HOCHTIEF Aktiengesellschaft

Essen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Konzernbericht 2014 Kombinierter Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht

MEINE INVESTITION

UNSERE VERANTWORTUNG

Konzernbericht 2014 Kombinierter Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht

Mit diesem Konzernbericht haben wir zum ersten Mal unsere jährliche Finanz- und Nachhaltigkeitsberichterstattung in einem kombinierten Bericht zusammengeführt.* Damit möchten wir einen Beitrag zur transparenten, ganzheitlichen Betrachtungsweise von ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten leisten und den Einfluss auf unseren nachhaltigen Konzernerfolg aufzeigen.

Informationen zu diesem Bericht

Wir informieren unsere Stakeholder (Interessengruppen) und binden sie entsprechend ein. So publizieren wir seit 2001 ergänzend zum Geschäftsbericht regelmäßig auch unseren Umwelt- beziehungsweise Nachhaltigkeitsbericht.

Berichtszeitraum und -zyklus des HOCHTIEF-Konzernberichts: Wir haben uns bei der Berichterstattung in diesem kombinierten Konzernbericht für eine kurze Darstellung der relevanten Nachhaltigkeitsthemen entschieden. Ergänzungen sowie weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.hochtief.de/kb2014. Der Berichtszeitraum ist 1. Januar bis 31. Dezember 2014 und schließt an die im Februar 2014 erschienenen HOCHTIEF-Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichte 2013 an. Abweichende Berichtszeiträume der Daten werden separat ausgewiesen. Der nächste kombinierte Konzernbericht wird im Februar 2016 erscheinen.

Berichtsinhalte: Die Nachhaltigkeitsinhalte dieses Berichts wurden auf der Basis bestehender interner Prozesse entwickelt. Die relevanten Informationen wurden in den operativen Einheiten des Konzerns abgefragt oder stammen aus offiziellen Dokumenten von HOCHTIEF. Der Berichtsinhalt wurde von den fachlich zuständigen Mitarbeitern geprüft sowie einer unabhängigen betriebswirtschaftlichen Prüfung unterzogen (limited assurance).** Dazu gehören auch Artikel, die außerhalb des Lageberichts platziert sind. Im internationalen Beteiligungsportfolio von HOCHTIEF gibt es Beteiligungsgesellschaften, die über eigene Managementsysteme verfügen und sich an den jeweiligen Landesgesetzen orientieren. Damit ist eine einheitliche Datenerhebung zu den Nachhaltigkeitsthemen für den gesamten Konzern nicht durchgängig möglich. Wir geben darum stets an, wo die Betrachtungsgrenzen liegen. Den in diesem Konzernbericht beschriebenen Zielen liegt die Annahme einer unveränderten Fortführung des HOCHTIEF-Konzerns in der derzeitigen Form zugrunde.

Internationale Reporting-Standards: Der Konzernlagebericht und der Konzernanhang sind nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der HOCHTIEF-Konzernbericht 2014 orientiert sich im Hinblick auf die Nachhaltigkeit und die Berichtsqualität an den Leitlinien (G4) der Global Reporting Initiative (GRI)*** und deckt die wesentlichen Aspekte ab. Der vorliegende Bericht dient auch als Fortschrittsbericht über die Umsetzung der Prinzipien des UN Global Compact. Als verpflichtenden jährlichen Bericht (Communication on Progress - COP) veröffentlicht HOCHTIEF den Konzernbericht 2014 auch auf den InternetSeiten der Organisation .

In allen Texten beziehen wir uns grundsätzlich mit der allgemeinen Anrede sowie den Funktionen auf Damen und Herren.

www.unglobal-compact.org

* Weitere Informationen dazu finden Sie im Vorwort des Vorstandsvorsitzenden (Seite 9) und im Interview mit Vorstandsmitglied Nikolaus Graf von Matuschka (im Internet unter www.hochtief. de/interview-vs).
** Weitere Informationen finden Sie in der Prüfbescheinigung auf den Seiten 262 bis 263.
*** Weitere Informationen zu GRI und UN Global Compact finden Sie auf den Seiten 265 bis 266.

Zum Bildkonzept

Zur TitelSeite:

HOCHTIEF gehört zu den führenden globalen Baukonzernen. Unsere Tochter- und Beteiligungsgesellschaften realisieren weltweit komplexe und anspruchsvolle Hochbau- und Infrastrukturprojekte. Sie prägen das Erscheinungsbild moderner Städte und Metropolregionen - so wie in Hamburg, Deutschland.

Zu den BildSeiten:

Gelebte Nachhaltigkeit - das ist für uns das Zusammenspiel von Ökonomie, Ökologie und Sozialem. Unser Ziel ist es, in jedem unserer Projekte diese drei Aspekte zu berücksichtigen. Auf den folgenden BildSeiten, die den Bericht wie einen roten Faden durchziehen, zeigen wir Ihnen beispielhaft, wie wir diesen Anspruch mit Leben füllen. Hier erhalten Sie erste Informationen, weitere finden Sie im Kapitel Segmentbericht sowie im Internet unter www.hochtief.de.

Konzernbericht 2014

Den Konzernbericht als PDF finden Sie unter www.hochtief.de/berichte. Die Druckfassung können Sie hier ebenfalls bestellen.

Verweise

* Seitenverweis im Konzernbericht

> Dieses Symbol weist auf inhaltliche Ergänzungen zum Konzernbericht hin, die im Internet auf der HOCHTIEF-Website www.hochtief.de sowie auf den Seiten unserer Tochtergesellschaften zu finden sind. Die entsprechenden Links geben wir zusätzlich an.

Dieses Symbol weist in diesem Bericht auf Links im Internet hin. Die entsprechenden Internetadressen haben wir auf den jeweiligen Seiten angegeben.

Bericht des Aufsichtsrats Informationen für die Aktionäre

Sehr geehrte Aktionäre,

Im Geschäftsjahr 2014 hat der Aufsichtsrat sämtliche ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht und diesen bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten. Dabei war der Aufsichtsrat in alle grundlegenden Entscheidungen eingebunden. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich und mündlich über die wesentlichen Aspekte der Geschäftsentwicklung und bedeutsame einzelne Geschäftsvorfälle unterrichtet. Ebenso gründlich wurde der Aufsichtsrat über die aktuelle Ertragssituation, die Risikolage und das Risikomanagement informiert.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr fanden vier ordentliche und drei außerordentliche Aufsichtsratssitzungen statt. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben während ihrer Amtszeit an mindestens der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Der Aufsichtsrat hat seine Entscheidungen auf Grundlage von ausführlichen Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands getroffen. Über Projekte und Vorgänge von besonderer Bedeutung oder Dringlichkeit berichtete der Vorstand auch außerhalb von Sitzungen. Der Aufsichtsrat hat die nach Gesetz oder Satzung erforderlichen Beschlüsse gefasst. Sofern notwendig, geschah dies auch im schriftlichen Verfahren. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand in ständigem Kontakt mit dem Vorstandsvorsitzenden. Ereignisse von außerordentlicher Bedeutung für die Lage und Entwicklung des HOCHTIEF-Konzerns konnten somit unverzüglich erörtert werden.

Die Anteilseigner- und die Arbeitnehmervertreter haben die Tagesordnungspunkte der Aufsichtsratssitzungen regelmäßig in getrennten Vorgesprächen beraten. Bei der Beratung einzelner Themen hat der Aufsichtsrat ohne den Vorstand getagt.

Beratungsschwerpunkte.

Im Berichtsjahr 2014 hat sich der Aufsichtsrat mit einer Vielzahl von Themen befasst. Im Vordergrund der Beratungen standen Fragen der Strategie des Gesamtkonzerns und der Divisions, insbesondere die Aufstockung der Beteiligung an Leighton Holdings Limited in Australien auf knapp 70 Prozent. Der Aufsichtsrat beschäftigte sich in seinen Sitzungen schwerpunktmäßig mit folgenden Themen:

In der Bilanzsitzung am 26. Februar 2014 hat sich der Aufsichtsrat insbesondere mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss 2013 befasst. Hierüber wird weiter unten ausführlich berichtet. Weiter beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG und der Tagesordnung für die Hauptversammlung 2014. Ein weiterer wesentlicher Punkt war die Einziehung der eigenen Aktien, verbunden mit einer Kapitalherabsetzung.

In seiner außerordentlichen Sitzung am 7. März 2014 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Erhöhung der Beteiligung an der australischen Tochtergesellschaft Leighton Holdings Limited im Zuge eines anteiligen Übernahmeangebots an alle außenstehenden Aktionäre und erteilte dem Vorstand die Zustimmung zur Durchführung der Maßnahme.

In der Sitzung vor der Hauptversammlung am 7. Mai 2014 berichtete der Vorstand über den Geschäftsverlauf im ersten Quartal sowie die bevorstehende Hauptversammlung. Des Weiteren befasste sich der Aufsichtsrat mit der Begebung eines Non-rated Bonds sowie Fragen der Vorstandsvergütung. Über die Bestellung von zwei weiteren Vorstandsmitgliedern wird in dem Abschnitt "Personelle Veränderungen in Aufsichtsrat und Vorstand" berichtet.

In der außerordentlichen Sitzung am 2. Juni 2014 berichtete der Vorstand über die Überprüfung der Unternehmensstrategie von Leighton Holdings Limited sowie die in diesem Zusammenhang geplanten Restrukturierungsmaßnahmen. Der Aufsichtsrat erörterte den Vorstandsbericht und nahm die eingeleiteten Maßnahmen zustimmend zur Kenntnis.

In der Sitzung am 17. September 2014 besprach der Aufsichtsrat den Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr und beschäftigte sich hierbei insbesondere mit den Divisions Asia Pacific und Europe. Außerdem berichtete der Vorstand über eine durch Presseberichte initiierte Anlassprüfung des (verkürzten) Abschlusses zum 30. Juni 2014 durch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung. Der Aufsichtsrat erörterte den Vorstandsbericht und ließ sich in den folgenden Sitzungen des Jahres hierzu weiter berichten.

In seiner außerordentlichen Sitzung am 25. September 2014 erörterte der Aufsichtsrat erneut Fragen im Zusammenhang mit Vergütungsansprüchen eines ehemaligen Vorstandsmitglieds und fasste die notwendigen Beschlüsse. Über die Nachfolge im Aufsichtsratsvorsitz und die dazu gefassten Beschlüsse wird in dem Abschnitt "Personelle Veränderungen in Aufsichtsrat und Vorstand" berichtet.

Die letzte Sitzung des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr fand am 19. Dezember 2014 statt. In dieser Sitzung erörterte der Aufsichtsrat den Geschäftsverlauf in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres. Weiterhin beschäftigte sich der Aufsichtsrat intensiv mit der operativen Planung und der Finanz- und Bilanzplanung für die Jahre 2015 bis 2017. Abweichungen von früher aufgestellten Planungen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat vom Vorstand erläutert. Nach Beratung hat der Aufsichtsrat die Unternehmensplanung des Vorstands zustimmend zur Kenntnis genommen. Weiterhin hat sich der Aufsichtsrat mit einer Neuregelung der Aufsichtsratsvergütung befasst und hierfür die notwendigen Beschlüsse getroffen. Ziel ist eine Umgestaltung der Vergütung zugunsten einer reinen Festvergütung. Der Hauptversammlung 2015 soll eine entsprechende Satzungsänderung vorgeschlagen werden.

In mehreren Sitzungen hat sich der Aufsichtsrat mit Compliance-Themen bei HOCHTIEF beschäftigt. Gegenstand der Aussprache waren insbesondere Maßnahmen zur Verbesserung der Organisationsstruktur und die Implementierung neuer Prozesse. Über die entsprechenden Umsetzungsmaßnahmen berichtete der Vorstand.

Im Geschäftsjahr hat sich der Aufsichtsrat wiederum mit den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex > befasst. Darüber berichtet der Vorstand zugleich auch für den Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 des Kodex. Dieser Bericht wird zusammen mit der Erklärung zur Unternehmensführung auf der Website der Gesellschaft sowie im Geschäftsbericht veröffentlicht.

> Weitere Informationen finden Sie unter www.hochtief.de/ corporate-governance

Weiterhin hat der Aufsichtsrat im Jahr 2014 eine Effizienzprüfung im Sinne von Ziffer 5.6 des Kodex durchgeführt und deren Ergebnisse sowie Verbesserungsvorschläge erörtert.

Der Aufsichtsrat hat vier Ausschüsse gebildet, deren Mitglieder auf Seite 21 aufgeführt sind. Die Ausschüsse bereiten die bei Aufsichtsratssitzungen anstehenden Themen und Beschlüsse vor. Zum Teil nehmen sie auch Entscheidungsbefugnisse wahr, die ihnen vom Aufsichtsrat übertragen wurden. Die Vorsitzenden der Ausschüsse haben den Aufsichtsrat regelmäßig über die Inhalte und Ergebnisse der Ausschusssitzungen informiert.

Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2014 dreimal. Er beschäftigte sich intensiv mit den Quartalsberichten und den Jahresabschlüssen. Diese Berichte und Abschlüsse erörterte er vor der Veröffentlichung mit dem Vorstand. Der Prüfungsausschuss bereitete außerdem die Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer vor. Dabei behandelte er auch die Prüfungsschwerpunkte und die Honorarvereinbarung. Außerdem beschäftigte er sich mit der sogenannten Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers. Besonders befasste er sich mit dem Risikomanagement des Konzerns und dem rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem. Darüber hinaus behandelte der Ausschuss Compliance-Fragen sowie die Prüfungsergebnisse der internen Revision und deren Prüfungsplanung. Im Geschäftsjahr 2014 stand eine Vielzahl weiterer Themen auf den Tagesordnungen der Ausschusssitzungen, unter anderem die Berichte über wesentliche Projekte der Divisions HOCHTIEF Americas, HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe.

Der Personalausschuss tagte dreimal. Er befasste sich im Wesentlichen mit der Höhe der Vorstandsbezüge und der Struktur des Vergütungssystems. Außerdem bereitete er die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor.

Der Nominierungsausschuss und der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG mussten im Geschäftsjahr 2014 nicht einberufen werden.

Das Präsidium des Aufsichtsrats und der Strategieausschuss tagten im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht mehr. Der Aufsichtsrat hat diese beiden Ausschüsse mit einer Änderung seiner Geschäftsordnung aufgehoben. Die bisher durch diese beiden Ausschüsse übernommenen Aufgaben werden jetzt wieder durch das Plenum wahrgenommen.

Interessenkonflikte.

Nach den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und entsprechenden Bestimmungen in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats sind die Mitglieder des Aufsichtsrats zur unverzüglichen Offenlegung angehalten, wenn bei ihnen Interessenkonflikte auftreten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lagen keine solchen Mitteilungen vor.

Jahresabschluss 2014.

Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, der Konzernabschluss nach IFRS (International Financial Reporting Standards) und der mit dem Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zusammengefasste Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014 sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung am 7. Mai 2014 gewählten und vom Aufsichtsrat mit der Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses beauftragten Abschlussprüfer, der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Abschlussprüfer hat zudem festgestellt, dass der Vorstand ein geeignetes Risikofrüherkennungssystem eingerichtet hat. Die vorgenannten Unterlagen sowie der Geschäftsbericht, der Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sind allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Sitzung des Prüfungsausschusses am 24. Februar 2015 beziehungsweise vor der Bilanzsitzung am 25. Februar 2015 übersandt worden. Die Unterlagen wurden in den Sitzungen vom Vorstand zusätzlich mündlich erläutert.

Die verantwortlichen Abschlussprüfer berichteten in diesen Sitzungen über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und standen für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Prüfungsausschuss hat sich vor der Sitzung des Aufsichtsrats eingehend mit diesen Unterlagen befasst und dem Aufsichtsrat eine Billigung des Jahres- und des Konzernabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts empfohlen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefassten Konzernlagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns eingehend geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben.

Der Aufsichtsrat hat nach eigener Prüfung und unter Berücksichtigung des Berichts des Prüfungsausschusses dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses durch den Abschlussprüfer zugestimmt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt und damit den Jahresabschluss festgestellt. Er schließt sich dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns an.

Bericht gemäß § 312 AktG.

Der vom Vorstand nach § 312 AktG erstellte Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen ist vom Abschlussprüfer geprüft worden. Dieser Bericht sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers sind allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Bilanzsitzung am 25. Februar 2015 übermittelt worden. Die Wirtschaftsprüfer, die den Prüfungsbericht unterzeichnet haben, nahmen an den Besprechungen des Aufsichtsrats über diese Vorlagen teil und berichteten über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung. Der Aufsichtsrat hat den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft und als in Ordnung befunden.

Der Abschlussprüfer hat den vorgeschriebenen Bestätigungsvermerk gemäß § 313 Abs. 3 AktG wie folgt erteilt:

Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und

2. bei dem im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäft die Leistung der HOCHTIEF AG nicht unangemssen hoch war.

Von dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen.

Personelle Veränderungen in Aufsichtsrat und Vorstand.

Der Aufsichtsrat hat die Herren Nikolaus Graf von Matuschka und José Ignacio Legorburo Escobar mit Wirkung zum 7. Mai 2014 zu Mitgliedern des Vorstands bestellt.

Herr Thomas Eichelmann, der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende, hat sein Amt als Vorsitzender und Mitglied des Aufsichtsrats mit Wirkung zum 30. September 2014 niedergelegt. In seiner außerordentlichen Sitzung am 25. September 2014 hat der Aufsichtsrat Herrn Pedro López Jiménez als Nachfolger zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt.

Durch Beschluss des Amtsgerichts Essen vom 10. Oktober 2014 ist Frau Christine Wolff zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt worden.

Der Aufsichtsrat dankt Herrn Eichelmann für seine Tätigkeit und den engagierten Einsatz als Vorsitzender des Aufsichtsrats.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand, den Unternehmensleitungen sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus.

 

Essen, im März 2015

Der Aufsichtsrat

Pedro López Jiménez, Vorsitzender

Gremien

Aufsichtsrat

Pedro López Jiménez

Madrid, Vorsitzender des Aufsichtsrats der HOCHTIEF Aktiengesellschaft (seit 01.10.2014), Member of the Board and of the Executive Committee of ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A., Madrid

b) ACS Servicios y Concesiones, S.L. (Vice-Chairman)

ACS Servicios, Comunicaciones y Energía, S.L. (Vice-Chairman)

Dragados, S.A. (Chairman-in-Office)

Leighton Holdings Limited

Gregor Asshoff*

Frankfurt am Main, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, Rechtsanwalt, Leiter der Hauptabteilung Politik und Grundsatzfragen des Bundesvorstands der IG Bauen-Agrar-Umwelt

a) Zusatzversorgungskasse des Gerüstbaugewerbes VvaG

Abdulla Abdulaziz Turki Al-Subaie

Doha, Geschäftsführer Qatar Railways

b) Barwa Bank

Qatar Construction & Engineering Company

Qatar Rail

Ángel García Altozano

Madrid, Corporate General Manager von ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A., Madrid

b) ACS Servicios y Concesiones, S.L.

ACS Servicios, Comunicaciones y Energía, S.L.

Dragados, S.A.

Xfera Móviles, S.A. (Chairman)

Carsten Burckhardt*

Dortmund, Mitglied des Bundesvorstands der IG Bauen-Agrar-Umwelt

a) Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG

b) Dein Plus GmbH

DGB Rechtsschutz GmbH

Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft (ULAK)

José Luis del Valle Pérez

Madrid, Member and Secretary of the Board of ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A., and General Secretary of the ACS Group, Madrid

b) ACS Servicios y Concesiones, S.L.

ACS Servicios, Comunicaciones y Energía, S.L.

Cobra Gestión de Infraestructuras, S.A.

Dragados, S.A.

Leighton Holdings Limited

Thomas Eichelmann

München, Vorsitzender des Aufsichtsrats der HOCHTIEF Aktiengesellschaft (bis 30.09.2014), Hauptgeschäftsführer der ATON GmbH, München

a) EDAG Engineering AG (Vorsitz)

FFT GmbH & Co. KGaA

HAEMA AG

V-Bank AG

Wüstenrot & Württembergische AG

b) ATON US, Inc.

Bankhaus Ellwanger & Geiger KG (Vorsitz)

OrthoScan, Inc.

J.S. Redpath Holdings, Inc.

Dr. Michael Frenzel

Burgdorf, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft e. V.

a) AXA Konzern AG

Dr. rer. pol. h. c. Francisco Javier Garcia Sanz

Braunschweig, Mitglied des Vorstands der Volkswagen Aktiengesellschaft, Wolfsburg

a) AUDI AG

Dr. Ing. h. c. F. Porsche Aktiengesellschaft

b) CAIXAHOLDING, S.A.

FAW-Volkswagen Automotive Company, Ltd.

Porsche Holding Stuttgart GmbH

Scania AB

Scania CV AB

SEAT, S.A.

Shanghai-Volkswagen Automotive Company Ltd.

VfL Wolfsburg-Fußball GmbH

Volkswagen (China) Investment Company Ltd.

Volkswagen Group of America, Inc.

Dr. Thomas Krause*

Bremen, Executive Vice President der HOCHTIEF

Infrastructure GmbH International

Matthias Maurer*

Hamburg, Betriebsrat HOCHTIEF Infrastructure GmbH

Udo Paech*

Berlin, Betriebsrat der HOCHTIEF Building GmbH (Bereich Nordost)

Nikolaos Paraskevopoulos*

Bottrop, Mitglied des Konzernbetriebsrats der HOCHTIEF Aktiengesellschaft

Klaus Stümper*

Lohmar, Betriebsratsvorsitzender der HOCHTIEF Infrastructure GmbH (Bereich West)

Olaf Wendler*

Sülzetal, Leiter Personalkoordination

Rohbau/Industriebau (HOCHTIEF Building GmbH)

Dr. Jan Martin Wicke

Stuttgart, Vorsitzender des Vorstands der Talanx

Deutschland AG, Hannover

a) HDI Lebensversicherung AG

HDI Versicherung AG

HDI Vertriebs AG

PB Lebensversicherung AG

PB Versicherung AG

Talanx Service AG

Talanx Systeme AG

TARGO Lebensversicherung AG

TARGO Versicherung AG

Christine Wolff

Hamburg, Unternehmensberaterin (ab 10.10.2014)

a) Berliner Wasserbetriebe A. ö. R.

KSBG Kommunale Verwaltungsgesellschaft GmbH

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Prüfungsausschuss

Ángel García Altozano (Vorsitzender)

Gregor Asshoff (stellv.)

José Luis del Valle Pérez

Matthias Maurer (bis 19.12.2014)

Udo Paech (ab 20.12.2014)

Nikolaos Paraskevopoulos

Dr. Jan Martin Wicke

Personalausschuss

Pedro López Jiménez (Vorsitzender) (ab 01.10.2014)

Thomas Eichelmann (Vorsitzender) (bis 30.09.2014)

José Luis del Valle Pérez (ab 19.12.2014)

Dr. Michael Frenzel

Matthias Maurer

Klaus Stümper (ab 19.12.2014)

Olaf Wendler

Christine Wolff (ab 19.12.2014)

Nominierungsausschuss

Pedro López Jiménez (Vorsitzender) (ab 01.10.2014)

Thomas Eichelmann (Vorsitzender) (bis 30.09.2014)

Dr. Michael Frenzel

Christine Wolff (ab 19.12.2014)

Vermittlungsausschuss (§ 27 Abs. 3 MitbestG)

Pedro López Jiménez (Vorsitzender) (ab 01.10.2014)

Thomas Eichelmann (Vorsitzender) (bis 30.09.2014)

Gregor Asshoff

Carsten Burckhardt

Dr. Michael Frenzel

Vorstand

Marcelino Fernández Verdes

Düsseldorf, Vorsitzender des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen

b) Flatiron Holding, Inc.

HOCHTIEF AUSTRALIA HOLDINGS Ltd.

Leighton Holdings Limited (Executive Chairman)

The Turner Corporation

Peter Sassenfeld

Duisburg, Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektor

der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen

b) Flatiron Holding, Inc.

HOCHTIEF AUSTRALIA HOLDINGS Ltd.

Leighton Holdings Limited

The Turner Corporation

José Ignacio Legorburo Escobar

Düsseldorf, Mitglied des Vorstands und Chief Operating Officer (COO) der HOCHTIEF Aktiengesellschaft,

Essen, und der HOCHTIEF Solutions AG, Essen

a) HOCHTIEF Building GmbH

HOCHTIEF Infrastructure GmbH

Nikolaus Graf von Matuschka

Aldenhoven/Jüchen, Mitglied des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, und Vorsitzender des Vorstands der HOCHTIEF Solutions AG, Essen

a) HOCHTIEF Building GmbH

HOCHTIEF Infrastructure GmbH

* Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer

a) Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten (Stand: 31. Dezember 2014)

b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (Stand: 31. Dezember 2014)

Stichtag für die Angabe zu Mitgliedschaften: 31.12.2014; bei unterjährig ausgeschiedenen Gremienmitgliedern: Tag des Ausscheidens

Zusammengefasster Lagebericht und Konzernlagebericht

Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit

Konzernstruktur 2014

Konzernstruktur 2014

HOCHTIEF erbringt seine Leistungen weltweit mit den drei Divisions HOCHTIEF Americas, HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe. Damit spiegelt sich die operative Ausrichtung des Konzerns - seine Präsenz in wichtigen nationalen und internationalen Regionen sowie Märkten - in der Struktur wider.*

Die strategische und operative Management-Holding von HOCHTIEF konzentriert sich insbesondere auf die Führung und Steuerung des Konzerns. Der Vorstand und die zentralen Konzernabteilungen verantworten als Steuerungsebene die strategische, organisatorische und operative Entwicklung des HOCHTIEF-Konzerns. Zur Holding gehören die Konzernabteilungen Recht, Corporate Governance/Compliance, Revision/Organisation, Personal, Konzernentwicklung, Mergers and Acquisitions, Kommunikation sowie Controlling, Finanzen, Capital Markets Strategy/Investor Relations, Rechnungswesen sowie Steuern und Versicherungen.

Geschäftstätigkeit des HOCHTIEF-Konzerns**

HOCHTIEF realisiert als internationaler Baukonzern Projekte in den Bereichen Verkehrs-, Energie-, soziale und urbane Infrastruktur sowie im Minen- und Servicegeschäft. Dabei profitieren das Unternehmen und seine Kunden gleichermaßen von der langjährigen HOCHTIEF-Erfahrung und unseren Kompetenzen im Entwickeln, Finanzieren, Bauen und Betreiben. Unser Fokus liegt auf komplexen Infrastrukturprojekten, die wir auch auf Basis von Konzessionsmodellen realisieren - denn unser ganzheitlicher Ansatz kommt insbesondere bei Public-Private-Partnership-Projekten*** (PPP) zum Tragen. Zusätzlichen Mehrwert erreichen wir durch den Know-how-Transfer und die enge Zusammenarbeit innerhalb des Konzerns. Wir arbeiten zudem mit exzellenten Partnern zusammen, die wir mittels transparenter Kriterien, wie zum Beispiel der Erfüllung unserer Standards, auswählen.

* Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten 3 und 4 sowie auf den Seiten 32 und 33.
** Weitere Informationen zur Geschäftstätigkeit der Divisions finden Sie auf den Seiten 3 und 4 sowie auf den Seiten 80 bis 93.
*** Siehe Glossar Seite 266.

Für seine Kunden ist HOCHTIEF ein langfristiger, zuverlässiger Partner, der für hohe Flexibilität, Innovationskraft sowie herausragende Qualität steht. Mit unseren Projekten realisieren wir überwiegend Unikate, für die wir individuelle Lösungen entwickeln und umsetzen. HOCHTIEF bekennt sich zu Nachhaltigkeit als integralem Bestandteil seiner Unternehmensstrategie und fördert das Zusammenspiel zwischen Ökonomie, Ökologie und Sozialem.

Als eines der internationalsten Unternehmen der Branche ist der HOCHTIEF-Konzern auf wichtigen regionalen Baumärkten der Welt vertreten - darunter weite Teile Europas, Amerika, Australien, der asiatisch-pazifische Raum sowie die Golfregion. 94,6 Prozent unseres Umsatzes generieren wir außerhalb Deutschlands. Regionale Marktschwankungen können wir dank dieser globalen Aufstellung ausgleichen.

Wesentliche finanzielle Steuerungsgrößen bei HOCHTIEF

Das Kapitalrenditekonzept Return on Net Assets (RONA) stellt in Zeiten wesentlicher konzerninterner Umstrukturierungen keine zentrale Steuerungsgröße für die HOCHTIEF-Gruppe dar, da das durch Umstrukturierungsmaßnahmen temporär freigesetzte Kapital vor einer Neuinvestition keine mit dem Kapitalrenditekonzept sinnvoll mess- und vergleichbare Rendite erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr ist der RONA daher keine wesentliche finanzielle Steuerungsgröße der HOCHTIEF-Gruppe mehr. Vor dem Hintergrund der konzernweiten Umstrukturierungen kommt dem Betrieblichen Ergebnis (EBITA) als neue zentrale Steuerungsgröße eine besondere Bedeutung zu, da diese den betrieblichen Erfolg des Unternehmens, ungeachtet nicht betrieblicher Einflussfaktoren, wie beispielsweise Restrukturierungskosten, messbar macht.

Dementsprechend erfolgt die Steuerung des HOCHTIEF-Konzerns im Wesentlichen über folgende Kennzahlen:

Auftragseingang

Leistung*

Auftragsbestand

Ergebnis vor Steuern

EBITA

Konzerngewinn

Cashflow*

Nettofinanzvermögen

* Siehe Glossar Seite 265.

HOCHTIEF weltweit: Eine Auswahl der zahlreichen Beteiligungsgesellschaften und Projekte unserer Divisions zeigt die globale Präsenz von HOCHTIEF gemäß der Unternehmensstruktur 2014.

HOCHTIEF Americas

Aktivitäten in mehr als 20 Ländern und 30 US-Bundesstaaten

Turner (USA, Kanada)

Flatiron (USA, Kanada)

E. E. Cruz (USA)

Clark Builders (Kanada)

HOCHTIEF Asia Pacific

Aktivitäten in mehr als 20 Ländern

Leighton Holdings (Australien)

Leighton Contractors (Australien, Botswana, Neuseeland, Papua-Neuguinea)

Thiess (Australien, Indien, Indonesien)

Leighton Properties (Australien)

Leighton Asia, India and Offshore (China, Hongkong, Indien, Indonesien, Kambodscha, Laos, Macau, Malaysia, Mongolei, Philippinen, Singapur, Thailand, Vietnam)

Habtoor Leighton Group (Irak, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate)

John Holland ist mit Wirkung zum 12.12.2014 aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden.

HOCHTIEF Europe

Aktivitäten in mehr als 26 Ländern

HOCHTIEF Solutions (Deutschland)

HOCHTIEF Building (Deutschland)

HOCHTIEF Infrastructure (Chile, Dänemark, Deutschland, Finnland, Griechenland, Großbritannien, Katar, Lettland, Niederlande, Norwegen, Österreich, Oman, Peru, Polen, Rumänien, Saudi-Arabien, Schweden, Serbien, Slowakei, Tschechien, Türkei)

HOCHTIEF Engineering (Deutschland, Indien, Katar)

HOCHTIEF PPP Solutions (Chile, Deutschland, Griechenland, Großbritannien, Irland, Kanada, Niederlande, USA)

HOCHTIEF ViCon (Deutschland, Großbritannien, Katar)

HOCHTIEF Projektentwicklung (Deutschland, Österreich, Polen, Schweiz, Tschechien)

Die hier beispielhaft genannten Gesellschaften verdeutlichen die nationale und internationale Ausrichtung von HOCHTIEF. Die Geschäftstätigkeiten werden zum Teil über Niederlassungen und rechtlich selbstständige Gesellschaften ausgeübt. Weitere Details zu den Divisions finden Sie auf den EinklappSeiten 3 und 4 sowie in der Segmentberichterstattung auf den Seiten 80 bis 93. Insgesamt werden im Konzernabschluss neben der HOCHTIEF Aktiengesellschaft 470 Gesellschaften vollkonsolidiert, 193 Gesellschaften at Equity konsolidiert, sowie 56 gemeinschaftliche Tätigkeiten anteilig in den Konzernabschluss einbezogen. > Die organisatorische Darstellung wird durch die rechtliche Darstellung der wesentlichen Beteiligungsgesellschaften auf den Seiten 254 und 255 ergänzt.

> Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de/anteilsliste2014

Alle Adressen und Ansprechpartner unserer Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sowie von deren Niederlassungen finden Sie im Internet. >

> Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de

Strategie

HOCHTIEF ist seit mehr als 140 Jahren in seinem Kerngeschäft aktiv und zählt zu den weltweit führenden Baukonzernen. Wir wollen unseren Kunden ein echter Partner sein, sie bestmöglich bedienen und Projekte optimal realisieren. So schaffen wir die Basis für nachhaltig gute Ergebnisse, an denen unsere Aktionäre angemessen beteiligt werden. Wir sind innovativ und setzen Ressourcen effizient ein. Der Verantwortung gegenüber unseren Kunden, Geschäftspartnern, Aktionären und Mitarbeitern sowie gegenüber unserem gesellschaftlichen und natürlichen Umfeld sind wir uns stets bewusst. Für unseren langfristigen Erfolg fördern wir das Zusammenspiel von Ökonomie, Ökologie und Sozialem.

Strategie: Grundlagen und Ausrichtung

Um HOCHTIEF für die Zukunft optimal aufzustellen, haben wir vor zwei Jahren einen strategischen Wandel eingeleitet, den wir konsequent vorantreiben. Ein wichtiger Eckpfeiler ist die Konzentration auf unser Kerngeschäft Bauen und auf die Realisierung komplexer Hoch- und Infrastrukturbauvorhaben. Unsere Mitarbeiter und Partner denken unternehmerisch und konzentrieren sich auf den Erfolg ihrer Projekte. Wir helfen ihnen dabei, indem wir Abläufe vereinfacht und Entscheidungskompetenzen stärker auf die operative Ebene verlagert haben. Die Struktur in den Divisions gliedert sich nun in die vier Geschäftsfelder Bau, Public-Private-Partnership (PPP), Engineering sowie Mining. Darüber hinaus bieten einige Divisions auch Services an.

Für unsere Kunden und für die Gesellschaft wollen wir mit unserer Projekt- und Ingenieurkompetenz echten Mehrwert schaffen. Dabei achten wir auf eine gute Kommunikation mit unseren Auftraggebern und auf hohe Verlässlichkeit bei der Ausführung unserer Projekte. Die Einhaltung von Kosten, Qualität und Terminen hat für uns oberste Priorität: Sie ist die Basis für die laufende Geschäftstätigkeit und nachhaltige Gewinne.

Unsere Strategie ist einfach und klar:

Wir wollen der global bedeutendste Hoch- und Infrastruktur-Baukonzern mit nachhaltig profitablem Wachstum werden und in unseren Zielmärkten eine führende Markt- und Technologieposition erreichen. Wir konzentrieren uns auf die Bereiche Verkehrs-, Energie-, soziale und urbane Infrastruktur sowie das Minengeschäft. In allen Geschäftsfeldern wollen wir die Effizienz und Profitabilität steigern und unsere Bilanz weiter stärken.

Strategische Ausrichtung des HOCHTIEF-Konzerns

Dazu verfolgen wir diese strategischen Initiativen:

Fokus auf und Investitionen in das Kerngeschäft Bauen von Infrastrukturprojekten sowie PPP

Bereiche Verkehrs-, Energie-, soziale und urbane Infrastruktur sowie Minengeschäft

Desinvestitionen/Akquisition

Restrukturierung

Nachhaltige Optimierung der Finanzkraft

Fokussierung auf Cash-Generierung

Investitionen

Diversifikation der Finanzierungsinstrumente

Vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Investoren

Verbessertes Risikomanagement als Treiber für Profitabilität

Differenzierung durch einzigartige Lösungen

Positionierung als attraktiver Arbeitgeber

Nachhaltiges Handeln*

* Weitere Informationen finden im Kapitel Nachhaltigkeitsstrategie auf Seite 40.

Fokus auf und Investitionen in das Kerngeschäft Bauen von Infrastrukturprojekten sowie PPP

Mit unseren Kompetenzen wollen wir auch in Zukunft einen Beitrag zu den Herausforderungen moderner Gesellschaften leisten.

Entwicklung von Hochbau- und Infrastrukturprojekten mit unserem PPP-Geschäftsmodell

Unser PPP-Geschäft gehört klar zum Kernangebot von HOCHTIEF - wir sind mit dieser Leistung bei komplexen Hochbau- und Infrastrukturprojekten ein gefragter Partner und Know-how-Träger. Wir werden dies konsequent weiterentwickeln und die Wertschöpfungstiefe weiter erhöhen. Künftig übernehmen wir PPP-Projekte nur noch dann, wenn wir auch einen Teil der Bauleistung erbringen. Bei positiver Weiterentwicklung der Märkte rechnen wir mit einem Umsatzwachstum im PPP-Bereich.

• Bereiche Verkehrs-, Energie-, soziale und urbane Infrastruktur sowie Minengeschäft

Verkehrsinfrastruktur

Die Mobilitätsansprüche steigen weltweit und erfordern hohe Investitionen in die Infrastruktur. Laut einer Studie von McKinsey wird das Investitionsvolumen bis 2030 auf gut 57 Billionen US-Dollar (zirka 42,8 Billionen Euro) geschätzt. Dazu gehören insbesondere Projekte wie Straßen, Brücken, Tunnel, Häfen, Schienenwege und Flughäfen. Viele Länder, in denen HOCHTIEF tätig ist, verfolgen aktuell Programme zum Erhalt und Ausbau ihrer Verkehrsnetze. Dies wird immer öfter in Form von PPP-Projekten umgesetzt. Die USA werden sich zukünftig laut Ratingagentur Moody's zum weltgrößten PPP-Markt entwickeln. Auch in Australien hat sich die Regierung dazu bekannt, einen Großteil der Investitionen in Infrastrukturprojekte als PPP-Modelle auszuschreiben. Das Gesamtvolumen beläuft sich auf zirka 125 Mrd. australische Dollar (86 Mrd. Euro).

Komplexe Infrastrukturprojekte erfordern hohe Kompetenz und Erfahrung. Durch Spitzenleistungen organisieren wir den Planungs-, Bau- und Betriebsprozess so, dass Qualität, Termine und Budgets erfüllt werden und wir uns damit vom Wettbewerb absetzen. Dabei gehört der HOCHTIEF- Konzern zu den international führenden Anbietern. Mit herausragenden Ingenieurleistungen sind wir für die Anforderungen der Gesellschaft bestens aufgestellt. Es ist unser Ziel, in unseren regionalen Märkten zu den rentabelsten Anbietern zu gehören.

Energieinfrastruktur

Moderne Industrienationen und wachsende Volkswirtschaften zeichnen sich durch einen hohen Bedarf an Energie aus. Besonderes Wachstum verzeichnen die Märkte in Nordamerika, Skandinavien und im Nahen Osten. Zum Beispiel steigt in Katar die Nachfrage nach Strom um zehn Prozent pro Jahr, sodass laut Qatar Electricity & Water Company in den kommenden zehn Jahren zirka 22 Mrd. US-Dollar in die Energieinfrastruktur investiert werden müssen. Die Bundesregierung beziffert - trotz der Unsicherheiten bei der Energiewendeden Bedarf für den Ausbau der Energieinfrastruktur in Deutschland bis 2030 auf bis zu eine Billion Euro. Durch den geplanten Ausbau der erneuerbaren Energien sind unter anderem Zwischenspeicher unverzichtbar für die Sicherstellung der Netzstabilität. Dazu eignen sich insbesondere Pumpspeicherkraftwerke, die HOCHTIEF mit seiner hohen Kompetenz und unter ganzheitlicher Betrachtung des Lebenszyklus als PPP-Projekte entwickelt und realisiert.

HOCHTIEF baut Energieinfrastrukturprojekte aller Art auf der ganzen Welt: Von Wasserkraftwerken bis hin zum Rückbau von Kernkraftwerken sind wir mit unserem Produkt- und Leistungsportfolio hervorragend aufgestellt. Wir wollen auch im Bereich Energieinfrastruktur weltweit eine starke Position erreichen.

Soziale und urbane Infrastruktur

Der demografische Wandel wirkt sich auf die Gestaltung und den Ausbau der Städte hinsichtlich der sozialen Infrastruktur aus. HOCHTIEF setzt seine Kompetenz und Erfahrung beim Bau und bei der Modernisierung von Gesundheitsimmobilien, Bildungseinrichtungen, Büro-, Wohn- und Handelsimmobilien ein. Es ist unser Ziel, mit den Hochbaueinheiten im HOCHTIEF-Konzern auf allen unseren Märkten mit attraktiven Projekten gute Margen zu erwirtschaften. In Nordamerika wollen wir in den kommenden Jahren eine signifikante Renditesteigerung realisieren. Insbesondere der Markt der Bürogebäude in den USA soll 2015 über zehn Prozent steigen. In diesem Marktsegment nehmen wir laut ENR mit unserem Angebot an Green Buildings die Spitzenposition ein, die wir auch weiterhin halten wollen. Auch in Europa steigt das Investitionsvolumen für nachhaltige, zertifizierte Immobilien.

Insbesondere bei PPP-Hochbauprojekten ist eine ganzheitliche Betrachtung für uns Standard. Hier bringen wir unsere Kompetenzen im Planen, Finanzieren, Bauen und Betreiben ein. Das PPP-Modell bietet gerade bei den Projekten der sozialen Infrastruktur eine gute Alternative zur herkömmlichen Finanzierung und ermöglicht damit die Realisierung.

Für alle HOCHTIEF-Divisions ist das Modell der öffentlich-privaten Partnerschaften ein wachsender Markt, den wir uns noch besser erschließen wollen.

Minengeschäft

Eisenerz, Kohle, Kupfer, Gold und andere Rohstoffe zählen zu unseren natürlichen Ressourcen. Durch das Wachstum der Volkswirtschaften und der modernen Industrienationen steigt auch der Bedarf an Rohstoffen. Australien ist der viertgrößte Förderer von Kohle der Welt, im Bereich Kraftwerkskohle steht der Kontinent sogar auf dem zweiten Platz. Wir erwarten, dass die Wachstumsraten von 2014 bis 2019 mit durchschnittlich über vier Prozent weiter anhalten werden. Es ist unser Ziel, mit unserer australischen Tochtergesellschaft Leighton die Wachstumschancen des Minengeschäfts weiterhin zu nutzen und unsere Position als weltweit führender Contract-Miner zu behaupten.

• Desinvestitionen

In den vergangenen beiden Jahren haben wir uns in Europa von Aktivitäten getrennt, die nicht mehr zu unserem Kerngeschäft gehören: So wurde im Januar 2014 die Vereinbarung zum Verkauf unserer Anteile (50 Prozent) am Immobilienunternehmen aurelis Real Estate bekannt gegeben und die Transaktion Mitte März abgeschlossen. Im Juli hatten wir unser Property-Management-Geschäft an vincitag veräußert. Parallel dazu erfolgte der Verkauf unserer Offshore-Assets insbesondere an den langjährigen Partner GeoSea, eine auf komplexe Offshore -Wasserbauprojekte spezialisierte Tochtergesellschaft der belgischen DEME-Gruppe. Anfang Oktober haben wir mit dem Verkauf unserer Gesellschaft formart, eines der führenden Wohnungsentwickler in Deutschland, einen weiteren wichtigen Schritt zur Umsetzung unserer Strategie getan.

In der Division HOCHTIEF Asia Pacific überprüft Leighton Optionen für Veräußerungen oder Partnerschaften in Bezug auf das Property-Geschäft. Das Servicegeschäft verkaufte Leighton zu 50 Prozent an Apollo, ein Investmentunternehmen. Dazu wurde die Gründung einer 50 : 50-Investmentpartnerschaft vereinbart. Durch den Verkauf konnte ein Barerlös von zirka 460 Mio. Euro erzielt werden. Zudem wurde für die Leighton-Tochter John Holland im Dezember des Berichtsjahres eine verbindliche Vereinbarung zum Verkauf in Höhe von zirka 770 Mio. Euro an CCCC International Holding Limited (CCCI) abgeschlossen. Die Erlöse sollen dazu verwendet werden, die Verschuldung weiter abzubauen und die Bilanz zu stärken sowie künftiges Wachstum - insbesondere im PPP-Bereich - zu finanzieren.

Weitere Informationen zu den für HOCHTIEF relevanten Märkten finden Sie auf den Seiten 42 bis 51.

• Restrukturierung

Wir wollen HOCHTIEF in Europa künftig noch wettbewerbsfähiger machen und die Profitabilität erhöhen, indem wir schlanke Strukturen und effiziente Prozesse schaffen. Auch hier haben wir im Geschäftsjahr 2014 erhebliche Fortschritte erzielt:

Die Umstrukturierung von HOCHTIEF Solutions ist mit der Gründung der drei operativen Tochtergesellschaften HOCHTIEF Building, HOCHTIEF Infrastructure und HOCHTIEF Engineering sowie der bestehenden Gesellschaft HOCHTIEF PPP Solutions im Wesentlichen abgeschlossen. Damit verbinden wir die Vorteile eines stärker mittelständisch geprägten Handelns optimal mit dem Leistungsspektrum eines international erfahrenen Baukonzerns. Unser Ziel ist es weiterhin, die Prozesse zu verbessern. Dazu haben wir ein Programm gestartet, das sich speziell mit der Angebotsbearbeitung und Projektabwicklung befasst, um eine nachhaltige Effizienzsteigerung zu ermöglichen.

In der Division HOCHTIEF Asia Pacific haben wir im Berichtsjahr mit der Umsetzung unserer Strategie begonnen und eine umfassende Neuausrichtung bei Leighton eingeleitet. Die neue Struktur konnte bereits Ende 2014 etabliert werden: Leighton operiert künftig ebenfalls in eigenen Gesellschaften für die Bereiche Construction, Public-Private-Partnerships, Engineering und Mining. Für Einheiten, die nicht mehr zum Kerngeschäft gehören, sucht Leighton strategische Partner oder Investoren.

Auch bei der Division HOCHTIEF Americas soll die Wirtschaftlichkeit weiter verbessert werden. Erste Erfolge konnten wir durch außergewöhnlich gute Zuwächse im Bereich Hochbau vorweisen. Zudem beabsichtigen wir auch in dieser Division, unsere Kompetenz im Engineering-Bereich in einer Einheit zusammenzuführen.

Nachhaltige Optimierung der Finanzkraft

• Fokussierung auf Cash-Generierung

HOCHTIEF hat im Berichtsjahr beim Einsatz der Finanzmittel große Fortschritte erzielt. Bei der Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit konnten wir wieder einen positiven Wert verbuchen. Besonders erfreulich: Alle Divisionen haben zu dieser positiven Entwicklung beigetragen.

Trotz der Aufstockung unseres Anteils an Leighton um insgesamt 617 Mio. Euro auf knapp 70 Prozent konnten wir die Nettoverschuldung 2014 deutlich reduzieren und sind bestrebt, im Geschäftsjahr 2015 eine Nettofinanzvermögensposition zu erreichen. Dazu veräußern wir weiterhin Einheiten von Leighton, die nicht mehr zum strategischen Kerngeschäft zählen, und optimieren den Kapitaleinsatz in den übrigen Geschäftsfeldern. Die Erlöse aus den Verkäufen werden wir unter anderem für den Ausbau des Kerngeschäfts Bauen und PPP sowie zur Schuldentilgung verwenden.

• Investitionen

Aktienrückkaufprogramm >

Am 1. Oktober 2014 wurde ein Aktienrückkaufprogramm beschlossen. Es sollen bis zu 6 916 000 Stückaktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, das sind rund zehn Prozent des Grundkapitals, von der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zurückgekauft werden. Der Erwerb soll ausschließlich über das Xetra-Handelssystem erfolgen. Damit haben wir weiter konsequent unsere Strategie umgesetzt, die Aktionäre für ihre Beteiligung an unserem Unternehmen zu honorieren. Zum Stichtag 30.12.2014 wurden 1,217 Prozent des Grundkapitals zurückgekauft. Dies entspricht 843 189 Aktien.

Erhöhung des Anteils an Leighton

Im Rahmen eines bedingten Übernahmeangebots an die übrigen Anteilseigner der Unternehmensgruppe Leighton, das im Mai 2014 auslief, investierte HOCHTIEF etwa 577 Mio. Euro und besitzt nun 69,62 Prozent der Anteile. Mit dieser Investition in unser Kerngeschäft unterstreichen wir unsere Überzeugung vom Leistungspotenzial unserer australischen Tochtergesellschaft. Denn Leighton ist ein wesentlicher Teil von HOCHTIEF.

> Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de/ aktienrueckkauf

Strategische Zukäufe

Wir erwägen strategische Zukäufe in bestimmten Schlüsselmärkten, in denen wir bereits vertreten sind.

• Diversifikation der Finanzierungsinstrumente

HOCHTIEF verfolgt darüber hinaus unverändert das strategische Ziel, seine Finanzstruktur zu verbessern. Dazu setzen wir vor allem auf Diversifikation der zur Verfügung stehenden Finanzierungsinstrumente, insbesondere auf die Ausweitung der langfristigen Fremdfinanzierungsquellen außerhalb des klassischen Bankenmarkts. Hierbei werden vermehrt auch Kapitalmarkttransaktionen in die Diversifikationsstrategie eingebracht. Zudem arbeiten wir kontinuierlich daran, das Fälligkeitsprofil unserer Finanzverbindlichkeiten zu strecken.

HOCHTIEF hat im laufenden Geschäftsjahr die Finanzierungsstrukturen des Konzerns kontinuierlich optimiert. So wurden beispielsweise Ende Mai 2014 drei variabel verzinste Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 303,1 Mio. Euro vorzeitig Seitens der HOCHTIEF Aktiengesellschaft gekündigt und zurückgezahlt. Des Weiteren wurde die bestehende Bar- und Avalkreditlinie in Höhe von zwei Mrd. Euro neu verhandelt und vorzeitig zu verbesserten Konditionen bis zum April 2019 verlängert. Eine weitere Unternehmensanleihe der HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Volumen von 500 Mio. Euro zu einem Nominalzinssatz von 2,625 Prozent wurde am Kapitalmarkt platziert.

• Vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Investoren

Gegenüber den Kapitalmarktteilnehmern möchten wir uns als transparentes und offenes Unternehmen darstellen, indem wir kontinuierlich über ökonomische, ökologische sowie soziale Themen - im sinne einer nachhaltigen Berichterstattung - informieren. Wir erläutern Chancen und Risiken und geben zukunftsorientierte Ausblicke, um eine auf Vertrauen basierende Zusammenarbeit mit bestehenden und potenziellen neuen Investoren zu etablieren. Unsere Investor-Relations-Experten stellen unter anderem den einzelnen Marktteilnehmern auf sie zugeschnittene Informationen zur Verfügung.

Durch diese Arbeit wollen wir auch künftig den Wert von HOCHTIEF unterstützen.

Verbessertes Risikomanagement als Treiber für Profitabilität

Ein strategisches Ziel von HOCHTIEF besteht darin, das Risikomanagement* ständig weiter zu verbessern. Es ist unser strategisches Ziel, durch Reduzierung und effektive Steuerung der Risiken die Rendite nachhaltig zu steigern. Zudem definierten wir striktere Kriterien für die Auswahl von Ländern, Marktsegmenten und Projektgrößen. HOCHTIEF wird künftig nur noch in solchen Ländern aktiv sein, in denen wir langfristig gute Marktchancen sehen und wo kein signifikantes Risiko für einen Reputationsverlust besteht. Dort werden wir Niederlassungen gründen und Tochtergesellschaften aufbauen. Sollten sich Rahmenbedingungen in Bestandsmärkten verschlechtern, werden wir künftig konsequent reagieren.

Darüber hinaus wird derzeit das Risikomanagement der operativen Projekte angepasst. Basierend auf Erfahrungen und dem Austausch von Best-Practice-Beispielen werden optimierte Standards zu Projektkontrollen und Ausführungsmethoden konzernweit implementiert.

Differenzierung durch einzigartige Lösungen**

In unserem anspruchsvollen Projektgeschäft realisieren wir hauptsächlich Unikate, die von uns eine hohe technische Kompetenz und Innovationskraft erfordern. Unser Ziel ist es, eine führende Markt- und Technologieposition zu erreichen - dazu bieten wir Sondervorschläge und hoch qualifizierte Ingenieurleistungen. Dadurch werden wir auch in Zukunft Mehrwert für unsere Kunden schaffen, neue Standards setzen und die Qualität der Arbeit steigern.

Positionierung als attraktiver Arbeitgeber

Die guten Leistungen unserer Mitarbeiter bilden die Basis für den wirtschaftlichen Erfolg von HOCHTIEF. Für mehr als 68 000 Mitarbeiter sind wir ein guter und attraktiver Arbeitgeber. Als global tätiger Konzern setzen wir uns für optimale, sichere Arbeitsbedingungen und bestmöglichen Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutz ein. Wir sorgen dafür, dass sich unsere Mitarbeiter kontinuierlich weiterqualifizieren können. Um weltweit die richtigen Mitarbeiter für unser Unternehmen zu gewinnen und an uns zu binden, setzen wir auf nachhaltige Programme zur Rekrutierung und Entwicklung.***

* Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Risikobericht auf den Seiten 133 bis 141.
** Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Forschung und Entwicklung auf den Seiten 109 bis 115.
*** Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Mitarbeiter auf den Seiten 117 bis 125.

Nachhaltigkeitsstrategie

Die Nachhaltigkeitsstrategie von HOCHTIEF leitet sich aus unserer Unternehmensstrategie ab und setzt unsere Vision* in die Tat um: HOCHTIEF leistet mit seinen Kompetenzen einen Beitrag zu den Herausforderungen moderner Gesellschaften - jetzt und in Zukunft. Das Zusammenspiel von Ökonomie, Ökologie und Sozialem wird weltweit in unserem Handeln gefördert. Unsere Strategie umfasst entsprechend unserem Geschäftsmodell die wesentlichen Aspekte, die wir in sechs Themenfeldern definiert und aus denen wir jeweils ein übergeordnetes Ziel abgeleitet haben:

Corporate-Responsibility-Programm (CR-Programm)

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Themenfeld der Nachhaltigkeit Übergeordnetes Ziel
1. Compliance Wir wollen mit unseren Verhaltensgrundsätzen Standards setzen.
2. Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen Wir wollen nachhaltige Projekte für die Bereiche Verkehrsinfrastruktur, Energieinfrastruktur, soziale und urbane Infrastruktur sowie für das Minengeschäft entwickeln. Deshalb betrachten wir unsere Projekte ganzheitlich und sorgen für eine hohe Gesamtqualität.
3. Attraktive Arbeitswelt Wir wollen unsere Stellung als attraktiver Arbeitgeber weiter ausbauen und uns langfristig als begehrter Arbeitgeber der Branche halten.
4. Ressourcenschutz Wir wollen natürliche Ressourcen schonen und erhalten sowie den Ressourcenschutz optimieren.
5. Aktiver Klimaschutz Wir wollen selbst und gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern CO2 -Emissionen einsparen.
6. Gesellschaftliches Engagement Wir wollen uns vor allem dort gesellschaftlich engagieren, wo unser Unternehmen aktiv ist.

Die sechs Themenfelder der Nachhaltigkeit leiten sich zusätzlich aus unserem operativen Geschäft und unserer Rolle als Arbeitgeber und Corporate Citizen ab. Sie sind für alle Gesellschaften des HOCHTIEF-Konzerns wesentlich in dem Sinne, dass sie nachhaltig dazu beitragen, den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens zu ermöglichen und unserer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und Umwelt gerecht zu werden.

Aus den Themenfeldern werden konzernübergreifende, division- und geschäftsfeldspezifische Fokusfelder abgeleitet, die mit entsprechenden Zielen und Maßnahmen definiert sind (siehe dazu das CR-Programm auf den Seiten 162 bis 165).

Die Einordnung unserer CR-Themenfelder entsprechend den GRI-G4-Indikatoren finden Sie auf den Seiten 260 bis 261.

CR-Organisation

Bei HOCHTIEF wurde 2007 das CR-Committee gegründet. Dieses Gremium hat die Aufgabe, die Nachhaltigkeitsstrategie weiterzuentwickeln. Dazu identifiziert es CR-Themen, die den gesamten Konzern betreffen, und leitet daraus allgemeine strategische Ziele ab. In enger Abstimmung mit den operativen Einheiten werden daraus Ziele und Maßnahmen entwickelt, deren Implementierung und Umsetzung durch das Committee unterstützt und überwacht wird. Das Gremium bewertet zudem die Ansprüche der HOCHTIEF-Stakeholder zum Thema und leitet bei Bedarf Programme und Maßnahmen ein, um diese Interessen in der Strategie und den Aktivitäten zu berücksichtigen. Das CR-Committee trifft im Rahmen seiner Kompetenzen Entscheidungen und gibt Empfehlungen an den Vorstand.

Zudem wurde 2008 das Kompetenzteam Nachhaltigkeit ins Leben gerufen, das sich überwiegend aus Vertretern der operativen Einheiten zusammensetzt. Es soll die Vernetzung und den Wissenstransfer innerhalb des Unternehmens auf operativer Ebene stärken und weiterentwickeln. Im Zuge der Restrukturierung im Konzern und speziell in der Division HOCHTIEF Europe wurde das Kompetenzteam neu strukturiert. Dazu liefen im Berichtsjahr die Vorbereitungen; das Gremium wird 2015 regelmäßig tagen.

Die CR-Stabsstelle fungiert als Geschäftsstelle für das CR-Committee und das Kompetenzteam Nachhaltigkeit. Sie ist in der Person des CR-Koordinators organisatorisch in der Konzernkommunikation angesiedelt. Die CR-Stabsstelle koordiniert den Daten- und Informationsfluss zwischen den Divisions und Konzernabteilungen, bereitet diesen für das interne und externe Reporting auf und misst daran die Zielerreichung. Gemeinsam mit den Fachabteilungen und den operativen Einheiten werden CR-Kennzahlen entwickelt.

* Weitere Informationen finden Sie auf Seite 150.

> Weitere Informationen finden Sie unter: www. hochtief.de/nachhaltigkeit

CR-Organisation

* NGOs = Nichtregierungsorganisationen

Wesentlichkeitsanalyse

Um die Gültigkeit der von uns identifizierten Nachhaltigkeitsthemen zu überprüfen und sie gegebenenfalls anpassen zu können, haben wir auch 2014 wieder eine Onlinebefragung unter ausgewählten Stakeholder-Gruppen durchgeführt. Ziel war es, eine Relevanzeinschätzung der Themen für HOCHTIEF und eine Priorisierung der Themen zu ermitteln. Insgesamt nahmen 1 583 Personen an der internetbasierten Stakeholder-Befragung sowie einer ergänzenden bevölkerungsrepräsentativen Befragung teil.

Die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse sind in der nebenstehenden Matrix dargestellt. In ihr werden die Einschätzungen von HOCHTIEF hinsichtlich der Bedeutung der sechs Themenfelder denen der Stakeholder gegenübergestellt und gemäß den Übereinstimmungen positioniert. Das Ergebnis bestätigt die Ausrichtung der Nachhaltigkeitsstrategie von HOCHTIEF. Die sechs Themenfelder wurden mit hoher beziehungsweise sehr hoher Relevanz eingestuft. Die Ergebnisse werden wir bei der Weiterentwicklung unseres CR-Programms berücksichtigen.

Um die Stakeholder-Einbindung im Bereich Nachhaltigkeit zu intensivieren, fand im Berichtsjahr erstmals eine Dialogveranstaltung statt. Vertreter aller für HOCHTIEF wesentlichen Stakeholder-Gruppen kamen in der Konzernzentrale in Essen zusammen, um ebenfalls über die Bedeutung der sechs Themenfelder der Nachhaltigkeit für HOCHTIEF und ihre Priorisierung zu diskutieren. Der Dialog führte zu einer Bestätigung der bestehenden sechs Themenfelder. Es zeichnete sich allerdings ab, dass das Thema Beschaffung/Lieferkette an Bedeutung zunimmt. Die Resultate werden insgesamt im CR-Committee bestätigt und es werden Maßnahmen daraus abgeleitet. Es ist geplant, künftig mindestens einmal jährlich eine Stakeholder-Dialogveranstaltung durchzuführen und als regelmäßiges instrument der Stakeholder-Einbindung bei HOCHTIEF zu installieren.

Wesentlichkeitsmatrix 2014

Bedeutung der Themenfelder für HOCHTIEF und sein Umfeld von 0 (nicht relevant) bis 5 (sehr relevant)

Märkte und Rahmenbedingungen

Ökonomische Rahmenbedingungen und weltwirtschaftliche Entwicklung*

Für das Jahr 2014 erwarteten die Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) ein weltwirtschaftliches Wachstum von 3,3 Prozent. Dies waren 0,4 Prozentpunkte weniger als noch im April 2014 erwartet. Der Rückgang ist zurückzuführen auf ein schwächeres erstes Halbjahr 2014, bedingt vor allem durch ein schwächeres Wachstum der US-Wirtschaft, sowie einen weniger optimistischen Ausblick für einige Schwellenländer. Geopolitische Spannungen, wie in der Ukraine oder im Nahen Osten, dämpften das Wachstum in diesen Regionen, hatten aber im Berichtszeitraum des IWF im Oktober 2014 nur geringe überregionale Auswirkungen.

Der Ausblick für 2015 wurde im Januar vom IWF** , gegenüber dem Ausblick im Oktober 2014, ebenfalls leicht abgesenkt auf nun 3,5 Prozent Wachstum der Weltwirtschaft. Das globale Wachstum wird zwar durch den fallenden Ölpreis seit dem zweiten Halbjahr 2014 positiv beeinflusst, jedoch negative Faktoren, allen voran geringeren mittelfristigen Wachstumserwartungen in vielen entwickelten Ländern sowie Emerging Markets überwiegen. Hierzu zählen verminderte Aussichten für China, Russland, die Eurozone und Japan sowie schwächere Aussichten für einige große Erdöl exportierende Länder aufgrund des scharfen Preisverfalls des Öls. Die Vereinigten Staaten sind die einzige große Volkswirtschaft, deren Wachstumsprognose angehoben worden ist. Die Entwicklungs- und Schwellenländer werden 2015 recht stabil mit prognostizierten 4,3 Prozent wachsen, was jedoch ein geringeres Wachstum darstellt, als noch im Oktober 2014 erwartet worden ist. Ursache hierfür ist das geringere Wachstum in China, das die gesamte Wachstumsrate der Schwellenländer Asiens beeinflusst. Der wesentlich schwächere Ausblick für Russland wird hervorgerufen durch die ökonomischen Auswirkungen aufgrund des Ölpreisverfalles sowie der geopolitischen Spannungen und beeinflusst auch den Ausblick für andere Ökonomien der GUS-Staaten. Nach unten wurde auch das Wachstumspotenzial vieler Rohstoffexporteure korrigiert, besonders aus den Schwellen- und Entwicklungsländern aufgrund des Einflusses der geringeren Preise für Öl und andere Rohstoffe. So wurde zum Beispiel für Lateinamerika und die Karibik die Wachstumsprognose für 2015 auf 1,3 Prozent zurückgenommen, nachdem der IWF im Oktober 2014 noch mit einem Wachstum von 2,2 Prozent für diese Region gerechnet hatte.

Das allgemeine reale Wirtschaftswachstum (BIP) in den für HOCHTIEF bedeutenden Regionen (in Prozent)

Quelle: World Economic Outlook des IWF (Stand: Oktober 2014)

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  2014 2015 E
Australien 2,8 2,9
Deutschland 1,4 1,5
Großbritannien 3,2 2,7
Kanada 2,3 2,4
Niederlande 0,6 1,4
Norwegen 1,8 1,9
Österreich 1,0 1,9
Schweden 2,1 2,7
Schweiz 1,3 1,6
Tschechien 2,5 2,5
USA 2,2 3,1
Entwickelte Volkswirtschaften*** 1,8 2,3
Bahrain 3,9 2,9
Chile 2,0 3,3
China 7,4 7,1
Indien 5,6 6,4
Indonesien 5,2 5,5
Katar 6,5 7,7
Peru 3,6 5,1
Polen 3,2 3,3
Saudi-Arabien 4,6 4,5
Vereinigte Arabische Emirate 4,3 4,5
Schwellen- und Entwicklungsländer**** 4,4 5,0
Welt 3,3 3,8

Wirtschaftliches Umfeld und Entwicklung in den Regionen von HOCHTIEF*****

Nach einem kurzfristigen Rückschlag im ersten Quartal 2014 erholte sich die Wirtschaft in den USA und stand damit 2014 mit an der Spitze der entwickelten Volkswirtschaften und wird 2015 voraussichtlich die Führung einnehmen. Dies begründete sich unter anderem durch eine weiterhin stützende Geldpolitik, günstige Finanzierungsbedingungen, eine Stärkung der Finanzlage der privaten Haushalte sowie eine Gesundung des US-Wohnungsmarkts. Die Folge war ein durchschnittliches Wachstum von drei Prozent für das zweite Halbjahr 2014. Diese Entwicklung wird sich voraussichtlich auch im Jahr 2015 fortsetzen.

* Quelle: World Economic Outlook des IWF (Stand: Oktober 2014) und World Economic Outlook Update des IWF (Stand: Januar 2015)
≡ www.imf.org
** Quelle: World Economic Outlook Update des IWF (Stand: Januar 2015)
*** Aufgeführte Länder plus komplette Eurozone, Japan, Dänemark, Hongkong, Island, Israel, Südkorea, Neuseeland, San Marino, Singapur und Taiwan
**** Aufgeführte Länder plus CEE, GUS, MENA, Afghanistan und Pakistan, Sub-Sahara, Lateinamerika und Karibik, Asien (ohne Japan)
***** Quelle: World Economic Outlook des IWF (Stand: Oktober 2014)

Im Gleichschritt mit der US-Wirtschaft verzeichnete Kanada im ersten Quartal 2014 ein verlangsamtes Wachstum. Von dem Anziehen der US-Konjunktur profitierte Kanada und wies für 2014 ein stabiles Wachstum von 2,3 Prozent aus. Für das Jahr 2015 wird ein Wachstum in Höhe von 2,4 Prozent erwartet.

Das Wachstum für Europa lag 2014 bei 1,5 Prozent und wird für das Jahr 2015 mit 1,9 Prozent vorhergesagt. Dieses Wachstum verteilt sich sehr uneinheitlich auf die einzelnen Länder. Deutschland als größte europäische Volkswirtschaft wuchs 2014 mit 1,4 Prozent und wird im Jahr 2015 voraussichtlich mit 1,5 Prozent zulegen. Damit erweist sich Deutschland einmal mehr als Stütze für den Euroraum. Für Griechenland wird nach einem schwachen Jahr 2014 ein relativ starkes Wachstum von 2,9 Prozent für 2015 erwartet. Nach einem ebenfalls schwachen Jahr 2014 wird das durchschnittliche Wachstum der Benelux-Länder und Österreich für 2015 leicht über dem Durchschnitt des Euroraums liegen.

Im November 2014 hat die EU-Kommission eine Investitionsoffensive zur Förderung von Wachstum und Beschäftigung bekannt gegeben: Von 2015 bis 2017 sollen mindestens 315 Mrd. Euro für den Ausbau von Infrastruktur, Ausbildung, Forschung und Entwicklung sowie erneuerbare Energien bereitgestellt werden.

Die für HOCHTIEF relevanten Märkte in der Eurozone werden für 2015 meist überdurchschnittliche Wachstumsraten aufweisen - bezogen auf das Wachstum für Gesamt-Europa. Besonders hervorzuheben sind Großbritannien, Skandinavien, Polen und Tschechien.

In den Schwellen- und Entwicklungsländern Asiens lag das Wachstum 2014 laut den Experten des IWF bei 6,5 Prozent. Für das Jahr 2015 rechnen sie mit 6,6 Prozent. Damit weist die Region die stärkste Wachstumsrate der Weltwirtschaft auf. Sie wird getrieben von einem noch starken China, das 2014 mit 7,4 Prozent wuchs. Für das Jahr 2015 wird mit einem leicht schwächeren, aber nachhaltigeren Wachstum von voraussichtlich 7,1 Prozent gerechnet. Indien wird in dem Prognosezeitraum sein Wachstum von 5,6 auf 6,4 Prozent aufgrund eines Export- und Investitionsanstiegs steigern.

Australien wies für 2014 ein robustes Wirtschaftswachstum von 2,8 Prozent aus. Für 2015 werden 2,9 Prozent erwartet, wobei die Zunahme der Exporte durch eine abnehmende Investition im Bereich Bergbau ausgleichen wird.

Im Nahen Osten verzeichnen die für HOCHTIEF relevanten Länder Katar, Vereinigte Arabische Emirate (VAE) und Saudi-Arabien deutlich positive Wachstumsraten. Im Jahr 2014 lagen die Raten in Saudi-Arabien und VAE relativ konstant bei zirka 4,5 Prozent. Für das Jahr 2015 werden ähnliche Werte prognostiziert. Dabei kann Katar einen noch stärkeren Zuwachs verzeichnen und erreicht 2015 voraussichtlich mit 7,7 Prozent (Vorjahr: 6,5 Prozent) das stärkste Wachstum innerhalb des Nahen Ostens und Nordafrika (MENA).

In Südamerika steigt das Wachstum in den beiden für HOCHTIEF relevanten Volkswirtschaften Chile und Peru deutlich stärker als der Durchschnitt. Nach den hohen Wachstumsraten des Jahres 2013 sind die beiden Länder 2014 zwar weniger stark gewachsen, werden aber im Jahr 2015 den Prognosen zufolge wieder stärker zulegen und geben mit 3,1 Prozent in Chile und 5,1 Prozent in Peru deutliche Wachstumssignale.

Zuwachs der Gesamtinvestitionen der Baubranche nach Regionen

(Prozentuale Veränderungen gegenüber Vorjahr, gemessen in 2010 US-Dollar)

Quelle: Global Construction Outlook, 30. Dezember 2014

Wachstum der regionalen Baumärkte von HOCHTIEF

(Prozentuale Veränderungen gegenüber Vorjahr, gemessen in 2010 US-Dollar)

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  2014
Region Gewerblicher Hochbau Wohnungsbau Tiefbau (inkl. Verkehrs-
infrastruktur)
Gesamtmarkt
Deutschland 3,0 3,7 2,1 3,3
Großbritannien 2,8 8,2 3,0 4,9
Norwegen 5,7 -0,2 9,0 4,8
Österreich 0,2 1,2 0,8 0,8
Schweden 3,9 8,6 3,6 5,6
Westeuropa 1,3 1,0 1,8 1,2
Polen 7,4 2,3 5,6 5,6
Tschechien 6,3 7,0 0,8 4,0
Osteuropa -1,9 4,9 -1,6 -0,3
Australien 4,6 5,8 -1,6 1,1
Chile 0,5 0,7 -0,1 0,2
Kanada -1,0 -1,4 4,7 0,1
Katar 9,6 7,7 10,4 9,0
Peru 0,6 -0,4 1,5 0,0
Saudi-Arabien 3,7 6,8 6,3 5,8
USA 3,1 2,3 4,6 3,2
Vereinigte Arabische Emirate 6,6 3,7 4,2 5,4
Welt* 3,2 2,4 4,1 3,2
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  2015 E 2015 E
Region Gewerblicher Hochbau Wohnungsbau Tiefbau (inkl. Verkehrs-
infrastruktur)
Gesamtmarkt
Deutschland 3,8 4,0 3,2 3,8
Großbritannien 5,2 5,6 3,1 4,9
Norwegen 0,7 -0,3 5,7 1,8
Österreich 2,0 1,3 1,2 1,5
Schweden 2,6 5,6 2,0 3,6
Westeuropa 2,8 2,2 2,3 2,4
Polen 4,0 1,4 4,7 3,7
Tschechien 2,3 5,1 3,1 3,1
Osteuropa -1,5 0,8 -0,5 -0,6
Australien 0,3 2,0 -0,5 0,2
Chile 1,8 1,5 2,4 2,1
Kanada -1,8 -1,7 2,5 -0,7
Katar 8,3 6,9 9,7 8,2
Peru 2,1 2,1 3,2 2,3
Saudi-Arabien 3,4 5,7 5,7 5,2
USA 5,5 5,7 -4,8 3,1
Vereinigte Arabische Emirate 5,7 4,7 2,3 4,5
Welt* 3,9 3,4 3,3 3,5

Quelle Tabelle rechts: IHS Global Insight:

Global Construction

Outlook, 30. Dezember 2014

www.ihs.com

Entwicklung in den für HOCHTIEF relevanten Märkten**

HOCHTIEF ist weltweit mit seinen Kernkompetenzen in den folgenden Märkten vertreten: Verkehrs-, Energie-, soziale und urbane Infrastruktur sowie Minengeschäft.

Im Jahr 2013 verzeichnete West- und Osteuropa noch ein starkes Absinken der Bauleistung. Diese Phase der schwäche konnte 2014 zumindest in Westeuropa überwunden werden. Der Fall des Ölpreises hat die stärksten Auswirkungen auf die Märkte Lateinamerikas und Osteuropas. Die für HOCHTIEF relevanten Märkte liegen jedoch häufig deutlich über dem Durchschnitt ihrer Region. Aus dem russischen Markt, der für zirka 50 Prozent des gesamten osteuropäischen Baumarkts steht und der vom Preisverfall des Öls besonders betroffen ist, hat HOCHTIEF sich schon 2013 zurückgezogen.

* Total 74 Länder
** Wenn kein anderer Verweis angegeben ist, beziehen wir uns auf IHS Global Insight; Global Construction Outlook (stand: 30. Dezember 2014)

Verkehrsinfrastruktur

Die Märkte für Verkehrsinfrastruktur in den für HOCHTIEF relevanten Ländern Westeuropas werden zum Teil außerordentliche Wachstumsraten für das Jahr 2015 verzeichnen. Dies ist getrieben von hohen staatlichen Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur. So hat Norwegen den "National Transport Plan 2014-2023" vorgestellt, der die Investitionen in schiene und Straße nochmals im Vergleich zum vorherigen Programm steigert. Die ersten Auswirkungen werden sich schon 2015 mit einer Wachstumsrate von über elf Prozent gegenüber dem Vorjahr zeigen. Aber auch Großbritannien weist für 2015 eine Rate von mehr als sieben Prozent Wachstum aus. In den Niederlanden wird ebenfalls stark investiert, wodurch 2014 Wachstumsraten von mehr als neun Prozent zu verzeichnen waren und knapp sieben Prozent für 2015 prognostiziert werden. Auch Deutschland möchte in den kommenden Jahren seine Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur steigern. Dies wird voraussichtlich zu Wachstumsraten von mehr als fünf Prozent im Jahr 2015 führen. Allein die Deutsche Bahn wird in den kommenden fünf Jahren 28 Mrd. Euro in die Modernisierung des Schienennetzes investieren. Österreich entwickelt sich ein wenig schwächer - mit einem Wachstum von ungefähr 3,5 Prozent im Jahr 2015.

In Osteuropa wird Polen 2015 um 7,5 Prozent wachsen. Das Transitland profitiert von EU-Programmen zur Förderung der Verkehrsinfrastruktur. Tschechien wird einen Anstieg von knapp vier auf mehr als fünf Prozent Wachstum ausweisen.

Nordamerika verzeichnet eine Abschwächung im Bereich der öffentlich finanzierten Verkehrsinfrastruktur. Hat Kanada in den vergangenen Jahren noch ein Wachstum von 3,5 Prozent ausgewiesen, liegt das Wachstum 2015 bei nur noch 1,4 Prozent. Dies lässt sich zurückführen auf den im Jahr 2013 ausgelaufenen "Building Canada Plan" und auf neu aufgesetzte Programme ("Community Improvement Fund" und "New Building Canada Fund"), deren Impulse sich erst ab 2016 in den Zahlen bemerkbar machen werden, wodurch dann mit einem Wachstum von mehr als vier Prozent zu rechnen ist. In den USA zeigt sich die Abschwächung deutlicher. Nach noch leichtem Wachstum im reinen Verkehrsinfrastrukturbereich 2014 schrumpfte der Markt 2015 um knapp zwei Prozent. Jedoch wird sich diese Abschwächung 2016 schon verlangsamen.

Die HOCHTIEF-Märkte in Lateinamerika, Peru und Chile zeigen ein robustes Wachstum. Nach 2,3 Prozent im Jahr 2014 wird es in Peru im Jahr 2015 auf 7,3 Prozent stark zulegen. Investitionen in den Verkehrswegebau werden für Perus Gesamtwirtschaft immer wichtiger, da das Land seine Exporte erhöhen möchte und hierfür eine gut ausgebaute Infrastruktur benötigt.* Auch Chiles Wachstum wird 2015 im Bereich Verkehrsinfrastruktur mit knapp vier Prozent stark zulegen. Dazu zählt insbesondere der Straßenbau - fünf neue Highways mit einem geschätzten Volumen von fünf Mrd. US-Dollar (4,17 Mrd. Euro) sind in Planung.**

In Australien wird für 2015 wieder ein Wachstum von knapp zwei Prozent erwartet. Besonders die Ostküstenstaaten haben für die kommenden Jahre milliardenschwere Investitionsprogramme aufgelegt. Hierzu gehören der Infrastrukturplan in Queensland mit 18 Mrd. australischen Dollar (12,41 Mrd. Euro), der 20 Jahre laufende Transportplan mit 100 Mrd. australischen Dollar (68,97 Mrd. Euro) in New South Wales sowie Victorias Transportplan mit 38 Mrd. australischen Dollar (26,21 Mrd. Euro).*** Diese positiven, projektbezogenen Investitionen basieren auf der Ankündigung von Mai 2014, nach der die Haushaltskonsolidierung voranschreitet und schon für das Finanzjahr 2016/2017 ein positiver Haushalt erwartet wird.

Die Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur in den Ländern des Nahen Ostens entwickeln sich weiterhin sehr positiv. Die schon hohe Wachstumsrate in Katar von ungefähr 19 Prozent für das Jahr 2014 wird sich auf knapp 32 Prozent im Folgejahr steigern. Getrieben werden diese Investitionen durch den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur bis zur FIFA-Fußballweltmeisterschaft 2022. Für die Vereinigten Arabischen Emirate wird ein Wachstum von knapp 16 Prozent für 2015 erwartet, im Vorjahr lag es bei mehr als elf Prozent. Auch in Saudi-Arabien werden sich die Investitionen für die Verkehrsinfrastruktur erhöhen. Das ohnehin schon starke Wachstum von knapp 19 Prozent im Jahr 2014 wird mit 25 Prozent im Folgejahr noch übertroffen werden.

Wenn kein anderer Verweis angegeben ist, beziehen wir uns auf IHS Global Insight; Global Construction Outlook (stand: 30. Dezember 2014)

* Quelle: BMI Peru Infrastructure Report 2014 ≡
** Quelle: BMI Chile Infrastructure Report Q4 2014
*** Quelle: BMI Australia Infrastructure Report Q4 2014

www.bmi.com

PPP-Verkehrsinfrastrukturprojekte

Zwischen 2007 und 2014 wurden in Deutschland Public-Private-Partnership-Infrastrukturprojekte mit einem Investitionsvolumen von 2,7 Mrd. Euro vergeben.

www.oepp-plattform.de

Bis 2017 werden weitere Projekte mit einem Gesamtvolumen von mindestens 1,75 Mrd. Euro erwartet. Eine dritte Staffel von A-Modellen soll im Jahr 2015 starten.*

Der PPP-Markt in den Niederlanden entwickelt sich weiterhin sehr positiv. Von 2015 bis 2017 sind pro Jahr drei bis vier PPP-Projekte im Bereich der Verkehrsinfrastruktur mit einem Gesamtvolumen von etwa sieben Mrd. Euro geplant.

Weiterhin bietet der skandinavische Markt attraktive PPP-Projekte. In Finnland** befand sich 2014 ein PPP-Projekt mit einem Gesamtvolumen von 250 Mio. Euro in der Ausschreibung.

Derzeit ist in Norwegen** eine PPP-Projektkette von zunächst drei Projekten mit insgesamt zirka 1,5 Mrd. Euro avisiert. Das erste Vorhaben soll im Jahr 2015 ausgeschrieben werden; eine Erweiterung der Projektkette wird derzeit diskutiert.

In Osteuropa zeigt insbesondere die Slowakei** Potenzial für PPP-Projekte. Aktuell ist für Anfang 2015 ein Projekt mit einem Auftragsvolumen von zirka 1,5 Mrd. Euro geplant.

Der englische Markt hat sich in den vergangenen Jahren im Bereich Verkehrsinfrastruktur relativ verhalten gezeigt. Ab Ende 2015 sollen allerdings wieder mehrere PPP-Projekte ausgeschrieben werden, sodass wir ab 2016 ein Investitionsvolumen von ein bis zwei Mrd. Euro pro Jahr erwarten.

Das Potenzial für PPP-Projekte im Bereich Straßenbau auf dem nordamerikanischen Markt ist erheblich und steigt weiter an. In Kanada wird das PPP-Vergabeverfahren insbesondere für Großprojekte immer häufiger genutzt. In den kommenden zehn Jahren wird allein für den Bereich der Infrastruktur von Bahnprojekten mit einem Investitionsvolumen von über 24 Mrd. Euro (36 Mrd. USD) gerechnet. Auch Straßen- und Brückenbauvorhaben werden vermehrt zur Vergabe als PPP-Projekt ausgewählt. Nach Kanada hat jetzt auch die Anzahl der Projekte in den USA deutlich zugenommen.*** So prognostizierte die Ratingagentur Moody's 2014, dass die USA das Potenzial zum zukünftig weltgrößten PPP-Markt haben.

Australien hat schon heute einen der attraktivsten PPP-Märkte und rangiert seit 2005, bezogen auf die Anzahl der Geschäftsabschlüsse, auf Rang drei weltweit hinter Großbritannien und Kanada. Das durchschnittliche PPP-Projektvolumen ist jedoch beträchtlich höher als bei den beiden anderen Ländern. Der Straßen- und Schienenbau wird in Australien die treibende Kraft für den Infrastrukturbereich in den kommenden Jahren sein und stellt damit neben dem Bereich soziale und urbane Infrastruktur auch das größte Potenzial für PPP dar.**** Für die HOCHTIEF-Gruppe ergeben sich gute Marktchancen in den kommenden Jahren.

Energieinfrastruktur

Entwicklung in Energiemärkten nach Ländern und Regionen

Der Markt für Energieinfrastruktur in Westeuropa schrumpfte im Berichtsjahr leicht (-1,3 Prozent). Dieser Trend wird sich im Jahr 2015 voraussichtlich auf -0,4 Prozent abschwächen. Zudem begründet der Weltenergierat das derzeit vorherrschende neutrale Investitionsklima mit staatlichen Regulierungen.

In Deutschland ist für das Jahr 2015 mit einer stagnation zu rechnen. Auch hier sind nach wie vor die Unsicherheiten durch die Energiewende zu nennen, die die Investitionen im Bereich Energie hemmen. Allerdings hat die Bundesregierung die Kosten für die gesamte Energiewende bis 2030 auf bis zu eine Billion Euro beziffert.

In Österreich werden die Investitionen in die Energieinfrastruktur im Jahr 2015 leicht (um 0,8 Prozent) zurückgehen. Auch wenn einige Wasserkraftwerksneubauten bis ins Jahr 2020 verschoben wurden, bietet dieses Segment trotzdem zukünftig Wachstumspotenzial.***** Hier ist HOCHTIEF aktuell an dem Bau des Gemeinschaftskraftwerks Inn beteiligt.

www.rws.nl

* Quelle: InfraDeals
** Quelle: InfraNews
*** Quelle: Canadianshipper
**** Quelle: BMI Australia Infrastructure Report Q4 2014
***** Quelle: Euroconstruct, November 2014

Norwegen wuchs 2014 besonders stark mit 9,7 Prozent und wird das Tempo mit 3,4 Prozent im Jahr 2015 leider nicht halten können. In den kommenden Jahren werden Aktivitäten im "National Power Grid" bestimmend sein.*

Ähnliches ist in Schweden festzustellen, wo der Markt noch 2014 mit knapp zwei Prozent wuchs. Für das Jahr 2015 ist mit einer Stagnation zu rechnen. Dies ist auf ein langsames Auslaufen des zehn Jahre dauernden Investitionsprogramms im Bereich Energie zurückzuführen, das 2008 gestartet wurde und 2018 endet.

In Nordamerika wuchs vor allem der US-amerikanische Energiemarkt im Jahr 2014 mit beachtlichen 6,9 Prozent. Ein wesentlicher Treiber hierfür war die unkonventionelle Förderung von schiefergas (Fracking). Damit verbunden sind Baumaßnahmen, um die entsprechende Infrastruktur in Form von Straßen und Krankenhäusern sowie Wohnimmobilien in den Fördergebieten bereitzustellen. Dieses Wachstum ist jedoch durch den fallenden Ölpreis seit Mitte 2014 gefährdet, da neue Investitionen zurückgehalten werden. Dies spiegelt sich in den prognostizierten Zahlen für 2015 wider, in denen nun von einem Rückgang ausgegangen wird. Für 2016 ist jedoch wieder eine Umkehr dieser Entwicklung prognostiziert, mit einem Wachstum von über sechs Prozent.

In Kanada war das Wachstum 2014 mit über fünf Prozent stark. Für das Jahr 2015 wird mit einem Rückgang der Investitionstätigkeit gerechnet, sodass sich das Wachstum auf 3,4 Prozent verlangsamt. Wasserkraft macht zirka 55 Prozent der gesamten Kapazitätsgewinnung in Kanada aus, und somit gibt es hohe Investitionen in diesem Bereich. Gleichzeitig wird auch der Abbau von Ölsänden in der Region Alberta forciert, weshalb in die nötige Infrastruktur investiert wird.** Der fallende Ölpreis könnte auch auf diese Projekte negativen Einfluss haben.

In Lateinamerika sind vor allem die ölexportierenden Länder wie Venezuela von der Preisentwicklung des Öls negativ betroffen. Aber auch die Aussichten für den brasilianischen Baumarkt wurden aufgrund schwächerer wirtschaftlicher Daten nach unten korrigiert. Somit entwickelt sich der Markt für Energieinfrastruktur in Lateinamerika leicht negativ in den Jahren 2014 und 2015. Für 2016 ist allerdings wieder eine Erholung prognostiziert. Die für HOCHTIEF relevanten Märkte Chile und Peru entwickeln sich ähnlich, jedoch ist vorauszusehen, dass sich Chile schon 2015 mit einem Wachstum von 0,3 Prozent leicht erholt.

Nach einem ganz leichten Wachstum im Jahr 2014 wird der Bereich Energieinfrastruktur 2015 mit 2,6 Prozent in Australien zurückgehen. Ein wichtiger Grund hierfür ist der Markt zur Förderung von Flüssiggas, der in den kommenden Jahren aufgrund der Fertigstellung einiger Großprojekte schrumpfen wird und somit den gesamten Energieinfrastrukturmarkt beeinflusst. Für 2016 wird jedoch wieder ein Wachstum von über drei Prozent erwartet.

Das starke Wachstum der Märkte für Energieinfrastruktur im Nahen Osten hält mit kleineren Abschwächungen weiterhin an. Katars Investitionen in die Energieinfrastruktur werden 2015 voraussichtlich mit knapp neun Prozent wachsen. Treiber hierfür ist die starke Nachfrage nach Strom, die derzeit um zehn Prozent pro Jahr steigt. Um diese Nachfrage zu befriedigen, werden nach Angaben der Qatar Electricity & Water Company in den kommenden zehn Jahren über 22 Mrd. US-Dollar (18,33 Mrd. Euro) investiert, davon allein über vier Mrd. US-Dollar (3,33 Mrd. Euro) bis 2015.*** Auch Saudi-Arabien wird 2015 mit knapp fünf Prozent wachsen. Auch hier steigt die Nachfrage nach Strom kontinuierlich, getrieben durch eine wachsende Bevölkerung und eine höhere Nachfrage der Industrie.****

* Quelle: Euroconstruct, November 2014
** Quelle: BMI Canada Infrastructure Report Q4 2014
*** Quelle: BMI Qatar Infrastructure Report Q4 2014
**** Quelle: BMI Saudi Arabia Infrastructure Report Q4 2014

Soziale und urbane Infrastruktur

Entwicklung in Hochbaumärkten nach Ländern und Regionen

Die für HOCHTIEF wichtigen gewerblichen Hochbaumärkte in Westeuropa werden auch im Jahr 2015 Wachstumsraten zwischen 0,7 und 5,2 Prozent verzeichnen. Vor allem Deutschland und UK entwickeln sich besser als der Durchschnitt für Westeuropa.

Der Aspekt der Nachhaltigkeit spielt im Hochbau eine wesentliche Rolle, wie eine Studie der Union Investment aus dem Jahr 2013 zum Investitionsklima in Europa belegt. Immer mehr Investoren legen großen Wert auf eine ganzheitliche Betrachtungsweise von Immobilien. So sehen 60 Prozent der Unternehmen in der Immobilienbranche Nachhaltigkeitskriterien als einen festen Bestandteil in ihrer Investitionsstrategie. Der Markt für sogenannte Green Buildings, die mit Nachhaltigkeitszertifikaten ausgezeichnet werden (DGNB, LEED usw.), wächst in Europa. Laut einer Studie von Roland Berger wird zudem der Markt für Energie- und Ressourceneffizienz bis 2020 jährlich um fast sieben Prozent wachsen.

Der Markt für den gewerblichen Hochbau in Deutschland entwickelte sich bereits 2014 gut mit einer Wachstumsrate von 3,0 Prozent. Für 2015 ist mit einer weiteren Steigerung von 3,8 Prozent zu rechnen. Hervorzuheben sind hier die Bereiche "Öffentliche Hand", "Büro" und "Gewerbe", die 2015 jeweils mit mehr als vier Prozent wachsen sollen. Der Wohnungsbau wird sich im Jahr 2015 sehr robust mit vier Prozent Wachstum entwickeln.

Der Markt "Bauen im Bestand" hat in Deutschland laut einer HOCHTIEF-Analyse aus dem Jahr 2014 hohes Wachstumspotenzial, vor allem in den Großstädten, wie Berlin, München, Hamburg und Düsseldorf. Berlin ist Spitzenreiter beim nachhaltigen Flächenrecycling, hier werden zirka 290 000 Quadratmeter Immobilienfläche einer neuen Nutzung zugeführt.

Green Building Market Barometer ≡

Alle zwei Jahre erhebt die amerikanische HOCHTIEF-Tochter Turner Markttendenzen zum grünen Bauen in den USA. Das "Green Building Market Barometer", das 2014 zum sechsten Mal aufgelegt wurde, belegt ein weiterhin sehr hohes Interesse an nachhaltigen Gebäuden und Anlagen sowie eine deutlich gestiegene Wertschätzung nicht finanzieller Aspekte - die positiven Auswirkungen grüner Immobilien auf Gesundheit, Wohlbefinden und Produktivität ihrer Nutzer. Ein weiteres Ergebnis der Umfrage ist die erklärte Absicht von 62 Prozent der Befragten (2012: 48 Prozent), sich um eine LEED-Zertifizierung zu bemühen, wenn Gebäude geplant oder errichtet werden.

Mehr als 300 Geschäftsführer von Unternehmen, die Eigentümer oder Mieter "grüner" Immobilien beziehungsweise im Bereich der Entwicklung oder Konstruktion solcher Immobilien tätig sind, beteiligten sich an der Umfrage.

www.tumerconstruction. com/about-us/sustainability/ green-market-barometer

Für die gewerblichen Hochbaumärkte in Kanada und den USA sind für 2015 unterschiedliche Trends prognostiziert. Während Kanada mit -1,8 Prozent schrumpfen wird, sind die Wachstumsraten in den USA mit 5,5 Prozent sehr stark. Besonders hervorzuheben sind hier die Teilsegmente "Bürogebäude" und "Gewerbe", die 2015 jeweils mit über zehn Prozent Wachstum zulegen werden.

Nach einem starken Wachstum im Jahr 2014 mit 4,6 Prozent soll der Markt für den gewerblichen Hochbau in Australien im Folgejahr nur noch leicht um 0,3 Prozent zulegen.

Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate weisen auch in den kommenden Jahren stabile starke Wachstumsraten im gewerblichen Hochbau von über fünf Prozent auf. In Katar wird im Jahr 2015 der Markt für Bürogebäude mit knapp 14 Prozent am stärksten wachsen.

Soziale und urbane Infrastruktur im PPP-Bereich In Deutschland* wurden seit 2002 insgesamt 180 PPP-Hochbauprojekte mit einem Investitionsvolumen von rund 5,7 Mrd. Euro realisiert. Im Berichtsjahr waren es vier Projekte mit einem Volumen von 603 Mio. Euro. Aktuell befinden sich 29 Projekte in der Ausschreibung und 60 Projekte in Vorbereitung. Auch wenn die Projektgröße in Summe leicht angestiegen ist, besitzt sie, bezogen auf den internationalen Durchschnitt, mit einem mittleren zweistelligen Millionenbereich noch Entwicklungspotenzial.

Des Weiteren ist eine leicht positive Entwicklung im Bereich der sozialen Infrastruktur in Polen und in den Niederlanden zu beobachten:

Seit 2009 wurden in Polen** 19 PPP-Projekte im öffentlichen Hochbau mit einem Volumen von 146 Mio. Euro umgesetzt. 13 weitere Projekte befinden sich derzeit in der Ausschreibung oder in Vorbereitung. Die Projektgröße ist allerdings immer noch klein.

* Quelle: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, Partnerschaften Deutschland
** Quelle: PPP Institute, Inspiratia

In den Niederlanden* wurden seit 2004 insgesamt 14 Verträge für PPP-Hochbauprojekte mit einem Volumen von rund 1,67 Mrd. Euro abgeschlossen. Auf den Berichtszeitraum entfallen davon drei Projekte mit einem Volumen von zirka 430 Mio. Euro. Zurzeit befinden sich fünf Projekte in der Ausschreibung beziehungsweise Bearbeitung, weitere zwei Projekte werden vorbereitet.

Großbritannien verfügt im Bereich Hochbau über den bestentwickelten PPP-Markt der Welt. Seit den frühen 1990er-Jahren wurden dort mehr als 700 PPP-Projekte in der sozialen Infrastruktur realisiert. Aktuell sind erhebliche Programme im Bereich Schulen für Irland und Wales angekündigt worden.

PPP-Projekte in den USA und Kanada gewinnen weiter an Bedeutung. In Kanada haben im Berichtsjahr 41 von insgesamt 221 PPP-Projekten** den Financial Close*** erreicht, davon ein Großteil im Gesundheitswesen. Allein diese 41 Projekte wurden mit einem Investitionsvolumen von 15,9 Mrd. Euro (21 Mrd. USD) veranschlagt. In den USA steht die Entwicklung in diesem Bereich noch am Anfang. Wir sehen jedoch auch erste attraktive Projekte in Staaten wie Florida oder Kalifornien.

Neben einem wachsenden PPP-Markt im Bereich Verkehrsinfrastruktur bietet Australien auch im Bereich der sozialen und urbanen Infrastruktur viel Potenzial.

Führend ist der Markt für Krankenhäuser. Die einzelnen Projekte zeichnen sich durch ein hohes Auftragsvolumen aus (zum Beispiel das Kinderkrankenhaus in Perth mit einem Gesamtauftragswert von zirka 887 Mio. Euro, davon entfallen ungefähr 592 Mio. Euro auf Leighton). Zudem werden sich große Projektvorhaben im Segment Bildung und Gesundheit äußerst positiv auf den PPP-Markt auswirken. Die australische Regierung wird mittelfristig sehr hohe summen in Einrichtungen in diesem Segment investieren.**** Auch in anderen Bereichen der sozialen Infrastruktur kommt für die australische Regierung das PPP-Modell in Betracht, dazu zählen Stadien, Kongresszentren und Haftanstalten.

Minengeschäft

Entwicklung der Rohstoffmärkte nach Ländern und Regionen*****

Die langfristig steigende Nachfrage nach Rohstoffen sorgt dafür, dass der Markt kontinuierlich weiterwachsen wird. HOCHTIEF ist mit der Konzerngesellschaft Leighton in diesem Markt sehr gut aufgestellt. Sie ist als weltweit größtes Unternehmen im Contract-Mining****** in verschiedenen Regionen im asiatisch-pazifischen Raum tätig und wird weiterhin von der positiven Marktentwicklung partizipieren.

* Quelle: InfraNews
** Quelle: The Canadian Council for Public-Private Partnerships
*** Siehe Glossar Seite 266.
**** Quelle: BMI Australia Infrastructure Report Q4 2014
***** Quelle: BREE Resources and Energy Quarterly (September 2014)
****** Siehe Glossar Seite 265.

Top-3-Exporteure von Kraftwerkskohle (in Mio. t)

Quelle: BREE Resources and Energy Quarterly (September 2014)

Australien ist der viertgrößte Förderer von Kohle auf der Welt.* Insbesondere im Bereich Kraftwerkskohle steht Australien nach Indonesien und vor Russland auf dem zweiten Platz. Zudem verzeichnet Australien als einziges Land unter den Top-3-Exporteuren stetiges Wachstum. 2014 betrug dieses 1,8 Prozent, im darauffolgenden Jahr wird es auf drei Prozent steigen. Die jährliche Wachstumsrate liegt zwischen 2014 und 2019 sogar bei über vier Prozent im Durchschnitt und wird mittelfristig weiter zunehmen.

Indonesien ist der mit Abstand größte Exporteur von Kraftwerkskohle. Allein 2014 exportierte das Land mehr als doppelt so viel wie der zweitgrößte Exporteur Australien. In Zukunft wird das Land seine führende Rolle weiter behaupten. Die Regierung verfolgt allerdings das Ziel, weniger zu exportieren und mehr im eigenen Land zu verwerten, um einen größeren gesamtwirtschaftlichen Effekt für Indonesien zu erreichen.**

Der Markt für Eisenerz wird dominiert von Australien. Der australische Anteil am weltweiten Handelsvolumen wird in den kommenden Jahren mehr als 50 Prozent ausmachen. Hauptabnehmer für Eisenerz ist China; das Land wird weiterhin für eine hohe Nachfrage sorgen und damit zu hohen Wachstumsraten beitragen.

Diese dargestellten Entwicklungen im Bereich Kohle und Eisenerz in Australien werden auch zukünftig dafür sorgen, dass Investitionen in die rohstoffbezogene Infrastruktur getätigt werden.

Handelsvolumen Eisenerz (in Mio. t)

* Quelle: BMI Australia Infrastructure Report Q4 2014
** Quelle: BMI Indonesia Infrastructure Report Q1 2015

Rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Fortführung der Bauarbeiten bei Mautstraßenprojekten in Griechenland

Nach der erfolgreichen Restrukturierung der beiden griechischen Mautstraßenprojekte Maliakos-Kleidi (HOCHTIEF-Anteil: 35 Prozent) und Elefsina-Patras-Tsakona (HOCHTIEF-Anteil: 17 Prozent) Ende 2013 konnten mit Jahresbeginn 2014 die Bauarbeiten an beiden strecken weitergeführt werden. Das Verkehrs- und Einnahmeniveau entwickelt sich leicht positiv gegenüber der bei der Restrukturierung ausgearbeiteten Prognose. Der Ausblick für beide Projekte ist - unter der Voraussetzung, dass sich die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen in Griechenland weiter stabilisieren - nachhaltig positiv.

US-Wirtschaftspolitik

Bei den sogenannten Midterm Elections (Halbzeitwahlen) im November 2014, die in den USA zwischen zwei Präsidentschaftswahlen stattfinden, erhielten die Republikaner die Vormachtstellung im Repräsentantenhaus und im Senat. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Situation auf weitere politische Umsetzungsmaßnahmen auswirken wird, da sie eine größere Kompromissbereitschaft zwischen US-Präsident Barack Obama und Republikanern erfordert. Barack Obama hat für das Jahr 2015 ein Vier-Jahres-Investitionsprogramm angekündigt, um die Infrastruktur der USA zu verbessern und weiter auszubauen (unter anderem Straßen, Brücken, Schienenverkehrssysteme). Dafür ist auch die Einrichtung einer nationalen Infrastrukturbank geplant.

Neue EU-Richtlinien über die öffentliche Auftragsvergabe

Im April 2014 sind die neuen EU-Richtlinien über die öffentliche Auftragsvergabe in Kraft getreten, deren nationale Umsetzung - mit Ausnahme einiger weniger Bestimmungen - durch die EU-Mitgliedsstaaten innerhalb von 24 Monaten erfolgen muss. Durch diese neuen Regeln sollen öffentliche Aufträge auch zur Verwirklichung Umwelt- und sozialpolitischer Ziele beitragen. Dies führt zu einer erheblichen Aufwertung ökologischer Belange im Rahmen der öffentlichen Auftragsvergabe. Systematisch ist die Einhaltung umweltrechtlicher Verpflichtungen künftig ebenso ein vergaberechtlicher Grundsatz wie die bisher geltenden Grundsätze. Die Regeln umfassen unter anderem Klauseln zu Umweltanforderungen sowie die Möglichkeit, dem Produktlebenszyklus und den Umweltauswirkungen über den gesamten Produktionsprozess hinweg Rechnung zu tragen. Dazu können Nachweise über Gütezeichen oder Zertifizierungen wie LEED, DGNB oder BREEAM* verlangt werden. Laut der neuen Richtlinie kann nunmehr die Lebenszykluskostenrechnung in die Zuschlagskriterien integriert werden. Dabei kann etwa die CO2 -Bilanz einer angebotenen Leistung den Ausschlag geben. Zudem müssen öffentliche Auftraggeber alle Angebote verwerfen, deren außergewöhnlich niedriger Preis auf Verstöße gegen sozial-, Arbeits- oder Umweltschutzbestimmungen zurückgeht. Auf einigen für HOCHTIEF relevanten Märkten wie in Skandinavien, den Benelux-Ländern oder Großbritannien wird bei der Auftragsvergabe bereits besonderer Wert auf soziale und ökologische Aspekte gelegt.

www.bundesanzeiger-verlag.de

* Siehe Glossar Seite 265.

Auftragsentwicklung 2014

Auftragseingang und Leistung auf solidem Niveau

HOCHTIEF hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr als global führender Infrastruktur-Baukonzern erneut gut behauptet. Die Auftragslage des Konzerns hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr gut entwickelt. Der Auftragseingang ohne die verkauften Aktivitäten liegt währungsbereinigt weiterhin auf einem stabilen Niveau (+0,1 Prozent). Die Leistung ohne die verkauften Aktivitäten im Konzern liegt auf Basis eines selektiven Auftragseingangs und durch die Abarbeitung großvolumiger Projekte im Bestand währungsbereinigt leicht über Vorjahr (1,3 Prozent). Der Auftragsbestand liegt mit 35,70 Mrd. Euro, wesentlich beeinflusst durch den Verkauf der John Holland Group und des Service-Geschäfts von Leighton, unter dem Wert des Vorjahres (40,75 Mrd. Euro). Bereinigt um die verkauften Aktivitäten beträgt der Rückgang nur 0,5 Prozent); der Auftragsbestand stellt weiterhin eine gute Ausgangsbasis für die zukünftige Leistungsentwicklung dar.

Auftragseingang: Stabiles Niveau bei selektiver Akquise

Der Auftragseingang ohne die verkauften Aktivitäten des Konzerns lag mit einem absoluten Wert in Höhe von 21,53 Mrd. Euro um 1,7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Bereinigt um Währungseffekte blieben die Neuaufträge unverändert (+0,1 Prozent).

HOCHTIEF Americas konnte den Vorjahreswert deutlich überschreiten und erzielte ein neues Rekordniveau. Sowohl der Hochbau als auch der Tiefbau waren an diesem Anstieg beteiligt. Der Auftragseingang betrug 10,19 Mrd. Euro und lag damit um 36,7 Prozent währungsbereinigt: 35,7 Prozent) deutlich über dem Vorjahreswert.

