEF Americas setzte den positiven Trend in der Ergebnisentwicklung im Berichtsjahr weiter fort und erzielte mit 139,9 Mio. Euro ein um 27,1 Prozent über dem Vorjahr (110,1 Mio. Euro) liegendes betriebliches Ergebnis. Durch die frühzeitige Ausrichtung von Turner auf wachstumsstarke Marktsegmente und den streng ergebnisorientierten Ansatz bei der Auftragsakquisition wurde die noch immer deutlich spürbare Schwäche des amerikanischen Hochbaumarkts zum Teil aufgefangen. Daneben profitierte HOCHTIEF Americas von der in den Vorjahren eingeleiteten und mit dem Erwerb des Tiefbauunternehmens E.E. Cruz fortgeführten Diversifikation des Geschäftsmodells im US-Tiefbaumarkt. Unsere in diesem Bereich tätigen Tochtergesellschaften Flatiron und E.E. Cruz lieferten sehr gute Ergebnisse. Aufgrund der positiven Währungskursentwicklung und des Ertrags aus der Teilveräußerung der Indienaktivitäten erreichte der Unternehmensbereich HOCHTIEF Asia Pacific ein betriebliches Ergebnis in Höhe von 661 Mio. Euro. Damit wurde der Vorjahreswert in Höhe von 535,6 Mio. Euro deutlich übertroffen. Abgeschwächt wurde der Ergebnisanstieg durch Ergebnisbelastungen aus dem Projekt AirportLink in Brisbane und die Zurückhaltung auf dem australischen Immobilienmarkt. Darüber hinaus führte die schwache Entwicklung des Baumarkts in Dubai zu Projektverschiebungen bei der Leighton-Beteiligung Al Habtoor, mit der Folge eines Ergebnisrückgangs. Das betriebliche Ergebnis im Unternehmensbereich HOCHTIEF Concessions war mit 113,2 Mio. Euro deutlich positiv und lag um 2,7 Prozent über dem Vorjahreswert (110,3 Mio. Euro). Ausschlaggebend hierfür war die insgesamt erfreuliche Entwicklung unserer Flughafenbeteiligungen. Das durchschnittliche Passagierwachstum unserer Flughäfen belief sich dabei auf insgesamt 4,4 Prozent. Eine Sondersituation ergab sich jedoch für den Flughafen Athen, dessen Ergebnisbeitrag durch die Finanzkrise Griechenlands und die in diesem Zusammenhang beschlossenen Steuererhöhungen belastet wurde. Der Unternehmensbereich HOCHTIEF Europe steigerte das betriebliche Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr (26,7 Mio. Euro) um 48,2 Prozent auf 39,6 Mio. Euro. Der anhaltenden Nachfrageschwäche und dem nach wie vor ruinösen Preiswettbewerb im deutschen Hochbau begegneten wir dabei mit einer klaren Fokussierung auf Projekte mit einer angemessenen Marge und dem weiteren Ausbau des Auslands- und des Offshore-Geschäfts. Im Unternehmensbereich HOCHTIEF Real Estate fiel das Volumen an Projektveräußerungen aus dem saisonal typischen Jahresendgeschäft aufgrund der noch immer fehlenden Leistungsfähigkeit einiger Immobilienfonds deutlich niedriger aus. Das betriebliche Ergebnis konnte dennoch von 53,2 Mio. Euro im Vorjahr auf 61,2 Mio. Euro in der Berichtsperiode gesteigert werden. Hier wirkten sich neben dem deutlich verbesserten Ergebnisbeitrag der Beteiligungsgesellschaft aurelis Real Estate vertraglich vereinbarte Kaufpreisanpassungen bei bereits im Vorjahr verkauften Projekten aus. Der Unternehmensbereich HOCHTIEF Services blieb im betrieblichen Ergebnis mit 15,7 Mio. Euro um 3,3 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 19 Mio. Euro. Ausschlaggebend hierfür waren Kürzungen - insbesondere unserer inländischen Kunden - bei der Beauftragung von Zusatzleistungen im Bestandsgeschäft.

Das Beteiligungsergebnis hat sich im Geschäftsjahr 2010 gegenüber dem Vorjahr (226,2 Mio. Euro) mit einem Rückgang um 1,6 Prozent auf 222,7 Mio. Euro leicht abgeschwächt. Ausschlaggebend hierfür war die Entwicklung im Unternehmensbereich HOCHTIEF Asia Pacific. Während die Ergebnisbeiträge aus Gemeinschaftsunternehmen deutlich höher lagen, wirkten sich erforderliche Abschreibungen von Beteiligungen ergebnismindernd aus. Insgesamt erreichte HOCHTIEF Asia Pacific aber ein immer noch deutlich positives Beteiligungsergebnis in Höhe von 40,7 Mio. Euro (Vorjahr 97,9 Mio. Euro). Sehr erfreulich entwickelten sich die Ergebnisbeiträge unserer Tochtergesellschaften Turner und Flatiron. Daher hat sich im Unternehmensbereich HOCHTIEF Americas das Beteiligungsergebnis mit 43,1 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr (22,2 Mio. Euro) nahezu verdoppelt. Der Beitrag aus dem Unternehmensbereich HOCHTIEF Concessions hat sich mit einem Anstieg um 10,1 Prozent auf 104,1 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr (94,5 Mio. Euro) ebenfalls verbessert. Mit Ausnahme des Flughafens Athen haben alle Airports aus dem HOCHTIEF-Portfolio ihren Ergebnisbeitrag gesteigert. In der vom Flughafen Sydney vereinnahmten Dividende wirkten sich dabei neben operativen Verbesserungen auch positive Wechselkurseffekte aus. Der Ergebnisrückgang beim Flughafen Athen war hingegen im Wesentlichen auf Steuererhöhungen in Griechenland zurückzuführen. Die für das Beteiligungsergebnis im Unternehmensbereich HOCHTIEF Real Estate maßgebliche Gesellschaft aurelis agierte auf dem inländischen Immobilienmarkt sehr erfolgreich. Dadurch stieg das Beteiligungsergebnis bei HOCHTIEF Real Estate um 22 Mio. Euro auf 32,3 Mio. Euro.

Das Finanzergebnis sank im Vergleich zum Vorjahr (-166,7 Mio. Euro) um 31,5 Mio. Euro auf -198,2 Mio. Euro. Die hierin enthaltenen Zinserträge fielen aufgrund der erheblich gestiegenen Anlagesummen bei Kreditinstituten und in Wertpapieren mit 66,9 Mio. Euro (Vorjahr 58,2 Mio. Euro) deutlich höher aus. Dem standen Zinsaufwendungen in Höhe von -245,8 Mio. Euro (Vorjahr -187,8 Mio. Euro) gegenüber. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus der Begebung von Anleihen durch Leighton. Die im Jahresverlauf einsetzende Erholung der Anlagemärkte führte zu einem im Vergleich zum Vorjahr verbesserten Ergebnis aus dem Wertpapierbereich.

HOCHTIEF-Konzern beweist Stärke - Konzerngewinn deutlich über Vorjahr

Der HOCHTIEF-Konzern blieb trotz des insgesamt schwierigen wirtschaftlichen Umfelds im Geschäftsjahr 2010 erfolgreich. Das Ergebnis vor Steuern wurde dabei im Vergleich zum Vorjahr (596,9 Mio. Euro) um 26,8 Prozent auf 756,6 Mio. Euro gesteigert.

Der Steueraufwand belief sich auf 210,3 Mio. Euro und lag damit um 18 Mio. Euro über dem Vorjahreswert in Höhe von 192,3 Mio. Euro. Die hierin enthaltenen tatsächlichen Ertragsteuern sind von 185 Mio. Euro im Vorjahr auf 212,4 Mio. Euro in der Berichtsperiode gestiegen. Ursächlich hierfür war die deutliche Ergebnisverbesserung des HOCHTIEF-Konzerns. In den latenten Steuern ergab sich mit 2,1 Mio. Euro ein leichter Ertrag gegenüber den Aufwendungen in Höhe von 7,3 Mio. Euro im Vorjahr.

Die Steuerquote erreichte einen Wert von 27,8 Prozent und blieb damit auch im Geschäftsjahr 2010 auf niedrigem Niveau. Im Vergleich zum Vorjahr - hier ergab sich eine Steuerquote von 32,2 Prozent - bedeutet dies eine deutliche Verminderung um 4,4 Prozentpunkte. Ausschlaggebend hierfür waren hohe steuerfreie Erträge sowie Ergebnisbeiträge aus Ländern mit einem niedrigen Steuersatz.

Im Ergebnis nach Steuern erwirtschaftete der HOCHTIEF-Konzern mit 546,3 Mio. Euro einen deutlichen Zuwachs und übertraf dabei den Vorjahreswert (404,6 Mio. Euro) um 35 Prozent. Der hierauf entfallende Konzerngewinn verbesserte sich mit einem Anstieg um 50,3 Prozent auf 288 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr (191,7 Mio. Euro) sehr deutlich. Der auf fremde Gesellschafter entfallende Anteil am Konzerngewinn erhöhte sich ebenfalls und lag mit 258,3 Mio. Euro um 21,3 Prozent über Vorjahr (212,9 Mio. Euro).

Die in der Zwischenberichterstattung zum 30. September 2010 formulierten Umsatz- und Ergebnisziele für das Gesamtjahr 2010 wurden somit deutlich übertroffen. Beim Konzernumsatz wurde das Vorjahresniveau entgegen unserer Erwartung nicht nur annähernd erreicht, sondern sogar um elf Prozent übertroffen. Ergebnis vor Steuern und Konzerngewinn stiegen mit jeweils zweistelligen Zuwachsraten und damit deutlich stärker, als noch in unserer letzten Prognose vorhergesagt.

Finanzlage

Konzern-Kapitalflussrechnung

HOCHTIEF erreichte in der Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit mit 1,04 Mrd. Euro einen wiederum hohen Zufluss an liquiden Mitteln und blieb damit um weitere 9,1 Prozent über dem bereits hohen Vorjahreswert (949,3 Mio. Euro). Ausschlaggebend hierfür war das deutlich verbesserte Ergebnis vor Steuern. Daneben war der Mittelabfluss aus der Veränderung des Nettoumlaufvermögens mit 39,8 Mio. Euro trotz des weiter gewachsenen Geschäftsvolumens sehr moderat. Insbesondere die Unternehmensbereiche HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Americas erwirtschafteten einen deutlich positiven Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit.

Im Geschäftsjahr 2010 übersprangen die vom HOCHTIEF-Konzern getätigten Investitionen in Sach- und Finanzanlagen die Marke von einer Mrd. Euro und erreichten einen Umfang von insgesamt 1,13 Mrd. Euro. Damit lag das Gesamtinvestitionsvolumen um 16,4 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres (968,5 Mio. Euro). Der weit überwiegende Anteil hiervon entfiel mit 81,9 Prozent beziehungsweise 924,1 Mio. Euro auf Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Im Vorjahr erreichten die Sachinvestitionen einen Wert von 826 Mio. Euro und eine Quote von 85,3 Prozent. Der Schwerpunkt lag bei unserer Tochtergesellschaft Leighton, die einen Anstieg der Sachinvestitionen um 18,1 Prozent auf 837 Mio. Euro verzeichnete. Ein erheblicher Teil der Mittel floss im Geschäftsjahr 2010 wiederum in hochwertige technische Ausrüstung, um anspruchsvolle Infrastrukturbauten und Großprojekte zu realisieren, sowie in das anlagenintensive Contract-Mining.

Der im Vorjahr eingeschlagene Weg einer zurückhaltenden Investitionspolitik im Bereich der Finanzanlagen wurde auch im Geschäftsjahr 2010 im Wesentlichen beibehalten. Mit 203,6 Mio. Euro wurden die Finanzinvestitionen im Vergleich zum Vorjahr (142,5 Mio. Euro) dennoch leicht ausgeweitet. Unser Hauptaugenmerk lag dabei vornehmlich auf strategisch sinnvollen Anteilsverstärkungen und Ergänzungen des Beteiligungsportfolios zur Ausweitung des Leistungsspektrums. Der Unternehmensbereich HOCHTIEF Americas baute mit der Akquisition des Bauunternehmens E.E. Cruz seine Position im Markt für US-Infrastrukturprojekte weiter aus. Wesentliche Finanzinvestitionen wurden darüber hinaus im Unternehmensbereich HOCHTIEF Asia Pacific getätigt. Diese dienten vorrangig der Aufstockung der Beteiligungsquote am börsennotierten Projektentwickler Devine sowie dem Ausbau des Portfolios an Joint-Venture-Gesellschaften.

Kapitalflussrechnung HOCHTIEF-Konzern (Kurzfassung)

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(In Mio. EUR) 2010 2009
Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit 1.036,0 949,3
Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit -970,9 -848,6
Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit 417,0 -181,0
Zahlungswirksame Veränderungen der flüssigen Mittel 482,1 -80,3
Flüssige Mittel zum Jahresende 2.451,1 1.769,6


Aus den im Geschäftsjahr 2010 vollzogenen Erst- und Entkonsolidierungen von Tochtergesellschaften ergab sich ein Abfluss an Liquidität in Höhe von 301,6 Mio. Euro gegenüber 35,2 Mio. Euro im Vorjahr. Der größte Teil hiervon resultierte aus der Entkonsolidierung der bislang vollkonsolidierten luxemburgischen Rückversicherungsgesellschaft Contractors' sowie aus dem Teilverkauf des Indiengeschäfts bei Leighton. Gegenläufig erzielte HOCHTIEF Einnahmen aus Anlagenabgängen und Desinvestments in Höhe von 701,8 Mio. Euro. Damit wurde der entsprechende Vorjahreswert in Höhe von 213,3 Mio. Euro um 488,5 Mio. Euro übertroffen. Hierin sind im Wesentlichen Effekte aus dem Verkauf von Contractors' sowie aus dem Teilverkauf der Indienaktivitäten von Leighton enthalten. Darüber hinaus generierte Leighton Liquidität aus sonstigen Beteiligungsverkäufen sowie aus der Veräußerung von Sachanlagevermögen. Daneben wendete HOCHTIEF erhebliche finanzielle Mittel für den Erwerb von Wertpapieren und zur Bereitstellung von Ausleihungen an Beteiligungen auf. Aus der Veränderung von Wertpapieren und Finanzforderungen ergab sich daher ein Mittelabfluss in Höhe von 243,4 Mio. Euro gegenüber 58,2 Mio. Euro im Vorjahr. Per Saldo belief sich der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr 2010 somit auf 970,9 Mio. Euro. Er lag damit um 122,3 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 848,6 Mio. Euro.

Im Jahr 2010 waren die Kreditmärkte trotz der im Jahresverlauf einsetzenden leichten Entspannung weiterhin von Unsicherheiten und einer spürbaren Zurückhaltung der Kreditinstitute bei der Gewährung von Finanzmitteln geprägt. Gleichwohl gelang es HOCHTIEF - nicht zuletzt aufgrund der hervorragenden Bonität -, die erforderlichen Mittel zur Finanzierung und weiteren Expansion des Konzerns zu beschaffen. Durch die Stärkung der Eigenkapitalbasis auf der einen wie auch der Aufnahme von Fremdkapitalmitteln auf der anderen Seite wurden dabei alternative Finanzierungswege beschritten. Durch die teilweise Nutzung des von der HOCHTIEF-Hauptversammlung am 11. Mai 2010 geschaffenen genehmigten Kapitals wurde das Eigenkapital der HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Dezember 2010 erhöht. Hierdurch flossen der Gesellschaft knapp 400 Mio. Euro an Barmitteln zu. Daneben erfolgten Einzahlungen anderer Gesellschafter in das Eigenkapital im Umfang von 68,7 Mio. Euro. Darin war mit 60 Mio. Euro die Neuemission von Aktien durch Leighton enthalten, die zur Aufstockung der Beteiligungsquote an Devine genutzt wurde. Darüber hinaus wurden mit der Platzierung eines Schuldscheindarlehens durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Umfang von 240 Mio. Euro sowie mit der Begebung einer US-Dollar-Anleihe durch Leighton im Volumen von 267,6 Mio. Euro (350 Mio. US-Dollar) zusätzliche Fremdmittel aufgenommen. Dazu kamen weitere, aus dem operativen Geschäft induzierte Kreditaufnahmen. Hierdurch summierten sich die Fremdmittelaufnahmen in der Berichtsperiode auf insgesamt 870,6 Mio. Euro (Vorjahr 1,13 Mrd. Euro). Gegenläufig führte die Tilgung von Kreditverbindlichkeiten zu einem Mittelabfluss in Höhe von 610,6 Mio. Euro (Vorjahr 1,16 Mrd. Euro). Der wesentliche Anteil hiervon entfiel auf Leighton und auf Rückzahlungen kurzfristiger Kredite von Tochtergesellschaften des Unternehmensbereichs HOCHTIEF Real Estate. Außerdem führten die an HOCHTIEF-Aktionäre und andere Gesellschafter ausgezahlten Dividenden zu einem Liquiditätsabfluss in Höhe von 312 Mio. Euro (Vorjahr 224,8 Mio. Euro). Nachdem sich im Vorjahr in der Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit per Saldo ein Abfluss an Liquidität in Höhe von 181 Mio. Euro ergab, verzeichnete HOCHTIEF in der Berichtsperiode einen Mittelzufluss in Höhe von 417 Mio. Euro.

HOCHTIEF verfügte zum 31. Dezember 2010 über einen Bestand an flüssigen Mitteln im Umfang von 2,45 Mrd. Euro. Dieser lag damit um 681,4 Mio. Euro über dem Stand am Ende des vorigen Geschäftsjahres (1,77 Mrd. Euro). Der darin enthaltene Effekt aus Wechselkursänderungen belief sich auf 199,4 Mio. Euro (Vorjahr 62,2 Mio. Euro).

Der Free Cashflow ergibt sich als Saldo aus der Mittelveränderung aus der laufenden Geschäftstätigkeit (1,04 Mrd. Euro) und der Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit (-970,9 Mio. Euro). Aufgrund des hohen Mittelzuflusses aus der laufenden Geschäftstätigkeit resultierte in der Berichtsperiode ein positiver Free Cashflow in Höhe von 65,1 Mio. Euro (Vorjahr 100,7 Mio. Euro).

Konzernfinanzierung langfristig gesichert - Kapitalerhöhung erfolgreich platziert - weiteres Schuldscheindarlehen begeben

Im Dezember 2010 konnten wir eine Kapitalerhöhung in Höhe von zehn Prozent minus einer Aktie des zu dem Zeitpunkt bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft erfolgreich durchführen. Die Begebung erfolgte unter Ausschluss des Bezugsrechts der Altaktionäre und wurde ausschließlich von der Qatar Holding LLC gezeichnet. Das Grundkapital der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beläuft sich nach der Kapitalerhöhung auf nunmehr 197.120 Tsd. Euro. Es ist eingeteilt in 76 999 999 nennwertlose Stückaktien. Der Zufluss von knapp 400 Mio. Euro stärkt die solide Bilanz des Konzerns weiter. Er verbessert die bereits guten Kapitalstrukturen und Konzernkennzahlen, wie zum Beispiel die Eigenkapitalquote und den Verschuldungsgrad, nochmals.

Die Barmittel aus der Kapitalerhöhung wurden zur Tilgung von Ziehungen im syndizierten Barkredit und auch der kurzfristigen Tagesgeldaufnahmen im Cashpool genutzt, soweit solche Tilgungen kurzfristig möglich waren. Die weiteren Mittel sind bei einwandfreien Bankadressen mit erstklassiger Bonität kurzfristig angelegt. Sie stehen der weiteren langfristigen Konzernfinanzierung und dem beabsichtigten Wachstum des Unternehmens zur Verfügung.

Im Berichtsjahr 2010 standen außer den unterjährigen revolvierenden Ziehungen im syndizierten Barkredit keine planmäßigen Tilgungen und damit verbundenen Refinanzierungen an. Wir konnten jedoch ein weiteres Schuldscheindarlehen erfolgreich platzieren. Mit einem Volumen von 240 Mio. Euro und einer Laufzeit von fünf Jahren realisierte HOCHTIEF erneut eine Benchmarktransaktion. Die Konditionen entsprechen der im Berichtsjahr wieder leicht verbesserten Marktlage und geben dem Konzern über die attraktive Laufzeit Finanzierungssicherheit. Auch das Fälligkeitsprofil unseres Darlehensportfolios hat durch diese Platzierung eine weitere Verlängerung erfahren. Besonders erfreulich ist ein Platzierungsanteil nicht deutscher Investoren von mehr als 75 Prozent. Dies spiegelt die unverändert hohe Bonität des HOCHTIEF-Konzerns auch an den internationalen Kapitalmärkten wider. Der Darlehensvertrag entspricht wieder den bereits vorhandenen Dokumentationen herausgelegter Schuldscheindarlehen. Mit diesem neuen Schuldscheindarlehen haben wir nunmehr in Deutschland und international insgesamt 790 Mio. Euro an langfristigen Finanzierungen in diesem attraktiven Finanzierungssegment platziert. Die zufließenden Mittel wurden zur teilweisen Tilgung der Ziehungen im syndizierten Barkredit sowie der sonstigen bilateralen Barlinien genutzt.

Die strategischen und langfristigen Konzernfinanzierungsverträge für den Bar- und Avalbereich sind unverändert gültig. Hier besteht einerseits der syndizierte Avalkredit mit insgesamt 1,9 Mrd. Euro, worin eine Bartranche in Höhe von 400 Mio. Euro enthalten ist. Der Avalkredit ist mit zirka 1,21 Mrd. Euro zum Berichtsstichtag in Anspruch genommen. Die Bartranche, die zur langfristigen Wachstumsfinanzierung zur Verfügung steht, wurde bis dato nicht genutzt. Der syndizierte Avalkredit läuft noch bis Ende 2012. Eine Refinanzierung dieses Finanzierungsinstruments ist für das Jahr 2011 geplant, sofern die Märkte für eine frühzeitige Refinanzierung aufnahmebereit sind.

Im Barbereich verfügen wir weiterhin über den revolvierend nutzbaren syndizierten Barkredit in Höhe von 600 Mio. Euro. Dieser wird im Bedarfsfall flexibel genutzt. Die Konditionen sind gegenüber dem letzten Berichtsjahr unverändert und im Vergleich zu den aktuellen Marktverhältnissen weiterhin als sehr attraktiv anzusehen. Auch der syndizierte Barkredit hat eine Restlaufzeit bis Ende 2012, sodass auch hier eine frühzeitige Refinanzierung im laufenden Jahr 2011 ansteht. Dieser Kredit ist zum Berichtsstichtag mit 477 Mio. Euro in Anspruch genommen.

Weiterhin verfügt der Konzern über bilaterale, kurzfristige Barkreditlinien zur Versorgung der operativen Einheiten mit ausreichend liquiden Mitteln zur Finanzierung des laufenden Geschäfts. Diese jährlich zu verlängernden Linien konnten im Verlauf des Jahres 2010 von ehemals 291 Mio. Euro auf nunmehr zirka 343 Mio. Euro erhöht werden. Die Kredite sind zu mehr als 80 Prozent schriftlich und mit einer Laufzeit von einem Jahr von den Banken bestätigt. Die Konditionen entsprechen der hohen Bonität des HOCHTIEF-Konzerns. Zum Berichtsstichtag waren diese kurzfristigen Barkreditlinien nicht genutzt.

Bilaterale Avalkreditlinien ergänzen den syndizierten Avalkredit. Hier verfügt der Konzern über zusätzlich 570 Mio. Euro zum Jahresende 2010. Dies stellt gegenüber dem Vorjahr eine Erhöhung um zirka 63 Prozent beziehungsweise 220 Mio. Euro dar. Alle im Berichtsjahr bestehenden bilateralen Avalkreditlinien konnten - wie in den Vorjahren auch - erfolgreich prolongiert werden. Auch hier entsprechen die Konditionen der unverändert guten Bonität des HOCHTIEF-Konzerns.

Die verschiedenen Instrumente in ihrer Gesamtheit sichern dem Konzern eine langfristige und breit diversifizierte Finanzierung, und dies zu für HOCHTIEF akzeptablen Kreditbedingungen und unverändert attraktiven Konditionen. Keines der von HOCHTIEF abgeschlossenen Finanzierungsinstrumente ist besichert; sie basieren auf einer Gleichbehandlung aller Kreditgeber (pari passu).

Zu den syndizierten und bilateralen Krediten kommen im Bedarfsfall weitere Kredite für Projektfinanzierungen hinzu. Diese Finanzierungen, die jeweils auf Basis eines konkreten Projekts verhandelt und abgeschlossen werden, sind flexibel nutzbar und werden beim Verkauf der Projekte aus den erzielten Erlösen zurückbezahlt. Eine Besicherung erfolgt - wenn überhaupt - ausschließlich auf den Vermögenswerten des Projekts selbst, ein Rückgriff auf den HOCHTIEF-Konzern ist in den allermeisten Fällen ausdrücklich ausgeschlossen.

Unverändert zum Vorjahr bestehen für die Unternehmensbereiche Americas und Asia Pacific lokale Finanzierungen. Hier ist insbesondere die US-Bondingfazilität von herausragender Bedeutung. Mit einem - im Berichtsjahr nochmals erhöhten - Volumen von nunmehr 4,66 Mrd. Euro ist sie der zentrale Finanzierungsbaustein für das US-amerikanische Geschäft. Sowohl Turner als auch Flatiron nutzen diese Linie. Im Zuge der Erhöhung wurde eine weitere große US-Versicherungsgesellschaft (Surety-Gesellschaft) in die Fazilität aufgenommen. Flatiron verfügt zudem über bilaterale Bankfinanzierungen sowohl im Bar- als auch im Avalbereich. Diese werden vor allem für die kanadischen Aktivitäten genutzt, da dort oftmals eine Bankgarantie anstelle eines Suretybonds gestellt werden muss. Diese lokalen Fazilitäten wie auch die Surety-Bondinglinie werden von der HOCHTIEF Aktiengesellschaft durch eine Konzerngarantie gedeckt.

Leighton verfügt im australischen Kapitalmarkt über ein unverändert hohes Standing. Leightons Finanzierungsaktivitäten erfolgen auf bilateraler oder syndizierter Basis. Eine Besicherung oder Unterlegung durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft oder eine sonstige Konzerngesellschaft erfolgt unverändert nicht.

Die syndizierten Kreditdokumentationen wie auch die Schuldscheindarlehensverträge verfügen über jeweils identische Change-of-Control-Bestimmungen. Die Kontrollwechsel werden beim Überschreiten einer Beteiligungsschwelle von 30 Prozent an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft wirksam. Nach dem erfolglosen Ablauf einer Verhandlungsperiode von 60 Tagen ab Eintritt des Kontrollwechsels steht den Gläubigern ein außerordentliches Kündigungsrecht ihrer jeweiligen Kreditzusagen zu.

Nachdem Anfang Dezember 2010 seitens ACS das freiwillige Übernahmeangebot veröffentlicht wurde, haben wir mit den kreditgebenden Syndikatsbanken und nahezu allen Investoren der Schuldscheindarlehen Vereinbarungen zur Fortführung der jeweiligen Kreditfazilitäten getroffen. In den Vereinbarungen verzichten die Gläubiger auf ihr Kündigungsrecht im Falle eines Kontrollwechsels durch den Aktionär ACS. Im Gegenzug haben wir umfangreiche Schutzklauseln in Bezug auf Geschäfte und Transaktionen mit ACS akzeptiert. Gleichzeitig wurden die Vertragskonditionen in den syndizierten Krediten leicht angehoben, da diese deutlich unter dem aktuellen Marktniveau lagen. Diese vertraglichen Anpassungen in den syndizierten Krediten wie auch in den Schuldscheindarlehensverträgen standen unter der aufschiebenden Bedingung der Überschreitung der Beteiligungsquote von ACS an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft von 30 Prozent. Da ACS diese Beteiligungshöhe Anfang Februar 2011 überschritten hat, sind die vertraglichen Anpassungen seitdem rechtswirksam.

Im Jahr 2011 stehen keine planmäßigen Finanzierungen an. Mit Ausnahme der kurzfristigen Bar- und Avallinien, die im jährlichen Rhythmus zu prolongieren sind, haben wir keine Fälligkeiten aus weiteren Instrumenten zu verzeichnen.

Wie im abgelaufenen Jahr auch, werden wir darüber hinaus die Finanz- und Kapitalmärkte unverändert intensiv beobachten und sich eventuell ergebende Opportunitäten nutzen. Gleiches gilt für die Ende 2012 fällig werdenden syndizierten Kredite. Sofern sich im Verlauf des Jahres 2011 hier vorzeitige Refinanzierungsmöglichkeiten bei ansprechenden Marktbedingungen ergeben, werden wir diese nutzen, um eine weiterhin langfristige Konzernfinanzierung über diese zentralen Finanzierungsinstrumente sicherzustellen.

Vermögenslage

Starke Konzernbilanz eröffnet Potenzial für weiteres Wachstum

Trotz des insgesamt zu verzeichnenden Wirtschaftswachstums stand das Geschäftsjahr 2010 noch unter dem Eindruck der tief greifenden Finanzkrise und den damit verbundenen Unsicherheiten auf den Weltmärkten. In diesem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld blieb HOCHTIEF aufgrund der klaren Ausrichtung auf rentable Märkte und Projekte dennoch deutlich profitabel. Dies zeigt sich auch in unserer soliden und starken Konzernbilanz, die ein hohes Potenzial für weiteres Wachstum eröffnet.

Die Bilanzsumme stieg dabei gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2009 (12,5 Mrd. Euro) um 2,49 Mrd. Euro beziehungsweise 19,9 Prozent auf 14,99 Mrd. Euro. Neben operativem Wachstum trugen hierzu auch Wechselkurseffekte im Umfang von 1,18 Mrd. Euro bei.

Auf der Aktivseite stieg der Bestand an langfristigen Vermögenswerten deutlich an. Mit einem Zuwachs um 762,4 Mio. Euro auf 5,87 Mrd. Euro lag er um 14,9 Prozent über dem Vorjahreswert (5,1 Mrd. Euro). Dabei erhöhten sich die immateriellen Vermögenswerte gegenüber dem Vorjahr um 79,2 Mio. Euro auf 582,9 Mio. Euro. Wesentlicher Bestandteil der immateriellen Vermögenswerte waren mit 492,8 Mio. Euro wie im Vorjahr (431,1 Mio. Euro) die aus der Erstkonsolidierung resultierenden Geschäfts- und Firmenwerte von vollkonsolidierten Tochtergesellschaften. Des Weiteren werden unter den immateriellen Vermögenswerten Konzessionen und ähnliche Nutzungsrechte in Höhe von 90,1 Mio. Euro (Vorjahr 72,6 Mio. Euro) ausgewiesen. Das Sachanlagevermögen stieg aufgrund der hohen Investitionstätigkeit des Konzerns in technische Ausrüstung und infolge von Währungseinflüssen deutlich. Nach 1,49 Mrd. Euro zum Ende des vorigen Geschäftsjahres lag der Wert der Sachanlagen von HOCHTIEF zum 31. Dezember 2010 mit 1,81 Mrd. Euro um 21,1 Prozent darüber. Die Investment Properties haben sich um 14,2 Mio. Euro auf 24 Mio. Euro vermindert. Sie enthalten ausschließlich Immobilien des Unternehmensbereichs HOCHTIEF Real Estate. Das Finanzanlagevermögen hingegen hat sich mit einem Anstieg um 259,6 Mio. Euro auf 2,51 Mrd. Euro kräftig erhöht. Hier wirkten sich vor allem gestiegene Buchwerte aus dem Kauf und der Wertfortschreibung von at Equity bewerteten Beteiligungen, der Zukauf im Bereich langfristiger Wertpapiere sowie Währungseffekte aus. Auf at Equity bewertete Finanzanlagen entfiel ein Wert von 2,01 Mrd. Euro - ein Zuwachs von 241 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr (1,76 Mrd. Euro). Die übrigen Finanzanlagen überstiegen ebenfalls den Vorjahreswert (486,5 Mio. Euro) und beliefen sich zum Geschäftsjahresende auf 505,1 Mio. Euro. Die Finanzforderungen bewegten sich mit 506,8 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahresniveau von 410,8 Mio. Euro. Der Anstieg ist insbesondere auf die Gewährung von Ausleihungen an Beteiligungsgesellschaften durch Leighton zurückzuführen. Demgegenüber blieb der Bestand an sonstigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten mit 176,1 Mio. Euro nahezu auf Vorjahreshöhe (177,1 Mio. Euro). Die aktivisch ausgewiesenen latenten Steuern stiegen infolge von Währungseffekten und Veränderungen bei Bewertungsunterschieden von 232,8 Mio. Euro auf 260,6 Mio. Euro.

Die kurzfristigen Vermögenswerte legten mit einem Anstieg um 1,72 Mrd. Euro deutlich zu und erreichten zum Ende der Berichtsperiode einen Bilanzwert von 9,12 Mrd. Euro. Damit wurde der Endbestand zum Ende des vorigen Geschäftsjahres (7,4 Mrd. Euro) um 23,3 Prozent übertroffen. Die Vorräte stiegen um 152,6 Mio. Euro und lagen mit 1,27 Mrd. Euro über dem Vorjahreswert in Höhe von 1,12 Mrd. Euro. Sie entfallen im Wesentlichen auf noch im Bau befindliche Immobilienprojekte der Unternehmensbereiche HOCHTIEF Real Estate und HOCHTIEF Asia Pacific. Den weitaus größten Anteil an den kurzfristigen Vermögenswerten hatten im Geschäftsjahr 2010 auch weiterhin die aus dem operativen Geschäft stammenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Diese stiegen im Vergleich zum Vorjahr (3,41 Mrd. Euro) um 577,2 Mio. Euro auf 3,98 Mrd. Euro. Hierzu trugen insbesondere operatives Wachstum sowie Währungseffekte in den Unternehmensbereichen HOCHTIEF Asia Pacific, HOCHTIEF Europe und HOCHTIEF Americas bei. Die sonstigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte erhöhten sich ebenfalls und stiegen um 105,6 Mio. Euro auf 232,4 Mio. Euro (Vorjahr 126,8 Mio. Euro). Der Anstieg betrifft im Wesentlichen Ansprüche aus Beteiligungsveräußerungen. Unser Wertpapierportfolio war auch im Geschäftsjahr 2010 auf vorrangig konservative Anlagen in fest- und variabel verzinslichen Bonds von Emittenten mit erstklassiger Bonität ausgerichtet. Daneben wurden auch Direktanlagen in ausgewählten Aktien und Rentenfondsanteilen gehalten. Die im Jahresverlauf vollzogene Aufstockung unseres Wertpapierbestands führte zu einem Anstieg um 129,9 Mio. Euro auf 937,6 Mio. Euro. Die Liquiditätsausstattung des Konzerns hat sich im Geschäftsjahresverlauf deutlich verbessert. Die flüssigen Mittel stiegen um 681,4 Mio. Euro auf 2,45 Mrd. Euro.

Der HOCHTIEF-Konzern verfügte zum Stichtag 31. Dezember 2010 über ein Eigenkapital in Höhe von 4,27 Mrd. Euro. Damit hat sich unsere Eigenkapitalausstattung im Vergleich zum Vorjahr (3,26 Mrd. Euro) um zirka eine Mrd. Euro verbessert. Hierzu trug insbesondere die zum Geschäftsjahresende 2010 vollzogene Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen mit 399,8 Mio. Euro bei. Daneben wirkte sich das Ergebnis nach Steuern mit 546,3 Mio. Euro aus. Die Effekte aus der Währungsumrechnung und Marktbewertung von Finanzinstrumenten beliefen sich auf 340 Mio. Euro. Darüber hinaus beeinflussten übrige neutrale Veränderungen in Höhe von 68 Mio. Euro das Eigenkapital positiv. Die Ausschüttung von Dividenden an HOCHTIEF-Aktionäre und konzernfremde Gesellschafter führte demgegenüber zu einer Verminderung des Eigenkapitals im Umfang von 312 Mio. Euro. Dazu kommt mit -42 Mio. Euro der Effekt aus der Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste.

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr (26,1 Prozent) um 2,4 Prozentpunkte auf 28,5 Prozent.

Die langfristigen Schulden erreichten zum Ende des Geschäftsjahres 2010 einen Stand von 3,37 Mrd. Euro gegenüber 2,75 Mrd. Euro im Vorjahr. Ausschlaggebend für den Anstieg um 619,3 Mio. Euro waren Maßnahmen zur Sicherstellung der langfristigen Finanzierung des Konzerns sowie Währungseffekte. Wesentliche Faktoren hierbei waren die Platzierung eines Schuldscheindarlehens durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft sowie die Begebung einer US-Dollar-Anleihe durch Leighton. Infolgedessen erhöhten sich die Finanzschulden um 529,4 Mio. Euro auf 2,58 Mrd. Euro. Daneben nahmen die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen - im Wesentlichen aufgrund der Anpassung des Abzinsungssatzes an das gesunkene Marktzinsniveau - um 45,3 Mio. Euro auf 116,6 Mio. Euro zu. In den anderen langfristigen Rückstellungen wurden vorwiegend Verpflichtungen aus dem Personalbereich sowie zur Deckung von Versicherungsfällen passiviert. Mit 426,9 Mio. Euro lagen sie um 89 Mio. Euro über dem Vergleichswert des Vorjahres (337,9 Mio. Euro). Die sonstigen Verbindlichkeiten blieben mit 186,4 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Demgegenüber verminderten sich die passivisch ausgewiesenen latenten Steuern aufgrund der Veräußerung der Tochtergesellschaft Contractors' um 45,5 Mio. Euro auf 66 Mio. Euro.

Der Bestand an kurzfristigen Schulden stieg um 864,2 Mio. Euro und erreichte zum Geschäftsjahresende 2010 ein Volumen von 7,35 Mrd. Euro (Vorjahr 6,49 Mrd. Euro). Wesentlicher Bestandteil waren wie im Vorjahr die Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr, die sich im Wesentlichen aufgrund von Währungseffekten sowie aus dem operativen Geschäft bei Leighton und im Unternehmensbereich HOCHTIEF Europe um 972,1 Mio. Euro auf 5,36 Mrd. Euro erhöhten. Die anderen Rückstellungen lagen mit 959,6 Mio. Euro leicht über dem entsprechenden Vorjahreswert von 905,7 Mio. Euro. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten verminderten sich aufgrund der Tilgungen von Bankkrediten um 150,1 Mio. Euro auf 645,8 Mio. Euro. Die sonstigen Verbindlichkeiten lagen mit 363,3 Mio. Euro und einem Rückgang um 18,3 Mio. Euro leicht unter Vorjahr.

Erläuterungen zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der HOCHTIEF Aktiengesellschaft (Holding)

Gewinn- und Verlustrechnung der HOCHTIEF Aktiengesellschaft (Kurzfassung)

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(In Mio. EUR) 2010 2009
Umsatzerlöse 208,5 211,3
Veränderung des Bestands an nicht abgerechneten Bauarbeiten -2,1 9,3
Sonstige betriebliche Erträge 79,7 92,5
Materialaufwand -130,7 -135,4
Personalaufwand -80,6 -106,0
Abschreibungen -9,8 -3,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen -153,5 -116,0
Ergebnis Finanzanlagen 320,3 237,5
Zinsergebnis -66,0 -33,2
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -1,4 -50,6
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 164,4 105,7
Außerordentliche Erträge 64,8 -
Außerordentliche Aufwendungen -0,7 -
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2,4 -3,2
Jahresüberschuss 226,1 102,5
Gewinnvortrag 5,2 9,8
Veränderung der Gewinnrücklagen -77,3 -7,3
Bilanzgewinn 154,0 105,0


Bilanz der HOCHTIEF Aktiengesellschaft (Kurzfassung)

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(In Mio. EUR) 31.12.2010 31.12.2009
Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 41,1 38,2
Finanzanlagen 2.130,0 1.978,8

2.171,1 2.017,0
Umlaufvermögen

Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände,
Rechnungsabgrenzungsposten
1.087,2 825,4
Finanzmittel 591,3 686,3

1.678,5 1.511,7
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 78,5 -
Aktiva 3.928,1 3.528,7
Eigenkapital 1.939,7 1.503,7
Rückstellungen 153,3 388,3
Verbindlichkeiten 1.835,1 1.636,7
Passiva 3.928,1 3.528,7


Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft führt die Unternehmensbereiche des HOCHTIEF-Konzerns als strategische Management-Holding. Insofern ist das Ergebnis der HOCHTIEF Aktiengesellschaft vor allem durch das Beteiligungsergebnis sowie durch Erlöse und Aufwendungen bestimmt, die im Zusammenhang mit der Ausübung der Holdingfunktionen stehen.

Der Jahresabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt und vom Abschlussprüfer Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft wendete im Geschäftsjahr 2010 erstmals die Bilanzierungs- und Bewertungsregeln des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) an. Diese Erstanwendung führt bei verschiedenen Bilanzposten zu einem geänderten Ausweis beziehungsweise einer geänderten Bewertung. Entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen werden die Vorjahreswerte nicht an die neuen Vorschriften angepasst. Die Bekanntmachung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der HOCHTIEF Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2010 erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse und der Materialaufwand entfallen im Wesentlichen auf die Betriebsstätte Russland, die nach Ausgliederung der HOCHTIEF Construction AG Restprojekte abwickelt. Das Ergebnis des Einzelabschlusses der HOCHTIEF Aktiengesellschaft wird maßgeblich von den Beteiligungsergebnissen sowie durch Erlöse und Aufwendungen im Zusammenhang mit der Holdingfunktion bestimmt. Das Ergebnis aus Finanzanlagen hat sich durch eine erhöhte Ergebnisvereinnahmung als Folge des Verkaufs einer Beteiligung gegenüber dem Vorjahr verbessert. Zudem resultieren aus der Erstanwendung des BilMoG - im Wesentlichen aus der Marktbewertung von Deckungsvermögen und aus der Änderung der Bewertung der Pensionsrückstellungen - außerordentliche Erträge in Höhe von 64,8 Mio. Euro.

Finanz- und Vermögenslage

Die Finanz- und Vermögenslage der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist aufgrund ihrer Holdingfunktion durch die Finanzanlagen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen geprägt, die sich auf 78,6 Prozent (Vorjahr 74,3 Prozent) der Bilanzsumme belaufen.

Das gezeichnete Kapital der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, das in 76 999 999 nennwertlose Stückaktien eingeteilt ist, wurde im Dezember 2010 durch die Ausgabe von 6 999 999 Aktien erhöht und beläuft sich auf nominal 197,1 Mio. Euro (Vorjahr 179,2 Mio. Euro). Aus der Erstanwendung des BilMoG ergab sich zum 1. Januar 2010 eine offene Absetzung des Bestands eigener Aktien in Höhe des auf sie entfallenden Betrags des Grundkapitals. Zum 31. Dezember 2010 beträgt das gezeichnete Kapital nach Berücksichtigung der noch im Bestand befindlichen eigenen Aktien 188,3 Mio. Euro. Die Kapitalrücklage erhöhte sich im Wesentlichen durch das Aufgeld aus der Ausgabe der neuen Aktien um 382,3 Mio. Euro auf 783,1 Mio. Euro (Vorjahr 400,8 Mio. Euro). Die anderen Gewinnrücklagen erhöhten sich zum 1. Januar 2010 durch die Umstellung der Rücklage für eigene Anteile (147,9 Mio. Euro) infolge der Erstanwendung des BilMoG. Gegenläufig wirkte sich die Verrechnung der Buchwerte des Bestands eigener Aktien (-82,2 Mio. Euro) aus. Das Eigenkapital erreichte einen Anteil von 49,4 Prozent (Vorjahr 42,6 Prozent) an der Bilanzsumme.

Die Verbindlichkeiten enthalten in Vorjahren aufgenommene Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen von 550 Mio. Euro. Die Verzinsung der einzelnen Schuldscheindarlehen entspricht den zum Zeitpunkt des Abschlusses geltenden Marktbedingungen und erfolgt mit dem Sechsmonats-EURIBOR zuzüglich einer angemessenen Marge beziehungsweise mit zum Teil fixer und zum Teil variabler Verzinsung. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat zudem am 26. Mai 2010 ein Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen von 240 Mio. Euro am Markt platziert. Das Darlehen hat eine fünfjährige Laufzeit und wird mit dem Sechsmonats-EURIBOR zuzüglich einer angemessenen Marge verzinst. Darüber hinaus ist hier unverändert zum Vorjahr mit 477 Mio. Euro die Inanspruchnahme einer syndizierten Barkreditlinie mit einem Gesamtvolumen von 600 Mio. Euro ausgewiesen.

Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft weist für das Geschäftsjahr 2010 einen Jahresüberschuss in Höhe von 226,1 Mio. Euro aus. Aus diesem Jahresüberschuss ist eine Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 77,3 Mio. Euro vorgenommen worden. Unter Einbeziehung des Gewinnvortrags (5,2 Mio. Euro) ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 154 Mio. Euro.

Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, zu beschließen:

Der Bilanzgewinn der HOCHTIEF Aktiengesellschaft des Geschäftsjahres 2010 in Höhe von 153.999.998,-Euro wird zur Ausschüttung einer Dividende von zwei Euro je dividendenberechtigter Stückaktie verwendet, und der aus dem Bilanzgewinn auf nicht dividendenberechtigte Aktien entfallende Betrag, das sind 6.870.150,-Euro, wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Die Dividende ist am Tag nach der Hauptversammlung zahlbar.

Bis zur Hauptversammlung kann sich die Zahl der dividendenberechtigten Stückaktien verändern. In diesem Fall wird bei unveränderter Ausschüttung von zwei Euro je dividendenberechtigter Stückaktie der Hauptversammlung ein entsprechend angepasster Gewinnverwendungsvorschlag unterbreitet.

Angaben gemäß § 289 Abs. 2 Nr. 5 und Abs. 4 beziehungsweise § 315 Abs. 2 Nr. 4 und Abs. 4 HGB

Das gezeichnete Kapital der HOCHTIEF Aktiengesellschaft in Höhe von 197.119.997,44 Euro ist eingeteilt in 76 999 999 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien. Der auf die einzelne Aktie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals beträgt 2,56 Euro.

Die Kapitalrücklage enthält das Aufgeld aus der Ausgabe von Aktien durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft.

Dem Vorstand sind keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.

Die CARIÁTIDE S.A., Avda. Pio XII n° 102, 28036 Madrid, Spanien, hat unter Bezugnahme auf die Regelung in § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft am 24. April 2007 25,08 Prozent betragen hat. Dieselbe Mitteilung hat die ACS Actividades de Construcción y Servicios, S.A., Avda. Pio XII n° 102, 28036 Madrid, Spanien, gemacht, und zwar verbunden mit dem Hinweis, dass diese Stimmrechte von der CARIÁTIDE S.A. gehalten werden und ihr über ihre Beteiligung an der CARIÁTIDE S.A. nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen sind.

Ergänzend weisen wir - zum besseren Verständnis - darauf hin, dass ACS nach den Angaben in ihrem freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot vom 1. Dezember 2010 über ihre Tochtergesellschaft CARIÁTIDE S.A. 29,98 Prozent der seinerzeit bestehenden Aktien und Stimmrechte an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft gehalten hat.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. Es ist dem Vorstand nicht bekannt, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben.

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands bestimmt sich nach den §§ 84, 85 AktG und § 31 MitbestG in Verbindung mit §§ 9 Abs. 2, 7 Abs. 1 der Satzung. Gesetzliche Vorschriften zur Änderung der Satzung finden sich in §§ 179 ff., 133 AktG. Soweit das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals verlangt, genügt nach § 23 Abs. 3 der Satzung die einfache Mehrheit, sofern nicht zwingend eine andere Mehrheit vorgeschrieben ist. Nach § 15 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur die Fassung der Satzung betreffen.

Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital bis zum 10. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals um bis zu insgesamt 35.840 Tsd. Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Die weiteren Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung um bis zu 44.800 Tsd. Euro, eingeteilt in bis zu Stück 17 500 000 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung.

Ermächtigung zum Aktienrückkauf:
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2010 ist die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt worden, eigene Aktien zu erwerben. Diese Ermächtigung gilt bis zum 10. November 2011. Sie ist insgesamt auf einen Anteil von zehn Prozent des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals beschränkt, wobei eigene Aktien in einem Umfang von höchstens fünf Prozent des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals durch den Einsatz von Call-Optionen erworben werden dürfen. Die Ermächtigung kann unmittelbar durch die Gesellschaft oder durch ein von der Gesellschaft abhängiges oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen oder durch von der Gesellschaft oder von der Gesellschaft abhängige oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehende Unternehmen beauftragte Dritte ausgeübt werden und erlaubt den Erwerb eigener Aktien im ganzen Umfang oder in Teilbeträgen sowie den einmaligen oder mehrmaligen Erwerb. Der Erwerb eigener Aktien kann über die Börse oder mittels eines an sämtliche Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder durch die Ausgabe von Andienungsrechten an die Aktionäre oder durch den Einsatz von Call-Optionen erfolgen. Die Bedingungen für den Erwerb werden im Beschluss weiter spezifiziert.

Der Vorstand ist durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bei einer Veräußerung erworbener eigener Aktien durch ein Angebot an alle Aktionäre den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem ihrer nachgeordneten Konzernunternehmen eventuell ausgegebenen Options- und/oder Wandelanleihen ein Bezugsrecht auf die Aktien zu gewähren. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, erworbene eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an sämtliche Aktionäre zu veräußern, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet.

Der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist ferner unter den nachstehenden Voraussetzungen ermächtigt, erworbene eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats Dritten in anderer Weise als über die Börse oder mittels Angebot an sämtliche Aktionäre anzubieten und zu übertragen. Dies kann im Zuge des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen daran oder von Unternehmensteilen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen geschehen. Dies ist außerdem zulässig zur Einführung von Aktien der Gesellschaft an ausländischen Börsen, an denen sie bisher nicht zum Handel zugelassen sind. Außerdem dürfen die Aktien Personen zum Erwerb angeboten werden, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen stehen oder standen. Weiterhin dürfen die Aktien den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft gemäß der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 11. Mai 2010 (TOP 8) begebenen Schuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Options- und/oder Wandlungsrechte und/oder -pflichten gewährt werden.

Weiterhin dürfen die Aktien Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft und Mitgliedern von Vorständen und Geschäftsführungen der von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG sowie Personen, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG stehen, mit der Verpflichtung übertragen werden, sie für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren seit der Übertragung zu halten. Eine solche Übertragung ist nur zulässig, um bestehende Ansprüche des Übertragungsempfängers auf variable Vergütung an Erfüllungs statt zu tilgen. Die weiteren Bedingungen der Übertragung werden im Beschluss weiter spezifiziert. Im Fall der Ausgabe der Aktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft entscheidet allein der Aufsichtsrat der Gesellschaft über die Ausgabe.

Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8, 186 Abs. 3, 4 AktG insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß der vorstehenden Ermächtigung verwendet werden.

Weiterhin wird der Vorstand ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats einzuziehen, ohne dass die Einziehung und ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedürfen.

Die Bedingungen der Bezugsrechtsgewährung, Veräußerung, Übertragung beziehungsweise Einziehung der eigenen Aktien werden in dem Beschluss der Hauptversammlung weiter spezifiziert.

Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat den am 24. Oktober 2007 mit einem internationalen Bankenkonsortium geschlossenen langfristigen Rahmenavalkreditvertrag über ursprünglich zwei Mrd. Euro im Jahr 2009 in der Weise modifiziert, dass nunmehr ein Avalkreditrahmen von 1,5 Mrd. Euro und eine Barlinie über 400 Mio. Euro zur Verfügung stehen. Weiterhin existieren der bereits früher geschlossene Barkreditvertrag mit einer Kreditsumme von 600 Mio. Euro sowie eine weitere syndizierte Garantiefazilität mit einer Kreditsumme von 291,5 Mio. Euro. Diese Kreditverträge enthalten inhaltlich identische Change-of-Control-Bestimmungen. Danach können die jeweiligen Kreditgeber (nachdem mit dem Kreditnehmer zuvor Verhandlungen zur Fortführung der Kredite, die unter Berücksichtigung der Kreditwürdigkeit der Person des Übernehmers, der Gefahr eventueller Änderungen der Unternehmensstrategie und eventueller Beschränkungen der Kreditgeber bei der Kreditvergabe zu führen sind, ergebnislos geblieben sind) ihre Kreditengagements unter der nachfolgend genannten Voraussetzung beenden. Diese Voraussetzung tritt ein, wenn eine Person oder eine Gruppe von Personen im Wege abgestimmten Verhaltens die Kontrolle im Sinne von § 29 Abs. 2 WpÜG über den Kreditnehmer erlangt. Die Erklärung zur Beendigung des Kreditengagements kann bis zum Ablauf von 70 Tagen nach Kenntniserlangung der HOCHTIEF Aktiengesellschaft vom Eintritt der vorgenannten Voraussetzung unter Berücksichtigung einer Mindestbedenkzeit von zehn Tagen von den Kreditgebern abgegeben werden. Bezüglich der vorgenannten Kreditverträge wurde seitens der Kreditgeber im Dezember 2010 einer Änderungsvereinbarung der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zugestimmt, wonach die vorgenannten Change-of-Control-Bestimmungen nicht mehr für den Aktionär ACS gelten; im Gegenzug wurden umfangreiche Schutzklauseln mit den Kreditgebern in Bezug auf Geschäfte und Transaktionen mit ACS akzeptiert. In ihnen hat sich die HOCHTIEF Aktiengesellschaft unter anderem verpflichtet, keine Verträge mit ACS abzuschließen, die die Kreditwürdigkeit von HOCHTIEF schwächen würden, zum Beispiel einen Beherrschungsvertrag. Werden gleichwohl solche Verträge geschlossen, haben die Kreditgeber ein Sonderkündigungsrecht.

Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat am 27./31. August 2010 mit einem inländischen Kreditinstitut einen Rahmenkreditvertrag über 65 Mio. Euro geschlossen und im Dezember 2010 die Laufzeit eines weiteren Kreditvertrags vom 2./9. August 2005 über 130 Mio. Euro verlängert. Beide Kreditverträge enthalten eine inhaltlich identische Change-of-Control-Bestimmung, wonach die Banken im Fall eines Kontrollwechsels diesen Kreditvertrag außerordentlich kündigen dürfen, falls sie dies unter Berücksichtigung der Kreditwürdigkeit des Erwerbers, des Risikos von Änderungen in der Unternehmensstrategie und möglicher Kreditobergrenzen für angemessen halten. Kontrollwechsel im vorgenannten Sinne bedeutet, dass eine Person allein oder mit anderen Personen gemeinsam handelnd entweder die Mehrheit der Kapitalanteile oder Stimmrechte am Kreditnehmer erwirbt oder auf andere Art und Weise, zum Beispiel über einen Beherrschungsvertrag, die Kontrolle über den Kreditnehmer erlangt, wobei eine Zurechnung von Stimmrechten gemäß § 30 WpÜG erfolgt.

Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat mit einem inländischen Kreditinstitut am 4. Juli 2008 zwei Schuldschein-Darlehensverträge über 50 Mio. Euro und 200 Mio. Euro geschlossen. Des Weiteren hat sie mit einem inländischen Kreditinstitut am 25. Mai 2009 vier Schuldschein-Darlehensverträge mit unterschiedlichen Laufzeiten über insgesamt 300 Mio. Euro vereinbart. Außerdem hat sie mit zwei inländischen Kreditinstituten am 26. Mai 2010 zwei Schuldschein-Darlehensverträge mit einer Laufzeit von jeweils fünf Jahren über 180,5 Mio. Euro beziehungsweise 59,5 Mio. Euro vereinbart. Alle diese Darlehensverträge haben jeweils eine inhaltlich identische Bestimmung, wonach die HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Fall eines Kontrollwechsels zur vorzeitigen Rückzahlung der Darlehen verpflichtet ist, falls sie und der Darlehensgeber nicht binnen 60 Tagen ab Mitteilung des Kontrollwechsels eine Einigung über die Fortführung des Darlehens erzielt haben und der Darlehensgeber die vorzeitige Rückzahlung binnen zehn Tagen nach Ablauf der 60-Tage-Frist verlangt. Kontrollwechsel im vorgenannten Sinne bedeutet den Erwerb der Kontrolle an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Sinne von § 29 Abs. 2 WpÜG durch eine Person oder eine Personengruppe in abgestimmtem Verhalten im Sinne von § 30 Abs. 2 WpÜG. Bezüglich der vorgenannten Darlehensverträge wurde seitens der überwiegenden Mehrheit der Kreditgeber (93 Prozent der ausstehenden Darlehensvaluten) im Dezember 2010 einem Amendment Request der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zugestimmt, wonach die vorgenannten Change-of-Control-Bestimmungen nicht mehr für den Aktionär ACS gelten; im Gegenzug wurde ein umfangreiches Ringfencing mit den Kreditgebern in Bezug auf Geschäfte und Transaktionen mit ACS akzeptiert. Mit dem Ringfencing-Agreement hat sich die HOCHTIEF Aktiengesellschaft unter anderem verpflichtet, keine Verträge mit ACS abzuschließen, die die Kreditwürdigkeit von HOCHTIEF schwächen würden, zum Beispiel einen Beherrschungsvertrag mit ACS. Werden gleichwohl solche Verträge geschlossen, haben die Kreditgeber ein Sonderkündigungsrecht. Für diejenigen Kreditgeber der Schuldscheindarlehen, die dem vorgenannten Amendment Request nicht zugestimmt haben, gelten die ursprünglichen Change-of-Control-Bestimmungen unverändert weiter.

Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat am 26./31. August 2010 mit einem inländischen Kreditinstitut die Laufzeit eines Rahmenkreditvertrags über 55 Mio. Euro verlängert. Der Rahmenkreditvertrag enthält eine Change-of-Control-Bestimmung, wonach die Bank im Fall eines Kontrollwechsels den Kreditvertrag fristlos kündigen darf. Kontrollwechsel im vorgenannten Sinne meint den Erwerb von Kontrolle im Sinne des § 29 Abs. 2 WpÜG entweder durch eine Person oder durch eine Gruppe von Personen, die sich im Sinne des § 30 Abs. 2 WpÜG abgestimmt verhalten, wobei die Zurechnungsregeln des § 30 WpÜG anzuwenden sind.

Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat am 23. Oktober 2007 mit vier US-Surety-Gesellschaften zur Absicherung der von diesen bereitgestellten Bondinglinie in Höhe von fünf Mrd. US-Dollar eine "General Counter Indemnity" abgeschlossen. Die "General Counter Indemnity" enthält eine Change-of-Control-Bestimmung, die den Surety-Gesellschaften unter der nachfolgend genannten Voraussetzung das Recht einräumt, von der HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine bar zu entrichtende Sicherheitsleistung von 500 Mio. US-Dollar zu fordern; gemäß den Vereinbarungen werden die bereits zur Unterlegung der Bondinglinie begebenen Sicherheiten in Form von Bankgarantien hierbei in Abzug gebracht. Diese Voraussetzung tritt ein, wenn eine Person oder eine Gruppe von Personen im Wege abgestimmten Verhaltens insgesamt 30 Prozent oder mehr der Aktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft erwirbt oder anderweitig die Kontrolle im Sinne von § 29 Abs. 2 WpÜG über die HOCHTIEF Aktiengesellschaft erlangt. Die Sicherheitsleistung hat in diesem Fall innerhalb von 30 Bankarbeitstagen nach Geltendmachung der Forderung zu erfolgen. Die Vereinbarung mit den US-Surety-Gesellschaften ist mittlerweile in der Weise modifiziert worden, als dass eine weitere Surety-Gesellschaft Vertragspartner geworden ist. Ihr gegenüber gelten die gleichen Bestimmungen wie zu den bisherigen Vertragspartnern. Darüber hinaus ist die Bondinglinie auf 6,2 Mrd. US-Dollar erhöht worden.

Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist über Tochtergesellschaften mittelbar an der HOCHTIEF AirPort Capital GmbH & Co. KGaA als Komplementärin - firmierend unter HOCHTIEF AirPort Capital Verwaltungs GmbH & Co. KG - beteiligt. Zu dieser Beteiligung existiert ein Shareholders' Agreement. Danach sind die Aktionäre der vorgenannten KGaA unter spezifischen Bedingungen berechtigt, sämtliche Anteile an der vorgenannten Komplementärin zu übernehmen. Dieser Fall tritt - in Abhängigkeit von der Person des Erwerbers - zum einen ein, falls ein Unternehmen die Mehrheit der Aktien oder Stimmrechte an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft oder auf sonstige Weise die Kontrolle über die HOCHTIEF Aktiengesellschaft erwirbt oder als Treuhänder über die entsprechenden Stimmrechte oder Kontrollmechanismen verfügt. Zum anderen tritt dieser Fall ein, falls mehr als die Hälfte der Aktien oder Stimmrechte an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft von einem Dritten erworben werden oder dieser auf sonstige Weise die Kontrolle über die HOCHTIEF Aktiengesellschaft erwirbt und binnen neun Monaten nach Bekanntwerden dieses Erwerbs mehr als die Hälfte des "Key Personnel" beziehungsweise mindestens drei Personen, die zum "Key Personnel" gehören, die HOCHTIEF AirPort GmbH verlässt beziehungsweise verlassen.

Die HOCHTIEF PPP Solutions GmbH hat Anteile an zwei chilenischen Mautstraßen-Projektgesellschaften veräußert. Der Kaufvertrag sieht vor, dass die Verkäuferin unter bestimmten Umständen verpflichtet ist, dem Käufer einen Garantiebarwert zur Verfügung zu stellen, der den Kaufpreis übersteigt. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat für die Verpflichtungen der Verkäuferin garantiert. Daher ist unter anderem ein Kontrollwechsel bei der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ein solcher Umstand, der die Garantiebarwertverpflichtung auslöst. Der Vertrag spricht von einem Kontrollwechsel, wenn eine Person oder eine Gruppe von Personen im Wege abgestimmten Verhaltens die Kontrolle im Sinne von § 29 Abs. 2 WpÜG über die HOCHTIEF Aktiengesellschaft erlangt.

In der von der HOCHTIEF Aktiengesellschaft abgeschlossenen D&O-Versicherung ist eine Einschränkung des Versicherungsschutzes vorgesehen, falls eine andere Gesellschaft oder ein sonstiger Dritter einen beherrschenden Einfluss auf die HOCHTIEF Aktiengesellschaft erlangt. In einem solchen Fall besteht Versicherungsschutz nur für diejenigen Ansprüche, die auf Pflichtverletzungen beruhen, die bis zum Zeitpunkt der Erlangung des beherrschenden Einflusses Dritten gegenüber begangen wurden.

Über die Pflichtangaben gemäß § 289 Abs. 4 Nr. 8 / § 315 Abs. 4 Nr. 8 HGB hinaus bestehen bei anderen Konzerngesellschaften weitere Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen und nachfolgend auszugsweise und nicht abschließend dargestellt sind: Ein Kontrollwechsel bei der HOCHTIEF AirPort GmbH führt zu verschiedenen Rechtsfolgen. Insbesondere können hierdurch verschiedene Kauf- und Verkaufsverpflichtungen im Hinblick auf die von der HOCHTIEF AirPort GmbH gehaltenen Beteiligungen ausgelöst werden. Im Geschäftsbereich PPP werden dem Auftraggeber in den Projektverträgen häufig weitgehende Gestaltungsrechte eingeräumt, die eine Änderung der Beteiligungsverhältnisse an der jeweiligen Projektgesellschaft erschweren sollen.

Falls Aktionäre die Kontrolle über die HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Sinne der §§ 29, 30 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz erwerben, haben alle Vorstände das Recht, ihr Vorstandsmandat mit einer Frist von sechs Monaten niederzulegen und den Dienstvertrag zum gleichen Zeitpunkt zu kündigen. Dieses Recht steht den jeweiligen Vorstandsmitgliedern auch in weiteren übernahmeähnlichen Fällen zu, die vertraglich im Einzelnen festgelegt sind (insbesondere bei Erwerb der Mehrheit der Stimmrechte in der Hauptversammlung). Weiterhin besteht dieses Recht auch für den Fall, dass das jeweilige Vorstandsmitglied einem nachhaltigen und substanziellen Druck durch Aktionäre ausgesetzt wird, die seinen Rücktritt oder die Vornahme bestimmter Handlungen fordern, die das jeweilige Vorstandsmitglied nicht mit der eigenen Verantwortung für die Führung seines Amts vereinbaren kann. Im Fall der Kündigung oder der ein vernehmlichen Beendigung des Dienstvertrags beziehungsweise der Beendigung durch Zeitablauf innerhalb von neun Monaten nach einer Übernahme erhält das jeweilige Vorstandsmitglied als Entschädigung für die Beendigung des Dienstvertrags eine Abfindung von zweieinhalb Jahresbezügen, bestehend aus den festen Jahresbezügen und den erfolgsorientierten Jahresbezügen, in gemäß Dienstvertrag budgetierter Höhe. Hätte der Dienstvertrag ab Wirksamwerden der Beendigung noch länger als zweieinhalb Jahre fortbestanden, so erhöht sich die Abfindung angemessen. Frühestens nach Ablauf von zweieinhalb Jahren nach Beendigung des jeweiligen Dienstvertrags erhält das ausgeschiedene Vorstandsmitglied ein vertragliches Übergangsgeld nach Maßgabe der Regelungen des mit ihm geschlossenen Pensionsvertrags. Im Hinblick auf die Rechte aus dem Pensionsvertrag wird das ausgeschiedene Vorstandsmitglied so behandelt, als ob das Dienstverhältnis über den Beendigungszeitpunkt hinaus für weitere drei Jahre bestehen würde. Im Hinblick auf eventuelle Rechte aus Long-Term-Incentive-Plänen der Gesellschaft steht dem ausscheidenden Vorstandsmitglied der Anspruch auf Abfindung der Rechte aus den laufenden Plänen zu. Macht das ausscheidende Vorstandsmitglied von dem Abfindungsrecht keinen Gebrauch, wird es im Rahmen der Pläne so behandelt, als ob das Dienstverhältnis über den Beendigungszeitpunkt hinaus für weitere drei Jahre bestehen würde.

Diese Zusagen haben alle amtierenden Mitglieder des Vorstands erhalten, die vor 2008 in den Vorstand eingetreten sind. Die Zusage zugunsten von Herrn Dr. Stieler, der 2009 zum Vorstandsmitglied bestellt worden ist, wurde nach Maßgabe der Empfehlungen in Ziffer 4.2.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 6. Juni 2008 angepasst. Dies hat zur Folge, dass seine Abfindungsansprüche auf den Wert von zwei Jahresvergütungen begrenzt sind und nicht mehr als die Restlaufzeit des Dienstvertrags vergütet wird. Bei Abfindungsansprüchen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels (Change of Control) gilt eine Obergrenze von drei Jahresvergütungen ohne Berücksichtigung der Restlaufzeit des Dienstvertrags.

Entschädigungsvereinbarungen mit Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen nicht.

Im Hinblick auf die Darstellung der Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand im Sinne von § 289 Abs. 2 Nr. 5 HGB beziehungsweise § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB wird auf die Ausführungen im Corporate-Governance-Bericht (Vergütungsbericht) verwiesen.

Erläuternder Bericht des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft gemäß § 176 Abs. 1 AktG zu den Angaben nach den §§ 289 Abs. 4 und 5, 315 Abs. 4, 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB

Der Vorstand gibt zu den Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4 und 5, 315 Abs. 4, 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB in dem mit dem Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zusammengefassten Konzernlagebericht folgende Erläuterungen:

Für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft haben wir bei unseren Angaben die Verhältnisse zugrunde gelegt, wie sie im Geschäftsjahr 2010 bestanden haben. Es handelt sich um Informationen zum gezeichneten Kapital, zu direkten und indirekten Beteiligungen am Kapital, die zehn Prozent der Stimmrechte überschreiten, zu den gesetzlichen Vorschriften und Bestimmungen der Satzung der Gesellschaft über die Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder und über die Änderung der Satzung, zu den Befugnissen des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, zu wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, sowie zu Vereinbarungen mit Vorstandsmitgliedern über Entschädigungen für den Fall eines Kontrollwechsels.

Die Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals und die mit den ausgegebenen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft verbundenen Rechte ergeben sich auch aus der Satzung der Gesellschaft. Beschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich aus den Vorschriften des Aktiengesetzes ergeben. So unterliegen Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen einem Stimmverbot (§ 136 AktG). Außerdem steht der Gesellschaft kein Stimmrecht aus eigenen Aktien zu (§ 71b AktG). Vertragliche Beschränkungen in Bezug auf das Stimmrecht oder die Übertragung der Aktien sind uns nicht bekannt. Dass ACS Actividades de Construcción y Servicios, S.A., Madrid, Spanien, am 1. Dezember 2010 mittelbar 29,98 Prozent der Stimmrechte an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft gehalten hat, ist aufgrund ihres freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots vom 1. Dezember 2010 bekannt. Die Angaben zur Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands geben die Vorschriften des Aktiengesetzes und der Satzung inhaltlich zutreffend wieder. Das Gleiche gilt für die Angaben zur Änderung der Satzung.

Die Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, beruhen sämtlich auf entsprechenden Ermächtigungsbeschlüssen der Hauptversammlung. Diese Befugnisse sind zutreffend unter Hinweis auf die von der Hauptversammlung beschlossenen Ermächtigungen dargestellt.

Die wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und die hieraus folgenden Wirkungen sind zutreffend dargestellt. Falls die Darlehensgeber im Rahmen dieser Vereinbarungen unter den genannten Bedingungen ihr Kündigungsrecht ausüben würden, müsste der entsprechende Finanzierungsbedarf der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beziehungsweise des HOCHTIEF-Konzerns auf andere Weise sichergestellt werden.

