![]() HOCHTIEF AktiengesellschaftEssenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011Der Zukunft entgegen. Mit Lösungen von HOCHTIEF.Geschäftsbericht 2011Aus Visionen Werte schaffen.Informationen für die AktionäreBericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionäre,der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2011 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Geschäftsführung kontinuierlich überwacht. In alle grundlegenden Entscheidungen war der Aufsichtsrat eingebunden. Der Vorstand informierte ihn mit schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend über die wesentlichen Aspekte der Geschäftsentwicklung, bedeutende Geschäftsvorfälle sowie die aktuelle Ertragssituation einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements. Im Berichtsjahr kam der Aufsichtsrat zu vier ordentlichen und vier außerordentlichen Sitzungen sowie der konstituierenden Sitzung nach der Neuwahl der Anteilseignervertreter durch die Hauptversammlung zusammen. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben während ihrer Amtszeit an mindestens der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Der Aufsichtsrat hat die nach Gesetz oder Satzung erforderlichen Beschlüsse gefasst. Seine Entscheidungen traf der Aufsichtsrat auf Grundlage der ausführlichen Berichterstattung und der Beschlussvorschläge des Vorstands. Über Projekte und Vorgänge von besonderer Bedeutung berichtete der Vorstand auch außerhalb von Sitzungen. Sofern nötig, wurden Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand in ständigem Kontakt mit dem Vorstandsvorsitzenden, sodass Ereignisse von außerordentlicher Bedeutung für die Lage und Entwicklung des Konzerns unverzüglich erörtert werden konnten. Wiederum waren die Auswirkungen der weltweiten Finanzmarktkrise mit ihrer neuen europäischen Dimension ein zentrales Thema der Beratungen. Über die makroökonomische Situation hinaus beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit den speziellen Einflüssen der europäischen Finanzkrise in Griechenland (Bewertung möglicher Risiken der Straßenbauprojekte), den hiermit zusammenhängenden Verzögerungen beim Verkauf der Flughafensparte, den Marktbedingungen in den USA und Australien/Asien, mit dem Einfluss der Naturkatastrophen in Australien sowie der Krise in Japan (Fukushima). Trotz dieser negativen Entwicklungen verzeichnete der Konzern eine hervorragende Auftragslage, wobei die Entwicklung der Wechselkurse von Euro, US-Dollar und australischem Dollar eine wesentliche Rolle spielte. In diesem Zusammenhang begrüßte der Aufsichtsrat die neu verhandelten Kreditlinien in einem Gesamtumfang von zwei Mrd. Euro zu teilweisen besseren Konditionen als zuvor. Dadurch wird die Liquidität des Konzerns bis ins Jahr 2016 gesichert. Um die Unabhängigkeit von krisenhaften Entwicklungen zu stärken, war ein zentrales Thema im Rahmen der Strategiediskussion der Ausbau der Position des Konzerns in regionalen Wachstumsmärkten und die Konzentration auf wachsende Technologiesegmente. In Kanada wurde eine Mehrheitsbeteiligung an Clark Builders erworben (starkes Wirtschaftswachstum, boomende Entwicklungen im Bau), in den Golfstaaten werden die bestehenden HOCHTIEF-Beteiligungen an Milliardenprojekten weiterverfolgt und in ausgewählten Ländern im asiatisch-pazifischen Raum wurden neue Projekte gewonnen. HOCHTIEF wird in den kommenden Jahren von den langfristigen Trends (insbesondere Projekte im Zusammenhang mit der Energiewende, Gestaltung von Metropolen, Verkehrsentwicklung) profitieren. Außerdem beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Neustrukturierung des Konzerns, der Verschlankung der Einheiten sowie der intensivierten Zusammenarbeit und einem engeren Erfahrungsaustausch über die Kontinente hinweg (Widerstandsfähigkeit gegen einzelne konjunkturelle Einbrüche, Wettbewerbsvorteile). Margenentwicklungen und Wettbewerbsanalysen bildeten wie in den Vorjahren einen Schwerpunkt der Aussprache, wiederum vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Geschäftsmodelle in den USA (Construction-Management), Australien (Geschäftsbereich Contract-Mining) und Europa (originäres Baugeschäft). Wesentliches Thema in diesem Zusammenhang war die Struktur der mittelfristigen Unternehmensplanung mit ihrem integrierten Strategie- und Finanzplanungsprozess und den wertorientierten Steuerungselementen wie RONA. Prägend für die erste Jahreshälfte bis zur Hauptversammlung war der Abschluss des Übernahmeangebots von ACS Actividades de Construcción y Servicios, S.A. (ACS). ACS hat ihre direkte Beteiligung mittlerweile bis knapp unter 50 Prozent ausgebaut. Dabei spielten die Neuwahl und Neustrukturierung des Aufsichtsrats, insbesondere die Aufstellung des Wahlvorschlags für die Hauptversammlung sowie die Veränderungen im Vorstand (Vorstandsvorsitz: Dr. Stieler; Aufhebungsvertrag: Dr. Lütkestratkötter) auch aufgrund der Ausübung der Kündigungsrechte aus Change-of-Control-Klauseln (Dr. Lohr, Dr. Noé; zweites Halbjahr: Dr. Rohr; Neuberufung: Sassenfeld) sowie der Abschluss von Schiedsvereinbarungen wegen möglicher Ansprüche aus Retention-Plänen mit Dr. Lütkestratkötter, Dr. Lohr, Dr. Noé und Dr. Rohr eine wesentliche Rolle. Intensiv hat sich der Aufsichtsrat mit dem Vergütungssystem für den Vorstand befasst und dieses signifikant vereinfacht und verändert. Wiederkehrendes Beratungsthema in der Division HOCHTIEF Americas war die Wechselkursentwicklung und deren Auswirkung auf wesentliche Kennzahlen. Die Abschwächung des US-Dollar im Vorjahresvergleich führte zu spürbaren negativen Währungseffekten bei den Hauptkennzahlen, obwohl sich Auftragseingang/-leistung, Bereichs- und Außenumsatz in US-Dollar erfreulich erhöht haben. Das betriebliche Ergebnis und das Ergebnis vor Steuern liegen deutlich über dem Niveau des Vorjahres und tragen damit auch zu einer Margenverbesserung bei, obwohl die erwartete positive Marktentwicklung in den USA in der zweiten Jahreshälfte ausgeblieben ist. Positiv begleitet hat der Aufsichtsrat den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung am kanadischen Bauunternehmen Clark Builders durch Turner. Clark Builders hat eine landesweite Expansionsstrategie und will zusammen mit Turner das Potenzial des kanadischen Baumarkts erschließen. Die Zusammenarbeit von Flatiron mit HOCHTIEF Solutions im Tunnelbau und mit Dragados (einer ACS-Tochtergesellschaft) in Joint Ventures hat sich erfreulich entwickelt. Die Ergebnisse des Tiefbauunternehmens E.E. Cruz lagen 2011 über den Erwartungen des Businessplans. Beschäftigt hat sich der Aufsichtsrat zudem mit den unterschiedlichen Geschäftsmodellen (Construction-Management/Self Performer) und der Notwendigkeit, in den USA das Konsortium, das die Avalfazilitäten zur Verfügung stellt, neu zusammenzusetzen. Dies war aufgrund der erhöhten Beteiligung von ACS an HOCHTIEF notwendig geworden. Wesentliches Thema der Aussprache in der Division HOCHTIEF Asia Pacific waren die Gewinnwarnung von Leighton Holdings Limited (LHL) im ersten Quartal und die daraus folgende Notwendigkeit einer Kapitalerhöhung. Die Gewinnwarnung wurde durch Mehrkosten bei den Projekten Brisbane Airport Link und Victorian Desalination Plant und die Wertberichtigung an den Anteilen der Habtoor Leighton Group verursacht. Auch die Untersuchung der australischen Regulierungsbehörde ASIC (Zeitpunkt der Finanzmarktmeldung über Mehrkosten) wurde behandelt. Im dritten Quartal konnte LHL wieder ein positives Ergebnis erreichen. Erfreulich ist, dass LHL aufgrund des sehr hohen Auftragsbestands und der nach wie vor sehr guten Marktperspektiven im asiatisch-pazifischen Raum - gerade auch im Rohstoffbereich - weiterhin eine positive Entwicklung erwartet. Weitere Themen der Aussprache waren die Aktivitäten von Leighton im Mittleren Osten (Habtoor Leighton Group) und Indien, die Entwicklung der dort ansässigen Gesellschaften und die zukünftigen Marktaussichten. Nicht zuletzt hat der Aufsichtsrat die Neustrukturierung der Geschäftsführung und der Board-Besetzung bei Leighton, die durch die Ereignisse notwendig geworden war, positiv gewürdigt. Besonders beachtet und begleitet hat der Aufsichtsrat in der Division HOCHTIEF Concessions die Veräußerungsaktivitäten. Hier war eine Gesamtveräußerung des Bereichs beabsichtigt, die aber im Laufe des Jahres auf die Veräußerung der HOCHTIEF AirPort GmbH reduziert wurde. Die Unterschiedlichkeit der Aktivitäten war für potenzielle Erwerber nicht attraktiv. Auch die Möglichkeit eines Börsengangs wurde angesichts der Lage der Finanzmärkte im zweiten Halbjahr 2011 fallen gelassen. Nachdem die Transaktion nicht im Jahr 2011 abgeschlossen werden konnte, werden die Aktivitäten zum Verkauf im Jahr 2012 fortgesetzt. Operativ ergab sich im Geschäftsfeld Flughäfen eine Erhöhung der Gesamtpassagierzahlen an den Flughäfen; nur am Flughafen Athen waren die Zahlen rückläufig. Ebenfalls beraten hat der Aufsichtsrat die Entwicklung des Geschäftsfelds Straßen, bei dem auch die Wirtschaftskrise in Griechenland zu einer deutlich unterplanmäßigen Entwicklung bei den Mautstraßenprojekten Maliakos-Kleidi und Elefsina-Patras-Tsakona führte. Der Aufsichtsrat wirkte darauf hin, dass in den Verhandlungen mit der griechischen Regierung langfristige Lösungen gefunden werden. Um die Synergien im Konzern zu fördern und auch den Verkauf des Flughafenbereichs zu erleichtern, stimmte der Aufsichtsrat einer Umgliederung des Geschäftsfelds Infrastruktur/PPP zur HOCHTIEF Solutions AG zu. In der Division HOCHTIEF Europe hat der Aufsichtsrat sich, wie im Vorjahr, mit der Umsetzung der Neustrukturierung der Geschäftsaktivitäten in Europa beschäftigt. Dabei wurden die Entwicklung des Hochbaubereichs in Deutschland ebenso wie mögliche Risiken in der Projektentwicklung, die allerdings bei HOCHTIEF durch hohe Vorvermarktungsquoten abgefedert sind, besprochen. Intensiv beraten wurden der Ausbau neuer Geschäftsfelder, insbesondere der Offshore-Aktivitäten (Windparks) und die möglichen Pläne im Bereich erneuerbarer Energien. Insgesamt unterstützte der Aufsichtsrat die Strategie, dass sich HOCHTIEF Europe weiterhin auf margenstarke Märkte konzentriert und seine organisatorische Optimierung vorantreibt. Zur regelmäßigen Berichterstattung gehörten das Projekt Elbphilharmonie, Hamburg, und die Abwicklung des Projekts Rheinhallen, Köln, sowie die erfreuliche Entwicklung von aurelis Real Estate, bei der noch im Jahr 2012 Veräußerungen geplant sind. Zum Ende des Jahres beschäftigte sich der Aufsichtsrat auch mit den Nachfolgeregelungen im Bereich des Vorstands der HOCHTIEF Solutions AG, aus der zwei Vorstände aufgrund bestehender Change-of-Control-Klauseln ausschieden. Wie in den Vorjahren, informierte sich der Aufsichtsrat über die Claims und Variation-Orders, die weiterhin verbesserte Compliance-Struktur und die Revisionstätigkeit. Der Aufsichtsrat hat die Umsetzung der Vorschriften des Deutschen Corporate Governance Kodex und die Weiterentwicklung der Corporate-Governance-Standards fortlaufend beobachtet. Darüber berichtet der Vorstand zugleich auch für den Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex im nachfolgenden Kapitel. Der Aufsichtsrat hat sieben Ausschüsse gebildet. Ihre Mitglieder sind im Kapitel "Gremien" namentlich aufgeführt. Die Ausschüsse haben die Aufgabe, die bei Aufsichtsratssitzungen anstehenden Themen und Beschlüsse vorzubereiten. Zum Teil nehmen sie auch Entscheidungsbefugnisse wahr, die ihnen vom Aufsichtsrat übertragen wurden. Die jeweiligen Vorsitzenden der Ausschüsse haben den Aufsichtsrat regelmäßig über die Arbeit der Ausschüsse informiert. Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2011 dreimal. Er beschäftigte sich intensiv mit den Quartalsberichten und den Jahresabschlüssen. Daneben bereitete er die Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer einschließlich der Prüfungsschwerpunkte und der Honorarvereinbarung vor. Sein besonderes Augenmerk galt dem Risikomanagement des Konzerns und dem rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem. Darüber hinaus behandelte der Ausschuss Compliance-Fragen und die Prüfungsergebnisse der internen Revision sowie deren Prüfungsplanung. Der Personalausschuss trat sechsmal zusammen. Er befasste sich mit Nachfolgeentscheidungen für den Vorstand und bereitete die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor. Darüber hinaus behandelte er das überarbeitete Vergütungssystem und neue Verträge für den Vorstand sowie die Höhe der Vorstandsbezüge. Der Nominierungsausschuss hat zwei Sitzungen abgehalten und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung im Mai 2011 zur Neuwahl des Aufsichtsrats geeignete Kandidaten vorgeschlagen. Der Strategieausschuss hat einmal getagt. Er befasste sich mit der Unternehmensstrategie und -entwicklung. Der Ad-hoc-Ausschuss wurde im Herbst 2010 nach Ankündigung des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots durch ACS Actividades de Construcción y Servicios, S.A., gebildet. Er hat im Geschäftsjahr 2011 nur einmal getagt und ist im Mai 2011 aufgelöst worden. Dieser Ausschuss hat sich mit allen anstehenden Fragen und Entscheidungen im Zusammenhang mit dem Übernahmeangebot beschäftigt und im Rahmen der ihm vom Aufsichtsrat hierzu erteilten Befugnisse die notwendigen Beschlüsse gefasst. In seiner konstituierenden Sitzung hat der neu gewählte Aufsichtsrat als weiteren Ausschuss das Präsidium des Aufsichtsrats gebildet. Das Präsidium bereitete die Sitzungen des Aufsichtsrats vor, insbesondere die Entscheidung des Aufsichtsrats über zustimmungsbedürftige Geschäfte. Außerdem ließ sich das Präsidium vom Vorstand regelmäßig über wesentliche Geschäftsvorfälle unterrichten. Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG musste auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen werden. Im Dezember 2010 hatte die ACS Actividades de Construcción y Servicios, S.A., ihr freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für alle nicht von ACS gehaltenen HOCHTIEF-Aktien veröffentlicht. Nach Ablauf der Annahmefrist hat ACS der Gesellschaft im Februar 2011 mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil von ACS an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft die Schwelle von 30 Prozent der Stimmrechte überschritten hat. Die Herren Altozano und Fernández Verdes waren während des gesamten Geschäftsjahres 2011 sowohl Mitglied des Aufsichtsrats unserer Gesellschaft als auch gleichzeitig Mitglied des Geschäftsführungskomitees von ACS. Beide Herren waren jedoch nicht Mitglied des vorgenannten Ad-hoc-Ausschusses, der sich mit allen anstehenden Fragen und Entscheidungen im Zusammenhang mit dem Übernahmeangebot beschäftigt hat. Insofern gab es keine Beratungen und Beschlussfassungen im Gesamtaufsichtsrat, bei denen die Herren Altozano und Fernández Verdes einem Interessenkonflikt ausgesetzt waren. Auch sonstige Interessenkonflikte bei Mitgliedern des Aufsichtsrats traten nicht auf. Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, der Konzernabschluss nach IFRS (International Financial Reporting Standards) und der mit dem Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zusammengefasste Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011 sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung am 12. Mai 2011 gewählten und vom Aufsichtsrat mit der Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses beauftragten Abschlussprüfer, der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die vorgenannten Unterlagen sowie der Geschäftsbericht, der Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sind allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Sitzung des Prüfungsausschusses am 24. Februar 2012 beziehungsweise vor der Bilanzsitzung am 28. Februar 2012 übersandt worden. Die Unterlagen wurden in den Sitzungen vom Vorstand zusätzlich mündlich erläutert. Die verantwortlichen Abschlussprüfer berichteten in diesen Sitzungen über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung - unter anderem zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem - und standen für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Prüfungsausschuss hat sich vor der Sitzung des Aufsichtsrats eingehend mit diesen Unterlagen befasst und dem Aufsichtsrat eine Billigung des Jahres- und des Konzernabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts empfohlen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefassten Konzernlagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns eingehend geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat nach eigener Prüfung und unter Berücksichtigung des Berichts des Prüfungsausschusses dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses durch den Abschlussprüfer zugestimmt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt und damit den Jahresabschluss festgestellt. Er schließt sich dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns an. Der vom Vorstand für den Zeitraum vom 1. Juni 2011 bis zum 31. Dezember 2011 nach § 312 AktG erstellte Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen ist vom Abschlussprüfer geprüft worden. Dieser Bericht sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers sind allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Bilanzsitzung am 28. Februar 2012 übermittelt worden. Die Wirtschaftsprüfer, die den Prüfungsbericht unterzeichnet haben, nahmen an den Besprechungen des Aufsichtsrats über diese Vorlagen teil und berichteten über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung. Der Aufsichtsrat hat den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft und in Ordnung befunden. Der Abschlussprüfer hat den vorgeschriebenen Bestätigungsvermerk gemäß § 313 Abs. 3 AktG wie folgt erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind." Von dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen. Mit Ablauf der Wahlperiode am 12. Mai 2011 sind die Herren Bremkamp, Binder, Kalkofen, Prof. Dr. Keitel, Neubauer, Paech, Prof. Dr. von Pierer, Prof. Dr. Simson und Todenhöfer aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Herr Peters ist zum Ablauf des 15. November 2011 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Der Aufsichtsrat dankte den Herren für die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit und ihren fachmännischen Rat. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2011 sind die übrigen Anteilseignervertreter erneut zu Mitgliedern des Aufsichtsrats gewählt worden. Als Nachfolger für die ausgeschiedenen Anteilseignervertreter wurden die Herren Abdulla Abdulaziz Turki Al-Subaie, Thomas Eichelmann, Pedro López Jiménez, José Luis del Valle Pérez und Dr. Eggert Voscherau gewählt. Von den Arbeitnehmern wurden die Herren Ulrich Best, Johannes Howorka, Siegfried Müller und Olaf Wendler zu Nachfolgern für die ausgeschiedenen Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat gewählt. Die übrigen Arbeitnehmervertreter sind erneut zu Mitgliedern des Aufsichtsrats gewählt worden. Nach dem Ausscheiden von Herrn Peters aus dem Aufsichtsrat ist der für ihn als Ersatzmitglied gewählte Herr Nikolaus Graf von Matuschka zum 16. November 2011 Mitglied des Aufsichtsrats geworden. In seiner konstituierenden Sitzung hat der Aufsichtsrat Herrn Manfred Wennemer zum Vorsitzenden und Herrn Ulrich Best zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Im Laufe des Geschäftsjahres sind vier Vorstandsmitglieder ausgeschieden: Herr Dr. Herbert Lütkestratkötter am 12. Mai 2011, Herr Dr. Peter Noé am 30. Juni 2011, Herr Dr. Burkhard Lohr am 18. Oktober 2011 und Herr Dr. Martin Rohr am 31. Dezember 2011. Der Aufsichtsrat hat Herrn Dr. Frank Stieler mit Wirkung zum 12. Mai 2011 zum Vorsitzenden des Vorstands und Herrn Peter Sassenfeld mit Wirkung zum 1. November 2011 zum Mitglied des Vorstands bestellt. Am 28. Februar 2012 hat der Aufsichtsrat Herrn Pedro López Jiménez für die Zeit bis zum 2. März 2012 gemäß § 105 Abs. 2 AktG zum Stellvertreter eines Vorstandsmitglieds bestellt. Herr Pedro López Jiménez hat an dieser Beschlussfassung nicht teilgenommen. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand, den Unternehmensleitungen sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus.
Essen, 28. Februar 2012 Der Aufsichtsrat Manfred Wennemer, Vorsitzender GremienAufsichtsratManfred WennemerBensheim, Vorsitzender (ab 12.05.2011) des Aufsichtsrats der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ehem. Vorsitzender des Vorstands der Continental Aktiengesellschaft, Hannover a) Allianz Deutschland AG Knorr-Bremse AG b) Charter International plc Leighton Holdings Limited NV BEKAERT SA Springer Science + Business Media SA (Vorsitzender) Ulrich Best*Köln, stellvertretender Vorsitzender, Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der HOCHTIEF Aktiengesellschaft (ab 12.05.2011) Abdulla Abdulaziz Turki Al-SubaieDoha, Managing Director & Board Member Qatar Railways (ab 12.05.2011) b) Barwa International (Chairman) Barwa New Cairo (Chairman) Barwa Real Estate Qatar Computer & Engineering Company Ángel García AltozanoMadrid, Director General Corporativo, ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A., Madrid b) Abertis Infraestructuras, S.A. Abertis Telecom, S.A. ACS Servicios y Concesiones, S.L. ACS Servicios, Comunicaciones y Energía, S.L. Admirabilia, S.L. (Chairman) Clece, S.A. Dragados, S.A. Iridium Concesiones de Infraestructuras, S.A. Trebol International B.V. Urbaser, S.A. Xfera Móviles, S.A. (Chairman) Gregor Asshoff*Frankfurt am Main, Rechtsanwalt und Leiter der Hauptabteilung Politik und Grundsatzfragen der IG Bauen-Agrar-Umwelt a) HOCHTIEF Solutions AG Zusatzversorgungskasse des Gerüstbaugewerbes VvaG Alois Binder*Wyhl, Betriebsrat HOCHTIEF Solutions AG, Bereich Südwest (bis 12.05.2011) Detlev BremkampMünchen, Vorsitzender (bis 12.05.2011) Unternehmensberater, ehem. Mitglied des Vorstands der Allianz AG, München (bis 12.05.2011) a) Asea Brown Boveri AG HSH Nordbank AG SSI AG-Sun Shine Investments b) Allianz Lebensversicherungs AG Mondial Assistance S.A.S. José Luis del Valle PérezMadrid, Board Member, Director and Secretary of ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A., Madrid (ab 12.05.2011) b) ACS Servicios y Concesiones, S.L. ACS Servicios, Comunicaciones y Energía, S.L. Clece S.A. Cobra Gestión de Infraestructuras, S.L.U. Dragados, S.A. Iridium Concesiones de Infraestructuras, S.A. Urbaser, S.A. Thomas EichelmannMünchen, Hauptgeschäftsführer der ATON GmbH, Hallbergmoos (ab 12.05.2011) a) EDAG GmbH & Co. KGaA FFT GmbH & Co. KGaA HAEMA AG V-Bank AG b) ATON US, Inc. OrthoScan, Inc. J.S. Redpath Holdings, Inc. Marcelino Fernández VerdesMadrid, CEO of the Construction, Concessions and Environment and Logistics Areas of ACS Group b) ACS Servicios y Concesiones, S. L. (Chairman and CEO) Clece, S.A. Dragados, S.A. (Chairman and CEO) Iridium Concesiones de Infraestructuras, S.A. Urbaser, S.A. Johannes Howorka*Königs Wusterhausen, Betriebsrat, HOCHTIEF Solutions AG, Facility Management, Betriebsrat Nordost (ab 12.05.2011) Lutz Kalkofen*Essen, Leitender Angestellter HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen (bis 12.05.2011) b) Builders' Credit Reinsurance Company S.A. Professor Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Hans-Peter KeitelEssen, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V., ehem. Vorsitzender des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft (bis 12.05.2011) a) Commerzbank AG National-Bank AG ThyssenKrupp AG b) RAG-Stiftung Pedro López JiménezMadrid, Member of the Board and Director of ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A., Madrid (ab 12.05.2011) b) ACS Servicios y Concesiones, S.L. ACS Servicios, Comunicaciones y Energía, S.L. Dragados, S.A. (Vice Chairman) Grupo Empresarial Ence, S.A. Nikolaus Graf von Matuschka*Aldenhoven /Jüchen, Sprecher der Regionalleitung HOCHTIEF Solutions AG, Facility Management Nordwest, Düsseldorf (ab 16.11.2011) Siegfried Müller*Duisburg, Betriebsratsvorsitzender Konzernzentrale (ab 12.05.2011) Raimund Neubauer*Essen, Betriebsratsvorsitzender der HOCHTIEF Solutions AG, Bereich West (bis 12.05.2011) Udo Paech*Berlin, Betriebsrat der HOCHTIEF Solutions AG, Bereich Nordost (bis 12.05.2011) Gerrit Pennings*Kirchheim, Vorsitzender des Betriebsrats, HOCHTIEF Solutions AG, Facility Management, Region Süd Gerhard Peters*Bad Nauheim, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats (bis 12.05.2011), Mitglied des Aufsichtsrats (bis 15.11.2011) Leitender Angestellter HOCHTIEF Solutions AG Professor Dr. jur. Dr.-Ing. E. h. Heinrich v. PiererErlangen, Geschäftsführer der Pierer Consulting GmbH, Erlangen (bis 12.05.2011) a) Berenberg Bank Georgsmarienhütte Holding GmbH b) Koc Holding A.S. Professor Dr. rer. nat. Dipl.-Chem. Wilhelm SimsonMünchen, Diplom-Chemiker, ehem. Vorsitzender des Vorstands der E.ON AG, Düsseldorf (bis 12.05.2011) b) Freudenberg & Co. Kommanditgesellschaft Tilman TodenhöferMadrid, Geschäftsführender Gesellschafter der Robert Bosch Industrietreuhand KG, Stuttgart (bis 12.05.2011) a) Deutsche Bank AG Robert Bosch GmbH b) Robert Bosch Internationale Beteiligungen AG (Präsident des Verwaltungsrats) Dr. h. c. Eggert VoscherauWachenheim, Vorsitzender des Aufsichtsrats der BASF SE, ehem. stellvertr. Vorsitzender des Vorstands der BASF Aktiengesellschaft und der BASF SE, Ludwigshafen (ab 12.05.2011) a) BASF SE, Ludwigshafen (Vorsitzender) ZEW, Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, Mannheim Olaf Wendler*Sülzetal, Leiter Personalkoordination Rohbau/Industriebau, HOCHTIEF Solutions AG (ab 12.05.2011) a) HOCHTIEF Solutions AG Klaus Wiesehügel*Königswinter, Bundesvorsitzender der IG Bauen-Agrar-Umwelt, Frankfurt am Main a) Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG (Vorsitzender) b) Landwirtschaftliche Rentenbank Ausschüsse des AufsichtsratsAd-hoc-Ausschuss (bis 12.05.2011)Detlev Bremkamp (Vorsitzender) Gerhard Peters (stellv.) Professor Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Hans-Peter Keitel Raimund Neubauer Professor Dr. jur. Dr.-Ing. E. h. Heinrich v. Pierer Klaus Wiesehügel NominierungsausschussManfred Wennemer (Vorsitzender, ab 12.05.2011) Detlev Bremkamp (Vorsitzender, bis 12.05.2011) Marcelino Fernández Verdes Professor Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Hans-Peter Keitel (bis 12.05.2011) Dr. h. c. Eggert Voscherau (ab 12.05.2011) PersonalausschussManfred Wennemer (Vorsitzender, ab 12.05.2011) Detlev Bremkamp (Vorsitzender, bis 12.05.2011) Gerhard Peters (stellv., bis 12.05.2011) Alois Binder (bis 12.05.2011) Marcelino Fernández Verdes Professor Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Hans-Peter Keitel (bis 12.05.2011) Dr. Eggert Voscherau (ab 12.05.2011) Olaf Wendler (ab 12.05.2011) Klaus Wiesehügel (ab 12.05.2011) Präsidium (ab 12.05.2011)Manfred Wennemer (Vorsitzender) Ángel García Altozano Gregor Asshoff Marcelino Fernández Verdes Olaf Wendler Klaus Wiesehügel PrüfungsausschussÁngel García Altozano (Vorsitzender) Ulrich Best (stellv., ab 12.05.2011) Gerhard Peters (stellv., bis 12.05.2011) Gregor Asshoff (ab 12.05.2011) Alois Binder (bis 12.05.2011) José Luis del Valle Pérez (ab 12.05.2011) Thomas Eichelmann (ab 12.05.2011) Raimund Neubauer (bis 12.05.2011) Gerrit Pennings (ab 12.05.2011) Professor Dr. jur. Dr.-Ing. E. h. Heinrich v. Pierer (bis 12.05.2011) Tilman Todenhöfer (bis 12.05.2011) StrategieausschussManfred Wennemer (Vorsitzender, ab 12.05.2011) Detlev Bremkamp (Vorsitzender, bis 12.05.2011) Ulrich Best (stellv., ab 12.05.2011) Gerhard Peters (stellv., bis 12.05.2011) Ángel García Altozano Gregor Asshoff (bis 12.05.2011) Thomas Eichelmann (ab 12.05.2011) Marcelino Fernández Verdes (ab 12.05.2011) Johannes Howorka (ab 12.05.2011) Professor Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Hans-Peter Keitel (bis 12.05.2011) Pedro López Jiménez (ab 12.05.2011) Siegfried Müller (ab 12.05.2011) Raimund Neubauer (bis 12.05.2011) Udo Paech (bis 12.05.2011) Gerrit Pennings Professor Dr. jur. Dr.-Ing. E. h. Heinrich v. Pierer (bis 12.05.2011) Olaf Wendler (ab 12.05.2011) Vermittlungsausschuss (§ 27 Abs. 3 MitbestG)Manfred Wennemer (Vorsitzender, ab 12.05.2011) Detlev Bremkamp (Vorsitzender, bis 12.05.2011) Ulrich Best (stellv., ab 12.05.2011) Gerhard Peters (stellv., bis 12.05.2011) Johannes Howorka (ab 12.05.2011) Professor Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Hans-Peter Keitel (bis 12.05.2011) Dr. h. c. Eggert Voscherau (ab 12.05.2011) Klaus Wiesehügel (bis 12.05.2011) VorstandDr. Frank StielerEppstein, Vorsitzender des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen (Vorsitzender ab 12.05.2011) a) HOCHTIEF Solutions AG (Vorsitzender) b) HOCHTIEF AUSTRALIA HOLDINGS Ltd. Leighton Holdings Limited The Turner Corporation Dr.-Ing. Herbert LütkestratkötterEssen, Vorsitzender des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen (bis 12.05.2011) a) HOCHTIEF Solutions AG HeidelbergCement AG TÜV Rheinland Holding AG b) Leighton Holdings Limited Dr. rer. pol. Burkhard LohrHaltern am See, Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektor der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen (bis 18.10.2011) a) HOCHTIEF Concessions AG HOCHTIEF Solutions AG b) Leighton Holdings Limited Dr. rer. pol. Peter NoéEssen, Mitglied des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen (bis 30.06.2011) a) Flughafen Düsseldorf GmbH (Vorsitzender) HOCHTIEF Concessions AG (Vorsitzender) b) HOCHTIEF AUSTRALIA HOLDINGS Ltd. Leighton Holdings Limited (Deputy Chairman) Professor Dr.-Ing. Martin RohrDüsseldorf, Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektor (ab 17.11.2011) der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen (bis 31.12.2011) a) Flughafen Hamburg GmbH (stellv. Vorsitzender) HOCHTIEF Concessions AG (Vorsitzender) HOCHTIEF Solutions AG b) Flatiron Holding, Inc. The Turner Corporation Peter SassenfeldDüsseldorf, Mitglied des Vorstands (ab 01.11.2011) und Arbeitsdirektor (ab 01.01.2012) der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen a) HOCHTIEF Solutions AG b) HOCHTIEF AUSTRALIA HOLDINGS Ltd. Leighton Holdings Limited Generalbevollmächtigter RA Hartmut Paulsen, Düsseldorf
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Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer Stichtag für die Angabe zu Mitgliedschaften: 31.12.2011; bei unterjährig ausgeschiedenen Gremienmitgliedern: Tag des Ausscheidens Group Executive CommitteeIm Berichtsjahr wurde das Group Executive Committee als Führungsgremium des Konzerns der HOCHTIEF Aktiengesellschaft gegründet. Dieses Gremium setzt sich zusammen aus dem Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft sowie den Vorsitzenden der Vorstände der vier wesentlichen Tochtergesellschaften des Konzerns. Die Aufgaben des Gremiums bestehen in der Koordination der internationalen Aktivitäten, in der Festlegung gemeinsamer Initiativen und Programme sowie in der Diskussion übergreifender Belange des Konzerns. Auf diese Weise entsteht eine gemeinsame Basis für die Weiterentwicklung des Konzerns, die sich in der strategischen Planung niederschlägt. Gleichzeitig verbessern sich die Kommunikation sowie der Austausch von Know-how und es werden Synergien gehoben. Das Group Executive Committee tagt in monatlichen Abständen. Dr. Frank StielerVorsitzender des Vorstands (CEO) der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen Peter SassenfeldMitglied des Vorstands (CFO) der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen Peter DavorenPräsident und Vorsitzender des Vorstands (CEO) Turner Construction Company, New York Tom RademacherVorsitzender des Vorstands (CEO) Flatiron Construction Corp., Delaware Hamish TyrwhittVorsitzender des Vorstands (CEO) Leighton Holdings Limited, Sydney Bernd RomanskiMitglied des Vorstands der HOCHTIEF Solutions AG, Essen Corporate GovernanceIm Februar 2012 konnten wir erneut eine uneingeschränkte Entsprechenserklärung abgeben. Über die Corporate Governance bei HOCHTIEF berichtet der Vorstand - zugleich auch für den Aufsichtsrat - gemäß den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.Verantwortungsvolle Corporate Governance ist für HOCHTIEF eine zentrale Grundlage der Unternehmensführung. "Corporate Governance" steht für eine verantwortungsbewusste, transparente und auf langfristigen wirtschaftlichen Erfolg ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Maßstab sind für uns die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Seit 2006 entsprechen wir - mit einer Ausnahme im zweiten Halbjahr 2011 - ohne Einschränkung den Empfehlungen des Kodex. Im Februar 2012 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben, die nachfolgend im Wortlaut wiedergegeben ist. Bei HOCHTIEF ist Corporate Governance ein Anspruch, der sich auf sämtliche Bereiche des Unternehmens bezieht. Gute Corporate Governance ist Grundlage für das Vertrauen der Anleger, Finanzmärkte, Geschäftspartner, Mitarbeiter sowie der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung des Unternehmens. Weitergehende Informationen über unsere Corporate-Governance-Praxis geben wir im Internet unter www.hochtief.de im Abschnitt Corporate Governance. Hier finden sich auch unsere Satzung, unser Verhaltenskodex (Code of Conduct), sämtliche Entsprechenserklärungen, die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB sowie sämtliche Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen der Gesellschaft. Auch im Berichtsjahr haben sich Vorstand und Aufsichtsrat der HOCHTIEF Aktiengesellschaft intensiv mit der Erfüllung der Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex befasst. Bis zum Juni 2011 galt die uneingeschränkte Entsprechenserklärung vom März 2011. Die Entsprechenserklärung musste im Juli 2011 in einem Punkt für das zweite Halbjahr 2011 eingeschränkt werden: Aufgrund des Wechsels im Vorstand und damit einhergehender Veränderungen der Ressortzuständigkeiten kam es zu Terminkollisionen. Die persönliche Erläuterung der Zwischenberichte durch den Vorstand konnte nur durch die Veröffentlichung der Berichte wenige Tage nach Ablauf der Frist von 45 Tagen gemäß Ziffer 7.1.2 Satz 4 des Kodex sichergestellt werden. Ab 2012 erfolgt die Veröffentlichung der Finanzberichte wiederum innerhalb der vom Kodex empfohlenen Fristen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat die Hauptversammlung im Mai 2011 über die Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand und deren Veränderung informiert. Dies ist auch für die kommende Hauptversammlung vorgesehen. Der Aufsichtsrat hat in seiner konstituierenden Sitzung am 12. Mai 2011 anlässlich der Verabschiedung der überarbeiteten Geschäftsordnung für den Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats die bereits im Jahr 2010 festgelegten Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats bestätigt: Der Aufsichtsrat soll so besetzt sein, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Dabei sind unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation von HOCHTIEF die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, die vom Aufsichtsrat festgelegte Altersgrenze und Vielfalt (Diversity) zu berücksichtigen. Die Zahl der direkt oder indirekt von den Mitgliedern des Vorstands und Aufsichtsrats gehaltenen Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente war zum 31. Dezember 2011 geringer als ein Prozent der von HOCHTIEF ausgegebenen Aktien (Ziffer 6.6 des Kodex). Mit den Herren Altozano, Al-Subaie, Fernández Verdes, López Jiménez und del Valle Pérez weist unser Aufsichtsrat bereits eine starke internationale Besetzung auf Anteilseignerseite auf. Gegenwärtig hat unser Aufsichtsrat noch kein weibliches Mitglied. Der Aufsichtsrat ist bestrebt, bei den nächsten Wahlen auch Frauen in das Gremium wählen zu lassen - sowohl als Vertreterinnen der Arbeitnehmer als auch der Anteilseigner. Die Entscheidung hierüber bleibt jedoch im Hinblick auf die Anteilseignervertreter dem Votum der Hauptversammlung vorbehalten. Der Aufsichtsrat ist so zusammengesetzt, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung seiner Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Ein Schwerpunkt der Corporate-Governance-Aktivitäten lag auch im Berichtsjahr auf der Weiterentwicklung der Compliance-Organisation. Diese trifft alle organisatorischen Vorkehrungen, mit denen ein regelgerechtes Verhalten des Unternehmens, seiner Organe und Mitarbeiter im Bereich der Wirtschaftskriminalität, insbesondere der Korruption, sichergestellt werden kann. Compliance ist bei HOCHTIEF bereits seit vielen Jahren eine wesentliche Leitungs- und Überwachungsaufgabe. Alle Mitarbeiter unserer Konzerngesellschaften sind verpflichtet, nach den im Code of Conduct von HOCHTIEF festgelegten Regeln zu handeln und ihr Handeln an den internen Richtlinien zu orientieren. Der Code of Conduct von HOCHTIEF ist der Leitfaden für verantwortliches Handeln unserer Mitarbeiter. Hier sind die gültigen Verhaltensregeln verbindlich zusammengefasst. Er gilt für den internen Umgang miteinander ebenso wie für den Kontakt mit Geschäftspartnern, Nachunternehmern und Behörden. Neben dem Code of Conduct von HOCHTIEF haben wir auch eine Verhaltensrichtlinie für Vertragspartner eingeführt. Der Code of Conduct von HOCHTIEF für Vertragspartner legt Mindeststandards fest, die auf den Grundsätzen des UN Global Compact, den ILO-Konventionen sowie auf weiteren multilateralen Regelwerken beruhen. Die 2008 neu formierte HOCHTIEF-Compliance-Organisation berät alle Mitarbeiter und unterstützt sie dabei, gesetzliche Vorschriften und unternehmensinterne Regeln einzuhalten. Bei Verstößen koordiniert die Organisation Maßnahmen und Sanktionen. Der Bereich Compliance ist dem Vorstandsvorsitzenden der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zugeordnet. Der Chief Compliance Officer berichtet dem Vorstand regelmäßig und legt dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats jährlich einen Bericht vor. Das Team der Compliance-Organisation unterstützt die HOCHTIEF-Mitarbeiter durch gezielte Informationen, persönliche Beratung und regelmäßige Schulungen. Die Schulungen finden in Form von Präsenzschulungen und durch interaktive E-Learning-Programme statt, etwa durch die elektronischen Lernprogramme "Antikorruption" und "Compliance in der Praxis" oder das Lernprogramm zur Verhinderung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung. Als weiteres ergänzendes Compliance-Element hat HOCHTIEF bereits seit vielen Jahren ein Hinweissystem mit zunächst einer internen und seit 2009 auch einer externen Hotline eingerichtet und sie sukzessiv weiterentwickelt. Darüber können Mitarbeiter und Dritte, wie zum Beispiel Kunden und Nachunternehmer, im vertraulichen Gespräch auf Missstände aufmerksam machen. Über die interne Hotline wird der Kontakt zu einem Ansprechpartner aus dem Bereich Konzerncompliance hergestellt. Über die externe Hotline wird der Anrufer mit einem auf Strafrecht spezialisierten selbstständigen Rechtsanwalt verbunden, wodurch die Vertraulichkeit der Information gewährleistet ist. VergütungsberichtDer Vergütungsbericht ist als Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts anzusehen. Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2011Das System der Vorstandsvergütung ist auf eine langfristige und nachhaltige Unternehmensführung ausgerichtet. Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat festgesetzt. Auch das Vergütungssystem für den Vorstand wird vom Aufsichtsrat beschlossen und regelmäßig überprüft. Der Personalausschuss des Aufsichtsrats bereitet die entsprechenden Beschlussfassungen des Aufsichtsratsplenums vor. Die Vergütung der Vorstände, die vor 2011 in den Vorstand eingetreten sind, setzt sich für das Geschäftsjahr 2011 zusammen aus: 1. einem festen Jahresgehalt, 2. Sachbezügen, 3. einer jährlichen erfolgsorientierten Vergütung, 4. einem aktienkursbasierten Long-Term-Incentive-Plan 2011, 5. einer betrieblichen Altersversorgung sowie 6. einer Zusage für den Fall der Beendigung der Tätigkeit infolge eines Kontrollwechsels. Die Vergütungskomponenten stellen sich im Einzelnen wie folgt dar: 1. Die festen Bezüge werden in gleichen monatlichen Raten ausgezahlt. 2. Zu den Sachbezügen zählt hauptsächlich der nach steuerlichen Richtlinien anzusetzende Wert der privaten Nutzung der Dienstwagen und vermögenswerter Vorteile. 3. Die jährlichen erfolgsorientierten Bezüge des Vorstands sind abhängig vom Konzerngewinn und von der persönlichen Leistung. Die erfolgsorientierten Bezüge bestehen aus der Unternehmenstantieme (Anteil 60 Prozent) und einer individuellen Tantieme (Anteil 40 Prozent) - bei einer angenommenen Zielerreichung von jeweils 100 Prozent. Die Kappungsgrenze der erfolgsorientierten Bezüge liegt bei 200 Prozent der festen Jahresbezüge. Die Mitglieder des Vorstands können, wie andere Mitarbeitergruppen auch, zugunsten von Versorgungsanwartschaften auf Teile ihrer erfolgsorientierten Bezüge verzichten (Gehaltsumwandlung). Von dieser Möglichkeit haben die Vorstandsmitglieder in unterschiedlichem Umfang Gebrauch gemacht. Der Aufsichtsrat ist berechtigt, den Nettobetrag der erfolgsorientierten Bezüge zu 50 Prozent durch Übertragung von Aktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft -mit einer Sperrfrist von zwei Jahren - zu erfüllen. 4. Zur Vergütung der Vorstandsmitglieder gehört außerdem die Teilnahme an den Long-Term-Incentive-Plänen (LTIP)* der Gesellschaft. Dabei handelt es sich um die Gewährung von sogenannten Stock-Appreciation-Rights (Wertsteigerungsrechte) und Stock-Awards (virtuelle Aktienrechte). Die Stock-Appreciation-Rights 2011 gewähren den Mitgliedern des Vorstands bei Erreichung der Ausübungshürden nach Ablauf der Wartezeit von vier Jahren innerhalb des dreijährigen Ausübungszeitraums einen Zahlungsanspruch gegen die Gesellschaft. Dessen Höhe hängt von der Entwicklung des Börsenkurses innerhalb der Warte- und Ausübungszeit ab. Ferner müssen relative sowie absolute Erfolgshürden, deren nachträgliche Änderung ausgeschlossen ist, erfüllt sein. Die Planbedingungen der Stock-Awards 2011 sehen vor, dass die Berechtigten für jeden Stock-Award nach Ablauf der Wartezeit von drei Jahren innerhalb des zweijährigen Ausübungszeitraums einen Zahlungsanspruch in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag haben. Die Ansprüche sind für den Long-Term-Incentive-Plan 2011 auf einen Maximalwert (50 Prozent Aktienkurssteigerung) begrenzt, damit die Höhe auch im Fall von außerordentlichen beziehungsweise nicht vorhersehbaren Entwicklungen angemessen bleibt. Im Rahmen des aufgelegten Plans haben auch obere Führungskräfte Stock-Appreciation-Rights und Stock-Awards erhalten. Der Anhang zum Konzernabschluss enthält auf den Seiten 178 bis 180 zusätzliche Einzelheiten zu den Plänen. Die an die Vorstandsmitglieder zugeteilten Long-Term-Incentive-Pläne führten zu folgendem Aufwand: scroll
An die Mitglieder des Vorstands, die im Geschäftsjahr 2011 ausgeschieden sind, wurden Long-Term-Incentive-Pläne in Höhe von 3.624 Tsd. Euro abgefunden. 5. Alle Mitglieder des Vorstands, die vor 2011 in den Vorstand eingetreten sind, haben als betriebliche Altersversorgung einzelvertragliche Pensionszusagen erhalten, die eine Inanspruchnahme der Pension frühestens ab Vollendung des 60. Lebensjahres vorsehen. Die Höhe der Pension eines Vorstandsmitglieds bemisst sich an den festen Bezügen. Dabei wird ein prozentualer Anteil der festen Bezüge als Pension gewährt, der mit der Bestelldauer des Vorstandsmitglieds steigt. Als Höchstbetrag erhalten die Vorstandsmitglieder 65 Prozent der letzten festen Bezüge. Die Hinterbliebenenversorgung beträgt 60 Prozent des Pensionsanspruchs eines Vorstandsmitglieds. Bei Nichtverlängerung beziehungsweise vorzeitiger Auflösung des Dienstvertrags vor Vollendung des 50. Lebensjahres erhält der jeweilige Vorstand bis zur Inanspruchnahme der regulären Pension ein Übergangsgeld in Höhe von 50 Prozent und im Falle des Ausscheidens nach Vollendung des 50. Lebensjahres ein Übergangsgeld in Höhe von 75 Prozent des bis zum Austritt erworbenen Pensionsanspruchs, gegebenenfalls unter teilweiser Anrechnung anderweitiger Einkünfte. Für ihre Tätigkeit im Board von Leighton haben Dr. Lütkestratkötter, Dr. Lohr und Dr. Noé Pensionszusagen erhalten. Hierfür wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/2011 von Leighton für Dr. Lütkestratkötter zehn Tsd. Euro, Dr. Lohr und Dr. Noé jeweils elf Tsd. Euro aufgewendet. 6. Für den Fall, dass Aktionäre die Kontrolle über die HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Sinne der §§ 29, 30 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz erwerben, hatten alle Vorstände, die vor 2008 in den Vorstand eingetreten sind, das Recht, ihr Vorstandsmandat mit einer Frist von sechs Monaten niederzulegen und den Dienstvertrag zum gleichen Zeitpunkt zu kündigen. Dieses Recht stand den jeweiligen Vorstandsmitgliedern auch in weiteren übernahmeähnlichen Fällen zu, die vertraglich im Einzelnen festgelegt waren (insbesondere bei Erwerb der Mehrheit der Stimmrechte in der Hauptversammlung). Weiterhin bestand dieses Recht auch für den Fall, dass das jeweilige Vorstandsmitglied einem nachhaltigen und substanziellen Druck durch Aktionäre ausgesetzt worden wäre, die seinen Rücktritt oder die Vornahme bestimmter Handlungen gefordert hätten, die das jeweilige Vorstandsmitglied nicht mit der eigenen Verantwortung für die Führung seines Amts hätte vereinbaren können. Im Fall der Kündigung oder der einvernehmlichen Beendigung des Dienstvertrags beziehungsweise der Beendigung durch Zeitablauf innerhalb von neun Monaten nach einer Übernahme sah der Vertrag für das jeweilige Vorstandsmitglied als Entschädigung für die Beendigung des Dienstvertrags eine Abfindung von zweieinhalb Jahresbezügen, bestehend aus den festen Jahresbezügen und den erfolgsorientierten Jahresbezügen, in gemäß Dienstvertrag budgetierter Höhe vor. Wenn der Dienstvertrag ab Wirksamwerden der Beendigung noch länger als zweieinhalb Jahre fortbestanden hätte, so hätte sich die Abfindungszahlung erhöht. Frühestens nach Ablauf von zweieinhalb Jahren nach Beendigung des jeweiligen Dienstvertrags erhält das ausgeschiedene Vorstandsmitglied ein vertragliches Übergangsgeld nach Maßgabe der Regelungen des mit ihm geschlossenen Pensionsvertrags. Im Hinblick auf die Rechte aus dem Pensionsvertrag wird das ausgeschiedene Vorstandsmitglied so behandelt, als ob das Dienstverhältnis über den Beendigungszeitpunkt hinaus für weitere drei Jahre bestehen würde. Im Hinblick auf eventuelle Rechte aus Long-Term-Incentive-Plänen der Gesellschaft stand beziehungsweise steht den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern der Anspruch auf Abfindung der Rechte aus den laufenden Plänen zu. Macht das ausgeschiedene Vorstandsmitglied von dem Abfindungsrecht keinen Gebrauch, laufen die Pläne gemäß den Planbedingungen weiter. Gemäß der Stimmrechtsmitteilung von ACS vom 9. Februar 2011, nach dem freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot insgesamt 33,49 Prozent (der Aktien beziehungsweise) der Stimmrechte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zu halten, waren die Voraussetzungen für die Ausübung des vorgenannten Rechts durch die Vorstandsmitglieder erstmalig erfüllt. Die Herren Dr. Lohr und Dr. Noé haben das Recht ausgeübt und sind bereits aus dem Unternehmen ausgeschieden. Herr Dr. Lütkestratkötter ist im besten beiderseitigen Einvernehmen zum Ende der Hauptversammlung am 12. Mai 2011 aus den Diensten der Gesellschaft ausgeschieden. Das Dienstverhältnis endete zum 30. November 2011. Aufgrund des von ACS in der Hauptversammlung am 12. Mai 2011 erworbenen Stimmrechtsanteils von mehr als der Hälfte des präsenten stimmberechtigten Grundkapitals waren die Voraussetzungen für die Ausübung erneut erfüllt. Dieses Sonderkündigungsrecht hat Herr Dr. Rohr im November 2011 ausgeübt. Durch Beschluss des Aufsichtsrats wurde die Frist zur Beendigung der Bestellung auf den 31. Dezember 2011 verkürzt, sodass das Amt von Herrn Dr. Rohr als Vorstandsmitglied der Gesellschaft zu diesem Termin endete. Auswirkungen gemäß Sonderkündigungsrecht/Aufhebungsvereinbarungscroll
Das Herrn Dr. Stieler zugestandene Sonderkündigungsrecht wurde im Zusammenhang mit der Bestellung zum Vorsitzenden des Vorstands einvernehmlich aufgehoben. Im Geschäftsjahr 2011 hat der Aufsichtsrat für neue Vorstandsmitglieder ein neues Vergütungssystem für die erfolgsorientierten Bezüge und die betriebliche Altersversorgung beschlossen. Darüber hinaus sieht der neue Vorstandsvertrag keine Zusage für den Fall der Beendigung der Tätigkeit infolge eines Kontrollwechsels und keine Übergangsgeldzusage vor. Der neue Vertrag wurde zum ersten Mal mit Herrn Peter Sassenfeld vereinbart. Die Vergütungskomponenten des neuen Vorstandsvertrags stellen sich im Einzelnen wie folgt dar: 1. Die festen Bezüge werden in gleichen monatlichen Raten ausgezahlt. 2. Zu den Sachbezügen zählt hauptsächlich der nach steuerlichen Richtlinien anzusetzende Wert der privaten Nutzung des Dienstwagens und vermögenswerter Vorteile. 3. Die Berechnung der variablen Vergütung erfolgt auf der Basis der folgenden gleich gewichteten Komponenten: RONA absolut, RONA Delta zu einer Mindestverzinsung, Konzerngewinn absolut und Konzerngewinn Delta zu einem Mindestgewinn. Für alle vier Komponenten kann die Zielerfüllung bei null bis 200 Prozent des budgetierten Betrags liegen. Zusätzlich zu den wirtschaftlichen Zielen legt der Aufsichtsrat jährlich bis zu vier strategische Ziele fest, die einheitlich für alle Vorstände Gültigkeit haben. Der Aufsichtsrat hat das Recht, den Gesamtzielerreichungsgrad, der sich aus der Erreichung der wirtschaftlichen Ziele ergibt, unter Würdigung der Zielerreichung dieser strategischen Ziele zu erhöhen oder zu vermindern. Für Herrn Sassenfeld wurde der Gesamtzielerreichungsgrad für die ersten zwölf Monate bei mindestens 100 Prozent festgelegt. Die erreichte variable Vergütung wird jeweils zu einem Drittel wie folgt erfüllt: a. Barzahlung (Short-Term-Incentive-Komponente), b. durch Übertragung von Aktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft in Höhe des Nettobetrags, mit einer Sperrfrist von zwei Jahren (Long-Term-Incentive-Komponente I) und c. durch Gewährung eines jährlich aufzulegenden Long-Term-Incentive-Plans (Long-Term-Incentive-Komponente II). 4. Die Vorstandsmitglieder erhalten als betriebliche Altersversorgung eine einzelvertragliche Pensionszusage, die eine Inanspruchnahme der Pension frühestens ab Vollendung des 65. Lebensjahres vorsieht. Die Höhe der Pension bemisst sich an den festen Bezügen. Dabei wird ein prozentualer Anteil der festen Bezüge als Pension gewährt, der mit der Bestelldauer steigt. Als Höchstbetrag erhalten die Vorstandsmitglieder 65 Prozent der letzten festen Bezüge. Die Hinterbliebenenversorgung beträgt 60 Prozent des Pensionsanspruchs. 5. Bei Nichtverlängerung des Dienstvertrags erhalten die Vorstandsmitglieder eine Abfindung in Höhe eines festen Jahresgehalts. Die Abfindung setzt voraus, dass das Vorstandsmitglied bei Ende des Anstellungsvertrags mindestens in der zweiten Amtsperiode dem Vorstand angehörte und noch nicht das 65. Lebensjahr vollendet hat. Bei einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit werden Abfindungszahlungen an das Vorstandsmitglied den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Dienstvertrags vergütet. Auf der Basis dieser Grundsätze ergab sich folgende Vergütung für die einzelnen Mitglieder des Vorstands (ohne Auswirkungen des Sonderkündigungsrechts/Aufhebungsvereinbarung; siehe Seite 26):scroll
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Erstattung von Aufwendungen im Zusammenhang
mit der Beendigung des vorherigen Vorstandsmandats. Der Barwert der Pensionszusagen an aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder beträgt 59.967 Tsd. Euro (Vorjahr 53.163 Tsd. Euro). Dieser Wert ist vollständig durch Planvermögen in Form von Rückdeckungsversicherungen und dem HOCHTIEF Pension Trust e. V. (CTA) abgedeckt. An frühere Mitglieder des Vorstands oder deren Hinterbliebene wurden Beträge in Höhe von 5.273 Tsd. Euro (Vorjahr 3.699 Tsd. Euro) gezahlt. Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und ihren Hinterbliebenen sind 52.909 Tsd. Euro (Vorjahr 37.767 Tsd. Euro) zurückgestellt. scroll
Bezüge des Vorstands für frühere GeschäftsjahreFür die Wahrnehmung konzerninterner Mandate sind im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von 35 Tsd. Euro an Dr. Noé sowie weitere nachberechnete erfolgsorientierte Bezüge für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von 906 Tsd. Euro (davon an Dr. Stieler 120 Tsd. Euro, Dr. Lohr 196 Tsd. Euro, Dr. Lütkestratkötter 326 Tsd. Euro, Dr. Noé 144 Tsd. Euro und Dr. Rohr 120 Tsd. Euro) gewährt worden. Vergütung der Mitglieder des AufsichtsratsDie Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wird durch die Hauptversammlung festgelegt und ist in § 18 der Satzung geregelt. Die Vergütung für das Geschäftsjahr 2011 auf Basis der der Hauptversammlung im Mai 2012 zur Beschlussfassung vorgeschlagenen Gewinnverwendung ergibt sich aus der unten stehenden Tabelle. Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsratsscroll
Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktGVorstand und Aufsichtsrat der HOCHTIEF Aktiengesellschaft geben nach pflichtgemäßer Prüfung folgende Entsprechenserklärung ab: "Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft entspricht sämtlichen Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 26. Mai 2010, die vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers am 2. Juli 2010 bekannt gemacht worden sind. In gleicher Weise entsprach die HOCHTIEF Aktiengesellschaft seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im März 2011 sämtlichen Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010. Hiervon galt die Einschränkung, die im Juli 2011 mit der Ergänzung zur Entsprechenserklärung vom März 2011 veröffentlicht worden ist. Danach ist die Empfehlung in Ziffer 7.1.2 Satz 4 des Kodex im zweiten Halbjahr 2011 nur teilweise angewendet worden. Der Zwischenbericht für das erste Kalenderhalbjahr 2011 wurde nicht binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums veröffentlicht, sondern wenige Tage später. Es ist dem Vorstand ein Anliegen, die Zwischenberichte bei Veröffentlichung persönlich zu erläutern. Infolge des Wechsels und der neuen Ressortzuständigkeiten im Vorstand und damit einhergehenden Terminkollisionen konnte die persönliche Erläuterung nur sichergestellt werden, indem der Veröffentlichungstermin wenige Tage nach hinten verschoben wurde. Zukünftig wird auch dieser Empfehlung wieder entsprochen werden."
Essen, im Februar 2012 HOCHTIEF Aktiengesellschaft Für den Aufsichtsrat Manfred Wennemer Für den Vorstand Dr. Frank Stieler Peter Sassenfeld HOCHTIEF-Aktie
AktienmarktNachdem die Aktienmärkte 2010 trotz erster Unsicherheiten insgesamt einen positiven Trend verzeichneten, kam es 2011 weltweit zu Kursrückgängen. Bereits das erste Halbjahr war von der negativen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung geprägt, die dann in der zweiten Jahreshälfte zu einer deutlichen Verunsicherung der Märkte führte. Im ersten Quartal 2011 hatten verbesserte Konjunkturindikatoren in den USA und lebhafte Merger-&-Acquisition-Aktivitäten noch zu steigenden Aktienmärkten geführt, ehe das Erdbeben in Japan, die Unruhen im Nahen Osten und in Nordafrika sowie die anhaltende Schuldenkrise in der Eurozone dann eine deutliche Korrektur auslösten. Mehrheitlich gute Unternehmensergebnisse für das erste Quartal 2011 unterstützten die Kurse. Im zweiten Quartal wurden die Aktienmärkte jedoch weiterhin belastet - von der Schuldenkrise in Europa, steigenden Inflationszahlen mit Leitzinserhöhungen der Europäischen Zentralbank und der Bank of China sowie einer sich andeutenden Wachstumsschwäche in den USA. Im dritten Quartal führten dann die zunehmende Unsicherheit hinsichtlich der Schuldendienstfähigkeit Griechenlands, steigende Renditen für Staatsanleihen in Spanien und Italien, die Senkung der Bonitätseinstufung für die USA durch Standard & Poor's und schwächere Konjunkturindikatoren in Europa, in den USA und in China zu Kurseinbrüchen. Das zweite Rettungspaket für Griechenland und Notmaßnahmen der europäischen und amerikanischen Notenbanken konnten die Aktienmärkte nur kurzzeitig stabilisieren. Im vierten Quartal erholten sich die Märkte teilweise von den Einbrüchen des dritten Quartals. Beruhigend wirkten die neuen Regierungen in Italien, Spanien und Griechenland, die zweimalige Kürzung der Leitzinsen sowie die Bereitstellung umfangreicher Liquidität durch die Europäische Zentralbank und verbesserte US-amerikanische Konjunkturdaten. Dennoch konnten die bestehenden Unsicherheiten nicht beseitigt werden. Bis zum Jahresende belasteten Rekordzinsen für Staatsanleihen Italiens und Spaniens, Herabstufungen von Länderratings, schwächere Wirtschaftsdaten in der Eurozone, eine Verlangsamung des Wachstums in China sowie Gewinnwarnungen von Unternehmen die Aktienmärkte. Der Deutsche Aktienindex DAX stieg Anfang Mai auf sein Jahreshoch von 7 527 Punkten und verlor dann etwa 33 Prozent bis zu seinem Tiefstand von 5 072 Punkten im September. Der DAX beendete das Jahr 2011 mit 5 898 Punkten und damit mit einem Rückgang von 15 Prozent im Vergleich zum Schlussstand vom 31. Dezember 2010 (6 914 Punkte). Ein anderes Bild zeigte sich in den USA, wo der amerikanische S&P 500 im Vergleich zum Ende des Vorjahres unverändert blieb, jedoch seit seinem Höchststand im April acht Prozent verlor. Die gesamteuropäischen Märkte und die Aktienindizes in Australien entwickelten sich ebenfalls schwächer. Der Euro STOXX 50 verlor 17 Prozent (bei einem Minus von 25 Prozent seit den Höchstständen im Februar 2011), der australische ASX All Ordinaries sank um 15 Prozent (bei einem Minus von 19 Prozent seit den Höchstständen im April 2011). Der STOXX Europe 600 Construction & Materials Index, der die Kursentwicklung der wichtigsten Unternehmen der europäischen Baubranche widerspiegelt, fiel seit Jahresbeginn um 20 Prozent. Damit entwickelte sich der Bausektor ähnlich wie der europäische Gesamtmarkt. Indexierte Entwicklung internationaler Aktienindizes 2011![]() Entwicklung der HOCHTIEF-AktieKennzahlen zur HOCHTIEF-Aktiescroll
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Per Jahresende. Stammdaten der HOCHTIEF-Aktiescroll
Der Kurs der HOCHTIEF-Aktie sank im Jahresverlauf um fast 19 Euro (30 Prozent) und beendete das Jahr bei 44,70 Euro. Im April erreichte die Aktie mit einem Plus von 20 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom 31. Dezember 2010 ihren Jahreshöchststand von 76,55 Euro. Der Jahrestiefstkurs der HOCHTIEF-Aktie wurde im November des Jahres bei 37,64 Euro notiert. Der für HOCHTIEF als Vergleichsmaßstab wichtige MDAX, der die 50 größten Aktien (neben den DAX-Werten) aus eher klassischen Branchen beinhaltet, sank im Jahr 2011 um zwölf Prozent. Die HOCHTIEF-Aktie profitierte in den ersten Monaten des Jahres 2011 zunächst von weiterhin steigenden operativen Ergebnissen, den veröffentlichten Rekordwerten für das Ergebnis vor Steuern und den Konzerngewinn für das Geschäftsjahr 2010, weiterhin hohen Werten beim Auftragseingang und Auftragsbestand sowie Aktienkäufen der Großaktionäre ACS und Qatar Holding. Die Gewinnwarnung unserer australischen Tochtergesellschaft Leighton im April 2011 führte zu einer deutlich reduzierten Ergebnisprognose von HOCHTIEF, weshalb die HOCHTIEF-Aktie im weiteren Verlauf des Jahres einem Abwärtstrend folgte. Dieser setzte sich aufgrund der allgemeinen negativen Entwicklung der Aktienmärkte und des bisher nicht realisierten, ursprünglich für 2011 geplanten Verkaufs unserer Flughafensparte bis zum Jahresende fort. Indexierte Kursentwicklung der HOCHTIEF-Aktie 2011![]() Absolute Kursentwicklung und Handelsvolumen der HOCHTIEF-Aktie 2011 in Euro![]() Unsere Investoren begrüßen gerade auch vor dem aktuellen Hintergrund unsere hohe Internationalität, die uns weiterhin beste Wachstumschancen in attraktiven Märkten eröffnet. Die rechnerische Auftragsreichweite unseres Konzerns von mehr als 22 Monaten und der anhaltend hohe Auftragseingang bestätigen unsere Strategie. Das durchschnittliche Xetra-Handelsvolumen der HOCHTIEF-Aktie betrug während der Berichtsperiode 330 323 Stück pro Börsentag (Vorjahr 440 668). Dies entspricht einem Rückgang von 25 Prozent gegenüber Vorjahr. Als Unternehmen des Prime-Standards ist HOCHTIEF Mitglied des MDAX. In diesem Index belegte unser Unternehmen aufgrund des überproportionalen Kursrückgangs im Jahr 2011 und des geringen Streubesitzes mit einer Gewichtung von 1,90 Prozent den 18. Platz (im Vorjahr: Rang 4 mit einer Gewichtung von 3,89 Prozent). Gewichtung der HOCHTIEF-Aktie (31.12.2011)scroll
Dow Jones Sustainability IndizesHOCHTIEF hat sich im Berichtsjahr erneut für die renommierten Dow Jones Sustainability Indizes qualifiziert. Wir sind als einziger deutscher Baudienstleister im Europe Index gelistet. Zudem wird unsere Aktie im World Enlarged Index geführt. Der Finanzmarkt honoriert unsere Anstrengungen für ein nachhaltiges Wirtschaften im Einklang mit Ökonomie, Ökologie und sozialem Handeln. Die HOCHTIEF-Aktie spricht damit Investoren an, die ihr Portfolio an strikten Nachhaltigkeitskriterien ausrichten. HOCHTIEF ist seit 2008 auch Mitglied des Ethibel Sustainability Index Excellence Europe* .
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Weitere Informationen finden Sie unter www.ethibel.org. DividendeHOCHTIEF schüttet seit Jahren eine der Ergebnis- und Liquiditätssituation angepasste Dividende aus. Angesichts des Konzernverlusts im Berichtsjahr schlagen der Vorstand und der Aufsichtsrat der HOCHTIEF Aktiengesellschaft vor, für das Geschäftsjahr 2011 keine Dividende auszuschütten. Aufgrund der guten Aussichten für das Geschäftsjahr 2012 wollen wir unsere Dividendenpolitik beibehalten und unsere Aktionäre künftig weiterhin angemessen an der Ergebnisentwicklung des Unternehmens beteiligen. ACS bleibt größter Aktionär von HOCHTIEFACS Actividades de Construcción y Servicios, S.A. veröffentlichte im Dezember 2010 ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für alle nicht von ACS gehaltenen HOCHTIEF-Aktien. Nach Ablauf der Annahmefrist teilte ACS im Februar 2011 mit, dass ihr Stimmrechtsanteil beziehungsweise der Anteil der von ACS gehaltenen HOCHTIEF-Aktien am 4. Februar 2011 33,49 Prozent betragen habe. AktionärsstrukturAktionärsstruktur (Stand: Dezember 2011)![]()
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ACS ACTIVIDADES DE CONSTRUCCIÓN Y SERVICIOS,
S.A., Madrid Die Anzahl der emittierten Aktien betrug zum Ende des Berichtsjahres 76 999 999 Stück. Davon befanden sich 49,17 Prozent der Aktien im Besitz von ACS, 10,00 Prozent im Besitz von Qatar Holding sowie 4,44 Prozent im Eigenbesitz der HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Der Streubesitz der HOCHTIEF-Aktie betrug zum 31. Dezember 2011 und nach der Streubesitzdefinition der Deutschen Börse AG 36,39 Prozent. Diese Definition beinhaltet sämtliche Aktien mit Ausnahme der Aktien von ACS, der Qatar Holding sowie der im Eigenbesitz von HOCHTIEF befindlichen Aktien. Regionalverteilung (Stand Dezember 2011)![]() Geografisch betrachtet, entfielen mehr als 49 Prozent der Aktien auf Investoren in Spanien und Portugal - dies ist vor allem durch den spanischen Großaktionär bedingt. Anleger in Deutschland hielten unter Hinzurechnung der eigenen Aktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft rund 17 Prozent des Kapitals. Zehn Prozent entfielen, bedingt durch den zweiten Großaktionär, auf Katar, knapp neun Prozent auf Investoren in Nordamerika und die restlichen gut 14 Prozent vornehmlich auf andere europäische Investoren. AnalystenempfehlungenEnde 2011 wurde das Unternehmen von 18 Analysten* beobachtet (Ende 2010: 15). Neun Analysten stuften zum Ende der Berichtsperiode die HOCHTIEF-Aktie auf "Kaufen" (Vorjahr: elf) und acht auf "Halten" (Vorjahr: vier). Ein Analyst setzte HOCHTIEF auf "Verkaufen" (Vorjahr: keiner). Die Mehrheit der Analysten schätzt damit die mittel- und langfristige Entwicklung von HOCHTIEF weiterhin positiv ein. Ende 2011 sahen die uns betreuenden Analysten das Kursziel im Schnitt bei 55,41 Euro und damit um 24 Prozent über dem Schlusskurs zum 31. Dezember 2011. Investor RelationsUnsere Investor-Relations-Arbeit informiert den Kapitalmarkt transparent, umfassend und zeitnah über alle marktrelevanten Ereignisse. Damit wollen wir das Vertrauen in die Qualität des Managements weiter ausbauen und eine faire Einschätzung der Unternehmenssituation ermöglichen. Ein intensiver Kontakt zu institutionellen und privaten Anlegern ist uns daher besonders wichtig. Im Laufe des Jahres 2011 haben wir auf 17 Roadshows sowie 22 Investoren- und Analystenkonferenzen die Strategie von HOCHTIEF erläutert. Der Vorstand berichtete auf vier Telefonkonferenzen darüber hinaus zeitnah über maßgebliche aktuelle Entwicklungen unseres Unternehmens. Durch die Teilnahme an Themenkonferenzen bieten wir dem Kapitalmarkt detaillierte Informationen zu einzelnen Geschäftsfeldern und Aktivitäten unseres Konzerns. So haben wir im vergangenen Jahr unter anderem an Konferenzen zu den Themen Real Estate und Infrastruktur teilgenommen. Hier hatten wir die Möglichkeit, gezielt mit spezialisierten Investoren zu sprechen und ihnen unsere jeweiligen Aktivitäten sowie unsere Strategie zu veranschaulichen. Mit der Teilnahme an drei Konferenzen für Kleinaktionäre nutzten wir die Gelegenheit, uns auch mit dieser Stakeholdergruppe ausführlich auszutauschen. Auf unserer Internetseite veröffentlichen wir sämtliche Geschäfts- und Zwischenberichte, die neuesten Einschätzungen der Analysten sowie alle eingesetzten Präsentationen. Wenn Sie Kontakt zu HOCHTIEF Investor Relations aufnehmen möchten oder sich über geplante Termine im Finanzkalender informieren wollen, so finden Sie alle notwendigen Informationen unter www.hochtief.de/investor-relations. KonzernlagerberichtUnternehmenssituationZusammengefasster Lagebericht Geschäftstätigkeit und KonzernstrukturKonzernstruktur 2011![]() Geschäftstätigkeit des HOCHTIEF-Konzerns*Als internationaler Baudienstleister begleitet HOCHTIEF Infrastrukturprojekte, Immobilien und Anlagen ganzheitlich. Mit den drei Modulen Entwickeln, Bauen und Betreiben verfügt HOCHTIEF über eine geschlossene Wertschöpfungskette.** Höchste Wertschöpfung für Kunden und Unternehmen entsteht, wenn wir bei einem Projekt für sämtliche Module verantwortlich sind. Wir bieten unsere Leistungen aber auch als einzelne Pakete an. Die immer engere Kooperation unserer Unternehmenseinheiten realisiert zusätzlichen Mehrwert. Wir arbeiten zudem mit qualifizierten Partnern zusammen, die hohe Anforderungen erfüllen. Unser Konzern ist auf sämtlichen wichtigen regionalen Baumärkten der Welt vertreten. Dazu zählen weite Teile Europas, Amerikas, Australien, der asiatisch-pazifische Raum sowie die Golfregion. Dieser hohe Internationalisierungsgrad sucht in der Branche weltweit seinesgleichen. Das bestätigt die Statistik des Magazins Engineering News-Record auch für das Geschäftsjahr 2011. Diese Internationalität hilft uns dabei, regionale Marktschwankungen auszugleichen. Wir wollen zu unseren Kunden langfristige Partnerschaften aufbauen und vertrauensvoll mit ihnen zusammenarbeiten. Deshalb sind wir bestrebt, HOCHTIEF durch hohe Qualität, Innovationskraft und Flexibilität vom Wettbewerb zu differenzieren. Wir realisieren mit unseren Projekten überwiegend Unikate, die durch individuelle Lösungen geprägt sind. Das Thema Nachhaltigkeit haben wir in der Konzernstrategie festgeschrieben.
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Weitere Informationen zur Geschäftstätigkeit
der Divisions finden Sie auf den Seiten 3 und 4 sowie auf den Seiten
101 bis 119. Konzernstruktur 2011Zum 1. Januar 2011 hat HOCHTIEF seine Konzernstruktur weiter verschlankt und vereinfacht. Wir erbringen unsere Leistungen seitdem weltweit mit den Divisions HOCHTIEF Americas, HOCHTIEF Asia Pacific, HOCHTIEF Europe und HOCHTIEF Concessions. Die früheren Unternehmensbereiche HOCHTIEF Europe, Real Estate und Services haben wir zu der neuen Division HOCHTIEF Europe zusammengeführt. Die Strategische Management-Holding konzentriert sich seit Anfang 2011 vor allem auf die Führung und Steuerung des Konzerns. Die für die operativen Einheiten erbrachten Serviceleistungen aus den Bereichen Beschaffung, Recht, Personal, Kommunikation sowie Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz haben wir von der Holding in die neue Division HOCHTIEF Europe verlagert. Die vereinfachte Konzernstruktur brachte uns schon 2011 nicht nur niedrigere Kosten und eine wesentlich engere konzernübergreifende Zusammenarbeit, sondern auch einen umfangreichen Erfahrungsaustausch der Unternehmenseinheiten über alle Kontinente hinweg. Geplante Konzernstruktur 2012![]() HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management SolutionsDie HOCHTIEF-Tochtergesellschaft, die direkt der Holding zugeordnet ist, sorgt konzernweit für den notwendigen Versicherungsschutz über alle Phasen unserer Projekte. Das gilt für Infrastrukturprojekte, Immobilien und Anlagen - vor, während und nach dem Bauen. Die Gesellschaft bietet ihre Leistungen auch externen Unternehmen, vor allem Projektbeteiligten, an. Diese Zielgruppe versichern wir ebenso wie Kunden, Eigentümer und Endnutzer auf Wunsch auch nach Ende der Bauarbeiten gegen Risiken, wie zum Beispiel Feuer und Betriebsunterbrechung. Rückversicherungsleistungen ergänzen das Angebotsportfolio von HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions. Über die Tochtergesellschaft Builders' Credit Reinsurance Company S.A. in Luxemburg, die von A.M. Best-Rating mit A- als "excellent" bewertet wird, gehören dazu vor allem die Rückversicherungen für Bauleistungen, Lieferantenausfall und Haftpflicht, die insbesondere von unserer Division HOCHTIEF Americas in Anspruch genommen werden. Mit dem kostengünstigen, auf das jeweilige Projekt zugeschnittenen Angebot reduziert HOCHTIEF nicht nur die eigenen Aufwendungen für Versicherungen. Wir erschließen uns durch die Versicherung der Risiken Dritter zusätzliche Umsatz- und Ertragspotenziale. Geplante neue Konzernstruktur für 2012Im Jahr 2012 wollen wir unsere Struktur vor dem Hintergrund des geplanten Verkaufs von HOCHTIEF AirPort noch einmal anpassen. Bis zur Veräußerung der Airport-Sparte wird die HOCHTIEF Concessions AG einschließlich ihrer operativen Einheit HOCHTIEF AirPort GmbH* fortgeführt. Die Public-Private-Partnership-Aktivitäten der HOCHTIEF PPP Solutions GmbH wurden im ersten Quartal 2012 durch Übertragung der Geschäftsanteile dieser GmbH der HOCHTIEF Solutions AG, Führungsgesellschaft der Division HOCHTIEF Europe, zugeordnet. Damit werden wir unsere Strukturen noch einmal verschlanken und die angestrebte klare regionale Gliederung erreichen. Wir sind überzeugt, mit der Neustrukturierung weitere Synergien zu heben.