HOCHTIEF Asia Pacific hat im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder großvolumige Aufträge mit langen Laufzeiten in den Bereichen Contract-Mining und Infrastruktur in die Bücher nehmen können. Der Auftragseingang ohne die verkauften Aktivitäten liegt wegen selektiver Auftragshereinnahme mit 8,53 Mrd. Euro um 25,6 Prozent unter dem hohen Vorjahreswert (währungsbereinigt: -21,4 Prozent). HOCHTIEF Europe liegt mit 2,69 Mrd. Euro Auftragseingang nominal -6,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Vorjahreszahlen enthalten jedoch noch die Sparten Service, HOCHTIEF Property Management und formart. Bereinigt um den Verkauf dieser Sparten und Wechselkurseffekte errechnet sich ein Zuwachs von +18,2 Prozent.

Leistung: Gleichmäßig hohes Niveau

Die Leistung ohne die verkauften Aktivitäten im Konzern erreichte zum Jahresende mit 24,31 Mrd. Euro ein stabiles Niveau. Bereinigt um Währungseffekte - im Wesentlichen gegenüber dem amerikanischen und australischen Dollar - liegt die Leistung um + 0,325 Mrd. Euro über Vorjahr, das entspricht +1,3 Prozent.

HOCHTIEF Americas lag mit einer Leistung von 9,16 Mrd. Euro mit 7,2 Prozent deutlich über dem Vorjahreswert und erreichte damit einen Rekordwert im Geschäftsjahr. Bereinigt um positive Währungseffekte gegenüber dem US-Dollar liegt die Leistung im Berichtsjahr um 6,4 Prozent über Vorjahr.

HOCHTIEF Asia Pacific liegt durch die Abarbeitung mehrjähriger Großaufträge in den Bereichen Contract-Mining und Infrastruktur auf hohem Niveau. Die selektive Akquise von Neuaufträgen und die Anpassung an die Marktveränderungen führte dennoch zu einem Rückgang. Die Division lag nominal unter dem Vorjahreswert, währungsbereinigt betrug dieser -1,4 Prozent. Ohne die verkauften Aktivitäten hingegen wurde währungsbereinigt ein Zuwachs von 3,7 Prozent erreicht.

Der Rückgang der Division HOCHTIEF Europe (-22,1 Prozent) ist im Wesentlichen auf die im Vergleichszeitraum enthaltenen Sparten formart und Service Solutions zurückzuführen. Bereinigt um diese Divestments und die Wechselkurseffekte liegt die Division mit -0,6 Prozent ungefähr auf Vorjahresniveau.

Der Anteil der internationalen Leistung beträgt 94 Prozent an der Konzernleistung. Auch im vergangenen Jahr erreichte HOCHTIEF einen spitzenplatz in den Ranglisten "The Top 225 International Contractors" im jährlichen Ranking des Fachmagazins Engineering News-Record.

Auftragsbestand: Stabile Grundlage für gutes Leistungspotenzial

Der Auftragsbestand liegt mit einem Wert von 35,70 Mrd. Euro deutlich unter dem nominalen Vorjahreswert. Bereinigt um die 2014 veräußerten und zum Jahresende 2014 nicht mehr im Auftragsbestand enthaltenen Einheiten John Holland und das australische Service-Geschäft (beide Leighton/HOCHTIEF Asia Pacific) beträgt der Rückgang gegenüber 2013 jedoch nur -0,5 Prozent.

Auf Basis der aktuellen Jahresleistung gewährleistet der Auftragsbestand eine weiterhin hohe rechnerische Auslastung von 18 Monaten.

Die Auftragslage des Vorjahres wurde um die Werte der nicht fortgeführten Aktivitäten (John Holland Group) angepasst. Zusätzlich wurden die Vorjahreswerte um die Zahlen von Al Habtoor Leighton angepasst, um sie mit den Zahlen der Leighton Gruppe, in denen die Werte enthalten sind, vergleichbar zu machen.

Die Auftragslage von Al Habtoor Leighton stellt sich wie folgt dar:

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Mio. Euro 2013 2014
Auftragseingang -552,1* 1.206,2
Leistung 357,8 499,3
Auftragsbestand 818,0 1.647,2

* Im Auftragseingang wirkte sich eine Bestandskorrektur für das Projekt Dubai Pearl aus.

Auftragseingang in Mrd. EUR

* Nicht fortgeführte Aktivitäten
** Siehe Tabelle unten links

Auftragseingang nach Regionen

100 Prozent = 21,53 Mrd. Euro

Leistung in Mrd. EUR

* Nicht fortgeführte Aktivitäten

Leistung nach Regionen

100 Prozent = 24,31 Mrd. Euro

Auftragsbestand in Mrd. EUR

* Nicht fortgeführte Aktivitäten

Auftragsbestand nach Regionen

100 Prozent = 35,70 Mrd. Euro

Die ausführliche Fünfjahresübersicht finden sie auf den Seiten 267 und 268.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

HOCHTIEF hat im abgelaufenen Geschäftsjahr weitere Maßnahmen zur Fokussierung auf das Kerngeschäft umgesetzt. Neben der Veräußerung von Aktivitäten in der Division HOCHTIEF Europe - hierzu zählten das Divestment von formart und einigen Randaktivitäten -konzentrierten sich diese insbesondere auf Geschäftsbereiche von Leighton mit den Divestments von John Holland und des Servicebereichs der Leighton-Tochtergesellschaften Thiess und Leighton Contractors.

Die Transaktionen hatten einen erheblichen Einfluss auf die Ergebnisdarstellung und -zahlen des HOCHTIEF-Konzerns. HOCHTIEF weist im Einklang mit den IFRS-Vorschriften für die Geschäftsjahre 2014 und 2013 ein getrenntes Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten (continuing operations) und aus nicht fortgeführten Aktivitäten (discontinued operations) aus. Die Summe aus diesen beiden Ergebnisgrößen ergibt das insgesamt im HOCHTIEF-Konzern erwirtschaftete Ergebnis nach Steuern.

Das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten war im Geschäftsjahr 2014 im Wesentlichen durch die Bildung einer bilanziellen Vorsorge zur Abdeckung von Ausfallrisiken aus Projektforderungen bei Leighton beeinflusst. Diese wirkte sich mit -458 Mio. Euro (-675 Mio. australische Dollar) im Vorsteuerergebnis aus fortgeführten Aktivitäten und mit -321 Mio. Euro (-473 Mio. australische Dollar) im Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten aus. Im Vorjahr waren im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten zudem noch positive Ergebnisbeiträge aus dem laufenden Geschäft und aus der Veräußerung von nicht mehr zum Kerngeschäft gehörenden Bereichen enthalten. Hierzu zählten insbesondere das Airportgeschäft sowie das ehemals in der Division HOCHTIEF Europe angesiedelte Servicegeschäft.

Betriebswirtschaftliche Gewinn- und Verlustrechnung

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(In Mio. EUR) 2014 2013 angepasst*
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit -75,3 585,9
+ Beteiligungsergebnis 118,5 210,4
- Neutrales Ergebnis (+) 515,5 (+) 105,0
Betriebliches Ergebnis/ EBITA 558,7 901,3
Finanzergebnis -220,3 -266,5
Neutrales Ergebnis -515,5 -105,0
Ergebnis vor Steuern -fortgeführte Aktivitäten -177,1 529,8
Ertragsteuern 45,3 -158,1
Ergebnis nach Steuern -fortgeführte Aktivitäten -131,8 371,7
Ergebnis nach Steuern - nicht fortgeführte Aktivitäten 537,6 173,7
Ergebnis nach Steuern -insgesamt 405,8 545,4
davon: Anteile des Konzerns 251,7 171,2
davon: Anteile anderer Gesellschafter 154,1 374,2

* Angepasst aufgrund von IFRS 5 und IFRS 11. Erläuterungen zu der Anpassung finden Sie auf den Seiten 177f. und 186ff.

Im Geschäftsjahr 2014 wurden die bei Leighton verkauften Geschäftsbereiche John Holland und das Servicegeschäft der Tochtergesellschaften Thiess und Leighton Contractors als nicht fortgeführte Aktivitäten klassifiziert. Das Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten enthielt im Geschäftsjahr 2014 den Erfolg aus der Veräußerung (409 Mio. Euro) sowie aus dem laufenden Geschäft dieser Geschäftsbereiche (129 Mio. Euro) in Höhe von insgesamt 538 Mio. Euro.

Im Vorjahr beinhaltet das Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten in Höhe von 174 Mio. Euro die Ergebnisbeiträge aus dem laufenden Geschäft von John Holland und des Servicebereichs von Leighton (91 Mio. Euro) sowie den Erfolg aus der Veräußerung von Telekommunikations-Assets (83 Mio. Euro).

Die Umsatzerlöse des HOCHTIEF-Konzerns beliefen sich im Geschäftsjahr 2014 auf 22,1 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr (22,5 Mrd. Euro) ergab sich damit ein Rückgang um 0,4 Mrd. Euro (-2,0 Prozent). Ausschlaggebend hierfür waren negative Wechselkurseffekte -insbesondere beim australischen Dollar - die sich mit insgesamt -597 Mio. Euro auf das Umsatzvolumen auswirkten. Die um Währungseffekte bereinigten Umsatzerlöse lagen daher um ein Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres.

Leighton hat Umsatzerlöse in Höhe von 16,8 Mrd. australischen Dollar erzielt, der entsprechende Vorjahreswert (16,2 Mrd. australische Dollar) wurde damit um vier Prozent übertroffen. Die Leighton-Gruppe war insbesondere auf dem australischen Markt in den Kernbereichen Infrastrukturbau und Contract-Mining sowie in ausgewählten Regionen des asiatisch-pazifischen Wirtschaftsraums und des Mittleren Ostens sehr erfolgreich. Für die Division HOCHTIEF Asia Pacific ergab sich infolge des niedrigeren Durchschnittskurses bei der Umrechnung des australischen Dollars ein Rückgang der Umsatzerlöse. Dieser Währungseffekt wirkte sich mit -644 Mio. Euro in den Umsatzerlösen aus. Nach 11,6 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2013 lagen die Umsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr daher mit 11,4 Mrd. Euro um zwei Prozent niedriger. Auf dem amerikanischen Markt verlief die Umsatzentwicklung - insbesondere durch starke Zuwächse im Hochbaugeschäft - sehr erfolgreich. Unsere im US-amerikanischen Hochbausektor tätige Tochtergesellschaft Turner steigerte die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2014 gegenüber dem Vorjahr (9,5 Mrd. amerikanische Dollar) um elf Prozent auf 10,6 Mrd. amerikanische Dollar. Die Umsätze in dem von Flatiron geführten Tiefbaugeschäft waren demgegenüber rückläufig. Insgesamt erreichte die Division HOCHTIEF Americas ein Umsatzvolumen von 8,6 Mrd. Euro und damit einen Anstieg um acht Prozent gegenüber dem Vorjahr (7,9 Mrd. Euro). Der Wechselkurseffekt aus der Umrechnung des amerikanischen Dollars wirkte sich mit 63 Mio. Euro leicht positiv auf die Umsatzerlöse der Division HOCHTIEF Americas aus. Mit der Reorganisation der Division HOCHTIEF Europe haben wir unser deutsches und europäisches Baugeschäft weiter auf die Kerngeschäftsfelder Infrastruktur- und Hochbau sowie das PPP-Geschäft fokussiert. Dies hatte Auswirkungen auf das Umsatzvolumen der Division, das 2014 mit zwei Mrd. Euro erwartungsgemäß deutlich unter dem Vorjahreswert von 2,8 Mrd. Euro blieb. Ausschlaggebend für den Rückgang um 30 Prozent war der im Vorjahr erfolgte Verkauf des Servicegeschäfts der HOCHTIEF Solutions AG. Daneben machten sich die unterjährig realisierten Verkäufe von weiteren nicht zum Kerngeschäft gehörenden Bereichen wie dem Wohnungsentwickler formart, dem Property-Management und der Geschäftseinheit Projektservice von STREIF Baulogistik bemerkbar.

HOCHTIEF ist auf allen wichtigen Märkten der Welt präsent und hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 94 Prozent der Umsatzerlöse außerhalb Deutschlands erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr (91 Prozent) wurde der Auslandsanteil am Umsatz weiter ausgebaut.

Konzerngewinn im Vergleich zum Vorjahr gesteigert

HOCHTIEF erzielte im Geschäftsjahr 2014 ein betriebliches Ergebnis (EBITA/EBIT) aus fortgeführten Aktivitäten in Höhe von 559 Mio. Euro (Vorjahr 901 Mio. Euro). Beim Vorjahresvergleich sind die im Jahr 2013 wirksamen Einmaleffekte aus nicht zum Kerngeschäft gehörenden Transaktionen zu berücksichtigen, die zu einem nominal höheren Ergebnisausweis führten. Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um positive Effekte aus der Veräußerung von Unternehmensteilen.

Für eine angemessene Beurteilung des Erfolgs aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist das EBIT um Effekte, die durch Sondervorgänge entstanden sind, bereinigt. Die in diesem Zusammenhang vorgenommenen Umgliederungen in das neutrale Ergebnis (516 Mio. Euro) betrafen 2014 mit 458 Mio. Euro die bei Leighton vorgenommene bilanzielle Vorsorge zur Abdeckung von Ausfallrisiken aus Projektforderungen und mit 58 Mio. Euro im Wesentlichen Restrukturierungsaufwendungen bei Leighton. Im Vorjahr enthielt das neutrale Ergebnis (105 Mio. Euro) Restrukturierungsaufwendungen der Division HOCHTIEF Europe und von Leighton.

Leighton erzielte aus den betrieblichen Aktivitäten gute Ergebnisbeiträge. Insgesamt erreichte die Division HOCHTIEF Asia Pacific im Geschäftsjahr 2014 ein EBIT in Höhe von 575 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr (471 Mio. Euro) ergab sich somit eine Verbesserung um 104 Mio. Euro (22 Prozent).

Die Division HOCHTIEF Americas hat das EBIT ebenfalls weiter verbessert und erreichte nach 115 Mio. Euro im Vorjahr eine Verbesserung um sieben Prozent auf 123 Mio. Euro. Besonders stark entwickelte sich dabei das Hochbaugeschäft unter Führung unserer Tochtergesellschaft Turner. Im Tiefbaugeschäft wurden nur leichte Ergebnisverbesserungen erzielt. Die für den amerikanischen Construction-Bereich verantwortliche Tiefbaugesellschaft Flatiron hat 2014 zwar deutlich mehr Aufträge akquiriert, im EBIT machten sich jedoch noch immer Belastungen aus in Vorjahren hereingenommenen Projekten negativ bemerkbar.

Die im Vorjahr begonnene Reorganisation der Division HOCHTIEF Europe haben wir im Jahr 2014 konsequent weiterverfolgt und bieten mit vier selbstständigen Gesellschaften unser Leistungsspektrum für die Kerngeschäftsfelder Infrastructure, Building, Engineering und Public-Private-Partnership am Markt an. Mit dem Mehrheitsverkauf der Wohnungsentwicklungsgesellschaft formart und der Veräußerung des Property-Management- und des Offshore-Geschäfts sowie der Geschäftseinheit Projektservice von STREIF BauIogistik haben wir zudem einen weiteren wichtigen Schritt zur Umsetzung unserer Strategie getan. Das EBIT der Division HOCHTIEF Europe für das Geschäftsjahr 2014 war mit -37 Mio. Euro nicht zufriedenstellend und blieb deutlich hinter dem Vorjahreswert von 152 Mio. Euro zurück. Ausschlaggebend hierfür war der im Vorjahr positive Ergebniseffekt aus dem Verkauf der Servicesparte der HOCHTIEF Solutions AG. Zudem machten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr noch Belastungen und Erträge aus Altprojekten im Bereich Infrastruktur und ein negatives Ergebnis aus dem Immobiliengeschäft bemerkbar.

HOCHTIEF erzielte im Geschäftsjahr 2014 ein Beteiligungsergebnis in Höhe von 118 Mio. Euro. Der Rückgang gegenüber dem deutlich höheren Vorjahreswert (210 Mio. Euro) ist auf Sonderfaktoren zurückzuführen. Ein wesentlicher Grund ist der im Vorjahr noch enthaltene positive Beitrag aus Dividendenausschüttungen der Flughafengesellschaften. Im Beteiligungsergebnis von HOCHTIEF ergab sich hieraus für das Geschäftsjahr 2013 ein positiver Ergebnisbeitrag in Höhe von 96 Mio. Euro. HOCHTIEF hat im Geschäftsjahr 2013 diesen nicht mehr zum Kerngeschäft gehörenden Bereich veräußert. Im Beteiligungsergebnis der Division HOCHTIEF Asia Pacific wirkten sich in erster Linie die Ergebnisse der Beteiligungsunternehmen von Leighton aus. Nach einem nahezu ausgeglichenen Beteiligungsergebnis im Vorjahr weist die Division HOCHTIEF Asia Pacific für das Geschäftsjahr 2014 mit 37 Mio. Euro einen deutlich positiven Wert aus. Zu dieser Verbesserung trugen in erster Linie höhere Ergebnisbeiträge von übrigen Beteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen bei. Demgegenüber schwächte sich das Beteiligungsergebnis der Division HOCHTIEF Americas ab. Nach 46 Mio. Euro im Vorjahr verzeichnete die Division HOCHTIEF Americas 2014 ein Ergebnis aus dem Beteiligungsbereich in Höhe von 31 Mio. Euro. Während bei unserer Tochtergesellschaft Turner das Beteiligungsergebnis auf Vorjahresniveau blieb, waren die Beteiligungserträge bei Flatiron deutlich rückläufig. Hier wirkten sich schwächere Ergebnisse von einzelnen Gemeinschaftsunternehmen aus, bei denen Flatiron in Kooperation mit anderen Partnern Infrastrukturprojekte realisiert. Das Beteiligungsergebnis der Division HOCHTIEF Europe belief sich für das Geschäftsjahr 2014 auf 51 Mio. Euro gegenüber 69 Mio. Euro im Vorjahr. Einen starken Rückgang verzeichnete dabei die Sparte Infrastructure Solutions, deren Beteiligungsergebnis in erster Linie durch die Ergebnisbeiträge von den europäischen Bauarbeitsgemeinschaften bestimmt wird. Aufgrund von Belastungen bei einzelnen Infrastrukturprojekten waren die Beteiligungserträge in diesem Bereich deutlich rückläufig. Im Gegensatz hierzu hat sich das Beteiligungsergebnis der PPP-Sparte verbessert.

Zu den Kernzielen von HOCHTIEF gehört auch die langfristige Sicherung und die Diversifikation der Konzernfinanzierung. Der im Jahr 2014 platzierte Non-rated Bond über 500 Mio. Euro war gut vierfach überzeichnet. Zudem wurde die bestehende Bar- und Avalkreditlinie im Umfang von zwei Mrd. Euro bis 2019 erfolgreich und zu deutlich besseren Konditionen verlängert. Die im Geschäftsjahr umgesetzten Transaktionen führten zu einer Entlastung unseres Zinsaufwands und zu einem insgesamt verbesserten Finanzergebnis von -220 Mio. Euro gegenüber -266 Mio. Euro im Vorjahr.

Ergebnisentwicklung durch Umbaumaßnahmen und Risikovorsorge im HOCHTIEF-Konzern beeinflusst

HOCHTIEF erzielte im Geschäftsjahr 2014 ein Ergebnis vor Steuern aus fortgeführten Aktivitäten in Höhe von -177 Mio. Euro (Vorjahr 530 Mio. Euro). Die Ergebnisentwicklung war jedoch in besonderem Maße durch die Umbaumaßnahmen des HOCHTIEF-Konzerns und die Risikovorsorge bei Leighton in Höhe von -458 Mio. Euro (-675 Mio. australische Dollar) beeinflusst. Im Vorjahr enthielt das Ergebnis vor Steuern aus fortgeführten Aktivitäten zudem noch positive Ergebnisbeiträge aus dem laufenden Geschäft und aus der Veräußerung der nicht mehr zum Kerngeschäft gehörenden Bereiche Airport und des Servicegeschäfts von HOCHTIEF Europe.

Bei den Ertragsteuern ergab sich für das Geschäftsjahr 2014 ein Steuerertrag in Höhe von 45 Mio. Euro. Im Vorjahr wurden demgegenüber Steueraufwendungen in Höhe von 158 Mio. Euro ausgewiesen. Die Steueraufwendungen aus tatsächlichen Steuern erhöhten sich aufgrund höherer steuerpflichtiger Erträge bei Leighton um insgesamt 142 Mio. Euro auf 164 Mio. Euro. Demgegenüber fiel in den latenten Steuern des Geschäftsjahres 2014 ein Steuerertrag in Höhe von 209 Mio. Euro an gegenüber einem Aufwand von 137 Mio. Euro im Vorjahr. Ein wesentlicher Grund für den Steuerertrag im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Aktivierung von latenten Steuern auf die bei Leighton gebildete Risikovorsorge sowie die Auflösung passiver latenter Steuern aufgrund des Wegfalls der zugrunde liegenden Verpflichtungsgründe.

Das Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten belief sich im Geschäftsjahr 2014 auf -132 Mio. Euro, wesentlich beeinflußt durch die Risikovorsorge bei Leighton (Vorjahr 372 Mio. Euro).

Das Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten lag 2014 bei 538 Mio. Euro, wesentlich beeinflußt durch den Gewinn aus dem Verkauf von John Holland und des Servicebereichs von Leighton (Vorjahr 174 Mio. Euro).

HOCHTIEF erzielte im Geschäftsjahr 2014 aus den fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten insgesamt ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 406 Mio. Euro (Vorjahr 545 Mio. Euro). Von diesem Ergebnis entfielen auf Anteile des Konzerns 252 Mio. Euro (Vorjahr 171 Mio. Euro). Diese haben sich mit einem Anstieg um 47 Prozent somit deutlich verbessert. Die Anteile anderer Gesellschafter am Nachsteuerergebnis fielen hingegen mit 154 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr (374 Mio. Euro) deutlich niedriger aus. Neben dem Rückgang aus der im Jahr 2014 vollzogenen Anteilsaufstockung von HOCHTIEF an Leighton enthielt der Fremdanteil im Vorjahr auch noch den auf die Fremdgesellschafter entfallenden Ergebnisanteil aus dem Verkauf der Beteiligung am Flughafen Sydney.

Kapitalflussrechnung HOCHTIEF-Konzern (Kurzfassung)*

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(In Mio. EUR) 2014 2013 angepasst**
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 756,0 280,9
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -178,6 577,4
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -375,8 -1.115,7
Zahlungswirksame Veränderungen der flüssigen Mittel 201,6 -257,4
Flüssige Mittel zum Jahresende 2.585,4 2.190,1

* Die vollständige Konzern-Kapitalflussrechnung finden Sie im Konzernabschluss auf Seite 172 dieses Konzernberichts.
** Angepasst aufgrund von IFRS 11. Erläuterungen zu der Anpassung finden Sie auf der Seite 186ff.

Finanzlage

Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Veräußerungserlöse aus den bei Leighton durchgeführten Veräußerungen von John Holland und des Servicegeschäfts von Thiess und Leighton Contractors sind aufgrund der kurz vor Jahresschluss unterzeichneten Verträge mit den Erwerbern im Jahr 2014 noch nicht cashwirksam geworden. Mit einem Eingang dieser Erlöse wird zeitnah gerechnet. Die in der Division HOCHTIEF Europe durchgeführten Verkaufstransaktionen von formart und Projektserviceaktivitäten führten bereits im Geschäftsjahr 2014 zu einem Mittelzufluss.

Im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit verzeichnete HOCHTIEF für das Geschäftsjahr 2014 einen Zufluss an liquiden Mitteln in Höhe von 756 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr mit einem Mittelzufluss in Höhe von 281 Mio. Euro haben wir damit 475 Mio. Euro mehr an flüssigen Mitteln im operativen Geschäft generiert. Spürbar positiven Einfluss hierauf hatte die Veränderung des Nettoumlaufvermögens, die im Geschäftsjahr 2014 zu einem Liquiditätszufluss in Höhe von 308 Mio. Euro führte. Im Vorjahr ergab sich demgegenüber aus der Mittelbindung im Nettoumlaufvermögen ein Liquiditätsverbrauch in Höhe von 884 Mio. Euro. Im Jahresvergleich bedeutet dies eine Verbesserung um 1,2 Mrd. Euro. Entscheidend wirkte sich dabei die Entwicklung der Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr aus. Hier haben wir uns im abgelaufenen Geschäftsjahr darauf konzentriert, ausstehende Forderungen zu realisieren. Die Liquiditätsentwicklung verbesserte sich dadurch im Vergleich zum Vorjahr um 870 Mio. Euro. Dem höheren Mittelzufluss aus der Veränderung des Nettoumlaufvermögens stand jedoch ein niedrigerer Zufluss aus dem liquiditätswirksamen Ergebnis gegenüber. Insgesamt haben alle operativ tätigen Divisions durch das verbesserte Liquiditätsmanagement den Turnaround in der Cashflow-Entwicklung vollzogen und im Jahr 2014 einen deutlich positiven Beitrag zum Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit geleistet.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit führte im Geschäftsjahr 2014 zu einem Liquiditätsabfluss im Umfang von 179 Mio. Euro. Im Vorjahr ergab sich hier ein Mittelzufluss in Höhe von 577 Mio. Euro, der zu einem erheblichen Teil aus der Veräußerung von nicht mehr zum Kerngeschäft gehörenden Unternehmensteilen generiert wurde. Die wesentlichen cashwirksamen Verkäufe des abgelaufenen Geschäftsjahres betrafen die Veräußerung der Anteile an der Immobiliengesellschaft aurelis Real Estate, am Wohnungsentwickler formart und Teilen der unter STREIF Baulogistik GmbH firmierenden Projektserviceaktivitäten in der Division HOCHTIEF Europe. Im Vorjahr resultierten wesentliche Zahlungseingänge aus dem Verkauf des Flughafengeschäfts, der Servicesparte von HOCHTIEF Europe und der Mehrheitsbeteiligung an den Telekommunikationsaktivitäten von Leighton. Die insgesamt im HOCHTIEF-Konzern erzielten Einnahmen aus Anlagenabgängen einschließlich der Verkäufe von Sachanlagen und Desinvestments von Beteiligungen beliefen sich im Jahr 2014 auf 416 Mio. Euro. Hiervon entfielen 309 Mio. Euro auf die Division HOCHTIEF Europe und 76 Mio. Euro auf die Division HOCHTIEF Asia Pacific. Der entsprechende Vorjahreswert lag bei 2,6 Mrd. Euro. Der Liquiditätsverbrauch für Investitionen in Sach- und Finanzanlagen belief sich im Geschäftsjahr 2014 auf 723 Mio. Euro. Damit lag das Investitionsvolumen um 729 Mio. Euro unter dem Vergleichswert des Vorjahres (1,5 Mrd. Euro). Hiervon entfielen auf Ausgaben für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 575 Mio. Euro (Vorjahr 932 Mio. Euro). Durch intensive Verbesserungen im Einsatz- und Beschaffungsmanagement bei Leighton konnten die Mittelausgaben für den Erwerb von Sachanlagevermögen - insbesondere im anlagenintensiven Contract-Mining-Geschäft - deutIich gesenkt werden. Leighton realisierte die Beschaffung des benötigten Bergbaugeräts dabei zunehmend über den Abschluss von Operate-Leasing-Vereinbarungen. Die Sachinvestitionen der Division HOCHTIEF Asia Pacific gingen daher von 865 Mio. Euro im Vorjahr auf 498 Mio. Euro zurück. Für Investitionen in Finanzanlagen wurden im Jahr 2014 mit 148 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr (521 Mio. Euro) deutlich weniger liquide Mittel verwendet. Ausschlaggebend hierfür waren signifikant geringere Ausgaben für das Beteiligungsportfolio von Leighton, die sich mit 75 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahresniveau (469 Mio. Euro) bewegten.

In der Division HOCHTIEF Americas wurden Finanzinvestitionen in Höhe von insgesamt 59 Mio. Euro (Vorjahr 38 Mio. Euro) getätigt. Die Investitionen im Finanzanlagebereich der Division HOCHTIEF Europe bewegten sich mit 14 Mio. Euro auf Vorjahresniveau und konzentrierten sich vorrangig auf die PPP-Sparte. HOCHTIEF hat im abgelaufenen Geschäftsjahr durch ein aktives Portfoliomanagement hohe Liquiditätszuflüsse aus dem Wertpapierbereich erzielt. Der Großteil dieser Einnahmen resultierte aus der Veräußerung von variabel und festverzinslichen Wertpapieren durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und Turner. Aus der Veränderung der Wertpapiere und Finanzforderungen flossen dem HOCHTIEF-Konzern im Geschäftsjahr 2014 insgesamt 438 Mio. Euro an Geldmitteln zu. Im Vorjahr verzeichnete der Konzern aus Investitionen in Wertpapiere und Forderungen einen Liquiditätsabfluss in Höhe von 534 Mio. Euro. Die Veränderungen der flüssigen Mittel aus Erst- und Entkonsolidierungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2014 auf -309 Mio. Euro. Wesentlich für den Liquiditätsabfluss waren die Entkonsolidierungen von John Holland und des Servicegeschäfts bei Leighton. Im Vorjahr waren das Ausscheiden des Airportgeschäfts und der Servicesparte der HOCHTIEF Solutions AG aus dem HOCHTIEF-Konzernverbund maßgeblich für den Abfluss von Liquidität in Höhe von 17 Mio. Euro.

HOCHTIEF hat im abgelaufenen Geschäftsjahr weitere Finanzierungsmaßnahmen durchgeführt und durch den Einsatz unterschiedlicher Instrumente die Unternehmensfinanzierung weiter diversifiziert und langfristig gesichert. Dazu gehörte unter anderem die Emission einer dritten Unternehmensanleihe durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft mit einem Nominalvolumen von 500 Mio. Euro. Daneben wurden die erforderlichen Finanzierungsmittel vor allem durch die Inanspruchnahme von klassischen Bankkrediten beschafft. Die wesentlichen Kreditaufnahmen betrafen Leighton mit eine Mrd. Euro. Insgesamt belief sich das Volumen an neu aufgenommenen Kreditmitteln im HOCHTIEF-Konzern auf 1,7 Mrd Euro (Vorjahr 2,6 Mrd. Euro). Für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten wurde Liquidität im Umfang von 1,1 Mrd. Euro verbraucht. Der überwiegende Teil der Tilgungsleistungen wurde mit 594 Mio. Euro durch Leighton und mit 374 Mio. Euro durch die Konzernzentrale erbracht. Im Vorjahr lag der Liquiditätsverbrauch für die Ablösung von Finanzverbindlichkeiten bei 2,8 Mrd. Euro. HOCHTIEF hat in den Geschäftsjahren 2013 und 2014 die Beteiligungsquote an Leighton aufgestockt. Nach 198 Mio. Euro im Vorjahr wurden im Geschäftsjahr 2014 hierfür 617 Mio. Euro an liquiden Mitteln verwendet. Darüber hinaus wurde die Konzernliquidität im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 212 Mio. Euro für Dividendenzahlungen in Anspruch genommen. Im Geschäftsjahr 2013 war der Liquiditätsverbrauch für Dividendenzahlungen mit 431 Mio. Euro deutlich höher. Grund hierfür waren einmalige Dividenden an Minderheitsgesellschafter des Segments Airport im Zusammenhang mit dem Verkauf des Flughafengeschäfts. Zudem ergaben sich 2013 aus der Veräußerung der Flughafenbeteiligungen Auszahlungen aus dem Eigenkapital an Minderheitsgesellschafter des Bereichs Airport in Höhe von 125 Mio. Euro. HOCHTIEF hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ein weiteres Aktienrückkaufprogramm begonnen. Die hierfür aufgewendete Liquidität belief sich bis zum 31. Dezember 2014 auf 48 Mio. Euro. Im Vorjahr wurden im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms für den Erwerb von HOCHTIEF-Aktien liquide Mittel in Höhe von 256 Mio. Euro verwendet. Im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ergab sich für das Geschäftsjahr 2014 insgesamt ein Liquiditätsabfluss in Höhe von 376 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr (1,1 Mrd. Euro) wurde der Mittelverbrauch damit um 740 Mio. Euro reduziert.

HOCHTIEF weist in der Konzernbilanz zum Stichtag 31. Dezember 2014 einen Bestand an flüssigen Mitteln in Höhe von 2,6 Mrd. Euro aus. Der Vergleichswert am 31. Dezember 2013 belief sich auf 2,2 Mrd. Euro und lag damit um 395 Mio. Euro niedriger. Aus der Veränderung von Wechselkursen resultierte ein Effekt in Höhe von 194 Mio. Euro (Vorjahr -204 Mio. Euro). Ausschlaggebend hierfür waren die Umrechnungskurse des amerikanischen und australischen Dollar.

Der Free Cashflow des HOCHTIEF-Konzerns belief sich für das Geschäftsjahr 2014 auf 577 Mio. Euro (Vorjahr 858 Mio. Euro). Hiervon entfielen auf die Mittelveränderung aus der laufenden Geschäftstätigkeit 756 Mio. Euro (Vorjahr 281 Mio. Euro) und auf die Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit -179 Mio. Euro (Vorjahr 577 Mio. Euro).

Langfristige Sicherung und kontinuierliche Diversifikation der Konzernfinanzierung - HOCHTIEF verlängert vorzeitig den syndizierten Bar- und Avalkredit und begibt dritte Unternehmensanleihe im langfristigen Laufzeitbereich

Im April des Berichtsjahres konnte HOCHTIEF den im Dezember 2011 refinanzierten syndizierten Bar- und Avalkredit* über insgesamt zwei Mrd. Euro vorzeitig bis zum April 2019 verlängern. Die Endfälligkeit dieser für den Konzern strategisch wichtigen syndizierten Kreditlinie war ursprünglich für den Dezember 2016 vorgesehen. Darüber hinaus konnte das Fälligkeitenprofil durch die Emission einer dritten HOCHTIEF-Unternehmensanleihe erheblich gestreckt werden. Aufgrund des positiven Kapitalmarktumfeldes hat sich die HOCHTIEF Aktiengesellschaft erneut für eine Wertpapieremission entschieden. Mit Wertstellung am 28. Mai 2014 wurde die dritte Unternehmensanleihe mit einem Nominalvolumen von 500 Mio. Euro begeben. In Zusammenarbeit mit einem Bankenkonsortium, bestehend aus Commerzbank, ING, Royal Bank of Scotland und UniCredit, wurde eine Schuldverschreibung mit einer jährlichen Verzinsung von 2,625 Prozent und einer Laufzeit von fünf Jahren platziert. Erneut wirkten sich der hohe Bekanntheitsgrad, die retailfreundIiche Stückelung in Höhe von 1.000 Euro sowie die attraktiven Konditionen, bezogen auf Dokumentation und Preisgestaltung, positiv auf die Investitionsbereitschaft bei nationalen und internationalen Investoren aus. Insbesondere die Zuteilungen in Frankreich und den nordeuropäischen Regionen nahmen im Vergleich zu den bisherigen regionalen Allokationen deutlich zu. Die positive Kursentwicklung der nunmehr drei ausstehenden Anleihen am Sekundärmarkt belegt darüber hinaus die weiterhin solide Nachfrage Seitens institutioneller und nicht institutioneller Investoren.

Im April 2014 konnte die HOCHTIEF Aktiengesellschaft den syndizierten Bar- und Avalkredit über insgesamt zwei Mrd. Euro mit einer ursprünglichen Laufzeit bis Dezember 2016, bestehend einerseits aus einer Avalkredittranche mit insgesamt 1,5 Mrd. Euro sowie andererseits aus einer revolvierend nutzbaren Barkredittranche in Höhe von 500 Mio. Euro, vorzeitig bis zum April 2019 verlängern. Der Avalkredit ist mit 0,95 Mrd. Euro zum Berichtsstichtag gezogen. Die Bartranche wird im Bedarfsfall flexibel genutzt und ist zum Berichtsstichtag nicht in Anspruch genommen worden. Die Konditionen wurden im Zuge der Verlängerung an das wesentlich günstigere aktuelle Marktniveau zugunsten von HOCHTIEF angepasst.

* Siehe Glossar Seite 265.

Im Mai 2014 wurde ein im Geschäftsjahr 2009 begebenes Schuldscheindarlehen über ursprünglich 300 Mio. Euro planmäßig zurückgezahlt. Darüber hinaus kündigte die HOCHTIEF Aktiengesellschaft insgesamt drei variabel verzinste Schuldscheindarlehen vorzeitig vor dem planmäßigen Laufzeitende gemäß § 489 (1) Nr. 1 BGB. In Summe wurden mit Wertstellung 26. Mai 2014 303 Mio. Euro vorzeitig getilgt. Nach Abzug der vertraglichen Endfälligkeit sowie den vorzeitigen Tilgungen und Rückzahlungen haben wir national und international nunmehr noch insgesamt 89 Mio. Euro an Finanzierungen in diesem Finanzierungssegment ausstehen.

Weiterhin verfügt die HOCHTIEF Aktiengesellschaft über bilaterale kurzfristige Barkreditlinien zur Versorgung der operativen Einheiten mit ausreichenden liquiden Mitteln zur Finanzierung des laufenden Geschäfts. Diese jährlich zu verlängernden Linien belaufen sich auf zirka 259 Mio. Euro. Die Kredite sind zu 60 Prozent schriftlich und mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr von den Banken bestätigt. Die Konditionen entsprechen der hohen Bonität des HOCHTIEF-Konzerns. Zum Berichtsstichtag waren diese kurzfristigen Barkreditlinien nicht genutzt.

Bilaterale Avalkreditlinien ergänzen den syndizierten Avalkredit. Hier verfügt die HOCHTIEF Aktiengesellschaft zum Jahresende 2014 über zusätzlich rund 792 Mio. Euro. Auch hier entsprechen die Konditionen der unverändert guten Bonität des HOCHTIEF-Konzerns. Die verschiedenen Instrumente in ihrer Gesamtheit sichern dem Konzern eine langfristige und breit diversifizierte Finanzierung, und dies zu für HOCHTIEF akzeptablen Kreditbedingungen und unverändert attraktiven Konditionen. Keines der von HOCHTIEF abgeschlossenen Finanzierungsinstrumente ist besichert; sie basieren auf einer Gleichbehandlung aller Kreditgeber (pari passu).

Zu den syndizierten und bilateralen Krediten kommen im Bedarfsfall weitere individuelle Kredite für Projektfinanzierungen hinzu. Diese Finanzierungen, die jeweils auf Basis eines konkreten Projekts verhandelt und abgeschlossen werden, sind flexibel nutzbar und werden beim Verkauf der Projekte aus den erzielten Erlösen zurückbezahlt. Eine Besicherung erfolgt - wenn überhaupt - ausschließlich auf den Vermögenswerten des Projekts selbst. Ein Rückgriff auf den HOCHTIEF-Konzern ist in den allermeisten Fällen ausdrücklich ausgeschlossen.

Unverändert zum Vorjahr bestehen für die Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Asia Pacific lokale Finanzierungen. Hier ist insbesondere die US-Bondingfazilität von herausragender Bedeutung. Mit einem Volumen von zirka 5,4 Mrd. Euro (6,5 Mrd. US-Dollar) ist sie unverändert der zentrale Finanzierungsbaustein für das US-amerikanische Geschäft. Sowohl die Turner- als auch die Flatiron-Gruppe nutzen diese Linie im Rahmen des sogenannten Bondings. Dieses in den USA gesetzlich vorgesehene Sicherungsmittel garantiert die Erfüllung von Projekten der öffentlichen Hand und findet darüber hinaus auch Anwendung bei ausgewählten weiteren Kunden. Das hohe Volumen ist im US-amerikanischen Markt erforderlich, da Bauprojekte oftmals mit 100 Prozent der Auftragssumme abgesichert werden müssen -im Gegensatz zu anderen Rechtsordnungen, in denen im Regelfall eine Zehn-Prozent-Vertragserfüllungsbürgschaft zu stellen ist. Diese lokale Surety-Bonding-Linie wird von der HOCHTIEF Aktiengesellschaft unverändert durch eine Konzerngarantie unterlegt. Flatiron verfügt zudem unverändert über bilaterale Bankfinanzierungen sowohl im Bar- als auch im Avalbereich sowie über eine syndizierte Kreditfazilität über 240 Mio. kanadische Dollar. Diese werden vor allem für die kanadischen Aktivitäten genutzt, da dort oftmals eine Bankgarantie anstelle eines Surety-Bonds gestellt werden muss.

Leighton Holdings verfügt im internationalen Kapitalmarkt weiterhin über ein gutes Standing. Ein Zeichen dafür ist die Klassifizierung von Leighton Holdings im Ratingsegment Investment Grade durch die externen Ratingagenturen Moody's (Baa3) und S&P (BBB-). Die Finanzierungsaktivitäten der Holding erfolgen weiterhin auf bilateraler oder syndizierter Basis. Eine im Mai des Geschäftsjahres 2013 bei Banken platzierte syndizierte Kreditfazilität in Höhe von 700 Mio. australischen Dollar konnte im Juni 2013 aufgrund starker Investorennachfrage auf ein Nominalvolumen von insgesamt einer Mrd. australischen Dollar erhöht werden. Die mit einer dreijährigen Laufzeit ausgestattete Fazilität refinanziert und erhöht eine im Dezember 2013 ausgelaufene Kreditlinie. Eine Besicherung oder Unterlegung der im November 2012 begebenen Leighton-Anleihe in Höhe von 500 Mio. US-Dollar durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft oder eine sonstige Konzerngesellschaft erfolgt unverändert nicht.

Mit Ausnahme bestehender Schuldscheindarlehen sowie der kurzfristigen Bar- und Avallinien, die im jährlichen Rhythmus zu prolongieren sind, hatten wir keine Fälligkeiten aus Konzernfinanzierungsverträgen zu verzeichnen. Das Nominalvolumen der im Jahr 2015 endfälligen Schuldscheindarlehen beläuft sich auf 39 Mio. Euro.

Wie auch im abgelaufenen Berichtsjahr sowie in den Jahren zuvor, werden wir darüber hinaus die Finanz- und Kapitalmärkte unverändert intensiv beobachten und sich eventuell ergebende Opportunitäten nutzen, um die Konzernfinanzierung langfristig sicherzustellen, zu optimieren und weiter zu diversifizieren.

Konzernbilanz in Mrd. Euro

* Angepasst aufgrund von IFRS 11. Erläuterungen zu der Anpassung finden Sie auf den Seiten 186ff.

Vermögenslage

HOCHTIEF macht weitere Fortschritte bei der Fokussierung auf das Kerngeschäft und stärkt die Konzernbilanz

Mit den 2014 realisierten Verkäufen von nicht mehr zum Kerngeschäft gehörenden Unternehmensteilen -insbesondere von John Holland und des Servicegeschäfts der Leighton-Tochtergesellschaften Thiess und Leighton Contractors sowie der Wohnungsentwicklungsgesellschaft formart - hat HOCHTIEF weitere Fortschritte zur Fokussierung auf das Kerngeschäft gemacht. Zudem haben diese Maßnahmen dem Konzern zusätzliche finanzielle Möglichkeiten geschaffen, die zur Stärkung der Konzernbilanz genutzt wurden. Leighton hat ferner zur Abdeckung von Ausfallrisiken bei Forderungen aus Projekten bilanzielle Vorsorge im Umfang von 458 Mio. Euro (675 Mio. australische Dollar) getroffen. Mit der Aufstockung der Beteiligungsquote an Leighton um 11,68 Prozentpunkte auf 69,62 Prozent wurde zudem die Wettbewerbsposition von HOCHTIEF im asiatisch-pazifischen Wirtschaftsraum weiter gestärkt.

Weitere Maßnahmen waren die erfolgreiche Platzierung einer Unternehmensanleihe im Volumen von 500 Mio. Euro und das Aktienrückkaufprogramm der HOCHTIEF Aktiengesellschaft.

Die Bilanzsumme des HOCHTIEF-Konzerns belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2014 auf 15,2 Mrd. Euro und lag damit währungsbedingt um 268 Mio. Euro über dem Vergleichswert vom 31. Dezember 2013 (15,0 Mrd. Euro). Von diesem Anstieg entfielen knapp 1,2 Mrd. Euro auf Währungseffekte. Dem Anstieg aus Wechselkurseffekten standen im Wesentlichen die bilanziellen Abgänge aus der Veräußerung von aufgegebenen Geschäftsbereichen bei Leighton gegenüber.

Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im Geschäftsjahr 2014 im Vergleich zum Stand vom 31. Dezember 2013 (3,8 Mrd. Euro) um 410 Mio. Euro auf 4,2 Mrd. Euro. Der Bestand an immateriellen Vermögenswerten stieg um 36 Mio. Euro und belief sich zum Geschäftsjahresende 2014 auf 866 Mio. Euro. Wesentlich für den leichten Anstieg waren positive Währungseffekte. Der Bestand der Geschäfts- oder Firmenwerte von vollkonsolidierten Tochtergesellschaften belief sich am Jahresende 2014 auf 667 Mio. Euro gegenüber 613 Mio. Euro im Vorjahr. Die darüber hinaus in den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesenen Konzessionen und ähnlichen Rechte in Höhe von 145 Mio. Euro betrafen vorrangig das Contract-Mining-Geschäft von Leighton. Der Wert des Sachanlagevermögens lag am 31. Dezember 2014 bei 1,3 Mrd. Euro und damit um 74 Mio. Euro unter dem entsprechenden Vorjahreswert von 1,4 Mrd. Euro. Hier machten sich die Verkäufe von John Holland und des Servicegeschäfts von Leighton bemerkbar, die aber zu einem großen Teil durch die unterjährig getätigten Sachinvestitionen und Währungseffekte ausgeglichen wurden. Der Bestand an Investment Properties blieb mit 15 Mio. Euro nahezu unverändert. Darin werden ausschließlich die in der Sparte Asset Management der Division HOCHTIEF Europe gehaltenen Immobilien ausgewiesen. Im Finanzanlagevermögen ergab sich im Vergleich zum Geschäftsjahresende 2013 (774 Mio. Euro) ein Anstieg um 254 Mio. Euro auf 1,0 Mrd. Euro. Hier wirkte sich vor allem die Einbringung von 50 Prozent des Servicegeschäfts von Leighton in ein zusammen mit dem Partner Apollo Global Management gegründetes Gemeinschaftsunternehmen aus. Daneben stieg das Finanzanlagevermögen durch Einzahlungen in andere Gemeinschaftsunternehmen bei Leighton und Flatiron sowie die Aktivierung der bei HOCHTIEF verbliebenen Anteile von rund 24 Prozent an formart. Die in der HOCHTIEF-Konzernbilanz ausgewiesenen langfristigen Finanzforderungen stiegen um 105 Mio. Euro und erreichten zum Geschäftsjahresende 2014 einen Wert von 631 Mio. Euro. Der Anstieg ist vor allem auf Währungseffekte und die Gewährung weiterer Ausleihungen an Public-Private-Partnership-Beteiligungen der Division HOCHTIEF Europe zurückzuführen. Neben dem PPP-Bereich betrifft der überwiegende Teil des Bestands an langfristigen Finanzforderungen von Leighton an die Habtoor Leighton Group gewährte Ausleihungen im Umfang von 437 Mio. Euro. Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte blieben zum Geschäftsjahresende 2014 mit 75 Mio. Euro um 19 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Ausschlaggebend hierfür waren Rückgänge bei Forderungen aus Derivaten und bei den Guthaben der Pensionsfonds. Das nachhaltig niedrige Zinsniveau am Kapitalmarkt hat uns dazu veranlasst, den bei der Ermittlung der Pensionsrückstellungen zugrunde liegenden Abzinsungssatz von bislang 3,5 Prozent auf 2,0 Prozent anzupassen. Hierdurch stieg der bilanzielle Wertansatz der Altersversorgungsverpflichtungen und verminderte dadurch das Guthaben der Pensionsfonds bei Pensionsplänen mit finanzieller Überdeckung. In den Ertragsteueransprüchen in Höhe von 25 Mio. Euro sind im Wesentlichen Forderungen von Leighton gegenüber ausländischen Steuerbehörden enthalten. Die auf der AktivSeite ausgewiesenen latenten Steuern sind mit einem Zuwachs um 140 Mio. Euro auf 266 Mio. Euro deutlich angestiegen. Der wesentliche Teil resultierte aus der Aktivierung von latenten Steuern im Zusammenhang mit den bei Leighton gebildeten bilanziellen Vorsorgen für risikobehaftete Projektforderungen.

Der Bestand an kurzfristigen Vermögenswerten belief sich zum Geschäftsjahresende 2014 auf 11,0 Mrd. Euro und lag damit um 141 Mio. Euro unter dem Vergleichswert vom 31. Dezember 2013 (11,2 Mrd. Euro). Die darin enthaltenen Vorräte verminderten sich um 240 Mio. Euro auf 920 Mio. Euro. Neben dem Rückgang bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen verringerten sich insbesondere die aus dem Immobilienprojektgeschäft resultierenden unfertigen Leistungen. Ausschlaggebend hierfür war die Veräußerung des Wohnungsentwicklers formart in der Division HOCHTIEF Europe. Die kurzfristigen Finanzforderungen verminderten sich um 49 Mio. Euro auf 77 Mio. Euro. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren stark rückläufig und gingen von 6,0 Mrd. Euro um 917 Mio. Euro auf 5,1 Mrd. Euro zurück. Bei dieser Entwicklung standen dem Zuwachs aus Währungseffekten die Abgänge im Zusammenhang mit den Verkäufen von John Holland und des Servicegeschäfts bei Leighton gegenüber. Zudem verminderten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch die Berücksichtigung einer Portfolioabwertung auf risikobehaftete Forderungen bei Leighton im Umfang von 458 Mio. Euro (675 Mio. australische Dollar). Der Bestand an sonstigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten blieb mit 199 Mio. Euro auf Vorjahreshöhe. Die Forderungen aus dem Verkauf von nicht fortgeführten Aktivitäten in Höhe von 1,1 Mrd. Euro enthalten die Kaufpreisansprüche aus der Veräußerung von John Holland und des Servicegeschäfts bei Leighton.

Die Ertragsteueransprüche erhöhten sich um 105 Mio. Euro auf 140 Mio. Euro. Diese betreffen zu einem Großteil anrechenbare Steuern im Zusammenhang mit dem Verkauf der Beteiligung am Flughafen Sydney und müssen vertragsgemäß an den Erwerber der Airport-Sparte weitergereicht werden. Aus diesem Grund steht dem eine gleichlautende Verbindlichkeit gegenüber. Der Bilanzwert unseres Wertpapierportfolios ging durch Verkäufe um 382 Mio. Euro auf 742 Mio. Euro zurück. Die frei gewordenen Mittel wurden im Wesentlichen zur Finanzierung der Anteilsaufstockung bei Leighton verwendet. Am 31. Dezember 2014 verfügte der HOCHTIEF-Konzern über einen Bestand an flüssigen Mitteln in Höhe von 2,6 Mrd. Euro. Unsere Liquiditätssituation war damit weiterhin gut und hat sich gegenüber dem Vergleichswert zum Jahresende 2013 (2,2 Mrd. Euro) um 395 Mio. Euro verbessert. Von diesem Anstieg entfielen 194 Mio. Euro auf Währungseffekte. Zudem wurden Liquiditätszuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit und aus den Wertpapierverkäufen generiert, die zu einem Großteil für die Aufstockung der Anteilsquote an Leighton und für Dividendenzahlungen verwendet wurden. Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte in Höhe von 172 Mio. Euro umfassten zum 31. Dezember 2014 ausschließlich zum Verkauf vorgesehene Assets aus dem Mining-Bereich von Leighton in Indonesien. Im Vergleichswert vom Geschäftsjahresende 2013 (334 Mio. Euro) wurden neben den Mining-Assets auch die Anteile an der Immobiliengesellschaft aurelis Real Estate GmbH bilanziert. Aufgrund des im ersten Quartal 2014 realisierten Verkaufs der Anteile an aurelis wurde der hierauf entfallende Wert aus den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten entkonsolidiert.

Das Eigenkapital des HOCHTIEF-Konzerns belief sich zum 31. Dezember 2014 auf 3,1 Mrd. Euro (Eigenkapitalquote: 20 Prozent). Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreswert von 3,3 Mrd. Euro (Eigenkapitalquote: 22 Prozent) ergab sich ein Rückgang in Höhe von 182 Mio. Euro. Erheblichen Einfluss hatte dabei die Aufstockung der Anteilsquote an Leighton, die sich mit -617 Mio. Euro in den übrigen neutralen Veränderungen in Höhe von insgesamt -662 Mio. Euro auswirkte. Daneben ist in dieser Position die Verrechnung der eigenen Aktien aus dem Aktienrückkaufprogramm der HOCHTIEF Aktiengesellschaft mit -48 Mio. Euro enthalten. Darüber hinaus führten die in 2014 geleisteten Dividendenzahlungen mit -212 Mio. Euro und Veränderungen aus der Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen mit -111 Mio. Euro zu einer Minderung des Eigenkapitals. Positive Eigenkapitaleffekte resultierten demgegenüber mit 406 Mio. Euro aus dem Ergebnis nach Steuern sowie mit 396 Mio. Euro aus der Währungsumrechnung und Marktbewertung von Finanzinstrumenten.

Die langfristigen Schulden haben sich im Jahresverlauf erhöht und lagen zum Ende des Geschäftsjahres 2014 mit 4,0 Mrd. Euro um 366 Mio. Euro über dem Wert vom 31. Dezember 2013 (3,6 Mrd. Euro). In diesem Anstieg wirkte sich vorwiegend die Platzierung einer weiteren Unternehmensanleihe durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft mit einem Nominalvolumen von 500 Mio. Euro aus. Die Leasingverbindlichkeiten gingen demgegenüber um 42 Mio. Euro auf 133 Mio. Euro zurück. Die langfristigen Rückstellungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr in erster Linie durch die Entwicklung bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bestimmt. Diese stiegen - im Wesentlichen infolge des von 3,5 Prozent auf 2,0 Prozent abgesenkten Abzinsungssatzes - um insgesamt 136 Mio. Euro auf 379 Mio. Euro. Die anderen langfristigen Rückstellungen dienen größtenteils zur Abdeckung von Verpflichtungen aus dem Personalbereich sowie aus dem Versicherungsbereich. Hier ergab sich insbesondere aufgrund von Inanspruchnahmen bei Leighton ein Rückgang um 55 Mio. Euro auf 450 Mio. Euro. Die auf der PassivSeite der Konzernbilanz ausgewiesenen latenten Steuern gingen im Vergleich zum 31. Dezember 2013 (126 Mio. Euro) um 79 Mio. Euro auf 47 Mio. Euro zurück. Wesentlich hierfür waren die Auflösung passiver latenter Steuern aufgrund des Wegfalls der zugrunde liegenden Verpflichtungsgründe und die Entkonsolidierung von formart.

Die kurzfristigen Schulden veränderten sich per Saldo in nur geringem Umfang und erhöhten sich gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2013 (8,0 Mrd. Euro) um 85 Mio. Euro auf 8,1 Mrd. Euro. In den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten wirkten sich in erster Linie Umbuchungen von Rückzahlungsverpflichtungen bei Anleihen und Bankkrediten aus dem Langfristbereich aufgrund der verbliebenen Restlaufzeit von weniger als einem Jahr aus. Dadurch ergab sich ein Anstieg um 256 Mio. Euro auf 982 Mio. Euro. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um 335 Mio. Euro auf 5,5 Mrd. Euro zurückgegangen. Wesentlich hierfür war der Verkauf von John Holland und des Servicegeschäfts bei Leighton. Die hieraus resultierende deutliche Verminderung wurde jedoch durch gegenläufige Währungseffekte vom australischen und amerikanischen Dollar abgeschwächt. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten beliefen sich zum Geschäftsjahresende 2014 auf 400 Mio. Euro. Der Rückgang um 61 Mio. Euro resultierte vornehmlich aus dem Verkauf von John Holland und dem Servicegeschäft von Leighton. Die kurzfristigen Rückstellungen erhöhten sich gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2013 (921 Mio. Euro) um 235 Mio. Euro auf 1,2 Mrd. Euro. Grund hierfür waren in erster Linie höhere Steuerrückstellungen bei Leighton im Zusammenhang mit der Veräußerung von Geschäftsbereichen. Die mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten verbundenen Schulden betrafen am 31. Dezember 2014 mit 63 Mio. Euro und am 31. Dezember 2013 mit 68 Mio. Euro jeweils den Mining-Bereich von Leighton in Indonesien.

Zusammenfassende Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch den Vorstandsvorsitzenden

HOCHTIEF konnte das Geschäftsjahr 2014 erfolgreich abschließen und einen Konzerngewinn von insgesamt 252 Millionen Euro erzielen, der über der Prognose liegt. Zu dieser Ergebnisverbesserung von über 40 Prozent haben alle Divisions - Americas, Asia Pacific und Europe - ihren Beitrag geleistet. Für das strategische Ziel, die Qualität der Ergebnisse zu erhöhen und damit die Basis für eine nachhaltige Verbesserung der Erträge in den kommenden Jahren zu schaffen, konnten im laufenden Geschäftsjahr enorme Fortschritte erzielt werden. Die wesentlichen Entwicklungen hierbei sind die Erhöhung des Anteils an Leighton Holdings auf knapp 70 Prozent, der Beschluss für ein weiteres Aktienrückkaufprogramm sowie weitere Verkäufe von Einheiten in den Divisions HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe, die nicht mehr zum Kerngeschäft zählen. Insgesamt wird eine Erhöhung der Dividende von 1,50 Euro auf 1,90 Euro vorgeschlagen, die eine Sonderdividende von 0,20 Euro für den erfolgreichen Verkauf von Unternehmensanteilen bei Leighton beinhaltet.

Im Berichtsjahr hat HOCHTIEF seinen ersten kombinierten Konzernbericht vorgestellt. Dabei haben wir die Inhalte aus unserem Geschäfts- und unserem Nachhaltigkeitsbericht zusammengeführt und dokumentieren so die ökologische, ökonomische und soziale Leistung von HOCHTIEF im Geschäftsjahr 2014. Damit wird eine noch größere Transparenz in der Berichterstattung erzielt und ein ganzheitliches Bild von HOCHTIEF gezeigt.

Als Prognose für das Geschäftsjahr 2015 rechnet HOCHTIEF mit einem operativen Konzerngewinn im Bereich von 220 bis 260 Millionen Euro.

Bericht nach § 312 AktG über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Mit dem Großaktionär ACS Actividades de Construcción y Servicios S.A. besteht kein Beherrschungsvertrag, sodass der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG verpflichtet ist. In diesem Abhängigkeitsbericht wird vom Vorstand folgende Schlusserklärung gegeben:

"Bei der HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat in Beziehung zu dem herrschenden oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen im Berichtszeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 ein berichtspflichtiges Rechtsgeschäft vorgelegen, das zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen wurde.

Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens oder eines mit diesem verbundenen Unternehmens wurden nicht getroffen oder unterlassen."

Erläuterungen zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der HOCHTIEF Aktiengesellschaft (Holding)

Gewinn- und Verlustrechnung der HOCHTIEF Aktiengesellschaft (Kurzfassung)

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(In Mio. EUR) 2014 2013
Umsatzerlöse 49,9 37,2
Veränderung des Bestands an nicht abgerechneten Bauarbeiten -0,4 -2,3
Sonstige betriebliche Erträge 53,9 63,5
Materialaufwand -16,6 -16,8
Personalaufwand -27,1 -29,3
Abschreibungen -4,0 -5,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen -93,7 -184,8
Ergebnis Finanzanlagen 275,7 434,1
Zinsergebnis -81,5 -74,2
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -3,0 -1,9
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 153,2 220,3
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,8 -1,0
Jahresüberschuss 154,0 219,3
Gewinnvortrag 11,5 3,4
Veränderung der Gewinnrücklagen -33,8 -107,2
Ertrag aus der Kapitalherabsetzung 19,7 -
Einstellung in die Kapitalrücklage -19,7 -
Bilanzgewinn 131,7 115,5

Bilanz der HOCHTIEF Aktiengesellschaft (Kurzfassung)

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(In Mio. EUR) 31.12.2014 31.12.2013
Anlagevermögen    
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 30,3 30,0
Finanzanlagen 2.486,7 1.981,6
  2.517,0 2.011,6
Umlaufvermögen    
Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, Rechnungsabgrenzungsposten 714,8 751,5
Finanzmittel 485,5 746,5
  1.200,3 1.498,0
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 19,7 17,6
Aktiva 3.737,0 3.527,2
Eigenkapital 1.573,0 1.571,2
Rückstellungen 61,5 74,0
Verbindlichkeiten 2.102,5 1.882,0
Passiva 3.737,0 3.527,2

Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft konzentriert sich als strategische operative Management-Holding auf die Führung und Steuerung des HOCHTIEF-Konzerns und ist damit für die Strategie, die Organisation und die operative Entwicklung des gesamten Unternehmens verantwortlich. Das Ergebnis der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist vor allem durch das Beteiligungsergebnis sowie durch Erlöse und Aufwendungen bestimmt, die im Zusammenhang mit der Ausübung dieser Holdingfunktionen stehen. In den Geschäftsjahren 2013 und 2014 wurden darüber hinaus im Rahmen der strategischen Neuausrichtung der geschäftlichen Aktivitäten erhebliche Anpassungen im Beteiligungsportfolio der HOCHTIEF Aktiengesellschaft vollzogen. Die hieraus resultierenden Effekte hatten insbesondere im Vorjahr einen erheblichen Einfluss auf einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung.

Der Jahresabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt und vom Abschlussprüfer Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich keine Änderungen der Ansatz- und Bewertungsmethoden ergeben. Die Bekanntmachung des Jahresabschlusses und des mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lageberichts der HOCHTIEF Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2014 erfolgt im Bundesanzeiger.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse der HOCHTIEF Aktiengesellschaft in Höhe von 50 Mio. Euro (Vorjahr 37 Mio. Euro) enthalten neben der Vergütung für Service- und Verwaltungsleistungen im Wesentlichen Erlöse aus Vermietung und Verpachtung. In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 54 Mio. Euro (Vorjahr 64 Mio. Euro) wirkten sich in erster Linie Konzernumlagen sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen aus. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert resultierte aus geringeren Erträgen aus Rückstellungsauflösungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben mit 94 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 185 Mio. Euro. In beiden Geschäftsjahren waren darin Effekte im Zusammenhang mit strategischen Anpassungen der geschäftlichen Aktivitäten enthalten. Der deutlich höhere Vorjahreswert war jedoch insbesondere durch den Verkauf des Flughafengeschäfts beeinflusst. Hier wirkten sich vor allem der Abgangsverlust aus der Veräußerung der HOCHTIEF AirPort GmbH sowie die im Verkaufsprozess angefallenen Transaktionskosten aus. Das Ergebnis aus Finanzanlagen wird maßgeblich durch die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen und die Aufwendungen aus Verlustübernahmen bestimmt. Mit 276 Mio. Euro blieb der Wert für das Geschäftsjahr 2014 deutlich hinter dem durch Sondereffekte geprägten Vorjahresergebnis von 434 Mio. Euro zurück. Zu diesen Sondereffekten gehörten die Ergebnisübernahme von der HOCHTIEF AirPort GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr 2013 in Höhe von 199 Mio. Euro sowie hohe Erträge aus der Gewinnabführung der HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management GmbH in Höhe von 150 Mio. Euro. Diese resultierten aus konzerninternen Übertragungen von Beteiligungen aufgrund der Neuordnung des Versicherungsbereichs. Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen blieben 2014 unter dem Vorjahreswert, der im Wesentlichen die Verlustübernahme von der HOCHTIEF Solutions AG im Vorjahr enthielt. Das Zinsergebnis war im Vergleich zum Vorjahr (-74 Mio. Euro) rückläufig und belief sich auf -82 Mio. Euro. Ausschlaggebend hierfür waren geringere Zinserträge mit verbundenen Unternehmen.

Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2014 einen Jahresüberschuss in Höhe von 154 Mio. Euro. Der höhere Vorjahreswert von 219 Mio. Euro war in erster Linie durch die Sondereffekte aus Beteiligungsverkäufen positiv beeinflusst.

Finanz- und Vermögenslage

Die Finanz- und Vermögenslage der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist aufgrund ihrer Holdingfunktion durch die Finanzanlagen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen geprägt. Der Anteil dieser Positionen an der Bilanzsumme belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2014 auf 83 Prozent gegenüber 75 Prozent am Geschäftsjahresende 2013.

Die Finanzanlagen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft sind 2014 um 505 Mio. Euro auf einen Jahresendbestand von 2,5 Mrd. Euro angestiegen. Hier wirkten sich mit 610 Mio. Euro Einzahlungen in die Kapitalrücklage der HOCHTIEF Asia Pacific GmbH aus. Diese wurden im Zusammenhang mit der Aufstockung der Beteiligungsquote an Leighton um rund 12 Prozent auf 69,62 Prozent geleistet. Der Bestand der Ausleihungen an verbundene Unternehmen verminderte sich um 103 Mio. Euro auf 36 Mio. Euro und betrifft ausschließlich die HOCHTIEF Projektentwicklung GmbH. Der Wertpapierbestand enthält festverzinsliche Anlagen und Fondsanteile und ist um 264 Mio. Euro auf 280 Mio. Euro gesunken. Die flüssigen Mittel enthalten im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten. Der Bestand lag zum Jahresende 2014 mit 206 Mio. Euro leicht über Vorjahresniveau (203 Mio. Euro).

Durch die im Geschäftsjahr 2014 beschlossene Einziehung von 7 690 565 eigenen Aktien ist das gezeichnete Kapital der HOCHTIEF Aktiengesellschaft nunmehr in 69 309 434 nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Unter Berücksichtigung der noch im Bestand befindlichen eigenen Aktien und des hierauf entfallenden Betrags am Grundkapital beträgt das gezeichnete Kapital 175 Mio. Euro. Die Kapitalrücklage erhöhte sich um den auf die eingezogenen Aktien entfallenden Betrag des gezeichneten Kapitals in Höhe von 20 Mio. Euro auf 804 Mio. Euro. Die Gewinnrücklagen verminderten sich von 494 Mio. Euro um 32 Mio. Euro auf 462 Mio. Euro. Von diesem Rückgang entfielen 46 Mio. Euro auf die Verrechnung der Anschaffungskosten aus dem Erwerb eigener Aktien und 20 Mio. Euro auf den auf die eingezogenen Aktien entfallenden Betrag des gezeichneten Kapitals. Gegenläufig wirkte sich die Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 34 Mio. Euro aus.

Das Eigenkapital erreichte einen Anteil von 42 Prozent (Vorjahr 45 Prozent) an der Bilanzsumme.

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich von 1,9 Mrd. Euro zum Ende des Geschäftsjahres 2013 um 220 Mio. Euro auf 2,1 Mrd. Euro. Der überwiegende Teil hiervon entfällt mit 1,8 Mrd. Euro auf Anleihen. In dieser Position werden die durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft emittierten Inhaberschuldverschreibungen ausgewiesen. Auf eine im Mai des Berichtsjahres emittierte Inhaberschuldverschreibung mit einem Nominalzins von 2,625 Prozent und einer Endfälligkeit im Mai 2019 entfällt dabei ein Buchwert von 508 Mio. Euro. Darüber hinaus werden ein Buchwert von 773 Mio. Euro für eine im März des Vorjahres emittierte Inhaberschuldverschreibung und ein Buchwert von 521 Mio. Euro für eine im März 2012 emittierte Inhaberschuldverschreibung bilanziert. Der Nominalzins dieser im März 2020 beziehungsweise 2017 endfälligen Anleihen beläuft sich auf 3,875 Prozent beziehungsweise 5,5 Prozent. Daneben enthalten die Verbindlichkeiten in Vorjahren aufgenommene Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen von 89 Mio. Euro (Vorjahr 404 Mio. Euro). Der Rückgang um 315 Mio. Euro resultierte aus vorzeitigen und planmäßigen Rückzahlungen. Die Verzinsung der noch ausstehenden Schuldscheindarlehen entspricht den zum Zeitpunkt des Abschlusses geltenden Marktbedingungen und erfolgt mit dem Sechsmonats-EURIBOR zuzüglich einer angemessenen Marge beziehungsweise mit einer fixen Verzinsung. Die syndizierte Barkreditlinie im Gesamtvolumen von 500 Mio. Euro ist zum Stichtag - wie auch im Vorjahr - nicht in Anspruch genommen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Konzernfinanzverkehr und belaufen sich auf 136 Mio. Euro (Vorjahr 149 Mio. Euro).

Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft weist für das Geschäftsjahr 2014 einen Jahresüberschuss in Höhe von 154 Mio. Euro aus. Unter Berücksichtigung der Einstellung in die Gewinnrücklagen (34 Mio. Euro) und des Gewinnvortrags (12 Mio. Euro) ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 132 Mio. Euro.

Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands

Der Vorstand schlägt vor, zu beschließen:

Der Bilanzgewinn der HOCHTIEF Aktiengesellschaft des Geschäftsjahres 2014 in Höhe von 131.687.924,60 Euro wird zur Ausschüttung einer Dividende von 1,90 Euro je für das Geschäftsjahr 2014 dividendenberechtigter Stückaktie verwendet, insgesamt 129.307.560,90 Euro, und der aus dem Bilanzgewinn auf nicht dividendenberechtigte Aktien entfallende Betrag, das sind 2.380.363,70 Euro, wird auf neue Rechnung vorgetragen. In dem vorgenannten Betrag von 1,90 Euro ist eine Sonderdividende in Höhe von 0,20 Euro im Zusammenhang mit der Veräußerung der John Holland Group und der Teilveräußerung des Servicegeschäfts durch Leighton Holdings Limited enthalten.

Die Dividende ist am Tag nach der Hauptversammlung zahlbar.

Bei den angegebenen Beträgen für die Gewinnausschüttung und den Gewinnvortrag sind die 68 056 611 zur Zeit des Gewinnverwendungsvorschlags vorhandenen, für das Geschäftsjahr 2014 dividendenberechtigten Stückaktien berücksichtigt. Bis zur Hauptversammlung kann sich die Zahl der für das Geschäftsjahr 2014 dividendenberechtigten Stückaktien verändern. In diesem Fall wird bei unveränderter Ausschüttung von 1,90 Euro je für das Geschäftsjahr 2014 dividendenberechtigter Stückaktie der Hauptversammlung ein entsprechend angepasster Gewinnverwendungsvorschlag unterbreitet.

Angaben gemäß § 289 Abs. 4 beziehungsweise § 315 Abs. 4 HGB

Die Angaben zur Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals gemäß §§ 289 Abs. 4 Nr. 1, 315 Abs. 4 Nr. 1 HGB sind im Anhang beziehungsweise Konzernanhang enthalten.

Kapitalbeteiligungen von mehr als zehn Prozent der Stimmrechte:

ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A. mit Sitz in Madrid/Spanien hat uns am 6. Oktober 2014 gemäß § 25a Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil gemäß §§ 21, 22 WpHG an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft am 2. Oktober 2014 60,66 Prozent betrug. Diese Stimmrechte wurden entweder direkt gehalten oder ihr gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über Tochterunternehmen zugerechnet. Das Tochterunternehmen Cariátide S.A. hat uns zusätzlich gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 24. September 2012 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil am 19. September 2012 die Schwelle von 30 Prozent der Stimmrechte überschritten und an diesem Tag 30,69 Prozent betragen hat. Das Tochterunternehmen Major Assets S.L. hat uns zusätzlich gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 24. März 2014 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil am 19. März 2014 die Schwelle von 20 Prozent der Stimmrechte überschritten und an diesem Tag 20,13 Prozent betragen hat.

Der Staat Katar, vertreten durch die Qatar Investment Authority mit Sitz in Doha/Katar, hat uns am 23. März 2011 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil des Staates Katar am 23. März 2011 die Schwelle von zehn Prozent überschritten und an diesem Tag 10,000001 Prozent betragen hat. Davon sind dem Staat Katar alle Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die zugerechneten Stimmrechte werden dabei über die vom Staat Katar kontrollierten Unternehmen Qatar Investment Authority mit Sitz in Doha/Katar und Qatar Holding LLC mit Sitz in Doha/Katar gehalten. Von den beiden vorgenannten kontrollierten Unternehmen haben wir entsprechende Stimmrechtsmitteilungen am selben Tag erhalten. Zusätzlich hat uns die Qatar Holding Luxembourg II S.a.r.l. mit Sitz in Luxemburg gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 29. September 2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil am 28. September 2011 ebenfalls 10,000001 Prozent betragen hat.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. Es ist dem Vorstand nicht bekannt, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben.

Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder/Satzungsänderungen:

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands bestimmt sich nach den §§ 84, 85 AktG und § 31 MitbestG in Verbindung mit §§ 9 Abs. 2, 7 Abs. 1 der Satzung. Gesetzliche Vorschriften zur Änderung der Satzung finden sich in §§ 179 ff., 133 AktG. Soweit das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals verlangt, genügt nach § 23 Abs. 3 der Satzung die einfache Mehrheit, sofern nicht zwingend eine andere Mehrheit vorgeschrieben ist. Nach § 15 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur die Fassung der Satzung betreffen.

Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe neuer Aktien:

Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital bis zum 10. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals um bis zu insgesamt 35.840 Tsd. Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Ein entsprechendes genehmigtes Kapital II in Höhe von 23.296 Tsd. Euro mit einer Laufzeit bis zum 11. Mai 2016 besteht gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung. Die weiteren Einzelheiten ergeben sich aus den vorgenannten Satzungsbestimmungen.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung um bis zu 49.280 Tsd. Euro, eingeteilt in bis zu 19 250 000 Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung.

Ermächtigung zum Aktienrückkauf:

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 7. Mai 2014 ist die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt worden, eigene Aktien zu erwerben. Diese Ermächtigung gilt bis zum 6. Mai 2019. Sie ist insgesamt auf einen Anteil von zehn Prozent des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals beschränkt, wobei eigene Aktien in einem Umfang von höchstens fünf Prozent des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals durch den Einsatz von Call-Optionen erworben werden dürfen. Die Ermächtigung kann unmittelbar durch die Gesellschaft oder durch ein von der Gesellschaft abhängiges oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen oder durch von der Gesellschaft oder von der Gesellschaft abhängige oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehende Unternehmen beauftragte Dritte ausgeübt werden und erlaubt den Erwerb eigener Aktien im ganzen Umfang oder in Teilbeträgen sowie den einmaligen oder mehrmaligen Erwerb. Der Erwerb eigener Aktien kann über die Börse oder mittels eines an sämtliche Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder durch die Ausgabe von Andienungsrechten an die Aktionäre oder durch Einsatz von Call-Optionen erfolgen. Die Bedingungen für den Erwerb werden im Beschluss weiter spezifiziert.

Der Vorstand ist durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 7. Mai 2014 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bei einer Veräußerung eigener Aktien durch ein Angebot an alle Aktionäre den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem ihrer nachgeordneten Konzernunternehmen ausgegebenen Options- und/ oder Wandelanleihen ein Bezugsrecht auf die Aktien zu gewähren. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an sämtliche Aktionäre zu veräußern, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet.

Der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist ferner unter den nachstehenden Voraussetzungen ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats Dritten in anderer Weise als über die Börse oder mittels Angebot an sämtliche Aktionäre anzubieten und zu übertragen. Dies kann im Zuge des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen daran oder von Unternehmensteilen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen geschehen. Dies ist außerdem zulässig zur Einführung von Aktien der Gesellschaft an ausländischen Börsen, an denen sie bisher nicht zum Handel zugelassen sind. Außerdem dürfen die Aktien Personen zum Erwerb angeboten werden, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen stehen oder standen. Weiterhin dürfen die Aktien den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft gemäß der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 12. Mai 2011 (TOP 8) begebenen Schuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Options- und/oder Wandlungsrechte und/oder -pflichten gewährt werden.

Weiterhin dürfen die Aktien (amtierenden oder ausgeschiedenen) Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft und (amtierenden oder ausgeschiedenen) Mitgliedern von Vorständen und Geschäftsführungen der von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG sowie Personen, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG stehen oder standen, mit der Verpflichtung übertragen werden, sie für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren seit der Übertragung zu halten. Eine solche Übertragung ist nur zulässig, um bestehende Ansprüche des Übertragungsempfängers auf variable Vergütung an Erfüllungs statt zu tilgen. Die weiteren Bedingungen der Übertragung werden im Beschluss weiter spezifiziert. Im Fall der Ausgabe der Aktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft entscheidet allein der Aufsichtsrat der Gesellschaft über die Ausgabe.

Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8, 186 Abs. 3, 4 AktG insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen verwendet werden.

Weiterhin ist der Vorstand ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats einzuziehen, ohne dass die Einziehung und ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedürfen.

Die Bedingungen der Bezugsrechtsgewährung, Veräußerung und Übertragung beziehungsweise Einziehung der eigenen Aktien werden in dem Beschluss der Hauptversammlung weiter spezifiziert.

Change-of-Control-Klauseln im Zusammenhang mit Darlehensverträgen und Finanzierungsinstrumenten:

Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat am 23. März 2012 ihre erste Unternehmensanleihe begeben. Die Anleihe hat ein Nominalvolumen von 500 Mio. Euro, eine Laufzeit bis März 2017 und ist mit einem jährlichen Kupon von 5,5 Prozent verzinst. Am 20. März 2013 hat die HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine zweite Unternehmensanleihe begeben. Die Anleihe hat ein Nominalvolumen von 750 Mio. Euro, eine Laufzeit bis März 2020 und ist mit einem jährlichen Kupon von 3,875 Prozent verzinst. Eine weitere Unternehmensanleihe wurde am 28. Mai 2014 begeben. Diese dritte HOCHTIEF-Anleihe hat ein Nominalvolumen von 500 Mio. Euro, eine Laufzeit bis Mai 2019 und wird mit einem jährlichen Kupon von 2,625% verzinst. In die Anleihebedingungen wurden Change-of-Control-Bestimmungen aufgenommen, die dem jeweiligen Gläubiger das Recht geben, die vorzeitige Rückzahlung der von ihm gehaltenen Schuldverschreibungen zum Nennbetrag zuzüglich aufgelaufener Zinsen zu verlangen, sofern der Gläubiger innerhalb eines Zeitraums von 68 Tagen nach Veröffentlichung der Rückzahlungsmitteilung durch die Emittentin* eine schriftliche Ausübungserklärung eingereicht hat. Ein Kontrollwechsel im vorgenannten Sinne tritt einerseits durch den Erwerb der Kontrolle an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Sinne von § 29 Abs. 2 WpÜG durch eine Person oder eine Personengruppe (mit Ausnahme des Aktionärs ACS [ACS Actividades de Construcción y Servicios, S.A.] und seiner verbundenen Unternehmen) in abgestimmtem Verhalten im Sinne von § 30 Abs. 2 WpÜG oder durch den Abschluss eines Gewinnabführungs-, Beherrschungs- oder sonstigen Unternehmensvertrages im Sinne von §§ 291, 292 AktG, soweit die Emittentin dadurch zum beherrschten Unternehmen wird, ein. Zusätzlich wurden umfangreiche Schutzklauseln in Bezug auf Geschäfte und Transaktionen mit ACS in die Anleihe-Dokumentationen aufgenommen.

Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat am 13. Dezember 2011 mit einem internationalen Bankenkonsortium einen syndizierten Bar- und Avalkredit** über insgesamt zwei Mrd. Euro abgeschlossen. Diese syndizierte Fazilität wurde am 25. April 2014 bis zum April 2019 verlängert. Der einerseits aus einer Avalkredit-Tranche über 1,5 Mrd. Euro und andererseits aus einer Barlinie über 500 Mio. Euro bestehende syndizierte Kredit, mit einer ursprünglichen Laufzeit bis Dezember 2016, enthält auch nach Verlängerung weiterhin Change-of-Control-Bestimmungen. Danach können die jeweiligen Kreditgeber (nachdem mit dem Kreditnehmer zuvor Verhandlungen zur Fortführung der Kredite, die unter Berücksichtigung der Kreditwürdigkeit der Person des Übernehmers, der Gefahr eventueller Änderungen der Unternehmensstrategie und eventueller Beschränkungen der Kreditgeber bei der Kreditvergabe zu führen sind, ergebnislos geblieben sind) ihre Kreditengagements unter der nachfolgend genannten Voraussetzung vorzeitig beenden. Diese Voraussetzung tritt ein, wenn eine Person oder eine Gruppe von Personen im Wege abgestimmten Verhaltens die Kontrolle im Sinne von § 29 Abs. 2 WpÜG über den Kreditnehmer erlangt. Die Erklärung zur Beendigung des Kreditengagements kann bis zum Ablauf von 70 Tagen nach Kenntniserlangung der HOCHTIEF Aktiengesellschaft vom Eintritt der vorgenannten Voraussetzung unter Berücksichtigung einer Mindestbedenkzeit von zehn Tagen von den Kreditgebern abgegeben werden. Die vorgenannten Change-of-Control-Bestimmungen gelten auch weiterhin nicht für den Aktionär ACS und die mit ihm verbundenen Unternehmen; ebenfalls wurden die umfangreichen Schutzklauseln mit den Kreditgebern in Bezug auf Geschäfte und Transaktionen mit ACS beibehalten. In ihnen hat sich die HOCHTIEF Aktiengesellschaft unter anderem verpflichtet, keine Verträge mit ACS abzuschließen, die die Kreditwürdigkeit von HOCHTIEF schwächen würden, zum Beispiel einen Beherrschungsvertrag. Werden gleichwohl solche Verträge geschlossen, haben die Kreditgeber ein Sonderkündigungsrecht.

Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat mit einem inländischen Kreditinstitut am 4. Juli 2008 einen Schuldscheindarlehensvertrag über ursprünglich 50 Mio. Euro geschlossen. Des Weiteren hat sie mit einem inländischen Kreditinstitut am 25. Mai 2009 ein Schuldscheindarlehen mit einer Endfälligkeit am 26. Mai 2014 über 30 Mio. Euro vereinbart. Außerdem hat sie mit zwei inländischen Kreditinstituten am 26. Mai 2010 zwei Schuldscheindarlehensverträge mit einer Laufzeit von jeweils fünf Jahren über ursprünglich 180,5 Mio. Euro beziehungsweise 59,5 Mio. Euro vereinbart. Beide Darlehen wurden am 26. Mai 2014 vorzeitig zurückgezahlt. Am 25. November 2011 wurde ein Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von ursprünglich 120,6 Mio. Euro vereinbart. Dieses mit einer ursprünglichen Laufzeit von 5 Jahren ausgestattete Darlehen wurde ebenfalls am 26. Mai 2014 vorzeitig zurückgezahlt. Neben den syndizierten Schuldscheindarlehensverträgen hat HOCHTIEF am 11. Dezember 2012 mit einem ausländischen Kreditinstitut ein bilaterales vierjähriges Schuldscheindarlehen über 50 Mio. Euro vereinbart. Darüber hinaus hat die HOCHTIEF Aktiengesellschaft am 31. März/11. April 2014 mit einem inländischen Kreditinstitut einen Rahmenkreditvertrag über 100 Mio. Euro verlängert sowie am 27. November 2014 mit einem inländischen Kreditinstitut einen Rahmenkreditvertrag über ursprünglich 175 Mio. Euro verlängert. Alle diese Darlehensverträge haben jeweils eine inhaltlich identische Bestimmung, wonach die HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Fall eines Kontrollwechsels zur vorzeitigen Rückzahlung der Darlehen verpflichtet ist, falls sie und der Darlehensgeber nicht binnen 60 Tagen ab Mitteilung des Kontrollwechsels eine Einigung über die Fortführung des Darlehens erzielt haben und der Darlehensgeber die vorzeitige Rückzahlung binnen zehn Tagen nach Ablauf der 60-Tage-Frist verlangt. Kontrollwechsel im vorgenannten Sinne bedeutet den Erwerb der Kontrolle an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Sinne von § 29 Abs. 2 WpÜG durch eine Person oder eine Personengruppe in abgestimmtem Verhalten im Sinne von § 30 Abs. 2 WpÜG. Bezüglich der vorgenannten Darlehensverträge gelten die vorgenannten Change-of-Control-Bestimmungen nicht für den Aktionär ACS und seine verbundenen Unternehmen; im Gegenzug wurden umfangreiche Schutzklauseln mit den Kreditgebern in Bezug auf Geschäfte und Transaktionen mit ACS vereinbart. Durch die Klauseln hat sich die HOCHTIEF Aktiengesellschaft unter anderem verpflichtet, keine Verträge mit ACS abzuschließen, die die Kreditwürdigkeit von HOCHTIEF schwächen würden, zum Beispiel einen Beherrschungsvertrag mit ACS. Werden gleichwohl solche Verträge geschlossen, haben die Kreditgeber ein Sonderkündigungsrecht.

Siehe Glossar Seite 265.
Siehe Glossar Seite 265.

Neben den oben genannten Darlehensverträgen hat HOCHTIEF am 17. Oktober 2014 mit einem ausländischen Kreditinstitut einen bilateralen Avalkreditvertrag über 150 Mio. USD vereinbart. Darüber hinaus hat HOCHTIEF am 28. November 2014 mit einem inländischen Kreditinstitut einen Avalkreditvertrag über 25 Mio. EUR abgeschlossen. Beide Verträge enthalten eine inhaltlich identische Change-of-Control-Bestimmung entsprechend der Definition im syndizierten Bar- und Avalkredit, die dem jeweiligen Gläubiger das Recht gibt, die vorzeitige Rückzahlung des Kreditengagements zu verlangen. Des Weiteren hat HOCHTIEF am 12. August 2014 mit einer ausländischen Versicherungsgesellschaft einen Avalkreditvertrag über 78,05 Mio. EUR abgeschlossen. Der Vertrag enthält eine Change-of-Control-Bestimmung, die dem Gläubiger das Recht gibt, die vorzeitige Rückzahlung des Kreditengagements zu verlangen, sofern die HOCHTIEF Aktiengesellschaft Gegenstand einer Fusion oder Übernahme ist und die HOCHTIEF Aktiengesellschaft nicht die aufnehmende Gesellschaft ist.

Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat am 15. September 2014 mit sechs US-Surety-Gesellschaften zur Absicherung der von diesen bereitgestellten Bondinglinie in Höhe von 6,5 Mrd. US-Dollar eine Neufassung zu einer "General Counter Indemnity" abgeschlossen. Die neu gefasste "General Counter Indemnity" enthält weiterhin eine Change-of-Control-Bestimmung, die den Surety-Gesellschaften unter der nachfolgend genannten Voraussetzung das Recht einräumt, von der HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine bar zu entrichtende Sicherheitsleistung von maximal 500 Mio. US-Dollar zu fordern; gemäß den Vereinbarungen werden die bereits zur Unterlegung der Bondinglinie begebenen Sicherheiten in Form von Bankgarantien hierbei in Abzug gebracht. Die Voraussetzung tritt grundsätzlich ein, wenn eine Person oder eine Gruppe von Personen (mit Ausnahme des Aktionärs ACS und seiner verbundenen Unternehmen) im Wege abgestimmten Verhaltens im Sinne von § 30 Abs. 2 WpÜG insgesamt 30 Prozent oder mehr der Aktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft erwirbt oder der Aktionär ACS und seine verbundenen Unternehmen insgesamt 75 Prozent oder mehr der Aktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft erwerben. Die Sicherheitsleistung hat in diesem Fall innerhalb von 30 Bankarbeitstagen nach Geltendmachung der Forderung zu erfolgen.

Weitere wesentliche Vereinbarungen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels:

In der von der HOCHTIEF Aktiengesellschaft abgeschlossenen D&O-Versicherung* ist eine Einschränkung des Versicherungsschutzes vorgesehen, falls die HOCHTIEF Aktiengesellschaft durch Fusion, Übernahme oder gleichartige Maßnahmen in einem anderen Unternehmen aufgeht oder eine andere Gesellschaft als ACS oder ein sonstiger Dritter einen beherrschenden Einfluss erlangt. In einem solchen Fall besteht vorbehaltlich einer anderweitigen Vereinbarung Versicherungsschutz nur für diejenigen Ansprüche, die auf Pflichtverletzungen beruhen, die bis zum Zeitpunkt der rechtlichen Wirksamkeit dieser Veränderung begangen wurden. Der Versicherungsschutz endet in den vorgenannten Fällen mit dem Ablauf der Versicherungsperiode.

Über die Pflichtangaben gemäß § 289 Abs. 4 Nr. 8 / § 315 Abs. 4 Nr. 8 HGB hinaus bestehen bei anderen Konzerngesellschaften weitere Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen und nachfolgend nicht abschließend dargestellt sind: Im Geschäftsfeld PPP werden dem Auftraggeber in den Projektverträgen häufig weitgehende Gestaltungsrechte eingeräumt, die eine Änderung der Beteiligungsverhältnisse an der jeweiligen Projektgesellschaft erschweren sollen.

Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Erläuternder Bericht des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft gemäß §§ 175 Abs. 2, 176 Abs. 1 AktG zu den Angaben nach den §§ 289 Abs. 4 und 5, 315 Abs. 4 HGB zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014

Der Vorstand gibt zu den Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4 und 5, 315 Abs. 4 HGB in dem mit dem Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zusammengefassten Konzernlagebericht folgende Erläuterungen:

Bei unseren Angaben haben wir die Verhältnisse zugrunde gelegt, wie sie im Geschäftsjahr 2014 und bis zur Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts bestanden haben. Es handelt sich um Informationen zum gezeichneten Kapital, zu direkten und indirekten Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten, zu den gesetzlichen Vorschriften und Bestimmungen der Satzung der Gesellschaft über die Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder und über die Änderung der Satzung, zu den Befugnissen des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, sowie zu wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Die Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals und die mit den ausgegebenen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft verbundenen Rechte ergeben sich auch aus der Satzung der Gesellschaft. Die Kapitalbeteiligungen von ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A. sowie ihrer Tochtergesellschaften sind aufgrund der veröffentlichten Stimmrechtsmitteilungen vom 25. Juli 2012, 24. September 2012, 24. März 2014 und 6. Oktober 2014 bekannt. Die Kapitalbeteiligungen des Staates Katar und der von ihm kontrollierten Unternehmen sind aufgrund der veröffentlichten Stimmrechtsmitteilungen vom 23. März 2011 und 29. September 2011 bekannt.

Beschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich aus den Vorschriften des Aktiengesetzes ergeben. So unterliegen Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen einem Stimmverbot (§ 136 AktG). Außerdem steht der Gesellschaft kein Stimmrecht aus eigenen Aktien zu (§ 71b AktG). Vertragliche Beschränkungen in Bezug auf das Stimmrecht oder die Übertragung der Aktien sind uns nicht bekannt. Die Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4 Nr. 3, 315 Abs. 4 Nr. 3 HGB zu direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital, die zehn vom Hundert der Stimmrechte überschreiten, sind im (Konzern-)Anhang enthalten. Die Angaben zur Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands geben die Vorschriften des Aktiengesetzes und der Satzung inhaltlich zutreffend wieder. Das Gleiche gilt für die Angaben zur Änderung der Satzung.

Siehe Glossar Seite 265.

Die Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, beruhen sämtlich auf entsprechenden Ermächtigungsbeschlüssen der Hauptversammlung aus den Jahren 2010, 2011 und 2014 zu einem bedingten und einem genehmigten Kapital sowie u. a. zur Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien. Diese Befugnisse sind zutreffend unter Hinweis auf die von der Hauptversammlung beschlossenen Ermächtigungen dargestellt.

Die wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und die hieraus folgenden Wirkungen sind zutreffend dargestellt. Falls die Darlehensgeber im Rahmen dieser Vereinbarungen unter den genannten Bedingungen ihr Kündigungsrecht ausüben würden, müsste der entsprechende Finanzierungsbedarf der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beziehungsweise des HOCHTIEF-Konzerns auf andere Weise sichergestellt werden.

Informatorisch wird darauf hingewiesen, dass über die Pflichtangaben gemäß den vorgenannten Bestimmungen des HGB hinaus auch bei anderen Konzerngesellschaften weitere Vereinbarungen bestehen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen und nachfolgend auszugsweise und nicht abschließend erwähnt sind:

Im Geschäftsbereich PPP werden dem Auftraggeber in den Projektverträgen häufig weitgehende Gestaltungsrechte eingeräumt, die eine Änderung der Beteiligungsverhältnisse an der jeweiligen Projektgesellschaft erschweren sollen.

Die übrigen nach den §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB geforderten Angaben betreffen Verhältnisse, die bei der HOCHTIEF Aktiengesellschaft nicht vorliegen. Daher sind wir auf diese in dem mit dem Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zusammengefassten Konzernlagebericht nicht näher eingegangen. Weder gibt es Stimmrechtsbeschränkungen, Stimmrechtskontrollen durch am Kapital der Gesellschaft beteiligte Arbeitnehmer, Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots noch Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Die im Lagebericht beschriebenen wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind zutreffend dargestellt und entsprechen den Kenntnissen des Vorstands.

 

Essen, im Februar 2015

Marcelino Fernández Verdes

Peter Sassenfeld

José Ignacio Legorburo Escobar

Nikolaus Graf von Matuschka

Segmentbericht Division

HOCHTIEF Americas

Die Division HOCHTIEF Americas bündelt die Aktivitäten unserer vier nordamerikanischen Tochtergesellschaften: Turner, Flatiron, E.E. Cruz und Clark Builders. Mit unterschiedlichen Schwerpunkten agieren die Unternehmen auf den Märkten der USA und Kanadas im Hoch- und Infrastrukturbau. Durch konzernweite, bereichsübergreifende Zusammenarbeit konnten auch 2014 wieder verstärkt Synergien genutzt werden.

Die Division HOCHTIEF Americas verzeichnete ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr. Das ökonomische Marktumfeld entwickelte sich in Nordamerika positiv. Die USA verzeichneten ein Wachstum von 2,2 Prozent (nach 1,9 Prozent im Vorjahr) und stehen damit 2014 mit an der Spitze der entwickelten Volkswirtschaften. Auch die kanadische Wirtschaft wuchs mit 2,3 Prozent deutlich stärker als 2013 (1,7 Prozent). Von dieser erfreulichen Marktentwicklung profitierten unsere Tochtergesellschaften. Gerade im Bereich Hochbau verzeichneten sie außergewöhnlich gute Zuwächse. Hier ist Turner erneut vom Magazin "Engineering News-Record" (ENR) als Marktführer ausgezeichnet worden. Insbesondere das Marktsegment Büroimmobilien ist im Berichtsjahr um mehr als zehn Prozent gestiegen. Wir sind zuversichtlich, dass sich diese positive Entwicklung auch im Jahr 2015 fortsetzen wird.

Im Infrastrukturbereich sind die öffentlichen Zuwendungen im Vergleich zum Vorjahr zwar geringer ausgefallen, dafür hat sich der Markt für PPP-Projekte erheblich vergrößert. Insgesamt beläuft sich das Gesamtinvestitionsvolumen für die kommenden Jahre auf mindestens 15 Mrd. Euro. Laut einer Erhebung der Ratingagentur Moody's könnten sich die USA zum größten PPP-Markt der Welt entwickeln. Hier sehen wir erhebliches Potenzial für unsere Infrastrukturgesellschaften. Neben Straßen- und Brücken- werden immer mehr Bahn- und Wasserbauprojekte ausgeschrieben. Nach Kanada hat jetzt auch die Anzahl der Projekte in den USA deutlich zugenommen.

Unsere bereits 2012 getroffenen Maßnahmen zur Optimierung des Risikomanagements und zur Steigerung der Effizienz bei Flatiron zahlen sich inzwischen aus. Beim Risikomanagement setzt die Gesellschaft vor allem auf eine Verfeinerung der Kriterien für die Projektauswahl, höhere Selektionskriterien hinsichtlich der Projektrisiken und ein effizientes Vertragsmanagement. Auch das Projektreporting wurde durch den Einsatz neuer IT-Instrumente optimiert.

Unsere nordamerikanischen Tochtergesellschaften gestalten Metropolen, sie bauen öffentliche Gebäude, Büroimmobilien, Sportstätten, Krankenhäuser sowie Straßen oder Brücken - und prägen so das Bild der Städte. Turner behauptet sich weiterhin als Nummer eins im US-Hochbaumarkt - das geht aus dem aktuellen Ranking des ENR-Magazins hervor. Eine Top-Platzierung nimmt das Unternehmen dabei in den Kategorien Gesundheits-, Bildungs-, Büro-, gewerbliche Immobilien und Kulturimmobilien sowie Sportstätten und Hotelbau ein. Im Green-Building-Bereich erreicht das Unternehmen zum siebten Mal in Folge die Spitzenposition. Turner ist damit Marktführer der 100 besten Green Builder der USA in Sachen nachhaltiges Bauen. Zudem führt die HOCHTIEF-Tochter laut "Building Design & Construction"-Magazin das Ranking "Top Green Building Construction Firms" zum achten Mal in Folge an. Mit dem Green-Building-Barometer* hat die Gesellschaft wieder den Markt grüner Gebäude analysiert und belegt damit, dass die Nachfrage kontinuierlich steigt.

Insgesamt erzielte Turner im Marktsegment Green Building bis 2014 einen Umsatz von zirka 3,11 Mrd. Euro (2013: 2,66 Mrd. Euro). Für dieses erfolgreiche Marktsegment beschäftigt Turner knapp 1 500 "LEED** Accredited Professionals": Mitarbeiter, die unter anderem als Auditoren den Bau von Green-Building-Projekten begleiten und diese zertifizieren können.

Genauso wie im Hochbau sind in jüngster Zeit außerdem Zertifizierungssysteme für nachhaltige Infrastrukturprojekte entwickelt worden. Mit dem Presidio Parkway in San Francisco baut Flatiron ein erstes Projekt, das als "Greenroad" zertifiziert werden soll.

Auch unsere Infrastrukturtochter Flatiron ist erfolgreich im ENR -Ranking vertreten: Die Gesellschaft erreichte in den Kategorien Verkehrsinfrastruktur und Tiefbau einen Platz unter den 20 besten Unternehmen.

* Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Märkte auf den Seiten 42 ff.
** Siehe Glossar Seite 266.

Weitere Informationen finden Sie unter:

> www.turnerconstruction. com

> www.flatironcorp.com

> www.eecruz.com

> www.clarkbuilders.com

Dieses Kapitel ist Teil des Themenfelds Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen

Insgesamt ist HOCHTIEF mit seinen Tochtergesellschaften auf dem nordamerikanischen Markt hervorragend positioniert - als attraktiver Arbeitgeber* und als innovatives Unternehmen. Insbesondere gilt dies für den Ausbau und die Förderung virtueller Planungs- und Bauleistungen, des sogenannten Building Information Modeling (BIM).**

Projektbeispiele>

Soziale und urbane Infrastruktur

Marktsegment Sport- und Veranstaltungsstätten

Die HOCHTIEF-Tochter Turner renoviert in zwei Phasen das FirstEnergy Stadium in Cleveland. 2014 wurden zirka 11 000 Quadratmeter Fläche mit neuen Aufzügen und Rolltreppen, LED-Tafeln und einem Soundsystem ausgestattet. Die Sitzplatzkapazität wurde erweitert. Im zweiten Schritt wird bis 2015 die Ausstattung der Innenräume verbessert. Das FirstEnergy-Stadion ist Heimstätte des Profi-Footballteams Cleveland Browns. An spielfreien Tagen wird das Stadion zudem für Schulprojekte oder Konzerte genutzt, sodass den Bewohnern der Stadt zusätzlicher Raum für öffentliche Veranstaltungen geboten wird. Der Umbau des Profi-Footballstadions ist ein weiterer Indikator für den Strukturwandel der wieder aufstrebenden Stadt: Turner gestaltet maßgeblich die urbane und soziale Infrastruktur Clevelands, denn neben der Sanierung des FirstEnergy-Stadions baut Turner allein während des Berichtszeitraums ein Kongresshotel mit 600 Gästezimmern: das Hilton Cleveland Downtown Ohio. In den Jahren zuvor entstanden bereits zahlreiche weitere Gebäude mithilfe von Turner.

Marktsegment Gewerbeimmobilien

Verwaltung, Fabrikation sowie Forschung und Entwicklung - der künftige Firmensitz von Schwan Cosmetics in Murfreesboro, Tennessee, vereint Produktionsstätte und Büro unter einem Dach: Turner errichtet für den Kosmetikhersteller einen zirka 14 000 Quadratmeter großen Gebäudekomplex, der bis März 2015 fertiggestellt werden soll. Ab dann werden kurze Wege abteilungsübergreifende Kommunikations- und Arbeitsprozesse vereinfachen und für mehr Effizienz sorgen.

Marktsegment Hotels

In Cleveland, Ohio, baut Turner bis 2016 ein 28 Stockwerke hohes Kongresshotel mit 650 Gästezimmern, einer Rooftop-Bar und zahlreichen Konferenzräumen. Das Hilton Cleveland Downtown wird über einen unterirdischen Verbindungsweg an das neue, von Turner im Sommer 2013 fertiggestellte Cleveland Convention Center anknüpfen. Während der Projektlaufzeit des zirka 69-Mio.-Euro-Auftrags werden etwa 2 800 Menschen auf der Baustelle beschäftigt sein.

Marktsegment Bildungsimmobilien

Das James Cancer Hospital and Solove Research Institute der Universität von Ohio in Columbus, das Turner von 2010 bis 2014 gebaut hat, strebt ein silbernes LEED-Zertifikat an. Es beinhaltet begrünte Dächer, hocheffiziente Energiesysteme - zum Beispiel für die Klimaanlage- und spart Wasser im Betrieb. Die HOCHTIEF-Tochter recycelte mehr als 75 Prozent des Bauabfalls. Zudem sorgte sie während des Baus dafür, dass die empfindlichen medizinischen Geräte vor Staub geschützt wurden.

Marktsegment Öffentliche Gebäude

Turner baut das San Joaquin County Courthouse im kalifornischen Stockton für zirka 147 Mio. Euro. Auf der Baustelle werden zu Spitzenzeiten 300 bis 400 Arbeiter beschäftigt sein. Mit 13 Stockwerken wird das neue Gebäude ab 2016 zum höchsten Bauwerk der Stadt. Im Inneren entstehen 30 Verhandlungssäle. Das San Joaquin County Courthouse wird neuesten Standards entsprechen und die Sicherheit der Stadt erhöhen.

* Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Mitarbeiter auf Seite 119.
** Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Forschung und Entwicklung auf den Seiten 109 bis 115.

> Weitere Projektbeispiele finden Sie unter: www. hochtief.de/kundenportal

Marktsegment Büroimmobilien

In Mexiko-Stadt verantwortet die HOCHTIEF-Tochter Turner International den BBVA-Bancomer-Turm: Mit 234,8 Metern beziehungsweise 50 Stockwerken soll er eines der höchsten Gebäude Mexikos werden. 2015 wird der Turm bezugsfertig sein, dann eröffnet der Auftraggeber, das spanische Kreditinstitut Banco Bilbao Viczcaya Argentaria, eine neue Zentrale für Lateinamerika. Das Projekt strebt eine LEED-Zertifizierung in Gold an. Große Fenster sorgen dafür, dass auf die 80 000 Quadratmeter umfassenden Büroflächen viel natürliches Licht fällt. Um den Energieverbrauch zu reduzieren, wird eine geometrische Hightechfassade installiert: Sie schützt einerseits vor der Sonneneinstrahlung, wird das Gebäude andererseits das ganze Jahr über gleichmäßig temperieren. Sechs Gartenterrassen, die als grüne Oasen und Orte der Begegnung dienen und auf unterschiedlichen Ebenen angelegt werden, schaffen eine Atmosphäre zum Wohlfühlen. Die hohen Anforderungen an Arbeitssicherheit haben sich ausgezahlt: Bisher wurden mehr als zwei Millionen Arbeitsstunden ohne Arbeitsunfälle gezählt.*

Marktsegment Gesundheitsimmobilien

Im Berichtszeitraum hat Turner wieder zahlreiche Aufträge im Gesundheitssektor erhalten. Das Unternehmen stellt damit erneut unter Beweis, dass sich langjährige Erfahrung, erstklassige Referenzen und fundiertes Knowhow auszahlen. Ein Großteil der Projekte hat bereits eine LEED-Zertifizierung erhalten oder strebt zumindest eine an.

