HOCHTIEF Aktiengesellschaft

Essen

Jahresabschluss zum 31.12.2015

Zusammengefasster Lagebericht und Konzernlagebericht

Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit

Konzernstruktur 2015

Konzernstruktur 2015

Weltweit erbringt HOCHTIEF seine Leistungen mit den drei Divisions HOCHTIEF Americas, HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe. Diese Struktur spiegelt die operative Ausrichtung des Konzerns wider: HOCHTIEF ist in wichtigen nationalen und internationalen Regionen sowie Märkten tätig.

Der Fokus der strategischen und operativen Management-Holding von HOCHTIEF liegt auf der Führung und Steuerung des Konzerns. Als Steuerungsebene verantworten der Vorstand und die zentralen Konzernabteilungen die strategische, organisatorische und operative Entwicklung des HOCHTIEF-Konzerns. Zur Holding gehören die Konzernabteilungen Recht, Corporate Governance/Compliance, Revision/Organisation, Personal, Konzernentwicklung, Mergers and Acquisitions, Kommunikation, Controlling, Finanzen, Capital Markets Strategy/Investor Relations, Rechnungswesen und Steuern sowie Versicherungen.

Geschäftstätigkeit des HOCHTIEF-Konzerns

Als internationaler Baukonzern realisiert HOCHTIEF Projekte in den Bereichen Verkehrs-, Energie-, soziale und urbane Infrastruktur sowie im Minen- und Servicegeschäft. Die langjährige HOCHTIEF-Erfahrung und die Kompetenzen im Entwickeln, Finanzieren, Bauen und Betreiben bilden die Grundlage für diese Tätigkeiten -davon profitieren das Unternehmen und seine Kunden gleichermaßen. Unsere Expertise im Bereich Engineering setzen wir umfassend für unsere Projekte ein.

HOCHTIEF hat seinen Fokus auf komplexe Infrastrukturprojekte gelegt. Diese werden auch auf der Basis von Konzessionsmodellen realisiert: Insbesondere bei Public-Private-Partnership-Projekten (PPP) schafft der ganzheitliche Ansatz von HOCHTIEF Mehrwert. Weitere Projektvorteile erreichen wir durch den Know-how-Transfer und die enge Zusammenarbeit innerhalb des Konzerns. Überdies arbeiten wir mit ausgezeichneten externen Partnern zusammen. Diese wählen wir mithilfe verschiedener Kriterien, wie zum Beispiel der Erfüllung unserer Standards, gezielt aus.

Unser Anspruch ist es, unseren Kunden ein langfristiger, zuverlässiger Partner zu sein. Darum legen wir großen Wert auf hohe Flexibilität, Innovationskraft sowie herausragende Qualität. Unsere Projekte sind Unikate und erfordern die Entwicklung und Umsetzung individueller Lösungen.

Dabei stellt die Nachhaltigkeit eine wesentliche Konzernanforderung dar: Nachhaltigkeit ist als integraler Bestandteil in der Unternehmensstrategie verankert. So fördern wir das Zusammenspiel zwischen Ökonomie, Ökologie und Sozialem.

HOCHTIEF ist eines der internationalsten Unternehmen der Branche und erwirtschaftet 96 Prozent seines Umsatzes außerhalb Deutschlands. Zu den Baumärkten, auf denen wir vertreten sind, zählen weite Teile Europas, Amerika, Australien, der übrige asiatisch-pazifische Raum sowie die Golfregion. Dank dieser globalen Aufstellung kann HOCHTIEF die unterschiedlichen regionalen Marktchancen wahrnehmen.

Wesentliche Steuerungsgrößen bei HOCHTIEF

Im Vergleich zum Vorjahr wird das Betriebliche Ergebnis als wesentliche Steuerungsgröße nun durch das EBIT dargestellt. Dies stellt keine Änderung der wesentlichen Steuerungsgröße dar, da der HOCHTIEF-Konzern in den zu vergleichenden Perioden keine Abschreibungen auf den Goodwill vorgenommen hat. Somit entsprechen sich das EBIT und das EBITA.

Dementsprechend erfolgt die Steuerung des HOCHTIEF-Konzerns im Wesentlichen über folgende Kennzahlen:

Finanzielle Steuerungsgrößen

Auftragseingang

Leistung

Auftragsbestand

Cashflow

EBIT

Ergebnis vor Steuern

Konzerngewinn

Nettofinanzvermögen

Nicht finanzielle Steuerungsgröße

Unfallhäufigkeit

HOCHTIEF weltweit:

Eine Auswahl der zahlreichen Beteiligungsgesellschaften und Projekte unserer Divisions zeigt die globale Präsenz von HOCHTIEF gemäß der Unternehmensstruktur 2015.

HOCHTIEF Americas

Aktivitäten in über 15 Ländern und 30 US-Bundesstaaten

Turner (USA, Kanada)

Flatiron (USA, Kanada)

E.E. Cruz (USA)

Clark Builders (Kanada)

HOCHTIEF Asia Pacific

Aktivitäten in mehr als 20 Ländern

CIMIC (Australien)

Thiess (Australien, Chile, Indien, Indonesien, Mongolei, Neuseeland, Philippinen, Südafrika)

CPB Contractors (Australien, Neuseeland, Papua-Neuguinea)

Leighton Asia, India and Offshore (Hongkong, Indien, Indonesien, Irak, Macau, Malaysia, Philippinen, Singapur, Thailand)

Pacific Partnership (Australien)

EIC Activities (Australien)

Leighton Properties (Australien)

Ventia (Australien, Neukaledonien, Neuseeland)

Habtoor Leighton Group (Katar, Oman, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate)

HOCHTIEF Europe

Aktivitäten in mehr als 25 Ländern

HOCHTIEF Solutions (Deutschland)

HOCHTIEF Building (Deutschland)

HOCHTIEF Infrastructure (Chile, Dänemark, Deutschland, Finnland, Griechenland, Großbritannien, Katar, Lettland, Niederlande, Norwegen, Österreich, Peru, Polen, Rumänien, Saudi-Arabien, Schweden, Serbien, Slowakei, Tschechien, Türkei)

HOCHTIEF Engineering (Deutschland, Indien, Katar)

HOCHTIEF PPP Solutions (Chile, Deutschland, Griechenland, Großbritannien, Irland, Kanada, Niederlande, USA)

HOCHTIEF ViCon (Deutschland, Großbritannien, Katar)

HOCHTIEF Projektentwicklung (Deutschland, Österreich, Polen, Schweiz, Tschechien)

Die hier beispielhaft genannten Gesellschaften verdeutlichen die nationale und internationale Ausrichtung von HOCHTIEF. Die Geschäftstätigkeiten werden zum Teil über Niederlassungen und rechtlich selbstständige Gesellschaften ausgeübt. Weitere Details zu den Divisions finden Sie auf den Einklappseiten 3 und 4 sowie in der Segmentberichterstattung auf den Seiten 80 bis 93. Insgesamt werden im Konzernabschluss neben der HOCHTIEF Aktiengesellschaft 455 Gesellschaften vollkonsolidiert, 182 Gesellschaften at Equity konsolidiert sowie 59 gemeinschaftliche Tätigkeiten anteilig in den Konzernabschluss einbezogen. Die organisatorische Darstellung wird durch die rechtliche Darstellung der wesentlichen Beteiligungsgesellschaften ergänzt.

> Weitere Informationen finden Sie unter: www. hochtief.de/anteilsliste2015

Alle Adressen und Ansprechpartner unserer Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sowie von deren Niederlassungen finden Sie im Internet. >

> Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de

Strategie

Unsere Strategie - einfach und klar:

Wir wollen der global bedeutendste Hoch- und Infrastruktur-Baukonzern werden und nachhaltiges, cashbasiertes Wachstum erzielen. Für unseren langfristigen Erfolg fördern wir das Zusammenwirken von Ökonomie, Ökologie und sozialen Aspekten.

Seit mehr als 140 Jahren ist HOCHTIEF in seinem Kerngeschäft Bauen aktiv und zählt zu den weltweit führenden Infrastrukturanbietern. Dabei nutzen wir unsere Kompetenzen im Entwickeln, Finanzieren, Bauen und Betreiben. Unsere neue Vision und unsere Grundsätze bilden den Rahmen für die strategische Entwicklung unseres Unternehmens, die wir konsequent vorantreiben.

In unseren Zielmärkten werden wir mit unserer Projektmanagement- und Ingenieurkompetenz eine führende Markt- und Technologieposition in den Geschäftsfeldern Bauen, Engineering, Public-Private-Partnership, Contract Mining sowie Services erreichen.

Unser Denken und Handeln ist wertorientiert: Wir stehen für Integrität, Verlässlichkeit, Innovation, Ergebnisorientierung, Nachhaltigkeit und Sicherheit.

Mit unserer Erfahrung, technischer Exzellenz und unseren innovativen Lösungen realisieren wir Projekte, die unsere Kunden überzeugen und der Gesellschaft nutzen. Vorhandene Ressourcen setzen wir effizient ein.

Das Wissen, der Einsatz und die Leistungsbereitschaft unserer Mitarbeiter sind die Basis für unseren Erfolg. Wir stellen ihnen dafür sichere, anspruchsvolle und erfüllende Arbeitsplätze zur Verfügung.

Gemeinsam erwirtschaften wir nachhaltig Erträge und schaffen Werte für unsere Anteilseigner.

Strategische Initiativen

Fokus auf das Kerngeschäft Bauen

Marktsegmente Verkehrs-, Energie-, soziale und urbane Infrastruktur sowie Minengeschäft

Transformation und Harmonisierung von Strukturen und Prozessen

Fokus auf cash-gestützte Profitabilität

Kontinuierliche Verbesserung des Risikomanagements

Differenzierung durch Innovationen

Positionierung als attraktiver Arbeitgeber

Nachhaltiges Handeln

Fokus auf das Kerngeschäft Bauen

Gebaut wird immer und überall. Gesellschaften, die sich entwickeln oder verändern, müssen ihre Infrastruktur kontinuierlich an wachsende oder neue Herausforderungen anpassen. Das gilt für Industrienationen, Schwellenländer und sich entwickelnde Regionen:

Die Globalisierung verlangt nach neuen und effizienteren Verkehrswegen.

Durch den demografischen Wandel verändern sich die Anforderungen an Immobilien.

Das Bevölkerungswachstum sorgt für eine weiter steigende Nachfrage nach Rohstoffen und Infrastruktur.

Der Klimawandel führt zu einem grundlegenden Umbau der Energieinfrastruktur.

Durch die digitale Revolution entstehen völlig neue Geschäftsfelder auch in der Baubranche, bestehende Industrien müssen sich immer schneller neu ausrichten.

HOCHTIEF profitiert von diesen Megatrends.

Mit unseren Kompetenzen und Geschäftsmodellen unterstützen wir unsere Kunden schon in der Ideenphase, etwa durch unsere Engineering-Spezialisten, und begleiten sie auf Wunsch über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes oder einer Infrastruktureinrichtung, zum Beispiel im Rahmen von PPP-Modellen. HOCHTIEF deckt damit die gesamte Wertschöpfungskette von der Planung über die Finanzierung bis zum Betrieb und gegebenenfalls Rückbau ab. Unser Kerngeschäft ist und bleibt das Bauen. Deshalb übernehmen wir PPP-Projekte nur, wenn wir auch einen Teil der Bauleistung erbringen. Aufgrund des steigenden Bedarfs in den für uns relevanten Märkten rechnen wir mit Umsatzwachstum im PPP-Bereich. Für alle HOCHTIEF-Divisions ist das Modell der öffentlich-privaten Partnerschaften ein wachsender Markt, an dem wir auch in Zukunft partizipieren werden.

• Marktsegmente Verkehrs-, Energie-, soziale und urbane Infrastruktur sowie Minengeschäft

Komplexe Infrastrukturprojekte erfordern hohe Kompetenz und Erfahrung. Durch Spitzenleistungen organisieren wir den Planungs-, Bau- und Betriebsprozess so, dass Qualität, Termine und Budgets erfüllt werden und wir uns damit vom Wettbewerb absetzen. Unsere Lösungen sollen technisch überzeugen und für alle Beteiligten wirtschaftlich erfolgreich sein.

- Verkehrsinfrastruktur

Viele Länder, in denen HOCHTIEF tätig ist, verfolgen aktuell Programme zum Erhalt und Ausbau ihrer Verkehrsnetze. Straßen, Brücken, Tunnel, Häfen, Schienenwege oder Flughäfen müssen dringend an steigende Anforderungen angepasst werden. In den meisten Industrienationen ist ein gewaltiger Investitionsstau entstanden, der dringend behoben werden muss. Weil dies mit eigenem Personal und den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln oft nicht möglich ist, setzen Regierungen in unseren Zielmärkten zunehmend auf PPP-Modelle. Beispielsweise sollen in den kommenden zehn Jahren allein in Kanada Schienenprojekte mit einem Wert von 24 Mrd. Euro umgesetzt werden. In Deutschland wird in den nächsten zehn Jahren ein Investitionsvolumen für die Verkehrsinfrastruktur von bis zu 22,3 Mrd. Euro prognostiziert. In Australien hat die Regierung ihre Absicht bekundet, einen Großteil der Investitionen in Infrastrukturprojekte auszuschreiben. Das Volumen beläuft sich allein durch den 20 Jahre laufenden Transportplan für Verkehrsinfrastrukturprojekte in New South Wales auf zirka 175 Mrd. Euro (260 Mrd. australische Dollar).

- Energieinfrastruktur

HOCHTIEF baut Energieinfrastrukturprojekte aller Art auf der ganzen Welt: Von Wasserkraftwerken bis hin zum Rückbau von Kernkraftwerken bieten wir ein umfangreiches Produkt- und Leistungsportfolio. Wir wollen auch im Bereich Energieinfrastruktur unsere starke Position festigen und ausbauen. Moderne Industrienationen und wachsende Volkswirtschaften zeichnen sich durch einen hohen Bedarf an Energie aus. Besonderes Wachstum verzeichnen die Märkte in Nordamerika, Skandinavien und im Nahen Osten. Die Bundesregierung beziffert -trotz der Unsicherheiten bei der Energiewende - den Bedarf für den Ausbau der Energieinfrastruktur in Deutschland bis 2030 auf bis zu eine Billion Euro.

- Soziale und urbane Infrastruktur

Planung, Bau und Modernisierung von Bürohäusern, Einkaufszentren, Krankenhäusern, Schulen oder Wohnungen gehören in fast allen Regionen zu unseren wichtigsten Marktsegmenten. Zu unseren Wettbewerbern zählen häufig kleine und mittelständische Betriebe. Durch konsequentere Auftragsselektion sowie durch schlankere Strukturen und effizientere Prozesse sind wir beweglicher geworden und können nun optimal auf die Bedürfnisse unserer Kunden eingehen. Wir profitieren dabei auch von einer positiven Marktentwicklung. Allein die Nachfrage nach Gewerbeimmobilien in den USA soll 2016 um zirka 4,8 Prozent steigen. Im wichtigsten Marktsegment Büroimmobilien nehmen wir laut ENR* mit unserem Angebot an Green Buildings die Spitzenposition ein, die wir weiterhin halten wollen. Auch in Europa und im asiatisch-pazifischen Raum steigt das Investitionsvolumen für nachhaltige, zertifizierte Immobilien.

* Engineering News-Record

Bei PPP-Hochbauprojekten ist eine nachhaltige, ganzheitliche Betrachtung für uns Standard. Hier bringen wir unsere Kompetenzen im Planen, Finanzieren, Bauen und Betreiben ein. Das PPP-Modell bietet gerade bei den Projekten der sozialen Infrastruktur eine gute Alternative zur herkömmlichen Finanzierung und Realisierung.

- Minengeschäft

Der Bedarf an Rohstoffen, wie Eisenerz, Kohle, Kupfer und Gold, steigt vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern weiter an. In Industrienationen ist die Nachfrage auf hohem Niveau stabil. Wir erwarten, dass die Wachstumsraten bis 2020 mit durchschnittlich 2,4 Prozent weiter anhalten werden. Australien ist inzwischen weltweit einer der größten Förderer von Kohle. Im Bereich Kraftwerkskohle steht der Kontinent auf dem zweiten Platz. Es ist unser Ziel, mit unserer australischen Tochtergesellschaft CIMIC die Wachstumschancen des Minengeschäfts weiterhin zu nutzen und unsere Position als weltweit führender Contract-Miner zu behaupten. CIMIC erschließt dazu auch neue Regionen. Die Minentochter Thiess unterzeichnete im Berichtsjahr einen ersten Auftrag in Chile.

Weitere Informationen zu den für HOCHTIEF relevanten Märkten finden Sie auf den Seiten 41 bis 51.

• Transformation und Harmonisierung von Strukturen und Prozessen

Die Struktur in den Divisions wurde sukzessive angepasst und vereinheitlicht. Sie gliedert sich nun in die vier Geschäftsfelder Bau, Public-Private-Partnership (PPP), Engineering sowie Mining in Australien. Darüber hinaus bietet die Division HOCHTIEF Asia Pacific Services an. Mit der im Berichtsjahr 2015 weitergeführten Transformation verfolgen wir das Ziel, Verbesserungen bei Effizienz und Profitabilität, Liquidität sowie Risikomanagement zu erreichen. Dabei soll die Qualität der akquirierten Aufträge verbessert werden. Zudem wurden Abläufe und Prozesse in den einzelnen Geschäftsfeldern vereinfacht, IT-Tools vereinheitlicht, Berichtswege gestrafft und Entscheidungskompetenzen stärker auf die operative Ebene verlagert. Damit wollen wir weiter Kosten reduzieren und eine bessere Position im Markt erzielen. Die positive Entwicklung zeigt uns, dass wir mit unseren strategischen Initiativen auf dem richtigen Weg sind.

Unsere Engineering-Kompetenz ist jetzt in allen Divisions in eigenständigen Geschäftseinheiten gebündelt, die eng miteinander kooperieren. Sie bieten Ingenieurleistungen für Endkunden an, unterstützen aber zugleich unsere operativen Einheiten. So entsprechen wir den Anforderungen des Markts, da wir Ingenieur- und Bauleistungen aus einer Hand anbieten.

In der Division HOCHTIEF Asia Pacific konnte die Umgestaltung des operativen Modells erfolgreich beendet werden. Um der Neuausrichtung Nachdruck zu verleihen, wurde die Führungsgesellschaft Leighton Holdings in CIMIC Group Limited umbenannt. Der neue Name steht für die vier Kernaktivitäten Bauen (Construction), Infrastruktur (Infrastructure), Minengeschäft (Mining) sowie das PPP-Geschäft (Concessions). Um das Spezialequipment für das Minengeschäft zu bündeln und Synergien zu heben, hat CIMIC die Gesellschaft FleetCo gegründet. Sie bietet die größte Geräteauswahl für das Minengeschäft in Australien. Dabei profitieren nicht nur interne Gesellschaften von der langjährigen Erfahrung und den Serviceleistungen des Teams, sondern zukünftig auch externe Kunden. Langfristig suchen wir für dieses Geschäft einen strategischen Partner, um gebundenes Kapital freizusetzen.

Auch bei der Division HOCHTIEF Americas soll die Wirtschaftlichkeit weiter verbessert werden, damit für unsere Kunden durch unsere Dienstleistungen und unser technisches Fachwissen ein maximaler Mehrwert entsteht. Dazu wollen wir unsere Leistungen insbesondere im kanadischen und im südostasiatischen Markt verstärkt anbieten. Unsere auf Hochbau spezialisierte Tochtergesellschaft Turner ist bereits in Vietnam, Malaysia und Indonesien aktiv.

Die Division HOCHTIEF Europe gliedert sich seit der Transformation von HOCHTIEF Solutions im Wesentlichen in die Geschäftsbereiche Bau (Hoch- und Tiefbau), Engineering und PPP. Unser Ziel ist es, die Vorteile eines stärker mittelständisch geprägten Handelns optimal mit dem Leistungsspektrum eines international erfahrenen Baukonzerns zu verbinden und dabei die Prozesse zu verbessern. Auch in dieser Division haben wir den Fokus auf die Angebotsbearbeitung und Projektabwicklung gerichtet, um eine nachhaltige Effizienzsteigerung zu ermöglichen.

Fokus auf cash-gestützte Profitabilität

HOCHTIEF hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die Cash-Generierung deutlich verbessert. Wesentliche Treiber dieser Entwicklung waren die gestiegene Profitabilität, ein strafferes Working- Capital- Management und ein Rückgang der Investitionen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich auf 1,1 Mrd. Euro. Damit wurde der hohe Vergleichswert des Vorjahres (756 Mio. Euro) mit einem Zuwachs um 379 Mio. Euro nochmals übertroffen. Unser Free Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit plus betriebliche Investitionen) verzeichnete einen Anstieg um 663 Mio. Euro auf 985 Mio. Euro und verdreifachte sich damit gegenüber dem Wert von Ende 2014.

Unsere Nettovermögensposition konnten wir ungeachtet des laufenden Aktienrückkaufprogramms und der Aufwendungen für Dividendenzahlungen erneut signifikant steigern. So belief sich das Nettofinanzvermögen zum Jahresende 2015 auf 805 Mio. Euro. Der Vergleichswert des Vorjahres in Höhe von 470 Mio. Euro, der auch die Forderungen aus dem Verkauf der nicht fortgeführten Aktivitäten von CIMIC enthielt, wurde damit um 335 Mio. Euro übertroffen. Zu dieser deutlichen Verbesserung haben alle Divisions beigetragen.

Die Transformation des Geschäfts hin zu einer cash-orientierten Unternehmenskultur mit konsequentem Risikomanagement zahlt sich ganz klar aus. Wir werden diesen Weg auch in Zukunft verfolgen und weiter an einer Konzernkultur arbeiten, die unter dem Strich gute Gewinne generiert.

• Investitionen

- Aktienrückkaufprogramm

> Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de/aktienrueckkauf

Das im Geschäftsjahr 2014 beschlossene Aktienrückkaufprogramm wurde 2015 unter den gleichen Parametern weiter fortgeführt. Die Anzahl der ausschließlich über XETRA zurückgekauften Aktien per 31. Dezember 2015 betrug 4 134 094 Stück (5,96 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft). Der durchschnittliche Ankaufskurs belief sich auf 71,07 Euro pro Aktie. Im Januar 2016 hat der Vorstand beschlossen, das Aktienrückkaufprogramm fortzusetzen: Der Rückkauf von bis zu 2 780 000 Stückaktien (rund vier Prozent des Grundkapitals) der HOCHTIEF Aktiengesellschaft erfolgt zwischen dem 12. Januar und 30. September 2016.

• Diversifikation und Optimierung der Finanzierungsinstrumente

HOCHTIEF verfolgt darüber hinaus unverändert das strategische Ziel, seine Finanzstruktur zu verbessern. Im Rahmen der Umsetzung dieser Strategie realisierte unsere Tochtergesellschaft CIMIC die vorzeitige Rückzahlung einer US-Dollar-Anleihe in Höhe von 267 Mio. Euro (299 Mio. US-Dollar). Die im November 2012 platzierte Anleihe im Gesamtvolumen von 500 Mio. US-Dollar hat eine Ursprungslaufzeit von zehn Jahren und ist mit einem jährlichen Nominalzins in Höhe von 5,95 Prozent ausgestattet. Weiterhin zielen wir auf die Diversifikation der zur Verfügung stehenden Finanzierungsinstrumente, insbesondere auf die Ausweitung der langfristigen Fremdfinanzierungsquellen außerhalb des klassischen Bankenmarkts, ab. Hierbei werden bei Bedarf vermehrt Kapitalmarkttransaktionen in die Diversifikationsstrategie eingebracht. Aufgrund der zur Verfügung stehenden freien Liquidität wurde jedoch im Berichtsjahr auf die langfristige Aufnahme von Fremdkapital verzichtet.

• Vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Investoren, Analysten und Medien

Unser Ziel ist es, durch eine kontinuierliche und offene Kommunikation mit den Kapitalmarktteilnehmern und den Medien ein ganzheitliches Bild von HOCHTIEF zu präsentieren. Dazu informieren wir im Sinne einer nachhaltigen Berichterstattung sowohl über ökonomische und ökologische wie auch über soziale Themen. Wir erläutern Chancen und Risiken und geben zukunftsorientierte Ausblicke, um eine auf Vertrauen basierende Zusammenarbeit mit bestehenden und potenziellen neuen Investoren zu etablieren. Unsere Investor-Relations- und Presseexperten stellen ihren Zielgruppen unter anderem auf sie zugeschnittene Informationen zur Verfügung. So geben wir zum Beispiel Investoren, die ihre Entscheidungen an Nachhaltigkeitskriterien ausrichten, gezielt Informationen zu diesem Thema. Durch diese Arbeit wollen wir auch künftig den Wert von HOCHTIEF steigern.

Kontinuierliche Verbesserung des Risikomanagements

Das Risikomanagement ständig weiter zu verbessern, ist eines unserer wichtigen strategischen Ziele. Dabei soll durch Reduzierung und effektive Steuerung der Risiken die Rendite nachhaltig gesteigert werden. HOCHTIEF wird nur noch in solchen Ländern aktiv sein, in denen wir langfristig gute Marktchancen sehen. Dort werden wir Niederlassungen gründen und Tochtergesellschaften aufbauen. Sollten sich Rahmenbedingungen in Bestandsmärkten verschlechtern, werden wir auch künftig konsequent reagieren. Darüber hinaus wird weiterhin das Risikomanagement an die operativen Projekte angepasst. Basierend auf Erfahrungen und dem Austausch von Best-Practice-Beispielen, werden optimierte Standards zu Projektkontrollen und Ausführungsmethoden konzernweit implementiert.

Differenzierung durch Innovationen

Mit unserer Erfahrung, technischer Exzellenz und innovativen, maßgeschneiderten Lösungen wollen wir Projekte verwirklichen, die unsere Kunden überzeugen und der Gesellschaft nutzen. In unserem anspruchsvollen Projektgeschäft realisieren wir Unikate, die von uns eine hohe technische Kompetenz, neue und verbesserte Verfahren sowie Innovationskraft erfordern. Unser Ziel ist es, mit unserer Ingenieurkompetenz eine führende Markt- und Technologieposition zu erreichen. Dazu entwickeln wir nachhaltige Projekte beziehungsweise Produkte und Dienstleistungen und sorgen für einen effizienten Einsatz vorhandener Ressourcen. Mit dieser Strategie werden wir auch in Zukunft neue Standards setzen, die Qualität der Arbeit steigern und unsere Wettbewerbsfähigkeit erhöhen.

Beispielhaft dafür ist unser Engagement im Bereich des virtuellen Bauens (Building Information Modeling, BIM) , das wir 2015 weiter vorangetrieben haben. Diese Methode wird heute von vielen Auftraggebern gefordert - hier kann HOCHTIEF von seiner jahrelangen Erfahrung mit der innovativen Technik optimal profitieren.

Positionierung als attraktiver Arbeitgeber

Wir wollen unsere Stellung als attraktiver Arbeitgeber weiter ausbauen und unseren Mitarbeitern sichere, anspruchsvolle und erfüllende Arbeitsplätze zur Verfügung stellen. Dabei bilden Wissen, Einsatz und Leistungsbereitschaft die Basis für unseren wirtschaftlichen Erfolg. Wir sorgen dafür, dass unsere mehr als 47 000 Mitarbeiter sich kontinuierlich weiterqualifizieren können, und setzen Programme auf, um weltweit die richtigen Mitarbeiter für unser Unternehmen zu gewinnen und an uns zu binden.

Als global tätiger Konzern setzen wir uns für optimale, sichere Arbeitsbedingungen und bestmöglichen Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutz ein. Um dieses Engagement zu unterstützen, haben wir unsere Unternehmensgrundsätze fest im Prinzip der Sicherheit verankert und darüber hinaus, mit der Berichterstattung zur Unfallquote im Konzernbericht 2015, eine nicht finanzielle Steuerungsgröße eingeführt. Ziel dabei ist es, die Unfallquote zu senken.

Wir sind überzeugt, mit unserer strategischen Ausrichtung gut für die Marktbedürfnisse gerüstet zu sein.

Nachhaltigkeitsstrategie

> Weitere Informationen finden Sie unter: www. hochtief.de/nachhaltigkeit

Die Unternehmensstrategie von HOCHTIEF bildet die Basis für unsere Nachhaltigkeitsstrategie. So füllen wir die Konzernvision "HOCHTIEF baut die Welt von morgen" mit Leben und setzen sie in die Realität um. Weltweit fördern wir mit unserem Handeln das Zusammenspiel von Ökonomie, Ökologie und Sozialem. Zugleich leisten wir mit unseren Kompetenzen einen Beitrag zu den Herausforderungen moderner Gesellschaften - jetzt und in Zukunft. Unsere Nachhaltigkeitsstrategie orientiert sich an unserem Geschäftsmodell. Sie berücksichtigt die für uns wesentlichen Aspekte, die wir in sechs Themenfeldern definiert und aus denen wir jeweils ein übergeordnetes Ziel abgeleitet haben:

Die Einordnung unserer CR-Themenfelder entsprechend den GRI-G4-Indikatoren finden Sie auf den Seiten 254 bis 255.

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Corporate-Responsibilty-Programm (CR-Programm)*
Themenfeld der Nachhaltigkeit Übergeordnetes Ziel
1. Compliance Wir wollen mit unseren Verhaltensgrundsätzen Standards setzen.
2. Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen Wir wollen nachhaltige Projekte für die Bereiche Verkehrsinfrastruktur, Energieinfrastruktur, soziale und urbane Infrastruktur sowie für das Minengeschäft entwickeln. Deshalb betrachten wir unsere Projekte ganzheitlich und sorgen für eine hohe Gesamtqualität.
3. Attraktive Arbeitswelt Wir wollen unsere Stellung als attraktiver Arbeitgeber weiter ausbauen und uns langfristig als begehrter Arbeitgeber der Branche halten.
4. Ressourcenschutz Wir wollen natürliche Ressourcen schonen und erhalten sowie den Ressourcenschutz optimieren.
5. Aktiver Klimaschutz Wir wollen selbst und gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern CO2-Emissionen einsparen.
6. Gesellschaftliches Engagement Wir wollen uns vor allem dort gesellschaftlich engagieren, wo unser Unternehmen tätig ist. Zudem wollen wir unser langjähriges Engagement für Bridges to Prosperity - ein Schwerpunkt passend zu unserem Baugeschäft - weiter ausbauen.

* Im Geschäftsjahr 2016 werden wir die Themenfelder Ressourcenschutz und Aktiver Klimaschutz zusammenführen und das neue Themenfeld "Nachhaltiger Einkauf" einführen.

Aus den Themenfeldern werden konzernübergreifende, division- und geschäftsfeldspezifische Maßnahmen abgeleitet, die mit entsprechenden Zielen definiert sind (siehe dazu das CR-Programm auf den Seiten 162 bis 165).

Mit unseren sechs Themenfeldern der Nachhaltigkeit tragen wir wesentlich dazu bei, den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens zu ermöglichen und unserer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und der Umwelt gerecht zu werden. Wir haben unsere sechs Themenfelder aus unserem operativen Geschäft heraus definiert und berücksichtigen dabei unsere Rolle als guter Arbeitgeber und Corporate Citizen.

Mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie verfolgen wir klare Ziele: Wir wollen für uns relevante Themen antizipieren, Geschäftschancen und Marktpotenziale nutzen und Risiken verringern. Um dies zu erreichen, ist es wichtig, die Ansprüche und Bedürfnisse unserer Stakeholder zu kennen und zu berücksichtigen.

Zur Minimierung der Risiken tragen unsere konzernweit gültigen Standards bei. Dazu zählen Standards zum Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutz, Sozialstandards sowie Verhaltens- und Compliance-Regeln wie unser Code of Conduct. Häufig übertreffen diese die gesetzlichen Anforderungen.

Um Marktchancen zu nutzen, entwickeln wir für unsere Kunden innovative Produkte und Dienstleistungen. Deshalb betrachten wir unsere Projekte ganzheitlich und sorgen für eine hohe Gesamtqualität. In unserem Baugeschäft entstehen in der Regel Unikate, die maßgeschneiderte, ressourcenschonende Lösungen und den Einsatz modernster Technologien erfordern.

CR-Organisation

Die Nachhaltigkeit ist organisatorisch durch verschiedene Gremien mit klaren Verantwortlichkeiten im HOCHTIEFKonzern verankert. Dies ist in der CR-Richtlinie festgeschrieben. Dementsprechend sind das CR-Committee, das Kompetenzteam Nachhaltigkeit und die CR-Stabsstelle fester Bestandteil der CR-Organisation. Im Berichtsjahr wurden auch in den Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Asia Pacific CR-Committees gegründet. Die Ergebnisse der Gremienarbeit werden ausgetauscht und konzernweit genutzt. Bei den HOCHTIEF-Tochtergesellschaften Turner und CIMIC werden derzeit ebenfalls Kompetenzteams Nachhaltigkeit ("Sustainability Working Group") aufgebaut - sie sollen 2016 erstmals zusammentreten.

> Weitere Informationen finden Sie unter: www. hochtief.de/nachhaltigkeit (CR-Organisation)

CR-Organisation

* NGOs = Nichtregierungsorganisationen

Stakeholder-Einbindung

Zur Stakeholder-Einbindung setzen wir verschiedene Instrumente ein:

Einmal im Jahr findet eine Stakeholder-Dialogveranstaltung bei HOCHTIEF statt. Vertreter aller für HOCHTIEF wesentlichen Stakeholder-Gruppen kommen in der Konzernzentrale zusammen, um über die Bedeutung der Themenfelder der Nachhaltigkeit für HOCHTIEF zu diskutieren. Die Ergebnisse und Impulse fließen in die Arbeit des Kompetenzteams Nachhaltigkeit ein und werden zu konkreten Projekten entwickelt. Der Dialog führte auch 2015 zu einer Bestätigung der bestehenden sechs Themenfelder. Aufgrund der Anregungen von Stakeholdern wird 2016 ein neues Themenfeld "Nachhaltiger Einkauf" zusätzlich eingeführt.

Einmal jährlich führen wir eine Wesentlichkeitsanalyse durch, um die Gültigkeit der von uns identifizierten Nachhaltigkeitsthemen zu überprüfen und sie gegebenenfalls anpassen zu können. 2015 haben 2 117 Personen an der internetbasierten Stakeholder-Befragung sowie einer ergänzenden bevölkerungsrepräsentativen Befragung teilgenommen. Ziel war es, eine Relevanzeinschätzung und eine Priorisierung der Themen für HOCHTIEF zu ermitteln. Die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse sind in der unten stehenden Matrix dargestellt.

Wesentlichkeitsmatrix 2015

Bedeutung der Themenfelder für HOCHTIEF und sein Umfeld von 0 (nicht relevant) bis 5 (sehr relevant)

Märkte und Rahmenbedingungen

Weltwirtschaftliche Entwicklung*

Der Internationale Währungsfonds (IWF)** erwartete für das Jahr 2015 ein weltwirtschaftliches Wachstum von 3,1 Prozent. Dies waren 0,2 Prozentpunkte weniger als noch im Juli 2015 prognostiziert. Der leichte Rückgang erklärt sich durch eine weitere Verlangsamung in den Schwellenländern und eine schwächere Erholung in den entwickelten Volkswirtschaften. Gründe hierfür sind vor allem die sinkenden Rohstoffpreise, die Verlangsamung des Wachstums der chinesischen Wirtschaft, die Abwertung der Währungen in einigen Schwellenländern und die zunehmende Volatilität an den Finanzmärkten.

Der Ausblick für 2016 wurde im Januar 2016 vom IWF gegenüber dem Ausblick im April 2015 ebenfalls leicht abgesenkt - sowohl für die entwickelten als auch für die Schwellen- und Entwicklungsländer. Für 2016 erwartet der IWF ein globales Wachstum der Weltwirtschaft von 3,4 Prozent, 0,6 Prozentpunkte geringer als im April prognostiziert.

Dennoch wird die globale Wirtschaft den Prognosen zufolge im Jahr 2016 etwas Fahrt aufnehmen, sowohl in den entwickelten Volkswirtschaften als auch in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Die Wachstumsrate für Länder, die bereits im Jahr 2015 mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen hatten, wie Brasilien, Russland und einige Länder in Lateinamerika sowie im Nahen Osten, bleibt weiterhin gering. Für die entwickelten Volkswirtschaften werden höhere Wachstumsraten vorhergesagt - dafür sorgt die wirtschaftliche Erholung in Japan, in den USA und im Euroraum. Sie werden die erwartete Verlangsamung des Wachstums in China kompensieren.

* Quelle: World Economic Outlook des IWF (Stand: Oktober 2015) und World Economic Outlook Update des IWF (Stand: Januar 2016)
** www.imf.org

Wirtschaftliches Umfeld und Entwicklung in den Regionen von HOCHTIEF*

Die USA standen 2015 mit ihrem positiven Wachstum in der Spitzengruppe der entwickelten Volkswirtschaften. Durch die weiterhin stützende Geldpolitik der Regierung und die günstigen Finanzierungsbedingungen konnte die Finanzlage der privaten Haushalte gestärkt werden. Hinzu kamen niedrigere Energiekosten und eine insgesamt stärkere Haushaltssituation. Diese Faktoren konnten die negativen Effekte auf die Netto-Exporte, die durch die Stärkung des Dollars eingetreten waren, ausgleichen und führten zu einem Wachstum von 2,5 Prozent für das Jahr 2015. Für 2016 werden für die USA 2,6 Prozent Wachstum erwartet.

Das allgemeine reale Wirtschaftswachstum (BIP) in den für HOCHTIEF bedeutenden Regionen (in Prozent)*

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2015 2016 E
Australien 2,4 2,9
Deutschland 1,5 1,7
Großbritannien 2,2 2,2
Kanada 1,2 1,7
Niederlande 1,8 1,9
Norwegen 0,9 1,3
Österreich 0,8 1,6
Schweden 2,8 3,0
Schweiz 1,0 1,3
Tschechien 3,9 2,6
USA 2,5 2,6
Entwickelte Volkswirtschaften** 1,9 2,1
Bahrain 3,4 3,2
Chile 2,3 2,5
China 6,9 6,3
Indien 7,3 7,5
Indonesien 4,7 5,1
Katar 4,7 4,9
Peru 2,4 3,3
Polen 3,5 3,5
Saudi-Arabien 3,4 1,2
Vereinigte Arabische Emirate 3,0 3,1
Schwellen- und Entwicklungsländer*** 4,0 4,3
Welt 3,1 3,4

** Aufgeführte Länder plus komplette Eurozone, Japan, Dänemark, Hongkong, Island, Israel, Südkorea, Neuseeland, San Marino, Singapur und Taiwan
*** Aufgeführte Länder plus CEE, GUS, MENA, Afghanistan und Pakistan, Subsahara, Lateinamerika und Karibik, Asien (ohne Japan)

Kanada verzeichnete im Berichtsjahr 2015 ein Wachstum von 1,2 Prozent. Dieses Ergebnis lag mit 1,0 Prozentpunkten unter den Erwartungen vom Frühjahr 2015. Grund dafür waren die überwiegend niedrigeren Rohstoffpreise. Für das Jahr 2016 wird ein Anstieg von 1,7 Prozent erwartet.

Die moderate Erholung des Euroraums wurde 2015 durch niedrigere Ölpreise, Lockerung der Geldpolitik und die Abwertung des Euros aufrechterhalten. Die Wachstumsrate lag bei 1,5 Prozent. Für das Jahr 2016 wird ein leichter Zuwachs von 1,7 Prozent erwartet. Zudem hat die EU-Kommission angekündigt, weitere 7,6 Mrd. Euro in den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur zu investieren. Sie sollen aus dem Programm "Europa verbinden" (Connecting Europe Facility) finanziert werden.

Für Deutschland als größte europäische Volkswirtschaft wird das Wachstum im Jahr 2016 voraussichtlich ebenfalls bei 1,7 Prozent liegen. Damit erweist sich Deutschland erneut als Stütze für den Euroraum. Die Situation in Griechenland bleibt mit Abschwächung der Konjunktur von -2,3 Prozent für 2015 weiterhin schwierig. Der Ausblick für 2016 zeigt bereits einen positiven Trend, allerdings liegt das Wachstum mit -1,3 Prozent nach wie vor im negativen Bereich. Luxemburg und die Niederlande konnten 2015 ein Wachstum erzielen, das über dem Durchschnitt des Euroraums lag. Für 2016 wird für Luxemburg mit einer Wachstumsrate von 3,4 Prozent und für die Niederlande von 1,9 Prozent gerechnet - beide Länder liegen erneut über dem Durchschnitt des Euroraums. Österreich und Belgien werden für das Jahr 2016 mit 1,6 Prozent beziehungsweise 1,5 Prozent auf dem vorhergesagten EU-Durchschnittsniveau liegen. Das Wachstum in Osteuropa bleibt robust. Für das Jahr 2016 wird ein Anstieg auf 3,1 Prozent prognostiziert. Diese Steigerungsrate bezieht sich insbesondere auf Polen und Ungarn. Das Wachstum in weiteren Ländern Südosteuropas (Bulgarien, Kroatien und Serbien) liegt unter 2,0 Prozent. Diese Region hat auf der einen Seite von den niedrigeren Ölpreisen und der allmählichen Erholung in der Eurozone profitiert, auf der anderen Seite leidet sie unter den Auswirkungen der Sanktionen gegenüber Russland.

Die für HOCHTIEF relevanten Märkte in der Eurozone werden für 2016 meist überdurchschnittliche Wachstumsraten aufweisen. Besonders hervorzuheben sind Polen, Schweden, Tschechien und Großbritannien.

Im Jahr 2015 lag das Wachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern Asiens laut IWF-Experten bei 6,6 Prozent. Für das Jahr 2016 rechnen sie mit 6,3 Prozent.

Damit weist diese Region, trotz leichten Rückgangs, die stärkste Wachstumsrate der Weltwirtschaft auf. Der Anstieg wird insbesondere von Indien getrieben und zeigt dort eine Verbesserung von 7,5 Prozent. Das Land profitiert von jüngsten Reformen, einer konsequenten Investitionsstrategie und niedrigen Rohstoffpreisen. In China wird für das Jahr 2016 mit einem Wachstum von 6,3 Prozent gerechnet. Hier wird sich eine leichte Eintrübung von 0,6 Prozentpunkten bemerkbar machen.

In Australien wird sich das Wachstum mit 2,9 Prozent für das Jahr 2016 auf dem guten Niveau des Vorjahres bewegen. Gründe hierfür sind strukturelle Reformen und niedrige Öl- und Rohstoffpreise, die durch eine unterstützende Geldpolitik und einen schwächeren Wechselkurs teilweise kompensiert werden.

Für 2016 erwartet der IWF in Katar ein stärkeres Wachstum, das bei 4,9 Prozent liegen wird. Die Entwicklung der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wird konstant bei etwa 3,1 Prozent bleiben. Aufgrund der Anpassung an den niedrigen Ölpreis ist die Prognose für Saudi-Arabien gesunken, von 3,4 Prozent im Jahr 2015 auf 1,2 Prozent für 2016.

Zuwachs der Gesamtinvestitionen der Baubranche nach Regionen*

(Prozentuale Veränderungen gegenüber Vorjahr, gemessen in 2010 US-Dollar)

* Quelle: IHS Global Construction Outlook, Januar 2016

Experten rechnen mit einer Belebung der Wirtschaft im Nahen Osten. So wurden im Januar 2016 die Sanktionen der Europäischen Union und der Vereinigten Staaten gegen den Iran aufgehoben, sodass zum Beispiel wieder Ölexporte möglich sind und die Industrie neue Aufträge erwartet. Durch die lange Abschottung gibt es unter anderem hohen Nachholbedarf im Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Ein weiterer Treiber für die Entwicklung ist die schrittweise Verbesserung der Aussichten für die Länder, die in den vergangenen Jahren stark von Konflikten betroffen waren. Für den Irak wird 2016 mit einer starken Wachstumsrate von 7,1 Prozent gerechnet (2015: 0,02 Prozent).

In den beiden für HOCHTIEF relevanten Volkswirtschaften Chile (2,3 Prozent) und Peru (2,4 Prozent) stieg das Wachstum bereits deutlich stärker als der Durchschnitt in Lateinamerika. Für das Jahr 2016 wird ein Wachstum von 2,5 Prozent für Chile und 3,3 Prozent für Peru prognostiziert.

Entwicklung in den für HOCHTIEF relevanten Märkten und Marktsegmenten

Verkehrsinfrastruktur

In Westeuropa entwickelten sich im Jahr 2015 die Märkte für Verkehrsinfrastruktur in den für HOCHTIEF relevanten Ländern außerordentlich positiv. Für 2016 wird eine Wachstumsrate von 2,6 Prozent erwartet.

Deutschland weist für das Jahr 2016 eine positive Wachstumsrate von 5,0 Prozent aus. Der Bundestag verabschiedete den Verkehrshaushalt für 2016: Danach sollen 12,3 Mrd. Euro in den Ausbau von Fern- und Wasserstraßen sowie Schienenwegen fließen. Weitere zehn Mrd. Euro sind für Investitionen zwischen 2016 und 2018 vorgesehen. Insbesondere soll das Geld in die Sanierung maroder Straßen und Brücken investiert werden. Die deutschen Häfen* an Nord- und Ostsee erwarten nach einem Konjunkturrückgang für das Jahr 2016 wieder ein Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

* Quelle: Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe

Auch Großbritannien lag mit einem Wachstum von 17,5 Prozent deutlich über dem westeuropäischen Durchschnitt. Dieses hohe Niveau wird sich voraussichtlich im Jahr 2016 signifikant verringern. Mit 3,6 Prozent liegt der Anstieg in diesem Segment für Großbritannien immer noch über dem westeuropäischen Durchschnitt von 2,6 Prozent.

Der Markt für BIM wächst - Building Information Modeling, eine zukunftsweisende Arbeitsmethode

In vielen Ländern wird Building Information Modeling (BIM, siehe Seite 108) insbesondere bei komplexen Projekten von den Auftraggebern zunehmend gefordert. Durch die Nutzung von BIM werden Produktivität, Effizienz, Qualität, Sicherheit und die damit verbundenen nachhaltigen Aspekte verbessert. Die Vorteile von BIM werden von vielen Auftraggebern und Investoren als signifikant angesehen und daher bei immer mehr Ausschreibungen vorausgesetzt. Unter anderem entwickelt sich in Ländern wie Australien und Neuseeland eine besondere Dynamik. Auch in Deutschland hat das Bundesverkehrsministerium einen Zeitplan für die Einführung von BIM beschlossen: Bis 2017 läuft eine Vorbereitungsphase, danach folgen Pilotprojekte. Ab 2020 soll BIM bei Verkehrsinfrastrukturprojekten regelmäßig eingesetzt werden. HOCHTIEF und seine operativen Einheiten haben sich auf die Herausforderungen in diesem Bereich gut vorbereitet.

In den Niederlanden wurde ebenfalls erheblich investiert. Im Jahr 2015 lagen die Wachstumsraten bei 11,6 Prozent. Für 2016 wird eine solide Rate von 2,5 Prozent vorhergesagt.

In Norwegen zeigte der "National Transport Plan 2014-2023" mit einer Wachstumsrate von 23,1 Prozent erste Auswirkungen. Treiber sind hier die staatlichen Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur. Für 2016 wird eine Steigerung von 4,5 Prozent prognostiziert.

Die Entwicklung in Österreich zeigte mit 3,2 Prozent im Jahr 2015 eine solide Wachstumsrate. Sie wird mit 2,5 Prozent für 2016 weiterhin positiv bleiben.

In Schweden verzeichnete das Wachstum im Jahr 2015 starke 5,6 Prozent. Diese hohe Rate wird für das Jahr 2016 deutlich gedämpft und nur noch 1,4 Prozent aufweisen.

Wachstum der regionalen Baumärkte von HOCHTIEF

(Prozentuale Veränderungen gegenüber Vorjahr, gemessen in 2010 US-Dollar)

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2015
Region Gewerblicher Hochbau Wohnungsbau Tiefbau Verkehrsinfrastruktur Gesamtmarkt
Deutschland -3,7 1,2 -1,9 1,1 -0,5
Großbritannien 0,4 3,6 5,5 17,5 2,6
Norwegen 0,1 -2,4 4,4 23,1 0,6
Österreich -2,6 -0,4 -1,5 3,2 -1,4
Schweden 3,0 8,4 4,3 5,6 5,8
Niederlande 7,8 8,5 4,0 11,6 7,0
Westeuropa -0,1 1,3 1,4 4,6 0,9
Polen 2,0 1,4 1,0 4,9 1,5
Tschechien 2,3 4,1 12,1 14,1 6,9
Osteuropa -5,0 -3,3 -2,7 1,9 -3,8
Australien -2,1 5,1 -3,8 18,6* -1,4
Chile 1,0 1,1 0,5 2,4 0,7
Kanada -3,6 3,0 -1,5 1,7 -0,2
Katar 7,2 7,4 10,4 57,0 8,7
Peru -3,4 1,5 -4,0 5,0 0,1
Saudi-Arabien 1,9 5,8 4,8 38,7 4,4
USA 12,5 9,1 1,2 4,9 8,5
Vereinigte Arabische Emirate 5,3 3,9 2,8 33,3 4,3
Welt (74 Länder) 3,1 1,7 3,1 8,8 2,6
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2016 E
Region Gewerblicher Hochbau Wohnungsbau Tiefbau Verkehrsinfrastruktur Gesamtmarkt
Deutschland 2,0 6,5 4,1 5,0 5,1
Großbritannien 4,1 5,1 1,8 3,6 4,1
Norwegen 0,2 0,6 4,5 4,5 1,6
Österreich 0,9 1,5 1,2 2,5 1,2
Schweden 1,9 5,6 0,9 1,4 3,2
Niederlande 3,4 3,0 1,7 2,5 2,7
Westeuropa 2,3 3,3 2,1 2,6 2,7
Polen 4,1 1,5 3,0 3,0 3,1
Tschechien 1,9 3,0 2,2 2,6 2,2
Osteuropa -1,0 -0,7 1,3 1,6 -0,1
Australien -0,3 2,8 -1,6 14,9* -0,3
Chile 0,5 0,9 1,0 1,1 0,9
Kanada -3,9 2,1 1,7 3,2 0,1
Katar 6,5 5,6 10,2 13,8 7,8
Peru 1,6 1,8 1,4 1,5 1,7
Saudi-Arabien 3,3 4,6 3,4 9,5 3,7
USA 4,8 7,6 2,8 -0,6 5,3
Vereinigte Arabische Emirate 4,0 0,2 5,2 9,1 3,7
Welt (74 Länder) 3,2 3,0 3,7 3,8 3,3

Quelle Tabelle links: IHS Global Insight:** Global Construction Outlook, 31. Dezember 2015

* Quelle: Macromonitor, Juli 2015
** www.ihs.com

Wenn kein anderer Verweis angegeben ist, beziehen wir uns auf IHS Global Insight; Global Construction Outlook (Stand: 31. Dezember 2015)

In Osteuropa zeigten Polen und Tschechien im Jahr 2015 außerordentliche Wachstumsraten von über 4,9 Prozent und 14,1 Prozent. In Polen wird die Fertigstellung der ersten Phase des Rail-Baltica-II-Projekts erwartet. Die Prognose für 2016 fällt für beide Länder geringer aus, weist aber mit 3,0 Prozent für Polen und 2,6 Prozent für Tschechien weiterhin auf eine gute Geschäftsentwicklung hin.

Nach einem Wachstum von 4,9 Prozent im Jahr 2015 wird in den USA für 2016 und die Folgejahre aufgrund neuer Investitionen Dynamik erwartet: Ein Gesetz zum langfristigen Autobahnausbau trat im Dezember 2015 in Kraft. Der "Fixing America's Surface Transportation Act" sieht Investitionen von rund 305 Mrd. US-Dollar (knapp 280 Mrd. Euro) in den kommenden fünf Jahren insbesondere für Highways, Brücken, Schienenwege und den öffentlichen Nahverkehr vor.

In Kanada wird nach einem Wachstum von 1,7 Prozent für 2016 wieder ein stärkerer Anstieg prognostiziert: Vor dem Hintergrund der im Zuge des Regierungswechsels aufgelegten Programme ("Community Improvement Fund" und "New Building Canada Fund") werden Wachstumsraten in Höhe von 3,2 Prozent erwartet.

In Lateinamerika investierten die für HOCHTIEF relevanten Länder im Jahr 2015 in die Verkehrsinfrastruktur: Peru ist mit 5,0 Prozent und Chile mit 2,4 Prozent gewachsen. Diese Raten werden sich für das Jahr 2016 abschwächen; mit 1,5 Prozent (Peru) und 1,1 Prozent (Chile) stehen die Zeichen insgesamt jedoch weiterhin auf Wachstum. Die Regierungen beider Länder planen große Infrastrukturprojekte.

In Australien hat sich der Markt für Verkehrsinfrastruktur stark entwickelt. 2015 wurde mit einem Wachstum von 18,6 Prozent gerechnet. Für das Jahr 2016 werden 14,9 Prozent vorausgesagt.* Dieser starke Anstieg wird durch die im Juli 2014 von der Regierung ins Leben gerufene "Asset Recycling Initiative" unterstützt. Das Programm wurde entwickelt, um den Regierungen auf Länderebene einen Anreiz zu geben, das bisher in Vermögenswerten gebundene Kapital durch Privatisierung freizusetzen und in neue Infrastruktur zu investieren. Die australische Regierung hat 2,8 Mrd. Euro (4,2 Mrd. australische Dollar) über einen Zeitraum von fünf Jahren zur Verfügung gestellt. Durch das Programm könnten damit bis zu 21,6 Mrd. Euro (32 Mrd. australische Dollar) in neue Infrastrukturprojekte investiert werden.** Ein weiterer Investitionsplan ist der "New South Wales (NSW) Long Term Transport Masterplan", der die Richtung für die Verkehrsplanung der kommenden 20 Jahre vorgibt. Er schafft insbesondere die Rahmenbedingungen für die Verkehrspolitik. Der Masterplan stellt ein Investitionsvolumen von 175 Mrd. Euro (260 Mrd. australische Dollar) für Verkehrs- und Infrastrukturprojekte bereit.***

* Quelle: Macromonitor, Juli 2015
** Quelle: Australian Government - Department of Infrastructure and Regional Development
*** Quelle: www.transport.nsw.gov.au

In Australien spielen im Bereich Verkehrsinfrastruktur Nachhaltigkeitsaspekte eine zunehmend größere Rolle. So müssen zum Beispiel im Bundesstaat Western Australia alle großen öffentlichen Verkehrsprojekte zertifiziert werden. Es ist davon auszugehen, dass diese Anforderungen zukünftig landesweit gelten werden. Zudem gewinnt die Zertifizierungsorganisation für nachhaltige Infrastrukturprojekte "Infrastructure Sustainability Council of Australia" (ISCA) an Bedeutung. Die Gesellschaft bietet Messinstrumente, um nachhaltige Infrastrukturvorhaben nach wesentlichen ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten zu bewerten.

Die Verkehrsinfrastrukturmärkte im Nahen Osten entwickelten sich im Jahr 2015 sehr positiv. Sowohl in Katar als auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) wuchs der Verkehrssektor außergewöhnlich stark (57,0 Prozent beziehungsweise 33,3 Prozent). Die Prognose für 2016 zeigt allerdings niedrigere Raten: 13,8 Prozent für Katar und 9,1 Prozent für die VAE. Auch in Saudi-Arabien wuchs der Markt um sehr starke 38,7 Prozent. Bedingt durch die fallenden Ölpreise und die angespannte politische Situation im Jahr 2016, ist die Finanzierung nicht bei allen geplanten Projekte sichergestellt. Als Folge ergibt sich eine Prognose von 9,5 Prozent.

Public-Private-Partnership-(PPP-)Verkehrsinfrastrukturprojekte

In Deutschland hat das Bundesverkehrsministerium im Rahmen der neuen Generation von PPP-Infrastrukturprojekten ein Investitionsvolumen von rund sieben Mrd. Euro für die nächsten Jahre angekündigt.**** Zu dem Investitionsvolumen werden weitere sieben Mrd. Euro für die Erhaltung und den Betrieb für die Laufzeit von 30 Jahren zur Verfügung gestellt. Bis Ende 2019 sollen jährlich zwei bis drei Straßenprojekte ausgeschrieben werden. Insgesamt umfasst das Programm rund 600 Kilometer Autobahn. Mit der "Neuen Generation ÖPP" sind neben Autobahnen zum ersten Mal auch Bundesstraßen im PPP-Modell geplant.*****

**** Quelle: Quelle: BMVI (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur), Stand: 30.04.2015
***** Quelle: Infra-Deals, Stand: 29.01.2016

Der PPP-Markt in den Niederlanden entwickelt sich weiterhin positiv. Für die Jahre 2016 und 2017 sind pro Jahr vier bis fünf PPP-Projekte im Bereich der Verkehrsinfrastruktur mit einem Gesamtvolumen von mehr als fünf Mrd. Euro geplant.

Norwegen steckt weiterhin in den Vorbereitungen für eine PPP-Straßeninfrastruktur-Projektkette von mindestens drei Projekten. Für das erste Projekt (Ommangsvollen-Grundset) wird der Termin für die Ausschreibung voraussichtlich im ersten Halbjahr 2016 liegen.*

* Quelle: InfraNews, Stand: 20.04.2015

Zudem plant der tschechische Staat laut Ministry of Transport (Stand: 16.04.2015), zwei Straßen als PPP-Projekte aufzulegen, die R4 und die R7. Die Straßen sollen in der zweiten Hälfte des Jahres 2016 ausgeschrieben werden.

Großbritannien plant, im Jahr 2016 eine Reihe von PPP-Projekten auszuschreiben. Das erwartete Investitionsvolumen liegt zwischen einer und bis zu zwei Mrd. Euro pro Jahr.

Der nordamerikanische Markt zeigt nach der Prognose von Canadian Shipper und InfraAmericas ein großes, anhaltendes Wachstumspotenzial für PPP-Straßen- und Brückenbauprojekte. Insbesondere Kanada nutzt das PPP-Vertragsmodell vor allem für Großprojekte. Dabei werden zum Beispiel im Bereich des Schienenverkehrs Investitionsausgaben von über 24 Mrd. Euro für die nächsten zehn Jahre erwartet. In Kanada erreichten acht Projekte mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von zirka 8,2 Mrd. Euro (11,7 Mrd. kanadische Dollar) im Jahr 2015 den Financial Close.

Während Kanada weiterhin den nordamerikanischen PPP-Markt anführt, setzt sich die Entwicklung des PPP-Markts in den USA nur langsam fort. Drei Verkehrs-PPP-Projekte mit einem Umfang von 1,9 Mrd. Euro (2,1 Mrd. US-Dollar) haben im Jahr 2015 den Financial Close in den USA erreicht. Ein weiteres Projekt, SH 288, mit einem Gesamtvolumen von 731 Mio. Euro (820 Mio. US-Dollar) wird den Financial Close voraussichtlich 2016 erreichen. Zudem befanden sich laut InfraAmericas zum Ende des Jahres 2015 drei Projekte mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 5,2 Mrd. Euro (5,7 Mrd. US-Dollar) in der Ausschreibungsphase.

Australien hat schon heute einen der attraktivsten PPP-Märkte weltweit. Die Privatisierung von Vermögenswerten (Asset Recycling Initiative) wird einen weiteren Anstieg der PPP-Projekte begünstigen. Erwartet wird, dass das Wachstum von Verkehrsinfrastrukturprojekten noch stärker von der Privatwirtschaft mitfinanziert wird. Hierbei kommen sowohl die klassischen PPP-Modelle als auch neue, innovative Modelle in Betracht, zum Beispiel mit neuer Finanz- und Risikostruktur für die Privatwirtschaft.**

** Quelle: BMI Australia Infrastructure Report Q1 2016

Das PPP-Geschäft im Nahen Osten entwickelt sich weiterhin sehr positiv. So hat das Emirat Dubai Ende 2015 ein neues PPP-Gesetz verabschiedet, um Infrastrukturprojekte und Gesundheitsimmobilien mithilfe von privaten Investitionen zu realisieren. In Kuwait hat beispielsweise das Bildungsministerium den Bau von neun Schulen ausgeschrieben. Das gesamte Investitionsvolumen für PPP-Projekte wird hier mit zirka 30 Mrd. Euro veranschlagt.

Im Kerngeschäft PPP ergeben sich für die gesamte HOCHTIEF-Gruppe insgesamt hervorragende Marktchancen.

Energieinfrastruktur

Entwicklung in Energiemärkten nach Ländern und Regionen***

*** Wenn kein anderer Verweis angegeben ist, beziehen wir uns auf IHS Global Insight; Global Construction Outlook (Stand: 31. Dezember 2015)

Aufgrund des gesunkenen Ölpreises im Jahr 2015 reduzierten sich auch die Investitionen in Energieinfrastrukturprojekte. Mit -2,4 Prozent blieb der Wert weit unter den Erwartungen für 2015. Für 2016 wird ein Anstieg von 3,6 Prozent erwartet.

Der Markt für Energieinfrastruktur in Westeuropa schrumpfte zwar im Berichtsjahr um 3,3 Prozent. Jedoch erwarten die Analysten für 2016 wieder ein Wachstum von rund 1,3 Prozent.

In Deutschland wirkten sich die Unsicherheiten durch die Energiewende und den anstehenden Netzausbau aus. Nach einem Rückgang des Wachstums im Jahr 2015 wird für 2016 allerdings ein Wachstum von 2,7 Prozent prognostiziert. Zudem werden nach wie vor die Kosten für die gesamte Energiewende von der Bundesregierung bis 2030 auf eine Billion Euro beziffert.

Der Energiemarkt in Österreich ist 2015 um 5,8 Prozent geschrumpft. Der niedrige Strompreis verhindert Investitionen in den Bau von neuen Wasser- und Wärmekraftwerken.* Für das Jahr 2016 ist mit einer Stagnation zu rechnen. Der Markt wird getrieben durch den Ausbau von Wasserkraftwerken, der notwendig ist, um den zukünftigen Strombedarf zu decken und auch die Klimaziele zu erfüllen.

* Quelle: Euroconstruct, Juni 2015

Auch in Norwegen wirkte sich der niedrige Ölpreis negativ auf den Bereich Energieinfrastruktur aus. Der Markt schrumpfte um 2,2 Prozent im Jahr 2015. Ein positiver Trend wird für 2016 mit einem Wachstum von 4,3 Prozent erwartet.

Schweden konnte 2015 noch ein Wachstum von 0,6 Prozent aufzeigen. Für 2016 ist ein leichter Rückgang von 0,8 Prozent zu erwarten.

Der Energiemarkt in den USA ist im Jahr 2015 um 8,5 Prozent geschrumpft, etwas weniger als 2014 erwartet - dies begründet sich durch den gefallenen Ölpreis. Als Resultat wurden neue Investitionen zurückgehalten. Für 2016 wird ein Wachstum von 8,1 Prozent vorhergesagt.

Auch auf den Energieinfrastruktur-Markt in Kanada hatte der gesunkene Ölpreis einen negativen Einfluss (-3,9 Prozent im Jahr 2015). Für das Jahr 2016 wird allerdings ein leichtes Wachstum von 0,4 Prozent erwartet.

In Lateinamerika litt der Energieinfrastrukturmarkt ebenfalls unter dem günstigen Ölpreis (2015: -7,5 Prozent) sowie unter der gesamtwirtschaftlichen Lage, die durch Unruhen in einigen Ländern beeinflusst wurde. Für 2016 wird von einer Steigerung um 0,3 Prozent ausgegangen. Die für HOCHTIEF relevanten Märkte Chile und Peru entwickelten sich ähnlich. Chile zeigte für 2015 Raten von -1,4 Prozent. Der Markt in Peru ist noch deutlicher geschrumpft (-17,3 Prozent). Für 2016 werden für beide Länder wieder positive Zahlen prognostiziert (0,8 Prozent für Chile und 1,2 Prozent für Peru).

Der Markt für Energieinfrastruktur in Australien entwickelte sich 2015 mit -10,6 Prozent negativ. Für 2016 wird eine Erholung von 1,3 Prozent erwartet.

Das Wachstum im Nahen Osten hat sich verlangsamt. Auch in dieser Region hatten die niedrigen Ölpreise negative Auswirkungen - zum Beispiel auf Saudi-Arabien, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Um unabhängiger vom Energiemarkt zu werden, investieren diese Länder mit ihren großen Ölreserven zunehmend mehr in Infrastrukturprojekte, Büroimmobilien und den Wohnungsbau. Der Markt für Energieinfrastruktur in Katar und Saudi-Arabien zeigte für 2015 ein Wachstum von 8,7 und 3,5 Prozent. Diese für HOCHTIEF relevanten Märkte könnten ihre Wachstumsraten beinahe fortsetzen: Die Prognose für das Jahr 2016 liegt bei 10,0 Prozent (Katar) und 3,1 Prozent (Saudi-Arabien).

Soziale und urbane Infrastruktur

Steigende Bedeutung von Nachhaltigkeit im Hochbaumarkt

Es ist davon auszugehen, dass durch die Gesetzgebungen der einzelnen Länder die Aspekte der Nachhaltigkeit für die Baubranche an Bedeutung gewinnen werden. Das World Green Building Council verwies im Zuge der COP21-Konferenz in Paris im Dezember 2015 auf die hohe Bedeutung des Bausektors im Zusammenhang mit dem Klimaschutz, da die Branche für den Ausstoß von mehr als 30 Prozent aller CO2-Emissionen verantwortlich ist. So werden 25 lokale Green Building Councils in den kommenden fünf Jahren den Bau von grünen ImmobiIien mit einer Fläche von mehr als 1,25 Mrd. Quadratmetern unterstützen, damit diese zertifiziert und CO2-Emissionen reduziert werden können.

Immer mehr Investoren legen großen Wert auf eine ganzheitliche Betrachtungsweise von Immobilien. So sehen 56 Prozent der Unternehmen in der Immobilienbranche Nachhaltigkeitskriterien als einen festen Bestandteil in ihrer Investitionsstrategie. Dies belegt eine Studie der Union Investment aus dem Jahr 2014 zum Investitionsklima in Europa.

Basierend auf den aktuellen Marktentwicklungen, sagt die Forbes-Studie zur Energieeffizienz von Immobilien, dass 869 Mrd. Euro (960 Mrd. US-Dollar) weltweit bis 2023 in die Revitalisierung von bestehenden Immobilien investiert und diese damit unter nachhaltigen Gesichtspunkten umgebaut werden, um künftig weniger Treibhausgasemissionen auszustoßen.

Laut einer Studie von RICS* Deutschland wurde 2014 bei Gewerbeimmobilien etwa jeder fünfte Euro, insgesamt zirka 5,3 Mrd. Euro, in nachhaltige Neubauten investiert, die mit einem Zertifikat von LEED oder DGNB ausgezeichnet wurden. Zudem stieg die Anzahl der zertifizierten Gebäude im Segment Bauen im Bestand. Hier erhielten bereits zirka 30 Prozent der Bestandsgebäude ein Zertifikat.

* www.rics.org

Diese Entwicklung stellt einen gewaltigen Markt dar, für den sich HOCHTIEF durch sein Nachhaltigkeitsengagement gut aufgestellt hat.

Entwicklung in den Hochbaumärkten nach Ländern und Regionen

Der gewerbliche Hochbaumarkt in Deutschland wies einen Rückgang von 3,7 Prozent auf. Für 2016 ist allerdings wieder mit einer Steigerung von 2,0 Prozent zu rechnen. Zu diesem Anstieg werden die Marktsegmente Büroimmobilien mit 3,0 Prozent und Gewerbeimmobilien mit 2,4 Prozent beitragen. Der Markt für den Wohnungsbau wird sich von 1,2 Prozent im Jahr 2015 signifikant auf 6,5 Prozent im Jahr 2016 steigern. Zudem wird der deutlich gewachsene Flüchtlingszustrom zusätzlichen Wohnungsbau erfordern und für einen Anstieg in den Jahren 2016 und 2017 sorgen.