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Weitere Informationen finden Sie auf Seite
116. Märkte und RahmenbedingungenAlle Angaben dieses Kapitels basieren auf den zum Redaktionsschluss am 28. Februar 2012 vorliegenden Marktdaten und Prognosen. Das allgemeine reale Wirtschaftswachstum in den von HOCHTIEF bearbeiteten Regionen in Prozentscroll
Quelle: Internationaler Währungsfonds (Stand: 24.01.2012) Ökonomische Rahmenbedingungen und weltwirtschaftliche EntwicklungDer wirtschaftliche Aufschwung hat sich im Laufe des Geschäftsjahres 2011 abgeschwächt. Vorwiegend zwei Faktoren hatten einen starken Effekt auf die Entwicklung der Weltwirtschaft: Erstens ist die Wirtschaft in den Industrienationen seit Anfang des Jahres nur sehr langsam gewachsen. Zweitens haben sich die Unsicherheiten sowohl in den staatlichen Haushalten als auch in den Finanzmärkten seit Mitte des Jahres stark erhöht. Dies wirkte sich auf die weltwirtschaftliche Situation aus, sodass das starke Wachstum von 2010 nicht erreicht werden konnte. Bei den Industrienationen wurde im Jahr 2011 ein Plus von 1,6 Prozent verzeichnet. Im Berichtsjahr sorgten verschiedene einmalige Ereignisse zusätzlich für eine Verlangsamung der Weltwirtschaft. Dazu zählten unter anderem das Erdbeben und der Tsunami in Japan sowie Unsicherheiten bei der Erdöllieferung durch innenpolitische Krisen im Mittleren Osten und in Nordafrika. Für 2012 erwarten die Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) ein Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent. Die Märkte reagieren sehr kritisch und sensibel einerseits auf die hohe Verschuldung einiger Länder und andererseits auch auf Maßnahmen, Verschuldungen zu reduzieren. Die Sorge der Märkte hat sich insbesondere in Europa auf die Banken ausgeweitet, die große Bestände von Staatsanleihen halten und einen hohen Rekapitalisierungsbedarf haben. Diese Unsicherheiten wiederum führen zu einer Verschärfung der Kreditvergabe und zu einer Verlangsamung der wirtschaftlichen Entwicklung. Die Märkte der Schwellen- und Entwicklungsländer sind bisher nicht von dieser Entwicklung betroffen und verzeichnen weiterhin hohe nachhaltige Wachstumsraten. Sie liegen mit 6,2 Prozent im Jahr 2011 und erwarteten 5,4 Prozent im Jahr 2012 deutlich über denen der fortschrittlichen Wirtschaftsnationen. Insgesamt wuchs die Weltwirtschaft im Jahr 2011 um 3,8 Prozent. Für 2012 geht der IWF von einem globalen Wirtschaftswachstum von 3,3 Prozent aus. Die Entwicklung in den einzelnen Regionen wird demnach sehr unterschiedlich positiv ausfallen. Starke Impulse gehen von den Schwellen- und Entwicklungsländern aus; die Industrienationen entwickeln sich mit einer geringeren Geschwindigkeit. Das Wirtschaftswachstum in den USA hat sich 2011 ebenfalls abgeschwächt und liegt nun bei 1,8 Prozent. Für das Jahr 2012 rechnen die IWF-Experten mit einem Zuwachs um 1,8 Prozent. Auch in den USA herrscht eine gewisse Besorgnis, inwiefern sich die wirtschaftliche Erholung fortsetzen wird und wie die Stabilität der öffentlichen Haushalte mittelfristig gesichert werden kann. Die kanadische Wirtschaft zeigt sich robuster als die der USA und wuchs im Jahr 2011 um 2,3 Prozent. Für 2012 wird ein Wachstum um 1,7 Prozent erwartet. In Europa entwickeln sich die einzelnen Länder unterschiedlich. In einigen Ländern hat die Wirtschaftsleistung fast wieder Vorkrisenniveau erreicht, zum Beispiel in Deutschland, Polen, der Schweiz und der Türkei. Sie profitieren insbesondere vom Aufschwung in der verarbeitenden Industrie. Einige andere Länder verzeichnen aufgrund der Finanzkrise hingegen Wachstumsraten deutlich unter Vorkrisenniveau, darunter Griechenland, Irland und Portugal. Die gesamteuropäische Wirtschaft zeigt für 2011 ein Plus von 1,6 Prozent. Für das Jahr 2012 werden -0,1 Prozent erwartet. In Russland stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2011 um 4,1 Prozent. Das deutlich verbesserte wirtschaftliche Klima war vor allem durch die gestiegenen Rohstoffpreise infolge der wiederkehrenden Nachfrage begründet. Für das Jahr 2012 prognostiziert der IWF ein Wachstum in Höhe von 3,3 Prozent. Die Schwellenländer Asiens und ihre wirtschaftliche Lage entwickeln sich weiterhin positiv: 7,9 Prozent Wachstum im Jahr 2011 und voraussichtlich 7,3 Prozent für 2012. Dies liegt insbesondere an den Ländern China und Indien. China konnte durch weitreichende finanzpolitische Maßnahmen ein starkes Nachfragewachstum erreichen. 2011 stieg das BIP um 9,2 Prozent. Die wirtschaftliche Situation hat sich zwar ebenfalls abgeschwächt, entwickelt sich jedoch weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Für das Jahr 2012 wird mit einem Plus von 8,2 Prozent gerechnet. Auch Indiens Wirtschaft setzt sein Wachstum auf hohem Level fort. Das BIP wurde 2011 um 7,4 Prozent gesteigert, 2012 soll das Wachstum voraussichtlich bei sieben Prozent liegen. Dieses Wachstum wird im Unterschied zu China vorwiegend durch den privaten Sektor vorangetrieben. Die Öl exportierenden Staaten im Mittleren Osten konnten ihr Wirtschaftswachstum im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls steigern. Sie profitierten insbesondere vom hohen Ölpreis. Das BIP dieser Staaten stieg 2011 um 4,9 Prozent. Für 2012 wird aber mit sinkenden Ölpreisen gerechnet. Die Experten des IWF gehen von einer Abschwächung der Wirtschaft aus und erwarten demnach ein geringeres Wachstum von 3,9 Prozent. Die für HOCHTIEF relevanten Märkte EntwickelnImmobilienentwicklungDie allgemeine gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird auch weiterhin die europäischen Immobilienmärkte stark beeinflussen. Die Entwicklung sowohl an den Vermietungs- als auch an den Investmentmärkten ist im Vergleich zum Vorjahr positiv. Der Vermietungsmarkt wird nach Erwartung von Colliers-Research 2012 leicht an Schwung verlieren, aber dennoch weiterhin auf einem hohen Niveau bleiben. Auch für den Investmentmarkt 2012 erwarten die Experten - trotz steigender Nachfrage - aufgrund der restriktiven Kreditvergabe und von Angebotsengpässen ein vergleichbares Marktvolumen wie 2011. ImmobilienvermietungsmarktLaut den Experten von BNP Paribas ist der Flächenumsatz in den sieben deutschen Immobilienhochburgen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart im Vergleich zum Vorjahr 2010 deutlich gestiegen: um 18,4 Prozent auf 3,45 Mio. Quadratmeter. Spitzenmieten blieben im Verlauf des Berichtsjahres stabil und lagen zum Ende des vierten Quartals 2011 über dem Vorjahreswert. Davon konnten unsere Projektentwickler profitieren, die insbesondere im Bereich hochwertiger Immobilien aktiv sind. 2012 soll sich das verlangsamte Wirtschaftswachstum allerdings auf die Büromärkte auswirken und zu einem Umsatzminus führen. Ein deutlicher Einbruch ist aber im Moment nicht zu erkennen. In den mittel- und osteuropäischen Märkten (CEE) ist die Marktentwicklung aufgrund der unterschiedlichen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der einzelnen Länder sehr unterschiedlich. Immobilien-InvestmentmarktLaut BNP Paribas konnte sich der deutsche Investmentmarkt im Laufe des Jahres 2011 deutlich steigern und verbuchte ein Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2010. Demnach lag das Transaktionsvolumen gewerblich genutzter Immobilien zum Ende des Berichtsjahres bei insgesamt 23,5 Mrd. Euro. Für 2012 prognostizieren die Branchenexperten ein vergleichbares Marktvolumen, denn der deutsche Immobilienmarkt wird aufgrund seiner Robustheit weiterhin im Fokus nationaler und internationaler Investoren bleiben. In den mittel- und osteuropäischen Märkten hat sich laut den Experten von Jones Lang Lasalle das Transaktionsvolumen in den ersten drei Quartalen 2011 sehr positiv entwickelt und stieg bis einschließlich November 2011 im Vorjahresvergleich um fast 50 Prozent auf 8,7 Mrd. Euro. Diese Entwicklung wurde vorwiegend durch die Märkte in Russland, Polen und Tschechien angetrieben. Hochwertige Core-Immobilien* werden bei gleichzeitig geringem Angebot stark nachgefragt. Aufgrund der hohen Abhängigkeit der CEE-Märkte von westeuropäischen Banken sowie der aktuellen Diskussionen über die Stabilität der Eurozone ist ihre Entwicklung im Jahr 2012 schwer zu prognostizieren. Dabei wird Polen, wie auch bereits 2011, eine überaus positive und damit stabile Rolle spielen. Der australische Wohnungsbaumarkt nahm 2011 leicht ab und sank um zwei Prozent. In den kommenden Jahren rechnen die Experten von BIS Shrapnel wieder mit einer positiven Entwicklung. Einer der Haupttreiber ist die Nettozuwanderung in Australien. Diese wird in den kommenden Jahren voraussichtlich weiter zunehmen. Aufgrund der geringen Neubaustarts werden die Marktkonditionen weiterhin angespannt sein. Dies spiegelt sich insbesondere in niedrigen Leerstandsquoten und steigenden Mietpreisen wider. InfrastrukturentwicklungStraßenSeit 2005 wurden im Transportsektor weltweit mehr als 225 Mrd. Euro in Public-Private-Partnership-(PPP-)Infrastrukturprojekte investiert. Rund 60 Prozent dieser Projekte befanden sich in Europa. Insgesamt wurden in Deutschland seit 1999 acht großvolumige PPP-Straßenprojekte vergeben, vier davon an HOCHTIEF Concessions. Bis 2015 sind weitere Projekte mit einem Gesamtbauvolumen von rund drei Mrd. Euro zu erwarten. In Europa entwickelt sich der PPP-Markt in den Niederlanden besonders schnell. Das Marktvolumen großvolumiger PPP-Straßenprojekte beläuft sich dort auf rund vier Mrd. Euro bis 2015. Auch im nordamerikanischen Markt ist das Potenzial für PPP-Straßenbaumaßnahmen anhaltend hoch. Gemessen am BIP, investieren die USA bisher nur knapp halb so viel in Infrastrukturmaßnahmen wie Europa. Um vor Jahrzehnten errichtete Straßen zu sanieren und auszubauen und damit den Anschluss in der Infrastrukturentwicklung nicht zu verlieren, werden auch in den kommenden Jahren vermehrt PPP-Projekte realisiert werden. Aufgrund hoher Investitionen sowohl privater als auch öffentlicher Hand im Jahr 2009 verzeichnete der Straßenbaubereich in Australien einen Rückgang in den Jahren 2010 und 2011. Für 2012 erwarten die Experten von BIS Shrapnel aber wieder einen deutlichen Anstieg, da, insbesondere nach der Flutkatastrophe in Queensland, verschiedene Wiederaufbaumaßnahmen anstehen. Soziale InfrastrukturIn Deutschland wurden seit 2002 insgesamt 173 PPP-Hochbauprojekte mit einem Gesamtvolumen von rund fünf Mrd. Euro realisiert. Im Berichtsjahr waren es 16 Projekte mit einem Volumen von 650 Mio. Euro. Das Interesse an weiteren Projekten ist unverändert groß. Derzeit befinden sich mehr als 120 Projekte in der Ausschreibung und Vorbereitung. Getrieben durch PPP-Förderprogramme, werden soziale Einrichtungen auch in Großbritannien weiter ausgebaut. Die britische Regierung fördert bis 2015 bis zu 300 PPP-Schulprojekte mit 2,3 Mrd. Euro. Zusätzlich wurde in Schottland ein Programm zur Sanierung und zum Neubau von Schulen bis 2018 in Höhe von 1,5 Mrd. Euro initiiert. In den USA und Kanada gewinnen PPP-Projekte weiterhin an Bedeutung. So hat Kanada, gestützt durch ein rund zwölf Mrd. Euro schweres Infrastrukturprogramm, im Berichtszeitraum weitere Fortschritte bei der Erneuerung großer Teile seiner sozialen Infrastruktur erzielt. Es wird erwartet, dass sich dieser Trend in den nächsten Jahren fortsetzt. In Australien war der Bereich der sozialen Infrastruktur im Berichtsjahr stark rückläufig. Dies lag insbesondere am Rückgang der staatlichen Investitionen im Bildungsbereich. Für 2012 erwarten die Experten von BIS Shrapnel wieder ein deutliches Wachstum aufgrund einiger großer Krankenhausprojekte. Neue Märkte und GeschäftsfelderDie Entwicklung im Bereich der erneuerbaren Energien setzte sich im Berichtsjahr 2011 weiter positiv fort. Laut der EWEA* verzeichnete der deutsche Offshore-Windenergiemarkt im Jahr 2011 einen Zuwachs von 108 Megawatt neu installierter Leistung. In den kommenden Jahren werden weitere Offshore-Windparks ans Netz gehen. Das Ziel der deutschen Bundesregierung ist es, bis 2020 in Nord- und Ostsee Windkraftanlagen mit einer Kapazität von mindestens 10 000 Megawatt zu installieren. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit erwartet, dass die Offshore-Ziele der Bundesregierung in der Offshore-Windenergiebranche und der maritimen Wirtschaft Gesamtumsätze in Höhe von 100 Mrd. Euro bewirken werden. Allein der Ausbau der Hafenkapazitäten hat bislang Investitionen von zirka einer halben Mrd. Euro ausgelöst. In Europa wurden laut EWEA bisher Anlagen mit etwa 3300 Megawatt Offshore-Windenergie installiert. Darüber hinaus haben neben Deutschland auch einige weitere europäische Länder Ziele für Offshore-Windenergie ausgegeben. Somit sollen in Summe bis 2020 innerhalb Europas Anlagen für bis zu 44 Gigawatt installiert werden. HOCHTIEF ist auf die Energiewende gut vorbereitet. Wir bieten entsprechende Leistungen an und werden am Aus- und Umbau der Energieinfrastruktur in Deutschland und Europa partizipieren.
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European Wind Energy Association Offshore-Windenergie in Europa (in Megawatt)![]() Die renommierte Euroconstruct-Gruppe* analysiert jährlich die Entwicklung der Bauindustrie in Europa. Der gesamte Baumarkt in Europa befindet sich nach vier Jahren mit negativem Wachstum auf dem Weg der Stabilisierung. Die Experten von Euroconstruct erwarten für 2012 mit -0,3 Prozent zwar noch einen leichten Rückgang. Im Jahr 2013 soll der Markt dann jedoch um 1,8 Prozent wachsen. Im Wohnungsbaubereich ist in den untersuchten 19 Mitgliedsländern nach den deutlichen Rückgängen in den Jahren 2009 (-12,5 Prozent) und 2010 (-2,3 Prozent) im Jahr 2011 mit einem positiven Anstieg von 1,4 Prozent zu rechnen. Die Stabilisierung des Wohnungsbaumarkts wird auch 2012 weiter voranschreiten, sodass dann ein weiteres Wachstum in Höhe von 1,3 Prozent prognostiziert wird. Weitere wesentliche Märkte für HOCHTIEF im Baubereich sind neben dem Wohnungsbau insbesondere der Hochbau (ohne Wohnungsbau) und der Tiefbau. Der Hochbau (ohne Wohnungsbau) ist immer noch von den Folgen der Wirtschaftskrise gekennzeichnet und ging im Jahr 2011 um weitere -1,4 Prozent zurück. Damit sank das Bauvolumen wie im vorherigen Jahr; die hohen Wachstumsraten vor der Wirtschaftskrise werden nicht erreicht. Auch für 2012 wird ein negatives Wachstum von -1,4 Prozent erwartet. Im Jahr 2013 wird sich dieses Marktsegment dann stabilisieren. Die Experten von Euroconstruct erwarten 2013 mit einem Anstieg des Bauvolumens von 2,1 Prozent wieder leichte Verbesserungen im Markt. Der Hochbau (ohne Wohnungsbau) ist deutlich abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Solange diese in Europa von Unsicherheiten geprägt ist, werden sich für diesen Bereich der Baubranche weiterhin niedrige Wachstumsraten ergeben. Wachstum der regionalen Baumärkte von HOCHTIEF (in Prozent)scroll
Quellen: BIS Shrapnel, Construction Sector Council, Euroconstruct, IHS Global Insight, McGraw-Hill Construction Die wirtschaftliche Entwicklung in den letzten vier Jahren hatte einen tief greifenden Einfluss auf die Bauaktivitäten in Europa. Der Tiefbau war im Unterschied zu den beiden anderen Marktsegmenten der Baubranche aufgrund entsprechender Konjunkturprogramme weniger stark von der Wirtschaftskrise beeinflusst. Dennoch führte die anhaltend angespannte Haushaltslage vieler Länder im Tiefbaubereich zu einem Rückgang von -3,3 Prozent im Vorjahresvergleich (2010: -4,4 Prozent). Auch für 2012 wird von einem Rückgang um -2,1 Prozent ausgegangen. Ab 2013 wird sich laut Euroconstruct wieder ein positiver Trend im Tiefbaubereich einstellen und der Markt wird um 0,4 Prozent zulegen. Die Bauwirtschaft der USA konnte sich 2010 durch die eingesetzten Konjunkturprogramme stabilisieren. Die anhaltende Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich aber 2011 wieder verstärkt bemerkbar gemacht. Laut den Experten von McGraw-Hill Construction hat die Unsicherheit am Markt zugenommen und ist an hoher Arbeitslosigkeit, restriktiver Kreditvergabe und niedrigen Budgets der Regierung abzulesen. Solange sich die wirtschaftliche Lage nicht deutlich verbessert, wird sich die Bauwirtschaft ebenfalls nicht deutlich nach oben entwickeln. Aufgrund dieser Unsicherheiten ist der gesamte Baumarkt in den USA 2011 um 4,4 Prozent geschrumpft. Er soll sich erst im Jahr 2012 stabilisieren. Für den Hochbau (ohne Wohnungsbau) wird ein leichtes Plus von 1,7 Prozent erwartet. Der in den vergangenen Jahren von der Hypothekenkrise stark betroffene Wohnungsbaumarkt soll 2012 um +12 Prozent wachsen. Im Gegensatz dazu wird der Tiefbaubereich auch 2012 nochmals rückläufig sein. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Kanada erweist sich als robuster als in den USA. Dies spiegelt sich ebenfalls in der Bauwirtschaft Kanadas wider. Laut den Experten des Construction Sector Council wuchs der gesamte Baumarkt im Jahr 2011 um 1,7 Prozent. In den kommenden Jahren wird mit einem durchschnittlichen Wachstum von über zwei Prozent gerechnet. Wesentliche Treiber sind sowohl der Wohnungsbau als auch der Hochbau (ohne Wohnungsbau). Der Hochbau (ohne Wohnungsbau) konnte 2011 um 5,8 Prozent zulegen. Das Construction Sector Council geht für die Jahre 2012 und 2013 von einem Wachstum von 2,4 Prozent beziehungsweise 5,0 Prozent aus. Mit der Neuakquisition von Clark Builders ist HOCHTIEF insbesondere im Hochbau (ohne Wohnungsbau) gut aufgestellt. Die Golfregion ist weiterhin ein sehr attraktiver Markt für Bauvorhaben und somit für ein Unternehmen wie HOCHTIEF, das über die Leighton-Beteiligungen sowie HOCHTIEF Solutions mit Construction- und Facility-Managementleistungen in der Region tätig ist. Insbesondere der Infrastrukturbereich in der Region wird sich aufgrund der staatlichen Investitionen voraussichtlich weiter positiv entwickeln. Die FIFA-Fußballweltmeisterschaft 2022 in Katar verlangt nach weiteren Infrastrukturinvestitionen in der Region. Laut Schätzungen von Business Monitor International werden zwischen 60 und 80 Mrd. Euro in die Vorbereitung des Turniers investiert. Insbesondere die Bereiche Transportinfrastruktur und kommerzielle Projekte werden unterstützt. Der Gewinn der Austragung wird somit zu einem deutlichen Aufschwung führen. Nachdem es in der Golfregion in den letzten Jahren zu Projektstornierungen kam, hat sich der Markt wieder deutlich stabilisiert. Branchenexperten sind für die kommenden Jahre wesentlich zuversichtlicher. Trotz allem muss beachtet werden, dass die Golfregion viele Unternehmen angelockt und somit der Wettbewerb deutlich zugenommen hat. Zudem ist die Region von der weltwirtschaftlichen Entwicklung und dem Ölpreis abhängig. Eine stabile weltwirtschaftliche Entwicklung und ein stabiler Ölpreis unterstützen die staatlichen Ausgaben im Bausektor. Die politische Stabilität der Golfregion ist ein weiterer wichtiger Faktor für die dortige wirtschaftliche Entwicklung. Gleiches gilt für den "arabischen Frühling" und die damit einhergehenden Umbrüche, die die Länder des Mittleren Ostens beeinflusst haben. Der Baumarkt in Asien gehört zu den größten Wachstumsmärkten weltweit. Der indische Bausektor befindet sich wieder auf Wachstumskurs. Die Branche profitiert in erster Linie von den gewaltigen Infrastrukturinvestitionen der indischen Regierung. Die Marktforscher von IHS Global Insight rechnen für das Berichtsjahr mit einem Wachstum von über acht Prozent. 2012 soll der indische Baumarkt voraussichtlich um fast neun Prozent wachsen. Laut den Experten von Germany Trade & Invest (GTAI) herrscht in Indonesien eine hohe Dynamik im Bausektor. Das ressourcenreiche Land will stark in den Ausbau der öffentlichen Infrastruktur investieren. Weitere Sektoren wie Transport, Energie, Kommunikation und Umwelt stehen ebenfalls im Fokus. Zudem werden weitere Investitionen in den Großstädten erwartet, etwa in Einkaufszentren, Bürokomplexe und Wohnsiedlungen. Der Bausektor in Hongkong ist sehr attraktiv, insbesondere aufgrund des stabilen Haushalts der Regierung und der damit verbundenen hohen Bereitschaft, vor allem in öffentliche Infrastrukturmaßnahmen zu investieren. Laut den Experten von IHS Global Insight wird der Markt sich auch weiterhin positiv entwickeln. Speziell der Infrastrukturbereich verzeichnet die höchsten Zuwachsraten. Die australische Wirtschaft und auch der australische Baumarkt sind wesentlich besser aus der Wirtschaftskrise gekommen als erwartet. Die kräftige Erholung des Baumarkts im Jahr 2010 (+14 Prozent) liegt laut den Marktbeobachtern von BIS Shrapnel insbesondere in den verschiedenen Konjunkturprogrammen der australischen Regierung begründet. Im Berichtsjahr entwickelte sich der australische Markt rückläufig (-4 Prozent). Laut BIS Shrapnel war dafür der Rückgang der staatlichen Programme, die insbesondere den Bildungsbereich förderten, verantwortlich. Der Langzeittrend wird aber 2012 wieder fortgesetzt, sodass der gesamte australische Bausektor weiter zulegen wird (+8 Prozent). Somit werden für 2012 deutliche Zuwachsraten im Hochbau-(+16,9 Prozent) und Tiefbausegment (+8,2 Prozent) erwartet. BetreibenFacility-ManagementEine Studie des Marktforschungsinstituts Lünendonk schätzt den externen Markt für Facility-Services in Deutschland für das Berichtsjahr auf 57 Mrd. Euro. In dieser Studie liegt der Fokus auf dem infrastrukturellen und technischen Gebäudemanagement. Wenn das kaufmännische Gebäudemanagement und die intern erbrachten Facility-Management-Services hinzugezählt werden, dann steigt das Marktvolumen in Deutschland laut Branchenexperten auf über 100 Mrd. Euro. In den kommenden Jahren wird die Branche weiter zulegen, da der demografische Wandel und der anhaltende Optimierungsdruck eine langfristige Bereitschaft zum Outsourcing von Facility-Management-Leistungen in der deutschen Industrie zur Folge haben werden. Die Nachfrage nach integriertem Facility-Management (FM), bei dem die FM-Aktivitäten in komplexe Produktionsprozesse des Kunden eingebunden werden, ist weiterhin hoch. Nachhaltigkeit und effiziente Nutzung der Energieressourcen stehen dabei stärker im Fokus. Hierfür ist HOCHTIEF Solutions mit seinem Leistungsportfolio, darunter beispielsweise das Gütesiegel blueFM, gut aufgestellt. Die FM-Branche wird sich in Deutschland laut der Lünendonk-Studie weiter konsolidieren. Dies liegt insbesondere an der erhöhten Marktkonzentration auf die Top-Ten-Anbieter, zu denen HOCHTIEF Solutions seit Jahren gehört. Die Branche wird darüber hinaus immer internationaler: Es werden mehr länderübergreifende Dienstleistungen nachgefragt und immer häufiger sind internationale Anbieter auf dem deutschen FM-Markt aktiv. HOCHTIEF Solutions bietet beispielsweise in Osteuropa und im wachstumsstarken Mittleren Osten FM-Leistungen an, wo sich der FM-Markt zum größten Teil noch im Anfangsstadium befindet und daher großes Wachstumspotenzial bietet. Energy-ManagementDer Bereich Energy-Management, zu dem das Energieeinspar- und Energieliefer-Contracting zählen, bietet weiterhin große Wachstumschancen. Insbesondere hinsichtlich des Klimaschutzes gibt es großes Potenzial, etwa beim Ausbau der erneuerbaren Energien, bei der Steigerung der Energieeffizienz sowie beim Energiesparen. Mehr als 30 Prozent der gesamten CO2 -Emissionen in Deutschland entstehen gemäß dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit durch Kühlen, Heizen und Bewirtschaften von Immobilien. Ein hoher Bedarf besteht insbesondere an Energie-Contracting-Modellen, mit denen Energieverbräuche und -kosten gesenkt werden können. HOCHTIEF Solutions verfügt mit der Geschäftseinheit Energy Management über das notwendige Know-how und hat sich auf dem Markt erfolgreich etabliert. Verschiedene Branchenverbände beziffern den Gesamtmarkt für Contracting-Leistungen in Deutschland auf etwa 20 Mrd. Euro. Derzeit ist nur ein geringer Teil dieses Markts erschlossen. Die Schätzungen gehen daher von jährlichen Zuwachsraten zwischen zehn und 15 Prozent aus. Der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management e. V. (B.A.U.M.) hat in seinem Positionspapier vom April 2011 die Angabe veröffentlicht, dass deutschlandweit bis 2016 insgesamt ein Stromeinsparpotenzial von 93,6 Mrd. Kilowattstunden vorhanden ist. Mehr als 75 Prozent dieses Stromeinsparpotenzials entfallen auf Industrie, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen und öffentliche Einrichtungen. Die notwendigen Investitionen, um die genannten Einsparungen zu realisieren, bezifferte B.A.U.M. auf zirka 42 Mrd. Euro. Sie könnten zum großen Teil durch Kosteneinsparungen refinanziert werden. Contract-Mining*Die erhöhte Nachfrage nach Rohstoffen - insbesondere aus China und Indien - beeinflusste die Rohstoffpreise 2011 deutlich positiv. Diese Entwicklung wird sich auch 2012 fortsetzen und sich auf das Produktionsvolumen im Bergbaubereich auswirken. Sowohl für Australien als auch für asiatische Länder gehen Prognosen, beispielsweise von BIS Shrapnel, von deutlichen Zuwächsen bei der Eisenerz- und Kohleproduktion aus. Daher wird mit einem hohen Investitionsvolumen in den nächsten fünf Jahren gerechnet. 2011 betrug das Wachstum bei den Neuinvestitionen im Bergbaubereich 11,1 Prozent. Für das Jahr 2012 erwarten die Experten von BIS Shrapnel einen weiteren Anstieg um 21 Prozent. Auch die Produktionsvolumina bei der gesamten Rohstoffgewinnung werden zunehmen. Unsere australische Tochtergesellschaft Leighton wird von diesem prognostizierten Anstieg profitieren. Die HOCHTIEF-Tochter Leighton ist der weltgrößte Contract-Miner. In Australien und Asien fördern wir vor allem Eisenerz und Kohle. Rechtliche und wirtschaftliche EinflussfaktorenSteuererhöhungen und rezessive Gesamtsituation, GriechenlandIn Griechenland wirken sich die von der Regierung seit 2010 erlassenen Maßnahmen auch auf das Flughafensegment aus. Positiv machte sich bemerkbar, dass die im Jahr 2010 angehobene Körperschaftssteuer bereits 2011- auch rückwirkend für 2010 - wieder auf 20 Prozent reduziert wurde. Negativ hingegen beeinflusste die seit 2010 erhobene temporäre Sondersteuer auch 2011 das Ergebnis unseres Beteiligungsflughafens Athens International Airport. Es ist davon auszugehen, dass diese Sondersteuer auch im Jahr 2012 erhoben wird. 2011 wurde darüber hinaus eine außerordentliche Immobiliensteuer eingeführt, deren Anwendbarkeit auf den Athener Flughafen jedoch noch nicht endgültig feststeht. Die massiven wirtschaftlichen Probleme in Griechenland, die 2011 auch zu einem Passagierrückgang am Athener Flughafen führten, sowie die Unsicherheit über die weitere Entwicklung in dem Land haben zudem die Verhandlungen über den Verkauf der Flughafenaktivitäten beeinflusst und neben den Verwerfungen an den Finanzmärkten zu einer Verzögerung der Transaktion beigetragen. Der durch die Schuldenkrise in Griechenland verursachte Verkehrs- und Einnahmenrückgang, die hohe Anzahl an Mautverweigerern, die andauernde Kreditauszahlungssperre seitens der finanzierenden Banken und auch der erhebliche Rückstand im Baufortschritt sind wesentliche Gründe dafür, dass die beiden griechischen Mautstraßenprojekte Maliakos-Kleidi (HOCHTIEF-Anteil: 35 Prozent) und Elefsina-Patras-Tsakona (HOCHTIEF-Anteil: 17 Prozent) deutlich hinter den Erwartungen zurückliegen. Zurzeit befinden sich beide Projektgesellschaften und deren Gesellschafter in Restrukturierungsverhandlungen mit dem griechischen Staat und den finanzierenden Banken, um tragfähige Lösungskonzepte zur Fortführung beider Projekte zu vereinbaren.*
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Weitere Informationen finden Sie im Segmentbericht
auf Seite 117 und im Anhang auf Seite 199. Surface Transportation Bill, USAIn den USA schreibt die sogenannte "Surface Transportation Bill" - ein Investitionsprogramm mit einem Zeithorizont von sechs Jahren - fest, in welchem Umfang staatliche Mittel für die Realisierung von Infrastrukturvorhaben zur Verfügung gestellt werden. Die meisten Projekte unserer US-Tochter Flatiron etwa speisen sich zu einem Teil aus diesem Programm. Eine Debatte um eine Neuauflage der "Surface Transportation Bill" ist seit Längerem in Gang, die Umsetzung ist jedoch noch nicht konkret avisiert. Die aktuelle Verlängerung des Programms läuft im März 2012 aus. Es wird erwartet, dass das Programm im Anschluss erneut verlängert und für 2012 Mittel in ähnlicher Höhe vorsehen wird wie für 2011. Darüber hinaus lagen uns keine relevanten rechtlichen und wirtschaftlichen Einflussfaktoren auf das HOCHTIEF-Geschäft vor. Auftragsentwicklung 2011Leistung und Bestand auf hohem Niveau
Die Auftragsentwicklung von HOCHTIEF war im abgelaufenen Geschäftsjahr von den wirtschaftlichen Unsicherheiten der Märkte beeinflusst. Trotzdem hat HOCHTIEF den bisher zweithöchsten Auftragseingang der Unternehmensgeschichte erreicht. Der Auftragseingang blieb daher unterhalb des Rekordwerts des Vorjahres, wobei allerdings das letzte Quartal einen sehr starken Auftragseingang verzeichnete. Die Leistung* konnte durch die Abarbeitung großvolumiger Projekte gesteigert werden. Der unverändert hohe Bestand ist eine gute Voraussetzung für eine kontinuierliche Leistungsentwicklung in der Zukunft. Auftragseingang: Vorjahreswert nicht erreichtDer Auftragseingang des Konzerns lag mit einem absoluten Wert in Höhe von 25,37 Mrd. Euro um -14,4 Prozent** unter dem Vorjahreswert. Währungsbereinigt haben die Neuaufträge 24,83 Mrd. Euro erreicht, das ist ein Rückgang von -16,2 Prozent. Der Auftragseingang von HOCHTIEF in Deutschland liegt unter dem vergleichbaren Vorjahreswert (-0,24 Mrd. Euro beziehungsweise -9,4 Prozent). International gingen die Neuaufträge um -14,8 Prozent (währungsbereinigt: -16,8 Prozent) zurück, das entspricht einem absoluten Rückgang von -4,02 Mrd. Euro. Der Anteil der außerhalb Deutschlands akquirierten Auftragseingänge liegt im Berichtsjahr bei 91 Prozent. Die Division HOCHTIEF Asia Pacific hatte im Jahre 2010 zahlreiche bedeutende Contract-Mining-Aufträge und großvolumige Infrastrukturprojekte gewonnen. Im Berichtsjahr konnten nicht so viele Aufträge dieser Größenordnung hereingeholt werden. In der Folge liegt der Auftragseingang mit einem absoluten Wert von 14,78 Mrd. Euro (währungsbereinigt: 13,80 Mrd. Euro) deutlich unter dem Vorjahreswert. Das entspricht einem Rückgang von -22 Prozent (währungsbereinigt: -27,1 Prozent). Die Division HOCHTIEF Americas erhöhte den Auftragseingang trotz unsicherer Verhältnisse im amerikanischen Baumarkt und negativer Währungseffekte. Turner und Flatiron konnten in den USA auch im abgelaufenen Geschäftsjahr bedeutende Projekte akquirieren. Der Auftragseingang lag demzufolge mit 7,04 Mrd. Euro um +0,7 Prozent (währungsbereinigt: +6,7 Prozent) über dem Vorjahreswert. Die Division HOCHTIEF Europe unterschreitet den Vorjahreswert um -0,26 Mrd. Euro. Das entspricht einem Rückgang von -7,2 Prozent. Der Rückgang in Deutschland (-13,7 Prozent) konnte durch einen Zuwachs bei internationalen Projekten (+7,7 Prozent) nicht kompensiert werden. Die Division gewann bedeutende Infrastrukturprojekte besonders im internationalen Bereich, z. B. in Schottland, England und Schweden. Die Division HOCHTIEF Concessions erhielt im dritten Quartal 2011 von der Stadt Braunschweig den Auftrag, neun Schulen und drei Kindertagesstätten zu planen, zu finanzieren, zu bauen beziehungsweise zu sanieren und zu betreiben. Der Auftragseingang liegt daher um 0,11 Mrd. Euro über dem Vorjahreswert, das entspricht einem Anstieg von 73 Prozent. Die überwiegende Anzahl der Beteiligungen der Division HOCHTIEF Concessions wird nicht vollkonsolidiert. Somit werden in der vorliegenden Statistik zum Teil nennenswerte Auftragseingänge aufgrund der at Equity Konsolidierung nicht ausgewiesen.
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Ermittlung der Prozentwerte auf Basis Mio.
Euro. Die ausführliche Fünfjahresübersicht finden Sie auf den Seiten 213 und 214. Die HOCHTIEF-Auftragsstatistik beruht auf der Definition des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie. Weitere Informationen finden Sie unter www.bauindustrie.de. Auftragseingang in Mrd. EUR![]() Auftragseingang nach Regionen![]() Leistung: Rekordwert durch soliden BestandDie Leistung im Konzern erreichte zum Jahresende mit 25,79 Mrd. Euro den höchsten Wert in der Unternehmensgeschichte. Der Zuwachs im Vorjahresvergleich beträgt +11 Prozent. Bereinigt um Währungseffekte -im Wesentlichen gegenüber dem amerikanischen und australischen Dollar - beträgt die Steigerung noch immer +8,5 Prozent. Der Anstieg resultierte insbesondere daraus, dass HOCHTIEF gerade auch bei den großen Projekten eine hohe Produktivität erreicht und diese Projekte zügig abarbeitet. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um mehrjährige Contract-Mining-Verträge und große Infrastrukturprojekte von HOCHTIEF Asia Pacific. Die Division erhöhte die Leistung absolut um +2,82 Mrd. Euro, das entspricht +22,1 Prozent (währungsbereinigt: +14 Prozent). Auf der Basis einer guten Auftragsentwicklung in den letzten zwei Jahren lag die Division HOCHTIEF Americas mit einer Leistung von 6,71 Mrd. Euro nur knapp unter dem Vorjahreswert. Bereinigt um negative Währungseffekte gegenüber dem US-Dollar, liegt die Leistung im Berichtsjahr um 4,8 Prozent über dem Vorjahreswert. In Deutschland betrug die Leistung des Konzerns 2,02 Mrd. Euro (Vorjahr 1,8 Mrd. Euro), das entspricht einem Anstieg von +11,8 Prozent. Grund sind umgesetzte Projekte in der Division HOCHTIEF Europe, die damit im vergangenen Geschäftsjahr ihre Position in Deutschland deutlich stärken konnte. Auf den internationalen Märkten erzielte der Konzern eine Leistung von 23,77 Mrd. Euro und übertraf damit den Vorjahreswert um +10,9 Prozent. Der traditionell hohe Anteil der internationalen Leistung von über 92 Prozent an der Konzernleistung führt zu Spitzenplätzen in den Ranglisten "The Top 225 International Contractors" im jährlichen Ranking des Fachmagazins Engineering News-Record und "European Powers of Construction 2010" von Deloitte. Der Auftragseingang im Berichtsjahr lag um zirka 0,4 Mrd. Euro unter der Jahresleistung des Konzerns und hat damit den Auftragsbestand nur unwesentlich beeinflusst. Leistung in Mrd. EUR![]() Leistung nach Regionen![]() Auftragsbestand: Währungsbedingt über Rekordwert aus dem VorjahrDer Auftragsbestand hat mit einem Wert von 48,67 Mrd. Euro eine neue Höchstmarke erreicht. Der Zuwachs von 1,18 Mrd. Euro (+2,5 Prozent) wurde durch positive Währungseffekte aus dem australischen und dem amerikanischen Dollar erzielt. Bereinigt um die Währungseffekte, liegt der Auftragsbestand im Konzern allerdings nur knapp (-0,3 Prozent) unter dem Vorjahreswert und beträgt absolut 47,34 Mrd. Euro. In Deutschland stieg der Bestand durch Projektgewinne bei HOCHTIEF Concessions und HOCHTIEF Europe um +0,32 Mrd. Euro (das entspricht +8,7 Prozent) gegenüber dem Vorjahr. Auf Basis der aktuellen Jahresleistung gewährleistet der Auftragsbestand eine rechnerische Auslastung von mehr als 22 Monaten. Auftragsbestand in Mrd. EUR![]() Auftragsbestand nach Regionen![]() Strategie
HOCHTIEF gehört zu den weltweit führenden Baudienstleistern. Wir entwickeln, bauen und betreiben Infrastrukturprojekte, Immobilien und Anlagen. Mit unseren Leistungen sind wir auf allen wichtigen regionalen Märkten vertreten. Laut aktuellem Ranking des Magazins Engineering News-Record ist HOCHTIEF der internationalste Anbieter der Welt. Wir orientieren uns an unserer Vision: "HOCHTIEF baut die Welt von morgen. - Gemeinsam mit unseren Partnern gestalten wir Lebensräume, schlagen Brücken, gehen neue Wege und steigern nachhaltig die uns anvertrauten Werte."Unsere Strategie ist langfristig ausgerichtet und orientiert sich vor allem am Ergebniswachstum des Konzerns. Entscheidend für den Erfolg von HOCHTIEF sind unsere Unternehmenskultur und die enge Zusammenarbeit im Konzern: Wir fördern den internationalen Austausch von Know-how, Mitarbeitern und Führungskräften auf allen Ebenen. Auch unser Risikomanagement und die Richtlinien zu nachhaltigem unternehmerischem Handeln sind fester Bestandteil der Konzernstrategie. Vier strategische InitiativenUm den Unternehmenswert zu steigern, konzentrieren wir uns auf vier strategische Initiativen:
Zwei weitere Initiativen sind mittlerweile so stark in den Unternehmensalltag integriert worden, dass wir sie nicht mehr als Konzernziele ausweisen. Dies gilt für die "Begleitung des Lebenszyklus von Immobilien und Infrastrukturprojekten" sowie für die "Ausweitung des Dienstleistungsgeschäfts". Unser Produkt- und LeistungsportfolioEntwickelnZu diesem Modul gehört die Entwicklung von Infrastrukturprojekten auf Basis von Public-Private-Partnerships sowie von Energieinfrastrukturprojekten und Immobilien. Wir bieten Leistungen von der Planung über die Finanzierung bis zur Vermarktung -als Gesamt- oder Einzelangebot. Der Finanzservice von HOCHTIEF begleitet die Tochter- und Beteiligungsgesellschaften bei Transaktionen weltweit. BauenDieses Modul umfasst das klassische Baugeschäft und das Construction-Management in den Bereichen Hoch-, Tief- und Infrastrukturbau. Neben den ausführenden und bauüberwachenden Arbeiten übernimmt HOCHTIEF auch die Beschaffung der benötigten Materialien, Systeme und Dienstleistungen und stellt die Baustelleneinrichtung bereit. BetreibenDieses Modul beinhaltet alle Leistungen, die sich aus dem Betrieb von Infrastrukturprojekten, Immobilien und Anlagen sowie dem Management von Geschäftsprozessen ergeben. Darunter fallen das Asset- und das Property-Management, das Facility- sowie das Energy-Management. Hinzu kommen unser Konzessions- und Betreibergeschäft mit Public-Private-Partnership-Projekten in den Geschäftsbereichen Straßen und Soziale Infrastruktur sowie das Contract-Mining mit seinem Schwerpunkt auf dem Betrieb. ![]() Werden bei einem Projekt alle Module des Produkt- und Leistungsportfolios genutzt, realisieren wir maximale Wertschöpfung - und unsere Kunden profitieren von den Synergieeffekten. Strategische Initiative 1: Fokus auf WachstumsfelderHOCHTIEF verfolgt eine klare Wachstumsstrategie. Besonders großes Potenzial sehen wir in der Realisierung nachhaltiger Energieinfrastruktur, der Gestaltung von Metropolen und im Ausbau moderner Verkehrsinfrastruktur. Obwohl HOCHTIEF bereits heute zirka 90 Prozent seines Umsatzes außerhalb Deutschlands erbringt, erschließen wir immer wieder neue Märkte, in denen wir werthaltige Projekte realisieren können. Realisierung nachhaltiger EnergieinfrastrukturNicht erst seit der Atomkatastrophe in Japan setzen immer mehr Regierungen auf den Ausbau erneuerbarer Energien. Die verbindliche Einhaltung von Klimazielen hat für die Vereinten Nationen und die Europäische Union höchste Priorität. Auch die deutsche Bundesregierung forciert die Stromerzeugung aus regenerativen Quellen und schafft damit einen großen Bedarf an Infrastruktur:
Die nötigen Investitionen, um die Energiewende zu realisieren, versprechen für unsere Branche hohe Renditen und Wachstumsraten. HOCHTIEF wird daran einen großen Anteil haben: Wir können unser technisches Know-how und unsere jahrelange Erfahrung mit komplexen Infrastrukturprojekten einbringen - mit Leistungen von der Entwicklung und der Finanzierung über den Bau und den Betrieb. Besonders große Wachstumsraten verspricht der Windenergiemarkt.* HOCHTIEF hat sich hier bereits frühzeitig engagiert und gehört heute zu den erfahrensten Anbietern von Bau- und Logistikleistungen auf See: Der Konzern ist am Aufbau vieler deutscher Offshore-Windparks beteiligt und verfügt über entsprechendes Spezialgerät - darunter die Hubinseln Thor und Odin. 2012 wird unser Kranhubschiff "Innovation" vom Stapel laufen, das bereits jetzt für mehrere Jahre an Offshore-Windpark-Projekte verchartert ist. Künftig wird HOCHTIEF sein Portfolio im Offshore-Bereich erweitern und auch Service- und Wartungsarbeiten für Windparks erbringen. Dazu entwickeln die Experten von HOCHTIEF Solutions derzeit ein spezielles Serviceschiff, das ab 2013 einsatzbereit sein soll.
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65. Ein weiterer Wachstumsschwerpunkt ist die Entwicklung von Offshore-Windparks. HOCHTIEF wird solche Großprojekte planen und mit Partnern finanzieren, um sie möglichst noch vor der Bauphase an einen Endinvestor zu veräußern. Dazu wurde 2012 mit einem Finanzpartner die HOCHTIEF Offshore Development Solutions GmbH gegründet. Die Pläne stoßen schon jetzt auf großes Interesse im Markt. Viele Player wollen in Windparks investieren; es mangelt jedoch an Planungs- und Entwicklungskompetenz, über die HOCHTIEF verfügt. Unser Unternehmen wird bei diesem Geschäftsmodell als Trader-Developer** auftreten, der einen hohen Kapitalumschlag und eine geringere Kapitalbindung anstrebt. Für die Zwischenspeicherung alternativ gewonnener Energie bieten wir den Bau von Pumpspeicherkraftwerken an - ein Marktsegment, in dem HOCHTIEF bereits seit Jahrzehnten über Erfahrung verfügt. Zudem arbeiten wir an weiteren innovativen Konzepten für Stromspeicheranlagen, etwa Kugelspeichern auf dem Meeresboden. Auch für den Bau von Stromleitungen, von denen künftig Tausende Kilometer benötigt werden, sind wir ein kompetenter Anbieter. Hier sind zum einen unterirdisch verlaufende Powertunnel für dicht besiedelte Regionen denkbar - eine Leistung, bei der wir unser anerkanntes Know-how aus Tunnel- und Kraftwerksbau einbringen. Zum anderen werden wir den Bau von Überlandleitungen anbieten. Dazu wurde zu Beginn des Jahres 2012 zusammen mit der ACS-Tochter COBRA, einer Spezialistin für Hochspannungsnetze, die HOCHTIEF COBRA Grid Solutions GmbH gegründet. Auch für Nordamerika ist der Eintritt in den Markt für erneuerbare Energien geplant. Gestaltung von MetropolenEin weiteres Wachstumsfeld sehen wir in den Ballungsräumen. Durch den demografischen Wandel und neue Technologien verändern sich die Ansprüche der Menschen an Räume, in denen sie leben und arbeiten. Daraus ergeben sich vielfältige Aufgaben für HOCHTIEF. Unser Leistungsangebot ist breit gefächert: HOCHTIEF realisiert zeitgemäße Stadtimmobilien, die urbanes Leben und attraktives Wohnen verbinden. Immer häufiger entwickeln wir ganze Stadtteile und -quartiere und achten dabei auf eine gute Mischung aus Miet-, Eigentums- und Pflegeimmobilien in direkter Nachbarschaft zu Geschäften, Büros und Freizeiteinrichtungen. Beispiele hierfür sind die Hamburger Projekte Quartier 21 und WaterHouses, das Europaviertel in Frankfurt oder das Quartier le flair in Düsseldorf. Alle Bauvorhaben machten im Geschäftsjahr 2011 hervorragende Fortschritte und stoßen auf hohes Interesse bei Investoren und Nutzern. Viele unserer Entwicklungen wurden bereits ausgezeichnet, etwa mit dem Gütesiegel der Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen. Die Qualität unserer Projekte zahlt sich aus: Bei "le flair" sind beispielsweise von den ersten mehr als 260 Wohnungen bereits 92 Prozent verkauft, die ersten Bewohner sind Ende 2011 eingezogen. Zu den Herausforderungen moderner Städte gehört es auch, moderne Büro- und Handelsimmobilien zu entwickeln und zu realisieren. Dies gelingt insbesondere mit nachhaltig gestalteten Gebäuden. Hier zählt HOCHTIEF seit Jahren zu den Vorreitern und führenden Anbietern. In den USA ist unsere Tochtergesellschaft Turner die Nummer 1 im Bereich des Green Building und hat im Geschäftsjahr 2011 das 200. LEED* -zertifizierte Gebäude fertiggestellt. Moderne Städte benötigen darüber hinaus eine zeitgemäße und finanzierbare soziale Infrastruktur. HOCHTIEF leistet dabei auch als Partner in Public-Private-Partnership-Projekten einen wesentlichen Beitrag. Wir betreiben aktuell mehr als 90 Schulen und Ausbildungsstätten sowie 20 Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung und Sicherheit in Deutschland, Großbritannien, Irland und Kanada. In den USA zählt Turner zudem zu den führenden Bauunternehmen im Marktsegment Bildung. Ausbau moderner VerkehrsinfrastrukturUm den weltweit steigenden Mobilitätsansprüchen moderner Gesellschaften zu begegnen, werden kluge und effiziente Verkehrskonzepte und eine entsprechende Infrastruktur benötigt. Dazu zählen Straßen, Brücken, Tunnel ebenso wie Häfen, Schienenwege und Flughäfen. Im asiatisch-pazifischen Raum zählt unsere Tochtergesellschaft Leighton zu den führenden Anbietern für Verkehrsinfrastrukturprojekte und hat im Geschäftsjahr 2011 zahlreiche Großprojekte gewonnen. Dazu zählt beispielsweise die 36 Kilometer lange Eisenbahnverbindung für Frachtverkehr, die Leighton Contractors im südlichen Sydney realisiert. Auch in den USA sind wir im Bereich der Verkehrsinfrastruktur tätig, wo unsere US-Tochter Flatiron beispielsweise die Route 5 in Kalifornien instand setzt. HOCHTIEF übernimmt bei Verkehrsprojekten nicht nur Bauaufgaben. Wir planen, entwickeln und betreiben auch immer mehr Infrastruktureinrichtungen. Unsere Auftraggeber profitieren von unserer ganzheitlichen Betrachtung. Unser Ziel besteht darin, schon in der Planung an die Nutzung und Wartung zu denken und so die Betriebskosten zu senken. Ein Beispiel hierfür ist das 2011 gewonnene Autobahnprojekt A8 in Deutschland auf Basis einer Public-Private-Partnership. Um Staus und Störungen weitgehend zu vermeiden, entwickelt HOCHTIEF bei eigenen PPP-Projekten die Verkehrsleittechnik ständig weiter. So kommt auf der A4 bei Eisenach in Thüringen ein neuartiges Überwachungssystem zum Einsatz, mit dem liegen gebliebene Fahrzeuge, Tiere auf der Fahrbahn oder verlorene Ladungsteile sofort lokalisiert werden können. Erschließung regionaler ZukunftsmärkteDie politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf den Weltmärkten ändern sich ständig. HOCHTIEF und seine Beteiligungsgesellschaften überprüfen deshalb kontinuierlich Perspektiven und Möglichkeiten in alten und neuen Märkten. Wo wir Potenzial für nachhaltiges Wachstum sehen, expandieren wir durch Zukäufe oder die Gründung neuer Gesellschaften. Über unsere amerikanische Tochtergesellschaft Turner haben wir im Berichtsjahr unser Geschäft in Kanada durch die Mehrheitsbeteiligung an Clark Builders ausgebaut. Das Unternehmen zählt zu den führenden Anbietern von Hochbauten in West- und Nordkanada. Beide Unternehmen werden gemeinsam weitere Potenziale des kanadischen Baumarkts erschließen. Zudem will unsere Tochtergesellschaft Leighton ihr Engagement in Südostasien verstärken. Aussichtsreiche Chancen für neue Geschäfte bieten auch die Länder im Mittleren Osten. In Katar haben wir uns bereits mit Bau- und Dienstleistungen bei verschiedenen Großprojekten einen sehr guten Namen gemacht und Netzwerke aufgebaut. Einen wichtigen Wachstumsimpuls erwarten wir vor allem durch die Fußballweltmeisterschaft, die 2022 in diesem Emirat ausgetragen wird. HOCHTIEF Solutions hat Katar zur Drehscheibe für weitere Initiativen auf der Arabischen Halbinsel gemacht und prüft Projekte in Saudi-Arabien und Abu Dhabi. Für Leighton bieten sich in Afrika attraktive neue Tätigkeitsfelder im Contract-Mining-Geschäft. Im Berichtsjahr ist unserer Tochtergesellschaft mit einem Minenprojekt in Botswana der Markteintritt gelungen. Strategische Initiative 2: Optimierung der Finanzkraft und des RisikomanagementsHOCHTIEF setzt sein Kapital effizient ein. Künftig wollen wir die Finanzkraft des Konzerns noch weiter erhöhen und die Kapitalintensität unseres Portfolios senken, um uns Spielraum für den Einstieg in attraktive Geschäftsfelder und mehr Flexibilität für unsere Aktivitäten zu verschaffen. Im Berichtsjahr hat unsere Tochtergesellschaft Leighton Aktivitäten ihrer Beteiligungsgesellschaft HWE Mining an Eisenerzminen in Australien zu attraktiven Konditionen verkauft. Zudem verfolgen wir weiterhin als strategisches Ziel den Verkauf unserer Airport-Sparte. Darüber hinaus sind - wie langfristig angekündigt - Veräußerungen von Einzelprojekten beziehungsweise Projektportfolios bei unserer erfolgreichen Tochtergesellschaft aurelis Real Estate vorgesehen. Auch bei Public-Private-Partnership-Projekten sowie Projektentwicklungen werden wir den Kapitalumschlag erhöhen und marktreife Projekte früher als bisher veräußern. Dies erfolgt bei PPP-Projekten im Geschäftsfeld Soziale Infrastruktur, wie Schulen und Rathäusern, in enger Abstimmung mit unseren Partnern und Nutzern. Da die öffentlichen Partner oft großen Wert auf eine Begleitung durch erfahrene HOCHTIEF-Mitarbeiter über die gesamte Laufzeit des Projekts legen, können wir auch nach einer Veräußerung den Betrieb der Immobilien fortführen. Die Finanzstrategie unseres Unternehmens bleibt wertorientiert und konservativ. Dies hat sich vor allem in der Finanz- und Wirtschaftskrise der vergangenen Jahre bewährt. Wir legen Wert auf eine hohe Eigenkapitaldeckung und beachten bei Investitionen klare Renditevorgaben, die sich an unserem RONA-Konzept orientieren. Die Einhaltung der Vorschriften überwachen wir mit unserem Risikomanagement. Wo Anpassungen nötig sind, werden sie schnell und konsequent umgesetzt -wie bei unserer Tochtergesellschaft Leighton. Hier wurde im Berichtsjahr die Funktion des Chief Risk Officers installiert. HOCHTIEF steht für weiterhin erstklassige Bonität: Im Dezember 2011 haben wir bestehende syndizierte Aval- und Barkredite im Umfang von zwei Mrd. Euro zu günstigen Konditionen refinanziert. Der Konzern vereinbarte mit einem internationalen Bankenkonsortium eine syndizierte Kreditfazilität im Umfang von zwei Mrd. Euro mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Die vorzeitige Refinanzierung der Ende 2012 auslaufenden Linien stieß am internationalen Bankenmarkt auf hohe Resonanz: Die Nachfrage der Banken lag mit über 2,3 Mrd. Euro deutlich über dem Refinanzierungsbedarf. Zudem ist es uns im schwierigen Marktumfeld 2011 gelungen, erfolgreich ein Schuldscheindarlehen über 120,6 Mio. Euro zu platzieren.* Mit den Darlehen haben wir unsere langfristigen Finanzierungskapazitäten und die weitere operative Entwicklung gestärkt. Strategische Initiative 3: Differenzierung durch einzigartige LösungenHOCHTIEF hebt sich durch die hohe technische Kompetenz und Erfahrung seiner Mitarbeiter vom Wettbewerb ab und ist in vielen Regionen der Welt ein gefragter Partner, wenn es um die Realisierung komplexer Vorhaben geht. Im Bereich des virtuellen Bauens, bei dem Planung sowie Bau- und Betriebsabläufe lange vor dem Baustart am Computer simuliert werden, zählen wir zu den Weltmarktführern. Die Methode verkürzt die Bauzeit und ermöglicht unseren Kunden eine schnellere Vermarktung. Sie senkt außerdem die Kosten, weil der Anteil vorgefertigter Bauteile erhöht werden kann, und steigert die Gesamtqualität. Allein Turner hat mit der neuen Technologie "Building Information Modeling" 400 Projekte mit einem Volumen von mehr als 25,5 Mrd. Euro umgesetzt. HOCHTIEF ViCon bietet weltweit virtuelle Planungsleistungen an. Derzeit koordiniert das Unternehmen den Einsatz von 3-D-Technologien bei der Entwicklung der Stadt "Lusail City" in Katar, eines der größten stadtplanerischen Projekte der Welt. Im Geschäftsfeld Offshore-Windkraft haben wir ein neues Gründungsverfahren entwickelt, mit dem größere Fundamente für Windräder im Meer mit deutlich verringerten Schallemissionen verankert werden können.** Strategische Initiative 4: Positionierung als attraktiver ArbeitgeberHOCHTIEF verfügt mit mehr als 75 000 Mitarbeitern in aller Welt über eine leistungsstarke Belegschaft, die im Vergleich zum Vorjahr um rund 6,8 Prozent gewachsen ist. Die Kompetenz und das Engagement unserer Mitarbeiter sind entscheidend für den Erfolg unseres Geschäfts. Vor allem vor dem Hintergrund des international zunehmenden Fachkräftemangels positioniert sich HOCHTIEF als attraktiver Arbeitgeber. Wir setzen uns für individuelle Weiterbildung, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie höchste Arbeitssicherheit ein.***
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60. Konzernstruktur optimiertWir haben die Konzernstruktur in den vergangenen beiden Geschäftsjahren deutlich verschlankt: Seit dem 1. Januar 2011 gibt es vier Divisions; im Geschäftsjahr 2012 sind dann nur noch drei Divisions geplant. Zudem kombinieren wir seit dem Berichtsjahr unsere Angebote für Entwicklung, Planung, Bau und Betrieb unter dem Dach der HOCHTIEF Solutions AG in der neu strukturierten Division HOCHTIEF Europe. Die Public-Private-Partnership-Aktivitäten wurden im ersten Quartal 2012 ebenfalls in diese Division integriert. Damit entsteht künftig eine Regionalstruktur mit Schwerpunkten in den lokalen Märkten Amerikas, Asiens und Europas. Im Rahmen dieser Veränderungen haben wir auch die Holding verkleinert. Nachhaltigkeit
Klares Bekenntnis zur Nachhaltigkeit*HOCHTIEF stellt sich als wachstumsorientiertes Unternehmen seiner Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Umwelt. Nachhaltigkeit und Corporate Responsibility (CR) gehören deshalb seit Langem zu den festen Bestandteilen unserer Unternehmensstrategie. Nachhaltiges Handeln beeinflusst unsere Werte, Vision** und Leitlinien. Das gilt für den gesamten Konzern genauso wie für unsere weltweiten Projekte. Im Berichtsjahr wurde erstmals eine CR-Konzernrichtlinie verabschiedet, um die Nachhaltigkeitsstrategie konzernweit weiter zu festigen und ihre Umsetzung noch besser zu gewährleisten.
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Unter Nachhaltigkeit verstehen wir bei HOCHTIEF
das Zusammenspiel zwischen Ökonomie, Ökologie und gesellschaftlichem
Engagement. Unser Engagement im Bereich Nachhaltigkeit wird vom Kapitalmarkt honoriert. Im September 2011 wurde unser Unternehmen zum sechsten Mal in Folge in die Dow Jones Sustainability Indizes aufgenommen. Dort sind wir weiterhin im Europe Index gelistet, als einziger deutscher Baudienstleister. Eine Wiederaufnahme in den World Index ist im Berichtsjahr nicht gelungen; sie ist aber unser erklärtes Ziel für 2012. Unsere Mitgliedschaft im Ethibel Sustainability Index Excellence Europe wurde 2011 bestätigt - auch dort ist HOCHTIEF das einzige deutsche Unternehmen der Baubranche. Als Mitglied von encord, dem Forschungs- und Entwicklungsverbund europäischer Baukonzerne, hat HOCHTIEF im Juni 2011 die "Charta zur nachhaltigen Entwicklung" unterzeichnet. Ziel ist es, Nachhaltigkeitsthemen in der Branche stärker zu verankern und durch gemeinsame Aktionen, insbesondere im Bereich Forschung und Entwicklung, zu fördern.***
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63. Anzahl der zertifizierten nachhaltigen Gebäude, die von HOCHTIEF realisiert wurden![]() Kernbereiche der Nachhaltigkeit/CRBei HOCHTIEF konzentriert sich nachhaltiges Handeln auf sechs Themenfelder mit klar definierten Zielen. 1. Nachhaltige Produkte und DienstleistungenHOCHTIEF gehört zu den überzeugten Wegbereitern des nachhaltigen "grünen" Bauens und zählt in diesem Bereich zu den weltweit führenden Anbietern. Mit unserer Strategie, Leistungen für alle Phasen von Infrastrukturprojekten, Immobilien und Anlagen zu bieten, schaffen wir das Fundament für eine ganzheitliche Betrachtung von Projekten. In Deutschland wurden bisher 24 von unserem Unternehmen gebaute Immobilien mit dem Gütesiegel der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) vorzertifiziert beziehungsweise zertifiziert. Dazu gehören beispielsweise der neue Hauptsitz des Spezialchemiekonzerns Lanxess in Köln oder die Gewerbeimmobilie PortAL 10 in Münster. Die HOCHTIEF-Tochter Turner steht in den USA schon seit mehreren Jahren auf Platz 1 im entwicklungsstarken Marktsegment Green Building. Bislang erhielten 492 Turner-Projekte die anerkannte LEED-Auszeichnung oder wurden dafür registriert. In Sacramento erhielt Turner 2011 den Auftrag, eine 20 Hektar große Betriebszentrale für die Stadtwerke zu bauen. Der Campus wird genauso viel Energie erzeugen, wie er verbraucht - und ist damit das größte "Null-Energie-Projekt" des Landes. Das Projekt strebt eine LEED-Platin-Zertifizierung an. HOCHTIEF will das nachhaltige Bauen weltweit vorantreiben. So haben wir 2011 auch in Ländern, in denen es noch nicht so etabliert ist, ökologisch vorbildliche Immobilien realisiert, darunter Polen, Tschechien und die Philippinen. In der vietnamesischen Metropole Hanoi etwa baut Turner ein 362 Meter hohes Businesscenter, das als Erstes im Land ein LEED-Zertifikat erhielt. Die Vorteile nachhaltig konzipierter Immobilien schätzen Investoren und Nutzer gleichermaßen: Sie zeichnen sich in der Regel durch geringere Nebenkosten und Energieverbräuche aus, wirken sich positiv auf das Raumklima aus und erzeugen - etwa durch begrünte Flächen - größeres Wohlbefinden. Insgesamt ergibt sich aus nachhaltigen Immobilienmerkmalen bei Bürogebäuden ein Wertsteigerungspotenzial von mehr als zehn Prozent bezogen auf die ortsübliche Miete. Dies hat eine von HOCHTIEF beauftragte Studie der Technischen Universität München ergeben, die im Berichtsjahr veröffentlicht wurde. Neben dem grünen Bauen erweitert HOCHTIEF konsequent sein Angebot an nachhaltigen Dienstleistungen. Dazu zählen das effiziente Energiemanagement, die Diagnose von Bestandsgebäuden und ihre Revitalisierung sowie der nachhaltige Gebäudebetrieb. Hier haben wir im Berichtsjahr das Gütesiegel "blueFM"* auf den Markt gebracht. Dabei entwickeln unsere Facility-Manager im Kundenauftrag individuelle Nachhaltigkeitskonzepte für die Bewirtschaftung von Immobilien und Anlagen.
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66. -> Unser Ziel: Wir wollen Weltmarktführer für nachhaltige Projekte in den Bereichen Bauen und baunahe Dienstleistungen werden. Deshalb erweitern wir unser Leistungsspektrum entlang des Lebenszyklus von Infrastrukturprojekten, Immobilien und Anlagen kontinuierlich. 2. Aktiver KlimaschutzAls Baudienstleister verbraucht HOCHTIEF Energie und Ressourcen. Gleichzeitig sind Immobilien für zirka 40 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs verantwortlich. Unser Ziel ist es daher, CO2 -Emissionen und den Energieverbrauch zu reduzieren - im eigenen Konzern ebenso wie im Kundenauftrag und bei unseren Projekten. Mit unterschiedlichen Leistungen trägt HOCHTIEF zum aktiven Klimaschutz bei: Unsere nachhaltig realisierten Immobilien zeichnen sich durch geringe Energieverbräuche aus. Unsere Energy-Management-Spezialisten entwickeln intelligente Konzepte für den energieeffizienten Betrieb von Immobilien und Anlagen. Wir investieren in den Ausbau erneuerbarer Energien. Im Konzern ergreifen wir zahlreiche Maßnahmen, um intern Energie zu sparen und effizient einzusetzen. Unsere engagierte Klimaschutzpolitik wurde auch extern bestätigt: HOCHTIEF ist erneut im deutschen Carbon Disclosure Leadership Index** gelistet. Im Berichtsjahr konnte die Geschäftseinheit Energy-Management von HOCHTIEF Solutions bei ihren Kunden über 115000 Tonnen CO2 -Emissionen einsparen. Die Effizienzmaßnahmen, beispielsweise zur energetischen Optimierung der Systeme bei der Heideblume Molkerei - einem Kunden, den wir bereits seit Längerem betreuen und der unseren Vertrag um weitere 15 Jahre verlängert hat -, wurden 2011 gleich mehrfach ausgezeichnet: mit dem 3. Deutschen Kältepreis des Bundesumweltministeriums und dem ersten Platz beim "Energy Efficiency Award 2011" der Deutschen Energie-Agentur. Unser Engagement im expansiven Markt für Offshore-Windenergie bauen wir kontinuierlich aus. Wir haben im Geschäftsjahr 2011 erneut erheblich in Spezialgerät investiert und zählen inzwischen zu den führenden Partnern der Energieversorgungsunternehmen bei Bau, Montage und Wartung der Offshore-Windkraftanlagen. Zukünftig wollen wir hier auch als Investor und Betreiber tätig werden.***
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65. Im Januar 2011 startete der Bau des Geothermiekraftwerks im bayerischen Dürrnhaar, das HOCHTIEF als Teil der Süddeutschen Geothermie-Projekte GmbH seit 2007 entwickelt. HOCHTIEF Energy Management übernimmt nun als Generalunternehmer Planung, Bau und Betrieb des Kraftwerks über zehn Jahre. Nach der Fertigstellung im Jahr 2012 wird das Werk über eine elektrische Leistung von zirka 5,5 Megawatt verfügen und zirka 46 000 Megawattstunden Strom erzeugen. Auch für das zweite Kraftwerk in Kirchstockach wurde 2011 die Projektfinanzierung gesichert. Klimaschutz genießt bei HOCHTIEF auch intern einen hohen Stellenwert. Im Geschäftsjahr 2011 haben wir unter anderem die jährlichen Dienstreisekilometer um mehr als 15 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2008 gesenkt, etwa durch den verstärkten Einsatz von Web- und Videokonferenzen. Zudem wurden alle Dienstreisen mit der Deutschen Bahn klimaneutral gestellt, also insgesamt 475 Tonnen CO2 -Äquivalente durch die Unterstützung eines Windenergieprojekts in Indien kompensiert. Im September 2011 wurde unsere US-Tochter Flatiron für ihre umweltfreundliche Maschinenflotte mit dem Platin-Award der Association of Equipment Management Professionals ausgezeichnet. -> Unser Ziel: Wir wollen selbst und gemeinsam mit unseren Kunden CO2 -Emissionen einsparen. CO2-Einsparungen durch HOCHTIEF Energy Management im Kundenauftrag (tCO2-e)![]() 3. RessourcenschutzFür HOCHTIEF hat Ressourcenschutz eine besondere Bedeutung. Unsere Projekte erfordern einen hohen Materialeinsatz. Sie nehmen Flächen ein und versiegeln sie zu einem großen Teil. Beim Bauen entstehen auch beträchtliche Mengen an Abfall. Aktiver Umweltschutz ist deshalb weltweit ein zentrales Element unserer Aktivitäten. Unsere Arbeits- und Umweltschutzpolitik haben wir bereits 2003 in einer konzernweit geltenden Richtlinie formuliert, die im Berichtsjahr überarbeitet wurde. Mehr als 70 Prozent der Unternehmenseinheiten sind inzwischen gemäß der Umweltmanagementnorm ISO 14001 zertifiziert. 2011 sind beispielsweise 14 weitere deutsche Facility-Management-Einheiten und unsere Beteiligungsgesellschaft Leighton Offshore zertifiziert worden. Auch bei den Recyclingquoten von Bauabfällen unserer nationalen und internationalen Projekte erzielen wir gute Werte. Sie liegen deutlich über dem jeweiligen Länderdurchschnitt: In Deutschland erreichten wir 2011 eine Quote von 98 Prozent. In den USA wurden 88 Prozent des Bauabfalls recycelt. Diese Erfolge erreichen wir durch Mitarbeiter, die unser ökologisches Verständnis teilen und es im täglichen Arbeiten umsetzen. Deshalb bilden wir unser Team auch in diesem Bereich kontinuierlich fort. Dabei geht es vor allem darum, die Folgen unserer Aktivitäten frühzeitig zu ermitteln und so gering wie möglich zu halten. Insbesondere große Infrastrukturprojekte, wie Straßen-, Tunneloder Brückenbauten, stellen uns vor Herausforderungen: Sie gehen mit zum Teil erheblichen Eingriffen in die Umwelt einher und wirken sich unter anderem auf die Anwohner der Projekte aus. Daher entwickeln wir umfangreiche Umweltkonzepte und leiten schon vor Beginn der Bauarbeiten entsprechende Maßnahmen ein, die darauf zielen, Belastungen für die Tier- und Pflanzenwelt sowie Auswirkungen auf die Bevölkerung auf ein Minimum zu beschränken beziehungsweise auszuschließen. Beim Ausbau des West Gate Freeways in Australien, der im Berichtsjahr fertiggestellt wurde, setzte unsere Beteiligungsgesellschaft Thiess zum Beispiel umfassende Umweltstandards um: So wurden etwa Baustoffe, wie Stahl, Beton und Kunststoffe, mit hohem Recyclinganteil eingesetzt und gut 8 700 Kubikmeter Erdaushub vor Ort wieder verbaut, wodurch zirka 10 000 Lkw-Fahrten eingespart wurden. Die CO2 -Emissionen des gesamten Projekts konnten um 34 Prozent verringert werden. -> Unser Ziel: Wir wollen natürliche Ressourcen schonen und erhalten sowie den Ressourcenschutz optimieren. Anteil der nach ISO 14001 zertifizierten Unternehmenseinheiten (in Prozent)![]() Unfallhäufigkeit: Anzahl Unfälle/Mio. Arbeitsstunden![]() 4. Attraktive ArbeitsweltWeltweit ist HOCHTIEF mit mehr als 75 000 Mitarbeitern tätig und arbeitet mit über 60 000 Partnerunternehmern zusammen. Wir haben das Ziel, für sie optimale Arbeitsbedingungen zu schaffen und ihnen bestmögliche Arbeitssicherheit zu gewährleisten sowie überdurchschnittlichen Gesundheitsschutz zu bieten. Unser bereichsübergreifendes Kompetenzzentrum für Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz stellt sicher, dass diese Themen im gesamten Konzern einen hohen Stellenwert genießen. Im Geschäftsjahr 2011 gelang es, die Unfallhäufigkeit konzernweit auf 1,55 Unfälle pro einer Mio. geleisteten Arbeitsstunden zu senken (2010: 1,79). Unser Konzern bietet den Mitarbeitern fachliche und persönliche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie attraktive Karrierewege. Dabei spielt das Thema Work-Life-Balance eine immer wichtigere Rolle. Unsere Gesellschaften und Unternehmenseinheiten haben verschiedene Maßnahmen und Programme installiert, um den Mitarbeitern die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu erleichtern.*
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71. Die Vielfalt unserer Mitarbeiter ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für unser Unternehmen, denn unterschiedliche Talente, Erfahrungen und Arbeitsweisen beeinflussen die Projektarbeit positiv. Diversity und Chancengleichheit sind daher wichtige Merkmale unserer Unternehmenskultur und werden durch verschiedenste Maßnahmen gefördert. Unsere australische Tochtergesellschaft Leighton hat beispielsweise in der Personalpolitik klare Ziele formuliert. So soll der Anteil von Frauen im Executive und Senior Management bis 2016 auf 40 Prozent gesteigert werden. Ende 2011 betrug der Anteil bei Leighton Holdings 22 Prozent. Zudem wurde zum 1. Januar 2012 die erste Frau in den Aufsichtsrat von Leighton berufen. Bei Turner übernahm im Februar 2011 erstmals eine Frau die Position des Finanzvorstands. In Deutschland liegt der Anteil von Frauen in Führungspositionen bei neun Prozent (2010: 9,2 Prozent). Der Frauenanteil im Gesamtkonzern beträgt 15,8 Prozent (2010: 15,8 Prozent). -> Unser Ziel: Wir wollen unsere Stellung als attraktiver und verantwortungsvoller Arbeitgeber der Branche weiter festigen. 5. Gesellschaftliches EngagementHOCHTIEF realisiert seine Projekte überall auf der Welt und versteht sich daher an vielen Orten als lokaler Partner. Als solcher übernehmen wir Verantwortung, indem wir die Arbeitsplätze vor Ort so weit wie möglich mit Einheimischen besetzen und Nachunternehmer aus der Region beschäftigen. Vor diesem Hintergrund setzen wir uns dafür ein, lokale Nachunternehmer zu qualifizieren. Unsere US-Tochter Turner bietet Unternehmen, die von ethnischen Minderheiten sowie Frauen geführt werden, mit der Turner School of Construction Management eine einmalige Weiterbildungsmöglichkeit: kostenfreie Trainings zu verschiedenen Themen der Baubranche, zum Beispiel Kalkulation, Einkauf, Logistik, Finanzierung und Arbeitssicherheit. Über 33 000 Unternehmen haben seit dem Start im Jahr 1969 an dem Förderprogramm teilgenommen. 2011 vergab Turner an diese Betriebe Aufträge im Wert von mehr als 857 Mio. Euro. Zu unserem lokalen Engagement gehört es auch, bei Katastrophen Hilfe zu leisten. In Australien stellte Leighton für die Aufbauarbeiten nach dem Jahrhunderthochwasser in Queensland zum Jahreswechsel 2010/2011 Mitarbeiter und Baumaschinen zur Verfügung und leistete finanzielle Hilfe in Höhe von zirka 1,5 Mio. Euro. Als Teil der Gesellschaft sehen wir es als unsere Aufgabe, daran mitzuarbeiten, dass junge Menschen eine zeitgemäße Berufsausbildung erhalten und sich weiterentwickeln können. Die Bildungs- und Nachwuchsförderung ist daher einer unserer Sponsoringschwerpunkte. Mit Know-how aus dem Konzern sowie finanziell haben wir im Berichtsjahr wieder verschiedenste Initiativen und Einrichtungen unterstützt, zum Beispiel Bridges to Prosperity durch unsere Tochtergesellschaft Flatiron.*
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Weitere Informationen finden Sie im Internet
unter www.bridgestoprosperity.org. -> Unser Ziel: Wir wollen uns dort gesellschaftlich engagieren, wo unser Unternehmen aktiv ist. 6. ComplianceHOCHTIEF ist ein global tätiges Unternehmen und entsprechend mit unterschiedlichen Wertvorstellungen, politischen Systemen und Rechtsordnungen konfrontiert. Deshalb spielt Compliance** , also das Beachten aller internen und externen Regeln, bei uns eine sehr große Rolle. Im Mai 2011 wurde die neue Konzernrichtlinie Compliance eingeführt, in der konzernweit verbindlich die Ziele von Compliance und die Aufgaben der Compliance-Organisation definiert sind. Die wesentlichen Verhaltensregeln sind im Code of Conduct von HOCHTIEF festgehalten, der regelmäßig überarbeitet wird und inzwischen in sieben Sprachen vorliegt. Wir achten genau darauf, dass sämtliche Mitarbeiter des Konzerns die internen Vorschriften und geltendes Recht beachten. Bei Verstößen reagieren wir konsequent.