Informatorisch wird darauf hingewiesen, dass über die Pflichtangaben gemäß den vorgenannten Bestimmungen des HGB hinaus auch bei anderen Konzerngesellschaften weitere Vereinbarungen bestehen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen und nachfolgend auszugsweise und nicht abschließend erwähnt sind:

Ein Kontrollwechsel bei der HOCHTIEF AirPort GmbH führt zu verschiedenen Rechtsfolgen. Insbesondere können hierdurch verschiedene Kauf- und Verkaufsverpflichtungen im Hinblick auf die von der HOCHTIEF AirPort GmbH gehaltenen Beteiligungen ausgelöst werden. Im Geschäftsbereich PPP werden dem Auftraggeber in den Projektverträgen häufig weitgehende Gestaltungsrechte eingeräumt, die eine Änderung der Beteiligungsverhältnisse an der jeweiligen Projektgesellschaft erschweren sollen.

Soweit mit den Mitgliedern des Vorstands für den Fall eines Kontrollwechsels eine Entschädigung vereinbart ist, dient die Vereinbarung dazu, die Unabhängigkeit der Mitglieder des Vorstands zu erhalten.

Die übrigen nach den §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB geforderten Angaben betreffen Verhältnisse, die bei der HOCHTIEF Aktiengesellschaft nicht vorliegen. Daher sind wir auf diese in dem mit dem Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zusammengefassten Konzernlagebericht nicht näher eingegangen. Weder gibt es Stimmrechtsbeschränkungen, Stimmrechtskontrollen durch am Kapital der Gesellschaft beteiligte Arbeitnehmer, Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots noch Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Die im Lagebericht beschriebenen wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind zutreffend dargestellt und entsprechen den Kenntnissen des Vorstands.


Essen, im Februar 2011

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Dr. Herbert Lütkestratkötter
Dr. Burkhard Lohr Dr. Peter Noé
Dr. Martin Rohr Dr. Frank Stieler


Segmentbericht

Kooperationen steigern Umsatz und Ergebnis

Die Angebotspalette von HOCHTIEF umfasst Leistungen entlang des kompletten Lebenszyklus von Infrastrukturprojekten, Immobilien und Anlagen. Unsere Arbeit zeichnet sich durch höchste Qualitätsstandards aus. HOCHTIEF bietet seinen Auftraggebern innovative, auf ihr Projekt zugeschnittene Lösungen zu fairen Preisen.

Unser Erfolg basiert auf der vernetzten Zusammenarbeit und engen Kooperation unserer Gesellschaften - sowohl national wie auch international. Nach unserem Leitsatz "One roof - all solutions" setzen wir auf Know-how-Transfer und schaffen Netzwerke innerhalb des Konzerns. So gelingt es uns, unsere hohen Ansprüche zu erfüllen und den Kunden nachhaltige und effiziente Lösungen zu bieten. Für unsere Aktionäre, die Mitarbeiter und das Unternehmen erschließen wir zusätzliche Ergebnispotenziale.

Beispiele für konzerninterne Zusammenarbeit

Die Unternehmensbereiche bearbeiteten im Berichtsjahr Kooperationsprojekte mit einem Auftragsvolumen von insgesamt 2,3 Mrd. Euro.

Die Zusammenarbeit erstreckt sich über alle Unternehmensbereiche und konnte 2010 national wie international Kunden überzeugen.*

* Beispiele für gelungene Kooperationsprojekte im HOCHTIEF-Konzern finden Sie auf den Bildseiten in diesem Geschäftsbericht.

Bei Konzessionsprojekten in den Produktmarktsegmenten Straßen und Soziale Infrastruktur beispielsweise arbeiten HOCHTIEF Construction und die Gesellschaften des Unternehmensbereichs HOCHTIEF Services im Auftrag von HOCHTIEF Concessions und bringen ihr Know-how in die Projekte ein. In Großbritannien erhielten HOCHTIEF PPP Solutions (UK) und HOCHTIEF Facility Management UK den Auftrag, das Joint Service Centre in Wigan zu planen, zu finanzieren, zu bauen und zu betreiben. Erstmals realisiert HOCHTIEF mit diesem städtischen Gebäudekomplex in Großbritannien ein PPP-Projekt aus dem außerschulischen Bereich. In den USA soll HOCHTIEF PPP Solutions North America mit einem Partner den Presidio Parkway in San Francisco planen, bauen, finanzieren, betreiben und instand halten. Das Baukonsortium für die neue südliche Zufahrt zur Golden Gate Bridge wird von der HOCHTIEF-Tochter Flatiron geführt.

Im Unternehmensbereich Americas haben unsere Tochtergesellschaften Turner, Flatiron und E.E. Cruz ihre Zusammenarbeit weiter verstärkt. Sie kooperieren bei ausgewählten Ausschreibungen und bringen ihre Kompetenzen im Hoch- und Tiefbau ein. So werden Flatiron und Turner gemeinsam mit Partnern den Oakland Airport Connector, eine Bahnstrecke für den Passagiertransport zum Flughafen, planen und bauen.

Im Berichtsjahr gab es wieder zahlreiche Projekte, bei denen die Unternehmensbereiche HOCHTIEF Europe, Services und Real Estate kooperierten. Seit November 2010 übernimmt HOCHTIEF Facility Management für fünf Jahre das technische Facility-Management im Frankfurter Bürogebäude Prisma. Die Immobilie wurde von HOCHTIEF Projektentwicklung realisiert, von HOCHTIEF Construction gebaut und wird von HOCHTIEF Property Management verwaltet. Auch beim Hochhauskomplex Tower 185 in Frankfurt ist HOCHTIEF für das technische und infrastrukturelle Facility-Management sowie das Energiemanagement verantwortlich. Die Rohbauarbeiten hatte HOCHTIEF Construction ausgeführt.

Im zukunftsträchtigen Markt der Offshore-Windparks kommt der Know-how-Transfer zwischen den Konzerneinheiten ebenfalls zum Tragen: In enger Zusammenarbeit entwickeln HOCHTIEF Facility Management und HOCHTIEF Construction ein Spezialschiff, mit dem wir das Geschäftsfeld Wartung und Instandhaltung von Windkraftanlagen erschließen wollen.

Die enge Kooperation der HOCHTIEF-Gesellschaften spielt angesichts der steigenden Nachfrage nach ganzheitlichen Lösungen eine immer wichtigere Rolle. Vor diesem Hintergrund und um unsere Schlagkraft weiter zu erhöhen, haben wir zum 1. Januar 2011 die bisherigen Unternehmensbereiche HOCHTIEF Europe, Real Estate und Services unter einem Dach zur neuen Division HOCHTIEF Europe zusammengeführt.

Unternehmensbereich HOCHTIEF Americas

US-Gesellschaften halten weiterhin Toppositionen im US-Baumarkt

Turner und Flatiron erhalten zahlreiche attraktive Aufträge

Neuakquisition E.E. Cruz verstärkt HOCHTIEF-Portfolio

HOCHTIEF verbessert Marktposition mit ausgeweitetem Bondingvolumen

Die Gesellschaften des Unternehmensbereichs HOCHTIEF Americas verzeichneten ein erfolgreiches Jahr. Dabei stieg das Volumen im Tiefbaumarkt im Geschäftsjahr um 1,6 Prozent, das des amerikanischen Hochbaumarkts ging jedoch erneut leicht gegenüber dem Vorjahr zurück. In diesem Marktumfeld ist es Turner und Flatiron im Berichtsjahr gelungen, zahlreiche attraktive Aufträge zu gewinnen. Unsere Gesellschaften behaupteten ihre starken Positionen auf dem amerikanischen Baumarkt.

Im Geschäftsjahr 2010 hat HOCHTIEF sein Portfolio in den USA vergrößert: Der Konzern akquirierte das US-Tiefbauunternehmen E.E. Cruz. Das Unternehmen ist vorwiegend im Spezialtiefbau in der Metropolregion New York tätig. Mit der Akquisition stärkte HOCHTIEF gezielt sein Tiefbaugeschäft und positionierte sich sowohl in der Region New York als auch im Marktsegment Spezialtiefbau.

Mit den Tochtergesellschaften Turner, Flatiron und E.E. Cruz ist HOCHTIEF einer der schlagkräftigsten Anbieter im nordamerikanischen Hoch- und Tiefbaumarkt. Im Berichtsjahr hat der Konzern für seine Aktivitäten in den USA sein Bondingvolumen mit renommierten Versicherungsgesellschaften (Surety-Gesellschaften) erhöht. Die Ausweitung des Bondingvolumens, das von fünf bedeutenden US-amerikanischen Surety-Gesellschaften gestellt wird, verbessert deutlich die Möglichkeiten, die sich bietenden Wachstumschancen wahrzunehmen.

Die Unternehmen des Unternehmensbereichs haben ihre Zusammenarbeit im Berichtsjahr weiter verstärkt. In der Kooperation bei ausgewählten Ausschreibungen, bei denen alle beteiligten Einheiten ihre Kompetenzen einsetzen können, liegt auch weiterhin hohes Potenzial. So waren Turner und Flatiron im Bereich Flughäfen bereits mehrfach erfolgreich. 2010 kam ein weiterer Auftrag hinzu: Flatiron wird gemeinsam mit Partnern den Oakland Airport Connector in Kalifornien planen und bauen - eine Bahnstrecke für den Passagiertransport zum Oakland International Airport. Der Auftrag hat ein Gesamtvolumen von 262 Mio. Euro. Davon entfallen 184 Mio. Euro auf Flatiron als Federführer. Turner wird als Nachunternehmer des Konsortiums agieren. Dieser Auftrag zeigt erneut, dass die Gesellschaften durch ihre Kooperation hervorragende Geschäftschancen realisieren können.

Turner**

Turner wurde vom Fachmagazin Engineering News-Record im jährlichen Ranking der "Top 400 Contractors" erneut als das führende Unternehmen im allgemeinen Hochbau in den USA und Nummer 1 in den Marktsegmenten Gesundheits- und Bildungsimmobilien sowie Green Building benannt. Turner verbindet seine Erfahrung mit technischen Innovationen - so setzt das Unternehmen mit Building Information Modeling (BIM) ein hochmodernes virtuelles Planungs- und Baumodell ein. Dabei kooperieren die Fachleute mit den Experten von HOCHTIEF ViCon.

Auch mit Zusatzleistungen wie der Gebäudeausstattung erzielt Turner Erfolge. So statteten wir mit einem ortsansässigen Unternehmen den Produktionsstandort Alajuela des Medizinversorgungsunternehmens Boston Scientific in Costa Rica aus. Für die Nachhaltigkeit wurde die Anlage mit der ersten LEED-Zertifizierung des United States Green Building Council in Costa Rica ausgezeichnet.

** Weitere Informationen finden Sie unter www.turnerconstruction.com.


Projektbeispiele

Marktsegment Bildung

Im Marktsegment Bildung hielt unsere Tochtergesellschaft Turner ihre Spitzenposition auf dem US-Markt und realisierte auch im Berichtsjahr zahlreiche Projekte:

Im kalifornischen San Diego baut Turner bis 2013 die neue Zentralbibliothek. Das Auftragsvolumen beträgt etwa 119 Mio. Euro. Das Gebäude wird über neun Etagen und eine Fläche von 27 500 Quadratmetern verfügen. Dazu gehören auch ein Technologiecenter, ein Hörsaal mit 350 Sitzplätzen, ein Mehrzweckraum für 400 Personen, Lesesäle, ein Marktplatz mit Café und eine Tiefgarage.

Im Berichtsjahr erhielten wir zudem mehrere Aufträge für Schulprojekte, darunter vier Schulen in Los Angeles mit einem Gesamtauftragsvolumen von 122 Mio. Euro und eine Grundschule in New York City im Wert von 42,5 Mio. Euro.

Turner übernimmt auch den Bau eines neuen Lehrgebäudes auf dem Campus des Georgia Institute of Technology in Atlanta. Die Immobilie mit einem Auftragswert von 43 Mio. Euro soll Labore sowie Lehr- und Klassenräume auf einer Fläche von 20 000 Quadratmetern bieten.

Marktsegment Gesundheit

Zu den Neuaufträgen im Marktsegment Gesundheit gehörte im Jahr 2010 ein Ergänzungsbau für das Inova Fairfax Krankenhaus in Virginia. Der Auftragswert beträgt 125 Mio. Euro. Das neue Gebäude wird 174 Patienten Platz bieten und soll nach der Fertigstellung im Herbst 2012 das LEED-Zertifikat des U.S. Green Building Council in Silber erhalten.

In San José in Kalifornien übernimmt Turner das Construction-Management für den Bau des neuen Santa Clara Valley Medical Center. Das Krankenhaus für Unfallchirurgie entsteht nach nachhaltigen Kriterien. Das Projektvolumen beläuft sich auf 220 Mio. Euro.

Bis Mai 2013 wird die HOCHTIEF-Tochter das Kinderkrankenhaus St. Mary's in New York modernisieren. Das Projekt hat ein Volumen von 55,9 Mio. Euro. Das Gebäude aus den 1950er-Jahren wird modernisiert und unter anderem um einen fünfstöckigen Bau erweitert.

Marktsegment Büro- und Hotelimmobilien

In North Bethesda in Maryland baut Turner ein 14-stöckiges Bürohochhaus für nahezu 52 Mio. Euro. In dem Gebäude für den Auftraggeber North Bethesda Center Office One, LLC, sollen 1 300 Regierungsangestellte ihren Arbeitsplatz finden.

In Columbus, Ohio, hat Turner im Sommer 2010 gemeinsam mit einem Partner mit dem Pre-Construction- und Construction-Management für das Columbus Convention Center Hotel begonnen. Das Gebäude wird nach der Fertigstellung im Jahr 2012 über 532 Zimmer auf zehn Etagen verfügen.

In North Carolina saniert und erweitert Turner das Harrah's Cherokee Hotel Casino für 77,7 Mio. Euro.

In Firestone, Colorado, hat Turner das neue Bürogebäude für seine Schwestergesellschaft Flatiron realisiert. Das Gebäude soll eine LEED-Zertifizierung in Silber erhalten. So lag beispielsweise allein die Wiederverwertungsrate beim Bauschutt bei 92 Prozent - das sind mehr als 400 Tonnen.

Marktsegment Sportstätten

Im Berichtsjahr erhielten wir den Auftrag, ein Wahrzeichen von New York neu zu gestalten: Der 1968 von Turner errichtete Madison Square Garden soll vollständig saniert und modernisiert werden. Die bekannte Multifunktionsarena, Heimat der New York Knicks und New York Rangers, wird unter anderem einen neuen Eingangsbereich, neue Gastronomieangebote und Sitzflächen erhalten. Das Kuppeldach des Madison Square Garden wird Turner umfassend restaurieren.

Die US-Gesellschaft wird auch als Construction-Manager den Bau des neuen Stadions der Kansas City Wizards übernehmen. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von zirka 116 Mio. Euro, auf Turner entfallen davon etwa 90 Mio. Euro. Das Stadion wird als Spielort der Major Soccer League für Fußballspiele der oberen Spielklasse genutzt. Nach Abschluss der Bauarbeiten im Sommer 2011 soll es über zirka 18 000 Sitzplätze verfügen und bei Konzerten bis zu 27 000 Zuschauern Platz bieten. Es wird das vierte von Turner errichtete Stadion der US-Liga sein - mehr hat bisher kein anderes US-Unternehmen gebaut.

Als führendes US-Unternehmen für den Sportstättenbau ist Turner beauftragt, den PGE Park in Portland, Oregon, zu sanieren und auszubauen. Das Stadion der Portland Timbers erhält ein Trainings- und Rehazentrum, überdachte Sitzplätze sowie ein Spielfeld, das den Kriterien der FIFA entspricht. Der Auftrag hat einen Wert von 23 Mio. Euro.

Marktsegment öffentlicher Bau

In Washington, D.C., renoviert Turner für fast 53 Mio. Euro das Regierungsgebäude Federal Office Building 8. In dem Gebäude aus den 1960er-Jahren arbeiten knapp 2 000 Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums sowie Vertreter des Repräsentantenhauses. Die Immobilie strebt das LEED-Zertifikat des United States Green Building Council in Gold an. Die Übergabe soll im Oktober 2012 erfolgen.

Im Auftrag des FBI soll Turner das Biometric Technology Center in West Virginia erweitern. Das Projekt hat einen Wert von 104,4 Mio. Euro. Turner wird das Biometriezentrum um ein Bürogebäude sowie eine zentrale Versorgungsanlage ergänzen. Das Projekt strebt ein LEED-Zertifikat des U.S. Green Building Council an.

Flatiron*

Mit der amerikanischen Tochtergesellschaft Flatiron hat sich HOCHTIEF auf dem nordamerikanischen Tiefbaumarkt etabliert. Das Unternehmen gehört zu den führenden Anbietern für Tiefbauleistungen in den USA und Kanada. Diese Stellung untermauerten im Berichtsjahr eine Reihe von Auszeichnungen für die technische Kompetenz und Innovationskraft des Unternehmens. So erhielt Flatiron etwa den PCA Bridge Design Award of Excellence für seine Leistungen beim Bau der St. Anthony Falls Bridge und den Innovative Transportation Solutions Award für den Highway 17 Washington Bypass.

* Weitere Informationen finden Sie unter www.flatironcorp.com.


Flatiron verbuchte im Berichtsjahr auf dem anhaltend stabilen Markt zahlreiche attraktive Neuaufträge:

Marktsegment Straßen

Flatiron wird in einem Joint Venture eine wichtige Verbindungsstraße in Kanada bauen. Sie ist als Ring Road um die Stadt Saskatoon in der Provinz Saskatchewan geplant. Die Strecke soll nach ihrer Eröffnung im Herbst 2012 eine der Hauptverkehrsadern der Region werden. Der Auftrag umfasst neben sieben Kilometern Freeway auch den Bau einer Brücke, verschiedener Bahnübergänge und Verkehrskreuze sowie der Lärmschutzwälle. Das Projekt hat ein Volumen von zirka 165 Mio. Euro. Der Anteil von Flatiron beträgt knapp 75 Mio. Euro.

In Los Angeles baut die HOCHTIEF-Tochter die Interstate 5 aus: Für 84,7 Mio. Euro entstehen dort bis 2014 zwei neue Brücken und gut sechs Kilometer neue Fahrgemeinschaftsspuren, die nur von Autos mit mehreren Insassen genutzt werden dürfen.

Beim Anthony Henday Drive North im kanadischen Edmonton schritten die Bauarbeiten im Berichtsjahr plangemäß voran. Flatiron errichtet als Federführer der Arbeitsgemeinschaft für Planung und Bau innerhalb des PPP-Teams NorthwestConnect die neue Straße, die zwei- und dreispurig um die Provinzhauptstadt von Alberta herumführen wird. Dabei entstehen auch 27 Brücken und acht Autobahnkreuze. Im November 2011 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Marktsegment Brücken

Flatiron erhielt im Berichtsjahr den Auftrag, eine neue Brücke über den Lake Champlain zu errichten. Das knapp 670 Meter lange Bauwerk soll die Bundesstaaten New York und Vermont miteinander verbinden und wird im Herbst 2011 fertiggestellt. Es ist der erste Auftrag für Flatiron im Bundesstaat New York.

In North Carolina plant und baut das Unternehmen gemeinsam mit einem Partner in der Nähe der Stadt Salisbury eine achtspurige Brücke über den Yadkin River. Das Projekt wird in Teilen aus dem US-Konjunkturprogramm finanziert und bis Herbst 2013 abgeschlossen.

Die laufenden Arbeiten am Großprojekt Port Mann Bridge and Highway, bei dem Flatiron in einer Arbeitsgemeinschaft die neue Brücke über den Fraser River errichtet und 37 Kilometer Autobahn saniert, verliefen im Berichtszeitraum plangemäß.

Marktsegment Wasserversorgung

In Utah realisiert Flatiron eine Reihe von Projekten - so baut die Gesellschaft bis 2011 ein neues Pumpwerk bei Vernal. Zudem werden wir dort ein bestehendes Klärwerk umbauen. Die Arbeiten wurden vom Central Utah Water Conservancy District beauftragt und sollen im Sommer 2012 abgeschlossen sein.

E.E. Cruz*

Im zweiten Quartal 2010 erwarb HOCHTIEF das US-Tiefbauunternehmen E.E. Cruz für 42,3 Mio. Euro rückwirkend zum 1. Januar. Damit baute HOCHTIEF das erfolgreiche Tiefbaugeschäft in Nordamerika weiter aus. E.E. Cruz machte 2009 einen Jahresumsatz von etwa 107,7 Mio. Euro.

Im vierten Quartal gewann E.E. Cruz ein Projekt der Columbia University: Gemeinsam mit einem Partner wird das Unternehmen die Gründungsarbeiten für einen nachhaltigen Campus auf einem ehemaligen Fabrikgelände realisieren. Die Arbeiten am Jerome L. Green Science Center haben im Januar 2011 begonnen und sollen 2013 abgeschlossen sein. Das Auftragsvolumen beträgt 89,7 Mio. Euro.

* Weitere Informationen finden Sie unter www.eecruz.com.


Zu den Kennzahlen des Unternehmensbereichs HOCHTIEF Americas

Trotz erneutem Rückgang im amerikanischen Hochbaumarkt gelang es im Geschäftsjahr 2010, den Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr um 1,23 Mrd. Euro (+ 21,5 Prozent) zu steigern. Enthalten ist hier ein positiver Währungseffekt in Höhe von 378,5 Mio. Euro, bedingt durch die Aufwertung des US-Dollars im Vorjahresvergleich. Die Leistung erreichte im Geschäftsjahr das Niveau des Vorjahres. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres war allerdings ein deutlicher Leistungsrückgang zu verzeichnen, eine zeitverzögerte Auswirkung der weltweiten Finanzkrise, die im Geschäftsjahr 2009 zu schwächeren Auftragseingängen im amerikanischen Hochbau geführt hatte. Aufgrund der guten Auftragsentwicklung 2010 konnte dieser Rückstand im dritten und vierten Quartal des Geschäftsjahres vollständig aufgeholt werden. Analog hierzu lagen auch der Bereichs- und Außenumsatz nahezu auf Vorjahresniveau. Der Auftragsbestand erhöhte sich um 1,04 Mrd. Euro; darin enthalten ist ein positiver Wechselkurseffekt in Höhe von 589,6 Mio. Euro.

Unternehmensbereich HOCHTIEF Americas

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(In Mio. EUR) 2010 2009
Auftragseingang 6.987,6 5.752,9
Leistung 6.793,6 6.729,7
Auftragsbestand 8.136,4 7.098,3
Bereichsumsatz 6.396,4 6.614,4
Außenumsatz 6.396,4 6.614,4
Betriebliches Ergebnis/EBITA 139,9 110,1
Ergebnis vor Steuern/EBT 126,5 93,5
Investitionen 99,6 21,9
RONA (in Prozent) 24,3 23,0
Nettovermögen (31.12.) 656,3 494,0
Mitarbeiter (im Jahresdurchschnitt) 7 334 8 500


Das betriebliche Ergebnis (+ 27,1 Prozent) und das Ergebnis vor Steuern (+ 35,3 Prozent) nahmen deutlich zu. Hintergrund sind Verbesserungen im operativen Geschäft durch margenstarke Projekte. Vor allem unsere Tochtergesellschaft Flatiron konnte im Geschäftsjahr ihr Ergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern. Darüber hinaus sind auch positive Währungseffekte im Ergebnis enthalten. Wechselkursbereinigt verbesserte sich das Ergebnis vor Steuern um 24,4 Mio. Euro (+ 26,1 Prozent).

Die Investitionen lagen mit 99,6 Mio. Euro erheblich über dem Wert des Vorjahres. Die Zunahme der Investitionen resultierte aus der Akquisition der Gesellschaft E.E. Cruz im zweiten Quartal 2010. Die Mitarbeiterzahl sank im Jahresdurchschnitt um 1 166 Mitarbeiter. Ein wesentlicher Grund hierfür ist die Veräußerung der Mehrheitsanteile an HOCHTIEF do Brasil Ende 2009.

Ausblick

Nach der Abschwächung des amerikanischen Hochbaumarkts erwarten wir 2011 für diesen Markt ein moderates Wachstum. Im Tiefbaumarkt rechnen wir weiterhin mit einer soliden Entwicklung. Mit Blick auf den hohen Auftragsbestand und die gute Aufstellung unserer Tochtergesellschaften gehen wir unter der Annahme eines stabilen US-Dollar-Wechselkurses auch für das Geschäftsjahr 2011 von einem guten Vorsteuerergebnis auf dem hohen Niveau des Vorjahres aus.

Unternehmensbereich HOCHTIEF Asia Pacific

Erfolgreiche Geschäftsentwicklung 2010

In Wachstumsmärkten etabliert

Position im indischen Markt gestärkt

Über seine Mehrheitsbeteiligung an der Unternehmensgruppe Leighton* ist HOCHTIEF im australischen und asiatischen Markt inklusive der Golfregion vertreten und nimmt dort eine führende Position ein. Zum Leistungsportfolio der Leighton-Gruppe zählen Hoch- und Infrastrukturbau, die Rohstoffgewinnung, Konzessionen, Schienenbau sowie Projektentwicklungen und Dienstleistungen. Auch 2010 überzeugte der Unternehmensbereich Asia Pacific mit guten Leistungen. Der Auftragseingang betrug 19,08 Mrd. Euro. Insbesondere die starke Performance in den Marktsegmenten Infrastruktur und Contract-Mining hat zum Erfolg von Leighton beigetragen.

* Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.leighton.com.au.


Strategische Veränderungen und Beteiligungen

Im Dezember 2010 veräußerte Leighton International 35 Prozent seiner Ländergesellschaft Leighton India an die indische Welspun Group. Die strategische Zusammenarbeit mit einem lokalen Partner eröffnet Leighton weitere Potenziale und Projekte auf dem wachstumsstarken indischen Markt, insbesondere im Infrastrukturbereich.

Leighton hat sich 2010 in vollem Umfang an der Kapitalerhöhung der australischen Wohnbauentwicklungsgesellschaft Devine Ltd. beteiligt. Das Unternehmen übernahm weitere Anteile von den ehemaligen Geschäftsführern und ist jetzt mit 49,7 Prozent an Devine beteiligt. Damit ist Leighton für den wieder erstarkenden Wohnungsbaumarkt in Australien gut aufgestellt.

Position in Zukunftsmärkten ausgebaut

In Australien besteht nach wie vor eine hohe Nachfrage nach Infrastrukturbauleistungen. Daneben gilt das Energieversorgungsgeschäft mit erheblichen Investitionen in der Wasser- und Energiewirtschaft als Wachstumsmarkt. Hierbei kommt der nachhaltigen Energiegewinnung eine besondere Rolle zu. Leighton ist auf diesem Markt bereits aktiv. So ist Leighton in einer Arbeitsgemeinschaft am Bau der Macarthur Wind Farm beteiligt, des größten Windparks der südlichen Hemisphäre. Das Projekt im Westen der Provinz Victoria hat ein Gesamtvolumen von zirka 693 Mio. Euro. Leighton wird die Windkraftanlagen beschaffen, transportieren und errichten. Nach ihrer Fertigstellung Anfang 2013 wird die Anlage 420 Megawatt Strom erzeugen - genug, um jährlich 220 000 Haushalte zu versorgen.

Das Öl- und Gasgeschäft in Asien und Australien ist für die HOCHTIEF-Tochter ein weiterer wesentlicher Zukunftsmarkt. Hier verbuchte Leighton 2010 Aufträge beim Gorgon-Gas-Projekt in Westaustralien sowie Pipeline-Aufträge in Indien, vor der Ostküste Afrikas und in der Golfregion.

Auch für das Contract-Mining-Geschäft in Australien und Asien werden langfristig sehr gute Wachstumschancen erwartet. Die Nachfrage nach Rohstoffen ist, insbesondere aus China, weiterhin hoch. Aufgrund der unmittelbaren Nähe zum chinesischen Absatzmarkt werden vor allem dem Kohlenbergbau in der Mongolei sehr positive Marktaussichten bescheinigt. Hier hat Leighton im Geschäftsjahr 2010 mehrere Aufträge, beispielsweise an der Ukhaa Khudag Coal Mine, erhalten.

Indien ist für unsere Tochtergesellschaft ebenfalls ein aussichtsreicher Markt. Im Berichtsjahr konnten in Nordindien ein Großprojekt im Contract-Mining mit einem Volumen von vier Mrd. Euro über 22 Jahre sowie Tunnelbauprojekte im Wert von 407 Mio. Euro gewonnen werden.

Der Infrastrukturmarkt in Hongkong entwickelt sich ebenfalls weiter positiv. Hier zahlen sich die langjährige Marktpräsenz von Leighton Asia sowie die herausragende Expertise in den Bereichen Verkehrs- und soziale Infrastruktur in der gesamten Leighton-Gruppe aus.

Projektbeispiele Australien

Infrastruktur

Im Berichtsjahr verbuchte die Leighton-Gruppe zahlreiche neue Aufträge im Infrastrukturbereich: So wird Thiess in einer Arbeitsgemeinschaft den Ostteil des Hunter Expressway in New South Wales bauen. Das Projekt hat ein Volumen von 577 Mio. Euro. Hauptteil des Auftrags ist der mehr als 13 Kilometer lange, vierspurige Autobahnabschnitt. Hinzu kommen drei Viaduktbrücken sowie 16 weitere Brücken. Die Straße soll im Dezember 2013 für den Verkehr freigegeben werden.

Ebenfalls in New South Wales wurde ein Joint Venture um Leighton Contractors mit einer Teilsanierung des Pacific Highway beauftragt. Bis 2013 wird ein 25 Kilometer langer Streckenabschnitt für insgesamt 315 Mio. Euro ausgebaut. Dazu gehören auch 30 Brücken sowie diverse Zufahrts- und Umgehungsstraßen.

Ein Konsortium um die Leighton-Tochter John Holland wird die bislang eingleisige Eisenbahnstrecke zwischen den Städten Keon Park und Epping nördlich von Melbourne auf zwei Schienenstränge erweitern und bis zur Stadt South Morang fortführen. Dabei werden zwei neue Bahnhöfe errichtet sowie ein bestehender renoviert. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf zirka 451 Mio. Euro. Die Arbeiten sollen voraussichtlich 2013 beendet sein.

Einen weiteren Auftrag aus dem Transportsektor erhielt John Holland in New South Wales. Die Gesellschaft wird eine 10,5 Kilometer lange Gleisverbindung inklusive dreier Bahnhöfe im Südosten Australiens planen und bauen. Die Strecke wird ab dem Jahr 2015 Sydneys Vorstädte Glenfield South und Leppington an den städtischen Personenverkehr anbinden. Der Auftrag hat ein Volumen von zirka 408 Mio. Euro.

Leighton Contractors konnte beim Gorgon-Gas-Projekt, einem Offshore-Vorhaben auf der Insel Barrow Island, weitere Aufträge gewinnen: Das Unternehmen übernimmt umfangreiche Erd- und Betonarbeiten mit einem Auftragsvolumen von fast 577 Mio. Euro. Die Arbeiten werden Mitte 2013 beendet. Leighton ist mit seinen Gesellschaften bereits in drei weiteren Aufträgen für das Gasprojekt vor der Nordwestküste Australiens tätig. Die Aufträge haben bisher einen Gesamtwert von etwa 1,7 Mrd. Euro.

Im Hafen Cape Lambert in Westaustralien realisiert John Holland mit Partnern eine Hafenerweiterung im Wert von 201 Mio. Euro. Dort wird vor allem Eisenerz verladen. Der Neubau soll die Kapazität des Hafens um jährlich 50 Mio. Tonnen steigern. Die Leighton-Tochter wird einen 920 Meter langen Anlegesteg, Verladeeinrichtungen sowie einen Terminal bauen. Die Arbeiten sollen bis Ende 2012 abgeschlossen sein.

Contract-Mining

Die Leighton-Tochter Thiess wird für weitere zehn Jahre Kohle in der Curragh North Mine im australischen Bundesstaat Queensland abbauen. Das Auftragsvolumen liegt bei 521 Mio. Euro. Um die Arbeiten auszuführen, werden weitere 33 Mio. Euro in Lkws investiert. Das Unternehmen ist bereits seit Oktober 2004 für die Mine tätig.

John Holland wird das Contract-Mining an der Jellinbah-Kohlenmine in Queensland übernehmen. Der Auftrag beläuft sich auf 243 Mio. Euro. Die Vorarbeiten an der Mine sind bereits angelaufen, damit im April 2011 der Betrieb aufgenommen werden kann. John Holland wird dann bis 2015 unter anderem den Abbau der Kohle planen, übernehmen und den Abraum abtransportieren.

Leighton Contractors hat in der Woodie-Woodie-Mine in Westaustralien den Auftrag erhalten, die Produktion der Mine bis Ende 2011 auf monatlich etwa 1,4 Mio. Kubikmeter zu steigern. Leighton Contractors wird die zusätzlich zum Manganerz entstehenden Reststoffe verladen und abtransportieren. Der Vertrag geht über drei Jahre und hat ein Volumen von zirka 119 Mio. Euro.

Im Berichtsjahr konnte Thiess einen bestehenden Minenauftrag ausweiten. Die Gesellschaft wird an der Mt.-Owen-Mine in Australien weitere vier Jahre Kohle abbauen und dafür 756 Mio. Euro erhalten. Der neue Vertrag wird bis 2015 laufen. Thiess ist bereits seit 1996 an dieser Mine tätig und hat dort bislang ein Auftragsvolumen von insgesamt 1,74 Mrd. Euro bearbeitet.

Hochbau

Die Leighton-Tochter John Holland realisiert den neuen Albany Health Campus in Western Australia. Der Auftrag mit einem Volumen von zirka 116 Mio. Euro umfasst Entwicklung und Bau eines vierstöckigen Gesundheitszentrums mit einer Gesamtfläche von 21 000 Quadratmetern.

Dienstleistungen

Thiess Services wird einen Teil des Flussbetts im Südarm des Hunter River in New South Wales sanieren. Dafür werden die Sedimente des Flussbetts gereinigt und die Schadstoffe fachgerecht entsorgt. Die dafür benötigten Anlagen werden ebenfalls durch Thiess errichtet. Das Projekt hat ein Volumen von knapp 283 Mio. Euro.

In Perth sowie dem südwestlichen Teil Australiens übernimmt Thiess Services Ausbau und Instandhaltung des Stromnetzes. Der Vertrag hat eine Laufzeit von zunächst zwei Jahren und kann dann dreimal um jeweils ein Jahr verlängert werden. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf bis zu 221 Mio. Euro.

Projektbeispiele Asien

Infrastruktur

In Hongkong werden John Holland und Leighton Asia gemeinsam mit einem weiteren Partner die größte Anlage zur Klärschlammverbrennung der Welt bauen. Das Projekt hat ein Volumen von 461 Mio. Euro. Die Anlage, die bis 2013 an der Nordwestküste Hongkongs entsteht, soll aus dem entwässerten Schlamm ihren eigenen Strom erzeugen und selbstversorgend sein. Neben der eigentlichen Anlage werden die Leighton-Töchter auch ein Umweltbildungszentrum, Gärten und ein Biotop für Wasservögel errichten.

Ebenfalls in Hongkong baut Leighton Asia für etwa 130 Mio. Euro eine Autobahnanschlussstelle. Das Infrastrukturprojekt umfasst zwei Brücken, einen Tunnel in offener Bauweise sowie eine Zufahrtsrampe. Der Verkehrsknoten, der bis 2016 fertiggestellt werden soll, schließt direkt an einen Tunnel an, den Leighton ebenfalls gebaut hat.

Zudem ist Leighton Asia gleich mit mehreren Aufträgen an der Schnellzugstrecke Guangzhou-Shenzhen-Hongkong beteiligt. Diese neue Bahnverbindung zwischen China und Hongkong ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der Region. Leighton Asia errichtet auf einem 7,6 Kilometer langen Teilabschnitt das Tunnelsystem und die Entlüftungsbauten. Der Auftrag hat ein Volumen von mehr als 311 Mio. Euro. Darüber hinaus wird das Unternehmen in einer Arbeitsgemeinschaft weitere Tunnel auf der Bahnstrecke bauen, darunter einen Zugangs- und einen Belüftungstunnel, sowie Straßenunterführungen und zwei Fußgängerbrücken. Das Projekt hat ein Volumen von zirka 287 Mio. Euro. Die Arbeiten an den beiden Teilstücken sollen 2015 abgeschlossen werden.

Leighton International realisiert in Nordindien den Chenani-Nashri-Tunnel. Das Auftragsvolumen liegt bei 407 Mio. Euro. Der zweispurige Tunnel ist mit neun Kilometern Länge und 14 Metern Durchmesser einer der größten Tunnel in Asien. Er wird eine serpentinenreiche Bergstraße ersetzen und damit einen wetterunabhängigen Zugang in die Region gewährleisten. Die Bauzeit beträgt 54 Monate.

Hochbau

Leighton Asia errichtet in einem Joint Venture den ersten Bauabschnitt des Tung Chung Hospital auf der Insel Lantau in Hongkong. Das Projekt hat ein Volumen von 156 Mio. Euro. Die Arbeiten laufen bis Mitte 2012.

Contract-Mining

Thiess wird in einem Joint Venture die indische Kohlenmine Pakri Barwadih einrichten, für 22 Jahre betreiben und zirka 300 Mio. Tonnen Kohle fördern. Das Projekt hat über die gesamte Laufzeit ein Volumen von etwa vier Mrd. Euro. Die Leighton-Tochter wird die notwendige Infrastruktur errichten, darunter auch eine Anlage zur Verarbeitung des Rohstoffs. Anschließend soll das Unternehmen Kohle fördern, den Abraum beseitigen und die Verarbeitungs- sowie Verladeanlagen bewirtschaften. Auftraggeber ist Indiens größter Stromerzeuger NTPC. Die öffentliche Gesellschaft, an der der indische Staat eine Mehrheitsbeteiligung hält, plant fünf weitere Kohlenminen dieser Art.

Im zukunftsträchtigen Contract-Mining-Markt der Mongolei wurde der Fördervertrag für Leighton Asia an der Ukhaa-Khudag Coal Mine, einem der wichtigsten Rohstoffvorkommen der Mongolei, gleich mehrfach vom Betreiber erweitert. Die Neuaufträge haben eine Laufzeit bis 2015 und ein Volumen von etwa 1,13 Mrd. Euro. Die jährliche Fördermenge soll bis 2013 auf 15 Mio. Tonnen steigen. Leighton Asia arbeitet dort bereits seit Februar 2009. Darüber hinaus wird das Unternehmen eine 225 Kilometer lange Eisenbahnstrecke durch die Wüste Gobi errichten, über die die Kohle abtransportiert werden soll. Alle Aufträge für diese Mine haben zusammen ein Gesamtvolumen von inzwischen etwa 1,64 Mrd. Euro.

Leighton Asia wird für weitere sechs Jahre in der indonesischen MSJ Coal Mine Kohle fördern. Dafür erhält das Unternehmen etwa 772 Mio. Euro. Die Produktion der Mine im Norden der Region Ostkalimantan wird auf acht Mio. Tonnen Kohle pro Jahr gesteigert.

Auf den Philippinen wurde Leighton Asia beauftragt, die Produktionsrate der Masbate-Goldmine auf 920 000 Kubikmeter pro Monat zu erhöhen. Die zusätzlichen Leistungen haben einen Wert von 120 Mio. Euro. Die Leighton-Tochter arbeitet dort bereits seit März 2008.

Projektbeispiele aus der Golfregion

Leighton International verlegt seit November 2010 vor der Küste des Iraks eine 120 Kilometer lange Pipelinestrecke und erstellt drei Verladeeinrichtungen. Das Projekt gehört zum Wiederaufbauprogramm für den Irak und soll dessen Exportkapazität für Erdöl erheblich erhöhen. Das Projekt hat ein Volumen von 525 Mio. Euro.

Die Al Habtoor Leighton Group wird in Abu Dhabi die Infrastruktur für ein neues Industriegebiet am Hafenkomplex Khalifa Port errichten. Der Auftrag hat einen Wert von knapp 208 Mio. Euro. Er umfasst unter anderem den Bau von 18 Kilometern Straße, fünf Brücken und sieben Kilometern Stützwände sowie die Verlegung eines 124 Kilometer langen Stromnetzes. Die Arbeiten werden im September 2012 abgeschlossen.

In Dubai hat Al Habtoor Leighton den Auftrag für ein Hochbauprojekt erhalten. Im internationalen Finanzzentrum wird die Gesellschaft zwei 60-stöckige Hochhäuser sowie ein weiteres Hochhaus mit 20 Stockwerken errichten. Fertigstellungstermin ist im Dezember 2011.

Zu den Kennzahlen des Unternehmensbereichs HOCHTIEF Asia Pacific

Der Auftragseingang ist im Geschäftsjahr 2010 stark gestiegen und lag 52,5 Prozent (wechselkursbereinigt 24,3 Prozent) über dem Wert des Vorjahres. Hierzu trugen insbesondere die Bereiche Infrastrukturbau und Contract-Mining bei.

Leistung und Außenumsatz nahmen im Betrachtungszeitraum um 31,7 Prozent auf 12,70 Mrd. Euro beziehungsweise um 33 Prozent auf 10,34 Mrd. Euro zu. Wechselkursbereinigt betrugen die Steigerungsraten immer noch beachtliche 7,3 Prozent beziehungsweise 8,4 Prozent. Hier wirkte sich neben dem hohen Auftragseingang im Geschäftsjahr auch die Abwicklung des bereits sehr hohen Auftragsbestands aus dem Vorjahr aus.

Der Rekordwert des Auftragsbestands aus dem Vorjahr konnte 2010 noch einmal gesteigert werden: Neben einem operativen Anstieg um 5,05 Mrd. Euro ist hierin auch ein positiver Wechselkurseffekt von 5,94 Mrd. Euro enthalten.

Unternehmensbereich HOCHTIEF Asia Pacific

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(In Mio. EUR) 2010 2009
Auftragseingang 18.938,6 12.418,5
Leistung 12.702,8 9.645,2
Auftragsbestand 33.126,9 22.132,7
Bereichsumsatz 10.339,5 7.771,3
Außenumsatz 10.339,2 7.771,1
Betriebliches Ergebnis/EBITA 661,0 535,6
Ergebnis vor Steuern/EBT 512,7 432,9
Investitionen 958,3 782,2
RONA (in Prozent) 22,5 23,3
Nettovermögen (31.12.) 3.343,5 2.592,7
Mitarbeiter (im Jahresdurchschnitt) 46 376 40 131


Das betriebliche Ergebnis sowie das Ergebnis vor Steuern stiegen währungsbedingt um 23,4 Prozent beziehungsweise 18,4 Prozent. Bereinigt um Währungseffekte, konnten sie trotz Belastungen aus dem Infrastrukturprojekt AirportLink in Brisbane sowie einer vorgenommenen Teilwertberichtigung bei der Beteiligungsgesellschaft in Dubai in etwa auf Vorjahresniveau gehalten werden. Positiv wirkten sich der Buchgewinn aus dem Verkauf von 35 Prozent der indischen Tochtergesellschaft an ein indisches Partnerunternehmen sowie der Ertrag aus der Übergangskonsolidierung aus.

Die Investitionen nahmen ausschließlich währungsbedingt um 22,5 Prozent zu.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter stieg um 15,6 Prozent.

Ausblick

Zum Jahreswechsel 2010/2011 kam es aufgrund von außergewöhnlich starken Regenfällen im Bundesstaat Queensland zu verheerenden Überschwemmungen. Die Leighton-Gesellschaften konnten durch rechtzeitige Sicherungsmaßnahmen größere Schäden auf den Baustellen und in den Kohlenminen vermeiden. Allerdings mussten durch Produktionsunterbrechungen insbesondere im Contract-Mining Umsatzausfälle hingenommen werden. Leighton geht jedoch davon aus, dass die Produktionsausfälle aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage im weiteren Verlauf des Jahres wieder aufgeholt werden können.

Die Konjunktur im asiatisch-pazifischen Raum befindet sich in einer vergleichsweise robusten Verfassung. Die Nachfrage nach Rohstoffen bleibt hoch. In Australien sowie Hongkong stehen weitere Infrastrukturgroßprojekte zur Vergabe an. Die Immobilienkrise in Dubai scheint ihren Tiefpunkt durchschritten zu haben. Das Indiengeschäft wird gemeinsam mit einem Partner deutlich intensiviert. Insgesamt erwarten wir für den Unternehmensbereich Asia Pacific ein Ergebnis vor Steuern auf dem Niveau des Vorjahres.

Unternehmensbereich HOCHTIEF Concessions

Betriebliches Ergebnis und Ergebnis vor Steuern weiter gestiegen

Fluggastzahlen wieder im Aufwärtstrend

Erste Erfolge in Nordamerika

Der Unternehmensbereich HOCHTIEF Concessions bündelt unsere Aktivitäten in den Bereichen Konzessions- und Betreiberprojekte. Die HOCHTIEF Concessions AG* gehört zu den weltweit bedeutendsten industriellen Infrastrukturinvestoren. Zu den Geschäftsfeldern zählen Flughäfen, Straßen sowie Einrichtungen der sozialen Infrastruktur. Darüber hinaus prüft das Unternehmen weitere Geschäftschancen in anderen Infrastrukturbereichen.

* Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.hochtief-concessions.de.

Im November 2010 erweiterte die Gesellschaft ihr Leistungsspektrum auch um Häfen und Hafenterminals. Dazu entstand ein Joint Venture mit der Duisburger Hafen AG (duisport), das seine Geschäftstätigkeit am 1. Januar 2011 aufnahm. Erste gemeinsame Projekte werden unter anderem in Europa und Südamerika sondiert.

HOCHTIEF Concessions entschloss sich im Jahr 2010 zum Markteintritt in Indien. Im Zuge dessen wurden zwei strategische Partnerschaften gegründet und erste Projekte mit großen indischen Partnern vorbereitet. Anfang 2011 folgte die Gründung einer Tochtergesellschaft in Delhi.

Geschäftsfeld Flughäfen

HOCHTIEF Concessions managt und optimiert über die Tochtergesellschaft HOCHTIEF AirPort seine Flughafenanteile und erbringt Dienstleistungen, wie zum Beispiel Beratung an den eigenen und Drittflughäfen. Die Gesellschaft nimmt an Bieterverfahren von Flughafenprivatisierungen und -verkäufen teil.

Im Geschäftsjahr 2010 gehörten Beteiligungen an sechs Flughäfen - in Athen, Budapest, Düsseldorf, Hamburg, Sydney und Tirana - zum Portfolio. Die Zahl der abgefertigten Passagiere lag im Berichtsjahr bei insgesamt 92,7 Mio. und damit um 4,4 Prozent über dem Vorjahreswert (Wachstum in Europa: mehr als vier Prozent, weltweit: mehr als sechs Prozent). Nur Athens International Airport musste infolge der Griechenlandkrise einen Rückgang verkraften. Die wirtschaftlichen Belastungen der Luftraumsperrungen aufgrund der isländischen Vulkanasche im Frühjahr des Berichtsjahres konnten unsere europäischen Beteiligungsflughäfen weitgehend kompensieren.

Flughäfen

Athens International Airport

Anteil HOCHTIEF AirPort 26,7 % / Anteil HOCHTIEF AirPort Capital 13,3 %

Die Passagierzahlen am Flughafen der griechischen Hauptstadt reduzierten sich aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage des Landes um fünf Prozent auf 15,4 Mio. Hingegen blieb die Attraktivität des Flughafens für die Airlines ungebrochen. Die europäischen Fluglinien zeichneten Athens International Airport erneut für herausragendes Airline-Marketing mit dem "Routes Europe Airport Marketing Award" in der Kategorie Südeuropa/Mittelmeerregion aus. Auch beim sechsten "Air Cargo Excellence"-Preis des Fachmagazins "Air Cargo World" belegte unser Beteiligungsflughafen in der Kategorie der Airports, die im Jahr bis zu einer halben Mio. Tonnen Luftfracht abfertigen, den Spitzenplatz.

Budapest Airport

Anteil HOCHTIEF AirPort 37,25 %

Am Budapest Airport wurden im Berichtsjahr 8,2 Mio. Passagiere abgefertigt - ein Zuwachs von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Weichen für weiteres Wachstum sind gestellt. Im Juni 2010 fand das Richtfest für das neue Abfertigungs- und Aufenthaltsgebäude BUD SkyCourt statt. Das Herzstück des Modernisierungsprogramms BUD Future wird im Frühjahr 2011 eröffnet. Damit werden sich Service und Aufenthaltsqualität für Fluggäste und Besucher deutlich verbessern.

Ab 2011 wollen weitere renommierte Airlines den Flughafen in ihr Streckennetz aufnehmen - zum Beispiel Qatar Airways und American Airlines. Zusätzlich wird der größte osteuropäische Low-Cost-Carrier, die ungarische Fluggesellschaft Wizz Air, seinen Firmensitz an den Flughafen Budapest verlegen.

Mit der Rückverstaatlichung gelang es dem ungarischen Staat, die wirtschaftlich angeschlagene Fluggesellschaft Malév - wichtigste Fluglinie am Budapest Airport - wieder zu stärken.

Düsseldorf International

Anteil HOCHTIEF AirPort 20 % / Anteil HOCHTIEF AirPort Capital 10 %

Der Düsseldorfer Flughafen hat die Krise gut bewältigt. Das Passagieraufkommen stieg um 6,7 Prozent auf 19 Mio. - ein Rekordwachstum und zudem der höchste Anstieg unter den großen deutschen Flughäfen. Darüber hinaus konnte der Flughafen gemeinsam mit den dort angesiedelten Unternehmen seine Position als größter Arbeitgeber der Stadt mit einem Spitzenwert von zirka 18 200 Beschäftigten am Standort weiter behaupten.

Gleichzeitig wurde die Vermarktung der Airport City in unmittelbarer Terminalnähe erfolgreich fortgeführt. Der erste Bauabschnitt des Businessparks mit mehr als einem Drittel der Gesamtfläche wurde bis Ende 2010 fertiggestellt. Immer mehr renommierte Mieter entscheiden sich für den attraktiven Standort. Dazu gehört zum Beispiel Siemens. Die Düsseldorfer Niederlassung des Elektronikkonzerns bezog Ende Oktober des Berichtsjahres mit mehr als 600 Mitarbeitern ihr neues - von HOCHTIEF Projektentwicklung errichtetes - Verwaltungsgebäude.

Hamburg Airport

Anteil HOCHTIEF AirPort 34,8 %/Anteil HOCHTIEF AirPort Capital 14,2 %

Auch der Hamburger Flughafen kehrte 2010 auf den Wachstumspfad zurück. Insgesamt zählte die Flughafengesellschaft knapp 13 Mio. Passagiere. Das entspricht einem Plus von sechs Prozent gegenüber 2009. Ende Juli 2010 fertigte der Airport den dreihundertmillionsten Fluggast in der hundertjährigen Geschichte des Flughafens ab. Im Oktober lag die Zahl der Fluggäste bei 1,33 Mio. und erreichte damit einen neuen Spitzenwert.

Die Routes-Konferenz ehrte Hamburg Airport mit dem "Routes Europe Airport Marketing Award" in der Kategorie Zentraleuropa und verlieh dem Flughafen außerdem den Preis für Gesamteuropa. Dazu trug unter anderem eine neue Datenbank bei, die den Fluggesellschaften detaillierte Informationen über das Reiseverhalten der ortsansässigen Unternehmen vermittelt.

Auch im Bereich Nachhaltigkeit gab es Neuigkeiten: Eine neue Fotovoltaikanlage mit einer Jahresleistung von zirka 18 000 Kilowattstunden erlaubt es jetzt, jährlich neun Tonnen CO2 einzusparen.

Sydney Airport

Anteil HOCHTIEF AirPort 5,61 % / Anteil HOCHTIEF AirPort Capital 6,50 %

Mit einem Passagiervolumen von 35,6 Mio. übertraf Sydney Airport den Vorjahreswert um 7,8 Prozent.

Im Juni 2010 stellte die Gesellschaft den Um- und Ausbau des Abflugbereichs im internationalen Terminal fertig. Das Projekt ist Teil eines Investitionsprogramms in Höhe von insgesamt mehr als 300 Mio. Euro. Dazu gehören unter anderem die Erweiterung der Abflugebene, ein neues Forum mit zusätzlichen Wartebereichen sowie Gastronomie-, Duty-free- und anderen Einkaufsmöglichkeiten, die Sanierung eines 30 000 Quadratmeter großen Areals des bestehenden Abflugbereichs sowie der Bau eines neuen Passagierkontrollbereichs.

Die Australian Airports Association wählte unseren Beteiligungsflughafen zu "Australia's Capital City Airport of the Year". Die Auszeichnung gab es insbesondere für den neu gestalteten internationalen Terminal sowie den Passagierkontrollbereich.

Tirana International Airport

Anteil HOCHTIEF AirPort 47 %

Unser Beteiligungsflughafen in der albanischen Hauptstadt setzte 2010 sein überdurchschnittliches Passagierwachstum fort. Mit 1,5 Mio. Fluggästen verbesserte sich der Airport gegenüber dem Vorjahr um 10,2 Prozent. Der im September 2009 in Betrieb genommene erweiterte Terminal trug dazu bei, den Passagieren zusätzlichen Komfort und verbesserten Service zu bieten.

Consulting

HOCHTIEF AirPort, Tochter von HOCHTIEF Concessions, hat sich inzwischen auch als unabhängiger Berater etabliert. Das Leistungsportfolio umfasst Verkehrsprognosen, Betriebskonzepte sowie Master- und Businesspläne. Dabei nutzt die Gesellschaft die Erfahrungen aus dem Management der eigenen Flughafenbeteiligungen.

Im Berichtsjahr erhielt das Unternehmen unter anderem zwei Beratungsaufträge an den russischen Flughäfen Koltsovo in Jekaterinburg und in Omsk. Für Jekaterinburg, fünftgrößter Flughafen Russlands, entstand eine Machbarkeitsstudie hinsichtlich des Frachtgeschäfts. In Omsk berät HOCHTIEF AirPort bei der Entwicklung eines neuen Flughafens vor den Toren der sibirischen Metropole. Bereits 2007 hatte die Gesellschaft eine Machbarkeitsstudie für den neuen Airport erstellt.

Geschäftsfeld Straßen

HOCHTIEF Concessions realisiert beziehungsweise betreibt derzeit über die Tochtergesellschaft HOCHTIEF PPP Solutions sieben Straßen und Tunnel in Deutschland, Österreich, Griechenland und Chile mit einer Gesamtlänge von mehr als 750 Kilometern. Bei mehreren Projekten kooperiert die Tochtergesellschaft eng mit ihrer Konzernschwester HOCHTIEF Construction.

Im Frühjahr 2010 wurden Teile unserer Mautautobahn Vespucio Norte Express in Chile durch ein Erdbeben beschädigt. Schon Ende 2009 führte ein Steinschlag bei dem griechischen Projekt Maliakos-Kleidi zur teilweisen Sperrung eines Straßenabschnitts. Die wirtschaftlichen Folgen beider Schadensfälle konnten gut bewältigt werden, da mehrere Versicherungen die Sachschäden und den Schaden aus Betriebsunterbrechung abdecken. Die Straßen sind seit Mai beziehungsweise Oktober 2010 wieder vollständig in Betrieb. Aufgrund schleppender Enteignungs- und Genehmigungsverfahren sowie archäologischer Funde kommt es zu weiteren Verzögerungen beim Ausbau der beiden griechischen Projekte Maliakos-Kleidi und Elefsina-Patras-Tsakona. Deutliche Erhöhungen der Mineralölsteuer und die rezessive wirtschaftliche Situation in Griechenland belasteten diese Projekte zusätzlich mit einer gegenüber unseren Planungen wesentlich geringeren Verkehrsentwicklung.

Projektbeispiele

Die Nordautobahn vor den Toren Wiens ist seit Ende Januar 2010 pünktlich und vollständig für den Verkehr freigegeben. Den Zuschlag für das erste öffentlich-private Straßenprojekt in Österreich erhielt das Bonaventura-Konsortium um HOCHTIEF Concessions Ende 2006. An der Bauarbeitsgemeinschaft für die insgesamt 51 Kilometer lange Straße war HOCHTIEF Construction zu 50 Prozent beteiligt. Bonaventura wird das Projekt 29 Jahre lang betreiben.

Nach nur knapp zweijähriger Bauzeit und damit deutlich früher als geplant ging die Umfahrung Hörselberge in Betrieb. Die Neubaustrecke der Bundesautobahn A4 ist Teil eines insgesamt etwa 45 Kilometer langen Abschnitts zwischen der Landesgrenze Hessen/Thüringen und der Anschlussstelle Gotha. Dieses Teilstück wird von der Konzessionsgesellschaft Via Solutions Thüringen, an der HOCHTIEF Concessions über die Tochtergesellschaft HOCHTIEF PPP Solutions zu 50 Prozent beteiligt ist, bis zum Jahr 2037 betrieben. HOCHTIEF Construction war Mitglied der Bauarbeitsgemeinschaft.

HOCHTIEF PPP Solutions North America mit Sitz in New York und Toronto verzeichnete ihren ersten Erfolg im Geschäftsfeld Straßen in den USA. Die Gesellschaft soll mit einem Partner den Presidio Parkway in San Francisco planen, bauen, finanzieren, betreiben und instand halten. Der Vertrag mit dem kalifornischen Verkehrsministerium und der Verkehrsbehörde von San Francisco wurde um die Jahreswende 2010/2011 unterschrieben. Das Baukonsortium für die neue südliche Zufahrt zur Golden Gate Bridge wird von der HOCHTIEF-Tochter Flatiron geführt. Auch dieses Projekt steht für den zunehmenden Erfolg der grenzüberschreitenden Kooperation im HOCHTIEF-Konzern.

Geschäftsfeld Soziale Infrastruktur

Public-Private-Partnership (PPP), also das Planen, Bauen, Finanzieren und Betreiben von öffentlich-privaten Partnerschaftsprojekten, setzt sich auch im Hochbau weiter durch. Zum Portfolio des Geschäftsfelds gehörten zum Ende des Berichtsjahres 17 Projekte in Deutschland, Großbritannien, Irland und Kanada. Dazu zählten mehr als 90 Schulen und Ausbildungsstätten und mehr als 20 Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung und Sicherheit.

Mit Wirkung zum 31. Dezember 2010 wurden drei Schulprojekte und zwei Rathäuser aus dem HOCHTIEF-Concessions-Portfolio veräußert.

Projektbeispiele

Anfang 2010 übergab HOCHTIEF PPP Solutions mit der Fürst-Wrede-Kaserne das erste PPP-Hochbauprojekt des Bundes im Verteidigungsbereich. Die Gesellschaft wird die Kaserne 20 Jahre lang betreiben. HOCHTIEF Facility Management hält unter anderem Gebäude, technische Anlagen sowie Außenanlagen instand und ist außerdem für die Bewachung der Liegenschaft verantwortlich.

Im März eröffnete HOCHTIEF PPP Solutions mit der Gesamtschule Köln-Rodenkirchen ein weiteres Vorzeigeprojekt für die vernetzten Leistungen im HOCHTIEF-Konzern. HOCHTIEF Construction errichtete den Neubau des Komplexes. HOCHTIEF Facility Management ist bis 2034 für den Betrieb der Gesamtschule zuständig.

Anfang Dezember 2010 ist ein Konsortium um HOCHTIEF PPP Solutions (UK) zum bevorzugten Bieter für Planung, Bau, Finanzierung und Betrieb von zwei Schulen benannt worden. In The Grange und Wade Deacon sollen künftig insgesamt etwa 2 500 Schüler unterrichtet werden. Der Financial Close und der Start der Bauarbeiten werden für April 2011 erwartet. Die Baumaßnahmen sollen etwa 21 Monate andauern. Danach wird HOCHTIEF Facility Management (UK) die Bildungseinrichtungen für 25 Jahre betreiben. Das Projekt ist Teil des Building-Schools-for-the-Future-Programms (BSF) der britischen Regierung und nach dem BSF-Projekt in Salford und Wigan bereits der zweite Auftrag.

Auch bei den zum Jahresende veräußerten Schulprojekten konnten im Berichtsjahr Erfolge gemeldet werden: Im Januar hat HOCHTIEF PPP Solutions den Auftrag für Planung, Bau und Betrieb eines Gymnasiums mit Turnhalle inklusive Außen- und Sportanlagen im bayerischen Höhenkirchen-Siegertsbrunn erhalten. Die im Sommer 2010 begonnenen Bauarbeiten werden von HOCHTIEF Construction ausgeführt und etwa 20 Monate dauern. HOCHTIEF Facility Management wird die Bildungseinrichtung für knapp 1 000 Schülerinnen und Schüler ab dem Schuljahr 2011/2012 betreiben.

Im Juli wurde das Unternehmen von der Stadt Offenbach beauftragt, zwei Schulen zu bauen und zu sanieren. Auch hier übernimmt HOCHTIEF Construction die Bauarbeiten. Die HOCHTIEF-Tochter Streif Baulogistik stellt während der Maßnahmen Container bereit, in denen die Kinder unterrichtet werden. HOCHTIEF Facility Management wird den reibungslosen Betrieb gewährleisten.

Das neue Bildungszentrum der Stadt Moers konnte im November 2010 vorzeitig eröffnet werden. Eine Bauarbeitsgemeinschaft unter Federführung von HOCHTIEF Construction hatte das Zentrum im Oktober fertiggestellt. Seitdem bewirtschaftet HOCHTIEF Facility Management die Immobilie. Im April 2009 hatte die Stadt Moers HOCHTIEF PPP Solutions unter anderem mit Planung, Finanzierung, Bau und Betrieb des Bildungszentrums beauftragt.

Über die Tochtergesellschaft HOCHTIEF PPP Solutions (UK) betreut HOCHTIEF Concessions in England neun Schulprojekte. Dazu gehören insgesamt vier Schulen im britischen Landkreis Salford. Zwei der Projekte entstehen derzeit, die beiden anderen sind bereits eröffnet.

Mit dem Einstieg in den nordamerikanischen PPP-Markt gelang 2010 ein ganz besonderer Erfolg. Im April erhielt HOCHTIEF Concessions über die Tochtergesellschaft HOCHTIEF PPP Solutions North America den Zuschlag für das erste PPP-Schulprojekt in Kanada. Die Gesellschaft wird in der Provinz Alberta gemeinsam mit einem Partner zehn Schulen planen, finanzieren, bauen und betreiben.

Wenige Monate später konnte HOCHTIEF PPP Solutions North America einen weiteren Auftrag in Nordamerika verbuchen: Gemeinsam mit einem Partner wird unsere Tochtergesellschaft 18 Polizeieinrichtungen in der kanadischen Provinz Ontario realisieren und über 30 Jahre lang betreiben. Zu dem Auftrag mit einem Volumen von insgesamt 306 Mio. Euro gehören sieben Polizeistationen, acht forensische Labore sowie drei Kommandozentralen.

Neuaktivitäten

Im Bereich Neuaktivitäten entwickelt HOCHTIEF Concessions gemeinsam mit einem Partner zwei Geothermie-Kraftwerke in Süddeutschland. Das eigens für diesen Zweck gegründete Unternehmen Süddeutsche Geothermie-Projekte GmbH (SGG) hat an den Standorten Dürrnhaar und Kirchstockach die Tiefenbohrungen erfolgreich beendet. Diese sogenannten Dubletten sollen nun in einem nächsten Schritt zu Kraftwerken weiterentwickelt und voll betriebsfähig an Investoren veräußert werden. HOCHTIEF Concessions wird damit einen vergleichsweise höheren Gewinn erzielen können als mit dem alleinigen Verkauf der Dubletten.

Für das Geothermiekraftwerk Dürrnhaar wurde, erstmalig in Deutschland, bereits eine Projektfinanzierung abgeschlossen. Im Januar 2011 starteten die Bauarbeiten. Das Kraftwerk wird nach seiner Fertigstellung im Jahr 2012 über eine elektrische Leistung von etwa 5,5 Megawatt verfügen - genug Energie für zirka 10 000 Einfamilienhäuser. HOCHTIEF Energy Management ist als Generalunternehmer für Planung, Bau und Inbetriebnahme des Kraftwerks verantwortlich.

Zu den Kennzahlen des Unternehmensbereichs HOCHTIEF Concessions

Der Auftragseingang ist gegenüber dem Vorjahr infolge zweier neu gewonnener Schulprojekte auf 157,7 Mio. Euro gestiegen. Der Auftragsbestand in Höhe von 387,9 Mio. Euro reduzierte sich unter anderem durch den Verkauf von drei Schul- und zwei Rathausprojekten.

Leistung sowie Bereichs- und Außenumsatz blieben aufgrund des vergleichsweise geringen Umfangs im Bau befindlicher Projekte unter dem Vorjahreswert.

Unternehmensbereich HOCHTIEF Concessions

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(In Mio. EUR) 2010 2009
angepasst
Auftragseingang 157,7 145,3
Leistung 112,1 189,9
Auftragsbestand 387,9 557,4
Bereichsumsatz 112,1 189,8
Außenumsatz 110,1 189,0
Betriebliches Ergebnis/EBITA 113,2 110,3
Ergebnis vor Steuern/EBT 84,3 75,1
Investitionen 1,8 49,0
RONA (in Prozent) 12,7 12,0
Nettovermögen (31.12.) 1.330,4 1.259,3
Mitarbeiter (im Jahresdurchschnitt) 317 311


Trotz der 2009 berichteten hohen Rückstellungsauflösungen für den Flughafen Athen konnten das betriebliche Ergebnis 2010 auf 113,2 Mio. Euro und das Ergebnis vor Steuern auf 84,3 Mio. Euro weiter gesteigert werden.

Im Geschäftsfeld Flughäfen wurde die Ergebnisbelastung aus der rezessiven wirtschaftlichen Situation Griechenlands, die sich unter anderem in einer erhöhten Ausschüttungssteuer und einer zusätzlichen Sondersteuer am Flughafen Athen auswirkte, fast vollständig aufgefangen. Hier führte vor allem die gute operative Entwicklung der Beteiligungsflughäfen infolge des Passagierwachstums sowie operativer Optimierungen zu höheren Ergebnisbeiträgen. Insbesondere am Flughafen Sydney wurden signifikant Kosten reduziert. Gleichzeitig konnte das Geschäft ausgeweitet werden. Zudem profitierte HOCHTIEF Concessions von außerordentlichen Erträgen wie der Versicherungserstattung am Flughafen Düsseldorf im Zusammenhang mit dem Brandschaden 1996 sowie der Auflösung einer Rückstellung für Sicherheitsentgelte am Flughafen Hamburg.

Negativ wirkte sich die wirtschaftliche Situation in Griechenland auf das Geschäftsfeld Straßen aus und belastete dort das Ergebnis bei den Mautautobahnen Maliakos-Kleidi und Elefsina-Patras-Tsakona. Dies wurde durch operative Verbesserungen in anderen Projekten der Geschäftsfelder Straßen und Soziale Infrastruktur sowie durch weitere positive Einzeleffekte überkompensiert. So konnte HOCHTIEF Concessions zwei Projekte in Nordamerika gewinnen und mit dem erfolgreichen Financial Close der beiden Public-Private-Partnership-Projekte Alberta Schools und Ontario Provincial Police in Kanada entsprechende Erfolgsprämien erzielen. Das Geschäftsfeld Soziale Infrastruktur lieferte bereits aus operativen Beteiligungsergebnissen überplanmäßige Erträge und profitierte darüber hinaus von dem Verkauf der fünf kleineren Projekte ohne Eigenkapitalbeteiligung.

Die Investitionen liegen deutlich unter Vorjahr und betreffen überwiegend eine kleinere Kapitaleinlage in die Raststätten-Betriebsgesellschaft beim Straßenprojekt Nordautobahn A5 in Österreich, die als Unterkonzession im Berichtsjahr erfolgreich zum Financial Close geführt wurde. Im Gegensatz zum Vorjahr wurden 2010 im Geschäftsfeld Flughäfen keine Investitionen getätigt.

Ausblick

Der Unternehmensbereich HOCHTIEF Concessions geht für 2011 von einem sich weiter verbessernden Geschäftsumfeld aus. Er wird seine bestehenden Kompetenzen beständig weiterentwickeln und sein Leistungsspektrum in wachstumsstarken Produktmarktsegmenten ausbauen. 2010 wurde mit der Erschließung des stark aufstrebenden Konzessionsmarkts in Indien begonnen, wo HOCHTIEF Concessions zurzeit mit vier Projekten präqualifiziert ist und zwei Kooperationen einging. Die weiteren Belastungen im angespannten wirtschaftlichen Umfeld Griechenlands sollen durch Effizienzsteigerung und Wachstum im Gesamtportfolio aufgefangen werden.

Im Geschäftsfeld Flughäfen erwartet der Unternehmensbereich steigende Passagierzahlen sowie weitere operative Optimierungen, die sich positiv auf die Ergebnisbeiträge auswirken. Zudem wird beobachtet, dass sich der Markt für Neuprojekte wieder belebt.

Im Geschäftsfeld Straßen geht HOCHTIEF Concessions gleichermaßen von steigenden Nutzerzahlen im Jahresverlauf aus. Insbesondere auf den chilenischen Mautstraßen entwickelt sich der Verkehr ausgesprochen dynamisch. Zudem strebt der Unternehmensbereich den ersten Financial Close in Nordamerika beim Projekt Presidio Parkway in San Francisco an und rechnet in Deutschland mit dem Financial Close für ein Teilstück der A8 Ulm-Augsburg.

Das Geschäftsfeld Soziale Infrastruktur zeigt eine weiterhin kontinuierliche Projektentwicklung. Sowohl in Deutschland als auch im Vereinigten Königreich und in Nordamerika nimmt HOCHTIEF Concessions derzeit -in aussichtsreicher Position beziehungsweise als bevorzugter Bieter - an mehreren Ausschreibungsverfahren teil.

Insgesamt rechnet HOCHTIEF Concessions für das Geschäftsjahr 2011 mit einem Ergebnis vor Steuern in etwa der Größenordnung des Vorjahres.

