![]() HOCHTIEF AktiengesellschaftEssenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Konzernbericht 2015Kombinierter Geschäfts- und NachhaltigkeitsberichtIn unserem kombinierten Konzernbericht 2015 fassen wir zum zweiten Mal in Folge unsere jährliche Finanz- und Nachhaltigkeitsberichterstattung zusammen. Mit unserer transparenten, ganzheitlichen Betrachtungsweise verdeutlichen wir die Wechselwirkungen zwischen finanziellen, ökologischen und gesellschaftlichen Faktoren und betonen ihren Einfluss auf unseren langfristigen Unternehmenserfolg. Informationen zu diesem BerichtMit dem kombinierten Konzernbericht wollen wir unsere Stakeholder umfassend informieren. Der vorliegende kombinierte Konzernbericht deckt folgenden Zeitraum und Zyklus ab: Der Berichtszeitraum umfasst den 1. Januar bis 31. Dezember 2015 und schließt an den im Februar 2015 erschienenen HOCHTIEF-Konzernbericht 2014 an. Abweichende Berichtszeiträume der Daten werden separat ausgewiesen. Der nächste kombinierte Konzernbericht wird im Februar 2017 erscheinen. Wir haben uns bei der Berichterstattung für eine kurze Darstellung der relevanten Nachhaltigkeitsthemen entschieden, die wir durch eine Wesentlichkeitsanalyse unter allen Stakeholdern ermittelt haben. Weiterführende Informationen finden Sie im Internet unter www.hochtief.de/kb2015. Zu den Berichtsinhalten: Die Nachhaltigkeitsinhalte dieses Berichts wurden auf Basis bestehender interner Prozesse entwickelt. Die relevanten Informationen wurden in den operativen Einheiten des Konzerns abgefragt oder stammen aus offiziellen Dokumenten von HOCHTIEF. Der Berichtsinhalt wurde von den fachlich zuständigen Mitarbeitern geprüft sowie einer unabhängigen betriebswirtschaftlichen Prüfung unterzogen (limited assurance).* Dies beinhaltet auch Artikel, die außerhalb des Lageberichts platziert sind. Im internationalen Beteiligungsportfolio von HOCHTIEF gibt es Beteiligungsgesellschaften, die über eigene Managementsysteme verfügen und sich an den jeweiligen Landesgesetzen orientieren. Damit ist eine einheitliche Datenerhebung zu den Nachhaltigkeitsthemen für den gesamten Konzern noch nicht durchgängig möglich, wir streben sie jedoch an. Sofern es Betrachtungsgrenzen gibt, verweisen wir stets darauf, wo diese liegen. Den in diesem Konzernbericht beschriebenen Zielen liegt die Annahme einer unveränderten Fortführung des HOCHTIEF-Konzerns in der derzeitigen Form zugrunde. Internationale Reporting-Standards: Der Konzernlagebericht und der Konzernanhang sind nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und zusätzlichen deutschen gesetzlichen Vorgaben aufgestellt. Der HOCHTIEF-Konzernbericht 2015 orientiert sich im Hinblick auf die Nachhaltigkeit und die Berichtsqualität an den Leitlinien (G4) der Global Reporting Initiative (GRI)** und deckt die wesentlichen Aspekte ab. Der vorliegende Bericht dient auch als Fortschrittsbericht über die Umsetzung der Prinzipien des UN Global Compact. Als verpflichtenden jährlichen Bericht (Communication on Progress - COP) veröffentlicht HOCHTIEF den Konzernbericht 2015 auch auf den Internetseiten der Organisation. ≡ Anrede: In allen Texten beziehen wir uns grundsätzlich mit der allgemeinen Anrede sowie den Funktionen auf Damen und Herren. ≡ www.unglobal-compact.org
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Weitere Informationen finden Sie in der Prüfbescheinigung
auf den Seiten 256 bis 257. Zum BildkonzeptZur Titelseite: Wir bauen die Welt von morgen - dies ist unsere Vision und unser Leitspruch. Als einer der führenden internationalen Baukonzerne realisiert HOCHTIEF mit seinen Tochtergesellschaften weltweit komplexe Hochbau- und Infrastrukturprojekte. Wir prägen das Erscheinungsbild moderner Städte und Metropolregionen - zum Beispiel in New York, wo wir besonders viele "Green Buildings" realisiert haben. Zu den Bildseiten: In unserem Alltag möchten wir Nachhaltigkeit aktiv gestalten, stets im Zusammenspiel von Ökonomie, Ökologie und Sozialem. Diese Aspekte möchten wir in jedem Projekt berücksichtigen. Auf unseren Bildseiten zeigen wir beispielhaft, wie wir diesen Anspruch mit Leben füllen. Sie sind unseren sechs Themenfeldern zur Nachhaltigkeit zugeordnet. Weitere Informationen über unsere Projekte finden Sie im Kapitel Segmentbericht sowie unter www.hochtief.de. Konzernbericht 2015Den Konzernbericht als PDF finden Sie unter www.hochtief.de/berichte. Die Druckfassung können Sie dort ebenfalls bestellen. Verweise* Seitenverweis im Konzernbericht > Dieses Symbol weist auf inhaltliche Ergänzungen zum Konzernbericht hin, die im Internet auf der HOCHTIEF-Website www.hochtief.de sowie auf den Seiten unserer Tochtergesellschaften zu finden sind. Die entsprechenden Links geben wir zusätzlich an. ≡ Dieses Symbol weist auf Links im Internet hin. Die entsprechenden Internetadressen haben wir auf den jeweiligen Seiten angegeben. Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionäre,der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2015 alle Aufgaben wahrgenommen, die ihm nach Gesetz und Satzung obliegen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Maßnahmen kontinuierlich überwacht. Dabei war der Aufsichtsrat in alle grundlegenden Entscheidungen eingebunden. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, umfassend und zeitnah sowohl schriftlich als auch mündlich über alle wesentlichen Aspekte der Geschäftsentwicklung unterrichtet. Ebenso gründlich wurde der Aufsichtsrat über die aktuelle Ertragssituation, die Risiken und das Risikomanagement informiert. Im Berichtsjahr haben vier Aufsichtsratssitzungen stattgefunden. Seine Entscheidungen hat der Aufsichtsrat auf Grundlage von ausführlichen Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands getroffen. Der Vorstand hat über Projekte und Vorgänge von besonderer Bedeutung oder Dringlichkeit auch außerhalb der Sitzungen informiert. Der Aufsichtsrat hat alle nach Gesetz oder Satzung erforderlichen Beschlüsse gefasst. Sofern notwendig, erfolgte dies auch im schriftlichen Verfahren. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand in ständigem Kontakt mit dem Vorsitzenden des Vorstands. Ereignisse von außerordentlicher Bedeutung für die Lage und Entwicklung des Konzerns konnten somit ohne Zeitverzug erörtert werden. Mit drei Ausnahmen haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats während ihrer Amtszeit an sämtlichen Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen. Lediglich zwei Mitglieder des Aufsichtsrats haben während ihrer Amtszeit nur an der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats oder der Ausschüsse, denen sie jeweils angehörten, oder weniger teilgenommen. Die Anteilseigner- und die Arbeitnehmervertreter haben die Tagesordnungspunkte der Aufsichtsratssitzungen regelmäßig in getrennten Vorgesprächen beraten. Bei der Beratung einzelner Themen hat der Aufsichtsrat ohne den Vorstand getagt. Beratungsschwerpunkte.Im Geschäftsjahr 2015 hat der Aufsichtsrat eine Vielzahl von Themen erörtert. Ein Schwerpunkt der Beratungen waren die Auswirkungen der Transformation des HOCHTIEF-Konzerns auf Ergebnislage, Cashflow und Auftragsbestand. Im Vordergrund der Beratungen stand weiterhin auch die Strategie für den gesamten Konzern mit dem Ziel, die Qualität der Ergebnisse weiter zu erhöhen sowie die Effizienz und nachhaltige Profitabilität zu steigern. Der Aufsichtsrat beschäftigte sich in seinen Sitzungen weiterhin mit folgenden Themen: In der Bilanzsitzung am 25. Februar 2015 befasste sich der Aufsichtsrat insbesondere mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss 2014. Hierüber wird weiter unten ausführlich berichtet. Weiterer Punkt der Beratungen war die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG und die Tagesordnung für die Hauptversammlung 2015. Ein wesentlicher Punkt war auch die variable Vergütung der Vorstandsmitglieder. In dieser Sitzung beschäftigte sich der Aufsichtsrat außerdem intensiv mit der operativen Planung und der Finanz- und Bilanzplanung für die Jahre 2015 bis 2017. Der Vorstand erläuterte hierzu die wichtigsten Änderungen gegenüber der Pro-forma-Planung 2015-2017. Nach Beratung hat der Aufsichtsrat die Planung des Vorstands zustimmend zur Kenntnis genommen. In der Sitzung vor der Hauptversammlung am 6. Mai 2015 berichtete der Vorstand über den Geschäftsverlauf im ersten Quartal sowie Einzelheiten zur bevorstehenden Hauptversammlung. Des Weiteren führte der Aufsichtsrat Nachwahlen zu den Ausschüssen im Zusammenhang mit dem Ausscheiden von zwei Aufsichtsratsmitgliedern durch. In der Sitzung am 24. September 2015 erörterte der Aufsichtsrat den Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr und beschäftigte sich hierbei insbesondere mit den Divisions Europe und Asia Pacific. Außerdem legte der Aufsichtsrat eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat fest. Gemäß § 111 Abs. 5 AktG hat der Aufsichtsrat außerdem als Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat den Wert von 30 Prozent und für den Frauenanteil im Vorstand den Wert von null Prozent festgelegt. Als Ende der Umsetzungsfrist, nach deren Ablauf über das Erreichen der Zielgrößen zu berichten ist, wurde der 30. Juni 2017 festgelegt. Die letzte Sitzung des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr fand am 17. November 2015 statt. In dieser Sitzung erörterte der Aufsichtsrat den Geschäftsverlauf in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres. Weiterhin fasste der Aufsichtsrat Beschlüsse zu Vorstandsangelegenheiten. Der Aufsichtsrat hat sich in mehreren Sitzungen mit Compliance-Themen beschäftigt. Gegenstand der Aussprache waren sowohl die allgemeine Berichterstattung durch die Compliance-Organisation als auch einzelne Vorfälle. Über die entsprechenden Umsetzungsmaßnahmen berichtete der Vorstand. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich der Aufsichtsrat mit den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex > und den Änderungen des Kodex befasst. Darüber berichtet der Vorstand zugleich auch für den Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 des Kodex. Dieser Bericht wird zusammen mit der Erklärung zur Unternehmensführung auf der Website der Gesellschaft sowie auch im Geschäftsbericht veröffentlicht. > Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de/corporate-governance Der Aufsichtsrat hat vier Ausschüsse gebildet, deren Mitglieder auf Seite 19 aufgeführt sind. Die Ausschüsse haben die Aufgabe, die bei Aufsichtsratssitzungen anstehenden Themen und Beschlüsse vorzubereiten. Teilweise nehmen sie auch Entscheidungsbefugnisse wahr, die ihnen der Aufsichtsrat übertragen hat. Über die Arbeit der Ausschüsse haben deren Vorsitzende den Aufsichtsrat regelmäßig informiert. Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2015 viermal. Er beschäftigte sich intensiv mit den Quartalsfinanzberichten, dem Halbjahresabschluss und den Jahresabschlüssen. Die Berichte und Abschlüsse erörterte er vor der Veröffentlichung mit dem Vorstand. Der Prüfungsausschuss gab dem Aufsichtsrat eine Empfehlung für den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers und bereitete außerdem die Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer vor. Dabei behandelte er auch die Prüfungsschwerpunkte und die Honorarvereinbarung. Weiterhin befasste sich der Ausschuss mit dem Risikomanagementsystem des Konzerns und dem rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem. Darüber hinaus befasste er sich mit Compliance-Fragen sowie den Prüfungsergebnissen der internen Revision und deren Prüfungsplanung. Im Berichtsjahr standen zahlreiche weitere Themen auf den Tagesordnungen der Ausschusssitzungen, unter anderem die Berichte über wesentliche Projekte der Divisions HOCHTIEF Americas, HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe. Der Personalausschuss tagte zweimal. Er befasste sich vor allem mit den Details der Vorstandsbezüge und der Struktur des Vergütungssystems. Außerdem bereitete er die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor. Der Nominierungsausschuss tagte im vergangenen Jahr einmal und fasste die notwendigen Beschlüsse im Zusammenhang mit dem Kandidatenvorschlag für die Nachwahl eines Aufsichtsratsmitglieds durch die Hauptversammlung. Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG musste im Geschäftsjahr 2015 nicht einberufen werden. Interessenkonflikte.Nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex und der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats sind die Mitglieder des Aufsichtsrats zur unverzüglichen Offenlegung angehalten, wenn bei ihnen Interessenkonflikte auftreten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lagen keine solchen Mitteilungen vor. Jahresabschluss 2015.Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, der Konzernabschluss nach IFRS (International Financial Reporting Standards) und der mit dem Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zusammengefasste Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015 sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung am 6. Mai 2015 gewählten und vom Aufsichtsrat mit der Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses beauftragten Abschlussprüfer, der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Prüfung durch diesen Abschlussprüfer erfolgt seit dem Jahresabschluss 2006. Der für die Durchführung verantwortliche Wirtschaftsprüfer wechselt entsprechend den gesetzlichen Vorgaben. Seit der Prüfung des Jahresabschlusses 2011 ist Herr Bedenbecker der verantwortliche Wirtschaftsprüfer. Der Abschlussprüfer hat zudem festgestellt, dass der Vorstand ein geeignetes Risikofrüherkennungssystem eingerichtet hat. Die vorgenannten Unterlagen sowie der Konzernbericht, der Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sind allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Sitzung des Prüfungsausschusses beziehungsweise vor der Bilanzsitzung am 24. Februar 2016 übersandt worden. Die Unterlagen wurden in den Sitzungen vom Vorstand zusätzlich mündlich erläutert. Die verantwortlichen Abschlussprüfer berichteten in diesen Sitzungen über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und standen für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Prüfungsausschuss hat sich vor der Sitzung des Aufsichtsrats eingehend mit diesen Unterlagen befasst und dem Aufsichtsrat eine Billigung des Jahres- und des Konzernabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts empfohlen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefassten Konzernlagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns eingehend geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat nach eigener Prüfung und unter Berücksichtigung des Berichts des Prüfungsausschusses dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses durch den Abschlussprüfer zugestimmt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt und damit den Jahresabschluss festgestellt. Er schließt sich dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns an. Bericht gemäß § 312 AktG.Der vom Vorstand nach § 312 AktG erstellte Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen ist vom Abschlussprüfer geprüft worden. Dieser Bericht sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers sind allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Bilanzsitzung am 24. Februar 2016 übermittelt worden. Die Wirtschaftsprüfer, die den Prüfungsbericht unterzeichnet haben, nahmen an den Besprechungen des Aufsichtsrats über diese Vorlagen teil und berichteten über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung. Der Aufsichtsrat hat den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft und als in Ordnung befunden. Der Abschlussprüfer hat den vorgeschriebenen Bestätigungsvermerk gemäß § 313 Abs. 3 AktG wie folgt erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei dem im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäft die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." Von dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen. Personelle Veränderungen in Aufsichtsrat und Vorstand.Die Herren Dr. Michael Frenzel und Dr. Jan Martin Wicke haben ihr Amt als Mitglied des Aufsichtsrats jeweils im März 2015 niedergelegt. Durch Beschluss des Amtsgerichts Essen vom 10. April 2015 sind als Nachfolgerinnen Frau Beate Bell und Frau Patricia Geibel-Conrad zu Mitgliedern des Aufsichtsrats bestellt worden. Herr Abdulla Abdulaziz Turki Al-Subaie hat sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats mit Wirkung zum 13. November 2015 niedergelegt. Der Aufsichtsrat dankt den Herren Al-Subaie, Dr. Frenzel und Dr. Wicke für ihre Tätigkeit und den engagierten Einsatz als Mitglied des Gremiums. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand, den Unternehmensleitungen sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus.
Essen, im Februar 2016 Der Aufsichtsrat Pedro López Jiménez, Vorsitzender GremienAufsichtsratPedro López JiménezMadrid, Vorsitzender des Aufsichtsrats der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Member of the Board and of the Executive Committee of ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A., Madrid b) ACS Servicios y Concesiones, S.L. (Vice-Chairman) ACS Servicios, Comunicaciones y Energía, S.L. (Vice-Chairman) CIMIC Group Limited Dragados, S.A. (Chairman-in-Office) Gregor Asshoff*Frankfurt am Main, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, Mitglied des Vorstands der SOKA-Bau Abdulla Abdulaziz Turki Al-SubaieDoha, Geschäftsführer Qatar Railways (Mitglied bis 13.11.2015) b) Barwa Bank Qatar Construction & Engineering Company Qatar Rail Ángel García AltozanoMadrid, Corporate General Manager von ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A., Madrid b) ACS Servicios y Concesiones, S.L. ACS Servicios, Comunicaciones y Energía, S.L. Dragados, S.A. Xfera Móviles, S.A. (Chairman) Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtsch.-Ing. Beate BellKöln, Geschäftsführerin der immoADVICE GmbH (Mitglied ab 25.04.2015) a) Deutsche EuroShop AG Carsten Burckhardt*Dortmund, Mitglied des Bundesvorstands der IG Bauen-Agrar-Umwelt a) Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG b) Dein Plus GmbH DGB-Rechtsschutz GmbH Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft (ULAK) José Luis del Valle PérezMadrid, Member and Secretary of the Board of ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A., and General Secretary of the ACS Group, Madrid b) ACS Servicios y Concesiones, S.L. ACS Servicios, Comunicaciones y Energía, S.L. CIMIC Group Limited Cobra Gestión de Infraestructuras, S.A. Dragados, S.A. Dr. Michael FrenzelBurgdorf, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft e. V. (Mitglied bis 24.04.2015) a) AXA Konzern AG Deutsche Bahn AG b) BHF-Bank AG GBT III B.V. VHV Holding AG Dr. rer. pol. h. c. Francisco Javier Garcia SanzBraunschweig, Mitglied des Vorstands der Volkswagen Aktiengesellschaft, Wolfsburg a) AUDI AG Dr. Ing. h. c. F. Porsche Aktiengesellschaft b) Bus and Truck GmbH CAIXAHOLDING, S.A. FAW-Volkswagen Automotive Company, Ltd. Porsche Holding Stuttgart GmbH SEAT, S.A. VfL Wolfsburg-Fußball GmbH Volkswagen (China) Investment Company Ltd. Volkswagen Group of America, Inc. Dipl. oec. Patricia Geibel-ConradLeonberg, Unternehmensberatung - Wirtschaftsprüfung / Steuerberatung in eigener Praxis (Mitglied ab 27.04.2015) Dr. Thomas Krause*Bremen, Executive Vice President der HOCHTIEF Infrastructure GmbH International Matthias Maurer*Hamburg, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats HOCHTIEF Infrastructure GmbH Udo Paech*Berlin, Betriebsrat der HOCHTIEF Building GmbH (Bereich Nordost) Nikolaos Paraskevopoulos*Bottrop, Mitglied des Konzernbetriebsrats der HOCHTIEF Aktiengesellschaft Klaus Stümper*Lohmar, Betriebsratsvorsitzender der HOCHTIEF Infrastructure GmbH (Bereich West) Olaf Wendler*Sülzetal, Leiter Personalkoordination Rohbau/ Industriebau (HOCHTIEF Building GmbH) Dr. Jan Martin WickeStuttgart, Vorsitzender des Vorstands der Talanx Deutschland AG, Hannover (Mitglied bis 26.04.2015) a) HDI Lebensversicherung AG HDI Versicherung AG HDI Vertriebs AG neue leben Holding AG PB Lebensversicherung AG PB Versicherung AG Talanx Service AG Talanx Systeme AG TARGO Lebensversicherung AG TARGO Versicherung AG Dipl.-Geol. MBA Christine WolffHamburg, Unternehmensberaterin a) Berliner Wasserbetriebe A. ö. R. KSBG Kommunale Verwaltungsgesellschaft GmbH b) Grontmij N.V. Ausschüsse des AufsichtsratsPrüfungsausschussÁngel García Altozano (Vorsitzender) Abdulla Abdulaziz Turki Al-Subaie (ab 06.05.2015 bis 13.11.2015) Gregor Asshoff (stellv.) José Luis del Valle Pérez Patricia Geibel-Conrad (ab 06.05.2015) Matthias Maurer (ab 06.05.2015) Udo Paech Nikolaos Paraskevopoulos Dr. Jan Martin Wicke (bis 26.04.2015) PersonalausschussPedro López Jiménez (Vorsitzender) Beate Bell (ab 06.05.2015) José Luis del Valle Pérez Dr. Michael Frenzel (bis 24.04.2015) Matthias Maurer Klaus Stümper Olaf Wendler Christine Wolff NominierungsausschussPedro López Jiménez (Vorsitzender) José Luis del Valle Pérez (ab 06.05.2015) Dr. Michael Frenzel (bis 24.04.2015) Christine Wolff Vermittlungsausschuss (§ 27 Abs. 3 MitbestG)Pedro López Jiménez (Vorsitzender) Gregor Asshoff Beate Bell (ab 06.05.2015) Carsten Burckhardt Dr. Michael Frenzel (bis 24.04.2015) VorstandMarcelino Fernández VerdesDüsseldorf, Vorsitzender des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen b) CIMIC Group Limited (Executive Chairman und Chief Executive Officer) Flatiron Holding, Inc. HOCHTIEF AUSTRALIA HOLDINGS Ltd. The Turner Corporation Peter SassenfeldDuisburg, Mitglied des Vorstands (Chief Financial Officer - CFO) und Arbeitsdirektor (bis 14.11.2015) der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, und Mitglied des Vorstands der HOCHTIEF Solutions AG, Essen b) CIMIC Group Limited Flatiron Holding, Inc. HOCHTIEF AUSTRALIA HOLDINGS Ltd. The Turner Corporation José Ignacio Legorburo EscobarDüsseldorf, Mitglied des Vorstands und Chief Operating Officer (COO) der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, und der HOCHTIEF Solutions AG, Essen a) HOCHTIEF Building GmbH Nikolaus Graf von MatuschkaAldenhoven/Jüchen, Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektor (ab 15.11.2015) der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, und Vorsitzender des Vorstands und Arbeitsdirektor der HOCHTIEF Solutions AG, Essen a) HOCHTIEF Building GmbH (Vorsitzender) HOCHTIEF Infrastructure GmbH (Vorsitzender) Malteser Deutschland gGmbH
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Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer Stichtag für die Angabe zu Mitgliedschaften: 31.12.2015; bei unterjährig ausgeschiedenen Gremienmitgliedern: Tag des Ausscheidens Zusammengefasster Lagebericht und KonzernlageberichtKonzernstruktur und GeschäftstätigkeitKonzernstruktur 2015![]() Konzernstruktur 2015Weltweit erbringt HOCHTIEF seine Leistungen mit den drei Divisions HOCHTIEF Americas, HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe. Diese Struktur spiegelt die operative Ausrichtung des Konzerns wider: HOCHTIEF ist in wichtigen nationalen und internationalen Regionen sowie Märkten tätig.* Der Fokus der strategischen und operativen Management-Holding von HOCHTIEF liegt auf der Führung und Steuerung des Konzerns. Als Steuerungsebene verantworten der Vorstand und die zentralen Konzernabteilungen die strategische, organisatorische und operative Entwicklung des HOCHTIEF-Konzerns. Zur Holding gehören die Konzernabteilungen Recht, Corporate Governance/Compliance, Revision/Organisation, Personal, Konzernentwicklung, Mergers and Acquisitions, Kommunikation, Controlling, Finanzen, Capital Markets Strategy/Investor Relations, Rechnungswesen und Steuern sowie Versicherungen.
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Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten
3 und 4 sowie auf den Seiten 30 und 31. Geschäftstätigkeit des HOCHTIEF-Konzerns**Als internationaler Baukonzern realisiert HOCHTIEF Projekte in den Bereichen Verkehrs-, Energie-, soziale und urbane Infrastruktur sowie im Minen- und Servicegeschäft. Die langjährige HOCHTIEF-Erfahrung und die Kompetenzen im Entwickeln, Finanzieren, Bauen und Betreiben bilden die Grundlage für diese Tätigkeiten - davon profitieren das Unternehmen und seine Kunden gleichermaßen. Unsere Expertise im Bereich Engineering setzen wir umfassend für unsere Projekte ein. HOCHTIEF hat seinen Fokus auf komplexe Infrastrukturprojekte gelegt. Diese werden auch auf der Basis von Konzessionsmodellen realisiert: Insbesondere bei Public-Private-Partnership-Projekten*** (PPP) schafft der ganzheitliche Ansatz von HOCHTIEF Mehrwert. Weitere Projektvorteile erreichen wir durch den Know-how-Transfer und die enge Zusammenarbeit innerhalb des Konzerns. Überdies arbeiten wir mit ausgezeichneten externen Partnern zusammen. Diese wählen wir mithilfe verschiedener Kriterien, wie zum Beispiel der Erfüllung unserer Standards, gezielt aus. Unser Anspruch ist es, unseren Kunden ein langfristiger, zuverlässiger Partner zu sein. Darum legen wir großen Wert auf hohe Flexibilität, Innovationskraft sowie herausragende Qualität. Unsere Projekte sind Unikate und erfordern die Entwicklung und Umsetzung individueller Lösungen. Dabei stellt die Nachhaltigkeit eine wesentliche Konzernanforderung dar: Nachhaltigkeit ist als integraler Bestandteil in der Unternehmensstrategie verankert. So fördern wir das Zusammenspiel zwischen Ökonomie, Ökologie und Sozialem. HOCHTIEF ist eines der internationalsten Unternehmen der Branche und erwirtschaftet 96 Prozent seines Umsatzes außerhalb Deutschlands. Zu den Baumärkten, auf denen wir vertreten sind, zählen weite Teile Europas, Amerika, Australien, der übrige asiatisch-pazifische Raum sowie die Golfregion. Dank dieser globalen Aufstellung kann HOCHTIEF die unterschiedlichen regionalen Marktchancen wahrnehmen.
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Weitere Informationen zur Geschäftstätigkeit
der Divisions finden Sie auf den Seiten 3 und 4 sowie auf den Seiten
80 bis 93. Wesentliche Steuerungsgrößen bei HOCHTIEFIm Vergleich zum Vorjahr wird das Betriebliche Ergebnis als wesentliche Steuerungsgröße nun durch das EBIT dargestellt. Dies stellt keine Änderung der wesentlichen Steuerungsgröße dar, da der HOCHTIEF-Konzern in den zu vergleichenden Perioden keine Abschreibungen auf den Goodwill vorgenommen hat. Somit entsprechen sich das EBIT und das EBITA. Dementsprechend erfolgt die Steuerung des HOCHTIEF-Konzerns im Wesentlichen über folgende Kennzahlen: Finanzielle Steuerungsgrößen
Nicht finanzielle Steuerungsgröße
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Siehe Glossar Seite 260 ![]() HOCHTIEF weltweit:Eine Auswahl der zahlreichen Beteiligungsgesellschaften und Projekte unserer Divisions zeigt die globale Präsenz von HOCHTIEF gemäß der Unternehmensstruktur 2015. HOCHTIEF AmericasAktivitäten in über 15 Ländern und 30 US-Bundesstaaten Turner (USA, Kanada) Flatiron (USA, Kanada) E.E. Cruz (USA) Clark Builders (Kanada) HOCHTIEF Asia PacificAktivitäten in mehr als 20 Ländern CIMIC (Australien) Thiess (Australien, Chile, Indien, Indonesien, Mongolei, Neuseeland, Philippinen, Südafrika) CPB Contractors (Australien, Neuseeland, Papua-Neuguinea) Leighton Asia, India and Offshore (Hongkong, Indien, Indonesien, Irak, Macau, Malaysia, Philippinen, Singapur, Thailand) Pacific Partnership (Australien) EIC Activities (Australien) Leighton Properties (Australien) Ventia (Australien, Neukaledonien, Neuseeland) Habtoor Leighton Group (Katar, Oman, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate) HOCHTIEF EuropeAktivitäten in mehr als 25 Ländern HOCHTIEF Solutions (Deutschland) HOCHTIEF Building (Deutschland) HOCHTIEF Infrastructure (Chile, Dänemark, Deutschland, Finnland, Griechenland, Großbritannien, Katar, Lettland, Niederlande, Norwegen, Österreich, Peru, Polen, Rumänien, Saudi-Arabien, Schweden, Serbien, Slowakei, Tschechien, Türkei) HOCHTIEF Engineering (Deutschland, Indien, Katar) HOCHTIEF PPP Solutions (Chile, Deutschland, Griechenland, Großbritannien, Irland, Kanada, Niederlande, USA) HOCHTIEF ViCon (Deutschland, Großbritannien, Katar) HOCHTIEF Projektentwicklung (Deutschland, Österreich, Polen, Schweiz, Tschechien) Die hier beispielhaft genannten Gesellschaften verdeutlichen die nationale und internationale Ausrichtung von HOCHTIEF. Die Geschäftstätigkeiten werden zum Teil über Niederlassungen und rechtlich selbstständige Gesellschaften ausgeübt. Weitere Details zu den Divisions finden Sie auf den Einklappseiten 3 und 4 sowie in der Segmentberichterstattung auf den Seiten 80 bis 93. Insgesamt werden im Konzernabschluss neben der HOCHTIEF Aktiengesellschaft 455 Gesellschaften vollkonsolidiert, 182 Gesellschaften at Equity konsolidiert sowie 59 gemeinschaftliche Tätigkeiten anteilig in den Konzernabschluss einbezogen. Die organisatorische Darstellung wird durch die rechtliche Darstellung der wesentlichen Beteiligungsgesellschaften ergänzt. > > Weitere Informationen finden Sie unter: www. hochtief.de/anteilsliste2015 Alle Adressen und Ansprechpartner unserer Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sowie von deren Niederlassungen finden Sie im Internet. > > Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de StrategieUnsere Strategie - einfach und klar:Wir wollen der global bedeutendste Hoch- und Infrastruktur- Baukonzern werden und nachhaltiges, cashbasiertes Wachstum erzielen. Für unseren langfristigen Erfolg fördern wir das Zusammenwirken von Ökonomie, Ökologie und sozialen Aspekten. Seit mehr als 140 Jahren ist HOCHTIEF in seinem Kerngeschäft Bauen aktiv und zählt zu den weltweit führenden Infrastrukturanbietern. Dabei nutzen wir unsere Kompetenzen im Entwickeln, Finanzieren, Bauen und Betreiben. Unsere neue Vision und unsere Grundsätze bilden den Rahmen für die strategische Entwicklung unseres Unternehmens, die wir konsequent vorantreiben. In unseren Zielmärkten werden wir mit unserer Projektmanagement- und Ingenieurkompetenz eine führende Markt- und Technologieposition in den Geschäftsfeldern Bauen, Engineering, Public-Private-Partnership, Contract Mining sowie Services erreichen. Unser Denken und Handeln ist wertorientiert: Wir stehen für Integrität, Verlässlichkeit, Innovation, Ergebnisorientierung, Nachhaltigkeit und Sicherheit. Mit unserer Erfahrung, technischer Exzellenz und unseren innovativen Lösungen realisieren wir Projekte, die unsere Kunden überzeugen und der Gesellschaft nutzen. Vorhandene Ressourcen setzen wir effizient ein. Das Wissen, der Einsatz und die Leistungsbereitschaft unserer Mitarbeiter sind die Basis für unseren Erfolg. Wir stellen ihnen dafür sichere, anspruchsvolle und erfüllende Arbeitsplätze zur Verfügung. Gemeinsam erwirtschaften wir nachhaltig Erträge und schaffen Werte für unsere Anteilseigner. ![]() Strategische InitiativenFokus auf das Kerngeschäft Bauen
Fokus auf cash-gestützte ProfitabilitätKontinuierliche Verbesserung des RisikomanagementsDifferenzierung durch InnovationenPositionierung als attraktiver ArbeitgeberNachhaltiges Handeln*
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Weitere Informationen finden Sie im Kapitel
Nachhaltigkeitsstrategie auf Seite 38. Fokus auf das Kerngeschäft BauenGebaut wird immer und überall. Gesellschaften, die sich entwickeln oder verändern, müssen ihre Infrastruktur kontinuierlich an wachsende oder neue Herausforderungen anpassen. Das gilt für Industrienationen, Schwellenländer und sich entwickelnde Regionen:
HOCHTIEF profitiert von diesen Megatrends. Mit unseren Kompetenzen und Geschäftsmodellen unterstützen wir unsere Kunden schon in der Ideenphase, etwa durch unsere Engineering-Spezialisten, und begleiten sie auf Wunsch über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes oder einer Infrastruktureinrichtung, zum Beispiel im Rahmen von PPP-Modellen. HOCHTIEF deckt damit die gesamte Wertschöpfungskette von der Planung über die Finanzierung bis zum Betrieb und gegebenenfalls Rückbau ab. Unser Kerngeschäft ist und bleibt das Bauen. Deshalb übernehmen wir PPP-Projekte nur, wenn wir auch einen Teil der Bauleistung erbringen. Aufgrund des steigenden Bedarfs in den für uns relevanten Märkten rechnen wir mit Umsatzwachstum im PPP-Bereich. Für alle HOCHTIEF-Divisions ist das Modell der öffentlich-privaten Partnerschaften ein wachsender Markt, an dem wir auch in Zukunft partizipieren werden. • Marktsegmente Verkehrs-, Energie-, soziale und urbane Infrastruktur sowie MinengeschäftKomplexe Infrastrukturprojekte erfordern hohe Kompetenz und Erfahrung. Durch Spitzenleistungen organisieren wir den Planungs-, Bau- und Betriebsprozess so, dass Qualität, Termine und Budgets erfüllt werden und wir uns damit vom Wettbewerb absetzen. Unsere Lösungen sollen technisch überzeugen und für alle Beteiligten wirtschaftlich erfolgreich sein.
Viele Länder, in denen HOCHTIEF tätig ist, verfolgen aktuell Programme zum Erhalt und Ausbau ihrer Verkehrsnetze. Straßen, Brücken, Tunnel, Häfen, Schienenwege oder Flughäfen müssen dringend an steigende Anforderungen angepasst werden. In den meisten Industrienationen ist ein gewaltiger Investitionsstau entstanden, der dringend behoben werden muss. Weil dies mit eigenem Personal und den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln oft nicht möglich ist, setzen Regierungen in unseren Zielmärkten zunehmend auf PPP-Modelle. Beispielsweise sollen in den kommenden zehn Jahren allein in Kanada Schienenprojekte mit einem Wert von 24 Mrd. Euro umgesetzt werden. In Deutschland wird in den nächsten zehn Jahren ein Investitionsvolumen für die Verkehrsinfrastruktur von bis zu 22,3 Mrd. Euro prognostiziert. In Australien hat die Regierung ihre Absicht bekundet, einen Großteil der Investitionen in Infrastrukturprojekte auszuschreiben. Das Volumen beläuft sich allein durch den 20 Jahre laufenden Transportplan für Verkehrsinfrastrukturprojekte in New South Wales auf zirka 175 Mrd. Euro (260 Mrd. australische Dollar).
HOCHTIEF baut Energieinfrastrukturprojekte aller Art auf der ganzen Welt: Von Wasserkraftwerken bis hin zum Rückbau von Kernkraftwerken bieten wir ein umfangreiches Produkt- und Leistungsportfolio. Wir wollen auch im Bereich Energieinfrastruktur unsere starke Position festigen und ausbauen. Moderne Industrienationen und wachsende Volkswirtschaften zeichnen sich durch einen hohen Bedarf an Energie aus. Besonderes Wachstum verzeichnen die Märkte in Nordamerika, Skandinavien und im Nahen Osten. Die Bundesregierung beziffert -trotz der Unsicherheiten bei der Energiewende - den Bedarf für den Ausbau der Energieinfrastruktur in Deutschland bis 2030 auf bis zu eine Billion Euro.
Planung, Bau und Modernisierung von Bürohäusern, Einkaufszentren, Krankenhäusern, Schulen oder Wohnungen gehören in fast allen Regionen zu unseren wichtigsten Marktsegmenten. Zu unseren Wettbewerbern zählen häufig kleine und mittelständische Betriebe. Durch konsequentere Auftragsselektion sowie durch schlankere Strukturen und effizientere Prozesse sind wir beweglicher geworden und können nun optimal auf die Bedürfnisse unserer Kunden eingehen. Wir profitieren dabei auch von einer positiven Marktentwicklung. Allein die Nachfrage nach Gewerbeimmobilien in den USA soll 2016 um zirka 4,8 Prozent steigen. Im wichtigsten Marktsegment Büroimmobilien nehmen wir laut ENR* mit unserem Angebot an Green Buildings die Spitzenposition ein, die wir weiterhin halten wollen. Auch in Europa und im asiatisch-pazifischen Raum steigt das Investitionsvolumen für nachhaltige, zertifizierte Immobilien. Bei PPP-Hochbauprojekten ist eine nachhaltige, ganzheitliche Betrachtung für uns Standard. Hier bringen wir unsere Kompetenzen im Planen, Finanzieren, Bauen und Betreiben ein. Das PPP-Modell bietet gerade bei den Projekten der sozialen Infrastruktur eine gute Alternative zur herkömmlichen Finanzierung und Realisierung.
Der Bedarf an Rohstoffen, wie Eisenerz, Kohle, Kupfer und Gold, steigt vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern weiter an. In Industrienationen ist die Nachfrage auf hohem Niveau stabil. Wir erwarten, dass die Wachstumsraten bis 2020 mit durchschnittlich 2,4 Prozent weiter anhalten werden. Australien ist inzwischen weltweit einer der größten Förderer von Kohle. Im Bereich Kraftwerkskohle steht der Kontinent auf dem zweiten Platz. Es ist unser Ziel, mit unserer australischen Tochtergesellschaft CIMIC die Wachstumschancen des Minengeschäfts weiterhin zu nutzen und unsere Position als weltweit führender Contract-Miner zu behaupten. CIMIC erschließt dazu auch neue Regionen. Die Minentochter Thiess unterzeichnete im Berichtsjahr einen ersten Auftrag in Chile. Weitere Informationen zu den für HOCHTIEF relevanten Märkten finden Sie auf den Seiten 41 bis 51. • Transformation und Harmonisierung von Strukturen und ProzessenDie Struktur in den Divisions wurde sukzessive angepasst und vereinheitlicht. Sie gliedert sich nun in die vier Geschäftsfelder Bau, Public-Private-Partnership (PPP), Engineering sowie Mining in Australien. Darüber hinaus bietet die Division HOCHTIEF Asia Pacific Services an. Mit der im Berichtsjahr 2015 weitergeführten Transformation verfolgen wir das Ziel, Verbesserungen bei Effizienz und Profitabilität, Liquidität sowie Risikomanagement zu erreichen. Dabei soll die Qualität der akquirierten Aufträge verbessert werden. Zudem wurden Abläufe und Prozesse in den einzelnen Geschäftsfeldern vereinfacht, IT-Tools vereinheitlicht, Berichtswege gestrafft und Entscheidungskompetenzen stärker auf die operative Ebene verlagert. Damit wollen wir weiter Kosten reduzieren und eine bessere Position im Markt erzielen. Die positive Entwicklung zeigt uns, dass wir mit unseren strategischen Initiativen auf dem richtigen Weg sind. Unsere Engineering-Kompetenz ist jetzt in allen Divisions in eigenständigen Geschäftseinheiten gebündelt, die eng miteinander kooperieren. Sie bieten Ingenieurleistungen für Endkunden an, unterstützen aber zugleich unsere operativen Einheiten. So entsprechen wir den Anforderungen des Markts, da wir Ingenieur- und Bauleistungen aus einer Hand anbieten. In der Division HOCHTIEF Asia Pacific konnte die Umgestaltung des operativen Modells erfolgreich beendet werden. Um der Neuausrichtung Nachdruck zu verleihen, wurde die Führungsgesellschaft Leighton Holdings in CIMIC Group Limited umbenannt. Der neue Name steht für die vier Kernaktivitäten Bauen (Construction), Infrastruktur (Infrastructure), Minengeschäft (Mining) sowie das PPP-Geschäft (Concessions). Um das Spezialequipment für das Minengeschäft zu bündeln und Synergien zu heben, hat CIMIC die Gesellschaft FleetCo gegründet. Sie bietet die größte Geräteauswahl für das Minengeschäft in Australien. Dabei profitieren nicht nur interne Gesellschaften von der langjährigen Erfahrung und den Serviceleistungen des Teams, sondern zukünftig auch externe Kunden. Langfristig suchen wir für dieses Geschäft einen strategischen Partner, um gebundenes Kapital freizusetzen. Auch bei der Division HOCHTIEF Americas soll die Wirtschaftlichkeit weiter verbessert werden, damit für unsere Kunden durch unsere Dienstleistungen und unser technisches Fachwissen ein maximaler Mehrwert entsteht. Dazu wollen wir unsere Leistungen insbesondere im kanadischen und im südostasiatischen Markt verstärkt anbieten. Unsere auf Hochbau spezialisierte Tochtergesellschaft Turner ist bereits in Vietnam, Malaysia und Indonesien aktiv. Die Division HOCHTIEF Europe gliedert sich seit der Transformation von HOCHTIEF Solutions im Wesentlichen in die Geschäftsbereiche Bau (Hoch- und Tiefbau), Engineering und PPP. Unser Ziel ist es, die Vorteile eines stärker mittelständisch geprägten Handelns optimal mit dem Leistungsspektrum eines international erfahrenen Baukonzerns zu verbinden und dabei die Prozesse zu verbessern. Auch in dieser Division haben wir den Fokus auf die Angebotsbearbeitung und Projektabwicklung gerichtet, um eine nachhaltige Effizienzsteigerung zu ermöglichen. Fokus auf cash-gestützte ProfitabilitätHOCHTIEF hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die Cash-Generierung deutlich verbessert. Wesentliche Treiber dieser Entwicklung waren die gestiegene Profitabilität, ein strafferes Working- Capital- Management und ein Rückgang der Investitionen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich auf 1,1 Mrd. Euro. Damit wurde der hohe Vergleichswert des Vorjahres (756 Mio. Euro) mit einem Zuwachs um 379 Mio. Euro nochmals übertroffen. Unser Free Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit plus betriebliche Investitionen) verzeichnete einen Anstieg um 663 Mio. Euro auf 985 Mio. Euro und verdreifachte sich damit gegenüber dem Wert von Ende 2014. Unsere Nettovermögensposition konnten wir ungeachtet des laufenden Aktienrückkaufprogramms und der Aufwendungen für Dividendenzahlungen erneut signifikant steigern. So belief sich das Nettofinanzvermögen zum Jahresende 2015 auf 805 Mio. Euro. Der Vergleichswert des Vorjahres in Höhe von 470 Mio. Euro, der auch die Forderungen aus dem Verkauf der nicht fortgeführten Aktivitäten von CIMIC enthielt, wurde damit um 335 Mio. Euro übertroffen. Zu dieser deutlichen Verbesserung haben alle Divisions beigetragen. Die Transformation des Geschäfts hin zu einer cashorientierten Unternehmenskultur mit konsequentem Risikomanagement zahlt sich ganz klar aus. Wir werden diesen Weg auch in Zukunft verfolgen und weiter an einer Konzernkultur arbeiten, die unter dem Strich gute Gewinne generiert. • Investitionen
Das im Geschäftsjahr 2014 beschlossene Aktienrückkaufprogramm wurde 2015 unter den gleichen Parametern weiter fortgeführt. Die Anzahl der ausschließlich über XETRA zurückgekauften Aktien per 31. Dezember 2015 betrug 4 134 094 Stück (5,96 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft). Der durchschnittliche Ankaufskurs belief sich auf 71,07 Euro pro Aktie. Im Januar 2016 hat der Vorstand beschlossen, das Aktienrückkaufprogramm fortzusetzen: Der Rückkauf von bis zu 2 780 000 Stückaktien (rund vier Prozent des Grundkapitals) der HOCHTIEF Aktiengesellschaft erfolgt zwischen dem 12. Januar und 30. September 2016. > Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de/aktienrueckkauf
HOCHTIEF verfolgt darüber hinaus unverändert das strategische Ziel, seine Finanzstruktur zu verbessern. Im Rahmen der Umsetzung dieser Strategie realisierte unsere Tochtergesellschaft CIMIC die vorzeitige Rückzahlung einer US-Dollar-Anleihe in Höhe von 267 Mio. Euro (299 Mio. US-Dollar). Die im November 2012 platzierte Anleihe im Gesamtvolumen von 500 Mio. US-Dollar hat eine Ursprungslaufzeit von zehn Jahren und ist mit einem jährlichen Nominalzins in Höhe von 5,95 Prozent ausgestattet. Weiterhin zielen wir auf die Diversifikation der zur Verfügung stehenden Finanzierungsinstrumente, insbesondere auf die Ausweitung der langfristigen Fremdfinanzierungsquellen außerhalb des klassischen Bankenmarkts, ab. Hierbei werden bei Bedarf vermehrt Kapitalmarkttransaktionen in die Diversifikationsstrategie eingebracht. Aufgrund der zur Verfügung stehenden freien Liquidität wurde jedoch im Berichtsjahr auf die langfristige Aufnahme von Fremdkapital verzichtet.
Unser Ziel ist es, durch eine kontinuierliche und offene Kommunikation mit den Kapitalmarktteilnehmern und den Medien ein ganzheitliches Bild von HOCHTIEF zu präsentieren. Dazu informieren wir im Sinne einer nachhaltigen Berichterstattung sowohl über ökonomische und ökologische wie auch über soziale Themen. Wir erläutern Chancen und Risiken und geben zukunftsorientierte Ausblicke, um eine auf Vertrauen basierende Zusammenarbeit mit bestehenden und potenziellen neuen Investoren zu etablieren. Unsere Investor-Relations- und Presseexperten stellen ihren Zielgruppen unter anderem auf sie zugeschnittene Informationen zur Verfügung. So geben wir zum Beispiel Investoren, die ihre Entscheidungen an Nachhaltigkeitskriterien ausrichten, gezielt Informationen zu diesem Thema. Durch diese Arbeit wollen wir auch künftig den Wert von HOCHTIEF steigern. Kontinuierliche Verbesserung des RisikomanagementsDas Risikomanagement* ständig weiter zu verbessern, ist eines unserer wichtigen strategischen Ziele. Dabei soll durch Reduzierung und effektive Steuerung der Risiken die Rendite nachhaltig gesteigert werden. HOCHTIEF wird nur noch in solchen Ländern aktiv sein, in denen wir langfristig gute Marktchancen sehen. Dort werden wir Niederlassungen gründen und Tochtergesellschaften aufbauen. Sollten sich Rahmenbedingungen in Bestandsmärkten verschlechtern, werden wir auch künftig konsequent reagieren. Darüber hinaus wird weiterhin das Risikomanagement an die operativen Projekte angepasst. Basierend auf Erfahrungen und dem Austausch von Best-Practice-Beispielen, werden optimierte Standards zu Projektkontrollen und Ausführungsmethoden konzernweit implementiert.
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Weitere Informationen finden Sie im Kapitel
Risikobericht auf den Seiten 133 bis 141. Differenzierung durch Innovationen**Mit unserer Erfahrung, technischer Exzellenz und innovativen, maßgeschneiderten Lösungen wollen wir Projekte verwirklichen, die unsere Kunden überzeugen und der Gesellschaft nutzen. In unserem anspruchsvollen Projektgeschäft realisieren wir Unikate, die von uns eine hohe technische Kompetenz, neue und verbesserte Verfahren sowie Innovationskraft erfordern. Unser Ziel ist es, mit unserer Ingenieurkompetenz eine führende Markt- und Technologieposition zu erreichen. Dazu entwickeln wir nachhaltige Projekte beziehungsweise Produkte und Dienstleistungen und sorgen für einen effizienten Einsatz vorhandener Ressourcen. Mit dieser Strategie werden wir auch in Zukunft neue Standards setzen, die Qualität der Arbeit steigern und unsere Wettbewerbsfähigkeit erhöhen. Beispielhaft dafür ist unser Engagement im Bereich des virtuellen Bauens (Building Information Modeling, BIM)*** , das wir 2015 weiter vorangetrieben haben. Diese Methode wird heute von vielen Auftraggebern gefordert - hier kann HOCHTIEF von seiner jahrelangen Erfahrung mit der innovativen Technik optimal profitieren.