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Weitere Informationen finden Sie auf Seite
22. Wir ermitteln jährlich unser Korruptionsrisiko auf Basis des von Transparency International veröffentlichten Corruption Perception Index (CPI): Seit Jahren generieren wir etwa 90 Prozent unserer Bauleistung in Ländern mit geringem oder sehr geringem Korruptionsrisiko. Mit zahlreichen Kommunikationsmaßnahmen und Schulungen, etwa dem im Geschäftsjahr 2011 eingeführten Lernprogramm "Compliance in der Praxis", bilden wir unsere Mitarbeiter zu Compliance-Themen weiter und bieten ihnen Orientierung für den Arbeitsalltag. 2011 haben wir auch den Code of Conduct für Nachunternehmer zu einem einheitlichen, verbindlichen Verhaltensstandard für alle Vertragspartner weiterentwickelt. Dazu zählt die Anerkennung der sozialen Verantwortung gegenüber dem eigenen Unternehmen, gegenüber Kunden, Lieferanten und sonstigen Geschäftspartnern sowie gegenüber Umwelt und Gesellschaft. -> Unser Ziel: Wir wollen Standards für Geschäftsethik setzen und wenden diese mit aller Kraft an. Transparente Information der StakeholderHOCHTIEF gibt bereits seit 2005 einen Nachhaltigkeitsbericht heraus, zuletzt im Berichtsjahr. Er orientiert sich an den Richtlinien der Global Reporting Initiative und des UN Global Compact. Sein Inhalt wird seit 2007 von einer internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Der nächste Bericht erscheint 2013 und ab dann im jährlichen Rhythmus. Weitere aktuelle Informationen zur Nachhaltigkeit bei HOCHTIEF finden Sie im Internet unter www.hochtief.de/nachhaltigkeit. Prozentuale Bauleistung von HOCHTIEF in Ländern mit geringem und sehr geringem Korruptionsrisiko![]() Summe Spenden und Sponsoring (in Mio. EUR)![]() Forschung und Entwicklung
Individuelle Lösungen für einmalige ProjekteHOCHTIEF entwickelt, plant, finanziert, realisiert und betreibt für seine nationalen und internationalen Auftraggeber vor allem komplexe Unikate. Dabei fließen vielfältige Forschungs- und Entwicklungs-(FuE-)Leistungen in unsere Projekte ein. So schaffen wir als weltweit aktiver Baudienstleister für unsere Kunden messbaren Mehrwert und differenzieren uns vom Wettbewerb. Innovationsmanagement als wichtiger ErfolgsfaktorHOCHTIEF gehört seit Langem zu den Innovatoren in der Baubranche und überzeugt die Auftraggeber mit immer neuen maßgeschneiderten Entwicklungen. Mit unserem konsequenten unternehmens- und bereichsübergreifenden Innovationsmanagement gelingt es uns, unsere Marktposition weiter auszubauen und zu stärken. Wir identifizieren und erschließen uns über Innovationen wachstumsstarke Geschäftsfelder. Außerdem arbeiten unsere Mitarbeiter daran, interne Abläufe und Prozesse noch effizienter zu gestalten. Das Innovationsmanagement leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung unserer strategischen Initiativen (siehe Seite 57). Mitarbeiter überzeugen durch außergewöhnliche Ideen und VorschlägeIm Berichtsjahr haben unsere Mitarbeiter in Deutschland den "Ideenraum" im Intranet von HOCHTIEF wieder intensiv genutzt. Dort können sie seit 2008 ihre Ideen und Verbesserungsvorschläge einstellen. 2011 gingen 248 Ideen ein. Auf der dritten Jahrestagung unseres Ideenmanagements im April des Berichtsjahres zeichneten wir die "Top-Ten-Ideen 2010" aus. Platz 1 erreichte der Verbesserungsvorschlag "Manipulator zum Ein- und Ausbau von Schneidrollen bei Tunnelbohrmaschinen". Der Ideengeber entwickelte auf der Tunnelbaustelle für die U-Bahn-Linie 4 in Hamburg eine Vorrichtung, mit der sich die Schneidrollen der Tunnelvortriebsmaschinen wesentlich schneller wechseln lassen. Die Folge: Auf einer typischen Tunnelbaustelle reduzieren sich die Kosten für HOCHTIEF um zirka 500.000 Euro. Insgesamt führten die "Top-Ten-Ideen 2010" zu Einsparungen beziehungsweise Effizienzsteigerungen von etwa zwei Mio. Euro. Eine im Geschäftsjahr 2011 eingeführte neue Software erleichtert Eingabe, Bewertung und Umsetzung der eingereichten Ideen. Zudem wurde die Ideenquote als Kennzahl in die Balanced Scorecard zur Steuerung unserer Unternehmensaktivitäten aufgenommen. Dies zeigt den hohen Stellenwert der Innovationskraft als Erfolgskriterium für HOCHTIEF. Innovationsmanagement auf drei EbenenInnovationen entstehen bei HOCHTIEF auf drei Ebenen: Die erste Ebene, das zentrale Innovationsmanagement, konzentriert sich auf unternehmensübergreifende Themen, von denen das operative Geschäft unseres gesamten Konzerns nachhaltig profitieren soll. Unsere zentrale Konzernentwicklung koordiniert das ganzheitliche Innovationsmanagement. Außerdem werden dort interessante Innovationen identifiziert und bei der Umsetzung begleitet. Kontinuierliches Controlling gewährleistet von Anfang an hohe Effizienz. Unser Innovationskomitee entscheidet, ob wir ein Projekt realisieren. In diesem Gremium sind Mitglieder aus den operativen Einheiten und der Zentralbereiche vertreten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr investierte HOCHTIEF zirka 5,2 Mio. Euro in unternehmensübergreifende FuE-Projekte der ersten Ebene. 46 dieser Projekte wurden von insgesamt 65 Mitarbeitern betreut. 29 Vorhaben haben wir im Jahr 2011 gestartet, elf abgeschlossen. Die zweite Ebene des HOCHTIEF-Innovationsmanagements konzentriert sich auf Innovationen der Divisions. Diese Projekte entwickeln, finanzieren und realisieren die jeweiligen Bereiche und Gesellschaften in eigener Regie. Die dritte Ebene beschäftigt sich mit projektbezogenen Innovationen. Die erforderlichen FuE-Leistungen erbringt unser Unternehmen, wenn wir neue Aufträge akquirieren beziehungsweise realisieren. Die entstehenden Entwicklungsaufwendungen fließen in die Projektkosten ein und werden deshalb von HOCHTIEF nicht konzernweit erfasst. Weitere Informationen über FuE-Innovationsprojekte finden Sie im Internet unter www.hochtief.de/fue sowie in unserem Nachhaltigkeitsbericht oder unter www.hochtief.de/ nachhaltigkeit. Anzahl FuE-Projekte![]() Anzahl abgeschlossener FuE-Projekte![]() Neu begonnene FuE-Projekte![]() Investitionsvolumen FuE-Projekte (in Mio. Euro)![]() Die in den Grafiken genannten Kennzahlen beziehen sich auf Innovationsprojekte der ersten Ebene. Innovationsprojekte im Jahr 2011Die genannten Projekte sind ausgewählte Beispiele für die überdurchschnittliche Innovationskraft des HOCHTIEF-Konzerns. Jedes unserer Projekte profitiert von technologischen und prozessorientierten Optimierungen. Ebene 1: zentrale Innovationen CO2-neutrales BauenEin 2011 gestartetes Innovationsprojekt zielt darauf, den von einem Gebäude bei Bau und Betrieb verursachten CO2 -Ausstoß durch zertifizierte Klimaschutzprojekte auszugleichen. HOCHTIEF entwickelt dazu ein neues Dienstleistungsangebot: Wir identifizieren und vereinbaren zunächst für die Baumaßnahme mögliche CO2 -Reduktionsmaßnahmen entlang ihres gesamten Lebenszyklus. Die verbleibenden Restemissionen werden durch den Kauf von Zertifikaten anerkannter Klimaschutzprojekte kompensiert. Die Folge: Das Bauvorhaben erreicht den Status "CO2 -neutral errichtet". Auch der Betrieb des Gebäudes wird auf diese Weise CO2 -neutral gestellt. Beide Qualitätssiegel sollen in enger Kooperation mit einem unabhängigen Prüfinstitut vergeben werden, das die hohe Qualität der Klimaschutzprojekte bestätigt. Derzeit läuft ein erstes Pilotprojekt. Damit ergänzen wir unser Portfolio zum nachhaltigen Bauen und Betreiben von Immobilien und den entsprechenden Zertifizierungen. HOCHTIEF-eigene Recherchen zeigen, dass auf dem Markt Interesse an dem Produkt besteht. Studie zu altersgerechten WohnkonzeptenZahlreiche Gemeinden und Städte stehen vor der Herausforderung, mit begrenzten finanziellen Mitteln ihren Immobilienbestand altersgerecht zu gestalten, um sich auf den demografischen Wandel vorzubereiten. Die existierenden Lösungsansätze sind allerdings zumeist nur punktuell. Diese Neubau-, Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen sind zudem oft nicht ausreichend mit den benötigten Servicedienstleistungen verzahnt. Hier setzt eine Forschungsarbeit von HOCHTIEF in Kooperation mit der Technischen Universität Darmstadt an. Dabei werden die verschiedenen Ansätze systematisiert, neue Entwicklungen im Bereich der Seniorenimmobilien identifiziert und diese anschließend auf ihre Realisierbarkeit, Praxistauglichkeit sowie Finanzierbarkeit hin untersucht und bewertet. Ziel ist es, den Kommunen Handlungsempfehlungen für altersgerechte Wohnkonzepte zu bieten. Mit der Studie erweitert HOCHTIEF sein Know-how im Bereich der Seniorenimmobilien und erhält einen Wissensvorsprung in diesem zukunftsträchtigen Wachstumsmarkt. Größere Sicherheit für Brücken und TunnelIm Berichtsjahr endete das 2008 begonnene Forschungsprojekt "Schutz kritischer Brücken und Tunnel im Zuge von Straßen - SKRIBT" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Ziel war es, wirkungsvolle Maßnahmen zum Schutz dieser Bauwerke und ihrer Nutzer bei schweren Unfällen, Naturkatastrophen oder Terroranschlägen zu erarbeiten und zu bewerten. HOCHTIEF gehörte zu den zehn Projektpartnern aus Bundesämtern, Forschungsanstalten, Hochschulen und der Privatwirtschaft, die unter Leitung der Bundesanstalt für Straßenwesen 140 mögliche Schutzmaßnahmen entwickelten und 45 von ihnen ausführlich auf ihre Wirksamkeit und wirtschaftliche Angemessenheit untersuchten. Anfang 2012 startete das Nachfolgeprojekt SKRIBT Plus mit denselben Konsortialpartnern. Hier liegt der Schwerpunkt darauf, aus den gewonnenen Erkenntnissen praxisorientierte Methoden und Produkte zum Schutz von Brücken und Tunneln zu erarbeiten. Unsere aktuellen Projekte profitieren bereits heute von den Ergebnissen. Brückensanierung bei laufendem VerkehrDie meisten Brücken auf Deutschlands Autobahnen sind dringend sanierungs- und modernisierungsbedürftig. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung fördert deshalb mit dem "Innovationsprogramm Straße" Projekte, die adaptive und intelligente Brücken entwickeln. Gemeinsam mit einem wissenschaftlichen Partner steuert HOCHTIEF die Idee "Adaptive Tube-In-Tube-Brücken" dazu bei: Durch die Kombination von Tragmechanismen sollen nachträgliche Ergänzungen an den Brücken innerhalb kurzer Zeit und ohne Straßensperrungen möglich werden. So lässt sich zum Beispiel die Tragfähigkeit der vorhandenen Bauwerke steigern und verkehrstechnische Anlagen oder auch Lärmschutzwälle können nachträglich installiert werden. Die gewonnenen Erkenntnisse können auch von unserer US-Tochtergesellschaft Flatiron, die auf Infrastrukturprojekte spezialisiert ist, genutzt werden. Effizientes StraßeninfrastrukturmanagementBeim Planen und Bauen von Straßeninfrastrukturprojekten sammeln die Beteiligten in ihren Softwaresystemen eine Vielzahl von Daten, zum Beispiel zu Terminen, Mengen, Kosten, Ressourcen oder zum Material. Die oftmals dezentrale und inkompatible Datenspeicherung erschwert es, diese Informationen bei Entwicklung, Bau und Betrieb des gesamten Projekts umzusetzen. Seit 2011 arbeitet HOCHTIEF deshalb an einem 3-D-basierten Informationssystem, das alle relevanten Daten zusammenführt und in konsolidierter Form bereitstellt. Das Innovationsvorhaben besteht aus zwei Teilprojekten: Beim ersten Teilprojekt konzentrieren sich unsere Töchter Flatiron und HOCHTIEF ViCon darauf, die umfassenden Daten aus der Angebotsbearbeitung für die Bauphase leicht zugänglich zu machen. Beim zweiten Teilprojekt geht es um die Datenerfassung für den effizienten Betrieb und für die Erhaltung von Infrastrukturbauwerken. Diese Entwicklungsstufe wird von der Bundesanstalt für Straßenwesen gefördert und von HOCHTIEF ViCon, HOCHTIEF Consult sowie HOCHTIEF PPP Solutions bearbeitet. Unser Unternehmen profitiert von den zusammengeführten und verknüpften Daten sowie von verbesserten Prozessen. Im Fokus: Offshore-WindkraftHOCHTIEF hat sich mit innovativen Geräten und Verfahren im dynamisch wachsenden Bereich Offshore-Windkraft als führender Partner etabliert. Betrug der Auftragsbestand 2009 knapp 20 Mio. Euro, lag er Ende 2011 bereits bei gut 465 Mio. Euro. Im Berichtsjahr haben wir maßgeblich an unserem Kranhubschiff "Innovation" weitergearbeitet, dessen Bau planmäßig voranschreitet. Es soll Mitte 2012 vom Stapel laufen und direkt bei bestehenden Aufträgen eingesetzt werden. Darüber hinaus erwarten wir 2012 weitere Auftragseingänge. Obwohl es aufgrund der weltweiten Finanzkrise allgemein zur Verschiebung von Projekten gekommen ist, sehen wir Offshore-Windkraft weiterhin als ein attraktives Geschäftsfeld für HOCHTIEF und erwarten in den kommenden Jahren eine Leistung im dreistelligen Millionenbereich. Neben Bau und Wartung von Offshore-Windkraftanlagen bereitet HOCHTIEF derzeit den Einstieg in ein weiteres Geschäftsfeld der boomenden Branche vor: Gemeinsam mit einem Investor wollen wir Konzessionen für deutsche Offshore-Windparks erwerben, diese gemeinsam entwickeln und an Endinvestoren veräußern. Das sind jedoch längst nicht alle Investitionen, mit denen wir unsere Position im Offshore-Windkraft-Geschäft stärken und kontinuierlich ausbauen. In keinen Bereich haben wir in der Division HOCHTIEF Europe 2011 mehr investiert. Spezialschiffe mit ungewöhnlichem PotenzialIn Kooperation mit dem belgischen Unternehmen GeoSea baut und betreibt HOCHTIEF Offshore-Spezialhubschiffe. Mit der "Innovation" entsteht derzeit das weltweit leistungsfähigste Kranhubschiff für den Bau von Offshore-Windanlagen. Entwicklung und Bau des Schiffs kosten zirka 200 Mio. Euro. Die "Innovation" ist 142 Meter lang und kann in Wassertiefen von bis zu 50 Metern arbeiten. Die Zuladung von 8 000 Tonnen und die Krankapazität von 1 500 Tonnen erlauben es, alle Arten von Offshore-Gründungen durchzuführen. Wir können mit dem Schiff die neuesten Gründungstechniken anwenden und die Montage- und Servicezeiten deutlich reduzieren. HOCHTIEF hat das Design für die "Innovation" entwickelt und wird das Schiff gemeinsam mit GeoSea innerhalb der Gesellschaft HGO InfraSea Solutions auch mit einer eigenen Crew betreiben und verchartern. Da die Nachfrage nach solchen Spezialgeräten das Angebot bereits heute übersteigt, plant die Gesellschaft den Bau weiterer Hubschiffe. Neben der "Innovation" arbeitet HOCHTIEF derzeit an einem Serviceschiff für die Inbetriebnahme, Inspektion und Wartung von Windkraftanlagen. Damit gelingt es, unser Produkt- und Leistungsportfolio entlang des Lebenszyklus von Offshore-Windparks ab 2013 um ein weiteres Element auszubauen. Wegweisende Gründung von FundamentenOffshore-Windkraft-Projekte verlangen den Einsatz ganz besonderer Techniken, um die Pfähle für die Anlagen im Meeresboden zu gründen. Dabei geht es unter anderem darum, die Lautstärke der Gründungsarbeiten deutlich zu reduzieren, um Flora und Fauna zu schützen. Vor allem die Meeressäuger leiden unter dem auftretenden Lärm. HOCHTIEF hat deshalb mit einem Partner das "Offshore Foundation Drilling" entwickelt. Bei diesem System wird vertikal gebohrt anstatt gerammt, um die Pfähle geräuscharm in den Meeresgrund abzusenken. Mit "Gravitas" entstand in Kooperation mit einem weiteren Partner ein zweites innovatives Verfahren. Dabei werden schwimmende, an Land hergestellte Fundamente aus Beton eingesetzt und auf den Meeresboden herabgelassen. Vorteil: Die Methode ist bei günstigen Baugrundverhältnissen wirtschaftlicher als der Einsatz herkömmlicher Stahlfundamente. Mitte 2012 soll unser Kranhubschiff "Innovation" in See stechen. Bereits heute ist das Schiff für fünf Jahre ausgebucht. HOCHTIEF begleitet mit innovativen Lösungen den zunehmenden Trend zum Einsatz regenerativer Energie. Technische Risikoevaluation von BauwerkenDem Thema Lebenszykluskosten widmet sich das 2011 gestartete Innovationsprojekt RiMaPORT (Risikominimierung und Maßnahmenoptimierung für ein Bauwerksportfolio). Dafür entwickeln HOCHTIEF Concessions und HOCHTIEF Solutions gemeinsam ein Konzept, mit dem sich ein Bauwerksportfolio mit heterogenem Ingenieurbauwerksbestand - wie beispielsweise Straßenprojekte mit Tunneln und Brücken - objektiv und systematisch bewerten lässt. Die erarbeiteten Modelle sollen dazu beitragen, Instandsetzung und Modernisierung dieser Bestandsbauwerke technisch und wirtschaftlich zu optimieren, wodurch sich HOCHTIEF als Planer und Betreiber solcher komplexen Portfolios weiter vom Wettbewerb differenzieren kann. Innovationsschwerpunkt "Wachstumsfelder für HOCHTIEF Solutions"Im Zuge der Neustrukturierung unserer Division Europe haben wir zahlreiche Innovationsprojekte identifiziert. Durch die gebündelten Kompetenzen unter dem Dach der HOCHTIEF Solutions AG haben sich weitere Potenziale ergeben. Es wurden zunächst insgesamt 93 Themen erarbeitet, die dann analysiert, bewertet und priorisiert wurden. Anschließend haben wir für zehn Themen ausführliche Business- und Projektpläne erstellt. Dazu gehören beispielsweise die Entwicklung und der Betrieb von kleinen Wasserkraft- und Pumpspeicherkraftwerken sowie von Höchstspannungs-Übertragungsnetzen und Powertunneln. Weitere Themen sind Planung, Neubau, Modernisierung und Betrieb von Rechenzentren aus einer Hand sowie Reklamationsmanagement und Systemtechnik. Ende 2011 begann die Umsetzung der Projekte im Rahmen unseres übergeordneten Innovationsmanagements. Die Projekte sollen bis 2015 einen signifikanten Ergebnisbeitrag leisten. Ebene 2: Innovationen der Divisions Fortschritte bei nachhaltigem GebäudebetriebAls ein konsequent auf Nachhaltigkeit ausgerichteter Baudienstleister haben wir unsere diesbezüglichen Services im Geschäftsjahr 2011 auch im Bereich Facility-Management weiter ausgebaut. Unter dem neu entwickelten Gütesiegel "blueFM" bieten die HOCHTIEF-Experten den Kunden ganzheitliche Nachhaltigkeitskonzepte an, mit denen sich der CO2 -Ausstoß von Immobilien und Liegenschaften im Betrieb in den nächsten fünf Jahren um bis zu 20 Prozent reduzieren lässt. Um diese Selbstverpflichtung in den von uns betreuten Gebäuden zu erfüllen, begannen im Berichtsjahr intensive blueFM-Schulungen für die objektverantwortlichen HOCHTIEF-Mitarbeiter. Deutlich optimierte BauprozesseWie alle anderen HOCHTIEF-Gesellschaften durchläuft auch unsere US-Tochter Turner einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess zum Vorteil des Unternehmens und der Kunden. So hat die Nummer 1 im amerikanischen Hochbau durch die Umsetzung von Lean-Construction-Prozessen bei ihren Projekten erhebliche Einsparungen erzielt. Untersuchungen zeigen, dass zirka 70 Prozent der Tätigkeiten beim Bau nicht direkt wertschöpfend sind. Lean Construction von Turner hat das Ziel, diesen Anteil deutlich zu reduzieren. Das dazu umgesetzte Verfahren beginnt mit einer speziellen, sehr verlässlichen Terminplanungsmethode, die sämtliche Nachunternehmer einbindet. Der Einsatz des virtuellen Planungssystems BIM (Building Information Modeling) erlaubt es darüber hinaus, Konflikte innerhalb der Gewerke der Technischen Gebäudeausstattung vor Baubeginn zu identifizieren und zu vermeiden. Der detaillierte Terminplan und BIM bilden die Basis, um wesentlich mehr vorgefertigte Teile in der Bauphase zu verwenden und so die Kosten zu reduzieren sowie Zeit zu sparen. Turner setzt Lean Construction bereits bei verschiedenen Projekten, darunter Krankenhäuser, Bürogebäude und Gewerbeimmobilien, erfolgreich ein. Nachhaltige BetonbehandlungMit dem neuen "Secure 33" reduziert unsere australische Beteiligungsgesellschaft Leighton Contractors die Gefahr, dass der bei Straßenbauarbeiten eingesetzte Beton reißt und in der Folge hohe Reparaturkosten entstehen. Das gemeinsam mit einem Partner entwickelte umweltfreundliche Gemisch auf Wachsbasis wird auf den frischen Beton aufgesprüht, härtet dort auch bei unterschiedlichsten Bedingungen schnell aus und bildet einen dauerhaften Film. Zudem hat Leighton Contractors eine eingefärbte Variante entwickelt, die Wärme speichert, sodass der Beton auch in kalter Umgebung aushärtet. "Secure 33" wurde beispielsweise beim Straßenbauprojekt Tarcutta Bypass in New South Wales erfolgreich eingesetzt. Es ist vorgesehen, das Mittel auch bei anderen HOCHTIEF-Gesellschaften zu benutzen. Ebene 3: projektbezogene InnovationenAußergewöhnliches BrückenbauprojektUnsere Tochter Flatiron erhielt vom Verkehrsministerium des US-Bundesstaates Utah den Auftrag zum Bau zweier Brücken. Bei diesem Projekt wird mit dem von der Behörde entwickelten "beschleunigten Brückenbauverfahren" Neuland in den USA beschritten: Die beiden neuen Brücken für die Interstate 80 werden dabei unmittelbar neben den bestehenden Konstruktionen auf temporären Abstützungen erbaut, anschließend nach einem minutiösen Ablaufplan schnell in die Endposition verschoben und auf die endgültigen Fundamente abgesenkt. Bei diesem sogenannten Design-Build-Auftrag konnte sich Flatiron gegenüber der Konkurrenz nicht nur bei den Kosten, sondern auch bei der Bauzeit und durch innovative Technik behaupten. Eine ungewöhnliche GebäudekonstruktionEnde des Geschäftsjahres 2011 schloss Turner den Erweiterungsbau für das John Jay College of Criminal Justice in New York ab und setzte dabei auf eine innovative Lösung. Die Herausforderung: Aufgrund der unter dem Komplex verlaufenden Bahnlinie konnte das Gebäude nicht mit einem herkömmlichen Tragsystem errichtet werden. Die Lösung: Die obersten neun Stockwerke wurden an Stahlauslegern aufgehängt, die vom Kern des Bauwerks, dem Treppenhaus, stabilisiert werden. Für die unteren fünf Etagen entstand eine konventionelle Stahlkonstruktion. Vielfältige grenzüberschreitende KooperationenHOCHTIEF hat sich im FuE-Bereich ein hochkarätiges Kooperationsnetzwerk aufgebaut, darunter nationale und internationale Hochschulen, Wissenschaftler sowie Verbände. Als Mitglied der European Construction Technology Platform trägt unser Unternehmen aktiv dazu bei, das hohe technische Niveau der europäischen Bauindustrie weiterhin zu gewährleisten. Außerdem gehören wir ENCORD* an - dem FuE-Verbund innovativer europäischer Baukonzerne. Als Mitglied profitieren wir unter anderem vom Best-Practice-Austausch zu Themen wie Lean Construction, virtuelles Bauen und Arbeitssicherheit.
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European Network of Construction Companies
for Research and Development. Den Prognosebericht für Forschung und Entwicklung finden Sie auf Seite 134. Mitarbeiter
Personalstrategie sichert UnternehmenserfolgDer nachhaltige wirtschaftliche Erfolg von HOCHTIEF hängt entscheidend von den überdurchschnittlichen Leistungen sowie von der hohen Motivation und Qualifikation der Mitarbeiter ab. Deshalb müssen wir solche Talente für unser Unternehmen begeistern. Wer unsere Ansprüche erfüllt, kann sich bei HOCHTIEF von Anfang an kontinuierlich weiterentwickeln - individuell auf seine Fähigkeiten und Potenziale zugeschnitten. Das gilt für Auszubildende genauso wie für Fach- und Führungskräfte. Wir bieten die Möglichkeit zu intensivem Erfahrungsaustausch durch nationale und internationale Kontakte im Konzern. Weiterhin großer Bedarf an FachkräftenInsgesamt hat sich 2011 die Zahl unserer Ausschreibungen in Deutschland gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht. Der größere Personalbedarf wie auch die verkürzte Schulzeit und die weggefallene Wehrpflicht führten zu einem Anstieg der Bewerbungen von 23 000 auf über 26 000. Dennoch ging die Zahl der Bewerbungen pro Ausschreibung um knapp 20 Prozent zurück. HOCHTIEF suchte vor allem Mitarbeiter für den Bereich Facility-Management sowie Personal für unterschiedliche kaufmännische Bereiche. Darüber hinaus benötigten wir weitere Spezialisten für das Offshore-Geschäft, von denen es nur wenige gibt. Unsere Tochter Flatiron beispielsweise benötigte insbesondere Mitarbeiter im Bereich Kalkulation sowie Bauingenieure. Durch zielgerichtete Personalentwicklungsmaßnahmen haben wir eine Vielzahl der Positionen aus den eigenen Reihen besetzen können. Mitarbeiterzahl steigt weiterDie Zahl der Mitarbeiter im HOCHTIEF-Konzern erhöhte sich im Berichtsjahr auf insgesamt 75 449 - ein Plus von zirka 6,8 Prozent gegenüber 2010. Dieser Anstieg ist auf die positive Entwicklung des Geschäfts außerhalb Deutschlands zurückzuführen. So verzeichnete beispielsweise unsere australische Tochter Leighton einen Personalanstieg von 12,6 Prozent. In Deutschland führte die Restrukturierung einiger Gesellschaften zu einem Personalabbau in Höhe von zirka 4,5 Prozent. Dies betraf vor allem die Division HOCHTIEF Europe. Der Personalabbau erfolgte dabei sozialverträglich und in enger Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern. Rekrutierungsverfahren auf hohem NiveauHOCHTIEF war auf die gestiegenen Bewerberzahlen gut vorbereitet, insbesondere auch durch die Abwicklung über unsere Onlinejobbörse. Die Auswahl von Auszubildenden erfolgt ebenfalls online und hat sich inzwischen etabliert: An immer mehr Standorten nehmen die jungen Bewerber per Internet von zu Hause aus an dem Berufseignungstest teil. Damit ersparen wir uns Zeit und Kosten. Auch unsere US-Töchter Flatiron und Turner setzen beim Bewerbermanagement fast ausschließlich auf Onlinesysteme. Bewerber, die sich für einen Auslandseinsatz interessieren, nehmen wir in unsere Datenbank auf und können so bei Bedarf schnell auf sie zugreifen. Als verantwortungsvolles Unternehmen ist es uns wichtig, bei der Kandidatenauswahl auch Schwerbehinderte zu berücksichtigen und die bestehende Schwerbehindertenquote bei HOCHTIEF in Deutschland weiter zu erhöhen. Aktuell liegt sie bei 4,27 Prozent (2010: 4,16 Prozent). Durch unser Netzwerk zu ausgewählten kaufmännischen und technischen Lehrstühlen ist es uns auch im Berichtsjahr gelungen, frühzeitig Kontakte zu besonders talentierten Nachwuchskräften zu knüpfen. Diese Aktivitäten trugen dazu bei, dass sich im Berichtsjahr mehr als 3 200 Studenten und Absolventen bei HOCHTIEF in Deutschland bewarben. Unsere US-Tochtergesellschaft Turner nahm 2011 an zahlreichen Universitätsveranstaltungen teil und gewann auf diesem Weg unter anderem mehr als 300 Nachwuchskräfte und 250 Praktikanten. Flatiron pflegt über sein Early-Talent-Managementprogramm ebenfalls engen Kontakt zu führenden Hochschulen in den USA und Kanada. Sehr gutes Image als ArbeitgeberUnser Konzern gehört seit Jahren international zu den besonders hoch geschätzten Arbeitgebern. Dafür stehen im Jahr 2011 gleich mehrere Auszeichnungen. Zwei Beispiele: Die "Immobilien Zeitung" wählte HOCHTIEF zum dritten Mal in Folge zum Toparbeitgeber der Branche. Turner erhielt in einer von Universum Communications durchgeführten Umfrage die Auszeichnung "Ideal Employer" und gilt damit als einer der beliebtesten Arbeitgeber für Studenten. Anzahl der Mitarbeiter bei HOCHTIEF![]() Weitere Informationen zum Thema Mitarbeiter sowie zu den Bereichen Arbeits- und Gesundheitsschutz bei HOCHTIEF finden Sie im Internet unter www.hochtief.de in den Rubriken Karriere und Nachhaltigkeit. Erfolgreiche MitarbeiterbindungsprogrammeUnsere Personalarbeit zielt darauf, geeignete Mitarbeiter möglichst früh und dauerhaft für HOCHTIEF zu begeistern. In Deutschland bieten wir Praktikanten auch nach dem Ende der Praktikumszeit Informationsveranstaltungen und Seminare an, um den Kontakt langfristig zu halten. 2011 haben daran etwa 45 junge Leute teilgenommen. Mit Studenten, die bei HOCHTIEF ein Auslandspraktikum absolviert haben, bleiben wir in engem Kontakt, um sie bei Bedarf für unser Unternehmen zu gewinnen. Auch die Initiative "Mitarbeiter werben Mitarbeiter" bewährt sich weiterhin. Die Qualität der eingereichten Bewerbungen nahm erneut zu. Unsere US-Töchter handeln ähnlich. So hält Turner über den "Alumni Circle" Kontakt auch zu ehemaligen Mitarbeitern, um ihnen eine Option zur Rückkehr zu bieten. Das gilt ebenso für Praktikanten, die sich besonders bewährt haben. Flatiron bietet Praktikantenplätze für Nachwuchsingenieure und arbeitet mit ausgewählten Hochschulen zusammen. Unsere australische Tochter Leighton bietet aktuell knapp 1 200 Personen eine Erstausbildung. Neues Ausbildungskonzept gestartetAm Ende des Geschäftsjahres 2011 beschäftigten wir in Deutschland insgesamt 402 Auszubildende in zirka 30 unterschiedlichen Berufen. 101 von ihnen starteten ihre Ausbildung im Berichtsjahr. 2011 haben wir fast 70 Prozent der Auszubildenden übernommen. Unser 2011 gestartetes Ausbildungskonzept zielt darauf, die Qualität der Ausbildung und die Ausbildungsquote durch einheitliche Strukturen und Standards weiter deutlich zu erhöhen. Dazu wurden unter anderem Ausbildungskoordinatoren ernannt. Ihre Aufgabe ist es, alle Ausbildungsprozesse innerhalb einer Region, eines Geschäftsbereichs oder einer Niederlassung zu steuern und inhaltlich wesentlich mitzugestalten. Personalentwicklung als zentrales ThemaWir arbeiten ständig daran, die fachliche sowie persönliche Qualifikation unserer Mitarbeiter zu optimieren und ihnen attraktive Karrierewege aufzuzeigen. Im Geschäftsjahr 2011 führte die HOCHTIEF-Akademie, in der wir unsere Weiterbildungsmaßnahmen in Deutschland bündeln, 186 mehrtägige und 87 eintägige Schulungen durch. Zum ersten Mal bot die Akademie Veranstaltungen in Griechenland und Katar an. Wie in den vergangenen Jahren, konnten unsere Mitarbeiter auch 2011 an der HOCHTIEF-Akademie ein berufsbegleitendes, staatlich anerkanntes Studium absolvieren. Zum Studienangebot gehören die Studiengänge "Bachelor of Engineering -Baustellenmanagement" und "Bachelor of Facility Management". Der erste Facility-Management-Jahrgang endete 2011 mit 13 Absolventen. Insgesamt 72 Mitarbeiter studierten Ende 2011 an der HOCHTIEF-Akademie, 28 schlossen 2011 die Ausbildung erfolgreich ab. Bei Turner in den USA standen im Berichtszeitraum Themen wie Leadership, Diversity oder Projektmanagement auf dem Weiterbildungsprogramm. Darüber hinaus bietet die Turner University Seminare in speziellen Bereichen wie BIM (Building Information Modeling), nachhaltiges Bauen und Lean Construction. Die Mitarbeiter können Veranstaltungen besuchen oder online teilnehmen. Die Flatiron Construction University bietet Spezialprogramme für unterschiedliche Zielgruppen: von Tagesveranstaltungen im operativen Bereich über Ingenieurforen bis zum mehrtägigen Führungskräfteseminar für ausgewählte Potenzialträger. 2011 konnten die Flatiron-Mitarbeiter zwischen 200 Präsenz- und Onlinekursen wählen. Weiterbildung für Führungskräfte weiter optimiertDie fachliche und persönliche Qualität des Managements gehört zu den wesentlichen Bausteinen des nachhaltigen Erfolgs von HOCHTIEF. Deshalb stellen wir die vorhandenen Führungskräftetrainings immer wieder auf den Prüfstand. So konzipierte HOCHTIEF im Berichtsjahr zum Beispiel ein weltweites Entwicklungsprogramm für das Topmanagement. Ziel ist es, die obersten Führungskräfte aus allen Divisions des Konzerns durch gemeinsame Veranstaltungen zu verschiedenen Themen, wie beispielsweise Strategie und internationale Finanzierung, auf die globalen Märkte vorzubereiten und persönliche Netzwerke herzustellen. Erfolgsorientierte Vergütung auf einheitlicher BasisEine Neuregelung 2011 hatte das Ziel, die ergebnisabhängigen Vergütungsbestandteile an die teilweise neuen Kennzahlen zu knüpfen. Gleichzeitig haben wir das System einfacher und transparenter gestaltet. Wir haben für alle Unternehmenseinheiten in Deutschland eine einheitliche Grundstruktur geschaffen. Nachhaltige betriebliche AltersversorgungHOCHTIEF unterstützt die Mitarbeiter dabei, ihren Lebensstandard im Ruhestand zu sichern. In den meisten Konzerngesellschaften steht den Mitarbeitern eine Kombination von arbeitgeber- und arbeitnehmerfinanzierter Altersversorgung zur Verfügung. In Deutschland wird in der Mehrheit der Gesellschaften zusätzlich zum jährlichen Rentenbaustein unter bestimmten Voraussetzungen ein Erfolgsbaustein gewährt. Sein Wert hängt vom jeweiligen Jahresüberschuss ab. Maßnahmen fördern Work-Life-BalanceDie Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird für die Wahl des Arbeitsplatzes immer wichtiger und fördert die Motivation der Mitarbeiter. Wir wollen die entsprechenden Rahmenbedingungen dafür schaffen. In Deutschland bietet HOCHTIEF alternierende oder kontinuierliche Telearbeit an und hat 2011 die Rahmenbedingungen für diese Arbeitsform gemeinsam mit dem Konzernbetriebsrat neu geregelt und vereinfacht. Flatiron in den USA vermittelt den Mitarbeitern unter anderem Dienstleistungen für Erziehung, Kinder- und Seniorenbetreuung sowie allgemeine und Rechtsberatung. Auch 2011 haben wir die Deutsche Schule in Doha, an deren Gründung wir 2008 wesentlich beteiligt waren, finanziell und durch persönlichen Einsatz unterstützt. Sie wurde 2011 von insgesamt 113 Schülern und 58 Kindergartenkindern besucht. Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz weiter optimiertArbeitssicherheit und Gesundheitsschutz haben traditionell einen großen Stellenwert im HOCHTIEF-Konzern. Unser bereichsübergreifendes Kompetenzcenter für Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz (AGUS) hat 2011 mit der Stabsstelle für Corporate Responsibility die entsprechende Konzernrichtlinie überarbeitet und dabei auch Aspekte des Klimaschutzes aufgenommen. Ziel von HOCHTIEF ist es, die Mitarbeiter zu einem vorausschauenden und gefährdungsorientierten Handeln anzuregen. Der jährliche "Tag der Arbeitssicherheit" dient dazu, Gefahren und ihre Vermeidung anschaulich zu machen. 2011 lautete das Motto "Safety first -schützen Sie sich und Ihre Kollegen". Im Fokus standen sogenannte unsichere Handlungen und Beinaheunfälle. Parallel wurde die systematische Erfassung von Beinaheunfällen weiter professionalisiert. 2011 ist es gelungen, die Anzahl standardisierter Arbeitsschutzprozesse und den Anteil externer Zertifizierungen weiter zu steigern. Allein in Europa fanden fast 200 Audits in den operativen Einheiten statt und auch das AGUS Center selbst wurde geprüft. Der Anteil der Arbeitsschutzzertifizierungen beträgt konzernweit 74,5 Prozent. Bei allen Aktivitäten steht das AGUS Center im engen Austausch mit den internationalen Einheiten des Konzerns, um unsere Arbeitsschutzkultur weiterzuentwickeln und die gemeinsamen Strategien umzusetzen. Unsere australische Tochter Leighton sowie unsere US-Töchter Turner und Flatiron wurden 2011 erneut mehrfach für ihre vorbildlichen Sicherheitsstandards und unfallfrei realisierten Projekte ausgezeichnet.*
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102. Dank an Mitarbeiter und BelegschaftsvertreterMotivation, Engagement, Qualifikation und Loyalität der Mitarbeiter sind das Fundament für den exzellenten Ruf von HOCHTIEF und die weit überdurchschnittliche Qualität unserer Leistungen. Die Unternehmensleitung möchte sich deshalb bei allen Mitarbeitern für ihren Einsatz herzlich bedanken. Der Dank gilt auch den Belegschaftsvertretern. Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand und AufsichtsratDie Grundzüge sowie Angaben zu den Konzernbezügen einzelner Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sind für das Geschäftsjahr 2011 im Vergütungsbericht zusammengefasst.** Dieser Bericht ist als Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts anzusehen. Den Prognosebericht für die Mitarbeiter finden Sie auf Seite 134.
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23. Beschaffung
Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2011 Materialien und Dienstleistungen im Wert von 15,57 Mrd. Euro beschafft, was 66,9 Prozent der Konzernumsatzerlöse entspricht. Weitere Informationen zum Thema Beschaffung finden Sie im Internet auf www.hochtief.de/einkauf. Einkauf als globales Netzwerk erfolgreichIm Berichtsjahr hat sich der Einkauf konsequent weiterentwickelt. Ein internationales Einkaufsnetzwerk, geführt vom Procurement Steering Committee und dem Procurement Board, konnte die 2010 identifizierten Maßnahmen erfolgreich umsetzen. Dabei wurde auch die Zusammenarbeit zwischen den Gesellschaften intensiviert. Für mehrere Divisions haben wir international ausgerichtete Rahmenverträge mit verbesserten Konditionen, insbesondere für Materialien und Leistungen aus dem Kerngeschäft, abgeschlossen. Dadurch reduzierten sich bei zahlreichen Projekten, zum Beispiel im Wohnungsbau bei HOCHTIEF Solutions und bei Flatiron im Tiefbau, die Beschaffungskosten um zehn bis 20 Prozent. Auf Basis unseres Netzwerks haben wir vermehrt internationale Einkaufsteams gebildet und den Bedarf über verschiedene Warengruppen gebündelt - und so verbesserte Konditionen erreicht. In der neu strukturierten HOCHTIEF Solutions AG wurde die Einkaufsorganisation für alle Marktsegmente und Länder der Gesellschaft neu aufgestellt und wesentliche Einkaufsprozesse wurden effektiver und effizienter ausgerichtet. Die enge Kooperation mit Lieferanten und Partnerunternehmen komplettiert unser Einkaufsnetzwerk. Wir binden sie früh in die Projekte ein und haben so 2011 in zahlreichen Fällen technische Optimierungen erarbeitet (Value-Engineering). Professionelles Lieferantenmanagement weiterhin tragende Säule des EinkaufsDie richtige Auswahl unserer Partner ist ein wesentlicher Baustein für den Geschäftserfolg von HOCHTIEF. In den vergangenen Jahren haben wir unser Lieferantenmanagement konsequent verbessert. Es umfasst die erste Präqualifizierung, die permanente Bewertung unserer Geschäftspartner sowie Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Nachunternehmer und damit zur Verbesserung der geforderten Leistung. 2011 haben wir das Lieferantenmanagement erneut in einigen Aspekten weiterentwickelt. So wurden unsere ökonomischen, ökologischen und sozialen Anforderungen in einem speziellen Regelwerk, dem Code of Conduct von HOCHTIEF für Vertragspartner, neu aufgelegt. Gemeinsam mit unserer konzernweiten Beschaffungsrichtlinie beschreibt er unsere ethischen Grundsätze für die Beschaffung und formuliert die wichtigsten Werte, Verantwortlichkeiten und Verhaltensgrundsätze für alle am Beschaffungsprozess beteiligten Personen und Gruppen. Auch bei unseren Lieferanten legen wir großen Wert auf nachhaltiges Handeln. Deshalb haben wir ein systematisches Monitoring sowie Schulungen unserer Partnerunternehmen umgesetzt. So spielten beispielsweise bei der Auditierung neuer potenzieller Partner im süd- und osteuropäischen Raum für anstehende Projekte von HOCHTIEF Solutions verstärkt Nachhaltigkeitsaspekte, wie Sicherheit, Umweltschutz, soziales Verhalten und Antikorruption, eine Rolle. Bei den mehrtägigen Audits wurden mehr als 20 Unternehmen vor Ort geprüft - unter anderem auf ihre technischen Fähigkeiten ebenso wie auf die Einhaltung geforderter Qualitätsansprüche, ihre wirtschaftliche Leistungsstärke und ihre unternehmerische Verantwortung. Mit unseren strategischen Partnern tauschen wir uns regelmäßig aus, etwa über die systematische Bewertung der Projekte, und gleichen unsere Ansprüche an nachhaltiges Handeln mit ihnen ab. Auf diese Weise stellen wir eine weitreichende, durchgängige Integration in sämtlichen Phasen des Lieferantenmanagements sicher. Erfolgreiche Prozesse im Einkauf von indirektem Material* auf andere Einheiten übertragenBereits seit einigen Jahren konsolidieren wir über Rahmenverträge mit strategischen Partnern den Einkauf von indirektem Material - und haben damit auch 2011 mit den Vorjahren vergleichbare Erfolge erzielt. Nachhaltige Produkte - beispielsweise Arbeitskleidung mit hoher Schutzfunktion, energiesparende Elektro- und IT-Artikel sowie Produkte, die mit besonderem Fokus auf Ressourcen- und Klimaschutz hergestellt werden -können wir zu stabilen, guten Konditionen einkaufen. Die unverändert hohen Nutzungsquoten der Rahmenverträge für indirektes Material von beispielsweise 90 Prozent bei HOCHTIEF Solutions und zirka 75 Prozent bei unseren amerikanischen Tochterunternehmen bestärken uns darin, das Konzept im Konzern weiter voranzutreiben. Mit einer verbesserten Softwarelösung konnten wir im Berichtsjahr zudem die interne Kundenzufriedenheit steigern. Der gesamte Prozess - vom Bedarf über die Bestellung bis zur Rechnung - wird nun ganzheitlich dargestellt und damit noch einmal beschleunigt. Im Berichtsjahr wurden weitere Warengruppen, die als direktes Material maßgeblich für unser Kerngeschäft sind, aufgenommen. So werden nun Artikel aus den Bereichen Bauchemie und Baustoffe über den Katalog bestellt, geliefert und systemunterstützt in den Rechnungsprozess integriert. Weitere Warengruppen werden folgen; damit wird ein Beschaffungsvolumen im gehobenen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich erreicht. Global Sourcing auf dem VormarschHOCHTIEF ist in Nord- und Südamerika, Asien sowie Europa mit den Handelsgesellschaften Turner Logistics, HOCHTIEF Global Trade und HOCHTIEF Procurement Asia präsent und kauft weltweit direkt bei Herstellern Material und Equipment ein. Um zukünftig noch effizienter zu sein, werden wir 2012 die beiden letztgenannten Einheiten zu einer Handelsgesellschaft mit dem Namen HOCHTIEF Trade Solutions zusammenführen. Aufgrund der starken Position von Turner Construction beim Bau von Datenzentren erhielt auch Turner Logistics 2011 in den USA vermehrt Aufträge, die Ausstattung solcher Rechenzentren zu planen und zu beschaffen. Für ein Projekt in Toronto beispielsweise lag das Einkaufsvolumen bei 13,57 Mio. Euro, bei einem Projekt in Kalifornien bei 8,57 Mio. Euro. Die Einkaufsspezialisten von Turner Logistics begleiten ihre Kunden weltweit. So erhielt das Unternehmen von einem US-Technologiekonzern den Auftrag, für zwölf Projekte an internationalen Standorten die Anlagen der technischen Gebäudeausstattung im Gesamtwert von 25,71 Mio. Euro zu liefern. Gründe für das zunehmende Drittgeschäft von Turner Logistics mit international tätigen Kunden sind seine große Expertise im technischen Bereich und in der weltweiten Logistik sowie die langjährige Partnerschaft mit namhaften Herstellern. Turner Logistics konnte seine Aktivitäten in den Regionen Deutschland, Osteuropa, Kanada und Mexiko verstärken. Auch im Bereich der Planungs- und Einkaufsdienstleistungen von Anlagen der technischen Gebäudeausrüstung will das Unternehmen seine Kunden weltweit zukünftig verstärkt unterstützen. Unsere Handelsgesellschaft auf dem europäischen Markt, HOCHTIEF Global Trade, konnte im Berichtsjahr ihr Geschäft mit Baumaterialien, technischen Komponenten und der Gebäudeeinrichtung von Großprojekten, wie Hotels und Einkaufszentren, aufgrund ihrer Expertise im internationalen Marktumfeld weiter ausbauen. HOCHTIEF Procurement Asia mit Sitz in Hongkong und China hat im Geschäftsjahr 2011 das Drittkundengeschäft erheblich ausgebaut und seine Position in der Region gestärkt. Die Gesellschaft verfügt über direkte Kontakte zu chinesischen Herstellern, führt Qualitätskontrollen vor Ort aus und verfügt über ausgewiesene Experten über die gesamte Lieferantenkette hinweg. Mehr als 80 Prozent seines Umsatzes erwirtschaftete Procurement Asia mit Projekten in Osteuropa, Südamerika, im Mittleren Osten, in Australien und Neuseeland. Unter unserer 2009 eingeführten Marke HOCHMEISTER wurden im Berichtsjahr beispielsweise Fliesenprodukte in Baustoffmärkten in Australien und Neuseeland platziert. In Italien bezieht eine renommierte Handelskette für Badausstattungen HOCHMEISTER-Duschkabinen. Im HOCHTIEF-Netzwerk arbeiten unsere Handelsgesellschaften erfolgreich zusammen: Für den Umbau der Cathay Pacific Lounge am Flughafen in San Francisco zum Beispiel beschaffte HOCHTIEF Procurement Asia im Auftrag von Turner Logistics hochwertige Natursteine. Unsere Eigenmarke HOCHMEISTER: Gütesiegel für hochwertige Produkte der Innenausstattung, wie Wand- und Bodenbeläge, Sanitärarmaturen und -einrichtungen sowie Leuchten und Hotelmöbel. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.hochmeister.hochtief.de Den Prognosebericht für die Beschaffung finden Sie auf Seite 134. Kapitalrenditekonzept Return on Net Assets
Weitere Informationen zum Kapitalrenditekonzept RONA bei HOCHTIEF finden Sie unter www.hochtief.de/rona. Controllingkonzept schafft konzernweite TransparenzDie nachhaltige Wertsteigerung des Konzerns steht bei HOCHTIEF im Mittelpunkt. Das Kapitalrenditekonzept Return on Net Assets (RONA) macht die Wertsteigerung messbar. Es ist in allen Berichterstattungs- und Planungssystemen der Konzerngesellschaften verankert und gewährleistet somit Transparenz. Gleichzeitig bildet es die Basis, um die Wirtschaftlichkeit von Investitionsentscheidungen zu beurteilen. Neben den wertorientierten Kennzahlen sind ergebnis- und Cashflow* -orientierte Größen wesentliche Bausteine unseres Managementsystems. Kapitalrenditekonzept RONADie zentralen Steuerungsgrößen des Kapitalrenditekonzepts sind der RONA und der Wertbeitrag. Wenn der RONA über dem Kapitalkostensatz liegt, wird ein positiver Wertbeitrag und damit eine Steigerung des Unternehmenswerts erzielt. Der Wertbeitrag als absolute Größe errechnet sich dabei aus der Differenz zwischen dem RONA und dem Kapitalkostensatz, multipliziert mit dem durchschnittlichen Nettovermögen (Net Assets). Die Renditekennzahl RONA gibt in der Relation erzieltes Ergebnis zu Nettovermögen an, wie erfolgreich sich das Vermögen von HOCHTIEF verzinst hat. Das erzielte Ergebnis (Return) setzt sich aus dem in der Ergebnisrechnung abgeleiteten betrieblichen Ergebnis/EBITA und den Zinserträgen auf das Finanzvermögen zusammen. Das Nettovermögen spiegelt den zu verzinsenden Kapitaleinsatz wider. Das Vermögen kann aktivisch oder passivisch ermittelt werden. Zur internen Steuerung der Divisions wird das Nettovermögen aktivisch ermittelt. Es berechnet sich ausgehend von der Summe der Aktivseite, vermindert um das unverzinslich zur Verfügung stehende Kapital. Die aktivische Herleitung des Nettovermögens ist sinnvoll, um das operative Geschäft zu beurteilen, da gezielt bilanzielle Ansatzpunkte - wie zum Beispiel Forderungen, liquide Mittel und Verbindlichkeiten - aufgezeigt werden, die von operativ verantwortlichen Entscheidungsträgern beeinflusst werden können. Zur Außendarstellung des HOCHTIEF-Konzerns wird das Nettovermögen von der Passivseite der Bilanz hergeleitet. Es lässt sich einfach und transparent aus den veröffentlichten Bilanzdaten durch Addition der verzinslichen Bilanzpositionen Eigenkapital, Pensionsrückstellungen und Finanzverbindlichkeiten ermitteln. Da die RONA-Berechnung auf einer Vorsteuergröße basiert, werden bei der Herleitung des Vermögens die Steuereinflüsse durch eine Korrektur der latenten Steuern eliminiert. Kapitalkosten**
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Eine Detailberechnung der Kapitalkosten finden
Sie im Internet unter www.hochtief.de/rona. Der Kapitalkostensatz wird als gewichteter Durchschnitt nach dem WACC-Ansatz ermittelt. Im Berichtsjahr wurden einzelne Berechnungsparameter überprüft. Positive Effekte aus der Reduzierung des risikolosen Zinssatzes, die zu einer Absenkung der Kapitalkosten geführt hätten, wurden durch einen angehobenen Betafaktor neutralisiert. Nach Anpassung einzelner Parameter beträgt der Kapitalkostensatz des Konzerns zehn Prozent vor Steuern und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Für die einzelnen Divisions wurden die Kapitalkosten individuell angepasst. Hierbei spielen eine Vielzahl von Komponenten eine Rolle. Neben der Finanzierungstruktur der Divisions wird auch des jeweiligen Risikoprofils in Form des Beta-Faktors Rechnung getragen. Das Risikoprofil einer Division wird maßgeblich bestimmt durch das Konjunktur- und Branchenrisiko, die Investitionstätigkeit in Verbindung mit der Kapitalbildung, den Diversifizierungsgrad der Division, den Anteil der Fixkosten sowie die Kunden- und Lieferantenabhängigkeit. HOCHTIEF-Konzern: Kapitalkostenscroll
Wertbeitrag des HOCHTIEF-KonzernsDer HOCHTIEF-Konzern erreichte im Geschäftsjahr 2011 eine Kapitalrendite von 1,8 Prozent (Vorjahr 15,1 Prozent). Unser Ziel, die Kapitalkosten zu verdienen, haben wir insbesondere durch den negativen Ergebniseffekt bei Leighton und notwendige Risikovorsorgen in der Division HOCHTIEF Concessions für unsere Mautstraßenprojekte nicht erreicht. Das erzielte Ergebnis in Höhe von 137,6 Mio. Euro reduzierte sich signifikant gegenüber dem Vorjahr (1.014,4 Mio. EUR). Das durchschnittlich gebundene Nettovermögen stieg im Vorjahresvergleich von 6,7 Mrd. Euro auf 7,7 Mrd. Euro an. Dies entspricht einem Anstieg von rund 13,7 Prozent. Gründe hierfür sind insbesondere die Veränderungen des kurzfristigen Nettovermögens unserer Tochter Leighton im asiatisch-pazifischen Raum. HOCHTIEF-Konzern: RONAscroll
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Erläuterungen zu den Anpassungen finden Sie
auf Seite 201 ff. Der Wertbeitrag des HOCHTIEF-Konzerns hat mit -627,6 Mio. Euro (Vorjahr 343,4 Mio. EUR) zum ersten Mal seit Einführung des Kapitalrenditekonzepts 2005 ein negatives Vorzeichen. Wertbeiträge und Ergebnisse der DivisionsUm die Performance und Wettbewerbsfähigkeit unserer Divisions besser messen und vergleichen zu können, steuern wir die Divisions anhand individueller Kapitalkosten. Die Differenzierung der Kapitalkostensätze in den Divisions ist aufgrund der individuell unterschiedlichen Geschäftsmodelle und regionalen Ausrichtung erforderlich. Für die neu gebildete Division HOCHTIEF Europe wurden erstmalig Kapitalkosten ermittelt. Die Division HOCHTIEF Americas steigerte deutlich Ihren Wertbeitrag von 58,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 74,3 Mio. EUR im aktuellen Geschäftsjahr. Das absolute RONA-Ergebnis liegt über Vorjahr. Neben Verbesserungen im operativen Geschäft resultiert die Ergebnissteigerung auch aus einem positiven Veräußerungserlös aus dem Verkauf der restlichen Anteile an der Gesellschaft HOCHTIEF do Brasil. scroll
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Wertbeitrag an neue Struktur angepasst. HOCHTIEF Asia Pacific erzielte im Berichtsjahr einen RONA von -3,4 Prozent (Vorjahr 22,5 Prozent), was zu einem deutlich verringerten Wertbeitrag führt. Die wesentlichen Gründe für diesen signifikanten Rückgang resultieren aus den negativen Ergebnisbeiträgen bei den Großprojekten Airport Link und Victorian Desalination Plant sowie aus der Wertberichtigung bei der Habtoor Leighton Group. Das Nettovermögen steigt im Wesentlichen durch Veränderungen in den kurzfristigen Positionen wie den Vorräten, den Forderungen sowie den flüssigen Mitteln von Leighton. HOCHTIEF Concessions erreichte mit 5,5 Prozent (Vorjahr 12,7 Prozent) einen RONA, der zu einem deutlich negativen Wertbeitrag führt. Ursächlich hierfür sind notwendige Risikovorsorgen für unsere Straßenprojekte in Griechenland und Chile. Die griechischen Projekte werden im besonderen Maße von der Wirtschaftskrise in Griechenland belastet. Für die Mautstraße Vespucio Norte Express mussten Rückstellungen für die im Rahmen der Anteilsverkäufe 2007/2008 ausgelegte Restwertgarantie erhöht werden. Das Geschäftsfeld Flughäfen konnte durch die erfreuliche operative Entwicklung der Beteiligungsflughäfen einen positiven Beitrag zum RONA-Ergebnis leisten. HOCHTIEF Europe erzielte einen positiven Wertbeitrag von 3,5 Mio. Euro nach -38,2 Mio. Euro im Vorjahr. Die Steigerung der RONA-Rendite auf 10,4 Prozent (Vorjahr neun Prozent) konnte insbesondere durch die Ausrichtung auf ertragsstarke Märkte, konsequentes Risikomanagement und organisatorische Optimierung innerhalb der Division erreicht werden. Im RONA-Ergebnis ist zudem der positive Effekt aus dem Weiterverkauf von 50 Prozent der Anteile unserer Offshore-Gesellschaft enthalten. AusblickIm Jahr 2011 hat HOCHTIEF eine Rendite von 1,8 Prozent erwirtschaftet, die deutlich unter den Kapitalkosten liegt. Dies ist nicht zufriedenstellend. Wir sind zuversichtlich, mit unserer auf nachhaltige Wertsteigerung gerichteten Unternehmensstrategie zukünftig wieder eine Kapitalrendite zu erreichen, die die Kapitalkosten übersteigt. HOCHTIEF erwartet für 2012 wieder einen deutlich positiven Wertbeitrag, der operativ von allen Divisions erbracht wird. Wertschöpfung
HOCHTIEF kann im Geschäftsjahr 2011 eine Wertschöpfung in Höhe des Vorjahresniveaus ausweisen. Die Nettowertschöpfung nimmt gegenüber dem Vorjahr leicht um 98,2 Mio. Euro auf insgesamt 4.982,5 Mio. Euro ab. Dies entspricht einem Rückgang von 1,9 Prozent. EntstehungDer Anteil der Nettowertschöpfung an der Unternehmensleistung reduziert sich um 3,3 Prozentpunkte auf 21,1 Prozent. Der relative Rückgang der Wertschöpfung resultiert allein aus der deutlichen Verschlechterung im Beteiligungsergebnis, das im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozentpunkte geringer ausfällt. Negative Entwicklungen beim Großprojekt Victorian Desalination Plant sowie insbesondere die Wertberichtigung bei der Habtoor Leighton Group in der Division HOCHTIEF Asia Pacific sind die wesentlichen Ursachen für das um 807,4 Mio. Euro geringere Beteiligungsergebnis. Die negativen Effekte im Beteiligungsergebnis werden überwiegend durch die im Vergleich zum Vorjahr um 2.845,7 Mio. Euro erhöhte Unternehmensleistung bei nochmals leicht gesunkenem Anteil der Vorleistungen auf 73,6 Prozent kompensiert. Die um 13,7 Prozent gesteigerte Unternehmensleistung betrifft ausschließlich HOCHTIEF Asia Pacific, sodass diese Division - wie auch die Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Europe - absolut leicht über der Nettowertschöpfung des Vorjahres liegt. Entstehung der Wertschöpfungscroll
Verwendung der Wertschöpfungscroll
VerwendungDie Nettowertschöpfung kam im Geschäftsjahr 2011 hauptsächlich den Mitarbeitern zugute. Auf sie entfielen 4.860,3 Mio. Euro beziehungsweise 97,5 Prozent. Der Anstieg ist durch HOCHTIEF Asia Pacific bedingt. In dieser Division überstieg der Anteil an die Mitarbeiter die Nettowertschöpfung. Eine moderate Steigerung im Vergleich zum Vorjahr weist der Anteil an Kreditgeber auf. Der Anteil konzernfremder Gesellschafter und der Steueraufwand reduzierten sich signifikant, insbesondere infolge des Gewinneinbruchs im ersten Halbjahr bei der Division HOCHTIEF Asia Pacific. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
ErtragslageHOCHTIEF stand im Geschäftsjahr 2011 aufgrund des schwierigen makroökonomischen Umfelds und Problemen bei großen Infrastrukturprojekten in Australien vor außergewöhnlichen Herausforderungen. Das Ergebnis wurde durch große Sondereffekte belastet. Hiervon waren insbesondere die Division HOCHTIEF Asia Pacific über die Tochtergesellschaft Leighton Holdings sowie die Division HOCHTIEF Concessions durch die Mautstraßenprojekte in Griechenland und Chile betroffen. Zudem wirkten sich Aufwendungen durch ausgeübte Sonderkündigungsrechte ehemaliger Vorstandsmitglieder aufgrund des Kontrollwechsels mindernd auf die Ergebniszahlen aus. Andererseits konnte der Konzern einen erheblichen Zuwachs des Geschäftsvolumens verzeichnen. Die Umsatzerlöse sind aufgrund der guten Positionierung von HOCHTIEF in den wichtigen internationalen Märkten auf 23,28 Mrd. Euro gewachsen. Sie lagen damit um 15,5 Prozent über dem Vorjahreswert (20,16 Mrd. Euro). In den Wachstumsregionen Australien und Asien sowie in der Golfregion zeigte der HOCHTIEF-Konzern über die Tochtergesellschaft Leighton Holdings eine starke Präsenz. Die Leighton-Gruppe deckt dabei eine breite Angebotspalette ab und konzentriert sich vorrangig auf das Contract-Mining-Geschäft im weiter wachsenden Rohstoffmarkt sowie auf Leistungen im Infrastrukturgeschäft. Infolge der hervorragenden Marktstellung von Leighton Holdings und des hohen Auftragsbestands erzielte die Division HOCHTIEF Asia Pacific mit 13,63 Mrd. Euro ein im Vergleich zum Vorjahr (10,34 Mrd. Euro) um 31,8 Prozent höheres Umsatzvolumen. Neben dem operativen Wachstum schlug sich die im Jahresverlauf stabile Entwicklung des australischen Dollars mit einem positiven Wechselkurseffekt in Höhe von 904,8 Mio. Euro in den Umsatzerlösen nieder. In der Division HOCHTIEF Americas haben wir unsere Aktivitäten auf dem nordamerikanischen Kontinent gebündelt und decken mit unseren Tochtergesellschaften Turner, Flatiron und E.E. Cruz ein breites Leistungsspektrum im Hoch-, Tief- und Infrastrukturbau ab. Dabei haben sich unsere Einheiten auf lukrative Marktsegmente mit weiterem Wachstumspotenzial spezialisiert. Die operativ gute Entwicklung wurde jedoch durch die Währungskursentwicklung des US-Dollars deutlich abgeschwächt. Aus der Umrechnung in die Konzernwährung Euro ergab sich für das Geschäftsjahr 2011 ein negativer Wechselkurseffekt in Höhe von -371 Mio. Euro. Aus diesem Grund blieben die Umsatzerlöse der Division HOCHTIEF Americas mit 6,18 Mrd. Euro um 3,4 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres (6,4 Mrd. Euro). Auf US-Dollar-Basis ergab sich dagegen eine Steigerung der Umsatzerlöse von 2,4 Prozent. Die Division HOCHTIEF Europe wurde mit Beginn des Geschäftsjahres 2011 organisatorisch neu aufgestellt. Die operativen Geschäftseinheiten der vormals eigenständigen Unternehmensbereiche HOCHTIEF Europe, HOCHTIEF Real Estate und HOCHTIEF Services wurden dabei unter einem Dach zusammengefasst. Damit nutzen wir verfügbare Synergien noch stärker und bündeln die bestehenden Kompetenzen für unsere Kunden. Das Umsatzvolumen lag mit 3,32 Mrd. Euro um 2,8 Prozent über dem Vorjahreswert von 3,23 Mrd. Euro. Der Anstieg resultierte insbesondere aus der Sparte Real Estate Solutions, die aufgrund erfolgreicher Projektvermarktungen und einer Vielzahl von Baustarts deutlich höhere Umsatzerlöse erzielte. Daneben trug auch das Auslandsgeschäft durch die Leistungen für das Großprojekt Barwa Commercial Avenue in Katar in hohem Maße zum Umsatzvolumen der Division HOCHTIEF Europe bei. Betriebswirtschaftliche Gewinn- und Verlustrechnungscroll
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Erläuterungen zu den Anpassungen finden Sie
auf Seite 201. HOCHTIEF hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die Internationalisierung weiter vorangetrieben und die Zusammenarbeit der operativen Einheiten über alle Kontinente hinweg intensiviert. Der Anteil der auf internationalen Märkten erzielten Umsatzerlöse blieb daher auch 2011 mit 91,2 Prozent (Vorjahr 91,9 Prozent) auf einem sehr hohen Niveau. Gute operative Performance in den Divisions konnte Verluste durch Sondereffekte nicht kompensierenDie Ergebnisentwicklung des HOCHTIEF-Konzerns war im Geschäftsjahr 2011 von deutlich unterschiedlichen Entwicklungen in den einzelnen Divisions geprägt. Der guten operativen Ergebnisentwicklung bei HOCHTIEF Americas, HOCHTIEF Europe und im Flughafengeschäft standen erhebliche Ergebnisbelastungen bei HOCHTIEF Asia Pacific durch zwei große Infrastrukturprojekte und die Beteiligungsgesellschaft Habtoor Leighton Group gegenüber. Zudem führten erforderliche Risikovorsorgen für unsere Mautstraßenprojekte in Griechenland und Chile sowie die Aufwendungen für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder zu Ergebnisbeeinträchtigungen. Vor diesem Hintergrund blieb das betriebliche Ergebnis/ EBITA des Gesamtkonzerns mit 62 Mio. Euro deutlich unter dem im Vorjahr erreichten Vergleichswert in Höhe von 947,5 Mio. Euro. Die Division HOCHTIEF Americas erreichte ein sehr gutes Ergebnis. Nach 134,3 Mio. Euro im Vorjahr erzielte HOCHTIEF Americas in der Berichtsperiode einen Zuwachs im betrieblichen Ergebnis um 10,4 Prozent auf 148,4 Mio. Euro. Schlüssel des Erfolgs blieb dabei die mit einer hohen Auftragsqualität gekoppelte breite Angebotsdiversifikation im amerikanischen Hoch- und Tiefbaumarkt. Dabei konzentrierte sich Turner auf die wachstumsstarken Hochbausegmente Bildungs-, Gesundheits-, Sport- und Gewerbeimmobilien sowie auf das "Green Building". Im Bereich Green Building war Turner auch im Jahr 2011 Marktführer in den USA. Im Tiefbau blieb HOCHTIEF mit den Tochtergesellschaften Flatiron und E.E. Cruz erfolgreich und war an der Realisierung mehrerer bedeutender Infrastrukturprojekte beteiligt. Zudem erzielte HOCHTIEF Americas ein positives Ergebnis aus dem Verkauf der restlichen Anteile an der Beteiligung HOCHTIEF do Brasil. In der Division HOCHTIEF Asia Pacific wurde die gute operative Entwicklung im Kerngeschäft durch Probleme bei zwei großen Infrastrukturprojekten und bei der Habtoor Leighton Group beeinträchtigt. Aufgrund von Kosten- und Terminüberschreitungen werden die Großprojekte Airport Link in Brisbane und Victorian Desalination Plant bei Melbourne mit deutlichen Verlusten abschließen. Zudem war die Ergebnisentwicklung bei der Habtoor Leighton Group durch das anhaltend schwierige Marktumfeld in Dubai und Wertberichtigungen auf Forderungen aus Altprojekten negativ beeinflusst. Neben der Übernahme des operativen Verlusts führte der bei Leighton Holdings zur Überprüfung der Werthaltigkeit des Beteiligungsansatzes an der Gesellschaft durchgeführte Impairmenttest zu einer Abschreibung in Höhe von 186,1 Mio. Euro. Gegenläufig erzielte Leighton Holdings aus dem Verkauf von drei Minenprojekten an die Bergbaugesellschaft BHP Billiton und aus dem Verkauf des fünfprozentigen Anteils an der Burton Coal Mine einen positiven Sonderertrag in Höhe von 191 Mio. Euro. Diese insgesamt unbefriedigenden Entwicklungen im Geschäftsjahr 2011 führten zu einem betrieblichen Verlust der Division HOCHTIEF Asia Pacific von 168,2 Mio. Euro (Vorjahr betriebliches Ergebnis + 653,1 Mio Euro). Die Division HOCHTIEF Concessions erzielte mit 41,6 Mio. Euro zwar ein deutlich positives betriebliches Ergebnis, der Vorjahreswert in Höhe von 113,2 Mio. Euro wurde damit jedoch deutlich verfehlt. Die Geschäftsfelder Flughäfen und Public-Private-Partnership entwickelten sich dabei sehr unterschiedlich. Im Flughafenbereich wirkten sich neben der insgesamt guten operativen Performance unserer Beteiligungsflughäfen - mit wiederum insgesamt verbesserten Fluggastzahlen - zusätzlich Rückstellungsauflösungen für die Flughäfen Budapest und Düsseldorf positiv aus. Weitere ergebnisverbessernde Faktoren waren die Absenkung der griechischen Ausschüttungssteuer auf die Dividenden des Flughafens Athen sowie eine durch die Investitionspartner gewährte Erfolgsvergütung für die überdurchschnittliche Wertsteigerung des Flughafenportfolios in den vergangenen fünf Jahren. Demgegenüber belastete die Bildung von Risikovorsorgen für die griechischen Mautstraßenprojekte das betriebliche Ergebnis im Geschäftsfeld Public-Private-Partnership signifikant. Die Schuldenkrise Griechenlands hat sich im Verlauf des Jahres 2011 deutlich verschärft. Diese Entwicklung hat HOCHTIEF dazu veranlasst, die Bewertung des Engagements an den Mautstraßenprojekten Maliakos-Kleidi und Elefsina-Patras-Tsakona einer eingehenden Prüfung zu unterziehen. Zur Abdeckung der dabei identifizierten finanziellen Risiken wurden bilanzielle Vorsorgen im Umfang von knapp 60 Mio. Euro getroffen. Zudem erhöhte sich die Risikovorsorge für die an den Erwerber ausgelegte Restwertgarantie der Anteile an der chilenischen Mautautobahn Vespucio Norte Express um 29,4 Mio. Euro. Die gegenläufig vereinnahmten Erfolgsprämien für gewonnene PPP-Projekte in den Bereichen Verkehrs- und Sozialinfrastruktur konnten diesen Negativeffekt nicht kompensieren. Die Division HOCHTIEF Europe verbesserte das betriebliche Ergebnis gegenüber dem Vorjahr (113,2 Mio. Euro) deutlich und erreichte mit 152,3 Mio. Euro einen um 34,6 Prozent höheren Wert. Ausschlaggebend hierfür waren deutlich verbesserte Projektergebnisse. Dabei wirkten sich die Maßnahmen zur Neustrukturierung unseres Hochbaugeschäfts in Deutschland und die Fokussierung auf margenstarke Projekte positiv aus. Auch das internationale Geschäft entwickelte sich erfolgreich und leistete einen erheblichen Ergebnisbeitrag. Zudem erzielte die Division einen positiven Sondereffekt aus dem Weiterverkauf von 50 Prozent der Anteile an der Joint-Venture-Gesellschaft Beluga HOCHTIEF Offshore. Das betriebliche Ergebnis des Konzerns enthält neben den Effekten aus den Divisions auch das Ergebnis der Konzernzentrale. Dieses war durch Aufwendungen aus den ausgeübten Sonderkündigungsrechten ehemaliger Vorstände mit rund 35 Mio. Euro belastet. Im Beteiligungsergebnis verzeichnete HOCHTIEF einen deutlichen Gewinneinbruch. Nach 222,7 Mio. Euro im Vorjahr verminderte sich das Beteiligungsergebnis der Berichtsperiode auf -584,8 Mio. Euro. Ausschlaggebend hierfür waren die Verluste aus dem Projekt Victorian Desalination Plant und der Beteiligungsgesellschaft Habtoor Leighton Group. Das Beteiligungsergebnis der Division HOCHTIEF Asia Pacific blieb daher mit -797,3 Mio. Euro weit hinter dem Vorjahreswert (40,7 Mio. Euro) zurück. Deutlich bessere Ergebnisbeiträge im Beteiligungsbereich erzielte die Division HOCHTIEF Americas. Unsere US-amerikanischen Tochtergesellschaften Turner und Flatiron erreichten mit 64,6 Mio. Euro ein gegenüber dem Vorjahr (43,1 Mio. Euro) um 49,9 Prozent höheres Ergebnis aus ihrem Beteiligungsportfolio. Das Beteiligungsergebnis der Division HOCHTIEF Concessions lieferte mit 117,7 Mio. Euro ebenfalls einen positiven Beitrag und blieb dabei um 13,6 Mio. Euro über dem Vorjahresergebnis (104,1 Mio. Euro). Sehr erfreulich entwickelte sich dabei das Geschäftsfeld Flughäfen mit einem deutlich höheren Ergebnis. Dieses lag mit 137,1 Mio. Euro um 30,2 Mio. Euro über dem Wert des Vorjahres (106,9 Mio. Euro). Hierzu trugen neben dem wiederum verbesserten operativen Ergebnis auch Steuerentlastungseffekte beim Flughafen Athen und die Auflösung einer Rückstellung für Investitionsverpflichtungen des Flughafens Budapest bei. Aufgrund der konkreten Verkaufsabsichten und des Stands der Verkaufsverhandlungen wurden die in den Flughafenbeteiligungen bestehenden langfristigen Vermögenswerte gemäß IFRS 5 zum 30. September 2011 als "Zur Veräußerung gehalten" eingestuft. Dies hatte zur Folge, dass die Equity-Wertfortschreibung für die betroffenen Beteiligungen des Geschäftsfelds Flughäfen ab diesem Zeitpunkt ausgesetzt wurde und dementsprechend nur mit neun Monaten im Ergebnis des Geschäftsfelds enthalten ist. Die Vergleichszahlen des Vorjahres beinhalten demgegenüber die Wertfortschreibung für das volle Geschäftsjahr von Januar bis Dezember 2010. Im Geschäftsfeld PPP wirkte sich die Berücksichtigung von Verlusten aus den griechischen Mautstrecken negativ aus. Aus diesem Grund blieb das Beteiligungsergebnis hier unter dem Vorjahresergebnis. In der Division HOCHTIEF Europe war das Beteiligungsergebnis mit 30,3 Mio. Euro deutlich positiv. Aufgrund gesunkener Erträge von Gemeinschaftsunternehmen und aus übrigen Beteiligungen lag es jedoch um 6,8 Mio. Euro unter dem Ergebnis des Vorjahres. Die Kredit- und Anlagemärkte waren im Geschäftsjahr 2011 aufgrund der Finanzkrise deutlich volatil und von Unsicherheiten geprägt. In diesem für Unternehmensfinanzierungen schwierigen Umfeld hat HOCHTIEF die langfristige Finanzierung des Konzerns zu guten Konditionen gesichert. Dabei gelang unter anderem die vorzeitige Refinanzierung der Ende 2012 auslaufenden syndizierten Kreditfazilität mit einem Volumen von zwei Mrd. Euro und einer Laufzeit von fünf Jahren bis Dezember 2016. Zudem platzierte HOCHTIEF ein Schuldscheindarlehen über 120,6 Mio. Euro, dessen Verzinsung deutlich unter den Niveaus der vergangenen Jahre blieb. Im Wertpapierbereich haben wir ein aktives Portfoliomanagement betrieben und dabei unter anderem die in Spezialfonds gehaltenen Wertpapiere veräußert. Das aus den Transaktionen an den Finanzmärkten insgesamt resultierende Finanzergebnis belief sich in der Berichtsperiode auf -168,7 Mio. Euro gegenüber -181,4 Mio. Euro im Vorjahr. Das darin enthaltene Zinsergebnis hat sich mit -173,7 Mio. Euro um 5,3 Mio. Euro verbessert. Kehrtwende beim operativen Ergebnis in der zweiten Jahreshälfte geschafftNach den in der ersten Jahreshälfte 2011 zu verzeichnenden erheblichen Ergebnisbelastungen der Division HOCHTIEF Asia Pacific wurde im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres operativ die Kehrtwende geschafft. Das Ergebnis vor Steuern blieb mit -127 Mio. Euro jedoch deutlich unter dem Vorjahreswert von 756,6 Mio. Euro. Infolge der bei Leighton Holdings aufgetretenen Projektverluste wurden in der Division HOCHTIEF Asia Pacific latente Steueransprüche aktiviert. Bei den latenten Steuern ergab sich daher ein Steuerertrag in Höhe von 20,9 Mio. Euro. Dem standen Aufwendungen aus tatsächlichen Ertragsteuern in Höhe von 61,8 Mio. Euro gegenüber. Der Steueraufwand belief sich in der Berichtsperiode damit per Saldo auf 40,9 Mio. Euro. Im Vorjahr ergab sich aufgrund der guten Ergebniszahlen und der daraus resultierenden hohen tatsächlichen Steuern ein Steueraufwand in Höhe von 210,3 Mio. Euro. Das Ergebnis nach Steuern hat sich im Vergleich zum Vorjahr (546,3 Mio. Euro) auf -167,9 Mio. Euro deutlich verschlechtert. Der auf die HOCHTIEF-Aktionäre entfallende anteilige Konzernverlust belief sich auf -160,3 Mio. Euro gegenüber einem im Vorjahr ausgewiesenen Gewinnanteil in Höhe von 288 Mio. Euro. Der Anteil der Fremdgesellschafter am Ergebnis nach Steuern betrug im Geschäftsjahr 2011 -7,6 Mio. Euro (Vorjahr 258,3 Mio. Euro). Die Verlustanteile der Fremdgesellschafter sind im Verhältnis zu dem auf die HOCHTIEF-Aktionäre entfallenden Anteil deutlich niedriger, da positive Ergebnisbeiträge insbesondere in den Bereichen erzielt wurden, an denen fremde Gesellschafter signifikant beteiligt sind. Hierzu gehörten neben dem Flughafenbereich auch Beteiligungen von HOCHTIEF Europe und HOCHTIEF Americas. Kapitalflussrechnung HOCHTIEF-Konzern (Kurzfassung)*scroll