In Braselton, Georgia, baut Turner das neue Northeast Georgia Medical Center mit 100 Betten. Das Gebäude soll nach seiner Fertigstellung, die für Anfang 2015 geplant ist, mit dem goldenen Zertifikat "Leadership in Energy and Environmental Design Healthcare Certification" (LEED-HC) ausgezeichnet werden. Das Krankenhaus wird eines der ersten in den USA sein, die mit dieser neuen LEED-Klassifizierung ausgezeichnet werden. Geothermiebohrungen sorgen dafür, dass das Krankenhaus beheizt und klimatisiert wird. Zur Bewässerung der Außenanlagen und der Dachgärten dient wiederverwertetes Wasser. Über die Dachgärten wird gewährleistet, dass sich die darunterliegenden Räume im Sommer nicht zu sehr aufheizen. Energiesparende LED-Lampen werden für die Beleuchtung genutzt. Während des Baus achten Turner und seine Partner darauf, die lokale Gemeinschaft einzubeziehen und ihr Gelegenheit zur Mitarbeit am Projekt zu bieten. Maschinen wie Gabelstapler wurden von regionalen Betrieben ausgeliehen.

Marktsegment Kultur und Unterhaltung

Das Clark Art Institute in Williamstown, Massachusetts, hat Turner von 2010 bis 2014 ausgebaut. Das Museum mit angeschlossenem Kunstforschungsinstitut hat unter anderem ein Besucherzentrum erhalten. Nun erhofft sich das Projekt eine LEED-Silber-Auszeichnung, da während des Baus eine hohe Menge an recyceltem Beton eingesetzt wurde. Auf dem Campus wurden viele Wasserelemente eingebaut, die unter anderem hohe Wassermengen nach starken Regenfällen auffangen. Sie werden für die Bewässerung oder für das Heiz- und Kühlsystem genutzt. Des Weiteren gibt es begrünte Dächer, eine hocheffiziente Beleuchtung sowie sieben Geothermiequellen zum Beheizen und Kühlen des Gebäudes.

Verkehrsinfrastruktur

Unsere Infrastrukturspezialisten von Flatiron errichten im Westen von Seattle eine neue Zubringerbrücke für die State Route 520. Das Projekt mit einem Volumen von zirka 147 Mio. Euro umfasst bis 2017 den Bau zweier Rampen, die erdbebensicher konstruiert werden. Flatiron erschließt damit den Markt des US-Staats Washington ein Stück weiter: Mit diesem Auftrag hat sich unsere Tochtergesellschaft bereits das dritte Projekt im Bundesgebiet gesichert. Es ist zudem das zweite, das vom Washington State Department of Transportation vergeben wurde. Nicht nur Autos werden die Brücke künftig passieren, Flatiron baut auch einen Fußgänger- sowie einen Radweg. Beide sorgen für mehr CO2 -freie Mobilität in der größten Stadt im Nordwesten der USA.

Unsere Tiefbauspezialisten von E.E. Cruz haben die erste Projektphase des 2nd Avenue Subway - 96 Street Station in Manhattan fertiggestellt. Die Gesellschaft war an der Erweiterung der unterirdischen Transportwege New Yorks auf Höhe der Upper East Side beteiligt. Vom renommierten Magazin Engineering News-Record wurde das Projekt für diese Leistung ausgezeichnet - und zwar mit dem Titel "New Yorks Best Projects", verliehen in der Kategorie Airport/Transit.**

In South Carolina sicherte sich Flatiron im Berichtszeitraum den Zuschlag für den Bau einer neuen Anschlussstelle zwischen Interstate 85 und Interstate 385 bei Greenville. Dort plant und baut Flatiron gemeinsam mit einem Partner das 185 Mio. Euro teure Infrastrukturprojekt, das die tägliche Verkehrssituation für 194 000 Fahrzeuge verbessern wird. Unter anderem werden bis 2018 zwölf Brücken neu errichtet, zwei bereits bestehende Brücken saniert sowie Fahrbahnoberflächen erneuert. Das Vorhaben ist eines der größten seiner Art, die im vergangenen Jahrzehnt im Bundesstaat South Carolina beauftragt wurden.

* Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten 78 bis79.
** Weitere Informationen finden Sie auf Seite 142.

Zu den Kennzahlen der Division HOCHTIEF Americas

Im Berichtszeitraum stiegen in der Division HOCHTIEF Americas sowohl das EBIT als auch das Ergebnis vor Steuern gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich an: auf 122,8 Mio. Euro beziehungsweise 108,4 Mio. Euro. Die Verbesserung ist auf eine gute projektbezogene Geschäftsentwicklung im Bereich Hochbau zurückzuführen. Im Bereich Tiefbau ist die Wirkung der getroffenen Maßnahmen, eine nachhaltige Verbesserung der Prozesse sowie die Konsolidierung der Ergebnislage zu erreichen, aktuell noch beeinflusst durch Altprojekte; wir sehen aber deutliches Potenzial für die kommenden Jahre.

Der Auftragseingang der Division HOCHTIEF Americas stieg im Geschäftsjahr 2014 um 36,7 Prozent auf ein neues Rekordniveau. Hierzu trugen sowohl der Hochbau als auch der Bereich Tiefbau bei. Vor allem im Bereich Hochbau legte der Auftragseingang im vierten Quartal des Geschäftsjahres, bedingt durch eine sehr erfolgreiche Projektakquise, noch einmal deutlich zu. Der Auftragseingang im Bereich Tiefbau verdreifachte sich.

Die Leistung nahm im Betrachtungszeitraum um 7,2 Prozent zu und erreichte mit 9,16 Mrd. Euro ebenfalls das bisher höchste Niveau eines Geschäftsjahres. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus dem Bereich Hochbau. Die Leistung im Bereich Tiefbau normalisierte sich nach dem Rekordwert des Vorjahres. Dies ist insbesondere noch auf den geringeren Auftragseingang des Vorjahres zurückzuführen. Analog zur Leistung lag der Außenumsatz insgesamt um 8,5 Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraums.

Division HOCHTIEF Americas

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(In Mio. EUR) 2014 2013 Veränderung in % gegenüber Vorjahr
EBIT 122,8 115,1 6,7
Ergebnis vor Steuern/EBT 108,4 94,0 15,3
Bereichsumsatz 8.615,2 7.943,8 8,5
Auftragseingang 10.191,6 7.457,3 36,7
Auftragsbestand 11.603,1 9.278,8 25,0
Außenumsatz 8.615,2 7.943,8 8,5
Leistung 9.164,0 8.546,3 7,2
Betriebliche Investitionen* -7,0 -14,5 51,7
Nettofinanzvermögen (+)/ Nettofinanzverschuldung (-) 400,7 369,5 8,4
Mitarbeiter (im Jahresdurchschnitt) 9 503 9 295 2,2

* Netto

Auch der Auftragsbestand erreichte im Berichtsjahr mit 11,60 Mrd. Euro eine neue Höchstmarke. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 25,0 Prozent (wechselkursbereinigt +10,1 Prozent). Die Reichweite des Auftragsbestands liegt rechnerisch bei 15 Monaten.

Die Gesamtzahl der Mitarbeiter stieg - bedingt durch die hohe Anzahl an Projekten in Ausführung - auf durchschnittlich 9 503.

Ausblick

Im Geschäftsjahr 2014 verzeichneten die für HOCHTIEF Americas relevanten US-Baumärkte - sowohl der gewerbliche Hochbaumarkt als auch der Markt für Verkehrsinfrastruktur - ein Wachstum. Nach den Prognosen von IHS Global Insight für 2015 haben sich die Aussichten weiter verbessert. Unter der Annahme eines stabilen US-Dollar-Wechselkurses gehen wir für das Geschäftsjahr 2015 von einem weiteren Anstieg des operativen Vorsteuerergebnisses auf 130 bis 160 Mio. Euro aus.

Division HOCHTIEF Asia Pacific

HOCHTIEF ist Mehrheitsaktionär der australischen Leighton-Unternehmensgruppe > , die mit ihren Tochtergesellschaften eine führende Position in den Baumärkten Australiens, Asiens sowie des Nahen Ostens einnimmt und in mehr als 20 Ländern operativ tätig ist. Mit ihren Gesellschaften bietet die Leighton-Gruppe ein breit gefächertes Angebot im Infrastruktur-, Rohstoff- und Immobilienmarkt und ist zudem der weltweit größte Contract-Miner* . Zu Leighton gehörten bis Juni 2014 unter anderem die operativen Einheiten Leighton Contractors, Thiess, John Holland, Leighton Properties, Leighton Asia sowie die Minderheitsbeteiligung Habtoor Leighton Group.

Die Strategie für die zukünftige Geschäftsausrichtung von Leighton sieht vor, das operative Geschäft zu vereinheitlichen. Das Unternehmen hat daher im Juni eine strategische und organisatorische Neuausrichtung begonnen. Dadurch soll das operative Geschäft klar gegliedert werden, um doppelte Zuständigkeiten zu vermeiden und Kosten zu senken. Es wurde in vier neue Bereiche gegliedert: Construction, Public-Private-Partnerships, Engineering und Mining. Diese neue operative Struktur wurde bis zum Ende des Berichtsjahres erfolgreich umgesetzt. In einer neu gegründeten Gesellschaft bündelt und vertieft die Gruppe zukünftig ihre PPP-Kompetenzen, sodass sie Projekte in diesem Bereich vollumfänglich betreuen kann. Hier sehen wir ein großes Wachstumspotenzial für Leighton. Die internen Kompetenzen in den Bereichen Engineering und Projektplanung sollen in der Gesellschaft Leighton Engineering ausgebaut werden. Weiteres Ziel der Umstrukturierung ist es, Risikoüberwachung und -management zu verbessern und dadurch die Projektergebnisse zu optimieren. Thiess wird das Minengeschäft bündeln, Leighton Contractors wird sich auf das Baugeschäft konzentrieren.

Mit der Vereinheitlichung der operativen Strukturen der Division HOCHTIEF Asia Pacific und der bereits neu organisierten Division HOCHTIEF Europe tragen wir dazu bei, dass die Gesellschaften des gesamten HOCHTIEF-Konzerns zukünftig noch enger zusammenarbeiten können.

Leighton prüft Optionen für Veräußerungen oder Partnerschaften in Bezug auf das Property-Geschäft. Für die Leighton-Tochter John Holland wurde im Dezember des Berichtsjahres eine verbindliche Vereinbarung zum Verkauf an CCCC International Holding Limited (CCCI) abgeschlossen. Ebenfalls im Dezember konnte eine Vereinbarung zum Verkauf von 50 Prozent der Anteile von Thiess Services und Leighton Contractors Services an Apollo Global Managment, LLC unterzeichnet werden. Das so freigesetzte Kapital soll in erster Linie zur Stärkung der Bilanz sowie zur Schuldentilgung verwendet, aber auch in Wachstumsbereiche wie PPP investiert werden.

Das Geschäftsjahr 2014, in dem viele volumenstarke Aufträge vermeldet wurden, konnte Leighton mit einem guten Ergebnis abschließen. Der positive Trend aus dem vergangenen Jahr setzt sich fort, insbesondere in den operativen Kernmärkten entwickelt sich Leighton durchgängig positiv. Aufgrund der Leistungsfähigkeit und der sehr guten Marktpositionierung der Leighton-Unternehmensgruppe hat HOCHTIEF deshalb im Berichtsjahr seinen Anteil durch eine Investition von 617 Mio. Euro auf 69,62 Prozent erhöht. HOCHTIEF sieht dies als eine Investition in das Kerngeschäft.

Da Leighton eine große Bedeutung für den HOCHTIEF-Konzern hat, haben wir uns dazu entschlossen, uns noch stärker direkt in das Management von Leighton einzubringen und uns entsprechend unserer Rolle als Mehrheitsaktionär im Verwaltungsrat zu positionieren. Mitte März 2014 hat Marcelino Fernandez Verdes den Vorstandsvorsitz bei Leighton übernommen. Diese Position verbindet er mit seinen Aufgaben als Vorstandsvorsitzender der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und als Executive Chairman von Leighton. Im Verwaltungsrat von Leighton sitzen nun fünf HOCHTIEF-Vertreter (von insgesamt acht).

Die australische Wirtschaft verzeichnete 2014 ein robustes Wachstum von 2,8 Prozent, das voraussichtlich im Folgejahr weiter ansteigen wird. Leighton strebt nicht in erster Linie Umsatzwachstum, sondern eine nachhaltige Ergebnisentwicklung an. Deshalb wird die Gesellschaft in ihrem Geschäft eine selektivere Annahme von Aufträgen sowie einen verbesserten Ansatz beim Risikomanagement konsequent verfolgen. Milliardenschwere Konjunkturpakete zum Ausbau der Infrastruktur, die die australische Bundesregierung und die Regierungen der Bundesstaaten aufgelegt haben, bieten erhebliches Potenzial für Leighton, da das Unternehmen bestens für daraus resultierende Aufträge aufgestellt ist.

> Weitere Informationen finden Sie unter: www.leighton.com.au

* Siehe Glossar auf Seite 265.

Im PPP-Bereich werden immer mehr Projekte vor allem im Gesundheits- und Bildungssektor ausgeschrieben, die von der Regierung maßgeblich vorangetrieben werden. Auch im Minengeschäft sehen wir große Chancen, da die Nachfrage nach Rohstoffen weiterhin steigen und der Markt insgesamt wachsen wird. Leighton will sich weiterhin als global führender Contract-Miner in Australien und Asien behaupten.

Projektbeispiele>

> Weitere Projektbeispiele finden Sie unter: www.hochtief.de/kundenportal

Die Leighton-Unternehmensgruppe hat im Geschäftsjahr 2014 wieder zahlreiche attraktive Neuaufträge in den Bereichen Energie-, Verkehrs- sowie soziale und urbane Infrastruktur gewonnen und Projekte erfolgreich vorangetrieben beziehungsweise abgeschlossen.

Energieinfrastruktur

In Doha übernimmt die Habtoor Leighton Group den Bau und die Installation von Pipelines für zwei Abschnitte des Projekts Mega Reservoir Corridor Main 1 über eine Länge von insgesamt 120 Kilometern. Der Auftrag ist bereits der fünfte in Folge, der seit 2009 vom Kunden KAHRAMAA, Qatar's General Electricity and Water Corporation, an die Leighton-Beteiligung vergeben wurde. Das Auftragsvolumen umfasst 219 Mio. Euro.

Minengeschäft

Im Auftrag von Samsung C&T baut Leighton Contractors Verarbeitungsanlagen (mine process plant facilities) für die Eisenerzmine Roy Hill. Das Auftragsvolumen beträgt 224 Mio. Euro. Während einer Projektlaufzeit von 14 Monaten werden mehr als 1 000 Arbeitsplätze entstehen.

In vielen Minenprojekten setzt Thiess energiesparende LED-Beleuchtung ein. Dadurch wird der Dieselverbrauch bedeutend reduziert, insgesamt können zirka 650.000 Euro pro Jahr eingespart werden. Der CO2 -Ausstoß wird ebenfalls erheblich verringert.

Verkehrsinfrastruktur

Im Berichtsjahr erhielt Leighton den dritten Auftrag in Folge für das bedeutende Verkehrsinfrastrukturprojekt "Central Wanchai Bypass Tunnel" in Hongkong. Unsere australische Beteiligungsgesellschaft realisiert bis 2017 Tunnelgebäude und -systeme für die Schnellstraße im Auftragswert von 292 Mio. Euro. Nach Fertigstellung verbindet die neue Trasse das Zentrum Hongkongs mit dem östlichen Korridor der Metropole. Die Verlagerung der Verkehrsführung unter die Erde wird das stark beanspruchte oberirdische Verkehrssystem des asiatischen Ballungsraums erheblich entlasten und für bessere Luftqualität und eine geringere Lärmemission sorgen.

Als Federführer im Joint Venture baut Leighton derzeit ein 30 Meter hohes Gebäude zur Zollabfertigung an der Hongkong Zhuhai Macao Bridge, dem Grenzübergang zwischen Hongkong und Macau. Um Arbeitsprozesse zu verkürzen, werden die meisten Bauteile außerhalb der Baustelle gefertigt und zusammengesetzt. Das Projektvolumen umfasst 759 Mio. Euro. Die Fertigstellung ist für Ende 2016 geplant.

Leighton ist Teil eines Konsortiums, das im September den Auftrag zum Betrieb des North West Rail Links mit einem Gesamtwert von zirka 5,8 Mrd. Euro erhalten hat. Dieses ist das größte, derzeit im Bau befindliche öffentliche Verkehrsprojekt Australiens und die erste Phase des Projekts Sydney Rapid Transit, des neuen Nahverkehrsnetzes der Stadt. Leighton Contractors und John Holland sind an dem Northwest-Rapid-Transit-Konsortium beteiligt, das den Auftrag, der Teil des größten PPP-Projekts in der Geschichte des Bundesstaats New South Wales ist, gewonnen hat. Der Auftragswert für die beiden Gesellschaften beläuft sich auf zirka 1,4 Mrd. Euro. Eröffnet werden soll das Projekt in der ersten Hälfte 2019; dann werden zu Spitzenzeiten alle vier Minuten Züge die Strecke passieren. Der Betrieb wird bis März 2034 laufen. Das Projekt stellt höchste Ansprüche an die Sicherheit der Passagiere und wird die Mobilität im Nordwesten von Sydney verbessern. Neben diesem Auftrag arbeiten bereits seit 2013 Thiess und John Holland in einem Joint Venture mit Dragados an dem ersten großen Baulos des North West Rail Links, das einen Gesamtwert von mehr als 800 Mio. Euro hat. Sie realisieren Australiens längste Schienentunnel - zwei 15 Kilometer lange Röhren, die mit vier Tunnelbohrmaschinen vorgetrieben werden. Zum ersten Mal in Australiens Geschichte werden vier dieser großen Maschinen gleichzeitig bei einem Verkehrsprojekt eingesetzt. Während des Vortriebs werden mehr als 2,8 Mio. Tonnen Gestein ausgebrochen, das zirka 1 000 Schwimmbecken füllen würde. Die gesamte Menge wird wiederverwendet, unter anderem in weiteren Infrastrukturprojekten der Region. Das Projektteam setzt höchste ökonomische, soziale und ökologische Standards. Mitarbeiter werden in einem eigenen Zentrum für Tunnelsimulation geschult, die Anwohnerkommunikation wird proaktiv gestaltet.

In Katar, in der Nähe von Doha, plant und baut die Habtoor Leighton Group im Joint Venture einen 56 Kilometer langen Abschnitt der Umgehungsstraße "Orbital Highway and Truck Route" mit einem Auftragswert von zirka 1,2 Mrd. Euro. insgesamt 31 Kilometer der im Auftrag enthaltenen Neubaustrecke werden siebenspurig gebaut - und zwar mit separaten Fahrbahnen für Autos und Lastwagen. Die getrennte Verkehrsführung soll den Verkehrsfluss verbessern. Zudem entstehen neue Straßenüberführungen für Radfahrer und Fußgänger, um die Sicherheit und den Komfort von nicht motorisierten Verkehrsteilnehmern zu erhöhen.

Leighton hat gemeinsam mit Partnern den 560-Millionen-Euro-Auftrag gewonnen, den Transmission Gully Motorway - die erste Autobahn Neuseelands, die in öffentlich-privater Partnerschaft realisiert wird - zu finanzieren, zu planen, zu bauen sowie 25 Jahre lang zu betreiben. Mit der Erweiterung des Verkehrsnetzes rund um eine der größten Metropolregionen des Landes erfüllt Leighton die Mobilitätsanforderungen einer flexiblen Gesellschaft und sorgt dafür, dass Anwohner, Pendler und Touristen künftig schneller ans Ziel kommen. Die Autobahn soll unter nachhaltigen Gesichtspunkten als "Green Road" gebaut werden.

In Sydney wird Leighton Contractors bis 2017 den Ausbau der Autobahn M 4 in einem Joint Venture planen und ausführen. Der Anteil der Leighton-Gesellschaft beläuft sich auf 101 Mio. Euro. Das Vorhaben ist die erste Phase des größten innerstädtischen Straßenprojekts in Australien, "WestConnex", und umfasst die Erneuerung von 7,5 Kilometern Autobahn. Der Abschnitt wird von drei auf vier Spuren in jede Richtung erweitert, ebenso wird Leighton die Granville-Talbrücke und weitere Brücken ausbauen. Eine Brücke und mehrere Zufahrten werden neu errichtet.

Soziale und urbane Infrastruktur

Marktsegment Büro- und Gewerbeimmobilien

In Dubai hat die Habtoor Leighton Group im dritten Quartal den Folgeauftrag erhalten, bis zur zweiten Hälfte 2017 das Los 8 des Gebäudekomplexes "Jewel of the Creek" zu realisieren. Schon seit 2012 arbeitet das Unternehmen an der multifunktionalen Immobilie, in der unter anderem ein Hotel, Apartments und Gastronomiebetriebe untergebracht werden. Das Volumen für den neuen Projektabschnitt beträgt etwa 290 Mio. Euro.

In Sydney entsteht die neue Zentrale der Leighton-Gruppe. Die Immobilie wird von Leighton Properties entwickelt, Leighton Contractors verantwortet die Bauausführung. Die Bauarbeiten laufen seit Februar 2014 und dauern voraussichtlich bis Anfang 2016. Dann werden 2 500 Leighton-Mitarbeiter ihren neuen Arbeitsplatz beziehen können. Das 30 Stockwerke hohe Bürogebäude wird höchsten Nachhaltigkeitskriterien entsprechen und strebt eine Zertifizierung nach 5 Star Green Star* und 5 Star NABERS an. Der Auftragswert beträgt 270 Mio. Euro.

Marktsegment Gesundheitsimmobilien

Bis 2015 errichtet John Holland ein Kinderkrankenhaus mit 298 Betten in Perth. Der Auftragswert für die Leighton-Gesellschaft beläuft sich auf zirka 592 Mio. Euro. Das moderne Perth Children's Hospital** wird die medizinische Versorgung für junge Patienten in Perth und Umgebung verbessern: im Vergleich zum vorherigen Kinderkrankenhaus der Stadt wird sich die Zahl der Betten und OP-Säle erhöhen. Zudem wird die neue Einrichtung das einzige Traumazentrum für Kinder in der weiteren Region beherbergen. Das Hospital strebt fünf Sterne im "Green Star"-Rating des "Green Building Council of Australia" (GBCA) an.

* Siehe Glossar auf Seite 266.
** Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten 166 bis 167.

Division HoCHTIEF Asia Pacific

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(In Mio. EUR) 2014 2013 (angepasst)* Veränderung in % gegenüber Vorjahr
EBIT 574,7 471,5 21,9
Ergebnis vor Steuern/EBT -114,5 229,8 -149,8
Bereichsumsatz 11.397,1 11.623,3 -1,9
Auftragseingang 8.532,1 11.464,1 -25,6
Auftragsbestand 20.355,3 22.469,0 -9,4
Außenumsatz 11.397,1 11.623,3 -1,9
Leistung 12.501,8 12.740,1 -1,9
Betriebliche Investitionen** 498,5 864,8 -42,4
Nettofinanzvermögen (+)/ Nettofinanzverschuldung (-)*** 407,7 -276,6 247,4
Mitarbeiter (im Jahresdurchschnitt)**** 50 014 58 715 -14,8

Leighton Contractors wird in Sydney das Northern Beaches Hospital mit einem Auftragswert von zirka 364 Mio. Euro planen und bauen. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur medizinischen Versorgung der wachsenden Bevölkerung geleistet. Das Krankenhaus wird unter anderem eine Notfallstation mit 50 Betten erhalten, 14 Operationssäle und sechs Chirurgiebereiche. Planung und Bau werden in Spitzenzeiten zirka 700 Menschen beschäftigen. Der Baustart erfolgt Anfang 2015, 2018 soll das Krankenhaus eröffnet werden.

Zu den Kennzahlen der Division HOCHTIEF Asia Pacific

Mit einer Steigerung des Ergebnisses, einem deutlich höheren Cashflow und einer signifikant gestärkten Bilanz verzeichnete die Division trotz eines schwierigen Marktumfelds ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2014.

Leistung und Außenumsatz der fortgeführten Aktivitäten blieben gegenüber dem Vorjahr stabil.

Der Auftragsbestand verringerte sich als Folge der restriktiveren Auftragshereinnahme und der Marktbedingungen um zirka neun Prozent auf 20,36 Mrd. Euro. Dies stellt eine Auftragsreichweite von 20 Monaten dar.

Das betriebliche Ergebnis (EBIT) steigerte sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 21,9 Prozent auf 574,7 Mio. Euro, wechselkursbereinigt lag der Anstieg sogar bei 28,7 Prozent. Hier wirkten sich verbesserte Margen, stabile Projektergebnisse sowie bereits erste positive Effekte aus den seit Mitte des Berichtsjahres umgesetzten Reorganisationsmaßnahmen aus.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) enthält eine Risikovorsorge für Projektforderungen in Höhe von 458 Mio. Euro. Der entsprechende Gewinn aus der Veräußerung von Leightons Tochtergesellschaft John Holland und dem Service-Geschäft, die zu einem Ergebnis von 661 Mio. Euro führte, ist nicht in diesem Vorsteuerergebnis enthalten, wird aber im Konzerngewinn berücksichtigt.

Die betrieblichen Investitionen sanken um mehr als 40 Prozent und sind hauptsächlich auf ein effektiveres Management des Sachanlagevermögens der Division zurückzuführen.

Aufgrund eines verbesserten operativen Cashflows und der erfolgreichen Verkaufsverhandlungen für die Leighton-Gesellschaft John Holland und die Services-Sparte kann die Division im Geschäftsjahr 2014 eine Nettofinanzvermögensposition von fast 408 Mio. Euro ausweisen -ein Anstieg von mehr als 680 Mio. Euro gegenüber dem Jahresende 2013.

Ausblick

Die Division ist in den Marktsegmenten Infrastruktur, Mining und Operations & Maintenance sowohl in Australien als auch in Asien bestens positioniert. Leighton wird sich weiterhin auf die Verbesserung seiner Profitabilität und Nachhaltigkeit konzentrieren.

Der diversifizierte Auftragsbestand stellt eine solide Basis für die kurz- und mittelfristige Geschäftsentwicklung dar, auch wenn sich die aktuell verlagernde Nachfrage von rohstoffverarbeitender industrie hin zu großvolumigen Infrastrukturprojekten in einer vorübergehenden Umsatzabschwächung auswirken könnte.

Für das Jahr 2015 wird für die Leighton-Gruppe abhängig von den Marktbedingungen ein Ergebnis nach Steuern von 450-520 Mio. australischen Dollar (310-360 Mio. Euro)***** erwartet. Hauptfaktoren für dieses Prognoseintervall sind eine erhebliche Margenverbesserung, verbesserte Projektausführung, Fortführung des aktuellen Kosteneinsparungsprogramms sowie geringere Finanzierungskosten durch eine Reduzierung der Verschuldung und damit verbundene Stärkung der Bilanz.

* Angepasst aufgrund von IFRS 5 und IFRS 11. Erläuterungen zu den Anpassungen finden Sie auf den Seiten 177f. und 186ff.
** Brutto
*** Einschließlich Forderungen aus der Veräußerung von nicht fortgeführten Aktivitäten

**** Im Geschäftsjahr 2014 betrug die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter der fortgeführten Aktivitäten 40 290 Mitarbeiter.
***** unter der Annahme eines stabilen Wechselkurses Euro/ australischer Dollar)

Division HOCHTIEF Europe

Die Division HOCHTIEF Europe bündelt das Kerngeschäft in Europa und ausgewählten wachstumsstarken Regionen der Welt. Seit Januar 2014 erbringen vier neue Tochtergesellschaften sowie die HOCHTIEF Projektentwicklung GmbH das operative Geschäft unter dem Dach der HOCHTIEF Solutions AG. Mit dieser Struktur kombinieren wir die Vorteile eines eher mittelständisch geprägten Handelns mit dem Leistungsspektrum eines international erfahrenen Baukonzerns.

Die neuen operativen Gesellschaften:

HOCHTIEF Building betreibt das Hochbaugeschäft in Deutschland. Die Niederlassungen in den großen Metropolstädten werden ihre Marktpräsenz in die Regionen hinein ausweiten.

HOCHTIEF Infrastructure bietet das gesamte Leistungsspektrum im Bereich der Verkehrs- und Energieinfrastruktur in Europa und in ausgesuchten Regionen der Welt an. Zudem bündelt die Gesellschaft Experten mit Spezial-Know-how in einem technischen Kompetenzzentrum, um die Infrastruktureinheiten bei ihren Projekten zu unterstützen.

HOCHTIEF Engineering bietet Kompetenzen in Planung, technischer Beratung, Design-Management und Building-Information-Modelling. Die Gesellschaft gliedert sich in die Geschäftsbereiche Transport Infrastructure, Energy Infrastructure und Building.

HOCHTIEF PPP Solutions plant, finanziert, baut und betreibt Projekte als Partner der öffentlichen Hand. Sie bietet ganzheitliche Lösungen für PPP-Projekte in den Bereichen Verkehrs-, Energie- und Soziale Infrastruktur an. Um eine höhere Wertschöpfung für unser Unternehmen zu erzielen, realisieren wir nur die PPP-Projekte, bei denen wir auch die baulichen Umsetzungen übernehmen.

Schlanke und flexible Organisationsstrukturen, effiziente Prozesse und kurze Entscheidungswege verbessern die Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Gesellschaften. Dazu haben wir im Berichtsjahr ein Programm gestartet, das sich speziell mit der Angebotsbearbeitung und Projektabwicklung befasst, um eine nachhaltige Effizienzsteigerung und ein verbessertes Risikomanagement zu ermöglichen.

Als Folge der Fokussierung auf das Kerngeschäft trennten wir uns im Berichtsjahr von folgenden Einheiten: Im März haben wir den Verkauf unserer Anteile von 50 Prozent an dem Unternehmen aurelis Real Estate abgeschlossen. Ebenfalls im März veräußerte HOCHTIEF die Geschäftseinheit für Baulogistik von Streif Baulogistik. Die verbleibenden Geschäftseinheiten von Streif Baulogistik, der Verleih von Kranen und die Schalungstechnik, werden unter der Marke TRINAC fortgeführt. Im Juli hat HOCHTIEF das Property-Management-Geschäft an vincitag verkauft. Mit der Transaktion wechselten mehr als 500 Mitarbeiter den Arbeitgeber. HOCHTIEF veräußerte im Oktober den Wohnungsentwickler formart an den Fondsmanager ActivumSG. Parallel dazu hat HOCHTIEF seine Offshore-Assets insbesondere an den langjährigen Partner GeoSea, eine auf komplexe Offshore-Wasserbauprojekte spezialisierte Tochtergesellschaft der DEME-Gruppe, verkauft. Das belgische Unternehmen erwarb Errichterschiffe und Pontons. Der Verkauf unterliegt bestimmten üblichen Bedingungen sowie der Genehmigung durch die zuständigen Behörden. Das Closing wird für das erste Halbjahr 2015 erwartet.

HOCHTIEF bekennt sich klar zum Heimatmarkt Deutschland, wo wir große Wachstumschancen sehen. Hier möchten wir mit attraktiven Projekten im Wettbewerb gute Renditen erzielen. Darüber hinaus wollen wir unsere Aktivitäten in Europa, insbesondere in Skandinavien, den Niederlanden und Großbritannien, verstärken. Auch im Nahen Osten werden für 2015 deutlich positive Wachstumsraten erwartet. In den Ländern Katar, Saudi-Arabien und Oman sehen wir großes Potenzial.

Die Division HOCHTIEF Europe strebt nicht primär Umsatzwachstum, sondern stabile Erträge an. Dazu konzentriert sich die Gesellschaft unter anderem auf die Verbesserung der Prozesse und des Risikomanagements.

> Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: www.hochtief-solutions.de

Projektbeispiele>

Verkehrsinfrastruktur

HOCHTIEF hat in einem Joint Venture den Zuschlag erhalten, innerhalb eines Public-Private-Partnership-Modells einen etwa 65 Kilometer langen Abschnitt der Bundesautobahn A 7 bei Hamburg in öffentlich-privater Partnerschaft zu planen, zu finanzieren > und auszubauen. Ferner wird das Konsortium, das von HOCHTIEF geführt wird, ein 59 Kilometer langes Teilstück 30 Jahre lang betreiben und erhalten. Das Bauvolumen liegt bei zirka 600 Mio. Euro. Das Projekt beinhaltet die Erweiterung des Autobahnabschnitts von vier auf sechs, südlich des Kreuzes Hamburg-Nordwest von sechs auf acht Fahrspuren sowie den Neu- beziehungsweise Umbau von 72 Überführungs- und Brückenbauwerken. Durch die Erweiterung werden Staus reduziert. Das bedeutet weniger CO2 -Ausstoß und weniger volkswirtschaftliche Schäden durch den Verlust unproduktiver Wartezeit. Die regionale Wirtschaft wartet auf die bessere Verkehrsanbindung von und nach Hamburg und des Hafens. In Hamburg-Schnelsen wird ein zirka 550 Meter langes Teilstück der Autobahn überdeckelt und kann dann parkähnlich gestaltet werden. Damit werden hohe Lärmschutzansprüche verwirklicht sowie der östliche und der westliche Teil des Stadtviertels wieder zusammengeführt - nach langen Jahren der Trennung bedeutet das mehr Lebensqualität für die Anwohner.

HOCHTIEF Construction Austria saniert seit 2014 ein sieben Kilometer langes Teilstück der Autobahn A 4 bei Wien, modernisiert und verbreitert insgesamt vier Brücken und erweitert die bestehenden Straßen in jede Richtung um jeweils eine Fahrspur. Das Auftragsvolumen beträgt zirka 32 Mio. Euro. Eine neue Autobahnentwässerung mit zwei Gewässerschutzanlagen, die Abwässer filtern, wird eingerichtet. Zum Schutz der Tiere werden Zäune gesetzt und ein Wildrettungshügel als Zufluchtsort bei Hochwasser aufgeschüttet.

In der dänischen Hauptstadt Kopenhagen wird HOCHTIEF Infrastructure in einer Arbeitsgemeinschaft das U-Bahn-Netz um insgesamt 3,5 Kilometer Tunnelstrecke ausbauen und den U-Bahnhof Nordhavn schlüsselfertig errichten. Der HOCHTIEF-Anteil an dem Joint Venture beträgt 40 Prozent, der Auftragswert liegt bei zirka 59 Mio. Euro.

Als Partner eines Joint Ventures errichtet HOCHTIEF CZ über 4,25 Kilometer eine Ortsumfahrung der slowakischen Stadt Zilina, einen 2,2 Kilometer langen Tunnel sowie drei Brücken. Eine davon führt mit 1,4 Kilometern Länge über den Stausee eines Wasserreservats, das unter Naturschutz steht. Die Arbeiten umfassen ein Auftragsvolumen von knapp 102 Mio. Euro.

HOCHTIEF Infrastructure hat den Auftrag erhalten, bis 2018 einen vier Kilometer langen Eisenbahntunnel im baden-württembergischen Rastatt zu bauen. Das Bauwerk wird unter einem Naturschutzgebiet mit geringer Überdeckung herführen. Um das sensible Ökosystem nicht zu stören - etwa durch Druckluft, die während der Arbeiten am Durchbruch entsteht -, werden die Tiefbauexperten die Baustelle unter der Erde vereisen. Das Auftragsvolumen des Projekts beträgt 312 Mio. Euro.

In einem Joint Venture hat HOCHTIEF im Berichtszeitraum den Auftrag gewonnen, den Hafentunnel Cherbourger Straße in Bremerhaven zu bauen. Bis 2018 errichtet die Arbeitsgemeinschaft, an der HOCHTIEF zu 33 Prozent beteiligt ist, einen zweispurigen Straßentunnel samt Ein- und Ausfahrrampen, zwei Betriebsgebäude und zehn Fluchttreppenhäuser. Nach Fertigstellung verbindet der Tunnel den Überseehafen und die hafennahen Gewerbegebiete mit der Autobahn A 27. Die Auftragssumme beträgt insgesamt 122 Mio. Euro.

Energieinfrastruktur

HOCHTIEF Solutions betreut das größte und bedeutendste Los am Gemeinschaftkraftwerk Inn in Tirol mit einem Auftragswert von 132 Mio. Euro: Unsere Tiefbauspezialisten bauen einen rund 22 Kilometer langen Druckstollen, den Triebwasserweg "Maria Stein". Das Aushub- beziehungsweise Ausbruchmaterial wird weitgehend über Förderbänder zu nahe gelegenen Lagerflächen befördert, was den Transport mit Schwerfahrzeugen minimiert. Die moderne Förderbandanlage ist so konstruiert, dass sie im laufenden Betrieb möglichst geräuscharm arbeitet. Ein weiterer Vorteil ist die effektive Staubverringerung, da das Ausbruchmaterial direkt vom Stollen zur Lagerstätte transportiert wird. Die Produktion von Tübbingen aus Stahlbeton, von denen zirka 50 000 zur Auskleidung des Stollens benötigt werden, findet direkt auf dem Baustellengelände statt und macht den Straßentransport der Fertigteile überflüssig. Das Kraftwerk geht 2018 ans Netz und wird dann umgerechnet zirka 100 000 Haushalte mit sauberem Strom versorgen.

Soziale und urbane Infrastruktur

Marktsegment Büro- und Geschäftsimmobilien

In Duisburg realisiert HOCHTIEF Solutions einen modernen achtstöckigen Gebäudekomplex für die Targobank.

> Weitere Projektbeispiele finden Sie unter: www. hochtief.de/kundenportal

> Weitere Informationen zum besonderen Finanzierungskonzept: www. hochtief.de/finanzierungs-modell-a7

Zusammen mit dem benachbarten TDG-Hochhaus bildet der Neubau das Gebäudeensemble "Targobank Quartier". Die Fertigstellung des knapp 9 000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche umfassenden Neubaus ist für Juni 2015 geplant. Das neue Bürogebäude bietet Raum für 500 Mitarbeiter. Der Primärenergiebedarf der Immobilie liegt mindestens 15 Prozent unter den Vorgaben der aktuellen Energiesparverordnung.

Seit August 2014 errichtet HOCHTIEF Building die neue Deutschlandzentrale des französischen Anlagenbauers Technip in Düsseldorf. Die Fertigstellung für das Projekt ist für September 2015 geplant. Angestrebt wird eine Zertifizierung nach den Silber-Standards der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB)* .

Öffentlich-private Partnerschaften (ÖPP) wird auch Public-Private-Partnership (PPP) genannt.

* Siehe Glossar auf Seite 265.

Im Berichtszeitraum hat HOCHTIEF Building den Auftrag erhalten, die neue Firmenzentrale von DB Schenker in Essen als Generalunternehmer fertigzustellen. Auftraggeber ist der Projektentwickler Kölbl Kruse, mit dem HOCHTIEF bereits zahlreiche Projekte realisiert hat. Die neue Büroimmobilie entsteht im Zentrum der Essener Innenstadt und bietet ab Sommer 2016 Raum für 900 Arbeitsplätze. Ein optimiertes Regelkonzept sorgt für energieeffizientes Heizen und Kühlen. Für das Gebäude wird eine Zertifizierung der DGNB in Silber angestrebt.

HOCHTIEF Projektentwicklung hat 2014 sechs Zertifikate für nachhaltige Projekte erhalten: Mit DGNB-Gold wurden das maxCologne in Köln, das Gebäude der AOK Rheinland/Hamburg in Essen und das smarthouse in München ausgezeichnet. Ersteres wurde sogar drittbestes Projekt in Europa. DGNB-Silber ging an das Caleido in Stuttgart. "Berlins Große Freiheit" erhielt das LEED-Zertifikat in Gold, und die Hamburg Heights 1 und 2 wurden mit dem silbernen DGNB-Vorzertifikat ausgezeichnet.

Marktsegment Wohnimmobilien

In München realisiert HOCHTIEF Projektentwicklung in einem Joint Venture bis Anfang 2016 die Wohnanlage "Lehel Höfe" mit 105 Eigentumswohnungen und 113 Pkw-Stellplätzen. Durch den Wärmeschutz gemäß der Energieeinsparverordnung EnEV 2009 und dem KfW-Effizienzhaus-70-Standard können Bewohner den Energieverbrauch senken. Teil der Lehel Höfe wird auch eine Tagesstätte für 150 Kinder sein.

Hohe Kundenzufriedenheit bei PPP-Projekten

Schon seit 2005 besteht die Partnerschaft zwischen HOCHTIEF und der Stadt Köln für das "Paket 1", das die Sanierung und Modernisierung von insgesamt sieben Schulen umfasst. Zuletzt wurde Ende 2014 der Ergänzungsneubau für die Max-Planck-Realschule im Stadtteil Porz eröffnet. Anlässlich der Feier wurde deutlich, wie zufrieden nicht nur die Schulleitung, sondern auch Schüler und Lehrer mit der Lösung einer öffentlich-privaten Partnerschaft sind. Zeit- und Kostenpläne wurden von HOCHTIEF stets eingehalten. Dieses positive Stimmungsbild deckt sich mit dem Ergebnis einer Kurzumfrage des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie unter allen öffentlichen Partnern von PPP-Projekten in Deutschland: 84 Prozent sind zufrieden bis sehr zufrieden mit dem Projektverlauf. Auch die Einhaltung von Zeit- und Kostenplänen wurde von mehr als 90 Prozent positiv beantwortet.

www.bauindustrie.de/ media/uploads/publikationen/ oepp-praxistest_kurzumfrage_ final.pdf

Marktsegment Kultur- und Veranstaltungsimmobilien

Im Auftrag der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt realisieren HOCHTIEF PPP Solutions und HOCHTIEF Building in Düsseldorf das neue Probenhaus für das Ballett der Deutschen Oper am Rhein. Der Auftrag umfasst die Planung und den Neubau des Gebäudes. Das Tragwerk wird ausschließlich aus recycelten Materialien konstruiert. Massive Wände und Decken, die über gute Speicherkapazität verfügen, wirken einer übermäßigen Auskühlung im Winter und einer Aufheizung im Sommer entgegen. Wassersparende Spülkästen und Armaturen werden den sparsamen Umgang mit der wertvollen Ressource Trinkwasser gewährleisten. Nach Fertigstellung im Sommer 2015 wird das Balletthaus 30 Jahre lang durch HOCHTIEF im Rahmen eines Mietvertrags betrieben. Das Vertragsvolumen einschließlich Finanzierung beläuft sich auf etwa 26 Mio. Euro.

Marktsegment Bildungsimmobilien

HOCHTIEF PPP Solutions hat im Januar 2014 den Zuschlag erhalten, ein Gymnasium in der Gemeinde Halstenbek in Schleswig-Holstein zu planen, zu bauen und bis 2033 zu betreiben. Die Bauausführung übernimmt HOCHTIEF Building. Um den Mittelstand vor Ort zu stärken, arbeitet HOCHTIEF vorwiegend mit Handwerksbetrieben aus der Region zusammen. Durch das Integrieren eines bestehenden Blockheizkraftwerks (BHKW) in den Neubau unterstützt HOCHTIEF PPP Solutions eine kostengünstige und umweltfreundliche Alternative der Wärmeversorgung.

Zu den Kennzahlen der Division HOCHTIEF Europe

Unser Fokus ist die Ergebnisentwicklung der vier Einheiten unseres Kerngeschäfts - ohne Real Estate und Konsolidierungseffekte. Hauptsächlich aufgrund des Verkaufs der Service-Sparte (2013) sind die nominalen Zahlen nicht miteinander zu vergleichen.

Mit dem Schwerpunkt auf den vier operativen Einheiten des Kerngeschäfts (Building, Infrastructure, PPP und Engineering) verzeichnen das betriebliche Ergebnis (EBIT) und das Ergebnis vor Steuern eine deutliche Verbesserung von zirka 30 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr, wobei das Building-Geschäft 2014 wieder in die schwarzen Zahlen zurückkehrte. Die Profitabilität ist noch beeinträchtigt durch Effekte aus Altprojekten und Restrukturierungskosten.

Der Auftragseingang der Division HOCHTIEF Europe stieg bereinigt um die verkauften Einheiten (2,44 Mrd. Euro) um 18 Prozent. Dieser Zuwachs ist vor allem auf sehr erfolgreiche Angebotsabgaben für Neuaufträge im Segment Infrastruktur zurückzuführen.

Die Leistung war bereinigt um Veräußerungseffekte (2,31 Mrd. Euro) im Vergleich zum Vorjahr stabil (-1 Prozent). Die Division verfügt über einen Auftragsbestand von 3,75 Mrd. Euro, der mit -4 Prozent auf vergleichbarer Basis leicht unter dem Wert des Vorjahres liegt. Die Reichweite des Auftragsbestands liegt rechnerisch bei 19 Monaten und hat damit eine gute Basis für die Zukunft.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit entwickelte sich auch sehr erfreulich und verzeichnete mit mehr als 21 Mio. Euro einen Anstieg um 325 Mio. Euro. Diese deutliche Verbesserung ist im Wesentlichen auf eine erhebliche Reduzierung beim Nettoumlaufvermögen - einem wichtigen Ziel des Managements - zurückzuführen.

Division HOCHTIEF Europe

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(In Mio. EUR) 2014 2013 (angepasst)* Veränderung absolut gegenüber Vorjahr
EBIT      
Kerngeschäft -18,7 -51,3 32,6
Sonstige -17,9 203,8 -221,7
Gesamt -36,6 152,5 -189.1
Ergebnis vor Steuern/EBT      
Kerngeschäft -30,0 -59,8 29,8
Sonstige -42,7 122,6 -165,3
Gesamt -72,7 62,8 -135,5
      Veränderung in % gegenüber Vorjahr
Bereichsumsatz 1.965,5 2.819,5 -30,3
Auftragseingang 2.687,0 2.879,0 -6,7
Auftragsbestand 3.746,5 4.138,1 -9,5
Außenumsatz 1.961,7 2.813,7 -30,3
Leistung 2.520,7 3.235,1 -22,1
Betriebliche Investitionen** 22,3 -30,7 -
Nettofinanzvermögen (+)/ Nettofinanzverschuldung (-) -236,5 -486,5 51,4
Mitarbeiter (im Jahresdurchschnitt) 8 670 12 662 -31,5

* Angepasst aufgrund von IFRS 11. Erläuterungen zu der Anpassungfinden Sie auf den Seiten 186 und 187.
** Netto

Die deutliche Reduzierung der Nettoverschuldung um 250 Mio. Euro auf 236 Mio. Euro resultiert insbesondere aus der signifikanten Verbesserung bei der Cashflow-Generierung und aus den Erlösen für die veräußerten Einheiten einschließlich aurelis und formart.

Der Rückgang der durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl auf 8 670 ist im Wesentlichen auf den Verkauf der Servicesparte, von formart und HOCHTIEF Property Management sowie auf eine geringere Mitarbeiterzahl auf übergeordneter Ebene zurückzuführen.

Ausblick

Die Division konnte 2014 eine erhebliche Ergebnisverbesserung erreichen. Ein Hauptfaktor dabei waren die Umstrukturierungsmaßnahmen im letzten Jahr, die durch schlankere Strukturen und effiziente Prozesse die Profitabilität erhöhen. Die Umstrukturierung von HOCHTIEF Solutions entwickelt sich mit der Gründung der drei operativen Tochtergesellschaften Building, Infrastructure und Engineering sowie der bestehenden Gesellschaft PPP Solutions zufriedenstellend. Für das Jahr 2015 erwarten wir deshalb eine weitere Verbesserung des operativen Ergebnisses und der Margen.

Corporate Governance und Compliance

Corporate Governance

Das Prinzip guter Corporate Governance ist bei HOCHTIEF der Anspruch, der für alle Unternehmensbereiche gilt. Unser Maßstab dafür ist der Deutsche Corporate Governance Kodex in seiner jeweils aktuellen Fassung. Über die Corporate Governance bei HOCHTIEF berichtet der Vorstand - zugleich auch für den Aufsichtsrat - nachfolgend gemäß den Regelungen dieses Kodex.

"Corporate Governance" - das sind die Grundsätze und der Ordnungsrahmen der Unternehmensführung und -überwachung.

Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft bekennt sich zu den Prinzipien einer verantwortlichen, transparenten und auf langfristigen wirtschaftlichen Erfolg ausgerichteten Führung und Kontrolle des Unternehmens. Gute Corporate Governance ist die Basis für das Vertrauen unserer Anleger, Kunden, Mitarbeiter und der Öffentlichkeit.

Im Februar 2015 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung* gemäß § 161 AktG abgegeben, die an der angegebenen Stelle im Wortlaut wiedergegeben ist.

Weitere Informationen über unsere Corporate-Governance-Praxis finden Sie im Internet > . Ebenfalls finden Sie hier unseren Verhaltenskodex (Code of Conduct), sämtliche Entsprechenserklärungen und die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB.

> Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de/corporate-governance

Die in der Entsprechenserklärung aus dem Jahr 2014 genannten vier Punkte, in denen den Empfehlungen des Kodex nicht oder nur eingeschränkt entsprochen wird, haben Vorstand und Aufsichtsrat wie angekündigt beobachtet und eine Anwendung der Kodexregelungen erneut geprüft.

Dies betrifft den Vorsitz im Prüfungsausschuss (Ziffer 5.3.2, letzter Satz des Kodex), die Benennung konkreter Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats (Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und 3 des Kodex), die vom Kodex in Ziffer 5.4.1 Absätze 4 bis 6 geforderten Angaben zu den Kandidaten bei Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung für Aufsichtsratswahlen und die Empfehlung des Kodex für eine erfolgsorientierte Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder (Ziffer 5.4.6 Abs. 2 Satz 2 des Kodex).

Vorstand und Aufsichtsrat sind nach wie vor der Ansicht, dass es sich hierbei um gut begründete Abweichungen von den Empfehlungen des Kodex handelt. In der nachfolgend abgedruckten Entsprechenserklärung sind die Gründe für die Nichtanwendung der Kodexregelungen erläutert.

Im Übrigen entsprechen wir sämtlichen Empfehlungen des Kodex in seiner aktuellen Fassung.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats unter anderem, auf Vielfalt (Diversity) und dabei insbesondere auf eine angemessene Beteiligung von Frauen zu achten. Der Aufsichtsrat von HOCHTIEF weist mit den Herren López Jiménez, Al-Subaie, García Altozano, Garcia Sanz und del Valle Pérez eine starke internationale Besetzung auf. Zurzeit hat unser Aufsichtsrat ein weibliches Mitglied: Christine Wolff wurde am 10. Oktober 2014 in das Gremium berufen. Für die kommenden Wahlen im Jahr 2016 strebt der Aufsichtsrat an, als Vertretung der Arbeitnehmer sowie der Anteilseigner auch weitere Frauen in das Gremium wählen zu lassen. Diesbezüglich liegt die Entscheidungsgewalt auf AnteilseignerSeite jedoch bei der Hauptversammlung und auf ArbeitnehmerSeite bei den wahlberechtigten Arbeitnehmern.

Die Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen, die für die ordnungsgemäße Wahrnehmung der Aufgaben des Aufsichtsrats vonnöten sind, sind insgesamt durch die Zusammensetzung des Gremiums bei HOCHTIEF gewährleistet.

* Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten 106 und 107.

Dieses Kapitel ist Teil des Themenfelds Compliance

Compliance

Wir haben den Anspruch, HOCHTIEF mit einer wertorientierten Strategie zu steuern. Dies haben wir in unseren Unternehmensleitlinien festgeschrieben.

Geschäftsmoral und Integrität sind die wesentlichen Grundlagen der Glaubwürdigkeit von HOCHTIEF. Um unseren Anspruch zu erfüllen, haben wir ein Compliance-System eingeführt. Denn als international arbeitendes Unternehmen bewegen wir uns in vielen unterschiedlichen politischen Systemen und Rechtsordnungen.

Compliance-Organisation bei HOCHTIEF

An der Spitze unseres Compliance-Systems steht der Vorstandsvorsitzende der HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Der Chief Compliance Officer berichtet ihm regelmäßig, in dringenden Fällen auch unverzüglich. Überdies legt der Chief Compliance Officer dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats in jedem Jahr einen Bericht vor. Der Chief Compliance Officer wird bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben von den Compliance- und Strafrechtsspezialisten in der HOCHTIEF-Holding unterstützt. In den Divisions obliegt die Verantwortung für diese Thematik den einzelnen Compliance Officers, die sowohl direkt an den Chief Compliance Officer von HOCHTIEF berichten als auch die Verbindungsstelle zu den Compliance-Organisationen der einzelnen Divisions bilden.

So gibt es in der Division HOCHTIEF Europe ein eigenes Compliance Office sowie die General Compliance Manager und Compliance Manager (operative Ebene) als Ansprechpartner: Sie tragen das Thema Compliance in den Arbeitsalltag und sorgen innerhalb der Einheiten für den erforderlichen Informationsaustausch.

In der Division HOCHTIEF Americas ist die Organisation bei unseren amerikanischen Tochtergesellschaften Turner und Flatiron ähnlich.

Die Gesellschaft Leighton in der Division HOCHTIEF Asia Pacific hat ebenfalls ein Compliance-Programm etabliert. Hier dient das "Ethics and Compliance Committee" als Plattform für den Austausch zwischen den einzelnen Gesellschaften der Leighton-Gruppe.

Grundsätzlich ist die beschriebene Organisation für alle Compliance-Fragen, die mit der Bekämpfung von Korruption und Wirtschaftskriminalität Zusammenhängen, zuständig. Ein eigenes Kompetenzzentrum bei HOCHTIEF (AGUS Center) verantwortet Themen aus dem Bereich Arbeitsicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz* . Der Bereich Datenschutz ist dem Datenschutzbeauftragten zugeordnet** .

Klares Commitment

Nachhaltiges Handeln und eine wertorientierte Strategie sind in den Unternehmensleitlinien von HOCHTIEF fest verankert. Schon 2002 haben wir einen Verhaltenskodex veröffentlicht, der heute als HOCHTIEF Code of Conduct für unser Unternehmen festgeschrieben ist. Wir legen großen Wert auf Fairness, Objektivität und Transparenz im Wettbewerb, bei Auftragsvergaben und in allen laufenden Geschäftsbeziehungen. Unser Compliance-System wird regelmäßig überprüft und weiterentwickelt, um stets straf- und zivilrechtliche Haftungsrisiken ebenso zu vermeiden wie Wettbewerbsnachteile und Reputationsschäden, die mit Verstößen einhergehen.

HOCHTIEF ist seit 1999 korporatives Mitglied von Transparency International - als weltweit erstes Unternehmen der Baubranche. Auf die Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) verpflichtete sich HOCHTIEF bereits im Jahr 2000, wiederum als erster Baukonzern. Die ILO ist eine Organisation der Vereinten Nationen, die sich für freie, gleiche, sichere und menschliche Arbeitsbedingungen auf der ganzen Welt engagiert.

2007 war HOCHTIEF Gründungsmitglied des Netzwerks Compliance, das sich für die Verhütung von unsauberen Geschäftspraktiken einsetzt. Zudem ist HOCHTIEF Mitglied der internationalen "Partnering Against Corruption"-initiative des Weltwirtschaftsforums.

* Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten 117 bis 125.
** Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Risikobericht auf Seite 133ff.

Wir haben uns bereits im Jahr 2008 zur Einhaltung und Förderung der zehn Regeln des UN Global Compact verpflichtet, einer internationalen initiative aus Vertretern der Vereinten Nationen, der Privatwirtschaft, der Zivilgesellschaft und von Arbeitnehmern. Gemäß ILO und UNO -Konventionen ist HOCHTIEF vorwiegend in Ländern aktiv, in denen Menschenrechte geachtet werden.

www.ilo.org

www.ohchr.org

Code of Conduct und Richtlinien

Unternehmerisches Handeln mit ethischen Grundsätzen zu verbinden - dafür steht HOCHTIEF. Diese Unternehmensgrundsätze sind im HOCHTIEF Code of Conduct verankert, der die Regeln für verantwortungsvolles Handeln zusammenfasst. Er regelt verbindlich den Umgang innerhalb des Unternehmens wie auch unser Verhalten gegenüber Geschäftspartnern, Nachunternehmern und Behörden. Der HOCHTIEF Code of Conduct liegt in elf Sprachen vor. Er konzentriert sich im Ganzen auf die folgenden fünf Themenfelder:

Umgang mit kartellrechtlichen Fragen, Geschäftspartnern und Interessenkonflikten wie Bestechung und Korruption, Spenden und Sponsoring

Umgang mit Informationen, internem Wissen, Vertraulichkeit und Datenschutz

Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz

Vermögenswerte des Unternehmens einschließlich der Dokumentation von Geschäftsvorfällen, Umgang mit Unternehmenseigentum und -vermögen sowie insiderregeln

Grundsätze zur sozialen Verantwortung, wie Achtung der Menschenwürde, Ablehnung von Kinder- und Zwangsarbeit, Chancengleichheit und Verbot der Diskriminierung, Vereinigungsrecht und Recht zu Kollektivverhandlungen

Wir erwarten von allen Kunden, Geschäftspartnern und Lieferanten, dass sie unsere Compliance-Standards einhalten. Dafür hat HOCHTIEF 2011 den Code of Conduct für Vertragspartner entwickelt, der ebenfalls in elf Sprachen verfügbar ist. Er ist aus unserem Code of Conduct für Nachunternehmer entstanden.

Den folgenden Grafiken sind die 470 vollkonsolidierten Beteiligungsgesellschaften in 45 Ländern zugrunde gelegt, die HOCHTIEF zum Stand 31. Dezember 2014 verzeichnete.

ILO-Übereinkommen zur Beseitigung der schlimmsten Formen von Kinderarbeit

ILO-Übereinkommen zur Verhinderung von Zwangs- und Pflichtarbeit

ILO-Übereinkommen zum Vereinigungsrecht und Recht zu Kollektivverhandlungen

UN-Konventionen* zur Wahrung der Menschenrechte

* Siehe Glossar Seite 266.

www.ilo.org

www.ohchr.org

HOCHTIEF bekennt sich grundsätzlich zu den ILO-Übereinkommen sowie zu den UN-Konventionen.

Anzahl der HOCHTIEF-Beteiligungsgesellschaften in Bezug auf das Korruptionsrisiko in den jeweiligen Ländern

Anzahl der Gesellschaften

Gemäß dem Corruption Perception index (CPI) nach Transparency International hat HOCHTIEF vorwiegend vollkonsolidierte Beteiligungsgesellschaften in Ländern mit geringem beziehungsweise sehr geringem Korruptionsrisiko.

www.transparency.de

Themenfeldindikator compliance; Aspekt: Korruptionsbekämpfung

Weitere Informationen siehe GRI-Index auf den Seiten 260 und 261.

Die Inhalte des HOCHTIEF Code of Conduct werden durch verschiedene Konzernrichtlinien präzisiert, zum Beispiel die Richtlinien zum Umgang mit Zuwendungen.

Die Richtlinien dienen unseren Mitarbeitern als Hilfe im geschäftlichen Alltag, damit sie Sicherheit in der Abgrenzung legaler Kundenpflege von strafbarer Korruption erlangen und sich rechtssicher verhalten.

HOCHTIEF prüft in regelmäßigen Abständen diese Richtlinien und richtet sie bei Bedarf an den jeweiligen aktuellen Rahmenbedingungen aus. Darüber hinaus überprüft die Konzernrevision turnusmäßig den aktuellen Status der Compliance-Prozesse.

Hinweissystem

Glaubwürdigkeit und Reputation von HOCHTIEF hängen davon ab, ob unsere Mitarbeiter oder auch Geschäftspartner die bestehenden Regeln einhalten. Für uns ist es äußerst wichtig, unverzüglich davon zu erfahren, sobald gegen diese Regeln verstoßen wird. Daher fordern wir alle Mitarbeiter nachhaltig dazu auf, HOCHTIEF über Missstände in diesem Bereich zu informieren. Sollte ein Mitarbeiter den Verdacht eines solchen Verstoßes haben, ist der erste Ansprechpartner der direkte Vorgesetzte. Sollte dies nicht möglich sein, ist die HOCHTIEF-Compliance-Organisation der nächste Ansprechpartner.

Daneben gibt es weitere Möglichkeiten: So können Mitarbeiter Vorfälle über eine interne Hotline einem Ansprechpartner aus dem Bereich Konzerncompliance melden. Über eine externe Hotline steht den Mitarbeitern auch ein auf Strafrecht spezialisierter, selbstständiger Rechtsanwalt als Ansprechpartner zur Verfügung. Über eine E-Mail-Adresse können die Mitarbeiter außerdem Mitteilungen an die Konzerncompliance übermitteln. Selbstverständlich werden die Hinweisgeber geschützt: Jede Meldung wird vertraulich behandelt, anonyme Hinweise sind möglich.

In den HOCHTIEF-Divisions gibt es vergleichbare Hotlines für Hinweisgeber. Hier erfolgt ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch mit dem Bereich Konzerncompliance.

Thematisch betreffen die eingehenden Hinweise Arbeitsrecht, Beratungsanfragen und Compliance je ungefähr zu einem Drittel.

Reaktion auf Hinweise

Jeder Fall wird bei HOCHTIEF sensibel und aufmerksam verfolgt. Unsere Reaktionen sind konsequent, aber immer auch auf den Schutz von anonym Beschuldigten vor Unrecht bedacht. Interne Ermittlungen in Compliance-Fragen obliegen der Konzernrevision, die bei Bedarf von externen Beratern, bei strafrechtlichen Fragestellungen von der Konzerncompliance unterstützt wird. Der Lenkungsausschuss mit Mitgliedern aus den Bereichen Revision, Kommunikation, Recht, Personal und Konzerncompliance unterbreitet im Anschluss Vorschläge zu Maßnahmen, die bei Compliance-Verstößen ergriffen werden sollen. Die Umsetzung der Maßnahmen liegt in der Verantwortung des jeweiligen Vorgesetzten beziehungsweise der Geschäftsleitung der jeweiligen Unternehmenseinheit. Diese können bis zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses führen.

Schulung und Kommunikation

HOCHTIEF nutzt unterschiedliche Instrumente, um unsere Mitarbeiter für Compliance zu sensibilisieren und über die aktuell geltenden Regelungen zu informieren. Eine wichtige Rolle hat dabei das Intranet: Alle internen Richtlinien, Informationen über das Compliance-Programm und zu den Ansprechpartnern sind dort direkt verfügbar. Schulungen mit elektronischen Lernprogrammen vertiefen die Kenntnisse nach einem detaillierten Konzept. So erläutern Onlineschulungen anhand praxisnaher Beispiele die bestehende Rechtslage und zeigen Lösungen für regelkonformes Verhalten, beispielsweise im Bereich Antikorruption, Schwarzarbeit oder illegale Beschäftigung, auf. Das Absolvieren dieser Lernprogramme ist für sämtliche Führungskräfte von HOCHTIEF verpflichtend.

Regelmäßige Präsenzschulungen zu diesen Themenfeldern in den Abteilungen und Niederlassungen ergänzen die Onlineangebote.

In verschiedenen internen und externen Unternehmenspublikationen veröffentlichen wir darüber hinaus in regelmäßigen Abständen Artikel, die dieses Thema betreffen.

In den HOCHTIEF-Divisions Americas und Asia Pacific sind Compliance-Schulungen und die Kommunikation zum Thema ähnlich strukturiert. Unsere Tochtergesellschaft Turner beispielsweise greift zusätzlich zu Präsenzschulungen für alle Mitarbeiter auch auf Videobotschaften zu Compliance-Themen zurück, die im Intranet verfügbar sind.

Der Bereich Compliance schulte 2014 risikobasiert verschiedene Niederlassungen im In- und Ausland zur bestehenden Compliance-Struktur sowie zu den aktuellen Richtlinien. Hierbei wurden 14 174 Mitarbeiter geschult* , davon in der Division HOCHTIEF Americas 5 734, in der Division HOCHTIEF Asia Pacific 8 022 und in der Division HOCHTIEF Europe (inklusive Holding) 418 Mitarbeiter. Zudem fand - wie bereits 2012 und 2013 - eine internationale Compliance-Tagung der Division HOCHTIEF Europe statt, zu der alle Compliance-Manager der Division eingeladen waren. Im Mittelpunkt stand der Informations- und Erfahrungsaustausch, insbesondere auch zu aktuellen und länderspezifischen Fragestellungen.

* Weitere Informationen finden Sie im CR-Programm auf Seite den Seiten 162 bis 165.

Vergütungsbericht

Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2014

Das System der Vorstandsvergütung ist auf eine langfristige und nachhaltige Unternehmensführung ausgerichtet. Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat festgesetzt. Auch das Vergütungssystem für den Vorstand wird vom Aufsichtsrat beschlossen und regelmäßig überprüft. Der Personalausschuss des Aufsichtsrats bereitet die entsprechenden Beschlussfassungen des Aufsichtsratsplenums vor.

Die Vergütung der Vorstände setzt sich für das Geschäftsjahr 2014 zusammen aus

1. einer Festvergütung,

2. Nebenleistungen,

3. einer variablen Vergütung sowie

4. einer Altersversorgung.

1. Die Festvergütung wird in gleichen monatlichen Raten ausgezahlt.

2. Zu den Nebenleistungen zählt der nach steuerlichen Richtlinien anzusetzende Wert der privaten Nutzung des Dienstwagens und vermögenswerter Vorteile.

3. Die Berechnung der variablen Vergütung erfolgt auf der Basis der folgenden gleich gewichteten Komponenten: bereinigter Free Cashflow, Konzerngewinn absolut und Konzerngewinn Delta zum Vorjahr. Für alle drei Komponenten kann die Zielerfüllung bei null bis 200 Prozent des budgetierten Betrags liegen.

Zusätzlich zu den wirtschaftlichen Zielen legt der Aufsichtsrat jährlich bis zu vier strategische Ziele fest, die einheitlich für alle Mitglieder des Vorstands Gültigkeit haben. Der Aufsichtsrat hat das Recht, den Gesamtzielerreichungsgrad, der sich aus der Erreichung der wirtschaftlichen Ziele ergibt, unter Würdigung der Zielerreichung dieser strategischen Ziele zu erhöhen oder zu vermindern.

Die erreichte variable Vergütung wird jeweils zu einem Drittel wie folgt erfüllt:

a. Barzahlung (Short-Term-Incentive-Komponente),

b. durch Übertragung von Aktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft in Höhe des Nettobetrags, mit einer Sperrfrist von zwei Jahren (Long-Term-Incentive-Komponente* I) und

c. durch Gewährung eines jährlich aufzulegenden Long-Term-Incentive-Plans (Long-Term-Incentive-Komponente II).

4. Alle Mitglieder des Vorstands haben als betriebliche Altersversorgung einzelvertragliche Pensionszusagen erhalten, die eine Inanspruchnahme der Pension frühestens ab Vollendung des 65. Lebensjahres vorsehen. Die Höhe der Pension bemisst sich an den festen Bezügen. Dabei wird ein prozentualer Anteil der festen Bezüge als Pension gewährt, der mit der Bestelldauer steigt. Als Höchstbetrag erhält das Vorstandsmitglied 65 Prozent der letzten festen Bezüge. Die Hinterbliebenenversorgung beträgt 60 Prozent des Pensionsanspruchs.

* Siehe Glossar auf Seite 266.

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Gewährte Zuwendung Fernández Verdes Vorstandsvorsitzender Legorburo Vorstandsmitglied
  Eintritt: 15.04.2012 Eintritt: 07.05.2014 Eintritt: 07.05.2014
  20131) 2014 2013 2014 2014
(In Tsd. EUR)   gewährt Minimum Maximum   gewährt Minimum Maximum
Festvergütung 900 1.008 1.008 1.008 - 195 195 195
Nebenleistungen 64 46 46 4B - 79 79 79
Summe 964 1.054 1.054 1.054 - 274 274 274
Einjährige variable Vergütung 846 1.048 0 1.300 - 184 0 228
Mehrjährige variable Vergütung                
Long-Term-Incentive-Komponente I2) 84B 886 0 1.100 - 184 0 228
Long-Term-Incentive-Komponente II3)                
LTIP Stock-Awards (Laufzeit 6 Jahre) 423 4434) 0 550 - 924) 0 114
LTIP Stock- Appreciation-Rights (Laufzeit 7 Jahre) 423 4434) 0 550 - 924) 0 114
Summe 3.502 3.874 1.054 4.554 - 826 274 958
Versorgungsaufwand (Dienstzeit- und Zinsaufwand) 1.010 1.020 1.020 1.020 - 166 166 166
Gesamtvergütung 4.512 4.894 2.074 5.574 - 992 440 1.124
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Gewährte Zuwendung   von Matuschka Vorstandsmitglied Sassenfeld Vorstandsmitglied
    Eintritt: 07.05.2014 Eintritt: 01.11.2011
  2013 2014 2013 2014  
(In Tsd. EUR)   gewährt Minimum Maximum   gewährt Minimum Maximum
Festvergütung - 228 228 228 600 600 600 600
Nebenleistungen - 12 12 12 233 22 22 22
Summe - 240 240 240 833 622 622 622
Einjährige variable Vergütung - 210 0 261 564 564 0 700
Mehrjährige variable Vergütung                
Long-Term-Incentive-Komponente I2) - 210 0 261 564 564 0 700
Long-Term-Incentive-Komponente II3)                
LTIP Stock-Awards (Laufzeit 6 Jahre) - 1054) 0 131 282 2824) 0 350
LTIP Stock- Appreciation-Rights (Laufzeit 7 Jahre) - 1054) 0 131 282 2824) 0 350
Summe - 870 240 1.024 2.525 2.314 622 2.722
Versorgungsaufwand (Dienstzeit- und Zinsaufwand) - 219 219 219 331 392 392 392
Gesamtvergütung - 1.089 459 1.243 2.856 2.706 1.014 3.114

1) ohne nachträgliche Anpassung (siehe Bezüge für frühere Geschäftsjahre)
2) Auszahlung in Aktien mit einer zweijährigen Sperrfrist
3) Gewährung als Long-Term-Incentive-Plan
4) Wert zum Gewährungszeitpunkt

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Zugeflossene Zuwendung Fernández Verdes Vorstandsvorsitzender Legorburo Vorstandsmitglied
  Eintritt: 15.04.2012 Eintritt: 07.05.2014
(in Tsd. EUR) 2014 20131) 2014 2013
Festvergütung 1.008 900 195 -
Nebenleistungen 46 64 79 -
Summe 1.054 964 274 -
Einjährige variable Vergütung 1.048 846 184 -
Mehrjährige variable Vergütung        
Long-Term-Incentive-Komponente I2) 886 846 184 -
Long-Term-Incentive- Komponente II 0 0 0 -
Summe 2.988 2.656 642 -
Versorgungsaufwand (Dienstzeit- und Zinsaufwand) 1.020 1.010 166 -
Gesamtvergütung 4.008 3.666 808 -
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Zugeflossene Zuwendung von Matuschka Vorstandsmitglied Sassenfeld Vorstandsmitglied
  Eintritt: 07.05.2014 Eintritt: 01.11.2011
(in Tsd. EUR) 2014 2013 2014 2013
Festvergütung 228 - 600 600
Nebenleistungen 12 - 22 233
Summe 240 - 622 833
Einjährige variable Vergütung 210 - 564 564
Mehrjährige variable Vergütung        
Long-Term-Incentive-Komponente I2) 210 - 564 564
Long-Term-Incentive- Komponente II 0 - 0 0
Summe 660 - 1.750 1.961
Versorgungsaufwand (Dienstzeit- und Zinsaufwand) 219 - 392 331
Gesamtvergütung 879 - 2.142 2.292

1) ohne nachträgliche Anpassung (siehe Bezüge für frühere Geschäftsjahre)
2) Auszahlung in Aktien mit einer zweijährigen Sperrfrist

Regelungen im Falle der Beendigung des Dienstvertrags

Bei Nichtverlängerung des Dienstvertrags erhalten die Vorstandsmitglieder eine Abfindung in Höhe eines festen Jahresgehalts. Die Abfindung setzt voraus, dass das Vorstandsmitglied bei Ende des Anstellungsvertrags mindestens in der zweiten Amtsperiode dem Vorstand angehörte und noch nicht das 65. Lebensjahr vollendet hat. Bei einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit werden Abfindungszahlungen an die Vorstände den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und es wird nicht mehr als die Restlaufzeit des Dienstvertrags vergütet.

Der Barwert der Pensionszusagen an aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder beträgt 98.186 Tsd. Euro (Vorjahr 78.668 Tsd. Euro).

An frühere Mitglieder des Vorstands oder deren Hinterbliebene wurden Beträge in Höhe von 7.676 Tsd. Euro (Vorjahr 17.011 Tsd. Euro) gezahlt. Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und ihren Hinterbliebenen betragen 90.590 Tsd. Euro (Vorjahr 75.792 Tsd. Euro).

Bezüge des Vorstands für frühere Geschäftsjahre

Vom Aufsichtsrat wurde für das Geschäftsjahr 2013 für Herrn Fernández Verdes aufgrund der außergewöhnlichen Geschäftsvorfälle und der Leistung von Herrn Fernández Verdes sein Gesamtzielerreichungsgrad für die STIP-, LTIP-I- und LTIP-II-Komponente von 161,16 Prozent auf 200 Prozent festgesetzt. Daraus resultierend wurden 204 Tsd. Euro Short-Term-Incentive, 204 Tsd. Euro Long-Term-Incentive-I und 204 Tsd. Euro Long-Term-Incentive-II gewährt. Im Zusammenhang mit der Anpassung des Pensionsvertrags von Herrn Fernández Verdes sind für 2013 im Jahr 2014 nachträgliche Dienstzeitaufwendungen in Höhe von 1.625 Tsd. Euro entstanden.

Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat 2014 zur Erfüllung der Long-Term-Incentive-Komponente II aus dem Jahr 2013 einen Long-Term-Incentive-Plan 2014 (LTIP 2014) für Herrn Fernández Verdes und Herrn Sassenfeld beschlossen. Dabei handelt es sich um die Gewährung von sogenannten Stock-Appreciation-Rights (Wertsteigerungsrechte) und Stock-Awards (virtuelle Aktienrechte). Die Stock-Appreciation-Rights 2014 gewähren den Vorständen bei Erreichung der Ausübungshürden nach Ablauf der Wartezeit von vier Jahren innerhalb des dreijährigen Ausübungszeitraums einen Zahlungsanspruch gegen die Gesellschaft. Dessen Höhe hängt von der Entwicklung des Börsenkurses innerhalb der Warte- und Ausübungszeit ab. Ferner müssen relative sowie absolute Erfolgshürden, deren nachträgliche Änderung ausgeschlossen ist, erfüllt sein. Die Planbedingungen der Stock-Awards 2014 sehen vor, dass die Berechtigten für jeden Stock-Award nach Ablauf der Wartezeit von vier Jahren innerhalb des zweijährigen Ausübungszeitraums einen Zahlungsanspruch in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag haben. Die Ansprüche sind für den Long-Term-Incentive-Plan 2014 auf einen Maximalwert (50 Prozent Aktienkurssteigerung) begrenzt, damit die Höhe auch im Fall von außerordentlichen beziehungsweise nicht vorhersehbaren Entwicklungen angemessen bleibt. Herrn Fernández Verdes wurden 47 797 Stock-Appreciation-Rights und 11 249 Stock-Awards mit einem Wert zum Zeitpunkt der Gewährung in Höhe von jeweils 525 Tsd. Euro gewährt. Herrn Sassenfeld wurden 25 676 Stock-Appreciation-Rights und 6 043 Stock-Awards mit einem Wert zum Zeitpunkt der Gewährung in Höhe von jeweils 282 Tsd. Euro gewährt. Der Anhang zum Konzernabschluss enthält auf den Seiten 250 bis 251 zusätzliche Einzelheiten zu den Plänen.

Die an die Vorstandsmitglieder in den letzten Jahren zugeteilten Long-Term-Incentive-Pläne führten zu folgendem Aufwand:

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(in Tsd. EUR)   Aufwand aus Long-Term-Incentive-Plänen
  2014 325
Fernández Verdes 2013 75
  2014 0
Legorburo 2013 -
  2014 153
von Matuschka 2013 -
  2014 282
Sassenfeld 2013 130
Vorstand 2014 760
gesamt 2013 205

Bezüge des Vorstands für Tätigkeiten in Konzerngesellschaften

Für ihre Tätigkeit im Board von Leighton haben die Vorstände aufgrund gesetzlicher Vorgaben in Australien Pensionszusagen erhalten. Hierfür wurden von Leighton für Herrn Fernández Verdes drei Tsd. Euro und für Herrn Sassenfeld zwölf Tsd. Euro aufgewendet.

Für seine Tätigkeit in Australien als Vorstandsvorsitzender der Leighton Holdings Limited erhielt Herr Fernández Verdes für 2014 eine pauschale Aufwandsentschädigung in Höhe von 251 Tsd. Euro* . Darüber hinaus wurde Herrn Fernández Verdes für die Restrukturierung des Unternehmens und die strategische Neuausrichtung ein einmaliger Sonderbonus in Form eines Long-Term-Incentive-Plans gewährt. Dabei handelt es sich um einen Stock-Appreciation-Rights-Plan (Wertsteigerungsrechte). Nur im Falle einer Aktienkurssteigerung erhält Herr Fernández Verdes eine Zahlung, die bei einem Aktienkurs der Leighton-Aktie in Höhe von 50 australischen Dollar begrenzt ist. Nach einer Wartezeit von zwei Jahren können die Stock-Appreciation-Rights drei Jahre lang ausgeübt werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass pro Jahr maximal 40 Prozent der Stock-Appreciation Rights ausgeübt werden können. Der Wert zum Zeitpunkt der Gewährung beträgt 3,2 Mio. Euro* . Sollte der Aktienkurs von Leighton im Ausübungszeitraum nicht über 17,71 australischen Dollar liegen, ist der Plan wertlos. Bei einer Aktienkurssteigerung um 182 Prozent würden maximal 5,3 Mio. Euro* pro Jahr der fünfjährigen Laufzeit fällig. Dies setzt eine Unternehmenswertsteigerung in Höhe von 7.426 Mio. Euro* voraus.

Weitere Vergütungen für die Wahrnehmung von Mandaten in Gremien anderer Unternehmen, an denen HOCHTIEF unmittelbar oder mittelbar eine Beteiligung hält, werden nicht an die Vorstände ausgezahlt beziehungsweise auf die Vorstandsvergütung angerechnet.

* Der Eurobetrag ist abhängig vom Wechselkurs.

Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wird durch die Hauptversammlung festgelegt und ist in § 18 der Satzung geregelt. Die Vergütung für das Geschäftsjahr 2014 auf Basis der der Hauptversammlung im Mai 2015 zur Beschlussfassung vorgeschlagenen Gewinnverwendung ergibt sich aus der nachfolgenden Tabelle.

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(in EUR) Feste Vergütung Variable Vergütung Sitzungsgeld Insgesamt
Pedro López Jiménez 22.500 168.750 13.500 204.750
Thomas Eichelmann 27.000 202.500 7.000 236.500
Gregor Asshoff 24.000 180.000 15.000 219.000
Ángel García Altozano 24.000 180.000 15.000 219.000
Abdulla Abdulaziz Turki Al-Subaie 12.000 90.000 7.500 109.500
Carsten Burckhardt 18.000 135.000 9.000 162.000
José Luis del Valle Pérez 18.000 135.000 15.000 168.000
Dr. Michael Frenzel 18.000 135.000 13.500 166.500
Dr. rer. pol. h. c. Francisco Javier Garcia Sanz 18.000 135.000 7.500 160.500
Dr. Thomas Krause 12.000 90.000 10.500 112.500
Matthias Maurer 18.000 135.000 16.500 169.500
Udo Paech 18.000 135.000 10.500 163.500
Nikolaos Paraskevopoulos 18.000 135.000 15.000 168.000
Klaus Stümper 18.000 135.000 10.500 163.500
Olaf Wendler 18.000 135.000 13.500 166.500
Dr. Jan Martin Wicke 18.000 135.000 15.000 168.000
Christine Wolff 2.900 21.750 1.500 26.150
Aufsichtsrat gesamt 304.400 2.283.000 196.000 2.783.400

Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der HOCHTIEF Aktiengesellschaft geben nach pflichtgemäßer Prüfung folgende Entsprechenserklärung ab:

Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft entsprach seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Februar 2014 bis zum 30. September 2014 mit den nachfolgend genannten Einschränkungen sämtlichen Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 13. Mai 2013, die vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 10. Juni 2013 bekannt gemacht worden sind und entsprach bzw. entspricht seit dem 1. Oktober 2014 den Empfehlungen des Kodex in der am 30. September 2014 bekannt gemachten Fassung ebenfalls mit folgenden Einschränkungen:

Seit 2012 enthält der Kodex in Ziffer 5.3.2 letzter Satz die Empfehlung, dass der Vorsitzende des Prüfungsausschusses unabhängig sein soll. Um dieser Empfehlung zu entsprechen, hätte der Aufsichtsrat den bisherigen Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, Herrn Ángel García Altozano, abwählen müssen. Nach Auffassung des Aufsichtsrats liegt es im Interesse des Unternehmens, dass Herr García Altozano - trotz seiner geschäftlichen Beziehungen zu ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A. - Vorsitzender des Prüfungsausschusses bleibt. Diese Einschätzung stützt sich auf den Umstand, dass Herr García Altozano bereits seit 2007 Mitglied und seit Mai 2010 Vorsitzender des Prüfungsausschusses ist. Bei seiner Entscheidung hat der Aufsichtsrat außerdem die hohe Kompetenz und große Erfahrung, die Herr García Altozano durch Wahrnehmung führender Positionen in international tätigen Unternehmen erworben hat, berücksichtigt.

Der Aufsichtsrat hat festgestellt, dass ihm nach seiner Einschätzung eine im Sinn von Ziffer 5.4.2 des Kodex angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder angehört. Er hat aber in Abweichung von Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und 3 des Kodex bei der Benennung der konkreten Ziele für seine Zusammensetzung die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Ziffer 5.4.2 nicht berücksichtigt. Der Aufsichtsrat hat ferner Ziele benannt, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, die vom Aufsichtsrat festgelegte Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Aufgrund verbleibender Unklarheiten hinsichtlich der Anforderungen an die Konkretheit der zu benennenden Ziele wird zur Vermeidung des Risikos von hierauf gestützten Beschlussmängelklagen vorsorglich auch insoweit eine Abweichung von Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und 3 des Kodex erklärt. Der Aufsichtsrat wird bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung auch künftig den gesetzlichen Vorgaben entsprechen und hierbei die fachliche und persönliche Qualifikation der Kandidaten in den Vordergrund stellen. Dabei ist es selbstverständlich, dass auch die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder, eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigt werden.

Die in Ziffer 5.4.1 Abs. 4 bis 6 des Kodex enthaltenen Empfehlungen für Wahlvorschläge an die Hauptversammlung (Offenlegung der persönlichen und geschäftlichen Beziehungen eines jeden Kandidaten zum Unternehmen, den Organen der Gesellschaft und einem wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionär) werden nicht angewendet. In der Praxis besteht derzeit noch Rechtsunsicherheit hinsichtlich Art und Umfang der bei Wahlvorschlägen offenzulegenden Umstände. Es ist daher zu befürchten, dass das Bestimmtheitsproblem dieser Kodexregelungen im Rahmen von Beschlussmängelklagen genutzt wird. Der Aufsichtsrat wird die weitere Entwicklung hierzu beobachten und eine Anwendung der Kodexregelungen im nächsten Geschäftsjahr erneut prüfen.

Der Kodex sieht in Ziffer 5.4.6 Abs. 2 Satz 2 vor, dass eine etwaige erfolgsorientierte Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet sein soll. Die terminologische Anlehnung dieser Formulierung an die Vorgaben des Aktiengesetzes zur Vorstandsvergütung legt nahe, dass der Kodex für eine erfolgsorientierte Vergütung von Aufsichtsräten wie das Aktiengesetz für die Vorstandsvergütung eine mehrjährige Bemessungsgrundlage fordert. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten gemäß § 18 Absätze 1 und 2 der Satzung der HOCHTIEF Aktiengesellschaft neben einer festen Vergütung eine erfolgsabhängige Vergütung. Die erfolgsabhängige Vergütung besteht aus einer an der jährlichen Dividende orientierten Tantieme. Abweichend von der vorstehenden Auslegung der Ziffer 5.4.6 Abs. 2 Satz 2 des Kodex wird in der Satzung jedoch nicht auf eine mehrjährige Bemessungsgrundlage abgestellt. Die in der Satzung festgelegte Zusammensetzung der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wurde durch die Hauptversammlung im Juni 2003 beschlossen und entsprach dem Deutschen Corporate Governance Kodex bis zu den im Juni 2012 in Kraft getretenen Änderungen. Vorstand und Aufsichtsrat werden im laufenden Geschäftsjahr erneut prüfen, ob der Hauptversammlung eine entsprechende Änderung und Anpassung an die geänderte Empfehlung des Kodex vorgeschlagen werden soll.

Im Hinblick auf die Empfehlung in Ziff. 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 des Kodex, wonach die Vergütung insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen soll, weisen wir darauf hin, dass die Vorstands-Dienstverträge neben dem Festgehalt betragsmäßige Höchstgrenzen für alle variablen Vergütungselemente enthalten. Der Aufsichtsrat hat sich darüber hinaus das Recht vorbehalten, zusätzlich zum festen Jahresgehalt und den variablen Vergütungskomponenten nach freiem Ermessen eine Einmalzahlung für außergewöhnliche Leistungen zu gewähren. Außerdem sehen die Dienstverträge übliche Nebenleistungen vor (Privatnutzung des Dienstwagens, Unfallversicherung u.ä.). Für eine etwaige Einmalzahlung für außergewöhnliche Leistungen und für die Nebenleistungen ist eine betragsmäßige Höchstgrenze nicht festgesetzt, weil eine solche Festsetzung nach dem Sinn und Zweck der Kodexempfehlung entbehrlich erscheint und sich die Kodexempfehlung nach unserer rechtlichen Beurteilung hierauf nicht erstreckt. Aus dem gleichen Grund sind solche Leistungen bei der betragsmäßigen Höchstgrenze der Gesamtvergütung nicht berücksichtigt.

 

Essen, im Februar 2015

HOCHTIEF Aktiengesellschaft

Für den Aufsichtsrat

Pedro López Jiménez

Für den Vorstand

Marcelino Fernández Verdes

Peter Sassenfeld

Die nach § 289 a HGB abgegebene Erklärung zur Unternehmensführung ist nach § 317 Abs. 2 Satz 3 HGB nicht Gegenstand der Abschlussprüfung.

Forschung und Entwicklung

Dieses Kapitel ist Teil des Themenfelds Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen

Unikate erfordern hohes Innovationspotenzial

HOCHTIEF realisiert weltweit für nationale und internationale Auftraggeber anspruchsvolle Hochbau- und Infrastrukturprojekte. Oftmals sind diese maßgeschneiderten Lösungen komplexe Unikate. Um den hohen Ansprüchen der Kunden gerecht zu werden, fließen in die Projekte zahlreiche Forschungs- und Entwicklungs -(FuE-)Leistungen ein. Mit der Entwicklung und Umsetzung von innovativen Sondervorschlägen schaffen wir messbaren Mehrwert und differenzieren uns deutlich vom Wettbewerb. Unsere Forschungs- und Entwicklungsarbeit leistet einen wesentlichen Beitrag zum nachhaltigen Handeln von HOCHTIEF. Zentral, aber auch auf der Ebene der Divisions und der Projekte entwickeln unsere Mitarbeiter zukunftsorientierte Ideen für nachhaltige Lösungen. Neben dem ökonomischen Nutzen tragen diese maßgeblich zur Erreichung unserer ökologischen und sozialen Ziele bei.

Erfolgsfaktor Innovationsmanagement

HOCHTIEF gehört in der Baubranche zu den Vorreitern in Sachen Innovation. Basis dafür ist unser konsequentes unternehmens- und bereichsübergreifendes Innovationsmanagement, mit dem wir unsere Marktposition kontinuierlich stärken und ausbauen. Unsere Mitarbeiter arbeiten täglich daran, interne Abläufe und Prozesse noch effizienter zu gestalten. Über FuE erschließen wir uns zudem neue, starke Geschäftsfelder.

Innovationsmanagement auf drei Ebenen

Innovationen entstehen bei HOCHTIEF auf drei Ebenen: Die erste Ebene, das zentrale Innovationsmanagement, konzentriert sich auf divisionübergreifende Themen. Hier stehen Innovationen im Mittelpunkt, von denen das operative Geschäft unseres gesamten Konzerns profitiert. In der Abteilung Konzernentwicklung, die das Innovationsmanagement zentral koordiniert, werden vielversprechende Innovationen identifiziert sowie ihre Umsetzung initiiert und begleitet. Das Innovationskomitee, ein Gremium aus Mitgliedern der operativen Einheiten und der Konzernzentrale, entscheidet, ob wir ein Innovationsprojekt realisieren.

Im Berichtsjahr investierte HOCHTIEF 3,2 Mio. Euro in FuE-Projekte der ersten Ebene. 32 dieser Projekte wurden von zirka 40 Mitarbeitern betreut. Elf Vorhaben starteten im Jahr 2014, 16 wurden abgeschlossen.

Die zweite Ebene des HOCHTIEF-Innovationsmanagements beschäftigt sich mit Innovationen der Divisions. Diese Projekte entwickeln, finanzieren und realisieren die jeweiligen Konzerneinheiten und -gesellschaften selbst.

Die dritte Ebene konzentriert sich auf projektbezogene Innovationen. Die notwendigen FuE-Leistungen werden erbracht, wenn neue Aufträge akquiriert beziehungsweise realisiert werden. Die entstehenden Entwicklungsaufwendungen fließen direkt in die Projektkosten ein und werden nicht konzernweit erfasst. Bei HOCHTIEF entsteht ein Großteil der Entwicklungen auf dieser dritten Ebene. Daher liegen die Forschungsaufwendungen hier um ein Vielfaches über den FuE-Investitionen der ersten Ebene.

Mitarbeiter aktiv beteiligen

Maßgeblich für die große Innovationskraft des Konzerns ist der Einfallsreichtum der Mitarbeiter. Um diese Potenziale kontinuierlich zu heben, haben wir im Berichtsjahr zahlreiche Instrumente, Plattformen und Maßnahmen genutzt.

Das zentrale Tool für die Ideenerfassung in Deutschland ist der "Ideenraum", der vom HOCHTIEF-Ideenmanagement betreut wird. Über diese Plattform können Mitarbeiter ihre Vorschläge direkt online einreichen. Die Bewertung erfolgt, transparent für alle Mitarbeiter, ebenfalls auf der Intranet-Plattform.

Auch im Berichtsjahr war der Ideenraum ein wichtiges Instrument zur Generierung von Ideen. Die besten sechs Vorschläge für 2013 zeichnete der Vorstand der HOCHTIEF Solutions AG im Mai 2014 mit Geldprämien aus.*

Eine wichtige Ergänzung zum digitalen Ideenraum sind Vor-Ort-Veranstaltungen, bei denen das Ideenmanagement Vorschläge persönlich erfragt und erfasst. Aufgrund der guten Erfahrungen mit den ersten "Ideenwerkstätten" fand im Berichtsjahr ein weiteres Event statt.

Dieses Kapitel ist Teil des Themenfelds Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen

> Weitere Informationen über FuE-Innovationsprojekte finden Sie unter: www.hochtief.de/fue

Anzahl FuE-Projekte

Anzahl abgeschlossener FuE-Projekte

Neu begonnene FuE-Projekte

Investitionsvolumen FuE-Projekte (in Mio. Euro)

Die in den Grafiken genannten Kennzahlen beziehen sich nur auf Innovationsprojekte der ersten Ebene.

* Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten 112ff.

Der "Turner Learning Tree" unserer amerikanischen Tochtergesellschaft ist eine webbasierte Wissensmanagement-Plattform, auf der Mitarbeiter ihre Best-Practice-Lösungen eintragen können. Zudem bietet das Tool die Möglichkeit, im "Improvement-Forum" Ideen für Verbesserungen zu teilen und Fragen zu stellen, die dann direkt online von den Usern beantwortet werden können. Die Plattform kann auch über Smartphones und Tablet-Computer geöffnet werden. So haben die Turner-Mitarbeiter die Möglichkeit, kontinuierlich Experten zu erreichen und Vorschläge zu teilen. In den ersten drei Monaten wurden mehr als 1 000 Einträge erstellt. Sobald weitere Erfahrungen aus der Startphase vorliegen, wird geprüft, inwieweit der Turner Learning Tree zu einer konzernweiten Anwendung ausgebaut werden kann.

Ausgezeichnete Innovationen bei Turner

Mit dem "Construction Company Award for Innovation" zeichnet Turner seit drei Jahren Teams oder Mitarbeiter aus, die mit der Entwicklung beziehungsweise Implementierung von innovativen Ideen herausragende Erfolge in Projekten erzielen konnten. Die 82 Bewerbungen, die im Berichtsjahr eingereicht wurden, umfassten zahlreiche Vorschläge zu Sicherheit, Nachhaltigkeit und Wissenstransfer sowie zu Finanz-, Marketing- und anderen Geschäftsprozessen. Den ersten Platz des mit 10.000 US-Dollar dotierten Preises erreichten zwei Mitarbeiter für die Weiterentwicklung einer Microsoft-SharePoint-ProjektSeite zu einem umfangreichen Dokumentenmanagementsystem, zu dem alle Projektbeteiligten während des gesamten Bauprozesses Zugang haben. Insgesamt wurden 50.000 US-Dollar ausgeschüttet.

Turner-Preis für Innovation in der Bauindustrie

Eine weitere Auszeichnung, die den hohen Stellenwert von Innovation im Konzern zeigt, ist der Henry C. Turner Prize für Innovationen, den Turner bereits 2002 ins Leben rief. Die Auszeichnung, die nach dem Gründer der Turner Construction Company benannt ist, wird jedes Jahr von Turner und dem National Building Museum in Washington Personen oder Organisationen für herausragende Beiträge oder Innovationen in der Baubranche verliehen. 2014 erhielt den Preis das Department of Architectural Engineering der staatlichen Universität in Pennsylvania für seine Forschungserfolge im Bereich der Effizienzsteigerung im Bauprozess und der Förderung von energieeffizienten Baulösungen.

BIM - eine zukunftsweisende Arbeitsmethode

Bauwerke werden immer komplexer und müssen in immer kürzer werdenden Zeiträumen fertiggestellt werden. Hinzu kommt oft eine hohe Anzahl an Projektbeteiligten. Herkömmliche computergestützte Planungsmethoden reichen da nicht mehr aus. Die Zukunft heißt Building Information Modeling (BIM) -eine Arbeitsmethode für das Planen und Realisieren von Bauvorhaben, die auf der aktiven Vernetzung aller am Bau Beteiligten basiert. Grundlage dafür ist ein 3-D-Computermodell, das um weitere Informationen, wie Zeit, Kosten und Nutzung, erweitert werden kann. Durch den virtuellen Bau vor der eigentlichen Umsetzung sind die Projektpartner in der Lage, sich das Projekt plastisch vorzustellen und die Ausführung vor der eigentlichen Umsetzung zu beurteilen. Indem bereits in einer sehr frühen Projektphase Abstimmungen, zum Beispiel zwischen den einzelnen Gewerken, vorgenommen und Probleme gelöst werden, werden beträchtliche Mengen an Zeit, Kosten, Material und Energie eingespart. Auch lassen sich Planungsänderungen besser integrieren und in der Folge umsetzen. Nicht zuletzt erreichen öffentliche Großvorhaben durch eine bessere Visualisierung eine höhere Akzeptanz. So steht BIM auch für Nachhaltigkeit, denn es hat viele Vorteile für Kunden, Stakeholder und Umwelt: Projekte werden in der Regel schneller fertiggestellt und die Risiken können besser eingeschätzt werden.

Anzahl der mit BIM realisierten Projekte im HOCHTIEF-Konzern bis 2014

* Geschätzte Zahl: Die vergleichsweise geringe Anzahl der BIM-Projekte in der Division HOCHTIEF Asia Pacific ist in der Besonderheit des Geschäfts begründet: Bei Leighton werden weniger, aber größere Projekte als in den anderen Divisions realisiert.
** Die Zahl bezieht sich auf die Projekte der Gesellschaft HOCHTIEF ViCon, die mit 50 BIM-Experten das digitale Baufachwissen bündelt. BIM wurde außerdem bei weiteren Projekten der Division HOCHTIEF Europe eingesetzt.

Wir messen deshalb BIM einen sehr hohen Wert bei. Für HOCHTIEF ist diese Methode schon lange Gegenwart und inzwischen fester Teil des Leistungsportfolios. Bereits 2003 initiierten wir den Innovationsschwerpunkt "Virtuelles Bauen". Daraus entstand ein zunächst intern arbeitendes Kompetenzteam, in dem das Know-how rund um das Thema BIM systematisch gebündelt wurde. Nach einer großen Anzahl von Pilotprojekten, in denen der Mehrwert von BIM gezeigt werden konnte, folgte der nächste Schritt: die Gründung einer eigenen Gesellschaft für virtuelles Bauen. Die HOCHTIEF ViCon GmbH bietet weltweit BIM-Dienstleistungen an - sowohl intern als auch außerhalb des Konzerns. HOCHTIEF ViCon leistet heute 80 Prozent seiner Dienstleistungen für externe Kunden. Auch im Berichtsjahr war BIM erneut ein Innovationsschwerpunkt und wird in den einzelnen Divisions weiter vorangetrieben. HOCHTIEF ViCon gehört zu den geförderten 14 Partnern des Forschungsprojekts "Insiter" der Europäischen Union. Ziel ist es, die Lücke zwischen geplanter und realisierter Bauwerksqualität und -energieeffizienz zu schließen. Im Zuge des seit Dezember 2014 laufenden Forschungsvorhabens werden die beteiligten Unternehmen dazu ein innovatives Set an Hardware, Software und Richtlinien zur kontinuierlichen Selbstüberwachung und Selbstanleitung entwickeln. BIM und Augmented Reality* werden wesentlicher Bestandteil der Lösungen sein. Das zeigt die hohe Bedeutung der Technik für nachhaltige Themen wie die Optimierung der Energieeffizienz.

Die australische Beteiligungsgesellschaft Leighton hat ein "BIM-Center" eingerichtet, das sich kontinuierlich um die Weiterentwicklung der Methode kümmert und so gewährleistet, das Leighton weiterhin zu den Vorreitern dieser wichtigen Technik zählt. Das BIM-Center profitiert dabei auch vom Know-how der amerikanischen Tochtergesellschaft Turner, die bereits 43 Milliarden US-Dollar an BIM-Projekterfahrung aufweisen kann. Seit 2002 hat Turner 683 Projekte mit BIM realisiert. Im renommierten Ranking 2014 "Giants 300 Report" des Fachmagazins "Building Design + Construction" erreichte Turner für seine führende Rolle im Einsatz von BIM den ersten Platz unter den Bauunternehmen. Turner beschäftigt mehr als 250 BIM-Fachleute und bildet seine Mitarbeiter in einer internen Akademie systematisch auf diesem Gebiet aus. Auch in der Division HOCHTIEF Europe wird immer mehr Personal geschult, sodass wir weiterhin gut für den effektiven BIM-Einsatz aufgestellt sind.

Zukünftig wird es kaum Projekte geben, die nicht mit BIM realisiert werden. Die Entwicklung zeichnet sich national und international ab; in Ländern wie Großbritannien, Dänemark und den Niederlanden ist BIM auf dem Weg, zum Standard bei öffentlichen Bauvorhaben zu werden. BIM wird als zeitgemäße Arbeitstechnik sowohl die Projektsteuerung als auch die Zusammenarbeit in der Planungs-, Bau- und Betriebsphase erleichtern. So werden Risiken vermindert und die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Markt erhöht. HOCHTIEF ist mit seiner BIM-Kompetenz hervorragend aufgestellt.

* Siehe Glossar Seite 265.

Anzahl der Mitarbeiter, die 2014 an BIM- oder ähnlichen Schulungen teilgenommen haben

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Division HOCHTIEF Americas HOCHTIEF Asia Pacific HOCHTIEF Europe
Mitarbeiter 431 147 148

Themenfeldindikator

Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen; Aspekt: Zukunftsweisende Arbeitsmethode BIM

Weitere Informationen siehe GRI-Index auf den Seiten 260 bis 261.

Turner Innovation Summit

Der "Turner Innovation Summit" war eine dreitägige Konferenz in Denver, auf der sich interne und externe Teilnehmer über Ideen, Innovationen und Best-Practice-Beispiele austauschten. Geleitet von Turner-Mitarbeitern sowie Vertretern der Industrie, bot die Veranstaltung Präsentationen, Workshops und Trainings an. Der Fokus lag dabei auf praktischen Verbesserungen, neuen Technologien und Prozesslösungen. Der Summit befasste sich beispielsweise mit 3-D-Druck, verbesserten Lean-Prozessen, Zusammenarbeit innerhalb eines Projekts sowie mit neuen Techniken, die für bessere Ergebnisse in den Bereichen Kosten, Qualität und Sicherheit sorgen sollen.

Neben dem Turner Learning Tree und dem Innovation Award ist der Summit ein weiterer Baustein eines Programms, in dem Turner das Teilen und das Anwenden von "Lessons learned" kontinuierlich ermöglicht und so eine Unternehmenskultur schafft, in der Innovationen eine immer größere Rolle spielen.

Innovationsprojekte im Jahr 2014

In fast jedem unserer Projekte finden sich technologische und prozessorientierte Optimierungen. Die folgenden Projekte sind Beispiele, die die herausragende Innovationskraft des HOCHTIEF-Konzerns zeigen.

Ebene 1: Zentrale Innovationen

Instandhaltungskosten senken

Zwei Mitarbeiter von HOCHTIEF PPP Solutions entwickelten im Berichtsjahr die Idee "Algorithmische Optimierung in Finanzmodellen", mit der die Instandhaltungskosten bei PPP-Projekten gesenkt werden können.

HOCHTIEF bietet innovative Lösungen für den Rückbau von Kernkraftwerken an.

Die Idee hat sich bereits in der Praxis bewährt: Beim Probenhaus für das Ballett der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf werden neun Prozent dieser Kosten eingespart. Im Ideenwettbewerb des HOCHTIEF-Ideenmanagements wurde der Vorschlag mit dem ersten Platz und einer Prämie von 8.400 Euro ausgezeichnet.

Weiteres Innovationsprojekt für den Rückbau von Kernkraftwerken

HOCHTIEF verfügt seit Mitte der 1990er-Jahre über umfangreiche Kompetenzen in den Bereichen der Planung und der Umsetzung des Rückbaus von Kernkraftwerken. Eigenentwickelte Rückbaukonzepte sowie Planungstools und Umsetzungstechnologien, wie zum Beispiel der HOCHTIEF-Schwerlast-Hinterschnittvergussanker, mit dem sehr große Abbruchteile transportiert werden können, oder das Oberflächenbearbeitungssystem DECON, das kontaminierte Flächen leistungsstark und wirtschaftlich abfräsen kann, kommen hier zum Einsatz. HOCHTIEF verfügt als einer der wenigen Anbieter über alle relevanten Zertifizierungen für die Planung und Umsetzung des Rückbaus von Kernkraftwerken. Das von 2012 bis 2013 durchgeführte FuE-Projekt "Aufbau eines Geschäftsfelds Rückbau von Kernkraftwerken" ist erfolgreich abgeschlossen worden. Im Berichtsjahr wurde nun ein weiteres Innovationsprojekt gestartet: HOCHTIEF plant eine Kooperation mit Partnern, um den gesamten Rückbau von der anlagen- und bautechnischen Planung über die Ausführung bis hin zur Endlagerung anbieten zu können. Die noch junge Entwicklung der Stilllegungskonzepte und Rückbautechniken ermöglicht es uns, nach neuen und alternativen Methoden zu suchen und dem Kunden innovative Lösungen anzubieten. HOCHTIEF wird damit seine Marktchancen in diesem Segment weiter verbessern.