Die Entwicklung der gewerblichen Hochbaumärkte Nordamerikas stellte sich für das Jahr 2015 sehr unterschiedlich dar: mit 12,5 Prozent in den USA, aber -3,6 Prozent in Kanada. Dieser Unterschied wird voraussichtlich im Jahr 2016 ähnlich sein. Für die USA wird eine Steigerung von 4,8 Prozent prognostiziert - besonders hervorzuheben sind hier die positiven Entwicklungen in den Segmenten Büro-, Gewerbe- und Industrieimmobilien.

Der kanadische Markt wird 2016 allerdings um 3,9 Prozent schrumpfen. Gründe hierfür sind unter anderem die negative Entwicklung von 7,6 Prozent im Segment Büroimmobilien sowie ein wenig profitabler Markt.

Im Jahr 2015 ist der Markt für den gewerblichen Hochbau in Australien um 2,1 Prozent zurückgegangen. Im Jahr 2016 wird sich der Rückgang auf 0,3 Prozent verringern.

Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate weisen auch in den kommenden Jahren eine starke Entwicklung im gewerblichen Hochbau auf. In Katar wird für 2016 ein Wachstum von 6,5 Prozent prognostiziert. Ähnliche Trends (+4,0 Prozent) sind in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu erwarten.

Soziale und urbane Infrastruktur im PPP-Bereich

In Deutschland wurden seit 2002/2003 insgesamt 185 Hochbauprojekte mit einem Investitionsvolumen von rund 5,8 Mrd. Euro realisiert. Im dritten Quartal 2015 befanden sich 26 PPP-Projekte in der Ausschreibungsphase und 79 in Vorbereitung und Planung. Von den insgesamt 105 Projekten sind 89 dem Hochbau und 16 dem Straßenbau zuzuordnen. Für das Jahr 2016 erwarten wir eine deutliche Steigerung der Nachfrage, da unter anderem ein Fonds zur Förderung von Kommunalinvestitionen in Höhe von 3,5 Mrd. Euro von der Bundesregierung auch für PPP-Projekte bereitgestellt wurde.*

* Quelle: Bericht zu öffentlich-privaten Partnerschaften in Deutschland, Stand: 2015

In Polen wurden im Berichtsjahr 55 Ausschreibungen auf der Grundlage des PPP- beziehungsweise Konzessionsgesetzes veröffentlicht, davon 15 Ausschreibungen im Bereich soziale Infrastruktur. Im Durchschnitt lag die Investitionshöhe der ausgeschriebenen Hochbauprojekte bei knapp zehn Mio. Euro. Anfang 2016 sind 19 Projekte in der Verhandlungsphase, deren Ausschreibungen vor 2015 veröffentlicht wurden. Im Jahr 2016 werden laut Centrum PPP (Stand 11/2015) mehrere PPP-Projekte im Krankenhausbau beziehungsweise in der Krankenhaussanierung sowie ein Sport- und ein Rechenzentrum (Quelle: PPP-Plattform des polnischen Ministeriums für Infrastruktur und Entwicklung, ppp.gov.pl, Stand: 11/2015) erwartet.

Großbritannien verfügt über den bestentwickelten PPP-Hochbaumarkt weltweit. Mehr als 700 PPP-Projekte der sozialen und urbanen Infrastruktur sind seit Anfang der 1990er-Jahre realisiert worden. Größere Programme für neue PPP-Investitionen wurden im dritten Quartal 2015 bekannt gegeben. Dazu gehören große Vorhaben in Schottland und eine neue Investitionsplanung in Irland. Mit zirka 500 Mio. Euro soll damit der Bau von PPP-Projekten im Bereich des Bildungs-, Gesundheits- und Justizwesens gefördert werden (Quelle: Department of Public Expenditure and Reform).

PPP-Projekte spielen weiterhin eine zunehmend bedeutende Rolle in Kanada. Hier erreichten zwölf Projekte laut InfraAmericas im Berichtsjahr den Financial Close. Der Großteil der Projekte bestand aus Krankenhäusern und Bildungseinrichtungen. Das Investitionsvolumen dafür liegt bei 1,8 Mrd. Euro (zwei Mrd. US-Dollar)* . Weiterhin ist mit einer starken Projektpipeline von Krankenhäusern und Bildungseinrichtungen zu rechnen.

In den USA erreichte seit 2010 nur ein PPP-Projekt mit einem Investitionsvolumen von 376 Mio. Euro aus dem Bereich soziale und urbane Infrastruktur den Financial Close. Zwei weitere befinden sich in der Ausschreibungsphase.*

* Quelle: InfraAmericas, Stand: 31.12.2015

Neben einem prosperierenden PPP-Markt im Bereich Verkehrsinfrastruktur bietet Australien auch im Bereich soziale und urbane Infrastruktur viel Potenzial. Führend ist das Marktsegment für Gesundheitsimmobilien - hier ist Australien neben Großbritannien Weltmarktführer. Die einzelnen Projekte zeichnen sich durch ein hohes Auftragsvolumen aus - so zum Beispiel ein Krankenhaus in Kawana mit einem Gesamtauftragswert von etwa 1,97 Mrd. Euro (2,18 Mrd. US-Dollar) oder ein Kinderkrankenhaus in Perth mit einem Volumen von zirka 887 Mio. Euro. Zudem werden sich große Projektvorhaben im Segment Bildungsimmobilien äußerst positiv auf den PPP-Markt auswirken. Die australische Regierung wird laut BMI Australia Infrastructure Report Q1 2016 mittelfristig sehr hohe Summen in Einrichtungen dieses Segments investieren. Darüber hinaus soll das PPP-Modell auch für Stadien, Kongresszentren oder Haftanstalten in Betracht kommen.

Minengeschäft

Entwicklung der Rohstoffmärkte nach Ländern und Regionen**

Die Nachfrage nach Rohstoffen steigt langfristig weltweit kontinuierlich weiter.

** Quelle: BREE, Resources and Energy Quarterly, September 2015 (wenn nicht anders im Text ausgewiesen)

Der Mining-Sektor in Australien hat in den vergangenen Jahren die Produktionskapazitäten ausgebaut und die Exportmengen deutlich erhöht. Da Preise und Fördermengen zurückgegangen sind, liegt der Fokus derzeit besonders auf der Effizienz der Förderung. Laut Marktforschungsinstitut BIS Shrapnel wird das Wachstum kurzfristig relativ gering ausfallen. Ab 2016/2017 wird voraussichtlich eine Erholung im australischen Mining-Sektor eintreten. Gründe sind erweiterte, steigende Produktionsmengen und anziehende Rohstoffpreise. Für die Jahre 2015 bis 2020 prognostiziert BIS Shrapnel ein jährliches Wachstum von 2,4 Prozent.

Australien ist weltweit einer der größten Förderer und Exporteure von Kohle. Im Bereich Kraftwerkskohle stand Australien 2015 mit 200 Megatonnen (mt) nach Indonesien (400 mt), aber vor Russland (135 mt) auf dem zweiten Platz. Obwohl das Exportvolumen im Jahr 2015 fast stagnierte, wird für das Jahr 2016 wieder ein Wachstum von 2,8 Prozent vorausgesagt. Aufgrund des weiter steigenden Energiebedarfs liegt die prognostizierte jährliche Wachstumsrate zwischen 2015 und 2020 bei 1,8 Prozent.

Der gegenwärtig mit Abstand größte Exporteur von Kraftwerkskohle ist weiterhin Indonesien. Allein im Jahr 2015 exportierte das Land mehr als doppelt so viel wie der zweitgrößte Exporteur Australien. In der ersten Hälfte des Jahres 2015 verringerte sich allerdings die indonesische Kohleförderung. Dies lag im Wesentlichen an der geringeren Nachfrage der wichtigen Exportmärkte China und Indien und einem damit verbundenen Preisrückgang. Auch mittelfristig ist eine Steigerung der Produktion unwahrscheinlich, da die indonesische Regierung weiterhin das Ziel verfolgt, weniger zu exportieren und mehr im eigenen Land zu verwerten. Dennoch ist der indonesische Markt für HOCHTIEF attraktiv: Thiess, die für Minenprojekte zuständige CIMIC-Gesellschaft, ist dort zurzeit allein an fünf Kohlenminen mit langer Laufzeit tätig.

Top-3-Exporteure von Kraftwerkskohle (in Mio. t)

Quelle: BREE Resources and Energy Quarterly (September 2015)

Der globale Eisenerzhandel ist im Jahr 2015 um 1,4 Prozent auf rund 1,4 Mrd. Tonnen gewachsen. Die Eisenerzförderung in Australien hat sich 2015 um 6,3 Prozent auf 762 Millionen Tonnen erhöht. Für 2016 wird ein Wachstum von acht Prozent erwartet. Damit bleibt Australien weiterhin der größte Exporteur von Eisenerz. Der australische Anteil am weltweiten Handelsvolumen wird in den kommenden Jahren mehr als 55 Prozent ausmachen. Hauptabnehmer für Eisenerz ist China; das Land wird weiterhin für eine hohe Nachfrage sorgen und damit zu hohen Wachstumsraten beitragen.

Handelsvolumen Eisenerz* (in Mio. t)

* Quelle: BREE Resources and Energy Quarterly (September 2015)

Bis 2020 wird weltweit ein durchschnittliches jährliches Wachstum für Eisenerz von 2,0 Prozent prognostiziert. Damit wird eine Fördermenge von 1,55 Mrd. Tonnen erreicht.

Für das Minengeschäft insgesamt ist HOCHTIEF mit seiner australischen Konzerngesellschaft CIMIC** sehr gut aufgestellt. Sie ist als weltweit größtes Unternehmen im Contract-Mining*** in Australien sowie in verschiedenen Regionen im asiatisch-pazifischen Raum tätig und wird weiterhin an der positiven Marktentwicklung partizipieren. Zudem wird CIMIC, mittel- bis langfristig betrachtet, seine Präsenz in bereits bestehenden Märkten ausbauen und sein Leistungsspektrum im Contract-Mining in neuen Märkten anbieten und prüft auch die Expansion in weitere Länder, zum Beispiel in Nord- und Südamerika. So gewann CIMIC 2015 bereits einen ersten Auftrag in Chile.

** Ehemals Leighton Holdings
*** Siehe Glossar Seite 259.

Rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Wirtschaftspolitik in Nordamerika

Nach dem Regierungswechsel im Oktober 2015 in Kanada soll die Wirtschaft durch staatliche Konjunkturspritzen angekurbelt werden. Dabei wird die neue Regierung ihren Schwerpunkt auf den Bereich erneuerbare Energien setzen, um die Abhängigkeit vom Öl zu reduzieren. Zudem wird der Umweltschutz eine größere Rolle im Kampf gegen den Klimawandel spielen.

In den USA wurde im Dezember 2015 ein Gesetz zur Sanierung der Verkehrsinfrastruktur verabschiedet, der "Fixing America's Surface Transportation Act": In den kommenden fünf Jahren sollen insgesamt 305 Mrd. US-Dollar (knapp 280 Mrd. Euro) für Verkehrsinfrastrukturprojekte aufgewendet werden, insbesondere für Highways, Brücken, Schienenwege und den öffentlichen Nahverkehr. Es ist das erste umfassende nationale Maßnahmenpaket zur Verkehrsinfrastruktur seit mehr als zehn Jahren.

Neue EU-Richtlinie muss bis April 2016 durch die Mitgliedsstaaten umgesetzt werden

Die bereits im Jahr 2014 verabschiedeten europäischen Vergaberechtsrichtlinien müssen bis April 2016 von allen EU-Mitgliedsstaaten umgesetzt werden. Durch diese neuen Regeln sollen öffentliche Aufträge auch zur Verwirklichung umwelt- und sozialpolitischer Ziele beitragen. Dies führt zu einer erheblichen Aufwertung ökologischer Belange im Rahmen der öffentlichen Auftragsvergabe. Systematisch ist die Einhaltung umweltrechtlicher Verpflichtungen künftig ebenso ein vergaberechtlicher Grundsatz wie die bisher geltenden Grundsätze.

In das deutsche Recht sind diese Richtlinien bis zum 18. April 2016 umzusetzen. Auf einigen für HOCHTIEF relevanten Märkten, wie in Skandinavien, den Beneluxländern oder Großbritannien, wird bei der Auftragsvergabe bereits besonderer Wert auf soziale und ökologische Aspekte gelegt.

Markt für zertifizierte Infrastrukturprojekte wächst

Zusätzlich zu den bislang bekannten Zertifikaten im Hochbaubereich rückt zunehmend auch die Infrastruktur in den Fokus: Zu den aktuellen Bewertungsansätzen und Standards für Infrastrukturprojekte zählen etwa Greenroads, Envision, AGIC, CEEQUAL und SuRe. Zudem entwickelt die Europäische Union derzeit einen Kriterienkatalog für die nachhaltige Vergabe bei öffentlichen Straßenbauprojekten ("EU Green Public Procurement Criteria for Design, Construction and Maintenance of Roads").

Verschärfung der Energieeinsparverordnung (EnEV) in Deutschland ab 2016

Zum 1. Januar 2016 wurde der Energiestandard für neu errichtete Gebäude erhöht: Der Energieverbrauch eines Gebäudes muss um 25 Prozent gegenüber der Verordnung von 2014 gesenkt werden. Dies bezieht sich auf den Jahresprimärenergiebedarf zum Beispiel beim Heizen, Wasserwärmen, Lüften und Kühlen sowie bei Nichtwohnbauten auch auf die Beleuchtung. Zudem reduziert sich der maximal erlaubte mittlere Wärmeverlust durch die Gebäudehülle um zirka 20 Prozent.

Neues Weltklimaabkommen beim COP21

Zum ersten Mal hat die Weltgemeinschaft im Zuge des globalen Klimagipfels in Paris im Dezember 2015 ein gemeinsames Klimaziel verabschiedet: Verbindlich vereinbart wurde das Ziel, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu begrenzen, wenn möglich auf 1,5 Grad.

Fortführung der Bauarbeiten bei Mautstraßenprojekten in Griechenland

Im ersten Halbjahr 2015 konnten die Bauarbeiten in den beiden Projekten Maliakos-Kleidi (HOCHTIEF-Anteil: 35 Prozent) und Elefsina-Patras-Tsakona (HOCHTIEF-Anteil: 17 Prozent) planmäßig fortgeführt werden. Die erneute Wirtschafts- und Finanzkrise in Griechenland im Sommer 2015 führte zwischenzeitlich zu einer deutlichen Verringerung der Bauaktivitäten. Durch Wiederbelebung der griechischen Wirtschaft im Herbst konnten auch die Bauarbeiten auf beiden Strecken wieder in gewohntem Maß fortgesetzt werden. Der Ausblick für beide Projekte ist trotz Bauverzögerungen positiv. Dies setzt allerdings eine weitere Stabilisierung der politischen und insbesondere der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Griechenland voraus.

Auftragsentwicklung 2015

Auftragseingang und Leistung auf hohem Niveau

HOCHTIEF hat im abgelaufenen Geschäftsjahr seine Konzentration auf das Kerngeschäft fortgesetzt. Trotz dieser geplanten Verkleinerung sind die Auftragszahlen auf solidem Niveau.

Auftragseingang: stabile Entwicklung bei risikobewussterer Angebotskultur

Der Auftragseingang des Konzerns lag mit 22,26 Mrd. Euro in etwa auf Vorjahreshöhe (plus ein Prozent)* .

* Ermittlung der Prozentwerte auf Basis Mio. Euro.

Die Division HOCHTIEF Americas konnte den Vorjahreswert erneut deutlich überschreiten und erzielte ein neues Rekordniveau. Die außerordentlich gute Entwicklung der amerikanischen Tochtergesellschaft Flatiron und der starke US-Dollar führten zu diesem Anstieg. Der Auftragseingang betrug 10,83 Mrd. Euro und lag damit um sechs Prozent deutlich über dem Rekordwert des Vorjahres.

Die Division HOCHTIEF Asia Pacific hat im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder bedeutende Bauprojekte und Erweiterungen von Contract-Mining-Aufträgen gewinnen können. Der Auftragseingang liegt jedoch aufgrund einer selektiveren und risikobewussteren Auftragshereinnahme mit 8,62 Mrd. Euro um fünf Prozent unter dem Vorjahreswert.

Die Division HOCHTIEF Europe zeigt mit 2,68 Mrd. Euro eine stabile Entwicklung des Auftragseingangs auf Vorjahresniveau. Bereinigt um den Bereich Immobilienentwicklung, der nicht mehr zum Kerngeschäft gehört, hat die Division HOCHTIEF Europe gegenüber dem Vorjahr eindeutig steigende Auftragseingänge verzeichnet.

Leistung: konstantes Niveau

Die Leistung im Konzern erreichte trotz Fokussierung auf das Kerngeschäft mit 23,95 Mrd. Euro ein Volumen, das in etwa auf Vorjahresniveau lag (minus ein Prozent).

Die Division HOCHTIEF Americas lag mit einer Leistung von 10,87 Mrd. Euro mit 19 Prozent deutlich über dem Vorjahr und erreichte damit einen Rekordwert im Geschäftsjahr. Bereinigt um positive Währungseffekte gegenüber dem US-Dollar, liegt die Leistung im Berichtsjahr auf Vorjahresniveau.

Die Division HOCHTIEF Asia Pacific liegt durch die Abarbeitung des soliden Auftragsbestands in den Bereichen Contract-Mining und Infrastruktur auf hohem Niveau. Die Transformation der australischen Tochtergesellschaft CIMIC führte jedoch erwartungsgemäß zu einem Rückgang. Die Division lag um -13 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Auch der Rückgang bei der Division HOCHTIEF Europe (-18 Prozent) ist eine Folge der Transformation und der Konzentration auf die Kerngeschäftsfelder Hoch- und Infrastrukturbau. Im Vergleichszeitraum waren unter anderem noch Leistungsanteile der veräußerten Immobilienentwicklungssparte formart enthalten.

Der Anteil der internationalen Leistung beträgt 96 Prozent an der Konzernleistung. Basierend auf den Zahlen des Geschäftsjahres 2014, erreichte HOCHTIEF einen Spitzenplatz in der Rangliste "The Top 225 International Contractors" im jährlichen Ranking des Fachmagazins Engineering News-Record.

Auftragsbestand: komfortable Basis für zukünftige Leistungsentwicklung

Der Auftragsbestand des Konzerns liegt mit einem absoluten Wert von 36,72 Mrd. Euro ein Prozent über dem Vorjahreswert.

Dabei lag der Auftragsbestand bei der Division HOCHTIEF Americas in Höhe von 12,86 Mrd. Euro zum Jahresende 2015 elf Prozent über dem ebenfalls bereits sehr hohen Vorjahreswert.

Der Auftragsbestand der Division HOCHTIEF Asia Pacific ist mit 19,47 Mrd. Euro weiterhin sehr hoch. Unsere Konzerngesellschaft CIMIC, die sich allein für das Jahr 2016 bereits mit Projekten in Höhe von rund 40 Mrd. Euro (60 Mrd. australische Dollar) in der Angebotsphase befindet, hat weiterhin sehr gute Geschäftsperspektiven. Davon werden für den Bereich Contract-Mining Aufträge im Wert von zirka zwölf Mrd. Euro (18 Mrd. australische Dollar) erwartet.

Der Auftragsbestand der Division HOCHTIEF Europe liegt mit 4,39 Mrd. Euro zum Ende des Berichtsjahres um 17 Prozent über dem Wert des Vorjahres und unterstreicht die positiven Leistungsperspektiven der Division.

Auf Basis der aktuellen Jahresleistung gewährleistet der Konzernauftragsbestand eine weiterhin hohe rechnerische Auslastung von mehr als 18 Monaten.

Auftragseingang

in Mrd. EUR

Leistung

in Mrd. EUR

Auftragsbestand

in Mrd. EUR

* Angepasst um 0,55 Mrd. Euro aufgrund von Definitionsänderung CIMIC.

Auftragseingang nach Regionen

100 Prozent = 22,26 Mrd. Euro

Leistung nach Regionen

100 Prozent = 23,95 Mrd. Euro

Auftragsbestand nach Regionen

100 Prozent = 36,72 Mrd. Euro

Wertschöpfung 2015

HOCHTIEF stellt mit der Wertschöpfungsrechnung die Entstehung seiner wirtschaftlichen Leistungskraft dar und erläutert gleichzeitig, in welcher Höhe die öffentlichen und privaten Interessengruppen hiervon profitieren.

Vor dem Hintergrund der veräußerten Aktivitäten sind die Umsatzerlöse um rund eine Mrd. Euro zurückgegangen. Die im Geschäftsjahr 2015 abgeschlossenen Transformationsprozesse und die wirksam umgesetzten Maßnahmen zur weiteren Steigerung der Profitabilität und Liquidität bei HOCHTIEF führten noch im gleichen Jahr zu einem leicht gestiegenen Anteil der Nettowertschöpfung an der Unternehmensleistung gegenüber dem Vorjahr (+0,5 Prozent). Insgesamt profitieren wir von unserem Engagement für Nachhaltigkeit, das unter anderem unsere Wertschätzung am Kapital- und Arbeitsmarkt erhöht.

Der HOCHTIEF-Konzern verwendete die erwirtschaftete Nettowertschöpfung auch im Geschäftsjahr 2015 wieder überwiegend für seine Mitarbeiter: 83 Prozent wurden für sie verwendet. Dieser hohe Wertschöpfungsbeitrag erlaubt es uns, weiterhin attraktive Arbeitsplätze zu angemessenen Konditionen anbieten zu können. Auch in diesem Bereich korrespondiert die Entwicklung gegenüber dem Vorjahr mit den Transformationsprozessen im HOCHTIEF-Konzern.

HOCHTIEF weist eine gute Bonität auf und bietet in einem aktuell schwierigen Marktumfeld mit niedrigem Zinsniveau eine dauerhaft attraktive Investitionsmöglichkeit für Fremd- und Eigenkapitalgeber. Der Anteil an Kreditgebern betrug im Geschäftsjahr 240,2 Mio. Euro. Auf unsere Aktionäre und das Unternehmen selbst entfielen 208,3 Mio. Euro, die im Wesentlichen aus unserer kontinuierlichen Dividendenpolitik resultieren. Der Anteil an der Nettowertschöpfung betrug 4,7 Prozent.

Im Geschäftsjahr 2015 ist der Anteil der öffentlichen Hand von 4,3 Prozent (190,2 Mio. Euro) ebenfalls deutlich positiv.

Entstehung der Wertschöpfung

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2015 2014
in Mio. EUR in % in Mio. EUR in %
Umsatzerlöse 21.096,6 98,9 22.099,1 99,1
Bestandsveränderung der Erzeugnisse 18,5 0,1 -30,4 -0,1
Sonstige betriebliche Erträge 217,5 1,0 225,4 1,0
Unternehmensleistung 21.332,6 100,0 22.294,0 100,0
Materialaufwand -15.484,3 -72,6 -15.745,6 -70,6
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.203,4 -5,6 -1.767,6 -7,9
Andere Finanzaufwendungen -51,2 -0,2 -31,9 -0,1
Vorleistungen -16.738,8 -78,5 -17.545,1 -78,7
Finanzerträge 92,8 0,4 104,4 0,5
Beteiligungsergebnis 155,7 0,7 118,5 0,5
Bruttowertschöpfung 4.842,3 22,7 4.971,8 22,3
Abschreibungen -413,8 -1,9 -440,4 -2,0
Nettowertschöpfung 4.428,5 20,8 4.531,4 20,3

Verwendung der Wertschöpfung

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2015 2014
in Mio. EUR in % in Mio. EUR in %
An Mitarbeiter 3.664,8 82,8 4.423,9 97,6
An Kreditgeber 240,2 5,4 284,6 6,3
An andere Gesellschafter* 124,9 2,8 -9,2 -0,2
An die öffentliche Hand 190,2 4,3 -45,4 -1,0
An Unternehmen und Aktionäre* 208,3 4,7 -122,6 -2,7
Nettowertschöpfung 4.428,5 100,0 4.531,4 100,0

* Angepasst aufgrund nicht fortgeführter Aktivitäten.

Die Summe, die an andere Gesellschafter (124,9 Mio. Euro) ging, war im Geschäftsjahr 2015 im Wesentlichen durch die Ausschüttungen an andere Gesellschafter der CIMIC-Gruppe beeinflusst.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

HOCHTIEF hat zur nachhaltigen Verbesserung von Ergebniszahlen, Margen und Cashflows die Konzernstrukturen und das Geschäftsmodell einer umfassenden Transformation unterzogen. Im Dezember 2014 hatte die HOCHTIEF-Tochtergesellschaft CIMIC verbindliche Vereinbarungen zur Veräußerung der John Holland Group und der Servicebereiche von Thiess und Leighton Contractors abgeschlossen und diese als aufgegebene Geschäftsbereiche klassifiziert. In Übereinstimmung mit den geltenden IFRS-Vorschriften wurde daher in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2014 ein getrenntes Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten (continuing operations) und aus nicht fortgeführten Aktivitäten (discontinued operations) ermittelt. Im Geschäftsjahr 2015 wurden keine Divestments vorgenommen, die das Kriterium eines aufgegebenen Geschäftsbereichs erfüllten. Das im Geschäftsjahr 2015 erzielte Ergebnis nach Steuern stammt daher vollumfänglich aus fortgeführten Aktivitäten (continuing operations).

HOCHTIEF hat den Transformationsprozess im Geschäftsjahr 2015 fortgesetzt und an der Vereinheitlichung und Vereinfachung von Geschäftssystemen und an Initiativen zur Kostensenkung, Margenverbesserung und Cash-Generierung gearbeitet. Die Reorganisation des Konzerns und die Konzentration der geschäftlichen Aktivitäten auf die Kerngeschäftsfelder haben in spürbarem Maße die Entwicklung des Umsatzvolumens beeinflusst. Wie von uns erwartet, blieben die Umsatzerlöse mit 21,1 Mrd. Euro im Vergleich zu 22,1 Mrd. Euro im Vorjahr auf einem soliden Niveau.

Umsatzerlöse

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(in Mio. EUR) 2015 2014 Veränderung
HOCHTIEF Americas 10.354,4 8.615,2 20,2 %
HOCHTIEF Asia Pacific 8.946,1 11.397,1 -21,5 %
HOCHTIEF Europe 1.660,2 1.965,5 -15,5 %
Konzernzentrale/ Konsolidierung 135,9 121,3 12,0 %
Konzern 21.096,6 22.099,1 -4,5 %

Betriebswirtschaftliche Gewinn- und Verlustrechnung

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(In Mio. EUR) 2015 2014 angepasst
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 575,4 -75,3
+ Beteiligungsergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen 102,2 86,4
- Neutrales Ergebnis (+) 51,1 (+) 548,1
Betriebliches Ergebnis/ EBIT* 728,7 559,2
Beteiligungsergebnis aus assoziierten Unternehmen und übriges Beteiligungsergebnis 53,5 32,1
Finanzergebnis -207,7 -220,3
Neutrales Ergebnis -51,1 -548,1
Ergebnis vor Steuern -fortgeführte Aktivitäten 523,4 -177,1
Ertragsteuern -190,2 45,3
Ergebnis nach Steuern -fortgeführte Aktivitäten 333,2 -131,8
Ergebnis nach Steuern - nicht fortgeführte Aktivitäten - 537,6
Ergebnis nach Steuern -insgesamt 333,2 405,8
davon: Anteile des Konzerns 208,3 251,7
davon: Anteile anderer Gesellschafter 124,9 154,1

* Vorjahreswert angepasst.

Die Division HOCHTIEF Americas verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 10,4 Mrd. Euro und einem Zuwachs von 20 Prozent eine starke Umsatzentwicklung. Dabei konnte die für das amerikanische Hochbaugeschäft verantwortliche Tochtergesellschaft Turner auch im Geschäftsjahr 2015 das hohe Umsatzniveau des Vorjahres behaupten. Darüber hinaus führten die auf Rekordniveau liegenden Auftragseingänge zu einem deutlichen Umsatzwachstum bei der im Infrastruktur- und Tiefbausektor tätigen US-Tochtergesellschaft Flatiron. Der wesentliche Teil des Umsatzwachstums resultierte aus der Aufwertung des Wechselkurses beim amerikanischen Dollar.

In der Division HOCHTIEF Asia Pacific setzte unsere australische Tochtergesellschaft CIMIC Maßnahmen zur Verbesserung von Effizienz, Cash-Generierung und Risikomanagement sowie tief greifende Anpassungen der Konzernstruktur um. Das Geschäftsmodell wurde grundlegend überarbeitet. Der Schwerpunkt wurde stärker auf das Infrastruktur- anstelle des Rohstoffgeschäfts gelegt. Infolge dieser Maßnahmen sowie einer selektiveren und risikobewussteren Auftragshereinnahme blieb das Umsatzvolumen von CIMIC im Geschäftsjahr 2015 mit 13,3 Mrd. australischen Dollar erwartungsgemäß hinter dem hohen Vorjahreswert zurück. Aufgrund des nahezu unveränderten durchschnittlichen Umrechnungskurses beim australischen Dollar wirkten sich Währungseffekte auf Division-Ebene nur unwesentlich aus. Die Umsatzerlöse der Division HOCHTIEF Asia Pacific beliefen sich danach planmäßig auf 8,9 Mrd. Euro gegenüber 11,4 Mrd. Euro im Vorjahr.

In der Division HOCHTIEF Europe wurde der Transformationsprozess weitgehend abgeschlossen und der Bereich fokussierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf die Kerngeschäftsfelder Hoch- und Infrastrukturbau, PPP-Geschäft und Engineering. Der wesentliche Teil der Umsatzerlöse entfiel auf die Geschäftsfelder Hoch- und Infrastrukturbau, die einen leichten Zuwachs und eine insgesamt zufriedenstellende Performance aufwiesen. Demgegenüber haben wir das Umsatzvolumen im Immobilienprojektentwicklungsgeschäft unserer Strategie entsprechend deutlich zurückgefahren. Im Geschäftsjahr 2014 wurde zudem ein Teil der Umsatzerlöse noch durch die veräußerten Randbereiche formart und HOCHTIEF Property Management erzielt. Aus diesem Grund blieb das insgesamt erreichte Umsatzniveau von HOCHTIEF Europe in der Berichtsperiode mit 1,7 Mrd. Euro um 305 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert, während sich das Kerngeschäft positiv entwickelte.

HOCHTIEF gehörte im Jahr 2015 wiederum zu den internationalsten Baukonzernen der Welt und strebt in den Zielmärkten eine führende Markt- und Technologieposition in den Geschäftsfeldern Bauen, Engineering, Public-Private-Partnership sowie im Contract-Mining an. Der Konzern erzielte 20,2 Mrd. Euro der Umsatzerlöse außerhalb Deutschlands. Gemessen am Gesamtumsatz, entspricht dies einem Internationalisierungsgrad von 96 Prozent (Vorjahr 94 Prozent).

Transformation als Basis für nachhaltigen Erfolg

Mit der Transformation des HOCHTIEF-Konzerns haben wir das Geschäftsmodell neu ausgerichtet und auf die Kernkompetenzen des Unternehmens fokussiert. Dies war die Basis für das im Geschäftsjahr 2015 erreichte Ergebniswachstum. Alle Divisions haben hierzu ihren Beitrag geleistet und erhebliche Verbesserungen bei wesentlichen finanziellen Kennzahlen erzielt.

Zur Verbesserung der Klarheit und Transparenz der Berichterstattung und zur besseren Abbildung der Geschäftsentwicklung hat HOCHTIEF im Verlauf des Geschäftsjahres 2015 das Verfahren zur Ermittlung des EBIT konzernweit vereinheitlicht. Die Vorjahreswerte wurden dementsprechend angepasst. Das EBIT dient als Indikator für die Beurteilung des Erfolgs aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Zu diesem Zweck wird das in der Gewinn- und Verlustrechnung ermittelte Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit um einzelne Ergebnisbestandteile bereinigt. Die Bereinigungen betreffen diejenigen Erträge und Aufwendungen, die aus betriebswirtschaftlicher Sicht ungewöhnlich beziehungsweise durch Sondervorgänge entstanden oder nicht dem operativen Geschäft zuzuordnen sind. Diese Effekte werden in das neutrale Ergebnis umgegliedert. Zudem enthält das EBIT die im Beteiligungsergebnis ausgewiesenen Ergebnisse aus Gemeinschaftsunternehmen.

HOCHTIEF erzielte im Geschäftsjahr 2015 ein EBIT in Höhe von 729 Mio. Euro. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreswert (559 Mio. Euro) wurde damit ein deutlicher Anstieg um 30 Prozent erreicht. Die im Berichtsjahr im neutralen Ergebnis ausgewiesenen Effekte (51 Mio. Euro) enthalten im Wesentlichen Restrukturierungsaufwendungen, Währungskursgewinne/-verluste sowie Ergebnisse aus Dekonsolidierungen. Darüber hinaus enthielt das neutrale Ergebnis im Vorjahr (548 Mio. Euro) insbesondere die bei CIMIC vorgenommene bilanzielle Vorsorge zur Abdeckung von Ausfallrisiken aus Projektforderungen im Umfang von 458 Mio. Euro.

Beim Beteiligungsergebnis hat HOCHTIEF im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich zugelegt. Mit 156 Mio. Euro wurde der Vergleichswert des Vorjahres (118 Mio. Euro) um 31 Prozent übertroffen. Dabei verbesserte sich sowohl das im EBIT enthaltene Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen als auch das übrige Beteiligungsergebnis. Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung war das stark verbesserte Beteiligungsergebnis der Division HOCHTIEF Americas. Hier wurden in erster Linie Ergebniszuwächse bei Gemeinschaftsunternehmen erzielt, in denen Flatiron in Kooperation mit Partnerunternehmen Infrastrukturprojekte realisiert. Nach 31 Mio. Euro im Vorjahr stieg das Beteiligungsergebnis im Geschäftsjahr 2015 daher um 30 Mio. Euro auf 61 Mio. Euro. Zudem lieferte die Division HOCHTIEF Europe mit 71 Mio. Euro einen im Vergleich zum Vorjahr (51 Mio. Euro) stark verbesserten Beitrag. Aufgrund niedrigerer Ergebnisbeiträge von assoziierten Unternehmen der CIMIC-Gruppe blieb das Beteiligungsergebnis der Division HOCHTIEF Asia Pacific mit 23 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert (37 Mio. Euro).

HOCHTIEF verfügt über ausreichende und weit diversifizierte Finanzierungsmittel mit einem ausgeglichenen Fälligkeitenprofil. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir an der weiteren Optimierung der Finanzierungsstrukturen gearbeitet und die im Konzern aufgenommenen Fremdmittel aufgrund der starken Liquiditätssituation deutlich zurückgeführt. In diesem Zusammenhang wurden Bankkredite abgelöst, und zur Verminderung der zukünftigen Zinskosten eine von CIMIC emittierte langfristige US-Dollar-Anleihe vorzeitig anteilig zurückgezahlt. Trotz der im abgelaufenen Geschäftsjahr für die vorzeitige Rückzahlung der Anleihe angefallenen einmaligen Kosten hat sich das Finanzergebnis des Geschäftsjahres 2015 mit -208 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr (-220 Mio. Euro) um 12 Mio. Euro verbessert.

Ergebnisse der fortgeführten Aktivitäten deutlich über Vorjahr

Die Konzentration auf die Kernkompetenzen des Konzerns lieferte bereits im Geschäftsjahr 2015 erste Erfolge. Die Ergebniszahlen aus den fortgeführten Aktivitäten haben sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert.

Beim Ergebnis vor Steuern (PBT) aus fortgeführten Aktivitäten erreichte HOCHTIEF eine Verbesserung um 700 Mio. Euro auf 523 Mio. Euro. Der Anstieg stand dabei auf einer breiten Basis, denn alle Divisions haben zu der Ergebnisverbesserung des Gesamtkonzerns beigetragen. Das im Vorjahr erzielte Ergebnis in Höhe von -177 Mio. Euro war insbesondere durch die bilanzielle Vorsorge zur Abdeckung von Ausfallrisiken aus Projektforderungen bei CIMIC in Höhe von -458 Mio. Euro (-675 Mio. australische Dollar) sowie durch Kosten im Zusammenhang mit dem Konzernumbau belastet.

Ergebnis vor Steuern (PBT)

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(in Mio. EUR) 2015 2014 Veränderung
HOCHTIEF Americas 154,9 108,4 42,9 %
HOCHTIEF Asia Pacific 424,4 -114,5 -
HOCHTIEF Europe -27,5 -72,7 62,2 %
Konzernzentrale/ Konsolidierung -28,4 -98,3 71,1 %
Konzern 523,4 -177,1 -

Eine sehr gute Ergebnisperformance verzeichnete die Division HOCHTIEF Americas. Neben einem guten ökonomischen Umfeld machten sich deutlich verbesserte Abläufe bei der Projektabwicklung unserer operativen Einheiten bemerkbar. Turner konnte auch im vergangenen Geschäftsjahr seine Position als ein führender Anbieter im Hochbaugeschäft der USA behaupten. Das Unternehmen hat die starke Marktstellung für weiteres Ergebniswachstum genutzt und ein deutlich verbessertes PBT erzielt. Unsere Infrastrukturgesellschaft Flatiron profitierte im abgelaufenen Geschäftsjahr von einer Vielzahl an attraktiven Neuaufträgen und hat den angestrebten Turnaround der Ergebnislage vollzogen. Insgesamt erreichte die Division HOCHTIEF Americas ein PBT in Höhe von 155 Mio. Euro und damit einen deutlichen Zuwachs von 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr (108 Mio. Euro). Hierin hat sich die positive Wechselkursentwicklung mit 25 Mio. Euro ausgewirkt.

Die Division HOCHTIEF Asia Pacific blickt im Geschäftsjahr 2015 auf eine gute Ergebnisentwicklung zurück. Im Vergleich zum Vorjahr mit einem PBT in Höhe von -115 Mio. Euro verbesserte sich das Ergebnis vor Steuern um 539 Mio. Euro auf 424 Mio. Euro. Hierzu leisteten die bei CIMIC umgesetzten Maßnahmen zur Vereinfachung und Vereinheitlichung von Geschäftsprozessen und -systemen sowie die Anpassung der Unternehmensstruktur, die zu einer Reduzierung von Geschäftskosten führten, einen erheblichen Beitrag. Zudem war das Ergebnis des Vorjahres durch die bei CIMIC gebildete Risikovorsorge für Ausfallrisiken bei Projektforderungen in Höhe von 458 Mio. Euro belastet.

Die Division HOCHTIEF Europe profitierte im Geschäftsjahr 2015 von den in Vorjahren vollzogenen Umbau- und Restrukturierungsmaßnahmen, guten Ergebnisbeiträgen aus dem PPP-Geschäft sowie verbesserten Projektergebnissen im Infrastruktur- und Hochbaugeschäft. Im Vorjahresergebnis machten sich demgegenüber die Kosten der Restrukturierung sowie Belastungen aus Altprojekten der Bereiche Infrastructure und Real Estate deutlich bemerkbar. Infolge der im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielten Fortschritte bei der Projektbearbeitung wurden diese Belastungen deutlich reduziert. Die signifikante Verbesserung des PBT von -73 Mio. Euro im Vorjahr auf -27 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2015 zeigt, dass sich der Trendwechsel bei der Ergebnisentwicklung auf einem guten Weg befindet.

Im Geschäftsjahr 2015 fielen im HOCHTIEF-Konzern Aufwendungen aus Ertragsteuern in Höhe von 190 Mio. Euro an. Im Vergleich zum Vorjahr mit einem Steuerertrag in Höhe von 45 Mio. Euro ist die Steuerbelastung damit um 235 Mio. Euro gestiegen. Die in den Ertragsteuern enthaltenen tatsächlichen Steuern lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 129 Mio. Euro um 35 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 164 Mio. Euro. Eine deutliche Veränderung ergab sich bei den latenten Steuern. Während im abgelaufenen Geschäftsjahr Aufwendungen aus latenten Steuern in Höhe von 61 Mio. Euro anfielen, wurde im Vorjahr ein Ertrag in Höhe von 209 Mio. Euro ausgewiesen. Der Ertrag resultierte 2014 im Wesentlichen aus der Aktivierung von latenten Steuern auf die bei CIMIC gebildete Risikovorsorge sowie aus der Auflösung passiver latenter Steuern aufgrund des Wegfalls der zugrunde liegenden Verpflichtungsgründe.

Das Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf 333 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahresergebnis (-132 Mio. Euro), das noch spürbar durch die bei CIMIC gebildete Risikovorsorge und durch Kosten im Zusammenhang mit der Transformation des Konzerns belastet war, wurde eine starke Verbesserung um 465 Mio. Euro erreicht.

In der Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres ergab sich für den HOCHTIEF-Konzern ein Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten in Höhe von 538 Mio. Euro. Hierin wurden das Abgangsergebnis aus dem Verkauf von John Holland und der Servicebereiche von Thiess und Leighton Contractors sowie das im Geschäftsjahr 2014 bis zum Veräußerungszeitpunkt erzielte Ergebnis aus dem laufenden Geschäft dieser Bereiche ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2015 wurden keine Veräußerungen durchgeführt, die das Kriterium eines aufgegebenen Geschäftsbereichs erfüllten. Demzufolge war im Geschäftsjahr 2015 der Ausweis eines Ergebnisses nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten nicht erforderlich.

Das Ergebnis nach Steuern entspricht im Geschäftsjahr 2015 somit dem Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten (333 Mio. Euro). Das im Vorjahr insgesamt erzielte Ergebnis nach Steuern resultierte mit -132 Mio. Euro aus fortgeführten Aktivitäten und mit 538 Mio. Euro aus nicht fortgeführten Aktivitäten. Im Jahr 2014 wirkten sich im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten insbesondere die Kosten der Transformation der CIMIC-Gruppe sowie die bei CIMIC vorgenommene bilanzielle Vorsorge zur Abdeckung von Ausfallrisiken aus Projektforderungen aus. Das Vorjahresergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten enthielt den bis zum Veräußerungszeitpunkt erzielten Ergebnisbeitrag aus dem laufenden Geschäft von John Holland und des Servicegeschäfts von Thiess und Leighton Contractors sowie den aus der Veräußerung dieser Bereiche erzielten Abgangserfolg.

Die Anteile des Konzerns am Ergebnis nach Steuern (Konzerngewinn) beliefen sich im Geschäftsjahr 2015 auf 208 Mio. Euro. Der höhere Vorjahreswert (252 Mio. Euro) resultierte insbesondere aus den vorstehend erläuterten positiven Ergebnisbeiträgen aus nicht fortgeführten Aktivitäten. Die Anteile anderer Gesellschafter am Ergebnis nach Steuern beliefen sich im Zeitraum Januar bis Dezember 2015 auf 125 Mio. Euro. Wie im Vorjahr (154 Mio. Euro) entfiel der überwiegende Teil auf die Ergebnisanteile der Fremdgesellschafter von CIMIC.

Konzerngewinn

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(in Mio. EUR) 2015 2014 Veränderung
HOCHTIEF Americas 101,2 63,2 60,1 %
HOCHTIEF Asia Pacific 173,2 264,9 -34,6 %
HOCHTIEF Europe -29,9 -80,8 63,0 %
Konzernzentrale/ Konsolidierung -36,2 4,4 -
Konzern 208,3 251,7 -17,2 %

Die Division HOCHTIEF Americas steigerte den Konzerngewinn um 60 Prozent auf 101 Mio. Euro. Der Bereich profitierte dabei von der starken Marktstellung und guten Ergebnisperformance bei Turner sowie von verbesserten Projektergebnissen und dem dadurch vollzogenen Turnaround der Ergebniszahlen bei Flatiron.

In der Division HOCHTIEF Asia Pacific haben die im Zuge der Transformation umgesetzten Maßnahmen gegriffen und im Geschäftsjahr 2015 zu verbesserten Ergebnissen aus fortgeführten Aktivitäten beigetragen. Aufgrund des im Vorjahr noch zusätzlich enthaltenen Ergebnisanteils aus nicht fortgeführten Aktivitäten - der zum Teil durch die Risikovorsorge für Ausfallrisiken kompensiert wurde - lag der Konzerngewinn des Geschäftsjahres 2015 (173 Mio. Euro) um 35 Prozent unter dem im Geschäftsjahr 2014 erzielten Wert (265 Mio. Euro).

Die Division HOCHTIEF Europe verzeichnete insbesondere aufgrund der positiven Effekte aus der Restrukturierung sowie verbesserten Projektergebnissen im Infrastruktur- und Hochbaugeschäft einen deutlichen Anstieg des Konzerngewinns um 63 Prozent auf -30 Mio. Euro.

Der Konzerngewinn im Bereich Konzernzentrale/Konsolidierung lag mit -36 Mio. Euro deutlich unter dem entsprechenden Vorjahreswert (4 Mio. Euro). 2014 machten sich steuerliche Effekte - insbesondere ein Ertrag aus der Auflösung passiver latenter Steuern aufgrund des Wegfalls der zugrunde liegenden Verpflichtungsgründe -positiv bemerkbar.

Finanzlage

HOCHTIEF hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die Cash-Generierung deutlich verbessert. Neben dem zu Beginn des Jahres 2015 vereinnahmten Geldzufluss aus den von CIMIC veräußerten Geschäftsbereichen ist vor allem der deutlich höhere operative Free Cashflow hervorzuheben. Die Kernelemente, die wir zur Erreichung dieses Ziels eingesetzt haben, waren die Steigerung des operativen Ergebnisses, die Freisetzung von bislang im Nettoumlaufvermögen gebundenen liquiden Mitteln und ein disziplinierteres Investitionsverhalten.

Der im Geschäftsjahr 2015 erzielte Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit stieg vor dem Hintergrund der Fokussierung auf Cash-Generierung deutlich und belief sich auf 1,1 Mrd. Euro. Damit wurde der hohe Vergleichswert des Vorjahres (756 Mio. Euro) mit einem Zuwachs um 379 Mio. Euro nochmals übertroffen. Ausschlaggebend für diesen Erfolg war der im Vergleich zum Vorjahr höhere Mittelzufluss aus dem liquiditätswirksamen Ergebnis in allen Divisions. Zudem trugen die konzernweit eingeführten Working-Capital-Maßnahmen zum konsequenten Management der Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr trotz eines niedrigeren Umsatzvolumens zu einer Verringerung der im Nettoumlaufvermögen gebundenen Liquidität bei. Den im Vorjahr vollzogenen Turnaround in der Cashflow-Entwicklung haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr somit bestätigt.

Cashflow-Komponenten

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(in Mio. EUR) 2015 2014 Veränderung
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vor Veränderung des Nettoumlaufvermögens 776,5 448,5 328,0
Veränderung des Nettoumlaufvermögens 358,7 307,5 51,2
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.135,2 756,0 379,2
- Operative Investitionen brutto -285,4 -575,3 289,9
- Einnahmen aus Anlagenabgängen 135,0 141,4 -6,4
Operative Investitionen netto -150,4 -433,9 283,5
Operativer Free Cashflow 984,8 322,1 662,7
Sonstige Investitionen (-)/Desinvestments (+) 915,1 -194,3 1.109,4
Free Cashflow (ohne Veränderung der kurzfristigen Wertpapiere) 1.899,9 127,8 1.772,1

Die Mittelausgaben für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (operative Investitionen brutto) beliefen sich auf 285 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr (575 Mio. Euro) wurden die Ausgaben in diesem Bereich deutlich - um 50 Prozent - reduziert. Der überwiegende Teil des Investitionsvolumens entfiel mit 190 Mio. Euro in der Division HOCHTIEF Asia Pacific auf Wartung und Instandhaltung sowie auf die Beschaffung der technischen Ausrüstung für das Contract-Mining-Geschäft bei CIMIC. Aufgrund der geringeren Investitionen im Bergbaubereich und des intelligenten Einsatz- und Beschaffungsmanagements ging der Mittelverbrauch der Division HOCHTIEF Asia Pacific gegenüber dem Vorjahr (498 Mio. Euro) um 62 Prozent zurück. Die aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen erzielten Einnahmen aus Anlagenabgängen beliefen sich im Geschäftsjahr 2015 auf 135 Mio. Euro und lagen damit nur leicht unter dem Vorjahreswert von 141 Mio. Euro.

Der operative Free Cashflow verdreifachte sich danach auf 985 Mio. Euro und lag um 663 Mio. Euro über dem Vorjahreswert (322 Mio. Euro). Die aus dem operativen Geschäft generierte Finanzkraft hat sich damit weiter deutlich verbessert.

In den sonstigen Investitionen/Desinvestments weist HOCHTIEF für das Geschäftsjahr 2015 einen Mittelzufluss in Höhe von 915 Mio. Euro aus. Ausschlaggebend hierfür war der Geldeingang aus den bei CIMIC durchgeführten Verkäufen von John Holland und des Servicegeschäfts von Thiess und Leighton Contractors. Finanzinvestitionen wirkten sich mit -116 Mio. Euro (Vorjahr -148 Mio. Euro) aus. Im Vorjahr führte neben den Finanzinvestitionen auch die Entkonsolidierung der in den veräußerten Geschäftsbereichen enthaltenen flüssigen Mittel zu dem insgesamt ausgewiesenen Liquiditätsabgang in Höhe von -194 Mio. Euro.

Der Free Cashflow (ohne Veränderungen der kurzfristigen Wertpapiere) hat sich signifikant verbessert und belief sich auf 1,9 Mrd. Euro. Dies bedeutet einen sehr guten Anstieg von 1,8 Mrd. Euro über den Vorjahreswert (128 Mio. Euro).

Der in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesene Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 963 Mio. Euro (Vorjahr -179 Mio. Euro) umfasst die operativen Investitionen netto, die sonstigen Investitionen/Desinvestments (im wesentlichen Geldeingang aus Verkäufen bei CIMIC) sowie die Veränderung der kurzfristigen Wertpapiere.

Kapitalflussrechnung HOCHTIEF-Konzern (Kurzfassung)*

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(In Mio. EUR) 2015 2014
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.135,2 756,0
Operative Investitionen netto -150,4 -433,9
Sonstige Investitionen (-)/ Desinvestments (+) 915,1 -194,3
Veränderung der kurzfristigen Wertpapiere 198,2 449,6
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 962,9 -178,6
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -2.008,8 -375,8
Zahlungswirksame Veränderungen der flüssigen Mittel 89,3 201,6
Flüssige Mittel zum Jahresende 2.808,7 2.585,4

* Die vollständige Konzern-Kapitalflussrechnung finden Sie im Konzernabschluss dieses Konzernberichts.

Wir haben die Bilanz weiter gestärkt. Im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ergab sich für das Geschäftsjahr 2015 infolge des Abbaus von Finanzschulden ein Liquiditätsabfluss in Höhe von 2,0 Mrd. Euro (Vorjahr 376 Mio. Euro). Die Tilgungen beliefen sich auf insgesamt 2,3 Mrd. Euro (Vorjahr 1,1 Mrd. Euro). Dabei handelte es sich in erster Linie um die Rückführung von Bankverbindlichkeiten und die vorzeitige Rückzahlung einer US-Dollar-Anleihe bei CIMIC. Aus der Aufnahme von Finanzmitteln flossen dem HOCHTIEF-Konzern liquide Mittel in Höhe von 786 Mio. Euro (Vorjahr 1,7 Mrd. Euro) zu. Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um Bankkredite bei CIMIC. Daneben wurden im Geschäftsjahr 2015 liquide Mittel in Höhe von 236 Mio. Euro (Vorjahr 212 Mio. Euro) für die Auszahlung von Dividenden und 245 Mio. Euro (Vorjahr 48 Mio. Euro) für das Aktienrückkaufprogramm der HOCHTIEF Aktiengesellschaft verwendet. Im Vorjahr flossen zudem liquide Mittel im Umfang von 617 Mio. Euro in die Aufstockung der Beteiligungsquote an CIMIC.

Mit einem Bestand an flüssigen Mitteln in Höhe von 2,8 Mrd. Euro verfügte HOCHTIEF zum Stichtag 31. Dezember 2015 über eine gute und ausreichende Liquiditätsausstattung und erreichte eine weitere Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (2,6 Mrd. Euro). Der Einfluss von Wechselkursänderungen belief sich auf 134 Mio. Euro (Vorjahr 194 Mio. Euro).

Langfristige Sicherung der Konzernliquidität und Optimierung der Finanzstruktur

Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft führte im Berichtsjahr aufgrund einer starken Liquiditätslage keine Transaktion zur Generierung von Fremdkapital durch. Somit stellt die im Geschäftsjahr 2014 begebene Unternehmensanleihe mit einem Nominalvolumen in Höhe von 500 Mio. Euro und einer Ursprungslaufzeit von fünf Jahren die zuletzt platzierte Transaktion an den nationalen und internationalen Kapitalmärkten dar.

Der im April 2014 refinanzierte syndizierte Bar- und Avalkredit über insgesamt zwei Mrd. Euro mit einer Laufzeit bis April 2019, bestehend einerseits aus einer Avalkredittranche mit insgesamt 1,5 Mrd. Euro sowie andererseits aus einer revolvierend nutzbaren Barkredittranche in Höhe von 500 Mio. Euro, zählt weiterhin zu den wichtigsten Finanzierungsinstrumenten der HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Der Kreditrahmen ermöglicht die Bereitstellung von Bürgschaften für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit vornehmlich der Division HOCHTIEF Europe. Der Avalkredit ist mit 0,86 Mrd. Euro zum Berichtsstichtag gezogen. Die Bartranche wird im Bedarfsfall flexibel genutzt und ist zum Berichtsstichtag nicht in Anspruch genommen worden.

Im Juli 2015 wurde ein im Geschäftsjahr 2008 begebenes Schuldscheindarlehen über ursprünglich 50 Mio. Euro planmäßig zurückgezahlt. Nach Abzug der vertraglichen Endfälligkeit haben wir international nunmehr noch insgesamt 50 Mio. Euro an Finanzierungen in diesem Finanzierungssegment ausstehen.

Weiterhin verfügt die HOCHTIEF Aktiengesellschaft über bilaterale kurzfristige Barkreditlinien zur Versorgung der operativen Einheiten mit ausreichenden liquiden Mitteln zur Finanzierung des laufenden Geschäfts. Diese jährlich zu verlängernden Linien belaufen sich auf zirka 239 Mio. Euro. Die Kredite sind zu 55 Prozent schriftlich und mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr von den Banken bestätigt. Die Konditionen sind aufgrund der hohen Bonität des HOCHTIEF-Konzerns sehr günstig. Zum Berichtsstichtag waren diese kurzfristigen Barkreditlinien nicht genutzt.

Bilaterale Avalkreditlinien ergänzen den syndizierten Avalkredit . Hier verfügt die HOCHTIEF Aktiengesellschaft zum Jahresende 2015 über zusätzlich rund 1.496 Mio. Euro. Auch hier entsprechen die günstigen Konditionen der unverändert guten Bonität des HOCHTIEF-Konzerns. Die verschiedenen Instrumente sichern dem Konzern eine langfristige und breit diversifizierte Finanzierung, und dies zu für HOCHTIEF unverändert attraktiven Kreditbedingungen und Konditionen. Keines der von HOCHTIEF abgeschlossenen Finanzierungsinstrumente ist besichert; sie basieren auf einer Gleichbehandlung aller Kreditgeber (pari passu).

Zu den syndizierten und bilateralen Krediten kommen im Bedarfsfall weitere individuelle Kredite für Projektfinanzierungen hinzu. Diese Finanzierungen, die jeweils auf Basis eines konkreten Projekts verhandelt und abgeschlossen werden, sind flexibel nutzbar und werden beim Verkauf der Projekte aus den erzielten Erlösen zurückbezahlt. Eine Besicherung erfolgt - wenn überhaupt - ausschließlich auf den Vermögenswerten des Projekts selbst. Ein Rückgriff auf den HOCHTIEFKonzern ist in den allermeisten Fällen ausdrücklich ausgeschlossen.

Unverändert zum Vorjahr bestehen für die Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Asia Pacific lokale Finanzierungen. Hier ist insbesondere die US-Bondingfazilität von herausragender Bedeutung. Mit einem Volumen von zirka 6,7 Mrd. Euro (7,3 Mrd. US-Dollar) ist sie unverändert der zentrale Finanzierungsbaustein für das US-amerikanische Geschäft. Sowohl die Turner- als auch die Flatiron-Gruppe nutzen diese Linie im Rahmen des sogenannten Bondings. Dieses in den USA gesetzlich vorgesehene Sicherungsmittel garantiert die Erfüllung von Projekten der öffentlichen Hand und findet darüber hinaus auch Anwendung bei ausgewählten weiteren Kunden. Das hohe Volumen ist im US-amerikanischen Markt erforderlich, da Bauprojekte oftmals mit 100 Prozent der Auftragssumme abgesichert werden müssen - im Gegensatz zu anderen Rechtsordnungen, in denen im Regelfall eine Zehn-Prozent-Vertragserfüllungsbürgschaft zu stellen ist. Diese lokale Surety-Bonding-Linie wird von der HOCHTIEF Aktiengesellschaft unverändert durch eine Konzerngarantie unterlegt. Aufgrund des anhaltend hohen Bonding-Bedarfs im Rahmen von laufenden Bietungsprozessen wurde im Berichtsjahr das Gesamtvolumen von 6,0 Mrd. Euro (6,5 Mrd. US-Dollar) auf 6,7 Mrd. Euro (7,3 Mrd. US-Dollar) erhöht. Flatiron verfügt zudem unverändert über bilaterale Bankfinanzierungen sowohl im Bar- als auch im Avalbereich sowie über eine syndizierte Kreditfazilität. Im Dezember 2015 wurde das Gesamtvolumen dieser syndizierten Kreditfazilität von vormalig 159 Mio. Euro (240 Mio. kanadische Dollar) auf 232 Mio. Euro (350 Mio. kanadische Dollar) erhöht und zu verbesserten Konditionen bis Dezember 2018 verlängert. Insgesamt werden diese Linien vor allem für die kanadischen Aktivitäten genutzt, da dort oftmals eine Bankgarantie anstelle eines Surety-Bonds gestellt werden muss.

Zur Reduktion der langfristigen Schulden trug vor allem die vorzeitige anteilige Rückzahlung einer US-Dollar-Anleihe bei CIMIC mit 267 Mio. Euro (299 Mio. US-Dollar) bei. Die Anleihe hatte eine Ursprungslaufzeit bis zum November 2022 und wird mit einem jährlichen Kupon in Höhe von 5,95 Prozent verzinst. Darüber hinaus wurden zwei Privatplatzierungen in Höhe von jeweils 83 Mio. Euro (90 Mio. US-Dollar), die in den Jahren 2008 und 2010 begeben wurden, planmäßig bei Laufzeitende im Juli beziehungsweise im Oktober des Berichtsjahres zurückgezahlt. CIMIC verfügt im internationalen Kapitalmarkt weiterhin über ein gutes Standing. Ein Zeichen dafür ist die bestätigte Klassifizierung von CIMIC Group Limited im Ratingsegment Investment Grade durch die externen Ratingagenturen Moody's (Baa3) und S&P (BBB-). Die Finanzierungsaktivitäten der Holding erfolgen weiterhin auf bilateraler oder syndizierter Basis.

Mit Ausnahme bestehender Schuldscheindarlehen sowie der kurzfristigen Bar- und Avallinien, die im jährlichen Rhythmus zu prolongieren sind, hatten wir keine Fälligkeiten aus Konzernfinanzierungsverträgen zu verzeichnen. Das Nominalvolumen des im Jahr 2016 endfälligen Schuldscheindarlehens beläuft sich auf 50 Mio. Euro.

Wie auch im abgelaufenen Berichtsjahr sowie in den Jahren zuvor werden wir darüber hinaus die Finanz- und Kapitalmärkte unverändert intensiv beobachten und sich eventuell ergebende Opportunitäten nutzen, um die Konzernfinanzierung langfristig sicherzustellen, zu optimieren und weiter zu diversifizieren.

Vermögenslage

Starke und solide Konzernbilanz

HOCHTIEF hat im Geschäftsjahr 2015 den eingeschlagenen Kurs zur Stärkung der Konzernbilanz und zum Abbau bilanzieller Risiken fortgesetzt. Der gute zur Verfügung stehende finanzielle Spielraum wurde insbesondere zum Abbau von Schulden und für das Aktien-rückkaufprogramm der HOCHTIEF Aktiengesellschaft genutzt. Diese Maßnahmen verminderten die Bilanzsumme des HOCHTIEF-Konzerns, die sich zum Stichtag 31. Dezember 2015 auf 13,3 Mrd. Euro belief. Im Vergleich zum Stand am Geschäftsjahresende 2014 (15,2 Mrd. Euro) war die Bilanzsumme um 13 Prozent rückläufig.

Der Bestand an langfristigen Vermögenswerten belief sich zum 31. Dezember 2015 auf 4,1 Mrd. Euro und blieb damit nahezu unverändert auf dem Wert vom 31. Dezember 2014. Die immateriellen Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 883 Mio. Euro enthielten mit 707 Mio. Euro die bei der Erstkonsolidierung von vollkonsolidierten Tochtergesellschaften aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte. Diese haben sich aufgrund von Währungseffekten nur leicht gegenüber dem Vorjahr erhöht. Daneben werden in den immateriellen Vermögenswerten die überwiegend das Contract-Mining-Geschäft von CIMIC betreffenden Konzessionen und ähnliche Rechte im Umfang von insgesamt 176 Mio. Euro ausgewiesen. Das Sachanlagevermögen blieb mit 1,1 Mrd. leicht unter dem Niveau vom Ende des Geschäftsjahres 2014. Mit einem Anteil von 862 Mio. Euro entfiel der Großteil hiervon auf technische Ausrüstung für das Contract-Mining der CIMIC-Gruppe. Das Finanzanlagevermögen erreichte zum Stichtag 31. Dezember 2015 einen Wert von 1,1 Mrd. Euro und übertraf damit den Vergleichswert vom Jahresende 2014 um 76 Mio. Euro. Der Anstieg resultierte vorwiegend aus Kapitalzuführungen und der Equity-Wertfortschreibung bei Gemeinschaftsunternehmen von Flatiron und CIMIC. Der Großteil der zum 31. Dezember 2015 ausgewiesenen langfristigen Finanzforderungen (679 Mio. Euro) betrifft die von CIMIC und vom PPP-Bereich der Division HOCHTIEF Europe gewährten Ausleihungen an Beteiligungsgesellschaften. Hierin ist mit 488 Mio. Euro eine von CIMIC an die Habtoor Leighton Group gewährte Ausleihung enthalten. Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte erhöhten sich um 72 Mio. Euro auf 147 Mio. Euro. Bei den auf der Aktivseite ausgewiesenen latenten Steuern ergab sich insgesamt ein Rückgang um 95 Mio. Euro auf 171 Mio. Euro. Diese waren neben Effekten aus der Veränderung bilanzieller Bewertungsunterschiede insbesondere durch die Anpassung des Zinssatzes zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen im Inland beeinflusst. Der Entwicklung an den Finanzmärkten folgend, haben wir diesen von 2,0 Prozent auf 2,5 Prozent angepasst.

Konzernbilanz

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(In Mio. EUR) 31.12.2015 31.12.2014
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Investment Properties 2.012,8 2.186,1
Finanzanlagen 1.103,6 1.027,9
Übrige Vermögenswerte und latente Steuern 1.013,9 996,7
4.130,3 4.210,7
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte, Forderungen und übrige Vermögenswerte 5.754,1 6.573,6
Forderungen aus dem Verkauf von nicht fortgeführten Aktivitäten - 1.108,1
Wertpapiere und flüssige Mittel 3.385,6 3.326,9
9.139,7 11.008,6
13.270,0 15.219,3
Passiva
Eigenkapital 3.146,8 3.111,4
Langfristige Schulden
Rückstellungen 803,4 828,6
Verbindlichkeiten und latente Steuern 2.452,8 3.153,8
3.256,2 3.982,4
Kurzfristige Schulden
Rückstellungen 817,7 1.156,1
Verbindlichkeiten 6.049,3 6.969,4
6.867,0 8.125,5
13.270,0 15.219,3

Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich im Geschäftsjahr 2015 deutlich vermindert. Der am 31. Dezember 2015 ausgewiesene Bestand lag mit 9,1 Mrd. Euro um 1,9 Mrd. Euro unter dem Vergleichswert zum Ende des vorigen Geschäftsjahres. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere die Entwicklung der Forderungen aus dem Verkauf von nicht fortgeführten Aktivitäten. Hierin waren die zum 31. Dezember 2014 bei CIMIC bestehenden Ansprüche aus der Veräußerung von John Holland und des Servicegeschäfts von Thiess und Leighton Contractors in Höhe von 1,1 Mrd. Euro erfasst. Infolge der im Jahr 2015 erfolgten vollständigen Kaufpreiszahlungen durch die Erwerber wurde die Position vollständig ausgebucht und die zugeflossene Liquidität überwiegend zur Schuldentilgung verwandt. Beim Vorratsvermögen, das im Wesentlichen die unfertigen Leistungen aus Immobilienprojekten von CIMIC und der Division HOCHTIEF Europe sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe umfasst, ergab sich vorrangig aufgrund von Projektveräußerungen bei CIMIC ein Rückgang um 152 Mio. Euro auf 768 Mio. Euro. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich um 529 Mio. Euro auf 4,5 Mrd. Euro. Der währungsbedingte Anstieg wurde durch den operativen Abbau sowie Working-Capital-Maßnahmen - insbesondere bei CIMIC - überkompensiert. Der Großteil des Bestands an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfällt mit jeweils 1,8 Mrd. Euro auf die CIMIC-Gruppe und auf die Division HOCHTIEF Americas. Im Zusammenhang mit dem im Jahr 2013 realisierten Verkauf der Beteiligung am Flughafen Sydney wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr anrechenbare Steuern durch die Finanzbehörden an HOCHTIEF erstattet und aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung an den Erwerber weitergegeben. Aus diesem Grund gingen die Ertragsteueransprüche um 88 Mio. Euro auf 52 Mio. Euro zurück. HOCHTIEF verfügte am 31. Dezember 2015 über einen Wertpapierbestand in Höhe von 577 Mio. Euro. Im Vergleich mit dem Geschäftsjahresende 2014 war der Wert des Portfolios damit aufgrund von Wertpapierverkäufen der Konzernzentrale und bei Turner um 165 Mio. Euro rückläufig. Die flüssigen Mittel stiegen um 223 Mio. Euro und beliefen sich zum Stichtag 31. Dezember 2015 auf 2,8 Mrd. Euro. Die Liquiditätssituation des HOCHTIEF-Konzerns hat sich damit weiter verbessert und liegt auf einem sehr guten Niveau. Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte in Höhe von 158 Mio. Euro enthalten zum Verkauf vorgesehene Assets aus dem Mining-Bereich von CIMIC.

Das Eigenkapital des HOCHTIEF-Konzerns belief sich am 31. Dezember 2015 auf 3,1 Mrd. Euro und blieb damit auf dem per 31. Dezember 2014 ausgewiesenen Niveau. Die bilanzielle Eigenkapitalquote stieg auf 23,7 Prozent und verzeichnete damit eine starke Verbesserung gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres um 3,3 Prozentpunkte. Zum Anstieg des Konzerneigenkapitals trugen vor allem das Ergebnis nach Steuern mit 333 Mio. Euro und die Effekte aus der Währungsumrechnung und Marktbewertung von Finanzinstrumenten sowie sonstige Effekte mit 183 Mio. Euro bei. Gegenläufig wirkten sich der von Januar bis Dezember 2015 vollzogene Erwerb eigener Aktien mit -245 Mio. Euro und Dividendenzahlungen mit -236 Mio. Euro im Eigenkapital aus.