FinanzlageKonzern-KapitalflussrechnungDie Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit war mit 1,03 Mrd. Euro deutlich positiv. Der Liquiditätszufluss aus dem operativen Geschäft blieb damit auf dem hohen Niveau des Vorjahres von 1,04 Mrd. Euro. Das deutlich geringere Ergebnis nach Steuern von Leighton Holdings und dem Geschäftsfeld Public-Private-Partnership schlug nicht in vollem Umfang auf die Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit durch, da diese Verluste in erheblichem Umfang aus noch nicht liquiditätswirksam gewordenen Effekten resultierten. Zudem führte der Abbau von Vorräten der Division HOCHTIEF Europe zu einer Verbesserung der Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit. Demgegenüber führte der Aufbau von Forderungen aus dem operativen Geschäft zu einem Anstieg der im Nettoumlaufvermögen gebundenen liquiden Mittel bei HOCHTIEF Americas. Die im Geschäftsjahr 2011 getätigten Investitionen erreichten mit 2,02 Mrd. Euro eine neue Dimension. Der bereits hohe Wert aus dem Vorjahr in Höhe von 1,13 Mrd. Euro wurde um 895,6 Mio. Euro übertroffen. Wir haben den Schwerpunkt unserer Investitionspolitik dabei auf die Ersatzbeschaffung und Modernisierung der technischen Ausrüstung im Mining-Bereich und von Baugerät zur Realisierung komplexer Projekte im Infrastrukturgeschäft gelegt. Der Umfang der vom HOCHTIEF-Konzern insgesamt getätigten Investitionsausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte belief sich auf 1,51 Mrd. Euro nach 924,1 Mio. Euro im Vorjahr. Der Großteil dieser Investitionen wurde mit 1,39 Mrd. Euro (Vorjahr 837 Mio. Euro) bei Leighton Holdings getätigt. Die Investitionen im Bereich der Finanzanlagen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 517,3 Mio. Euro gesteigert und haben sich mehr als verdoppelt. Dabei konzentrierten sich die Mittelausgaben auf das Geschäftsfeld Flughäfen in der Division HOCHTIEF Concessions und auf den strategischen Ausbau des Beteiligungsportfolios in den Divisions HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Americas. In der Division HOCHTIEF Concessions wurde das Flughafengeschäft mit Investitionen in die Beteiligung am Flughafen Budapest weiter gestärkt. Zudem investierte Leighton Holdings 281,3 Mio. Euro in sein Beteiligungsportfolio. Die Investitionen im Beteiligungsbereich von HOCHTIEF Americas erfolgten vorrangig in Anteile an Gemeinschaftsunternehmen von Flatiron. Dem hohen Mittelabfluss aus den im Geschäftsjahr getätigten Investitionen standen Einnahmen aus Abgängen von Sachanlagen und Desinvestments im Beteiligungsbereich in Höhe von 586,8 Mio. Euro gegenüber. Ein Großteil dieser Liquidität wurde mit 470,9 Mio. Euro aus dem erfolgreichen Verkauf von Teilen des australischen Eisenerzgeschäfts und anderen Sachanlagen sowie aus Beteiligungsverkäufen bei Leighton Holdings generiert. Im Vorjahr belief sich der Mittelzufluss aus solchen Verkaufstransaktionen im HOCHTIEF-Konzern auf 701,8 Mio. Euro und betraf im Wesentlichen Effekte aus der Veräußerung der luxemburgischen Rückversicherungsgesellschaft Contractors sowie aus dem Teilverkauf der Indienaktivitäten von Leighton Holdings. In der Veränderung von Wertpapieren und Finanzforderungen führte der Verkauf von Wertpapieren zu einem deutlichen Liquiditätszufluss. Dem standen gegenläufige Effekte aus der Gewährung von Ausleihungen gegenüber. Per Saldo ergab sich ein Mittelzufluss aus der Veränderung von Wertpapieren und Finanzforderungen in Höhe von 146 Mio. Euro. Im Vorjahr führte die Aufstockung unseres Wertpapierportfolios zu einem Mittelverbrauch in Höhe von 243,4 Mio. Euro. Die Erst- und Entkonsolidierungen von Tochtergesellschaften wirkten sich im Geschäftsjahr mit 13,6 Mio. Euro erhöhend auf den Liquiditätsbestand aus. Im Vorjahr ergab sich hieraus ein hoher Abfluss an Liquidität in Höhe von 301,6 Mio. Euro. Der wesentliche Teil hiervon resultierte aus der Entkonsolidierung von Contractors sowie aus dem Teilverkauf des Indien-Geschäfts bei Leighton Holdings. Insgesamt lag die Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit in der Berichtsperiode bei -1,28 Mrd. Euro gegenüber -970,9 Mio. Euro im Vorjahr. Vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise und der wachsenden Staatsverschuldung in den USA und einigen europäischen Ländern waren die Finanzmärkte im Jahr 2011 von einer zunehmenden Unsicherheit geprägt. Hierdurch sind auch die Herausforderungen für die Unternehmensfinanzierung deutlich gewachsen. HOCHTIEF hat frühzeitig auf diese Entwicklungen reagiert und verfolgt eine langfristige und nachhaltige Finanzierungsstrategie. Im Fokus unseres Handelns standen im Geschäftsjahr 2011 die Sicherstellung einer ausreichenden Liquidität für das operative Geschäft und die weitere Optimierung unserer Finanzierungskonditionen und -struktur. Nachdem HOCHTIEF im Vorjahr durch die Aufnahme von Fremdkapital und die teilweise Nutzung von genehmigtem Kapital einen Liquiditätszufluss in der Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 417 Mio. Euro verzeichnete, flossen im Geschäftsjahr 2011 Mittel im Umfang von 21,2 Mio. Euro ab. Kredittilgungen und -neuaufnahmen im Volumen von jeweils 1,24 Mrd. Euro waren dabei nahezu ausgeglichen. Die wesentlichen Kreditaufnahmen betrafen die Inanspruchnahme des syndizierten Barkredits durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft sowie die Nutzung externer Finanzierungsquellen bei Flatiron. Daneben führte eine zu Beginn des Geschäftsjahres 2011 durchgeführte Kapitalerhöhung bei Leighton Holdings zu einem erheblichen Mittelzufluss, der in den Einzahlungen anderer Gesellschafter in das Eigenkapital in Höhe von insgesamt 271,1 Mio. Euro (Vorjahr 68,7 Mio. Euro) enthalten ist. Im Vorjahr war die Kapitalerhöhung der HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Umfang von knapp 400 Mio. Euro als Liquiditätszufluss enthalten. Die Dividendenzahlungen an HOCHTIEF-Aktionäre und konzernfremde Gesellschafter verminderten den Liquiditätsbestand um 290,5 Mio. Euro. Im Vorjahr wurden hierfür flüssige Mittel im Umfang von 312 Mio. Euro verwendet. Der Bestand an flüssigen Mitteln lag in der Konzernbilanz zum Stichtag 31. Dezember 2011 bei 2,26 Mrd. Euro und damit um 186,2 Mio. Euro unter dem Wert vom 31. Dezember 2010 (2,45 Mrd. Euro). Der darin enthaltene Effekt aus Wechselkursänderungen wirkte sich mit 52,1 Mio. Euro aus. Daneben führte die Übertragung von Liquidität aus dem Pensionsfonds (CTA) zu einem Anstieg der flüssigen Mittel um 50 Mio. Euro. Gegenläufig führte die Umgliederung von flüssigen Mitteln der Sparte HOCHTIEF Airport in die als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte im Umfang von 15,9 Mio. Euro zu einem Rückgang der in der Konzernbilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel. Der Free Cashflow zeigt den Saldo aus der Mittelveränderung aus der laufenden Geschäftstätigkeit (1,03 Mrd. Euro) und aus der Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit (-1,28 Mrd. Euro). Für das Geschäftsjahr 2011 ergab sich dabei ein negativer Wert in Höhe von -251,2 Mio. Euro (Vorjahr 65,1 Mio. Euro). Konzernfinanzierung langfristig gesichert -neuer syndizierter Bar- und Avalkredit* erfolgreich platziert - Schuldscheindarlehen umfinanziertIm Dezember 2011 konnten wir die Refinanzierung unserer bestehenden syndizierten Bar- und Avalkredite erfolgreich durchführen und damit die strategische Konzernfinanzierung für den Bar- und Avalbereich langfristig sichern. Der neue syndizierte Kredit über insgesamt zwei Mrd. Euro mit einer Laufzeit bis Ende 2016 besteht einerseits aus einer Avalkredit-Tranche mit insgesamt 1,5 Mrd. Euro sowie aus einer revolvierend nutzbaren Barkredit-Tranche in Höhe von 500 Mio. Euro. Der Avalkredit ist mit 1,12 Mrd. Euro zum Berichtsstichtag gezogen. Die Bartranche wird im Bedarfsfall flexibel genutzt und ist zum Berichtsstichtag mit 400 Mio. Euro in Anspruch genommen. Die Konditionen sind im Vergleich zu den aktuellen Marktverhältnissen als attraktiv anzusehen. Im November des Berichtsjahres konnten wir zudem ein weiteres Schuldscheindarlehen in einem schwierigen Marktumfeld erfolgreich platzieren, um ein im Jahr 2009 abgeschlossenes Schuldscheindarlehen vorzeitig umzufinanzieren, und im Vergleich hierzu jetzt deutlich günstigere Konditionen zu vereinbaren. Mit einem Volumen von 120,6 Mio. Euro und einer Laufzeit von fünf Jahren realisierte HOCHTIEF erneut eine Benchmark-Transaktion, die dem Konzern über die Laufzeit Finanzierungssicherheit gibt. Die Konditionen liegen deutlich unter den Niveaus der vergangenen Berichtsjahre. Auch das Fälligkeitsprofil unseres Darlehensportfolios hat durch diese Platzierung eine weitere Verlängerung erfahren. Besonders erfreulich ist ein Platzierungsanteil nicht deutscher Investoren von zirka 40 Prozent. Dies spiegelt die unverändert hohe Bonität des HOCHTIEF-Konzerns auch an den internationalen Kapitalmärkten wider. Der Darlehensvertrag entspricht den Verträgen bereits herausgelegter Schuldscheindarlehen. Wir achten unverändert darauf, dass alle Kreditgeber gleichgestellt werden. Mit dem jüngsten Schuldscheindarlehen haben wir in Deutschland und international nunmehr insgesamt 756 Mio. Euro an langfristigen Finanzierungen in diesem attraktiven Finanzierungssegment platziert. Weiterhin verfügt der Konzern über bilaterale kurzfristige Barkreditlinien zur Versorgung der operativen Einheiten mit ausreichenden liquiden Mitteln zur Finanzierung des laufenden Geschäfts. Diese jährlich zu verlängernden Linien belaufen sich auf über 312 Mio. Euro. Die Kredite sind zu mehr als 80 Prozent schriftlich und mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr von den Banken bestätigt. Die Konditionen entsprechen der hohen Bonität des HOCHTIEF-Konzerns. Zum Berichtsstichtag waren diese kurzfristigen Barkreditlinien nicht genutzt. Bilaterale Avalkreditlinien ergänzen den syndizierten Avalkredit. Hier verfügt der Konzern zum Jahresende 2011 über zusätzlich rund 900 Mio. Euro. Dies stellt gegenüber dem Vorjahr eine Erhöhung um zirka 57 Prozent beziehungsweise 327 Mio. Euro dar. Auch hier entsprechen die Konditionen der unverändert guten Bonität des HOCHTIEF-Konzerns. Die verschiedenen Instrumente in ihrer Gesamtheit sichern dem Konzern eine langfristige und breit diversifizierte Finanzierung, und dies zu für HOCHTIEF akzeptablen Kreditbedingungen und unverändert attraktiven Konditionen. Keines der von HOCHTIEF abgeschlossenen Finanzierungsinstrumente ist besichert; sie basieren auf einer Gleichbehandlung aller Kreditgeber (pari passu). Zu den syndizierten und bilateralen Krediten kommen im Bedarfsfall weitere Kredite für Projektfinanzierungen hinzu. Diese Finanzierungen, die jeweils auf Basis eines konkreten Projekts verhandelt und abgeschlossen werden, sind flexibel nutzbar und werden beim Verkauf der Projekte aus den erzielten Erlösen zurückbezahlt. Eine Besicherung erfolgt - wenn überhaupt - ausschließlich auf den Vermögenswerten des Projekts selbst. Ein Rückgriff auf den HOCHTIEF-Konzern ist in den allermeisten Fällen ausdrücklich ausgeschlossen. Hier ist auch die erfolgreiche Refinanzierung der HOCHTIEF-Beteiligungsgesellschaft aurelis zu erwähnen. Zum Ende des Berichtsjahres konnte die Gesellschaft ein Jahr vor Ablauf der regulären Kreditlaufzeit die Anschlussfinanzierung über 700 Mio. Euro zu marktgerechten und guten Konditionen bis September 2015 frühzeitig sicherstellen. Unverändert zum Vorjahr bestehen für die Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Asia Pacific lokale Finanzierungen. Hier ist insbesondere die US-Bondingfazilität von herausragender Bedeutung. Mit einem Volumen von zirka fünf Mrd. Euro (6,5 Mrd. US-Dollar) ist sie unverändert der zentrale Finanzierungsbaustein für das US-amerikanische Geschäft. Sowohl Turner als auch Flatiron nutzen diese Linie. Die Bondingfazilität wurde im Berichtsjahr neu strukturiert, neue Surety-Gesellschaften einbezogen und auf insgesamt rund fünf Mrd. Euro erhöht. Dieses hohe Volumen ist im US-amerikanischen Markt erforderlich, da Bauprojekte oftmals mit 100 Prozent der Auftragssumme abgesichert werden müssen -im Gegensatz zu anderen Rechtsordnungen, in denen im Regelfall eine 10-Prozent-Vertragserfüllungsbürg-schaft zu stellen ist. Flatiron verfügt zudem über bilaterale Bankfinanzierungen sowohl im Bar- als auch im Avalbereich. Diese werden vor allem für die kanadischen Aktivitäten genutzt, da dort oftmals eine Bankgarantie anstelle eines Suretybonds gestellt werden muss. Diese lokale Surety-Bondinglinie wird von der HOCHTIEF Aktiengesellschaft durch eine Konzerngarantie gedeckt. Konzernbilanz in Mrd. Euro![]() Leighton Holdings verfügt im australischen Kapitalmarkt über ein unverändert gutes Standing. Leightons Finanzierungsaktivitäten erfolgen auf bilateraler oder syndizierter Basis. Eine Besicherung oder Unterlegung durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft oder eine sonstige Konzerngesellschaft erfolgt unverändert nicht. Die syndizierte Kreditdokumentation wie auch die Schuldscheindarlehensverträge verfügen weiterhin über jeweils identische Change-of-Control-Bestimmungen. Die Kontrollwechsel werden beim Überschreiten einer Beteiligungsschwelle von 30 Prozent an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft (mit Ausnahme eines Unternehmens der ACS-Gruppe) wirksam. Nach dem erfolglosen Ablauf einer Verhandlungsperiode von 60 Tagen ab Eintritt des Kontrollwechsels steht den Gläubigern ein außerordentliches Kündigungsrecht ihrer jeweiligen Kreditzusagen zu. Gleichzeitig wurden umfangreiche Schutzklauseln in Bezug auf Geschäfte und Transaktionen mit ACS beibehalten beziehungsweise in die neuen Kreditverträge aufgenommen. Mit Ausnahme bestehender Schuldscheindarlehen sowie der kurzfristigen Bar- und Avallinien, die im jährlichen Rhythmus zu prolongieren sind, haben wir durch die bereits Ende 2011 vorzeitig erfolgte Refinanzierung der syndizierten Kredite im Jahr 2012 keine Fälligkeiten aus Konzernfinanzierungsverträgen zu verzeichnen. Wie auch im abgelaufenen Berichtsjahr, werden wir darüber hinaus die Finanz- und Kapitalmärkte unverändert intensiv beobachten und sich eventuell ergebende Opportunitäten nutzen, um die Konzernfinanzierung langfristig sicherzustellen und weiter zu diversifizieren. VermögenslageHOCHTIEF bleibt auf WachstumskursHOCHTIEF agierte auch im Geschäftsjahr 2011 auf einer starken und soliden bilanziellen Basis. Damit gelang es uns, trotz eines schwierigen makroökonomischen Umfelds und der Probleme bei einzelnen Projekten auf Wachstumskurs zu bleiben. Die Bilanzsumme des HOCHTIEF-Konzerns belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2011 auf 15,8 Mrd. Euro und lag damit um 5,4 Prozent über dem Vorjahr. HOCHTIEF startete im Geschäftsjahr 2011 einen Prozess zur Veräußerung des Geschäftsfelds Flughäfen. Die Transaktion befand sich zum 30. September 2011 bereits in einem weit fortgeschrittenen Stadium mit potenziellen Erwerbern, wobei eine Umgliederung gemäß IFRS 5 vorgenommen wurde. Aufgrund des sich zum Jahresende verschlechternden makroökonomischen Umfelds verzögerten sich jedoch die Verhandlungen und konnten nicht finalisiert werden. Zur Realisierung der in unserem Flughafenportfolio befindlichen Werte werden die Verkaufspläne aber über den Bilanzstichtag hinaus weiterverfolgt. Demzufolge wurden in der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2011 weiterhin die im Geschäftsfeld Flughäfen gehaltenen Vermögenswerte sowie Schulden gegenüber externen Gläubigern in jeweils eine separate kurzfristige Position der Aktiv- und Passivseite umgegliedert. Hiervon war insbesondere der zum Jahresende ausgewiesene Bestand an Finanzanlagen und die langfristigen Finanzforderungen betroffen. Die langfristigen Vermögenswerte erreichten zum Ende des Geschäftsjahres 2011 einen Bilanzwert von 5,22 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Geschäftsjahresende 2010 (5,87 Mrd. Euro) fiel diese Position damit um 654,6 Mio. Euro niedriger aus. Dieser hohe Rückgang ist mit 1,4 Mrd. Euro im Wesentlichen auf die Umgliederung von Vermögenswerten der Sparte HOCHTIEF Airport in die als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte zurückzuführen. Der Bestand an immateriellen Vermögenswerten lag mit 693,3 Mio. Euro über dem Niveau des Vorjahres (582,9 Mio. Euro). Der Anstieg resultierte zum Großteil aus der Aktivierung erworbener Lizenzen im Zusammenhang mit der Implementierung erworbener Anwendungssoftware sowie aus der Vollkonsolidierung von Devine Ltd. bei Leighton Holdings. Die Konzessionen und ähnliche Nutzungsrechte erreichten daher zum Geschäftsjahresende einen Wert in Höhe von 213,2 Mio. Euro (Vorjahr 90,1 Mio. Euro). Die aus der Erstkonsolidierung resultierenden Geschäfts- und Firmenwerte von vollkonsolidierten Tochtergesellschaften sind mit 480,1 Mio. Euro (Vorjahr 492,8 Mio. Euro) in den immateriellen Vermögenswerten enthalten. Das Sachanlagevermögen des Konzerns erhöhte sich um 427,7 Mio. Euro auf 2,24 Mrd. Euro. Der Anstieg gegenüber dem zum 31. Dezember 2010 bilanzierten Stand (1,81 Mrd. Euro) resultierte im Wesentlichen aus dem hohen Investitionsvolumen bei Leighton Holdings. Der Bestand an Investment Properties betraf - wie im Vorjahr - vorrangig Immobilien der Division HOCHTIEF Europe und blieb mit 21,7 Mio. Euro (Vorjahr 24 Mio. Euro) nahezu unverändert. Das Finanzanlagevermögen fiel mit 1,1 Mrd. Euro im Vergleich zum Endbestand des Vorjahres (2,51 Mrd. Euro) deutlich niedriger aus. Hier wirkte sich in erster Linie die Umgliederung der als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte der Sparte HOCHTIEF Airport aus. Zudem führten Verluste bei der Habtoor Leighton Group sowie die Impairmentabwertung des Beteiligungsbuchwerts dieser Gesellschaft zu einem deutlichen Rückgang des Finanzanlagevermögens. Die langfristigen Finanzforderungen lagen mit 632,1 Mio. Euro um 125,3 Mio. Euro über dem Vorjahreswert (506,8 Mio. Euro). Dem Zuwachs aus der Gewährung von Ausleihungen durch Leighton Holdings an die Habtoor Leighton Group stand im Wesentlichen der Effekt aus der Umgliederung von Finanzforderungen in die Position "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" der Sparte HOCHTIEF Airport entgegen. Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte stiegen um 82,7 Mio. Euro auf einen Bestand in Höhe von 258,8 Mio. Euro. Dem Rückgang aus der Übertragung von flüssigen Mitteln aus dem Pensionsfonds stand dabei ein höherer Zuwachs in den übrigen sonstigen Vermögenswerten gegenüber. Die aktivisch ausgewiesenen latenten Steuern stiegen infolge der bei Leighton Holdings entstandenen Projektverluste um 14,1 Mio. Euro auf 274,7 Mio. Euro. In den kurzfristigen Vermögenswerten verzeichnete HOCHTIEF im Geschäftsjahr 2011 einen Anstieg um 1,46 Mrd. Euro auf 10,58 Mrd. Euro. Der Vergleichswert zum Ende des Geschäftsjahres 2010 lag mit 9,12 Mrd. Euro deutlich niedriger. Im Endbestand des Berichtsjahres sind mit 1,46 Mrd. Euro die als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte der Sparte HOCHTIEF Airport enthalten. Die aus dem operativen Geschäft resultierenden Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sind infolge der Ausweitung der geschäftlichen Aktivitäten unserer Divisions gewachsen. Mit 4,68 Mrd. Euro lagen sie zum Ende des Geschäftsjahres 2011 um 696,6 Mio. Euro über dem Wert zum Ende des Vorjahres (3,98 Mrd. Euro). Das Vorratsvermögen erhöhte sich im Jahresverlauf nur leicht um 18,4 Mio. Euro auf 1,29 Mrd. Euro. Dem Anstieg aus der erstmaligen Einbeziehung der Immobilienprojektentwicklungsgesellschaft Devine Ltd. in den Kreis der vollkonsolidierten Tochtergesellschaften bei Leighton Holdings standen dabei Rückgänge aus der Veräußerung von Immobilienprojektentwicklungen der Sparte Real Estate Solutions der Division HOCHTIEF Europe gegenüber. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir unser Wertpapierportfolio deutlich reduziert und zur weiteren Optimierung der Finanzierungsstruktur im Konzern genutzt. Die aus dem Verkauf von festverzinslichen Wertpapieren, Fondsanteilen und Aktien generierte Liquidität wurde dabei in erheblichem Umfang zur Tilgung bestehender Kreditverbindlichkeiten und für Investitionen genutzt. Aus diesem Grund verminderte sich der Bestand des in Wertpapieren angelegten Vermögens um 544,8 Mio. Euro auf 392,8 Mio. Euro. HOCHTIEF verfügte zum Stichtag 31. Dezember 2011 über einen Bestand an flüssigen Mitteln in Höhe von 2,26 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2010 (2,45 Mrd. Euro) lagen diese um 186,2 Mio. Euro niedriger. Der Liquiditätsbedarf resultierte neben der Finanzierung des laufenden operativen Geschäfts insbesondere aus getätigten Investitionen in Sach- und Finanzanlagen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2011 betrug das Eigenkapital des HOCHTIEF-Konzerns 4,11 Mrd. Euro und lag damit um 153,8 Mio. Euro unter dem Wert vom 31. Dezember 2010 (4,27 Mrd. Euro). Ein wesentlicher Teil des Rückgangs entfiel mit 290,5 Mio. Euro auf Dividendenzahlungen an HOCHTIEF-Aktionäre und konzernfremde Gesellschafter. Zudem wirkten sich das Ergebnis nach Steuern mit -167,9 Mio. Euro, die Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste (-43,6 Mio. Euro) sowie die Veränderungen aus Währungsumrechnung und Marktbewertung von Finanzinstrumenten (-9,4 Mio. Euro) negativ auf das Eigenkapital aus. Gegenläufig wirkten sich die übrigen neutralen Veränderungen mit 357,6 Mio. Euro deutlich erhöhend im Konzerneigenkapital aus. Hiervon entfielen 255,9 Mio. Euro auf den Anteil anderer Gesellschafter an der Kapitalerhöhung bei Leighton Holdings. Die Eigenkapitalquote lag zum Stichtag 31. Dezember 2011 bei 26 Prozent (31. Dezember 2010: 28,5 Prozent). Die langfristigen Schulden verminderten sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2011 um 173,4 Mio. Euro auf einen Endbestand in Höhe von 3,2 Mrd. Euro. Zu diesem Abbau trugen insbesondere laufzeitbedingte Umbuchungen in den Bereich der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten bei. Der zum Geschäftsjahresende auszuweisende Bestand an langfristigen Finanzverbindlichkeiten verringerte sich um 275,4 Mio. Euro auf 2,3 Mrd. Euro. Die als langfristig auszuweisenden Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr 2011 um 97 Mio. Euro erhöht. Nach 543,4 Mio. Euro am 31. Dezember 2010 belief sich der Wert am 31. Dezember 2011 auf 640,4 Mio. Euro. Die darin enthaltenen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen stiegen um 72,2 Mio. Euro auf 188,8 Mio. Euro. Die anderen langfristigen Rückstellungen enthalten vorwiegend Rückstellungen zur Deckung von Verpflichtungen aus dem Personalbereich und zur Deckung von Versicherungsfällen sowie die Risikovorsorge für Mautstraßenprojekte. Diese stiegen per Saldo um 24,7 Mio. Euro auf 451,6 Mio. Euro. Die sonstigen Verbindlichkeiten blieben mit 178,7 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Sie enthalten überwiegend Verbindlichkeiten aus Derivaten. In den kurzfristigen Schulden verzeichnete der HOCHTIEF-Konzern einen deutlichen Anstieg in Höhe von 1,14 Mrd. Euro. Zum Ende des Geschäftsjahres 2011 belief sich das Volumen auf 8,49 Mrd. Euro gegenüber 7,35 Mrd. Euro am 31. Dezember 2010. Maßgeblichen Einfluss hatten dabei unsere Aktivitäten zur Optimierung und Sicherstellung der Konzernfinanzierung und die damit im Zusammenhang stehenden kurzfristigen Mittelaufnahmen sowie die Umstellung von zuvor im Langfristbereich ausgewiesenen Kreditverbindlichkeiten. Hierdurch stiegen die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um 847,1 Mio. Euro auf 1,49 Mrd. Euro. Die Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr wuchsen durch den weiteren Ausbau des operativen Geschäfts um 266,5 Mio. Euro auf einen Endbestand von 5,63 Mrd. Euro. Die im Kurzfristbereich ausgewiesenen anderen Rückstellungen blieben mit 956,5 Mio. Euro nahezu unverändert. Die sonstigen Verbindlichkeiten lagen mit 379,3 Mio. Euro leicht über dem Niveau vom 31. Dezember 2010 (363,3 Mio. Euro). Zusammenfassende Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch den VorstandsvorsitzendenIm Geschäftsjahr war HOCHTIEF von verschiedenen Sondereffekten beeinträchtigt, hat operativ aber sehr erfolgreich auf seinen Märkten in aller Welt agiert und konnte sich in wachstumsstarken Segmenten positionieren. Der Auftragsbestand lag über dem Rekordniveau von 2010 und lastet unser Unternehmen rechnerisch fast zwei Jahre aus. Die HOCHTIEF-Division Americas verzeichnete ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Unsere Tochtergesellschaft Leighton musste bei den beiden Großprojekten Airport Link, Brisbane, und Victorian Desalination Plant, bei Melbourne, erhebliche Verluste und zudem negative Ergebniseffekte der Beteiligungsgesellschaft Habtoor Leighton Group verkraften. Darüber hinaus haben die chilenischen und griechischen Mautstraßenprojekte der Division HOCHTIEF Concessions das Konzernergebnis ebenfalls belastet. Verwerfungen an den Finanzmärkten und die Unsicherheit in der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung Europas haben die Verhandlungen über den Verkauf unseres Geschäftsfelds Flughäfen negativ beeinflusst und zu einer Verzögerung dieser Transaktion beigetragen. Unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2012 ist ein Vorsteuerergebnis und ein Konzerngewinn aus dem operativen Geschäft, die sich leicht unterhalb des bisherigen Rekordjahres 2010 bewegen werden. Hierfür ist HOCHTIEF als globaler Baudienstleister mit unseren Divisions optimal für die Märkte in Europa, Amerika und Asien aufgestellt. Mit unseren etablierten Geschäftsmodellen und der Konzentration auf die drei strategischen Wachstumsfelder Realisierung nachhaltiger Energieinfrastruktur, Gestaltung von Metropolen und Ausbau moderner Verkehrsinfrastruktur zielen wir auf Wachstum auch in Krisenzeiten und nutzen diese hervorragenden Chancen. Um die Herausforderungen zu erreichen, verfügen wir über ein umfassendes Leistungsportfolio, technisches Know-how und jahrzehntelange Erfahrung. Allerdings ist unsere Erwartung für das Geschäftsjahr 2012 insoweit mit Risiken behaftet, als sich Unsicherheiten hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Weltwirtschaft und der Finanzmärkte ergeben können. Bericht nach § 312 AktG über Beziehungen zu verbundenen UnternehmenMit dem Großaktionär ACS Actividades de Construcciön y Servicios S.A. besteht kein Beherrschungsvertrag, sodass der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG verpflichtet ist. In diesem Abhängigkeitsbericht wird vom Vorstand folgende Schlusserklärung gegeben: "Bei der HOCHTIEF Aktiengesellschaft haben in Beziehung zu dem herrschenden oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen im Berichtszeitraum vom 1. Juni bis 31. Dezember 2011 keine berichtspflichtigen Vorgänge vorgelegen. Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen wurden nicht getroffen oder unterlassen." Erläuterungen zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der HOCHTIEF Aktiengesellschaft (Holding)Gewinn- und Verlustrechnung der HOCHTIEF Aktiengesellschaft (Kurzfassung)scroll
Bilanz der HOCHTIEF Aktiengesellschaft (Kurzfassung)scroll
Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft führt die Divisions des HOCHTIEF-Konzerns als strategische Management-Holding. Insofern ist das Ergebnis der HOCHTIEF Aktiengesellschaft vor allem durch das Beteiligungsergebnis sowie durch Erlöse und Aufwendungen bestimmt, die im Zusammenhang mit der Ausübung der Holdingfunktionen stehen. Der Jahresabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt und vom Abschlussprüfer Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich keine Änderungen der Ansatz- und Bewertungsmethoden ergeben. Die Bekanntmachung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der HOCHTIEF Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2011 erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger. ErtragslageDie Übertragung von Dienstleistungsbereichen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft sowie deren Mitarbeitern auf die HOCHTIEF Solutions AG hat Einfluss auf zahlreiche Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung, die dadurch teilweise wesentlich rückläufig sind. Somit ist nur eine eingeschränkte Vergleichbarkeit zum Vorjahr möglich. Die Umsatzerlöse der HOCHTIEF Aktiengesellschaft (69,8 Mio. Euro) stehen im Zusammenhang mit der Ausübung der Holdingfunktion. Außerdem werden hier noch Umsatzerlöse aus Bauprojekten ausgewiesen, die nach der Ausgliederung des Baugeschäfts in die HOCHTIEF Solutions AG aus organisatorischen Gründen bei der HOCHTIEF Aktiengesellschaft abgewickelt werden. Aus solchen Aufträgen ergab sich im Vorjahr -im Wesentlichen bei der Betriebsstätte Russland - ein noch deutlich höheres Volumen. Die Projekte sind schlussgerechnet und zukünftige Projekte werden von einer lokalen Tochtergesellschaft abgewickelt. Aus diesem Grund lagen die Umsatzerlöse 2010 mit 208,5 Mio. Euro deutlich höher. Dies hatte ebenfalls Auswirkungen auf den Materialaufwand, der von 130,7 Mio. Euro im Vorjahr auf 14,3 Mio. Euro in der Berichtsperiode zurückging. Der Personalaufwand belief sich auf 36,4 Mio. Euro gegenüber 80,6 Mio. Euro im Vorjahr. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wirkten sich Aufwendungen durch ausgeübte Sonderkündigungsrechte ehemaliger Vorstandsmitglieder aufgrund des Kontrollwechsels aus. Das Ergebnis des Einzelabschlusses der HOCHTIEF Aktiengesellschaft wird darüber hinaus maßgeblich von den Beteiligungsergebnissen bestimmt. Aufgrund geringerer Erträge aus Gewinnabführungsverträgen und deutlich gestiegener Aufwendungen aus Verlustübernahmen lag das Ergebnis aus Finanzanlagen mit 170,2 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahresergebnis (320,3 Mio. Euro). Finanz- und VermögenslageDie Finanz- und Vermögenslage der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist aufgrund ihrer Holdingfunktion durch die Finanzanlagen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen geprägt, die sich auf 93,6 Prozent (Vorjahr 78,6 Prozent) der Bilanzsumme belaufen. Zudem wurde im Vorjahr ein noch deutlich höherer Bestand an Wertpapieren (316,6 Mio. Euro) und flüssigen Mitteln (274,7 Mio. Euro) ausgewiesen. Der Rückgang des Wertpapierbestands um 270,6 Mio. Euro auf 46 Mio. Euro sowie der flüssigen Mittel um 230,6 Mio. Euro auf 44,1 Mio. Euro ist insbesondere auf die im Geschäftsjahr erfolgten Maßnahmen zur Optimierung der Finanzstruktur zurückzuführen. Das gezeichnete Kapital der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, das in 76 999 999 nennwertlose Stückaktien eingeteilt ist, beläuft sich auf nominal 197,1 Mio. Euro. Nach Absetzung des Bestands eigener Aktien in Höhe des auf sie entfallenden Betrags des Grundkapitals beträgt das gezeichnete Kapital 188,4 Mio. Euro. Die Kapitalrücklage in Höhe von 783,6 Mio. Euro und die Gewinnrücklagen in Höhe von 814,6 Mio. Euro blieben nahezu unverändert. Das Eigenkapital erreichte einen Anteil von 47,6 Prozent (Vorjahr 49,4 Prozent) an der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten in Höhe von 1,86 Mrd. Euro (Vorjahr 1,84 Mrd. Euro) enthalten in Vorjahren aufgenommene Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen von 635,5 Mio. Euro. Die Verzinsung der einzelnen Schuldscheindarlehen entspricht den zum Zeitpunkt des Abschlusses geltenden Marktbedingungen und erfolgt mit dem Sechs-Monats-EURIBOR zuzüglich einer angemessenen Marge beziehungsweise mit zum Teil fixer und zum Teil variabler Verzinsung. Die Verbindlichkeiten enthalten zudem einen Anteil in Höhe von 102 Mio. Euro eines über 120,6 Mio. Euro am 25. November 2011 aufgenommenen Schuldscheindarlehens mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Das Darlehensvolumen wurde sowohl bei nationalen und internationalen Banken als auch bei einem verbundenen Unternehmen in Höhe von 18,6 Mio. Euro platziert. Die Verzinsung ist an den Sechs-Monats-EURIBOR gekoppelt und berücksichtigt eine angemessene Kreditmarge. Darüber hinaus ist hier mit 400 Mio. Euro (Vorjahr 477 Mio. Euro) die Inanspruchnahme einer syndizierten Barkreditlinie mit einem Gesamtvolumen von 500 Mio. Euro ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Konzernfinanzverkehr und belaufen sich auf 647 Mio. Euro (Vorjahr 456,4 Mio. Euro). Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft weist für das Geschäftsjahr 2011 einen Jahresüberschuss in Höhe von 46 Tsd. Euro aus. Unter Einbeziehung des Gewinnvortrags (6.870 Tsd. Euro) ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 6.916 Tsd. Euro. Gewinnverwendungsvorschlag des VorstandsDer Vorstand schlägt vor, zu beschließen: Der Bilanzgewinn der HOCHTIEF Aktiengesellschaft des Geschäftsjahres 2011 in Höhe von 6.915.804,51 Euro wird auf neue Rechnung vorgetragen. Angaben gemäß § 289 Abs. 2 Nr. 5 und Abs. 4 beziehungsweise § 315 Abs. 2 Nr. 4 und Abs. 4 HGBDas gezeichnete Kapital der HOCHTIEF Aktiengesellschaft in Höhe von 197.119.997,44 Euro ist eingeteilt in 76 999 999 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien. Der auf die einzelne Aktie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals beträgt 2,56 Euro. Die Kapitalrücklage enthält das Aufgeld aus der Ausgabe von Aktien durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. Es ist dem Vorstand nicht bekannt, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben. Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands bestimmt sich nach den §§ 84, 85 AktG und § 31 MitbestG in Verbindung mit §§ 9 Abs. 2, 7 Abs. 1 der Satzung. Gesetzliche Vorschriften zur Änderung der Satzung finden sich in §§ 179 ff., 133 AktG. Soweit das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals verlangt, genügt nach § 23 Abs. 3 der Satzung die einfache Mehrheit, sofern nicht zwingend eine andere Mehrheit vorgeschrieben ist. Nach § 15 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur die Fassung der Satzung betreffen. Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital bis zum 10. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals um bis zu insgesamt 35.840 Tsd. Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Ein entsprechendes genehmigtes Kapital II in Höhe von 23.296 Tsd. Euro mit einer Laufzeit bis zum 11. Mai 2016 besteht gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung. Die weiteren Einzelheiten ergeben sich aus den vorgenannten Satzungsbestimmungen. Das Grundkapital der Gesellschaft ist gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung um bis zu 49.280 Tsd. Euro, eingeteilt in bis zu 19 250 000 Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung. Ermächtigung zum Aktienrückkauf: Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2011 ist die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt worden, eigene Aktien zu erwerben. Diese Ermächtigung gilt bis zum 11. November 2012. Sie ist insgesamt auf einen Anteil von zehn Prozent des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals beschränkt, wobei eigene Aktien in einem Umfang von höchstens fünf Prozent des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals durch den Einsatz von Call-Optionen erworben werden dürfen. Die Ermächtigung kann unmittelbar durch die Gesellschaft oder durch ein von der Gesellschaft abhängiges oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen oder durch von der Gesellschaft oder von der Gesellschaft abhängige oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehende Unternehmen beauftragte Dritte ausgeübt werden und erlaubt den Erwerb eigener Aktien im ganzen Umfang oder in Teilbeträgen sowie den einmaligen oder mehrmaligen Erwerb. Der Erwerb eigener Aktien kann über die Börse oder mittels eines an sämtliche Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder durch die Ausgabe von Andienungsrechten an die Aktionäre oder durch den Einsatz von Call-Optionen erfolgen. Die Bedingungen für den Erwerb werden im Beschluss weiter spezifiziert. Der Vorstand ist durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2011 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bei einer Veräußerung erworbener eigener Aktien durch ein Angebot an alle Aktionäre den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem ihrer nachgeordneten Konzernunternehmen eventuell ausgegebenen Options- und/oder Wandelanleihen ein Bezugsrecht auf die Aktien zu gewähren. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, erworbene eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an sämtliche Aktionäre zu veräußern, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist ferner unter den nachstehenden Voraussetzungen ermächtigt, erworbene eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats Dritten in anderer Weise als über die Börse oder mittels Angebot an sämtliche Aktionäre anzubieten und zu übertragen. Dies kann im Zuge des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen daran oder von Unternehmensteilen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen geschehen. Dies ist außerdem zulässig zur Einführung von Aktien der Gesellschaft an ausländischen Börsen, an denen sie bisher nicht zum Handel zugelassen sind. Außerdem dürfen die Aktien Personen zum Erwerb angeboten werden, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen stehen oder standen. Weiterhin dürfen die Aktien den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft gemäß der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 12. Mai 2011 (TOP 8) begebenen Schuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Options- und/oder Wandlungsrechte und/oder -pflichten gewährt werden. Weiterhin dürfen die Aktien Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft und Mitgliedern von Vorständen und Geschäftsführungen der von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG sowie Personen, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG stehen, mit der Verpflichtung übertragen werden, sie für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren seit der Übertragung zu halten. Eine solche Übertragung ist nur zulässig, um bestehende Ansprüche des Übertragungsempfängers auf variable Vergütung an Erfüllungs statt zu tilgen. Die weiteren Bedingungen der Übertragung werden im Beschluss weiter spezifiziert. Im Fall der Ausgabe der Aktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft entscheidet allein der Aufsichtsrat der Gesellschaft über die Ausgabe. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8, 186 Abs. 3, 4 AktG insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß der vorstehenden Ermächtigung verwendet werden. Weiterhin wird der Vorstand ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats einzuziehen, ohne dass die Einziehung und ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedürfen. Die Bedingungen der Bezugsrechtsgewährung, Veräußerung und Übertragung beziehungsweise Einziehung der eigenen Aktien werden in dem Beschluss der Hauptversammlung weiter spezifiziert. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat am 13. Dezember 2011 mit einem internationalen Bankenkonsortium die Refinanzierung der bestehenden syndizierten Aval- und Barkredite erfolgreich abgeschlossen. Der neue syndizierte Kredit über insgesamt zwei Mrd. Euro mit einer Laufzeit bis Dezember 2016, der einerseits aus einer Avalkredit-Tranche über 1,5 Mrd. Euro und andererseits aus einer Barlinie über 500 Mio. Euro besteht, enthält inhaltlich identische Change-of-Control-Bestimmungen wie die früheren syndizierten Kredite. Danach können die jeweiligen Kreditgeber (nachdem mit dem Kreditnehmer zuvor Verhandlungen zur Fortführung der Kredite, die unter Berücksichtigung der Kreditwürdigkeit der Person des Übernehmers, der Gefahr eventueller Änderungen der Unternehmensstrategie und eventueller Beschränkungen der Kreditgeber bei der Kreditvergabe zu führen sind, ergebnislos geblieben sind) ihre Kreditengagements unter der nachfolgend genannten Voraussetzung beenden. Diese Voraussetzung tritt ein, wenn eine Person oder eine Gruppe von Personen im Wege abgestimmten Verhaltens die Kontrolle im Sinne von § 29 Abs. 2 WpÜG über den Kreditnehmer erlangt. Die Erklärung zur Beendigung des Kreditengagements kann bis zum Ablauf von 70 Tagen nach Kenntniserlangung der HOCHTIEF Aktiengesellschaft vom Eintritt der vorgenannten Voraussetzung unter Berücksichtigung einer Mindestbedenkzeit von zehn Tagen von den Kreditgebern abgegeben werden. Die vorgenannten Change-of-Control-Bestimmungen gelten auch weiterhin nicht für den Aktionär ACS (ACS Actividades de Construcciön y Servicios, S.A.) und seine verbundenen Unternehmen; ebenfalls wurden die umfangreichen Schutzklauseln mit den Kreditgebern in Bezug auf Geschäfte und Transaktionen mit ACS beibehalten. In ihnen hat sich die HOCHTIEF Aktiengesellschaft unter anderem verpflichtet, keine Verträge mit ACS abzuschließen, die die Kreditwürdigkeit von HOCHTIEF schwächen würden, zum Beispiel einen Beherrschungsvertrag. Werden gleichwohl solche Verträge geschlossen, haben die Kreditgeber ein Sonderkündigungsrecht. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat mit einem inländischen Kreditinstitut am 4. Juli 2008 zwei Schuldscheindarlehensverträge über ursprünglich 50 Mio. Euro und 200 Mio. Euro geschlossen. Des Weiteren hat sie mit einem inländischen Kreditinstitut am 25. Mai 2009 vier Schuldscheindarlehensverträge mit unterschiedlichen Laufzeiten über ursprünglich insgesamt 300 Mio. Euro vereinbart. Außerdem hat sie mit zwei inländischen Kreditinstituten am 26. Mai 2010 zwei Schuldscheindarlehensverträge mit einer Laufzeit von jeweils fünf Jahren über ursprünglich 180,5 Mio. Euro beziehungsweise 59,5 Mio. Euro vereinbart. Im November des Berichtsjahres wurde ein weiteres Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von 120,6 Mio. Euro vereinbart. Mit diesem Darlehen wurde ein Teil der 2009 abgeschlossenen Schuldscheindarlehen vorzeitig abgelöst. Darüber hinaus hat die HOCHTIEF Aktiengesellschaft am 30. Dezember 2011/2. Januar 2012 mit einem inländischen Kreditinstitut einen Rahmenkreditvertrag über 175 Mio. Euro geschlossen. Alle diese Darlehensverträge haben jeweils eine inhaltlich identische Bestimmung, wonach die HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Fall eines Kontrollwechsels zur vorzeitigen Rückzahlung der Darlehen verpflichtet ist, falls sie und der Darlehensgeber nicht binnen 60 Tagen ab Mitteilung des Kontrollwechsels eine Einigung über die Fortführung des Darlehens erzielt haben und der Darlehensgeber die vorzeitige Rückzahlung binnen zehn Tagen nach Ablauf der 60-Tage-Frist verlangt. Kontrollwechsel im vorgenannten Sinne bedeutet den Erwerb der Kontrolle an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Sinne von § 29 Abs. 2 WpÜG durch eine Person oder eine Personengruppe in abgestimmtem Verhalten im Sinne von § 30 Abs. 2 WpÜG. Bezüglich der vorgenannten Darlehensverträge gelten die vorgenannten Change-of-Control-Bestimmungen nicht für den Aktionär ACS und seine verbundenen Unternehmen; im Gegenzug wurden auch bei diesen Darlehensverträgen die vorgenannten umfangreichen Schutzklauseln mit den Kreditgebern in Bezug auf Geschäfte und Transaktionen mit ACS vereinbart. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat am 23./29. August 2011 mit einem inländischen Kreditinstitut die Laufzeit eines Rahmenkreditvertrags über 55 Mio. Euro verlängert. Der Rahmenkreditvertrag enthält eine geänderte Change-of-Control-Bestimmung, wonach die Bank im Fall eines Kontrollwechsels den Kreditvertrag fristlos kündigen darf. Die Änderung schließt die Change-of-Control-Bestimmung für den Aktionär ACS und seine verbundenen Unternehmen aus. Kontrollwechsel im vorgenannten Sinne meint den Erwerb von Kontrolle im Sinne des § 29 Abs. 2 WpÜG entweder durch eine Person oder durch eine Gruppe von Personen, die sich im Sinne des § 30 Abs. 2 WpÜG abgestimmt verhalten, wobei die Zurechnungsregeln des § 30 WpÜG anzuwenden sind. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat am 30. September 2011 mit sieben US-Surety-Gesellschaften zur Absicherung der von diesen bereitgestellten Bondinglinie in Höhe von 6,5 Mrd. US-Dollar eine Änderungsvereinbarung zu einer "General Counter Indemnity" abgeschlossen. Die geänderte "General Counter Indemnity" enthält eine Change-of-Control-Bestimmung, die den Surety-Gesellschaften unter der nachfolgend genannten Voraussetzung das Recht einräumt, von der HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine bar zu entrichtende Sicherheitsleistung von 500 Mio. US-Dollar zu fordern; gemäß den Vereinbarungen werden die bereits zur Unterlegung der Bondinglinie begebenen Sicherheiten in Form von Bankgarantien hierbei in Abzug gebracht. Die Voraussetzung tritt grundsätzlich ein, wenn eine Person oder eine Gruppe von Personen (mit Ausnahme des Aktionärs ACS und seinen verbundenen Unternehmen) im Wege abgestimmten Verhaltens im Sinne von § 30 Abs. 2 WpÜG insgesamt 30 Prozent oder mehr der Aktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft erwirbt oder der Aktionär ACS und seine verbundenen Unternehmen insgesamt 75 Prozent oder mehr der Aktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft erwerben. Die Sicherheitsleistung hat in diesem Fall innerhalb von 30 Bankarbeitstagen nach Geltendmachung der Forderung zu erfolgen. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist über Tochtergesellschaften mittelbar an der HOCHTIEF AirPort Capital GmbH & Co. KGaA als Komplementärin - firmierend unter HOCHTIEF AirPort Capital Verwaltungs GmbH & Co. KG - beteiligt. Zu dieser Beteiligung existiert ein Shareholders' Agreement. Danach sind die Aktionäre der vorgenannten KGaA unter spezifischen Bedingungen berechtigt, sämtliche Anteile an der vorgenannten Komplementärin zu übernehmen. Dieser Fall tritt - in Abhängigkeit von der Person des Erwerbers - zum einen ein, falls ein Unternehmen die Mehrheit der Aktien oder Stimmrechte an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft oder auf sonstige Weise die Kontrolle über die HOCHTIEF Aktiengesellschaft erwirbt oder als Treuhänder über die entsprechenden Stimmrechte oder Kontrollmechanismen verfügt. Zum anderen tritt dieser Fall ein, falls mehr als die Hälfte der Aktien oder Stimmrechte an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft von einem Dritten erworben werden oder dieser auf sonstige Weise die Kontrolle über die HOCHTIEF Aktiengesellschaft erwirbt und binnen neun Monaten nach Bekanntwerden dieses Erwerbs mehr als die Hälfte des "Key Personnel" beziehungsweise mindestens drei Personen, die zum "Key Personnel" gehören, die HOCHTIEF AirPort GmbH verlässt beziehungsweise verlassen. Die HOCHTIEF PPP Solutions GmbH hat Anteile an zwei chilenischen Mautstraßen-Projektgesellschaften veräußert. Der Kaufvertrag sieht vor, dass die Verkäuferin unter bestimmten Umständen verpflichtet ist, dem Käufer einen Garantiebarwert zur Verfügung zu stellen, der den Kaufpreis übersteigt. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat für die Verpflichtungen der Verkäuferin garantiert. Daher ist unter anderem ein Kontrollwechsel bei der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ein solcher Umstand, der die Garantiebarwertverpflichtung auslöst. Der Vertrag spricht von einem Kontrollwechsel, wenn eine Person oder eine Gruppe von Personen im Wege abgestimmten Verhaltens die Kontrolle im Sinne von § 29 Abs. 2 WpÜG über die HOCHTIEF Aktiengesellschaft erlangt. In der von der HOCHTIEF Aktiengesellschaft abgeschlossenen D&O-Versicherung* ist eine Einschränkung des Versicherungsschutzes vorgesehen, falls die HOCHTIEF Aktiengesellschaft durch Fusion, Übernahme oder gleichartige Maßnahmen in einem anderen Unternehmen aufgeht oder eine andere Gesellschaft als ACS oder ein sonstiger Dritter einen beherrschenden Einfluss erlangt. In einem solchen Fall besteht vorbehaltlich einer anderweitigen Vereinbarung Versicherungsschutz nur für diejenigen Ansprüche, die auf Pflichtverletzungen beruhen, die bis zum Zeitpunkt der rechtlichen Wirksamkeit dieser Veränderung begangen wurden. Der Versicherungsschutz endet in den vorgenannten Fällen mit dem Ablauf der Versicherungsperiode. Über die Pflichtangaben gemäß § 289 Abs. 4 Nr. 8 / § 315 Abs. 4 Nr. 8 HGB hinaus bestehen bei anderen Konzerngesellschaften weitere Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen und nachfolgend auszugsweise und nicht abschließend dargestellt sind: Ein Kontrollwechsel bei der HOCHTIEF AirPort GmbH führt zu verschiedenen Rechtsfolgen. Insbesondere können hierdurch verschiedene Kaufund Verkaufsverpflichtungen im Hinblick auf die von der HOCHTIEF AirPort GmbH gehaltenen Beteiligungen ausgelöst werden. Im Geschäftsbereich PPP werden dem Auftraggeber in den Projektverträgen häufig weitgehende Gestaltungsrechte eingeräumt, die eine Änderung der Beteiligungsverhältnisse an der jeweiligen Projektgesellschaft erschweren sollen. Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen zum Bilanzstichtag nicht mehr. Im Hinblick auf die Darstellung der Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand im Sinne von § 289 Abs. 2 Nr. 5 HGB beziehungsweise § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB wird auf die Ausführungen im Corporate-Governance-Bericht (Vergütungsbericht) verwiesen.**
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Weitere Informationen finden Sie auf den
Seiten 23 bis 28. Erläuternder Bericht des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft gemäß § 176 Abs. 1 AktG zu den Angaben nach den §§ 289 Abs. 4 und 5, 315 Abs. 4, 315 Abs. 2 Nr. 5 HGBDer Vorstand gibt zu den Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4 und 5, 315 Abs. 4, 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB in dem mit dem Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zusammengefassten Konzernlagebericht folgende Erläuterungen: Für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft haben wir bei unseren Angaben die Verhältnisse zugrunde gelegt, wie sie im Geschäftsjahr 2011 bestanden haben. Es handelt sich um Informationen zum gezeichneten Kapital, zu den gesetzlichen Vorschriften und Bestimmungen der Satzung der Gesellschaft über die Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder und über die Änderung der Satzung, zu den Befugnissen des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, sowie zu wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Die Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals und die mit den ausgegebenen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft verbundenen Rechte ergeben sich auch aus der Satzung der Gesellschaft. Beschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich aus den Vorschriften des Aktiengesetzes ergeben. So unterliegen Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen einem Stimmverbot (§ 136 AktG). Außerdem steht der Gesellschaft kein Stimmrecht aus eigenen Aktien zu (§ 71b AktG). Vertragliche Beschränkungen in Bezug auf das Stimmrecht oder die Übertragung der Aktien sind uns nicht bekannt. Die Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4 Nr. 3, 315 Abs. 4 Nr. 3 HGB zu direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital, die zehn vom Hundert der Stimmrechte überschreiten, sind im (Konzern-)Anhang enthalten. Die Angaben zur Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands geben die Vorschriften des Aktiengesetzes und der Satzung inhaltlich zutreffend wieder. Das Gleiche gilt für die Angaben zur Änderung der Satzung. Die Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, beruhen sämtlich auf entsprechenden Ermächtigungsbeschlüssen der Hauptversammlung. Diese Befugnisse sind zutreffend unter Hinweis auf die von der Hauptversammlung beschlossenen Ermächtigungen dargestellt. Die wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und die hieraus folgenden Wirkungen sind zutreffend dargestellt. Falls die Darlehensgeber im Rahmen dieser Vereinbarungen unter den genannten Bedingungen ihr Kündigungsrecht ausüben würden, müsste der entsprechende Finanzierungsbedarf der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beziehungsweise des HOCHTIEF-Konzerns auf andere Weise sichergestellt werden. Informatorisch wird darauf hingewiesen, dass über die Pflichtangaben gemäß den vorgenannten Bestimmungen des HGB hinaus auch bei anderen Konzerngesellschaften weitere Vereinbarungen bestehen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen und nachfolgend auszugsweise und nicht abschließend erwähnt sind: Ein Kontrollwechsel bei der HOCHTIEF AirPort GmbH führt zu verschiedenen Rechtsfolgen. Insbesondere können hierdurch verschiedene Kauf- und Verkaufsverpflichtungen im Hinblick auf die von der HOCHTIEF AirPort GmbH gehaltenen Beteiligungen ausgelöst werden. Im Geschäftsbereich PPP werden dem Auftraggeber in den Projektverträgen häufig weitgehende Gestaltungsrechte eingeräumt, die eine Änderung der Beteiligungsverhältnisse an der jeweiligen Projektgesellschaft erschweren sollen. Die übrigen nach den §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB geforderten Angaben betreffen Verhältnisse, die bei der HOCHTIEF Aktiengesellschaft nicht vorliegen. Daher sind wir auf diese in dem mit dem Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zusammengefassten Konzernlagebericht nicht näher eingegangen. Weder gibt es Stimmrechtsbeschränkungen, Stimmrechtskontrollen durch am Kapital der Gesellschaft beteiligte Arbeitnehmer, Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots noch Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Die im Lagebericht beschriebenen wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind zutreffend dargestellt und entsprechen den Kenntnissen des Vorstands.
Essen, im Februar 2012 Dr. Frank Stieler Peter Sassenfeld Pedro López Jiménez SegmentberichtSegmente verzeichnen Erfolge in strategischen WachstumsfeldernHOCHTIEF setzt auf drei strategische Wachstumsfelder: Realisierung nachhaltiger Energieinfrastruktur, Gestaltung von Metropolen und Ausbau moderner Verkehrsinfrastruktur. Sie bieten allen Divisions des Konzerns attraktive Geschäftschancen und Entwicklungspotenziale. Im Berichtsjahr ist es den operativen Einheiten von HOCHTIEF gelungen, auf den Märkten Europas, Amerikas und Asiens zahlreiche Projekte in diesen Wachstumsfeldern zu gewinnen und erfolgreich zu realisieren. In Europa hat sich HOCHTIEF Solutions als kompetenter Partner der Energiebranche etabliert. Wir sind an der Realisierung zahlreicher Offshore-Windkraftprojekte beteiligt und haben 2011 weiter erheblich in eigenes Spezialgerät investiert. Zukünftig wird sich HOCHTIEF auch an der Entwicklung von Offshore-Windparks beteiligen und in den Stromleitungsbau einsteigen. Im asiatischpazifischen Raum zählt unsere Tochtergesellschaft Leighton seit Langem zu den größten Anbietern für den Bau von Energieinfrastruktur und hat im Berichtsjahr verschiedene attraktive Aufträge, etwa über den Bau von Öl- und Gaspipelines sowie Stromleitungen, gewonnen. Zudem verfolgen wir Pläne, in den US-amerikanischen Markt für regenerative Energien einzusteigen. Die Gestaltung von Metropolen bietet HOCHTIEF ebenfalls vielfältige Geschäftsmöglichkeiten. Im Berichtsjahr hat HOCHTIEF Solutions erneut zahlreiche Aufträge für Entwicklung und Bau moderner, zukunftsfähiger Wohn-, Büro- und Pflegeimmobilien erhalten. Zudem wurden weitere Projekte aus dem Bereich der Stadtteil- und Quartierentwicklung gewonnen beziehungsweise erfolgreich vorangetrieben. Unsere Tochter Turner gehört in den USA seit Jahren zu den führenden Anbietern im Bereich Green Building und stellte im Berichtsjahr das 200. als nachhaltig zertifizierte Projekt fertig. Auch in den Marktsegmenten Gesundheits- und Bildungsimmobilien verzeichnete Turner Projekterfolge. Die Leighton-Gruppe erhielt in Australien zwei Großaufträge zum Bau von Krankenhäusern. In Deutschland und Großbritannien wurde HOCHTIEF PPP Solutions 2011 damit beauftragt, auf Basis von Public-Private-Partnership-Verträgen weitere Schulen und Kindertagesstätten zu entwickeln, zu bauen und anschließend zu betreiben. Weltweit realisieren unsere Gesellschaften und Einheiten Straßen, Brücken, Tunnel, Häfen, Schienenwege und Flughäfen - und schaffen die benötigte Infrastruktur für die wachsenden Mobilitätsansprüche unserer Gesellschaft. In Schottland beispielsweise baut HOCHTIEF Solutions als Federführer einer Arbeitsgemeinschaft eine zwei Kilometer lange Schrägseilbrücke über die Bucht Firth of Forth. Die Leighton-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2011 Infrastrukturgroßprojekte, unter anderem in Australien, Hongkong und dem Oman, gewonnen. Unsere Tochtergesellschaft Flatiron erhielt zahlreiche attraktive Aufträge in Nordamerika, darunter den Abriss und Neubau zweier Brücken in der kanadischen Provinz Alberta. In Deutschland hat HOCHTIEF PPP Solutions 2011 beispielsweise den Auftrag erhalten, auf Basis einer öffentlich-privaten Partnerschaft ein Teilstück der Autobahn A8 auszubauen. Interne Kooperationen generieren weitere Wachstumspotenziale für HOCHTIEFDer Know-how-Transfer innerhalb unseres Konzerns sowie die nationale und internationale Kooperation zwischen unseren Gesellschaften erschließen HOCHTIEF zusätzliche Wachstumspotenziale und schaffen Mehrwert für die Kunden. Mit der neu strukturierten Division HOCHTIEF Europe haben wir die enge Zusammenarbeit in den Bereichen Entwicklung, Planung, Bau und Betrieb im Berichtsjahr unter dem Dach der HOCHTIEF Solutions AG zusammengeführt und kombinieren unsere Leistungen zum Vorteil unserer Auftraggeber. Unsere Gesellschaften haben im Geschäftsjahr 2011 wieder bei zahlreichen Projekten erfolgreich kooperiert. Besonders bei Public-Private-Partnership-Projekten arbeiten unsere Einheiten gewinnbringend Hand in Hand. In den USA realisieren Turner und Flatiron ebenfalls gemeinsam mehrere Projekte, beispielsweise den Flughafen von San Diego. Beim Bau des Stadtbahntunnels im kanadischen Edmonton kooperieren Flatiron und HOCHTIEF Solutions. Insgesamt bearbeiteten unsere Gesellschaften im Berichtszeitraum Kooperationsprojekte mit einem Auftragsvolumen von 2,5 Mrd. Euro. Division HOCHTIEF Americas
In der Division HOCHTIEF Americas sind die Tätigkeiten unserer operativen Einheiten in den USA und Kanada zusammengefasst. Mit den Gesellschaften Turner, Flatiron und E.E. Cruz ist HOCHTIEF in den Bereichen Hoch-, Tief- und Infrastrukturbau aktiv. Die Division HOCHTIEF Americas verzeichnete ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2011. Alle Tochtergesellschaften haben sich erwartungsgemäß entwickelt und konnten attraktive Neuaufträge verzeichnen - trotz eines weiterhin schwierigen Umfelds und Unsicherheiten im amerikanischen Baumarkt (2011: -4,4 Prozent). Die kanadischen Märkte hingegen zeigen eine positive Entwicklung. Im Geschäftsjahr 2011 hat HOCHTIEF sein Portfolio in Nordamerika erweitert: Der Konzern erwarb durch die US-Tochtergesellschaft Turner mit Wirkung zum 1. Januar 2012 die Mehrheit am kanadischen Bauunternehmen Clark Builders* . Der Kaufpreis betrug 49,91 Mio. Euro (68 Mio. CAD) zuzüglich Performance basierter Zahlungen in den nächsten fünf Jahren. Das Unternehmen ist auf den Bau von Verwaltungs-, Gewerbe- und Bildungsimmobilien sowie Sportstätten im Westen und Norden Kanadas spezialisiert. Clark Builders agiert als Generalunternehmer und bietet auch Planung und Bau sowie Construction-Management an. Im kanadischen Markt ist Clark Builders hervorragend positioniert und expandiert weiter. Mit der Akquisition stärkt HOCHTIEF sein Hochbaugeschäft in Nordamerika, das durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Turner und Clark Builders beschleunigt wachsen soll.
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Weitere Informationen finden Sie unter www.clarkbuilders.com. Im Berichtszeitraum hat sich HOCHTIEF vollständig aus dem brasilianischen Markt zurückgezogen. Im vierten Quartal hat der Konzern seinen Minderheitsanteil von 19 Prozent an der Gesellschaft HOCHTIEF do Brasil an die Zech-Gruppe veräußert, die im November 2009 bereits den Mehrheitsanteil erworben hatte. Turner**
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Weitere Informationen finden Sie unter www.turnerconstruction.com. Turner wurde vom Fachmagazin Engineering News-Record im jährlichen Ranking der "Top 400 Contractors" erneut als das führende Unternehmen im allgemeinen Hochbau der USA und als Nummer 1 in den Marktsegmenten Gesundheits- und Bildungsimmobilien, Hotels und Kongresszentren sowie Strafvollzugseinrichtungen benannt. Der Engineering News-Record New York ernannte Turner zum Bauunternehmer des Jahres 2011 in New York, New Jersey und Connecticut. Bereits im vierten Jahr in Folge wurde Turner zudem als führend im Bereich Green Building ausgezeichnet. Im Berichtszeitraum erhielt das 200. Turner-Projekt eine LEED*** -Zertifizierung des U.S. Green Building Council: Das Yale University Health Center in New Haven, Connecticut, wurde mit LEED-Gold zertifiziert. Bei dem Gesundheitszentrum wurden beispielsweise nachhaltige Materialien, wie Bambus, wassersparende Niederdruckarmaturen und eine energiesparende Lichttechnik verbaut, die zur positiven Nachhaltigkeitsbilanz des Gebäudes beitragen. Schon seit 2004 setzt Turner auf nachhaltiges Bauen und erzielte in diesem Marktsegment 2011 eine Leistung von zirka 3,2 Mrd. Euro. Über 240 Projekte wurden bislang nach dem LEED-Standard zertifiziert, weitere 252 Turner-Projekte sind registriert. Um die Nachfrage nach nachhaltig gestalteten Immobilien bedienen zu können, beschäftigt unsere US-Tochter mehr als 1 200 akkreditierte LEED-Auditoren - so viele wie kein anderes Bauunternehmen auf der Welt. Vom Baufachverband "The Associated General Contractors of America" wurde Turner zudem mit dem "Construction Safety and Excellence Award" für seine hohen Arbeitssicherheitsstandards geehrt: Die HOCHTIEF-Tochter gewann den ersten Platz in der Kategorie "Over Four Million Man-Hours" - das heißt, es wurden vier Millionen Arbeitsstunden ohne unfallbedingte Ausfälle ausgeführt. ProjektbeispieleMarktsegment Bildung/WissenschaftIm Marktsegment Bildung/Wissenschaft hielt unsere Tochtergesellschaft Turner ihre Spitzenposition auf dem US-Markt und akquirierte im Berichtsjahr wieder attraktive Projekte: So begannen im Oktober 2011 die Bauarbeiten für den neuen Standort des Whitney Museum of American Art in New York. Der Neubau wird mit mehr als 17 000 Quadratmetern doppelt so groß wie das alte Gebäude. Neben der größten stützenfreien Galerie der Stadt beherbergt das neue Museum zukünftig ein Labor, Kunstlagerflächen, ein Restaurant mit Museumsshop, Veranstaltungsflächen und ein Auditorium. Der Auftragswert beträgt zirka 148 Mio. Euro. Marktsegment GesundheitAuch im Marktsegment Gesundheit sicherte sich Turner neue Projekte: In Cincinnati, Ohio, errichtet Turner ein Krankenhaus inklusive Herz- und Krebszentrum, Geburts- und Frauenklinik sowie Orthopädie. Der Auftragswert für das Mercy Westside Hospital, das über 250 Betten verfügen wird, liegt bei zirka 100 Mio. Euro. In Austin, Texas, wird die Gesellschaft die Veterans Administration Outpatient Clinic bauen. Die Klinik ist mehrfach spezialisiert und umfasst unter anderem die Bereiche Kardiologie, Neurologie und Onkologie. Der Auftrag hat einen Wert von 56 Mio. Euro. Gemeinsam mit einem Partner errichtet Turner für den Betreiber Universal Health Services das Temecula Hospital im Süden Kaliforniens. Das fünfgeschossige Akutkrankenhaus bietet 140 Betten, davon 20 für die Intensivpflege, und sechs hochmoderne Operationssäle. Der Auftragswert beträgt rund 37 Mio. Euro. Marktsegment Gewerbe- und IndustrieimmobilienIm Marktsegment Gewerbeimmobilien erhielt Turner den Auftrag, ein Bürohaus mit 39 Stockwerken in Midtown Manhattan, New York, für Boston Properties zu errichten. Das Projekt soll im Frühjahr 2014 fertiggestellt werden und eine LEED-Zertifizierung erhalten. Neben dem internationalen Flughafen von Miami erweitert Turner das Verkehrsdrehkreuz Miami Intermodal Center um ein neues Transportzentrum: Der Auftrag für das East Concourse & Ground Transportation Center hat ein Volumen von knapp 58 Mio. Euro. Zu dem Projekt gehören Bahnsteige, Parkplätze und Bushaltestellen. Der fast 10 000 Quadratmeter große Komplex entsteht rund um die existierenden Gleisanlagen. Marktsegment VeranstaltungsimmobilienIm Berichtsjahr erhielt Turner den Auftrag für den Bau des Cleveland Medical Mart and Convention Center. Der Auftrag hat einen Wert von etwa 225 Mio. Euro. Marktsegment Pharmazeutische IndustrieUnter den Neuaufträgen in diesem Marktsegment ist die neue Konzernzentrale des Pharmaherstellers Vertex in Boston, Massachusetts. Turner baut den Komplex am Fan Pier am Bostoner Hafen. Der Unternehmenssitz besteht aus zwei 18-geschossigen Gebäuden mit Labors und Büros. Zudem entstehen Flächen für Gastronomie und Einzelhandel sowie eine Tiefgarage. Die Vertex-Zentrale strebt das LEED-Zertifikat in Gold des U.S. Green Building Council an. Marktsegment Öffentlicher BauFür die städtischen Versorgungsbetriebe in Sacramento, Kalifornien, realisiert Turner gemeinsam mit einem Partner einen gut 20 Hektar großen Betriebshof. Das East Campus Operations Center entsteht unter nachhaltigen Gesichtspunkten als "Null-Energie-Projekt" - das größte des Landes. Um dies zu erreichen, werden Gebäude und Einrichtungen die von ihnen benötigte Energie selbst erzeugen, etwa über Fotovoltaik, Solarsegel sowie durch Vorrichtungen für energiesparendes Heizen, Kühlen und Beleuchten. Zu dem Projekt, das 2013 fertiggestellt werden soll, gehören ein sechsgeschossiges Bürogebäude und Werkshallen für die Fahrzeugflotte. Die Einrichtung strebt eine LEED-Zertifizierung in Platin an. Im Bereich der Strafvollzugseinrichtungen erweitert und renoviert das Unternehmen das Montgomery County Judical Center in Rockville, Maryland. Der Anbau des Justizzentrums wird über zehn Gerichtssäle sowie Räume für die Verwaltung verfügen. Auch dieses Projekt ist nachhaltig gestaltet, unter anderem mit einem begrünten Dach, Sonnensegeln sowie dem Einsatz umweltfreundlicher Materialien. Der Auftrag hat einen Wert von gut 60 Mio. Euro. Für das Stadtgefängnis von Richmond, Virginia, realisiert Turner ebenfalls ein Gebäude mit Verwaltungsräumen und 1 500 Betten. Das Auftragsvolumen liegt bei mehr als 60 Mio. Euro. Flatiron*
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Weitere Informationen finden Sie unter www.flatironcorp.com. Mit der amerikanischen Tochtergesellschaft Flatiron ist HOCHTIEF auf dem nordamerikanischen Tiefbaumarkt sehr gut positioniert. Das Unternehmen gehört zu den größten Anbietern für Verkehrs- und Infrastrukturprojekte in Nordamerika. Für seine hervorragenden technischen Leistungen und hohen Arbeitssicherheitsstandards wurde Flatiron im Berichtsjahr mehrfach ausgezeichnet. So ernannte das Fachmagazin Engineering News-Record California die Gesellschaft zum "2011 Contractor of the Year in California" und zählte sie in seinen Rankings zu den führenden Tiefbauern, unter anderem für Highways und Brücken. Der Baufachverband "The Associated General Contractors of America" ehrte Flatiron für hervorragende Arbeitssicherheit: Das Unternehmen belegte national den zweiten Platz in der Kategorie "Over One Million Man-Hours". Unterstützt durch Tunnelspezialisten der HOCHTIEF Solutions AG, ist es Flatiron im Berichtsjahr gelungen, ein Tunnelbauprojekt im kanadischen Edmonton zu gewinnen: Im Zentrum errichtet Flatiron zwei Stadtbahntunnel von 418 und 452 Metern Länge. Der Auftrag hat ein Volumen von mehr als 22 Mio. Euro. Damit ist Flatiron der Einstieg in den maschinengetriebenen Tunnelbau gelungen. Zudem ist das Projekt ein gutes Beispiel für den internationalen Know-how-Transfer in unserem Konzern. Im Berichtszeitraum konnte Flatiron erneut zahlreiche attraktive Aufträge verbuchen: Marktsegment StraßenDas California Department of Transportation hat Flatiron mit dem Bau zweier Highways beauftragt. In Carmenita wird die Gesellschaft die Route 5 wieder instand setzen. Das Projekt hat einen Auftragswert von zirka 66 Mio. Euro. In Santa Barbara baut Flatiron die Route 101, den Santa Maria Connector. Neben den Instandsetzungsarbeiten übernimmt Flatiron auch den Bau zusätzlicher Fahrbahnen sowie eines Fahrradwegs. Das Projekt mit einem Auftragswert von 21,5 Mio. Euro soll Ende 2014 fertiggestellt werden. Zu den Neuaufträgen von Flatiron in Kanada zählt der Bau neuer Zufahrten für die Donald Bridges auf dem Trans Canada Highway 1 in der Provinz British Columbia. Der Auftragswert liegt bei gut 28 Mio. Euro. Im November des Berichtsjahres eröffnete in Edmonton, Kanada, das von Flatiron realisierte Straßenbauprojekt Northwest Anthony Henday Drive. Zum 21 Kilometer langen Highway-Abschnitt gehören insgesamt 29 Brücken und neun Autobahnkreuzungen. Marktsegment BrückenIn Kalifornien errichtet Flatiron den Riverside Drive Viaduct über den Los Angeles River. Der Wert dieses Brückenbauauftrags beträgt 27 Mio. Euro. In Kanada verantwortet Flatiron den Abriss und Neubau zweier Brücken. Das Verkehrsministerium der Provinz Alberta beauftragte die HOCHTIEF-Tochter, die Drayton Valley Bridge über den North Saskatchewan River sowie 8,5 Kilometer des Highways 22 östlich der Brücke zu sanieren. Die Bauarbeiten haben im August 2011 begonnen. Das Projekt hat einen Auftragswert von über 36 Mio. Euro und soll 2014 fertiggestellt werden. Ebenfalls in Alberta erneuert Flatiron den Überbau der Steinhauer Bridge über den Athabasca River in Fort McMurray. Der Auftragswert liegt bei 36 Mio. Euro. Marktsegment Energieinfrastruktur2011 erhielt Flatiron als Teil eines Joint Ventures den Auftrag für Planung, Beschaffung und Bau einer 250 Kilometer langen Stromüberlandleitung in der kanadischen Provinz British Columbia. Vom Gesamtprojektvolumen in Höhe von 542 Mio. Euro entfällt ein großer Anteil auf Flatiron. Die Arbeiten sollen im Januar 2015 abgeschlossen sein. Marktsegment WasserversorgungIn einem Joint Venture - unter anderem mit Dragados, einer Gesellschaft der ACS-Gruppe - ersetzt Flatiron den Calaveras-Damm in Sunol, Kalifornien, durch einen 64 Meter hohen erdbebensicheren Staudamm. Das Projekt soll Ende 2015 fertiggestellt sein. Das Gesamtvolumen beträgt fast 182 Mio. Euro, davon entfallen zirka 54,6 Mio. Euro auf Flatiron. E.E. Cruz*
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Weitere Informationen finden Sie unter www.eecruz.com. Mit der 2010 akquirierten Tochtergesellschaft E.E. Cruz stärkt HOCHTIEF seine Position auf dem Spezialtiefbaumarkt der Metropolregion New York. Im Berichtsjahr hat das Unternehmen den Auftrag erhalten, gemeinsam mit einem Partner die Auffahrt Queens zur Bronx-Whitestone-Bridge in New York City zu erneuern. Der Auftrag hat einen Gesamtwert von knapp 76 Mio. Euro; der Anteil von E.E. Cruz beträgt 50 Prozent. Das Projekt soll im Januar 2015 fertiggestellt sein. Zu den Kennzahlen der Division HOCHTIEF AmericasDer Auftragseingang der Division Americas stieg 2011 leicht an, obwohl die deutliche Abschwächung des US-Dollars im Vorjahresvergleich (-6,0 Prozent im Jahresdurchschnitt) zu negativen Wechselkurseffekten führte. Kursbereinigt stieg der Auftragseingang 2011 trotz des schwierigen Marktumfelds um 6,7 Prozent. Auch die Leistung übertraf, bereinigt um Wechselkurseffekte, den Vorjahreswert (+4,8 Prozent). Analog zu dieser Entwicklung lag der Bereichs- und Außenumsatz kursbereinigt ebenfalls über dem Vorjahr. Der Auftragsbestand erreichte im Berichtsjahr mit 8,92 Mrd. Euro ein sehr hohes Niveau und lag damit nur knapp unter dem historischen Höchststand. Die Erhöhung des Auftragsbestands resultiert aus einem verbesserten operativen Geschäft um 505 Mio. Euro und einem positiven Wechselkurseffekt von 282,5 Mio. Euro. Die Reichweite des Auftragsbestands liegt rechnerisch bei 16 Monaten. Die Ergebnisse der Division Americas waren im Geschäftsjahr 2011 erfreulich hoch. Das betriebliche Ergebnis stieg um 14,1 Mio. Euro (wechselkursbereinigt 22,7 Mio. Euro) und das Ergebnis vor Steuern um 15,9 Mio. Euro (wechselkursbereinigt 25 Mio. Euro). Der Zuwachs bei den Ergebniszahlen ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen: Neben dem verbesserten operativen Geschäft resultiert die Steigerung auch aus dem positiven Veräußerungserlös aus dem Verkauf der restlichen Anteile an der Gesellschaft HOCHTIEF do Brasil. Division HOCHTIEF Americasscroll
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auf Seite 201 ff. Die Investitionen lagen mit 55,2 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahres, der, bedingt durch die Akquisition von E.E. Cruz, sehr hoch war. Der Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an Clark Builders wird erst im kommenden Geschäftsjahr 2012 im Investitionsvolumen enthalten sein, da HOCHTIEF die Gesellschaft erstmals zum 1. Januar 2012 voll konsolidieren wird. Die Mitarbeiterzahl der Division Americas sank im Jahresdurchschnitt geringfügig um 54 Mitarbeiter (-0,7 Prozent). AusblickNach erneutem Rückgang des US-Baumarkts erwarten die Experten von McGraw-Hill Construction für 2012 eine Marktstabilisierung. Im US-Hochbaumarkt wird wieder mit positiven Wachstumsraten gerechnet, im Tiefbau dagegen erneut mit einer rückläufigen Entwicklung. Ein moderates Wachstum wird für den kanadischen Baumarkt erwartet. Mit Blick auf den hohen Auftragsbestand, die gute Aufstellung unserer Tochtergesellschaften und das durch jüngste Akquisitionen vergrößerte Portfolio gehen wir unter Annahme eines stabilen US-Dollar-Wechselkurses für das Geschäftsjahr 2012 wieder von einem guten Vorsteuerergebnis aus. Aufgrund des in diesem Jahr erwarteten schwächeren Infrastrukturmarkts erwartet die Division für 2012 ein Ergebnis vor Steuern leicht unter dem Niveau von 2011. Division HOCHTIEF Asia Pacific
HOCHTIEF nimmt über seine Mehrheitsbeteiligung an der Unternehmensgruppe Leighton* eine führende Position in den Baumärkten Australiens, Asiens und des Nahen Ostens ein. Leighton ist der größte Contract-Miner weltweit und deckt mit seinem breit gefächerten Angebot die Bereiche Bau, Contract-Mining, Betrieb und Wartung sowie Dienstleistungen bei Entwicklungen im Infrastruktur-, Rohstoff- und Immobilienmarkt ab.