Neue Bauweisen für Onshore-Windenergieanlagen

Mit einem Strommixanteil von über acht Prozent macht die Onshore-Windenergie fast die Hälfte des gesamten erneuerbaren Stroms in Deutschland aus. Durch immer größere Nabenhöhen von 140 Metern und mehr sind Alternativen zum konventionellen Stahlrohrturm erforderlich. Die Nachfrage nach kostengünstigen Türmen samt Fundamenten für Windenergieanlagen mit hohen Nabenhöhen ist Seitens der Anlagenbauer sowie der Projektentwickler ungebrochen. Bei den konventionellen Turmkonzepten kommt es oftmals zu Problemen beim Transport, beim Aufbau, bei der Qualität der Ausführung sowie beim Einsatz von Kranen. Ende 2013 hat HOCHTIEF ein FuE-Projekt initiiert, um eine Turmkonstruktion in Betonbauweise bis zur Marktreife weiterzuentwickeln. Auf Basis der Erkenntnisse, die aus dem vorherigen FuE-Projekt "Optimierte Turmbauweise für Onshore-Multimegawatt-Windenergieanlagen" gewonnen werden konnten, arbeitete HOCHTIEF im Berichtsjahr an der Entwicklung eines schwerlastkran- und witterungsunabhängigen sowie platzsparenden Turmkonzepts.

Innovativer Tunnelbagger marktreif

Unterschiedliche geologische Schichten reduzieren beim Tunnelbau durch den Wechsel zwischen Spreng- und Baggervortrieb die Vortriebsleistung erheblich. Gemeinsam mit dem Hersteller Liebherr entwickelte HOCHTIEF daher einen innovativen Baggerlöffel, der die Reißkräfte bei einem Tunnelbagger vergrößert. Der Löffel wurde so angepasst, dass der Abbau des Felsens auch in härterem Gestein mithilfe eines Tunnelbaggers erfolgen kann. Eine Sprengung wird damit vermieden, der aufwendige Wechsel zwischen Spreng- und Baggervortrieb ist nicht mehr notwendig. Eine Beispielberechnung für einen 550-Meter-Tunnel ergab eine Einsparung von zirka 320.000 Euro. Die Entwicklungsphase endete im Berichtsjahr, seit Anfang 2015 ist der Tunnelbagger mit dem neuartigen Baggerlöffel auf dem Markt.

Sichere Brücken und Tunnel

Seit 2012 bringt HOCHTIEF seine bautechnische und betriebsorganisatorische Kompetenz in das Forschungsprojekt "Skribt Plus" ("Schutz kritischer Brücken und Tunnel") ein. Skribt Plus ist ein dreijähriges Verbundforschungsvorhaben von zehn deutschen Partnern aus Behörden, Hochschulen und Privatwirtschaft unter der Führung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Übergeordnetes Ziel ist die Erarbeitung und Bewertung von innovativen Maßnahmen zum Schutz von Straßenbrücken und Straßentunneln, um die Verletzbarkeit solcher lebenswichtiger Infrastrukturen und ihrer Nutzer zu verringern. HOCHTIEF hat im Zuge des Forschungsprojekts eine neuartige Explosionsschutzmaßnahme in Form einer Sandwich-Betonvorsatzschale entwickelt und zum Patent angemeldet. Zusätzlich wurde diese Maßnahme hinsichtlich ihrer Brandschutzwirkung optimiert. Die Wirkungsweise konnte in praktischen Spreng- und Brandversuchen belegt werden. Zudem erarbeiteten wir ein Bemessungsverfahren für Tunnelschalen unter Explosionseinwirkung. Das Forschungsprojekt, für das sich HOCHTIEF Engineering als offizieller Projektpartner mit HOCHTIEF PPP Solutions zu einem gemeinsamen Projektteam zusammengeschlossen hat, ist eine hervorragende Möglichkeit, unsere Kompetenzen in Bezug auf die Sicherheit und den Betrieb von Brücken und Tunneln zu erweitern und unsere Marktposition so weiter zu verbessern.

www.skribt.org

Bessere Kommunikation durch 3-D-Modelle

Die Technik des 3-D-Drucks eröffnet auch für die Bauindustrie neue Möglichkeiten. So lassen sich aus digitalen CAD-Designs stabile 3-D-Modelle ausdrucken, die für Präsentationen mit Projektbeteiligten verwendet werden können. 3-D-Modelle bieten in der Kommunikation mit Stakeholdern deutlichen Mehrwert - Bauoptionen und -herausforderungen lassen sich in der Planungsphase anschaulich aufzeigen, ohne dass beim Kunden dezidiertes CAD-Know-how erforderlich ist. So setzte Thiess beispielsweise ein 3-D-Modell für den Bau des Fußgängertunnels "Wynyard Walk" in Sydney ein.

Ebene 2: Innovationen der Divisions Sicherheit durch innovative Radartechnik

Für mehr Betriebseffizienz und Arbeitssicherheit bei der Burton Coal Mine in Queensland, Australien, sorgt unsere australische Beteiligungsgesellschaft Thiess mit Radartechnik. Das System überwacht rund um die Uhr eventuelle Hangbewegungen. Sobald eine Bewegung festgestellt wird, können die Teams und das Equipment ohne Zeitverlust aus dem Gefahrenbereich gebracht werden. Damit ist das Radarsystem derzeit eine der wichtigsten Techniken für Sicherheit im Minenbau. Die Messungen werden zudem für die langfristige Planung genutzt, beispielsweise um Neigungswinkel zu berechnen und Absperrungen zu positionieren. Die entwickelte Technologie wurde bereits in anderen Thiess-Minen eingesetzt.

Kundenorientierte Leistungsbausteine

Ein Beispiel für eine Produktinnovation ist "Project Engineering", das HOCHTIEF im Berichtsjahr entwickelte. Der Kunde hat dabei die Möglichkeit, die Leistungen der HOCHTIEF Engineering GmbH als Produktbausteine flexibel entlang der Wertschöpfungskette miteinander zu kombinieren. Das neue Produkt ist eine zukunftsweisende vertriebliche Initiative, die es HOCHTIEF ermöglicht, noch individueller auf die Bedürfnisse des Kunden einzugehen, und trägt neben gezielter Kundenakquise zur Kundenbindung bei. Project Engineering schafft damit am Markt erhebliche Wettbewerbsvorteile.

Optimiertes Monitoring

Unsere Beteiligungsgesellschaft Thiess entwickelte ein neues, portables System für die Umweltüberwachung. Das "Portable Automated Logger System" (PALS) spart im Vergleich zu herkömmlichen, fest installierten Lösungen bis zu 40.000 australische Dollar ein und stellt ein breiteres Spektrum an erfassten Umgebungsdaten zur Verfügung. Das System wurde als Reaktion auf die Defizite bei der Überwachung während der Flut im Bundesstaat Victoria entwickelt und bereits erfolgreich bei drei anderen Überschwemmungen eingesetzt. Mit PALS, das innerhalb von dreißig Minuten installiert werden kann, erübrigt sich das manuelle Ablesen des Wasserstands. Zudem ist das neue System mit einer Kamera ausgestattet und mit anderen Monitoring-Systemen kombinierbar. Über PALS werden die Regierungsstellen und die Rettungsstationen frühzeitig informiert, wenn eine Evakuierung notwendig ist. Die Daten können auch an mobile Endgeräte gesendet werden. Die Regierung von Victoria hat bereits 20 Systeme bestellt.

Geländeprüfung aus der Luft

Bei der Geländeprüfung in Minen- und Infrastrukturprojekten geht unsere australische Beteiligungsgesellschaft Thiess einen neuen Weg. Das Unternehmen entwickelte eine innovative Lösung aus zwei Komponenten: einem ferngesteuerten Modellflugzeug sowie einem maßgeschneiderten Softwareprogramm. Statt der oftmals gefährlichen und zeitaufwendigen Begehungen durch Prüfungsmitarbeiter übernimmt das Flugzeug auf einer programmierten Flugroute die Erfassung der Daten. Die aufgezeichneten Fotos werden - zusammen mit GPS-Daten - im Computer zu volumetrischen Daten kombiniert. Während Prüfungsmitarbeiter oft mehrere Wochen für die Erfassung benötigen, stehen die Daten des Flugzeugs innerhalb weniger Tage vollständig zur Verfügung. Neben der großen Zeitersparnis werden Sicherheitsrisiken vermieden und die Datenqualität und -quantität verbessert. Aufgrund der überzeugenden Vorteile dieser Methode gehen wir davon aus, dass sie zum Standard für Anwendungsfälle dieser Art wird.

Ebene 3: Projektbezogene Innovationen Weltrekord im Betongießen

Ein Vorhaben der Superlative realisierte unsere amerikanische Tochtergesellschaft Turner in Los Angeles. Für das Wilshire Grand Center setzte das Unternehmen nach umfassenden Vorplanungen den längsten kontinuierlichen Betonguss der Welt um und schaffte es damit in das Guinnessbuch der Rekorde. Innerhalb von 18,5 Stunden lieferten 200 Trucks 16 200 Kubikmeter Beton für den Guss des Fundaments. Durch den kontinuierlichen Betonfluss wurde das Fundament des 73-stöckigen Gebäudes besonders fest. Um den Beton mit einem Gewicht von 30 600 Tonnen anzuliefern, fuhr jeder Lkw 14-mal zur Baustelle. Eine wichtige Komponente für das Vorhaben war "Building Information Modeling" (BIM). So verwendete Turner mehrere BIM-Modelle, um beispielsweise den Prozess zu koordinieren und die Menge des Betons genau zu errechnen.*

Schneller bauen mit vorfabrizierten Wänden

Die medizinische Versorgungstechnik in Krankenhäusern wird immer komplexer. Die Wände hinter den Patientenbetten enthalten eine Vielzahl von Leitungen für die medizinische Versorgung sowie auch Strom-, Telefon- und Datenanschlüsse. Die Installation dieser Technik auf der Baustelle ist ein sehr zeitaufwendiger Prozess. Unsere amerikanische Tochtergesellschaft Turner nutzte daher beim Bau des Sibley Memorial Hospital in Washington vorfabrizierte Wände mit bereits installierter Technik. Diese Wände wurden mit Lkws zur Baustelle gebracht und mit Kranen an die gewünschte Position gehoben, um sie dort an die Verbindungsleitungen anzuschließen. Mit dieser schon im Angebot enthaltenen Verfahrensweise konnte sich Turner gegen die starke Konkurrenz in Washington durchsetzen, denn die Methode spart Zeit und Kosten und erhöht die Qualität und die Arbeitssicherheit.

Grenzüberschreitende Kooperationen

HOCHTIEF pflegt ein weltweites Kooperationsnetzwerk, das einen wichtigen Teil zur Innovationskraft des Unternehmens beiträgt. So arbeiten wir eng mit nationalen und internationalen Hochschulen, Wissenschaftlern und Verbänden zusammen. HOCHTIEF gehört zu den Gründungsmitgliedern von ENCORD (European Network of Construction Companies for Research and Development). Über diese Plattform tauschen sich derzeit 20 europäische Unternehmen, die 1,15 Millionen Mitarbeiter und 200 Milliarden Euro Umsatz der Baubranche repräsentieren, kontinuierlich zu den Themen Forschung, Entwicklung und Innovation aus. Als Mitglied profitieren wir unter anderem vom Best-Practice-Austausch zu Themen wie Brücken- und Tunnelbau, Lean Construction, virtuelles Bauen, Corporate Responsibility, Risikomanagement und Arbeitssicherheit. ENCORD wurde bereits vor 25 Jahren ins Leben gerufen. Zudem ist HOCHTIEF Mitglied der European Construction Technology Platform (ECTP) und trägt damit aktiv dazu bei, das hohe technische Niveau der europäischen Bauindustrie zu halten. Die zirka 200 Mitglieder setzen sich aus den verschiedensten Stakeholdern der Baubranche zusammen. ECTP sieht baubezogene Forschung und Innovationen als Möglichkeit, dringende gesellschaftIiche Probleme der Zukunft zu lösen.

www.encord.org

www.ectp.org

* Weitere Informationen zu BIM finden Sie auf Seite den Seiten 110 bis 111.

Mitarbeiter

Dieses Kapitel ist Teil des Themenfelds Attraktive Arbeitswelt

Personalstrategie

Ein wesentlicher Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg von HOCHTIEF sind unsere Mitarbeiter. Aus diesem Grund leitet sich unsere Personalstrategie aus der Unternehmensstrategie ab. Denn unser Geschäft ist "People Business", das von gegenseitigem Vertrauen lebt und hoch qualifizierte, weitsichtige Fach- und Führungskräfte braucht. Daher gilt es, die richtigen Mitarbeiter zur rechten Zeit am richtigen Ort einzusetzen. HOCHTIEF arbeitet systematisch daran, Mitarbeiter planvoll zu gewinnen, zu qualifizieren, sie zu fördern und langfristig an das Unternehmen zu binden.

Organisation der Personalarbeit

Die strategische Personalarbeit liegt im Verantwortungsbereich der Konzernabteilung Personal, findet in enger Abstimmung mit dem Konzernvorstand und in partnerschaftlicher Kooperation mit den Divisions HOCHTIEF Americas, Asia Pacific und Europe statt. Die operative Personalarbeit erfolgt regional orientiert und liegt in der Verantwortung der Gesellschaften in den Divisions.

Die strukturierten Personalmanagementprozesse begleiten wir aktiv und nachhaltig, dabei werden langfristige Ziele und Maßnahmen entwickelt. Die wesentlichen Aufgaben unseres strategischen Personalmanagements sind: Führungskräfteentwicklung, Optimierung von Mitarbeiterstrukturen, Employer-Branding, Ermittlung und Analyse von Kennzahlen, Steuerung von Personalmanagementprozessen und Begleitung von wesentlichen M&A- sowie Restrukturierungsprojekten.

Mitarbeiterzahl im Jahr 2014

Weltweit arbeiteten für HOCHTIEF im Jahresdurchschnitt 68 426 Mitarbeiter, davon sind 38 625 gewerbliche und 29 801 angestellte Mitarbeiter. Durch die Restrukturierung in den Divisions HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe reduzierte sich die Mitarbeiterzahl im Konzern 2014 um 15,43 Prozent.

Bei der Division Americas arbeiteten mit 9 503 Mitarbeitern durchschnittlich 2,24 Prozent mehr Personen im Vergleich zum Vorjahr - bedingt durch die gestiegene Leistung.

Anzahl der Mitarbeiter bei HOCHTIEF nach Divisions

Erläuterungen zur Grafik:

* HOCHTIEF Europe enthält in dieser Darstellung zusätzlich die Divisions Concessions, Real Estate und Services.
** Ermittelt wird die Jahresdurchschnittszahl durch die Gesamtbelegschaft der vier Quartalsstichtage: alle Mitarbeiter, die zum Stichtag in einem Arbeitsverhältnis mit einem Unternehmen des HOCHTIEF-Konzerns stehen (mit Ausnahme des Vorstands). Die Mitarbeiter werden pro Kopf gezählt.
*** Im Jahr 2014 waren 239 Mitarbeiter in der Holding tätig.
**** HOCHTIEF Asia Pacific: Jahresdurchschnittszahlen inklusive der im Dezember veräußerten Einheiten John Holland (3 874 Mitarbeiter), Thiess Services (1 070 Mitarbeiter) und Leighton Contractors Services (3 758 Mitarbeiter)(Stichtag: 31.12.2014)

Restrukturierung bei HOCHTIEF Europe und HOCHTIEF Asia Pacific

Im Berichtsjahr haben wir uns von Aktivitäten getrennt, die nicht mehr zu unserem Kerngeschäft gehören. Dies hatte Auswirkungen auf die Anzahl der Mitarbeiter.

Division HOCHTIEF Europe (inkl. Holding): Die Neuaufstellung wurde in den Geschäftsjahren 2013 und 2014 erfolgreich vorgenommen und ist inzwischen abgeschlossen. Hier verringerte sich die Anzahl der Mitarbeiter um 30,95 Prozent. Die Anzahl betrug durchschnittlich 8 909 Mitarbeiter (Vorjahr: 12 902 Mitarbeiter).

In der Division HOCHTIEF Asia Pacific wirkten sich die ersten Restrukturierungsmaßnahmen ebenfalls auf die Anzahl der Mitarbeiter aus. Sie sank um 14,82 Prozent auf 50 014 Mitarbeiter.

Im Zusammenhang mit der Neuausrichtung waren in den Divisions HOCHTIEF Europe und HOCHTIEF Asia Pacific Personalanpassungen unvermeidbar. HOCHTIEF hat aber auch in Zeiten des Wandels die Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitern stets im Blick. Die getroffenen Beschlüsse erfolgten in enger Abstimmung mit den Mitbestimmungsgremien, das heißt den Betriebsräten und der Gewerkschaft. In Australien gibt es für verschiedene Berufszweige eigene Gewerkschaften, die eingebunden sind. Von betriebsbedingten Kündigungen konnte weitestgehend abgesehen werden.

Themenfelder der Personalarbeit

Grundlegend für das Personalmanagement bei HOCHTIEF sind:

Arbeitnehmerrechte

Rekrutierung und Talentsuche

Mitarbeiterbindung

Personalentwicklung

Diversity

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

• Arbeitnehmerrechte

Die Grundpfeiler der Personalarbeit bei HOCHTIEF sind Menschen- und Arbeitnehmerrechte, Vision und Leitlinien des Konzerns sowie die Prinzipien des Corporate-Governance-Kodex. Darüber hinaus ist der HOCHTIEF Code of Conduct > für unsere Mitarbeiter verpflichtend und sichert respektvolles, gesetzeskonformes Verhalten gegenüber Kollegen, Geschäftspartnern und Kunden. Er wurde 2002 erstellt und 2013 überarbeitet. Zudem stehen wir zu den Selbstverpflichtungen der einschlägigen ILO* -Standards. HOCHTIEF legt großen Wert auf die Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmervertretungen. Die Geschäftsleitung spricht sich ausdrücklich für das Recht aus, sich gewerkschaftlich zu organisieren. Die Wahl eigener Interessenvertreter ist an allen Standorten von HOCHTIEF möglich und wird begrüßt.

In der Division HOCHTIEF Europe (inklusive Holding) vertritt der Betriebsrat zirka 96 Prozent der Beschäftigten. In der Division HOCHTIEF Americas liegt der Prozentsatz der von Gewerkschaften vertretenen Mitarbeiter bei etwa 30 Prozent, in der Division Asia Pacific bei etwa 70 Prozent.

Zum Aufsichtsrat von HOCHTIEF gehören auch Arbeitnehmervertreter. Dort nehmen sie regelmäßig an den verschiedenen Ausschüssen teil. Sollten personelle Veränderungen durch strategische Maßnahmen unvermeidbar sein, prüft HOCHTIEF zunächst, ob betroffene Mitarbeiter in einen anderen Bereich oder in eine andere Konzerneinheit wechseln können. Wir versuchen, einvernehmliche Vereinbarungen mit unseren Mitarbeitern zu treffen, und stehen darüber hinaus betroffenen Mitarbeitern beratend und unterstützend zur Seite.

• Rekrutierung und Talentsuche

Ein strategisches Ziel für HOCHTIEF ist es, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und sie langfristig an uns zu binden - insbesondere vor dem Hintergrund der Diskussion um den Fachkräftemangel. Aus diesem Grund realisieren wir vielfältige Maßnahmen, die die Attraktivität und Stellung unserer Arbeitgebermarke stärken:

Kooperationen mit Vertretern von Hochschulen und Schulen in Form von Vorträgen, Exkursionen, Diskussionsrunden, Stipendien und Preisen für Studenten

Angebot vielfältiger Ausbildungsberufe, Praktikanten- und Werkstudentenstellen

Empfehlungsprogramm "Mitarbeiter werben Mitarbeiter"

Einstiegs-, Trainee-, Mentoren- und Jobrotationsprogramme

Alumni- und Praktikantenbindungsprogramme

Für HOCHTIEF ist der persönliche Kontakt bei der Suche nach neuen Mitarbeitern von großer Bedeutung. Eng arbeiten unsere Gesellschaften daher mit Hochschulen zusammen. Zum Beispiel gibt es in der Division HOCHTIEF Asia Pacific ein über zwei Jahre laufendes Graduiertenprogramm, an dem sich Thiess und Leighton Contractors beteiligen. In allen Divisions werden überdies in verstärktem Maße Social-Media-Kanäle genutzt. Dazu gehören Twitter und Facebook, die Karrierenetzwerke Xing und LinkedIn sowie der YouTube-Kanal, über den Rekrutierungsvideos veröffentlicht werden. Zudem nutzen wir verstärkt Online-Instrumente im Bewerbungsprozess. Die Quote der Internetbewerbungen liegt allein bei HOCHTIEF in Deutschland bei zirka 70 Prozent. Ähnliches ist bei den ausländischen Gesellschaften zu beobachten.

Eine besondere Form von Praktikantenbindung hat Turner in diesem Jahr entwickelt: Praktikanten und Werkstudenten drehten insgesamt 23 Videoclips, um ihre ersten beruflichen Erfahrungen mit interessierten Studenten zu teilen. Die besten Beiträge wurden prämiert. Um insbesondere Wehrdienstleistenden den Einstieg in einen zivilen Beruf zu erleichtern, unterstützt Turner das Programm "US Army's Partnership for Youth Success".

> Weitere Informationen finden Sie unter: www. hochtief.de/corporate-governance

* Weitere Informationen finden Sie auf Seite 98.

Daneben beteiligt sich die Gesellschaft auf regionaler Ebene an der Initiative "YouthForce 2020", die eine Art Auswahl ist, um Kinder und Jugendliche an Berufe in der Bauindustrie heranzuführen. Ältere Schüler werden insbesondere auf das eigene Hochschulprogramm aufmerksam gemacht. Das "ACE Mentor Program" bietet High-School-Schülern die Möglichkeit, Planungs- und Bauaufgaben in Gruppen zu erarbeiten - stets mit einem erfahrenen Fachmann an der Seite. Die Schüler erhalten so Zugang zur neuesten Technik, besuchen Baustellen und Niederlassungen - und erfahren aus erster Hand, was es bedeutet, ein reales Bauprojekt zu erstellen.

Auch Flatiron möchte Schüler für die Bauindustrie gewinnen, unter anderem mit dem Bildungsprogramm "Build-a-Bridge": In zehnwöchigen Kursen, die von Flatiron-Mitarbeitern geführt werden, erfahren sie, welche Karriereoptionen die Bauindustrie bietet. Die Seminare beinhalten unter anderem Baustellenbesuche, Team-Building-Maßnahmen und praktische Übungen.

In Australien ist Leighton Contractors Partner der Beacon Foundation, die insbesondere sozial benachteiligten Jugendlichen, die zum Beispiel aus von Arbeitslosigkeit betroffenen Familien stammen, zu einer Festanstellung verhilft. Bei Leighton finden sie Ausbildungsstellen und weitere Berufswege in der Bauindustrie.

Unterstützend bei der Talentsuche und der Rekrutierung neuer Mitarbeiter wirkt unsere internationale Positionierung als attraktiver Arbeitgeber. Unterschiedliche anerkannte Auszeichnungen und Rankings stützen dieses Bild in der Öffentlichkeit und dementsprechend gegenüber potenziellen Bewerbern: So gehört HOCHTIEF laut trendence Schülerbarometer 2014 zu den 100 attraktivsten Arbeitgebern Deutschlands und zudem laut trendence European Graduate Barometer 2014 zu den 500 attraktivsten Arbeitgebern in Europa. Turner gehört zu den besten 100 Arbeitgebern des Landes, gekürt durch das Universum's Ideal Employer Ranking. Nach einer Umfrage von Universum unter 700 000 Menschen belegt die HOCHTIEF-Tochter 2014 den 40. Platz bei den beliebtesten Arbeitgebern innerhalb der Baubranche (Vorjahr: Platz 44).

Unsere Infrastrukturspezialisten von Flatiron sind zum zweiten Mal in Folge unter den Toparbeitgebern in British Columbia zu finden. Ebenfalls in Kanada erhielt Flatiron die Auszeichnung als einer der 100 besten Arbeitgeber für Nachwuchskräfte. Mit dieser Auszeichnung werden die Bemühungen gewürdigt, die sich Unternehmen machen, um junge Menschen für ihre Branche zu gewinnen und sie an sich zu binden. Flatiron hat mehrere Initiativen ins Leben gerufen: Zum Beispiel arbeiten die Berufsstarter sehr praktisch und direkt im Projekt - oft auf einigen der interessantesten Infrastrukturvorhaben in Nordamerika. Clark Builders gehört zum sechsten Mal in Folge zu den besten Arbeitgebern in Kanada und ist eines der 50 bestgeführten Unternehmen des Landes (Platinum-Club-Mitglied).

• Mitarbeiterbindung

Die Bindung unserer qualifizierten Mitarbeiter ist für unseren langfristigen Unternehmenserfolg von großer Bedeutung.

Betriebszugehörigkeit im HOCHTIEF-Konzern nach Divisions (in Jahren, Stichtag: 31.12.2014)

HOCHTIEF unterstützt kontinuierlich seine Mitarbeiter bei der beruflichen Weiterentwicklung und der Entfaltung ihres persönlichen Potenzials mit umfangreichen Weiterbildungsangeboten.

Die Möglichkeit der Mitgestaltung durch die Mitarbeiter, beispielsweise über ein internes Ideenmanagement, über das Verbesserungsvorschläge eingereicht und Innovationen diskutiert werden können, wird von HOCHTIEF aktiv gefördert.*

* Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Forschung und Entwicklung auf der Seite 109.

Im Jahr 2014 stellte HOCHTIEF 21 396 neue Mitarbeiter (Vorjahr: 12 958) ein. In der Division HOCHTIEF Americas gab es 2014 3 605 Eintritte (Vorjahr: 1 191) und 3 122 Austritte (Vorjahr: 1 118). Die Division HOCHTIEF Asia Pacific verzeichnete 15 448 Eintritte (Vorjahr: 9 776) und 28 000 Austritte (Vorjahr: 12 469). In der Division HOCHTIEF Europe wurden insgesamt 2 343 Mitarbeiter eingestellt (Vorjahr: 1 991) und 3 910 Austritte (Vorjahr: 2 292) gemeldet.

Die Fluktuation lag im Berichtsjahr in Deutschland bei 14,9 Prozent (Vorjahr: 10,0 Prozent). Der Anteil der unbefristeten Verträge in Deutschland betrug 90,6 Prozent. Aufgrund vieler projektbezogener Arbeitsverträge in den USA und Australien sind die Zahlen, bezogen auf Fluktuation und auf Verträge, für die Divisions HOCHTIEF Americas und Asia Pacific nicht vergleichbar.

Leistungsgerechte Vergütung

Die Vergütungspolitik von HOCHTIEF orientiert sich an Wirtschaftlichkeit, Wettbewerbsfähigkeit, Attraktivität und Fairness. In den jeweiligen Gesellschaften existieren entsprechende Grundsätze für die festen und variablen Vergütungsbestandteile, die in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Diese werden durch Analysen und externe Benchmarks ergänzt, um den daraus resultierenden Anforderungen sowie dem Deutschen Corporate Governance Kodex gerecht zu werden.

Geschlechterspezifische Analysen nehmen wir nicht vor: Im Fokus stehen bei HOCHTIEF die einzelnen Qualifikationen, die Verantwortung und die Erfahrung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Altersvorsorge

HOCHTIEF bietet seinen Mitarbeitern konzernweit unterschiedliche Altersvorsorgemodelle, die den Bedingungen in den jeweiligen Ländern entsprechen. Verschiedene Versicherungsangebote oder mögliche Entgeltumwandlungen gehören zum Spektrum der Altersvorsorge.

Offener Dialog

Zum offenen Dialog gehört bei HOCHTIEF unter anderem eine aktive interne Kommunikation: Über Intranetplattformen wie "Indoor" und Mitarbeiterpublikationen wie "One Roof" werden Mitarbeiter über alle konzernrelevanten Themen regelmäßig in deutscher und englischer Sprache informiert. Auch bei den Gesellschaften der Divisions HOCHTIEF Asia Pacific und Americas gibt es entsprechende Plattformen und Publikationen, zum Beispiel das Turner Knowledge Network (TKN) und Structurally Speaking bei Flatiron.

Work-Life-Balance

Die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben nimmt eine wichtige Rolle bei der Wahl des Arbeitsplatzes und der Zufriedenheit der Mitarbeiter ein. Daher unterstützt HOCHTIEF eine ausgewogene Work-Life-Balance mit individuellen Maßnahmen und Programmen wie Teilzeit- oder Telearbeit, flexible Arbeitszeitmodelle sowie Workshops, beispielsweise zum Thema Selbstorganisation. Unser Weiterbildungsprogramm beinhaltet unter anderem Kurse zum Stressmanagement oder zur Burn-out-Prävention.

Die Teilzeitquote bei HOCHTIEF in Deutschland ist im Berichtszeitraum gesunken: von 9,1 Prozent im Jahr 2013 auf 8,8 Prozent im Geschäftsjahr 2014. Die Rückkehrquote nach Elternzeit lag 2014 in Deutschland bei 71,9 Prozent (Vorjahr: 77,9 Prozent).

• Personalentwicklung

Die persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten unserer Mitarbeiter sind ein zentrales Thema unserer Personalarbeit. Bei den jährlich stattfindenden strukturierten Mitarbeitergesprächen und dem dazugehörigen Feedback der Führungskräfte werden weitere individuelle Entwicklungsschritte überprüft und veranlasst. Diese Gespräche gibt es in allen Divisions.

Lebenslanges Lernen hat für HOCHTIEF große Bedeutung. Unsere Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen führen wir in den Divisions HOCHTIEF Europe und Americas überwiegend intern durch: An der HOCHTIEF-Akademie, der Turner University und der Flatiron Construction University bieten wir Präsenz- sowie Onlineseminare an. Die Themen reichen von speziellen Fachkursen bis zur Persönlichkeitsbildung. Denn wir wollen unsere Mitarbeiter auf allen Gebieten bestmöglich schulen und unterstützen. Im Berichtsjahr lag die durchschnittliche Aus- und Weiterbildungsstundenzahl bei etwa 22 pro Mitarbeiter.

Neben den baunahen Seminaren, bei denen die Nachfrage hoch ist, wird insbesondere das Onlineangebot kontinuierlich ausgebaut. In diesem Jahr wurden neue E-Learning-Kurse zu den Themen Kommunikation und Führung initiiert. In den USA bildeten sich Turner-Mitarbeiter in mehr als 100 000 Stunden an der Turner University weiter, zum Beispiel zu den Themen Arbeitssicherheit, Compliance oder Building Information Modeling (BIM). Ein neues und sehr beliebtes Tool, um Wissen untereinander auszutauschen, ist der Turner Learning Tree* . Auch Flatiron bietet sowohl Präsenz- als auch Onlineseminare an. Seit 2014 gibt es mehr als 100 mobile Onlinekurse, die über Tablets verfügbar sind.

Die Weiterbildung in der Division HOCHTIEF Asia Pacific erfolgt in festen Kooperationen mit externen Instituten. Ein Beispiel ist das "Pinnacle"-Programm von Thiess in Zusammenarbeit mit der University of Technology in Queensland, in dem Mitarbeiter unter Berücksichtigung ihrer individuellen Fähigkeiten an Führungskräftetrainings teilnehmen.

Neben den Weiterbildungsangeboten gibt es weitere Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung. So sorgen wir mit Jobrotationsprogrammen wie dem Engineer Rotation Program von Flatiron für einen Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen den Mitarbeitern und in der Folge zu einem noch breiter aufgestellten Fachwissen. Zudem werden auch einzelne Abteilungen geschult. Themenbezogene Veranstaltungen und Symposien, zum Teil divisionsübergreifend, dienen ebenfalls dem Wissensaustausch. Auch Talentförderung ist ein wichtiger Bestandteil der Personalentwicklung, die durch verschiedene Programme und Talentpools in den einzelnen Divisions erfolgt. Durch Trainings zu Themen wie Führungskompetenz oder Entscheidungsfähigkeit sowie individuelle Trainings sichern wir eine nachhaltige Personalplanung für Führungsaufgaben und Expertenanforderungen.

Mitarbeiter des HOCHTIEF-Konzerns nach Divisions (Stichtag: 31.12.2014)

Mitarbeiter im HOCHTIEF-Konzern nach Beschäftigungsart und Geschlecht (im Jahresdurchschnitt)

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2014 HOCHTIEF gesamt HOCHTIEF Americas HOCHTIEF Asia Pacific (inkl. John Holland, Thiess Services und Leighton Contractors Services) HOCHTIEF Europe (inkl. Holding)
Angestellte 29 801 6 834 17 274 5 693
weiblich 8 088 1 913 4 376 1 799
männlich 21 713 4 921 12 898 3 894
Gewerbliche 38 625 2 669 32 740 3 216
weiblich 2 077 124 1 896 57
männlich 36 548 2 545 30 844 3 159

In vielen unserer Konzerneinheiten sorgen wir für fundierte Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten, die stets von erfahrenen Ausbildungsleitern begleitet werden. Unsere Auszubildenden erhalten außerdem die Möglichkeit, sich durch Sprachtrainings, IT-Schulungen oder Prüfungsvorbereitungskurse weiterzuqualifizieren. Die Zahl der Auszubildenden bei HOCHTIEF in Deutschland ist von 215 im Jahr 2013 auf 130 im Jahr 2014 zurückgegangen (jeweils zum 31. Dezember). Die Ausbildungsquote lag damit bei 3,3 Prozent. Der Grund des Rückgangs liegt vornehmlich in der Umstrukturierung der HOCHTIEF Solutions AG.

Unser Ziel ist es, im Jahr 2015 in Deutschland wieder mehr Ausbildungsplätze bereitzustellen und für diese Positionen die richtigen Nachwuchskräfte zu finden. Darüber hinaus werden verstärkt technische Hochschulabsolventen gesucht.

* Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Forschung und Entwicklung auf Seite 110.

Ausbildungsberufe bei HOCHTIEF

Kaufmännisch

Industriekauffrau/-mann

Kauffrau/-mann für Bürokommunikation

Bachelor of Arts (Industriekauffrau/-mann)

Technisch

Bauzeichner/-in Bachelor of Engineering (w/m)

Gewerblich

Maurer/-in

Zimmerer/-in

Beton- und Stahlbetonbauer/-in

Kanalbauer/-in

Tiefbaufacharbeiter/-in

Baugeräteführer/-in

Industriemechaniker/-in

Mechatroniker/-in

Elektroniker/-in Betriebstechnik

• Diversity

Die Vielfalt und Vielfältigkeit unserer Mitarbeiter ist für HOCHTIEF ein Erfolgsfaktor. Daher fördern wir Diversity gezielt mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung in den einzelnen Divisions.

Altersstruktur im HOCHTIEF-Konzern 2014 (in Jahren, Stichtag: 31.12.2014)

In den USA achtet Turner besonders auf die Beschäftigung von Mitarbeitern verschiedener ethnischer Herkunft und fördert Frauen in der Bauindustrie; dafür wurde das Unternehmen jüngst wieder vom Magazin "Difference Matters" in die Liste der "Top Corporate Allies for Diversity" des Jahres 2014 aufgenommen. Die HOCHTIEF-Gesellschaft organisierte ein Diversity-Symposium in Ohio, und an der Initiative "Leading Women" nahmen sechs Niederlassungen teil. Zwei weitere werden demnächst mit einbezogen. Auch in diesem Jahr beteiligte sich Turner wieder an den Konferenzen der "Society of Hispanic Professional Engineers", der "National Society of Black Engineers" und der "Society of Women Engineers".

www.differencematters. net

Anteil der Mitarbeiter ethnischer Gruppen in den USA (Stichtag: 31. Dezember 2014)

Auch in Australien gibt es verschiedene Initiativen für Frauen im Bau- und Minengeschäft, zudem gibt es in jeder operativen Einheit Diversity-Councils, die Initiativen zu dem Thema vorantreiben. Überdies fördert die Leighton-Gruppe gezielt australische Ureinwohner, zum Beispiel als Partner von Organisationen wie "Supply Nation" . Um Schüler der elften und zwölften Klassen mit indigenem Hintergrund an Ingenieurberufe heranzuführen, gibt es die Indigenous Australian Engineering Summer School, die von Leighton unterstützt wird. Besonders talentierte und engagierte Teilnehmer erhalten Stipendien. Seit 2006 ist zum Beispiel Leighton Contractors mit 50 Prozent an der Gesellschaft Ngarda beteiligt. In dieser sind indigene Arbeitnehmer angestellt, die im australischen Minengeschäft, im Tiefbau und bei Infrastrukturprojekten beschäftigt werden .

www.supplynation.org.au

www.ngarda.com.au

Bei allen Projekten und Prozessen, insbesondere bei der Division HOCHTIEF Europe, berücksichtigen wir den demografischen Wandel und ermöglichen die Einbindung aller Altersgruppen.

In Deutschland achten wir auf die Chancengleichheit für Schwerbehinderte. Bei Vorstellungsgesprächen mit Schwerbehinderten begleitet der Schwerbehindertenbeauftragte das Gespräch. Die Schwerbehindertenquote betrug zum Stichtag 31. Dezember 2014 bei HOCHTIEF in Deutschland 2,7 Prozent. Da die Quote leider unter den gesetzlich vorgeschriebenen fünf Prozent liegt, entrichtet HOCHTIEF Ausgleichszahlungen.

Dank an Mitarbeiter und Belegschaftsvertreter

Entscheidend für die gute Leistung und den Erfolg von HOCHTIEF sind die Loyalität, das Engagement, die Qualifikation und die Motivation unserer Mitarbeiter. Die Unternehmensleitung bedankt sich aus diesem Grund ganz herzlich bei allen Mitarbeitern und Belegschaftsvertretern für ihren Einsatz.

• Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Das Thema Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz hat im gesamten Konzern höchste Priorität, denn für uns ist die Gesundheit unserer Mitarbeiter mehr als eine gesetzliche Verpflichtung. Wir möchten eine Arbeitsweltschaffen, in der unsere Mitarbeiter gesund sind und bleiben, sowie Risiken arbeitsplatzbedingter Erkrankungen und Arbeitsunfälle - ob im Büro oder auf der Baustelle - möglichst gering halten. Auch bei unseren Vertragspartnern und Nachunternehmern legen wir Wert darauf, solche Arbeitsbedingungen vorzufinden.

Als nachhaltig handelndes Unternehmen übernehmen wir Verantwortung - vor allem auch für die Menschen, die sich für uns engagieren: Das sind unsere Mitarbeiter und die Arbeiter unserer Partnerunternehmen. Für sie möchten wir optimale Arbeitsbedingungen schaffen. Eine unserer bedeutsamsten Leitlinien ist es daher, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz im größtmöglichem Maße zu gewährleisten. Sie ist im HOCHTIEF Code of Conduct verankert und gilt für alle Mitarbeiter.

Darüber hinaus haben wir eine Konzernrichtlinie erarbeitet, die die Mindeststandards in diesem Bereich definiert und die Grundlage der Arbeitssicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutzorganisation (AGUS) für den gesamten Konzern bildet. Des Weiteren wissen unsere Mitarbeiter um die Wichtigkeit, alle gesetzlichen und behördlichen Vorgaben zu erfüllen sowie die Risiken so gering wie möglich zu halten. Unser zentrales Kompetenzzentrum, das AGUS Center, berät bei der Organisation und Umsetzung der Standards.

Organisation von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz bei HOCHTIEF

Der Leiter des AGUS Centers berichtet an den Arbeitsdirektor im HOCHTIEF-Vorstand. Das AGUS Center erarbeitet die zentralen Arbeitsschutzanforderungen des HOCHTIEF-Konzerns. In den Divisions unterstützen weitere zentrale Arbeitssicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutzabteilungen die Führungskräfte bei der Umsetzung in die Praxis und kontrollieren die Einhaltung der Vorgaben des Konzerns. Mitarbeiter dieser Stabsstellen begleiten die Projekte, ob national oder international, in allen Phasen und optimieren Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz mit allen Beteiligten. Das AGUS Center hält als übergeordnetes Bindeglied den Kontakt zu ihnen und stellt das Berichtswesen sicher.

Die Gesellschaften in den HOCHTIEF-Divisions haben im Sinne einer Aufbau- und Ablauforganisation den Standards entsprechende Strukturen und Prozesse aufgesetzt. Managementbeauftragte und Fachexperten innerhalb der Divisions beraten und unterstützen die Geschäftsleitungen und Projektverantwortlichen ebenfalls.

Um Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in den gesamten Projektprozess zu integrieren, wurden in den Divisions Managementsysteme etabliert, die sich an internationalen Standards (BS OHSAS 18001 ) orientieren. 2014 haben 89,5 Prozent der aktiven Mitarbeiter (2013: 76,8 Prozent) in entsprechend zertifizierten Betrieben gearbeitet.

www.ohsas-18001-occupational-health-and-safety.com

Risiken frühzeitig erkennen

Oberstes Ziel ist es, so früh wie möglich Risiken zu erkennen und zu beurteilen. Das bedeutet, dass Sicherheitsexperten schon innerhalb der Angebotsphase für ein Projekt zurate gezogen werden, damit sie auf potenzielle Gefahren aufmerksam machen und entsprechende Maßnahmen entwickeln und ergreifen können. So wird sichergestellt, dass auf das individuelle Projekt zugeschnittene Präventionsmaßnahmen implementiert und Gefahrenquellen eliminiert werden. Diese Sicherheitskonzepte werden im Projektverlauf kontinuierlich fortgeschrieben und - je nach Planungsänderung - angepasst. Damit halten wir die Risiken für die Gesundheit unserer Mitarbeiter so gering wie möglich.

Grundsätzlich beziehen sich unsere Angaben zur Arbeitssicherheit sowie zum Gesundheits- und Umweltschutz auf HOCHTIEF und Vertragspartner, für die HOCHTIEF haftbar ist.

Themenfeldindikator

Attraktive Arbeitswelt; Aspekt: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Weitere Informationen siehe GRI-Index auf den Seiten 260 bis 261.

Nicht nur die eigenen Mitarbeiter, sondern auch alle Vertragspartner und Nachunternehmer sollten das Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutzverständnis von HOCHTIEF anerkennen und mittragen. Daher ist es uns besonders wichtig, dass alle Partner den Code of Conduct unterzeichnen. Schon bei der Auswahl der Nachunternehmer achten wir darauf, ob sie die gesetzlichen Vorgaben im Bereich Arbeitssicherheit und Umweltschutz einhalten. Unternehmen, die unseren Anforderungen nicht entsprechen, werden wir bei zukünftigen Aufträgen nicht berücksichtigen.

Ausfalltagerate im HOCHTIEF-Konzern 2014 (Stichtag: 31.12.2014)

Berechnung der Ausfalltagerate (Severity Rate)

Anzahl der durch Unfälle verlorenen Arbeitsstunden je 1 Mio. geleisteter Arbeitsstunden = Unfallschwere

Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten

Unfälle werden über ein Berichtswesen erfasst und analysiert, um Ursachen zu verstehen, neue Präventionsmaßnahmen zu entwickeln und unsere Prozesse zu optimieren. Die Grundlage bildet ein divisionsübergreifendes und einheitliches Verständnis bezüglich der Einordnung von Arbeitsunfällen in Anlehnung an die Vorgaben des "Recording and notification of occupational accidents and diseases" der ILO. Je nach Unfallschwere binden wir unterschiedliche Führungshierarchien in die Untersuchung ein. Die Berufskrankheitsrate bezogen auf eine Mio. Arbeitsstunden betrug im Jahr 2014 für die Division Europe (inklusive Holding) 0,31. Trotz einer überdurchschnittlichen Präventionsorganisation konnten Unfälle - zum Teil auch mit schweren und tödlichen Folgen - nicht völlig ausgeschlossen werden.

Unfallhäufigkeit im HOCHTIEF-Konzern nach Divisions (Stichtag: 31.12.2014)

Unfälle/1 Mio. Arbeitsstunden (Lost Time Injury Frequency Rates LTIFR), Tabellenänderung aufgrund neuer Datenbasis: Nach internationalen Standards werden Unfälle bereits ab dem ersten Ausfalltag berücksichtigt.

* Quelle: DGUV lt. BG Bau; die Zahlen für 2014 lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor.

Anzahl tödlicher Arbeitsunfälle im HOCHTIEF- Konzern (Stichtag: 31.12.2014)

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Division 2010 2011 2012 2013 2014
Americas 0 0 0 0 0
Asia Pacific (inkl. Nachunternehmer) 2 5 3 5 3
Europe (inkl. Holding) 1 0 0 0 0
HOCHTIEF-Konzern gesamt 3 5 3 5 3

Nachruf

Wir bedauern es sehr, dass Mitarbeiter bei ihrer Arbeit zu Tode gekommen sind. Ihren Angehörigen gilt unsere Anteilnahme.

Arbeitsschutzkultur durch Weiterbildung fördern

In den verschiedenen HOCHTIEF-Einheiten und -Gesellschaften gibt es unterschiedliche Arbeitsschutzkulturen, die aus den verschiedenen Sozialsystemen und den Gesetzen in den jeweiligen Ländern resultieren. Trotzdem möchten wir bei HOCHTIEF eine einheitliche Kultur und ein gemeinsames Verständnis von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz aufbauen. Unser Ziel ist es, dass sich jeder Mitarbeiter für die eigene Sicherheit und die seiner Kollegen verantwortlich fühlt.

Deswegen hat in allen HOCHTIEF-Divisions die kontinuierliche Fortbildung zu diesem Thema einen sehr hohen Stellenwert. In den Lehrangeboten der internen Weiterbildungseinrichtungen sind Schulungen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz fest verankert, zusätzlich werden externe Kurse angeboten.

Auf den Baustellen und in den Niederlassungen gibt es in allen Divisions maßgeschneiderte Initiativen, um die Mitarbeiter noch mehr für das Thema zu sensibilisieren. So nahm unsere Tochtergesellschaft Flatiron im Mai an der ersten US-weiten Safety Week teil. Besonders das große Sicherheitstreffen zu Beginn fand großen Zuspruch sowohl bei den Projekten als auch in den Niederlassungen. Themen wie Gefahrenbeurteilung, Absturzsicherung, Sonnenschutz, Fahrzeuge, Ausrüstung und Krisenmanagement wurden diskutiert.

Entsprechend gab es im Juni auch bei Turner eine ähnliche Aktion: der zehnte Safety Stand-Down. In diesem Jahr lag der Fokus auf der Vorbereitung in Bezug auf die Arbeitssicherheit, bevor eine Aufgabe konkret angegangen wird. Auf allen Baustellen wurde die Arbeit zeitweise niedergelegt, und die Arbeiter diskutierten miteinander über das Thema.

Auch bei der Division HOCHTIEF Asia Pacific gibt es unterschiedliche Arbeitssicherheitsprogramme. So hat Leighton Asia im September eine neue Sicherheitsinitiative gestartet: "Simply Safe". Unter dem Schlagwort "Don't walk past" geht es darum, dass jeder Mitarbeiter selbst für Sicherheit verantwortlich ist und keine unsicheren Aktionen dulden darf. Bei Thiess gibt es das Programm "Everyone Safe Everyday", das sehr erfolgreich läuft.

In der Division HOCHTIEF Europe erarbeiten die Projekte ebenfalls individuelle Arbeitssicherheits- und Umweltschutzkonzepte. Bei dem Brückenvorhaben "Queensferry Crossing" in Schottland gibt es allein acht Einzelprogrammpunkte, die die Sicherheit für Mitarbeiter, Anwohner und Nachunternehmer garantieren - von "Bridging the Forth Safely - Behavioural Safety Program" über monatliche Sicherheitsmeetings bis zum "Health and Safety Management System". Im Berichtszeitraum wurde das Team unter anderem mit dem "National Site Award" der Considerate Constructors in der Kategorie "Performance Beyond Compliance" ausgezeichnet, der auch das Thema Arbeitssicherheit bewertet.

Für unser Team des Loses C310 bei dem Großvorhaben Crossrail in London haben Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz ebenfalls oberste Priorität. Unter anderem wurde 2014 eine "Stepping Up Week" organisiert. Das Programm "Target Zero" beinhaltet drei Prinzipien und motiviert jeden Mitarbeiter zur Einhaltung der Maßnahmen. Die Leistung wurde 2014 mit dem Considerate Constructors Scheme National Award in der Kategorie "Performance Beyond Compliance" belohnt, der neben hervorragender Anwohnerkommunikation und Umweltschutz auch den Arbeitnehmerschutz berücksichtigt.

In den internen Medien berichten wir regelmäßig über Arbeitssicherheitsprogramme. Zudem organisieren die Gesellschaften unter anderem regelmäßige Aktionstage, um die Mitarbeiter in den Einheiten und auf den Projekten noch weiter zu sensibilisieren.

Führungskräfte müssen sich ihrer Verantwortung bewusst sein und eine entsprechende Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutzkultur in ihren Bereichen ermöglichen und fördern. Für sie wurden spezielle Programme entwickelt. Besonders stolz sind wir darauf, dass Cindy de Prater, Vice President of Environmental Health and Safety bei Turner, im September 2014 in das OSHA Advisory Committee on Construction Safety & Health gewählt wurde und nun über bundesweite Standards mitsprechen und mitbestimmen wird.

Gerade auf die Aus- und Weiterbildung unserer Sicherheitsexperten legen wir großen Wert. Sie befinden sich stets auf dem aktuellen Stand in ihrem Fachgebiet, sodass sie die Projektverantwortlichen fachkundig beraten und unterstützen können. In internen und externen Arbeitskreisen, sowohl regional als auch über Ländergrenzen hinweg, tauschen sich die Experten über ihre Erfahrungen aus.

Die Gesundheit und das Wohlergehen aller unserer Mitarbeiter liegt uns am Herzen. Deswegen wird Prävention bei HOCHTIEF großgeschrieben: Für Führungskräfte gibt es regelmäßige Check-ups, allen Mitarbeitern steht der Arbeitsmedizinische Dienst (AMD) beratend zur Seite. Turner unterstützte 2014 mehr als 12 000 Mitarbeiter und deren Angehörige in Sachen Gesundheit, unter anderem bei Arztbesuchen, Krankenhausaufenthalten oder bei der Drogenberatung. Mit dem Programm "Healthy Me" bietet die HOCHTIEF-Tochter Gesundheitschecks oder Kurse zur Gewichtsreduzierung an. Auch Flatiron organisiert einmal im Jahr Gesundheitsmessen an allen wichtigen Standorten, auf denen Mitarbeiter ihre Fitness beurteilen lassen können. Diese Angebote sind sehr beliebt.

Wesentliche Verletzungsarten am Beispiel der Division HOCHTIEF Europe im Jahr 2014 (Stichtag:31.12.2014)

HOCHTIEF Europe (inkl. Holding)

Da wir erst im Berichtsjahr mit der Datenerhebung für wesentliche Verletzungsarten begonnen haben, können wir sie noch nicht konzernweit abbilden. Wir arbeiten an einer vollständigen Erfassung für die zukünftige Berichterstattung.

Einkauf

Im Berichtsjahr hat HOCHTIEF 15,8 Mrd. Euro für die Beschaffung von Material und Nachunternehmerleistungen aufgewendet. Der Einkauf hat damit einen Anteil von zirka 65 Prozent an der Konzernleistung. Die Effizienz unserer Beschaffung ist demnach ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Konzerns. Diese drückt sich nicht nur in guten Einkaufspreisen aus: Die Beschaffungsstrategie mit einer effizienten Beschaffungsorganisation und die strategische Lieferantenauswahl fördern ebenfalls die Ertragskraft von HOCHTIEF.

Organisation, Einkaufsprozess und Ziele

Die bereits 2013 neu ausgerichtete dreistufige Organisation der Beschaffung wurde im Berichtsjahr erfolgreich gestartet und umgesetzt.

Organisationsstruktur der Beschaffung im HOCHTIEF-Konzern

Strategische Beschaffung auf Konzernebene

Die strategische Beschaffung auf Konzernebene -verantwortet von der Beschaffung der HOCHTIEF Solutions AG - hat den Auftrag, die Beschaffung insgesamt mit strategischen Initiativen weiterzuentwickeln, positive Praxisbeispiele aus den Divisions konzernweit zu verbreiten und dafür Sorge zu tragen, dass die Beschaffungsrichtlinien sowie die beschaffungsrelevanten Compliance-Vorgaben im gesamten Konzern angewendet werden.

Strategische Beschaffung auf Ebene der Divisions

In jeder Division verfügen die Gesellschaften über eine zentrale Einheit in der Beschaffung. Die Einkäufer tragen zur Umsetzung der Beschaffungsstrategie auf Division-Ebene bei. Dazu gehört es, die Aktivitäten innerhalb der Divisions zu koordinieren, Synergien zu heben und Best-Practice-Lösungen zu generieren. Durch den im gesamten Netzwerk kontinuierlichen Wissensaustausch mit den operativen Einheiten auf der einen Seite und den internationalen Beschaffungsmanagern der weiteren Divisions auf der anderen Seite sorgen die Ansprechpartner für eine ständige Verfügbarkeit wichtiger Informationen und unterstützen den Einkauf auf Projektebene nachhaltig.

Dezentrale Beschaffung auf Projektebene

Der dezentrale Einkauf auf Projektebene schließlich bildet die dritte Ebene der Beschaffungsorganisation bei HOCHTIEF. Unsere Produkte haben Unikatcharakter, denn mit jedem einzelnen Projekt wechselt der "Produktionsstandort", und die Zusammensetzung der Projektbeteiligten formiert sich stets neu. Den daraus folgenden Herausforderungen in der Auswahl unserer Nachunternehmer und Lieferanten stehen die Einkäufer in den Projekten gegenüber. Die Auswahl geeigneter Nachunternehmer und Lieferanten erfolgt mit der intensiven Durchdringung der regionalen, nationalen und internationalen Beschaffungsmärkte. Im Gegensatz zu anderen Industrien verlangt das Projektgeschäft, stets einen hohen Anteil neuer Geschäftspartner zu identifizieren. Daneben sind die Nachunternehmer und Lieferanten, die nicht nur regional tätig sind, bei bewährter Zusammenarbeit zu kennen und zu nutzen.

Diesen Herausforderungen begegnen wir durch ein Einkaufsnetzwerk mit den Vorteilen einer dezentralen, eher mittelständisch geprägten Einkaufsorganisation als Teil der Projekte sowie durch die Unterstützung der zentralen division- und konzernübergreifenden Einheiten im Einkauf.

> Weitere Informationen zum Thema Beschaffung finden Sie im Internet unter: www.hochtief.de/einkauf

Dieses Kapitel ist Teil des Themenfelds Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen

Vereinfachter Einkaufsprozess in fünf Schritten

Einheitlich sind die Ziele des Einkaufs, die alle Divisions verfolgen, um die richtigen Nachunternehmer und Lieferanten auszuwählen: Der Einkauf

führt als Teil des Projekts den Einkaufsprozess innerhalb der operativen Einheiten und trägt damit einen erheblichen Anteil zur Sicherung des Projekterfolgs bei,

stellt sicher, dass die Angebote der Bieter den ausgeschriebenen Leistungen entsprechen, technisch sowie wirtschaftlich untereinander vergleichbar sind und insbesondere Ansprüche, die wir im Zuge der Projektausführung an unsere Nachunternehmer und Lieferanten in Bezug auf Umwelt, Sicherheit sowie Gesundheit stellen, gerecht werden, und

stellt einen fairen Wettbewerb zwischen mehreren Anbietern unter Berücksichtigung der Compliance-Regelungen von HOCHTIEF sicher.

Ebenfalls ist in den Gesellschaften der Divisions ein einheitlicher Einkaufsprozess etabliert. In der inhaltlichen Ausprägung ist der Einkaufsprozess an den Projekterfordernissen der einzelnen Divisions orientiert.

Der Einkauf ist damit die wichtige Schnittstelle zwischen dem Projekt, der Division und dem Konzern zu den Nachunternehmern beziehungsweise Lieferanten. Sämtliche Anforderungen zu Produkten und Materialien, Ausführung, Qualität, Service, Terminen und Kosten - auch im Rahmen unserer Verpflichtung zur Nachhaltigkeit -laufen im Einkauf zusammen, um diese in den Verträgen mit unseren Nachunternehmern und Lieferanten zu verankern und in der Projektabwicklung zu gewährleisten. So sind beispielsweise in Europa neben den inhaltlichen und qualitativen Aspekten auch die von HOCHTIEF ausgewiesenen Ansprüche an die Nachhaltigkeit Teil aller Verhandlungsprotokolle des Einkaufs.

Auswahl und Bewertung der Lieferanten und Nachunternehmer

Durch unseren Einkaufsprozess stellen wir sicher, dass die richtigen Nachunternehmer und Lieferanten in Bezug auf Kosten, technische Anforderungen und Nachhaltigkeit beauftragt werden. Die Gewährleistung, dass unsere Nachunternehmer die Ansprüche von HOCHTIEF erfüllen, ist für uns entscheidend, da der Schwerpunkt der Beschaffung mit 70 Prozent auf dem Einkauf von Nachunternehmerleistungen liegt.

Dabei hat gerade das Thema Nachhaltigkeit einen immer stärkeren Einfluss auf die Auswahl der Nachunternehmer. Von unseren Lieferanten und Nachunternehmern erwarten wir, dass ihr Verhalten dem Anspruch von HOCHTIEF an nachhaltiges Handeln entspricht. Alle HOCHTIEF-Gesellschaften verlangen vor Ausführung der Leistung oder der Lieferung von Material von ihren Nachunternehmern und Lieferanten, dass diese im Rahmen einer Präqualifizierung dem Verhaltenskodex zustimmen. Dieser beinhaltet wichtige ökologische, soziale sowie ethische Standards und dient als Grundlage der vertraglichen Beziehungen mit den Lieferanten und Nachunternehmern. Damit haben unsere Vertragspartner entweder den HOCHTIEF Code of Conduct für Geschäftspartner anerkannt oder einen eigenen vergleichbaren Kodex vorgewiesen.

Von uns beauftragte Nachunternehmer müssen zudem zusichern, dass sie die Standards von HOCHTIEF auch bei ihren Subunternehmern durchsetzen. Mit diesen Regelungen bekennen wir uns zu unserer Verantwortung für Nachhaltigkeit in der Wertschöpfungskette. Insgesamt sind 94 Prozent unserer Vertragspartner, mit denen wir 2014 im Konzern zusammengearbeitet haben, präqualifiziert.

Darüber hinaus schult HOCHTIEF sowohl die eigenen Mitarbeiter als auch Nachunternehmer und Lieferanten in Bezug auf die Einhaltung von Vorgaben und Anforderungen in den Bereichen Umwelt, Sicherheit und Gesundheit. So hat Turner hierfür unter anderem das Programm "Building L.I.F.E." entwickelt und ist nach Occupational Health and Safety Advisory Services (OHSAS) zertifiziert.

Unser Engagement - nachhaltiges Handeln in der gesamten Wertschöpfungskette mit unseren Geschäftspartnern sicherzustellen - wirkt sich auch positiv bei der Suche nach geeigneten Geschäftspartnern aus. So sind beispielsweise Nachunternehmer und Lieferanten auch aufgrund der etablierten hohen Standards in Bezug auf Arbeitsschutz im Rahmen von Building L.I.F.E. sehr daran interessiert, mit unserer Tochtergesellschaft Turner Construction Company zu kooperieren.

Nach erbrachter Leistung wird ein überwiegender Teil unserer Nachunternehmer und Lieferanten von den Projektteams bewertet. Zu beurteilen ist hierbei unter anderem, ob sich der Vertragspartner in seiner Tätigkeit für das Bauprojekt an gesetzliche Bestimmungen und unternehmensinterne Regelwerke und Verhaltenskodizes hält oder ob Verdachtsmomente hinsichtlich Korruption, Diskriminierung sowie nicht angemessener Arbeitszeiten, -bedingungen oder -löhne bestanden haben. Entsprechend dieser Beurteilung werden die Nachunternehmer und Lieferanten entweder für zukünftige Projekte empfohlen oder bei auftretenden Verstößen unverzüglich für nachfolgende Projekte gesperrt.

Die Bewertungen werden sowohl mit Unterstützung von etablierten Systemen als auch manuell in den Projekten vorgenommen. Beispielsweise wurden in Deutschland im Berichtszeitraum 996 Bewertungen von Nachunternehmern, Lieferanten und Planern zentral initiiert, von den Projektteams ausgeführt und zurückgemeldet. Diese Bewertungen stehen somit wiederum für die Auswahl der Nachunternehmer und Lieferanten für zukünftige Bauprojekte zur Verfügung. Für 2014 wurden in Deutschland damit 55 Prozent des Beschaffungsvolumens mit Nachunternehmern und Lieferanten abgewickelt, die aufgrund ihrer guten Leistungen in vorherigen Projekten ausgewählt wurden.

Beispiele nachhaltiger Beschaffung

Die richtige Auswahl von Nachunternehmern und Lieferanten wird auch angesichts der zunehmenden Nachfrage nach nachhaltig gestalteten Immobilien immer wichtiger. Der Bedarf an zertifizierten Materialien und Dienstleistern steigt weiter an; dieser Entwicklung tragen wir mit unseren Beschaffungsmaßnahmen Rechnung.

Ein herausragendes Beispiel für nachhaltiges Bauen von Turner ist das Phipps Center for Sustainable Landscapes in Pittsburgh (USA). Das Gebäude wurde gebaut, um als erstes Gebäude weltweit drei unabhängige Zertifikate für nachhaltiges Bauen zu erfüllen, dies sind: LEED Platinum, Four Stars Sustainable Sites Initiative und Living Building Challenge. Die Herausforderung für Turner als Generalunternehmer war es folglich, extrem hohe Anforderungen an nachhaltiges Bauen auch bei der Beschaffung der Materialien zu erfüllen. So mussten alle Materialien lokal beschafft werden, auf potenziell gefährliche chemische Inhaltsstoffe geprüft werden und mit den zugelassenen Inhaltsstoffen nach dem Standard von Living Building Challenge abgeglichen werden. Um dies gewährleisten zu können, wurde nicht nur mit den Händlern der Materialien gesprochen, sondern direkt mit den Fachleuten der Hersteller. Auch für den Betrieb der Baustelle wurden die Möglichkeiten für nachhaltiges Handeln genutzt, indem zum Beispiel die Lastwagen und Geräte mit schwefelarmem Diesel betrieben wurden und ein umfassendes Recyclingsystem für anfallende Bauabfälle eingeführt wurde. Das Baufachmagazin Engineering News-Record (ENR) hat nicht zuletzt deshalb das Phipps Center for Sustainable Landscapes im Berichtszeitraum als weltweit bestes "grünes" Projekt bezeichnet.

UN-Konventionen zur Wahrung der Menschenrechte* ≡ in den wesentlichen Beschaffungsländern von HOCHTIEF (Anzahl der Beschaffungsländer 2014: 40; 2013: 45)

Anzahl der Beschaffungsländer

www.ohchr.org

* Siehe Glossar Seite 266.

Auch für unsere eigenen Bedarfe achten wir auf nachhaltige Beschaffung. Deshalb haben beispielsweise die HOCHTIEF Solutions AG und unsere Leighton-Beteiligung Thiess auf den elektronischen Einkaufsplattformen für interne Bedarfe jeweils mehr als 1 000 als nachhaltig gekennzeichnete Produkte eingestellt, die unsere Nutzer einfach und schnell identifizieren können. Das Produktspektrum umfasst Büromaterial ebenso wie Schmierstoffe oder Öle.

Ein weiteres Beispiel bei Thiess für nachhaltige Beschaffung ist der Wechsel von herkömmlichen Leuchtmitteln zu LED-Lampen in Lichtmastaggregaten auf allen Thiess-Baustellen in Australien; dadurch konnten die Treibhausgasemissionen im Jahr 2014 um zirka 500 Tonnen gesenkt werden. Außerdem hat die Gesellschaft für die Beschaffung von Reifen für Geräte und Maschinen vertraglich vereinbart, dass 98 Prozent der zurückgegebenen Reifen durch einen akkreditierten Anbieter recycelt werden müssen. Die Einhaltung der Vereinbarung wurde während eines Audits überprüft. Nicht zuletzt aufgrund dieser Initiativen wurde Thiess von der Supply Chain & Logistics Association of Australia (SCLAA) für den Supply Chain & Logistics Award in der Kategorie Umwelt für die Endrunde nominiert.

Beschaffungsländer

Der HOCHTIEF-Konzern bezog auch im Berichtsjahr vorwiegend Materialien und Dienstleistungen von Nachunternehmern und Lieferanten aus Ländern mit hohen Menschenrechtsstandards in Übereinstimmung mit UN-Konventionen. In der Grafik sind alle wesentlichen Zulieferer berücksichtigt (Konzern-Coverage: 100 Prozent).

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliches Umfeld im Jahr 2015*

Das weltwirtschaftliche Wachstum für das Jahr 2014 betrug gemäß Internationalem Währungsfonds (IWF) 3,3 Prozent und lag damit über dem weltwirtschaftlichen Wachstum des Vorjahres. Das schwächere Wachstum der US-Wirtschaft, sinkender Optimismus bei Schwellenländern und die geopolitischen Spannungen dämpften das im April 2014 prognostizierte Wachstum für das Berichtsjahr. Für das Jahr 2015 wird mit einem verbesserten Wachstum der Weltwirtschaft in Höhe von 3,8 Prozent gerechnet. In den für HOCHTIEF bedeutenden Zielregionen und relevanten Märkten liegen die prognostizierten Wachstumsraten größtenteils deutlich über diesem Durchschnittswert. HOCHTIEF profitiert somit maßgeblich von der vorgenommenen, strategischen Fokussierung auf ausgewählte Märkte mit klar definierten Kernkompetenzen in der Verkehrs-, Energie-, sozialen und urbanen Infrastruktur sowie im Minengeschäft.

Strategische Ausrichtung von HOCHTIEF**

Der vor zwei Jahren initiierte strategische Wandel von HOCHTIEF wird weiterhin konsequent vorangetrieben. Die Struktur der Divisionen gliedert sich generell in die Geschäftsfelder Bau, Public-Private-Partnership (PPP), Engineering, Mining sowie Services. In Amerika wird das PPP-Geschäft von unserer Tochtergesellschaft HOCHTIEF PPP Solutions erbracht. Auf Basis unserer einfachen und klaren Strategie wollen wir der global bedeutendste Hoch- und Infrastrukturbaukonzern mit nachhaltig profitablem Wachstum werden und in unseren Zielmärkten eine führende Markt- und Technologieposition erreichen. In allen Geschäftsfeldern wollen wir die Effizienz und Profitabilität steigern und die Nettoverschuldung weiter reduzieren.

In den vergangenen beiden Jahren haben wir uns im Zuge der neuen strategischen Ausrichtung von Aktivitäten getrennt, die nicht mehr zum Kerngeschäft von HOCHTIEF gehören. In der Division Europe wurden im Berichtsjahr unsere Anteile (50 Prozent) am Immobilienunternehmen aurelis Real Estate, das Property-Management-Geschäft, die Offshore-Assets und ein Großteil unserer Gesellschaft formart, einer der führenden Wohnungsentwickler in Deutschland, veräußert. Die Division Asia Pacific trennte sich von der Leighton-Tochter John Holland und von einem 50-prozentigen Anteil des Servicegeschäfts. Zudem überprüft Leighton Optionen für die Veräußerung oder mögliche Partnerschaften in Bezug auf das Property-Geschäft. Die Erlöse sollen dazu dienen, die Verschuldung weiter zu reduzieren, die Bilanz zu stärken und künftiges Wachstum, insbesondere im PPP-Bereich, zu finanzieren.

Um die Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität kontinuierlich zu erhöhen, wurden im Geschäftsjahr 2014 die Strukturen weiter verschlankt und die Effizienz der Prozesse in allen Divisionen erhöht. Die unternehmerischen Abläufe wurden dadurch erheblich vereinfacht und die unternehmerische Denkweise bei HOCHTIEF gestärkt. Wir können somit die Vorteile eines mittelständisch geprägten Handelns mit dem Leistungsspektrum eines international erfahrenen Baukonzerns optimal verbinden.

HOCHTIEF hat seinen Anteil an der Unternehmensgruppe Leighton im Berichtsjahr auf 69,62 Prozent signifikant aufgestockt und unterstreicht mit dieser Investition in sein Kerngeschäft das Vertrauen in das Leistungspotenzial unserer australischen Gesellschaft. Zudem erwägen wir strategische Zukäufe in bestimmten Schlüsselmärkten, in denen wir bereits vertreten sind. Dies soll die starke Markt- und Wettbewerbsposition von HOCHTIEF weiter verbessern.

Das im Oktober 2014 beschlossene Rückkaufprogramm von fast zehn Prozent der Stückaktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft verfolgt das Ziel und die Strategie, unsere Aktionäre für ihre Beteiligung an unserem Unternehmen zu honorieren. Dies stärkt zudem unsere vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Investoren und unterstützt den Wert von HOCHTIEF über das Jahr 2014 hinaus.

Beurteilung der aktuellen wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand***

HOCHTIEF hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 erneut gut behauptet. Die Division Americas verzeichnete einen hervorragenden Auftragseingang und auch die Division Europe liegt bereinigt um die Verkäufe deutlich über dem Vorjahreswert. Die selektivere Auftragshereinnahme und die vorübergehend rückläufige Marktentwicklung im Flüssiggas-Geschäft bewirken eine deutliche Reduzierung der Auftragseingänge bei Leighton. Insgesamt liegt der Auftragseingang wie prognostiziert mit -1,7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Bei erwartungsgemäß annähernd gleichbleibend hoher Leistung der HOCHTIEF Gruppe und abzüglich der bereits genannten Verkäufe in den Divisionen Europe und Asia Pacific reduziert sich der Auftragsbestand leicht und liegt um -0,5 Prozent unter Vorjahr und damit in etwa auf dem prognostizierten Niveau. Dies stellt weiterhin eine gute Ausgangsbasis für die zukünftige Leistungsentwicklung dar.*

* Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Märkte und Rahmenbedingungen auf den Seiten 42 bis 51.
** Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Strategie auf den Seiten 35 bis 39.
*** Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Ertragslage auf den Seiten 55 ff.

Auch ergebnisseitig konnte HOCHTIEF das Geschäftsjahr 2014 erfolgreich abschließen und einen nominalen als auch operativen Konzerngewinn von insgesamt 252 Millionen Euro erzielen, der deutlich über Vorjahr (+46 Prozent) und über dem oberen Ende unseres prognostizierten Intervalls liegt. Zu dieser Ergebnisverbesserung haben die Divisions - Americas und Asia Pacific - ihren Beitrag geleistet. Das betriebliche Ergebnis (EBITA/ EBIT) aus fortgeführten Aktivitäten in Höhe von 559 Mio. Euro ist nur begrenzt mit dem Vorjahr zu vergleichen, da das Jahr 2013 signifikante positive Einmaleffekte aus nicht zum Kerngeschäft gehörenden Transaktionen enthielt. Das Ergebnis vor Steuern aus fortgeführten Aktivitäten in Höhe von -177 Mio. Euro ist durch die mit den Umbaumaßnahmen des HOCHTIEF-Konzerns verbundenen Restrukturierungsaufwendungen und die Risikovorsorge bei Leighton beeinflusst. Daher ist ein Vorjahresvergleich dieser Ergebnisgröße auf nominaler Ebene nicht zielführend. Operativ liegen sowohl das EBIT mit +5,8 Prozent als auch das Ergebnis vor Steuern mit +15,7 Prozent deutlich über den Vorjahreswerten sowie unserer Prognose und unterstreichen die Leistungsfähigkeit von HOCHTIEF. Zudem haben wir unsere Ziele erreicht, den Cashflow des HOCHTIEF-Konzerns signifikant zu verbessern und eine Nettofinanzvermögensposition, inklusive des erwarteten Cashzugangs aus den Verkäufen bei Leighton, aufzubauen.**

Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung

HOCHTIEF wird im Jahr 2015 weiterhin intensiv daran arbeiten, die Strategie mit den damit verbundenen Initiativen konsequent umzusetzen und die angestrebten Ziele zu erreichen. In diesem Zusammenhang wird erwartet, dass sämtliche Divisionen ihre operativen Ergebnisse verbessern und die Umsatzrentabilität nachhaltig steigt. Dementsprechend wird erwartet, dass sich das Ergebnis vor Steuern, das EBITA und der Konzerngewinn von HOCHTIEF positiv entwickeln und unter Berücksichtigung der Eliminierung der operativen Beiträge der nicht fortgeführten Aktivitäten deutlich über dem Niveau des Vorjahres liegen. Zudem wird sich der Fokus auf Cash-Generierung weiterhin deutlich positiv auf den Cashflow des Konzerns und auf die Höhe des Nettofinanzvermögens auswirken. HOCHTIEF wird dadurch eine gestärkte Bilanz aufweisen, die es uns ermöglicht, in profitables Wachstum zu investieren.

Die bereinigte Auftragslage (Auftragseingang, Leistung und Auftragsbestand) von HOCHTIEF wird sich auf gleichbleibendem Niveau im Jahr 2015 stabilisieren. Zukünftige Auftragseingänge aus PPP Projekten und die damit einhergehenden staatlichen Infrastrukturprojekte zählen dabei in allen Divisionen zu den wesentlichen Treibern dieser Einschätzung und tragen dazu bei, das temporär schwächere Minengeschäft sowie die Reduzierungen im Bereich der Flüssiggas-Projekte im australischen Markt zu kompensieren.

Für den HOCHTIEF Konzern erwarten wir für das Jahr 2015 einen operativen Konzerngewinn im Bereich von 220 bis 260 Mio. Euro. Dies bedeutet auf vergleichbarer Basis eine weitere deutliche Steigerung gegenüber dem Berichtsjahr 2014 und spiegelt die gesteigerte Profitabilität sowie nachhaltig verbesserte Qualität der Ergebnisse wider.

Dividende

HOCHTIEF möchte seine Aktionäre an der positiven Ergebnisentwicklung des Unternehmens beteiligen. Der Vorstand und der Aufsichtsrat der HOCHTIEF Aktiengesellschaft schlagen vor, für das Geschäftsjahr 2014 eine Dividende in Höhe von 1,70 Euro je Aktie auszuschütten. Zudem wird empfohlen die Aktionäre auch an den erfolgreichen Desinvestitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr zu beteiligen. Daher wird weiterhin vorgeschlagen eine zusätzliche Sonderdividende von 0.20 Euro pro Aktie auszuschütten. In Summe beläuft sich dementsprechend die gesamte Dividende für das Geschäftsjahr 2014 auf 1,90 Euro pro Aktie.

* Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Auftragslage auf den Seiten 52 bis 53.
** Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage auf den Seiten 55ff.

Risikobericht

Das Risikomanagement von HOCHTIEF umfasst sämtliche organisatorischen Prozesse, durch die Risiken identifiziert sowie geeignete Maßnahmen zur Gegensteuerung entwickelt und umgesetzt werden. Als Risiken gelten dabei alle Entwicklungen, die sich negativ auf das Erreichen der qualitativen und quantitativen Unternehmensziele, insbesondere auf das Ergebnis und die Liquidität, auswirken.

Unser Risikomanagement ist integraler Bestandteil des Managementsystems. Es ermöglicht die aktive Steuerung von erkannten Risiken, um den Fortbestand der Gesellschaft, den Erhalt von Arbeitsplätzen und die erfolgreiche Weiterentwicklung von HOCHTIEF zu sichern. Das Risikobewusstsein aller Mitarbeiter wird durch ständig optimierte organisatorische Prozesse auf allen Ebenen nachhaltig gefördert. Risiken werden adäquat, vollständig und offen kommuniziert.

Verbesserung des Risikomanagements

Die laufende Optimierung des Risikomanagementsystems steht bei HOCHTIEF weiterhin im Fokus. Ein gut funktionierendes Risikomanagement stellt für uns einen wesentlichen Treiber der Profitabilität dar. Eine nachhaltige Steigerung der Rendite soll durch Reduzierung und effektive Steuerung der Risiken erreicht werden. Insbesondere die Selektionskriterien in der Angebotsbearbeitung von Akquisitionen und Projekten sowie das anschließende Projektcontrolling sollen konzernweit im Rahmen von Best-Practice-Lösungen weiter verbessert werden, um so Verlustprojekte noch wirksamer zu vermeiden. Wir werden künftig schneller auf sich verändernde Märkte reagieren und noch mehr Wert darauf legen, das für ein Projekt jeweils bestgeeignete Personal einzusetzen. Insgesamt soll ein stärker unternehmerisch geprägter Ansatz dazu führen, dass Risiken früher erkannt und ausgeschlossen beziehungsweise besser gesteuert werden können. Hierzu wurden neue Zustimmungs- und Reportingprozesse bei Großprojekten eingeführt, um so die Transparenz und das Risikobewusstsein in allen Projektphasen zu erhöhen.

Konzernweites Risikofrüherkennungssystem

Eine konzernweit gültige und jedem Mitarbeiter zugängliche Risikoreportingrichtlinie, die 2014 überarbeitet wurde, regelt einheitlich die Meldung und Kommunikation von Risiken, beschreibt die Aufbau- und Ablauforganisation einer Risikomeldung und definiert den konzernweit gültigen Rahmen des Risikoreportings. Die Divisions haben zur Ergänzung der Konzernrichtlinien eigene, speziell für ihren Bereich entwickelte Organisationsanweisungen erstellt, um Risiken zu identifizieren, zu bewerten und zu steuern.

Die Risiken werden zusammen mit den Prognosen beziehungsweise der Planung auf Projektebene erhoben, auf der Ebene der einzelnen Divisions mit den jeweils zuständigen Vorständen diskutiert und die Informationen von unten nach oben bis auf die Konzernebene verdichtet. Durch diese Vorgehensweise werden die Verantwortlichen auf allen Ebenen der Unternehmenshierarchie mit einbezogen. Die Risikomeldung enthält die potenzielle Schadenshöhe, die Eintrittswahrscheinlichkeit, die Risikokategorie, den möglichen Eintrittszeitpunkt und bereits getroffene Maßnahmen zur Abwendung oder Minderung des Risikos.

Über diese quantitative Risikodarstellung hinaus ist es HOCHTIEF besonders wichtig, dass die Risiken im Konzernmanagement offen diskutiert werden. Zu diesem Zweck ist ein Risikoreportingkreis etabliert, dem mindestens ein Vertreter des HOCHTIEF-Vorstands sowie Vertreter der Divisions und der relevanten Konzernabteilungen angehören. Dieses Forum betrachtet die gemeldeten Risiken sowohl aus Sicht der Divisions als auch aus der Sicht der HOCHTIEF-Holding. Die Ergebnisse dieses Kreises werden für den Vorstand zu Informationszwecken aufbereitet. Die Risikosituation wird ebenfalls turnusmäßig in den Prüfungsausschusssitzungen des Aufsichtsrats erörtert. Zusätzlich werden im Rahmen von Prognosen und Planungen und auch einzelfallbezogen Risikoszenarien erstellt.

Die Risikosituation unterliegt einer fortlaufenden Kontrolle. Kurzfristig und neu auftretende wesentliche Risiken werden unabhängig von dem standardisierten Prozess an die Verantwortlichen für Risikomanagement gemeldet.

Projektbezogenes Risikomanagement

In der Grafik werden die Elemente des Risikomanagements dargestellt. Von wesentlicher Bedeutung sind dabei unter anderem der Investitionsausschuss zur Vermeidung von Risiken sowie der Risikosteuerungskreis zur Überwachung und Steuerung der identifizierten Risiken sowie auf der Ebene der Divisions die Angebotskomittees.

Im Risikomanagementsystem von HOCHTIEF ist der Investitionsausschuss ein wesentliches Element, um Risiken zu vermeiden. Dieses Gremium stellt sicher, dass alle Beteiligungen und Investitionen nach einheitlichen und anerkannten Grundsätzen beurteilt und nur bei Erfüllung der strengen Kriterien genehmigt werden.

Die Konzernrevision prüft und beurteilt als prozessunabhängige Instanz ergänzend die Einhaltung der Vorgaben und die Wirksamkeit der installierten Systeme und Prozesse. Die Revisionsabteilungen führen auf Basis risikoorientierter Prüfungspläne Ordnungsmäßigkeits-, Risiko- und Organisationsprüfungen durch und beurteilen ergänzend die Wirksamkeit der installierten Systeme und Prozesse. Ergänzt wird das Programm durch außerplanmäßige Sonderprüfungen. Turner und Leighton als wesentliche ausländische Beteiligungsgesellschaften besitzen zusätzlich eigenständige Revisionen. Die Ergebnisse aus den Revisionsprüfungen werden herangezogen, um die Risikofrüherkennung und -steuerung zu optimieren.

HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions als Teil des konzernweiten Versicherungs- und Risikomanagements

Die HOCHTIEF-Tochtergesellschaft ist direkt der Holding zugeordnet. Sie koordiniert weltweit das versicherungsbezogene Risikomanagement der Divisions des HOCHTIEF-Konzerns.

Als unternehmenseigener Versicherungsmakler prüft sie die Risiken und sorgt für angemessenen Versicherungsschutz bei den verschiedenen Projekten und Aktivitäten der Gesellschaften des HOCHTIEF-Konzerns. Dazu gehören vor allem Versicherungslösungen für alle Infrastrukturprojekte wie Verkehrsinfrastruktur, Energieinfrastruktur sowie soziale und urbane Infrastruktur - sowohl vor und während der Bauphase als auch in der Betriebsphase. In diesem Zusammenhang erbringt HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions auch Dienstleistungen für externe Unternehmen, unter anderem auch für Projektbeteiligte, Eigentümer und Endnutzer.

Durch die Tochtergesellschaft Builders Reinsurance S.A. in Luxemburg werden darüber hinaus Rückversicherungsleistungen, unter anderem für Bauleistungs-, Lieferantenausfall - und Haftpflichtversicherungen, bereitgestellt. Builders Reinsurance S.A. hat von der Ratingagentur A.M. Best im Berichtsjahr zum wiederholten Mal ein A-(excellent) erhalten.

HOCHTIEF ist aufgrund dieser Aktivitäten in der Lage, zusätzliche Erträge zu erzielen und eine risiko- und kostenoptimierte Absicherung des Konzerns sicherzustellen.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Eine verlässliche und richtige Finanzberichterstattung ist sowohl für die Entscheidungen des Managements als auch für die Informationsversorgung der Abschlussadressaten von zentraler Bedeutung. Im HOCHTIEF-Konzern wird den aus dem Konzernrechnungslegungsprozess resultierenden Risiken auf verschiedene Weise Rechnung getragen. Um die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung zu gewährleisten, gibt es eine IFRS* -Bilanzierungsrichtlinie auf Basis der aktuell gültigen, in der EU anzuwendenden IFRS-Vorschriften, die jährlich aktualisiert wird.

* International Financial Reporting Standards

Für die deutschen Konzerngesellschaften wird zusätzlich eine jährlich aktualisierte HGB* -Bilanzierungsrichtlinie erstellt. Unsere Tochtergesellschaften sind in enger Abstimmung mit dem Konzernrechnungswesen für die Einhaltung der konzernweit gültigen Bilanzierungsvorschriften in ihren Abschlüssen zuständig.

Die Bilanzierung von latenten Steuern und von Finanzinstrumenten erfolgt in Absprache mit der Konzernabteilungen Steuern und Konzernfinanzen, um auch in diesen Bereichen die Verlässlichkeit und Richtigkeit der verarbeiteten Zahlen zu gewährleisten. Die Bewertung derivativer Finanzinstrumente wird zudem durch ein im Industrie- und Bankensektor etabliertes Treasury-Managementsystem unterstützt. Darüber hinaus setzt HOCHTIEF externe Dienstleister ein, zum Beispiel für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen.

Die korrekte Durchführung der Kapital- und Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung sowie der Zwischengewinneliminierung wird durch die EDV-gestützte Erstellung des Konzernabschlusses sowie systemseitige Plausibilisierungen des Zahlenwerks unterstützt. Soweit dennoch in Einzelfällen Unstimmigkeiten bestehen sollten, werden diese vom Konzernrechnungswesen geprüft und geklärt. Des Weiteren verfügt das im Konzern eingesetzte Konsolidierungssystem über ein Zugriffsberechtigungssystem. Dadurch ist gewährleistet, dass die jeweils verantwortlichen Mitarbeiter nur auf die für sie relevanten Daten zugreifen können. Das Konsolidierungssystem wurde von der Konzernrevision im Berichtsjahr geprüft. Zudem prüft die Konzernrevision konzernweit interne Kontroll-, Führungs- und Überwachungssysteme in allen Geschäftsbereichen mittels eines risikoorientierten Prüfungsansatzes und beachtet dabei insbesondere die einheitliche Anwendung der bestehenden Richtlinien nach IFRS und HGB.

Klassifizierung der Risiken

Im Folgenden werden die Risiken in Abhängigkeit von ihrem Erwartungswert als "gering", "mittel" beziehungsweise "hoch" klassifiziert. Der jeweilige Erwartungswert ergibt sich dabei als Kombination der Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos und dessen potenzieller Auswirkung auf die Finanz- und Ertragslage sowie die Cashflows des Konzerns.

Risikosituation im HOCHTIEF-Konzern

Zur Ermittlung des Gesamtrisikos des HOCHTIEF-Konzerns werden die Erwartungswerte der Einzelrisiken summiert und in Relation zu dem geplanten Ergebnis und zur Liquiditätsvorschau gesetzt. Zusätzlich werden die Erwartungswerte der Risiken auf Konzernebene nach Divisions und Risikokategorien aggregiert.

Die Gesamtrisikosituation des Konzerns hat sich im Berichtsjahr weiter verbessert. Ursächlich dafür sind insbesondere das verbesserte Risikomanagement und Risikoreporting sowie eine Erhöhung der Risikovorsorgen bei unserer Tochtergesellschaft Leighton. Auch die Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Europe konnten ihre Risikosituation im Vorjahresvergleich signifikant verbessern.

Unsere Finanzierungs- und Liquiditätssituation, die vor dem Hintergrund der Euro- und Finanzkrise einer verstärkten Betrachtung unterzogen wird, ist weiterhin solide. Identifizierte Liquiditätsrisiken können durch die vorhandenen Finanzmittelbestände ausgeglichen werden. Auch die eingeleiteten Maßnahmen, um die Kapitalbindung zu reduzieren, werden weiter fortgesetzt.

Eine bestandsgefährdende Beeinträchtigung der zukünftigen Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage ist vor diesem Hintergrund nicht zu erwarten.

Das bei HOCHTIEF identifizierte Gesamtrisiko besteht im Wesentlichen aus den im Folgenden erläuterten Risikokategorien.

Projekt- und Vertragsrisiken

Projekt- und Vertragsrisiken erwachsen im Wesentlichen aus dem klassischen Baugeschäft und dem Minengeschäft der HOCHTIEF-Divisions. Zudem sind Immobilienentwicklungen sowie PPP-Projekte der HOCHTIEF Solutions AG und von Leighton betroffen. Allen Projekten sind Kalkulationsrisiken immanent.

* Handelsgesetzbuch

In einem strukturierten Prozess werden Akquisitionen von Beteiligungen, Investitionen in Immobilien, Projektentwicklungen sowie PPP- und Outsourcing-Projekte einer sorgfältigen Prüfung unterzogen. Projekte ab einer bestimmten Größenordnung oder Risikostufe durchlaufen ebenso diesen Genehmigungsprozess. HOCHTIEF legt dabei Wert auf praxisnahe und wirksame Mechanismen.

Bei unseren US-Tochtergesellschaften Turner und Flatiron wird das Risikofrüherkennungssystem durch das Contract Review Committee bei Turner und das Bid Review Committee bei Flatiron ergänzt, die eine ähnliche Funktion ausüben wie das Angebotskomitee in der Division HOCHTIEF Europe. Quartalsweise werden bei Turner auf Ebene der Business-Units Risikoanalysen erstellt, die in einem Risikomemorandum zusammengefasst werden. Bei Flatiron finden zu allen wesentlichen Projekten monatliche Ergebnisgespräche statt, um Risiken frühzeitig zu identifizieren. Durch den verstärkten Wettbewerb auf dem Tiefbaumarkt waren die Margen von Flatiron zuletzt unter Druck geraten. Eine Risikoüberwachung findet weiterhin im Zusammenhang mit dem kanadischen Projekt ILM, einem Joint Venture für den Bau einer Überlandleitung, statt. Hier führten Kostensteigerungen zu Nachforderungen. Wir stufen das Risiko, die aktivierten Nachtragsforderungen nicht realisieren zu können, als gering ein.

Ein weiteres Risiko besteht beim Projekt Presidio in Kalifornien, einem PPP-Projekt im Rahmen eines Joint Ventures zwischen Flatiron und Kiewit zum Bau einer neuen Fahrbahn als Ersatz für den veralteten Doyle Drive, der San Francisco mit der berühmten Golden-Gate-Brücke verbindet. Hier besteht das Risiko in der Nichtrealisierung von Nachtragsforderungen. Dieses Risiko stufen wir als gering ein.

Die Führungsgesellschaft Leighton gibt die Richtlinien für das Risikomanagementsystem in der Division HOCHTIEF Asia Pacific vor. Diese stehen im Einklang mit der HOCHTIEF-Konzernrichtlinie. Das Risikomanagementsystem von Leighton wurde im Berichtsjahr weiter verbessert. Die Etablierung des Prüfungs- und Risikoausschusses als Unterausschuss des Leighton-Boards diente dazu, die Steuerungs-, Kontroll- und Aufsichtsfunktion in Bezug auf den Jahres-/Quartalsabschluss sowie die Finanzen mit der Risikoerfassung, -bewertung und -steuerung zu verbinden. Das Leighton-Board erhält somit eine deutlich verbesserte Visibilität in Bezug auf Risiken und deren Auswirkungen auf den Konzern.

Im Zusammenhang mit dem Projekt Gorgon Jetty & Marine STR haben erhebliche Kostensteigerungen zu entsprechenden Nachforderungen an den Auftraggeber geführt, die zurzeit weiter verhandelt werden. Das Risiko hinsichtlich der Realisierung dieser Nachtragsforderungen besteht zwar weiterhin, aufgrund des fristgerechten Abschlusses des Projekts im Berichtsjahr sowie der Zufriedenheit des Kunden mit dem fertiggestellten Projekt schätzen wir dieses Risiko allerdings als gering ein.

Aufgrund von diversen Änderungen einzelner Leistungspakete und Problemen mit Subunternehmern im Projekt Iraq Crude Oil bestehen diverse Nachtragsforderungen. Leighton ist zuversichtlich, diese Forderungen in Zusammenarbeit mit erfahrenen externen Beratern realisieren zu können, und stuft das Risiko als gering ein.

Leighton verfügt aktuell über freie, ungenutzte Kapazitäten von Gerätschaften, unter anderem einen Fuhrpark im Bereich Contract-Mining. Durch die Etablierung einer Gesellschaft für das zentrale Management der Gerätschaften, die Intensivierung der gemeinsamen Nutzung dieser Geräte innerhalb der Leighton-Gruppe sowie die kontinuierliche Prüfung einer Optimierung der Einsatzmöglichkeiten schätzen wir das Risiko einer Abschreibung auf die Geräte als gering ein.

Die Division HOCHTIEF Europe unterzieht ebenfalls alle Akquisitions- und Angebotsprojekte einer Risikobewertung. Angebote, die fest definierte Wertgrenzen überschreiten, werden von einem mit kompetenten Fachleuten besetzten Contract Review Committee beurteilt. Risikoauditoren begleiten Projekte von der Angebotsbearbeitung über den Vertragsabschluss bis zur Übergabe an den Kunden. Zusätzlich prüft die interne Revision laufend nationale und internationale Projekte auf technische, kaufmännische sowie rechtliche Risiken.

Die Restrukturierung wurde im laufenden Geschäftsjahr beendet. Die Umstrukturierung von HOCHTIEF Solutions ist mit der Gründung der drei operativen Tochtergesellschaften HOCHTIEF Building, HOCHTIEF Infrastructure und HOCHTIEF Engineering sowie der bestehenden Gesellschaft HOCHTIEF PPP Solutions abgeschlossen. Zudem wird sich die Division HOCHTIEF Europe laufend dem Marktumfeld anpassen. Neue Projekte zeichnen sich durch bessere Margen und eine angemessene faire Risikoverteilung zwischen den Vertragsparteien aus. Erst wenn belastbare Nachunternehmerangebote für Schlüsselgewerke und Material vorliegen, werden Projekte genehmigt. Das Risiko von Preissteigerungen wird in der Regel durch entsprechende Preisgleitklauseln reduziert oder kalkulativ bewertet.

In der Division HOCHTIEF Europe bestehen Risiken für das Offshore-Projekt Global Tech I aus noch nicht vom Auftraggeber genehmigten Nachträgen und aus einer Schadenersatzforderung des Kunden. Der Vertrag wurde vom Auftraggeber in 2014 gekündigt. Derzeit läuft ein außergerichtliches Streitbeilegungsverfahren. Das Risiko hieraus wird als gering eingeschätzt.

Obwohl HOCHTIEF mit einigen Geschäftspartnern hohe Umsätze generiert, besteht keine Abhängigkeit von einem einzelnen Kunden oder Lieferanten. Durch die Bonitätsprüfung der Kunden sowie die Absicherung von Zahlungsansprüchen durch Bürgschaften wird das Ausfallrisiko reduziert. Das Beschaffungsmanagement von HOCHTIEF stellt sicher, dass ausschließlich leistungsfähige Partner ausgewählt werden. Ständige Marktbeobachtung und enge Kontakte zu Lieferanten und Institutionen stellen sicher, dass wir Veränderungen im Beschaffungsmarkt zeitnah erkennen und entsprechend auf sie reagieren können.

Üblicherweise ist vertraglich geregelt, welche Risiken beim Auftraggeber liegen. Risiken für HOCHTIEF ergeben sich, wenn zum Beispiel Nachträge nicht realisierbar sind. Zusätzlich besteht in der Ausführungsphase von Projekten das Risiko, dass ambitionierte Fertigstellungstermine nicht eingehalten werden können.

Das Ergebnis eines Projekts kann während der Ausführungsphase durch unerwartete und von der Ausschreibung abweichende Gegebenheiten beeinflusst werden. Projekt- und Vertragsrisiken werden im HOCHTIEF-Konzern grundsätzlich im Rahmen der anzuwendenden Bilanzierungsvorschriften sowie bei der laufenden Projektbewertung berücksichtigt. Die Wirtschaftlichkeit von Projekten hängt oftmals davon ab, dass Risiken eindeutig und fair zugeordnet werden und bei auftretenden Problemstellungen (zum Beispiel aufgrund unvorhersehbarer Gegebenheiten) ausgewogen gelöst werden.

Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und Ansprüchen Dritter

HOCHTIEF verfolgt das Ziel, gerichtliche Auseinandersetzungen so weit wie möglich zu vermeiden. Trotz dieser Zielsetzung sind wir in verschiedene nationale und internationale Gerichts- und Schiedsverfahren involviert. Der Ausgang von Rechtsstreitigkeiten lässt sich nur schwer vorhersagen. Wir gehen davon aus, dass die getroffene bilanzielle Vorsorge für laufende Verfahren ausreichend ist.

Bezüglich der gegen die Leighton Holdings Limited eingereichten Sammelklage wegen angeblich unzureichender Kapitalmarktinformationen gemäß den Offenlegungspflichten des australischen Corporations Act 2001 wurde im Berichtsjahr eine Einigung erzielt. Das damit verbundene Risiko entfällt somit.

Die im Geschäftsjahr 2013 in den australischen Medien gegen die Leighton-Gruppe erhobenen Vorwürfe wegen unlauterer Praktiken im internationalen Geschäft werden weiterhin untersucht. Die Leighton-Gruppe nimmt diese Vorwürfe ernst, kooperiert im Rahmen dieser Untersuchung vollumfänglich mit der australischen Bundespolizei und hatte die Behörden aktiv darüber informiert.

Board und Management von Leighton verurteilen jegliche Form von Korruption oder Betrug.

Unser Compliance* -Programm reduziert Risiken von Kartell- und Korruptionsverstößen und trifft die organisatorischen Vorkehrungen, mit denen ein regelgerechtes Verhalten des Unternehmens, seiner Organe und Mitarbeiter gegenüber geltendem Recht sichergestellt werden kann. Ferner hat die Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität für uns höchste Priorität. Im HOCHTIEF Code of Conduct sowie in verschiedenen Konzernrichtlinien und Rundschreiben ist festgeschrieben, welches Verhalten von den Mitarbeitern erwartet wird. Ihnen werden umfassende Informationen zu Compliance-Themen zur Verfügung gestellt. Dies geschieht über das Intranet und durch webbasierte E-Learning-Programme, mit denen die Mitarbeiter verpflichtend geschult werden. Zusätzlich finden auch regelmäßig Präsenzveranstaltungen statt. Jeder Mitarbeiter ist aufgefordert, in seinem Verantwortungsbereich aktiv an der Umsetzung des Compliance-Programms mitzuwirken. Ferner wird dieses Programm regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst.

Auch von Partnerunternehmen, Lieferanten und sonstigen Vertragspartnern verlangt HOCHTIEF, dass bestimmte Verhaltensstandards eingehalten werden, um Korruptionsrisiken zu vermeiden. Damit werden die Risiken aus kriminellen Handlungen auf ein Mindestmaß reduziert.

Risiken aus Beteiligungen

Das Change-of-Control-Risiko aus dem Gesellschaftsvertrag für die Konsortialgesellschaft zum Flughafen Budapest, das nach dem Verkauf des Flughafengeschäfts an eine Tochtergesellschaft von Public Sector Pension Investment Board of Canada (PSP Investments) im Jahr 2013 noch für den HOCHTIEF-Konzern zum 31.12.2013 weiterhin bestand, ist durch einen Vergleich im Rahmen eines Schiedsverfahrens weggefallen.

Innerhalb der Divisons HOCHTIEF Europe und HOCHTIEF Asia Pacific ergeben sich aus den Konzessionsprojekten, die in der Regel eine sehr lange Laufzeit haben, spezifische Risiken, unter anderem aus der Abschätzung der zukünftigen Geschäftsentwicklung sowie der Kalkulation der Betriebs- und Instandhaltungsaufwendungen. Bei Konzessionsprojekten im Verkehrsinfrastrukturbereich garantiert HOCHTIEF entweder eine bestimmte Verfügbarkeit oder übernimmt das Risiko aus dem zukünftigen Verkehrsaufkommen selbst. Mögliche Konzessionsrisiken stufen wir als gering ein.

In der Division HOCHTIEF Asia Pacific wurden im Berichtsjahr Wertberichtigungen auf einzelne Beteiligungen von Leighton vorgenommen. Nach aktuellem Kenntnisstand werden keine zukünftigen Wertberichtigungen erwartet. Wir stufen dieses Risiko somit als gering ein.

Für die Zukunft können wir nicht ausschließen, dass in Einzelfällen Wertberichtigungen auf unsere Beteiligungen sowohl im Konzernabschluss als auch im Jahresabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft notwendig sein können.

Marktrisiken**

Im Berichtsjahr wurde ein weltweites Wirtschaftswachstum von 3,3 Prozent verzeichnet. Für 2015 wird mit einer Steigerung des weltweiten Wirtschaftswachstums auf 3,8 Prozent gerechnet. Dabei sehen die Prognosen für die einzelnen Länder wieder sehr unterschiedlich aus. Die Entwicklung in unseren Zielmärkten beobachten wir intensiv. Risiken aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ergeben sich weiterhin aus der finanzpolitischen Lage in der Eurozone, den geopolitischen Spannungen in der Ukraine sowie im Nahen Osten, die bisher allerdings nur geringe überregionale Auswirkungen zeigten, sowie aus der Wechselkursentwicklung. Aufgrund unserer guten Marktpositionierung und unserer international breiten Aufstellung am Markt schätzen wir das allgemeine Marktrisiko für HOCHTIEF allerdings als gering ein.

Speziell die Nachfrage nach Infrastrukturprojekten ist stark abhängig von der Haushaltslage einzelner Staaten.

* Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten 96ff.
** Detaillierte Angaben zu unseren Absatzmärkten finden Sie auf den Seiten 42 bis 51 und im Segmentbericht auf den Seiten 80 bis 93.

Vor allem der Bereich Verkehrsinfrastruktur in Westeuropa verspricht hier aufgrund hoher staatlicher Investitionen attraktive Chancen für HOCHTIEF Europe. Auch in Australien bieten sich gute Marktchancen in diesem Bereich, da besonders die Ostküstenstaaten für die kommenden Jahre milliardenschwere Investitionsprogramme aufgelegt haben. Dagegen ist die Lage im Bereich der öffentlich finanzierten Verkehrsinfrastruktur in Nordamerika weiterhin angespannt. Hier besteht das Risiko, dass unsere geplanten Auftragseingänge nicht in voller Höhe erreicht werden. Dieses Risiko schätzen wir ebenfalls als gering ein.

Regulatorische Risiken

Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen auf einzelstaatlicher oder europäischer Ebene bergen Risiken, die unsere Ergebnissituation beeinflussen können, insbesondere bei Konzessionsprojekten mit langer Laufzeit.

In Rechtsordnungen mit Ausschreibungsvorschriften, die die Teilnahme an einer Ausschreibung von zwei Gesellschaften desselben Konzerns zumeist untersagen (zum Beispiel Kanada und USA), besteht möglicherweise das Risiko, dass nur eine Gesellschaft der ACS-Gruppe teilnehmen darf.

Im Rahmen der Geschäftstätigkeit von HOCHTIEF werden auch Aufträge der öffentlichen Hand ausgeführt. Um diese Projekte durchführen zu können, muss der Auftragnehmer umfangreiche Sicherheiten stellen. In den USA werden diese von Surety-Gesellschaften auf Basis der Bonität der HOCHTIEF-Gruppe bereitgestellt. Die HOCHTIEF-Bonding-Kapazität gehört bezüglich des zugesagten Volumens zu den größten Linien in den USA.

Zudem betreiben wir PPP-Projekte in Ländern, die schnell politischen Änderungen unterliegen können, wie zum Beispiel Griechenland. Dies kann Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg des PPP-Projekts haben.

Die regulatorischen Risiken für HOCHTIEF stufen wir als gering ein.

Finanzrisiken*

Eine zentrale Aufgabe des Finanzmanagements besteht darin, den Finanzbedarf innerhalb des Konzerns zu koordinieren und die finanzielle Unabhängigkeit des Unternehmens langfristig jederzeit sicherzustellen. Dieses Ziel erreicht HOCHTIEF durch eine stabile, die nächsten Jahre absichernde Konzernfinanzierung und durch die Begrenzung von finanzwirtschaftlichen Risiken.

Die Finanzaktivitäten im HOCHTIEF-Konzern werden auf Basis einer konzernweit gültigen Finanzrahmenrichtlinie getätigt. Neben dieser allgemeinen Richtlinie gilt eine zusätzliche Finanzrisikorichtlinie, die durch weitere funktionale, operative Einzelrichtlinien ergänzt wird. Darüber hinaus besteht im Konzern eine strikte Trennung der Zuständigkeiten zwischen den Finanz-, Handels- und den korrespondierenden Kontroll- und Abwicklungsaktivitäten. Bei allen Handelsvorfällen ist mindestens das Vieraugenprinzip verbindlich vorgeschrieben. Die Einhaltung aller Richtlinien und Vorgaben wird mindestens einmal im Jahr durch die interne Revision kontrolliert.

Die hinsichtlich der syndizierten und bilateralen Kreditlinien bestehenden Financial Covenants** , die bei Nichteinhaltung zu Gläubigerkündigungsrechten führen, werden laufend überwacht und unverändert als unkritisch eingestuft. Die HOCHTIEF-Unternehmensanleihen haben selbst keine Financial Covenants in der Anleihedokumentation.

Weitergehende Informationen zum Management von Finanz-, Liquiditäts-, Währungs- und Zinsrisiken finden Sie auf der Seite 228.

Unsere Finanzrisiken schätzen wir dank unseres effizienten Finanzmanagements insgesamt als gering ein.

Personalrisiken

Insbesondere bei der Realisierung von Großprojekten ist der wirtschaftliche Erfolg davon abhängig, inwiefern es uns gelingt, erfahrene Fach- und Führungskräfte dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Ziel unserer Personalstrategie ist es, die Qualifikation unserer Mitarbeiter zu verbessern und sie langfristig an das Unternehmen zu binden.

* Weitere Angaben zum Finanzrisikomanagement finden Sie auf der Seite 228.
** Siehe Glossar Seite 266.

Um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen, wurde auf Basis des Leitfadens zum Risikomanagement das Risikomanagement im Personalbereich neu überarbeitet. Seit Januar 2014 greift diese systematische Erhebung die Hauptrisikogruppen, wie Qualifikations-, Motivations-, Fluktuations- und Nachfolgerisiko, sowie deren mögliche Auswirkungen für HOCHTIEF auf.

Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz haben bei HOCHTIEF einen hohen Stellenwert und werden durch das AGUS Center* zentral koordiniert. Ziel ist es, die Unfall- und Sicherheitsrisiken für Mitarbeiter, Nachunternehmer und Dritte weiter zu reduzieren.

Nach den letzten aktuellen Erhebungen stufen wir mögliche Personalrisiken als gering ein.

Risiken aus Pensionsverpflichtungen

Die Umstellung von rein leistungsbezogenen Pensionszusagen auf für das Unternehmen kalkulierbare beitragsbezogene Leistungszusagen hat HOCHTIEF bereits vor einigen Jahren vollzogen. Neue Pensionszusagen bei Leighton, Turner und Flatiron sind ebenfalls ausschließlich beitragsorientiert.

Die Pensionsverpflichtungen in Deutschland sind zum überwiegenden Teil durch das Planvermögen, das der HOCHTIEF Pension Trust e.V. hält, und Rückdeckungsversicherungen gedeckt sowie durch werthaltige Vermögenswerte unterlegt.** Das Planvermögen besteht aus verzinslichen Wertpapieren, Aktien, Immobilien und anderen Anlageklassen. Negative Entwicklungen an den Kapitalmärkten können dazu führen, dass das Planvermögen an Wert verliert und die Deckungslücke zu den Pensionsverpflichtungen ansteigt. Dies kann einen zusätzlichen Liquiditätsabfluss zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen zur Folge haben. Dem Risiko von Marktwertschwankungen des Planvermögens begegnen wir durch eine ausgewogene strategische Anlagenallokation und eine an den Laufzeiten der Pensionszahlungen sowie an der erwarteten Entwicklung der Pensionsverpflichtungen ausgerichtete Anlagenstruktur. Zudem kann die Veränderung von Bewertungsparametern, wie beispielsweise der Abzinsungssatz oder die Lebenserwartung, zu einer Erhöhung der versicherungsmathematisch ermittelten Pensionsverpflichtungen führen. Sowohl die Verminderung des Planvermögens als auch die Erhöhung der Pensionsverpflichtungen führen gemäß IFRS-Rechnungslegung letztlich zu einer erfolgsneutralen Verminderung des Eigenkapitals.

Wesentliche Risiken aus der betrieblichen Altersversorgung von HOCHTIEF werden derzeit nicht gesehen und somit als gering eingestuft.

Risiken aus der Informationssicherheit

HOCHTIEF begegnet IT-Risiken durch die intensive Zusammenarbeit mit kompetenten Dienstleistern. Innerhalb unserer Dienstleistungsverträge werden die IT-Servicebereiche in Leistungsscheinen klar gegliedert. Mit der Vorgabe von messbaren Zielgrößen werden die fachIichen Anforderungen an Verfügbarkeit und Vertraulichkeit sichergestellt. Im Bereich der wichtigen betriebswirtschaftlichen Systeme wurde auf eine hohe Verfügbarkeit geachtet. Der Einsatz moderner Hard- und Softwaretechnologien sowie Zugangs- und Zutrittskontrollen gewährleisten den Schutz der Daten vor unerlaubtem Zugriff. So befinden sich die wesentlichen Daten in zertifizierten, redundant ausgelegten und räumlich getrennten Rechenzentren. In regelmäßigen externen Penetrationstests wird die Zuverlässigkeit unserer Firewallsysteme gegen Angriffe aus dem Internet überprüft. Für vertrauliche Daten und Vorgänge werden Verschlüsselungssysteme, unter anderem für die Datenspeicherung und den E-Mail-Austausch, eingesetzt.

Die Richtlinie zur IT-Sicherheit, die für die Division HOCHTIEF Europe sowie hinsichtlich der Sicherheitsaspekte auch für die Division HOCHTIEF Americas gilt, wird mit Unterstützung von Experten kontinuierlich weiterentwickelt und durch Audits im In- und Ausland verifiziert. Bei unserer Tochtergesellschaft Leighton sind eigene Informations- und Kommunikationssysteme sowie entsprechende Richtlinien im Einsatz, die im Einklang mit den geltenden HOCHTIEF-Richtlinien stehen. Dadurch werden die Anforderungen an Sicherheit, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit der Daten gewährleistet.

* Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Mitarbeiter auf den Seiten 123 bis 125.
** Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten 183 und 215.

In Zusammenarbeit mit dem Datenschutzbeauftragten des Konzerns stellen unsere Dienstleister zudem sicher, dass personenbezogene Daten ausschließlich nach den Regeln des Bundesdatenschutzgesetzes verarbeitet werden. Bisher gab es bei HOCHTIEF keine nennenswerten Schadensfälle im IT-Bereich. Wir schätzen das Risiko auch für die Zukunft als gering ein.

Gesamtbeurteilung der Risiken durch die Unternehmensleitung

Der Risikomanagementansatz im HOCHTIEF-Konzern unterliegt einer stetigen Kontrolle und Optimierung. Im Rahmen von Best-Practice-Lösungen wurden optimierte Standards zu Projektkontrollen und Ausführungsmethoden konzernweit implementiert. Gerade bei Großprojekten haben wir die Transparenz der Risiken durch alle Projektphasen hindurch deutlich erhöht. Insgesamt soll ein stärker unternehmerisch geprägter Ansatz dazu führen, dass Risiken früher erkannt und ausgeschlossen oder besser gesteuert werden können, um so die Ergebnisvolatilität zu senken und die Rendite nachhaltig zu steigern.

Das Gesamtrisiko des Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr signifikant verbessert. Zu dieser positiven Entwicklung konnten alle Divisions beitragen. Wir streben an, auch in Zukunft unsere Risikosituation weiter zu verbessern.

Aus heutiger Sicht stellen die beschriebenen Risiken aufgrund ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkungen keine den Fortbestand des HOCHTIEF-Konzerns gefährdenden Risiken dar. Die Risikotragfähigkeit des Konzerns schätzen wir aufgrund unserer guten Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage weiterhin als solide ein.

Chancenbericht

Chancen in bedeutenden HOCHTIEF-Märkten*

In den für HOCHTIEF besonders bedeutenden Regionen sehen wir gute Chancen, unser Kerngeschäft weiter auszubauen. Für die Märkte Verkehrs-, Energie-, soziale und urbane Infrastruktur sowie das Minengeschäft werden weiterhin gute Wachstumsraten erwartet. Durch unsere erfolgreiche strategische Positionierung zählen wir zu den Besten im Wettbewerb. Als eines der internationalsten Unternehmen der Branche sind wir auf allen wichtigen regionalen Baumärkten der Welt vertreten. Dazu zählen weite Teile Europas, Amerikas, Australien, der asiatisch-pazifische Raum sowie die Golfregion. Mehr als 94,6 Prozent unseres Umsatzes generieren wir außerhalb Deutschlands. Dank dieser globalen Aufstellung kann HOCHTIEF regionale Marktschwankungen ausgleichen.

Die aktuellen Marktprognosen für den europäischen Baumarkt stimmen uns zuversichtlich. Nach einer negativen Wachstumsrate im Jahr 2013 ist die schwache Phase 2014 überwunden worden. Für 2015 wird eine deutliche Erholung der für HOCHTIEF relevanten Märkte erwartet. Zusätzliches Geschäft in unseren europäischen Einheiten erwarten wir durch eine engere Zusammenarbeit der in der HOCHTIEF Solutions AG zusammengefassten Gesellschaften sowie durch weitere Kooperationen mit anderen Konzerntöchtern. HOCHTIEF Solutions sieht Wachstumspotenzial insbesondere in Skandinavien, den Niederlanden und in Großbritannien. Zusätzlich werden auch weiterhin außerhalb des europäischen Raums -zum Beispiel im Nahen Osten - gute Marktchancen erwartet.

In den USA wird sich nach Meinung des World Economic Outlook des IWF die starke Erholung der Wirtschaft auch 2015 fortsetzen. Zusammen mit der US-Wirtschaft wird Kanada von dieser Entwicklung profitieren und ein stabiles Wachstum ausweisen. Die Experten der Ratingagentur Moody's schätzen das Potenzial insbesondere neuer Public-Private-Partnership-Projekte auf dem amerikanischen Markt weiterhin hoch ein. Auf Basis der geplanten großen Infrastrukturinvestitionen erwarten wir, dass sich dieser Trend in den nächsten Jahren fortsetzt und wir unsere Aktivitäten im expansionsstarken Marktsegment PPP für Infrastrukturprojekte ausbauen können.

Der asiatisch-pazifische Raum gehört weiterhin zu den aussichtsreichsten Wachstumsmärkten weltweit. Insbesondere der Markt für soziale Infrastruktur wird durch Programme der Regierungen gestützt und weist hohe Wachstumsraten auf. Für die Konzerngesellschaft Leighton bieten sich hier zahlreiche Chancen. Der generelle Markt für Infrastruktur in Australien wird seine Konsolidierungstendenz 2015 fortsetzen. Für den Markt Transport- und soziale Infrastruktur wird jedoch schon ab 2015 wieder ein Wachstum erwartet. Die australische Regierung will bis 2020 ein hohes Volumen an Infrastrukturprojekten in Form von öffentlich-privaten Partnerschaften ausschreiben. Dazu zählen Verkehrsinfrastrukturprojekte und Bauvorhaben wie Schulen und Krankenhäuser.

Die Länder im Nahen Osten weisen deutlich positive Wachstumsraten auf und bieten dadurch weiterhin beste Chancen für neue Projekte. Insbesondere Katar verzeichnet starke Zuwachsraten und entwickelt sich vor dem Hintergrund der verstärkten Bauaktivitäten im Hinblick auf die FIFA-Fußballweltmeisterschaft 2022 zu einem der wichtigsten Märkte. In den kommenden zehn Jahren wird deshalb ein Boom des Baugeschäfts erwartet. Die Regierung plant Investitionen für Gebäude und Infrastrukturprojekte. Ein Großteil davon wird in Megaprojekte in den Bereichen Tourismus, Transportinfrastruktur, Gesundheitswesen, Bildung und Wohnungsbau fließen. Auch Saudi-Arabien plant große Investitionen in Infrastrukturprojekte. Durch unsere strategische Positionierung in der Region mit zahlreichen Tochter- und Beteiligungsgesellschaften haben wir uns bereits mit Bau- und Dienstleistungen bei verschiedenen Großprojekten einen sehr guten Namen gemacht.

Sollten sich die für uns relevanten Märkte besser entwickeln als erwartet, könnte sich dies positiv auf unsere Umsätze, unsere Ertragslage sowie unsere Cashflows auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen.

Chancen durch Fokussierung auf das Kerngeschäft

Unsere Strategie zielt darauf ab, die Profitabilität und Effizienz von HOCHTIEF nachhaltig zu steigern. Unser Ziel ist es, der global bedeutendste Infrastrukturbaukonzern zu werden. Wir fokussieren uns dabei auf die Bereiche Verkehrs-, Energie-, soziale und urbane Infrastruktur sowie das Minengeschäft. Diese strategischen Geschäftsfelder bieten allen Divisions des Konzerns attraktive Geschäftschancen und Entwicklungspotenziale. Für alle HOCHTIEF-Divisions ist das Modell der Public-Private-Partnerships (PPPs) ein wachsender Markt. Im Berichtsjahr ist es den operativen Einheiten von HOCHTIEF erneut gelungen, zahlreiche Projekte in unserem Kerngeschäft zu gewinnen und erfolgreich zu realisieren.

Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Märkte auf den Seiten 42 bis 51.

Verkehrsinfrastruktur

Weltweit realisieren unsere Gesellschaften und Einheiten Straßen, Brücken, Tunnel, Häfen, Schienenwege und Flughäfen - und schaffen die benötigte Infrastruktur für die wachsenden Mobilitätsansprüche unserer Gesellschaft. Verkehrsinfrastrukturprojekte sind stark abhängig von der Haushaltslage einzelner Regierungen. Die für HOCHTIEF relevanten Länder in West- und Osteuropa planen hohe staatliche Investitionen für den Ausbau der Infrastruktur. So geht Norwegen für 2015 von einer zweistelligen Wachstumsrate aus. Für unsere europäischen Tochtergesellschaften innerhalb der Division HOCHTIEF Europe sind das beste Voraussetzungen, um neue Aufträge im Bereich Verkehrsinfrastruktur zu gewinnen.

In der Division HOCHTIEF Americas leistet insbesondere Flatiron mit zahlreichen Projekten einen Beitrag zum Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Der Bedarf an Verkehrsinfrastrukturprojekten im nordamerikanischen Raum wird sich, nach einer Konsolidierungsphase im Jahr 2015, auf weiterhin hohem Niveau einpendeln. Für die Nachfrage in Kanada wird für die kommenden Jahre ein moderates Wachstum erwartet. In Nordamerika soll sich der Markt ab 2016 wieder erholen.

Die Gesellschaften der Division HOCHTIEF Asia Pacific sind aktuell an einer Reihe von zukunftsweisenden Verkehrsprojekten beteiligt und konnten im Berichtsjahr weitere attraktive Infrastrukturgroßprojekte gewinnen. Die Leighton-Gruppe wird in Konsortien eine Zugstrecke als Teil des Nahverkehrsnetzes von Sydney realisieren. In Neuseeland wird Leighton Contractors mit einem Partner den Transmission Gully Motorway finanzieren, planen und bauen sowie ab 2020 über 25 Jahre instand halten und betreiben. Das Investitionsvolumen im Bereich der Verkehrsinfrastruktur wird durch enorme Investitionsprogramme der Ostküstenstaaten Australiens getrieben. Infrastrukturpläne mit Projekten in Milliardenhöhe und eine bessere Situation der öffentlichen Finanzen bewirken eine positive Entwicklung. Sollte die Nachfrage nach Verkehrsinfrastruktur aufgrund staatlicher Investitionen schneller steigen als derzeit erwartet, kann sich das positiv auf unsere Umsätze, unsere Ertragslage sowie unsere Cashflows auswirken.

Energieinfrastruktur

Der Energiemarkt ist naturgemäß durch technische und politische Entwicklungen sowie durch die Verfügbarkeit natürlicher Ressourcen geprägt. Aktuell beeinflussen staatliche Regulierungen des Weltenergiemarkts das Investitionsklima im Bereich Energieinfrastruktur erheblich.

In Deutschland sind die Investitionen im Bereich Energie durch die Energiewendepolitik leicht rückläufig. Die Investitionsbereitschaft der Bundesregierung in die Energiewende bietet allerdings auch Chancen. Deutliches Potenzial besteht in Österreich, wo HOCHTIEF aktuell am Bau eines Kraftwerks am Inn beteiligt ist. In Skandinavien laufen langfristige Investitionsprogramme bis in das Jahr 2018.

Auch in Nordamerika und Kanada sehen wir weiterhin Chancen im Bereich der Energieinfrastruktur. Diese werden weiterhin durch die Investitionen der kanadischen Regierung in erneuerbare Energien getrieben.

In der Division HOCHTIEF Asia Pacific realisiert die Leighton-Gruppe zahlreiche hochmoderne Energieinfrastrukturvorhaben. Der Ausbau der Kapazitäten für Flüssiggas im Vergleich zu 2014 wird sich in den kommenden Jahren abschwächen. Dagegen wird ein starkes Wachstum im Nahen Osten erwartet. Insbesondere die Nachfrage nach Strom erzeugt gigantische Investitionsprogramme. Daraus ergeben sich zahlreiche Chancen für großvolumige Projekte.

Soziale und urbane Infrastruktur

Eine positive Entwicklung zeichnet sich auch in dem Bereich soziale und urbane Infrastruktur ab. Weltweit entwickelt sich ein großer Bedarf an Lösungen für moderne, zukunftsweisende Arbeits- und Wohnräume. Insbesondere im Teilsegment Bürogebäude und Gewerbe werden hohe Wachstumsraten erwartet. Das Stadtbild amerikanischer Metropolen wird durch die Arbeit der HOCHTIEF-Konzerntöchter Turner und Flatiron geprägt. Turner etwa gehört in den USA seit Jahren zu den führenden Anbietern im Bereich Green Building. Mit verschiedenen Projekten leistet die Leighton-Gruppe einen Beitrag zur Entwicklung der sozialen Infrastruktur Australiens. Die weltweite Gestaltung der sozialen und urbanen Infrastruktur bietet dem HOCHTIEF-Konzern vielfältige Geschäftsmöglichkeiten. In Australien, den USA und Kanada wird, wie auch in Europa, ein hoher Anteil von PPP-Projekten auf den Bereich soziale und urbane Infrastruktur entfallen. Wir haben diese Entwicklung frühzeitig erkannt und erwarten, dass sich der positive Trend in diesem Marktsegment in den nächsten Jahren fortsetzt. Wir werden zahlreiche Neuaufträge in allen Divisions akquirieren können.

Minengeschäft

Die Nachfrage nach Rohstoffen steigt weltweit langfristig an. Unsere Konzerngesellschaft Leighton ist der weltgrößte Contract-Miner. In Australien und Asien fördert sie vor allem Eisenerz und Kohle. Im Minengeschäft konnten auch im Berichtsjahr wieder hohe Umsatzanteile erzielt werden. Die Mining-Projekte führen dank langer Laufzeiten zu Planungssicherheit und gewährleisten eine kontinuierliche Leistungsentwicklung.

Australien belegt, nach Indonesien, einen Spitzenplatz in der Förderung von Kraftwerkskohle. Der BMI Australia Infrastructure Report rechnet in den nächsten fünf Jahren mit einer Wachstumsrate von über vier Prozent. Der Markt für Eisenerz wird in den kommenden Jahren zu mehr als der Hälfte von Australien dominiert. Insbesondere die Nachfrage aus China wird in den nächsten Jahren massiv ansteigen und hohe Wachstumsraten nach sich ziehen. Von diesem Anstieg wird Leighton maßgeblich profitieren.

Sollte die Nachfrage nach Rohstoffen schneller steigen als erwartet, kann sich das positiv auf unsere Umsätze, unsere Ertragslage sowie unsere Cashflows auswirken.

Wachstumschancen durch interne Kooperationen

Die nationalen und internationalen Kooperationen zwischen unseren Gesellschaften erschließen HOCHTIEF zusätzliche Wachstumspotenziale und schaffen Mehrwert für die Kunden. Dies gilt insbesondere bei PPP-Projekten. Im Geschäftsjahr bewährte sich die enge Zusammenarbeit unserer Gesellschaften bei noch laufenden Straßenprojekten auf dem nordamerikanischen Markt sowie einem kanadischen Schulprojekt. Bei den Projekten von HOCHTIEF PPP Solutions werden die Bauleistungen jeweils von unseren Töchtern Turner beziehungsweise Flatiron und Clark Builders erbracht.

Sollte die Anzahl solcher Kooperationsprojekte steigen, kann sich das positiv auf unsere Umsätze, unsere Ertragslage sowie unsere Cashflows auswirken.

Innovation als wesentlicher Erfolgsfaktor

HOCHTIEF realisiert für seine nationalen und internationalen Auftraggeber anspruchsvolle Hochbau- und Infrastrukturprojekte.

Daher sind wir bestrebt, HOCHTIEF durch höchste Qualitätsansprüche, innovative Lösungen und Flexibilität vom Wettbewerb zu differenzieren. Unser Konzern zählt seit Langem zu den Innovatoren in der Baubranche und überzeugt die Auftraggeber mit maßgeschneiderten Entwicklungen. HOCHTIEF realisiert mit seinen Projekten überwiegend Unikate, die durch individuelle Lösungen geprägt sind. Dabei fließen vielfältige Forschungs- und Entwicklungsleistungen in unsere Projekte ein. HOCHTIEF wird sein Innovationsmanagement auch 2015 konsequent fortsetzen. Ebenso werden wir über das Ideenmanagement das Potenzial von Mitarbeiterideen nutzen, um Marktchancen zu realisieren und den Konzern nachhaltig weiterzuentwickeln.

Chancen durch erfolgreiche Mitarbeiter

Die Leistung, Qualifikation und Motivation unserer Mitarbeiter ist entscheidend für den zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg von HOCHTIEF. Die langfristigen Projekte von HOCHTIEF erfordern eine zielgerichtete Personalstrategie, um die passenden Mitarbeiter dauerhaft an das Unternehmen zu binden und besonders qualifizierte und talentierte Mitarbeiter individuell zu fördern. Es ist unser Ziel, HOCHTIEF auch weiterhin national wie international als attraktiven Arbeitgeber am Arbeitsmarkt zu etablieren und unseren Mitarbeitern interessante Entwicklungsperspektiven zu bieten.

Sollte es uns gelingen, unsere Personalstrategie besser als erwartet umzusetzen, könnte sich dies positiv auf unsere Geschäftsentwicklung auswirken.

Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil>

Wir stellen uns als wachstumsorientiertes Unternehmen unserer Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Umwelt. HOCHTIEF gestaltet mit seinen Projekten Lebensräume. Damit nehmen wir Einfluss auf die Menschen, die sie nutzen, und auf die Natur, die sie umgibt. Verantwortliches Handeln ist unsere Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft - gegenüber heutigen und kommenden Generationen gleichermaßen.

> Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de/nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit* gehört deshalb seit Langem zu den festen Bestandteilen unserer Unternehmensstrategie. Unser Engagement in diesem Bereich wird auch vom Kapitalmarkt honoriert. So hat sich HOCHTIEF im Berichtsjahr unter anderem erneut für die renommierten Dow Jones Sustainability Indizes qualifiziert. Wir sind weiterhin als einziger deutscher Baukonzern im Europe Index gelistet. Unsere Aktie empfiehlt sich damit auch weiterhin solchen Investoren, die ihre Investitionsentscheidungen an nachhaltigen Kriterien orientieren.

* Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten 40 und 41, 150 bis 154.

Zukunftsbezogene Aussagen

Weitere Informationen zu unseren zukunftsbezogenen Aussagen finden Sie auf Seite 147.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2014 bis zum Redaktionsschluss dieses Konzernberichts sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu berichten wären.

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Konzernbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen. Diese Aussagen spiegeln die gegenwärtigen Auffassungen, Erwartungen und Annahmen des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft über künftige, die HOCHTIEF Aktiengesellschaft bzw. den HOCHTIEF-Konzern betreffende Ereignisse und Entwicklungen wider und basieren auf Informationen, die dem Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Zukunftsbezogene Aussagen enthalten keine Gewähr für den Eintritt zukünftiger Ergebnisse (zum Beispiel der Vorsteuerergebnisse oder der Konzerngewinne) und Entwicklungen (zum Beispiel hinsichtlich geplanter Beteiligungsveräußerungen, der allgemeinen Geschäftsaktivität oder der Geschäftsstrategie) und sind mit Risiken und Unsicherheiten verbunden. Die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse (zum Beispiel die Vorsteuerergebnisse oder die Konzerngewinne), Dividenden und weitere Entwicklungen (zum Beispiel hinsichtlich geplanter Beteiligungsveräußerungen, der allgemeinen Geschäftsaktivität oder der Geschäftsstrategie), betreffend die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und den HOCHTIEF-Konzern, können daher aufgrund verschiedener Faktoren wesentlich von den hier geäußerten oder implizit zugrunde gelegten Erwartungen und Annahmen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören insbesondere Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, der branchenspezifischen Lage und der Wettbewerbssituation. Darüber hinaus können die Entwicklungen auf den Finanzmärkten, Wechselkursschwankungen sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere auch in Bezug auf steuerliche Regelungen, das Verhalten von Mitgesellschaftern sowie andere Faktoren einen Einfluss auf die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse (zum Beispiel die Vorsteuerergebnisse oder die Konzerngewinne), Dividenden und weitere Entwicklungen (zum Beispiel hinsichtlich geplanter Beteiligungsveräußerungen, der allgemeinen Geschäftsaktivität oder der Geschäftsstrategie), betreffend die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und den HOCHTIEF-Konzern, haben. Etwaige Angaben zu Dividenden stehen zudem unter dem Vorbehalt, dass für das jeweilige Geschäftsjahr ein entsprechender Bilanzgewinn im handelsrechtlichen Einzelabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ausgewiesen werden kann und dass die zuständigen Organe der HOCHTIEF Aktiengesellschaft unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Situation der Gesellschaft entsprechende Beschlüsse fassen. Abgesehen von rechtlichen Veröffentlichungspflichten übernimmt die HOCHTIEF Aktiengesellschaft keine Verpflichtung, die in diesem Konzernbericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.

Nachhaltigkeit bei HOCHTIEF

Die Vereinbarkeit von Ökonomie, Ökologie und Sozialem fördern

HOCHTIEF ist ein global agierender Infrastrukturbaukonzern, der seinen Schwerpunkt auf komplexe Projekte in den Bereichen Verkehrs-, Energie-, soziale und urbane Infrastruktur sowie das Minengeschäft legt. Dabei sind unsere Projekte stets Unikate in wechselndem regionalem Umfeld und keine Serienprodukte. Für jedes Vorhaben entwickeln wir einen eigenen Herstellungsprozess, der die individuellen Ansprüche des Kunden ebenso berücksichtigt wie die jeweiligen Rahmenbedingungen. Dabei ist schon unser Ansatz nachhaltig: HOCHTIEF betrachtet seine Projekte mit einem 360-Grad-Blick, insbesondere bei Public-Private-Partnerships. Bereits lange vor Baubeginn stehen wir mit unseren Kunden und weiteren Beteiligten im partnerschaftlichen Dialog, um das Projekt vorausschauend zu entwickeln und zu planen. So können wir frühzeitig Nachhaltigkeitsaspekte wie Energieeffizienz und Ökobilanz berücksichtigen.

Mit unserem Kerngeschäft, dem Bauen, nehmen wir Einfluss auf unsere Umwelt - auf Menschen und Natur gleichermaßen. Wir verändern und gestalten Landschaften, verbrauchen Ressourcen und Energie, beschäftigen Menschen aus verschiedensten Kulturen und arbeiten mit Partnern und Kunden in vielen Ländern der Welt zusammen. Damit geht eine große Verantwortung einher. Unser Ziel ist es, diese Einflussnahme bewusst und nachhaltig zu gestalten. Gesellschaft und Umwelt sollen durch unser Wirtschaften so viel profitieren und so wenig belastet werden wie irgend möglich. HOCHTIEF möchte mit seiner Geschäftstätigkeit vielmehr einen Beitrag leisten, die Sicherheit und die Lebensqualität heutiger und künftiger Generationen bestmöglich sicherzustellen und das natürliche Umfeld zu erhalten. Um diesem Anspruch und unserer gesellschaftlichen Verantwortung > (Corporate Responsibility, CR) gerecht zu werden, ist unser tägliches Handeln von einem ganzheitlichen, zukunftsorientierten unternehmerischen Ansatz geprägt, der dabei auch das Risikomanagement berücksichtigt. So sichern wir den langfristigen Erfolg unseres Unternehmens.

> Weitere Informationen zur Nachhaltigkeit bei hochtief finden sie im interview mit Vorstandsmitglied Nikolaus Graf von Matuschka (im Internet unter: www.hochtief.de/ interview-vs).

Nachhaltigkeit: Bestandteil der Vision und Konzernstrategie*

HOCHTIEF will das Zusammenspiel zwischen Ökonomie, Ökologie und Sozialem im Unternehmen fördern - und das aus Tradition. Nachhaltigkeit ist Bestandteil unserer Unternehmensvision und unserer Leitlinien. Zudem ist Nachhaltigkeit als ein leitendes Prinzip in die Konzernstrategie integriert.

> Weitere Informationen finden sie unter: www. hochtief.de/nachhaltigkeit

* Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Strategie auf den Seiten 35 bis 41.

Vision und Leitlinien>

> Weitere Informationen finden sie unter: www.hochtief.de/vision

HOCHTIEF baut die Welt von morgen.

Innovation, Kompetenz, Partnerschaftlichkeit und Transparenz prägen das Geschäft von HOCHTIEF. Wir sind unseren Kunden ein verlässlicher, vertrauenswürdiger Partner und setzen auf Qualität - in allen Projektphasen. Die HOCHTIEF-Vision beschreibt, was wir allgemein erreichen wollen. An ihr sollen sich alle Mitarbeiter, aber auch unsere Partner, Kunden und Aktionäre orientieren.

Die Unternehmensleitlinien dienen als Wegweiser. Sie zeigen, nach welchen Überzeugungen und Werten wir bei HOCHTIEF handeln - in unserer täglichen Arbeit. Auf ihnen beruht der Erfolg unseres Unternehmens.

Vier übergreifende Grundsätze bilden das Fundament für unsere Leitlinien:

1. Kundengerechtes Leistungsangebot

2. Erfolgreiche Mitarbeiter

3. Nachhaltiges Handeln

4. Wertorientierte Strategie

Sie zeigen als Richtschnur die Überzeugungen und Werte, nach denen wir bei HOCHTIEF handeln. Konkretisiert werden sie für unsere Mitarbeiter in verbindlichen Richtlinien, Leitfäden und Verhaltensgrundsätzen. Diese entsprechen mindestens den internationalen Standards, erfüllen geltende Gesetze und Vorschriften und gehen zum Teil deutlich über diese hinaus.

Zudem ist HOCHTIEF Mitglied verschiedener Organisationen und befolgt deren Leitlinien und Standards. Eine Auswahl finden Sie auf der AusklappSeite 3.

Stakeholder-Gruppen von HOCHTIEF

Aktionäre (O)*

Kunden (P)

Mitarbeiter (O/P)

Nachunternehmer und Lieferanten (P)

Staat und Behörden (O/P)

Investoren, Analysten und Bankenvertreter (O)

Verbände und Organisationen, NGOs** (O)

Nachbarn und Anwohner (P)

Universitäten, Hochschulen und Wissenschaft (O/P)

Schüler, Studenten, Hochschulabsolventen (O/P)

Journalisten (O/P)

Ökonomische, ökologische und soziale Belange in einem ausgewogenen Verhältnis bei Entscheidungsprozessen und in der täglichen Arbeit zu berücksichtigen, ist eine Herausforderung, der wir uns aktiv stellen. Etwa, indem wir nachhaltige Produkte wie energieeffiziente Immobilien (Green Buildings) realisieren, umfangreiche Umweltschutzprogramme bei großen Verkehrsinfrastrukturprojekten umsetzen, junge Menschen in ihren Bildungsmöglichkeiten unterstützen und unsere Mitarbeiter gezielt fördern.***

Stakeholder-Einbindung

Im kontinuierlichen Austausch mit verschiedenen Interessengruppen hat HOCHTIEF seine Stakeholder identifiziert (siehe Kasten). Diese können einerseits die ökonomische, ökologische und soziale Leistung unseres Konzerns beeinflussen, und andererseits können sich umgekehrt durch unsere Leistungen Veränderungen für sie ergeben (aktuell oder zukünftig).

Wir legen daher großen Wert auf einen transparenten Austausch mit diesen Anspruchsgruppen. So werden unsere Stakeholder in die Lage versetzt, sich ein umfassendes Bild von unserem Unternehmen zu machen. Im Gegenzug ermöglicht uns der aktive Dialog mit unseren Stakeholdern, ihre Ansprüche, Wünsche und Erwartungen zu identifizieren, zu differenzieren und in das unternehmerische Handeln einfließen zu lassen. Zudem hilft uns die Einbindung der Stakeholder dabei, Risiken in unserem Umfeld frühzeitig zu identifizieren und zu analysieren.

Im Konzern gibt es ganz unterschiedliche Ansätze und Instrumente der Stakeholder-Einbindung. Auf zahlreichen Fachmessen, Kongressen und Veranstaltungen präsentiert sich HOCHTIEF unter anderem seinen Kunden und nimmt an Diskussionen der Branche aktiv teil. Bei Bedarf führen unsere Gesellschaften und Einheiten Marktstudien sowie Kundenzufriedenheitsanalysen durch. Mitarbeiterbefragungen und externe Rankings geben uns ein Bild von unserer Attraktivität als Arbeitgeber. Wir pflegen einen engen und regen Informationsaustausch mit den Kapitalmärkten und informieren die interessierte Öffentlichkeit sowie das Fachpublikum durch eine offene Kommunikationsarbeit. Im Bereich Nachhaltigkeit haben wir 2014 neben unserer Onlinebefragung auch erstmals eine Stakeholder-Dialogveranstaltung ins Leben gerufen.

Nachhaltigkeitsthemen bei HOCHTIEF

Um das Thema Nachhaltigkeit bei HOCHTIEF zu konkretisieren und ihm einen Rahmen zu geben, haben wir uns als Basis unserer Nachhaltigkeitsstrategie die Frage gestellt: Welchen Beitrag kann HOCHTIEF mit seinen Kompetenzen leisten, um den Herausforderungen zu begegnen, mit denen moderne Gesellschaften konfrontiert sind (aktuell und zukünftig). Daraus wurden bereits 2008 die folgenden sechs Themenfelder definiert, die für alle unsere Gesellschaften gültig sind:

1. Compliance

2. Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen

3. Attraktive Arbeitswelt

4. Ressourcenschutz

5. Aktiver Klimaschutz

6. Gesellschaftliches Engagement

Auf diese Themenfelder konzentriert sich das nachhaltige Handeln von HOCHTIEF. Sie tragen dazu bei, dass der Konzern seiner gesellschaftlichen Verantwortung nachkommt. Die 2014 durchgeführte Wesentlichkeitsanalyse unter unseren Stakeholdern sowie der Stakeholder-Dialog haben uns die Gültigkeit und die Bedeutung dieser Themen für den HOCHTIEF-Konzern bestätigt.****

* O = Organisationsebene
P = Projektebene
** NGOs = Nichtregierungsorganisationen
*** Weitere Informationen finden Sie im Kapitel "Mitarbeiter" auf den Seiten 117 bis 122.
**** Weitere Informationen finden Sie im Kapitel "Nachhaltigkeitsstrategie" auf den Seiten 40 bis 41. Den Zusammenhang zwischen CR-Themen und GRI-Indikatoren stellen wir auf den Seiten 260 bis 261 dar.

Themenfeldindikator

Gesellschaftliches Engagement; Aspekt: Förderung lokaler Gemeinschaften

Weitere Informationen siehe GRI -Index auf den Seite 260 bis 261.

Gesellschaftliches Engagement bei HOCHTIEF

HOCHTIEF gestaltet als internationaler Baukonzern weltweit Lebensräume und steht so in engem Austausch mit den Menschen, mit denen und für die wir arbeiten. Das Unternehmen versteht sich als Teil der Gesellschaft und übernimmt als Corporate Citizen dort, wo es tätig ist und Projekte realisiert, auch gesellschaftliche Verantwortung. Mit dem Einsatz von finanziellen Mitteln, Sachspenden, Know-how und persönlichem Engagement setzen HOCHTIEF und seine Mitarbeiter diesen Anspruch in die Tat um. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt dabei auf zwei Themenbereichen: Bildung und Nachwuchsförderung sowie der Gestaltung und Erhaltung von Lebensräumen. > Sie stehen in einem besonderen Verhältnis zum Unternehmen und zur Geschäftstätigkeit und wirken nachhaltig.

> Weitere Informationen finden sie unter: www.hochtief.de/gesellschaftliches-engagement

Bridges to Prosperity

Einen Sponsoring-Schwerpunkt bildete auch 2014 wieder die Nichtregierungsorganisation "Bridges to Prosperity" (B2P) , die Fußgängerbrücken in entlegenen Regionen der Welt realisiert und damit den lokalen Gemeinschaften einen verbesserten Zugang zu Handel, Bildung und medizinischer Versorgung ermöglicht. Unsere amerikanischen Tochtergesellschaften unterstützen B2P bereits seit mehreren Jahren bei Projekten in Mittelund Südamerika. Flatiron bringt sich darüber hinaus als strategischer Partner von B2P besonders ein und unterstützt mit seinem Bau-Know-how die Entwicklung der Brückenmodelle. Im Berichtsjahr baute die Gesellschaft in Nicaragua die längste je von B2P und Mitarbeitern des HOCHTIEF-Konzerns gebaute Fußgängerbrücke mit einer Spannweite von 121 Metern. HOCHTIEF hat sich 2012 aus Deutschland und Europa heraus diesem Engagement angeschlossen und unterstützt B2P bei Projekten in Ruanda. > Dort entstand 2014 in der Westprovinz eine 54 Meter lange Fußgängerbrücke über einen Fluss, der in der Regenzeit unpassierbar ist.

www.bridgestoprosperity.org

> Weitere Informationen finden sie unter: www.hochtief.de/b2p

Die Kooperation mit B2P ergänzt die Geschäftstätigkeit von HOCHTIEF in sozialer Hinsicht. Durch unser Engagement profitieren beide Seiten - und ganz besonders gewinnen die Menschen in den Regionen. Denn die Fußgängerbrücken überspannen Flüsse, die in der Regenzeit stark anschwellen und so eine große Gefahr oder ein unüberwindbares Hindernis für die Anwohner darstellen.

Anzahl der Menschen, die durch die von HOCHTIEF gebauten B2P-Brücken profitieren

Die Flüsse verhindern, dass sie wichtige Institutionen wie Schulen, den Markt oder Ärzte erreichen. B2P schätzt, dass durch die Projekte zirka zwölf Prozent mehr Kinder sicheren Zugang zu Bildungseinrichtungen finden, 24 Prozent der Bevölkerung besseren Zugang zu medizinischen Einrichtungen erhalten, der Anteil der arbeitenden Frauen um 18 Prozent gesteigert wird und die Geschäftstätigkeit der lokalen Wirtschaft um 15 Prozent zunimmt.

Mehrwert für die Bevölkerung durch das HOCHTIEF-Engagement:

Bridges to Prosperity schätzt, dass durch eine neue Fußgängerbrücke zwölf Prozent mehr Kinder Zugang zu Bildungseinrichtungen und 24 Prozent der Bevölkerung besseren Zugang zu medizinischen Einrichtungen erhalten sowie der Anteil der beschäftigten Frauen um 18 Prozent steigt. Demnach haben HOCHTIEF und seine Tochtergesellschaften mit 14 in fünf Jahren gebauten Fußgängerbrücken dazu beigetragen, dass

zirka 8 500 Kinder besseren Zugang zu Bildungseinrichtungen haben,

zirka 17 000 Menschen leichteren Zugang zu medizinischen Einrichtungen haben,

zirka 12 800 Frauen eine Beschäftigung fanden.

Mit seinen Sponsoringprojekten hat HOCHTIEF positiven Einfluss auf die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Regionen. Ein Beispiel: Während der Bauphase bezieht HOCHTIEF bewusst Menschen aus der Region ein, bezahlt sie und bildet sie aus. So erhalten sie nicht nur Kenntnisse zum Bau, sondern lernen zudem, wie sie das Bauwerk instandhalten können. Auch das Material für den Bau, wie Holz und Zement, stammt überwiegend aus der Umgebung und wird von lokalen Lieferanten erworben.

Der Nutzen für HOCHTIEF: An jedem Projekt sind zehn Konzernmitarbeiter beteiligt, die für einen definierten Zeitraum freigestellt werden. Die Sponsoringprojekte sorgen für bessere Vernetzung, Teambildung und Gemeinschaftsgefühl. Sie steigern darüber hinaus die Baukompetenz der Mitarbeiter, sorgen für interkulturelle Erfahrungen und stärken das soziale Engagement. Diese Kenntnisse nutzen ihnen im weiteren Arbeitsalltag. Zudem wird die Identifikation mit HOCHTIEF erhöht -zirka 150 Mitarbeiter konnten bisher von diesen Erfahrungen profitieren.

Unser Ziel ist es, diese Sponsoringaktivitäten konzernweit auszubauen; langfristig soll auch die Leighton-Gruppe in das Engagement eingebunden werden. in den vergangenen fünf Jahren haben mehr als 71000 Menschen, die im Umfeld der Brücken leben, von unseren Projekten profitiert. Diese Zahl möchten wir zukünftig steigern.

Dieses Kapitel ist Teil des Themenfelds Gesellschaftliches Engagement

Fußgängerbrücken von HOCHTIEF und B2P nach Ländern

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Projektname tägliche Nutzer (Ø)
HOCHTIEF Americas (Flatiron, Turner, E.E. Cruz)  
2010, Copan, Honduras 200
2010, La Taña, Guatemala 200
2011, Melara, El Salvador 500
2011, El Bosque, El Salvador 600
2012, Santa Lucia, Nicaragua 200
2012, El Rodeo, Nicaragua 100
2012, Jucuapa Abajo, Nicaragua 650
2013, Ducale Grande, Nicaragua 200
2013, El Dorado, Nicaragua 200
2013, San Jose de Pire, Nicaragua 200
2014, Paso Real, Nicaragua (zwei Teams) 650
HOCHTIEF Europe  
2012, Mayange Nyamabare, Ruanda 500
2013, Bakokwe, Ruanda 300
2014, Ngororero, Ruanda 350
Gesamt: 14 Projekte 4850

Spenden und Sponsoring: Organisation und berichtswesen

Unsere Konzernrichtlinie Spenden und Sponsoring definiert die Themenschwerpunkte der Aktivitäten, die Verantwortlichen und regelt die Berichtsprozesse und -pflichten.

Die Zuständigkeit für das Thema Spenden und Sponsoring liegt bei der Abteilung Konzernkommunikation in Abstimmung mit dem Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Sie übernimmt die strategische Ausrichtung und Gesamtkoordination sowie das Reporting. Die Abteilung verantwortet zudem die Sponsoringaktivitäten der HOCHTIEF-Holding.

In den HOCHTIEF-Divisions sind die jeweiligen Vorstände und Geschäftsführungen für die Definition von Spenden- und Sponsoringbudgets verantwortlich. Hier wurden Verantwortliche benannt mit der Aufgabe, die Auswahl der Projekte gemäß der Richtlinie in angemessener Form und Höhe zu überwachen, die Aktivitäten zu dokumentieren und darüber in einem festgelegten Turnus an die Konzernkommunikation zu berichten.

Die in der Konzernrichtlinie festgeschriebene Dokumentation von Spenden- und Sponsoringaktivitäten soll HOCHTIEF langfristig in die Lage versetzen, den gesellschaftlichen Nutzen seines Engagements messbar zu machen* und dafür passende Kennzahlen zu entwickeln.

* Weitere Informationen finden Sie in der Zieletabelle auf der Seite 165.

Sponsoringbeispiele

Seit 2010 unterstützt die Leighton-Tochter Thiess den "Royal Flying Doctor Service", der für eine verlässliche Gesundheitsversorgung in abgelegenen Regionen Australiens sorgt. Der Dienst arbeitet rund um die Uhr und leistet Hilfe sowohl im Notfall als auch in der allgemeinen Gesundheitspflege.

Im australischen Queensland hat sich das Thiess-Team der Burton-Kohlenmine für ein soziales Projekt eingesetzt: Die Mitarbeiter haben die Ausbildung eines Blindenhundes finanziert. Ein ähnliches Projekt haben auch die Mitarbeiter bei Flatiron in den USA unterstützt: Während einer Weihnachtsaktion im Jahr 2013 für das Projekt Anthony Henday Drive in Kanada, an dem Flatiron beteiligt ist, wurde ein hoher Geldbetrag gesammelt, der der kanadischen Organisation "Dogs with Wings" für die Ausbildung eines Welpen zum Assistenzhund zugutekam. Beide Hunde werden nach Abschluss ihrer Ausbildung Menschen mit Handicap ein selbstständigeres Leben ermöglichen.

Summe Spenden und Sponsoring im HOCHTIEF-Konzern (in Mio. EUR)

HOCHTIEF-Organisationseinheiten und -Gesellschaften leisten keine direkten oder indirekten spenden an politische Organisationen, Parteien oder einzelne Politiker (Auszug aus unserem Code of Conduct. Den ausführlichen Code of Conduct finden sie im Internet unter www.hochtief.de/codeofconduct).

Ein Team von HOCHTIEF Construction Austria hat im Sommer 2014 die Außenanlage eines Behindertenheims der Caritas im niederösterreichischen Leonhard am Forst ehrenamtlich neu gepflastert. Die Kosten für das Baumaterial übernahm HOCHTIEF. Insgesamt 15 Mitarbeiter pflasterten eine Terrasse, einen Parkplatz und einen rollstuhlgerechten Weg rund um das Wohngebäude und die Werkstatt der karitativen Einrichtung.

Umweltschutz: Verantwortung für Klima und Ressourcen

Dieses Kapitel ist Teil der Themenfelder Ressourcenschutz und Aktiver Klimaschutz

Wir sind uns bewusst, dass das Geschäft von HOCHTIEF Auswirkungen auf die natürliche Umwelt - auf Boden, Wasser, Luft, Klima und die biologische Vielfalt - hat. In zahlreichen Maßnahmen entwickeln daher unsere Fachleute gemeinsam mit Partnern Lösungen zum aktiven Klimaschutz, auch um die Folgen unseres Handelns so gering wie möglich zu halten und Umweltschäden zu vermeiden. Im gesamten HOCHTIEF- Konzern ist es das erklärte Ziel, Ressourcen zu schonen, sie optimal einzusetzen sowie systematisch umwelt- und klimaschädliche Emissionen zu reduzieren.

Bei HOCHTIEF haben die Themen Umwelt-, Ressourcen- und Klimaschutz hohe Priorität. Wir wollen unsere Leistung in diesem Bereich stets weiter verbessern -um das Risiko für unser Unternehmen selbst zu minimieren und weil wir hier Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft tragen.

Die nachfolgenden Umweltkennzahlen ebenso wie die Konzern-Coverage* sind in Relation zur erbrachten Konzernleistung des jeweiligen Jahres zu sehen und sind zudem direkt abhängig von Art und Umfang der jeweiligen Projekte. Das heißt: je höher die Konzernleistung, desto höher die Treibhausgasemissionen.

Leistung (in Mrd. EUR)

Organisation von Umwelt-, Ressourcen- und Klimaschutz im HOCHTIEF-Konzern

Im Zentrum für Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz (AGUS Center) werden umweltschutzrelevante Belange zentral koordiniert. Es berichtet direkt an den Arbeitsdirektor im HOCHTIEF-Vorstand, was den hohen stellenwert des Themas unterstreicht. Die Basis aller Aktivitäten bildet die konzernweit gültige Umweltschutzpolitik. Sie ist in einer entsprechenden Richtlinie festgehalten und definiert die Mindestanforderungen.

Das AGUS Center vereint Arbeitssicherheit und Umweltschutzexperten. Sie stellen die rechtssichere Organisation allgemeiner Umweltanforderungen sicher und unterstützen darüber hinaus mit ihrem Know-how die Geschäftsleitungen und Projektteams vor Ort. Die HOCHTIEF-Divisions haben Umwelt- und Klimaschutz in ihren Organisationsstrukturen eigenverantwortlich verankert und stellen so auf geeignete Weise sicher, dass die gültigen gesetzlichen Regelungen sowie die HOCHTIEF-Standards eingehalten und umgesetzt werden.

Anteil der Umweltmanagementsysteme im HOCHTIEF-Konzern (ISO 14001), gemessen an der Personalstärke** (in Prozent)

* Coverage = Abdeckung der berichteten Daten, bezogen auf die Konzernleistung
** Weitere Informationen finden Sie im Kapitel "Mitarbeiter" auf den Seiten 117 bis 122.

Umwelt-, Ressourcen- und Klimaschutz sind in den HOCHTIEF-Divisions in die Projektprozesse integriert. Dazu gibt es Managementsysteme, die sich an internationalen Standards (ISO 14001) orientieren. So lag 2014 der Anteil der Umweltmanagementsysteme (ISO 14001) im HOCHTIEF-Konzern bei 81,8 Prozent.

Risiken frühzeitig erkennen

Für ein aus Umweltschutzsicht erfolgreiches, unfallfreies Projekt ist es entscheidend, die relevanten Umweltrisiken frühzeitig zu erkennen und zu bewerten. Nur so können Präventionsmaßnahmen geplant und effektiv im Projektverlauf umgesetzt werden. Bei HOCHTIEF werden die Umweltschutzexperten daher schon in der Angebotsphase in die Projektbearbeitung mit einbezogen, um die erforderlichen Maßnahmen gewerkeübergreifend abzustimmen und in den Bauprozess zu implementieren. Die relevanten Themen werden dann im operativen Projektablauf kontinuierlich weiterverfolgt und die Maßnahmen bei Bedarf entsprechend angepasst. Umwelt- und Klimaschutzaspekte sind zudem fester Bestandteil bei Investitionsentscheidungen.

Neben der Einhaltung grundlegender gesetzlicher und normativer Anforderungen ist es für einen unfallfreien Projektablauf ebenfalls sehr wichtig, Umweltschadensfälle zu analysieren und das Geschehene aufzuarbeiten. Auch die Auswertung von sogenannten Beinaheunfällen kann wertvolle Erkenntnisse liefern, um Umweltschäden zukünftig zu verhindern. Eingetretene Umweltschäden werden über ein abgestuftes Berichtswesen erfasst und ausgewertet.

Umweltschäden

Vorfälle, die eine wesentliche chemische oder biologische Verschlechterung der Umwelt zur Folge haben, sind bei HOCHTIEF zu melden. Dabei werden intern drei Kategorien unterschieden:

Kategorie 1: überregionale, hohe Relevanz und/oder irreversibler Schaden und/oder voraussichtliche Schadenshöhe von über fünf Mio. Euro

Kategorie 2: mittlere Relevanz, voraussichtliche Schadenshöhe über der generellen Selbstbeteiligung und unter der allgemeinen Deckungssumme von fünf Mio. Euro

Kategorie 3: geringe Relevanz, Schadenshöhe unterhalb der generellen Selbstbeteiligung

Im gesamten HOCHTIEF-Konzern wurden 2014 keine Umweltschäden der Kategorie 1 und vier Umweltschäden der Kategorie 2 gemeldet. Kleinere Umweltschäden beziehungsweise Bagatellschäden der Kategorie 3 werden im Verantwortungsbereich der jeweiligen Unternehmenseinheit reguliert und nicht konzernweit berichtet.

Bußgelder

Im Berichtszeitraum wurden gegen HOCHTIEF keine nicht-monetären Bußgelder aufgrund von Verstößen gegen Umweltvorschriften verhängt.

Mitarbeiter sensibilisieren und weiterbilden

Für HOCHTIEF ist es wichtig, dass die Mitarbeiter ein besonderes Verständnis für ökologische Zusammenhänge entwickeln. Nachhaltige Arbeitssicherheit sowie Gesundheits- und Umweltschutz können nur durch eine breite, gut informierte und ausgebildete Basis gewährleistet werden. Hierzu ist es erforderlich, dass die Organisationsstrukturen auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter abgestimmt sind und von diesen als Unterstützung in ihrem Berufsalltag wahrgenommen werden. Um diese Akzeptanz zu erreichen, sensibilisieren wir die Mitarbeiter für das Thema und bilden sie fundiert weiter. Dies geschieht in einem fortlaufenden Prozess, der Qualifizierungsmaßnahmen in Form von regelmäßigen Unterweisungen in den Projekten und Schulungsvorträgen umfasst.

Besonderen Wert legt HOCHTIEF auch auf die Aus- und Weiterbildung seiner Umwelt- und Arbeitssicherheitsexperten. Sie sind in ihrem Fachgebiet stets auf dem aktuellen Stand und beraten die Projektverantwortlichen bei deren Umweltschutzaktivitäten. Ihre Erfahrungen tauschen diese Experten über interne und externe Arbeitskreise in den Regionen aus.

Umwelt-, Ressourcen- und Klimaschutzthemen bei HOCHTIEF

Gefahrstoffmanagement

Ein umfassendes Gefahrstoffmanagement ist ein Bindeglied zwischen Arbeits- und Umweltschutz. Der Umgang mit gefahrstoffhaltigen Produkten betrifft nicht nur Themen des Arbeitsschutzes, sondern auch Fragen der ordnungsgemäßen Lagerung, des Transports und der Entsorgung. Hierzu gibt es länderspezifische Verzeichnisse sowie Regelungen und Vorgaben. HOCHTIEF Solutions hat dazu beispielsweise in Europa ein Konzept entwickelt und umgesetzt, das die Vorgaben der Gefahrstoffverordnung praxisnah berücksichtigt: Über ein internetbasiertes Programm können Gefahrstoffverzeichnisse erstellt werden. Zudem können Sicherheitsdatenblätter hinterlegt und weitere Informationen zu einzelnen Stoffen - etwa toxikologische Bewertungen zu verwendeten Baustoffen - sowie arbeitsplatzspezifische Betriebsanweisungen generiert werden.

Abfallmanagement

Vor dem Hintergrund zunehmender Ressourcenknappheit fällt dem richtigen Umgang mit Bauabfällen eine immer größere Bedeutung zu. Eine möglichst sortenreine Materialerfassung bei Abbruch- und Erdbaumaßnahmen fördert die qualitativ hochwertige Wiederverwertung der Stoffe und trägt zusammen mit einer detaillierten Planung der für die HOCHTIEF-Projekte benötigten Materialmengen zum schonenden Umgang mit den Rohstoffen bei. Die Entsorgungswege werden in projektspezifischen Entsorgungskonzepten festgelegt. Bei großen Infrastrukturprojekten werden zudem frühzeitig Pläne entwickelt, um Aushubmaterialien gering zu halten, diese erneut zu verwenden sowie, wenn möglich, einen hohen Anteil an recyceltem Material einzusetzen.

Abfallaufkommen im HOCHTIEF-Konzern (in t)

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  Abfallaufkommen Konzern-Coverage*
2014 8 363 958 100 %
2013 3 011 091 94 %
2012 1 061 669** 75 %
2011 499 384 40 %
2010 510 464 45 %

* Coverage = Abdeckung der berichteten Daten, bezogen auf die Konzernleistung
** Dieser Zahl lagen für die Division HOCHTIE F Asia Pacific lediglich sechs Monate zugrunde.

Vom gesamten Abfallaufkommen im Jahr 2014 sind 8 213 585 Tonnen der Kategorie "nicht gefährlich" zuzuordnen.

Art der Entsorgungsmethode im HOCHTIEF-Konzern (in t)

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Recycling/Verwertung (einschließlich Energierückgewinnung) 5 881 835
Deponierung/Beseitigung 2 482 123

Die konzernweite Recyclingquote lag 2014 bei zirka 70 Prozent (Vorjahr: 81 Prozent).

Aufgrund von Baumaßnahmen in Australien, bei denen Aushubmassen deponiert werden mussten, hat sich die konzernweite Recyclingquote verringert und das Gesamtabfallvolumen deutlich erhöht.

Turner hat bereits 2005 ein Onlineprogramm zur Abfallerhebung entwickelt: das Online-Waste-Tracking. Damit werden Daten zur Abfallentsorgung und zum Recycling bei Bau und Abrissprojekten erhoben und ausgewertet. Mehrere hundert Projekte werden monatlich erfasst. Im Berichtsjahr recycelte Turner zirka 443 595 Tonnen Bauabfall, das entspricht einer Quote von zirka 91 Prozent.

Wassermanagement

Wasser ist bei vielen Bauprojekten ein wichtiges Thema. Es handelt sich hierbei nicht nur um den Wasserbedarf für den Bauprozess; auch die Eingriffe in den Grundwasserhaushalt bei Wassererhaltungsmaßnahmen müssen verantwortungsvoll und umweltschonend ausgeführt werden. HOCHTIEF begegnet dem mit maßgeschneiderten Konzepten. Das Wassermanagement beschäftigt sich auch mit Aspekten der Nutzung von Grund- und Trinkwasser im Projektverlauf, mit der Ableitung von Brauch- und Abwässern, mit Versickerung, Wasserverschmutzung und -aufbereitung.

Die Daten wurden auf Basis der stoffspezifischen Kostenarten unter Annahme mittlerer Preise ermittelt. In der Division HOCHTIEF Asia Pacific erfolgt zu 20,6 Prozent die Wasserentnahme aus Frischwasserquellen und zu 51,3 Prozent aus recyceltem Wasser.

Wasserverbrauch

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(in m3) Wasserverbrauch Konzern-Coverage
2014 37 128 755 50 %
2013 19679 874 67 %
2012 5 074 045*** 68 %
2011 735 000 35 %
2010 671 000 45 %

*** Dieser Zahl lagen für die Division HOCHTIEF Asia Pacific lediglich sechs Monate zugrunde.

In der Division HOCHTIEF Europe erfolgt die Wasserentnahme in der Regel aus Frischwasserquellen. Die Entnahme aus anderen Quellen ist aufgrund der Projektstruktur des Konzerns nicht beeinflussbar.

Besonders verantwortlich geht unser Team in London, das derzeit für das Tunnel-Los C310 innerhalb des Megainfrastrukturprojekts Crossrail verantwortlich ist, mit der Ressource Wasser um. So sparten die Mitarbeiter des HOCHTIEF Murphy Joint Ventures beim Vortrieb der beiden zirka sechs Kilometer langen Tunnelröhren unter der Themse insgesamt 68 Millionen Liter Frischwasser - das reicht für das Befüllen von mehr als 27 Standardschwimmbecken. Für den Vortrieb ist ein hoher Wasserdruck notwendig. Dafür nutzten unsere Tunnelexperten kein Trinkwasser, sondern sammelten das gewonnene Wasser, das aus der zum Los gehörenden Baugrube des Plumstead Portals gepumpt wurde, um diese trockenzulegen. Mit dieser Leistung gewann das Team einen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie Environmental Performance, den der Kunde Crossrail regelmäßig verleiht. Schon zu Beginn des Jahres wurde es mit dem Crossrail Green Line Award für hervorragende Umweltschutzbedingungen ausgezeichnet, insbesondere wegen seines ganzheitlichen Ansatzes: in jeder Phase versuchen die Tunnelbauer, den Verbrauch von Beton, Produktionsabfällen und Energie zu verringern. Das Team möchte nicht nur Standards erfüllen, sondern diese übertreffen.

Themenfeldindikator Ressourcenschutz; Aspekt: Abfall

Weitere Informationen siehe GRI-Index auf den Seiten 260 bis 261.

Biodiversität

HOCHTIEF hat das Ziel, die biologische Vielfalt im Umfeld seiner Projekte zu bewahren. Bei Bedarf entwickeln wir - häufig in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden - individuelle Umweltkonzepte, die alle Auflagen und auszuführenden Maßnahmen zum Natur- und Umweltschutz beinhalten. Deren Umsetzung wird baubegleitend kontrolliert und die Maßnahmen werden, wenn nötig, angepasst.

So wurden beim Brückenprojekt Queensferry Crossing in Schottland Schutzmaßnahmen für Wale, Seerobben und Fischschwärme ergriffen. Hier wurde mit den Arbeiten der Bohrungen für die Gründung der Caissons erst begonnen, als im Umkreis von einem Kilometer keine großen Meeresbewohner geortet werden konnten. Durch die Vibrationen würden die Tiere empfindlich gestört werden. >

> Weitere Informationen finden sie unter: www.hochtief.de/kundenportal

Bei dem im Berichtszeitraum gewonnenen PPP-Projekt "Ausbau der A 7" in Hamburg und Schleswig-Holstein achtet das Team besonders auf den Schutz der Haselmaus. Rodungsarbeiten für den Ausbau dürfen nur im Frühjahr erfolgen, um die Tiere, die in Erdhöhlen überwintern, nicht zu gefährden. In einem Bauabschnitt werden Haselmausfamilien in Ersatzflächen umgesiedelt.

Die Turner-Niederlassung in Seattle hat sich maßgeblich für die Entwicklung des Salmon-Safe-Bauzertifikats eingesetzt. Im Nordosten der USA ist der Wildlachs ein Symbol für den Natur- und Umweltschutz, nachdem die Population aufgrund der Zerstörung vieler Laichgründe stark zurückgegangen war. Ursache sind neben der Überfischung unter anderem die Veränderung der Flussökosysteme durch Abholzung von Wäldern, Erdrutsche und Bodenerosion. Bauprojekte, bei denen die Wasserqualität geschützt und darauf geachtet wird, dass im Einzugsgebiet der Flüsse keine Sedimente von der Baustelle ins Wasser gespült werden, erhalten das neue Zertifikat. Umgesetzt hat Turner die notwendigen Maßnahmen beim Bau des Bürogebäudes "Vulcan Block 45" in Seattle, das, wenn es im dritten Quartal 2015 übergeben wird, LEED-Gold-Standard haben wird und ein Salmon-Safe-Zertifikat anstrebt.

Energieeffizienz und Emissionen

Konzernweit ist es unser Ziel, Energie effizient einzusetzen, Strom zu sparen und Emissionen zu reduzieren. Die Basis dafür bildet die kontinuierliche Erfassung und Bewertung unserer Emissionen und Verbräuche, woraus wir weitergehende Potenziale zur Reduktion ableiten. Dabei setzen wir sowohl innerhalb des Konzerns als auch bei unseren Kunden an. So gehört HOCHTIEF weltweit zu den führenden Anbietern im Bereich des "grünen" Bauens: Unsere Gesellschaften realisieren Gebäude, die sich durch geringen Strom- und Wärmeverbrauch auszeichnen. Innerhalb unseres Unternehmens versuchen wir durch vielfältige Maßnahmen und Regelungen, CO2 -Emissionen zu reduzieren - etwa durch Ausstattungsvorgaben bei der Dienstwagenflotte. Flatiron betreibt eine besonders umweltschonende Fahrzeugflotte und wird dafür von der Association of Equipment Management Professionals seit 2011 durchgängig mit dem Green-Fleet-Zertifikat auf Platinum-Ebene ausgezeichnet. Platinum ist die höchste Auszeichnungsstufe. Auf emissionsarme und kraftstoffsparende Baustellenfahrzeuge und Dienstwagen legt Flatiron besonderen Wert. Bei HOCHTIEF in Deutschland dürfen Dienstwagen höchstens 160 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen, im Jahr 2014 betrug der durchschnittliche CO2 -Ausstoß lediglich 133 Gramm pro Kilometer.

Bei Infrastrukturprojekten tragen wir durch innovative Ideen zur Energieeinsparung bei. So hat Leighton im Januar 2014 bei den Projekten "Cross City Tunnel" in Sydney und "Airport Link" in Brisbane in Tunnel-Energieeffizienz-Workshops erhoben, wie viel Strom und Treibhausgasemissionen durch moderne Belüftungssysteme eingespart werden können. Während des Berichtsjahrs wurden die Tunnelprojekte, die von Leighton Contractors betrieben werden, systematisch beobachtet und ausgewertet. Durch die neuen Anlagen wurden beim Cross City Tunnel seit April 2014 bis Ende des Jahres 934 000 kWh Emissionen und damit mehr als 100.500 Euro eingespart, der Airport Link reduzierte den Stromverbrauch um 3054000 kWh Strom und damit um zirka 218.000 Euro. Diese Einsparungen werden sich auch in den kommenden Jahren positiv auf die Ökobilanz niederschlagen. Außerdem werden die Resultate der beiden herausragenden Beispiele bei bestehenden und zukünftigen Projekten genutzt.

Schadstoffe in der Bausubstanz

In der Baubranche kommen industriell und chemisch erstellte Materialien und Produkte zum Einsatz. Im verbauten Zustand sind die einzelnen Inhaltsstoffe oft nicht eindeutig identifizierbar, sodass bei der Bautätigkeit eine Gefahr der ungewollten Freisetzung besteht. Dies kann unter Umständen zu Umweltauswirkungen, etwa in Form von Kontamination, sowie zu Gesundheitsschäden führen. HOCHTIEF nimmt das Schadstoffrisiko von Bauprodukten daher sehr ernst und stellt sicher, dass diese Thematik systematisch während des gesamten davon betroffenen Bauprozesses von den Ausführenden und Verantwortlichen entsprechend begleitet wird. Eine sorgfältige Separation gewährleistet zudem auch einen hohen Reinheitsgrad der Baurestmassen und ermöglicht eine hochwertige Wiederverwertung.

Treibhausgasemission:

Scope 1, Scope 2, Scope 3*

Die Kennzahlen geben den Energieverbrauch sowie die CO2 -Emissionen der wesentlichen Unternehmenseinheiten in den Divisions HOCHTIEF Americas, Asia Pacific und Europe an. Die Daten wurden mehrheitlich auf Basis der stoffspezifischen Kostenarten unter der Annahme mittlerer Preise ermittelt. Das Verhältnis von Material- und Dienstleistungskosten der Division HOCHTIEF Europe wurde auch auf die HOCHTIEF-Divisions Americas und Asia Pacific übertragen. Bis 2012 wurden direkte und indirekte CO2 -Emissionen ermittelt; ab 2013 Scope 3.

"Green Zone"-Programm

Zum vierten Mal in Folge hat Turner 2014 mit dem Programm "Green Zone" wieder die Arbeitsplatzsituation seiner Mitarbeiter analysiert. Von 305 Büros und Baustellen konnten 159 als "Grüne Zonen" identifiziert und zertifiziert werden. Im Vorjahr waren es 146 Büros. Mit dem Programm werden unter anderem die Umweltbilanz und das Arbeitsumfeld verbessert, indem die Mitarbeiter Fragebögen zu Aspekten in fünf Kategorien beantworten: Wohlfühl- und Umweltqualität, Recycling und Abfall, Wassereffizienz, Energie und Raumklima sowie Innovation und Design.

Konzern-Coverage**

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  scope 1 scope 2 scope 3
2014 100 % 100 % 100 %
2013 97 % 93 % 93 %
2012 85 % 88 % -
2011 85 % 85 % -

* Der "Corporate Standard" des GHG Protocol klassifiziert direkte, indirekte und erweiterte Emissionen von Unternehmen in drei "Scopes" (siehe Grafik).
** Coverage = Abdeckung der berichteten Daten, bezogen auf die Konzernleistung

Klassifizierung der Treibhausgasemissionen

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Scope 1 beinhaltet alle direkten Emissionsquellen, die im Besitz oder in der Kontrolle des Unternehmens liegen (zum Beispiel CO2 -Emissionen HOCHTIEF-eigener Fahrzeuge). Scope 2 fasst alle indirekten Emissionen von verbrauchter Energie des Unternehmens zusammen (zum Beispiel CO2 -Emissionen aus Strom und Fernwärme). Scope 3 beinhaltet alle anderen indirekten Emissionen, die in der Wertschöpfungskette um das Unternehmen anfallen und damit ebenfalls in dessen Verantwortung liegen (zum Beispiel CO2 -Emissionen durch den Materialeinsatz der Nachunternehmer von HOCHTIEF).
Scope 1 Direkt Scope 2 Indirekt Scope 3 Erweitert
- Verbrennung fossiler Brennstoffe - Fahrzeuge Zugekaufte Energie -Dienstreisen -Abfallentsorgung -Herstellung zugekaufter Materialien

CO2-Einsparungen durch Green Buildings

Mit unseren nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen, insbesondere mit Green Buildings, die durch LEED, Green Star oder DGNB zertifiziert werden, wird die CO2 -Bilanz erheblich reduziert. Das geschieht nicht nur während des Bauens, zum Beispiel wenn recyceltes Material oder effektiver Wärmeschutz genutzt wird, sondern auch während des Betriebs mit modernen Heizsystemen. Laut Emissions GAP Report 2014 der UNEP* verbrauchen energieeffiziente Gebäude 60 bis 90 Prozent weniger Energie als konventionell gebaute.

Der Konzernumsatz lag im Marktsegment Green Building bis 2014 bei mehr als fünf Mrd. Euro.

Green Buildings bei HOCHTIEF

Kumulierte Anzahl der zertifizierten nachhaltigen Gebäude, die bis zum 31.12.2014 von HOCHTIEF realisiert wurden.

** Erläuterungen siehe Glossar auf den Seiten 265 und 266.

Seit 2010 beziehen die großen Bürostandorte in Deutschland zu 100 Prozent Ökostrom. Auch die Leighton-Gruppe bezieht an ausgewählten Standorten Ökostrom.

Die Höhe der Energieverbräuche und die daraus ermittelten Treibhausgasemissionen sind direkt abhängig von Art und Umfang der jeweiligen Projekte. So erzeugt zum Beispiel eine Tunnelbaustelle mit maschinellem Vortrieb erheblich mehr indirekte CO2 -Emissionen als eine Hochbaubaustelle. Die hier dargestellten Werte beziehen sich nur auf Materialien, die vom HOCHTIEF-Konzern eingekauft wurden.

Konzern-Energieverbrauch 2014

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  Menge Konzern-Coverage
Strom*** 522 337 MWh 100 %
Heizöl 313 037 Liter 10 %
Diesel 39 183 327 Liter 60 %
Biodiesel 9 961 Liter 50 %
Benzin 2 224 420 Liter 100 %
Erdgas 157 MWh 60 %
Festbrennstoff 132 MWh 50 %

Materialeinsatz 2014

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  Menge Konzern-Coverage
Beton 13 251 074 m3 100 %
Stahl 1 032 352 t 100 %
Holz 1 230 680 m3 100 %

Bauen im Bestand

Teil unseres Leistungsportfolios ist es, vorhandene Gebäude zu sanieren und im Bestand zu bauen. Da hier keine neuen Flächen versiegelt werden müssen, ist diese Methode besonders umwelt- und ressourcenschonend. Die im Gebäude bereits vorhandenen Materialien können zum Teil wiederverwendet werden, sodass die Menge an Abfall reduziert wird. Dabei berücksichtigen wir, wenn vorhanden, die Denkmalschutzauflagen. Auch aus städtebaulicher Sicht ist der Erhalt alter Bausubstanz wesentlich, da das Stadtbild erhalten bleibt.

* United Nations Environment Programme (UNEP)
*** In der Division HOCHTIEF Americas beruhen die Stromwerte auf Annahmen und Hochrechnungen.

Emission von Treibhausgasen*

(t/CO2 )

Themenfeldindikator Aktiver Klimaschutz; Aspekt: Treibhausgasemissionen

Weitere Informationen siehe GRI-Index auf den Seiten 260 bis 261.

* In Tonnen CO2 -Äquivalent. Quelle der CO2 -Umrechnungsfaktoren: GHG Protocol,DEFRA und Umweltbundesamt
** Die Daten der Division HOCHTIEF Americas bezogen auf Scope 1 und Scope 2 beruhen auf Annahmen und Hochrechnungen. Scope 1 bezieht sich ausschließlich auf den Benzinverbrauch der Firmenfahrzeuge. Scope 2 spiegelt einen geschätzten Stromverbrauch wider.

Der "Corporate Standard" des GHG Protocol klassifiziert direkte und indirekte Emissionen von Unternehmen in drei "Scopes":

Scope 1 beinhaltet alle direkten Emissionsquellen, die im Besitz oder in der Kontrolle des Unternehmens liegen (zum Beispiel CO2 -Emissionen HOCHTIEF-eigener Fahrzeuge).

Scope 2 fasst alle indirekten Emissionen von verbrauchter Energie des Unternehmens zusammen (zum Beispiel CO2 -Emissionen aus Strom und Fernwärme).

Scope 3 beinhaltet alle anderen indirekten Emissionen, die in der Wertschöpfungskette um das Unternehmen anfallen und damit ebenfalls in dessen Verantwortung liegen (zum Beispiel CO2 -Emissionen durch den Materialeinsatz der Nachunternehmer von HOCHTIEF).

Aufgrund des unterschiedlichen Detailierungsgrades der Datenerhebung in den Divisions, ist die Vergleichbarkeit noch nicht vollständig gegeben. Es wird intensiv daran gearbeitet eine konzernweite, vergleichbare Datenbasis herzustellen.

CR-Programm - nachhaltige Unternehmensführung und CR-Management

In unserem CR-Programm stellen wir sowohl die Ziele zur nachhaltigen Unternehmensführung und zu unserem CR-Management dar als auch die wesentlichen Aspekte, die wir in sechs Themenfeldern definiert und aus denen wir jeweils ein übergeordnetes Ziel abgeleitet haben. Aus den Themenfeldern werden konzernübergreifende, divisions- und geschäftsfeldspezifische Fokusfelder abgeleitet, die ebenfalls mit entsprechenden Zielen und Maßnahmen definiert sind.

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Fokusfeld Ziel bis 2020 Status 31. Dezember 2014
  Kontinuierliche Teilnahme an nationalen wie internationalen Nachhaltigkeitsrankings und -ratings Erneute Aufnahme in den Dow Jones Sustainability Index Europe zum neunten Mal in Folge als einziger deutscher Baukonzern CDP: Climate Performance Leader 2014 zum fünften Mal in Folge
Transparenz und Datenqualität Kontinuierliche Verbesserung der Datenqualität Verwendung des IT-Systems CRedit in Kombination mit manuellen Abfragen
  Schrittweise Entwicklung zur integrierten Berichterstattung Zusammenführung des Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichts zu einem kombinierten Konzernbericht 2014
  Wissenstransfer zwischen den Divisions fördern Initiative gestartet: Teilnahme von HOCHTIEF am Turner Innovation Summit in den USA ist im Jahr 2014 erfolgt. Videokonferenzen und Besuche in den Divisions haben stattgefunden.
Innovation Investitionsvolumen bei FuE-Projekten beibehalten Investitionen in FuE-Projekte im Jahr 2014: zirka 3,2 Mio. Euro
  Ideenmanagement HOCHTIEF Europe: Steigerung der Anzahl der Ideen auf 250; Fünf Ideenwerkstätte pro Jahr einrichten Anzahl Ideen 2014: 64 Eine Ideenwerkstatt (Aktion) hat stattgefunden.
Reputation Hohen Image- und Reputationswert in Deutschland konstant ≥ 75 Prozent halten 87 Prozent
  Erweitertes Konzept für die Durchführung einer Wesentlichkeitsanalyse nach GRI-G4 entwickeln und implementieren Befragter Personenkreis wurde im Rahmen der Materialitätsanalyse 2014 erweitert; Teilnehmer: 1 583 (Vorjahr: 1 498).
Stakeholder-Dialog Jährlich stattfindende Stakeholder-Dialogveranstaltungen einführen Stakeholder-Dialogveranstaltung fand am 20. November 2014 statt.
  Kommunikation in puncto Nachhaltigkeit mit den Analysten und Investoren ausbauen Investorenkonferenz (ESG/SRI Conference) im November 2014 in Paris
Unternehmensführung Überarbeitung der CR-Konzernrichtlinie Im Freigabeprozess

CR-Programm - Themenfelder Themenfeld 1: Compliance

Übergeordnetes Ziel:

Wir wollen mit unseren Verhaltensgrundsätzen Standards setzen.

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Fokusfeld Ziel bis 2020 Status 31. Dezember 2014
  Schulungsangebote ausbauen 2014 wurden konzernweit mehr als 14 000 Mitarbeiter (Vorjahr: 7 300) zu Compliance geschult.
Antikorruption und Wirtschaftskriminalität Konzernweite Standards im Umgang mit Geschäftspartnern ausbauen Weiterer Ausbau der HOCHTIEF Business Partner Compliance Due Diligence in Vorbereitung
  Verringerung der vollkonsolidierten Beteiligungsgesellschaften in Ländern mit erhöhtem Korruptionsrisiko Weiterer Rückzug aus Ländern mit erhöhtem Korruptionsrisiko
Supply-Chain-Management (Code of Conduct für Vertragspartner) Anteil der präqualifizierten und validierten Vertragspartner kontinuierlich steigern Vertragspartner präqualifiziert und validiert: HOCHTIEF Americas (Turner): 99 %, HOCHTIEF Asia Pacific: 81 %, HOCHTIEF Europe: 99 %, Anzahl präqualifizierter Vertragspartner: 89 547

Themenfeld 2: Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen

Übergeordnetes Ziel:

Wir wollen nachhaltige Produkte für die Bereiche Verkehrsinfrastruktur, Energieinfrastruktur, soziale und urbane Infrastruktur sowie für das Minengeschäft entwickeln. Deshalb betrachten wir unsere Projekte ganzheitlich und sorgen für eine hohe Gesamtqualität.

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Fokusfeld Ziel bis 2020 Status 31. Dezember 2014
Kompetenzteam Nachhaltigkeit Entwicklung von Lösungen für die Anforderungen des Markts Neuausrichtung umgesetzt, das nächste Treffen des Kompetenzteams findet im März 2015 statt.
Green Building und nachhaltige Infrastruktur Angebot nachhaltiger Projekte im Hoch- und Tiefbau konzernweit ausbauen Kumulierte Werte bis 31.12.2014: LEED-zertifizierte Projekte: 418; LEED-registrierte Projekte: 420; DGNB-zertifizierte Projekte: 23; DGNB-registrierte Projekte: 30; Green-Star-zertifizierte Projekte: 46; Green-Star-registrierte Projekte: 34; BREEAM-zertifizierte Projekte: 3; BREEAM-registrierte Projekte: 1; Sonstige Zertifikate: 8; sonstige Vorzertifikate: 4; ISCA-zertifizierte Projekte: 2; ISCA-registrierte Projekte: 14; CEEQUAL-zertifizierte Projekte: 2; CEEQUAL-registrierte Projekte: 3; Greenroads-registrierte Projekte: 1
    Akkreditierte Auditoren (zum 31.12.2014) LEED: 1482, DGNB: 2, Greenstar: 34, BREEAM: 1, ISCA: 63, Greenroads: 2, Andere: 22
Building Information Modeling (BIM) Weiterentwicklung und Implementierung in allen Divisions fördern Bereits seit 2003 ist BIM bei HOCHTIEF Innovationschwerpunkt und wurde strategisch und organisatorisch in allen Divisions implementiert. Bis 2014 wurden im HOCHTIEF-Konzern mehr als 1 129 BIM-Projekte realisiert: Division HOCHTIEF Americas (Turner): 683 BIM-Projekte Division HOCHTIEF Asia Pacific (Leighton): 56 BIM-Projekte Division HOCHTIEF Europe (ViCon): 430 BIM-Projekte
  Anzahl der BIM-Schulungen kontinuierlich erhöhen 726 Mitarbeiter geschult (Division HOCHTIEF Americas 431, Division HOCHTIEF Asia Pacific 147, Division HOCHTIEF Europe 148)
  Konzernweiten Austausch fördern, jährliche Veranstaltung "BIM Exchange" Erste Veranstaltung "BIM Exchange" im März 2015

Themenfeld 3: Attraktive Arbeitswelt

Übergeordnetes Ziel:

Wir wollen unsere Stellung als attraktiver Arbeitgeber weiter ausbauen und uns langfristig als begehrter Arbeitgeber der Branche halten.

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Fokusfeld Ziel bis 2020 status 31. Dezember 2014
Arbeitssicherheit und Anteil der Mitarbeiter, die nach einem international anerkannten und zertifizierten Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutz-Managementsystem arbeiten, auf 90 % erhöhen Konzernweite Zertifizierungsquote: 89,5 % (Vorjahr: 76,8 %)
Gesundheitsschutz Senkung der Unfallquote (Lost Time Injury Frequency Rate, LTIFR) auf 1,35 LTIFR im HOCHTIEF-Konzern 2014: 1,42 (2013: 1,68; 2012: 1,97; 2011: 2,37; 2010: 2,15)
  Wesentliche Verletzungsarten bei HOCHTIEF konzernweit erheben Daten für die Division HOCHTIEF Europe vorhanden
Mitarbeiterzufriedenheit Durchschnittliche Dauer der Betriebszugehörigkeit erhalten Division HOCHTIEF Americas: 6,7 Jahre Division HOCHTIEF Asia Pacific: 3,9 Jahre Division HOCHTIEF Europe: 11,1 Jahre
Mitarbeiter qualifizieren Durchschnittliche Anzahl der Weiterbildungsstunden pro Mitarbeiter im Konzern auf aktuellem Level beibehalten 2014: zirka 22 Weiterbildungsstunden pro Mitarbeiter* Division HOCHTIEF Americas: zirka 19 Stunden Division HOCHTIEF Asia Pacific: zirka 24 Stunden Division HOCHTIEF Europe: zirka 12 Stunden (18 Stunden in Deutschland)
  Nachwuchs an Fach- und Führungskräften konzernweit gezielt fördern 305 Teilnehmer an Talentpools** (105 Deutschland; 200 international)

* Beinhaltet sowohl Präsenzseminare als auch E-Learning-Einheiten;
** Talentpool = Gruppe ausgewählter Potenzialträger, die gezielt gefördert werden, um eine Position als Experte oder im mittleren Management zu übernehmen

Themenfeld 4: Ressourcenschutz

Übergeordnetes Ziel:

Wir wollen natürliche Ressourcen schonen und erhalten sowie den Ressourcenschutz optimieren.

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Fokusfeld Ziel bis 2020 Status 31. Dezember 2014
Umweltschutz Anteil der Mitarbeiter, die nach einem international anerkannten und zertifizierten Umweltmanagementsystem arbeiten, erhöhen Konzernweite Zertifizierungsquote: 81,8 % (ISO 14001)
  Recyclingquote auf 85 % erhöhen Konzernweite Recyclingquote: zirka 70 %
Ressourcenschutz Coverage bei umweltrelevanten Daten auf 100 % erhöhen Wasserverbrauch bei Leighton: 50 % Coverage; Abfallaufkommen: 100 % Coverage
  Teilnahme am CDP Water Disclosure Program 2015: in Vorbereitung

Themenfeld 5: Aktiver Klimaschutz

Übergeordnetes Ziel:

Wir wollen selbst und gemeinsam mit unseren Kunden CO2 -Emissionen einsparen.

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Fokusfeld Ziel bis 2020 Status 31. Dezember 2014
Klimaschutz: Strategie und Organisation Neue Richtlinie zu Arbeitssicherheit, Gesundheit-, Umwelt- und Klimaschutz 2015 erarbeiten In der Abstimmungsphase
  Dauerhafte Listung im CDP (Climate Disclosure Project) Climate Disclosure Score 95 Climate Performance Leadership Index B
  Vergleichbare Daten der Treibhausgasemissionen in den HOCHTIEF Divisions erheben ist 2014: Aufgrund des unterschiedlichen Detailierungsgrades der Datenerhebung in den Divisions, ist die Vergleichbarkeit noch nicht vollständig gegeben.
Treibhausgasemissionen Auf Basis der aktuellen Nutzung des Telepresence-Systems wird eine Einsparung von rund 8 000 Tonnen CO2 bis 2020 prognostiziert Zirka 1100 Tonnen CO2 werden pro Jahr eingespart (basierend auf der Annahme, dass statt einer Telepresence-Konferenz ein persönliches Treffen zwischen zwei Personen stattgefunden hätte und dies mit einer Flugreise verbunden gewesen wäre), die Werte sind analog zum Vorjahr auf 2014 übertragbar.
  CO2 -Kompensationen vornehmen HOCHTIEF Holding: 59,3 Tonnen CO2 wurden 2014 im Rahmen von Druckerzeugnissen kompensiert
Klimaschutz durch Erneuerbare Energien Vier FuE-Projekte zum Thema "Erneuerbare Energien" pro Jahr initiieren HOCHTIEF Solutions: bisherige Projekte 2011-2014: 18

Themenfeld 6: Gesellschaftliches Engagement

Übergeordnetes Ziel:

Wir wollen uns vor allem dort gesellschaftlich engagieren, wo unser Unternehmen aktiv ist.

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Fokusfeld Ziel bis 2020 Status 31. Dezember 2014
  Rahmenbedingungen für soziales Engagement kontinuierlich verbessern 2014: Konzernrichtlinie Spenden und Sponsoring implementiert
Corporate Citizenship Sponsoringaktivitäten im Umfeld der HOCHTIEF-Projekte fördern Beispiele hierzu finden Sie unter> www.hochtief.de/gesellschaftliches-engagement
  Engagement bei Bridges to Prosperity fortführen und konzernweit ausbauen 2014: ein Projekt in Ruanda und ein Projekt in Nicaragua realisiert, siehe hierzu> www.hochtief.de/b2p
  Messbarkeit des gesellschaftlichen Nutzens unseres Engagements im Sponsoringschwerpunkt Bridges to Prosperity aufzeigen Angaben über die Anzahl der Menschen, die vom Bau einer Fußgängerbrücke in den abgelegenen Regionen profitieren.

HOCHTIEF-Konzernabschluss zum 31.12.2014

Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung

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(in Tsd. EUR) Anhang 2014 2013 angepasst*
Umsatzerlöse (1) 22.099.054 22.498.675
Bestandsveränderung der Erzeugnisse   -30.425 -77.851
sonstige betriebliche Erträge (2) 225.403 454.362
Materialaufwand (3) -15.745.552 -15.540.661
Personalaufwand (4) -4.415.757 -4.731.004
Abschreibungen (5) -440.427 -686.439
sonstige betriebliche Aufwendungen (6) -1.767.628 -1.331.177
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit   -75.332 585.905
Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden (7) 75.482 152.829
Übriges Beteiligungsergebnis (7) 43.006 57.535
Finanzerträge (8) 104.352 78.945
Finanzaufwendungen (8) -324.655 -345.370
Ergebnis vor steuern - fortgeführte Aktivitäten   -177.147 529.844
Ertragsteuern (9) 45.366 -158.170
Ergebnis nach steuern - fortgeführte Aktivitäten   -131.781 371.674
Ergebnis nach steuern - nicht fortgeführte Aktivitäten**   537.564 173.685
Ergebnis nach steuern - insgesamt   405.783 545.359
davon: Anteile des Konzerns   (251.687) (171.196)
davon: Anteile anderer Gesellschafter (10) (154.096) (374.163)
Ergebnis je Aktie (in EUR)      
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie - fortgeführte Aktivitäten (33) -1,77 0,98
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie - nicht fortgeführte Aktivitäten (33) 5,41 1,39
Ergebnis je Aktie gesamt   3,64 2,37

* Angepasst aufgrund von IFRS 5 und IFRS 11. Erläuterungen zu den Anpassungen finden Sie auf den Seiten 177f. und 186 ff.
** Weitere Erläuterungen finden Sie auf den Seiten 177 f. und 182 f.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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(in Tsd. EUR) 2014 2013
Ergebnis nach Steuern 405.783 545.359
Ergebnisbestandteile, die möglicherweise in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden    
Unterschied aus der Währungsumrechnung 370.594 -365.648
Marktbewertung von Finanzinstrumenten    
originär 22.123 -144.079
derivativ -18 19.034
Anteil der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen von at Equity bewerteten assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen 3.595 150.382
Ergebnisbestandteile, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden    
Neubewertung von leistungsorientierten Plänen -110.576 18.244
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen nach Steuern 285.718 -322.067
Gesamtergebnis des Geschäftsjahres nach Steuern 691.501 223.292
davon: Anteile des Konzerns (445.260) (53.712)
davon: Anteile anderer Gesellschafter (246.241) (169.580)

Konzernbilanz

Aktiva

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(in Tsd. EUR) Anhang 31.12.2014 31.12.2013 angepasst* 01.01.2013 angepasst*
Langfristige Vermögenswerte        
Immaterielle Vermögenswerte (11) 866.299 830.094 713.669
Sachanlagen (12) 1.304.566 1.378.357 1.905.286
Investment Properties (13) 15.252 15.996 19.331
At Equity bewertete Finanzanlagen (14) 898.484 698.508 1.084.170
Übrige Finanzanlagen (15) 129.374 75.268 91.752
Finanzforderungen (16) 631.479 526.730 635.283
Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte (17) 74.830 93.831 101.516
Ertragsteueransprüche (18) 24.863 57.047 23.929
Latente Steuern (19) 265.527 125.175 257.941
    4.210.674 3.801.006 4.832.877
Kurzfristige Vermögenswerte        
Vorräte (20) 919.505 1.159.342 1.452.896
Finanzforderungen (16) 77.474 126.934 135.285
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (21) 5.066.174 5.983.079 5.553.569
Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte (17) 199.045 198.676 234.398
Forderungen aus dem Verkauf von nicht fortgeführten Aktivitäten (22) 1.108.112 - -
Ertragsteueransprüche (18) 139.867 34.947 33.130
Wertpapiere (23) 741.535 1.123.258 628.800
Flüssige Mittel (24) 2.585.359 2.190.132 2.641.178
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte**   171.579 333.773 1.851.904
    11.008.650 11.150.141 12.531.160
    15.219.324 14.951.147 17.364.037

Passiva

       
(In Tsd. EUR) Anhang 31.12.2014 31.12.2013 angepasst* 01.01.2013 angepasst*
Eigenkapital (25)      
Anteile des Konzerns        
Gezeichnetes Kapital   177.432 197.120 197.120
Kapitalrücklage   804.018 784.326 784.050
Gewinnrücklagen   1.183.395 1.484.243 1.800.131
davon: Verrechnung eigener Aktien   (48.304) (344.450) (89.138)
Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen   -118.207 -315.574 -217.939
Bilanzgewinn   131.688 115.500 77.000
    2.178.326 2.265.615 2.640.362
Anteile anderer Gesellschafter   933.052 1.028.085 1.603.445
    3.111.378 3.293.700 4.243.807
Langfristige schulden        
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (27) 378.697 242.471 309.647
Andere Rückstellungen (28) 449.906 505.260 523.327
Finanzverbindlichkeiten (29) 3.073.471 2.700.235 2.749.980
Sonstige Verbindlichkeiten (30) 33.190 42.648 63.240
Latente Steuern (19) 47.158 126.149 92.713
    3.982.422 3.616.763 3.738.907
Kurzfristige schulden        
Andere Rückstellungen (28) 1.156.127 921.153 985.360
Finanzverbindlichkeiten (29) 982.374 726.786 1.399.716
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (31) 5.513.425 5.848.382 6.446.960
Sonstige Verbindlichkeiten (30) 399.653 460.845 385.380
Ertragsteuerverbindlichkeiten (32) 10.682 15.402 8.747
Mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten verbundene Schulden**   63.263 68.116 155.160
    8.125.524 8.040.684 9.381.323
    15.219.324 14.951.147 17.364.037

* Angepasst aufgrund von IFRS 11. Erläuterungen zu der Anpassung finden Sie auf den Seiten 186 ff.
** Weitere Erläuterungen finden Sie auf der Seite 177.

Konzern-Kapitalflussrechnung

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(in Tsd. EUR) Anhang (37) 2014 2013 angepasst*
Ergebnis nach Steuern   405.783 545.359
Abschreibungen/Zuschreibungen   503.064 798.302
Veränderung der Rückstellungen   -134.353 98.010
Veränderung der latenten Steuern   -208.928 136.593
Ergebnis aus dem Abgang von Anlagegegenständen und von kurzfristigen Wertpapieren   -47.199 -28.019
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge (im Wesentlichen Equity-Bewertung) sowie Ergebnisse aus Entkonsolidierungen   -85.856 -374.902
Veränderung des Nettoumlaufvermögens   307.557 -884.132
Veränderung der sonstigen Bilanzposten   15.965 -10.366
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit   756.033 280.845
Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Investment Properties      
Investitionen   -575.335 -931.803
Einnahmen aus Anlagenabgängen   141.390 437.342
Akquisitionen und Beteiligungen      
Investitionen   -147.964 -520.970
Einnahmen aus Anlagenabgängen/Desinvestments   274.475 2.143.722
Veränderung flüssiger Mittel aus Erst- und Entkonsolidierungen   -309.079 -16.720
Veränderung der Wertpapiere und Finanzforderungen   437.918 -534.138
Cashflow aus der Investitionstätigkeit   -178.595 577.433
Auszahlungen aus dem Rückkauf eigener Aktien   -49.227 -255.552
Einzahlungen aus dem Verkauf eigener Aktien   928 517
Auszahlungen für den Erwerb von zusätzlichen Anteilen an Tochterunternehmen   -619.991 -198.390
Auszahlungen an andere Gesellschafter aus dem Eigenkapital   - -124.862
Einzahlungen anderer Gesellschafter in das Eigenkapital   2.559 32.815
Sonstige Finanzierungsvorgänge   -1.335 1.005
Dividenden an HOCHTIEF-Aktionäre und andere Gesellschafter   -212.084 -431.221
Aufnahme von Finanzschulden   1.650.551 2.617.671
Tilgung von Finanzschulden   -1.147.210 -2.757.684
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit   -375.809 -1.115.701
Zahlungswirksame Veränderungen der flüssigen Mittel   201.629 -257.423
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die flüssigen Mittel   193.598 -204.384
Veränderung der flüssigen Mittel insgesamt   395.227 -461.807
Flüssige Mittel zum Jahresanfang   2.190.132 2.651.939
davon: als "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" ausgewiesen   (-) (10.761)
davon: flüssige Mittel laut Konzernbilanz   (2.190.132) (2.641.178)
Flüssige Mittel zum Jahresende   2.585.359 2.190.132

Angepasst aufgrund von IFRS 11. Erläuterungen zu der Anpassung finden Sie auf den Seiten 186 ff.

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

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Anhang (25) Gezeichnetes Kapital HOCHTIEF Aktiengesellschaft Kapitalrücklage HOCHTIEF Aktiengesellschaft Gewinnrücklagen*
(in Tsd. EUR)      
Stand 1.1.2013 197.120 784.050 1.800.131
Dividendenzahlungen - - -
Ergebnis nach Steuern - - -
Veränderung aus Währungsumrechnung und Marktbewertung von Finanzinstrumenten - - -
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen - - -
Gesamtergebnis - - -
Einstellungen in die Gewinnrücklagen - - 59.083
Übrige neutrale Veränderungen** - 276 -374.971
Stand 31.12.2013/ 1.1.2014 197.120 784.326 1.484.243
Dividendenzahlungen - - -
Ergebnis nach Steuern - - -
Veränderung aus Währungsumrechnung und Marktbewertung von Finanzinstrumenten - - -
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen - - -
Gesamtergebnis - - -
Einstellungen in die Gewinnrücklagen - - 131.535
Übrige neutrale Veränderungen** -19.688 19.692 -432.383
Stand 31.12.2014 177.432 804.018 1.183.395
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Anhang (25) Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen
(in Tsd. EUR) Neubewertung von leistungsorientierten Plänen Unterschied aus der Währungsumrechnung Marktbewertung von Finanzinstrumenten
Stand 1.1.2013 -239.783 148.876 -127.032
Dividendenzahlungen - - -
Ergebnis nach Steuern - - -
Veränderung aus Währungsumrechnung und Marktbewertung von Finanzinstrumenten - -230.326 94.604
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen 18.238 - -
Gesamtergebnis 18.238 -230.326 94.604
Einstellungen in die Gewinnrücklagen - - -
Übrige neutrale Veränderungen** 19.849 - -
Stand 31.12.2013/ 1.1.2014 -201.696 -81.450 -32.428
Dividendenzahlungen - - -
Ergebnis nach Steuern - - -
Veränderung aus Währungsumrechnung und Marktbewertung von Finanzinstrumenten - 275.956 28.305
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen -110.688 - -
Gesamtergebnis -110.688 275.956 28.305
Einstellungen in die Gewinnrücklagen - - -
Übrige neutrale Veränderungen** 3.794 - -
Stand 31.12.2014 -308.590 194.506 -4.123
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Anhang (25)        
(in Tsd. EUR) Bilanzgewinn Anteile des Konzerns Anteile anderer Gesellschafter Summe
Stand 1.1.2013 77.000 2.640.362 1.603.445 4.243.807
Dividendenzahlungen -73.613 -73.613 -357.608 -431.221
Ergebnis nach Steuern 171.196 171.196 374.163 545.359
Veränderung aus Währungsumrechnung und Marktbewertung von Finanzinstrumenten - -135.722 -204.589 -340.311
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen - 18.238 6 18.244
Gesamtergebnis 171.196 53.712 169.580 223.292
Einstellungen in die Gewinnrücklagen -59.083 - - -
Übrige neutrale Veränderungen** - -354.846 -387.332 -742.178
Stand 31.12.2013/ 1.1.2014 115.500 2.265.615 1.028.085 3.293.700
Dividendenzahlungen -103.964 -103.964 -108.120 -212.084
Ergebnis nach Steuern 251.687 251.687 154.096 405.783
Veränderung aus Währungsumrechnung und Marktbewertung von Finanzinstrumenten - 304.261 92.033 396.294
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen - -110.688 112 -110.576
Gesamtergebnis 251.687 445.260 246.241 691.501
Einstellungen in die Gewinnrücklagen -131.535 - - -
Übrige neutrale Veränderungen** - -428.585 -233.154 -661.739
Stand 31.12.2014 131.688 2.178.326 933.052 3.111.378

* ln den Gewinnrücklagen sind zum 31. Dezember 2014 eigene Aktien mit Anschaffungskosten von 48.304 Tsd. Euro (Vorjahr 344.450 Tsd. Euro) verrechnet worden. Die im Vorjahr in den Gewinnrücklagen verrechneten eigenen Aktien wurden im Berichtsjahr eingezogen. Hierdurch hat sich das gezeichnete Kapital der HOCHTIEF Aktiengesellschaft um 19.688 Tsd. Euro vermindert und die Kapitalrücklage der HOCHTIEF Aktiengesellschaft um 19.688 Tsd. Euro erhöht.
** Die übrigen neutralen Veränderungen enthalten mit -617.125 Tsd. Euro (Vorjahr -198.390 Tsd. Euro) den Erwerb zusätzlicher Anteile an Leighton Holdings.

Konzernanhang

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Allgemeine Grundlagen

Der Konzernabschluss wird nach den international Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Bilanzierung im Vorjahr erfolgte nach denselben Grundsätzen.

Neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Gesamtergebnisrechnung, der Bilanz und der Kapitalflussrechnung wird die Entwicklung des Eigenkapitals dargestellt. Die Anhangangaben beinhalten zudem eine Segmentberichterstattung.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt.

Als eigenständiger börsennotierter Konzern veröffentlicht die HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, Deutschland, ihren Konzernabschluss, der gleichzeitig in den Konzernabschluss der ACS Actividades de Construcción y Servicios, S.A., Madrid, Spanien, (ACS) einbezogen wird.

Der vorliegende Abschluss umfasst das Geschäftsjahr 2014 auf der Basis der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember des Jahres.

Der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat diesen Abschluss am 24. Februar 2015 zur Veröffentlichung freigegeben. Die Billigung wird in der Aufsichtsratssitzung am 25. Februar 2015 erfolgen.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss einbezogen sind neben der HOCHTIEF Aktiengesellschaft alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen, die die HOCHTIEF Aktiengesellschaft unmittelbar oder mittelbar beherrscht. Beherrschung liegt vor, wenn der HOCHTIEF Aktiengesellschaft die Stimmrechtsmehrheit bei einem Unternehmen zusteht. Dies geht regelmäßig einher mit einer Anteilsmehrheit. Des Weiteren werden drei Unternehmen aufgrund vertraglicher Bestimmungen vollkonsolidiert. Wesentliche assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Sofern die HOCHTIEF Aktiengesellschaft bei Unternehmen über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt, mit den anderen Anteilseignern vertraglich jedoch gemeinschaftliche Führung vereinbart wurde, werden diese Unternehmen ebenfalls nach der Equity-Methode einbezogen, sofern diese nicht als gemeinschaftliche Tätigkeit klassifiziert sind.

Soweit Anteile an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen aus Konzernsicht insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind, werden sie nicht konsolidiert und gemäß IAS 39 bewertet.

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes des HOCHTIEF- Konzerns gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 1 bis 4 HGB wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Auf den Seiten 254f. sind hieraus wesentliche in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen, at Equity bewertete Finanzanlagen sowie gemeinschaftliche Tätigkeiten aufgeführt.

Einige in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen machen von Teilen der Befreiungsvorschriften der §§ 264 Abs. 3 beziehungsweise 264 b HGB Gebrauch. Eine Liste der diese Befreiungsregelungen in Anspruch nehmenden Gesellschaften findet sich auf der Seite 253.

Zum 31. Dezember 2014 wurden neben der HOCHTIEF Aktiengesellschaft insgesamt 58 inländische und 412 ausländische Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung sowie unverändert zum Vorjahr fünf Spezialfonds in den Konzernabschluss einbezogen. Die Anzahl der konsolidierten Unternehmen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 13 Gesellschaften vermindert. Im inland wurden im Berichtsjahr zwei Gesellschaften, im Ausland 45 Gesellschaften erstmals konsolidiert. Die Zugänge entfallen im Wesentlichen auf die Divisions HOCHTIEF Asia Pacific (30), HOCHTIEF Europe (8), und HOCHTIEF Americas (7). Bei den Zugängen handelt es sich überwiegend um Projektgesellschaften. 18 inländische sowie 42 ausländische Gesellschaften sind aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Die Abgänge betreffen im Wesentlichen die Divisions HOCHTIEF Asia Pacific (37) und HOCHTIEF Europe (21). Die Abgänge in der Division HOCHTIEF Asia Pacific resultieren überwiegend aus der Veräußerung der John Holland Group und des Servicegeschäfts von Thiess und Leighton Contractors. Die Abgänge der Division HOCHTIEF Europe entfallen im Wesentlichen auf den Verkauf von Anteilen am Wohnungsentwickler formart. Erstbeziehungsweise Entkonsolidierungen erfolgen grundsätzlich zum Zeitpunkt des Anteilserwerbs beziehungsweise der Anteilsveräußerung.

61 Tochterunternehmen von insgesamt untergeordneter Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns wurden nicht konsolidiert. Ihr Umsatz machte zusammen weniger als ein Prozent des Konzernumsatzes aus.

Nach der Equity-Methode wurden 19 inländische und 174 ausländische Unternehmen einbezogen. Per Saldo hat sich die Anzahl um 93 Gesellschaften vermindert. Den Zugängen von 29 Unternehmen stehen 122 Abgänge gegenüber. Die Zugänge entfallen im Wesentlichen mit 19 Gesellschaften auf die Division HOCHTIEF Asia Pacific und mit sieben Gesellschaften auf die Division HOCHTIEF Americas. Die Abgänge enthalten mit 74 Gesellschaften überwiegend die Umklassifikation von nach der Equity-Methode bewerteten gemeinschaftlich geführten Unternehmen in gemeinschaftliche Tätigkeiten in der Division HOCHTIEF Asia Pacific. Wegen ihrer insgesamt untergeordneten Bedeutung wurde bei 21 Unternehmen auf die Einbeziehung in den Konzernabschluss auf Basis der Equity-Methode verzichtet.

Aus der Division HOCHTIEF Asia Pacific werden 56 gemeinschaftliche Tätigkeiten anteilig in den Konzernabschluss einbezogen. Nach der Umklassifikation von 74 aus den nach der Equity-Methode bewerteten gemeinschaftlich geführten Unternehmen sind im Berichtsjahr 27 Gesellschaften zugegangen und 45 Gesellschaften abgegangen.

Für Asset-Deals und erstmals vollkonsolidierte Gesellschaften sind im Berichtsjahr 2013 insgesamt 98.732 Tsd. Euro aufgewendet worden, von denen 19.797 Tsd. Euro durch flüssige Mittel gezahlt wurden.

Die Unternehmenszusammenschlüsse des Geschäftsjahres 2013 wirkten sich wie folgt auf die Ertrags- und Vermögenslage im Konzern aus:

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(in Tsd. EUR) 2013
Langfristige Vermögenswerte 71.000
Kurzfristige Vermögenswerte ohne flüssige Mittel 254.622
Flüssige Mittel 5.216
Vermögenswerte 330.838
Rückstellungen 21.716
Verbindlichkeiten 268.002
Schulden 289.718
Umsatzerlöse 128.695
Ergebnis vor Steuern -63.289

Insgesamt wurden aus den Akquisitionen im letzten Geschäftsjahr Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 187.396 Tsd. Euro aktiviert.

Konsolidierungsgrundsätze

Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Unternehmen werden nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Alle Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Dementsprechend erfolgt die Kapitalkonsolidierung im Erwerbszeitpunkt durch Verrechnung der Kaufpreise mit dem neu bewerteten Nettovermögen des jeweiligen Tochterunternehmens. Im Zusammenhang mit dem Erwerb angefallene Transaktionskosten werden direkt als Aufwand erfasst. Die ansatzfähigen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des jeweiligen Tochterunternehmens werden dabei mit ihren vollen beizulegenden Zeitwerten angesetzt, unabhängig von der Höhe eines eventuellen Minderheitenanteils. Immaterielle Vermögenswerte sind gesondert vom Geschäfts- oder Firmenwert zu bilanzieren, wenn sie vom Unternehmen trennbar sind oder sich aus einem vertraglichen oder anderen Recht ergeben. Verbleibende aktive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte aktiviert. Aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einmal jährlich sowie zusätzlich bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, einem Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 unterzogen. Negative Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung werden im Zeitpunkt ihrer Entstehung ertragswirksam erfasst. Im Rahmen der Entkonsolidierung einer Gesellschaft wird ein anteiliger Geschäfts- oder Firmenwert der veräußernden Division bei der Berechnung des Abgangserfolgs berücksichtigt.