Die langfristigen Schulden enthalten im Wesentlichen Finanzverbindlichkeiten und Rückstellungen. Der Gesamtbestand der Verpflichtungen belief sich zum 31. Dezember 2015 auf insgesamt 3,3 Mrd. Euro. Die Finanzverbindlichkeiten gingen um 718 Mio. Euro auf 2,4 Mrd. Euro zurück. Hier wirkten sich vor allem die Rückführung von Bankverbindlichkeiten und die vorzeitige anteilige Rückzahlung einer von CIMIC emittierten US-Dollar-Anleihe aus. Die Anleihe im Gesamtvolumen von 500 Mio. US-Dollar hatte eine Ursprungslaufzeit bis zum Jahr 2022. Bei den langfristigen Rückstellungen ergab sich aufgrund gesunkener Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ein leichter Rückgang um 25 Mio. Euro auf insgesamt 803 Mio. Euro. Grund hierfür war die Anpassung des Abzinsungsfaktors bei der Ermittlung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen. Die anderen langfristigen Rückstellungen in Höhe von 450 Mio. Euro dienen im Wesentlichen zur Abdeckung von Verpflichtungen aus dem Personal- und Versicherungsbereich.

Der im Geschäftsjahr 2015 vollzogene Schuldenabbau des HOCHTIEF-Konzerns wirkte sich deutlich auf den Bestand an kurzfristigen Schulden aus. Die hier bilanzierten Verpflichtungen gingen um insgesamt 1,3 Mrd. Euro auf 6,9 Mrd. Euro zurück. Einen erheblichen Beitrag hierzu leistete CIMIC mit einer deutlichen Rückführung von kurzfristigen Bankverbindlichkeiten. Insgesamt wurden die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten des HOCHTIEF-Konzerns um 673 Mio. Euro auf 309 Mio. Euro reduziert. Die aus dem operativen Geschäft resultierenden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden leicht abgebaut und lagen am Geschäftsjahresende 2015 mit 5,4 Mrd. Euro um 94 Mio. Euro unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Der Rückgang der kurzfristigen Rückstellungen um 338 Mio. Euro auf 818 Mio. Euro ist in erster Linie auf die Inanspruchnahme von Steuerrückstellungen im Zusammenhang mit der Veräußerung von aufgegebenen Geschäftsbereichen bei CIMIC zurückzuführen.

Der Abbau der Verschuldung und die Maßnahmen zur Optimierung der Cashflows haben die HOCHTIEF-Konzernbilanz nachhaltig gestärkt. Wir haben in den vergangenen Jahren eine stetige Verbesserung unserer finanziellen Situation erreicht und, ausgehend von einer deutlichen Nettofinanzverschuldung, den Turnaround geschafft. Trotz der 658 Mio. Euro für Dividendenzahlungen, Aktienrückkäufe und Steuern auf Veräußerungen von CIMIC verfügte HOCHTIEF per 31. Dezember 2015 mit 805 Mio. Euro über eine starke Nettovermögensposition. Der Vergleichswert des Vorjahres in Höhe von 470 Mio. Euro, der die Forderungen aus dem Verkauf der nicht fortgeführten Aktivitäten von CIMIC enthielt, wurde damit um 335 Mio. Euro übertroffen. Zu dieser deutlichen Verbesserung trugen alle Divisions bei.

Nettofinanzvermögen (+)/Nettofinanzschulden (-)

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(In Mio. EUR) 31.12.2015 31.12.2014* Veränderung
HOCHTIEF Americas 572,5 416,8 155,7
HOCHTIEF Asia Pacific 732,0 385,4 346,6
HOCHTIEF Europe -99,1 -180,0 80,9
Konzernzentrale/Konsolidierung -400,0 -152,4 -247,6
Konzern 805,4 469,8 335,6

* Vorjahreswerte angepasst. Die Zahl für das Gesamtjahr 2014 enthält Forderungen aus dem Verkauf von nicht fortgeführten Aktivitäten.

Zusammenfassende Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch den Vorstandsvorsitzenden

HOCHTIEF kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015 zurückblicken, in dem der operative Konzerngewinn auf 265 Mio. Euro anstieg und damit die zugrunde liegende Prognose übertroffen wurde. Zu dieser Gewinnsteigerung von beinahe 40 Prozent haben alle Divisions ihren Beitrag geleistet. Der dabei auf den HOCHTIEF-Konzern entfallende Anteil am Ergebnis nach Steuern beträgt 208 Mio. Euro. Unsere Aktionäre wollen wir in angemessener Form an dem Konzernerfolg beteiligen. So wird der Hauptversammlung eine ordentliche Dividende von 2,00 Euro je Aktie vorgeschlagen.

Für unsere Kunden, Geschäftspartner und Aktionäre wollen wir mit nachhaltiger Arbeit auf Basis höchster Standards exzellente Ergebnisse erzielen. Hierzu wurde im Berichtsjahr die HOCHTIEF-Vision angepasst und mit entsprechenden Unternehmensgrundsätzen untermauert. Dabei bleibt der zentrale Vorsatz unverändert bestehen: "HOCHTIEF baut die Welt von morgen". Um mit der notwendigen Flexibilität, sich den Erfordernissen unseres Geschäfts anpassen zu können, wird auf kontinuierlichen Wandel gesetzt. Somit betreffen die wesentlichen Entwicklungen im Geschäftsjahr 2015 die erfolgreiche Umsetzung der Restrukturierung bei CIMIC, die konzernweite Vereinfachung des Berichtswesens im Rahmen des Risikomanagements sowie die Fortführung des Aktienrückkaufprogramms.

Auch für die Zukunft sind wir in attraktiven Märkten, wie Nordamerika, Australien, Hongkong, Deutschland und dem Vereinigten Königreich, gut aufgestellt. Dabei konzentriert sich HOCHTIEF weiterhin auf das Bau-, Public-Private-Partnership-, Engineering-, Minen- und Servicegeschäft. Als Prognose für das Geschäftsjahr 2016 rechnet HOCHTIEF mit einem operativen Konzerngewinn im Bereich von 300 bis 360 Mio. Euro.

Unser wirtschaftlicher Erfolg ist ohne einen aktiven ökologischen und sozialen Beitrag nicht denkbar. Nachhaltigkeit bedeutet für uns, ökonomische, ökologische und soziale Aspekte in alle Prozesse einzubinden, um langfristig Werte zu schaffen. Und so hat HOCHTIEF auch in diesem Berichtsjahr die Inhalte des Geschäfts- und Nachhaltigkeits-Reportings in einem kombinierten Konzernbericht zusammengefasst.

Bericht nach § 312 AktG über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Mit dem Großaktionär ACS Actividades de Construcción y Servicios S.A. besteht kein Beherrschungsvertrag, sodass der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG verpflichtet ist. In diesem Abhängigkeitsbericht wird vom Vorstand folgende Schlusserklärung gegeben:

"Bei der HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat in Beziehung zu dem herrschenden oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen im Berichtszeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 ein berichtspflichtiges Rechtsgeschäft vorgelegen, das zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen wurde.

Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens oder eines mit diesem verbundenen Unternehmens wurden nicht getroffen oder unterlassen."

Erläuterungen zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der HOCHTIEF Aktiengesellschaft (Holding) nach HGB

Gewinn- und Verlustrechnung der HOCHTIEF Aktiengesellschaft (Kurzfassung)

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(In Mio. EUR) 2015 2014
Umsatzerlöse 38,4 49,9
Veränderung des Bestands an nicht abgerechneten Bauarbeiten -0,5 -0,4
Sonstige betriebliche Erträge 53,2 53,9
Materialaufwand -17,5 -16,6
Personalaufwand -31,2 -27,1
Abschreibungen -3,4 -4,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen -93,0 -93,7
Ergebnis Finanzanlagen 312,8 275,7
Zinsergebnis -93,0 -81,5
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -0,1 -3,0
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 165,7 153,2
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -16,3 0,8
Jahresüberschuss 149,4 154,0
Gewinnvortrag 2,8 11,5
Veränderung der Gewinnrücklagen -13,6 -33,8
Ertrag aus der Kapitalherabsetzung 0,0 19,7
Einstellung in die Kapitalrücklage 0,0 -19,7
Bilanzgewinn 138,6 131,7

Bilanz der HOCHTIEF Aktiengesellschaft (Kurzfassung)

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(In Mio. EUR) 31.12.2015 31.12.2014
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 27,7 30,3
Finanzanlagen 2.484,2 2.486,7
2.511,9 2.517,0
Umlaufvermögen
Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, Rechnungsabgrenzungsposten 663,9 714,8
Finanzmittel 339,9 485,5
1.003,8 1.200,3
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 15,8 19,7
Aktiva 3.531,5 3.737,0
Eigenkapital 1.349,1 1.573,0
Rückstellungen 110,4 61,5
Verbindlichkeiten 2.072,0 2.102,5
Passiva 3.531,5 3.737,0

Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft führt die Divisions des Konzerns als strategische und operative Management-Holding. Als zentrale Steuerungsebene verantwortet sie die unternehmerischen Ziele, die grundsätzliche strategische Ausrichtung, die Unternehmenspolitik und die Organisation des HOCHTIEF-Konzerns. Das Ergebnis der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist vor allem durch das Beteiligungsergebnis sowie durch Erlöse und Aufwendungen bestimmt, die im Zusammenhang mit der Ausübung dieser Holdingfunktionen stehen.

Der Jahresabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich keine Änderungen der Ansatz- und Bewertungsmethoden ergeben. Die Bekanntmachung des Jahresabschlusses und des mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lageberichts der HOCHTIEF Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2015 erfolgt im Bundesanzeiger.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse der HOCHTIEF Aktiengesellschaft in Höhe von 38 Mio. Euro (Vorjahr 50 Mio. Euro) enthielten neben der Vergütung für Service- und Verwaltungsleistungen im Wesentlichen Erlöse aus Vermietung und Verpachtung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 93 Mio. Euro und bewegten sich damit auf Vorjahresniveau (94 Mio. Euro). Sie enthalten im Wesentlichen Garantie-, Miet- und Pachtaufwendungen, Zuführungen zu Rückstellungen und Beratungskosten. Das Ergebnis aus Finanzanlagen wird maßgeblich durch die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen und die Aufwendungen aus Verlustübernahmen bestimmt. Der im Geschäftsjahr 2015 erzielte Wert belief sich auf 313 Mio. Euro und lag damit um 37 Mio. Euro über dem Vergleichswert des Vorjahres (276 Mio. Euro). Ausschlaggebend für diese Verbesserung waren höhere Ergebnisübernahmen von der HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management GmbH und der HOCHTIEF Americas GmbH, die sich auf 202 Mio. Euro beliefen. Insgesamt erzielte die HOCHTIEF Aktiengesellschaft Erträge aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von 382 Mio. Euro (Vorjahr 283 Mio. Euro). Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen beliefen sich auf -71 Mio. Euro gegenüber -9 Mio. Euro im Vorjahr. Das Zinsergebnis lag trotz gesunkener Zinsaufwendungen an Kreditinstitute mit -93 Mio. Euro unter dem Vergleichswert des Vorjahres von -82 Mio. Euro. Ausschlaggebend hierfür war ein deutlicher Rückgang der Erträge aus dem Deckungsvermögen für die Pensionsverpflichtungen.

Der Jahresüberschuss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf 149 Mio. Euro (Vorjahr 154 Mio. Euro).

Finanz- und Vermögenslage

Die Finanz- und Vermögenslage der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist aufgrund ihrer Holdingfunktion durch die Finanzanlagen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen geprägt. Der Anteil dieser Positionen an der Bilanzsumme belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2015 auf 88 Prozent gegenüber 83 Prozent am Geschäftsjahresende 2014.

Die Finanzanlagen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft lagen zum Ende des Geschäftsjahres 2015 mit 2,5 Mrd. Euro nahezu unverändert auf dem Niveau des Vorjahres. Der Großteil entfällt weiterhin auf die Anteile an verbundenen Unternehmen mit wesentlichen Beteiligungsbuchwerten an der HOCHTIEF Asia Pacific GmbH, der HOCHTIEF Americas GmbH und der HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management GmbH. Der Bestand der Ausleihungen an verbundene Unternehmen betrifft - unverändert gegenüber dem Vorjahr - in Höhe von 36 Mio. Euro die HOCHTIEF Projektentwicklung GmbH. Der Wertpapierbestand enthält ausschließlich Fondsanteile und verminderte sich gegenüber dem Vorjahr (280 Mio. Euro) um 82 Mio. Euro auf 198 Mio. Euro. Bei den zum 31. Dezember 2015 ausgewiesenen flüssigen Mitteln in Höhe von 142 Mio. Euro handelt es sich im Wesentlichen um Guthaben bei Kreditinstituten. Der Bestand lag damit um 64 Mio. Euro unter dem Wert zum Jahresende 2014 (206 Mio. Euro). Die aus dem Verkauf von Wertpapieren zugeflossenen Mittel und die frei verfügbare Liquidität wurden zur Finanzierung des Aktienrückkaufprogramms der HOCHTIEF Aktiengesellschaft verwendet.

Das gezeichnete Kapital der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist in 69 309 434 nennwertlose Stückaktien eingeteilt und beläuft sich auf nominal 177 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung der noch im Bestand befindlichen eigenen Aktien und des hierauf entfallenden Betrags am Grundkapital beträgt das gezeichnete Kapital 167 Mio. Euro. Die Kapitalrücklage in Höhe von 804 Mio. Euro blieb gegenüber dem Jahresendstand 2014 unverändert. Die Gewinnrücklagen verminderten sich von 462 Mio. Euro um 223 Mio. Euro auf 239 Mio. Euro. Von diesem Rückgang entfallen 236 Mio. Euro auf die Verrechnung der Anschaffungskosten aus dem Erwerb eigener Aktien. Gegenläufig wirkte sich die Einstellung aus dem Jahresüberschuss in die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 13 Mio. Euro aus.

Das Eigenkapital erreichte einen Anteil von 38 Prozent (Vorjahr 42 Prozent) an der Bilanzsumme.

Bei den Verbindlichkeiten ergab sich ein leichter Rückgang um 30 Mio. Euro. Mit einem Gesamtbestand in Höhe von 2,1 Mrd. Euro blieben die Verbindlichkeiten zum Stichtag 31. Dezember 2015 damit nahezu auf gleicher Höhe wie zum Ende des Vorjahres. Der überwiegende Teil hiervon entfällt auf Anleihen, in denen mit einem gegenüber dem Vorjahr unveränderten Volumen von 1,8 Mrd. Euro die durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft emittierten Inhaberschuldverschreibungen ausgewiesen werden. Auf eine im Mai 2014 emittierte Inhaberschuldverschreibung mit einem Nominalzins von 2,625 Prozent und einer Endfälligkeit im Mai 2019 entfällt dabei ein Buchwert von 508 Mio. Euro. Darüber hinaus werden ein Buchwert von 773 Mio. Euro für eine im März 2013 emittierte Inhaberschuldverschreibung und ein Buchwert von 521 Mio. Euro für eine im März 2012 emittierte Inhaberschuldverschreibung bilanziert. Der Nominalzins dieser im März 2020 beziehungsweise 2017 endfälligen Anleihen beläuft sich auf 3,875 Prozent beziehungsweise 5,5 Prozent. Daneben enthalten die Verbindlichkeiten die Restschuld aus einem im Dezember 2012 aufgenommenen Schuldscheindarlehen in Höhe von 50 Mio. Euro. Der Rückgang von 39 Mio. Euro gegenüber den zum Ende des Vorjahres bestehenden Schuldscheindarlehen (89 Mio. Euro) resultierte aus einer planmäßigen Rückzahlung. Das noch ausstehende Schuldscheindarlehen ist mit einer fixen Verzinsung ausgestattet. Die syndizierte Barkreditlinie im Gesamtvolumen von 500 Mio. Euro ist zum Stichtag - wie auch im Vorjahr - nicht in Anspruch genommen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 199 Mio. Euro (Vorjahr 136 Mio. Euro) resultieren im Wesentlichen aus dem Konzernfinanzverkehr.

Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft weist für das Geschäftsjahr 2015 einen Jahresüberschuss in Höhe von 149 Mio. Euro aus. Unter Berücksichtigung der Einstellung in die Gewinnrücklagen (13 Mio. Euro) und des Gewinnvortrags (3 Mio. Euro) ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 139 Mio. Euro.

Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands

Der Vorstand schlägt vor, zu beschließen:

Der Bilanzgewinn der HOCHTIEF Aktiengesellschaft des Geschäftsjahres 2015 in Höhe von 138.618.868,00 Euro wird zur Ausschüttung einer Dividende von 2,00 Euro je Stückaktie auf das Grundkapital von 177.432.151,04 Euro, eingeteilt in 69 309 434 Stückaktien, verwendet.

Die Dividende ist am Tag nach der Hauptversammlung zahlbar.

Der Betrag, der auf die am Tage der Hauptversammlung im Besitz der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien auszuschütten wäre und der gemäß § 71 b AktG von der Ausschüttung auszuschließen ist, wird auf neue Rechnung vorgetragen. Am Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses, 19. Februar 2016, ergibt sich für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ein Bestand an eigenen Aktien von insgesamt 4914571 Stück, womit ein Betrag in Höhe von 9.829.142,00 Euro auf neue Rechnung vorzutragen wäre. Bis zur Hauptversammlung kann sich die Zahl der für das Geschäftsjahr 2015 dividendenberechtigten Stückaktien verändern. In diesem Fall wird bei unveränderter Ausschüttung von 2,00 Euro je für das Geschäftsjahr 2015 dividendenberechtigter Stückaktie der Hauptversammlung ein entsprechend angepasster Gewinnverwendungsvorschlag unterbreitet.

Angaben gemäß § 289 Abs. 4 beziehungsweise § 315 Abs. 4 HGB

Die Angaben zur Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals gemäß §§ 289 Abs. 4 Nr. 1, 315 Abs. 4 Nr. 1 HGB sind im Anhang beziehungsweise Konzernanhang enthalten.

Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffen:

Soweit Vorstandsmitgliedern von der Gesellschaft Aktien übertragen wurden, um ihre Ansprüche auf variable Vergütung zu tilgen, unterliegen diese Aktien einer Sperrfrist von zwei Jahren. Vor Ablauf dieser Sperrfrist dürfen die so übertragenen Aktien von den Vorstandsmitgliedern nicht veräußert werden.

Kapitalbeteiligungen von mehr als zehn Prozent der Stimmrechte:

ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A. mit Sitz in Madrid/Spanien hat uns am 11. Mai 2015 gemäß § 25a Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil gemäß §§ 21, 22 WpHG an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft am 8. Mai 2015 60,70 Prozent betrug.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. Es ist dem Vorstand nicht bekannt, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben.

Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder/Satzungsänderungen:

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands bestimmt sich nach den §§ 84, 85 AktG und § 31 MitbestG in Verbindung mit §§ 9 Abs. 2, 7 Abs. 1 der Satzung. Gesetzliche Vorschriften zur Änderung der Satzung finden sich in §§ 179 ff., 133 AktG. Soweit das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals verlangt, genügt nach § 23 Abs. 3 der Satzung die einfache Mehrheit, sofern nicht zwingend eine andere Mehrheit vorgeschrieben ist. Nach § 15 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur die Fassung der Satzung betreffen.

Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe neuer Aktien:

Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital bis zum 5. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 54.000 Tsd. Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Die weiteren Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung. Das Grundkapital der Gesellschaft ist gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung um bis zu 49.280 Tsd. Euro, eingeteilt in bis zu 19 250 000 Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung.

Ermächtigung zum Aktienrückkauf:

> Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de/aktienrueckkauf

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Mai 2015 ist die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt worden, eigene Aktien zu erwerben. Diese Ermächtigung gilt bis zum 5. Mai 2020. Sie ist insgesamt auf einen Anteil von zehn Prozent des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals beschränkt. Die Ermächtigung kann unmittelbar durch die Gesellschaft oder durch ein von der Gesellschaft abhängiges oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen oder durch von der Gesellschaft oder von der Gesellschaft abhängige oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehende Unternehmen beauftragte Dritte ausgeübt werden und erlaubt den Erwerb eigener Aktien im ganzen Umfang oder in Teilbeträgen sowie den einmaligen oder mehrmaligen Erwerb. Der Erwerb eigener Aktien kann über die Börse oder mittels eines an sämtliche Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder durch die Ausgabe von Andienungsrechten an die Aktionäre erfolgen. Die Bedingungen für den Erwerb werden im Beschluss weiter spezifiziert.

Der Vorstand ist durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Mai 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bei einer Veräußerung eigener Aktien durch ein Angebot an alle Aktionäre den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem ihrer nachgeordneten Konzernunternehmen ausgegebenen Options- und/oder Wandelanleihen ein Bezugsrecht auf die Aktien zu gewähren. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an sämtliche Aktionäre zu veräußern, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet.

Der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist ferner unter den nachstehenden Voraussetzungen ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats Dritten in anderer Weise als über die Börse oder mittels Angebot an sämtliche Aktionäre anzubieten und zu übertragen. Dies kann im Zuge des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen daran oder von Unternehmensteilen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen geschehen. Dies ist außerdem zulässig zur Einführung von Aktien der Gesellschaft an ausländischen Börsen, an denen sie bisher nicht zum Handel zugelassen sind. Außerdem dürfen die Aktien Personen zum Erwerb angeboten werden, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen stehen oder standen. Weiterhin dürfen die Aktien den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft gemäß der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 12. Mai 2011 (TOP 8) begebenen Schuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Options- und/oder Wandlungsrechte und/oder -pflichten gewährt werden.

Weiterhin dürfen die Aktien (amtierenden oder ausgeschiedenen) Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft und (amtierenden oder ausgeschiedenen) Mitgliedern von Vorständen und Geschäftsführungen der von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG sowie Personen, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG stehen oder standen, mit der Verpflichtung übertragen werden, sie für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren seit der Übertragung zu halten. Eine solche Übertragung ist nur zulässig, um bestehende Ansprüche des Übertragungsempfängers auf variable Vergütung an Erfüllungs statt zu tilgen. Die weiteren Bedingungen der Übertragung werden im Beschluss weiter spezifiziert. Im Fall der Ausgabe der Aktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft entscheidet allein der Aufsichtsrat der Gesellschaft über die Ausgabe.

Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8, 186 Abs. 3, 4 AktG insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen verwendet werden.

Weiterhin ist der Vorstand ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats einzuziehen, ohne dass die Einziehung und ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedürfen.

Die Bedingungen der Bezugsrechtsgewährung, Veräußerung und Übertragung beziehungsweise Einziehung der eigenen Aktien werden in dem Beschluss der Hauptversammlung weiter spezifiziert.

Durch weiteren Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Mai 2015 ist die Gesellschaft zum Einsatz von Eigenkapitalderivaten im Rahmen des Erwerbs eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG sowie zum Ausschluss des Andienungs- und Bezugsrechts ermächtigt worden. Dadurch soll das Volumen an Aktien, das insgesamt erworben werden darf, nicht erhöht werden; es werden lediglich im Rahmen der Höchstgrenze der vorgenannten Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien und unter Anrechnung auf diese Höchstgrenze weitere Handlungsalternativen zum Erwerb eigener Aktien eröffnet. Der Vorstand ist ermächtigt worden, Optionen zu erwerben, die der Gesellschaft das Recht vermitteln, bei Ausübung der Optionen Aktien der Gesellschaft zu erwerben (Call-Optionen). Der Vorstand ist ferner ermächtigt worden, Optionen zu veräußern, welche die Gesellschaft bei Ausübung der Optionen durch deren Inhaber zum Erwerb von Aktien der Gesellschaft verpflichten (Put-Optionen). Ferner kann der Erwerb unter Einsatz einer Kombination aus Call- und Put-Optionen oder Terminkaufverträgen erfolgen. Die Bedingungen zum Einsatz von Eigenkapitalderivaten im Rahmen des Erwerbs eigener Aktien sowie zum Ausschluss des Andienungs- und Bezugsrechts werden in dem Beschluss der Hauptversammlung weiter spezifiziert.

Change-of-Control-Klauseln im Zusammenhang mit Darlehensverträgen und Finanzierungsinstrumenten:

Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat am 23. März 2012 ihre erste Unternehmensanleihe begeben. Die Anleihe hat ein Nominalvolumen von 500 Mio. Euro, eine Laufzeit bis März 2017 und ist mit einem jährlichen Kupon von 5,5 Prozent verzinst. Am 20. März 2013 hat die HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine zweite Unternehmensanleihe begeben. Die Anleihe hat ein Nominalvolumen von 750 Mio. Euro, eine Laufzeit bis März 2020 und ist mit einem jährlichen Kupon von 3,875 Prozent verzinst. Eine weitere Unternehmensanleihe wurde am 28. Mai 2014 begeben. Diese dritte HOCHTIEF-Anleihe hat ein Nominalvolumen von 500 Mio. Euro, eine Laufzeit bis Mai 2019 und wird mit einem jährlichen Kupon von 2,625% verzinst. In die Anleihebedingungen wurden Change-of-Control-Bestimmungen aufgenommen, die dem jeweiligen Gläubiger das Recht geben, die vorzeitige Rückzahlung der von ihm gehaltenen Schuldverschreibungen zum Nennbetrag zuzüglich aufgelaufener Zinsen zu verlangen, sofern der Gläubiger innerhalb eines Zeitraums von 68 Tagen nach Veröffentlichung der Rückzahlungsmitteilung durch die Emittentin* eine schriftliche Ausübungserklärung eingereicht hat. Ein Kontrollwechsel im vorgenannten Sinne tritt einerseits durch den Erwerb der Kontrolle an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Sinne von § 29 Abs. 2 WpÜG durch eine Person oder eine Personengruppe (mit Ausnahme des Aktionärs ACS [ACS Actividades de Construcción y Servicios, S.A.] und seiner verbundenen Unternehmen) in abgestimmtem Verhalten im Sinne von § 30 Abs. 2 WpÜG oder durch den Abschluss eines Gewinnabführungs-, Beherrschungs- oder sonstigen Unternehmensvertrages im Sinne von §§ 291, 292 AktG, soweit die Emittentin dadurch zum beherrschten Unternehmen wird, ein. Zusätzlich wurden umfangreiche Schutzklauseln in Bezug auf Geschäfte und Transaktionen mit ACS in die Anleihe-Dokumentationen aufgenommen.

* Siehe Glossar

Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat am 13. Dezember 2011 mit einem internationalen Bankenkonsortium einen syndizierten Bar- und Avalkredit* über insgesamt zwei Mrd. Euro abgeschlossen. Diese syndizierte Fazilität mit einer ursprünglichen Laufzeit bis Dezember 2016 wurde am 25. April 2014 bis zum April 2019 verlängert und besteht einerseits aus einer Avalkredit-Tranche über 1,5 Mrd. Euro und andererseits aus einer Barlinie über 500 Mio. Euro. Diese Fazilität enthält auch nach Verlängerung weiterhin Change-of-Control-Bestimmungen. Danach können die jeweiligen Kreditgeber (nachdem mit dem Kreditnehmer zuvor Verhandlungen zur Fortführung der Kredite, die unter Berücksichtigung der Kreditwürdigkeit der Person des Übernehmers, der Gefahr eventueller Änderungen der Unternehmensstrategie und eventueller Beschränkungen der Kreditgeber bei der Kreditvergabe zu führen sind, ergebnislos geblieben sind) ihre Kreditengagements unter der nachfolgend genannten Voraussetzung vorzeitig beenden. Diese Voraussetzung tritt ein, wenn eine Person oder eine Gruppe von Personen im Wege abgestimmten Verhaltens die Kontrolle im Sinne von § 29 Abs. 2 WpÜG über den Kreditnehmer erlangt. Die Erklärung zur Beendigung des Kreditengagements kann bis zum Ablauf von 70 Tagen nach Kenntniserlangung der HOCHTIEF Aktiengesellschaft vom Eintritt der vorgenannten Voraussetzung unter Berücksichtigung einer Mindestbedenkzeit von zehn Tagen von den Kreditgebern abgegeben werden. Die vorgenannten Change-of-Control-Bestimmungen gelten auch weiterhin nicht für den Aktionär ACS und die mit ihm verbundenen Unternehmen; ebenfalls wurden die umfangreichen Schutzklauseln mit den Kreditgebern in Bezug auf Geschäfte und Transaktionen mit ACS beibehalten. In ihnen hat sich die HOCHTIEF Aktiengesellschaft unter anderem verpflichtet, keine Verträge mit ACS abzuschließen, die die Kreditwürdigkeit von HOCHTIEF schwächen würden, zum Beispiel einen Beherrschungsvertrag. Werden gleichwohl solche Verträge geschlossen, haben die Kreditgeber ein Sonderkündigungsrecht.

* Siehe Glossar

Des Weiteren hat HOCHTIEF am 11. Dezember 2012 mit einem ausländischen Kreditinstitut ein bilaterales vierjähriges Schuldscheindarlehen über 50 Mio. Euro vereinbart. Darüber hinaus hat die HOCHTIEF Aktiengesellschaft am 27. Februar 2015 mit einem inländischen Kreditinstitut einen Rahmenkreditvertrag über ursprünglich 100 Mio. Euro verlängert sowie am 26. November 2015 mit einem inländischen Kreditinstitut einen Rahmenkreditvertrag über ursprünglich 175 Mio. Euro verlängert. Diese Darlehensverträge haben alle jeweils eine inhaltlich identische Bestimmung, wonach die HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Fall eines Kontrollwechsels zur vorzeitigen Rückzahlung der Darlehen verpflichtet ist, falls sie und der Darlehensgeber nicht binnen 60 Tagen ab Mitteilung des Kontrollwechsels eine Einigung über die Fortführung des Darlehens erzielt haben und der Darlehensgeber die vorzeitige Rückzahlung binnen zehn Tagen nach Ablauf der 60-Tage-Frist verlangt. Kontrollwechsel im vorgenannten Sinne bedeutet den Erwerb der Kontrolle an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Sinne von § 29 Abs. 2 WpÜG durch eine Person oder eine Personengruppe in abgestimmtem Verhalten im Sinne von § 30 Abs. 2 WpÜG. Bezüglich der vorgenannten Darlehensverträge gelten die vorgenannten Change-of-Control-Bestimmungen nicht für den Aktionär ACS und seine verbundenen Unternehmen; im Gegenzug wurden umfangreiche Schutzklauseln mit den Kreditgebern in Bezug auf Geschäfte und Transaktionen mit ACS vereinbart. Durch die Klauseln hat sich die HOCHTIEF Aktiengesellschaft unter anderem verpflichtet, keine Verträge mit ACS abzuschließen, die die Kreditwürdigkeit von HOCHTIEF schwächen würden, zum Beispiel einen Beherrschungsvertrag mit ACS. Werden gleichwohl solche Verträge geschlossen, haben die Kreditgeber ein Sonderkündigungsrecht.

Neben den oben genannten Darlehensverträgen hat HOCHTIEF am 17. Oktober 2014 mit einem ausländischen Kreditinstitut einen bilateralen Avalkreditvertrag über 138 Mio. Euro (150 Mio. US-Dollar) vereinbart. Darüber hinaus hat HOCHTIEF am 28. November 2014 mit einem inländischen Kreditinstitut einen Avalkreditvertrag über 25 Mio. Euro abgeschlossen. Beide Verträge bestehen weiterhin und enthalten eine inhaltlich identische Change-of-Control-Bestimmung entsprechend der Definition im syndizierten Bar- und Avalkredit, die dem jeweiligen Gläubiger das Recht gibt, die vorzeitige Rückzahlung des Kreditengagements zu verlangen. Des Weiteren hat HOCHTIEF am 12. August 2014 mit einer ausländischen Versicherungsgesellschaft einen Avalkreditvertrag über 78,05 Mio. Euro abgeschlossen. Der Vertrag besteht weiterhin und enthält eine Change-of-Control-Bestimmung, die dem Gläubiger das Recht gibt, die vorzeitige Rückzahlung des Kreditengagements zu verlangen, sofern die HOCHTIEF Aktiengesellschaft Gegenstand einer Fusion oder Übernahme ist und die HOCHTIEF Aktiengesellschaft nicht die aufnehmende Gesellschaft ist. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat im Berichtsjahr mit sechs US-Surety-Gesellschaften zur Absicherung der von diesen bereitgestellten Bondinglinie in Höhe von 6,7 Mrd. Euro (7,3 Mrd. US-Dollar) eine "General Counter Indemnity" in entsprechender Höhe abgeschlossen. Diese "General Counter Indemnity" enthält weiterhin eine Change-of-Control-Bestimmung, die den Surety-Gesellschaften unter der nachfolgend genannten Voraussetzung das Recht einräumt, von der HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine bar zu entrichtende Sicherheitsleistung von maximal 459 Mio. Euro (500 Mio. US-Dollar) zu fordern; gemäß den Vereinbarungen werden die bereits zur Unterlegung der Bondinglinie begebenen Sicherheiten in Form von Bankgarantien hierbei in Abzug gebracht. Die Voraussetzung tritt grundsätzlich ein, wenn eine Person oder eine Gruppe von Personen (mit Ausnahme des Aktionärs ACS und seiner verbundenen Unternehmen) im Wege abgestimmten Verhaltens im Sinne von § 30 Abs. 2 WpÜG insgesamt 30 Prozent oder mehr der Aktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft erwirbt oder der Aktionär ACS und seine verbundenen Unternehmen insgesamt 75 Prozent oder mehr der Aktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft erwerben. Die Sicherheitsleistung hat in diesem Fall innerhalb von 30 Bankarbeitstagen nach Geltendmachung der Forderung zu erfolgen.

Weitere wesentliche Vereinbarungen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels:

In der von der HOCHTIEF Aktiengesellschaft abgeschlossenen D&O-Versicherung* ist eine Einschränkung des Versicherungsschutzes vorgesehen, falls die HOCHTIEF Aktiengesellschaft durch Fusion, Übernahme oder gleichartige Maßnahmen in einem anderen Unternehmen aufgeht oder eine andere Gesellschaft als ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A. oder ein sonstiger Dritter einen beherrschenden Einfluss erlangt. In einem solchen Fall besteht vorbehaltlich einer anderweitigen Vereinbarung Versicherungsschutz nur für diejenigen Ansprüche, die auf Pflichtverletzungen beruhen, die bis zum Zeitpunkt der rechtlichen Wirksamkeit dieser Veränderung begangen wurden. Der Versicherungsschutz endet in den vorgenannten Fällen mit dem Ablauf der Versicherungsperiode.

* Siehe Glossar

Über die Pflichtangaben gemäß § 289 Abs. 4 Nr. 8/§ 315 Abs. 4 Nr. 8 HGB hinaus bestehen bei anderen Konzerngesellschaften weitere Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen und nachfolgend nicht abschließend dargestellt sind: Im Geschäftsfeld PPP werden dem Auftraggeber in den Projektverträgen häufig weitgehende Gestaltungsrechte eingeräumt, die eine Änderung der Beteiligungsverhältnisse an der jeweiligen Projektgesellschaft erschweren sollen.

Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Erläuternder Bericht des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft gemäß §§ 175 Abs. 2, 176 Abs. 1 AktG zu den Angaben nach den §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015

Der Vorstand gibt zu den Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB in dem mit dem Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zusammengefassten Konzernlagebericht folgende Erläuterungen:

Bei unseren Angaben haben wir die Verhältnisse zugrunde gelegt, wie sie im Geschäftsjahr 2015 und bis zur Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts bestanden haben. Es handelt sich um Informationen zum gezeichneten Kapital, über die Übertragung von Aktien betreffende Beschränkungen, zu direkten und indirekten Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten, zu den gesetzlichen Vorschriften und Bestimmungen der Satzung der Gesellschaft über die Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder und über die Änderung der Satzung, zu den Befugnissen des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, sowie zu wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Die Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals und die mit den ausgegebenen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft verbundenen Rechte ergeben sich auch aus der Satzung der Gesellschaft. Die Kapitalbeteiligungen von ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A. sowie ihrer Tochtergesellschaften sind aufgrund der veröffentlichten Stimmrechtsmitteilung vom 6. Oktober 2014 bekannt.

Beschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich aus den Vorschriften des Aktiengesetzes ergeben. So unterliegen Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen einem Stimmverbot (§ 136 AktG). Außerdem steht der Gesellschaft kein Stimmrecht aus eigenen Aktien zu (§ 71b AktG). Vertragliche Beschränkungen in Bezug auf das Stimmrecht oder die Übertragung der Aktien sind uns - mit einer Ausnahme - nicht bekannt. Soweit Vorstandsmitgliedern von der Gesellschaft Aktien übertragen wurden, um ihre Ansprüche auf variable Vergütung zu tilgen, unterliegen diese Aktien einer Sperrfrist von zwei Jahren. Die Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4 Nr. 3, 315 Abs. 4 Nr. 3 HGB zu direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital, die zehn vom Hundert der Stimmrechte überschreiten, sind im (Konzern-)Anhang enthalten. Die Angaben zur Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands geben die Vorschriften des Aktiengesetzes und der Satzung inhaltlich zutreffend wieder. Das Gleiche gilt für die Angaben zur Änderung der Satzung.

Die Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, beruhen sämtlich auf entsprechenden Ermächtigungsbeschlüssen der Hauptversammlung aus den Jahren 2011 und 2015 zu einem bedingten und einem genehmigten Kapital sowie u. a. zur Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien. Diese Befugnisse sind zutreffend unter Hinweis auf die von der Hauptversammlung beschlossenen Ermächtigungen dargestellt.

Die wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und die hieraus folgenden Wirkungen sind zutreffend dargestellt. Falls die Darlehensgeber im Rahmen dieser Vereinbarungen unter den genannten Bedingungen ihr Kündigungsrecht ausüben würden, müsste der entsprechende Finanzierungsbedarf der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beziehungsweise des HOCHTIEF-Konzerns auf andere Weise sichergestellt werden.

Informatorisch wird darauf hingewiesen, dass über die Pflichtangaben gemäß den vorgenannten Bestimmungen des HGB hinaus auch bei anderen Konzerngesellschaften weitere Vereinbarungen bestehen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen und nachfolgend auszugsweise und nicht abschließend erwähnt sind:

Im Geschäftsbereich PPP werden dem Auftraggeber in den Projektverträgen häufig weitgehende Gestaltungsrechte eingeräumt, die eine Änderung der Beteiligungsverhältnisse an der jeweiligen Projektgesellschaft erschweren sollen.

Die übrigen nach den §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB geforderten Angaben betreffen Verhältnisse, die bei der HOCHTIEF Aktiengesellschaft nicht vorliegen. Daher sind wir auf diese in dem mit dem Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zusammengefassten Konzernlagebericht nicht näher eingegangen. Weder gibt es Stimmrechtsbeschränkungen, Stimmrechtskontrollen durch am Kapital der Gesellschaft beteiligte Arbeitnehmer, Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots noch Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

 

Essen, im Februar 2016

Marcelino Fernández Verdes

Peter Sassenfeld

José Ignacio Legorburo Escobar

Nikolaus Graf von Matuschka

Segmentbericht

Division HOCHTIEF Americas

Dieses Kapitel ist Teil des Themenfelds Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen

Weitere Informationen finden Sie unter:

> www.turnerconstruction.com

> www.flatironcorp.com

> www.eecruz.com

> www.clarkbuilders.com

In der Division HOCHTIEF Americas werden die Aktivitäten unserer nordamerikanischen Tochtergesellschaften zusammengefasst: Turner, Flatiron, E.E. Cruz und Clark Builders. Die Unternehmen mit jeweils eigenen Schwerpunkten agieren als Anbieter von Hoch- oder Infrastrukturbau überwiegend in den USA und in Kanada. Zu den Marktsegmenten der Gesellschaften zählen unter anderem öffentliche Gebäude, Büroimmobilien, Sportstätten, Bildungs- und Gesundheitsimmobilien, Straßen und Brücken sowie Wasserkraftwerke, Staudämme und Stromleitungen. Dabei sind die nordamerikanischen Einheiten durch die konzernweite Zusammenarbeit eng vernetzt und können somit von Synergien sowie einem kontinuierlichen Informations- und Erfahrungsaustausch profitieren.

Alle operativen Einheiten haben sich im Berichtsjahr sehr gut entwickelt: Die USA standen 2015 mit einem allgemein realen Wachstum von insgesamt 2,5 Prozent (Vorjahr: 2,2 Prozent) einmal mehr in der Spitzengruppe der entwickelten Volkswirtschaften. In Kanada wuchs die Wirtschaft 2015 aufgrund niedriger Rohstoffpreise zwar weniger als erwartet, der Verlauf war aber mit 1,2 Prozent (Vorjahr: 2,3 Prozent) deutlich positiv. Dieses allgemeine Wachstum zeigte sich auch in der positiven Entwicklung der Baumärkte: Vor allem der gewerbliche US-Hochbaumarkt bot mit einem Plus von 12,5 Prozent große Chancen für Turner. Nach den aktuellen Erwartungen wird der Markt auch 2016 wachsen: Experten prognostizieren ein Plus von 4,8 Prozent. Als einer der Marktführer im allgemeinen Hochbau der USA wird Turner von dieser Entwicklung profitieren.

Im Markt für PPP-Verkehrsinfrastruktur zeigte sich in Nordamerika auch im Berichtsjahr ein dauerhaftes Wachstumspotenzial für Straßen- und Brückenbauprojekte. In den USA schreitet die Entwicklung langsam voran. In Kanada mit seinem etablierten PPP-Markt hingegen konnte HOCHTIEF PPP Solutions gemeinsam mit seinen US-Baupartnern im HOCHTIEF-Konzern - Flatiron, Turner und Clark Builders - erneut erfolgreich agieren. Auf dem kanadischen Markt werden für die kommenden zehn Jahre allein auf PPP-Basis realisierte Bahnprojekte im Wert von 24 Mrd. Euro erwartet.

Turner belegt weiterhin eine Spitzenposition im US-Hochbaumarkt. Marktführer ist das Unternehmen laut Ranking des Magazins "Engineering News-Record" (ENR) im gewerblichen Hochbau und zum achten Mal in Folge die Nummer eins der 100 größten US-Anbieter für nachhaltige Gebäude. Mit dem eigenen Green-Building-Barometer* analysiert die Gesellschaft den Markt grüner Gebäude regelmäßig systematisch und belegt damit, dass die Nachfrage stark bleibt. Im Marktsegment Green Building erzielte Turner 2015 einen Umsatz von mehr als fünf Mrd. Euro (2014: 3,11 Mrd. Euro).

* Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Märkte

Einen guten Platz im ENR-Ranking hat sich auch die Infrastrukturgesellschaft Flatiron gesichert: Die Gesellschaft erreichte Platz 15 unter den 50 bedeutendsten Ingenieurbauunternehmen der USA. Flatiron wird seine Marktposition durch gute Auftragseingänge weiter verbessern.

Insbesondere der Bereich Engineering gewann bei Turner und Flatiron im Berichtsjahr an Bedeutung. Beide Unternehmen haben eigene Engineeringeinheiten eingerichtet: Die Turner Engineering Group sowie die Flatiron Technical Services Group dienen als Kompetenzzentren, um die Risiken bei Projekten zu minimieren. Sie steuern das Erstellen der Planung, prüfen und optimieren diese bei Bedarf. Durch eine höhere Wertschöpfung bei den Projekten und eine verbesserte Rentabilität soll ein Wettbewerbsvorteil entstehen.

So bietet die Turner Engineering Group technisches Know-how bei Fragen der Geotechnik, Bauphysik, Strukturdynamik, Gebäudeleitsysteme, Gebäudetechnik und weiteren Punkten an. Unterstützt werden die neuen Engineeringeinheiten von HOCHTIEF Engineering in Essen - dieser Wissensaustausch fördert die Effizienz.

Auch im Bereich Building Information Modeling (BIM) und Lean Construction spielt Turner eine führende Rolle. Unter anderem erreichte die Gesellschaft 2015 in dem renommierten Ranking "Giants 300 Report" des Fachmagazins "Building Design + Construction" mit Abstand den ersten Platz bei der Umsetzung von Bauprojekten mit BIM.

Die Leistungen beim virtuellen Planen und Bauen, dem "Building Information Modeling" (BIM)* , wurden auch 2015 weiter forciert. 2015 hat Turner mehr als 200 Projekte mit BIM realisiert.

* Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Forschung und Entwicklung

Mit seinen Tochtergesellschaften auf dem nordamerikanischen Markt hat sich HOCHTIEF hervorragend positioniert: Seine Gesellschaften gelten als attraktive Arbeitgeber** und innovative Unternehmen der Branche.

** Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Mitarbeiter

Projektbeispiele

> Weitere Projektbeispiele finden Sie unter: www.hochtief.de/ kundenportal

Soziale und urbane Infrastruktur

Marktsegment Sport- und Veranstaltungsstätten

Das Levi's Stadion in Santa Clara, das Turner bis August 2014 gebaut hat, wurde im Berichtsjahr zur Sportstätte des Jahres gewählt. Das Zuhause der San Francisco 49ers verfügt unter anderem über ein begrüntes Dach sowie Fotovoltaikparzellen und erhielt deshalb das LEED-Zertifikat in Gold. Mit einem innovativen Ansatz hat Turner das Stadion sechs Wochen eher als geplant pünktlich zum Saisonstart fertiggestellt. Dabei waren Methoden wie Building Information Modeling (BIM) und Design-Build im Einsatz.

Marktsegment Gewerbeimmobilien

Im Bereich Rechenzentren sind unsere Hochbauexperten von Turner sehr gut aufgestellt. Allein im Berichtsjahr haben sie mehrere Aufträge erhalten, unter anderem in den Bundesstaaten North Carolina und Iowa.

Marktsegment Hotels

Turner hat den Auftrag erhalten, in Washington D.C. das Hilton Conrad Washington Hotel als Construction-Manager zu errichten. Das Fünfsternehotel mit 195 Suiten soll 2018 fertiggestellt werden und mit dem LEED-Zertifikat in Silber ausgezeichnet werden.

Marktsegment Bildungsimmobilien

In South Carolina hat Turner Ende 2015 das Watt Family Innovation Center für die Clemson University fertiggestellt. Das vierstöckige Gebäude soll mit dem LEED-Zertifikat in Silber ausgezeichnet werden. In dem Zentrum finden nun nicht nur Einführungskurse für 1 800 Studenten statt, sondern es soll auch als Ort des Austauschs, der interdisziplinären Studien und der Innovationen für die Universität dienen. Diesen Anspruch der Kooperation und des interdisziplinären Lernens hat das Turner-Team in den Bauprozess integriert. Es arbeitete eng mit den Professoren der Hochschule zusammen, um zum Beispiel Führungen über die Baustelle zu organisieren, die auf die Stundenpläne der Studenten abgestimmt waren.

In Cincinnati, Ohio, baut Turner die neue West Clermont High School. Der Auftrag hat einen Wert von zirka 83 Mio. Euro. Das Gebäude für 2 500 Schüler soll im dritten Quartal 2017 fertiggestellt werden. Turner hat für den Kunden bereits viele öffentliche Schulprojekte in West Clermont realisiert.

Marktsegment Büroimmobilien

Turner hat im Dezember 2015 den Bau eines neuen Nordamerika-Hauptquartiers für den Pharmahersteller Celgene in Summit, New Jersey, fertiggestellt. Insbesondere der straffe Zeitplan forderte das Team heraus. Turner hat mit dem Lean-Construction-Ansatz, mit innovativen Baumethoden sowie intensiver Kommunikation mit allen Stakeholdern den sechsstöckigen Bau innerhalb kürzester Zeit realisiert. Viele Bauteile wurden vorgefertigt, sodass sogar die Fassade in lediglich neun Tagen statt in zwölf Wochen fertiggestellt wurde. Diverse nachhaltige Aspekte machen das Projekt zu einem Green Building: Unter anderem wird das Gebäude für 960 Mitarbeiter ausschließlich mit LED-Lampen beleuchtet, Sensoren sorgen für eine effiziente Beleuchtung. Celgene wird zudem Strom aus erneuerbaren Quellen beziehen.

Es wird angestrebt, mindestens das LEED-Zertifikat in Silber zu erhalten.

In Miami, Florida, ist Turner für das Construction-Management der neuen Konzernzentrale des Autovermieters Hertz verantwortlich. Das Projekt zielt auf eine Auszeichnung mit dem LEED-Zertifikat in Gold ab.

Bis 2018 liefert Turner Construction-Management-Leistungen für einen Büroturm mit 38 Etagen in Kuala Lumpur in Malaysia. Die neue Zentrale des Versicherungskonzerns Etiqa Insurance Berhad befindet sich genau zwischen zwei Hochhäusern und einer Zugverbindung. Das hohe Verkehrsaufkommen im Bereich des Projekts erfordert eine gut abgestimmte Logistik. Maßnahmen wie eine hoch effiziente technische Gebäudeausstattung, der Einsatz von nachhaltig produzierten Baumaterialien und eine durchdachte Baustelleneinrichtung sollen dazu beitragen, dass das Gebäude mit dem LEED-Zertifikat in Gold ausgezeichnet werden soll.

Marktsegment Gesundheitsimmobilien

In Cleveland, Ohio, verantwortet Turner das Construction-Management für das Krebsinstitut der Cleveland Clinic. Turner arbeitet mit der Klinik schon seit 25 Jahren zusammen. Bei diesem Projekt, das mit dem LEED-Zertifikat in Silber ausgezeichnet werden soll, setzt das Team auf besonders anspruchsvolles Lean Management. 2016 soll das interdisziplinäre Zentrum fertiggestellt werden.

Das Northwestern Lake Forest Hospital in Illinois wird von Turner erweitert. Auf dem Campus entstehen ein neues Krankenhaus und ein neues Verwaltungsgebäude, die beide energie- und wassereffizient betrieben werden sollen. Das Projekt soll mit dem LEED-Zertifikat in Silber ausgezeichnet werden.

Marktsegment Kultur und Unterhaltung

Turner baut eine neue Gedenkstätte sowie ein Museum für Veteranen in Columbus, Ohio. Der Auftrag hat ein Volumen von zirka 32 Mio. Euro und beinhaltet auch die Gestaltung der Grünflächen.

Ebenfalls in Columbus wird die Gesellschaft den Erweiterungsbau des National Museum of the United States Air Force realisieren, das nach LEED-Silber-Standard errichtet wird.

Verkehrsinfrastruktur

Im Central Valley in Kalifornien hat Flatiron, unsere auf Verkehrsinfrastrukturprojekte spezialisierte Tochtergesellschaft, einen großen Auftrag zur Verbesserung der Schieneninfrastruktur erhalten. Das gesamte Projekt "California High Speed Rail Package 2-3" hat einen Wert von 1,1 Mrd. Euro. In einem Joint Venture übernimmt die Gesellschaft über knapp 100 Kilometer den Bau der Infrastruktur in Abschnitten mit ebenerdiger Führung und in Brückenabschnitten für die erste Hochgeschwindigkeitsstrecke der USA, die Los Angeles und San Francisco verbinden wird. Das Design-Build-Projekt befindet sich in der Planungsphase, der Bau beginnt Mitte 2016 und soll zirka 48 Monate dauern.

Ebenfalls in Kalifornien arbeitet die Gesellschaft am Autobahnkreuz von Interstate 5 und Genesee Avenue in San Diego. Hier wird eine sechsspurige Überführung durch eine zehnspurige Konstruktion ersetzt, die mehr als 100 Meter lang und an das künftige Verkehrsaufkommen angepasst ist. Das Projekt, das 2018 abgeschlossen werden soll, wird bessere und sicherere Verkehrsanbindungen für Pendler und den Güterverkehr bieten.

Einen ersten Auftrag in der kanadischen Provinz Manitoba hat Flatiron im dritten Quartal 2015 erhalten. In Winnipeg plant und baut die Gesellschaft eine neue Autobahnanschlussstelle mit einem Wert von zirka 146 Mio. Euro. Das Projekt beinhaltet den Bau von acht Brückenkonstruktionen, die zwischen 40 und 100 Meter lang sind. Der Neubau des Verkehrsknotenpunkts, der innerhalb von drei Jahren abgeschlossen sein soll, wird die Fahrt für Pendler und Güterverkehr sicherer machen.

Unsere Tiefbauspezialisten von E.E. Cruz sicherten sich den Zuschlag zur Erneuerung einer Pumpstation in Washington D.C. mit einem Auftragswert von knapp 46 Mio. Euro, die 2017 abgeschlossen wird. Im New Yorker Stadtteil Brooklyn sind sie ebenfalls bis 2017 für die Erneuerung von sieben Bahnhöfen zuständig.

Zu den Kennzahlen der Division HOCHTIEF Americas

2015 war ein erfolgreiches Jahr für HOCHTIEF Americas. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich deutlich um 43 Prozent auf 155 Mio. Euro. Damit haben wir unsere operative Ergebnisprognose für 2015 klar erreicht. Die positive Entwicklung ist auf Ergebnissteigerungen sowohl im Hochbaugeschäft (Turner) als auch im Tiefbaugeschäft (Flatiron) zurückzuführen.

Mit 324 Mio. Euro lag der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit deutlich um 283 Mio. Euro über dem Wert von 2014, hauptsächlich dank eines außergewöhnlich starken vierten Quartals. Die klar verbesserte Cash-Generierung geht auf eine Steigerung der Margen und ein erheblich strafferes Working Capital Management zurück.

Die positive Entwicklung der Division belegt ein weiteres gutes Jahr für unsere Hochbaugesellschaft Turner mit höheren Margen und einem Anstieg des Cashflow um mehr als das Dreifache. Der nachhaltige Turnaround bei unserer Tiefbautochter Flatiron, die im Geschäftsjahr 2015 ein ausgeglichenes Ergebnis und einen positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete, wirkte sich ebenfalls positiv aus.

Division HOCHTIEF Americas

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(In Mio. EUR) 2015 2014 Veränderung gegenüber Vorjahr
Bereichsumsatz 10.354,4 8.615,2 20,2 %
EBIT 191,3 123,2 55,3 %
Ergebnis vor Steuern/PBT 154,9 108,4 42,9 %
Auftragseingang 10.829,3 10.191,6 6,3 %
Leistung 10.874,9 9.164,0 18,7 %
Auftragsbestand 12.859,5 11.603,1 10,8 %
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 324,1 41,2 686,7 %
Betriebliche Investitionen brutto 35,9 27,6 30,1 %
Nettofinanzvermögen (+)/ Nettofinanzverschuldung (-) 572,5 416,8 37,4 %
Mitarbeiter (im Jahresdurchschnitt) 9 739 9 503 2,5 %

Auftragseingang (10,8 Mrd. Euro, +6 Prozent gegenüber dem Vorjahr), Leistung (10,9 Mrd. Euro) und Auftragsbestand (12,9 Mrd. Euro) stiegen 2015 dank signifikanter Verbesserungen bei Flatiron und einer Stärkung des US-Dollars auf Rekordniveau.

Ausblick

In der Division HOCHTIEF Americas rechnen wir für 2016 mit einer weiteren Verbesserung bei einem operativen Vorsteuerergebnis im Bereich von 180 bis 210 Mio. Euro.

Division HOCHTIEF Asia Pacific

Dieses Kapitel ist Teil des Themenfelds Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen

In der Division HOCHTIEF Asia Pacific nimmt unsere Tochtergesellschaft CIMIC mit ihren operativen Einheiten eine führende Rolle in den Baumärkten Australiens, Asiens und des Nahen Ostens ein. CIMIC ist in mehr als 20 Ländern aktiv und bietet Leistungen im Infrastruktur-, Rohstoff- und Immobilienmarkt an. In den Geschäftsfeldern sind die operativen Einheiten mit ihren eigenen Marken tätig. Zur CIMIC-Gruppe gehören unter anderem die Einheiten für den Bau, CPB Contractors (vormals Leighton Contractors) und Leighton Asia. Das Minengeschäft bündelt Thiess (der weltweit größte Contract-Miner* ), Pacific Partnership steht für PPP-Projekte und Konzessionen und EIC Activities deckt den Bereich Engineering ab. CIMIC ist zudem mit 45 Prozent an der Habtoor Leighton Group in Dubai und zu 50 Prozent an Ventia beteiligt, einem der größten Serviceanbieter in Australien.

> Weitere Informationen finden Sie unter: www.cimic.com.au

* Siehe Glossar

Die CIMIC-Group hieß bis Anfang 2015 Leighton Holdings und wurde mit Mehrheitsbeschluss der Hauptversammlung im April in CIMIC umbenannt. Der neue Name steht für die Kernaktivitäten Bauen (Construction), Infrastruktur (Infrastructure), Minengeschäft (Mining) sowie das PPP-Geschäft (Concessions). Das Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2015 die zuvor angekündigte strategische Neuausrichtung und die Vereinheitlichung des operativen Geschäfts weitgehend abgeschlossen. Dazu zählt auch die neu geschaffene Engineering-Gesellschaft EIC Activities. Der Name EIC steht für Engineering, Innovation and Capability. In dieser Gesellschaft sind alle Ingenieurkompetenzen gebündelt. Sie kooperiert eng mit den Ingenieurgesellschaften der anderen HOCHTIEF-Divisions. EIC Activities bietet Ingenieurleistungen für Endkunden an und unterstützt die operativen Einheiten von CIMIC im Hochbau und im Infrastrukturbereich. Leighton Contractors, die Gesellschaft, die innerhalb der CIMIC-Gruppe für den Bau zuständig ist, trägt seit Januar 2016 den Namen CPB Contractors. Der Name reflektiert das Leistungsspektrum der CIMIC-Tochter: Construction/Civil Projects, Building.

Die Vereinheitlichung der operativen Strukturen in allen Divisions erleichtert den Know-how-Transfer zwischen den Gesellschaften des HOCHTIEF-Konzerns.

Mit der Neuausrichtung der Geschäftsfelder bei CIMIC können wir unseren Kunden im Rahmen von PPP-Projekten alle Leistungen entlang des Lebenszyklus von Immobilien oder Infrastrukturprojekten anbieten. Hier sehen wir ein großes Wachstumspotenzial für die CIMIC-Gruppe, denn Australien hat bereits schon heute einen der attraktivsten PPP-Märkte. Dazu tragen milliardenschwere Konjunkturpakete zum Ausbau der Infrastruktur bei, die die australische Bundesregierung und die einzelnen Bundesstaaten aufgelegt haben.

Experten der australischen Wirtschaft gehen für das Jahr 2016 von einem robusten Wachstum von 2,9 Prozent aus, wobei der Markt für Verkehrsinfrastruktur für das Jahr 2016 eine starke Wachstumsrate von 14,9 Prozent aufweisen wird.**

** Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Märkte

Auch in Australien nimmt die Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit stetig zu. So wurde die Corporate-Governance-Richtlinie "ASX Corporate Governance Council Principles and Recommendations" überarbeitet. Für unser Geschäft bedeutet dies, dass wir zunehmend mehr über nicht finanzielle, Nachhaltigkeitsrisiken berichten und gleichzeitig aufzeigen müssen, wie wir mit diesen Risiken umgehen. CIMIC wird unter anderem dazu im Jahr 2016 wieder einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlichen.

Um die Ergebnisqualität weiter zu steigern, werden die Gesellschaften der CIMIC-Gruppe in ihrem Geschäft weiterhin konsequent eine selektive Annahme von Aufträgen sowie einen verbesserten Ansatz beim Risikomanagement verfolgen.

Die Transformation innerhalb der CIMIC-Gruppe wurde vom Markt positiv aufgenommen. Insbesondere in den operativen Kernmärkten setzten sich die Erfolge des Jahres 2014 fort. So konnte CIMIC auch im Geschäftsjahr 2015 viele volumenstarke Aufträge vermelden. Auch im Minen- und Verkehrsinfrastrukturbereich überzeugte das Unternehmen mit seinen Leistungen.

Projektbeispiele

> Weitere Projektbeispiele finden Sie unter: www. hochtief.de/kundenportal

Im Geschäftsjahr 2015 haben die Gesellschaften der CIMIC-Gruppe eine Vielzahl an Neuaufträgen in den Bereichen Energie-, Verkehrs- sowie soziale und urbane Infrastruktur gewonnen und Projekte erfolgreich vorangetrieben beziehungsweise abgeschlossen.

Verkehrsinfrastruktur

In einem Joint Venture wird die für Bau zuständige CIMIC-Gesellschaft CPB Contractors mit Partnern das Autobahnprojekt "Torrens Road to River Torrens" (T2T) in Adelaide realisieren. Zu Spitzenzeiten wird das Projekt, das Ende 2018 fertiggestellt sein wird, mehr als 500 Menschen beschäftigen. Der Auftragswert für CPB Contractors beträgt 158 Mio. Euro. Das Projekt wird nach den Kriterien des Infrastructure Sustainability Council of Australia (ISCA) realisiert. Hauptaspekte sind die urbane Gestaltung des Umfelds, intensive Anwohnerkommunikation, Reduzierung des Material-, Energie- und Wasserverbrauchs, Abfallvermeidung, die Minderung des ökologischen Einflusses durch Lärm, Staub und Erschütterungen während des Baus und letztlich die Verminderung von Lärm in der Betriebsphase.

Am größten Infrastrukturprojekt Australiens ist CPB Contractors an mehreren Losen - jeweils in einem anderen Joint Venture - beteiligt: Im Großraum Sydney wird die Gesellschaft ihren Beitrag zur Realisierung des Autobahnprojekts "WestConnex" mit einem Gesamtvolumen von zirka zehn Mrd. Euro leisten. Im Juni erhielt sie den Auftrag für die Erweiterung eines sieben Kilometer langen Abschnitts des Motorway M4 East. Das Projektvolumen für CPB Contractors beträgt zirka 616 Mio. Euro. 2019 soll die Erweiterung abgeschlossen sein. Im November 2015 erhielt die Gesellschaft den Folgeauftrag für die Planung und den Neubau eines Streckenabschnitts des M5 mit einem Volumen von 934 Mio. Euro. Hier werden bis Ende 2019 mehrere Tunnel und Straßenabschnitte gebaut. Schon im Vorjahr hatte die CIMIC-Gesellschaft einen Teilauftrag (101 Mio. Euro) für das Großprojekt erhalten. Alle Teilprojekte werden nach den Standards des ISCA gebaut. Besonderes Augenmerk liegt auf der Anwohnerkommunikation: Betroffene Anlieger werden stets durch frühzeitige Bekanntmachung über bevorstehende Arbeiten informiert. Mit dem Investitionsprogramm WestConnex sollen die westlichen und südwestlichen Stadtteile der Metropole sowie der Hafen und der Flughafen an die Innenstadt angebunden werden.

Ein weiteres Straßenbauprojekt für den Kunden Main Roads Western Australia steht mit dem Mitchell Freeway in Perth an. Der Ausbau wird ab 2017 die Reisedauer in die nördlichen Vororte deutlich reduzieren. Der Auftragswert für CPB Contractors beträgt zirka 115 Mio. Euro. Das Team wird den sechs Kilometer langen Straßenabschnitt auf zwei Spuren je Richtung erweitern, die Möglichkeit einer künftigen dritten Fahrbahn ist eingeplant. Geteilte Rad- und Fußgängerwege runden das Projekt ab. Auch dieses wird nach ISCA-Kriterien errichtet. Unter anderem sind die Vorschläge der Anwohner in die Planung des Großprojekts eingeflossen. Vor Baustart wurden außerdem an dem Standort Samen der Pflanzen für die spätere Wiederaufforstung gesammelt.

Auch in Neuseeland ist CPB Contractors mit wichtigen Projekten vertreten. Die Gesellschaft wird für 114 Mio. Euro den Ausbau eines Teilstücks des State Highway 1 in Auckland planen und bauen. Das Projekt "Southern Corridor Improvements" soll die Sicherheit, den Verkehrsfluss und die Verbindung zur Autobahn verbessern und einen wesentlichen Beitrag zur Mobilität und zum Ausbau der Wirtschaft in einer wachsenden Region leisten. Die Arbeiten, die 2018 abgeschlossen werden sollen, beinhalten elf Kilometer zusätzlicher Fahrspuren, die Verbesserung von 16 bestehenden Brücken und den Neubau von sechs Brücken.

CPB Contractors ist am Projekt Sydney Metro Northwest (ursprünglicher Name: North West Rail Link) mit zwei Aufträgen beteiligt. Es ist das größte derzeit im Bau befindliche öffentliche Verkehrsprojekt Australiens und soll durch das ISCA als nachhaltiges Infrastrukturprojekt zertifiziert werden. Der erste Auftrag mit einem Gesamtwert von knapp 892 Mio. Euro beinhaltet den Bau eines 15 Kilometer langen doppelröhrigen Tunnels sowie fünf unterirdischer Bahnhöfe (siehe Seite 20). Der Abschnitt soll bis Januar 2017 fertiggestellt werden. Im zweiten Auftrag ist CPB Contractors innerhalb des Konsortiums Northwest Rapid Transit (NRT) für Planung, Bau, Finanzierung und Betrieb des PPP-Projekts verantwortlich, das einen Wert von insgesamt 2,6 Mrd. Euro hat. NRT wird die 36 Kilometer lange Bahnstrecke 15 Jahre lang betreiben. Das Team hat unter anderem Maßnahmen zur Lärm-, Erschütterungs- und Staubvermeidung entwickelt. Das durch den Vortrieb anfallende Gestein wird wiederverwendet. Vor Baustart wurde das Umfeld der Baustelle genau untersucht, um eventuelle Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt so gering wie möglich zu halten.

Die CIMIC-Gesellschaft Leighton Asia wird in Hongkong innerhalb eines Joint Ventures das Projekt "Shatin to Central Link" mit einem Wert von zirka 658 Mio. Euro realisieren, wobei der Anteil der Gesellschaft 51 Prozent beträgt. Die kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem Kunden, der Gesellschaft MTR Corporation aus Hongkong, bekräftigt die hohe Zufriedenheit des Auftraggebers. Leighton Asia bringt umfangreiche Erfahrungen im Bau von komplexen Projekten in Ballungsräumen mit. Dabei legt die CIMIC-Tochter hohen Wert auf Arbeitssicherheit, Anwohnerkommunikation sowie auf Weiterbildungsmaßnahmen für die Mitarbeiter.

Energieinfrastruktur

In Queensland hat die CIMIC-Gesellschaft CPB Contractors zwei weitere Flüssiggasaufträge (LNG) erhalten: Im Surat-Becken verantwortet die Gesellschaft bis 2017 den Bau von Schächten sowie weiterer Infrastruktur für das Gasfeld. Wie bei allen LNG-Projekten wird auch hier darauf geachtet, dass der Einfluss auf die Umwelt gering gehalten wird, wobei ein Fokus auf dem Schutz von zirka 1 700 Hektar Boden liegt. Das Volumen für beide Aufträge beträgt insgesamt zirka 340 Mio. Euro.

Die Habtoor Leighton Group, an der CIMIC zu 45 Prozent beteiligt ist, hat einen Auftrag zum Bau der größten Betonwasserspeicher der Welt in Katar gewonnen. Das Projekt "PRPS 3" für die staatliche Elektrizitäts- und Wasserwerkgesellschaft im Gesamtwert von 557 Mio. Euro soll die Versorgung der Bevölkerung mit gutem Trinkwasser sicherstellen. Zum Auftrag gehört die Errichtung von insgesamt fünf Wasserbecken mit einer Kapazität von jeweils knapp 380 Mio. Litern, von Pumpwerken sowie von Rohr- und Leitungssystemen.

Minengeschäft

Die Bedeutung von CIMIC als der weltweit größte Contract-Miner ist in erster Linie durch den Abbau großer Mengen Exportkohle bedingt. Im Jahr 2015 waren Preise und Fördermengen rückläufig, ab 2016/2017 wird voraussichtlich aber eine Erholung im australischen Mining-Sektor eintreten. Die CIMIC-Tochtergesellschaft Thiess arbeitet dabei eng mit ihren Kunden zusammen, um kontinuierlich Effizienz und Produktivität zu steigern. Thiess wird mittel- bis langfristig seine Präsenz in bestehenden Märkten ausbauen und sein Leistungsspektrum in neuen Märkten anbieten. Zudem achten wir bei unseren Minenprojekten verstärkt darauf, die Flächen nach der Nutzung wieder der Natur zurückzuführen. Im Berichtsjahr hat Thiess 1 477 Hektar Land renaturiert.