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Weitere Informationen finden Sie im Internet
unter www.leighton.com.au. Das Berichtsjahr war geprägt von einem Gewinneinbruch im Frühjahr 2011. Dafür waren Probleme bei den Infrastrukturprojekten Airport Link in Brisbane und Victorian Desalination Plant in Melbourne verantwortlich. Das Projekt Airport Link wurde durch die Jahrhundertregenfälle in Queensland und die anschließenden Überflutungen sowie verspätete öffentliche Genehmigungen beeinträchtigt. Leighton musste weiterhin den Wert der Anteile an der Betreibergesellschaft des Airport-Link-Projekts, das Konsortium BrisConnections, berichtigen, da nicht zu erwarten ist, dass sich der ursprünglich prognostizierte Verkehr einstellen wird. Beim Projekt Victorian Desalination Plant wirkten sich die Wetterbedingungen sowie die komplexen Abläufe auf sehr engem Raum deutlich aus. Beide Projekte wurden einer gründlichen Revision unterzogen sowie durch zusätzliche und neue Projektleiter und Experten gestärkt. Parallel dazu wurde auch das Risikomanagement in der Leighton-Gruppe geprüft und verbessert. Dadurch kann Leighton weiterhin sicher stellen, dass seine Berichts- und Bilanzierungssysteme zeitnahe, angemessene Informationen bereitstellen können, um Risiken einzudämmen. Die negativen Auswirkungen der Projekte konnten durch starke operative Erträge, insbesondere im Contract-Mining und im übrigen Infrastrukturbau, sowie durch den Teilverkauf des australischen Eisenerzgeschäfts abgemildert werden. Im Mining-Bereich wurden zudem die Folgen der Jahrhundertflut im Verlauf des Berichtsjahres wieder aufgeholt. Eine Herausforderung bleiben die Marktbedingungen für die Habtoor Leighton Group. Nachdem eine Neuorientierung auf Märkte außerhalb der Vereinigten Arabischen Emirate eingeleitet wurde, waren auch dort die Auftragserfolge nur unterhalb des geplanten Umfangs. Zusätzlich bestehende Risiken im Zusammenhang mit ausstehenden Forderungen führten 2011 zu Wertberichtigungen. Strategische Veränderungen und BeteiligungenUm gebundenes Kapital für neue Zwecke freizusetzen und Werte zu realisieren, hat Leighton im Berichtszeitraum zwei Verkäufe vorgenommen: Im September wurden Teile des australischen Eisenerzgeschäfts mit deutlichem Gewinn veräußert. Leighton übertrug drei Projekte der Tochtergesellschaft HWE Mining in der Region Pilbara an den Auftraggeber BHP Billiton, den weltgrößten Rohstoffkonzern. Die von HWE Mining übertragenen Aktivitäten betreffen etwa 80 Prozent der Eisenerzförderung von BHP Billiton in Westaustralien. Mit dem Verkauf zum Preis von 512 Mio. Euro erzielte Leighton einen Gewinn nach Steuern von zirka 120 Mio. Euro. Bereits im Juni 2011 hatte die Leighton-Tochter Thiess ihren fünfprozentigen Anteil an der Burton Coal Mine in Queensland, Australien, an den Auftraggeber, den weltgrößten privaten Kohlekonzern Peabody Energy, veräußert. In den 1990er-Jahren hatte Thiess in die Entwicklung der Mine investiert. Da der Betrieb seither erfolgreich verläuft, war die strategische Investition nicht länger notwendig. Als Mining-Contractor ist Thiess an der Burton Coal Mine unverändert tätig. Ebenfalls im zweiten Quartal 2011 erhöhte Leighton seinen Anteil an der australischen Wohnungsbauentwicklungsgesellschaft Devine Limited von 49,66 auf 50,06 Prozent und konsolidiert das Unternehmen nunmehr voll. Damit baut Leighton sein Engagement in ausgewählten attraktiven Segmenten des australischen Wohnungsbaumarkts weiter aus. Erfolgreiche Geschäfte in Wachstumsmärkten2011 ist Leighton der Einstieg in den wachsenden Contract-Mining-Markt Afrikas gelungen und wird dort in einem Joint Venture für 66 Monate an der Debswana-Diamantmine in Jwaneng, Botswana, tätig. Leighton wird unter anderem den Abbau planen, Spreng- und Bohrarbeiten ausführen sowie Abraum beseitigen. Auftraggeber des Projekts sind die botswanische Regierung und De Beers. Der Tagebau in Jwaneng gilt als eine der ertragsreichsten Diamantminen der Welt. Das Projekt hat ein Volumen von etwa 409,2 Mio. Euro. Davon entfallen zirka 60 Prozent auf Leighton. Die Habtoor Leighton Group stellt sich im Nahen Osten breiter auf und gewann 2011 ihr erstes Projekt im Oman: Das Unternehmen wird in einer Arbeitsgemeinschaft einen Abschnitt der Bidbid-Sur-Autobahn südlich der Hauptstadt Muscat ausbauen. Die Strecke soll auf einer Länge von 75 Kilometern auf vier Spuren erweitert werden. Zum Projekt gehören außerdem neun Kreuzungen und 50 Kilometer Servicewege. Die Arbeiten an dem 220-Mio.-Euro-Auftrag haben bereits begonnen und sollen bis 2014 beendet sein. Der Anteil der Habtoor Leighton Group beträgt 50 Prozent. Der Oman zählt - ebenso wie Katar - zu den starken Staaten der Golfregion. Die dortige Regierung hat angekündigt, in den kommenden fünf Jahren fast 15 Mrd. Euro in den Ausbau der nationalen Infrastruktur investieren zu wollen. HOCHTIEF ist über die Habtoor Leighton Group bereits seit einigen Jahren im Oman vertreten und sehr gut positioniert. Zudem bleibt das Öl- und Gasgeschäft über die Golfregion hinaus in ganz Asien sowie in Australien, Leightons größtem Markt, ein wesentlicher Zukunftsmarkt für das Unternehmen. Untermauert wurde dies Ende 2011 durch den Erwerb eines Unternehmens, das nun unter dem Namen Leighton Engineering sämtliche Aktivitäten der Leighton-Gruppe im Markt für Offshore-Öl- und -Gasvorkommen mit Ingenieurleistungen unterstützt. Die bereits mit etwa 100 Mitarbeitern operierende Gesellschaft hat ihren Sitz in Kuala Lumpur, Malaysia, und konnte bereits einen ersten Dienstleistungsauftrag zur kaufmännischen und technischen Unterstützung von Leighton-Gesellschaften beim Bau von zwei Offshore-Plattformen verzeichnen. Projektbeispiele AustralienInfrastrukturDer Infrastruktursektor ist auch weiterhin Leightons größter Markt. Im Berichtsjahr verbuchte das Unternehmen hier zahlreiche neue Aufträge: Eine Arbeitsgemeinschaft um die Tochtergesellschaft John Holland erhielt beispielsweise den Auftrag, das Schienenprojekt Perth City Link in Westaustralien für 265,1 Mio. Euro zu realisieren. John Holland ist in Australien der führende Anbieter von Dienstleistungen im Bahnbereich. Zudem wird Leighton Contractors für 115,2 Mio. Euro eine 36 Kilometer lange Eisenbahnverbindung für Frachtverkehr im südlichen Sydney bauen. Beim regionalen Schienennetzausbau in Victoria gewannen Leighton Contractors und Thiess zwei Baulose. Für 385 Mio. Euro wird Leighton Contractors in einem Joint Venture 25 Kilometer Eisenbahnschienen verlegen und zwei Bahnhöfe sowie zahlreiche Brücken bauen. Ebenfalls in einer Arbeitsgemeinschaft wird Thiess weitere 7,5 Kilometer Schienen verlegen sowie Brücken und Straßenverbindungen errichten. Der Auftrag im Gesamtwert von 637 Mio. Euro umfasst auch den Bau von Steuerungseinrichtungen für den Betrieb. In New South Wales wird Thiess in einem Konsortium elektrische Leitungen für Australiens größten Energienetzwerkbetreiber Ausgrid verlegen. Der Vertrag über fünf Jahre hat für Thiess ein Gesamtvolumen von gut 155,6 Mio. Euro. Thiess erhielt als Konsortialpartner zudem einen Auftrag im Bereich der Energieinfrastruktur und wird die unterirdische Stromversorgung Sydneys erweitern. Dazu entsteht bis 2015 ein sogenannter Powertunnel von 3,2 Kilometern Länge. Thiess liefert und installiert auch alle technischen und elektrischen Einrichtungen des Tunnels. Das Projektvolumen beträgt 107 Mio. Euro. Contract-Mining und RessourcenDie Leighton-Gruppe akquirierte 2011 im Rohstoffsektor zahlreiche attraktive Projekte im australischen Bundesstaat Queensland: Thiess erhielt im Bereich Contract-Mining Erweiterungsaufträge von insgesamt zirka 1,8 Mrd. Euro, darunter einen Auftrag von 969,7 Mio. Euro für die Burton-Kohlenmine. Dort wird das Unternehmen jährlich mehr als 2,5 Mio. Tonnen Kohle abbauen. Die Leighton-Tochter ist seit 1996 für das Contract-Mining in den Tagebaugruben zuständig. Seitdem hat Thiess dort bereits ein Auftragsvolumen von etwa 1,5 Mrd. Euro bearbeitet und nahezu 50 Mio. Tonnen Kohle gewonnen. Auftraggeber ist das Unternehmen Peabody Energy Coal. Zudem wird Thiess in Queensland bei einem Projekt zur Gasgewinnung aus Kohleflözen bis März 2012 zahlreiche Arbeiten im Wert von 101,4 Mio. Euro ausführen, etwa Kompressorstationen, Pipelines und Wasserspeicher bauen. In den Wachstumsmärkten Öl und Gas sind die Unternehmen der Leighton-Gruppe gut für weitere Aufträge in der Zukunft aufgestellt. Ebenfalls in Queensland baut die Leighton-Tochter John Holland auf Curtis Island Lade- und Anlegeplätze für eine geplante Flüssiggasanlage. Der Auftrag hat ein Volumen von 107 Mio. Euro. Leighton Contractors wird die Kohlenmine Broadmeadow, Queensland, für etwa 108,8 Mio. Euro erweitern. Außerdem wird das Unternehmen den Goldabbau an zwei Minen verantworten: Am Tagebau Telfer in Westaustralien übernimmt Leighton Contractors für 27 Monate das Contract-Mining. Das Projektvolumen liegt bei 142,7 Mio. Euro. Einen weiteren Vertrag erhielt die Gesellschaft an der Cosmo-Deeps-Mine im Northern Territory. Dort wird Leighton Contractors über einen Zeitraum von drei Jahren für 83,5 Mio. Euro unter Tage Gold abbauen. In New South Wales erhielt Thiess eine Auftragserweiterung für die Wilpinjong-Kohlenmine im Wert von fast 164,7 Mio. Euro. Zudem gewann das Unternehmen den Auftrag, für etwa 72 Mio. Euro die vorbereitenden Arbeiten für eine neue Eisenerzmine in der Pilbara-Region in Westaustralien zu übernehmen. Der Vertrag über 18 Monate umfasst die komplette Mineneinrichtung für den Betrieb inklusive der Förderstrecken und Lagermöglichkeiten. Im Zusammenhang mit dem wachstumsstarken Gas- und Ölgeschäft im Offshore-Bereich erhielten sowohl John Holland als auch Thiess weitere Aufträge beim Wheatstone-Gasprojekt vor der australischen Westküste. John Holland wird für 185 Mio. Euro zahlreiche Gebäude der Raffinerie errichten und übernimmt für 282 Mio. Euro darüber hinaus in einem separaten Auftrag die Planung und den Bau von Unterkünften mit 3 800 Betten. Thiess wird für das Offshore-Projekt auch einen Unterwassertunnel bauen, der zwei Gaslager mit der Raffinerie verbinden soll. Das Auftragsvolumen beträgt 43 Mio. Euro. HochbauAuch im Hochbau verbuchten die Leighton-Gesellschaften im Berichtsjahr eine Reihe von Großaufträgen, insbesondere im spezialisierten Gesundheitssektor, der zu den Kernkompetenzen des Unternehmens zählt. So wird ein Konsortium um Leighton Contractors Design und Bau des neuen Royal Adelaide Hospital in Südaustralien mit einem Gesamtvolumen von 1,35 Mrd. Euro übernehmen. Der Leighton-Anteil liegt bei etwa 658,4 Mio. Euro. John Holland erhielt als Managing-Contractor den Auftrag für den Bau des New Children's Hospital in Perth mit einem Gesamtwert von 887 Mio. Euro. Der Anteil von John Holland beträgt - abhängig vom Erreichen der zweiten Ausbaustufe - etwa 592 Mio. Euro. DienstleistungenDie australische Regierung beauftragte ein Joint Venture mit Thiess Services, das australische Breitband-Telekommunikationsnetzwerk für 282 Mio. Euro in den nächsten zwei Jahren auszubauen. Der Vertrag enthält eine Verlängerungsoption um zwei Jahre. Daneben wird Thiess gemeinsam mit einem Partner in den kommenden fünf Jahren das Facility-Management für den Telekommunikationsanbieter Telstra übernehmen. Der Auftrag erfordert spezialisiertes Fachwissen im Bereich Telekommunikation und hat einen Wert von 259 Mio. Euro, von denen 130 Mio. Euro auf die Leighton-Tochter entfallen. Projektbeispiele AsienInfrastrukturIn Asien verzeichnete die Leighton-Gruppe zahlreiche bedeutende Neuaufträge im Infrastrukturbereich, darunter ein echtes Jahrhundertprojekt: die Anbindung der Metropole Hongkong an das chinesische Festland. Leighton Asia hat einen Anteil von 50 Prozent an dem Auftrag von 890,3 Mio. Euro und wird den Kopfbahnhof für den Guangzhou-Shenzhen-Hong-Kong-Express-Rail-Link bauen. Die in weiten Teilen unterirdische Schnellbahnverbindung soll ab 2015 das internationale Gateway von Hongkong nach China werden und nach seiner Fertigstellung täglich bis zu 100 000 Passagiere befördern. Die Arbeiten werden gemeinsam mit einem Partner erbracht. Bereits 2010 hatte sich Leighton Asia zwei Teilaufträge bei diesem Projekt über insgesamt 349,1 Mio. Euro gesichert. Nun kam der dritte Auftrag hinzu: Mitten in West Kowloon soll ein Bahnhof mit 15 Bahnsteigen, Zolleinrichtungen, Warte-Lounges, Duty-free-Shops und Fußgängerbrücken errichtet werden. Der Express Rail Link ist eines der wichtigsten Zukunftsprojekte Hongkongs. In Hongkong erhielt Leighton Asia zusammen mit John Holland darüber hinaus Großaufträge für den Bau eines Teilstücks der Bahnstrecke South Island Line mit einem Gesamtvolumen von gut 408 Mio. Euro. Gemeinsam gewannen die Gesellschaften zudem das 97-Milli-onen-Euro-Projekt für den Ausbau der Stadtbahn in Singapur. Contract-MiningIn Indonesien, wo die Leighton-Gruppe eine starke Marktstellung hat, erhielt die Tochtergesellschaft Thiess eine Vertragsverlängerung für den Betrieb von zwei Minen in der Region Ost-Kalimantan für drei Jahre. Das Auftragsvolumen beträgt etwa 368 Mio. Euro. PT Thiess Contractors Indonesia ist seit einigen Jahren für die Kohlenminen Teguh Sinar Abadi und Firman Ketaun Perkasa des Rohstoffkonzerns PT Bayan Resources in der Nähe der indonesischen Stadt Melak zuständig. Die Leighton-Tochter wird die Mine weiterentwickeln und jährlich zirka fünf Mio. Tonnen des Rohstoffs abbauen. Projektbeispiele aus der GolfregionIn Abu Dhabi wird die Habtoor Leighton Group in einem Joint Venture das Al-Mafraq-Hospital im Wert von 428 Mio. Euro errichten. Der Fachklinikkomplex soll 2014 fertiggestellt sein und dann über 745 Betten, diverse Operationsräume, Labore und Hörsäle verfügen. Das Projekt ist für die Habtoor Leighton Group der zweite Großauftrag im Gesundheitssektor von Abu Dhabi in nur zwölf Monaten: Bereits im April 2010 hatte die Gesellschaft den Zuschlag zum Bau des Arzanah Medical Complex erhalten. Zudem baut die Habtoor Leighton Group für 76,8 Mio. Euro die neue Zentrale der Abu Dhabi Islamic Bank sowie die Infrastruktur am Qusahwira-Ölfeld mit einem Auftragsvolumen von 95,1 Mio. Euro. In Doha, der Hauptstadt Katars, wird die Habtoor Leighton Group für 212,7 Mio. Euro die erste Bauphase des North Gate Mall and Office Buildings übernehmen. Der Shopping- und Bürokomplex umfasst nach seiner Fertigstellung im März 2014 zwei Parkebenen, ein dreistöckiges Einkaufszentrum sowie sechs Bürogebäude mit jeweils fünf Etagen. Zu den Kennzahlen der Division HOCHTIEF Asia PacificDer Auftragseingang lag im Geschäftsjahr 2011 mit 14,78 Mrd. Euro um rund 4,16 Mrd. Euro unter dem Wert des Vorjahres (währungsbereinigt um 5,14 Mrd. Euro). Ausschlaggebend ist hier der außerordentlich hohe Vergleichswert des Vorjahres, der durch große Auftragsvolumina in den Bereichen Infrastrukturbau und Contract-Mining geprägt war. Leistung und Außenumsatz stiegen im Betrachtungszeitraum um 22,1 Prozent auf 15,52 Mrd. Euro beziehungsweise um 31,8 Prozent auf 13,63 Mrd. Euro. Wechselkursbereinigt betrugen die Steigerungsraten immer noch beachtliche 14 Prozent beziehungsweise 23,1 Prozent. Hier wirkte sich aus, dass der sehr hohe Auftragsbestand aus dem Vorjahr abgearbeitet wurde. Der Rekordwert des Auftragsbestands aus dem Vorjahr konnte 2011 noch einmal um rund 300 Mio. Euro auf 33,43 Mrd. Euro gesteigert werden, jedoch entfiel rund eine Mrd. Euro auf einen positiven Wechselkurseffekt. Die Reichweite des Auftragsbestands liegt rechnerisch bei knapp 26 Monaten. Division HOCHTIEF Asia Pacificscroll
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auf Seite 201 ff. Das betriebliche Ergebnis sowie das Ergebnis vor Steuern waren stark durch Verluste bei den beiden Infrastrukturprojekten Airport Link in Brisbane sowie Victorian Desalination Plant nahe Melbourne belastet. Beide Projekte sind inzwischen stabil und werden in der zweiten Jahreshälfte 2012 fertiggestellt. Die Ergebnisse wurden zudem durch Wertberichtigungen auf Altforderungen der Habtoor Leighton Group sowie eine weitere Wertberichtigung des Beteiligungsbuchwerts der Habtoor Leighton Group belastet. Positiv wirkte sich der Buchgewinn aus dem Verkauf von drei Eisenerzprojekten in Westaustralien an den Auftraggeber aus. Die Investitionen nahmen deutlich von 958,3 Mio. Euro auf 1,67 Mrd. Euro zu. Ausschlaggebend war neben dem Währungseffekt von rund 110 Mio. Euro der Gewinn neuer Großaufträge im Contract-Mining sowohl in Australien als auch in Asien mit entsprechendem Bedarf an Großgerät. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter nahm projektbezogen um 12,6 Prozent auf 52 220 zu. AusblickDas Geschäftsjahr 2011 verlief für die Division Asia Pacific unbefriedigend. Die initiierten Reorganisationsmaßnahmen einschließlich Neukonzeption des Risikomanagementsystems zeigten jedoch bereits im zweiten Halbjahr 2011 Wirkung. Sie werden 2012 konsequent fortgesetzt und verfeinert. Aufgrund des nachhaltig positiven Kerngeschäfts, des anhaltend guten Konjunkturumfelds sowohl in Australien als auch in Asien sowie der vorgenommenen Restrukturierungen wird für die Division Asia Pacific im neuen Geschäftsjahr die Rückkehr zum Ergebnisniveau von 2010 erwartet. Division HOCHTIEF EuropeWeitere Informationen finden Sie im Internet unter www.hochtief-solutions.de.
In der neuen Division HOCHTIEF Europe bündeln wir seit Januar 2011 die Gesellschaften der ehemaligen Unternehmensbereiche HOCHTIEF Europe, HOCHTIEF Real Estate und HOCHTIEF Services. Die Führungsgesellschaft HOCHTIEF Solutions AG entwickelt, baut und betreibt Immobilien, Anlagen sowie Infrastrukturprojekte in Europa und in ausgewählten wachstumsstarken Regionen der Welt. Neue Struktur fördert ZusammenarbeitMit der neu strukturierten Division HOCHTIEF Europe heben wir Synergien und reduzieren Kosten. Wir kombinieren unsere Angebote für Entwicklung, Planung, Bau und Betrieb zum Vorteil unserer Kunden. Das zeigt sich auch in der gestiegenen Anzahl von gemeinsam realisierten Projekten innerhalb der Division Europe. Strategische Schwerpunkte und MärkteWir haben das Geschäft im deutschen Hochbau in den vergangenen Jahren erfolgreich an den Markt angepasst und erwirtschaften im Building-Bereich eine stabile Leistung von 500 Mio. Euro mit guten Renditen. Im Infrastrukturbereich haben wir uns 2011 unter anderem auf die Offshore-Windenergie konzentriert. HOCHTIEF Solutions ist an mehreren deutschen Offshore-Projekten beteiligt und hat sich als starker Partner der Energiebranche etabliert.* Weitere Potenziale im Bereich der Energieinfrastruktur sehen wir unter anderem in dezentralen Pumpspeicherkraftwerken. Dabei nutzen wir unsere Erfahrung in Bau und Betrieb solcher komplexen Projekte. Darüber hinaus werden wir zukünftig den Bau von Stromtrassen anbieten. Experten erwarten hier ein erhebliches Investitionsvolumen.
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65. 2011 haben wir unser internationales Geschäft weiter ausgebaut. In Polen, Tschechien, Rumänien und der Slowakei waren unsere Ländergesellschaften im Infrastrukturbereich sowie in den Marktsegmenten Büro-, Geschäfts- und Wohnimmobilien erfolgreich. Zusätzlich werden wir eine Gesellschaft in Lettland gründen, die im gesamten Baltikum tätig sein wird. Auf Basis unserer Erfahrungen in der Golfregion wollen wir zudem in den Märkten Saudi-Arabien und Bahrain sowie in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Kuwait aktiv werden. HOCHTIEF Solutions ist einer der führenden Entwickler hochwertiger Immobilien** Der Fokus lag 2011 weiterhin auf Büro-, Einzelhandels- und Wohnimmobilien in zentrumsnahen Toplagen. Potenziale sehen wir, aufgrund des demografischen Wandels, bei Quartierentwicklungen und Pflegeimmobilien. Bei Wohnimmobilien erwarten wir Wachstumschancen in den attraktiven Märkten Deutschland, Luxemburg, Österreich und Osteuropa. Im Geschäftsfeld Energy- und Facility-Management spielte das Thema Energieeffizienz im Gebäudebetrieb im Berichtsjahr eine treibende Rolle. Hier konnten zahlreiche Neuaufträge verbucht werden. Aufgrund des Trends zum Cloud-Computing sehen wir großes Wachstumspotenzial für den Bau und Betrieb von Rechenzentren. Wir begleiten unsere Kunden in allen Phasen des Projekts - von der Planung und Finanzierung über Bau und Betrieb bis hin zur Energielieferung. ProjektbeispieleIm Geschäftsjahr 2011 konnten die Gesellschaften und Einheiten der HOCHTIEF Solutions AG wieder zahlreiche attraktive Neuaufträge gewinnen und weltweit Projekte erfolgreich abwickeln. Marktsegment Offshore-WindkraftanlagenHOCHTIEF Solutions ist am Bau des Offshore-Windparks EnBW Baltic 2 mit 80 Anlagen nördlich vor Rügen beteiligt. Unser Anteil liegt bei zirka 191 Mio. Euro. Die Bauarbeiten beginnen 2012. Nach Fertigstellung wird der Windpark jährlich zirka 1 200 Gigawattstunden Strom liefern. 2012 starten auch die Arbeiten am Nordsee-Windpark Global Tech I, der insgesamt 1 400 Gigawattstunden Strom erbringen wird. Beim Bau der 80 Anlagen wird erstmals unser eigenentwickeltes Hubschiff Innovation zum Einsatz kommen. Der Auftrag hat ein Volumen von zirka 175 Mio. Euro. Auch außerhalb deutscher Gewässer sind wir tätig: 2011 erhielten wir in Großbritannien den Auftrag, den insgesamt 100 Meter hohen Messmast für den Offshore-Windpark Hornsea in der Nordsee zu errichten. Hier werden ab 2014 Milliardeninvestitionen getätigt. HOCHTIEF erwartet, als bevorzugter Baupartner des Konsortialführers daran teilhaben zu können. Marktsegment Wasserbau2011 endeten die Bauarbeiten für ein Sperrwerk, das den Großraum von St. Petersburg vor den Folgen einer Sturmflut schützen soll. Kernstück des Projekts mit einem Volumen für HOCHTIEF von zirka 149 Mio. Euro ist ein 730 Meter langer Autotunnel unter dem Damm. Marktsegment VerkehrsinfrastrukturIm Oktober des Berichtsjahres feierten wir mit unseren Partnern beim Gotthard-Tunnel den Hauptdurchbruch- und den Weltrekord für den mit 57 Kilometern längster Eisenbahntunnel. Er soll 2016 eröffnet werden. Als Mitglied eines Konsortiums erhielten wir 2011 den Auftrag, ein 41 Kilometer langes Teilstück der A8 zwischen Ulm und Augsburg auf Basis eines Public-Private-Partnership-Projekts* auszubauen. Bei laufendem Verkehr wird die Autobahn von vier auf sechs Spuren erweitert. Die Arbeiten haben im Juni 2011 begonnen. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf etwa 177 Mio. Euro.
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118. Zudem realisieren wir bis 2012 mit einem schwedischen Partner zwei Baulose der nördlichen Umfahrung von Stockholm "Norra Länken". Wir bauen zwei jeweils 1,2 Kilometer lange zweispurige Tunnel sowie einen zirka einen Kilometer langen Straßenabschnitt inklusive Rampen und Abzweigungen. Der HOCHTIEF-Anteil am Projekt beträgt zirka 63 Mio. Euro. Ebenfalls in Stockholm bauen wir bei laufendem Verkehr bis 2016 einen Straßentunnel in der Innenstadt, der aus drei Röhren mit einer Länge von jeweils 700 Metern besteht. Zu dem Projekt mit einem Auftragswert von zirka 93 Mio. Euro für HOCHTIEF gehört auch der Neubau einer Brücke. HOCHTIEF Solutions wird als Federführer einer Arbeitsgemeinschaft, in der auch die ACS-Tochter Dragados vertreten ist, eine Brücke inklusive Verkehrsanbindungen über die Bucht Firth of Forth nahe Edinburgh bauen. Der Auftrag hat ein Volumen von zirka 894 Mio. Euro, davon entfallen etwa 250 Mio. Euro auf HOCHTIEF. Die Bauarbeiten haben im Mai 2011 begonnen und werden 2016 abgeschlossen. Kernstück des Projekts sind eine zwei Kilometer lange Schrägseilbrücke sowie die notwendigen Anschlussbauwerke. Es entstehen nahezu sieben Kilometer Straßeninfrastruktur bei laufendem Verkehrsbetrieb. In Salzburg ging der Umbau des Hauptbahnhofs planmäßig weiter. HOCHTIEF führt die notwendigen Abbruch- und Neubauarbeiten als Generalunternehmer bei laufendem Verkehr aus. Das Auftragsvolumen liegt bei etwa 56 Mio. Euro. Im April 2011 erhielten wir den Auftrag, in einem Joint Venture den Thames Tunnel in London zu realisieren. Das Projekt umfasst den Bau von zwei jeweils drei Kilometer langen Tunnelröhren und von Portalbauwerken. Das komplexe Vorhaben mit einem Gesamtvolumen von etwa 218 Mio. Euro soll im Mai 2015 abgeschlossen sein. Der HOCHTIEF-Anteil liegt bei zirka 109 Mio. Euro. Marktsegment Soziale InfrastrukturIm April 2011 gewann HOCHTIEF einen weiteren Public-Private-Partnership-(PPP-)Auftrag in der britischen Region Salford. HOCHTIEF Facility Management (UK) wird an zwei Schulen mit fast 3 500 Schülern für 25 Jahre den Betrieb übernehmen. Dazu zählen sämtliche Versorgungs-, Entsorgungs- und Reinigungsdienstleistungen sowie der Sicherheitsdienst. Ebenfalls im Rahmen eines HOCHTIEF-PPP-Projekts mit der Stadt Braunschweig übernimmt HOCHTIEF Solutions die Bau- und Sanierungsarbeiten an neun Schulen, drei Kindertagesstätten und zwei Sporthallen. Die Arbeiten starten im April 2012 und sollen im Herbst 2014 abgeschlossen sein. Zudem verantworten unsere Facility-Manager den Betrieb der Immobilien für 25 Jahre. Sie sind für Reparaturen, Pflege sowie die Reinigung der Gebäude und Anlagen verantwortlich. Die Arbeiten im öffentlichen Bereich der Elbphilharmonie haben sich weiter verzögert. Grund sind nach wie vor ungeklärte technische Fragestellungen, verspätete Planlieferungen und Entscheidungen sowie Umplanungen des Bauherrn. Zwei Beispiele: Im Dezember 2011, fast fünf Jahre nach dem Baustart, erhielt HOCHTIEF für das zehnte bis 17. Obergeschoss neue Pläne, in denen unter anderem Änderungen als Folge des aktuellsten Brandschutzkonzepts enthalten sind. Diese Planung ist jedoch in weiten Teilen nicht ausführbar. Wir haben zu diesem Planstand zahlreiche Anmerkungen gemacht und Bedenken angemeldet. Es ist Aufgabe des städtischen Bauherrn ReGe Hamburg, diese Planung so zu überarbeiten, dass sie umgesetzt werden kann. Anfang Februar 2012 wurden HOCHTIEF über tausend Planunterlagen mit zum Teil erheblichen Leistungsänderungen übergeben. Wir prüfen zurzeit die Auswirkungen. Schon jetzt ist erkennbar, dass zusätzliche Leistungen erbracht werden sollen und weitere Mehrkosten entstehen werden. Die Architekten haben die Planung als noch nicht vollständig und abschließend erklärt. Bis zu einer Lösung der strittigen Punkte musste HOCHTIEF die Arbeiten an einigen Stellen einstellen. Dies betrifft zum Beispiel das Saaldach sowie die Haustechnik der Konzertsäle, Foyers und Backstagebereiche. Beim Hotel, bei den Restaurants und den Wohnungen, die ebenfalls zum Komplex Elbphilharmonie gehören, sind die Bauarbeiten nur von Verzögerungen beim Dach betroffen, im Übrigen aber im Zeitplan. Hier übernimmt HOCHTIEF die gesamte Planung. Wir gehen davon aus, dass die strukturellen Probleme schnellstmöglich geklärt werden. Wir stehen dazu im Dialog mit der Stadt Hamburg und sind unter anderem bereit, mehr Planungsverantwortung zu übernehmen, damit endlich Klarheit über alle baulichen Details hergestellt wird. Marktsegment Büro- und GeschäftsimmobilienGemäß unserer Strategie, den Kapitalumschlag bei Projektentwicklungen zu erhöhen und Werte früher zu realisieren, haben wir 2011 zahlreiche Projekte erfolgreich verkauft und vermietet. So haben wir das Düsseldorfer Bürohaus La Cour bereits vor Grundsteinlegung an einen großen Versicherer veräußert. Das Projekt mit einer Fläche von zirka 15 000 Quadratmetern wird nachhaltig errichtet und strebt ein Silberzertifikat der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) an. Auf einem von unserer Beteiligungsgesellschaft aurelis Real Estate erworbenen Grundstück in Düsseldorf realisieren die HOCHTIEF-Projektentwickler das erste Bürogebäude im Stadtviertel Le Quartier Central. Etwa 90 Prozent der insgesamt zirka 13 400 Quadratmeter großen Mietfläche konnten bereits vor dem Baustart vermietet werden. In Stuttgart entsteht bis Mitte 2013 das Caleido. Der Neubau mit insgesamt etwa 14 000 Quadratmetern Gewerbefläche sowie 15 Wohneinheiten war bereits vor Baustart zu einem großen Teil vermietet. Das Caleido wurde 2011 von der DGNB als erste Immobilie in der Kategorie Mischnutzung mit Silber vorzertifiziert. Für die neue Unternehmenszentrale der Germanischen Lloyd in Hamburg übernimmt HOCHTIEF Solutions seit Herbst 2011 das technische und infrastrukturelle Facility-Management. Der Vertrag läuft bis Ende 2015. Die Stuttgarter Börse wird ihre Energiekosten in Zukunft um einen sechsstelligen Betrag pro Jahr senken. Die von HOCHTIEF Energy Management ergriffenen Maßnahmen verringern gleichzeitig den CO2 -Ausstoß um etwa 500 Tonnen pro Jahr. Der Kunde setzt zudem schon seit 2001 auf unsere Facility-Management-Leistungen. Marktsegment EinkaufszentrenBei der 8,5 Kilometer langen Barwa Commercial Avenue in Katar verliefen die Arbeiten im Berichtsjahr weiterhin erfolgreich. Das Großprojekt mit einem Auftragswert von insgesamt 1,4 Mrd. Euro wird 2012 wie geplant fertiggestellt. Marktsegment WohnimmobilienDie Wohnimmobilienentwickler von HOCHTIEF Solutions bauen bis Ende 2012 vier hochwertige Mehrfamilienhäuser und drei Stadtvillen in einer bevorzugten Wohngegend von Darmstadt. Die 40 Eigentumswohnungen der Wohnanlage Rosarium waren bereits vor den Gründungsarbeiten verkauft. Als Beitrag zur Internationalen Bauausstellung 2013 realisieren wir in Hamburg die WaterHouses mit vier Häusern und dem neunstöckigen WaterTower. Alle 34 Wohneinheiten haben wir vor Baustart im Juni 2011 verkauft. Das Projekt erhielt für die nachhaltige Konzeption von der DGNB bereits das Vorzertifikat in Gold. Unsere Tochtergesellschaft HOCHTIEF Polska baut seit Oktober 2011 in Warschau den 260 Meter hohen Wolkenkratzer Cosmopolitan Twarda 2/4. Zu dem Projekt gehören 250 Apartments sowie ein fünfgeschossiges Bürohaus mit Einzelhandels- und Gastronomieflächen. Marktsegment QuartierentwicklungMit dem Katharinenquartier realisieren die HOCHTIEF-Projektentwickler in Hamburg ein neues Wohn- und Geschäftsviertel. Auf mehr als 22 000 Quadratmetern entstehen bis 2013 zirka 130 Mietwohnungen sowie Büro- und Einzelhandelsflächen. Das Projekt war bereits vor Baustart veräußert. In Düsseldorf setzten wir gemeinsam mit einem Partner den Bau des Stadtviertels le flair fort. Dort bauen wir bis 2015 mehr als 900 Wohneinheiten und realisieren ein generationsübergreifendes Wohnkonzept für junge Familien sowie ältere und alleinstehende Menschen um. Die ersten Abschnitte wurden 2011 fertiggestellt und großteils verkauft. Marktsegment PflegeimmobilienIn enger Zusammenarbeit mit dem Pflegedienstleister BeneVit realisiert HOCHTIEF Solutions Pflegeimmobilien nach dem Hausgemeinschaftsmodell. Im Dezember 2011 feierten wir in Burladingen Richtfest für das elfte gemeinsame Projekt. An den Investor, den Lebensversicherer Swiss Life, konnten bislang zwölf Projekte veräußert werden, davon sind derzeit acht in Betrieb. Marktsegment Bauen im BestandIm November 2011 wurde das Einkaufszentrum Sevens in Düsseldorf nach umfassenden Umbauarbeiten wiedereröffnet. Auch bei diesem Projekt arbeiteten unsere Bauspezialisten, Property- und Facility-Manager eng zusammen. Von Juni 2011 bis März 2013 sanieren wir einen Gebäudekomplex der ingenieurwissenschaftlichen Fakultät an der Ruhr-Universität Bochum. Die Immobilie mit einer Fläche von zirka 46 500 Quadratmetern stammt aus dem Jahr 1965 und wird auf Basis ökologischer Standards komplett erneuert. Marktsegment BaustellenlogistikAm Flughafen Frankfurt entsteht bis 2012 der neue Flugsteig A-West. Unsere Tochtergesellschaft Streif Baulogistik ist für die Baustelleneinrichtung, -logistik und Energieversorgung der Großbaustelle zuständig. In Düsseldorf wird seit 2011 ein Büro- und Gebäudekomplex nach Vorgaben des Nachhaltigkeitszertifikats LEED* -Platin gebaut. Streif ist dabei unter anderem für die Entsorgung der Baustellenabfälle gemäß LEED-Kriterien verantwortlich. Marktsegment IndustrieanlagenUnsere Facility-Manager haben die Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz weiter ausgebaut. Seit August 2011 sind wir zunächst für drei Jahre in Sindelfingen für das technische Facility-Management von zwei neuen Klimawindkanälen zuständig, vor allem für die Gebäudetechnik sowie die Instandhaltung der Prüfstandtechnik. Einen deutlich sechsstelligen Betrag wird der Pharmaproduzent Nordmark in den nächsten zehn Jahren jährlich an Energiekosten sparen. Dafür sanieren die Spezialisten von HOCHTIEF Energy Management in einem Nordmark-Werk unter anderem das Kesselhaus und richten eine neue Druckluftzentrale ein. Außerdem entstehen ein neues Blockheizkraftwerk sowie eine Kälteanlage. Im Oktober des Berichtsjahres sind unsere Energy-Management-Profis in ein neues Geschäftsfeld eingestiegen: In Sachsen erzeugen wir Biomethan in bester Erdgasqualität. Es wird direkt in den europaweiten Gasverbund eingespeist. Den Auftrag zum Betrieb einer hochmodernen Biogasanlage erhielten wir von einem regionalen Biomethanunternehmen. Der über zehn Jahre geschlossene Vertrag sieht vor, dass HOCHTIEF in der neuen Anlage jährlich 53,5 Gigawattstunden Biomethan produziert - genug, um den Jahresverbrauch von 2 300 Einfamilienhäusern zu decken. Beteiligungsgesellschaft aurelis Real Estate**
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Weitere Informationen finden Sie im Internet
unter www.aurelis-real-estate.com. Die HOCHTIEF-Beteiligungsgesellschaft aurelis Real Estate besitzt deutschlandweit zirka 17 Mio. Quadratmeter innenstadtnahe Flächen. aurelis vermietet Grundstücke und Gebäude zu gewerblichen Zwecken. Alle anderen Liegenschaften entwickelt das Unternehmen gemeinsam mit den Kommunen bis Planungsrecht besteht und die Flächen baureif verkauft werden können. 2011 war erneut ein erfreuliches Geschäftsjahr. Im Bereich Entwicklung und Verkauf wurden bei rund 500 Transaktionen Assets*** mit einem Wert von insgesamt etwa 250 Mio. Euro veräußert. Im Geschäftsfeld Vermietung erzielte aurelis einen Erlös von insgesamt 82,6 Mio. Euro. Das Volumen von Neu- und Anschlussmietverträgen belief sich Ende 2011 auf 19,9 Mio. Euro Jahresnettomiete. Die durchschnittliche Mietvertragslaufzeit erhöhte sich auf 66 Monate. Strategie ist es, das Bestandsportfolio, etwa durch Revitalisierung, weiter aufzuwerten und den Wert der Grundstücke und Gebäude zu erhöhen sowie Spielraum für Mieterhöhungen zu schaffen. Nach Abschluss langfristiger Mietverträge baut aurelis auf den eigenen Flächen und übernimmt die Projekte in den Bestand. Die Expertise im Bereich aktives Asset-Management hat aurelis 2011 erneut bei völlig unterschiedlichen Projekten bewiesen: Bei Dresden wurde ein Solarpark mit einer Grundfläche von zirka 34 000 Quadratmetern und einer Gesamtleistung von 1,7 Megawattstunden Strom in Betrieb genommen. In Braunschweig saniert aurelis die historische Halle eines ehemaligen denkmalgeschützten Ausbesserungswerks. Für eine Drogeriemarktkette entstand in Karlsruhe ein neues Logistikzentrum. Der Mietvertrag läuft zunächst über 15 Jahre. Ähnliche Erfolge prägten 2011 das Grundstücksgeschäft: So wurde eine Fläche von etwa 40 000 Quadratmetern für das neue Europaviertel in Frankfurt veräußert. Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Köln-Mülheim erwarb ein Projektentwickler gut 47 000 Quadratmeter für ein neues Gewerbegebiet. Die erfolgreiche Geschäftsstrategie von aurelis Real Estate schafft Vertrauen am Finanzmarkt: Ende 2011 konnte die HOCHTIEF-Beteiligung ihre 2012 auslaufende Kreditlinie über gut 700 Mio. Euro langfristig refinanzieren. Der Kredit hat eine Laufzeit bis September 2015. Zu den Kennzahlen der Division HOCHTIEF EuropeIn der Division Europe lag der Auftragseingang im Berichtsjahr um 257,6 Mio. Euro (-7,2 Prozent) unter dem Vorjahreswert. Dabei konnte der Anstieg im internationalen Geschäft um 7,7 Prozent oder 83,2 Mio. Euro auf 1,16 Mrd. Euro den Rückgang in Deutschland um 340,8 Mio. Euro (-13,7 Prozent) auf 2,14 Mrd. Euro nicht kompensieren. Insgesamt entwickelte sich der Auftragseingang nicht zufriedenstellend, da sowohl nationale als auch internationale Großprojekte nicht zur Ausführung kamen beziehungsweise in das Folgejahr verschoben wurden. Die Leistung verfehlte den Vorjahreswert um 176,6 Mio. Euro (-4,9 Prozent) und erreichte im Berichtsjahr 3,44 Mrd. Euro. Die Leistung in Deutschland stieg um 218,8 Mio. Euro oder 12,3 Prozent auf zwei Mrd. Euro. Das internationale Geschäft ging hingegen um 395,4 Mio. Euro (-21,5 Prozent) auf 1,44 Mrd. Euro zurück. Der Auftragsbestand lag mit 5,89 Mrd. Euro (-1,8 Prozent) leicht unter dem Vorjahresniveau. Die Reichweite des Auftragsbestands liegt rechnerisch bei gut 20 Monaten. Die Bereichs- und Außenumsätze lagen mit +2,0 Prozent beziehungsweise +2,8 Prozent im Berichtsjahr über den vergleichbaren Vorjahreswerten. Dies resultiert im Wesentlichen aus unserer Sparte Real Estate Solutions, in der das Verkaufsvolumen gegenüber dem Vorjahr um 409 Mio. Euro (+46 Prozent) auf 1,3 Mrd. Euro stieg. Das betriebliche Ergebnis erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 39,1 Mio. Euro (+34,5 Prozent) auf 152,3 Mio. Euro. Die Ausrichtung auf ertragsstarke Märkte, konsequentes Risikomanagement und eine organisatorische Optimierung innerhalb der Division führten zu der deutlichen Ergebnissteigerung. Nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses und neutraler Aufwendungen im Zusammenhang mit organisatorischen Weiterentwicklungen stieg das Ergebnis vor Steuern im Berichtsjahr um 10,6 Mio. Euro (+12,8 Prozent) auf 93,1 Mio. Euro. Die erfolgreiche internationale Ausrichtung der Division Europe wird durch den Auslandsanteil von 73,5 Prozent am Ergebnis vor Steuern deutlich. Division HOCHTIEF Europescroll
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Erläuterungen zu den Anpassungen finden Sie
auf Seite 201 ff. Der Anstieg der Investitionen im Vergleich zum Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus projektbezogenen Ausgaben für Sachanlagen und dem Ausbau des Geräteparks im Bereich Baulogistik. Dem gegenüber steht eine Reduzierung der Investitionen in Finanzanlagen, überwiegend aus der im Vorjahr erfolgten Beteiligung an einer Joint-Venture-Gesellschaft zum Aufbau des Offshore-Geschäfts. Die um 3,8 Prozent gesunkene durchschnittliche Mitarbeiteranzahl resultiert insbesondere aus projektbezogenen Veränderungen in Südamerika und der Golfregion, der Geschäftsentwicklung in Osteuropa sowie den Neuausrichtungen im deutschen Hochbau und im Facility-Management. AusblickAnfang 2012 wurden die Public-Private-Partnership-Aktivitäten, die bislang in der Division HOCHTIEF Concessions angesiedelt waren, als eigene Sparte in die Division HOCHTIEF Europe mit der Führungsgesellschaft HOCHTIEF Solutions AG integriert. Neben den bisherigen Aktivitäten in den Bereichen Soziale Infrastruktur und Straßen wird der Bereich Energie einen weiteren PPP-Tätigkeitsschwerpunkt bilden. Damit wird das vorhandene Know-how mit optimierten Ressourcen bei Entwicklung, Bau und Betrieb von Infrastrukturprojekten, Immobilien und Anlagen noch besser genutzt. Für das Geschäftsjahr 2012 erwarten wir ein über dem Vorjahr liegendes Ergebnis vor Steuern. Division HOCHTIEF Concessions
Die Division HOCHTIEF Concessions bündelt unter Führung der HOCHTIEF Concessions AG* unsere Aktivitäten in den Bereichen Konzessions- und Betreiberprojekte. Zu den Geschäftsfeldern gehören Flughäfen, Straßen und Einrichtungen der sozialen Infrastruktur. Die Muttergesellschaft von HOCHTIEF AirPort und HOCHTIEF PPP Solutions zählte Ende des Geschäftsjahres 2011 zu den weltweit bedeutendsten industriellen Infrastrukturinvestoren.
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Weitere Informationen finden Sie im Internet
unter www.hochtief-concessions.de. Das Portfolio umfasste zum 31. Dezember 2011 sechs Flughafenbeteiligungen, acht Straßen inklusive zweier Tunnel, 111 Schulen, 18 Polizeieinrichtungen, ein Bürgerzentrum, eine Kaserne sowie zwei Geothermieprojekte. Geschäftsfeld FlughäfenHOCHTIEF AirPort optimiert und managt sowohl ihre als auch die von der HOCHTIEF AirPort Capital gehaltenen Flughafenbeteiligungen. Außerdem erbringt die Gesellschaft Serviceleistungen, wie zum Beispiel die Beratung von eigenen und Drittflughäfen. Ende 2011 gehörten Beteiligungen an sechs Flughäfen zum Portfolio - Athen, Budapest, Düsseldorf, Hamburg, Sydney und Tirana. Die Airports fertigten im Berichtsjahr insgesamt 94,7 Mio. Passagiere ab und verzeichneten - trotz des Rückgangs der Fluggastzahlen am Athener Flughafen - ein Plus von 2,2 Prozent. Der Rückgang am Athens International Airport ist auf die Wirtschaftskrise in Griechenland zurückzuführen. Die Veräußerung unseres Geschäftsfelds Flughäfen hat sich aufgrund der makroökonomischen Situation und der Entwicklung an den Finanzmärkten verzögert und konnte nicht, wie ursprünglich beabsichtigt, im Jahr 2011 umgesetzt werden. Wir streben weiterhin einen wertmaximierenden Verkauf unserer Flughafenaktivitäten an. Bis zum Zeitpunkt einer Veräußerung profitieren wir von der guten Geschäftsentwicklung an unseren Flughäfen. FlughäfenAthens International AirportAnteil HOCHTIEF AirPort 26,7 % / Anteil HOCHTIEF AirPort Capital 13,3 %Der Flughafen musste im Berichtsjahr aufgrund der massiven wirtschaftlichen Probleme des Landes einen Passagierrückgang von 6,3 Prozent auf 14,4 Mio. hinnehmen. Durch Kostensenkungen konnte die Flughafengesellschaft dennoch stabile Ergebnismargen erreichen. Positiv wirkte sich zudem aus, dass die Anhebung der Körperschaftssteuer bereits 2011 auch rückwirkend für 2010 zurückgenommen wurde. Von der ungebrochen hohen Attraktivität des Flughafens zeugt die Wahl zum "European Airport of the Year 2011": Das Institute of Transport Management zeichnete damit im Mai 2011 den Flughafen besonders für seinen hervorragenden Kundenservice und sein Wirken als Wirtschaftsmotor in der Region aus. Zudem wurde Athens International Airport von den internationalen Fluglinien für sein herausragendes Airline-Marketing mit dem zweiten Platz in der Kategorie Europa des "Routes Airport Marketing Award 2011" geehrt. Budapest AirportAnteil HOCHTIEF AirPort 49,66 %Im Berichtsjahr konnte Budapest Airport mit 8,9 Mio. Fluggästen einen Passagierrekord verzeichnen, was zusammen mit Effizienzsteigerungen zu einem verbesserten operativen Ergebnis führte. Die zweite Tranche des Kaufpreises für die Anteile am Flughafen, fällig zum 30. Juni 2011, wurde entsprechend der beim Kauf des Airports im Jahr 2007 geschlossenen Vereinbarung entrichtet. Anfang Juni 2011 kündigte die ungarische Regierung an, sich von ihrem 25-Prozent-Anteil am Flughafen zu trennen. Dieser wurde anteilig von den privaten Anteilseignern übernommen. Der Flughafen ist seither zu hundert Prozent privatisiert; 49,66 Prozent werden von HOCHTIEF Concessions gehalten. Bereits im März 2011 wurde das neue Terminalgebäude SkyCourt in Betrieb genommen. Die gläserne Halle verbindet die vorhandenen Terminals 2A und 2B und erhöht durch ein vielfältiges Einzelhandels- und Gastronomieangebot die Attraktivität des Airports deutlich. Düsseldorf InternationalAnteil HOCHTIEF AirPort 20 % / Anteil HOCHTIEF AirPort Capital 10 %Der Düsseldorfer Flughafen setzte 2011 seine Erfolgsgeschichte fort und schloss das Berichtsjahr mit einem weiteren Passagierrekord ab: 20,3 Mio. Fluggäste -etwa 7,1 Prozent mehr als im Vorjahr - nutzten den Airport. Das spiegelt sich auch positiv im Ergebnis wider. Beim "SkyTrax World Airport Award" erhielt der Flughafen in der Kategorie "Airport Staff Service Excellence Europe" den ersten Preis. Befragt wurden 11,3 Mio. Passagiere zur Servicequalität der Flughafenmitarbeiter in unterschiedlichen Bereichen, wie Verhalten, Freundlichkeit und Fremdsprachenkenntnisse. Hamburg AirportAnteil HOCHTIEF AirPort 34,8 % /Anteil HOCHTIEF AirPort Capital 14,2 %Auch 2011 überzeugte der Hamburger Flughafen durch deutliches Wachstum. Mit 13,6 Mio. Passagieren wurde ein Zuwachs von 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht. Das Ergebnis liegt über den Erwartungen. Als nachhaltig handelndes Unternehmen baute der Flughafen seine Aktivitäten im Bereich regenerativer Energien 2011 weiter aus. Seit Mai liefert eine Fotovoltaikanlage auf dem Airportgelände Strom - pro Jahr zirka 32 000 Kilowattstunden. Der jährliche CO2 -Ausstoß des Flughafens reduziert sich so um bis zu zwölf Tonnen. Sydney AirportAnteil HOCHTIEF AirPort 5,61 % /Anteil HOCHTIEF AirPort Capital 6,50 %Die Passagierzahlen am Sydney Airport entwickelten sich mit einem Anstieg um 0,2 Prozent auf 35,6 Mio. Fluggäste nicht ganz so positiv wie an den meisten anderen Beteiligungsflughäfen von HOCHTIEF Concessions. Gründe dafür waren unter anderem die schweren Naturkatastrophen im pazifischen Raum sowie die vorübergehenden Beeinträchtigungen im Flugbetrieb von Qantas und Tiger Airways. Trotz des nicht so starken Verkehrswachstums konnten bei Umsatz und EBITDA Zuwächse verzeichnet werden. Tirana International AirportAnteil HOCHTIEF AirPort 47 %Unser Beteiligungsflughafen in der albanischen Hauptstadt überzeugte auch im Jahr 2011 durch ein über durchschnittliches Passagierwachstum. Die Zahl der Fluggäste erhöhte sich auf 1,8 Mio. - ein Plus von 18,2 Prozent gegenüber dem ebenfalls hervorragenden Wert von 2010. Dies wirkte sich positiv auf das Ergebnis aus. ConsultingHOCHTIEF AirPort gehört heute zu den weltweit anerkannten unabhängigen Beratungsgesellschaften. Zu den Leistungen zählen Verkehrsprognosen, Betriebskonzepte sowie Master- und Businesspläne. In die Beratungsaufträge bringt die HOCHTIEF-Concessions-Tochter auch ihre Praxiserfahrungen aus dem Management der eigenen Airportbeteiligungen ein. 2011 beriet HOCHTIEF AirPort unter anderem den Flughafen Koltsovo. Der größte Regionalflughafen in Russland will sich zu einem Logistikdrehkreuz mit hervorragendem Service und moderner Infrastruktur entwickeln. Unsere Gesellschaft hat in einer Machbarkeitsstudie 2009/2010 bereits ermittelt, welches Potenzial der Airport insgesamt heben könnte. Dafür sind ein neuer Frachtterminal und eine Cargo-City geplant. Der 2011 begonnene Auftrag sieht vor, die Konzeption für den geplanten Frachtterminal in einen konkreten Entwurf umzusetzen. Geschäftsfeld StraßenIm April 2011 hat ein Konsortium, an dem HOCHTIEF PPP Solutions zu 50 Prozent beteiligt ist, den Zuschlag für das Public-Private-Partnership-(PPP-)Projekt Autobahn A8 zwischen Ulm und Augsburg erhalten. Damit betrieb beziehungsweise realisierte HOCHTIEF Concessions zum 31. Dezember 2011 insgesamt acht Straßen inklusive zweier Tunnel mit einer Gesamtlänge von mehr als 800 Kilometern. Die deutschen Projekte Autobahn A4 und Herrentunnel sind, genau wie der Tunnel San Cristobal und der Vespucio Norte Express in Chile sowie die österreichische Autobahn A5, in Betrieb. Die Autobahn A8 in Deutschland wird bei laufendem Betrieb umfangreich erweitert und teilweise neu gebaut. Die Entwicklung der beiden griechischen Straßenprojekte Elefsina-Patras-Tsakona und Maliakos-Kleidi litt unter schleppenden Enteignungs- und Genehmigungsverfahren sowie zahlreichen archäologischen Funden in den vergangenen Jahren. Dies verzögerte den Ausbau der Strecken. Im Berichtsjahr wurde der Fortschritt zudem maßgeblich von der schwierigen wirtschaftlichen Situation des Landes behindert, die die Projektgesellschaften zu einer teilweisen Einstellung der Bauarbeiten zwang. Die griechische Regierung und die privaten Betreiberkonsortien verhandeln über eine langfristig tragfähige Lösung für beide Mautstraßenprojekte. Um den Unsicherheiten über die Fortführung der Projekte Rechnung zu tragen, haben wir Wertberichtigungen und Risikovorsorgen in Höhe von knapp 60 Mio. Euro gebildet. ProjektbeispieleEin Abschnitt der Autobahn A8 zwischen Ulm und Augsburg wird derzeit von HOCHTIEF PPP Solutions mit einem Partner geplant, finanziert und ausgebaut. An der Konzessionsgesellschaft hält die HOCHTIEF-Concessions-Tochter 50 Prozent. An der beauftragten Bauarbeitsgemeinschaft ist HOCHTIEF Solutions mit 50 Prozent beteiligt. Die Arbeiten haben im Juni 2011 begonnen. Bereits seit Oktober 2011 betreibt die Konzessionsgesellschaft das 58 Kilometer lange Teilstück zwischen dem Autobahnkreuz Ulm-Elchingen und der Anschlussstelle Augsburg-West. Das Projekt mit einem Investitionsvolumen von zirka 410 Mio. Euro hat eine Laufzeit von 30 Jahren. Die Verkehrseinnahmen bei den beiden Mautprojekten Vespucio Norte Express und Tunnel San Cristobal in Santiago de Chile verzeichneten 2011 einen Zuwachs von 6,5 beziehungsweise 16,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Schäden, die im Februar 2010 durch das schwere Erdbeben am nördlichen Autobahnring in Santiago de Chile entstanden, sind weitgehend beseitigt. Damit ist eine der wichtigsten Verbindungsachsen wieder gut gerüstet, um die Verkehrsströme der Hauptstadt aufzunehmen. Geschäftsfeld Soziale InfrastrukturGerade in Zeiten weitgehend leerer öffentlicher Kassen ist Public-Private-Partnership auch im Hochbau eine attraktive Alternative zur klassischen Realisierung dringend notwendiger Infrastruktur. ProjektbeispieleEin Konsortium um unsere Tochter HOCHTIEF PPP Solutions (UK) erhielt vom britischen Halton Borough Council den Auftrag, zwei Schulen zu planen, zu finanzieren, zu bauen und zu betreiben. Der Vertrag hat ein Gesamtvolumen von etwa 181 Mio. Euro, das Investitionsvolumen beläuft sich auf zirka 63 Mio. Euro. Die Bauarbeiten begannen im Juni 2011 und werden etwa 22 Monate dauern. Nach Fertigstellung übernimmt HOCHTIEF Facility Management den Betrieb der Schulen über 25 Jahre. Auch die Stadt Braunschweig entschied sich bei der Vergabe eines PPP-Auftrags über neun Schulen und drei Kindertagesstätten für HOCHTIEF PPP Solutions. Die Gesellschaft wird die Einrichtungen planen, finanzieren, sanieren und anschließend betreiben. Der Auftrag hat ein Investitionsvolumen von zirka 80 Mio. Euro und läuft inklusive der Bauphase über 25 Jahre. Das gesamte Vertragsvolumen liegt bei etwa 279 Mio. Euro. HOCHTIEF Solutions ist für sämtliche Bauarbeiten zuständig, die im Herbst 2014 abgeschlossen sein sollen. Im Geschäftsjahr 2011 endeten die Arbeiten an zwei weiteren britischen Schulen: der Walkden High School und der Irlam & Cadishead High School in Salford. Beide Bildungseinrichtungen bieten Platz für mehr als 2 500 Schülerinnen und Schüler. Auch das Bürgerzentrum in der britischen Stadt Wigan konnte Ende 2011 fertiggestellt werden. HOCHTIEF Facility Management (UK) betreibt sowohl die beiden Schulen als auch das Bürgerzentrum. Im Herbst 2011 konnte HOCHTIEF PPP Solutions (UK) einen weiteren Auftrag verbuchen und wird künftig gemeinsam mit einem Partner vier Schulen in Salford planen, finanzieren, bauen und anschließend betreiben. Der PPP-Vertrag mit einem Volumen von etwa 320 Mio. Euro hat eine Laufzeit von 25 Jahren. Die Bauarbeiten haben begonnen und werden in 22 Monaten abgeschlossen sein. NeuaktivitätenHOCHTIEF Concessions entwickelt als 50-prozentiger Partner der Süddeutschen Geothermie-Projekte GmbH (SGG) zwei Kraftwerke in Bayern. Für das Kraftwerk in Dürrnhaar schloss die SGG Ende 2010 eine Projektfinanzierung ab - ein deutschlandweites Novum für eine solche Anlage. Die Bauarbeiten starteten im Januar 2011 und verlaufen planmäßig. Nach Fertigstellung im Jahr 2012 wird das Kraftwerk über eine elektrische Leistung von etwa 5,5 Megawatt verfügen. Im September 2011 wurde zudem eine Projektfinanzierung für das zweite Kraftwerk in Kirchstockach abgeschlossen. Das Investitionsvolumen beträgt zirka 62 Mio. Euro. HOCHTIEF Energy Management verantwortet als Generalunternehmer Planung, Bau und Instandhaltung beider Kraftwerke. Zu den Kennzahlen der Division HOCHTIEF ConcessionsDer Auftragseingang lag infolge des gewonnenen großvolumigen Auftrags der Stadt Braunschweig über neun Schulen und drei Kindertagesstätten bei 272,8 Mio. Euro und damit deutlich über Vorjahresniveau. Der Auftragsbestand erhöhte sich entsprechend auf 594,4 Mio. Euro. Leistung sowie Bereichs- und Außenumsatz hingegen blieben aufgrund der Ende 2010 erfolgten Veräußerung von drei Schul- und zwei Rathausprojekten unter dem Vorjahreswert. Das betriebliche Ergebnis lag mit 41,6 Mio. Euro und das Ergebnis vor Steuern mit 3,6 Mio. Euro signifikant unter Vorjahresniveau. Maßgeblich hierfür sind notwendige Risikovorsorgen für unsere Mautstraßenprojekte in Griechenland und Chile. Das anhaltend unsichere wirtschaftliche Umfeld in Griechenland und die sich in diesem Zusammenhang verzögernde Restrukturierung unserer beiden Mautstraßenprojekte Maliakos-Kleidi und Elefsina-Patras-Tsakona beeinträchtigen die Verkehrs- und Erlösentwicklung sowie den Projektfortschritt erheblich - mit der Folge entsprechender Wertberichtigungen und Risikovorsorgen. Gleichwohl gehen wir - auch angesichts der konzertierten EU-Unterstützung - unverändert von einer erfolgreichen Restrukturierung der Projekte aus. In Chile hat sich aufgrund niedrigerer Referenztransaktionen die Notwendigkeit ergeben, die Rückstellungen für die ausgelegte Restwertgarantie der 2007/2008 verkauften Anteile an der chilenischen Mautautobahn Vespucio Norte Express um 29,4 Mio. Euro zu erhöhen. Positiv wirkten sich die in den Geschäftsfeldern Straßen und Soziale Infrastruktur vereinnahmten Erfolgsprämien für die Projektgewinne Autobahn A8, Schulen / Kindertagesstätten in Braunschweig sowie die vier Schulen in Salford und das Schulprojekt Halton Borough in Großbritannien aus. Zudem generierte der Verkauf der vier Aufsuchungserlaubnisse im Bereich Geothermie / Neuaktivitäten einen positiven Ergebnisbeitrag. Zum positiven Ergebnis des Geschäftsfelds Flughäfen trugen vor allem die insgesamt gute operative Entwicklung unserer Beteiligungen mit einem Passagierwachstum von 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr sowie Kostenoptimierungen an den Flughäfen bei. HOCHTIEF AirPort Capital konnte von den Investitionspartnern eine Erfolgsvergütung für die überdurchschnittliche Wertsteigerung des Airport-Portfolios in den vergangenen fünf Jahren vereinnahmen. Zudem profitierte das Geschäftsfeld von Rückstellungsauflösungen für die Flughäfen Budapest und Düsseldorf sowie von der Absenkung der griechischen Ausschüttungssteuer für den Flughafen Athen. Division HOCHTIEF Concessionsscroll
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76. Die Investitionen lagen mit 203,5 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahreswert. Ursächlich hierfür war vor allem die Zahlung der zweiten Kaufpreistranche am Flughafen Budapest entsprechend der beim Kauf des Airports 2007 geschlossenen Vereinbarung. Zum anderen trennte sich der ungarische Staat von seiner 25-Prozent-Beteiligung, die anteilig von den privaten Anteilseignern übernommen wurde. AusblickHOCHTIEF hält an dem strategischen Ziel einer Veräußerung des Tochterunternehmens HOCHTIEF AirPort fest. Die Flughafensparte wird deshalb weiterhin als "zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" gemäß IFRS 5 ausgewiesen. Auch für das Geschäftsjahr 2012 rechnen wir in Summe mit einer positiven Entwicklung an unseren Flughäfen. Die verbleibenden HOCHTIEF-Concessions-Geschäftsfelder Straßen, Soziale Infrastruktur und Neuaktivitäten wurden Anfang 2012 in die HOCHTIEF Solutions AG integriert. Hierdurch bündeln wir innerhalb der Division HOCHTIEF Europe unsere Prozesse und Leistungen bei Infrastrukturprojekten, Immobilien und Anlagen gemäß unserem Leitsatz "One roof - all solutions" und erschließen damit weitere Effizienz- und Cross-Selling-Potenziale. Risikobericht
Risikomanagement im KonzernUnser Risikomanagement umfasst alle organisatorischen Prozesse, mit denen Gefährdungen identifiziert und minimiert oder beseitigt werden. Als Risiken gelten alle Entwicklungen, die sich negativ auf das Erreichen der qualitativen und quantitativen Unternehmensziele auswirken. Besonderes Augenmerk richten wir auf das Ergebnis und die Liquidität. Bei HOCHTIEF ist das Risikomanagement integraler Bestandteil des Managementsystems. Es ermöglicht die aktive Steuerung von erkannten Risiken, um den Fortbestand der Gesellschaft, den Erhalt von Arbeitsplätzen und die erfolgreiche Weiterentwicklung von HOCHTIEF zu sichern. Das Risikobewusstsein aller Mitarbeiter wird durch ständig optimierte organisatorische Prozesse auf allen Ebenen nachhaltig gefördert. Risiken werden adäquat, vollständig und offen kommuniziert. Konzernweites RisikofrüherkennungssystemDie Konzernrisikorichtlinie regelt den Umgang mit Risiken, beschreibt die Aufbau- und Ablauforganisation und definiert den konzernweit gültigen Rahmen des Risikomanagements. Die Divisions und Beteiligungsgesellschaften haben zur Ergänzung der Konzernrichtlinien eigene, speziell für ihren Bereich entwickelte Organisationsanweisungen erstellt, um Risiken zu identifizieren, zu bewerten und zu steuern. Die Konzernrevision prüft und beurteilt ergänzend die Einhaltung der Vorgaben sowie die Wirksamkeit der installierten Systeme und Prozesse. Die Ergebnisse aus diesen Prüfungen werden herangezogen, um die Risikofrüherkennung und -steuerung zu optimieren. Die Risiken werden in einem standardisierten Prozess dreimal im Jahr zusammen mit den Prognosen erhoben. Dabei werden die Informationen von unten nach oben bis auf die Konzernebene verdichtet.* Durch diese Vorgehensweise werden alle Verantwortlichen auf allen Ebenen der Unternehmenshierarchie miteinbezogen. Die Risikomeldung enthält die potenzielle Schadenshöhe, die Eintrittswahrscheinlichkeit, die Risikokategorie, den möglichen Eintrittszeitpunkt und bereits getroffene Maßnahmen zur Abwendung. Über diese materielle Risikodarstellung hinaus ist es HOCHTIEF besonders wichtig, dass die Risiken im Management offen diskutiert werden. Diese zentrale Aufgabe nimmt der Steuerungskreis Risikomanagement wahr, der sich aus Vertretern aller Divisions und Konzernabteilungen zusammensetzt. In diesem Gremium werden die gemeldeten Risiken sowohl aus Sicht der Divisions als auch aus Sicht der Holding beurteilt. Dabei werden Gegensteuerungsmaßnahmen diskutiert und verabschiedet. Die Risikosituation wird durch das Konzern-Controlling aufbereitet, im Risikosteuerungskreis abschließend bewertet und an den Vorstand berichtet. Darüber hinaus wird die Risikosituation turnusmäßig in den Sitzungen des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats erörtert. Kurzfristig und neu auftretende wesentliche Risiken werden unabhängig von dem standardisierten Prozess an die Risikomanagement-Verantwortlichen gemeldet.
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Siehe dazu Grafik auf Seite 122. Im Risikofrüherkennungssystem von HOCHTIEF ist die sorgfältige Prüfung von Investitionen, Beteiligungen und Projekten ein wesentliches Element, um Risiken zu vermeiden. Daher verfügen alle Divisions und Beteiligungsgesellschaften über individuelle, auf ihr Geschäftsmodell zugeschnittene Genehmigungsprozesse, die strengen Beurteilungskriterien folgen. Zeitgleich mit den Risiken werden im Rahmen der Planungs- und Prognoseberichterstattung die Chancen von HOCHTIEF an den Vorstand berichtet. Eine Saldierung von Chancen und Risiken findet nicht statt. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den RechnungslegungsprozessNicht nur für das Management, sondern auch für Banken und Anleger ist eine verlässliche Finanzberichterstattung von großer Bedeutung. Im HOCHTIEF-Konzern werden Risiken, die aus dem Rechnungslegungsprozess resultieren, auf verschiedene Weise berücksichtigt. So wird jährlich eine IFRS-Bilanzierungsrichtlinie auf Basis der aktuell gültigen IFRS-Vorschriften erstellt, um die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung zu gewährleisten. Für die deutschen Konzerngesellschaften wird zusätzlich eine jährlich aktualisierte HGB-Buchungsrichtlinie erstellt. ![]() Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten und von latenten Steuern erfolgt in enger Abstimmung mit den Konzernabteilungen Finanzen und Steuern. Die Bewertung derivativer Finanzinstrumente wird zudem seit 2009 durch ein im Industrie- und Bankensektor etabliertes und bewährtes Treasury-Management-System unterstützt. Das EDV-System für den Konzernabschluss verfügt über zahlreiche Funktionen, die das Zahlenwerk auf seine Plausibilität überprüfen. Es unterstützt maßgeblich die korrekte Durchführung von Kapital- und Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung. Sollten dennoch in Einzelfällen Unstimmigkeiten bestehen, werden diese von der Konzernzentrale geprüft und geklärt. Der Zugang wird über ein Berechtigungssystem geregelt, damit die verantwortlichen Mitarbeiter nur auf die für sie relevanten Daten zugreifen können. Das Konsolidierungssystem wurde von der internen Revision einer Prüfung unterzogen. Zudem prüft die interne Revision konzernweit interne Kontroll-, Führungs- und Überwachungssysteme in allen Geschäftsbereichen und beachtet dabei insbesondere die einheitliche Anwendung der bestehenden Richtlinien nach IFRS und HGB. Risikosituation im KonzernDas Gesamtrisiko des Konzerns wird ermittelt, indem die Erwartungswerte der Einzelrisiken summiert und in Relation zu dem prognostizierten beziehungsweise geplanten Ergebnis gesetzt werden. Die Erwartungswerte der Risiken werden auf Konzernebene zusätzlich nach Divisions und Risikokategorien aggregiert. Wechselwirkungen zwischen Einzelrisiken werden vom Steuerungskreis bewertet und bei der Quantifizierung berücksichtigt. Durch den kontinuierlichen Vergleich der Risikosituationen werden Veränderungen in der Risikostruktur transparent dargestellt. Trotz der unerwartet hohen Ergebnisbelastung durch unsere australische Tochtergesellschaft Leighton im Geschäftsjahr 2011 steht unsere Finanzierungs- und Liquiditätssituation auf einer soliden Basis. Aus heutiger Sicht bestehen keine Risiken, die den Fortbestand des Konzerns gefährden. Die im Verlauf der Finanzkrise verstärkte Betrachtung von Liquiditätsrisiken hat sich bewährt und wurde fortgesetzt. Identifizierte Liquiditätsrisiken können durch die vorhandenen Finanzmittelbestände ausgeglichen werden. Vor diesem Hintergrund ist eine bestandsgefährdende Beeinträchtigung der zukünftigen Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage nicht zu erwarten. Das bei HOCHTIEF identifizierte Gesamtrisiko besteht im Wesentlichen aus den im Folgenden erläuterten Risikokategorien. Projekt- und VertragsrisikenProjekt- und Vertragsrisiken erwachsen im Wesentlichen aus dem klassischen Baugeschäft von HOCHTIEF Americas, HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe. Zudem sind Immobilienentwicklungen der HOCHTIEF Solutions AG sowie PPP-Projekte von HOCHTIEF Concessions betroffen. In einem strukturierten Prozess werden Akquisitionen von Beteiligungen, Investitionen in Immobilien, Projektentwicklungen sowie PPP- und Outsourcing-Projekte einer sorgfältigen Prüfung unterzogen. Projekte ab einer bestimmten Größenordnung oder Risikostufe müssen diesen Genehmigungsprozess ebenso durchlaufen. HOCHTIEF legt dabei Wert auf praxisnahe und wirksame Mechanismen. Für die Projektentwicklungen von HOCHTIEF ist zum Beispiel vor Baubeginn und in Einzelfällen auch vor dem Grunderwerb eine dem Projekt angemessen hohe Vorvermietungs- beziehungsweise Vorverkaufsquote vorgeschrieben. Projektbezogenes Risikomanagement![]() Unsere australische Tochtergesellschaft Leighton legt ebenfalls umfangreiche projektspezifische Vorgaben zugrunde, um Angebote zu bearbeiten und zu genehmigen. Sämtliche Projekte und deren Risikostruktur werden von speziellen Komitees analysiert. Diese Fachgremien entscheiden darüber, ob ein Projekt genehmigt, nur unter Auflagen bewilligt oder abgelehnt wird. Durch die im Vorjahr an dieser Stelle berichtete Flutkatastrophe haben die Leighton-Tochtergesellschaften nur unwesentliche direkte Schäden erlitten. Die Umsatzausfälle durch Produktionsunterbrechungen in den Kohleminen konnten im Berichtsjahr wieder aufgeholt werden. Als Folge der unerwarteten und erheblichen Verluste bei den beiden Großprojekten Victorian Desalination Plant und Airport Link wurde bei Leighton das Risikofrüherkennungssystem im abgelaufenen Geschäftsjahr überarbeitet. Neben der Neubesetzung der Position des Chief Risk Officer wurden Verbesserungen des bestehenden Systems eingeleitet, die eine wesentliche Optimierung der Risikominimierung und -steuerung zur Folge haben werden. Unsere US-Tochtergesellschaften Turner und Flatiron legen in ihren Entscheidungsgremien - etwa dem Contract Review Committee - unter Berücksichtigung marktspezifischer Besonderheiten ähnliche Kriterien zugrunde. Die Division HOCHTIEF Europe unterzieht ebenfalls alle Akquisitions- und Angebotsprojekte einer Risikoklassifizierung. Alle Angebote werden von einem mit kompetenten Fachleuten besetzten Angebotskomitee beurteilt. Risikoauditoren begleiten Projekte von der Angebotsbearbeitung über den Vertragsabschluss bis zur Übergabe an den Kunden. Zusätzlich prüft die interne Revision laufend nationale und internationale Projekte auf technische, kaufmännische sowie rechtliche Risiken. Die Maßnahmen zur Restrukturierung des Hochbaugeschäfts, die wir in den vergangenen Jahren ergriffen haben, sind erfolgreich. Die neuen Aufträge zeichnen sich durch eine verbesserte Marge und eine angemessen faire Risikoverteilung aus. Erst wenn verbindliche Nachunternehmerangebote für Schlüsselgewerke und Material vorliegen, werden Projekte genehmigt. Das Risiko von Preissteigerungen wird durch entsprechende Preisgleitklauseln reduziert. Diese Vorgehensweise unterstützt die Zielsetzung, auf der Basis partnerschaftlicher Vertragsmodelle das Risiko im klassischen Baugeschäft weiter zu reduzieren. Trotz dieser Maßnahmen lassen sich auch künftig Kalkulationsrisiken, insbesondere bei Großprojekten mit mehrjähriger Laufzeit, nicht völlig ausschließen. Obwohl HOCHTIEF mit einigen Geschäftspartnern hohe Umsätze generiert, besteht keine Abhängigkeit von einem einzelnen Kunden oder Lieferanten. Durch die Bonitätsprüfung der Kunden sowie die Absicherung von Zahlungsansprüchen durch Bürgschaften wird das Ausfallrisiko reduziert. Das Beschaffungsmanagement von HOCHTIEF stellt sicher, dass ausschließlich leistungsähige Partner ausgewählt werden. Ständige Marktbeobachtung und enge Kontakte zu Lieferanten und Institutionen stellen sicher, dass wir Veränderungen im Beschaffungsmarkt zeitnah erkennen und entsprechend reagieren können. Das Ergebnis eines Projekts, zum Beispiel im Tunnelbau, kann während der Ausführungsphase durch unerwartete und von der Ausschreibung abweichende geologische Verhältnisse negativ beeinflusst werden. Die Wirtschaftlichkeit hängt dann davon ab, inwieweit sich Nachtragsforderungen gegenüber dem Auftraggeber durchsetzen lassen. Üblicherweise ist vertraglich geregelt, welche Risiken beim Auftraggeber liegen. Risiken für HOCHTIEF ergeben sich, wenn Nachträge nicht realisierbar sind. Zusätzlich besteht in der Ausführungsphase von Projekten das Risiko, dass ambitionierte Fertigstellungstermine nicht eingehalten werden können. Das Projekt Elbphilharmonie musste im bisherigen Verlauf seiner Erstellung durch geänderte Pläne immer wieder neu bewertet werden. Die Änderungen im Bauablauf haben entsprechende Terminverzögerungen zur Folge. Im abgelaufenen Geschäftsjahr musste bei diesem Bauvorhaben die Nachtragssituation erneut geprüft werden. HOCHTIEF kommt auch nach Rücksprache mit externen Gutachtern und Experten zu dem Schluss, dass Verzögerungen und Mehrkosten nicht von uns zu vertreten sind. So wurde Anfang 2012 durch ein gerichtliches Beweissicherungsverfahren festgestellt, dass Risse im Rolltreppenschacht ("Tube") auf Planungsfehler der Architekten zurückzuführen sind. Wir rechnen daher nicht mit Vertragsstrafen. Zur Lösung der Probleme führen wir intensive Gespräche mit der Stadt Hamburg. Konsequentes Projektmanagement und Nachunternehmerbürgschaften reduzieren die Gefahr von Gewährleistungsrisiken. Wir begleiten unsere Kunden auch nach der Übergabe eines Projekts und schließen häufig Wartungsverträge zur Werterhaltung von Gebäuden und Anlagen ab. Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und Ansprüchen DritterUnser Unternehmen verfolgt das Ziel, gerichtliche Auseinandersetzungen so weit wie möglich zu vermeiden. Trotz dieser Zielsetzung ist HOCHTIEF dennoch in verschiedene nationale und internationale Gerichts- und Schiedsverfahren involviert. Der Ausgang von Rechtsstreitigkeiten lässt sich nur schwer vorhersagen. Wir gehen davon aus, dass die getroffene bilanzielle Vorsorge für laufende Verfahren ausreichend ist. Die Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität und Korruption hat für uns höchste Priorität. Unser Compliance* -Programm trifft die organisatorischen Vorkehrungen, mit denen ein regelgerechtes Verhalten des Unternehmens, seiner Organe und Mitarbeiter sichergestellt werden kann. Damit werden Risiken für das Unternehmen durch Korruptionsstraftaten auf ein Mindestmaß reduziert. Im Code of Conduct von HOCHTIEF sowie in verschiedenen Konzernrichtlinien und Rundschreiben ist festgeschrieben, welches Verhalten von den Mitarbeitern erwartet wird. Auch von Partnerunternehmen, Lieferanten und sonstigen Vertragspartnern verlangt HOCHTIEF, dass bestimmte Verhaltensstandards eingehalten werden, um Korruptionsrisiken zu vermeiden.