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Weitere Informationen finden Sie im Kapitel
Forschung und Entwicklung auf den Seiten 107 bis 113. Positionierung als attraktiver ArbeitgeberWir wollen unsere Stellung als attraktiver Arbeitgeber weiter ausbauen und unseren Mitarbeitern sichere, anspruchsvolle und erfüllende Arbeitsplätze zur Verfügung stellen. Dabei bilden Wissen, Einsatz und Leistungsbereitschaft die Basis für unseren wirtschaftlichen Erfolg. Wir sorgen dafür, dass unsere mehr als 47 000 Mitarbeiter sich kontinuierlich weiterqualifizieren können, und setzen Programme auf, um weltweit die richtigen Mitarbeiter für unser Unternehmen zu gewinnen und an uns zu binden. Als global tätiger Konzern setzen wir uns für optimale, sichere Arbeitsbedingungen und bestmöglichen Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutz ein. Um dieses Engagement zu unterstützen, haben wir unsere Unternehmensgrundsätze fest im Prinzip der Sicherheit verankert und darüber hinaus, mit der Berichterstattung zur Unfallquote im Konzernbericht 2015, eine nicht finanzielle Steuerungsgröße eingeführt. Ziel dabei ist es, die Unfallquote zu senken.**** Wir sind überzeugt, mit unserer strategischen Ausrichtung gut für die Marktbedürfnisse gerüstet zu sein. Nachhaltigkeitsstrategie> Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de/nachhaltigkeit Die Unternehmensstrategie von HOCHTIEF bildet die Basis für unsere Nachhaltigkeitsstrategie. So füllen wir die Konzernvision "HOCHTIEF baut die Welt von morgen* mit Leben und setzen sie in die Realität um. Weltweit fördern wir mit unserem Handeln das Zusammenspiel von Ökonomie, Ökologie und Sozialem. Zugleich leisten wir mit unseren Kompetenzen einen Beitrag zu den Herausforderungen moderner Gesellschaften - jetzt und in Zukunft. Unsere Nachhaltigkeitsstrategie orientiert sich an unserem Geschäftsmodell. Sie berücksichtigt die für uns wesentlichen Aspekte, die wir in sechs Themenfeldern definiert und aus denen wir jeweils ein übergeordnetes Ziel abgeleitet haben: Corporate-Responsibility-Programm (CR-Programm)*scroll
Aus den Themenfeldern werden konzernübergreifende, division- und geschäftsfeldspezifische Maßnahmen abgeleitet, die mit entsprechenden Zielen definiert sind (siehe dazu das CR-Programm auf den Seiten 162 bis 165). Mit unseren sechs Themenfeldern der Nachhaltigkeit tragen wir wesentlich dazu bei, den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens zu ermöglichen und unserer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und der Umwelt gerecht zu werden. Wir haben unsere sechs Themenfelder aus unserem operativen Geschäft heraus definiert und berücksichtigen dabei unsere Rolle als guter Arbeitgeber und Corporate Citizen. Mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie verfolgen wir klare Ziele: Wir wollen für uns relevante Themen antizipieren, Geschäftschancen und Marktpotenziale nutzen und Risiken verringern. Um dies zu erreichen, ist es wichtig, die Ansprüche und Bedürfnisse unserer Stakeholder zu kennen und zu berücksichtigen. Zur Minimierung der Risiken tragen unsere konzernweit gültigen Standards bei. Dazu zählen Standards zum Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutz, Sozialstandards sowie Verhaltens- und Compliance-Regeln wie unser Code of Conduct. Häufig übertreffen diese die gesetzlichen Anforderungen. Um Marktchancen zu nutzen, entwickeln wir für unsere Kunden innovative Produkte und Dienstleistungen. Deshalb betrachten wir unsere Projekte ganzheitlich und sorgen für eine hohe Gesamtqualität. In unserem Baugeschäft entstehen in der Regel Unikate, die maßgeschneiderte, ressourcenschonende Lösungen und den Einsatz modernster Technologien erfordern. CR-OrganisationDie Nachhaltigkeit ist organisatorisch durch verschiedene Gremien mit klaren Verantwortlichkeiten im HOCHTIEFKonzern verankert. Dies ist in der CR-Richtlinie festgeschrieben. Dementsprechend sind das CR-Committee, das Kompetenzteam Nachhaltigkeit und die CR-Stabsstelle fester Bestandteil der CR-Organisation. > Im Berichtsjahr wurden auch in den Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Asia Pacific CR-Committees gegründet. Die Ergebnisse der Gremienarbeit werden ausgetauscht und konzernweit genutzt. Bei den Die Einordnung unserer CR-Themenfelder entsprechend den GRI-G4-Indikatoren finden Sie auf den Seiten 254 bis 255. > Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de/nachhaltigkeit (CR-Organisation) CR-Organisation![]()
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NGOs = Nichtregierungsorganisationen HOCHTIEF-Tochtergesellschaften Turner und CIMIC werden derzeit ebenfalls Kompetenzteams Nachhaltigkeit ("Sustainability Working Group") aufgebaut - sie sollen 2016 erstmals zusammentreten. Stakeholder-EinbindungZur Stakeholder-Einbindung setzen wir verschiedene Instrumente ein: Einmal im Jahr findet eine Stakeholder-Dialogveranstaltung bei HOCHTIEF statt. Vertreter aller für HOCHTIEF wesentlichen Stakeholder-Gruppen kommen in der Konzernzentrale zusammen, um über die Bedeutung der Themenfelder der Nachhaltigkeit für HOCHTIEF zu diskutieren. Die Ergebnisse und Impulse fließen in die Arbeit des Kompetenzteams Nachhaltigkeit ein und werden zu konkreten Projekten entwickelt. Der Dialog führte auch 2015 zu einer Bestätigung der bestehenden sechs Themenfelder. Aufgrund der Anregungen von Stakeholdern wird 2016 ein neues Themenfeld "Nachhaltiger Einkauf" zusätzlich eingeführt. Einmal jährlich führen wir eine Wesentlichkeitsanalyse durch, um die Gültigkeit der von uns identifizierten Nachhaltigkeitsthemen zu überprüfen und sie gegebenenfalls anpassen zu können. 2015 haben 2 117 Personen an der internetbasierten Stakeholder-Befragung sowie einer ergänzenden bevölkerungsrepräsentativen Befragung teilgenommen. Ziel war es, eine Relevanzeinschätzung und eine Priorisierung der Themen für HOCHTIEF zu ermitteln. Die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse sind in der unten stehenden Matrix dargestellt. Wesentlichkeitsmatrix 2015![]() Bedeutung der Themenfelder für HOCHTIEF und sein Umfeld von 0 (nicht relevant) bis 5 (sehr relevant) Märkte und RahmenbedingungenWeltwirtschaftliche Entwicklung*Der Internationale Währungsfonds (IWF)≡ erwartete für das Jahr 2015 ein weltwirtschaftliches Wachstum von 3,1 Prozent. Dies waren 0,2 Prozentpunkte weniger als noch im Juli 2015 prognostiziert. Der leichte Rückgang erklärt sich durch eine weitere Verlangsamung in den Schwellenländern und eine schwächere Erholung in den entwickelten Volkswirtschaften. Gründe hierfür sind vor allem die sinkenden Rohstoffpreise, die Verlangsamung des Wachstums der chinesischen Wirtschaft, die Abwertung der Währungen in einigen Schwellenländern und die zunehmende Volatilität an den Finanzmärkten. ≡ www.imf.org Der Ausblick für 2016 wurde im Januar 2016 vom IWF gegenüber dem Ausblick im April 2015 ebenfalls leicht abgesenkt - sowohl für die entwickelten als auch für die Schwellen- und Entwicklungsländer. Für 2016 erwartet der IWF ein globales Wachstum der Weltwirtschaft von 3,4 Prozent, 0,6 Prozentpunkte geringer als im April prognostiziert. Dennoch wird die globale Wirtschaft den Prognosen zufolge im Jahr 2016 etwas Fahrt aufnehmen, sowohl in den entwickelten Volkswirtschaften als auch in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Die Wachstumsrate für Länder, die bereits im Jahr 2015 mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen hatten, wie Brasilien, Russland und einige Länder in Lateinamerika sowie im Nahen Osten, bleibt weiterhin gering. Für die entwickelten Volkswirtschaften werden höhere Wachstumsraten vorhergesagt - dafür sorgt die wirtschaftliche Erholung in Japan, in den USA und im Euroraum. Sie werden die erwartete Verlangsamung des Wachstums in China kompensieren. Das allgemeine reale Wirtschaftswachstum (BIP) in den für HOCHTIEF bedeutenden Regionen (in Prozent)*scroll
Ξ www.imf.org
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Quelle: World Economic Outlook des IWF (Stand:
Oktober 2015) und World Economic Outlook Update des IWF (Stand: Januar2016) Wirtschaftliches Umfeld und Entwicklung in den Regionen von HOCHTIEF*Die USA standen 2015 mit ihrem positiven Wachstum in der Spitzengruppe der entwickelten Volkswirtschaften. Durch die weiterhin stützende Geldpolitik der Regierung und die günstigen Finanzierungsbedingungen konnte die Finanzlage der privaten Haushalte gestärkt werden. Hinzu kamen niedrigere Energiekosten und eine insgesamt stärkere Haushaltssituation. Diese Faktoren konnten die negativen Effekte auf die Netto-Exporte, die durch die Stärkung des Dollars eingetreten waren, ausgleichen und führten zu einem Wachstum von 2,5 Prozent für das Jahr 2015. Für 2016 werden für die USA 2,6 Prozent Wachstum erwartet. Kanada verzeichnete im Berichtsjahr 2015 ein Wachstum von 1,2 Prozent. Dieses Ergebnis lag mit 1,0 Prozentpunkten unter den Erwartungen vom Frühjahr 2015. Grund dafür waren die überwiegend niedrigeren Rohstoffpreise. Für das Jahr 2016 wird ein Anstieg von 1,7 Prozent erwartet. Die moderate Erholung des Euroraums wurde 2015 durch niedrigere Ölpreise, Lockerung der Geldpolitik und die Abwertung des Euros aufrechterhalten. Die Wachstumsrate lag bei 1,5 Prozent. Für das Jahr 2016 wird ein leichter Zuwachs von 1,7 Prozent erwartet. Zudem hat die EU-Kommission angekündigt, weitere 7,6 Mrd. Euro in den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur zu investieren. Sie sollen aus dem Programm "Europa verbinden" (Connecting Europe Facility) finanziert werden. Für Deutschland als größte europäische Volkswirtschaft wird das Wachstum im Jahr 2016 voraussichtlich ebenfalls bei 1,7 Prozent liegen. Damit erweist sich Deutschland erneut als Stütze für den Euroraum. Die Situation in Griechenland bleibt mit Abschwächung der Konjunktur von -2,3 Prozent für 2015 weiterhin schwierig. Der Ausblick für 2016 zeigt bereits einen positiven Trend, allerdings liegt das Wachstum mit -1,3 Prozent nach wie vor im negativen Bereich. Luxemburg und die Niederlande konnten 2015 ein Wachstum erzielen, das über dem Durchschnitt des Euroraums lag. Für 2016 wird für Luxemburg mit einer Wachstumsrate von 3,4 Prozent und für die Niederlande von 1,9 Prozent gerechnet - beide Länder liegen erneut über dem Durchschnitt des Euroraums. Österreich und Belgien werden für das Jahr 2016 mit 1,6 Prozent beziehungsweise 1,5 Prozent auf dem vorhergesagten EU-Durchschnittsniveau liegen. Das Wachstum in Osteuropa bleibt robust. Für das Jahr 2016 wird ein Anstieg auf 3,1 Prozent prognostiziert. Diese Steigerungsrate bezieht sich insbesondere auf Polen und Ungarn. Das Wachstum in weiteren Ländern Südosteuropas (Bulgarien, Kroatien und Serbien) liegt unter 2,0 Prozent. Diese Region hat auf der einen Seite von den niedrigeren Ölpreisen und der allmählichen Erholung in der Eurozone profitiert, auf der anderen Seite leidet sie unter den Auswirkungen der Sanktionen gegenüber Russland. Die für HOCHTIEF relevanten Märkte in der Eurozone werden für 2016 meist überdurchschnittliche Wachstumsraten aufweisen. Besonders hervorzuheben sind Polen, Schweden, Tschechien und Großbritannien. Im Jahr 2015 lag das Wachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern Asiens laut IWF-Experten bei 6,6 Prozent. Für das Jahr 2016 rechnen sie mit 6,3 Prozent. Damit weist diese Region, trotz leichten Rückgangs, die stärkste Wachstumsrate der Weltwirtschaft auf. Der Anstieg wird insbesondere von Indien getrieben und zeigt dort eine Verbesserung von 7,5 Prozent. Das Land profitiert von jüngsten Reformen, einer konsequenten Investitionsstrategie und niedrigen Rohstoffpreisen. In China wird für das Jahr 2016 mit einem Wachstum von 6,3 Prozent gerechnet. Hier wird sich eine leichte Eintrübung von 0,6 Prozentpunkten bemerkbar machen. In Australien wird sich das Wachstum mit 2,9 Prozent für das Jahr 2016 auf dem guten Niveau des Vorjahres bewegen. Gründe hierfür sind strukturelle Reformen und niedrige Öl- und Rohstoffpreise, die durch eine unterstützende Geldpolitik und einen schwächeren Wechselkurs teilweise kompensiert werden. Für 2016 erwartet der IWF in Katar ein stärkeres Wachstum, das bei 4,9 Prozent liegen wird. Die Entwicklung der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wird konstant bei etwa 3,1 Prozent bleiben. Aufgrund der Anpassung an den niedrigen Ölpreis ist die Prognose für Saudi-Arabien gesunken, von 3,4 Prozent im Jahr 2015 auf 1,2 Prozent für 2016. Experten rechnen mit einer Belebung der Wirtschaft im Nahen Osten. So wurden im Januar 2016 die Sanktionen der Europäischen Union und der Vereinigten Staaten gegen den Iran aufgehoben, sodass zum Beispiel wieder Ölexporte möglich sind und die Industrie neue Aufträge erwartet. Durch die lange Abschottung gibt es unter anderem hohen Nachholbedarf im Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Ein weiterer Treiber für die Entwicklung ist die schrittweise Verbesserung der Aussichten für die Länder, die in den vergangenen Jahren stark von Konflikten betroffen waren. Für den Irak wird 2016 mit einer starken Wachstumsrate von 7,1 Prozent gerechnet (2015: 0,02 Prozent). Zuwachs der Gesamtinvestitionen der Baubranche nach Regionen*Prozentuale Veränderungen gegenüber Vorjahr, gemessen in 2010 US-Dollar)![]()
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Quelle: IHS Global Construction Outlook, Januar
2016 In den beiden für HOCHTIEF relevanten Volkswirtschaften Chile (2,3 Prozent) und Peru (2,4 Prozent) stieg das Wachstum bereits deutlich stärker als der Durchschnitt in Lateinamerika. Für das Jahr 2016 wird ein Wachstum von 2,5 Prozent für Chile und 3,3 Prozent für Peru prognostiziert. Der Markt für BIM wächst - Building Information Modeling, eine zukunftsweisende ArbeitsmethodeIn vielen Ländern wird Building Information Modeling (BIM, siehe Seite 108) insbesondere bei komplexen Projekten von den Auftraggebern zunehmend gefordert. Durch die Nutzung von BIM werden Produktivität, Effizienz, Qualität, Sicherheit und die damit verbundenen nachhaltigen Aspekte verbessert. Die Vorteile von BIM werden von vielen Auftraggebern und Investoren als signifikant angesehen und daher bei immer mehr Ausschreibungen vorausgesetzt. Unter anderem entwickelt sich in Ländern wie Australien und Neuseeland eine besondere Dynamik. Auch in Deutschland hat das Bundesverkehrsministerium einen Zeitplan für die Einführung von BIM beschlossen: Bis 2017 läuft eine Vorbereitungsphase, danach folgen Pilotprojekte. Ab 2020 soll BIM bei Verkehrsinfrastrukturprojekten regelmäßig eingesetzt werden. HOCHTIEF und seine operativen Einheiten haben sich auf die Herausforderungen in diesem Bereich gut vorbereitet. Entwicklung in den für HOCHTIEF relevanten Märkten und MarktsegmentenVerkehrsinfrastrukturIn Westeuropa entwickelten sich im Jahr 2015 die Märkte für Verkehrsinfrastruktur in den für HOCHTIEF relevanten Ländern außerordentlich positiv. Für 2016 wird eine Wachstumsrate von 2,6 Prozent erwartet. Deutschland weist für das Jahr 2016 eine positive Wachstumsrate von 5,0 Prozent aus. Der Bundestag verabschiedete den Verkehrshaushalt für 2016: Danach sollen 12,3 Mrd. Euro in den Ausbau von Fern- und Wasserstraßen sowie Schienenwegen fließen. Weitere zehn Mrd. Euro sind für Investitionen zwischen 2016 und 2018 vorgesehen. Insbesondere soll das Geld in die Sanierung maroder Straßen und Brücken investiert werden. Die deutschen Häfen* an Nord- und Ostsee erwarten nach einem Konjunkturrückgang für das Jahr 2016 wieder ein Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich.
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Quelle: Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe Auch Großbritannien lag mit einem Wachstum von 17,5 Prozent deutlich über dem westeuropäischen Durchschnitt. Dieses hohe Niveau wird sich voraussichtlich im Jahr 2016 signifikant verringern. Mit 3,6 Prozent liegt der Anstieg in diesem Segment für Großbritannien immer noch über dem westeuropäischen Durchschnitt von 2,6 Prozent. In den Niederlanden wurde ebenfalls erheblich investiert. Im Jahr 2015 lagen die Wachstumsraten bei 11,6 Prozent. Für 2016 wird eine solide Rate von 2,5 Prozent vorhergesagt. In Norwegen zeigte der "National Transport Plan 20142023" mit einer Wachstumsrate von 23,1 Prozent erste Auswirkungen. Treiber sind hier die staatlichen Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur. Für 2016 wird eine Steigerung von 4,5 Prozent prognostiziert. Die Entwicklung in Österreich zeigte mit 3,2 Prozent im Jahr 2015 eine solide Wachstumsrate. Sie wird mit 2,5 Prozent für 2016 weiterhin positiv bleiben. In Schweden verzeichnete das Wachstum im Jahr 2015 starke 5,6 Prozent. Diese hohe Rate wird für das Jahr 2016 deutlich gedämpft und nur noch 1,4 Prozent aufweisen. Wachstum der regionalen Baumärkte von HOCHTIEF (Prozentuale Veränderungen gegenüber Vorjahr, gemessen in 2010 US-Dollar)scroll
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Quelle Tabelle links: IHS Global Insight: ≡ Global Construction Outlook, 31. Dezember 2015 ≡ www.ihs.com
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Quelle: Macromonitor, Juli 2015 Wenn kein anderer Verweis angegeben ist, beziehen wir uns auf IHS Global Insight; Global Construction Outlook (Stand: 31. Dezember 2015) In Osteuropa zeigten Polen und Tschechien im Jahr 2015 außerordentliche Wachstumsraten von über 4,9 Prozent und 14,1 Prozent. In Polen wird die Fertigstellung der ersten Phase des Rail-Baltica-II-Projekts erwartet. Die Prognose für 2016 fällt für beide Länder geringer aus, weist aber mit 3,0 Prozent für Polen und 2,6 Prozent für Tschechien weiterhin auf eine gute Geschäftsentwicklung hin. Nach einem Wachstum von 4,9 Prozent im Jahr 2015 wird in den USA für 2016 und die Folgejahre aufgrund neuer Investitionen Dynamik erwartet: Ein Gesetz zum langfristigen Autobahnausbau trat im Dezember 2015 in Kraft. Der "Fixing America's Surface Transportation Act" sieht Investitionen von rund 305 Mrd. US-Dollar (knapp 280 Mrd. Euro) in den kommenden fünf Jahren insbesondere für Highways, Brücken, Schienenwege und den öffentlichen Nahverkehr vor. In Kanada wird nach einem Wachstum von 1,7 Prozent für 2016 wieder ein stärkerer Anstieg prognostiziert: Vor dem Hintergrund der im Zuge des Regierungswechsels aufgelegten Programme ("Community Improvement Fund" und "New Building Canada Fund") werden Wachstumsraten in Höhe von 3,2 Prozent erwartet. In Lateinamerika investierten die für HOCHTIEF relevanten Länder im Jahr 2015 in die Verkehrsinfrastruktur: Peru ist mit 5,0 Prozent und Chile mit 2,4 Prozent gewachsen. Diese Raten werden sich für das Jahr 2016 abschwächen; mit 1,5 Prozent (Peru) und 1,1 Prozent (Chile) stehen die Zeichen insgesamt jedoch weiterhin auf Wachstum. Die Regierungen beider Länder planen große Infrastrukturprojekte. In Australien hat sich der Markt für Verkehrsinfrastruktur stark entwickelt. 2015 wurde mit einem Wachstum von 18,6 Prozent gerechnet. Für das Jahr 2016 werden 14,9 Prozent vorausgesagt.* Dieser starke Anstieg wird durch die im Juli 2014 von der Regierung ins Leben gerufene "Asset Recycling Initiative" unterstützt. Das Programm wurde entwickelt, um den Regierungen auf Länderebene einen Anreiz zu geben, das bisher in Vermögenswerten gebundene Kapital durch Privatisierung freizusetzen und in neue Infrastruktur zu investieren. Die australische Regierung hat 2,8 Mrd. Euro (4,2 Mrd. australische Dollar) über einen Zeitraum von fünf Jahren zur Verfügung gestellt. Durch das Programm könnten damit bis zu 21,6 Mrd. Euro (32 Mrd. australische Dollar) in neue Infrastrukturprojekte investiert werden.** Ein weiterer Investitionsplan ist der "New South Wales (NSW) Long Term Transport Masterplan", der die Richtung für die Verkehrsplanung der kommenden 20 Jahre vorgibt. Er schafft insbesondere die Rahmenbedingungen für die Verkehrspolitik. Der Masterplan stellt ein Investitionsvolumen von 175 Mrd. Euro (260 Mrd. australische Dollar) für Verkehrs- und Infrastrukturprojekte bereit.***
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Quelle: Macromonitor, Juli 2015 In Australien spielen im Bereich Verkehrsinfrastruktur Nachhaltigkeitsaspekte eine zunehmend größere Rolle. So müssen zum Beispiel im Bundesstaat Western Australia alle großen öffentlichen Verkehrsprojekte zertifiziert werden. Es ist davon auszugehen, dass diese Anforderungen zukünftig landesweit gelten werden. Zudem gewinnt die Zertifizierungsorganisation für nachhaltige Infrastrukturprojekte "Infrastructure Sustainability Council of Australia" (ISCA) an Bedeutung. Die Gesellschaft bietet Messinstrumente, um nachhaltige Infrastrukturvorhaben nach wesentlichen ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten zu bewerten. Die Verkehrsinfrastrukturmärkte im Nahen Osten entwickelten sich im Jahr 2015 sehr positiv. Sowohl in Katar als auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) wuchs der Verkehrssektor außergewöhnlich stark (57,0 Prozent beziehungsweise 33,3 Prozent). Die Prognose für 2016 zeigt allerdings niedrigere Raten: 13,8 Prozent für Katar und 9,1 Prozent für die VAE. Auch in Saudi-Arabien wuchs der Markt um sehr starke 38,7 Prozent. Bedingt durch die fallenden Ölpreise und die angespannte politische Situation im Jahr 2016, ist die Finanzierung nicht bei allen geplanten Projekte sichergestellt. Als Folge ergibt sich eine Prognose von 9,5 Prozent. Public-Private-Partnership-(PPP-)VerkehrsinfrastrukturprojekteIn Deutschland hat das Bundesverkehrsministerium im Rahmen der neuen Generation von PPP-Infrastrukturprojekten ein Investitionsvolumen von rund sieben Mrd. Euro für die nächsten Jahre angekündigt.**** Zu dem Investitionsvolumen werden weitere sieben Mrd. Euro für die Erhaltung und den Betrieb für die Laufzeit von 30 Jahren zur Verfügung gestellt. Bis Ende 2019 sollen jährlich zwei bis drei Straßenprojekte ausgeschrieben werden. Insgesamt umfasst das Programm rund 600 Kilometer Autobahn. Mit der "Neuen Generation ÖPP" sind neben Autobahnen zum ersten Mal auch Bundesstraßen im PPP-Modell geplant.*****
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Quelle: Quelle: BMVI (Bundesministerium
für Verkehr um digitale Infrastruktur), Stand: 30.04.2015 Der PPP-Markt in den Niederlanden entwickelt sich weiterhin positiv. Für die Jahre 2016 und 2017 sind pro Jahr vier bis fünf PPP-Projekte im Bereich der Verkehrsinfrastruktur mit einem Gesamtvolumen von mehr als fünf Mrd. Euro geplant. Norwegen steckt weiterhin in den Vorbereitungen für eine PPP-Straßeninfrastruktur-Projektkette von mindestens drei Projekten. Für das erste Projekt (Ommangsvollen-Grundset) wird der Termin für die Ausschreibung voraussichtlich im ersten Halbjahr 2016 liegen.*
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Quelle: InfraNews, Stand: 20.04.2015 Zudem plant der tschechische Staat laut Ministry of Transport (Stand: 16.04.2015), zwei Straßen als PPP-Projekte aufzulegen, die R4 und die R7. Die Straßen sollen in der zweiten Hälfte des Jahres 2016 ausgeschrieben werden. Großbritannien plant, im Jahr 2016 eine Reihe von PPP-Projekten auszuschreiben. Das erwartete Investitionsvolumen liegt zwischen einer und bis zu zwei Mrd. Euro pro Jahr. Der nordamerikanische Markt zeigt nach der Prognose von Canadian Shipper und Infra-Americas ein großes, anhaltendes Wachstumspotenzial für PPP-Straßen- und Brückenbauprojekte. Insbesondere Kanada nutzt das PPP-Vertragsmodell vor allem für Großprojekte. Dabei werden zum Beispiel im Bereich des Schienenverkehrs Investitionsausgaben von über 24 Mrd. Euro für die nächsten zehn Jahre erwartet. In Kanada erreichten acht Projekte mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von zirka 8,2 Mrd. Euro (11,7 Mrd. kanadische Dollar) im Jahr 2015 den Financial Close. Während Kanada weiterhin den nordamerikanischen PPP-Markt anführt, setzt sich die Entwicklung des PPP-Markts in den USA nur langsam fort. Drei Verkehrs-PPP-Projekte mit einem Umfang von 1,9 Mrd. Euro (2,1 Mrd. US-Dollar) haben im Jahr 2015 den Financial Close in den USA erreicht. Ein weiteres Projekt, SH 288, mit einem Gesamtvolumen von 731 Mio. Euro (820 Mio. US-Dollar) wird den Financial Close voraussichtlich 2016 erreichen. Zudem befanden sich laut Infra-Americas zum Ende des Jahres 2015 drei Projekte mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 5,2 Mrd. Euro (5,7 Mrd. US-Dollar) in der Ausschreibungsphase. Australien hat schon heute einen der attraktivsten PPP-Märkte weltweit. Die Privatisierung von Vermögenswerten (Asset Recycling Initiative) wird einen weiteren Anstieg der PPP-Projekte begünstigen. Erwartet wird, dass das Wachstum von Verkehrsinfrastrukturprojekten noch stärker von der Privatwirtschaft mitfinanziert wird. Hierbei kommen sowohl die klassischen PPP-Modelle als auch neue, innovative Modelle in Betracht, zum Beispiel mit neuer Finanz- und Risikostruktur für die Privatwirtschaft.**
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Quelle: BMI Australia Infrastructure Report
Q1 2016 Das PPP-Geschäft im Nahen Osten entwickelt sich weiterhin sehr positiv. So hat das Emirat Dubai Ende 2015 ein neues PPP-Gesetz verabschiedet, um Infrastrukturprojekte und Gesundheitsimmobilien mithilfe von privaten Investitionen zu realisieren. In Kuwait hat beispielsweise das Bildungsministerium den Bau von neun Schulen ausgeschrieben. Das gesamte Investitionsvolumen für PPP-Projekte wird hier mit zirka 30 Mrd. Euro veranschlagt. Im Kerngeschäft PPP ergeben sich für die gesamte HOCHTIEF-Gruppe insgesamt hervorragende Marktchancen. EnergieinfrastrukturEntwicklung in Energiemärkten nach Ländern und Regionen***Aufgrund des gesunkenen Ölpreises im Jahr 2015 reduzierten sich auch die Investitionen in Energieinfrastrukturprojekte. Mit -2,4 Prozent blieb der Wert weit unter den Erwartungen für 2015. Für 2016 wird ein Anstieg von 3,6 Prozent erwartet. Der Markt für Energieinfrastruktur in Westeuropa schrumpfte zwar im Berichtsjahr um 3,3 Prozent. Jedoch erwarten die Analysten für 2016 wieder ein Wachstum von rund 1,3 Prozent. In Deutschland wirkten sich die Unsicherheiten durch die Energiewende und den anstehenden Netzausbau aus. Nach einem Rückgang des Wachstums im Jahr 2015 wird für 2016 allerdings ein Wachstum von 2,7 Prozent prognostiziert. Zudem werden nach wie vor die Kosten für die gesamte Energiewende von der Bundesregierung bis 2030 auf eine Billion Euro beziffert. Der Energiemarkt in Österreich ist 2015 um 5,8 Prozent geschrumpft. Der niedrige Strompreis verhindert Investitionen in den Bau von neuen Wasser- und Wärmekraftwerken.* Für das Jahr 2016 ist mit einer Stagnation zu rechnen. Der Markt wird getrieben durch den Ausbau von Wasserkraftwerken, der notwendig ist, um den zukünftigen Strombedarf zu decken und auch die Klimaziele zu erfüllen.
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Quelle: Euroconstruct, Juni 2015 Auch in Norwegen wirkte sich der niedrige Ölpreis negativ auf den Bereich Energieinfrastruktur aus. Der Markt schrumpfte um 2,2 Prozent im Jahr 2015. Ein positiver Trend wird für 2016 mit einem Wachstum von 4,3 Prozent erwartet. Schweden konnte 2015 noch ein Wachstum von 0,6 Prozent aufzeigen. Für 2016 ist ein leichter Rückgang von 0,8 Prozent zu erwarten. Der Energiemarkt in den USA ist im Jahr 2015 um 8,5 Prozent geschrumpft, etwas weniger als 2014 erwartet - dies begründet sich durch den gefallenen Ölpreis. Als Resultat wurden neue Investitionen zurückgehalten. Für 2016 wird ein Wachstum von 8,1 Prozent vorhergesagt. Auch auf den Energieinfrastruktur-Markt in Kanada hatte der gesunkene Ölpreis einen negativen Einfluss (-3,9 Prozent im Jahr 2015). Für das Jahr 2016 wird allerdings ein leichtes Wachstum von 0,4 Prozent erwartet. In Lateinamerika litt der Energieinfrastrukturmarkt ebenfalls unter dem günstigen Ölpreis (2015: -7,5 Prozent) sowie unter der gesamtwirtschaftlichen Lage, die durch Unruhen in einigen Ländern beeinflusst wurde. Für 2016 wird von einer Steigerung um 0,3 Prozent ausgegangen. Die für HOCHTIEF relevanten Märkte Chile und Peru entwickelten sich ähnlich. Chile zeigte für 2015 Raten von -1,4 Prozent. Der Markt in Peru ist noch deutlicher geschrumpft (-17,3 Prozent). Für 2016 werden für beide Länder wieder positive Zahlen prognostiziert (0,8 Prozent für Chile und 1,2 Prozent für Peru). Der Markt für Energieinfrastruktur in Australien entwickelte sich 2015 mit -10,6 Prozent negativ. Für 2016 wird eine Erholung von 1,3 Prozent erwartet. Das Wachstum im Nahen Osten hat sich verlangsamt. Auch in dieser Region hatten die niedrigen Ölpreise negative Auswirkungen - zum Beispiel auf Saudi-Arabien, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Um unabhängiger vom Energiemarkt zu werden, investieren diese Länder mit ihren großen Ölreserven zunehmend mehr in Infrastrukturprojekte, Büroimmobilien und den Wohnungsbau. Der Markt für Energieinfrastruktur in Katar und Saudi-Arabien zeigte für 2015 ein Wachstum von 8,7 und 3,5 Prozent. Diese für HOCHTIEF relevanten Märkte könnten ihre Wachstumsraten beinahe fortsetzen: Die Prognose für das Jahr 2016 liegt bei 10,0 Prozent (Katar) und 3,1 Prozent (Saudi-Arabien). Soziale und urbane InfrastrukturSteigende Bedeutung von Nachhaltigkeit im HochbaumarktEs ist davon auszugehen, dass durch die Gesetzgebungen der einzelnen Länder die Aspekte der Nachhaltigkeit für die Baubranche an Bedeutung gewinnen werden. Das World Green Building Council verwies im Zuge der COP21-Konferenz in Paris im Dezember 2015 auf die hohe Bedeutung des Bausektors im Zusammenhang mit dem Klimaschutz, da die Branche für den Ausstoß von mehr als 30 Prozent aller CO2 -Emissionen verantwortlich ist. So werden 25 lokale Green Building Councils in den kommenden fünf Jahren den Bau von grünen Immobilien mit einer Fläche von mehr als 1,25 Mrd. Quadratmetern unterstützen, damit diese zertifiziert und CO2 -Emissionen reduziert werden können. Immer mehr Investoren legen großen Wert auf eine ganzheitliche Betrachtungsweise von Immobilien. So sehen 56 Prozent der Unternehmen in der Immobilienbranche Nachhaltigkeitskriterien als einen festen Bestandteil in ihrer Investitionsstrategie. Dies belegt eine Studie der Union Investment aus dem Jahr 2014 zum Investitionsklima in Europa. Basierend auf den aktuellen Marktentwicklungen, sagt die Forbes-Studie zur Energieeffizienz von Immobilien, dass 869 Mrd. Euro (960 Mrd. US-Dollar) weltweit bis 2023 in die Revitalisierung von bestehenden Immobilien investiert und diese damit unter nachhaltigen Gesichtspunkten umgebaut werden, um künftig weniger Treibhausgasemissionen auszustoßen. Laut einer Studie von RICS ≡ Deutschland wurde 2014 bei Gewerbeimmobilien etwa jeder fünfte Euro, insgesamt zirka 5,3 Mrd. Euro, in nachhaltige Neubauten investiert, die mit einem Zertifikat von LEED oder DGNB ausgezeichnet wurden. Zudem stieg die Anzahl der zertifizierten Gebäude im Segment Bauen im Bestand. Hier erhielten bereits zirka 30 Prozent der Bestandsgebäude ein Zertifikat. ≡ www.rics.org Diese Entwicklung stellt einen gewaltigen Markt dar, für den sich HOCHTIEF durch sein Nachhaltigkeitsengagement gut aufgestellt hat. Entwicklung in den Hochbaumärkten nach Ländern und RegionenDer gewerbliche Hochbaumarkt in Deutschland wies einen Rückgang von 3,7 Prozent auf. Für 2016 ist allerdings wieder mit einer Steigerung von 2,0 Prozent zu rechnen. Zu diesem Anstieg werden die Marktsegmente Büroimmobilien mit 3,0 Prozent und Gewerbeimmobilien mit 2,4 Prozent beitragen. Der Markt für den Wohnungsbau wird sich von 1,2 Prozent im Jahr 2015 signifikant auf 6,5 Prozent im Jahr 2016 steigern. Zudem wird der deutlich gewachsene Flüchtlingszustrom zusätzlichen Wohnungsbau erfordern und für einen Anstieg in den Jahren 2016 und 2017 sorgen. Die Entwicklung der gewerblichen Hochbaumärkte Nordamerikas stellte sich für das Jahr 2015 sehr unterschiedlich dar: mit 12,5 Prozent in den USA, aber -3,6 Prozent in Kanada. Dieser Unterschied wird voraussichtlich im Jahr 2016 ähnlich sein. Für die USA wird eine Steigerung von 4,8 Prozent prognostiziert - besonders hervorzuheben sind hier die positiven Entwicklungen in den Segmenten Büro-, Gewerbe- und Industrieimmobilien. Der kanadische Markt wird 2016 allerdings um 3,9 Prozent schrumpfen. Gründe hierfür sind unter anderem die negative Entwicklung von 7,6 Prozent im Segment Büroimmobilien sowie ein wenig profitabler Markt. Im Jahr 2015 ist der Markt für den gewerblichen Hochbau in Australien um 2,1 Prozent zurückgegangen. Im Jahr 2016 wird sich der Rückgang auf 0,3 Prozent verringern. Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate weisen auch in den kommenden Jahren eine starke Entwicklung im gewerblichen Hochbau auf. In Katar wird für 2016 ein Wachstum von 6,5 Prozent prognostiziert. Ähnliche Trends (+4,0 Prozent) sind in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu erwarten. Soziale und urbane Infrastruktur im PPP-BereichIn Deutschland wurden seit 2002/2003 insgesamt 185 Hochbauprojekte mit einem Investitionsvolumen von rund 5,8 Mrd. Euro realisiert. Im dritten Quartal 2015 befanden sich 26 PPP-Projekte in der Ausschreibungsphase und 79 in Vorbereitung und Planung. Von den insgesamt 105 Projekten sind 89 dem Hochbau und 16 dem Straßenbau zuzuordnen. Für das Jahr 2016 erwarten wir eine deutliche Steigerung der Nachfrage, da unter anderem ein Fonds zur Förderung von Kommunalinvestitionen in Höhe von 3,5 Mrd. Euro von der Bundesregierung auch für PPP-Projekte bereitgestellt wurde.*
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Quelle: Bericht zu öffentlichprivaten Partnerschaften
in Deutschland, Stand: 2015 In Polen wurden im Berichtsjahr 55 Ausschreibungen auf der Grundlage des PPP- beziehungsweise Konzessionsgesetzes veröffentlicht, davon 15 Ausschreibungen im Bereich soziale Infrastruktur. Im Durchschnitt lag die Investitionshöhe der ausgeschriebenen Hochbauprojekte bei knapp zehn Mio. Euro. Anfang 2016 sind 19 Projekte in der Verhandlungsphase, deren Ausschreibungen vor 2015 veröffentlicht wurden. Im Jahr 2016 werden laut Centrum PPP (Stand 11/2015) mehrere PPP-Projekte im Krankenhausbau beziehungsweise in der Krankenhaussanierung sowie ein Sport- und ein Rechenzentrum (Quelle: PPP-Plattform des polnischen Ministeriums für Infrastruktur und Entwicklung, ppp.gov.pl, Stand: 11/2015) erwartet. Großbritannien verfügt über den bestentwickelten PPP-Hochbaumarkt weltweit. Mehr als 700 PPP-Projekte der sozialen und urbanen Infrastruktur sind seit Anfang der 1990er-Jahre realisiert worden. Größere Programme für neue PPP-Investitionen wurden im dritten Quartal 2015 bekannt gegeben. Dazu gehören große Vorhaben in Schottland und eine neue Investitionsplanung in Irland. Mit zirka 500 Mio. Euro soll damit der Bau von PPP-Projekten im Bereich des Bildungs-, Gesundheits- und Justizwesens gefördert werden (Quelle: Department of Public Expenditure and Reform). PPP-Projekte spielen weiterhin eine zunehmend bedeutende Rolle in Kanada. Hier erreichten zwölf Projekte laut Infra-Americas im Berichtsjahr den Financial Close. Der Großteil der Projekte bestand aus Krankenhäusern und Bildungseinrichtungen. Das Investitionsvolumen dafür liegt bei 1,8 Mrd. Euro (zwei Mrd. US-Dollar)* . Weiterhin ist mit einer starken Projektpipeline von Krankenhäusern und Bildungseinrichtungen zu rechnen. In den USA erreichte seit 2010 nur ein PPP-Projekt mit einem Investitionsvolumen von 376 Mio. Euro aus dem Bereich soziale und urbane Infrastruktur den Financial Close. Zwei weitere befinden sich in der Ausschreibungsphase.* Neben einem prosperierenden PPP-Markt im Bereich Verkehrsinfrastruktur bietet Australien auch im Bereich soziale und urbane Infrastruktur viel Potenzial. Führend ist das Marktsegment für Gesundheitsimmobilien - hier ist Australien neben Großbritannien Weltmarktführer. Die einzelnen Projekte zeichnen sich durch ein hohes Auftragsvolumen aus - so zum Beispiel ein Krankenhaus in Kawana mit einem Gesamtauftragswert von etwa 1,97 Mrd. Euro (2,18 Mrd. US-Dollar) oder ein Kinderkrankenhaus in Perth mit einem Volumen von zirka 887 Mio. Euro. Zudem werden sich große Projektvorhaben im Segment Bildungsimmobilien äußerst positiv auf den PPP-Markt auswirken. Die australische Regierung wird laut BMI Australia Infrastructure Report Q1 2016 mittelfristig sehr hohe Summen in Einrichtungen dieses Segments investieren. Darüber hinaus soll das PPP-Modell auch für Stadien, Kongresszentren oder Haftanstalten in Betracht kommen. MinengeschäftEntwicklung der Rohstoffmärkte nach Ländern und Regionen**
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Quelle: InfraAmericas, Stand: 31.12.2015 Die Nachfrage nach Rohstoffen steigt langfristig weltweit kontinuierlich weiter. Der Mining-Sektor in Australien hat in den vergangenen Jahren die Produktionskapazitäten ausgebaut und die Exportmengen deutlich erhöht. Da Preise und Fördermengen zurückgegangen sind, liegt der Fokus derzeit besonders auf der Effizienz der Förderung. Laut Marktforschungsinstitut BIS Shrapnel wird das Wachstum kurzfristig relativ gering ausfallen. Ab 2016/2017 wird voraussichtlich eine Erholung im australischen Mining-Sektor eintreten. Gründe sind erweiterte, steigende Produktionsmengen und anziehende Rohstoffpreise. Für die Jahre 2015 bis 2020 prognostiziert BIS Shrapnel ein jährliches Wachstum von 2,4 Prozent. Australien ist weltweit einer der größten Förderer und Exporteure von Kohle. Im Bereich Kraftwerkskohle stand Australien 2015 mit 200 Megatonnen (mt) nach Indonesien (400 mt), aber vor Russland (135 mt) auf dem zweiten Platz. Obwohl das Exportvolumen im Jahr 2015 fast stagnierte, wird für das Jahr 2016 wieder ein Wachstum von 2,8 Prozent vorausgesagt. Aufgrund des weiter steigenden Energiebedarfs liegt die prognostizierte jährliche Wachstumsrate zwischen 2015 und 2020 bei 1,8 Prozent. Der gegenwärtig mit Abstand größte Exporteur von Kraftwerkskohle ist weiterhin Indonesien. Allein im Jahr 2015 exportierte das Land mehr als doppelt so viel wie der zweitgrößte Exporteur Australien. In der ersten Hälfte des Jahres 2015 verringerte sich allerdings die indonesische Kohleförderung. Dies lag im Wesentlichen an der geringeren Nachfrage der wichtigen Exportmärkte China und Indien und einem damit verbundenen Preisrückgang. Auch mittelfristig ist eine Steigerung der Produktion unwahrscheinlich, da die indonesische Regierung weiterhin das Ziel verfolgt, weniger zu exportieren und mehr im eigenen Land zu verwerten. Dennoch ist der indonesische Markt für HOCHTIEF attraktiv: Thiess, die für Minenprojekte zuständige CIMIC-Gesellschaft, ist dort zurzeit allein an fünf Kohlenminen mit langer Laufzeit tätig. Top-3-Exporteure von Kraftwerkskohle (in Mio. t)![]() Quelle: BREE Resources and Energy Quarterly (September 2015) Der globale Eisenerzhandel ist im Jahr 2015 um 1,4 Prozent auf rund 1,4 Mrd. Tonnen gewachsen. Die Eisenerzförderung in Australien hat sich 2015 um 6,3 Prozent auf 762 Millionen Tonnen erhöht. Für 2016 wird ein Wachstum von acht Prozent erwartet. Damit bleibt Australien weiterhin der größte Exporteur von Eisenerz. Der australische Anteil am weltweiten Handelsvolumen wird in den kommenden Jahren mehr als 55 Prozent ausmachen. Hauptabnehmer für Eisenerz ist China; das Land wird weiterhin für eine hohe Nachfrage sorgen und damit zu hohen Wachstumsraten beitragen. Handelsvolumen Eisenerz* (in Mio. t)![]() Bis 2020 wird weltweit ein durchschnittliches jährliches Wachstum für Eisenerz von 2,0 Prozent prognostiziert. Damit wird eine Fördermenge von 1,55 Mrd. Tonnen erreicht. Für das Minengeschäft insgesamt ist HOCHTIEF mit seiner australischen Konzerngesellschaft CIMIC** sehr gut aufgestellt. Sie ist als weltweit größtes Unternehmen im Contract-Mining*** in Australien sowie in verschiedenen Regionen im asiatisch-pazifischen Raum tätig und wird weiterhin an der positiven Marktentwicklung partizipieren. Zudem wird CIMIC, mittel- bis langfristig betrachtet, seine Präsenz in bereits bestehenden Märkten ausbauen und sein Leistungsspektrum im Contract-Mining in neuen Märkten anbieten und prüft auch die Expansion in weitere Länder, zum Beispiel in Nord- und Südamerika. So gewann CIMIC 2015 bereits einen ersten Auftrag in Chile.
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Quelle: BREE Resources and Energy Quarterly
(September 2015) Rechtliche und wirtschaftliche RahmenbedingungenWirtschaftspolitik in NordamerikaNach dem Regierungswechsel im Oktober 2015 in Kanada soll die Wirtschaft durch staatliche Konjunkturspritzen angekurbelt werden. Dabei wird die neue Regierung ihren Schwerpunkt auf den Bereich erneuerbare Energien setzen, um die Abhängigkeit vom Öl zu reduzieren. Zudem wird der Umweltschutz eine größere Rolle im Kampf gegen den Klimawandel spielen. In den USA wurde im Dezember 2015 ein Gesetz zur Sanierung der Verkehrsinfrastruktur verabschiedet, der "Fixing America's Surface Transportation Act": In den kommenden fünf Jahren sollen insgesamt 305 Mrd. US-Dollar (knapp 280 Mrd. Euro) für Verkehrsinfrastrukturprojekte aufgewendet werden, insbesondere für Highways, Brücken, Schienenwege und den öffentlichen Nahverkehr. Es ist das erste umfassende nationale Maßnahmenpaket zur Verkehrsinfrastruktur seit mehr als zehn Jahren. Neue EU-Richtlinie muss bis April 2016 durch die Mitgliedsstaaten umgesetzt werdenDie bereits im Jahr 2014 verabschiedeten europäischen Vergaberechtsrichtlinien müssen bis April 2016 von allen EU-Mitgliedsstaaten umgesetzt werden. Durch diese neuen Regeln sollen öffentliche Aufträge auch zur Verwirklichung umwelt- und sozialpolitischer Ziele beitragen. Dies führt zu einer erheblichen Aufwertung ökologischer Belange im Rahmen der öffentlichen Auftragsvergabe. Systematisch ist die Einhaltung umweltrechtlicher Verpflichtungen künftig ebenso ein vergaberechtlicher Grundsatz wie die bisher geltenden Grundsätze. In das deutsche Recht sind diese Richtlinien bis zum 18. April 2016 umzusetzen. Auf einigen für HOCHTIEF relevanten Märkten, wie in Skandinavien, den Beneluxländern oder Großbritannien, wird bei der Auftragsvergabe bereits besonderer Wert auf soziale und ökologische Aspekte gelegt. Markt für zertifizierte Infrastrukturprojekte wächstZusätzlich zu den bislang bekannten Zertifikaten im Hochbaubereich rückt zunehmend auch die Infrastruktur in den Fokus: Zu den aktuellen Bewertungsansätzen und Standards für Infrastrukturprojekte zählen etwa Green-roads, Envision, AGIC, CEEQUAL und SuRe. Zudem entwickelt die Europäische Union derzeit einen Kriterienkatalog für die nachhaltige Vergabe bei öffentlichen Straßenbauprojekten ("EU Green Public Procurement Criteria for Design, Construction and Maintenance of Roads"). Verschärfung der Energieeinsparverordnung (EnEV) in Deutschland ab 2016Zum 1. Januar 2016 wurde der Energiestandard für neu errichtete Gebäude erhöht: Der Energieverbrauch eines Gebäudes muss um 25 Prozent gegenüber der Verordnung von 2014 gesenkt werden. Dies bezieht sich auf den Jahresprimärenergiebedarf zum Beispiel beim Heizen, Wasserwärmen, Lüften und Kühlen sowie bei Nichtwohnbauten auch auf die Beleuchtung. Zudem reduziert sich der maximal erlaubte mittlere Wärmeverlust durch die Gebäudehülle um zirka 20 Prozent. Neues Weltklimaabkommen beim COP21Zum ersten Mal hat die Weltgemeinschaft im Zuge des globalen Klimagipfels in Paris im Dezember 2015 ein gemeinsames Klimaziel verabschiedet: Verbindlich vereinbart wurde das Ziel, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu begrenzen, wenn möglich auf 1,5 Grad. Fortführung der Bauarbeiten bei Mautstraßenprojekten in GriechenlandIm ersten Halbjahr 2015 konnten die Bauarbeiten in den beiden Projekten Maliakos-Kleidi (HOCHTIEF-Anteil: 35 Prozent) und Elefsina-Patras-Tsakona (HOCHTIEFAnteil: 17 Prozent) planmäßig fortgeführt werden. Die erneute Wirtschafts- und Finanzkrise in Griechenland im Sommer 2015 führte zwischenzeitlich zu einer deutlichen Verringerung der Bauaktivitäten. Durch Wiederbelebung der griechischen Wirtschaft im Herbst konnten auch die Bauarbeiten auf beiden Strecken wieder in gewohntem Maß fortgesetzt werden. Der Ausblick für beide Projekte ist trotz Bauverzögerungen positiv. Dies setzt allerdings eine weitere Stabilisierung der politischen und insbesondere der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Griechenland voraus. Auftragsentwicklung 2015Auftragseingang und Leistung auf hohem NiveauHOCHTIEF hat im abgelaufenen Geschäftsjahr seine Konzentration auf das Kerngeschäft fortgesetzt. Trotz dieser geplanten Verkleinerung sind die Auftragszahlen auf solidem Niveau. Auftragseingang: stabile Entwicklung bei risikobewussterer AngebotskulturDer Auftragseingang des Konzerns lag mit 22,26 Mrd. Euro in etwa auf Vorjahreshöhe (plus ein Prozent)* .
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Ermittlung der Prozentwerte auf Basis Mio.