Thiess hat im Geschäftsjahr 2015 den ersten Auftrag in Südamerika gewonnen: Bis 2019 wird die Gesellschaft mit einem Partner in Chile eine Kupfermine und eine dazugehörige Produktionsanlage betreiben. Schätzungsweise 50 000 Tonnen Elektrolytkupfer werden dort pro Jahr produziert. Der Auftrag mit einem Volumen von 95 Mio. Euro beweist den Erfolg der regionalen Diversifikation der Gesellschaft.

In Zentral-Queensland hat Thiess eine Auftragserweiterung des Kunden Jellinbah Group erhalten: Bis 2021 ist die Gesellschaft für Komplettleistungen an der Kohlenmine Lake Vermont verantwortlich, wo sie seit 2007 tätig ist. Die Erweiterung hat einen Auftragswert von 856 Mio. Euro. Die Arbeiten beinhalten Planung, Betrieb, Instandhaltung, Aufbereitung und die Beladung der Züge.

Noch im Dezember hat Thiess einen weiteren Auftrag an der Kohlenmine Mount Owen in New South Wales mit einem Wert von 512 Mio. Euro erhalten. Die Partnerschaft zum Kunden besteht schon seit 1994 (siehe Seite 142). Auch im Süden der Mongolei hat die Gesellschaft einen Folgeauftrag erlangt: Für die Kohlenmine Ukhaa Khudag wird sie auch bis 2022 Dienstleistungen erbringen. Der Gesamtwert beträgt zirka 662 Mio. Euro.

Soziale und urbane Infrastruktur

Öffentlicher Hochbau

In Hongkong hat die CIMIC-Gesellschaft Leighton Asia ihren bisher größten Einzelauftrag erhalten: An der Grenze zu China wird sie für 810 Mio. Euro einen Grenzkontrollpunkt errichten. Zum Projekt gehört der Bau mehrerer Gebäude, unter anderem eines Passagierterminals, Polizei- und Feuerwehrstationen sowie von Brückenbauwerken.

Division HOCHTIEF Asia Pacific

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(In Mio. EUR) 2015 2014 Veränderung gegenüber Vorjahr
Bereichsumsatz 8.946,1 11.397,1 -21,5 %
EBIT 627,6 543,5 15,5 %
Ergebnis vor Steuern/PBT 424,4 -114,5 -
Auftragseingang 8.622,8 9.043,3 -4,6 %
Leistung 10.871,0 12.441,9 -12,6 %
Auftragsbestand 19.470,0 20.906,0 -6,9 %
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 906,9 724,7 25,1 %
Betriebliche Investitionen brutto 189,8 498,5 -61,9 %
Nettofinanzvermögen (+)/ Nettofinanzverschuldung (-)* 732,0 385,4 89,9 %
Mitarbeiter** (im Jahresdurchschnitt) 30 494 50 014 -39,0 %

* 2014 nach Desinvestitionen
** 2014 inklusive nicht fortgeführte Aktivitäten

Marktsegment Gesundheitsimmobilien

Die Habtoor Leighton Group, eine Beteiligungsgesellschaft von CIMIC, wird bis Ende 2017 die erste Phase des medizinischen Zentrums "Fakeeh Academic Medical Centre" in Dubai errichten. Der Auftrag hat ein Gesamtvolumen von 116 Mio. Euro. Die Klinik wird fünf Fachzentren beherbergen und über eine robotergesteuerte Chirurgie sowie eine automatische Medikamentenverteilung verfügen. Sie wird die erste "smarte" Klinik der Vereinigten Arabischen Emirate sein und soll mit dem LEED-Zertifikat in Silber ausgezeichnet werden.

Zu den Kennzahlen von CIMIC

HOCHTIEF Asia Pacific blickt auf eine solide Ergebnisentwicklung bei gleichzeitig deutlich verbessertem Cashflow im Berichtsjahr zurück.

Die HOCHTIEF-Tochter CIMIC verzeichnete beim Ergebnis nach Steuern einen Anstieg von 20 Prozent auf vergleichbarer Basis. Mit 520 Mio. australischen Dollar lag der Wert am oberen Ende der prognostizierten Spanne von 450 bis 520 Mio. australischen Dollar. Bei der Ergebnismarge nach Steuern war ein Anstieg von 2,6 Prozent im Vorjahr auf 3,9 Prozent im Jahr 2015 zu verzeichnen. Die Auftragslage hat sich in den vergangenen Quartalen ordentlich entwickelt. CIMIC akquirierte im Jahresverlauf neue Aufträge im Gesamtwert von 14,1 Mrd. australischen Dollar, darunter mehrere große Bauprojekte und Auftragserweiterungen im Minengeschäft. Zum 31. Dezember 2015 belief sich unser Auftragsbestand daher auf 29 Mrd. australische Dollar. CIMIC hat 2016 eine Angebots-Pipeline von 60 Mrd. australischen Dollar - davon 18 Mrd. australische Dollar im Minensegment - und mehr als 170 Mrd. australische Dollar in den folgenden Jahren.

Zu den Kennzahlen der Division HOCHTIEF Asia Pacific

Die Division HOCHTIEF Asia Pacific verzeichnete 2015 eine solide Ergebnisentwicklung. Ein Vergleich der Ergebniszahlen mit dem Vorjahr ist nur schwer möglich, da die Vorjahreswerte durch die Bildung einer bilanziellen Vorsorge zur Abdeckung von Ausfallrisiken aus Projektforderungen bei CIMIC in Höhe von 458 Mio. Euro (675 Mio. australischen Dollar) beeinflusst waren. Im Vergleich zum Vorjahr mit einem Vorsteuerergebnis in Höhe von -115 Mio. Euro (einschließlich der gerade erwähnten Rückstellungen verbesserte sich das Ergebnis vor Steuern um 539 Mio. Euro auf 424 Mio. Euro. Hier leisteten die bei CIMIC umgesetzten Maßnahmen zur Vereinfachung und Vereinheitlichung von Geschäftsprozessen und -systemen sowie die Anpassung der Unternehmensstruktur einen erheblichen Beitrag.

Der Auftragseingang bewegte sich mit 8,6 Mrd. Euro ebenso wie der Auftragsbestand mit 19,5 Mrd. Euro weiterhin auf einem hohen Niveau.

Der Rückgang der betrieblichen Investitionen brutto um über 60 Prozent spiegelt unsere fortlaufende Optimierung des Gerätemanagements wider.

Die bessere Ergebnisqualität, die positive Veränderung des Nettoumlaufvermögens und das gesunkene Investitionsvolumen führten dazu, dass sich der Free Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit nach betrieblichen Investitionen netto) gegenüber dem Vorjahr nahezu verdreifachte. Das Nettofinanzvermögen stieg dadurch auf 732 Mio. Euro (Vorjahr: 385 Mio. Euro).

Ausblick

Vorbehaltlich sich ändernder Rahmenbedingungen erwartet CIMIC für 2016 ein Ergebnis nach Steuern zwischen 520 und 580 Mio. australischen Dollar (2015: 520 Mio. australische Dollar).

Division HOCHTIEF Europe

Dieses Kapitel ist Teil des Themenfelds Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen

> Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: www.hochtief-solutions.de

Die HOCHTIEF Solutions AG ist die Führungsgesellschaft der Division HOCHTIEF Europe und bündelt das Kerngeschäft in Europa sowie in weiteren wachstumsstarken Regionen. Unter ihrem Dach bieten die operativen Gesellschaften ihre Leistungen an.

Um die Strukturen in allen Divisions zu vereinheitlichen, wird auch in der Division HOCHTIEF Europe zukünftig folgende operative Struktur der Geschäftsfelder umgesetzt: Bau, Public-Private-Partnership (PPP) und Engineering. Die Gesellschaften HOCHTIEF Building und HOCHTIEF Infrastructure, die jeweils für den Hoch- und Tiefbau zuständig sind, werden darum zusammengeführt. Die Einheiten bieten unter dem Dach der HOCHTIEF Infrastructure GmbH das gesamte Leistungsspektrum im Bereich der Verkehrs- und Energieinfrastruktur in Europa und in anderen ausgesuchten Regionen sowie das Hochbaugeschäft in Deutschland mit Niederlassungen in den großen Metropolstädten an. Die Experten des technischen Kompetenzzentrums unterstützen die Bau-Einheit bei ihren Projekten.

HOCHTIEF Engineering bietet Kompetenzen in Planung, technischer Beratung, Design- und Projektmanagement sowie - mit HOCHTIEF ViCon - Building Information Modeling. Die Gesellschaft gliedert sich in vier Geschäftsbereiche: Infrastructure; Energy, Industrial and Special Services; Virtual Design and Construction; Construction and Project Management Services.

HOCHTIEF PPP Solutions plant, finanziert, baut und betreibt Projekte als Partner der öffentlichen Hand. Die Gesellschaft bietet ganzheitliche Lösungen für PPP-Projekte in den Bereichen Verkehrs-, Energie- und Soziale Infrastruktur an. Um eine höhere Wertschöpfung für unser Unternehmen zu erzielen, realisieren wir in der Regel nur PPP-Projekte, bei denen wir auch die baulichen Umsetzungen übernehmen.

Mit dieser Struktur haben wir auch die Prozesse harmonisiert. Dabei wurde die Qualität der akquirierten Aufträge sowie das Risikomanagement verbessert, Abläufe wurden vereinfacht, IT-Tools vereinheitlicht und Berichtswege gestrafft. Wir wollen auch weiterhin Kosten reduzieren, um damit die Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Gesellschaften zu verbessern.

In Deutschland sehen wir gute Wachstumschancen und bekennen uns damit deutlich zum Heimatmarkt. Hier möchten wir mit attraktiven Projekten im Wettbewerb gute Renditen erzielen. Allein der Bundestag verabschiedete einen Verkehrshaushalt bis 2018 in Höhe von 22,3 Mrd. Euro. Darüber hinaus wollen wir unsere Aktivitäten in Europa, insbesondere in Skandinavien, den Nieder landen, Österreich und Großbritannien, verstärken. Alle Länder erwarten gute Wachstumsraten.

Im Berichtsjahr hat die Division HOCHTIEF Europe attraktive Auftragseingänge verzeichnet.

Projektbeispiele

> Weitere Projektbeispiele finden Sie unter: www. hochtief.de/kundenportal

Verkehrsinfrastruktur

HOCHTIEF PPP Solutions ist innerhalb einer Bietergemeinschaft verantwortlich für Planung, Finanzierung, Bau und Betrieb des neuen Champlain Bridge Corrido Project über den Sankt-Lorenz-Strom in Montreal, Kanada. Das Projekt mit einem Bauvolumen von gut 1,6 Mrd. Euro ist eines der wichtigsten Verkehrsinfrastrukturvorhaben Nordamerikas. Der HOCHTIEF-Anteil liegt bei 25 Prozent, die Konzerngesellschaft Flatiron ist Teil der Bau-Arge. 2019 soll der Bau fertiggestellt sein, danach wird die Projektgesellschaft den Abschnitt 30 Jahre lang betreiben.*

* Weitere Informationen finden Sie auf der Bildseite

Bis 2019 erweitert HOCHTIEF in einem Joint Venture zwei Terminals des King Khaled International Airports in Riad, Saudi-Arabien. Für mehr als 18 Millionen Passagiere jährlich werden in dem Projekt, das einen Wert von 1,3 Mrd. Euro hat, die beiden Gebäude neu gestaltet und erweitert. Um negative Einflüsse auf die Umwelt zu reduzieren, nutzt das Team bei den Arbeiten verstärkt recyceltes Material. Zudem sollen mindestens 75 Prozent des gesamten Baustellenabfalls wiederverwertet werden. Luftfilter sorgen dafür, dass die Luftqualität während der Bauarbeiten so wenig wie möglich beeiträchtigt wird. HOCHTIEF erfüllt nicht nur die Quote, saudische Mitarbeiter am Projekt zu beschäftigen, sondern integriert darüber hinaus im Sinne der Nachwuchsförderung saudische Studentinnen und Studenten, Techniker und Jungingenieure. Diese sollen nach dem Projekt die Möglichkeit erhalten, von der Flughafengesellschaft übernommen zu werden. Das Projekt wird mit dem LEED-Zertifikat in Silber ausgezeichnet.

HOCHTIEF Infrastructure Austria baut in einer Arbeitsgemeinschaft (Arge) den Tunnel Gloggnitz in Niederösterreich. Das Gesamtauftragsvolumen beträgt zirka 457 Mio. Euro. HOCHTIEF hat einen Anteil von 40 Prozent an der Arge (183 Mio. Euro). Das Baulos der Arge hat eine Länge von 7,4 Kilometern und wird von zwei Seiten nach der Neuen Österreichischen Tunnelbaumethode (NÖT) aufgefahren. Der insgesamt 27,3 Kilometer lange Semmering-Basistunnel ist eines der wichtigsten Infrastruktur-Großprojekte Europas und Teil der neuen österreichischen Südstrecke, die als zentrale Achse auf der transeuropäischen Route von der Ostsee bis an die Adria (Baltisch-Adriatischer Korridor) reicht.

Auch der Bau der Koralmbahn sorgt für eine zukunftsorientierte und leistungsstarke Verbindung auf der neuen österreichischen Südstrecke. Den Auftrag zum Bau der Tunnelkette Granitztal - eines sechs Kilometer langen Abschnitts der Koralmbahn - führt HOCHTIEF Infrastructure Austria in einer Arge für die ÖBB-Infrastruktur aus. Das Auftragsvolumen beträgt zirka 140 Millionen Euro, davon entfallen 50 Prozent auf HOCHTIEF. Anfang 2020 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die Gesamtfertigstellung der Koralmbahn ist für 2023 geplant. Bei der Ausschreibungsplanung standen neben der möglichst genauen Erfassung des geologischen Untergrunds auch Aspekte der Bauabwicklung, Baulogistik und Sicherheit im Vordergrund. Der Auftrag umfasst den Rohbau der Tunnelkette einschließlich der offenen Bauabschnitte an den Portalen sowie die landschaftliche Gestaltung und die flankierenden Wasserbauarbeiten bei der Einhausung.

HOCHTIEF (UK) Construction modernisiert und elektrifiziert einen knapp 55 Kilometer langen Abschnitt der Great Western Main Line, einer historischen Zugstrecke zwischen London und Bristol. Um für die Oberleitungen genügend Platz zu schaffen, baut HOCHTIEF bis 2016 unter anderem zwei Bahnstationen sowie fünf Fußgängerbrücken, ein Aquädukt und zwei Straßenbrücken um. Ältere Bauwerke werden komplett erneuert. Die Züge, die künftig mit Strom statt mit Diesel betrieben werden, verursachen 20 bis 35 Prozent weniger CO2-Emissionen. Auf diese Weise wird die Luftqualität verbessert. Zudem werden die neuen Züge leiser fahren.

Bis 2018 realisiert HOCHTIEF in einer Arge den Rohbau des Tunnels Rastatt. Der Tunnel ist Teil des Großprojekts "Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe-Basel". Am nördlichen Tunnelportal entstand bis Ende 2015 die zirka 800 Meter lange Grundwasserwanne Nord, die - nach Fertigstellung - den Startschacht für die Tunnelbohrmaschinen bildet, mit denen die Arge den Tunnel vortreibt. Um das angesammelte Grundwasser aus den Docks der Wanne zu leiten, wurde auf der Baustelle eine Wasseraufbereitungsanlage installiert, die das Wasser entsprechend den hohen Umweltanforderungen so reinigt, dass es in einen nahe gelegenen Bach geleitet werden kann. Der Tunnel Rastatt ist mit 4 270 Metern Länge das zweitgrößte Einzelbauwerk im Großprojekt Karlsruhe-Basel der Deutschen Bahn. Die insgesamt zirka 710 000 Kubikmeter Ausbruchmasse, die während des Vortriebs im Projekt anfallen, werden in einer Separieranlage aufbereitet. Es wird als Zuschlagmaterial für die Betonerstellung wiederverwendet. Der Tunnel ist für Geschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometern pro Stunde ausgelegt. An beiden Tunnelportalen werden innovative Maßnahmen zum Schallschutz ergriffen: Um den Lärm durch hörbare Mikrodruckwellen bei der Tunnelausfahrt zu reduzieren, werden an beiden Portalen auf einer Länge von 45 Metern Öffnungen in die Tunneldecke eingelassen. Durch diese können sich die Druckwellen kontrolliert ausbreiten, der "Tunnelknall-Effekt" fällt somit weit schwächer aus. Dies bewirkt nicht nur geringeren Lärm im Bereich der Tunnelportale, sondern vermindert auch das Druckgefühl, das Bahnreisende bei der Einfahrt in einen Tunnel sonst gelegentlich in den Ohren spüren.

Wasserver- und -entsorgung

HOCHTIEF Solutions Middle East Qatar hat innerhalb eines Joint Ventures den Vertrag zum Bau des zentralen Teilabschnitts des neuen Abwassernetzwerks für die katarische Hauptstadt Doha erhalten. Bauherr ist die staatliche Infrastrukturbehörde ASHGAL. Das neue Abwassersystem, das aufgrund des rapiden Bevölkerungswachstums benötigt wird, bedient zukünftig etwa eine Fläche von 680 Quadratkilometern. Die Leistungen beinhalten den Bau eines 14,7 Kilometer langen Tunnels, der unter Einsatz zweier Tunnelbohrmaschinen vorgetrieben werden soll. Die besondere Bauweise der Innenschale soll eine Lebensdauer von zirka 100 Jahren sicherstellen. 2019 soll das Projekt fertiggestellt sein.

Soziale und urbane Infrastruktur

Marktsegment Büro- und Geschäftsimmobilien

Für das US-amerikanische Maschinenbauunternehmen Deublin - den Weltmarktführer für Drehdurchführungen -baut HOCHTIEF seit August 2014 die neue Europazentrale in Mainz. Das Gebäude ist auf die aus der Optimierung der Fertigungsprozesse entstandenen Anforderungen ausgelegt und bildet somit die Grundlage für die zukunftsgerichtete Ausrichtung des Unternehmens am neuen Standort. Zirka 9 000 Quadratmeter werden für die Produktion geschaffen, auf weiteren 2 500 Quadratmetern entstehen Büros, Konferenzräume und Gemeinschaftsräume für rund 160 Mitarbeiter. Bereits in der PreConstruction-Phase hat HOCHTIEF den Kunden in vertrauensvoller Zusammenarbeit bei vorgelagerten Aufgaben wie der Grundstücksakquisition, der Planerauswahl und der Projektkonzeption begleitet und das 21-Millionen-Euro-Projekt gemeinsam mit dem Planerteam technisch und wirtschaftlich optimiert. So können in der Betriebsphase unter anderem durch die vollständige Umstellung auf LED-Beleuchtung gegenüber der ursprünglichen Planung rund 300 000 kWh Energie pro Jahr eingespart werden. Der gewachsenen Partnerschaft mit dem Kunden wird auch das gewählte transparente Vertragsmodell mit "Open-Book-Verfahren" gerecht. Der Bauherr zeigte sich im Jahresverlauf 2015 mit der Bauleistung und mit dem Projektfortschritt äußerst zufrieden. Das Projekt wird im zweiten Quartal 2016 abgeschlossen.

In einer öffentlich-privaten Partnerschaft plant und baut HOCHTIEF PPP Solutions das neue Polizeipräsidium in Aachen. Anschließend wird die Gesellschaft das Projekt innerhalb eines Mietmodells zunächst bis 2045 betreuen. Auf 22 500 Quadratmetern Mietfläche entsteht Platz für zirka 1 200 Mitarbeiter. Das Projekt mit einem Bauvolumen von 60 Mio. Euro soll der Aachener Polizei im Oktober 2018 übergeben werden. Durch die Nähe zur Autobahn A 44 und der guten Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr ist die neue Dienststelle sowohl für die Mitarbeiter als auch die Bürger gut zu erreichen. Zudem wird das Polizeipräsidium trotz der nötigen Sicherheitsvorkehrungen ein gläsernes Foyer sowie eine Kantine besitzen, die auch der Öffentlichkeit zur Verfügung steht. Das Gebäude wird nach dem Standard der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2016 gebaut. Dies bedeutet unter anderem, dass gegenüber der EnEV 2014 zirka 25 Prozent der Energie eingespart werden.

HOCHTIEF baut bis 2017 im Münchner Werksviertel am Ostbahnhof das Projekt HighriseOne für den Immobilien-entwickler Reiß & Co. In dem 36-Millionen-Euro-Projekt entstehen ein 65 Meter hoher Büroturm mit 17 Etagen sowie ein fünfstöckiges Sockelgebäude. Der Komplex wird dem DGNB-Silber-Standard entsprechen. HOCHTIEF revitalisierte für Reiß & Co bereits zwei Büro- und Geschäftshäuser sowie das Marriott-Hotel.

In Essen realisiert HOCHTIEF das neue Verwaltungsgebäude "House of Elements" für Brenntag. Der Chemiedistributeur wird in der zweiten Jahreshälfte 2017 seinen Sitz von Mülheim an der Ruhr nach Essen verlegen. Ein entsprechender Mietvertrag für das komplette, zirka 20 700 Quadratmeter Bruttogrundfläche umfassende Gebäude wurde im April 2015 geschlossen. Neben Büroräumen entstehen auf sechs Geschossen unter anderem eine Konferenzzone sowie ein Mitarbeiterrestaurant. Insgesamt soll das Gebäude Platz für etwa 650 Mitarbeiter bieten. Das House of Elements wird nachhaltigen Kriterien entsprechend errichtet.

Marktsegment Wohnimmobilien

HOCHTIEF Building baut das bislang höchste Wohngebäude im Frankfurter Europaviertel. Das Gebäudeensemble Praedium wird aus einem achtgeschossigen Gebäude und einem 19-geschossigen Wohnturm für insgesamt 242 Eigentumswohnungen bestehen. In einer Bauzeit von 23 Monaten entstehen bei dem 60-Millio-nen-Euro-Projekt zudem eine Tiefgarage mit 288 Stellplätzen, davon 20 mit Elektroladestationen, und mehr als 400 Fahrradstellplätze.

Marktsegment Bildungsimmobilien

HOCHTIEF plant und baut das neue Bildungszentrum "KISS Birkenstraße - Schule Kita Sport" in Hannover innerhalb einer öffentlich-privaten Partnerschaft und betreibt es anschließend teilweise. Im Passivhausstandard entstehen neben einer Grundschule für 450 Kinder auch eine Kindertagesstätte für sechs Gruppen sowie eine Dreifeldsporthalle mit Tribüne und 250 Sitzplätzen. Das Vertragsvolumen beläuft sich auf 20 Mio. Euro.

Zu den Kennzahlen der Division HOCHTIEF Europe

Das Geschäftsjahr 2015 verlief positiv für die Division HOCHTIEF Europe. Der operative Turnaround setzte sich fort, und obwohl das Ergebnis im Berichtszeitraum nach wie vor durch Altlasten und Restrukturierungskosten belastet war, verbesserte sich das Vorsteuerergebnis um 45 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr.

Auch im Kerngeschäft und insbesondere im Bereich Infrastruktur stieg der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit deutlich. 2014 erfolgte Projektverkäufe im Immobiliengeschäft und planmäßige Abschlagszahlungen bei einem Hochbauprojekt wirkten sich im Berichtsjahr dämpfend aus.

Die Ergebnisverbesserung und das straffere Working-Capital-Management führten zu einer Reduzierung der Nettoverschuldung um 81 Mio. Euro.

Der Auftragseingang entsprach mit 2,7 Mrd. Euro dem Vorjahresniveau. Bereinigt um die geplante weitere Rückführung der Aktivitäten im Immobiliengeschäft hat sich der Auftragseingang in unserem Kerngeschäft weiter verbessert.

Division HOCHTIEF Europe

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(In Mio. EUR) 2015 2014 Veränderung gegenüber Vorjahr
Bereichsumsatz 1.660,2 1.965,5 -15,5 %
EBIT -19,6 -52,6 62,7 %
Ergebnis vor Steuern/PBT -27,5 -72,7 62,2 %
Kerngeschäft 22,9 -30,0 -
Sonstige -50,4 -42,7 -18,0 %
Auftragseingang 2.677,0 2.687,0 -0,4 %
Leistung 2.066,4 2.520,8 -18,0 %
Auftragsbestand 4.390,4 3.746,5 17,2 %
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -64,2 21,1 -
Betriebliche Investitionen brutto 58,7 42,8 37,1 %
Nettofinanzvermögen (+)/ Nettofinanzverschuldung (-) -99,1 -180,0 44,9 %
Mitarbeiter (im Jahresdurchschnitt) 6 682 8 670 -22,9 %

So beendete die Division das Geschäftsjahr 2015 mit einem soliden Auftragsbestand von 4,4 Mrd. Euro; dies entspricht einem Zuwachs von 17 Prozent gegenüber Ende 2014. Die entsprechende Auftragsreichweite von mehr als 25 Monaten ist eine sehr gute Ausgangslage für die weitere Zukunft.

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2016 gehen wir von einer weiteren Erhöhung des operativen Vorsteuerergebnisses auf 20 bis 35 Mio. Euro aus.

Corporate Governance und Compliance

Corporate Governance

Dieses Kapitel ist Teil des Themenfelds Compliance

Im gesamten HOCHTIEF-Konzern und damit für alle Unternehmensbereiche gilt das Prinzip einer guten Corporate Governance als essenzieller Anspruch. "Corporate Governance" - das sind die Grundsätze und der Ordnungsrahmen der Unternehmensführung und -überwachung.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex in der jeweils aktuellen Fassung ist bei HOCHTIEF der Maßstab dafür.

Der Vorstand berichtet nachfolgend - zugleich auch für den Aufsichtsrat - über die Corporate Governance bei HOCHTIEF gemäß den Regelungen des Kodex.

Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft bekennt sich zu den Prinzipien einer verantwortlichen, transparenten und auf langfristigen wirtschaftlichen Erfolg ausgerichteten Führung und Kontrolle des Unternehmens. Gute Corporate Governance bildet die Basis für das Vertrauen unserer Anleger, Kunden, Mitarbeiter und der Öffentlichkeit.

Im Februar 2016 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben, die an der angegebenen Stelle im Wortlaut wiedergegeben ist.

Im Internet haben wir weitere Informationen über unsere Corporate-Governance-Praxis zusammengestellt. Hier finden Sie auch unseren Verhaltenskodex (Code of Conduct), sämtliche Entsprechenserklärungen und die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB. In dieser Erklärung sind auch die Angaben zu den von Aufsichtsrat und Vorstand festgelegten Zielgrößen für den Frauenanteil in Aufsichtsrat, Vorstand und den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands enthalten.

> Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de/corporate-governance

Die in der Entsprechenserklärung vom Februar 2015 genannten vier Punkte, in denen den Empfehlungen des Kodex nicht oder nur eingeschränkt entsprochen wird, haben Vorstand und Aufsichtsrat, wie angekündigt, beobachtet und eine Anwendung der Kodexregelungen erneut geprüft.

Aufgrund eines entsprechenden Beschlusses der Hauptversammlung vom Mai 2015 entspricht HOCHTIEF seit Juli 2015 den Empfehlungen des Kodex im Hinblick auf die Gestaltung der Vergütung des Aufsichtsrats. Die Entsprechenserklärung wurde im Juni 2015 entsprechend aktualisiert. Bei den drei übrigen Abweichungen vom Kodex sind Vorstand und Aufsichtsrat nach wie vor der Ansicht, dass es sich hierbei um gut begründete Ausnahmen handelt. In der nachfolgend abgedruckten Entsprechenserklärung sind die Gründe für die Nichtanwendung der Kodexregelungen erläutert. Im Übrigen entspricht HOCHTIEF sämtlichen Empfehlungen des Kodex in seiner aktuellen Fassung.

Im Mai 2015 ist die Änderung des Aktiengesetzes in Kraft getreten, dass bei der Neuwahl von Aufsichtsräten börsennotierter und voll mitbestimmungspflichtiger Unternehmen ab 2016 eine Geschlechterquote von mindestens 30 Prozent eingehalten werden muss. Darüber hinaus bestimmt § 111 AktG, dass der Aufsichtsrat für den Frauenanteil im Aufsichtsrat eine Zielgröße festzulegen hat.

Zur Umsetzung dieser Vorschriften hat der Aufsichtsrat im September 2015 als Zielgröße für den Frauenanteil in diesem Gremium den Wert von 30 Prozent festgelegt. Derzeit beträgt der Frauenanteil noch knapp 19 Prozent. Mit Durchführung der Neuwahlen des Aufsichtsrats im Frühjahr 2016 wird der Frauenanteil der Zielgröße von 30 Prozent entsprechen.

Durch die Zusammensetzung des Gremiums sind die Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen, die für die ordnungsgemäße Wahrnehmung der Aufgaben des Aufsichtsrats erforderlich sind, insgesamt bei HOCHTIEF gewährleistet.

Compliance*

Die Reputation von HOCHTIEF ist ein kostbares Gut, das wir weiter stärken wollen. Möglich ist dies auf der Basis von Compliance. Unsere Erwartungshaltung an die Mitarbeiter aller Konzerngesellschaften haben wir in unserer Vision, den Unternehmensgrundsätzen und Verhaltenskodizes niedergelegt. Diese Standards und unsere internen Richtlinien entsprechen den gesetzlichen Anforderungen oder gehen sogar über diese hinaus. Wir handeln unter anderem nach den zehn Prinzipien des UN Global Compact und den ILO-Kernarbeitsnormen, die ebenfalls in unseren Standards zum Ausdruck gebracht werden. Der Vorstand bekennt sich zu Compliance. Wir achten darauf, dass Mitarbeiter aller Konzerngesellschaften die gesetzlichen Bestimmungen wie auch die Standards von HOCHTIEF einhalten.

* Siehe Glossar

Der Vorstandsvorsitzende der HOCHTIEF Aktiengesellschaft steht an der Spitze des Compliance-Systems. Der Chief Compliance Officer berichtet ihm regelmäßig und zudem jährlich dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Die Compliance- und Strafrechtsspezialisten in der HOCHTIEF-Holding unterstützen den Chief Compliance Officer bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben. In den Divisions leiten die Compliance Officer die jeweilige Compliance-Organisation und berichten direkt an den Chief Compliance Officer. Sie sorgen dafür, dass die konzernweiten Standards umgesetzt werden, und sind darüber hinaus vor allem für die Berücksichtigung spezifischer lokaler Besonderheiten zuständig. Je nach Größe und regionaler Präsenz der Gesellschaften in den Divisions gibt es weitere Compliance-Ansprechpartner für die Mitarbeiter, sogenannte Compliance Manager.

Die Compliance-Organisation ist für die Bekämpfung von Korruption zuständig. Für andere Bereiche, in denen Compliance-Verstöße vorkommen können, liegt die Verantwortung für die Prävention bei den entsprechenden Fachfunktionen: zum Beispiel beim zentralen Kompetenzzentrum für Arbeitssicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutz (AGUS Center)** oder im Bereich Datenschutz, der dem Datenschutzbeauftragten von HOCHTIEF zugeordnet ist.***

** Weitere Informationen finden Sie
*** Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Risikobericht

Vorbeugen

Unser Compliance-System ist darauf ausgerichtet, Compliance-Verstöße zu verhindern. Führungskräfte wie Mitarbeiter sind dafür verantwortlich, die Standards zu erfüllen. Die Verhaltenskodizes geben als Richtschnur und Leitfaden Auskunft darüber, wie Mitarbeiter im geschäftlichen Alltag zu handeln haben. Der wesentliche Grundsatz lautet: Kein Geschäftsabschluss rechtfertigt es, das Vertrauen in HOCHTIEF zu erschüttern und die gute Reputation zu gefährden.

Unsere Standards haben wir bereits 2002 in einem Verhaltenskodex veröffentlicht, der regelmäßig weiterentwickelt wird und heute als HOCHTIEF Code of Conduct für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und die Division Europe gilt. Er liegt in zwölf Sprachen vor und enthält für alle Mitarbeiter verbindliche Regelungen zum Umgang mit kartellrechtlichen Fragen, Geschäftspartnern und Interessenkonflikten, wie Bestechung und Korruption, Spenden und Sponsoring; zum Umgang mit Informationen, zu internem Wissen, Vertraulichkeit und Datenschutz; zu Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz; zu Vermögenswerten des Unternehmens einschließlich der Dokumentation von Geschäftsvorfällen, dem Umgang mit Unternehmenseigentum und -vermögen und Insiderregeln; sowie Grundsätze zur sozialen Verantwortung , wie Achtung der Menschenwürde, Ablehnung von Kinder- und Zwangsarbeit, Chancengleichheit und Verbot der Diskriminierung, Vereinigungsrecht und Recht zu Kollektivverhandlungen.

Die Inhalte des HOCHTIEF Code of Conduct werden durch Konzernrichtlinien - zum Beispiel zum Umgang mit Zuwendungen oder der Beauftragung von Beratern - präzisiert. Die Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Asia Pacific haben diese Standards in ihre Verhaltenskodizes übernommen.

HOCHTIEF erwartet auch von den Kunden, Geschäftspartnern und Lieferanten, dass die Konzernstandards eingehalten werden, und fordert dies verbindlich ein. Der Code of Conduct für Vertragspartner, der ebenfalls in zwölf Sprachen verfügbar ist, entstand 2011 aus dem Code of Conduct für Nachunternehmer.

Es ist uns ein Anliegen, die Mitarbeiter zu sensibilisieren und über die aktuell geltenden Regelungen zu informieren. Alle internen Richtlinien sowie Informationen über das Compliance-Programm und zu den Ansprechpartnern sind in den Intranets der Gesellschaften verfügbar. Durch Schulungen mit elektronischen Lernprogrammen und Videobotschaften werden die Kenntnisse nach einem detaillierten Konzept vertieft.

Regelmäßige Präsenzschulungen ergänzen die Onlineangebote: Der Bereich Compliance schulte auch im Berichtsjahr wieder Einheiten im In- und Ausland. Hierbei wurden 15 326 Mitarbeiter geschult*, davon in der Division HOCHTIEF Americas 6 789, in der Division HOCHTIEF Asia Pacific 7 069 und in der Division HOCHTIEF Europe (inklusive Holding) 1 468 Mitarbeiter. Zudem fand bereits im vierten Jahr in Folge eine internationale Compliance-Tagung der Division HOCHTIEF Europe statt, zu der alle Compliance Manager der Division eingeladen waren. Hier wurden in Vorträgen und Workshops diverse Compliance-Regelungen thematisiert und Erfahrungen ausgetauscht.

* Weitere Informationen finden Sie im CR-Programm

Anzahl der Compliance-Schulungen

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2015 2014
HOCHTIEF Americas 6 789 5 734
HOCHTIEF Asia Pacific 7 069 8 022
HOCHTIEF Europe 1 468 418

Im Rahmen einer risikobasierten Geschäftspartnerprüfung überprüfen wir die Integrität und Zuverlässigkeit unserer Geschäftspartner (Business Partner Compliance Due Diligence). Dieser Prüfungsprozess ist in der Division HOCHTIEF Europe mittlerweile fest etabliert. Derzeit erfolgt die Vereinheitlichung der Prüfprozesse in der Division HOCHTIEF Americas.

Erkennen

Alle Mitarbeiter sind aufgefordert, HOCHTIEF über etwaige Missstände zu informieren. Dafür hat HOCHTIEF in allen Divisions Hinweissysteme eingeführt. Mitarbeiter können Vorfälle über verschiedene Hotlines und E-Mail-Adressen an die Compliance Officer übermitteln. Selbstverständlich werden die Hinweisgeber geschützt, indem jede Meldung vertraulich behandelt wird; anonyme Hinweise sind ebenfalls möglich.

Den folgenden Grafiken sind die 455 vollkonsolidierten Beteiligungsgesellschaften in 47 Ländern zugrunde gelegt, die HOCHTIEF zum Stand 31. Dezember 2015 verzeichnete.

* www.ilo.orgwww.ohchr.org

Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO)

Als weltweit erstes Bauunternehmen hat HOCHTIEF sich im Jahr 2000 verpflichtet, den Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zu entsprechen. Die Agentur der UNO konzentriert sich darauf, dass weltweit Frauen und Männer unter freien, gleichen, sicheren und menschlichen Bedingungen ihre Arbeit ausüben können. Zudem bekennt sich HOCHTIEF grundsätzlich zu den UN-Konventionen, siehe Glossar Seite 260.

ILO-Übereinkommen zur Beseitigung der schlimmsten Formen von Kinderarbeit (C182)

ILO-Übereinkommen zum Vereinigungsrecht und Recht zu Kollektivverhandlungen (C098)

ILO-Übereinkommen zur Abschaffung der Zwangsarbeit (C105)

UN-Konventionen zur Wahrung der Menschenrechte

Anzahl der HOCHTIEF-Beteiligungsgesellschaften in Bezug auf das Korruptionsrisiko in den jeweiligen Ländern

Gemäß dem Corruption Perception Index (CPI) nach Transparency International* hat HOCHTIEF vorwiegend vollkonsolidierte Beteiligungsgesellschaften in Ländern mit geringem beziehungsweise sehr geringem Korruptionsrisiko.

* www.transparency.de

Konzerncompliance oder die Konzernrevision leiten anlassbezogene Compliance-Prüfungen ein, wenn der Verdacht eines Verstoßes gegen Compliance-Regeln besteht. Zusätzlich werden auch der aktuelle Status der Compliance-Prozesse und die Einhaltung von Compliance-Richtlinien durch die Revision überprüft.

Ergänzend wird der Status der Implementierung der Compliance-Maßnahmen regelmäßig durch Abfragen innerhalb der Compliance-Organisation erhoben und ausgewertet. Um einen besseren Eindruck darüber zu gewinnen, wie die Mitarbeiter das Thema Compliance bewerten und ob sie beispielsweise die veröffentlichten Regeln verständlich finden, hat die Konzerncompliance in der Division HOCHTIEF Europe einen "Compliance Spot Check" ausgerollt, mit dem die Wahrnehmung von Compliance abgefragt wird. Er wird im Jahr 2016 noch weiter vertieft.

Auch von außen wird uns gespiegelt, welche Bedeutung das Thema Compliance hat - so ergab unsere Befragung im Zusammenhang mit der Wesentlichkeitsanalyse nachhaltiger Themenfelder, dass Compliance bei der Beurteilung eines Unternehmens eine herausragende Rolle spielt: Wie im Vorjahr wurde sie in allen befragten Gruppen als relevanter Aspekt für Nachhaltigkeit genannt.

Reagieren

Alle Verstöße gegen Gesetze oder interne Richtlinien werden bei HOCHTIEF sensibel verfolgt und mit höchster Aufmerksamkeit aufgeklärt. Die Reaktionen sind konsequent, aber immer auch auf den Schutz von anonym Beschuldigten vor Unrecht bedacht. Verschiedene Compliance-Committees mit Berichtslinie zu den jeweiligen Geschäftsleitungen beschließen Maßnahmen, die bei Compliance-Verstößen ergriffen werden.

Die Umsetzung der personellen Sanktionen liegt in der Verantwortung des jeweiligen Vorgesetzten beziehungsweise der Geschäftsleitung. Die arbeitsrechtlichen Maßnahmen können bis zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses führen. Darüber hinaus prüft der zuständige Compliance Officer, ob die vorhandenen Compliance-Vorgaben und etablierten Arbeitsabläufe angemessen und ausreichend sind, um Regelverstöße von vornherein auszuschließen. Soweit dies nicht der Fall ist, sorgt er für die Anpassung der vorhandenen Maßnahmen oder die Einführung neuer Vorgaben.

Themenfeldindikator

Compliance; Aspekt: Korruptionsbekämpfung

Weitere Informationen siehe GRI-Index

Vergütungsbericht

Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015

Das System der Vorstandsvergütung ist auf eine langfristige und nachhaltige Unternehmensführung ausgerichtet. Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat festgesetzt. Auch das Vergütungssystem für den Vorstand wird vom Aufsichtsrat beschlossen und regelmäßig überprüft. Der Personalausschuss des Aufsichtsrats bereitet die entsprechenden Beschlussfassungen des Aufsichtsratsplenums vor.

Die Vergütung der Vorstände setzt sich für das Geschäftsjahr 2015 zusammen aus

1. einer Festvergütung,

2. Nebenleistungen,

3. einer variablen Vergütung sowie

4. einer Altersversorgung.

1. Die Festvergütung wird in gleichen monatlichen Raten ausgezahlt.

2. Zu den Nebenleistungen zählt der nach steuerlichen Richtlinien anzusetzende Wert der privaten Nutzung des Dienstwagens und vermögenswerter Vorteile.

3. Die Berechnung der variablen Vergütung erfolgt auf der Basis der folgenden gleich gewichteten Komponenten: bereinigter Free Cashflow, Konzerngewinn absolut und Konzerngewinn Delta zum Vorjahr. Für alle drei Komponenten kann die Zielerfüllung bei null bis 200 Prozent des budgetierten Betrags liegen. Zusätzlich zu den wirtschaftlichen Zielen legt der Aufsichtsrat jährlich bis zu vier strategische Ziele fest, die einheitlich für alle Mitglieder des Vorstands Gültigkeit haben. Der Aufsichtsrat hat das Recht, den Gesamtzielerreichungsgrad, der sich aus der Erreichung der wirtschaftlichen Ziele ergibt, unter Würdigung der Zielerreichung dieser strategischen Ziele zu erhöhen oder zu vermindern.

Die erreichte variable Vergütung wird jeweils zu einem Drittel wie folgt erfüllt:

a. Barzahlung (Short-Term-Incentive-Komponente),

b. durch Übertragung von Aktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft in Höhe des Nettobetrags, mit einer Sperrfrist von zwei Jahren (Long-Term-Incentive-Komponente* I) und

c. durch Gewährung eines jährlich aufzulegenden Long-Term-Incentive-Plans (Long-Term-Incentive-Komponente II).

* Siehe Glossar auf Seite 260.

4. Alle Mitglieder des Vorstands haben als betriebliche Altersversorgung einzelvertragliche Pensionszusagen erhalten, die eine Inanspruchnahme der Pension frühestens ab Vollendung des 65. Lebensjahres vorsehen. Die Höhe der Pension bemisst sich an den festen Bezügen. Dabei wird ein prozentualer Anteil der festen Bezüge als Pension gewährt, der mit der Bestelldauer steigt. Als Höchstbetrag erhält das Vorstandsmitglied 65 Prozent der letzten festen Bezüge. Die Hinterbliebenenversorgung beträgt 60 Prozent des Pensionsanspruchs.

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Fernández Verdes Legorburo
Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied
Eintritt: 15.04.2012 Eintritt: 07.05.2014
Gewährte Zuwendung 20141) 2015 2014 2015 2015
(In Tsd. EUR) gewährt Minimum Maximum gewährt Minimum Maximum
Festvergütung 1.008 1.038 1.038 1.038 195 309 309 309
Nebenleistungen 46 37 37 37 79 39 39 39
Summe 1.054 1.075 1.075 1.075 274 348 348 348
Einjährige variable Vergütung 1.048 1.260 0 1.339 184 339 0 361
Mehrjährige variable Vergütung
Long-Term-Incentive-Komponente I2) 886 1.066 0 1.133 184 339 0 361
Long-Term-Incentive-Komponente II3)
LTIP Stock-Awards (Laufzeit 6 Jahre) 443 5334) 0 567 92 1704) 0 180
LTIP Stock-Appreciation-Rights (Laufzeit 7 Jahre) 443 5334) 0 567 92 1704) 0 180
Summe 3.874 4.467 1.075 4.681 826 1.366 348 1.430
Versorgungsaufwand (Dienstzeit- und Zinsaufwand) 1.020 1.824 1.824 1.824 166 246 246 246
Gesamtvergütung 4.894 6.291 2.899 6.505 992 1.612 594 1.676
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von Matuschka Sassenfeld
Vorstandsmitglied Finanzvorstand
Eintritt: 07.05.2014 Eintritt: 01.11.2011
Gewährte Zuwendung 2014 2015 2014 2015
(In Tsd. EUR) gewährt Minimum Maximum gewährt Minimum Maximum
Festvergütung 228 361 361 361 600 618 618 618
Nebenleistungen 12 18 18 18 22 20 20 20
Summe 240 379 379 379 622 638 638 638
Einjährige variable Vergütung 210 388 0 412 564 679 0 721
Mehrjährige variable Vergütung
Long-Term-Incentive-Komponente I2) 210 388 0 412 564 679 0 721
Long-Term-Incentive-Komponente II3)
LTIP Stock-Awards (Laufzeit 6 Jahre) 105 1944) 0 206 282 3394) 0 361
LTIP Stock-Appreciation-Rights (Laufzeit 7 Jahre) 105 1944) 0 206 282 3394) 0 361
Summe 870 1.543 379 1.615 2.314 2.674 638 2.802
Versorgungsaufwand (Dienstzeit- und Zinsaufwand) 219 313 313 313 392 548 548 548
Gesamtvergütung 1.089 1.856 692 1.928 2.706 3.222 1.186 3.350

1) ohne nachträgliche Anpassung (siehe Bezüge für frühere Geschäftsjahre)
2) Übertragung von Aktien mit einer zweijährigen Sperrfrist
3) Gewährung als Long-Term-Incentive-Plan
4) Wert zum Gewährungszeitpunkt

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Fernández Verdes Legorburo von Matuschka Sassenfeld
Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Finanzvorstand
Zugeflossene Zuwendung Eintritt: 15.04.2012 Eintritt: 07.05.2014 Eintritt: 07.05.2014 Eintritt: 01.11.2011
(In Tsd. EUR) 2015 20141) 2015 2014 2015 2014 2015 2014
Festvergütung 1.038 1.008 309 195 361 228 618 600
Nebenleistungen 37 46 39 79 18 12 20 22
Summe 1.075 1.054 348 274 379 240 638 622
Einjährige variable Vergütung 1.260 1.048 339 184 388 210 679 564
Mehrjährige variable Vergütung
Long-Term-Incentive-Komponente I2) 1.066 886 339 184 388 210 679 564
Long-Term-Incentive-Komponente II 0 0 0 0 23 0 0 0
Summe 3.401 2.988 1.026 642 1.178 660 1.996 1.750
Versorgungsaufwand (Dienstzeit- und Zinsaufwand) 1.824 1.020 246 166 313 219 548 392
Gesamtvergütung 5.225 4.008 1.272 808 1.491 879 2.544 2.142

1) ohne nachträgliche Anpassung (siehe Bezüge für frühere Geschäftsjahre)
2) Übertragung von Aktien mit einer zweijährigen Sperrfrist

Regelungen im Falle der Beendigung des Dienstvertrags

Bei Nichtverlängerung des Dienstvertrags erhalten die Vorstandsmitglieder eine Abfindung in Höhe eines festen Jahresgehalts. Die Abfindung setzt voraus, dass das Vorstandsmitglied bei Ende des Anstellungsvertrags mindestens in der zweiten Amtsperiode dem Vorstand angehörte und noch nicht das 65. Lebensjahr vollendet hat. Bei einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit werden Abfindungszahlungen an die Vorstände den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und es wird nicht mehr als die Restlaufzeit des Dienstvertrags vergütet.

Der Barwert der Pensionszusagen an aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder beträgt 92.889 Tsd. Euro (Vorjahr 98.186 Tsd. Euro).

An frühere Mitglieder des Vorstands oder deren Hinterbliebene wurden Beträge in Höhe von 4.869 Tsd. Euro (Vorjahr 7.676 Tsd. Euro) gezahlt. Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und ihren Hinterbliebenen betragen 83.404 Tsd. Euro (Vorjahr 90.590 Tsd. Euro).

Bezüge des Vorstands für frühere Geschäftsjahre

Vom Aufsichtsrat wurde für das Geschäftsjahr 2014 für Herrn Fernández Verdes aufgrund der außergewöhnlichen Leistung von Herrn Fernández Verdes sein Gesamtzielerreichungsgrad für die STIP-, LTIP-I- und LTIP-II-Komponente von 161,17 Prozent auf 200 Prozent festgesetzt. Daraus resultierend wurden 252 Tsd. Euro Short-Term-Incentive, 214 Tsd. Euro Long-Term-Incentive-I und 214 Tsd. Euro Long-Term-Incentive-II gewährt.

Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat 2015 zur Erfüllung der Long-Term-Incentive-Komponente II aus dem Jahr 2014 einen Long-Term-Incentive-Plan 2015 (LTIP 2015) für die Vorstandsmitglieder beschlossen. Dabei handelt es sich um die Gewährung von sogenannten Stock-Appreciation-Rights (Wertsteigerungsrechte) und Stock-Awards (virtuelle Aktienrechte). Die Stock-Appreciation-Rights 2015 gewähren den Vorständen bei Erreichung der Ausübungshürden nach Ablauf der Wartezeit von vier Jahren innerhalb des dreijährigen Ausübungszeitraums einen Zahlungsanspruch gegen die Gesellschaft. Dessen Höhe hängt von der Entwicklung des Börsenkurses innerhalb der Warte- und Ausübungszeit ab. Ferner müssen relative sowie absolute Erfolgshürden, deren nachträgliche Änderung ausgeschlossen ist, erfüllt sein. Die Planbedingungen der Stock-Awards 2015 sehen vor, dass die Berechtigten für jeden Stock-Award nach Ablauf der Wartezeit von vier Jahren innerhalb des zweijährigen Ausübungszeitraums einen Zahlungsanspruch in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag haben. Die Ansprüche sind für den Long-Term-Incentive-Plan 2015 auf einen Maximalwert (50 Prozent Aktienkurssteigerung) begrenzt, damit die Höhe auch im Fall von außerordentlichen beziehungsweise nicht vorhersehbaren Entwicklungen angemessen bleibt. Herrn Fernández Verdes wurden 49 751 Stock-Appreciation-Rights und 10 414 Stock-Awards mit einem Wert zum Zeitpunkt der Gewährung in Höhe von jeweils 550 Tsd. Euro gewährt. Herrn Legorburo wurden 8 311 Stock-Appreciation-Rights und 1 740 Stock-Awards mit einem Wert zum Zeitpunkt der Gewährung in Höhe von jeweils 92 Tsd. Euro gewährt. Herrn von Matuschka wurden 9 498 Stock-Appreciation-Rights und 1 988 Stock-Awards mit einem Wert zum Zeitpunkt der Gewährung in Höhe von jeweils 105 Tsd. Euro gewährt. Herrn Sassenfeld wurden 25 513 Stock-Appreciation-Rights und 5 340 Stock-Awards mit einem Wert zum Zeitpunkt der Gewährung in Höhe von jeweils 282 Tsd. Euro gewährt. Der Anhang zum Konzernabschluss enthält auf den Seiten 208 bis 210 zusätzliche Einzelheiten zu den Plänen.

Die an die Vorstandsmitglieder in den letzten Jahren zugeteilten Long-Term-Incentive-Pläne führten zu folgendem Aufwand:

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(In Tsd. EUR) Aufwand aus Long-Term-Incentive-Plänen
Fernández Verdes 2015 1.080
2014 325
Legorburo 2015 51
2014 0
von Matuschka 2015 284
2014 153
Sassenfeld 2015 846
2014 282
Vorstand gesamt 2015 2.261
2014 760

Bezüge des Vorstands für Tätigkeiten in Konzerngesellschaften

Für die Tätigkeit im Board von CIMIC hat Herr Sassenfeld aufgrund gesetzlicher Vorgaben in Australien Pensionszusagen in Höhe von 1 Tsd. Euro* erhalten.

Für seine Tätigkeit in Australien als Vorstandsvorsitzender von CIMIC erhielt Herr Fernández Verdes für 2015 eine pauschale Aufwandsentschädigung in Höhe von 340 Tsd. Euro* und Nebenleistungen in Höhe von 24 Tsd. Euro* . Die Ausübungsbedingungen der im Geschäftsjahr 2014 von CIMIC gewährten Stock-Appreciation-Rights (SAR) wurden im Geschäftsjahr 2015 geändert. Im Anschluss an die Wartezeit sind in den ersten zwei Jahren des Ausübungszeitraums während der Dauer eines jeden Geschäftsjahres wie bisher max. 40 % der SARs ausübbar. Im dritten Ausübungsjahr sind allerdings alle verbleibenden, bis dahin nicht ausgeübten SARs ausübbar. Diese Veränderung der Ausübungsbedingungen hat lediglich den Fair Value zum Zeitpunkt der Gewährung um 2,1 Mio. Euro* erhöht. Durch die Änderung wurden weder die Berechnungsbasis noch der maximale Wert der SARs geändert.

Weitere Vergütungen für die Wahrnehmung von Mandaten in Gremien anderer Unternehmen, an denen HOCHTIEF unmittelbar oder mittelbar eine Beteiligung hält, werden nicht an die Vorstände ausgezahlt beziehungsweise auf die Vorstandsvergütung angerechnet.

* Der Eurobetrag ist abhängig vom Wechselkurs.

Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wird durch die Hauptversammlung festgelegt und ist in § 18 der Satzung geregelt. Die Vergütung für das Geschäftsjahr 2015 auf Basis der der Hauptversammlung im Mai 2016 zur Beschlussfassung vorgeschlagenen Gewinnverwendung ergibt sich aus der nachfolgenden Tabelle.

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(In EUR) Feste Vergütung (netto) Variable Vergütung (netto) Sitzungsgeld (netto) Gesamtbezüge (netto)
Pedro López Jiménez 115.500 142.500 9.500 267.500
Gregor Asshoff 77.000 95.000 11.000 183.000
Ángel García Altozano 77.000 95.000 14.000 186.000
Abdulla Abdulaziz Turki Al-Subaie 42.940 54.760 7.000 104.700
Beate Bell 51.860 24.670 7.000 83.530
Carsten Burckhardt 57.750 71.250 7.000 136.000
José Luis del Valle Pérez 57.750 71.250 15.500 144.500
Dr. Michael Frenzel 5.700 45.120 2.500 53.320
Patricia Geibel-Conrad 51.800 24.140 9.500 85.440
Dr. rer. pol. h. c. Francisco Javier Garcia Sanz 38.500 47.500 3.000 89.000
Dr. Thomas Krause 38.500 47.500 7.000 93.000
Matthias Maurer 57.750 71.250 13.500 142.500
Udo Paech 57.750 71.250 14.000 143.000
Nikolaos Paraskevopoulos 57.750 71.250 14.000 143.000
Klaus Stümper 57.750 71.250 9.500 138.500
Olaf Wendler 57.750 71.250 9.500 138.500
Dr. Jan Martin Wicke 5.800 45.910 1.500 53.210
Christine Wolff 57.750 71.250 9.500 138.500
Aufsichtsrat gesamt 966.600 1.192.100 164.500 2.323.200

Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der HOCHTIEF Aktiengesellschaft geben nach pflichtgemäßer Prüfung folgende Entsprechenserklärung ab:

Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft entsprach seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Februar 2015 bis zum 12. Juni 2015 mit den nachfolgend genannten Einschränkungen sämtlichen Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 24. Juni 2014, die vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 30. September 2014 bekannt gemacht worden sind und entsprach bzw. entspricht seit dem 13. Juni 2015 den Empfehlungen des Kodex in der am 12. Juni 2015 bekannt gemachten Fassung ebenfalls mit folgenden Einschränkungen:

Seit 2012 enthält der Kodex in Ziffer 5.3.2 letzter Satz die Empfehlung, dass der Vorsitzende des Prüfungsausschusses unabhängig sein soll. Um dieser Empfehlung zu entsprechen, hätte der Aufsichtsrat den bisherigen Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, Herrn Ángel García Altozano, abwählen müssen. Nach Auffassung des Aufsichtsrats liegt es im Interesse des Unternehmens, dass Herr García Altozano - trotz seiner geschäftlichen Beziehungen zu ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A. - Vorsitzender des Prüfungsausschusses bleibt. Diese Einschätzung stützt sich auf den Umstand, dass Herr García Altozano bereits seit 2007 Mitglied und seit Mai 2010 Vorsitzender des Prüfungsausschusses ist. Bei seiner Entscheidung hat der Aufsichtsrat außerdem die hohe Kompetenz und große Erfahrung, die Herr García Altozano durch Wahrnehmung führender Positionen in international tätigen Unternehmen erworben hat, berücksichtigt.

Der Aufsichtsrat hat festgestellt, dass ihm nach seiner Einschätzung eine im Sinn von Ziffer 5.4.2 des Kodex angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder angehört. Er hat aber in Abweichung von Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und 3 des Kodex bei der Benennung der konkreten Ziele für seine Zusammensetzung die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Ziffer 5.4.2 nicht berücksichtigt. Der Aufsichtsrat hat ferner Ziele benannt, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, die vom Aufsichtsrat festgelegte Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und die festgelegte Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Aufgrund verbleibender Unklarheiten hinsichtlich der Anforderungen an die Konkretheit der zu benennenden Ziele wird zur Vermeidung des Risikos von hierauf gestützten Beschlussmängelklagen vorsorglich auch insoweit eine Abweichung von Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und 3 des Kodex erklärt. Der Aufsichtsrat wird bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung auch künftig den gesetzlichen Vorgaben entsprechen und hierbei die fachliche und persönliche Qualifikation der Kandidaten in den Vordergrund stellen. Dabei ist es selbstverständlich, dass auch die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder, eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) berücksichtigt werden.

Die in Ziffer 5.4.1 Abs. 5 bis 7 des Kodex enthaltenen Empfehlungen für Wahlvorschläge an die Hauptversammlung (Offenlegung der persönlichen und geschäftlichen Beziehungen eines jeden Kandidaten zum Unternehmen, den Organen der Gesellschaft und einem wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionär) werden nicht angewendet. In der Praxis besteht derzeit noch Rechtsunsicherheit hinsichtlich Art und Umfang der bei Wahlvorschlägen offenzulegenden Umstände. Es ist daher zu befürchten, dass das Bestimmtheitsproblem dieser Kodexregelungen im Rahmen von Beschlussmängelklagen genutzt wird. Der Aufsichtsrat wird die weitere Entwicklung hierzu beobachten und eine Anwendung der Kodexregelungen im nächsten Geschäftsjahr erneut prüfen.

Der Aufsichtsrat der HOCHTIEF Aktiengesellschaft erhielt für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2015 neben der festen eine erfolgsabhängige Vergütung, die von der Höhe der Dividende abhing. Ob HOCHTIEF damit die Empfehlung in Ziffer 5.4.6 Abs. 2 Satz 2 des Kodex erfüllte, kann wegen unterschiedlicher Auslegungen dieser Kodex-Regelung nicht mit hinreichender Rechtssicherheit festgestellt werden. Insofern wird für den genannten Zeitraum vorsorglich eine Abweichung von dieser Empfehlung des Kodex erklärt.

Im Hinblick auf die Empfehlung in Ziff. 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 des Kodex, wonach die Vergütung insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen soll, weisen wir darauf hin, dass die Vorstands-Dienstverträge neben dem Festgehalt betragsmäßige Höchstgrenzen für alle variablen Vergütungselemente enthalten. Der Aufsichtsrat hat sich darüber hinaus das Recht vorbehalten, zusätzlich zum festen Jahresgehalt und den variablen Vergütungskomponenten nach freiem Ermessen eine Einmalzahlung für außergewöhnliche Leistungen zu gewähren. Außerdem sehen die Dienstverträge übliche Nebenleistungen vor (Privatnutzung des Dienstwagens, Unfallversicherung u.ä.). Für eine etwaige Einmalzahlung für außergewöhnliche Leistungen und für die Nebenleistungen ist eine betragsmäßige Höchstgrenze nicht festgesetzt, weil eine solche Festsetzung nach dem Sinn und Zweck der Kodexempfehlung entbehrlich erscheint und sich die Kodexempfehlung nach unserer rechtlichen Beurteilung hierauf nicht erstreckt. Aus dem gleichen Grund sind solche Leistungen bei der betragsmäßigen Höchstgrenze der Gesamtvergütung nicht berücksichtigt.

 

Essen, im Februar 2016

HOCHTIEF Aktiengesellschaft

Für den Aufsichtsrat

Pedro López Jiménez

Für den Vorstand

Marcelino Fernández Verdes

Peter Sassenfeld

Die nach § 289 a HGB abgegebene Erklärung zur Unternehmensführung ist nach § 317 Abs. 2 Satz 3 HGB nicht Gegenstand der Abschlussprüfung.

Forschung und Entwicklung

Dieses Kapitel ist Teil des Themenfelds Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen

Mehrwert durch Innovation

Ein wichtiger Baustein unseres wirtschaftlichen Erfolgs ist Innovation. Denn die anspruchsvollen Hochbau- und Infrastrukturprojekte, die wir weltweit für unsere Kunden realisieren, sind oftmals komplexe Unikate. Um den Ansprüchen unserer Auftraggeber gerecht zu werden, fließen in diese Projekte die Ergebnisse unserer kontinuierlichen und unternehmensweiten Forschungs- und Entwicklungsarbeit (FuE) ein. Dass HOCHTIEF innovativ ist, zeigen projektspezifische Sondervorschläge, die zentral, in den Divisions oder aber direkt auf der Ebene der Projekte und Baustellen erfasst, entwickelt und umgesetzt werden. Damit schaffen wir messbaren Mehrwert für unsere Kunden und differenzieren uns vom Wettbewerb. Über FuE erschließen wir zudem neue Geschäftsfelder. Neben dem ökonomischen Nutzen trägt unsere Forschungs- und Entwicklungsarbeit maßgeblich dazu bei, unsere ökologischen und sozialen Ziele zu erreichen, und leistet damit einen entscheidenden Beitrag zum nachhaltigen Handeln von HOCHTIEF.

Konzernweite Innovationsorganisation

Grundlage für unsere Innovationskraft sind unsere im Konzern fest verankerten Einheiten und Bereiche, die sich mit Innovationen beschäftigen (siehe Schaubild).

Das HOCHTIEF-Innovationsmanagement ist Teil der Abteilung Konzernentwicklung. Das Team ist verantwortlich sowohl für das konzernweite Innovationsmanagement als auch für das der europäischen Tochtergesellschaft HOCHTIEF Solutions. Alle Konzerngesellschaften können eine Förderung über das zentrale Innovationsbudget beantragen. Ein Innovationskomitee, bestehend aus Vertretern der operativen Einheiten und der Holding, entscheidet nach einem festgelegten und transparenten Prozess, welche Projekte gefördert und realisiert werden.

Die amerikanische HOCHTIEF-Tochtergesellschaft Turner hat im Berichtsjahr die Innovation Group ins Leben gerufen. Ziel dieses Teams ist die Entwicklung und Bereitstellung von Ideen, die das Unternehmen und damit die gesamte Bauindustrie weiter verbessern können. Mit der Innovation Group will Turner in Sachen Innovation einen Spitzenplatz halten, um so Mehrwert für Kunden und Partner zu bieten. Im Fokus stehen dabei Themen wie Building Information Modeling (BIM) und Lean Construction. Zudem hat Turner das Change-Management-Team gegründet: Ideen aus den verschiedenen internen Kanälen werden kontinuierlich und systematisch priorisiert und umgesetzt. Auf diese Weise wird der größtmögliche Nutzen einer Idee im Unternehmen sichergestellt.

Bei unserer australischen Tochtergesellschaft CIMIC wurde die Abteilung Research & Technology gegründet, um die Entwicklung von innovativen Lösungen zu verbessern und systematisch voranzutreiben. Das Team hat die Aufgabe, technisches Fachwissen bei CIMIC zu identifizieren und sich mit anderen Konzerngesellschaften auszutauschen. Dazu werden kontinuierlich Projektinformationen inklusive der Methoden und Erfahrungen ("Lessons Learned") erfasst und gegebenenfalls strategische Erkenntnisse abgeleitet. Außerdem wird die Abteilung nach Innovationen in der Baubranche forschen, die Entwicklungen beobachten und innerhalb des Unternehmens bereitstellen.

Innovationsorganisation

> Weitere Informationen über FuE-Innovationsprojekte finden Sie unter: www.hochtief.de/fue

Anzahl FuE-Projekte

Anzahl abgeschlossener FuE-Projekte

Neu begonnene FuE-Projekte

Investitionsvolumen FuE-Projekte (in Mio. Euro)

Die in den Grafiken genannten Kennzahlen beziehen sich nur auf Innovationsprojekte des Konzern-Innovationsmanagements auf Holdingebene.

Vernetzung und Austausch

Ein kontinuierlicher Austausch unter den Innovationsbereichen und -verantwortlichen der HOCHTIEF-Holding und der Tochtergesellschaften sorgt für konzernweite Transparenz und Synergien im Bereich FuE und Innovation. Dieser Wissenstransfer erfolgt in gemeinsamen Veranstaltungen, über die Zusammenarbeit in Projekten und in regelmäßige Webkonferenzen. Um die Strukturen konzernweit anzugleichen, wurden im Berichtsjahr auch Engineering-Einheiten bei Turner und CIMIC integriert, die einen unmittelbaren Know-how-Transfer ermöglichen.

Innovation als Forschungsobjekt

In einem drei Jahre dauernden Projekt wird bei der CIMIC-Beteiligungsgesellschaft Thiess das Thema Innovation selbst zum Forschungsobjekt. Ein Wissenschaftler der Universität von Queensland wird dabei die Innovationsprozesse bei Thiess untersuchen und eine Strategie entwickeln, wie Innovationen besser erfasst und bereitgestellt werden können. Dies soll dazu beitragen, dass Thiess auch in Zukunft seine Spitzenposition im Minengeschäft beibehält.

Instrumente

Ideenraum

Unsere Mitarbeiter arbeiten täglich daran, interne Abläufe und Prozesse noch effizienter zu gestalten. Ein wichtiges Instrument für unsere Belegschaft in Deutschland ist dafür der "Ideenraum". Über dieses zentrale Intranet-Tool reichen die Mitarbeiter Vorschläge online ein, die dann - in einem transparenten Verfahren -auf einer Plattform bewertet werden. Auch der aktuelle Stand ihrer Umsetzung lässt sich im Ideenraum verfolgen. Im Berichtsjahr wurden insgesamt 58 Ideen veröffentlicht. Das Ideenmanagement hat 2015 Prämien in Höhe von 31.650 Euro ausgeschüttet (2014: 28.350 Euro). Die besten Ideen für das Jahr 2014 zeichneten der Vorstand und die Mitglieder des Ideenmanagements im Mai 2015 auf der Jahrestagung aus (siehe Awards und Events). Hier wurden erstmals auch die besten Innovationsprojekte geehrt.

BIM - die Zukunft des Bauens ist schon heute Realität

Building Information Modeling (BIM) ist die Methode der Zukunft, Projekte digital abzuwickeln. Das Planen und Realisieren von Bauvorhaben mit BIM wird bereits in vielen Ländern von Auftraggebern gefordert. Die Methode basiert auf der aktiven Vernetzung aller am Bau Beteiligten mithilfe eines 3D-Computermodells, das mit weiteren Informationen wie Zeit, Kosten und Nutzung ergänzt werden kann. HOCHTIEF hat das Potenzial von BIM schon sehr früh erkannt und bereits 2003 "Virtuelles Bauen" als Innovationsschwerpunkt initiiert. Mit der Gründung einer eigenen Gesellschaft für virtuelles Bauen, der HOCHTIEF ViCon GmbH, gilt HOCHTIEF als einer der Pioniere in diesem Bereich. Heute ist HOCHTIEF ViCon das BIM-Kompetenzzentrum des Konzerns und praktiziert die Zukunft des digitalen Bauens schon weltweit.

Im Berichtsjahr haben wir BIM konzernweit weiter vorangetrieben. So werden wir den Anforderungen unserer Kunden gerecht, können nachhaltige Produkte und Dienstleistungen anbieten und verbessern damit unsere Marktposition.