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Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten
23 und 61. Den Mitarbeitern werden umfassende Informationen zu Compliance-Themen zur Verfügung gestellt. Dies geschieht über das Intranet und durch webbasierte E-Learning-Programme, mit denen die Mitarbeiter verpflichtend geschult werden. Zusätzlich finden auch regelmäßig Präsenzveranstaltungen statt. Jeder Mitarbeiter ist aufgefordert, in seinem Verantwortungsbereich aktiv an der Umsetzung des Compliance-Programms mitzuwirken. Dieses Programm wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Risiken aus BeteiligungenDer Verkauf und Erwerb von Beteiligungen ist mit Risiken und Unsicherheiten verbunden. Die in unseren Prognosen unterstellten Beteiligungsveräußerungen können aufgrund verschiedener Faktoren wesentlich von unseren Erwartungen abweichen. Hierzu zählen insbesondere die Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, die Entwicklung an den Finanzmärkten und die Wettbewerbssituation. In der Division Asia Pacific sind für bestehende Risiken aus Altforderungen bei der Beteiligungsgesellschaft Habtoor Leighton Group entsprechende Wertberichtigungen durchgeführt worden. Darüber hinaus erfolgte eine weitere Wertberichtigung des Beteiligungsbuchwerts der Habtoor Leighton Group. Im Rahmen der Veräußerung von Anteilen an unserer Tochtergesellschaft HOCHTIEF do Brasil tragen wir für bestimmte laufende Projekte weiterhin ein Ergebnisrisiko. Für den Fall des Risikoeintritts wurden entsprechende Rückstellungen gebildet. Bei Minderheitsgesellschaften, zu denen in erster Linie unsere Flughafenbeteiligungen und Anteile an Konzessionsgeschäften gehören, gibt es keine gesetzliche Handhabe für einen direkten Zugriff auf das Risikomanagementsystem der Beteiligung. Dennoch kommen auch diese Gesellschaften der Forderung von HOCHTIEF nach und betreiben ein wirksames Risikomanagementsystem. Alle im Beteiligungs-Controlling vorhandenen relevanten Informationen werden gemeldet und im zentralen IT-System erfasst. Nach den Regelungen im Gesellschaftsvertrag für die Konsortialgesellschaft zum Flughafen Budapest steht den Mitgesellschaftern der HOCHTIEF AirPort GmbH das Recht zu, unter bestimmten Voraussetzungen eine Put-Option auszuüben und hierdurch ihre Beteiligung an der Konsortialgesellschaft der HOCHTIEF AirPort GmbH zu einem bestimmten Preis anzudienen. Diese Voraussetzung tritt unter anderem ein, wenn ein Kontrollwechsel auf Ebene der HOCHTIEF Aktiengesellschaft eingetreten ist. Einer der Mitgesellschafter ist der Ansicht, dass durch den Zukauf von Aktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft durch die ACS Actividades de Construcciön y Servicios, S.A. im Frühjahr 2011 dieser Kontrollwechsel eingetreten ist, obwohl ACS bisher weniger als 50 Prozent der HOCHTIEF-Aktien hält. HOCHTIEF ist dagegen der Ansicht, dass ein Kontrollwechsel im Sinne des Konsortialvertrags erst bei Erwerb von mehr als 50 Prozent der HOCHTIEF-Aktien vorliegt. Der Mitgesellschafter hat gleichwohl die Ausübung der Put-Option erklärt und zugleich Schiedsklage zur Klärung der Wirksamkeit der Ausübung der Put-Option erhoben. Weitere Risiken des Airportgeschäfts könnten unerwartete Ereignisse, wie beispielsweise Vulkanausbrüche oder Sandstürme, die den Flugverkehr beeinträchtigen, sein. Sie bergen das Risiko eines Umsatzrückgangs. Ausbleibendes Wachstum als Folge einer weltwirtschaftlichen Abschwächung kann die Ertragsentwicklung der Beteiligungsflughäfen ebenfalls negativ beeinflussen. Wirtschaftliche Schwierigkeiten von Fluglinien an den jeweiligen Beteiligungsflughäfen können zu Forderungs ausfällen führen. Aus den Konzessionsprojekten, die in der Regel eine sehr lange Laufzeit haben, ergeben sich spezifische Risiken unter anderem aus der Abschätzung der zukünftigen Geschäftsentwicklung sowie der Kalkulation der Betriebs und Instandhaltungsaufwendungen. Bei Konzessionsprojekten im Infrastrukturbereich garantiert HOCHTIEF entweder eine bestimmte Verfügbarkeit oder übernimm das Risiko aus dem zukünftigen Verkehrsaufkommen selbst. Sollte sich das Verkehrsaufkommen geringer al kalkuliert entwickeln, kann sich dies auf den Wert der Konzession negativ auswirken. So war die Entwicklung unserer griechischen Mautstraßenprojekte im abgelaufenen Geschäftsjahr durch die rezessive Gesamtsituation in Griechenland geprägt. Die negative Verkehrsentwicklung und die hohe Anzahl von Mautverweigerern führen zu deutlichen Mindereinnahmen. Um eine langfristig tragfähige Lösung zu finden, steuern wir dieses Risiko aktiv durch Verhandlungen mit der griechischen Regierung. 2011 wurde für diese Projekte eine Risikovorsorge gebildet. Wir können für die Zukunft nicht ausschließen, dass in Einzelfällen Wertberichtigungen auf unsere Beteiligungen notwendig sein werden. Marktrisiken*
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Detaillierte Angaben zu unseren Absatzmärkten
finden Sie auf den Seiten 42 bis 48. Der abgeschwächte wirtschaftliche Aufschwung und die erhöhte Unsicherheit der Finanzmärkte seit Mitte 2011 führten bei HOCHTIEF zu einem Zuwachs der Marktrisiken. Es besteht weiterhin ein gesamtmarktwirtschaftliches Risiko aus dem noch teilweise geschwächten Nachfrageverhalten der Märkte und der staatlichen Haushalte. Der klassische Baumarkt (ohne Wohnungsbau) in Europa war im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut rückläufig. Um Risiken zu reduzieren, haben wir beispielsweise im deutschen Hochbau unsere Kapazitäten reduziert und uns damit von kurzfristigen Marktentwicklungen weitgehend abgekoppelt. Dennoch ist ein belastbarer und nachhaltiger weltweiter Aufschwung für unser Geschäft nötig. Obwohl der Baumarkt in den USA erneut geschrumpft ist, konnte HOCHTIEF Americas 2011 wieder zahlreiche attraktive Neuaufträge gewinnen. Turner war erneut führendes Unternehmen im allgemeinen Hochbau der USA und wurde zur Nummer 1 in den Marktsegmenten Gesundheits- und Bildungsimmobilien, Hotels und Kongresszentren sowie Strafvollzugseinrichtungen benannt. Turner ist traditionell kaum in dem Segment Wohnungsbau tätig, das in der Vergangenheit stark von der Hypothekenkrise beeinflusst war. Das Unternehmen realisiert einen hohen Prozentsatz seiner Projekte für staatliche und halbstaatliche Kunden. Unsere US-Tochter Flatiron konnte auf dem amerikanischen Tiefbaumarkt bedeutende Infrastrukturprojekte gewinnen. So arbeitet die Gesellschaft zum Beispiel in einem Joint Venture mit Dragados, einer Gesellschaft der ACS-Gruppe, an einem Staudammprojekt. Das Unternehmen konnte sich als einer der führenden Anbieter für Infrastruktur- und Tiefbau in Nordamerika behaupten. Die Division HOCHTIEF Asia Pacific ist mit unserer Tochtergesellschaft Leighton im australischen Markt und in verschiedenen asiatischen Märkten inklusive der Golfregion und Indien vertreten. Während sich der Immobilienmarkt in Dubai auf niedrigem Niveau stabilisiert, sind die Aussichten auf Bauprojekte in Abu Dhabi, Katar, Saudi-Arabien und Kuwait weiterhin vielversprechend. Mögliche Risiken aus Forderungen gegenüber Auftraggebern in Dubai wurden bei der Forderungsbewertung berücksichtigt. Der Fokus der Division ist in erster Linie auf wachstumsstarke Märkte gerichtet. Die Nachfrage nach Rohstoffen befindet sich unverändert auf hohem Niveau und wird durch den anhaltenden Bedarf aus China und Indien nachhaltig gestützt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten Contract-Mining-Aufträge in Australien, Indonesien und erstmals in Afrika gewonnen oder erweitert werden. Die Division konnte darüber hinaus Aufträge für Gesundheitsimmobilien und Infrastrukturprojekte in Asien und Australien akquirieren. Durch den hohen Auftragsbestand und die unverminderte Nachfrage erwarten wir zukünftig wieder eine positive Entwicklung der Division. HOCHTIEF Concessions profitierte im Geschäftsfeld Flughäfen insgesamt von einem Anstieg der Passagierzahlen und der Umsätze. Die Entwicklung des sogenannten Non-Aviation-Geschäfts ist von der schwankenden Entwicklung der Passagierzahlen abhängig. Der Verkauf unserer Flughafensparte wird von der makroökonomischen Situation beeinflusst. Daher könnte sich der Verkauf erneut verschieben. Im Geschäftsfeld Straßen sind unsere griechischen Mautstraßenprojekte durch die wirtschaftliche Situation des Landes und eine geringer als erwartet ausfallende Verkehrsentwicklung belastet. Auch in Chile können unsere Straßenprojekte durch eine negative Verkehrsentwicklung beeinflusst werden. Wir haben die Risiken für Mautprojekte in diesen beiden Ländern neu bewertet. Der Baumarkt in Europa, insbesondere der Hochbau (ohne Wohnungsbau) und der Tiefbau, war im Geschäftsjahr 2011 zum vierten Mal in Folge rückläufig. Für die Division HOCHTIEF Europe bedeutet eine solche Entwicklung, dass Großprojekte in die Zukunft verschoben werden. Im Berichtsjahr konnten dennoch bedeutende Infrastrukturprojekte im In- und Ausland gewonnen werden. Der Mehrwert des nachhaltigen Bauens wird vom Markt verstärkt wahrgenommen. HOCHTIEF Europe profitiert als Anbieter nachhaltigen Bauens von dem gesteigerten Interesse an zertifizierten Gebäuden. Auch die Erschließung neuer Geschäftsfelder, wie die Projektentwicklung von Offshore-Windparks, soll der Division zukünftige Ertragspotenziale sichern. Im Geschäftsjahr 2011 war die Entwicklung der Immobilienwirtschaft gegenüber dem Vorjahr positiv. Sowohl der Investment- als auch der Vermietungsmarkt konnten sich deutlich steigern. Der Flächenumsatz auf den Büromärkten folgte dieser Entwicklung. Für 2012 wird allerdings als Auswirkung des verlangsamten Wirtschaftswachstums erwartet, dass sich die Büromärkte abkühlen. Die Projektentwickler von HOCHTIEF Solutions konzentrieren sich weiterhin auf hochwertige, nachhaltige Projekte in exponierten Lagen. Der Geschäftsbereich hat den Markt aufmerksam beobachtet und auf Nachfrageveränderungen von institutionellen Investoren reagiert. So wurde die Anzahl von Entwicklungsprojekten mit Wohnanteil erhöht, allerdings unter Beibehaltung einer restriktiven Akquisitionspolitik. Eine hohe Vorvermietungsquote minimiert darüber hinaus das Risiko. Die verstärkte Nachfrage nach integriertem Facility-Management trifft auf eine Branche, die sich weiter konsolidieren wird. HOCHTIEF Solutions hat sich als einer der Top-Ten-Anbieter von nachhaltigen und effektiven Facility-Management-(FM-)Aktivitäten auf die Bedürfnisse des Markts eingestellt. Die verstärkte Nachfrage nach Steigerung der Energieeffizienz wird durch das Leistungsportfolio im Bereich Energy-Management abgedeckt. Auch den internationalen Bedarf an FM-Dienstleistungen in Osteuropa und im wachstumsstarken Mittleren Osten können wir bedienen. Durch das Potenzial der internationalen Märkte können Marktrisiken minimiert werden. Im Geschäftsjahr 2011 hat HOCHTIEF erneut einen hohen Auftragsbestand erreicht, der die Leistung des Unternehmens für knapp zwei Jahre garantiert. Die künftige Ergebnisentwicklung könnte negativ beeinflusst werden, wenn im Zuge einer instabilen Weltwirtschaft Neuaufträge ausbleiben. Regulatorische RisikenVeränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen auf einzelstaatlicher oder europäischer Ebene bergen Risiken, die unsere Ergebnissituation negativ beeinflussen können. Dies gilt beispielsweise für Veränderungen in der Steuergesetzgebung, die sich auf unsere Ergebnissituation auswirken können. In Rechtsordnungen mit Ausschreibungsvorschriften, die eine Ausschreibung von zwei Gesellschaften desselben Konzerns zumeist untersagen (zum Beispiel Kanada und USA), besteht möglicherweise das Risiko, dass Gesellschaften der HOCHTIEF-Gruppe nicht daran teilnehmen dürfen, da bereits ein anderes Unternehmen der ACS-Gruppe teilnimmt beziehungsweise daran teilnehmen soll. Für die Geschäftstätigkeit der HOCHTIEF-Gesellschaften Turner und Flatiron in Nordamerika sind Aufträge der öffentlichen Hand von besonderer Bedeutung. Insbesondere aus diesem Markt werden in den kommenden Jahren weitere positive Wachstumsimpulse für den HOCHTIEF-Konzern erwartet. Um diesen Markt bearbeiten zu können, muss der Auftragnehmer umfangreiche Sicherheiten stellen. In den USA werden diese von Surety-Gesellschaften auf Basis der Bonität der HOCHTIEF-Gruppe ausgereicht. Die HOCHTIEF-Bonding-Kapazität gehört bezüglich des zugesagten Volumens zu den größten Linien in den USA. Im Geschäftsjahr wurde auf Basis der HOCHTIEF-Bonität ein neues Surety-Programm mit einer höheren Linie aufgesetzt. Finanzrisiken*
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Detaillierte Angaben zum Finanzrisikomanagement
finden Sie auf den Seiten 188 bis 199. Eine zentrale Aufgabe des Finanzmanagements besteht darin, den Finanzbedarf innerhalb des Konzerns zu koordinieren und die finanzielle Unabhängigkeit des Konzerns sicherzustellen. Dieses Ziel erreicht HOCHTIEF durch eine stabile, die nächsten Jahre absichernde Konzernfinanzierung und die Begrenzung von finanzwirtschaftlichen Risiken. Die Finanzaktivitäten im HOCHTIEF-Konzern werden auf Basis einer konzernweit gültigen Finanzrahmenrichtlinie abgewickelt. Neben der allgemeinen Konzernrisikorichtlinie gilt eine zusätzliche Finanzrisikorichtlinie, die durch weitere funktionale, operative Einzelrichtlinien ergänzt wird. Darüber hinaus besteht im Konzern eine strikte Trennung der Zuständigkeiten zwischen den Handelsaktivitäten und den Kontroll- und Abwicklungsaktivitäten. Bei allen Handelsvorfällen ist mindestens das Vieraugenprinzip vorgeschrieben. Die Einhaltung aller Richtlinien und Vorgaben wird mindestens einmal im Jahr durch die interne Revision kontrolliert und gegebenenfalls angepasst. Durch vorzeitige Refinanzierung wesentlicher Kreditlinien im Jahr 2011 verfügt der Konzern über eine langfristige und breit diversifizierte Finanzierung zur Versorgung der operativen Einheiten mit ausreichenden liquiden Mitteln.**
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Weitere Informationen finden Sie auf Seite
84. Im Dezember 2011 konnten wir beispielsweise die Refinanzierung unserer bestehenden syndizierten Bar- und Avalkredite mit einem Volumen von zwei Mrd. Euro und einer Laufzeit bis Ende 2016 erfolgreich durchführen. Durch die Platzierung eines neuen Schuldscheindarlehens mit einem Volumen von 120,6 Mio. Euro*** und einer Laufzeit von fünf Jahren konnte ein im Jahr 2009 abgeschlossenes Schuldscheindarlehen vorzeitig refinanziert werden. Hierdurch wurde das Fälligkeitsprofil unseres Darlehensportfolios verlängert. HOCHTIEF verfügt damit über ausreichende Kreditlinien mit fünfjähriger Laufzeit, die ein etwaiges Finanzrisiko deutlich minimieren. Die hinsichtlich dieser Kreditlinien bestehenden Financial Covenants**** , die bei Nichteinhaltung zu Gläubigerkündigungsrechten führen, werden laufend überwacht und derzeit als unkritisch eingestuft.
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Weitere Informationen finden Sie im Anhang
auf Seite 186. Darüber hinaus stehen bilaterale kurzfristige Kreditlinien zur Finanzierung des laufenden Geschäfts zur Verfügung, um Liquiditätsengpässe zu vermeiden. Die Liquiditätssituation wird laufend überwacht und unsere Liquiditätsplanungen werden durch Stress-Szenarien ergänzt. Die Tochtergesellschaften von HOCHTIEF sind überwiegend in jeweils einer Währungsregion aktiv, sodass für sie kein wesentliches Währungsrisiko besteht. Eine Ausnahme stellen die Tochtergesellschaften von Leighton dar, die im asiatischen Raum auf US-Dollar-Basis tätig sind. Transaktionsrisiken aus Ausschüttungen von internationalen Tochtergesellschaften an die HOCHTIEF Aktiengesellschaft werden durch entsprechende Devisentermingeschäfte frühzeitig abgesichert. Risiken aus Zinsänderungen begegnen wir durch Abschluss möglichst langfristiger Zinsbindungen. Der gezielte Einsatz von Zinsderivaten sichert im Einzelfall notwendige variable Finanzierungen gegen Zinsänderungsrisiken laufzeitkongruent ab. Projektfinanzierungen werden je nach Laufzeit und Volumen fallweise gesichert. Jegliche derivativen Finanzinstrumente, wie zum Beispiel Zinsswaps oder Währungsderivate, dürfen nicht zu spekulativen Zwecken eingesetzt werden. Sie dienen ausschließlich der Absicherung möglicher Risiken aus einem vorliegenden Grundgeschäft. Bei HOCHTIEF können Risiken aus Anlagen in Aktien und Fonds entstehen. Wir minimieren dieses Risiko durch eine permanente Beobachtung und Analyse der Märkte. Damit ist eine zeitnahe Steuerung der Anlagen möglich. Bei den wesentlichen, für die Konzernfinanzierung bedeutenden Finanzierungsverträgen sind weiterhin Change-of-Control-Klauseln enthalten, die jedoch nicht für ein Unternehmen der ACS-Gruppe gelten. Die bestehenden umfangreichen Schutzklauseln in Bezug auf Transaktionen mit ACS wurden unverändert beibehalten beziehungsweise in die neuen Kreditverträge übernommen. Damit verpflichtet sich HOCHTIEF unter anderem gegenüber den Kreditgebern, keine Vereinbarungen mit ACS abzuschließen, die die Kreditwürdigkeit von HOCHTIEF schwächen würden.*
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Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten
95 und 96. Auswirkungen aus einem Kontrollwechsel** können unter bestimmten Voraussetzungen zu einem Refinanzierungsbedarf oder zusätzlichem Finanzierungsbedarf im HOCHTIEF-Konzern führen. Bestimmte Finanzierungsverträge von HOCHTIEF und Projektverträge von Tochtergesellschaften enthalten Change-of-Control-Bestimmungen, die den Vertragspartnern unter bestimmten Voraussetzungen bestimmte Rechte, unter anderem Kündigungs-, Verkaufs- und Andienungsrechte oder ein Recht auf Barsicherheit, einräumen.***
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Weitere Informationen finden Sie auf Seite
95 bis 97. PersonalrisikenHOCHTIEF gehört seit Jahren international zu den besonders hoch geschätzten Arbeitgebern, vor allem auch für Ingenieure. Dafür stehen im Jahr 2011 gleich mehrere Auszeichnungen. Die "Immobilien Zeitung" beispielsweise wählte HOCHTIEF zum dritten Mal in Folge zum Toparbeitgeber der Branche. Turner erhielt die Auszeichnung "Ideal Employer - Universum Communications" und gilt damit als einer der beliebtesten Arbeitgeber für Studenten. Ziel unserer Personalstrategie ist es, die Qualifikation und Motivation unserer Mitarbeiter permanent zu steigern und sie langfristig an das Unternehmen zu binden. Regelmäßige Mitarbeiterbefragungen heben Verbesserungspotenziale im Unternehmen. Die Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse und eine individuell abgestimmte Förderung sollen Risiken aus Mitarbeiterdefiziten und -unzufriedenheit vermeiden. Die Nachfolgeplanung ist bei HOCHTIEF integraler Bestandteil der Personalstrategie. Um ausgewählte Potenzialträger zu fördern, bietet die Personalentwicklung spezielle Angebote für verschiedene Stufen der Karriereentwicklung. Wir bereiten Mitarbeiter systematisch darauf vor, Positionen in einer Experten- oder Leitungsfunktion zu übernehmen. Durch variable Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung werden Fach- und Führungskräfte dauerhaft an das Unternehmen gebunden. Die Veränderungen im Vorstand von HOCHTIEF im Berichtsjahr hatten keinen Einfluss auf die Handlungsfähigkeit des Unternehmens. Die Zahl der langjährig beschäftigten Führungskräfte ist bei HOCHTIEF überdurchschnittlich hoch. Im Berichtsjahr betrug die Fluktuation der oberen Führungskräfte nur drei Prozent. Die Sicherheit der Mitarbeiter und des Arbeitsumfelds hat bei HOCHTIEF einen hohen Stellenwert. Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz werden durch das AGUS Center zentral koordiniert. Ziel ist es, die Unfall- und Sicherheitsrisiken für Mitarbeiter, Nachunternehmer und Dritte weiter zu reduzieren. Risiken aus PensionsverpflichtungenWesentliche Risiken in der betrieblichen Altersversorgung von HOCHTIEF werden derzeit nicht gesehen. Die Umstellung von rein leistungsbezogenen Pensionszusagen auf für das Unternehmen kalkulierbare beitragsbezogene Leistungszusagen hat HOCHTIEF bereits vor einigen Jahren vollzogen. Die Pensionsverpflichtungen in Deutschland sind zum überwiegenden Teil durch den HOCHTIEF Pension Trust e. V. und Rückdeckversicherungen gedeckt sowie durch werthaltige Vermögensgegenstände unterlegt.* Neue Pensionszusagen bei Leighton, Turner und Flatiron sind ausschließlich beitragsorientiert. Bei einer nachhaltigen negativen Entwicklung der Kapitalmärkte kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass zur Abdeckung der Pensionsverpflichtungen nachträgliche Beiträge geleistet werden müssen.
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Weitere Informationen finden Sie auf Seite
181. Risiken aus der InformationssicherheitHOCHTIEF begegnet IT-Risiken durch die intensive Zusammenarbeit mit kompetenten Dienstleistern. Innerhalb unserer Dienstleistungsverträge werden die IT-Servicebereiche in Leistungsscheinen klar gegliedert. Mit der Vorgabe von messbaren Zielgrößen werden die fachlichen Anforderungen an Verfügbarkeit und Vertraulichkeit sichergestellt. Für den Bereich der wichtigen betriebswirtschaftlichen Systeme wurde eine Verfügbarkeit von 99,8 Prozent vereinbart. Der Einsatz moderner Hard- und Softwaretechnologien sowie Zugangs- und Zutrittskontrollen gewährleisten den Schutz der Daten vor unerlaubtem Zugriff. So befinden sich die wesentlichen Daten in zertifizierten, redundant ausgelegten und räumlich getrennten Rechenzentren. In regelmäßigen externen Penetrationstests wird die Zuverlässigkeit unserer Firewall-Systeme gegen Angriffe aus dem Internet überprüft. Für vertrauliche Daten und Vorgänge werden Verschlüsselungssysteme, unter anderem für die Datenspeicherung und den E-Mail-Austausch, eingesetzt. Die Richtlinien zur IT-Sicherheit werden mit Unterstützung von Experten kontinuierlich weiterentwickelt und durch Audits im In- und Ausland verifiziert. Für Mitarbeiter in schutzbedürftigen Bereichen gilt ein besonderes Sicherheitsniveau. In Zusammenarbeit mit dem Datenschutzbeauftragten des Konzerns stellen unsere Dienstleister zudem sicher, dass personenbezogene Daten ausschließlich nach den Regeln des Bundesdatenschutzgesetzes verarbeitet werden. Bisher gab es bei HOCHTIEF keine nennenswerten Schadensfälle im IT-Bereich. Wir schätzen das Risiko auch für die Zukunft als gering ein. ChancenAufgrund unserer guten strategischen Aufstellung sehen wir in den für HOCHTIEF bedeutenden Märkten und Geschäftsfeldern zahlreiche Wachstumsperspektiven, die dem Konzern zukünftig gute Chancen ermöglichen werden.**
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Detaillierte Angaben finden Sie im Prognose-
und Chancenbericht auf den Seiten 131 bis 137. Prüfung des RisikomanagementsDie Wirtschaftsprüfer haben beim Jahresabschluss das Risikofrüherkennungssystem sowie seine Integration in die Planungs- und Berichtsprozesse geprüft. Es hat sich gezeigt, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen zur Einrichtung eines Risikofrüherkennungssystems in geeigneter Form getroffen hat. Das System ist in der Lage, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen. Gesamtbeurteilung der Risiken durch die UnternehmensleitungDie Gesamtrisikosituation des HOCHTIEF-Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2011 gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht. Die Einschätzung des Gesamtrisikos ergibt sich aus der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken. Aus heutiger Sicht zeichnen sich keine den Fortbestand des HOCHTIEF-Konzerns gefährdenden Risiken ab. Prognose- und Chancenbericht
PrognoseberichtÖkonomisches Umfeld für 2012Der Aufschwung der Weltwirtschaft setzte sich im Berichtsjahr mit verlangsamtem Tempo fort. Gegenüber dem Geschäftsjahr 2010 fiel das Wachstum 2011 im Vorjahresvergleich mit 3,8 Prozent (Vorjahr fünf Prozent) geringer aus. Für 2012 wird die Weltwirtschaft weiter wachsen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet ein globales Wirtschaftswachstum von 3,3 Prozent. Die Entwicklung in den einzelnen Regionen wird unterschiedlich positiv ausfallen. Dabei wird das Wachstum in Schwellen- und Entwicklungsländern stärker sein als in den Industrienationen. Im Euroraum erwartet der IWF für das Jahr 2012 eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums. Die Prognosen für den europäischen Baumarkt stimmen uns jedoch zuversichtlich. Nach vier Jahren mit negativen Wachstumsraten stabilisiert sich die Entwicklung im Baumarkt. Die Experten von Euroconstruct gehen für 2012 nur noch von einem moderaten Rückgang von 0,3 Prozent aus. Für 2013 wird ein Wachstum von 1,8 Prozent erwartet. Für die USA erwartet der IWF für 2012 ein Wirtschaftswachstum von rund 1,8 Prozent. Nach einem Rückgang des gesamten Baumarkts in den USA um 4,4 Prozent im Jahr 2011, soll sich die Entwicklung 2012 mit einer Wachstumserwartung von 0,5 Prozent stabilisieren. Die Perspektiven für Australien werden deutlich positiver beurteilt. Die Experten des IWF erwarten ein Wirtschaftswachstum von 3,3 Prozent. Für den australischen Baumarkt werden nach einer rückläufigen Entwicklung im Berichtsjahr für 2012 deutliche Zuwachsraten von acht Prozent prognostiziert. Für den Mittleren Osten gehen wir davon aus, dass sich vor allem die Märkte in Katar, Abu Dhabi und Saudi-Arabien stabil entwickeln. Die Märkte in Asien und in den Schwellenländern, allen voran China, Indien, Indonesien und Hongkong, werden 2012 voraussichtlich weiter wachsen. Aufgrund unserer starken Präsenz im amerikanischen und asiatisch-pazifischen Raum kann die Wechselkursentwicklung die Ergebnisprognosen von HOCHTIEF beeinflussen. Für das Geschäftsjahr 2012 gehen unsere Planungen von einer leichten Aufwertung des Euro zum US-Dollar aus. Für den australischen Dollar unterstellen wir eine moderate Abwertung gegenüber dem Euro. In der Quartalsberichterstattung werden wir die erwartete Entwicklung von HOCHTIEF für das laufende Geschäftsjahr weiter konkretisieren können. Unsere Planungen basieren auf der Annahme, dass sich die Finanz- und Eurokrise nicht weiter zuspitzt, es zu keiner Rezession der Weltwirtschaft kommt und sich die Lage in den politischen Krisenregionen im Mittleren Osten und in Nordafrika nicht weiter verschlechtert. Stabile Entwicklung bei Auftragseingang, Auftragsbestand und UmsatzerlösenDie Auftragseingänge des Konzerns lagen im Jahr 2011 bei 25,37 Mrd. Euro (Vorjahr 29,63 Mrd. Euro) und entwickelten sich trotz der in der zweiten Jahreshälfte verlangsamten Wachstumsdynamik erneut sehr positiv. Das Vorjahresniveau konnte durch einen außerordentlich hohen Vergleichswert im Jahr 2010, der durch sehr große Auftragseingänge in den Infrastruktur- und Contract-Mining-Bereichen geprägt war, nicht erreicht werden. Der Auftragsbestand liegt mit 48,67 Mrd. Euro erneut auf einem historischen Rekordniveau und sichert eine rechnerische Auftragsreichweite von mehr als 22 Monaten. Die Umsatzerlöse entwickelten sich im Berichtsjahr mit einem Anstieg von 15,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert auf 23,28 Mrd. Euro (Vorjahr 20,16 Mrd. Euro) erneut sehr positiv. 2012 wird sich der Auftragseingang in Abhängigkeit der Wechselkursentwicklung etwas unterhalb des Vorjahresniveaus normalisieren. Für den Auftragsbestand erwarten wir zum heutigen Zeitpunkt, dass er sich im laufenden Geschäftsjahr 2012 unterhalb des Rekordniveaus von 2011 normalisieren wird. Gleiches gilt auch für die Umsatzerlöse. Positive Entwicklung im operativen GeschäftDer guten operativen Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2011 bei HOCHTIEF Americas, HOCHTIEF Europe und im Flughafengeschäft standen erhebliche Ergebnisbelastungen bei HOCHTIEF Asia Pacific durch zwei große Infrastrukturprojekte und die Beteiligungsgesellschaft Habtoor Leighton Group gegenüber. Zudem führten erforderliche Risikovorsorgen für unsere Mautstraßenprojekte in Griechenland und Chile sowie die Aufwendungen für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder zu Ergebnisbeeinträchtigungen. Vor diesem Hintergrund blieb das Ergebnis vor Steuern mit -127,0 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahresergebnis von 756,6 Mio. Euro. Der auf die HOCHTIEF-Aktionäre entfallende Konzernverlust lag mit -160,3 Mio. Euro ebenfalls signifikant unter dem Vorjahr (2010: 288 Mio. Euro). HOCHTIEF hat die Ergebnisbelastungen im Konzernabschluss verarbeitet und sich eine solide Ausgangsbasis für 2012 geschaffen. Die HOCHTIEF-Divisions haben in den letzten Monaten des Jahres 2011 operativ gute Erfolge erzielt. Die Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Europe haben das Geschäftsjahr 2011 mit einem gegenüber 2010 verbesserten Ergebnis vor Steuern abgeschlossen. Bei HOCHTIEF Asia Pacific wirkten sich zwar die zuvor erwähnten Sondereffekte negativ aus. Jedoch meldete die australische Tochtergesellschaft Leighton eine Steigerung des operativen Gewinns im zweiten Halbjahr 2011 von ursprünglich erwarteten 250 Mio. australische Dollar auf rund 270 Mio. australische Dollar Gewinn nach Steuern. Für das Geschäftsjahr 2012 bestätigte Leighton am 13. Februar 2012, dass sich dieser positive Trend fortsetzen wird und stellte einen Zuwachs beim operativen Gewinn in Aussicht. Diese Prognose stimmt uns für das Jahr 2012 zuversichtlich. Aufgrund der zum Jahresende 2011 wieder deutlich verbesserten operativen Ergebnisentwicklung erwartet HOCHTIEF für das Geschäftsjahr 2012 eine Rückkehr zu positiven Ergebnissen. Wir sind trotz der unsicheren makroökonomischen Rahmenbedingungen für 2012 zuversichtlich, aus dem operativen Geschäft sowohl beim Vorsteuerergebnis als auch beim Konzerngewinn jeweils eine Größenordnung leicht unterhalb des Rekordjahres 2010 zu erreichen. Für 2013 erwarten wir, eine weitere Verbesserung unseres Ergebnisniveaus zu erreichen. Geplante neue KonzernstrukturDie früheren Unternehmensbereiche HOCHTIEF Europe, Real Estate und Services haben wir zum 1. Januar 2011 in der neuen Division HOCHTIEF Europe zusammengeführt. Wir bündeln unser Geschäft seitdem in den Divisions HOCHTIEF Americas, HOCHTIEF Asia Pacific, HOCHTIEF Concessions und HOCHTIEF Europe. Die strategische Management-Holding konzentriert sich seit Anfang 2011 auf die Führung und Steuerung des Konzerns. Die verschlankte Konzernstruktur führte zu geringeren Kosten und fördert die konzernweite Zusammenarbeit. Insbesondere der Erfahrungsaustausch von Unternehmenseinheiten über alle Kontinente hinweg konnte ausgeweitet werden. Vor dem Hintergrund der geplanten Veräußerung von HOCHTIEF AirPort wird sich die Struktur noch einmal verschlanken. Bis dahin wird die HOCHTIEF Concessions AG einschließlich ihrer operativen Einheit HOCHTIEF AirPort GmbH fortgeführt. Die Public-Private-Partnership-Aktivitäten der HOCHTIEF PPP Solutions GmbH wurden im ersten Quartal 2012 durch Übertragung der Geschäftsanteile dieser Gesellschaft der HOCHTIEF Solutions AG, Führungsgesellschaft der Division HOCHTIEF Europe, zugeordnet. Wertmaximierung durch PortfoliomaßnahmenUnsere Planungen setzen auf den Erfolg und die Werthaltigkeit von HOCHTIEF. Künftig wollen wir die Finanzkraft des Konzerns noch weiter erhöhen und die Kapitalintensität unseres Portfolios senken, um uns Spielraum für den Einstieg in attraktive Geschäftsfelder und mehr Flexibilität für unsere Aktivitäten zu schaffen. Im Berichtsjahr konnte Leighton Teile seines australischen Eisenerzgeschäfts mit deutlichem Gewinn verkaufen. Die Gesellschaft veräußerte mehrere Projekte ihrer Tochtergesellschaft HWE Mining an den Rohstoffkonzern BHP Billiton für umgerechnet 512 Mio. Euro. Leighton erzielte mit der Transaktion einen Gewinn nach Steuern von zirka 120 Mio. Euro. Die makroökonomische Situation im Jahr 2011 hat zu Verzögerungen beim Verkauf der Flughafensparte geführt. Wir halten weiterhin an unserem Ziel fest, unsere Anteile wertmaximierend zu veräußern. Des Weiteren planen wir den Verkauf oder Teilverkäufe des Portfolios unserer Beteiligungsgesellschaft aurelis Real Estate. Die ehemalige Bahntochter, seit 2007 zu 50 Prozent im Besitz von HOCHTIEF, hat sich sehr gut entwickelt. Auch bei Public-Private-Partnership-Projekten sowie Projektentwicklungen werden wir den Kapitalumschlag erhöhen und marktreife Projekte früher veräußern. DividendeHOCHTIEF schüttet seit Jahren eine der Ergebnis- und Liquiditätssituation angepasste Dividende aus. Angesichts der guten Aussichten für das Geschäftsjahr 2012 wollen wir unsere Dividendenpolitik beibehalten und unsere Aktionäre weiterhin angemessen an der Ergebnisentwicklung des Unternehmens beteiligen. Erfolgreiche Refinanzierung bestehender KreditlinienHOCHTIEF steht weiterhin für erstklassige Bonität und hat seine Finanzstrategie seit jeher konservativ gestaltet. Dies hat uns auch während der Finanz- und Eurokrise eine sichere Position bewahrt. Im Dezember 2011 haben wir die bestehenden Bar- und Avalkredite im Umfang von zwei Mrd. Euro erfolgreich refinanziert. Der Konzern vereinbarte mit einem internationalen Bankenkonsortium eine syndizierte Kreditfazilität mit einer Laufzeit von fünf Jahren; davon 1,5 Mrd. Euro für Aval- und 0,5 Mrd. Euro für Barziehungen. HOCHTIEF kann die Bankbürgschaften innerhalb des Verfügungsrahmens zu festgelegten und guten, marktgerechten Konditionen flexibel abrufen und zurückgeben. Die vorzeitige Refinanzierung der Ende 2012 auslaufenden Linien stieß am internationalen Bankenmarkt auf hohe Resonanz: Die Nachfrage lag mit über 2,3 Mrd. Euro deutlich über dem Refinanzierungsbedarf. Außerdem ist es uns in einem schwierigen Marktumfeld gelungen, ein Schuldscheindarlehen zu platzieren: Die Offerte von ursprünglich 100 Mio. Euro stieß auf großes Interesse und wurde klar überzeichnet. Der Darlehensbetrag konnte auf insgesamt 120,6 Mio. Euro erhöht werden. Der Konzern stärkte mit dem Darlehen seine langfristigen Finanzierungskapazitäten und die weitere operative Entwicklung. Die HOCHTIEF-Tochtergesellschaft aurelis konnte im Dezember 2011 eine 2012 auslaufende Kreditlinie erfolgreich refinanzieren. Die Gesellschaft vereinbarte mit der pbb Deutsche Pfandbriefbank als Konsortialführer vorzeitig eine Verlängerung der Finanzierung bis September 2015. Das Kreditvolumen beträgt rund 700 Mio. Euro. Die Finanzierung erfolgt zu marktgerechten und guten Konditionen. aurelis hatte in den vergangenen zwei Jahren die ehemals mehr als 900 Mio. Euro hohe Non-Recourse-Finanzierung durch erfolgreiche Objektverkäufe bereits um gut 200 Mio. Euro reduziert und so die Finanzierungsrelationen weiter verbessert. Die vorzeitigen Refinanzierungen geben dem HOCHTIEF-Konzern auch für die langfristigen Wachstumsplanungen ausreichend Spielraum und Sicherheit. Sie sind bei internationalen Bankadressen platziert. Investitionen in nachhaltiges WachstumUnsere Investitionen folgen dem Ziel, die Spitzenposition von HOCHTIEF im internationalen Wettbewerb zu stärken und kontinuierlich auszubauen. Die im Geschäftsjahr 2011 getätigten Investitionen erreichten mit 2,02 Mrd. Euro (Vorjahr 1,13 Mrd. Euro) eine neue Dimension. Wir haben den Schwerpunkt unserer Investitionsausgaben auf die Ersatzbeschaffung und Modernisierung der technischen Ausrüstung im Contract-Mining und von Baugerät zur Realisierung komplexer Projekte im Infrastrukturgeschäft gelegt. Darüber hinaus konzentrierten sich die Mittelausgaben auf die Flughafensparte in der Division HOCHTIEF Concessions sowie auf den strategischen Ausbau des Beteiligungsportfolios in den Divisions HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Americas. Für das laufende Geschäftsjahr 2012 rechnen wir mit einem Investitionsvolumen, das unterhalb des Vorjahreswerts liegen wird. Ein Großteil des Volumens liegt weiterhin bei Leighton, das in das anlagenintensive, sehr ertragsstarke Geschäftsfeld Contract-Mining investiert. Darüber hinaus sind Investitionen in den Wachstumssegmenten, zum Beispiel Offshore-Windkraft, geplant. Innovation als wesentlicher ErfolgsfaktorWir wollen mit unseren Kunden langfristige Partnerschaften aufbauen und vertrauensvoll mit ihnen zusammenarbeiten. Daher sind wir bestrebt, HOCHTIEF durch höchste Qualitätsansprüche, innovative Lösungen und Flexibilität vom Wettbewerb zu differenzieren. Unser Konzern zählt seit Langem zu den Innovatoren in der Baubranche und überzeugt die Auftraggeber mit immer neuen maßgeschneiderten Entwicklungen. HOCHTIEF realisiert mit seinen Projekten überwiegend Unikate, die durch individuelle Lösungen geprägt sind. Dabei fließen vielfältige Forschungs- und Entwicklungsleistungen in unsere Projekte ein. HOCHTIEF wird sein Innovationsmanagement auch 2012 konsequent fortsetzen. Ein wesentlicher Schwerpunkt wird nach wie vor das Thema Nachhaltigkeit sein. Ebenso wird die Erschließung neuer Marktsegmente vorangetrieben. Das Ideenmanagement, mit dem wir das Potenzial von Mitarbeiterideen nutzen, werden wir weiter ausbauen. Kontinuierliche Optimierung der BeschaffungIm Berichtsjahr hat sich der Einkauf konsequent weiterentwickelt. Unser internationales Einkaufsnetzwerk konnte die 2010 identifizierten Verbesserungspotenziale umsetzen. Dabei wurde auch die Zusammenarbeit zwischen den Gesellschaften intensiviert. Für mehrere Divisions haben wir international ausgerichtete Rahmenverträge mit verbesserten Konditionen, insbesondere für Materialien und Leistungen aus dem Kerngeschäft, abgeschlossen. Das Beschaffungsvolumen wird voraussichtlich auch 2012 in einer Bandbreite von 65 bis 70 Prozent der Konzernumsatzerlöse liegen. Wir werden die Effizienz des Einkaufs weiter steigern, die Standardisierung von Beschaffungsprozessen auch in Zukunft konsequent vorantreiben und Bündelungspotenziale nutzen. Personalstrategie zielt auf MitarbeiterbindungDer wirtschaftliche Erfolg von HOCHTIEF wird entscheidend durch die Leistung, Qualifikation und Motivation unserer Mitarbeiter bestimmt. Die langfristigen Projekte von HOCHTIEF erfordern eine zielgerichtete Personalstrategie, um die passenden Mitarbeiter dauerhaft für HOCHTIEF zu begeistern und besonders qualifiziertes und talentiertes Personal individuell zu fördern. Dafür werden wir an den bewährten Maßnahmen und den umfassenden Aus- und Weiterbildungsprogrammen festhalten und sie fortlaufend ausbauen. Es ist unser Ziel, HOCHTIEF auch weiterhin national wie international als attraktiven Arbeitgeber zu etablieren und unseren Mitarbeitern interessante Entwicklungsperspektiven zu bieten. Die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter hat einen hohen Stellenwert. Vor diesem Hintergrund finden 2012 wieder verschiedene Mitarbeiterbefragungen statt. Chancenbericht*
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53, 101 und 121. In den für HOCHTIEF besonders relevanten Märkten und Wachstumssegmenten sehen wir zahlreiche Chancen, unser Geschäft auszubauen. Durch die erfolgreiche strategische Positionierung zählen wir zu den Besten im Wettbewerb. Unsere breite internationale Ausrichtung erlaubt es uns, regionale Marktchancen bestmöglich zu nutzen. Es zahlt sich auch aus, dass wir uns in den vergangenen Jahren intensiv auf wachstumsstarke und zukunftsträchtige Geschäftsfelder fokussiert haben und in attraktiven Regionen tätig sind. Perspektiven durch wachstumsstarke GeschäftsfelderHOCHTIEF ist mit seiner langfristigen Strategie und dem hohen Internationalisierungsgrad sehr gut aufgestellt, um konjunkturelle Schwächeperioden zu meistern und vorhandene Chancen zu nutzen. Mit unseren Leistungen sind wir auf allen wichtigen regionalen Wachstumsmärkten vertreten. Laut aktuellem Ranking des Magazins Engineering News-Record ist HOCHTIEF der internationalste Baudienstleister der Welt - eine Bewertung, die den Erfolg unserer Strategie unterstreicht. HOCHTIEF setzt auf drei strategische Wachstumsfelder: Realisierung nachhaltiger Energieinfrastruktur, Gestaltung von Metropolen und Ausbau moderner Verkehrsinfrastruktur. Sie bieten allen Divisions des Konzerns attraktive Geschäftschancen und Entwicklungspotenziale. Im Berichtsjahr ist es den operativen Einheiten von HOCHTIEF gelungen, auf den Märkten Europas, Amerikas und Asiens zahlreiche Projekte in diesen Wachstumsfeldern zu gewinnen und erfolgreich zu realisieren. In Europa hat sich HOCHTIEF Solutions als kompetenter Partner der Energiebranche etabliert. Wir sind an der Realisierung zahlreicher Offshore-Windkraftprojekte beteiligt und haben 2011 weiter erheblich in eigenes Spezialgerät investiert. Zukünftig wird sich HOCHTIEF auch an der Entwicklung von Offshore-Windparks beteiligen und in den Netzausbau einsteigen. Für den Bau von Stromleitungen, von denen künftig Tausende Kilometer benötigt werden, sind wir ein kompetenter Anbieter. Hier sind zum einen unterirdisch verlaufende Powertunnel für dicht besiedelte Regionen denkbar - eine Leistung, bei der wir unser anerkanntes Know-how aus Tunnel- und Kraftwerksbau einbringen; zum anderen werden wir den Bau von Überlandleitungen anbieten. Dazu wurde zu Beginn des Jahres 2012 zusammen mit der ACS-Tochter COBRA, einem Spezialisten für Hochspannungsnetze, die HOCHTIEF COBRA Grid Solutions GmbH gegründet. Weitere Potenziale im Bereich der Energieinfrastruktur sehen wir unter anderem in dezentralen Pumpspeicherkraftwerken. Dabei nutzen wir unsere Erfahrung in Bau und Betrieb solcher komplexen Projekte. Im asiatisch-pazifischen Raum zählt unsere Tochtergesellschaft Leighton seit Langem zu den größten Anbietern für den Bau von Energieinfrastruktur; sie hat im Berichtsjahr verschiedene attraktive Aufträge, etwa über den Bau von Öl- und Gaspipelines sowie Stromleitungen, gewonnen. Auch bei Onshore-Windkraftprojekten sind wir erfolgreich tätig. Leighton hat sich zum Ziel gesetzt, führender Anbieter beim Bau von Windkraftanlagen in Australien zu werden. So ist unsere Tochtergesellschaft im Bundesstaat Victoria am Bau des Windparks Macarthur Wind Farm beteiligt. Es ist das größte Projekt dieser Art in der südlichen Hemisphäre. Zudem verfolgen wir Pläne, in den US-amerikanischen Markt für regenerative Energien einzusteigen. Die Gestaltung von Metropolen bietet HOCHTIEF ebenfalls vielfältige Geschäftsmöglichkeiten. Unsere Tochter Turner gehört in den USA seit Jahren zu den führenden Anbietern im Bereich Green Building und stellte im Berichtsjahr das 200. nachhaltig-zertifizierte Projekt fertig. Auch in den Marktsegmenten Gesundheits- und Bildungsimmobilien verzeichnete Turner Projekterfolge. Die Leighton-Gruppe erhielt in Australien zwei Großaufträge zum Bau von Krankenhäusern. Im Berichtsjahr hat HOCHTIEF Solutions erneut zahlreiche Aufträge für Entwicklung und Bau moderner, zukunftsfähiger Wohn-, Büro- und Pflegeimmobilien erhalten. Zudem wurden weitere Projekte aus dem Bereich der Stadtteil- und Quartierentwicklung gewonnen beziehungsweise erfolgreich vorangetrieben. In Deutschland und Großbritannien wurde HOCHTIEF PPP Solutions 2011 damit beauftragt, auf Basis von Public-Private-Partnership-Verträgen weitere Schulen und Kindertagesstätten zu entwickeln, zu bauen und anschließend zu betreiben. Weltweit realisieren unsere Gesellschaften und Einheiten Straßen, Brücken, Tunnel, Häfen, Schienenwege und Flughäfen - und schaffen die benötigte Infrastruktur für die wachsenden Mobilitätsansprüche unserer Gesellschaft. Die Leighton-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2011 Infrastrukturgroßprojekte, unter anderem in Australien, Hongkong und dem Oman, gewonnen. Unsere Tochtergesellschaft Flatiron erhielt zahlreiche attraktive Aufträge in Nordamerika. In Schottland baut HOCHTIEF Solutions als Federführer einer Arbeitsgemeinschaft eine Schrägseilbrücke über die Bucht Firth of Forth. In Deutschland hat HOCHTIEF PPP Solutions 2011 den Auftrag erhalten, auf Basis einer öffentlichprivaten Partnerschaft ein Teilstück der Autobahn A8 auszubauen. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung in Europa ist HOCHTIEF PPP Solutions ein wichtiger Partner, um das wachsende PPP-Marktsegment erfolgreich zu erschließen. In enger Kooperation mit unserer Tochtergesellschaft Flatiron soll auch der Markt für große Infrastrukturprojekte in Nordamerika verstärk bearbeitet werden. Perspektiven in bedeutenden HOCHTIEF-MärktenUnser Konzern ist auf sämtlichen wichtigen regionalen Baumärkten der Welt vertreten. Dazu zählen weite Teil Europas, Amerika, Australien, der asiatisch-pazifische Raum sowie die Golfregion. Die aktuellen Marktprognosen für den europäischen Baumarkt stimmen uns zuversichtlich, zahlreiche Neuaufträge akquirieren zu können. Wir konzentrieren uns vor allem auf den Hoch-, Tief- und Ingenieurbau in wachstumsstärkeren west- und osteuropäischen Ländern. Unsere Strategie, Aufträge konsequent zu selektieren, werden wir beibehalten. Zusätzliches Geschäft in unseren europäischen Einheiten erwarten wir durch eine engere Zusammenarbeit mit den in der neuen HOCHTIEF Solutions AG zusammengefassten Konzerngesellschaften sowie durch weitere Kooperationen mit anderen Konzerntöchtern. HOCHTIEF Solutions wird auch weiterhin außerhalb des europäischen Raums -zum Beispiel in der Golfregion oder in Südamerika -Marktchancen nutzen. Für 2012 erwarten wir, dass sich die Bauwirtschaft in den USA stabilisiert. Turner belegt als Marktführer eine Spitzenposition im Segment Hochbau. Flatiron gehört zu den führenden Anbietern im Tiefbaumarkt und realisiert Projekte in den USA und in Kanada. Branchenexperten erwarten, dass der Hochbaumarkt (ohne Wohnungsbau) 2012 moderat wachsen wird. Für den US-Tiefbaumarkt, in dem Flatiron und E.E. Cruz tätig sind, erwarten wir für 2012 eine rückläufige Entwicklung. Weitaus positiver sind die Prognosen für den kanadischen Baumarkt. Über unsere amerikanische Tochtergesellschaft Turner haben wir im Berichtsjahr unser Geschäft in Kanada durch die Mehrheitsbeteiligung an Clark Builders ausgebaut. Das Unternehmen zählt zu den führenden Anbietern von Hochbauten in West- und Nordkanada. Durch den Anteilserwerb wollen wir noch stärker als bisher vom Marktwachstum im kanadischen Hochbau profitieren. Flatiron engagiert sich bereits seit Jahren erfolgreich in Kanada und konnte dort im Berichtsjahr lukrative Aufträge gewinnen. In den USA und Kanada gewinnen PPP-Projekte weiterhin an Bedeutung. Wir erwarten, dass sich dieser Trend in den nächsten Jahren fortsetzt und wir unsere Aktivitäten im expansionsstarken Marktsegment Public-Private-Partnership für Infrastrukturprojekte ausbauen können. Der asiatisch-pazifische Raum gehört weiterhin zu den aussichtsreichsten Wachstumsmärkten. Für unsere Tochtergesellschaft Leighton bieten sich hier zahlreiche Chancen. Der Baumarkt in Asien gehört zu den größten Wachstumsmärkten weltweit. Die Aussichten, vor allem in Indien, Indonesien und Hongkong, sind vielversprechend. Der indische Bausektor befindet sich auf Wachstumskurs. Die Baubranche profitiert in erster Linie von den gewaltigen Infrastrukturinvestitionen der indischen Regierung. Indonesien plant hohe Investitionen im Bereich der öffentlichen Infrastruktur. Weitere Sektoren, wie Transport, Energie, Kommunikation und Umwelt, stehen ebenfalls im Fokus. Zudem werden weitere Investitionen in den Großstädten erwartet, etwa in Einkaufszentren, Bürokomplexe und Wohnsiedlungen. Ebenfalls attraktiv ist der Bausektor in Hongkong, insbesondere aufgrund des stabilen Haushalts der Regierung und der damit verbundenen hohen Bereitschaft, vor allem in öffentliche Infrastrukturmaßnahmen zu investieren. Die australische Wirtschaft und auch der australische Baumarkt sind wesentlich besser aus der Wirtschaftskrise gekommen als erwartet. Für 2012 werden deutliche Zuwachsraten im Hochbau- und Tiefbausegment erwartet. In Australien besteht weiterhin Bedarf im Infrastruktursektor. Daneben rechnen wir mit erheblichen Investitionen in der Wasser- und Energiewirtschaft. Auch das Öl- und Gasgeschäft in Australien und Asien bietet sehr gute Wachstumschancen. Daher haben wir Ende 2011 ein Unternehmen, das nun unter dem Namen Leighton Engineering sämtliche Aktivitäten der Leighton-Gruppe im Markt für Offshore-Öl- und -Gasvorkommen mit Ingenieurleistungen verstärkt, erworben. Die bereits mit etwa 100 Mitarbeitern operierende Gesellschaft hat ihren Sitz in Kuala Lumpur, Malaysia, und konnte bereits einen ersten Dienstleistungsauftrag zur kaufmännischen und technischen Unterstützung von Leighton-Gesellschaften beim Bau von zwei Offshore-Plattformen verzeichnen. Im Contract-Mining-Geschäft in Australien und Asien wird angesichts der steigenden Rohstoffnachfrage, insbesondere aus China, mit deutlichen Zuwächsen bei der Kohle- und Eisenerzproduktion gerechnet. Diese Entwicklung wird sich auch 2012 fortsetzen und sich auf das Produktionsvolumen im Bergbaubereich auswirken. Leighton ist der weltgrößte Contract-Miner und wird von diesem prognostizierten Anstieg profitieren. In Australien und Asien fördern wir vor allem Eisenerz und Kohle. Für Leighton bieten sich auch in Afrika attraktive neue Tätigkeitsfelder im Contract-Mining-Geschäft. Im Berichtsjahr ist unserer Tochtergesellschaft mit einem Minenprojekt in Botswana der Markteintritt gelungen. Chancen für neue Geschäfte bieten zudem die Länder im Mittleren Osten. Während sich der Immobilienmarkt in Dubai auf niedrigem Niveau stabilisiert, sind die Aussichten auf Bauprojekte in Abu Dhabi, Katar, Saudi-Arabien, Kuwait und im Oman weiterhin vielversprechend. In Katar haben wir uns bereits mit Bau- und Dienstleistungen bei verschiedenen Großprojekten einen sehr guten Namen gemacht und Netzwerke aufgebaut. Einen wichtigen Wachstumsimpuls erwarten wir vor allem durch die Fußballweltmeisterschaft, die 2022 in diesem Emirat ausgetragen wird. HOCHTIEF Solutions hat Katar zur Drehscheibe für weitere Initiativen auf der Arabischen Halbinsel gemacht und prüft Projekte in Saudi-Arabien und Abu Dhabi. Die Habtoor Leighton Group gewann 2011 ihr erstes Projekt im Oman. Nicht zuletzt wird unsere strategische Positionierung in der Region über zahlreiche Tochtergesellschaften und laufende Projekte auch durch den im Dezember 2010 erfolgten Einstieg von Qatar Holding als neuem HOCHTIEF-Großaktionär gestärkt. Wachstumspotenziale durch interne KooperationenDer Know-how-Transfer innerhalb unseres Konzerns sowie die nationale und internationale Kooperation zwischen unseren Gesellschaften erschließen HOCHTIEF zusätzliche Wachstumspotenziale und schaffen Mehrwert für die Kunden. Mit der neu strukturierten Division HOCHTIEF Europe haben wir die enge Zusammenarbeit in den Bereichen Entwicklung, Planung, Bau und Betrieb im Berichtsjahr unter dem Dach der HOCHTIEF Solutions AG zusammengeführt und kombinieren unsere Leistungen zum Vorteil unserer Auftraggeber. Unsere Gesellschaften haben im Geschäftsjahr 2011 wieder bei zahlreichen Projekten erfolgreich kooperiert. Besonders bei Public-Private-Partnership-Projekten arbeiten unsere Einheiten gewinnbringend Hand in Hand. In den USA realisieren Turner und Flatiron ebenfalls gemeinsam mehrere Projekte. Bei einem Tunnelprojekt im kanadischen Edmonton kooperieren Flatiron und HOCHTIEF Solutions. Nachhaltigkeit als WettbewerbsvorteilHOCHTIEF stellt sich als wachstumsorientiertes Unternehmen seiner Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Umwelt. Nachhaltigkeit und Corporate Responsibility sind seit Langem feste Bestandteile unserer Unternehmensstrategie. HOCHTIEF gehört zu den überzeugten Wegbereitern des nachhaltigen "grünen" Bauens und zählt in diesem Bereich zu den weltweit führenden Anbietern. Darüber hinaus erweitern wir konsequent unser Angebot an nachhaltigen Dienstleistungen, wie etwa das effiziente Energiemanagement, die Diagnose von Bestandsgebäuden und ihre Revitalisierung sowie der nachhaltige Gebäudebetrieb. Für unser Engagement im Bereich der Nachhaltigkeit sind wir 2011 erneut - und zum sechsten Mal in Folge - mit der Aufnahme in die Dow Jones Sustainability Indizes belohnt worden. Wir wollen Weltmarktführer für nachhaltige Projekte in den Bereichen Bauen und baunahe Dienstleistungen werden. Deshalb erweitern wir unser Leistungsspektrum für Infrastrukturprojekte, Immobilien und Anlagen kontinuierlich. Hier sehen wir zahlreiche Chancen, unser Geschäft auszubauen. Zukunftsbezogene AussagenDer vorliegende Geschäftsbericht enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung des HOCHTIEF-Konzerns und seiner Gesellschaften sowie wirtschaftliche und politische Entwicklungen beziehen. Diese Äußerungen stellen Einschätzungen dar, die wir nach gründlicher Prüfung auf Basis aller uns zum Zeitpunkt der Drucklegung zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder weitere Risiken eintreten, können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen wesentlich abweichen. HOCHTIEF kann deshalb für diese Angaben keine Gewähr übernehmen. Zukunftsbezogene AussagenDieser Geschäftsbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen spiegeln die gegenwärtigen Auffassungen, Erwartungen und Annahmen des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft wider und basieren auf Informationen, die dem Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen enthalten keine Gewähr für den Eintritt zukünftiger Ergebnisse (zum Beispiel der Vorsteuerergebnisse oder der Konzerngewinne) und Entwicklungen (zum Beispiel hinsichtlich geplanter Beteiligungsveräußerungen, der allgemeinen Geschäftsaktivität oder der Geschäftsstrategie) und sind mit Risiken und Unsicherheiten verbunden. Die tatsächlich zukünftig möglichen Ergebnisse (zum Beispiel die Vorsteuerergebnisse oder die Konzerngewinne), Dividenden und weitere Entwicklungen (zum Beispiel hinsichtlich geplanter Beteiligungsveräußerungen, der allgemeinen Geschäftsaktivität oder der Geschäftsstrategie), betreffend die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und den HOCHTIEF-Konzern, können daher aufgrund verschiedener Faktoren wesentlich von den hier geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören insbesondere Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, der branchenspezifischen Lage und der Wettbewerbssituation. Darüber hinaus können die Entwicklungen auf den Finanzmärkten, Wechselkursschwankungen sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere auch in Bezug auf steuerliche Regelungen, das Verhalten von Mitgesellschaftern sowie andere Faktoren einen Einfluss auf die tatsächlich zukünftig möglichen Ergebnisse (zum Beispiel die Vorsteuerergebnisse oder die Konzerngewinne), Dividenden und weitere Entwicklungen (zum Beispiel hinsichtlich geplanter Beteiligungsveräußerungen, der allgemeinen Geschäftsaktivität oder der Geschäftsstrategie), betreffend die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und den HOCHTIEF-Konzern, haben. Mögliche Angaben zu Dividenden stehen zudem unter dem Vorbehalt, dass für das jeweilige Geschäftsjahr ein entsprechender Bilanzgewinn im handelsrechtlichen Einzelabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ausgewiesen werden kann und dass die zuständigen Organe der HOCHTIEF Aktiengesellschaft unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Situation der Gesellschaft entsprechende Beschlüsse fassen. Abgesehen von rechtlichen Veröffentlichungspflichten, übernimmt die HOCHTIEF Aktiengesellschaft keine Verpflichtung, die in diesem Geschäftsbericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren. NachtragsberichtFluggesellschaft Malev stellte Betrieb einAm 3. Februar 2012 hat die ungarische Fluggesellschaft Malev den Betrieb eingestellt. Bereits in den Folgetagen wurde ein Teil des Verkehrs von anderen Airlines, darunter Lufthansa und British Airways, übernommen. Derzeit wird ermittelt, welche wirtschaftlichen Auswirkungen mit der Stilllegung von Malev einhergehen. Untersuchung zu möglichem Verstoß gegen EthikrichtlinienAm 13. Februar 2012 hat Leighton bekannt gegeben, dass es bei der Australian Federal Police (AFP) auf freiwilliger Basis einen möglichen Verstoß gegen die eigenen Ethikrichtlinien und, bei Bestätigung dessen, gegen australisches Recht angezeigt hat. Der Verdacht besteht bei einem Projekt der Tochtergesellschaft Leighton Offshore Pte. Limited im Irak. Die AFP hat eine Untersuchung eingeleitet, die prüfen wird, ob ein schuldhaftes Verhalten vorliegt. Leighton hat vollumfängliche Kooperation mit der AFP zugesichert. Am 28. Februar 2012 hat der Aufsichtsrat Herrn Pedro Lopez Jimenez für die Zeit bis zum 2. März 2012 gemäß § 105 Abs. 2 AktG zum Stellvertreter eines Vorstandsmitglieds bestellt. Herr Pedro Lopez Jimenez hat an dieser Beschlussfassung nicht teilgenommen. Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2011 bis zum Redaktionsschluss dieses Geschäftsberichts sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu berichten wären. Erklärung zur UnternehmensführungDie Erklärung zur Unternehmensführung ist im Internet unter www.hochtief.de/corporategovernance veröffentlicht. HOCHTIEF-Konzernabschluss zum 31.12.2011Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnungscroll
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Weitere Erläuterungen finden Sie auf Seite
152. Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitalsscroll
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In den Gewinnrücklagen sind zum 31. Dezember
2011 eigene Aktien mit Anschaffungskosten von 90.060 Tsd. Euro (Vorjahr
90.411 Tsd. Euro) verrechnet worden. Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Essen, 28. Februar 2012 HOCHTIEF Aktiengesellschaft Der Vorstand Dr. Frank Stieler Peter Sassenfeld Pedro Lopez Jimenez Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Kapitalflussrechnung, Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals und Konzernanhang - und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, 28. Februar 2012 Deloitte & Touche GmbH Dr. Reichmann, Wirtschaftsprüfer Bedenbecker, Wirtschaftsprüfer KonzernanhangBilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeAllgemeine GrundlagenDer Konzernabschluss wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Bilanzierung im Vorjahr erfolgte nach denselben Grundsätzen. Neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Gesamtergebnisrechnung, der Bilanz und der Kapitalflussrechnung wird die Entwicklung des Eigenkapitals dargestellt. Die Anhangangaben beinhalten zudem eine Segmentberichterstattung. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Als eigenständiger börsennotierter Konzern veröffentlicht die HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, Deutschland, ihren Konzernabschluss, der gleichzeitig in den Konzernabschluss der ACS Actividades de Construcción y Servicios, S.A., Madrid, Spanien, (ACS) einbezogen wird. Der vorliegende Abschluss umfasst das Geschäftsjahr 2011 auf der Basis der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember des Jahres. Der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat diesen Abschluss am 28. Februar 2012 zur Veröffentlichung freigegeben. Die Billigung wird in der Aufsichtsratssitzung am 28. Februar 2012 erfolgen. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss einbezogen sind neben der HOCHTIEF Aktiengesellschaft alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen, die die HOCHTIEF Aktiengesellschaft unmittelbar oder mittelbar beherrscht. Beherrschung liegt vor, wenn der HOCHTIEF Aktiengesellschaft die Stimmrechtsmehrheit bei einem Unternehmen zusteht. Dies geht regelmäßig einher mit einer Anteilsmehrheit. Zwei Tochterunternehmen werden konsolidiert, bei denen die HOCHTIEF Aktiengesellschaft zwar nicht über die Mehrheit der Anteile, jedoch aufgrund einer Poolingvereinbarung über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Des Weiteren werden fünf Unternehmen aufgrund faktischer Beherrschung vollkonsolidiert. Wesentliche assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Sofern die HOCHTIEF Aktiengesellschaft bei Unternehmen über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt, mit den anderen Anteilseignern vertraglich jedoch gemeinschaftliche Führung vereinbart wurde, werden diese Unternehmen ebenfalls nach der Equity-Methode einbezogen. Soweit Anteile an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen aus Konzernsicht insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind, werden sie nicht konsolidiert und gemäß IAS 39 bewertet. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes des HOCHTIEF-Konzerns gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 1 bis 4 HGB wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Auf den Seiten 208 und 209 sind hieraus wesentliche in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen sowie at Equity bewertete Finanzanlagen und sonstige Beteiligungen aufgeführt. Einige in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen machen von Teilen der Befreiungsvorschriften der §§ 264 Abs. 3 beziehungsweise 264b HGB Gebrauch. Eine Liste der diese Befreiungsregelungen in Anspruch nehmenden Gesellschaften findet sich auf der Seite 207. Zum 31. Dezember 2011 wurden neben der HOCHTIEF Aktiengesellschaft insgesamt 66 inländische und 390 ausländische Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Die Anzahl der konsolidierten Unternehmen hat sich gegenüber dem Vorjahr um eine Gesellschaft vermindert. Im Inland wurden im Berichtsjahr zehn Gesellschaften, im Ausland 52 Gesellschaften erstmals konsolidiert. Diese entfallen im Wesentlichen auf die Divisions HOCHTIEF Asia Pacific (41) und HOCHTIEF Americas (sechs). Bei den Zugängen handelt es sich überwiegend um Projektgesellschaften. Unverändert zum Vorjahr wurden fünf Spezialfonds in den Konzernabschluss einbezogen. Fünf inländische sowie 58 ausländische Gesellschaften sind aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Die Abgänge betreffen im Wesentlichen die Divisions HOCHTIEF Asia Pacific (39) und HOCHTIEF Americas (15). Erst- beziehungsweise Entkonsolidierungen erfolgen grundsätzlich zum Zeitpunkt des Anteilserwerbs beziehungsweise der Anteilsveräußerung. 60 Tochterunternehmen von insgesamt untergeordneter Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns wurden nicht konsolidiert. Ihr Umsatz machte zusammen weniger als ein Prozent des Konzernumsatzes aus. Nach der Equity-Methode wurden 19 inländische und 223 ausländische Unternehmen einbezogen. Per Saldo hat sich die Anzahl um 14 erhöht. Den Zugängen von 48 Unternehmen stehen 34 Abgänge gegenüber. Bei den Zugängen handelt es sich im Wesentlichen um Projektgesellschaften aus den Divisions HOCHTIEF Asia Pacific (35) und HOCHTIEF Americas (acht). Die Abgänge betreffen überwiegend die Division HOCHTIEF Asia Pacific (33). Wegen ihrer insgesamt untergeordneten Bedeutung wurde bei 32 Unternehmen auf die Einbeziehung in den Konzernabschluss auf Basis der Equity-Methode verzichtet. Für Asset-Deals und erstmals vollkonsolidierte Gesellschaften sind im Berichtsjahr insgesamt 2.670 Tsd. Euro (Vorjahr 41.941 Tsd. Euro) aufgewendet worden, die durch flüssige Mittel gezahlt wurden. Akquisitionen - im Geschäftsjahr insbesondere die Erlangung der Beherrschung an der Devine Limited in der Division HOCHTIEF Asia Pacific - wirkten sich wie folgt auf die Ertrags- und Vermögenslage im Konzern aus: scroll
KonsolidierungsgrundsätzeDie in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Unternehmen werden nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Tochterunternehmen mit abweichendem Stichtag stellen grundsätzlich einen Zwischenabschluss zum Konzernabschlussstichtag auf. Bislang betraf dies im Wesentlichen Leighton Holdings, die ihren Abschlussstichtag in 2011 vom 30. Juni auf den 31. Dezember umgestellt hat. Alle Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Dementsprechend erfolgt die Kapitalkonsolidierung im Erwerbszeitpunkt durch Verrechnung der Kaufpreise mit dem neu bewerteten Nettovermögen des jeweiligen Tochterunternehmens. Im Zusammenhang mit dem Erwerb angefallene Transaktionskosten werden direkt als Aufwand erfasst. Die ansatzfähigen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des jeweiligen Tochterunternehmens werden dabei mit ihren vollen beizulegenden Zeitwerten angesetzt, unabhängig von der Höhe eines eventuellen Minderheitenanteils. Immaterielle Vermögenswerte sind gesondert vom Geschäfts- oder Firmenwert zu bilanzieren, wenn sie vom Unternehmen trennbar sind oder sich aus einem vertraglichen oder anderen Recht ergeben. Verbleibende aktive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte aktiviert. Aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einmal jährlich sowie zusätzlich bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, einem Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 unterzogen. Negative Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung werden im Zeitpunkt ihrer Entstehung ertragswirksam erfasst. Im Rahmen der Entkonsolidierung einer Gesellschaft wird ein anteiliger Geschäfts- oder Firmenwert der veräußernden Division bei der Berechnung des Abgangserfolgs berücksichtigt. Im Berichtsjahr haben sich die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung von 492.750 Tsd. Euro um 6.727 Tsd. Euro auf 486.023 Tsd. Euro vermindert. Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Zwischenergebnisse werden herausgerechnet, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. In Einzelabschlüssen vorgenommene Wertminderungen auf Anteile an einbezogenen Unternehmen werden zurückgenommen. Die gleichen Konsolidierungsgrundsätze gelten auch für die a1 Equity bewerteten Finanzanlagen. Sie umfassen sowohl die assoziierten Unternehmen als auch die Gemeinschaftsunternehmen des Konzerns. Ein verbleibender Unterschiedsbetrag ist als Geschäfts- oder Firmenwert im Beteiligungsansatz enthalten. Auch Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Anwendung der Equity-Methode werden nicht planmäßig abgeschrieben. Wertminderungen des Equity-Buchwerts werden in den Gewinn- und Verlustanteilen an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, ausgewiesen. Die Abschlüsse aller nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen werden nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte (Veräußerungsgruppe)Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hält in der HOCHTIEF AirPort GmbH, die einen Teil der Division HOCHTIEF Concessions bildet, die Beteiligungen an den Flughäfen in Düsseldorf, Hamburg, Athen, Budapest, Tirana und Sydney. Aufgrund des beabsichtigten Verkaufs wird zum 30. September 2011 das Geschäftsfeld Flughäfen gemäß IFRS 5 als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (Veräußerungsgruppe) ausgewiesen. Nach IFRS 5 sind Veräußerungsgruppen mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anzusetzen. Die Vermögenswerte und Schulden, die als zur Veräußerung gehalten eingestuft werden, sind in der Bilanz separat dargestellt. Die nachfolgende Tabelle zeigt die wesentlichen Hauptgruppen dieser Vermögenswerte und Schulden. Zusätzlich ist kumuliert ein Betrag von 21.125 Tsd. Euro erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst worden. scroll
Daneben bestehen interne Schulden gegenüber HOCHTIEF-Konzerngesellschaften in Höhe von 959.920 Tsd. Euro. WährungsumrechnungFür die Währungsumrechnung der wesentlichen ausländischen Konzerngesellschaften wurden folgende Wechselkurse zugrunde gelegt: scroll
In den Einzelabschlüssen der Gesellschaften werden Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Tagesmittelkurs zum Zeitpunkt der Ersteinbuchung bewertet. Bis zum Bilanzstichtag eingetretene Kursgewinne und -verluste aus der Bewertung monetärer Aktiva und Passiva in fremder Währung werden zu Tagesmittelkursen am Bilanzstichtag ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise Aufwendungen berücksichtigt. Sofern es sich um Währungsumrechnungsdifferenzen handelt, die sich aus einer Nettoinvestition in eine ausländische Gesellschaft ergeben, werden sie bis zur Veräußerung der Gesellschaft in den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen erfasst. Hierzu zählen beispielsweise in Fremdwährung notierte Forderungen gegenüber vollkonsolidierten Konzerngesellschaften, deren Rückzahlung in absehbarer Zeit weder geplant noch wahrscheinlich ist und die damit Eigenkapitalcharakter aufweisen. Als Umrechnungsverfahren für die Abschlüsse ausländischer Gesellschaften wird die funktionale Währungsumrechnung angewendet. Im Konzernabschluss erfolgt die Umrechnung der Bilanzposten aller ausländischen Gesellschaften von der jeweiligen Landeswährung in Euro entsprechend den amtlichen Vorschriften zu Tagesmittelkursen am Bilanzstichtag, da die in den Konzernabschluss einbezogenen Auslandsgesellschaften ihr Geschäft selbstständig in ihrer Landeswährung betreiben. Bei der Umrechnung der Eigenkapitalfortschreibung von ausländischen Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, wird entsprechend vorgegangen. Differenzen gegenüber der Vorjahresumrechnung werden in den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen erfasst und erst bei Veräußerung der Beteiligung erfolgswirksam realisiert. Geschäfts- oder Firmenwerte werden als Vermögenswerte der wirtschaftlich selbstständigen ausländischen Teileinheit mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Die Umrechnung von Aufwands- und Ertragsposten erfolgt mit Jahresdurchschnittskursen. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenImmaterielle Vermögenswerte werden mit den fortgeführten Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten bilanziert. Sämtliche immateriellen Vermögenswerte mit Ausnahme der bei Erstkonsolidierungen aktivierten Firmennamen sowie der Geschäfts- oder Firmenwerte weisen eine bestimmbare Nutzungsdauer auf. Sie enthalten Konzessionen und sonstige Nutzungsrechte, deren Nutzungsdauer bis zu 30 Jahre beträgt. Diese werden entsprechend ihrem wirtschaftlichen Nutzungsverlauf abgeschrieben. Darüber hinaus betreffen sie Ergebnisreserven aus im Zusammenhang mit Unternehmenskäufen erworbenen Auftragsbeständen, die entsprechend der Abrechnung der Aufträge erfolgswirksam verteilt werden. Ebenfalls zählen dazu Software für kaufmännische und technische Anwendungen, die linear über drei bis fünf Jahre abgeschrieben wird, sowie Rechte aus verschiedenen Finanzierungsvereinbarungen mit Kreditinstituten, die über die jeweiligen Vertragslaufzeiten zwischen 27 und 84 Monaten ergebniswirksam verteilt werden. Die Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethoden werden jedes Jahr überprüft. Firmennamen sowie Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einmal jährlich sowie zusätzlich bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, einem Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen. Die Firmennamen "Turner", "Flatiron", "E.E. Cruz" und "Devine" wurden als immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer eingestuft, da sie weder einen Produktlebenszyklus haben noch einer technischen, technologischen oder kommerziellen Abnutzung sowie anderen Restriktionen unterliegen. Die im HOCHTIEF-Konzern aktivierten Entwicklungskosten werden innerhalb der immateriellen Vermögenswerte als Lizenzen ausgewiesen und linear über drei bis fünf Jahre abgeschrieben. Sachanlagen werden mit den fortgeführten Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten bilanziert. Als Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten werden nur diejenigen Kosten aktiviert, die der Sachanlage direkt zugerechnet werden können. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten aktiviert, sofern es sich bei der Sachanlage um einen qualifizierten Vermögenswert handelt. Sachanlagen werden grundsätzlich linear abgeschrieben. Abweichend davon erfolgt im Contract-Mining-Bereich die Abschreibung überwiegend leistungsbezogen. Die planmäßigen linearen Abschreibungen für unsere unternehmenstypischen Anlagen werden nach folgenden konzerneinheitlichen Nutzungsdauern bemessen: scroll