Euro. Die Division HOCHTIEF Americas konnte den Vorjahreswert erneut deutlich überschreiten und erzielte ein neues Rekordniveau. Die außerordentlich gute Entwicklung der amerikanischen Tochtergesellschaft Flatiron und der starke US-Dollar führten zu diesem Anstieg. Der Auftragseingang betrug 10,83 Mrd. Euro und lag damit um sechs Prozent deutlich über dem Rekordwert des Vorjahres. Die Division HOCHTIEF Asia Pacific hat im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder bedeutende Bauprojekte und Erweiterungen von Contract-Mining-Aufträgen gewinnen können. Der Auftragseingang liegt jedoch aufgrund einer selektiveren und risikobewussteren Auftragshereinnahme mit 8,62 Mrd. Euro um fünf Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Division HOCHTIEF Europe zeigt mit 2,68 Mrd. Euro eine stabile Entwicklung des Auftragseingangs auf Vorjahresniveau. Bereinigt um den Bereich Immobilienentwicklung, der nicht mehr zum Kerngeschäft gehört, hat die Division HOCHTIEF Europe gegenüber dem Vorjahr eindeutig steigende Auftragseingänge verzeichnet. Leistung: konstantes NiveauDie Leistung im Konzern erreichte trotz Fokussierung auf das Kerngeschäft mit 23,95 Mrd. Euro ein Volumen, das in etwa auf Vorjahresniveau lag (minus ein Prozent). Die Division HOCHTIEF Americas lag mit einer Leistung von 10,87 Mrd. Euro mit 19 Prozent deutlich über dem Vorjahr und erreichte damit einen Rekordwert im Geschäftsjahr. Bereinigt um positive Währungseffekte gegenüber dem US-Dollar, liegt die Leistung im Berichtsjahr auf Vorjahresniveau. Die Division HOCHTIEF Asia Pacific liegt durch die Abarbeitung des soliden Auftragsbestands in den Bereichen Contract-Mining und Infrastruktur auf hohem Niveau. Die Transformation der australischen Tochtergesellschaft CIMIC führte jedoch erwartungsgemäß zu einem Rückgang. Die Division lag um -13 Prozent unter dem Vorjahreswert. Auch der Rückgang bei der Division HOCHTIEF Europe (-18 Prozent) ist eine Folge der Transformation und der Konzentration auf die Kerngeschäftsfelder Hoch- und Infrastrukturbau. Im Vergleichszeitraum waren unter anderem noch Leistungsanteile der veräußerten Immobilienentwicklungssparte formart enthalten. Der Anteil der internationalen Leistung beträgt 96 Prozent an der Konzernleistung. Basierend auf den Zahlen des Geschäftsjahres 2014, erreichte HOCHTIEF einen Spitzenplatz in der Rangliste "The Top 225 International Contractors" im jährlichen Ranking des Fachmagazins Engineering News-Record. Auftragsbestand: komfortable Basis für zukünftige LeistungsentwicklungDer Auftragsbestand des Konzerns liegt mit einem absoluten Wert von 36,72 Mrd. Euro ein Prozent über dem Vorjahreswert. Dabei lag der Auftragsbestand bei der Division HOCHTIEF Americas in Höhe von 12,86 Mrd. Euro zum Jahresende 2015 elf Prozent über dem ebenfalls bereits sehr hohen Vorjahreswert. Der Auftragsbestand der Division HOCHTIEF Asia Pacific ist mit 19,47 Mrd. Euro weiterhin sehr hoch. Unsere Konzerngesellschaft CIMIC, die sich allein für das Jahr 2016 bereits mit Projekten in Höhe von rund 40 Mrd. Euro (60 Mrd. australische Dollar) in der Angebotsphase befindet, hat weiterhin sehr gute Geschäftsperspektiven. Davon werden für den Bereich Contract-Mining Aufträge im Wert von zirka zwölf Mrd. Euro (18 Mrd. australische Dollar) erwartet. Der Auftragsbestand der Division HOCHTIEF Europe liegt mit 4,39 Mrd. Euro zum Ende des Berichtsjahres um 17 Prozent über dem Wert des Vorjahres und unterstreicht die positiven Leistungsperspektiven der Division. Auf Basis der aktuellen Jahresleistung gewährleistet der Konzernauftragsbestand eine weiterhin hohe rechnerische Auslastung von mehr als 18 Monaten. Auftragseingang in Mrd. EUR![]() Auftragseingang nach Regionen![]() 100 Prozent = 22,26 Mrd. Euro Leistung in Mrd. EUR![]() Leistung nach Regionen![]() 100 Prozent = 23,95 Mrd. Euro Auftragsbestand in Mrd. EUR![]()
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Angepasst um 0,55 Mrd. Euro aufgrund von Definitionsänderung
CIMIC. Auftragsbestand nach Regionen![]() 100 Prozent = 36,72 Mrd. Euro Wertschöpfung 2015HOCHTIEF stellt mit der Wertschöpfungsrechnung die Entstehung seiner wirtschaftlichen Leistungskraft dar und erläutert gleichzeitig, in welcher Höhe die öffentlichen und privaten Interessengruppen hiervon profitieren. Vor dem Hintergrund der veräußerten Aktivitäten sind die Umsatzerlöse um rund eine Mrd. Euro zurückgegangen. Die im Geschäftsjahr 2015 abgeschlossenen Transformationsprozesse und die wirksam umgesetzten Maßnahmen zur weiteren Steigerung der Profitabilität und Liquidität bei HOCHTIEF führten noch im gleichen Jahr zu einem leicht gestiegenen Anteil der Nettowertschöpfung an der Unternehmensleistung gegenüber dem Vorjahr (+0,5 Prozent). Insgesamt profitieren wir von unserem Engagement für Nachhaltigkeit, das unter anderem unsere Wertschätzung am Kapital- und Arbeitsmarkt erhöht. Der HOCHTIEF-Konzern verwendete die erwirtschaftete Nettowertschöpfung auch im Geschäftsjahr 2015 wieder überwiegend für seine Mitarbeiter: 83 Prozent wurden für sie verwendet. Dieser hohe Wertschöpfungsbeitrag erlaubt es uns, weiterhin attraktive Arbeitsplätze zu angemessenen Konditionen anbieten zu können. Auch in diesem Bereich korrespondiert die Entwicklung gegenüber dem Vorjahr mit den Transformationsprozessen im HOCHTIEF-Konzern. HOCHTIEF weist eine gute Bonität auf und bietet in einem aktuell schwierigen Marktumfeld mit niedrigem Zinsniveau eine dauerhaft attraktive Investitionsmöglichkeit für Fremd- und Eigenkapitalgeber. Der Anteil an Kreditgebern betrug im Geschäftsjahr 240,2 Mio. Euro. Auf unsere Aktionäre und das Unternehmen selbst entfielen 208,3 Mio. Euro, die im Wesentlichen aus unserer kontinuierlichen Dividendenpolitik resultieren. Der Anteil an der Nettowertschöpfung betrug 4,7 Prozent. Im Geschäftsjahr 2015 ist der Anteil der öffentlichen Hand von 4,3 Prozent (190,2 Mio. Euro) ebenfalls deutlich positiv. Entstehung der Wertschöpfungscroll
Verwendung der Wertschöpfungscroll
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Angepasst aufgrund nicht fortgeführter Aktivitäten. Die Summe, die an andere Gesellschafter (124,9 Mio. Euro) ging, war im Geschäftsjahr 2015 im Wesentlichen durch die Ausschüttungen an andere Gesellschafter der CIMIC-Gruppe beeinflusst. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageErtragslageHOCHTIEF hat zur nachhaltigen Verbesserung von Ergebniszahlen, Margen und Cashflows die Konzernstrukturen und das Geschäftsmodell einer umfassenden Transformation unterzogen. Im Dezember 2014 hatte die HOCHTIEF-Tochtergesellschaft CIMIC verbindliche Vereinbarungen zur Veräußerung der John Holland Group und der Servicebereiche von Thiess und Leighton Contractors abgeschlossen und diese als aufgegebene Geschäftsbereiche klassifiziert. In Übereinstimmung mit den geltenden IFRS-Vorschriften wurde daher in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2014 ein getrenntes Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten (continuing operations) und aus nicht fortgeführten Aktivitäten (discontinued operations) ermittelt. Im Geschäftsjahr 2015 wurden keine Divestments vorgenommen, die das Kriterium eines aufgegebenen Geschäftsbereichs erfüllten. Das im Geschäftsjahr 2015 erzielte Ergebnis nach Steuern stammt daher vollumfänglich aus fortgeführten Aktivitäten (continuing operations). HOCHTIEF hat den Transformationsprozess im Geschäftsjahr 2015 fortgesetzt und an der Vereinheitlichung und Vereinfachung von Geschäftssystemen und an Initiativen zur Kostensenkung, Margenverbesserung und Cash-Generierung gearbeitet. Die Reorganisation des Konzerns und die Konzentration der geschäftlichen Aktivitäten auf die Kerngeschäftsfelder haben in spürbarem Maße die Entwicklung des Umsatzvolumens beeinflusst. Wie von uns erwartet, blieben die Umsatzerlöse mit 21,1 Mrd. Euro im Vergleich zu 22,1 Mrd. Euro im Vorjahr auf einem soliden Niveau. Umsatzerlösescroll
Betriebswirtschaftliche Gewinn- und Verlustrechnungscroll
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Vorjahreswert angepasst. Erläuterungen finden
Sie auf Seite 242. Die Division HOCHTIEF Americas verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 10,4 Mrd. Euro und einem Zuwachs von 20 Prozent eine starke Umsatzentwicklung. Dabei konnte die für das amerikanische Hochbaugeschäft verantwortliche Tochtergesellschaft Turner auch im Geschäftsjahr 2015 das hohe Umsatzniveau des Vorjahres behaupten. Darüber hinaus führten die auf Rekordniveau liegenden Auftragseingänge zu einem deutlichen Umsatzwachstum bei der im Infrastruktur- und Tiefbausektor tätigen US-Tochtergesellschaft Flatiron. Der wesentliche Teil des Umsatzwachstums resultierte aus der Aufwertung des Wechselkurses beim amerikanischen Dollar. In der Division HOCHTIEF Asia Pacific setzte unsere australische Tochtergesellschaft CIMIC Maßnahmen zur Verbesserung von Effizienz, Cash-Generierung und Risikomanagement sowie tief greifende Anpassungen der Konzernstruktur um. Das Geschäftsmodell wurde grundlegend überarbeitet. Der Schwerpunkt wurde stärker auf das Infrastruktur- anstelle des Rohstoffgeschäfts gelegt. Infolge dieser Maßnahmen sowie einer selektiveren und risikobewussteren Auftragshereinnahme blieb das Umsatzvolumen von CIMIC im Geschäftsjahr 2015 mit 13,3 Mrd. australischen Dollar erwartungsgemäß hinter dem hohen Vorjahreswert zurück. Aufgrund des nahezu unveränderten durchschnittlichen Umrechnungskurses beim australischen Dollar wirkten sich Währungseffekte auf Division-Ebene nur unwesentlich aus. Die Umsatzerlöse der Division HOCHTIEF Asia Pacific beliefen sich danach planmäßig auf 8,9 Mrd. Euro gegenüber 11,4 Mrd. Euro im Vorjahr. In der Division HOCHTIEF Europe wurde der Transformationsprozess weitgehend abgeschlossen und der Bereich fokussierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf die Kerngeschäftsfelder Hoch- und Infrastrukturbau, PPP-Geschäft und Engineering. Der wesentliche Teil der Umsatzerlöse entfiel auf die Geschäftsfelder Hoch- und Infrastrukturbau, die einen leichten Zuwachs und eine insgesamt zufriedenstellende Performance aufwiesen. Demgegenüber haben wir das Umsatzvolumen im Immobilienprojektentwicklungsgeschäft unserer Strategie entsprechend deutlich zurückgefahren. Im Geschäftsjahr 2014 wurde zudem ein Teil der Umsatzerlöse noch durch die veräußerten Randbereiche formart und HOCHTIEF Property Management erzielt. Aus diesem Grund blieb das insgesamt erreichte Umsatzniveau von HOCHTIEF Europe in der Berichtsperiode mit 1,7 Mrd. Euro um 305 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert, während sich das Kerngeschäft positiv entwickelte. HOCHTIEF gehörte im Jahr 2015 wiederum zu den internationalsten Baukonzernen der Welt und strebt in den Zielmärkten eine führende Markt- und Technologieposition in den Geschäftsfeldern Bauen, Engineering, Public-Private-Partnership sowie im Contract-Mining an. Der Konzern erzielte 20,2 Mrd. Euro der Umsatzerlöse außerhalb Deutschlands. Gemessen am Gesamtumsatz, entspricht dies einem Internationalisierungsgrad von 96 Prozent (Vorjahr 94 Prozent). Transformation als Basis für nachhaltigen ErfolgMit der Transformation des HOCHTIEF-Konzerns haben wir das Geschäftsmodell neu ausgerichtet und auf die Kernkompetenzen des Unternehmens fokussiert. Dies war die Basis für das im Geschäftsjahr 2015 erreichte Ergebniswachstum. Alle Divisions haben hierzu ihren Beitrag geleistet und erhebliche Verbesserungen bei wesentlichen finanziellen Kennzahlen erzielt. Zur Verbesserung der Klarheit und Transparenz der Berichterstattung und zur besseren Abbildung der Geschäftsentwicklung hat HOCHTIEF im Verlauf des Geschäftsjahres 2015 das Verfahren zur Ermittlung des EBIT konzernweit vereinheitlicht. Die Vorjahreswerte wurden dementsprechend angepasst. Das EBIT dient als Indikator für die Beurteilung des Erfolgs aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Zu diesem Zweck wird das in der Gewinn- und Verlustrechnung ermittelte Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit um einzelne Ergebnisbestandteile bereinigt. Die Bereinigungen betreffen diejenigen Erträge und Aufwendungen, die aus betriebswirtschaftlicher Sicht ungewöhnlich beziehungsweise durch Sondervorgänge entstanden oder nicht dem operativen Geschäft zuzuordnen sind. Diese Effekte werden in das neutrale Ergebnis umgegliedert. Zudem enthält das EBIT die im Beteiligungsergebnis ausgewiesenen Ergebnisse aus Gemeinschaftsunternehmen. HOCHTIEF erzielte im Geschäftsjahr 2015 ein EBIT in Höhe von 729 Mio. Euro. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreswert (559 Mio. Euro) wurde damit ein deutlicher Anstieg um 30 Prozent erreicht. Die im Berichtsjahr im neutralen Ergebnis ausgewiesenen Effekte (51 Mio. Euro) enthalten im Wesentlichen Restrukturierungsaufwendungen, Währungskursgewinne/-verluste sowie Ergebnisse aus Dekonsolidierungen. Darüber hinaus enthielt das neutrale Ergebnis im Vorjahr (548 Mio. Euro) insbesondere die bei CIMIC vorgenommene bilanzielle Vorsorge zur Abdeckung von Ausfallrisiken aus Projektforderungen im Umfang von 458 Mio. Euro. Beim Beteiligungsergebnis hat HOCHTIEF im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich zugelegt. Mit 156 Mio. Euro wurde der Vergleichswert des Vorjahres (118 Mio. Euro) um 31 Prozent übertroffen. Dabei verbesserte sich sowohl das im EBIT enthaltene Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen als auch das übrige Beteiligungsergebnis. Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung war das stark verbesserte Beteiligungsergebnis der Division HOCHTIEF Americas. Hier wurden in erster Linie Ergebniszuwächse bei Gemeinschaftsunternehmen erzielt, in denen Flatiron in Kooperation mit Partnerunternehmen Infrastrukturprojekte realisiert. Nach 31 Mio. Euro im Vorjahr stieg das Beteiligungsergebnis im Geschäftsjahr 2015 daher um 30 Mio. Euro auf 61 Mio. Euro. Zudem lieferte die Division HOCHTIEF Europe mit 71 Mio. Euro einen im Vergleich zum Vorjahr (51 Mio. Euro) stark verbesserten Beitrag. Aufgrund niedrigerer Ergebnisbeiträge von assoziierten Unternehmen der CIMIC-Gruppe blieb das Beteiligungsergebnis der Division HOCHTIEF Asia Pacific mit 23 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert (37 Mio. Euro). HOCHTIEF verfügt über ausreichende und weit diversifizierte Finanzierungsmittel mit einem ausgeglichenen Fälligkeitenprofil. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir an der weiteren Optimierung der Finanzierungsstrukturen gearbeitet und die im Konzern aufgenommenen Fremdmittel aufgrund der starken Liquiditätssituation deutlich zurückgeführt. In diesem Zusammenhang wurden Bankkredite abgelöst, und zur Verminderung der zukünftigen Zinskosten eine von CIMIC emittierte langfristige US-Dollar-Anleihe vorzeitig anteilig zurückgezahlt. Trotz der im abgelaufenen Geschäftsjahr für die vorzeitige Rückzahlung der Anleihe angefallenen einmaligen Kosten hat sich das Finanzergebnis des Geschäftsjahres 2015 mit -208 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr (-220 Mio. Euro) um 12 Mio. Euro verbessert. Ergebnisse der fortgeführten Aktivitäten deutlich über VorjahrDie Konzentration auf die Kernkompetenzen des Konzerns lieferte bereits im Geschäftsjahr 2015 erste Erfolge. Die Ergebniszahlen aus den fortgeführten Aktivitäten haben sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. Beim Ergebnis vor Steuern (PBT) aus fortgeführten Aktivitäten erreichte HOCHTIEF eine Verbesserung um 700 Mio. Euro auf 523 Mio. Euro. Der Anstieg stand dabei auf einer breiten Basis, denn alle Divisions haben zu der Ergebnisverbesserung des Gesamtkonzerns beigetragen. Das im Vorjahr erzielte Ergebnis in Höhe von -177 Mio. Euro war insbesondere durch die bilanzielle Vorsorge zur Abdeckung von Ausfallrisiken aus Projektforderungen bei CIMIC in Höhe von -458 Mio. Euro (-675 Mio. australische Dollar) sowie durch Kosten im Zusammenhang mit dem Konzernumbau belastet. Ergebnis vor Steuern (PBT)scroll
Eine sehr gute Ergebnisperformance verzeichnete die Division HOCHTIEF Americas. Neben einem guten ökonomischen Umfeld machten sich deutlich verbesserte Abläufe bei der Projektabwicklung unserer operativen Einheiten bemerkbar. Turner konnte auch im vergangenen Geschäftsjahr seine Position als ein führender Anbieter im Hochbaugeschäft der USA behaupten. Das Unternehmen hat die starke Marktstellung für weiteres Ergebniswachstum genutzt und ein deutlich verbessertes PBT erzielt. Unsere Infrastrukturgesellschaft Flatiron profitierte im abgelaufenen Geschäftsjahr von einer Vielzahl an attraktiven Neuaufträgen und hat den angestrebten Turnaround der Ergebnislage vollzogen. Insgesamt erreichte die Division HOCHTIEF Americas ein PBT in Höhe von 155 Mio. Euro und damit einen deutlichen Zuwachs von 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr (108 Mio. Euro). Hierin hat sich die positive Wechselkursentwicklung mit 25 Mio. Euro ausgewirkt. Die Division HOCHTIEF Asia Pacific blickt im Geschäftsjahr 2015 auf eine gute Ergebnisentwicklung zurück. Im Vergleich zum Vorjahr mit einem PBT in Höhe von -115 Mio. Euro verbesserte sich das Ergebnis vor Steuern um 539 Mio. Euro auf 424 Mio. Euro. Hierzu leisteten die bei CIMIC umgesetzten Maßnahmen zur Vereinfachung und Vereinheitlichung von Geschäftsprozessen und -systemen sowie die Anpassung der Unternehmensstruktur, die zu einer Reduzierung von Geschäftskosten führten, einen erheblichen Beitrag. Zudem war das Ergebnis des Vorjahres durch die bei CIMIC gebildete Risikovorsorge für Ausfallrisiken bei Projektforderungen in Höhe von 458 Mio. Euro belastet. Die Division HOCHTIEF Europe profitierte im Geschäftsjahr 2015 von den in Vorjahren vollzogenen Umbau- und Restrukturierungsmaßnahmen, guten Ergebnisbeiträgen aus dem PPP-Geschäft sowie verbesserten Projektergebnissen im Infrastruktur- und Hochbaugeschäft. Im Vorjahresergebnis machten sich demgegenüber die Kosten der Restrukturierung sowie Belastungen aus Altprojekten der Bereiche Infrastructure und Real Estate deutlich bemerkbar. Infolge der im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielten Fortschritte bei der Projektbearbeitung wurden diese Belastungen deutlich reduziert. Die signifikante Verbesserung des PBT von -73 Mio. Euro im Vorjahr auf -27 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2015 zeigt, dass sich der Trendwechsel bei der Ergebnisentwicklung auf einem guten Weg befindet. Im Geschäftsjahr 2015 fielen im HOCHTIEF-Konzern Aufwendungen aus Ertragsteuern in Höhe von 190 Mio. Euro an. Im Vergleich zum Vorjahr mit einem Steuerertrag in Höhe von 45 Mio. Euro ist die Steuerbelastung damit um 235 Mio. Euro gestiegen. Die in den Ertragsteuern enthaltenen tatsächlichen Steuern lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 129 Mio. Euro um 35 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 164 Mio. Euro. Eine deutliche Veränderung ergab sich bei den latenten Steuern. Während im abgelaufenen Geschäftsjahr Aufwendungen aus latenten Steuern in Höhe von 61 Mio. Euro anfielen, wurde im Vorjahr ein Ertrag in Höhe von 209 Mio. Euro ausgewiesen. Der Ertrag resultierte 2014 im Wesentlichen aus der Aktivierung von latenten Steuern auf die bei CIMIC gebildete Risikovorsorge sowie aus der Auflösung passiver latenter Steuern aufgrund des Wegfalls der zugrunde liegenden Verpflichtungsgründe. Das Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf 333 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahresergebnis (-132 Mio. Euro), das noch spürbar durch die bei CIMIC gebildete Risikovorsorge und durch Kosten im Zusammenhang mit der Transformation des Konzerns belastet war, wurde eine starke Verbesserung um 465 Mio. Euro erreicht. In der Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres ergab sich für den HOCHTIEF-Konzern ein Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten in Höhe von 538 Mio. Euro. Hierin wurden das Abgangsergebnis aus dem Verkauf von John Holland und der Servicebereiche von Thiess und Leighton Contractors sowie das im Geschäftsjahr 2014 bis zum Veräußerungszeitpunkt erzielte Ergebnis aus dem laufenden Geschäft dieser Bereiche ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2015 wurden keine Veräußerungen durchgeführt, die das Kriterium eines aufgegebenen Geschäftsbereichs erfüllten. Demzufolge war im Geschäftsjahr 2015 der Ausweis eines Ergebnisses nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten nicht erforderlich. Das Ergebnis nach Steuern entspricht im Geschäftsjahr 2015 somit dem Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten (333 Mio. Euro). Das im Vorjahr insgesamt erzielte Ergebnis nach Steuern resultierte mit -132 Mio. Euro aus fortgeführten Aktivitäten und mit 538 Mio. Euro aus nicht fortgeführten Aktivitäten. Im Jahr 2014 wirkten sich im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten insbesondere die Kosten der Transformation der CIMIC-Gruppe sowie die bei CIMIC vorgenommene bilanzielle Vorsorge zur Abdeckung von Ausfallrisiken aus Projektforderungen aus. Das Vorjahresergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten enthielt den bis zum Veräußerungszeitpunkt erzielten Ergebnisbeitrag aus dem laufenden Geschäft von John Holland und des Servicegeschäfts von Thiess und Leighton Contractors sowie den aus der Veräußerung dieser Bereiche erzielten Abgangserfolg. Die Anteile des Konzerns am Ergebnis nach Steuern (Konzerngewinn) beliefen sich im Geschäftsjahr 2015 auf 208 Mio. Euro. Der höhere Vorjahreswert (252 Mio. Euro) resultierte insbesondere aus den vorstehend erläuterten positiven Ergebnisbeiträgen aus nicht fortgeführten Aktivitäten. Die Anteile anderer Gesellschafter am Ergebnis nach Steuern beliefen sich im Zeitraum Januar bis Dezember 2015 auf 125 Mio. Euro. Wie im Vorjahr (154 Mio. Euro) entfiel der überwiegende Teil auf die Ergebnisanteile der Fremdgesellschafter von CIMIC. Konzerngewinnscroll
Die Division HOCHTIEF Americas steigerte den Konzerngewinn um 60 Prozent auf 101 Mio. Euro. Der Bereich profitierte dabei von der starken Marktstellung und guten Ergebnisperformance bei Turner sowie von verbesserten Projektergebnissen und dem dadurch vollzogenen Turnaround der Ergebniszahlen bei Flatiron. In der Division HOCHTIEF Asia Pacific haben die im Zuge der Transformation umgesetzten Maßnahmen gegriffen und im Geschäftsjahr 2015 zu verbesserten Ergebnissen aus fortgeführten Aktivitäten beigetragen. Aufgrund des im Vorjahr noch zusätzlich enthaltenen Ergebnisanteils aus nicht fortgeführten Aktivitäten - der zum Teil durch die Risikovorsorge für Ausfallrisiken kompensiert wurde - lag der Konzerngewinn des Geschäftsjahres 2015 (173 Mio. Euro) um 35 Prozent unter dem im Geschäftsjahr 2014 erzielten Wert (265 Mio. Euro). Die Division HOCHTIEF Europe verzeichnete insbesondere aufgrund der positiven Effekte aus der Restrukturierung sowie verbesserten Projektergebnissen im Infrastruktur- und Hochbaugeschäft einen deutlichen Anstieg des Konzerngewinns um 63 Prozent auf -30 Mio. Euro. Der Konzerngewinn im Bereich Konzernzentrale/Konsolidierung lag mit -36 Mio. Euro deutlich unter dem entsprechenden Vorjahreswert (4 Mio. Euro). 2014 machten sich steuerliche Effekte - insbesondere ein Ertrag aus der Auflösung passiver latenter Steuern aufgrund des Wegfalls der zugrunde liegenden Verpflichtungsgründe - positiv bemerkbar. FinanzlageHOCHTIEF hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die Cash-Generierung deutlich verbessert. Neben dem zu Beginn des Jahres 2015 vereinnahmten Geldzufluss aus den von CIMIC veräußerten Geschäftsbereichen ist vor allem der deutlich höhere operative Free Cashflow hervorzuheben. Die Kernelemente, die wir zur Erreichung dieses Ziels eingesetzt haben, waren die Steigerung des operativen Ergebnisses, die Freisetzung von bislang im Nettoumlaufvermögen gebundenen liquiden Mitteln und ein disziplinierteres Investitionsverhalten. Der im Geschäftsjahr 2015 erzielte Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit stieg vor dem Hintergrund der Fokussierung auf Cash-Generierung deutlich und belief sich auf 1,1 Mrd. Euro. Damit wurde der hohe Vergleichswert des Vorjahres (756 Mio. Euro) mit einem Zuwachs um 379 Mio. Euro nochmals übertroffen. Ausschlaggebend für diesen Erfolg war der im Vergleich zum Vorjahr höhere Mittelzufluss aus dem liquiditätswirksamen Ergebnis in allen Divisions. Zudem trugen die konzernweit eingeführten Working-Capital-Maßnahmen zum konsequenten Management der Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr trotz eines niedrigeren Umsatzvolumens zu einer Verringerung der im Nettoumlaufvermögen gebundenen Liquidität bei. Den im Vorjahr vollzogenen Turnaround in der Cashflow-Entwicklung haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr somit bestätigt. Cashflow-Komponentenscroll
Die Mittelausgaben für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (operative Investitionen brutto) beliefen sich auf 285 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr (575 Mio. Euro) wurden die Ausgaben in diesem Bereich deutlich - um 50 Prozent - reduziert. Der überwiegende Teil des Investitionsvolumens entfiel mit 190 Mio. Euro in der Division HOCHTIEF Asia Pacific auf Wartung und Instandhaltung sowie auf die Beschaffung der technischen Ausrüstung für das Contract-Mining-Geschäft bei CIMIC. Aufgrund der geringeren Investitionen im Bergbaubereich und des intelligenten Einsatz- und Beschaffungsmanagements ging der Mittelverbrauch der Division HOCHTIEF Asia Pacific gegenüber dem Vorjahr (498 Mio. Euro) um 62 Prozent zurück. Die aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen erzielten Einnahmen aus Anlagenabgängen beliefen sich im Geschäftsjahr 2015 auf 135 Mio. Euro und lagen damit nur leicht unter dem Vorjahreswert von 141 Mio. Euro. Der operative Free Cashflow verdreifachte sich danach auf 985 Mio. Euro und lag um 663 Mio. Euro über dem Vorjahreswert (322 Mio. Euro). Die aus dem operativen Geschäft generierte Finanzkraft hat sich damit weiter deutlich verbessert. In den sonstigen Investitionen/Desinvestments weist HOCHTIEF für das Geschäftsjahr 2015 einen Mittelzufluss in Höhe von 915 Mio. Euro aus. Ausschlaggebend hierfür war der Geldeingang aus den bei CIMIC durchgeführten Verkäufen von John Holland und des Servicegeschäfts von Thiess und Leighton Contractors. Finanzinvestitionen wirkten sich mit -116 Mio. Euro (Vorjahr -148 Mio. Euro) aus. Im Vorjahr führte neben den Finanzinvestitionen auch die Entkonsolidierung der in den veräußerten Geschäftsbereichen enthaltenen flüssigen Mittel zu dem insgesamt ausgewiesenen Liquiditätsabgang in Höhe von -194 Mio. Euro. Der Free Cashflow (ohne Veränderungen der kurzfristigen Wertpapiere) hat sich signifikant verbessert und belief sich auf 1,9 Mrd. Euro. Dies bedeutet einen sehr guten Anstieg von 1,8 Mrd. Euro über den Vorjahreswert (128 Mio. Euro). Der in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesene Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 963 Mio. Euro (Vorjahr -179 Mio. Euro) umfasst die operativen Investitionen netto, die sonstigen Investitionen/Desinvestments (im wesentlichen Geldeingang aus Verkäufen bei CIMIC) sowie die Veränderung der kurzfristigen Wertpapiere. Kapitalflussrechnung HOCHTIEF-Konzern (Kurzfassung)*scroll
Wir haben die Bilanz weiter gestärkt. Im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ergab sich für das Geschäftsjahr 2015 infolge des Abbaus von Finanzschulden ein Liquiditätsabfluss in Höhe von 2,0 Mrd. Euro (Vorjahr 376 Mio. Euro). Die Tilgungen beliefen sich auf insgesamt 2,3 Mrd. Euro (Vorjahr 1,1 Mrd. Euro). Dabei handelte es sich in erster Linie um die Rückführung von Bankverbindlichkeiten und die vorzeitige Rückzahlung einer US-Dollar-Anleihe bei CIMIC. Aus der Aufnahme von Finanzmitteln flossen dem HOCHTIEF-Konzern liquide Mittel in Höhe von 786 Mio. Euro (Vorjahr 1,7 Mrd. Euro) zu. Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um Bankkredite bei CIMIC. Daneben wurden im Geschäftsjahr 2015 liquide Mittel in Höhe von 236 Mio. Euro (Vorjahr 212 Mio. Euro) für die Auszahlung von Dividenden und 245 Mio. Euro (Vorjahr 48 Mio. Euro) für das Aktienrückkaufprogramm der HOCHTIEF Aktiengesellschaft verwendet. Im Vorjahr flossen zudem liquide Mittel im Umfang von 617 Mio. Euro in die Aufstockung der Beteiligungsquote an CIMIC. Mit einem Bestand an flüssigen Mitteln in Höhe von 2,8 Mrd. Euro verfügte HOCHTIEF zum Stichtag 31. Dezember 2015 über eine gute und ausreichende Liquiditätsausstattung und erreichte eine weitere Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (2,6 Mrd. Euro). Der Einfluss von Wechselkursänderungen belief sich auf 134 Mio. Euro (Vorjahr 194 Mio. Euro). Langfristige Sicherung der Konzernliquidität und Optimierung der FinanzstrukturDie HOCHTIEF Aktiengesellschaft führte im Berichtsjahr aufgrund einer starken Liquiditätslage keine Transaktion zur Generierung von Fremdkapital durch. Somit stellt die im Geschäftsjahr 2014 begebene Unternehmensanleihe mit einem Nominalvolumen in Höhe von 500 Mio. Euro und einer Ursprungslaufzeit von fünf Jahren die zuletzt platzierte Transaktion an den nationalen und internationalen Kapitalmärkten dar. Der im April 2014 refinanzierte syndizierte Bar- und Avalkredit über insgesamt zwei Mrd. Euro mit einer Laufzeit bis April 2019, bestehend einerseits aus einer Avalkredittranche mit insgesamt 1,5 Mrd. Euro sowie andererseits aus einer revolvierend nutzbaren Barkredittranche in Höhe von 500 Mio. Euro, zählt weiterhin zu den wichtigsten Finanzierungsinstrumenten der HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Der Kreditrahmen ermöglicht die Bereitstellung von Bürgschaften für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit vornehmlich der Division HOCHTIEF Europe. Der Avalkredit ist mit 0,86 Mrd. Euro zum Berichtsstichtag gezogen. Die Bartranche wird im Bedarfsfall flexibel genutzt und ist zum Berichtsstichtag nicht in Anspruch genommen worden. Im Juli 2015 wurde ein im Geschäftsjahr 2008 begebenes Schuldscheindarlehen über ursprünglich 50 Mio. Euro planmäßig zurückgezahlt. Nach Abzug der vertraglichen Endfälligkeit haben wir international nunmehr noch insgesamt 50 Mio. Euro an Finanzierungen in diesem Finanzierungssegment ausstehen. Weiterhin verfügt die HOCHTIEF Aktiengesellschaft über bilaterale kurzfristige Barkreditlinien zur Versorgung der operativen Einheiten mit ausreichenden liquiden Mitteln zur Finanzierung des laufenden Geschäfts. Diese jährlich zu verlängernden Linien belaufen sich auf zirka 239 Mio. Euro. Die Kredite sind zu 55 Prozent schriftlich und mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr von den Banken bestätigt. Die Konditionen sind aufgrund der hohen Bonität des HOCHTIEF-Konzerns sehr günstig. Zum Berichtsstichtag waren diese kurzfristigen Barkreditlinien nicht genutzt. Bilaterale Avalkreditlinien ergänzen den syndizierten Avalkredit* . Hier verfügt die HOCHTIEF Aktiengesellschaft zum Jahresende 2015 über zusätzlich rund 1.496 Mio. Euro. Auch hier entsprechen die günstigen Konditionen der unverändert guten Bonität des HOCHTIEF-Konzerns. Die verschiedenen Instrumente sichern dem Konzern eine langfristige und breit diversifizierte Finanzierung, und dies zu für HOCHTIEF unverändert attraktiven Kreditbedingungen und Konditionen. Keines der von HOCHTIEF abgeschlossenen Finanzierungsinstrumente ist besichert; sie basieren auf einer Gleichbehandlung aller Kreditgeber (pari passu). Zu den syndizierten und bilateralen Krediten kommen im Bedarfsfall weitere individuelle Kredite für Projektfinanzierungen hinzu. Diese Finanzierungen, die jeweils auf Basis eines konkreten Projekts verhandelt und abgeschlossen werden, sind flexibel nutzbar und werden beim Verkauf der Projekte aus den erzielten Erlösen zurückbezahlt. Eine Besicherung erfolgt - wenn überhaupt - ausschließlich auf den Vermögenswerten des Projekts selbst. Ein Rückgriff auf den HOCHTIEFKonzern ist in den allermeisten Fällen ausdrücklich ausgeschlossen. Unverändert zum Vorjahr bestehen für die Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Asia Pacific lokale Finanzierungen. Hier ist insbesondere die US-Bondingfazilität von herausragender Bedeutung. Mit einem Volumen von zirka 6,7 Mrd. Euro (7,3 Mrd. US-Dollar) ist sie unverändert der zentrale Finanzierungsbaustein für das US-amerikanische Geschäft. Sowohl die Turner- als auch die Flatiron-Gruppe nutzen diese Linie im Rahmen des sogenannten Bondings. Dieses in den USA gesetzlich vorgesehene Sicherungsmittel garantiert die Erfüllung von Projekten der öffentlichen Hand und findet darüber hinaus auch Anwendung bei ausgewählten weiteren Kunden. Das hohe Volumen ist im US-amerikanischen Markt erforderlich, da Bauprojekte oftmals mit 100 Prozent der Auftragssumme abgesichert werden müssen - im Gegensatz zu anderen Rechtsordnungen, in denen im Regelfall eine Zehn-Prozent-Vertragserfüllungsbürgschaft zu stellen ist. Diese lokale Surety-Bonding-Linie wird von der HOCHTIEF Aktiengesellschaft unverändert durch eine Konzerngarantie unterlegt. Aufgrund des anhaltend hohen Bonding-Bedarfs im Rahmen von laufenden Bietungsprozessen wurde im Berichtsjahr das Gesamtvolumen von 6,0 Mrd. Euro (6,5 Mrd. US-Dollar) auf 6,7 Mrd. Euro (7,3 Mrd. US-Dollar) erhöht. Flatiron verfügt zudem unverändert über bilaterale Bankfinanzierungen sowohl im Bar- als auch im Avalbereich sowie über eine syndizierte Kreditfazilität. Im Dezember 2015 wurde das Gesamtvolumen dieser syndizierten Kreditfazilität von vormalig 159 Mio. Euro (240 Mio. kanadische Dollar) auf 232 Mio. Euro (350 Mio. kanadische Dollar) erhöht und zu verbesserten Konditionen bis Dezember 2018 verlängert. Insgesamt werden diese Linien vor allem für die kanadischen Aktivitäten genutzt, da dort oftmals eine Bankgarantie anstelle eines Surety-Bonds gestellt werden muss. Zur Reduktion der langfristigen Schulden trug vor allem die vorzeitige anteilige Rückzahlung einer US-Dollar-Anleihe bei CIMIC mit 267 Mio. Euro (299 Mio. US-Dollar) bei. Die Anleihe hatte eine Ursprungslaufzeit bis zum November 2022 und wird mit einem jährlichen Kupon in Höhe von 5,95 Prozent verzinst. Darüber hinaus wurden zwei Privatplatzierungen in Höhe von jeweils 83 Mio. Euro (90 Mio. US-Dollar), die in den Jahren 2008 und 2010 begeben wurden, planmäßig bei Laufzeitende im Juli beziehungsweise im Oktober des Berichtsjahres zurückgezahlt. CIMIC verfügt im internationalen Kapitalmarkt weiterhin über ein gutes Standing. Ein Zeichen dafür ist die bestätigte Klassifizierung von CIMIC Group Limited im Ratingsegment Investment Grade durch die externen Ratingagenturen Moody's (Baa3) und S&P (BBB-). Die Finanzierungsaktivitäten der Holding erfolgen weiterhin auf bilateraler oder syndizierter Basis. Mit Ausnahme bestehender Schuldscheindarlehen sowie der kurzfristigen Bar- und Avallinien, die im jährlichen Rhythmus zu prolongieren sind, hatten wir keine Fälligkeiten aus Konzernfinanzierungsverträgen zu verzeichnen. Das Nominalvolumen des im Jahr 2016 endfälligen Schuldscheindarlehens beläuft sich auf 50 Mio. Euro. Wie auch im abgelaufenen Berichtsjahr sowie in den Jahren zuvor werden wir darüber hinaus die Finanz- und Kapitalmärkte unverändert intensiv beobachten und sich eventuell ergebende Opportunitäten nutzen, um die Konzernfinanzierung langfristig sicherzustellen, zu optimieren und weiter zu diversifizieren. VermögenslageStarke und solide KonzernbilanzHOCHTIEF hat im Geschäftsjahr 2015 den eingeschlagenen Kurs zur Stärkung der Konzernbilanz und zum Abbau bilanzieller Risiken fortgesetzt. Der gute zur Verfügung stehende finanzielle Spielraum wurde insbesondere zum Abbau von Schulden und für das Aktienrückkaufprogramm der HOCHTIEF Aktiengesellschaft genutzt. Diese Maßnahmen verminderten die Bilanzsumme des HOCHTIEF-Konzerns, die sich zum Stichtag 31. Dezember 2015 auf 13,3 Mrd. Euro belief. Im Vergleich zum Stand am Geschäftsjahresende 2014 (15,2 Mrd. Euro) war die Bilanzsumme um 13 Prozent rückläufig. Der Bestand an langfristigen Vermögenswerten belief sich zum 31. Dezember 2015 auf 4,1 Mrd. Euro und blieb damit nahezu unverändert auf dem Wert vom 31. Dezember 2014. Die immateriellen Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 883 Mio. Euro enthielten mit 707 Mio. Euro die bei der Erstkonsolidierung von vollkonsolidierten Tochtergesellschaften aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte. Diese haben sich aufgrund von Währungseffekten nur leicht gegenüber dem Vorjahr erhöht. Daneben werden in den immateriellen Vermögenswerten die überwiegend das Contract-Mining-Geschäft von CIMIC betreffenden Konzessionen und ähnliche Rechte im Umfang von insgesamt 176 Mio. Euro ausgewiesen. Das Sachanlagevermögen blieb mit 1,1 Mrd. leicht unter dem Niveau vom Ende des Geschäftsjahres 2014. Mit einem Anteil von 862 Mio. Euro entfiel der Großteil hiervon auf technische Ausrüstung für das Contract-Mining der CIMIC-Gruppe. Das Finanzanlagevermögen erreichte zum Stichtag 31. Dezember 2015 einen Wert von 1,1 Mrd. Euro und übertraf damit den Vergleichswert vom Jahresende 2014 um 76 Mio. Euro. Der Anstieg resultierte vorwiegend aus Kapitalzuführungen und der Equity-Wertfortschreibung bei Gemeinschaftsunternehmen von Flatiron und CIMIC. Der Großteil der zum 31. Dezember 2015 ausgewiesenen langfristigen Finanzforderungen (679 Mio. Euro) betrifft die von CIMIC und vom PPP-Bereich der Division HOCHTIEF Europe gewährten Ausleihungen an Beteiligungsgesellschaften. Hierin ist mit 488 Mio. Euro eine von CIMIC an die Habtoor Leighton Group gewährte Ausleihung enthalten. Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte erhöhten sich um 72 Mio. Euro auf 147 Mio. Euro. Bei den auf der Aktivseite ausgewiesenen latenten Steuern ergab sich insgesamt ein Rückgang um 95 Mio. Euro auf 171 Mio. Euro. Diese waren neben Effekten aus der Veränderung bilanzieller Bewertungsunterschiede insbesondere durch die Anpassung des Zinssatzes zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen im Inland beeinflusst. Der Entwicklung an den Finanzmärkten folgend, haben wir diesen von 2,0 Prozent auf 2,5 Prozent angepasst. Konzernbilanzscroll
Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich im Geschäftsjahr 2015 deutlich vermindert. Der am 31. Dezember 2015 ausgewiesene Bestand lag mit 9,1 Mrd. Euro um 1,9 Mrd. Euro unter dem Vergleichswert zum Ende des vorigen Geschäftsjahres. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere die Entwicklung der Forderungen aus dem Verkauf von nicht fortgeführten Aktivitäten. Hierin waren die zum 31. Dezember 2014 bei CIMIC bestehenden Ansprüche aus der Veräußerung von John Holland und des Servicegeschäfts von Thiess und Leighton Contractors in Höhe von 1,1 Mrd. Euro erfasst. Infolge der im Jahr 2015 erfolgten vollständigen Kaufpreiszahlungen durch die Erwerber wurde die Position vollständig ausgebucht und die zugeflossene Liquidität überwiegend zur Schuldentilgung verwandt. Beim Vorratsvermögen, das im Wesentlichen die unfertigen Leistungen aus Immobilienprojekten von CIMIC und der Division HOCHTIEF Europe sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe umfasst, ergab sich vorrangig aufgrund von Projektveräußerungen bei CIMIC ein Rückgang um 152 Mio. Euro auf 768 Mio. Euro. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich um 529 Mio. Euro auf 4,5 Mrd. Euro. Der währungsbedingte Anstieg wurde durch den operativen Abbau sowie Working-Capital-Maßnahmen - insbesondere bei CIMIC - überkompensiert. Der Großteil des Bestands an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfällt mit jeweils 1,8 Mrd. Euro auf die CIMIC-Gruppe und auf die Division HOCHTIEF Americas. Im Zusammenhang mit dem im Jahr 2013 realisierten Verkauf der Beteiligung am Flughafen Sydney wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr anrechenbare Steuern durch die Finanzbehörden an HOCHTIEF erstattet und aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung an den Erwerber weitergegeben. Aus diesem Grund gingen die Ertragsteueransprüche um 88 Mio. Euro auf 52 Mio. Euro zurück. HOCHTIEF verfügte am 31. Dezember 2015 über einen Wertpapierbestand in Höhe von 577 Mio. Euro. Im Vergleich mit dem Geschäftsjahresende 2014 war der Wert des Portfolios damit aufgrund von Wertpapierverkäufen der Konzernzentrale und bei Turner um 165 Mio. Euro rückläufig. Die flüssigen Mittel stiegen um 223 Mio. Euro und beliefen sich zum Stichtag 31. Dezember 2015 auf 2,8 Mrd. Euro. Die Liquiditätssituation des HOCHTIEF-Konzerns hat sich damit weiter verbessert und liegt auf einem sehr guten Niveau. Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte in Höhe von 158 Mio. Euro enthalten zum Verkauf vorgesehene Assets aus dem Mining-Bereich von CIMIC. Das Eigenkapital des HOCHTIEF-Konzerns belief sich am 31. Dezember 2015 auf 3,1 Mrd. Euro und blieb damit auf dem per 31. Dezember 2014 ausgewiesenen Niveau. Die bilanzielle Eigenkapitalquote stieg auf 23,7 Prozent und verzeichnete damit eine starke Verbesserung gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres um 3,3 Prozentpunkte. Zum Anstieg des Konzerneigenkapitals trugen vor allem das Ergebnis nach Steuern mit 333 Mio. Euro und die Effekte aus der Währungsumrechnung und Marktbewertung von Finanzinstrumenten sowie sonstige Effekte mit 183 Mio. Euro bei. Gegenläufig wirkten sich der von Januar bis Dezember 2015 vollzogene Erwerb eigener Aktien mit -245 Mio. Euro und Dividendenzahlungen mit -236 Mio. Euro im Eigenkapital aus. Die langfristigen Schulden enthalten im Wesentlichen Finanzverbindlichkeiten und Rückstellungen. Der Gesamtbestand der Verpflichtungen belief sich zum 31. Dezember 2015 auf insgesamt 3,3 Mrd. Euro. Die Finanzverbindlichkeiten gingen um 718 Mio. Euro auf 2,4 Mrd. Euro zurück. Hier wirkten sich vor allem die Rückführung von Bankverbindlichkeiten und die vorzeitige anteilige Rückzahlung einer von CIMIC emittierten US-Dollar-Anleihe aus. Die Anleihe im Gesamtvolumen von 500 Mio. US-Dollar hatte eine Ursprungslaufzeit bis zum Jahr 2022. Bei den langfristigen Rückstellungen ergab sich aufgrund gesunkener Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ein leichter Rückgang um 25 Mio. Euro auf insgesamt 803 Mio. Euro. Grund hierfür war die Anpassung des Abzinsungsfaktors bei der Ermittlung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen. Die anderen langfristigen Rückstellungen in Höhe von 450 Mio. Euro dienen im Wesentlichen zur Abdeckung von Verpflichtungen aus dem Personal- und Versicherungsbereich. Der im Geschäftsjahr 2015 vollzogene Schuldenabbau des HOCHTIEF-Konzerns wirkte sich deutlich auf den Bestand an kurzfristigen Schulden aus. Die hier bilanzierten Verpflichtungen gingen um insgesamt 1,3 Mrd. Euro auf 6,9 Mrd. Euro zurück. Einen erheblichen Beitrag hierzu leistete CIMIC mit einer deutlichen Rückführung von kurzfristigen Bankverbindlichkeiten. Insgesamt wurden die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten des HOCHTIEF-Konzerns um 673 Mio. Euro auf 309 Mio. Euro reduziert. Die aus dem operativen Geschäft resultierenden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden leicht abgebaut und lagen am Geschäftsjahresende 2015 mit 5,4 Mrd. Euro um 94 Mio. Euro unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Der Rückgang der kurzfristigen Rückstellungen um 338 Mio. Euro auf 818 Mio. Euro ist in erster Linie auf die Inanspruchnahme von Steuerrückstellungen im Zusammenhang mit der Veräußerung von aufgegebenen Geschäftsbereichen bei CIMIC zurückzuführen. Der Abbau der Verschuldung und die Maßnahmen zur Optimierung der Cashflows haben die HOCHTIEF-Konzernbilanz nachhaltig gestärkt. Wir haben in den vergangenen Jahren eine stetige Verbesserung unserer finanziellen Situation erreicht und, ausgehend von einer deutlichen Nettofinanzverschuldung, den Turnaround geschafft. Trotz der 658 Mio. Euro für Dividendenzahlungen, Aktienrückkäufe und Steuern auf Veräußerungen von CIMIC verfügte HOCHTIEF per 31. Dezember 2015 mit 805 Mio. Euro über eine starke Nettovermögensposition. Der Vergleichswert des Vorjahres in Höhe von 470 Mio. Euro, der die Forderungen aus dem Verkauf der nicht fortgeführten Aktivitäten von CIMIC enthielt, wurde damit um 335 Mio. Euro übertroffen. Zu dieser deutlichen Verbesserung trugen alle Divisions bei. Nettofinanzvermögen (+)/Nettofinanzschulden (-)scroll
Zusammenfassende Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch den VorstandsvorsitzendenHOCHTIEF kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015 zurückblicken, in dem der operative Konzerngewinn auf 265 Mio. Euro anstieg und damit die zugrunde liegende Prognose übertroffen wurde. Zu dieser Gewinnsteigerung von beinahe 40 Prozent haben alle Divisions ihren Beitrag geleistet. Der dabei auf den HOCHTIEF-Konzern entfallende Anteil am Ergebnis nach Steuern beträgt 208 Mio. Euro. Unsere Aktionäre wollen wir in angemessener Form an dem Konzernerfolg beteiligen. So wird der Hauptversammlung eine ordentliche Dividende von 2,00 Euro je Aktie vorgeschlagen. Für unsere Kunden, Geschäftspartner und Aktionäre wollen wir mit nachhaltiger Arbeit auf Basis höchster Standards exzellente Ergebnisse erzielen. Hierzu wurde im Berichtsjahr die HOCHTIEF-Vision angepasst und mit entsprechenden Unternehmensgrundsätzen untermauert. Dabei bleibt der zentrale Vorsatz unverändert bestehen: "HOCHTIEF baut die Welt von morgen". Um mit der notwendigen Flexibilität, sich den Erfordernissen unseres Geschäfts anpassen zu können, wird auf kontinuierlichen Wandel gesetzt. Somit betreffen die wesentlichen Entwicklungen im Geschäftsjahr 2015 die erfolgreiche Umsetzung der Restrukturierung bei CIMIC, die konzernweite Vereinfachung des Berichtswesens im Rahmen des Risikomanagements sowie die Fortführung des Aktienrückkaufprogramms. Auch für die Zukunft sind wir in attraktiven Märkten, wie Nordamerika, Australien, Hongkong, Deutschland und dem Vereinigten Königreich, gut aufgestellt. Dabei konzentriert sich HOCHTIEF weiterhin auf das Bau-, Public-Private-Partnership-, Engineering-, Minen- und Servicegeschäft. Als Prognose für das Geschäftsjahr 2016 rechnet HOCHTIEF mit einem operativen Konzerngewinn im Bereich von 300 bis 360 Mio. Euro. Unser wirtschaftlicher Erfolg ist ohne einen aktiven ökologischen und sozialen Beitrag nicht denkbar. Nachhaltigkeit bedeutet für uns, ökonomische, ökologische und soziale Aspekte in alle Prozesse einzubinden, um langfristig Werte zu schaffen. Und so hat HOCHTIEF auch in diesem Berichtsjahr die Inhalte des Geschäfts- und Nachhaltigkeits-Reportings in einem kombinierten Konzernbericht zusammengefasst. Bericht nach § 312 AktG über Beziehungen zu verbundenen UnternehmenMit dem Großaktionär ACS Actividades de Construcción y Servicios S.A. besteht kein Beherrschungsvertrag, sodass der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG verpflichtet ist. In diesem Abhängigkeitsbericht wird vom Vorstand folgende Schlusserklärung gegeben: "Bei der HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat in Beziehung zu dem herrschenden oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen im Berichtszeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 ein berichtspflichtiges Rechtsgeschäft vorgelegen, das zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen wurde. Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens oder eines mit diesem verbundenen Unternehmens wurden nicht getroffen oder unterlassen." Erläuterungen zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der HOCHTIEF Aktiengesellschaft (Holding) nach HGBGewinn- und Verlustrechnung der HOCHTIEF Aktiengesellschaft (Kurzfassung)scroll
Bilanz der HOCHTIEF Aktiengesellschaft (Kurzfassung)scroll
Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft führt die Divisions des Konzerns als strategische und operative Management-Holding. Als zentrale Steuerungsebene verantwortet sie die unternehmerischen Ziele, die grundsätzliche strategische Ausrichtung, die Unternehmenspolitik und die Organisation des HOCHTIEF-Konzerns. Das Ergebnis der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist vor allem durch das Beteiligungsergebnis sowie durch Erlöse und Aufwendungen bestimmt, die im Zusammenhang mit der Ausübung dieser Holdingfunktionen stehen. Der Jahresabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich keine Änderungen der Ansatz- und Bewertungsmethoden ergeben. Die Bekanntmachung des Jahresabschlusses und des mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lageberichts der HOCHTIEF Aktiengesellschaft für das Geschäft^ ahr 2015 erfolgt im Bundesanzeiger. ErtragslageDie Umsatzerlöse der HOCHTIEF Aktiengesellschaft in Höhe von 38 Mio. Euro (Vorjahr 50 Mio. Euro) enthielten neben der Vergütung für Service- und Verwaltungsleistungen im Wesentlichen Erlöse aus Vermietung und Verpachtung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 93 Mio. Euro und bewegten sich damit auf Vorjahresniveau (94 Mio. Euro). Sie enthalten im Wesentlichen Garantie-, Miet- und Pachtaufwendungen, Zuführungen zu Rückstellungen und Beratungskosten. Das Ergebnis aus Finanzanlagen wird maßgeblich durch die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen und die Aufwendungen aus Verlustübernahmen bestimmt. Der im Geschäftsjahr 2015 erzielte Wert belief sich auf 313 Mio. Euro und lag damit um 37 Mio. Euro über dem Vergleichswert des Vorjahres (276 Mio. Euro). Ausschlaggebend für diese Verbesserung waren höhere Ergebnisübernahmen von der HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management GmbH und der HOCHTIEF Americas GmbH, die sich auf 202 Mio. Euro beliefen. Insgesamt erzielte die HOCHTIEF Aktiengesellschaft Erträge aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von 382 Mio. Euro (Vorjahr 283 Mio. Euro). Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen beliefen sich auf -71 Mio. Euro gegenüber -9 Mio. Euro im Vorjahr. Das Zinsergebnis lag trotz gesunkener Zinsaufwendungen an Kreditinstitute mit -93 Mio. Euro unter dem Vergleichswert des Vorjahres von -82 Mio. Euro. Ausschlaggebend hierfür war ein deutlicher Rückgang der Erträge aus dem Deckungsvermögen für die Pensionsverpflichtungen. Der Jahresüberschuss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf 149 Mio. Euro (Vorjahr 154 Mio. Euro). Finanz- und VermögenslageDie Finanz- und Vermögenslage der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist aufgrund ihrer Holdingfunktion durch die Finanzanlagen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen geprägt. Der Anteil dieser Positionen an der Bilanzsumme belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2015 auf 88 Prozent gegenüber 83 Prozent am Geschäftsjahresende 2014. Die Finanzanlagen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft lagen zum Ende des Geschäftsjahres 2015 mit 2,5 Mrd. Euro nahezu unverändert auf dem Niveau des Vorjahres. Der Großteil entfällt weiterhin auf die Anteile an verbundenen Unternehmen mit wesentlichen Beteiligungsbuchwerten an der HOCHTIEF Asia Pacific GmbH, der HOCHTIEF Americas GmbH und der HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management GmbH. Der Bestand der Ausleihungen an verbundene Unternehmen betrifft - unverändert gegenüber dem Vorjahr - in Höhe von 36 Mio. Euro die HOCHTIEF Projektentwicklung GmbH. Der Wertpapierbestand enthält ausschließlich Fondsanteile und verminderte sich gegenüber dem Vorjahr (280 Mio. Euro) um 82 Mio. Euro auf 198 Mio. Euro. Bei den zum 31. Dezember 2015 ausgewiesenen flüssigen Mitteln in Höhe von 142 Mio. Euro handelt es sich im Wesentlichen um Guthaben bei Kreditinstituten. Der Bestand lag damit um 64 Mio. Euro unter dem Wert zum Jahresende 2014 (206 Mio. Euro). Die aus dem Verkauf von Wertpapieren zugeflossenen Mittel und die frei verfügbare Liquidität wurden zur Finanzierung des Aktienrückkaufprogramms der HOCHTIEF Aktiengesellschaft verwendet. Das gezeichnete Kapital der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist in 69 309 434 nennwertlose Stückaktien eingeteilt und beläuft sich auf nominal 177 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung der noch im Bestand befindlichen eigenen Aktien und des hierauf entfallenden Betrags am Grundkapital beträgt das gezeichnete Kapital 167 Mio. Euro. Die Kapitalrücklage in Höhe von 804 Mio. Euro blieb gegenüber dem Jahresendstand 2014 unverändert. Die Gewinnrücklagen verminderten sich von 462 Mio. Euro um 223 Mio. Euro auf 239 Mio. Euro. Von diesem Rückgang entfallen 236 Mio. Euro auf die Verrechnung der Anschaffungskosten aus dem Erwerb eigener Aktien. Gegenläufig wirkte sich die Einstellung aus dem Jahresüberschuss in die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 13 Mio. Euro aus. Das Eigenkapital erreichte einen Anteil von 38 Prozent (Vorjahr 42 Prozent) an der Bilanzsumme. Bei den Verbindlichkeiten ergab sich ein leichter Rückgang um 30 Mio. Euro. Mit einem Gesamtbestand in Höhe von 2,1 Mrd. Euro blieben die Verbindlichkeiten zum Stichtag 31. Dezember 2015 damit nahezu auf gleicher Höhe wie zum Ende des Vorjahres. Der überwiegende Teil hiervon entfällt auf Anleihen, in denen mit einem gegenüber dem Vorjahr unveränderten Volumen von 1,8 Mrd. Euro die durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft emittierten Inhaberschuldverschreibungen ausgewiesen werden. Auf eine im Mai 2014 emittierte Inhaberschuldverschreibung mit einem Nominalzins von 2,625 Prozent und einer Endfälligkeit im Mai 2019 entfällt dabei ein Buchwert von 508 Mio. Euro. Darüber hinaus werden ein Buchwert von 773 Mio. Euro für eine im März 2013 emittierte Inhaberschuldverschreibung und ein Buchwert von 521 Mio. Euro für eine im März 2012 emittierte Inhaberschuldverschreibung bilanziert. Der Nominalzins dieser im März 2020 beziehungsweise 2017 endfälligen Anleihen beläuft sich auf 3,875 Prozent beziehungsweise 5,5 Prozent. Daneben enthalten die Verbindlichkeiten die Restschuld aus einem im Dezember 2012 aufgenommenen Schuldscheindarlehen in Höhe von 50 Mio. Euro. Der Rückgang von 39 Mio. Euro gegenüber den zum Ende des Vorjahres bestehenden Schuldscheindarlehen (89 Mio. Euro) resultierte aus einer planmäßigen Rückzahlung. Das noch ausstehende Schuldscheindarlehen ist mit einer fixen Verzinsung ausgestattet. Die syndizierte Barkreditlinie im Gesamtvolumen von 500 Mio. Euro ist zum Stichtag - wie auch im Vorjahr - nicht in Anspruch genommen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 199 Mio. Euro (Vorjahr 136 Mio. Euro) resultieren im Wesentlichen aus dem Konzernfinanzverkehr. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft weist für das Geschäftsjahr 2015 einen Jahresüberschuss in Höhe von 149 Mio. Euro aus. Unter Berücksichtigung der Einstellung in die Gewinnrücklagen (13 Mio. Euro) und des Gewinnvortrags (3 Mio. Euro) ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 139 Mio. Euro. Gewinnverwendungsvorschlag des VorstandsDer Vorstand schlägt vor, zu beschließen: Der Bilanzgewinn der HOCHTIEF Aktiengesellschaft des Geschäftsjahres 2015 in Höhe von 138.618.868,00 Euro wird zur Ausschüttung einer Dividende von 2,00 Euro je Stückaktie auf das Grundkapital von 177.432.151,04 Euro, eingeteilt in 69 309 434 Stückaktien, verwendet. Die Dividende ist am Tag nach der Hauptversammlung zahlbar.Der Betrag, der auf die am Tage der Hauptversammlung im Besitz der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien auszuschütten wäre und der gemäß § 71 b AktG von der Ausschüttung auszuschließen ist, wird auf neue Rechnung vorgetragen. Am Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses, 19. Februar 2016, ergibt sich für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ein Bestand an eigenen Aktien von insgesamt 4914571 Stück, womit ein Betrag in Höhe von 9.829.142,00 Euro auf neue Rechnung vorzutragen wäre. Bis zur Hauptversammlung kann sich die Zahl der für das Geschäftsjahr 2015 dividendenberechtigten Stückaktien verändern. In diesem Fall wird bei unveränderter Ausschüttung von 2,00 Euro je für das Geschäftsjahr 2015 dividendenberechtigter Stückaktie der Hauptversammlung ein entsprechend angepasster Gewinnverwendungsvorschlag unterbreitet. Angaben gemäß § 289 Abs. 4 beziehungsweise § 315 Abs. 4 HGBDie Angaben zur Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals gemäß §§ 289 Abs. 4 Nr. 1, 315 Abs. 4 Nr. 1 HGB sind im Anhang beziehungsweise Konzernanhang enthalten. Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffen:Soweit Vorstandsmitgliedern von der Gesellschaft Aktien übertragen wurden, um ihre Ansprüche auf variable Vergütung zu tilgen, unterliegen diese Aktien einer Sperrfrist von zwei Jahren. Vor Ablauf dieser Sperrfrist dürfen die so übertragenen Aktien von den Vorstandsmitgliedern nicht veräußert werden. Kapitalbeteiligungen von mehr als zehn Prozent der Stimmrechte:ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A. mit Sitz in Madrid/Spanien hat uns am 11. Mai 2015 gemäß § 25a Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil gemäß §§ 21, 22 WpHG an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft am 8. Mai 2015 60,70 Prozent betrug. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. Es ist dem Vorstand nicht bekannt, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben. Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder/Satzungsänderungen:Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands bestimmt sich nach den §§ 84, 85 AktG und § 31 MitbestG in Verbindung mit §§ 9 Abs. 2, 7 Abs. 1 der Satzung. Gesetzliche Vorschriften zur Änderung der Satzung finden sich in §§ 179 ff., 133 AktG. Soweit das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals verlangt, genügt nach § 23 Abs. 3 der Satzung die einfache Mehrheit, sofern nicht zwingend eine andere Mehrheit vorgeschrieben ist. Nach § 15 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur die Fassung der Satzung betreffen. Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe neuer Aktien:Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital bis zum 5. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 54.000 Tsd. Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Die weiteren Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung. Das Grundkapital der Gesellschaft ist gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung um bis zu 49.280 Tsd. Euro, eingeteilt in bis zu 19 250 000 Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung. Ermächtigung zum Aktienrückkauf >:> Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de/aktienrueckkauf Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Mai 2015 ist die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt worden, eigene Aktien zu erwerben. Diese Ermächtigung gilt bis zum 5. Mai 2020. Sie ist insgesamt auf einen Anteil von zehn Prozent des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals beschränkt. Die Ermächtigung kann unmittelbar durch die Gesellschaft oder durch ein von der Gesellschaft abhängiges oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen oder durch von der Gesellschaft oder von der Gesellschaft abhängige oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehende Unternehmen beauftragte Dritte ausgeübt werden und erlaubt den Erwerb eigener Aktien im ganzen Umfang oder in Teilbeträgen sowie den einmaligen oder mehrmaligen Erwerb. Der Erwerb eigener Aktien kann über die Börse oder mittels eines an sämtliche Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder durch die Ausgabe von Andienungsrechten an die Aktionäre erfolgen. Die Bedingungen für den Erwerb werden im Beschluss weiter spezifiziert. Der Vorstand ist durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Mai 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bei einer Veräußerung eigener Aktien durch ein Angebot an alle Aktionäre den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem ihrer nachgeordneten Konzernunternehmen ausgegebenen Options- und/oder Wandelanleihen ein Bezugsrecht auf die Aktien zu gewähren. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an sämtliche Aktionäre zu veräußern, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist ferner unter den nachstehenden Voraussetzungen ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats Dritten in anderer Weise als über die Börse oder mittels Angebot an sämtliche Aktionäre anzubieten und zu übertragen. Dies kann im Zuge des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen daran oder von Unternehmensteilen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen geschehen. Dies ist außerdem zulässig zur Einführung von Aktien der Gesellschaft an ausländischen Börsen, an denen sie bisher nicht zum Handel zugelassen sind. Außerdem dürfen die Aktien Personen zum Erwerb angeboten werden, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen stehen oder standen. Weiterhin dürfen die Aktien den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft gemäß der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 12. Mai 2011 (TOP 8) begebenen Schuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Options- und/oder Wandlungsrechte und/oder -pflichten gewährt werden. Weiterhin dürfen die Aktien (amtierenden oder ausgeschiedenen) Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft und (amtierenden oder ausgeschiedenen) Mitgliedern von Vorständen und Geschäftsführungen der von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG sowie Personen, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG stehen oder standen, mit der Verpflichtung übertragen werden, sie für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren seit der Übertragung zu halten. Eine solche Übertragung ist nur zulässig, um bestehende Ansprüche des Übertragungsempfängers auf variable Vergütung an Erfüllungs statt zu tilgen. Die weiteren Bedingungen der Übertragung werden im Beschluss weiter spezifiziert. Im Fall der Ausgabe der Aktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft entscheidet allein der Aufsichtsrat der Gesellschaft über die Ausgabe. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8, 186 Abs. 3, 4 AktG insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen verwendet werden. Weiterhin ist der Vorstand ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats einzuziehen, ohne dass die Einziehung und ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedürfen. Die Bedingungen der Bezugsrechtsgewährung, Veräußerung und Übertragung beziehungsweise Einziehung der eigenen Aktien werden in dem Beschluss der Hauptversammlung weiter spezifiziert. Durch weiteren Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Mai 2015 ist die Gesellschaft zum Einsatz von Eigenkapitalderivaten im Rahmen des Erwerbs eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG sowie zum Ausschluss des Andienungs- und Bezugsrechts ermächtigt worden. Dadurch soll das Volumen an Aktien, das insgesamt erworben werden darf, nicht erhöht werden; es werden lediglich im Rahmen der Höchstgrenze der vorgenannten Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien und unter Anrechnung auf diese Höchstgrenze weitere Handlungsalternativen zum Erwerb eigener Aktien eröffnet. Der Vorstand ist ermächtigt worden, Optionen zu erwerben, die der Gesellschaft das Recht vermitteln, bei Ausübung der Optionen Aktien der Gesellschaft zu erwerben (Call-Optionen). Der Vorstand ist ferner ermächtigt worden, Optionen zu veräußern, welche die Gesellschaft bei Ausübung der Optionen durch deren Inhaber zum Erwerb von Aktien der Gesellschaft verpflichten (Put-Optionen). Ferner kann der Erwerb unter Einsatz einer Kombination aus Call- und Put-Optionen oder Terminkaufverträgen erfolgen. Die Bedingungen zum Einsatz von Eigenkapitalderivaten im Rahmen des Erwerbs eigener Aktien sowie zum Ausschluss des Andienungs- und Bezugsrechts werden in dem Beschluss der Hauptversammlung weiter spezifiziert. Change-of-Control-Klauseln im Zusammenhang mit Darlehensverträgen und Finanzierungsinstrumenten:Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat am 23. März 2012 ihre erste Unternehmensanleihe begeben. Die Anleihe hat ein Nominalvolumen von 500 Mio. Euro, eine Laufzeit bis März 2017 und ist mit einem jährlichen Kupon von 5,5 Prozent verzinst. Am 20. März 2013 hat die HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine zweite Unternehmensanleihe begeben. Die Anleihe hat ein Nominalvolumen von 750 Mio. Euro, eine Laufzeit bis März 2020 und ist mit einem jährlichen Kupon von 3,875 Prozent verzinst. Eine weitere Unternehmensanleihe wurde am 28. Mai 2014 begeben. Diese dritte HOCHTIEF-Anleihe hat ein Nominalvolumen von 500 Mio. Euro, eine Laufzeit bis Mai 2019 und wird mit einem jährlichen Kupon von 2,625% verzinst. In die Anleihebedingungen wurden Change-of-Control-Bestimmungen aufgenommen, die dem jeweiligen Gläubiger das Recht geben, die vorzeitige Rückzahlung der von ihm gehaltenen Schuldverschreibungen zum Nennbetrag zuzüglich aufgelaufener Zinsen zu verlangen, sofern der Gläubiger innerhalb eines Zeitraums von 68 Tagen nach Veröffentlichung der Rückzahlungsmitteilung durch die Emittentin* eine schriftliche Ausübungserklärung eingereicht hat. Ein Kontrollwechsel im vorgenannten Sinne tritt einerseits durch den Erwerb der Kontrolle an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Sinne von § 29 Abs. 2 WpÜG durch eine Person oder eine Personengruppe (mit Ausnahme des Aktionärs ACS [ACS Actividades de Construcción y Servicios, S.A.] und seiner verbundenen Unternehmen) in abgestimmtem Verhalten im Sinne von § 30 Abs. 2 WpÜG oder durch den Abschluss eines Gewinnabführungs-, Beherrschungs- oder sonstigen Unternehmensvertrages im Sinne von §§ 291, 292 AktG, soweit die Emittentin dadurch zum beherrschten Unternehmen wird, ein. Zusätzlich wurden umfangreiche Schutzklauseln in Bezug auf Geschäfte und Transaktionen mit ACS in die Anleihe-Dokumentationen aufgenommen.