Entwicklung von BIM-Standards

Unsere amerikanische Tochtergesellschaft Turner hat BIM-Standards implementiert, um so die Effizienz weiter zu verbessern. Auf Basis eines Scorecard-Prinzips hilft diese Normung dem Projektteam, Ziele zu definieren, zu planen und die Umsetzung zu überwachen. Projekte, die so realisiert wurden, konnten Einsparungen bei Kosten, Zeit und Energie erzielen und die Kundenzufriedenheit weiter verbessern. Dabei werden Risiken besser eingeschätzt. Turner kann bereits eine 60-Mrd.-US-Dollar-Projekterfahrung mit BIM vorweisen. Dazu zählen mehr als 900 Projekte seit Implementierung im Jahr 2002. Auch 2015 erreichte Turner in dem renommierten Ranking "Giants 300 Report" des Fachmagazins "Building Design + Construction" den ersten Platz bei der Umsetzung von Bauprojekten mit BIM.

Anzahl der mit BIM realisierten Projekte im HOCHTIEF-Konzern bis 2015

* Die vergleichsweise geringe Anzahl der BIM-Projekte in der Division HOCHTIEF Asia Pacific ist in der Besonderheit des Geschäfts begründet: Bei CIMIC werden weniger, aber größere Projekte als in den anderen Divisions realisiert.
** Die Zahl bezieht sich auf die Projekte der Gesellschaft HOCHTIEF ViCon, die das digitale Baufachwissen bündelt. BIM wurde außerdem bei weiteren Projekten der Division HOCHTIEF Europe eingesetzt.

Unsere Tochtergesellschaft CIMIC in Australien verfügt über eine BIM Excellence Group, die kontinuierlich sicherstellt, das BIM effizient und konsistent in Angeboten und Projekten berücksichtigt wird, um so Risiken zu minimieren und den Wert für unsere Kunden zu maximieren.

Auch in der Division HOCHTIEF Europe gewährleisten diverse BIM-Initiativen, dass das Thema sowohl für den Hoch- wie auch für den Tiefbau strategisch und operativ verankert wird. Beispielsweise wurde speziell für PPP-Projekte ein BIM-Modell entwickelt, das die digitale Organisation von Informationen entlang des Lebenszyklus unterstützt. Ziel ist es, die Zusammenarbeit mit unseren Partnern so zu gestalten, dass in der Betriebs- und Erhaltungsphase auf die BIM-Informationen aus der Planungs- und Bauphase aufgebaut werden kann und somit für alle Beteiligten mehr Transparenz erzeugt wird. Die Umsetzung wäre eine Innovation für die gesamte Bauwirtschaft. BIM soll künftig mit ausgewählten Schwerpunktthemen bei HOCHTIEF in Europa operativer Standard werden.

BIM Exchange 2015

Das HOCHTIEF-Innovationsmanagement veranstaltete im Berichtsjahr einen konzernübergreifenden BIM-Workshop. Vertreter der HOCHTIEF-Holding sowie von HOCHTIEF ViCon, HOCHTIEF Solutions, Turner und CIMIC nutzen den "BIM Exchange" für den Wissenstransfer und die Vernetzung. Die Teilnehmer initiierten für die zukünftige Zusammenarbeit zudem verschiedene Instrumente und Maßnahmen, beispielsweise einen BIM-Newsletter, BIM-Webinars und eine gemeinsame BIM-Austauschplattform. So profitieren unsere Experten von BIM-Erfahrungen weltweit.

BIM Cluster Rhein-Ruhr

Die zunehmende Forderung der Auftraggeber, Projekte mit BIM umzusetzen, betrifft nicht nur große Konzerne, sondern auch Baubeteiligte auf regionaler Ebene. HOCHTIEF ViCon hat daher gemeinsam mit der Universität Duisburg-Essen und der Ruhr-Universität Bochum das "BIM Cluster Rhein-Ruhr" gegründet.

Grundlage für das Datenmanagement beim Bau und Betrieb des Projekts Sydney Metro Northwest ist das 3D-Modell.

Dieses Cluster wird als enges Netzwerk aus Wirtschaft, Forschung sowie Klein- und Mittelbetrieben im Rhein-Ruhr-Raum die Diskussion und den regionalen Austausch zu BIM forcieren. Die Mitgliedsunternehmen und -institutionen wollen die weitere Entwicklung von BIM aktiv mitgestalten und dafür ihr gesamtes Know-how einbringen. Wichtig sind den Gründungsmitgliedern die regionalen Mitstreiter in Sachen BIM, die unterstützt und vernetzt werden sollen. HOCHTIEF ViCon wird seine Erfahrung in der Umsetzung von weltweiten BIM-Projekten in das Netzwerk einbringen. Das BIM Cluster Rhein-Ruhr berücksichtigt die gesamte Wertschöpfungskette von der Idee über den Bau bis zum Betrieb.

> Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief-vicon.de/BIM-Netzwerk

BIM User Day

Ein wichtiger Eintrag des regionalen Veranstaltungskalenders in Doha, Katar, ist der "Qatar BIM User Day", der bereits zum fünften Mal stattfand. HOCHTIEF ViCon engagiert sich gemeinsam mit der "Qatar University" und der britischen "Teesside University" bereits seit 2011 für Forschungsprojekte und Veranstaltungen in der Region. Mit den Qatar BIM User Days soll eine offene Wissensplattform für alle BIM-Experten, BIM-Einsteiger und Nachwuchskräfte geschaffen werden, um den wachsenden Fachkräftebedarf zeitnah abdecken zu können. Die fünfte Ausgabe der Veranstaltung konzentrierte sich auf die BIM-Implementierung und das BIM-Management. Dabei wurden alle vier BIM-Komponenten berücksichtigt: Menschen, Prozesse, Technologien und Richtlinien.

Anzahl der Mitarbeiter, die 2015 an BIM- oder ähnlichen Schulungen teilgenommen haben

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Division HOCHTIEF Americas HOCHTIEF Asia Pacific HOCHTIEF Europe
Mitarbeiter 35* 454 169

Themenfeldindikator

Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen; Aspekt: zukunftsweisende Arbeitsmethode BIM

Weitere Informationen siehe GRI-Index

* Nach einer starken Weiterbildungsoffensive im Jahr 2014 (431 Mitarbeiter) war der Bedarf nach BIM-Schulungen bei Turner weitestgehend gedeckt.

Bei der Jahrestagung des HOCHTIEF-Ideenmanagements zeichnete der Vorstand von HOCHTIEF Solutions die besten Ideen und Innovationen aus.

Ideenwerkstatt

Um die Quantität der Vorschläge zu erhöhen und auch Mitarbeitern ohne Intranetzugang die Einreichung zu erleichtern, haben wir die Vor-Ort-Aktion "Ideenwerkstatt" ins Leben gerufen. Dabei werden Vorschläge direkt bei den Mitarbeitern auf der Baustelle oder im Büro abgefragt und bewertet. Im Berichtsjahr fand eine Ideenwerkstatt bei HOCHTIEF PPP Solutions statt. Die Workshops sind eine optimale Ergänzung zum selbstständigen Einstellen von Vorschlägen in den Ideenraum. Bei den Veranstaltungen im Berichtsjahr konnten insgesamt 80 Vorschläge erfasst werden. Aufgrund des hohen Nutzwerts der Ideenwerkstatt soll dieses Konzept für das Ideenmanagement weiter ausgebaut werden.

Turner Learning Tree

Der "Turner Learning Tree" unserer amerikanischen Tochtergesellschaft ist eine webbasierte Wissensmanagement-Plattform, auf der Mitarbeiter ihre Best-Practice-Lösungen veröffentlichen können. Zudem bietet das Tool die Möglichkeit, im "Improvement-Forum" Ideen für Verbesserungen zu teilen und Fragen zu stellen, die dann direkt online von den Usern beantwortet werden können. Die Plattform kann auch über Smartphones und Tablet-Computer geöffnet werden. So haben die Turner-Mitarbeiter die Möglichkeit, kontinuierlich Experten zu erreichen und Vorschläge zu teilen. Im Berichtsjahr wurden 700 Einträge erstellt. Sobald weitere Erfahrungen aus der Praxis vorliegen, wird geprüft, ob der Turner Learning Tree zu einer konzernweiten Anwendung ausgebaut werden kann.

Awards und Events

Top-Idee 2014

Die Auszeichnung "Top-Idee" wird unter den Vorschlägen vergeben, die im Ideenraum veröffentlicht wurden. Den ersten Platz im Ranking für das Jahr 2014, das 2015 veröffentlicht wurde, erreichte folgender Vorschlag: Stahlbetonwände nicht mithilfe von Ortbeton zu bauen, sondern Fertigteile zu nutzen, die dann mit einer innovativen Verankerung montiert werden. Die Idee hat viele Vorteile, unter anderem verkürzt sie die Bauzeit um zirka 50 Prozent, da die Montage der Fertigteile schneller als die Herstellung mit Ortbeton umgesetzt werden kann. Zudem ist die Fertigungsgenauigkeit bei Fertigteilen höher. Auch der geringere Platzbedarf auf der Baustelle sowie die große Flexibilität des vom Statiker erstellten Tragwerkskonzepts sprechen für die vorgeschlagene Methode. In Versuchen wird die Bauweise nun weiterentwickelt. Die Idee wurde mit einer Prämie von 7.600 Euro ausgezeichnet.

Top-Innovationsprojekt 2014

Als beste Innovation wurde ein Projekt ausgezeichnet, in dem Mitarbeiter einen Businessplan für die flächendeckende Anwendung von BIM bei HOCHTIEF Solutions ausgearbeitet haben.

HOCHTIEF Energy Award

Mit dem "HOCHTIEF Energy Award", der im Berichtsjahr konzipiert wurde, verknüpfen wir das Thema Innovation mit unserer ökologischen Verantwortung. Bei dieser Aktion sind die Konzernmitarbeiter aufgerufen, Ideen und Praxisbeispiele ("Best practice") für Energieeinsparungen einzureichen. Der Aufruf bezieht sich konzernweit auf alle Büro- und Baustellenstandorte. So können wir einen Beitrag zur Ressourcenschonung und CO2-Einsparung leisten und die Projekteffizienz weiter erhöhen. Die ersten Kommunikationsmaßnahmen erfolgten im Berichtsjahr.

Turner-Preis für Innovation in der Bauindustrie

Eine weitere Auszeichnung, die den hohen Stellenwert von Innovation im Konzern zeigt, ist der Henry C. Turner Prize für Innovationen, den Turner bereits 2002 ins Leben gerufen hat. Der Award, der nach dem Gründer der Turner Construction Company benannt ist, wird jährlich von Turner und dem National Building Museum in Washington an Personen oder Organisationen für herausragende Beiträge oder Innovationen in der Baubranche verliehen. 2015 erhielt den Preis das Council on Tall Buildings and Urban Habitat für seine langjährige Förderung von Forschung und Bildung sowie für den Beitrag in den Bereichen "Bau von hohen Gebäuden" und "Planung von urbanen Lebensräumen", von der die Bauindustrie umfassend profitierte.

Ausgezeichnete Innovationen bei Turner

Mit dem "Turner Construction Company Award for Innovation" zeichnet Turner seit vier Jahren Mitarbeiter oder Teams aus, die mit der Entwicklung beziehungsweise Implementierung von innovativen Ideen herausragende Erfolge in Projekten erzielen konnten. Die 101 Bewerbungen, die im Berichtsjahr eingereicht wurden, umfassten beispielsweise Vorschläge zu den Themen Lean Construction, Mitarbeitervernetzung, IT und Sicherheit. Der mit 10.000 US-Dollar dotierte erste Platz wurde in diesem Jahr zweimal vergeben. Einer der Preisträger ist eine interne Initiative, die Informationen zu Events und Programmen rund um das Thema Mitarbeitergesundheit sammelt und zur Verfügung stellt. Die Initiative ist insbesondere für gewerbliche Mitarbeiter und deren Familien gedacht, die so verstärkt für dieses Thema sensibilisiert werden. Außerdem wurde ein Programm ausgezeichnet, das zum Ziel hat, die Preconstruction-Prozesse unternehmensweit zu standardisieren. Auf Basis der erfassten Erfahrungen wird sich die Geschäftseinheit weiterentwickeln und wachsen. In den vergangenen vier Jahren wurden im Zuge des Awards insgesamt 225.000 US-Dollar ausgeschüttet.

Turner Innovation Summit New Orleans

Der "Turner Innovation Summit" ist eine von Turner initiierte und organisierte Konferenz, auf der sich interne und externe Teilnehmer über Ideen, Innovationen und Best-Practice-Beispiele austauschen. Der zweite Summit, der im Berichtsjahr in New Orleans stattfand, bot mit Vorträgen von hochkarätigen Vertretern der Industrie sowie Präsentationen, Workshops und Trainings umfassende Möglichkeiten für einen Wissenstransfer und für Zusammenarbeit. Mehr als 230 Turner-Mitarbeiter und externe Referenten nahmen teil. Die Ideen, die auf der Konferenz vorgestellt wurden und weiterentwickelt werden, verbessern die Leistungen von Turner hinsichtlich Effizienz, Produktivität und Qualität.

Beispiele für Innovationen im Jahr 2015

Die genannten Projekte zeigen die überdurchschnittliche Innovationskraft des HOCHTIEF-Konzerns. Darüber hinaus finden sich technologische und prozessorientierte Optimierungen in jedem unserer Projekte.

Wartung mit Drohnen

Das Geschäftsfeld "Alterungsmanagement" von HOCHTIEF Engineering beinhaltet unter anderem die Sicherstellung der ordnungsgemäßen Funktionsfähigkeit der Bauwerkshülle sowie die dauerhafte Gewährleistung einer anforderungsgerechten Qualität für die Systeme und Bauwerke. Um diese Qualität zu überprüfen, müssen regelmäßig Begehungen stattfinden. HOCHTIEF ergänzt diese Begehungen durch den Einsatz von Drohnentechnik. Im Berichtsjahr haben wir daher das Innovationsprojekt "Drohnenbefliegung im Alterungsmanagement" gestartet. Dafür werden Flugmodelle mit vier, sechs oder acht Rotoren verwendet. Die Videodaten werden während des Flugs über Funk übertragen und können am Boden betrachtet werden. Zudem ist es möglich, per Fernauslösung Fotos aufzunehmen, die am Boden schon während des Flugs ausgewertet werden können.

Erhalt und Erneuerung der Infrastruktur

Mit zunehmendem Alter der bestehenden Infrastruktur steigt der Bedarf an Erhaltungsmaßnahmen exponentiell. Wir haben daher in Deutschland das Innovationsprojekt "Infrastructure Maintenance Services" initiiert. Dabei werden Lösungen entwickelt, die den Erhaltungs- und Sanierungsbedarf seitens der öffentlichen Auftraggeber im Infrastrukturbau bedienen. In der ersten Phase des Projekts wurde bereits die notwendige Markttransparenz erzeugt. Darüber hinaus wurden typische Leistungsbilder im Bestandsbau sowie die HOCHTIEF-internen Kompetenzen analysiert. Auf dieser Basis werden verschiedene Optionen für zukünftige Geschäftsmodelle konkretisiert.

Eisspeichertechnologie

Mit einem Eisspeicher - einem mit Wasser gefüllter Betonbehälter - lassen sich unter bestimmten Voraussetzungen Gebäude nahezu jeder Größenordnung zuverlässig, wirtschaftlich und umweltschonend über Wärmepumpen mit Wärme versorgen - und im Sommer auch kühlen. Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt in Hamburg hat HOCHTIEF die Entwicklung und Anwendung dieser innovativen Wärmepumpen-Eisspeichertechnologie im Berichtsjahr forciert. Wir haben ein "Kompetenzteam Eisspeicher" gebildet und ein Innovationsprojekt gestartet. Dabei werden wir durch ein mehrjähriges Anlagenmonitoring von konkreten Projekten die Wirtschaftlichkeit genauer untersuchen, die Erkenntnisse und Erfahrungen strukturieren, aufbereiten und konzernweit zur Verfügung stellen. Es entsteht ein großer Wettbewerbsvorteil, wenn HOCHTIEF mit einem Wissensvorsprung für diese innovative Technologie am Markt auftritt.

Daten erfassen, verarbeiten und visualisieren

Während der Bau- und Betriebsphase eines Projekts werden mithilfe unterschiedlicher Instrumente fortlaufend Daten erfasst, beispielsweise zu Parametern wie Grundwasserstand, Druck, Lasten und Verformungen. Die Informationen werden zur Ableitung von Entwurfsspezifikationen verwendet, um Annahmen zum Entwurf zu überprüfen und um Sicherheitsaspekte während der unterschiedlichen Phasen des Bauprozesses zu überwachen. Mit der zunehmenden Zahl von Erfassungswerkzeugen wird es für Gutachter und Ingenieure immer schwerer, den komplexen Prozess der Datenerfassung, Speicherung und Verarbeitung effizient zu bewerkstelligen. CIMIC hat daher das innovative System "GeoView" entwickelt, das alle Daten intern erfasst, verarbeitet und auf verschiedenen Endgeräten anzeigen kann. Die kostenintensive Beauftragung eines externen Dienstleisters ist somit nicht mehr notwendig. "GeoView" ist so flexibel, dass es hinsichtlich der spezifischen Anforderungen eines Projekts und auch neuer Erfassungsinstrumente angepasst werden kann. Alle am Projekt Beteiligten haben rund um die Uhr direkten Zugriff auf die Informationen. Mit dem neuen System werden Kosten- und Zeiteinsparungen erzielt. Es wurde bereits auf mehreren Baustellen mit großem Erfolg eingesetzt, beispielsweise beim Tunnelprojekt Sydney Metro Northwest.

Effiziente Beladung durch RFID

Unsere weltweit im Minengeschäft tätige Beteiligungsgesellschaft Thiess hat mit einer innovativen Lösung die Produktionseffizienz bei zwei Minenprojekten erhöht. Die ankommenden Lastwagen werden mittels Radiofrequenzidentifikation (RFID) erfasst. Auf einem Screen wird dem Fahrer dann der nächste Anfahrtspunkt übermittelt, den das System zuvor als effizientestes Ziel berechnet hat. Die Empfängermasten sind mobil und werden mittels Solarenergie mit Strom versorgt. Eine thermoelektrische Kühlung sorgt für optimale Betriebstemperaturen. Das System wurde erstmals in der Melak Coal Mine in Indonesien getestet. Aufgrund der guten Erfahrungen wird es jetzt auch bei der Kaltim Prima Coal's Sangatta Mine, dem größten Projekt von Thiess in Indonesien, eingesetzt.

Netzwerke/Kooperationen

Mithilfe moderner RFID-Technik werden bei Minenprojekten die Beladungszeiten der Lastwagen optimiert.

HOCHTIEF arbeitet eng mit nationalen und internationalen Hochschulen, Wissenschaftlern und Verbänden zusammen. Wir gehören zu den Gründungsmitgliedern von ENCORD* (European Network of Construction Companies for Research and Development). Über diese Plattform tauschen sich europäische Unternehmen kontinuierlich zu den Themen Forschung, Entwicklung und Innovation aus. Als Mitglied profitieren wir unter anderem vom Best-Practice-Austausch zu Themen wie Brücken- und Tunnelbau, Lean Construction, virtuelles Bauen, Corporate Responsibility, Risikomanagement und Arbeitssicherheit.

* www.encord.org

Zudem ist HOCHTIEF Mitglied der European Construction Technology Platform (ECTP)** und trägt damit aktiv dazu bei, das hohe technische Niveau der europäischen Bauindustrie zu halten. Die zirka 200 Mitglieder setzen sich aus verschiedenen Stakeholdern der Baubranche zusammen. ECTP sieht baubezogene Forschung und Innovationen als Möglichkeit, dringende gesellschaftliche Probleme der Zukunft zu lösen.

** www.ectp.org

Dieser Austausch und das damit entstandene weltweite Kooperationsnetzwerk sind ein wichtiger Faktor für die Innovationskraft unseres Unternehmens.

Mitarbeiter

Dieses Kapitel ist Teil des Themenfelds Attraktive Arbeitswelt

Die Basis für unseren Erfolg

Personalstrategie

Unsere Mitarbeiter - ihr Engagement, Fachwissen, ihre Kompetenzen und ihre Bereitschaft zur Weiterentwicklung - sind wichtig für den wirtschaftlichen Erfolg von HOCHTIEF. Denn unser Geschäft ist "People Business" und basiert auf gegenseitigem Vertrauen. Unsere Personalstrategie wird aus der Unternehmensstrategie abgeleitet und setzt insbesondere auf Wissenstransfer und Kooperation innerhalb des gesamten Konzerns. Als global agierendes Unternehmen setzen wir uns für optimale und sichere Arbeitsbedingungen ein. Darüber hinaus ist es für unser Geschäft wesentlich, rechtzeitig die richtigen Mitarbeiter an der richtigen Stelle einzusetzen. Unser Ziel ist es daher, Mitarbeiter planvoll zu gewinnen, sie zu fördern und langfristig an HOCHTIEF zu binden.

Organisation der Personalarbeit

Verantwortlich für die strategische Personalarbeit bei HOCHTIEF ist die Konzernabteilung Personal. Sie stimmt sich eng mit dem Konzernvorstand ab und tauscht sich mit den Gesellschaften in den Divisions HOCHTIEF Americas, Asia Pacific und Europe aus. Die Gesellschaften verantworten selbstständig die operative Personalarbeit, die regional orientiert ist.

Zu den primären Aufgaben unseres strategischen Personalmanagements gehören: Employer-Branding, Nachwuchs- und Führungskräfteentwicklung, Optimierung von Mitarbeiterstrukturen, Ermittlung und Analyse von Kennzahlen, Entwicklung von Vergütungsinstrumenten, Steuerung von Personalmanagementprozessen und Begleitung von wesentlichen M&A- sowie Restrukturierungsprojekten. Die strukturierten Personalmanagementprozesse werden aktiv begleitet, sodass langfristige Ziele und Maßnahmen entwickelt werden.

Anzahl der Mitarbeiter bei HOCHTIEF nach Divisions

Erläuterungen zur Grafik:

* HOCHTIEF Europe enthält in dieser Darstellung zusätzlich die Bereiche Concessions, Real Estate und Services.
** Ermittelt wird die Jahresdurchschnittszahl durch die Gesamtbelegschaft der vier Quartalsstichtage: alle Mitarbeiter, die zum Stichtag in einem Arbeitsverhältnis mit einem vollkonsolidierten Unternehmen des HOCHTIEF-Konzerns stehen (mit Ausnahme des Vorstands). Die Mitarbeiter werden pro Kopf gezählt.
*** Im Jahr 2015 waren 195 Mitarbeiter in der Holding tätig.
**** HOCHTIEF Asia Pacific: Jahresdurchschnittszahlen inklusive der im Dezember veräußerten Einheiten John Holland (3 874 Mitarbeiter), Thiess Services (1 070 Mitarbeiter) und Leighton Contractors Services (3 758 Mitarbeiter) (Stichtag: 31.12.2014)

Mitarbeiterzahl im Jahr 2015

Im HOCHTIEF-Konzern waren im Jahr 2015 durchschnittlich 47129 Mitarbeiter (40 505 Männer, 6 624 Frauen) beschäftigt, die sich in 22 768 gewerbliche Mitarbeiter (21810 Männer, 958 Frauen) und 24 361 Angestellte (18 695 Männer, 5 666 Frauen) aufteilen. Die Mitarbeiterzahl sank um 31,12 Prozent.

In der Division HOCHTIEF Americas spiegelt sich die weiterhin gute Auftragslage in den Mitarbeiterzahlen wider: Im Durchschnitt waren dort mit 9 739 Mitarbeitern (7649 Männer, 2 090 Frauen) 2,48 Prozent mehr Menschen als im Vorjahr beschäftigt.

Die wesentlichen Transformationsprozesse, die in den vergangenen Jahren in den Divisions HOCHTIEF Asia Pacific und Europe stattfanden, wurden abgeschlossen. Dort, wo Personalanpassungen unvermeidbar waren, handelte HOCHTIEF auch in Zeiten des Wandels verantwortlich: Die gefassten Beschlüsse wurden in Deutschland mit den Mitbestimmungsgremien (Betriebsräte und Gewerkschaft) getroffen. Von betriebsbedingten Kündigungen konnte in Deutschland weitestgehend abgesehen werden.

CIMIC in der Division HOCHTIEF Asia Pacific beschäftigte im Berichtsjahr 30 494 Mitarbeiter (27 517 Männer, 2 977 Frauen). Die Mitarbeiterzahl der Division HOCHTIEF Europe hat sich im Berichtsjahr reduziert und beträgt nun 6 896 (5 339 Männer, 1557 Frauen), dies sind 22,60 Prozent weniger als 2014. Die Zahl der direkt angestellten Mitarbeiter in beiden Divisions sank infolge der Transformation und Veräußerungen von Gesellschaften. So wechselten zum Beispiel durch die Veräußerung der Gesellschaft John Holland, die im April 2015 abgeschlossen wurde, etwa 4 000 Mitarbeiter zum Unternehmen CCCC International Holding Limited.

Themenfelder der Personalarbeit

Das Personalmanagement bei HOCHTIEF basiert auf folgenden Bereichen:

Arbeitnehmerrechte

Rekrutierung und Talentsuche

Mitarbeiterbindung

Personalentwicklung

Diversity

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

• Arbeitnehmerrechte

Das Fundament der Personalarbeit bei HOCHTIEF bilden folgende Themen: Vision und Grundsätze des Konzerns* sowie die Standards des Corporate-Governance-Kodex. Zusätzlich haben wir bereits 2003 eigene Verhaltensregeln entwickelt, die im HOCHTIEF Code of Conduct > Ausdruck finden. Dieser wurde 2013 überarbeitet und ist für alle Mitarbeiter verpflichtend. Das Werk unterstützt sie dabei, gegenüber Kollegen, Geschäftspartnern und Kunden respektvoll und gesetzeskonform zu handeln. HOCHTIEF verpflichtet sich zur Einhaltung der Standards der ILO und pflegt die Kooperation mit den Arbeitnehmervertretungen. Unsere Unternehmensleitung befürwortet ausdrücklich das Recht, sich gewerkschaftlich zu organisieren. An allen HOCHTIEF-Standorten werden eigene Interessenvertreter gewählt.

* Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Strategie

> Weitere Informationen finden Sie unter: www. hochtief.de/corporate-governance

Innerhalb der Division HOCHTIEF Europe werden in Deutschland (inklusive Holding) etwa 96 Prozent der Beschäftigten durch einen Betriebsrat vertreten. In der Division HOCHTIEF Americas liegt der Anteil der von Gewerkschaften vertretenen Mitarbeiter bei zirka 67 Prozent, in der Division HOCHTIEF Asia Pacific bei 26 Prozent.

Arbeitnehmervertreter sind außerdem Teil des Aufsichtsrats von HOCHTIEF und deshalb in diversen Ausschüssen regelmäßig präsent. Wenn es durch strategische Maßnahmen zu personellen Anpassungen kommt, klären wir zunächst, ob betroffene Mitarbeiter in anderen Konzerneinheiten oder Bereichen tätig werden können. Es ist unser Ziel, einvernehmliche Lösungen mit unseren Mitarbeitern zu finden, die wir kontinuierlich beraten und unterstützen.

• Rekrutierung und Talentsuche

Dass HOCHTIEF als guter Arbeitgeber punktet, beweisen viele nationale und internationale Auszeichnungen und Rankings, die unterstützend bei der Rekrutierung wirken. Unter anderem erzielte HOCHTIEF im Absolventenbarometer 2015 des Beratungsunternehmens Universum den elften Platz unter den Ingenieuren in Deutschland und verbesserte sich hiermit um drei Plätze. Auch sind wir in den Top 100 des Trendence Schülerbarometers vertreten, das die attraktivsten Arbeitgeber Deutschlands auflistet. Von der Deutschen Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS) wurden die Leistungen und vielfältigen Fortbildungsmöglichkeiten des Konzerns mit dem "German Award for Excellence" in der Kategorie "Employer Accountability" gewürdigt.

Unsere internationalen Tochtergesellschaften haben ebenfalls einen überaus guten Ruf als Arbeitgeber. In der Division HOCHTIEF Americas wurde Turner im Berichtsjahr wiederholt im Universum's Ideal Employer Ranking als einer der besten 50 Arbeitgeber im Ingenieurwesen gelistet. 50 000 Studenten waren dazu befragt worden. Turner ist ebenfalls von Corporate Equality Index zum "Best Place to Work" ernannt worden - und erhielt 100 von 100 Punkten in der Kategorie Gleichberechtigung. Flatiron wurde, zum zweiten Mal in Folge, zum Toparbeitgeber für junge Menschen in Kanada ernannt. Darüber hinaus erhielt die Gesellschaft diesen Titel in der kanadischen Provinz British Columbia. Insbesondere trugen dazu folgende Punkte bei: Fördergelder für Weiterbildung, ein Sommer-Arbeitgeberprogramm, Kooperierungsmöglichkeiten sowie viele Aktionen im Bereich des sozialen Engagements. In der Division HOCHTIEF Asia Pacific sind CPB Contractors (vormals Leighton Contractors) und Thiess aufgrund einer Umfrage der Business-Social-Media-Plattform LinkedIn in die Top 10 der begehrtesten Arbeitgeber in Australien gewählt worden.

Der Erfolg von HOCHTIEF hängt in hohem Maße von unseren qualifizierten Mitarbeitern ab. Deswegen setzen wir uns dafür ein, gute Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig an das Unternehmen zu binden. Gerade um drohendem Fachkräftemangel vorzubeugen, haben wir ein breites Angebot an Maßnahmen entwickelt, die unsere Attraktivität und die Stellung unserer Marke als Arbeitgeber kräftigen:

Kooperationen mit Vertretern von Hochschulen und Schulen. Schülern und Studenten bieten wir Vorträge, Exkursionen, Diskussionsrunden, Stipendien und Preise

breites Angebot an Ausbildungsberufen, Praktikanten- und Werkstudentenstellen

Empfehlungsprogramm "Mitarbeiter werben Mitarbeiter"

Einstiegs-, Trainee-, Mentoren- und Jobrotationsprogramme

Alumni- und Praktikantenbindungsprogramme

Uns ist es ein besonderes Anliegen, junge Menschen für die Bauindustrie und unser Unternehmen zu begeistern und sie bei ihrem Start ins Berufsleben zu unterstützen. Dabei kooperieren unsere Gesellschaften intensiv mit Schulen und Hochschulen. So hat CIMIC in der Division HOCHTIEF Asia Pacific gemeinsam mit den operativen Gesellschaften CPB Contractors und Thiess Absolventenprogramme entwickelt, um die Bindung der Studenten an das Unternehmen zu intensivieren. Das Thiess Apprenticeship Program bot 120 Berufsanfängern in abgelegenen Regionen Australiens Hilfestellung.

Auch Turner in den USA arbeitet mit den Universitäten zusammen, beispielsweise gibt es das "Externship Program", bei dem Studenten Turner-Fachkräfte als Paten zur Seite gestellt bekommen, die sie in ihrem Berufsalltag begleiten, und so von ihnen praxisnah lernen. Das Praktikantenbindungsprogramm "Turner Bridge" intensiviert die Verbindung zu talentierten und motivierten Studenten. Auch gab es wieder ein "Praktikanten-Filmfestival", an dem sich 75 Praktikanten beteiligten. Turner bietet mit Programmen wie dem "ACE Mentor Program" oder der "Youth Force 2020" Schülern einen Zugang zu Berufen in der Bauindustrie. Die Gesellschaft unterstützt des Weiteren Wehrdienstleistende mit "US Army's Partnership for Youth Success" beim Einstieg in einen zivilen Beruf. In der Rekrutierungsphase von 2014 bis 2015 konnte Turner mit diesem und weiteren Programmen 325 neue Absolventen einstellen - ein gutes Ergebnis in Zeiten des demografischen Wandels.

Beim "Build-a-Bridge"-Bildungsprogramm unserer Gesellschaft Flatiron in der Division HOCHTIEF Americas zeigten Mitarbeiter in zehnwöchigen Kursen den Schülern auf, welche Karriereoptionen die Bauindustrie bietet. Baustellenführungen und praktische Übungen rundeten das Programm ab. Um Mitarbeiter zu gewinnen, arbeitet Flatiron eng mit den besten Schulen und Hochschulen des Landes zusammen. Auch hier gibt es etablierte Praktikantenbindungsprogramme. Wie schon im Vorjahr, gab es einen internen Wettbewerb, bei dem Praktikanten in einem Video "einen Tag im Leben eines Praktikanten" festhielten. Der Gewinner wurde mit einem Stipendium belohnt.

Zusätzlich engagiert sich HOCHTIEF mit kleineren Aktionen im In- und Ausland wie bei einem PPP-Projekt in Schleswig-Holstein: Das Projektteam für den Bau des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums führte im Mai Studenten der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig über die Baustelle. Ähnliches bieten alle Divisions an.

Auf Messen und Hochschultagen beteiligte sich HOCHTIEF an Diskussionen, Fachvorträgen oder mit einem Messestand: Unter anderem nahm HOCHTIEF an der Technischen Universität Hamburg-Harburg beim jährlichen Hamburger Bautag an einer Jobmesse teil. Viele Studenten zeigten Interesse an dem Angebot und nutzten die Chance, mit Unternehmensvertretern Kontakt aufzunehmen. Zudem engagiert sich HOCHTIEF regelmäßig beim "Dialog mit der Jugend" des Initiativkreises Ruhr und führt so Jugendliche an Themen und Berufe in der Wirtschaft heran. Um auch Jugendlichen ohne Schulabschluss eine Chance auf einen Ausbildungsplatz zu geben, fördert HOCHTIEF mit Unterstützung des Vorstands die Initiative Joblinge; dieses Engagement soll in naher Zukunft weiter ausgebaut werden.

Unser Ziel ist es, in Deutschland auch zukünftig vermehrt Trainees und Direkteinsteiger einzustellen, um für weitere Projekte gerüstet zu sein und verstärkt jungen Menschen verantwortungsvolle Aufgaben zu übergeben. Allein 2015 haben mehr als 60 junge Ingenieure einen attraktiven Arbeitsplatz bei HOCHTIEF in Deutschland gefunden. 2016 sollen weitere Nachwuchsingenieure eingestellt werden.

Zur Rekrutierung werden in allen Divisions immer stärker Social-Media-Kanäle wie Twitter, Facebook, die Karrierenetzwerke Xing und LinkedIn sowie der YouTube-Kanal genutzt. Die Quote der Internetbewerbungen liegt allein bei HOCHTIEF in Deutschland bei über 80 Prozent.

Betriebszugehörigkeit im HOCHTIEF-Konzern nach Divisions (in Jahren, Stichtag: 31.12.2015)

• Mitarbeiterbindung

Von der Bindung unserer qualifizierten Mitarbeiter an das Unternehmen hängt unser langfristiger Erfolg ab. Deshalb ist es für uns selbstverständlich, dass wir sie fortwährend bei ihrer beruflichen Weiterentwicklung und der Entfaltung ihres persönlichen Potenzials mit umfangreichen Angeboten unterstützen.

Turner setzt unter anderem auf das "Talent Mobility Program" und gibt begabten Mitarbeitern die Möglichkeit, bei herausfordernden Projekten in verschiedenen Regionen der Welt zu arbeiten. Dies fördert vor allem bei jungen Menschen die Bindung an die Gesellschaft und stärkt das Wir-Gefühl. Die Möglichkeiten der Mitgestaltung durch die Mitarbeiter - beispielsweise über ein internes Ideenmanagement, über das Verbesserungsvorschläge eingereicht und Innovationen diskutiert werden können, und das Äquivalent bei Turner, den Turner Learning Tree - werden von uns aktiv gefördert.*

* Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Forschung und Entwicklung

2015 stellte HOCHTIEF insgesamt 12 276 neue Mitarbeiter ein (Vorjahr: 21 396). Die Division HOCHTIEF Americas verzeichnete 1589 Eintritte (Vorjahr: 3 605) und 1105 Austritte (Vorjahr: 3122). In der Division HOCHTIEF Asia Pacific gab es 9 039 Eintritte (Vorjahr: 15 448) und 11942 Austritte (Vorjahr: 28 000). Die Division HOCHTIEF Europe zählte 1 648 neue Mitarbeiter (Vorjahr: 2 343) und 2 095 Austritte (Vorjahr: 3 910).

In Deutschland lag die Fluktuation im Jahr 2015 bei 18,1 Prozent (Vorjahr: 14,9 Prozent). 78,0 Prozent der Verträge waren unbefristet. In den Divisions HOCHTIEF Americas und Asia Pacific sind die Fluktuationskennzahlen und die Ein- und Austrittszahlen aufgrund vieler projektbezogener Arbeitsverträge nicht vergleichbar.

Leistungsgerechte Vergütung

Wesentliche Kriterien der Vergütungspolitik von HOCHTIEF sind Wirtschaftlichkeit, Wettbewerbsfähigkeit, Attraktivität und Fairness. In den Gesellschaften existieren entsprechende Grundsätze für die festen und variablen Vergütungsbestandteile, die regelmäßig überprüft werden. Analysen und externe Benchmarks ergänzen diese, um den daraus resultierenden Anforderungen sowie dem Deutschen Corporate Governance Kodex gerecht zu werden. Geschlechterspezifische Analysen nehmen wir nicht vor: Im Fokus stehen die einzelnen Qualifikationen, die Verantwortung und die Erfahrung unserer Mitarbeiter.

Altersvorsorge

Da es in den Ländern, in denen wir tätig sind, unterschiedliche Bedingungen und Rentensysteme gibt, bieten wir unseren Mitarbeitern konzernweit verschiedene Altersvorsorgemodelle. Diverse Versicherungsangebote und mögliche Entgeltumwandlungen sind ebenfalls Bestandteile. Bei Turner gibt es seit vielen Jahren einen stabilen privaten Rentenversorgungsplan, der auf die Gesellschaft zugeschnitten ist.

Offener Dialog

HOCHTIEF fördert eine aktive interne Kommunikation: Über Intranetplattformen wie "Indoor" und Mitarbeiterpublikationen wie "One Roof" informieren wir unsere Mitarbeiter regelmäßig über konzernrelevante Themen in deutscher und englischer Sprache. Auch die Gesellschaften der Divisions HOCHTIEF Americas und Asia Pacific haben äquivalente Plattformen und Publikationen entwickelt, darunter das Turner Knowledge Network und Structurally Speaking bei Flatiron.

Darüber hinaus haben im Berichtsjahr konzernweit 23 Roadshows stattgefunden, bei denen der Vorstandsvorsitzende und weitere Vorstandsmitglieder mit den Mitarbeitern in einen Dialog traten. Diese Gesprächsrunden dienten dazu, ihnen die neue Richtung des Unternehmens sowie dessen Vision und Grundsätze vorzustellen und mit ihnen in Diskussion zu treten.

Work-Life-Balance

Eine gute Balance zwischen Beruf und Privatleben ist ein wesentlicher Faktor bei der Wahl des Arbeitsplatzes und der Zufriedenheit der Mitarbeiter. Diese unterstützt HOCHTIEF mit individuellen Maßnahmen und Programmen, darunter Teilzeit- oder Telearbeit, flexible Arbeitszeitmodelle und Workshops. In unseren weltweiten Gesellschaften erhalten Eltern Unterstützung. Darüber hinaus bieten wir durch unser Weiterbildungsprogramm unter anderem Kurse zum Stressmanagement oder zur Burn-out-Prävention.

Bei HOCHTIEF in Deutschland haben im Berichtsjahr mehr Mitarbeiter die Chance zur Teilzeitarbeit genutzt: Die Quote lag bei 10,1 Prozent (Vorjahr: 8,8 Prozent). Die Rückkehrquote nach Elternzeit lag 2015 in Deutschland bei 86,6 Prozent (Vorjahr: 71,9 Prozent).

• Personalentwicklung

Ein zentrales Thema unserer Personalarbeit ist die persönliche Entwicklung unserer Mitarbeiter. Einmal im Jahr finden konzernweit strukturierte Mitarbeitergespräche statt, bei denen die Mitarbeiter von ihren Vorgesetzten Rückmeldung zu ihrer Leistung erhalten. Gemeinsam werden weitere individuelle Entwicklungsschritte überprüft und veranlasst. Darunter fallen auch Job-Rotation-Modelle. Unsere Strategie setzt auf offene Kommunikation und Wissenstransfer innerhalb des Konzerns.

HOCHTIEF fördert lebenslanges Lernen und hat dazu diverse Instrumente installiert. Mit Institutionen wie der HOCHTIEF-Akademie und der Turner University bieten wir intern verschiedene Möglichkeiten zur Weiterbildung sowohl in Online- als auch in Präsenzseminaren. Sie vermitteln unter anderem Know-how in vielen verschiedenen Fachbereichen, zu Arbeitssicherheitsthemen oder bieten Möglichkeiten der Persönlichkeitsentwicklung. Damit können sich unsere Mitarbeiter in allen Bereichen umfassend weiterbilden. Ein Beispiel aus der HOCHTIEF-Akademie: In einem zwei Jahre dauernden Projektmanagement-Qualifizierungsprogramm werden Projektleiter und angehende Projektleiter auf die Herausforderungen in ihrem vielschichtigen Aufgabenfeld vorbereitet und unterstützt. Die Kurse sind eingeteilt in fünf Module und fördern unter anderem den bereichsübergreifenden Erfahrungsaustausch. Sie werden aktiv vom Vorstand begleitet.

Im Jahr 2015 bildeten sich unsere Mitarbeiter konzernweit durchschnittlich 13,27 Stunden weiter. Allein bei Turner in den USA lernten die Mitarbeiter an der Turner University insgesamt 183 077 Stunden. Flatiron hat mehr als 100 Kurse im Angebot, die unter anderem per Tablet verfügbar sind.

Mitarbeiter des HOCHTIEF-Konzerns nach Divisions (Stichtag: 31.12.2015)

Mitarbeiter im HOCHTIEF-Konzern nach Beschäftigungsart und Geschlecht

(im Jahresdurchschnitt)

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2015 HOCHTIEF gesamt HOCHTIEF Americas HOCHTIEF Asia Pacific HOCHTIEF Europe (inkl. Holding)
Angestellte 24 361 7 006 12 552 4 803
weiblich 5 666 1 964 2 204 1 498
männlich 18 695 5 042 10 348 3 305
Gewerbliche 22 768 2 733 17 942 2 093
weiblich 958 126 773 59
männlich 21 810 2 607 17 169 2 034
Mitarbeiter gesamt 47 129 9 739 30 494 6 896

Ausbildungsberufe bei HOCHTIEF

Kaufmännisch

Industriekauffrau/-mann Kauffrau/-mann für Bürokommunikation

Bachelor of Arts (Industriekauffrau/-mann)

Technisch

Bauzeichner/-in Bachelor of Arts (w/m)

Bachelor of Engineering (w/m)

Baustoffprüfer/-in

Gewerblich

Maurer/-in

Zimmerer/-in

Beton- und Stahlbetonbauer/-in

Kanalbauer/-in Tiefbaufacharbeiter/-in

Baugeräteführer/-in

Mechatroniker/-in

Elektroniker/-in Betriebstechnik

Elektroniker/-in Energie-Gebäudetechnik

Wir verzeichnen eine steigende Nachfrage insbesondere nach baunahen Seminaren, zum Beispiel zu den Themen Building Information Modeling (BIM), Trockenbau oder Compliance. Auch das Online-Angebot wird immer beliebter und darum fortwährend ausgebaut. Bei Turner trifft die Austauschplattform Turner Learning Tree (weitere Informationen finden Sie auf der Seite 110) auf sehr großes Interesse.

In der Division HOCHTIEF Asia Pacific haben 1 762 CIMIC-Mitarbeiter über die Gesellschaft EIC Activities an Webinars zu technischen Themen teilgenommen, zirka 660 Mitarbeiter erhielten Weiterbildungskurse zu technischen Themen. CIMIC arbeitet zudem eng mit Universitäten und anderen externen Organisationen zusammen, um den Mitarbeitern gute Weiterbildungsmöglichkeiten zu bieten. So gibt es einen Master-Studiengang in Projekt-Management an der Universität von New South Wales. Beim Projekt Prominent Hill Mine hat Thiess in Kooperation mit dem Kunden die landesweit anerkannte Berufsqualifizierung "Certificate III in Surface Extraction" (drittes Zertifikat zum Übertageabbau) entwickelt. Diese Kurse sorgen dafür, dass die Qualifikationen von 235 Mitarbeitern offiziell anerkannt werden und sind Schlüsselkomponenten der Managementstrategie für Sozialverträglichkeit.

Fachbezogene Veranstaltungen und Symposien, zum Teil divisionsübergreifend, dienen ebenfalls dem Wissensaustausch. Auch die Förderung von talentierten Mitarbeitern ist ein wichtiger Bestandteil der Personalentwicklung innerhalb des Konzerns, die durch verschiedene Programme erfolgt.

In unseren Divisions sorgen wir für fundierte Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten, die von erfahrenen Ausbildungsleitern begleitet werden. Sprachtrainings, IT-Schulungen oder Prüfungsvorbereitungskurse runden das Weiterbildungsangebot für unsere Auszubildenden ab. HOCHTIEF hat 2015 in Deutschland 105 Auszubildende beschäftigt (Vorjahr: 130, jeweils zum 31. Dezember). Die Ausbildungsquote lag damit bei 3,0 Prozent. Auch zukünftig werden wir Ausbildungsplätze bereitstellen, um Nachwuchskräfte zu finden und zu fördern. So werden wir unserer sozialen Verantwortung gegenüber jungen Menschen gerecht.

• Diversity

Da HOCHTIEF eine Kultur der Vielfalt pflegt, beschäftigen wir Mitarbeiter aus der ganzen Welt. Wir fördern Diversity gezielt, jeweils mit unterschiedlichen Schwerpunkten in den Divisions.

Unsere Tochtergesellschaften in den USA achten sehr darauf, Mitarbeiter verschiedener ethnischer Herkunft zu beschäftigen und die Beschäftigung von Frauen in der Bauindustrie zu fördern. Turner ist weiterhin in den Organisationen "Society of Hispanic Professional Engineers", "National Society of Black Engineers" und "Society of Women Engineers" vertreten. Das "Turner Construction Diversity"-Stipendium an der Missouri-Universität für Wissenschaft und Technologie richtet sich gezielt an Studenten mit afroamerikanischem, asiatisch-amerikanischem oder hispanischem Hintergrund sowie an Frauen. Zusätzlich hat die Gesellschaft mit der "Pride Alliance" eine Mitarbeitervertretung etabliert, die sich für die sexuelle Vielfalt einsetzt.

Altersstruktur im HOCHTIEF-Konzern 2015

(in Jahren, Stichtag: 31.12.2015)

Diversität steht auch in der Division HOCHTIEF Asia Pacific weiterhin im Fokus. Im Geschäftsjahr hat CIMIC seine Diversityrichtlinie überarbeitet und den Code of Conduct sowie die Regelungen zum Verhalten am Arbeitsplatz angepasst, um Inklusion noch weiter zu fördern. In Australien sind Programme, die die Beschäftigung von indigenen Arbeitnehmern unterstützen, wesentlich bei der Verpflichtung zur Diversity. CIMIC hat verschiedene Programme entwickelt, unter anderem "Career Trackers" von CPB Contractors, um Praktikanten mit indigenem Hintergrund auszubilden. Der "Thiess Reconciliation Action Plan" konzentriert sich darauf, indigene Arbeitnehmer in der Minenindustrie zu unterstützen. Die Gesellschaft hat eine Strategie entwickelt, um auch indigene Frauen im Minengeschäft gezielt zu fördern. 12,5 Prozent der Mitglieder des Boards von CIMIC sind weiblich.

Anteil der Mitarbeiter ethnischer Gruppen in den USA (Stichtag: 31. Dezember 2015)

Bei allen Projekten und Prozessen, insbesondere bei der Division HOCHTIEF Europe, berücksichtigen wir den demografischen Wandel und ermöglichen die Einbindung aller Altersgruppen.

In Deutschland achten wir auf die Chancengleichheit für Schwerbehinderte; Vorstellungsgespräche mit schwerbehinderten Menschen werden von Schwerbehindertenbeauftragten begleitet. Allerdings lässt unser operatives Geschäft nur wenige Möglichkeiten, Menschen mit Schwerbehinderung einzustellen. Zum Stichtag 31. Dezember 2015 betrug die Schwerbehindertenquote bei HOCHTIEF in Deutschland 3,3 Prozent und liegt unter den gesetzlich vorgeschriebenen fünf Prozent; daher entrichtet HOCHTIEF Ausgleichszahlungen.

Dank an Mitarbeiter und Belegschaftsvertreter

Entscheidend für die gute Leistung und den Erfolg von HOCHTIEF sind die Loyalität, das Engagement, die Qualifikation und die Motivation unserer Mitarbeiter. Darum bedankt sich die Unternehmensleitung ganz herzlich bei allen Mitarbeitern und Belegschaftsvertretern für ihren Einsatz.

• Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Das Prinzip der Sicherheit ist Teil unserer Unternehmensvision und ist fester und selbstverständlicher Bestandteil unserer Kultur. Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sind die Grundvoraussetzungen für unser Geschäft. Wir übernehmen Verantwortung für unsere Mitarbeiter, für die Mitarbeiter unserer Nachunternehmer und Lieferanten sowie für alle Beteiligten unserer Projekte. Wie wir diesen Anspruch mit Leben füllen, lesen Sie auf den folgenden Seiten.

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Grundsätzlich beziehen sich unsere Angaben zur Arbeitssicherheit sowie zum Gesundheits- und Umweltschutz auf HOCHTIEF und Vertragspartner, für die HOCHTIEF haftbar ist.

Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz unserer Mitarbeiter sind eine wichtige Grundlage der unternehmerischen Verantwortung von HOCHTIEF. Die Prävention von Arbeitsunfällen und Gesundheitsschäden im Arbeitsalltag bei unseren Projekten hat für uns oberste Priorität. Risiken für arbeitsplatzbedingte Erkrankungen und Arbeitsunfälle - ob im Büro oder auf der Baustelle - versuchen wir, zu eliminieren oder so gering wie möglich zu halten. Dies gilt auch für unsere Vertragspartner und Nachunternehmer, für die wir rechtlich verantwortlich sind; denn als nachhaltig agierendes Unternehmen übernehmen wir Verantwortung: Für alle Menschen, die sich für uns engagieren, wollen wir Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in größtmöglichem Maße gewährleisten.

Als einer unserer bedeutendsten Grundsätze ist dies im HOCHTIEF Code of Conduct fest verankert, der für alle Mitarbeiter gilt. Darüber hinaus haben wir in einer Richtlinie konzernweite Mindeststandards in diesem Bereich definiert, die die Grundlage der Arbeitssicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutzorganisation (AGUS) bei HOCHTIEF bildet. Unsere Mitarbeiter werden intensiv geschult, damit sie sich der hohen Relevanz gesetzlicher und berufsgenossenschaftlicher Vorschriften und potenzieller Gefahren bewusst sind. Das AGUS Center, unser Kompetenzzentrum für diesen Bereich, berät sowohl bei der Organisation als auch bei der Umsetzung dieser Standards.

Organisation von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz bei HOCHTIEF

Das AGUS Center erarbeitet die zentralen Arbeitssicherheitsanforderungen des Konzerns. Der Leiter des AGUS Centers berichtet an den Arbeitsdirektor. Weitere zentrale Arbeitssicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutzabteilungen unserer Divisions unterstützen die Führungskräfte bei der Umsetzung in die Praxis und beaufsichtigen die Einhaltung rechtlicher und HOCHTIEF-interner Vorgaben. Auf nationaler und internationaler Ebene begleiten Mitarbeiter dieser Stabsstellen Projekte in allen Phasen und sorgen dafür, dass die Arbeitssicherheit sowie der Gesundheitsschutz aller Beteiligten maximiert werden. Das AGUS Center bildet das Dach dieser Stabsstellen, hält Kontakt zu ihnen und ist für das Berichtswesen verantwortlich.

Die einzelnen Gesellschaften unserer Divisions haben gemäß unseren Standards entsprechende Prozesse und Strukturen aufgesetzt. Hier wurden Managementsysteme etabliert, die sich an internationalen Standards (wie BS OHSAS 18001) orientieren. So werden Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in den gesamten Projektprozess integriert. 2015 haben 79,6 Prozent der aktiven Mitarbeiter (2014: 89,5 Prozent) in entsprechend zertifizierten Betrieben gearbeitet. Weitere Unterstützung erhalten die Geschäftsleitungen und Projektverantwortlichen von Managementbeauftragten und Fachexperten innerhalb der Divisions.

Risiken frühzeitig erkennen

Es ist unser erklärtes Ziel, potenzielle Risiken so früh wie möglich zu erkennen und zu bewerten. Deshalb stellen wir sicher, dass für jedes Projekt individuelle Präventionsmaßnahmen getroffen werden und somit Risiken eliminiert oder minimiert werden. Zu diesem Zweck beraten wir uns bereits in der Angebotsphase mit Sicherheitsexperten, die mögliche Gefahren erkennen und entsprechende Maßnahmen zur Prävention entwickeln. Dadurch reduzieren wir Risiken in den Folgephasen der Projektausführung und tragen damit maßgeblich zum Erfolg des Projekts für alle Beteiligten bei.

Die Identifizierung und Bewertung möglicher Arbeitssicherheits- oder Gesundheitsrisiken findet aber nicht nur zu Beginn, sondern auch fortlaufend während der Umsetzung unserer Projekte statt. Bei veränderten Gegebenheiten werden die entsprechenden Sicherheitskonzepte unmittelbar angepasst. Um sichergehen zu können, dass alle Beteiligten das Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutzverständnis von HOCHTIEF mittragen, achten wir darauf, dass alle Parteien vor Projektstart den HOCHTIEF Code of Conduct unterzeichnen. Wir stellen zudem bereits bei der Auswahl der Nachunternehmer sicher, dass diese die gesetzlichen Vorgaben im Bereich Arbeitssicherheit und Umweltschutz einhalten.

Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten

Da Sicherheit ein zentrales Prinzip unserer Unternehmensgrundsätze ist und für den gesamten Konzern eine hohe Relevanz hat, haben wir uns dazu entschlossen, die Anzahl der Unfälle pro eine Million Arbeitsstunden (Lost Time Injury Frequency Rate, LTIFR) als nichtfinanzielle Steuerungsgröße aufzunehmen.* Auch die im Berichtsjahr erstellte Wesentlichkeitsanalyse bestätigt die Wichtigkeit des Themas Arbeitssicherheit für unser Geschäft.

* Weitere Informationen finden Sie in der Zieletabelle

Wir wollen unsere Präventionsmaßnahmen fortlaufend optimieren, um möglichen Risiken noch effektiver entgegenwirken zu können. Daher erfassen wir alle Unfälle und Ereignisse über ein Berichtswesen und analysieren diese, um Ursachen zu verstehen, Maßnahmen zu ihrer zukünftigen Vermeidung einleiten zu können und somit unsere Prozesse stetig zu verbessern. Bei einem Vorfall werden in Abhängigkeit von der Unfallschwere unterschiedliche Führungshierarchien in die Untersuchung mit eingebunden. Dabei legen wir besonderen Wert darauf, dass unsere drei Divisions ein einheitliches Verständnis bezüglich der Einordnung von Arbeitsunfällen in Anlehnung an die Vorgaben des "Recording and Notification of Occupational Accidents and Diseases" der ILO aufweisen. Trotz umfangreicher Präventionsmaßnahmen konnten Unfälle - mit zum Teil schweren und tödlichen Folgen - nicht vollständig verhindert werden. Wir werden auch in Zukunft alles dafür tun, um derartige Unfälle zu vermeiden.

Unfallhäufigkeit im HOCHTIEF-Konzern nach Divisions (Stichtag: 31.12.2015)

Unfälle/1 Mio. Arbeitsstunden (Lost Time Injury Frequency Rates, LTIFR): Nach internationalen Standards werden Unfälle bereits ab dem ersten Ausfalltag berücksichtigt.

* Quelle: DGUV lt. BG Bau; die Zahlen für 2015 lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor.

Ausfalltagerate im HOCHTIEF-Konzern nach Divisions (Stichtag: 31.12.2015)

Berechnung der Ausfalltagerate (Severity Rate)

Anzahl der durch Unfälle verlorenen Ausfalltage je 1 Mio. geleisteter Arbeitsstunden = Unfallschwere

Die Abweichungen sind vor allem durch kulturelle Unterschiede im Umgang mit Verletzungen sowie unterschiedliche, länderspezifische Versicherungssysteme begründet.

Anzahl tödlicher Arbeitsunfälle im HOCHTIEFKonzern (Stichtag: 31.12.2015)

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Division 2011 2012 2013 2014 2015
Americas 0 0 0 0 0
Asia Pacific (inkl. Nachunternehmer) 5 3 5 3 1
Europe (inkl. Holding) 0 0 0 0 1
HOCHTIEFKonzern gesamt 5 3 5 3 2

Nachruf

Wir bedauern es sehr, dass Mitarbeiter bei ihrer Arbeit zu Tode gekommen sind. Ihren Angehörigen gilt unsere Anteilnahme.

Themenfeldindikator

Attraktive Arbeitswelt; Aspekt: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Weitere Informationen siehe GRI-Index

Die Berufskrankheitsrate bezogen auf eine Million Arbeitsstunden betrug im Jahr 2015 für die Division Europe (inklusive Holding) 0,83. Diese Rate wird nur in der Division HOCHTIEF Europe erhoben. Vor dem Hintergrund verschiedener Gesetztesvorgaben sowie durch eine projektorientierte Personalpolitik in Australien und Amerika lassen sich Berufskrankheiten nicht ermitteln.

Arbeitsschutzkultur durch Weiterbildung fördern

Bei HOCHTIEF ist es wichtig, dass sich Mitarbeiter regelmäßig zu Themen im Bereich Arbeitssicherheit fortbilden. Oberstes Ziel ist es hierbei, dass sich jeder Einzelne nicht nur für seine eigene Sicherheit, sondern auch für die seiner Kollegen verantwortlich fühlt. Obwohl es in unseren Einheiten und Gesellschaften unterschiedliche Arbeitsschutzkulturen gibt, die aus den Regelungen und Gesetzen der jeweiligen Länder und ihrer Sozialsysteme resultieren, möchten wir ein gemeinsames Verständnis von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz schaffen. Um dies zu erreichen, bieten wir mit unseren internen Weiterbildungseinrichtungen und externen Kursen vielfältige Schulungen zu den Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz an. Dass wir dies konzernweit leben, zeigen die vielen einzelnen Initiativen, die auf Baustellen und in den Niederlassungen unserer Divisions jeden Tag aktiv umgesetzt werden.

Zum Beispiel in der Division HOCHTIEF Americas: Unsere Tochtergesellschaft Turner hat das Prinzip namens "Building L.I.F.E" (Living Injury Free Everyday) entwickelt. Damit ist das Ziel verbunden, bei jedem Projekt sichere Arbeitsplätze für Mitarbeiter, Nachunternehmer, Kunden und das Umfeld zu bieten. 2015 veranstaltete Turner bereits zum elften Mal einen "Safety-Standdown": Bei Projekten, sowohl national wie auch international, wurde für eine Stunde die Arbeit niedergelegt, um die Mitarbeiter für das Thema Arbeitssicherheit zu sensibilisieren. Im Berichtsjahr lautete das Thema: "Situationsbezogenes Sicherheitsbewusstsein: Kenne deinen nächsten Schritt". An der Aktion nahmen zirka 45 000 Menschen teil. Sie diskutierten vor allem über Strategien zur Kontrolle und zu fortlaufenden Verbesserungen von Bauprozessen mit hoher Arbeitssicherheit nach folgenden vier Punkten: Planen, Machen, Überprüfen, Anpassen.

Auch die HOCHTIEF-Gesellschaft Flatiron veranstaltet regelmäßig solche Aktionstage, um das Bewusstsein für Arbeitssicherheit zu stärken. Im Berichtsjahr hat Flatiron zum wiederholten Mal an der "Sicherheitswoche" teilgenommen. Zudem hat die Gesellschaft das "Don't walk by"-Programm entwickelt: Alle Mitarbeiter werden dafür sensibilisiert, Arbeitsprozeduren jederzeit zu unterbrechen, sollten sie auch nur geringste Zweifel an der Arbeitssicherheit haben. Somit übernimmt jeder Mitarbeiter Verantwortung für seine eigene Sicherheit und die seiner Kollegen.

Bei der Division HOCHTIEF Asia Pacific finden sich vielfältige Initiativen zum Thema Arbeitssicherheit. Aufbauend auf eine Untersuchung aller vergangenen Vorfälle sowie der Beratung unter anderem von Sicherheitsexperten der gesamten CIMIC-Gruppe, entwickelte die Gesellschaft Thiess eine Reihe von "Thiess Safety Essentials". Diese Richtlinien enthalten unter anderem zwingende Kernprozesse, kritische Kontrollpunkte und Checklisten. Im Geschäftsjahr übertrug Thiess diese Richtlinien auf die Minenaktivitäten. Im Fokus standen dabei unter anderem Themen wie Explosivstoffe, hoch gelegene Arbeitsplätze, Isolation und Verkehr.

Bei der CIMIC-Gesellschaft Leighton Asia findet sich mit dem Programm "Don't walk past it, fix it" ein ähnliches Programm zur Steigerung der Arbeitssicherheit wie bei Flatiron: Mitarbeiter werden dafür sensibilisiert, Gefahrenquellen zu erkennen und zu beseitigen oder zu melden und somit Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.

Bei dem Projekt "Camellia" in Indien erreichte Leighton Asia im August das Ergebnis von elf Millionen Arbeitsstunden ohne einen einzigen Vorfall, der die Arbeitszeit unterbrochen hätte. Für das sehr hohe Level an Arbeitssicherheit - basierend auf der Initiative "Strive for L.I.F.E." (Leighton Incident Free Environment) - erhielt Leighton Asia im Geschäftsjahr gleich zwei Auszeichnungen des Innovative Safety Initiative Awards des Hongkonger Bauverbands in der Kategorie "Safe Operational Device": Das Projekt "South Island Lane (East) 903" erhielt einen Bronze Award, das "Central-Wanchai Bypass-Central Interchange"-Projekt den Merit Award. Beide Vorhaben werden in Hongkong realisiert.

In der Division HOCHTIEF Europe gibt es ebenfalls eine große Anzahl von Sicherheitsmaßnahmen und -programmen. Ein Beispiel: Das Team des Energieinfrastrukturprojekts "Triebwasserweg Maria Stein" in Österreich baut unter anderem einen 22 Kilometer langen Druckstollen. Drei Rettungszüge mit eigener Sauerstoffversorgung befinden sich auf der Baustelle, die im Notfall -beispielsweise bei einem Brand im Tunnel - eingesetzt werden können.

Zudem hat in der Division HOCHTIEF Europe das Projektteam "Cityring" in Kopenhagen den Safety Award des Bauherrn erhalten: Bis November 2015 hat es 500 Arbeitstage ohne Unfall gegeben. Es war das erste Los in dem großen U-Bahn-Projekt, das diesen Meilenstein geschafft hat.

Um unsere Mitarbeiter konzernweit noch weiter für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz zu sensibilisieren, berichten wir über diese Themen regelmäßig in unserem Intranet und in unserem Mitarbeitermagazin.

Unsere Sicherheitsexperten werden kontinuierlich fortgebildet, damit sie die Projektverantwortlichen stets nach dem neusten Stand ihres Fachgebiets beraten und unterstützen können. Führungskräfte müssen sich ihrer Verantwortung bewusst sein und sich dafür einsetzen, dass eine konzernweite Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutzkultur gelebt wird.

2015 fand wieder an vielen Standorten der Tag der Arbeitssicherheit statt. Führungskräfte sensibilisierten ihre Mitarbeiter auf Baustellen und in den Niederlassungen für die hohe Relevanz von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Die Vorstandsmitglieder besuchten die Baustellen und unterstrichen in Videobotschaften an die Mitarbeiter die Wesentlichkeit des Themas. Diesmal standen die Aspekte Lastenhandhabung und hoch gelegene Arbeitsplätze im Fokus. In der Konzernzentrale und in den Niederlassungen nutzten viele Mitarbeiter zudem die Gelegenheit, sich einem medizinischen Check zu unterziehen, denn zeitgleich fand ein Aktivtag statt.

Da uns die Gesundheit und das Wohlergehen aller unserer Mitarbeiter am Herzen liegen, setzen wir auf Prävention. Zudem unterziehen sich unsere Führungskräfte und Experten regelmäßigen Check-ups, und alle Mitarbeiter haben die Möglichkeit, sich beim Arbeitsmedizinischen Dienst (AMD) beraten zu lassen.

Ähnliche Maßnahmen finden konzernweit statt: Turner bietet den Mitarbeitern unter anderem Gesundheitschecks und Kurse zur Gewichtsreduzierung an. Im März 2015 stand die Gesellschaft zudem 1 784 Mitarbeitern bei biometrischen Screenings vor Ort zur Seite und beriet Mitarbeiter und deren Familien unter anderem in Sachen Arztbesuche, Krankenhausaufenthalt oder bei der Arzneimittelberatung. Auch unsere Tochtergesellschaft Flatiron veranstaltet regelmäßig Gesundheitsmessen an vielen Standorten.

Wesentliche Verletzungsarten im HOCHTIEF-Konzern in Prozent

(Stichtag: 31.12.2015)

HOCHTIEF Americas

HOCHTIEF Asia Pacific

HOCHTIEF Europe (inkl. Holding)

Einkauf

> Weitere Informationen zum Thema Beschaffung finden Sie im Internet unter: www.hochtief.de/einkauf

HOCHTIEF hat im Berichtsjahr 15,5 Mrd. Euro für die Beschaffung von Material und Nachunternehmerleistungen aufgewendet; dies entspricht einem Anteil von zirka 65 Prozent an der Konzernleistung. Die Qualität und die hohe Effizienz unserer Prozesse im Einkauf sind damit wesentliche Erfolgsfaktoren für den Konzern. Sämtliche Anforderungen zu Produkten und Materialien, Ausführung, Qualität, Service, Terminen und Kosten - auch im Rahmen unserer Verpflichtung zur Nachhaltigkeit - laufen im Einkauf zusammen: Sie werden in den Verträgen mit unseren Nachunternehmern und Lieferanten verankert, um die Projektausführung zu gewährleisten.

Ziele des Einkaufs

Die Auswahl der "richtigen" Nachunternehmer und Lieferanten in Bezug auf Qualität und Kosten bildet hierbei einen wesentlichen Erfolgsbaustein für HOCHTIEF. Einheitlich sind die Ziele des Einkaufs, die alle Divisions verfolgen, um die richtigen Partner auszuwählen.

Ziele des Einkaufs bei HOCHTIEF

Der Einkauf führt als Teil des Projekts den Einkaufsprozess innerhalb der operativen Einheiten und trägt damit erheblich zur Sicherung des Projekterfolgs bei.

Der Einkauf stellt sicher, dass die Angebote der Bieter den ausgeschriebenen Leistungen entsprechen, technisch sowie wirtschaftlich untereinander vergleichbar sind und insbesondere Ansprüchen gerecht werden, die HOCHTIEF im Zuge der Projektausführung an seine Nachunternehmer und Lieferanten in Bezug auf Umwelt, Sicherheit sowie Gesundheit stellt.

Der Einkauf ermöglicht mit der Durchführung eines transparenten und nachvollziehbaren Einkaufsprozesses einen fairen Wettbewerb zwischen mehreren Anbietern unter Berücksichtigung der Compliance-Regelungen von HOCHTIEF.