Die Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethoden werden jedes Jahr überprüft. Im Wege des Finanzierungsleasings gemietete Sachanlagen werden in Höhe des beizulegenden Zeitwerts beziehungsweise des Barwerts der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert und linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer oder gegebenenfalls über kürzere Vertragslaufzeiten abgeschrieben. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Investment Properties) werden zu fortgeführten Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten bilanziert. In die erstmalige Bewertung werden Transaktionskosten einbezogen. Der beizulegende Zeitwert dieser Immobilien wird gesondert angegeben. Er wird nach international anerkannten Bewertungsmethoden - wie durch die Ableitung aus dem aktuellen Marktpreis vergleichbarer Immobilien oder der Discounted-Cashflow-Methode - ermittelt. Wie das Sachanlagevermögen werden auch die Investment Properties grundsätzlich linear abgeschrieben. Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte (einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte) sowie auf Sachanlagen und Investment Properties werden erfasst, wenn der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts dessen Buchwert unterschreitet. Der erzielbare Betrag ist grundsätzlich der höhere der beiden Werte aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert eines einzelnen Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung kann es erforderlich sein, Vermögenswerte und gegebenenfalls Schulden zu zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zusammenzufassen. Für Zwecke des Goodwill-Werthaltigkeitstests entsprechen die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten den HOCHTIEF-Divisions in der Segmentberichterstattung. Ist ein Vermögenswert Teil einer selbstständigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit, wird die Wertminderung auf der Basis des erzielbaren Betrags dieser Einheit ermittelt. Wurde einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet und übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren erzielbaren Betrag, wird zunächst der zugeordnete Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe des Differenzbetrags aus erzielbarem Betrag und Buchwert wertgemindert. Übersteigt der Abwertungsbedarf den zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwert, werden die Buchwerte der übrigen Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit grundsätzlich anteilig auf Basis der einzelnen Buchwerte reduziert. Wenn der Grund für eine früher vorgenommene Wertminderung entfallen ist, wird mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. At Equity bewertete Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten, die sich in das erworbene anteilige Eigenkapital des assoziierten Unternehmens beziehungsweise Gemeinschaftsunternehmens sowie gegebenenfalls Geschäfts- oder Firmenwerte aufteilen, bilanziert. Der Buchwert wird jährlich um die anteiligen Nachsteuerergebnisse, ausgeschütteten Dividenden und sonstigen Eigenkapitalveränderungen erhöht beziehungsweise vermindert. Der gesamte Equity-Buchwert wird bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, einem Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen. Unterschreitet der erzielbare Betrag den Buchwert einer at Equity bewerteten Finanzanlage, erfolgt eine Wertminderung in Höhe des Differenzbetrags. Spätere Wertaufholungen werden erfolgswirksam erfasst. Gemeinschaftsunternehmen sind eine Untergruppe von Joint Ventures. Joint Ventures sind vertragliche Vereinbarungen, in denen zwei oder mehrere Parteien eine wirtschaftliche Tätigkeit durchführen, die einer gemeinschaftlichen Führung unterliegt. Neben den at Equity bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen fallen unter Joint Ventures auch die gemeinsam geführten Tätigkeiten und Arbeitsgemeinschaften. Letztere werden im Einklang mit IAS 31 wie folgt bilanziert: HOCHTIEF als Partner einer gemeinsam geführten Tätigkeit oder Arbeitsgemeinschaft bilanziert die in seiner Verfügungsmacht stehenden Vermögenswerte und die selbst eingegangenen Schulden sowie die getätigten eigenen Aufwendungen und weist die anteiligen Erträge aus diesen Aktivitäten in den Umsatzerlösen aus. Bei den gemeinsam geführten Tätigkeiten und Arbeitsgemeinschaften selbst verbleibende Vermögenswerte und Schulden (zum Beispiel aufgrund von Leistungen, die an Nachunternehmer vergeben wurden) führen zu anteiligen Ergebnissen, die in Analogie zur Equity-Methode bilanziert und unter den Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten gegen Arbeitsgemeinschaften ausgewiesen werden. Die unter den übrigen Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen, übrigen Beteiligungen sowie die langfristigen Wertpapiere gehören ausnahmslos der Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbar" an. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, sofern dieser Wert verlässlich ermittelbar ist. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts wird bei öffentlich notierten finanziellen Vermögenswerten der jeweilige Marktpreis herangezogen. Liegt kein aktiver Markt vor, wird der beizulegende Zeitwert mithilfe der Verwendung der jüngsten Marktgeschäfte oder mittels einer Bewertungsmethode - wie beispielsweise der Discounted-Cashflow-Methode - ermittelt. In Fällen, in denen keine verlässliche Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts möglich ist, werden die finanziellen Vermögenswerte zu Anschaffungskosten (abzüglich Wertminderungen) angesetzt. Der erstmalige Ansatz erfolgt am Erfüllungstag. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden unter Berücksichtigung latenter Steuern in den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen erfasst und erst bei Veräußerung erfolgswirksam. Liegen objektive Hinweise für die Wertminderung eines Vermögenswerts vor, wird eine erfolgswirksame Abschreibung vorgenommen. Das ist der Fall, wenn der beizulegende Zeitwert länger anhaltend rückläufig gegenüber den ursprünglichen Anschaffungskosten ist beziehungsweise beide Wertansätze entsprechend wesentlich voneinander abweichen. Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Ermittlung der fortgeführten Anschaffungskosten erfolgt mittels der Effektivzinsmethode (zum Beispiel bei Agien und Disagien). Liegen objektive substanzielle Hinweise für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts vor, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Objektive Hinweise für das Vorliegen einer Wertminderung sind beispielsweise eine Verschlechterung der Bonität eines Schuldners und damit verbundene Zahlungsstockungen oder eine drohende Zahlungsunfähigkeit. Erforderliche Wertberichtigungen orientieren sich am tatsächlichen Ausfallrisiko. Die Forderungen umfassen die Finanzforderungen, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Forderungen. Umsatzerlöse werden nach Abzug von Umsatzsteuer und anderen Steuern sowie gekürzt um erwartete Erlösminderungen wie Skonti, Boni und Rabatte ausgewiesen. Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern werden erfasst, wenn
Erlöse aus Dienstleistungsverträgen werden ihrem Fertigstellungsgrad entsprechend erfasst. Umsatzerlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden in Übereinstimmung mit den unten genannten Regelungen vereinnahmt. Ausleihungen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Marktüblich verzinsliche Ausleihungen sind zum Nominalwert bilanziert, zinslose beziehungsweise niedrig verzinsliche Ausleihungen werden mit ihrem abgezinsten Betrag bilanziert. Basis einer Abzinsung ist stets ein risikoadäquater Diskontierungssatz. Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden nach dem Fertigungsfortschritt, der Percentage-of-Completion-(PoC-)Methode* , bilanziert. Die erbrachte Leistung einschließlich des anteiligen Ergebnisses wird nach dem Fertigstellungsgrad in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Der anzusetzende Fertigstellungsgrad wird entsprechend dem Leistungsfortschritt ermittelt, das heißt, die bis zum Stichtag erbrachte Leistung wird ins Verhältnis zur Gesamtleistung des Auftrags gesetzt. Der Ausweis der Aufträge erfolgt unter den Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten aus PoC. Soweit die kumulierte Leistung (Auftragskosten und Auftragsergebnis) die Anzahlungen im Einzelfall übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den Forderungen aus PoC. Verbleibt nach Abzug der Anzahlungen ein negativer Saldo, wird dieser als Verpflichtung aus Fertigungsaufträgen passivisch unter den Verbindlichkeiten aus PoC ausgewiesen. Zu erwartende Auftragsverluste werden auf Basis der erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Fertigungsaufträge, die in Arbeitsgemeinschaften abgewickelt werden, werden entsprechend der PoC-Methode bewertet. Die Forderungen an Arbeitsgemeinschaften enthalten auch das anteilige Auftragsergebnis. Zu erwartende Verluste werden sofort in vollem Umfang in das Auftragsergebnis einbezogen. Als Auftragserlöse werden sowohl bei den eigenen als auch bei den in Arbeitsgemeinschaften abgewickelten Fertigungsaufträgen die vertraglichen Erlöse sowie die Auftragsänderungen und Nachträge in Übereinstimmung mit IAS 11 angesetzt. Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden innerhalb eines Geschäftszyklus des HOCHTIEF-Konzerns realisiert. Daher erfolgt ihr Ausweis gemäß IAS 1 unter den kurzfristigen Vermögenswerten, auch wenn sich die Realisierung der gesamten Forderung über einen längeren Zeitraum als ein Jahr erstreckt. Die wesentlichen Anwendungsbereiche für die PoC-Methode stellen das klassische Baugeschäft, das Construction-Management und das Contract-Mining dar. Latente Steuern aus temporären Unterschieden zwischen IFRS- und Steuerbilanz der Einzelgesellschaften sowie aus Konsolidierungsvorgängen werden jeweils gesondert angesetzt. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Sicherheit gewährleistet ist. Aktive und passive latente Steuern werden je Gesellschaft beziehungsweise Organkreis miteinander saldiert. Die latenten Steuern werden auf der Basis der Steuersätze ermittelt, die in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten beziehungsweise erwartet werden. Im Inland wird unter Berücksichtigung des Körperschaftsteuersatzes, des Solidaritätszuschlags sowie des konzerndurchschnittlichen Gewerbeertragsteuersatzes - wie im Vorjahr - ein Steuersatz von 31,5 Prozent zugrunde gelegt. Im Übrigen werden die zum Bilanzstichtag gültigen beziehungsweise verabschiedeten steuerlichen Vorschriften zur Bewertung der latenten Steuern herangezogen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen produktionsbezogene Vollkosten. Im Einzelnen enthalten die Herstellungskosten neben den direkt zurechenbaren Kosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich fertigungsbedingter Abschreibungen. Sofern Gegenstände des Vorratsvermögens einen qualifizierten Vermögenswert darstellen, werden Fremdkapitalkosten als Teil der Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten aktiviert. Zur Ermittlung des Bilanzansatzes von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden überwiegend das First-in-First-out-Verfahren sowie die Methode des gleitenden Durchschnitts angewendet. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Nettoveräußerungswerte werden angesetzt. Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungswert gestiegen ist, wird die daraus resultierende, zwingend vorzunehmende Wertaufholung als Minderung des Materialaufwands erfasst. Die unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Wertpapiere gehören ausnahmslos der Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbar" an und werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Wesentlichen sind hier die Wertpapiere in den Spezialfonds und festverzinsliche Titel mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von mehr als drei Monaten, für die keine dauerhafte Halteabsicht besteht, erfasst. Die Erstbewertung erfolgt am Erfüllungstag unter Einbeziehung der direkt mit dem Erwerb des Wertpapiers verbundenen Transaktionskosten. Unrealisierte Gewinne oder Verluste werden in den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen ausgewiesen und erst bei Veräußerung erfolgswirksam. Liegen objektive Hinweise für die Wertminderung eines Vermögenswerts vor, wird eine erfolgswirksame Abschreibung vorgenommen. Das ist der Fall, wenn der beizulegende Zeitwert länger anhaltend rückläufig gegenüber den ursprünglichen Anschaffungskosten ist beziehungsweise beide Wertansätze entsprechend wesentlich voneinander abweichen. Flüssige Mittel bestehen als Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und kurzfristig veräußerbare Wertpapiere mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von bis zu drei Monaten. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und diesen zugehörige Schulden werden nach IFRS 5 bewertet und als kurzfristig ausgewiesen. Als "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" gelten Vermögenswerte, die in ihrem gegenwärtigen Zustand sofort veräußerbar sind und deren Veräußerung hochwahrscheinlich ist. Dabei kann es sich um einzelne langfristige Vermögenswerte, um zur Veräußerung stehende Gruppen von Vermögenswerten (Veräußerungsgruppen) oder um aufzugebende Geschäftsbereiche handeln. Schulden, die zusammen mit Vermögenswerten in einer Transaktion abgegeben werden, sind Bestandteil einer Veräußerungsgruppe beziehungsweise eines aufgegebenen Geschäftsbereichs und werden als "Mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten verbundene Schulden" ebenfalls gesondert als kurzfristig ausgewiesen. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben und sind zum niedrigeren Wert aus ihrem Buchwert und ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anzusetzen. Gewinne oder Verluste aus der Bewertung von aufgegebenen Geschäftsbereichen mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten werden ebenso wie die Ergebnisse aus der Geschäftstätigkeit beziehungsweise aus der Veräußerung dieser Geschäftsbereiche als Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen. Dagegen werden Gewinne oder Verluste aus der Bewertung einzelner zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte und von Veräußerungsgruppen bis zu deren endgültiger Veräußerung im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen. Aktienbasierte Vergütungen werden nach IFRS 2 bewertet. Die aktienbasierten Vergütungsprogramme werden konzernweit als aktienbasierte Vergütungen mit Barausgleich bilanziert. Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus den Long-Term-Incentive-Plänen, den Top-Executive-Retention-Plänen und den Retention-Stock-Award-Plänen wurden in Höhe des zu erwartenden Aufwands gebildet, wobei dieser ratierlich über die festgelegte Wartezeit verteilt wird beziehungsweise wurde. Der beizulegende Zeitwert der Optionen wird mithilfe anerkannter finanzwirtschaftlicher Modelle bestimmt. Dabei erfolgt die Bewertung der Pläne auf der Grundlage des von Black / Scholes entwickelten Optionsbewertungsmodells. Zur Lösung des bei den genannten Plänen vorliegenden spezifischen Bewertungsproblems werden die Verfahren der Binomialbäume verwendet. Die Berechnungen wurden von einem externen Gutachter vorgenommen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter und deren Hinterbliebene gebildet. Die Verpflichtungen beziehen sich insbesondere auf Ruhegelder, teils als Grund-, teils als Zusatzversorgung. Die individuellen Zusagen basieren auf länderspezifisch unterschiedlichen Leistungen; sie bemessen sich in der Regel nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit und der Vergütung der Mitarbeiter. Aufgrund ihres Versorgungscharakters werden die Verpflichtungen der Turner-Gruppe für die Krankheitskosten der Mitarbeiter nach deren Eintritt in den Ruhestand ebenfalls unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) berechnet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Bei der Turner-Gruppe werden zusätzlich die künftig zu erwartenden Steigerungen der Gesundheitskosten einbezogen. Die Berechnung basiert auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen. Planvermögen im Sinne von IAS 19 wird offen von den Pensionsverpflichtungen abgesetzt. Zum Planvermögen zählen an Pensionsfonds zur Erfüllung der Pensionsverpflichtungen übertragene Vermögenswerte, im Rahmen der Entgeltumwandlung der Mitarbeiter (Deferred Compensation) erworbene Fondsanteile sowie qualifizierte Versicherungspolicen in Form von verpfändeten Rückdeckungsversicherungen. Übersteigt der beizulegende Zeitwert des Planvermögens den Barwert der Versorgungsansprüche, so wird der Differenzbetrag unter den langfristigen sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen, soweit keine Vermögenswertbegrenzung nach IAS 19 vorliegt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden, dem Wahlrecht des IAS 19 entsprechend, im Jahr ihres Entstehens erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen, der Zinsanteil der Verpflichtungszuführung wird - vermindert um die erwarteten Erträge des Planvermögens - im Finanzergebnis erfasst. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst, es sei denn, die Änderungen des Pensionsplans hängen vom Verbleib des Mitarbeiters im Unternehmen für einen festgelegten Zeitraum ab (Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit). In diesem Fall wird der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand linear über den Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit erfolgswirksam erfasst. Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern. Ertragsteuerrückstellungen werden mit entsprechenden Steuererstattungsansprüchen saldiert, wenn sie in demselben Steuerhoheitsgebiet bestehen und hinsichtlich Art und Fristigkeit gleichartig sind. Alle sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Verpflichtungen, die auf vergangenen Geschäftsvorfällen oder vergangenen Ereignissen beruhen und deren Höhe und / oder Fälligkeit unsicher ist. Die Rückstellungen werden jeweils mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt, das heißt unter der Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen, und nicht mit Erstattungsansprüchen saldiert. Dabei wird bei einzelnen Verpflichtungen mit Eintrittswahrscheinlichkeiten von über 50 Prozent von dem Erfüllungsbetrag mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit ausgegangen. Rückstellungen werden nur gebildet, wenn ihnen eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten zugrunde liegt. Langfristige Rückstellungen (Laufzeit über ein Jahr) werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert und unter den langfristigen Schulden ausgewiesen. Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Die Ermittlung dieser Anschaffungskosten erfolgt mittels der Effektivzinsmethode (zum Beispiel bei Agien und Disagien). Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen werden in Höhe des zu Beginn des Leasingverhältnisses beizulegenden Zeitwerts des Leasinggegenstands oder des Barwerts der Mindestleasingraten, sofern dieser Wert niedriger ist, passiviert. Derivative Finanzinstrumente werden unabhängig vom Verwendungszweck zum beizulegenden Zeitwert bewertet und unter den sonstigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten beziehungsweise den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Erstansatz erfolgt zum Erfüllungstag. Alle derivativen Finanzinstrumente werden auf Basis aktueller Marktkonditionen zum Bilanzstichtag bewertet. Die Erfassung der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts hängt vom Verwendungszweck ab. Grundsätzlich werden Derivate im HOCHTIEF-Konzern nur zu Sicherungszwecken eingesetzt. Sicherungsbeziehungen werden so strukturiert, dass eine möglichst hohe Effektivität gewährleistet wird. Bei einem Cashflow-Hedge erfolgt eine Absicherung gegen das Risiko schwankender Zahlungsströme aus einem Grundgeschäft, wie zum Beispiel der Sicherung variabel verzinslicher Darlehen, um den aus Zinssatzschwankungen resultierenden variierenden Zahlungen entgegenzuwirken. Hierbei sind unrealisierte Gewinne und Verluste unter Berücksichtigung latenter Steuern grundsätzlich zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen (Cashflow-Hedge). Der erfolgsneutral erfasste Teil der Wertänderungen wird in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht, sobald das Grundgeschäft erfolgswirksam erfasst wird. Wenn geplante Transaktionen gesichert werden, die in einer Folgeperiode zum Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Schuld führen, sind die bis zu diesem Zeitpunkt erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Beträge in der Periode erfolgswirksam aufzulösen, in der auch der finanzielle Vermögenswert oder die finanzielle Verbindlichkeit das Periodenergebnis beeinflusst. Führt die gesicherte geplante Transaktion zum Ansatz eines nicht finanziellen Vermögenswerts oder einer nicht finanziellen Verbindlichkeit, werden die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Beträge mit dem erstmaligen Wertansatz des Vermögenswerts beziehungsweise der Verbindlichkeit verrechnet. In den genannten Fällen wird nur der effektive Teil der Wertänderungen erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Der ineffektive Teil ist sofort erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung zu übernehmen. Aktuell werden im HOCHTIEF-Konzern ausschließlich Cashflow-Hedges bilanziell abgebildet. Des Weiteren werden Derivate zu ökonomischen Sicherungszwecken eingesetzt, in denen für die Sicherungsbeziehung kein Hedge-Accounting angewendet wird. In diesen Fällen werden die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam erfasst. Eventualschulden sind mögliche oder bestehende Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und bei denen ein Ressourcenabfluss nicht wahrscheinlich ist. Sie werden gesondert erläutert und in der Bilanz nicht erfasst, es sei denn, sie ergeben sich aus der Übernahme im Rahmen eines Unternehmenserwerbs. Die angegebenen Verpflichtungsvolumina bei den Eventualschulden entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang. Ermessensausübungen des Managements bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Wesentlichen bei folgenden Sachverhalten erforderlich:
Welche Entscheidung im HOCHTIEF-Konzern im Hinblick auf die jeweiligen Sachverhalte grundsätzlich getroffen wurde, kann der Erläuterung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entnommen werden. Schätzungen und Annahmen des Managements, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie die Angabe der Eventualschulden beziehen, sind bei der Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS notwendig. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf:
Die Annahmen und Schätzungen basieren auf den jeweils aktuellen Verhältnissen und Einschätzungen. Bei den zukunfts-bezogenen Annahmen und Schätzungen zum Bilanzstichtag werden in Bezug auf die erwartete künftige Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Konzernabschlusserstellung vorliegenden Umstände sowie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des globalen und des branchenbezogenen Umfelds berücksichtigt. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich tatsächlich ergebenden Beträge von den geschätzten Werten abweichen. Im Fall einer derartigen Entwicklung werden die Annahmen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden an den neuen Kenntnisstand angepasst. Neue RechnungslegungsvorschriftenDie Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden aufgrund der Verabschiedung von Änderungen bestehender oder neuer IFRS und IFRIC durch das International Accounting Standards Board (IASB) beziehungsweise das IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) insoweit erforderlich, als diese von der EU übernommen wurden und in der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 verpflichtend anzuwenden sind oder im HOCHTIEF-Konzern vorzeitig angewendet werden. Die Neuregelungen bei den IFRS und IFRIC stellen sich für den HOCHTIEF-Konzern wie folgt dar: Änderung von IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen": Der IASB veröffentlichte im November 2009 die Änderung von IAS 24, um insbesondere dessen Verständlichkeit und Eindeutigkeit zu erhöhen und somit eine einheitliche Auslegung und Anwendung sicherzustellen. Hierzu wurde im Wesentlichen die Definition "nahestehende Unternehmen und Personen" überarbeitet. Ferner sind Erleichterungsvorschriften für Unternehmen, die unter der Beherrschung beziehungsweise der gemeinschaftlichen Führung oder dem maßgeblichen Einfluss der öffentlichen Hand stehen, eingeführt worden. Darüber hinaus erfolgte die Einbeziehung schwebender Geschäfte in den Kreis berichtspflichtiger Geschäftsvorfälle. Die Übernahme in europäisches Recht erfolgte im Juli 2010. Die Änderungen führten zu keiner wesentlichen Anpassung hinsichtlich des Kreises der nahestehenden Personen und Unternehmen aus Sicht des HOCHTIEF-Konzerns. Des Weiteren hat der IASB im Rahmen des sogenannten "Annual Improvements Process" einen Sammelstandard veröffentlicht. Dabei wurden kleine, nicht dringliche, aber notwendige Änderungen an sechs Standards und an einer Interpretation verabschiedet. Die Änderungen wurden im Februar 2011 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Sie haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von HOCHTIEF, führten jedoch zu leicht veränderten Anhangangaben nach IFRS 7. Keine Auswirkungen auf den HOCHTIEF-Konzernabschluss haben die nachfolgenden, erstmals im Geschäftsjahr 2011 anzuwendenden Standards und Interpretationen:
Zudem wurden vom IASB und vom IFRS IC neue Rechnungslegungsvorschriften in Form von weiteren für den HOCHTIEF-Konzernabschluss relevanten Standards und Interpretationen verabschiedet, die jedoch im Geschäftsjahr 2011 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind und teilweise von der EU noch nicht übernommen wurden: Änderungen von IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben": Der IASB hat am 7. Oktober 2010 Änderungen von IFRS 7 veröffentlicht. Diese betreffen die Angabepflichten im Fall der Übertragung von finanziellen Vermögenswerten auf eine andere Partei (zum Beispiel Factoring). So sind bei einer unvollständigen Ausbuchung der finanziellen Vermögenswerte Angaben zu der neu entstandenen Verbindlichkeit erforderlich. Sofern die Übertragung zu einer vollständigen Ausbuchung der finanziellen Vermögenswerte geführt hat, sind Angaben zu weiterbestehenden Rechten oder Pflichten des übertragenden Unternehmens zu machen. Dazu zählen beispielsweise übernommene Ausfallgarantien oder Rückkaufvereinbarungen. In der EU sind die Regelungen für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Juni 2011 beginnen, anzuwenden. Dabei sind Vorjahresvergleichsangaben nicht erforderlich. Nach heutiger Einschätzung werden sich aus dieser Neuregelung keine wesentlichen Auswirkungen auf den HOCHTIEF-Konzernabschluss ergeben. IFRS 9 "Finanzinstrumente": Der IASB hat am 12. November 2009 den IFRS 9 verabschiedet. Dieser spiegelt zunächst nur die erste Phase der vollständigen Überarbeitung von IAS 39 wider und befasst sich mit der Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten. Mit dem Abschluss jeder weiteren der insgesamt drei Phasen werden die neuen Regelungen in IFRS 9 eingefügt und die entsprechenden Teile des IAS 39 außer Kraft gesetzt. Der Standard sieht vor, dass es für finanzielle Vermögenswerte künftig nur noch zwei Bewertungskategorien geben soll:
Für Eigenkapitalinstrumente, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, besteht bei ihrem erstmaligen Ansatz ein unwiderrufliches Wahlrecht, künftige Wertänderungen einschließlich des Abgangsergebnisses erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen. Als einzige Ausnahme von diesem Grundsatz sind Dividenden aus diesen Finanzinstrumenten erfolgswirksam zu erfassen. Am 28. Oktober 2010 hat der IASB im Rahmen der zweiten Phase der vollständigen Überarbeitung von IAS 39 den IFRS 9 um Regelungen zur Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten und zur Ausbuchung ergänzt. Hinsichtlich der finanziellen Verbindlichkeiten bleibt es bei den bisherigen zwei Bewertungskategorien "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" und "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet". Eine Änderung ergibt sich nur bei Ausübung der Fair-Value-Option. In diesem Fall sind nicht mehr sämtliche Änderungen aus der Marktbewertung einer Finanzverbindlichkeit erfolgswirksam zu erfassen. Sofern die Änderung des beizulegenden Zeitwerts aus einer Veränderung des eigenen Kreditrisikos resultiert, sind die Wertänderungen in den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen abzubilden. Für alle übrigen Wertänderungen bleibt es bei der erfolgswirksamen Erfassung. Diese Sonderregelung gilt indes nicht für finanzielle Verbindlichkeiten, die zwingend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, wie beispielsweise Derivate außerhalb einer Hedge-Beziehung. Bezüglich der Ausbuchung übernimmt IFRS 9 die Regelungen des derzeit gültigen IAS 39. Der Standard sieht eine retrospektive Anwendung für alle zum Zeitpunkt der Erstanwendung des Standards bestehenden Finanzinstrumente vor. Der Erstanwendungszeitpunkt ist das erste am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnende Geschäftsjahr. Die Übernahme des Standards durch die EU ist noch nicht erfolgt. Die Neuregelung wird für HOCHTIEF zu einer Neuklassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte führen. Die Neuregelungen zu den finanziellen Verbindlichkeiten werden für HOCHTIEF voraussichtlich keine Konsequenzen haben. IFRS 10 "Consolidated Financial Statements", IFRS 11 "Joint Arrangements" und IFRS 12 "Disclosure of Interests in Other Entities", verbunden mit Änderungen zu IAS 27 "Separate Financial Statements" und IAS 28 "Investments in Associates and Joint Ventures": Am 12. Mai 2011 hat der IASB die drei neuen beziehungsweise zwei überarbeiteten Standards zur Bilanzierung von Unternehmensverbindungen veröffentlicht. Mit IFRS 10 wird das bisherige Beherrschungskonzept in IAS 27 und SIC-12 durch ein entsprechendes einheitliches Konzept, das auf alle Unternehmensverbindungen anzuwenden ist, ersetzt. Die für separate Abschlüsse zu berücksichtigenden Vorschriften verbleiben unverändert im IAS 27. Das neue Beherrschungskonzept umfasst die folgenden drei Elemente:
Durch IFRS 11 wird IAS 31 ersetzt und zugleich die Möglichkeit zur Quotenkonsolidierung abgeschafft. Das Kernprinzip des IFRS 11 besteht in der Vorschrift, dass eine an einer gemeinsamen Vereinbarung beteiligte Partei die Art der gemeinsamen Vereinbarung mittels Beurteilung ihrer Rechte und Verpflichtungen entweder als gemeinschaftliche Tätigkeit oder Gemeinschaftsunternehmen klassifiziert. Bei einer gemeinschaftlichen Tätigkeit bilanziert jede Partei die Vermögenswerte, Schulden, Aufwendungen und Erlöse sowie ihren Anteil an vorgenannten gemeinschaftlich gehaltenen beziehungsweise eingegangenen Posten aus ihrem Engagement gemäß der maßgeblichen IFRS. Im Rahmen eines Gemeinschaftsunternehmens erfasst jede Partei ihre Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode entsprechend den Vorschriften des geänderten IAS 28. IFRS 12 führt die überarbeiteten Angabepflichten zu IFRS 10, IFRS 11, IAS 27, IAS 28 und IAS 31 in einem separaten Standard zusammen. Die geänderten Regelungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung ist ausschließlich für alle Standards gemeinsam zulässig. Die Übernahme der Regelungen durch die EU ist noch nicht erfolgt. Mögliche Auswirkungen auf den HOCHTIEF-Konzern werden derzeit geprüft. IFRS 13 "Fair Value Measurement": Am 12. Mai 2011 hat der IASB den neuen Standard veröffentlicht. Dieser regelt ausschließlich wie zum Fair Value zu bewerten ist, sofern ein anderer IFRS die Fair Value-Bewertung oder die Fair Value-Angabe vorschreibt. Fortan ist nun eine 3-stufige Fair Value-Hierarchie übergreifend anzuwenden. Der Fair Value wird als Preis definiert, zu dem unter aktuellen Marktbedingungen am Bemessungsstichtag ein geordneter Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern stattfinden wird, im Zuge dessen der Vermögenswert verkauft oder die Schuld übertragen werden würde (Exit-Preis). Mit dem Standard werden auch erweiterte Anhangangaben für zum Fair Value bewertete Posten vorgeschrieben. IFRS 13 ist verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden. Dabei sind die vorgenannten Änderungen prospektiv zu berücksichtigen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Übernahme des Standards durch die EU ist noch nicht erfolgt. Mögliche Auswirkungen auf den HOCHTIEF-Konzern werden derzeit geprüft. Änderungen zu IAS 1 "Darstellung der Abschlüsse": Am 16. Juni 2011 hat der IASB "Änderungen zur Darstellung von Posten im Other Comprehensive Income (OCI)" veröffentlicht. Diese Änderungen verlangen, dass die Posten des OCI in Beträge unterteilt werden, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert (recycled) werden können und solche, bei denen dies nicht der Fall ist. Im Falle eines Vor-Steuer-Ausweises gilt die Unterteilung entsprechend auch für die Ertragsteuern. Die Änderungen zu IAS 1 sind verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen, anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Übernahme in EU-Recht ist noch nicht erfolgt. Für HOCHTIEF ergibt sich hieraus eine geänderte Gliederung der OCI-Posten innerhalb der Gesamtergebnisrechnung. Änderungen zu IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer": Am 16. Juni 2011 hat der IASB mit seiner Veröffentlichung das Projekt zur Veränderung der Bilanzierung von Leistungen an Arbeitnehmer, insbesondere Leistungen nach Beendigung von Arbeitsverhältnissen / Pensionen, beendet. Die Änderungen betreffen neben der Abschaffung der aufgeschobenen Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste (sogenannte Korridormethode), die Bewertung von Änderungen der Nettoverbindlichkeit/-vermögenswerte aus leistungsorientierten Vergütungsplänen sowie die Erfassung von Planänderungen und -kürzungen und erfordern Zusatzangaben zu Merkmalen und Risiken aus leistungsorientierten Plänen. Außerdem wurde in IAS 19 die Behandlung von Abfindungsleistungen, insbesondere in Bezug auf den Zeitpunkt, zu dem ein Unternehmen eine Schuld für Abfindungsleistungen ansetzt, geändert. Der überarbeitete IAS 19 ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, erstmals verpflichtend anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Übernahme in EU-Recht ist noch nicht erfolgt. Mögliche Auswirkungen auf den HOCHTIEF-Konzern werden derzeit geprüft. Ergänzungen zu IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" und IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben": Am 16. Dezember 2011 hat der IASB eine Klarstellung einiger Details in Bezug auf die Saldierung von Finanzaktiva mit -passiva sowie diesbezüglicher ergänzender Zusatzangaben veröffentlicht. Der IASB beabsichtigt mit der Klarstellung keine Änderung des bestehenden Saldierungsprinzips in IAS 32. Als ergänzende Pflichtangabe sind künftig Brutto- und Nettobeträge aus der bilanziellen Saldierung sowie Beträge für bestehende Saldierungsrechte, die allerdings nicht den bilanziellen Saldierungskriterien genügen, in tabellarischer Form anzugeben. Die geänderten Regelungen sind verpflichtend und rückwirkend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 (Zusatzangaben) beziehungsweise 2014 (Klarstellungen) beginnen. Die Übernahme des Standards durch die EU ist noch nicht erfolgt. Mögliche Auswirkungen auf den HOCHTIEF-Konzern werden voraussichtlich erweiterte Anhangangaben sein. IFRIC 20 "Stripping Costs in the Production Phase of a Surface Mine": Der IASB hat am 21. Oktober 2011 diese Interpretation veröffentlicht, die die Bilanzierung von Aufwendungen im Zusammenhang mit der Abraumbeseitigung während der Produktionsphase im Tagebergbau regelt. Es wird klargestellt, unter welchen Voraussetzungen ein Vermögenswert für entsprechende Abraumbeseitigungsmaßnahmen anzusetzen und wie die Bewertung beim Zugang und in Folgeperioden vorzunehmen ist. Die Regelungen sind erstmals für am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnende Geschäftsjahre anzuwenden, wobei eine freiwillige frühere Anwendung möglich ist. Die Übernahme der Interpretation in EU-Recht ist noch nicht erfolgt. Mögliche Auswirkungen auf den HOCHTIEF-Konzern werden derzeit geprüft. Wesentliche Auswirkungen auf den HOCHTIEF-Konzernabschluss werden jedoch nicht erwartet. Bei den nachfolgenden Standards und Interpretationen, die 2011 noch nicht anwendbar sind, wird erwartet, dass sie zukünftig keine wesentlichen Auswirkungen auf den HOCHTIEF-Konzernabschluss haben werden:
Erläuterung der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung1. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse in Höhe von 23.282.237 Tsd. Euro (Vorjahr 20.159.286 Tsd. Euro) beinhalten zum einen realisierte Auftragswerte aus der Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode beim klassischen Baugeschäft, Construction-Management und Contract-Mining und zum anderen Lieferungen und Leistungen an Arbeitsgemeinschaften sowie anteilig übernommene Ergebnisse aus Arbeitsgemeinschaften und sonstige Leistungen. Des Weiteren werden in dieser Position Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen, wie Bauplanung, Logistik, Asset-Management, Facility-Management, Property-Management, Energy-Management sowie Versicherungs- und Konzessionsgeschäft, ausgewiesen. Die Umsatzerlöse aus der Percentage-of-Completion-Methode betragen insgesamt 20.620.967 Tsd. Euro (Vorjahr 17.483.708 Tsd. Euro). Da die Umsatzerlöse nur ein unvollständiges Bild der im Geschäftsjahr erbrachten Leistung* wiedergeben, wird ergänzend die gesamte Leistung des Konzerns dargestellt, die auch die anteilige Leistung der Arbeitsgemeinschaften enthält. Die einzelnen Divisions haben zur Gesamtleistung des Konzerns wie folgt beigetragen: scroll
2. Sonstige betriebliche Erträgescroll
Die Erträge aus Entkonsolidierungen entfallen im Geschäftsjahr insbesondere auf die Division HOCHTIEF Asia Pacific und betreffen im Wesentlichen Henry Walker Eltin. Im Vorjahr sind hier in Höhe von 117.410 Tsd. Euro Erträge aus der Marktbewertung von verbleibenden Anteilen ausgewiesen. Die Erträge aus Zuschreibungen entfallen mit 3.162 Tsd. Euro (Vorjahr 25.036 Tsd. Euro) auf die Wertaufholung abgewerteter Forderungen. Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem Erträge aus Vermietung und Verpachtung, aus Versicherungsentschädigungen sowie aus der Marktbewertung von Derivaten. Im Geschäftsjahr sind des Weiteren in der Division HOCHTIEF Asia Pacific Erträge aus einer Erstkonsolidierung in Höhe von 75.179 Tsd. Euro enthalten. 3. Materialaufwandscroll
4. Personalaufwandscroll
Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen 298.045 Tsd. Euro (Vorjahr 219.550 Tsd. Euro). Sie betreffen im Wesentlichen die im Geschäftsjahr erdienten Versorgungsansprüche aus leistungsorientierten Pensionsplänen und die Zahlungen an beitragsorientierte Versorgungssysteme. Die Zahlungen an staatliche Rentenversicherungsträger sind in den sozialen Abgaben enthalten. Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt)scroll
Durchschnittlich wurden 395 Mitarbeiter (Vorjahr 465 Mitarbeiter) zu ihrer Berufsausbildung beschäftigt. 5. Abschreibungenscroll
Im Geschäftsjahr wurden keine Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte (Vorjahr 250 Tsd. Euro) vorgenommen. Sachanlagen wurden in Höhe von zwölf Tsd. Euro (Vorjahr 2.417 Tsd. Euro) sowie Investment Properties in Höhe von 166 Tsd. Euro (Vorjahr - Tsd. Euro) wertgemindert. 6. Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
Der Versicherungsaufwand betrifft überwiegend die Absicherung von projektbezogenen Risiken in der Turner-Gruppe. Hierbei wird durch Zusammenführen von Versicherungsleistungen von Turner und anderen Projektbeteiligten, wie Lieferanten und Kunden, die Minimierung der aus der Projektabwicklung resultierenden Risiken für Turner sowie für die Kunden erreicht. Den Versicherungsaufwendungen stehen entsprechende im Umsatz ausgewiesene Erlöse gegenüber. Die Aufwendungen aus Derivaten resultieren insbesondere aus der Bewertung gegebener Eigenkapitalgarantien sowie einer Reklassifikation im Zusammenhang mit der Absicherung eines künftigen Anteilserwerbs in der Division HOCHTIEF Asia Pacific. Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Kosten der Auftragsabwicklung, Sachkosten der Verwaltung, Jahresabschlusskosten, Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und weitere, nicht an anderer Stelle auszuweisende Aufwendungen. Sonstige Steuern sind hier mit 33.020 Tsd. Euro (Vorjahr 24.565 Tsd. Euro) enthalten. Im Berichtsjahr wurden einschließlich Personal- und Materialaufwendungen insgesamt 5.191 Tsd. Euro (Vorjahr 4.886 Tsd. Euro) für unternehmensübergreifende Forschungs- und Entwicklungsprojekte des zentralen Innovationsmanagements aufgewendet. 7. BeteiligungsergebnisIm Beteiligungsergebnis werden sämtliche Erträge und Aufwendungen gezeigt, die im Zusammenhang mit at Equity bewerteten Finanzanlagen und mit Beteiligungen entstanden sind. Das Beteiligungsergebnis setzt sich im Einzelnen wie folgt zusammen: scroll
Die Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, entfallen mit -268.471 Tsd. Euro (Vorjahr -43.524 Tsd. Euro) auf assoziierte Unternehmen und mit -381.423 Tsd. Euro (Vorjahr 233.344 Tsd. Euro) auf Gemeinschaftsunternehmen. Ein negativer Ergebnisbeitrag in Höhe von -820.428 Tsd. Euro (Vorjahr Gewinnanteile 53.023 Tsd. Euro) betrifft die Division HOCHTIEF Asia Pacific, insbesondere das Gemeinschaftsprojekt "Victorian Desalination Plant". Dem gegenüber stehen mit 85.867 Tsd. Euro (Vorjahr 61.784 Tsd. Euro) die Gewinnanteile der Division HOCHTIEF Concessions. In den Gewinn- und Verlustanteilen an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen sind Wertminderungen in Höhe von 193.159 Tsd. Euro (Vorjahr 70.259 Tsd. Euro) enthalten. Diese betreffen assoziierte Unternehmen in der Division HOCHTIEF Asia Pacific, im Wesentlichen die Habtoor Leighton Group. Das Ergebnis aus übrigen Beteiligungen enthält mit 34.740 Tsd. Euro (Vorjahr 33.142 Tsd. Euro) die Ausschüttungen der Southern Cross Airports Corporation Holdings Ltd. aus der Flughafenbeteiligung Sydney, die innerhalb der "Zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte" ausgewiesen wird. Die Wertminderungen im Ergebnis aus übrigen Beteiligungen betreffen mit 1.174 Tsd. Euro (Vorjahr 13.398 Tsd. Euro) Beteiligungen von Leighton Holdings. Die zu Anschaffungskosten - unter Berücksichtigung von Wertminderungen - bewerteten Beteiligungen, die im Geschäftsjahr abgegangen sind, hatten einen Buchwert von 545 Tsd. Euro (Vorjahr 129 Tsd. Euro). Aus den Abgängen des Geschäftsjahres resultierte ein Veräußerungsgewinn in Höhe von 10.291 Tsd. Euro (Vorjahr 15 Tsd. Euro). Zum Abschlussstichtag bestehen keine weiteren Verkaufsabsichten von zu Anschaffungskosten bewerteten Beteiligungen. 8. Finanzergebnisscroll
Zinsen und ähnliche Erträge beziehungsweise Aufwendungen enthalten alle Zinserträge aus Liquiditätsanlagen, verzinslichen Wertpapieren und sonstigen Ausleihungen sowie sämtliche Zinsaufwendungen. Zu den Zinsen und ähnlichen Erträgen zählen darüber hinaus alle Gewinnanteile und Dividenden aus lang- und kurzfristigen Wertpapieren. Per Saldo ergibt sich hieraus ein Zinsergebnis in Höhe von -173.654 Tsd. Euro (Vorjahr -178.954 Tsd. Euro). Im Geschäftsjahr wurden für nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente Zinserträge in Höhe von 70.058 Tsd. Euro (Vorjahr 59.959 Tsd. Euro) erzielt. Zinsaufwendungen fielen für nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente in Höhe von 249.247 Tsd. Euro (Vorjahr 245.847 Tsd. Euro) an. Die Zinsanteile an Zuführungen zu Pensionsverpflichtungen in Höhe von 3.445 Tsd. Euro (Vorjahr 2.582 Tsd. Euro) enthalten die jährlichen Aufzinsungsbeträge im Zusammenhang mit der Barwertfortschreibung der langfristigen Pensionsverpflichtungen in Höhe von 42.217 Tsd. Euro (Vorjahr 43.937 Tsd. Euro), saldiert mit den erwarteten Erträgen aus Planvermögen in Höhe von 45.662 Tsd. Euro (Vorjahr 46.519 Tsd. Euro). Finanzerträge und -aufwendungen, die nicht den Zinsen und ähnlichen Erträgen beziehungsweise Aufwendungen oder den Zinsanteilen an Zuführungen zu langfristigen Rückstellungen zugeordnet werden können, werden unter den anderen Finanzerträgen oder den anderen Finanzaufwendungen ausgewiesen. Darunter fallen vor allem Erträge und Aufwendungen aus der Veräußerung von Wertpapieren, aus Finanzderivaten sowie Aufwendungen aus Wertminderungen von Wertpapieren. 9. Ertragsteuernscroll
In den tatsächlichen Ertragsteuern sind per Saldo Erträge in Höhe von 355 Tsd. Euro (Vorjahr Aufwendungen in Höhe von 302 Tsd. Euro) enthalten, die vorangegangene Perioden betreffen. Der Ertragsteueraufwand entwickelt sich aus dem theoretischen Steueraufwand. Dabei wird - wie im Vorjahr - ein Steuersatz in Höhe von 31,5 Prozent auf das Ergebnis vor Steuern angewendet: scroll
Der Steuereffekt auf die Equity-Bewertung betrifft im Wesentlichen die Division HOCHTIEF Asia Pacific. Die Position "Sonstiges" enthält im Wesentlichen die Auflösung einer bei Leighton Holdings gebildeten Rückstellung. Diese wurde gebildet, da das Risiko bestand, erhaltene Steuervergünstigungen im Zusammenhang mit Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen an die Steuerbehörde zurückzahlen zu müssen. Dieses Rückzahlungsrisiko ist im Berichtszeitraum entfallen. Auf im Berichtsjahr entstandene steuerliche Verluste in Deutschland sind aus Vorsichtsgründen - wie im Vorjahr -keine latenten Steuern aktiviert worden. 10. Anteile anderer GesellschafterDie Anteile anderer Gesellschafter in Höhe von -7.603 Tsd. Euro (Vorjahr 258.248 Tsd. Euro) betreffen mit 80.491 Tsd. Euro (Vorjahr 260.975 Tsd. Euro) Gewinnanteile - im Wesentlichen mit 34.157 Tsd. Euro (Vorjahr 33.717 Tsd. Euro) den Fremdanteil der Flughafengesellschaften sowie mit 26.650 Tsd. Euro (Vorjahr 30.504 Tsd. Euro) den Fremdanteil der HOCHTIEF Solutions Middle East Qatar - und mit 88.094 Tsd. Euro Verlustanteile (Vorjahr 2.727 Tsd. Euro) - im Wesentlichen mit 85.187 Tsd. Euro den Fremdanteil der Leighton-Gruppe (Vorjahr Gewinnanteile in Höhe von 167.480 Tsd. Euro). Erläuterung der Konzernbilanz11. Immaterielle VermögenswerteDie Aufgliederung der in der Konzernbilanz zusammengefassten Anlageposition "Immaterielle Vermögenswerte" und ihre Entwicklung stellen sich im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr wie folgt dar: scroll
In den immateriellen Vermögenswerten sind aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 1.901 Tsd. Euro (Vorjahr 2.590 Tsd. Euro) enthalten. Im Berichtsjahr wurden auf immaterielle Vermögenswerte keine Wertminderungen (Vorjahr 250 Tsd. Euro) vorgenommen. Die immateriellen Vermögenswerte enthalten mit 25.341 Tsd. Euro (Vorjahr 24.538 Tsd. Euro) den Wert des bei der Erstkonsolidierung der Turner-Gruppe in der Division HOCHTIEF Americas aktivierten Firmennamens "Turner". Darüber hinaus sind ebenfalls in dieser Division die Firmennamen "Flatiron" in Höhe von 2.860 Tsd. Euro (Vorjahr 2.769 Tsd. Euro) sowie "E.E. Cruz" in Höhe von 2.628 Tsd. Euro (Vorjahr 2.545 Tsd. Euro) bilanziert. Die Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr sind auf die Währungsanpassung zurückzuführen. Aus der im Geschäftsjahr erfolgten Erstkonsolidierung der Devine Limited in der Division HOCHTIEF Asia Pacific resultiert ein weiterer aktivierter Firmenname in Höhe von 18.864 Tsd. Euro. Die Firmennamen werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einmal jährlich sowie zusätzlich bei Vorliegen bestimmter, auf eine mögliche Wertminderung hindeutender Indikatoren einem Werthaltigkeitstest in Analogie zum unten beschriebenen entsprechenden Test für Geschäfts- oder Firmenwerte gemäß IAS 36 unterzogen. Wie im Vorjahr ergab sich kein Wertminderungsbedarf. Mit 16.505 Tsd. Euro (Vorjahr 18.007 Tsd. Euro) betreffen die immateriellen Vermögenswerte eine Konzession für ein Autobahnprojekt in Santiago de Chile. Die Konzession ist an die Verpflichtung zum Bau einer Autobahn mit Mautsystem geknüpft und wird seit der Inbetriebnahme im Jahr 2006 über eine erwartete Nutzungsdauer von 27 Jahren leistungsbezogen, das heißt entsprechend dem erwarteten Verkehrsaufkommen, abgeschrieben. Nach Ende der Nutzungsdauer im Jahr 2033 ist die Autobahn an den chilenischen Staat zurückzugeben. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist insbesondere auf die Währungsanpassung zurückzuführen. Die im Rahmen der Erstkonsolidierung aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte von vollkonsolidierten Gesellschaften sind zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf Segmentebene zugeordnet worden, um die nachfolgend beschriebenen Werthaltigkeitstests durchzuführen. Die Zuordnung erfolgte entsprechend der Segmentberichterstattung zu den einzelnen Divisions. Die jährliche Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte auf Ebene der Segmente (Divisions) wird bei HOCHTIEF jeweils im vierten Quartal eines Geschäftsjahres durchgeführt. Im Rahmen der Werthaltigkeitstests wird der erzielbare Betrag einer Division mit deren Buchwert verglichen. Die erzielbaren Beträge der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten HOCHTIEF Americas, HOCHTIEF Concessions und HOCHTIEF Europe werden anhand ihres individuellen Nutzungswerts bestimmt. Dieser entspricht dem Barwert der zukünftigen Cashflows, die voraussichtlich aus einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit erzielt werden können. Der Nutzungswert wird auf der Grundlage eines Unternehmensbewertungsmodells (Discounted-Cashflow-Methode) ermittelt, wobei dieser aus unternehmensinterner Sicht bestimmt wird. Der Bestimmung liegen Cashflow-Planungen zugrunde, die grundsätzlich auf der vom Vorstand genehmigten und im Zeitpunkt der Durchführung des Werthaltigkeitstests gültigen Planung für eine Detailperiode von drei Jahren basieren. In diese Planung fließen Erfahrungen ebenso wie Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Marktentwicklung ein. Für den sich anschließenden Zeitraum werden gleichbleibende Cashflows angesetzt. Die Kapitalkostensätze basieren auf dem Konzept der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (WACC). Es erfolgt zunächst eine Nach-Steuer-Berechnung des Nutzungswerts durch Diskontierung der Cashflows mit einem für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit separat ermittelten Kapitalkostensatz nach Steuern. Im Anschluss wird der Diskontierungssatz vor Steuern für Zwecke der Anhangangaben iterativ ermittelt. Die im Rahmen der Werthaltigkeitstests verwendeten Diskontierungssätze für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten liegen vor Steuern zwischen 10,9 und 11,6 Prozent (Vorjahr zwischen 8,9 und 11,5 Prozent). Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit HOCHTIEF Asia Pacific wird anhand des beizulegenden Zeitwerts, der aus dem Börsenwert von Leighton Holdings abgeleitet wird, bestimmt. Ein Vergleich der erzielbaren Beträge der Divisions mit deren Buchwerten ergab - wie im Vorjahr - keinen Abwertungsbedarf für Geschäfts- oder Firmenwerte. Im Geschäftsjahr 2011 veränderten sich die Geschäfts- oder Firmenwerte der einzelnen Divisions wie folgt: scroll
12. Sachanlagenscroll
Das Sachanlagevermögen enthält mit 410.571 Tsd. Euro (Vorjahr 222.170 Tsd. Euro) Vermögenswerte, die im Rahmen von Finanzierungsleasing genutzt werden; sie betreffen im Wesentlichen technische Anlagen und Maschinen bei Leighton Holdings. Sachanlagen wurden im Berichtsjahr in Höhe von zwölf Tsd. Euro (Vorjahr 2.417 Tsd. Euro) wertgemindert. Die Sachanlagen unterliegen Verfügungsbeschränkungen in Höhe von 58 Tsd. Euro (Vorjahr - Tsd. Euro). 13. Investment Propertiesscroll
Investment Properties wurden in Höhe von 166 Tsd. Euro (Vorjahr - Tsd. Euro) wertgemindert. Zum 31. Dezember 2011 beträgt der beizulegende Zeitwert der Investment Properties 34.064 Tsd. Euro (Vorjahr 38.989 Tsd. Euro). Er wird nach international anerkannten Bewertungsmethoden ermittelt, wie durch die Ableitung aus dem aktuellen Marktpreis vergleichbarer Immobilien oder die Discounted-Cashflow-Methode. Vom beizulegenden Zeitwert entfallen 9.958 Tsd. Euro (Vorjahr 14.547 Tsd. Euro) auf eine Bewertung durch konzernexterne, unabhängige Gutachter. Die Mieterlöse aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien beliefen sich im Berichtsjahr auf 1.258 Tsd. Euro (Vorjahr 1.475 Tsd. Euro). Von den direkten betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 2.721 Tsd. Euro (Vorjahr 2.524 Tsd. Euro) entfielen 866 Tsd. Euro (Vorjahr 953 Tsd. Euro) auf vermietete und 1.855 Tsd. Euro (Vorjahr 1.571 Tsd. Euro) auf nicht vermietete Investment Properties. Investment Properties unterliegen - wie im Vorjahr - keinen Verfügungsbeschränkungen. 14. At Equity bewertete Finanzanlagenscroll
Der Rückgang der at Equity bewerteten Finanzanlagen resultiert im Wesentlichen aus der Umgliederung von Flughafenbeteiligungen in "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte". Dies betrifft die Flughafenbeteiligungen Athen, Budapest und Hamburg (assoziierte Unternehmen) sowie Düsseldorf und Tirana (Gemeinschaftsunternehmen). Assoziierte UnternehmenDie folgenden Übersichten zeigen die wesentlichen anteiligen Posten der Bilanzen sowie der Gewinn- und Verlustrechnungen der at Equity bewerteten assoziierten Unternehmen: scroll
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Zum 31. Dezember 2011 beträgt der beizulegende Zeitwert von at Equity bewerteten assoziierten Unternehmen, für die öffentlich notierte Marktpreise vorliegen, 162.189 Tsd. Euro (Vorjahr 239.192 Tsd. Euro). In dem Ergebnis aus at Equity bewerteten assoziierten Unternehmen sind Wertminderungen in Höhe von 193.159 Tsd. Euro (Vorjahr 70.259 Tsd. Euro) enthalten. Diese betreffen assoziierte Unternehmen in der Division HOCHTIEF Asia Pacific, insbesondere die Habtoor Leighton Group. Im Geschäftsjahr besteht keine Verfügungsbeschränkung auf Anteile an assoziierten Unternehmen (Vorjahr 643.648 Tsd. Euro). Die wesentlichen assoziierten Unternehmen des HOCHTIEF-Konzerns: scroll
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Bilanzausweis erfolgt innerhalb "Zur Veräußerung
gehaltene Vermögenswerte". GemeinschaftsunternehmenIm Folgenden werden die anteiligen Posten der Bilanzen sowie der Gewinn- und Verlustrechnungen der Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, dargestellt: scroll
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In dem Ergebnis aus at Equity bewerteten Gemeinschaftsunternehmen sind - wie im Vorjahr - keine Wertminderungen enthalten. Anteile an Gemeinschaftsunternehmen sind in Höhe von 1.442 Tsd. Euro (Vorjahr 1.010 Tsd. Euro) verpfändet. Die wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen des HOCHTIEF-Konzerns: scroll
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Bilanzausweis erfolgt innerhalb "Zur Veräußerung
gehaltene Vermögenswerte". 15. Übrige Finanzanlagenscroll
Die nicht konsolidierten Tochterunternehmen wurden im Geschäftsjahr in Höhe von 1.040 Tsd. Euro (Vorjahr 2.394 Tsd. Euro), die übrigen Beteiligungen in Höhe von 1.174 Tsd. Euro (Vorjahr 13.399 Tsd. Euro) wertgemindert. Die im Vorjahr mit 398.914 Tsd. Euro in den übrigen Beteiligungen ausgewiesenen Anteile am Flughafen Sydney sind in "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" umgegliedert worden. Die langfristigen Wertpapiere unterliegen - wie im Vorjahr -keinen Verfügungsbeschränkungen. Sie gehören zur Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbar" und werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. 16. Finanzforderungenscroll
Die Ausleihungen an nicht konsolidierte Tochterunternehmen und an Beteiligungen enthalten in Höhe von 380.993 Tsd. Euro (Vorjahr 86.785 Tsd. Euro) eine Ausleihung an die Habtoor Leighton Group sowie in Höhe von 142.010 Tsd. Euro (Vorjahr 174.389 Tsd. Euro) Ausleihungen in Verbindung mit der im Jahr 2007 erfolgten Akquisition der aurelis Real Estate. Die im Vorjahr in Höhe von 143.944 Tsd. Euro enthaltenen Ausleihungen im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile am Flughafen Budapest wurden im Geschäftsjahr in "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" umgegliedert. Gegenüber Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, bestehen Forderungen in Höhe von 647.829 Tsd. Euro (Vorjahr 554.917 Tsd. Euro). In den übrigen Finanzforderungen sind Forderungen aus Finanzierungsleasing in Höhe von 3.177 Tsd. Euro (Vorjahr 3.779 Tsd. Euro) enthalten. Diese setzen sich wie folgt zusammen: Forderungen aus Finanzierungsleasingscroll
17. Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswertescroll
Die Rechnungsabgrenzungsposten ergeben sich durch Versicherungsprämien und Vorauszahlungen für Mieten sowie durch Vorauszahlungen für Wartungs- und Serviceleistungen. Des Weiteren sind hier Provisionen enthalten, die die HOCHTIEF-Versicherungsgesellschaften für Vertragsabschlüsse an die Erstversicherer gezahlt haben. Sie werden über die jeweilige Vertragslaufzeit aufgelöst. Die übrigen sonstigen Vermögenswerte unterliegen in der Division HOCHTIEF Asia Pacific mit 171.786 Tsd. Euro (Vorjahr - Tsd. Euro) Verfügungsbeschränkungen. 18. Latente SteuernDie aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich wie folgt: scroll
Aktive und passive latente Steuern sind je Gesellschaft beziehungsweise Organkreis miteinander saldiert worden. Im Bruttobetrag der aktiven latenten Steuern von 544.730 Tsd. Euro (Vorjahr 513.470 Tsd. Euro) sind folgende aktivierte Steuerminderungsansprüche enthalten, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben: scroll
Die Nutzung dieser Verlustvorträge ist mit ausreichender Sicherheit gewährleistet. Auf im Berichtsjahr entstandene steuerliche Verluste in Deutschland sind aus Vorsichtsgründen - wie im Vorjahr - keine latenten Steuern aktiviert worden. Die Beträge der körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge, für die keine latenten Steueransprüche angesetzt wurden, belaufen sich auf 833.521 Tsd. Euro (Vorjahr 992.952 Tsd. Euro) und 1.044.718 Tsd. Euro (Vorjahr 1.236.705 Tsd. Euro). Aufgrund der im Geschäftsjahr von ACS vorgenommenen Anteilszukäufe sowie der Anteilskäufe seit 2008 sind gemäß § 8c KStG körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Deutschland im Umfang von 27,6 Prozent entfallen. Auf die untergegangenen Verlustvortragsbestandteile wurden in der Vergangenheit keine latenten Steuern aktiviert. Latente Steuern werden für alle abzugsfähigen temporären Differenzen aktiviert, wenn voraussichtlich künftig steuerpflichtiges Einkommen zu deren Realisierung verfügbar sein wird. Die passiven latenten Steuern in Höhe von brutto 348.767 Tsd. Euro (Vorjahr 318.920 Tsd. Euro) sind ausschließlich auf zu versteuernde temporäre Differenzen zurückzuführen, die sich im Wesentlichen aus der Anpassung an konzerneinheitliche IFRS-Bewertungsgrundsätze ergeben. Im Berichtsjahr sind 4.575 Tsd. Euro (Vorjahr 24.961 Tsd. Euro) latente Steuern aus der Umrechnung ausländischer Abschlüsse und -25.364 Tsd. Euro (Vorjahr 598 Tsd. Euro) aus der erfolgsneutralen Bewertung von originären und derivativen Finanzinstrumenten im Eigenkapital erfasst worden. Aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten wurden latente Steuern in Höhe von 24.072 Tsd. Euro (Vorjahr 20.022 Tsd. Euro) erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Zum Bilanzstichtag betrug der erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Bestand der latenten Steuern aus der erfolgsneutralen Bewertung von Finanzinstrumenten 13.396 Tsd. Euro (Vorjahr 38.760 Tsd. Euro) und aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten 96.858 Tsd. Euro (Vorjahr 72.786 Tsd. Euro). 19. Vorrätescroll
Gemäß IAS 23 wurden unter den unfertigen Leistungen Fremdkapitalkosten in Höhe von 10.467 Tsd. Euro (Vorjahr 8.576 Tsd. Euro) aktiviert. Bei der Ermittlung der Fremdkapitalkosten wurden Zinssätze zwischen 1,2 und 12,1 Prozent (Vorjahr 1,2 und 8,1 Prozent) zugrunde gelegt. Die unter den unfertigen Leistungen und Erzeugnissen ausgewiesenen Immobilien aus Projektentwicklungen unterliegen in Höhe von 581.030 Tsd. Euro (Vorjahr 436.282 Tsd. Euro) Verfügungsbeschränkungen. 20. Forderungen aus Lieferungen und Leistungenscroll
Bei dem Saldo aus Forderungen aus PoC und erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 2.247.522 Tsd. Euro (Vorjahr 1.781.292 Tsd. Euro) werden diejenigen kundenspezifischen Fertigungsaufträge ausgewiesen, bei denen die angefallenen Herstellungskosten einschließlich Gewinnanteilen die erhaltenen Anzahlungen übersteigen. Die Summe der aktivisch und passivisch unter den Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten aus PoC ausgewiesenen Herstellungskosten einschließlich Gewinnanteilen für Fertigungsaufträge beläuft sich auf 5.374.957 Tsd. Euro (Vorjahr 4.383.209 Tsd. Euro). Im Geschäftsjahr wurden insgesamt 3.530.132 Tsd. Euro (Vorjahr 3.147.753 Tsd. Euro) erhaltene Anzahlungen bei den Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten aus PoC verrechnet. Bei vollkonsolidierten Gesellschaften des HOCHTIEF-Konzerns bestehen Dienstleistungslizenzen oder ähnliche Genehmigungen. Diese werden hauptsächlich als finanzielle Vermögenswerte bilanziert und unter den Forderungen aus PoC ausgewiesen. Bei diesen Dienstleistungslizenzen aus dem Geschäftsfeld Soziale Infrastruktur / Öffentlicher Hochbau handelt es sich um Vereinbarungen zur Errichtung und Modernisierung sowie zum Betrieb und zur Instandhaltung von Schulen beziehungsweise öffentlichen Gebäuden. Die Bau- und Ausbauleistungen verlaufen planmäßig. Bei Umsatzerlösen in Höhe von 64.947 Tsd. Euro (Vorjahr 45.802 Tsd. Euro) wurde ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt. Die Gesellschaften des HOCHTIEF-Konzerns sind zur Erfüllung ihrer Aufgaben aus den Dienstleistungslizenzen entsprechend verpflichtet und zu diesem Zweck mit den dazu jeweils erforderlichen Rechten ausgestattet. Zum Ende der Konzessionslaufzeit gehen die Dienstleistungsobjekte in den Besitz der öffentlichen Hand als Auftraggeber zurück. Die öffentliche Hand bleibt während der gesamten Konzessionslaufzeit in der Regel die Eigentümerin der mit den Dienstleistungslizenzen verbundenen Vermögenswerte. Bei den Dienstleistungslizenzen bestehen Kündigungsoptionen lediglich aus wichtigem Grund. Bei einzelnen Vereinbarungen bestehen Verlängerungsoptionen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten vertragliche Einbehalte in Höhe von 332.333 Tsd. Euro (Vorjahr 358.881 Tsd. Euro). Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Immobilien aus Projektentwicklungen unterliegen in Höhe von 273.968 Tsd. Euro (Vorjahr 128.804 Tsd. Euro) Verfügungsbeschränkungen. Gegenüber Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, bestehen Forderungen in Höhe von 9.667 Tsd. Euro (Vorjahr 18.475 Tsd. Euro). 21. ErtragsteueransprücheBei den Ertragsteueransprüchen in Höhe von 124.194 Tsd. Euro (Vorjahr 99.058 Tsd. Euro) handelt es sich um Forderungen gegenüber in- und ausländischen Finanzbehörden. 22. WertpapiereBei den kurzfristigen Wertpapieren in Höhe von 392.831 Tsd. Euro (Vorjahr 937.640 Tsd. Euro) handelt es sich im Wesentlichen um in Spezialfonds gehaltene Wertpapiere sowie festverzinsliche Titel mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von mehr als drei Monaten, für die keine dauerhafte Halteabsicht besteht. Der Rückgang ist insbesondere auf im Geschäftsjahr erfolgte Veräußerungen von Wertpapieren zur Optimierung der Finanzstruktur zurückzuführen. Die kurzfristigen Wertpapiere gehören ausschließlich zur Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbar". Die Bewertung erfolgt zu beizulegenden Zeitwerten, wodurch sich der Bilanzansatz um 10.848 Tsd. Euro (Vorjahr 24.304 Tsd. Euro) vermindert hat. Die kurzfristigen Wertpapiere sind in Höhe von 22.683 Tsd. Euro (Vorjahr 23.004 Tsd. Euro) als Sicherheiten für die Ansprüche von Mitarbeitern aus Altersteilzeit verpfändet. Des Weiteren sind kurzfristige Wertpapiere in Höhe von 232.078 Tsd. Euro (Vorjahr - Tsd. Euro) verfügungsbeschränkt. Außerhalb der extern gemanagten Anlagen werden in der Direktanlage ausschließlich Anleihen erstklassiger Emittenten* gekauft und durch eine breite Diversifizierung Konzentrationsrisiken in Bezug auf einzelne Emittenten strikt vermieden. 23. Flüssige MittelFlüssige Mittel in Höhe von 2.264.821 Tsd. Euro (Vorjahr 2.451.057 Tsd. Euro) bestehen als Kassenbestände, als Guthaben bei Kreditinstituten sowie als kurzfristig veräußerbare Wertpapiere mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von bis zu drei Monaten. Die flüssigen Mittel unterliegen Verfügungsbeschränkungen in Höhe von 85.212 Tsd. Euro (Vorjahr 7.464 Tsd. Euro). 24. EigenkapitalDie Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals ist auf Seite 147 dargestellt. Das gezeichnete Kapital der HOCHTIEF Aktiengesellschaft wurde durch die Ausgabe von 6 999 999 Aktien im Dezember 2010 auf 76 999 999 nennwertlose Stückaktien erhöht und beläuft sich auf 197.120 Tsd. Euro. Der auf die einzelne Aktie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals beträgt 2,56 Euro. Die Kapitalrücklage enthält das Aufgeld aus der Ausgabe von Aktien durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. Es ist dem Vorstand nicht bekannt, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben. Gesetzliche Vorschriften über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung finden sich in den §§ 84, 85 AktG beziehungsweise §§ 179, 133 AktG. Nach § 7 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand mindestens aus drei Personen. § 23 Abs. 1 der Satzung bestimmt, dass die Beschlüsse der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst werden, sofern nicht das Gesetz zwingend etwas anderes bestimmt. Soweit das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals verlangt, genügt nach § 23 Abs. 3 der Satzung die einfache Mehrheit, sofern nicht zwingend eine andere Mehrheit vorgeschrieben ist. Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital bis zum 10. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und /oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals um bis zu insgesamt 35.840 Tsd. Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Ein entsprechendes genehmigtes Kapital II in Höhe von 23.296 Tsd. Euro mit einer Laufzeit bis zum 11. Mai 2016 besteht gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung. Die weiteren Einzelheiten ergeben sich aus den vorgenannten Satzungsbestimmungen. Das Grundkapital der Gesellschaft ist gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung um bis zu 49.280 Tsd. Euro, eingeteilt in bis zu Stück 19 250 000 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung. Ermächtigung zum Aktienrückkauf: Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2011 ist die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt worden, eigene Aktien zu erwerben. Diese Ermächtigung gilt bis zum 11. November 2012. Sie ist insgesamt auf einen Anteil von zehn Prozent des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals beschränkt, wobei eigene Aktien in einem Umfang von höchstens fünf Prozent des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals durch den Einsatz von Call-Optionen erworben werden dürfen. Die Ermächtigung kann unmittelbar durch die Gesellschaft oder durch ein von der Gesellschaft abhängiges oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen oder durch von der Gesellschaft oder von der Gesellschaft abhängige oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehende Unternehmen beauftragte Dritte ausgeübt werden und erlaubt den Erwerb eigener Aktien im ganzen Umfang oder in Teilbeträgen sowie den einmaligen oder mehrmaligen Erwerb. Der Erwerb eigener Aktien kann über die Börse oder mittels eines an sämtliche Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder durch die Ausgabe von Andienungsrechten an die Aktionäre oder durch den Einsatz von Call-Optionen erfolgen. Die Bedingungen für den Erwerb werden im Beschluss weiter spezifiziert. Der Vorstand ist durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2011 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bei einer Veräußerung erworbener eigener Aktien durch ein Angebot an alle Aktionäre den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem ihrer nachgeordneten Konzernunternehmen eventuell ausgegebenen Options- und /oder Wandelanleihen ein Bezugsrecht auf die Aktien zu gewähren. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, erworbene eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an sämtliche Aktionäre zu veräußern, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist ferner unter den nachstehenden Voraussetzungen ermächtigt, erworbene eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats Dritten in anderer Weise als über die Börse oder mittels Angebot an sämtliche Aktionäre anzubieten und zu übertragen. Dies kann im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen daran oder von Unternehmensteilen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen geschehen. Dies ist außerdem zulässig zur Einführung von Aktien der Gesellschaft an ausländischen Börsen, an denen sie bisher nicht zum Handel zugelassen sind. Außerdem dürfen die Aktien Personen zum Erwerb angeboten werden, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen stehen oder standen. Außerdem dürfen die Aktien den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft gemäß der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 12. Mai 2011 (TOP 8) begebenen Schuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Options- und / oder Wandlungsrechte und / oder -pflichten gewährt werden. Weiterhin dürfen die Aktien Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft und Mitgliedern von Vorständen und Geschäftsführungen der von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG sowie Personen, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG stehen, mit der Verpflichtung übertragen werden, sie für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren seit der Übertragung zu halten. Eine solche Übertragung ist nur zulässig, um bestehende Ansprüche des Übertragungsempfängers auf variable Vergütung an Erfüllungs statt zu tilgen. Die weiteren Bedingungen der Übertragung werden im Beschluss weiter spezifiziert. Im Fall der Ausgabe der Aktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft entscheidet allein der Aufsichtsrat der Gesellschaft über die Ausgabe. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8, 186 Abs. 3 und 4 AktG insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß der vorstehenden Ermächtigung verwendet werden. Weiterhin wird der Vorstand ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats einzuziehen, ohne dass die Einziehung und ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedürfen. Die Bedingungen der Bezugsrechtsgewährung, Veräußerung, Übertragung beziehungsweise Einziehung der eigenen Aktien werden in dem Beschluss der Hauptversammlung weiter spezifiziert. Zum 31. Dezember 2011 ergibt sich für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ein Bestand an eigenen Aktien im Sinne von § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG von insgesamt 3 421 735 Stück. Diese Aktien wurden im Laufe des Geschäftsjahres 2008 für die in dem Hauptversammlungsbeschluss vom 8. Mai 2008 genannten Zwecke erworben. Der auf diese eigenen Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 8.759.642 Euro (4,44 Prozent des Grundkapitals). 13 340 eigene Aktien wurden im Juli 2011 an Personen, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen stehen, zu einem Preis von 28,50 Euro je Aktie veräußert. Der auf diese Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals beläuft sich auf 34.150 Euro (0,02 Prozent des Grundkapitals). Der Bilanzgewinn der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und der Bilanzgewinn des HOCHTIEF-Konzerns sind identisch. Die im Geschäftsjahr ausgeschüttete Dividende betrug 147.130 Tsd. Euro (Vorjahr 99.816 Tsd. Euro). Die Anteile anderer Gesellschafter in Höhe von 1.511.976 Tsd. Euro (Vorjahr 1.298.679 Tsd. Euro) ergeben sich aus Dritten zustehenden Anteilen am Eigenkapital von einbezogenen Konzerngesellschaften; sie betreffen im Wesentlichen die Leighton-Gruppe und die Flughafengesellschaften. Die erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen stellen einen Bestandteil der Gewinnrücklagen dar. Erfasst werden dort die erfolgsneutralen Änderungen des beizulegenden Zeitwerts aus der Marktbewertung von originären und derivativen Finanzinstrumenten sowie Währungsdifferenzen aus der Umrechnung von ausländischen Abschlüssen. Des Weiteren beinhalten die erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen den Anteil der erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen von at Equity bewerteten assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen sowie die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen. Die Veränderungen der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen stellen sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar: Darstellung der Veränderungen der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungenscroll
Die Ertragsteuereffekte auf die Veränderung der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen verteilen sich wie folgt: scroll