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Siehe Glossar auf der Seite 259. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat am 13. Dezember 2011 mit einem internationalen Bankenkonsortium einen syndizierten Bar- und Avalkredit* über insgesamt zwei Mrd. Euro abgeschlossen. Diese syndizierte Fazilität mit einer ursprünglichen Laufzeit bis Dezember 2016 wurde am 25. April 2014 bis zum April 2019 verlängert und besteht einerseits aus einer Avalkredit-Tranche über 1,5 Mrd. Euro und andererseits aus einer Barlinie über 500 Mio. Euro. Diese Fazilität enthält auch nach Verlängerung weiterhin Change-of-Control-Bestimmungen. Danach können die jeweiligen Kreditgeber (nachdem mit dem Kreditnehmer zuvor Verhandlungen zur Fortführung der Kredite, die unter Berücksichtigung der Kreditwürdigkeit der Person des Übernehmers, der Gefahr eventueller Änderungen der Unternehmensstrategie und eventueller Beschränkungen der Kreditgeber bei der Kreditvergabe zu führen sind, ergebnislos geblieben sind) ihre Kreditengagements unter der nachfolgend genannten Voraussetzung vorzeitig beenden. Diese Voraussetzung tritt ein, wenn eine Person oder eine Gruppe von Personen im Wege abgestimmten Verhaltens die Kontrolle im Sinne von § 29 Abs. 2 WpÜG über den Kreditnehmer erlangt. Die Erklärung zur Beendigung des Kreditengagements kann bis zum Ablauf von 70 Tagen nach Kenntniserlangung der HOCHTIEF Aktiengesellschaft vom Eintritt der vorgenannten Voraussetzung unter Berücksichtigung einer Mindestbedenkzeit von zehn Tagen von den Kreditgebern abgegeben werden. Die vorgenannten Change-of-Control-Bestimmungen gelten auch weiterhin nicht für den Aktionär ACS und die mit ihm verbundenen Unternehmen; ebenfalls wurden die umfangreichen Schutzklauseln mit den Kreditgebern in Bezug auf Geschäfte und Transaktionen mit ACS beibehalten. In ihnen hat sich die HOCHTIEF Aktiengesellschaft unter anderem verpflichtet, keine Verträge mit ACS abzuschließen, die die Kreditwürdigkeit von HOCHTIEF schwächen würden, zum Beispiel einen Beherrschungsvertrag. Werden gleichwohl solche Verträge geschlossen, haben die Kreditgeber ein Sonderkündigungsrecht.
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Siehe Glossar auf der Seite 259. Des Weiteren hat HOCHTIEF am 11. Dezember 2012 mit einem ausländischen Kreditinstitut ein bilaterales vierjähriges Schuldscheindarlehen über 50 Mio. Euro vereinbart. Darüber hinaus hat die HOCHTIEF Aktiengesellschaft am 27. Februar 2015 mit einem inländischen Kreditinstitut einen Rahmenkreditvertrag über ursprünglich 100 Mio. Euro verlängert sowie am 26. November 2015 mit einem inländischen Kreditinstitut einen Rahmenkreditvertrag über ursprünglich 175 Mio. Euro verlängert. Diese Darlehensverträge haben alle jeweils eine inhaltlich identische Bestimmung, wonach die HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Fall eines Kontrollwechsels zur vorzeitigen Rückzahlung der Darlehen verpflichtet ist, falls sie und der Darlehensgeber nicht binnen 60 Tagen ab Mitteilung des Kontrollwechsels eine Einigung über die Fortführung des Darlehens erzielt haben und der Darlehensgeber die vorzeitige Rückzahlung binnen zehn Tagen nach Ablauf der 60-Tage-Frist verlangt. Kontrollwechsel im vorgenannten Sinne bedeutet den Erwerb der Kontrolle an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Sinne von § 29 Abs. 2 WpÜG durch eine Person oder eine Personengruppe in abgestimmtem Verhalten im Sinne von § 30 Abs. 2 WpÜG. Bezüglich der vorgenannten Darlehensverträge gelten die vorgenannten Change-of-Control-Bestimmungen nicht für den Aktionär ACS und seine verbundenen Unternehmen; im Gegenzug wurden umfangreiche Schutzklauseln mit den Kreditgebern in Bezug auf Geschäfte und Transaktionen mit ACS vereinbart. Durch die Klauseln hat sich die HOCHTIEF Aktiengesellschaft unter anderem verpflichtet, keine Verträge mit ACS abzuschließen, die die Kreditwürdigkeit von HOCHTIEF schwächen würden, zum Beispiel einen Beherrschungsvertrag mit ACS. Werden gleichwohl solche Verträge geschlossen, haben die Kreditgeber ein Sonderkündigungsrecht. Neben den oben genannten Darlehensverträgen hat HOCHTIEF am 17. Oktober 2014 mit einem ausländischen Kreditinstitut einen bilateralen Avalkreditvertrag über 138 Mio. Euro (150 Mio. US-Dollar) vereinbart. Darüber hinaus hat HOCHTIEF am 28. November 2014 mit einem inländischen Kreditinstitut einen Avalkreditvertrag über 25 Mio. Euro abgeschlossen. Beide Verträge bestehen weiterhin und enthalten eine inhaltlich identische Change-of-Control-Bestimmung entsprechend der Definition im syndizierten Bar- und Avalkredit, die dem jeweiligen Gläubiger das Recht gibt, die vorzeitige Rückzahlung des Kreditengagements zu verlangen. Des Weiteren hat HOCHTIEF am 12. August 2014 mit einer ausländischen Versicherungsgesellschaft einen Avalkreditvertrag über 78,05 Mio. Euro abgeschlossen. Der Vertrag besteht weiterhin und enthält eine Change-of-Control-Bestimmung, die dem Gläubiger das Recht gibt, die vorzeitige Rückzahlung des Kreditengagements zu verlangen, sofern die HOCHTIEF Aktiengesellschaft Gegenstand einer Fusion oder Übernahme ist und die HOCHTIEF Aktiengesellschaft nicht die aufnehmende Gesellschaft ist. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat im Berichtsjahr mit sechs US-Surety-Gesellschaften zur Absicherung der von diesen bereitgestellten Bondinglinie in Höhe von 6,7 Mrd. Euro (7,3 Mrd. US-Dollar) eine "General Counter Indemnity" in entsprechender Höhe abgeschlossen. Diese "General Counter Indemnity" enthält weiterhin eine Change-of-Control-Bestimmung, die den Surety-Gesellschaften unter der nachfolgend genannten Voraussetzung das Recht einräumt, von der HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine bar zu entrichtende Sicherheitsleistung von maximal 459 Mio. Euro (500 Mio. US-Dollar) zu fordern; gemäß den Vereinbarungen werden die bereits zur Unterlegung der Bondinglinie begebenen Sicherheiten in Form von Bankgarantien hierbei in Abzug gebracht. Die Voraussetzung tritt grundsätzlich ein, wenn eine Person oder eine Gruppe von Personen (mit Ausnahme des Aktionärs ACS und seiner verbundenen Unternehmen) im Wege abgestimmten Verhaltens im Sinne von § 30 Abs. 2 WpÜG insgesamt 30 Prozent oder mehr der Aktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft erwirbt oder der Aktionär ACS und seine verbundenen Unternehmen insgesamt 75 Prozent oder mehr der Aktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft erwerben. Die Sicherheitsleistung hat in diesem Fall innerhalb von 30 Bankarbeitstagen nach Geltendmachung der Forderung zu erfolgen. Weitere wesentliche Vereinbarungen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels:In der von der HOCHTIEF Aktiengesellschaft abgeschlossenen D&O-Versicherung* ist eine Einschränkung des Versicherungsschutzes vorgesehen, falls die HOCHTIEF Aktiengesellschaft durch Fusion, Übernahme oder gleichartige Maßnahmen in einem anderen Unternehmen aufgeht oder eine andere Gesellschaft als ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A. oder ein sonstiger Dritter einen beherrschenden Einfluss erlangt. In einem solchen Fall besteht vorbehaltlich einer anderweitigen Vereinbarung Versicherungsschutz nur für diejenigen Ansprüche, die auf Pflichtverletzungen beruhen, die bis zum Zeitpunkt der rechtlichen Wirksamkeit dieser Veränderung begangen wurden. Der Versicherungsschutz endet in den vorgenannten Fällen mit dem Ablauf der Versicherungsperiode.
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Siehe Glossar auf der Seite 259. Über die Pflichtangaben gemäß § 289 Abs. 4 Nr. 8 / § 315 Abs. 4 Nr. 8 HGB hinaus bestehen bei anderen Konzerngesellschaften weitere Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen und nachfolgend nicht abschließend dargestellt sind: Im Geschäftsfeld PPP werden dem Auftraggeber in den Projektverträgen häufig weitgehende Gestaltungsrechte eingeräumt, die eine Änderung der Beteiligungsverhältnisse an der jeweiligen Projektgesellschaft erschweren sollen. Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Erläuternder Bericht des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft gemäß §§ 175 Abs. 2, 176 Abs. 1 AktG zu den Angaben nach den §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015Der Vorstand gibt zu den Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB in dem mit dem Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zusammengefassten Konzernlagebericht folgende Erläuterungen: Bei unseren Angaben haben wir die Verhältnisse zugrunde gelegt, wie sie im Geschäftsjahr 2015 und bis zur Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts bestanden haben. Es handelt sich um Informationen zum gezeichneten Kapital, über die Übertragung von Aktien betreffende Beschränkungen, zu direkten und indirekten Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten, zu den gesetzlichen Vorschriften und Bestimmungen der Satzung der Gesellschaft über die Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder und über die Änderung der Satzung, zu den Befugnissen des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, sowie zu wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Die Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals und die mit den ausgegebenen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft verbundenen Rechte ergeben sich auch aus der Satzung der Gesellschaft. Die Kapitalbeteiligungen von ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A. sowie ihrer Tochtergesellschaften sind aufgrund der veröffentlichten Stimmrechtsmitteilung vom 6. Oktober 2014 bekannt. Beschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich aus den Vorschriften des Aktiengesetzes ergeben. So unterliegen Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen einem Stimmverbot (§ 136 AktG). Außerdem steht der Gesellschaft kein Stimmrecht aus eigenen Aktien zu (§ 71b AktG). Vertragliche Beschränkungen in Bezug auf das Stimmrecht oder die Übertragung der Aktien sind uns - mit einer Ausnahme - nicht bekannt. Soweit Vorstandsmitgliedern von der Gesellschaft Aktien übertragen wurden, um ihre Ansprüche auf variable Vergütung zu tilgen, unterliegen diese Aktien einer Sperrfrist von zwei Jahren. Die Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4 Nr. 3, 315 Abs. 4 Nr. 3 HGB zu direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital, die zehn vom Hundert der Stimmrechte überschreiten, sind im (Konzern-)Anhang enthalten. Die Angaben zur Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands geben die Vorschriften des Aktiengesetzes und der Satzung inhaltlich zutreffend wieder. Das Gleiche gilt für die Angaben zur Änderung der Satzung. Die Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, beruhen sämtlich auf entsprechenden Ermächtigungsbeschlüssen der Hauptversammlung aus den Jahren 2011 und 2015 zu einem bedingten und einem genehmigten Kapital sowie u. a. zur Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien. Diese Befugnisse sind zutreffend unter Hinweis auf die von der Hauptversammlung beschlossenen Ermächtigungen dargestellt. Die wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und die hieraus folgenden Wirkungen sind zutreffend dargestellt. Falls die Darlehensgeber im Rahmen dieser Vereinbarungen unter den genannten Bedingungen ihr Kündigungsrecht ausüben würden, müsste der entsprechende Finanzierungsbedarf der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beziehungsweise des HOCHTIEF-Konzerns auf andere Weise sichergestellt werden. Informatorisch wird darauf hingewiesen, dass über die Pflichtangaben gemäß den vorgenannten Bestimmungen des HGB hinaus auch bei anderen Konzerngesellschaften weitere Vereinbarungen bestehen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen und nachfolgend auszugsweise und nicht abschließend erwähnt sind: Im Geschäftsbereich PPP werden dem Auftraggeber in den Projektverträgen häufig weitgehende Gestaltungsrechte eingeräumt, die eine Änderung der Beteiligungsverhältnisse an der jeweiligen Projektgesellschaft erschweren sollen. Die übrigen nach den §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB geforderten Angaben betreffen Verhältnisse, die bei der HOCHTIEF Aktiengesellschaft nicht vorliegen. Daher sind wir auf diese in dem mit dem Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zusammengefassten Konzernlagebericht nicht näher eingegangen. Weder gibt es Stimmrechtsbeschränkungen, Stimmrechtskontrollen durch am Kapital der Gesellschaft beteiligte Arbeitnehmer, Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots noch Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Essen, im Februar 2016 Marcelino Fernández Verdes Peter Sassenfeld José Ignacio Legorburo Escobar Nikolaus Graf von Matuschka SegmentberichtDivision HOCHTIEF AmericasWeitere Informationen finden Sie unter: > www.turnerconstruction.com > www.flatironcorp.com > www.eecruz.com > www.clarkbuilders.com In der Division HOCHTIEF Americas werden die Aktivitäten unserer nordamerikanischen Tochtergesellschaften zusammengefasst: Turner, Flatiron, E.E. Cruz und Clark Builders. Die Unternehmen mit jeweils eigenen Schwerpunkten agieren als Anbieter von Hoch- oder Infrastrukturbau überwiegend in den USA und in Kanada. Zu den Marktsegmenten der Gesellschaften zählen unter anderem öffentliche Gebäude, Büroimmobilien, Sportstätten, Bildungs- und Gesundheitsimmobilien, Straßen und Brücken sowie Wasserkraftwerke, Staudämme und Stromleitungen. Dabei sind die nordamerikanischen Einheiten durch die konzernweite Zusammenarbeit eng vernetzt und können somit von Synergien sowie einem kontinuierlichen Informations- und Erfahrungsaustausch profitieren. Alle operativen Einheiten haben sich im Berichtsjahr sehr gut entwickelt: Die USA standen 2015 mit einem allgemein realen Wachstum von insgesamt 2,5 Prozent (Vorjahr: 2,2 Prozent) einmal mehr in der Spitzengruppe der entwickelten Volkswirtschaften. In Kanada wuchs die Wirtschaft 2015 aufgrund niedriger Rohstoffpreise zwar weniger als erwartet, der Verlauf war aber mit 1,2 Prozent (Vorjahr: 2,3 Prozent) deutlich positiv. Dieses allgemeine Wachstum zeigte sich auch in der positiven Entwicklung der Baumärkte: Vor allem der gewerbliche US-Hochbaumarkt bot mit einem Plus von 12,5 Prozent große Chancen für Turner. Nach den aktuellen Erwartungen wird der Markt auch 2016 wachsen: Experten prognostizieren ein Plus von 4,8 Prozent. Als einer der Marktführer im allgemeinen Hochbau der USA wird Turner von dieser Entwicklung profitieren. Im Markt für PPP-Verkehrsinfrastruktur zeigte sich in Nordamerika auch im Berichtsjahr ein dauerhaftes Wachstumspotenzial für Straßen- und Brückenbauprojekte. In den USA schreitet die Entwicklung langsam voran. In Kanada mit seinem etablierten PPP-Markt hingegen konnte HOCHTIEF PPP Solutions gemeinsam mit seinen US-Baupartnern im HOCHTIEF-Konzern - Flatiron, Turner und Clark Builders - erneut erfolgreich agieren. Auf dem kanadischen Markt werden für die kommenden zehn Jahre allein auf PPP-Basis realisierte Bahnprojekte im Wert von 24 Mrd. Euro erwartet. Turner belegt weiterhin eine Spitzenposition im US-Hochbaumarkt. Marktführer ist das Unternehmen laut Ranking des Magazins "Engineering News-Record" (ENR) im gewerblichen Hochbau und zum achten Mal in Folge die Nummer eins der 100 größten US-Anbieter für nachhaltige Gebäude. Mit dem eigenen Green-Building-Barometer* analysiert die Gesellschaft den Markt grüner Gebäude regelmäßig systematisch und belegt damit, dass die Nachfrage stark bleibt. Im Marktsegment Green Building erzielte Turner 2015 einen Umsatz von mehr als fünf Mrd. Euro (2014: 3,11 Mrd. Euro).
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Märkte auf den Seiten 41 ff. Einen guten Platz im ENR-Ranking hat sich auch die Infrastrukturgesellschaft Flatiron gesichert: Die Gesellschaft erreichte Platz 15 unter den 50 bedeutendsten Ingenieurbauunternehmen der USA. Flatiron wird seine Marktposition durch gute Auftragseingänge weiter verbessern. Insbesondere der Bereich Engineering gewann bei Turner und Flatiron im Berichtsjahr an Bedeutung. Beide Unternehmen haben eigene Engineeringeinheiten eingerichtet: Die Turner Engineering Group sowie die Flatiron Technical Services Group dienen als Kompetenzzentren, um die Risiken bei Projekten zu minimieren. Sie steuern das Erstellen der Planung, prüfen und optimieren diese bei Bedarf. Durch eine höhere Wertschöpfung bei den Projekten und eine verbesserte Rentabilität soll ein Wettbewerbsvorteil entstehen. So bietet die Turner Engineering Group technisches Know-how bei Fragen der Geotechnik, Bauphysik, Strukturdynamik, Gebäudeleitsysteme, Gebäudetechnik und weiteren Punkten an. Unterstützt werden die neuen Engineeringeinheiten von HOCHTIEF Engineering in Essen - dieser Wissensaustausch fördert die Effizienz. Auch im Bereich Building Information Modeling (BIM) und Lean Construction spielt Turner eine führende Rolle. Unter anderem erreichte die Gesellschaft 2015 in dem renommierten Ranking "Giants 300 Report" des Fachmagazins "Building Design + Construction" mit Abstand den ersten Platz bei der Umsetzung von Bauprojekten mit BIM. Dieses Kapitel ist Teil des Themenfelds Nachhaltige Produkte und DienstleistungenDie Leistungen beim virtuellen Planen und Bauen, dem "Building Information Modeling" (BIM)* , wurden auch 2015 weiter forciert. 2015 hat Turner mehr als 200 Projekte mit BIM realisiert. Mit seinen Tochtergesellschaften auf dem nordamerikanischen Markt hat sich HOCHTIEF hervorragend positioniert: Seine Gesellschaften gelten als attraktive Arbeitgeber** und innovative Unternehmen der Branche.
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Forschung und Entwicklung auf den Seiten 107 bis 113. Projektbeispiele>> Weitere Projektbeispiele finden Sie unter: www.hochtief.de/kundenportal Soziale und urbane InfrastrukturMarktsegment Sport- und VeranstaltungsstättenDas Levi's Stadion in Santa Clara, das Turner bis August 2014 gebaut hat, wurde im Berichtsjahr zur Sportstätte des Jahres gewählt. Das Zuhause der San Francisco 49ers verfügt unter anderem über ein begrüntes Dach sowie Fotovoltaikparzellen und erhielt deshalb das LEED-Zertifikat in Gold. Mit einem innovativen Ansatz hat Turner das Stadion sechs Wochen eher als geplant pünktlich zum Saisonstart fertiggestellt. Dabei waren Methoden wie Building Information Modeling (BIM) und Design-Build im Einsatz. Marktsegment GewerbeimmobilienIm Bereich Rechenzentren sind unsere Hochbauexperten von Turner sehr gut aufgestellt. Allein im Berichtsjahr haben sie mehrere Aufträge erhalten, unter anderem in den Bundesstaaten North Carolina und Iowa. Marktsegment HotelsTurner hat den Auftrag erhalten, in Washington D.C. das Hilton Conrad Washington Hotel als Construction-Manager zu errichten. Das Fünfsternehotel mit 195 Suiten soll 2018 fertiggestellt werden und mit dem LEED-Zertifikat in Silber ausgezeichnet werden. Marktsegment BildungsimmobilienIn South Carolina hat Turner Ende 2015 das Watt Family Innovation Center für die Clemson University fertiggestellt. Das vierstöckige Gebäude soll mit dem LEED-Zertifikat in Silber ausgezeichnet werden. In dem Zentrum finden nun nicht nur Einführungskurse für 1 800 Studenten statt, sondern es soll auch als Ort des Austauschs, der interdisziplinären Studien und der Innovationen für die Universität dienen. Diesen Anspruch der Kooperation und des interdisziplinären Lernens hat das Turner-Team in den Bauprozess integriert. Es arbeitete eng mit den Professoren der Hochschule zusammen, um zum Beispiel Führungen über die Baustelle zu organisieren, die auf die Stundenpläne der Studenten abgestimmt waren. In Cincinnati, Ohio, baut Turner die neue West Clermont High School. Der Auftrag hat einen Wert von zirka 83 Mio. Euro. Das Gebäude für 2 500 Schüler soll im dritten Quartal 2017 fertiggestellt werden. Turner hat für den Kunden bereits viele öffentliche Schulprojekte in West Clermont realisiert. Marktsegment BüroimmobilienTurner hat im Dezember 2015 den Bau eines neuen Nordamerika-Hauptquartiers für den Pharmahersteller Celgene in Summit, New Jersey, fertiggestellt. Insbesondere der straffe Zeitplan forderte das Team heraus. Turner hat mit dem Lean-Construction-Ansatz, mit innovativen Baumethoden sowie intensiver Kommunikation mit allen Stakeholdern den sechsstöckigen Bau innerhalb kürzester Zeit realisiert. Viele Bauteile wurden vorgefertigt, sodass sogar die Fassade in lediglich neun Tagen statt in zwölf Wochen fertiggestellt wurde. Diverse nachhaltige Aspekte machen das Projekt zu einem Green Building: Unter anderem wird das Gebäude für 960 Mitarbeiter ausschließlich mit LED-Lampen beleuchtet, Sensoren sorgen für eine effiziente Beleuchtung. Celgene wird zudem Strom aus erneuerbaren Quellen beziehen. Es wird angestrebt, mindestens das LEED-Zertifikat in Silber zu erhalten. In Miami, Florida, ist Turner für das Construction-Management der neuen Konzernzentrale des Autovermieters Hertz verantwortlich. Das Projekt zielt auf eine Auszeichnung mit dem LEED-Zertifikat in Gold ab. Bis 2018 liefert Turner Construction-Management-Leistungen für einen Büroturm mit 38 Etagen in Kuala Lumpur in Malaysia. Die neue Zentrale des Versicherungskonzerns Etiqa Insurance Berhad befindet sich genau zwischen zwei Hochhäusern und einer Zugverbindung. Das hohe Verkehrsaufkommen im Bereich des Projekts erfordert eine gut abgestimmte Logistik. Maßnahmen wie eine hoch effiziente technische Gebäudeausstattung, der Einsatz von nachhaltig produzierten Baumaterialien und eine durchdachte Baustelleneinrichtung sollen dazu beitragen, dass das Gebäude mit dem LEED-Zertifikat in Gold ausgezeichnet werden soll. Marktsegment GesundheitsimmobilienIn Cleveland, Ohio, verantwortet Turner das Construction-Management für das Krebsinstitut der Cleveland Clinic. Turner arbeitet mit der Klinik schon seit 25 Jahren zusammen. Bei diesem Projekt, das mit dem LEED-Zertifikat in Silber ausgezeichnet werden soll, setzt das Team auf besonders anspruchsvolles Lean Management. 2016 soll das interdisziplinäre Zentrum fertiggestellt werden. Das Northwestern Lake Forest Hospital in Illinois wird von Turner erweitert. Auf dem Campus entstehen ein neues Krankenhaus und ein neues Verwaltungsgebäude, die beide energie- und wassereffizient betrieben werden sollen. Das Projekt soll mit dem LEED-Zertifikat in Silber ausgezeichnet werden. Marktsegment Kultur und UnterhaltungTurner baut eine neue Gedenkstätte sowie ein Museum für Veteranen in Columbus, Ohio. Der Auftrag hat ein Volumen von zirka 32 Mio. Euro und beinhaltet auch die Gestaltung der Grünflächen. Ebenfalls in Columbus wird die Gesellschaft den Erweiterungsbau des National Museum of the United States Air Force realisieren, das nach LEED-Silber-Standard errichtet wird. VerkehrsinfrastrukturIm Central Valley in Kalifornien hat Flatiron, unsere auf Verkehrsinfrastrukturprojekte spezialisierte Tochtergesellschaft, einen großen Auftrag zur Verbesserung der Schieneninfrastruktur erhalten. Das gesamte Projekt "California High Speed Rail Package 2-3" hat einen Wert von 1,1 Mrd. Euro. In einem Joint Venture übernimmt die Gesellschaft über knapp 100 Kilometer den Bau der Infrastruktur in Abschnitten mit ebenerdiger Führung und in Brückenabschnitten für die erste Hochgeschwindigkeitsstrecke der USA, die Los Angeles und San Francisco verbinden wird. Das Design-Build-Projekt befindet sich in der Planungsphase, der Bau beginnt Mitte 2016 und soll zirka 48 Monate dauern. Ebenfalls in Kalifornien arbeitet die Gesellschaft am Autobahnkreuz von Interstate 5 und Genesee Avenue in San Diego. Hier wird eine sechsspurige Überführung durch eine zehnspurige Konstruktion ersetzt, die mehr als 100 Meter lang und an das künftige Verkehrsaufkommen angepasst ist. Das Projekt, das 2018 abgeschlossen werden soll, wird bessere und sicherere Verkehrsanbindungen für Pendler und den Güterverkehr bieten. Einen ersten Auftrag in der kanadischen Provinz Manitoba hat Flatiron im dritten Quartal 2015 erhalten. In Winnipeg plant und baut die Gesellschaft eine neue Autobahnanschlussstelle mit einem Wert von zirka 146 Mio. Euro. Das Projekt beinhaltet den Bau von acht Brückenkonstruktionen, die zwischen 40 und 100 Meter lang sind. Der Neubau des Verkehrsknotenpunkts, der innerhalb von drei Jahren abgeschlossen sein soll, wird die Fahrt für Pendler und Güterverkehr sicherer machen. Unsere Tiefbauspezialisten von E.E. Cruz sicherten sich den Zuschlag zur Erneuerung einer Pumpstation in Washington D.C. mit einem Auftragswert von knapp 46 Mio. Euro, die 2017 abgeschlossen wird. Im New Yorker Stadtteil Brooklyn sind sie ebenfalls bis 2017 für die Erneuerung von sieben Bahnhöfen zuständig. Zu den Kennzahlen der Division HOCHTIEF Americas2015 war ein erfolgreiches Jahr für HOCHTIEF Americas. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich deutlich um 43 Prozent auf 155 Mio. Euro. Damit haben wir unsere operative Ergebnisprognose für 2015 klar erreicht. Die positive Entwicklung ist auf Ergebnissteigerungen sowohl im Hochbaugeschäft (Turner) als auch im Tiefbaugeschäft (Flatiron) zurückzuführen. Mit 324 Mio. Euro lag der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit deutlich um 283 Mio. Euro über dem Wert von 2014, hauptsächlich dank eines außergewöhnlich starken vierten Quartals. Die klar verbesserte Cash-Generierung geht auf eine Steigerung der Margen und ein erheblich strafferes Working Capital Management zurück. Die positive Entwicklung der Division belegt ein weiteres gutes Jahr für unsere Hochbaugesellschaft Turner mit höheren Margen und einem Anstieg des Cashflow um mehr als das Dreifache. Der nachhaltige Turnaround bei unserer Tiefbautochter Flatiron, die im Geschäftsjahr 2015 ein ausgeglichenes Ergebnis und einen positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete, wirkte sich ebenfalls positiv aus. Division HOCHTIEF Americasscroll
Auftragseingang (10,8 Mrd. Euro, +6 Prozent gegenüber dem Vorjahr), Leistung (10,9 Mrd. Euro) und Auftragsbestand (12,9 Mrd. Euro) stiegen 2015 dank signifikanter Verbesserungen bei Flatiron und einer Stärkung des US-Dollars auf Rekordniveau. AusblickIn der Division HOCHTIEF Americas rechnen wir für 2016 mit einer weiteren Verbesserung bei einem operativen Vorsteuerergebnis im Bereich von 180 bis 210 Mio. Euro. Division HOCHTIEF Asia PacificDieses Kapitel ist Teil des Themenfelds Nachhaltige Produkte und DienstleistungenIn der Division HOCHTIEF Asia Pacific nimmt unsere Tochtergesellschaft CIMIC > mit ihren operativen Einheiten eine führende Rolle in den Baumärkten Australiens, Asiens und des Nahen Ostens ein. CIMIC ist in mehr als 20 Ländern aktiv und bietet Leistungen im Infrastruktur-, Rohstoff- und Immobilienmarkt an. In den Geschäftsfeldern sind die operativen Einheiten mit ihren eigenen Marken tätig. Zur CIMIC-Gruppe gehören unter anderem die Einheiten für den Bau, CPB Contractors (vormals Leighton Contractors) und Leighton Asia. Das Minengeschäft bündelt Thiess (der weltweit größte Contract-Miner* ), Pacific Partnership steht für PPP-Projekte und Konzessionen und EIC Activities deckt den Bereich Engineering ab. CIMIC ist zudem mit 45 Prozent an der Habtoor Leighton Group in Dubai und zu 50 Prozent an Ventia beteiligt, einem der größten Serviceanbieter in Australien. > Weitere Informationen finden Sie unter: www.cimic.com.au
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Siehe Glossar auf Seite 259. Die CIMIC-Group hieß bis Anfang 2015 Leighton Holdings und wurde mit Mehrheitsbeschluss der Hauptversammlung im April in CIMIC umbenannt. Der neue Name steht für die Kernaktivitäten Bauen (Construction), Infrastruktur (Infrastructure), Minengeschäft (Mining) sowie das PPP-Geschäft (Concessions). Das Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2015 die zuvor angekündigte strategische Neuausrichtung und die Vereinheitlichung des operativen Geschäfts weitgehend abgeschlossen. Dazu zählt auch die neu geschaffene Engineering-Gesellschaft EIC Activities. Der Name EIC steht für Engineering, Innovation and Capability. In dieser Gesellschaft sind alle Ingenieurkompetenzen gebündelt. Sie kooperiert eng mit den Ingenieurgesellschaften der anderen HOCHTIEF-Divisions. EIC Activities bietet Ingenieurleistungen für Endkunden an und unterstützt die operativen Einheiten von CIMIC im Hochbau und im Infrastrukturbereich. Leighton Contractors, die Gesellschaft, die innerhalb der CIMIC-Gruppe für den Bau zuständig ist, trägt seit Januar 2016 den Namen CPB Contractors. Der Name reflektiert das Leistungsspektrum der CIMIC-Tochter: Construction/Civil Projects, Building. Die Vereinheitlichung der operativen Strukturen in allen Divisions erleichtert den Know-how-Transfer zwischen den Gesellschaften des HOCHTIEF-Konzerns. Mit der Neuausrichtung der Geschäftsfelder bei CIMIC können wir unseren Kunden im Rahmen von PPP-Projekten alle Leistungen entlang des Lebenszyklus von Immobilien oder Infrastrukturprojekten anbieten. Hier sehen wir ein großes Wachstumspotenzial für die CIMIC-Gruppe, denn Australien hat bereits schon heute einen der attraktivsten PPP-Märkte. Dazu tragen milliardenschwere Konjunkturpakete zum Ausbau der Infrastruktur bei, die die australische Bundesregierung und die einzelnen Bundesstaaten aufgelegt haben. Experten der australischen Wirtschaft gehen für das Jahr 2016 von einem robusten Wachstum von 2,9 Prozent aus, wobei der Markt für Verkehrsinfrastruktur für das Jahr 2016 eine starke Wachstumsrate von 14,9 Prozent aufweisen wird.**
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Märkte auf den Seiten 41ff. Auch in Australien nimmt die Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit stetig zu. So wurde die Corporate-Gover-nance-Richtlinie "ASX Corporate Governance Council Principles and Recommendations" überarbeitet. Für unser Geschäft bedeutet dies, dass wir zunehmend mehr über nicht finanzielle, Nachhaltigkeitsrisiken berichten und gleichzeitig aufzeigen müssen, wie wir mit diesen Risiken umgehen. CIMIC wird unter anderem dazu im Jahr 2016 wieder einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlichen. Um die Ergebnisqualität weiter zu steigern, werden die Gesellschaften der CIMIC-Gruppe in ihrem Geschäft weiterhin konsequent eine selektive Annahme von Aufträgen sowie einen verbesserten Ansatz beim Risikomanagement verfolgen. Die Transformation innerhalb der CIMIC-Gruppe wurde vom Markt positiv aufgenommen. Insbesondere in den operativen Kernmärkten setzten sich die Erfolge des Jahres 2014 fort. So konnte CIMIC auch im Geschäftsjahr 2015 viele volumenstarke Aufträge vermelden. Auch im Minen- und Verkehrsinfrastrukturbereich überzeugte das Unternehmen mit seinen Leistungen. Projektbeispiele>> Weitere Projektbeispiele finden Sie unter: www.hochtief.de/kundenportal Im Geschäftsjahr 2015 haben die Gesellschaften der CIMIC-Gruppe eine Vielzahl an Neuaufträgen in den Bereichen Energie-, Verkehrs- sowie soziale und urbane Infrastruktur gewonnen und Projekte erfolgreich vorangetrieben beziehungsweise abgeschlossen. VerkehrsinfrastrukturIn einem Joint Venture wird die für Bau zuständige CIMIC-Gesellschaft CPB Contractors mit Partnern das Autobahnprojekt "Torrens Road to River Torrens" (T2T) in Adelaide realisieren. Zu Spitzenzeiten wird das Projekt, das Ende 2018 fertiggestellt sein wird, mehr als 500 Menschen beschäftigen. Der Auftragswert für CPB Contractors beträgt 158 Mio. Euro. Das Projekt wird nach den Kriterien des Infrastructure Sustainability Council of Australia (ISCA) realisiert. Hauptaspekte sind die urbane Gestaltung des Umfelds, intensive Anwohnerkommunikation, Reduzierung des Material-, Energie- und Wasserverbrauchs, Abfallvermeidung, die Minderung des ökologischen Einflusses durch Lärm, Staub und Erschütterungen während des Baus und letztlich die Verminderung von Lärm in der Betriebsphase. Am größten Infrastrukturprojekt Australiens ist CPB Contractors an mehreren Losen - jeweils in einem anderen Joint Venture - beteiligt: Im Großraum Sydney wird die Gesellschaft ihren Beitrag zur Realisierung des Autobahnprojekts "WestConnex" mit einem Gesamtvolumen von zirka zehn Mrd. Euro leisten. Im Juni erhielt sie den Auftrag für die Erweiterung eines sieben Kilometer langen Abschnitts des Motorway M4 East. Das Projektvolumen für CPB Contractors beträgt zirka 616 Mio. Euro. 2019 soll die Erweiterung abgeschlossen sein. Im November 2015 erhielt die Gesellschaft den Folgeauftrag für die Planung und den Neubau eines Streckenabschnitts des M5 mit einem Volumen von 934 Mio. Euro. Hier werden bis Ende 2019 mehrere Tunnel und Straßenabschnitte gebaut. Schon im Vorjahr hatte die CIMIC-Gesellschaft einen Teilauftrag (101 Mio. Euro) für das Großprojekt erhalten. Alle Teilprojekte werden nach den Standards des ISCA gebaut. Besonderes Augenmerk liegt auf der Anwohnerkommunikation: Betroffene Anlieger werden stets durch frühzeitige Bekanntmachung über bevorstehende Arbeiten informiert. Mit dem Investitionsprogramm WestConnex sollen die westlichen und südwestlichen Stadtteile der Metropole sowie der Hafen und der Flughafen an die Innenstadt angebunden werden. Ein weiteres Straßenbauprojekt für den Kunden Main Roads Western Australia steht mit dem Mitchell Freeway in Perth an. Der Ausbau wird ab 2017 die Reisedauer in die nördlichen Vororte deutlich reduzieren. Der Auftragswert für CPB Contractors beträgt zirka 115 Mio. Euro. Das Team wird den sechs Kilometer langen Straßenabschnitt auf zwei Spuren je Richtung erweitern, die Möglichkeit einer künftigen dritten Fahrbahn ist eingeplant. Geteilte Rad- und Fußgängerwege runden das Projekt ab. Auch dieses wird nach ISCA-Kriterien errichtet. Unter anderem sind die Vorschläge der Anwohner in die Planung des Großprojekts eingeflossen. Vor Baustart wurden außerdem an dem Standort Samen der Pflanzen für die spätere Wiederaufforstung gesammelt. Auch in Neuseeland ist CPB Contractors mit wichtigen Projekten vertreten. Die Gesellschaft wird für 114 Mio. Euro den Ausbau eines Teilstücks des State Highway 1 in Auckland planen und bauen. Das Projekt "Southern Corridor Improvements" soll die Sicherheit, den Verkehrsfluss und die Verbindung zur Autobahn verbessern und einen wesentlichen Beitrag zur Mobilität und zum Ausbau der Wirtschaft in einer wachsenden Region leisten. Die Arbeiten, die 2018 abgeschlossen werden sollen, beinhalten elf Kilometer zusätzlicher Fahrspuren, die Verbesserung von 16 bestehenden Brücken und den Neubau von sechs Brücken. CPB Contractors ist am Projekt Sydney Metro Northwest (ursprünglicher Name: North West Rail Link) mit zwei Aufträgen beteiligt. Es ist das größte derzeit im Bau befindliche öffentliche Verkehrsprojekt Australiens und soll durch das ISCA als nachhaltiges Infrastrukturprojekt zertifiziert werden. Der erste Auftrag mit einem Gesamtwert von knapp 892 Mio. Euro beinhaltet den Bau eines 15 Kilometer langen doppelröhrigen Tunnels sowie fünf unterirdischer Bahnhöfe (siehe Seite 20). Der Abschnitt soll bis Januar 2017 fertiggestellt werden. Im zweiten Auftrag ist CPB Contractors innerhalb des Konsortiums Northwest Rapid Transit (NRT) für Planung, Bau, Finanzierung und Betrieb des PPP-Projekts verantwortlich, das einen Wert von insgesamt 2,6 Mrd. Euro hat. NRT wird die 36 Kilometer lange Bahnstrecke 15 Jahre lang betreiben. Das Team hat unter anderem Maßnahmen zur Lärm-, Erschütterungs- und Staubvermeidung entwickelt. Das durch den Vortrieb anfallende Gestein wird wiederverwendet. Vor Baustart wurde das Umfeld der Baustelle genau untersucht, um eventuelle Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt so gering wie möglich zu halten. Die CIMIC-Gesellschaft Leighton Asia wird in Hongkong innerhalb eines Joint Ventures das Projekt "Shatin to Central Link" mit einem Wert von zirka 658 Mio. Euro realisieren, wobei der Anteil der Gesellschaft 51 Prozent beträgt. Die kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem Kunden, der Gesellschaft MTR Corporation aus Hongkong, bekräftigt die hohe Zufriedenheit des Auftraggebers. Leighton Asia bringt umfangreiche Erfahrungen im Bau von komplexen Projekten in Ballungsräumen mit. Dabei legt die CIMIC-Tochter hohen Wert auf Arbeitssicherheit, Anwohnerkommunikation sowie auf Weiterbildungsmaßnahmen für die Mitarbeiter. EnergieinfrastrukturIn Queensland hat die CIMIC-Gesellschaft CPB Contractors zwei weitere Flüssiggasaufträge (LNG) erhalten: Im Surat-Becken verantwortet die Gesellschaft bis 2017 den Bau von Schächten sowie weiterer Infrastruktur für das Gasfeld. Wie bei allen LNG-Projekten wird auch hier darauf geachtet, dass der Einfluss auf die Umwelt gering gehalten wird, wobei ein Fokus auf dem Schutz von zirka 1 700 Hektar Boden liegt. Das Volumen für beide Aufträge beträgt insgesamt zirka 340 Mio. Euro. Die Habtoor Leighton Group, an der CIMIC zu 45 Prozent beteiligt ist, hat einen Auftrag zum Bau der größten Betonwasserspeicher der Welt in Katar gewonnen. Das Projekt "PRPS 3" für die staatliche Elektrizitäts- und Wasserwerkgesellschaft im Gesamtwert von 557 Mio. Euro soll die Versorgung der Bevölkerung mit gutem Trinkwasser sicherstellen. Zum Auftrag gehört die Errichtung von insgesamt fünf Wasserbecken mit einer Kapazität von jeweils knapp 380 Mio. Litern, von Pumpwerken sowie von Rohr- und Leitungssystemen. MinengeschäftDie Bedeutung von CIMIC als der weltweit größte Contract-Miner ist in erster Linie durch den Abbau großer Mengen Exportkohle bedingt. Im Jahr 2015 waren Preise und Fördermengen rückläufig, ab 2016/2017 wird voraussichtlich aber eine Erholung im australischen Mining-Sektor eintreten. Die CIMIC-Tochtergesellschaft Thiess arbeitet dabei eng mit ihren Kunden zusammen, um kontinuierlich Effizienz und Produktivität zu steigern. Thiess wird mittel- bis langfristig seine Präsenz in bestehenden Märkten ausbauen und sein Leistungsspektrum in neuen Märkten anbieten. Zudem achten wir bei unseren Minenprojekten verstärkt darauf, die Flächen nach der Nutzung wieder der Natur zurückzuführen. Im Berichtsjahr hat Thiess 1 477 Hektar Land renaturiert. Thiess hat im Geschäftsjahr 2015 den ersten Auftrag in Südamerika gewonnen: Bis 2019 wird die Gesellschaft mit einem Partner in Chile eine Kupfermine und eine dazugehörige Produktionsanlage betreiben. Schätzungsweise 50 000 Tonnen Elektrolytkupfer werden dort pro Jahr produziert. Der Auftrag mit einem Volumen von 95 Mio. Euro beweist den Erfolg der regionalen Diversifikation der Gesellschaft. In Zentral-Queensland hat Thiess eine Auftragserweiterung des Kunden Jellinbah Group erhalten: Bis 2021 ist die Gesellschaft für Komplettleistungen an der Kohlenmine Lake Vermont verantwortlich, wo sie seit 2007 tätig ist. Die Erweiterung hat einen Auftragswert von 856 Mio. Euro. Die Arbeiten beinhalten Planung, Betrieb, Instandhaltung, Aufbereitung und die Beladung der Züge. Noch im Dezember hat Thiess einen weiteren Auftrag an der Kohlenmine Mount Owen in New South Wales mit einem Wert von 512 Mio. Euro erhalten. Die Partnerschaft zum Kunden besteht schon seit 1994 (siehe Seite 142). Auch im Süden der Mongolei hat die Gesellschaft einen Folgeauftrag erlangt: Für die Kohlenmine Ukhaa Khudag wird sie auch bis 2022 Dienstleistungen erbringen. Der Gesamtwert beträgt zirka 662 Mio. Euro. Soziale und urbane Infrastruktur Öffentlicher HochbauIn Hongkong hat die CIMIC-Gesellschaft Leighton Asia ihren bisher größten Einzelauftrag erhalten: An der Grenze zu China wird sie für 810 Mio. Euro einen Grenzkontrollpunkt errichten. Zum Projekt gehört der Bau mehrerer Gebäude, unter anderem eines Passagierterminals, Polizei- und Feuerwehrstationen sowie von Brückenbauwerken. Division HOCHTIEF Asia Pacificscroll