Ziele umsetzen und Risiken beherrschen

Im Einkauf laufen die Maßnahmen zur Minimierung von Beschaffungsrisiken zusammen. Zu den Risiken zählen Qualitätsrisiken (bezüglich der Material-, Produkt- oder Servicequalität), Preisrisiken (etwa durch erhöhte Entgeltforderungen, Währungsrisiken, Rohstoffpreisrisiken), Versorgungsrisiken (etwa durch Lieferung von Falsch- oder Fehlmengen) und Lieferantenausfallrisiken (etwa Ausfälle infolge von Insolvenzen, höherer Gewalt oder rechtlichen/politischen Marktveränderungen). Darüber hinaus haben wir insbesondere Compliance- und Nachhaltigkeitsrisiken im Fokus: Dies sind Risiken aufgrund lieferantenseitiger Verstöße gegen Gesetze oder durch Missachtungen ökologischer, ethischer und sozialer Standards.

Diesen Herausforderungen begegnen wir durch unsere Einkaufsorganisation und durch ein erprobtes Lieferantenmanagement.

Die Organisation des Einkaufs bei HOCHTIEF

Der Einkauf agiert wie ein Einkaufsnetzwerk. Dezentral, eher mittelständisch geprägte Einkaufsteams als integrativer Teil der Projekte werden durch zentrale divisions- und konzernübergreifende Einkaufseinheiten unterstützt.

Strategischer Einkauf auf Konzernebene

Die strategische Beschaffung auf Konzernebene - verantwortet von der Beschaffung der HOCHTIEF Solutions AG - hat den Auftrag, dafür Sorge zu tragen, dass die Beschaffungsrichtlinien sowie die beschaffungsrelevanten Compliance-Vorgaben im gesamten Konzern angewendet werden. Sie soll außerdem die Beschaffung insgesamt mit strategischen Initiativen weiterentwickeln und positive Praxisbeispiele aus den Divisions konzernweit verbreiten. 2015 wurden unternehmensweit im Rahmen des Einkaufnetzwerks weitere Warengruppen auf Synergiepotenziale untersucht. Pro Warengruppe koordinieren benannte Experten in den Divisions die Themen weiter und formulieren je nach aktuellem Status, Markt und Chancen eine abgestimmte Strategie sowie einen Zeitplan. Diese bewährte Vorgehensweise wurde bereits in der Vergangenheit erfolgreich eingesetzt.

Strategischer Einkauf auf Ebene der Divisions

In jeder Division verfügen die Gesellschaften über eine zentrale Beschaffungseinheit. Die Einkäufer tragen zur Umsetzung der Beschaffungsstrategie auf Division-Ebene bei. Dazu gehört es, die Aktivitäten innerhalb der Divisions zu koordinieren, Synergien zu heben und Best-Practice-Lösungen zu generieren. Durch den kontinuierlichen Wissensaustausch mit den operativen Einheiten auf der einen Seite und den internationalen Beschaffungsmanagern der weiteren Divisions auf der anderen Seite sorgen die Ansprechpartner für eine ständige Verfügbarkeit wichtiger Informationen und unterstützen den Einkauf auf Projektebene umfassend. So führt zum Beispiel jede einzelne Division eine eigene und permanente Analyse des Einkaufsvolumens durch, die projektweise, beispielsweise im Rahmen der Global-Sourcing-Initiative, den anderen Divisions zur Verfügung gestellt wird. In Europa wird zum Beispiel ein jährlicher Einkaufsbericht erstellt. Dieser beschreibt den Umsatz, die strategische Ausrichtung und die daraus abgeleiteten Maßnahmen für alle zentral gemanagten Warengruppen. Um zu gewährleisten, dass alle mit dem Thema befassten Mitarbeiter die Vorgaben zum Beschaffungsprozess kennen, hat zum Beispiel die zentrale Beschaffung der australischen Tochtergesellschaft CIMIC im Berichtsjahr eine Roadshow zu der erneuerten Beschaffungsrichtlinie von CIMIC veranstaltet.

Dieses Kapitel ist Teil des Themenfelds Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen

Dezentraler Einkauf auf Projektebene

Der dezentrale Einkauf auf Projektebene bildet die dritte Ebene der Beschaffungsorganisation bei HOCHTIEF. Unsere Produkte haben Unikatcharakter, denn mit jedem einzelnen Projekt wechselt auch der "Produktionsstandort", und die Zusammensetzung der Projektbeteiligten formiert sich grundsätzlich neu. Den daraus folgenden Herausforderungen in der Auswahl unserer Nachunternehmer und Lieferanten stehen die Einkäufer in den Projekten gegenüber. Die Auswahl geeigneter Nachunternehmer und Lieferanten erfolgt mit der intensiven Durchdringung der regionalen, nationalen und internationalen Beschaffungsmärkte. Im Gegensatz zu anderen Industrien verlangt unser Projektgeschäft, stets einen hohen Anteil neuer Geschäftspartner zu identifizieren. Die Nachunternehmer und Lieferanten, die überregional tätig sind, kennen und nutzen wir bei bewährter Zusammenarbeit.

Das Nachunternehmer- und Lieferantenmanagement bei HOCHTIEF

Im Einkauf haben wir Prozesse für ein umfangreiches Nachunternehmer- und Lieferantenmanagement etabliert, um die Leistungsfähigkeit der Nachunternehmer und Lieferanten beurteilen und möglichen Risiken begegnen zu können. Dieses Management stellt einen wesentlichen Baustein im Einkauf dar.

Bereits vor Auftragsvergabe minimieren wir die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Risikos, indem wir durch die fundierte Auswahl der geeigneten Nachunternehmer und Lieferanten in den jeweiligen Ländern sicherstellen, dass sie die ökonomischen, ökologischen und sozialen Ansprüche von HOCHTIEF erfüllen.

HOCHTIEF hat bereits vor mehreren Jahren in allen Divisions eine umfassende Präqualifizierung der Nachunternehmer und Lieferanten etabliert. Neue Nachunternehmer und Lieferanten müssen sich durch die Präqualifizierung klar zu dem Verhaltenskodex von HOCHTIEF bekennen, der unter anderem die Verpflichtung zur Einhaltung von Menschenrechten, Arbeits- und Sozialstandards sowie Umweltstandards enthält. Mit der Akzeptanz des Verhaltenskodex gewährleisten unsere Nachunternehmer und Lieferanten ebenfalls, dass sie diese Vereinbarung auch von ihren Auftragnehmern einfordern. Insgesamt waren im Berichtsjahr 95 Prozent der Vertragspartner, mit denen wir zusammenarbeiten, präqualifiziert.*

* Aufgrund der Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse wird das Themenfeld "Nachhaltiger Einkauf" ab 2016 in das HOCHTIEF-CR-Programm aufgenommen.

Bei der Vergabe werden die Vereinbarungen mit unseren Partnern klar fixiert. Somit enthalten beispielsweise alle Verträge des Einkaufs Klauseln mit ausgewiesenen Ansprüchen von HOCHTIEF in puncto Nachhaltigkeit: Dies umfasst beispielsweise Regeln zu Arbeits- und Umweltschutz, ethische Grundsätze und ein Reporting über Energieverbrauch und Emissionen. Die Ausprägungen orientieren sich an den landes- beziehungsweise divisionsspezifischen Anforderungen.

Die Überwachung der Nachunternehmer und Lieferanten obliegt dem Projektteam auf der Baustelle von HOCHTIEF. Das Team steuert und kontrolliert unter anderem das angelieferte Material und überprüft die vertraglich vereinbarten Leistungen. Dazu zählt auch, dass Arbeitssicherheitsverordnungen eingehalten werden und Abfall korrekt entsorgt oder recycelt wird. Darüber hinaus kontrolliert das Projektteam in Deutschland beispielsweise, dass das Gesetz zum Mindestlohn von unseren Vertragspartnern eingehalten wird.

Auch eine strukturierte Bewertung der erbrachten Leistung erfolgt durch die HOCHTIEF-Projektteams. Sie bewerten sowohl die bereits etablierten als auch die neuen Nachunternehmer und Lieferanten. Auch hier werden beispielsweise in Europa neben ökonomischen Aspekten - wie das Nachtragsverhalten - auch ökologische Themen - wie der Umgang mit Gefahrstoffen und Abfällen sowie das Bewusstsein für ressourcenschonendes Arbeiten - und soziale Fragen bewertet. Zu Letzteren zählen die Befolgung der internationalen Menschenrechtskonventionen, die Einhaltung der Arbeitsnormen und eine angemessene Entlohnung. Das Ergebnis der Bewertung führt dazu, dass Nachunternehmer und Lieferanten entweder für zukünftige Projekte empfohlen oder - bei auftretenden wesentlichen Verstößen - unverzüglich für nachfolgende Projekte gesperrt werden. Zudem werden Nachunternehmern und Lieferanten Verbesserungspotenziale aufgezeigt. Die Bewertungen werden sowohl mit Unterstützung von etablierten IT-Systemen als auch manuell in den Projekten vorgenommen.

Bei unserer australischen Tochtergesellschaft CIMIC zum Beispiel sind auf den Baustellen verschiedene Tools im Einsatz. Mit diesen wird unter anderem die Umweltverträglichkeit der Materialien geprüft und bewertet.

In Deutschland haben die Projektteams im Berichtszeitraum zirka 700 Bewertungen zentral für die wesentlichen erbrachten Lieferungen und Leistungen unserer Nachunternehmer, Lieferanten und Planer durchgeführt. Somit wurden bei entsprechender positiver Bewertung diese Geschäftspartner erneut in den Prozess für zukünftige Vergaben integriert. Insgesamt entspricht dies einem Beschaffungsvolumen von gut 400 Mio. Euro im Jahr 2015.

Zur Förderung der Wirtschaftsstandorte beauftragt HOCHTIEF bevorzugt lokale Nachunternehmer und Lieferanten, deren Unternehmen sich im Umfeld unserer Projektstandorte beziehungsweise Baustellen befinden. 2015 wurden tendenziell 80,5 Prozent unseres Beschaffungsvolumens an lokale Nachunternehmer und Lieferanten vergeben - so unterstützen wir die wirtschaftliche Entwicklung in den Regionen, in denen wir tätig sind. Dies gilt für jede unserer Divisions sowohl in Europa wie auch in Amerika und Australien. Allein durch die Vergabe an lokale Nachunternehmer und Lieferanten sichern wir vorhandene Arbeitsplätze und stärken die lokale Wirtschaft. Zudem sind kürzere Transportwege per se nachhaltig, da unter anderem weniger CO2-Emissionen ausgestoßen werden.

Die Überprüfung der Einhaltung der vereinbarten Leistungen erfolgt durch das Projektteam vor Ort und die Ergebnisse fließen in die Lieferantenbewertung ein. Zudem sorgen Audits, Lieferantenbesuche und die Auswertung externer Informationen für Transparenz. So sind beispielsweise bei CIMIC erfahrungsgemäß zwischen 70 und 80 Prozent der Nachunternehmer und Lieferanten im Rahmen ihrer Leistungserbringung auditiert. Die Audits werden gruppenintern oder mithilfe von externen Partnern durchgeführt.

Wenn Nachunternehmer und Lieferanten den HOCHTIEF-Anforderungen nicht genügen und die Projektteams schlechte Bewertungen abgegeben haben, werden sie zukünftig nicht mehr berücksichtigt. Sie werden im System gekennzeichnet und es kommt zur Ausphasung* .

* Siehe Glossar

Nachhaltigkeitsinitiativen

CPB Contractors (vormals Leighton Contractors) und Thiess sind Mitglieder der australischen Organisation Supply Nation** , deren Ziel es ist, die Zusammenarbeit bei Beschaffungsaktivitäten zwischen privaten Unternehmen und Unternehmen australischer Ureinwohner auszubauen und so die Integration zu fördern. Bislang wurden mehr als 23 Mio. Euro für die Beschaffung durch bei Supply Nation gelistete Unternehmen aufgewendet. Dazu gehört etwa ein Joint Venture zwischen Thiess und dem indigenen Unternehmen Hicks Civil & Mining: Das Cape-Lambert-Landfill-Relocation-Projekt wurde zeitgerecht und gemäß den Budgetvorgaben realisiert. CPB Contractors hat Kooperationsvereinbarungen mit Unternehmen australischer Ureinwohner in verschiedenen Bereichen abgeschlossen, darunter Erdbau, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Sicherheit. Bei einigen Mitarbeitern und Teams in der CIMIC-Gruppe sind Bonuszahlungen an das Erreichen von Diversity- oder Nachhaltigkeitszielen in der Beschaffung verknüpft, etwa die Menge der eingebundenen indigenen Unternehmen als Nachunternehmer.

** www.supplynation.org.au/

Anreize für Nachunternehmer und Lieferanten setzt CIMIC durch langfristige Verträge und strategische Vereinbarungen. Spezielle Programme führen die Mitarbeiter der Lieferanten an die Anforderungen der CIMIC-Gesellschaften heran und machen die eigenen Mitarbeiter mit der Arbeitsweise der Nachunternehmer vertraut. So wird die operative Effizienz in der Lieferkette zwischen den Unternehmen verbessert. CIMIC hat etwa im Berichtsjahr einen strategischen Vertrag über mehr als fünf Jahre mit seinem Lieferanten für Bergbaufahrzeugreifen abgeschlossen. Damit deckt CIMIC seinen Bedarf verlässlich ab und kann seine Bestände reduzieren.

In der Division HOCHTIEF Americas ist die Gesellschaft Turner wiederholt im CDP Supply Chain gelistet und trägt mit einem guten Ergebnis (91 von 100 Punkten) zum nachhaltigen Einkauf im HOCHTIEF-Konzern bei.

Projektbeispiele für nachhaltigen Einkauf

Die Gesellschaften der HOCHTIEF-Gruppe arbeiten daran, Instrumente für eine nachhaltige Beschaffung zu etablieren. In Europa nutzen wir eine Onlineplattform für Einkäufer, in der nachhaltige Produkte* mit einem grünen Emblem gekennzeichnete sind. Qualitative Informationen ergänzen die Artikelbeschreibung. Dieses elektronisches Katalogsystem (eCat) enthält mehr als 1 000 Produkte, die entsprechend markiert sind.

* Unter nachhaltigen Produkten verstehen wir zum Beispiel recycelbares Papier.

Auch im Zuge der international immer stärker nachgefragten nachhaltig gestalteten Immobilien steigt bei den HOCHTIEF-Gesellschaften der Bedarf an zertifizierten Materialien und Dienstleistern. Diese Anforderungen bilden wir durch unsere Beschaffungsmaßnahmen ab und können aufgrund unserer großen Erfahrung in diesem Segment unsere Kunden optimal bedienen.

Ein Beispiel unserer US-Tochter Turner zeigt dies deutlich: Das eigentlich für eine LEED-Silber-Auszeichnung vorgesehene Laborgebäude des amerikanischen Biotechnologieunternehmens Amgen im kalifornischen Thousand Oaks erhielt schließlich eine Platin-Zertifizierung. Bei der Renovierung der 1984 errichteten Labors wurden dank der Erfahrung der Turner-Experten zum Beispiel mehrere Gebäudeteile der Klimatechnik nachhaltig umgebaut statt abgerissen - so konnte eine hohe Projekteffizienz bei idealer materieller Modernisierung erreicht werden.

Länder unserer Einkaufsaktivitäten

Der HOCHTIEF-Konzern bezog auch im Berichtsjahr vorwiegend Materialien und Dienstleistungen von Nachunternehmern und Lieferanten aus Ländern mit hohen Menschenrechtsstandards in Übereinstimmung mit UN-Konventionen. In der Grafik sind alle wesentlichen Zulieferer berücksichtigt (Konzern-Coverage: 100 Prozent).

UN-Konventionen zur Wahrung der Menschenrechte*** in den wesentlichen Beschaffungsländern von HOCHTIEF (Anzahl der Beschaffungsländer 2015: 47; 2014: 45)

* www.ohchr.org
** Siehe Glossar

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliches Umfeld im Jahr 2016*

Das weltwirtschaftliche Wachstum für das Jahr 2015 betrug gemäß Internationalem Währungsfonds (IWF) 3,1 Prozent. Für das Jahr 2016 wird mit einem um +0,3 Prozentpunkte besseren Wachstum der Weltwirtschaft in Höhe von 3,4 Prozent gerechnet. In den für HOCHTIEF bedeutenden Zielregionen und relevanten Märkten liegen die prognostizierten Wachstumsraten größtenteils über diesem Durchschnittswert. Die strategische Fokussierung von HOCHTIEF auf ausgewählte Märkte mit klar definierten Kernkompetenzen in der Verkehrs-, Energie-, sozialen und urbanen Infrastruktur sowie im Minengeschäft wird weiterhin als erfolgsversprechend angesehen. Es wird erwartet, dass der weltweite Bedarf in den Bereichen Infrastruktur, Bau und Minen in den Märkten von HOCHTIEF dem Konzern im Jahr 2016 und in Zukunft gute Geschäftsaussichten bieten wird. Angesichts der guten Ergebnis- und Cashflow-Entwicklung im Berichtsjahr sieht sich HOCHTIEF gut positioniert, seine Ergebnisse weiter zu verbessern.

* Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Märkte und Rahmenbedingungen

Strategische Ausrichtung von HOCHTIEF**

Der strategische Wandel wurde in den vergangenen Jahren konsequent vorangetrieben und lässt sich einfach und klar zusammenfassen: HOCHTIEF will der global bedeutendste Hoch- und Infrastrukturbaukonzern werden und dazu nachhaltig und profitabel wachsen.

** Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Strategie

Dazu haben wir in den vergangenen Jahren das operative Modell insbesondere in den Divisions HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe weiter angepasst und diesen Transformationsprozess im abgelaufenen Jahr weiter vorangetrieben. Die Struktur der Divisions sowie die Marktsegmente sind nun konzernweit klar definiert und harmonisiert. HOCHTIEF kann nun noch stärker die Vorteile eines eher mittelständisch geprägten Handelns optimal mit dem Leistungsspektrum eines international erfahrenen Baukonzerns verbinden. Dadurch ist die Basis für weitere Effizienzsteigerungen geschaffen.

Die nachhaltige Optimierung der Finanzkraft ist eine wesentliche strategische Initiative von HOCHTIEF. Die Fokussierung auf Cashgenerierung und die damit verbundene Optimierung des Kapitaleinsatzes sowie der Finanzstruktur hilft HOCHTIEF, das Kerngeschäft Bauen und das PPP-Geschäft auszubauen und nachhaltig zu wachsen. Um unsere Aktionäre zusätzlich zu entlohnen, haben wir das im Jahr 2014 beschlossene Aktienrückkaufprogramm 2015 fortgeführt.

Die Nachhaltigkeitsstrategie*** (Corporate Responsibility/CR) von HOCHTIEF bildet einen weiteren Baustein, um die Unternehmensstrategie in unserem Geschäftsmodell zu verfestigen. Dadurch sind wir in der Lage, die für uns relevanten Themen besser zu antizipieren, Geschäftschancen und Marktpotenziale effizienter zu nutzen und mögliche Risiken proaktiv zu verringern. Das CR-Programm, die CR-Organisation, das CR-Committee der HOCHTIEF-Holding (auch verantwortlich für die Division HOCHTIEF Europe) sowie die in diesem Jahr neu gegründeten CR-Committees in den Divisions HOCHTIEF Americas und Asia Pacific helfen uns dabei, sämtliche Stakeholder aktiv in unsere Entscheidungsprozesse einzubinden und deren Ansprüche in unserem unternehmerischen Handeln zu berücksichtigen.

*** Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Nachhaltigkeitsstrategie

Beurteilung der aktuellen wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand****

HOCHTIEF hat seinen Transformationsprozess im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 weiter fortgeführt und dadurch die Basis für den nachhaltigen Erfolg geschaffen. Die Auftragseingänge von HOCHTIEF entwickelten sich erwartungsgemäß und liegen mit +1 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Division Americas profitiert dabei von einem Rekordauftragseingang bei der US-Tochtergesellschaft Flatiron und einer Aufwertung des amerikanischen Dollar. Während die Division Europe das gute Niveau des Vorjahres halten kann, weist die Division Asia Pacific durch geringere Volumen in den Märkten für Flüssiggas (LNG) und Contract-Mining erwartungsgemäß einen Rückgang im Auftragseingang auf. Die Leistung ist erwartungsgemäß leicht reduziert aufgrund der angesprochenen Transformation des Konzerns und der Konzentration auf die Kerngeschäftsfelder. Der Auftragsbestand steigt leicht und liegt um +1 Prozent über dem Vorjahr und damit über der Prognose, nach der nur eine stabile Entwicklung zu erwarten war. Der Auftragsbestand von 36,72 Mrd. Euro zum Jahresende 2015 stellt eine sehr gute Ausgangsbasis für die zukünftige Leistungsentwicklung dar.

**** Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Ertragslage

Die Ergebnisse von HOCHTIEF im Geschäftsjahr 2015 sind durchgängig sehr positiv zu bewerten und liegen allesamt über den prognostizierten Werten. Die Ergebnisverbesserungen werden durch alle Divisionen unterstützt. Das EBIT in Höhe von 729 Mio. Euro liegt mit +30 Prozent und das Ergebnis vor Steuern (PBT) in Höhe von 523 Mio. EUR (Vorjahr: -177 Mio. Euro) deutlich über dem Vorjahreswert. Adjustiert um die mit der Transformation des HOCHTIEF-Konzerns verbundenen Verkaufseffekte, Restrukturierungsaufwendungen und die Risikovorsorge bei CIMIC -, d.h. aus operativer Sicht und auf vergleichbarer Basis - stieg der Konzerngewinn in Höhe von 265 Mio. Euro um +39 Prozent gegenüber dem adjustierten Vorjahreswert. Das Ergebnis für das Jahr 2015 liegt damit sogar am oberen Ende unseres prognostizierten Bereichs. Nominal lag der Konzerngewinn mit 208 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 252 Mio. Euro.

Wie im Konzernbericht des Vorjahres prognostiziert erreichte HOCHTIEF eine erhebliche Verbesserung beim Cashflow und der Nettofinanzvermögensposition. Alle Divisionen tragen zu dieser erfreulichen Entwicklung bei. Insbesondere der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit weist eine deutliche Verbesserung in Höhe von +50 Prozent im Vorjahresvergleich auf und profitiert dabei vor allem von den konzernweit eingeführten Maßnahmen zum Cash Management. Die betrieblichen Investitionen brutto wurden gegenüber dem Vorjahr um 50 Prozent auf 285 Mio. Euro gesenkt. Dadurch verbessert sich trotz des laufenden Aktienrückkaufprogramms auch die Nettovermögensposition für den HOCHTIEF Konzern signifikant um +71 Prozent auf 805 Mio. Euro.

Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung

Im Jahr 2016 wird sich HOCHTIEF weiterhin auf die konzernweite Umsetzung der Strategie fokussieren und die Fortführung der damit verbundenen Initiativen zielgerichtet vorantreiben. In diesem Zusammenhang wird erwartet, dass sich die operativen Ergebnisse sowie die Umsatzrentabilität aller Divisions weiter verbessern. Dementsprechend werden sich das Ergebnis vor Steuern, das EBIT und der Konzerngewinn von HOCHTIEF nachhaltig positiv entwickeln und deutlich über dem Niveau des Vorjahres liegen. Neben dieser erwarteten Steigerung der Profitabilität wird sich der strategische Fokus auf Cashgenerierung weiterhin deutlich positiv auf den Cashflow des Konzerns und auf die Entwicklung des Nettofinanzvermögens auswirken. Durch diese kontinuierliche Optimierung der Finanzkraft von HOCHTIEF sehen wir uns auch in Zukunft hervorragend aufgestellt, um nachhaltig zu investieren und in konzernweit profitabel und Cash-orientiert zu wachsen.

Die Auftragslage (Auftragseingang, Leistung und Auftragsbestand) von HOCHTIEF wird sich im Jahr 2016 bei einer verbesserten Qualität durchgängig auf gleichbleibend solidem Niveau bewegen. Insbesondere die staatlichen Infrastrukturprojekte in Verbindung mit PPP-Modellen unterstützen dabei in allen Divisions diese Einschätzung.

Arbeitssicherheit hat bei HOCHTIEF eine hohe Priorität. HOCHTIEF setzt sich aktiv dafür ein, Mitarbeiter sowie Partner- und Nachunternehmer vor Arbeitsunfällen und Gesundheitsgefahren zu schützen. Auch im Jahr 2016 streben wir eine leichte Verbesserung der im Konzerndurchschnitt bereits heute niedrigen Unfallhäufigkeit an.

Für den HOCHTIEF-Konzern erwarten wir für das Jahr 2016 einen operativen Konzerngewinn im Bereich zwischen 300 und 360 Mio. Euro. Dies stellt eine weitere Steigerung von zirka 15 bis 35 Prozent gegenüber dem Berichtsjahr 2015 dar und spiegelt die gesteigerte Profitabilität sowie nachhaltig verbesserte Qualität der Ergebnisse wider.

Dividende

HOCHTIEF wird seine Aktionäre an der positiven Ergebnisentwicklung des Unternehmens entsprechend beteiligen. Der Vorstand und der Aufsichtsrat der HOCHTIEF Aktiengesellschaft schlagen vor, für das Geschäftsjahr 2015 eine ordentliche Dividende in Höhe von 2,00 Euro je Aktie auszuschütten. Dies stellt eine Steigerung von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr dar.

Risikobericht

Das Risikomanagement von HOCHTIEF umfasst sämtliche organisatorischen Prozesse, durch die Risiken identifiziert sowie geeignete Maßnahmen zur Gegensteuerung entwickelt und umgesetzt werden. Als Risiken gelten dabei alle Entwicklungen, die sich negativ auf das Erreichen der qualitativen und quantitativen Unternehmensziele, insbesondere auf das Ergebnis und die Liquidität bei HOCHTIEF, auswirken könnten.

Unser Risikomanagement ist integraler Bestandteil unseres Managementsystems. Es ermöglicht die aktive Steuerung von erkannten Risiken, um den Fortbestand des Konzerns, den Erhalt von Arbeitsplätzen und die erfolgreiche Weiterentwicklung von HOCHTIEF zu sichern. Das Risikobewusstsein aller Mitarbeiter wird durch ständig optimierte organisatorische Prozesse auf allen Ebenen nachhaltig gefördert. Risiken werden adäquat, vollständig und offen kommuniziert.

Verbesserung des Risikomanagements

Die laufende Optimierung des Risikomanagementsystems steht bei HOCHTIEF weiterhin im Fokus. Ein gut funktionierendes Risikomanagement stellt für uns eine wesentliche Voraussetzung für eine gute Unternehmensführung sowie erfolgreiche und profitable Abwicklung von Projekten dar. Eine nachhaltige Steigerung der Rendite und der Liquidität soll durch Reduzierung und effektive Steuerung von Risiken erreicht werden. Insbesondere die Selektionskriterien in der Angebotsbearbeitung von Projekten sowie das anschließende Projektcontrolling werden konzernweit im Rahmen von Best-Practice-Lösungen immer weiter verbessert, um so Risiken noch früher zu erkennen, wirksamer zu vermeiden beziehungsweise besser zu steuern.

Konzernweites Risikofrüherkennungssystem

Eine konzernweit gültige und jedem Mitarbeiter zugängliche Risikoreportingrichtlinie regelt einheitlich die Meldung und Kommunikation von Risiken, beschreibt die Aufbau- und Ablauforganisation einer Risikomeldung und definiert den konzernweit gültigen Rahmen des Risikoreportings. Die Divisions setzen zur Ergänzung der Konzernrichtlinien eigene, speziell für ihren Bereich entwickelte Organisationsanweisungen ein, um Risiken zu identifizieren, zu bewerten und zu steuern.

Die Risiken werden zusammen mit den Prognosen beziehungsweise der Planung auf Projektebene erhoben, auf der Ebene der einzelnen Divisions mit den jeweils zuständigen Vorständen diskutiert und die Informationen werden von unten nach oben bis auf die Konzernebene verdichtet. Durch diese Vorgehensweise werden die Verantwortlichen auf allen Ebenen der Unternehmenshierarchie mit einbezogen.

Die so standardisierten Risikomeldungen enthalten jeweils die potenziellen Auswirkungen auf Ergebnis und Liquidität im aktuellen Geschäftsjahr und in den zwei darauffolgenden Jahren, die Risikokategorie, den möglichen Eintrittszeitpunkt, die Eintrittswahrscheinlichkeit und bereits getroffene Maßnahmen zur Abwendung, Minderung und Finanzierung der beobachteten Risiken.

Über diese quantitative Risikodarstellung hinaus ist es HOCHTIEF besonders wichtig, dass die Risiken im Konzernmanagement offen diskutiert werden. Zu diesem Zweck ist ein Risikoreportingkreis etabliert, dem mindestens ein Vertreter des HOCHTIEF-Vorstands sowie Vertreter der Divisions und der relevanten Konzernabteilungen angehören. Dieses Forum betrachtet die gemeldeten Risiken sowohl aus Sicht der Divisions als auch aus Sicht der HOCHTIEF-Holding. Die Ergebnisse werden für den Vorstand zu Informationszwecken aufbereitet. Die Risikosituation wird ebenfalls turnusmäßig in den Prüfungsausschusssitzungen des Aufsichtsrats erörtert. Zusätzlich werden im Rahmen von Prognosen und Planungen auch einzelfallbezogen Risikoszenarien erstellt.

Projektbezogenes Risikomanagement

In der Grafik werden die Elemente des Risikomanagements dargestellt. Von wesentlicher Bedeutung sind dabei unter anderem der Investitionsausschuss zur Vermeidung von Risiken sowie der Risikoreportingkreis zur Überwachung und Steuerung der identifizierten Risiken sowie auf der Ebene der Divisions die Angebotskomitees.

Die Risikosituation unterliegt einer fortlaufenden Kontrolle. Kurzfristig und neu auftretende wesentliche Risiken werden unabhängig von dem standardisierten Prozess an die Verantwortlichen für Risikomanagement gemeldet.

Im Risikomanagementsystem von HOCHTIEF ist der Investitionsausschuss ein wesentliches Element, um Risiken zu vermeiden. Dieses Gremium stellt sicher, dass alle Beteiligungen, Investitionen und Desinvestitionen nach einheitlichen und anerkannten Grundsätzen beurteilt und nur bei Erfüllung der strengen Kriterien genehmigt werden.

Die Konzernrevision prüft und beurteilt als prozessunabhängige Instanz ergänzend die Einhaltung der Vorgaben und die Wirksamkeit der installierten Systeme und Prozesse. Die Revisionsabteilungen führen auf Basis risikoorientierter Prüfungspläne Ordnungsmäßigkeits-, Risiko- und Organisationsprüfungen durch und beurteilen ergänzend die Wirksamkeit der installierten Systeme und Prozesse. Ergänzt wird das Programm durch außerplanmäßige Sonderprüfungen. Turner und CIMIC als wesentliche ausländische Beteiligungsgesellschaften besitzen zusätzlich eigenständige Revisionen. Die Ergebnisse aus den Revisionsprüfungen werden herangezogen, um die Risikofrüherkennung und -steuerung zu optimieren.

HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions als Teil des konzernweiten Versicherungs- und Risikomanagements

Die HOCHTIEF-Tochtergesellschaft ist direkt der Holding zugeordnet. Sie koordiniert weltweit das versicherungsbezogene Risikomanagement der Divisions des HOCHTIEF-Konzerns.

Als unternehmenseigener Versicherungsmakler prüft sie die Risiken und sorgt für angemessenen Versicherungsschutz bei den verschiedenen Projekten und Aktivitäten der Gesellschaften des HOCHTIEF-Konzerns. Dazu gehören vor allem Versicherungslösungen für alle Infrastrukturprojekte, wie Verkehrsinfrastruktur, Energieinfrastruktur sowie soziale und urbane Infrastruktur -, sowohl vor und während der Bauphase als auch in der Betriebsphase. In diesem Zusammenhang erbringt HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions auch Dienstleistungen für externe Unternehmen, unter anderem auch für Projektbeteiligte, Eigentümer und Endnutzer.

Durch die Tochtergesellschaften Builders Reinsurance S.A. und Builders Direct S.A. in Luxemburg werden darüber hinaus vor allem Rückversicherungsleistungen für Bauleistungs-, Nachunternehmerausfall-, Haftpflicht- und Arbeitnehmerunfallversicherungen, bereitgestellt. Builders Reinsurance S.A. hat von der Ratingagentur A.M. Best im Berichtsjahr zum wiederholten Mal ein A-(excellent) erhalten, Builders Direct erhielt am 5. Februar 2016 zum ersten Mal ein A- (excellent).

HOCHTIEF ist aufgrund dieser Aktivitäten in der Lage, zusätzliche Erträge zu erzielen und eine risiko- und kostenoptimierte Absicherung des Konzerns sicherzustellen.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Eine verlässliche und richtige Finanzberichterstattung ist sowohl für die Entscheidungen des Managements als auch für die Informationsversorgung der Abschlussadressaten von zentraler Bedeutung. Im HOCHTIEF-

Konzern wird den aus dem Konzernrechnungslegungsprozess resultierenden Risiken auf verschiedene Weise Rechnung getragen. Um die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung zu gewährleisten, gibt es eine IFRS* -Bilanzierungsrichtlinie auf Basis der aktuell gültigen, in der EU anzuwendenden IFRS-Vorschriften, die jährlich aktualisiert wird. Für die deutschen Konzerngesellschaften wird zusätzlich eine jährlich aktualisierte HGB** -Bilanzierungsrichtlinie erstellt. Unsere Tochtergesellschaften sind in enger Abstimmung mit dem Konzernrechnungswesen für die Einhaltung der konzernweit gültigen Bilanzierungsvorschriften in ihren Abschlüssen zuständig.

* International Financial Reporting Standards
** Handelsgesetzbuch

Die Bilanzierung von latenten Steuern und von Finanzinstrumenten erfolgt in Absprache mit der Konzernabteilung Steuern und Konzernfinanzen, um auch in diesen Bereichen die Verlässlichkeit und Richtigkeit der verarbeiteten Zahlen zu gewährleisten. Die Bewertung derivativer Finanzinstrumente wird zudem durch ein im Industrie- und Bankensektor etabliertes Treasury-Managementsystem unterstützt. Darüber hinaus setzt HOCHTIEF externe Dienstleister ein, zum Beispiel für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen.

Die korrekte Durchführung der Kapital- und Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung sowie der Zwischengewinneliminierung wird durch die EDV-gestützte Erstellung des Konzernabschlusses sowie systemseitige Plausibilisierungen des Zahlenwerks unterstützt. Soweit dennoch in Einzelfällen Klärungsbedarf bestehen sollte, werden diese vom Konzernrechnungswesen geprüft und geklärt. Des Weiteren verfügt das im Konzern eingesetzte Konsolidierungssystem über ein Zugriffsberechtigungssystem. Dadurch ist gewährleistet, dass die jeweils verantwortlichen Mitarbeiter nur auf die für sie relevanten Daten zugreifen können. Das Konsolidierungssystem wird von der Konzernrevision regelmäßig einer Prüfung unterzogen. Zudem prüft die Konzernrevision konzernweit interne Kontroll-, Führungs- und Überwachungssysteme in allen Geschäftsbereichen mittels eines risikoorientierten Prüfungsansatzes und beachtet dabei insbesondere die einheitliche Anwendung der bestehenden Richtlinien nach IFRS und HGB.

Klassifizierung der Risiken

Im Folgenden werden die Risiken in Abhängigkeit von ihrem Erwartungswert als "gering", "mittel" beziehungsweise "hoch" klassifiziert. Der jeweilige Erwartungswert ergibt sich dabei als Kombination der Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos und dessen potenzieller Auswirkung auf die Finanz- und Ertragslage sowie die Cashflows des Konzerns.

Risikosituation im HOCHTIEF-Konzern

Zur Ermittlung des Gesamtrisikos des HOCHTIEF-Konzerns werden die Erwartungswerte der Einzelrisiken summiert und auf Konzernebene nach Divisions und Risikokategorien aggregiert.

Die Gesamtrisikosituation des Konzerns hat sich im Berichtsjahr 2015 weiter verbessert. Ursächlich dafür ist insbesondere unsere Division HOCHTIEF Asia Pacific.

Unsere Finanzierungs- und Liquiditätssituation ist weiterhin sehr solide. Identifizierte Liquiditätsrisiken können durch die vorhandenen Finanzmittelbestände ausgeglichen werden. Zur Optimierung der Liquiditätssituation wurden Maßnahmen zur Reduzierung der Kapitalbindung weiter fortgesetzt.

Eine bestandsgefährdende Beeinträchtigung der zukünftigen Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage ist vor diesem Hintergrund nicht zu erwarten.

Das bei HOCHTIEF identifizierte Gesamtrisiko besteht hauptsächlich aus den im Folgenden erläuterten Risikokategorien.

Projekt- und Vertragsrisiken

Projekt- und Vertragsrisiken erwachsen im Wesentlichen aus dem klassischen Baugeschäft und dem Minengeschäft der HOCHTIEF-Divisions. Zudem sind Immobilienentwicklungen sowie PPP-Projekte der HOCHTIEF Solutions AG und der CIMIC-Gruppe betroffen. Allen Projekten sind Kalkulationsrisiken immanent.

In einem strukturierten Prozess werden Akquisitionen von Beteiligungen, Investitionen in PPP-Projekte und Projektentwicklungen einer sorgfältigen Prüfung unterzogen. HOCHTIEF legt dabei Wert auf praxisnahe und wirksame Mechanismen.

Bei unseren US-Tochtergesellschaften Turner und Flatiron wird das Risikofrüherkennungssystem durch das Contract Review Committee bei Turner und das Bid Review Committee bei Flatiron ergänzt, die eine ähnliche Funktion ausüben wie das Angebotskomitee in der Division HOCHTIEF Europe. Quartalsweise werden bei Turner auf Ebene der Business-Units Risikoanalysen erstellt, die in einem Risikomemorandum zusammengefasst werden. Bei Flatiron finden zu allen wesentlichen Projekten monatliche Ergebnisgespräche statt, um Risiken frühzeitig zu identifizieren. Eine Risikoüberwachung findet weiterhin im Zusammenhang mit den Projekten ILM und Presidio Parkway statt. Bei dem Projekt ILM, einem Joint Venture für den Bau einer Überlandleitung in Kanada, führten Kostensteigerungen zu Nachforderungen. Auch beim PPP-Projekt Presidio Parkway, einem Joint Venture zum Bau einer neuen Fahrbahn als Ersatz für den veralteten Doyle Drive, der San Francisco mit der berühmten Golden-Gate-Brücke verbindet, besteht weiterhin ein Risiko in der Nichtrealisierung von Nachtragsforderungen. Wir stufen die Risiken, die aktivierten Nachtragsforderungen nicht realisieren zu können, als gering ein.

Die Führungsgesellschaft CIMIC gibt die Richtlinien für das Risikomanagementsystem in der Division HOCHTIEF Asia Pacific vor. Diese stehen im Einklang mit der HOCHTIEF-Konzernrichtlinie.

Im Zusammenhang mit dem Projekt Gorgon Jetty and Marine STR haben erhebliche Kostensteigerungen zu entsprechenden Nachforderungen an den Auftraggeber geführt, die zurzeit weiter verhandelt werden. Das Risiko hinsichtlich der Realisierung dieser Nachtragsforderungen besteht zwar weiterhin, wir schätzen es allerdings als gering ein. Es liegt im Interesse von CIMIC, dass der Regulierungsprozess mit Chevron bezüglich des Projekts Gorgon Jetty & Marine STR vorangetrieben wird, etwa durch Eintreten der Parteien in ein Schiedsverfahren gemäß Vertrag.

Aufgrund von diversen Änderungen einzelner Leistungspakete und Problemen mit Subunternehmern im Projekt Iraq Crude Oil bestehen diverse Nachtragsforderungen. CIMIC ist zuversichtlich, diese Forderungen in Zusammenarbeit mit erfahrenen externen Beratern realisieren zu können, und wir stufen das Risiko als gering ein.

CIMIC verfügt aktuell über freie, ungenutzte Kapazitäten von Gerätschaften, unter anderem einen Fuhrpark im Bereich Contract-Mining. Durch die Etablierung einer Gesellschaft für das zentrale Management der Gerätschaften, die Intensivierung der gemeinsamen Nutzung dieser Geräte innerhalb der CIMIC-Gruppe sowie die kontinuierliche Prüfung einer Optimierung der Einsatzmöglichkeiten schätzen wir das Risiko einer Abschreibung auf die Geräte als gering ein. Zudem konnten 2015 zahlreiche Contract-Mining-Projekte neu gewonnen beziehungsweise verlängert werden, die das Auslastungsrisiko weiter begrenzen.

Im Jahr 2014 hat CIMIC eine Risikovorsorge für Ausfallrisiken bei Projektforderungen für Projektrisiken in Höhe von 458 Mio. Euro (675 Mio. australische Dollar) gebildet, die auch zum Jahresende 2015 ungenutzt ist.

Die Division HOCHTIEF Europe unterzieht ebenfalls alle Akquisitions- und Angebotsprojekte einer Risikobewertung. Angebote, die fest definierte Wertgrenzen überschreiten, werden von einem mit kompetenten Fachleuten besetzten Contract Review Committee beurteilt. Risikoauditoren begleiten Projekte von der Angebotsbearbeitung über den Vertragsabschluss bis zur Übergabe an den Kunden. Zusätzlich prüft die interne Revision laufend nationale und internationale Projekte auf technische, kaufmännische sowie rechtliche Risiken.

Die Division HOCHTIEF Europe wird sich laufend dem Marktumfeld anpassen. Neue Projekte zeichnen sich durch bessere Margen und eine verbesserte Risikoverteilung zwischen den Vertragsparteien aus. Erst wenn belastbare Nachunternehmerangebote für Schlüssel-gewerke und Material vorliegen, werden Projekte in der Regel genehmigt. Das Risiko von Preissteigerungen wird in der Regel durch entsprechende Preisgleitklauseln reduziert oder kalkulativ bewertet.

In der Division HOCHTIEF Europe bestehen Risiken für das Offshore-Projekt Global Tech I aus noch nicht vom Auftraggeber genehmigten Nachträgen und aus einer Schadenersatzforderung des Kunden. Der Vertrag wurde vom Auftraggeber 2014 gekündigt. Derzeit läuft ein außergerichtliches Streitbeilegungsverfahren, dennoch wird weiterhin eine gütliche Einigung zwischen den Parteien angestrebt. Das Risiko wird von HOCHTIEF als gering eingeschätzt.

Obwohl HOCHTIEF mit einigen Geschäftspartnern hohe Umsätze generiert, besteht keine Abhängigkeit von einem einzelnen Kunden oder Lieferanten. Durch die Bonitätsprüfung der Kunden sowie in der Regel durch die Absicherung von Zahlungsansprüchen durch Bürgschaften wird das Ausfallrisiko reduziert. Das Beschaffungsmanagement von HOCHTIEF stellt sicher, dass leistungsfähige Partner ausgewählt werden. Ständige Marktbeobachtung und enge Kontakte zu Lieferanten und Institutionen stellen sicher, dass wir Veränderungen im Beschaffungsmarkt zeitnah erkennen und entsprechend auf sie reagieren können.

Das Ergebnis eines Projekts kann während der Ausführungsphase durch unerwartete und von der Ausschreibung abweichende Gegebenheiten beeinflusst werden. Projekt- und Vertragsrisiken werden im HOCHTIEF-Konzern grundsätzlich im Rahmen der anzuwendenden Bilanzierungsvorschriften sowie bei der laufenden Projektbewertung berücksichtigt. Die Wirtschaftlichkeit von Projekten hängt oftmals davon ab, dass Risiken eindeutig und fair zugeordnet werden und bei auftretenden Problemstellungen (zum Beispiel aufgrund unvorhersehbarer Gegebenheiten) ausgewogen gelöst werden.

Umweltrisiken

Die Tätigkeiten von HOCHTIEF haben einerseits Einfluss auf unsere Umwelt und andererseits ist unser unternehmerischer Erfolg mit den uns gegebenen Umweltbedingungen verbunden.

Gerade unsere Bauprojekte können teilweise durch außergewöhnliche Wetterbedingungen (beispielsweise Starkregen, Flut, Sturm, Kälte) behindert werden. Dies kann zu einer Verringerung der Produktivität führen. Zudem kann die Sicherheit unserer Mitarbeiter und Nachunternehmer sowie von Passanten gefährdet werden. HOCHTIEF führt daher in diesem Kontext fortlaufend Schulungen zur Arbeitssicherheit durch. Darüber hinaus setzen wir moderne Arbeitsmittel und -methoden für Wetterschutz und Arbeitssicherheit ein. Unsere Projektteams setzen sich mit den Wetterbedingungen auseinander und bereiten ihre Mitarbeiter und Nachunternehmer entsprechend vor. Das Kostenrisiko aus Schäden, die aufgrund von ungewöhnlichen oder außergewöhnlichen Wetterbedingungen dennoch bei Bauprojekten entstehen können, wird projektbezogen überprüft und typischerweise auf Versicherer transferiert. Aufgrund dieser fortlaufenden Kontrolle und der Berücksichtigung möglicher Auswirkungen sehen wir keine signifikanten Risiken für HOCHTIEF.

In den Märkten, in denen HOCHTIEF aktiv ist, gibt es eine steigende Anzahl gesetzlicher Anforderungen, unter anderem zu Emissionswerten und Energieeffizienz, die eingehalten werden müssen. Dies kann für HOCHTIEF mit steigenden operativen Kosten in unseren Projekten verbunden sein. Wir haben die Mittel und das Wissen, den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden, und bieten ein umfangreiches Spektrum energieeffizienter Lösungen im Hoch- und Tiefbau an. Daher sehen wir auch an dieser Stelle keine bedeutsamen Risiken für HOCHTIEF.

Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und Ansprüchen Dritter

HOCHTIEF verfolgt das Ziel, gerichtliche Auseinandersetzungen so weit wie möglich zu vermeiden. Trotz dieser Zielsetzung sind wir in verschiedene nationale und internationale Gerichts- und Schiedsverfahren involviert. Der Ausgang von Rechtsstreitigkeiten lässt sich nur schwer vorhersagen. Wir gehen davon aus, dass die getroffene bilanzielle Vorsorge für laufende Verfahren ausreichend ist.

Seitdem im Geschäftsjahr 2013 in den australischen Medien gegen die damalige Leighton-Gruppe Vorwürfe wegen unlauterer Praktiken im internationalen Geschäft erhoben wurden, laufen die daraus folgenden Untersuchungen weiter. Die CIMIC-Gruppe nimmt diese Vorwürfe ernst, kooperiert im Rahmen dieser Untersuchung vollumfänglich mit der australischen Bundespolizei und hatte die Behörden aktiv darüber informiert. Board und Management von HOCHTIEF und CIMIC verurteilen jegliche Form von Korruption oder Betrug.

Risiken im Zusammenhang mit Compliance

Unser Compliance-Programm reduziert Risiken von Korruptionsverstößen erheblich und trifft die organisatorischen Vorkehrungen, mit denen ein regelgerechtes Verhalten des Unternehmens, seiner Organe und Mitarbeiter gegenüber geltendem Recht sichergestellt werden kann. Ferner hat die Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität für uns höchste Priorität. Im HOCHTIEF Code of Conduct sowie in verschiedenen Konzernrichtlinien und Rundschreiben ist festgeschrieben, welches Verhalten von den Mitarbeitern erwartet wird. Ihnen werden umfassende Informationen zu Compliance-Themen zur Verfügung gestellt. Dies geschieht über das Intranet und durch webbasierte E-Learning-Programme, mit denen die Mitarbeiter verpflichtend geschult werden. Zusätzlich finden auch regelmäßig Präsenzveranstaltungen statt. Jeder Mitarbeiter ist aufgefordert, in seinem Verantwortungsbereich aktiv an der Umsetzung des Compliance-Programms mitzuwirken. Ferner wird dieses Programm regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst.

Auch von Partnerunternehmen, Lieferanten und sonstigen Vertragspartnern verlangt HOCHTIEF, dass bestimmte Verhaltensstandards eingehalten werden, um Korruptionsrisiken zu vermeiden. Damit werden die Risiken aus kriminellen Handlungen auf ein Mindestmaß reduziert.

Risiken aus Beteiligungen

Innerhalb der Divisons HOCHTIEF Europe und HOCHTIEF Asia Pacific ergeben sich aus den Konzessionsprojekten, die in der Regel eine sehr lange Laufzeit haben, spezifische Risiken, unter anderem aus der Abschätzung der zukünftigen Geschäftsentwicklung sowie der Kalkulation der Betriebs- und Instandhaltungsaufwendungen. Bei Konzessionsprojekten im Verkehrsinfrastrukturbereich garantiert HOCHTIEF entweder eine bestimmte Verfügbarkeit oder übernimmt das Risiko aus dem zukünftigen Verkehrsaufkommen selbst. Mögliche Konzessionsrisiken stufen wir als gering ein.

In der Division HOCHTIEF Asia Pacific werden nach aktuellem Kenntnisstand keine zukünftigen Wertberichtigungen auf einzelne Beteiligungen von CIMIC erwartet. Wir stufen dieses Risiko somit als gering ein.

Für die Zukunft können wir nicht ausschließen, dass in Einzelfällen Wertberichtigungen auf unsere Beteiligungen sowohl im Konzernabschluss als auch im Jahresabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft notwendig sein können.

Marktrisiken*

Im Berichtsjahr wurde ein weltweites Wirtschaftswachstum von 3,1 Prozent verzeichnet. Für 2016 wird mit einer Steigerung des weltweiten Wirtschaftswachstums auf 3,4 Prozent gerechnet. Dabei sehen die Prognosen für die einzelnen Länder wieder sehr unterschiedlich aus. Die Entwicklung in unseren Zielmärkten beobachten wir intensiv. Risiken aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ergeben sich weiterhin aus der finanzpolitischen Lage in der Eurozone, den geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und der Entwicklung der Rohstoffpreise, die bisher allerdings nur geringe überregionale Auswirkungen zeigte, sowie aus der Wechselkursentwicklung. Aufgrund unserer guten Marktpositionierung und unserer international breiten Aufstellung am Markt schätzen wir das allgemeine Marktrisiko für HOCHTIEF allerdings als gering ein.

* Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Märkte und Rahmenbedingungen

Speziell die Nachfrage nach Infrastrukturprojekten ist stark abhängig von der Haushaltslage einzelner Staaten. Vor allem der Bereich Verkehrsinfrastruktur in allen Divisions verspricht hier aufgrund hoher staatlicher Investitionen attraktive Chancen für HOCHTIEF. Hier besteht das Risiko, dass unsere geplanten Auftragseingänge nicht in voller Höhe erreicht werden. Dieses Risiko schätzen wir ebenfalls als gering ein, da wir durchaus Potenziale sehen: Im Rahmen von PPP- beziehungsweise Konzessionsprojekten, die eine private Beteiligung beinhalten, sowie angesichts des steigenden Infrastrukturbedarfs.

Regulatorische Risiken

Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen auf einzelstaatlicher oder europäischer Ebene bergen Risiken, die unsere Ergebnissituation beeinflussen können, insbesondere bei Konzessionsprojekten mit langer Laufzeit.

Damit HOCHTIEF in der Lage ist, Projekte für die öffentliche und private Hand durchführen zu können, müssen wir unseren Kunden umfangreiche Sicherheiten zur Verfügung stellen. In den USA werden diese von Surety-Gesellschaften auf Basis der Bonität der HOCHTIEF-Gruppe bereitgestellt. Die HOCHTIEF-Bonding-Kapazität gehört bezüglich des zugesagten Volumens zu den größten Linien in den USA.

Zudem betreiben wir PPP-Projekte und realisieren große Infrastrukturprojekte in Regionen, die schnell politischen Änderungen unterliegen können, wie zum Beispiel Griechenland und der Mittlere Osten. Dies kann Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg des Projekts haben.

Die regulatorischen Risiken für HOCHTIEF stufen wir als gering ein.

Finanzrisiken**

Eine zentrale Aufgabe des Finanzmanagements besteht darin, den Finanzbedarf innerhalb des Konzerns zu koordinieren und die finanzielle Unabhängigkeit des Unternehmens langfristig jederzeit sicherzustellen. Dieses Ziel erreicht HOCHTIEF durch eine stabile, die nächsten Jahre absichernde Konzernfinanzierung und durch die Begrenzung von finanzwirtschaftlichen Risiken.

** Weitere Informationen zum Management von Finanzrisiken

Die Finanzaktivitäten im HOCHTIEF-Konzern werden auf Basis einer konzernweit gültigen Finanzrahmenrichtlinie getätigt. Neben dieser allgemeinen Richtlinie gilt eine zusätzliche Finanzrisikorichtlinie, die durch weitere funktionale, operative Einzelrichtlinien ergänzt wird. Darüber hinaus besteht im Konzern eine strikte Trennung der Zuständigkeiten zwischen den Finanz-, Handels- und den korrespondierenden Kontroll- und Abwicklungsaktivitäten. Bei allen Handelsvorfällen ist mindestens das Vieraugenprinzip verbindlich vorgeschrieben. Die Einhaltung aller Richtlinien und Vorgaben wird regelmäßig durch die interne Revision kontrolliert.

Die hinsichtlich der Kreditlinien zum Teil bestehenden Financial Covenants*** , die bei Nichteinhaltung zu Gläubigerkündigungsrechten führen können, werden laufend überwacht und unverändert als unkritisch eingestuft. Die HOCHTIEF-Unternehmensanleihen haben selbst keine Financial Covenants in der Anleihedokumentation.

*** Siehe Glossar

Unsere Finanzrisiken schätzen wir dank unseres effizienten Finanzmanagements insgesamt als gering ein.

Personalrisiken

Insbesondere bei der Realisierung von Großprojekten ist der wirtschaftliche Erfolg davon abhängig, inwiefern es uns gelingt, erfahrene Fach- und Führungskräfte dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Ziel unserer Personalstrategie ist es, die Qualifikation unserer Mitarbeiter zu verbessern und sie langfristig an das Unternehmen zu binden.

Um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen, wurde auf Basis des Leitfadens zum Risikomanagement das Risikomanagement im Personalbereich neu überarbeitet. Seit Januar 2014 greift diese systematische Erhebung die Hauptrisikogruppen, wie Qualifikations-, Motivations-, Fluktuations- und Nachfolgerisiko, sowie deren mögliche Auswirkungen für HOCHTIEF auf.

Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz haben bei HOCHTIEF einen hohen Stellenwert und werden durch das AGUS Center* zentral koordiniert. Ziel ist es, die Unfall- und Sicherheitsrisiken für Mitarbeiter, Nachunternehmer und Dritte weiter zu reduzieren.

* Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Mitarbeiter

Nach den letzten aktuellen Erhebungen stufen wir mögliche Personalrisiken als gering ein.

Risiken aus Pensionsverpflichtungen

Die Umstellung von rein leistungsbezogenen Pensionszusagen auf für das Unternehmen kalkulierbare beitragsbezogene Leistungszusagen hat HOCHTIEF bereits vor einigen Jahren vollzogen. Neue Pensionszusagen bei CIMIC, Turner und Flatiron sind ebenfalls ausschließlich beitragsorientiert.

Die Pensionsverpflichtungen in Deutschland sind zum überwiegenden Teil durch das Planvermögen, das der HOCHTIEF Pension Trust e.V. hält, und Rückdeckungsversicherungen gedeckt sowie durch werthaltige Vermögenswerte unterlegt. Das Planvermögen besteht aus verzinslichen Wertpapieren, Aktien, Immobilien und anderen Anlageklassen. Negative Entwicklungen an den Kapitalmärkten können dazu führen, dass das Planvermögen an Wert verliert und die Deckungslücke zu den Pensionsverpflichtungen ansteigt. Dies kann einen zusätzlichen Liquiditätsabfluss zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen zur Folge haben. Dem Risiko von Marktwertschwankungen des Planvermögens begegnen wir durch eine ausgewogene strategische Anlagenallokation und eine an den Laufzeiten der Pensionszahlungen sowie an der erwarteten Entwicklung der Pensionsverpflichtungen ausgerichtete Anlagenstruktur. Zudem kann die Veränderung von Bewertungsparametern, wie beispielsweise des Abzinsungssatzes oder die Lebenserwartung, zu einer Erhöhung der versicherungsmathematisch ermittelten Pensionsverpflichtungen führen. Sowohl die Verminderung des Planvermögens als auch die Erhöhung der Pensionsverpflichtungen führen gemäß IFRS-Rechnungslegung letztlich zu einer erfolgsneutralen Verminderung des Eigenkapitals.

Wesentliche Risiken aus der betrieblichen Altersversorgung von HOCHTIEF werden derzeit nicht gesehen und somit als gering eingestuft.

Risiken aus der Informationssicherheit

IT-Risiken begegnet HOCHTIEF durch die intensive Zusammenarbeit mit kompetenten Dienstleistern. Innerhalb unserer Dienstleistungsverträge werden die IT-Servicebereiche in Leistungsscheinen deutlich gegliedert. Fachliche Anforderungen an Verfügbarkeit und Vertraulichkeit werden durch die Vorgabe von messbaren Zielgrößen erfüllt. Im Bereich der relevanten betriebswirtschaftlichen Systeme wurde auf eine hohe Verfügbarkeit geachtet. Der Einsatz moderner Hard- und Softwaretechnologien sowie Zugangs- und Zutrittskontrollen gewährleisten den Schutz der Daten vor unerlaubtem Zugriff. So befinden sich die wesentlichen Daten in zertifizierten, redundant ausgelegten und räumlich getrennten Rechenzentren. In regelmäßigen externen Penetrationstests wird die Zuverlässigkeit unserer Firewallsysteme gegen Angriffe aus dem Internet überprüft. Für vertrauliche Daten und Vorgänge, unter anderem für die Datenspeicherung und den E-Mail-Austausch, werden Verschlüsselungssysteme eingesetzt. Auch verfolgen wir das Thema Cyberkriminalität aufmerksam und entwickeln entsprechende Maßnahmen.

Die Richtlinie zur IT-Sicherheit, die für die Division HOCHTIEF Europe sowie hinsichtlich der Sicherheitsaspekte auch für die Division HOCHTIEF Americas gilt, wird mit Unterstützung von Experten kontinuierlich weiterentwickelt und durch Audits im In- und Ausland verifiziert. Unsere Tochtergesellschaft CIMIC in der Division HOCHTIEF Asia Pacific setzt eigene Informations- und Kommunikationssysteme sowie entsprechende Richtlinien ein, die im Einklang mit den geltenden HOCHTIEFRichtlinien stehen. Dadurch werden die Anforderungen an Sicherheit, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit der Daten gewährleistet.

Unsere Dienstleister stellen zudem in Zusammenarbeit mit dem Datenschutzbeauftragten des Konzerns sicher, dass personenbezogene Daten ausschließlich nach den Regeln des Bundesdatenschutzgesetzes verarbeitet werden. Bisher gab es bei HOCHTIEF keine nennenswerten Schadensfälle im IT-Bereich. Wir schätzen das Risiko auch für die Zukunft als gering ein.

Gesamtbeurteilung der Risiken durch die Unternehmensleitung

Der Risikomanagementansatz im HOCHTIEF-Konzern unterliegt einer stetigen Kontrolle und Optimierung. Im Rahmen von Best-Practice-Lösungen wurden optimierte Standards zu Projektkontrollen und Ausführungsmethoden konzernweit implementiert. Insgesamt soll ein stärker unternehmerisch geprägter Ansatz dazu führen, dass Risiken früher erkannt und ausgeschlossen oder besser gesteuert werden können, um so die Volatilität von Ergebnis und Liquidität zu senken und die Rendite nachhaltig zu steigern.

Das Gesamtrisiko des Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr weiter verbessert. Wir streben an, auch in Zukunft unsere Risikosituation weiter zu optimieren.

Aus heutiger Sicht stellen die beschriebenen Risiken aufgrund ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkungen keine den Fortbestand des HOCHTIEF-Konzerns gefährdenden Risiken dar. Die Risikotragfähigkeit des Konzerns schätzen wir aufgrund unserer guten Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage weiterhin als solide ein.

Chancenbericht

Chancen in den relevanten Regionen und Märkten von HOCHTIEF*

Durch den sehr hohen Internationalisierungsgrad und die breite regionale Diversifizierung von HOCHTIEF können wir regionale Marktschwankungen sehr gut kompensieren. Unabhängig davon sehen wir in den für HOCHTIEF besonders bedeutenden Regionen gute Chancen, unser Kerngeschäft weiter nachhaltig erfolgreich fortzuführen und zielgerichtet auszubauen.

* Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Märkte und Rahmenbedingungen

Das für 2016 erwartete steigende wirtschaftliche Wachstum in den USA und Kanada stimmt uns zuversichtlich, dass wir unsere bereits starke Position in diesen Märkten weiter ausbauen können. Der Bereich Verkehrsinfrastruktur ist in diesem Zusammenhang ein wesentlicher Treiber. Vor allem der kanadische Markt zeigt ein großes, anhaltendes Wachstumspotenzial für PPP-Straßen- und -Brückenbauprojekte. In den USA ist der Markt der sozialen und urbanen Infrastruktur in den Segmenten Büro-, Gewerbe- und Industrieimmobilien hervorzuheben.

Die aktuellen Marktprognosen für die Eurozone weisen in den für HOCHTIEF relevanten Märkten überdurchschnittliche Wachstumsraten auf, die wir nutzen wollen. Auch hier sehen wir vor allem auf Basis der Vielzahl an staatlichen Investitionsprogrammen im Zusammenhang mit PPP-Projekten enormes Potenzial im Bereich Verkehrsinfrastruktur.

Für Asien und Australien werden Wachstumsraten auf dem guten Niveau des Jahres 2015 erwartet. Die Division HOCHTIEF Asia Pacific hat sich bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr gut in diesem aktuell rückläufigen Marktumfeld behaupten können und die Basis für weiteres profitables Wachstum ist gegeben. Der Markt für Verkehrsinfrastruktur hat sich im Jahr 2015 stark entwickelt; dieser Trend soll sich auch 2016 fortsetzen. Ein hohes Volumen an staatlichen Investitionsprogrammen im Zusammenhang mit PPP-Finanzierungen bietet dabei sowohl für Projekte im Bereich Verkehrsinfrastruktur als auch in der sozialen und urbanen Infrastruktur sehr gute Möglichkeiten für HOCHTIEF.

Auch die Nachhaltigkeitsstrategie von HOCHTIEF - im Zusammenspiel mit einem stärkeren Fokus auf Nachhaltigkeitsaspekte bei der Verkehrsinfrastruktur in Australien - wird sich positiv auswirken können. Zudem soll sich ab 2016/17 eine Erholung im australischen Contract-Mining-Sektor einstellen. Davon wird auch HOCHTIEF im australischen Markt deutlich profitieren können.

Bereits im Jahr 2015 konnte HOCHTIEF attraktive neue Aufträge im Nahen Osten gewinnen und seine Marktposition ausbauen. Zusätzlich wird es uns auch aufgrund der weiterhin guten Wachstumserwartungen für 2016 möglich sein, erfolgreich in dieser Region tätig zu sein. Die weiteren Perspektiven der Region hängen allerdings maßgeblich mit der Entwicklung des Ölpreises sowie der politischen Stabilität zusammen.

Sofern sich die für HOCHTIEF relevanten Regionen und Märkte besser entwickeln, als aktuell vorherzusehen ist, könnte dies einen positiven Einfluss auf unsere wesentlichen Kennzahlen haben und das prognostizierte Wachstum im Jahr 2016 möglicherweise weiter verbessern.

Chancen auf Basis erfolgreicher Forschung und Entwicklung**

HOCHTIEF profitiert maßgeblich von seiner Erfahrung, seiner technischen Exzellenz und von innovativen, maßgeschneiderten Lösungen. In unserem anspruchsvollen Projektgeschäft realisieren wir hauptsächlich Unikate, die von uns eine hohe technische Kompetenz, neue und verbesserte Verfahren sowie Innovationskraft erfordern. Mit unserer Ingenieurkompetenz erreichen wir eine führende Markt- und Technologieposition. Dazu entwickeln wir nachhaltige Projekte/Produkte und Dienstleistungen und sorgen für einen effizienten Einsatz vorhandener Ressourcen.

** Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Forschung und Entwicklung

Sollte es uns auch in Zukunft weiterhin gelingen, neue Standards zu setzen, die Qualität der Arbeit weiter zu steigern und unsere Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, wird dies einen deutlich positiven Einfluss auf unseren geschäftlichen und gesellschaftlichen Erfolg haben.

Chancen durch die richtigen Mitarbeiter***

Unsere Mitarbeiter sind wichtig für den wirtschaftlichen Erfolg von HOCHTIEF. Unsere Personalstrategie wird aus der Unternehmensstrategie abgeleitet und setzt insbesondere auf Wissenstransfer und Kooperation innerhalb des gesamten Konzerns, um Effizienz und Effektivität unseres Handelns konzernweit zu verbessern und die Ergebnisse unserer Arbeit nachhaltig positiv zu gestalten. Daher ist es für unser Geschäft wesentlich, rechtzeitig die richtigen Mitarbeiter an der richtigen Stelle einzusetzen. Unser Ziel ist es, unsere Stellung als attraktiver Arbeitgeber weiter auszubauen, Mitarbeiter planvoll zu gewinnen, sie zu fördern und langfristig an HOCHTIEF zu binden.

*** Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Mitarbeiter

Sollte es uns gelingen, dieses Ziel konsequent weiterzuverfolgen und unsere damit zusammenhängenden Erwartungen zu übertreffen, wird dies zusätzliche positive Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung haben.

Chancen durch konsequente Fortführung der Strategie* /Nachhaltigkeitsstrategie**

HOCHTIEF besitzt eine einfache und klare Strategie. Wir wollen der global bedeutendste Hoch- und Infrastrukturbaukonzern werden und dazu nachhaltig und profitabel wachsen. Für unseren langfristigen Erfolg fördern wir das Zusammenwirken von Ökonomie, Ökologie und sozialen Aspekten. Um diese Gedanken im Unternehmen tiefer zu verankern und konsequent weiterzuentwickeln, wurden einige strategische Initiativen definiert.

* Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Strategie
** Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Nachhaltigkeitsstrategie

HOCHTIEF fokussiert sich auf das Kerngeschäft Bauen und kann dadurch noch besser von den wichtigsten gesellschaftlichen Megatrends profitieren. Eine klare Fokussierung auf die Marktsegmente Verkehrs-, Energie-, soziale und urbane Infrastruktur sowie das Minengeschäft im Zusammenspiel mit einer Transformation und Harmonisierung von Strukturen und Prozessen hilft uns dabei, erfolgreich zu agieren.

Zudem ist die nachhaltige Optimierung der Finanzkraft ein wichtiger Baustein für die Wettbewerbsfähigkeit von HOCHTIEF.

Des Weiteren werden mit einer kontinuierlichen Verbesserung des Risikomanagements sowie der bereits aufgeführten Bereiche der Forschung und Entwicklung und der Mitarbeiter wichtige strategische Initiativen sowie Erfolgspotenziale verbunden.

HOCHTIEF wird zielgerichtet daran arbeiten, seine Strategie konzernweit umzusetzen und die damit verbundenen positiven Auswirkungen auf alle wesentlichen Kennzahlen des Konzerns zu realisieren. Falls es uns gelingen sollte, den strategischen Fahrplan und die damit verbundenen Initiativen früher als erhofft zu implementieren und mit Leben zu füllen, dürfte dies deutlich positive Auswirkungen für HOCHTIEF haben.

Die Unternehmensstrategie von HOCHTIEF bildet die Basis für unsere Nachhaltigkeitsstrategie. Konzernweit fördern wir in unserem Handeln das Zusammenspiel von Ökonomie, Ökologie und Sozialem. Unsere Nachhaltigkeitsstrategie orientiert sich an unserem Geschäftsmodell. Mit ihr verfolgen wir klare Ziele: Wir wollen für uns relevante Themen antizipieren, Geschäftschancen und Marktpotenzial nutzen und Risiken verringern. Um dies zu erreichen, ist es wichtig, die Ansprüche und Bedürfnisse unserer Stakeholder zu kennen und zu berücksichtigen. Zur Minimierung der Risiken tragen unsere konzernweit gültigen Standards bei. Häufig übertreffen diese die gesetzlichen Anforderungen. Um Marktchancen zu nutzen, entwickeln wir für unsere Kunden innovative Produkte und Dienstleistungen. Deshalb betrachten wir unsere Projekte ganzheitlich und sorgen für eine hohe Gesamtqualität.