Unternehmensbereich HOCHTIEF Europe

Ergebnis gesteigert

Neue Strategie trägt Früchte

Erfolgreich im Offshore-Geschäft

Internationales Geschäft weiter ausgebaut

Im Unternehmensbereich Europe bündeln wir unter der Führung von HOCHTIEF Construction* die Leistungen des HOCHTIEF-Konzerns in den Bereichen Bauen und baunahe Dienstleistungen in Europa. Wir konzentrieren uns vor allem auf den Hoch-, Tief- und Ingenieurbau in den wachstumsstärkeren west- und osteuropäischen Ländern. Als internationaler Generalunternehmer und Baudienstleister wird die Gesellschaft auch außerhalb des europäischen Raums tätig - zum Beispiel in der Golfregion. Darüber hinaus haben wir in Deutschland unsere starke Position im Bereich hochwertige Wohnimmobilien weiter ausgebaut.

* Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.hochtief-solutions.de.


Ergebnis weiter erhöht

Im Geschäftsjahr 2010 hat sich bei HOCHTIEF Construction der im Vorjahr begonnene Aufwärtstrend fortgesetzt und verstärkt. Neue Projekte leisten spürbare Ergebnisbeiträge. Internationale Großprojekte und der europäische Tief- und Ingenieurbau lieferten positive Ergebnisse mit attraktiven Renditen. Die Umsatzrendite übertraf damit das Geschäftsjahr 2009. Der Anstieg begründet sich vor allem mit unserem klaren Fokus auf Margen statt Volumen. Für die kommenden Jahre erwarten wir weitere Ergebnissteigerungen.

Eingeschlagene Strategie bringt nachhaltigen Erfolg

Im Jahr 2010 haben wir mit fünf Fokusthemen die Positionierung des Unternehmens vorangetrieben. Wir haben Strategien entwickelt, mit denen wir fairere Preise für die von uns gelieferte überdurchschnittliche Qualität erzielen sowie mehr Effizienz und höhere Umsätze in ertragsstarken Märkten und in risikooptimierten Geschäftsfeldern umsetzen. Damit haben wir uns weiter vom Wettbewerb differenziert und eine profitablere Marktposition erreicht. HOCHTIEF Construction ist damit seinen Weg zu einem ertragsstarken internationalen Baudienstleister konsequent weitergegangen.

Zudem wurde die Restrukturierung im Unternehmen weiter fortgesetzt, um damit den schwierigen Bedingungen im deutschen Hochbaumarkt entgegenzuwirken.

Internationales Geschäft weiter ausgebaut

Die Nachfrage von Kunden außerhalb Deutschlands entwickelte sich im Berichtsjahr erneut erfreulich. So akquirierten wir zum Beispiel zahlreiche Aufträge in Polen. Dort errichtet die Tochtergesellschaft von HOCHTIEF Construction mehrere neue Universitätsgebäude.

Mehrwert durch effiziente Kooperation mit anderen HOCHTIEF-Gesellschaften

Der Unternehmensbereich Europe profitierte im Berichtsjahr erneut von der steigenden Nachfrage nach ganzheitlichen Lösungen. Vor diesem Hintergrund spielt die enge Kooperation der HOCHTIEF-Gesellschaften eine immer wichtigere Rolle. Ein überzeugendes Beispiel: Beim Bau mehrerer Abschnitte der österreichischen Nordautobahn hat HOCHTIEF Construction die Erd- und Straßenbauarbeiten ausgeführt. Die Schwestergesellschaft HOCHTIEF Concessions wird die Strecke bis 2039 betreiben. Darüber hinaus steht HOCHTIEF Construction den Schwestergesellschaften als kompetenter Berater und Dienstleister zur Seite.

In wichtigen Wachstumsmärkten präsent

Als wachstumsorientiertes Unternehmen ist HOCHTIEF Construction bestrebt, kontinuierlich neue Geschäftsfelder zu erschließen und auszubauen - mit dem Ziel, zusätzliche Umsatz- und Ertragspotenziale für das Unternehmen zu heben. Dazu gehörte im Geschäftsjahr 2010 vor allem der Bereich Offshore-Windkraftwerke. Allein im dritten Quartal 2010 erhielten wir zwei Großaufträge: für den Bau der Windkraftanlage Global Tech I und für den Bau des Windparks EnBW Baltic 2. Für diese und weitere Aufträge entwickelt HOCHTIEF in einem Joint Venture mit der Bremer Reederei Beluga ein spezielles Hubschiff, um die Fundamente auf dem Meeresgrund zu verankern und anschließend die Windenergieanlagen zu montieren. Außerdem entsteht in enger Zusammenarbeit mit HOCHTIEF Facility Management ein weiteres Spezialschiff, mit dem wir das Geschäftsfeld Wartung und Instandhaltung von Windkraftanlagen erschließen wollen.

Unsere führende Position im wachstumsstarken Marktsegment Nachhaltiges Bauen konnten wir ebenfalls weiter festigen.

Projektbeispiele

Großprojekte

Beim Bau des Gotthard-Tunnels stellten wir als Mitglied einer Arbeitsgemeinschaft einen Rekord auf. Mit dem Hauptdurchschlag entstand am 15. Oktober 2010 der längste Eisenbahntunnel der Welt. Die ersten Züge können die mehr als 150 Kilometer lange Strecke durch die Schweizer Alpen voraussichtlich 2017 befahren.

Büro- und Geschäftshäuser

Im April 2010 fiel der Startschuss für den Bau des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen in Duisburg. HOCHTIEF Construction erweitert dazu ein denkmalgeschütztes Speichergebäude und errichtet einen Neubaukomplex. Ende 2012 wird das, nach Regalmetern gemessen, größte Archivgebäude Deutschlands eröffnet.

In Köln revitalisiert HOCHTIEF Construction den von der Schwestergesellschaft HOCHTIEF Projektentwicklung konzipierten neuen Bürostandort maxCologne. Die insgesamt 45 000 Quadratmeter Mietfläche in der ehemaligen Lufthansa-Hauptverwaltung erhalten Neubaustandard und werden nachhaltig sowie energieeffizient realisiert. Dazu gehört zum Beispiel die Nutzung von Grundwasser als regenerativer Energiequelle zur Temperierung der Büros. Das Projekt hat bereits das DGNB-Vorzertifikat in Gold erhalten.

Ressourcenschonende Bauweise, energiesparender Betrieb und dauerhafte Wirtschaftlichkeit prägen den Neubau des HOCHTIEF-Hauses Hamburg. Die neue Regionalzentrale, in die 2012 sämtliche HOCHTIEF-Einheiten des Standorts einziehen werden, bietet 17 600 Quadratmeter Platz für Büros und Betriebsrestaurant sowie 4 300 Quadratmeter Einzelhandelsfläche. Die DGNB zeichnete das Gebäude bereits mit dem Vorzertifikat in Silber aus.

Hochschulen

In Polen und Tschechien wird HOCHTIEF Construction drei neue Universitätsgebäude bauen. So entsteht an der Jagiellonian University in Krakau eine neue Fakultät für Physik, Astronomie und Informatik. In Breslau errichtet HOCHTIEF Polska ein neues Fakultätsgebäude für die Akademie der Künste. Die Universität im tschechischen Ostrava erhält eine neue Fakultät für Elektrotechnik und Informatik.

Public-Private-Partnership

Im Auftrag von HOCHTIEF PPP Solutions übernimmt HOCHTIEF Construction den Auftrag, zwei Schulen der Stadt Offenbach zu bauen beziehungsweise zu sanieren. Die Arbeiten werden bis Juli 2013 dauern. Das Auftragsvolumen für HOCHTIEF Construction liegt bei zirka 47 Mio. Euro.

Bauträgerprojekte

Die Bauträgersparte von HOCHTIEF Construction, formart, realisiert im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg eine neue Eigentumswohnanlage. Zu dem Projekt gehören 34 hochwertige Wohnungen, aufgeteilt auf vier dreistöckige Mehrfamilienhäuser und einen Wohnturm. Die sogenannten WaterHouses erfüllen den Passivhausstandard und liegen mitten in einer zirka 4 000 Quadratmeter großen Wasserfläche. Jede Wohnung in den Häusern erhält eine eigene Wasserterrasse. Der Wohnturm wird barrierefrei gestaltet.

Infrastrukturprojekte

Gemeinsam mit einem Partner erhielt HOCHTIEF Construction den Zuschlag für den Bau des Wasserkraftwerks Cheves in den peruanischen Anden. Das Projekt mit einem Auftragsvolumen von zirka 122 Mio. Euro umfasst neben dem unterirdischen Kraftwerk den Bau von 17 Kilometern Tunnel, zwei Wehren sowie eines Damms. Ab Ende 2013 soll die 168-Megawatt-Anlage den Spitzenstrombedarf in Lima, der Metropole Perus, abdecken. Mit dem Wasserkraftwerk realisiert HOCHTIEF Construction das zweite Projekt dieser Art auf dem südamerikanischen Markt.

Ein Joint Venture aus HOCHTIEF Construction und HOCHTIEF CZ erweitert die Prager U-Bahn um 1,5 Kilometer. Die Bauarbeiten für das Projekt mit einem Auftragswert für HOCHTIEF von zirka 187 Mio. Euro sollen 2014 abgeschlossen sein.

Im Auftrag der Hamburg Port Authority beteiligt sich HOCHTIEF Construction am Bau der längsten Klappbrücke Europas. Das 104 Meter lange Bauwerk verbindet künftig den Hamburger Hafen mit den südlichen Stadtteilen.

Energie

Im Berichtsjahr erhielten wir weitere Aufträge zum Bau von Offshore-Windparks, darunter die Anlagen Global Tech I in der Nordsee und EnBW Baltic 2 in der Ostsee.

Zu den Kennzahlen des Unternehmensbereichs HOCHTIEF Europe

Im Unternehmensbereich HOCHTIEF Europe lag der Auftragseingang im Berichtsjahr um 537,2 Mio. Euro (-18,5 Prozent) unter dem Wert des Vorjahres. Aufgrund des 2009 erhaltenen Großauftrags für den Bau des 8,5 Kilometer langen Einkaufsboulevards "Barwa Commercial Avenue" im Emirat Katar mit einem Auftragswert von 1,3 Mrd. Euro ist der Rückgang somit im Wesentlichen dem internationalen Geschäft zuzuordnen. Dieses lag insgesamt mit 947,3 Mio. Euro um zirka 1,1 Mrd. Euro (-53,7 Prozent) unter dem Vorjahr. Die Konzentration auf ertragsstarke Märkte hat im Energiesektor zu Großaufträgen für den Bau von Offshore-Windkraftanlagen geführt. Sie haben wesentlich dazu beigetragen, die Auftragseingänge in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 559,8 Mio. Euro (+64,8 Prozent) auf 1,4 Mrd. Euro ansteigen zu lassen. Insgesamt entwickelte sich der Auftragseingang nicht zufriedenstellend, da sowohl nationale wie auch internationale Großprojekte nicht zur Ausführung kamen.

Die Leistung lag daher im Berichtsjahr mit 2,6 Mrd. Euro um 140 Mio. Euro oder 5,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Dabei konnte der Rückgang im Inland um 230,2 Mio. Euro (-20,1 Prozent) auf 914,9 Mio. Euro durch den Anstieg im Ausland um 90,2 Mio. Euro oder + 5,7 Prozent nicht kompensiert werden.

Der Auftragsbestand liegt mit 3,51 Mrd. Euro leicht unter dem Vorjahresniveau. Die Reichweite des Auftragsbestands liegt rechnerisch bei gut 16 Monaten und damit insgesamt auf einem relativ hohen Niveau, ist jedoch in den einzelnen Einheiten von HOCHTIEF Europe differenziert zu betrachten.

Die Bereichs- und Außenumsätze nahmen um 3,5 Prozent beziehungsweise 6,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. Unsere Gesellschaft in Katar hatte daran einen wesentlichen Anteil.

Die in den Vorjahren eingeleiteten strategischen und operativen Maßnahmen, die Neuausrichtung des deutschen Hochbaugeschäfts und die fortschreitende Internationalisierung haben bereits zu weiter verbesserten Projektmargen geführt. Infolgedessen konnten das betriebliche Ergebnis und das Ergebnis vor Steuern nach den schon guten Vorjahresergebnissen im Berichtsjahr 2010 mit 39,6 Mio. Euro (+48,3 Prozent) beziehungsweise 36,8 Mio. Euro (+21,1 Prozent) noch einmal deutlich gesteigert werden.

Unternehmensbereich HOCHTIEF Europe

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(In Mio. EUR) 2010 2009
Auftragseingang 2.371,5 2.908,7
Leistung 2.602,1 2.742,1
Auftragsbestand 3.506,2 3.608,1
Bereichsumsatz 2.437,9 2.354,8
Außenumsatz 2.377,4 2.225,3
Betriebliches Ergebnis/EBITA 39,6 26,7
Ergebnis vor Steuern/EBT 36,8 30,4
Investitionen 56,2 77,9
RONA (in Prozent) 12,2 8,9
Nettovermögen (31.12.) 540,5 546,9
Mitarbeiter (im Jahresdurchschnitt) 9 202 9 946


Der Rückgang der Investitionen resultiert im Wesentlichen aus den im Vorjahr in Katar und Chile getätigten projektbezogenen Investitionen in Sachanlagen, die im Berichtsjahr nicht mehr in der Höhe angefallen sind.

Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl nahm um 7,5 Prozent ab. Gründe hierfür waren hauptsächlich die Neuausrichtung unseres deutschen Hochbaugeschäfts und unsere Geschäftsentwicklung im tschechischen Hochbaumarkt.

Ausblick

Zum 1. Januar 2011 hat HOCHTIEF seine Konzernstruktur verschlankt: Die neue Division HOCHTIEF Europe mit der Führungsgesellschaft HOCHTIEF Solutions AG bündelt die Gesellschaften der ehemaligen Unternehmensbereiche HOCHTIEF Europe, HOCHTIEF Real Estate und HOCHTIEF Services. Nach dem Leitsatz "One roof - all solutions" werden bezüglich Planen, Bauen und Betreiben zukünftig größere Synergien als bisher und damit auch deutliche Kosteneinsparungen erzielt. Für das Kerngeschäft Bau rechnen wir mit einer Markterholung im Jahr 2011. Wir erwarten ein über dem Vorjahr liegendes Ergebnis vor Steuern.

Unternehmensbereich HOCHTIEF Real Estate

HOCHTIEF Projektentwicklung und aurelis behaupten starke Position im Markt

Interesse an nachhaltigen, hochwertigen Projekten nimmt zu

Kundenzufriedenheit sorgt für zusätzliche Aufträge bei HOCHTIEF Property Management

Im Unternehmensbereich HOCHTIEF Real Estate werden die Aktivitäten der Gesellschaften HOCHTIEF Projektentwicklung, HOCHTIEF Property Management und aurelis Real Estate gebündelt. Diese Leistungen sind auf den Lebenszyklus von Immobilien ausgerichtet: Die Gesellschaften entwickeln, realisieren, vermarkten und betreuen Immobilien und erzielen damit schon innerhalb des Unternehmensbereichs Synergieeffekte. Damit entsteht Mehrwert für unsere Kunden und HOCHTIEF.

Das Marktumfeld im Immobilienbereich gestaltete sich im Berichtsjahr weiterhin schwierig. Die Finanzierungsbereitschaft der Banken nahm bei hochwertigen, nachhaltigen Projekten in exponierten Lagen zu. Davon konnten unsere Gesellschaften jedoch nicht im vollen Maße profitieren. HOCHTIEF Projektentwicklung und aurelis veräußerten im Jahr 2010 Immobilien, Projekte und Grundstücke im Wert von insgesamt 608,9 Mio. Euro. Dazu gehörten zum Beispiel zwei Büroimmobilien in Hamburg sowie weitere in Berlin und Münster, ein Pflegeheim in Dortmund und Wohneinheiten in Düsseldorf, Heidelberg, Hamburg, Berlin und Stuttgart.

HOCHTIEF Projektentwicklung*

HOCHTIEF Projektentwicklung gehörte im Berichtsjahr erneut zu den führenden Entwicklern hochwertiger Immobilien. Für zehn neue Projekte fiel 2010 der Startschuss. In Deutschland konzentriert sich unsere Gesellschaft weiterhin auf Bürokomplexe in zentrumsnahen Toplagen. Dabei trägt HOCHTIEF Projektentwicklung durch eine erneut verschärfte selektive Auftragshereinnahme der aktuell zurückhaltenden Büromietnachfrage Rechnung. Mit einem erhöhten Wohnanteil bei den Entwicklungsprojekten reagiert das Unternehmen nicht nur auf das zunehmende Interesse von institutionellen Investoren an Immobilien als nachhaltiger Kapitalanlage, sondern auch auf die Nachfrage von Privatpersonen, die Wohnungen an exzellenten Standorten suchen. Dabei gewinnt die Nachhaltigkeit im Immobilienbereich zunehmend an Bedeutung. Dies zeigt sich auch an der gestiegenen Anzahl zertifizierter Gebäude. Außerdem sieht HOCHTIEF Projektentwicklung im Sinne einer städtebaulichen Verantwortung in der Entwicklung von Quartieren interessante Möglichkeiten, um urbane Qualität zu schaffen und damit den Erfolg in diesem Geschäftsfeld zu stärken. Darüber hinaus entwickeln wir weiterhin sehr erfolgreich Pflegeimmobilien. International konzentriert sich die Gesellschaft auf ausgewählte Standorte in Osteuropa - zum Beispiel in Polen und Tschechien. Dazu gehört unter anderem der Bürokomplex Office Island in der tschechischen Hauptstadt Prag. Das Immobilienprojekt mit einer Nutzfläche von insgesamt 70 000 Quadratmetern erhielt das LEED-Vorzertifikat in Silber.

* Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.hochtief-solutions.de.

Projektbeispiele

Produktmarktsegment Büroimmobilien

In Essen realisiert unsere Gesellschaft bis Ende 2011 die neue Unternehmenszentrale des internationalen IT-Dienstleisters Atos Origin mit einer Bruttogrundfläche von zirka 8 400 Quadratmetern. Am neuen Standort werden etwa 900 Beschäftigte arbeiten. Die Immobilie wird nach dem Silberstandard der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) entwickelt. So werden beispielsweise die Räume energiesparend gekühlt und beheizt.

Bis November 2011 wird HOCHTIEF Projektentwicklung das Stuttgarter Bürogebäude CasaNova vollständig revitalisieren, erweitern und auf Neubaustandard bringen. Schon vor dem Baustart waren 34 Prozent der 8 450 Quadratmeter Büro- und 2 750 Quadratmeter Lagerflächen im ehemaligen Unternehmenssitz des Reader's Digest Verlag Das Beste langfristig vorvermietet. Im Erdgeschoss sind zusätzliche Einzelhandels- und Gastronomieflächen vorgesehen.

Im Geschäftsjahr 2010 begann auch die Revitalisierung des maxCologne am Kölner Kennedyufer. Bereits vor Baubeginn hatte HOCHTIEF Projektentwicklung das Gebäude der ehemaligen Lufthansa-Hauptverwaltung an Warburg-Henderson verkauft. Die Kapitalanlagegesellschaft für Immobilien erwarb das Gebäude für einen Spezialfonds, dessen einziger Investor die Rheinischen Versorgungskassen sind. Die Konzerngesellschaften HOCHTIEF Construction und Streif Baulogistik führen die Bauarbeiten aus und sorgen für die erforderliche Logistik. Nach der Sanierung soll die Immobilie modernsten Neubaustandard erfüllen. Ein Beispiel: Die zirka 46 000 Quadratmeter große Mietfläche wird weitestgehend mit erneuerbaren Energien beheizt und gekühlt. Aufgrund der vorgesehenen Maßnahmen hat das maxCologne bereits das Vorzertifikat in Gold der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) erhalten.

Im Quartier 21 in Hamburg-Barmbek begannen die Arbeiten am "HOCHTIEF-Haus". In diesem neuen Gebäude werden künftig alle HOCHTIEF-Gesellschaften der Hansestadt gemäß unserem One-Roof-Konzept angesiedelt. Dabei bieten diese Gesellschaften alle Leistungen zum Planen, Bauen und Betreiben an. Das Projekt erhielt bereits das Vorzertifikat in Silber der DGNB. Auf einer Fläche von 17 600 Quadratmetern werden Büros, Konferenzzonen und ein Betriebsrestaurant realisiert. Zudem sind 4 300 Quadratmeter für Einzelhandelsbetriebe vorgesehen. Die Immobilie ist schon jetzt zum größten Teil vermietet. Weitere "HOCHTIEF-Häuser" sind für Berlin, München und Warschau geplant.

Ebenfalls in Hamburg fiel im Mai 2010 der Startschuss für den Bau des Büro- und Geschäftshauses Metropolis. Der Komplex mit einer Bruttogrundfläche von insgesamt knapp 25 800 Quadratmetern wird von einem Konsortium realisiert, an dem unsere Gesellschaft beteiligt ist. Auf dem Grundstück an der Dammtorstraße entsteht in Premiumlage ein Gebäude mit sieben Regel- und zwei Staffelgeschossen. Die ersten drei Stockwerke sind bereits langfristig vermietet. Außerdem wird das original Metropoliskino mit seinem historischen Kinosaal wieder eingebaut. Im Erdgeschoss sind Einzelhandels- und Gastronomieflächen vorgesehen.

Zum 1. Januar 2010 übernahm der Eigentümer Deutsche Fonds Holding den Bürokomplex Auge auf dem Gelände des Technologiezentrums Rhein-Main in Darmstadt. Mieter des siebengeschossigen Gebäudes mit einer besonders außergewöhnlichen Architektur und einer Bruttogrundfläche von 17 000 Quadratmetern ist T-Systems, Tochter der Deutschen Telekom.

Produktmarktsegment Retailimmobilien

4 000 Quadratmeter Mietfläche umfasst der zweite Bauabschnitt des Fachmarkt- und Dienstleistungszentrums InLine im hessischen Friedberg. Richtfest war im Juli, Fertigstellung im Oktober des Berichtsjahres. Drei Viertel der Fläche hatte die Gesellschaft bereits vor dem Baustart vermietet. Das Projekt wurde bereits im Berichtsjahr veräußert.

An der Kölner Schildergasse, Europas belebtester Einkaufsmeile, realisiert HOCHTIEF Projektentwicklung seit Mai 2010 ein Büro- und Geschäftshaus mit einer Bruttogrundfläche von 3 740 Quadratmetern. 39 Prozent der Einzelhandelsflächen konnten wir bereits vor Baustart an einen der größten französischen Modefilialisten vermieten. Die Fertigstellung ist für Sommer 2011 vorgesehen.

Produktmarktsegment Quartiersentwicklung

Im neuen Düsseldorfer Stadtviertel le flair setzt unsere Gesellschaft gemeinsam mit einem Partner ein generationenübergreifendes Wohnkonzept für junge Familien sowie ältere und alleinstehende Menschen um. Bis zum Jahr 2015 sollen in acht Bauabschnitten mehr als 800 Wohneinheiten entstehen. Ende des Berichtsjahres waren in den ersten beiden Bauabschnitten 187 von 215 Wohneinheiten verkauft. Außerdem sind 20 der 47 Wohneinheiten des dritten Bauabschnitts bereits veräußert.

Bis Ende 2013 entsteht auf einem 13,8 Hektar großen Areal in Hamburg-Barmbek mit dem Quartier 21 eines der ehrgeizigsten und innovativsten Stadtteilprojekte der Hansestadt. Zum Ende des Berichtsjahres hatte HOCHTIEF Projektentwicklung gemeinsam mit einem Partner 97 Prozent der gesamten Fläche vermarktet.

Produktmarktsegment Wohnimmobilien

Im Heidelberger Stadtteil Bergheim entstanden die Gutenberg Höfe - ein Wohnkarree mit 13 Häusern. 172 der insgesamt 173 hochwertigen Wohneinheiten waren vor der Fertigstellung im Dezember 2010 verkauft.

Ähnlich positiv verläuft die Vermarktung der 58 Luxuseigentumswohnungen im Marco Polo Tower in der Hamburger HafenCity. 15 dieser Wohnungen wurden allein im Jahr 2010 verkauft - insgesamt sind 81 Prozent der Wohnfläche vergeben. Das Besondere an dem Projekt -neben seiner nachhaltigen Bauweise: Die Eigentümer übernehmen die Wohnungen als veredelten Rohbau und können sie mit ihren Architekten individuell gestalten und ausbauen.

Am 9. Juli 2010 feierte HOCHTIEF Projektentwicklung Richtfest für das Berliner Wohnprojekt Fontanepromenade. An diesem Tag waren bereits 75 Prozent der 3 700 Quadratmeter großen Wohnfläche veräußert, zum Ende des Berichtsjahres 93 Prozent. Die insgesamt 31 Komfortwohnungen haben Niedrigenergiestandard und werden von der Schwestergesellschaft HOCHTIEF Construction als Generalunternehmer gebaut.

Produktmarktsegment Pflegeimmobilien

Mit diesem Produktmarktsegment, das sich auf das Hausgemeinschaftskonzept konzentriert, erschließt HOCHTIEF Projektentwicklung seit drei Jahren ein wachstumsstarkes neues Feld. In enger Kooperation mit dem Betreiber BeneVit realisierten wir inzwischen sechs Pflegeheime. 2010 fiel der Startschuss für ein Pflegeheim in Fuldatal und ein weitres in Lahnau. Zwei weitere Projekte sind kurz vor dem Baustart. Die Häuser in Albstadt-Onstmettingen und Klettgau haben wir im Berichtsjahr fertiggestellt. Der Lebensversicherer Swiss Life übernahm bislang sieben der Projekte als Investor.

Je nach Standort und örtlichem Bedarf realisiert HOCHTIEF Projektentwicklung auch Heime mit anderen Pflegekonzepten. Eine dieser Immobilien wurde mit dem Betreiber Senator an die LB Immo Invest / HSH verkauft und eine Grundstücksentwicklung direkt an den Betreiber Senator veräußert.

aurelis Real Estate*

HOCHTIEF Projektentwicklung ist seit Dezember 2007 zu 50 Prozent an aurelis Real Estate beteiligt. Die Gesellschaft besitzt deutschlandweit zirka 19 Mio. Quadratmeter innenstadtnaher Flächen. Ein Teil der Areale wird gemeinsam mit den Kommunen entwickelt, bis das sogenannte Planungsrecht besteht und die Flächen baureif sind. Zusätzlich vermietet das Unternehmen Flächen für die gewerbliche Nutzung. Bei der Entwicklung neuer Standorte orientiert sich aurelis konsequent an ökonomischen und ökologischen Aspekten. Außerdem wird das vorhandene Umfeld in die Planungen integriert.

* Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.aurelis-real-estate.com.


Verkaufserlöse weiter gesteigert

Im Geschäftsjahr 2010 veräußerte aurelis Grundstücke mit einem Gesamtwert von 299,9 Mio. Euro und übertraf damit das gute Ergebnis des Vorjahres um etwa 30 Prozent.

Im Berichtsjahr verkaufte das Unternehmen bei knapp 280 Transaktionen insgesamt 2,5 Mio. Quadratmeter Fläche. So erwarb eine Berliner Grundstücksgesellschaft eine zirka 300 000 Quadratmeter große Teilfläche des ehemaligen Duisburger Güterbahnhofs. Dort sollen Büroflächen und ein Möbelhandel entstehen. Im Hamburger Stadtteil Groß Borstel veräußerte das Unternehmen eine etwa 84 000 Quadratmeter große gewerblich genutzte Fläche. In Offenburg gingen 57 000 Quadratmeter des ehemaligen Güterbahnhofs an einen langjährigen Mieter.

Auch im Geschäftsjahr 2010 erwarb HOCHTIEF Projektentwicklung Grundstücke von der Beteiligungsgesellschaft aurelis. Dazu zählt ein Areal im Münchner Stadtquartier Am Hirschgarten. Die Bruttogrundfläche von zirka 30 000 Quadratmetern wird für Büros, Dienstleistung, Gastronomie und Nahversorgung genutzt. Im Frankfurter Europaviertel entstehen auf 4 700 Quadratmetern Wohnimmobilien mit entsprechender Nahversorgung. Insgesamt verlief die Entwicklung des Frankfurter Europaviertels West erfolgreich. Hier veräußerte aurelis unter anderem auch das Quartier Helenenhöfe mit einer Fläche von zirka 26 000 Quadratmetern für etwa 490 Wohneinheiten.

Vermarktung weiterer Flächen gestartet

Zusätzlich stellte aurelis im Geschäftsjahr 2010 die Weichen, um weitere Transaktionen vorzubereiten. Drei Beispiele: Die Gesellschaft startete eine Vermarktungsoffensive für das ehemalige Güterbahnhofsgelände in Hamburg. Insgesamt stehen dort nahezu 90 000 Quadratmeter für Büros, Wohnen und Gewerbe zum Verkauf. Bei einer etwa 95 000 Quadratmeter großen Projektfläche am Nürnberger Nordbahnhof wurde der Bebauungsplan rechtskräftig und damit die entscheidende Voraussetzung für den Verkauf der Flächen geschaffen. Darüber hinaus stellt ein Kooperationsvertrag mit der Stadt Marburg den kurzfristigen Beginn des Bebauungsplanverfahrens für Wohnen und Gewerbe sicher.

Mieteinnahmen auf hohem Niveau

Im Geschäftsjahr 2010 erzielte aurelis - zusätzlich zum hohen Verkaufsvolumen - Mieteinnahmen in Höhe von insgesamt 90,2 Mio. Euro. Es gelang, neue Mietverträge und Vertragsverlängerungen mit einem Jahresvolumen in Höhe von 20,7 Mio. Euro abzuschließen.

Diese erfolgreiche Entwicklung ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass aurelis seine Bestandsprojekte systematisch analysiert und nachhaltig modernisiert. Zudem werden die Immobilien durch weitere Neubaumaßnahmen optimiert. Eine Vorvermietungsquote von mindestens 60 Prozent ist Voraussetzung für solche Aktivitäten. Die Qualität des Bestandsportfolios wird damit kontinuierlich erhöht. Zu den Erfolgen im Geschäftsjahr 2010 gehört unter anderem die Vermietung von knapp 13 000 Quadratmetern Hallenfläche in Braunschweig an die Alstom Transport Deutschland GmbH. Aurelis saniert die denkmalgeschützte Halle zurzeit komplett. Im zweiten Quartal 2011 wird der Mieter einziehen.

HOCHTIEF Property Management*

HOCHTIEF Property Management ist für Immobilieninvestoren als Vertreter der Eigentümerinteressen tätig und einer der führenden Anbieter der Branche in Deutschland. Die Gesellschaft trägt dazu bei, die Renditen von Immobilieninvestments nachhaltig zu erhöhen. Aufgrund der Vernetzung im Konzern kann die Gesellschaft für HOCHTIEF-Kunden maßgeschneiderte Angebote für alle Phasen des Lebenszyklus erstellen.

* Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.hochtief-solutions.de.


Im Berichtsjahr hat der Kunde Deka Immobilien der HOCHTIEF-Tochter zusätzliche Projekte anvertraut. Dazu zählen mit insgesamt 58 000 Quadratmetern das Daimler-Logistikzentrum in Bremen sowie das Hamburger Büro- und Geschäftshaus conSENSE7. Letzteres wurde von HOCHTIEF Projektentwicklung realisiert. Darüber hinaus hat HOCHTIEF Property Management von RREEF, der Immobilientochter der Deutschen Bank, weitere Aufträge erhalten. So übernimmt unsere Tochtergesellschaft unter anderem künftig treuhänderische Eigentümeraufgaben für vier Pflegeheime und Häuser für betreutes Wohnen in Gladbeck, Göttingen sowie in der Nähe von Hannover. Weitere Bestandskunden haben 2010 ihre Aufträge verlängert und teilweise deutlich erweitert. Dies ist ein Indiz für gesteigerte Kundenzufriedenheit.

Im Produktmarktsegment Wohnimmobilien erhielt HOCHTIEF Property Management von dem langjährigen Kunden Allianz eine Auftragserweiterung: Ab sofort ist die Gesellschaft für die kommenden sieben Jahre neben dem Property-Management und der Vermietung auch für die Objektstrategie und das Budget der insgesamt 6 000 Mietwohnungen des Versicherers verantwortlich.

Mit dem Einzelhandelsspezialisten COMFORT gründete HOCHTIEF Property Management bereits im Jahr 2009 die CORUS Centermanagement GmbH, die ein qualifiziertes Management für Handelsimmobilien anbietet. Die neue Gesellschaft startete 2009 mit dem Center- und Property-Management beim Einkaufszentrum Sevens in Düsseldorf. Mit dem Louisen-Center in Bad Homburg konnte CORUS seine Aktivitäten 2010 auch auf das Rhein-Main-Gebiet ausdehnen.

Zu den Kennzahlen des Unternehmensbereichs HOCHTIEF Real Estate

Bei Auftragseingang und Leistung konnten die Vorjahreszahlen nicht wieder erreicht werden.

Ein deutlicher Rückgang war bei der Immobilienentwicklung zu verzeichnen. Dies ist auf die selektive Auftragshereinnahme zurückzuführen, mit der HOCHTIEF Projektentwicklung auf die schwierige Marktsituation reagiert.

Bei HOCHTIEF Property Management wurde der Auftragseingang mehr als verdoppelt. Dieser Anstieg resultierte im Wesentlichen aus Auftragserweiterungen und -verlängerungen von bereits bestehenden Kundenaufträgen.

Der Auftragsbestand erreichte das Vorjahresniveau und liegt lediglich um 2,7 Mio. unter dem Wert von 2009.

Das betriebliche Ergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahr um acht Mio. Euro oder 15 Prozent auf 61,2 Mio. Euro. Dieses Ergebnis ist wesentlich durch die erfreuliche Ergebnisentwicklung der Beteiligung aurelis beeinflusst. Gegenüber dem Vorjahr führte ein steigendes Volumen von Projekten in der Realisierungsphase zu einer höheren Zinsbelastung und damit zu einem um zirka vier Mio. Euro schlechteren Finanzergebnis. Mit einem Zuwachs um 4,1 Mio. Euro liegt das Ergebnis vor Steuern aber dennoch weiterhin deutlich über Vorjahr.

Die Investitionstätigkeit lag 2010 bei vier Mio. Euro und verringerte sich aufgrund der niedrigen Eigenkapitalzahlungen in Joint Ventures um 14,6 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl sank gegenüber dem Vorjahr um 53 Mitarbeiter. Wesentlicher Grund ist eine Kapazitätsanpassung bei HOCHTIEF Property Management.

Ausblick

Der Unternehmensbereich HOCHTIEF Real Estate wird 2011 seine Geschäftstätigkeit erfolgreich fortsetzen.

In den Büromietmärkten rechnet HOCHTIEF Real Estate für das Jahr 2011 mit einer anhaltend positiven Marktentwicklung. An den Investmentmärkten wird ein leichter Anstieg der Immobilientransaktionen prognostiziert. Durch die hohe Anzahl an marktreifen Projekten und die Konzentration auf die Kern- und Wachstumsfelder erwartet der Unternehmensbereich eine positive Entwicklung für 2011.

Im laufenden Geschäftsjahr wird sich aurelis insbesondere darauf konzentrieren, Fortschritte bei der Baurechtsbeschaffung für Großprojekte zu erzielen, um den Wert der Assets zu erhöhen. Die Qualität des Bestandsportfolios soll durch die Akquisition langfristiger Mietverträge und Sanierungsmaßnahmen weiter aufgewertet werden.

Unternehmensbereich HOCHTIEF Real Estate

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(In Mio. EUR) 2010 2009
Auftragseingang 413,1 598,5
Leistung 390,0 677,0
Auftragsbestand 639,3 642,0
Bereichsumsatz 217,1 660,8
Außenumsatz 198,5 644,9
Betriebliches Ergebnis/EBITA 61,2 53,2
Ergebnis vor Steuern/EBT 31,1 27,0
Investitionen 4,0 18,6
RONA (in Prozent) 6,6 5,8
Nettovermögen (31.12.) 1.073,3 902,0
Mitarbeiter (im Jahresdurchschnitt) 981 1 034


Aufgrund der positiven Entwicklung von aurelis in den zurückliegenden drei Jahren haben wir unsere strategischen und wirtschaftlichen Ziele bereits vorzeitig erreicht. Von dem entstandenen Unternehmenswert wollen wir profitieren und die Beteiligungsgesellschaft bereits 2012, und damit ein Jahr früher als geplant, veräußern.

Für HOCHTIEF Property Management erwartet der Unternehmensbereich eine verbesserte Ertragssituation gegenüber dem Vorjahr. Dazu werden zum einen organisatorische Maßnahmen umgesetzt und zum anderen wird sich die Gesellschaft bei der Akquisition von Aufträgen auf ertragsstarke Projekte konzentrieren.

Der Unternehmensbereich plant aufgrund der positiven Entwicklung im Berichtsjahr, auch 2011 ein gutes Ergebnis vor Steuern zu erzielen, das über dem Vorjahreswert liegen wird.

Die in dem Unternehmensbereich enthaltenen Gesellschaften HOCHTIEF Projektentwicklung mit allen ausländischen Beteiligungsgesellschaften, HOCHTIEF Property Management und aurelis Real Estate werden ihre Geschäftstätigkeit ab 2011 unter dem Dach der neu gegründeten HOCHTIEF Solutions AG erfolgreich weiterführen. Zusammen mit den Gesellschaften von HOCHTIEF Services und HOCHTIEF Europe bilden sie die neue Division HOCHTIEF Europe, in der die Leistungen noch besser vernetzt werden.

Unternehmensbereich HOCHTIEF Services

Auftragseingang legt deutlich zu

Internationales Geschäft weiter gestärkt

CO2 -Emissionen und Energiekosten bei Kunden reduziert

Zum Unternehmensbereich HOCHTIEF Services gehören unsere Gesellschaften HOCHTIEF Facility Management und HOCHTIEF Energy Management. Bei beiden Unternehmen entwickelten sich die Auftragseingänge positiv. Dazu führte unter anderem das bei immer mehr Firmen während der Wirtschaftskrise gewachsene Interesse an Outsourcing-Projekten und Energie-Contracting-Lösungen. Darüber hinaus konnten die Gesellschaften mehrere große Aufträge verlängern. Trotzdem gelang es nicht, die Folgen der Wirtschaftskrise komplett zu kompensieren und das Vorjahresergebnis zu erreichen.

HOCHTIEF Facility Management*

Die Strategie von HOCHTIEF Facility Management, national und international Outsourcing-Projekte zu übernehmen, erwies sich 2010 erneut als zielführend. Dabei konzentriert sich das Unternehmen in erster Linie auf hochwertige Projekte und integriert anspruchsvolle Leistungen in das eigene Leistungsportfolio. Für den Erfolg dieser Aktivitäten steht zum Beispiel der Auftrag des Vorwerk-Konzerns, in zwei Werken sowie der Hauptverwaltung in Wuppertal das technische Facility-Management zu übernehmen. Weiterhin übernimmt HOCHTIEF zwei Geschäftssparten von Honeywell Building Solutions. Eine Sparte beschäftigt sich mit Instandhaltungsservice im Bereich Kälte- und Klimatechnik, die andere übernimmt Facility-Management-Leistungen für Labore und Reinräume, Finanzdienstleister, Handel, den öffentlichen Sektor und Flughafenbetreiber.

Als ideale Ergänzung des Portfolios von HOCHTIEF Facility Management wurden mit Wirkung zum 31. Dezember 2010 fünf Projekte aus dem Bereich Soziale Infrastruktur von HOCHTIEF Concessions erworben, bei denen das Unternehmen langjährige Facility-Management-Leistungen erbringt. Damit stärkt unsere Tochtergesellschaft ihre Position als Partner der öffentlichen Hand.

* Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www. hochtief-solutions.de.


Weichen auf noch mehr Effizienz gestellt

Im Berichtsjahr entwickelte HOCHTIEF Facility Management eine neue, verschlankte Organisationsstruktur, die zum 1. Januar 2011 in Kraft trat. Sie soll durch mehr Transparenz und Kundenorientierung die Position der Gesellschaft in einem immer härteren Wettbewerbsumfeld stärken und ausbauen. Zwei statt sieben regionale Einheiten sind seitdem für das operative Geschäft verantwortlich - mit einem deutlich vergrößerten Aktionsradius. Gleichzeitig haben wir die Leistungen von HOCHTIEF Facility Management und HOCHTIEF Energy Management weiter verzahnt, um den beiden Schwestergesellschaften mehr Potenzial zu eröffnen.

Projektbeispiele

Flughäfen

Im Frühjahr 2010 übernahm HOCHTIEF das Facility-Management am Bahrain International Airport. Dazu hat das Unternehmen mit einem Partner ein Joint Venture gegründet. Dieses ist für den operativen Betrieb aller technischen Anlagen und die Infrastruktur des Flughafens verantwortlich. Zu den technischen und infrastrukturellen Dienstleistungen, die erbracht werden, gehören beispielsweise Betrieb und Wartung von Gebäudetechnik und Fluggastbrücken sowie die Reinigung. Außerdem verantwortet HOCHTIEF Facility Management die sensible Infrastruktur des Vorfeldbereichs sowie der Start- und Landebahnen. Bei der Vergabe des Auftrags mit einem Volumen von zirka 85 Mio. Euro für die ersten sechs Jahre profitierte das Unternehmen von seinen Erfahrungen im Facility-Management, wie zum Beispiel beim Airport in Athen.

Büro-/Verwaltungsgebäude

In Frankfurt erhielt die HOCHTIEF-Gesellschaft den Auftrag, das technische und infrastrukturelle Facility-Management sowie das Energiemanagement für den Tower 185 zu übernehmen. Dabei werden zunächst die Energieverbrauchsdaten erhoben und ausgewertet. Anschließend wird das Facility-Management auf die Ergebnisse zugeschnitten. Die Rohbauarbeiten hatte im Vorfeld die Schwestergesellschaft HOCHTIEF Construction ausgeführt.

HOCHTIEF Facility Management hat im November 2010 den Auftrag erhalten, im Frankfurter Bürogebäude Prisma für fünf Jahre das technische Facility-Management zu übernehmen. Die Büroimmobilie wurde als ganzheitliches, ökologisches Gebäude auf Niedrigenergiestandard entwickelt. Die HOCHTIEF-Gesellschaft wird im Prisma unter anderem für die Gebäudeleittechnik verantwortlich sein. Außerdem wird eine 24-Stunden-Servicebereit-schaft angeboten. Das Prisma wurde von HOCHTIEF Projektentwicklung konzipiert und von HOCHTIEF Construction gebaut. HOCHTIEF Property Management verwaltet die Immobilie.

Ab 1. März 2011 übernimmt HOCHTIEF mit einem Partner für acht Jahre das gesamte Facility-Management der 21 Münchener Verwaltungsimmobilien des Versicherungskonzerns Munich Re. Dazu entstand die Betreibergesellschaft "FM Go!", an der wir mit 74,9 Prozent beteiligt sind. Das neue Unternehmen wird die technischen Anlagen instand halten, modernisieren und sanieren. Das Auftragsvolumen für HOCHTIEF beläuft sich auf mehr als 100 Mio. Euro.

Industrie

Der Automobilzulieferer Continental, ein langjähriger Kunde von HOCHTIEF Energy Management, steht seit 2010 auch auf der Kundenliste von HOCHTIEF Facility Management. Aufgabe ist es unter anderem, mit einer 24-Stunden-Servicebereitschaft das komplexe technische Facility-Management entlang der Produktions- und Entwicklungsprozesse zu gewährleisten. Zu den Leistungen gehört es außerdem, die Produktion mit Druckluft zu versorgen, die haustechnischen Anlagen zu steuern, instand zu halten und zu warten sowie das Abfallmanagement zu übernehmen.

Sport- und Veranstaltungsstätten

Anfang 2010 wurden die Facility-Management-Aufträge für die beiden Hamburger Multifunktionshallen O2 World Hamburg und Volksbank Arena um fünf Jahre verlängert. Zusätzlich wird HOCHTIEF Energy Management die Energiekosten der O2 World auf Basis eines zehnjährigen Energie-Contracting-Vertrags nachhaltig optimieren.

Hotels

Die bereits seit mehr als zehn Jahren andauernde Kooperation unserer Gesellschaft mit dem Marriott Hotel am Münchener Flughafen geht zunächst bis Ende 2011 weiter. Für die Zeit danach hat unsere Tochtergesellschaft mit dem Auftraggeber eine Option auf eine weitere Zusammenarbeit vereinbart. In dem Hotel ist HOCHTIEF Facility Management nicht nur für die gesamte Gebäudetechnik verantwortlich, sondern sorgt darüber hinaus für den optimalen technischen Zustand und die einwandfreie Funktion der Gästezimmer und Konferenzräume.

Soziale Infrastruktur

Im Berichtsjahr erhielt die Gesellschaft vom hessischen Immobilienmanagement den Auftrag, das Gebäudemanagement für weitere öffentliche Gebäude in Hessen zu übernehmen. Damit betreut HOCHTIEF Facility Management für das Bundesland annähernd 100 Immobilien. Dazu gehören zum Beispiel Gerichtsgebäude, Polizeistationen und Finanzämter.

HOCHTIEF Energy Management*

Unsere Tochtergesellschaft konzentriert sich darauf, die Effizienz der Energieanlagen ihrer Kunden zu erhöhen und damit deren Betriebskosten zu optimieren. Außerdem stellt das Unternehmen Energie und Produktionsmedien wie Wärme, Kälte, Raum- und Druckluft, Strom, Licht oder Wasser zur Verfügung. Für die von HOCHTIEF Energy Management realisierten Projekte entwickelt das Unternehmen auch entsprechende Finanzierungslösungen. Zusätzlich werden Anlagen betrieben und überwacht sowie der Energieverbrauch kontinuierlich überprüft. Im Geschäftsjahr 2010 hat die Gesellschaft zudem ihre Aktivitäten im Bereich Licht-Contracting verstärkt.

* Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.hochtief-solutions.de.


Renommierten Preis gewonnen

HOCHTIEF Energy Management erhielt im Berichtsjahr den European Energy Service Award in der Kategorie Beleuchtung. Den Preis der European Energy Service Initiative gab es für das innovative Beleuchtungskonzept im Staatstheater Hannover. HOCHTIEF hat dort durch moderne LED-Technik die Energiekosten der Lichtanlage um bis zu 80 Prozent reduziert. Durch die optimierte Gebäudetechnik gelang es den Energieexperten zusätzlich, den jährlichen CO2 -Ausstoß des Theaters um mehr als 1 000 Tonnen zu verringern.

Projektbeispiele

Marktsegment Energieeinspar-Contracting

Im März 2010 übernahm HOCHTIEF für zehn Jahre das Energieeinspar-Contracting für acht Standorte der Postbank. HOCHTIEF Energy Management hat sich vertraglich verpflichtet, die Energiekosten um 15 Prozent pro Jahr zu senken und dafür zu sorgen, dass sich die CO2 -Emissionen jährlich um 4 500 Tonnen verringern. Diese Ziele erreicht unsere Gesellschaft unter anderem durch neue Heizungsanlagen, optimierte raumlufttechnische Anlagen sowie eine modernisierte Gebäudeleittechnik. Außerdem wird HOCHTIEF Energy Management den Betrieb der Heizungs- und Lüftungsanlagen zentral überwachen, steuern sowie optimieren, um die Energieeffizienz weiter zu erhöhen.

Im Juli 2010 verlängerten HOCHTIEF Energy Management und der Automobilzulieferer Continental ihre seit neun Jahren bestehende Zusammenarbeit am Standort Hannover-Stöcken. In dieser Zeit gelang es, die Energiekosten des Werks um zirka 2,6 Prozent pro Jahr zu senken. Der CO2 -Ausstoß ging um etwa 28 000 Tonen zurück. Zu diesem Erfolg führten die modernisierten Leitungsnetze und der Betrieb der Energietechnik durch HOCHTIEF Energy Management.

Die im April 2010 vereinbarte Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus Bethel Berlin soll zu Energieeinsparungen von mehr als 20 Prozent und einem um 600 Tonnen verringerten CO2 -Ausstoß pro Jahr führen. Außerdem garantiert der Vertrag dem Kunden eine Energiekostenersparnis von über 110.000 Euro jährlich. Diese Vorgaben werden beispielsweise durch neue Lüftungs- und Kühlungstechnik, energiesparende Beleuchtung und moderne Schwimmbadtechnik erreicht.

Seit 2005 versorgt HOCHTIEF Energy Management die Heidemolkerei in Elsdorf bei Bremen mit Energie. Im November 2010 verlängerten die Partner die Kooperation um weitere 15 Jahre. Außerdem wird unsere Gesellschaft für den Kunden eine neue Energiezentrale bauen und betreiben. Eine Kraft-Wärme-Kälte-Koppelungsanlage soll dann Produktionsmedien wie Strom, Dampf und Kälte erzeugen. Zusätzlich wird eine Versorgungsanlage, die effizient Druckluft herstellt, installiert.

Zu den Kennzahlen des Unternehmensbereichs HOCHTIEF Services

Der Auftragseingang des Unternehmensbereichs HOCHTIEF Services lag mit einem Anstieg um 44,5 Prozent deutlich über dem Vorjahreswert. Neue Akquisitionen im Inland wie auch Vertragsverlängerungen im Bereich HOCHTIEF Energy Management haben zu dieser positiven Entwicklung beigetragen.

Sowohl die Leistung als auch der Bereichsumsatz wurden im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahreswert erhöht, was im Wesentlichen auf das anlaufende Geschäft in Bahrain zurückzuführen ist. Der Auftragsbestand stieg im Vorjahresvergleich um 32,7 Prozent.

Das betriebliche Ergebnis sowie das Ergebnis vor Steuern erreichten das hohe Vorjahresniveau nicht. Dies begründet sich vor allem durch den Rückgang des Geschäfts mit Großkunden sowie den Wegfall der korrespondierenden Zusatzleistungen.

Unternehmensbereich HOCHTIEF Services

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(In Mio. EUR) 2010 2009
Auftragseingang 924,7 639,8
Leistung 672,1 645,8
Auftragsbestand 1.964,8 1.480,6
Bereichsumsatz 672,1 645,8
Außenumsatz 653,5 625,5
Betriebliches Ergebnis/EBITA 15,7 19,0
Ergebnis vor Steuern/EBT 14,5 17,3
Investitionen 6,0 6,5
RONA (in Prozent) 13,4 12,9
Nettovermögen (31.12.) 142,4 133,4
Mitarbeiter (im Jahresdurchschnitt) 5 852 5 650


Die Zahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozent. Einem Anstieg der Mitarbeiterzahl im Ausland durch Neuprojekte stand ein Rückgang in Deutschland gegenüber.

Ausblick

Der Unternehmensbereich richtet die Organisationsstruktur von HOCHTIEF Facility Management in Deutschland neu aus. Ziel ist es, sich mit einer optimierten Aufstellung in einer regionalen, einer kundenorientierten und einer geschäftsfeldorientierten Struktur auf die Markterfordernisse bestmöglich einzustellen und die Geschäftskosten nachhaltig zu senken. Damit sollen die zunehmenden Marktchancen, die sich bereits in der weit überdurchschnittlichen Entwicklung des Auftragseingangs und des Auftragsbestands zeigen, noch besser erschlossen werden.

Weiterhin wird der Unternehmensbereich seine erfolgreiche Internationalisierungs- und Outsourcing-Strategie auf dem wachstumsträchtigen Markt für Facility-Management konsequent fortsetzen. Die Gesellschaften HOCHTIEF Facility Management sowie HOCHTIEF Energy Management tragen seit 2011 mit ihren Leistungen zur Wertschöpfung der neu gegründeten HOCHTIEF Solutions AG bei. Hier werden Planung, Bau und Betrieb noch besser vernetzt und in Marktsegmenten wie Infrastruktur oder Energie weitere Potenziale sowie Märkte erschlossen.

Der Unternehmensbereich HOCHTIEF Services erwartet für 2011 ein Ergebnis vor Steuern oberhalb des Vorjahreswerts.

Risikobericht

Risikosteuerung durch konzernweit einheitliches Risikofrüherkennungssystem

Systematische Anwendung von Risikomanagement als strategischer Erfolgsfaktor

Finanzbasis des Konzerns weiter gestärkt

Keine den Bestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken

Risikomanagement im Konzern

Risikomanagement steht bei HOCHTIEF für sämtliche organisatorischen Prozesse, durch die Risiken identifiziert sowie geeignete Maßnahmen zur Gegensteuerung entwickelt und umgesetzt werden. Als Risiken gelten alle Entwicklungen, die sich negativ auf das Erreichen der qualitativen und quantitativen Unternehmensziele, insbesondere auf das Ergebnis und die Liquidität, auswirken können.

Bei HOCHTIEF ist Risikomanagement ein wesentlicher Erfolgsfaktor und gehört zu den integralen Bestandteilen des Managementsystems. Das Risikobewusstsein der Mitarbeiter wird durch ständig optimierte organisatorische Prozesse auf allen Ebenen, informationstechnologische Systeme und offene Kommunikation im Konzern zielgerichtet optimiert.

Konzernweites Risikofrüherkennungssystem

Eine konzernweit gültige und jedem Mitarbeiter zugängliche Richtlinie regelt einheitlich den Umgang mit Risiken. Die Unternehmensbereiche haben zur Ergänzung der Konzernrichtlinien eigene, speziell für ihren Bereich entwickelte Organisationsanweisungen erstellt. Die im Vorjahr zu Beginn der Finanzkrise verstärkte Betrachtung von Liquiditätsrisiken hat sich bewährt und wird fortgesetzt.

Die Konzernrevision prüft und beurteilt ergänzend die Einhaltung der Vorgaben und Wirksamkeit der installierten Systeme und Prozesse. Die Ergebnisse dieser Prüfungen werden herangezogen, um die Risikofrüherkennung und -steuerung zu optimieren.

Die Risiken werden dreimal im Jahr zusammen mit den Prognosen vor Ort erhoben und die Informationen von unten nach oben bis auf die Konzernebene verdichtet. Durch diese Vorgehensweise werden alle Verantwortlichen auf allen Ebenen der Unternehmenshierarchie miteinbezogen. Die Risikomeldung enthält die potenzielle Schadenshöhe, die Eintrittswahrscheinlichkeit, die Risikokategorie, den möglichen Eintrittszeitpunkt und bereits getroffene Maßnahmen zur Abwendung. Über diese quantitative Risikodarstellung hinaus ist es HOCHTIEF besonders wichtig, dass die Risiken im Management offen diskutiert werden. Zu diesem Zweck ist ein Steuerungskreis Risikomanagement etabliert worden, dem Vertreter aller Unternehmensbereiche und Konzernabteilungen angehören. Dieses Forum betrachtet die gemeldeten Risiken sowohl aus Sicht der Unternehmensbereiche als auch aus Sicht der Holding. Dabei werden konkrete Gegensteuerungsmaßnahmen koordiniert und verabschiedet. Die Ergebnisse des Steuerungskreises werden durch die Konzernabteilung Controlling für den Vorstand aufbereitet. Der Risikobericht wird anschließend im Vorstand beraten und verabschiedet. Die Risikosituation wird turnusmäßig in den Sitzungen des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats erörtert.

Im Risikofrüherkennungssystem von HOCHTIEF ist der Investitionsausschuss ein wesentliches Element zur Vermeidung von Risiken. Dieses Gremium stellt sicher, dass alle Beteiligungen und Investitionen nach einheitlichen und anerkannten Grundsätzen beurteilt und nur bei Erfüllung der strengen Kriterien genehmigt werden.

Zeitgleich mit den Risiken werden in der Planungs- und Prognoseberichterstattung die Chancen von HOCHTIEF an den Vorstand berichtet. Eine Saldierung von Chancen und Risiken findet nicht statt.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die Richtigkeit und Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung des Konzerns ist sowohl für die Entscheidungen des Managements als auch für die Informationsversorgung der Anleger und die kreditgewährenden Banken von hoher Wichtigkeit. Im HOCHTIEF-Konzern wird den aus dem Konzernrechnungslegungsprozess resultierenden Risiken auf verschiedene Weise Rechnung getragen. So wird jährlich eine IFRS-Bilanzierungsrichtlinie auf Basis der aktuell gültigen IFRS-Vorschriften erstellt, um die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung zu gewährleisten. Zusätzlich wird für die deutschen Konzerngesellschaften eine jährlich aktualisierte HGB-Buchungsrichtlinie erstellt.

Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten und von latenten Steuern erfolgt in enger Abstimmung mit den Konzernabteilungen Finanzen und Steuern, um auch in diesen Bereichen die Richtigkeit der verarbeiteten Zahlen zu gewährleisten. Die Bewertung derivativer Finanzinstrumente wird zudem seit 2009 durch ein im Industrie- und Bankensektor etabliertes und von unserem Wirtschaftsprüfer abgenommenes Treasury-Management-System unterstützt.

Für die EDV-gestützte Erstellung des Konzernabschlusses sind systemseitige Plausibilisierungen implementiert, sodass die korrekte Durchführung von Kapital-, Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung gewährleistet ist. Soweit dennoch in Einzelfällen Unstimmigkeiten bestehen sollten, werden diese von der Konzernzentrale im Zuge der Konsolidierung geklärt. Des Weiteren verfügt das im Konzern eingesetzte Konsolidierungssystem über ein Zugriffsberechtigungssystem. Dadurch ist gewährleistet, dass die jeweils verantwortlichen Mitarbeiter nur auf die für sie relevanten Daten zugreifen können. Das Konsolidierungssystem wurde von der internen Revision einer Prüfung unterzogen. Zudem prüft die interne Revision konzernweit interne Kontroll-, Führungs- und Überwachungssysteme in allen Geschäftsbereichen mittels eines risikoorientierten Prüfungsansatzes und beachtet dabei insbesondere die einheitliche Anwendung der bestehenden Richtlinien nach IFRS und HGB.

Risikosituation im Konzern

Um das Gesamtrisiko des Konzerns zu ermitteln, werden die Erwartungswerte der Einzelrisiken addiert und in Relation zu dem prognostizierten beziehungsweise geplanten Ergebnis gesetzt. Die Erwartungswerte der Risiken werden auf Konzernebene zusätzlich nach Unternehmensbereichen und Risikokategorien aggregiert. Der Steuerungskreis beurteilt Wechselwirkungen zwischen Einzelrisiken und berücksichtigt dies bei der Quantifizierung. Der unterjährig fortlaufende Vergleich der Risikosituationen führt zu einer hohen Transparenz bei Veränderungen in der Risikostruktur.

Für das Geschäftsjahr 2010 bestanden keine den Fortbestand des Konzerns gefährdenden Risiken. Das quantifizierbare, durchschnittliche Gesamtrisiko des Konzerns lag gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert bei weniger als zwölf Prozent des Ergebnisses vor Steuern. Identifizierte Liquiditätsrisiken können durch die vorhandenen Finanzmittelbestände ausgeglichen werden. Vor diesem Hintergrund ist eine bestandsgefährdende Beeinträchtigung der zukünftigen Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage nicht zu erwarten.

Die konjunkturelle Erholung der Weltwirtschaft spiegelt sich in den Veränderungen der Risikostruktur von HOCHTIEF wider. Der Anteil der Projekt- und Vertragsrisiken beträgt für den Berichtszeitraum 55 Prozent (Vorjahr 40 Prozent) am quantifizierbaren Gesamtrisiko. Die Markt- und Finanzrisiken sind auf einen Anteil von 23 Prozent (Vorjahr 45 Prozent) zurückgegangen, die Beteiligungsrisiken machen etwa 21 Prozent (Vorjahr zehn Prozent) des Gesamtrisikos aus. Der Anteil der Personal- und internen Risiken ist um zirka vier Prozentpunkte auf ein Prozent gesunken.

Projekt- und Vertragsrisiken

Projekt- und Vertragsrisiken erwachsen im Wesentlichen aus dem klassischen Baugeschäft von HOCHTIEF Americas, HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe. Zudem sind HOCHTIEF Real Estate bei der Abwicklung von Immobilienentwicklungen und die PPP-Projekte von HOCHTIEF Concessions betroffen.

In einem strukturierten Prozess werden Akquisitionen von Beteiligungen, Investitionen in Immobilien, Projektentwicklungen sowie PPP- und Outsourcing-Projekte einer sorgfältigen Prüfung unterzogen. Projekte ab einer bestimmten Größenordnung oder Risikostufe müssen diesen Genehmigungsprozess ebenso durchlaufen.

HOCHTIEF legt dabei Wert auf praxisnahe und wirksame Mechanismen. Für die Projektentwicklungen von HOCHTIEF ist zum Beispiel vor Baubeginn und in Einzelfällen auch vor Grunderwerb eine dem Projekt angemessen hohe Vorvermietungs- beziehungsweise Vorverkaufsquote vorgeschrieben.

Unsere australische Tochtergesellschaft Leighton legt ebenfalls umfangreiche projektspezifische Vorgaben zugrunde, um Angebote zu bearbeiten und zu genehmigen. Sämtliche Projekte und deren Risikostruktur werden von speziellen Komitees analysiert. Diese Fachgremien entscheiden darüber, ob ein Projekt genehmigt, nur unter Auflagen bewilligt oder abgelehnt wird. In Australien ereignete sich zum Jahreswechsel 2011 eine Flutkatastrophe, von der große Teile Queenslands und des nördlichen New South Wales betroffen waren. Überflutete Minen und zerstörte Infrastruktur haben Teile des Kohlenbergbaus in der Region zum Erliegen gebracht. Neben dem Contract-Mining-Geschäft von Leighton waren auch Projekte im Infrastrukturbereich von dieser Umweltkatastrophe betroffen. Produktionsausfälle im Contract-Mining werden, wie in der Vergangenheit bei ähnlichen Betriebsunterbrechungen, erfahrungsgemäß wieder aufgeholt.

Unsere US-Tochtergesellschaften Turner und Flatiron legen in ihren Entscheidungsgremien - wie zum Beispiel dem Contract Review Committee - unter Berücksichtigung marktspezifischer Besonderheiten ähnliche Kriterien zugrunde. Der Unternehmensbereich HOCHTIEF Europe unterzieht ebenfalls alle Akquisitions- und Angebotsprojekte einer Risikoklassifizierung. Alle Angebote werden von einem mit kompetenten Fachleuten besetzten Angebotskomitee beurteilt. Risikoauditoren begleiten Projekte von der Angebotsbearbeitung über den Vertragsabschluss bis zur Übergabe an den Kunden. Zusätzlich prüft die interne Revision laufend nationale und internationale Projekte auf technische, kaufmännische sowie rechtliche Risiken.

Das Ergebnis im deutschen Hochbau ist auch weiterhin durch Restrukturierungsmaßnahmen belastet. Das Risiko aus der Restabwicklung alter Verlustprojekte ist nachhaltig gesunken. Die neuen Aufträge weisen neben einer verbesserten Marge auch eine angemessen faire Risikoverteilung auf. Das Vorliegen verbindlicher Nachunternehmerangebote für Schlüsselgewerke und Material ist die unbedingte Voraussetzung für die Genehmigung von Projekten. Das Risiko von Preissteigerungen wird durch entsprechende Preisgleitklauseln reduziert. Diese Vorgehensweise unterstützt die Zielsetzung, auf der Basis partnerschaftlicher Vertragsmodelle das Risiko im klassischen Baugeschäft weiter zu reduzieren. Trotz dieser Maßnahmen lassen sich auch künftig Kalkulationsrisiken, insbesondere bei Großprojekten mit mehrjähriger Laufzeit, nicht völlig ausschließen.

Obwohl HOCHTIEF mit einigen Geschäftspartnern hohe Umsätze generiert, besteht keine Abhängigkeit von einem einzelnen Kunden oder Lieferanten. Durch die Bonitätsprüfung der Kunden und durch die Absicherung von Zahlungsansprüchen durch Bürgschaften wird das Ausfallrisiko reduziert. Das Beschaffungsmanagement von HOCHTIEF stellt sicher, dass ausschließlich leistungsfähige Partner ausgewählt werden. Ständige Marktbeobachtung und enge Kontakte zu Lieferanten und Institutionen stellen sicher, dass wir Veränderungen im Beschaffungsmarkt zeitnah erkennen und entsprechend reagieren können.

Das Ergebnis eines Projekts, zum Beispiel im Tunnelbau, kann während der Ausführungsphase durch unerwartete und von der Ausschreibung abweichende geologische Verhältnisse negativ beeinflusst werden. Die Wirtschaftlichkeit hängt dann davon ab, inwieweit sich Nachtragsforderungen gegenüber dem Auftraggeber durchsetzen lassen. Üblicherweise ist vertraglich geregelt, welche Risiken beim Auftraggeber liegen. Risiken für HOCHTIEF ergeben sich, wenn Nachträge nicht realisierbar sind. Zusätzlich besteht in der Ausführungsphase von Projekten das Risiko, dass ambitionierte Fertigstellungstermine nicht eingehalten werden können. Falls der Zeitverzug HOCHTIEF anzulasten ist, kann das zu einer Vertragsstrafe wegen Terminüberschreitung führen. Konsequentes Projektmanagement und Nachunternehmerbürgschaften reduzieren die Gefahr von Gewährleistungsrisiken. Regelmäßige Nachkontrollen und bei Bedarf abgeschlossene Wartungsverträge sind unterstützende Maßnahmen zur Risikominimierung.

Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und Ansprüchen Dritter

Unser Unternehmen verfolgt das Ziel, gerichtliche Auseinandersetzungen so weit wie möglich zu vermeiden. HOCHTIEF ist dennoch zwangsläufig in verschiedene nationale und internationale Gerichts- und Schiedsverfahren involviert. Der Ausgang von Rechtsstreitigkeiten lässt sich nur schwer vorhersagen. Wir gehen davon aus, dass für laufende Verfahren in hinreichendem Umfang bilanzielle Vorsorge getroffen wurde.

Unser Compliance-Programm reduziert Risiken von Kartell- und Korruptionsverstößen. Compliance im Sinne von Maßnahmen zur Einhaltung von Recht, Gesetz und unternehmensinternen Richtlinien ist bei HOCHTIEF eine wesentliche Leitungsaufgabe. In verschiedenen Konzernrichtlinien und Rundschreiben werden die gesetzlichen Bestimmungen näher erläutert und konkretisiert. Jeder Mitarbeiter ist aufgefordert, in seinem Verantwortungsbereich aktiv an der Umsetzung des Compliance-Programms mitzuwirken. Das Programm wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst.

Risiken aus Beteiligungen

Der Verkauf und Erwerb von Beteiligungen ist mit Risiken und Unsicherheiten verbunden. Die in unseren Prognosen unterstellten Beteiligungsveräußerungen können aufgrund verschiedener Faktoren wesentlich von unseren Erwartungen abweichen. Hierzu zählen insbesondere die Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, die Entwicklung an den Finanzmärkten und die Wettbewerbssituation.

Bei der Veräußerung von Anteilen an unserer Tochtergesellschaft HOCHTIEF do Brasil wurden für bestimmte laufende Projekte Garantien ausgestellt. Eine Inanspruchnahme dieser Garantien ist bei negativem Bauverlauf nicht auszuschließen. Für diesen Fall haben wir eine bilanzielle Vorsorge getroffen.

Bei Minderheitsgesellschaften, zu denen in erster Linie unsere Flughafenbeteiligungen und Anteile an Konzessionsgeschäften gehören, gibt es keine gesetzliche Handhabe für einen direkten Zugriff auf das Risikomanagementsystem der Beteiligung. Dennoch fordert HOCHTIEF auch bei diesen Gesellschaften ein funktionierendes Risikomanagementsystem ein. Alle im Beteiligungscontrolling vorhandenen relevanten Informationen werden gemeldet und im zentralen IT-System erfasst.

Naturkatastrophen, wie beispielsweise die 2010 aufgetretene Aschewolke, bergen das Risiko eines Umsatzrückgangs und können die Ertragsentwicklung der Beteiligungsflughäfen ebenso negativ beeinflussen wie ausbleibendes Wachstum durch weltwirtschaftliche Abschwächung. Wirtschaftliche Schwierigkeiten von Fluglinien an den jeweiligen Beteiligungsflughäfen können zu Forderungsausfällen führen.

Aus den Konzessionsprojekten, die in der Regel eine sehr lange Laufzeit haben, ergeben sich spezifische Risiken, unter anderem aus der Abschätzung der zukünftigen Geschäftsentwicklung sowie der Kalkulation der Betriebs- und Instandhaltungsaufwendungen. Bei Konzessionsprojekten im Infrastrukturbereich garantiert HOCHTIEF entweder eine bestimmte Verfügbarkeit oder übernimmt das Risiko aus dem zukünftigen Verkehrsaufkommen selbst. Sollte sich das Verkehrsaufkommen geringer als kalkuliert entwickeln, kann sich dies auf den Wert der Konzession negativ auswirken.

Die Impairmenttests zum Nachweis der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte haben auch 2010 keinen Abschreibungsbedarf ergeben. Wir können für die Zukunft nicht ausschließen, dass in Einzelfällen Wertberichtigungen auf unsere Beteiligungen notwendig sein werden. Die Marktentwicklung im Mittleren und Nahen Osten sowie mögliche Auswirkungen auf die Werthaltigkeit von Beteiligungsansätzen wird kritisch und zeitnah beobachtet.

Marktrisiken

Durch die schrittweise Erholung der weltweiten Finanzkrise sind die Marktrisiken auch bei HOCHTIEF bemerkbar zurückgegangen. Dennoch besteht weiterhin ein gesamtmarktwirtschaftliches Risiko aus dem noch teilweise geschwächten Nachfrageverhalten der Märkte. Der gesamte Baumarkt in Europa ist im abgelaufenen Berichtsjahr zum dritten Mal in Folge geschrumpft. Ein stabiles Bankensystem und eine belastbare Nachhaltigkeit des weltweiten Aufschwungs sind nötig, um nachhaltiges Wachstum der Weltwirtschaft zu gewährleisten.