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2014 nach Desinvestitionen Marktsegment GesundheitsimmobilienDie Habtoor Leighton Group, eine Beteiligungsgesellschaft von CIMIC, wird bis Ende 2017 die erste Phase des medizinischen Zentrums "Fakeeh Academic Medical Centre" in Dubai errichten. Der Auftrag hat ein Gesamtvolumen von 116 Mio. Euro. Die Klinik wird fünf Fachzentren beherbergen und über eine robotergesteuerte Chirurgie sowie eine automatische Medikamentenverteilung verfügen. Sie wird die erste "smarte" Klinik der Vereinigten Arabischen Emirate sein und soll mit dem LEED-Zertifikat in Silber ausgezeichnet werden. Zu den Kennzahlen von CIMICHOCHTIEF Asia Pacific blickt auf eine solide Ergebnisentwicklung bei gleichzeitig deutlich verbessertem Cashflow im Berichtsjahr zurück. Die HOCHTIEF-Tochter CIMIC verzeichnete beim Ergebnis nach Steuern einen Anstieg von 20 Prozent auf vergleichbarer Basis. Mit 520 Mio. australischen Dollar lag der Wert am oberen Ende der prognostizierten Spanne von 450 bis 520 Mio. australischen Dollar. Bei der Ergebnismarge nach Steuern war ein Anstieg von 2,6 Prozent im Vorjahr auf 3,9 Prozent im Jahr 2015 zu verzeichnen. Die Auftragslage hat sich in den vergangenen Quartalen ordentlich entwickelt. CIMIC akquirierte im Jahresverlauf neue Aufträge im Gesamtwert von 14,1 Mrd. australischen Dollar, darunter mehrere große Bauprojekte und Auftragserweiterungen im Minengeschäft. Zum 31. Dezember 2015 belief sich unser Auftragsbestand daher auf 29 Mrd. australische Dollar. CIMIC hat 2016 eine Angebots-Pipeline von 60 Mrd. australischen Dollar - davon 18 Mrd. australische Dollar im Minensegment - und mehr als 170 Mrd. australische Dollar in den folgenden Jahren. Zu den Kennzahlen der Division HOCHTIEF Asia PacificDie Division HOCHTIEF Asia Pacific verzeichnete 2015 eine solide Ergebnisentwicklung. Ein Vergleich der Ergebniszahlen mit dem Vorjahr ist nur schwer möglich, da die Vorjahreswerte durch die Bildung einer bilanziellen Vorsorge zur Abdeckung von Ausfallrisiken aus Projektforderungen bei CIMIC in Höhe von 458 Mio. Euro (675 Mio. australischen Dollar) beeinflusst waren. Im Vergleich zum Vorjahr mit einem Vorsteuerergebnis in Höhe von -115 Mio. Euro (einschließlich der gerade erwähnten Rückstellungen verbesserte sich das Ergebnis vor Steuern um 539 Mio. Euro auf 424 Mio. Euro. Hier leisteten die bei CIMIC umgesetzten Maßnahmen zur Vereinfachung und Vereinheitlichung von Geschäftsprozessen und -systemen sowie die Anpassung der Unternehmensstruktur einen erheblichen Beitrag. Der Auftragseingang bewegte sich mit 8,6 Mrd. Euro ebenso wie der Auftragsbestand mit 19,5 Mrd. Euro weiterhin auf einem hohen Niveau. Der Rückgang der betrieblichen Investitionen brutto um über 60 Prozent spiegelt unsere fortlaufende Optimierung des Gerätemanagements wider. Die bessere Ergebnisqualität, die positive Veränderung des Nettoumlaufvermögens und das gesunkene Investitionsvolumen führten dazu, dass sich der Free Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit nach betrieblichen Investitionen netto) gegenüber dem Vorjahr nahezu verdreifachte. Das Nettofinanzvermögen stieg dadurch auf 732 Mio. Euro (Vorjahr: 385 Mio. Euro). AusblickVorbehaltlich sich ändernder Rahmenbedingungen erwartet CIMIC für 2016 ein Ergebnis nach Steuern zwischen 520 und 580 Mio. australischen Dollar (2015: 520 Mio. australische Dollar). Division HOCHTIEF EuropeDieses Kapitel ist Teil des Themenfelds Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen> Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: www.hochtief-solutions.de Die HOCHTIEF Solutions AG ist die Führungsgesellschaft der Division HOCHTIEF Europe und bündelt das Kerngeschäft in Europa sowie in weiteren wachstumsstarken Regionen. Unter ihrem Dach bieten die operativen Gesellschaften ihre Leistungen an. Um die Strukturen in allen Divisions zu vereinheitlichen, wird auch in der Division HOCHTIEF Europe zukünftig folgende operative Struktur der Geschäftsfelder umgesetzt: Bau, Public-Private-Partnership (PPP) und Engineering. Die Gesellschaften HOCHTIEF Building und HOCHTIEF Infrastructure, die jeweils für den Hoch- und Tiefbau zuständig sind, werden darum zusammengeführt. Die Einheiten bieten unter dem Dach der HOCHTIEF Infrastructure GmbH das gesamte Leistungsspektrum im Bereich der Verkehrs- und Energie i nfrastruktur in Europa und in anderen ausgesuchten Regionen sowie das Hochbaugeschäft in Deutschland mit Niederlassungen in den großen Metropolstädten an. Die Experten des technischen Kompetenzzentrums unterstützen die Bau-Einheit bei ihren Projekten. HOCHTIEF Engineering bietet Kompetenzen in Planung, technischer Beratung, Design- und Projektmanagement sowie - mit HOCHTIEF ViCon - Building Information Modeling. Die Gesellschaft gliedert sich in vier Geschäftsbereiche: Infrastructure; Energy, Industrial and Special Services; Virtual Design and Construction; Construction and Project Management Services. HOCHTIEF PPP Solutions plant, finanziert, baut und betreibt Projekte als Partner der öffentlichen Hand. Die Gesellschaft bietet ganzheitliche Lösungen für PPP-Projekte in den Bereichen Verkehrs-, Energie- und Soziale Infrastruktur an. Um eine höhere Wertschöpfung für unser Unternehmen zu erzielen, realisieren wir in der Regel nur PPP-Projekte, bei denen wir auch die baulichen Umsetzungen übernehmen. Mit dieser Struktur haben wir auch die Prozesse harmonisiert. Dabei wurde die Qualität der akquirierten Aufträge sowie das Risikomanagement verbessert, Abläufe wurden vereinfacht, IT-Tools vereinheitlicht und Berichtswege gestrafft. Wir wollen auch weiterhin Kosten reduzieren, um damit die Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Gesellschaften zu verbessern. In Deutschland sehen wir gute Wachstumschancen und bekennen uns damit deutlich zum Heimatmarkt. Hier möchten wir mit attraktiven Projekten im Wettbewerb gute Renditen erzielen. Allein der Bundestag verabschiedete einen Verkehrshaushalt bis 2018 in Höhe von 22,3 Mrd. Euro. Darüber hinaus wollen wir unsere Aktivitäten in Europa, insbesondere in Skandinavien, den Niederlanden, Österreich und Großbritannien, verstärken. Alle Länder erwarten gute Wachstumsraten. Im Berichtsjahr hat die Division HOCHTIEF Europe attraktive Auftragseingänge verzeichnet. Projektbeispiele>> Weitere Projektbeispiele finden Sie unter: www.hochtief.de/kundenportal VerkehrsinfrastrukturHOCHTIEF PPP Solutions ist innerhalb einer Bietergemeinschaft verantwortlich für Planung, Finanzierung, Bau und Betrieb des neuen Champlain Bridge Corridor Project über den Sankt-Lorenz-Strom in Montreal, Kanada. Das Projekt mit einem Bauvolumen von gut 1,6 Mrd. Euro ist eines der wichtigsten Verkehrsinfrastrukturvorhaben Nordamerikas. Der HOCHTIEF-Anteil liegt bei 25 Prozent, die Konzerngesellschaft Flatiron ist Teil der Bau-Arge. 2019 soll der Bau fertiggestellt sein, danach wird die Projektgesellschaft den Abschnitt 30 Jahre lang betreiben.*
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56. Bis 2019 erweitert HOCHTIEF in einem Joint Venture zwei Terminals des King Khaled International Airports in Riad, Saudi-Arabien. Für mehr als 18 Millionen Passagiere jährlich werden in dem Projekt, das einen Wert von 1,3 Mrd. Euro hat, die beiden Gebäude neu gestaltet und erweitert. Um negative Einflüsse auf die Umwelt zu reduzieren, nutzt das Team bei den Arbeiten verstärkt recyceltes Material. Zudem sollen mindestens 75 Prozent des gesamten Baustellenabfalls wiederverwertet werden. Luftfilter sorgen dafür, dass die Luftqualität während der Bauarbeiten so wenig wie möglich beeinträchtigt wird. HOCHTIEF erfüllt nicht nur die Quote, saudische Mitarbeiter am Projekt zu beschäftigen, sondern integriert darüber hinaus im Sinne der Nachwuchsförderung saudische Studentinnen und Studenten, Techniker und Jungingenieure. Diese sollen nach dem Projekt die Möglichkeit erhalten, von der Flughafengesellschaft übernommen zu werden. Das Projekt wird mit dem LEED-Zertifikat in Silber ausgezeichnet. HOCHTIEF Infrastructure Austria baut in einer Arbeitsgemeinschaft (Arge) den Tunnel Gloggnitz in Niederösterreich. Das Gesamtauftragsvolumen beträgt zirka 457 Mio. Euro. HOCHTIEF hat einen Anteil von 40 Prozent an der Arge (183 Mio. Euro). Das Baulos der Arge hat eine Länge von 7,4 Kilometern und wird von zwei Seiten nach der Neuen Österreichischen Tunnelbaumethode (NÖT) aufgefahren. Der insgesamt 27,3 Kilometer lange Semmering-Basistunnel ist eines der wichtigsten Infrastruktur-Großprojekte Europas und Teil der neuen österreichischen Südstrecke, die als zentrale Achse auf der transeuropäischen Route von der Ostsee bis an die Adria (Baltisch-Adriatischer Korridor) reicht. Auch der Bau der Koralmbahn sorgt für eine zukunftsorientierte und leistungsstarke Verbindung auf der neuen österreichischen Südstrecke. Den Auftrag zum Bau der Tunnelkette Granitztal - eines sechs Kilometer langen Abschnitts der Koralmbahn - führt HOCHTIEF Infrastructure Austria in einer Arge für die ÖBB-Infrastruktur aus. Das Auftragsvolumen beträgt zirka 140 Millionen Euro, davon entfallen 50 Prozent auf HOCHTIEF. Anfang 2020 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die Gesamtfertigstellung der Koralmbahn ist für 2023 geplant. Bei der Ausschreibungsplanung standen neben der möglichst genauen Erfassung des geologischen Untergrunds auch Aspekte der Bauabwicklung, Baulogistik und Sicherheit im Vordergrund. Der Auftrag umfasst den Rohbau der Tunnelkette einschließlich der offenen Bauabschnitte an den Portalen sowie die landschaftliche Gestaltung und die flankierenden Wasserbauarbeiten bei der Einhausung. HOCHTIEF (UK) Construction modernisiert und elektrifiziert einen knapp 55 Kilometer langen Abschnitt der Great Western Main Line, einer historischen Zugstrecke zwischen London und Bristol. Um für die Oberleitungen genügend Platz zu schaffen, baut HOCHTIEF bis 2016 unter anderem zwei Bahnstationen sowie fünf Fußgängerbrücken, ein Aquädukt und zwei Straßenbrücken um. Ältere Bauwerke werden komplett erneuert. Die Züge, die künftig mit Strom statt mit Diesel betrieben werden, verursachen 20 bis 35 Prozent weniger CO2 -Emissionen. Auf diese Weise wird die Luftqualität verbessert. Zudem werden die neuen Züge leiser fahren. Bis 2018 realisiert HOCHTIEF in einer Arge den Rohbau des Tunnels Rastatt. Der Tunnel ist Teil des Großprojekts "Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe-Basel". Am nördlichen Tunnelportal entstand bis Ende 2015 die zirka 800 Meter lange Grundwasserwanne Nord, die - nach Fertigstellung - den Startschacht für die Tunnelbohrmaschinen bildet, mit denen die Arge den Tunnel vortreibt. Um das angesammelte Grundwasser aus den Docks der Wanne zu leiten, wurde auf der Baustelle eine Wasseraufbereitungsanlage installiert, die das Wasser entsprechend den hohen Umweltanforderungen so reinigt, dass es in einen nahe gelegenen Bach geleitet werden kann. Der Tunnel Rastatt ist mit 4 270 Metern Länge das zweitgrößte Einzelbauwerk im Großprojekt Karlsruhe-Basel der Deutschen Bahn. Die insgesamt zirka 710 000 Kubikmeter Ausbruchmasse, die während des Vortriebs im Projekt anfallen, werden in einer Separieranlage aufbereitet. Es wird als Zuschlagmaterial für die Betonerstellung wiederverwendet. Der Tunnel ist für Geschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometern pro Stunde ausgelegt. An beiden Tunnelportalen werden innovative Maßnahmen zum Schallschutz ergriffen: Um den Lärm durch hörbare Mikrodruckwellen bei der Tunnelausfahrt zu reduzieren, werden an beiden Portalen auf einer Länge von 45 Metern Öffnungen in die Tunneldecke eingelassen. Durch diese können sich die Druckwellen kontrolliert ausbreiten, der "Tunnelknall-Effekt" fällt somit weit schwächer aus. Dies bewirkt nicht nur geringeren Lärm im Bereich der Tunnelportale, sondern vermindert auch das Druckgefühl, das Bahnreisende bei der Einfahrt in einen Tunnel sonst gelegentlich in den Ohren spüren. Wasserver- und -entsorgungHOCHTIEF Solutions Middle East Qatar hat innerhalb eines Joint Ventures den Vertrag zum Bau des zentralen Teilabschnitts des neuen Abwassernetzwerks für die katarische Hauptstadt Doha erhalten. Bauherr ist die staatliche Infrastrukturbehörde ASHGAL. Das neue Abwassersystem, das aufgrund des rapiden Bevölkerungswachstums benötigt wird, bedient zukünftig etwa eine Fläche von 680 Quadratkilometern. Die Leistungen beinhalten den Bau eines 14,7 Kilometer langen Tunnels, der unter Einsatz zweier Tunnelbohrmaschinen vorgetrieben werden soll. Die besondere Bauweise der Innenschale soll eine Lebensdauer von zirka 100 Jahren sicherstellen. 2019 soll das Projekt fertiggestellt sein. Soziale und urbane Infrastruktur Marktsegment Büro- und GeschäftsimmobilienFür das US-amerikanische Maschinenbauunternehmen Deublin - den Weltmarktführer für Drehdurchführungen - baut HOCHTIEF seit August 2014 die neue Europazentrale in Mainz. Das Gebäude ist auf die aus der Optimierung der Fertigungsprozesse entstandenen Anforderungen ausgelegt und bildet somit die Grundlage für die zukunftsgerichtete Ausrichtung des Unternehmens am neuen Standort. Zirka 9 000 Quadratmeter werden für die Produktion geschaffen, auf weiteren 2 500 Quadratmetern entstehen Büros, Konferenzräume und Gemeinschaftsräume für rund 160 Mitarbeiter. Bereits in der PreConstruction-Phase hat HOCHTIEF den Kunden in vertrauensvoller Zusammenarbeit bei vorgelagerten Aufgaben wie der Grundstücksakquisition, der Planerauswahl und der Projektkonzeption begleitet und das 21-Millionen-Euro-Projekt gemeinsam mit dem Planerteam technisch und wirtschaftlich optimiert. So können in der Betriebsphase unter anderem durch die vollständige Umstellung auf LED-Beleuchtung gegenüber der ursprünglichen Planung rund 300 000 kWh Energie pro Jahr eingespart werden. Der gewachsenen Partnerschaft mit dem Kunden wird auch das gewählte transparente Vertragsmodell mit "Open-Book-Verfahren" gerecht. Der Bauherr zeigte sich im Jahresverlauf 2015 mit der Bauleistung und mit dem Projektfortschritt äußerst zufrieden. Das Projekt wird im zweiten Quartal 2016 abgeschlossen. In einer öffentlich-privaten Partnerschaft plant und baut HOCHTIEF PPP Solutions das neue Polizeipräsidium in Aachen. Anschließend wird die Gesellschaft das Projekt innerhalb eines Mietmodells zunächst bis 2045 betreuen. Auf 22 500 Quadratmetern Mietfläche entsteht Platz für zirka 1 200 Mitarbeiter. Das Projekt mit einem Bauvolumen von 60 Mio. Euro soll der Aachener Polizei im Oktober 2018 übergeben werden. Durch die Nähe zur Autobahn A 44 und der guten Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr ist die neue Dienststelle sowohl für die Mitarbeiter als auch die Bürger gut zu erreichen. Zudem wird das Polizeipräsidium trotz der nötigen Sicherheitsvorkehrungen ein gläsernes Foyer sowie eine Kantine besitzen, die auch der Öffentlichkeit zur Verfügung steht. Das Gebäude wird nach dem Standard der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2016 gebaut. Dies bedeutet unter anderem, dass gegenüber der EnEV 2014 zirka 25 Prozent der Energie eingespart werden. HOCHTIEF baut bis 2017 im Münchner Werksviertel am Ostbahnhof das Projekt HighriseOne für den Immobilienentwickler Reiß & Co. In dem 36-Millionen-Euro-Projekt entstehen ein 65 Meter hoher Büroturm mit 17 Etagen sowie ein fünfstöckiges Sockelgebäude. Der Komplex wird dem DGNB-Silber-Standard entsprechen. HOCHTIEF revitalisierte für Reiß & Co bereits zwei Büro- und Geschäftshäuser sowie das Marriott-Hotel. In Essen realisiert HOCHTIEF das neue Verwaltungsgebäude "House of Elements" für Brenntag. Der Chemie-distributeur wird in der zweiten Jahreshälfte 2017 seinen Sitz von Mülheim an der Ruhr nach Essen verlegen. Ein entsprechender Mietvertrag für das komplette, zirka 20 700 Quadratmeter Bruttogrundfläche umfassende Gebäude wurde im April 2015 geschlossen. Neben Büroräumen entstehen auf sechs Geschossen unter anderem eine Konferenzzone sowie ein Mitarbeiterrestaurant. Insgesamt soll das Gebäude Platz für etwa 650 Mitarbeiter bieten. Das House of Elements wird nachhaltigen Kriterien entsprechend errichtet. Marktsegment WohnimmobilienHOCHTIEF Building baut das bislang höchste Wohngebäude im Frankfurter Europaviertel. Das Gebäudeensemble Praedium wird aus einem achtgeschossigen Gebäude und einem 19-geschossigen Wohnturm für insgesamt 242 Eigentumswohnungen bestehen. In einer Bauzeit von 23 Monaten entstehen bei dem 60-Millionen-Euro-Projekt zudem eine Tiefgarage mit 288 Stellplätzen, davon 20 mit Elektroladestationen, und mehr als 400 Fahrradstellplätze. Marktsegment BildungsimmobilienHOCHTIEF plant und baut das neue Bildungszentrum "KISS Birkenstraße - Schule Kita Sport" in Hannover innerhalb einer öffentlich-privaten Partnerschaft und betreibt es anschließend teilweise. Im Passivhausstandard entstehen neben einer Grundschule für 450 Kinder auch eine Kindertagesstätte für sechs Gruppen sowie eine Dreifeldsporthalle mit Tribüne und 250 Sitzplätzen. Das Vertragsvolumen beläuft sich auf 20 Mio. Euro. Zu den Kennzahlen der Division HOCHTIEF EuropeDas Geschäftsjahr 2015 verlief positiv für die Division HOCHTIEF Europe. Der operative Turnaround setzte sich fort, und obwohl das Ergebnis im Berichtszeitraum nach wie vor durch Altlasten und Restrukturierungskosten belastet war, verbesserte sich das Vorsteuerergebnis um 45 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr. Auch im Kerngeschäft und insbesondere im Bereich Infrastruktur stieg der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit deutlich. 2014 erfolgte Projektverkäufe im Immobiliengeschäft und planmäßige Abschlagszahlungen bei einem Hochbauprojekt wirkten sich im Berichtsjahr dämpfend aus. Die Ergebnisverbesserung und das straffere Working-Capital-Management führten zu einer Reduzierung der Nettoverschuldung um 81 Mio. Euro. Der Auftragseingang entsprach mit 2,7 Mrd. Euro dem Vorjahresniveau. Bereinigt um die geplante weitere Rückführung der Aktivitäten im Immobiliengeschäft hat sich der Auftragseingang in unserem Kerngeschäft weiter verbessert. Division HOCHTIEF Europescroll
So beendete die Division das Geschäftsjahr 2015 mit einem soliden Auftragsbestand von 4,4 Mrd. Euro; dies entspricht einem Zuwachs von 17 Prozent gegenüber Ende 2014. Die entsprechende Auftragsreichweite von mehr als 25 Monaten ist eine sehr gute Ausgangslage für die weitere Zukunft. AusblickFür das Geschäftsjahr 2016 gehen wir von einer weiteren Erhöhung des operativen Vorsteuerergebnisses auf 20 bis 35 Mio. Euro aus. Corporate Governance und ComplianceCorporate GovernanceIm gesamten HOCHTIEF-Konzern und damit für alle Unternehmensbereiche gilt das Prinzip einer guten Corporate Governance als essenzieller Anspruch. "Corporate Governance" - das sind die Grundsätze und der Ordnungsrahmen der Unternehmensführung und -überwachung. Der Deutsche Corporate Governance Kodex in der jeweils aktuellen Fassung ist bei HOCHTIEF der Maßstab dafür. Der Vorstand berichtet nachfolgend - zugleich auch für den Aufsichtsrat - über die Corporate Governance bei HOCHTIEF gemäß den Regelungen des Kodex. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft bekennt sich zu den Prinzipien einer verantwortlichen, transparenten und auf langfristigen wirtschaftlichen Erfolg ausgerichteten Führung und Kontrolle des Unternehmens. Gute Corporate Governance bildet die Basis für das Vertrauen unserer Anleger, Kunden, Mitarbeiter und der Öffentlichkeit. Im Februar 2016 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben, die an der angegebenen Stelle im Wortlaut wiedergegeben ist. Im Internet > haben wir weitere Informationen über unsere Corporate-Governance-Praxis zusammengestellt. Hier finden Sie auch unseren Verhaltenskodex (Code of Conduct), sämtliche Entsprechenserklärungen und die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB. In dieser Erklärung sind auch die Angaben zu den von Aufsichtsrat und Vorstand festgelegten Zielgrößen für den Frauenanteil in Aufsichtsrat, Vorstand und den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands enthalten. > Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de/corporate-governance Die in der Entsprechenserklärung vom Februar 2015 genannten vier Punkte, in denen den Empfehlungen des Kodex nicht oder nur eingeschränkt entsprochen wird, haben Vorstand und Aufsichtsrat, wie angekündigt, beobachtet und eine Anwendung der Kodexregelungen erneut geprüft. Aufgrund eines entsprechenden Beschlusses der Hauptversammlung vom Mai 2015 entspricht HOCHTIEF seit Juli 2015 den Empfehlungen des Kodex im Hinblick auf die Gestaltung der Vergütung des Aufsichtsrats. Die Entsprechenserklärung wurde im Juni 2015 entsprechend aktualisiert. Bei den drei übrigen Abweichungen vom Kodex sind Vorstand und Aufsichtsrat nach wie vor der Ansicht, dass es sich hierbei um gut begründete Ausnahmen handelt. In der nachfolgend abgedruckten Entsprechenserklärung sind die Gründe für die Nichtanwendung der Kodexregelungen erläutert. Im Übrigen entspricht HOCHTIEF sämtlichen Empfehlungen des Kodex in seiner aktuellen Fassung. Im Mai 2015 ist die Änderung des Aktiengesetzes in Kraft getreten, dass bei der Neuwahl von Aufsichtsräten börsennotierter und voll mitbestimmungspflichtiger Unternehmen ab 2016 eine Geschlechterquote von mindestens 30 Prozent eingehalten werden muss. Darüber hinaus bestimmt § 111 AktG, dass der Aufsichtsrat für den Frauenanteil im Aufsichtsrat eine Zielgröße festzulegen hat. Zur Umsetzung dieser Vorschriften hat der Aufsichtsrat im September 2015 als Zielgröße für den Frauenanteil in diesem Gremium den Wert von 30 Prozent festgelegt. Derzeit beträgt der Frauenanteil noch knapp 19 Prozent. Mit Durchführung der Neuwahlen des Aufsichtsrats im Frühjahr 2016 wird der Frauenanteil der Zielgröße von 30 Prozent entsprechen. Durch die Zusammensetzung des Gremiums sind die Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen, die für die ordnungsgemäße Wahrnehmung der Aufgaben des Aufsichtsrats erforderlich sind, insgesamt bei HOCHTIEF gewährleistet. Dieses Kapitel ist Teil des Themenfelds ComplianceCompliance*Die Reputation von HOCHTIEF ist ein kostbares Gut, das wir weiter stärken wollen. Möglich ist dies auf der Basis von Compliance. Unsere Erwartungshaltung an die Mitarbeiter aller Konzerngesellschaften haben wir in unserer Vision, den Unternehmensgrundsätzen und Verhaltenskodizes niedergelegt. Diese Standards und unsere internen Richtlinien entsprechen den gesetzlichen Anforderungen oder gehen sogar über diese hinaus. Wir handeln unter anderem nach den zehn Prinzipien des UN Global Compact und den ILO-Kernarbeitsnormen, die ebenfalls in unseren Standards zum Ausdruck gebracht werden. Der Vorstand bekennt sich zu Compliance. Wir achten darauf, dass Mitarbeiter aller Konzerngesellschaften die gesetzlichen Bestimmungen wie auch die Standards von HOCHTIEF einhalten. Der Vorstandsvorsitzende der HOCHTIEF Aktiengesellschaft steht an der Spitze des Compliance-Systems. Der Chief Compliance Officer berichtet ihm regelmäßig und zudem jährlich dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Die Compliance- und Strafrechtsspezialisten in der HOCHTIEF-Holding unterstützen den Chief Compliance Officer bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben. In den Divisions leiten die Compliance Officer die jeweilige Compliance-Organisation und berichten direkt an den Chief Compliance Officer. Sie sorgen dafür, dass die konzernweiten Standards umgesetzt werden, und sind darüber hinaus vor allem für die Berücksichtigung spezifischer lokaler Besonderheiten zuständig. Je nach Größe und regionaler Präsenz der Gesellschaften in den Divisions gibt es weitere Compliance-Ansprechpartner für die Mitarbeiter, sogenannte Compliance Manager. Die Compliance-Organisation ist für die Bekämpfung von Korruption zuständig. Für andere Bereiche, in denen Compliance-Verstöße vorkommen können, liegt die Verantwortung für die Prävention bei den entsprechenden Fachfunktionen: zum Beispiel beim zentralen Kompetenzzentrum für Arbeitssicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutz (AGUS Center)** oder im Bereich Datenschutz, der dem Datenschutzbeauftragten von HOCHTIEF zugeordnet ist.***
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Weitere Informationen finden Sie auf den
Seiten 122 bis 125. VorbeugenUnser Compliance-System ist darauf ausgerichtet, Compliance-Verstöße zu verhindern. Führungskräfte wie Mitarbeiter sind dafür verantwortlich, die Standards zu erfüllen. Die Verhaltenskodizes geben als Richtschnur und Leitfaden Auskunft darüber, wie Mitarbeiter im geschäftlichen Alltag zu handeln haben. Der wesentliche Grundsatz lautet: Kein Geschäftsabschluss rechtfertigt es, das Vertrauen in HOCHTIEF zu erschüttern und die gute Reputation zu gefährden. Unsere Standards haben wir bereits 2002 in einem Verhaltenskodex veröffentlicht, der regelmäßig weiterentwickelt wird und heute als HOCHTIEF Code of Conduct für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und die Division Europe gilt. Er liegt in zwölf Sprachen vor und enthält für alle Mitarbeiter verbindliche Regelungen zum Umgang mit kartellrechtlichen Fragen, Geschäftspartnern und Interessenkonflikten, wie Bestechung und Korruption, Spenden und Sponsoring; zum Umgang mit Informationen, zu internem Wissen, Vertraulichkeit und Datenschutz; zu Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz; zu Vermögenswerten des Unternehmens einschließlich der Dokumentation von Geschäftsvorfällen, dem Umgang mit Unternehmenseigentum und -vermögen und Insiderregeln; sowie Grundsätze zur sozialen Verantwortung**** , wie Achtung der Menschenwürde, Ablehnung von Kinder- und Zwangsarbeit, Chancengleichheit und Verbot der Diskriminierung, Vereinigungsrecht und Recht zu Kollektivverhandlungen.
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Weitere Informationen finden Sie auf der
Klappseite 3 und auf den Seiten 148 ff. Die Inhalte des HOCHTIEF Code of Conduct werden durch Konzernrichtlinien - zum Beispiel zum Umgang mit Zuwendungen oder der Beauftragung von Beratern - präzisiert. Die Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Asia Pacific haben diese Standards in ihre Verhaltenskodizes übernommen. HOCHTIEF erwartet auch von den Kunden, Geschäftspartnern und Lieferanten, dass die Konzernstandards eingehalten werden, und fordert dies verbindlich ein. Der Code of Conduct für Vertragspartner, der ebenfalls in zwölf Sprachen verfügbar ist, entstand 2011 aus dem Code of Conduct für Nachunternehmer. Es ist uns ein Anliegen, die Mitarbeiter zu sensibilisieren und über die aktuell geltenden Regelungen zu informieren. Alle internen Richtlinien sowie Informationen über das Compliance-Programm und zu den Ansprechpartnern sind in den Intranets der Gesellschaften verfügbar. Durch Schulungen mit elektronischen Lernprogrammen und Videobotschaften werden die Kenntnisse nach einem detaillierten Konzept vertieft. Regelmäßige Präsenzschulungen ergänzen die Onlineangebote: Der Bereich Compliance schulte auch im Berichtsjahr wieder Einheiten im In- und Ausland. Hierbei wurden 15 326 Mitarbeiter geschult* , davon in der Division HOCHTIEF Americas 6 789, in der Division HOCHTIEF Asia Pacific 7 069 und in der Division HOCHTIEF Europe (inklusive Holding) 1 468 Mitarbeiter. Zudem fand bereits im vierten Jahr in Folge eine internationale Compliance-Tagung der Division HOCHTIEF Europe statt, zu der alle Compliance Manager der Division eingeladen waren. Hier wurden in Vorträgen und Workshops diverse Compliance-Regelungen thematisiert und Erfahrungen ausgetauscht.
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Weitere Informationen finden Sie im CR-Programm
auf den Seiten 162 bis 165. Anzahl der Compliance-Schulungenscroll
Im Rahmen einer risikobasierten Geschäftspartnerprüfung überprüfen wir die Integrität und Zuverlässigkeit unserer Geschäftspartner (Business Partner Compliance Due Diligence). Dieser Prüfungsprozess ist in der Division HOCHTIEF Europe mittlerweile fest etabliert. Derzeit erfolgt die Vereinheitlichung der Prüfprozesse in der Division HOCHTIEF Americas. ErkennenAlle Mitarbeiter sind aufgefordert, HOCHTIEF über etwaige Missstände zu informieren. Dafür hat HOCHTIEF in allen Divisions Hinweissysteme eingeführt. Mitarbeiter können Vorfälle über verschiedene Hotlines und E-Mail-Adressen an die Compliance Officer übermitteln. Selbstverständlich werden die Hinweisgeber geschützt, indem jede Meldung vertraulich behandelt wird; anonyme Hinweise sind ebenfalls möglich. Den folgenden Grafiken sind die 455 vollkonsolidierten Beteiligungsgesellschaften in 47 Ländern zugrunde gelegt, die HOCHTIEF zum Stand 31. Dezember 2015 verzeichnete.ILO-Übereinkommen zur Beseitigung der schlimmsten Formen von Kinderarbeit (C182)![]() ILO-Übereinkommen zur Abschaffung der Zwangsarbeit (C105)![]() ILO-Übereinkommen zum Vereinigungsrecht und Recht zu Kollektivverhandlungen (C098)![]() UN-Konventionen zur Wahrung der Menschenrechte![]() ≡ www.ilo.org www.ohchr.org Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO)Als weltweit erstes Bauunternehmen hat HOCHTIEF sich im Jahr 2000 verpflichtet, den Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zu entsprechen. Die Agentur der UNO konzentriert sich darauf, dass weltweit Frauen und Männer unter freien, gleichen, sicheren und menschlichen Bedingungen ihre Arbeit ausüben können. Zudem bekennt sich HOCHTIEF grundsätzlich zu den UN-Konventionen, siehe Glossar Seite 260. Anzahl der HOCHTIEF-Beteiligungsgesellschaften in Bezug auf das Korruptionsrisiko in den jeweiligen Ländern![]() Gemäß dem Corruption Perception Index (CPI) nach Transparency International ≡ hat HOCHTIEF vorwiegend vollkonsolidierte Beteiligungsgesellschaften in Ländern mit geringem beziehungsweise sehr geringem Korruptionsrisiko. ≡ www.transparency.de Konzerncompliance oder die Konzernrevision leiten anlassbezogene Compliance-Prüfungen ein, wenn der Verdacht eines Verstoßes gegen Compliance-Regeln besteht. Zusätzlich werden auch der aktuelle Status der Compliance-Prozesse und die Einhaltung von Compliance-Richtlinien durch die Revision überprüft. Ergänzend wird der Status der Implementierung der Compliance-Maßnahmen regelmäßig durch Abfragen innerhalb der Compliance-Organisation erhoben und ausgewertet. Um einen besseren Eindruck darüber zu gewinnen, wie die Mitarbeiter das Thema Compliance bewerten und ob sie beispielsweise die veröffentlichten Regeln verständlich finden, hat die Konzerncompliance in der Division HOCHTIEF Europe einen "Compliance Spot Check" ausgerollt, mit dem die Wahrnehmung von Compliance abgefragt wird. Er wird im Jahr 2016 noch weiter vertieft. Auch von außen wird uns gespiegelt, welche Bedeutung das Thema Compliance hat - so ergab unsere Befragung im Zusammenhang mit der Wesentlichkeitsanalyse nachhaltiger Themenfelder, dass Compliance bei der Beurteilung eines Unternehmens eine herausragende Rolle spielt: Wie im Vorjahr wurde sie in allen befragten Gruppen als relevanter Aspekt für Nachhaltigkeit genannt. ReagierenAlle Verstöße gegen Gesetze oder interne Richtlinien werden bei HOCHTIEF sensibel verfolgt und mit höchster Aufmerksamkeit aufgeklärt. Die Reaktionen sind konsequent, aber immer auch auf den Schutz von anonym Beschuldigten vor Unrecht bedacht. Verschiedene Compliance-Committees mit Berichtslinie zu den jeweiligen Geschäftsleitungen beschließen Maßnahmen, die bei Compliance-Verstößen ergriffen werden. Die Umsetzung der personellen Sanktionen liegt in der Verantwortung des jeweiligen Vorgesetzten beziehungsweise der Geschäftsleitung. Die arbeitsrechtlichen Maßnahmen können bis zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses führen. Darüber hinaus prüft der zuständige Compliance Officer, ob die vorhandenen Compliance-Vorgaben und etablierten Arbeitsabläufe angemessen und ausreichend sind, um Regelverstöße von vornherein auszuschließen. Soweit dies nicht der Fall ist, sorgt er für die Anpassung der vorhandenen Maßnahmen oder die Einführung neuer Vorgaben. ThemenfeldindikatorCompliance; Aspekt: KorruptionsbekämpfungWeitere Informationen siehe GRI-Index auf den Seiten 254 bis 255. VergütungsberichtBezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015Das System der Vorstandsvergütung ist auf eine langfristige und nachhaltige Unternehmensführung ausgerichtet. Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat festgesetzt. Auch das Vergütungssystem für den Vorstand wird vom Aufsichtsrat beschlossen und regelmäßig überprüft. Der Personalausschuss des Aufsichtsrats bereitet die entsprechenden Beschlussfassungen des Aufsichtsratsplenums vor. Die Vergütung der Vorstände setzt sich für das Geschäftsjahr 2015 zusammen aus 1. einer Festvergütung, 2. Nebenleistungen, 3. einer variablen Vergütung sowie 4. einer Altersversorgung. 1. Die Festvergütung wird in gleichen monatlichen Raten ausgezahlt. 2. Zu den Nebenleistungen zählt der nach steuerlichen Richtlinien anzusetzende Wert der privaten Nutzung des Dienstwagens und vermögenswerter Vorteile. 3. Die Berechnung der variablen Vergütung erfolgt auf der Basis der folgenden gleich gewichteten Komponenten: bereinigter Free Cashflow, Konzerngewinn absolut und Konzerngewinn Delta zum Vorjahr. Für alle drei Komponenten kann die Zielerfüllung bei null bis 200 Prozent des budgetierten Betrags liegen. Zusätzlich zu den wirtschaftlichen Zielen legt der Aufsichtsrat jährlich bis zu vier strategische Ziele fest, die einheitlich für alle Mitglieder des Vorstands Gültigkeit haben. Der Aufsichtsrat hat das Recht, den Gesamtzielerreichungsgrad, der sich aus der Erreichung der wirtschaftlichen Ziele ergibt, unter Würdigung der Zielerreichung dieser strategischen Ziele zu erhöhen oder zu vermindern. Die erreichte variable Vergütung wird jeweils zu einem Drittel wie folgt erfüllt: a. Barzahlung (Short-Term-Incentive-Komponente), b. durch Übertragung von Aktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft in Höhe des Nettobetrags, mit einer Sperrfrist von zwei Jahren (Long-Term-Incentive-Komponente* I) und c. durch Gewährung eines jährlich aufzulegenden Long-Term-Incentive-Plans (Long-Term-Incentive-Komponente II). 4. Alle Mitglieder des Vorstands haben als betriebliche Altersversorgung einzelvertragliche Pensionszusagen erhalten, die eine Inanspruchnahme der Pension frühestens ab Vollendung des 65. Lebensjahres vorsehen. Die Höhe der Pension bemisst sich an den festen Bezügen. Dabei wird ein prozentualer Anteil der festen Bezüge als Pension gewährt, der mit der Bestelldauer steigt. Als Höchstbetrag erhält das Vorstandsmitglied 65 Prozent der letzten festen Bezüge. Die Hinterbliebenenversorgung beträgt 60 Prozent des Pensionsanspruchs.
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Siehe Glossar auf Seite 260. scroll
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1)
ohne nachträgliche Anpassung (siehe Bezüge
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1)
ohne nachträgliche Anpassung (siehe Bezüge
für frühere Geschäftsjahre) Regelungen im Falle der Beendigung des DienstvertragsBei Nichtverlängerung des Dienstvertrags erhalten die Vorstandsmitglieder eine Abfindung in Höhe eines festen Jahresgehalts. Die Abfindung setzt voraus, dass das Vorstandsmitglied bei Ende des Anstellungsvertrags mindestens in der zweiten Amtsperiode dem Vorstand angehörte und noch nicht das 65. Lebensjahr vollendet hat. Bei einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit werden Abfindungszahlungen an die Vorstände den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und es wird nicht mehr als die Restlaufzeit des Dienstvertrags vergütet. Der Barwert der Pensionszusagen an aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder beträgt 92.889 Tsd. Euro (Vorjahr 98.186 Tsd. Euro). An frühere Mitglieder des Vorstands oder deren Hinterbliebene wurden Beträge in Höhe von 4.869 Tsd. Euro (Vorjahr 7.676 Tsd. Euro) gezahlt. Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und ihren Hinterbliebenen betragen 83.404 Tsd. Euro (Vorjahr 90.590 Tsd. Euro). Bezüge des Vorstands für frühere GeschäftsjahreVom Aufsichtsrat wurde für das Geschäftsjahr 2014 für Herrn Fernández Verdes aufgrund der außergewöhnlichen Leistung von Herrn Fernández Verdes sein Gesamtzielerreichungsgrad für die STIP-, LTIP-I- und LTIP-II-Komponente von 161,17 Prozent auf 200 Prozent festgesetzt. Daraus resultierend wurden 252 Tsd. Euro Short-Term-Incentive, 214 Tsd. Euro Long-Term-Incentive-I und 214 Tsd. Euro Long-Term-Incentive-II gewährt. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat 2015 zur Erfüllung der Long-Term-Incentive-Komponente II aus dem Jahr 2014 einen Long-Term-Incentive-Plan 2015 (LTIP 2015) für die Vorstandsmitglieder beschlossen. Dabei handelt es sich um die Gewährung von sogenannten Stock-Appreciation-Rights (Wertsteigerungsrechte) und Stock-Awards (virtuelle Aktienrechte). Die Stock-Appreciation-Rights 2015 gewähren den Vorständen bei Erreichung der Ausübungshürden nach Ablauf der Wartezeit von vier Jahren innerhalb des dreijährigen Ausübungszeitraums einen Zahlungsanspruch gegen die Gesellschaft. Dessen Höhe hängt von der Entwicklung des Börsenkurses innerhalb der Warte- und Ausübungszeit ab. Ferner müssen relative sowie absolute Erfolgshürden, deren nachträgliche Änderung ausgeschlossen ist, erfüllt sein. Die Planbedingungen der Stock-Awards 2015 sehen vor, dass die Berechtigten für jeden Stock-Award nach Ablauf der Wartezeit von vier Jahren innerhalb des zweijährigen Ausübungszeitraums einen Zahlungsanspruch in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag haben. Die Ansprüche sind für den Long-Term-Incentive-Plan 2015 auf einen Maximalwert (50 Prozent Aktienkurssteigerung) begrenzt, damit die Höhe auch im Fall von außerordentlichen beziehungsweise nicht vorhersehbaren Entwicklungen angemessen bleibt. Herrn Fernández Verdes wurden 49 751 Stock-Appre-ciation-Rights und 10 414 Stock-Awards mit einem Wert zum Zeitpunkt der Gewährung in Höhe von jeweils 550 Tsd. Euro gewährt. Herrn Legorburo wurden 8 311 Stock-Appreciation-Rights und 1 740 Stock-Awards mit einem Wert zum Zeitpunkt der Gewährung in Höhe von jeweils 92 Tsd. Euro gewährt. Herrn von Matuschka wurden 9 498 Stock-Appreciation-Rights und 1 988 Stock-Awards mit einem Wert zum Zeitpunkt der Gewährung in Höhe von jeweils 105 Tsd. Euro gewährt. Herrn Sassenfeld wurden 25 513 Stock-Appreciation-Rights und 5 340 Stock-Awards mit einem Wert zum Zeitpunkt der Gewährung in Höhe von jeweils 282 Tsd. Euro gewährt. Der Anhang zum Konzernabschluss enthält auf den Seiten 208 bis 210 zusätzliche Einzelheiten zu den Plänen. Die an die Vorstandsmitglieder in den letzten Jahren zugeteilten Long-Term-Incentive-Pläne führten zu folgendem Aufwand: scroll
Bezüge des Vorstands für Tätigkeiten in KonzerngesellschaftenFür die Tätigkeit im Board von CIMIC hat Herr Sassenfeld aufgrund gesetzlicher Vorgaben in Australien Pensionszusagen in Höhe von 1 Tsd. Euro* erhalten. Für seine Tätigkeit in Australien als Vorstandsvorsitzender von CIMIC erhielt Herr Fernández Verdes für 2015 eine pauschale Aufwandsentschädigung in Höhe von 340 Tsd. Euro* und Nebenleistungen in Höhe von 24 Tsd. Euro* . Die Ausübungsbedingungen der im Geschäftsjahr 2014 von CIMIC gewährten Stock-Appreciation-Rights (SAR) wurden im Geschäftsjahr 2015 geändert. Im Anschluss an die Wartezeit sind in den ersten zwei Jahren des Ausübungszeitraums während der Dauer eines jeden Geschäftsjahres wie bisher max. 40 % der SARs ausübbar. Im dritten Ausübungsjahr sind allerdings alle verbleibenden, bis dahin nicht ausgeübten SARs ausübbar. Diese Veränderung der Ausübungsbedingungen hat lediglich den Fair Value zum Zeitpunkt der Gewährung um 2,1 Mio. Euro* erhöht. Durch die Änderung wurden weder die Berechnungsbasis noch der maximale Wert der SARs geändert.