Der öffentliche und wirtschaftliche Fokus auf nachhaltige Themen nimmt eine immer wichtigere Rolle im Geschäftsleben ein. HOCHTIEF kann durch eine konsequente Umsetzung des Nachhaltigkeitsgedankens bereits jetzt profitieren. Insbesondere die Themen Green Buildings und Green Roads versprechen signifikante Wachstumspotenziale. Unsere Umsätze im Marktsegment Green Buildings liegen allein im Jahr 2015 bei mehr als sieben Mrd. Euro und die für Green Infrastructure bei mehr als 6,7 Mrd. Euro (kumuliert bis Ende 2015). Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend weiter fortsetzt und gegebenenfalls noch weiter verstärkt. Dadurch bieten sich für HOCHTIEF im Kontext der Nachhaltigkeit > große Chancen, die es zu nutzen gilt und die sich im Folgenden positiv auf unseren Geschäftserfolg auswirken dürften.

> Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de/interview-vs2015

Nachtragsbericht

Der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat am 11. Januar 2016 beschlossen, das Aktienrückkaufprogramm, das am 31. Dezember 2015 abgeschlossen wurde, fortzusetzen. Das Aktienrückkaufprogramm basiert auf der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 6. Mai 2015, bis zum 5. Mai 2020 Aktien in Höhe von bis zu zehn Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft zurückzukaufen. Der Rückkauf kann ab dem 12. Januar 2016 beginnen.

Am 14. Dezember 2015 hat das Board der CIMIC-Gruppe ein Aktienrückkaufprogramm beschlossen, bei dem innerhalb der nächsten zwölf Monate bis zu zehn Prozent der voll einbezahlten ausgegebenen Stammaktien zurückgekauft werden können. Diese eigenen Aktien werden dann eingezogen. Bis zum 31. Dezember 2015 wurden keine eigenen Aktien erworben.

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2015 bis zum Redaktionsschluss dieses Konzernberichts sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu berichten wären.

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Konzernbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen. Diese Aussagen spiegeln die gegenwärtigen Auffassungen, Erwartungen und Annahmen des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft über künftige, die HOCHTIEF Aktiengesellschaft bzw. den HOCHTIEF-Konzern betreffende Ereignisse und Entwicklungen wider und basieren auf Informationen, die dem Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Zukunftsbezogene Aussagen enthalten keine Gewähr für den Eintritt zukünftiger Ergebnisse (zum Beispiel der Vorsteuerergebnisse oder der Konzerngewinne) und Entwicklungen (zum Beispiel hinsichtlich geplanter Beteiligungsveräußerungen, der allgemeinen Geschäftsaktivität oder der Geschäftsstrategie) und sind mit Risiken und Unsicherheiten verbunden. Die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse (zum Beispiel die Vorsteuerergebnisse oder die Konzerngewinne), Dividenden und weitere Entwicklungen (zum Beispiel hinsichtlich geplanter Beteiligungsveräußerungen, der allgemeinen Geschäftsaktivität oder der Geschäftsstrategie), betreffend die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und den HOCHTIEF-Konzern, können daher aufgrund verschiedener Faktoren wesentlich von den hier geäußerten oder implizit zugrunde gelegten Erwartungen und Annahmen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören insbesondere Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, der branchenspezifischen Lage und der Wettbewerbssituation. Darüber hinaus können die Entwicklungen auf den Finanzmärkten, Wechselkursschwankungen sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere auch in Bezug auf steuerliche Regelungen, das Verhalten von Mitgesellschaftern sowie andere Faktoren einen Einfluss auf die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse (zum Beispiel die Vorsteuerergebnisse oder die Konzerngewinne), Dividenden und weitere Entwicklungen (zum Beispiel hinsichtlich geplanter Beteiligungsveräußerungen, der allgemeinen Geschäftsaktivität oder der Geschäftsstrategie), betreffend die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und den HOCHTIEFKonzern, haben. Etwaige Angaben zu Dividenden stehen zudem unter dem Vorbehalt, dass für das jeweilige Geschäftsjahr ein entsprechender Bilanzgewinn im handelsrechtlichen Einzelabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ausgewiesen werden kann und dass die zuständigen Organe der HOCHTIEF Aktiengesellschaft unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Situation der Gesellschaft entsprechende Beschlüsse fassen. Abgesehen von rechtlichen Veröffentlichungspflichten übernimmt die HOCHTIEF Aktiengesellschaft keine Verpflichtung, die in diesem Konzernbericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.

Jahresabschluss zum 31.12.2015
der HOCHTIEF Aktiengesellschaft

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2015 werden im Bundesanzeiger bekannt gemacht. Der Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist mit dem Lagebericht des Konzerns zusammengefasst; er ist in unserem Konzernbericht 2015 ab Seite 28 dargestellt.

Bilanz

der HOCHTIEF Aktiengesellschaft

Aktiva

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(In Tsd. EUR) Anhang 31.12.2015 31.12.2014
Anlagevermögen (1)    
Immaterielle Vermögensgegenstände   8.265 10.774
Sachanlagen   19.429 19.509
Finanzanlagen   2.484.243 2.486.692
    2.511.937 2.516.975
Umlaufvermögen      
Vorräte (2) 16.434 16.925
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3) 634.228 681.715
Wertpapiere (4) 197.617 279.553
Flüssige Mittel (5) 142.269 205.958
    990.548 1.184.151
Rechnungsabgrenzungsposten (6) 13.243 16.092
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung (9) 15.750 19.732
    3.531.478 3.736.950

Passiva

     
(In Tsd. EUR) Anhang 31.12.2015 31.12.2014
Eigenkapital (7)    
Gezeichnetes Kapital*   177.432 177.432
Eigene Aktien   -10.543 -2.159
Rücklagen   1.043.529 1.266.021
Bilanzgewinn   138.619 131.688
    1.349.037 1.572.982
Rückstellungen      
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (9) 34.618 15.567
Übrige Rückstellungen (10) 75.805 45.973
    110.423 61.540
Verbindlichkeiten (11) 2.071.553 2.101.938
Rechnungsabgrenzungsposten (12) 465 490
    3.531.478 3.736.950

* Zusätzlich besteht bedingtes Kapital im Nennwert von 49.280 Tsd. Euro.

Gewinn- und Verlustrechnung

der HOCHTIEF Aktiengesellschaft

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(In Tsd. EUR) Anhang 2015 2014
Umsatzerlöse (14) 38.381 49.872
Veränderung des Bestands an nicht abgerechneten Bauarbeiten   -491 -432
Sonstige betriebliche Erträge (15) 53.244 53.942
Materialaufwand (16) -17.487 -16.633
Personalaufwand (17) -31.169 -27.073
Abschreibungen (18) -3.455 -3.984
Sonstige betriebliche Aufwendungen (19) -93.008 -93.653
Ergebnis Finanzanlagen (20) 312.855 275.682
Zinsergebnis (21) -93.025 -81.534
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens (22) -70 -2.953
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   165.775 153.234
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (23) -16.330 809
Jahresüberschuss   149.445 154.043
Gewinnvortrag   2.762 11.536
Veränderung der Gewinnrücklagen (7) -13.588 -33.891
Ertrag aus der Kapitalherabsetzung (7) - 19.688
Einstellung in die Kapitalrücklage (7) - -19.688
Bilanzgewinn   138.619 131.688

Entwicklung des Anlagevermögens

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Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen, kumuliert Abschreibungen des Geschäftsjahres Buchwert Buchwert
(In Tsd. EUR) 1.1.2015 Zugänge Abgänge 31.12.2015 31.12.2014
Immaterielle Vermögensgegenstände              
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 37.658 92 679 28.806 2.601 8.265 10.774
  37.658 92 679 28.806 2.601 8.265 10.774
Sachanlagen              
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 60.389 - 576 43.045 615 16.768 17.948
Technische Anlagen und Maschinen 2.799 352 - 2.218 100 933 681
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.656 175 260 4.843 139 1.728 880
  69.844 527 836 50.106 854 19.429 19.509
Finanzanlagen              
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.670.319 70 1.250 238.560 70 2.430.579 2.431.829
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 36.316 - - - - 36.316 36.316
Beteiligungen 17.492 - - 17.490 - 2 2
Wertpapiere des Anlagevermögens 18.545 253 1.452 - - 17.346 18.545
  2.742.672 323 2.702 256.050 70 2.484.243 2.486.692
Anlagevermögen gesamt 2.850.174 942 4.217 334.962 3.525 2.511.937 2.516.975

Anhang

der HOCHTIEF Aktiengesellschaft

Allgemeine Grundlagen

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich keine Änderungen der Ansatz- und Bewertungsmethoden ergeben. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren in Staffelform aufgestellt. Der Jahresabschluss wird in Euro erstellt.

Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben, die der Öffentlichkeit auf den HOCHTIEF-Internetseiten dauerhaft zugänglich gemacht worden ist.*

* Weitere Informationen zur Corporate Governance bei HOCHTIEF finden Sie im Internet unter www.hochtief.de/corporategovernance.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear abgeschrieben. Sofern der beizulegende Wert eines immateriellen Vermögensgegenstands voraussichtlich dauerhaft unter dessen Buchwert liegt, wird zusätzlich eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- beziehungsweise aktivierungspflichtigen Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und, sofern deren beizulegende Werte voraussichtlich dauerhaft unter ihren Buchwerten liegen, außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Fremdkapitalzinsen sind nicht einbezogen. Die Abschreibungen werden einheitlich nach der linearen Methode ermittelt, wobei Nutzungsdauern von bis zu 50 Jahren berücksichtigt werden. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis 150 Euro werden im Zugangsjahr als Aufwand erfasst und nicht aktiviert. Geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungskosten mehr als 150 Euro und weniger als 1.000 Euro betragen, werden in einem Sammelposten zusammengefasst und pauschal über fünf Jahre abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen und den Beteiligungen werden in Einzelfällen - und sofern eine Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist - die niedrigeren beizulegenden Werte angesetzt. Wertpapiere des Anlagevermögens und Ausleihungen sind zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung zu niedrigeren Börsenkursen beziehungsweise niedrigeren beizulegenden Werten aktiviert.

Die Vorräte werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit Anschaffungs- beziehungsweise aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten der nicht abgerechneten Bauarbeiten umfassen neben den Material-, Fertigungseinzel- und Sonderkosten der Fertigung auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie des fertigungsbedingten Werteverzehrs des Anlagevermögens. Die von den Kunden erhaltenen Anzahlungen werden projektbezogen bis zur Höhe der Herstellungskosten von den Vorräten abgesetzt. Darüber hinausgehende Anzahlungen werden auf der Passivseite ausgewiesen.

Bei der Bewertung der grundsätzlich zum Nennwert angesetzten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ist den erkennbaren Risiken bei Notwendigkeit durch entsprechende Einzelwertberichtigungen angemessen Rechnung getragen. Darüber hinaus ist zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos und wegen teilweiser Unverzinslichkeit eine pauschale Abwertung erfolgt.

Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit ihren Anschaffungskosten oder niedrigeren Börsenkursen beziehungsweise niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Soweit die Anschaffungs- beziehungsweise aktivierungspflichtigen Herstellungskosten über dem Wert liegen, der den Vermögensgegenständen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch eine außerplanmäßige Abschreibung Rechnung getragen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Eigene Aktien werden als Korrekturposten vom Eigenkapital ausgewiesen. Dabei wird der rechnerische Wert der eigenen Aktien vom gezeichneten Kapital offen abgesetzt; die verbleibende Differenz zu den Anschaffungskosten wird mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet. Angefallene Transaktionskosten werden erfolgswirksam erfasst.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie die Rückstellungen für Jubiläen und Altersteilzeit werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2005 G von Professor Dr. Klaus Heubeck) ermittelt. Die Bewertung der unmittelbaren Pensionsverpflichtungen erfolgt im Einklang mit den Vorschriften des § 253 Abs. 1 und Abs. 2 HGB. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden entsprechend nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) bewertet, das auch künftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen berücksichtigt. Bei der Festlegung des Rechnungszinssatzes wurde von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Dabei dürfen Rückstellungen für Altersversorgungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen pauschal mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst werden, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Durchschnitt wird aus dem Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre gebildet. Soweit die Änderung des Abzinsungssatzes zum Jahresende nur zu unwesentlichen Änderungen der Pensionsverpflichtungen führt, wird der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte Wert zum 30. September des jeweiligen Geschäftsjahres verwendet. Bei wesentlich veränderten Kapitalmarktzinsen wird der zum 30. September absehbare Effekt aus der Durchschnittsbildung des Zinssatzes zum Bilanzstichtag zusätzlich berücksichtigt. Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind überwiegend durch Vermögensgegenstände abgedeckt, die ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen). Hierzu zählen Vermögensgegenstände, die im Rahmen eines Contractual-Trust-Arrangement (CTA) treuhänderisch angelegt sind, an Mitarbeiter verpfändete Rückdeckungsversicherungen und erworbene Fondsanteile aus der Entgeltumwandlung (Deferred Compensation). Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Dieser Wert wird je nach Art des Deckungsvermögens aus Börsenkursen, Bankauszügen und Versicherungsmitteilungen abgeleitet. Sofern der beizulegende Zeitwert über den Anschaffungskosten liegt, wird die Ausschüttungssperre beachtet. Nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB ist der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens mit den abgedeckten Pensionsverpflichtungen zu verrechnen. Übersteigt dieser Wert die Pensionsverpflichtungen, so wird der Überschuss als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" bilanziert. Ebenso werden die Ergebnisse aus dem Deckungsvermögen mit den Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen und den Aufwendungen beziehungsweise Erträgen aus der Änderung des Abzinsungssatzes saldiert im Zinsergebnis ausgewiesen.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen in angemessener Höhe alle erkennbaren Risiken und werden in Höhe der mutmaßlichen Inanspruchnahme gebildet. Dabei werden bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags künftig erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden jeweils mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten und bekannt gemachten laufzeitkongruenten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden für temporäre Unterschiede zwischen Bilanzansätzen in der Handels- und der Steuerbilanz gebildet. Des Weiteren werden Steuerminderungsansprüche berücksichtigt, die sich innerhalb der nächsten fünf Jahre aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft bilanziert auch sämtliche latenten Steuern ihrer Organgesellschaften. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt unverändert zum Vorjahr auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 31,5 Prozent. Der Ausweis von aktiven und passiven latenten Steuern wird saldiert vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2015 werden die passiven latenten Steuern durch aktive latente Steuern, die im Wesentlichen aus Wertansätzen von Pensionsrückstellungen, Verlustvorträgen und sonstigen Rückstellungen resultieren, wie im Vorjahr überkompensiert. In Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde auf einen Ansatz aktiver latenter Steuern verzichtet.

Währungsumrechnung

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Jahresabschluss mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt der Ersteinbuchung bewertet. Verluste aus Kursänderungen werden ergebniswirksam berücksichtigt. Bei Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr werden auch sich zum Stichtag ergebende Gewinne aus Kursänderungen ergebniswirksam erfasst.

Sofern Währungsrisiken aus Fremdwährungsposten durch den Abschluss von Derivaten, wie zum Beispiel Devisentermingeschäften, abgesichert worden sind und Bewertungseinheiten gebildet werden, erfolgt die Umrechnung dieser Posten zum Sicherungskurs.

Derivative Finanzinstrumente

Neben dem Ausgleich von Wechselkursschwankungen im Rahmen unserer Auslandsgeschäfte werden derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Zinsschwankungen bei variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeiten sowie zur Absicherung unserer aktienbasierten Vergütungspläne abgeschlossen. Derivate werden ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt. Die Nutzung und die getrennte Kontrolle sowie die Verantwortlichkeiten sind durch verbindliche Richtlinien bei allen Konzernunternehmen geregelt. Eine Bindung an Grundgeschäfte ist zwingend; als Absicherung von Risiken ist nur das sogenannte Hedging erlaubt. Vertragspartner sind grundsätzlich Kreditinstitute erster Bonität. Die Bewertung der Derivate erfolgt bei erstmaliger Einbuchung zu Anschaffungskosten, in den Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert unter Beachtung des Imparitätsprinzips, sofern sie nicht in eine Bewertungseinheit einbezogen sind. Bei negativem beizulegendem Zeitwert eines Derivats wird eine Drohverlustrückstellung gebildet. Die beizulegenden Zeitwerte der Zinsswaps werden anhand der am Bewertungsstichtag geltenden Zinskurven bestimmt; die entsprechenden Zeitwerte der Fremdwährungsderivate werden auf Basis der am Bewertungsstichtag für die jeweiligen Währungen geltenden Forwardsätze ermittelt. Die Marktwerte der Aktientermin- und Aktienoptionsgeschäfte werden mithilfe der am Bewertungsstichtag geltenden Kurse berechnet.

Bewertungseinheiten zwischen Grund- und Sicherungsgeschäften werden gebildet, wenn beide Geschäfte objektiv und gewollt in einem einheitlichen Nutzungs- und Funktionszusammenhang stehen, sodass sich die Gewinne und Verluste aus Grund- und Sicherungsgeschäft mit hoher Wahrscheinlichkeit kompensieren werden. Bei HOCHTIEF dürfen Bewertungseinheiten nur in Form von Micro-Hedges gebildet werden, das heißt, dass das Risiko eines Grundgeschäfts durch ein Sicherungsinstrument abgesichert wird. Die Effektivität der Bewertungseinheit wird mithilfe der Critical-Terms-Match-Methode ermittelt, um die Wirksamkeit der jeweiligen Bewertungseinheit hinsichtlich der Kompensation der zukünftigen Wertänderungen oder Zahlungsströme zu überprüfen. Die retrospektive Effektivitätsmessung erfolgt grundsätzlich mittels der Dollar-Offset-Methode. Sofern sich Ineffektivitäten ergeben, werden diese imparitätisch behandelt und es wird - sofern erforderlich - eine Rückstellung für Bewertungseinheiten gebildet. Im Übrigen erfolgt die bilanzielle Abbildung nach der sogenannten Einfrierungsmethode.

Ermessensspielräume

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses muss das Management der HOCHTIEF Aktiengesellschaft Einschätzungen vornehmen und Annahmen treffen, die die Ansätze und die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden zum Abschlussstichtag sowie die Aufwendungen und Erträge für den Berichtszeitraum und die Angabe von Risiken und Unsicherheiten beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können entsprechend von diesen Einschätzungen abweichen.

Erläuterung der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung sind im Anlagespiegel auf den Seiten 6 und 7 dargestellt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von 8.265 Tsd. Euro betreffen im Wesentlichen Avalbereitstellungsgebühren.

Auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden Zuschreibungen in Höhe von 833 Tsd. Euro (Vorjahr - Tsd. Euro) vorgenommen.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen die HOCHTIEF Asia Pacific GmbH, Essen, die HOCHTIEF Americas GmbH, Essen, sowie die HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions GmbH, Essen.

Der Bestand der Ausleihungen an verbundene Unternehmen betrifft - unverändert gegenüber dem Vorjahr - die HOCHTIEF Projektentwicklung GmbH, Essen.

Die Aufstellung der wesentlichen Beteiligungen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist auf den Seiten 34 ff. dargestellt.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens entfallen vollständig auf Anteile an Investmentfonds im Zusammenhang mit der Entgeltumwandlung von Mitarbeitern für eine zusätzliche Altersversorgung. Diese Anteile wurden im Auftrag von Tochtergesellschaften erworben und stellen deshalb kein Deckungsvermögen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft dar.

2. Vorräte

In den Vorräten sind ausschließlich unfertige Leistungen in Höhe von 16.434 Tsd. Euro (Vorjahr 16.925 Tsd. Euro) enthalten.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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(In Tsd. EUR) 31.12.2015 Davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr 31.12.2014 Davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 206 - 2.376 -
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 614.559 324.256 596.501 279.269
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 14 - 67 -
Sonstige Vermögensgegenstände 19.449 4.297 82.771 6.399
  634.228 328.553 681.715 285.668

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Konzernfinanzverkehr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Ansprüche auf Steuererstattungen, aktivierte Prämien aus derivativen Finanzinstrumenten, Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen, Ansprüche aus Immobilienverkäufen, andere Forderungen außerhalb des Lieferungs- und Leistungsverkehrs sowie andere sonstige Vermögensgegenstände.

Sonstige Vermögensgegenstände unterliegen in Höhe von 2.402 Tsd. Euro (Vorjahr 3.120 Tsd. Euro) Verfügungsbeschränkungen.

4. Wertpapiere

Die Wertpapiere bestehen aus Fondsanteilen in Höhe von 197.617 Tsd. Euro (Vorjahr 279.553 Tsd. Euro). Im Vorjahr waren hier auch festverzinsliche Anlagen enthalten. Wie im Vorjahr unterliegen die Wertpapiere keinen Haftungsbeschränkungen.

5. Flüssige Mittel

Es handelt sich im Wesentlichen um Guthaben bei Kreditinstituten; sie unterliegen - unverändert gegenüber dem Vorjahr - keinen Verfügungsbeschränkungen.

6. Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungen ergaben sich im Wesentlichen durch Vorauszahlungen bei Darlehensverbindlichkeiten, für Nutzungsentgelte sowie für Mieten. Der Unterschiedsbetrag zwischen Erfüllungs- und Ausgabebetrag bei Verbindlichkeiten beträgt 5.973 Tsd. Euro (Vorjahr 7.885 Tsd. Euro).

7. Eigenkapital

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(In Tsd. EUR) Stand 1.1.2015 Dividendenzahlungen Jahresüberschuss Veränderung Kapital / Rücklagen Stand 31.12.2015
Gezeichnetes Kapital 177.432 - - - 177.432
Eigene Aktien -2.159 - - -8.384 -10.543
Kapitalrücklage 804.018 - - 145 804.163
Gewinnrücklagen          
Gesetzliche Rücklage 1.492 - - - 1.492
Andere Gewinnrücklagen 460.511 - - -222.637 237.874
Rücklagen gesamt 1.266.021 - - -222.492 1.043.529
Bilanzgewinn 131.688 -128.926 149.445 -13.588 138.619
  1.572.982 -128.926 149.445 -244.464 1.349.037

Das Grundkapital der Gesellschaft ist in 69309434 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. Das Grundkapital beträgt 177.432.151,04 Euro. Der auf die einzelne Aktie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals beträgt unverändert 2,56 Euro.

Zum 31. Dezember 2015 ergibt sich für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ein Bestand an eigenen Aktien im Sinne von § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG von insgesamt 4 118 351 Stück. Diese Aktien wurden ab dem 7. Oktober 2014 für die im Hauptversammlungsbeschluss vom 7. Mai 2014 beziehungsweise 6. Mai 2015 genannten Zwecke und zur Verwendung für alle sonstigen aktienrechtlich zulässigen Zwecke zu einem Preis von insgesamt 292.913.194 Euro (Durchschnittskurs 71,12 Euro je Aktie) erworben. Der auf diese eigenen Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 10.542.979 Euro (5,94 Prozent des Grundkapitals).

3 290 905 eigene Aktien wurden im Rahmen des am 1. Oktober 2014 beschlossenen Aktienrückkaufprogramms in der Zeit vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 zu einem Preis von insgesamt 245.511.524 Euro (Durchschnittskurs 74,60 Euro je Aktie) für die im Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 7. Mai 2014 beziehungsweise 6. Mai 2015 vorgesehenen Zwecke und zur Verwendung für alle sonstigen aktienrechtlich zulässigen Zwecke erworben. Der auf diese Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 8.424.717 Euro (4,75 Prozent des Grundkapitals).

Zum 31. Dezember 2015 beträgt das gezeichnete Kapital nach Berücksichtigung der noch im Bestand befindlichen eigenen Aktien 166.889 Tsd. Euro (Vorjahr 175.274 Tsd. Euro).

Die Kapitalrücklage enthält das Aufgeld aus der Ausgabe von Aktien durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft unverändert gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 782.684 Tsd. Euro, den Buchgewinn aus der Veräußerung eigener Aktien in Höhe von 1.791 Tsd. Euro (Vorjahr 1.646 Tsd. Euro) sowie den auf die im Vorjahr eingezogenen Aktien entfallenden Betrag des gezeichneten Kapitals in Höhe von 19.688 Tsd. Euro.

Aus dem Jahresüberschuss ist eine Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 13.588 Tsd. Euro vorgenommen worden (Vorjahr 33.891 Tsd. Euro). Gegenläufig wirkte sich bei den anderen Gewinnrücklagen die Verrechnung der Anschaffungskosten aus dem Erwerb eigener Aktien mit -282.370 Tsd. Euro (Vorjahr -46.144 Tsd. Euro) aus. Von den Rücklagen unterliegt ein Betrag in Höhe von 18.355 Tsd. Euro (Vorjahr 26.035 Tsd. Euro) einer Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB. Er betrifft in voller Höhe die über die Anschaffungskosten hinausgehende Marktbewertung des Deckungsvermögens zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen.

Dem Vorstand sind keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. Es ist dem Vorstand nicht bekannt, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben.

Gesetzliche Vorschriften über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung finden sich in den §§ 84, 85 AktG beziehungsweise §§ 179, 133 AktG. Nach § 7 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand mindestens aus zwei Personen. § 23 Abs. 1 der Satzung bestimmt, dass die Beschlüsse der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst werden, sofern nicht das Gesetz zwingend etwas anderes bestimmt. Soweit das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals verlangt, genügt nach § 23 Abs. 3 der Satzung die einfache Mehrheit, sofern nicht zwingend eine andere Mehrheit vorgeschrieben ist.

Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital bis zum 5. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals um bis zu insgesamt 54.000 Tsd. Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Die weiteren Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung um bis zu 49.280 Tsd. Euro, eingeteilt in bis zu 19 250 000 Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung.

Ermächtigung zum Aktienrückkauf:

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Mai 2015 ist die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt worden, eigene Aktien zu erwerben. Diese Ermächtigung gilt bis zum 5. Mai 2020. Sie ist insgesamt auf einen Anteil von zehn Prozent des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals beschränkt. Die Ermächtigung kann unmittelbar durch die Gesellschaft oder durch ein von der Gesellschaft abhängiges oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen oder durch von der Gesellschaft oder von der Gesellschaft abhängige oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehende Unternehmen beauftragte Dritte ausgeübt werden und erlaubt den Erwerb eigener Aktien im ganzen Umfang oder in Teilbeträgen sowie den einmaligen oder mehrmaligen Erwerb. Der Erwerb eigener Aktien kann über die Börse oder mittels eines an sämtliche Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder durch die Ausgabe von Andienungsrechten an die Aktionäre erfolgen. Die Bedingungen für den Erwerb werden im Beschluss weiter spezifiziert.

Der Vorstand ist durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Mai 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bei einer Veräußerung eigener Aktien durch ein Angebot an alle Aktionäre den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem ihrer nachgeordneten Konzernunternehmen ausgegebenen Options- und/oder Wandelanleihen ein Bezugsrecht auf die Aktien zu gewähren. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an sämtliche Aktionäre zu veräußern, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet.

Der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist ferner unter den nachstehenden Voraussetzungen ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats Dritten in anderer Weise als über die Börse oder mittels Angebot an sämtliche Aktionäre anzubieten und zu übertragen. Dies kann im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen daran oder von Unternehmensteilen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen geschehen. Dies ist außerdem zulässig zur Einführung von Aktien der Gesellschaft an ausländischen Börsen, an denen sie bisher nicht zum Handel zugelassen sind. Außerdem dürfen die Aktien Personen zum Erwerb angeboten werden, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen stehen oder standen. Außerdem dürfen die Aktien den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft gemäß der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 12. Mai 2011 (TOP 8) begebenen Schuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Options- und/oder Wandlungsrechte und/oder -pflichten gewährt werden.

Weiterhin dürfen die Aktien (amtierenden oder ausgeschiedenen) Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft und (amtierenden oder ausgeschiedenen) Mitgliedern von Vorständen und Geschäftsführungen der von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG sowie Personen, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG stehen oder standen, mit der Verpflichtung übertragen werden, sie für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren seit der Übertragung zu halten. Eine solche Übertragung ist nur zulässig, um bestehende Ansprüche des Übertragungsempfängers auf variable Vergütung an Erfüllungs statt zu tilgen. Die weiteren Bedingungen der Übertragung werden im Beschluss weiter spezifiziert. Im Fall der Ausgabe der Aktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft entscheidet allein der Aufsichtsrat der Gesellschaft über die Ausgabe.

Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8, 186 Abs. 3 und 4 AktG insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen verwendet werden.

Weiterhin ist der Vorstand ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats einzuziehen, ohne dass die Einziehung und ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedürfen.

Die Bedingungen der Bezugsrechtsgewährung, Veräußerung, Übertragung beziehungsweise Einziehung der eigenen Aktien werden in dem Beschluss der Hauptversammlung weiter spezifiziert.

Durch weiteren Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Mai 2015 ist die Gesellschaft zum Einsatz von Eigenkapitalderivaten im Rahmen des Erwerbs eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG sowie zum Ausschluss des Andienungs- und Bezugsrechts ermächtigt worden. Dadurch soll das Volumen an Aktien, das insgesamt erworben werden darf, nicht erhöht werden; es werden lediglich im Rahmen der Höchstgrenze der vorgenannten Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien und unter Anrechnung auf diese Höchstgrenze weitere Handlungsalternativen zum Erwerb eigener Aktien eröffnet. Der Vorstand ist ermächtigt worden, Optionen zu erwerben, die der Gesellschaft das Recht vermitteln, bei Ausübung der Optionen Aktien der Gesellschaft zu erwerben (Call-Optionen). Der Vorstand ist ferner ermächtigt worden, Optionen zu veräußern, welche die Gesellschaft bei Ausübung der Optionen durch deren Inhaber zum Erwerb von Aktien der Gesellschaft verpflichten (Put-Optionen). Ferner kann der Erwerb unter Einsatz einer Kombination aus Call- und Put-Optionen oder Terminkaufverträgen erfolgen. Die Bedingungen zum Einsatz von Eigenkapitalderivaten im Rahmen des Erwerbs eigener Aktien sowie zum Ausschluss des Andienungs- und Bezugsrechts werden in dem Beschluss der Hauptversammlung weiter spezifiziert.

15 743 eigene Aktien wurden im Mai 2015 an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und Mitglieder des Vorstands der HOCHTIEF Solutions AG zu einem Preis von 66,51 EUR je Aktie mit der Verpflichtung übertragen, sie für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren seit der Übertragung zu halten. Damit wurden bestehende Ansprüche der Übertragungsempfänger auf variable Vergütung getilgt. Der auf diese Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 40.302 Euro (0,023 Prozent des Grundkapitals).

8. Aktienbasierte Vergütungen

Während des Berichtsjahres bestanden folgende konzernweite aktienbasierte Vergütungssysteme für Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen:

Top-Executive-Retention-Plan 2008

Der Vorstand hat im Juni 2008 für ausgewählte Führungskräfte die Auflage eines Top-Executive-Retention-Plans (TERP 2008) beschlossen.

Der Plan basiert auf Stock-Awards und besteht aus drei Tranchen. Im Juli 2008 wurde die erste Tranche, im Juli 2009 die zweite Tranche und im Juli 2010 die dritte Tranche gewährt.

Die Laufzeit des Plans beträgt insgesamt zehn Jahre. Die Wartezeit liegt nach Zuteilung der jeweiligen Tranche bei drei Jahren. Der Ausübungszeitraum liegt - abhängig von der jeweiligen Tranche - zwischen fünf und sieben Jahren.

Die Planbedingungen sehen vor, dass die Berechtigten für jeden Stock-Award nach Ablauf der jeweiligen Wartezeit und nach Wahl der HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine HOCHTIEF-Aktie oder einen Barausgleich in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag erhalten. Der Gewinn ist in den einzelnen Jahren des Ausübungszeitraums auf eine Kappungsgrenze beschränkt. Diese Kappungsgrenze steigt jährlich an und ist am Ende der Laufzeit auf einen Maximalgewinn begrenzt. Der Maximalgewinn wurde für die erste Tranche auf 160 Euro, für die zweite Tranche auf 81,65 Euro und für die dritte Tranche auf 166,27 Euro pro Stock-Award festgelegt.

Die erste Tranche wurde 2015 vollständig ausgeübt.

Long-Term-Incentive-Plan 2010

Im Geschäftsjahr 2010 wurde für obere Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen sowie für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2010 (LTIP 2010) aufgelegt. Dieser sah neben der Gewährung von Stock-Appreciation-Rights (SAR) die Ausgabe von Stock-Awards vor. Die SAR können nur ausgeübt werden, wenn der zehntägige Durchschnitt (arithmetisches Mittel) der Börsenschlusskurse der HOCHTIEF-Aktie bis zum Ausübungstag im Vergleich zum Ausgabepreis an mindestens zehn aufeinanderfolgenden Börsenhandelstagen eine bessere Kursperformance als der MDAX aufweist, gemessen als zehntägiger Durchschnitt der Schlusskurse im Vergleich zum Basispreis dieses Index (relative Erfolgshürde), und wenn zusätzlich die Kapitalrendite RONA (Return on Net Assets) gemäß dem zuletzt gebilligten Konzernabschluss mindestens zehn Prozent beträgt (absolute Erfolgshürde). Die relative Erfolgshürde braucht nicht erfüllt zu werden, wenn nach Ablauf der Wartezeit der HOCHTIEF-Durchschnittsbörsenkurs an zehn aufeinanderfolgenden Börsenhandelstagen den Ausgabepreis um mindestens zehn Prozent übersteigt.

Die SAR können bei Erreichen der genannten Erfolgsziele nach einer Wartezeit von vier Jahren bis auf kurze Sperrfristen vor Bekanntgabe von Unternehmensdaten ausgeübt werden. Nach Ausübung der SAR wird von der gewährenden Gesellschaft der Unterschiedsbetrag zwischen dem aktuellen Börsenkurs und dem Ausgabepreis ausgezahlt. Der Gewinn pro SAR ist auf 27,28 Euro begrenzt.

Die Planbedingungen für die Ausgabe der Stock-Awards sahen vor, dass die Berechtigten nach Ablauf der Wartezeit von drei Jahren innerhalb eines Ausübungszeitraums von zwei Jahren bei Ausübung für jeden Stock-Award nach Wahl der HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine HOCHTIEF-Aktie oder einen Barausgleich in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag erhielten. Der Gewinn pro Stock-Award war auf 81,83 Euro begrenzt.

Der Plan für die Stock-Awards endete im Jahr 2015.

Long-Term-Incentive-Plan 2011

Im Geschäftsjahr 2011 wurde für obere Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen sowie für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2011 (LTIP 2011) aufgelegt. Die Planbedingungen unterscheiden sich nicht wesentlich von den Planbedingungen des LTIP 2010. Der Gewinn ist auf 32,67 Euro pro SAR und auf 98,01 Euro pro Stock-Award begrenzt.

Long-Term-Incentive-Plan 2012

Im Geschäftsjahr 2012 wurde für obere Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen sowie für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2012 (LTIP 2012) aufgelegt. Zu den Planbedingungen des LTIP 2011 unterscheidet sich der Plan in zwei Punkten:

1. Die Kapitalrendite RONA (Return on Net Assets) gemäß dem zuletzt gebilligten Konzernabschluss muss mindestens 15 Prozent betragen.

2. Die Wartezeit bei den Stock-Awards wurde von drei auf vier Jahre und die Laufzeit entsprechend von fünf auf sechs Jahre verlängert.

Der Gewinn ist auf 25,27 Euro pro SAR und auf 75,81 Euro pro Stock-Award begrenzt.

Long-Term-Incentive-Plan 2013

Im Geschäftsjahr 2013 wurde für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2013 (LTIP 2013) aufgelegt. Zu den Planbedingungen des LTIP 2012 unterscheidet sich der Plan nur in einem Punkt:

Das Erfolgsziel zur Kapitalrendite RONA wurde durch ein Erfolgsziel zum bereinigten Free Cashflow ersetzt. Die Anzahl der ausübbaren SAR richtet sich danach, ob der geplante Wertebereich für den bereinigten Free Cashflow erreicht wurde. Dieser Wertebereich wird im Rahmen des Business-Plans für das jeweilige Ausübungsjahr festgelegt.

Der Gewinn ist auf 24,61 Euro pro SAR und auf 73,83 Euro pro Stock-Award begrenzt.

Long-Term-Incentive-Plan 2014

Im Geschäftsjahr 2014 wurde für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2014 (LTIP 2014) aufgelegt. Die Planbedingungen unterscheiden sich nicht wesentlich von den Planbedingungen des LTIP 2013.

Der Gewinn ist auf 30,98 Euro pro SAR und auf 92,93 Euro pro Stock-Award begrenzt.

Long-Term-Incentive-Plan 2015

Im Geschäftsjahr 2015 wurde für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2015 (LTIP 2015) aufgelegt. Die Planbedingungen unterscheiden sich nicht wesentlich von den Planbedingungen des LTIP 2014.

Der Gewinn ist auf 31,68 Euro pro SAR und auf 95,04 Euro pro Stock-Award begrenzt.

Sonstiges

Kapitalrenditekonzept RONA

Das Kapitalrenditekonzept Return on Net Assets (RONA) gibt an, wie erfolgreich sich das Vermögen von HOCHTIEF verzinst hat, und misst somit die Rentabilität des HOCHTIEF-Konzerns. Hierzu wird das erzielte Ergebnis ins Verhältnis zum Nettovermögen gesetzt. Das erzielte Ergebnis setzt sich aus dem in der Ergebnisrechnung abgeleiteten betrieblichen Ergebnis / EBIT und den Zinserträgen auf das Finanzvermögen zusammen. Das Nettovermögen spiegelt den zu verzinsenden Kapitaleinsatz wider.

Im Berichtsjahr 2015 lag die Kapitalrendite (RONA) für den HOCHTIEF-Konzern bei 13,2 Prozent (Vorjahr 20,3 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich somit eine Verminderung der Kapitalrendite von 7,1 Prozentpunkten.

Die Ausübungsbedingungen aller aufgelegten Pläne sehen vor, dass bei Ausübung der SAR oder Stock-Awards - und bei Vorliegen aller anderen hierzu erforderlichen Voraussetzungen - die HOCHTIEF Aktiengesellschaft grundsätzlich ein Wahlrecht hat, anstelle der Auszahlung des Gewinns auch HOCHTIEF-Aktien zu liefern. Soweit die Bezugsberechtigten nicht bei der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beschäftigt sind, werden die mit der Ausübung entstehenden Aufwendungen durch das jeweilige verbundene Unternehmen getragen.

Für die vorstehend genannten aktienbasierten Vergütungspläne waren zum Bilanzstichtag Rückstellungen in Höhe von 8.199 Tsd. Euro (Vorjahr 7.219 Tsd. Euro) passiviert. Der Gesamtaufwand für die genannten Pläne betrug im Berichtsjahr 5.020 Tsd. Euro (Vorjahr 1.024 Tsd. Euro). Der innere Wert der zum Ende der Berichtsperiode ausübbaren Optionen belief sich auf 1.492 Tsd. Euro (Vorjahr 3.305 Tsd. Euro).

Für die Pläne sind bislang die folgenden Stückzahlen an SAR beziehungsweise Stock-Awards ausgegeben worden, verfallen oder ausgeübt worden:

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Ursprünglich ausgegeben Stand 31.12.2014 2015 neu gewährt 2015 Zugang durch Wechsel im Konzern 2015 Abgang durch Wechsel im Konzern 2015 verfallen
TERP 2008 - erste Tranche 53 300 4 800 - - - -
TERP 2008 - zweite Tranche 146 000 16 950 - - - -
TERP 2008 - dritte Tranche 84 100 22 300 - - - -
LTIP 2010 - SAR 134 700 21 400 - - - 800
LTIP 2010 - Stock-Awards 69 400 800 - - - 500
LTIP 2011 - SAR 84 950 71 150 - 700 - 2 450
LTIP 2011 - Stock-Awards 43 450 7 600 - 300 - -
LTIP 2012 - SAR 102 956 118 656 - 2 000 2 950 5 200
LTIP 2012 - Stock-Awards 23 086 17 969 - 350 500 1 200
LTIP 2013 - SAR 38 288 38 288 - - - -
LTIP 2013 - Stock-Awards 9 297 9 297 - - - -
LTIP 2014 - SAR 83 554 83 554 - - - -
LTIP 2014 - Stock-Awards 19 664 19 664 - - - -
LTIP 2015 - SAR - - 94 274 - - -
LTIP 2015 - Stock-Awards - - 19 733 - - -
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2015 ausgeübt/abgegolten Stand 31.12.2015
TERP 2008 - erste Tranche 4 800 0
TERP 2008 - zweite Tranche 13 650 3 300
TERP 2008 - dritte Tranche 13 100 9 200
LTIP 2010 - SAR 20 600 0
LTIP 2010 - Stock-Awards 300 0
LTIP 2011 - SAR 52 300 17 100
LTIP 2011 - Stock-Awards 7 600 300
LTIP 2012 - SAR - 112 506
LTIP 2012 - Stock-Awards - 16 619
LTIP 2013 - SAR - 38 288
LTIP 2013 - Stock-Awards - 9 297
LTIP 2014 - SAR - 83 554
LTIP 2014 - Stock-Awards - 19 664
LTIP 2015 - SAR - 94 274
LTIP 2015 - Stock-Awards - 19 733

9. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die betriebliche Altersversorgung bei der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist ein beitragsorientiertes Bausteinsystem. Der jährliche Rentenbaustein hängt vom Einkommen und vom Lebensalter des Beschäftigten ("Verrentungsfaktor") ab sowie von einem allgemeinen Versorgungsbeitrag, der durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft alle drei Jahre geprüft und gegebenenfalls angepasst wird. Die Summe aller erworbenen jährlichen Rentenbausteine ergibt die spätere Versorgungsleistung. Die Leistung umfasst eine Altersrente, eine Invalidenrente sowie eine Hinterbliebenenversorgung.

Die Höhe der Rückstellung wird nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, für die Schätzungen unumgänglich sind. Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die Richttafeln 2005 G von Professor Dr. Klaus Heubeck verwendet. Des Weiteren liegen der Berechnung folgende versicherungsmathematische Prämissen zugrunde:

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(In Prozent) 2015 2014
Abzinsungsfaktor 3,89 4,55
Gehaltssteigerungsrate 3,25 3,00
Rentensteigerungsrate 1,75 1,75

Zur Finanzierung von Pensionszahlungen wurde bei der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ein Contractual-Trust-Arrangement (CTA) gegründet. Die übertragenen Vermögensgegenstände werden durch einen externen Treuhänder verwaltet und dienen ausschließlich der Finanzierung der inländischen Pensionsverpflichtungen. Übertragene Barmittel werden am Kapitalmarkt nach Maßgabe der im Treuhandvertrag vereinbarten Anlagegrundsätze investiert. Anteile an einem Spezialfonds, bei dem es sich um einen Mischfonds handelt, hatten zum 31. Dezember 2015 einen Marktwert, der zugleich dem Buchwert entspricht, von 185.264 Tsd. Euro (Vorjahr 186.223 Tsd. Euro). Aus dem Fonds erhielt die HOCHTIEF Aktiengesellschaft - wie im Vorjahr - keine Ausschüttung. Die Vermögensgegenstände des Pensionsfonds erfüllen genauso wie an die Mitarbeiter verpfändete Rückdeckungsversicherungen und Fondsanteile aus der Entgeltumwandlung der Mitarbeiter die Anforderungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB. Demnach sind der beizulegende Zeitwert der Vermögensgegenstände mit dem Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen und die Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen mit den Aufzinsungsaufwendungen der Pensionsverpflichtungen zu verrechnen. Die Saldierung erfolgt getrennt nach der Art der Pensionszusage. Je nachdem ob eine Über- oder Unterdeckung vorliegt, kann es zu einem aktivischen oder passivischen Ausweis in der Bilanz kommen.

In der Bilanz zum 31. Dezember 2015 wurde folgende Verrechnung vorgenommen:

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31.12.2015 31.12.2014
(In Tsd. EUR) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Gesamt Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Gesamt
Erfüllungsbetrag der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen -51.749 -229.511 -281.260 -46.849 -230.838 -277.687
Beizulegender Zeit- wert der verrech- neten Vermögensgegenstände (§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) 67.499 194.893 262.392 66.581 215.271 281.852
Saldo 15.750 -34.618 -18.868 19.732 -15.567 4.165
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände (§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) 67.499 176.538 244.037 66.581 191.890 258.471

Die laufenden Leistungen für die Pensionszahlungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 21.953 Tsd. Euro (Vorjahr 22.432 Tsd. Euro).

Der Aufwand aus Pensionsverpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:

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(In Tsd. EUR) 2015 2014
Aufwand für Altersversorgung -1.534 -57
Personalaufwand -1.534 -57
Zinsaufwand aus der Aufzinsung und der Änderung des Abzinsungssatzes 28.695 21.712
Verrechnete Erträge/Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen (§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) 188 -15.029
Zinsergebnis 28.883 6.683
Gesamtaufwand 27.349 6.626

Der negative Aufwand für Altersversorgung im Geschäftsjahr 2015 resultiert aus einer gegenüber den Bewertungsannahmen höheren Sterblichkeit.

10. Übrige Rückstellungen

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(In Tsd. EUR) 31.12.2015 31.12.2014
Steuerrückstellungen 20.579 2.852
Sonstige Rückstellungen 55.226 43.121
  75.805 45.973

Die sonstigen Rückstellungen betreffen unter anderem Personalrückstellungen, Risiken im Immobilien- und Beteiligungsbereich, nicht an anderer Stelle berücksichtigte drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, Jahresabschlusskosten, Gewährleistungen, Prozessrisiken sowie andere ungewisse Verbindlichkeiten.

11. Verbindlichkeiten

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(In Tsd. EUR) 31.12.2015 Davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 31.12.2014 Davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr
Anleihen 1.801.897 51.897 1.801.897 51.897
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 51.457 51.457 92.606 42.606
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.292 2.292 3.546 3.546
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 198.800 195.500 136.153 136.153
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.174 1.174 1.172 1.172
Sonstige Verbindlichkeiten 15.933 15.867 66.564 66.473
davon aus Steuern (11.362) (11.362) (11.140) (11.140)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (38) (38) (12) (12)
  2.071.553 318.187 2.101.938 301.847

Die Anleihen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft setzen sich wie folgt zusammen:

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Buchwert 31.12.2015
(In Tsd. EUR)
Buchwert 31.12.2014
(In Tsd. EUR)
Nominalwert 31.12.2015
(In Tsd. EUR)
Zinssatz
in Prozent
Ursprüngliche Laufzeit
(In Jahren)
Fälligkeit
Anleihe HOCHTIEF AG (2014) 507.803 507.803 500.000 2,63 5 Mai 2019
Anleihe HOCHTIEF AG (2013) 772.772 772.772 750.000 3,88 7 März 2020
Anleihe HOCHTIEF AG (2012) 521.322 521.322 500.000 5,50 5 März 2017
  1.801.897 1.801.897        

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten einen Anteil eines am 13. Dezember 2012 aufgenommenen bilateralen Schuldscheindarlehens in Höhe von 50.000 Tsd. Euro. Das Darlehen hat eine ursprüngliche Laufzeit von vier Jahren und ist mit einer fixen Verzinsung ausgestattet. Von den beiden im Jahr 2008 aufgenommenen Schuldscheindarlehen wurde nun auch das mit einer Ursprungslaufzeit von sieben Jahren ausgestattete Darlehen mit einem Nominalwert von 39.000 Tsd. Euro planmäßig bei Laufzeitende am 4. Juli 2015 zurückgezahlt.

Ein internationales Bankenkonsortium hat HOCHTIEF im Dezember 2011 eine Fünf-Jahres-Kreditlinie, die eine Avaltranche in Höhe von 1,5 Mrd. Euro sowie eine Bartranche in Höhe von 500.000 Tsd. Euro beinhaltet, zu marktgerechten Konditionen bereitgestellt. Diese syndizierte Fazilität wurde im April des Geschäftsjahres 2014 bis zum 30. April 2019 vorzeitig und zu marktgerechten Konditionen verlängert. Die Bartranche ist zum Stichtag - wie im Vorjahr - nicht in Anspruch genommen worden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Konzernfinanzverkehr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Steuerverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung, Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit, andere Verbindlichkeiten außerhalb des Lieferungs- und Leistungsverkehrs sowie andere Verpflichtungen.

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren (Vorjahr 750.000 Tsd. Euro).

12. Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungen ergaben sich im Wesentlichen aus Vorauszahlungen von Nutzungsentgelten für Grundstücke.

13. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Haftungsverhältnisse waren überwiegend zur Sicherung aufgenommener Bankkredite, für Vertragserfüllungen, Gewährleistungsverpflichtungen und Vorauszahlungen gegeben. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft bürgte am Bilanzstichtag im Wesentlichen für Beteiligungsgesellschaften und Arbeitsgemeinschaften. Nach unserer Einschätzung können alle Gesellschaften ihre zugrunde liegenden Verpflichtungen erfüllen, sodass die HOCHTIEF Aktiengesellschaft voraussichtlich nicht in Anspruch genommen wird.

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(In Tsd. EUR) 31.12.2015 31.12.2014
Verpflichtungen aus Bürgschaften und Patronatserklärungen 1.025.178 1.275.359
davon für verbundene Unternehmen (952.995) (1.200.996)

Im Zusammenhang mit einer konzerninternen Umstrukturierung im Geschäftsjahr 2012 hat die HOCHTIEF Aktiengesellschaft für eine Beteiligung eine Wertgarantie übernommen, die am Bilanzstichtag noch eine Restlaufzeit von 13 Monaten (Vorjahr 25 Monate) aufweist.

Der im Dezember 2011 abgeschlossene und im April 2014 verlängerte syndizierte Aval- und Barkredit in Höhe von zwei Mrd. Euro bildet weiterhin ein zentrales langfristiges Finanzierungsinstrument der HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Diese syndizierte Fazilität hat eine Tranche für Avalziehungen im Volumen von 1,5 Mrd. Euro, die zum 31. Dezember 2015 mit 857.719 Tsd. Euro (Vorjahr 946.578 Tsd. Euro) in Anspruch genommen worden ist, und enthält eine Barlinie in Höhe von 500.000 Tsd. Euro, die zum 31. Dezember 2015 - wie im Vorjahr - nicht gezogen war. Der Kreditrahmen ermöglicht die Bereitstellung von Bürgschaften für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit vornehmlich der Division HOCHTIEF Europe. Der angesprochene Aval- und Barkredit hatte eine ursprüngliche Laufzeit von fünf Jahren und wurde im April 2014 bis zum 30. April 2019 verlängert.

Daneben bestehen für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft weitere Avalkreditlinien mit einem Gesamtbetrag von 1.496.338 Tsd. Euro (Vorjahr 1.191.348 Tsd. Euro) bei Versicherungsgesellschaften und Banken. Diese sind zum 31. Dezember 2015 mit 919.254 Tsd. Euro (Vorjahr 791.642 Tsd. Euro) in Anspruch genommen worden.

Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat zugunsten amerikanischer Versicherungsgesellschaften eine unbegrenzte Garantie für Verpflichtungen der Turner- und der Flatiron-Gruppe im Rahmen des sogenannten Bondings ausgelegt. Dieses in den USA gesetzlich vorgesehene Sicherungsmittel garantiert die Erfüllung von Projekten der öffentlichen Hand. Weiterhin kommt es bei ausgewählten sonstigen Kunden zum Einsatz. Das gesamte Bondingvolumen beläuft sich nach Erhöhungen des Gesamtvolumens im Berichtsjahr auf 7.300 Mio. US-Dollar (Vorjahr 6.500 Mio. US-Dollar). Die Ausnutzung dieses Bondingvolumens beträgt zum 31. Dezember 2015 6.491 Mio. US-Dollar (Vorjahr 5.032 Mio. US-Dollar). Eine Inanspruchnahme aus dieser HOCHTIEF-Garantie ist in der Vergangenheit nicht erfolgt und wird zurzeit auch für die Zukunft nicht erwartet. Darüber hinaus besteht zugunsten von Flatiron eine syndizierte Kreditfazilität in Höhe von 350 Mio. kanadischen Dollar (Vorjahr 240 Mio. kanadische Dollar) mit einer Laufzeit bis Dezember 2018, die zum 31. Dezember 2015 mit 147,4 Mio. kanadischen Dollar (Vorjahr 74,5 Mio. kanadische Dollar) in Anspruch genommen worden ist. Diese Fazilität wird ebenfalls durch eine Konzerngarantie der HOCHTIEF Aktiengesellschaft besichert.

Darüber hinaus haftet die HOCHTIEF Aktiengesellschaft für Joint-Venture-Garantien der Flatiron Construction Corporation höchstens in Höhe der Auftragswerte. Diese betrugen zum 31. Dezember 2015 967.386 Tsd. Euro (Vorjahr 787.496 Tsd. Euro).

Im Rahmen der sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen Abnahmeverpflichtungen aus langfristigen Liefer- und Leistungsverträgen in Höhe von 86.887 Tsd. Euro (Vorjahr 103.137 Tsd. Euro). Dabei handelt es sich um Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen. Ihnen stehen erwartete Mieterträge in Höhe von 72.312 Tsd. Euro (Vorjahr 96.317 Tsd. Euro) gegenüber.

Derivative Finanzinstrumente

Darlehensverbindlichkeiten mit einem Nominalvolumen von 39.000 Tsd. Euro, die einer variablen Verzinsung unterlagen, wurden im zurückliegenden Geschäftsjahr planmäßig getilgt. Sie wurden - unverändert gegenüber dem Vorjahr - durch einen Zinsswap besichert, der ebenfalls planmäßig auslief.

Zur Absicherung unserer aktienbasierten Vergütungspläne, die mittels Barausgleich erfüllt werden, bestehen vier Aktienoptionsgeschäfte (Vorjahr sechs) und zwei Aktientermingeschäfte (Vorjahr vier). Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionsgeschäfte betrug saldiert 6.817 Tsd. Euro (Vorjahr 4.982 Tsd. Euro). Der Buchwert der Aktienoptionsgeschäfte beträgt saldiert 1.202 Tsd. Euro (Vorjahr 3.017 Tsd. Euro) und ist in den sonstigen Vermögensgegenständen beziehungsweise sonstigen Verbindlichkeiten enthalten. Der beizulegende Zeitwert der Aktientermingeschäfte belief sich zum 31. Dezember 2015 saldiert auf 2.241 Tsd. Euro (Vorjahr 2.399 Tsd. Euro). Für Aktienoptionsgeschäfte, die am 31. Dezember 2015 einen negativen beizulegenden Zeitwert aufwiesen, wurden Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 624 Tsd. Euro (Vorjahr 156 Tsd. Euro) gebildet, da diese nicht in einer Bewertungseinheit mit den aktienbasierten Vergütungsplänen stehen. Die im Zusammenhang mit diesen Derivaten entstandenen Aufwendungen und Erträge werden im Personalaufwand ausgewiesen.

Die beizulegenden Zeitwerte von Derivaten, die nicht mit deren beizulegendem Zeitwert bewertet worden sind, da sie in einer Bewertungseinheit designiert waren oder einen positiven Marktwert aufwiesen, betrugen zum 31. Dezember 2015 saldiert 9.751 Tsd. Euro (Vorjahr 7.627 Tsd. Euro).

Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung

14. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse der HOCHTIEF Aktiengesellschaft stehen im Zusammenhang mit der Ausübung der Holdingfunktion. In den Umsatzerlösen sind Mieterträge in Höhe von 23.426 Tsd. Euro (Vorjahr 23.624 Tsd. Euro) enthalten.

15. Sonstige betriebliche Erträge

Diese Position enthält hauptsächlich Erträge aus Konzernumlagen, der Auflösung von Rückstellungen, der Veräußerung von Wertpapieren des Umlaufvermögens und dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 5.588 Tsd. Euro (Vorjahr 11.306 Tsd. Euro) stellen periodenfremde Erträge dar. Des Weiteren werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen 1.250 Tsd. Euro (Vorjahr 6.924 Tsd. Euro) Währungskursgewinne ausgewiesen.

16. Materialaufwand

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(In Tsd. EUR) 2015 2014
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 794 669
Aufwendungen für bezogene Leistungen 16.693 15.964
  17.487 16.633

17. Personalaufwand

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(In Tsd. EUR) 2015 2014
Löhne und Gehälter 29.929 24.532
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 2.335 2.352
Aufwendungen für Altersversorgung -1.095 189
  31.169 27.073

Mitarbeiter

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(Jahresdurchschnitt) 2015 2014
Gewerbliche Arbeitnehmer 4 5
Angestellte 191 216
  195 221

Die im Berichtsjahr gesunkene Zahl der Mitarbeiter der HOCHTIEF Aktiengesellschaft resultiert im Wesentlichen aus der Dezentralisierung von Aufgaben der Abteilungen Recht und Projektfinanzierung in die inländischen Beteiligungen HOCHTIEF Infrastructure GmbH, HOCHTIEF Engineering GmbH, HOCHTIEF Building GmbH sowie HOCHTIEF PPP Solutions GmbH, wobei die Mitarbeiter ihre jeweilige Tätigkeit in den genannten Beteiligungen fortsetzen.

18. Abschreibungen

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(In Tsd. EUR) 2015 2014
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.601 3.189
Sachanlagen 854 795
  3.455 3.984

Die Abschreibungen betreffen planmäßige Abschreibungen.

19. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen überwiegend Mieten und Pachten, Beratungskosten, EDV-Kosten, Zuführungen zu Rückstellungen für Beteiligungsrisiken, Aufsichtsratsvergütungen, Umlagen, Gerichts-, Anwalts- und Notarkosten, Abfindungen, Kosten des Post- und Zahlungsverkehrs, Reise- und Werbungskosten, Versicherungsprämien sowie Jahresabschlusskosten. Des Weiteren enthält diese Position mit 1.106 Tsd. Euro (Vorjahr 2.970 Tsd. Euro) Währungsverluste. Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesenen sonstigen Steuern belaufen sich auf 1.269 Tsd. Euro (Vorjahr 276 Tsd. Euro).

20. Ergebnis Finanzanlagen

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(In Tsd. EUR) 2015 2014
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 381.859 282.870
Erträge aus Beteiligungen - 3
davon von verbundenen Unternehmen (-) (3)
Aufwendungen aus Verlustübernahmen -70.708 -9.168
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.704 1.977
davon von verbundenen Unternehmen (1.451) (1.842)
  312.855 275.682

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen entfallen im Wesentlichen auf die Beteiligungen HOCHTIEF Asia Pacific GmbH (179.498 Tsd. Euro; Vorjahr 174.744 Tsd. Euro), HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions GmbH (125.943 Tsd. Euro; Vorjahr 1.089 Tsd. Euro) sowie HOCHTIEF Americas GmbH (75.585 Tsd. Euro; Vorjahr 10.703 Tsd. Euro). Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen betreffen im Wesentlichen die HOCHTIEF Solutions AG (-50.523 Tsd. Euro; Vorjahr Gewinnabführung 37.085 Tsd. Euro) und die HOCHTIEF Projektentwicklung GmbH (-20.110 Tsd. Euro; Vorjahr Gewinnabführung 58.328 Tsd. Euro).

21. Zinsergebnis

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(In Tsd. EUR) 2015 2014
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 33.305 33.503
davon von verbundenen Unternehmen (32.182) (30.112)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -126.330 -115.037
davon an verbundene Unternehmen (-2.075) (-2.693)
  -93.025 -81.534

Der Aufwand aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von 28.695 Tsd. Euro (Vorjahr 21.712 Tsd. Euro) wird im Zinsergebnis mit den Erträgen beziehungsweise Aufwendungen des für die Pensionsverpflichtungen bestehenden Deckungsvermögens in Höhe von -188 Tsd. Euro (Vorjahr 15.029 Tsd. Euro) verrechnet. Ein positiver Saldo wird unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen, ein negativer Saldo unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen. Außerdem enthalten die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen die Aufwendungen aus der Aufzinsung von sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 174 Tsd. Euro (Vorjahr 197 Tsd. Euro).

22. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens

Diese Position enthält in Höhe von 70 Tsd. Euro (Vorjahr 924 Tsd. Euro) Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen. Im Vorjahr waren hier zudem Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 2.029 Tsd. Euro enthalten.

23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Diese Position enthält im Wesentlichen Gewerbeertrag- und Körperschaftsteuern. Die sonstigen Steuern werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

24. Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015

Das System der Vorstandsvergütung ist auf eine langfristige und nachhaltige Unternehmensführung ausgerichtet. Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat festgesetzt. Auch das Vergütungssystem für den Vorstand wird vom Aufsichtsrat beschlossen und regelmäßig überprüft. Der Personalausschuss des Aufsichtsrats bereitet die entsprechenden Beschlussfassungen des Aufsichtsratsplenums vor.

Die Vergütung der Vorstände setzt sich für das Geschäftsjahr 2015 zusammen aus

1. einer Festvergütung,

2. Nebenleistungen,

3. einer variablen Vergütung sowie

4. einer Altersversorgung.

1. Die Festvergütung wird in gleichen monatlichen Raten ausgezahlt.

2. Zu den Nebenleistungen zählt der nach steuerlichen Richtlinien anzusetzende Wert der privaten Nutzung des Dienstwagens und vermögenswerter Vorteile.

3. Die Berechnung der variablen Vergütung erfolgt auf der Basis der folgenden gleich gewichteten Komponenten: bereinigter Free Cashflow, Konzerngewinn absolut und Konzerngewinn Delta zum Vorjahr. Für alle drei Komponenten kann die Zielerfüllung bei null bis 200 Prozent des budgetierten Betrags liegen. Zusätzlich zu den wirtschaftlichen Zielen legt der Aufsichtsrat jährlich bis zu vier strategische Ziele fest, die einheitlich für alle Mitglieder des Vorstands Gültigkeit haben. Der Aufsichtsrat hat das Recht, den Gesamtzielerreichungsgrad, der sich aus der Erreichung der wirtschaftlichen Ziele ergibt, unter Würdigung der Zielerreichung dieser strategischen Ziele zu erhöhen oder zu vermindern.

Die erreichte variable Vergütung wird jeweils zu einem Drittel wie folgt erfüllt:

a. Barzahlung (Short-Term-Incentive-Komponente),

b. durch Übertragung von Aktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft in Höhe des Nettobetrags, mit einer Sperrfrist von zwei Jahren (Long-Term-Incentive-Komponente I), und

c. durch Gewährung eines jährlich aufzulegenden Long-Term-Incentive-Plans (Long-Term-Incentive-Komponente II).

4. Alle Mitglieder des Vorstands haben als betriebliche Altersversorgung einzelvertragliche Pensionszusagen erhalten, die eine Inanspruchnahme der Pension frühestens ab Vollendung des 65. Lebensjahres vorsehen. Die Höhe der Pension bemisst sich an den festen Bezügen. Dabei wird ein prozentualer Anteil der festen Bezüge als Pension gewährt, der mit der Bestelldauer steigt. Als Höchstbetrag erhält das Vorstandsmitglied 65 Prozent der letzten festen Bezüge. Die Hinterbliebenenversorgung beträgt 60 Prozent des Pensionsanspruchs.

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Gewährte Zuwendung Fernández Verdes
Vorstandsvorsitzender
Eintritt: 15.04.2012
20141) 2015
(In Tsd. EUR) gewährt Minimum Maximum
Festvergütung 1.008 1.038 1.038 1.038
Nebenleistungen 46 37 37 37
Summe 1.054 1.075 1.075 1.075
Einjährige variable Vergütung 1.048 1.260 0 1.339
Mehrjährige variable Vergütung        
Long-Term-Incentive-Komponente I2) 886 1.066 0 1.133
Long-Term-Incentive-Komponente II3)        
LTIP Stock-Awards (Laufzeit 6 Jahre) 443 5334) 0 567
LTIP Stock-Appreciation-Rights (Laufzeit 7 Jahre) 443 5334) 0 567
Summe 3.874 4.467 1.075 4.681
Versorgungsaufwand 452 1.656 1.656 1.656
Gesamtvergütung 4.326 6.123 2.731 6.337
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Gewährte Zuwendung Legorburo
Vorstandsmitglied
Eintritt: 07.05.2014
2014 2015
(In Tsd. EUR) gewährt Minimum Maximum
Festvergütung 195 309 309 309
Nebenleistungen 79 39 39 39
Summe 274 348 348 348
Einjährige variable Vergütung 184 339 0 361
Mehrjährige variable Vergütung        
Long-Term-Incentive-Komponente I2) 184 339 0 361
Long-Term-Incentive-Komponente II3)        
LTIP Stock-Awards (Laufzeit 6 Jahre) 92 1704) 0 180
LTIP Stock-Appreciation-Rights (Laufzeit 7 Jahre) 92 1704) 0 180
Summe 826 1.366 348 1.430
Versorgungsaufwand 118 182 182 182
Gesamtvergütung 944 1.548 530 1.612
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Gewährte Zuwendung von Matuschka
Vorstandsmitglied
Eintritt: 07.05.2014
2014 2015
(In Tsd. EUR) gewährt Minimum Maximum
Festvergütung 228 361 361 361
Nebenleistungen 12 18 18 18
Summe 240 379 379 379
Einjährige variable Vergütung 210 388 0 412
Mehrjährige variable Vergütung        
Long-Term-Incentive-Komponente I2) 210 388 0 412
Long-Term-Incentive-Komponente II3)        
LTIP Stock-Awards (Laufzeit 6 Jahre) 105 1944) 0 206
LTIP Stock-Appreciation-Rights (Laufzeit 7 Jahre) 105 1944) 0 206
Summe 870 1.543 379 1.615
Versorgungsaufwand 160 223 223 223
Gesamtvergütung 1.030 1.766 602 1.838
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Gewährte Zuwendung Sassenfeld
Finanzvorstand
Eintritt: 01.11.2011
2014 2015
(In Tsd. EUR) gewährt Minimum Maximum
Festvergütung 600 618 618 618
Nebenleistungen 22 20 20 20
Summe 622 638 638 638
Einjährige variable Vergütung 564 679 0 721
Mehrjährige variable Vergütung        
Long-Term-Incentive-Komponente I2) 564 679 0 721
Long-Term-Incentive-Komponente II3)        
LTIP Stock-Awards (Laufzeit 6 Jahre) 282 3394) 0 361
LTIP Stock-Appreciation-Rights (Laufzeit 7 Jahre) 282 3394) 0 361
Summe 2.314 2.674 638 2.802
Versorgungsaufwand 290 612 612 612
Gesamtvergütung 2.604 3.286 1.250 3.414

1) ohne nachträgliche Anpassung (siehe Bezüge für frühere Geschäftsjahre)
2) Übertragung von Aktien mit einer zweijährigen Sperrfrist
3) Gewährung als Long-Term-Incentive-Plan
4) Wert zum Gewährungszeitpunkt

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Zugeflossene Zuwendung Fernández Verde Legorburo von Matuschka
Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied
Eintritt: 15.04.2012 Eintritt: 07.05.2014 Eintritt: 07.05.2014
(In Tsd. EUR) 2015 20141) 2015 2014 2015 2014
Festvergütung 1.038 1.008 309 195 361 228
Nebenleistungen 37 46 39 79 18 12
Summe 1.075 1.054 348 274 379 240
Einjährige variable Vergütung 1.260 1.048 339 184 388 210
Mehrjährige variable Vergütung            
Long-Term-Incentive-Komponente I2) 1.066 886 339 184 388 210
Long-Term-Incentive-Komponente II 0 0 0 0 23 0
Summe 3.401 2.988 1.026 642 1.178 660
Versorgungsaufwand 1.656 452 182 118 223 160
Gesamtvergütung 5.057 3.440 1.208 760 1.401 820
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Zugeflossene Zuwendung Sassenfeld
Finanzvorstand
Eintritt: 01.11.2011
(In Tsd. EUR) 2015 2014
Festvergütung 618 600
Nebenleistungen 20 22
Summe 638 622
Einjährige variable Vergütung 679 564
Mehrjährige variable Vergütung    
Long-Term-Incentive-Komponente I2) 679 564
Long-Term-Incentive-Komponente II 0 0
Summe 1.996 1.750
Versorgungsaufwand 612 290
Gesamtvergütung 2.608 2.040

1) ohne nachträgliche Anpassung (siehe Bezüge für frühere Geschäftsjahre)
2) Übertragung von Aktien mit einer zweijährigen Sperrfrist

Regelungen im Falle der Beendigung des Dienstvertrags

Bei Nichtverlängerung des Dienstvertrags erhalten die Vorstandsmitglieder eine Abfindung in Höhe eines festen Jahresgehalts. Die Abfindung setzt voraus, dass das Vorstandsmitglied bei Ende des Anstellungsvertrags mindestens in der zweiten Amtsperiode dem Vorstand angehörte und noch nicht das 65. Lebensjahr vollendet hat. Bei einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit werden Abfindungszahlungen an die Vorstände den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und es wird nicht mehr als die Restlaufzeit des Dienstvertrags vergütet.