Im Berichtsjahr haben sich die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung von 613.204 Tsd. Euro um 53.473 Tsd. Euro auf 666.677 Tsd. Euro erhöht.

Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Zwischenergebnisse werden herausgerechnet, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. In Einzelabschlüssen vorgenommene Wertminderungen auf Anteile an einbezogenen Unternehmen werden zurückgenommen.

Die gleichen Konsolidierungsgrundsätze gelten auch für die at Equity bewerteten Finanzanlagen. Sie umfassen sowohl die assoziierten Unternehmen als auch die Gemeinschaftsunternehmen des Konzerns. Ein verbleibender Unterschiedsbetrag ist als Geschäfts- oder Firmenwert im Beteiligungsansatz enthalten. Auch Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Anwendung der Equity-Methode werden nicht planmäßig abgeschrieben. Wertminderungen des Equity-Buchwerts werden in den Gewinn- und Verlustanteilen an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, ausgewiesen. Die Abschlüsse aller nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen werden nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte (Veräußerungsgruppe)

Aufgrund des geplanten Verkaufs von Vermögenswerten aus der Bergbauindustrie Seitens der PT Thiess Contractors Indonesia (Division HOCHTIEF Asia Pacific) erfolgt der Ausweis gemäß iFRS 5 als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte.

Die Vermögenswerte und Schulden, die als zur Veräußerung gehalten eingestuft werden, sind in der Bilanz separat ausgewiesen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die wesentlichen Hauptgruppen dieser Vermögenswerte und Schulden. Zum 31. Dezember 2013 war zusätzlich ein kumulierter Betrag in Höhe von -1.914 Tsd. Euro erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

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(in Tsd. EUR) 31.12.2014 31.12.2013
immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 150.994 130.896
Finanzanlagen - 132.307
Übrige Vermögenswerte 20.585 70.570
summe Vermögenswerte 171.579 333.773
schulden 63.263 68.116

Im Geschäftsjahr 2014 wurde die Beteiligungsgesellschaft aurelis Real Estate GmbH & Co. KG der Division HOCHTIEF Europe veräußert. Im Rahmen der Entkonsolidierung ergab sich kein Ergebniseffekt. Die Verkaufserlöse wurden vollständig durch flüssige Mittel beglichen.

Aufgegebene Geschäftsbereiche

Die HOCHTIEF-Tochtergesellschaft Leighton Holdings hat im Rahmen ihrer strategischen Ausrichtung verbindliche Verkaufsvereinbarungen sowohl für John Holland Group als auch für Thiess Services und Leighton Contractors Services im Dezember 2014 geschlossen.

John Holland Group

Am 12. Dezember 2014 hat die Leighton Holdings eine Vereinbarung zur hundertprozentigen Veräußerung ihrer Tochtergesellschaft John Holland Group, Melbourne, Australien (JHG) an CCCC international Holding Limited, Beijing, China unterzeichnet. Der Verkaufserlös in Höhe von 491.665 Tsd. Euro übersteigt zusammen mit der Aufdeckung einer Bewertungsreserve (726 Tsd. Euro) deutlich deren Buchwert von 204.749 Tsd. Euro, sodass sich ein Ergebnis von 287.642 Tsd. Euro ergibt. Für den Zeitraum vom 1. Januar 2014 bis zum 12. Dezember 2014 entfielen auf den aufgegebenen Geschäftsbereich Umsatzerlöse in Höhe von 2.168.544 Tsd. Euro und ein Ergebnis nach Steuern - ohne das eigentliche Abgangsergebnis - von 24.798 Tsd. Euro.

Thiess services und Leighton Contractors services

Die Leighton Holdings hat am 17. Dezember 2014 den Abschluss einer Verkaufsvereinbarung zur Veräußerung von 50 Prozent seiner Aktivitäten von Thiess Services, Brisbane, Australien und Leighton Contractors Services, Sydney, Australien (Services) mit der Gründung eines gemeinsamen Joint Venture unter der Beteiligung von Tochtergesellschaften der Apollo Global Management, LLC bekannt gegeben. Die Kaufpreisforderung beträgt 430.120 Tsd. Euro. Unter Berücksichtigung der Marktbewertung der verbleibenden Anteile (154.373 Tsd. Euro) sowie einer Bewertungsreserve (5.072 Tsd. Euro) ergibt sich bei einem Buchwert von 216.218 Tsd. Euro ein Ergebnis von 373.347 Tsd. Euro. Auf den aufgegebenen Bereich Services entfallen vom 1. Januar 2014 bis zum 17. Dezember 2014 Umsatzerlöse von 1.520.223 Tsd. Euro sowie ein Ergebnis nach Steuern von 104.223 Tsd. Euro ohne Zugrundelegung des Abgangsergebnisses.

In der nachfolgenden Tabelle sind die wesentlichen Ergebnisse der nicht fortgeführten Aktivitäten von John Holland Group sowie von Thiess Services und Leighton Contractors Services dargestellt. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend erhoben, wobei der im Juni 2013 vollzogene Verkauf von Beteiligungen aus dem Telekommunikationsbereich als Teilbereich von Services der Leighton Holdings entsprechend berücksichtigt wurde.

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(In Tsd. EUR) 2014 2013
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten    
Umsatzerlöse 3.688.767 4.523.511
Aufwendungen -3.531.328 -4.407.195
Finanzergebnis 995 -59
Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen 10.459 834
Ergebnis (ohne Abgangsergebnis) vor Steuern 168.893 117.091
Ertragsteuern -39.872 -25.907
Ergebnis (ohne Abgangsergebnis) nach Steuern 129.021 91.184
Abgangsergebnis vor Steuern 660.989 154.282
Ertragsteuern -252.446 -71.781
Abgangsergebnis nach Steuern 408.543 82.501
Ergebnis nach Steuern - nicht fortgeführte Aktivitäten 537.564 173.685
Netto-Cashflows aus nicht fortgeführten Aktivitäten    
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -198.737 -455.526
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -27.576 359.010
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -2.785 -26.766
Netto-Cashflows - nicht fortgeführte Aktivitäten -229.098 -123.282

Währungsumrechnung

Für die Währungsumrechnung der wesentlichen ausländischen Konzerngesellschaften wurden folgende Wechselkurse zugrunde gelegt:

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(In EUR) Jahresdurchschnitt Bilanzstichtag
  2014 2013 2014 2013
1 US-Dollar (USD) 0,76 0,75 0,82 0,73
1 australischer Dollar (AUD) 0,68 0,72 0,67 0,65
1 britisches Pfund (GBP) 1,25 1,18 1,28 1,20
100 polnische Zloty (PLN) 23,84 23,73 23,40 24,07
100 Katar-Riyal (QAR) 20,78 20,65 22,57 19,95
100 tschechische Kronen (CZK) 3,63 3,84 3,61 3,65
100 chilenische Pesos (CLP) 0,13 0,15 0,14 0,14

In den Einzelabschlüssen der Gesellschaften werden Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Tagesmittelkurs zum Zeitpunkt der Ersteinbuchung bewertet. Bis zum Bilanzstichtag eingetretene Kursgewinne und -verluste aus der Bewertung monetärer Aktiva und Passiva in fremder Währung werden zu Tagesmittelkursen am Bilanzstichtag ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise Aufwendungen berücksichtigt. Sofern es sich um Währungsumrechnungsdifferenzen handelt, die sich aus einer Nettoinvestition in eine ausländische Gesellschaft ergeben, werden sie bis zur Veräußerung der Gesellschaft in den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen erfasst. Hierzu zählen beispielsweise in Fremdwährung notierte Forderungen gegenüber vollkonsolidierten Konzerngesellschaften, deren Rückzahlung in absehbarer Zeit weder geplant noch wahrscheinlich ist und die damit Eigenkapitalcharakter aufweisen.

Als Umrechnungsverfahren für die Abschlüsse ausländischer Gesellschaften wird die funktionale Währungsumrechnung angewendet. Im Konzernabschluss erfolgt die Umrechnung der Bilanzposten aller ausländischen Gesellschaften von der jeweiligen Landeswährung in Euro entsprechend den amtlichen Vorschriften zu Tagesmittelkursen am Bilanzstichtag, da die in den Konzernabschluss einbezogenen Auslandsgesellschaften ihr Geschäft selbstständig in ihrer Landeswährung betreiben. Bei der Umrechnung der Eigenkapitalfortschreibung von ausländischen Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, wird entsprechend vorgegangen. Differenzen gegenüber der Vorjahresumrechnung werden in den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen erfasst und erst bei Veräußerung der Beteiligung erfolgswirksam realisiert. Geschäfts- oder Firmenwerte werden als Vermögenswerte der wirtschaftlich selbstständigen ausländischen Teileinheit mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Die Umrechnung von Aufwands- und Ertragsposten erfolgt mit Jahresdurchschnittskursen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögenswerte werden mit den fortgeführten Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten bilanziert. Sämtliche immateriellen Vermögenswerte mit Ausnahme der bei Erstkonsolidierungen aktivierten Firmennamen sowie der Geschäfts- oder Firmenwerte weisen eine bestimmbare Nutzungsdauer auf. Sie enthalten Konzessionen und sonstige Nutzungsrechte, deren Nutzungsdauer bis zu 30 Jahre beträgt. Diese werden entsprechend ihrem wirtschaftlichen Nutzungsverlauf abgeschrieben. Darüber hinaus betreffen sie Ergebnisreserven aus im Zusammenhang mit Unternehmenskäufen erworbenen Auftragsbeständen, die entsprechend der Abrechnung der Aufträge erfolgswirksam verteilt werden. Ebenfalls zählen dazu Software für kaufmännische und technische Anwendungen, die linear über drei bis fünf Jahre abgeschrieben wird, sowie Rechte aus verschiedenen Finanzierungsvereinbarungen mit Kreditinstituten, die über Vertragslaufzeiten bis zu 98 Monate ergebniswirksam verteilt werden. Die Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethoden werden jedes Jahr überprüft.

Firmennamen und Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einmal jährlich sowie zusätzlich bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, einem Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen. Die in den Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Asia Pacific bilanzierten Firmennamen wurden als immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer eingestuft, da sie weder einen Produktlebenszyklus haben noch einer technischen, technologischen oder kommerziellen Abnutzung sowie anderen Restriktionen unterliegen.

Die im HOCHTIEF-Konzern aktivierten Entwicklungskosten werden innerhalb der immateriellen Vermögenswerte als Lizenzen ausgewiesen und linear über drei bis fünf Jahre abgeschrieben.

Sachanlagen werden mit den fortgeführten Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten bilanziert. Als Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten werden nur diejenigen Kosten aktiviert, die der Sachanlage direkt zugerechnet werden können. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten aktiviert, sofern es sich bei der Sachanlage um einen qualifizierten Vermögenswert handelt. Sachanlagen werden grundsätzlich linear abgeschrieben. Abweichend davon erfolgt im Contract-Mining-Bereich die Abschreibung überwiegend leistungsbezogen.

Die planmäßigen linearen Abschreibungen für unsere unternehmenstypischen Anlagen werden nach folgenden konzerneinheitlichen Nutzungsdauern bemessen:

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  Jahre
Gebäude / Investment Properties 20 bis 50
Technische Anlagen und Maschinen, Transportgeräte 3 bis 10
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 8

Die Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethoden werden jedes Jahr überprüft.

Im Wege des Finanzierungsleasings gemietete Sachanlagen werden in Höhe des beizulegenden Zeitwerts beziehungsweise des Barwerts der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert und linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer oder gegebenenfalls über kürzere Vertragslaufzeiten abgeschrieben.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Investment Properties) werden zu fortgeführten Anschaffungsbeziehungsweise Herstellungskosten bilanziert. In die erstmalige Bewertung werden Transaktionskosten einbezogen. Der beizulegende Zeitwert dieser Immobilien wird gesondert angegeben. Er wird nach international anerkannten Bewertungsmethoden - wie durch die Ableitung aus dem aktuellen Marktpreis vergleichbarer Immobilien oder der Discounted-Cashflow-Methode - ermittelt. Wie das Sachanlagevermögen werden auch die Investment Properties grundsätzlich linear abgeschrieben.

Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte (einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte) sowie auf Sachanlagen und Investment Properties werden erfasst, wenn der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts dessen Buchwert unterschreitet. Der erzielbare Betrag ist grundsätzlich der höhere der beiden Werte aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert eines einzelnen Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung kann es erforderlich sein, Vermögenswerte und gegebenenfalls Schulden zu zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zusammenzufassen. Für Zwecke des Goodwill-Werthaltigkeitstests entsprechen die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten den HOCHTIEF-Divisions in der Segmentberichterstattung. Ist ein Vermögenswert Teil einer selbstständigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit, wird die Wertminderung auf der Basis des erzielbaren Betrags dieser Einheit ermittelt. Wurde einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet und übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren erzielbaren Betrag, wird zunächst der zugeordnete Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe des Differenzbetrags aus erzielbarem Betrag und Buchwert wertgemindert. Übersteigt der Abwertungsbedarf den zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwert, werden die Buchwerte der übrigen Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit grundsätzlich anteilig auf Basis ihrer einzelnen Buchwerte reduziert. Wenn der Grund für eine früher vorgenommene Wertminderung entfallen ist, wird mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.

Eine gemeinsame Vereinbarung ist ein Arrangement, bei dem zwei oder mehr Parteien gemeinschaftlich die Führung ausüben. Bei den daran beteiligten Parteien ist die Art der gemeinsamen Vereinbarung mittels der Beurteilung ihrer Rechte und Verpflichtungen entweder als gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation) oder als Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) zu beurteilen. Bei einer gemeinschaftlichen Tätigkeit haben die Parteien unmittelbare Rechte an den der Vereinbarung zuzurechnenden Vermögenswerten und Verpflichtungen zu deren Schulden. Dabei bilanziert jede Partei die Vermögenswerte, Schulden, Aufwendungen und Erlöse sowie ihren Anteil an vorgenannten gemeinschaftlich gehaltenen beziehungsweise eingegangenen Posten anteilig entsprechend den Rechten und Verpflichtungen des HOCHTIEF-Konzerns. Im Gegensatz dazu erfasst jede Partei bei einem Gemeinschaftsunternehmen, bei dem Rechte am Nettovermögen bestehen, ihren Anteil an diesem Unternehmen nach der Equity-Methode.

At Equity bewertete Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten, die sich in das erworbene anteilige Eigenkapital des assoziierten Unternehmens beziehungsweise Gemeinschaftsunternehmens sowie gegebenenfalls Geschäfts- oder Firmenwerte aufteilen, bilanziert. Der Buchwert wird jährlich um die anteiligen Nachsteuerergebnisse, ausgeschütteten Dividenden und sonstigen Eigenkapitalveränderungen erhöht beziehungsweise vermindert. Der gesamte Equity-Buchwert wird bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, einem Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen. Unterschreitet der erzielbare Betrag den Buchwert einer at Equity bewerteten Finanzanlage, erfolgt eine Wertminderung in Höhe des Differenzbetrags. Spätere Wertaufholungen werden erfolgswirksam erfasst.

Die unter den übrigen Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen, übrigen Beteiligungen sowie die langfristigen Wertpapiere gehören ausnahmslos der Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbar" an. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, sofern dieser Wert verlässlich ermittelbar ist. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts wird bei öffentlich notierten finanziellen Vermögenswerten der jeweilige Marktpreis herangezogen. Liegt kein aktiver Markt vor, wird der beizulegende Zeitwert mithilfe der Verwendung der jüngsten Marktgeschäfte oder mittels einer Bewertungsmethode - wie beispielsweise der Discounted-Cashflow-Methode - ermittelt. In Fällen, in denen keine verlässliche Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts möglich ist, werden die finanziellen Vermögenswerte zu Anschaffungskosten (abzüglich Wertminderungen) angesetzt. Der erstmalige Ansatz erfolgt am Erfüllungstag. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden unter Berücksichtigung latenter Steuern in den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen erfasst und erst bei Veräußerung erfolgswirksam. Liegen objektive Hinweise für die Wertminderung eines Vermögenswerts vor, wird eine erfolgswirksame Abschreibung vorgenommen. Das ist der Fall, wenn der beizulegende Zeitwert länger anhaltend rückläufig gegenüber den ursprünglichen Anschaffungskosten ist beziehungsweise beide Wertansätze entsprechend wesentlich voneinander abweichen.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Ermittlung dieser Anschaffungskosten erfolgt mittels der Effektivzinsmethode (zum Beispiel bei Agien und Disagien). Liegen objektive substanzielle Hinweise für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts vor, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Derartige Hinweise für das Vorliegen einer Wertminderung sind beispielsweise eine Verschlechterung der Bonität eines Schuldners und damit verbundene Zahlungsstockungen oder eine drohende Zahlungsunfähigkeit. Erforderliche Wertberichtigungen orientieren sich am tatsächlichen Ausfallrisiko. Die Forderungen umfassen die Finanzforderungen, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Forderungen. Umsatzerlöse werden nach Abzug von Umsatzsteuer und anderen Steuern sowie gekürzt um erwartete Erlösminderungen, wie Skonti, Boni und Rabatte, ausgewiesen. Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern werden erfasst, wenn

die wesentlichen Chancen und Risiken aus dem Eigentum an den Gütern auf den Käufer übertragen wurden,

dem HOCHTIEF-Konzern weder ein weiterbestehendes Verfügungsrecht, wie es gewöhnlich mit dem Eigentum verbunden ist, noch eine wirksame Verfügungsmacht über die verkauften Produkte verbleibt,

die Höhe der Umsatzerlöse sowie die im Zusammenhang mit dem Verkauf angefallenen oder noch anfallenden Kosten verlässlich bestimmt werden können und

es hinreichend wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft dem HOCHTIEF-Konzern zufließen wird.

Erlöse aus Dienstleistungsverträgen werden ihrem Fertigstellungsgrad entsprechend erfasst. Umsatzerlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden in Übereinstimmung mit den unten genannten Regelungen vereinnahmt.

Ausleihungen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Marktüblich verzinsliche Ausleihungen sind zum Nominalwert bilanziert, zinslose beziehungsweise niedrig verzinsliche Ausleihungen werden mit ihrem abgezinsten Betrag bilanziert. Basis einer Abzinsung ist stets ein risikoadäquater Diskontierungssatz.

Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden nach dem Fertigungsfortschritt, der Percentage-of-Completion-(PoC-)Methode* , bilanziert. Die erbrachte Leistung einschließlich des anteiligen Ergebnisses wird nach dem Fertigstellungsgrad in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Der anzusetzende Fertigstellungsgrad wird entsprechend dem Leistungsfortschritt ermittelt, das heißt, die bis zum Stichtag erbrachte Leistung wird ins Verhältnis zur Gesamtleistung des Auftrags gesetzt. Der Ausweis der Aufträge erfolgt unter den Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten aus PoC. Soweit die kumulierte Leistung (Auftragskosten und Auftragsergebnis) die Anzahlungen im Einzelfall übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den Forderungen aus PoC. Verbleibt nach Abzug der Anzahlungen ein negativer Saldo, wird dieser als Verpflichtung aus Fertigungsaufträgen passivisch unter den Verbindlichkeiten aus PoC ausgewiesen. Zu erwartende Auftragsverluste werden auf Basis der erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Fertigungsaufträge, die in Arbeitsgemeinschaften abgewickelt werden, werden entsprechend der PoC-Methode bewertet. Die Forderungen an Arbeitsgemeinschaften enthalten auch das anteilige Auftragsergebnis. Zu erwartende Verluste werden sofort in vollem Umfang in das Auftragsergebnis einbezogen. Als Auftragserlöse werden sowohl bei den eigenen als auch bei den in Arbeitsgemeinschaften abgewickelten Fertigungsaufträgen die vertraglichen Erlöse sowie die Auftragsänderungen und Nachträge in Übereinstimmung mit IAS 11 angesetzt. Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden innerhalb eines Geschäftszyklus des HOCHTIEF-Konzerns realisiert. Daher erfolgt ihr Ausweis gemäß IAS 1 unter den kurzfristigen Vermögenswerten, auch wenn sich die Realisierung der gesamten Forderung über einen längeren Zeitraum als ein Jahr erstreckt.

* Siehe Glossar Seite 266.

Die wesentlichen Anwendungsbereiche für die PoC-Methode stellen das klassische Baugeschäft, das Construction-Management und das Contract-Mining dar.

Latente Steuern aus temporären Unterschieden zwischen IFRS- und Steuerbilanz der Einzelgesellschaften sowie aus Konsolidierungsvorgängen werden jeweils gesondert angesetzt. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Sicherheit gewährleistet ist. Aktive und passive latente Steuern werden je Gesellschaft beziehungsweise Organkreis miteinander saldiert. Die latenten Steuern werden auf der Basis der Steuersätze ermittelt, die in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten beziehungsweise erwartet werden. Im Inland wird unter Berücksichtigung des Körperschaftsteuersatzes, des Solidaritätszuschlags sowie des konzerndurchschnittlichen Gewerbeertragsteuersatzes - wie im Vorjahr - ein Steuersatz von 31,5 Prozent zugrunde gelegt. Im Übrigen werden die zum Bilanzstichtag gültigen beziehungsweise verabschiedeten steuerlichen Vorschriften zur Bewertung der latenten Steuern herangezogen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen produktionsbezogene Vollkosten. Im Einzelnen enthalten die Herstellungskosten neben den direkt zurechenbaren Kosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich fertigungsbedingter Abschreibungen. Sofern Gegenstände des Vorratsvermögens einen qualifizierten Vermögenswert darstellen, werden Fremdkapitalkosten als Teil der Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten aktiviert. Zur Ermittlung des Bilanzansatzes von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden überwiegend das First-in-First-out-Verfahren sowie die Methode des gleitenden Durchschnitts angewendet. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Nettoveräußerungswerte werden angesetzt. Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungswert gestiegen ist, wird die daraus resultierende, zwingend vorzunehmende Wertaufholung als Minderung des Materialaufwands erfasst.

Die unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Wertpapiere gehören ausnahmslos der Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbar" an und werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Wesentlichen sind hier die Wertpapiere in den Spezial- und Investmentfonds sowie festverzinsliche Titel mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von mehr als drei Monaten, für die keine dauerhafte Halteabsicht besteht, erfasst. Die Erstbewertung erfolgt am Erfüllungstag unter Einbeziehung der direkt mit dem Erwerb des Wertpapiers verbundenen Transaktionskosten. Unrealisierte Gewinne oder Verluste werden in den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen ausgewiesen und erst bei Veräußerung erfolgswirksam. Liegen objektive Hinweise für die Wertminderung eines Vermögenswerts vor, wird eine erfolgswirksame Abschreibung vorgenommen. Das ist der Fall, wenn der beizulegende Zeitwert länger anhaltend rückläufig gegenüber den ursprünglichen Anschaffungskosten ist beziehungsweise beide Wertansätze entsprechend wesentlich voneinander abweichen.

Flüssige Mittel bestehen als Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und kurzfristig veräußerbare Wertpapiere mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von bis zu drei Monaten, die nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen.

Aufgegebene Geschäftsbereiche und zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte sowie diesen zugehörige schulden werden nach IFRS 5 bewertet und gesondert als kurzfristig ausgewiesen. Als "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" gelten Vermögenswerte, die in ihrem gegenwärtigen Zustand sofort veräußerbar sind und deren Veräußerung hochwahrscheinlich ist. Dabei kann es sich um einzelne langfristige Vermögenswerte, um zur Veräußerung stehende Gruppen von Vermögenswerten (Veräußerungsgruppen) oder um aufgegebene Geschäftsbereiche handeln. Ein derartiger Geschäftsbereich liegt vor, wenn der nicht fortzuführende Unternehmensbestandteil entweder einen separaten wesentlichen Geschäftszweig beziehungsweise einen geografischen Geschäftsbereich darstellt und Teil eines einzelnen, abgestimmten Plans zur Veräußerung eines gesonderten wesentlichen Geschäftszweigs beziehungsweise eines geografischen Geschäftsbereichs ist oder es sich um ein Tochterunternehmen handelt, das ausschließlich mit der Absicht zur Weiterveräußerung erworben wurde. Schulden, die zusammen mit Vermögenswerten in einer Transaktion abgegeben werden sollen, sind Bestandteil einer Veräußerungsgruppe beziehungsweise eines aufgegebenen Geschäftsbereichs. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben und sind zum niedrigeren Wert aus ihrem Buchwert und ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anzusetzen. Gewinne oder Verluste aus der Bewertung einzelner zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte und von Veräußerungsgruppen werden bis zu deren endgültiger Veräußerung im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Dagegen erfolgt der Ausweis von Gewinnen oder Verlusten aus der Bewertung von aufgegebenen Geschäftsbereichen mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ebenso wie die Ergebnisse aus der Geschäftstätigkeit beziehungsweise aus der Veräußerung dieser Geschäftsbereiche separat als Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung. Die Cashflows aus nicht fortgeführten Aktivitäten werden im Anhang dargestellt. Im Übrigen erstrecken sich die Angaben im Anhang grundsätzlich auf die fortgeführten Aktivitäten, es sei denn, dass direkt Bezug auf die nicht fortgeführten Aktivitäten genommen wird. Die Vorjahresangaben sind dementsprechend angepasst.

Aktienbasierte Vergütungen werden nach IFRS 2 bewertet. Die aktienbasierten Vergütungsprogramme werden konzernweit als aktienbasierte Vergütungen mit Barausgleich bilanziert. Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus den Long-Term-Incentive-Plänen, den Top-Executive-Retention-Plänen und den Retention-Stock-Award-Plänen wurden in Höhe des zu erwartenden Aufwands gebildet, wobei dieser ratierlich über die festgelegte Wartezeit verteilt wird beziehungsweise wurde. Der beizulegende Zeitwert der Optionen wird mithilfe anerkannter finanzwirtschaftlicher Modelle bestimmt. Dabei erfolgt die Bewertung der Pläne auf der Grundlage des von Black / Scholes entwickelten Optionsbewertungsmodells. Zur Lösung des bei den genannten Plänen vorliegenden spezifischen Bewertungsproblems werden die Verfahren der Binomialbäume verwendet. Die Berechnungen wurden von einem externen Gutachter vorgenommen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter und deren Hinterbliebene gebildet. Die Verpflichtungen beziehen sich insbesondere auf Ruhegelder, teils als Grund-, teils als Zusatzversorgung. Die individuellen Zusagen basieren auf länderspezifisch unterschiedlichen Leistungen; sie bemessen sich in der Regel nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit und der Vergütung der Mitarbeiter. Aufgrund ihres Versorgungscharakters werden die Verpflichtungen der Turner-Gruppe für die Krankheitskosten der Mitarbeiter nach deren Eintritt in den Ruhestand ebenfalls unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) berechnet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Bei der Turner-Gruppe werden zusätzlich die künftig zu erwartenden Steigerungen der Gesundheitskosten einbezogen. Die Berechnung basiert auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen. Planvermögen im Sinne von IAS 19 wird offen von den Pensionsverpflichtungen abgesetzt. Zum Planvermögen zählen an Pensionsfonds zur Erfüllung der Pensionsverpflichtungen übertragene Vermögenswerte, im Rahmen der Entgeltumwandlung der Mitarbeiter (Deferred Compensation) erworbene Fondsanteile sowie qualifizierte Versicherungspolicen in Form von verpfändeten Rückdeckungsversicherungen. Übersteigt der beizulegende Zeitwert des Planvermögens den Barwert der Versorgungsansprüche, so wird der Differenzbetrag unter den langfristigen sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen, soweit keine Vermögenswertbegrenzung nach IAS 19 vorliegt.

Neubewertungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen werden im Jahr ihres Entstehens erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen und die Nettozinskomponente, bestehend aus dem Zinsanteil der Verpflichtungszuführung vermindert um die erwarteten Erträge des Planvermögens (jeweils mit dem Abzinsungsfaktor der Pensionsverpflichtungen berechnet), im Finanzergebnis erfasst.

Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern. Ertragsteuerrückstellungen werden mit entsprechenden Steuererstattungsansprüchen saldiert, wenn sie in demselben Steuerhoheitsgebiet bestehen und hinsichtlich Art und Fristigkeit gleichartig sind.

Alle sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Verpflichtungen, die auf vergangenen Geschäftsvorfällen oder vergangenen Ereignissen beruhen und deren Höhe und /oder Fälligkeit unsicher ist. Die Rückstellungen werden jeweils mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt, das heißt unter der Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen, und nicht mit Erstattungsansprüchen saldiert. Dabei wird bei einzelnen Verpflichtungen mit Eintrittswahrscheinlichkeiten von über 50 Prozent von dem Erfüllungsbetrag mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit ausgegangen. Rückstellungen werden nur gebildet, wenn ihnen eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten zugrunde liegt. Langfristige Rückstellungen werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert und unter den langfristigen Schulden ausgewiesen.

Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Die Ermittlung dieser Anschaffungskosten erfolgt mittels der Effektivzinsmethode (zum Beispiel bei Agien und Disagien). Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen werden in Höhe des zu Beginn des Leasingverhältnisses beizulegenden Zeitwerts des Leasinggegenstands oder des Barwerts der Mindestleasingraten, sofern dieser Wert niedriger ist, passiviert.

Derivative Finanzinstrumente werden unabhängig vom Verwendungszweck zum beizulegenden Zeitwert bewertet und unter den sonstigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten beziehungsweise den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Erstansatz erfolgt zum Erfüllungstag. Alle derivativen Finanzinstrumente werden auf Basis aktueller Marktkonditionen zum Bilanzstichtag bewertet. Die Erfassung der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts hängt vom Verwendungszweck ab. Grundsätzlich werden Derivate im HOCHTIEF-Konzern nur zu Sicherungszwecken eingesetzt. Sicherungsbeziehungen werden so strukturiert, dass eine möglichst hohe Effektivität gewährleistet wird. Bei einem Cashflow-Hedge erfolgt eine Absicherung gegen das Risiko schwankender Zahlungsströme aus einem Grundgeschäft, wie zum Beispiel der Sicherung variabel verzinslicher Darlehen, um den aus Zinssatzschwankungen resultierenden variierenden Zahlungen entgegenzuwirken. Hierbei sind unrealisierte Gewinne und Verluste unter Berücksichtigung latenter Steuern grundsätzlich zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen (Cashflow-Hedge). Der erfolgsneutral erfasste Teil der Wertänderungen wird in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht, sobald das Grundgeschäft erfolgswirksam erfasst wird. Wenn geplante Transaktionen gesichert werden, die in einer Folgeperiode zum Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Schuld führen, sind die bis zu diesem Zeitpunkt erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Beträge in der Periode erfolgswirksam aufzulösen, in der auch der finanzielle Vermögenswert oder die finanzielle Verbindlichkeit das Periodenergebnis beeinflusst. Führt die gesicherte geplante Transaktion zum Ansatz eines nicht finanziellen Vermögenswerts oder einer nicht finanziellen Verbindlichkeit, werden die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Beträge mit dem erstmaligen Wertansatz des Vermögenswerts beziehungsweise der Verbindlichkeit verrechnet. In den genannten Fällen wird nur der effektive Teil der Wertänderungen erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Der ineffektive Teil ist sofort erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung zu übernehmen. Aktuell werden im HOCHTIEF-Konzern ausschließlich Cashflow-Hedges bilanziell abgebildet. Des Weiteren werden Derivate zu ökonomischen Sicherungszwecken eingesetzt, in denen für die Sicherungsbeziehung kein Hedge-Accounting angewendet wird. In diesen Fällen werden die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam erfasst.

Eventualschulden sind mögliche oder bestehende Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und bei denen ein Ressourcenabfluss nicht wahrscheinlich ist. Sie werden gesondert erläutert und in der Bilanz nicht erfasst, es sei denn, sie ergeben sich aus der Übernahme im Rahmen eines Unternehmenserwerbs. Die angegebenen Verpflichtungsvolumina bei den Eventualschulden entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang.

Ermessensausübungen des Managements bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Wesentlichen bei folgenden Sachverhalten erforderlich:

Prüfung, ob eine Übertragung der wesentlichen mit dem wirtschaftlichen Eigentum verbundenen Chancen und Risiken im Rahmen von Leasingtransaktionen auf den Leasingnehmer erfolgt,

Wertpapiere können wahlweise in verschiedene Bewertungskategorien eingeordnet werden,

Vermögenswerte, die veräußert werden sollen, müssen daraufhin überprüft werden, ob sie in ihrem gegenwärtigen Zustand veräußert werden können und ob die Veräußerung hochwahrscheinlich ist. Wenn das der Fall ist, sind die Vermögenswerte und gegebenenfalls mit diesen in einer Transaktion abzugebenden Schulden als "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" beziehungsweise "Mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten verbundene Schulden" auszuweisen sowie entsprechend zu bewerten und

bei der Beurteilung der Erfassung der Umsatzerlöse aus der Errichtung von Immobilien nach IAS 11 oder IAS 18.

Welche Entscheidung im HOCHTIEF-Konzern im Hinblick auf die jeweiligen Sachverhalte grundsätzlich getroffen wurde, kann der Erläuterung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entnommen werden.

Schätzungen und Annahmen des Managements, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie die Angabe der Eventualschulden beziehen, sind bei der Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS notwendig. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf:

die Beurteilung von Projekten bis zum Projektabschluss, insbesondere im Hinblick auf die Bilanzierung von Nachträgen sowie den Zeitpunkt und die Höhe der Gewinnrealisierung,

die Festlegung der wirtschaftlichen Nutzungsdauern von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Investment Properties,

die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen,

die Prüfung der Werthaltigkeit von Geschäfts- oder Firmenwerten und anderen Vermögenswerten sowie

die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern.

Die Annahmen und Schätzungen basieren auf den jeweils aktuellen Verhältnissen und Einschätzungen. Bei den zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen zum Bilanzstichtag werden in Bezug auf die erwartete künftige Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Konzernabschlusserstellung vorliegenden Umstände sowie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des globalen und des branchenbezogenen Umfelds berücksichtigt. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich tatsächlich ergebenden Beträge von den geschätzten Werten abweichen. Im Fall einer derartigen Entwicklung werden die Annahmen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden an den neuen Kenntnisstand angepasst.

Neue Rechnungslegungsvorschriften

Die Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden aufgrund der Verabschiedung von Änderungen bestehender oder neuer IFRS durch das international Accounting Standards Board (IASB) insoweit erforderlich, als diese von der EU übernommen wurden und in der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 verpflichtend anzuwenden sind.

Die Neuregelungen bei den IFRS stellen sich für den HOCHTIEF-Konzern wie folgt dar:

IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" und IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen unternehmen", verbunden mit Änderungen zu lAS 27 "Einzelabschlüsse" und lAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" sowie die zwischenzeitlich erfolgten Änderungen zu IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12:

Mit IFRS 10 wird das bisherige Beherrschungskonzept in IAS 27 und SiC-12 durch ein entsprechendes einheitliches Konzept, das auf alle Unternehmensverbindungen anzuwenden ist, ersetzt. Die für separate Abschlüsse zu berücksichtigenden Vorschriften verbleiben unverändert im IAS 27. Das neue Beherrschungskonzept umfasst die folgenden drei Elemente:

Bestimmungsmacht über maßgebliche Tätigkeiten,

variable Rückflüsse und

die Möglichkeit zur Beeinflussung der variablen Rückflüsse durch Ausübung der Bestimmungsmacht.

Durch IFRS 11 wird IAS 31 ersetzt und zugleich die Möglichkeit zur Quotenkonsolidierung abgeschafft. Das Kernprinzip des iFRS 11 besteht in der Vorschrift, dass eine an einer gemeinsamen Vereinbarung beteiligte Partei die Art der gemeinsamen Vereinbarung mittels Beurteilung ihrer Rechte und Verpflichtungen entweder als gemeinschaftliche Tätigkeit oder als Gemeinschaftsunternehmen klassifiziert. Bei einer gemeinschaftlichen Tätigkeit bilanziert jede Partei die Vermögenswerte, Schulden, Aufwendungen und Erlöse sowie ihren Anteil an vorgenannten gemeinschaftlich gehaltenen beziehungsweise eingegangenen Posten aus ihrem Engagement gemäß den maßgeblichen IFRS. Im Rahmen eines Gemeinschaftsunternehmens erfasst jede Partei ihre Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode entsprechend den Vorschriften des geänderten IAS 28.

IFRS 12 führt die überarbeiteten Angabepflichten zu IFRS 10, IFRS 11, IAS 27 und IAS 28 in einem separaten Standard zusammen.

Sämtliche geänderten Regelungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, anzuwenden. Die Übernahme der Regelungen durch die EU erfolgte im Dezember 2012 beziehungsweise im April 2013. Aus der Erstanwendung ergaben sich durch IFRS 11 Umklassifikationen von nach der Equity-Methode bewerteten gemeinschaftlich geführten Unternehmen in gemeinschaftliche Tätigkeiten, die überwiegend durch folgende Gesellschaften der Division HOCHTIEF Asia Pacific geprägt sind:

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Name der Gesellschaft sitz der Gesellschaft Geschäftstätigkeit Beteiligungsquote
in Prozent
Thiess Balfour Beatty Australien Construction 67
Baulderstone Leighton Joint Venture (Regional Rail Link Pack E) Australien Construction 50
GHD & John Holland Joint Venture (Perth City Link Rail Alliance) Australien Construction 85
SA Health Partnership (New Royal Adelaide Hospital) Australien Construction 50
Leighton-Gammon Joint Venture - H2561 Hongkong Construction 50
Leighton Fulton Hogan Joint Venture (Sapphire to Woolgoolga) Australien Construction 50
Abigroup Contractors Pty Ltd & Coleman Rail Pty Ltd & John Holland Pty Ltd (integrate Rail JV) Australien Construction 40
Thiess Degremont Joint Venture Australien Construction 65
Silcar Thiess Services Joint Venture Australien Service 50
N.V Besix S.A. & Thiess Pty Ltd (Best Joint Venture) Australien Construction 50

Durch die rückwirkende Anwendung des IFRS 11 ergaben sich keine Ergebnisveränderungen für den HOCHTIEF-Konzern beim ausgewiesenen Ergebnis nach Steuern und damit beim entsprechenden Ergebnis je Aktie. In den nachfolgenden Tabellen sind die einzelnen angepassten Posten des Abschlusses abgebildet; die Anpassungen erstrecken sich auf die gesamten Erläuterungen dieser Posten im Konzernanhang.

Aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 12 resultierten zusätzliche Angaben im Anhang.

Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung

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(In Tsd. EUR) 2013 Anpassung 2013 angepasst
Umsatzerlöse 25.693.245 1.328.941 27.022.186
Bestandsveränderung der Erzeugnisse -77.851 - -77.851
Sonstige betriebliche Erträge 608.365 279 608.644
Materialaufwand -17.680.296 -1.049.090 -18.729.386
Personalaufwand -5.472.911 -242.666 -5.715.577
Abschreibungen -734.891 -739 -735.630
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.476.550 -39.333 -1.515.883
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 859.111 -2.608 856.503
Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden 152.877 785 153.662
Übriges Beteiligungsergebnis 57.535 - 57.535
Finanzerträge 77.348 3.220 80.568
Finanzaufwendungen -347.052 - -347.052
Ergebnis vor Steuern 799.819 1.397 801.216
Ertragsteuern -254.460 -1.397 -255.857
Ergebnis nach Steuern 545.359 - 545.359
davon: Anteile des Konzerns (171.196) - (171.196)
davon: Anteile anderer Gesellschafter (374.163) - (374.163)
Ergebnis je Aktie (in EUR)      
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 2,37 - 2,37

Konzernbilanz

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(in Tsd. EUR) 01.01.2013 Anpassung 01.01.2013 angepasst 31.12.2013 Anpassung 31.12.2013 angepasst
Aktiva            
Langfristige Vermögenswerte            
immaterielle Vermögenswerte 713.359 310 713.669 829.835 259 830.094
Sachanlagen 1.899.207 6.079 1.905.286 1.357.539 20.818 1.378.357
Investment Properties 19.331 - 19.331 15.996 - 15.996
At Equity bewertete Finanzanlagen 1.095.940 -11.770 1.084.170 698.508 - 698.508
Übrige Finanzanlagen 91.752 - 91.752 75.268 - 75.268
Finanzforderungen 635.283 - 635.283 526.730 - 526.730
Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 101.516 - 101.516 93.831 - 93.831
Ertragsteueransprüche 23.929 - 23.929 57.047 - 57.047
Latente Steuern 257.941 - 257.941 125.175 - 125.175
  4.838.258 -5.381 4.832.877 3.779.929 21.077 3.801.006
Kurzfristige Vermögenswerte            
Vorräte 1.425.655 27.241 1.452.896 1.149.540 9.802 1.159.342
Finanzforderungen 135.285 - 135.285 126.934 - 126.934
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.309.120 244.449 5.553.569 5.983.132 -53 5.983.079
Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 225.406 8.992 234.398 190.162 8.514 198.676
Ertragsteueransprüche 33.130 - 33.130 34.947 - 34.947
Wertpapiere 628.800 - 628.800 1.123.258 - 1.123.258
Flüssige Mittel 2.514.782 126.396 2.641.178 2.035.251 154.881 2.190.132
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 1.851.904 - 1.851.904 333.773 - 333.773
  12.124.082 407.078 12.531.160 10.976.997 173.144 11.150.141
  16.962.340 401.697 17.364.037 14.756.926 194.221 14.951.147
Passiva            
Eigenkapital            
Anteile des Konzerns 2.640.362 - 2.640.362 2.265.615 - 2.265.615
Anteile anderer Gesellschafter 1.603.445 - 1.603.445 1.028.085 - 1.028.085
  4.243.807 - 4.243.807 3.293.700 - 3.293.700
Langfristige Schulden            
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 309.647 - 309.647 242.471 - 242.471
Andere Rückstellungen 523.082 245 523.327 505.202 58 505.260
Finanzverbindlichkeiten 2.749.980 - 2.749.980 2.700.235 - 2.700.235
Sonstige Verbindlichkeiten 63.240 - 63.240 42.648 - 42.648
Latente Steuern 92.713 - 92.713 126.149 - 126.149
  3.738.662 245 3.738.907 3.616.705 58 3.616.763
Kurzfristige Schulden            
Andere Rückstellungen 974.803 10.557 985.360 915.889 5.264 921.153
Finanzverbindlichkeiten 1.706.480 -306.764 1.399.716 995.517 -268.731 726.786
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.749.301 697.659 6.446.960 5.410.953 437.429 5.848.382
Sonstige Verbindlichkeiten 385.380 - 385.380 440.644 20.201 460.845
Ertragsteuerverbindlichkeiten 8.747 - 8.747 15.402 - 15.402
Mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten verbundene Schulden 155.160 - 155.160 68.116 - 68.116
  8.979.871 401.452 9.381.323 7.846.521 194.163 8.040.684
  16.962.340 401.697 17.364.037 14.756.926 194.221 14.951.147

Konzern-Kapitalflussrechnung

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(in Tsd. EUR) 2013 Anpassung 2013 angepasst
Ergebnis nach Steuern 545.359 - 545.359
Abschreibungen/Zuschreibungen 797.563 739 798.302
Veränderung der Rückstellungen 101.428 -3.418 98.010
Veränderung der latenten Steuern 136.593 - 136.593
Ergebnis aus dem Abgang von Anlagegegenständen und von kurzfristigen Wertpapieren -27.740 -279 -28.019
sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge (im Wesentlichen Equity-Bewertung) sowie Ergebnisse aus Entkonsolidierungen -374.902 - -374.902
Veränderung des Nettoumlaufvermögens -971.902 87.770 -884.132
Veränderung der sonstigen Bilanzposten 375 -10.741 -10.366
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 206.774 74.071 280.845
Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Investment Properties      
Investitionen -913.569 -18.234 -931.803
Einnahmen aus Anlagenabgängen 437.063 279 437.342
Akquisitionen und Beteiligungen      
Investitionen -520.969 -1 -520.970
Einnahmen aus Anlagenabgängen/Desinvestments 2.143.722 - 2.143.722
Veränderung flüssiger Mittel aus Erst- und Entkonsolidierungen -16.720 - -16.720
Veränderung der Wertpapiere und Finanzforderungen -534.138 - -534.138
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 595.389 -17.956 577.433
Auszahlungen aus dem Rückkauf eigener Aktien -255.552 - -255.552
Einzahlungen aus dem Verkauf eigener Aktien 517 - 517
Auszahlungen für den Erwerb von zusätzlichen Anteilen an Tochterunternehmen -198.390 - -198.390
Auszahlungen an andere Gesellschafter aus dem Eigenkapital -124.862 - -124.862
Einzahlungen anderer Gesellschafter in das Eigenkapital 33.820 - 33.820
Dividenden an HOCHTIEF-Aktionäre -73.613 - -73.613
Dividenden an andere Gesellschafter -357.608 - -357.608
Aufnahme von Finanzschulden 2.617.671 - 2.617.671
Tilgung von Finanzschulden -2.757.684 - -2.757.684
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.115.701 - -1.115.701
Zahlungswirksame Veränderungen der flüssigen Mittel -313.538 56.115 -257.423
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die flüssigen Mittel -176.754 -27.630 -204.384
Veränderung der flüssigen Mittel insgesamt -490.292 28.485 -461.807
Flüssige Mittel zum Jahresanfang 2.525.543 126.396 2.651.939
davon: als "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" ausgewiesen (10.761) - (10.761)
davon: flüssige Mittel laut Konzernbilanz (2.514.782) - (2.641.178)
Flüssige Mittel zum Jahresende 2.035.251 154.881 2.190.132

Die übrigen im Geschäftsjahr verpflichtend anzuwendenden IFRS-Regelungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den HOCHTIEF-Konzernabschluss:

Änderungen zu IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" und IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen unternehmen": "Investmentgesellschaften"

Änderungen zu IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung": "Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden"

Änderungen zu IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung": "Novation von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften"

IFRIC 21 "Abgaben".

Zudem wurden vom international Accounting Standards Board (IASB) und vom IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) neue Rechnungslegungsvorschriften in Form von weiteren für den HOCHTIEF- Konzernabschluss relevanten Standards und Interpretationen verabschiedet, die jedoch im Geschäftsjahr 2014 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind und teilweise von der EU noch nicht übernommen wurden:

IFRS 9 "Financial Instruments":

Nachdem in den letzten Jahren bereits die drei Phasen des neuen Standards veröffentlicht wurden, hat das IASB im Juli 2014 die finale Version vom IFRS 9 veröffentlicht. Die neuen Regelungen umfassen insbesondere für finanzielle Vermögenswerte grundlegende Änderungen zu deren Klassifizierung und Bewertung, die künftig auf den Ausprägungen des Geschäftsmodells sowie den vertraglichen Zahlungsströmen beruhen. In diesem Zusammenhang wurde auch die Erfassung von Wertminderungen dahingehend geändert, dass diese nun nicht mehr nur auf eingetretenen Verlusten (incurred loss model) basieren sollen, sondern auch auf bereits erwarteten Verlusten (expected loss model). Darüber hinaus erfolgte eine Überarbeitung der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen insoweit, als diese stärker an der ökonomischen Risikosteuerung des Unternehmens auszurichten seien.

Mit der vollständigen Überarbeitung des IAS 39 durch den IFRS 9 ergeben sich zusätzliche Angabepflichten.

Der Erstanwendungszeitpunkt ist für das erste am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnende Geschäftsjahr festgelegt worden. Die erstmalige Anwendung hat retrospektiv zu erfolgen, wobei Vereinfachungsmöglichkeiten vorgesehen sind. Eine zulässige vorzeitige Anwendung ist gegeben. Die Übernahme des Standards durch die EU ist noch nicht erfolgt. Die Neuregelungen werden aus heutiger Sicht für den HOCHTIEF-Konzern zu einer Neuklassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte führen. Die Neuregelungen zu den finanziellen Verbindlichkeiten werden für den HOCHTIEF-Konzern voraussichtlich keine wesentlichen Konsequenzen haben. Die weiteren Auswirkungen aus dem IFRS 9 mit seinen Ergänzungen können erst abschließend ermittelt werden, wenn dieser Standard von der EU verabschiedet wurde.

IFRS 15 "Revenue from Contracts with Customers":

Im Mai 2014 hat das IASB diesen neuen Standard mit der Zielsetzung verabschiedet, die bisher in verschiedenen Standards und Interpretationen enthaltenen Reglungen zur Umsatzrealisierung in einem Standard zusammenzuführen. Dabei gilt IFRS 15 branchenübergreifend für sämtliche Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden, es sei denn, diese Verträge fallen in den Anwendungsbereich eines anderen Standards, wie beispielweise Leasingverhältnisse, Versicherungsverträge und Finanzinstrumente. Die Ermittlung sowohl der Höhe als auch des Zeitpunkts beziehungsweise des Zeitraums der Umsatzrealisierung erfolgt entlang der folgenden fünf Schritte:

(1) Identifizierung der Verträge mit einem Kunden,

(2) Identifizierung von vertraglichen Leistungsverpflichtungen,

(3) Bestimmung des Transaktionspreises,

(4) Aufteilung des Transaktionspreises auf die vertraglichen Leistungsverpflichtungen,

(5) Umsatzrealisierung, wenn (oder sobald) eine Leistungsverpflichtung erfüllt wurde.

Neben diesem fünf-Schritte-Modell sind im IFRS 15 eine Reihe weiterer Sachverhalte, wie beispielsweise Vertragsmodifikationen, geregelt sowie zusätzliche Angabepflichten für den Anhang angeführt. Der neue Standard IFRS 15 ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen, erstmals verpflichtend anzuwenden, wobei eine vorzeitige Anwendung möglich ist. Die Übernahme in europäisches Recht steht noch aus. Aus heutiger Sicht wird für den HOCHTIEF-Konzernabschluss davon ausgegangen, dass sich Änderungen in der Abbildung von Umsatzerlösen sowie zusätzliche Angaben im Anhang ergeben werden. Eine abschließende Beurteilung der Auswirkungen von IFRS 15 ist erst gegeben, wenn dieser Standard Seitens der EU verabschiedet worden ist.

Änderungen zu IFRS 10 "Konzernabschlüsse" und IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen": Das IASB hat im September 2014 mit seiner Veröffentlichung "Sale or Contribution of Assets between an investor and its Associate or Joint Venture" klargestellt, dass die Erlöserfassung davon abhängig ist, ob veräußerte beziehungsweise eingebrachte Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 darstellen oder nicht. Sofern die Transaktion einen Geschäftsbetrieb betrifft, hat eine vollständige Erlöserfassung beim investor zu erfolgen. Demgegenüber ist bei einer Transaktion, der nur die Veräußerung von Vermögenswerten zugrundeliegt, ohne ein Geschäftsbetrieb zu sein, eine Teilerfolgerfassung vorzunehmen. Die Änderungen zu IFRS 10 und IAS 28 sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen, erstmals verpflichtend anzuwenden, wobei eine vorzeitige Anwendung möglich ist. Die Übernahme in europäisches Recht ist noch nicht erfolgt. Aus heutiger Sicht werden sich für den HOCHTIEF-Konzernabschluss keine wesentlichen Auswirkungen ergeben.

Änderungen zu IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen": Die Veröffentlichung "Accounting for Acquisitions of interests in Joint Operations" Seitens des IASB vom Mai 2014 stellt klar, dass sowohl der erstmalige Erwerb als auch der Zuerwerb von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten (Joint Operations), die einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 darstellen, entsprechend den Regelungen zur Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen gemäß IFRS 3 und anderer anwendbaren IFRS zu erfolgen hat, soweit diese nicht im Widerspruch zu den Ausführungen im IFRS 11 stehen. Im Falle eines Zuerwerbs weiterer Anteile an Joint Operations erfolgt dabei keine Neubewertung von den bereits gehaltenen Anteilen. Die Änderungen zu IFRS 11 gelten nicht, wenn die gemeinschaftlich tätigen Unternehmen unter gemeinsamer Beherrschung (common control) eines Mutterunternehmens stehen. Darüber hinaus sind diese Änderungen für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen, erstmals verpflichtend anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Übernahme in europäisches Recht ist noch nicht erfolgt. Für den HOCHTIEF-Konzernabschluss wird derzeit nicht von wesentlichen Auswirkungen ausgegangen.

Des Weiteren hat das IASB im Rahmen des sogenannten "Annual improvements Process" im Dezember 2013 die zwei Sammelstandards "Annual improvements Cycles 2010-2012 and 2011-2013" sowie im September 2014 den "Annual improvements Cycle 2012-2014" veröffentlicht. Dabei wurden kleinere, aber notwendige Änderungen an verschiedenen Standards verabschiedet. Die "Annual improvements Cycles 2010-2012 and 2011-2013" beziehungsweise der "Annual improvements Cycle 2012-2014" sind erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beziehungsweise 1. Januar 2016 beginnen, anzuwenden. Eine Übernahme der Änderungen durch die EU ist bislang für die Annual improvements Cycles 2010-2012 und 2011-2013 erfolgt. Aus heutiger Sicht werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des HOCHTIEF-Konzerns gesehen.

Die übrigen vom IASB verabschiedeten IFRS-Regelungen haben für den HOCHTIEF-Konzern keine bedeutende Relevanz und werden somit voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben:

IFRS 14 "Regulatory Deferral Accounts"

Änderungen zu IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" und IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen": "Investment Entities: Applying the Consolidation Exception"

Änderungen zu IAS 1 "Darstellung des Abschlusses": "Disclosure Initiative"

Änderungen zu IAS 16 "Sachanlagen" und IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte": "Clarification of Acceptable Methods of Depreciation and Amortisation"

Änderungen zu IAS 16 "Sachanlagen" und IAS 41 "Landwirtschaft": "Bearer Plants"

Änderungen zu IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer": "Defined Benefits Plans: Employee Contributions"

Änderungen zu IAS 27 "Einzelabschlüsse": "Equity Method in Separate Financial Statements".

Erläuterung der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von 22.099.054 Tsd. Euro (Vorjahr 22.498.675 Tsd. Euro) beinhalten zum einen realisierte Auftragswerte aus der Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode beim klassischen Baugeschäft, Construction-Management und Contract-Mining und zum anderen Lieferungen und Leistungen an Arbeitsgemeinschaften sowie sonstige Leistungen. Des Weiteren werden in dieser Position Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen, wie Bauplanung, Projektentwicklung, Logistik, Asset-Management sowie Versicherungs- und Konzessionsgeschäft, ausgewiesen.

Die Umsatzerlöse aus der Percentage-of-Completion-Methode betragen insgesamt 18.448.153 Tsd. Euro (Vorjahr 18.649.776 Tsd. Euro).

Da die Umsatzerlöse nur ein unvollständiges Bild der im Geschäftsjahr erbrachten Leistung* wiedergeben, wird ergänzend die gesamte Leistung des Konzerns dargestellt, die auch die anteilige Leistung der Arbeitsgemeinschaften enthält.

* Siehe Glossar Seite 266.

Die einzelnen Divisions haben zur Gesamtleistung des Konzerns wie folgt beigetragen:

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(In Tsd. EUR) 2014 2013 angepasst
HOCHTIEF Americas 9.163.954 8.546.316
HOCHTIEF Asia Pacific 12.501.836 12.740.055
HOCHTIEF Europe 2.520.698 3.235.074
Konzernzentrale/Konsolidierung 119.379 108.594
  24.305.867 24.630.039

2. Sonstige betriebliche Erträge

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(In Tsd. EUR) 2014 2013 angepasst
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 66.528 60.495
Kursgewinne aus Fremdwährungen 28.993 34.468
Erträge aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Investment Properties 26.125 16.790
Erträge aus Entkonsolidierungen 13.872 290.991
Übrige 89.885 51.618
  225.403 454.362

Die Erträge aus Entkonsolidierungen resultieren im Geschäftsjahr im Wesentlichen aus den Verkäufen von zwei Gesellschaften der Division HOCHTIEF Europe. Die im Vorjahr ausgewiesenen Erträge resultierten im Wesentlichen aus den Verkäufen unserer Airport- und Servicesbeteiligungen und entfielen auf die Divisions HOCHTIEF Europe (168.140 Tsd. Euro) und die Konzernzentrale (122.701 Tsd. Euro).

Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem Erträge aus Vermietung und Verpachtung sowie aus Versicherungsentschädigungen.

3. Materialaufwand

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(In Tsd. EUR) 2014 2013 angepasst
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 2.649.822 3.159.168
Aufwendungen für bezogene Leistungen 13.095.730 12.381.493
  15.745.552 15.540.661

4. Personalaufwand

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(In Tsd. EUR) 2014 2013 angepasst
Löhne und Gehälter 4.006.209 4.316.464
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 409.548 414.540
  4.415.757 4.731.004

Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen 191.307 Tsd. Euro (Vorjahr 215.701 Tsd. Euro). Sie betreffen im Wesentlichen die im Geschäftsjahr erdienten Versorgungsansprüche aus leistungsorientierten Pensionsplänen und die Zahlungen an beitragsorientierte Versorgungssysteme. Die Zahlungen an staatliche Rentenversicherungsträger sind in den sozialen Abgaben enthalten.

Der Personalaufwand enthält Restrukturierungsaufwendungen in der Division HOCHTIEF Asia Pacific in Höhe von 43.477 Tsd. Euro (Vorjahr 35.542 Tsd. Euro).

Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt)

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  2014 2013
Gewerbliche Arbeitnehmer 38 625 41 269
Angestellte 29 801 39 643
  68 426 80 912

5. Abschreibungen

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(In Tsd. EUR) 2014 2013 angepasst
Immaterielle Vermögenswerte 34.925 33.660
Sachanlagen 405.189 652.445
Investment Properties 313 334
  440.427 686.439

Bei den immateriellen Vermögenswerten und den Investment Properties erfolgten - wie im Vorjahr - keine Wertminderungen. Ebenfalls wurden die Sachanlagen im Geschäftsjahr nicht wertgemindert (Vorjahr 1.069 Tsd. Euro).

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

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(In Tsd. EUR) 2014 2013 angepasst
Verluste aus Wertminderungen und Abgängen von kurzfristigen Vermögenswerten (außer Vorräten) 470.990 15.813
Mieten, Pachten und Leasing 358.213 310.355
Versicherungen 260.443 215.290
Technische und kaufmännische Beratung 110.982 122.060
Externe Organisation und Programmierung 64.394 71.165
Reisekosten 59.394 71.924
Gerichts-, Anwalts- und Notarkosten 42.968 61.955
Büromaterial 38.825 32.654
Kursverluste aus Fremdwährungen 31.095 23.629
Aufwand aus Entkonsolidierung 17.191 56.199
Werbemaßnahmen 16.000 25.893
Provisionen 14.549 23.803
Struktur- und Anpassungsmaßnahmen/Abfindungen 13.282 65.145
Kosten des Post- und Zahlungsverkehrs 13.186 14.342
Prozesskosten 9.013 5.017
Übrige 247.103 215.933
  1.767.628 1.331.177

Die Verluste aus Wertminderungen und Abgängen von kurzfristigen Vermögenswerten (außer Vorräten) enthalten mit 458.467 Tsd. Euro eine bilanzielle Vorsorge zur Abdeckung von Ausfallrisiken bei Forderungen aus Projekten der Division HOCHTIEF Asia Pacific.

Der Versicherungsaufwand betrifft überwiegend die Absicherung von projektbezogenen Risiken in der Turner-Gruppe. Hierbei wird durch Zusammenführen von Versicherungsleistungen von Turner und anderen Projektbeteiligten, wie Lieferanten und Kunden, die Minimierung der aus der Projektabwicklung resultierenden Risiken für Turner sowie für die Kunden erreicht. Den Versicherungsaufwendungen stehen entsprechende im Umsatz ausgewiesene Erlöse gegenüber.

Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Kosten der Auftragsabwicklung, Sachkosten der Verwaltung, Jahresabschlusskosten, Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und weitere, nicht an anderer Stelle auszuweisende Aufwendungen. Sonstige Steuern sind hier mit 24.712 Tsd. Euro (Vorjahr 18.220 Tsd. Euro) enthalten.

Im Berichtsjahr wurden einschließlich Personal- und Materialaufwendungen insgesamt 3.167 Tsd. Euro (Vorjahr 4.891 Tsd. Euro) für unternehmensübergreifende Forschungs- und Entwicklungsprojekte des zentralen Innovationsmanagements aufgewendet.

7. Beteiligungsergebnis

Im Beteiligungsergebnis werden sämtliche Erträge und Aufwendungen gezeigt, die im Zusammenhang mit at Equity bewerteten Finanzanlagen und mit Beteiligungen entstanden sind. Bei einem Ausweis gemäß IFRS 5 als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte ist die Equity-Wertfortschreibung ausgesetzt. Von den betroffenen Gesellschaften sind im Beteiligungsergebnis deren im Berichtsjahr bis zum Entkonsolidierungszeitpunkt erhaltenen Ausschüttungen ausgewiesen.

Das Beteiligungsergebnis setzt sich im Einzelnen wie folgt zusammen:

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(In Tsd. EUR) 2014 2013 angepasst
Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden 75.482 152.829
davon Wertminderungen (-13.418) (-50.705)
Ergebnis aus nicht konsolidierten Tochterunternehmen 713 335
davon Wertminderungen (-20) (-70)
Ergebnis aus übrigen Beteiligungen 7.486 10.596
davon Wertminderungen (-72) (-13.332)
Erträge aus dem Abgang von Beteiligungen 6.058 8.171
Aufwendungen aus dem Abgang von Beteiligungen -9 -11
Erträge aus Ausleihungen an Beteiligungen 32.499 38.869
Aufwendungen aus Ausleihungen an Beteiligungen -3.741 -425
Übriges Beteiligungsergebnis 43.006 57.535
  118.488 210.364

Die Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, entfallen mit -10.926 Tsd. Euro (Vorjahr 22.328 Tsd. Euro) auf assoziierte Unternehmen und mit 86.408 Tsd. Euro (Vorjahr 130.501 Tsd. Euro) auf Gemeinschaftsunternehmen. Im Vorjahr enthielt das Ergebnis noch die vereinnahmten positiven Ergebnisbeiträge aus dem veräußerten Flughafengeschäft und höhere Ergebnisbeiträge aus Gemeinschaftsunternehmen bei Flatiron sowie aus den deutschen Bauarbeitsgemeinschaften der Division HOCHTIEF Europe. In den Gewinn- und Verlustanteilen an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen betragen die Wertminderungen 13.418 Tsd. Euro (Vorjahr 50.705 Tsd. Euro). Diese betreffen assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen der Division HOCHTIEF Asia Pacific. Im Vorjahr betrafen sie im Wesentlichen eine nach IFRS 5 ausgegliederte Beteiligungsgesellschaft der Division HOCHTIEF Europe und darüber hinaus assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen der Division HOCHTIEF Asia Pacific.

Das Ergebnis aus übrigen Beteiligungen enthielt im Vorjahr mit 21.920 Tsd. Euro letztmalig die Ausschüttungen der Southern Cross Airports Corporation Holdings Ltd. aus der Flughafenbeteiligung Sydney.

Die zu Anschaffungskosten - unter Berücksichtigung von Wertminderungen - bewerteten Beteiligungen, die im Geschäftsjahr abgegangen sind, hatten einen Buchwert von 1.826 Tsd. Euro (Vorjahr 225 Tsd. Euro). Aus den Abgängen des Geschäftsjahres resultierte ein Veräußerungsergebnis in Höhe von 287 Tsd. Euro (Vorjahr -11 Tsd. Euro). Zum Abschlussstichtag bestehen keine weiteren Verkaufsabsichten von zu Anschaffungskosten bewerteten Beteiligungen.

8. Finanzergebnis

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(In Tsd. EUR) 2014 2013 angepasst
Zinsen und ähnliche Erträge 63.234 55.219
Andere Finanzerträge 41.118 23.726
Finanzerträge 104.352 78.945
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -284.606 -310.947
Zinsanteile an Zuführungen zu langfristigen Rückstellungen -9.042 -12.627
davon Nettozinsaufwendungen/-erträge aus Pensionsverpflichtungen (-8.148) (-9.829)
Andere Finanzaufwendungen -31.007 -21.796
Finanzaufwendungen -324.655 -345.370
  -220.303 -266.425

Zinsen und ähnliche Erträge beziehungsweise Aufwendungen enthalten alle Zinserträge aus Liquiditätsanlagen, verzinslichen Wertpapieren und sonstigen Ausleihungen sowie sämtliche Zinsaufwendungen. Zu den Zinsen und ähnlichen Erträgen zählen darüber hinaus alle Gewinnanteile und Dividenden aus lang- und kurzfristigen Wertpapieren. Per Saldo ergibt sich hieraus ein Zinsergebnis in Höhe von -221.372 Tsd. Euro (Vorjahr -255.728 Tsd. Euro).

Im Geschäftsjahr wurden für nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente Zinserträge in Höhe von 62.781 Tsd. Euro (Vorjahr 51.013 Tsd. Euro) erzielt. Zinsaufwendungen fielen für nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente in Höhe von 284.606 Tsd. Euro (Vorjahr 310.947 Tsd. Euro) an.

Die Nettozinsaufwendungen/-erträge aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von -8.148 Tsd. Euro (Vorjahr -9.829 Tsd. Euro) enthalten die jährlichen Aufzinsungsbeträge im Zusammenhang mit der Barwertfortschreibung der langfristigen Pensionsverpflichtungen in Höhe von 37.246 Tsd. Euro (Vorjahr 37.674 Tsd. Euro), saldiert mit den Zinserträgen aus Planvermögen in Höhe von 29.098 Tsd. Euro (Vorjahr 27.845 Tsd. Euro).

Finanzerträge und -aufwendungen, die nicht den Zinsen und ähnlichen Erträgen beziehungsweise Aufwendungen oder den Zinsanteilen an Zuführungen zu langfristigen Rückstellungen zugeordnet werden können, werden unter den anderen Finanzerträgen oder den anderen Finanzaufwendungen ausgewiesen. Darunter fallen vor allem Erträge und Aufwendungen aus der Veräußerung von Wertpapieren, aus Finanzderivaten sowie Aufwendungen aus Wertminderungen von Wertpapieren.

9. Ertragsteuern

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(In Tsd. EUR) 2014 2013 angepasst
Tatsächliche Ertragsteuern 163.562 21.577
Latente Steuern -208.928 136.593
  -45.366 158.170

In den tatsächlichen Ertragsteuern sind per Saldo Erträge in Höhe von 158 Tsd. Euro (Vorjahr 300 Tsd. Euro) enthalten, die vorangegangene Perioden betreffen.

Der Ertragsteueraufwand entwickelt sich aus dem theoretischen Steueraufwand. Dabei wird - wie im Vorjahr - ein Steuersatz in Höhe von 31,5 Prozent auf das Ergebnis vor Steuern angewendet:

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(In Tsd. EUR) 2014 2013 angepasst
Ergebnis vor Steuern -177.147 529.844
Theoretischer Steueraufwand 31,5% -55.801 166.901
Unterschiede zu ausländischen Steuersätzen 13.788 -3.101
Steuereffekte auf:    
Steuerfreie Erträge -4.207 -107.182
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen 58.418 63.748
Equity-Bewertung von assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen einschließlich Abschreibungen auf assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen 330 4.313
Nicht angesetzte aktive latente Steuern auf inländische Verlustvorträge -4.809 51.257
Sonstiges -53.085 -17.766
Effektiver Steueraufwand -45.366 158.170
Effektiver Steuersatz (in %) 25,6 29,9

Die Position "Steuerfreie Erträge" enthielt im Vorjahr im Wesentlichen die Erträge aus dem Verkauf der Flughafenaktivitäten sowie des Bereichs Services.

Die Position "Sonstiges" enthält im Wesentlichen nicht latenzierte Verluste aus ausländischen Konzerngesellschaften sowie die Auflösung passiver latenter Steuern aufgrund des Wegfalls der Verpflichtungsgründe.

10. Anteile anderer Gesellschafter

Die Anteile anderer Gesellschafter in Höhe von 154.096 Tsd. Euro (Vorjahr 374.163 Tsd. Euro) betreffen mit 158.540 Tsd. Euro (Vorjahr 375.334 Tsd. Euro) Gewinnanteile und mit 4.444 Tsd. Euro (Vorjahr 1.171 Tsd. Euro) Verlustanteile. Die Gewinnanteile entfallen mit 143.087 Tsd. Euro (Vorjahr 125.553 Tsd. Euro) auf den Fremdanteil der Leighton-Gruppe. Im Vorjahr waren die Gewinnanteile anderer Gesellschafter beeinflusst durch den Verkauf der Anteile am Flughafen Sydney im Zusammenhang mit der Veräußerung der gesamten Flughafenaktivitäten.

Erläuterung der Konzernbilanz

11. Immaterielle Vermögenswerte

Die Aufgliederung der in der Konzernbilanz zusammengefassten Anlageposition "Immaterielle Vermögenswerte" und ihre Entwicklung stellen sich im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr wie folgt dar:

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(In Tsd. EUR) Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten      
Stand 1.1.2014 347.970 613.204 961.174
Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises -27.078 -7.676 -34.754
Zugänge 25.714 - 25.714
Abgänge -15.689 - -15.689
Umbuchungen - - -
Währungsanpassungen 21.576 61.149 82.725
Stand 31.12.2014 352.493 666.677 1.019.170
Kumulierte Abschreibungen      
Stand 1.1.2014 131.080 - 131.080
Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises -6.296 - -6.296
Zugänge 34.925 - 34.925
Abgänge -15.144 - -15.144
Umbuchungen - - -
Währungsanpassungen 8.306 - 8.306
Zuschreibungen - - -
Stand 31.12.2014 152.871 - 152.871
Buchwerte Stand 31.12.2014 199.622 666.677 866.299
Anschaffungs- und Herstellungskosten*      
Stand 1.1.2013 346.143 489.821 835.964
Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises 2.082 182.500 184.582
Zugänge 41.648 - 41.648
Abgänge -1.527 - -1.527
Umbuchungen 2.316 - 2.316
Währungsanpassungen -42.692 -59.117 -101.809
Stand 31.12.2013 347.970 613.204 961.174
Kumulierte Abschreibungen*      
Stand 1.1.2013 122.295 - 122.295
Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises -9.871 - -9.871
Zugänge 33.660 - 33.660
Abgänge -1.471 - -1.471
Umbuchungen -1.468 - -1.468
Währungsanpassungen -12.065 - -12.065
Zuschreibungen - - -
Stand 31.12.2013 131.080 - 131.080
Buchwerte Stand 31.12.2013* 216.890 613.204 830.094

* Angepasst

In den immateriellen Vermögenswerten sind, wie im Vorjahr, keine aktivierten Entwicklungskosten enthalten.

Im Berichtsjahr wurden, wie im Vorjahr, auf immaterielle Vermögenswerte keine Wertminderungen vorgenommen.

Die immateriellen Vermögenswerte enthalten aus Erstkonsolidierungen Firmennamen in Höhe von 54.457 Tsd. Euro (Vorjahr 50.017 Tsd. Euro), die sowohl die Division HOCHTIEF Americas mit 38.272 Tsd. Euro (Vorjahr 34.456 Tsd. Euro) als auch die Division HOCHTIEF Asia Pacific mit 16.185 Tsd. Euro (Vorjahr 15.561 Tsd. Euro) betreffen. Die Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr beruhen auf Währungsanpassungen. Die Firmennamen werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einmal jährlich sowie zusätzlich bei Vorliegen bestimmter, auf eine mögliche Wertminderung hindeutender Indikatoren einem Werthaltigkeitstest in Analogie zum unten beschriebenen entsprechenden Test für Geschäfts- oder Firmenwerte gemäß IAS 36 unterzogen. Wie im Vorjahr ergab sich kein Wertminderungsbedarf.

Die im Rahmen der Erstkonsolidierung aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte von vollkonsolidierten Gesellschaften sind zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf Segmentebene zugeordnet worden, um die nachfolgend beschriebenen Werthaltigkeitstests durchzuführen. Die Zuordnung erfolgte entsprechend der Segmentberichterstattung zu den einzelnen Divisions.

Die jährliche Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte auf Ebene der Segmente (Divisions) wird bei HOCHTIEF jeweils im vierten Quartal eines Geschäftsjahres durchgeführt. Im Rahmen der Werthaltigkeitstests wird der erzielbare Betrag einer Division mit deren Buchwert verglichen.

Die erzielbaren Beträge der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Europe werden anhand ihres individuellen Nutzungswerts bestimmt. Dieser entspricht dem Barwert der zukünftigen Cashflows, die voraussichtlich aus einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit erzielt werden können. Der Nutzungswert wird auf der Grundlage eines Unternehmensbewertungsmodells (Discounted-Cashflow-Methode) ermittelt, wobei dieser aus unternehmensinterner Sicht bestimmt wird. Der Bestimmung liegen Cashflow-Planungen zugrunde, die grundsätzlich auf der vom Vorstand genehmigten und im Zeitpunkt der Durchführung des Werthaltigkeitstests gültigen Planung für eine Detailperiode von drei Jahren basieren. In diese Planung fließen Erfahrungen ebenso wie Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Marktentwicklung ein. Für den sich anschließenden Zeitraum werden gleichbleibende Cashflows angesetzt. Die Kapitalkostensätze basieren auf dem Konzept der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (WACC). Es erfolgt zunächst eine Nach-Steuer-Berechnung des Nutzungswerts durch Diskontierung der Cashflows mit einem für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit separat ermittelten Kapitalkostensatz nach Steuern. Im Anschluss wird der Diskontierungssatz vor Steuern für Zwecke der Anhangangaben iterativ ermittelt.

Die im Rahmen der Werthaltigkeitstests verwendeten Diskontierungssätze für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten liegen vor Steuern zwischen 10,4 und 12,2 Prozent (Vorjahr zwischen 10,1 und 11,8 Prozent).

Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit HOCHTIEF Asia Pacific wird anhand des beizulegenden Zeitwerts, der aus dem Börsenwert von Leighton Holdings abgeleitet wird, bestimmt.

Ein Vergleich der erzielbaren Beträge der Divisions mit deren Buchwerten ergab - wie im Vorjahr - keinen Abwertungsbedarf für Geschäfts- oder Firmenwerte.

Im Geschäftsjahr 2014 veränderten sich die Geschäfts- oder Firmenwerte der einzelnen Divisions wie folgt:

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(In Tsd. EUR) Stand 1.1.2014* Währungsanpassungen Änderung Konsolidierungskreis Stand 31.12.2014
HOCHTIEF Americas 259.836 30.992 - 290.828
HOCHTIEF Asia Pacific 307.610 30.157 -2.268 335.499
HOCHTIEF Europe 45.758 - -5.408 40.350
  613.204 61.149 -7.676 666.677

* angepasst

Die Veränderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte innerhalb der Änderung Konsolidierungskreis sind in der Division HOCHTIEF Asia Pacific insbesondere durch die aufgegebenen Geschäftsbereiche und in der Division HOCHTIEF Europe im Wesentlichen durch die Veräußerung von Anteilen am Wohnungsentwickler formart bestimmt.

12. Sachanlagen

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(In Tsd. EUR) Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen, Transportgeräte Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten          
Stand 1.1.2014 194.394 2.906.856 268.063 4.004 3.373.317
Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises -32.340 -365.559 -15.571 - -413.470
Zugänge 7.088 501.303 54.238 2.614 565.243
Abgänge -23.716 -511.812 -104.767 -1.142 -641.437
Umbuchungen -511 -5.998 -622 -199 -7.330
Währungsanpassungen 7.868 276.872 17.377 107 302.224
Stand 31.12.2014 152.783 2.801.662 218.718 5.384 3.178.547
Kumulierte Abschreibungen          
Stand 1.1.2014 94.301 1.726.592 174.067 - 1.994.960
Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises -14.872 -200.718 -14.439 - -230.029
Zugänge 17.287 414.224 23.013 466 454.990
Abgänge -18.102 -447.963 -60.074 - -526.139
Umbuchungen -167 9.223 1 - 9.057
Währungsanpassungen 3.752 155.432 11.958 - 171.142
Zuschreibungen - - - - -
Stand 31.12.2014 82.199 1.656.790 134.526 466 1.873.981
Buchwerte Stand 31.12.2014 70.584 1.144.872 84.192 4.918 1.304.566
Anschaffungs- und Herstellungskosten*          
Stand 1.1.2013 225.145 3.847.766 291.632 3.430 4.367.973
Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises 561 7.594 -19.773 -1.138 -12.756
Zugänge 31.607 825.540 29.895 3.100 890.142
Abgänge -34.626 -984.314 -24.958 -356 -1.044.254
Umbuchungen -464 -360.964 -1.664 -1.022 -364.114
Währungsanpassungen -27.829 -428.766 -7.069 -10 -463.674
Stand 31.12.2013 194.394 2.906.856 268.063 4.004 3.373.317
Kumulierte Abschreibungen*          
Stand 1.1.2013 99.935 2.179.239 183.512 1 2.462.687
Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises 169 -7.293 -13.229 -478 -20.831
Zugänge 14.008 659.770 27.856 2 701.636
Abgänge -7.454 -598.760 -19.544 - -625.758
Umbuchungen -391 -246.587 272 475 -246.231
Währungsanpassungen -11.966 -259.777 -4.800 - -276.543
Zuschreibungen - - - - -
Stand 31.12.2013 94.301 1.726.592 174.067 - 1.994.960
Buchwerte Stand 31.12.2013* 100.093 1.180.264 93.996 4.004 1.378.357

* Angepasst

Das Sachanlagevermögen enthält mit 252.572 Tsd. Euro (Vorjahr 361.891 Tsd. Euro) Vermögenswerte, die im Rahmen von Finanzierungsleasing genutzt werden. Sie betreffen vor allem die technische Anlagen und Maschinen bei Leighton Holdings.

Die Umbuchungen bei "Technische Anlagen und Maschinen, Transportgeräte" im Vorjahr betrafen im Wesentlichen die als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte.

Sachanlagen wurden im Berichtsjahr nicht wertgemindert (Vorjahr 1.069 Tsd. Euro).

Sachanlagen, im Wesentlichen aus der Division HOCHTIEF Asia Pacific, in Höhe von 111.022 Tsd. Euro (Vorjahr 126.419 Tsd. Euro) unterliegen Verfügungsbeschränkungen.

13. Investment Properties

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(In Tsd. EUR)  
Anschaffungs- und Herstellungskosten  
Stand 1.1.2014 41.901
Zugänge -
Abgänge -2.104
Währungsanpassungen -
Stand 31.12.2014 39.797
Kumulierte Abschreibungen  
Stand 1.1.2014 25.905
Zugänge 313
Abgänge -1.673
Währungsanpassungen -
Zuschreibungen -
Stand 31.12.2014 24.545
Buchwert Stand 31.12.2014 15.252
Anschaffungs- und Herstellungskosten  
Stand 1.1.2013 47.002
Zugänge 13
Abgänge -5.114
Währungsanpassungen -
Stand 31.12.2013 41.901
Kumulierte Abschreibungen  
Stand 1.1.2013 27.671
Zugänge 334
Abgänge -2.100
Währungsanpassungen -
Zuschreibungen -
Stand 31.12.2013 25.905
Buchwert Stand 31.12.2013 15.996

Für Investment Properties wurden - wie im Vorjahr - keine Wertminderungen vorgenommen.

Zum 31. Dezember 2014 beträgt der beizulegende Zeitwert der investment Properties 15.916 Tsd. Euro (Vorjahr 22.698 Tsd. Euro). Er wird unverändert nach international anerkannten Bewertungsmethoden ermittelt, wie durch die Ableitung aus dem aktuellen Marktpreis vergleichbarer Immobilien oder die Discounted-Cashflow-Methode. Vom beizulegenden Zeitwert entfallen 1.586 Tsd. Euro (Vorjahr 1.793 Tsd. Euro) auf eine Bewertung durch konzernexterne, unabhängige Gutachter.

Die Mieterlöse aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien beliefen sich im Berichtsjahr auf 873 Tsd. Euro (Vorjahr 1.164 Tsd. Euro). Von den direkten betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 1.203 Tsd. Euro (Vorjahr 1.801 Tsd. Euro) entfielen 503 Tsd. Euro (Vorjahr 674 Tsd. Euro) auf vermietete und 700 Tsd. Euro (Vorjahr 1.127 Tsd. Euro) auf nicht vermietete investment Properties.

Investment Properties unterliegen - wie im Vorjahr - keinen Verfügungsbeschränkungen.

14. At Equity bewertete Finanzanlagen

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(In Tsd. EUR) 31.12.2014 31.12.2013
At Equity bewertete assoziierte Unternehmen 363.476 330.750
At Equity bewertete Gemeinschaftsunternehmen 535.008 367.758
  898.484 698.508

Wesentliche assoziierte Unternehmen

Im Folgenden sind Informationen zu dem - aus Sicht des Managements - wesentlichen assoziierten Unternehmen, Al Habtoor Engineering Enterprises Co. LLC, Dubai/ Vereinigte Arabische Emirate, des HOCHTIEF-Konzerns zum 31. Dezember 2014 angegeben. Die Beteiligungsquote und der Stimmrechtsanteil (45%) sind zum Vorjahr unverändert. Zum 31. Dezember 2014 liegt - wie im Vorjahr - kein öffentlich notierter Marktpreis vor.

Die folgenden Übersichten zeigen anteilige Posten der Bilanz sowie der Gesamtergebnisrechnung des oben genannten at Equity bewerteten wesentlichen assoziierten Unternehmens:

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(In Tsd. EUR) 31.12.2014 31.12.2013
Langfristige Vermögenswerte 440.464 397.255
Kurzfristige Vermögenswerte 932.839 645.766
Langfristige Schulden -328.032 -342.953
Kurzfristige Schulden -786.699 -476.316
Buchwert der Anteile 258.572 223.752
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(In Tsd. EUR) 2014 2013
Umsatzerlöse 499.316 357.794
Ergebnis vor Steuern - 753
Ertragsteuern - -
Ergebnis nach Steuern - 753
Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen - -
Gesamtergebnis - 753
Erhaltene Dividenden - -

Nicht wesentliche assoziierte Unternehmen

Die folgende Übersicht zeigt die Buchwerte sowie anteilige Posten der Gesamtergebnisrechnungen der at Equity bewerteten nicht wesentlichen assoziierten Unternehmen:

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(In Tsd. EUR) 2014 2013
Buchwert der Anteile 104.904 106.998
Ergebnis vor Steuern -7.959 28.737
Ertragsteuern -2.967 -7.162
Ergebnis nach Steuern -10.926 21.575
Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen - 117.587
Gesamtergebnis -10.926 139.162

In dem Ergebnis aus at Equity bewerteten wesentlichen sowie nicht wesentlichen assoziierten Unternehmen sind Wertminderungen in Höhe von 12.549 Tsd. Euro (Vorjahr 10.764 Tsd. Euro) enthalten. Diese betreffen assoziierte Unternehmen der Division HOCHTIEF Asia Pacific.

Die Anteile an wesentlichen sowie nicht wesentlichen assoziierten Unternehmen unterliegen - wie im Vorjahr - keinen Verfügungsbeschränkungen.

Nicht wesentliche Gemeinschaftsunternehmen

Die folgende Übersicht zeigt die Buchwerte sowie anteilige Posten der Gesamtergebnisrechnungen der at Equity bewerteten nicht wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen:

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(In Tsd. EUR) 2014 2013
Buchwert der Anteile 535.008 367.758
Ergebnis vor Steuern 96.044 131.945
Ertragsteuern -9.636 -1.444
Ergebnis nach Steuern 86.408 130.501
Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen 3.595 32.795
Gesamtergebnis 90.003 163.296

In dem Ergebnis aus at Equity bewerteten nicht wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen sind Wertminderungen in Höhe von 869 Tsd. Euro (Vorjahr 39.941 Tsd. Euro) enthalten. Diese betreffen Gemeinschaftsunternehmen der Division HOCHTIEF Asia Pacific. Im Vorjahr betrafen Sie im Wesentlichen eine nach IFRS 5 ausgegliederte Beteiligungsgesellschaft der Division HOCHTIEF Europe.

Anteile an Gemeinschaftsunternehmen sind in Höhe von 5.192 Tsd. Euro (Vorjahr 1.279 Tsd. Euro) verpfändet.

15. Übrige Finanzanlagen

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(In Tsd. EUR) 31.12.2014 31.12.2013
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen 5.451 6.436
Übrige Beteiligungen 123.923 68.572
Langfristige Wertpapiere - 260
  129.374 75.268

Die nicht konsolidierten Tochterunternehmen wurden im Geschäftsjahr in Höhe von 20 Tsd. Euro (Vorjahr 70 Tsd. Euro), die übrigen Beteiligungen in Höhe von 72 Tsd. Euro (Vorjahr 13.332 Tsd. Euro) wertgemindert.

Der Anstieg der übrigen Beteiligungen ergibt sich aus dem Verkauf von Anteilen einer vollkonsolidierten Gesellschaft aus der Division HOCHTIEF Europe und der Bilanzierung der verbliebenen Anteile unter den übrigen Beteiligungen.

Die übrigen Finanzanlagen unterliegen - wie im Vorjahr - keinen Verfügungsbeschränkungen.

16. Finanzforderungen

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  31.12.2014 31.12.2013
(In Tsd. EUR) langfristig kurzfristig langfristig kurzfristig
Ausleihungen an nicht konsolidierte Tochterunternehmen und an Beteiligungen 539.231 13.644 442.556 31.664
Finanzforderungen gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen 7.189 20.371 7.394 21.437
Finanzforderungen gegenüber Beteiligungen 62.650 38.487 43.868 33.435
Zinsabgrenzungen - 2.666 - 38.969
Übrige Finanzforderungen 22.409 2.306 32.912 1.429
  631.479 77.474 526.730 126.934

Die Ausleihungen an nicht konsolidierte Tochterunternehmen und an Beteiligungen enthalten in Höhe von 436.679 Tsd. Euro (Vorjahr 373.990 Tsd. Euro) Ausleihungen an die Habtoor Leighton Group.

Gegenüber Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, bestehen Forderungen in Höhe von 619.756 Tsd. Euro (Vorjahr 527.038 Tsd. Euro).

17. Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte

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  31.12.2014 31.12.2013 angepasst
(In Tsd. EUR) langfristig kurzfristig langfristig kurzfristig
Rechnungsabgrenzungsposten 2.667 58.162 2.396 92.104
Ansprüche aus Beteiligungsveräußerungen - 50.451 - 39.238
Forderungen aus Derivaten 6.414 4.998 15.506 11.981
Forderungen aus Steuern (ohne Ertragsteuern) - 7.115 - 7.485
Ansprüche aus Immobilienverkäufen - 1.800 - 1.096
Guthaben der Pensionsfonds 1.456 - 10.296 -
Übrige sonstige Vermögenswerte 64.293 76.519 65.633 46.772
  74.830 199.045 93.831 198.676

Die Rechnungsabgrenzungsposten ergeben sich durch Versicherungsprämien und Vorauszahlungen für Mieten sowie durch Vorauszahlungen für Wartungs- und Serviceleistungen. Des Weiteren sind hier Provisionen enthalten, die die HOCHTIEF-Versicherungsgesellschaften für Vertragsabschlüsse an die Erstversicherer gezahlt haben. Sie werden über die jeweilige Vertragslaufzeit aufgelöst.

Die übrigen sonstigen Vermögenswerte unterliegen - wie im Vorjahr - keinen Verfügungsbeschränkungen.

18. Ertragsteueransprüche

Bei den Ertragsteueransprüchen in Höhe von 164.730 Tsd. Euro (Vorjahr 91.994 Tsd. Euro) handelt es sich um Forderungen gegenüber in- und ausländischen Finanzbehörden. Diese setzen sich zusammen aus langfristigen Ansprüchen in Höhe von 24.863 Tsd. Euro (Vorjahr 57.047 Tsd. Euro) und kurzfristigen Ertragsteueransprüchen in Höhe von 139.867 Tsd. Euro (Vorjahr 34.947 Tsd. Euro).

19. Latente Steuern

Die aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich wie folgt:

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  31.12.2014 31.12.2013
(In Tsd. EUR) Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
Langfristige Vermögenswerte 101.160 212.274 127.746 125.194
Kurzfristige Vermögenswerte 214.319 261.146 58.896 345.458
Langfristige Schulden        
Pensionsrückstellungen 160.097 26.916 107.340 10.716
Sonstige Rückstellungen 37.186 10.534 58.459 84.780
Übrige langfristige Schulden 907 - 5.928 1.224
Kurzfristige Schulden        
Sonstige Rückstellungen 82.364 392 101.071 248
Übrige kurzfristige Schulden 59.716 63.574 46.834 85.691
  655.749 574.836 506.274 653.311
Verlustvorträge 137.456 - 146.063 -
Bruttobetrag 793.205 574.836 652.337 653.311
Saldierung 527.678 527.678 527.162 527.162
Bilanzausweis 265.527 47.158 125.175 126.149

Aktive und passive latente Steuern sind je Gesellschaft beziehungsweise Organkreis miteinander saldiert worden. Im Bruttobetrag der aktiven latenten Steuern von 793.205 Tsd. Euro (Vorjahr 652.337 Tsd. Euro) sind folgende aktivierte Steuerminderungsansprüche enthalten, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge und Steuergutschriften in Folgejahren ergeben:

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(In Tsd. EUR) 31.12.2014 31.12.2013
Körperschaftsteuer (oder vergleichbare ausländische Ertragsteuer) 119.372 139.650
Gewerbesteuer 18.084 6.413
  137.456 146.063

Die Nutzung dieser Verlustvorträge ist mit ausreichender Sicherheit gewährleistet. Die Beträge der deutschen körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge, für die keine latenten Steueransprüche angesetzt wurden, belaufen sich auf 696.944 Tsd. Euro (Vorjahr 1.149.129 Tsd. Euro) und 914.280 Tsd. Euro (Vorjahr 1.376.328 Tsd. Euro). Die Veränderung der Verlustvorträge resultiert im Wesentlichen aus Anpassungen an abgeschlossene Betriebsprüfungen und sich daraus ergebender Folgeänderungen.

Auf Zinsvorträge in Höhe von 321.106 Tsd. Euro (Vorjahr 238.703 Tsd. Euro) wurden keine aktiven latenten Steuern angesetzt.

Grundsätzlich werden für alle abzugsfähigen temporären Differenzen latente Steuern aktiviert, wenn voraussichtlich künftig steuerpflichtiges Einkommen zu deren Realisierung verfügbar sein wird.

Im Berichtsjahr bestanden bei inländischen Konzerngesellschaften, die im abgelaufenen Geschäftsjahr oder in Vorjahren Verluste erzielten, aktive latente Steuern aus temporären Differenzen oder Verlustvorträgen in Höhe von 68.124 Tsd. Euro (Vorjahr 19.181 Tsd. Euro), die als werthaltig beurteilt werden.

Die passiven latenten Steuern in Höhe von brutto 574.836 Tsd. Euro (Vorjahr 653.311 Tsd. Euro) sind ausschließlich auf zu versteuernde temporäre Differenzen zurückzuführen, die sich im Wesentlichen aus der Anpassung an konzerneinheitliche IFRS-Bewertungsgrundsätze ergeben.

Im Berichtsjahr sind -7.934 Tsd. Euro (Vorjahr -16.720 Tsd. Euro) latente Steuern aus der Umrechnung ausländischer Abschlüsse und -10.984 Tsd. Euro (Vorjahr -3.851 Tsd. Euro) aus der erfolgsneutralen Bewertung von originären und derivativen Finanzinstrumenten im Eigenkapital erfasst worden. Aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten wurden latente Steuern in Höhe von 50.990 Tsd. Euro (Vorjahr -24.491 Tsd. Euro) erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Zum Bilanzstichtag betrug der erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Bestand der latenten Steuern aus der erfolgsneutralen Bewertung von Finanzinstrumenten -4.992 Tsd. Euro (Vorjahr 5.992 Tsd. Euro) und aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten 162.996 Tsd. Euro (Vorjahr 112.006 Tsd. Euro).

20. Vorräte

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(In Tsd. EUR) 31.12.2014 31.12.2013 angepasst
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Ersatzteile 159.457 214.895
Unfertige Leistungen und Erzeugnisse 748.552 929.615
Fertige Erzeugnisse 5.084 11.959
Geleistete Anzahlungen 6.412 2.873
  919.505 1.159.342

Gemäß IAS 23 wurden unter den unfertigen Leistungen Fremdkapitalkosten in Höhe von 12.779 Tsd. Euro (Vorjahr 16.240 Tsd. Euro) aktiviert. Bei der Ermittlung der Fremdkapitalkosten wurden Zinssätze zwischen 1,58 und 10,8 Prozent (Vorjahr 1,69 und 9,00 Prozent) zugrunde gelegt.

Die unter den unfertigen Leistungen und Erzeugnissen ausgewiesenen Immobilien aus Projektentwicklungen unterliegen in Höhe von 455.208 Tsd. Euro (Vorjahr 422.276 Tsd. Euro) Verfügungsbeschränkungen.

21. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

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(In Tsd. EUR) 31.12.2014 31.12.2013 angepasst
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen    
Percentage of Completion (PoC) 4.866.197 6.537.917
erhaltene Anzahlungen -2.512.716 -2.891.214
  2.353.481 3.646.703
an Arbeitsgemeinschaften 187.527 172.616
Übrige 2.512.758 2.134.363
  5.053.766 5.953.682
gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen 3.493 9.250
gegenüber Beteiligungen 8.915 20.147
  5.066.174 5.983.079

Bei dem Saldo aus Forderungen aus PoC und erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 2.353.481 Tsd. Euro (Vorjahr 3.646.703 Tsd. Euro) werden diejenigen kundenspezifischen Fertigungsaufträge ausgewiesen, bei denen die angefallenen Herstellungskosten einschließlich Gewinnanteilen die erhaltenen Anzahlungen übersteigen. Die Summe der aktivisch und passivisch unter den Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten aus PoC ausgewiesenen Herstellungskosten einschließlich Gewinnanteilen für Fertigungsaufträge beläuft sich auf 5.201.642 Tsd. Euro (Vorjahr 7.069.635 Tsd. Euro). Im Geschäftsjahr wurden insgesamt 3.661.481 Tsd. Euro (Vorjahr 3.596.325 Tsd. Euro) erhaltene Anzahlungen bei den Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten aus PoC verrechnet.

In der Division HOCHTIEF Asia Pacific ist im Berichtsjahr eine bilanzielle Vorsorge zur Abdeckung von Ausfallrisiken aus Projektforderungen in Höhe von 458.467 Tsd. Euro gebildet worden.

Bei vollkonsolidierten Gesellschaften des HOCHTIEF-Konzerns bestehen Dienstleistungslizenzen oder ähnliche Genehmigungen. Diese werden hauptsächlich als finanzielle Vermögenswerte bilanziert und unter den Forderungen aus PoC ausgewiesen. Bei diesen Dienstleistungslizenzen aus dem Geschäftsfeld Soziale Infrastruktur Europa handelt es sich um Vereinbarungen zur Errichtung und Modernisierung sowie zum Betrieb und zur Instandhaltung von Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden. Die Bau- und Ausbauleistungen verlaufen planmäßig. Bei Umsatzerlösen in Höhe von 14.604 Tsd. Euro (Vorjahr 38.573 Tsd. Euro) wurde ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt. Die Gesellschaften des HOCHTIEF-Konzerns sind zur Erfüllung ihrer Aufgaben aus den Dienstleistungslizenzen entsprechend verpflichtet und zu diesem Zweck mit den dazu jeweils erforderlichen Rechten ausgestattet. Zum Ende der Konzessionslaufzeit gehen die Dienstleistungsobjekte in den Besitz der öffentlichen Hand als Auftraggeber zurück. Die öffentliche Hand bleibt während der gesamten Konzessionslaufzeit in der Regel die Eigentümerin der mit den Dienstleistungslizenzen verbundenen Vermögenswerte. Bei den Dienstleistungslizenzen bestehen Kündigungsoptionen Iediglich aus wichtigem Grund. Bei einzelnen Vereinbarungen bestehen Verlängerungsoptionen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten vertragliche Einbehalte in Höhe von 532.773 Tsd. Euro (Vorjahr 423.695 Tsd. Euro).

Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Immobilien aus Projektentwicklungen unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen (Vorjahr 304.457 Tsd. Euro).

Gegenüber Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, bestehen Forderungen in Höhe von 2.698 Tsd. Euro (Vorjahr 8.906 Tsd. Euro).

22. Forderungen aus dem Verkauf von nicht fortgeführten Aktivitäten

Die Forderungen in Höhe von 1.108.112 Tsd. Euro bestehen bei der Division HOCHTIEF Asia Pacific aus dem Verkauf der John Holland Group sowie von 50 Prozent der Anteile von Thiess Services und von Leighton Contractors Services.

Die HOCHTIEF Tochtergesellschaft Leighton Holdings hat im Rahmen ihrer strategischen Ausrichtung im Dezember 2014 verbindliche Verkaufsvereinbarungen für diese Geschäftsbereiche geschlossen.

Aus der Transaktion ergab sich ein Abgangsergebnis vor Steuern in Höhe von 660.989 Tsd. Euro.

23. Wertpapiere

Bei den kurzfristigen Wertpapieren in Höhe von 741.535 Tsd. Euro (Vorjahr 1.123.258 Tsd. Euro) handelt es sich im Wesentlichen um in Spezial- und Investmentfonds gehaltene Wertpapiere sowie festverzinsliche Titel mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von mehr als drei Monaten, für die keine dauerhafte Halteabsicht besteht.

Die kurzfristigen Wertpapiere gehören ausschließlich zur Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbar". Die Bewertung erfolgt zu beizulegenden Zeitwerten, wodurch sich der Bilanzansatz um 7.944 Tsd. Euro (Vorjahr 17.733 Tsd. Euro) vermindert hat.

Die kurzfristigen Wertpapiere sind in Höhe von 23.262 Tsd. Euro (Vorjahr 19.936 Tsd. Euro) als Sicherheiten für die Ansprüche von Mitarbeitern aus Altersteilzeit verpfändet. Des Weiteren sind kurzfristige Wertpapiere in Höhe von 172.552 Tsd. Euro (Vorjahr 223.602 Tsd. Euro) verfügungsbeschränkt.

Außerhalb der extern gemanagten Anlagen werden in der Direktanlage ausschließlich Anleihen erstklassiger Emittenten* gekauft und durch eine breite Diversifizierung Konzentrationsrisiken in Bezug auf einzelne Emittenten strikt vermieden.

* Siehe Glossar Seite 265.

24. Flüssige Mittel

Flüssige Mittel in Höhe von 2.585.359 Tsd. Euro (Vorjahr 2.190.132 Tsd. Euro) bestehen als Kassenbestände, als Guthaben bei Kreditinstituten sowie als kurzfristig veräußerbare Wertpapiere mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von bis zu drei Monaten. Die flüssigen Mittel unterliegen nur unwesentlichen Wertschwankungen. Sie weisen Verfügungsbeschränkungen in Höhe von 26.518 Tsd. Euro (Vorjahr 65.553 Tsd. Euro) auf.

25. Eigenkapital

Die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals ist auf Seite 173 dargestellt.

Unter Ausnutzung der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 7. Mai 2013 zur Einziehung eigener und nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworbener Aktien, hat der Vorstand am 24. Februar 2014 beschlossen, alle 7 690 565 eigenen Aktien einzuziehen. Der Aufsichtsrat hat der Einziehung zugestimmt. Durch die Einziehung ist das Grundkapital der Gesellschaft in 69 309 434 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. Zusammen mit der Einziehung wurde das Grundkapital der Gesellschaft auf 177.432.151,04 Euro herabgesetzt. Die Kapitalherabsetzung erfolgte im Wege der Einziehung eigener Aktien nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 6 AktG im vereinfachten Einziehungsverfahren (§ 237 Abs. 3 Nr. 2 AktG). Der auf die einzelne Aktie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals beträgt unverändert 2,56 Euro.

Zum 31. Dezember 2014 ergibt sich für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ein Bestand an eigenen Aktien im Sinne von § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG von insgesamt 843 189 Stück. Diese Aktien wurden ab dem 7. Oktober 2014 für die im Hauptversammlungsbeschluss vom 7. Mai 2014 genannten Zwecke und zur Verwendung für alle sonstigen aktienrechtlich zulässigen Zwecke zu einem Preis von insgesamt 48.303.535 Euro (Durchschnittskurs 57,29 Euro je Aktie) erworben. Der auf diese eigenen Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 2.158.564 Euro (1,22 Prozent des Grundkapitals).

Die Kapitalrücklage enthält das Aufgeld aus der Ausgabe von Aktien durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft.

Dem Vorstand sind keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. Es ist dem Vorstand nicht bekannt, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben.

Gesetzliche Vorschriften über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung finden sich in den §§ 84, 85 AktG beziehungsweise §§ 179, 133 AktG. Nach § 7 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand mindestens aus zwei Personen. § 23 Abs. 1 der Satzung bestimmt, dass die Beschlüsse der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst werden, sofern nicht das Gesetz zwingend etwas anderes bestimmt. Soweit das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals verlangt, genügt nach § 23 Abs. 3 der Satzung die einfache Mehrheit, sofern nicht zwingend eine andere Mehrheit vorgeschrieben ist.

Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital bis zum 10. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und /oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals um bis zu insgesamt 35.840 Tsd. Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Ein entsprechendes genehmigtes Kapital II in Höhe von 23.296 Tsd. Euro mit einer Laufzeit bis zum 11. Mai 2016 besteht gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung. Die weiteren Einzelheiten ergeben sich aus den vorgenannten Satzungsbestimmungen.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung um bis zu 49.280 Tsd. Euro, eingeteilt in bis zu Stück 19 250 000 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung.

Ermächtigung zum Aktienrückkauf:

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 7. Mai 2014 ist die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt worden, eigene Aktien zu erwerben. Diese Ermächtigung gilt bis zum 6. Mai 2019. Sie ist insgesamt auf einen Anteil von zehn Prozent des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals beschränkt, wobei eigene Aktien in einem Umfang von höchstens fünf Prozent des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals durch den Einsatz von Call-Optionen erworben werden dürfen. Die Ermächtigung kann unmittelbar durch die Gesellschaft oder durch ein von der Gesellschaft abhängiges oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen oder durch von der Gesellschaft oder von der Gesellschaft abhängige oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehende Unternehmen beauftragte Dritte ausgeübt werden und erlaubt den Erwerb eigener Aktien im ganzen Umfang oder in Teilbeträgen sowie den einmaligen oder mehrmaligen Erwerb. Der Erwerb eigener Aktien kann über die Börse oder mittels eines an sämtliche Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder durch die Ausgabe von Andienungsrechten an die Aktionäre oder durch Einsatz von Call-Optionen erfolgen. Die Bedingungen für den Erwerb werden im Beschluss weiter spezifiziert.

Der Vorstand ist durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 7. Mai 2014 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bei einer Veräußerung eigener Aktien durch ein Angebot an alle Aktionäre den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem ihrer nachgeordneten Konzernunternehmen ausgegebenen Options- und/ oder Wandelanleihen ein Bezugsrecht auf die Aktien zu gewähren. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an sämtliche Aktionäre zu veräußern, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet.

Der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist ferner unter den nachstehenden Voraussetzungen ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats Dritten in anderer Weise als über die Börse oder mittels Angebot an sämtliche Aktionäre anzubieten und zu übertragen. Dies kann im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen daran oder von Unternehmensteilen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen geschehen. Dies ist außerdem zulässig zur Einführung von Aktien der Gesellschaft an ausländischen Börsen, an denen sie bisher nicht zum Handel zugelassen sind. Außerdem dürfen die Aktien Personen zum Erwerb angeboten werden, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen stehen oder standen. Außerdem dürfen die Aktien den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft gemäß der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 12. Mai 2011 (TOP 8) begebenen Schuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Options- und / oder Wandlungsrechte und / oder -pflichten gewährt werden.

Weiterhin dürfen die Aktien (amtierenden oder ausgeschiedenen) Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft und (amtierenden oder ausgeschiedenen) Mitgliedern von Vorständen und Geschäftsführungen der von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG sowie Personen, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG stehen oder standen, mit der Verpflichtung übertragen werden, sie für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren seit der Übertragung zu halten. Eine solche Übertragung ist nur zulässig, um bestehende Ansprüche des Übertragungsempfängers auf variable Vergütung an Erfüllungsstatt zu tilgen. Die weiteren Bedingungen der Übertragung werden im Beschluss weiter spezifiziert. Im Fall der Ausgabe der Aktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft entscheidet allein der Aufsichtsrat der Gesellschaft über die Ausgabe.

Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8, 186 Abs. 3 und 4 AktG insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen verwendet werden.

Weiterhin ist der Vorstand ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats einzuziehen, ohne dass die Einziehung und ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedürfen.

Die Bedingungen der Bezugsrechtsgewährung, Veräußerung, Übertragung beziehungsweise Einziehung der eigenen Aktien werden in dem Beschluss der Hauptversammlung weiter spezifiziert.

Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat unter Ausnutzung der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 7. Mai 2014 im Zeitraum vom 12. Mai 2014 bis zum 23. Mai 2014 eine Anzahl von 13 991 Aktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zu einem Preis von insgesamt 924.205 Euro (Durchschnittskurs 66,06 Euro je Aktie) erworben. Der auf diese Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 35.817 Euro (0,02 Prozent des Grundkapitals)

13 991 eigene Aktien wurden im Mai 2014 an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und Mitglieder des Vorstands der HOCHTIEF Solutions AG zu einem Preis von 66,35 EUR je Aktie mit der Verpflichtung übertragen, sie für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren seit der Übertragung zu halten. Damit wurden bestehende Ansprüche der Übertragungsempfänger auf variable Vergütung an Erfüllungsstatt getilgt. Der auf diese Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 35.817 Euro (0,02 Prozent des Grundkapitals).

Der Bilanzgewinn der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und der Bilanzgewinn des HOCHTIEF-Konzerns sind identisch.

Die im Geschäftsjahr ausgeschüttete Dividende betrug 103.964 Tsd. Euro (Vorjahr 73.613 Tsd. Euro).

Die Anteile anderer Gesellschafter in Höhe von 933.052 Tsd. Euro (Vorjahr 1.028.085 Tsd. Euro) ergeben sich aus Dritten zustehenden Anteilen am Eigenkapital von einbezogenen Konzerngesellschaften; sie betreffen mit 787.831 Tsd. Euro (Vorjahr 895.019 Tsd. Euro) die Leighton-Gruppe. Die Verminderung gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Beteiligungsquote an Leighton.

Die erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen stellen einen Bestandteil der Gewinnrücklagen dar. Erfasst werden dort die erfolgsneutralen Änderungen des beizulegenden Zeitwerts aus der Marktbewertung von originären und derivativen Finanzinstrumenten sowie Währungsdifferenzen aus der Umrechnung von ausländischen Abschlüssen. Des Weiteren beinhalten die erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen den Anteil der erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen von at Equity bewerteten assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen sowie den Anteil aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen, welcher zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern ist. Die Veränderungen der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen stellen sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:

Darstellung der Veränderungen der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen

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(In Tsd. EUR) 31.12.2014 31.12.2013
Unterschied aus Währungsumrechnung    
Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen des laufenden Jahres 377.935 -414.988
Erfolgswirksame Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung -7.341 49.340
  370.594 -365.648
Marktbewertung von Finanzinstrumenten - originär    
Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen des laufenden Jahres 24.129 -390
Erfolgswirksame Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung -2.006 -143.689
  22.123 -144.079
Marktbewertung von Finanzinstrumenten - derivativ    
Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen des laufenden Jahres 1.172 20.224
Erfolgswirksame Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung -1.190 -1.190
  -18 19.034
Anteil der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen von at Equity bilanzierten assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen    
Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen des laufenden Jahres -2.325 4.788
Erfolgswirksame Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung 5.920 145.594
  3.595 150.382
Neubewertung von leistungsorientierten Plänen -110.576 18.244
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen nach Steuern 285.718 -322.067

Die Ertragsteuereffekte auf die Veränderung der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen verteilen sich wie folgt:

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  31.12.2014 31.12.2013
(In Tsd. EUR) Betrag vor Ertragsteuern Ertragsteuern Betrag nach Ertragsteuern Betrag vor Ertragsteuern Ertragsteuern Betrag nach Ertragsteuern
Unterschied aus der Währungsumrechnung 370.594 - 370.594 -365.648 - -365.648
Marktbewertung von Finanzinstrumenten - originär 31.587 -9.464 22.123 -147.523 3.444 -144.079
Marktbewertung von Finanzinstrumenten - derivativ 1.502 -1.520 -18 26.329 -7.295 19.034
Anteil der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen von at Equity bilanzierten assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen 3.595 - 3.595 150.382 - 150.382
Neubewertung von leistungsorientierten Plänen -163.148 52.572 -110.576 33.608 -15.364 18.244
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 244.130 41.588 285.718 -302.852 -19.215 -322.067

26. Aktienbasierte Vergütungen

Während des Berichtsjahres bestanden folgende konzernweite aktienbasierte Vergütungssysteme für Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen:

Retention-Stock-Awards 2008

Der Aufsichtsrat hatte im Mai 2008 die Auflage eines aus drei Tranchen bestehenden und insgesamt über einen Zeitraum von sieben Jahren laufenden Retention-Stock-Award-Plans (RSA 2008) für die Mitglieder des Vorstands beschlossen und die erste Tranche gewährt. Die Planbedingungen für die Ausgabe der Stock-Awards der ersten Tranche sahen vor, dass die Berechtigten nach Ablauf der Wartezeit von drei Jahren innerhalb eines Ausübungszeitraums von zwei Jahren bei Ausübung für jeden Stock-Award nach Wahl der HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine HOCHTIEF-Aktie oder einen Barausgleich in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag erhielten. Der Gewinn pro Stock-Award war auf 160 Euro begrenzt.

Im März 2009 wurde die zweite Tranche gewährt. Die Planbedingungen der zweiten Tranche unterschieden sich von der ersten Tranche nur in der um ein Jahr nach hinten verschobenen Laufzeit sowie in Bezug auf die Kappungsgrenze, die bei der zweiten Tranche bei 66,50 Euro pro Stock-Award lag. Im März 2010 wurde die dritte Tranche gewährt. Die Planbedingungen der dritten Tranche unterschieden sich von der ersten Tranche nur in der um zwei Jahre nach hinten verschobenen Laufzeit sowie in Bezug auf die Kappungsgrenze, die bei der dritten Tranche bei 133,12 Euro pro Stock-Award lag.

Die erste Tranche wurde bereits 2011 vollständig von den Mitgliedern des Vorstands ausgeübt. Die zweite und dritte Tranche wurde in 2014 vollständig ausgeübt bzw. abgegolten.

Top-Executive-Retention-Plan 2008

Der Vorstand hat darüber hinaus im Juni 2008 für ausgewählte Führungskräfte die Auflage eines Top-Executive-Retention-Plans (TERP 2008) beschlossen.

Auch dieser Plan basiert auf Stock-Awards und besteht aus drei Tranchen. Im Juli 2008 wurde die erste Tranche, im Juli 2009 die zweite Tranche und im Juli 2010 die dritte Tranche gewährt.

Die Laufzeit des Plans beträgt insgesamt zehn Jahre. Die Wartezeit liegt nach Zuteilung der jeweiligen Tranche bei drei Jahren. Der Ausübungszeitraum liegt - abhängig von der jeweiligen Tranche - zwischen fünf und sieben Jahren.

Die Planbedingungen sehen vor, dass die Berechtigten für jeden Stock-Award nach Ablauf der jeweiligen Wartezeit und nach Wahl der HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine HOCHTIEF-Aktie oder einen Barausgleich in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag erhalten. Der Gewinn ist in den einzelnen Jahren des Ausübungszeitraums auf eine Kappungsgrenze beschränkt. Diese Kappungsgrenze steigt jährlich an und ist am Ende der Laufzeit auf einen Maximalgewinn begrenzt. Der Maximalgewinn wurde für die erste Tranche auf 160 Euro, für die zweite Tranche auf 81,65 Euro und für die dritte Tranche auf 166,27 Euro pro Stock-Award festgelegt.

Long-Term-Incentive-Plan 2009

Im Geschäftsjahr 2009 wurde für obere Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen sowie für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2009 (LTIP 2009) aufgelegt. Dieser sah neben der Gewährung von Stock-Appreciation-Rights (SAR) die Ausgabe von Stock-Awards vor. Die SAR konnten nur ausgeübt werden, wenn der zehntägige Durchschnitt (arithmetisches Mittel) der Börsenschlusskurse der HOCHTIEF-Aktie bis zum Ausübungstag im Vergleich zum Ausgabepreis an mindestens zehn aufeinanderfolgenden Börsenhandelstagen eine bessere Kursperformance als der MDAX aufwies, gemessen als zehntägiger Durchschnitt der Schlusskurse im Vergleich zum Basispreis dieses Index (relative Erfolgshürde), und wenn zusätzlich die Kapitalrendite RONA (Return on Net Assets) gemäß dem zuletzt gebilligten Konzernabschluss mindestens zehn Prozent betragen hat (absolute Erfolgshürde). Die relative Erfolgshürde brauchte nicht erfüllt zu werden, wenn nach Ablauf der Wartezeit der HOCHTIEF-Durchschnittsbörsenkurs an zehn aufeinanderfolgenden Börsenhandelstagen den Ausgabepreis um mindestens zehn Prozent überstiegen hatte.

Die SAR konnten bei Erreichen der genannten Erfolgsziele nach einer Wartezeit von zwei Jahren bis auf kurze Sperrfristen vor Bekanntgabe von Unternehmensdaten vollständig ausgeübt werden. Nach Ausübung der SAR wurde von der gewährenden Gesellschaft der Unterschiedsbetrag zwischen dem aktuellen Börsenkurs und dem Ausgabepreis ausgezahlt. Der Unterschiedsbetrag war auf 50 Prozent des Ausgabepreises begrenzt.

Die Planbedingungen für die Ausgabe der Stock-Awards sahen vor, dass die Berechtigten nach Ablauf der Wartezeit von drei Jahren innerhalb eines Ausübungszeitraums von zwei Jahren bei Ausübung für jeden Stock-Award nach Wahl der HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine HOCHTIEF-Aktie oder einen Barausgleich in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag erhielten. Der Gewinn pro Stock-Award war auf 40,10 Euro begrenzt.

Der Plan wurde vollständig ausgeübt.

Long-Term-Incentive-Plan 2010

Im Geschäftsjahr 2010 wurde für obere Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen sowie für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2010 (LTIP 2010) aufgelegt. Die Planbedingungen unterscheiden sich - bis auf die Verlängerung der Wartezeit bei den SAR von zwei auf vier Jahre - nicht wesentlich von den Planbedingungen des LTIP 2009. Der Gewinn ist auf 27,28 Euro pro SAR und auf 81,83 Euro pro Stock Award begrenzt.

Long-Term-Incentive-Plan 2011

Im Geschäftsjahr 2011 wurde für obere Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen sowie für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2011 (LTIP 2011) aufgelegt. Die Planbedingungen unterscheiden sich nicht wesentlich von den Planbedingungen des LTIP 2010. Der Gewinn ist auf 32,67 Euro pro SAR und auf 98,01 Euro pro Stock Award begrenzt.

Long-Term-Incentive-Plan 2012

Im Geschäftsjahr 2012 wurde für obere Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen sowie für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2012 (LTIP 2012) aufgelegt. Zu den Planbedingungen des LTIP 2011 unterscheidet sich der Plan in zwei Punkten:

1. Die Kapitalrendite RONA (Return on Net Assets) gemäß dem zuletzt gebilligten Konzernabschluss muss mindestens 15 Prozent betragen.

2. Die Wartezeit bei den Stock-Awards wurde von drei auf vier Jahre und die Laufzeit entsprechend von fünf auf sechs Jahre verlängert.

Der Gewinn ist auf 25,27 Euro pro SAR und auf 75,81 Euro pro Stock Award begrenzt.

Long-Term-Incentive-Plan 2013

Im Geschäftsjahr 2013 wurde für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2013 (LTIP 2013) aufgelegt. Zu den Planbedingungen des LTIP 2012 unterscheidet sich der Plan nur in einem Punkt:

Die Anzahl der ausübbaren SAR richtet sich danach, ob der geplante Wertebereich für den bereinigten Free Cashflow erreicht wurde. Dieser Wertebereich wird im Rahmen des Business-Plans für das jeweilige Ausübungsjahr festgelegt.

Der Gewinn ist auf 24,61 Euro pro SAR und auf 73,83 Euro pro Stock Award begrenzt.

Long-Term-Incentive-Plan 2014

Im Geschäftsjahr 2014 wurde für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2014 (LTIP 2014) aufgelegt. Die Planbedingungen unterscheiden sich nicht wesentlich von den Planbedingungen des LTIP 2013.

Der Gewinn ist auf 30,98 Euro pro SAR und auf 92,93 Euro pro Stock Award begrenzt.

Sonstiges

Kapitalrenditekonzept RONA

Das Kapitalrenditekonzept Return on Net Assets (RONA) gibt an, wie erfolgreich sich das Vermögen von HOCHTIEF verzinst hat und misst somit die Rentabilität des HOCHTIEF-Konzerns. Hierzu wird das erzielte Ergebnis ins Verhältnis zum Nettovermögen gesetzt. Das erzielte Ergebnis setzt sich aus dem in der Ergebnisrechnung abgeleiteten betrieblichen Ergebnis/EBITA und den Zinserträgen auf das Finanzvermögen zusammen. Das Nettovermögen spiegelt den zu verzinsenden Kapitaleinsatz wider.

Im Berichtsjahr 2014 lag die Kapitalrendite (RONA) für den HOCHTIEF-Konzern bei 20,3 Prozent (Vorjahr 15,6* Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich somit eine Steigerung der Kapitalrendite von 4,7 Prozentpunkten.

* angepasst

Die Ausübungsbedingungen aller aufgelegten Pläne sehen vor, dass bei Ausübung der SAR oder Stock-Awards - und bei Vorliegen aller anderen hierzu erforderlichen Voraussetzungen - die HOCHTIEF Aktiengesellschaft grundsätzlich ein Wahlrecht hat, anstelle der Auszahlung des Gewinns auch HOCHTIEF-Aktien zu liefern. Soweit die Bezugsberechtigten nicht bei der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beschäftigt sind, werden die mit der Ausübung entstehenden Aufwendungen durch das jeweilige verbundene Unternehmen getragen.

Für die Pläne sind bislang die folgenden Stückzahlen an SAR beziehungsweise Stock-Awards ausgegeben, verfallen oder ausgeübt worden:

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  Ursprünglich ausgegeben Stand 31.12.2013 2014 neu gewährt 2014 verfallen 2014 ausgeübt/ abgegolten Abgang/ Verkauf Stand 31.12.2014
TERP 2008 - erste Tranche 130 900 4 800 - - - - 4 800
TERP 2008 - zweite Tranche 359 000 85 500 - 12 600 55 950 - 16 950
TERP 2008 - dritte Tranche 174100 26 900 - - 4 600 - 22 300
RSA 2008 - zweite Tranche 347 478 80 188 - - 80 188 - -
RSA 2008 - dritte Tranche 146 884 40 060 - - 40 060 - -
LTIP 2009 - Stock-Awards 273 400 500 - 500 - - -
LTIP 2010 - SAR 353 200 202 500 - 6 100 146850 500 49 050
LTIP 2010 - Stock-Awards 166 000 10 600 - 500 6 300 - 3 800
LTIP 2011 - SAR 275 250 180 250 - 13 350 - 9 850 157050
LTIP 2011 - Stock-Awards 124 850 72 300 - 1 100 55 450 - 15 750
LTIP 2012 - SAR 457 406 340 506 - 30 550 - 19 250 290706
LTIP 2012 - Stock-Awards 82 991 54 829 - 5 135 - 2 880 46 814
LTIP 2013 - SAR 38 288 38 288 - - - - 38 288
LTIP 2013 - Stock-Awards 9 297 9 297 - - - - 9 297
LTIP 2014 - SAR - - 86 907 - - - 86 907
LTIP 2014 - Stock-Awards - - 20 453 - - - 20 453

Für die vorstehend genannten aktienbasierten Vergütungspläne waren zum Bilanzstichtag Rückstellungen in Höhe von 11.766 Tsd. Euro (Vorjahr 20.095 Tsd. Euro) passiviert. Der Gesamtaufwand für die genannten Pläne betrug im Berichtsjahr 1.784 Tsd. Euro (Vorjahr 17.334 Tsd. Euro). Der innere Wert der zum Ende der Berichtsperiode ausübbaren SAR belief sich auf 4.150 Tsd. Euro (Vorjahr 7.658 Tsd. Euro).

27. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Leistungsorientierte Pläne

Leistungsorientierte Pläne

Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, zugesagte Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erbringen. In Deutschland bestehen die Pensionsverpflichtungen im Wesentlichen aus Direktzusagen der aktuellen Versorgungsordnung 2000+ und aus Plänen mit Entgeltumwandlungen. Die Versorgungsordnung 2000+ besteht seit dem 1. Januar 2000 aus einer Basisversorgung in Form eines beitragsorientierten Bausteinsystems und einer unternehmenserfolgsabhängigen Aufbauversorgung. Der Rentenbaustein für die Basisversorgung hängt ab vom Einkommen und vom Lebensalter des Beschäftigten ("Verrentungsfaktor") sowie von einem allgemeinen Versorgungsbeitrag, der durch HOCHTIEF alle drei Jahre geprüft wird. Der Rentenbaustein für die Aufbauversorgung ist abhängig von der Entwicklung des Ergebnisses nach Steuern gemäß IFRS. Hieraus können bis zu 20 Prozent der Basisversorgung zusätzlich erzielt werden. Der Leistungsanspruch bei Renteneintritt ergibt sich aus der Summe der jährlich erdienten Rentenbausteine. Bei leitenden Angestellten bestehen vereinzelt noch dienstzeit- und endgehaltsabhängige Pensionszusagen, die jedoch seit 1995 mit Ausnahme des Vorstandsbereichs nicht mehr angeboten werden. Die Leistung umfasst eine Altersrente, eine Invalidenrente sowie eine Hinterbliebenenrente und wird fast ausschließlich als lebenslange Annuitätenzahlung gewährt.

Darüber hinaus hatten Mitarbeiter im Inland bis zum 31.12.2013 die Möglichkeit, an einer Entgeltumwandlung zugunsten betrieblicher Altersversorgung teilzunehmen. Das umgewandelte Entgelt wurde in ausgewählte Investmentfonds investiert. Der Leistungsanspruch richtet sich nach dem Zeitwert der erworbenen Fondsanteile bei Renteneintritt. Er entspricht jedoch mindestens dem umgewandelten Entgelt einschließlich einer von HOCHTIEF garantierten Erhöhung, welche zwischen 3,50 und 1,75 Prozent p.a. liegt. Bei Renteneintritt besteht ein Wahlrecht zwischen einer Kapitalzahlung oder einer fünf- beziehungsweise sechsjährigen Annuitätenzahlung.

Leistungsorientierte Pensionspläne im Ausland bestehen bei Turner in den USA und bei HOCHTIEF UK in Großbritannien. Der Plan bei Turner wurde zum 31.12.2003 eingefroren, so dass daraus keine neuen Ansprüche mehr erworben werden können. Die Altansprüche umfassen eine Altersrente, eine Invalidenrente sowie eine Hinterbliebenenrente. Die Leistungsberechtigten haben bei Renteneintritt ein Wahlrecht zwischen einer lebenslangen Annuitätenzahlung oder einer einmaligen Kapitalzahlung. Die Verpflichtungen bei Turner enthalten zudem pensionsähnliche Verpflichtungen für künftige Krankheitskosten von Rentnern. HOCHTIEF UK hat einen dienstzeitabhängigen, endgehaltsbezogenen Pensionsplan. Für jedes Beschäftigungsjahr wird 1/75 des letzten pensionsfähigen Endgehalts als monatliche Rente gewährt. Die Zusagen umfassen Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen.

Die leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen im HOCHTIEF-Konzern setzen sich wie folgt zusammen:

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  31.12.2014
(In Tsd. EUR) Deutschland USA Großbritannien
Aktive Mitarbeiter 144.137 87.107 11.212
davon endgehaltsabhängig (19.613) - (11.212)
davon nicht endgehaltsabhängig (124.524) (87.107) -
Unverfallbare Ansprüche 171.419 44.594 15.110
Laufende Pensionen 521.605 100.762 15.069
Pensionsähnliche Verpflichtungen 91 48.827 -
Gesamt 837.252 281.290 41.391
Duration in Jahren (gewichtet) 14,8 8,3 20,0
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  31.12.2013
(In Tsd. EUR) Deutschland USA Großbritannien
Aktive Mitarbeiter 131.025 76.456 8.495
davon endgehaltsabhängig (16.973) - (8.495)
davon nicht endgehaltsabhängig (114.052) (76.456) -
Unverfallbare Ansprüche 129.228 48.555 12.012
Laufende Pensionen 459.716 77.728 12.943
Pensionsähnliche Verpflichtungen 82 38.909 -
Gesamt 720.051 241.648 33.450
Duration in Jahren (gewichtet) 13,1 8,1 22,0

Planvermögen

Hinsichtlich der Finanzierung von Pensionzusagen bestehen in Deutschland keine gesetzlichen oder regulatorischen Mindestdotierungsverpflichtungen. Die inländischen Pensionsverpflichtungen sind ausschließlich fondsfinanziert. Die Fondsfinanzierung erfolgt über ein Contractual-Trust-Arrangement (CTA). Die übertragenen Vermögenswerte werden treuhänderisch durch den HOCHTIEF Pension Trust e. V. verwaltet und dienen ausschließlich der Finanzierung der inländischen Pensionsverpflichtungen. Übertragene Barmittel werden am Kapitalmarkt nach Maßgabe der im Treuhandvertrag und den Kapitalanlagerichtlinien festgelegten Anlagegrundsätze investiert. Basis der Anlagerichtlinien und der jeweiligen Anlageentscheidungen sind die Ergebnisse der in regelmäßigen Abständen von drei bis fünf Jahren durch externe Spezialisten erstellten sogenannten Asset Liability Matching Studie (ALM-Studie). In ihr werden die Entwicklung der Pensionsverbindlichkeiten und weiterer wichtiger wirtschaftlicher Faktoren über einen sehr langen in die Zukunft vorausschauenden Zeitraum und in zahlreichen verschiedenen Modellkombinationen simuliert (Monte Carlo Simulation). Anhand diverser Kriterien wird im Ergebnis der ALM-Studie dann die zur langfristigen Sicherstellung der Bedienung der Pensionsverbindlichkeiten optimale Assetallokation ermittelt. Zur Sicherstellung einer möglichst optimalen und konservativ ausgelegten Risikostruktur ist zudem ein sogenanntes Risiko-Overlay-Management durch einen professionellen externen Overlay Manager etabliert worden. Dieser verfügt über ein fest definiertes jährliches Risikobudget und handelt auf Basis eines klar strukturierten Prozesses zum Overlay Management vollkommen autark. HOCHTIEF verfolgt eine möglichst vollumfänglich gedeckte Finanzierung der Pensionszusagen und eine jährliche oder zumindest zeitnahe Dotierung neu erdienter Dienstzeitaufwendungen. Bei bestehenden Unterdeckungen leisten die Gesellschaften von Zeit zu Zeit darüber hinaus zusätzliche Zuführungen. Pensionszusagen in Deutschland, welche über die Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung hinausgehen, werden zusätzlich durch Rückdeckungsversicherungen abgedeckt. Pensionsverpflichtungen aus der Entgeltumwandlung der Mitarbeiter werden durch den Erwerb von Publikumsfondsanteilen abgesichert. Der Deckungsgrad der durch den HOCHTIEF Pension Trust e.V. abgedeckten Verpflichtungen beträgt zum 31.12.2014 etwa 60 Prozent (Vorjahr 71 Prozent); insgesamt beträgt der Deckungsgrad in Deutschland etwa 64 Prozent (Vorjahr 75 Prozent). Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Pensionsverpflichtungen in den letzten Jahren durch die gesunkenen Kapitalmarktzinsen erheblich angestiegen sind und dass bei einer entsprechenden Erholung des Zinsniveaus der Deckungsgrad wieder deutlich ansteigen wird.

Die eingefrorenen leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen der Turner-Gruppe werden ebenfalls durch einen Pensionsfonds abgedeckt. Das Planvermögen wird treuhänderisch von BNY Mellon verwaltet und dient ausschließlich der Finanzierung der Pensionszusagen. Die Unabhängigkeit des Treuhänders wird jährlich überprüft und durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft testiert. Anlageentscheidungen werden nicht durch den Treuhänder sondern durch einen speziellen Ausschuss getroffen. Basis für die Anlage des Planvermögens ist eine in regelmäßigen Abständen erstellte ALM-Studie. Ziel ist zum einem die vollständige Ausfinanzierung der Pensionsverpflichtungen und zum anderen die Verringerung der Volatilität des Finanzierungsgrads. Bei vollständiger Deckung der Pensionsverpflichtungen sollen risikoreiche Investments in Aktien zugunsten festverzinslicher Anleihen reduziert werden. Diese entwickeln sich im Idealfall gleichläufig mit den Planverbindlichkeiten und deren vollständige Deckung wird somit sicher gestellt. Es bestehen keine gesetzlichen Mindestfinanzierungsverpflichtungen. Jedoch führt ein niedriger Deckungsgrad zu höheren Beiträgen an den Pensionssicherungsverein (Pension Benefit Guarantee Corporation) und zu Beschränkungen bei pauschalen Sonderauszahlungen, so dass eine möglichst hohe Deckung angestrebt wird. Der Deckungsgrad der durch den Turner Pensionsfonds abgedeckten Verpflichtungen beträgt zum 31.12.2014 etwa 91 Prozent (Vorjahr 96 Prozent); insgesamt beträgt der Deckungsgrad bei Turner etwa 75 Prozent (Vorjahr 80 Prozent). Auch bei HOCHTIEF UK erfolgt die Fondsfinanzierung über eine Treuhandlösung. Es bestehen gesetzliche Mindestdotierungsverpflichtungen. Falls die vorgesehenen Dotierungen nicht ausreichen, um eine Unterdeckung des Plans auszugleichen, wird ein zusätzlicher Sanierungsplan erstellt. Eine Überprüfung der Finanzierung des Plans erfolgt mindestens alle drei Jahre. Der Deckungsgrad der Pensionsverpflichtungen bei HOCHTIEF UK beträgt etwa 81 Prozent (Vorjahr 86 Prozent).

Die Deckung des Anwartschaftsbarwerts durch Planvermögen ist in folgender Übersicht dargestellt:

Vermögensdeckung der Pensionspläne

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  31.12.2014 31.12.2013
(In Tsd. EUR) Anwartschaftsbarwert Planvermögen Anwartschaftsbarwert Planvermögen
Ohne Planvermögensdeckung 50.159 - 44.707 -
Teilweise Planvermögensdeckung 1.039.671 711.133 894.256 696.492
Unvollständige Planvermögensdeckung 1.089.830 711.133 938.963 696.492
Vollständige Planvermögensdeckung 70.103 71.559 56.186 66.482
Gesamtsumme 1.159.933 782.692 995.149 762.974

Versicherungsmathematische Annahmen

Die Höhe der Rückstellung wird nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, für die Schätzungen unumgänglich sind. Im Einzelnen liegen der Berechnung folgende versicherungsmathematische Annahmen zugrunde:

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  2014 2013
(In Prozent) Deutschland USA Großbritanien Deutschland USA Großbritanien
Abzinsungsfaktor* 2,00 3,85 4,00 3,50 4,65 4,60
Gehaltssteigerungsrate 3,00 - 2,15 3,25 - 2,20
Rentensteigerungsrate 1,75 - 4,48 2,00 - 4,52
Steigerungsrate der Gesundheitskosten - 5,00 - - 5,00 -

* Gewichteter Durchschnitt

Die Abzinsungsfaktoren wurden aus dem "Mercer Pension Discount Yield Curve Approach" (MPDYC) unter Berücksichtigung der unternehmensindividuellen Duration des Pensionsbestands abgeleitet. In den USA (Turner-Gruppe) entfällt seit 2004 aufgrund der Veränderung der Versorgungsordnung die Berücksichtigung von Gehalts- und Rentensteigerungen. Die zugrunde gelegten Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf publizierten landesspezifischen Statistiken und Erfahrungswerten. Im Inland wurden sie gemäß den "Richttafeln 2005 G" von Professor Dr. K. Heubeck ermittelt. Turner verwendet die "RP-2014 separate annuitant / non-annuitant no collar with generational improvement using scale MP-2014 " der Society of Actuaries (SOA) und HOCHTIEF UK die "S2PxA CMI_2013 [1.25%] males [1,00%] females year of birth" Sterbetafeln.

Die Veränderung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen sowie des Marktwerts des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:

Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen

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  2014 2013
(In Tsd. EUR) Inland Ausland Gesamt Inland Ausland Gesamt
Anwartschaftsbarwert am 1.1. 720.051 275.098 995.149 817.209 279.475 1.096.684
Laufender Dienstzeitaufwand 6.667 1.652 8.319 9.841 2.089 11.930
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 1.515 - 1.515 813 - 813
Gewinne aus Planabgeltungen - -1.158 -1.158 - - -
Zinsaufwand 24.304 12.942 37.246 27.032 10.642 37.674
Neubewertungen            
Versicherungsmathematische Gewinne (-)/ Verluste (+) aufgrund der Veränderung von demografischen Annahmen   7.379 7.379   3.963 3.963
Versicherungsmathematische Gewinne (-)/ Verluste (+) aufgrund der Veränderung von finanziellen Annahmen 139.474 22.692 162.166 265 -26.806 -26.541
Erfahrungsbedingte versicherungsmathematische Gewinne (-)/ Verluste (+) 1.543 -2.336 -793 3.882 131 4.013
Rentenzahlungen aus Firmenvermögen -482 -1.794 -2.276 -594 -2.103 -2.697
Rentenzahlungen aus Fondsvermögen -37.539 -18.800 -56.339 -36.721 -13.030 -49.751
Zahlungen für Planabgeltungen aus Fondsvermögen - -9.096 -9.096 - - -
Mitarbeiterbeiträge - 187 187 842 189 1.031
Effekte von Übertragungen -2.041 - -2.041 -120 - -120
Änderungen Konsolidierungskreis -16.240 - -16.240 -102.398 31.069 -71.329
Währungsanpassungen - 35.915 35.915 - -10.521 -10.521
Anwartschaftsbarwert am 31.12. 837.252 322.681 1.159.933 720.051 275.098 995.149

Entwicklung des Marktwerts des Planvermögens

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  2014 2013
(In Tsd. EUR) Inland Ausland Gesamt Inland Ausland Gesamt
Planvermögen am 1.1. 540.833 222.141 762.974 602.115 191.612 793.727
Zinserträge aus Planvermögen 18.832 10.266 29.098 20.471 7.374 27.845
Ergebniswirksam erfasste aus dem Planvermögen geleistete Planverwaltungskosten - -944 -944 - -927 -927
Neubewertungen            
Ergebnis aus Planvermögen, welches nicht in den Nettozinsaufwendungen bzw. -erträgen enthalten ist 11.761 12.629 24.390 -4.279 17.840 13.561
Abweichungen zwischen erwarteten und tatsächlich ergebniswirksam erfassten Planverwaltungskosten - - - - -11 -11
Firmenbeiträge 15.548 743 16.291 48.046 717 48.763
Mitarbeiterbeiträge - 187 187 842 189 1.031
Effekte von Übertragungen -1.328 - -1.328 -8 - -8
Rentenzahlungen -37.539 -18.800 -56.339 -36.721 -13.030 -49.751
Zahlungen für Planabgeltungen - -9.096 -9.096 - - -
Änderungen Konsolidierungskreis -10.249 - -10.249 -89.633 26.490 -63.143
Währungsanpassungen - 27.708 27.708 - -8.113 -8.113
Planvermögen am 31.12. 537.858 244.834 782.692 540.833 222.141 762.974

Aus der Anlage des Planvermögens zur Deckung der zukünftigen Pensionsverpflichtungen ergaben sich tatsächliche Gewinne in Höhe von 53.488 Tsd. Euro (Vorjahr 41.406 Tsd. Euro).

Die Pensionsrückstellungen ergeben sich wie folgt:

Überleitung der Pensionsverpflichtungen auf die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

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(In Tsd. EUR) 31.12.2014 31.12.2013
Anwartschaftsbarwert 1.159.933 995.149
Abzüglich Planvermögen 782.692 762.974
Finanzierungsstatus 377.241 232.175
Vermögenswertbegrenzung gemäß IAS 19 - -
Vermögenswerte aus überdeckten Plänen 1.456 10.296
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 378.697 242.471

Der Zeitwert des Planvermögens verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Vermögenswertkategorien:

Zusammensetzung des Planvermögens

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31.12.2014 Zeitwert    
(In Tsd. EUR) Marktpreisnotierung an einem aktiven Markt Keine Marktpreisnotierung an einem aktiven Markt Gesamt in Prozent
Aktien        
US-Aktien 40.599 - 40.599 5,19
Europäische Aktien 78.110 18.616 96.726 12,36
Schwellenländer Aktien 52.960 - 52.960 6,77
Sonstige Aktien 15.422 - 15.422 1,97
Anleihen        
US-Staatsanleihen - - - -
Europäische Staatsanleihen 123.453 - 123.453 15,77
Schwellenländer Staatsanleihen 39.022 - 39.022 4,99
Unternehmensanleihen 190.253 12.361 202.614 25,89
Sonstige Anleihen - - - -
Fondsanteile 45.148 - 45.148 5,77
Immobilien - 31.573 31.573 4,03
Versicherungen - 78.834 78.834 10,07
Rohstoffe 32.362 - 32.362 4,13
Barvermögen 18.880 - 18.880 2,41
Sonstiges - 5.099 5.099 0,65
Gesamt 636.209 146.483 782.692 100,00
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31.12.2013 Zeitwert    
(In Tsd. EUR) Marktpreisnotierung an einem aktiven Markt Keine Marktpreisnotierung an einem aktiven Markt Gesamt in Prozent
Aktien        
US-Aktien 46.595 - 46.595 6,11
Europäische Aktien 88.720 18.616 107.336 14,07
Schwellenländer Aktien 48.679 - 48.679 6,38
Sonstige Aktien 16.231 - 16.231 2,13
Anleihen        
US-Staatsanleihen - - - -
Europäische Staatsanleihen 118.979 - 118.979 15,59
Schwellenländer Staatsanleihen 39.442 - 39.442 5,17
Unternehmensanleihen 169.035 11.822 180.857 23,70
Sonstige Anleihen - - - -
Fondsanteile 43.505 - 43.505 5,70
Immobilien - 33.391 33.391 4,38
Versicherungen - 73.792 73.792 9,67
Rohstoffe 38.342 - 38.342 5,03
Barvermögen 15.606 - 15.606 2,04
Sonstiges 115 104 219 0,03
Gesamt 625.249 137.725 762.974 100,00

Folgende Pensionszahlungen werden zum 31. Dezember 2014 für die Folgejahre erwartet:

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(In Tsd. EUR)  
Fällig im Geschäftsjahr 2015 59.060
Fällig im Geschäftsjahr 2016 59.523
Fällig im Geschäftsjahr 2017 59.927
Fällig im Geschäftsjahr 2018 60.606
Fällig im Geschäftsjahr 2019 60.122
Fällig in den Geschäftsjahren 2020 bis 2024 291.771

Der Aufwand aus den leistungsorientierten Pensionsplänen setzt sich wie folgt zusammen:

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  2014 2013
(In Tsd. EUR) Inland Ausland Gesamt Inland Ausland Gesamt
Laufender Dienstzeitaufwand 6.667 1.652 8.319 9.841 2.089 11.930
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 1.515 - 1.515 813 - 813
Gewinne aus Planabgeltungen - -1.158 -1.158 - - -
Personalaufwand gesamt 8.182 494 8.676 10.654 2.089 12.743
Zinsaufwand für die bereits erworbenen Versorgungsansprüche 24.304 12.942 37.246 27.032 10.642 37.674
Zinserträge aus Planvermögen -18.832 -10.266 -29.098 -20.471 -7.374 -27.845
Nettozinsaufwand/ -ertrag (Finanzergebnis) 5.472 2.676 8.148 6.561 3.268 9.829
Ergebniswirksam erfasste aus dem Planvermögen geleistete Planverwaltungskosten - 944 944 - 927 927
Summe der erfolgswirksam erfassten Beträge 13.654 4.114 17.768 17.215 6.284 23.499

Zusätzlich zu den ergebniswirksamen Aufwendungen sind in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung im Geschäftsjahr vor latenten Steuern unter Berücksichtigung von Konsolidierungskreisänderungen und Währungsanpassungen 157.772 Tsd. Euro versicherungsmathematische Verluste (Vorjahr 62.585 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne) neu erfasst worden. Kumulativ sind dort vor Berücksichtigung latenter Steuern 471.587 Tsd. Euro (Vorjahr 313.815 Tsd. Euro) versicherungsmathematische Verluste enthalten.

Aufgrund ihres Versorgungscharakters werden die Verpflichtungen der Turner-Gruppe für die Krankheitskosten der Mitarbeiter nach deren Eintritt in den Ruhestand unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Der Anwartschaftsbarwert zum 31. Dezember 2014 beträgt 48.827 Tsd. Euro (Vorjahr 38.909 Tsd. Euro). Von den laufenden Dienstzeitaufwendungen entfallen 1.416 Tsd. Euro (Vorjahr 1.838 Tsd. Euro) und von den Zinsaufwendungen 2.004 Tsd. Euro (Vorjahr 1.614 Tsd. Euro) auf die Krankheitskosten.

Sensitivitätsanalyse

Die Pensionsverpflichtungen im HOCHTIEF-Konzern sind verschiedenen Risiken ausgesetzt. Im Wesentlichen resultieren die Risiken aus allgemeinen Zinsschwankungen sowie aus Inflationsschwankungen; es gibt keine außergewöhnlichen Risiken aus den Pensionsverpflichtungen.

Ein wesentliches Risiko ist das Zinsänderungsrisiko. Die Umrechnung von (fiktiven) Beiträgen in Leistungen aus der beitragsorientierten Versorgungsordnung erfolgt anhand einer Tabelle mit festem Zins, unabhängig vom aktuellen Marktzins. Somit trägt HOCHTIEF bezüglich der Leistungsermittlung das Risiko aus der Änderung der allgemeinen Kapitalmarktzinsen. Die Pensionsverpflichtungen haben sich durch allgemein gesunkene Kapitalmarktzinsen in den letzten Jahren erheblich erhöht. Der vergleichbar hohe Effekt liegt in der relativ langen Laufzeit der Verpflichtungen begründet.

Zudem besteht ein Inflationsrisiko. Betriebsrenten im Inland müssen aufgrund gesetzlicher Vorschriften zumindest alle drei Jahre in Höhe der Inflationsrate erhöht werden. Bei Betriebsrentenzusagen in Deutschland nach der Versorgungsordnung 2000+ erfolgt eine feste Rentenanpassung von einem Prozent p.a., sodass hier nur ein geringfügiges Inflationsrisiko in der Rentenphase besteht. Bei Pensionszusagen von Turner besteht kein Inflationsrisiko, da der wesentliche leistungsorientierte Plan eingefroren wurde und keine Betriebsrentenanpassungen mehr erfolgen.

Außerdem besteht ein Langlebigkeitsrisiko. Aufgrund der gewährten "lebenslange Renten" wird das Risiko, dass die Rentenberechtigten länger leben als versicherungsmathematisch kalkuliert, durch den HOCHTIEF-Konzern getragen. Normalerweise wird dieses Risiko durch das Kollektiv aller Rentenberechtigten ausgeglichen und kommt nur zum Tragen, wenn die allgemeine Lebenserwartung höher ausfällt als erwartet.

Die Effekte aus den genannten Risiken auf die leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen bei einer entsprechenden Änderung der versicherungsmathematischen Annahmen können nachfolgender Sensitivitätsanalyse entnommen werden:

Auswirkungen auf die leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen

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  31.12.2014
  Inland Ausland Gesamt
(In Tsd. Euro) Anstieg Rückgang Anstieg Rückgang Anstieg Rückgang
Abzinsungsfaktor +0,50% / -0,50% -56.560 64.496 -15.332 16.767 -71.892 81.263
Abzinsungsfaktor +1,00% / -1,00% -106.949 137.612 -29.511 35.329 -136.460 172.941
Gehaltssteigerungsrate +0,50% / -0,50% 329 -315 514 -478 843 -793
Rentensteigerungsrate +0,25% / -0,25% 21.016 -21.500 1.081 -1.121 22.097 -22.621
Gesundheitskosten +1,00% / -1,00% - - 73 -67 73 -67
Lebenserwartung +1 Jahr 36.406 n/a 6.575 n/a 42.981 n/a
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  31.12.2013
  Inland Ausland Gesamt
(In Tsd. Euro) Anstieg Rückgang Anstieg Rückgang Anstieg Rückgang
Abzinsungsfaktor +0,50% / -0,50% -43.509 49.666 -12.732 13.193 -56.241 62.859
Abzinsungsfaktor +1,00% / -1,00% -83.023 104.909 -25.066 26.912 -108.089 131.821
Gehaltssteigerungsrate +0,50% / -0,50% 557 -438 369 -342 926 -780
Rentensteigerungsrate +0,25% / -0,25% 16.324 -15.565 818 -638 17.142 -16.203
Gesundheitskosten +1,00% / -1,00% - - 2 -3 2 -3
Lebenserwartung +1 Jahr 28.164 n/a 5.605 n/a 33.769 n/a

Beitragsorientierte Pläne

Bei den beitragsorientierten Altersversorgungssystemen zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen beziehungsweise auf freiwilliger Basis Beiträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Über die Entrichtung von Beitragszahlungen hinaus besteht für das Unternehmen keine weitere Leistungsverpflichtung.

Beitragsorientierte Pensionspläne bestehen in den USA bei Turner, Flatiron und E.E. Cruz sowie in Australien bei Leighton. Bei Turner werden in Abhängigkeit von der Betriebszugehörigkeit und vom Gehaltsniveau zwischen drei und sechs Prozent des Gehalts an einen externen Versorgungsträger gezahlt. Zusätzlich haben die Turner-Mitarbeiter die Möglichkeit, im Rahmen eines "401 (k) Plans" bis zu 25 Prozent ihres Gehalts in einen Investmentfonds einzuzahlen. Turner stockt die ersten fünf Prozent der Gehaltsumwandlung je nach Betriebszugehörigkeit um bis zu 100 Prozent auf. Teilnahmeberechtigt sind alle Mitarbeiter, jedoch ist der Pensionsanspruch erst ab einer Betriebszugehörigkeit von drei Jahren unverfallbar. Die Einzahlungen sind steuerlich begünstigt; das Risiko der Investmententwicklung liegt beim Mitarbeiter. Auch die beitragsorientierten Pläne bei Flatiron und E.E. Cruz bestehen aus 401 (k) Plänen. Anspruchsberechtigt sind alle nicht gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter. Flatiron leistet 6,0 Prozent vom Lohn beziehungsweise Gehalt als Beitragszahlung, E.E. Cruz verdoppelt ein Drittel der Mitarbeiterbeiträge, jeweils bis zur gesetzlichen Höchstgrenze. In Australien zahlt Leighton seit dem 1. Juli 2014 9,50 Prozent (zuvor 9,25 Prozent) der Lohn- und Gehaltssumme in die gesetzlich vorgeschriebene Altersversorgung (Superannuation) ein. Der Beitrag wird voraussichtlich bis zum Jahr 2025 schrittweise auf 12,0 Prozent erhöht werden. Die Mitarbeiter können aus verschiedenen Fonds auswählen und tragen das Risiko der Investmententwicklung. Sie haben die Möglichkeit, den Beitrag durch freiwillige Zuzahlungen aufzustocken. Die Zuzahlungen sind steuerlich begünstigt.

Im Berichtsjahr sind Leistungen an beitragsorientierte Versorgungssysteme in Höhe von 182.071 Tsd. Euro (Vorjahr 201.972 Tsd. Euro* ) erfolgt. Sie entfallen im Wesentlichen mit 148.689 Tsd. Euro (Vorjahr 169.061 Tsd. Euro* ) auf die Leighton-Gruppe und mit 30.731 Tsd. Euro (Vorjahr 29.572 Tsd. Euro) auf die Turner-Gruppe. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr an staatliche Rentenversicherungsträger Arbeitgeberbeiträge in Höhe von 66.366 Tsd. Euro (Vorjahr 86.617 Tsd. Euro) geleistet. Die Aufwendungen für die beitragsorientierten Versorgungssysteme werden im Personalaufwand ausgewiesen.

* angepasst

28. Andere Rückstellungen

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  31.12.2014 31.12.2013
(In Tsd. EUR) langfristig kurzfristig Summe langfristig angepasst kurzfristig Summe
Steuerrückstellungen - 437.113 437.113 - 54.126 54.126
Personalrückstellungen 180.911 332.517 513.428 183.864 445.622 629.486
Rückstellungen zur Deckung von Versicherungsfällen 131.580 52.614 184.194 127.588 37.192 164.780
Gewährleistungsverpflichtungen - 52.359 52.359 - 62.054 62.054
Umstrukturierungskosten 2.327 19.981 22.308 3.635 67.981 71.616
Prozessrisiken - 12.687 12.687 - 11.699 11.699
Übrige sonstige Rückstellungen 135.088 248.856 383.944 190.173 242.479 432.652
Sonstige Rückstellungen 449.906 719.014 1.168.920 505.260 867.027 1.372.287
  449.906 1.156.127 1.606.033 505.260 921.153 1.426.413

Die Erhöhung der Steuerrückstellungen auf 437.113 Tsd. Euro (Vorjahr 54.126 Tsd. Euro) resultiert im Wesentlichen aus dem Verkauf von John Holland und des Servicebereichs der Leighton-Tochtergesellschaften Thiess und Leighton Contractors.

Die Personalrückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Aktienoptionsprogramme, Jubiläumszuwendungen, Urlaubsverpflichtungen, Abfindungen sowie Vorruhestandsregelungen.

Der Betrag der Rückstellungen zur Deckung von Versicherungsfällen wird jährlich von einem Gutachter ermittelt.

In den übrigen sonstigen Rückstellungen sind unter anderem Kosten der Auftragsabwicklung und nachträgliche Kosten abgerechneter Aufträge, Beteiligungsrisiken, Jahresabschlusskosten, Schadensersatzleistungen sowie andere ungewisse Verbindlichkeiten berücksichtigt.

Rückstellungsspiegel

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(In Tsd. EUR) Stand 1.1.2014 angepasst Zuführungen Auflösungen Änderung Konsolidierungskreis, Währungsanpassungen, Umbuchungen, Übertragungen Inanspruchnahmen Stand 31.12.2014
Steuerrückstellungen 54.126 515.565 -1.203 -67.561 -63.814 437.113
Personalrückstellungen 629.486 491.503 -5.854 -85.318 -516.389 513.428
Rückstellungen zur Deckung von Versicherungsfällen 164.780 18.837 - 21.997 -21.420 184.194
Andere sonstige Rückstellungen 578.021 117.945 -60.674 -6.491 -157.503 471.298
Sonstige Rückstellungen 1.372.287 628.285 -66.528 -69.812 -695.312 1.168.920
  1.426.413 1.143.850 -67.731 -137.373 -759.126 1.606.033

29. Finanzverbindlichkeiten

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  31.12.2014 31.12.2013 angepasst
(In Tsd. EUR) langfristig kurzfristig langfristig kurzfristig
Anleihen 2.436.129 235.409 1.991.006 292.217
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 492.860 651.565 498.339 299.360
Finanzverbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen - 1.707 - 1.724
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Beteiligungen - 27.665 - 30.081
Leasingverbindlichkeiten 132.693 65.595 174.942 97.346
Übrige Finanzverbindlichkeiten 11.789 433 35.948 6.058
  3.073.471 982.374 2.700.235 726.786

Die Anleihen betreffen sowohl die HOCHTIEF Aktiengesellschaft als auch Leighton Holdings.

Auf eine im Mai des Berichtsjahres 2014 emittierte Inhaberschuldverschreibung der HOCHTIEF Aktiengesellschaft mit einem Nominalvolumen von 500.000 Tsd. Euro entfällt ein Buchwert von 503.744 Tsd. Euro. Die Anleihe ist im Mai 2019 endfällig. Der Nominalzins beträgt 2,625 Prozent pro Jahr. Die Zinszahlungen erfolgen jeweils zum 28. Mai eines jeden Jahres. Auf eine im März des Geschäftsjahres 2013 emittierte Inhaberschuldverschreibung der HOCHTIEF Aktiengesellschaft mit einem Nominalvolumen von 750.000 Tsd. Euro entfällt ein Buchwert von 766.057 Tsd. Euro (Vorjahr 764.771 Tsd. Euro). Die Anleihe ist im März 2020 endfällig. Der Nominalzins beträgt 3,875 Prozent pro Jahr. Die Zinszahlungen erfolgen jeweils zum 20. März eines jeden Jahres. Auf eine im März des Geschäftsjahres 2012 emittierte Inhaberschuldverschreibung der HOCHTIEF Aktiengesellschaft mit einem Nominalvolumen von 500.000 Tsd. Euro entfällt ein Buchwert von 518.652 Tsd. Euro (Vorjahr 517.421 Tsd. Euro). Die Anleihe ist im März 2017 endfällig. Der Zinssatz beläuft sich auf 5,50 Prozent pro Jahr. Die Zinszahlungen erfolgen jeweils zum 23. März eines jeden Jahres.

Bei einer im Geschäftsjahr 2012 von Leighton Holdings aufgenommenen US-Dollar-Anleihe mit einem Nominalvolumen von 500.000 Tsd. US-Dollar beträgt der Buchwert 416.265 Tsd. Euro (Vorjahr 354.907 Tsd. Euro). Die Anleihe ist festverzinslich zu einem Zinssatz von 5,95 Prozent und endfällig im November 2022. Eine im Geschäftsjahr 2010 von Leighton Holdings aufgenommene US-Dollar-Anleihe mit einem Nominalvolumen von 350.000 Tsd. US-Dollar hat einen Buchwert in Höhe von 291.386 Tsd. Euro (Vorjahr 251.689 Tsd. Euro). Die Anleihe ist in drei Tranchen in den Jahren 2015, 2017 und 2020 zurückzuzahlen. Der Zinssatz ist je Tranche festgelegt und liegt zwischen 4,51 Prozent und 5,78 Prozent. Im Vorjahr enthielt diese Position zudem mit 181.538 Tsd. Euro eine weitere von Leighton Holdings im Geschäftsjahr 2009 aufgenommene Anleihe, die im laufenden Geschäftsjahr vollständig getilgt wurde. 2008 hat Leighton Holdings ein US-Dollar-Private-Placement mit einem Nominalvolumen von 280.000 Tsd. US-Dollar begeben. Die noch ausstehenden zwei Tranchen sind in den Jahren 2015 und 2018 zurückzuzahlen. Der Zinssatz ist je Tranche festgelegt und liegt zwischen 7,19 Prozent und 7,66 Prozent. Der Buchwert des US-Dollar-Private-Placement beträgt zum 31. Dezember 2014 140.698 Tsd. Euro (Vorjahr 121.760 Tsd. Euro). Schließlich werden hier mit 34.736 Tsd. Euro (Vorjahr 91.137 Tsd. Euro) vier weitere von Leighton Holdings aufgenommene Anleihen mit zum Teil variabler Verzinsung ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten einen Anteil in Höhe von 50.000 Tsd. Euro eines von der HOCHTIEF Aktiengesellschaft am 13. Dezember 2012 aufgenommenen bilateralen Schuldscheindarlehens. Das Darlehen hat eine vierjährige Ursprungslaufzeit und ist mit einer fixen Verzinsung ausgestattet. Die in dieser Position vormals aufgeführte Verbindlichkeit in Höhe von 44.500 Tsd. Euro resultierend aus einem über ursprünglich in Höhe von 120.600 Tsd. Euro am 25. November 2011 aufgenommenem Schuldscheindarlehen wurde vorzeitig getilgt und am 26. Mai 2014 zurückgezahlt. Darüber hinaus wurde ein von HOCHTIEF im Geschäftsjahr 2010 aufgelegtes Schuldscheindarlehen mit 240.000 Tsd. Euro, das sich aus zwei Tranchen zu 59.500 Tsd. Euro und zu 180.500 Tsd. Euro zusammensetzt ebenfalls vorzeitig getilgt und am 26. Mai 2014 zurückgezahlt. Von den im Geschäftsjahr 2009 insgesamt aufgenommenen vier Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen von 300.000 Tsd. Euro und hälftig aufgeteilten Laufzeiten von drei und fünf Jahren mit zum Teil fixer und zum Teil variabler Verzinsung wurde der noch ausstehende Darlehensbetrag in Höhe von 30.000 Tsd. Euro planmäßig bei Laufzeitende zum 26. Mai 2014 zurückgezahlt. Von den beiden im Jahr 2008 aufgenommenen Schuldscheindarlehen ist in dieser Position ein mit einer Ursprungslaufzeit von sieben Jahren ausgestattetes Darlehen enthalten. Das Schuldscheindarlehen hat einen Nominalwert von 39.000 Tsd. Euro und wird mit dem Sechsmonats-EURIBOR zuzüglich einer angemessenen Kreditmarge verzinst.

Ein internationales Bankenkonsortium hat HOCHTIEF eine Kreditlinie bis zum Laufzeitende am 30. April 2019, die eine Avaltranche in Höhe von 1,5 Mrd. Euro sowie eine Bartranche in Höhe von 500.000 Tsd. Euro beinhaltet, zu marktgerechten Konditionen bereitgestellt. Die Bartranche ist zum 31.12.2014 nicht in Anspruch genommen (Vorjahr - Tsd. Euro).

Mit 946.146 Tsd. Euro (Vorjahr 117.981 Tsd. Euro) enthalten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten von Leighton Holdings.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind zum Bilanzstichtag 1.018.922 Tsd. Euro (Vorjahr 208.065 Tsd. Euro) variabel und 125.503 Tsd. Euro (Vorjahr 589.634 Tsd. Euro) festverzinslich. Im Fall von variabler Verzinsung betrug der durchschnittliche Zinssatz 2,31 Prozent (Vorjahr 2,27 Prozent). Bei fester Zinsbindung lag der durchschnittliche Zinssatz bei 3,72 Prozent (Vorjahr 3,78 Prozent). Die Laufzeit beträgt unverändert zum Vorjahr durchschnittlich eineinhalb Jahre.

Gegenüber Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von 23.307 Tsd. Euro (Vorjahr 30.024 Tsd. Euro). Sie betreffen im Wesentlichen Einzahlungsverpflichtungen im Zusammenhang mit Projektgesellschaften in der Division HOCHTIEF Asia Pacific.

Die Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 198.288 Tsd. Euro (Vorjahr 272.288 Tsd. Euro) betreffen überwiegend im Rahmen von Finanzierungsleasing genutzte technische Anlagen und Maschinen bei Leighton Holdings.

Die Mindestleasingzahlungen für Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen teilen sich wie folgt auf:

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

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  31.12.2014 31.12.2013
(In Tsd. EUR) Nominalwert Abzinsungsbetrag Barwert Nominalwert Abzinsungsbetrag Barwert
Fällig bis 1 Jahr 74.921 9.326 65.595 110.149 12.803 97.346
Fällig 1 bis 5 Jahre 137.483 4.790 132.693 185.066 10.124 174.942
Fällig über 5 Jahre - - - - - -

Die übrigen Finanzverbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen kurzfristige Darlehen und andere Finanzverbindlichkeiten.

30. Sonstige Verbindlichkeiten

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  31.12.2014 31.12.2013 angepasst
(In Tsd. EUR) langfristig kurzfristig langfristig kurzfristig
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern - 176.945 - 230.359
Rechnungsabgrenzungsposten 31.248 28.533 34.021 20.410
Verbindlichkeiten aus Steuern (ohne Ertragsteuern) - 38.989 - 38.688
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit - 13.878 - 14.809
Verbindlichkeiten aus Derivaten 1.349 4.517 8.107 19.195
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 593 136.791 520 137.384
  33.190 399.653 42.648 460.845

Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen im Wesentlichen im Voraus erhaltene Versicherungsprämien, die die folgenden Geschäftsjahre betreffen und über die Laufzeit des jeweiligen Versicherungsvertrags aufgelöst werden, sowie Mieten.

Die Verbindlichkeiten aus Derivaten betreffen mit 2.461 Tsd. Euro (Vorjahr 14.757 Tsd. Euro) Zinsswaps der HOCHTIEF Aktiengesellschaft.

Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verpflichtungen außerhalb des Lieferungs- und Leistungsverkehrs.

31. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

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(In Tsd. EUR) 31.12.2014 31.12.2013 angepasst
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen    
Percentage of Completion (PoC) -335.445 -531.718
erhaltene Anzahlungen 1.148.765 705.111
  813.320 173.393
gegenüber Arbeitsgemeinschaften 97.570 91.922
Übrige 4.587.015 5.557.351
  5.497.905 5.822.666
Erhaltene Anzahlungen 7.315 18.138
gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen 430 290
gegenüber Beteiligungen 7.775 7.288
  5.513.425 5.848.382

Die Verbindlichkeiten aus PoC in Höhe von 813.320 Tsd. Euro (Vorjahr 173.393 Tsd. Euro) enthalten Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden, bei denen erhaltene Anzahlungen die Herstellungskosten einschließlich Gewinnanteilen übersteigen.

Gegenüber Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von 6.208 Tsd. Euro (Vorjahr 5.496 Tsd. Euro).

32. Ertragsteuerverbindlichkeiten

Bei den Ertragsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 10.682 Tsd. Euro (Vorjahr 15.402 Tsd. Euro) handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber in- und ausländischen Finanzbehörden.

Sonstige Angaben

33. Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem der auf die Aktien entfallende Konzernanteil am Ergebnis nach Steuern durch die durchschnittliche Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien dividiert wird. Eine Verwässerung dieser Kennzahl kann durch sogenannte potenzielle Aktien auftreten (vor allem Aktienoptionen und Wandelanleihen). Die aktienbasierten Vergütungsprogramme von HOCHTIEF wirken nicht gewinnverwässernd. Damit entsprechen sich das verwässerte und das unverwässerte Ergebnis je Aktie.

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  2014 2013
Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten - Anteile des Konzerns (in Tsd. Euro) -122.439 70.651
Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten - Anteile des Konzerns (in Tsd. Euro) 374.126 100.545
Konzerngewinn gesamt (in Tsd. Euro) 251.687 171.196
Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien (gewichteter Durchschnitt) in tausend Stück 69 124 72 105
Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten - Anteile des Konzerns (in Euro) -1,77 0,98
Ergebnis je Aktie aus nicht fortgeführten Aktivitäten - Anteile des Konzerns (in Euro) 5,41 1,39
Ergebnis je Aktie gesamt (in Euro) 3,64 2,37
Dividende je Aktie (in Euro)   1,50
Vorgeschlagene Dividende je Aktie (in Euro) 1,90  

Die Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien zum 31.12.2014 beträgt 68 466 Tsd. Stück. Der Vorjahresbestand zum 31.12.2013 betrug 69 309 Tsd. Stück und entspricht dem Anfangsbestand zum 1.1.2014 (Vorjahr 1.1.2013: 73 613 Tsd. Stück).

34. Berichterstattung zu Finanzinstrumenten

Zu den Finanzinstrumenten zählen finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie vertragliche Ansprüche und Verpflichtungen in Bezug auf Tausch beziehungsweise Übertragung finanzieller Vermögenswerte. Unterschieden werden originäre und derivative Finanzinstrumente.

Die originären Finanzinstrumente umfassen auf der AktivSeite im Wesentlichen die flüssigen Mittel, die kurzfristigen Wertpapiere, die Forderungen und die übrigen Finanzanlagen. Die Wertpapiere sind mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die beizulegenden Zeitwerte der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte ergeben sich aus den Börsenkursen oder werden für den Fall, dass es keinen Börsenkurs gibt, auf der Grundlage anerkannter Bewertungsmethoden ermittelt.

Auf der PassivSeite enthalten die originären Finanzinstrumente im Wesentlichen die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten.

Derivative Finanzinstrumente werden in Abhängigkeit von deren beizulegendem Zeitwert entweder unter den sonstigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten oder den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Derivate werden im HOCHTIEF-Konzern ausschliesslich zu Sicherungszwecken für vorhandene Grundgeschäfte sowie im Rahmen des Asset-Managements* eingesetzt.

* Siehe Glossar Seite 265.

Der Bestand an originären und derivativen Finanzinstrumenten wird in der Bilanz ausgewiesen. Die Höhe der finanziellen Vermögenswerte gibt das maximale Ausfallrisiko an. Soweit bei den finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen abgedeckt.

Risikomanagement

Alle Finanzaktivitäten erfolgen im HOCHTIEF-Konzern auf Basis einer konzernweit gültigen Finanzrahmenrichtlinie. Ergänzend zur generellen Rahmenrichtlinie gelten funktionale, operative Einzelrichtlinien zu verschiedenen Themenbereichen, wie beispielsweise zum Währungs- und Sicherheitenmanagement. Diese regeln die jeweiligen Grundsätze zum Umgang mit den einzelnen Finanzrisiken.

Innerhalb Konzernfinanzen sind die Handels-, Steuerungs- und Abwicklungsaktivitäten in die Bereiche Front-, Middle- und Back-Office aufgeteilt. Hierdurch wird ein wirksames operatives Risikomanagement gewährleistet, in dem die Kontrolle und Abwicklung der externen Handelsaktivitäten des Front-Office von einem separaten und unabhängigen Bereich, dem Back-Office, erfolgt. Bei allen externen Handelsgeschäften gilt zudem mindestens das Vieraugenprinzip. Die internen Anweisungsberechtigungen sind streng limitiert, betragsmäßig begrenzt und werden regelmäßig mindestens einmal jährlich einer Überprüfung unterzogen und gegebenenfalls - wo erforderlich - angepasst.

Management von Liquiditätsrisiken

HOCHTIEF arbeitet mit weitgehend zentralen Liquiditätsstrukturen zur konzernweiten Bündelung von Liquidität (insbesondere dem sogenannten Cash-Pooling), unter anderem zur Vermeidung von Liquiditätsengpässen auf Einzelgesellschaftsebene. Die zentrale Liquidität wird regelmäßig monatlich ermittelt sowie im Rahmen einer rollierenden 18-Monats-Planung durch einen Bottom-up-Prozess geplant. Liquiditätsplanungen werden durch monatliche Stress-Szenarien ergänzt. Auf Basis der Liquiditätsplanung steuert HOCHTIEF sein Wertpapiervermögen sowie das Kreditportfolio aktiv.

Durch die Platzierung einer dritten Unternehmensanleihe in Höhe von nominal 500.000 Tsd. Euro und einer fünfjährigen Laufzeit im Mai 2014 konnte der Kreis der nationalen und internationalen Kreditgeber erneut diversifiziert und auch die Duration der Finanzierungsinstrumente gestreckt werden.

In den nachfolgenden Tabellen werden die maximal zu leistenden Auszahlungen dargestellt. Die Betrachtung bildet den für HOCHTIEF ungünstigsten Fall ab, das heißt den jeweils frühestmöglichen vertraglichen Zahlungstermin (sogenannter "Worst-Case"). Dabei werden Gläubigerkündigungsrechte berücksichtigt. Fremdwährungspositionen werden jeweils mit dem am Bilanzstichtag geltenden Stichtagskassakurs umgerechnet. Zinszahlungen aus variabel verzinsten Positionen werden einheitlich mit dem letzten Zinsfixing vor dem Bilanzstichtag berechnet. Neben originären Finanzinstrumenten werden auch derivative Finanzinstrumente (beispielsweise Devisentermingeschäfte und Zinsswaps) berücksichtigt. Ferner werden eingeräumte, noch nicht vollständig gezogene Kreditlinien und herausgelegte Finanzgarantien einbezogen.

Den in den nachstehenden Tabellen dargestellten, maximal zu leistenden Auszahlungen ("Worst-Case"-Betrach-tung) stehen in den gleichen Perioden jeweils - hier nicht aufgeführte - vertraglich fixierte Einzahlungen (zum Beispiel aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) gegenüber, durch die die angegebenen Zahlungsmittelabflüsse in wesentlichem Umfang abgedeckt werden.

Maximal zu leistende Auszahlungen zum 31.12.2014

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(In Tsd. EUR) 2015 2016 2017-2018 nach 2018 Summe
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten 5.893.098 264.049 1.291.077 2.012.640 9.460.864
Derivative Finanzinstrumente 4.517 1.116 233 - 5.866
Kreditzusagen/Finanzgarantien 193.657 - - - 193.657
  6.091.272 265.165 1.291.310 2.012.640 9.660.387

Maximal zu leistende Auszahlungen zum 31.12.2013

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(In Tsd. EUR) 2014 2015 2016-2017 nach 2017 Summe
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten 6.387.209 746.705 1.017.501 1.467.055 9.618.470
Derivative Finanzinstrumente 19.195 6.262 1.445 400 27.302
Kreditzusagen/Finanzgarantien 69.237 - - - 69.237
  6.475.641 752.967 1.018.946 1.467.455 9.715.009

Darüber hinaus ist die Liquiditätsversorgung des Konzerns auch wegen der vorhandenen Kassenbestände und der verfügbaren Guthaben bei Kreditinstituten, der veräußerbaren kurzfristigen Wertpapiere sowie der freien, ungenutzten Barkreditlinien ausreichend und auch langfristig sichergestellt. Folgende Tabelle zeigt die wesentlichen Liquiditätsinstrumente auf:

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(In Tsd. EUR) 31.12.2014 31.12.2013 angepasst
Kassenbestände und verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten 2.291.978 1.842.178
Veräußerbare Wertpapiere 812.585 1.162.121
Freie Barkreditlinien 2.027.911 1.961.306
  5.132.474 4.965.605

Die Barkreditlinien betreffen unter anderem eine Bartranche des syndizierten Aval- und Barkredits mit einem Nominalvolumen von 500.000 Tsd. Euro, dessen Laufzeit im April 2014 vorzeitig auf den 30. April 2019 verlängert wurde. Diese Bartranche ist per 31. Dezember 2014 - wie im Vorjahr - nicht in Anspruch genommen. Darüber hinaus bestehen kurzfristige bilaterale Geldmarktlinien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft mit einem Nominalvolumen von 259.349 Tsd. Euro (Vorjahr 336.656 Tsd. Euro), die unverändert gegenüber dem Vorjahr zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen worden sind. Hinsichtlich diverser Kreditlinien bestehen Gläubigerkündigungsrechte in Verbindung mit einem Financial Covenant; dieser Covenant wird im Rahmen der Unternehmensplanung laufend überwacht. Wegen der jeweils breiten und internationalen Syndizierung ist ein Refinanzierungsrisiko für den langfristigen Aval- und Barbereich aufgrund der im April 2014 erfolgreich verlängerten syndizierten Bar- und Avalkredite nicht gegeben. Aus weiteren Vorsichtsüberlegungen heraus besteht auf Basis der Hauptversammlungsbeschlüsse des Jahres 2011 ein angemessener Rahmen, um die Eigenmittel zu erhöhen.

Auch in dem für HOCHTIEF wesentlichen Avalbereich verfügt der Konzern über ausreichende Kreditlinien. Die Avalkreditlinien haben ein Gesamtvolumen von 12,90 Mrd. Euro (Vorjahr 11,86 Mrd. Euro) und sind zu 66 Prozent ausgenutzt (Vorjahr 67 Prozent).

Management von Währungsrisiken

Währungsrisiken (im Sinne von Transaktionsrisiken) entstehen bei HOCHTIEF aus Forderungen, Verbindlichkeiten, flüssigen Mitteln und Wertpapieren sowie schwebenden Geschäften in einer anderen als der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft. Zur Absicherung gegen wechselkursbedingte Schwankungen dieser Zahlungen beziehungsweise Positionen werden Währungsderivate, maßgeblich Devisentermingeschäfte, eingesetzt. Grundsätzlich sichert HOCHTIEF alle Währungsrisiken ab.

Die Abwicklung der Sicherungen der Konzerngesellschaften - mit Ausnahme der Sicherungen der Leighton-Gruppe - erfolgt im Wesentlichen über die HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Durch verbindliche Richtlinien sind Nutzung, getrennte Kontrolle und Verantwortlichkeiten bei allen Konzernunternehmen klar geregelt. Grundsätzlich werden Währungsderivate nur zur Absicherung von Risiken eingesetzt (sogenanntes Hedging). Jegliche Form der Spekulation ist durch die verbindlich und konzernweit geltende Risikorichtlinie untersagt. Vertragspartner der extern abgeschlossenen Derivate sind grundsätzlich Kreditinstitute erster Bonität.

In der nachfolgenden Tabelle sind die beizulegenden Zeitwerte der Währungsderivate dargestellt:

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(In Tsd. EUR) 31.12.2014 31.12.2013
Aktiva    
Devisentermingeschäfte/Devisenswaps    
mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) 1.612 8.199
mit Sicherungshintergrund (aber ohne Hedge-Accounting) 1.987 4.132
  3.599 12.331
Passiva    
Devisentermingeschäfte/Devisenswaps    
mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) 1.902 3.470
mit Sicherungshintergrund (aber ohne Hedge-Accounting) 746 1.380
  2.648 4.850

Die Restlaufzeit der Währungsderivate im Cashflow-Hedge-Accounting beträgt zum 31. Dezember 2014 maximal 13 Monate (Vorjahr 35 Monate). Die maximale Restlaufzeit von Währungsderivaten ohne Anwendung von Hedge-Accounting beträgt zum 31. Dezember 2014 25 Monate (Vorjahr 11 Monate).

Wird Hedge-Accounting angewendet, werden die unrealisierten Gewinne und Verluste des Sicherungsgeschäfts unter Berücksichtigung latenter Steuern zunächst in den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen erfasst. Die Gewinne und Verluste werden erst dann realisiert, wenn auch das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Derivate werden auf Basis aktueller Marktkonditionen zum Bilanzstichtag bewertet. Bei der Interpretation der positiven und negativen beizulegenden Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten ist zu beachten, dass ihnen gegenläufige Grundgeschäfte gegenüberstehen. Im Geschäftsjahr wurden Marktwertänderungen aus den oben genannten Derivaten mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) saldiert in Höhe von -5.019 Tsd. Euro (Vorjahr 9.301 Tsd. Euro) erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Sofern kein Hedge-Accounting angewendet wird, werden sämtliche unrealisierten Gewinne und Verluste des Sicherungsgeschäfts unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst; im Geschäftsjahr waren dies -1.511 Tsd. Euro (Vorjahr 4.256 Tsd. Euro).

Folgende Sensitivitätsanalysen zeigen auf, welche Effekte sich aus einer Schwankung von zehn Prozent der Fremdwährungen im Verhältnis zu der jeweiligen Funktionalwährung der Konzerngesellschaft auf das Eigenkapital beziehungsweise auf das Jahresergebnis des HOCHTIEF-Konzerns ergeben hätten. Die Analyse basiert auf dem jeweiligen Volumen zum Bilanzstichtag.

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    31.12.2014 31.12.2013
    Fremdwährung Fremdwährung
(In Tsd. EUR)   steigt um zehn Prozent fällt um zehn Prozent steigt um zehn Prozent fällt um zehn Prozent
Änderung des Eigenkapitals aufgrund von Marktwertschwankungen eingesetzter Währungsderivate mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting)          
Funktionalwährung Fremdwährung        
EUR CHF - - 1.229 -1.488
EUR PLN 12.337 -10.419 -3.997 3.988
EUR USD 9 -7 -2.184 2.181
EUR GBP -4 -1 444 -506
AUD EUR - - -43 43
AUD JPY - - - -
AUD USD 38 -38 84 -84
Änderung des Jahresergebnisses aufgrund nicht gesicherter Währungspositionen bei originären Finanzinstrumenten sowie durch Marktwertschwankungen bei derivativen Finanzinstrumenten (ohne Hedge-Accounting)          
Funktionalwährung Fremdwährung        
EUR PLN 236 -236 460 -460
EUR USD 3.817 -3.817 5.673 -8.037
EUR RON -1.611 1.611 -5.964 5.964
AUD HKD -3.560 -3.560 2.046 -2.046
AUD USD -112.461 112.461 81.937 -81.937
CZK EUR -2.460 2.460 -1.844 1.844
QAR EUR -4.737 4.737 6.175 -6.175
USD GBP 9 -9 1.100 -1.310
USD CAD 4 -4 3.079 -3.740

Management von Zinsrisiken

Zinsrisiken entstehen bei HOCHTIEF durch Finanzpositionen der AktivSeite - im Wesentlichen durch verzinsliche Wertpapiere des Umlaufvermögens. Zinsrisiken auf der PassivSeite der Bilanz betreffen insbesondere Finanzverbindlichkeiten. Risiken werden hierbei durch zwei Ansätze minimiert: zum einen durch sogenanntes Natural Hedging, also das Eliminieren von gegenläufigen Zinsrisiken aus originären Finanzinstrumenten auf der Aktiv- und der PassivSeite; zum anderen durch den Einsatz von Zinsderivaten. Dies sind in der Regel Zinsswaps, durch die Cashflow-Risiken, die durch Änderungen von Zinssätzen bei variabel verzinslichen Finanzpositionen entstehen, entsprechend der jährlichen Konzernfinanzierungsstrategie gesteuert werden.

Analog zum Vorgehen bei Währungsderivaten erfolgt die Abwicklung der Sicherungen der Konzerngesellschaften -mit Ausnahme der Sicherungen der Leighton-Gruppe - im Wesentlichen über die HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Ebenfalls bestehen analoge Regelungen und Richtlinien sowie die grundsätzliche Bindung an vorhandene Grundgeschäfte (also kein spekulativer Einsatz). Vertragspartner der extern abgeschlossenen Derivate sind grundsätzlich Kreditinstitute erster Bonität.

In der nachfolgenden Tabelle sind die beizulegenden Zeitwerte der Zinsderivate dargestellt:

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(In Tsd. EUR) 31.12.2014 31.12.2013
Aktiva    
Zinsswaps    
mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) - -
mit Sicherungshintergrund (aber ohne Cashflow-Hedge-Accounting) - -
Zinsfutures    
ohne Sicherungshintergrund (Einsatz zur Asset-Management-Strukturierung) 190 250
  190 250
Passiva    
Zinsswaps    
mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) 450 10.777
mit Sicherungshintergrund (aber ohne Cashflow-Hedge-Accounting) 2.461 4.724
Zinsfutures    
ohne Sicherungshintergrund (Einsatz zur Asset-Management-Strukturierung) 65 294
  2.976 15.795

Die maximale Restlaufzeit der Zinsswaps sowohl mit als auch ohne Cashflow-Hedge-Accounting beträgt zum 31. Dezember 2014 31 Monate (Vorjahr 43 Monate). Die Zinsfutures haben eine maximale Restlaufzeit von 363 Monaten (Vorjahr 36 Monate).

Im Geschäftsjahr wurden Marktwertänderungen aus Zinsderivaten mit Sicherungshintergrund im Cashflow-Hedge-Accounting in Höhe von 10.327 Tsd. Euro (Vorjahr 15.880 Tsd. Euro) erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Darin sind erfolgswirksame Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von 1.190 Tsd. Euro unverändert gegenüber dem Vorjahr enthalten. Ineffektivitäten sind nicht entstanden. Marktwertänderungen bei den übrigen Zinsderivaten wurden, saldiert in Höhe von 2.432 Tsd. Euro (Vorjahr 2.705 Tsd. Euro), erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Folgende Sensitivitätsanalysen zeigen auf, welche Effekte sich aus einer Schwankung um einen Prozentpunkt des jeweiligen Marktzinsniveaus auf das Eigenkapital beziehungsweise auf das Jahresergebnis ergeben hätten. Die Analyse basiert auf dem jeweiligen Volumen zum Bilanzstichtag.

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  31.12.2014 Marktzinsniveau 31.12.2013 Marktzinsniveau
(In Tsd. EUR) steigt um einen Prozentpunkt fällt um einen Prozentpunkt steigt um einen Prozentpunkt fällt um einen Prozentpunkt
Änderung des Eigenkapitals aufgrund von Marktwertschwankungen eingesetzter Zinsderivate mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) und Marktwertschwankungen festverzinslicher Wertpapiere, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden -9.874 9.871 -6.481 3.365
Änderung des Jahresergebnisses aufgrund nicht gesicherter, zinsvariabler Positionen bei originären Finanzinstrumenten sowie durch Marktwertschwankungen bei derivativen Finanzinstrumenten (ohne Hedge-Accounting) -10.049 10.388 3.824 -3.866

Management von sonstigen Preisrisiken

Sonstige Preisrisiken entstehen bei HOCHTIEF durch Anlagen in kurzfristige beziehungsweise langfristige, nicht zinstragende Wertpapiere, maßgeblich Aktien und Fonds, die der Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbar" zugeordnet und daher erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Daneben resultieren Preisrisiken aus Beteiligungen, die ebenfalls als "zur Veräußerung verfügbar" klassifiziert werden, soweit die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt. In der nachfolgenden Tabelle werden diese Positionen dargestellt. Beteiligungen, die zu Anschaffungskosten bewertet werden, da der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermittelbar ist, sind dagegen nicht enthalten.

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(In Tsd. EUR) 31.12.2014 31.12.2013
Preisrisikopositionen der langfristigen Vermögenswerte 118.732 60.371
Preisrisikopositionen der kurzfristigen Vermögenswerte 83.454 81.979

HOCHTIEF steuert die Preisrisiken aktiv. Eine laufende Beobachtung und eine Analyse der Märkte ermöglichen somit eine zeitnahe Steuerung der Anlagen. So können negative Entwicklungen an den Kapitalmärkten frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Derivate werden nur in Ausnahmefällen zur Steuerung sonstiger Preisrisiken eingesetzt.

Im Rahmen der Absicherung unserer aktienbasierten Vergütungspläne wurden aktienbezogene Derivate, die zum 31. Dezember 2014 eine maximale Restlaufzeit von 51 Monaten (Vorjahr 63 Monate) haben, abgeschlossen. Diese werden nicht im Rahmen des Hedge-Accountings, sondern als sogenanntes Natural Hedging bilanziert. Die Ergebnisse aus der Marktwertbewertung dieser Derivate werden im Personalaufwand ausgewiesen.

In der nachfolgenden Tabelle sind die beizulegenden Zeitwerte der Aktienoptionsbeziehungsweise Aktientermingeschäfte und indexbezogenen Optionsgeschäfte dargestellt:

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(In Tsd. EUR) 31.12.2014 31.12.2013
Aktiva    
Aktienoptions- und Aktientermingeschäfte mit Sicherungshintergrund (aber ohne Hedge-Accounting) 7.623 14.906
Indexbezogene Optionsgeschäfte ohne Sicherungshintergrund - -
  7.623 14.906
Passiva    
Termingeschäfte mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) - -
Aktienoptions- und Aktientermingeschäfte mit Sicherungshintergrund (aber ohne Hedge-Accounting) 242 712
Geschriebene Optionen ohne Sicherungshintergrund - 5.945
  242 6.657

Im Geschäftsjahr wurden - wie im Vorjahr - keine Marktwertänderungen aus den Termingeschäften mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Marktwertänderungen bei Aktienoptions- und Aktientermingeschäften sowie indexbezogenen Optionsgeschäften ohne Anwendung von Hedge-Accounting und bei den geschriebenen Optionen wurden saldiert in Höhe von -868 Tsd. Euro (Vorjahr 545 Tsd. Euro) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Folgende Sensitivitätsanalysen zeigen auf, welche Effekte sich aus Schwankungen der Marktwerte von originären und derivativen Finanzinstrumenten von zehn Prozent auf das Eigenkapital beziehungsweise auf das Jahresergebnis ergeben hätten. Die Analyse basiert auf dem jeweiligen Volumen zum Bilanzstichtag.

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  31.12.2014 Marktwert 31.12.2013 Marktwert
(In Tsd. EUR) steigt um zehn Prozent fällt um zehn Prozent steigt um zehn Prozent fällt um zehn Prozent
Änderung des Eigenkapitals aufgrund von Marktwertschwankungen eingesetzter Derivate mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) - - - -
Änderung des Jahresergebnisses aufgrund von Marktwertschwankungen von Derivaten (ohne Hedge-Accounting) 1.223 -1.223 5.365 -5.196
Änderung des Eigenkapitals aufgrund von Kurswertänderungen von nicht wertgeminderten Wertpapieren 8.345 -8.345 8.197 -8.197
Änderung des Eigenkapitals aufgrund von Wertänderungen bei nicht wertgeminderten zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Beteiligungen 7.442 -7.442 5.790 -5.790
Änderung des Eigenkapitals aufgrund von Kurswertsteigerungen bei wertgeminderten Wertpapieren - - - -
Änderung des Eigenkapitals aufgrund von Wertsteigerungen bei wertgeminderten, zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Beteiligungen 233 - 222 -
Änderung des Jahresergebnisses aufgrund von Kurswertminderungen bei wertgeminderten Wertpapieren - - - -
Änderung des Jahresergebnisses aufgrund von Wertminderungen bei wertgeminderten, zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Beteiligungen - -233 - -222

Management von Ausfallrisiken

Ausfallrisiken ergeben sich im HOCHTIEF-Konzern aus dem operativen Geschäft sowie aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten.

Das Risikomanagement erfolgt bei HOCHTIEF im operativen Geschäft durch die laufende bereichsbezogene Überwachung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Bei Feststellung eines konkreten Ausfallrisikos wird diesem Risiko durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen im notwendigen Umfang Rechnung getragen.

Der HOCHTIEF-Konzern hat gegenüber Dritten für Equity-Gesellschaften Finanzgarantien herausgelegt. Dabei werden Finanzgarantien nur für Gesellschaften bester Bonität übernommen, sodass das Risiko einer Inanspruchnahme von HOCHTIEF äußerst gering ist. Kreditzusagen werden nur an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, gegeben.

Das maximale Ausfallrisiko der finanziellen Vermögenswerte entspricht den in der Bilanz angesetzten Buchwerten. Diesen sind jedoch die vom HOCHTIEF-Konzern hereingenommenen Sicherheiten gegenüberzustellen, sodass das tatsächliche Ausfallrisiko geringer ist. Bei ausgereichten Finanzgarantien entspricht der maximale Ausfall dem Höchstbetrag, der von HOCHTIEF zu zahlen ist. Kreditzusagen können maximal in Höhe ihres zugesagten Betrags ausfallen. Zum 31. Dezember 2014 betrug das maximale Ausfallrisiko aus Finanzgarantien und Kreditzusagen 195.944 Tsd. Euro (Vorjahr 69.237 Tsd. Euro). Eine Inanspruchnahme der Finanzgarantien und Kreditzusagen ist zum Berichtszeitpunkt sehr unwahrscheinlich.

HOCHTIEF erhält Sicherheiten zur Besicherung von Vertragserfüllung und Gewährleistung durch Nachunternehmer oder zur Besicherung von Vergütungsansprüchen. Unter anderem werden hierbei Gewährleistungs-, Vertragserfüllungs-, Vorauszahlungs- und Zahlungsbürgschaften hereingenommen. HOCHTIEF regelt die Hereinnahme von Sicherheiten in einer Richtlinie. Diese umfasst unter anderem die vertragliche Gestaltung, Durchführung und Verwaltung aller Vereinbarungen. Details werden, abhängig zum Beispiel von Land und Rechtsprechung, unterschiedlich geregelt. Bezüglich der Ausfallrisiken prüft HOCHTIEF bei allen hereingenommenen Avalen die Bonität des Sicherheitengebers. HOCHTIEF bedient sich bei der Bonitätsbeurteilung so weit wie möglich externer Spezialisten (beispielsweise Ratingagenturen). Die Angabe von beizulegenden Zeitwerten der erhaltenen Sicherheiten ist nicht erfolgt, da eine verlässliche Ermittlung regelmäßig nicht möglich ist.

Im Folgenden werden die überfälligen, nicht wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte dargestellt:

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  31.12.2014 31.12.2013
(In Tsd. EUR) bis 30 Tage 31 Tage bis 60 Tage 61 Tage bis 90 Tage mehr als 90 Tage bis 30 Tage 31 Tage bis 60 Tage 61 Tage bis 90 Tage mehr als 90 Tage
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 155.438 24.778 19.577 99.334 113.127 33.495 14.362 105.669
Kurzfristige Finanzforderungen 3 144 - 7.528 - 455 274 11.347
Kurzfristige sonstige Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte 29 33 - 111 29 - - -
  155.470 24.955 19.577 106.973 113.156 33.950 14.636 117.016

Die Überfälligkeiten der finanziellen Vermögenswerte sind branchenspezifisch geprägt. Die Zahlungseingänge erfolgen in Abhängigkeit vom Prozess der Auftragsabnahme und Rechnungsprüfung, der regelmäßig - insbesondere bei Großprojekten - einen längeren Zeitraum in Anspruch nimmt. Die überfälligen, nicht wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte bestehen im Wesentlichen gegenüber öffentlichen Auftraggebern und Industrieunternehmen mit erstklassiger Bonität.

Die einzelwertberichtigten finanziellen Vermögenswerte werden nachfolgend dargestellt:

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  31.12.2014 31.12.2013
(In Tsd. EUR) Bruttobuchwert Einzelwert-
berichtigung
Nettobuchwert Bruttobuchwert Einzelwert-
berichtigung
Nettobuchwert
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 273.871 153.299 120.572 106.517 72.062 34.455
Finanzforderungen            
langfristig 52.710 46.705 6.005 42.727 31.051 11.676
kurzfristig 44.394 16.825 27.569 18.615 16.574 2.041
Kurzfristige sonstige Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte 6.318 752 5.566 1.949 397 1.552
Wertpapiere - - - 21.391 6.630 14.761
  377.293 217.581 159.712 191.199 126.714 64.485

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind branchentypisch im Wesentlichen wertberichtigte Nachtragsforderungen enthalten.

Die nachstehende Tabelle enthält die Entwicklung der Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte:

Wertberichtigungsspiegel

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(In Tsd. EUR) 1.1.2013 Veränderungen* 31.12.2013/ 1.1.2014 Veränderungen* 31.12.2014
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 91.033 -18.971 72.062 81.237 153.299
Finanzforderungen          
langfristig 19.987 11.064 31.051 15.654 46.705
kurzfristig 8.343 8.231 16.574 251 16.825
Kurzfristige sonstige Finanzforderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte 957 -560 397 355 752
Wertpapiere - 6.630 6.630 -6.630 -
  120.320 6.394 126.714 90.867 217.581

* Die Veränderungen ergeben sich aus Zuführungen, Auflösungen, Inanspruchnahmen, Währungsanpassungen und Änderungen des Konsolidierungskreises.

Hinsichtlich der weder überfälligen noch wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte liegen derzeit keine Hinweise auf bonitätsbedingten Wertberichtigungsbedarf vor.

Kapitalrisikomanagement

Der HOCHTIEF-Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, zu gewährleisten, dass sämtliche Konzernunternehmen weiterhin ihr Geschäft unter der Prämisse der Unternehmensfortführung betreiben können. Durch die bedarfsweise Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital werden die Kapitalkosten so gering wie möglich gehalten. Diese Maßnahmen dienen in erster Linie zur Sicherung einer bestmöglichen Bonität als auch zur Maximierung der Erträge der Anteilseigner.

Die Kapitalstruktur setzt sich aus den in der Bilanz ausgewiesenen lang- und kurzfristigen Schulden abzüglich der flüssigen Mittel als Nettofremdkapital und dem bilanziellen Eigenkapital zusammen. Der Risikosteuerungskreis beurteilt und überprüft die Kapitalstruktur des Konzerns regelmäßig. Im Rahmen dieser Beurteilung werden risikoadäquate Kapitalkosten berücksichtigt.

Die Gesamtstrategie des Kapitalrisikomanagements hat sich im laufenden Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.

Ergänzende Angaben zu Finanzinstrumenten

Nachfolgend werden die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte nach Klassen von Finanzinstrumenten und die Buchwerte nach den Bewertungskategorien des IAS 39 zum 31. Dezember 2014 und zum 31. Dezember 2013 dargestellt:

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  Buchwert je Bewertungskategorie
2014 Finanzielle Vermögenswerte Finanzielle Verbindlichkeiten
(In Tsd. EUR) zur Veräußerung verfügbar zu Handelszwecken gehalten Kredite und Forderungen zu Handelszwecken gehalten zu fortgeführten Anschaffungskosten
Aktiva          
Übrige Finanzanlagen          
zum Fair Value bewertet 118.732 - - - -
zu Anschaffungskosten bewertet 10.642 - - - -
  129.374 - - - -
Finanzforderungen          
langfristig - - 631.479 - -
kurzfristig - - 77.474 - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - - 2.712.693 - -
Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte          
langfristig          
zum Fair Value bewertet - 6.392 - - -
zu fortgeführten Anschaffungskosten - - 1 - -
nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 - - - - -
  - 6.392 1 - -
kurzfristig          
zum Fair Value bewertet - 3.408 - - -
zu fortgeführten Anschaffungskosten - - 108.574 - -
nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 - - - - -
  - 3.408 108.574 - -
Forderungen aus dem Verkauf von nicht fortgeführten Aktivitäten - - 1.108.112 - -
Wertpapiere 741.535 - - - -
Flüssige Mittel - - 2.585.359 - -
Passiva          
Finanzverbindlichkeiten          
langfristig - - - - 2.940.778
kurzfristig - - - - 916.779
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - - - - 4.692.790
Sonstige Verbindlichkeiten          
langfristig          
zum Fair Value bewertet - - - 756 -
zu fortgeführten Anschaffungskosten - - - - 73
nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 - - - - -
  - - - 756 73
kurzfristig          
zum Fair Value bewertet - - - 2.758 -
zu fortgeführten Anschaffungskosten - - - - 122.865
nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 - - - - -
  - - - 2.758 122.865
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  Keiner Bewertungskategorie zugehörig Keiner Bewertungskategorie zugehörig
2014        
(In Tsd. EUR) in einem bilanziellen Sicherungszusammenhang stehend und Finanzierungsleasing nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 Summe Buchwerte 31.12.2014 Summe beizulegende Zeitwerte 31.12.2014
Aktiva        
Übrige Finanzanlagen        
zum Fair Value bewertet - - 118.732 118.732
zu Anschaffungskosten bewertet - - 10.642 N/A
  - - 129.374 118.732
Finanzforderungen        
langfristig - - 631.479 631.479
kurzfristig - - 77.474 77.474
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - 2.353.481 5.066.174 5.066.174
Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte        
langfristig        
zum Fair Value bewertet 22 - 6.414 6.414
zu fortgeführten Anschaffungskosten - - 1 1
nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 - 68.415 68.415 68.415
  22 68.415 74.830 74.830
kurzfristig        
zum Fair Value bewertet 1.590 - 4.998 4.998
zu fortgeführten Anschaffungskosten - - 108.574 108.574
nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 - 85.473 85.473 85.473
  1.590 85.473 199.045 199.045
Forderungen aus dem Verkauf von nicht fortgeführten Aktivitäten - - 1.108.112 1.108.112
Wertpapiere - - 741.535 741.535
Flüssige Mittel - - 2.585.359 2.585.359
Passiva        
Finanzverbindlichkeiten        
langfristig 132.693 - 3.073.471 3.238.759
kurzfristig 65.595 - 982.374 982.374
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   820.635 5.513.425 5.513.425
Sonstige Verbindlichkeiten        
langfristig        
zum Fair Value bewertet 593 - 1.349 1.349
zu fortgeführten Anschaffungskosten - - 73 73
nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 - 31.768 31.768 31.768
  593 31.768 33.190 33.190
kurzfristig        
zum Fair Value bewertet 1.759 - 4.517 4.517
zu fortgeführten Anschaffungskosten - - 122.865 122.865
nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 - 272.271 272.271 272.271
  1.759 272.271 399.653 399.653
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    Buchwert je Bewertungskategorie  
2013 angepasst Finanzielle Vermögenswerte Finanzielle Verbindlichkeiten
(In Tsd. EUR) zur Veräußerung verfügbar zu Handelszwecken gehalten Kredite und Forderungen zu Handelszwecken gehalten zu fortgeführten Anschaffungskosten
Aktiva          
Übrige Finanzanlagen          
zum Fair Value bewertet 60.371 - - - -
zu Anschaffungskosten bewertet 14.897 - - - -
  75.268 - - - -
Finanzforderungen          
langfristig - - 526.730 - -
kurzfristig - - 126.934 - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - - 2.336.376 - -
Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte          
langfristig          
zum Fair Value bewertet - 14.948 - - -
zu fortgeführten Anschaffungskosten - - 1 - -
nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 - - - - -
  - 14.948 1 - -
kurzfristig          
zum Fair Value bewertet - 4.340 - - -
zu fortgeführten Anschaffungskosten - - 76.206 - -
nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 - - - - -
  - 4.340 76.206 - -
Forderungen aus dem Verkauf von nicht fortgeführten Aktivitäten - - - - -
Wertpapiere 1.123.258 - - - -
Flüssige Mittel - - 2.190.132 - -
Passiva          
Finanzverbindlichkeiten          
langfristig - - - - 2.525.293
kurzfristig - - - - 629.440
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - - - - 5.656.851
Sonstige Verbindlichkeiten          
langfristig          
zum Fair Value bewertet - - - 3.020 -
zu fortgeführten Anschaffungskosten - - - - -
nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 - - - - -
  - - - 3.020 -
kurzfristig          
zum Fair Value bewertet - - - 10.035 -
zu fortgeführten Anschaffungskosten - - - - 135.268
nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 - - - - -
  - - - 10.035 135.268
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  Keiner Bewertungskategorie zugehörig Keiner Bewertungskategorie zugehörig  
2013 angepasst        
(In Tsd. EUR) in einem bilanziellen Sicherungszusammenhang stehend und Finanzierungsleasing nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 Summe Buchwerte 31.12.2013 Summe beizulegende Zeitwerte 31.12.2013
Aktiva        
Übrige Finanzanlagen        
zum Fair Value bewertet - - 60.371 60.371
zu Anschaffungskosten bewertet - - 14.897 N/A
  - - 75.268 60.371
Finanzforderungen        
langfristig - - 526.730 526.730
kurzfristig - - 126.934 126.934
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - 3.646.703 5.983.079 5.983.079
Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte        
langfristig        
zum Fair Value bewertet 558 - 15.506 15.506
zu fortgeführten Anschaffungskosten - - 1 1
nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 - 78.324 78.324 78.324
  558 78.324 93.831 93.831
kurzfristig        
zum Fair Value bewertet 7.641 - 11.981 11.981
zu fortgeführten Anschaffungskosten - - 76.206 76.206
nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 - 110.489 110.489 110.489
  7.641 110.489 198.676 198.676
Forderungen aus dem Verkauf von nicht fortgeführten Aktivitäten - - - -
Wertpapiere - - 1.123.258 1.123.258
Flüssige Mittel - - 2.190.132 2.190.132
Passiva        
Finanzverbindlichkeiten        
langfristig 174.942 - 2.700.235 2.784.768
kurzfristig 97.346 - 726.786 726.786
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 191.531 5.848.382 5.848.382
Sonstige Verbindlichkeiten        
langfristig        
zum Fair Value bewertet 5.087 - 8.107 8.107
zu fortgeführten Anschaffungskosten - - - -
nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 - 34.541 34.541 34.541
  5.087 34.541 42.648 42.648
kurzfristig        
zum Fair Value bewertet 9.160 - 19.195 19.195
zu fortgeführten Anschaffungskosten - - 135.268 135.268
nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 - 306.382 306.382 306.382
  9.160 306.382 460.845 460.845

Bei den kurzfristigen Finanzinstrumenten entsprechen aufgrund der kurzen Restlaufzeiten beziehungsweise der Bilanzierung zum Marktwert die Buchwerte den Marktwerten zum Abschlussstichtag. Die langfristigen Wertpapiere werden in der Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbar" erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet, sodass sich auch hier Buchwert und beizulegender Zeitwert entsprechen.

Soweit der beizulegende Zeitwert für Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen und übrigen Beteiligungen verlässlich ermittelbar ist, wird dieser angesetzt. Wenn ein verlässlicher Zeitwert nicht vorliegt, erfolgt die Bewertung innerhalb der Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbar" zu Anschaffungskosten.

Bei den Angaben zur Fair Value-Hierarchie von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten ist dieser Wert der Preis, zu dem unter aktuellen Marktbedingungen am Bemessungsstichtag ein geordneter Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern stattfinden kann, im Zuge dessen der Vermögenswert verkauft oder die Schuld übertragen werden würde (Exit-Preis). Bei nicht finanziellen Vermögenswerten wird der beizulegende Zeitwert auf der Grundlage seiner höchst- und bestmöglichen Nutzung durch Marktteilnehmer bestimmt. Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts ist, basierend auf den Eingangsparametern, die in die angewandten Bewertungsverfahren einfließen, in Abhängigkeit von der Marktnähe folgende dreistufige Fair Value-Hierarchie zu unterscheiden:

Stufe 1: Vorliegen von notierten Preisen in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden (ohne die Vornahme von Anpassungen) als Eingangsparameter; zum Beispiel börsennotierte Wertpapiere

Stufe 2: Verwendung von anderen Eingangsparametern als die notierten Preise der Stufe 1, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt, das heißt als Preis, oder indirekt, das heißt aus Preisen abgeleitet oder beobachtet werden können; zum Beispiel Zinsswaps oder Devisentermingeschäfte

Stufe 3: Keine relevant beobachtbaren Eingangsparameter sind verfügbar, sodass als Eingangsparameter ein Abgangspreis aus Sicht eines Marktteilnehmers zu ermitteln ist, der den Vermögenswert hält oder die Schuld begleichen muss; zum Beispiel Beteiligungen, die zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind und deren Zeitwert durch eine Unternehmensbewertung ermittelt wurde.

Angaben zur Fair Value-Hierarchie von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten

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  31.12.2014 31.12.2013
(In Tsd. Euro) Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Aktiva            
Übrige Finanzanlagen 1.044 42.998 74.690 1.273 - 59.098
Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte            
langfristig - 6.414 - - 15.506 -
kurzfristig - 4.998 - - 11.981 -
Wertpapiere 655.788 85.747 - 1.048.332 74.926 -
Passiva            
Sonstige Verbindlichkeiten            
langfristig - 1.349 - - 8.107 -
kurzfristig - 4.517 - - 13.250 5.945

Im laufenden Geschäftsjahr erfolgte zwischen den zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten der Stufen 1 und 2 keine Umgliederung. Auch die Stufe 3 blieb gegenüber dem Vorjahr insoweit unverändert.

Der Fair Value von Anteilen an nicht börsennotierten Gesellschaften sowie nicht aktiv gehandelter Schuldtitel wird mittels Discounted-Cashflow-Methoden bestimmt. Eventuell erforderliche Diskontierungen werden mit aktuellen marktüblichen Zinsen vorgenommen.

Überleitung der auf Stufe 3 ermittelten beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten

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(In Tsd. EUR) Stand 1.1.2014 Währungsanpassungen in der GuV erfasste Gewinne (+)/ Verluste (-) Übrige Veränderungen Stand 31.12.2014
Übrige Finanzanlagen 59.098 2.272 -68 13.388 74.690
Sonstige Verbindlichkeiten          
langfristig - - - - -
kurzfristig 5.945 - - -5.945 -
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(In Tsd. EUR) Stand 1.1.2013 Währungsanpassungen in der GuV erfasste Gewinne (+)/ Verluste (-) Übrige Veränderungen Stand 31.12.2013
Übrige Finanzanlagen 75.073 -12.900 -13.307 10.232 59.098
Sonstige Verbindlichkeiten          
langfristig - - - - -
kurzfristig - - -5.945 - 5.945

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Verluste in Höhe von 68 Tsd. Euro sind im übrigen Beteiligungsergebnis erfasst. Im Vorjahr wurden 19.252 Tsd. Euro in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen berücksichtigt; die übrigen Veränderungen sind - wie im Vorjahr - erfolgsneutral.

Finanzielle Vermögenswerte mit einem Buchwert von 222.332 Tsd. Euro sind zum 31. Dezember 2014 (Vorjahr 613.548 Tsd. Euro) als Sicherheiten für bilanzierte finanzielle Verbindlichkeiten und nicht bilanzierte Eventualschulden gegeben.

Die folgende Tabelle zeigt das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten nach IAS 39-Bewertungskategorien:

Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten

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(In Tsd. EUR) 2014 2013 angepasst
Zur Veräußerung verfügbar 23.084 32.160
Zu Handelszwecken gehalten 7.434 4.587
Kredite und Forderungen 72.754 72.179
Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten -283.830 -310.947
  -180.558 -202.021

In die Ermittlung des Nettoergebnisses aus Finanzinstrumenten werden Zinserträge und -aufwendungen, Wertberichtigungen und -aufholungen, Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung, Dividendenerträge, Abgangsgewinne beziehungsweise -verluste und sonstige erfolgswirksam erfasste Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten einbezogen.

Im Geschäftsjahr wurden Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 110.431 Tsd. Euro (Vorjahr 29.576 Tsd. Euro) vorgenommen. Die Wertberichtigungen betreffen mit 24 Tsd. Euro (Vorjahr 96 Tsd. Euro) die Buchwerte von nicht konsolidierten Tochterunternehmen und übrigen Beteiligungen, die aufgrund der Nichtverfügbarkeit eines beizulegenden Zeitwerts zu Anschaffungskosten bewertet werden sowie mit 68 Tsd. Euro (Vorjahr 13.306 Tsd. Euro) zum beizulegenden Zeitwert bewertete, nicht konsolidierte Tochterunternehmen und übrige Beteiligungen. Die langfristigen Finanzforderungen wurden im Geschäftsjahr in Höhe von 3.490 Tsd. Euro (Vorjahr 425 Tsd. Euro) wertgemindert. Die kurzfristigen Finanzforderungen wurden in Höhe von 6.866 Tsd. Euro (Vorjahr 8.562 Tsd. Euro) wertberichtigt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit 99.526 Tsd. Euro (Vorjahr 7.143 Tsd. Euro) sowie kurzfristige sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte mit 457 Tsd. Euro (Vorjahr 44 Tsd. Euro) wertgemindert.

35. Eventualschulden und sonstige finanzielle Verpflichtungen

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(In Tsd. EUR) 31.12.2014 31.12.2013
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Patronatserklärungen 8.779 9.379

Die Haftungsverhältnisse waren überwiegend zur Sicherung aufgenommener Bankkredite, für Vertragserfüllungen, Gewährleistungsverpflichtungen und Vorauszahlungen gegeben. Wir bürgten am Bilanzstichtag im Wesentlichen für Beteiligungsgesellschaften und Arbeitsgemeinschaften. Im Übrigen haften wir gesamtschuldnerisch für alle Arbeitsgemeinschaften, an denen wir in Deutschland beteiligt sind.

Der im Dezember 2011 abgeschlossene und im April 2014 vorzeitig verlängerte syndizierte Bar- und Avalkredit in Höhe von zwei Mrd. Euro bildet weiterhin ein zentrales langfristiges Finanzierungsinstrument der HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Diese syndizierte Fazilität hat eine Tranche für Avalziehungen im Nominalvolumen von 1,5 Mrd. Euro, die zum 31. Dezember 2014 mit 0,947 Mrd. Euro (Vorjahr 1,02 Mrd. Euro) in Anspruch genommen worden ist, und enthält eine Barlinie in Höhe von 500.000 Tsd. Euro, die zum 31. Dezember 2014 - wie im Vorjahr - nicht gezogen worden ist. Der Kreditrahmen ermöglicht die Bereitstellung von Bürgschaften für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit vornehmlich der Division HOCHTIEF Europe. Der angesprochene Bar- und Avalkredit hat eine ursprüngliche Laufzeit von fünf Jahren und wurde im April des Berichtsjahres bis zum 30. April 2019 verlängert.

Daneben bestehen für den HOCHTIEF-Konzern weitere Avalkreditlinien mit einem Gesamtbetrag von 6,05 Mrd. Euro (Vorjahr 5,64 Mrd. Euro) bei Versicherungsgesellschaften und Banken. Darin enthalten ist die im Geschäftsjahr 2013 durch Leighton Holdings abgeschlossene syndizierte Avallinie mit einem Volumen von 944.096 Tsd. Euro (Vorjahr 908.735 Tsd. Euro). Diese hat eine Laufzeit von ursprünglich drei Jahren und ist mit 483.832 Tsd. Euro (Vorjahr 690.862 Tsd. Euro) in Anspruch genommen.

Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat zugunsten amerikanischer Versicherungsgesellschaften eine unbegrenzte Garantie für Verpflichtungen der Turner- und der Flatiron-Gruppe im Rahmen des sogenannten Bondings ausgelegt. Dieses in den USA gesetzlich vorgesehene Sicherungsmittel garantiert die Erfüllung von Projekten der öffentlichen Hand. Weiterhin kommt es bei ausgewählten sonstigen Kunden zum Einsatz. Das gesamte Bondingvolumen beläuft sich unverändert zum Vorjahr auf 6.500 Mio. US-Dollar. Die Ausnutzung des Bondingvolumens beträgt im Berichtsjahr 5.032 Mio. US-Dollar (Vorjahr 4.027 Mio. US-Dollar). Eine Inanspruchnahme aus dieser HOCHTIEF-Garantie ist in der Vergangenheit nicht erfolgt und wird zurzeit auch nicht für die Zukunft erwartet.

Das Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen beträgt im Konzern 22.521 Tsd. Euro (Vorjahr 137.395 Tsd. Euro) und betrifft im Wesentlichen die Bergbauaktivitäten der Leighton-Gruppe.

Einzahlungsverpflichtungen auf Finanzanlagen bestehen in Höhe von 19.068 Tsd. Euro (Vorjahr 36.817 Tsd. Euro). Sie betreffen mit 13.059 Tsd. Euro (Vorjahr 14.676 Tsd. Euro) PPP-Projektgesellschaften in der Division HOCHTIEF Asia Pacific und mit 6.009 Tsd. Euro (Vorjahr 22.141 Tsd. Euro) Gemeinschaftsunternehmen in der Division HOCHTIEF Europe.

Die Mindestleasingzahlungen für Operate Leasing-Verträge werden wie folgt fällig:

Operate Leasing

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(In Tsd. EUR) 31.12.2014 Nominalwert 31.12.2013 Nominalwert
Fällig bis 1 Jahr 259.616 346.770
Fällig 1 bis 5 Jahre 650.720 841.209
Fällig über 5 Jahre 62.960 64.929

Die Verpflichtungen aus dem Operate Leasing betreffen überwiegend technische Anlagen und Maschinen der Leighton-Gruppe. Im Geschäftsjahr betragen die Leasingzahlungen aus Operate Leasing-Verträgen 318.512 Tsd. Euro (Vorjahr 315.974 Tsd. Euro).

In der Division HOCHTIEF Asia Pacific sind einige Unternehmen an verschiedenen Leasing-Vereinbarungen beteiligt. Diese Unternehmen werden von Dritten finanziert und von Seiten HOCHTIEF selbst werden weder Anteile am Eigenkapital noch Vermögenswerte, wie Ausleihungen oder Forderungen gehalten. Die relevanten Aktivitäten werden durch vertragliche Vereinbarungen Seitens Dritter gesteuert, wodurch sie nicht konsolidiert werden. Die Mindestleasingzahlungen beim Operate-Leasing belaufen sich auf 244.789 Tsd. Euro (Vorjahr 347.013 Tsd. Euro).

Die Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen betragen 194.499 Tsd. Euro (Vorjahr 217.252 Tsd. Euro). Die unkündbare Mietdauer liegt zwischen zwei und 13 (Vorjahr zwei und 14) Jahren. Den Mietzahlungsverpflichtungen stehen erwartete Mieterträge in Höhe von 90.046 Tsd. Euro (Vorjahr 101.422 Tsd. Euro) gegenüber.

Zudem bestehen weitere finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Liefer- und Leistungsverträgen in Höhe von 116.453 Tsd. Euro (Vorjahr 101.100 Tsd. Euro).

Rechtsstreitigkeiten

Gesellschaften des HOCHTIEF-Konzerns sind im Rahmen ihres Geschäftsbetriebs in Gerichtsprozesse involviert. HOCHTIEF erwartet durch die Prozesse jedoch keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die wirtschaftliche und finanzielle Situation des Konzerns.

36. Segmentberichterstattung

Die HOCHTIEF-Struktur entspricht der operativen Ausrichtung des Konzerns und spiegelt die Präsenz in wichtigen nationalen und internationalen Regionen sowie Märkten wider. Im HOCHTIEF-Konzern ergibt sich die Segmentabgrenzung aus den jeweiligen geschäftlichen Aktivitäten der Divisions. Die Segmentierung basiert dabei auf der internen Berichterstattung.

Es bestehen folgende berichtspflichtige Divisions / Segmente* :

HOCHTIEF Americas umfasst die Bautätigkeiten der operativen Einheiten in den USA und in Kanada;

HOCHTIEF Asia Pacific bündelt die Bauaktivitäten und das Contract-Mining im asiatisch-pazifischen Raum;

HOCHTIEF Europe bündelt das Kerngeschäft in Europa sowie in ausgewählten weiteren Regionen und plant, entwickelt, baut, bewirtschaftet und verwaltet Immobilien und Infrastruktureinrichtungen.

Unter Konzernzentrale/Konsolidierung werden die Konzernzentrale und andere, nicht den gesondert dargestellten Divisions zuordenbare Tätigkeiten, wie beispielsweise das Management unserer finanziellen Ressourcen und Versicherungsaktivitäten, sowie Konsolidierungseffekte dargestellt. Die Versicherungsaktivitäten werden in der Konzernzentrale verantwortlich von der HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions GmbH - mit einer Tochtergesellschaft in Luxemburg - gesteuert. Die HOCHTIEF-Versicherungsgesellschaften bieten verschiedene Rückversicherungsleistungen für Bauleistungs-, Lieferantenausfall-, Bürgschafts- und Haftpflichtversicherungen sowie Arbeitnehmer-Unfallversicherungen an. Im Vorjahr waren die Flughafenbeteiligungen bis zum Entkonsolidierungszeitpunkt der Konzernzentrale zugeordnet.

* Ausführliche Angaben zu den einzelnen Divisions enthält der Lagebericht auf den Seiten 80 bis 93.

Die Segmentberichterstattung beinhaltet bei den Größen mit Bezug zur Gewinn- und Verlustrechnung ausschließlich die fortgeführten Aktivitäten.

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Divisions Außenumsätze Innenumsätze Bereichsumsätze Außen- und Innenumsatz
(In Tsd. EUR) 2014 2013 angepasst 2014 2013 2014 2013 angepasst
HOCHTIEF Americas 8.615.179 7.943.785 - - 8.615.179 7.943.785
HOCHTIEF Asia Pacific 11.397.065 11.623.268 - - 11.397.065 11.623.268
HOCHTIEF Europe 1.961.734 2.813.726 3.790 5.770 1.965.524 2.819.496
Konzernzentrale/ Konsolidierung 125.076 117.896 24.569 8.944 149.645 126.840
HOCHTIEF-Konzern 22.099.054 22.498.675 28.359 14.714 22.127.413 22.513.389
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Divisions Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (Segmentergebnis)   EBITDA Betriebliches Ergebnis/EBITA Ergebnis vor Steuern/EBT
(In Tsd. EUR) 2014 2013 angepasst 2014 2013 angepasst 2014 2013 angepasst 2014 2013 angepasst
HOCHTIEF Americas 92.051 67.742 146.051 143.015 122.770 115.143 108.419 94.045
HOCHTIEF Asia Pacific 31.121 430.252 967.192 1.089.373 574.686 471.496 -114.549 229.801
HOCHTIEF Europe -96.340 21.885 -14.712 189.147 -36.570 152.498 -72.748 62.803
Konzernzentrale/ Konsolidierung -102.164 66.026 -99.380 165.911 -102.162 162.181 -98.269 143.195
HOCHTIEF-Konzern -75.332 585.905 999.151 1.587.446 558.724 901.318 -177.147 529.844
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Divisions Ergebnis nach Steuern Planmäßige Abschreibungen Wertminderungen
(In Tsd. EUR) 2014 2013 2014 2013 angepasst 2014 2013
HOCHTIEF Americas 78.245 71.839 23.281 26.803 - 1.069
HOCHTIEF Asia Pacific -129.602 135.720 392.506 618.189 13.486 29.811
HOCHTIEF Europe -84.790 39.514 21.858 36.650 23 34.297
Konzernzentrale/ Konsolidierung 4.366 124.601 2.782 3.728 - -
HOCHTIEF-Konzern -131.781 371.674 440.427 685.370 13.509 65.177
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Divisions Wertaufholungen Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen
(In Tsd. EUR) 2014 2013 2014 2013 angepasst 2014 2013 angepasst 2014 2013 angepasst
HOCHTIEF Americas - - 30.719 45.643 6.240 3.294 16.973 19.522
HOCHTIEF Asia Pacific 673 1.435 11.189 -8.802 39.770 23.217 221.985 222.745
HOCHTIEF Europe - - 33.574 56.274 11.825 28.433 33.235 47.233
Konzernzentrale/ Konsolidierung - - - 59.714 5.399 275 12.413 21.447
HOCHTIEF-Konzern 673 1.435 75.482 152.829 63.234 55.219 284.606 310.947
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Divisions Zahlungsunwirksame Aufwendungen Buchwerte der at Equity bewerteten Finanzanlagen Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Investment Properties
(In Tsd. EUR) 2014 2013 angepasst 2014 2013 2014 2013 angepasst
HOCHTIEF Americas 83.915 107.066 109.263 70.742 27.581 19.344
HOCHTIEF Asia Pacific 868.987 480.716 683.438 535.308 514.108 864.768
HOCHTIEF Europe 160.933 260.411 105.783 92.458 42.838 45.633
Konzernzentrale/ Konsolidierung 77.096 57.315 - - 6.430 2.058
HOCHTIEF-Konzern 1.190.931 905.508 898.484 698.508 590.957 931.803
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Divisions Investitionen in Finanzanlagen Investitionen gesamt Bruttovermögen (Bilanzsumme) Bruttoschulden
(In Tsd. EUR) 2014 2013 2014 2013 angepasst 2014 2013 angepasst 2014 2013 angepasst
HOCHTIEF Americas 59.055 38.208 86.636 57.552 3.090.054 2.778.101 2.721.910 2.469.800
HOCHTIEF Asia Pacific 51.406 469.071 565.514 1.333.839 8.575.646 7.932.810 5.948.830 5.755.390
HOCHTIEF Europe 14.206 13.690 57.044 59.323 2.391.697 3.037.883 1.854.491 2.297.164
Konzernzentrale/ Konsolidierung - - 6.430 2.058 1.161.927 1.202.353 1.582.715 1.135.093
HOCHTIEF-Konzern 124.667 520.969 715.624 1.452.772 15.219.324 14.951.147 12.107.946 11.657.447
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Regionen Außenumsätze nach Sitz der Kunden Sachanlagevermögen Immaterielle Vermögenswerte
(In Tsd. EUR) 2014 2013 angepasst 2014 2013 angepasst 2014 2013 angepasst
Deutschland 1.256.006 1.975.640 69.789 115.691 52.731 56.396
Übriges Europa 569.392 694.965 32.424 34.498 1.592 1.584
Amerika 8.816.689 8.137.208 105.308 90.984 346.822 313.624
Asien 2.962.670 3.052.312 365.813 379.602 117.127 140.730
Australien 8.493.469 8.637.928 731.232 757.582 348.027 317.760
Afrika 828 622 - - - -
HOCHTIEF-Konzern 22.099.054 22.498.675 1.304.566 1.378.357 866.299 830.094
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Regionen Buchwerte der at Equity bewerteten Finanzanlagen Bruttovermögen (Bilanzsumme)   Investitionen
(In Tsd. EUR) 2014 2013 2014 2013 angepasst 2014 2013 angepasst
Deutschland 52.113 54.134 1.959.865 2.799.543 19.733 48.640
Übriges Europa 11.952 11.525 1.244.795 1.164.337 14.684 6.497
Amerika 150.981 96.695 3.238.068 2.844.329 115.642 63.730
Asien 350.996 328.598 3.034.048 2.824.928 234.530 376.504
Australien 332.442 207.556 5.742.548 5.318.010 331.035 957.401
Afrika - - - - - -
HOCHTIEF-Konzern 898.484 698.508 15.219.324 14.951.147 715.624 1.452.772

Nicht fortgeführte Aktivitäten betreffend John Holland und Leighton Servicegeschäft:

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Divisions Außenumsätze   Innenumsätze Bereichsumsätze Außen- und Innenumsatz
(In Tsd. EUR) 2014 2013 2014 2013 2014 2013
HOCHTIEF Asia Pacific 3.688.767 4.523.511 - - 3.688.767 4.523.511
HOCHTIEF-Konzern 3.688.767 4.523.511 - - 3.688.767 4.523.511
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Divisions Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (Segmentergebnis)   EBITDA Betriebliches Ergebnls/EBITA Ergebnis vor Steuern/EBT
(In Tsd. EUR) 2014 2013 2014 2013 2014 2013 2014 2013
HOCHTIEF Asia Pacific 818.428 270.598 897.025 320.622 847.225 271.431 829.882 271.373
HOCHTIEF-Konzern 818.428 270.598 897.025 320.622 847.225 271.431 829.882 271.373
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Divisions Ergebnis nach Steuern Planmäßige Abschreibungen Wertminderungen
(In Tsd. EUR) 2014 2013 2014 2013 2014 2013
HOCHTIEF Asia Pacific 537.564 173.685 49.801 49.191 - -
HOCHTIEF-Konzern 537.564 173.685 49.801 49.191 - -
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Divisions Wertaufholungen Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen
(In Tsd. EUR) 2014 2013 2014 2013 2014 2013 2014 2013
HOCHTIEF Asia Pacific - - 10.459 834 1.819 1.622 824 1.681
HOCHTIEF-Konzern - - 10.459 834 1.819 1.622 824 1.681

Summe aus fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten:

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Divisions Außenumsätze   Innenumsätze Bereichsumsätze Außen- und Innenumsatz
(In Tsd. EUR) 2014 2013 angepasst 2014 2013 2014 2013 angepasst
HOCHTIEF Americas 8.615.179 7.943.785 - - 8.615.179 7.943.785
HOCHTIEF Asia Pacific 15.085.832 16.146.779 - - 15.085.832 16.146.779
HOCHTIEF Europe 1.961.734 2.813.726 3.790 5.770 1.965.524 2.819.496
Konzernzentrale/ Konsolidierung 125.076 117.896 24.569 8.944 149.645 126.840
HOCHTIEF-Konzern 25.787.821 27.022.186 28.359 14.714 25.816.180 27.036.900
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Divisions Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (Segmentergebnis)   EBITDA Betriebliches Ergebnls/EBITA Ergebnis vor Steuern/EBT
(In Tsd. EUR) 2014 2013 angepasst 2014 2013 angepasst 2014 2013 angepasst 2014 2013 angepasst
HOCHTIEF Americas 92.051 67.742 146.051 143.015 122.770 115.143 108.419 94.045
HOCHTIEF Asia Pacific 849.549 700.850 1.864.217 1.409.995 1.421.911 742.927 715.333 501.174
HOCHTIEF Europe -96.340 21.885 -14.712 189.147 -36.570 152.498 -72.748 62.803
Konzernzentrale/ Konsolidierung -102.164 66.026 -99.380 165.911 -102.162 162.181 -98.269 143.195
HOCHTIEF-Konzern 743.096 856.503 1.896.176 1.908.068 1.405.949 1.172.749 652.735 801.217
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Divisions Ergebnis nach Steuern Planmäßige Abschreibungen Wertminderungen
(In Tsd. EUR) 2014 2013 2014 2013 angepasst 2014 2013
HOCHTIEF Americas 78.245 71.839 23.281 26.803 - 1.069
HOCHTIEF Asia Pacific 407.962 309.405 442.307 667.380 13.486 29.811
HOCHTIEF Europe -84.790 39.514 21.858 36.650 23 34.297
Konzernzentrale/ Konsolidierung 4.366 124.601 2.782 3.728 - -
HOCHTIEF-Konzern 405.783 545.359 490.228 734.561 13.509 65.177
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Divisions Wertaufholungen Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen
(In Tsd. EUR) 2014 2013 2014 2013 angepasst 2014 2013 angepasst 2014 2013
HOCHTIEF Americas - - 30.719 45.643 6.240 3.294 16.973 19.522
HOCHTIEF Asia Pacific 673 1.435 21.648 -7.968 41.589 24.839 222.809 224.426
HOCHTIEF Europe - - 33.574 56.274 11.825 28.433 33.235 47.233
Konzernzentrale/ Konsolidierung - - - 59.714 5.399 275 12.413 21.447
HOCHTIEF-Konzern 673 1.435 85.941 153.663 65.053 56.841 285.430 312.628

Erläuterungen zu den Segmentdaten

Die Innenumsätze geben die Höhe der Umsätze zwischen den Divisions an. Innenumsätze werden unter Bedingungen wie unter fremden Dritten abgerechnet. Die Außenumsätze enthalten im Wesentlichen Umsatzerlöse aus der Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode im klassischen Baugeschäft, Construction-Management und Contract-Mining in Höhe von 18.448.153 Tsd. Euro (Vorjahr 18.649.776 Tsd. Euro). Die Summe aus Außenumsätzen und Innenumsätzen ergibt die Bereichsumsätze.

Die Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, umfassen Erträge und Aufwendungen aus diesen Beteiligungen einschließlich Wertminderungen auf at Equity bewertete Finanzanlagen.

Die Abschreibungen betreffen immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer, Sachanlagen sowie Investment Properties.

Die Wertminderungen beinhalten Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Investment Properties und Finanzanlagen.

Die Investitionen umfassen die Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen, Investment Properties, at Equity bewerteten Finanzanlagen (ohne Fortschreibung des Equity-Buchwerts), Tochterunternehmen sowie den übrigen Beteiligungen.

Das Bruttovermögen entspricht der konsolidierten Bilanzsumme der Divisions. Die Bruttoschulden ergeben sich aus dem Bruttovermögen abzüglich des konsolidierten Eigenkapitals.

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit lässt sich wie folgt zum betrieblichen Ergebnis / EBITA überleiten:

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(In Tsd. EUR) 2014 2013 angepasst
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit -75.332 585.905
+ Beteiligungsergebnis 118.488 210.364
- Neutrales Ergebnis (+) 515.568 (+) 105.049
Betriebliches Ergebnis/EBITA 558.724 901.318

Die Überleitung zum betrieblichen Ergebnis / EBITA umfasst folgende Sachverhalte:

Das Beteiligungsergebnis enthält alle Erträge und Aufwendungen, die aus betrieblich veranlassten Beteiligungen entstanden sind, und stellt daher einen integralen Bestandteil der operativen Tätigkeit des Konzerns dar.

Erträge und Aufwendungen, die aus betriebswirtschaftlicher Sicht ungewöhnlich beziehungsweise durch Sondervorgänge entstanden sind, beeinträchtigen die Beurteilung der laufenden Geschäftstätigkeit und werden daher in das neutrale Ergebnis umgegliedert. Im Berichtsjahr wurde das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit um das negative neutrale Ergebnis in Höhe von 515.568 Tsd. Euro (Vorjahr 105.049 Tsd. Euro) bereinigt. Das neutrale Ergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr enthält eine bilanzielle Vorsorge zur Abdeckung von Ausfallrisiken von Projektforderungen aus der Division HOCHTIEF Asia Pacific sowie Restrukturierungsaufwendungen.

37. Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung ist nach den Cashflows aus laufender Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Auswirkungen von Wechselkursänderungen sind dabei eliminiert; ihr Einfluss auf die flüssigen Mittel wird gesondert gezeigt. Mittelveränderungen aus dem Erwerb und der Veräußerung konsolidierter Gesellschaften werden innerhalb der Investitionstätigkeit gesondert ausgewiesen. Die Veränderung der flüssigen Mittel aus der Änderung des Konsolidierungskreises in Höhe von -309.079 Tsd. Euro (Vorjahr -16.720 Tsd. Euro) entfällt vollständig (Vorjahr 21.936 Tsd. Euro) auf mitveräußerte Bestände an flüssigen Mitteln. Der Vorjahreswert enthielt mit 5.216 Tsd. Euro erworbene flüssige Mittel aus Aquisitionen.

Die in der Kapitalflussrechnung mit 2.585.359 Tsd. Euro (Vorjahr 2.190.132 Tsd. Euro) ausgewiesenen flüssigen Mittel zum Jahresende stimmen mit dem entsprechenden Gesamtbetrag der flüssigen Mittel in der Bilanz überein. Hiervon bestehen 1.574 Tsd. Euro (Vorjahr 1.988 Tsd. Euro) als Kassenbestände, 2.316.922 Tsd. Euro (Vorjahr 1.905.743 Tsd. Euro) als Guthaben bei Kreditinstituten sowie 266.863 Tsd. Euro (Vorjahr 282.401 Tsd. Euro) als kurzfristig veräußerbare Wertpapiere mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von bis zu drei Monaten. Die flüssigen Mittel unterliegen Verfügungsbeschränkungen in Höhe von 26.518 Tsd. Euro (Vorjahr 65.553 Tsd. Euro).

Die Cashflow-Veränderung aus laufender Geschäftstätigkeit führte zu einem Liquiditätszufluss in Höhe von 756.033 Tsd. Euro. Der Saldo der Mittelveränderungen aus Investitionen und Anlagenabgängen führte zu einem Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von -178.595 Tsd. Euro. Die Aufstockung der Anteilsquote an Leighton Holdings, der Rückkauf eigener Aktien und die Ausschüttung von Dividenden trugen wesentlich zu dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -375.809 Tsd. Euro bei. Insgesamt ergab sich - unter Berücksichtigung des Einflusses von Wechselkursänderungen - ein Anstieg der liquiden Mittel in Höhe von 395.227 Tsd. Euro.

In der Cashflow-Veränderung aus laufender Geschäftstätigkeit werden alle zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge sowie das Ergebnis aus Anlagenabgängen und Entkonsolidierungen bereinigt.

Im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sind unter anderem enthalten:

Zinseinnahmen in Höhe von 57.272 Tsd. Euro (Vorjahr 46.119 Tsd. Euro),

Zinsausgaben in Höhe von 284.606 Tsd. Euro (Vorjahr 312.629 Tsd. Euro) und

gezahlte Ertragsteuern in Höhe von 81.792 Tsd. Euro (Vorjahr 120.562 Tsd. Euro).

Nach Abzug des nicht zahlungswirksamen Teils aus der Equity-Bewertung beträgt das zugeflossene Beteiligungsergebnis (Dividenden) 106.844 Tsd. Euro (Vorjahr 195.557 Tsd. Euro).

Desinvestments betreffen die Entkonsolidierung vollkonsolidierter Tochtergesellschaften. Hierdurch haben sich die langfristigen Vermögenswerte um 342.708 Tsd. Euro (Vorjahr 1.953.357 Tsd. Euro) und die kurzfristigen Vermögenswerte um 1.665.507 Tsd. Euro (Vorjahr 334.661 Tsd. Euro) vermindert. Die lang- und kurzfristigen Schulden reduzierten sich um 60.192 Tsd. Euro (Vorjahr 32.837 Tsd. Euro) beziehungsweise 1.352.758 Tsd. Euro (Vorjahr 324.588 Tsd. Euro). Von den erzielten Verkaufserlösen in Höhe von 1.067.124 Tsd. Euro (Vorjahr 2.131.612 Tsd. Euro) waren zum Bilanzstichtag 145.350 Tsd. Euro (Vorjahr 2.131.612 Tsd. Euro) durch flüssige Mittel beglichen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Dividenden in Höhe von 103.964 Tsd. Euro (Vorjahr 73.613 Tsd. Euro) an HOCHTIEF-Aktionäre ausgeschüttet. Dividenden an fremde Gesellschafter sind in Höhe von 108.120 Tsd. Euro (Vorjahr 357.608 Tsd. Euro) gezahlt worden. Der Vorjahreswert enthielt erhebliche Liquiditätsabsflüsse im Zusammenhang mit dem Verkauf des Flughafengeschäfts.

Der Tilgung von Finanzschulden in Höhe von 1.147.210 Tsd. Euro (Vorjahr 2.757.684 Tsd. Euro) stehen Neuaufnahmen in Höhe von 1.650.551 Tsd. Euro (Vorjahr 2.617.671 Tsd. Euro) gegenüber.

Das Finanzvermögen und die Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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(In Tsd. EUR) 31.12.2014 31.12.2013 angepasst
Flüssige Mittel 2.585.359 2.190.132
Forderungen aus dem Verkauf von nicht fortgeführten Aktivitäten 1.108.112 -
Kurzfristige Wertpapiere 741.535 1.123.258
Langfristige Wertpapiere - 260
Finanzvermögen 4.435.006 3.313.650
Anleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.815.963 3.080.922
Leasingverbindlichkeiten 198.288 272.288
Finanzverbindlichkeiten 4.014.251 3.353.210
Nettofinanzvermögen (+) / Nettofinanzschulden (-) einschließlich Forderungen aus dem Verkauf von nicht fortgeführten Aktivitäten 420.755 -39.560

Das Finanzvermögen in Höhe von 4.435.006 Tsd. Euro enthält in der Position Forderungen aus dem Verkauf von nicht fortgeführten Aktivitäten 1.108.112 Tsd. Euro Verkaufserlöse aus den verbindlichen Vereinbarungen über den Verkauf von John Holland und des Servicegeschäfts von Thies und Leighton Contractors. Der Zahlungseingang aus diesen Transaktionen wird zeitnah erwartet.

Die Verwendungsmöglichkeiten des Finanzvermögens unterliegen Einschränkungen. Dem Finanzvermögen stehen neben den Finanzverbindlichkeiten Vorauszahlungen von Auftraggebern, Einzahlungsverpflichtungen auf Finanzanlagen und das Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen gegenüber. Die Vorauszahlungen von Auftraggebern in Höhe von 813.320 Tsd. Euro (Vorjahr 173.393 Tsd. Euro) dienen zur Finanzierung der Auftragskosten. Einzahlungsverpflichtungen auf Finanzanlagen in Höhe von 19.068 Tsd. Euro (Vorjahr 36.817 Tsd. Euro) bestehen mit 13.059 Tsd. Euro (Vorjahr 14.676 Tsd. Euro) für PPP-Projektgesellschaften in der Division HOCHTIEF Asia Pacific und mit 6.009 Tsd. Euro (Vorjahr 22.141 Tsd. Euro) für Gemeinschaftsunternehmen in der Division HOCHTIEF Europe. Das Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen in Höhe von 22.521 Tsd. Euro (Vorjahr 137.395 Tsd. Euro) betrifft im Wesentlichen die Bergbauaktivitäten der Leighton-Gruppe.

38. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Zu den wesentlichen nahestehenden Unternehmen zählt als Muttergesellschaft der HOCHTIEF Aktiengesellschaft die ACS. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine wesentlichen Geschäfte zwischen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beziehungsweise deren Konzernunternehmen und der ACS beziehungsweise deren verbundenen Unternehmen abgeschlossen.

Nahestehende Unternehmen von besonderer Bedeutung sind die at Equity bewerteten Unternehmen Sociedad Concesionaria Túnel San Cristobal S.A. und Habtoor Leighton Group. Bis zum Übergang auf die Vollkonsolidierung ist zudem Leighton Welspun Contractors enthalten. Bis zum Entkonsolidierungszeitpunkt in 2013 zählte hierzu auch aurelis Real Estate GmbH & Co. KG.

Mit den wesentlichen nahestehenden Unternehmen wurden Geschäfte getätigt, die Auswirkungen auf folgende Abschlussposten hatten:

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(In Tsd. EUR) 2014 2013
Ausleihungen 436.679 412.449
Forderungen 75.317 68.744
Verbindlichkeiten 870 2.219
Umsatzerlöse - 33.650
Bezogene Lieferungen und Leistungen 77 2.422
Sonstige betriebliche Erträge 500 181
Zinserträge 20.668 37.638

Die Ausleihungen betreffen im Wesentlichen die Habtoor Leighton Group.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen sind zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen worden, mit Ausnahme eines unverzinslichen Darlehens in Höhe von 91.207 Tsd. Euro (Vorjahr 75.040 Tsd. Euro) an ein assoziiertes Unternehmen in der Division HOCHTIEF Asia Pacific. Weitere wesentliche Geschäfte zwischen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beziehungsweise Konzernunternehmen und Mitgliedern des Vorstands beziehungsweise Aufsichtsrats oder ihnen nahestehenden Personen oder Gesellschaften wurden im Berichtszeitraum nicht abgeschlossen. Interessenkonflikte traten weder bei Mitgliedern des Vorstands noch des Aufsichtsrats auf.

39. Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

Der Vergütungsbericht auf den Seiten 101 bis 105 dieses Konzernberichts fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft Anwendung finden, und erläutert Höhe sowie Struktur der Vorstandsbezüge. Außerdem werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben. Der Vergütungsbericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.

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Gewährte Zuwendung   Fernández Verdes Vorstandsvorsitzender   Legorburo Vorstandsmitglied
    Eintritt: 15.04.2012   Eintritt: 07.05.2014
  20131) 2014 2013 2014
(In Tsd. EUR)   gewährt Minimum Maximum   gewährt
Festvergütung 900 1.008 1.008 1.008 - 195
Nebenleistungen 64 46 46 46 - 79
Summe 964 1.054 1.054 1.054 - 274
Einjährige variable Vergütung 846 1.048 0 1.300 - 184
Mehrjährige variable Vergütung            
Long-Term-Incentive-Komponente I2) 846 886 0 1.100 - 184
Long-Term-Incentive-Komponente II3)            
LTIP Stock-Awards (Laufzeit 6 Jahre) 423 4434) 0 550 - 924)
LTIP Stock- Appreciation-Rights (Laufzeit 7 Jahre) 423 4434) 0 550   924)
Summe 3.502 3.874 1.054 4.554 - 826
Versorgungsaufwand (Dienstzeit- und Zinsaufwand) 1.010 1.020 1.020 1.020 - 166
Gesamtvergütung 4.512 4.894 2.074 5.574 - 992
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Gewährte Zuwendung Legorburo Vorstandsmitglied   von Matuschka Vorstandsmitglied   Sassenfeld Vorstandsmitglied
  Eintritt: 07.05.2014   Eintritt: 07.05.2014   Eintritt: 01.11.2011
  2014 2013 2014 2013 2014
(In Tsd. EUR) Minimum Maximum   gewährt Minimum Maximum   gewährt Minimum Maximum
Festvergütung 195 195 - 228 228 228 600 600 600 600
Nebenleistungen 79 79 - 12 12 12 233 22 22 22
Summe 274 274 - 240 240 240 833 622 622 622
Einjährige variable Vergütung 0 228 - 210 0 261 564 564 0 700
Mehrjährige variable Vergütung                    
Long-Term-Incentive-Komponente I2) 0 228 - 210 0 261 564 564 0 700
Long-Term-Incentive-Komponente II3)                    
LTIP Stock-Awards (Laufzeit 6 Jahre) 0 114 - 1054) 0 131 282 2824) 0 350
LTIP Stock- Appreciation-Rights (Laufzeit 7 Jahre) 0 114 - 1054) 0 131 282 2824) 0 350
Summe 274 958 - 870 240 1.024 2.525 2.314 622 2.722
Versorgungsaufwand (Dienstzeit- und Zinsaufwand) 166 166 - 219 219 219 331 392 392 392
Gesamtvergütung 440 1.124 - 1.089 459 1.243 2.856 2.706 1.014 3.114

1) ohne nachträgliche Anpassung (siehe Bezüge für frühere Geschäftsjahre)
2) Auszahlung in Aktien mit einer zweijährigen Sperrfrist
3) Gewährung als Long-Term-Incentive-Plan
4) Wert zum Gewährungszeitpunkt

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Zugeflossene Zuwendung Fernández Verdes Vorstandsvorsitzender Legorburo Vorstandsmitglied von Matuschka Vorstandsmitglied Sassenfeld Vorstandsmitglied
  Eintritt: 15.04.2012 Eintritt: 07.05.2014 Eintritt: 07.05.2014 Eintritt: 01.11.2011
(In Tsd. EUR) 2014 20131) 2014 2013 2014 2013 2014 2013
Festvergütung 1.008 900 195 - 228 - 600 600
Nebenleistungen 46 64 79 - 12 - 22 233
Summe 1.054 964 274 - 240 - 622 833
Einjährige variable Vergütung 1.048 846 184 - 210 - 564 564
Mehrjährige variable Vergütung                
Long-Term-Incentive-Komponente I2) 886 846 184 - 210 - 564 564
Long-Term-Incentive-Komponente II 0 0 0 - 0 - 0 0
Summe 2.988 2.656 642 - 660 - 1.750 1.961
Versorgungsaufwand (Dienstzeit- und Zinsaufwand) 1.020 1.010 166 - 219 - 392 331
Gesamtvergütung 4.008 3.666 808 - 879 - 2.142 2.292

1) ohne nachträgliche Anpassung (siehe Bezüge für frühere Geschäftsjahre)
2) Auszahlung in Aktien mit einer zweijährigen Sperrfrist

Der Barwert der Pensionszusagen an aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder beträgt 98.186 Tsd. Euro (Vorjahr 78.668 Tsd. Euro).

An frühere Mitglieder des Vorstands oder deren Hinterbliebene wurden Beträge in Höhe von 7.676 Tsd. Euro (Vorjahr 17.011 Tsd. Euro) gezahlt. Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und ihren Hinterbliebenen betragen 90.590 Tsd. Euro (Vorjahr 75.792 Tsd. Euro).

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(In Tsd. EUR)   Barwert der Pensionszusagen
Fernández Verdes 2014 5.068
  2013 1.844
Legorburo 2014 236
  2013 -
von Matuschka 2014 301
  2013 -
Sassenfeld 2014 1.991
  2013 1.032
Vorstand gesamt 2014 7.596
  2013 2.876

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen 2.783.400 Euro (Vorjahr 2.051.327 Euro).

40. Honorare des Abschlussprüfers

Insgesamt sind für den Abschlussprüfer Deloitte & Touche folgende Honorare für erbrachte Dienstleistungen als Aufwand erfasst worden:

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(In Tsd. EUR) 2014 2013
Abschlussprüfungen 5.568 6.221
davon inländischer Verbund (1.190) (1.257)
Andere Bestätigungsleistungen 1.084 576
davon inländischer Verbund (118) (339)
Steuerberatungsleistungen 136 381
davon inländischer Verbund (-) (-)
Sonstige Leistungen, die für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft oder Tochterunternehmen erbracht worden sind 237 125
davon inländischer Verbund (68) (19)
  7.025 7.303

Der inländische Verbund setzt sich aus der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als bestelltem Konzernabschlussprüfer sowie den mit ihr im Sinne von § 271 Abs. 2 HGB verbundenen Unternehmen zusammen. In den Honoraren für Abschlussprüfungen sind neben den Honoraren für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts durch den Konzernabschlussprüfer Deloitte & Touche im Wesentlichen die Honorare für die Prüfung der Jahresabschlüsse der HOCHTIEF Aktiengesellschaft sowie ihrer Tochterunternehmen im In- und Ausland enthalten. Steuerberatungsleistungen umfassen sämtliche Dienstleistungen, die im Wesentlichen für Steuerangelegenheiten bei ausländischen Tochterunternehmen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft erbracht worden sind. Die sonstigen Leistungen beinhalten im Wesentlichen Projekte in der Division HOCHTIEF Asia Pacific.

41. Erklärung gemäß § 161 AktG

Für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist die gemäß § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und der Öffentlichkeit auf den HOCHTIEF-InternetSeiten dauerhaft zugänglich gemacht worden.*

42. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Wertaufhellungszeitraum haben sich keine wesentlichen berichtspflichtigen Sachverhalte ereignet.

* Weitere Informationen zur Corporate Governance bei HOCHTIEF finden Sie im Internet unter> www.hochtief.de/ corporategovernance.

43. Anwendung der Befreiungsvorschriften der §§ 264 Abs. 3 beziehungsweise 264 b HGB

Die folgenden inländischen vollkonsolidierten Tochtergesellschaften machen für das Geschäftsjahr von Teilen der Befreiungsvorschriften Gebrauch:

A.L.E.X.-Bau GmbH, Essen,

AVN Chile Vierte Holding GmbH, Essen,

AVN Chile Fünfte Holding GmbH, Essen,

Deutsche Baumanagement GmbH, Essen,

Deutsche Bau- und Siedlungs-Gesellschaft mbH, Essen,

Eurafrica Baugesellschaft mbH, Essen,

forum am Hirschgarten Nord GmbH & Co. KG (vormals: MK 3 Nord GmbH & Co. KG), Essen,

forum am Hirschgarten Süd GmbH & Co. KG (vormals: MK 3 Süd GmbH & Co. KG), Essen,

GVG mbH & Co. Objekt RPU Berlin 2 KG, Essen,

HOCHTIEF Ackerstraße 71-76 GmbH & Co. KG, Berlin,

HOCHTIEF Americas GmbH, Essen,

HOCHTIEF Asia Pacific GmbH, Essen,

HOCHTIEF Aurestis Beteiligungsgesellschaft mbH, Essen,

HOCHTIEF Building GmbH, Essen,

HOCHTIEF Construction Erste Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Essen,

HOCHTIEF Engineering GmbH, Essen,

HOCHTIEF Engineering International GmbH, Essen,

HOCHTIEF Infrastructure GmbH, Essen,

HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions GmbH, Essen,

HOCHTIEF ÖPP Projektgesellschaft mbH, Essen,

HOCHTIEF Offshore Crewing GmbH, Essen,

HOCHTIEF PPP Europa GmbH, Essen,

HOCHTIEF PPP Operations GmbH, Essen,

HOCHTIEF PPP Solutions GmbH, Essen,

HOCHTIEF PPP Schulpartner Braunschweig GmbH, Essen,

HOCHTIEF Projektentwicklung GmbH, Essen,

HOCHTIEF Projektentwicklung "Helfmann Park" GmbH & Co. KG, Essen,

HOCHTIEF Solutions AG, Essen,

HOCHTIEF Solutions Real Estate GmbH, Essen,

HOCHTIEF Trade Solutions GmbH, Essen,

HOCHTIEF ViCon GmbH, Essen,

HTP Immo GmbH, Essen,

HTP Projekt 2 (zwei) GmbH & Co. KG, Essen,

I.B.G. Immobilien- und Beteiligungsgesellschaft Thüringen-Sachsen mbH, Erfurt,

LOFTWERK Eschborn GmbH & Co. KG, Essen,

Maximiliansplatz 13 GmbH & Co. KG, Essen,

MK 1 Am Nordbahnhof Berlin GmbH & Co. KG, Essen,

Moltendra Grundstücks- und Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Mainoffice KG, Frankfurt am Main,

Projektgesellschaft Börsentor Frankfurt GmbH & Co. KG, Essen,

Projektgesellschaft Konrad-Adenauer-Ufer Köln GmbH & Co. KG, Essen,

Projektgesellschaft Marco Polo Tower GmbH & Co. KG, Hamburg,

Projektgesellschaft Marieninsel Ost GmbH & Co. KG, Essen,

Projektgesellschaft Marieninsel West GmbH & Co. KG, Essen,

Projektgesellschaft Quartier 21 mbH & Co. KG, Essen,

SCE Chile Holding GmbH, Essen,

Spiegel-Insel Hamburg GmbH & Co. KG, Essen,

Tivoli Garden GmbH & Co. KG, Essen,

Tivoli Office GmbH & Co. KG, Essen,

TRINAC GmbH, Essen.

44. Beteiligungen des HOCHTIEF-Konzerns zum 31.12.2014

In der folgenden Tabelle sind die vollkonsolidierten Beteiligungsgesellschaften aufgeführt:

Vollkonsolidierte Beteiligungsgesellschaften

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Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil in Prozent
Division HOCHTIEF Americas    
2501 Constructors LLC DC, USA 100
Auburndale Company, Inc. Ohio, USA 100
Audubon Bridge Constructors New Roads, USA 54
Bethesda View Constructors LLC Maryland, USA 100
Canadian Turner Construction Company (Nova Scotia) Nova Scotia, Kanada 100
Canadian Turner Construction Company Ltd. Markham, Kanada 100
Capitol Building Services LLC Maryland, USA 100
Caribbean Operations, Inc. Delaware, USA 100
CB Finco Corporation Alberta, Kanada 51
CB Resources Corporation Alberta, Kanada 51
Clark Builders Partnership Corporation Alberta, Kanada 51
E. E. Cruz and Company Inc. Holmdel, USA 100
Facilities Management Solutions, LLC Delaware, USA 100
FCI Constructors/Balfour Beatty San Marco, USA 70
FECO Equipment Denver, USA 100
Flatiron Construction Corp. Wilmington, USA 100
Flatiron Construction International LLC Wilmington, USA 100
Flatiron Constructors Canada Limited Vancouver, Kanada 100
Flatiron Constructors Inc. Wilmington, USA 100
Flatiron Constructors Inc. Canadian Branch Vancouver, Kanada 100
Flatiron Constructors, Inc.-Blythe Development Company Firestone, USA 60
Flatiron Electric AL Group Wilmington, USA 100
Flatiron Equipment Company Canada Calgary, Kanada 100
Flatiron Holding Inc. Wilmington, USA 100
Flatiron Parsons Los Angeles, USA 70
Flatiron West Inc. Wilmington, USA 100
Flatiron/Turner Construction of New York LLC New York, USA 100
Flatiron/United Chocowinity, USA 60
Flatiron-Blythe Development Company Firestone, USA 70
Flatiron-Lane Longmont, USA 55
Flatiron-Manson Minneapolis, USA 70
Flatiron-Tidewater Skanska Tampa, USA 60
Flatiron-Zachry Firestone, USA 55
Henry Street Builders, LLC Virginia, USA 100
HOCHTIEF Americas GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF Argentina S.A. Buenos Aires, Argentinien 100
HOCHTIEF USA INC. Dallas, USA 100
HT CONSTRUCTION INC. Dover, USA 100
Lacona, Inc. Tennessee, USA 100
Maple Red Insurance Company Vermont, USA 100
McKissack & McKissack, Turner, Tompkins, Gilford JV(MLK Jr. Memorial) New York, USA 55
Metacon Technology Solutions, LLC Texas, USA 100
Mideast Construction Services, Inc. Delaware, USA 100
Misener Constru-Marina S.A. de C.V. Ciudad Juarez, Mexiko 100
Misener Servicios S.A. de DV. Ciudad Juarez, Mexiko 100
North Carolina Constructors Longmont, USA 60
O'Brien Edwards/Turner Joint Venture New York, USA 50
Offshore Services, Inc. Delaware, USA 100
OMM Inc. Plantation, USA 100
Saddleback Constructors Mission Viejo, USA 54
Services Products Buildings, Inc. Ohio, USA 100
TC Professional Services, LLC Delaware, USA 100
TCCO of South Carolina, LLC South Carolina, USA 100
TGS/SamCorp JV (Paso del Norte - Port of Entry) New York, USA 100
The Lathrop Company, Inc. Delaware, USA 100
The Turner Corporation Dallas, USA 100
Tompkins Builders, Inc. Washington, USA 100
Tompkins Turner Grunley Kinsley JV (C4ISR Aberdeen) District of Columbia, USA 51
Tompkins/Ballard JV (Richmond City Jail) District of Columbia, USA 75
Tompkins/Gilford JV (Prince George's Community College Center) District of Columbia, USA 70
Turner (East Asia) Pte. Ltd. Singapur 100
Turner Alpha Limited Trinidad, Trinidad und Tobago 70
Turner Canada Holdings Inc. New Brunswick, Kanada 100
Turner Caribe, Inc. Delaware, USA 100
Turner Cayman Ltd. Großbritannien 100
Turner Construction Company New York, USA 100
Turner Construction Company - Singapore (US) Singapur 100
Turner Construction Company of Indiana, LLC Indiana, USA 100
Turner Construction Company of Ohio LLC Ohio, USA 100
Turner Cornerstone Korea Südkorea 100
Turner Cross Management (Blackrock) New York, USA 60
Turner Cross Management IV (Blackrock Wilmington 400 Bellevue) New York, USA 70
Turner Davis JV (Laurelwood/Rowney) New York, USA 51
Turner Development Corporation Delaware, USA 100
Turner Harmon JV (Clarian Hospital - Fishers) New York, USA 75
Turner HGR JV (Smith County Jail-Precon/Early Release) New York, USA 60
Turner International (East Asia) Pte. Limited SriLanka 100
Turner International (Hong Kong) Limited Hongkong 100
Turner International (UK) Ltd. London, Großbritannien 100
Turner International Industries, Inc. Delaware, USA 100
Turner International Korea LLC Südkorea 100
Turner International Limited Bermuda, USA 100
Turner International LLC Delaware, USA 100
Turner International Malaysia SDN BHD Malaysia 100
Turner International Mexico SRL USA 100
Turner International Professional Services, S. De R. L. De C. V Mexiko 100
Turner International Pte. Limited Singapur 100
Turner International Support Services, S. De R. L. De C. V. Mexiko 100
Turner Lee Lewis (Lubbock Hotel) New York, USA 60
Turner Logistics Canada Ltd. New Brunswick, Kanada 100
Turner Logistics, LLC Delaware, USA 100
Turner Management Consulting (Shanghai) Co. Ltd. Shanghai, China 100
Turner Partnership Holdings Inc. New Brunswick, Kanada 100
Turner Project Management India Private Ltd. Indien 100
Turner Regency New York, USA 51
Turner Sabinal JV New York, USA 80
Turner Southeast Europe d.o.o Beograd Belgrad, Serbien 100
Turner Support Services, Inc. Delaware, USA 100
Turner Surety & Insurance Brokerage Inc. New Jersey, USA 100
Turner Trotter II (IPS Washington School) New York, USA 50
Turner Trotter JV (Clarian Fishers Medical Center) New York, USA 75
Turner Vietnam Co. Ltd. Vietnam 100
Turner/ADCo DTA (OUSD downtown education center) New York, USA 70
Turner/Con-Real - Forest/JV New York, USA 60
Turner/Con-Real (Tarrant County college District SE Campus New Wing) New York, USA 70
Turner/CON-REAL-University of Arkansas Texas, USA 51
Turner/Hallmark JV1 (Beaumont ISD Athletic Complex) New York, USA 100
Turner/HGR Texas, USA 51
Turner/Hoist District of Columbia, USA 51
Turner/HSC JV (Cooper University Hospital) New York, USA 70
Turner/JGM JV (Proposition Q) New York, USA 67
Turner/Ozanne/VAA Atlanta, USA 51
Turner/Trevino JV1 (HISD Program Management) New York, USA 65
Turner/White JV (Sinai Grace Hospital) New York, USA 60
Turner-Arellano Joint Venture New York, USA 60
Turner-Davis Atlanta Airport Joint Venture (Hartsfield Jackson Intnl Airport DOA Security Office Renovation) New York, USA 60
Turner-Kiewit JV New York, USA 60
Turner-Marhnos S A P I De CV Mexiko City, Mexiko 51
Turner-Penick JV (US Marine Corp BEQ Pkg 4 & 7) New York, USA 60
Turner-Powers & Sons (Lake Central School Corporation) New York, USA 60
Turner-SG Contracting Atlanta, USA 75
Turner-Tooles JV (Cobo Conference Center) New York, USA 80
Universal Construction Company, Inc. Delaware, USA 100
West Coast Rail Constructors San Marco, USA 65
White/Turner Joint Venture (New Munger PK-8) New York, USA 50
White/Turner Joint Venture Team (DPS Mumford High School) New York, USA 50
White-Turner JV (City of Detroit Public Safety) New York, USA 50
Division HOCHTIEF Asia Pacific    
111 Margaret Street Pty Limited Victoria, Australien 100
145 Ann Street Pty. Ltd. Australien 100
145 Ann Street Trust Australien 100
512 Wickham Street Pty. Ltd. Australien 100
512 Wickham Street Trust Australien 100
A.C.N. 126 130 738 Pty. Ltd. Australien 100
A.C.N. 151 868 601 Pty Ltd Victoria, Australien 100
A.C.N. 601 639 810 Pty Ltd Australien 100
ACN 112 829 624 Pty Ltd Australien 100
Ashmore Developments Pty Limited Australien 100
Ausindo Holdings Pte. Ltd. Singapur 100
Boggo Road Project Pty Limited Australien 100
Boggo Road Project Trust Queensland, Australien 100
BOS Australia Pty. Ltd. South Bank, Australien 100
Broad Construction Services (NSW/VIC) Pty. Ltd. Newcastle, Australien 100
Broad Construction Services (QLD) Pty. Ltd. Gold Coast, Australien 100
Broad Construction Services (WA) Pty Ltd. Australien 100
Broad Group Holdings Pty. Ltd. Perth, Australien 100
Devine Bacchus Marsh Pty Limited WA, Australien 100
Devine Building Management Services Pty Ltd Australien 100
Devine Constructions Pty Limited Queensland, Australien 100
Devine Funds Pty Limited Queensland, Australien 100
Devine Funds Unit Trust Victoria, Australien 100
Devine Homes Pty Limited Australien 100
Devine Land Pty Limited Queensland, Australien 100
Devine Ltd. Brisbane, Australien 51
Devine Management Services Pty Limited Queensland, Australien 100
Devine Projects (VIC) Pty Ltd Australien 100
Devine Queensland No. 10 Pty Limited Queensland, Australien 100
Devine SA Land Pty Ltd Australien 100
Devine Springwood No. 1 Pty Limited Queensland, Australien 100
Devine Springwood No. 2 Pty Limited NSW, Australien 100
Devine Springwood No. 3 Pty Ltd. Australien 100
Devine Woodforde Pty Ltd Australien 100
DMB Pty Limited Queensland, Australien 100
DoubleOne 3 Building Management Services Pty Ltd Australien 100
DoubleOne 3 Pty Ltd Australien 100
Emrail-Leighton Joint Venture Malaysia 100
Ewenissa Pty Ltd. Sydney, Australien 100
Fleetco Finance Pty. Ltd. Australien 100
Fleetco Holdings Pty. Ltd. Australien 100
Fleetco Management Pty. Ltd. Australien 100
Fleetco Rentals No.1 Pty. Ltd. Australien 100
Fleetco Rentals Pty. Ltd. Australien 100
Fleetco Services Pty. Ltd. Australien 100
Giddens Investment Ltd. Hongkong 100
Green Construction Company Wilmington, USA 100
Gridcomm Pty. Ltd. Melbourne, Australien 100
Hamilton Harbour Australien 75
Hamilton Harbour Unit Trust (Devine Hamilton Unit Trust) Australien 75
HOCHTIEF Asia Pacific GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF AUSTRALIA HOLDINGS LIMITED Sydney, Australien 100
Hunter Valley Earthmoving Co. Pty Ltd. Rutherford, Australien 100
HWE Cockatoo Pty Ltd Australien 100
HWE Maintenance Services Pty. Ltd. Australien 100
HWE Mining Pty Ltd Australien 100
HWE Newman Assets Pty Ltd Australien 100
Jarrah Wood Pty. Ltd. Australien 100
JH Rail Holdings Pty. Limited Australien 59
JH Rail Investments Pty. Limited Australien 59
JH Rail Operations Pty. Limited Australien 59
Joetel Pty. Limited Australien 59
John Holland AD Holdings Pty. Ltd. Abbotsford, Australien 100
John Holland AD Investments Pty. Ltd. Abbotsford, Australien 100
John Holland AD Operations Pty. Ltd. Abbotsford, Australien 100
John Holland Aviation Services Pty. Ltd. Australien 100
John Holland Development & Investment Pty. Ltd. Abbotsford, Australien 100
John Holland Engineering Pty. Ltd. Australien 100
John Holland Infrastructure Nominees Pty. Ltd. Australien 100
John Holland Infrastructure Pty. Ltd. Australien 100
John Holland Infrastructure Trust Australien 100
John Holland Investment Pty. Ltd. Australien 100
John Holland Services Pty. Ltd. Australien 100
Kings Square Developments Pty Ltd (100%) Australien 100
Kings Square Developments Unit Trust (100%) Australien 100
LCPL (PNG) Limited Papua-Neuguinea 100
Lei Shun Employment Limited Macao, China 100
Leighton (PNG) Limited Papua-Neuguinea 100
Leighton Admin Services Pty Ltd. Sydney, Australien 100
Leighton Africa (Mauritius) Ltd. Mauritius 100
Leighton Africa (South Africa) Pty. Ltd. Botsuana 100
Leighton Africa Botswana (Proprietary) Limited Botsuana 100
Leighton Africa Mozambique Limitada Mosambik 100
Leighton Arranging Pty. Ltd. Australien 100
Leighton Asia (China) Limited Hongkong 100
Leighton Asia (Hong Kong) Holdings (No. 2) Limited Hongkong 100
Leighton Asia Ltd. Hongkong 100
Leighton Asia Southern Pte. Ltd. Singapur 100
Leighton Companies Management Group LLC Ver.Arab.Emirate 100
Leighton Contractors (Asia) Ltd. Hongkong 100
Leighton Contractors (China) Ltd. Hongkong 100
Leighton Contractors (Indo-China) Ltd. Hongkong 100
Leighton Contractors (Laos) Sole Company Ltd. Laos 100
Leighton Contractors (Malaysia) Sdn. Bhd. Malaysia 100
Leighton Contractors (Philippines) Inc. Philippinen 40
Leighton Contractors Asia (Cambodia) Co. Ltd. Kambodscha 100
Leighton Contractors Asia (Vietnam) Limited Vietnam 100
Leighton Contractors Inc. Wilmington, USA 100
Leighton Contractors Infrastructure Nominees Pty. Ltd. Australien 100
Leighton Contractors Infrastructure Pty. Ltd. Australien 100
Leighton Contractors Infrastructure Trust Australien 100
Leighton Contractors Lanka (Private) Ltd. SriLanka 100
Leighton Contractors Mauritius Ltd. Mauritius 100
Leighton Contractors Pty Ltd. Sydney, Australien 100
Leighton Engineering & Construction (Singapore) Pte Ltd Singapur 100
Leighton Engineering Joint Venture Malaysia 70
Leighton Engineering Sdn. Bhd. Queensland, Australien 100
Leighton Equity Incentive Plan Trust Australien 100
Leighton Fabrication and Modularization Ltd. Thailand 100
Leighton Finance (USA) Pty. Ltd. Australien 100
Leighton Finance International Pty Ltd. Australien 100
Leighton Finance Ltd. Sydney, Australien 100
Leighton Foundation Engineering (Asia) Ltd. Hongkong 100
Leighton Funds Management Pty Ltd. Sydney, Australien 100
Leighton Gbs Sdn. Bhd. Malaysia 100
Leighton Geotech Ltd. Bangkok, Thailand 49
Leighton Group Property Services No.1 Pty Ltd Australien 100
Leighton Group Property Services Pty. Ltd. Australien 100
Leighton Harbour Trust Australien 100
Leighton Holdings Infrastructure Nominees Pty. Ltd. Australien 100
Leighton Holdings Infrastructure Pty. Ltd. Australien 100
Leighton Holdings Infrastructure Trust Australien 100
Leighton Holdings Investments Pty. Ltd. Australien 100
Leighton Holdings Limited Sydney, Australien 70
Leighton India Contractors Private Ltd. Kala Ghoda Fort, Indien 100
Leighton Infrastructure Investments Pty. Ltd. Sydney, Australien 100
Leighton International Holdings Limited Cayman Islands, Großbritannien 100
Leighton International Ltd. Cayman Islands, Großbritannien 100
Leighton International Mauritius Holdings Limited No. 4 Mauritius 100
Leighton International Projects (India) Private Limited Indien 100
Leighton Investments Mauritius Limited Mauritius 100
Leighton Investments Mauritius Limited No. 2 Mauritius 100
Leighton Investments Mauritius Limited No. 4 Mauritius 100
Leighton Joint Venture Hongkong 100
Leighton LLC Mongolei 100
Leighton M&E Limited Hongkong 100
Leighton Middle East and Africa (Holding) Limited Großbritannien 100
Leighton Motorway Investments No. 2 Pty. Ltd. Sydney, Australien 100
Leighton Offshore / Leighton Engineering & Construction JV Singapur 100
Leighton Offshore Australia Pty. Ltd. Australien 100
Leighton Offshore Eclipse Pte. Ltd. Singapur 100
Leighton Offshore Faulkner Pte. Ltd. Singapur 100
Leighton Offshore Mynx Pte. Ltd. Singapur 100
Leighton Offshore Pte. Ltd. Singapur 100
Leighton Offshore Sdn Bhd Malaysia 100
Leighton Offshore Stealth Pte. Ltd. Singapur 100
Leighton Pacific St Leonards Pty. Ltd. Australien 100
Leighton Pacific St Leonards Unit Trust Australien 100
Leighton Portfolio Services Pty Ltd. Sydney, Australien 100
Leighton PPP Services NZ Limited Neuseeland 100
Leighton Projects Consulting (Shanghai) Ltd. China 100
Leighton Properties (Brisbane) Pty Ltd. Sydney, Australien 100
Leighton Properties (NSW) Pty Ltd (100%) Australien 100
Leighton Properties (VIC) Pty Ltd. Sydney, Australien 100
Leighton Properties (WA) Pty. Ltd. Australien 100
Leighton Properties Pty Ltd. Sydney, Australien 100
Leighton Property Funds Management Ltd. Sydney, Australien 100
Leighton Property Management Pty Ltd. Sydney, Australien 100
Leighton Residential Investments Pty. Ltd. Australien 100
Leighton Staff Shares Pty Ltd. Sydney, Australien 100
Leighton Superannuation Pty. Ltd. Australien 100
Leighton USA Inc. USA 100
Leighton-LNS Joint Venture Hongkong 80
LH Holdings Co Pty. Ltd. Australien 100
LMENA No. 1 Pty. Ltd. Australien 100
LMENA Pty. Ltd. Australien 100
LNWR Pty Limited Australien 100
LPWRAP Pty. Ltd. Australien 100
LS Midco Pty Ltd Australien 50
LS NewCo Pty Ltd Australien 100
Martox Pty. Ltd. Australien 59
Mode Apartments Pty. Ltd. Australien 100
Mode Apartments Unit Trust Australien 100
Moonamang Joint Venture Pty. Ltd. Australien 100
Moorookyle Devine Pty Limited Victoria, Australien 100
Nestdeen Pyt. Ltd. Australien 100
Nexus Point Solutions Pty. Ltd. Sydney, Australien 100
Opal Insurance (Singapore) Pte Ltd. Singapur 100
Pacific Partnerships Holdings Pty Ltd Australien 100
Pacific Partnerships Investments Pty Ltd Australien 100
Pacific Partnerships Pty Ltd Australien 100
Pioneer Homes Australia Pty Limited Queensland, Australien 100
Plant & Equipment Leasing Pty Ltd. Sydney, Australien 100
PT Cinere Serpong Jaya Indonesien 100
PT Leighton Contractors Indonesia Indonesien 100
PT Ngawi Kertosono Jaya Indonesien 95
PT Solo Ngawi Jaya Indonesien 95
PT Thiess Contractors Indonesia Jakarta, Indonesien 100
Queens Square Pty Ltd Australien 100
River Links Developments Pty. Ltd. Australien 100
Riverstone Rise Gladstone Pty Ltd Australien 100
Riverstone Rise Gladstone Unit Trust Australien 100
Silverton Group Pty. Ltd. Australien 100
Sustaining Works Pty Limited Australien 100
Talcliff Pty Limited Queensland, Australien 100
Technical Resources Pty Ltd. Sydney, Australien 100
Telecommunication Infrastructure Pty. Ltd. Abbotsford, Australien 100
Thai Leighton Ltd. Bangkok, Thailand 49
Thiess (Mauritius) Pty. Ltd. Mauritius 100
Thiess Contractors (Malaysia) Sdn. Bhd. Kuala Lumpur, Malaysia 100
Thiess Contractors (PNG) Ltd. Papua-Neuguinea 100
Thiess Contractors Canada Ltd Kanada 100
Thiess India Pvt Ltd Indien 100
Thiess Infraco Pty. Limited Australien 100
Thiess Infrastructure Nominees Pty. Ltd. Australien 100
Thiess Infrastructure Pty. Ltd. Australien 100
Thiess Infrastructure Trust Australien 100
Thiess Minecs India Pvt. Ltd. Indien 90
Thiess Mining Maintenance Pty. Ltd. South Bank, Australien 100
Thiess NC Neukaledonien 100
Thiess NZ Limited Auckland, Neuseeland 100
Thiess Pty Ltd. South Bank, Australien 100
Thiess Services John Holland Services Joint Venture Australien 100
Thiess Southland Pty Ltd. South Bank, Australien 100
Think Consulting Group Pty. Ltd. Australien 100
Townsville City Project Pty Ltd Australien 75
Townsville City Project Trust Australien 75
Trafalgar EB Pty Ltd Australien 100
Tribune SB Pty Ltd Australien 100
Victoria Point Docklands Pty. Ltd. Australien 100
Western Port Highway Trust Australien 100
Woodforde JV Pty Ltd Australien 100
Yoltax Pty. Limited Australien 59
Zelmex Pty. Limited Australien 59
Division HOCHTIEF Europe    
A.L.E.X.-Bau GmbH Essen, Deutschland 100
ACL Investment a.s. Prag, Tschechien 100
AVN Chile Fünfte Holding GmbH Essen, Deutschland 100
AVN Chile Vierte Holding GmbH Essen, Deutschland 100
Constructora Cheves S.A.C. Lima, Peru 65
Constructora HOCHTIEF - TECSA S.A. Santiago de Chile, Chile 70
Constructora Nuevo Maipo S.A. Santiago de Chile, Chile 70
Copernicus 5B Sp. z o.o. Warschau, Polen 100
Copernicus Apartments Sp. z o.o. Warschau, Polen 100
Copernicus B1 Sp. z o.o. Warschau, Polen 100
Copernicus D Sp. z o.o. Warschau, Polen 100
Copernicus Development Sp. z o.o. Warschau, Polen 100
Copernicus JV B.V. Amsterdam, Niederlande 100
Deutsche Bau- und Siedlungs-Gesellschaft mbH Essen, Deutschland 100
Deutsche Baumanagement GmbH Essen, Deutschland 100
Euripus s.r.o. Prag, Tschechien 100
FM Holding GmbH i.L. Essen, Deutschland 100
forum am Hirschgarten Nord GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 100
forum am Hirschgarten Süd GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 100
Grundstücksgesellschaft Köbis Dreieck GmbH & Co. Development KG Essen, Deutschland 90
GVG mbH & Co. Objekt RPU Berlin 2 KG Essen, Deutschland 94
HOCHTIEF (UK) Construction Ltd. Swindon, Großbritannien 100
HOCHTIEF A5 Holding GmbH Wien, Österreich 100
HOCHTIEF ABC Schools Partner Inc. Calgary, Kanada 100
HOCHTIEF Ackerstraße 71-76 GmbH & Co. KG Berlin, Deutschland 100
HOCHTIEF Aurestis Beteiligungsgesellschaft mbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF Building GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF Canada Holding 1 Inc. Toronto, Kanada 100
HOCHTIEF Canada Holding 2 Inc. Toronto, Kanada 100
HOCHTIEF Canada Holding 3 Inc. Calgary, Kanada 100
HOCHTIEF Construction Austria GmbH & Co. KG Wien, Österreich 100
HOCHTIEF Construction Chilena Ltda. Santiago de Chile, Chile 100
HOCHTIEF Construction Erste Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF Construction Management Middle East GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF CZ a.s. Prag, Tschechien 100
HOCHTIEF Development Austria GmbH Wien, Österreich 100
HOCHTIEF Development Austria Verwaltungs GmbH & Co. KG Wien, Österreich 100
HOCHTIEF Development Czech Republic s.r.o. Prag, Tschechien 100
HOCHTIEF Development Hungary Kft. Budapest, Ungarn 100
HOCHTIEF Development Poland Sp. z o.o. Warschau, Polen 100
HOCHTIEF Development Project One SRL Bukarest, Rumänien 100
HOCHTIEF Development Project Three SRL Bukarest, Rumänien 100
HOCHTIEF Development Project Two SRL Bukarest, Rumänien 100
HOCHTIEF DEVELOPMENT ROMANIA SRL Bukarest, Rumänien 100
HOCHTIEF Development Schweden AB Stockholm, Schweden 100
HOCHTIEF Development Schweiz Projekt 2 AG Opfikon, Schweiz 100
HOCHTIEF Engineering GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF Engineering International GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF Gayrimenkul Gelistirme Limited Sirketi Istanbul, Türkei 100
HOCHTIEF Infrastructure GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF NEAH Partner Inc. Edmonton, Kanada 100
HOCHTIEF Offshore Crewing GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF ÖPP Projektgesellschaft mbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF Polska S.A. Warschau, Polen 100
HOCHTIEF PPP Europa GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF PPP Operations GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF PPP Schools Capital Limited Swindon, Großbritannien 51
HOCHTIEF PPP Schulpartner Braunschweig GmbH Braunschweig, Deutschland 100
HOCHTIEF PPP Schulpartner GmbH & Co. KG Heusenstamm, Deutschland 95
HOCHTIEF PPP Solutions (Ireland) Limited Dublin, Irland 100
HOCHTIEF PPP Solutions (UK) Limited Swindon, Großbritannien 100
HOCHTIEF PPP Solutions GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF PPP Solutions Netherlands B.V. Vianen, Niederlande 100
HOCHTIEF PPP Solutions North America Inc. Delaware, USA 100
HOCHTIEF Presidio Holding LLC Wilmington, USA 100
HOCHTIEF Projektentwicklung GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF Projektentwicklung, Helfmann Park' GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF Shield Investment Inc. Toronto, Kanada 100
HOCHTIEF Solutions AG / Service Level Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF Solutions Insaat Hizmetleri A.S. Istanbul, Türkei 100
HOCHTIEF Solutions Middle East Qatar W.L.L. Doha, Katar 100
HOCHTIEF Solutions Real Estate GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF Trade Solutions GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF ViCon GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF ViCon Qatar W.L.L. Doha, Katar 100
HTD Smart Office Nr.1 GmbH & Co. KG Wien, Österreich 100
HTP Grundbesitz Blue Heaven GmbH Essen, Deutschland 100
HTP Immo GmbH Essen, Deutschland 100
HTP Projekt 2 (zwei) GmbH & Co KG Essen, Deutschland 100
I.B.G. Immobilien- und Beteiligungsgesellschaft Thüringen-Sachsen mbH Essen, Deutschland 100
Inserta s.r.o. Prag, Tschechien 100
Inversiones HOCHTIEF PPP Solutions Chile dos Ltda. Santiago de Chile, Chile 100
LOFTWERK Eschborn GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 100
Maximiliansplatz 13 GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 100
MK 1 Am Nordbahnhof Berlin GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 100
MOLTENDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Mainoffice KG Frankfurt am Main, Deutschland 100
OOO HOCHTIEF Moskau, Russland 100
Perlo Sp. z o.o. Warschau, Polen 100
Project Development Poland 3 B.V. Amsterdam, Niederlande 100
Project SP1 Sp. z o.o. Warschau, Polen 100
Projektgesellschaft Börsentor Frankfurt GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 100
Projektgesellschaft Konrad-Adenauer-Ufer Köln GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 100
Projektgesellschaft Marco Polo Tower GmbH & Co. KG Hamburg, Deutschland 70
Projektgesellschaft Marieninsel Ost GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 100
Projektgesellschaft Marieninsel West GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 100
Projektgesellschaft Quartier 21 mbH & Co. KG Essen, Deutschland 100
PSW Hainleite GmbH Sondershausen, Deutschland 100
PSW Leinetal GmbH Freden, Deutschland 100
PSW Lippe GmbH Lüdge, Deutschland 100
PSW Zollernalb GmbH Hechingen, Deutschland 100
SCE Chile Holding GmbH Essen, Deutschland 100
SCE Chilean Holding S.A. Santiago de Chile, Chile 100
Soduker B.V. Amsterdam, Niederlande 100
Spiegel-Insel Hamburg GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 100
STREIF Baulogistik Polska Sp. z o.o. Warschau, Polen 100
TERRA CZ s.r.o. Prag, Tschechien 100
Tirpser B.V. Amsterdam, Niederlande 100
Tivoli Garden GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 100
Tivoli Office GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 100
TRINAC GmbH Essen, Deutschland 100
Valentinka a.s. Prag, Tschechien 100
Konzernzentrale    
Beggen PropCo Sàrl Strassen, Luxemburg 100
Builders Direct SA Luxemburg, Luxemburg 100
Builders Insurance Holdings S.A. Steinfort, Luxemburg 100
Builders Reinsurance S.A. Steinfort, Luxemburg 100
Contractors Reinsurance S.A. Luxemburg, Luxemburg 100
Eurafrica Baugesellschaft mbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF Concessions India Private Limited Haryana, Indien 100
HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions GmbH Essen, Deutschland 100
Independent (Re)insurance Services S.A. Luxemburg, Luxemburg 100
Steinfort Capital Growth SICAV-SIF Bertrange, Luxemburg 100
Steinfort Fund of Funds SICAV-SIF Hesperingen, Luxemburg 100
Steinfort Propco Sàrl Strassen, Luxemburg 100
Vintage Real Estate HoldCo Sàrl Strassen, Luxemburg 100

Außerdem wurden folgende Gemeinschaftsunternehmen anteilmäßig in den Konzernabschluss einbezogen:

Gemeinschaftsunternehmen

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Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil in Prozent
Division HOCHTIEF Americas    
ABC Marine Baton Rouge, USA 25
American South - Turner New York, USA 51
BE&K - Turner New York, USA 50
DPR/Turner JV New York, USA 50
Dragados Flatiron Joint Venture Richmond, USA 60
Dragados/Flatiron/Sukut Sacramento, USA 30
E.E. Cruz/NAB & Frontier Holmdel, USA 54
E.E. Cruz/Nicholson Joint Venture (Columbia) Holmdel, USA 51
E.E. Cruz/Nicholson, LLC Holmdel, USA 50
E.E. Cruz/Tully Construction, LLC Holmdel, USA 50
F&F Infrastructure Longmont, USA 50
FCI/Fluor/Parsons La Mirada, USA 45
Flatiron - Dragados - Aecon - LaFarge - Joint Venture Richmond, USA 34
Flatiron/Aecon Richmond, USA 50
Flatiron/Kiewit, JV Longmont, USA 65
Graham Flatiron Saskatoon, Kanada 45
Kiewit/FCI/Manson Oakland, USA 27
Kiewit/Flatiron Richmond, USA 28
Kiewit-Turner JV New York, USA 50
McKissack & McKissack, Brailsford & Dunlavey and Turner LLC New York, USA 33
McKissack/Turner New York, USA 51
Nicholson / E.E. Cruz Holmdel, USA 50
Palmetto Bridge Constructors Virginia Beach, USA 40
Perini/Tompkins District of Columbia, USA 40
Rokstad Flatiron Port Coquitlam, USA 25
Silverado Constructors Longmont, USA 48
Sukut/Flatiron JV Santa Ana, USA 45
The Provident Group, STV-Turner JV New York, USA 50
Tidewater Skanska/Flatiron Milton, USA 40
Tishman-Turner Joint Venture I New York, USA 50
Tompkins/ Mid-American District of Columbia, USA 50
Tompkins/Hardie Joint Venture District of Columbia, USA 100
Topgrade/Flatiron Livermore, USA 28
Topgrade/Flatiron/Gallagher Livermore, USA 22
Tully Construction/E.E.Cruz, LLC New York, USA 50
Turner - PCL - Flatiron New York, USA 51
Turner Alpha Joint Venture New York, USA 50
Turner Gilbane New York, USA 50
Turner International/Acropolis Management Consultants Singapur 50
Turner International/TiME Proje Yonetimi Limited Sirketi Türkei 41
Turner Sundt New York, USA 60
Turner Thompson Davis Joint Venture New York, USA 45
Turner/Barton Malow Kenny New York, USA 22
Turner/Devcon New York, USA 60
Turner/Goodfellow Top Grade/Flatiron-Oakland Army Base New York, USA 50
Turner/JCB New York, USA 80
Turner/Mc Carthy Massachusetts, USA 50
Turner/New South Joint Venture New York, USA 60
Turner/Omega/Howard Texas, USA 70
Turner/PCL/Flatiron San Diego, USA 6
Turner/Smoot Washington DC, USA 51
Turner/STV New York, USA 50
Turner/Top Grade/Flatiron Oakland, USA 10
Turner/Winter Georgia, USA 60
Turner-Acura-Lindvahl, Triventure Illinois, USA 40
Turner-Peter Scalamdre & Sons JV New York, USA 74
University Construction Management Team New York, USA 50
Division HOCHTIEF Asia Pacific    
A.C.N. 115 687 057 Pty. Ltd. Australien 50
APM Group (Aust) Pty Ltd & Broad Construction Services (NSW/VIC) Pty Ltd Australien 50
Applemead Pty. Ltd. Australien 50
Auckland Road Maintenance Alliance (West) Management JV Neuseeland 50
Bac Devco Pty Ltd. Sydney, Australien 33
Barclay Mowlem Thiess Joint Venture Australien 50
City West Property Holding Trust (Section 63 Trust) Australien 50
City West Property Holdings Pty Limited Australien 50
City West Property Investment (No.1) Trust Australien 50
City West Property Investment (No.2) Trust Australien 50
City West Property Investment (No.3) Trust Australien 50
City West Property Investment (No.4) Trust Australien 50
City West Property Investment (No.5) Trust Australien 50
City West Property Investment (No.6) Trust Australien 50
City West Property Investments (No.1) Pty Limited Australien 50
City West Property Investments (No.2) Pty Limited Australien 50
City West Property Investments (No.3) Pty Limited Australien 50
City West Property Investments (No.4) Pty Limited Australien 50
City West Property Investments (No.5) Pty Limited Australien 50
City West Property Investments (No.6) Pty Limited Australien 50
Cockatoo Iron Ore Australien 50
Cockatoo Mining Pty. Ltd. Australien 50
Copperstring Pty Ltd Australien 50
Double One 3 Unit Trust Australien 50
Erskineville Residential Project Pty. Ltd. Australien 50
Fallingwater Trust Australien 15
Garlanja Joint Venture Australien 75
Great Eastern Alliance Australien 75
Hollywood Apartments Pty Ltd (50% - Joint Venture) Australien 50
Hollywood Apartments Trust (50% - Joint Venture) Australien 50
Kentz E & C Pty Ltd. Australien 50
Kings Square No.4 Unit Trust Australien 50
Kings Square Pty Ltd Australien 50
Kurunjang Development Pty. Ltd. Australien 50
LCS Employment Agency Ltd. Macao 50
Leighton Abigroup Joint Venture Hongkong 50
Leighton BMD JV Australien 50
Leighton Construction India (Private) Limited Mumbai, Indien 50
Leighton Contractors & Baulderstone Hornibrook Bilfinger Berger Joint Venture Australien 50
Leighton Infra 12 Joint Venuture Indien 50
Leighton Kumagai Joint Venture (MetroRail) Australien 55
Leighton OSE JV Indien 50
Leighton Services UAE LLC Ver. Arab. Emirate 50
Leighton/Ngarda Joint Venture Australien 88
LS HoldoCo Pty. Ltd. Australien 50
Majwe Mining (Proprietary) Limited Botsuana 60
Manukau Motorway Extension Neuseeland 50
Marine & Civil Pty. Ltd. Australien 50
Moonee Ponds Pty. Ltd. Australien 50
Mosaic Apartments Holdings Pty. Ltd. Australien 50
Mosaic Apartments Pty. Ltd. Australien 50
Mosaic Apartments Unit Trust Australien 50
Mulba Mia Leighton Broad Joint Venture Australien 50
New Future Alliance (SIHIP) Australien 66
Nextgen Group Holdings Pty. Ltd. Australien 29
Ngarda Civil and Mining Pty. Ltd. Australien 50
Northern Gateway Alliance Neuseeland 50
Riverina Estate Developments Pty. Ltd. Australien 50
Riverina Estate Developments Trust Australien 50
RTL JV Australien 44
RTL Mining and Earthworks Pty. Ltd. Australien 44
SmartReo Ltd. Australien 50
Southern Gateway Alliance (Mandura) Australien 69
The Kurunjang Development Trust Australien 50
Thiess Alstom Joint Venture Australien 50
Thiess Barnard Joint Venture Australien 50
Thiess Black and Veatch JO Australien 50
Thiess Black and Veatch JV Australien 50
Thiess Downer EDI Works JV Australien 75
Thiess Hochtief Joint Venture Australien 50
Thiess United Group JV Australien 50
Viridian Noosa Pty. Ltd. Australien 50
Viridian Noosa Trust Australien 50
VR Pakenham Pty. Ltd. Australien 50
VR Pakenham Trust Australien 50
Wallan Project Pty. Ltd. Australien 50
Wallan Project Trust Australien 50
Wedgewood Road Hallam No.1 Pty Ltd Australien 50
Wedgewood Road Hallam Trust Australien 50
Wellington Tunnel Alliance Neuseeland 50
Wrap Southbank Unit Trust Australien 48
Division HOCHTIEF Europe    
1. WohnArt-Projektentwicklung GmbH & Co. KG Hamburg, Deutschland 50
ABC Schools Partnership Calgary, Kanada 50
Aegean Motorway S.A. Larissa, Griechenland 35
Bangor and Nedrum Schools Services Holdings Limited Belfast, Großbritannien 40
Capital City Link General Partnership Edmonton, Kanada 25
CSM PPP Services (Holdings) Limited Dublin, Irland 50
D1 Construction s.r.o. Bratislava, Slowakei 50
FCC (East Ayrshire) Holdings Limited Edinburgh, Großbritannien 50
Golden Link Concessionaire LLC New York, USA 50
Herrentunnel Lübeck GmbH & Co. KG Lübeck, Deutschland 50
HGO InfraSea Solutions GmbH & Co. KG Bremen, Deutschland 50
HKP Dahlemer Weg Objekt 1 tertius PE GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 50
HKP Dahlemer Weg Objekt 2 ETW PE GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 50
HOCHTIEF COBRA Grid Solutions GmbH Essen, Deutschland 50
HOCHTIEF Offshore Development Solutions S. à r.l. Luxemburg, Luxemburg 50
HOCHTIEF Pandion Oettingenstraße GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 50
HOCHTIEF PPP 1. Holding GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 50
HTP PSP LIMTED Swindon, Großbritannien 50
IWH ImmobilienWerte Hamburg GmbH & Co. KG Hamburg, Deutschland 50
Le Quartier Central Teilgebiet C GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 50
Lusail HOCHTIEF Q.S.C. Doha, Katar 49
Manchester School Services Holdings Limited Swindon, Großbritannien 50
Olympia Odos Concession Company S.A. Athen, Griechenland 17
Olympia Odos Operation Company S.A. Athen, Griechenland 17
PANSUEVIA GmbH & Co. KG Jettingen-Scheppach, Deutschland 50
PANSUEVIA Service GmbH & Co. KG Jettingen-Scheppach, Deutschland 50
PPP Services (North Ayrshire) Holdings Limited Edinburgh, Großbritannien 50
Projekt DoU Baufeld Nord GmbH & Co. KG Stuttgart, Deutschland 50
Raststätten Betriebs GmbH Großebersdorf, Österreich 50
S&W TLP (PSP ONE) Limited Swindon, Großbritannien 50
S&W TLP (PSP Three) Limited Swindon, Großbritannien 50
S&W TLP (PSP TWO) Limited Swindon, Großbritannien 50
SAAone Holding B.V. Vianen, Niederlande 20
Salford Schools Solutions Holdco Limited Swindon, Großbritannien 50
Schools Public / Private Partnership (Ireland) Limited Dublin, Irland 50
Shield Infrastructure Partnership Toronto, Kanada 50
Skyliving GmbH & Co. KG Oststeinbek, Deutschland 50
Süddeutsche Geothermie-Projekte GmbH & Co. KG München, Deutschland 50
Via Solutions Nord GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 49
Via Solutions Nord Service GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 83

Assoziierte Unternehmen, die im Konzernabschluss nach der Equity-Methode berücksichtigt wurden, sind die Folgenden:

Assoziierte Unternehmen

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Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil in Prozent
Al Habtoor Engineering Enterprises Co. LLC Dubai, Ver. Arab. Emirate 45
Am Opernboulevard GmbH & Co. KG Hamburg, Deutschland 47
Arbeitsgemeinschaft GÜ Köbis Dreieck KPMG Berlin, Deutschland 50
Dunsborough Lakes Villaga Syndicate Dunsborough, Australien 20
LCIP Co-Investment Unit Trust Australien 11
MacMahon Holdings Ltd. Australien 20
Mélyépitö Budapest Kft. Budapest, Ungarn 30
PT Ballast Indonesia Construction Jakarta, Indonesien 47
Paradip Mutli Cargo Berth Private Ltd. Indien 26
Sedgman Pty. Ltd. Australien 36
Sociedad Concesionaria Túnel San Cristóbal S.A. Santiago de Chile, Chile 50
Wellington Gateway General Partner No.1 Ltd. Neuseeland 15
Wellington Gateway General Partner No.2 Ltd. Neuseeland 15
Wellington Gateway Partnership No 1 Ltd. partnership Neuseeland 15
Wellington Gateway Partnership No 2 Ltd. partnership Neuseeland 15

Gemeinschaftliche Tätigkeiten, die in den Konzernabschluss einbezogen wurden, sind die Folgenden:

Gemeinschaftliche Tätigkeiten

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Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil in Prozent
Bachus Marsh JV Australien 50
Baulderstone Leighton Joint Venture Australien 50
Casey Fields JV Australien 55
China State Leighton JV Hongkong 50
CHT JV Australien 50
Deer Park JV Australien 50
Edenbrook Estate Australien 50
Erskineville Residential Project Australien 50
EV LNG Australia Pty Ltd & Thiess Pty. Ltd. (EVT JV) Australien 50
Gammon - Leighton JV Hongkong 50
Garlanja JV Australien 25
Henry Road Pakenham JV Australien 50
HYLC JV Australien 50
John Holland - Leighton (South East Asia) Joint Venture Hongkong 50
Leighton - Chun Wo JV Hongkong 84
Leighton - Gammon JV Hongkong 50
Leighton Abigroup Consortium (Epping to Thornleigh) Australien 50
Leighton Able JV Hongkong 51
Leighton China State John Holland JV (City Of Dreams) Macao 40
Leighton China State JV (Wynn Resort) Macao 50
Leighton China State Van Oord JV Hongkong 45
Leighton Contractors Downer JV Australien 50
Leighton Fulton Hogan JV (Sapphire to Woolgoolga) Australien 50
Leighton Fulton Hogan JV (SH16 Causeway Upgrade) Neuseeland 50
Leighton Holland Browse JV Australien 50
Leighton John Holland Joint Venture (Lai Chi Kok) Hongkong 51
Leighton Offshore-John Holland Joint Venture (LTA Project) Singapur 50
Leighton Swietelsky JV Australien 50
Leighton/HEB JV Neuseeland 80
Leighton-Chubb E&M JV Hongkong 50
Leighton-John Holland Joint Venture Australien 50
Leighton-John Holland JV (Thomson Line) Singapur 50
Leighton-Total JO Indonesien 70
Link 200 JV Hongkong 48
Link 200 Station JV Hongkong 60
Link 200 Tunnel JV Hongkong 60
Murray & Roberts Marine Malaysia - Leighton Contractors Malaysia JV Malaysia 50
N.V Besix S.A. & Thiess Pty. Ltd. (Best JV) Australien 50
NRT - Infrastructure Joint Venture Australien 50
Taiwan Track Partners JV Taiwan 28
Task JV (Thiess & Sinclair Knight Merz) Australien 60
Thiess Balfour Beatty JV Australien 67
Thiess Black and Veatch Joint Venture Australien 50
Thiess Decmil Kentz JV Australien 33
Thiess Degremont JV Australien 65
Thiess Degremont Nacap JV Australien 33
Thiess John Holland Dragados JV Australien 50
Thiess John Holland Joint Venture (Airport Link) Australien 50
Thiess John Holland Joint Venture (Eastlink) Australien 50
Thiess John Holland Joint Venture (Lane Cove Tunnel) Australien 50
Thiess John Holland Motorway Services Australien 50
Thiess MacDow JV Australien 50
Thiess Pty. Ltd. & York Civil Pty. Ltd. Australien 65
Thiess Sedgman JV Australien 50
Thiess Southbase JV Neuseeland 50
Veolia Water - Leighton - John Holland JV Hongkong 24

Folgende Tochterunternehmen werden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung zu fortgeführten Anschaffungskosten in den Konzernabschluss einbezogen:

Tochterunternehmen von untergeordneter Bedeutung

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Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil in Prozent
AHBUD Sp. z o.o. Warschau, Polen 100
BAB A7 Neumünster-Hamburg Betriebsverwaltungsgesellschaft mbH Essen, Deutschland 100
Bau und Grund GmbH & Co. KG Freiburg, Deutschland 65
Bau und Grund Verwaltungsgesellschaft mbH Freiburg, Deutschland 65
Copernicus D3 Sp.z o.o. Warschau, Polen 100
Copernicus Roads Sp.z.o.o. Warschau, Polen 100
DOMART Sp. z o.o. Warschau, Polen 100
Garden Center Invest s.r.o. Prag, Tschechien 100
HEPOLICO Investments Sp. z o.o. Warschau, Polen 100
HKS Beteiligungsverwaltungs GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF (India) Private Limited Chennai, Indien 100
HOCHTIEF Construction Austria Verwaltungsgesellschaft mbH Wien, Österreich 100
HOCHTIEF Construction Slovakia s.r.o. Bratislava, Slowakei 100
HOCHTIEF Development Austria Verwaltungs GmbH Wien, Österreich 100
HOCHTIEF Development Schweiz AG Glattpark, Schweiz 100
HOCHTIEF Equipos y Servicios Chile S.A. Santiago de Chile, Chile 100
HOCHTIEF Krankenhauspartner UK Jena GmbH Co. KG Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF Krankenhauspartner UK Jena Verwaltungs GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF Madarij Ltd. Al-Khobar, Saudi-Arabien 51
HOCHTIEF PPP Inwestycje Polskie 2 Sp.z o.o. Warschau, Polen 100
HOCHTIEF PPP Inwestycje Polskie Sp.z o.o. Warschau, Polen 100
HOCHTIEF PPP Schulpartner Verwaltungs GmbH Heusenstamm, Deutschland 95
HOCHTIEF Reichpietschufer Verwaltungs GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF Solutions 2. Beteiligungs GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF Solutions 3. Beteiligungs GmbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF Solutions Bahrain S.PC Manama, Bahrain 100
HOCHTIEF Solutions Real Estate Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH Essen, Deutschland 100
HOCHTIEF Solutions Saudi Arabia LLC Al-Khobar, Saudi-Arabien 100
HOCHTIEF Trade Solutions Limited Hongkong 100
HOMEART Sp. z o.o. Warschau, Polen 100
HTD Smart Office Nr. 1 GmbH Wien, Österreich 100
HTP Projekt 10 (zehn) GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 100
HTP Projekt 3 GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 100
HTP Projekt 4 GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 100
HTP Projekt 5 GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 100
HTP Projekt 6 GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 100
HTP Projekt 7 (sieben) GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 100
HTP Projekt 9 (neun) GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 100
IMMOBILIENGESELLSCHAFT EDWARD STEICHEN BUILDING KIRCHBERG S.A. Luxemburg, Luxemburg 100
Justitia PPS Breda B.V. Rotterdam, Niederlande 100
Marieninsel Ost Verwaltungs GmbH Essen, Deutschland 100
Marieninsel West Verwaltungs GmbH Essen, Deutschland 100
Neva Traverse GmbH i.L. Essen, Deutschland 100
Objekt Hilde und Tom München Verwaltungs-GmbH Essen, Deutschland 100
OOO HOCHTIEF Development Russland Moskau, Russland 100
OOO STREIF Baulogistik Russland St. Petersburg, Russland 100
Project SP sp.z o.o. Warschau, Polen 100
Project SP2 Sp. z o.o. Warschau, Polen 100
Projekt Messeallee Essen GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 100
SIA "HOCHTIEF Solutions Baltics" Riga, Lettland 100
Stadthaus am Anger Verwaltungs GmbH Erfurt, Deutschland 100
Streif Baulogistik Bulgarien EOOD Sofia, Bulgarien 100
Streif Baulogistik Qatar W.L.L. Doha, Katar 49
Streif Baulogistik Ukraine LLC Kiew, Ukraine 100
TBB Serwis Sp. z o.o. Posen, Polen 100
UK Jena Beteiligungs GmbH Essen, Deutschland 100
UKSH Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH Essen, Deutschland 100
Verwaltung Projektgesellschaft Marco Polo Tower GmbH Hamburg, Deutschland 70
Verwaltung Projektgesellschaft Quartier 21 mbH Essen, Deutschland 55
ZOB an der Hackerbrücke GmbH & Co. KG Essen, Deutschland 94
ZOB Beteiligungs GmbH Essen, Deutschland 100

Die folgenden assoziierten Unternehmen werden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt:

Assoziierte Unternehmen von untergeordneter Bedeutung

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Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil in Prozent
Am Opernboulevard Verwaltungs GmbH Hamburg, Deutschland 50
Constructora Vespucio Norte S.A. Santiago de Chile, Chile 45
DuisPortAlliance GmbH Duisburg, Deutschland 50
EOS Verwaltungs GmbH Köln, Deutschland 50
Gravitas Offshore Ltd. Berkshire, Großbritannien 45
Grundstücksgesellschaft Köbis Dreieck GmbH Essen, Deutschland 50
HIP Philipp-Loewenfeld Straße Verwaltungs GmbH Essen, Deutschland 50
HKP Dahlemer Weg Verwaltungs GmbH Essen, Deutschland 50
HOCHTIEF PANDION Oettingenstraße Verwaltungs GmbH Essen, Deutschland 50
Jägerstraße Verwaltungs GmbH Essen, Deutschland 50
Le Quartier Central Teilgebiet C Verwaltungs GmbH Essen, Deutschland 50
Projekt DoU Baufeld Nord Verwaltungs-GmbH Stuttgart, Deutschland 50
Projektgesellschaft Jägerstraße GmbH & Co. KG Köln, Deutschland 50
SAAone Maintenance B.V. Vianen, Niederlande 35
Skyliving Verwaltungs GmbH Oststeinbek, Deutschland 50
Süddeutsche Geothermie-Projekte Verwaltungsgesellschaft mbH München, Deutschland 50
Südwestdeutsche Rohrleitungsbau Gesellschaft mbH Frankfurt am Main, Deutschland 45
SYNTAS Energiemanagement GmbH Bergisch Gladbach, Deutschland 25
Western Carpathians Motorway Investors Company GmbH Wien, Österreich 50
WohnArt-Verwaltungsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 50
ŽILINSKÁ DIAL'NICA s.r.o. Bratislava, Slowakei 25

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Essen, 24. Februar 2015

HOCHTIEF Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Marcelino Fernández Verdes

Peter Sassenfeld

José Ignacio Legorburo Escobar

Nikolaus Graf von Matuschka

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Kapitalflussrechnung, Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals und Konzernanhang - und den mit dem Lagebericht des Mutterunternehmens zusammengefassten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, 25. Februar 2015

Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schlereth, Wirtschaftsprüfer

Bedenbecker, Wirtschaftsprüfer

Index der zehn Prinzipien des UN Global Compacts (UNGC) und der Global Reporting Initiative (GRI)

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UNGC- Prinzipien   GRI-Index nach G4 (in Übereinstimmung mit den Leitlinien "Kern")      
    Allgemeine GRI- Indikatoren Erfüllungsgrad Seitenzahl Weitere Informationen im Internet/ Vermerke
  G4-1 Strategie und Analyse        
  G4-1 Strategie und Stellenwert der Nachhaltigkeit 9-11, 35, 40-41, 131, 162-165 www.hochtief.de/nachhaltigkeit
  G4-3-16 Organisationsprofil        
  G4-3 Name der Organisation 1, 269  
  G4-4 Marken, Produkte und Dienstleistungen 3-4, 80-93 www.hochtief.de/kundenportal
  G4-5 Hauptsitz der Organisation 269  
  G4-6 Anzahl, Name, Länder der Geschäftstätigkeit 32-33  
  G4-7 Eigentumsverhältnisse und Rechtsform 25, 30-33, 269  
  G4-8 Märkte, in denen die Organisation tätig ist 32-33, 42-51, 80-93  
  G4-9 Größe der Organisation 23-25, 32-33, 254, 267  
06 G4-10 Detaillierte Personalinformationen 9-11, 18-21, 117-122  
03 G4-11 Mitarbeiter, die unter Kollektivvereinbarungen fallen 98, 118, CoC www.hochtief.de/compliance
05 G4-12 Lieferkette der Organisation 126-129  
  G4-13 Veränderungen während des Berichtszeitraums 9-17, 32-39, 80-93, 117  
07, 08 G4-14 Vorsorgeprinzip 123ff, 155, CoC www.hochtief.de/verpflichtungen www.hochtief.de/compliance
01, 02, 05 G4-15 Verpflichtungen und Bekenntnisse 3,11 www.hochtief.de/verpflichtungen
  G4-16 Mitgliedschaften 3 www.hochtief.de/verpflichtungen
  G4-17-23 Ermittelte wesentliche Aspekte und Grenzen        
  G4-17 Wesentliche Beteiligungen und Anteilsliste 32-33,254 www.hochtief.de/berichte
  G4-18 Grundsätze und Berichtsinhalte 2, 40-41, 150-165, 174  
  G4-19 Wesentliche Aspekte der Berichtsinhalte 40-41, 162-165 www.hochtief.de/interview-vs
  G4-20 Wesentliche Aspekte innerhalb der Organisation 40-41, 162-165 www.hochtief.de/interview-vs
  G4-21 Wesentliche Aspekte außerhalb der Organisation 40-41, 162-165 www.hochtief.de/interview-vs
  G4-22 Neuformulierung gegenüber früheren Berichten 2, 9-11, 150-165 www.hochtief.de/interview-vs
  G4-23 Änderungen an Umfang und Grenzen der Aspekte 2, 9-11, 41, 150-165 www.hochtief.de/interview-vs
  G4-24-27 Einbindung von Stakeholdern        
  G4-24 Eingebundene Stakeholdergruppen 40-41, 151  
  G4-25 Grundlage für die Ermittlung der Stakeholdergruppen 40-41, 151  
  G4-26 Ansatz zur Einbindung von Stakeholdern 40-41, 151  
  G4-27 Wichtige Themen aus der Einbeziehung der Stakeholder 40-41, 150-165  
  G4-28-33 Berichtsprofil        
  G4-28 Berichtszeitraum 2  
  G4-29 Datum des vorhergehenden Berichts 2  
  G4-30 Berichtszyklus 2, 174  
  G4-31 Kontaktstelle 269 www.hochtief.de
  G4-32 GRI-Index-Prüfungsbericht 260-261  
08 G4-33 Grundlage und Umfang der Prüfung, Beziehung zu den Wirtschaftsprüfern, Unterstützung des Vorstands 2, 15 www.hochtief.de/interview-vs www.hochtief.de/abschlusspruefer
  G4-34 Unternehmensführung        
  G4-34 Führungsstruktur der Organisation 20-21, 32-33, 40-41 www.hochtief.de/corporate-governance
01, 02, 04, 05, 06 G4-56 Ethik und Integrität        
  G4-56 Grundsätze, Werte und Normen 96-100, 150, CoC www.hochtief.de/vision
    Branchenbezogene allgemeine GRI-Indikatoren        
    Strategie und Analyse        
  G4-2 Bauen im Bestand 48, 108, 160  
    Organisationsprofil        
  G4-9 Umsätze nach Regionen Green Building, PPP, bedeutende Marktsegmente 48, 80-93, 160, 162-165 Die relevanten Informationen sind derzeit teilweise nicht verfügbar. Sie sollen zukünftig konzernweit erhoben werden.
  G4-10 Mitarbeiter verschiedener ethnischer Herkunft Mitarbeiter in Regionen mit höherem Risiko 122, CoC Aufgrund diverser Ländergesetze können wir nicht für alle Gesellschaften nach Geschlecht differenzieren.
    Stakeholder-Einbindung        
  G4-24 Zuordnung der Stakeholder auf Organisations- und Projektebene 41, 151  
    Spezifische GRI-Indikatoren in Bezug auf die wesentlichen HOCHTIEF-Themenfelder der Nachhaltigkeit        
  1. Themenfeld: Compliance        
01, 02, 04, 05, 10 G4-SO3-4 Aspekt Korruptionsbekämpfung        
  G4-SO3 Risikoanalyse 97, 133-141, www.hochtief.de/corporate-governance
  G4-SO4 Compliance-Schulungen 97-100, 120, CoC www.hochtief.de/compliance
  2. Themenfeld: Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen        
    Selbst definierter Indikator:        
09   Aspekt zukunftsweisende Arbeitsmethode BIM (Building Information Modeling)        
    Vorteile und Auswirkungen auf Stakeholder-Gruppen und Umwelt 110-111 www.hochtief-vicon.de www.hochtief.de/fue
    Anzahl der BIM-Projekte 110 www.hochtief.de/fue
    Anzahl der BIM-geschulten Mitarbeiter 111 www.hochtief.de/fue
  3. Themenfeld: Attraktive Arbeitswelt        
03, 06   Aspekt Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz        
  G4-LA6 Verletzungen, Berufskrankheiten, Ausfalltage, Abwesenheit und Todesfälle 123-125 Die Daten zur Aufteilung nach Geschlecht und Unfallursache werden bisher nicht erhoben. Daten zu wesentlichen Verletzungsarten werden zukünftig konzernweit erhoben.
  4. Themenfeld: Ressourcenschutz        
    Aspekt Abfall        
  G4-EN23 Abfall nach Menge, Art und Entsorgungsmethode ° 157 Da unsere Produkte Unikate sind, hängt die Wahl der Entsorgungsmethode vom jeweiligen Projekt ab.
  5. Themenfeld: Aktiver Klimaschutz        
08 G4-EN15-17 Aspekt Treibhausgasemissionen        
  G4-EN15 Direkte Treibhausgasemissionen (Scope 1) 159-161  
  G4-EN16 Indirekte energiebezogene Treibhausgasemissionen (Scope 2) 159-161 Durch den Verbund von Scope 1, 2 und 3 wird vollständig berichtet.
  G4-EN17 Weitere indirekte Treibhausgasemissionen (Scope 3) 159-161  
  6. Themenfeld: Gesellschaftliches Engagement        
    Selbst definierter Indikator:        
    Aspekt Förderung lokaler Gemeinschaften        
    Bau von Fußgängerbrücken in abgelegenen Regionen in Kooperation mit der Organisation Bridges to Prosperity 152-153 www.hochtief.de/b2p
www.bridgestoprosperity.org
    Anzahl der Nutzer 152-153 www.bridgestoprosperity.org
    Mehrwert für die Bevölkerung 152-153 www.bridgestoprosperity.org
    Nutzen für HOCHTIEF 152-153 www.bridgestoprosperity.org

◗ teilweise berichtet

° zum größten Teil berichtet

● vollständig berichtet

✓ extern geprüft

CoC Code of Conduct

Da wir zum ersten Mal nach den G4-Leitlinien der Global Reporting Initiative berichten, weisen wir darauf hin, dass wir in diesem Bericht einige der branchenbezogenen Indikatoren noch nicht vollständig abdecken können.

Bescheinigung über eine unabhängige betriebswirtschaftliche Prüfung

An die HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen

Unser Auftrag

Wir haben eine prüferische Durchsicht der im Konzernbericht 2014 der HOCHTlEF Aktiengesellschaft, Essen gemachten Angaben zur Nachhaltigkeit im Kapitel "Nachhaltigkeit bei HOCHTIEF" sowie der Beachtung der den Angaben zugrunde gelegten Kriterien und Standards zum Stichtag 31. Dezember 2014 durchgeführt.

Verantwortlichkeit der gesetzlichen Vertreter

Die Erstellung des kombinierten Konzernberichts 2014 liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Diese Verantwortlichkeit umfasst, dass die Nachhaltigkeitsinformationen im Konzernbericht 2014 in Übereinstimmung mit den in den Sustainability Reporting Guidelines Vol. 4 genannten Kriterien der Global Reporting Initiative (GRl) sind. Die Kriterien sind:

Einbeziehung von Stakeholdern,

Nachhaltigkeitskontext,

Wesentlichkeit,

Vollständigkeit,

Ausgewogenheit,

Vergleichbarkeit,

Genauigkeit,

Aktualität,

Klarheit und

Verlässlichkeit.

Die Verantwortlichkeit umfasst auch das Aufsetzen, Einführen und Betreiben von Systemen und Prozessen zur sowie die Schwerpunktsetzung und Art und Weise der Durchführung der Berichtserstellung.

Unsere Verantwortlichkeit

Unsere Aufgabe ist es, auf Grundlage der von uns durchgeführten prüferischen Durchsicht eine Beurteilung darüber abzugeben, ob uns Sachverhalte bekannt geworden sind, die uns zu der Annahme veranlassen, dass die im Konzernbericht 2014 gemachten Angaben zur Nachhaltigkeit im Kapitel "Nachhaltigkeit bei HOCHTlEF" nicht in allen wesentlichen Belangen in Übereinstimmung mit den Kriterien der Sustainability Reporting Guidelines Vol. 4 der GRI gemacht worden sind.

Eine prüferische Durchsicht hat die Erlangung einer begrenzten Sicherheit zum Ziel und ist daher im Umfang geringer als eine Prüfung, die auf die Erlangung einer hinreichenden Sicherheit ausgerichtet ist. Eine prüferische Durchsicht kann daher nicht wie eine Prüfung die Feststellung aller wesentlichen Sachverhalte sicherstellen. Dementsprechend können wir keine Positivaussage (Prüfungsurteil) über die ausgewählten Daten abgeben.

Wir wurden ebenfalls beauftragt, basierend auf den Feststellungen unserer prüferischen Durchsicht, Empfehlungen für die Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsmanagements und dessen Berichterstattung zu geben.

Methodik

Wir haben unsere prüferische Durchsicht unter Beachtung des "International Standard of Assurance Engagements (ISAE) 3000" durchgeführt.

Im Rahmen der Beauftragung wunden unter anderen folgende Tätigkeiten durchgeführt:

Befragungen von Mitarbeitern der Konzernzentrale in den jeweiligen Fachbereichen, die verantwortlich für die Berichterstattung zur Nachteiligkeit sind.

Einsichtnahme in die Dokumentation von Systemen, Prozessen und internen Kontrollen zur Konsolidierung sowie zum internen Reporting von Kennzahlen.

Telefonische und fragebogenbasierte Befragungen der Divisions für das Projektreporting.

Analytische Beurteilung stichprobenhaft ausgewählter Nachhaltigkeitsdaten.

Unsere Beurteilung

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass die im Konzernbericht 2014 der HOCHTIEF Aktiengesellschaft gemachten Angaben zur Nachhaltigkeit im Kapitel "Nachhaftigkeit bei HOCHTIEF" nicht in Übereinstimmung mit den Kriterien der Sustainability Reporting Guidelines Vol. 4 der GRI gemacht worden sind.

Hinweis und Empfehlung

Unabhängig von unserer Beurteilung empfehlen wir zur Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsmanagements und der Nachhaltigkeitsberichterstattung folgende Punkte umzusetzen:

Weilergehende Implementierung von strategischen Richtlinien, Vorgaben und Verantwortlichkeiten sowie deren organisatorische Verankerung zur Absicherung von Vergleichbarkeit und Zuverlässigkeit der Nachhaltigkeitsinformationen und -daten konzernweit,

eine automatisierte Erfassung und Validierung von Daten und Nachhaltigkeitskennzahlen Im Kontext von Standardisierung und bestehenden Berichtsstrukturen,

Berücksichtigung wesentlicher Entwicklungen und Weiterleitung der Materialitätsanalyse (u.a. Lieferkette) sowie

Quantifizierung von bis dato weitgehend qualitativ dargestellten Zielen mit entsprechenden Key Performance Indikatoren.

 

Düsseldorf, 10.02.2015

Doilette & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andre Bedenbecker, Wirtschaftsprüfer

Ina Stubenrauch, Diplom-Ingenieurin