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Der Eurobetrag ist abhängig vom Wechselkurs. Weitere Vergütungen für die Wahrnehmung von Mandaten in Gremien anderer Unternehmen, an denen HOCHTIEF unmittelbar oder mittelbar eine Beteiligung hält, werden nicht an die Vorstände ausgezahlt beziehungsweise auf die Vorstandsvergütung angerechnet. Vergütung der Mitglieder des AufsichtsratsDie Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wird durch die Hauptversammlung festgelegt und ist in § 18 der Satzung geregelt. Die Vergütung für das Geschäftsjahr 2015 auf Basis der der Hauptversammlung im Mai 2016 zur Beschlussfassung vorgeschlagenen Gewinnverwendung ergibt sich aus der nachfolgenden Tabelle. scroll
Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktGVorstand und Aufsichtsrat der HOCHTIEF Aktiengesellschaft geben nach pflichtgemäßer Prüfung folgende Entsprechenserklärung ab: Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft entsprach seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Februar 2015 bis zum 12. Juni 2015 mit den nachfolgend genannten Einschränkungen sämtlichen Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 24. Juni 2014, die vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 30. September 2014 bekannt gemacht worden sind und entsprach bzw. entspricht seit dem 13. Juni 2015 den Empfehlungen des Kodex in der am 12. Juni 2015 bekannt gemachten Fassung ebenfalls mit folgenden Einschränkungen:
Im Hinblick auf die Empfehlung in Ziff. 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 des Kodex, wonach die Vergütung insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen soll, weisen wir darauf hin, dass die Vorstands-Dienstverträge neben dem Festgehalt betragsmäßige Höchstgrenzen für alle variablen Vergütungselemente enthalten. Der Aufsichtsrat hat sich darüber hinaus das Recht vorbehalten, zusätzlich zum festen Jahresgehalt und den variablen Vergütungskomponenten nach freiem Ermessen eine Einmalzahlung für außergewöhnliche Leistungen zu gewähren. Außerdem sehen die Dienstverträge übliche Nebenleistungen vor (Privatnutzung des Dienstwagens, Unfallversicherung u.ä.). Für eine etwaige Einmalzahlung für außergewöhnliche Leistungen und für die Nebenleistungen ist eine betragsmäßige Höchstgrenze nicht festgesetzt, weil eine solche Festsetzung nach dem Sinn und Zweck der Kodexempfehlung entbehrlich erscheint und sich die Kodexempfehlung nach unserer rechtlichen Beurteilung hierauf nicht erstreckt. Aus dem gleichen Grund sind solche Leistungen bei der betragsmäßigen Höchstgrenze der Gesamtvergütung nicht berücksichtigt.
Essen, im Februar 2016 HOCHTIEF Aktiengesellschaft Für den Aufsichtsrat Pedro López Jiménez Für den Vorstand Marcelino Fernández Verdes Peter Sassenfeld Die nach § 289 a HGB abgegebene Erklärung zur Unternehmensführung ist nach § 317 Abs. 2 Satz 3 HGB nicht Gegenstand der Abschlussprüfung. Forschung und EntwicklungDieses Kapitel ist Teil des Themenfelds Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen> Weitere Informationen über FuE-Innovationsprojekte finden Sie unter: www.hochtief.de/fue Mehrwert durch InnovationEin wichtiger Baustein unseres wirtschaftlichen Erfolgs ist Innovation. Denn die anspruchsvollen Hochbau- und Infrastrukturprojekte, die wir weltweit für unsere Kunden realisieren, sind oftmals komplexe Unikate. Um den Ansprüchen unserer Auftraggeber gerecht zu werden, fließen in diese Projekte die Ergebnisse unserer kontinuierlichen und unternehmensweiten Forschungs- und Entwicklungsarbeit (FuE) ein. Dass HOCHTIEF innovativ ist, zeigen projektspezifische Sondervorschläge, die zentral, in den Divisions oder aber direkt auf der Ebene der Projekte und Baustellen erfasst, entwickelt und umgesetzt werden. Damit schaffen wir messbaren Mehrwert für unsere Kunden und differenzieren uns vom Wettbewerb. Über FuE erschließen wir zudem neue Geschäftsfelder. Neben dem ökonomischen Nutzen trägt unsere Forschungs- und Entwicklungsarbeit maßgeblich dazu bei, unsere ökologischen und sozialen Ziele zu erreichen, und leistet damit einen entscheidenden Beitrag zum nachhaltigen Handeln von HOCHTIEF. Konzernweite InnovationsorganisationGrundlage für unsere Innovationskraft sind unsere im Konzern fest verankerten Einheiten und Bereiche, die sich mit Innovationen beschäftigen (siehe Schaubild). Das HOCHTIEF-Innovationsmanagement ist Teil der Abteilung Konzernentwicklung. Das Team ist verantwortlich sowohl für das konzernweite Innovationsmanagement als auch für das der europäischen Tochtergesellschaft HOCHTIEF Solutions. Alle Konzerngesellschaften können eine Förderung über das zentrale Innovationsbudget beantragen. Ein Innovationskomitee, bestehend aus Vertretern der operativen Einheiten und der Holding, entscheidet nach einem festgelegten und transparenten Prozess, welche Projekte gefördert und realisiert werden. Die amerikanische HOCHTIEF-Tochtergesellschaft Turner hat im Berichtsjahr die Innovation Group ins Leben gerufen. Ziel dieses Teams ist die Entwicklung und Bereitstellung von Ideen, die das Unternehmen und damit die gesamte Bauindustrie weiter verbessern können. Mit der Innovation Group will Turner in Sachen Innovation einen Spitzenplatz halten, um so Mehrwert für Kunden und Partner zu bieten. Im Fokus stehen dabei Themen wie Building Information Modeling (BIM) und Lean Construction. Zudem hat Turner das Change-Management-Team gegründet: Ideen aus den verschiedenen internen Kanälen werden kontinuierlich und systematisch priorisiert und umgesetzt. Auf diese Weise wird der größtmögliche Nutzen einer Idee im Unternehmen sichergestellt. Bei unserer australischen Tochtergesellschaft CIMIC wurde die Abteilung Research & Technology gegründet, um die Entwicklung von innovativen Lösungen zu verbessern und systematisch voranzutreiben. Das Team hat die Aufgabe, technisches Fachwissen bei CIMIC zu identifizieren und sich mit anderen Konzerngesellschaften auszutauschen. Dazu werden kontinuierlich Projektinformationen inklusive der Methoden und Erfahrungen ("Lessons Learned") erfasst und gegebenenfalls strategische Erkenntnisse abgeleitet. Außerdem wird die Abteilung nach Innovationen in der Baubranche forschen, die Entwicklungen beobachten und innerhalb des Unternehmens bereitstellen. Innovationsorganisation![]() Anzahl FuE-Projekte![]() Anzahl abgeschlossener FuE-Projekte![]() Neu begonnene FuE-Projekte![]() Investitionsvolumen FuE-Projekte (in Mio. Euro)![]() Die in den Grafiken genannten Kennzahlen beziehen sich nur auf Innovationsprojekte des Konzern-Innovationsmanagements auf Holdingebene. Vernetzung und AustauschEin kontinuierlicher Austausch unter den Innovationsbereichen und -verantwortlichen der HOCHTIEF-Holding und der Tochtergesellschaften sorgt für konzernweite Transparenz und Synergien im Bereich FuE und Innovation. Dieser Wissenstransfer erfolgt in gemeinsamen Veranstaltungen, über die Zusammenarbeit in Projekten und in regelmäßige Webkonferenzen. Um die Strukturen konzernweit anzugleichen, wurden im Berichtsjahr auch Engineering-Einheiten bei Turner und CIMIC integriert, die einen unmittelbaren Know-how-Transfer ermöglichen. Innovation als ForschungsobjektIn einem drei Jahre dauernden Projekt wird bei der CIMIC-Beteiligungsgesellschaft Thiess das Thema Innovation selbst zum Forschungsobjekt. Ein Wissenschaftler der Universität von Queensland wird dabei die Innovationsprozesse bei Thiess untersuchen und eine Strategie entwickeln, wie Innovationen besser erfasst und bereitgestellt werden können. Dies soll dazu beitragen, dass Thiess auch in Zukunft seine Spitzenposition im Minengeschäft beibehält. InstrumenteIdeenraumUnsere Mitarbeiter arbeiten täglich daran, interne Abläufe und Prozesse noch effizienter zu gestalten. Ein wichtiges Instrument für unsere Belegschaft in Deutschland ist dafür der "Ideenraum". Über dieses zentrale Intranet-Tool reichen die Mitarbeiter Vorschläge online ein, die dann - in einem transparenten Verfahren -auf einer Plattform bewertet werden. Auch der aktuelle Stand ihrer Umsetzung lässt sich im Ideenraum verfolgen. Im Berichtsjahr wurden insgesamt 58 Ideen veröffentlicht. Das Ideenmanagement hat 2015 Prämien in Höhe von 31.650 Euro ausgeschüttet (2014: 28.350 Euro). Die besten Ideen für das Jahr 2014 zeichneten der Vorstand und die Mitglieder des Ideenmanagements im Mai 2015 auf der Jahrestagung aus (siehe Awards und Events). Hier wurden erstmals auch die besten Innovationsprojekte geehrt. BIM - die Zukunft des Bauens ist schon heute RealitätBuilding Information Modeling (BIM) ist die Methode der Zukunft, Projekte digital abzuwickeln. Das Planen und Realisieren von Bauvorhaben mit BIM wird bereits in vielen Ländern von Auftraggebern gefordert. Die Methode basiert auf der aktiven Vernetzung aller am Bau Beteiligten mithilfe eines 3D-Computermodells, das mit weiteren Informationen wie Zeit, Kosten und Nutzung ergänzt werden kann. HOCHTIEF hat das Potenzial von BIM schon sehr früh erkannt und bereits 2003 "Virtuelles Bauen" als Innovationsschwerpunkt initiiert. Mit der Gründung einer eigenen Gesellschaft für virtuelles Bauen, der HOCHTIEF ViCon GmbH, gilt HOCHTIEF als einer der Pioniere in diesem Bereich. Heute ist HOCHTIEF ViCon das BIM-Kompetenzzentrum des Konzerns und praktiziert die Zukunft des digitalen Bauens schon weltweit. Im Berichtsjahr haben wir BIM konzernweit weiter vorangetrieben. So werden wir den Anforderungen unserer Kunden gerecht, können nachhaltige Produkte und Dienstleistungen anbieten und verbessern damit unsere Marktposition. Entwicklung von BIM-StandardsUnsere amerikanische Tochtergesellschaft Turner hat BIM-Standards implementiert, um so die Effizienz weiter zu verbessern. Auf Basis eines Scorecard-Prinzips hilft diese Normung dem Projektteam, Ziele zu definieren, zu planen und die Umsetzung zu überwachen. Projekte, die so realisiert wurden, konnten Einsparungen bei Kosten, Zeit und Energie erzielen und die Kundenzufriedenheit weiter verbessern. Dabei werden Risiken besser eingeschätzt. Turner kann Anzahl der mit BIM realisierten Projekte im HOCHTIEF-Konzern bis 2015![]()
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Die vergleichsweise geringe Anzahl der BIM-Projekte
in der Division HOCHTIEF Asia Pacific ist in der Besonderheit des
Geschäfts begründet: Bei CIMIC werden weniger, aber größere Projekte
als in den anderen Divisions realisiert. bereits eine 60-Mrd.-US-Dollar-Projekterfahrung mit BIM vorweisen. Dazu zählen mehr als 900 Projekte seit Implementierung im Jahr 2002. Auch 2015 erreichte Turner in dem renommierten Ranking "Giants 300 Report" des Fachmagazins "Building Design + Construction" den ersten Platz bei der Umsetzung von Bauprojekten mit BIM. Unsere Tochtergesellschaft CIMIC in Australien verfügt über eine BIM Excellence Group, die kontinuierlich sicherstellt, das BIM effizient und konsistent in Angeboten und Projekten berücksichtigt wird, um so Risiken zu minimieren und den Wert für unsere Kunden zu maximieren. Auch in der Division HOCHTIEF Europe gewährleisten diverse BIM-Initiativen, dass das Thema sowohl für den Hoch- wie auch für den Tiefbau strategisch und operativ verankert wird. Beispielsweise wurde speziell für PPP-Projekte ein BIM-Modell entwickelt, das die digitale Organisation von Informationen entlang des Lebenszyklus unterstützt. Ziel ist es, die Zusammenarbeit mit unseren Partnern so zu gestalten, dass in der Betriebs- und Erhaltungsphase auf die BIM-Informationen aus der Planungs- und Bauphase aufgebaut werden kann und somit für alle Beteiligten mehr Transparenz erzeugt wird. Die Umsetzung wäre eine Innovation für die gesamte Bauwirtschaft. BIM soll künftig mit ausgewählten Schwerpunktthemen bei HOCHTIEF in Europa operativer Standard werden. BIM Exchange 2015Das HOCHTIEF-Innovationsmanagement veranstaltete im Berichtsjahr einen konzernübergreifenden BIM-Workshop. Vertreter der HOCHTIEF-Holding sowie von HOCHTIEF ViCon, HOCHTIEF Solutions, Turner und CIMIC nutzen den "BIM Exchange" für den Wissenstransfer und die Vernetzung. Die Teilnehmer initiierten für die zukünftige Zusammenarbeit zudem verschiedene Instrumente und Maßnahmen, beispielsweise einen BIM-Newsletter, BIM-Webinars und eine gemeinsame BIM-Austauschplattform. So profitieren unsere Experten von BIM-Erfahrungen weltweit. BIM Cluster Rhein-RuhrDie zunehmende Forderung der Auftraggeber, Projekte mit BIM umzusetzen, betrifft nicht nur große Konzerne, sondern auch Baubeteiligte auf regionaler Ebene. HOCHTIEF ViCon hat daher gemeinsam mit der Universität Duisburg-Essen und der Ruhr-Universität Bochum das "BIM Cluster Rhein-Ruhr" gegründet. Dieses Cluster wird als enges Netzwerk aus Wirtschaft, Forschung sowie Klein- und Mittelbetrieben im RheinRuhr-Raum die Diskussion und den regionalen Austausch zu BIM forcieren. Die Mitgliedsunternehmen und -institutionen wollen die weitere Entwicklung von BIM aktiv mitgestalten und dafür ihr gesamtes Knowhow einbringen. Wichtig sind den Gründungsmitgliedern die regionalen Mitstreiter in Sachen BIM, die unterstützt und vernetzt werden sollen. HOCHTIEF ViCon wird seine Erfahrung in der Umsetzung von weltweiten BIM-Projekten in das Netzwerk einbringen. Das BIM Cluster Rhein-Ruhr berücksichtigt die gesamte Wertschöpfungskette von der Idee über den Bau bis zum Betrieb. > > Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief-vicon.de/BIM-Netzwerk BIM User DayEin wichtiger Eintrag des regionalen Veranstaltungskalenders in Doha, Katar, ist der "Qatar BIM User Day", der bereits zum fünften Mal stattfand. HOCHTIEF ViCon engagiert sich gemeinsam mit der "Qatar Uni-versity" und der britischen "Teesside University" bereits seit 2011 für Forschungsprojekte und Veranstaltungen in der Region. Mit den Qatar BIM User Days soll eine offene Wissensplattform für alle BIM-Experten, BIM-Einsteiger und Nachwuchskräfte geschaffen werden, um den wachsenden Fachkräftebedarf zeitnah abdecken zu können. Die fünfte Ausgabe der Veranstaltung konzentrierte sich auf die BIM-Implementierung und das BIM-Management. Dabei wurden alle vier BIM-Komponenten berücksichtigt: Menschen, Prozesse, Technologien und Richtlinien. Anzahl der Mitarbeiter, die 2015 an BIM- oder ähnlichen Schulungen teilgenommen habenscroll
ThemenfeldindikatorNachhaltige Produkte und Dienstleistungen; Aspekt: zukunftsweisende Arbeitsmethode BIM Weitere Informationen siehe GRI-Index auf den Seiten 254 bis 255. IdeenwerkstattUm die Quantität der Vorschläge zu erhöhen und auch Mitarbeitern ohne Intranetzugang die Einreichung zu erleichtern, haben wir die Vor-Ort-Aktion "Ideenwerkstatt" ins Leben gerufen. Dabei werden Vorschläge direkt bei den Mitarbeitern auf der Baustelle oder im Büro abgefragt und bewertet. Im Berichtsjahr fand eine Ideenwerkstatt bei HOCHTIEF PPP Solutions statt. Die Workshops sind eine optimale Ergänzung zum selbstständigen Einstellen von Vorschlägen in den Ideenraum. Bei den Veranstaltungen im Berichtsjahr konnten insgesamt 80 Vorschläge erfasst werden. Aufgrund des hohen Nutzwerts der Ideenwerkstatt soll dieses Konzept für das Ideenmanagement weiter ausgebaut werden. Turner Learning TreeDer "Turner Learning Tree" unserer amerikanischen Tochtergesellschaft ist eine webbasierte Wissensmanagement-Plattform, auf der Mitarbeiter ihre Best-Practice-Lösungen veröffentlichen können. Zudem bietet das Tool die Möglichkeit, im "Improvement-Forum" Ideen für Verbesserungen zu teilen und Fragen zu stellen, die dann direkt online von den Usern beantwortet werden können. Die Plattform kann auch über Smartphones und Tablet-Computer geöffnet werden. So haben die Turner-Mitarbeiter die Möglichkeit, kontinuierlich Experten zu erreichen und Vorschläge zu teilen. Im Berichtsjahr wurden 700 Einträge erstellt. Sobald weitere Erfahrungen aus der Praxis vorliegen, wird geprüft, ob der Turner Learning Tree zu einer konzernweiten Anwendung ausgebaut werden kann. Awards und EventsTop-Idee 2014Die Auszeichnung "Top-Idee" wird unter den Vorschlägen vergeben, die im Ideenraum veröffentlicht wurden. Den ersten Platz im Ranking für das Jahr 2014, das 2015 veröffentlicht wurde, erreichte folgender Vorschlag: Stahlbetonwände nicht mithilfe von Ortbeton zu bauen, sondern Fertigteile zu nutzen, die dann mit einer innovativen Verankerung montiert werden. Die Idee hat viele Vorteile, unter anderem verkürzt sie die Bauzeit um zirka 50 Prozent, da die Montage der Fertigteile schneller als die Herstellung mit Ortbeton umgesetzt werden kann. Zudem ist die Fertigungsgenauigkeit bei Fertigteilen höher. Auch der geringere Platzbedarf auf der Baustelle sowie die große Flexibilität des vom Statiker erstellten Tragwerkskonzepts sprechen für die vorgeschlagene Methode. In Versuchen wird die Bauweise nun weiterentwickelt. Die Idee wurde mit einer Prämie von 7.600 Euro ausgezeichnet. Top-Innovationsprojekt 2014Als beste Innovation wurde ein Projekt ausgezeichnet, in dem Mitarbeiter einen Businessplan für die flächendeckende Anwendung von BIM bei HOCHTIEF Solutions ausgearbeitet haben. HOCHTIEF Energy AwardMit dem "HOCHTIEF Energy Award", der im Berichtsjahr konzipiert wurde, verknüpfen wir das Thema Innovation mit unserer ökologischen Verantwortung. Bei dieser Aktion sind die Konzernmitarbeiter aufgerufen, Ideen und Praxisbeispiele ("Best practice") für Energieeinsparungen einzureichen. Der Aufruf bezieht sich konzernweit auf alle Büro- und Baustellenstandorte. So können wir einen Beitrag zur Ressourcenschonung und CO2 -Einsparung leisten und die Projekteffizienz weiter erhöhen. Die ersten Kommunikationsmaßnahmen erfolgten im Berichtsjahr. Turner-Preis für Innovation in der BauindustrieEine weitere Auszeichnung, die den hohen Stellenwert von Innovation im Konzern zeigt, ist der Henry C. Turner Prize für Innovationen, den Turner bereits 2002 ins Leben gerufen hat. Der Award, der nach dem Gründer der Turner Construction Company benannt ist, wird jährlich von Turner und dem National Building Museum in Washington an Personen oder Organisationen für herausragende Beiträge oder Innovationen in der Baubranche verliehen. 2015 erhielt den Preis das Council on Tall Buildings and Urban Habitat für seine langjährige Förderung von Forschung und Bildung sowie für den Beitrag in den Bereichen "Bau von hohen Gebäuden" und "Planung von urbanen Lebensräumen", von der die Bauindustrie umfassend profitierte. Ausgezeichnete Innovationen bei TurnerMit dem "Turner Construction Company Award for Innovation" zeichnet Turner seit vier Jahren Mitarbeiter oder Teams aus, die mit der Entwicklung beziehungsweise Implementierung von innovativen Ideen herausragende Erfolge in Projekten erzielen konnten. Die 101 Bewerbungen, die im Berichtsjahr eingereicht wurden, umfassten beispielsweise Vorschläge zu den Themen Lean Construction, Mitarbeitervernetzung, IT und Sicherheit. Der mit 10.000 US-Dollar dotierte erste Platz wurde in diesem Jahr zweimal vergeben. Einer der Preisträger ist eine interne Initiative, die Informationen zu Events und Programmen rund um das Thema Mitarbeitergesundheit sammelt und zur Verfügung stellt. Die Initiative ist insbesondere für gewerbliche Mitarbeiter und deren Familien gedacht, die so verstärkt für dieses Thema sensibilisiert werden. Außerdem wurde ein Programm ausgezeichnet, das zum Ziel hat, die Preconstruction-Prozesse unternehmensweit zu standardisieren. Auf Basis der erfassten Erfahrungen wird sich die Geschäftseinheit weiterentwickeln und wachsen. In den vergangenen vier Jahren wurden im Zuge des Awards insgesamt 225.000 US-Dollar ausgeschüttet. Turner Innovation Summit New OrleansDer "Turner Innovation Summit" ist eine von Turner initiierte und organisierte Konferenz, auf der sich interne und externe Teilnehmer über Ideen, Innovationen und Best-Practice-Beispiele austauschen. Der zweite Summit, der im Berichtsjahr in New Orleans stattfand, bot mit Vorträgen von hochkarätigen Vertretern der Industrie sowie Präsentationen, Workshops und Trainings umfassende Möglichkeiten für einen Wissenstransfer und für Zusammenarbeit. Mehr als 230 Turner-Mitarbeiter und externe Referenten nahmen teil. Die Ideen, die auf der Konferenz vorgestellt wurden und weiterentwickelt werden, verbessern die Leistungen von Turner hinsichtlich Effizienz, Produktivität und Qualität. Beispiele für Innovationen im Jahr 2015Die genannten Projekte zeigen die überdurchschnittliche Innovationskraft des HOCHTIEF-Konzerns. Darüber hinaus finden sich technologische und prozessorientierte Optimierungen in jedem unserer Projekte. Wartung mit DrohnenDas Geschäftsfeld "Alterungsmanagement" von HOCHTIEF Engineering beinhaltet unter anderem die Sicherstellung der ordnungsgemäßen Funktionsfähigkeit der Bauwerkshülle sowie die dauerhafte Gewährleistung einer anforderungsgerechten Qualität für die Systeme und Bauwerke. Um diese Qualität zu überprüfen, müssen regelmäßig Begehungen stattfinden. HOCHTIEF ergänzt diese Begehungen durch den Einsatz von Drohnentechnik. Im Berichtsjahr haben wir daher das Innovationsprojekt "Drohnenbefliegung im Alterungsmanagement" gestartet. Dafür werden Flugmodelle mit vier, sechs oder acht Rotoren verwendet. Die Videodaten werden während des Flugs über Funk übertragen und können am Boden betrachtet werden. Zudem ist es möglich, per Fernauslösung Fotos aufzunehmen, die am Boden schon während des Flugs ausgewertet werden können. Erhalt und Erneuerung der InfrastrukturMit zunehmendem Alter der bestehenden Infrastruktur steigt der Bedarf an Erhaltungsmaßnahmen exponentiell. Wir haben daher in Deutschland das Innovationsprojekt "Infrastructure Maintenance Services" initiiert. Dabei werden Lösungen entwickelt, die den Erhaltungs- und Sanierungsbedarf seitens der öffentlichen Auftraggeber im Infrastrukturbau bedienen. In der ersten Phase des Projekts wurde bereits die notwendige Markttransparenz erzeugt. Darüber hinaus wurden typische Leistungsbilder im Bestandsbau sowie die HOCHTIEF-internen Kompetenzen analysiert. Auf dieser Basis werden verschiedene Optionen für zukünftige Geschäftsmodelle konkretisiert. EisspeichertechnologieMit einem Eisspeicher - einem mit Wasser gefüllter Betonbehälter - lassen sich unter bestimmten Voraussetzungen Gebäude nahezu jeder Größenordnung zuverlässig, wirtschaftlich und umweltschonend über Wärmepumpen mit Wärme versorgen - und im Sommer auch kühlen. Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt in Hamburg hat HOCHTIEF die Entwicklung und Anwendung dieser innovativen Wärmepumpen-Eisspeichertechnologie im Berichtsjahr forciert. Wir haben ein "Kompetenzteam Eisspeicher" gebildet und ein Innovationsprojekt gestartet. Dabei werden wir durch ein mehrjähriges Anlagenmonitoring von konkreten Projekten die Wirtschaftlichkeit genauer untersuchen, die Erkenntnisse und Erfahrungen strukturieren, aufbereiten und konzernweit zur Verfügung stellen. Es entsteht ein großer Wettbewerbsvorteil, wenn HOCHTIEF mit einem Wissensvorsprung für diese innovative Technologie am Markt auftritt. Daten erfassen, verarbeiten und visualisierenWährend der Bau- und Betriebsphase eines Projekts werden mithilfe unterschiedlicher Instrumente fortlaufend Daten erfasst, beispielsweise zu Parametern wie Grundwasserstand, Druck, Lasten und Verformungen. Die Informationen werden zur Ableitung von Entwurfsspezifikationen verwendet, um Annahmen zum Entwurf zu überprüfen und um Sicherheitsaspekte während der unterschiedlichen Phasen des Bauprozesses zu überwachen. Mit der zunehmenden Zahl von Erfassungswerkzeugen wird es für Gutachter und Ingenieure immer schwerer, den komplexen Prozess der Datenerfassung, Speicherung und Verarbeitung effizient zu bewerkstelligen. CIMIC hat daher das innovative System "GeoView" entwickelt, das alle Daten intern erfasst, verarbeitet und auf verschiedenen Endgeräten anzeigen kann. Die kostenintensive Beauftragung eines externen Dienstleisters ist somit nicht mehr notwendig. "GeoView" ist so flexibel, dass es hinsichtlich der spezifischen Anforderungen eines Projekts und auch neuer Erfassungsinstrumente angepasst werden kann. Alle am Projekt Beteiligten haben rund um die Uhr direkten Zugriff auf die Informationen. Mit dem neuen System werden Kosten- und Zeiteinsparungen erzielt. Es wurde bereits auf mehreren Baustellen mit großem Erfolg eingesetzt, beispielsweise beim Tunnelprojekt Sydney Metro Northwest. Effiziente Beladung durch RFIDUnsere weltweit im Minengeschäft tätige Beteiligungsgesellschaft Thiess hat mit einer innovativen Lösung die Produktionseffizienz bei zwei Minenprojekten erhöht. Die ankommenden Lastwagen werden mittels Radiofrequenzidentifikation (RFID) erfasst. Auf einem Screen wird dem Fahrer dann der nächste Anfahrtspunkt übermittelt, den das System zuvor als effizientestes Ziel berechnet hat. Die Empfängermasten sind mobil und werden mittels Solarenergie mit Strom versorgt. Eine thermoelektrische Kühlung sorgt für optimale Betriebstemperaturen. Das System wurde erstmals in der Melak Coal Mine in Indonesien getestet. Aufgrund der guten Erfahrungen wird es jetzt auch bei der Kaltim Prima Coal's Sangatta Mine, dem größten Projekt von Thiess in Indonesien, eingesetzt. Netzwerke/KooperationenHOCHTIEF arbeitet eng mit nationalen und internationalen Hochschulen, Wissenschaftlern und Verbänden zusammen. Wir gehören zu den Gründungsmitgliedern von ENCORD ≡ (European Network of Construction Companies for Research and Development). Über diese Plattform tauschen sich europäische Unternehmen kontinuierlich zu den Themen Forschung, Entwicklung und Innovation aus. Als Mitglied profitieren wir unter anderem vom Best-Practice-Austausch zu Themen wie Brücken- und Tunnelbau, Lean Construction, virtuelles Bauen, Corporate Responsibility, Risikomanagement und Arbeitssicherheit. ≡ www.encord.org Zudem ist HOCHTIEF Mitglied der European Construction Technology Platform (ECTP) ≡ und trägt damit aktiv dazu bei, das hohe technische Niveau der europäischen Bauindustrie zu halten. Die zirka 200 Mitglieder setzen sich aus verschiedenen Stakeholdern der Baubranche zusammen. ECTP sieht baubezogene Forschung und Innovationen als Möglichkeit, dringende gesellschaftliche Probleme der Zukunft zu lösen. ≡ www.ectp.org Dieser Austausch und das damit entstandene weltweite Kooperationsnetzwerk sind ein wichtiger Faktor für die Innovationskraft unseres Unternehmens. MitarbeiterDie Basis für unseren ErfolgDieses Kapitel ist Teil des Themenfelds Attraktive ArbeitsweltPersonalstrategieUnsere Mitarbeiter - ihr Engagement, Fachwissen, ihre Kompetenzen und ihre Bereitschaft zur Weiterentwicklung - sind wichtig für den wirtschaftlichen Erfolg von HOCHTIEF. Denn unser Geschäft ist "People Business" und basiert auf gegenseitigem Vertrauen. Unsere Personalstrategie wird aus der Unternehmensstrategie abgeleitet und setzt insbesondere auf Wissenstransfer und Kooperation innerhalb des gesamten Konzerns. Als global agierendes Unternehmen setzen wir uns für optimale und sichere Arbeitsbedingungen ein. Darüber hinaus ist es für unser Geschäft wesentlich, rechtzeitig die richtigen Mitarbeiter an der richtigen Stelle einzusetzen. Unser Ziel ist es daher, Mitarbeiter planvoll zu gewinnen, sie zu fördern und langfristig an HOCHTIEF zu binden. Organisation der PersonalarbeitVerantwortlich für die strategische Personalarbeit bei HOCHTIEF ist die Konzernabteilung Personal. Sie stimmt sich eng mit dem Konzernvorstand ab und tauscht sich mit den Gesellschaften in den Divisions HOCHTIEF Americas, Asia Pacific und Europe aus. Die Gesellschaften verantworten selbstständig die operative Personalarbeit, die regional orientiert ist. Zu den primären Aufgaben unseres strategischen Personalmanagements gehören: Employer-Branding, Nachwuchs- und Führungskräfteentwicklung, Optimierung von Mitarbeiterstrukturen, Ermittlung und Analyse von Kennzahlen, Entwicklung von Vergütungsinstrumenten, Steuerung von Personalmanagementprozessen und Begleitung von wesentlichen M&A- sowie Restrukturierungsprojekten. Die strukturierten Personalmanagementprozesse werden aktiv begleitet, sodass langfristige Ziele und Maßnahmen entwickelt werden. Anzahl der Mitarbeiter bei HOCHTIEF nach Divisions![]() Erläuterungen zur Grafik:
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HOCHTIEF Europe enthält in dieser Darstellung
zusätzlich die Bereiche Concessions, Real Estate und Services. Mitarbeiterzahl im Jahr 2015Im HOCHTIEF-Konzern waren im Jahr 2015 durchschnittlich 47129 Mitarbeiter (40 505 Männer, 6 624 Frauen) beschäftigt, die sich in 22 768 gewerbliche Mitarbeiter (21 810 Männer, 958 Frauen) und 24 361 Angestellte (18 695 Männer, 5 666 Frauen) aufteilen. Die Mitarbeiterzahl sank um 31,12 Prozent. In der Division HOCHTIEF Americas spiegelt sich die weiterhin gute Auftragslage in den Mitarbeiterzahlen wider: Im Durchschnitt waren dort mit 9 739 Mitarbeitern (7 649 Männer, 2 090 Frauen) 2,48 Prozent mehr Menschen als im Vorjahr beschäftigt. Die wesentlichen Transformationsprozesse, die in den vergangenen Jahren in den Divisions HOCHTIEF Asia Pacific und Europe stattfanden, wurden abgeschlossen. Dort, wo Personalanpassungen unvermeidbar waren, handelte HOCHTIEF auch in Zeiten des Wandels verantwortlich: Die gefassten Beschlüsse wurden in Deutschland mit den Mitbestimmungsgremien (Betriebsräte und Gewerkschaft) getroffen. Von betriebsbedingten Kündigungen konnte in Deutschland weitestgehend abgesehen werden. CIMIC in der Division HOCHTIEF Asia Pacific beschäftigte im Berichtsjahr 30 494 Mitarbeiter (27 517 Männer, 2 977 Frauen). Die Mitarbeiterzahl der Division HOCHTIEF Europe hat sich im Berichtsjahr reduziert und beträgt nun 6 896 (5 339 Männer, 1557 Frauen), dies sind 22,60 Prozent weniger als 2014. Die Zahl der direkt angestellten Mitarbeiter in beiden Divisions sank infolge der Transformation und Veräußerungen von Gesellschaften. So wechselten zum Beispiel durch die Veräußerung der Gesellschaft John Holland, die im April 2015 abgeschlossen wurde, etwa 4 000 Mitarbeiter zum Unternehmen CCCC International Holding Limited. Themenfelder der PersonalarbeitDas Personalmanagement bei HOCHTIEF basiert auf folgenden Bereichen:
Das Fundament der Personalarbeit bei HOCHTIEF bilden folgende Themen: Vision und Grundsätze des Konzerns* sowie die Standards des Corporate-Governance-Kodex. Zusätzlich haben wir bereits 2003 eigene Verhaltensregeln entwickelt, die im HOCHTIEF Code of Conduct > Ausdruck finden. Dieser wurde 2013 überarbeitet und ist für alle Mitarbeiter verpflichtend. Das Werk unterstützt sie dabei, gegenüber Kollegen, Geschäftspartnern und Kunden respektvoll und gesetzeskonform zu handeln. HOCHTIEF verpflichtet sich zur Einhaltung der Standards der ILO** und pflegt die Kooperation mit den Arbeitnehmervertretungen. Unsere Unternehmensleitung befürwortet ausdrücklich das Recht, sich gewerkschaftlich zu organisieren. An allen HOCHTIEF-Standorten werden eigene Interessenvertreter gewählt. > Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de/corporate-governance
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Weitere Informationen finden Sie im Kapitel
Strategie auf der Seite 32. Innerhalb der Division HOCHTIEF Europe werden in Deutschland (inklusive Holding) etwa 96 Prozent der Beschäftigten durch einen Betriebsrat vertreten. In der Division HOCHTIEF Americas liegt der Anteil der von Gewerkschaften vertretenen Mitarbeiter bei zirka 67 Prozent, in der Division HOCHTIEF Asia Pacific bei 26 Prozent. Arbeitnehmervertreter sind außerdem Teil des Aufsichtsrats von HOCHTIEF und deshalb in diversen Ausschüssen regelmäßig präsent. Wenn es durch strategische Maßnahmen zu personellen Anpassungen kommt, klären wir zunächst, ob betroffene Mitarbeiter in anderen Konzerneinheiten oder Bereichen tätig werden können. Es ist unser Ziel, einvernehmliche Lösungen mit unseren Mitarbeitern zu finden, die wir kontinuierlich beraten und unterstützen. • Rekrutierung und TalentsucheDass HOCHTIEF als guter Arbeitgeber punktet, beweisen viele nationale und internationale Auszeichnungen und Rankings, die unterstützend bei der Rekrutierung wirken. Unter anderem erzielte HOCHTIEF im Absolventenbarometer 2015 des Beratungsunternehmens Universum den elften Platz unter den Ingenieuren in Deutschland und verbesserte sich hiermit um drei Plätze. Auch sind wir in den Top 100 des Trendence Schülerbarometers vertreten, das die attraktivsten Arbeitgeber Deutschlands auflistet. Von der Deutschen Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS) wurden die Leistungen und vielfältigen Fortbildungsmöglichkeiten des Konzerns mit dem "German Award for Excellence" in der Kategorie "Employer Accountability" gewürdigt. Unsere internationalen Tochtergesellschaften haben ebenfalls einen überaus guten Ruf als Arbeitgeber. In der Division HOCHTIEF Americas wurde Turner im Berichtsjahr wiederholt im Universum's Ideal Employer Ranking als einer der besten 50 Arbeitgeber im Ingenieurwesen gelistet. 50 000 Studenten waren dazu befragt worden. Turner ist ebenfalls von Corporate Equality Index zum "Best Place to Work" ernannt worden - und erhielt 100 von 100 Punkten in der Kategorie Gleichberechtigung. Flatiron wurde, zum zweiten Mal in Folge, zum Toparbeitgeber für junge Menschen in Kanada ernannt. Darüber hinaus erhielt die Gesellschaft diesen Titel in der kanadischen Provinz British Columbia. Insbesondere trugen dazu folgende Punkte bei: Fördergelder für Weiterbildung, ein Sommer-Arbeitgeberprogramm, Kooperierungsmöglichkeiten sowie viele Aktionen im Bereich des sozialen Engagements. In der Division HOCHTIEF Asia Pacific sind CPB Contractors (vormals Leighton Contractors) und Thiess aufgrund einer Umfrage der Business-Social-Media-Plattform LinkedIn in die Top 10 der begehrtesten Arbeitgeber in Australien gewählt worden. Der Erfolg von HOCHTIEF hängt in hohem Maße von unseren qualifizierten Mitarbeitern ab. Deswegen setzen wir uns dafür ein, gute Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig an das Unternehmen zu binden. Gerade um drohendem Fachkräftemangel vorzubeugen, haben wir ein breites Angebot an Maßnahmen entwickelt, die unsere Attraktivität und die Stellung unserer Marke als Arbeitgeber kräftigen:
Uns ist es ein besonderes Anliegen, junge Menschen für die Bauindustrie und unser Unternehmen zu begeistern und sie bei ihrem Start ins Berufsleben zu unterstützen. Dabei kooperieren unsere Gesellschaften intensiv mit Schulen und Hochschulen. So hat CIMIC in der Division HOCHTIEF Asia Pacific gemeinsam mit den operativen Gesellschaften CPB Contractors und Thiess Absolventenprogramme entwickelt, um die Bindung der Studenten an das Unternehmen zu intensivieren. Das Thiess Apprenticeship Program bot 120 Berufsanfängern in abgelegenen Regionen Australiens Hilfestellung. Auch Turner in den USA arbeitet mit den Universitäten zusammen, beispielsweise gibt es das "Externship Program", bei dem Studenten Turner-Fachkräfte als Paten zur Seite gestellt bekommen, die sie in ihrem Berufsalltag begleiten, und so von ihnen praxisnah lernen. Das Praktikantenbindungsprogramm "Turner Bridge" intensiviert die Verbindung zu talentierten und motivierten Studenten. Auch gab es wieder ein "Praktikanten-Filmfestival", an dem sich 75 Praktikanten beteiligten. Turner bietet mit Programmen wie dem "ACE Mentor Program" oder der "Youth Force 2020" Schülern einen Zugang zu Berufen in der Bauindustrie. Die Gesellschaft unterstützt des Weiteren Wehrdienstleistende mit "US Army's Partnership for Youth Success" beim Einstieg in einen zivilen Beruf. In der Rekrutierungsphase von 2014 bis 2015 konnte Turner mit diesem und weiteren Programmen 325 neue Absolventen einstellen - ein gutes Ergebnis in Zeiten des demografischen Wandels. Beim "Build-a-Bridge"-Bildungsprogramm unserer Gesellschaft Flatiron in der Division HOCHTIEF Americas zeigten Mitarbeiter in zehnwöchigen Kursen den Schülern auf, welche Karriereoptionen die Bauindustrie bietet. Baustellenführungen und praktische Übungen rundeten das Programm ab. Um Mitarbeiter zu gewinnen, arbeitet Flatiron eng mit den besten Schulen und Hochschulen des Landes zusammen. Auch hier gibt es etablierte Praktikantenbindungsprogramme. Wie schon im Vorjahr, gab es einen internen Wettbewerb, bei dem Praktikanten in einem Video "einen Tag im Leben eines Praktikanten" festhielten. Der Gewinner wurde mit einem Stipendium belohnt. Zusätzlich engagiert sich HOCHTIEF mit kleineren Aktionen im In- und Ausland wie bei einem PPP-Projekt in Schleswig-Holstein: Das Projektteam für den Bau des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums führte im Mai Studenten der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig über die Baustelle. Ähnliches bieten alle Divisions an. Auf Messen und Hochschultagen beteiligte sich HOCHTIEF an Diskussionen, Fachvorträgen oder mit einem Messestand: Unter anderem nahm HOCHTIEF an der Technischen Universität Hamburg-Harburg beim jährlichen Hamburger Bautag an einer Jobmesse teil. Viele Studenten zeigten Interesse an dem Angebot und nutzten die Chance, mit Unternehmensvertretern Kontakt aufzunehmen. Zudem engagiert sich HOCHTIEF regelmäßig beim "Dialog mit der Jugend" des Initiativkreises Ruhr und führt so Jugendliche an Themen und Berufe in der Wirtschaft heran. Um auch Jugendlichen ohne Schulabschluss eine Chance auf einen Ausbildungsplatz zu geben, fördert HOCHTIEF mit Unterstützung des Vorstands die Initiative Joblinge; dieses Engagement soll in naher Zukunft weiter ausgebaut werden. Unser Ziel ist es, in Deutschland auch zukünftig vermehrt Trainees und Direkteinsteiger einzustellen, um für weitere Projekte gerüstet zu sein und verstärkt jungen Menschen verantwortungsvolle Aufgaben zu übergeben. Allein 2015 haben mehr als 60 junge Ingenieure einen attraktiven Arbeitsplatz bei HOCHTIEF in Deutschland gefunden. 2016 sollen weitere Nachwuchsingenieure eingestellt werden. Zur Rekrutierung werden in allen Divisions immer stärker Social-Media-Kanäle wie Twitter, Facebook, die Karrierenetzwerke Xing und LinkedIn sowie der YouTube-Kanal genutzt. Die Quote der Internetbewerbungen liegt allein bei HOCHTIEF in Deutschland bei über 80 Prozent. Betriebszugehörigkeit im HOCHTIEF-Konzern nach Divisions (in Jahren, Stichtag: 31.12.2015)![]() • MitarbeiterbindungVon der Bindung unserer qualifizierten Mitarbeiter an das Unternehmen hängt unser langfristiger Erfolg ab. Deshalb ist es für uns selbstverständlich, dass wir sie fortwährend bei ihrer beruflichen Weiterentwicklung und der Entfaltung ihres persönlichen Potenzials mit umfangreichen Angeboten unterstützen. Turner setzt unter anderem auf das "Talent Mobility Program" und gibt begabten Mitarbeitern die Möglichkeit, bei herausfordernden Projekten in verschiedenen Regionen der Welt zu arbeiten. Dies fördert vor allem bei jungen Menschen die Bindung an die Gesellschaft und stärkt das Wir-Gefühl. Die Möglichkeiten der Mitgestaltung durch die Mitarbeiter - beispielsweise über ein internes Ideenmanagement, über das Verbesserungsvorschläge eingereicht und Innovationen diskutiert werden können, und das Äquivalent bei Turner, den Turner Learning Tree - werden von uns aktiv gefördert.*
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Weitere Informationen finden Sie im Kapitel
Forschung und Entwicklung auf der Seite 110. 2015 stellte HOCHTIEF insgesamt 12 276 neue Mitarbeiter ein (Vorjahr: 21 396). Die Division HOCHTIEF Americas verzeichnete 1589 Eintritte (Vorjahr: 3 605) und 1105 Austritte (Vorjahr: 3122). In der Division HOCHTIEF Asia Pacific gab es 9 039 Eintritte (Vorjahr: 15 448) und 11942 Austritte (Vorjahr: 28 000). Die Division HOCHTIEF Europe zählte 1 648 neue Mitarbeiter (Vorjahr: 2 343) und 2 095 Austritte (Vorjahr: 3 910).**
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Weitere Informationen finden Sie auf der
Seite 120. In Deutschland lag die Fluktuation im Jahr 2015 bei 18,1 Prozent (Vorjahr: 14,9 Prozent). 78,0 Prozent der Verträge waren unbefristet. In den Divisions HOCHTIEF Americas und Asia Pacific sind die Fluktuationskennzahlen und die Ein- und Austrittszahlen aufgrund vieler projektbezogener Arbeitsverträge nicht vergleichbar. Leistungsgerechte VergütungWesentliche Kriterien der Vergütungspolitik von HOCHTIEF sind Wirtschaftlichkeit, Wettbewerbsfähigkeit, Attraktivität und Fairness. In den Gesellschaften existieren entsprechende Grundsätze für die festen und variablen Vergütungsbestandteile, die regelmäßig überprüft werden. Analysen und externe Benchmarks ergänzen diese, um den daraus resultierenden Anforderungen sowie dem Deutschen Corporate Governance Kodex gerecht zu werden. Geschlechterspezifische Analysen nehmen wir nicht vor: Im Fokus stehen die einzelnen Qualifikationen, die Verantwortung und die Erfahrung unserer Mitarbeiter. AltersvorsorgeDa es in den Ländern, in denen wir tätig sind, unterschiedliche Bedingungen und Rentensysteme gibt, bieten wir unseren Mitarbeitern konzernweit verschiedene Altersvorsorgemodelle. Diverse Versicherungsangebote und mögliche Entgeltumwandlungen sind ebenfalls Bestandteile. Bei Turner gibt es seit vielen Jahren einen stabilen privaten Rentenversorgungsplan, der auf die Gesellschaft zugeschnitten ist. Offener DialogHOCHTIEF fördert eine aktive interne Kommunikation: Über Intranetplattformen wie "Indoor" und Mitarbeiterpublikationen wie "One Roof" informieren wir unsere Mitarbeiter regelmäßig über konzernrelevante Themen in deutscher und englischer Sprache. Auch die Gesellschaften der Divisions HOCHTIEF Americas und Asia Pacific haben äquivalente Plattformen und Publikationen entwickelt, darunter das Turner Knowledge Network und Structurally Speaking bei Flatiron. Darüber hinaus haben im Berichtsjahr konzernweit 23 Roadshows stattgefunden, bei denen der Vorstandsvorsitzende und weitere Vorstandsmitglieder mit den Mitarbeitern in einen Dialog traten. Diese Gesprächsrunden dienten dazu, ihnen die neue Richtung des Unternehmens sowie dessen Vision und Grundsätze vorzustellen und mit ihnen in Diskussion zu treten. Work-Life-BalanceEine gute Balance zwischen Beruf und Privatleben ist ein wesentlicher Faktor bei der Wahl des Arbeitsplatzes und der Zufriedenheit der Mitarbeiter. Diese unterstützt HOCHTIEF mit individuellen Maßnahmen und Programmen, darunter Teilzeit- oder Telearbeit, flexible Arbeitszeitmodelle und Workshops. In unseren weltweiten Gesellschaften erhalten Eltern Unterstützung. Darüber hinaus bieten wir durch unser Weiterbildungsprogramm unter anderem Kurse zum Stressmanagement oder zur Burn-out-Prävention. Bei HOCHTIEF in Deutschland haben im Berichtsjahr mehr Mitarbeiter die Chance zur Teilzeitarbeit genutzt: Die Quote lag bei 10,1 Prozent (Vorjahr: 8,8 Prozent). Die Rückkehrquote nach Elternzeit lag 2015 in Deutschland bei 86,6 Prozent (Vorjahr: 71,9 Prozent). • PersonalentwicklungEin zentrales Thema unserer Personalarbeit ist die persönliche Entwicklung unserer Mitarbeiter. Einmal im Jahr finden konzernweit strukturierte Mitarbeitergespräche statt, bei denen die Mitarbeiter von ihren Vorgesetzten Rückmeldung zu ihrer Leistung erhalten. Gemeinsam werden weitere individuelle Entwicklungsschritte überprüft und veranlasst. Darunter fallen auch Job-Rotation-Modelle. Unsere Strategie setzt auf offene Kommunikation und Wissenstransfer innerhalb des Konzerns. HOCHTIEF fördert lebenslanges Lernen und hat dazu diverse Instrumente installiert. Mit Institutionen wie der HOCHTIEF-Akademie und der Turner University bieten wir intern verschiedene Möglichkeiten zur Weiterbildung sowohl in Online- als auch in Präsenzseminaren. Sie vermitteln unter anderem Know-how in vielen verschiedenen Fachbereichen, zu Arbeitssicherheitsthemen oder bieten Möglichkeiten der Persönlichkeitsentwicklung. Damit können sich unsere Mitarbeiter in allen Bereichen umfassend weiterbilden. Ein Beispiel aus der HOCHTIEF-Akademie: In einem zwei Jahre dauernden Projektmanagement-Qualifizierungsprogramm werden Projektleiter und angehende Projektleiter auf die Herausforderungen in ihrem vielschichtigen Aufgabenfeld vorbereitet und unterstützt. Die Kurse sind eingeteilt in fünf Module und fördern unter anderem den bereichsübergreifenden Erfahrungsaustausch. Sie werden aktiv vom Vorstand begleitet. Im Jahr 2015 bildeten sich unsere Mitarbeiter konzernweit durchschnittlich 13,27 Stunden weiter. Allein bei Turner in den USA lernten die Mitarbeiter an der Turner University insgesamt 183 077 Stunden. Flatiron hat mehr als 100 Kurse im Angebot, die unter anderem per Tablet verfügbar sind. Mitarbeiter des HOCHTIEF-Konzerns nach Divisions (Stichtag: 31.12.2015)![]() Mitarbeiter im HOCHTIEF-Konzern nach Beschäftigungsart und Geschlecht (im Jahresdurchschnitt)scroll
Ausbildungsberufe bei HOCHTIEFKaufmännischIndustriekauffrau/-mann Kauffrau/-mann für Bürokommunikation Bachelor of Arts (Industriekauffrau/-mann) TechnischBauzeichner/-in Bachelor of Arts (w/m) Bachelor of Engineering (w/m) Baustoffprüfer/-in GewerblichMaurer/-in Zimmerer/-in Beton- und Stahlbetonbauer/-in Kanalbauer/-in Tiefbaufacharbeiter/-in Baugeräteführer/-in Mechatroniker/-in Elektroniker/-in Betriebstechnik Elektroniker/-in Energie-Gebäudetechnik Wir verzeichnen eine steigende Nachfrage insbesondere nach baunahen Seminaren, zum Beispiel zu den Themen Building Information Modeling (BIM), Trockenbau oder Compliance. Auch das Online-Angebot wird immer beliebter und darum fortwährend ausgebaut. Bei Turner trifft die Austauschplattform Turner Learning Tree (weitere Informationen finden Sie auf der Seite 110) auf sehr großes Interesse. In der Division HOCHTIEF Asia Pacific haben 1 762 CIMIC-Mitarbeiter über die Gesellschaft EIC Activities an Webinars zu technischen Themen teilgenommen, zirka 660 Mitarbeiter erhielten Weiterbildungskurse zu technischen Themen. CIMIC arbeitet zudem eng mit Universitäten und anderen externen Organisationen zusammen, um den Mitarbeitern gute Weiterbildungsmöglichkeiten zu bieten. So gibt es einen Master-Studiengang in Projekt-Management an der Universität von New South Wales. Beim Projekt Prominent Hill Mine hat Thiess in Kooperation mit dem Kunden die landesweit anerkannte Berufsqualifizierung "Certificate III in Surface Extraction" (drittes Zertifikat zum Übertageabbau) entwickelt. Diese Kurse sorgen dafür, dass die Qualifikationen von 235 Mitarbeitern offiziell anerkannt werden und sind Schlüsselkomponenten der Managementstrategie für Sozialverträglichkeit. Fachbezogene Veranstaltungen und Symposien, zum Teil divisionsübergreifend, dienen ebenfalls dem Wissensaustausch. Auch die Förderung von talentierten Mitarbeitern ist ein wichtiger Bestandteil der Personalentwicklung innerhalb des Konzerns, die durch verschiedene Programme erfolgt. In unseren Divisions sorgen wir für fundierte Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten, die von erfahrenen Ausbildungsleitern begleitet werden. Sprachtrainings, IT-Schulungen oder Prüfungsvorbereitungskurse runden das Weiterbildungsangebot für unsere Auszubildenden ab. HOCHTIEF hat 2015 in Deutschland 105 Auszubildende beschäftigt (Vorjahr: 130, jeweils zum 31. Dezember). Die Ausbildungsquote lag damit bei 3,0 Prozent. Auch zukünftig werden wir Ausbildungsplätze bereitstellen, um Nachwuchskräfte zu finden und zu fördern. So werden wir unserer sozialen Verantwortung gegenüber jungen Menschen gerecht. • DiversityDa HOCHTIEF eine Kultur der Vielfalt pflegt, beschäftigen wir Mitarbeiter aus der ganzen Welt. Wir fördern Diversity gezielt, jeweils mit unterschiedlichen Schwerpunkten in den Divisions. Unsere Tochtergesellschaften in den USA achten sehr darauf, Mitarbeiter verschiedener ethnischer Herkunft zu beschäftigen und die Beschäftigung von Frauen in der Bauindustrie zu fördern. Turner ist weiterhin in den Organisationen "Society of Hispanic Professional Engineers", "National Society of Black Engineers" und "Society Altersstruktur im HOCHTIEF-Konzern 2015 (in Jahren, Stichtag: 31.12.2015)![]() of Women Engineers" vertreten. Das "Turner Construction Diversity"-Stipendium an der Missouri-Universität für Wissenschaft und Technologie richtet sich gezielt an Studenten mit afroamerikanischem, asiatisch-amerikanischem oder hispanischem Hintergrund sowie an Frauen. Zusätzlich hat die Gesellschaft mit der "Pride Alliance" eine Mitarbeitervertretung etabliert, die sich für die sexuelle Vielfalt einsetzt. Diversität steht auch in der Division HOCHTIEF Asia Pacific weiterhin im Fokus. Im Geschäftsjahr hat CIMIC seine Diversityrichtlinie überarbeitet und den Code of Conduct sowie die Regelungen zum Verhalten am Arbeitsplatz angepasst, um Inklusion noch weiter zu fördern. In Australien sind Programme, die die Beschäftigung von indigenen Arbeitnehmern unterstützen, wesentlich bei der Verpflichtung zur Diversity. CIMIC hat verschiedene Programme entwickelt, unter anderem "Career Trackers" von CPB Contractors, um Praktikanten mit indigenem Hintergrund auszubilden. Der "Thiess Reconciliation Action Plan" konzentriert sich darauf, indigene Arbeitnehmer in der Minenindustrie zu unterstützen. Die Gesellschaft hat eine Strategie entwickelt, um auch indigene Frauen im Minengeschäft gezielt zu fördern. 12,5 Prozent der Mitglieder des Boards von CIMIC sind weiblich. Anteil der Mitarbeiter ethnischer Gruppen in den USA (Stichtag: 31. Dezember 2015)![]() Bei allen Projekten und Prozessen, insbesondere bei der Division HOCHTIEF Europe, berücksichtigen wir den demografischen Wandel und ermöglichen die Einbindung aller Altersgruppen. In Deutschland achten wir auf die Chancengleichheit für Schwerbehinderte; Vorstellungsgespräche mit schwerbehinderten Menschen werden von Schwerbehindertenbeauftragten begleitet. Allerdings lässt unser operatives Geschäft nur wenige Möglichkeiten, Menschen mit Schwerbehinderung einzustellen. Zum Stichtag 31. Dezember 2015 betrug die Schwerbehindertenquote bei HOCHTIEF in Deutschland 3,3 Prozent und liegt unter den gesetzlich vorgeschriebenen fünf Prozent; daher entrichtet HOCHTIEF Ausgleichszahlungen. Dank an Mitarbeiter und BelegschaftsvertreterEntscheidend für die gute Leistung und den Erfolg von HOCHTIEF sind die Loyalität, das Engagement, die Qualifikation und die Motivation unserer Mitarbeiter. Darum bedankt sich die Unternehmensleitung ganz herzlich bei allen Mitarbeitern und Belegschaftsvertretern für ihren Einsatz. • Arbeitssicherheit und GesundheitsschutzDas Prinzip der Sicherheit ist Teil unserer Unternehmensvision und ist fester und selbstverständlicher Bestandteil unserer Kultur. Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sind die Grundvoraussetzungen für unser Geschäft. Wir übernehmen Verantwortung für unsere Mitarbeiter, für die Mitarbeiter unserer Nachunternehmer und Lieferanten sowie für alle Beteiligten unserer Projekte. Wie wir diesen Anspruch mit Leben füllen, Iesen Sie auf den folgenden Seiten. Arbeitssicherheit und GesundheitsschutzGrundsätzlich beziehen sich unsere Angaben zur Arbeitssicherheit sowie zum Gesundheits- und Umweltschutz auf HOCHTIEF und Vertragspartner, für die HOCHTIEF haftbar ist. Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz unserer Mitarbeiter sind eine wichtige Grundlage der unternehmerischen Verantwortung von HOCHTIEF. Die Prävention von Arbeitsunfällen und Gesundheitsschäden im Arbeitsalltag bei unseren Projekten hat für uns oberste Priorität. Risiken für arbeitsplatzbedingte Erkrankungen und Arbeitsunfälle - ob im Büro oder auf der Baustelle - versuchen wir, zu eliminieren oder so gering wie möglich zu halten. Dies gilt auch für unsere Vertragspartner und Nachunternehmer, für die wir rechtlich verantwortlich sind; denn als nachhaltig agierendes Unternehmen übernehmen wir Verantwortung: Für alle Menschen, die sich für uns engagieren, wollen wir Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in größtmöglichem Maße gewährleisten. Als einer unserer bedeutendsten Grundsätze ist dies im HOCHTIEF Code of Conduct fest verankert, der für alle Mitarbeiter gilt. Darüber hinaus haben wir in einer Richtlinie konzernweite Mindeststandards in diesem Bereich definiert, die die Grundlage der Arbeitssicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutzorganisation (AGUS) bei HOCHTIEF bildet. Unsere Mitarbeiter werden intensiv geschult, damit sie sich der hohen Relevanz gesetzlicher und berufsgenossenschaftlicher Vorschriften und potenzieller Gefahren bewusst sind. Das AGUS Center, unser Kompetenzzentrum für diesen Bereich, berät sowohl bei der Organisation als auch bei der Umsetzung dieser Standards. ![]() Organisation von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz bei HOCHTIEFDas AGUS Center erarbeitet die zentralen Arbeitssicherheitsanforderungen des Konzerns. Der Leiter des AGUS Centers berichtet an den Arbeitsdirektor. Weitere zentrale Arbeitssicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutzabteilungen unserer Divisions unterstützen die Führungskräfte bei der Umsetzung in die Praxis und beaufsichtigen die Einhaltung rechtlicher und HOCHTIEF-interner Vorgaben. Auf nationaler und internationaler Ebene begleiten Mitarbeiter dieser Stabsstellen Projekte in allen Phasen und sorgen dafür, dass die Arbeitssicherheit sowie der Gesundheitsschutz aller Beteiligten maximiert werden. Das AGUS Center bildet das Dach dieser Stabsstellen, hält Kontakt zu ihnen und ist für das Berichtswesen verantwortlich. Die einzelnen Gesellschaften unserer Divisions haben gemäß unseren Standards entsprechende Prozesse und Strukturen aufgesetzt. Hier wurden Managementsysteme etabliert, die sich an internationalen Standards (wie BS OHSAS 18001) orientieren. So werden Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in den gesamten Projektprozess integriert. 2015 haben 79,6 Prozent der aktiven Mitarbeiter (2014: 89,5 Prozent) in entsprechend zertifizierten Betrieben gearbeitet. Weitere Unterstützung erhalten die Geschäftsleitungen und Projektverantwortlichen von Managementbeauftragten und Fachexperten innerhalb der Divisions. Risiken frühzeitig erkennenEs ist unser erklärtes Ziel, potenzielle Risiken so früh wie möglich zu erkennen und zu bewerten. Deshalb stellen wir sicher, dass für jedes Projekt individuelle Präventionsmaßnahmen getroffen werden und somit Risiken eliminiert oder minimiert werden. Zu diesem Zweck beraten wir uns bereits in der Angebotsphase mit Sicherheitsexperten, die mögliche Gefahren erkennen und entsprechende Maßnahmen zur Prävention entwickeln. Dadurch reduzieren wir Risiken in den Folgephasen der Projektausführung und tragen damit maßgeblich zum Erfolg des Projekts für alle Beteiligten bei. Die Identifizierung und Bewertung möglicher Arbeitssicherheits- oder Gesundheitsrisiken findet aber nicht nur zu Beginn, sondern auch fortlaufend während der Umsetzung unserer Projekte statt. Bei veränderten Gegebenheiten werden die entsprechenden Sicherheitskonzepte unmittelbar angepasst. Um sichergehen zu können, dass alle Beteiligten das Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutzverständnis von HOCHTIEF mittragen, achten wir darauf, dass alle Parteien vor Projektstart den HOCHTIEF Code of Conduct unterzeichnen. Wir stellen zudem bereits bei der Auswahl der Nachunternehmer sicher, dass diese die gesetzlichen Vorgaben im Bereich Arbeitssicherheit und Umweltschutz einhalten. Arbeitsunfälle und BerufskrankheitenDa Sicherheit ein zentrales Prinzip unserer Unternehmensgrundsätze ist und für den gesamten Konzern eine hohe Relevanz hat, haben wir uns dazu entschlossen, die Anzahl der Unfälle pro eine Million Arbeitsstunden (Lost Time Injury Frequency Rate, LTIFR) als nichtfinanzielle Steuerungsgröße aufzunehmen.* Auch die im Berichtsjahr erstellte Wesentlichkeitsanalyse bestätigt die Wichtigkeit des Themas Arbeitssicherheit für unser Geschäft.