Im amerikanischen Hochbaumarkt war nach der deutlichen Abschwächung im Vorjahr erneut ein leichter Rückgang im Berichtsjahr erkennbar. HOCHTIEF Americas hat trotz dieses Marktumfelds 2010 zahlreiche attraktive Aufträge gewonnen. Turner war erneut das führende Unternehmen in den Segmenten Gesundheits- und Bildungsimmobilien und ist traditionell kaum in dem von der Hypothekenkrise beeinflussten Wohnungsbau tätig. Das Unternehmen realisiert einen hohen Prozentsatz seiner Projekte für staatliche und halbstaatliche Kunden. Flatiron hat sich auf dem amerikanischen Tiefbaumarkt etabliert und konnte im Berichtsjahr in einem stabilen Markt seine führende Stellung als Anbieter für Tiefbauleistungen ausbauen.

Der Unternehmensbereich HOCHTIEF Asia Pacific ist mit unserer Tochtergesellschaft Leighton im australischen Markt und in verschiedenen asiatischen Märkten inklusive der Golfregion und Indien vertreten. Während in Dubai der Immobilienmarkt weiterhin in der Krise steckt, sind die Aussichten auf Bauprojekte in Abu Dhabi, Katar, Saudi-Arabien und Kuwait weiterhin vielversprechend. Mögliche Risiken aus Forderungen gegenüber Auftraggebern in Dubai wurden bei der Forderungsbewertung berücksichtigt. Der Fokus des Unternehmensbereichs ist in erster Linie auf wachstumsstarke Märkte gerichtet. Die Nachfrage nach Rohstoffen hat sich auf einem hohen Niveau stabilisiert und wird durch die anhaltende Nachfrage aus China nachhaltig gestützt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten Contract-Mining-Aufträge in Australien, Indien und in der Mongolei gewonnen oder erweitert werden. Der Unternehmensbereich konnte darüber hinaus von der hohen Nachfrage nach Infrastrukturleistungen in Australien und Asien profitieren. Durch den hohen Auftragsbestand und die unverminderte Nachfrage erwarten wir weiterhin eine positive Entwicklung des Unternehmensbereichs.

HOCHTIEF Concessions profitierte 2010 im Geschäftsfeld Flughäfen von der guten Entwicklung der Luftfahrtbranche, nachdem die Passagierzahlen aufgrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise zurückgegangen waren. Für die Zukunft erwarten wir, dass sich die Passagierzahlen weiter erholen. Die Ausweitung des sogenannten Non-Aviation-Geschäfts wird die Unabhängigkeit von schwankenden Passagierzahlen erhöhen. Die Projekte des Geschäftsfelds Straßen waren im abgelaufenen Geschäftsjahr von Erdbeben und Steinschlagschäden betroffen. Die wirtschaftlichen Folgen dieser Schadensereignisse konnten jedoch durch Versicherungen weitgehend abgedeckt werden. Die wirtschaftliche Situation Griechenlands könnte unsere dortigen Mautprojekte unter anderem mit einer wesentlich geringer als erwartet ausfallenden Verkehrsentwicklung belasten.

Der Baumarkt in Europa hat sich im Geschäftsjahr 2010 zum dritten Mal in Folge negativ entwickelt. HOCHTIEF Europe konnte sich diesem Trend durch Konzentration auf Projekte mit guten Margen statt hohen Volumens entziehen. Nachhaltiges Bauen wird von den Auftraggebern immer mehr als Urheber für messbaren Mehrwert wahrgenommen. HOCHTIEF Europe kann als Anbieter von nachhaltigem Grünem Bauen von dieser Entwicklung profitieren. Die Strategie der Expansion in Mittel- und Osteuropa wird weiterverfolgt. Die erfreuliche Entwicklung der internationalen Nachfrage nutzt der Bereich zur Akquisition von ausgewählten Projekten. Der Ausbau neuer Geschäftsfelder, wie beispielsweise Offshore-Windkraftanlagen, soll zukünftige Ertragspotenziale für den Bereich erschließen. Die Kooperation mit anderen HOCHTIEF-Gesellschaften wird zu weiteren ertragsstarken ganzheitlichen Lösungen entlang der Wertschöpfungskette führen.

Im Geschäftsjahr 2010 konnten sich die Märkte der Immobilienwirtschaft nach der Finanzkrise erholen. Das Investitionsvolumen hat gegenüber dem Vorjahr deutlich zugenommen, einhergehend mit wieder leicht steigenden Verkaufsfaktoren. Auch der Flächenumsatz auf den Büromärkten legte gegenüber dem Vorjahr zu. Für 2011 wird eine weitere Erholung erwartet. HOCHTIEF Real Estate verfolgt weiterhin die Strategie der Konzentration auf hochwertige, nachhaltige Projekte in exponierten Lagen. Der Unternehmensbereich hat den Markt aufmerksam beobachtet und auf Nachfrageveränderungen von institutionellen Investoren reagiert. So wurde der Wohnanteil bei den Entwicklungsprojekten erhöht, allerdings unter Beibehaltung einer restriktiven Akquisitionspolitik. Eine hohe Vorvermietungsquote minimiert darüber hinaus das Risiko.

HOCHTIEF Services sieht sich einer verstärkten Wettbewerbssituation als Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise gegenüber. Die zum Teil von Kurzarbeit betroffenen Kunden waren mit sonst üblichen Zusatzaufträgen oder Vertragsverlängerungen zurückhaltender. HOCHTIEF Services wird sich dieser veränderten Marktsituation anpassen, um Marktrisiken zu minimieren. Die steigenden Energiepreise können die Marktaussichten für das Segment Energy-Management verbessern, da Energieeffizienz verstärkt nachgefragt wird.

Im Geschäftsjahr 2010 hat HOCHTIEF erneut einen Rekordauftragsbestand erreicht, der die Leistung des Unternehmens garantierte. Die künftige Ergebnisentwicklung kann negativ beeinflusst werden, wenn im Zuge einer instabilen Weltwirtschaft Neuaufträge ausbleiben. Zusätzlich kann nicht ausgeschlossen werden, dass mit dem Erreichen der Kontrollmehrheit durch ACS bei potenziellen Kunden Unsicherheit entsteht, was zu rückläufigen Auftragseingängen führen kann.

Regulatorische Risiken

Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen auf einzelstaatlicher oder europäischer Ebene bergen Risiken, die unsere Ergebnissituation negativ beeinflussen können. So wurden beispielsweise im Berichtsjahr unsere Ergebnisse beim Flughafen Athen durch Veränderungen der griechischen Steuergesetzgebung beeinflusst.

In Rechtsordnungen mit Ausschreibungsvorschriften, die eine Ausschreibung von zwei Gesellschaften desselben Konzerns zumeist untersagen (zum Beispiel Kanada und USA), besteht möglicherweise das Risiko, dass Gesellschaften des HOCHTIEF-Konzerns nicht an diesen Ausschreibungen teilnehmen dürfen, da bereits ein anderes Unternehmen der ACS-Gruppe teilnimmt beziehungsweise teilnehmen soll.

Für die Geschäftstätigkeit der HOCHTIEF-Gesellschaften Turner und Flatiron in Nordamerika sind Aufträge der öffentlichen Hand von besonderer Bedeutung. Insbesondere aus diesem Markt werden in den kommenden Jahren positive Wachstumsimpulse für den HOCHTIEF-Konzern erwartet. Um diesen Markt bearbeiten zu können, muss der Auftragnehmer umfangreiche Sicherheiten stellen. In den USA werden diese Sicherheiten von Surety-Gesellschaften auf Basis der Bonität des HOCHTIEF-Konzerns ausgereicht. Die HOCHTIEF-Bonding-Kapazität gehört bezüglich des zugesagten Volumens zu den größten Linien in den USA. Je nachdem, welche Beteiligungsschwelle ACS erreichen wird, besteht die Gefahr, dass die Surety-Gesellschaften die Bonität des HOCHTIEF-Konzerns angesichts der Verschuldung der ACS-Gruppe neu bewerten beziehungsweise das Gruppenrisiko (HOCHTIEF-Konzern und ACS-Gruppe) zum Anlass nehmen, die Bonding-Kapazität des HOCHTIEF-Konzerns zu reduzieren. Infolgedessen könnten die HOCHTIEF-Gesellschaften nicht in dem Umfang wie bisher geplant Projekte verfolgen; dies könnte sich negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung der USA-Aktivitäten des HOCHTIEF-Konzerns auswirken.

Finanzrisiken

Eine zentrale Aufgabe des Finanzmanagements besteht darin, den Finanzbedarf innerhalb des Konzerns zu koordinieren und die finanzielle Unabhängigkeit des Konzerns sicherzustellen. Dieses Ziel erreicht HOCHTIEF durch die stetige Verbesserung der Konzernfinanzierung und die Begrenzung von finanzwirtschaftlichen Risiken.

Die Finanzaktivitäten im HOCHTIEF-Konzern werden auf Basis einer konzernweit gültigen Finanzrahmenrichtlinie abgewickelt. Die allgemeine Konzernrisikorichtlinie wird ergänzt durch eine zusätzliche Finanzrisikorichtlinie sowie durch weitere funktionale operative Einzelrichtlinien. Darüber hinaus besteht im Konzern eine strikte Trennung der Zuständigkeiten zwischen den Handelsaktivitäten und den Kontroll- und Abwicklungsaktivitäten. Bei allen Handelsvorfällen ist mindestens das Vieraugenprinzip vorgeschrieben. Die Einhaltung aller Richtlinien und Vorgaben wird wenigstens einmal im Jahr durch die interne Revision kontrolliert.

Die Finanzmärkte haben im ersten Halbjahr 2010 zunächst weiter an Stabilität verloren. Im weiteren Verlauf des Berichtsjahres erholten sich die Märkte jedoch; das dritte Quartal war sogar von einer zuversichtlichen Stimmung geprägt. Diese Entwicklung ist auch bei HOCHTIEF durch geringere Finanzrisiken gegenüber dem Vergleichszeitraum spürbar.

Eine angespannte Liquiditätslage könnte entstehen, wenn planmäßige Fälligkeiten der kurzfristigen, jährlich zu prolongierenden Liquiditätslinien gar nicht oder in nicht ausreichender Höhe verlängert werden können. Im abgelaufenen Jahr konnten alle bilateralen kurzfristigen Kreditlinien für ein weiteres Jahr planmäßig und zu günstigen Bedingungen prolongiert werden. Es bestehen ausreichend große Avalkredite für die Absicherung von Bankbürgschaften und sonstigen Sicherheiten. Die hinsichtlich diverser Kreditlinien bestehenden Financial Covenants, die bei Nichteinhaltung zu Gläubigerkündigungsrechten führen, werden laufend überwacht und derzeit als unkritisch eingestuft. Im Jahr 2012 steht die planmäßige Verlängerung der syndizierten Bar- und Avallinien an. Wenn zu diesem Zeitpunkt krisenhafte Verhältnisse auf den Kapitalmärkten herrschen, würde dies ein Finanzrisiko darstellen.

Die Beteiligungsgesellschaften von HOCHTIEF sind überwiegend in jeweils einer Währungsregion tätig, sodass für sie kein wesentliches Währungsrisiko besteht. Eine Ausnahme stellen die Tochtergesellschaften von Leighton dar, die im asiatischen Raum auf US-Dollar-Basis tätig sind. Transaktionsrisiken aus Ausschüttungen von internationalen Tochtergesellschaften an die HOCHTIEF Aktiengesellschaft werden durch entsprechende Devisentermingeschäfte frühzeitig abgesichert.

Risiken aus Zinsänderungen begegnen wir durch Abschluss möglichst langfristiger Zinsbindungen. Der gezielte Einsatz von Zinsderivaten sichert im Einzelfall notwendige variable Finanzierungen gegen Zinsänderungsrisiken laufzeitkongruent ab. Projektfinanzierungen werden je nach Laufzeit und Volumen fallweise gesichert.

Jegliche derivativen Finanzinstrumente, wie zum Beispiel Zinsswaps oder Währungsoptionen, dürfen nicht zu spekulativen Zwecken eingesetzt werden. Sie dienen ausschließlich der Absicherung möglicher Risiken aus einem vorliegenden Grundgeschäft. Bei HOCHTIEF können Risiken aus Anlagen in Aktien und Fonds entstehen. Diese Anlagen unterliegen zur Risikominimierung einer kontinuierlichen Prüfung von Absicherungsnotwendigkeiten.

Auswirkungen aus einem Kontrollwechsel können unter bestimmten Voraussetzungen zu einem Refinanzierungsbedarf oder zusätzlichem Finanzierungsbedarf im HOCHTIEF-Konzern führen.

Bestimmte Finanzierungsverträge von HOCHTIEF und Projektverträge von Tochtergesellschaften enthalten Change-of-Control-Bestimmungen, die den Vertragspartnern unter bestimmten Voraussetzungen bestimmte Rechte, unter anderem Kündigungs-, Verkaufs- und Andienungsrechte oder ein Recht auf Barsicherheit, einräumen.

Bei den wesentlichen für die Konzernfinanzierung bedeutenden Finanzierungsverträgen konnte Ende 2010 eine Anpassung der Change-of-Control-Klauseln erreicht werden, wonach diese nicht mehr für den Aktionär ACS gelten; im Gegenzug wurde ein umfangreiches Ringfencing mit den Kreditgebern in Bezug auf Transaktionen mit ACS akzeptiert. Danach verpflichtet sich HOCHTIEF unter anderem gegenüber den Kreditgebern, keine Vereinbarungen mit ACS abzuschließen, die die Kreditwürdigkeit von HOCHTIEF schwächen würden.

Bei einzelnen Finanzierungsverträgen ist nicht auszuschließen, dass die betroffenen Banken bestehende Finanzierungsverträge beenden müssen. Dies wäre der Fall, wenn die betroffene Bank auch bei ACS engagiert ist und infolge einer Übernahme möglicherweise die Maximalkreditbeträge, die nach bankeninternen Vorgaben oder gesetzlichen Regelungen an Unternehmen einer Gruppe insgesamt ausgereicht werden dürfen, erreicht oder überschreitet.

Personalrisiken

HOCHTIEF wurde im Jahr 2010 von der Corporate-Research-Foundation zu einem der Toparbeitgeber in Deutschland gewählt und für hervorragendes und modernes Personalmanagement ausgezeichnet. Ziel unserer Personalstrategie ist, die Qualifikation und Motivation unserer Mitarbeiter permanent zu steigern und passende Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden. Regelmäßige Mitarbeitergespräche heben das Verbesserungspotenzial im Unternehmen. Die Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse und eine individuell abgestimmte Förderung sollen Risiken aus Mitarbeiterunzufriedenheit vermeiden.

Die Nachfolgeplanung ist bei HOCHTIEF integraler Bestandteil der Personalstrategie. Um ausgewählte Potenzialträger zu fördern, bietet die Personalentwicklung spezielle Angebote für verschiedene Stufen der Karriereentwicklung. Wir bereiten Mitarbeiter systematisch darauf vor, Positionen in einer Experten- oder Leitungsfunktion zu übernehmen. Durch variable Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung werden Führungskräfte dauerhaft an das Unternehmen gebunden.

Die Sicherheit der Mitarbeiter und des Arbeitsumfelds hat bei HOCHTIEF schon immer einen hohen Stellenwert. Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz werden durch das AGUS Center zentral koordiniert. Ziel ist es, die Unfall- und Sicherheitsrisiken für Mitarbeiter, Nachunternehmer und Dritte weiter zu reduzieren.

Risiken aus Pensionsverpflichtungen

Wesentliche Risiken in der betrieblichen Altersversorgung von HOCHTIEF werden derzeit nicht gesehen. Die Umstellung von rein leistungsbezogenen Pensionszusagen auf für das Unternehmen kalkulierbare beitragsbezogene Leistungszusagen hat das Unternehmen bereits vor einigen Jahren vollzogen. Die Pensionsverpflichtungen in Deutschland sind vollständig durch den HOCHTIEF Pension Trust e. V. und Rückdeckversicherungen gedeckt sowie durch werthaltige Vermögensgegenstände unterlegt. Neue Pensionszusagen bei Leighton, Turner und Flatiron sind ausschließlich beitragsorientiert. Bei einer nachhaltigen negativen Entwicklung der Kapitalmärkte kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass zur Abdeckung der Pensionsverpflichtungen nachträgliche Beiträge geleistet werden müssen.

Risiken aus der Informationssicherheit

HOCHTIEF begegnet potenziellen informationstechnologischen Risiken durch die Zusammenarbeit mit kompetenten, zertifizierten Dienstleistern. Die in den Dienstleistungsverträgen vereinbarten Leistungsindikatoren bilden ein effektives Frühwarnsystem. Externe Experten unterstützen uns bei der permanenten Optimierung der Richtlinie zur IT-Sicherheit. Dadurch ist sichergestellt, dass alle Maßnahmen zur Risikovermeidung umgesetzt werden und ihre Wirkung kontrolliert wird. In Zusammenarbeit mit dem Datenschutzbeauftragten des Konzerns stellen unsere Dienstleister sicher, dass personenbezogene Daten ausschließlich nach den Regeln des Bundesdatenschutzgesetzes verarbeitet werden. Der Einsatz moderner Hard- und Softwaretechnologie garantiert, dass die Daten jederzeit verfügbar und vor unerlaubtem Zugriff geschützt sind.

Chancen

Im Zusammenhang mit der erwarteten, sich fortsetzenden Erholung der Weltwirtschaft sehen wir für das Jahr 2011 auch zahlreiche Wachstumschancen.

Prüfung des Risikofrüherkennungssystems

Die Wirtschaftsprüfer haben beim Jahresabschluss das Risikofrüherkennungssystem sowie seine Integration in die Planungs- und Berichtsprozesse geprüft. Es hat sich gezeigt, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen zur Einrichtung eines Risikofrüherkennungssystems in geeigneter Form getroffen hat. Darüber hinaus ist das Risikofrüherkennungssystem in der Lage, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen.


Prognose- und Chancenbericht

Auftragseingang und -bestand auf historischem Höchstwert

Profitabilität erneut gesteigert

Wachstum trotz Krise

Beibehaltung der Dividendenpolitik

Prognosebericht

Stabiles ökonomisches Umfeld für 2011

Im Geschäftsjahr 2010 setzte sich der Aufschwung der Weltwirtschaft durch den starken Anstieg von Produktion und globalem Handel fort. Insgesamt expandierte die Weltwirtschaft um fünf Prozent. 2011 wird die Wirtschaft weiter wachsen. Der International Monetary Fund (IMF) erwartet ein globales Wirtschaftswachstum von 4,4 Prozent. Es bestehen weiterhin konjunkturelle Rückschlagsrisiken, insbesondere durch eine mögliche Abkühlung der US-Wirtschaft und die Schuldenkrise im Euroraum.

Für den Euroraum erwarten wir für das Jahr 2011 ein Wachstum von insgesamt 1,7 Prozent. Die Entwicklung in den einzelnen Regionen wird unterschiedlich positiv ausfallen. Für die deutsche Baukonjunktur geht Euroconstruct für 2011 und 2012 von einem moderaten Wachstum aus. Auch die meisten osteuropäischen Länder erholen sich langsam von den Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise.

Für die USA liegt die IMF-Prognose für 2011 bei einem Wirtschaftswachstum von zirka drei Prozent. Die Perspektiven für Australien werden etwas positiver eingeschätzt. Die Experten des IMF erwarten einen Zuwachs von 3,5 Prozent und eine sich fortsetzende positive wirtschaftliche Entwicklung. In der Golfregion gehen wir davon aus, dass sich vor allem die Märkte in Katar, Abu Dhabi, Bahrain und Saudi-Arabien stabil entwickeln. Auch die Märkte in Asien und in den Schwellenländern, allen voran China und Indien, werden 2011 anziehen.

Aufgrund unserer starken Präsenz im amerikanischen und asiatischen Raum kann die Wechselkursentwicklung die Ergebnisprognosen von HOCHTIEF beeinflussen. Für das Geschäftsjahr 2011 gehen wir von einer leichten Aufwertung des Euros zum US-Dollar aus.

Für den australischen Dollar erwarten wir eine stabile Entwicklung gegenüber dem Euro. In der Quartalsberichterstattung werden wir die erwartete Entwicklung von HOCHTIEF für das laufende Geschäftsjahr weiter konkretisieren können.

Unsere Planungen basieren auf der Annahme, dass die Finanz- und Kapitalmärkte im Jahr 2011 normal funktionieren, es zu keiner wiederkehrenden Rezession der Weltwirtschaft kommt und sich die Lage in den politischen Spannungsgebieten nicht weiter nachhaltig verschärft.

Neue Konzernstruktur

Die zum 1. Januar 2011 umgesetzte neue Konzernstruktur eröffnet neue Chancen. Die derzeitigen Unternehmensbereiche HOCHTIEF Europe, HOCHTIEF Real Estate und HOCHTIEF Services wurden zu einer neuen Division HOCHTIEF Europe mit der Führungsgesellschaft HOCHTIEF Solutions zusammengeführt. Durch die vereinfachte Struktur sollen Kosteneinsparungen in Höhe von jährlich zirka 40 Mio. Euro ab dem Geschäftsjahr 2012 erreicht werden. Die neue Form der Zusammenarbeit führt zu schnelleren Abstimmungsprozessen, schlankeren Strukturen und damit zu einem noch effizienteren Kostenmanagement.

Auftragseingang, Auftragsbestand und Leistung erreichen Rekordniveau

Die Auftragseingänge lagen im Berichtsjahr 2010 bei 29,63 Mrd. Euro (Vorjahr 22,47 Mrd. Euro). Das Vorjahresniveau wurde auch währungsbereinigt übertroffen. Der Auftragsbestand erreichte mit 47,49 Mrd. Euro erneut einen historischen Höchststand und sichert eine rechnerische Auftragsreichweite von zirka 24 Monaten. Die Leistung entwickelte sich trotz der 2010 sich fortsetzenden Finanz- und Schuldenkrise mit 23,23 Mrd. Euro erneut sehr positiv.

Der Ausblick auf die Zukunft ist vielversprechend. Der hohe Auftragsbestand gibt HOCHTIEF die notwendige Planungssicherheit. Wir gehen für das Jahr 2011 weiterhin von einer stabilen Entwicklung der Auftragseingänge, des Auftragsbestands sowie der Leistung aus und erwarten für diese Kennzahlen zum heutigen Zeitpunkt, dass sie sich im laufenden Geschäftsjahr unterhalb des Niveaus von 2010 normalisieren werden.

Profitabilität erneut gesteigert

HOCHTIEF ist ein in aller Welt und in allen Segmenten erfolgreicher Konzern. Unsere Erfolge spiegeln sich in den guten Zahlen des Geschäftsjahres 2010 wider. Sowohl das Ergebnis vor Steuern (757 Mio. Euro) als auch den Konzerngewinn (288 Mio. Euro) konnten wir deutlich steigern. Insbesondere beim Konzerngewinn wurde mit einem Plus von 50 Prozent eine beeindruckende Ergebnisentwicklung erzielt.

Für das laufende Geschäftsjahr planen wir - abhängig vom Umfang und Ergebnis der Anteilsveräußerung von HOCHTIEF Concessions - ein Vorsteuerergebnis von zirka einer Mrd. Euro und einen Konzerngewinn von etwa 600 Mio. Euro. Für das Jahr 2012 erwarten wir -abhängig vom Ergebnis der Anteilsveräußerung der aurelis Real Estate - ein Vorsteuerergebnis von zirka einer Mrd. Euro und einen Konzerngewinn von etwa 500 Mio. Euro. Zum Ende des mittelfristigen Planungszeitraums prognostizieren wir für 2013 ein Vorsteuerergebnis von mehr als einer Mrd. Euro und einen Konzerngewinn von zirka 450 Mio. Euro ohne außerordentliche Ergebnisse, also aus dem operativen Geschäft.

Für HOCHTIEF sind und bleiben die Fokussierung auf Marge vor Volumen und eine Steigerung des Unternehmenswerts maßgeblich.

Wertsteigerung durch Portfoliomaßnahmen

Unsere Planungen setzen auf den Erfolg und die Werthaltigkeit von HOCHTIEF. Dabei ist es unser Ziel, die Profitabilität unserer Divisions kontinuierlich zu steigern und das Beteiligungsportfolio aktiv weiterzuentwickeln. Hierzu planen wir, in den Jahren 2011 und 2012 weitere Werte zu realisieren, die sich aus dem bestehenden Portfolio ergeben.

Für das laufende Geschäftsjahr 2011 haben wir uns zur Wertrealisierung unserer Tochtergesellschaft HOCHTIEF Concessions entschieden. HOCHTIEF Concessions ist ein erfolgreiches Unternehmen, dessen Aktivitäten über eine hohe Werthaltigkeit verfügen. Wir setzen aus Gründen der Wertmaximierung ein zweigleisiges Verfahren ein: Börsengang oder Veräußerung an einzelne Investoren. Des Weiteren planen wir den Verkauf unserer Beteiligungsgesellschaft aurelis Real Estate. Die ehemalige Bahntochter, seit 2007 zu 50 Prozent im Besitz von HOCHTIEF, hat sich sehr gut entwickelt. Den so entstandenen Unternehmenswert wollen wir nun im Jahr 2012 statt - wie bislang geplant - 2013 realisieren.

Wir planen vorzuschlagen, dass die HOCHTIEF-Aktionäre am Ergebnis dieser Veräußerungen angemessen beteiligt werden.

Dividende

HOCHTIEF schüttet seit Jahren eine der Ergebnis- und Liquiditätssituation angepasste Dividende aus. Es ist unser Ziel, diese Kontinuität fortzusetzen. Für das Geschäftsjahr 2010 sieht der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands eine - wiederum erhöhte - Dividende von zwei Euro vor. Dies entspricht einer erneuten Dividendensteigerung gegenüber dem Vorjahr sowie einer Ausschüttungsquote vom Konzerngewinn von mehr als 50 Prozent - damit führen wir die Dividendenpolitik der vergangenen Jahre fort. HOCHTIEF würde damit die Ausschüttung seit 2006 durchschnittlich um zirka 16 Prozent pro Jahr gesteigert haben.

Angesichts der guten Aussichten für das Geschäftsjahr 2011 wollen wir unsere Dividendenpolitik beibehalten und unsere Aktionäre weiterhin angemessen am Geschäftserfolg beteiligen.

Gute Liquiditätssituation mit ausreichenden Finanzierungsreserven

HOCHTIEF hat seine Finanzstrategie seit jeher konservativ gestaltet und legt höchsten Wert auf ein belastbares Risikomanagement. Dies hat uns auch während der Finanzkrise eine sichere Position bewahrt.

Im Mai 2010 haben wir erfolgreich ein Schuldscheindarlehen mit einer Laufzeit über fünf Jahre in Höhe von 240 Mio. Euro am Markt platziert. Die Offerte war um mehr als hundert Prozent überzeichnet. HOCHTIEF steht für erstklassige Bonität und verfügt über den notwendigen Spielraum für neue Vorhaben. Die vorhandenen Bar- und Avalkreditlinien geben dem Konzern auch für die langfristigen Wachstumsplanungen ausreichend Spielraum und Sicherheit. Sie sind bei internationalen Bankadressen platziert. Der Konzern verfügt des Weiteren über einen unverändert hohen Bestand an Wertpapieren, die als zusätzliche Reserve zur Verfügung stehen. Diese Mittel sind in erstklassige Emittenten investiert und zur Risikodiversifizierung breit gestreut. Im Dezember 2010 konnten wir mit der Qatar Holding LLC einen neuen Großaktionär gewinnen. Der Mittelzufluss aus der Kapitalerhöhung stärkt unsere Finanzposition und schafft Freiraum für weiteres Wachstum. Bei den wesentlichen, für die Konzernfinanzierung bedeutenden Finanzierungsverträgen konnte Ende 2010 eine Anpassung der Change-of-Control-Klauseln erreicht werden, wonach diese nicht mehr für den Aktionär ACS gelten; im Gegenzug wurde ein umfangreiches Ringfencing mit den Kreditgebern in Bezug auf Transaktionen mit ACS akzeptiert.

Wachstum beschleunigen und Expansion vorantreiben

HOCHTIEF ist mit der seit Langem verfolgten Strategie des Lebenszyklusmanagements und der Internationalisierung sehr gut aufgestellt, um konjunkturelle Schwächephasen zu meistern und vorhandene Chancen zu nutzen. Für unsere Erfolge sind wir im Berichtsjahr beim Wettbewerb "Best of European Business" mit dem Preis "Wachstum trotz Krise" für große Unternehmen gekürt worden - eine Auszeichnung, die den Erfolg unserer Strategie unterstreicht.

Es ist unser Ziel, in bedeutenden Wachstumsmärkten zu expandieren und unsere zukunftsträchtigen Geschäftsfelder auszubauen. Das Wachstum erfolgt dabei organisch sowie durch Zukäufe.

Ein bedeutender Zukunftsmarkt ist die Offshore-Windkraft. Bei einer Reihe von Projekten haben wir bereits die Gründungsarbeiten für Windkraftanlagen auf dem Meeresboden realisiert. HOCHTIEF erhielt allein im Jahr 2010 zwei attraktive Großaufträge für den Bau von Windparks in der Nord- und Ostsee. Mit der Reederei Beluga, seit 2009 unser Joint-Venture-Partner, haben wir 2010 den Bau eines ersten Spezialhubschiffs beauftragt. HOCHTIEF hat darüber hinaus die spezielle Hubplattform Thor entwickelt, die seit Sommer 2010 im Einsatz ist. Wir sehen in diesem Geschäftsfeld zahlreiche Chancen für konzernübergreifende Kooperationen. Wir haben beispielsweise die Gesellschaft HOCHTIEF Offshore Services gegründet, die derzeit ein Spezialschiff für Wartungsarbeiten an Offshore-Windparks entwickelt. Damit schaffen wir eine hervorragende Basis für weitere Aufträge. Wir gehen von einer jährlichen Umsatzgröße von 400 Mio. Euro in diesem Segment aus.

Auch im Onshore-Bereich sind wir erfolgreich tätig: Leighton hat sich zum Ziel gesetzt, führender Anbieter beim Bau von Windkraftanlagen zu werden. So ist unsere Tochtergesellschaft im australischen Bundesstaat Victoria am Bau des Windparks "Macarthur Wind Farm" beteiligt, der bis zu 420 Megawatt Strom produzieren wird. Das Projekt ist das größte dieser Art in der gesamten südlichen Hemisphäre.

Als bedeutende Wachstumsmärkte sehen wir Indien, Kanada und den Mittleren Osten. Die Auswahl der Zielregionen erfolgt nach strengen Kriterien. Hierzu zählen makroökonomische Wachstumsindikatoren wie BIP, langfristige Marktwachstumsaussichten in relevanten Segmenten wie Infrastruktur oder öffentlicher Hochbau, Realisierbarkeit attraktiver Preis-Leistungs-Verhältnisse, Ressourcenausstattung sowie die Nachfrage nach neuen und nachhaltigen Technologien, die den Fähigkeiten der einzelnen Unternehmensbereiche entsprechen.

Deshalb konzentrieren wir uns unter anderem auf den Zukunftsmarkt Indien. Hier werden vor allem auf dem Baumarkt - insbesondere in den Bereichen Infrastruktur und Flughäfen - hohe Wachstumsraten erwartet. Über verschiedene Gesellschaften und Projekte hat HOCHTIEF in der Vergangenheit auf dem indischen Markt bereits Erfahrung gesammelt und sich einen Namen gemacht. Auch unsere Tochtergesellschaft Leighton ist erfolgreich in Indien tätig. Wir wollen deshalb unsere Aktivitäten künftig über weitere Landesgesellschaften verstärken. Wir planen noch für 2011 die Beteiligung an einem indischen Bauunternehmen.

Auch Nordamerika stellt für HOCHTIEF einen Zukunftsmarkt dar. Zu den jüngeren Erfolgen zählt insbesondere die Akquisition der New Yorker Tiefbaugesellschaft E.E. Cruz. In Kanada erwarten wir neue Geschäftsmöglichkeiten, bei denen wir auf einer hervorragenden Ausgangslage mit unseren renommierten Tochtergesellschaften Flatiron und Turner aufbauen können. Wir werden unsere Position in Nordamerika gezielt weiter ausbauen. Hierzu ist auch eine weitere Akquisition denkbar.

Eine Wachstumsregion bleibt weiterhin der Mittlere Osten. HOCHTIEF ist bereits durch zahlreiche Großprojekte und Beteiligungen in der Region hervorragend positioniert. Durch das Joint Venture in Katar zur Stadtentwicklung Lusail City sowie die Vereinbarung mit der Qatar Holding, die bestehende Zusammenarbeit zu vertiefen und weitere Bereiche für eine strategische Zusammenarbeit zu erkunden, sehen wir zahlreiche Chancen, unsere Aktivitäten auszubauen. Nicht zuletzt wird unsere strategische Positionierung in der Region durch den im Dezember 2010 erfolgten Einstieg von Qatar Holding als neuem HOCHTIEF-Großaktionär gestärkt.

Erhebliche Wachstumspotenziale ergeben sich für HOCHTIEF aus bestehenden Beteiligungen und Projekten. Für unsere Flughafenbeteiligungen erwarten wir weiter steigende Passagierzahlen, die sich positiv auf die Ertragslage auswirken. Außerdem rechnen wir mit zahlreichen Neuprojekten. Angesichts der zunehmenden Infrastrukturinvestitionen sehen wir für 2011 gute Chancen, dass das Angebot von Public-Private-Partnerships (PPP) weiter in den Vordergrund rückt und der Anteil der privaten Beteiligung an öffentlicher Infrastruktur weiter ansteigt. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung in Europa ist HOCHTIEF ein wichtiger Partner, um das wachsende Marktsegment erfolgreich zu erschließen. In enger Kooperation mit unserer Tochtergesellschaft Flatiron soll auch der Markt für große Infrastrukturprojekte in Nordamerika verstärkt bearbeitet werden.

Investitionen in nachhaltiges Wachstum

Unsere Investitionen folgen dem Ziel, die Spitzenposition von HOCHTIEF im internationalen Wettbewerb zu stärken und kontinuierlich auszubauen. Für das laufende Geschäftsjahr 2011 rechnen wir mit einem Investitionsvolumen, das den Vorjahreswert übertreffen wird. Ein Großteil des Volumens liegt weiterhin bei Leighton, das in das anlagenintensive, sehr ertragsstarke Geschäftsfeld Contract-Mining investiert. Darüber hinaus sind Akquisitionen in den Wachstumsmärkten geplant.

Innovation als wesentlicher Erfolgsfaktor

HOCHTIEF wird sein Innovationsmanagement auch 2011 konsequent fortsetzen. Ein wesentlicher Schwerpunkt wird nach wie vor das Thema Nachhaltigkeit sein. Ebenso wird die Erschließung neuer Geschäftsfelder durch Start-up-Innovationsprojekte forciert. Durch den gezielten Einsatz von neuen Technologien sollen die Prozesse effizienter gestaltet werden. Das Ideenmanagement werden wir weiter ausbauen und so verstärkt das Potenzial von Mitarbeiterideen nutzen, um das Unternehmen weiterzuentwickeln.

Kontinuierliche Optimierung der Beschaffung

Das Beschaffungsvolumen wird voraussichtlich auch 2011 mit zirka 70 Prozent der Konzernumsatzerlöse ein weiterhin hohes Niveau erreichen. Wir werden die Effizienz des Einkaufs weiter steigern, die Standardisierung von Beschaffungsprozessen auch in Zukunft konsequent vorantreiben und Bündelungspotenziale nutzen. Die 2011 zu erwartenden Preiserhöhungen, die aus den in der Breite stark steigenden Rohstoffkosten resultieren, haben wir antizipiert und werden ihnen durch geeignete Maßnahmen entgegenwirken.

Personalstrategie zielt auf Mitarbeiterbindung

Leistung, Qualifikation und Motivation unserer Mitarbeiter bestimmen den wirtschaftlichen Erfolg unseres Unternehmens. Die langfristigen Projekte von HOCHTIEF erfordern eine zielgerichtete Personalstrategie, um die passenden Mitarbeiter dauerhaft an das Unternehmen zu binden und besonders qualifizierte und talentierte Mitarbeiter individuell zu fördern. Dafür werden wir an den bewährten Maßnahmen und den umfassenden Aus- und Weiterbildungsprogrammen festhalten und sie weiterentwickeln. Es ist unser Ziel, HOCHTIEF auch weiterhin national wie international als attraktiven Arbeitgeber am Arbeitsmarkt zu etablieren und unseren Mitarbeitern interessante Entwicklungsperspektiven zu bieten.

Die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter hat einen hohen Stellenwert. Wir arbeiten kontinuierlich daran, unsere Personalarbeit auszubauen und weiterzuentwickeln. Eine für das Berichtsjahr geplante weitere Mitarbeiterbefragung wurde aufgrund der internen Umstrukturierungen auf das aktuelle Geschäftsjahr verschoben. Ein Schwerpunkt der Personalarbeit wird 2011 darauf liegen, den Change-Management-Prozess in der neuen Division Europe mit zahlreichen Maßnahmen aktiv zu begleiten.

Chancenbericht

In den für HOCHTIEF besonders relevanten Märkten und Wachstumssegmenten sehen wir zahlreiche Chancen, unser Geschäft auszubauen. Durch die erfolgreiche strategische Positionierung zählen wir zu den Besten im Wettbewerb. Unsere breite internationale Ausrichtung erlaubt es uns, regionale Marktchancen bestmöglich zu nutzen. Es zahlt sich auch aus, dass wir uns in den vergangenen Jahren intensiv auf wachstumsstarke Segmente fokussiert haben und in attraktiven Regionen tätig sind.

Lebenszyklus als Strategie

Der HOCHTIEF-Konzern bietet Leistungen entlang des Lebenszyklus von Infrastrukturprojekten, Immobilien und Anlagen. Diese Leistungen werden durch verschiedene Unternehmensbereiche erbracht. Ziel ist es, durch eine weltweite enge Zusammenarbeit innerhalb des Konzerns den Lebenszyklus hochkomplexer Projekte in allen Phasen zu begleiten sowie für Kunden und Partner einen nachhaltigen Mehrwert zu schaffen. Insgesamt wurden 2010 weltweit Projekte mit einem Auftragsvolumen von zirka 2,3 Mrd. Euro durch mindestens zwei Unternehmensbereiche gemeinsam realisiert.

Gemäß dem Leitsatz "One roof - all solutions" soll die Zusammenarbeit der verschiedenen Gesellschaften und Unternehmensbereiche weiter intensiviert und verbessert werden, um den Kunden noch effektiver Leistungen aus einer Hand für den Lebenszyklus ihrer Projekte anbieten zu können. Hierin sieht der HOCHTIEF-Konzern weiteres Potenzial für ein rentables operatives Wachstum.

Ungeachtet des geplanten Verkaufs von HOCHTIEF Concessions beabsichtigt HOCHTIEF, auch zukünftig den gesamten Lebenszyklus mit seinen Leistungen abzudecken. Dazu ist auch an den Abschluss von Kooperationsvereinbarungen zwischen HOCHTIEF Concessions und den anderen Unternehmensbereichen gedacht. In jedem Fall bleibt HOCHTIEF der bewährte Partner der öffentlichen Hand auch bei der Entwicklung, der Finanzierung und dem Betrieb von Projekten.

Perspektiven in bedeutenden Märkten

Die guten Marktprognosen für den europäischen Baumarkt stimmen uns zuversichtlich, zahlreiche Neuaufträge akquirieren zu können. Wir konzentrieren uns vor allem auf den Hoch-, Tief- und Ingenieurbau in wachstumsstärkeren west- und osteuropäischen Ländern. Unsere Strategie, Aufträge konsequent zu selektieren, werden wir beibehalten. Zusätzliches Geschäft in unseren europäischen Einheiten erwarten wir durch eine engere Zusammenarbeit mit den in der neuen HOCHTIEF Solutions AG zusammengefassten Konzerngesellschaften sowie durch weitere Kooperationen mit anderen Konzerntöchtern. HOCHTIEF Solutions wird auch weiterhin außerhalb des europäischen Raums - zum Beispiel in der Golfregion oder in Südamerika - Marktchancen nutzen.

Der asiatisch-pazifische Raum gehört zu den aussichtsreichsten Wachstumsmärkten. Für unsere Tochtergesellschaft Leighton bieten sich hier zahlreiche Chancen. In Australien besteht weiterhin Bedarf an Infrastrukturleistungen. Daneben rechnen wir mit erheblichen Investitionen in der Wasser- und Energiewirtschaft. Auch das Öl- und Gasgeschäft in Australien und Asien bietet sehr gute Wachstumschancen. Im Contract-Mining-Geschäft in Australien und Asien wird angesichts der Rohstoffnachfrage, insbesondere aus China, mit deutlichen Zuwächsen bei der Kohle- und Eisenerzproduktion gerechnet. In Australien und Asien fördern wir vor allem Eisenerz und Kohle.

Ebenfalls sehr gute Perspektiven bestehen in Indien. Es herrscht großer Bedarf an Bauleistung. Die indische Regierung plant zahlreiche Großprojekte. Hierzu zählen neben Straßen auch Flughäfen, Seehäfen und Kraftwerke. Die strategische Zusammenarbeit mit einem lokalen Partner und die geplanten weiteren Landesgesellschaften eröffnen weitere Potenziale und neue Projekte.

Für 2011 erwarten wir für die Bauwirtschaft in den USA eine solide Entwicklung. Turner belegt als Marktführer eine Spitzenposition im Segment Hochbau, und Flatiron gehört zu den führenden Anbietern im Tiefbaumarkt. Branchenexperten erwarten, dass das für Turner relevante Hochbausegment 2011 moderat wachsen wird. Für den Tiefbaumarkt, in dem Flatiron und E.E. Cruz tätig sind, wird für 2011 eine stabile Entwicklung prognostiziert.

Branchenexperten rechnen in der Golfregion mit einem weiteren Anstieg der Bautätigkeit. Dies gilt vor allem für die arabischen Emirate, allen voran Abu Dhabi und Katar. Durch die starke Präsenz unserer Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in der Region sind wir hervorragend positioniert, um weitere Marktpotenziale zu erschließen. Außerdem sind wir zuversichtlich, dass der im Dezember 2010 erfolgte Einstieg von Qatar Holding als neuer HOCHTIEF-Großaktionär sich positiv auf unsere weiteren Geschäfte in der Region auswirkt.

Technologieführerschaft und Marke "HOCHTIEF"

Der HOCHTIEF-Konzern zeichnet sich durch hohe technische Kompetenz und sein ausgereiftes Prozess-Know-how aus. Diese Positionierung ermöglicht eine hervorragende Wettbewerbsstellung. Die Marke "HOCHTIEF" steht für Technologieführerschaft, deutsche Wertarbeit, Zuverlässigkeit sowie Bonitätsstärke und sichert dem Konzern den weltweiten Zugang zu attraktiven Projekten und Märkten. Durch die lange Erfahrung bei der Realisierung von komplexen Projekten hat sich HOCHTIEF eine hervorragende Akquisitionsbasis geschaffen, die es uns ermöglicht, die hohen Präqualifikationsvoraussetzungen bei internationalen Ausschreibungen, insbesondere von Großprojekten, zu erfüllen.

Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil

Auch das nachhaltige Handeln bei unseren Projekten nimmt weiterhin eine zentrale Rolle ein. Die Nachfrage nach verantwortlich realisierten Projekten steigt in allen Bereichen kontinuierlich - bei der Projektentwicklung ebenso wie bei Bau und Betrieb. Wir haben uns hier frühzeitig eine gute Ausgangsposition verschafft und verfügen heute über hohe Kompetenz in diesem spezialisierten Markt. Für unsere Leistungen im Bereich der Nachhaltigkeit sind wir 2010 erneut - und zum fünften Mal in Folge - mit der Aufnahme in die Dow Jones Sustainability Indizes belohnt worden. Das Grüne Bauen und Betreiben wird auch in Zukunft ein wichtiger Bestandteil unseres Leistungsangebots sein, denn Nachhaltigkeit und Corporate Responsibility gehören zur Unternehmensstrategie von HOCHTIEF.

Das Bewusstsein, dass nachhaltiges Bauen messbaren Mehrwert schafft, wird von unseren Kunden zunehmend wahrgenommen. Die steigende Nachfrage nach Green-Building-Projekten bietet erhebliches Potenzial für Wachstum in diesem Segment. Vor dem Hintergrund der Energiepreisentwicklung wird verstärkt erkannt, dass sich Investitionen in ressourcen- und umweltschonende Gebäude rechnen. Eine frühzeitige, an ökologischen Maßstäben orientierte, ganzheitliche Planung über den gesamten Lebenszyklus eines Objekts ist hierfür unabdingbare Voraussetzung. HOCHTIEF hat den Trend zum nachhaltigen Bauen frühzeitig erkannt und entscheidend mitgestaltet. In Deutschland und innerhalb der Europäischen Union gewinnt die Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung, was an der steigenden Zahl von zertifizierten Gebäuden gemessen werden kann. Hier sehen wir zahlreiche Chancen, unser Geschäft auszubauen. Auch in den USA setzt sich der Trend zu nachhaltigem Grünem Bauen fort. Unsere US-Tochter Turner ist mit zahlreichen realisierten Gebäuden und Neuprojekten Marktführer in diesem Segment.

Zukunftsbezogene Aussagen

Der vorliegende Geschäftsbericht enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung des HOCHTIEF-Konzerns und seiner Gesellschaften sowie wirtschaftliche und politische Entwicklungen beziehen. Diese Äußerungen stellen Einschätzungen dar, die wir nach gründlicher Prüfung auf Basis aller uns zum Zeitpunkt der Drucklegung zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder weitere Risiken eintreten, können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen wesentlich abweichen. HOCHTIEF kann deshalb für diese Angaben keine Gewähr übernehmen.

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen spiegeln die gegenwärtigen Auffassungen, Erwartungen und Annahmen des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft wider und basieren auf Informationen, die dem Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen enthalten keine Gewähr für den Eintritt zukünftiger Ergebnisse (zum Beispiel der Vorsteuerergebnisse oder der Konzerngewinne) und Entwicklungen (zum Beispiel hinsichtlich geplanter Beteiligungsveräußerungen, der allgemeinen Geschäftsaktivität oder der Geschäftsstrategie) und sind mit Risiken und Unsicherheiten verbunden. Die tatsächlich zukünftig möglichen Ergebnisse (zum Beispiel die Vorsteuerergebnisse oder die Konzerngewinne), Dividenden und weitere Entwicklungen (zum Beispiel hinsichtlich geplanter Beteiligungsveräußerungen, der allgemeinen Geschäftsaktivität oder der Geschäftsstrategie), betreffend die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und den HOCHTIEF-Konzern, können daher aufgrund verschiedener Faktoren wesentlich von den hier geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören insbesondere Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, der branchenspezifischen Lage und der Wettbewerbssituation, aber auch etwaige Auswirkungen des Kontrollerwerbs durch ACS. Darüber hinaus können die Entwicklungen auf den Finanzmärkten, Wechselkursschwankungen sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere auch in Bezug auf steuerliche Regelungen, das Verhalten von Mitgesellschaftern sowie andere Faktoren einen Einfluss auf die tatsächlich zukünftig möglichen Ergebnisse (zum Beispiel die Vorsteuerergebnisse oder die Konzerngewinne), Dividenden und weitere Entwicklungen (zum Beispiel hinsichtlich geplanter Beteiligungsveräußerungen, der allgemeinen Geschäftsaktivität oder der Geschäftsstrategie), betreffend die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und den HOCHTIEF-Konzern, haben. Mögliche Angaben zu Dividenden stehen zudem unter dem Vorbehalt, dass für das jeweilige Geschäftsjahr ein entsprechender Bilanzgewinn im handelsrechtlichen Einzelabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ausgewiesen werden kann und dass die zuständigen Organe der HOCHTIEF Aktiengesellschaft unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Situation der Gesellschaft entsprechende Beschlüsse fassen. Abgesehen von rechtlichen Veröffentlichungspflichten, übernimmt die HOCHTIEF Aktiengesellschaft keine Verpflichtung, die in diesem Geschäftsbericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.

Nachtragsbericht

ACS hat der Gesellschaft in einer Stimmrechtsmitteilung vom 9. Februar 2011 mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil von ACS an HOCHTIEF am 4. Februar 2011 die Schwelle von 30 Prozent überschritten hat und an diesem Tag 33,49 Prozent, entsprechend 25 788 840 von insgesamt 76 999 999 Stimmrechten an HOCHTIEF, betrug. Von diesen Stimmrechten werden ACS nach eigenen Angaben 20 984 000 Stimmrechte, entsprechend 27,25 Prozent der Stimmrechte an HOCHTIEF, gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG aus Aktien zugerechnet, die von ACS' Tochterunternehmen Cariátide S.A., Madrid, Spanien, gehalten werden.

Damit hat ACS am 4. Februar 2011 Kontrolle an HOCHTIEF im Sinne von §§ 29 Abs. 2, 30 WpÜG erworben (Halten von mindestens 30 Prozent der Stimmrechte der Gesellschaft), sodass die Change-of-Control-Klauseln bei denjenigen Verträgen ausgelöst wurden, die für einen Change-of-Control an die Schwelle der §§ 29, 30 WpÜG anknüpfen und bei denen ein Kontrollerwerb durch ACS nicht ausgenommen ist.

Bei den Verträgen, bei denen der Kontrollwechsel in Bezug auf den Aktionär ACS nicht ausgeschlossen wurde, sind inzwischen Verhandlungen mit den ersten Vertragspartnern aufgenommen worden.

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2010 bis zum Redaktionsschluss dieses Geschäftsberichts sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu berichten wären.


Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist im Internet unter www.hochtief.de/corporategovernance veröffentlicht.


HOCHTIEF-Konzernabschluss zum 31.12.2010

Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung

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(In Tsd. EUR) Anhang 2010 2009
angepasst*
Umsatzerlöse (1) 20.159.286 18.166.081
Bestandsveränderung der Erzeugnisse (19) 154.350 32.203
Sonstige betriebliche Erträge (2) 478.756 225.107
Materialaufwand (3) -13.763.981 -12.562.542
Personalaufwand (4) -4.080.859 -3.501.085
Abschreibungen (5) -678.543 -501.370
Sonstige betriebliche Aufwendungen (6) -1.553.665 -1.333.123
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit
715.344 525.271
Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen,
die nach der Equity-Methode bewertet werden
(7) 189.820 201.356
Übriges Beteiligungsergebnis (7) 32.885 24.859
Finanzerträge (8) 81.564 79.906
Finanzaufwendungen (8) -263.041 -234.521
Ergebnis vor Steuern
756.572 596.871
Ertragsteuern (9) -210.294 -192.302
Ergebnis nach Steuern
546.278 404.569
davon: Konzerngewinn
(288.030) (191.672)
davon: Anteile anderer Gesellschafter (10) (258.248) (212.897)
Ergebnis je Aktie (in EUR)


Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie (32) 4,31 2,88


* Anpassung aufgrund der rückwirkenden Anwendung der Interpretation IFRIC 12. Ausführliche Erläuterungen hierzu finden Sie auf Seite 157f.


Konzern-Gesamtergebnisrechnung

scroll
(In Tsd. EUR) 2010 2009
angepasst
Ergebnis nach Steuern 546.278 404.569
Unterschied aus der Währungsumrechnung 358.534 149.978
Marktbewertung von Finanzinstrumenten

originär 1.279 61.452
derivativ -5.268 -14.444
Anteil der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen von
at Equity bewerteten assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen
-14.550 -5.740
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste -42.040 37.626
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen nach Steuern 297.955 228.872
Gesamtergebnis des Geschäftsjahres nach Steuern 844.233 633.441
davon: Anteile des Konzerns (476.282) (349.188)
davon: Anteile anderer Gesellschafter (367.951) (284.253)


Konzernbilanz

Aktiva

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(In Tsd. EUR) Anhang 31.12.2010 31.12.2009
angepasst
1.1.2009
angepasst
Langfristige Vermögenswerte



Immaterielle Vermögenswerte (11) 582.879 503.701 482.660
Sachanlagen (12) 1.807.472 1.492.327 1.120.393
Investment Properties (13) 24.010 38.239 42.896
At Equity bewertete Finanzanlagen (14) 2.005.642 1.764.636 1.644.150
Übrige Finanzanlagen (15) 505.088 486.496 430.058
Finanzforderungen (16) 506.757 410.758 342.060
Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte (17) 176.072 177.137 95.806
Latente Steuern (18) 260.555 232.780 217.085


5.868.475 5.106.074 4.375.108
Kurzfristige Vermögenswerte



Vorräte (19) 1.268.333 1.115.742 943.597
Finanzforderungen (16) 144.339 112.087 93.313
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (20) 3.984.763 3.407.523 3.783.256
Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte (17) 232.420 126.789 170.961
Ertragsteueransprüche (21) 99.058 56.879 65.320
Wertpapiere (22) 937.640 807.739 809.396
Flüssige Mittel (23) 2.451.057 1.769.644 1.787.713


9.117.610 7.396.403 7.653.556


14.986.085 12.502.477 12.028.664


Passiva

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(In Tsd. EUR)
Anhang

31.12.2010

31.12.2009
angepasst

1.1.2009
angepasst
Eigenkapital (24)


Anteile des Konzerns



Gezeichnetes Kapital
197.120 179.200 179.200
Kapitalrücklage
783.142 400.806 400.806
Gewinnrücklagen
1.854.824 1.690.892 1.588.325
davon: Verrechnung eigener Aktien
(90.411) (90.953) (92.113)
Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen
-23.593 -211.845 -369.361
Bilanzgewinn
154.000 105.000 98.000


2.965.493 2.164.053 1.896.970
Anteile anderer Gesellschafter
1.298.679 1.100.076 893.793


4.264.172 3.264.129 2.790.763
Langfristige Schulden



Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (26) 116.566 71.262 76.701
Andere Rückstellungen (27) 426.850 337.949 358.199
Finanzverbindlichkeiten* (28) 2.576.954 2.047.590 1.678.464
Sonstige Verbindlichkeiten* (29) 186.359 185.111 219.020
Latente Steuern (18) 66.005 111.499 93.805


3.372.734 2.753.411 2.426.189
Kurzfristige Schulden



Andere Rückstellungen (27) 959.553 905.655 715.178
Finanzverbindlichkeiten (28) 645.766 795.886 1.248.352
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (30) 5.363.733 4.391.638 4.561.771
Sonstige Verbindlichkeiten (29) 363.263 381.557 267.108
Ertragsteuerverbindlichkeiten (31) 16.864 10.201 19.303


7.349.179 6.484.937 6.811.712


14.986.085 12.502.477 12.028.664


* Von den langfristigen Finanzverbindlichkeiten und den langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten (Restlaufzeit über ein Jahr) in Höhevon 2.763.313 Tsd. Euro (Vorjahr 2.232.701 Tsd. Euro) sind insgesamt 2.576.954 Tsd. Euro (Vorjahr 2.047.590 Tsd. Euro) verzinslich.


Konzern-Kapitalflussrechnung

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(In Tsd. EUR) Anhang (36) 2010 2009 angepasst
Ergebnis nach Steuern
546.278 404.569
Abschreibungen/Zuschreibungen
764.492 522.374
Veränderung der Rückstellungen
104.447 67.771
Veränderung der latenten Steuern
-2.074 7.314
Ergebnis aus dem Abgang von Anlagegegenständen und von kurzfristigen Wertpapieren
-29.873 -46.906
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge
(im Wesentlichen Equity-Bewertung) sowie Ergebnisse aus Entkonsolidierungen

-311.149 -65.814
Veränderung des Nettoumlaufvermögens
-39.751 -56.572
Veränderung der sonstigen Bilanzposten
3.613 116.620
Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit
1.035.983 949.356
Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Investment Properties


Investitionen
-924.087 -826.023
Einnahmen aus Anlagenabgängen
185.092 164.789
Akquisitionen und Beteiligungen


Investitionen
-203.623 -142.468
Einnahmen aus Anlagenabgängen/Desinvestments
516.713 48.535
Veränderung flüssiger Mittel aus Erst- und Entkonsolidierungen
-301.567 -35.227
Veränderung der Wertpapiere und Finanzforderungen
-243.412 -58.247
Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit
-970.884 -848.641
Einzahlungen aus dem Verkauf eigener Aktien
500 526
Einzahlungen aus der Kapitalerhöhung
399.798 -
Einzahlungen anderer Gesellschafter in das Eigenkapital
68.700 66.372
Dividenden an HOCHTIEF-Aktionäre und andere Gesellschafter
-311.999 -224.837
Aufnahme von Finanzschulden
870.552 1.132.193
Tilgung von Finanzschulden
-610.590 -1.155.287
Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit
416.961 -181.033
Zahlungswirksame Veränderungen der flüssigen Mittel
482.060 -80.318
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die flüssigen Mittel
199.353 62.249
Veränderung der flüssigen Mittel insgesamt
681.413 -18.069
Flüssige Mittel zum Jahresanfang
1.769.644 1.787.713
Flüssige Mittel zum Jahresende
2.451.057 1.769.644


Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

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Anhang (24) Gezeichnetes Kapital HOCHTIEF Aktiengesellschaft Kapitalrücklage
HOCHTIEF
Aktiengesellschaft
Gewinnrücklagen* Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen


(In Tsd. EUR)


Unterschied
aus der Währungs-umrechnung
Marktbewertung von
Finanzinstrumenten
Versicherungs-mathematische
Gewinne
und Verluste
Stand 1.1.2009 179.200 400.806 1.630.911 -167.301 -102.225 -108.379
Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -
-
-42.586 8.544 -
-
Stand 1.1.2009** 179.200 400.806 1.588.325 -158.757 -102.225 -108.379
Dividendenzahlungen - - - - - -
Ergebnis nach Steuern** - - - - - -
Einstellungen in die Gewinnrücklagen** -
-
96.471 -
-
-
Veränderung aus Währungsumrechnung und Marktbewertung von Finanzinstrumenten** -
-
-
84.562 35.323 -
Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste -
-
-
-
-
37.631
Übrige neutrale Veränderungen -
-
6.096 -
-
-
Stand 31.12.2009/ 1.1.2010** 179.200 400.806 1.690.892 -74.195 -66.902 -70.748
Dividendenzahlungen -
-
-
-
-
-
Ergebnis nach Steuern - - - - - -
Einstellungen in die Gewinnrücklagen -
-
139.214 -
-
-
Veränderung aus Währungsumrechnung und Marktbewertung von Finanzinstrumenten -
-
-
234.976 -4.687 -
Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste -
-
-
-
-
-42.037
Kapitalerhöhung 17.920 381.878 - - - -
Übrige neutrale Veränderungen -
458 24.718 -
-
-
Stand 31.12.2010 197.120 783.142 1.854.824 160.781 -71.589 -112.785


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Anhang (24) Bilanzgewinn Anteile des
Konzerns
Anteile
anderer
Gesellschafter
Summe
(In Tsd. EUR)



Stand 1.1.2009 98.000 1.931.012 895.151 2.826.163
Änderung von Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden
-
-34.042 -1.358 -35.400
Stand 1.1.2009** 98.000 1.896.970 893.793 2.790.763
Dividendenzahlungen -88.201 -88.201 -136.636 -224.837
Ergebnis nach Steuern** 191.672 191.672 212.897 404.569
Einstellungen in die
Gewinnrücklagen**
-96.471 -
-
-
Veränderung aus
Währungsumrechnung und
Marktbewertung von
Finanzinstrumenten**
-
119.885 71.361 191.246
Veränderung der
versicherungsmathematischen
Gewinne und Verluste
-
37.631 -5 37.626
Übrige neutrale Veränderungen -
6.096 58.666 64.762
Stand 31.12.2009/ 1.1.2010** 105.000 2.164.053 1.100.076 3.264.129
Dividendenzahlungen -99.816 -99.816 -212.183 -311.999
Ergebnis nach Steuern 288.030 288.030 258.248 546.278
Einstellungen in die
Gewinnrücklagen
-139.214 -
-
-
Veränderung aus
Währungsumrechnung
und Marktbewertung
von Finanzinstrumenten
-
230.289 109.706 339.995
Veränderung der
versicherungsmathematischen
Gewinne und Verluste
-
-42.037 -3 -42.040
Kapitalerhöhung - 399.798 - 399.798
Übrige neutrale Veränderungen -
25.176 42.835 68.011
Stand 31.12.2010 154.000 2.965.493 1.298.679 4.264.172


* In den Gewinnrücklagen sind zum 31. Dezember 2010 eigene Aktien mit Anschaffungskosten von 90.411 Tsd. Euro (Vorjahr 90.953 Tsd. Euro) verrechnet worden.
** Angepasst


Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.


Essen, 18. Februar 2011

HOCHTIEF Aktiengesellschaft

Der Vorstand

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Dr. Lütkestratkötter
Dr. Lohr Dr. Noé
Dr. Rohr Dr. Stieler


Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Kapitalflussrechnung, Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals und Konzernanhang - und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.


Düsseldorf, 18. Februar 2011

Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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(Dr. Göttgens)
Wirtschaftsprüfer
(Dr. Reichmann)
Wirtschaftsprüfer


Konzernanhang

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Allgemeine Grundlagen

Der Konzernabschluss wird nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Gesamtergebnisrechnung, der Bilanz und der Kapitalflussrechnung wird die Entwicklung des Eigenkapitals dargestellt. Die Anhangangaben beinhalten zudem eine Segmentberichterstattung.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt.

Der vorliegende Abschluss umfasst das Geschäftsjahr 2010 auf der Basis der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember des Jahres. Die entsprechenden Vergleichswerte des Vorjahres werden aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRIC 12 gegebenenfalls angepasst angegeben.

Der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat diesen Abschluss am 18. Februar 2011 zur Veröffentlichung freigegeben. Die Billigung wird in der Aufsichtsratssitzung am 22. März 2011 erfolgen.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss einbezogen sind neben der HOCHTIEF Aktiengesellschaft alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen, die die HOCHTIEF Aktiengesellschaft unmittelbar oder mittelbar beherrscht. Beherrschung liegt vor, wenn der HOCHTIEF Aktiengesellschaft die Stimmrechtsmehrheit bei einem Unternehmen zusteht. Dies geht regelmäßig einher mit einer Anteilsmehrheit. Zwei Tochterunternehmen werden konsolidiert, bei denen die HOCHTIEF Aktiengesellschaft zwar nicht über die Mehrheit der Anteile, jedoch aufgrund einer Poolingvereinbarung über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Des Weiteren wird ein Unternehmen aufgrund faktischer Beherrschung vollkonsolidiert. Wesentliche assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Sofern die HOCHTIEF Aktiengesellschaft bei Unternehmen über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt, mit den anderen Anteilseignern vertraglich jedoch gemeinschaftliche Führung vereinbart wurde, werden diese Unternehmen ebenfalls nach der Equity-Methode bilanziert.

Soweit Anteile an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen aus Konzernsicht von untergeordneter Bedeutung sind, werden sie nicht konsolidiert und gemäß IAS 39 bewertet.

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes des HOCHTIEF-Konzerns gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 1 bis 4 HGB wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Auf den Seiten 206 und 207 sind hieraus wesentliche in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen sowie at Equity bewertete Finanzanlagen und sonstige Beteiligungen aufgeführt.

Einige in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen machen von Teilen der Befreiungsvorschriften der §§ 264 Abs. 3 beziehungsweise 264b HGB Gebrauch. Eine Liste der diese Befreiungsregelungen in Anspruch nehmenden Gesellschaften findet sich auf der Seite 205.

Zum 31. Dezember 2010 wurden neben der HOCHTIEF Aktiengesellschaft insgesamt 61 inländische und 396 ausländische Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Die Anzahl der konsolidierten Unternehmen hat sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 45 erhöht. Im Inland wurden im Berichtsjahr sieben Gesellschaften, im Ausland 65 Gesellschaften erstmals konsolidiert. Diese entfallen im Wesentlichen auf die Unternehmensbereiche HOCHTIEF Asia Pacific (39) und HOCHTIEF Americas (21). Bei den Zugängen handelt es sich überwiegend um Projektgesellschaften.

Unverändert zum Vorjahr wurden fünf Spezialfonds in den Konzernabschluss einbezogen.

Eine inländische sowie 26 ausländische Gesellschaften sind aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Die Abgänge betreffen im Wesentlichen die Unternehmensbereiche HOCHTIEF Asia Pacific (12) und HOCHTIEF Americas (11). Erst- beziehungsweise Entkonsolidierungen erfolgen grundsätzlich zum Zeitpunkt des Anteilserwerbs beziehungsweise der Anteilsveräußerung.

59 Tochterunternehmen von insgesamt untergeordneter Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns wurden nicht konsolidiert. Ihr Umsatz machte zusammen weniger als ein Prozent des Konzernumsatzes aus.

Nach der Equity-Methode wurden 17 inländische und 211 ausländische Unternehmen einbezogen. Per Saldo hat sich die Anzahl um 53 erhöht. Den Zugängen von 77 Unternehmen stehen 24 Abgänge gegenüber. Bei den Zugängen handelt es sich im Wesentlichen um Projektgesellschaften aus den Unternehmensbereichen HOCHTIEF Asia Pacific (60) und HOCHTIEF Americas (11). Die Abgänge betreffen die Unternehmensbereiche HOCHTIEF Asia Pacific (22) und HOCHTIEF Americas (2). Wegen ihrer untergeordneten Bedeutung wurde bei 30 Unternehmen auf die Einbeziehung in den Konzernabschluss auf Basis der Equity-Methode verzichtet.

Für Asset-Deals, erstmals vollkonsolidierte Gesellschaften und Anteilsaufstockungen sind im Berichtsjahr insgesamt 41.941 Tsd. Euro (Vorjahr 16.745 Tsd. Euro) aufgewendet worden, die durch flüssige Mittel gezahlt wurden.

Akquisitionen wirkten sich wie folgt auf die Ertrags- und Vermögenslage im Konzern aus:

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(In Tsd. EUR) 2010 2009
Langfristige Vermögenswerte 44.778 -
Kurzfristige Vermögenswerte ohne flüssige Mittel 21.426 404
Flüssige Mittel 5.027 -
Vermögenswerte 71.231 404
Rückstellungen 9.824 82
Verbindlichkeiten 19.696 86
Schulden 29.520 168
Umsatzerlöse 24.359 396
Ergebnis vor Steuern 2.640 41


Konsolidierungsgrundsätze

Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Unternehmen werden nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Tochterunternehmen mit abweichendem Stichtag stellen grundsätzlich einen Zwischenabschluss zum Konzernabschlussstichtag auf. Dies betrifft im Wesentlichen die Leighton-Gruppe mit einem Abschlussstichtag zum 30. Juni. Alle Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Dementsprechend erfolgt die Kapitalkonsolidierung im Erwerbszeitpunkt durch Verrechnung der Kaufpreise mit dem neu bewerteten Nettovermögen des jeweiligen Tochterunternehmens. Im Zusammenhang mit dem Erwerb angefallene Transaktionskosten werden direkt als Aufwand erfasst. Die ansatzfähigen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des jeweiligen Tochterunternehmens werden dabei mit ihren vollen beizulegenden Zeitwerten angesetzt, unabhängig von der Höhe eines eventuellen Minderheitenanteils. Immaterielle Vermögenswerte sind gesondert vom Geschäfts- oder Firmenwert zu bilanzieren, wenn sie vom Unternehmen trennbar sind oder sich aus einem vertraglichen oder anderen Recht ergeben. Verbleibende aktive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte aktiviert. Aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben, sondern einmal jährlich sowie zusätzlich bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, einem Werthaltigkeitstest ("Impairment-Test") gemäß IAS 36 unterzogen. Negative Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung werden im Zeitpunkt ihrer Entstehung ertragswirksam erfasst. Im Rahmen der Entkonsolidierung werden die Restbuchwerte der aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte bei der Berechnung des Abgangserfolgs berücksichtigt.

Im Berichtsjahr haben sich die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung von 431.053 Tsd. Euro um 61.697 Tsd. Euro auf 492.750 Tsd. Euro erhöht.

Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Zwischenergebnisse werden herausgerechnet, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. In Einzelabschlüssen vorgenommene Wertminderungen auf Anteile an einbezogenen Unternehmen werden zurückgenommen.

Die gleichen Konsolidierungsgrundsätze gelten auch für die at Equity bewerteten Finanzanlagen. Letztere umfassen sowohl die assoziierten Unternehmen als auch die Gemeinschaftsunternehmen des Konzerns. Ein verbleibender Unterschiedsbetrag ist als Geschäfts- oder Firmenwert im Beteiligungsansatz enthalten. Auch Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Anwendung der Equity-Methode werden nicht planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Wertminderungen des Equity-Buchwerts werden in den Gewinn- und Verlustanteilen an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, ausgewiesen. Die Abschlüsse aller nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen werden nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Währungsumrechnung

Für die Währungsumrechnung der wesentlichen ausländischen Konzerngesellschaften wurden folgende Wechselkurse zugrunde gelegt:

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Jahresdurchschnitt Bilanzstichtag
(In EUR) 2010 2009 2010 2009
1 US-Dollar (USD) 0,76 0,72 0,75 0,69
1 australischer Dollar (AUD) 0,69 0,57 0,76 0,62
1 britisches Pfund (GBP) 1,17 1,12 1,16 1,13
100 polnische Zloty (PLN) 24,97 23,01 25,16 24,36
100 Katar-Riyal (QAR) 20,79 19,69 20,68 19,20
100 tschechische Kronen (CZK) 3,96 3,77 3,99 3,78
100 russische Rubel (RUB) 2,49 2,26 2,45 2,32
100 chilenische Pesos (CLP) 0,15 0,13 0,16 0,14


In den Einzelabschlüssen der Gesellschaften werden Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Tagesmittelkurs zum Zeitpunkt der Ersteinbuchung bewertet. Bis zum Bilanzstichtag eingetretene Kursgewinne und -verluste aus der Bewertung monetärer Aktiva und Passiva in fremder Währung zu Tagesmittelkursen am Bilanzstichtag werden ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise Aufwendungen berücksichtigt. Sofern es sich um Währungsumrechnungsdifferenzen handelt, die sich aus einer Nettoinvestition in eine ausländische Gesellschaft ergeben, werden sie bis zur Veräußerung der Gesellschaft in den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen erfasst. Hierzu zählen beispielsweise in Fremdwährung notierte Forderungen gegenüber vollkonsolidierten Konzerngesellschaften, deren Rückzahlung in absehbarer Zeit weder geplant noch wahrscheinlich ist und die damit Eigenkapitalcharakter aufweisen.