25. Aktienbasierte VergütungenWährend des Berichtsjahres bestanden folgende konzernweite aktienbasierte Vergütungssysteme für Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen: Top-Executive-Retention-Plan 2004Im Zusammenhang mit der Veräußerung ihrer Beteiligung an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft durch die RWE Aktiengesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2004 für ausgewählte Führungskräfte und für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Top-Executive-Retention-Plan 2004 (TERP 2004) eingeführt. Damit sollten die Führungskräfte über die bereits bestehenden Maßnahmen hinaus an das Unternehmen gebunden und ihr Know-how dadurch gesichert werden. Dieser Plan basiert auf Stock-Appreciation-Rights (SAR). Der Plan wurde in 2011 vollständig erfüllt. Da die ausgegebenen SAR in drei Tranchen zugewachsen waren, lag die Wartezeit zwischen zwei und vier Jahren. Der Ausübungszeitraum lag - abhängig von der jeweiligen Tranche - zwischen sechs und acht Jahren. Die SAR konnten nur ausgeübt werden, wenn der zehntägige Durchschnitt (arithmetisches Mittel) der Börsenschlusskurse der HOCHTIEF-Aktie der zehn dem Ausübungstag vorangehenden Börsenhandelstage im Vergleich zum Ausgabepreis eine bessere Kursperformance (Steigerung) aufwies als der MDAX, gemessen als zehntägiger Durchschnitt der Schlusskurse derselben zehn dem Ausübungstag vorangehenden Börsenhandelstage im Vergleich zum Basispreis dieses Index (relative Erfolgshürde), und wenn zusätzlich der Börsenschlusskurs der HOCHTIEF-Aktie am letzten Börsenhandelstag vor dem Ausübungstag den Ausgabepreis um mindestens 25 Prozent überstiegen hat (absolute Erfolgshürde). Die relative Erfolgshürde brauchte nicht erfüllt zu werden, wenn nach Ablauf der Wartezeit der HOCHTIEF-Durchschnittsbörsenkurs der zehn dem Ausübungstag vorangehenden Börsenhandelstage den Ausgabepreis um mindestens 30 Prozent überstiegen hatte. Die SAR konnten bei Erreichen der genannten Erfolgsziele nach Ablauf der Wartezeit bis auf kurze Sperrfristen vor Bekanntgabe von Unternehmensdaten täglich ausgeübt werden. Die Anzahl der ausübbaren SAR richtete sich danach, welche Steigerung der HOCHTIEF-Durchschnittsbörsenkurs gegenüber dem Ausgabepreis innerhalb des Ausübungszeitraums der jeweiligen Tranche an zehn aufeinanderfolgenden Börsenhandelstagen erreicht hatte. Die SAR konnten bei einer Steigerung von 35 Prozent insgesamt, bei einer Steigerung von 30 Prozent zu 60 Prozent und bei einer Steigerung von 25 Prozent zu 25 Prozent ausgeübt werden. Nach Ausübung der SAR zahlte die gewährende Gesellschaft den Unterschiedsbetrag zwischen dem aktuellen Börsenkurs und dem Ausgabepreis aus. Während des Ausübungszeitraums war die Höhe des Unterschiedsbetrags in Abhängigkeit von dem Ausübungstermin unterschiedlich und so zeitabhängig auf einen Bruchteil des maximal möglichen Unterschiedsbetrags beschränkt (Kappungsgrenzen). Ab dem vierten beziehungsweise ab dem dritten Ausübungsjahr war der Unterschiedsbetrag auf 100 Prozent des Ausgabepreises begrenzt. Long-Term-Incentive-Plan 2007Im Geschäftsjahr 2007 wurde für obere Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen sowie für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2007 (LTIP 2007) aufgelegt. Dieser sieht neben der Gewährung von Stock-Appreciation-Rights (SAR) die Ausgabe sogenannter Stock-Awards vor. Die SAR können nur ausgeübt werden, wenn der zehntägige Durchschnitt (arithmetisches Mittel) der Börsenschlusskurse der HOCHTIEF-Aktie bis zum Ausübungstag im Vergleich zum Ausgabepreis an mindestens zehn aufeinanderfolgenden Börsenhandelstagen eine bessere Kursperformance aufweist als der MDAX, gemessen als zehntägiger Durchschnitt der Schlusskurse im Vergleich zum Basispreis dieses Index (relative Erfolgshürde), und wenn zusätzlich die Kapitalrendite RONA (Return on Net Assets) gemäß dem zuletzt gebilligten Konzernabschluss mindestens zehn Prozent betrug (absolute Erfolgshürde). Die relative Erfolgshürde braucht nicht erfüllt zu werden, wenn nach Ablauf der Wartezeit der HOCHTIEF-Durchschnittsbörsenkurs an zehn aufeinanderfolgenden Börsenhandelstagen den Ausgabepreis um mindestens zehn Prozent überstiegen hat. Die SAR können bei Erreichen der genannten Erfolgsziele nach einer Wartezeit von zwei Jahren bis auf kurze Sperrfristen vor Bekanntgabe von Unternehmensdaten vollständig ausgeübt werden. Nach Ausübung der SAR wird von der gewährenden Gesellschaft der Unterschiedsbetrag zwischen dem aktuellen Börsenkurs und dem Ausgabepreis ausgezahlt. Der Unterschiedsbetrag ist auf 50 Prozent des Ausgabepreises begrenzt. Die Planbedingungen für die Ausgabe der Stock-Awards sehen vor, dass die Berechtigten nach Ablauf der Wartezeit von drei Jahren innerhalb eines Ausübungszeitraums von zwei Jahren bei Ausübung für jeden Stock-Award nach Wahl der HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine HOCHTIEF-Aktie oder einen Barausgleich in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag erhalten. Der Gewinn pro Stock-Award ist auf 150 Prozent des Börsenschlusskurses vom Vortag des Ausgabetags begrenzt. Long-Term-Incentive-Plan 2008Der für 2008 zur Ausgabe vorgesehene Long-Term-Incentive-Plan wurde bereits im November 2007 für obere Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen sowie für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats als Long-Term-Incentive-Plan 2008 (LTIP 2008) aufgelegt. Die Planbedingungen unterscheiden sich nicht von den Planbedingungen des LTIP 2007. Die Laufzeit des Plans wurde im Vergleich zu den früheren Plänen so verlängert, dass die Ausübungssystematik trotz der vorgezogenen Ausgabe nicht verändert wird. Retention-Stock-Awards 2008Der Aufsichtsrat hat im Mai 2008 die Auflage eines aus drei Tranchen bestehenden und insgesamt über einen Zeitraum von sieben Jahren laufenden Retention-Stock-Award-Plans (RSA 2008) für die Mitglieder des Vorstands auf der Basis des LTIP 2008 (Stock-Awards) beschlossen und die erste Tranche gewährt. Die Planbedingungen der ersten Tranche unterscheiden sich vom LTIP 2008 (Stock-Awards) nur in Bezug auf die Kappungsgrenze, die bei der ersten Tranche des RSA 2008 bei 160 Euro pro Stock-Award liegt. Im März 2009 wurde die zweite Tranche gewährt. Die Planbedingungen der zweiten Tranche unterscheiden sich vom LTIP 2008 (Stock-Awards) nur in der um ein Jahr nach hinten verschobenen Laufzeit sowie in Bezug auf die Kappungsgrenze, die bei der zweiten Tranche bei 66,50 Euro pro Stock-Award liegt. Im März 2010 wurde die dritte Tranche gewährt. Die Planbedingungen der dritten Tranche unterscheiden sich vom LTIP 2008 (Stock-Awards) nur in der um zwei Jahre nach hinten verschobenen Laufzeit sowie in Bezug auf die Kappungsgrenze, die bei der dritten Tranche bei 133,12 Euro pro Stock-Award liegt. Die erste Tranche wurde in 2011 vollständig von den Mitgliedern des Vorstands ausgeübt. Top-Executive-Retention-Plan 2008Der Vorstand hat darüber hinaus im Juni 2008 für ausgewählte Führungskräfte die Auflage eines Top-Executive-Retention-Plans (TERP 2008) beschlossen. Auch dieser Plan basiert auf Stock-Awards und besteht aus drei Tranchen. Im Juli 2008 wurde die erste Tranche, im Juli 2009 die zweite Tranche und im Juli 2010 die dritte Tranche gewährt. Die Laufzeit des Plans beträgt insgesamt zehn Jahre. Die Wartezeit liegt nach Zuteilung der jeweiligen Tranche bei drei Jahren. Der Ausübungszeitraum liegt - abhängig von der jeweiligen Tranche - zwischen fünf und sieben Jahren. Die Planbedingungen sehen vor, dass die Berechtigten für jeden Stock-Award nach Ablauf der jeweiligen Wartezeit und nach Wahl der HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine HOCHTIEFAktie oder einen Barausgleich in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag erhalten. Der Gewinn ist in den einzelnen Jahren des Ausübungszeitraums auf eine Kappungsgrenze beschränkt. Diese Kappungsgrenze steigt jährlich an und ist am Ende der Laufzeit auf einen Maximalgewinn begrenzt. Der Maximalgewinn wurde für die erste Tranche auf 160 Euro, für die zweite Tranche auf 81,65 Euro und für die dritte Tranche auf 166,27 Euro pro Stock-Award festgelegt. Long-Term-Incentive-Plan 2009Im Geschäftsjahr 2009 wurde für obere Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen sowie für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2009 (LTIP 2009) aufgelegt. Die Planbedingungen unterscheiden sich bis auf unwesentliche Detailregelungen nicht von den Planbedingungen des LTIP 2008. Der Gewinn pro Stock-Award ist auf 40,10 Euro begrenzt. Long-Term-Incentive-Plan 2010Im Geschäftsjahr 2010 wurde für obere Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen sowie für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2010 (LTIP 2010) aufgelegt. Die Planbedingungen unterscheiden sich - bis auf die Verlängerung der Wartezeit bei den SAR von zwei auf vier Jahre - nicht wesentlich von den Planbedingungen des LTIP 2009. Der Gewinn pro Stock-Award ist auf 81,83 Euro begrenzt. Long-Term-Incentive-Plan 2011Im Geschäftsjahr 2011 wurde für obere Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen sowie für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2011 (LTIP 2011) aufgelegt. Die Planbedingungen unterscheiden sich nicht wesentlich von den Planbedingungen des LTIP 2010. Der Gewinn pro Stock-Award ist auf 98,01 Euro begrenzt. SonstigesDie Ausübungsbedingungen aller aufgelegten Pläne sehen vor, dass bei Ausübung der SAR oder Stock-Awards - und bei Vorliegen aller anderen hierzu erforderlichen Voraussetzungen -die HOCHTIEF Aktiengesellschaft grundsätzlich ein Wahlrecht hat, anstelle der Auszahlung des Gewinns auch HOCHTIEF-Aktien zu liefern. Soweit die Bezugsberechtigten nicht bei der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beschäftigt sind, werden die mit der Ausübung entstehenden Aufwendungen durch das jeweilige verbundene Unternehmen getragen. Für die Pläne sind bislang die folgenden Stückzahlen an SAR beziehungsweise Stock-Awards ausgegeben, verfallen oder ausgeübt worden: scroll
Für die vorstehend genannten aktienbasierten Vergütungspläne waren zum Bilanzstichtag Rückstellungen in Höhe von 37.208 Tsd. Euro (Vorjahr 56.157 Tsd. Euro) passiviert. Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr weitere Rückstellungen in Höhe von 2.250 Tsd. Euro in der Position "Mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten verbundene Schulden" ausgewiesen. Der Gesamtaufwand für die genannten Pläne betrug im Berichtsjahr 14.327 Tsd. Euro (Vorjahr 31.524 Tsd. Euro). Der innere Wert der zum Ende der Berichtsperiode ausübbaren SAR belief sich auf 1.512 Tsd. Euro (Vorjahr 3.311 Tsd. Euro). Daneben wirken sich Aufwendungen in Höhe von 15.699 Tsd. Euro durch ausgeübte Sonderkündigungsrechte ehemaliger Vorstandsmitglieder aufgrund des Kontrollwechsels aus. 26. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDie betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern sowohl beitrags- als auch leistungsorientiert. Bei den beitragsorientierten Altersversorgungssystemen ("defined contribution plans") zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen beziehungsweise auf freiwilliger Basis Beiträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Über die Entrichtung von Beitragszahlungen hinaus besteht für das Unternehmen keine weitere Leistungsverpflichtung. Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen ("defined benefit plans") besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, zugesagte Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erbringen, wobei zwischen rückstellungs- und extern finanzierten Versorgungssystemen unterschieden wird. Leistungsorientierte Versorgungspläne entfallen im Wesentlichen auf die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und ihre inländischen Tochtergesellschaften sowie auf die Turner-Gruppe (Zusagen bis zum 31. Dezember 2003). Seit dem 1. Januar 2000 setzt sich die betriebliche Altersversorgung im inländischen HOCHTIEF-Konzern aus einer firmenfinanzierten Basisversorgung in Form eines beitragsorientierten Bausteinsystems und einer unternehmenserfolgsabhängigen Aufbauversorgung zusammen. Nach IAS 19 werden diese Zusagen als Leistungszusagen eingestuft. Der Rentenbaustein für die Basisversorgung hängt ab vom Einkommen und vom Lebensalter des Beschäftigten ("Verrentungsfaktor") sowie von einem allgemeinen Versorgungsbeitrag, der durch HOCHTIEF alle drei Jahre geprüft wird. Der Rentenbaustein für die Aufbauversorgung ist abhängig von der Entwicklung des Ergebnisses nach Steuern gemäß IFRS. Hieraus können bis zu 20 Prozent der Basisversorgung zusätzlich erzielt werden. Die bis zum 31. Dezember 1999 geltende Versorgungsregelung sah tarifabhängige Leistungsgruppenbeträge vor. Diese wurden in Form von "Initialbausteinen" in das neue Versorgungssystem integriert. Die Leistung umfasst eine Altersrente, eine Invalidenrente sowie eine Hinterbliebenenrente. Turner ist zum 1. Januar 2004 von leistungs- zu beitragsorientierten Versorgungsplänen übergegangen. Dabei werden in Abhängigkeit von der Betriebszugehörigkeit und vom Gehaltsniveau zwischen drei und sechs Prozent des Gehalts an einen externen Versorgungsträger gezahlt. Zusätzlich haben die Turner-Mitarbeiter die Möglichkeit, im Rahmen eines "401 (k) Plans" bis zu fünf Prozent ihres Gehalts in einen Investmentfonds einzuzahlen. Turner stockt die Gehaltsumwandlung je nach Betriebszugehörigkeit um bis zu 100 Prozent auf. Teilnahmeberechtigt sind Mitarbeiter ab einer Betriebszugehörigkeit von drei Jahren. Die Einzahlungen sind steuerlich begünstigt; das Risiko der Investmententwicklung liegt beim Mitarbeiter. Auch Leighton und Flatiron haben beitragsorientierte Pensionspläne und zahlen zwischen vier und zehn Prozent des Bruttogehalts an einen externen Fonds. Mit der Gründung eines Contractual-Trust-Arrangements (CTA) zum 31. Dezember 2004 erfolgte eine Neuordnung der Finanzierung von Pensionszahlungen bei der HOCHTIEF Aktiengesellschaft. In den Geschäftsjahren 2005 bis 2007 wurde dieses Modell auf alle wesentlichen inländischen Konzerngesellschaften erweitert. Die übertragenen Vermögenswerte werden treuhänderisch durch den HOCHTIEF Pension Trust e.V. verwaltet und dienen ausschließlich der Finanzierung der Pensionsverpflichtungen. Übertragene Barmittel werden am Kapitalmarkt nach Maßgabe der im Treuhandvertrag vereinbarten Anlagegrundsätze investiert. Die zum 31. Dezember 2003 eingestellten leistungsorientierten Pensionspläne der Turner-Gruppe werden ebenfalls durch einen externen Fonds abgedeckt. Die Höhe der Rückstellung wird nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, für die Schätzungen unumgänglich sind. Im Einzelnen liegen der Berechnung folgende versicherungsmathematische Prämissen zugrunde: scroll
Im Ausland (Turner-Gruppe) entfällt seit 2004 aufgrund der Veränderung der Versorgungsordnung die Berücksichtigung von Gehalts- und Rentensteigerungen. Die zugrunde gelegten biometrischen Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf publizierten landesspezifischen Statistiken und Erfahrungswerten. Im Inland wurden sie gemäß den "Richttafeln 2005 G" von Professor Dr. K. Heubeck ermittelt. Turner verwendet die "RP-2000 Mortality Table" für Angestellte. Die Annahmen zu der erwarteten Rendite des Planvermögens basieren im In- und Ausland auf der angestrebten Portfoliostruktur und den zukünftigen Renditen für die einzelnen Anlageklassen. Die Prognosen orientieren sich an langfristigen historischen Durchschnittswerten. Für die wesentlichen inländischen Pensionspläne wurde die erwartete Rendite des Planvermögens zudem aus "Asset-Liability"-Studien abgeleitet. Die Veränderung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen sowie des Marktwerts des Planvermögens stellt sich wie folgt dar: Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungenscroll
Entwicklung des Marktwerts des Planvermögensscroll
Aus der Anlage des Planvermögens zur Deckung der zukünftigen Pensionsverpflichtungen ergaben sich tatsächliche Verluste in Höhe von 8.658 Tsd. Euro (Vorjahr Gewinne in Höhe von 39.893 Tsd. Euro). Die Deckung des Anwartschaftsbarwerts durch Planvermögen ist in folgender Übersicht dargestellt: Vermögensdeckung der Pensionsplänescroll
Die Pensionsrückstellungen ergeben sich wie folgt: Überleitung der Pensionsverpflichtungen auf die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungenscroll
Der Zeitwert des Planvermögens verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Vermögenswertkategorien: Zusammensetzung des Planvermögensscroll
Folgende Pensionszahlungen werden zum 31. Dezember 2011 für die Folgejahre erwartet: scroll
Die erfahrungsbedingten Anpassungen, also die Abweichungen zwischen den versicherungsmathematischen Annahmen und den tatsächlichen Entwicklungen, stellen sich wie folgt dar: Abweichungen zwischen den versicherungsmathematischen Annahmen und den tatsächlichen Entwicklungenscroll
Der Pensionsaufwand aus den leistungsorientierten Pensionsplänen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Im Berichtsjahr sind Leistungen an beitragsorientierte Versorgungssysteme in Höhe von 283.932 Tsd. Euro (Vorjahr 207.255 Tsd. Euro) erfolgt. Sie entfallen im Wesentlichen mit 254.225 Tsd. Euro (Vorjahr 178.575 Tsd. Euro) auf die Leighton-Gruppe und mit 24.847 Tsd. Euro (Vorjahr 23.698 Tsd. Euro) auf die Turner-Gruppe. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr an staatliche Rentenversicherungsträger Arbeitgeberbeiträge in Höhe von 89.719 Tsd. Euro (Vorjahr 88.722 Tsd. Euro) geleistet. Die Aufwendungen für die beitragsorientierten Versorgungssysteme werden im Personalaufwand ausgewiesen. Aufgrund ihres Versorgungscharakters werden die Verpflichtungen der Turner-Gruppe für die Krankheitskosten der Mitarbeiter nach deren Eintritt in den Ruhestand unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Der Anwartschaftsbarwert zum 31. Dezember 2011 beträgt 40.105 Tsd. Euro (Vorjahr 36.816 Tsd. Euro). Von den laufenden Dienstzeitaufwendungen entfallen 1.279 Tsd. Euro (Vorjahr 1.192 Tsd. Euro) und von den Zinsaufwendungen 1.882 Tsd. Euro (Vorjahr 1.844 Tsd. Euro) auf die Krankheitskosten. Die Auswirkungen einer einprozentigen Änderung der angenommenen Kostentrends im Bereich der medizinischen Versorgung wären wie folgt: scroll
In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung sind im Geschäftsjahr vor latenten Steuern unter Berücksichtigung von Konsolidierungskreisänderungen 67.704 Tsd. Euro versicherungsmathematische Verluste (Vorjahr 62.062 Tsd. Euro) neu erfasst worden. Kumulativ sind dort vor Berücksichtigung latenter Steuern 253.296 Tsd. Euro (Vorjahr 185.592 Tsd. Euro) versicherungsmathematische Verluste enthalten. 27. Andere Rückstellungenscroll
Die Personalrückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Aktienoptionsprogramme, Jubiläumszuwendungen, Urlaubsverpflichtungen und für Vorruhestandsregelungen. Der Betrag der Rückstellungen zur Deckung von Versicherungsfällen wird jährlich von einem Gutachter ermittelt. In den übrigen sonstigen Rückstellungen sind unter anderem Kosten der Auftragsabwicklung und nachträgliche Kosten abgerechneter Aufträge, Beteiligungsrisiken, Jahresabschlusskosten, Schadensersatzleistungen sowie andere ungewisse Verbindlichkeiten berücksichtigt. Rückstellungsspiegelscroll
28. Finanzverbindlichkeitenscroll
Die Anleihen betreffen Leighton Holdings. Auf eine im Geschäftsjahr 2010 aufgenommene US-Dollar-Anleihe mit einem Volumen von 350.000 Tsd. US-Dollar entfällt ein Buchwert in Höhe von 273.997 Tsd. Euro (Vorjahr 265.177 Tsd. Euro). Die Anleihe ist in drei Tranchen in den Jahren 2015, 2017 und 2020 zurückzuzahlen. Der Zinssatz ist je Tranche festgelegt und liegt zwischen 4,51 Prozent und 5,78 Prozent. Die Position enthält zudem mit 220.074 Tsd. Euro (Vorjahr 213.156 Tsd. Euro) eine weitere von Leighton Holdings im Geschäftsjahr 2009 aufgenommene Anleihe. Diese hat ein Nominalvolumen von 280.000 Tsd. australischen Dollar, eine Laufzeit von fünf Jahren und ist mit 9,5 Prozent festverzinslich. 2008 hat Leighton Holdings ein US-Dollar-Private-Placement mit einem Volumen von 280.000 Tsd. US-Dollar begeben. Dieses ist in drei Tranchen in den Jahren 2013, 2015 und 2017 zurückzuzahlen. Der Zinssatz ist je Tranche festgelegt und liegt zwischen 6,91 Prozent und 7,66 Prozent. Der Buchwert des US-Dollar-Private-Placement beträgt zum 31. Dezember 2011 219.235 Tsd. Euro (Vorjahr 211.907 Tsd. Euro). Eine von Leighton Holdings im Jahr 2006 in Indonesien aufgenommene US-Dollar-Anleihe mit einem Volumen von 110.000 Tsd. US-Dollar ist im aktuellen Geschäftsjahr planmäßig vollständig zurückgeführt worden. Schließlich werden hier mit 55.747 Tsd. Euro (Vorjahr 18.270 Tsd. Euro) drei weitere von Leighton Holdings aufgenommene Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 70.900 Tsd. australischen Dollar und mit zum Teil fixer und zum Teil variabler Verzinsung ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten einen Anteil in Höhe von 102.000 Tsd. Euro eines über 120.600 Tsd. Euro am 25. November 2011 aufgenommenen Schuldscheindarlehens mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Das Darlehensvolumen wurde sowohl bei nationalen und internationalen Banken als auch bei einem Tochterunternehmen in Höhe von 18.600 Tsd. Euro platziert. Die Verzinsung ist an den Sechsmonats-EURIBOR gekoppelt und beinhaltet eine angemessene Kreditmarge. Darüber hinaus besteht ein von HOCHTIEF im Vorjahr aufgelegtes Schuldscheindarlehen mit 240.000 Tsd. Euro, das sich aus zwei Tranchen zu 59.500 Tsd. Euro und zu 180.500 Tsd. Euro zusammensetzt. Das Darlehen hat eine fünfjährige Ursprungslaufzeit und wird mit dem Sechsmonats-EURIBOR zuzüglich einer angemessenen Marge verzinst. Von den im Geschäftsjahr 2009 insgesamt aufgenommenen vier Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen von 300.000 Tsd. Euro und hälftig aufgeteilten Laufzeiten von drei und fünf Jahren mit zum Teil fixer und zum Teil variabler Verzinsung hat HOCHTIEF im aktuellen Geschäftsjahr ein Volumen von 140.500 Tsd. Euro vorzeitig zurückgeführt. Des Weiteren sind in dieser Position mit 236.000 Tsd. Euro zwei weitere im Jahr 2008 aufgenommene Schuldscheindarlehen enthalten. Davon hat ein Darlehen einen Nominalwert von 197.000 Tsd. Euro mit einer Ursprungslaufzeit von fünf Jahren, das zweite beläuft sich auf nominal 39.000 Tsd. Euro und hat eine Ursprungslaufzeit von sieben Jahren. Beide Darlehen werden mit dem Sechsmonats-EURIBOR zuzüglich einer angemessenen Marge verzinst. Die im Jahr 2005 mit einem internationalen Bankenkonsortium abgeschlossene und ursprünglich bis zum 22. November 2012 laufende syndizierte Barkreditlinie über 600.000 Tsd. Euro wurde im Dezember 2011 in einer kombinierten Aval- und Barkreditfazilität von insgesamt zwei Mrd. Euro vorzeitig refinanziert. Ein internationales Bankenkonsortium hat HOCHTIEF eine Fünf-Jahres-Kreditlinie, die eine Avaltranche in Höhe von 1,5 Mrd. Euro sowie eine Bartranche in Höhe von 500.000 Tsd. Euro beinhaltet, zu marktgerechten Konditionen bereitgestellt. Die Inanspruchnahme der Bartranche beläuft sich auf 400.000 Tsd. Euro (Vorjahr 477.000 Tsd. Euro). Mit 464.590 Tsd. Euro (Vorjahr 284.220 Tsd. Euro) enthalten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten von Leighton Holdings, im Wesentlichen zur Finanzierung von Akquisitionen, insbesondere der Habtoor Leighton Group, und von Projektgesellschaften. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind zum Bilanzstichtag 1.275.452 Tsd. Euro (Vorjahr 521.531 Tsd. Euro) variabel und 805.957 Tsd. Euro (Vorjahr 1.488.124 Tsd. Euro) festverzinslich. Im Fall von variabler Verzinsung betrug der durchschnittliche Zinssatz 3,06 Prozent (Vorjahr 2,24 Prozent). Bei fester Zinsbindung lag der durchschnittliche Zinssatz bei 5,61 Prozent (Vorjahr 5,23 Prozent). Die Laufzeit beträgt durchschnittlich eineinhalb Jahre (Vorjahr zwei Jahre). Gegenüber Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von 458.030 Tsd. Euro (Vorjahr 10.861 Tsd. Euro). Sie betreffen im Wesentlichen Einzahlungsverpflichtungen im Zusammenhang mit dem Projekt "Victorian Desalination Plant" in der Division HOCHTIEF Asia Pacific. Die Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 460.454 Tsd. Euro (Vorjahr 221.313 Tsd. Euro) betreffen überwiegend im Rahmen von Finanzierungsleasing genutzte technische Anlagen und Maschinen bei Leighton Holdings. Die Mindestleasingzahlungen für Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen teilen sich wie folgt auf: Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingscroll
Die übrigen Finanzverbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen kurzfristige Darlehen und andere Finanzverbindlichkeiten. 29. Sonstige Verbindlichkeitenscroll
Die Verbindlichkeiten aus Derivaten betreffen mit 111.845 Tsd. Euro (Vorjahr 92.266 Tsd. Euro) eine bei der Leighton-Gruppe bestehende künftige Einzahlungsverpflichtung in eine Infrastruktur-Projektgesellschaft und mit 35.388 Tsd. Euro (Vorjahr 56.935 Tsd. Euro) Zinsswaps der HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Im Rahmen der in den Jahren 2007 und 2008 getätigten Veräußerung von insgesamt 16,25 Prozent der indirekt gehaltenen Anteile an dem Projekt Vespucio Norte Express (VNE) in Chile hat die HOCHTIEF PPP Solutions GmbH den Investoren Eigenkapitalgarantien mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2012 eingeräumt. Der beizulegende Zeitwert dieser Eigenkapitalgarantien betrug zum Bilanzstichtag 30.700 Tsd. Euro (Vorjahr 1.300 Tsd. Euro). Die Position wurde im Geschäftsjahr in die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Derivaten umgebucht. Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen im Wesentlichen im Voraus erhaltene Versicherungsprämien, die die folgenden Geschäftsjahre betreffen und über die Laufzeit des jeweiligen Versicherungsvertrags aufgelöst werden, sowie Mieten. Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verpflichtungen außerhalb des Lieferungs- und Leistungsverkehrs. 30. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungenscroll
Die Verbindlichkeiten aus PoC in Höhe von 402.697 Tsd. Euro (Vorjahr 545.836 Tsd. Euro) enthalten Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden, bei denen erhaltene Anzahlungen die Herstellungskosten einschließlich Gewinnanteilen übersteigen. Gegenüber Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von 199 Tsd. Euro (Vorjahr 213 Tsd. Euro). 31. ErtragsteuerverbindlichkeitenBei den Ertragsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 8.270 Tsd. Euro (Vorjahr 16.864 Tsd. Euro) handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber in- und ausländischen Finanzbehörden. Sonstige Angaben32. Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je AktieDas unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem der auf die Aktien entfallende Konzerngewinn beziehungsweise -verlust durch die durchschnittliche Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien dividiert wird. Eine Verwässerung dieser Kennzahl kann durch sogenannte potenzielle Aktien auftreten (vor allem Aktienoptionen und Wandelanleihen). Die aktienbasierten Vergütungsprogramme von HOCHTIEF wirken nicht gewinnverwässernd. Damit entsprechen sich das verwässerte und das unverwässerte Ergebnis je Aktie. scroll
33. Berichterstattung zu FinanzinstrumentenZu den Finanzinstrumenten zählen finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie vertragliche Ansprüche und Verpflichtungen in Bezug auf Tausch beziehungsweise Übertragung finanzieller Vermögenswerte. Unterschieden werden originäre und derivative Finanzinstrumente. Die originären Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite im Wesentlichen die flüssigen Mittel, die kurzfristigen Wertpapiere, die Forderungen und die übrigen Finanzanlagen. Die Wertpapiere sind mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die beizulegenden Zeitwerte der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte ergeben sich aus den Börsenkursen oder werden auf der Grundlage anerkannter Bewertungsmethoden ermittelt. Auf der Passivseite enthalten die originären Finanzinstrumente im Wesentlichen die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten. Derivative Finanzinstrumente werden in Abhängigkeit von deren beizulegendem Zeitwert entweder unter den sonstigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten oder den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Derivate werden im HOCHTIEF-Konzern zu Sicherungszwecken für vorhandene Grundgeschäfte sowie im Rahmen des Asset-Managements* eingesetzt. Der Bestand an originären und derivativen Finanzinstrumenten wird in der Bilanz ausgewiesen. Die Höhe der finanziellen Vermögenswerte gibt das maximale Ausfallrisiko an. Soweit bei den finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen abgedeckt. RisikomanagementAlle Finanzaktivitäten erfolgen im HOCHTIEF-Konzern auf Basis einer konzernweit gültigen Finanzrahmenrichtlinie. Ergänzend zur generellen Rahmenrichtlinie gelten funktionale, operative Einzelrichtlinien zu verschiedenen Themenbereichen, wie beispielsweise zum Währungs- und Sicherheitenmanagement. Diese regeln die jeweiligen Grundsätze zum Umgang mit den einzelnen Finanzrisiken. Innerhalb des Bereichs Konzernfinanzen sind die Handels-, Controlling- und Abwicklungsaktivitäten in die Bereiche Front-, Middle- und Back-Office aufgeteilt. Hierdurch wird ein wirksames operatives Risikomanagement gewährleistet, in dem die Kontrolle und Abwicklung der externen Handelsaktivitäten des Front-Office von einem separaten und unabhängigen Bereich, dem Back-Office, erfolgt. Bei allen externen Handelsgeschäften gilt zudem mindestens das Vieraugenprinzip. Die internen Anweisungsberechtigungen sind streng limitiert, betragsmäßig begrenzt und werden regelmäßig mindestens einmal jährlich einer Überprüfung unterzogen und gegebenenfalls - wo erforderlich - angepasst. Management von LiquiditätsrisikenHOCHTIEF arbeitet mit weitgehend zentralen Liquiditätsstrukturen zur konzernweiten Bündelung von Liquidität (insbesondere dem sogenannten Cash-Pooling), unter anderem zur Vermeidung von Liquiditätsengpässen auf Einzelgesellschaftsebene. Die zentrale Liquidität wird regelmäßig monatlich ermittelt sowie im Rahmen einer rollierenden 18-Monats-Planung durch einen Bottom-up-Prozess geplant. Liquiditätsplanungen werden durch monatliche Stress-Szenarien ergänzt. Auf Basis der Liquiditätsplanung steuert HOCHTIEF sein Wertpapiervermögen sowie das Kreditportfolio aktiv. Durch die Platzierung eines neuen Schuldscheindarlehens in Höhe von 120.600 Tsd. Euro im Monat November 2011 konnte der Kreis der Kreditgeber nochmals erweitert und auch die Duration der Finanzierungsinstrumente erneut gestreckt werden. Neben nationalen und internationalen Banken beinhaltet die Platzierung ein Investment eines Tochterunternehmens in Höhe von 18.600 Tsd. Euro. In den nachfolgenden Tabellen werden die maximal zu leistenden Auszahlungen dargestellt. Die Betrachtung bildet den für HOCHTIEF ungünstigsten Fall ab, das heißt den jeweils frühestmöglichen vertraglichen Zahlungstermin (sogenannter "Worst-Case"). Dabei werden Gläubigerkündigungsrechte berücksichtigt. Fremdwährungspositionen werden jeweils mit dem am Bilanzstichtag geltenden Stichtagskassakurs umgerechnet. Zinszahlungen aus variabel verzinsten Positionen werden einheitlich mit dem letzten Zinsfixing vor dem Bilanzstichtag berechnet. Neben originären Finanzinstrumenten werden auch derivative Finanzinstrumente (beispielsweise Devisentermingeschäfte und Zinsswaps) berücksichtigt. Ferner werden eingeräumte, noch nicht vollständig gezogene Kreditlinien und herausgelegte Finanzgarantien einbezogen. Den in den nachstehenden Tabellen dargestellten, maximal zu leistenden Auszahlungen ("Worst-Case"-Betrachtung) stehen in den gleichen Perioden jeweils - hier nicht aufgeführte - vertraglich fixierte Einzahlungen (zum Beispiel aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) gegenüber, die die angegebenen Zahlungsmittelabflüsse in wesentlichem Umfang abdecken werden. Maximal zu leistende Auszahlungen zum 31.12.2011scroll
Maximal zu leistende Auszahlungen zum 31.12.2010scroll
Darüber hinaus ist die Liquiditätsversorgung des Konzerns auch wegen der vorhandenen Kassenbestände und verfügbaren Guthaben bei Kreditinstituten, der veräußerbaren kurzfristigen Wertpapiere sowie der freien, ungenutzten Barkreditlinien ausreichend sichergestellt. Folgende Tabelle zeigt die wesentlichen Liquiditätsinstrumente auf: scroll
Die Barkreditlinien betreffen unter anderem eine Bartranche des syndizierten Aval- und Barkredits mit einem Volumen von 500 Mio. Euro, dessen Laufzeit in diesem Geschäftsjahr bis zum 13. Dezember 2016 verlängert werden konnte. Die Ausnutzung der Kreditlinie per 31. Dezember 2011 betrug 80 Prozent. Darüber hinaus bestehen kurzfristige bilaterale Geldmarktlinien mit einem Volumen von 312 Mio. Euro, die - wie im Vorjahr - nicht in Anspruch genommen worden sind. Ein Teil der freien Barkreditlinien ist jeweils projektgebunden. Hinsichtlich diverser Kreditlinien bestehen Gläubigerkündigungsrechte (im Rahmen von Financial Covenants); diese Covenants werden im Rahmen der Unternehmensplanung laufend überwacht. Aufgrund der jeweils breiten und internationalen Syndizierung ist ein Refinanzierungsrisiko für den langfristigen Aval- und Barbereich aufgrund der im Dezember 2011 erfolgreich abgeschlossenen, vorzeitigen Refinanzierung nicht gegeben. Aus weiteren Vorsichtsüberlegungen heraus besteht auf Basis der Hauptversammlungsbeschlüsse des Jahres 2011 ein angemessener Rahmen, um die Eigenmittel zu erhöhen. Auch in dem für HOCHTIEF wesentlichen Avalbereich verfügt der Konzern über ausreichende Kreditlinien. Die Avalkreditlinien haben ein Gesamtvolumen von 12,26 Mrd. Euro (Vorjahr 11,57 Mrd. Euro) und sind - wie im Vorjahr - zu 72 Prozent ausgenutzt. Management von WährungsrisikenWährungsrisiken (im Sinne von Transaktionsrisiken) entstehen bei HOCHTIEF aus Forderungen, Verbindlichkeiten, flüssigen Mitteln und Wertpapieren sowie schwebenden Geschäften in einer anderen als der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft. Zur Absicherung gegen wechselkursbedingte Schwankungen dieser Zahlungen beziehungsweise Positionen werden Währungsderivate, maßgeblich Devisentermingeschäfte, eingesetzt. Grundsätzlich sichert HOCHTIEF alle Währungsrisiken ab. Die Abwicklung der Sicherungen der Konzerngesellschaften -mit Ausnahme der Sicherungen der Leighton-Gruppe - erfolgt im Wesentlichen über die HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Durch verbindliche Richtlinien sind Nutzung, getrennte Kontrolle und Verantwortlichkeiten bei allen Konzernunternehmen klar geregelt. Grundsätzlich werden Währungsderivate nur zur Absicherung von Risiken eingesetzt (sogenanntes Hedging). Jegliche Form der Spekulation ist durch die verbindlich und konzernweit geltende Risikorichtlinie untersagt. Vertragspartner der extern abgeschlossenen Derivate sind grundsätzlich Kreditinstitute erster Bonität. In der nachfolgenden Tabelle sind die beizulegenden Zeitwerte der Währungsderivate dargestellt: scroll
Die Restlaufzeit der Währungsderivate im Cashflow-Hedge-Accounting beträgt zum 31. Dezember 2011 maximal 59 Monate (Vorjahr 19 Monate). Die maximale Restlaufzeit von Währungsderivaten ohne Anwendung von Hedge-Accounting beträgt zum 31. Dezember 2011 elf Monate (Vorjahr 23 Monate). Wird Hedge-Accounting angewendet, werden die unrealisierten Gewinne und Verluste des Sicherungsgeschäfts unter Berücksichtigung latenter Steuern zunächst in den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen erfasst. Die Gewinne und Verluste werden erst dann realisiert, wenn auch das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Derivate werden auf Basis aktueller Marktkonditionen zum Bilanzstichtag bewertet. Bei der Interpretation der positiven und negativen beizulegenden Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten ist zu beachten, dass ihnen gegenläufige Grundgeschäfte gegenüberstehen. Im Geschäftsjahr wurden Marktwertänderungen aus den oben genannten Derivaten mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) saldiert in Höhe von 18.875 Tsd. Euro (Vorjahr -10.570 Tsd. Euro) erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Sofern kein Hedge-Accounting angewendet wird, werden sämtliche unrealisierten Gewinne und Verluste des Sicherungsgeschäfts unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst; im Geschäftsjahr waren dies 6.166 Tsd. Euro (Vorjahr 4.536 Tsd. Euro). Folgende Sensitivitätsanalysen zeigen auf, welche Effekte sich aus einer Schwankung von zehn Prozent der wesentlichen Fremdwährungen im Verhältnis zu der jeweiligen Funktionalwährung der Konzerngesellschaft auf das Eigenkapital beziehungsweise auf das Jahresergebnis des HOCHTIEF-Konzerns ergeben hätten. Die Analyse basiert auf dem jeweiligen Volumen zum Bilanzstichtag. scroll
Management von ZinsrisikenZinsrisiken entstehen bei HOCHTIEF durch Finanzpositionen der Aktivseite - im Wesentlichen durch verzinsliche Wertpapiere des Umlaufvermögens. Zinsrisiken auf der Passivseite der Bilanz betreffen insbesondere Finanzverbindlichkeiten. Risiken werden hierbei durch zwei Ansätze minimiert: zum einen durch sogenanntes Natural Hedging, also das Eliminieren von gegenläufigen Zinsrisiken aus originären Finanzinstrumenten auf der Aktiv- und der Passivseite; zum anderen durch den Einsatz von Zinsderivaten. Dies sind in der Regel Zinsswaps, durch die Cashflow-Risiken, die durch Änderungen von Zinssätzen bei variabel verzinslichen Finanzpositionen entstehen, entsprechend der Konzernfinanzierungsstrategie gesteuert werden. Analog zum Vorgehen bei Währungsderivaten erfolgt die Abwicklung der Sicherungen der Konzerngesellschaften - mit Ausnahme der Sicherungen der Leighton-Gruppe - im Wesentlichen über die HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Ebenfalls bestehen analoge Regelungen und Richtlinien sowie die grundsätzliche Bindung an Grundgeschäfte (also kein spekulativer Einsatz). Vertragspartner der extern abgeschlossenen Derivate sind grundsätzlich Kreditinstitute erster Bonität. In der nachfolgenden Tabelle sind die beizulegenden Zeitwerte der Zinsderivate dargestellt: scroll
Die maximale Restlaufzeit der Zinsswaps sowohl mit als auch ohne Cashflow-Hedge-Accounting beträgt zum 31. Dezember 2011 59 Monate (Vorjahr 54 Monate). Die Zinsfutures haben eine maximale Restlaufzeit von drei Monaten (Vorjahr acht Monate). Im Geschäftsjahr wurden Marktwertänderungen aus Zinsderivaten mit Sicherungshintergrund im Cashflow-Hedge-Accounting in Höhe von 30.376 Tsd. Euro (Vorjahr 4.853 Tsd. Euro) erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Darin enthalten sind in Höhe von -13.643 Tsd. Euro (Vorjahr - Tsd. Euro) erfolgswirksame Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung. Ineffektivitäten sind nicht entstanden (Vorjahr -495 Tsd. Euro). Marktwertänderungen bei den übrigen Zinsderivaten wurden saldiert in Höhe von -6.497 Tsd. Euro (Vorjahr -1.368 Tsd. Euro) erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Folgende Sensitivitätsanalysen zeigen auf, welche Effekte sich aus einer Schwankung um einen Prozentpunkt des jeweiligen Marktzinsniveaus auf das Eigenkapital beziehungsweise auf das Jahresergebnis ergeben hätten. Die Analyse basiert auf dem jeweiligen Volumen zum Bilanzstichtag. scroll
Management von sonstigen PreisrisikenSonstige Preisrisiken entstehen bei HOCHTIEF durch Anlagen in kurzfristige beziehungsweise langfristige, nicht zinstragende Wertpapiere, maßgeblich Aktien und Fonds, die der Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbar" zugeordnet und daher erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Daneben resultieren Preisrisiken aus Beteiligungen, die ebenfalls als "zur Veräußerung verfügbar" klassifiziert werden, soweit die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt. In der nachfolgenden Tabelle werden diese Positionen dargestellt. Beteiligungen, die zu Anschaffungskosten bewertet werden, da der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermittelbar ist, sind dagegen nicht enthalten. scroll
HOCHTIEF steuert die Preisrisiken aktiv. Eine laufende Beobachtung und eine Analyse der Märkte ermöglichen somit eine zeitnahe Steuerung der Anlagen. So können negative Entwicklungen an den Kapitalmärkten frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Derivate werden nur in Ausnahmefällen zur Steuerung sonstiger Preisrisiken eingesetzt. Im Rahmen der Absicherung unserer aktienbasierten Vergütungspläne wurden aktienbezogene Derivate, die zum 31. Dezember 2011 eine maximale Restlaufzeit von 64 Monaten (Vorjahr 76 Monate) haben, abgeschlossen. Diese werden nicht im Rahmen des Hedge-Accountings, sondern als sogenanntes Natural Hedging bilanziert. Die Ergebnisse aus der Marktwertbewertung dieser Derivate werden im Personalaufwand ausgewiesen. Des Weiteren wurden zwei indexbezogene Optionsgeschäfte mit einer maximalen Restlaufzeit von 38 Monaten (Vorjahr 50 Monate) abgeschlossen. In der nachfolgenden Tabelle sind die beizulegenden Zeitwerte der Aktienoptions- beziehungsweise Aktientermingeschäfte und indexbezogener Optionsgeschäfte sowie von zwei geschriebenen Optionen (vergleiche hierzu Seite 187) dargestellt: scroll
Im Geschäftsjahr wurden Marktwertänderungen aus den oben genannten Derivaten mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) in Höhe von -19.579 Tsd. Euro (Vorjahr 9.621 Tsd. Euro) erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Darin enthalten ist in Höhe von -52.105 Tsd. Euro (Vorjahr - Tsd. Euro) eine aus der Absicherung künftiger Anteilserwerbe resultierende Reklassifikation unrealisierter Verluste in die Gewinn- und Verlustrechnung in der Division HOCHTIEF Asia Pacific. Marktwertänderungen bei Aktienoptions- und Aktientermingeschäften sowie indexbezogenen Optionsgeschäften ohne Anwendung von Hedge-Accounting und bei den geschriebenen Optionen wurden saldiert in Höhe von -51.099 Tsd. Euro (Vorjahr 27.959 Tsd. Euro) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Folgende Sensitivitätsanalysen zeigen auf, welche Effekte sich aus Schwankungen der Marktwerte von originären und derivativen Finanzinstrumenten von zehn Prozent auf das Eigenkapital beziehungsweise auf das Jahresergebnis ergeben hätten. Die Analyse basiert auf dem jeweiligen Volumen zum Bilanzstichtag. scroll
Management von AusfallrisikenAusfallrisiken ergeben sich im HOCHTIEF-Konzern aus dem operativen Geschäft sowie aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten. Das Risikomanagement erfolgt bei HOCHTIEF im operativen Geschäft durch die laufende bereichsbezogene Überwachung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Bei Feststellung eines konkreten Ausfallrisikos wird diesem Risiko durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen im notwendigen Umfang Rechnung getragen. Der HOCHTIEF-Konzern hat gegenüber Dritten für Equity-Gesellschaften Finanzgarantien herausgelegt. Dabei werden Finanzgarantien nur für Gesellschaften bester Bonität übernommen, sodass das Risiko einer Inanspruchnahme von HOCHTIEF äußerst gering ist. Kreditzusagen werden nur an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, gegeben. Das maximale Ausfallrisiko der finanziellen Vermögenswerte entspricht den in der Bilanz angesetzten Buchwerten. Diesem sind jedoch die vom HOCHTIEF-Konzern hereingenommenen Sicherheiten gegenüberzustellen, sodass das tatsächliche Ausfallrisiko geringer ist. Bei ausgereichten Finanzgarantien entspricht der maximale Ausfall dem Höchstbetrag, der von HOCHTIEF zu zahlen ist. Kreditzusagen können maximal in Höhe ihres zugesagten Betrags ausfallen. Zum 31. Dezember 2011 betrug das maximale Ausfallrisiko aus Finanzgarantien und Kreditzusagen 56.060 Tsd. Euro (Vorjahr 331.955 Tsd. Euro). Eine Inanspruchnahme der Finanzgarantien und Kreditzusagen ist zum Berichtszeitpunkt sehr unwahrscheinlich. HOCHTIEF erhält Sicherheiten zur Besicherung von Vertragserfüllung und Gewährleistung durch Nachunternehmer oder zur Besicherung von Vergütungsansprüchen. Unter anderem werden hierbei Gewährleistungs-, Vertragserfüllungs-, Vorauszahlungs- und Zahlungsbürgschaften hereingenommen. HOCHTIEF regelt die Hereinnahme von Sicherheiten in einer Richtlinie. Diese umfasst unter anderem die vertragliche Gestaltung, Durchführung und Verwaltung aller Vereinbarungen. Details werden, abhängig zum Beispiel von Land und Rechtsprechung, unterschiedlich geregelt. Bezüglich der Ausfallrisiken prüft HOCHTIEF bei allen hereingenommenen Avalen die Bonität des Sicherheitengebers. HOCHTIEF bedient sich bei der Bonitätsbeurteilung so weit wie möglich externer Spezialisten (beispielsweise Ratingagenturen). Die Angabe von beizulegenden Zeitwerten der erhaltenen Sicherheiten ist nicht erfolgt, da eine verlässliche Ermittlung regelmäßig nicht möglich ist. Im Folgenden werden die überfälligen, nicht wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte dargestellt: scroll
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Die Überfälligkeiten der finanziellen Vermögenswerte sind branchenspezifisch geprägt. Die Zahlungseingänge erfolgen in Abhängigkeit vom Prozess der Auftragsabnahme und Rechnungsprüfung, der regelmäßig - insbesondere bei Großprojekten - einen längeren Zeitraum in Anspruch nimmt. Die überfälligen, nicht wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte bestehen im Wesentlichen gegenüber öffentlichen Auftraggebern und Industrieunternehmen mit erstklassiger Bonität. Die einzelwertberichtigten finanziellen Vermögenswerte werden nachfolgend dargestellt: scroll
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind branchentypisch im Wesentlichen wertberichtigte Nachtragsforderungen enthalten. Die nachstehende Tabelle enthält die Entwicklung der Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte: Wertberichtigungsspiegelscroll
Hinsichtlich der weder überfälligen noch wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte liegen derzeit keine Hinweise auf bonitätsbedingten Wertberichtigungsbedarf vor. KapitalrisikomanagementDer HOCHTIEF-Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, zu gewährleisten, dass sämtliche Konzernunternehmen weiterhin ihr Geschäft unter der Prämisse der Unternehmensfortführung betreiben können. Durch die bedarfsweise Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital werden die Kapitalkosten so gering wie möglich gehalten. Diese Maßnahmen dienen einer Maximierung der Erträge der Anteilseigner. Die Kapitalstruktur setzt sich aus den in der Bilanz ausgewiesenen lang- und kurzfristigen Schulden abzüglich der flüssigen Mittel als Nettofremdkapital und dem bilanziellen Eigenkapital zusammen. Der Risikosteuerungskreis beurteilt und überprüft die Kapitalstruktur des Konzerns regelmäßig. Im Rahmen dieser Beurteilung werden risikoadäquate Kapitalkosten berücksichtigt. Die Gesamtstrategie des Kapitalrisikomanagements hat sich im laufenden Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Ergänzende Angaben zu FinanzinstrumentenNachfolgend werden die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte nach Klassen von Finanzinstrumenten und die Buchwerte nach den Bewertungskategorien des IAS 39 zum 31. Dezember 2011 und zum 31. Dezember 2010 dargestellt: scroll
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Bei den kurzfristigen Finanzinstrumenten entsprechen aufgrund der kurzen Restlaufzeiten beziehungsweise der Bilanzierung zum Marktwert die Buchwerte den Marktwerten zum Abschlussstichtag. Die langfristigen Wertpapiere werden in der Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbar" erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet, sodass sich auch hier Buchwert und beizulegender Zeitwert entsprechen. Soweit der beizulegende Zeitwert für Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen und übrigen Beteiligungen verlässlich ermittelbar ist, wird dieser angesetzt. Wenn ein verlässlicher Zeitwert nicht vorliegt, erfolgt die Bewertung innerhalb der Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbar" zu Anschaffungskosten. Bei den Angaben zur Fair Value-Hierarchie von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten sind in Abhängigkeit von der Marktnähe der in die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte eingegangenen Bewertungsparameter folgende Stufen zu unterscheiden: Stufe 1: Vorliegen von notierten Börsen- oder Marktpreisen an aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden (ohne die Vornahme von Anpassungen); zum Beispiel börsennotierte Wertpapiere. Stufe 2: Verwendung von Bewertungsdaten / Einflussgrößen, die nicht auf Börsen- oder Marktpreisen im Sinne der Stufe 1 basieren, die jedoch für den betreffenden finanziellen Vermögenswert oder die betreffende finanzielle Schuld entweder direkt, das heißt als Preis, oder indirekt, das heißt aus Preisen, abgeleitet oder beobachtet werden können; zum Beispiel Zinsswaps und Devisentermingeschäfte. Stufe 3: Verwendung von Bewertungsdaten / Einflussgrößen für die jeweiligen finanziellen Vermögenswerte oder Schulden, die nicht auf beobachtbaren beziehungsweise nachvollziehbaren Marktdaten beruhen; zum Beispiel zum beizulegenden Zeitwert bewertete Beteiligungen, deren Zeitwert durch eine Unternehmensbewertung ermittelt wurde. Angaben zur Fair Value-Hierarchie von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumentenscroll
Überleitung der auf Stufe 3 ermittelten beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumentenscroll
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Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Verluste in Höhe von 29.400 Tsd. Euro (Vorjahr Gewinne 14.700 Tsd. Euro) sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (Vorjahr sonstige betriebliche Erträge) berücksichtigt. Finanzielle Vermögenswerte mit einem Buchwert von 511.759 Tsd. Euro (Vorjahr 30.468 Tsd. Euro) sind zum 31. Dezember 2011 als Sicherheiten für bilanzierte finanzielle Verbindlichkeiten und nicht bilanzierte Eventualschulden gegeben. Die folgende Tabelle zeigt das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten nach IAS 39-Bewertungskategorien: Nettoergebnis aus Finanzinstrumentenscroll
In die Ermittlung des Nettoergebnisses aus Finanzinstrumenten werden Zinserträge und -aufwendungen, Wertberichtigungen und -aufholungen, Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung, Dividendenerträge, Abgangsgewinne beziehungsweise -verluste und sonstige erfolgswirksam erfasste Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten einbezogen. Im Geschäftsjahr wurden Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 36.743 Tsd. Euro (Vorjahr 43.173 Tsd. Euro) vorgenommen. Die Wertminderungen betreffen mit 1.174 Tsd. Euro (Vorjahr 13.398 Tsd. Euro) zum beizulegenden Zeitwert bewertete, nicht konsolidierte Tochterunternehmen und übrige Beteiligungen sowie mit 1.040 Tsd. Euro (Vorjahr 2.395 Tsd. Euro) die Buchwerte von nicht konsolidierten Tochterunternehmen und übrigen Beteiligungen, die aufgrund der Nichtverfügbarkeit eines beizulegenden Zeitwerts zu Anschaffungskosten bewertet werden. Die langfristigen Finanzforderungen wurden im Geschäftsjahr in Höhe von 19.763 Tsd. Euro (Vorjahr - Tsd. Euro) wertgemindert. Die kurzfristigen Finanzforderungen wurden in Höhe von 2.537 Tsd. Euro (Vorjahr 458 Tsd. Euro) wertberichtigt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit 11.576 Tsd. Euro (Vorjahr 21.146 Tsd. Euro) sowie Wertpapiere mit 546 Tsd. Euro (Vorjahr 5.776 Tsd. Euro) wertgemindert. Im aktuellen Geschäftsjahr wurden darüber hinaus kurzfristige sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte mit 107 Tsd. Euro (Vorjahr - Tsd. Euro) wertgemindert. 34. Eventualschulden und sonstige finanzielle Verpflichtungenscroll
Die Haftungsverhältnisse waren überwiegend zur Sicherung aufgenommener Bankkredite, für Vertragserfüllungen, Gewährleistungsverpflichtungen und Vorauszahlungen gegeben. Wir bürgten am Bilanzstichtag im Wesentlichen für Beteiligungsgesellschaften und Arbeitsgemeinschaften. Im Übrigen haften wir gesamtschuldnerisch für alle Arbeitsgemeinschaften, an denen wir beteiligt sind. Im Dezember 2011 wurde der in 2007 abgeschlossene syndizierte Avalkredit sowie der syndizierte Barkredit der HOCHTIEF Aktiengesellschaft mit einem neuen kombinierten Aval- und Barkredit in Höhe von zwei Mrd. Euro durch ein internationales Bankenkonsortium refinanziert. Dieser syndizierte Aval- und Barkredit hat eine Tranche für Avalziehungen im Volumen von 1,5 Mrd. Euro, die zum 31. Dezember 2011 mit 1,12 Mrd. Euro (Vorjahr 1,21 Mrd. Euro) in Anspruch genommen worden ist, und enthält eine Barlinie in Höhe von 500.000 Tsd. Euro, die zum 31. Dezember 2011 mit einem Betrag von 400.000 Tsd. Euro (Vorjahr 477.000 Tsd. Euro) gezogen ist. Der Kreditrahmen ermöglicht die Bereitstellung von Bürgschaften für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit vornehmlich der Divisions HOCHTIEF Concessions und HOCHTIEF Europe. Der neue Aval- und Barkredit hat eine Laufzeit von fünf Jahren, die am 13. Dezember 2016 endet. Daneben bestehen für den HOCHTIEF-Konzern weitere Avalkreditlinien mit einem Gesamtbetrag von 5,74 Mrd. Euro (Vorjahr 5,39 Mrd. Euro) bei Versicherungsgesellschaften und Banken. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat zugunsten amerikanischer Versicherungsgesellschaften eine unbegrenzte Garantie für Verpflichtungen der Turner- und der Flatiron-Gruppe im Rahmen des sogenannten Bondings ausgelegt. Dieses in den USA gesetzlich vorgesehene Sicherungsmittel garantiert die Erfüllung von Projekten der öffentlichen Hand. Weiterhin kommt es bei ausgewählten sonstigen Kunden zum Einsatz. Das gesamte Bondingvolumen beläuft sich auf 6.500 Mio. US-Dollar (Vorjahr 6.256 Mio. US-Dollar). Die Ausnutzung des Bondingvolumens beträgt im Berichtsjahr 4.417 Mio. US-Dollar (Vorjahr 4.084 Mio. US-Dollar). Eine Inanspruchnahme aus dieser HOCHTIEF-Garantie ist in der Vergangenheit nicht erfolgt und wird zurzeit auch nicht für die Zukunft erwartet. Die HOCHTIEF PPP Solutions GmbH und die HOCHTIEF Solutions AG haben in Verbindung mit den beiden Mautstraßenprojekten Maliakos-Kleidi und Elefsina-Patras-Tsakona direkt oder im Rahmen von Rückbürgschaften Garantien in Höhe von insgesamt 146.533 Tsd. Euro nach Berücksichtigung zurückgestellter Einzahlungsverpflichtungen ausgelegt. Diese Garantien wurden zur Besicherung der Vertragserfüllung, des aufgenommenen Eigenkapitalbrückenkredits, weiterer Kapitaleinschüsse, für Vorauszahlungen sowie für Gewährleistungsverpflichtungen begeben. Von einem Ziehungsrisiko nicht betroffen sind Verpflichtungen zur Absicherung von über den Eigenkapitalbrückenkredit hinausgehenden Kapitaleinschüssen sowie zusätzliche Garantien zur Vertragserfüllung zugunsten des Konzessionärs. Der Eintritt der Voraussetzungen für eine Inanspruchnahme dieser Garantien in Höhe von 18.747 Tsd. Euro wird derzeit als unwahrscheinlich eingestuft. Im Falle eines Scheiterns der laufenden Verhandlungen zur Restrukturierung der Projekte können somit maximal 127.786 Tsd. Euro ("Worst-Case"-Betrachtung) gemäß den Bestimmungen der Konzessionsverträge, des Eigenkapitalbrückenkredits beziehungsweise der Bauverträge inklusive der Rückzahlung von erhaltenen Vorauszahlungen gezogen werden. Da eine tragfähige Restrukturierung im Interesse aller Projektparteien liegt und nach aktueller Einschätzung auf Basis der fortgesetzten Verhandlungen mit dem griechischen Staat auch erreichbar scheint, wird die Inanspruchnahme aus diesen Garantien vom Management derzeit nicht erwartet. Das Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen beträgt im Konzern 507.255 Tsd. Euro (Vorjahr 629.033 Tsd. Euro) und betrifft im Wesentlichen die Bergbauaktivitäten der Leighton-Gruppe. Einzahlungsverpflichtungen auf Finanzanlagen bestehen in Höhe von 190.793 Tsd. Euro (Vorjahr 204.226 Tsd. Euro) im Wesentlichen für PPP-Projektgesellschaften in der Division HOCHTIEF Asia Pacific. Die Mindestleasingzahlungen für Operate Leasing-Verträge werden wie folgt fällig: Operate Leasingscroll
Die Verpflichtungen aus dem Operate Leasing betreffen überwiegend technische Anlagen und Maschinen der Leighton-Gruppe. Im Geschäftsjahr betrugen die Leasingzahlungen aus Operate Leasing-Verträgen 351.575 Tsd. Euro (Vorjahr 347.661 Tsd. Euro). Die Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen betragen 199.508 Tsd. Euro (Vorjahr 294.875 Tsd. Euro). Die unkündbare Mietdauer liegt zwischen zwei und zehn (Vorjahr zwei und elf) Jahren. Den Mietzahlungsverpflichtungen stehen erwartete Mieterträge in Höhe von 133.724 Tsd. Euro (Vorjahr 141.258 Tsd. Euro) gegenüber. Zudem bestehen weitere finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Liefer- und Leistungsverträgen in Höhe von 76.303 Tsd. Euro (Vorjahr 74.305 Tsd. Euro). RechtsstreitigkeitenGesellschaften des HOCHTIEF-Konzerns sind im Rahmen ihres Geschäftsbetriebs in Gerichtsprozesse involviert. HOCHTIEF erwartet durch diese Prozesse jedoch keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die wirtschaftliche und finanzielle Situation des Konzerns. 35. SegmentberichterstattungDie HOCHTIEF-Struktur entspricht der operativen Ausrichtung unseres Unternehmens und spiegelt die Präsenz des Konzerns in wichtigen internationalen Regionen sowie Märkten wider. Im HOCHTIEF-Konzern ergibt sich die Segmentabgrenzung aus den jeweiligen geschäftlichen Aktivitäten der Divisions. Die Segmentierung basiert dabei auf der internen Berichterstattung. Es bestehen folgende berichtspflichtige Divisions / Segmente* : HOCHTIEF Americas umfasst die Bautätigkeiten der operativen Einheiten in den USA und in Kanada; HOCHTIEF Asia Pacific bündelt die Bauaktivitäten und das Contract-Mining im asiatisch-pazifischen Raum; HOCHTIEF Concessions fokussiert sich auf die Entwicklung und Realisierung von Konzessions- und Betreiberprojekten; HOCHTIEF Europe bündelt das Kerngeschäft in Europa sowie in ausgewählten weiteren Regionen und plant, entwickelt, baut, bewirtschaftet und verwaltet Immobilien und Infrastruktureinrichtungen. Die Division HOCHTIEF Europe beinhaltet nach der Änderung der Konzernstruktur zum 1. Januar 2011 die Aktivitäten der bisherigen Unternehmensbereiche HOCHTIEF Europe, HOCHTIEF Real Estate und HOCHTIEF Services. Die Vorjahresangaben entsprechen sich in der Summe. Lediglich aus der Berücksichtigung konzernexterner Umsätze der Unternehmensbereiche (HOCHTIEF Europe, HOCHTIEF Real Estate und HOCHTIEF Services), bei denen es sich durch die Strukturanpassung um divisionsinterne Umsätze der Division HOCHTIEF Europe handelt, resultiert eine entsprechende Verminderung des Bereichsumsatzes um 47.049 Tsd. Euro innerhalb des Vergleichsjahres. Darüber hinaus haben sich durch die Eliminierung der statistischen Zinsgutschrift das EBITDA und das betriebliche Ergebnis / EBITA des Vorjahres um 16.808 Tsd. Euro vermindert. Unter Konzernzentrale / Konsolidierung werden die Konzernzentrale, andere, nicht den gesondert dargestellten Divisions zuordenbare Tätigkeiten, insbesondere das Management unserer finanziellen Ressourcen und Versicherungsaktivitäten, sowie Konsolidierungseffekte dargestellt. Die Versicherungsaktivitäten werden in der Konzernzentrale verantwortlich von der HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions GmbH - mit einer Tochtergesellschaft in Luxemburg - gesteuert. Die HOCHTIEF-Versicherungsgesellschaften bieten verschiedene Rückversicherungsleistungen für Bauleistungs-, Lieferantenausfall-, Bürgschafts- und Haftpflichtversicherungen sowie Arbeitnehmer-Unfallversicherungen an. scroll
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Erläuterungen zu den SegmentdatenDie Innenumsätze geben die Höhe der Umsätze zwischen den Divisions an. Innenumsätze werden unter Bedingungen wie unter fremden Dritten abgerechnet. Die Außenumsätze enthalten im Wesentlichen Umsatzerlöse aus der Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode im klassischen Baugeschäft, Construction-Management und Contract-Mining in Höhe von 20.620.967 Tsd. Euro (Vorjahr 17.483.708 Tsd. Euro). Die Summe aus Außenumsätzen und Innenumsätzen ergibt die Bereichsumsätze. Die Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, umfassen Erträge und Aufwendungen aus diesen Beteiligungen einschließlich Wertminderungen auf at Equity bewertete Finanzanlagen. Die Abschreibungen betreffen immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer, Sachanlagen sowie Investment Properties. Die Wertminderungen beinhalten Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Investment Properties und Finanzanlagen. Die Investitionen umfassen die Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen, Investment Properties, at Equity bewerteten Finanzanlagen (ohne Fortschreibung des Equity-Buchwerts), Tochterunternehmen sowie den übrigen Beteiligungen. Das Bruttovermögen entspricht der konsolidierten Bilanzsumme der Divisions. Die Bruttoschulden ergeben sich aus dem Bruttovermögen abzüglich des konsolidierten Eigenkapitals. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit lässt sich wie folgt zum betrieblichen Ergebnis / EBITA überleiten: scroll
Im Rahmen der Überleitungsrechnung wird im Zusammenhang mit der Änderung der Konzernstruktur die rein statistische Position "Zinsgutschrift" auf den durchschnittlichen Finanzierungssaldo aufgrund ihrer nun untergeordneten Bedeutung nicht mehr angewandt; somit entfällt ihr separater Ausweis. Das betriebliche Ergebnis/EBITA des Geschäftsjahres 2010 reduzierte sich mithin um 16.808 Tsd. Euro auf 947.527 Tsd. Euro. Die Überleitung zum betrieblichen Ergebnis / EBITA umfasst folgende Sachverhalte: Das Beteiligungsergebnis enthält alle Erträge und Aufwendungen, die aus betrieblich veranlassten Beteiligungen entstanden sind, und stellt daher einen integralen Bestandteil der operativen Tätigkeit des Konzerns dar. Erträge und Aufwendungen, die aus betriebswirtschaftlicher Sicht ungewöhnlich beziehungsweise durch Sondervorgänge entstanden sind, beeinträchtigen die Beurteilung der laufenden Geschäftstätigkeit und werden daher in das neutrale Ergebnis umgegliedert. Im Berichtsjahr wurde das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit um das negative neutrale Ergebnis in Höhe von 20.286 Tsd. Euro (Vorjahr 9.478 Tsd. Euro) bereinigt. Das neutrale Ergebnis enthält ausschließlich Restrukturierungsaufwendungen der Division HOCHTIEF Europe. 36. Angaben zur Konzern-KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung ist nach den Mittelveränderungen aus laufender Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Auswirkungen von Wechselkursänderungen sind dabei eliminiert; ihr Einfluss auf die flüssigen Mittel wird gesondert gezeigt. Mittelveränderungen aus dem Erwerb und der Veräußerung konsolidierter Gesellschaften werden innerhalb der Investitionstätigkeit gesondert ausgewiesen. Die Veränderung der flüssigen Mittel aus der Änderung des Konsolidierungskreises in Höhe von 13.559 Tsd. Euro (Vorjahr -301.567 Tsd. Euro) entfällt mit 13.559 Tsd. Euro (Vorjahr 5.027 Tsd. Euro) auf erworbene flüssige Mittel aus Akquisitionen. Im Geschäftsjahr wurden keine Bestände an flüssigen Mitteln (Vorjahr 306.594 Tsd. Euro) mitveräußert. Die in der Kapitalflussrechnung mit 2.280.720 Tsd. Euro (Vorjahr 2.451.057 Tsd. Euro) ausgewiesenen flüssigen Mittel zum Jahresende stimmen nach Abzug des innerhalb der "Zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte" ausgewiesenen Betrags in Höhe von 15.899 Tsd. Euro (Vorjahr - Tsd. Euro) mit dem entsprechenden Gesamtbetrag der flüssigen Mittel in der Bilanz überein. Hiervon bestehen 2.798 Tsd. Euro (Vorjahr 2.685 Tsd. Euro) als Kassenbestände, 1.784.389 Tsd. Euro (Vorjahr 1.731.779 Tsd. Euro) als Guthaben bei Kreditinstituten sowie 477.634 Tsd. Euro (Vorjahr 716.593 Tsd. Euro) als kurzfristig veräußerbare Wertpapiere mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von bis zu drei Monaten. Die flüssigen Mittel unterliegen Verfügungsbeschränkungen in Höhe von 85.212 Tsd. Euro (Vorjahr 7.464 Tsd. Euro). In der Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit werden alle zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge sowie das Ergebnis aus Anlagenabgängen und Entkonsolidierungen bereinigt. Die Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit wurden nicht vollständig aus den Mittelzuflüssen aus der laufenden Geschäftstätigkeit beglichen. Unter Berücksichtigung der Mittelabflüsse aus der Finanzierungstätigkeit ergab sich im Geschäftsjahr eine Verminderung der flüssigen Mittel. In der Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit sind unter anderem enthalten:
Nach Abzug des nicht zahlungswirksamen Teils aus der Equity-Bewertung beträgt das zugeflossene Beteiligungsergebnis (Dividenden) 194.068 Tsd. Euro (Vorjahr 192.958 Tsd. Euro). Desinvestments betreffen die Entkonsolidierung vollkonsolidierter Tochtergesellschaften. Hierdurch haben sich die langfristigen Vermögenswerte um 205.843 Tsd. Euro (Vorjahr 40.909 Tsd. Euro) und die kurzfristigen Vermögenswerte um 132.764 Tsd. Euro (Vorjahr 394.317 Tsd. Euro) vermindert. Die lang- und kurzfristigen Schulden reduzierten sich um 19.439 Tsd. Euro (Vorjahr 101.058 Tsd. Euro) beziehungsweise 142.790 Tsd. Euro (Vorjahr 143.698 Tsd. Euro). Von den erzielten Verkaufserlösen in Höhe von 356.998 Tsd. Euro (Vorjahr 283.414 Tsd. Euro) waren zum Bilanzstichtag 337.295 Tsd. Euro (Vorjahr 203.788 Tsd. Euro) durch flüssige Mittel beglichen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 147.130 Tsd. Euro (Vorjahr 99.816 Tsd. Euro) an HOCHTIEF-Aktionäre ausgeschüttet. Dividenden an fremde Gesellschafter sind in Höhe von 143.387 Tsd. Euro (Vorjahr 212.183 Tsd. Euro) gezahlt worden. Der Tilgung von Finanzschulden in Höhe von 1.240.085 Tsd. Euro (Vorjahr 610.590 Tsd. Euro) stehen Neuaufnahmen in Höhe von 1.237.902 Tsd. Euro (Vorjahr 870.552 Tsd. Euro) gegenüber. Das Finanzvermögen und die Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Verwendungsmöglichkeiten des Finanzvermögens unterliegen Einschränkungen. Dem Finanzvermögen stehen neben den Finanzverbindlichkeiten Vorauszahlungen von Auftraggebern, Einzahlungsverpflichtungen auf Finanzanlagen und das Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen gegenüber. Die Vorauszahlungen von Auftraggebern in Höhe von 402.697 Tsd. Euro (Vorjahr 545.836 Tsd. Euro) dienen zur Finanzierung der Auftragskosten. Einzahlungsverpflichtungen auf Finanzanlagen bestehen in Höhe von 190.793 Tsd. Euro (Vorjahr 204.226 Tsd. Euro) im Wesentlichen für PPP-Projektgesellschaften in der Division HOCHTIEF Asia Pacific. Das Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen in Höhe von 507.255 Tsd. Euro (Vorjahr 629.033 Tsd. Euro) betrifft im Wesentlichen die Bergbauaktivitäten der Leighton-Gruppe. 37. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenZu den wesentlichen nahestehenden Unternehmen zählt als Muttergesellschaft der HOCHTIEF Aktiengesellschaft die ACS. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine wesentlichen Geschäfte zwischen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beziehungsweise deren Konzernunternehmen und der ACS beziehungsweise deren verbundenen Unternehmen abgeschlossen. Nahestehende Unternehmen von besonderer Bedeutung sind die wesentlichen at Equity bewerteten Unternehmen Athens International Airport S.A., Flughafen Düsseldorf GmbH, Flughafen Hamburg GmbH, Budapest Airport Zrt., Sociedad Concesionaria Tünel San Cristobal S.A., Sociedad Concesionaria Autopista Vespucio Norte Express S.A., aurelis Real Estate GmbH & Co. KG, Habtoor Leighton Group sowie Leighton Welspun Contractors. Mit den wesentlichen nahestehenden Unternehmen wurden Geschäfte getätigt, die Auswirkungen auf folgende Abschlussposten hatten: scroll
Die Ausleihungen betreffen im Wesentlichen die Habtoor Leighton Group, den Flughafen Budapest sowie aurelis Real Estate. Die Ausleihung an den Flughafen Budapest wird unter der Position "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" ausgewiesen. Alle Geschäfte sind zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen worden. Weitere wesentliche Geschäfte zwischen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beziehungsweise Konzernunternehmen und Mitgliedern des Vorstands beziehungsweise Aufsichtsrats oder ihnen nahestehenden Personen oder Gesellschaften wurden im Berichtszeitraum nicht abgeschlossen. Interessenkonflikte traten weder bei Mitgliedern des Vorstands noch des Aufsichtsrats auf. 38. Gesamtbezüge des Vorstands und des AufsichtsratsDer Vergütungsbericht auf den Seiten 23 bis 28 dieses Geschäftsberichts fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft Anwendung finden, und erläutert Höhe sowie Struktur der Vorstandsbezüge. Außerdem werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben. Der Vergütungsbericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Im Übrigen stellt der Vergütungsbericht einen Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts dar. Auf der Basis dieser Grundsätze ergab sich folgende Vergütung für die einzelnen Mitglieder des Vorstands (ohne Auswirkungen des Sonderkündigungsrechts/Aufhebungsvereinbarung; siehe Seite 26): scroll
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Erstattung von Aufwendungen im Zusammenhang
mit der Beendigung des vorherigen Vorstandsmandats. Der Barwert der Pensionszusagen an aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder beträgt 59.967 Tsd. Euro (Vorjahr 53.163 Tsd. Euro). Dieser Wert ist vollständig durch Planvermögen in Form von Rückdeckungsversicherungen und dem HOCHTIEF Pension Trust e. V. (CTA) abgedeckt. An frühere Mitglieder des Vorstands oder deren Hinterbliebene wurden Beträge in Höhe von 5.273 Tsd. Euro (Vorjahr 3.699 Tsd. Euro) gezahlt. Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und ihren Hinterbliebenen sind 52.909 Tsd. Euro (Vorjahr 37.767 Tsd. Euro) zurückgestellt. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen 561 Tsd. Euro (Vorjahr 2.779 Tsd. Euro). scroll
39. Honorare des AbschlussprüfersInsgesamt sind für den Abschlussprüfer Deloitte & Touche folgende Honorare für erbrachte Dienstleistungen als Aufwand erfasst worden: scroll
Der inländische Verbund setzt sich aus der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als bestelltem Konzernabschlussprüfer sowie den mit ihr im Sinne von § 271 Abs. 2 HGB verbundenen Unternehmen zusammen. In den Honoraren für Abschlussprüfungen sind neben den Honoraren für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts durch den Konzernabschlussprüfer Deloitte & Touche im Wesentlichen die Honorare für die Prüfung der Jahresabschlüsse der HOCHTIEF Aktiengesellschaft sowie ihrer Tochterunternehmen im In- und Ausland enthalten. Der Anstieg der sonstigen Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen ist insbesondere auf Leistungen im Zusammenhang mit der Überarbeitung des Risikofrüherkennungssystems bei Leighton im abgelaufenen Geschäftsjahr zurückzuführen. Steuerberatungsleistungen umfassen sämtliche Dienstleistungen, die im Wesentlichen für Steuerangelegenheiten bei ausländischen Tochterunternehmen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft erbracht worden sind. Die sonstigen Leistungen beinhalten im Wesentlichen Projekte in der Division HOCHTIEF Asia Pacific. 40. Erklärung gemäß § 161 AktGFür die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist die gemäß § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und der Öffentlichkeit auf den HOCHTIEF-Internetseiten dauerhaft zugänglich gemacht worden.* 41. Ereignisse nach dem BilanzstichtagDie Ereignisse nach dem Bilanzstichtag werden vorstehend im Nachtragsbericht auf Seite 139 dargestellt. 42. Anwendung der Befreiungsvorschriften der §§ 264 Abs. 3 beziehungsweise 264b HGBDie folgenden inländischen vollkonsolidierten Tochtergesellschaften machen für das Geschäftsjahr von Teilen der Befreiungsvorschriften Gebrauch: A.L.E.X.-Bau GmbH, Essen, car.e Facility Management GmbH, Hamburg, Deutsche Baumanagement GmbH, Essen, Deutsche Bau- und Siedlungs-Gesellschaft mbH, Essen, Eurafrica Baugesellschaft mbH, Essen, Europaviertel Baufeld 4d GmbH & Co. KG, Essen, forum am Hirschgarten Nord GmbH & Co. KG (vormals: MK 3 Nord GmbH & Co. KG), Essen, forum am Hirschgarten Süd GmbH & Co. KG (vormals: MK 3 Süd GmbH & Co. KG), Essen, GVG mbH & Co. Objekt RPU Berlin 2 KG, Essen, HAP Hamburg Airport Partners GmbH & Co. KG, Hamburg, HOCHTIEF Ackerstraße 71-76 GmbH & Co. KG, Berlin, HOCHTIEF AirPort GmbH, Essen, HOCHTIEF AirPort Capital Verwaltungs GmbH & Co. KG, Essen, HOCHTIEF Americas GmbH, Essen, HOCHTIEF Asia Pacific GmbH, Essen, HOCHTIEF Aurestis Beteiligungsgesellschaft mbH, Essen, HOCHTIEF Concessions AG, Essen, HOCHTIEF Construction Erste Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Essen, HOCHTIEF Energy Management GmbH, Essen, HOCHTIEF Global One GmbH, Essen, HOCHTIEF Global Trade GmbH, Essen, HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions GmbH, Essen, HOCHTIEF Offshore Crewing GmbH, Essen, HOCHTIEF ÖPP Projektgesellschaft mbH, Essen, HOCHTIEF PPP Solutions GmbH, Essen, HOCHTIEF PPP Schulpartner Braunschweig GmbH, Essen, HOCHTIEF Projektentwicklung "Am Europagarten" GmbH & Co. KG, Essen, HOCHTIEF Projektentwicklung GmbH, Essen, HOCHTIEF Projektentwicklung "Helfmann Park" GmbH & Co. KG, Essen, HOCHTIEF Property Management GmbH, Essen, HOCHTIEF Solutions AG, Essen, HOCHTIEF Solutions Real Estate GmbH, Essen, HOCHTIEF ViCon GmbH, Essen, HTP Grundbesitz Blue Heaven GmbH, Essen, HTP Immo GmbH, Essen, I.B.G. Immobilien- und Beteiligungsgesellschaft ThüringenSachsen mbH, Erfurt, MK 1 Am Nordbahnhof Berlin GmbH & Co. KG, Essen, Moltendra Grundstücks- und Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Mainoffice KG, Frankfurt am Main, Projektgesellschaft Börsentor Frankfurt GmbH & Co. KG, Essen, Projektgesellschaft Luxemburger Straße Essen GmbH & Co. KG, Essen, Projektgesellschaft Marco Polo Tower GmbH & Co. KG, Hamburg, Projektgesellschaft Quartier 21 mbH & Co. KG, Essen, SCE Chile Holding GmbH, Essen, Streif Baulogistik GmbH, Essen, Turner HOCHTIEF Construction Management GmbH, Essen. 43. Beteiligungen des HOCHTIEF-Konzerns zum 31.12.2011In der folgenden Tabelle sind die vollkonsolidierten Beteiligungsgesellschaften aufgeführt: Vollkonsolidierte Beteiligungsgesellschaftenscroll
Außerdem wurden folgende Gemeinschaftsunternehmen anteilmäßig in den Konzernabschluss einbezogen: Gemeinschaftsunternehmenscroll
Assoziierte Unternehmen, die im Konzernabschluss nach der Equity-Methode berücksichtigt wurden, sind die Folgenden: Assoziierte Unternehmenscroll
Folgende Tochterunternehmen werden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung zu fortgeführten Anschaffungskosten in den Konzernabschluss einbezogen: Tochterunternehmen von untergeordneter Bedeutungscroll
Die folgenden assoziierten Unternehmen werden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt Assoziierte Unternehmen von untergeordneter Bedeutungscroll
Übrige BeteiligungenDie wesentliche übrige Beteiligung Southern Cross Airports Corporation Holdings Ltd., Sydney, Australien, an der der HOCHTIEF-Konzern einen Anteil am Kapital von 12 Prozent hält, weist im Geschäftsjahr 2010 ein Eigenkapital von 1.914.029 Tsd. Euro und ein Ergebnis von 323.219 Tsd. Euro aus. Ihre Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. HOCHTIEF Aktiengesellschaft |
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