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Weitere Informationen finden Sie in der Zieletabelle
auf der Seite 164. Wir wollen unsere Präventionsmaßnahmen fortlaufend optimieren, um möglichen Risiken noch effektiver entgegenwirken zu können. Daher erfassen wir alle Unfälle und Ereignisse über ein Berichtswesen und analysieren diese, um Ursachen zu verstehen, Maßnahmen zu ihrer zukünftigen Vermeidung einleiten zu können und somit unsere Prozesse stetig zu verbessern. Bei einem Vorfall werden in Abhängigkeit von der Unfallschwere unterschiedliche Führungshierarchien in die Untersuchung mit eingebunden. Dabei legen wir besonderen Wert darauf, dass unsere drei Divisions ein einheitliches Verständnis bezüglich der Einordnung von Arbeitsunfällen in Anlehnung an die Vorgaben des "Recording and Notification of Occupational Accidents and Diseases" der ILO aufweisen. Trotz umfangreicher Präventionsmaßnahmen konnten Unfälle - mit zum Teil schweren und tödlichen Folgen - nicht vollständig verhindert werden. Wir werden auch in Zukunft alles dafür tun, um derartige Unfälle zu vermeiden. Unfallhäufigkeit im HOCHTIEF-Konzern nach Divisions (Stichtag: 31.12.2015)Unfälle/1 Mio. Arbeitsstunden (Lost Time Injury Frequency Rates, LTIFR): Nach internationalen Standards werden Unfälle bereits ab dem ersten Ausfalltag berücksichtigt. ![]()
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Quelle: DGUV lt. BG Bau; die Zahlen für 2015
lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor. Ausfalltagerate im HOCHTIEF-Konzern nach Divisions (Stichtag: 31.12.2015)Berechnung der Ausfalltagerate (Severity Rate)Anzahl der durch Unfälle verlorenen Ausfalltage je 1 Mio. geleisteter Arbeitsstunden = Unfallschwere ![]() Die Abweichungen sind vor allem durch kulturelle Unterschiede im Umgang mit Verletzungen sowie unterschiedliche, länderspezifische Versicherungssysteme begründet. Anzahl tödlicher Arbeitsunfälle im HOCHTIEF-Konzern (Stichtag: 31.12.2015)scroll
NachrufWir bedauern es sehr, dass Mitarbeiter bei ihrer Arbeit zu Tode gekommen sind. Ihren Angehörigen gilt unsere Anteilnahme. ThemenfeldindikatorAttraktive Arbeitswelt; Aspekt: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz Weitere Informationen siehe GRI-Index auf den Seiten 254 bis 255. Die Berufskrankheitsrate bezogen auf eine Million Arbeitsstunden betrug im Jahr 2015 für die Division Europe (inklusive Holding) 0,83. Diese Rate wird nur in der Division HOCHTIEF Europe erhoben. Vor dem Hintergrund verschiedener Gesetztesvorgaben sowie durch eine projektorientierte Personalpolitik in Australien und Amerika lassen sich Berufskrankheiten nicht ermitteln. Arbeitsschutzkultur durch Weiterbildung fördernBei HOCHTIEF ist es wichtig, dass sich Mitarbeiter regelmäßig zu Themen im Bereich Arbeitssicherheit fortbilden. Oberstes Ziel ist es hierbei, dass sich jeder Einzelne nicht nur für seine eigene Sicherheit, sondern auch für die seiner Kollegen verantwortlich fühlt. Obwohl es in unseren Einheiten und Gesellschaften unterschiedliche Arbeitsschutzkulturen gibt, die aus den Regelungen und Gesetzen der jeweiligen Länder und ihrer Sozialsysteme resultieren, möchten wir ein gemeinsames Verständnis von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz schaffen. Um dies zu erreichen, bieten wir mit unseren internen Weiterbildungseinrichtungen und externen Kursen vielfältige Schulungen zu den Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz an. Dass wir dies konzernweit leben, zeigen die vielen einzelnen Initiativen, die auf Baustellen und in den Niederlassungen unserer Divisions jeden Tag aktiv umgesetzt werden. Zum Beispiel in der Division HOCHTIEF Americas: Unsere Tochtergesellschaft Turner hat das Prinzip namens "Building L.I.F.E" (Living Injury Free Everyday) entwickelt. Damit ist das Ziel verbunden, bei jedem Projekt sichere Arbeitsplätze für Mitarbeiter, Nachunternehmer, Kunden und das Umfeld zu bieten. 2015 veranstaltete Turner bereits zum elften Mal einen "Safety-Standdown": Bei Projekten, sowohl national wie auch international, wurde für eine Stunde die Arbeit niedergelegt, um die Mitarbeiter für das Thema Arbeitssicherheit zu sensibilisieren. Im Berichtsjahr lautete das Thema: "Situationsbezogenes Sicherheitsbewusstsein: Kenne deinen nächsten Schritt". An der Aktion nahmen zirka 45 000 Menschen teil. Sie diskutierten vor allem über Strategien zur Kontrolle und zu fortlaufenden Verbesserungen von Bauprozessen mit hoher Arbeitssicherheit nach folgenden vier Punkten: Planen, Machen, Überprüfen, Anpassen. Auch die HOCHTIEF-Gesellschaft Flatiron veranstaltet regelmäßig solche Aktionstage, um das Bewusstsein für Arbeitssicherheit zu stärken. Im Berichtsjahr hat Flatiron zum wiederholten Mal an der "Sicherheitswoche" teilgenommen. Zudem hat die Gesellschaft das "Don't walk by"-Programm entwickelt: Alle Mitarbeiter werden dafür sensibilisiert, Arbeitsprozeduren jederzeit zu unterbrechen, sollten sie auch nur geringste Zweifel an der Arbeitssicherheit haben. Somit übernimmt jeder Mitarbeiter Verantwortung für seine eigene Sicherheit und die seiner Kollegen. Bei der Division HOCHTIEF Asia Pacific finden sich vielfältige Initiativen zum Thema Arbeitssicherheit. Aufbauend auf eine Untersuchung aller vergangenen Vorfälle sowie der Beratung unter anderem von Sicherheitsexperten der gesamten CIMIC-Gruppe, entwickelte die Gesellschaft Thiess eine Reihe von "Thiess Safety Essentials". Diese Richtlinien enthalten unter anderem zwingende Kernprozesse, kritische Kontrollpunkte und Checklisten. Im Geschäftsjahr übertrug Thiess diese Richtlinien auf die Minenaktivitäten. Im Fokus standen dabei unter anderem Themen wie Explosivstoffe, hoch gelegene Arbeitsplätze, Isolation und Verkehr. Bei der CIMIC-Gesellschaft Leighton Asia findet sich mit dem Programm "Don't walk past it, fix it" ein ähnliches Programm zur Steigerung der Arbeitssicherheit wie bei Flatiron: Mitarbeiter werden dafür sensibilisiert, Gefahrenquellen zu erkennen und zu beseitigen oder zu melden und somit Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Bei dem Projekt "Camellia" in Indien erreichte Leighton Asia im August das Ergebnis von elf Millionen Arbeitsstunden ohne einen einzigen Vorfall, der die Arbeitszeit unterbrochen hätte. Für das sehr hohe Level an Arbeitssicherheit - basierend auf der Initiative "Strive for L.I.F.E." (Leighton Incident Free Environment) - erhielt Leighton Asia im Geschäftsjahr gleich zwei Auszeichnungen des Innovative Safety Initiative Awards des Hongkonger Bauverbands in der Kategorie "Safe Operational Device": Das Projekt "South Island Lane (East) 903" erhielt einen Bronze Award, das "Central-Wanchai Bypass-Central Interchange"-Projekt den Merit Award. Beide Vorhaben werden in Hongkong realisiert. In der Division HOCHTIEF Europe gibt es ebenfalls eine große Anzahl von Sicherheitsmaßnahmen und -Programmen. Ein Beispiel: Das Team des Energieinfrastrukturprojekts "Triebwasserweg Maria Stein" in Österreich baut unter anderem einen 22 Kilometer langen Druckstollen. Drei Rettungszüge mit eigener Sauerstoffversorgung befinden sich auf der Baustelle, die im Notfall -beispielsweise bei einem Brand im Tunnel - eingesetzt werden können. Zudem hat in der Division HOCHTIEF Europe das Projektteam "Cityring" in Kopenhagen den Safety Award des Bauherrn erhalten: Bis November 2015 hat es 500 Arbeitstage ohne Unfall gegeben. Es war das erste Los in dem großen U-Bahn-Projekt, das diesen Meilenstein geschafft hat. Um unsere Mitarbeiter konzernweit noch weiter für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz zu sensibilisieren, berichten wir über diese Themen regelmäßig in unserem Intranet und in unserem Mitarbeitermagazin. Unsere Sicherheitsexperten werden kontinuierlich fortgebildet, damit sie die Projektverantwortlichen stets nach dem neusten Stand ihres Fachgebiets beraten und unterstützen können. Führungskräfte müssen sich ihrer Verantwortung bewusst sein und sich dafür einsetzen, dass eine konzernweite Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutzkultur gelebt wird. 2015 fand wieder an vielen Standorten der Tag der Arbeitssicherheit statt. Führungskräfte sensibilisierten ihre Mitarbeiter auf Baustellen und in den Niederlassungen für die hohe Relevanz von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Die Vorstandsmitglieder besuchten die Baustellen und unterstrichen in Videobotschaften an die Mitarbeiter die Wesentlichkeit des Themas. Diesmal standen die Aspekte Lastenhandhabung und hoch gelegene Arbeitsplätze im Fokus. In der Konzernzentrale und in den Niederlassungen nutzten viele Mitarbeiter zudem die Gelegenheit, sich einem medizinischen Check zu unterziehen, denn zeitgleich fand ein Aktivtag statt. Da uns die Gesundheit und das Wohlergehen aller unserer Mitarbeiter am Herzen liegen, setzen wir auf Prävention. Zudem unterziehen sich unsere Führungskräfte und Experten regelmäßigen Check-ups, und alle Mitarbeiter haben die Möglichkeit, sich beim Arbeitsmedizinischen Dienst (AMD) beraten zu lassen. Ähnliche Maßnahmen finden konzernweit statt: Turner bietet den Mitarbeitern unter anderem Gesundheitschecks und Kurse zur Gewichtsreduzierung an. Im März 2015 stand die Gesellschaft zudem 1 784 Mitarbeitern bei biometrischen Screenings vor Ort zur Seite und beriet Mitarbeiter und deren Familien unter anderem in Sachen Arztbesuche, Krankenhausaufenthalt oder bei der Arzneimittelberatung. Auch unsere Tochtergesellschaft Flatiron veranstaltet regelmäßig Gesundheitsmessen an vielen Standorten. Wesentliche Verletzungsarten im HOCHTIEF-Konzern in Prozent (Stichtag: 31.12.2015)![]() Einkauf> Weitere Informationen zum Thema Beschaffung finden Sie im Internet unter: www.hochtief.de/einkauf HOCHTIEF hat im Berichtsjahr 15,5 Mrd. Euro für die Beschaffung von Material und Nachunternehmerleistungen aufgewendet; dies entspricht einem Anteil von zirka 65 Prozent an der Konzernleistung. Die Qualität und die hohe Effizienz unserer Prozesse im Einkauf sind damit wesentliche Erfolgsfaktoren für den Konzern. Sämtliche Anforderungen zu Produkten und Materialien, Ausführung, Qualität, Service, Terminen und Kosten - auch im Rahmen unserer Verpflichtung zur Nachhaltigkeit - laufen im Einkauf zusammen: Sie werden in den Verträgen mit unseren Nachunternehmern und Lieferanten verankert, um die Projektausführung zu gewährleisten. Ziele des EinkaufsDie Auswahl der "richtigen" Nachunternehmer und Lieferanten in Bezug auf Qualität und Kosten bildet hierbei einen wesentlichen Erfolgsbaustein für HOCHTIEF. Einheitlich sind die Ziele des Einkaufs, die alle Divisions verfolgen, um die richtigen Partner auszuwählen. Ziele des Einkaufs bei HOCHTIEF
Ziele umsetzen und Risiken beherrschenIm Einkauf laufen die Maßnahmen zur Minimierung von Beschaffungsrisiken zusammen. Zu den Risiken zählen Qualitätsrisiken (bezüglich der Material-, Produkt- oder Servicequalität), Preisrisiken (etwa durch erhöhte Entgeltforderungen, Währungsrisiken, Rohstoffpreisrisiken), Versorgungsrisiken (etwa durch Lieferung von Falsch- oder Fehlmengen) und Lieferantenausfallrisiken (etwa Ausfälle infolge von Insolvenzen, höherer Gewalt oder rechtlichen/politischen Marktveränderungen). Darüber hinaus haben wir insbesondere Compliance- und Nachhaltigkeitsrisiken im Fokus: Dies sind Risiken aufgrund lieferantenseitiger Verstöße gegen Gesetze oder durch Missachtungen ökologischer, ethischer und sozialer Standards. Diesen Herausforderungen begegnen wir durch unsere Einkaufsorganisation und durch ein erprobtes Lieferantenmanagement. Die Organisation des Einkaufs bei HOCHTIEFDer Einkauf agiert wie ein Einkaufsnetzwerk. Dezentral, eher mittelständisch geprägte Einkaufsteams als integra-tiver Teil der Projekte werden durch zentrale divisions- und konzernübergreifende Einkaufseinheiten unterstützt. Strategischer Einkauf auf KonzernebeneDie strategische Beschaffung auf Konzernebene - verantwortet von der Beschaffung der HOCHTIEF Solutions AG - hat den Auftrag, dafür Sorge zu tragen, dass die Beschaffungsrichtlinien sowie die beschaffungsrelevanten Compliance-Vorgaben im gesamten Konzern angewendet werden. Sie soll außerdem die Beschaffung insgesamt mit strategischen Initiativen weiterentwickeln und positive Praxisbeispiele aus den Divisions konzernweit verbreiten. 2015 wurden unternehmensweit im Rahmen des Einkaufnetzwerks weitere Warengruppen auf Synergiepotenziale untersucht. Pro Warengruppe koordinieren benannte Experten in den Divisions die Themen weiter und formulieren je nach aktuellem Status, Markt und Chancen eine abgestimmte Strategie sowie einen Zeitplan. Diese bewährte Vorgehensweise wurde bereits in der Vergangenheit erfolgreich eingesetzt. Strategischer Einkauf auf Ebene der DivisionsIn jeder Division verfügen die Gesellschaften über eine zentrale Beschaffungseinheit. Die Einkäufer tragen zur Umsetzung der Beschaffungsstrategie auf Division-Ebene bei. Dazu gehört es, die Aktivitäten innerhalb der Divisions zu koordinieren, Synergien zu heben und Best-Practice-Lösungen zu generieren. Durch den kontinuierlichen Wissensaustausch mit den operativen Einheiten auf der einen Seite und den internationalen Beschaffungsmanagern der weiteren Divisions auf der anderen Seite sorgen die Ansprechpartner für eine ständige Verfügbarkeit wichtiger Informationen und unterstützen den Einkauf auf Projektebene umfassend. So führt zum Beispiel jede einzelne Division eine eigene und permanente Analyse des Einkaufsvolumens durch, die projektweise, beispielsweise im Rahmen der Global-Sourcing-Initiative, den anderen Divisions zur Verfügung gestellt wird. In Europa wird zum Beispiel ein jährlicher Einkaufsbericht erstellt. Dieser beschreibt den Umsatz, die strategische Ausrichtung und die daraus abgeleiteten Maßnahmen für alle zentral gemanagten Warengruppen. Um zu gewährleisten, dass alle mit dem Thema befassten Mitarbeiter die Vorgaben zum Beschaffungsprozess kennen, hat zum Beispiel die zentrale Beschaffung der australischen Tochtergesellschaft CIMIC im Berichtsjahr eine Roadshow zu der erneuerten Beschaffungsrichtlinie von CIMIC veranstaltet. Dieses Kapitel ist Teil des Themenfelds Nachhaltige Produkte und DienstleistungenDezentraler Einkauf auf ProjektebeneDer dezentrale Einkauf auf Projektebene bildet die dritte Ebene der Beschaffungsorganisation bei HOCHTIEF. Unsere Produkte haben Unikatcharakter, denn mit jedem einzelnen Projekt wechselt auch der "Produktionsstandort", und die Zusammensetzung der Projektbeteiligten formiert sich grundsätzlich neu. Den daraus folgenden Herausforderungen in der Auswahl unserer Nachunternehmer und Lieferanten stehen die Einkäufer in den Projekten gegenüber. Die Auswahl geeigneter Nachunternehmer und Lieferanten erfolgt mit der intensiven Durchdringung der regionalen, nationalen und internationalen Beschaffungsmärkte. Im Gegensatz zu anderen Industrien verlangt unser Projektgeschäft, stets einen hohen Anteil neuer Geschäftspartner zu identifizieren. Die Nachunternehmer und Lieferanten, die überregional tätig sind, kennen und nutzen wir bei bewährter Zusammenarbeit. Das Nachunternehmer- und Lieferantenmanagement bei HOCHTIEFIm Einkauf haben wir Prozesse für ein umfangreiches Nachunternehmer- und Lieferantenmanagement etabliert, um die Leistungsfähigkeit der Nachunternehmer und Lieferanten beurteilen und möglichen Risiken begegnen zu können. Dieses Management stellt einen wesentlichen Baustein im Einkauf dar. Bereits vor Auftragsvergabe minimieren wir die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Risikos, indem wir durch die fundierte Auswahl der geeigneten Nachunternehmer und Lieferanten in den jeweiligen Ländern sicherstellen, dass sie die ökonomischen, ökologischen und sozialen Ansprüche von HOCHTIEF erfüllen. HOCHTIEF hat bereits vor mehreren Jahren in allen Divisions eine umfassende Präqualifizierung der Nachunternehmer und Lieferanten etabliert. Neue Nachunternehmer und Lieferanten müssen sich durch die Präqualifizierung klar zu dem Verhaltenskodex von HOCHTIEF bekennen, der unter anderem die Verpflichtung zur Einhaltung von Menschenrechten, Arbeits- und Sozialstandards sowie Umweltstandards enthält. Mit der Akzeptanz des Verhaltenskodex gewährleisten unsere Nachunternehmer und Lieferanten ebenfalls, dass sie diese Vereinbarung auch von ihren Auftragnehmern einfordern. Insgesamt waren im Berichtsjahr 95 Prozent der Vertragspartner, mit denen wir zusammenarbeiten, präqualifiziert.* Bei der Vergabe werden die Vereinbarungen mit unseren Partnern klar fixiert. Somit enthalten beispielsweise alle Verträge des Einkaufs Klauseln mit ausgewiesenen Ansprüchen von HOCHTIEF in puncto Nachhaltigkeit: Dies umfasst beispielsweise Regeln zu Arbeits- und Umweltschutz, ethische Grundsätze und ein Reporting über Energieverbrauch und Emissionen. Die Ausprägungen orientieren sich an den landes- beziehungsweise divisionsspezifischen Anforderungen. ![]() Die Überwachung der Nachunternehmer und Lieferanten obliegt dem Projektteam auf der Baustelle von HOCHTIEF. Das Team steuert und kontrolliert unter anderem das angelieferte Material und überprüft die vertraglich vereinbarten Leistungen. Dazu zählt auch, dass Arbeitssicherheitsverordnungen eingehalten werden und Abfall korrekt entsorgt oder recycelt wird. Darüber hinaus kontrolliert das Projektteam in Deutschland beispielsweise, dass das Gesetz zum Mindestlohn von unseren Vertragspartnern eingehalten wird. Auch eine strukturierte Bewertung der erbrachten Leistung erfolgt durch die HOCHTIEF-Projektteams. Sie bewerten sowohl die bereits etablierten als auch die neuen Nachunternehmer und Lieferanten. Auch hier werden beispielsweise in Europa neben ökonomischen Aspekten - wie das Nachtragsverhalten - auch ökologische Themen - wie der Umgang mit Gefahrstoffen und Abfällen sowie das Bewusstsein für ressourcenschonendes Arbeiten - und soziale Fragen bewertet. Zu Letzteren zählen die Befolgung der internationalen Menschenrechtskonventionen, die Einhaltung der Arbeitsnormen und eine angemessene Entlohnung. Das Ergebnis der Bewertung führt dazu, dass Nachunternehmer und Lieferanten entweder für zukünftige Projekte empfohlen oder - bei auftretenden wesentlichen Verstößen - unverzüglich für nachfolgende Projekte gesperrt werden. Zudem werden Nachunternehmern und Lieferanten Verbesserungspotenziale aufgezeigt. Die Bewertungen werden sowohl mit Unterstützung von etablierten IT-Systemen als auch manuell in den Projekten vorgenommen. Bei unserer australischen Tochtergesellschaft CIMIC zum Beispiel sind auf den Baustellen verschiedene Tools im Einsatz. Mit diesen wird unter anderem die Umweltverträglichkeit der Materialien geprüft und bewertet. In Deutschland haben die Projektteams im Berichtszeitraum zirka 700 Bewertungen zentral für die wesentlichen erbrachten Lieferungen und Leistungen unserer Nachunternehmer, Lieferanten und Planer durchgeführt. Somit wurden bei entsprechender positiver Bewertung diese Geschäftspartner erneut in den Prozess für zukünftige Vergaben integriert. Insgesamt entspricht dies einem Beschaffungsvolumen von gut 400 Mio. Euro im Jahr 2015. Zur Förderung der Wirtschaftsstandorte beauftragt HOCHTIEF bevorzugt lokale Nachunternehmer und Lieferanten, deren Unternehmen sich im Umfeld unserer Projektstandorte beziehungsweise Baustellen befinden. 2015 wurden tendenziell 80,5 Prozent unseres Beschaffungsvolumens an lokale Nachunternehmer und Lieferanten vergeben - so unterstützen wir die wirtschaftliche Entwicklung in den Regionen, in denen wir tätig sind. Dies gilt für jede unserer Divisions sowohl in Europa wie auch in Amerika und Australien. Allein durch die Vergabe an lokale Nachunternehmer und Lieferanten sichern wir vorhandene Arbeitsplätze und stärken die lokale Wirtschaft. Zudem sind kürzere Transportwege per se nachhaltig, da unter anderem weniger CO2 -Emissionen ausgestoßen werden. Die Überprüfung der Einhaltung der vereinbarten Leistungen erfolgt durch das Projektteam vor Ort und die Ergebnisse fließen in die Lieferantenbewertung ein. Zudem sorgen Audits, Lieferantenbesuche und die Auswertung externer Informationen für Transparenz. So sind beispielsweise bei CIMIC erfahrungsgemäß zwischen 70 und 80 Prozent der Nachunternehmer und Lieferanten im Rahmen ihrer Leistungserbringung auditiert. Die Audits werden gruppenintern oder mithilfe von externen Partnern durchgeführt. Wenn Nachunternehmer und Lieferanten den HOCHTIEF-Anforderungen nicht genügen und die Projektteams schlechte Bewertungen abgegeben haben, werden sie zukünftig nicht mehr berücksichtigt. Sie werden im System gekennzeichnet und es kommt zur Ausphasung* .
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Siehe Glossar auf der Seite 259. NachhaltigkeitsinitiativenCPB Contractors (vormals Leighton Contractors) und Thiess sind Mitglieder der australischen Organisation Supply Nation ≡ , deren Ziel es ist, die Zusammenarbeit bei Beschaffungsaktivitäten zwischen privaten Unternehmen und Unternehmen australischer Ureinwohner auszubauen und so die Integration zu fördern. Bislang wurden mehr als 23 Mio. Euro für die Beschaffung durch bei Supply Nation gelistete Unternehmen aufgewendet. Dazu gehört etwa ein Joint Venture zwischen Thiess und dem indigenen Unternehmen Hicks Civil & Mining: Das Cape-Lambert-Landfill-Relocation-Projekt wurde zeitgerecht und gemäß den Budgetvorgaben realisiert. CPB Contractors hat Kooperationsvereinbarungen mit Unternehmen australischer Ureinwohner in verschiedenen Bereichen abgeschlossen, darunter Erdbau, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Sicherheit. Bei einigen Mitarbeitern und Teams in der CIMIC-Gruppe sind Bonuszahlungen an das Erreichen von Diversity- oder Nachhaltigkeitszielen in der Beschaf- ≡ www.supplynation.org.au/ fung verknüpft, etwa die Menge der eingebundenen in-digenen Unternehmen als Nachunternehmer. Anreize für Nachunternehmer und Lieferanten setzt CIMIC durch langfristige Verträge und strategische Vereinbarungen. Spezielle Programme führen die Mitarbeiter der Lieferanten an die Anforderungen der CIMIC-Gesellschaften heran und machen die eigenen Mitarbeiter mit der Arbeitsweise der Nachunternehmer vertraut. So wird die operative Effizienz in der Lieferkette zwischen den Unternehmen verbessert. CIMIC hat etwa im Berichtsjahr einen strategischen Vertrag über mehr als fünf Jahre mit seinem Lieferanten für Bergbaufahrzeugreifen abgeschlossen. Damit deckt CIMIC seinen Bedarf verlässlich ab und kann seine Bestände reduzieren. In der Division HOCHTIEF Americas ist die Gesellschaft Turner wiederholt im CDP Supply Chain gelistet und trägt mit einem guten Ergebnis (91 von 100 Punkten) zum nachhaltigen Einkauf im HOCHTIEF-Konzern bei. Projektbeispiele für nachhaltigen EinkaufDie Gesellschaften der HOCHTIEF-Gruppe arbeiten daran, Instrumente für eine nachhaltige Beschaffung zu etablieren. In Europa nutzen wir eine Onlineplattform für Einkäufer, in der nachhaltige Produkte* mit einem grünen Emblem gekennzeichnete sind. Qualitative Informationen ergänzen die Artikelbeschreibung. Dieses elektronisches Katalogsystem (eCat) enthält mehr als 1 000 Produkte, die entsprechend markiert sind.
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Unter nachhaltigen Produkten verstehen wir
zum Beispiel recycelbares Papier. Auch im Zuge der international immer stärker nachgefragten nachhaltig gestalteten Immobilien steigt bei den HOCHTIEF-Gesellschaften der Bedarf an zertifizierten Materialien und Dienstleistern. Diese Anforderungen bilden wir durch unsere Beschaffungsmaßnahmen ab und können aufgrund unserer großen Erfahrung in diesem Segment unsere Kunden optimal bedienen. Ein Beispiel unserer US-Tochter Turner zeigt dies deutlich: Das eigentlich für eine LEED-Silber-Auszeichnung vorgesehene Laborgebäude des amerikanischen Biotechnologieunternehmens Amgen im kalifornischen Thousand Oaks erhielt schließlich eine Platin-Zertifizierung. Bei der Renovierung der 1984 errichteten Labors wurden dank der Erfahrung der Turner-Experten zum Beispiel mehrere Gebäudeteile der Klimatechnik nachhaltig umgebaut statt abgerissen - so konnte eine hohe Projekteffizienz bei idealer materieller Modernisierung erreicht werden. Länder unserer EinkaufsaktivitätenDer HOCHTIEF-Konzern bezog auch im Berichtsjahr vorwiegend Materialien und Dienstleistungen von Nachunternehmern und Lieferanten aus Ländern mit hohen Menschenrechtsstandards in Übereinstimmung mit UN-Konventionen. In der Grafik sind alle wesentlichen Zulieferer berücksichtigt (Konzern-Coverage: 100 Prozent). UN-Konventionen zur Wahrung der Menschenrechte** ≡ in den wesentlichen Beschaffungsländern von HOCHTIEF (Anzahl der Beschaffungsländer 2015: 47; 2014: 45)![]()
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Siehe Glossar auf der Seite 260. ≡ www.ohchr.org PrognoseberichtGesamtwirtschaftliches Umfeld im Jahr 2016*
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Märkte und Rahmenbedingungen auf den Seiten 41 bis 51. Das weltwirtschaftliche Wachstum für das Jahr 2015 betrug gemäß Internationalem Währungsfonds (IWF) 3,1 Prozent. Für das Jahr 2016 wird mit einem um +0,3 Prozentpunkte besseren Wachstum der Weltwirtschaft in Höhe von 3,4 Prozent gerechnet. In den für HOCHTIEF bedeutenden Zielregionen und relevanten Märkten liegen die prognostizierten Wachstumsraten größtenteils über diesem Durchschnittswert. Die strategische Fokussierung von HOCHTIEF auf ausgewählte Märkte mit klar definierten Kernkompetenzen in der Verkehrs-, Energie-, sozialen und urbanen Infrastruktur sowie im Minengeschäft wird weiterhin als erfolgsversprechend angesehen. Es wird erwartet, dass der weltweite Bedarf in den Bereichen Infrastruktur, Bau und Minen in den Märkten von HOCHTIEF dem Konzern im Jahr 2016 und in Zukunft gute Geschäftsaussichten bieten wird. Angesichts der guten Ergebnis- und Cashflow-Entwicklung im Berichtsjahr sieht sich HOCHTIEF gut positioniert, seine Ergebnisse weiter zu verbessern. Strategische Ausrichtung von HOCHTIEF**
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Strategie auf den Seiten 32 bis 37. Der strategische Wandel wurde in den vergangenen Jahren konsequent vorangetrieben und lässt sich einfach und klar zusammenfassen: HOCHTIEF will der global bedeutendste Hoch- und Infrastrukturbaukonzern werden und dazu nachhaltig und profitabel wachsen. Dazu haben wir in den vergangenen Jahren das operative Modell insbesondere in den Divisions HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe weiter angepasst und diesen Transformationsprozess im abgelaufenen Jahr weiter vorangetrieben. Die Struktur der Divisions sowie die Marktsegmente sind nun konzernweit klar definiert und harmonisiert. HOCHTIEF kann nun noch stärker die Vorteile eines eher mittelständisch geprägten Handelns optimal mit dem Leistungsspektrum eines international erfahrenen Baukonzerns verbinden. Dadurch ist die Basis für weitere Effizienzsteigerungen geschaffen. Die nachhaltige Optimierung der Finanzkraft ist eine wesentliche strategische Initiative von HOCHTIEF. Die Fokussierung auf Cashgenerierung und die damit verbundene Optimierung des Kapitaleinsatzes sowie der Finanzstruktur hilft HOCHTIEF, das Kerngeschäft Bauen und das PPP-Geschäft auszubauen und nachhaltig zu wachsen. Um unsere Aktionäre zusätzlich zu entlohnen, haben wir das im Jahr 2014 beschlossene Aktienrückkaufprogramm 2015 fortgeführt. Die Nachhaltigkeitsstrategie*** (Corporate Responsibility/CR) von HOCHTIEF bildet einen weiteren Baustein, um die Unternehmensstrategie in unserem Geschäftsmodell zu verfestigen. Dadurch sind wir in der Lage, die für uns relevanten Themen besser zu antizipieren, Geschäftschancen und Marktpotenziale effizienter zu nutzen und mögliche Risiken proaktiv zu verringern. Das CR-Programm, die CR-Organisation, das CR-Committee der HOCHTIEF-Holding (auch verantwortlich für die Division HOCHTIEF Europe) sowie die in diesem Jahr neu gegründeten CR-Committees in den Divisions HOCHTIEF Americas und Asia Pacific helfen uns dabei, sämtliche Stakeholder aktiv in unsere Entscheidungsprozesse einzubinden und deren Ansprüche in unserem unternehmerischen Handeln zu berücksichtigen.
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Nachhaltigkeitsstrategie auf den Seiten 38 bis 39. Beurteilung der aktuellen wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand****
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Ertragslage auf den Seiten 57 ff. HOCHTIEF hat seinen Transformationsprozess im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 weiter fortgeführt und dadurch die Basis für den nachhaltigen Erfolg geschaffen. Die Auftragseingänge von HOCHTIEF entwickelten sich erwartungsgemäß und liegen mit +1 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Division Americas profitiert dabei von einem Rekordauftragseingang bei der US-Tochtergesellschaft Flatiron und einer Aufwertung des amerikanischen Dollar. Während die Division Europe das gute Niveau des Vorjahres halten kann, weist die Division Asia Pacific durch geringere Volumen in den Märkten für Flüssiggas (LNG) und Contract-Mining erwartungsgemäß einen Rückgang im Auftragseingang auf. Die Leistung ist erwartungsgemäß leicht reduziert aufgrund der angesprochenen Transformation des Konzerns und der Konzentration auf die Kerngeschäftsfelder. Der Auftragsbestand steigt leicht und liegt um +1 Prozent über dem Vorjahr und damit über der Prognose, nach der nur eine stabile Entwicklung zu erwarten war. Der Auftragsbestand von 36,72 Mrd. Euro zum Jahresende 2015 stellt eine sehr gute Ausgangsbasis für die zukünftige Leistungsentwicklung dar. Die Ergebnisse von HOCHTIEF im Geschäftsjahr 2015 sind durchgängig sehr positiv zu bewerten und liegen allesamt über den prognostizierten Werten. Die Ergebnisverbesserungen werden durch alle Divisionen unterstützt. Das EBIT in Höhe von 729 Mio. Euro liegt mit +30 Prozent und das Ergebnis vor Steuern (PBT) in Höhe von 523 Mio. EUR (Vorjahr: -177 Mio. Euro) deutlich über dem Vorjahreswert. Adjustiert um die mit der Transformation des HOCHTIEF-Konzerns verbundenen Verkaufseffekte, Restrukturierungsaufwendungen und die Risikovorsorge bei CIMIC -, d.h. aus operativer Sicht und auf vergleichbarer Basis - stieg der Konzerngewinn in Höhe von 265 Mio. Euro um +39 Prozent gegenüber dem adjustierten Vorjahreswert. Das Ergebnis für das Jahr 2015 liegt damit sogar am oberen Ende unseres prognostizierten Bereichs. Nominal lag der Konzerngewinn mit 208 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 252 Mio. Euro. Wie im Konzernbericht des Vorjahres prognostiziert erreichte HOCHTIEF eine erhebliche Verbesserung beim Cashflow und der Nettofinanzvermögensposition. Alle Divisionen tragen zu dieser erfreulichen Entwicklung bei. Insbesondere der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit weist eine deutliche Verbesserung in Höhe von +50 Prozent im Vorjahresvergleich auf und profitiert dabei vor allem von den konzernweit eingeführten Maßnahmen zum Cash Management. Die betrieblichen Investitionen brutto wurden gegenüber dem Vorjahr um 50 Prozent auf 285 Mio. Euro gesenkt. Dadurch verbessert sich trotz des laufenden Aktienrückkaufprogramms auch die Nettovermögensposition für den HOCHTIEF Konzern signifikant um +71 Prozent auf 805 Mio. Euro. Gesamtaussage zur voraussichtlichen EntwicklungIm Jahr 2016 wird sich HOCHTIEF weiterhin auf die konzernweite Umsetzung der Strategie fokussieren und die Fortführung der damit verbundenen Initiativen zielgerichtet vorantreiben. In diesem Zusammenhang wird erwartet, dass sich die operativen Ergebnisse sowie die Umsatzrentabilität aller Divisions weiter verbessern. Dementsprechend werden sich das Ergebnis vor Steuern, das EBIT und der Konzerngewinn von HOCHTIEF nachhaltig positiv entwickeln und deutlich über dem Niveau des Vorjahres liegen. Neben dieser erwarteten Steigerung der Profitabilität wird sich der strategische Fokus auf Cashgenerierung weiterhin deutlich positiv auf den Cashflow des Konzerns und auf die Entwicklung des Nettofinanzvermögens auswirken. Durch diese kontinuierliche Optimierung der Finanzkraft von HOCHTIEF sehen wir uns auch in Zukunft hervorragend aufgestellt, um nachhaltig zu investieren und in konzernweit profitabel und Cash-orientiert zu wachsen. Die Auftragslage (Auftragseingang, Leistung und Auftragsbestand) von HOCHTIEF wird sich im Jahr 2016 bei einer verbesserten Qualität durchgängig auf gleichbleibend solidem Niveau bewegen. Insbesondere die staatlichen Infrastrukturprojekte in Verbindung mit PPP-Modellen unterstützen dabei in allen Divisions diese Einschätzung. Arbeitssicherheit hat bei HOCHTIEF eine hohe Priorität. HOCHTIEF setzt sich aktiv dafür ein, Mitarbeiter sowie Partner- und Nachunternehmer vor Arbeitsunfällen und Gesundheitsgefahren zu schützen. Auch im Jahr 2016 streben wir eine leichte Verbesserung der im Konzerndurchschnitt bereits heute niedrigen Unfallhäufigkeit an. Für den HOCHTIEF-Konzern erwarten wir für das Jahr 2016 einen operativen Konzerngewinn im Bereich zwischen 300 und 360 Mio. Euro. Dies stellt eine weitere Steigerung von zirka 15 bis 35 Prozent gegenüber dem Berichtsjahr 2015 dar und spiegelt die gesteigerte Profitabilität sowie nachhaltig verbesserte Qualität der Ergebnisse wider. DividendeHOCHTIEF wird seine Aktionäre an der positiven Ergebnisentwicklung des Unternehmens entsprechend beteiligen. Der Vorstand und der Aufsichtsrat der HOCHTIEF Aktiengesellschaft schlagen vor, für das Geschäftsjahr 2015 eine ordentliche Dividende in Höhe von 2,00 Euro je Aktie auszuschütten. Dies stellt eine Steigerung von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr dar. RisikoberichtDas Risikomanagement von HOCHTIEF umfasst sämtliche organisatorischen Prozesse, durch die Risiken identifiziert sowie geeignete Maßnahmen zur Gegensteuerung entwickelt und umgesetzt werden. Als Risiken gelten dabei alle Entwicklungen, die sich negativ auf das Erreichen der qualitativen und quantitativen Unternehmensziele, insbesondere auf das Ergebnis und die Liquidität bei HOCHTIEF, auswirken könnten. Unser Risikomanagement ist integraler Bestandteil unseres Managementsystems. Es ermöglicht die aktive Steuerung von erkannten Risiken, um den Fortbestand des Konzerns, den Erhalt von Arbeitsplätzen und die erfolgreiche Weiterentwicklung von HOCHTIEF zu sichern. Das Risikobewusstsein aller Mitarbeiter wird durch ständig optimierte organisatorische Prozesse auf allen Ebenen nachhaltig gefördert. Risiken werden adäquat, vollständig und offen kommuniziert. Verbesserung des RisikomanagementsDie laufende Optimierung des Risikomanagementsystems steht bei HOCHTIEF weiterhin im Fokus. Ein gut funktionierendes Risikomanagement stellt für uns eine wesentliche Voraussetzung für eine gute Unternehmensführung sowie erfolgreiche und profitable Abwicklung von Projekten dar. Eine nachhaltige Steigerung der Rendite und der Liquidität soll durch Reduzierung und effektive Steuerung von Risiken erreicht werden. Insbesondere die Selektionskriterien in der Angebotsbearbeitung von Projekten sowie das anschließende Projektcontrolling werden konzernweit im Rahmen von Best-Practice-Lösungen immer weiter verbessert, um so Risiken noch früher zu erkennen, wirksamer zu vermeiden beziehungsweise besser zu steuern. Konzernweites RisikofrüherkennungssystemEine konzernweit gültige und jedem Mitarbeiter zugängliche Risikoreportingrichtlinie regelt einheitlich die Meldung und Kommunikation von Risiken, beschreibt die Aufbau- und Ablauforganisation einer Risikomeldung und definiert den konzernweit gültigen Rahmen des Risikoreportings. Die Divisions setzen zur Ergänzung der Konzernrichtlinien eigene, speziell für ihren Bereich entwickelte Organisationsanweisungen ein, um Risiken zu identifizieren, zu bewerten und zu steuern. Die Risiken werden zusammen mit den Prognosen beziehungsweise der Planung auf Projektebene erhoben, auf der Ebene der einzelnen Divisions mit den jeweils zuständigen Vorständen diskutiert und die Informationen werden von unten nach oben bis auf die Konzernebene verdichtet. Durch diese Vorgehensweise werden die Verantwortlichen auf allen Ebenen der Unternehmenshierarchie mit einbezogen. Die so standardisierten Risikomeldungen enthalten jeweils die potenziellen Auswirkungen auf Ergebnis und Liquidität im aktuellen Geschäftsjahr und in den zwei darauffolgenden Jahren, die Risikokategorie, den möglichen Eintrittszeitpunkt, die Eintrittswahrscheinlichkeit und bereits getroffene Maßnahmen zur Abwendung, Minderung und Finanzierung der beobachteten Risiken. Über diese quantitative Risikodarstellung hinaus ist es HOCHTIEF besonders wichtig, dass die Risiken im Konzernmanagement offen diskutiert werden. Zu diesem Zweck ist ein Risikoreportingkreis etabliert, dem mindestens ein Vertreter des HOCHTIEF-Vorstands sowie Vertreter der Divisions und der relevanten Konzernabteilungen angehören. Dieses Forum betrachtet die gemeldeten Risiken sowohl aus Sicht der Divisions als auch aus Sicht der HOCHTIEF-Holding. Die Ergebnisse werden für den Vorstand zu Informationszwecken aufbereitet. Die Risikosituation wird ebenfalls turnusmäßig in den Prüfungsausschusssitzungen des Aufsichtsrats erörtert. Zusätzlich werden im Rahmen von Prognosen und Planungen auch einzelfallbezogen Risikoszenarien erstellt. Projektbezogenes RisikomanagementIn der Grafik werden die Elemente des Risikomanagements dargestellt. Von wesentlicher Bedeutung sind dabei unter anderem der Investitionsausschuss zur Vermeidung von Risiken sowie der Risikoreportingkreis zur Überwachung und Steuerung der identifizierten Risiken sowie auf der Ebene der Divisions die Angebotskomitees. ![]() Die Risikosituation unterliegt einer fortlaufenden Kontrolle. Kurzfristig und neu auftretende wesentliche Risiken werden unabhängig von dem standardisierten Prozess an die Verantwortlichen für Risikomanagement gemeldet. Im Risikomanagementsystem von HOCHTIEF ist der Investitionsausschuss ein wesentliches Element, um Risiken zu vermeiden. Dieses Gremium stellt sicher, dass alle Beteiligungen, Investitionen und Desinvestitionen nach einheitlichen und anerkannten Grundsätzen beurteilt und nur bei Erfüllung der strengen Kriterien genehmigt werden. Die Konzernrevision prüft und beurteilt als prozessunabhängige Instanz ergänzend die Einhaltung der Vorgaben und die Wirksamkeit der installierten Systeme und Prozesse. Die Revisionsabteilungen führen auf Basis risikoorientierter Prüfungspläne Ordnungsmäßigkeits-, Risiko- und Organisationsprüfungen durch und beurteilen ergänzend die Wirksamkeit der installierten Systeme und Prozesse. Ergänzt wird das Programm durch außerplanmäßige Sonderprüfungen. Turner und CIMIC als wesentliche ausländische Beteiligungsgesellschaften besitzen zusätzlich eigenständige Revisionen. Die Ergebnisse aus den Revisionsprüfungen werden herangezogen, um die Risikofrüherkennung und -steuerung zu optimieren. HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions als Teil des konzernweiten Versicherungs- und RisikomanagementsDie HOCHTIEF-Tochtergesellschaft ist direkt der Holding zugeordnet. Sie koordiniert weltweit das versicherungsbezogene Risikomanagement der Divisions des HOCHTIEF-Konzerns. Als unternehmenseigener Versicherungsmakler prüft sie die Risiken und sorgt für angemessenen Versicherungsschutz bei den verschiedenen Projekten und Aktivitäten der Gesellschaften des HOCHTIEF-Konzerns. Dazu gehören vor allem Versicherungslösungen für alle Infrastrukturprojekte, wie Verkehrsinfrastruktur, Energieinfrastruktur sowie soziale und urbane Infrastruktur -, sowohl vor und während der Bauphase als auch in der Betriebsphase. In diesem Zusammenhang erbringt HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions auch Dienstleistungen für externe Unternehmen, unter anderem auch für Projektbeteiligte, Eigentümer und Endnutzer. Durch die Tochtergesellschaften Builders Reinsurance S.A. und Builders Direct S.A. in Luxemburg werden darüber hinaus vor allem Rückversicherungsleistungen für Bauleistungs-, Nachunternehmerausfall-, Haftpflicht- und Arbeitnehmerunfallversicherungen, bereitgestellt. Builders Reinsurance S.A. hat von der Ratingagentur A.M. Best im Berichtsjahr zum wiederholten Mal ein A-(excellent) erhalten, Builders Direct erhielt am 5. Februar 2016 zum ersten Mal ein A- (excellent). HOCHTIEF ist aufgrund dieser Aktivitäten in der Lage, zusätzliche Erträge zu erzielen und eine risiko- und kostenoptimierte Absicherung des Konzerns sicherzustellen. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den RechnungslegungsprozessEine verlässliche und richtige Finanzberichterstattung ist sowohl für die Entscheidungen des Managements als auch für die Informationsversorgung der Abschlussadressaten von zentraler Bedeutung. Im HOCHTIEF-Konzern wird den aus dem Konzernrechnungslegungsprozess resultierenden Risiken auf verschiedene Weise Rechnung getragen. Um die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung zu gewährleisten, gibt es eine IFRS* -Bilanzierungsrichtlinie auf Basis der aktuell gültigen, in der EU anzuwendenden IFRS-Vorschriften, die jährlich aktualisiert wird. Für die deutschen Konzerngesellschaften wird zusätzlich eine jährlich aktualisierte HGB** -Bilanzierungsrichtlinie erstellt. Unsere Tochtergesellschaften sind in enger Abstimmung mit dem Konzernrechnungswesen für die Einhaltung der konzernweit gültigen Bilanzierungsvorschriften in ihren Abschlüssen zuständig.