Als Umrechnungsverfahren für die Abschlüsse ausländischer Gesellschaften wird die funktionale Währungsumrechnung angewendet. Im Konzernabschluss erfolgt die Umrechnung der Bilanzposten aller ausländischen Gesellschaften von der jeweiligen Landeswährung in Euro entsprechend den amtlichen Vorschriften zu Tagesmittelkursen am Bilanzstichtag, da die in den Konzernabschluss einbezogenen Auslandsgesellschaften ihr Geschäft selbstständig in ihrer Landeswährung betreiben. Bei der Umrechnung der Eigenkapitalfortschreibung von ausländischen Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, wird entsprechend vorgegangen. Differenzen gegenüber der Vorjahresumrechnung werden in den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen erfasst und erst bei Veräußerung erfolgswirksam verrechnet. Geschäfts- oder Firmenwerte werden als Vermögenswerte der wirtschaftlich selbstständigen ausländischen Teileinheit mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Die Umrechnung von Aufwands- und Ertragsposten erfolgt mit Jahresdurchschnittskursen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögenswerte werden mit den fortgeführten Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten bilanziert. Sämtliche immateriellen Vermögenswerte mit Ausnahme der bei Erstkonsolidierungen aktivierten Firmennamen sowie der Geschäfts- oder Firmenwerte weisen eine bestimmbare Nutzungsdauer auf. Sie enthalten Konzessionen und sonstige Nutzungsrechte, deren Nutzungsdauer bis zu 30 Jahre beträgt. Diese werden entsprechend ihrem wirtschaftlichen Nutzungsverlauf abgeschrieben. Darüber hinaus betreffen sie Ergebnisreserven aus im Zusammenhang mit Unternehmenskäufen erworbenen Auftragsbeständen, die entsprechend der Abrechnung der Aufträge erfolgswirksam verteilt werden. Ebenfalls zählen dazu Software für kaufmännische und technische Anwendungen, die linear über drei bis fünf Jahre abgeschrieben wird, sowie Rechte aus verschiedenen Finanzierungsvereinbarungen mit Kreditinstituten, die über die jeweiligen Vertragslaufzeiten zwischen 27 und 84 Monaten abgeschrieben werden. Die Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethoden werden jedes Jahr überprüft.

Firmennamen sowie Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben, sondern einmal jährlich sowie zusätzlich bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, einem Werthaltigkeitstest ("Impairment-Test") nach IAS 36 unterzogen. Die Firmennamen "Turner", "Flatiron" und "E.E. Cruz" wurden als immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer eingestuft, da sie weder einen Produktlebenszyklus haben noch einer technischen, technologischen oder kommerziellen Abnutzung sowie anderen Restriktionen unterliegen.

Im Geschäftsjahr sind im HOCHTIEF-Konzern aktivierungspflichtige Entwicklungskosten angefallen, die innerhalb der immateriellen Vermögenswerte als Lizenzen ausgewiesen und Iinear über drei bis fünf Jahre abgeschrieben werden.

Sachanlagen werden mit den fortgeführten Anschaffungsbeziehungsweise Herstellungskosten bilanziert. Als Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten werden nur diejenigen Kosten aktiviert, die der Sachanlage direkt zugerechnet werden können. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten aktiviert, sofern es sich bei der Sachanlage um einen qualifizierten Vermögenswert handelt. Sachanlagen werden grundsätzlich linear abgeschrieben. Abweichend davon erfolgt im Contract-Mining-Bereich die Abschreibung überwiegend leistungsbezogen.

Die planmäßigen linearen Abschreibungen für unsere unternehmenstypischen Anlagen werden nach folgenden konzerneinheitlichen Nutzungsdauern bemessen:

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Jahre
Gebäude / Investment Properties 20 bis 50
Technische Anlagen und Maschinen, Transportgeräte 3 bis 10
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 8


Die Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethoden werden jedes Jahr überprüft.

Im Wege des Finanzierungsleasings gemietete Sachanlagen werden in Höhe des beizulegenden Zeitwerts beziehungsweise des Barwerts der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert und linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer oder gegebenenfalls über kürzere Vertragslaufzeiten abgeschrieben.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Investment Properties) werden zu fortgeführten Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten bilanziert. In die erstmalige Bewertung werden Transaktionskosten einbezogen. Der beizulegende Zeitwert dieser Immobilien wird gesondert angegeben. Er wird nach international anerkannten Bewertungsmethoden -wie durch die Ableitung aus dem aktuellen Marktpreis vergleichbarer Immobilien oder der Discounted-Cashflow-Methode -ermittelt. Wie das Sachanlagevermögen werden auch die Investment Properties grundsätzlich linear abgeschrieben.

Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte (einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte) sowie auf Sachanlagen und Investment Properties werden erfasst, wenn der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts dessen Buchwert unterschreitet. Der erzielbare Betrag ist grundsätzlich der höhere der beiden Werte aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung kann es erforderlich sein, Vermögenswerte und gegebenenfalls Schulden zu zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zusammenzufassen. Für Zwecke des Goodwill-Impairment-Tests entsprechen die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten den HOCHTIEF-Unternehmensbereichen der Segmentberichterstattung. Ist ein Vermögenswert Teil einer selbstständigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit, wird die Wertminderung auf der Basis des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt. Wurde einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet und übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren erzielbaren Betrag, das heißt den höheren Betrag aus dem voraussichtlich erzielbaren Marktwert abzüglich Veräußerungskosten beziehungsweise dem Nutzungswert, wird zunächst der zugeordnete Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe des Differenzbetrags aus erzielbarem Betrag und Buchwert wertgemindert. Übersteigt der Abwertungsbedarf den zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwert, werden die Buchwerte der übrigen Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit anteilig reduziert. Wenn der Grund für eine früher vorgenommene Wertminderung entfallen ist, wird mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.

At Equity bewertete Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten, die sich in das erworbene anteilige Eigenkapital des assoziierten Unternehmens beziehungsweise Gemeinschaftsunternehmens sowie gegebenenfalls Geschäfts- oder Firmenwerte aufteilen, bilanziert. Der Buchwert wird jährlich um die anteiligen Nachsteuerergebnisse, ausgeschütteten Dividenden und sonstigen Eigenkapitalveränderungen erhöht beziehungsweise vermindert. Der gesamte Equity-Buchwert wird bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, einem Werthaltigkeitstest ("Impairment-Test") nach IAS 36 unterzogen. Unterschreitet der erzielbare Betrag den Buchwert einer at Equity bewerteten Finanzanlage, erfolgt eine Wertminderung in Höhe des Differenzbetrags. Spätere Wertaufholungen werden erfolgswirksam erfasst.

Gemeinschaftsunternehmen sind eine Untergruppe von Joint Ventures. Joint Ventures sind vertragliche Vereinbarungen, in denen zwei oder mehr Parteien eine wirtschaftliche Tätigkeit durchführen, die einer gemeinschaftlichen Führung unterliegt. Neben den at Equity bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen fallen unter Joint Ventures auch die gemeinsam geführten Tätigkeiten und Arbeitsgemeinschaften. Letztere werden im Einklang mit IAS 31 wie folgt bilanziert: HOCHTIEF als Partner einer gemeinsam geführten Tätigkeit oder Arbeitsgemeinschaft bilanziert die in seiner Verfügungsmacht stehenden Vermögenswerte und die selbst eingegangenen Schulden sowie die getätigten eigenen Aufwendungen und weist die anteiligen Erträge aus diesen Aktivitäten in den Umsatzerlösen aus. Bei den gemeinsam geführten Tätigkeiten und Arbeitsgemeinschaften selbst verbleibende Vermögenswerte und Schulden (zum Beispiel aufgrund von Leistungen, die an Nachunternehmer vergeben wurden) führen zu anteiligen Ergebnissen, die in Analogie zur Equity-Methode bilanziert und unter den Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten gegen Arbeitsgemeinschaften ausgewiesen werden.

Die unter den übrigen Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen, übrigen Beteiligungen sowie die langfristigen Wertpapiere gehören ausnahmslos der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" an. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, sofern dieser Wert verlässlich ermittelbar ist. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts wird bei öffentlich notierten finanziellen Vermögenswerten der jeweilige Marktpreis herangezogen. Liegt kein aktiver Markt vor, wird der beizulegende Zeitwert mithilfe der Verwendung der jüngsten Marktgeschäfte oder mithilfe einer Bewertungsmethode - wie beispielsweise der Discounted-Cashflow-Methode - ermittelt. In Fällen, in denen keine verlässliche Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts möglich ist, werden die finanziellen Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Der erstmalige Ansatz erfolgt am Erfüllungstag. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden unter Berücksichtigung latenter Steuern in den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen erfasst und erst bei Veräußerung erfolgswirksam. Liegen objektive Hinweise für die Wertminderung eines Vermögenswerts vor, wird eine erfolgswirksame Abschreibung vorgenommen. Das ist der Fall, wenn der beizulegende Zeitwert länger anhaltend rückläufig gegenüber den ursprünglichen Anschaffungskosten ist beziehungsweise beide Wertansätze entsprechend wesentlich voneinander abweichen.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Ermittlung der fortgeführten Anschaffungskosten erfolgt mittels der Effektivzinsmethode (zum Beispiel bei Agien, Disagien). Liegen objektive substanzielle Hinweise für eine Wertminderung eines Vermögenswerts vor, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Objektive Hinweise für das Vorliegen einer Wertminderung sind beispielsweise eine Verschlechterung der Bonität eines Schuldners und damit verbundene Zahlungsstockungen oder eine drohende Zahlungsunfähigkeit. Erforderliche Wertberichtigungen orientieren sich am tatsächlichen Ausfallrisiko. Die Forderungen umfassen die Finanzforderungen, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Forderungen. Umsatzerlöse werden nach Abzug von Umsatzsteuer und anderen Steuern sowie gekürzt um erwartete Erlösminderungen wie Skonti, Boni und Rabatte ausgewiesen. Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern werden erfasst, wenn

die wesentlichen Chancen und Risiken aus dem Eigentum an den Gütern auf den Käufer übertragen wurden;

dem HOCHTIEF-Konzern weder ein weiterbestehendes Verfügungsrecht, wie es gewöhnlich mit dem Eigentum verbunden ist, noch eine wirksame Verfügungsmacht über die verkauften Produkte verbleibt;

die Höhe der Umsatzerlöse sowie die im Zusammenhang mit dem Verkauf angefallenen oder noch anfallenden Kosten verlässlich bestimmt werden können und

es hinreichend wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft dem HOCHTIEF-Konzern zufließen wird.

Erträge aus Dienstleistungsverträgen werden ihrem Fertigstellungsgrad entsprechend erfasst. Erträge aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden in Übereinstimmung mit den unten genannten Regelungen vereinnahmt.

Ausleihungen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Marktüblich verzinsliche Ausleihungen sind zum Nominalwert bilanziert, zinslose beziehungsweise niedrig verzinsliche Ausleihungen werden mit ihrem abgezinsten Betrag bilanziert. Basis einer Abzinsung ist stets ein risikoadäquater Diskontierungssatz. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesenen Derivate mit positivem beizulegendem Zeitwert werden gesondert erläutert.

Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden nach dem Fertigungsfortschritt, der Percentage-of-Completion-(PoC-)Methode, bilanziert. Die erbrachte Leistung einschließlich des anteiligen Ergebnisses wird entsprechend dem Fertigstellungsgrad in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Der anzusetzende Fertigstellungsgrad wird entsprechend dem Leistungsfortschritt ermittelt. Das heißt, die bis zum Stichtag erbrachte Leistung wird ins Verhältnis zur Gesamtleistung des Auftrags gesetzt. Der Ausweis der Aufträge erfolgt unter den Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten aus PoC. Soweit die kumulierte Leistung (Auftragskosten und Auftragsergebnis) die Anzahlungen im Einzelfall übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den Forderungen aus PoC. Verbleibt nach Abzug der Anzahlungen ein negativer Saldo, wird dieser als Verpflichtung aus Fertigungsaufträgen passivisch unter den Verbindlichkeiten aus PoC ausgewiesen. Zu erwartende Auftragsverluste werden auf Basis der erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Fertigungsaufträge, die in Arbeitsgemeinschaften abgewickelt werden, werden entsprechend der PoC-Methode bewertet. Die Forderungen an Arbeitsgemeinschaften enthalten auch das anteilige Auftragsergebnis. Zu erwartende Verluste werden sofort in vollem Umfang im Auftragsergebnis berücksichtigt. Als Auftragserlöse werden sowohl bei den eigenen als auch bei den in Arbeitsgemeinschaften abgewickelten Fertigungsaufträgen die vertraglichen Erlöse sowie die Auftragsänderungen und Nachträge in Übereinstimmung mit IAS 11 angesetzt. Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden innerhalb eines Geschäftszyklus des HOCHTIEF-Konzerns realisiert. Daher erfolgt ihr Ausweis gemäß IAS 1 unter den kurzfristigen Vermögenswerten, auch wenn sich die Realisierung der gesamten Forderung über einen längeren Zeitraum als ein Jahr erstreckt.

Die wesentlichen Anwendungsbereiche für die PoC-Methode stellen das klassische Baugeschäft, das Construction-Management und das Contract-Mining dar.

Latente Steuern aus temporären Unterschieden zwischen IFRS- und Steuerbilanz der Einzelgesellschaften sowie aus Konsolidierungsvorgängen werden jeweils gesondert angesetzt. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Sicherheit gewährleistet ist. Aktive und passive latente Steuern werden je Gesellschaft beziehungsweise Organkreis miteinander saldiert. Die latenten Steuern werden auf der Basis der Steuersätze ermittelt, die in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten beziehungsweise erwartet werden. Im Inland wird unter Berücksichtigung des Körperschaftsteuersatzes, des Solidaritätszuschlags sowie des konzerndurchschnittlichen Gewerbeertragsteuersatzes - wie im Vorjahr - ein Steuersatz von 31,5 Prozent zugrunde gelegt. Im Übrigen werden die zum Bilanzstichtag gültigen beziehungsweise verabschiedeten steuerlichen Vorschriften zur Bewertung der latenten Steuern herangezogen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen produktionsbezogene Vollkosten. Im Einzelnen enthalten die Herstellungskosten neben den direkt zurechenbaren Kosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich fertigungsbedingter Abschreibungen. Sofern Gegenstände des Vorratsvermögens einen qualifizierten Vermögenswert darstellen, werden Fremdkapitalkosten als Teil der Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten aktiviert. Zur Ermittlung der Anschaffungskosten von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden überwiegend das First-in-First-out-Verfahren sowie die Methode des gleitenden Durchschnitts angewendet. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Nettoveräußerungswerte werden angesetzt. Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungswert gestiegen ist, wird die daraus resultierende, zwingend vorzunehmende Wertaufholung als Minderung des Materialaufwands erfasst.

Die unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Wertpapiere gehören ausnahmslos der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" an und werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Wesentlichen sind hier die Wertpapiere in den Spezialfonds und festverzinsliche Titel mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von mehr als drei Monaten, für die keine dauerhafte Halteabsicht besteht, erfasst. Die Erstbewertung erfolgt am Erfüllungstag unter Einbeziehung der direkt mit dem Erwerb des Wertpapiers verbundenen Transaktionskosten. Unrealisierte Gewinne oder Verluste werden in den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen ausgewiesen und erst bei Veräußerung erfolgswirksam. Liegen objektive Hinweise für die Wertminderung eines Vermögenswerts vor, wird eine erfolgswirksame Abschreibung vorgenommen. Das ist der Fall, wenn der beizulegende Zeitwert länger anhaltend rückläufig gegenüber den ursprünglichen Anschaffungskosten ist beziehungsweise beide Wertansätze entsprechend wesentlich voneinander abweichen.

Flüssige Mittel bestehen als Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und kurzfristig veräußerbare Wertpapiere mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von bis zu drei Monaten.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und diesen zugehörige Schulden werden nach IFRS 5 bewertet. Als "zur Veräußerung gehalten" gelten Vermögenswerte, die in ihrem gegenwärtigen Zustand sofort veräußerbar sind und deren Veräußerung höchstwahrscheinlich ist. Dabei kann es sich um einzelne langfristige Vermögenswerte, um zur Veräußerung stehende Gruppen von Vermögenswerten (Veräußerungsgruppen) oder aufzugebende Geschäftsbereiche handeln. Schulden, die zusammen mit Vermögenswerten in einer Transaktion abgegeben werden, sind Bestandteil einer Veräußerungsgruppe beziehungsweise eines aufgegebenen Geschäftsbereichs und werden als "zur Veräußerung gehaltene Schulden" ebenfalls gesondert ausgewiesen. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben und sind zum niedrigeren Wert aus ihrem Buchwert und ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anzusetzen. Gewinne oder Verluste aus der Bewertung von aufgegebenen Geschäftsbereichen mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten werden ebenso wie die Ergebnisse aus der Geschäftstätigkeit beziehungsweise aus der Veräußerung dieser Geschäftsbereiche als Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen. Dagegen werden Gewinne oder Verluste aus der Bewertung einzelner zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte und von Veräußerungsgruppen bis zu deren endgültiger Veräußerung im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen.

Aktienbasierte Vergütungen werden nach IFRS 2 bewertet. Die aktienbasierten Vergütungsprogramme werden konzernweit als aktienbasierte Vergütungen mit Barausgleich bilanziert. Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus den Long-Term-Incentive-Plänen, den Top-Executive-Retention-Plänen und den Retention-Stock-Award-Plänen wurden in Höhe des zu erwartenden Aufwands gebildet, wobei dieser ratierlich über die festgelegte Wartezeit verteilt wird beziehungsweise wurde. Der beizulegende Zeitwert der Optionen wird mithilfe anerkannter finanzwirtschaftlicher Modelle bestimmt. Dabei erfolgt die Bewertung der Pläne auf der Grundlage des von Black / Scholes entwickelten Optionsbewertungsmodells. Zur Lösung des bei den genannten Plänen vorliegenden spezifischen Bewertungsproblems werden die Verfahren der Binomialbäume verwendet. Die Berechnungen wurden von einem externen Gutachter vorgenommen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter und deren Hinterbliebene gebildet. Die Verpflichtungen beziehen sich insbesondere auf Ruhegelder, teils als Grund-, teils als Zusatzversorgung. Die individuellen Zusagen basieren auf länderspezifisch unterschiedlichen Leistungen; sie bemessen sich in der Regel nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit und der Vergütung der Mitarbeiter. Aufgrund ihres Versorgungscharakters werden die Verpflichtungen der Turner-Gruppe für die Krankheitskosten der Mitarbeiter nach deren Eintritt in den Ruhestand ebenfalls unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) berechnet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Bei der Turner-Gruppe werden zusätzlich die künftig zu erwartenden Steigerungen der Gesundheitskosten einbezogen. Die Berechnung basiert auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen. Planvermögen im Sinne von IAS 19 wird offen von den Pensionsverpflichtungen abgesetzt. Zum Planvermögen zählen an Pensionsfonds zur Erfüllung der Pensionsverpflichtungen übertragene Vermögenswerte, im Rahmen der Entgeltumwandlung der Mitarbeiter (Deferred Compensation) erworbene Fondsanteile sowie qualifizierte Versicherungspolicen in Form von verpfändeten Rückdeckungsversicherungen. Übersteigt der beizulegende Zeitwert des Planvermögens den Barwert der Versorgungsansprüche, so wird der Differenzbetrag unter den langfristigen sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen, soweit keine Vermögenswertbegrenzung nach IAS 19 vorliegt.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden, dem Wahlrecht des IAS 19 entsprechend, im Jahr ihres Entstehens erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen, der Zinsanteil der Verpflichtungszuführung wird - vermindert um die erwarteten Erträge des Planvermögens - im Finanzergebnis erfasst.

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst, es sei denn, die Änderungen des Pensionsplans hängen vom Verbleib des Mitarbeiters im Unternehmen für einen festgelegten Zeitraum ab (Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit). In diesem Fall wird der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand linear über den Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit erfolgswirksam erfasst.

Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern. Ertragsteuerrückstellungen werden mit entsprechenden Steuererstattungsansprüchen saldiert, wenn sie in demselben Steuerhoheitsgebiet bestehen und hinsichtlich Art und Fristigkeit gleichartig sind.

Alle sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Verpflichtungen, die auf vergangenen Geschäftsvorfällen oder vergangenen Ereignissen beruhen und deren Höhe und / oder Fälligkeit unsicher ist. Die Rückstellungen werden jeweils mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt, das heißt unter der Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen, und nicht mit Erstattungsansprüchen saldiert. Dabei wird bei einzelnen Verpflichtungen mit Eintrittswahrscheinlichkeiten von über 50 Prozent von dem Erfüllungsbetrag mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit ausgegangen. Rückstellungen werden nur gebildet, wenn ihnen eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten zugrunde liegt. Langfristige Rückstellungen (Laufzeit über ein Jahr) werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert und unter den langfristigen Schulden ausgewiesen.

Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Die Ermittlung der fortgeführten Anschaffungskosten erfolgt mittels der Effektivzinsmethode (zum Beispiel bei Agien, Disagien). Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen werden in Höhe des zu Beginn des Leasingverhältnisses beizulegenden Zeitwerts des Leasinggegenstands oder des Barwerts der Mindestleasingraten, sofern dieser Wert niedriger ist, passiviert.

Derivative Finanzinstrumente werden unabhängig vom Verwendungszweck zum beizulegenden Zeitwert am Erfüllungstag bewertet und unter den sonstigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten beziehungsweise den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Alle derivativen Finanzinstrumente werden auf Basis aktueller Marktkonditionen zum Bilanzstichtag bewertet. Die Erfassung der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts hängt vom Verwendungszweck ab. Grundsätzlich werden Derivate nur zu Sicherungszwecken eingesetzt. Variabel verzinsliche Darlehen werden beispielsweise im Rahmen von Sicherungsgeschäften abgesichert, um aus Zinssatzschwankungen resultierenden variierenden Zahlungen entgegenzuwirken. In diesen Fällen erfolgt regelmäßig eine Bilanzierung als Cashflow-Hedge. Hierbei sind unrealisierte Gewinne und Verluste grundsätzlich zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen. Bei einem Cashflow-Hedge erfolgt eine Absicherung gegen das Risiko schwankender Zahlungsströme aus einem Grundgeschäft. Wenn geplante Transaktionen gesichert werden, die in einer Folgeperiode zum Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Schuld führen, sind die bis zu diesem Zeitpunkt erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Beträge in der Periode erfolgswirksam aufzulösen, in der auch der Vermögenswert oder die Verbindlichkeit das Periodenergebnis beeinflusst. Führt die gesicherte geplante Transaktion zum Ansatz eines nicht finanziellen Vermögenswerts oder einer nicht finanziellen Verbindlichkeit, werden die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Beträge mit dem erstmaligen Wertansatz des Vermögenswerts beziehungsweise der Verbindlichkeit verrechnet. In den genannten Fällen wird nur der effektive Teil der Wertänderungen erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Der ineffektive Teil ist sofort erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung zu übernehmen. Der zunächst erfolgsneutral erfasste Teil der Wertänderungen wird in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht, sobald das Grundgeschäft erfolgswirksam erfasst wird.

Des Weiteren werden Derivate zu Sicherungszwecken eingesetzt, in denen die Sicherungsbeziehung nicht Hedge-Accounting-fähig ist. Die Sicherungswirkung wird in diesen Fällen durch einen sogenannten "Natural Hedge" erzielt, indem sowohl die Wertänderungen des Grundgeschäfts als auch die (gegenläufig verlaufenden) Wertänderungen des Sicherungsgeschäfts in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden.

In Einzelfällen werden derivative Finanzinstrumente nicht als Sicherungsinstrument designiert. In diesen Fällen werden die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam erfasst.

Eventualschulden sind mögliche oder bestehende Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und bei denen ein Ressourcenabfluss nicht wahrscheinlich ist. Sie werden gesondert erläutert und in der Bilanz nicht erfasst, es sei denn, sie ergeben sich aus der Übernahme im Rahmen eines Unternehmenserwerbs. Die angegebenen Verpflichtungsvolumina bei den Eventualschulden entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang.

Ermessensausübungen des Managements bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
sind im Wesentlichen bei folgenden Sachverhalten erforderlich:

Wertpapiere können wahlweise in verschiedene Kategorien eingeordnet werden;

bei der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen können versicherungsmathematische Gewinne und Verluste auf unterschiedliche Art und Weise berücksichtigt werden;

Vermögenswerte, die veräußert werden sollen, müssen daraufhin überprüft werden, ob sie in ihrem gegenwärtigen Zustand veräußert werden können und die Veräußerung sehr wahrscheinlich ist. Wenn das der Fall ist, sind die Vermögenswerte und gegebenenfalls mit diesen in einer Transaktion abzugebende Schulden als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte beziehungsweise Schulden auszuweisen und entsprechend zu bewerten.

Welche Entscheidung im HOCHTIEF-Konzern im Hinblick auf die jeweiligen Sachverhalte getroffen wurde, kann der Erläuterung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entnommen werden.

Schätzungen und Annahmen des Managements, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie die Angabe der Eventualschulden beziehen, sind bei der Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS notwendig. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf:

die Beurteilung von Projekten bis zum Projektabschluss, insbesondere im Hinblick auf die Bilanzierung von Nachträgen und den Zeitpunkt sowie die Höhe der Gewinnrealisierung;

die Festlegung der wirtschaftlichen Nutzungsdauern von Sachanlagen und Investment Properties;

die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen;

die Prüfung der Werthaltigkeit von Geschäfts- oder Firmenwerten und anderen Vermögenswerten;

die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern.

Die Annahmen und Schätzungen basieren auf den jeweils aktuellen Verhältnissen und Einschätzungen. Bei den zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen zum Bilanzstichtag werden in Bezug auf die erwartete künftige Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Konzernabschlusserstellung vorliegenden Umstände sowie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des globalen und des branchenbezogenen Umfelds berücksichtigt. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich tatsächlich ergebenden Beträge von den geschätzten Werten abweichen. Im Fall einer derartigen Entwicklung werden die Annahmen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden an den neuen Kenntnisstand angepasst.

Neue Rechnungslegungsvorschriften

Die Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden aufgrund der Verabschiedung von Änderungen bestehender oder neuer IFRS und IFRIC durch das International Accounting Standards Board (IASB) beziehungsweise das IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) insoweit erforderlich, als diese von der EU übernommen wurden und in der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 verpflichtend anzuwenden sind oder im HOCHTIEF-Konzern vorzeitig angewendet werden.

Die Neuregelungen bei den IFRS und IFRIC stellen sich für den HOCHTIEF-Konzern wie folgt dar:

Änderung von IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" und IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse": Die Änderung betrifft Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften in Bezug auf Unternehmenszusammenschlüsse sowie Anteilsveräußerungen und Anteilsaufstockungen bei vollkonsolidierten Tochterunternehmen. Wesentliche Änderungen bestehen in der Behandlung von Transaktionskosten, die im direkten Zusammenhang mit einem Unternehmenserwerb stehen (beispielsweise Anwalts- und Beratungshonorare). Diese dürfen nicht mehr als Bestandteil des Kaufpreises aktiviert werden, sondern sind sofort als Aufwand zu erfassen. Des Weiteren hat der Käufer bei jedem Unternehmenszusammenschluss, bei dem weniger als 100 Prozent der Anteile erworben werden, das Wahlrecht, die Minderheitenanteile inklusive des auf sie entfallenden Geschäfts- oder Firmenwerts ("full goodwill method") oder wie bisher lediglich mit dem beizulegenden Zeitwert der auf die Minderheiten entfallenden identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden anzusetzen. Ebenfalls von den Neuregelungen betroffen sind die Fälle des sukzessiven Unternehmenserwerbs. Hier ist im Zeitpunkt der Erlangung der Kontrolle über das erworbene Unternehmen eine erfolgswirksame Neubewertung der bisher gehaltenen Anteile vorzunehmen. Im Anschluss daran wird der Geschäfts- oder Firmenwert als Differenz zwischen dem neu bewerteten Beteiligungsbuchwert zuzüglich der Kaufpreiszahlungen für die neuen Anteile einerseits und dem erworbenen Nettovermögen des Tochterunternehmens andererseits ermittelt. Schließlich sind bedingte Kaufpreisbestandteile - wie Earn-out-Klauseln - nach der Neuregelung unabhängig von ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt in die Bestimmung des Kaufpreises einzubeziehen und in gleicher Höhe als Verbindlichkeit anzusetzen. Spätere Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts von als Verbindlichkeit angesetzten bedingten Kaufpreisbestandteilen führen nicht mehr zu einer (erfolgsneutralen) Anpassung des Geschäfts- oder Firmenwerts, sondern sind im Zeitpunkt der Änderung erfolgswirksam zu erfassen. Die wesentliche Änderung von IAS 27 betrifft die Schließung der bisherigen Regelungslücke bezüglich der Behandlung von Käufen oder Verkäufen von Anteilen an einem Tochterunternehmen, die zu keinem Verlust der Beherrschung führen. Derartige Transaktionen sind zwingend erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen. Bei Anteilsverkäufen, die zu einem Verlust der Beherrschung führen, wird ein Veräußerungsgewinn oder -verlust erfasst. Ein verbleibendes Investment (zum Beispiel eine at Equity bewertete Finanzanlage) ist zum Zeitpunkt des Verlusts der Beherrschung zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten und eine sich hierbei ergebende Differenz zum bisherigen Buchwert ist sofort ergebniswirksam zu erfassen. Die geänderten Standards IFRS 3 und IAS 27 sind für Unternehmenszusammenschlüsse mit Erwerbszeitpunkt in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen, anzuwenden. Dabei sind die hier aufgeführten Änderungen prospektiv anzuwenden. Die Neuregelungen beeinflussen die bisherige Bilanzierungspraxis bei HOCHTIEF. Insbesondere dürfen Abstockungen von Mehrheitsbeteiligungen ohne Kontrollverlust nicht mehr erfolgswirksam vorgenommen werden. Des Weiteren ist ein sukzessiver Unternehmenserwerb zum Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschungsmöglichkeit ergebniswirksam, wenn der Buchwert der bisher gehaltenen Anteile von deren beizulegendem Zeitwert zum Zeitpunkt des Kontrollerwerbs abweicht. Zudem sind im Zusammenhang mit einem Unternehmenserwerb anfallende Transaktionskosten sofort aufwandswirksam zu erfassen.

Die beschriebene Änderung von IAS 27 zog Änderungen an IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" und an IAS 31 "Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" nach sich. Die Klarstellungen regeln, dass bei Verlust der gemeinschaftlichen Führung oder des maßgeblichen Einflusses auf ein Unternehmen die verbleibenden Anteile erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind. Diese Änderungen sind ebenfalls prospektiv in Geschäftsjahren, die nach dem 1. Juli 2009 beginnen, anzuwenden.

Änderungen von IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung": Der IASB hat im Jahr 2008 eine Änderung von IAS 39 verabschiedet. Diese stellt klar, dass es zulässig ist, lediglich einen Teil der Änderungen der Cashflows oder des beizulegenden Zeitwerts eines Finanzinstruments als Grundgeschäft zu designieren. Wird eine erworbene Option als Sicherungsgeschäft designiert, stellt nur ihr innerer Wert - nicht jedoch ihr Zeitwert - ein effektives Sicherungsinstrument dar, da das zugehörige Grundgeschäft keine Zeitwertkomponente enthält. Schließlich bestimmt die Änderung, dass Inflation kein gesondert identifizierbares und verlässlich bewertbares Risiko darstellt und daher nicht als sicherbares Risiko designiert werden kann, es sei denn, sie stellt einen vertraglich festgelegten Cashflow dar. Die Änderungen sind retrospektiv erstmalig verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Für HOCHTIEF ergeben sich aus der Neuregelung keine materiellen Konsequenzen.

IFRIC 12 "Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen": IFRIC 12 schließt die bisher in den IFRS bestehende Regelungslücke zur Bilanzierung von Rechten und Pflichten aus Dienstleistungskonzessionen, die ein Unternehmen von einer Gebietskörperschaft zur Erbringung einer öffentlichen Leistung erwirbt. Die Interpretation legt ausschließlich die Bilanzierung beim lizenznehmenden Unternehmen fest. Die bilanzielle Darstellung richtet sich danach, ob das Unternehmen ein unbedingtes vertragliches Recht auf den Erhalt einer Zahlung hat oder ob es lediglich ein Recht erworben hat, von den Nutzern ein Nutzungsentgelt zu erheben. Im ersten Fall wird ein finanzieller Vermögenswert begründet, sodass die bilanzielle Abbildung nach dem sogenannten "Financial Asset Model" zu erfolgen hat. Im zweiten Fall erwirbt das Unternehmen einen immateriellen Vermögenswert, der ihm das Betreiben einer öffentlich angebotenen Einrichtung gestattet. In diesem Fall hat die Bilanzierung nach dem "Intangible Asset Model" zu erfolgen. Sofern die Gebietskörperschaft dem Unternehmen eine bestimmte Mindestentlohnung garantiert, darüber hinausgehende Beträge aber nur bei ausreichender Auslastung durch die Nutzer erlangt werden können, ist in Höhe der garantierten Zahlung ein finanzieller Vermögenswert, für die darüber hinausgehenden Zahlungen durch die Nutzer ein immaterieller Vermögenswert anzusetzen. IFRIC 12 ist grundsätzlich erstmalig für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2008 beginnen. Die EU hat diese Interpretation mit einem abweichenden Erstanwendungszeitpunkt übernommen. Danach ist IFRIC 12 spätestens mit Beginn des ersten nach dem 29. März 2009 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Die Anwendung dieser Interpretation hat für HOCHTIEF im Wesentlichen Auswirkungen auf die Bilanzierung von Dienstleistungskonzessionen, für die das "Intangible Asset Model" anzuwenden ist (zum Beispiel bei Mautstraßen und Flughäfen). Dienstleistungskonzessionen, die unter das "Financial Asset Model" fallen (zum Beispiel bei Schulen), wurden bei HOCHTIEF bereits weitgehend den Regelungen des IFRIC 12 entsprechend bilanziert und bewertet. Da es sich bei der Erstanwendung der Neuregelung um einen Methodenwechsel gemäß IAS 8 handelt, der eine rückwirkende Anwendung erfordert, sind die Vorjahreswerte entsprechend angepasst. Aufgrund der Bewertung von Infrastrukturprojekten nach dem "Intangible Asset Model" verminderten sich zum 31. Dezember 2009 die at Equity bewerteten Finanzanlagen um 33.197 Tsd. Euro und die langfristigen Finanzforderungen um 14.603 Tsd. Euro. Daraus ergibt sich eine Verminderung des Eigenkapitals in Höhe von 47.800 Tsd. Euro, die mit 46.060 Tsd. Euro auf Anteile des Konzerns und mit 1.740 Tsd. Euro auf Anteile anderer Gesellschafter entfällt. In der Gewinn- und Verlustrechnung verminderten sich die Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, im Geschäftsjahr 2009 um 3.600 Tsd. Euro. Von dieser Verminderung entfallen 50 Tsd. Euro auf Anteile anderer Gesellschafter und 3.550 Tsd. Euro auf den Konzerngewinn. Für die ebenfalls angepasste Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2009 werden im Anhang diejenigen Posten aufgegliedert, die durch die retrospektive Erstanwendung von IFRIC 12 von den ursprünglich veröffentlichten abweichen.

IFRIC 16 "Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb": Die Interpretation trifft Klarstellungen hinsichtlich einer Nettoinvestition. Danach muss sich das abgesicherte Risiko auf eine Änderung des Verhältnisses der funktionalen Währungen zwischen einem ausländischen Geschäftsbetrieb und einem beliebigen Mutterunternehmen beziehen. Nach der derzeit für die EU geltenden Fassung darf das Sicherungsinstrument dabei von jedem beliebigen Konzernunternehmen gehalten werden - mit Ausnahme des abzusichernden ausländischen Geschäftsbetriebs selbst. Diese Einschränkung wurde vom IFRS IC gestrichen. IFRIC 16 ist in der EU erstmals spätestens in dem ersten nach dem 30. Juni 2009 beginnenden Geschäftsjahr anzuwenden. Die Klarstellungen haben keinen Einfluss auf die Rechnungslegung von HOCHTIEF.

Die übrigen Standards und Interpretationen, die in der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 erstmalig verpflichtend anzuwenden sind, haben keine Auswirkungen auf den HOCHTIEF-Konzern.

Zudem wurden vom IASB und vom IFRS IC neue Rechnungslegungsvorschriften in Form von weiteren, für den HOCHTIEF-Konzernabschluss relevanten Standards und Interpretationen verabschiedet, die jedoch im Geschäftsjahr 2010 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind und teilweise von der EU noch nicht übernommen wurden:

Änderungen von IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben": Der IASB hat am 7. Oktober 2010 Änderungen von IFRS 7 veröffentlicht. Diese betreffen die Angabepflichten im Fall der Übertragung von finanziellen Vermögenswerten auf eine andere Partei (zum Beispiel Factoring). So sind bei einer unvollständigen Ausbuchung der finanziellen Vermögenswerte Angaben zu der neu entstandenen Verbindlichkeit erforderlich. Sofern die Übertragung zu einer vollständigen Ausbuchung der finanziellen Vermögenswerte geführt hat, sind Angaben zu weiterbestehenden Rechten oder Pflichten des übertragenden Unternehmens zu machen. Dazu zählen beispielsweise übernommene Ausfallgarantien oder Rückkaufvereinbarungen. Die Regelungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen, anzuwenden. Dabei sind Vorjahresvergleichsangaben nicht erforderlich. Nach heutiger Einschätzung werden sich aus dieser Neuregelung keine wesentlichen Auswirkungen auf den HOCHTIEF-Konzernabschluss ergeben. Die Änderungen sind noch nicht von der EU übernommen worden.

IFRS 9 "Finanzinstrumente": Der IASB hat am 12. November 2009 den IFRS 9 verabschiedet. Dieser spiegelt zunächst nur die erste Phase der vollständigen Überarbeitung von IAS 39 wider und befasst sich mit der Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten. Mit dem Abschluss jeder weiteren der insgesamt drei Phasen werden die neuen Regelungen in IFRS 9 eingefügt und die entsprechenden Teile des IAS 39 außer Kraft gesetzt. Der Standard sieht vor, dass es für finanzielle Vermögenswerte künftig nur noch zwei Bewertungskategorien geben soll:

erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert oder

zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Für Eigenkapitalinstrumente, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, besteht bei ihrem erstmaligen Ansatz ein unwiderrufliches Wahlrecht, künftige Wertänderungen einschließlich des Abgangsergebnisses erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen. Als einzige Ausnahme von diesem Grundsatz sind Dividenden aus diesen Finanzinstrumenten erfolgswirksam zu erfassen.

Am 28. Oktober 2010 hat der IASB im Rahmen der zweiten Phase der vollständigen Überarbeitung von IAS 39 den IFRS 9 um Regelungen zur Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten und zur Ausbuchung ergänzt. Hinsichtlich der finanziellen Verbindlichkeiten bleibt es bei den bisherigen zwei Bewertungskategorien "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" und "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet". Eine Änderung ergibt sich nur bei Ausübung der Fair-Value-Option. In diesem Fall sind nicht mehr sämtliche Änderungen aus der Marktbewertung einer Finanzverbindlichkeit erfolgswirksam zu erfassen. Sofern die Änderung des beizulegenden Zeitwerts aus einer Veränderung des eigenen Kreditrisikos resultiert, sind die Wertänderungen in den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen zu erfassen. Für alle übrigen Wertänderungen bleibt es bei der erfolgswirksamen Erfassung. Diese Sonderregelung gilt indes nicht für finanzielle Verbindlichkeiten, die zwingend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, wie beispielsweise Derivate außerhalb einer Hedge-Beziehung. Bezüglich der Ausbuchung übernimmt IFRS 9 die Regelungen des derzeit gültigen IAS 39.

Der Standard sieht eine retrospektive Anwendung für alle zum Zeitpunkt der Erstanwendung des Standards bestehenden Finanzinstrumente vor. Der Erstanwendungszeitpunkt ist das erste am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnende Geschäftsjahr. Die Übernahme des Standards durch die EU ist noch nicht erfolgt. Die Neuregelung wird für HOCHTIEF zu einer Neuklassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte führen. Dabei werden sich aufgrund der erfolgswirksamen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert Wertänderungen von Finanzinstrumenten verstärkt in der Gewinn- und Verlustrechnung niederschlagen. Die Neuregelungen zu den finanziellen Verbindlichkeiten werden für HOCHTIEF voraussichtlich keine Konsequenzen haben.

Änderung von IAS 12 "Ertragsteuern": Im Dezember 2010 hat der IASB eine Änderung von IAS 12 zur Ermittlung latenter Steuern verabschiedet. Nach den derzeitigen Regelungen hängt die Bemessungsgrundlage für die Ermittlung der latenten Steuern davon ab, ob der Buchwert eines Vermögenswerts voraussichtlich durch Nutzung oder Veräußerung realisiert wird. Da diese Entscheidung ermessensabhängig ist, wird die widerlegbare Vermutung eingeführt, dass die Realisierung durch Veräußerung erfolgt. Diese Regelung gilt nur für Investment Properties, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, und für nicht planmäßig abzuschreibende Vermögenswerte, die nach der Neubewertungsmethode bewertet werden. Die Neuregelung ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnen. Die Übernahme in EU-Recht ist noch nicht erfolgt. Für HOCHTIEF ergeben sich aus der Änderung keine Auswirkungen, da im Konzern weder von der Neubewertungsmethode noch von der Bewertung von Investment Properties zum beizulegenden Zeitwert Gebrauch gemacht wird.

Änderung von IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen": Der IASB veröffentlichte im November 2009 die Änderung von IAS 24, um insbesondere dessen Verständlichkeit und Eindeutigkeit zu erhöhen und somit eine einheitliche Auslegung und Anwendung sicherzustellen. Hierzu wurde im Wesentlichen die Definition "nahestehende Unternehmen und Personen" überarbeitet. Ferner sind Erleichterungsvorschriften für Unternehmen, die unter der Beherrschung beziehungsweise der gemeinschaftlichen Führung oder dem maßgeblichen Einfluss der öffentlichen Hand stehen, eingeführt worden. Darüber hinaus erfolgte die Einbeziehung schwebender Geschäfte in den Kreis berichtspflichtiger Geschäftsvorfälle. Die Änderungen sind retrospektiv für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen. Die Berücksichtigung der Änderungen kann im HOCHTIEF-Konzern zu einer Ausweitung der berichtspflichtigen Geschäftsvorfälle führen.

Des Weiteren hat der IASB im Rahmen des sogenannten "Annual Improvements Process" einen Sammelstandard veröffentlicht. Dabei werden kleine, nicht dringliche, aber notwendige Änderungen an verschiedenen Einzelstandards in einem Standard zusammengefasst. Die Änderungen sind überwiegend erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen, verpflichtend anzuwenden und werden für HOCHTIEF keine materiellen Auswirkungen haben.

IFRIC 19 "Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten": Das IFRS IC hat im November 2009 diese Interpretation veröffentlicht. Darin ist geregelt, dass ein Unternehmen die Bedingungen einer finanziellen Verbindlichkeit mit dem Gläubiger neu aushandeln kann und der Gläubiger dabei Aktien oder andere Eigenkapitalinstrumente des Unternehmens zur vollen oder teilweisen Tilgung der finanziellen Verbindlichkeit akzeptiert. Die Interpretation ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen. Für den HOCHTIEF-Konzern werden sich nach derzeitiger Einschätzung keine materiellen Auswirkungen ergeben.

Erläuterung der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von 20.159.286 Tsd. Euro (Vorjahr 18.166.081 Tsd. Euro) beinhalten zum einen realisierte Auftragswerte aus der Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode beim klassischen Baugeschäft, Construction-Management und Contract-Mining, zum anderen Lieferungen und Leistungen an Arbeitsgemeinschaften sowie anteilig übernommene Ergebnisse aus Arbeitsgemeinschaften und sonstige Leistungen. Des Weiteren werden in dieser Position Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen wie Bauplanung, Logistik, Asset-Management, Facility-Management, Property-Management, Energy-Management sowie Versicherungs- und Konzessionsgeschäft ausgewiesen.

Die Umsatzerlöse aus der Percentage-of-Completion-Methode betragen insgesamt 17.483.708 Tsd. Euro (Vorjahr 16.500.225 Tsd. Euro).

Da die Umsatzerlöse nur ein unvollständiges Bild der im Geschäftsjahr erbrachten Leistung wiedergeben, wird ergänzend die gesamte Leistung des Konzerns dargestellt, die auch die anteilige Leistung der Arbeitsgemeinschaften enthält.

Die einzelnen Unternehmensbereiche haben zur Gesamtleistung des Konzerns wie folgt beigetragen:

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(In Tsd. EUR) 2010 2009
HOCHTIEF Americas 6.793.569 6.729.715
HOCHTIEF Asia Pacific 12.702.794 9.645.199
HOCHTIEF Concessions 112.065 189.873
HOCHTIEF Europe 2.602.142 2.742.174
HOCHTIEF Real Estate 390.022 676.969
HOCHTIEF Services 672.092 645.802
Unternehmenszentrale/ Konsolidierung -38.774 -63.572

23.233.910 20.566.160


Nachfolgend werden die größten Arbeitsgemeinschaften im HOCHTIEF-Konzern dargestellt:

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Name Geschäftstätigkeit Auftragsvolumen
(in Tsd. EUR)
Beteiligungsquote
(in Prozent)
Anteiliges Auftragsvolumen
(in Tsd. EUR)
Gotthard-Basistunnel Bau 1.753.947 25,00 438.487
Maliakos-Kleidi Bau 614.893 61,02 375.208
Elefsina-Patras-Tsakona Bau 728.881 42,31 308.390
Fort Belvoir Krankenhaus Bau 359.279 50,00 179.640
Polizeiakademie Queens Bau 243.087 50,00 121.544


2. Sonstige betriebliche Erträge

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(In Tsd. EUR) 2010 2009
Erträge aus Entkonsolidierungen 222.181 24.203
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 69.517 57.929
Kursgewinne aus Fremdwährungen 37.222 19.079
Erträge aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten,
Sachanlagen und Investment Properties
25.851 31.371
Erträge aus Zuschreibungen 25.138 7.532
Übrige 98.847 84.993

478.756 225.107


Die Erträge aus Entkonsolidierungen entfallen mit 117.410 Tsd. Euro auf die Marktbewertung von den verbleibenden Anteilen.

Die Erträge aus Zuschreibungen entfallen mit 25.036 Tsd. Euro (Vorjahr 6.477 Tsd. Euro) auf die Wertaufholung abgewerteter Forderungen.

Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem Erträge aus der Marktbewertung von Derivaten, Erträge aus Versicherungsentschädigungen sowie Erträge aus Vermietung und Verpachtung.

3. Materialaufwand

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(In Tsd. EUR) 2010 2009
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 3.500.477 2.608.440
Aufwendungen für bezogene Leistungen 10.263.504 9.954.102

13.763.981 12.562.542


4. Personalaufwand

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(In Tsd. EUR) 2010 2009
Löhne und Gehälter 3.661.770 3.105.542
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 419.089 395.543

4.080.859 3.501.085


Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen 219.550 Tsd. Euro (Vorjahr 174.782 Tsd. Euro). Sie betreffen im Wesentlichen die im Geschäftsjahr erdienten Versorgungsansprüche aus leistungsorientierten Pensionsplänen und die Zahlungen an beitragsorientierte Versorgungssysteme. Die Zahlungen an staatliche Rentenversicherungsträger sind in den sozialen Abgaben enthalten.

Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt)

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2010 2009
Gewerbliche Arbeitnehmer 37 925 34 479
Angestellte 32 732 31 699

70 657 66 178


Durchschnittlich wurden 465 Mitarbeiter (Vorjahr 503 Mitarbeiter) zu ihrer Berufsausbildung beschäftigt.

5. Abschreibungen

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(In Tsd. EUR) 2010 2009
Immaterielle Vermögenswerte 11.894 16.632
Sachanlagen 665.698 483.718
Investment Properties 951 1.020

678.543 501.370


Im Geschäftsjahr wurden Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 250 Tsd. Euro (Vorjahr 64 Tsd. Euro) und auf Sachanlagen in Höhe von 2.417 Tsd. Euro (Vorjahr 58 Tsd. Euro) vorgenommen. Investment Properties wurden - wie im Vorjahr - nicht wertgemindert.

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

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(In Tsd. EUR) 2010 2009
Mieten, Pachten und Leasing 418.557 405.628
Versicherungen 215.740 229.642
Technische und kaufmännische Beratung 172.995 153.977
Reisekosten 104.976 85.626
Externe Organisation und Programmierung 60.517 42.872
Gerichts-, Anwalts- und Notarkosten 54.449 50.144
Büromaterial 44.550 27.724
Struktur- und Anpassungsmaßnahmen 41.689 10.239
Provisionen 37.235 24.734
Kursverluste aus Fremdwährungen 21.874 21.648
Verluste aus Wertminderungen und Abgängen von kurzfristigen Vermögenswerten (außer Vorräten) 21.604 16.613
Werbemaßnahmen 17.250 15.780
Kosten des Post- und Zahlungsverkehrs 16.919 17.810
Prozesskosten 13.527 8.283
Aufwendungen aus Derivaten 2.882 8.931
Übrige 308.901 213.472

1.553.665 1.333.123


Der Versicherungsaufwand betrifft überwiegend die Absicherung von projektbezogenen Risiken in der Turner-Gruppe. Hierbei wird durch Zusammenführen von Versicherungsleistungen von Turner und anderen Projektbeteiligten, wie Lieferanten und Kunden, die Minimierung der aus der Projektabwicklung resultierenden Risiken für Turner sowie für die Kunden erreicht. Den Versicherungsaufwendungen stehen entsprechende im Umsatz ausgewiesene Erlöse gegenüber.

Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Kosten der Auftragsabwicklung, Sachkosten der Verwaltung, Jahresabschlusskosten, Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und weitere, nicht an anderer Stelle auszuweisende Aufwendungen. Sonstige Steuern sind hier mit 24.565 Tsd. Euro (Vorjahr 22.115 Tsd. Euro) enthalten.

Im Berichtsjahr wurden einschließlich Personal- und Materialaufwendungen insgesamt 4.886 Tsd. Euro (Vorjahr 5.304 Tsd. Euro) für unternehmensübergreifende Forschungs- und Entwicklungsprojekte des zentralen Innovationsmanagements aufgewendet.

7. Beteiligungsergebnis

Im Beteiligungsergebnis werden sämtliche Erträge und Aufwendungen gezeigt, die im Zusammenhang mit at Equity bewerteten Finanzanlagen und mit Beteiligungen entstanden sind.

Aufgrund der retrospektiven erstmaligen Anwendung von IFRIC 12 im Geschäftsjahr 2010 sind die Vorjahreswerte der Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, im Vergleich zu der veröffentlichten Zahl um 3.600 Tsd. Euro niedriger ausgewiesen.

Das Beteiligungsergebnis setzt sich im Einzelnen wie folgt zusammen:

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(In Tsd. EUR) 2010 2009
angepasst
Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen,
die nach der Equity-Methode bewertet werden
189.820 201.356
davon Wertminderungen (70.259) (-)
Ergebnis aus nicht konsolidierten Tochterunternehmen -2.394 71
davon Wertminderungen (-2.394) (-1.897)
Ergebnis aus übrigen Beteiligungen 22.186 4.564
davon Wertminderungen (-13.399) (-19.382)
Erträge aus dem Abgang von Beteiligungen 1.344 8.851
Aufwendungen aus dem Abgang von Beteiligungen - -115
Erträge aus Ausleihungen an Beteiligungen 11.749 11.488
Übriges Beteiligungsergebnis 32.885 24.859

222.705 226.215


Die Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, entfallen mit -43.524 Tsd. Euro (Vorjahr 102.217 Tsd. Euro) auf assoziierte Unternehmen und mit 233.344 Tsd. Euro (Vorjahr 99.139 Tsd. Euro) auf Gemeinschaftsunternehmen. Die wesentlichen Ergebnisanteile betreffen mit 61.784 Tsd. Euro (Vorjahr 64.607 Tsd. Euro) den Unternehmensbereich Concessions und mit 53.023 Tsd. Euro (Vorjahr 103.356 Tsd. Euro) den Unternehmensbereich Asia Pacific. In den Gewinn- und Verlustanteilen an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen sind Wertminderungen in Höhe von 70.259 Tsd. Euro (Vorjahr - Tsd. Euro) enthalten. Diese betreffen assoziierte Unternehmen im Unternehmensbereich HOCHTIEF Asia Pacific.

Das Ergebnis aus übrigen Beteiligungen enthält mit 33.142 Tsd. Euro (Vorjahr 20.965 Tsd. Euro) die Ausschüttungen der Southern Cross Airports Corporation Holdings Ltd. aus der Flughafenbeteiligung Sydney. Die Wertminderungen im Ergebnis aus übrigen Beteiligungen betreffen mit 13.398 Tsd. Euro (Vorjahr 16.991 Tsd. Euro) Beteiligungen von Leighton Holdings.

Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Beteiligungen, die im Geschäftsjahr abgegangen sind, hatten einen Buchwert von 129 Tsd. Euro (Vorjahr 70 Tsd. Euro). Aus den Abgängen des Geschäftsjahres resultierte ein Veräußerungsgewinn in Höhe von 15 Tsd. Euro (Vorjahr 16 Tsd. Euro). Zum Abschlussstichtag bestehen keine weiteren Verkaufsabsichten von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Beteiligungen.

8. Finanzergebnis

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(In Tsd. EUR) 2010 2009
Zinsen und ähnliche Erträge 66.893 58.231
Andere Finanzerträge 14.671 21.675
Finanzerträge 81.564 79.906
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -245.847 -187.826
Zinsanteile an Zuführungen zu langfristigen Rückstellungen -1.429 -7.549
davon zu Pensionsverpflichtungen (2.582) (-7.549)
Andere Finanzaufwendungen -15.765 -39.146
Finanzaufwendungen -263.041 -234.521

-181.477 -154.615


Zinsen und ähnliche Erträge beziehungsweise Aufwendungen enthalten alle Zinserträge aus Liquiditätsanlagen, verzinslichen Wertpapieren und sonstigen Ausleihungen sowie sämtliche Zinsaufwendungen. Zu den Zinsen und ähnlichen Erträgen zählen darüber hinaus alle Gewinnanteile und Dividenden aus lang- und kurzfristigen Wertpapieren. Per Saldo ergibt sich hieraus ein Zinsergebnis in Höhe von -178.954 Tsd. Euro (Vorjahr -129.595 Tsd. Euro).

Im Geschäftsjahr 2010 wurden für nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente Zinserträge in Höhe von 59.959 Tsd. Euro (Vorjahr 51.712 Tsd. Euro) erzielt. Zinsaufwendungen fielen für nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente in Höhe von 245.847 Tsd. Euro (Vorjahr 187.826 Tsd. Euro) an.

Die Zinsanteile an Zuführungen zu Pensionsverpflichtungen in Höhe von 2.582 Tsd. Euro (Vorjahr -7.549 Tsd. Euro) enthalten die jährlichen Aufzinsungsbeträge im Zusammenhang mit der Barwertfortschreibung der langfristigen Pensionsverpflichtungen in Höhe von 43.937 Tsd. Euro (Vorjahr 46.961 Tsd. Euro), saldiert mit den erwarteten Erträgen aus Planvermögen in Höhe von 46.519 Tsd. Euro (Vorjahr 39.412 Tsd. Euro).

Finanzerträge und Finanzaufwendungen, die nicht den Zinsen und ähnlichen Erträgen beziehungsweise Aufwendungen oder den Zinsanteilen an Zuführungen zu langfristigen Rückstellungen zugeordnet werden können, werden unter den anderen Finanzerträgen oder den anderen Finanzaufwendungen ausgewiesen. Darunter fallen vor allem Erträge und Aufwendungen aus der Veräußerung von Wertpapieren, Erträge und Aufwendungen aus Finanzderivaten sowie Wertminderungen auf Wertpapiere.

9. Ertragsteuern

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(In Tsd. EUR) 2010 2009
Tatsächliche Ertragsteuern 212.368 184.988
Latente Steuern -2.074 7.314

210.294 192.302


In den tatsächlichen Ertragsteuern sind per Saldo Aufwendungen in Höhe von 302 Tsd. Euro (Vorjahr Erträge in Höhe von 3.877 Tsd. Euro) enthalten, die vorangegangene Perioden betreffen.

Der Ertragsteueraufwand entwickelt sich aus dem theoretischen Steueraufwand. Dabei wird - wie im Vorjahr - ein Steuersatz in Höhe von 31,5 Prozent auf das Ergebnis vor Steuern angewendet:

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(In Tsd. EUR) 2010 2009
angepasst
Ergebnis vor Steuern 756.572 596.871
Theoretischer Steueraufwand 31,5 % 238.320 188.014
Unterschiede zu ausländischen Steuersätzen -21.815 -7.377
Steuereffekte auf:

Steuerfreie Erträge -84.078 -39.416
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen 41.762 14.428
Equity-Bewertung von assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen 1.220 -1.595
Nicht angesetzte aktive latente Steuern auf Verlustvorträge 45.357 53.534
Sonstiges -10.472 -15.286
Effektiver Steueraufwand 210.294 192.302
Effektiver Steuersatz (in %) 27,8 32,2


Die steuerfreien Erträge betreffen überwiegend steuerfreie Ausschüttungen und Erträge aus dem Abgang von Beteiligungen.

Auf im Berichtsjahr entstandene steuerliche Verluste in Deutschland sind aus Vorsichtsgründen - wie im Vorjahr - keine latenten Steuern aktiviert worden.

10. Anteile anderer Gesellschafter

Die Anteile anderer Gesellschafter in Höhe von 258.248 Tsd. Euro (Vorjahr 212.897 Tsd. Euro) betreffen mit 260.975 Tsd. Euro (Vorjahr 214.148 Tsd. Euro) Gewinnanteile - im Wesentlichen mit 167.480 Tsd. Euro (Vorjahr 157.295 Tsd. Euro) den Fremdanteil der Leighton-Gruppe, mit 33.717 Tsd. Euro (Vorjahr 19.688 Tsd. Euro) den Fremdanteil der Flughafengesellschaften sowie mit 30.504 Tsd. Euro (Vorjahr 14.973 Tsd. Euro) den Fremdanteil der HOCHTIEF Construction Qatar - und mit 2.727 Tsd. Euro (Vorjahr 1.251 Tsd. Euro) Verlustanteile.

Aufgrund der retrospektiven erstmaligen Anwendung von IFRIC 12 im Geschäftsjahr 2010 sind die Anteile anderer Gesellschafter des Vorjahres im Vergleich zu der veröffentlichten Zahl um 50 Tsd. Euro niedriger ausgewiesen.

Erläuterung der Konzernbilanz

11. Immaterielle Vermögenswerte

Die Aufgliederung der in der Konzernbilanz zusammengefassten Anlageposition "Immaterielle Vermögenswerte" und ihre Entwicklung - im Geschäftsjahr 2010 sowie im Vorjahr - stellen sich wie folgt dar:

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(In Tsd. EUR) Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werten
Geschäfts- oder
Firmenwerte
aus der
Kapitalkonsolidierung
Summe



Anschaffungs- und Herstellungskosten


Stand 1.1.2010 143.790 431.053 574.843
Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises 2.568 12.481 15.049
Zugänge 22.152 - 22.152
Abgänge -1.483 - -1.483
Umbuchungen 90 - 90
Währungsanpassungen 7.541 49.216 56.757
Stand 31.12.2010 174.658 492.750 667.408
Kumulierte Abschreibungen


Stand 1.1.2010 71.142 - 71.142
Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises -6 - -6
Zugänge 11.894 - 11.894
Abgänge -1.447 - -1.447
Umbuchungen 18 - 18
Währungsanpassungen 2.928 - 2.928
Zuschreibungen - - -
Stand 31.12.2010 84.529 - 84.529
Buchwerte Stand 31.12.2010 90.129 492.750 582.879
Anschaffungs- und Herstellungskosten


Stand 1.1.2009 154.778 407.847 562.625
Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises -6.779 -818 -7.597
Zugänge 14.260 - 14.260
Abgänge -19.728 - -19.728
Umbuchungen 129 - 129
Währungsanpassungen 1.130 24.024 25.154
Stand 31.12.2009 143.790 431.053 574.843
Kumulierte Abschreibungen


Stand 1.1.2009 79.965 - 79.965
Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises -4.812 - -4.812
Zugänge 16.632 - 16.632
Abgänge -19.728 - -19.728
Umbuchungen 93 - 93
Währungsanpassungen -1.008 - -1.008
Zuschreibungen - - -
Stand 31.12.2009 71.142 - 71.142
Buchwerte Stand 31.12.2009 72.648 431.053 503.701


In den immateriellen Vermögenswerten sind aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 2.590 Tsd. Euro (Vorjahr - Tsd. Euro) enthalten.

Immaterielle Vermögenswerte wurden im Berichtsjahr in Höhe von 250 Tsd. Euro (Vorjahr 64 Tsd. Euro) wertgemindert.

Die immateriellen Vermögenswerte enthalten mit 24.538 Tsd. Euro (Vorjahr 22.760 Tsd. Euro) den Wert des bei der Erstkonsolidierung der Turner-Gruppe im Segment HOCHTIEF Americas aktivierten Firmennamens "Turner". Darüber hinaus ist ebenfalls im Segment Americas der Firmenname "Flatiron" in Höhe von 2.769 Tsd. Euro (Vorjahr 2.568 Tsd. Euro) aktiviert. Die Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr sind in beiden Fällen auf die Währungsanpassung zurückzuführen. Aus der im Geschäftsjahr erfolgten Erstkonsolidierung der E.E. Cruz and Company Inc. resultiert ein weiterer aktivierter Firmenname in Höhe von 2.545 Tsd. Euro. Die Firmennamen werden nicht planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben, sondern einmal jährlich sowie zusätzlich bei Vorliegen bestimmter, auf eine mögliche Wertminderung hindeutender Indikatoren einem Werthaltigkeitstest in Analogie zum unten beschriebenen Impairment-Test für Geschäfts- oder Firmenwerte gemäß IAS 36 unterzogen. Mit 18.007 Tsd. Euro (Vorjahr 15.531 Tsd. Euro) betreffen die immateriellen Vermögenswerte eine Konzession für ein Autobahnprojekt in Santiago de Chile. Die Konzession ist an die Verpflichtung zum Bau einer Autobahn mit Mautsystem geknüpft und wird seit der Inbetriebnahme im Jahr 2006 über eine Nutzungsdauer von 27 Jahren leistungsbezogen, das heißt entsprechend dem Verkehrsaufkommen, abgeschrieben. Nach Ende der Nutzungsdauer im Jahr 2033 ist die Autobahn an den chilenischen Staat zurückzugeben. Die Werterhöhung im Vergleich zum Vorjahr ist auf die Währungsanpassung zurückzuführen.

Die im Rahmen der Erstkonsolidierung entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte von vollkonsolidierten Gesellschaften sind zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf Segmentebene zugeordnet worden, um die Werthaltigkeitstests durchzuführen. Die Zuordnung erfolgte entsprechend der Segmentberichterstattung zu den einzelnen Unternehmensbereichen.

Die jährliche Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte auf Ebene der Segmente erfolgt bei HOCHTIEF jeweils im vierten Quartal eines Geschäftsjahres. Im Rahmen der Werthaltigkeitstests wird der erzielbare Betrag eines Segments mit dem Buchwert des Segments verglichen.

Die erzielbaren Beträge der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten HOCHTIEF Americas, HOCHTIEF Europe, HOCHTIEF Concessions, HOCHTIEF Real Estate und HOCHTIEF Services werden anhand des Nutzungswerts bestimmt. Der Nutzungswert ist der Barwert der zukünftigen Cashflows, die voraussichtlich aus einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit erzielt werden können. Der Nutzungswert wird auf der Grundlage eines Unternehmensbewertungsmodells (Discounted-Cashflow-Methode) ermittelt, wobei dieser aus unternehmensinterner Sicht bestimmt wird. Der Bestimmung liegen Cashflow-Planungen zugrunde, die grundsätzlich auf der vom Vorstand genehmigten und im Zeitpunkt der Durchführung des Impairment-Tests gültigen Planung für eine Periode von drei Jahren basieren. In diese Planung fließen Erfahrungen ebenso ein wie Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Marktentwicklung. Für den Zeitraum danach werden gleichbleibende Cashflows angesetzt. Die Kapitalkostensätze basieren auf dem Konzept der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (WACC). Es erfolgt zunächst eine Nach-Steuer-Berechnung des Nutzungswerts durch Diskontierung der Cashflows mit einem Kapitalkostensatz nach Steuern. Im Anschluss wird der Diskontierungssatz vor Steuern iterativ ermittelt.

Die im Rahmen der Werthaltigkeitstests verwendeten Diskontierungssätze für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten liegen vor Steuern zwischen 8,9 und 11,5 Prozent (Vorjahr zwischen 8,6 und 12,9 Prozent).

Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit HOCHTIEF Asia Pacific wird anhand des beizulegenden Zeitwerts bestimmt, der aus dem Börsenwert von Leighton abgeleitet wird.

Ein Vergleich der erzielbaren Beträge der Segmente mit deren Buchwerten ergab - wie im Vorjahr - keinen Abwertungsbedarf für Geschäfts- oder Firmenwerte.

Im Geschäftsjahr 2010 veränderten sich die Geschäfts- oder Firmenwerte der einzelnen Segmente wie folgt:

scroll
(In Tsd. EUR) Stand
1.1.2010
Währungsanpassungen Änderung
Konsolidierungskreis
Wertminderungen Stand
31.12.2010
HOCHTIEF Americas 209.133 16.194 12.481* - 237.808
HOCHTIEF Asia Pacific 163.434 33.022 - - 196.456
HOCHTIEF Concessions 5.897 - - - 5.897
HOCHTIEF Europe 4.346 - - - 4.346
HOCHTIEF Real Estate - - - - -
HOCHTIEF Services 48.243 - - - 48.243

431.053 49.216 12.481 - 492.750


* Der Zugang im Segment HOCHTEF Americas betrifft die im Geschäftsjahr erfolgte Akquisition der E.E. Cruz and Company Inc.


12. Sachanlagen

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(In Tsd. EUR) Grundstücke,
grundstücksgleiche
Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten
auf fremden Grundstücken
Technische Anlagen und
Maschinen,
Transportgeräte



Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung




Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen
im Bau



Summe






Anschaffungs- und Herstellungskosten




Stand 1.1.2010 241.079 2.544.251 292.642 4.652 3.082.624
Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises -2.956 -9.718 -160 -448 -13.282
Zugänge 36.076 830.289 34.014 1.502 901.881
Abgänge -19.309 -398.134 -44.848 -820 -463.111
Umbuchungen - 4.678 -3.539 -2.493 -1.354
Währungsanpassungen 36.785 459.918 12.268 235 509.206
Stand 31.12.2010 291.675 3.431.284 290.377 2.628 4.015.964
Kumulierte Abschreibungen




Stand 1.1.2010 96.649 1.316.077 177.571 - 1.590.297
Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises -1.129 -2.068 -177 - -3.374
Zugänge 15.862 619.893 29.943 - 665.698
Abgänge -10.773 -266.647 -31.681 - -309.101
Umbuchungen - 3.309 -3.327 - -18
Währungsanpassungen 13.175 245.412 6.505 - 265.092
Zuschreibungen - -78 -24 - -102
Stand 31.12.2010 113.784 1.915.898 178.810 - 2.208.492
Buchwerte Stand 31.12.2010 177.891 1.515.386 111.567 2.628 1.807.472
Anschaffungs- und Herstellungskosten




Stand 1.1.2009 208.913 1.771.411 296.771 4.098 2.281.193
Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises -5.749 -16.665 -3.439 - -25.853
Zugänge 18.423 732.467 58.141 2.672 811.703
Abgänge -8.599 -304.606 -39.932 -38 -353.175
Umbuchungen 19 19.601 -17.704 -2.090 -174
Währungsanpassungen 28.072 342.043 -1.195 10 368.930
Stand 31.12.2009 241.079 2.544.251 292.642 4.652 3.082.624
Kumulierte Abschreibungen




Stand 1.1.2009 76.332 898.756 185.712 - 1.160.800
Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises -2.988 -6.981 -2.235 - -12.204
Zugänge 15.421 435.217 33.080 - 483.718
Abgänge -1.613 -185.285 -35.584 - -222.482
Umbuchungen - 1.400 -1.493 - -93
Währungsanpassungen 9.497 173.055 -1.909 - 180.643
Zuschreibungen - -85 - - -85
Stand 31.12.2009 96.649 1.316.077 177.571
1.590.297
Buchwerte Stand 31.12.2009 144.430 1.228.174 115.071 4.652 1.492.327


Das Sachanlagevermögen enthält mit 222.170 Tsd. Euro (Vorjahr 192.133 Tsd. Euro) Vermögenswerte, die im Rahmen von Finanzierungsleasing genutzt werden; sie betreffen im Wesentlichen technische Anlagen und Maschinen bei Leighton Holdings sowie Fahrzeuge bei Turner.

Sachanlagen wurden im Berichtsjahr in Höhe von 2.417 Tsd. Euro (Vorjahr 58 Tsd. Euro) wertgemindert.

Die Sachanlagen unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen (Vorjahr 1.524 Tsd. Euro).