Der Barwert der Pensionszusagen an aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder beträgt 77.376 Tsd. Euro (Vorjahr 70.049 Tsd. Euro).

An frühere Mitglieder des Vorstands oder deren Hinterbliebene wurden Beträge in Höhe von 4.869 Tsd. Euro (Vorjahr 7.676 Tsd. Euro) gezahlt. Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und ihren Hinterbliebenen betragen 70.148 Tsd. Euro (Vorjahr 65.494 Tsd. Euro).

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(In Tsd. EUR) Barwert der Pensionszusagen
Fernández Verdes 2015 4.937
  2014 3.281
Legorburo 2015 300
  2014 118
von Matuschka 2015 383
  2014 160
Sassenfeld 2015 1.608
  2014 996
Vorstand gesamt 2015 7.228
  2014 4.555

Bezüge des Vorstands für frühere Geschäftsjahre

Vom Aufsichtsrat wurde für das Geschäftsjahr 2014 für Herrn Fernández Verdes aufgrund der außergewöhnlichen Leistung von Herrn Fernández Verdes sein Gesamtzielerreichungsgrad für die STIP-, LTIP-I- und LTIP-II-Komponente von 161,17 Prozent auf 200 Prozent festgesetzt. Daraus resultierend wurden 252 Tsd. Euro Short-Term-Incentive, 214 Tsd. Euro Long-Term-Incentive-I und 214 Tsd. Euro Long-Term-Incentive-II gewährt.

Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat 2015 zur Erfüllung der Long-Term-Incentive-Komponente II aus dem Jahr 2014 einen Long-Term-Incentive-Plan 2015 (LTIP 2015) für die Vorstandsmitglieder beschlossen. Dabei handelt es sich um die Gewährung von sogenannten Stock-Appreciation-Rights (Wertsteigerungsrechte) und Stock-Awards (virtuelle Aktienrechte). Die Stock-Appreciation-Rights 2015 gewähren den Vorständen bei Erreichung der Ausübungshürden nach Ablauf der Wartezeit von vier Jahren innerhalb des dreijährigen Ausübungszeitraums einen Zahlungsanspruch gegen die Gesellschaft. Dessen Höhe hängt von der Entwicklung des Börsenkurses innerhalb der Warte- und Ausübungszeit ab. Ferner müssen relative sowie absolute Erfolgshürden, deren nachträgliche Änderung ausgeschlossen ist, erfüllt sein. Die Planbedingungen der Stock-Awards 2015 sehen vor, dass die Berechtigten für jeden Stock-Award nach Ablauf der Wartezeit von vier Jahren innerhalb des zweijährigen Ausübungszeitraums einen Zahlungsanspruch in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag haben. Die Ansprüche sind für den Long-Term-Incentive-Plan 2015 auf einen Maximalwert (50 Prozent Aktienkurssteigerung) begrenzt, damit die Höhe auch im Fall von außerordentlichen beziehungsweise nicht vorhersehbaren Entwicklungen angemessen bleibt. Herrn Fernández Verdes wurden 49 751 Stock-Appreciation-Rights und 10 414 Stock-Awards mit einem Wert zum Zeitpunkt der Gewährung in Höhe von jeweils 550 Tsd. Euro gewährt. Herrn Legorburo wurden 8 311 Stock-Appreciation-Rights und 1 740 Stock-Awards mit einem Wert zum Zeitpunkt der Gewährung in Höhe von jeweils 92 Tsd. Euro gewährt. Herrn von Matuschka wurden 9 498 Stock-Appreciation-Rights und 1 988 Stock-Awards mit einem Wert zum Zeitpunkt der Gewährung in Höhe von jeweils 105 Tsd. Euro gewährt. Herrn Sassenfeld wurden 25 513 Stock-Appreciation-Rights und 5 340 Stock-Awards mit einem Wert zum Zeitpunkt der Gewährung in Höhe von jeweils 282 Tsd. Euro gewährt. Zusätzliche Einzelheiten zu den Plänen finden Sie auf den Seiten 16 bis 19.

Die an die Vorstandsmitglieder in den letzten Jahren zugeteilten Long-Term-Incentive-Pläne führten zu folgendem Aufwand:

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(In Tsd. EUR) Aufwand aus Long-Term-Incentive-Plänen
Fernández Verdes 2015 1.080
  2014 325
Legorburo 2015 51
  2014 0
von Matuschka 2015 284
  2014 153
Sassenfeld 2015 846
  2014 282
Vorstand gesamt 2015 2.261
  2014 760

Bezüge des Vorstands für Tätigkeiten in Konzerngesellschaften

Für die Tätigkeit im Board von CIMIC hat Herr Sassenfeld aufgrund gesetzlicher Vorgaben in Australien Pensionszusagen in Höhe von 1 Tsd. Euro* erhalten.

Für seine Tätigkeit in Australien als Vorstandsvorsitzender von CIMIC erhielt Herr Fernández Verdes für 2015 eine pauschale Aufwandsentschädigung in Höhe von 340 Tsd. Euro* und Nebenleistungen in Höhe von 24 Tsd. Euro*. Die Ausübungsbedingungen der im Geschäftsjahr 2014 von CIMIC gewährten Stock-Appreciation-Rights (SAR) wurden im Geschäftsjahr 2015 geändert. Im Anschluss an die Wartezeit sind in den ersten zwei Jahren des Ausübungszeitraums während der Dauer eines jeden Geschäftsjahres wie bisher max. 40 Prozent der SARs ausübbar. Im dritten Ausübungsjahr sind allerdings alle verbleibenden, bis dahin nicht ausgeübten SARs ausübbar. Diese Veränderung der Ausübungsbedingungen hat lediglich den Fair Value zum Zeitpunkt der Gewährung um 2,1 Mio. Euro* erhöht. Durch die Änderung wurden weder die Berechnungsbasis noch der maximale Wert der SARs geändert.

Weitere Vergütungen für die Wahrnehmung von Mandaten in Gremien anderer Unternehmen, an denen HOCHTIEF unmittelbar oder mittelbar eine Beteiligung hält, werden nicht an die Vorstände ausgezahlt beziehungsweise auf die Vorstandsvergütung angerechnet.

* Der Eurobetrag ist abhängig vom Wechselkurs.

Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wird durch die Hauptversammlung festgelegt und ist in § 18 der Satzung geregelt. Die Vergütung für das Geschäftsjahr 2015 auf Basis der der Hauptversammlung im Mai 2016 zur Beschlussfassung vorgeschlagenen Gewinnverwendung ergibt sich aus der nachfolgenden Tabelle.

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(In EUR) Feste Vergütung (netto) Variable Vergütung (netto) Sitzungsgeld (netto) Gesamtbezüge (netto)
Pedro López Jiménez 115.500 142.500 9.500 267.500
Gregor Asshoff 77.000 95.000 11.000 183.000
Ángel García Altozano 77.000 95.000 14.000 186.000
Abdulla Abdulaziz Turki Al-Subaie 42.940 54.760 7.000 104.700
Beate Bell 51.860 24.670 7.000 83.530
Carsten Burckhardt 57.750 71.250 7.000 136.000
José Luis del Valle Pérez 57.750 71.250 15.500 144.500
Dr. Michael Frenzel 5.700 45.120 2.500 53.320
Patricia Geibel-Conrad 51.800 24.140 9.500 85.440
Dr. rer. pol. h. c. Francisco Javier Garcia Sanz 38.500 47.500 3.000 89.000
Dr. Thomas Krause 38.500 47.500 7.000 93.000
Matthias Maurer 57.750 71.250 13.500 142.500
Udo Paech 57.750 71.250 14.000 143.000
Nikolaos Paraskevopoulos 57.750 71.250 14.000 143.000
Klaus Stümper 57.750 71.250 9.500 138.500
Olaf Wendler 57.750 71.250 9.500 138.500
Dr. Jan Martin Wicke 5.800 45.910 1.500 53.210
Christine Wolff 57.750 71.250 9.500 138.500
Aufsichtsrat gesamt 966.600 1.192.100 164.500 2.323.200

25. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Die im Geschäftsjahr zwischen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und ihr nahestehenden Unternehmen und Personen abgeschlossenen Geschäfte wurden ausschließlich zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt.

26. Honorare des Abschlussprüfers

Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft macht von dem Wahlrecht des § 285 Nr. 17 HGB Gebrauch und verzichtet auf die individuelle Offenlegung der im Geschäftsjahr 2015 als Aufwand erfassten Honorare an den Abschlussprüfer Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Die Offenlegung des Gesamtaufwands erfolgt im Konzernanhang des Konzernabschlusses 2015 des HOCHTIEF-Konzerns.

27. Angaben zur Aktionärsstruktur gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Folgende gemäß § 26 WpHG, § 21 Abs. 1 WpHG veröffentlichungspflichtige Änderungen der Aktionärsstruktur der HOCHTIEF Aktiengesellschaft bestanden beziehungsweise haben sich im Geschäftsjahr 2015 ergeben:

ACS Actividades de Construcción y Servicios, S.A. ("ACS"), Madrid, Spanien, hat uns am 17. Juni 2011 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, Deutschland am 16. Juni 2011 die Schwelle von 50% überschritten hat und an diesem Tag 50,16%, entsprechend 38619868 von 76 999 999 Stimmrechten, an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft betrug.

Von diesen Stimmrechten würden ihr 35502 869 Stimmrechte, entsprechend 46,11 % der Stimmrechte an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über folgende Tochterunternehmen im Sinne des § 22 Abs. 3 WpHG zugerechnet (darunter sind 3 435 075 Stimmrechte, entsprechend 4,46% der Stimmrechte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, aus eigenen Aktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft):

Cariátide S.A., Madrid, Spanien,

Major Assets S.L., Madrid, Spanien,

Corporate Statement S.L., Madrid, Spanien,

HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, Deutschland.

CARIÁTIDE S.A. ("Cariátide"), Madrid, Spanien hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 11.05.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, Deutschland am 08.05.2015 die Schwelle von 30%, 25%, 20%, 15%, 10%, 5% und 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0,00% (das entspricht 0 Stimmrechten) betragen hat.

Major Assets, S.L., Madrid, Spanien hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 11.05.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, Deutschland am 08.05.2015 die Schwelle von 20%, 15%, 10%, 5% und 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0,00% (das entspricht 0 Stimmrechten) betragen hat.

Corporate Statement, S.L., Madrid, Spanien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 25. Juli 2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, Deutschland, am 23. Juli 2012 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,32 % (das entspricht 7172 778 Stimmrechten) betragen hat.

Gartmore Investment Management Ltd of Gartmore House, London, Großbritannien, hat uns am 31. Juli 2007 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG Folgendes mitgeteilt: Wir teilen hiermit gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass unser Stimmrechtsanteil an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft am 24. Juli 2007 die Schwelle von 3% überschritten hat und an diesem Tag 3,091 % betrug (entspricht 2 163632 Aktien). 3,091 % der Stimmrechte (entspricht 2163 632 Aktien) sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG uns zuzurechnen.

Der Staat Katar, die Qatar Investment Authority, die Qatar Holding LLC, alle Doha, Katar, sowie die Qatar Holding Luxembourg II S.à.r.l., Luxemburg, Großherzogtum Luxemburg, haben uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 15. Oktober 2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, Deutschland, am 15. Oktober 2015 die Schwellen von 10%, 5% und 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0,00% (das entspricht 0 Stimmrechten) betragen hat.

28. Wesentliche Beteiligungen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zum 31.12.2015

In der folgenden Tabelle sind die vollkonsolidierten Beteiligungsgesellschaften aufgeführt:

Vollkonsolidierte Beteiligungsgesellschaften

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Name der Gesellschaft, Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital
in Prozent
Eigenkapital
in Tsd. Landeswährung
Ergebnis des Jahres
in Tsd. Landeswährung
Division HOCHTIEF Americas        
Clark Builders Partnership Corporation, Alberta, Kanada 54 USD 60.857 15.123
E. E. Cruz and Company Inc., Holmdel, USA 100 USD 70.724 -628
Flatiron Construction Corp., Wilmington, USA 100 USD 232.145 -3.496
Flatiron Constructors Canada Limited, Vancouver, Kanada 100 USD 38.185 -10.961
Flatiron Constructors Inc. Canadian Branch, Vancouver, Kanada 100 USD 65.471 -4.992
Flatiron Constructors Inc., Wilmington, USA 100 USD 142.427 -10.892
Flatiron Equipment Company Canada, Calgary, Kanada 100 USD 27.286 5.969
Flatiron Holding Inc., Wilmington, USA 100 USD 226.688 4.783
Flatiron West Inc., Wilmington, USA 100 USD 54.093 -1.715
HOCHTIEF Americas GmbH, Essen, Deutschland 100 EUR 610.1592) -1)
HOCHTIEF USA Inc., Dallas, USA 100 USD 367.7672) 3.0322)
The Lathrop Company, Inc., Delaware, USA 100 USD 58.049 3.506
The Turner Corporation, Dallas, USA 100 USD 598.990 90.775
Tompkins Builders, Inc., Washington, USA 100 USD 84.217 734
Turner Canada Holdings Inc., New Brunswick, Kanada 100 USD 77.362 0
Turner Development Corporation, Delaware, USA 100 USD 24.510 0
Turner International LLC, Delaware, USA 100 USD 121.705 7.345
Turner Logistics, LLC, Delaware, USA 100 USD 111.602 8.929
Turner Partnership Holdings Inc., New Brunswick, Kanada 100 USD 56.536 -2.222
Universal Construction Company, Inc., Delaware, USA 100 USD 117.914 1.864
Division HOCHTIEF Asia Pacific        
HOCHTIEF Asia Pacific GmbH, Essen, Deutschland 100 EUR 2.198.305 -1)
HOCHTIEF AUSTRALIA HOLDINGS LIMITED, Sydney, Australien 100 AUD 3.628.854 266.812
CIMIC Group Ltd., New South Wales, Australien 70 AUD 3.332.360 1.315.734
111 Margaret Street Pty. Ltd., Queensland, Australien 59   -3) -3)
A.C.N. 126 130 738 Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
A.C.N. 151 868 601 Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
BCJHG Nominees Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
BCJHG Trust, Australien 100   -3) -3)
Canberra Metro Finance Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
CIMIC Admin Services Pty. Ltd., New South Wales, Australien 100   -3) -3)
CIMIC Finance (USA) Pty. Ltd., New South Wales, Australien 100   -3) -3)
CIMIC Finance Ltd., New South Wales, Australien 100   -3) -3)
CIMIC Group Investments Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
CIMIC Residential Investments Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
D.M.B. Pty. Ltd., Queensland, Australien 59   -3) -3)
Devine Bacchus Marsh Pty. Ltd., Queensland, Australien 59   -3) -3)
Devine Building Management Services Pty. Ltd., Queensland, Australien 59   -3) -3)
Devine Colton Avenue Pty. Ltd., Queensland, Australien 59   -3) -3)
Devine Constructions Pty. Ltd., Queensland, Australien 59   -3) -3)
Devine Funds Pty. Ltd., Victoria, Australien 59   -3) -3)
Devine Funds Unit Trust, Victoria, Australien 59   -3) -3)
Devine Homes Pty. Ltd., Queensland, Australien 59   -3) -3)
Devine Land Pty. Ltd., Queensland, Australien 59   -3) -3)
Devine Ltd., Queensland, Australien 59   -3) -3)
Devine Management Services Pty. Ltd., Queensland, Australien 59   -3) -3)
Devine Projects (VIC) Pty. Ltd., Queensland, Australien 59   -3) -3)
Devine Queensland No. 10 Pty. Ltd., Queensland, Australien 59   -3) -3)
Devine SA Land Pty. Ltd., Queensland, Australien 59   -3) -3)
Devine Springwood No. 1 Pty. Ltd., New South Wales, Australien 59   -3) -3)
Devine Springwood No. 2 Pty. Ltd., Queensland, Australien 59   -3) -3)
Devine Springwood No. 3 Pty. Ltd., Queensland, Australien 59   -3) -3)
Devine Woodforde Pty. Ltd., Queensland, Australien 59   -3) -3)
DoubleOne 3 Building Management Services Pty. Ltd., Queensland, Australien 59   -3) -3)
DoubleOne 3 Pty. Ltd., Queensland, Australien 59   -3) -3)
EIC Activities Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
JH AD Holdings Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
JH AD Investments Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
JH AD Operations Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
JH Rail Holdings Pty. Ltd., Victoria, Australien 59   -3) -3)
JH Rail Investments Pty. Ltd., Victoria, Australien 59   -3) -3)
JH Rail Operations Pty. Ltd., Victoria, Australien 59   -3) -3)
JH Servicesco Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
JHAS Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
JHI Investment Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
Joetel Pty. Ltd., Australian Capital Territory, Australien 59   -3) -3)
Legacy JHI Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
Leighton Commercial Properties Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
Leighton Companies Management Group LLC, Ver. Arab. Emirate 49   -3) -3)
Leighton Equity Incentive Plan Trust, New South Wales, Australien 100   -3) -3)
Leighton Gbs Sdn. Bhd., Malaysia 100   -3) -3)
Leighton Group Property Services Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
Leighton Holdings Infrastructure Nominees Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
Leighton Holdings Infrastructure Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
Leighton Holdings Infrastructure Trust, Australien 100   -3) -3)
Leighton Middle East and Africa (Holding) Limited, Cayman Islands, Großbritannien 100   -3) -3)
LH Holdings Co. Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
LMENA No. 1 Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
LMENA Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
LNWR Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
LNWR Trust, New South Wales, Australien 100   -3) -3)
Martox Pty. Ltd., New South Wales, Australien 59   -3) -3)
Moorookyle Devine Pty. Ltd., Victoria, Australien 59   -3) -3)
Nexus Point Solutions Pty. Ltd., New South Wales, Australien 100   -3) -3)
Opal Insurance (Singapore) Pte. Ltd., Singapur 100   -3) -3)
Pacific Partnerships Holdings Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
Pacific Partnerships Investments Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
Pacific Partnerships Investments Trust, Victoria, Australien 100   -3) -3)
Pacific Partnerships Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
Pioneer Homes Australia Pty. Ltd., Queensland, Australien 59   -3) -3)
Riverstone Rise Gladstone Pty. Ltd., Queensland, Australien 59   -3) -3)
Riverstone Rise Gladstone Unit Trust, Queensland, Australien 59   -3) -3)
Talcliff Pty. Ltd., Queensland, Australien 59   -3) -3)
Telecommunication Infrastructure Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
Think Consulting Group Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
Trafalgar EB Pty. Ltd., Queensland, Australien 59   -3) -3)
Tribune SB Pty. Ltd., Queensland, Australien 59   -3) -3)
Victoria Point Docklands Pty. Ltd., Victoria, Australien 59   -3) -3)
Woodforde JV Pty. Ltd., Queensland, Australien 59   -3) -3)
Yoltax Pty. Limited, New South Wales, Australien 59   -3) -3)
Zelmex Pty. Limited, Australian Capital Territory, Australien 59   -3) -3)
Leighton Asia Ltd., Hongkong 100 AUD 1.078.827 134.959
Giddens Investment Ltd., Hongkong 100   -3) -3)
Green Construction Company, USA 100   -3) -3)
Lei Shun Employment Limited, Macao, China 100   -3) -3)
Leighton Asia (China) Limited, Hongkong 100   -3) -3)
Leighton Asia (Hong Kong) Holdings (No.2) Limited, Hongkong 100   -3) -3)
Leighton Contractors (Asia) Ltd., Hongkong 100   -3) -3)
Leighton Contractors (China) Ltd., Hongkong 100   -3) -3)
Leighton Contractors (Indo-China) Ltd., Hongkong 100   -3) -3)
Leighton Contractors (Laos) Sole Company Ltd., Laos 100   -3) -3)
Leighton Contractors (Malaysia) Sdn. Bhd., Malaysia 100   -3) -3)
Leighton Contractors (Philippines) Inc., Philippinen 100   -3) -3)
Leighton Contractors Asia (Cambodia) Co. Ltd., Kambodscha 100   -3) -3)
Leighton Contractors Asia (Vietnam) Limited, Vietnam 100   -3) -3)
Leighton Contractors Inc., USA 100   -3) -3)
Leighton Contractors Lanka (Private) Ltd., Sri Lanka 100   -3) -3)
Leighton Contractors Mauritius Ltd., Mauritius 100   -3) -3)
Leighton Engineering & Construction (Singapore) Pte. Ltd., Singapur 100   -3) -3)
Leighton Engineering Joint Venture, Malaysia 100   -3) -3)
Leighton Engineering Sdn. Bhd., Malaysia 100   -3) -3)
Leighton Foundation Engineering (Asia) Ltd., Hongkong 100   -3) -3)
Leighton Geotech Ltd., Thailand 100   -3) -3)
Leighton India Contractors Private Ltd., Indien 100   -3) -3)
Leighton International Holdings Limited, Cayman Islands, Großbritannien 100   -3) -3)
Leighton International Ltd., Cayman Islands, Großbritannien 100   -3) -3)
Leighton International Mauritius Holdings Limited No. 4, Mauritius 100   -3) -3)
Leighton International Projects (India) Private Limited, Indien 100   -3) -3)
Leighton Investments Mauritius Limited No. 2, Mauritius 100   -3) -3)
Leighton Investments Mauritius Limited No. 4, Mauritius 100   -3) -3)
Leighton Investments Mauritius Limited, Mauritius 100   -3) -3)
Leighton Joint Venture, Hongkong 100   -3) -3)
Leighton M & E Limited, Hongkong 100   -3) -3)
Leighton Offshore/Leighton Engineering & Construction JV, Singapur 100   -3) -3)
Leighton Offshore Eclipse Pte. Ltd., Singapur 100   -3) -3)
Leighton Offshore Faulkner Pte. Ltd., Singapur 100   -3) -3)
Leighton Offshore Mynx Pte. Ltd., Singapur 100   -3) -3)
Leighton Offshore Pte. Ltd., Singapur 100   -3) -3)
Leighton Offshore Sdn. Bhd., Malaysia 100   -3) -3)
Leighton Offshore Stealth Pte. Ltd., Singapur 100   -3) -3)
Leighton Projects Consulting (Shanghai) Ltd., China 100   -3) -3)
Leighton U.S.A. Inc., USA 100   -3) -3)
Leighton-LNS Joint Venture, Hongkong 80   -3) -3)
Thai Leighton Ltd., Thailand 100   -3) -3)
CPB Contractors Pty. Ltd., New South Wales, Australien 100 AUD 1.260.920 617.192
512 Wickham Street Pty. Ltd., New South Wales, Australien 100   -3) -3)
512 Wickham Street Trust, Australien 100   -3) -3)
Broad Construction Services (NSW/VIC) Pty. Ltd., Western Australia, Australien 100   -3) -3)
Broad Construction Services (QLD) Pty. Ltd., Queensland, Australien 100   -3) -3)
Broad Construction Services (WA) Pty Ltd., Western Australia, Australien 100   -3) -3)
Broad Group Holdings Pty. Ltd., Western Australia, Australien 100   -3) -3)
Jarrah Wood Pty. Ltd., Western Australia, Australien 100   -3) -3)
LCPL (PNG) Limited, Papua-Neuguinea 100   -3) -3)
Leighton (PNG) Limited, Papua-Neuguinea 100   -3) -3)
Leighton Africa (Mauritius) Ltd., Mauritius 100   -3) -3)
Leighton Contractors Infrastructure Nominees Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
Leighton Contractors Infrastructure Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
Leighton Contractors Infrastructure Trust, Victoria, Australien 100   -3) -3)
Leighton Infrastructure Investments Pty. Ltd., New South Wales, Australien 100   -3) -3)
Leighton PPP Services NZ Limited, Neuseeland 100   -3) -3)
Leighton Services Australia Pty Ltd., New South Wales, Australien 100   -3) -3)
Moonamang Joint Venture Pty. Ltd., Western Australia, Australien 100   -3) -3)
Silverton Group Pty. Ltd., Western Australia, Australien 100   -3) -3)
Sustaining Works Pty. Ltd., Queensland, Australien 100   -3) -3)
Leighton Properties Pty. Ltd., Queensland, Australien 100 AUD -232.764 1.001
145 Ann Street Pty. Ltd., Queensland, Australien 100   -3) -3)
145 Ann Street Trust, Queensland, Australien 100   -3) -3)
Ashmore Developments Pty. Ltd., New South Wales, Australien 100   -3) -3)
Boggo Road Lots 6 and 7 Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
Boggo Road Project Pty. Ltd., Queensland, Australien 100   -3) -3)
Boggo Road Project Trust, Queensland, Australien 100   -3) -3)
Hamilton Harbour Developments Pty. Ltd., Queensland, Australien 76   -3) -3)
Hamilton Harbour Unit Trust (Devine Hamilton Unit Trust), Australien 76   -3) -3)
Kings Square Developments Pty. Ltd., Queensland, Australien 100   -3) -3)
Kings Square Developments Unit Trust, Queensland, Australien 100   -3) -3)
Leighton Funds Management Pty. Ltd., Queensland, Australien 100   -3) -3)
Leighton Harbour Trust, Australien 100   -3) -3)
Leighton Pacific St Leonards Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
Leighton Pacific St Leonards Unit Trust, Australien 100   -3) -3)
Leighton Portfolio Services Pty. Ltd., Australian Capital Territory, Australien 100   -3) -3)
Leighton Properties (Brisbane) Pty. Ltd., Queensland, Australien 100   -3) -3)
Leighton Properties (NSW) Pty. Ltd., New South Wales, Australien 100   -3) -3)
Leighton Properties (VIC) Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
Leighton Properties (WA) Pty. Ltd., New South Wales, Australien 100   -3) -3)
Leighton Property Funds Management Ltd., Australian Capital Territory, Australien 100   -3) -3)
Leighton Property Management Pty. Ltd., New South Wales, Australien 100   -3) -3)
LPWRAP Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
Queens Square Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
Townsville City Project Pty. Ltd, New South Wales, Australien 76   -3) -3)
Townsville City Project Trust, Queensland, Australien 76   -3) -3)
Western Port Highway Trust, Australien 100   -3) -3)
Thiess Pty. Ltd., Queensland, Australien 100 AUD 1.360.999 586.566
Ausindo Holdings Pte. Ltd., Singapur 100   -3) -3)
BOS Australia Pty. Ltd., Western Australia, Australien 100   -3) -3)
Fleetco Finance Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
Fleetco Holdings Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
Fleetco Management Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
Fleetco Rentals AN. Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
Fleetco Rentals CT. Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
Fleetco Rentals GE. Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
Fleetco Rentals HD. Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
Fleetco Rentals LB. Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
Fleetco Rentals No. 1 Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
Fleetco Rentals OO. Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
Fleetco Rentals Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
Fleetco Rentals RR. Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
Fleetco Services Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
Hunter Valley Earthmoving Co. Pty. Ltd., New South Wales, Australien 100   -3) -3)
HWE Cockatoo Pty. Ltd., Northern Territory, Australien 100   -3) -3)
HWE Mining Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
HWE Newman Assets Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
Leighton Asia Southern Pte. Ltd., Singapur 100   -3) -3)
PT Leighton Contractors Indonesia, Indonesien 99   -3) -3)
PT Thiess Contractors Indonesia, Indonesien 100   -3) -3)
Thiess (Mauritius) Pty. Ltd., Mauritius 100   -3) -3)
Thiess Africa Investments Pty. Ltd., Südafrika 100   -3) -3)
Thiess Botswana (Proprietary) Limited, Botsuana 100   -3) -3)
Thiess Chile SPA, Chile 100   -3) -3)
Thiess Contractors (Malaysia) Sdn. Bhd., Malaysia 100   -3) -3)
Thiess Contractors (PNG) Ltd., Papua-Neuguinea 100   -3) -3)
Thiess Contractors Canada Ltd., Kanada 100   -3) -3)
Thiess India Pvt. Ltd., Indien 100   -3) -3)
Thiess Infraco Pty. Limited, Queensland, Australien 100   -3) -3)
Thiess Infrastructure Nominees Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
Thiess Infrastructure Pty. Ltd., Victoria, Australien 100   -3) -3)
Thiess Infrastructure Trust, Victoria, Australien 100   -3) -3)
Thiess Minecs India Pvt. Ltd., Indien 90   -3) -3)
Thiess Mining Maintenance Pty. Ltd., Queensland, Australien 100   -3) -3)
Thiess Mongolia LLC, Mongolei 100   -3) -3)
Thiess Mozambique Limitada, Mosambik 100   -3) -3)
Thiess NC, Neukaledonien 100   -3) -3)
Thiess NZ Limited, Neuseeland 100   -3) -3)
Thiess South Africa Pty. Ltd., Südafrika 100   -3) -3)
Thiess Southland Pty. Ltd., New South Wales, Australien 100   -3) -3)
Division HOCHTIEF Europe        
A.L.E.X.-Bau GmbH, Essen, Deutschland 100 EUR 2.8152) -1)
Deutsche Bau- und Siedlungs-Gesellschaft mbH, Essen, Deutschland 100 EUR 17.6012) -1)
Deutsche Baumanagement GmbH, Essen, Deutschland 100 EUR 582) -1)
HOCHTIEF Aurestis Beteiligungsgesellschaft mbH, Essen, Deutschland 100 EUR 6.570 -1)
HOCHTIEF Bau und Betrieb GmbH, Essen, Deutschland 100 EUR 200 -1)
HOCHTIEF Building GmbH, Essen, Deutschland 100 EUR 44.7272) -1)
HOCHTIEF Construction Erste Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Essen, Deutschland 100 EUR 120.1252) -1)
HOCHTIEF CZ a.s., Prag, Tschechien 100 CZK 3.804.3152) 63.8592)
HOCHTIEF Engineering GmbH, Essen, Deutschland 100 EUR 3.8422) -1)
HOCHTIEF Engineering International GmbH, Essen, Deutschland 100 EUR 432) -1)
HOCHTIEF Infrastructure GmbH, Essen, Deutschland 100 EUR 143.1902) -1)
HOCHTIEF LLBB GmbH, Essen, Deutschland 100 EUR 252) -1)
HOCHTIEF Offshore Crewing GmbH, Essen, Deutschland 100 EUR 282) -1)
HOCHTIEF ÖPP Projektgesellschaft mbH, Essen, Deutschland 100 EUR 252) -1)
HOCHTIEF Polska S.A., Warschau, Polen 100 PLN 118.5232) 22.2032)
HOCHTIEF PPAC GmbH, Essen, Deutschland 100 EUR 252) -1)
HOCHTIEF PPP Europa GmbH, Essen, Deutschland 100 EUR 252) -1)
HOCHTIEF PPP Operations GmbH, Essen, Deutschland 100 EUR 252) -1)
HOCHTIEF PPP Schulpartner Braunschweig GmbH, Braunschweig, Deutschland 100 EUR 252) -1)
HOCHTIEF PPP Solutions (UK) Limited, Swindon, Großbritannien 100 GBP 16.5672) 6752)
HOCHTIEF PPP Solutions GmbH, Essen, Deutschland 100 EUR 32.5402) -1)
HOCHTIEF Presidio Holding LLC, Wilmington, USA 100 USD 40.9522) 10.9662)
HOCHTIEF Projektentwicklung GmbH, Essen, Deutschland 100 EUR 7.9092) -1)
HOCHTIEF Solutions AG, Essen, Deutschland 100 EUR 225.7432) -1)
HOCHTIEF Solutions Middle East Qatar W.L.L., Doha, Katar 100 QAR 484.4342) -13.3252)
HOCHTIEF Solutions Real Estate GmbH, Essen, Deutschland 100 EUR 25 -1)
HOCHTIEF Trade Solutions GmbH, Essen, Deutschland 100 EUR 6352) -1)
HOCHTIEF ViCon GmbH, Essen, Deutschland 100 EUR 8112) -1)
HOCHTIEF ViCon Qatar W.L.L., Doha, Katar 100 QAR 3.275.5522) 2.758.9992)
HTP Immo GmbH, Essen, Deutschland 100 EUR 1.003 -1)
I.B.G. Immobilien- und Beteiligungsgesellschaft Thüringen-Sachsen mbH, Essen, Deutschland 100 EUR 3.0092) -1)
SCE Chile Holding GmbH, Essen, Deutschland 100 EUR 252) -1)
TRINAC GmbH, Essen, Deutschland 100 EUR 31.6592) -1)
Konzernzentrale        
Builders Insurance Holdings S.A., Steinfort, Luxemburg 100 EUR 257.2252) 6862)
Builders Reinsurance S.A., Luxemburg, Luxemburg (vormals Contractors Reinsurance S.A.) 100 USD 44.9752) -252)
Eurafrica Baugesellschaft mbH, Essen, Deutschland 100 EUR 43.7552) -1)
HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions GmbH, Essen, Deutschland 100 EUR 257.4972) -1)
Steinfort Multi-Asset Fund SICAV-SIF, Hesperingen, Luxemburg 100 USD 431.0072) 3382)

Außerdem wurden folgende Gemeinschaftsunternehmen anteilmäßig in den Konzernabschluss einbezogen:

Gemeinschaftsunternehmen

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Name der Gesellschaft, Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital
in Prozent
Eigenkapita
in Tsd. Landeswährung
Ergebnis des Jahres
in Tsd. Landeswährung
Division HOCHTIEF Americas      
ABC Marine, Baton Rouge, USA 25    
American South - Turner, New York, USA 51    
BE&K - Turner, New York, USA 50    
Donley's Turner JV, Ohio, USA 50    
DPR/Turner JV, New York, USA 50    
Dragados/Flatiron JV, Costa Mesa, USA 50    
Dragados/Flatiron, LLC., Wilmington, USA 50    
Dragados/Flatiron/Sukut, Sacramento, USA 30    
E.E. Cruz/NAB & Frontier, Holmdel, USA 54    
E.E. Cruz/Nicholson Joint Venture (Columbia), Holmdel, USA 51    
E.E. Cruz/Nicholson, LLC, Holmdel, USA 50    
E.E. Cruz/Tully Construction, LLC, Holmdel, USA 50    
Infrastructure, Longmont, USA 50   F&F
FCI/Fluor/Parsons, La Mirada, USA 45    
Flatiron/Dragados/Aecon/LaFarge Joint Venture, Richmond, USA 34    
Flatiron/Dragados/Ruskin/Joint Venture, Richmond, USA 60    
Flatiron/Aecon, Richmond, USA 50    
Flatiron/Kiewit, JV, Longmont, USA 65    
Graham Flatiron, Saskatoon, Kanada 45    
Kiewit/FCI/Manson, Oakland, USA 27    
Kiewit/Flatiron, Richmond, USA 28    
Kiewit-Turner JV, New York, USA 50    
McKissack & McKissack, Brailsford & Dunlavey and Turner LLC, New York, USA 33    
McKissack/Turner, New York, USA 51    
Nicholson/E.E. Cruz, Holmdel, USA 50    
Palmetto Bridge Constructors, Virginia Beach, USA 40    
Perini/Tompkins, District of Columbia, USA 40    
Rokstad Flatiron, Port Coquitlam, USA 25    
Signature on the Saint Lawrence Construction G.P., Montreal, Kanada 25    
Silverado Constructors, Longmont, USA 48    
Sukut/Flatiron JV, Santa Ana, USA 45    
The Provident Group, STV-Turner JV, New York, USA 50    
Tidewater Skanska/Flatiron, Milton, USA 40    
Tishman-Turner Joint Venture I, New York, USA 50    
Tompkins/Mid-American, District of Columbia, USA 50    
Tompkins/Hardie Joint Venture, District of Columbia, USA 100    
Topgrade/Flatiron, Livermore, USA 28    
Topgrade/Flatiron/Gallagher, Livermore, USA 22    
Tully Construction/E.E.Cruz, LLC, New York, USA 50    
Turner - PCL - Flatiron, New York, USA 51    
Turner Alpha Joint Venture, New York, USA 50    
Turner Clayco Brampton JV, Ontario, USA 50    
Turner Gilbane, New York, USA 50    
Turner International/Acropolis Management Consultants, Singapur 50    
Turner International/TiME Proje Yonetimi Limited Sirketi, Türkei 41    
Turner Sundt, New York, USA 60    
Turner Thompson Davis Joint Venture, New York, USA 45    
Turner/Barton Malow Kenny, New York, USA 22    
Turner/Devcon, New York, USA 60    
Turner/Goodfellow Top Grade/Flatiron-Oakland Army Base, New York, USA 50    
Turner/JCB, New York, USA 80    
Turner/Mc Carthy, Massachusetts, USA 50    
Turner/New South Joint Venture, New York, USA 60    
Turner/Omega/Howard, Texas, USA 70    
Turner/Smoot, Washington DC, USA 51    
Turner/STV, New York, USA 50    
Turner/Winter, Georgia, USA 60    
Turner-Acura-Lindvahl, Triventure, Illinois, USA 40    
Turner-Peter Scalamdre & Sons JV, New York, USA 74    
University Construction Management Team, New York, USA 50    
Division HOCHTIEF Asia Pacific      
A.C.N. 115 687 057 Pty. Ltd., Australien 50    
APM Group (Aust) Pty. Ltd. & Broad Construction Services (NSW/VIC) Pty. Ltd., Australien 50    
Applemead Pty. Ltd., Australien 50    
Auckland Road Maintenance Alliance (West) Management JV, Neuseeland 50    
Bac Devco Pty. Ltd., Australien 33    
Barclay Mowlem Thiess Joint Venture, Australien 50    
City West Property Holding Trust (Section 63 Trust), Australien 50    
City West Property Holdings Pty Limited, Australien 50    
City West Property Investment (No. 1) Trust, Australien 50    
City West Property Investment (No. 2) Trust, Australien 50    
City West Property Investment (No. 3) Trust, Australien 50    
City West Property Investment (No. 4) Trust, Australien 50    
City West Property Investment (No. 5) Trust, Australien 50    
City West Property Investment (No. 6) Trust, Australien 50    
City West Property Investments (No. 1) Pty. Limited, Australien 50    
City West Property Investments (No. 2) Pty. Limited, Australien 50    
City West Property Investments (No. 3) Pty. Limited, Australien 50    
City West Property Investments (No. 4) Pty. Limited, Australien 50    
City West Property Investments (No. 5) Pty. Limited, Australien 50    
City West Property Investments (No. 6) Pty. Limited, Australien 50    
Cockatoo Iron Ore, Australien 50    
Cockatoo Mining Pty. Ltd., Australien 50    
Double One 3 Unit Trust, Australien 59    
Erskineville Residential Project Pty. Ltd., Australien 50    
Fallingwater Trust, Australien 59    
Kentz E & C Pty. Ltd., Australien 50    
Kings Square No. 4 Unit Trust, Australien 50    
Kings Square Pty. Ltd., Australien 50    
Kurunjang Development Pty. Ltd., Australien 59    
LCS Employment Agency Ltd., Macao 50    
Leighton Abigroup Joint Venture, Australien 50    
Leighton BMD JV, Australien 50    
Leighton Construction India (Private) Limited, Indien 50    
Leighton Contractors & Baulderstone Hornibrook Bilfinger Berger Joint Venture, Australien 50    
Leighton Holland Browse JV, Australien 50    
Leighton Kumagai Joint Venture (MetroRail), Australien 55    
Leighton OSE JV, Indien 50    
Leighton Services UAE Co LLC, Ver. Arab. Emirate 36    
Leighton/Ngarda Joint Venture, Australien 50    
Leighton-Infra 13 Joint Venture, Indien 50    
Majwe Mining (Proprietary) Limited, Botsuana 60    
Manukau Motorway Extension, Neuseeland 50    
Marine & Civil Pty. Ltd., Australien 50    
Mode Apartments Pty. Ltd., Australien 26    
Mode Apartments Unit Trust, Australien 26    
Moonee Ponds Pty. Ltd., Australien 50    
Mosaic Apartments Holdings Pty. Ltd., Australien 50    
Mosaic Apartments Pty. Ltd., Australien 50    
Mosaic Apartments Unit Trust, Australien 50    
Mulba Mia Leighton Broad Joint Venture, Australien 50    
New Future Alliance (SIHIP), Australien 80    
Nextgen Group Holdings Pty. Ltd., Australien 30    
Ngarda Civil and Mining Pty. Ltd., Australien 50    
Northern Gateway Alliance, Neuseeland 50    
RTL JV, Australien 44    
RTL Mining and Earthworks Pty. Ltd., Australien 44    
S.A.N.T. (MGT-Holding) Pty. Ltd., Australien 50    
S.A.N.T. (TERM-Holding) Pty. Ltd., Australien 50    
SmartReo Ltd., Australien 50    
Southern Gateway Alliance (Mandura), Australien 69    
The Kurunjang Development Trust, Australien 59    
Thiess Alstom Joint Venture, Australien 50    
Thiess Barnard Joint Venture, Australien 50    
Thiess Downer EDI Works JV, Australien 75    
Thiess Hochtief Joint Venture, Australien 50    
Thiess United Group JV, Australien 50    
Ventia Services Group Pty. Ltd., Australien 50    
Viridian Noosa Pty. Ltd., Australien 50    
Viridian Noosa Trust, Australien 50    
Wallan Project Pty. Ltd., Australien 59    
Wallan Project Trust, Australien 59    
Wedgewood Road Hallam No. 1 Pty. Ltd., Australien 50    
Wedgewood Road Hallam Trust, Australien 50    
Wellington Tunnel Alliance, Neuseeland 50    
Wrap Southbank Unit Trust, Australien 50    
Division HOCHTIEF Europe      
1. WohnArt-Projektentwicklung GmbH & Co. KG, Hamburg, Deutschland 50    
ABC Schools Partnership, Calgary, Kanada 50    
Aegean Motorway S.A., Larissa, Griechenland 35    
Bangor and Nedrum Schools Services Holdings Limited, Belfast, Großbritannien 40    
Boreal Health Partnership Inc., Vaughan, Kanada 25    
Capital City Link General Partnership, Edmonton, Kanada 25    
CSM PPP Services (Holdings) Limited, Dublin, Irland 50    
FCC (East Ayrshire) Holdings Limited, Edinburgh, Großbritannien 50    
Golden Link Concessionaire LLC, New York, USA 50    
Herrentunnel Lübeck GmbH & Co. KG, Lübeck, Deutschland 50    
HKP Dahlemer Weg Objekt 1 tertius PE GmbH & Co. KG, Essen, Deutschland 50    
HKP Dahlemer Weg Objekt 2 ETW PE GmbH & Co. KG, Essen, Deutschland 50    
HOCHTIEF Offshore Development Solutions S.à r.l., Luxemburg, Luxemburg 50    
HOCHTIEF Pandion Oettingenstraße GmbH & Co. KG, Essen, Deutschland 50    
HOCHTIEF PPP 1. Holding GmbH & Co. KG, Essen, Deutschland 50    
HTP PSP LIMITED, Swindon, Großbritannien 50    
Le Quartier Central Teilgebiet C GmbH & Co. KG, Essen, Deutschland 50    
Lusail HOCHTIEF Q.S.C., Doha, Katar 49    
Manchester School Services Holdings Limited, Swindon, Großbritannien 50    
PANSUEVIA GmbH & Co. KG, Jettingen-Scheppach, Deutschland 50    
PANSUEVIA Service GmbH & Co. KG, Jettingen-Scheppach, Deutschland 50    
PPP Services (North Ayrshire) Holdings Limited, Edinburgh, Großbritannien 50    
Projekt DoU Baufeld Nord GmbH & Co. KG, Stuttgart, Deutschland 50    
Raststätten Betriebs GmbH, Großebersdorf, Österreich 50    
SAAone Holding B.V., Vianen, Niederlande 20    
Salford Schools Solutions Holdco Limited, Swindon, Großbritannien 50    
Schools Public/Private Partnership (Ireland) Limited, Dublin, Irland 50    
Signature on the Saint-Laurent Group G.P., Toronto, Kanada 25    
Skyliving GmbH & Co. KG, Oststeinbek, Deutschland 50    
Süddeutsche Geothermie-Projekte GmbH & Co. KG, München, Deutschland 50    
Via Solutions Nord GmbH & Co. KG, Essen, Deutschland 49    
Via Solutions Nord Service GmbH &Co. KG, Essen, Deutschland 83    

Gemeinschaftliche Tätigkeiten, die in den Konzernabschluss einbezogen wurden, sind die folgenden:

Gemeinschaftliche Tätigkeiten

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Name der Gesellschaft, Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital
in Prozent
Eigenkapital
in Tsd. Landeswährung
Ergebnis des Jahres
in Tsd. Landeswährung
Bacchus Marsh, Australien 50    
Baulderstone Leighton Joint Venture, Australien 50    
Casey Fields JV, Australien 55    
China State Leighton JV, Hongkong 50    
CHT JV, Australien 50    
Edenbrook Estate, Australien 50    
Erskineville Residential Project, Australien 50    
EV LNG Australia Pty. Ltd. & Thiess Pty. Ltd. (EVT JV), Australien 50    
Gammon - Leighton JV, Hongkong 50    
Garlanja Joint Venture, Australien 75    
HYLC JV, Australien 50    
John Holland - Leighton (South East Asia) Joint Venture, Hongkong 50    
Leighton - China State Joint Venture, Australien 51    
Leighton - Chun Wo JV, Hongkong 60    
Leighton - Chun Wo JV, Hongkong 84    
Leighton - Gammon JV, Hongkong 50    
Leighton Abigroup Consortium (Epping to Thornleigh), Australien 50    
Leighton Able JV, Hongkong 51    
Leighton China State John Holland JV (City of Dreams), Macao 40    
Leighton China State JV (Wynn Resort), Macao 50    
Leighton Contractors Black & Veatch Joint Venture, Australien 50    
Leighton Contractors Downer JV, Australien 50    
Leighton Dragados Samsung Joint Venture, Australien 40    
Leighton Fabrication and Modularization Ltd., Thailand 50    
Leighton Fulton Hogan JV (Sapphire to Woolgoolga), Australien 50    
Leighton Fulton Hogan JV (SH16 Causeway Upgrade), Neuseeland 50    
Leighton John Holland Joint Venture (Lai Chi Kok), Hongkong 51    
Leighton John Holland JV (Thomson Line), Singapur 50    
Leighton M & E - Southa Joint Venture, Hongkong 50    
Leighton Offshore - John Holland Joint Venture (LTA Project), Singapur 50    
Leighton Samsung John Holland Joint Venture, Australien 33    
Leighton Swietelsky JV, Australien 50    
Leighton York Joint Venture, Australien 75    
Leighton/HEB JV, Neuseeland 80    
Leighton-Chubb E & M JV, Hongkong 50    
Leighton-John Holland Joint Venture, Hongkong 55    
Leighton-Total JO, Indonesien 70    
Link 200 JV, Hongkong 48    
Link 200 Station JV, Hongkong 60    
Link 200 Tunnel JV, Hongkong 60    
Murray & Roberts Marine Malaysia - Leighton Contractors Malaysia JV, Malaysia 50    
N.V. Besix S.A. & Thiess Pty. Ltd. (Best JV), Australien 50    
NRT - Infrastructure Joint Venture, Australien 50    
OWP Joint Venture, Australien 75    
Rizzani Leighton Joint Venture, Australien 50    
Task JV (Thiess & Sinclair Knight Merz), Australien 60    
Thiess Balfour Beatty JV, Australien 67    
Thiess Decmil Kentz JV, Australien 33    
Thiess Degremont JV, Australien 65    
Thiess Degremont Nacap JV, Australien 33    
Thiess John Holland Dragados JV, Australien 50    
Thiess John Holland Joint Venture (Airport Link), Australien 50    
Thiess John Holland Joint Venture (Eastlink), Australien 50    
Thiess John Holland Joint Venture (Lane Cove Tunnel), Australien 50    
Thiess MacDow JV, Australien 50    
Thiess Pty. Ltd. & York Civil Pty. Ltd., Australien 65    
Thiess Sedgman JV, Australien 68    
Thiess Southbase JV, Neuseeland 50    
Veolia Water - Leighton - John Holland JV, Hongkong 24    

Assoziierte Unternehmen, die im Konzernabschluss nach der Equity-Methode berücksichtigt wurden, sind die folgenden:

Assoziierte Unternehmen

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Name der Gesellschaft, Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital
in Prozent
Eigenkapital
in Tsd. Landeswährung
Ergebnis des Jahres
in Tsd. Landeswährung
Al Habtoor Engineering Enterprises Co. LLC, Dubai, Ver. Arab. Emirate 45    
Am Opernboulevard GmbH & Co. KG, Hamburg, Deutschland 47    
Arbeitsgemeinschaft GÜ Köbis Dreieck KPMG, Berlin, Deutschland 50    
Dunsborough Lakes Village Syndicate, Dunsborough, Australien 20    
MacMahon Holdings Ltd., Australien 20    
Mélyépitö Budapest Kft., Budapest, Ungarn 30    
PT. Ballast Indonesia Construction, Jakarta, Indonesien 47    
Paradip Mutli Cargo Berth Private Ltd., Indien 26    
Sedgman Ltd., Australien 37    

Deutsche Bau-ARGEN, die in den Konzernabschluss einbezogen wurden, sind die folgenden:

Deutsche Bau-ARGEN

scroll
Name der Gesellschaft, Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital
in Prozent
Eigenkapital
in Tsd. Landeswährung
Ergebnis des Jahres
in Tsd. Landeswährung
Airport Riga, Lettland 32    
Arge A7 Hamburg-Bordesholm, Deutschland 70    
ARGE Bau WBG Halstenbek, Deutschland 100    
ARGE Erd- und Straßenbau S10 BL 4.2, Österreich 100    
Arge Fernwärmetunnel Kopenhagen, Dänemark 50    
Arge Hafentunnel Cherbourger Straße, Deutschland 33    
ARGE HWS Niederhafen Los 1, Deutschland 50    
Arge Ing.-Bau Rethebrücke, Deutschland 50    
Arge Ing.-Bau, U 3 Nord Los 2, Moosach, Deutschland 50    
Arge Ingenieurbau BAB A66 Neuhof, Deutschland 33    
ARGE Ingenieurbau S10 BL 4.2, Österreich 50    
Arge Kaiserschleuse, Deutschland 47    
ARGE Kanal Jahnstr., Deutschland 50    
ARGE Kanalbau Mauritiuswall/Jahnstr., Deutschland 50    
Arge Lärmschutzwand A8, Deutschland 50    
Arge Lindenstraße Berlin, Deutschland 50    
Arge NBS BA Mitte Los B, Deutschland 22    
ARGE Neubau EKZ Böblingen, Deutschland 80    
Arge NVZ Straßburger Platz, Deutschland 50    
Arge Ortsumgehung Farchant, Deutschland 48    
Arge Planung Elbphilharmonie, Deutschland 70    
ARGE Poller Kirchweg, Deutschland 45    
ARGE Rheinboulevard Köln-Deutz, Deutschland 60    
ARGE Rheinboulevard, 3. BA, Deutschland 60    
Arge Saale-Elster-Brücke, Deutschland 36    
ARGE SBT 1.1 Tunnel Gloggnitz, Österreich 40    
ARGE STRUNDE, Deutschland 50    
Arge Sürth SKU 022, Deutschland 50    
Arge Trianon Brandschutzsanierung, FFM, Deutschland 75    
Arge Truckenthalbrücke, Deutschland 60    
Arge Tunnel Fritzens, Österreich 33    
Arge Tunnel Rastatt, Deutschland 50    
ARGE Tunnelkette Granitztal Baulos 50.4, Österreich 50    
Arge U 4 Ingenieurbau Los 1 + 3, Deutschland 28    
Arge Unibauten Bremen - Instandsetzung, Deutschland 51    
Arge VP12 Bahntechnik, Deutschland 40    
BAB A 100, 16. Bauabschnitt, Deutschland 50    
Baltic 2 OWF (FOU/LGS), Deutschland 50    
Bau-ARGE BAB A8 Ulm-Augsburg, Deutschland 50    
Bexhill to Hastings Phase 2, Großbritannien 50    
Bratislava, Kanal. Podunajske Biskupice, Slowakei 33    
Břeclav - Levobřežní hráz, Tschechien 51    
Č.B. - Horkovod Pražské předměstí 3. et., Tschechien 60    
České Bud. - Horkovod Praž. před. II. et., Tschechien 50    
Cityringen: Branch-off to Nordhavnen, Dänemark 40    
CrossRail C310, Großbritannien 50    
Dach-Arge, Bau VCT A 4, Deutschland 33    
Dobšiná, Kanalizace a ČOV, Slowakei 39    
E6 Dovrebanen FP2, Norwegen 40    
EKPPT CJV/OJV, Griechenland 42    
Forth Replacement Crossing, Großbritannien 28    
Fr.-Místek, Pavilon chirurgických oborů, Tschechien 92    
Glendoe Hydro Electric Scheme, Großbritannien 70    
Gotthard Basis Tunnel, Lose Bodio & Faido, Schweiz 25    
Holibice - ČOV a kanalizace, Tschechien 50    
Holovousy - Ovocnářský výzkumný institut, Tschechien 60    
IDRIS MTS-02, Katar 45    
KKP Instandhaltung Philippsburg, Deutschland 56    
Kuks - Granátové jablko - realiz. obnovy, Tschechien 60    
Kuks - Zahrady a nádvoří, Tschechien 84    
Ligary, ČOV, Tschechien 25    
Likvidace povrch. areálu po těžbě uranu, Tschechien 21    
Ludgeřovice - Kanalizace, Tschechien 65    
Lužianky, Kanalizace, Slowakei 42    
Maliakos Kleidi CJV/OJV, Griechenland 61    
Mníšek p.B. - Sanační práce odkaliště UVR, Tschechien 96    
Modrava - Nová ČOV a vodovod, Tschechien 51    
Most Lochkovské údolí, Tschechien 50    
Norra Länken Los 51, Schweden 50    
Nové Roudné - 1. etapa, část 2, Tschechien 51    
OKG Oskarshamn, Schweden 33    
Olší - Regálová hala č.1 Efaflex, Tschechien 61    
Ostrava - Prodlužená ulice Ruská, Tschechien 35    
Ostrava Mošnov - Výstavba TWR LKTM, Tschechien 50    
Ostrava, Energetické úspory MNO, Tschechien 40    
Plasy - Centrum stav. dědictví -II. etapa, Tschechien 70    
Plzeň - Obchodní centrum PLAZA, Tschechien 51    
Plzeň-Čistá Berounka-etapa II, Projekt B, Tschechien 41    
PPO Velké Meziříčí, Tschechien 50    
Praha 11, Multifunkční obj. JEDENÁCTKA VS, Tschechien 80    
Praha 4 - Centrum Opatov I, Tschechien 50    
Praha 6 - ČVUT CIIRC, Tschechien 55    
Projektgesellschaft Lindenhof, Deutschland 50    
Realizace úč. kom. HC 1 a HC 2 Košice, Tschechien 55    
Revital. nivy řeky Jizery v Benátkách, Tschechien 80    
Revitalizace trati Pardubice - Ždírec, Tschechien 10    
Schiphol Amsterdam-Almere (SAA) A1/A6, Niederlande 35    
Stadtbahn Köln, Los Nord, ARGE Ing.-Bau, Deutschland 75    
Strakonice - Protipovodňová opatření, Tschechien 60    
Stříbro - Revitalizace nám. v pam. zóně, Tschechien 46    
Stuttgart 21 PFA 1. Los 3 Bad Cannstatt, Deutschland 40    
Táborsko JV - Kanalizace 2. část, Tschechien 38    
Táborsko-JV Náprava kan. soust. II. et., Tschechien 38    
Travequerung Lübeck/Herrentunnel Lübeck, Deutschland 40    
ÚČOV Praha, Tschechien 40    
VS Teplý Vrch, rekonštr. bezpeč. Priepad, Slowakei 47    
Wakefield ERR JV Project, Großbritannien 50    
Wendlingen - Ulm PFA 2.3 Tunnel Widders., Deutschland 40    
Western Gateway Infra Scheme, Großbritannien 50    
York Potash Phase 1, Großbritannien 50    
Zdíkov - Kanalizace a ČOV, Tschechien 54    

1) Ergebnisabführungsvertrag
2) Zahlen des Geschäftsjahres 2014
3) Gesellschaft im Konzernabschluss von CIMIC einbezogen und im Einklang mit regulatorischen Vorgaben in Australien nicht zur Offenlegung verpflichtet.

Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, Deutschland, wird in den Konzernabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschafteinbezogen, die diesen als eigenständiger börsennotierter Konzern veröffentlicht und der gleichzeitig in den Konzernabschluss der ACS Actividades de Construcción y Servicios, S.A., Madrid, Spanien, konsolidiert wird. Der Konzernabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft wird im Bundesanzeiger, der Konzernabschluss von ACS im Verzeichnis der Comisión Nacional del Mercado de Valores veröffentlicht.

Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands

Der Vorstand schlägt vor, zu beschließen:

Der Bilanzgewinn der HOCHTIEF Aktiengesellschaft des Geschäftsjahres 2015 in Höhe von 138.618.868,00 Euro wird zur Ausschüttung einer Dividende von 2,00 Euro je Stückaktie auf das Grundkapital von 177.432.151,04 Euro, eingeteilt in 69 309 434 Stückaktien, verwendet.

Die Dividende ist am Tag nach der Hauptversammlung zahlbar.

Der Betrag, der auf die am Tage der Hauptversammlung im Besitz der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien auszuschütten wäre und der gemäß § 71 b AktG von der Ausschüttung auszuschließen ist, wird auf neue Rechnung vorgetragen. Am Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses, 19. Februar 2016, ergibt sich für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ein Bestand an eigenen Aktien von insgesamt 4 914 571 Stück, womit ein Betrag in Höhe von 9.829.142,00 Euro auf neue Rechnung vorzutragen wäre. Bis zur Hauptversammlung kann sich die Zahl der für das Geschäftsjahr 2015 dividendenberechtigten Stückaktien verändern. In diesem Fall wird bei unveränderter Ausschüttung von 2,00 Euro je für das Geschäftsjahr 2015 dividendenberechtigter Stückaktie der Hauptversammlung ein entsprechend angepasster Gewinnverwendungsvorschlag unterbreitet.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht, der mit dem des Konzerns zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

 

Essen, 19. Februar 2016

HOCHTIEF Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Marcelino Fernández Verdes

Peter Sassenfeld

Nikolaus Graf von Matuschka

José Ignacio Legorburo Escobar

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, 19. Februar 2016

Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bedenbecker, Wirtschaftsprüfer

Schlereth Wirtschaftsprüfer

Gremien

Aufsichtsrat

Pedro López Jiménez

Madrid, Vorsitzender des Aufsichtsrats der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Member of the Board and of the Executive Committee of ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A., Madrid

b) ACS Servicios y Concesiones, S.L. (Vice-Chairman)

ACS Servicios, Comunicaciones y Energía, S.L. (Vice-Chairman)

CIMIC Group Limited

Dragados, S.A. (Chairman-in-Office)

Gregor Asshoff*

Frankfurt am Main, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, Mitglied des Vorstands der SOKA-Bau

Abdulla Abdulaziz Turki Al-Subaie

Doha, Geschäftsführer Qatar Railways (Mitglied bis 13.11.2015)

b) Barwa Bank

Qatar Construction & Engineering Company

Qatar Rail

Ángel García Altozano

Madrid, Corporate General Manager von ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A., Madrid

b) ACS Servicios y Concesiones, S.L.

ACS Servicios, Comunicaciones y Energía, S.L.

Dragados, S.A.

Xfera Móviles, S.A. (Chairman)

Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtsch.-Ing. Beate Bell

Köln, Geschäftsführerin der immoADVICE GmbH (Mitglied ab 25.04.2015)

a) Deutsche EuroShop AG

Carsten Burckhardt*

Dortmund, Mitglied des Bundesvorstands der IG Bauen-Agrar-Umwelt

a) Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG

b) Dein Plus GmbH

DGB-Rechtsschutz GmbH

Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft (ULAK)

José Luis del Valle Pérez

Madrid, Member and Secretary of the Board of ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A., and General Secretary of the ACS Group, Madrid

b) ACS Servicios y Concesiones, S.L.

ACS Servicios, Comunicaciones y Energía, S.L.

CIMIC Group Limited

Cobra Gestión de Infraestructuras, S.A.

Dragados, S.A.

Dr. Michael Frenzel

Burgdorf, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft e. V. (Mitglied bis 24.04.2015)

a) AXA Konzern AG Deutsche Bahn AG

b) BHF-Bank AG

GBT III B.V.

VHV Holding AG

Dr. rer. pol. h. c. Francisco Javier Garcia Sanz

Braunschweig, Mitglied des Vorstands der Volkswagen Aktiengesellschaft, Wolfsburg

a) AUDI AG

Dr. Ing. h. c. F. Porsche Aktiengesellschaft

b) Bus and Truck GmbH

CAIXAHOLDING, S.A.

FAW-Volkswagen Automotive Company, Ltd.

Porsche Holding Stuttgart GmbH

SEAT, S.A.

VfL Wolfsburg-Fußball GmbH

Volkswagen (China) Investment Company Ltd.

Volkswagen Group of America, Inc.

Dipl. oec. Patricia Geibel-Conrad

Leonberg, Unternehmensberatung - Wirtschaftsprüfung / Steuerberatung in eigener Praxis (Mitglied ab 27.04.2015)

Dr. Thomas Krause*

Bremen, Executive Vice President der HOCHTIEF Infrastructure GmbH International

Matthias Maurer*

Hamburg, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats HOCHTIEF Infrastructure GmbH

Udo Paech*

Berlin, Betriebsrat der HOCHTIEF Building GmbH (Bereich Nordost)

Nikolaos Paraskevopoulos*

Bottrop, Mitglied des Konzernbetriebsrats der HOCHTIEF Aktiengesellschaft

Klaus Stümper*

Lohmar, Betriebsratsvorsitzender der HOCHTIEF Infrastructure GmbH (Bereich West)

Olaf Wendler*

Sülzetal, Leiter Personalkoordination Rohbau/ Industriebau (HOCHTIEF Building GmbH)

Dr. Jan Martin Wicke

Stuttgart, Vorsitzender des Vorstands der Talanx Deutschland AG, Hannover (Mitglied bis 26.04.2015)

a) HDI Lebensversicherung AG

HDI Versicherung AG

HDI Vertriebs AG

neue leben Holding AG

PB Lebensversicherung AG

PB Versicherung AG

Talanx Service AG

Talanx Systeme AG

TARGO Lebensversicherung AG

TARGO Versicherung AG

Dipl.-Geol. MBA Christine Wolff

Hamburg, Unternehmensberaterin

a) Berliner Wasserbetriebe A. ö. R.

KSBG Kommunale Verwaltungsgesellschaft GmbH

b) Grontmij N.V.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Prüfungsausschuss

Ángel García Altozano (Vorsitzender)

Abdulla Abdulaziz Turki Al-Subaie (ab 06.05.2015 bis 13.11.2015)

Gregor Asshoff (stellv.)

José Luis del Valle Pérez

Patricia Geibel-Conrad (ab 06.05.2015)

Matthias Maurer (ab 06.05.2015)

Udo Paech

Nikolaos Paraskevopoulos

Dr. Jan Martin Wicke (bis 26.04.2015)

Personalausschuss

Pedro López Jiménez (Vorsitzender)

Beate Bell (ab 06.05.2015)

José Luis del Valle Pérez

Dr. Michael Frenzel (bis 24.04.2015)

Matthias Maurer

Klaus Stümper

Olaf Wendler

Christine Wolff

Nominierungsausschuss

Pedro López Jiménez (Vorsitzender)

José Luis del Valle Pérez (ab 06.05.2015)

Dr. Michael Frenzel (bis 24.04.2015)

Christine Wolff

Vermittlungsausschuss (§ 27 Abs. 3 MitbestG)

Pedro López Jiménez (Vorsitzender)

Gregor Asshoff

Beate Bell (ab 06.05.2015)

Carsten Burckhardt

Dr. Michael Frenzel (bis 24.04.2015)

Vorstand

Marcelino Fernández Verdes

Düsseldorf, Vorsitzender des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen

b) CIMIC Group Limited (Executive Chairman und Chief Executive Officer)

Flatiron Holding, Inc.

HOCHTIEF AUSTRALIA HOLDINGS Ltd.

The Turner Corporation

Peter Sassenfeld

Duisburg, Mitglied des Vorstands (Chief Financial Officer - CFO) und Arbeitsdirektor (bis 14.11.2015) der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, und Mitglied des Vorstands der HOCHTIEF Solutions AG, Essen

b) CIMIC Group Limited

Flatiron Holding, Inc.

HOCHTIEF AUSTRALIA HOLDINGS Ltd.

The Turner Corporation

José Ignacio Legorburo Escobar

Düsseldorf, Mitglied des Vorstands und Chief Operating Officer (COO) der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, und der HOCHTIEF Solutions AG, Essen

a) HOCHTIEF Building GmbH

Nikolaus Graf von Matuschka

Aldenhoven/Jüchen, Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektor (ab 15.11.2015) der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, und Vorsitzender des Vorstands und Arbeitsdirektor der HOCHTIEF Solutions AG, Essen

a) HOCHTIEF Building GmbH (Vorsitzender)

HOCHTIEF Infrastructure GmbH (Vorsitzender)

Malteser Deutschland gGmbH

* Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer
a) Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten (Stand: 31. Dezember 2015)
b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (Stand: 31. Dezember 2015)

Stichtag für die Angabe zu Mitgliedschaften: 31.12.2015; bei unterjährig ausgeschiedenen Gremienmitgliedern: Tag des Ausscheidens

Impressum

Herausgeber:

HOCHTIEF Aktiengesellschaft

Opernplatz 2, 45128 Essen

Tel.: 0201 824-0, Fax: 0201 824-2777

info@hoohtief.de, www.hochtief.de

Bildnachweise:

Johnny Greig (oben links)

Oli Keinath

Bildbearbeitung, Satz und Druckvorstufe:

Creafix GmbH, Solingen

Druck:

Druckpartner, Essen

Der Jahresabschluss ist auf dem umweltfreundlichen Bilderdruckpapier Maxi Silk gedruckt. Es ist nach den Regeln des Forest Stewardship Council (FSC) zertifiziert.

Dieser Jahresabschluss liegt auch in englischer Sprache vor.

Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns

Die Hauptversammlung hat am 11. Mai 2016 beschlossen, aus dem Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 138.618.868,00 Euro eine Dividende von 2,00 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie, insgesamt 128.472.732,00 Euro, auszuschütten. Der restliche Betrag, das sind 10.146.136,00 Euro, wird als Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Essen, im Mai 2016

HOCHTIEF Aktiengesellschaft

Der Vorstand