13. Investment Properties

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(In Tsd. EUR)
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2010 85.028
Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises -6.868
Zugänge 54
Abgänge -19.753
Umbuchungen -
Währungsanpassungen 255
Stand 31.12.2010 58.716
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2010 46.789
Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises -1.426
Zugänge 951
Abgänge -11.679
Umbuchungen -
Währungsanpassungen 71
Zuschreibungen -
Stand 31.12.2010 34.706
Buchwert Stand 31.12.2010 24.010
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2009 99.397
Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises -
Zugänge 60
Abgänge -14.496
Umbuchungen -
Währungsanpassungen 67
Stand 31.12.2009 85.028
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2009 56.501
Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises -
Zugänge 1.020
Abgänge -10.749
Umbuchungen -
Währungsanpassungen 17
Zuschreibungen -
Stand 31.12.2009 46.789
Buchwert Stand 31.12.2009 38.239


Investment Properties wurden - wie im Vorjahr - nicht wertgemindert.

Zum 31. Dezember 2010 beträgt der beizulegende Zeitwert der Investment Properties 38.989 Tsd. Euro (Vorjahr 53.388 Tsd. Euro). Er wird nach international anerkannten Bewertungsmethoden ermittelt, wie durch die Ableitung aus dem aktuellen Marktpreis vergleichbarer Immobilien oder die Discounted-Cashflow-Methode. Vom beizulegenden Zeitwert entfallen 14.547 Tsd. Euro (Vorjahr 25.155 Tsd. Euro) auf eine Bewertung durch konzernexterne, unabhängige Gutachter.

Die Mieterlöse aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien beliefen sich im Berichtsjahr auf 1.475 Tsd. Euro (Vorjahr 2.247 Tsd. Euro). Von den direkten betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 2.524 Tsd. Euro (Vorjahr 4.168 Tsd. Euro) entfielen 953 Tsd. Euro (Vorjahr 1.515 Tsd. Euro) auf vermietete und 1.571 Tsd. Euro (Vorjahr 2.653 Tsd. Euro) auf nicht vermietete Investment Properties.

Investment Properties unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen (Vorjahr 3.332 Tsd. Euro Verfügungsbeschränkungen in Form von Grundpfandrechten).

14. At Equity bewertete Finanzanlagen

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(In Tsd. EUR) 31.12.2010 31.12.2009
angepasst
1.1.2009
angepasst
At Equity bewertete Gemeinschaftsunternehmen 614.168 339.343 306.946
At Equity bewertete assoziierte Unternehmen 1.391.474 1.425.293 1.337.204

2.005.642 1.764.636 1.644.150


Aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRIC 12 und der damit verbundenen Bilanzierungsänderung für nach dem "Intangible Asset Model" abzubildende Infrastrukturprojekte verminderte sich der Buchwert der at Equity bewerteten assoziierten Unternehmen zum 31. Dezember 2009 im Vergleich zum im Vorjahr berichteten Wert um 33.197 Tsd. Euro.

Gemeinschaftsunternehmen

Im Folgenden werden die wesentlichen anteiligen Posten der Bilanzen und der Gewinn- und Verlustrechnungen der Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, dargestellt:

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(In Tsd. EUR) 31.12.2010 31.12.2009
Langfristige Vermögenswerte 2.095.377 2.191.029
Kurzfristige Vermögenswerte 1.603.269 895.765
Langfristige Schulden -2.080.894 -1.978.179
Kurzfristige Schulden -1.003.584 -769.272
Nettovermögen 614.168 339.343


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(In Tsd. EUR) 2010 2009
Erträge 2.809.431 2.646.695
Aufwendungen -2.576.087 -2.547.556
Jahresergebnis 233.344 99.139


In dem Ergebnis aus at Equity bewerteten Gemeinschaftsunternehmen sind - wie im Vorjahr - keine Wertminderungen enthalten.

Anteile an Gemeinschaftsunternehmen sind in Höhe von 1.010 Tsd. Euro (Vorjahr 1.382 Tsd. Euro) verpfändet.

Die wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen des HOCHTIEF-Konzerns:

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Name Sitz der Gesellschaft Geschäftstätigkeit Beteiligungsquote
in Prozent
HOCHTIEF Concessions


Flughafen Düsseldorf GmbH Düsseldorf Airport 50
Tirana International Airport SHPK Tirana / Albanien Airport 47
Aegean Motorway Concession Company S.A. Larissa / Griechenland Development 35
Bonaventura Straßenerrichtungs-GmbH Wien / Österreich Development 44
Herrentunnel Lübeck GmbH & Co. KG Lübeck Development 50
Olympia Odos Concession Company S.A. Athen / Griechenland Development 17
Süddeutsche Geothermie-Projekte GmbH & Co. KG Haar bei München Development 50
Via Solutions Thüringen GmbH & Co. KG Essen Development 50
HOCHTIEF Real Estate


aurelis Real Estate GmbH & Co. KG Eschborn Development 50
HOCHTIEF Europe


BELUGA HOCHTIEF Offshore GmbH & Co. KG Bremen Construction / Development 50
HOCHTIEF Asia Pacific


Leighton Contractors (India) Mumbai / Indien Construction 65
Hamilton Harbour Brisbane / Australien Development 50
Thiess Degremont Wonthaggi / Australien Construction 65
Section 63 St. Leonards / Australien Development 50
Hassal Street Trust Sydney / Australien Development 50


Assoziierte Unternehmen

Die folgenden Übersichten zeigen die wesentlichen anteiligen Posten der Bilanzen und der Gewinn- und Verlustrechnungen der at Equity bewerteten assoziierten Unternehmen:

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(In Tsd. EUR) 31.12.2010 31.12.2009
angepasst
1.1.2009
angepasst
Vermögenswerte 4.346.149 3.670.779 4.351.202
Schulden -2.954.675 -2.245.486 -3.013.998
Nettovermögen 1.391.474 1.425.293 1.337.204


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(In Tsd. EUR) 2010 2009
angepasst
Umsatzerlöse 1.406.149 1.527.818
Jahresergebnis -43.524 102.217


Zum 31. Dezember 2010 beträgt der beizulegende Zeitwert von at Equity bewerteten assoziierten Unternehmen, für die öffentlich notierte Marktpreise existieren, 239.192 Tsd. Euro (Vorjahr 152.475 Tsd. Euro).

In dem Ergebnis aus at Equity bewerteten assoziierten Unternehmen sind Wertminderungen in Höhe von 70.259 Tsd. Euro (Vorjahr - Tsd. Euro) enthalten. Diese betreffen assoziierte Unternehmen im Unternehmensbereich Asia Pacific.

Zur Besicherung eines langfristigen Darlehens wurden die Anteile an einem assoziierten Unternehmen in Höhe von 643.648 Tsd. Euro (Vorjahr 689.729 Tsd. Euro) verpfändet.

Die wesentlichen assoziierten Unternehmen des HOCHTIEF-Konzerns:

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Name Sitz der Gesellschaft Geschäftstätigkeit Beteiligungsquote
in Prozent
HOCHTIEF Concessions


Athens International Airport S.A. Athen / Griechenland Airport 27
Budapest Airport Zrt. Budapest / Ungarn Airport 50
Flughafen Hamburg GmbH Hamburg Airport 49
Inversiones de Infrastructura S.A. Santiago de Chile / Chile Development 45
Sociedad Concesionaria Autopista Vespucio Norte Express S.A. Santiago de Chile / Chile Development 18
Sociedad Concesionaria Túnel San Cristobal S.A. Santiago de Chile / Chile Development 50
HOCHTIEF Asia Pacific


Al Habtoor Engineering Enterprises Co. L.L.C. Dubai / Vereinigte Arabische Emirate Construction 45
Devine Limited Brisbane / Australien Development 50
Sedgman Limited Brisbane / Australien Construction 32
Macmahon Holdings Limited Perth / Australien Construction / Mining 19


15. Übrige Finanzanlagen

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(In Tsd. EUR) 31.12.2010 31.12.2009
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen 7.233 7.132
Übrige Beteiligungen 455.377 479.079
Langfristige Wertpapiere 42.478 285

505.088 486.496


Die nicht konsolidierten Tochterunternehmen wurden im Geschäftsjahr in Höhe von 2.394 Tsd. Euro (Vorjahr 1.897 Tsd. Euro), die übrigen Beteiligungen in Höhe von 13.399 Tsd. Euro (Vorjahr 19.382 Tsd. Euro) wertgemindert.

Die übrigen Beteiligungen betreffen - wie im Vorjahr - mit 398.914 Tsd. Euro Anteile am Flughafen Sydney.

Die langfristigen Wertpapiere unterliegen - wie im Vorjahr -keinen Verfügungsbeschränkungen. Sie gehören zur Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" und werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet.

16. Finanzforderungen

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31.12.2010 31.12.2009
angepasst
1.1.2009
angepasst
(In Tsd. EUR) langfristig kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig kurzfristig
Ausleihungen an nicht konsolidierte Tochterunternehmen und an Beteiligungen 456.123 29.832 362.910 22.087 309.596 19.401
Finanzforderungen gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen 213 29.111 208 18.344 208 15.303
Finanzforderungen gegenüber Beteiligungen 27.119 75.146 23.339 64.378 22.232 49.146
Zinsabgrenzungen - 9.311 - 4.473 - 6.768
Übrige Finanzforderungen 23.302 939 24.301 2.805 10.024 2.695

506.757 144.339 410.758 112.087 342.060 93.313


Die Ausleihungen an nicht konsolidierte Tochterunternehmen und an Beteiligungen enthalten mit 143.944 Tsd. Euro (Vorjahr 135.818 Tsd. Euro) Ausleihungen im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile am Flughafen Budapest im Jahr 2007, in Höhe von 174.389 Tsd. Euro (Vorjahr 204.389 Tsd. Euro) Ausleihungen in Verbindung mit der ebenfalls im Jahr 2007 erfolgten Akquisition der aurelis Real Estate und in Höhe von 86.785 Tsd. Euro (Vorjahr - Tsd. Euro) eine Ausleihung an Al Habtoor Engineering Enterprises Co. L.L.C.

Gegenüber Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, bestehen Forderungen in Höhe von 554.917 Tsd. Euro (Vorjahr 462.493 Tsd. Euro).

Aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRIC 12 und der damit verbundenen Bilanzierungsänderung für nach dem "Intangible Asset Model" abzubildende Infrastrukturprojekte verminderte sich der Buchwert der langfristigen Finanzforderungen gegenüber Beteiligungen zum 31. Dezember 2009 im Vergleich zum im Vorjahr berichteten Wert um 14.603 Tsd. Euro.

In den übrigen Finanzforderungen sind Forderungen aus Finanzierungsleasing in Höhe von 3.779 Tsd. Euro (Vorjahr 4.894 Tsd. Euro) enthalten. Diese setzen sich wie folgt zusammen:

Forderungen aus Finanzierungsleasing

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31.12.2010 31.12.2009
(In Tsd. EUR) vertraglich vereinbarte
Leasingzahlungen
Abzinsungsbetrag Barwert vertraglich vereinbarte
Leasingzahlungen
Abzinsungsbetrag Barwert
Fällig bis 1 Jahr 846 94 752 1.393 108 1.285
Fällig 1 bis 5 Jahre 3.080 566 2.514 3.215 712 2.503
Fällig über 5 Jahre 932 419 513 2.098 992 1.106


17. Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte

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31.12.2010 31.12.2009
(In Tsd. EUR) langfristig kurzfristig langfristig kurzfristig
Ansprüche aus Beteiligungsveräußerungen - 79.626 - -
Rechnungsabgrenzungsposten 2.418 68.238 2.329 59.490
Forderungen aus Derivaten 57.071 10.743 46.456 1.524
Guthaben der Pensionsfonds 67.535 - 94.542 -
Forderungen aus Steuern (ohne Ertragsteuern) - 6.348 - 8.162
Schadenersatz- und Garantieansprüche - 6.196 - 1.111
Nicht im Anlagevermögen erfasste Gesellschaftsanteile - 5.955 - 249
Ansprüche aus Immobilienverkäufen - 3.170 - 9.660
Übrige sonstige Vermögenswerte 49.048 52.144 33.810 46.593

176.072 232.420 177.137 126.789


Die Rechnungsabgrenzungsposten ergeben sich durch Versicherungsprämien und Vorauszahlungen für Mieten sowie durch Vorauszahlungen für Wartungs- und Serviceleistungen. Des Weiteren sind hier Provisionen enthalten, die die HOCHTIEF-Versicherungsgesellschaften für Vertragsabschlüsse an die Erstversicherer gezahlt haben. Sie werden über die jeweilige Vertragslaufzeit aufgelöst.

18. Latente Steuern

Die aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich wie folgt:

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31.12.2010 31.12.2009
(In Tsd. EUR) Aktive latente
Steuern
Passive latente
Steuern
Aktive latente
Steuern
Passive latente
Steuern
Langfristige Vermögenswerte 110.696 118.915 106.141 78.888
Kurzfristige Vermögenswerte 8.763 125.786 11.404 118.727
Langfristige Schulden



Pensionsrückstellungen 90.525 18.161 88.254 22.118
Sonstige Rückstellungen 61.453 49.540 41.554 91.909
Übrige langfristige Schulden 38.575 - 25.681 4.531
Kurzfristige Schulden



Sonstige Rückstellungen 107.095 2.077 83.223 564
Übrige kurzfristige Schulden 73.745 4.441 70.146 2.819

490.852 318.920 426.403 319.556
Verlustvorträge 22.618 - 14.434 -
Bruttobetrag 513.470 318.920 440.837 319.556
Saldierung 252.915 252.915 208.057 208.057
Bilanzausweis 260.555 66.005 232.780 111.499


Aktive und passive latente Steuern sind je Gesellschaft beziehungsweise Organkreis miteinander saldiert worden. Im Bruttobetrag der aktiven latenten Steuern von 513.470 Tsd. Euro (Vorjahr 440.837 Tsd. Euro) sind folgende aktivierte Steuerminderungsansprüche enthalten, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben:

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(In Tsd. EUR) 31.12.2010 31.12.2009
Körperschaftsteuer
(oder vergleichbare ausländische Ertragsteuer)
17.632 9.448
Gewerbesteuer 4.986 4.986

22.618 14.434


Die Nutzung dieser Verlustvorträge ist mit ausreichender Sicherheit gewährleistet. Auf im Berichtsjahr entstandene steuerliche Verluste in Deutschland sind aus Vorsichtsgründen - wie im Vorjahr - keine latenten Steuern aktiviert worden. Die Beträge der körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge, für die keine latenten Steueransprüche angesetzt wurden, belaufen sich auf 992.952 Tsd. Euro (Vorjahr 849.874 Tsd. Euro) und 1.236.705 Tsd. Euro (Vorjahr 1.091.793 Tsd. Euro).

Latente Steuern werden für alle abzugsfähigen temporären Differenzen aktiviert, wenn voraussichtlich künftig steuerpflichtiges Einkommen zu deren Realisierung verfügbar sein wird.

Die passiven latenten Steuern in Höhe von brutto 318.920 Tsd. Euro (Vorjahr 319.556 Tsd. Euro) sind ausschließlich auf zu versteuernde temporäre Differenzen zurückzuführen, die sich im Wesentlichen aus der Anpassung an konzerneinheitliche IFRS-Bewertungsgrundsätze ergeben.

Im Berichtsjahr sind 24.961 Tsd. Euro (Vorjahr 28.652 Tsd. Euro) latente Steuern aus der Umrechnung ausländischer Abschlüsse und 598 Tsd. Euro (Vorjahr 2.722 Tsd. Euro) aus der erfolgsneutralen Bewertung von originären und derivativen Finanzinstrumenten erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst worden. Aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten wurden latente Steuern in Höhe von 20.022 Tsd. Euro (Vorjahr -21.112 Tsd. Euro) erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Zum Bilanzstichtag betrug der erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Bestand der latenten Steuern aus der erfolgsneutralen Bewertung von Finanzinstrumenten 38.760 Tsd. Euro (Vorjahr 38.162 Tsd. Euro) und aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten 72.786 Tsd. Euro (Vorjahr 52.764 Tsd. Euro).

19. Vorräte

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(In Tsd. EUR) 31.12.2010 31.12.2009
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Ersatzteile 158.605 131.522
Unfertige Leistungen und Erzeugnisse 1.096.160 946.143
Fertige Erzeugnisse 537 5.648
Geleistete Anzahlungen 13.031 32.429

1.268.333 1.115.742


Gemäß IAS 23 wurden unter den unfertigen Leistungen Fremdkapitalkosten in Höhe von 8.576 Tsd. Euro (Vorjahr 4.672 Tsd. Euro) aktiviert. Bei der Ermittlung der Fremdkapitalkosten wurden Zinssätze zwischen 1,2 und 8,1 Prozent zugrunde gelegt.

Die unter den unfertigen Leistungen und Erzeugnissen ausgewiesenen Immobilien aus Projektentwicklungen unterliegen in Höhe von 436.282 Tsd. Euro (Vorjahr 537.243 Tsd. Euro) Verfügungsbeschränkungen.

20. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

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(In Tsd. EUR) 31.12.2010 31.12.2009
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Percentage of Completion (PoC) 3.916.444 2.401.827
erhaltene Anzahlungen -2.135.152 -979.732

1.781.292 1.422.095
an Arbeitsgemeinschaften 203.061 183.994
Übrige 1.970.071 1.778.497

3.954.424 3.384.586
gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen 9.142 14.298
gegenüber Beteiligungen 21.197 8.639

3.984.763 3.407.523


Bei dem Saldo aus Forderungen aus PoC und erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 1.781.292 Tsd. Euro (Vorjahr 1.422.095 Tsd. Euro) werden diejenigen kundenspezifischen Fertigungsaufträge ausgewiesen, bei denen die angefallenen Herstellungskosten einschließlich Gewinnanteilen die erhaltenen Anzahlungen übersteigen. Die Summe der aktivisch und passivisch unter den Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten aus PoC ausgewiesenen Herstellungskosten einschließlich Gewinnanteilen für Fertigungsaufträge beläuft sich auf 4.383.209 Tsd. Euro (Vorjahr 3.133.394 Tsd. Euro). Im Berichtsjahr wurden keine Fremdkapitalkosten (Vorjahr 9.086 Tsd. Euro) in den Forderungen aus PoC aktiviert. Im Geschäftsjahr wurden insgesamt 3.147.753 Tsd. Euro (Vorjahr 2.347.771 Tsd. Euro) erhaltene Anzahlungen bei den Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten aus PoC verrechnet.

Bei vollkonsolidierten Gesellschaften des HOCHTIEF-Konzerns bestehen Dienstleistungslizenzen oder ähnliche Genehmigungen. Diese werden hauptsächlich als finanzielle Vermögenswerte bilanziert und unter den Forderungen aus PoC ausgewiesen. Bei diesen Dienstleistungslizenzen aus dem Geschäftsfeld Soziale Infrastruktur / Öffentlicher Hochbau handelt es sich um Vereinbarungen zur Renovierung und Modernisierung sowie zum Betrieb und zur Instandhaltung von Schulen beziehungsweise öffentlichen Gebäuden. Die Bau- und Ausbauleistungen verlaufen planmäßig und erzielen die prognostizierten positiven Ergebnisse. Der zugrunde gelegte gewichtete Diskontierungssatz liegt zum 31. Dezember 2010 bei 11,8 Prozent (Vorjahr 12,1 Prozent) bei einer maximalen Konzessionslaufzeit bis zum Jahr 2036.

Die Gesellschaften des HOCHTIEF-Konzerns sind zur Erfüllung ihrer Aufgaben aus den Dienstleistungslizenzen entsprechend verpflichtet und zu diesem Zweck mit den dazu jeweils erforderlichen Rechten ausgestattet. Zum Ende der Konzessionslaufzeit gehen die Dienstleistungsobjekte in den Besitz der öffentlichen Hand als Auftraggeber zurück. Die öffentliche Hand bleibt während der gesamten Konzessionslaufzeit in der Regel die Eigentümerin der mit den Dienstleistungslizenzen verbundenen Vermögenswerte. Bei den einzelnen Dienstleistungslizenzen bestehen Kündigungsoptionen lediglich aus wichtigem Grund, Verlängerungsoptionen sind überwiegend nicht geregelt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten vertragliche Einbehalte in Höhe von 358.881 Tsd. Euro (Vorjahr 372.521 Tsd. Euro).

Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Immobilien aus Projektentwicklungen unterliegen in Höhe von 128.804 Tsd. Euro (Vorjahr 111.886 Tsd. Euro) Verfügungsbeschränkungen.

Gegenüber Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, bestehen Forderungen in Höhe von 18.475 Tsd. Euro (Vorjahr 3.969 Tsd. Euro).

21. Ertragsteueransprüche

Bei den Ertragsteueransprüchen in Höhe von 99.058 Tsd. Euro (Vorjahr 56.879 Tsd. Euro) handelt es sich um Forderungen gegenüber in- und ausländischen Finanzbehörden.

22. Wertpapiere

Bei den kurzfristigen Wertpapieren in Höhe von 937.640 Tsd. Euro (Vorjahr 807.739 Tsd. Euro) handelt es sich im Wesentlichen um in Spezialfonds gehaltene Wertpapiere sowie festverzinsliche Titel mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von mehr als drei Monaten, für die keine dauerhafte Halteabsicht besteht.

Die kurzfristigen Wertpapiere gehören ausschließlich zur Kategorie "zur Veräußerung verfügbar". Die Bewertung erfolgt zu beizulegenden Zeitwerten, wodurch sich der Bilanzansatz um 24.304 Tsd. Euro (Vorjahr 43.607 Tsd. Euro) vermindert hat.

Die kurzfristigen Wertpapiere sind in Höhe von 23.004 Tsd. Euro (Vorjahr 18.970 Tsd. Euro) als Sicherheiten für die Ansprüche von Mitarbeitern aus Altersteilzeit verpfändet.

Außerhalb der extern gemanagten Anlagen werden in der Direktanlage ausschließlich Anleihen erstklassiger Emittenten gekauft und durch eine breite Diversifizierung Konzentrationsrisiken in Bezug auf einzelne Emittenten strikt vermieden.

23. Flüssige Mittel

Flüssige Mittel in Höhe von 2.451.057 Tsd. Euro (Vorjahr 1.769.644 Tsd. Euro) bestehen als Kassenbestände, als Guthaben bei Kreditinstituten sowie als kurzfristig veräußerbare Wertpapiere mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von bis zu drei Monaten. Die flüssigen Mittel unterliegen Verfügungsbeschränkungen in Höhe von 7.464 Tsd. Euro (Vorjahr 10.390 Tsd. Euro).

24. Eigenkapital

Die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals ist auf Seite 145 dargestellt.

Das gezeichnete Kapital der HOCHTIEF Aktiengesellschaft wurde durch die Ausgabe von 6 999 999 Aktien auf 76 999 999 nennwertlose Stückaktien erhöht und beläuft sich auf 197.120 Tsd. Euro. Der auf die einzelne Aktie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals beträgt 2,56 Euro.

Die Kapitalrücklage enthält das Aufgeld aus der Ausgabe von Aktien durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft.

Dem Vorstand sind keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. Es ist dem Vorstand nicht bekannt, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben.

Gesetzliche Vorschriften über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung finden sich in den §§ 84, 85 AktG beziehungsweise §§ 179, 133 AktG. Nach § 7 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand mindestens aus drei Personen. § 23 Abs. 1 der Satzung bestimmt, dass die Beschlüsse der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst werden, sofern nicht das Gesetz zwingend etwas anderes bestimmt. Soweit das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals verlangt, genügt nach § 23 Abs. 3 der Satzung die einfache Mehrheit, sofern nicht zwingend eine andere Mehrheit vorgeschrieben ist.

Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital bis zum 10. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und /oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals um bis zu insgesamt 35.840 Tsd. Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Die weiteren Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung um bis zu 44.800 Tsd. Euro, eingeteilt in bis zu Stück 17 500 000 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung.

Ermächtigung zum Aktienrückkauf:

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2010 ist die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt worden, eigene Aktien zu erwerben. Diese Ermächtigung gilt bis zum 10. November 2011. Sie ist insgesamt auf einen Anteil von zehn Prozent des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals beschränkt, wobei eigene Aktien in einem Umfang von höchstens fünf Prozent des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals durch den Einsatz von Call-Optionen erworben werden dürfen. Die Ermächtigung kann unmittelbar durch die Gesellschaft oder durch ein von der Gesellschaft abhängiges oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen oder durch von der Gesellschaft oder von der Gesellschaft abhängige oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehende Unternehmen beauftragte Dritte ausgeübt werden und erlaubt den Erwerb eigener Aktien im ganzen Umfang oder in Teilbeträgen sowie den einmaligen oder mehrmaligen Erwerb. Der Erwerb eigener Aktien kann über die Börse oder mittels eines an sämtliche Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder durch die Ausgabe von Andienungsrechten an die Aktionäre oder durch den Einsatz von Call-Optionen erfolgen. Die Bedingungen für den Erwerb werden im Beschluss weiter spezifiziert.

Der Vorstand ist durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bei einer Veräußerung erworbener eigener Aktien durch ein Angebot an alle Aktionäre den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem ihrer nachgeordneten Konzernunternehmen eventuell ausgegebenen Options- und /oder Wandelanleihen ein Bezugsrecht auf die Aktien zu gewähren. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, erworbene eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an sämtliche Aktionäre zu veräußern, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet.

Der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist ferner unter den nachstehenden Voraussetzungen ermächtigt, erworbene eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats Dritten in anderer Weise als über die Börse oder mittels Angebot an sämtliche Aktionäre anzubieten und zu übertragen. Dies kann im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen daran oder von Unternehmensteilen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen geschehen. Dies ist außerdem zulässig zur Einführung von Aktien der Gesellschaft an ausländischen Börsen, an denen sie bisher nicht zum Handel zugelassen sind. Außerdem dürfen die Aktien Personen zum Erwerb angeboten werden, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen stehen oder standen. Außerdem dürfen die Aktien den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft gemäß der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 11. Mai 2010 (TOP 8) begebenen Schuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Options- und /oder Wandlungsrechte und /oder -pflichten gewährt werden.

Weiterhin dürfen die Aktien Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft und Mitgliedern von Vorständen und Geschäftsführungen der von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG sowie Personen, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG stehen, mit der Verpflichtung übertragen werden, sie für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren seit der Übertragung zu halten. Eine solche Übertragung ist nur zulässig, um bestehende Ansprüche des Übertragungsempfängers auf variable Vergütung an Erfüllungs statt zu tilgen. Die weiteren Bedingungen der Übertragung werden im Beschluss weiter spezifiziert. Im Fall der Ausgabe der Aktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft entscheidet allein der Aufsichtsrat der Gesellschaft über die Ausgabe.

Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8, 186 Abs. 3 und 4 AktG insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß der vorstehenden Ermächtigung verwendet werden.

Weiterhin wird der Vorstand ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats einzuziehen, ohne dass die Einziehung und ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedürfen.

Die Bedingungen der Bezugsrechtsgewährung, Veräußerung, Übertragung beziehungsweise Einziehung der eigenen Aktien werden in dem Beschluss der Hauptversammlung weiter spezifiziert.

Zum 31. Dezember 2010 ergibt sich für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ein Bestand an eigenen Aktien im Sinne von § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG von insgesamt 3 435 075 Stück. Diese Aktien wurden im Laufe des Geschäftsjahres 2008 für die in dem Hauptversammlungsbeschluss vom 8. Mai 2008 genannten Zwecke erworben. Der auf diese eigenen Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 8.793.792 Euro (4,46 Prozent des Grundkapitals).

Im Juli 2010 wurden letztlich 20 610 eigene Aktien an Personen, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen stehen, zu einem Preis von 24,28 Euro veräußert. Der auf diese Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 52.762 Euro (0,03 Prozent des Grundkapitals).

Der Bilanzgewinn der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und der Bilanzgewinn des HOCHTIEF-Konzerns sind identisch.

Die im Geschäftsjahr ausgeschüttete Dividende betrug 99.816 Tsd. Euro (Vorjahr 88.201 Tsd. Euro).

Die Anteile anderer Gesellschafter in Höhe von 1.298.679 Tsd. Euro (Vorjahr 1.100.076 Tsd. Euro) ergeben sich aus Dritten zustehenden Anteilen am Eigenkapital von einbezogenen Konzerngesellschaften; sie betreffen im Wesentlichen die Leighton-Gruppe und die Flughafengesellschaften. Aufgrund der retrospektiven erstmaligen Anwendung von IFRIC 12 im Geschäftsjahr 2010 sind die Anteile anderer Gesellschafter des Vorjahres im Vergleich zu der veröffentlichten Zahl um 1.740 Tsd. Euro niedriger ausgewiesen.

Die erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen stellen einen Bestandteil der Gewinnrücklagen dar. Erfasst werden dort die erfolgsneutralen Änderungen des beizulegenden Zeitwerts aus der Marktbewertung von originären und derivativen Finanzinstrumenten sowie Währungsdifferenzen aus der Umrechnung von ausländischen Abschlüssen. Des Weiteren beinhalten die erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen den Anteil der erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen von at Equity bewerteten assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen sowie die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen. Die Veränderungen der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen stellen sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:

Darstellung der Veränderungen der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen

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(In Tsd. EUR) 31.12.2010 31.12.2009
angepasst
Unterschied aus Währungsumrechnung

Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen des laufenden Jahres 345.812 144.888
Erfolgswirksame Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung 12.722 5.090

358.534 149.978
Marktbewertung von Finanzinstrumenten - originär

Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen des laufenden Jahres 1.179 60.255
Erfolgswirksame Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung 100 1.197

1.279 61.452
Marktbewertung von Finanzinstrumenten - derivativ

Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen des laufenden Jahres -5.923 -16.818
Erfolgswirksame Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung 655 2.374

-5.268 -14.444
Anteil der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen von
at Equity bilanzierten assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen
-14.550 -5.740
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste -42.040 37.626
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen, nach Steuern 297.955 228.872


Die Ertragsteuereffekte auf die Veränderung der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen verteilen sich wie folgt:

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31.12.2010 31.12.2009 angepasst
(In Tsd. EUR) Betrag vor Ertragsteuern Ertragsteuern Betrag nach Ertragsteuern Betrag vor Ertragsteuern Ertragsteuern Betrag nach Ertragsteuern
Unterschied aus der Währungsumrechnung 358.534 - 358.534 149.978 - 149.978
Marktbewertung von Finanzinstrumenten - originär 5.654 -4.375 1.279 71.279 -9.827 61.452
Marktbewertung von Finanzinstrumenten - derivativ -10.241 4.973 -5.268 -26.993 12.549 -14.444
Anteil der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen von at Equity bilanzierten assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen -14.550 - -14.550 -5.740 - -5.740
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste -62.062 20.022 -42.040 58.738 -21.112 37.626
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 277.335 20.620 297.955 247.262 -18.390 228.872


25. Aktienbasierte Vergütungen

Während des Berichtsjahres bestanden folgende konzernweite aktienbasierte Vergütungssysteme für Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen:

Top-Executive-Retention-Plan 2004

Im Zusammenhang mit der Veräußerung ihrer Beteiligung an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft durch die RWE Aktiengesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2004 für ausgewählte Führungskräfte und für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Top-Executive-Retention-Plan 2004 (TERP 2004) eingeführt. Damit sollten die Führungskräfte über die bereits bestehenden Maßnahmen hinaus an das Unternehmen gebunden und ihr Know-how dadurch gesichert werden. Dieser Plan basiert auf Stock-Appreciation-Rights (SAR).

Da die ausgegebenen SAR in drei Tranchen zugewachsen sind, lag die Wartezeit zwischen zwei und vier Jahren. Der Ausübungszeitraum liegt - abhängig von der jeweiligen Tranche - zwischen sechs und acht Jahren.

Die SAR können nur ausgeübt werden, wenn der zehntägige Durchschnitt (arithmetisches Mittel) der Börsenschlusskurse der HOCHTIEF-Aktie der zehn dem Ausübungstag vorangehenden Börsenhandelstage im Vergleich zum Ausgabepreis eine bessere Kursperformance (Steigerung) aufweist als der MDAX, gemessen als zehntägiger Durchschnitt der Schlusskurse derselben zehn dem Ausübungstag vorangehenden Börsenhandelstage im Vergleich zum Basispreis dieses Index (relative Erfolgshürde), und zusätzlich der Börsenschlusskurs der HOCHTIEF-Aktie am letzten Börsenhandelstag vor dem Ausübungstag den Ausgabepreis um mindestens 25 Prozent übersteigt (absolute Erfolgshürde). Die relative Erfolgshürde braucht nicht erfüllt zu werden, wenn nach Ablauf der Wartezeit der HOCHTIEF-Durchschnittsbörsenkurs der zehn dem Ausübungstag vorangehenden Börsenhandelstage den Ausgabepreis um mindestens 30 Prozent überstiegen hat.

Die SAR können bei Erreichen der genannten Erfolgsziele nach Ablauf der Wartezeit bis auf kurze Sperrfristen vor Bekanntgabe von Unternehmensdaten täglich ausgeübt werden. Die Anzahl der ausübbaren SAR richtet sich danach, welche Steigerung der HOCHTIEF-Durchschnittsbörsenkurs gegenüber dem Ausgabepreis innerhalb des Ausübungszeitraums der jeweiligen Tranche an zehn aufeinanderfolgenden Börsenhandelstagen erreicht hat. Die SAR können bei einer Steigerung von 35 Prozent insgesamt, bei einer Steigerung von 30 Prozent zu 60 Prozent und bei einer Steigerung von 25 Prozent zu 25 Prozent ausgeübt werden. Nach Ausübung der SAR zahlt die gewährende Gesellschaft den Unterschiedsbetrag zwischen dem aktuellen Börsenkurs und dem Ausgabepreis aus. Während des Ausübungszeitraums ist die Höhe des Unterschiedsbetrags in Abhängigkeit von dem Ausübungstermin unterschiedlich und so zeitabhängig auf einen Bruchteil des maximal möglichen Unterschiedsbetrags beschränkt (Kappungsgrenzen). Am Ende der Laufzeit ist der Unterschiedsbetrag auf 100 Prozent des Ausgabepreises begrenzt.

Long-Term-Incentive-Plan 2005

Im Geschäftsjahr 2005 wurde für obere Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen sowie für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2005 (LTIP 2005) durch die Ausgabe von Stock-Appreciation-Rights (SAR) aufgelegt.

Da der LTIP 2005 mit einer Wartezeit von zwei Jahren und einem anschließenden Ausübungszeitraum von drei Jahren aufgelegt wurde, endete der Plan im Jahr 2010.

Die SAR konnten nur ausgeübt werden, wenn der zehntägige Durchschnitt (arithmetisches Mittel) der Börsenschlusskurse der HOCHTIEF-Aktie bis zum Ausübungstag im Vergleich zum Ausgabepreis an mindestens zehn aufeinanderfolgenden Börsenhandelstagen eine bessere Kursperformance aufwies als der MDAX, gemessen als zehntägiger Durchschnitt der Schlusskurse im Vergleich zum Basispreis dieses Index (relative Erfolgshürde), und zusätzlich die Kapitalrendite RONA (Return on Net Assets) gemäß dem zuletzt gebilligten Konzernabschluss mindestens zehn Prozent betrug (absolute Erfolgshürde). Die relative Erfolgshürde brauchte nicht erfüllt zu werden, wenn nach Ablauf der Wartezeit der HOCHTIEF-Durchschnittsbörsenkurs an zehn aufeinanderfolgenden Börsenhandelstagen den Ausgabepreis um mindestens 20 Prozent überstiegen hat.

Die SAR konnten bei Erreichen der genannten Erfolgsziele nach Ablauf der Wartezeit bis auf kurze Sperrfristen vor Bekanntgabe von Unternehmensdaten vollständig ausgeübt werden. Nach Ausübung der SAR wurde von der gewährenden Gesellschaft der Unterschiedsbetrag zwischen dem aktuellen Börsenkurs und dem Ausgabepreis ausgezahlt. Der Unterschiedsbetrag war auf 100 Prozent des Ausgabepreises begrenzt.

Long-Term-Incentive-Plan 2006

Im Geschäftsjahr 2006 wurde für obere Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen sowie für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2006 (LTIP 2006) aufgelegt. Dieser sah neben der Gewährung von Stock-Appreciation-Rights (SAR) die Ausgabe sogenannter Stock-Awards vor.

Da der SAR-Plan nach einer Wartezeit von zwei Jahren ausgeübt werden konnte, wurde dieser bereits im Geschäftsjahr 2008 vollständig ausgeübt. Die Planbedingungen für die Ausgabe der Stock-Awards sahen vor, dass die Berechtigten nach Ablauf der Wartezeit von drei Jahren innerhalb eines Ausübungszeitraums von zwei Jahren bei Ausübung für jeden Stock-Award nach Wahl der HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine HOCHTIEF-Aktie oder einen Barausgleich in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag erhielten. Der Gewinn pro Stock-Award war auf 150 Prozent des Börsenschlusskurses vom Vortag des Ausgabetags begrenzt. Der Plan wurde 2010 vollständig ausgeübt.

Long-Term-Incentive-Plan 2007

Im Geschäftsjahr 2007 wurde für obere Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen sowie für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2007 (LTIP 2007) aufgelegt. Dieser sieht wie der LTIP 2006 neben der Gewährung von Stock-Appreciation-Rights (SAR) die Ausgabe sogenannter Stock-Awards vor. Die Planbedingungen für die Gewährung der SAR und Stock-Awards unterscheiden sich bis auf unwesentliche Detailregelungen nicht von den Planbedingungen des LTIP 2006. Zu den Planbedingungen des LTIP 2005 unterscheidet sich der Plan für die SAR nur in zwei Punkten:

1. Die relative Erfolgshürde braucht nicht erfüllt zu werden, wenn nach Ablauf der Wartezeit der HOCHTIEF-Durchschnittsbörsenkurs an zehn aufeinanderfolgenden Börsenhandelstagen den Ausgabepreis um mindestens zehn Prozent übersteigt.

2. Der Gewinn ist auf 50 Prozent des Ausgabepreises begrenzt.

Long-Term-Incentive-Plan 2008

Der für 2008 zur Ausgabe vorgesehene Long-Term-Incentive-Plan wurde bereits im November 2007 für obere Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen sowie für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats als Long-Term-Incentive-Plan 2008 (LTIP 2008) aufgelegt. Die Planbedingungen unterscheiden sich nicht von den Planbedingungen des LTIP 2007. Die Laufzeit des Plans wurde im Vergleich zu den früheren Plänen so verlängert, dass die Ausübungssystematik trotz der vorgezogenen Ausgabe nicht verändert wird.

Retention-Stock-Awards 2008

Der Aufsichtsrat hat im Mai 2008 die Auflage eines aus drei Tranchen bestehenden und insgesamt über einen Zeitraum von sieben Jahren laufenden Retention-Stock-Award-Plans (RSA 2008) für die Mitglieder des Vorstands auf der Basis des LTIP 2008 (Stock-Awards) beschlossen und die erste Tranche gewährt. Die Planbedingungen der ersten Tranche unterscheiden sich vom LTIP 2008 (Stock-Awards) nur in Bezug auf die Kappungsgrenze, die bei der ersten Tranche des RSA 2008 bei 160 Euro pro Stock-Award liegt. Im März 2009 wurde die zweite Tranche gewährt. Die Planbedingungen der zweiten Tranche unterscheiden sich vom LTIP 2008 (Stock-Awards) nur in der um ein Jahr nach hinten verschobenen Laufzeit sowie in Bezug auf die Kappungsgrenze, die bei der zweiten Tranche bei 66,50 Euro pro Stock-Award liegt. Im März 2010 wurde die dritte Tranche gewährt. Die Planbedingungen der dritten Tranche unterscheiden sich vom LTIP 2008 (Stock-Awards) nur in der um zwei Jahre nach hinten verschobenen Laufzeit sowie in Bezug auf die Kappungsgrenze, die bei der dritten Tranche bei 133,12 Euro pro Stock-Award liegt.

Top-Executive-Retention-Plan 2008

Der Vorstand hat darüber hinaus im Juni 2008 für ausgewählte Führungskräfte die Auflage eines Top-Executive-Retention-Plans (TERP 2008) beschlossen.

Auch dieser Plan basiert auf Stock-Awards und besteht aus drei Tranchen. Im Juli 2008 wurde die erste Tranche, im Juli 2009 die zweite Tranche und im Juli 2010 die dritte Tranche gewährt.

Die Laufzeit des Plans beträgt insgesamt zehn Jahre. Die Wartezeit liegt nach Zuteilung der jeweiligen Tranche bei drei Jahren. Der Ausübungszeitraum liegt - abhängig von der jeweiligen Tranche - zwischen fünf und sieben Jahren.

Die Planbedingungen sehen vor, dass die Berechtigten für jeden Stock-Award nach Ablauf der jeweiligen Wartezeit und nach Wahl der HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine HOCHTIEF-Aktie oder einen Barausgleich in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag erhalten. Der Gewinn ist in den einzelnen Jahren des Ausübungszeitraums auf eine Kappungsgrenze beschränkt. Diese Kappungsgrenze steigt jährlich an und ist am Ende der Laufzeit auf einen Maximalgewinn begrenzt. Der Maximalgewinn wurde für die erste Tranche auf 160 Euro, für die zweite Tranche auf 81,65 Euro und für die dritte Tranche auf 166,27 Euro pro Stock-Award festgelegt.

Long-Term-Incentive-Plan 2009

Im Geschäftsjahr 2009 wurde für obere Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen sowie für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2009 (LTIP 2009) aufgelegt. Die Planbedingungen unterscheiden sich bis auf unwesentliche Detailregelungen nicht von den Planbedingungen des LTIP 2008. Der Gewinn pro Stock-Award ist auf 40,10 Euro begrenzt.

Long-Term-Incentive-Plan 2010

Im Geschäftsjahr 2010 wurde für obere Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen sowie für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2010 (LTIP 2010) aufgelegt. Die Planbedingungen unterscheiden sich - bis auf die Verlängerung der Wartezeit bei den SAR von zwei auf vier Jahren - nicht wesentlich von den Planbedingungen des LTIP 2009. Der Gewinn pro Stock-Award ist auf 81,83 Euro begrenzt.

Sonstiges

Die Ausübungsbedingungen aller aufgelegten Pläne sehen vor, dass bei Ausübung der SAR oder Stock-Awards - und bei Vorliegen aller anderen hierzu erforderlichen Voraussetzungen -die HOCHTIEF Aktiengesellschaft grundsätzlich ein Wahlrecht hat, anstelle der Auszahlung des Gewinns auch HOCHTIEF-Aktien zu liefern. Soweit die Bezugsberechtigten nicht bei der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beschäftigt sind, werden die mit der Ausübung entstehenden Aufwendungen durch das jeweilige verbundene Unternehmen getragen.

Für die Pläne sind bislang die folgenden Stückzahlen an SAR beziehungsweise Stock-Awards ausgegeben worden, verfallen oder ausgeübt worden:

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Ursprünglich
ausgegeben
Stand
31.12.2009
2010
neu gewährt
2010
verfallen
2010
ausgeübt
Stand
31.12.2010
TERP 2004 1 853 901 147 567 - - 138 600 8 967
LTIP 2005 885 150 2 700 - 1 700 1 000 -
LTIP 2006 - Stock-Awards 165 243 28 957 - - 28 957 -
LTIP 2007 - SAR 430 450 365 050 - 500 137 350 227 200
LTIP 2007 - Stock-Awards 110 650 99 350 - 200 65 700 33 450
LTIP 2008 - SAR 304 575 276 120 - 3 375 - 272 745
LTIP 2008 - Stock-Awards 101 985 93 610 - 1 300 - 92 310
TERP 2008 erste Tranche 130 900 121 300 - - - 121 300
TERP 2008 zweite Tranche 359 000 346 400 - 17 100 - 329 300
TERP 2008 dritte Tranche 174 100 - 174 100 - - 174 100
RSA 2008 erste Tranche 122 012 122 012 - - - 122 012
RSA 2008 zweite Tranche 347 478 347 478 - - - 347 478
RSA 2008 dritte Tranche 146 884 - 146 884 - - 146 884
LTIP 2009 - SAR 414 000 406 500 - 3 900 - 402 600
LTIP 2009 - Stock-Awards 273 400 266 500 - 7 300 - 259 200
LTIP 2010 - SAR 353 200 - 353 200 2 300 - 350 900
LTIP 2010 - Stock-Awards 166 000 - 166 000 1 100 - 164 900


Für die vorstehend genannten aktienbasierten Vergütungspläne waren zum Bilanzstichtag Rückstellungen in Höhe von 56.157 Tsd. Euro (Vorjahr 35.451 Tsd. Euro) passiviert. Der Gesamtaufwand für die genannten Pläne betrug im Berichtsjahr 31.524 Tsd. Euro (Vorjahr 36.936 Tsd. Euro). Der innere Wert der zum Ende der Berichtsperiode ausübbaren SAR belief sich auf 3.311 Tsd. Euro (Vorjahr 3.964 Tsd. Euro).

26. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern sowohl beitrags- als auch leistungsorientiert. Bei den beitragsorientierten Altersversorgungssystemen ("defined contribution plans") zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen beziehungsweise auf freiwilliger Basis Beiträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Über die Entrichtung von Beitragszahlungen hinaus besteht für das Unternehmen keine weitere Leistungsverpflichtung. Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen ("defined benefit plans") besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, zugesagte Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erbringen, wobei zwischen rückstellungs- und extern finanzierten Versorgungssystemen unterschieden wird.

Leistungsorientierte Versorgungspläne entfallen im Wesentlichen auf die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und ihre inländischen Tochtergesellschaften sowie auf die Turner-Gruppe (Zusagen bis zum 31. Dezember 2003). Seit dem 1. Januar 2000 setzt sich die betriebliche Altersversorgung im inländischen HOCHTIEF-Konzern aus einer firmenfinanzierten Basisversorgung in Form eines beitragsorientierten Bausteinsystems und einer unternehmenserfolgsabhängigen Aufbauversorgung zusammen. Nach IAS 19 werden diese Zusagen als Leistungszusagen eingestuft. Der Rentenbaustein für die Basisversorgung hängt ab vom Einkommen und vom Lebensalter des Beschäftigten ("Verrentungsfaktor") sowie von einem allgemeinen Versorgungsbeitrag, der durch HOCHTIEF alle drei Jahre geprüft wird. Der Rentenbaustein für die Aufbauversorgung ist abhängig von der Entwicklung des Ergebnisses nach Steuern gemäß IFRS. Hieraus können bis 20 Prozent der Basisversorgung zusätzlich erzielt werden. Die bis zum 31. Dezember 1999 geltende Versorgungsregelung sah tarifabhängige Leistungsgruppenbeträge vor. Diese wurden in Form von "Initialbausteinen" in das neue Versorgungssystem integriert. Die Leistung umfasst eine Altersrente, eine Invalidenrente sowie eine Hinterbliebenenrente.

Turner ist zum 1. Januar 2004 von leistungs- zu beitragsorientierten Versorgungsplänen übergegangen. Dabei werden in Abhängigkeit von der Betriebszugehörigkeit und vom Gehaltsniveau zwischen drei und sechs Prozent des Gehalts an einen externen Versorgungsträger gezahlt. Zusätzlich haben die Turner-Mitarbeiter die Möglichkeit, im Rahmen eines "401 (k) Plans" bis zu fünf Prozent ihres Gehalts in einen Investmentfonds einzuzahlen. Turner stockt die Gehaltsumwandlung je nach Betriebszugehörigkeit um bis zu 100 Prozent auf. Teilnahmeberechtigt sind Mitarbeiter ab einer Betriebszugehörigkeit von drei Jahren. Die Einzahlungen sind steuerlich begünstigt; das Risiko der Investmententwicklung liegt beim Mitarbeiter. Auch Leighton und Flatiron haben beitragsorientierte Pensionspläne und zahlen zwischen vier und zehn Prozent des Bruttogehalts an einen externen Fonds.

Mit der Gründung eines Contractual-Trust-Arrangements (CTA) zum 31. Dezember 2004 erfolgte eine Neuordnung der Finanzierung von Pensionszahlungen bei der HOCHTIEF Aktiengesellschaft. In den Geschäftsjahren 2005 bis 2007 wurde dieses Modell auf alle wesentlichen inländischen Konzerngesellschaften erweitert. Die übertragenen Vermögenswerte werden treuhänderisch durch den HOCHTIEF Pension Trust e. V. verwaltet und dienen ausschließlich der Finanzierung der Pensionsverpflichtungen. Übertragene Barmittel werden am Kapitalmarkt nach Maßgabe der im Treuhandvertrag vereinbarten Anlagegrundsätze investiert. Die zum 31. Dezember 2003 eingestellten leistungsorientierten Pensionspläne der Turner-Gruppe werden ebenfalls durch einen externen Fonds abgedeckt.

Die Höhe der Rückstellung wird nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, für die Schätzungen unumgänglich sind. Im Einzelnen liegen der Berechnung folgende versicherungsmathematische Prämissen zugrunde:

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2010 2009
(In Prozent) Inland Ausland Inland Ausland
Abzinsungsfaktor* 4,75 5,13 5,25 5,73
Gehaltssteigerungsrate 2,75 - 2,5 -
Rentensteigerungsrate 1,75 - 1,75 -
Steigerungsrate der Gesundheitskosten - 5,0 - 5,0
Erwartete Rendite des Planvermögens* 4,72 8,0 4,66 8,0


* Gewichteter Durchschnitt


Im Ausland (Turner-Gruppe) entfällt seit 2004 aufgrund der Veränderung der Versorgungsordnung die Berücksichtigung von Gehalts- und Rentensteigerungen. Die zugrunde gelegten biometrischen Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf publizierten landesspezifischen Statistiken und Erfahrungswerten. Im Inland wurden sie gemäß den "Richttafeln 2005 G" von Professor Dr. K. Heubeck ermittelt. Turner verwendet die "RP-2000 Mortality Table" für Angestellte. Die Annahmen zu der erwarteten Rendite des Planvermögens basieren im In- und Ausland auf der angestrebten Portfoliostruktur und den zukünftigen Renditen für die einzelnen Anlageklassen. Die Prognosen orientieren sich an langfristigen historischen Durchschnittswerten. Für die wesentlichen inländischen Pensionspläne wurde die erwartete Rendite des Planvermögens zudem aus "As-set-Liability"-Studien abgeleitet.

Die Veränderung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen sowie des Marktwerts des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:

Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen

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2010 2009
(In Tsd. EUR) Inland Ausland Gesamt Inland Ausland Gesamt
Anwartschaftsbarwert am 1.1. 618.928 213.786 832.714 562.863 221.518 784.381
Laufender Dienstzeitaufwand 9.592 1.227 10.819 7.497 1.206 8.703
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 430 - 430 - - -
Zinsaufwand 31.151 12.786 43.937 33.562 13.399 46.961
Versicherungsmathematische Gewinne (-)/ Verluste (+) 36.629 18.807 55.436 42.585 1.032 43.617
Rentenzahlungen aus Firmenvermögen -394 -2.501 -2.895 -182 -2.487 -2.669
Rentenzahlungen aus Fondsvermögen -33.580 -12.036 -45.616 -32.727 -13.388 -46.115
Mitarbeiterbeiträge 3.307 - 3.307 4.740 - 4.740
Effekte von Übertragungen -9 - -9 590 - 590
Änderungen Konsolidierungskreis 3.364 - 3.364 - - -
Währungsanpassungen - 16.448 16.448 - -7.494 -7.494
Anwartschaftsbarwert am 31.12. 669.418 248.517 917.935 618.928 213.786 832.714


Entwicklung des Marktwerts des Planvermögens

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2010 2009
(In Tsd. EUR) Inland Ausland Gesamt Inland Ausland Gesamt
Planvermögen am 1.1. 684.140 171.854 855.994 602.081 151.737 753.818
Erwartete Erträge aus dem Planvermögen 32.310 14.209 46.519 28.060 11.352 39.412
Abweichungen zwischen erwarteten und tatsächlichen Erträgen -14.341 7.715 -6.626 74.250 28.105 102.355
Firmenbeiträge 1.127 - 1.127 7.736 - 7.736
Mitarbeiterbeiträge 3.307 - 3.307 4.740 - 4.740
Rentenzahlungen -33.580 -12.036 -45.616 -32.727 -13.388 -46.115
Änderungen Konsolidierungskreis 888 - 888 - - -
Währungsanpassungen - 13.311 13.311 - -5.952 -5.952
Planvermögen am 31.12. 673.851 195.053 868.904 684.140 171.854 855.994


Aus der Anlage des Planvermögens zur Deckung der zukünftigen Pensionsverpflichtungen ergaben sich tatsächliche Gewinne in Höhe von 39.893 Tsd. Euro (Vorjahr 141.767 Tsd. Euro). Die Deckung des Anwartschaftsbarwerts durch Planvermögen ist in folgender Übersicht dargestellt:

Vermögensdeckung der Pensionspläne

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31.12.2010 31.12.2009
(In Tsd. EUR) Anwartschaftsbarwert Planvermögen Anwartschaftsbarwert Planvermögen
Ohne Planvermögensdeckung 50.669 - 38.093 -
Teilweise Planvermögensdeckung 575.499 509.602 513.170 480.001
Unvollständige Planvermögensdeckung 626.168 509.602 551.263 480.001
Vollständige Planvermögensdeckung 291.767 359.302 281.451 375.993
Gesamtsumme 917.935 868.904 832.714 855.994


Die Pensionsrückstellungen ergeben sich wie folgt:

Überleitung der Pensionsverpflichtungen auf die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

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(In Tsd. EUR) 31.12.2010 31.12.2009
Anwartschaftsbarwert 917.935 832.714
Abzüglich Planvermögen 868.904 855.994
Finanzierungsstatus 49.031 -23.280
Vermögenswertbegrenzung gemäß IAS 19 - -
Vermögenswerte aus überdeckten Plänen 67.535 94.542
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 116.566 71.262


Der Zeitwert des Planvermögens verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Vermögenswertkategorien:

Zusammensetzung des Planvermögens

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31.12.2010 31.12.2009
(In Tsd. EUR) Marktwert in % Marktwert in %
HOCHTIEF-Aktien - - 112.506 13,14
Sonstige Aktien 268.529 30,90 235.441 27,50
Festverzinsliche Wertpapiere 327.698 37,71 192.171 22,45
Immobilien 1.447 0,17 - -
Versicherungen 58.188 6,70 57.397 6,71
Rohstoffe 35.297 4,06 - -
Barvermögen 177.745 20,46 258.479 30,20
Gesamt 868.904 100,00 855.994 100,00


Folgende Pensionszahlungen werden zum 31. Dezember 2010 für die Folgejahre erwartet:

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(In Tsd. EUR)
Fällig im Geschäftsjahr 2011 52.591
Fällig im Geschäftsjahr 2012 53.168
Fällig im Geschäftsjahr 2013 53.716
Fällig im Geschäftsjahr 2014 55.055
Fällig im Geschäftsjahr 2015 56.822
Fällig in den Geschäftsjahren 2016 bis 2020 292.676


Die erfahrungsbedingten Anpassungen, also die Abweichungen zwischen den versicherungsmathematischen Annahmen und den tatsächlichen Entwicklungen, stellen sich wie folgt dar:

Abweichungen zwischen den versicherungsmathematischen Annahmen und den tatsächlichen Entwicklungen

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(In Tsd. EUR) 2010 2009 2008 2007 2006
Anwartschaftsbarwert am 31.12. 917.935 832.714 784.381 779.927 867.997
Enthaltene Auswirkungen der Abweichungen im laufenden Geschäftsjahr 2.145 1.641 1.030 -3.904 -23.799
Auswirkungen in Prozent des Anwartschaftsbarwerts 0,23 0,20 0,13 -0,50 -2,74
Planvermögen am 31.12. 868.904 855.994 753.818 868.827 875.422
Enthaltene Auswirkungen der Abweichungen im laufenden Geschäftsjahr -6.626 102.355 -137.670 -6.855 1.216
Auswirkungen in Prozent des Planvermögens -0,76 11,96 -18,26 -0,79 0,14
Finanzierungsstatus am 31.12. 49.031 -23.280 30.563 -88.900 -7.425


Der Pensionsaufwand aus den leistungsorientierten Pensionsplänen setzt sich wie folgt zusammen:

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2010 2009
(In Tsd. EUR) Inland Ausland Gesamt Inland Ausland Gesamt
Laufender Dienstzeitaufwand 9.592 1.227 10.819 7.497 1.206 8.703
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 430 - 430 - - -
Personalaufwand gesamt 10.022 1.227 11.249 7.497 1.206 8.703
Zinsaufwand für die bereits erworbenen Versorgungsansprüche 31.151 12.786 43.937 33.562 13.399 46.961
Erwartete Erträge aus Planvermögen -32.310 -14.209 -46.519 -28.060 -11.352 -39.412
Zinsaufwand gesamt (Finanzergebnis) -1.159 -1.423 -2.582 5.502 2.047 7.549
Pensionsaufwand gesamt 8.863 -196 8.667 12.999 3.253 16.252


Im Berichtsjahr sind Leistungen an beitragsorientierte Versorgungssysteme von 207.255 Tsd. Euro (Vorjahr 166.079 Tsd. Euro) erfolgt. Sie entfallen im Wesentlichen mit 178.575 Tsd. Euro (Vorjahr 136.699 Tsd. Euro) auf die Leighton-Gruppe und mit 23.698 Tsd. Euro (Vorjahr 25.867 Tsd. Euro) auf die Turner-Gruppe. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr an staatliche Rentenversicherungsträger Arbeitgeberbeiträge in Höhe von 88.722 Tsd. Euro (Vorjahr 87.209 Tsd. Euro) geleistet. Die Aufwendungen für die beitragsorientierten Versorgungssysteme werden im Personalaufwand ausgewiesen.

Aufgrund ihres Versorgungscharakters werden die Verpflichtungen der Turner-Gruppe für die Krankheitskosten der Mitarbeiter nach deren Eintritt in den Ruhestand unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Der Anwartschaftsbarwert zum 31. Dezember 2010 beträgt 36.816 Tsd. Euro (Vorjahr 28.221 Tsd. Euro). Von den laufenden Dienstzeitaufwendungen entfallen 1.192 Tsd. Euro (Vorjahr 1.157 Tsd. Euro) und von den Zinsaufwendungen 1.844 Tsd. Euro (Vorjahr 1.804 Tsd. Euro) auf die Krankheitskosten.

Die Auswirkungen einer einprozentigen Änderung der angenommenen Kostentrends im Bereich der medizinischen Versorgung wären wie folgt:

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(In Tsd. EUR) Erhöhung Minderung
Auswirkungen auf die Summe des laufenden
Dienstzeitaufwands und Zinsaufwands
22 -20
Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert 462 -412


In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung sind im Geschäftsjahr 2010 vor Berücksichtigung latenter Steuern 62.062 Tsd. Euro versicherungsmathematische Verluste (Vorjahr Gewinne 58.738 Tsd. Euro) neu erfasst worden. Kumulativ sind dort vor Berücksichtigung latenter Steuern 185.592 Tsd. Euro (Vorjahr 123.530 Tsd. Euro) versicherungsmathematische Verluste enthalten.

27. Andere Rückstellungen

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31.12.2010 31.12.2009
(In Tsd. EUR) langfristig kurzfristig Summe langfristig kurzfristig Summe
Steuerrückstellungen - 44.323 44.323 - 94.556 94.556
Personalrückstellungen 288.898 363.259 652.157 228.461 288.026 516.487
Rückstellungen zur Deckung von Versicherungsfällen 110.120 42.535 152.655 101.306 38.686 139.992
Gewährleistungsverpflichtungen - 80.006 80.006 - 81.131 81.131
Umstrukturierungskosten 3.183 38.371 41.554 - 15.396 15.396
Prozessrisiken - 30.304 30.304 117 32.668 32.785
Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften - 8.084 8.084 - 8.092 8.092
Übrige sonstige Rückstellungen 24.649 352.671 377.320 8.065 347.100 355.165
Sonstige Rückstellungen 426.850 915.230 1.342.080 337.949 811.099 1.149.048

426.850 959.553 1.386.403 337.949 905.655 1.243.604


Die Personalrückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Aktienoptionsprogramme, Jubiläumszuwendungen, Urlaubsverpflichtungen und für Vorruhestandsregelungen.

Der Betrag der Rückstellungen zur Deckung von Versicherungsfällen wird jährlich von einem Gutachter ermittelt.

In den übrigen sonstigen Rückstellungen sind unter anderem Kosten der Auftragsabwicklung und nachträgliche Kosten abgerechneter Aufträge, Jahresabschlusskosten, Schadensersatzleistungen sowie andere ungewisse Verbindlichkeiten berücksichtigt.

Rückstellungsspiegel

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(In Tsd. EUR) Stand 1.1.2010



Zuführungen




Auflösungen




Änderung
Konsolidierungskreis,
Währungsanpassungen,
Umbuchungen,
Übertragungen
Inanspruchnahmen




Stand 31.12.2010



Steuerrückstellungen 94.556 53.859 -872 -23.984 -79.236 44.323
Personalrückstellungen 516.487 202.660 -4.732 72.502 -134.760 652.157
Rückstellungen zur Deckung von Versicherungsfällen 139.992 7.652 - 10.916 -5.905 152.655
Andere sonstige Rückstellungen 492.569 210.615 -64.785 9.486 -110.617 537.268
Sonstige Rückstellungen 1.149.048 420.927 -69.517 92.904 -251.282 1.342.080

1.243.604 474.786 -70.389 68.920 -330.518 1.386.403


28. Finanzverbindlichkeiten

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31.12.2010 31.12.2009
(In Tsd. EUR) langfristig kurzfristig langfristig kurzfristig
Anleihen 690.240 102.010 445.612 4.507
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.701.672 307.983 1.439.416 576.950
Finanzverbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen - 2.390 - 636
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Beteiligungen - 158.929 - 165.386
Leasingverbindlichkeiten 172.577 48.736 149.698 39.696
Übrige Finanzverbindlichkeiten 12.465 25.718 12.864 8.711

2.576.954 645.766 2.047.590 795.886


Die Anleihen betreffen mit 265.177 Tsd. Euro eine von Leighton Holdings am 21. Juli 2010 aufgenommene USD-Anleihe mit einem Volumen von 350.000 Tsd. US-Dollar. Die Anleihe ist in drei Tranchen in den Jahren 2015, 2017 und 2020 zurückzuzahlen. Der Zinssatz ist je Tranche festgelegt und liegt zwischen 4,51 Prozent und 5,78 Prozent. Die Position enthält zudem mit 213.156 Tsd. Euro (Vorjahr 174.913 Tsd. Euro) eine weitere von Leighton Holdings im Geschäftsjahr 2009 aufgenommene Anleihe. Diese hat ein Nominalvolumen von 280.000 Tsd. australischen Dollar, eine Laufzeit von fünf Jahren und ist mit 9,5 Prozent festverzinslich. 2008 hat Leighton Holdings ein USD-Private-Placement mit einem Volumen von 280.000 Tsd. US-Dollar begeben. Dieses ist in drei Tranchen in den Jahren 2013, 2015 und 2017 zurückzuzahlen. Der Zinssatz ist je Tranche festgelegt und liegt zwischen 6,91 Prozent und 7,66 Prozent. Der Buchwert des USD-Private-Placement beträgt zum 31. Dezember 2010 211.907 Tsd. Euro (Vorjahr 194.348 Tsd. Euro). Zudem enthalten die Anleihen mit 83.740 Tsd. Euro (Vorjahr 76.351 Tsd. Euro) eine von Leighton Holdings im Jahr 2006 aufgenommene USD-Anleihe in Indonesien. Sie hat ein Volumen von 110.000 Tsd. US-Dollar und ist bei einer Laufzeit von fünf Jahren mit 7,875 Prozent festverzinslich. Schließlich wird hier mit 18.270 Tsd. Euro eine von Leighton Holdings im Jahr 2010 aufgenommene kurzfristige Anleihe mit einem Volumen von 24.000 Tsd. australischen Dollar und einem Zinssatz von neun Prozent ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten mit 240.000 Tsd. Euro ein am 26. Mai 2010 von HOCHTIEF am Markt platziertes Schuldscheindarlehen, das aus zwei Tranchen zu 59.500 Tsd. Euro und zu 180.500 Tsd. Euro besteht. Das Darlehen hat eine fünfjährige Laufzeit und wird mit dem Sechsmonats-EURIBOR zuzüglich einer angemessenen Marge verzinst. Im Vorjahr hat HOCHTIEF insgesamt vier Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen von 300.000 Tsd. Euro und hälftig aufgeteilten Laufzeiten von drei und fünf Jahren mit zum Teil fixer und zum Teil variabler Verzinsung abgeschlossen. Die Verzinsung der einzelnen Schuldscheindarlehen entspricht dabei den zum Zeitpunkt des Abschlusses geltenden Marktbedingungen. Des Weiteren sind in dieser Position mit 250.000 Tsd. Euro zwei weitere im Jahr 2008 aufgenommene Schuldscheindarlehen enthalten. Davon hat ein Darlehen einen Nominalwert von 200.000 Tsd. Euro mit einer Laufzeit von fünf Jahren, das zweite beläuft sich auf nominal 50.000 Tsd. Euro und hat eine Laufzeit von sieben Jahren. Beide Darlehen werden mit dem Sechsmonats-EURIBOR zuzüglich einer angemessenen Marge verzinst.

2005 hat HOCHTIEF mit einem internationalen Bankenkonsortium eine syndizierte Barkreditlinie über 600.000 Tsd. Euro abgeschlossen. Die Verzinsung beruht auf dem jeweiligen von der Laufzeit der Ziehung abhängigen EURIBOR zuzüglich einer angemessenen Marge. Die Barkreditlinie läuft bis zum 22. November 2012. Die Inanspruchnahme beläuft sich unverändert zum Vorjahr auf 477.000 Tsd. Euro.

Mit 284.220 Tsd. Euro (Vorjahr 366.709 Tsd. Euro) enthalten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten von Leighton Holdings, im Wesentlichen zur Finanzierung von Akquisitionen, insbesondere der Al Habtoor Engineering Enterprises Co. L.L.C., und von Projektgesellschaften.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind zum Bilanzstichtag 521.531 Tsd. Euro variabel und 1.488.124 Tsd. Euro festverzinslich. Im Fall von variabler Verzinsung betrug der durchschnittliche Zinssatz 2,24 Prozent. Bei fester Zinsbindung lag der durchschnittliche Zinssatz bei 5,23 Prozent. Die Laufzeit beträgt durchschnittlich zwei Jahre.

Gegenüber Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von 10.861 Tsd. Euro (Vorjahr 1.642 Tsd. Euro).

Die Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 221.313 Tsd. Euro (Vorjahr 189.394 Tsd. Euro) betreffen überwiegend im Rahmen von Finanzierungsleasing genutzte technische Anlagen und Maschinen bei Leighton Holdings.

Die Mindestleasingzahlungen für Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen teilen sich wie folgt auf:

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

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31.12.2010 31.12.2009
(In Tsd. EUR) Nominalwert Abzinsungsbetrag Barwert Nominalwert Abzinsungsbetrag Barwert
Fällig bis 1 Jahr 53.944 5.208 48.736 44.080 4.384 39.696
Fällig 1 bis 5 Jahre 179.194 6.617 172.577 155.435 6.138 149.297
Fällig über 5 Jahre - - - 458 57 401


Die übrigen Finanzverbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen kurzfristige Darlehen und andere Finanzverbindlichkeiten.

29. Sonstige Verbindlichkeiten

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31.12.2010 31.12.2009
(In Tsd. EUR) langfristig kurzfristig langfristig kurzfristig
Verbindlichkeiten aus Derivaten 143.170 47.568 131.163 74.277
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern - 165.025 - 166.579
Rechnungsabgrenzungsposten 42.552 29.637 42.451 28.460
Verbindlichkeiten aus Steuern (ohne Ertragsteuern) - 46.131 - 39.854
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit - 9.550 - 7.253
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 637 65.352 11.497 65.134

186.359 363.263 185.111 381.557


Die Verbindlichkeiten aus Derivaten betreffen mit 92.266 Tsd. Euro eine bei der Leighton-Gruppe bestehende künftige Einzahlungsverpflichtung in eine Infrastruktur-Projektgesellschaft (Vorjahr Einzahlungsverpflichtungen in zwei Projektgesellschaften in Höhe von 101.887 Tsd. Euro) und mit 56.935 Tsd. Euro (Vorjahr 51.724 Tsd. Euro) Zinsswaps der HOCHTIEF Aktiengesellschaft.

Im Rahmen der in den Jahren 2007 und 2008 getätigten Veräußerung von insgesamt 16,25 Prozent der indirekt gehaltenen Anteile an dem Projekt Vespucio Norte Express (VNE) in Chile hat die HOCHTIEF PPP Solutions GmbH den Investoren Eigenkapitalgarantien mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2012 eingeräumt. Der beizulegende Zeitwert dieser Eigenkapitalgarantien betrug zum Bilanzstichtag 1.300 Tsd. Euro (Vorjahr 16.000 Tsd. Euro). Der Ausweis erfolgt in den langfristigen Verbindlichkeiten aus Derivaten.

Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen im Wesentlichen im Voraus erhaltene Versicherungsprämien, die die folgenden Geschäftsjahre betreffen und über die Laufzeit des jeweiligen Versicherungsvertrags aufgelöst werden, sowie Mieten.

Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verpflichtungen außerhalb des Lieferungs- und Leistungsverkehrs.

30. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

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(In Tsd. EUR) 31.12.2010 31.12.2009
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Percentage of Completion (PoC) -466.765 -731.567
erhaltene Anzahlungen 1.012.601 1.368.039

545.836 636.472
gegenüber Arbeitsgemeinschaften 81.926 87.351
Übrige 4.727.671 3.662.321

5.355.433 4.386.144
Erhaltene Anzahlungen 6.005 3.655
gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen 1.260 1.491
gegenüber Beteiligungen 1.035 348

5.363.733 4.391.638


Die Verbindlichkeiten aus PoC in Höhe von 545.836 Tsd. Euro (Vorjahr 636.472 Tsd. Euro) enthalten Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden, bei denen erhaltene Anzahlungen die Herstellungskosten einschließlich Gewinnanteilen übersteigen.

Gegenüber Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von 213 Tsd. Euro (Vorjahr 177 Tsd. Euro).

31. Ertragsteuerverbindlichkeiten

Bei den Ertragsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 16.864 Tsd. Euro (Vorjahr 10.201 Tsd. Euro) handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber in- und ausländischen Finanzbehörden.

Sonstige Angaben

32. Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem der auf die Aktien entfallende Konzerngewinn durch die durchschnittliche Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien dividiert wird. Eine Verwässerung dieser Kennzahl kann durch sogenannte potenzielle Aktien auftreten (vor allem Aktienoptionen und Wandelanleihen). Die aktienbasierten Vergütungsprogramme von HOCHTIEF wirken nicht gewinnverwässernd. Damit entsprechen sich das verwässerte und das unverwässerte Ergebnis je Aktie. Die Zahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien ist durch die im Dezember des Geschäftsjahres durchgeführte Kapitalerhöhung gestiegen. Das Ergebnis je Aktie des Vorjahres wurde aufgrund der Erstanwendung von IFRIC 12 von 2,93 Euro auf 2,88 Euro angepasst.

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2010 2009
angepasst
Konzerngewinn (in Tsd. Euro) 288.030 191.672
Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien
(gewichteter Durchschnitt) in Tausend Stück
66 846 66 522
Ergebnis je Aktie (in Euro) 4,31 2,88
Dividende je Aktie (in Euro)
1,50
Vorgeschlagene Dividende je Aktie (in Euro) 2,00


33. Berichterstattung zu Finanzinstrumenten

Zu den Finanzinstrumenten zählen finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie vertragliche Ansprüche und Verpflichtungen in Bezug auf Tausch beziehungsweise Übertragung finanzieller Vermögenswerte. Unterschieden werden originäre und derivative Finanzinstrumente.

Die originären Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite im Wesentlichen die flüssigen Mittel, die kurzfristigen Wertpapiere, die Forderungen und die übrigen Finanzanlagen. Die Wertpapiere sind mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die beizulegenden Zeitwerte der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte ergeben sich aus den Börsenkursen oder werden auf der Grundlage anerkannter Bewertungsmethoden ermittelt.

Auf der Passivseite enthalten die originären Finanzinstrumente im Wesentlichen die zu Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten.

Der Bestand an originären Finanzinstrumenten wird in der Bilanz ausgewiesen, die Höhe der finanziellen Vermögenswerte gibt das maximale Ausfallrisiko an. Soweit bei den finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen abgedeckt.

Risikomanagement

Alle Finanzaktivitäten erfolgen im HOCHTIEF-Konzern auf Basis einer konzernweit gültigen Finanzrahmenrichtlinie. Ergänzend zur generellen Rahmenrichtlinie gelten funktionale, operative Einzelrichtlinien zu verschiedenen Themenbereichen wie beispielsweise zum Währungs- und Sicherheitenmanagement. Diese regeln die jeweiligen Grundsätze zum Umgang mit den einzelnen Finanzrisiken.

Innerhalb des Zentralbereichs Finanzen sind die Handels-, Controlling- und Abwicklungsaktivitäten in die Bereiche Front-, Middle- und Back-Office aufgeteilt. Hierdurch wird ein wirksames Risikomanagement gewährleistet, in dem die Kontrolle und Abwicklung der externen Handelsaktivitäten des Front-Office von einem separaten und unabhängigen Bereich, dem Back-Office, erfolgt. Bei allen externen Handelsgeschäften gilt zudem mindestens das Vieraugenprinzip. Die internen Anweisungsberechtigungen sind streng limitiert, betragsmäßig begrenzt und werden regelmäßig mindestens einmal jährlich einer Überprüfung unterzogen.

Management von Liquiditätsrisiken

HOCHTIEF arbeitet mit weitgehend zentralen Liquiditätsstrukturen zur konzernweiten Bündelung von Liquidität (insbesondere dem sogenannten Cash-Pooling), unter anderem zur Vermeidung von Liquiditätsengpässen auf Einzelgesellschaftsebene. Die zentrale Liquidität wird regelmäßig ermittelt sowie im Rahmen einer rollierenden 18-Monats-Planung durch einen Bottom-up-Prozess geplant. Liquiditätsplanungen werden durch monatliche Stress-Szenarien ergänzt. Auf Basis der Liquiditätsplanung steuert HOCHTIEF sein Wertpapiervermögen sowie das Kreditportfolio aktiv.

Durch die Platzierung eines neuen Schuldscheindarlehens konnte der Kreis der Kreditgeber nochmals erweitert werden.

In den nachfolgenden Tabellen werden die maximal zu leistenden Auszahlungen dargestellt. Die Betrachtung bildet den für HOCHTIEF ungünstigsten Fall ab, das heißt den jeweils frühestmöglichen vertraglichen Zahlungstermin (sogenannter "Worst Case"). Dabei werden Gläubigerkündigungsrechte berücksichtigt. Fremdwährungspositionen werden jeweils mit dem am Bilanzstichtag geltenden Stichtagskassakurs umgerechnet. Zinszahlungen aus variabel verzinsten Positionen werden einheitlich mit dem letzten Zinsfixing vor dem Bilanzstichtag berechnet. Neben originären Finanzinstrumenten werden auch derivative Finanzinstrumente (beispielsweise Devisentermingeschäfte und Zinsswaps) berücksichtigt. Ferner werden eingeräumte, noch nicht vollständig gezogene Kreditlinien und herausgelegte Finanzgarantien einbezogen.

Den in den nachstehenden Tabellen dargestellten, maximal zu leistenden Auszahlungen ("Worst Case"-Betrachtung) stehen in den gleichen Perioden jeweils - hier nicht aufgeführte - vertraglich fixierte Einzahlungen (zum Beispiel aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) gegenüber, die die angegebenen Zahlungsmittelabflüsse in wesentlichem Umfang abdecken werden.

Maximal zu leistende Auszahlungen zum 31.12.2010

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(In Tsd. EUR) 2011 2012 2013-2014 nach 2014 Summe
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten 5.662.891 1.194.175 891.689 799.006 8.547.761
Derivative Finanzinstrumente 47.568 29.416 18.272 95.482 190.738
Kreditzusagen/Finanzgarantien 313.955 18.000 - - 331.955

6.024.414 1.241.591 909.961 894.488 9.070.454


Maximal zu leistende Auszahlungen zum 31.12.2009

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(In Tsd. EUR) 2010 2011 2012-2013 nach 2013 Summe
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten 4.715.106 334.152 1.348.739 610.541 7.008.538
Derivative Finanzinstrumente 74.277 22.312 38.456 70.395 205.440
Kreditzusagen/Finanzgarantien 23.488 291.522 18.000 - 333.010

4.812.871 647.986 1.405.195 680.936 7.546.988


Darüber hinaus ist die Liquiditätsversorgung des Konzerns auch wegen der vorhandenen Kassenbestände und verfügbaren Guthaben bei Kreditinstituten, der veräußerbaren kurzfristigen Wertpapiere sowie der freien, ungenutzten Barkreditlinien ausreichend sichergestellt. Folgende Tabelle zeigt die wesentlichen Liquiditätsinstrumente auf:

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(In Tsd. EUR) 31.12.2010 31.12.2009
Kassenbestände und verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten 1.727.000 1.114.626
Veräußerbare Wertpapiere 1.631.229 1.433.397
Freie Barkreditlinien 2.093.210 1.836.904

5.451.439 4.384.927


Die Barkreditlinien setzen sich unter anderem aus einem syndizierten Barkredit mit einem Volumen von 600 Mio. Euro (Laufzeit bis 22. November 2012, Ausnutzung per 31. Dezember 2010: 80 Prozent) und einem 2009 - im Rahmen der Umwandlung eines Teils des bestehenden syndizierten Avalkredits - abgeschlossenen syndizierten Barkredit mit einem Volumen von 400 Mio. Euro (Laufzeit bis 24. Oktober 2012, Ausnutzung per 31. Dezember 2010: null Prozent) sowie kurzfristigen Geldmarktlinien mit einem Volumen von 343 Mio. Euro (Ausnutzung per 31. Dezember 2010: null Prozent) zusammen. Ein Teil der freien Barkreditlinien ist jeweils projektgebunden. Hinsichtlich diverser Kreditlinien bestehen Gläubigerkündigungsrechte (im Rahmen von Financial Covenants); diese Covenants werden im Rahmen der Unternehmensplanung laufend überwacht und derzeit als unkritisch eingestuft. Aufgrund der jeweils breiten und internationalen Syndizierung wird das Refinanzierungsrisiko als sehr gering eingestuft. Aus weiteren Vorsichtsüberlegungen heraus besteht auf Basis der Hauptversammlungsbeschlüsse des Jahres 2010 ein angemessener Rahmen, um die Eigenmittel zu erhöhen.

Auch im für HOCHTIEF wesentlichen Avalbereich verfügt der Konzern über ausreichende Kreditlinien. Die Avalkreditlinien haben ein Gesamtvolumen von 11,57 Mrd. Euro (Vorjahr 9,36 Mrd. Euro) und sind per 31. Dezember 2010 zu 72 Prozent ausgenutzt (Vorjahr 81 Prozent).

Management von Währungsrisiken

Währungsrisiken (im Sinne von Transaktionsrisiken) entstehen bei HOCHTIEF aus Forderungen, Verbindlichkeiten, flüssigen Mitteln und Wertpapieren sowie schwebenden Geschäften in einer anderen als der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft. Zur Absicherung gegen wechselkursbedingte Schwankungen dieser Zahlungen beziehungsweise Positionen werden Währungsderivate, maßgeblich Devisentermingeschäfte, eingesetzt. Grundsätzlich sichert HOCHTIEF alle Währungsrisiken ab.

Die Abwicklung der Sicherungen der Konzerngesellschaften erfolgt regelmäßig über die HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Durch verbindliche Richtlinien sind Nutzung, getrennte Kontrolle und Verantwortlichkeiten bei allen Konzernunternehmen klar geregelt. Grundsätzlich werden Währungsderivate nur zur Absicherung von Risiken eingesetzt (sogenanntes Hedging). Vertragspartner der extern abgeschlossenen Derivate sind grundsätzlich Kreditinstitute erster Bonität.

In der nachfolgenden Tabelle sind die beizulegenden Zeitwerte der Währungsderivate dargestellt:

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(In Tsd. EUR) 31.12.2010 31.12.2009
Aktiva

Devisentermingeschäfte/ Devisenswaps

mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) 3.149 768
mit Sicherungshintergrund (aber ohne Hedge-Accounting) 2.247 645

5.396 1.413
Passiva

Devisentermingeschäfte/ Devisenswaps

mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) 24.620 11.669
mit Sicherungshintergrund (aber ohne Hedge-Accounting) 1.044 3.978

25.664 15.647


Die Restlaufzeit der Währungsderivate im Cashflow-Hedge-Accounting beträgt zum 31. Dezember 2010 maximal 19 Monate. Die maximale Restlaufzeit von Währungsderivaten ohne Anwendung von Hedge-Accounting beträgt zum 31. Dezember 2010 23 Monate.

Wird Hedge-Accounting angewendet, werden die unrealisierten Gewinne und Verluste des Sicherungsgeschäfts zunächst in den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen erfasst. Die Gewinne und Verluste werden erst dann realisiert, wenn auch das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Derivate werden auf Basis aktueller Marktkonditionen zum Bilanzstichtag bewertet. Bei der Interpretation der positiven und negativen beizulegenden Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten ist zu beachten, dass ihnen gegenläufige Grundgeschäfte gegenüberstehen. Im Geschäftsjahr 2010 wurden Marktwertänderungen aus den oben genannten Derivaten mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) saldiert in Höhe von -10.570 Tsd. Euro (Vorjahr 3.001 Tsd. Euro) erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Im Geschäftsjahr ergaben sich keine (Vorjahr -2.374 Tsd. Euro) erfolgswirksamen Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung. Sofern kein Hedge-Accounting angewendet werden kann, werden sämtliche unrealisierten Gewinne und Verluste des Sicherungsgeschäfts unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst; im Geschäftsjahr waren dies 4.536 Tsd. Euro (Vorjahr -3.570 Tsd. Euro).

Folgende Sensitivitätsanalysen zeigen auf, welche Effekte sich aus einer Schwankung von zehn Prozent der wesentlichen Fremdwährungen im Verhältnis zu der jeweiligen Funktionalwährung der Konzerngesellschaft auf das Eigenkapital beziehungsweise auf das Jahresergebnis des HOCHTIEF-Konzerns ergeben hätten. Die Analyse basiert auf dem jeweiligen Volumen zum Bilanzstichtag.

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31.12.2010
Fremdwährung
31.12.2009
Fremdwährung
(In Tsd. EUR)
steigt um 10 Prozent fällt um 10 Prozent steigt um 10 Prozent fällt um 10 Prozent
Änderung des Eigenkapitals aufgrund von Marktwertschwankungen eingesetzter Währungsderivate

mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting)




Funktionalwährung Fremdwährung



EUR PLN 1.536 -1.536 3.583 -2.932
AUD EUR 10.856 -10.856 6.530 -6.530
AUD USD 15.317 -15.317 851 -851
AUD JPY 1.145 -1.145 42 -42
AUD THB 5.738 -5.738 - -
Änderung des Jahresergebnisses aufgrund nicht gesicherter Währungspositionen bei originären Finanzinstrumenten sowie durch Marktwertschwankungen bei derivativen Finanzinstrumenten

(ohne Hedge-Accounting)




Funktionalwährung Fremdwährung



EUR CAD 1.125 -1.125 -101 101
EUR USD -7.815 7.815 -3.183 3.076
AUD HKD 1.163 -1.163 - -
AUD USD 11.896 -11.896 124 -109
CZK EUR -2.345 2.345 -398 409
QAR EUR -2.769 2.769 1.233 -1.233
EUR PLN 1.759 -1.759 -74 385


Management von Zinsrisiken

Zinsrisiken entstehen bei HOCHTIEF durch Finanzpositionen der Aktivseite im Wesentlichen durch verzinsliche Wertpapiere des Umlaufvermögens. Zinsrisiken auf der Passivseite der Bilanz betreffen im Wesentlichen Finanzverbindlichkeiten. Risiken werden hierbei durch zwei Ansätze minimiert: zum einen durch sogenanntes Natural Hedging, also das Eliminieren von gegenläufigen Zinsrisiken aus originären Finanzinstrumenten auf der Aktiv- und der Passivseite; zum anderen durch den Einsatz von Zinsderivaten. Dies sind in der Regel Zinsswaps, durch die Cashflow-Risiken, die durch Änderungen von Zinssätzen bei variabel verzinslichen Finanzpositionen bestehen, in Marktwertrisiken, die bei festverzinslichen Finanzpositionen durch einen Marktvergleich auftreten, getauscht werden.

Analog zum Vorgehen bei Währungsderivaten erfolgt die Abwicklung der Sicherungen der Konzerngesellschaften regelmäßig über die HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Ebenfalls bestehen analoge Regelungen und Richtlinien sowie die grundsätzliche Bindung an Grundgeschäfte (also kein spekulativer Einsatz). Vertragspartner der extern abgeschlossenen Derivate sind grundsätzlich Kreditinstitute erster Bonität.

In der nachfolgenden Tabelle sind die beizulegenden Zeitwerte der Zinsderivate dargestellt:

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(In Tsd. EUR) 31.12.2010 31.12.2009
Aktiva

Zinsswaps

mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) 1.490 245
mit Sicherungshintergrund (aber ohne Cashflow-Hedge-Accounting) 66 -
Zinsfutures

ohne Sicherungshintergrund (Einsatz zur Asset-Management-Strukturierung) 35 58

1.591 303
Passiva

Zinsswaps

mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) 63.664 66.777
mit Sicherungshintergrund (aber ohne Cashflow-Hedge-Accounting) 1.455 -
Zinsfutures

ohne Sicherungshintergrund (Einsatz zur Asset-Management-Strukturierung) 74 118

65.193 66.895


Die maximale Restlaufzeit der Zinsswaps sowohl im als auch ohne Cashflow-Hedge-Accounting beträgt zum 31. Dezember 2010 54 Monate. Die Zinsfutures haben eine maximale Restlaufzeit von acht Monaten.

Im Geschäftsjahr 2010 wurden Marktwertänderungen aus Zinsderivaten mit Sicherungshintergrund im Cashflow-Hedge-Accounting in Höhe von 4.853 Tsd. Euro (Vorjahr saldiert -10.743 Tsd. Euro) erfolgsneutral im Eigenkapital und -495 Tsd. Euro (Vorjahr - Tsd. Euro) aus Ineffektivitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Marktwertänderungen bei den übrigen Zinsderivaten wurden saldiert in Höhe von -1.368 Tsd. Euro (Vorjahr 15 Tsd. Euro) erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Folgende Sensitivitätsanalysen zeigen auf, welche Effekte sich aus einer Schwankung um einen Prozentpunkt des jeweiligen Marktzinsniveaus auf das Eigenkapital beziehungsweise auf das Jahresergebnis ergeben hätten. Die Analyse basiert auf dem jeweiligen Volumen zum Bilanzstichtag.

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31.12.2010
Marktzinsniveau
31.12.2009
Marktzinsniveau
(In Tsd. EUR) steigt um einen Prozentpunkt fällt um einen Prozentpunkt steigt um einen Prozentpunkt fällt um einen Prozentpunkt
Änderung des Eigenkapitals aufgrund von Marktwertschwankungen eingesetzter Zinsderivate mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) und Marktwertschwankungen festverzinslicher Wertpapiere, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden 16.196 -16.742 25.640 -25.939
Änderung des Jahresergebnisses aufgrund nicht gesicherter, zinsvariabler Positionen bei originären Finanzinstrumenten sowie durch Marktwertschwankungen bei derivativen Finanzinstrumenten (ohne Hedge-Accounting) -6.503 6.489 -5.821 5.821


Management von sonstigen Preisrisiken

Sonstige Preisrisiken entstehen bei HOCHTIEF durch Anlagen in kurzfristige beziehungsweise langfristige, nicht zinstragende Wertpapiere, maßgeblich Aktien und Fonds, die der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" zugeordnet und daher erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Daneben resultieren Preisrisiken aus Beteiligungen, die ebenfalls der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" zugeordnet werden, soweit die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt. In der nachfolgenden Tabelle werden diese Positionen dargestellt. Beteiligungen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, da der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermittelbar ist, sind dagegen nicht enthalten.

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(In Tsd. EUR) 31.12.2010 31.12.2009
Preisrisikopositionen der langfristigen Vermögenswerte 491.610 475.150
Preisrisikopositionen der kurzfristigen Vermögenswerte 234.682 254.016


HOCHTIEF steuert die Preisrisiken aktiv. Eine laufende Beobachtung und eine Analyse der Märkte ermöglichen somit eine zeitnahe Steuerung der Anlagen. So können negative Entwicklungen an den Kapitalmärkten frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Derivate werden nur in Ausnahmefällen zur Steuerung sonstiger Preisrisiken eingesetzt.

Im Rahmen des Beteiligungsmanagements wurden Terminkäufe mit einer maximalen Restlaufzeit zum 31. Dezember 2010 von 42 Monaten zu Sicherungszwecken abgeschlossen, die nach den Regelungen für Cashflow-Hedge-Accounting abgebildet werden. Des Weiteren wurden aktienbezogene Derivate abgeschlossen, die der Absicherung unserer aktienbasierten Vergütungspläne dienen und zum 31. Dezember 2010 eine maximale Restlaufzeit von 76 Monaten haben. Diese werden nicht im Rahmen des Hedge-Accountings, sondern als sogenanntes Natural Hedging bilanziert. Die Ergebnisse aus der Marktwertbewertung dieser Derivate werden im Personalaufwand ausgewiesen. Des Weiteren wurden zwei indexbezogene Optionsgeschäfte mit einer maximalen Restlaufzeit von 50 Monaten abgeschlossen.

In der nachfolgenden Tabelle sind die beizulegenden Zeitwerte der Aktienoptions- beziehungsweise Aktientermingeschäfte und indexbezogener Optionsgeschäfte sowie von zwei geschriebenen Optionen dargestellt:

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(In Tsd. EUR) 31.12.2010 31.12.2009
Aktiva

Aktien-Options- und Aktien-Termingeschäfte mit Sicherungshintergrund (aber ohne Hedge-Accounting) 55.483 46.264
Indexbezogene Optionsgeschäfte ohne Sicherungshintergrund 5.344 -

60.827 46.264
Passiva

Termingeschäfte mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) 92.266 101.887
Aktien-Options- und Aktien-Termingeschäfte mit Sicherungshintergrund (aber ohne Hedge-Accounting) 6.315 5.011
Geschriebene Optionen ohne Sicherungshintergrund 1.300 16.000

99.881 122.898


Im Geschäftsjahr 2010 wurden Marktwertänderungen aus den oben genannten Derivaten mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) in Höhe von 9.621 Tsd. Euro (Vorjahr - 19.251 Tsd. Euro) erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Marktwertänderungen bei Aktienoptions- und Aktientermingeschäften sowie indexbezogenen Optionsgeschäften ohne Anwendung von Hedge-Accounting und bei den geschriebenen Optionen wurden saldiert in Höhe von 27.959 Tsd. Euro (Vorjahr 47.276 Tsd. Euro) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Folgende Sensitivitätsanalysen zeigen auf, welche Effekte sich aus Schwankungen der Marktwerte von originären und derivativen Finanzinstrumenten von zehn Prozent auf das Eigenkapital beziehungsweise auf das Jahresergebnis ergeben hätten. Die Analyse basiert auf dem jeweiligen Volumen zum Bilanzstichtag.

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31.12.2010
Marktwert
31.12.2009
Marktwert
(In Tsd. EUR) steigt um 10 Prozent fällt um 10 Prozent steigt um 10 Prozent fällt um 10 Prozent
Änderung des Eigenkapitals aufgrund von Marktwertschwankungen eingesetzter Derivate
mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting)
5.999 -5.999 10.189 -10.189
Änderung des Jahresergebnisses aufgrund von Marktwertschwankungen von Derivaten
ohne Hedge-Accounting
11.137 -11.469 9.325 -11.225
Änderung des Eigenkapitals aufgrund von Kurswertänderungen von nicht wertgeminderten Wertpapieren 20.479 -20.479 24.224 -24.224
Änderung des Eigenkapitals aufgrund von Wertänderungen bei nicht wertgeminderten,
zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Beteiligungen
44.858 -44.858 43.988 -43.988
Änderung des Eigenkapitals aufgrund von Kurswertsteigerungen bei wertgeminderten Wertpapieren 3.168 -
1.368 -
Änderung des Eigenkapitals aufgrund von Wertsteigerungen bei wertgeminderten,
zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Beteiligungen
55 -
3.498 -
Änderung des Jahresergebnisses aufgrund von Kurswertminderungen bei wertgeminderten Wertpapieren -
-3.168 -
-1.368
Änderung des Jahresergebnisses aufgrund von Wertminderungen bei wertgeminderten,
zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Beteiligungen
-
-55 -
-3.498


Management von Ausfallrisiken

Ausfallrisiken ergeben sich im HOCHTIEF-Konzern aus dem operativen Geschäft sowie aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten.

Das Risikomanagement erfolgt bei HOCHTIEF im operativen Geschäft durch die laufende bereichsbezogene Überwachung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Bei Feststellung eines konkreten Ausfallrisikos wird diesem Risiko durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen im notwendigen Umfang Rechnung getragen.

Der HOCHTIEF-Konzern hat gegenüber Dritten für Equity-Gesellschaften Finanzgarantien herausgelegt. Dabei werden Finanzgarantien nur für Gesellschaften bester Bonität übernommen, sodass das Risiko einer Inanspruchnahme von HOCHTIEF äußerst gering ist. Kreditzusagen werden nur an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, gegeben.

Das maximale Ausfallrisiko der finanziellen Vermögenswerte entspricht den in der Bilanz angesetzten Buchwerten. Diesem sind jedoch die vom HOCHTIEF-Konzern hereingenommenen Sicherheiten gegenüberzustellen, sodass das tatsächliche Ausfallrisiko geringer ist. Bei ausgereichten Finanzgarantien entspricht der maximale Ausfall dem Höchstbetrag, der von HOCHTIEF zu zahlen ist. Kreditzusagen können maximal in Höhe ihres zugesagten Betrags ausfallen. Zum 31. Dezember 2010 betrug das maximale Ausfallrisiko aus Finanzgarantien und Kreditzusagen 331.955 Tsd. Euro (Vorjahr 333.010 Tsd. Euro). Eine Inanspruchnahme der Finanzgarantien und Kreditzusagen ist zum Berichtszeitpunkt sehr unwahrscheinlich.

HOCHTIEF erhält Sicherheiten zur Besicherung von Vertragserfüllung und Gewährleistung durch Nachunternehmer oder zur Besicherung von Vergütungsansprüchen. Unter anderem werden hierbei Gewährleistungs-, Vertragserfüllungs-, Vorauszahlungs- und Zahlungsbürgschaften hereingenommen. HOCHTIEF regelt die Hereinnahme von Sicherheiten in einer Richtlinie. Diese umfasst unter anderem die vertragliche Gestaltung, Durchführung und Verwaltung aller Vereinbarungen. Details werden, abhängig zum Beispiel von Land und Rechtsprechung, unterschiedlich geregelt. Bezüglich der Ausfallrisiken prüft HOCHTIEF bei allen hereingenommenen Avalen die Bonität des Sicherheitengebers. HOCHTIEF bedient sich bei der Bonitätsbeurteilung so weit wie möglich externer Spezialisten (beispielsweise Ratingagenturen). Die Angabe von beizulegenden Zeitwerten der erhaltenen Sicherheiten ist nicht erfolgt, da eine verlässliche Ermittlung regelmäßig nicht möglich ist.

Im Folgenden werden die überfälligen, nicht wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte dargestellt:

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31.12.2010 31.12.2009
(In Tsd. EUR) bis 30 Tage 31 Tage
bis 60 Tage
61 Tage
bis 90 Tage
mehr als 90 Tage bis 30 Tage 31 Tage
bis 60 Tage
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 95.781 24.418 15.975 92.657 95.356 24.215
Kurzfristige Finanzforderungen 289 - - - 3 -
Kurzfristige sonstige Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte 229 -
-
41 134 -

96.299 24.418 15.975 92.698 95.493 24.215


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31.12.2009
(In Tsd. EUR) 61 Tage
bis 90 Tage
mehr als
90 Tage
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21.633 94.724
Kurzfristige Finanzforderungen - -
Kurzfristige sonstige Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte 1 25

21.634 94.749


Die Überfälligkeiten der finanziellen Vermögenswerte sind branchenspezifisch geprägt. Die Zahlungseingänge erfolgen in Abhängigkeit vom Prozess der Auftragsabnahme und Rechnungsprüfung, der regelmäßig - insbesondere bei Großprojekten - einen längeren Zeitraum in Anspruch nimmt. Die überfälligen, nicht wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte bestehen im Wesentlichen gegenüber öffentlichen Auftraggebern und Industrieunternehmen mit erstklassiger Bonität.

Die einzelwertberichtigten finanziellen Vermögenswerte werden nachfolgend dargestellt:

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31.12.2010 31.12.2009
(In Tsd. EUR) Bruttobuchwert Einzelwertberichtigung Nettobuchwert Bruttobuchwert Einzelwertberichtigung Nettobuchwert
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 99.643 73.949 25.694 118.136 73.825 44.311
Finanzforderungen





langfristig - - - 1 1 -
kurzfristig 5.674 5.674 - 6.415 6.123 292
Kurzfristige sonstige Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte 832 832 - 1.197 1.197 -

106.149 80.455 25.694 125.749 81.146 44.603


In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind branchentypisch im Wesentlichen wertberichtigte Nachtragsforderungen enthalten.

Die nachstehende Tabelle enthält die Entwicklung der Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte:

Wertberichtigungsspiegel

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(In Tsd. EUR) 1.1.2009 Veränderungen* 31.12.2009/
1.1.2010
Veränderungen* 31.12.2010
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 74.553 -728 73.825 124 73.949
Finanzforderungen




langfristig - 1 1 -1 -
kurzfristig 5.447 676 6.123 -449 5.674
Kurzfristige sonstige Finanzforderungen und
sonstige finanzielle Vermögenswerte
30.338 -29.141 1.197 -365 832

110.338 -29.192 81.146 -691 80.455


* Die Veränderungen ergeben sich aus Zuführungen, Auflösungen, Inanspruchnahmen, Währungsanpassungen und Änderungen des Konsolidierungskreises.


Finanzforderungen in Höhe von 2.639 Tsd. Euro (Vorjahr - Tsd. Euro) wären ohne Neuverhandlung der vertraglichen Bedingungen überfällig beziehungsweise wertgemindert gewesen.

Hinsichtlich der weder überfälligen noch wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte liegen derzeit keine Hinweise auf weiteren bonitätsbedingten Wertberichtigungsbedarf vor.

Kapitalrisikomanagement

Der HOCHTIEF-Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, zu gewährleisten, dass sämtliche Konzernunternehmen weiterhin ihr Geschäft unter der Prämisse der Unternehmensfortführung betreiben können. Durch die bedarfsweise Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital werden die Kapitalkosten so gering wie möglich gehalten. Diese Maßnahmen dienen einer Maximierung der Erträge der Anteilseigner.

Die Kapitalstruktur setzt sich aus den in der Bilanz ausgewiesenen lang- und kurzfristigen Schulden abzüglich der flüssigen Mittel als Nettofremdkapital und dem bilanziellen Eigenkapital zusammen. Der Risikosteuerungskreis beurteilt und überprüft die Kapitalstruktur des Konzerns regelmäßig. Im Rahmen dieser Beurteilung werden risikoadäquate Kapitalkosten berücksichtigt.

Die Gesamtstrategie des Kapitalrisikomanagements hat sich im laufenden Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.

Ergänzende Angaben zu Finanzinstrumenten

Nachfolgend werden die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte nach Klassen von Finanzinstrumenten und die Buchwerte nach IAS 39-Bewertungskategorien zum 31. Dezember 2010 und zum 31. Dezember 2009 dargestellt:

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2010


Buchwert je Bewertungskategorie


Keiner Bewertungskategorie zugehörig

Finanzielle Vermögenswerte Finanzielle Verbindlichkeiten
(In Tsd. EUR) zur
Veräußerung
verfügbar
zu Handelszwecken gehalten Kredite und
Forderungen
zu
Handelszwecken gehalten
zu fortgeführten
Anschaffungskosten
in einem bilanziellen Sicherungszusammenhang stehend
und Finanzierungsleasing
Aktiva





Übrige Finanzanlagen





zum Fair Value bewertet 491.610 - - - - -
zu fortgeführten Anschaffungskosten 13.478 - - - - -

505.088 - - - - -
Finanzforderungen





langfristig - - 503.730 - - 3.027
kurzfristig - - 143.587 - - 752
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - - 2.203.471 - - -
Sonstige Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte





langfristig





zum Fair Value bewertet - 55.517 - - - 1.554
zu fortgeführten Anschaffungskosten - - 16.775 - - -
nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 - - - - - -

- 55.517 16.775 - - 1.554
kurzfristig





zum Fair Value bewertet - 7.657 - - - 3.086
zu fortgeführten Anschaffungskosten - - 135.721 - - -
nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 - - - - - -

- 7.657 135.721 - - 3.086
Wertpapiere 937.640 - - - - -
Flüssige Mittel - - 2.451.057 - - -







Passiva





Finanzverbindlichkeiten





langfristig - - - - 2.404.377 172.577
kurzfristig - - - - 597.030 48.736
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - - - - 4.811.893 -
Sonstige Verbindlichkeiten





langfristig





zum Fair Value bewertet - - - 8.472 - 134.698
zu fortgeführten Anschaffungskosten - - - - - -
nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 - - - - - -

- - - 8.472 - 134.698
kurzfristig





zum Fair Value bewertet - - - 1.716 - 45.852
zu fortgeführten Anschaffungskosten - - - - 63.937 -
nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 - - - - - -

- - - 1.716 63.937 45.852


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2010 Keiner Bewertungskategorie
zugehörig






(In Tsd. EUR) nicht im Anwendungsbereich
des IFRS 7
Summe Buchwerte
31.12.2010
Summe beizulegende
Zeitwerte 31.12.2010
Aktiva


Übrige Finanzanlagen


zum Fair Value bewertet - 491.610 491.610
zu fortgeführten Anschaffungskosten - 13.478 13.478

- 505.088 505.088
Finanzforderungen


langfristig - 506.757 506.757
kurzfristig - 144.339 144.339
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.781.292 3.984.763 3.984.763
Sonstige Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte


langfristig


zum Fair Value bewertet - 57.071 57.071
zu fortgeführten Anschaffungskosten - 16.775 16.775
nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 102.226 102.226 102.226

102.226 176.072 176.072
kurzfristig


zum Fair Value bewertet - 10.743 10.743
zu fortgeführten Anschaffungskosten - 135.721 135.721
nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 85.956 85.956 85.956

85.956 232.420 232.420
Wertpapiere - 937.640 937.640
Flüssige Mittel - 2.451.057 2.451.057




Passiva


Finanzverbindlichkeiten


langfristig - 2.576.954 2.582.273
kurzfristig - 645.766 645.766
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 551.840 5.363.733 5.363.733
Sonstige Verbindlichkeiten


langfristig


zum Fair Value bewertet - 143.170 143.170
zu fortgeführten Anschaffungskosten - - -
nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 43.189 43.189 43.189

43.189 186.359 186.359
kurzfristig


zum Fair Value bewertet - 47.568 47.568
zu fortgeführten Anschaffungskosten - 63.937 63.937
nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 251.758 251.758 251.758

251.758 363.263 363.263


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2009


Buchwert je Bewertungskategorie


Keiner Bewertungskategorie zugehörig

Finanzielle Vermögenswerte Finanzielle Verbindlichkeiten
(In Tsd. EUR) zur Veräußerung
verfügbar
zu
Handelszwecken
gehalten
Kredite und
Forderungen
zu
Handelszwecken
gehalten
zu fortgeführten
Anschaffungskosten
in einem bilanziellen
Sicherungszusammenhang

stehend und Finanzierungsleasing
Aktiva





Übrige Finanzanlagen





zum Fair Value bewertet 475.150 - - - - -
zu fortgeführten Anschaffungskosten 11.346 - - - - -

486.496 - - - - -
Finanzforderungen





langfristig - - 407.149 - - 3.609
kurzfristig - - 110.802 - - 1.285
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - - 1.985.428 - - -
Sonstige Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte





langfristig





zum Fair Value bewertet - 46.264 - - - 192
zu fortgeführten Anschaffungskosten - - 4.961 - - -
nicht im Anwendungsbereich
des IFRS 7
- - - - - -

- 46.264 4.961 - - 192
kurzfristig





zum Fair Value bewertet - 703 - - - 821
zu fortgeführten Anschaffungskosten - - 50.309 - - -
nicht im Anwendungsbereich
des IFRS 7
- - - - - -

- 703 50.309 - - 821
Wertpapiere 807.739 - - - - -
Flüssige Mittel - - 1.769.644 - - -







Passiva





Finanzverbindlichkeiten





langfristig - - - - 1.897.892 149.698
kurzfristig - - - - 756.190 39.696
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
- - - - 3.751.511 -
Sonstige Verbindlichkeiten





langfristig





zum Fair Value bewertet - - - 21.011 - 110.152
zu fortgeführten Anschaffungskosten - - - - 10.735 -
nicht im Anwendungsbereich
des IFRS 7
- - - - - -

- - - 21.011 10.735 110.152
kurzfristig





zum Fair Value bewertet - - - 4.096 - 70.181
zu fortgeführten Anschaffungskosten - - - - 64.099 -
nicht im Anwendungsbereich
des IFRS 7
- - - - - -

- - - 4.096 64.099 70.181


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2009 Keiner Bewertungskategorie
zugehörig






(In Tsd. EUR) nicht im Anwendungsbereich
des IFRS 7
Summe Buchwerte
31.12.2009 angepasst
Summe beizulegende Zeitwerte

31.12.2009 angepasst
Aktiva


Übrige Finanzanlagen


zum Fair Value bewertet - 475.150 475.150
zu fortgeführten Anschaffungskosten - 11.346 11.346

- 486.496 486.496
Finanzforderungen


langfristig - 410.758 410.758
kurzfristig - 112.087 112.087
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.422.095 3.407.523 3.407.523
Sonstige Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte


langfristig


zum Fair Value bewertet - 46.456 46.456
zu fortgeführten Anschaffungskosten - 4.961 4.961
nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 125.720 125.720 125.720

125.720 177.137 177.137
kurzfristig


zum Fair Value bewertet - 1.524 1.524
zu fortgeführten Anschaffungskosten - 50.309 50.309
nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 74.956 74.956 74.956

74.956 126.789 126.789
Wertpapiere - 807.739 807.739
Flüssige Mittel - 1.769.644 1.769.644




Passiva


Finanzverbindlichkeiten


langfristig - 2.047.590 2.050.976
kurzfristig - 795.886 795.886
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 640.127 4.391.638 4.391.638
Sonstige Verbindlichkeiten


langfristig


zum Fair Value bewertet - 131.163 131.163
zu fortgeführten Anschaffungskosten - 10.735 10.735
nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 43.213 43.213 43.213

43.213 185.111 185.111
kurzfristig


zum Fair Value bewertet - 74.277 74.277
zu fortgeführten Anschaffungskosten - 64.099 64.099
nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 243.181 243.181 243.181

243.181 381.557 381.557


Bei den kurzfristigen Finanzinstrumenten entsprechen aufgrund der kurzen Restlaufzeiten beziehungsweise der Bilanzierung zum Marktwert die Buchwerte den Marktwerten zum Abschlussstichtag. Die langfristigen Wertpapiere werden in der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet, sodass sich auch hier Buchwert und beizulegender Zeitwert entsprechen.

Soweit der beizulegende Zeitwert für Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen und übrigen Beteiligungen verlässlich ermittelbar ist, wird dieser angesetzt. Wenn ein verlässlicher Zeitwert nicht vorliegt, erfolgt die Bewertung innerhalb der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" zu Anschaffungskosten.

Bei den Angaben zur Fair-Value-Hierarchie von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten sind in Abhängigkeit der Marktnähe der in die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte eingegangenen Bewertungsparameter folgende Stufen zu unterscheiden:

Stufe 1: Vorliegen von notierten Börsen- oder Marktpreisen an aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Schulden (ohne die Vornahme von Anpassungen); zum Beispiel börsennotierte Wertpapiere.

Stufe 2: Verwendung von Bewertungsdaten / Einflussgrößen, die nicht auf Börsen- oder Marktpreisen im Sinne der Stufe 1 basieren, die jedoch für den betreffenden finanziellen Vermögenswert oder die betreffende finanzielle Schuld entweder direkt, das heißt als Preis, oder indirekt, das heißt aus Preisen abgeleitet, beobachtet werden können; zum Beispiel Over-the-Counter-Derivate.

Stufe 3: Verwendung von Bewertungsdaten / Einflussgrößen für die jeweiligen finanziellen Vermögenswerte oder Schulden, die nicht auf beobachtbaren beziehungsweise nachvollziehbaren Marktdaten beruhen; zum Beispiel zum beizulegenden Zeitwert bewertete Beteiligungen, deren Zeitwert durch eine Unternehmensbewertung ermittelt wurde.

Angaben zur Fair-Value-Hierarchie von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten

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31.12.2010 31.12.2009
(In Tsd. Euro) Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Aktiva





Übrige Finanzanlagen 2.024 42.218 447.368 36.265 - 438.885
Sonstige Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte





langfristig - 57.071 - - 46.456 -
kurzfristig - 10.743 - - 1.524 -
Wertpapiere 917.955 19.685 - 727.176 80.563 -







Passiva





Sonstige Verbindlichkeiten





langfristig - 141.870 1.300 - 115.163 16.000
kurzfristig - 47.568 - - 74.277 -


Überleitung der auf Stufe 3 ermittelten beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten

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(In Tsd. EUR) Stand
1.1.2010
Laufende zahlungswirksame
Veränderungen
Währungsanpassungen in der GuV erfasste
Gewinne (+)/Verluste (-)
Stand
31.12.2010
Übrige Finanzanlagen 438.885 -234 8.717 - 447.368
Sonstige Verbindlichkeiten




langfristig 16.000 - - 14.700 1.300


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(In Tsd. EUR) Stand
1.1.2009
Laufende zahlungswirksame
Veränderungen
Währungsanpassungen in der GuV erfasste
Gewinne (+)/Verluste (-)
Stand
31.12.2009
Übrige Finanzanlagen 377.380 65.793 -4.288 - 438.885
Sonstige Verbindlichkeiten




langfristig 25.600 - - 9.600 16.000


Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Gewinne in Höhe von 14.700 Tsd. Euro (Vorjahr 9.600 Tsd. Euro) sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Finanzielle Vermögenswerte mit einem Buchwert von 30.468 Tsd. Euro (Vorjahr 29.360 Tsd. Euro) sind zum 31. Dezember 2010 als Sicherheiten für bilanzierte finanzielle Verbindlichkeiten und nicht bilanzierte Eventualschulden gegeben.

Die folgende Tabelle zeigt das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten nach IAS 39-Bewertungskategorien:

Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten

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(In Tsd. EUR) 2010 2009
Zur Veräußerung verfügbar 41.021 24.203
Zu Handelszwecken gehalten 14.370 3.041
Kredite und Forderungen 72.344 27.680
Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten -245.848 -187.173

-118.113 -132.249


In die Ermittlung des Nettoergebnisses aus Finanzinstrumenten werden Zinserträge und -aufwendungen, Wertberichtigungen und -aufholungen, Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung, Dividendenerträge, Abgangsgewinne beziehungsweise -verluste und sonstige erfolgswirksam erfasste Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten einbezogen.

Im Geschäftsjahr 2010 wurden Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 43.173 Tsd. Euro (Vorjahr 55.690 Tsd. Euro) vorgenommen. Die Wertminderungen betreffen mit 13.398 Tsd. Euro (Vorjahr 16.991 Tsd. Euro) zum beizulegenden Zeitwert bewertete, nicht konsolidierte Tochterunternehmen und übrige Beteiligungen sowie mit 2.395 Tsd. Euro (Vorjahr 4.288 Tsd. Euro) die Buchwerte von nicht konsolidierten Tochterunternehmen und übrigen Beteiligungen, die aufgrund der Nichtverfügbarkeit eines beizulegenden Zeitwerts zu Anschaffungskosten bewertet werden. Die langfristigen Finanzforderungen wurden weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr wertgemindert. Die kurzfristigen Finanzforderungen wurden in Höhe von 458 Tsd. Euro (Vorjahr 1.125 Tsd. Euro) wertberichtigt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit 21.146 Tsd. Euro (Vorjahr 15.319 Tsd. Euro) sowie Wertpapiere mit 5.776 Tsd. Euro (Vorjahr 17.855 Tsd. Euro) wertgemindert. Im Vorjahr wurden darüber hinaus kurzfristige sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte mit 112 Tsd. Euro wertgemindert.

34. Eventualschulden und sonstige finanzielle Verpflichtungen

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(In Tsd. EUR) 31.12.2010 31.12.2009
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften
und Patronatserklärungen
58.398 52.300


Die Haftungsverhältnisse waren überwiegend zur Sicherung aufgenommener Bankkredite, für Vertragserfüllungen, Gewährleistungsverpflichtungen und Vorauszahlungen gegeben. Wir bürgten am Bilanzstichtag im Wesentlichen für Beteiligungsgesellschaften und Arbeitsgemeinschaften. Im Übrigen haften wir gesamtschuldnerisch für alle Arbeitsgemeinschaften, an denen wir beteiligt sind.

Im April des Geschäftsjahres 2009 wurden 400 Mio. Euro des 2007 abgeschlossenen syndizierten Avalkredits über 2,0 Mrd. Euro der HOCHTIEF Aktiengesellschaft in eine Barkreditlinie umgewandelt und ein Teilbetrag in Höhe von 100 Mio. Euro der ursprünglichen Darlehensvaluta wurde an das Bankenkonsortium zurückgegeben, wodurch das Gesamtvolumen auf 1,9 Mrd. Euro sowie das für Avale nutzbare Volumen auf 1,5 Mrd. Euro reduziert wurde. Diese Barkreditlinie ist bis zum 31. Dezember 2010 nicht in Anspruch genommen worden. Zudem besteht für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft die Option zur Umwandlung dieser Barkreditlinie in eine Avalkreditlinie in gleicher Höhe. Der Kreditrahmen ermöglicht die Bereitstellung von Bürgschaften für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit vornehmlich der Unternehmensbereiche HOCHTIEF Europe, HOCHTIEF Concessions und HOCHTIEF Real Estate. Der syndizierte Avalkredit hat eine Ursprungslaufzeit von fünf Jahren, die am 24. Oktober 2012 endet, und ist zum 31. Dezember 2010 mit 1,21 Mrd. Euro (Vorjahr 1,07 Mrd. Euro) in Anspruch genommen.

Daneben bestehen für den HOCHTIEF-Konzern weitere Avalkreditlinien mit einem Gesamtbetrag von 5,39 Mrd. Euro (Vorjahr 4,22 Mrd. Euro) bei Versicherungsgesellschaften und Banken.

Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat zugunsten amerikanischer Versicherungsgesellschaften eine unbegrenzte Garantie für Verpflichtungen der Turner- und der Flatiron-Gruppe im Rahmen des sogenannten Bondings ausgelegt. Dieses in den USA gesetzlich vorgesehene Sicherungsmittel garantiert die Erfüllung von Projekten der öffentlichen Hand. Weiterhin kommt es bei ausgewählten sonstigen Kunden zum Einsatz. Das gesamte Bondingvolumen beläuft sich auf 6.256 Mio. US-Dollar (Vorjahr 5.236 Mio. US-Dollar). Die Ausnutzung des Bondingvolumens beträgt im Berichtsjahr 4.084 Mio. US-Dollar (Vorjahr 4.628 Mio. US-Dollar). Eine Inanspruchnahme aus dieser HOCHTIEF-Garantie ist in der Vergangenheit nicht erfolgt und wird zurzeit für die Zukunft auch nicht erwartet.

Das Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen beträgt im Konzern 629.033 Tsd. Euro (Vorjahr 126.211 Tsd. Euro) und betrifft im Wesentlichen die Bergbauaktivitäten der Leighton-Gruppe.

Einzahlungsverpflichtungen auf Finanzanlagen bestehen in Höhe von 204.226 Tsd. Euro (Vorjahr 204.336 Tsd. Euro) im Wesentlichen für PPP-Projektgesellschaften im Unternehmensbereich HOCHTIEF Asia Pacific.

Die Mindestleasingzahlungen für Operate-Leasing-Verträge werden wie folgt fällig:

Operate Leasing

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31.12.2010 31.12.2009
(In Tsd. EUR) Nominalwert Nominalwert
Fällig bis 1 Jahr 354.637 315.654
Fällig 1 bis 5 Jahre 691.002 730.372
Fällig über 5 Jahre 69.515 85.859


Die Verpflichtungen aus dem Operate Leasing betreffen überwiegend technische Anlagen und Maschinen der Leighton-Gruppe.

Die Leasingzahlungen aus Operate-Leasing-Verträgen betrugen 347.661 Tsd. Euro (Vorjahr 320.127 Tsd. Euro).

Die Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen betragen 294.875 Tsd. Euro (Vorjahr 331.008 Tsd. Euro). Die unkündbare Mietdauer liegt zwischen zwei und elf Jahren. Den Mietzahlungsverpflichtungen stehen erwartete Mieterträge in Höhe von 141.258 Tsd. Euro (Vorjahr 162.910 Tsd. Euro) gegenüber.

Zudem bestehen weitere finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Liefer- und Leistungsverträgen in Höhe von 74.305 Tsd. Euro (Vorjahr 89.507 Tsd. Euro).

Rechtsstreitigkeiten

Gesellschaften des HOCHTIEF-Konzerns sind im Rahmen ihres Geschäftsbetriebs in Gerichtsprozesse involviert. HOCHTIEF erwartet durch diese Prozesse jedoch keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die wirtschaftliche und finanzielle Situation des Konzerns.

35. Segmentberichterstattung

Im HOCHTIEF-Konzern ergibt sich die Segmentabgrenzung aus den jeweiligen geschäftlichen Aktivitäten der Unternehmensbereiche. Die Segmentierung der Unternehmensbereiche und Regionen basiert dabei auf der internen Berichterstattung.

Es bestehen folgende berichtspflichtige Unternehmensbereiche / Segmente:

HOCHTIEF Americas umfasst die Bautätigkeiten der operativen Einheiten in den USA und Kanada;

HOCHTIEF Asia Pacific bündelt die Bauaktivitäten und das Contract-Mining im asiatisch-pazifischen Raum;

HOCHTIEF Concessions fokussiert sich auf die Entwicklung und Realisierung von Konzessions- und Betreiberprojekten;

HOCHTIEF Europe ist hauptsächlich im Kerngeschäft Bauen in europäischen Ländern tätig;

HOCHTIEF Real Estate entwickelt, realisiert, vermarktet und betreut Immobilien über ihren gesamten Lebenszyklus;

HOCHTIEF Services konzentriert sich auf Dienstleistungen in den Bereichen Facility-Management und Energy-Management.

Unter Unternehmenszentrale / Konsolidierung werden die Unternehmenszentrale, andere, nicht den gesondert dargestellten Unternehmensbereichen zuordenbare Tätigkeiten, insbesondere das Management unserer finanziellen Ressourcen und Versicherungsaktivitäten, sowie Konsolidierungseffekte dargestellt. Die Versicherungsaktivitäten werden in der Unternehmenszentrale verantwortlich von der HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions GmbH - mit einer Tochtergesellschaft in Luxemburg - gesteuert. Die HOCHTIEF-Versicherungsgesellschaften bieten verschiedene Rückversicherungsleistungen für Bauleistungs-, Lieferantenausfall-, Bürgschafts- und Haftpflicht- sowie Arbeitnehmer-Unfallversicherungen an.


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Unternehmensbereiche Außenumsätze Innenumsätze Bereichsumsätze
Außen- und Innenumsatz
(In Tsd. EUR) 2010 2009 2010 2009 2010 2009
HOCHTIEF Americas 6.396.379 6.614.377 13 - 6.396.392 6.614.377
HOCHTIEF Asia Pacific 10.339.166 7.771.131 329 204 10.339.495 7.771.335
HOCHTIEF Concessions 110.095 188.986 1.970 855 112.065 189.841
HOCHTIEF Europe 2.377.422 2.225.266 60.526 129.535 2.437.948 2.354.801
HOCHTIEF Real Estate 198.498 644.882 18.587 15.967 217.085 660.849
HOCHTIEF Services 653.477 625.467 18.616 20.335 672.093 645.802
Unternehmenszentrale/Konsolidierung 84.249 95.972 48.625 53.833 132.874 149.805
HOCHTIEF-Konzern 20.159.286 18.166.081 148.666 220.729 20.307.952 18.386.810


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Unternehmensbereiche Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit
(Segmentergebnis)
EBITDA Betriebliches Ergebnis/EBITA
(In Tsd. EUR) 2010 2009 2010 2009
angepasst
2010 2009
angepasst
HOCHTIEF Americas 91.266 80.754 165.991 141.691 139.919 110.054
HOCHTIEF Asia Pacific 612.383 438.198 1.259.125 955.552 661.000 535.615
HOCHTIEF Concessions 9.079 15.743 114.082 111.295 113.183 110.257
HOCHTIEF Europe 23.328 17.898 73.259 59.865 39.551 26.684
HOCHTIEF Real Estate 28.923 42.905 65.211 56.099 61.214 53.178
HOCHTIEF Services 14.296 18.121 24.337 26.286 15.699 19.032
Unternehmenszentrale/Konsolidierung -63.931 -88.348 -59.127 -85.790 -66.231 -91.192
HOCHTIEF-Konzern 715.344 525.271 1.642.878 1.264.998 964.335 763.628


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Unternehmensbereiche Ergebnis
vor Steuern/EBT
(In Tsd. EUR) 2010 2009
angepasst
HOCHTIEF Americas 126.498 93.521
HOCHTIEF Asia Pacific 512.671 432.930
HOCHTIEF Concessions 84.316 75.099
HOCHTIEF Europe 36.832 30.433
HOCHTIEF Real Estate 31.139 27.001
HOCHTIEF Services 14.531 17.281
Unternehmenszentrale/Konsolidierung -49.415 -79.394
HOCHTIEF-Konzern 756.572 596.871


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Unternehmensbereiche Konzerngewinn Planmäßige Abschreibungen Wertminderungen
(In Tsd. EUR) 2010 2009
angepasst
2010 2009 2010 2009
HOCHTIEF Americas 71.402 45.345 24.682 31.637 1.390 -
HOCHTIEF Asia Pacific 180.676 160.720 598.125 419.937 83.658 16.991
HOCHTIEF Concessions 41.112 44.186 899 1.038 1.495 1
HOCHTIEF Europe 11.999 1.547 33.708 33.181 900 1.916
HOCHTIEF Real Estate 26.080 19.698 2.969 2.920 1.027 2.370
HOCHTIEF Services 10.534 15.578 8.638 7.254 - -
Unternehmenszentrale/ Konsolidierung -53.773 -95.402 6.855 5.281 250 122
HOCHTIEF-Konzern 288.030 191.672 675.876 501.248 88.720 21.400


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Unternehmensbereiche Wertaufholungen Zahlungsunwirksame
Aufwendungen
Zinsen und ähnliche Erträge
(In Tsd. EUR) 2010 2009 2010 2009 2010 2009
HOCHTIEF Americas - - 96.032 100.675 5.594 7.060
HOCHTIEF Asia Pacific - - 101.028 83.646 14.959 8.470
HOCHTIEF Concessions - - 15.667 13.498 11.969 7.961
HOCHTIEF Europe 40 189 141.270 143.327 29.877 25.949
HOCHTIEF Real Estate 64 85 49.057 87.605 3.834 2.427
HOCHTIEF Services - - 35.698 37.845 2.802 1.004
Unternehmenszentrale/ Konsolidierung - - 91.220 113.586 -2.142 5.360
HOCHTIEF-Konzern 104 274 529.972 580.182 66.893 58.231


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Unternehmensbereiche Zinsen und ähnliche
Aufwendungen
(In Tsd. EUR) 2010 2009
HOCHTIEF Americas 15.171 15.915
HOCHTIEF Asia Pacific 155.360 111.643
HOCHTIEF Concessions 40.421 42.987
HOCHTIEF Europe 17.565 14.579
HOCHTIEF Real Estate 31.554 28.526
HOCHTIEF Services 2.541 2.035
Unternehmenszentrale/ Konsolidierung -16.765 -27.859
HOCHTIEF-Konzern 245.847 187.826


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Unternehmensbereiche Gewinn- und Verlustanteile an
assoziierten und
Gemeinschaftsunternehmen,
die nach der Equity-Methode
bewertet werden
Buchwerte der at Equity
bewerteten Finanzanlagen
Investitionen in immaterielle
Vermögenswerte, Sachanlagen
und Investment Properties
(In Tsd. EUR) 2010 2009
angepasst
2010 2009
angepasst
2010 2009
HOCHTIEF Americas 43.059 22.240 78.260 30.874 38.244 19.626
HOCHTIEF Asia Pacific 53.023 103.356 1.216.607 1.034.351 836.962 708.703
HOCHTIEF Concessions 61.784 64.607 609.382 637.299 147 396
HOCHTIEF Europe 1.082 65 12.840 834 39.925 77.363
HOCHTIEF Real Estate 29.537 10.202 88.553 59.291 1.218 1.134
HOCHTIEF Services 1.335 886 - 1.987 5.873 6.404
Unternehmenszentrale/ Konsolidierung - - - - 1.718 12.397
HOCHTIEF-Konzern 189.820 201.356 2.005.642 1.764.636 924.087 826.023


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Unternehmensbereiche Investitionen in Finanzanlagen Investitionen gesamt Bruttovermögen (Bilanzsumme)
(In Tsd. EUR) 2010 2009 2010 2009 2010 2009
angepasst
HOCHTIEF Americas 61.330 2.242 99.574 21.868 2.646.346 2.307.151
HOCHTIEF Asia Pacific 121.323 73.451 958.285 782.154 6.541.688 5.048.194
HOCHTIEF Concessions 1.696 48.561 1.843 48.957 1.387.328 1.440.871
HOCHTIEF Europe 16.321 570 56.246 77.933 2.066.683 1.823.049
HOCHTIEF Real Estate 2.809 17.492 4.027 18.626 1.270.844 1.156.837
HOCHTIEF Services 129 125 6.002 6.529 320.982 274.259
Unternehmenszentrale/ Konsolidierung 15 27 1.733 12.424 752.214 452.116
HOCHTIEF-Konzern 203.623 142.468 1.127.710 968.491 14.986.085 12.502.477


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Unternehmensbereiche Bruttoschulden
(In Tsd. EUR) 2010 2009
HOCHTIEF Americas 2.411.795 2.113.738
HOCHTIEF Asia Pacific 4.450.765 3.517.806
HOCHTIEF Concessions 864.557 912.785
HOCHTIEF Europe 1.690.985 1.461.526
HOCHTIEF Real Estate 1.144.926 1.066.272
HOCHTIEF Services 247.477 186.027
Unternehmenszentrale/ Konsolidierung -88.592 -19.806
HOCHTIEF-Konzern 10.721.913 9.238.348


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Regionen Außenumsätze nach
Sitz der Kunden
Sachanlagevermögen Bruttovermögen (Bilanzsumme)
(In Tsd. EUR) 2010 2009 2010 2009 2010 2009
angepasst
Deutschland 1.641.680 2.142.071 92.055 90.225 4.406.703 3.922.178
Übriges Europa 976.782 1.125.567 43.347 53.109 1.142.539 1.079.937
Amerika 6.891.414 6.785.094 102.572 107.975 2.669.633 2.370.682
Asien 2.340.752 1.848.174 544.792 443.194 2.464.203 1.758.490
Australien 8.302.019 6.260.356 1.024.706 797.824 4.303.007 3.371.190
Afrika 6.639 4.819 - - - -
HOCHTIEF-Konzern 20.159.286 18.166.081 1.807.472 1.492.327 14.986.085 12.502.477


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Regionen Investitionen
(In Tsd. EUR) 2010 2009
Deutschland 50.783 34.670
Übriges Europa 11.631 20.893
Amerika 104.615 32.384
Asien 339.857 68.235
Australien 620.824 812.309
Afrika - -
HOCHTIEF-Konzern 1.127.710 968.491


Erläuterungen zu den Segmentdaten

Die Innenumsätze geben die Höhe der Umsätze zwischen den Unternehmensbereichen / Segmenten an. Innenumsätze werden unter Bedingungen wie unter fremden Dritten abgerechnet. Die Außenumsätze enthalten im Wesentlichen Umsatzerlöse aus der Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode im klassischen Baugeschäft, Construction-Management und Contract-Mining in Höhe von 17.483.708 Tsd. Euro (Vorjahr 16.500.225 Tsd. Euro). Die Summe aus Außenumsätzen und Innenumsätzen ergibt die Bereichsumsätze.

Die Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, umfassen Erträge und Aufwendungen aus diesen Beteiligungen einschließlich Wertminderungen auf at Equity bewertete Finanzanlagen.

Die Abschreibungen betreffen immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer, Sachanlagen sowie Investment Properties.

Die Wertminderungen beinhalten Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Investment Properties und Finanzanlagen.

Die Investitionen umfassen die Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen, Investment Properties, at Equity bewerteten Finanzanlagen (ohne Fortschreibung des Equity-Buchwerts), Tochterunternehmen sowie den übrigen Beteiligungen.

Das Bruttovermögen entspricht der konsolidierten Bilanzsumme der Unternehmensbereiche. Die Bruttoschulden ergeben sich aus dem Bruttovermögen abzüglich des konsolidierten Eigenkapitals.

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit lässt sich wie folgt zum betrieblichen Ergebnis / EBITA überleiten:

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(In Tsd. EUR) 2010 2009
angepasst
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 715.344 525.271
+ Beteiligungsergebnis 222.705 226.215
- Neutrales Ergebnis (+) 9.478 -
+ Zinsgutschrift 16.808 12.142
Betriebliches Ergebnis/ EBITA 964.335 763.628


Die Überleitung zum betrieblichen Ergebnis / EBITA umfasst folgende Sachverhalte:

Das Beteiligungsergebnis enthält alle Erträge und Aufwendungen, die aus betrieblich veranlassten Beteiligungen entstanden sind, und stellt daher einen integralen Bestandteil der operativen Tätigkeit des Konzerns dar.

Erträge und Aufwendungen, die aus betriebswirtschaftlicher Sicht ungewöhnlich beziehungsweise durch Sondervorgänge entstanden sind, beeinträchtigen die Beurteilung der laufenden Geschäftstätigkeit und werden daher in das neutrale Ergebnis umgegliedert. Im Berichtsjahr wurde das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit um das negative neutrale Ergebnis in Höhe von 9.478 Tsd. Euro (Vorjahr - Tsd. Euro) bereinigt. Das neutrale Ergebnis enthält ausschließlich Restrukturierungsaufwendungen des Unternehmensbereichs Europe.

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit wird durch die Zinsgutschrift auf den durchschnittlichen Finanzierungssaldo aus den Geschäftsjahren 2010 und 2009 korrigiert. Diese Zinsgutschrift ist betriebswirtschaftlich nicht der Finanzierungstätigkeit zuzurechnen, sondern betrieblich bedingt, da die Erlöse um diesen Zinsanteil geschmälert sind. Der durchschnittliche Finanzierungssaldo errechnet sich aus den zu verzinsenden Finanzierungsmitteln abzüglich zu finanzierender Vorräte und Herstellungskosten für Fertigungsaufträge (Forderungen und Verbindlichkeiten aus PoC). Die Finanzierungsmittel umfassen die erhaltenen Anzahlungen aus langfristigen Fertigungsaufträgen sowie den Saldo aus Verbindlichkeiten und Forderungen gegenüber Dritten sowie Arbeitsgemeinschaften.

36. Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung ist nach den Mittelveränderungen aus laufender Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Auswirkungen von Wechselkursänderungen sind dabei eliminiert; ihr Einfluss auf die flüssigen Mittel wird gesondert gezeigt. Mittelveränderungen aus dem Erwerb und der Veräußerung konsolidierter Gesellschaften werden innerhalb der Investitionstätigkeit gesondert ausgewiesen. Die Veränderung der flüssigen Mittel aus der Änderung des Konsolidierungskreises in Höhe von -301.567 Tsd. Euro (Vorjahr -35.227 Tsd. Euro) entfällt mit 5.027 Tsd. Euro (Vorjahr - Tsd. Euro) auf erworbene flüssige Mittel aus Akquisitionen und mit 306.594 Tsd. Euro (Vorjahr 35.227 Tsd. Euro) auf mitveräußerte Bestände an flüssigen Mitteln.

Die in der Kapitalflussrechnung mit 2.451.057 Tsd. Euro (Vorjahr 1.769.644 Tsd. Euro) ausgewiesenen flüssigen Mittel zum Jahresende stimmen mit dem entsprechenden Gesamtbetrag der flüssigen Mittel in der Bilanz überein. Hiervon bestehen 2.685 Tsd. Euro (Vorjahr 2.036 Tsd. Euro) als Kassenbestände, 1.731.779 Tsd. Euro (Vorjahr 1.122.980 Tsd. Euro) als Guthaben bei Kreditinstituten sowie 716.593 Tsd. Euro (Vorjahr 644.628 Tsd. Euro) als kurzfristig veräußerbare Wertpapiere mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von bis zu drei Monaten. Die flüssigen Mittel unterliegen Verfügungsbeschränkungen in Höhe von 7.464 Tsd. Euro (Vorjahr 10.390 Tsd. Euro).

In der Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit werden alle zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge sowie das Ergebnis aus Anlagenabgängen und Entkonsolidierungen bereinigt.

Die Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit wurden vollständig aus den Mittelzuflüssen aus der laufenden Geschäftstätigkeit beglichen. Unter Berücksichtigung der Mittelzuflüsse aus der Finanzierungstätigkeit ergab sich im Geschäftsjahr 2010 ein Anstieg der flüssigen Mittel.

In der Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit sind unter anderem enthalten:

Zinseinnahmen von 65.985 Tsd. Euro (Vorjahr 55.926 Tsd. Euro),

Zinsausgaben von 245.847 Tsd. Euro (Vorjahr 187.826 Tsd. Euro) und

gezahlte Ertragsteuern von 243.969 Tsd. Euro (Vorjahr 141.254 Tsd. Euro).

Nach Abzug des nicht zahlungswirksamen Teils aus der Equity-Bewertung beträgt das zugeflossene Beteiligungsergebnis (Dividenden) 192.958 Tsd. Euro (Vorjahr 162.574 Tsd. Euro).

Desinvestments betreffen die Entkonsolidierung vollkonsolidierter Tochtergesellschaften. Hierdurch haben sich die langfristigen Vermögenswerte um 40.909 Tsd. Euro und die kurzfristigen Vermögenswerte um 394.317 Tsd. Euro vermindert. Die lang- und kurzfristigen Schulden reduzierten sich um 101.058 Tsd. Euro beziehungsweise 143.698 Tsd. Euro. Von den erzielten Verkaufserlösen in Höhe von 283.414 Tsd. Euro waren zum Bilanzstichtag 203.788 Tsd. Euro durch flüssige Mittel beglichen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 99.816 Tsd. Euro (Vorjahr 88.201 Tsd. Euro) an HOCHTIEF-Aktionäre ausgeschüttet. Dividenden an fremde Gesellschafter sind in Höhe von 212.183 Tsd. Euro (Vorjahr 136.636 Tsd. Euro) gezahlt worden.

Der Tilgung von Finanzschulden in Höhe von 610.590 Tsd. Euro (Vorjahr 1.155.287 Tsd. Euro) stehen Neuaufnahmen in Höhe von 870.552 Tsd. Euro (Vorjahr 1.132.193 Tsd. Euro) gegenüber.

Das Finanzvermögen und die Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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(In Tsd. EUR) 31.12.2010 31.12.2009
Flüssige Mittel 2.451.057 1.769.644
Kurzfristige Wertpapiere 937.640 807.739
Langfristige Wertpapiere 42.478 285
Finanzvermögen 3.431.175 2.577.668
Anleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.801.905 2.466.485
Leasingverbindlichkeiten 221.313 189.394
Finanzverbindlichkeiten 3.023.218 2.655.879
Nettofinanzvermögen (+) / Nettofinanzschulden (-) 407.957 -78.211


Die Verwendungsmöglichkeiten des Finanzvermögens unterliegen Einschränkungen. Dem Finanzvermögen stehen neben den Finanzverbindlichkeiten Vorauszahlungen von Auftraggebern, Einzahlungsverpflichtungen auf Finanzanlagen und das Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen gegenüber. Die Vorauszahlungen von Auftraggebern in Höhe von 545.836 Tsd. Euro (Vorjahr 636.472 Tsd. Euro) dienen zur Finanzierung der Auftragskosten. Einzahlungsverpflichtungen auf Finanzanlagen bestehen in Höhe von 204.226 Tsd. Euro (Vorjahr 204.336) Tsd. Euro) im Wesentlichen für PPP-Projektgesellschaften im Unternehmensbereich HOCHTIEF Asia Pacific. Das Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen in Höhe von 629.033 Tsd. Euro (Vorjahr 126.211 Tsd. Euro) betrifft im Wesentlichen die Bergbauaktivitäten der Leighton-Gruppe.

37. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Zu den wesentlichen nahestehenden Unternehmen zählt als Anteilseigner die Actividades de Construcción y Servicios, S.A. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine Geschäfte zwischen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beziehungsweise Konzernunternehmen und der Actividades de Construcción y Servicios, S.A., abgeschlossen.

Nahestehende Unternehmen von besonderer Bedeutung sind die wesentlichen at Equity bewerteten Unternehmen Athens International Airport S.A., Flughafen Düsseldorf GmbH, Flughafen Hamburg GmbH, Budapest Airport Zrt., Sociedad Concesionaria Túnel San Cristobal S.A., Sociedad Concesionaria Autopista Vespucio Norte Express S.A., aurelis Real Estate GmbH & Co. KG sowie Al Habtoor Engineering Enterprises Co. L.L.C.

Mit den wesentlichen nahestehenden Unternehmen wurden Geschäfte getätigt, die Auswirkungen auf folgende Abschlussposten hatten:

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(In Tsd. EUR) 2010 2009
Ausleihungen 405.118 340.207
Forderungen 74.476 74.134
Verbindlichkeiten 876 8
Umsatzerlöse 16.010 17.804
Bezogene Lieferungen und Leistungen 330 108
Sonstige betriebliche Erträge 221 115
Zinserträge 14.167 13.031


Die Ausleihungen betreffen die Finanzierung der Akquisitionen der aurelis Real Estate und des Flughafens Budapest. Im Geschäftsjahr wurde zudem der Al Habtoor Engineering Enterprises eine Ausleihung gewährt.

Alle Geschäfte sind zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen worden.

Der HOCHTIEF-Konzern veräußerte im Berichtszeitraum ein Grundstück im Wert von 689 Tsd. Euro an eine Gesellschaft, an der ein Mitglied des Aufsichtsrats beteiligt ist. Die Transaktion wurde zu marktüblichen Bedingungen durchgeführt. Diese wurden durch externe Gutachter abgesichert.

Weitere wesentliche Geschäfte zwischen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beziehungsweise Konzernunternehmen und Mitgliedern des Vorstands beziehungsweise Aufsichtsrats oder ihnen nahestehenden Personen oder Gesellschaften wurden im Berichtszeitraum nicht abgeschlossen. Interessenkonflikte traten weder bei Mitgliedern des Vorstands noch des Aufsichtsrats auf.

38. Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

Der Vergütungsbericht auf den Seiten 21 bis 25 dieses Geschäftsberichts fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft Anwendung finden, und erläutert Höhe sowie Struktur der Vorstandsbezüge. Außerdem werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben. Der Vergütungsbericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Im Übrigen stellt der Vergütungsbericht einen Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts dar.

Der Vorstand erhielt für das Geschäftsjahr 2010 feste Bezüge von insgesamt 2.992 Tsd. Euro, erfolgsorientierte Bezüge von insgesamt 3.905 Tsd. Euro und Sachbezüge von insgesamt 177 Tsd. Euro. Außerdem wurden für das Geschäftsjahr 2010 langfristige Bezüge im Rahmen des LTIP 2010 mit einem Ausgabezeitwert von insgesamt 2.021 Tsd. Euro zugeteilt. Dies führt zu einer Gesamtvergütung für das Geschäftsjahr 2010 von 9.095 Tsd. Euro (Vorjahr 8.201* Tsd. Euro).

Unter Einbeziehung der Gewährung der dritten Tranche des Retention-Stock-Award-Plans (RSA 2008) erhöht sich der Betrag außerordentlich um einen rechnerischen Marktwert dieser dritten Tranche in Höhe von 6.859 Tsd. Euro, sodass für das Geschäftsjahr 2010 eine Gesamtvergütung in Höhe von 15.954 Tsd. Euro (Vorjahr 15.060** Tsd. Euro) auszuweisen ist. Der aus insgesamt drei Tranchen bestehende RSA 2008 läuft über einen Zeitraum von sieben Jahren, wobei die einzelnen Tranchen allerdings bereits bei der Zuteilung der jeweiligen Tranche mit dem Marktwert zum Zeitpunkt der Gewährung auszuweisen sind. Dieser Wert wird dabei auf der Grundlage der Bewertung nach Black / Scholes zum Gewährungsstichtag ermittelt. Der vom Wert zum Gewährungszeitpunkt zu unterscheidende Wert zum Zeitpunkt nach Ablauf der Wartezeit ist von der künftigen Entwicklung des Kurses der HOCHTIEF-Aktie abhängig.

Der Barwert der Pensionszusagen an ehemalige Vorstandsmitglieder beträgt 34.187 Tsd. Euro (Vorjahr 34.946 Tsd. Euro). Dieser Wert ist vollständig durch Planvermögen in Form von Rückdeckungsversicherungen und den HOCHTIEF-Pensionsfonds abgedeckt.

An frühere Mitglieder des Vorstands oder deren Hinterbliebene wurden Beträge in Höhe von 3.699 Tsd. Euro (Vorjahr 12.613 Tsd. Euro) gezahlt.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen 2.779 Tsd. Euro (Vorjahr 1.994 Tsd. Euro).


* Vorjahreswerte ohne Werte für das im Geschäftsjahr 2009 ausgeschiedene Vorstandsmitglied Albrecht Ehlers (242 Tsd. Euro)


** Vorjahreswerte ohne Werte für das im Geschäftsjahr 2009 ausgeschiedene Vorstandsmitglied Albrecht Ehlers (1.489 Tsd. Euro)



39. Honorare des Abschlussprüfers

Insgesamt sind für den Abschlussprüfer Deloitte & Touche folgende Honorare für erbrachte Dienstleistungen als Aufwand erfasst worden:


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(In Tsd. EUR) 2010 2009
Abschlussprüfungen 3.431 4.106
davon inländischer Verbund (1.143) (1.486)
Sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen 115 763
davon inländischer Verbund (12) (690)
Steuerberatungsleistungen 507 354
davon inländischer Verbund (-) (-)
Sonstige Leistungen, die für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft
oder Tochterunternehmen erbracht worden sind
68 112
davon inländischer Verbund (-) (-)

4.121 5.335


Der inländische Verbund setzt sich aus der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als bestelltem Konzernabschlussprüfer sowie den mit ihr im Sinne von § 271 Abs. 2 HGB verbundenen Unternehmen zusammen. In den Honoraren für Abschlussprüfungen sind neben den Honoraren für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts durch den Konzernabschlussprüfer Deloitte & Touche im Wesentlichen die Honorare für die Prüfung der Jahresabschlüsse der HOCHTIEF Aktiengesellschaft sowie ihrer Tochterunternehmen im In- und Ausland enthalten. Die sonstigen Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen des Vorjahres enthielten überwiegend Aufwendungen im Rahmen des geplanten Börsengangs der HOCHTIEF Concessions AG. Steuerberatungsleistungen umfassen sämtliche Dienstleistungen, die im Wesentlichen für Steuerangelegenheiten bei ausländischen Tochterunternehmen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft erbracht worden sind.

40. Erklärung gemäß § 161 AktG

Für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist die gemäß § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Corporate Governance Kodex abgegeben und der Öffentlichkeit auf den HOCHTIEF-Internetseiten dauerhaft zugänglich gemacht worden.

41. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die Ereignisse nach dem Bilanzstichtag werden vorstehend im Nachtragsbericht auf Seite 137 dargestellt.

42. Anwendung der Befreiungsvorschriften der §§ 264 Abs. 3 beziehungsweise 264b HGB

Die folgenden inländischen vollkonsolidierten Tochtergesellschaften machen für das Geschäftsjahr 2010 von Teilen der Befreiungsvorschriften Gebrauch:

A.L.E.X.-Bau GmbH, Essen,
car.e Facility Management GmbH, Wolfsburg,
Deutsche Bau- und Siedlungs-Gesellschaft mbH, Essen,
Eurafrica Baugesellschaft mbH, Essen,
GVG mbH & Co. Objekt RPU Berlin 2 KG, Essen,
HAP Hamburg Airport Partners GmbH & Co. KG, Hamburg,
HOCHTIEF Ackerstraße 71-76 GmbH & Co. KG, Berlin,
HOCHTIEF AirPort GmbH, Essen,
HOCHTIEF AirPort Capital Verwaltungs GmbH & Co. KG, Essen,
HOCHTIEF Americas GmbH, Essen,
HOCHTIEF Asia Pacific GmbH, Essen,
HOCHTIEF Aurestis Beteiligungsgesellschaft mbH, Essen,
HOCHTIEF Concessions AG, Essen,
HOCHTIEF Construction Erste Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Essen,
HOCHTIEF Construction Management Middle East GmbH, Essen,
HOCHTIEF Energy Management GmbH, Essen,
HOCHTIEF Facility Management GmbH, Essen,
HOCHTIEF Global One GmbH, Essen,
HOCHTIEF Global Trade GmbH, Essen,
HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions GmbH, Essen,
HOCHTIEF ÖPP Projektgesellschaft mbH, Essen,
HOCHTIEF PPP Solutions GmbH, Essen,
HOCHTIEF Projektentwicklung "Am Europagarten" GmbH & Co. KG, Essen,
HOCHTIEF Projektentwicklung GmbH, Essen,
HOCHTIEF Projektentwicklung "Helfmann Park" GmbH & Co. KG, Essen,
HOCHTIEF Property Management GmbH, Essen,
HOCHTIEF ViCon GmbH, Essen,
HTP Grundbesitz Blue Heaven GmbH, Essen,
HTP Immo GmbH, Essen,
I.B.G. Immobilien- und Beteiligungsgesellschaft Thüringen-Sachsen mbH, Erfurt,
MK 1 Am Nordbahnhof Berlin GmbH & Co. KG, Essen,
MK 3 Nord GmbH & Co. KG, Essen,
MK 3 Süd GmbH & Co. KG, Essen,
Moltendra Grundstücks- und Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Mainoffice KG, Frankfurt am Main,
Projektgesellschaft Luxemburger Straße Essen GmbH & Co. KG, Essen,
Projektgesellschaft Marco Polo Tower GmbH & Co. KG, Hamburg,
Projektgesellschaft Quartier 21 mbH & Co. KG, Essen,
SCE Chile Holding GmbH, Essen,
Streif Baulogistik GmbH, Essen,
Turner HOCHTIEF Construction Management GmbH, Essen,
ZOB an der Hackerbrücke GmbH & Co. KG, Essen.

43. Beteiligungen des HOCHTIEF-Konzerns zum 31.12.2010

In der folgenden Tabelle sind die vollkonsolidierten Beteiligungsgesellschaften aufgeführt:

Vollkonsolidierte Beteiligungsgesellschaften

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Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil in Prozent
Americas

2501 Constructors LLC DC, USA 100
ASI-Flatiron Inc. Longmont, USA 100
Auburndale Company, Inc. Ohio, USA 100
Audubon Bridge Constructors New Roads, USA 54
Bethesda View Constructors LLC Maryland, USA 100
Birmtel Corporation Delaware, USA 100
California Steel Advisory Services Walnut Creek, USA 100
Canadian Turner Construction Company (Nova Scotia) Nova Scotia, Kanada 100
Canadian Turner Construction Company Ltd. Kanada 100
Capitol Building Services LLC Maryland, USA 100
Caribbean Operations, Inc. Delaware, USA 100
DCN, USA Inc. Delaware, USA 100
E. E. Cruz and Company Inc. Holmdel, USA 100
Facilities Management Solutions, LLC Delaware, USA 100
FCI Constructors/Balfour Beatty San Marco, USA 70
FCI Constructors/Cleveland Bridge Longmont, USA 55
FECO Equipment Denver, USA 100
Flatiron Construction Corp. Wilmington, USA 100
Flatiron Constructors Canada Limited Vancouver, Kanada 100
Flatiron Constructors Inc. Wilmington, USA 100
Flatiron Constructors Inc. Canadian Branch Vancouver, Kanada 100
Flatiron Electric AL Group Wilmington, USA 100
Flatiron Equipment Company Canada Calgary, Kanada 100
Flatiron Holding Inc. Wilmington, USA 100
Flatiron Parsons Los Angeles, USA 70
Flatiron Turner Construction of New York LLC New York, USA 100
Flatiron West Inc. Wilmington, USA 100
Flatiron West Inc. San Marcos Wilmington, USA 100
Flatiron/C.M. Piech Longmont, USA 51
Flatiron/United Chocowinity, USA 60
Flatiron-Lane Longmont, USA 55
Flatiron-Manson Minneapolis, USA 70
Flatiron-Tidewater Skanska Tampa, USA 60
Henry Street Builders, LLC Virginia, USA 100
Hine Turner Construction Joint Venture 1 New York, USA 50
HOCHTIEF Americas GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF Argentina S.A. Buenos Aires, Argentinien 100
HOCHTIEF Construction Management Middle East GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF USA INC. Wilmington, USA 100
HT CONSTRUCTION INC. Dover/Delaware, USA 100
Lacona, Inc. Tennessee, USA 100
Maple Red Insurance Company Vermont, USA 100
Metacon Technology Solutions, LLC Texas, USA 100
Mideast Construction Services, Inc. Delaware, USA 100


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Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil in Prozent
Misener Constru-Marina S.A. de C.V. Ciudad Juarez, Mexiko 100
Misener Servicios S.A. de D.V. Ciudad Juarez, Mexiko 100
North Carolina Constructors Longmont, USA 60
Northwest Turner, Inc. Wyoming, USA 100
Nubian Turner Hamon JV New York, USA 70
Offshore Services, Inc. Delaware, USA 100
OMM Inc. Plantation, USA 100
Palmetto Transportation Constructors Longmont, USA 65
Saddleback Constructors Mission Viejo, USA 54
Services Products Buildings, Inc. Ohio, USA 100
TC Professional Services, LLC Delaware, USA 100
TCCO of South Carolina, LLC South Carolina, USA 100
TDC Corp. of Florida Delaware, USA 100
TGS/SamCorp JV (Paso del Norte - Port of Entry) District of Columbia, USA 100
The Lathrop Company, Inc. Delaware, USA 100
The Turner Corporation Dallas, USA 100
Tompkins Builders, Inc. Washington, USA 100
Tompkins Turner Grunley Kinsley JV (C4ISR Aberdeen) District of Columbia, USA 51
Tompkins/Gilford JV (Prince George's Community College Center) New York, USA 75
Turner (East Asia) Pte. Ltd. Singapur 100
Turner Alpha Limited Trinidad, Trinidad und Tobago 70
Turner Caribe, Inc. Delaware, USA 100
Turner Cayman Ltd. Großbritannien 100
Turner Construction Company New York, USA 100
Turner Construction Company - Singapore (US) Singapur 100
Turner Construction Company of Indiana, LLC Indiana, USA 100
Turner Construction Company of Ohio Ohio, USA 100
Turner Construction Company of Texas Texas, USA 100
Turner Cornerstone Korea Südkorea 100
Turner Cross Management IV (Blackrock Wilmington 400 Bellevue) New York, USA 70
Turner Davis JV (Georgetown Apt. Renovation) New York, USA 51
Turner Development Corporation Delaware, USA 100
Turner Harmon JV (Clarian Fishers Medical Center) New York, USA 75
Turner HOCHTIEF Construction Management GmbH Essen, Deutschland 100
Turner Holding Company Delaware, USA 100
Turner International (East Asia) Pte. Limited Sri Lanka 100
Turner International (Hong Kong) Limited Hong Kong, Hongkong 100
Turner International (UK) Ltd. London, Großbritannien 100
Turner International Consulting Co. Schanghai, China 100
Turner International Industries, Inc. Delaware, USA 100
Turner International Korea LLC Südkorea 100
Turner International Limited Bermuda, USA 100
Turner International LLC Delaware, USA 100
Turner International Mexico SRL USA 100
Turner International Professional Services, S. De R. L. De C. V Mexiko 100
Turner International Pte. Limited Singapur 100
Turner International Support Services, S. De R. L. De C. V. Mexiko 100


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Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil in Prozent
Turner Logistics Canada Ltd. New Brunswick, Kanada 100
Turner Logistics, LLC Delaware, USA 100
Turner Project Management India Private Ltd. Indien 100
Turner Support Services, Inc. Delaware, USA 100
Turner Surety & Insurance Brokerage Inc. New Jersey, USA 100
Turner Trotter II (IPS Washington School) New York, USA 50
Turner Vietnam Co. Ltd. Vietnam 100
Turner/Con-Real - Forest/JV New York, USA 60
Turner/Con-Real (Tarratn County college District SE Campus New Wing) New York, USA 70
Turner/Cross Mgmt Corp. JV (Bank of Scotland) New York, USA 60
Turner/Hallmark JV1 (Beaumont ISD Athletic Complex) New York, USA 100
Turner/HSC JV (Cooper University Hospital) New York, USA 70
Turner/JGM JV (Proposition Q) New York, USA 67
Turner/Lee Lewis JV (Lubbock Hotel) New York, USA 60
Turner/Russell/OLH JV (Atlanta Public Safety) New York, USA 51
Turner/Trevino JV1 (HISD Program Management) New York, USA 65
Turner/Trotter JV (Indianapolis Airport) New York, USA 65
Turner/White JV (Premier Parking Garage) New York, USA 65
Turner-Cross Management III JV (Blackrock fit-out 52nd St 6th and 7th floors) New York, USA 60
Turner-Davis Atlanta Airport joint Venture
(Hartsfield Jackson Intnl Ariport DOA Secutiry Office Renovation)
New York, USA 60
Turner-Davis Atlanta Airport JV (Hartsfield Jackson Intnl.Airport) New York, USA 60
Turner-Penick JV (US Marine Corp BEQ Pkg 4 & 7) New York, USA 60
Universal Construction Company, Inc. Delaware, USA 100
West Coast Rail Constructors San Marco, USA 65
Wohlsen/Turner JV (Franklin & Marshall New college House Utility) New York, USA 50



Asia Pacific

145 Ann Street Pty. Ltd. Australien 100
145 Ann Street Trust Australien 100
21 Harris Street Pyrmont Pty. Ltd. Australien 100
21 Harris Street Pyrmont Unit Trust Australien 100
512 Wickham Street Pty. Ltd. Australien 100
512 Wickham Street Trust Australien 100
A.C.N. 126 130 738 Pty. Ltd. Australien 100
Adelaide Terrace Investments Pty Ltd. Sydney, Australien 100
Ausindo Holdings Pte. Ltd. Singapur, Singapur 100
BOS Australia Pty. Ltd. South Bank, Australien 100
Broad Construction Services (NSW) Pty. Ltd. Newcastle, Australien 90
Broad Construction Services (NT) Pty. Ltd. Perth, Australien 90
Broad Construction Services (QLD) Pty. Ltd. Gold Coast, Australien 90
Broad Construction Services (SA) Pty. Ltd. Eastwood, Australien 90
Broad Construction Services (VIC) Pty. Ltd. Melbourne, Australien 90
Broad Construction Services (WA) Pty Ltd. Australien 90
Broad Group Holdings Pty. Ltd. Perth, Australien 90
Ewenissa Pty Ltd. Sydney, Australien 100


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Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil in Prozent
Giddens Investment Ltd. Wanchai, Hongkong 100
Green Construction Company Wilmington, USA 100
GridComm Pty. Ltd. Melbourne, Australien 100
HOCHTIEF Asia Pacific GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF AUSTRALIA HOLDINGS LIMITED Sydney, Australien 100
Hunter Valley Earthmoving Co. Pty Ltd. Rutherford, Australien 100
HWE Cockatoo Pty Ltd Australien 100
HWE Maintenance Services Pty. Ltd. Australien 100
HWE Mining Pty Ltd Australien 100
HWE Newman Assets Pty Ltd Australien 100
HWE Newman Mining Pty Ltd Australien 100
HWE Newman Services Pty Ltd Australien 100
Infoplex Pty. Ltd. Sydney, Australien 100
Jarrah Wood Pty. Ltd. Australien 90
JH Rail Holdings Pty. Limited Australien 59
JH Rail Investments Pty. Limited Australien 59
JH Rail Operations Pty. Limited Australien 59
JHG Mutual Limited Australien 100
Joetel Pty. Limited Australien 59
John Holland - Leighton (South East Asia) Joint Venture Hong Kong, Hongkong 100
John Holland (NZ) Ltd. Neuseeland 100
John Holland AD Holdings Pty. Ltd. Abbotsford, Australien 100
John Holland AD Investments Pty. Ltd. Abbotsford, Australien 100
John Holland AD Operations Pty. Ltd. Abbotsford, Australien 100
John Holland Aviation Services Pty. Ltd. Australien 100
John Holland Development & Investment Pty. Ltd. Abbotsford, Australien 100
John Holland Engineering Pty. Ltd. Australien 100
John Holland Group Pty Ltd. Abbotsford, Australien 100
John Holland Infrastructure Nominees Pty. Ltd. Australien 100
John Holland Infrastructure Pty. Ltd. Australien 100
John Holland Infrastructure Trust Australien 100
John Holland Investment Pty. Ltd. Australien 100
John Holland Melbourne Rail Franchise Pty. Ltd. Australien 100
John Holland Mining Pty. Ltd. Australien 100
John Holland Pty Ltd. Abbotsford, Australien 100
John Holland Queensland Pty. Ltd. Australien 100
John Holland Rail Pty. Ltd. Abbotsford, Australien 100
John Holland Services No. 1 Pty. Ltd. Australien 100
John Holland Services Pty. Ltd. Australien 100
Kingscliff Resort Trust Australien 100
LCPL (PNG) Limited Papua-Neuguinea 100
Leighton (PNG) Limited Papua-Neuguinea 100
Leighton Admin Services Pty Ltd. Sydney, Australien 100
Leighton Arranging Pty. Ltd. Australien 100
Leighton Asia (China) Limited Hongkong 100
Leighton Asia (Hong Kong) Holdings (No. 2) Limited Hongkong, Hongkong 100
Leighton Asia Ltd. Hongkong, Hongkong 100
Leighton Asia Southern Pte. Ltd. Singapur 100


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Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil in Prozent
Leighton Botswana (Proprietary) Limited Botsuana 100
Leighton Contractors (Asia) Ltd. Wanchai, Hongkong 100
Leighton Contractors (China) Ltd. Wanchai, Hongkong 100
Leighton Contractors (India) Private Ltd. Kala Ghoda Fort, Indien 100
Leighton Contractors (Indo-China) Ltd. Wanchai, Hongkong 100
Leighton Contractors (Lanka) Private Ltd. Sri Lanka 100
Leighton Contractors (Laos) Co Ltd. Laos 100
Leighton Contractors (Malaysia) Sdn. Bhd. Malaysia 80
Leighton Contractors (Mauritius) Ltd. Mauritius 100
Leighton Contractors (Philippines) Inc. Philippinen 40
Leighton Contractors Asia (Cambodia) Co. Ltd. Kambodscha 100
Leighton Contractors Asia (Vietnam) Limited Vietnam 100
Leighton Contractors Inc. Wilmington, USA 100
Leighton Contractors Infrastructure Nominees Pty. Ltd. Australien 100
Leighton Contractors Infrastructure Pty. Ltd. Australien 100
Leighton Contractors Infrastructure Trust Australien 100
Leighton Contractors Pty Ltd. Sydney, Australien 100
Leighton Engineering & Construction (Singapore) Pte Ltd Singapur 80
Leighton Finance (USA) Pty. Ltd. Australien 100
Leighton Finance International Ltd. Australien 100
Leighton Finance Ltd. Sydney, Australien 100
Leighton Foundation Engineering (Asia) Ltd. Wanchai, Hongkong 100
Leighton Funds Management Pty Ltd. Sydney, Australien 100
Leighton Geotech Ltd. Bangkok, Thailand 49
Leighton Harbour Trust Australien 100
Leighton Holdings Infrastructure Nominees Pty. Ltd. Australien 100
Leighton Holdings Infrastructure Pty. Ltd. Australien 100
Leighton Holdings Infrastructure Trust Australien 100
Leighton Holdings Investments Pty. Ltd. Australien 100
Leighton Holdings Limited Sydney, Australien 54
Leighton Infrastructure Investments Pty. Ltd. Sydney, Australien 100
Leighton International FZ LLC Australien 100
Leighton International Ltd. Cayman Islands, Großbritannien 100
Leighton International Mauritius Holdings Limited No. 3 Mauritius 100
Leighton International Mauritius Holdings Limited No. 4 Mauritius 100
Leighton International Mauritius Holdings Limited No. 5 Mauritius 100
Leighton International Mauritius Holdings Limited No. 6 Mauritius 100
Leighton International Mauritius Holdings Limited No. 7 Mauritius 100
Leighton International Sdn. Bhd. Malaysia 100
Leighton Investments Mauritius Limited No. 3 Mauritius 100
Leighton Investments Mauritius Limited No. 4 Mauritius 100
Leighton Investments Mauritius Limited No. 5 Mauritius 100
Leighton Investments Mauritius Limited No. 6 Mauritius 100
Leighton Investments Mauritius Limited No. 7 Mauritius 100
Leighton Investments Mauritius Ltd No.2 Mauritius 100
Leighton Investments Mauritius Ltd. Mauritius 100


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Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil in Prozent
Leighton John Holland Joint Venture (Lai Chi Kok) Hongkong 100
Leighton LLC Mongolei 100
Leighton Mauritius (Africa) Limited Mauritius 100
Leighton Motorway Investment No. 2 Pty. Ltd. Sydney, Australien 100
Leighton Niugini Limited Papua-Neuguinea 100
Leighton Office Trust Sydney, Australien 100
Leighton Office Trust No. 2 Sydney, Australien 100
Leighton Offshore Australia Pty. Ltd. Australien 100
Leighton Offshore Pte. Ltd. Singapur 100
Leighton Pacific St Leonards Pty. Ltd. Australien 100
Leighton Pacific St Leonards Unit Trust Australien 100
Leighton Portfolio Services Pty Ltd. Sydney, Australien 100
Leighton Project Management Sdn. Bhd. Malaysia 80
Leighton Projects Consulting (Shanghai) Ltd. China 100
Leighton Properties (Brisbane) Pty Ltd. Sydney, Australien 100
Leighton Properties (Vic) Pty Ltd. Sydney, Australien 100
Leighton Properties (WA) Pty. Ltd. Australien 100
Leighton Properties Pty Ltd. Sydney, Australien 100
Leighton Properties Resorts Pty Limited Australien 100
Leighton Property Development Pty Ltd. Sydney, Australien 100
Leighton Property Funds Management Ltd. Sydney, Australien 100
Leighton Property Management Pty Ltd. Sydney, Australien 100
Leighton Railway Street Pty. Ltd. Australien 100
Leighton Railway Unit Trust Australien 100
Leighton Residential Investments Pty. Ltd. Australien 100
Leighton Services Australia Pty Ltd. Sydney, Australien 100
Leighton Staff Shares Pty Ltd. Sydney, Australien 100
Leighton Superannuation Pty Ltd. Sydney, Australien 100
Leighton USA Inc. USA 100
Leighton-LNS Joint Venture Hongkong 80
Leighton-Macmahon Joint Venture Hongkong 75
LH Holdings Co Pty Ltd2 Australien 100
LMENA No. 1 Pty. Ltd. Australien 100
LMENA Pty. Ltd. Australien 100
London Circuit No 1 Trust Canberra, Australien 100
LSE Technology (Australia) Pty Ltd. Sydney, Australien 100
Lucon Pty. Ltd. Australien 100
Lyndhurst Business Park Sub-Trust No.1 Australien 100
Lyndhurst Business Park Sub-Trust No.2 Australien 100
Lyndhurst Business Park Sub-Trust No.3 Australien 100
Lyndhurst Business Park Trust 1 Australien 100
Lyndhurst Business Park Trust 2 Australien 100
Lyndhurst Business Park Trust 3 Australien 100
Makamatta Pty Ltd Australien 100
Martox Pty. Ltd. Australien 59
Mayfield Engineering Pty. Ltd. Australien 100
Menette Pty. Limited Australien 100


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Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil in Prozent
Metro Developments Australia Pty. Ltd. Australien 100
Metronode Pty Ltd. Sydney, Australien 100
Moorabbin Trust Australien 100
Nestdeen Pyt. Ltd. Australien 100
NextGen Networks Pty. Ltd. Australien 100
NextGen Pure Data Pty Ltd Australien 100
Nexus Point Hong Kong Company Limited Hongkong 100
Nexus Point Solutions Pty. Ltd. Sydney, Australien 100
Onopthic Pty Limited Australien 100
Onopthic Trust Australien 100
Opal Insurance (Singapore) Pte Ltd. Singapur 100
OZ Solar Power Pty. Ltd. Australien 100
Plant & Equipment Leasing Pty Ltd. Sydney, Australien 100
PT Cinere Serpong Jaya Indonesien 80
PT Leighton Contractors Indonesia Indonesien 100
PT Ngawi Kertosono Jaya Indonesien 95
PT Solo Ngawi Jaya Indonesien 95
PT Thiess Contractors Indonesia Jarkarta, Indonesien 100
Quintelgic Pty Limited Australien 100
Quintelgic Trust Australien 100
Ridgewood Development Pty Ltd. Sydney, Australien 100
River Links Developments Pty. Ltd. Australien 100
SA Health Partnership Pty. Ltd. Australien 50
Silk Telecom (WA) Pty. Ltd. Australien 100
Silk Telecom Pty. Limited Australien 100
Silverton Group (Aust) Pty. Ltd. Australien 90
Silverton Group Pty. Ltd. Australien 90
Swan Water Services Pty. Ltd. Australien 100
Technical Resources Pty Ltd. Sydney, Australien 100
Telecommunication Infrastructure Pty. Ltd. Abbotsford, Australien 100
Tensacciai Pty Ltd. Abbotsford, Australien 100
Thai Leighton Ltd. Bangkok, Thailand 49
Thiess Contractors (Malaysia) Sdn. Bhd. Kuala Lumpur, Malaysia 100
Thiess Contractors (PNG) Ltd. Papua-Neuguinea 100
Thiess India Pvt Ltd Indien 100
Thiess Infraco Pty. Limited Australien 100
Thiess Infrastructure Nominees Pty. Ltd. Australien 100
Thiess Infrastructure Pty. Ltd. Australien 100
Thiess Infrastructure Trust Australien 100
Thiess Investments Pty Ltd. South Bank, Australien 100
Thiess John Holland Joint Venture (Airport Link) Australien 100
Thiess John Holland JV (Airport Link) Australien 100
Thiess John Holland JV (Eastlink) Australien 100
Thiess John Holland JV (Lane Cove Tunnel) Australien 100
Thiess John Holland Motorway Services Australien 100
Thiess Leighton India PVT Ltd. Indien 100


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Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil in Prozent
Thiess Mauritius Pty. Ltd. Mauritius 100
Thiess Minecs India Pvt Ltd Indien 90
Thiess NC Neukaledonien 100
Thiess NZ Limited Auckland, Neuseeland 100
Thiess Pty Ltd. South Bank, Australien 100
Thiess Services John Holland Services Joint Venture Australien 100
Thiess Services Ltd. Neuseeland 100
Thiess Services Pty Ltd. South Bank, Australien 100
Thiess Southland Pty Ltd. South Bank, Australien 100
Think Consulting Group Pty. Ltd. Australien 100
Victorian Wave Partners Pty. Ltd. Australien 100
Vision Hold Pty Ltd. St. Leonards, Australien 100
Visionstream Australia Pty Ltd. St. Leonards, Australien 100
Visionstream Pty Ltd. Sydney, Australien 100
Visionstream Services Pty Ltd. Sydney, Australien 100
Vytel Investments Pty Ltd. Sydney, Australien 100
Vytel Pty Ltd. Sydney, Australien 100
Western Port Highway Trust Australien 100
Yandina Ethanol Pty.Ltd. Australien 100
Yifta Pty Ltd. Sydney, Australien 100
Yoltax Pty. Limited Australien 59
Zangofile Pty Limited Australien 100
Zangofile Trust Sydney, Australien 100
Zelmex Pty. Limited Australien 59



Concessions

Airport Partners GmbH Düsseldorf, Deutschland 40
AVN Chile Dritte Holding GmbH Essen, Deutschland 75
AVN Chile Fünfte Holding GmbH Essen, Deutschland 100
AVN Chile Vierte Holding GmbH Essen, Deutschland 100
HAP Hamburg Airport Partners GmbH & Co. KG Hamburg, Deutschland 71
HOCHTIEF A5 Holding GmbH Wien, Österreich 100
HOCHTIEF AirPort Capital Verwaltungs GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF AirPort GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF AirPort Retail SHPK Tirana, Albanien 100
HOCHTIEF Canada Holding Inc. Toronto, Kanada 100
HOCHTIEF Concessions AG Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF PPP Bundeswehrpartner FWK München GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF PPP Schools Capital Limited Swindon, Großbritannien 51
HOCHTIEF PPP Schulpartner Frankfurt am Main GmbH & Co. KG Frankfurt am Main, Deutschland 100
HOCHTIEF PPP Schulpartner GmbH & Co. KG Heusenstamm, Deutschland 95
HOCHTIEF PPP Schulpartner Köln P 1 GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF PPP Schulpartner Köln Rodenkirchen GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF PPP Solutions (Ireland) Limited Dublin, Irland 100


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Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil in Prozent
HOCHTIEF PPP Solutions (UK) Limited Swindon, Großbritannien 100
HOCHTIEF PPP Solutions Chile Limitada Santiago de Chile, Chile 100
HOCHTIEF PPP Solutions GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF PPP Solutions North America Inc. Delaware, USA 100
SCE Chile Holding GmbH Essen, Deutschland 100
SCE Chilean Holding S.A. Santiago de Chile, Chile 100
Sydney Airport Intervest GmbH Essen, Deutschland 46



Europe

Area of Sports mbH & Co. KG Mönchengladbach, Deutschland 50
Constructora Cheves S.A.C. Lima, Peru 65
Constructora HOCHTIEF - Tecsa S.A. Santiago de Chile, Chile 70
Deutsche Baumanagement GmbH Essen, Deutschland 100
DURST-BAU GmbH Wien, Österreich 100
Entreprise Générale de Construction HOCHTIEF-LUXEMBOURG S.A. Luxemburg, Luxemburg 100
HOCHTIEF (UK) CONSTRUCTION Ltd. Swindon, Großbritannien 100
HOCHTIEF Construction AG Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF Construction Austria GmbH & Co. KG Wien, Österreich 100
HOCHTIEF Construction Chilena Ltda. Santiago de Chile, Chile 100
HOCHTIEF Construction Erste Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF Construction Qatar W.L.L. Doha, Katar 49
HOCHTIEF CZ a.s. Prag, Tschechien 100
HOCHTIEF Global Trade GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF Kirchberg Services S.A. Luxemburg, Luxemburg 100
HOCHTIEF Polska S.A. Warschau, Polen 100
I.B.G. Immobilien- und Beteiligungsgesellschaft Thüringen-Sachsen mbH Essen, Deutschland 100
Immobilière de Hamm S.A. Luxemburg, Luxemburg 100
OOO HOCHTIEF Moskau, Russland 100
Projektgesellschaft Potsdamer Zwillinge GmbH & Co. KG Schulzendorf, Deutschland 100
RheinauArtOffice GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 50
STREIF Baulogistik GmbH Essen, Deutschland 100
STREIF Baulogistik Polska Sp.z o.o. Warschau, Polen 100
Uferpalais Projektgesellschaft mbH & Co. KG Essen, Deutschland 70



Real Estate

A.L.E.X.-Bau GmbH Essen, Deutschland 100
ACL Investment a.s. Prag, Tschechien 100
Deutsche Bau- und Siedlungs-Gesellschaft mbH Essen, Deutschland 100
Dobrovíz a.s. Prag, Tschechien 100
Euripus s.r.o. Prag, Tschechien 100
GVG mbH & Co. Objekt RPU Berlin 2 KG Essen, Deutschland 94
HOCHTIEF Ackerstraße 71-76 GmbH & Co. KG Berlin, Deutschland 100
HOCHTIEF Aurestis Beteiligungsgesellschaft mbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF Development Austria GmbH Wien, Österreich 100


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Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil in Prozent
HOCHTIEF Development Austria Verwaltungs GmbH & Co. KG Wien, Österreich 100
HOCHTIEF Development Czech Republic s.r.o. Prag, Tschechien 100
HOCHTIEF Development Hungary Kft. Budapest, Ungarn 100
HOCHTIEF Development Poland Sp. z o.o. Warschau, Polen 100
HOCHTIEF Development Project One SRL Bukarest, Rumänien 100
HOCHTIEF Development Project Three SRL Bukarest, Rumänien 100
HOCHTIEF Development Project Two SRL Bukarest, Rumänien 100
HOCHTIEF DEVELOPMENT ROMANIA SRL Bukarest, Rumänien 100
HOCHTIEF Projektentwicklung 'Am Europagarten' GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF Projektentwicklung GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF Projektentwicklung 'Helfmann Park' GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF Property Management GmbH Essen, Deutschland 100
HTD Bauprojektmanagement GmbH Wien, Österreich 100
HTP Grundbesitz Blue Heaven GmbH Essen, Deutschland 94
HTP Immo GmbH Essen, Deutschland 100
MK 1 Am Nordbahnhof Berlin GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 100
MK 3 Nord GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 100
MK 3 Süd GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 100
MOLTENDRA Grundstücks- und Vermietungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt Mainoffice KG
Frankfurt am Main, Deutschland 100
Perlo Sp.z o.o. Warschau, Polen 100
Project Development Poland 3 B.V. Amsterdam, Niederlande 100
Projektgesellschaft Luxemburger Straße Essen GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 100
Projektgesellschaft Marco Polo Tower GmbH & Co. KG Hamburg, Deutschland 70
Projektgesellschaft Quartier 21 mbH & Co. KG Essen, Deutschland 55
Soduker B.V. Amsterdam, Niederlande 100
Tinea s.r.o. Prag, Tschechien 100
Tirpser B.V. Amsterdam, Niederlande 100
TORTOREX s.r.o. Prag, Tschechien 100
ZOB an der Hackerbrücke GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 100



Services

Advago S.A. Spata, Griechenland 51
car.e Facility Management GmbH Hamburg, Deutschland 100
car.e. Facility Management Kft. Budapest, Ungarn 100
FM Holding GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF Energy Management GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF Energy Management Harburg GmbH Hamburg, Deutschland 65
HOCHTIEF Facility Management Bahrain Airport W.L.L. Manama, Bahrain 50
HOCHTIEF Facility Management Bahrain W.L.L. Manama, Bahrain 51
HOCHTIEF Facility Management GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF Facility Management Hamburg GmbH Hamburg, Deutschland 100
HOCHTIEF Facility Management Hellas S.A. Spata, Griechenland 100
HOCHTIEF Facility Management Ireland Ltd. Dublin, Irland 90
HOCHTIEF Facility Management Irish Schools Limited Dublin, Irland 100
HOCHTIEF Facility Management Polska Sp. z o.o. Warschau, Polen 100
HOCHTIEF Facility Management Swiss AG Zürich, Schweiz 100


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Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil in Prozent
HOCHTIEF Facility Management UK Limited London, Großbritannien 100
HOCHTIEF HUNGARIA Facility Management Kft. Budapest, Ungarn 75
HOCHTIEF ÖPP Projektgesellschaft mbH Essen, Deutschland 100
Stadion Nürnberg Betriebs - GmbH Nürnberg, Deutschland 75



Unternehmenzentrale

AllianzGI-Fonds HT Essen, Deutschland 100
Builders' Credit Reinsurance Company S.A. Steinfort, Luxemburg 100
Eurafrica Baugesellschaft mbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF Global One GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF ViCon GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF ViCon Qatar W.L.L. Doha, Katar 49
JL Capital Growth SICAV-SIF Luxemburg, Luxemburg 100
JL Fund of Funds SICAV-SIF Luxemburg, Luxemburg 100
Steinfort Capital Growth SICAV-SIF Luxemburg, Luxemburg 100
Steinfort Fund of Funds SICAV-SIF Luxemburg, Luxemburg 100


Außerdem wurden folgende Gemeinschaftsunternehmen anteilmäßig in den Konzernabschluss einbezogen:

Gemeinschaftsunternehmen

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Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil in Prozent
Americas

ABC Marine Baton Rouge, USA 25
American South - Turner New York, USA 51
BE&K - Turner New York, USA 50
Columbia-Investment Holmdel, USA
Dematteo/Flatiron Braintree, USA 40
Dematteo/Flatiron/Interbeton Braintree, USA 30
E.E. Cruz/NAB & Frontier Holmdel, USA
E.E. Cruz/Nicholson, LLC Holmdel, USA 50
E.E. Cruz/Tully Construction, LLC Holmdel, USA 50
FCI/Fluor/Parsons La Mirada, USA 45
F&F Infrastructure Longmont, USA 50
Frontier Kemper/Flatiron Evansville, USA 40
Graham Flatiron Saskatoon, Kanada 45
Kiewit/FCI/Manson Oakland, USA 27
Kiewit/Flatiron Richmond, USA 28
Mc Kissack & Mc Kissack / Brailsford & Dunlavey / Turner LLC New York, USA 32
Nicholson / E.E. Cruz Holmdel, USA 50
Palmetto Bridge Constructors Virginia Beach, USA 40
Perini/Tompkins District of Columbia, USA 40
Silverado Constructors Longmont, USA 48
SLC Rail Constructors Alaneda, USA 28
Tidewater Skanska/Flatiron Milton, USA 40
Tompkins/ Mid-American District of Columbia, USA 50


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Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil in Prozent
Tully Construction/E.E.Cruz, LLC New York, USA 50
Turner - PCL - Flatiron New York, USA 51
Turner Gilbane New York, USA 50
Turner Smoot New York, USA 65
Turner Sundt New York, USA 60
Turner/Barton Malow Kenny New York, USA 22
Turner/Devcon New York, USA 60
Turner/JCB New York, USA 80
Turner/Mc Carthy Massachusetts, USA 50
Turner/PCL/Flatiron San Diego, USA 6
Turner/STV New York, USA 100
University Construction Management Team New York, USA 50



Asia Pacific

400 George Street Partnership Australien 50
567 Collins Street Australien 50
APN No. 19 Pty Ltd and Leighton Properties (VIC) Pty Ltd Australien 50
Aspire Schools (QLD) Pty Limited Australien 50
Aspire Schools Financing (Qld) Pty Limited Australien 50
Aspire Schools Financing Services (QLD) Pty Limited Australien 50
Aspire Schools Holdings (Qld) Pty Limited Australien 50
Auckland Road Maintenance Neuseeland 50
Bac Devco Pty Ltd. Sydney, Australien 33
Bankstown Airport Development Pty Limited Australien 50
Bayview Noosa Partnership Australien 50
BJB JV Australien 38
Brisbane Motorway Services Pty Limited Australien 50
BROADAPM Australien 45
Burton Coal Mine Australien 38
CGBT Australien 50
China State Leighton Joint Venture Australien 50
City West Property Holding Trust (Section 63 Trust) Australien 50
City West Property Holdings Pty Limited Australien 50
City West Property Investment (No.1) Trust Australien 50
City West Property Investment (No.2) Trust Australien 50
City West Property Investment (No.3) Trust Australien 50
City West Property Investment (No.4) Trust Australien 50
City West Property Investment (No.5) Trust Australien 50
City West Property Investment (No.6) Trust Australien 50
City West Property Investments (No.1) Pty Limited Australien 50
City West Property Investments (No.2) Pty Limited Australien 50
City West Property Investments (No.3) Pty Limited Australien 50
City West Property Investments (No.4) Pty Limited Australien 50
City West Property Investments (No.5) Pty Limited Australien 50
City West Property Investments (No.6) Pty Limited Australien 50
Cockatoo Iron Ore Australien 50
Cockatoo mining Pty Ltd ( Cockatoo Iron Ore JV ) Australien 50


scroll
Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil in Prozent
Coleman Rail Pty Ltd & John Holland Pty Ltd & York Civil Pty Ltd
Tracksure Rail Upgrade
Australien 38
Conneq Infrastructure Services (Australia) Pty Ltd and John Holland Pty Ltd Australien 50
Copperstring Pty Ltd Australien 50
Deep Blue Consortium Pty Ltd Australien 50
Degremont Thiess Services Joint Venture Australien 40
Folkestone/Leighton JV Pty Ltd Australien 50
Gammon - Leighton Joint Venture Australien 50
Gateway Motorway Services Pty. Ltd. Australien 50
Green Square Australien 50
Hamilton Harbour Australien 50
Hamilton Harbour Unit Trust (Devine Hamilton Unit Trust) Australien 50
Hassall Street Australien 50
Hassall Street Trust Australien 50
Hazell Brothers John Holland Joint Venture Australien 50
Holland York JV Australien 50
Hoxton Park Airport Development Pty Limited Australien 50
Hpal Freehold Pty Limited Australien 50
Infocus Infrastructure Management Pty. Ltd. Australien 50
James Fielding Developments Pty Limited and Leighton Properties
Pty Limited Partnership
Australien 50
JM JV (BHP Bio JV) Australien 50
JM JV SIA Joint Venture Australien 80
John Holland Abigroup Contractors Joint Venture (Bulk Water) Australien 50
John Holland Abigroup Contractors Joint Venture (Coffs Infrastructure) Australien 50
John Holland BRW JV Australien 50
John Holland Coleman Rail Joint Venture Australien 50
John Holland Collin Joss JV Australien 50
John Holland Downer Edi Engineering Power Joint Venture Australien 65
John Holland Downer EDI JV Australien 60
John Holland Fairbrother Joint Venture Australien 50
John Holland Fulton Hogan Joint Venture Australien 50
John Holland Laing O'rourke Joint Venture Australien 50
John Holland Macmahon Joint Venture (Bell Bay) Australien 80
John Holland MacMahon JV (Roe and Tonkin Highways) Australien 50
John Holland MacMahon JV (Ross River Dam) Australien 50
John Holland Mc Connell Dowell Australien 50
John Holland Tenix Alliance Joint Venture Australien 50
John Holland Thames Water JV Mt. Stromlo Clayton, Australien 50
John Holland United Group Infrastructure Joint Venture Australien 47
John Holland Veolia Water Australia Joint Venture (Blue Water) Australien 74
John Holland Veolia Water Australia Joint Venture
(Gold Coast Desalination Plant)
Australien 64
LBBH JV Australien 50
Kentz E & C Pty Ltd. Australien 50
Leighton Abigroup Joint Venture Australien 50
Leighton Able Joint Venture Australien 51


scroll
Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil in Prozent
Leighton BMD JV Australien 50
Leighton China State John Holland Joint Venture (City Of Dreams) Australien 70
Leighton China State Joint Venture (Wynn Resort) Australien 50
Leighton China State Van Oord Joint Venture Australien 45
Leighton Construction India (Private) Limited Australien 50
Leighton Contractors & Baulderstone Hornibrook Bilfinger Berger Joint Venture Australien 50
Leighton Contractors (India) Mumbai, Indien 65
Leighton Hsin Chong Joint Venture 2252 Australien 50
Leighton Kumagai Joint Venture (Metrorail) Australien 55
Leighton Kumagai Joint Venture (Route 9 - Eagle's Nest Tunnel) Hongkong, Hongkong 51
Leighton Kumagai Joint Venture (Wanchai East & North Point Trunk Sewerage) Hongkong, Hongkong 51
Leighton Monnis Infrastructure JV LLC Mongolei 55
Leighton Offshore Middle East Ver. Arab. Emirate 73
Leighton Oriental Structural Engineers Joint Venture - In050A Indien 50
Leighton Oriental Structural Engineers Joint Venture - In050b Australien 50
Link 200 Joint Venture Hongkong, Hongkong 48
Link 200 Station Joint Venture Australien 60
Link 200 Tunnel Joint Venture Australien 60
Macmahon Leighton Joint Venture Australien 50
Manukau Motorway Leighton Works Australien 50
Moonamang Joint Venture Pty Ltd Australien 90
Mulba Mia Leighton Broad Joint Venture Australien 63
Ngarda Civil & Mining Pty Ltd & Leighton Contractors Pty Ltd Australien 50
Ngarda Civil and Mining Pty. Ltd. Australien 50
Northern Gateway Alliance Australien 50
Norton Street Investments Pty Ltd Australien 45
Promet Engineers Pty. Ltd. Australien 50
Rail Link Joint Venture Australien 65
River Links Prestige Properties Pty Ltd Australien 9
River Links Unicorporated. JV Australien 9
Roche Thiess Linfox Joint Venture Yalloum Vic, Australien 44
Safelink Alliance Ltd Australien 50
Section 63 Australien 50
Silcar Maintenance Services Bayswater, Australien 50
Southern Gateway (Mandurah Entrance Road) Australien 70
Taiwan Track Partners JV Australien 28
Thiess Alstom Joint Venture Australien 50
Thiess Black & Veatch Australien 50
Thiess Decmil Kentz Joint Venture Australien 33
Thiess Degremont Jv Australien 65
Thiess Degremont Nacap Joint Venture Australien 33
Thiess Downer Edi Works Jv Australien 75
Thiess Hochtief Joint Venture Australien 50
Thiess Sedgman Joint Venture Australien 50
Thiess Services Arkwood Joint Venture Australien 50
Thiess Services Middle East LLC Australien 36


scroll
Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil in Prozent
Thiess United Group JV Australien 50
Thiess United Group JV VIC Australien 50
Townsville City Project Pty Ltd Australien 50
Townsville City Project Trust Australien 50
Tsdi. Pty. Ltd. Australien 50
Ubique Finance Pty Ltd Australien 50
Vic Desal O&M JV Australien 50
Viridian Noosa Pty. Ltd. Australien 50
Viridian Noosa Resort Management Pty Ltd Australien 50
Viridian Noosa Trust Australien 50
Wedgewood Australien 50
Wedgewood Road Hallam Trust Australien 50
Westlink Service Pty. Ltd. Australien 50



Concessions

B2L Partnership / B2L Grcorp Inc. Calgary, Kanada 50
Flughafen Düsseldorf GmbH Düsseldorf, Deutschland 50
HERRENTUNNEL LÜBECK GmbH & Co. KG Lübeck, Deutschland 50
Süddeutsche Geothermie-Projekte GmbH & Co. KG Haar, Deutschland 50
Via Solutions Thüringen GmbH & Co. KG Eisenach, Deutschland 50
Access for Wigan (Holdings) Limited Swindon, Großbritannien 50
Aegean Motorway Concession Company S.A. Larissa, Griechenland 35
Bangor and Nedrum Schools Services Holdings Limited Belfast, Großbritannien 40
Bonaventura Straßenerhaltungs-GmbH Wien, Österreich 25
Bonaventura Straßenerrichtungs GmbH Wien, Österreich 44
CSM PPP Services (Holdings) Limited Dublin, Irland 50
FCC (East Ayrshire) Holdings Limited Glasgow, Großbritannien 50
HDM Schools Solutions (Holdings) Limited Aberdeen, Großbritannien 50
Manchester School Services Holdings Limited Swindon, Großbritannien 50
Olympia Odos Concession Company S.A. Athen, Griechenland 25
Olympia Odos Operation Company S.A. Athen, Griechenland 25
PPP Services (North Ayrshire) Holdings Limited Edinburgh, Großbritannien 50
Raststätten Betriebs GmbH Wien, Österreich 50
Salford Schools Solutions Holdco Limited Swindon, Großbritannien 50
Schools Public / Private Partnership (Ireland) Limited Dublin, Irland 50
Shield Infrastructure Partnership CIIC OPP Investment LP (OPP) Toronto, Kanada 50
S&W TLP (PSP ONE) Limited Swindon, Großbritannien 50
S&W TLP (PSP TWO) Limited Swindon, Großbritannien 50
Tirana International Airport SHPK Tirana, Albanien 47



Europe

BELUGA HOCHTIEF Offshore GmbH & Co. KG Bremen, Deutschland 50
CONTUR Wohnbauentwicklung und Projektsteuerung GmbH & Co. KG Köln, Deutschland 50
SEVERINS WOHNEN GmbH & Co. KG Köln, Deutschland 50
Skyling GmbH & Co. KG Oststeinbek, Deutschland 50


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Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil in Prozent
Wohnpark Gießener Straße GmbH & Co. KG Kriftel, Deutschland 50
1. WohnArt-Projektentwicklung GmbH & Co. KG Hamburg, Deutschland 50
D1 Construction s.r.o. Bratislava, Slowakei 50
Lusail HOCHTIEF Q.S.C. Doha, Katar 49



Real Estate

Aurelis Real Estate GmbH & Co. KG Eschborn, Deutschland 50
Le Quartier Central Teilgebiet C GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 50



Services

Facility Management Partner GbR Berlin, Deutschland 50


Assoziierte Unternehmen, die im Konzernabschluss nach der Equity-Methode berücksichtigt wurden, sind die Folgenden:

Assoziierte Unternehmen

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Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil in Prozent
Airport Holding Tanácsadó Kft. Zalaegerszeg, Ungarn 50
Al Habtoor Engineering Enterprises Co. LLC Dubai, Ver. Arab. Emirate 45
Am Opernboulevard GmbH & Co. KG Hamburg, Deutschland 47
Arbeitsgemeinschaft GÜ Köbis Dreieck KPMG Berlin, Deutschland 50
Athens International Airport S.A. Athen, Griechenland 27
BROAD Investment Sydney, Australien 50
Devine Ltd. Australien 50
Dunsborough Lakes Villiaga Synicate Dunsborough, Australien 20
Flughafen Hamburg GmbH Hamburg, Deutschland 49
Grundstücksges. Köbis Dreieck GmbH & Co. Development KG Berlin, Deutschland 50
Inversiones de Infrastructura S.A. Santiago de Chile, Chile 45
James Fielding Infrastructure Pty. Ltd. Australien 50
JH Rail Holdings Pty. Ltd. Australien 56
MacMahon Holding Ltd. Australien 19
Mélyépitö Budapest Kft. Budapest, Ungarn 26
Metro Trains Melbourne Pty. Ltd. Australien 20
Oriental Pathways (Agra) Private Ltd. Australien 49
Oriental Pathways (Indore) Private Ltd. Australien 49
P.T. Ballast Indonesia Construction Jakarta, Indonesien 47
Sedgman Pty. Ltd. Australien 32
Sociedad Concesionaria Autopista Vespucio Norte Express S.A. Santiago de Chile, Chile 18
Sociedad Concesionaria Túnel San Cristobal S.A. Santiago de Chile, Chile 50


Folgende Tochterunternehmen werden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung zu fortgeführten Anschaffungskosten in den Konzernabschluss einbezogen:

Tochterunternehmen von untergeordneter Bedeutung

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Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil in Prozent
Concessions

APC Airport Partners Consult GmbH Hamburg, Deutschland 100
BBI Flughafen Berlin Brandenburg International Verwaltungs GmbH i.L. Berlin, Deutschland 100
Flughafen - Partner Holding GmbH i.L. Berlin, Deutschland 56
HAP Hamburg Airport Partners Verwaltungsgesellschaft mbH Essen, Deutschland 71
HOCHTIEF AirPort Capital Management GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF PPP Bundeswehrpartner FWK München Verwaltungs GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF PPP Schulpartner Frankfurt am Main Verwaltungs GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF PPP Schulpartner Köln Rodenkirchen Verwaltungs GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF PPP Schulpartner Verwaltungs GmbH Heusenstamm, Deutschland 95
HOCHTIEF PPP Verwaltungs GmbH Essen, Deutschland 100
Neva Traverse GmbH Essen, Deutschland 100
Sydney Airport Intervest Verwaltungs GmbH Essen, Deutschland 100
Transport & Logistics Consultancy Ltd. Middlesex, Großbritannien 100



Europe

AHBUD Sp. z o.o. Torun, Polen 100
ArtOffice GmbH Essen, Deutschland 50
Bau und Grund GmbH & Co. KG Freiburg, Deutschland 65
Bau und Grund Verwaltungsgesellschaft mbH Freiburg, Deutschland 65
Garden Center Invest s.r.o. Prag, Tschechien 100
HEPOLICO Sp. z o.o. Warschau, Polen 100
HOCHTIEF (India) Private Limited Chennai, Indien 100
HOCHTIEF Construction Austria Verwaltungsgesellschaft mbH Wien, Österreich 100
HOCHTIEF Construction Beteiligungs GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF Construction Slovakia s.r.o. Bratislava, Slowakei 100
HOCHTIEF Facility Management Ceska republica s.r.o. Prag, Tschechien 100
HOCHTIEF Offshore Crewing GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF Procurement Asia Limited Hongkong, Hongkong 100
IMMOBILIENGESELLSCHAFT CSC KIRCHBERG S.A. Luxemburg, Luxemburg 100
IMMOBILIENGESELLSCHAFT CURIA KIRCHBERG S.A. Luxemburg, Luxemburg 100
OOO STREIF Baulogistik Russland St. Petersburg, Russland 100
Projektverwaltungsgesellschaft Mönchengladbach -Area of Sports mbH Düsseldorf, Deutschland 50
Stadthaus am Anger GmbH & Co. KG Erfurt, Deutschland 100
Stadthaus am Anger Verwaltungs GmbH Erfurt, Deutschland 100
Streif Baulogistik Bulgarien EOOD Sofia, Bulgarien 100
Streif Baulogistik Österreich GmbH Himberg, Österreich 100
Streif Baulogistik Ukraine LLC Kiew, Ukraine 100
TBB Serwis Sp. z o.o. Warschau, Polen 100
Uferpalais Verwaltungsgesellschaft mbH Essen, Deutschland 70


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Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil in Prozent
Verwaltungsgesellschaft Lister Gracht GmbH Hannover, Deutschland 50



Real Estate

HKS Beteiligungsverwaltungs GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF Development Austria Verwaltungs GmbH Wien, Österreich 100
HOCHTIEF Development Schweden AB Stockholm, Schweden 100
HOCHTIEF Development Schweiz AG Zürich, Schweiz 100
HOCHTIEF Development Schweiz Projekt 2 AG Opfikon, Schweiz 100
HOCHTIEF PANDION Isarauen Verwaltungs GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF Projektentwicklung Erste Pflegeimmobilien Beteiligungsgesellschaft mbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF Reichpietschufer Verwaltungs GmbH Essen, Deutschland 100
IMMOBILIENGESELLSCHAFT EDWARD STEICHEN BUILDING KIRCHBERG S.A. Luxemburg, Luxemburg 100
Medska s.r.o. Prag, Tschechien 100
OOO HOCHTIEF Development Russland St. Petersburg, Russland 100
Projektgesellschaft Toulouser Allee GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 100
Stadtteilzentrum Halle-Neustadt Verwaltungs GmbH Halle/Saale, Deutschland 67
Verwaltung Projektgesellschaft Marco Polo Tower GmbH Hamburg, Deutschland 70
Verwaltung Projektgesellschaft Quartier 21 mbH Essen, Deutschland 55



Services

FM Go! GmbH München, Deutschland 80
FM IT-Services GmbH Essen, Deutschland 100
Professzionális Gebäudemanagement Hungaria Kft. Budapest, Ungarn 100



Unternehmenszentrale

HOCHTIEF Corporate Space Management GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF Société Iranienne Teheran, Iran 100
Vintage Real Estate HoldCo Sàrl Strassen, Luxemburg 100


Die folgenden assoziierten Unternehmen werden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt:

Assoziierte Unternehmen von untergeordneter Bedeutung

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Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil in Prozent
Am Opernboulevard Verwaltungs GmbH Hamburg, Deutschland 50
Autostrada Centralna Spólka Akcyjna Warschau, Polen 30
BBIP Berlin Brandenburg International Partner GmbH & Co. KG i.L. Berlin, Deutschland 34
Constructora Vespucio Norte S.A. Santiago de Chile, Chile 45
CONTUR Wohnbauentwicklung GmbH Köln, Deutschland 50
CORUS Centermanagement GmbH Düsseldorf, Deutschland 50
format Wilma Verwaltungsgesellschaft mbH Kriftel, Deutschland 50
Grundstücksgesellschaft Köbis Dreieck GmbH Berlin, Deutschland 50
HIP Philipp-Loewenfeld Straße Verwaltungs GmbH Essen, Deutschland 50
HKP Dahlemer Weg Objekt 1 tertius PE GmbH & Co. KG Berlin, Deutschland 50
HKP Dahlemer Weg Objekt 2 ETW PE GmbH & Co. KG Berlin, Deutschland 50


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Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil in Prozent
HKP Dahlemer Weg Objekt 2 Wohnen primus PE GmbH & Co. KG Berlin, Deutschland 50
HKP Dahlemer Weg Objekt 2 Wohnen secundus PE GmbH & Co. KG Berlin, Deutschland 50
HKP Dahlemer Weg Verwaltungs GmbH Berlin, Deutschland 50
HOST GmbH Hospital Service + Technik Frankfurt am Main, Deutschland 25
Joint Venture J&P-AVAX SA - HOCHTIEF Facility Management Hellas S.A Griechenland 50
Le Quartier Central Teilgebiet C Verwaltungs GmbH Essen, Deutschland 50
Projektentwicklungsgesellschaft Holbeinviertel mbH & Co. KG Kriftel, Deutschland 50
Projektverwaltungsgesellschaft SEVERINS WOHNEN mbH Köln, Deutschland 50
S.P Saint-Petersburg International Airport Holdings Limited Nicosia, Zypern 100
Sana TGmed GmbH München, Deutschland 24
Skyliving Verwaltungs GmbH Oststeinbek, Deutschland 50
Süddeutsche Geothermie-Projekte Verwaltungsgesellschaft mbH Haar, Deutschland 50
Südwestdeutsche Rohrleitungsbau Gesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland 45
SYNTAS Energiemanagement GmbH Bergisch Gladbach, Deutschland 25
The View Elbphilharmonie GmbH Hamburg, Deutschland 50
Western Carpathians Motorway Investors Company GmbH Wien, Österreich 50
Western High-Speed Diameter Nevskij Meridian Company Ltd. St. Petersburg, Russland 20
WohnArt-Verwaltungsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 50
ZILINSKA DIAL'NICA s.r.o Bratislava, Slowakei 25


Übrige Beteiligungen

Die wesentliche übrige Beteiligung Southern Cross Airports Corporation Holdings Ltd., Sydney, Australien, an der der HOCHTIEF-Konzern einen Anteil am Kapital von 12 Prozent hält, weist im Geschäftsjahr 2009 Eigenkapital von 1.602.214 Tsd. Euro und ein Ergebnis von 243.582 Tsd. Euro aus. Ihre Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, zu beschließen:

Der Bilanzgewinn der HOCHTIEF Aktiengesellschaft des Geschäftsjahres 2010 in Höhe von 153.999.998,- Euro wird zur Ausschüttung einer Dividende von zwei Euro je dividendenberechtigter Stückaktie verwendet, und der aus dem Bilanzgewinn auf nicht dividendenberechtigte Aktien entfallende Betrag, das sind 6.870.150,- Euro, wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Die Dividende ist am Tag nach der Hauptversammlung zahlbar.

Bis zur Hauptversammlung kann sich die Zahl der dividendenberechtigten Stückaktien verändern. In diesem Fall wird bei unveränderter Ausschüttung von zwei Euro je dividendenberechtigter Stückaktie der Hauptversammlung ein entsprechend angepasster Gewinnverwendungsvorschlag unterbreitet.

Gremien

Aufsichtsrat

Detlev Bremkamp

München, Vorsitzender (ab 11.05.2010)
Unternehmensberater, ehem. Mitglied des Vorstands der Allianz AG, München

a) Asea Brown Boveri AG
HSH Nordbank AG
SSI AG-Sun Shine Investments

b) Allianz Lebensversicherungs AG
Mondial Assistance S.A.S.

Gerhard Peters*

Bad Nauheim, stellvertretender Vorsitzender,
Mitglied der Geschäftsleitung der Zentralabteilung Personal der HOCHTIEF Aktiengesellschaft

a) HOCHTIEF Construction AG

Angel García Altozano

Madrid, Director General Corporativo, ACTIVIDADES DE CONSTRUCCIÓN Y SERVICIOS, S.A., Madrid

b) Abertis Infraestructuras, S.A.
Abertis Telecom, S.A.
ACS Servicios y Concesiones, S.L.
ACS Servicios, Comunicaciones y Energía, S.L.
Admirabilia, S.L. (Chairman)
Clece, S.A.
Dragados, S.A.
Energías Ambientales de Somozas, S.A. (Chairman)
Energías Ambientales de Novo, S.A. (Chairman)
Energías Ambientales de Vimianzo, S.A. (Chairman)
Energías Ambientales EASA, S.A. (Chairman)
Iridium Concesiones de Infraestructuras, S.A.
Publimedia Sistemas Publicitarios, S.L.
Saba Aparcamientos, S.A.
Societat Eólica de L'Enderrocada, S.A. (Chairman)
Trebol International B.V. Urbaser, S.A.
Xfera Móviles, S.A. (Chairman)

Gregor Asshoff*

Frankfurt am Main, Rechtsanwalt und Leiter der Hauptabteilung Politik und Grundsatzfragen der IG Bauen-Agrar-Umwelt

a) HOCHTIEF Construction AG
Zusatzversorgungskasse des Gerüstbaugewerbes VvaG

Alois Binder*

Wyhl, Betriebsrat HOCHTIEF Construction AG, Bereich Südwest

Lutz Kalkofen*

Essen, Leitender Angestellter HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen

b) Builders' Credit Reinsurance Company S.A.

Professor Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Hans-Peter Keitel

Essen, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V.,
ehem. Vorsitzender des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft

a) Commerzbank AG
National-Bank AG
ThyssenKrupp AG

b) EQT Infrastructure Limited
RAG-Stiftung

Dr. rer. pol. h. c. Martin Kohlhaussen

Bad Homburg, Vorsitzender (bis 11.05.2010)
Bankdirektor i. R.,
ehem. Vorsitzender des Vorstands der Commerzbank AG, Frankfurt am Main

Raimund Neubauer*

Essen, Betriebsratsvorsitzender der HOCHTIEF Construction AG, Bereich West

Udo Paech*

Berlin, Betriebsrat der HOCHTIEF Construction AG, Bereich Nordost

Gerrit Pennings*

Kirchheim, Betriebsratsvorsitzender der HOCHTIEF Facility Management GmbH, Region Süd

Professor Dr. jur. Dr.-Ing. E. h. Heinrich v. Pierer

Erlangen, Geschäftsführer der Pierer Consulting GmbH, Erlangen

a) Georgsmarienhütte Holding GmbH

b) Koc Holding A.S.

Professor Dr. rer. nat. Dipl.-Chem. Wilhelm Simson

München, Diplom-Chemiker, ehem. Vorsitzender des Vorstands der E.ON AG, Düsseldorf

a) E.ON AG

b) Freudenberg & Co. Kommanditgesellschaft

Tilman Todenhöfer

Madrid, Geschäftsführender Gesellschafter der Robert Bosch Industrietreuhand KG, Stuttgart

a) Deutsche Bank AG
Robert Bosch GmbH

b) Robert Bosch Internationale Beteiligungen AG (Präsident)

Marcelino Fernández Verdes

Madrid, CEO of the Construction, Concessions and Environment and Logistics Areas of ACS Group

b) ACS Servicios y Concesiones, S.L. (Chairman and CEO)
AVASA
Clece, S.A.
Dragados, S.A. (Chairman and CEO)
Iridium Concesiones de Infraestructuras, S.A.
Urbaser, S.A.

Manfred Wennemer

Bensheim, Mitglied des Aufsichtsrats der HOCHTIEF Aktiengesellschaft,
ehem. Vorsitzender des Vorstands der Continental Aktiengesellschaft, Hannover (ab 11.05.2010)

a) Allianz Deutschland AG
Knorr-Bremse AG
KION Group GmbH (Vorsitzender)
Peguform GmbH

b) Charter International plc NV
BEKAERT SA
Springer Science + Business Media SA (Vorsitzender)

Klaus Wiesehügel*

Königswinter, Bundesvorsitzender der IG Bauen-Agrar-Umwelt, Frankfurt am Main

a) Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG (Vorsitzender)

b) Landwirtschaftliche Rentenbank


Ausschüsse des Aufsichtsrats

Ad-hoc-Ausschuss (ab 21.09.2010)

Detlev Bremkamp (Vorsitzender)
Gerhard Peters (stellv.)
Professor Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Hans-Peter Keitel
Raimund Neubauer
Professor Dr. jur. Dr.-Ing. E. h. Heinrich v. Pierer
Klaus Wiesehügel

Nominierungsausschuss

Detlev Bremkamp (Vorsitzender, ab 11.05.2010)
Professor Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Hans-Peter Keitel
Dr. rer. pol. h. c. Martin Kohlhaussen (Vorsitzender, bis 11.05.2010)
Professor Dr. rer. nat. Dipl.-Chem. Wilhelm Simson (bis 11.05.2010)
Marcelino Fernández Verdes (ab 11.05.2010)

Personalausschuss

Detlev Bremkamp (Vorsitzender, ab 11.05.2010)
Gerhard Peters (stellv.)
Alois Binder
Professor Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Hans-Peter Keitel
Dr. rer. pol. h. c. Martin Kohlhaussen (Vorsitzender, bis 11.05.2010)
Professor Dr. rer. nat. Dipl.-Chem. Wilhelm Simson (bis 11.05.2010)
Marcelino Fernández Verdes (ab 11.05.2010)

Prüfungsausschuss

Ángel García Altozano (Vorsitzender, ab 11.05.2010)
Detlev Bremkamp (Vorsitzender, bis 11.05.2010)
Gerhard Peters (stellv.)
Alois Binder
Dr. rer. pol. h. c. Martin Kohlhaussen (bis 11.05.2010)
Raimund Neubauer
Professor Dr. jur. Dr.-Ing. E. h. Heinrich v. Pierer (ab 11.05.2010)
Tilman Todenhöfer (ab 11.05.2010)

Strategieausschuss (ab 11.05.2010)

Detlev Bremkamp (Vorsitzender)
Gerhard Peters (stellv.)
Ángel García Altozano
Gregor Asshoff
Professor Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Hans-Peter Keitel
Raimund Neubauer
Udo Paech
Gerrit Pennings
Professor Dr. jur. Dr.-Ing. E. h. Heinrich v. Pierer
Manfred Wennemer

Vermittlungsausschuss (§ 27 Abs. 3 MitbestG)

Detlev Bremkamp (Vorsitzender, ab 11.05.2010)
Gerhard Peters
Professor Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Hans-Peter Keitel
Dr. rer. pol. h. c. Martin Kohlhaussen (Vorsitzender, bis 11.05.2010)
Klaus Wiesehügel

Vorstand

Dr.-Ing. Herbert Lütkestratkötter

Essen, Vorsitzender des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen

a) HOCHTIEF Concessions AG (Vorsitzender, bis 31.12.2010)
HOCHTIEF Construction AG
HOCHTIEF Facility Management GmbH
HeidelbergCement AG
TÜV Rheinland Holding AG

b) Leighton Holdings Limited

Dr. rer. pol. Burkhard Lohr

Haltern am See, Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektor der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen

a) HOCHTIEF Concessions AG
HOCHTIEF Construction AG

b) Leighton Holdings Limited

Dr. rer. pol. Peter Noé

Essen, Mitglied des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen

a) Flughafen Düsseldorf GmbH (Vorsitzender)

b) Athens International Airport S.A.
HOCHTIEF AUSTRALIA HOLDINGS Ltd.
Leighton Holdings Limited (Deputy Chairman)

Professor Dr.-Ing. Martin Rohr

Düsseldorf, Mitglied des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen

a) Flughafen Hamburg GmbH (stellv. Vorsitzender)
HOCHTIEF Construction AG

b) Flatiron Holding, Inc.
The Turner Corporation

Dr. Frank Stieler

Eppstein, Mitglied des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen

a) HOCHTIEF Construction AG (Vorsitzender)
HOCHTIEF Facility Management GmbH (Vorsitzender)

b) Builders' Credit Reinsurance Company S.A.
The Turner Corporation

Generalbevollmächtigter

RA Hartmut Paulsen, Düsseldorf



* Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer
a) Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten (Stand: 31. Dezember 2010)
b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (Stand: 31. Dezember 2010)