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International Financial Reporting Standards Die Bilanzierung von latenten Steuern und von Finanzinstrumenten erfolgt in Absprache mit der Konzernabteilung Steuern und Konzernfinanzen, um auch in diesen Bereichen die Verlässlichkeit und Richtigkeit der verarbeiteten Zahlen zu gewährleisten. Die Bewertung derivativer Finanzinstrumente wird zudem durch ein im Industrie- und Bankensektor etabliertes Treasury-Managementsystem unterstützt. Darüber hinaus setzt HOCHTIEF externe Dienstleister ein, zum Beispiel für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen. Die korrekte Durchführung der Kapital- und Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung sowie der Zwischengewinneliminierung wird durch die EDV-gestützte Erstellung des Konzernabschlusses sowie systemseitige Plausibilisierungen des Zahlenwerks unterstützt. Soweit dennoch in Einzelfällen Klärungsbedarf bestehen sollte, werden diese vom Konzernrechnungswesen geprüft und geklärt. Des Weiteren verfügt das im Konzern eingesetzte Konsolidierungssystem über ein Zugriffsberechtigungssystem. Dadurch ist gewährleistet, dass die jeweils verantwortlichen Mitarbeiter nur auf die für sie relevanten Daten zugreifen können. Das Konsolidierungssystem wird von der Konzernrevision regelmäßig einer Prüfung unterzogen. Zudem prüft die Konzernrevision konzernweit interne Kontroll-, Führungs- und Überwachungssysteme in allen Geschäftsbereichen mittels eines risikoorientierten Prüfungsansatzes und beachtet dabei insbesondere die einheitliche Anwendung der bestehenden Richtlinien nach IFRS und HGB. Klassifizierung der RisikenIm Folgenden werden die Risiken in Abhängigkeit von ihrem Erwartungswert als "gering", "mittel" beziehungsweise "hoch" klassifiziert. Der jeweilige Erwartungswert ergibt sich dabei als Kombination der Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos und dessen potenzieller Auswirkung auf die Finanz- und Ertragslage sowie die Cashflows des Konzerns. Risikosituation im HOCHTIEF-KonzernZur Ermittlung des Gesamtrisikos des HOCHTIEF-Konzerns werden die Erwartungswerte der Einzelrisiken summiert und auf Konzernebene nach Divisions und Risikokategorien aggregiert. Die Gesamtrisikosituation des Konzerns hat sich im Berichtsjahr 2015 weiter verbessert. Ursächlich dafür ist insbesondere unsere Division HOCHTIEF Asia Pacific. Unsere Finanzierungs- und Liquiditätssituation ist weiterhin sehr solide. Identifizierte Liquiditätsrisiken können durch die vorhandenen Finanzmittelbestände ausgeglichen werden. Zur Optimierung der Liquiditätssituation wurden Maßnahmen zur Reduzierung der Kapitalbindung weiter fortgesetzt. Eine bestandsgefährdende Beeinträchtigung der zukünftigen Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage ist vor diesem Hintergrund nicht zu erwarten. Das bei HOCHTIEF identifizierte Gesamtrisiko besteht hauptsächlich aus den im Folgenden erläuterten Risikokategorien. Projekt- und VertragsrisikenProjekt- und Vertragsrisiken erwachsen im Wesentlichen aus dem klassischen Baugeschäft und dem Minengeschäft der HOCHTIEF-Divisions. Zudem sind Immobilienentwicklungen sowie PPP-Projekte der HOCHTIEF Solutions AG und der CIMIC-Gruppe betroffen. Allen Projekten sind Kalkulationsrisiken immanent. In einem strukturierten Prozess werden Akquisitionen von Beteiligungen, Investitionen in PPP-Projekte und Projektentwicklungen einer sorgfältigen Prüfung unterzogen. HOCHTIEF legt dabei Wert auf praxisnahe und wirksame Mechanismen. Bei unseren US-Tochtergesellschaften Turner und Flatiron wird das Risikofrüherkennungssystem durch das Contract Review Committee bei Turner und das Bid Review Committee bei Flatiron ergänzt, die eine ähnliche Funktion ausüben wie das Angebotskomitee in der Division HOCHTIEF Europe. Quartalsweise werden bei Turner auf Ebene der Business-Units Risikoanalysen erstellt, die in einem Risikomemorandum zusammengefasst werden. Bei Flatiron finden zu allen wesentlichen Projekten monatliche Ergebnisgespräche statt, um Risiken frühzeitig zu identifizieren. Eine Risikoüberwachung findet weiterhin im Zusammenhang mit den Projekten ILM und Presidio Parkway statt. Bei dem Projekt ILM, einem Joint Venture für den Bau einer Überlandleitung in Kanada, führten Kostensteigerungen zu Nachforderungen. Auch beim PPP-Projekt Presidio Parkway, einem Joint Venture zum Bau einer neuen Fahrbahn als Ersatz für den veralteten Doyle Drive, der San Francisco mit der berühmten Golden-Gate-Brücke verbindet, besteht weiterhin ein Risiko in der Nichtrealisierung von Nachtragsforderungen. Wir stufen die Risiken, die aktivierten Nachtragsforderungen nicht realisieren zu können, als gering ein. Die Führungsgesellschaft CIMIC gibt die Richtlinien für das Risikomanagementsystem in der Division HOCHTIEF Asia Pacific vor. Diese stehen im Einklang mit der HOCHTIEF-Konzernrichtlinie. Im Zusammenhang mit dem Projekt Gorgon Jetty and Marine STR haben erhebliche Kostensteigerungen zu entsprechenden Nachforderungen an den Auftraggeber geführt, die zurzeit weiter verhandelt werden. Das Risiko hinsichtlich der Realisierung dieser Nachtragsforderungen besteht zwar weiterhin, wir schätzen es allerdings als gering ein. Es liegt im Interesse von CIMIC, dass der Regulierungsprozess mit Chevron bezüglich des Projekts Gorgon Jetty & Marine STR vorangetrieben wird, etwa durch Eintreten der Parteien in ein Schiedsverfahren gemäß Vertrag. Aufgrund von diversen Änderungen einzelner Leistungspakete und Problemen mit Subunternehmern im Projekt Iraq Crude Oil bestehen diverse Nachtragsforderungen. CIMIC ist zuversichtlich, diese Forderungen in Zusammenarbeit mit erfahrenen externen Beratern realisieren zu können, und wir stufen das Risiko als gering ein. CIMIC verfügt aktuell über freie, ungenutzte Kapazitäten von Gerätschaften, unter anderem einen Fuhrpark im Bereich Contract-Mining. Durch die Etablierung einer Gesellschaft für das zentrale Management der Gerätschaften, die Intensivierung der gemeinsamen Nutzung dieser Geräte innerhalb der CIMIC-Gruppe sowie die kontinuierliche Prüfung einer Optimierung der Einsatzmöglichkeiten schätzen wir das Risiko einer Abschreibung auf die Geräte als gering ein. Zudem konnten 2015 zahlreiche Contract-Mining-Projekte neu gewonnen beziehungsweise verlängert werden, die das Auslastungsrisiko weiter begrenzen. Im Jahr 2014 hat CIMIC eine Risikovorsorge für Ausfallrisiken bei Projektforderungen für Projektrisiken in Höhe von 458 Mio. Euro (675 Mio. australische Dollar) gebildet, die auch zum Jahresende 2015 ungenutzt ist. Die Division HOCHTIEF Europe unterzieht ebenfalls alle Akquisitions- und Angebotsprojekte einer Risikobewertung. Angebote, die fest definierte Wertgrenzen überschreiten, werden von einem mit kompetenten Fachleuten besetzten Contract Review Committee beurteilt. Risikoauditoren begleiten Projekte von der Angebotsbearbeitung über den Vertragsabschluss bis zur Übergabe an den Kunden. Zusätzlich prüft die interne Revision laufend nationale und internationale Projekte auf technische, kaufmännische sowie rechtliche Risiken. Die Division HOCHTIEF Europe wird sich laufend dem Marktumfeld anpassen. Neue Projekte zeichnen sich durch bessere Margen und eine verbesserte Risikoverteilung zwischen den Vertragsparteien aus. Erst wenn belastbare Nachunternehmerangebote für Schlüsselgewerke und Material vorliegen, werden Projekte in der Regel genehmigt. Das Risiko von Preissteigerungen wird in der Regel durch entsprechende Preisgleitklauseln reduziert oder kalkulativ bewertet. In der Division HOCHTIEF Europe bestehen Risiken für das Offshore-Projekt Global Tech I aus noch nicht vom Auftraggeber genehmigten Nachträgen und aus einer Schadenersatzforderung des Kunden. Der Vertrag wurde vom Auftraggeber 2014 gekündigt. Derzeit läuft ein außergerichtliches Streitbeilegungsverfahren, dennoch wird weiterhin eine gütliche Einigung zwischen den Parteien angestrebt. Das Risiko wird von HOCHTIEF als gering eingeschätzt. Obwohl HOCHTIEF mit einigen Geschäftspartnern hohe Umsätze generiert, besteht keine Abhängigkeit von einem einzelnen Kunden oder Lieferanten. Durch die Bonitätsprüfung der Kunden sowie in der Regel durch die Absicherung von Zahlungsansprüchen durch Bürgschaften wird das Ausfallrisiko reduziert. Das Beschaffungsmanagement von HOCHTIEF stellt sicher, dass leistungsfähige Partner ausgewählt werden. Ständige Marktbeobachtung und enge Kontakte zu Lieferanten und Institutionen stellen sicher, dass wir Veränderungen im Beschaffungsmarkt zeitnah erkennen und entsprechend auf sie reagieren können. Das Ergebnis eines Projekts kann während der Ausführungsphase durch unerwartete und von der Ausschreibung abweichende Gegebenheiten beeinflusst werden. Projekt- und Vertragsrisiken werden im HOCHTIEF-Konzern grundsätzlich im Rahmen der anzuwendenden Bilanzierungsvorschriften sowie bei der laufenden Projektbewertung berücksichtigt. Die Wirtschaftlichkeit von Projekten hängt oftmals davon ab, dass Risiken eindeutig und fair zugeordnet werden und bei auftretenden Problemstellungen (zum Beispiel aufgrund unvorhersehbarer Gegebenheiten) ausgewogen gelöst werden. UmweltrisikenDie Tätigkeiten von HOCHTIEF haben einerseits Einfluss auf unsere Umwelt und andererseits ist unser unternehmerischer Erfolg mit den uns gegebenen Umweltbedingungen verbunden. Gerade unsere Bauprojekte können teilweise durch außergewöhnliche Wetterbedingungen (beispielsweise Starkregen, Flut, Sturm, Kälte) behindert werden. Dies kann zu einer Verringerung der Produktivität führen. Zudem kann die Sicherheit unserer Mitarbeiter und Nachunternehmer sowie von Passanten gefährdet werden. HOCHTIEF führt daher in diesem Kontext fortlaufend Schulungen zur Arbeitssicherheit durch. Darüber hinaus setzen wir moderne Arbeitsmittel und -methoden für Wetterschutz und Arbeitssicherheit ein. Unsere Projektteams setzen sich mit den Wetterbedingungen auseinander und bereiten ihre Mitarbeiter und Nachunternehmer entsprechend vor. Das Kostenrisiko aus Schäden, die aufgrund von ungewöhnlichen oder außergewöhnlichen Wetterbedingungen dennoch bei Bauprojekten entstehen können, wird projektbezogen überprüft und typischerweise auf Versicherer transferiert. Aufgrund dieser fortlaufenden Kontrolle und der Berücksichtigung möglicher Auswirkungen sehen wir keine signifikanten Risiken für HOCHTIEF. In den Märkten, in denen HOCHTIEF aktiv ist, gibt es eine steigende Anzahl gesetzlicher Anforderungen, unter anderem zu Emissionswerten und Energieeffizienz, die eingehalten werden müssen. Dies kann für HOCHTIEF mit steigenden operativen Kosten in unseren Projekten verbunden sein. Wir haben die Mittel und das Wissen, den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden, und bieten ein umfangreiches Spektrum energieeffizienter Lösungen im Hoch- und Tiefbau an. Daher sehen wir auch an dieser Stelle keine bedeutsamen Risiken für HOCHTIEF. Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und Ansprüchen DritterHOCHTIEF verfolgt das Ziel, gerichtliche Auseinandersetzungen so weit wie möglich zu vermeiden. Trotz dieser Zielsetzung sind wir in verschiedene nationale und internationale Gerichts- und Schiedsverfahren involviert. Der Ausgang von Rechtsstreitigkeiten lässt sich nur schwer vorhersagen. Wir gehen davon aus, dass die getroffene bilanzielle Vorsorge für laufende Verfahren ausreichend ist. Seitdem im Geschäftsjahr 2013 in den australischen Medien gegen die damalige Leighton-Gruppe Vorwürfe wegen unlauterer Praktiken im internationalen Geschäft erhoben wurden, laufen die daraus folgenden Untersuchungen weiter. Die CIMIC-Gruppe nimmt diese Vorwürfe ernst, kooperiert im Rahmen dieser Untersuchung vollumfänglich mit der australischen Bundespolizei und hatte die Behörden aktiv darüber informiert. Board und Management von HOCHTIEF und CIMIC verurteilen jegliche Form von Korruption oder Betrug. Risiken im Zusammenhang mit ComplianceUnser Compliance* -Programm reduziert Risiken von Korruptionsverstößen erheblich und trifft die organisatorischen Vorkehrungen, mit denen ein regelgerechtes Verhalten des Unternehmens, seiner Organe und Mitarbeiter gegenüber geltendem Recht sichergestellt werden kann. Ferner hat die Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität für uns höchste Priorität. Im HOCHTIEF Code of Conduct sowie in verschiedenen Konzernrichtlinien und Rundschreiben ist festgeschrieben, welches Verhalten von den Mitarbeitern erwartet wird. Ihnen werden umfassende Informationen zu Compliance-Themen zur Verfügung gestellt. Dies geschieht über das Intranet und durch webbasierte E-Learning-Programme, mit denen die Mitarbeiter verpflichtend geschult werden. Zusätzlich finden auch regelmäßig Präsenzveranstaltungen statt. Jeder Mitarbeiter ist aufgefordert, in seinem Verantwortungsbereich aktiv an der Umsetzung des Compliance-Programms mitzuwirken. Ferner wird dieses Programm regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst.
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97ff. Auch von Partnerunternehmen, Lieferanten und sonstigen Vertragspartnern verlangt HOCHTIEF, dass bestimmte Verhaltensstandards eingehalten werden, um Korruptionsrisiken zu vermeiden. Damit werden die Risiken aus kriminellen Handlungen auf ein Mindestmaß reduziert. Risiken aus BeteiligungenInnerhalb der Divisons HOCHTIEF Europe und HOCHTIEF Asia Pacific ergeben sich aus den Konzessionsprojekten, die in der Regel eine sehr lange Laufzeit haben, spezifische Risiken, unter anderem aus der Abschätzung der zukünftigen Geschäftsentwicklung sowie der Kalkulation der Betriebs- und Instandhaltungsaufwendungen. Bei Konzessionsprojekten im Verkehrsinfrastrukturbereich garantiert HOCHTIEF entweder eine bestimmte Verfügbarkeit oder übernimmt das Risiko aus dem zukünftigen Verkehrsaufkommen selbst. Mögliche Konzessionsrisiken stufen wir als gering ein. In der Division HOCHTIEF Asia Pacific werden nach aktuellem Kenntnisstand keine zukünftigen Wertberichtigungen auf einzelne Beteiligungen von CIMIC erwartet. Wir stufen dieses Risiko somit als gering ein. Für die Zukunft können wir nicht ausschließen, dass in Einzelfällen Wertberichtigungen auf unsere Beteiligungen sowohl im Konzernabschluss als auch im Jahresabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft notwendig sein können. Marktrisiken*
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Märkte und Rahmenbedingungen auf den Seiten 41 bis 51. Im Berichtsjahr wurde ein weltweites Wirtschaftswachstum von 3,1 Prozent verzeichnet. Für 2016 wird mit einer Steigerung des weltweiten Wirtschaftswachstums auf 3,4 Prozent gerechnet. Dabei sehen die Prognosen für die einzelnen Länder wieder sehr unterschiedlich aus. Die Entwicklung in unseren Zielmärkten beobachten wir intensiv. Risiken aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ergeben sich weiterhin aus der finanzpolitischen Lage in der Eurozone, den geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und der Entwicklung der Rohstoffpreise, die bisher allerdings nur geringe überregionale Auswirkungen zeigte, sowie aus der Wechselkursentwicklung. Aufgrund unserer guten Marktpositionierung und unserer international breiten Aufstellung am Markt schätzen wir das allgemeine Marktrisiko für HOCHTIEF allerdings als gering ein. Speziell die Nachfrage nach Infrastrukturprojekten ist stark abhängig von der Haushaltslage einzelner Staaten. Vor allem der Bereich Verkehrsinfrastruktur in allen Divisions verspricht hier aufgrund hoher staatlicher Investitionen attraktive Chancen für HOCHTIEF. Hier besteht das Risiko, dass unsere geplanten Auftragseingänge nicht in voller Höhe erreicht werden. Dieses Risiko schätzen wir ebenfalls als gering ein, da wir durchaus Potenziale sehen: Im Rahmen von PPP- beziehungsweise Konzessionsprojekten, die eine private Beteiligung beinhalten, sowie angesichts des steigenden Infrastrukturbedarfs. Regulatorische RisikenVeränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen auf einzelstaatlicher oder europäischer Ebene bergen Risiken, die unsere Ergebnissituation beeinflussen können, insbesondere bei Konzessionsprojekten mit langer Laufzeit. Damit HOCHTIEF in der Lage ist, Projekte für die öffentliche und private Hand durchführen zu können, müssen wir unseren Kunden umfangreiche Sicherheiten zur Verfügung stellen. In den USA werden diese von Surety-Gesellschaften auf Basis der Bonität der HOCHTIEF-Gruppe bereitgestellt. Die HOCHTIEF-Bonding-Kapazität gehört bezüglich des zugesagten Volumens zu den größten Linien in den USA. Zudem betreiben wir PPP-Projekte und realisieren große Infrastrukturprojekte in Regionen, die schnell politischen Änderungen unterliegen können, wie zum Beispiel Griechenland und der Mittlere Osten. Dies kann Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg des Projekts haben. Die regulatorischen Risiken für HOCHTIEF stufen wir als gering ein. Finanzrisiken**
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Weitere Informationen zum Management von
Finanzrisiken finden Sie auf den Seiten 223ff. Eine zentrale Aufgabe des Finanzmanagements besteht darin, den Finanzbedarf innerhalb des Konzerns zu koordinieren und die finanzielle Unabhängigkeit des Unternehmens langfristig jederzeit sicherzustellen. Dieses Ziel erreicht HOCHTIEF durch eine stabile, die nächsten Jahre absichernde Konzernfinanzierung und durch die Begrenzung von finanzwirtschaftlichen Risiken. Die Finanzaktivitäten im HOCHTIEF-Konzern werden auf Basis einer konzernweit gültigen Finanzrahmenrichtlinie getätigt. Neben dieser allgemeinen Richtlinie gilt eine zusätzliche Finanzrisikorichtlinie, die durch weitere funktionale, operative Einzelrichtlinien ergänzt wird. Darüber hinaus besteht im Konzern eine strikte Trennung der Zuständigkeiten zwischen den Finanz-, Handels- und den korrespondierenden Kontroll- und Abwicklungsaktivitäten. Bei allen Handelsvorfällen ist mindestens das Vieraugenprinzip verbindlich vorgeschrieben. Die Einhaltung aller Richtlinien und Vorgaben wird regelmäßig durch die interne Revision kontrolliert. Die hinsichtlich der Kreditlinien zum Teil bestehenden Financial Covenants*** , die bei Nichteinhaltung zu Gläubigerkündigungsrechten führen können, werden laufend überwacht und unverändert als unkritisch eingestuft. Die HOCHTIEF-Unternehmensanleihen haben selbst keine Financial Covenants in der Anleihedokumentation.
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Siehe Glossar auf der Seite 259. Unsere Finanzrisiken schätzen wir dank unseres effizienten Finanzmanagements insgesamt als gering ein. PersonalrisikenInsbesondere bei der Realisierung von Großprojekten ist der wirtschaftliche Erfolg davon abhängig, inwiefern es uns gelingt, erfahrene Fach- und Führungskräfte dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Ziel unserer Personalstrategie ist es, die Qualifikation unserer Mitarbeiter zu verbessern und sie langfristig an das Unternehmen zu binden. Um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen, wurde auf Basis des Leitfadens zum Risikomanagement das Risikomanagement im Personalbereich neu überarbeitet. Seit Januar 2014 greift diese systematische Erhebung die Hauptrisikogruppen, wie Qualifikations-, Motivations-, Fluktuations- und Nachfolgerisiko, sowie deren mögliche Auswirkungen für HOCHTIEF auf. Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz haben bei HOCHTIEF einen hohen Stellenwert und werden durch das AGUS Center* zentral koordiniert. Ziel ist es, die Unfall- und Sicherheitsrisiken für Mitarbeiter, Nachunternehmer und Dritte weiter zu reduzieren.
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Weitere Informationen finden Sie im Kapitel
Mitarbeiter auf den Seiten 122 bis 125. Nach den letzten aktuellen Erhebungen stufen wir mögliche Personalrisiken als gering ein. Risiken aus PensionsverpflichtungenDie Umstellung von rein leistungsbezogenen Pensionszusagen auf für das Unternehmen kalkulierbare beitragsbezogene Leistungszusagen hat HOCHTIEF bereits vor einigen Jahren vollzogen. Neue Pensionszusagen bei CIMIC, Turner und Flatiron sind ebenfalls ausschließlich beitragsorientiert. Die Pensionsverpflichtungen in Deutschland sind zum überwiegenden Teil durch das Planvermögen, das der HOCHTIEF Pension Trust e.V. hält, und Rückdeckungsversicherungen gedeckt sowie durch werthaltige Vermögenswerte unterlegt.** Das Planvermögen besteht aus verzinslichen Wertpapieren, Aktien, Immobilien und anderen Anlageklassen. Negative Entwicklungen an den Kapitalmärkten können dazu führen, dass das Planvermögen an Wert verliert und die Deckungslücke zu den Pensionsverpflichtungen ansteigt. Dies kann einen zusätzlichen Liquiditätsabfluss zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen zur Folge haben. Dem Risiko von Marktwertschwankungen des Planvermögens begegnen wir durch eine ausgewogene strategische Anlagenallokation und eine an den Laufzeiten der Pensionszahlungen sowie an der erwarteten Entwicklung der Pensionsverpflichtungen ausgerichtete Anlagenstruktur. Zudem kann die Veränderung von Bewertungsparametern, wie beispielsweise des Abzinsungssatzes oder die Lebenserwartung, zu einer Erhöhung der versicherungsmathematisch ermittelten Pensionsverpflichtungen führen. Sowohl die Verminderung des Planvermögens als auch die Erhöhung der Pensionsverpflichtungen führen gemäß IFRS-Rechnungslegung letztlich zu einer erfolgsneutralen Verminderung des Eigenkapitals.
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Weitere Informationen finden Sie auf den
Seiten 182 und 213. Wesentliche Risiken aus der betrieblichen Altersversorgung von HOCHTIEF werden derzeit nicht gesehen und somit als gering eingestuft. Risiken aus der InformationssicherheitIT-Risiken begegnet HOCHTIEF durch die intensive Zusammenarbeit mit kompetenten Dienstleistern. Innerhalb unserer Dienstleistungsverträge werden die IT-Servicebereiche in Leistungsscheinen deutlich gegliedert. Fachliche Anforderungen an Verfügbarkeit und Vertraulichkeit werden durch die Vorgabe von messbaren Zielgrößen erfüllt. Im Bereich der relevanten betriebswirtschaftlichen Systeme wurde auf eine hohe Verfügbarkeit geachtet. Der Einsatz moderner Hard- und Softwaretechnologien sowie Zugangs- und Zutrittskontrollen gewährleisten den Schutz der Daten vor unerlaubtem Zugriff. So befinden sich die wesentlichen Daten in zertifizierten, redundant ausgelegten und räumlich getrennten Rechenzentren. In regelmäßigen externen Penetrationstests wird die Zuverlässigkeit unserer Firewallsysteme gegen Angriffe aus dem Internet überprüft. Für vertrauliche Daten und Vorgänge, unter anderem für die Datenspeicherung und den E-Mail-Austausch, werden Verschlüsselungssysteme eingesetzt. Auch verfolgen wir das Thema Cyberkriminalität aufmerksam und entwickeln entsprechende Maßnahmen. Die Richtlinie zur IT-Sicherheit, die für die Division HOCHTIEF Europe sowie hinsichtlich der Sicherheitsaspekte auch für die Division HOCHTIEF Americas gilt, wird mit Unterstützung von Experten kontinuierlich weiterentwickelt und durch Audits im In- und Ausland verifiziert. Unsere Tochtergesellschaft CIMIC in der Division HOCHTIEF Asia Pacific setzt eigene Informations- und Kommunikationssysteme sowie entsprechende Richtlinien ein, die im Einklang mit den geltenden HOCHTIEF-Richtlinien stehen. Dadurch werden die Anforderungen an Sicherheit, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit der Daten gewährleistet. Unsere Dienstleister stellen zudem in Zusammenarbeit mit dem Datenschutzbeauftragten des Konzerns sicher, dass personenbezogene Daten ausschließlich nach den Regeln des Bundesdatenschutzgesetzes verarbeitet werden. Bisher gab es bei HOCHTIEF keine nennenswerten Schadensfälle im IT-Bereich. Wir schätzen das Risiko auch für die Zukunft als gering ein. Gesamtbeurteilung der Risiken durch die UnternehmensleitungDer Risikomanagementansatz im HOCHTIEF-Konzern unterliegt einer stetigen Kontrolle und Optimierung. Im Rahmen von Best-Practice-Lösungen wurden optimierte Standards zu Projektkontrollen und Ausführungsmethoden konzernweit implementiert. Insgesamt soll ein stärker unternehmerisch geprägter Ansatz dazu führen, dass Risiken früher erkannt und ausgeschlossen oder besser gesteuert werden können, um so die Volatilität von Ergebnis und Liquidität zu senken und die Rendite nachhaltig zu steigern. Das Gesamtrisiko des Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr weiter verbessert. Wir streben an, auch in Zukunft unsere Risikosituation weiter zu optimieren. Aus heutiger Sicht stellen die beschriebenen Risiken aufgrund ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkungen keine den Fortbestand des HOCHTIEF-Konzerns gefährdenden Risiken dar. Die Risikotragfähigkeit des Konzerns schätzen wir aufgrund unserer guten Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage weiterhin als solide ein. ChancenberichtChancen in den relevanten Regionen und Märkten von HOCHTIEF*
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Märkte und Rahmenbedingungen auf den Seiten 41 bis 51. Durch den sehr hohen Internationalisierungsgrad und die breite regionale Diversifizierung von HOCHTIEF können wir regionale Marktschwankungen sehr gut kompensieren. Unabhängig davon sehen wir in den für HOCHTIEF besonders bedeutenden Regionen gute Chancen, unser Kerngeschäft weiter nachhaltig erfolgreich fortzuführen und zielgerichtet auszubauen. Das für 2016 erwartete steigende wirtschaftliche Wachstum in den USA und Kanada stimmt uns zuversichtlich, dass wir unsere bereits starke Position in diesen Märkten weiter ausbauen können. Der Bereich Verkehrsinfrastruktur ist in diesem Zusammenhang ein wesentlicher Treiber. Vor allem der kanadische Markt zeigt ein großes, anhaltendes Wachstumspotenzial für PPP-Straßen- und -Brückenbauprojekte. In den USA ist der Markt der sozialen und urbanen Infrastruktur in den Segmenten Büro-, Gewerbe- und Industrieimmobilien hervorzuheben. Die aktuellen Marktprognosen für die Eurozone weisen in den für HOCHTIEF relevanten Märkten überdurchschnittliche Wachstumsraten auf, die wir nutzen wollen. Auch hier sehen wir vor allem auf Basis der Vielzahl an staatlichen Investitionsprogrammen im Zusammenhang mit PPP-Projekten enormes Potenzial im Bereich Verkehrsinfrastruktur. Für Asien und Australien werden Wachstumsraten auf dem guten Niveau des Jahres 2015 erwartet. Die Division HOCHTIEF Asia Pacific hat sich bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr gut in diesem aktuell rückläufigen Marktumfeld behaupten können und die Basis für weiteres profitables Wachstum ist gegeben. Der Markt für Verkehrsinfrastruktur hat sich im Jahr 2015 stark entwickelt; dieser Trend soll sich auch 2016 fortsetzen. Ein hohes Volumen an staatlichen Investitionsprogrammen im Zusammenhang mit PPP-Finanzierungen bietet dabei sowohl für Projekte im Bereich Verkehrsinfrastruktur als auch in der sozialen und urbanen Infrastruktur sehr gute Möglichkeiten für HOCHTIEF. Auch die Nachhaltigkeitsstrategie von HOCHTIEF - im Zusammenspiel mit einem stärkeren Fokus auf Nachhaltigkeitsaspekte bei der Verkehrsinfrastruktur in Australien - wird sich positiv auswirken können. Zudem soll sich ab 2016/17 eine Erholung im australischen Contract-Mining-Sektor einstellen. Davon wird auch HOCHTIEF im australischen Markt deutlich profitieren können. Bereits im Jahr 2015 konnte HOCHTIEF attraktive neue Aufträge im Nahen Osten gewinnen und seine Marktposition ausbauen. Zusätzlich wird es uns auch aufgrund der weiterhin guten Wachstumserwartungen für 2016 möglich sein, erfolgreich in dieser Region tätig zu sein. Die weiteren Perspektiven der Region hängen allerdings maßgeblich mit der Entwicklung des Ölpreises sowie der politischen Stabilität zusammen. Sofern sich die für HOCHTIEF relevanten Regionen und Märkte besser entwickeln, als aktuell vorherzusehen ist, könnte dies einen positiven Einfluss auf unsere wesentlichen Kennzahlen haben und das prognostizierte Wachstum im Jahr 2016 möglicherweise weiter verbessern. Chancen auf Basis erfolgreicher Forschung und Entwicklung**
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Forschung und Entwicklung auf den Seiten 107 bis 113. HOCHTIEF profitiert maßgeblich von seiner Erfahrung, seiner technischen Exzellenz und von innovativen, maßgeschneiderten Lösungen. In unserem anspruchsvollen Projektgeschäft realisieren wir hauptsächlich Unikate, die von uns eine hohe technische Kompetenz, neue und verbesserte Verfahren sowie Innovationskraft erfordern. Mit unserer Ingenieurkompetenz erreichen wir eine führende Markt- und Technologieposition. Dazu entwickeln wir nachhaltige Projekte/Produkte und Dienstleistungen und sorgen für einen effizienten Einsatz vorhandener Ressourcen. Sollte es uns auch in Zukunft weiterhin gelingen, neue Standards zu setzen, die Qualität der Arbeit weiter zu steigern und unsere Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, wird dies einen deutlich positiven Einfluss auf unseren geschäftlichen und gesellschaftlichen Erfolg haben. Chancen durch die richtigen Mitarbeiter***
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Mitarbeiter auf den Seiten 115 bis 125. Unsere Mitarbeiter sind wichtig für den wirtschaftlichen Erfolg von HOCHTIEF. Unsere Personalstrategie wird aus der Unternehmensstrategie abgeleitet und setzt insbesondere auf Wissenstransfer und Kooperation innerhalb des gesamten Konzerns, um Effizienz und Effektivität unseres Handelns konzernweit zu verbessern und die Ergebnisse unserer Arbeit nachhaltig positiv zu gestalten. Daher ist es für unser Geschäft wesentlich, rechtzeitig die richtigen Mitarbeiter an der richtigen Stelle einzusetzen. Unser Ziel ist es, unsere Stellung als attraktiver Arbeitgeber weiter auszubauen, Mitarbeiter planvoll zu gewinnen, sie zu fördern und langfristig an HOCHTIEF zu binden. Sollte es uns gelingen, dieses Ziel konsequent weiterzuverfolgen und unsere damit zusammenhängenden Erwartungen zu übertreffen, wird dies zusätzliche positive Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung haben. Chancen durch konsequente Fortführung der Strategie* /Nachhaltigkeitsstrategie**
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Strategie auf den Seiten 33 bis 37. HOCHTIEF besitzt eine einfache und klare Strategie. Wir wollen der global bedeutendste Hoch- und Infrastrukturbaukonzern werden und dazu nachhaltig und profitabel wachsen. Für unseren langfristigen Erfolg fördern wir das Zusammenwirken von Ökonomie, Ökologie und sozialen Aspekten. Um diese Gedanken im Unternehmen tiefer zu verankern und konsequent weiterzuentwickeln, wurden einige strategische Initiativen definiert. HOCHTIEF fokussiert sich auf das Kerngeschäft Bauen und kann dadurch noch besser von den wichtigsten gesellschaftlichen Megatrends profitieren. Eine klare Fokussierung auf die Marktsegmente Verkehrs-, Energie-, soziale und urbane Infrastruktur sowie das Minengeschäft im Zusammenspiel mit einer Transformation und Harmonisierung von Strukturen und Prozessen hilft uns dabei, erfolgreich zu agieren. Zudem ist die nachhaltige Optimierung der Finanzkraft ein wichtiger Baustein für die Wettbewerbsfähigkeit von HOCHTIEF. Des Weiteren werden mit einer kontinuierlichen Verbesserung des Risikomanagements sowie der bereits aufgeführten Bereiche der Forschung und Entwicklung und der Mitarbeiter wichtige strategische Initiativen sowie Erfolgspotenziale verbunden. HOCHTIEF wird zielgerichtet daran arbeiten, seine Strategie konzernweit umzusetzen und die damit verbundenen positiven Auswirkungen auf alle wesentlichen Kennzahlen des Konzerns zu realisieren. Falls es uns gelingen sollte, den strategischen Fahrplan und die damit verbundenen Initiativen früher als erhofft zu implementieren und mit Leben zu füllen, dürfte dies deutlich positive Auswirkungen für HOCHTIEF haben. Die Unternehmensstrategie von HOCHTIEF bildet die Basis für unsere Nachhaltigkeitsstrategie. Konzernweit fördern wir in unserem Handeln das Zusammenspiel von Ökonomie, Ökologie und Sozialem. Unsere Nachhaltigkeitsstrategie orientiert sich an unserem Geschäftsmodell. Mit ihr verfolgen wir klare Ziele: Wir wollen für uns relevante Themen antizipieren, Geschäftschancen und Marktpotenzial nutzen und Risiken verringern. Um dies zu erreichen, ist es wichtig, die Ansprüche und Bedürfnisse unserer Stakeholder zu kennen und zu berücksichtigen. Zur Minimierung der Risiken tragen unsere konzernweit gültigen Standards bei. Häufig übertreffen diese die gesetzlichen Anforderungen. Um Marktchancen zu nutzen, entwickeln wir für unsere Kunden innovative Produkte und Dienstleistungen. Deshalb betrachten wir unsere Projekte ganzheitlich und sorgen für eine hohe Gesamtqualität. Der öffentliche und wirtschaftliche Fokus auf nachhaltige Themen nimmt eine immer wichtigere Rolle im Geschäftsleben ein. HOCHTIEF kann durch eine konsequente Umsetzung des Nachhaltigkeitsgedankens bereits jetzt profitieren. Insbesondere die Themen Green Buildings und Green Roads versprechen signifikante Wachstumspotenziale. Unsere Umsätze*** im Marktsegment Green Buildings liegen allein im Jahr 2015 bei mehr als sieben Mrd. Euro und die für Green Infrastructure bei mehr als 6,7 Mrd. Euro (kumuliert bis Ende 2015). Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend weiter fortsetzt und gegebenenfalls noch weiter verstärkt. Dadurch bieten sich für HOCHTIEF im Kontext der Nachhaltigkeit > große Chancen, die es zu nutzen gilt und die sich im Folgenden positiv auf unseren Geschäftserfolg auswirken dürften. > Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de/interview-vs2015
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Seite 159. NachtragsberichtDer Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat am 11. Januar 2016 beschlossen, das Aktienrückkaufprogramm, das am 31. Dezember 2015 abgeschlossen wurde, fortzusetzen. Das Aktienrückkaufprogramm basiert auf der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 6. Mai 2015, bis zum 5. Mai 2020 Aktien in Höhe von bis zu zehn Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft zurückzukaufen. Der Rückkauf kann ab dem 12. Januar 2016 beginnen. Am 14. Dezember 2015 hat das Board der CIMIC-Gruppe ein Aktienrückkaufprogramm beschlossen, bei dem innerhalb der nächsten zwölf Monate bis zu zehn Prozent der voll einbezahlten ausgegebenen Stammaktien zurückgekauft werden können. Diese eigenen Aktien werden dann eingezogen. Bis zum 31. Dezember 2015 wurden keine eigenen Aktien erworben. Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2015 bis zum Redaktionsschluss dieses Konzernberichts sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu berichten wären. Zukunftsbezogene AussagenDieser Konzernbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen. Diese Aussagen spiegeln die gegenwärtigen Auffassungen, Erwartungen und Annahmen des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft über künftige, die HOCHTIEF Aktiengesellschaft bzw. den HOCHTIEF-Konzern betreffende Ereignisse und Entwicklungen wider und basieren auf Informationen, die dem Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Zukunftsbezogene Aussagen enthalten keine Gewähr für den Eintritt zukünftiger Ergebnisse (zum Beispiel der Vorsteuerergebnisse oder der Konzerngewinne) und Entwicklungen (zum Beispiel hinsichtlich geplanter Beteiligungsveräußerungen, der allgemeinen Geschäftsaktivität oder der Geschäftsstrategie) und sind mit Risiken und Unsicherheiten verbunden. Die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse (zum Beispiel die Vorsteuerergebnisse oder die Konzerngewinne), Dividenden und weitere Entwicklungen (zum Beispiel hinsichtlich geplanter Beteiligungsveräußerungen, der allgemeinen Geschäftsaktivität oder der Geschäftsstrategie), betreffend die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und den HOCHTIEF-Konzern, können daher aufgrund verschiedener Faktoren wesentlich von den hier geäußerten oder implizit zugrunde gelegten Erwartungen und Annahmen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören insbesondere Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, der branchenspezifischen Lage und der Wettbewerbssituation. Darüber hinaus können die Entwicklungen auf den Finanzmärkten, Wechselkursschwankungen sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere auch in Bezug auf steuerliche Regelungen, das Verhalten von Mitgesellschaftern sowie andere Faktoren einen Einfluss auf die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse (zum Beispiel die Vorsteuerergebnisse oder die Konzerngewinne), Dividenden und weitere Entwicklungen (zum Beispiel hinsichtlich geplanter Beteiligungsveräußerungen, der allgemeinen Geschäftsaktivität oder der Geschäftsstrategie), betreffend die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und den HOCHTIEF-Konzern, haben. Etwaige Angaben zu Dividenden stehen zudem unter dem Vorbehalt, dass für das jeweilige Geschäftsjahr ein entsprechender Bilanzgewinn im handelsrechtlichen Einzelabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ausgewiesen werden kann und dass die zuständigen Organe der HOCHTIEF Aktiengesellschaft unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Situation der Gesellschaft entsprechende Beschlüsse fassen. Abgesehen von rechtlichen Veröffentlichungspflichten übernimmt die HOCHTIEF Aktiengesellschaft keine Verpflichtung, die in diesem Konzernbericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren. Nachhaltigkeit bei HOCHTIEFLangfristiger Erfolg durch das Zusammenspiel von Ökonomie, Ökologie und SozialemHOCHTIEF gehört zu den global bedeutendsten Baukonzernen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf komplexen Projekten in den Bereichen Verkehrs-, Energie-, soziale und urbane Infrastruktur sowie im Minengeschäft. Die Besonderheit unseres Geschäfts besteht darin, dass jedes unserer Projekte ein Unikat in wechselndem regionalem Umfeld ist. Wir erstellen keine Serienprodukte. Für jedes Vorhaben entwickeln wir demnach in der Planungsphase einen eigenen Herstellungsprozess, der die individuellen Ansprüche des Kunden ebenso berücksichtigt wie die jeweiligen Rahmenbedingungen. HOCHTIEF betrachtet seine Projekte mit einem 360-Grad-Blick, insbesondere bei Public-Private-Partnerships. Bereits lange vor Baubeginn stehen wir mit unseren Kunden und weiteren Beteiligten im partnerschaftlichen Dialog, um das Projekt vorausschauend zu entwickeln und zu planen. So können wir frühzeitig Aspekte wie Energieeffizienz oder Ökobilanz berücksichtigen und durch das Zusammenspiel von Ökonomie, Ökologie und Sozialem für einen langfristigen Erfolg sorgen. ![]() Diesen Dreiklang beachten wir in allen Entscheidungsprozessen und im operativen Arbeitsalltag, zum Beispiel beim Bau nachhaltiger Immobilien (Green Buildings) und Verkehrsinfrastrukturprojekte. In beiden Bereichen nimmt die Nachfrage nach Zertifizierungen (zum Beispiel durch LEED oder DGNB im Hochbau und durch Greenroads oder ISCA bei Infrastrukturprojekten) stark zu. Zudem setzen wir uns stets für faire Arbeitsbedingungen sowie beste Bedingungen bei Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz ein.*
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"Mitarbeiter" auf den Seiten 115 bis 125. Mit unserem Kerngeschäft, dem Bauen, nehmen wir Einfluss auf unsere Umwelt - auf Menschen und Natur gleichermaßen. Wir verändern und gestalten Landschaften, verbrauchen Ressourcen und Energie, beschäftigen Menschen aus verschiedensten Kulturen und arbeiten mit Partnern und Kunden in vielen Ländern der Welt zusammen. Damit geht eine große Verantwortung einher. Unser Ziel ist es, diese Einflussnahme bewusst und nachhaltig zu gestalten. Gesellschaft und Umwelt sollen durch unser Wirtschaften so viel profitieren und so wenig belastet werden wie irgend möglich. HOCHTIEF möchte mit seiner Geschäftstätigkeit vielmehr dazu beitragen, sichere und wertvolle Lebensräume für heutige und künftige Generationen zu schaffen und das natürliche Umfeld dabei zu erhalten. Um diesem Anspruch und unserer gesellschaftlichen Verantwortung (Corporate Responsibility, CR) gerecht zu werden, ist unser tägliches Handeln von einem ganzheitlichen, zukunftsorientierten unternehmerischen Ansatz geprägt, der dabei auch das Risikomanagement berücksichtigt. So sichern wir den langfristigen Erfolg unseres Unternehmens. > > Weitere Informationen zur Nachhaltigkeit bei HOCHTIEF finden Sie im Statement von Vorstandsmitglied Nikolaus Graf von Matuschka (im Internet unter: www.hochtief.de/interview-vs2015). Nachhaltigkeit: Bestandteil der Vision >, der Grundsätze und der Konzernstrategie> Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de/vision HOCHTIEF baut die Welt von morgen. So lautet der Kernsatz unsere Vision. Dabei stehen wir für Integrität, Verlässlichkeit, Innovation, Ergebnisorientierung, Nachhaltigkeit und Sicherheit.**
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Strategie auf den Seiten 32ff. Vision und Grundsätze dienen uns als Wegweiser und zeigen, nach welchen Werten wir bei HOCHTIEF handeln. Konkretisiert werden sie für unsere Mitarbeiter in verbindlichen Richtlinien und Leitfäden. Diese entsprechen mindestens den internationalen Standards, erfüllen geltende Gesetze und Vorschriften und gehen zum Teil deutlich über diese hinaus. Bekenntnisse, Mitgliedschaften und RankingsZudem unterstreichen wir unser Engagement für Nachhaltigkeit durch unsere Bekenntnisse und unsere Mitgliedschaften in verschiedenen Organisationen, deren Leitlinien wir befolgen und zu deren Standards wir uns bekennen. So sind wir Mitglied im Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) und entsprechen dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex. Im Dow Jones Sustainability Index sind wir zum zehnten Mal in Folge gelistet, im CDP (vormals Carbon Disclosure Project) zum siebten Mal. Eine detailliertere Auswahl finden Sie auf der Ausklappseite 3. Stakeholder-EinbindungEin transparenter Umgang mit unseren Interessengruppen (Stakeholder) ist uns sehr wichtig. HOCHTIEF steht daher in regelmäßigem Austausch mit ihnen, da unsere Projekte Einfluss auf die ökonomische, ökologische und soziale Leistung unseres Konzerns haben. Umgekehrt ergeben sich durch unsere Projekte Änderungen für sie - aktuell oder in Zukunft. Stakeholdergruppen von HOCHTIEF
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O = Organisationsebene P = Projektebene Auf den Baustellen werden Kunden, Anwohner und Nachunternehmer regelmäßig informiert; auf diversen Fachmessen, Kongressen und Veranstaltungen im In- und Ausland präsentiert sich HOCHTIEF. Die Beteiligung an aktuellen Diskussionen der Branche ist selbstverständlich. Unsere Gesellschaften und Einheiten führen bei Bedarf Marktstudien, Reputationsstudien (s. Tabelle) und Kundenzufriedenheitsanalysen durch. Unter anderem hat die australische Ingenieurgesellschaft EIC Activities, die zur CIMIC-Gruppe gehört, im Berichtsjahr in Abständen von drei Monaten die Zufriedenheit ihrer Kunden abgefragt. Dabei wurde der Gesellschaft eine hohe Zufriedenheit bescheinigt. Auch erhalten wir durch Mitarbeiterbefragungen und externe Rankings ein Bild von unserer Attraktivität als Arbeitgeber. Mit den Kapitalmärkten und den Medien pflegen wir einen engen Informationsaustausch und informieren die Öffentlichkeit sowie das Fachpublikum durch transparente und umfassende Kommunikation.*** Reputationswerte von HOCHTIEF in Prozentscroll
Im Berichtsjahr haben 85 Prozent der Befragten einer Reputationsstudie des Marktforschungsinstituts YouGov HOCHTIEF mit ausgezeichnet/sehr gut/gut bewertet. Um unsere Stakeholder noch enger einzubinden, ihre Meinung und Kritik zu erfahren sowie ihnen die Möglichkeit zu geben, sich ein umfassendes Bild von HOCHTIEF zu machen, haben wir verschiedene Instrumente, wie die Materialitätsanalyse und die Stakeholder-Dialogveranstaltung, installiert. Dem ging eine Identifikation der Stakeholdergruppen voraus (siehe Kasten). Im aktiven Dialog tragen sie uns ihre Ansprüche, Wünsche und Erwartungen vor, die wir differenziert prüfen und möglichst in das unternehmerische Handeln einfließen lassen. Auch trägt der Dialog zu einer Risiko- und Chancenbetrachtung bei. Sehr fokussiert ist unsere jährlich stattfindende Stakeholder-Dialogveranstaltung zu unseren Themenfeldern der Nachhaltigkeit. Hierbei legen wir verstärkt Wert auf eine gezielte Zusammensetzung der Stakeholder, die durch intensive Diskussionen in kleinen Arbeitsgruppen zu qualitativ hochwertigen Ergebnissen führt. Dabei sind alle Stakeholdergruppen durch mindestens eine Person vertreten. Auch im Berichtsjahr wurden unter anderem die HOCHTIEF-Themenfelder bestätigt. Die Anregung, ein neues Themenfeld "Nachhaltiger Einkauf" zu etablieren, wird 2016 in die Praxis umgesetzt. Weitere Vorschläge der Teilnehmer wurden im Berichtsjahr von Projektteams weiterentwickelt, darunter die Idee eines HOCHTIEF-Labels für nachhaltige Projekte sowie die Umsetzung eines internen Ideenwettbewerbs zur Energieeffizienz. Durch die Einsparergebnisse und die damit verbundene CO2 -Reduktion dieser Aktion, die im Dezember 2015 gestartet wurde, werden sowohl die Kunden als auch HOCHTIEF profitieren. Eine weitere Form der Einbindung ist unsere regelmäßige Online-Wesentlichkeitsanalyse. Auch diese Befragung hat uns 2015 die Gültigkeit und die Bedeutung unserer folgenden sechs HOCHTIEF-Themenfelder der Nachhaltigkeit bestätigt:**** 1. Compliance 2. Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen 3. Attraktive Arbeitswelt 4. Ressourcenschutz 5. Aktiver Klimaschutz 6. Gesellschaftliches Engagement Maßnahmen zu den ThemenfeldernUm die Themenfelder noch weiter in die Praxis umsetzen zu können, haben wir division- und geschäftsfeldspezifische Maßnahmen abgeleitet, die ebenfalls mit entsprechenden Zielen definiert sind.***** Zu den Zielen gehört, das Angebot nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen auszubauen und dabei beispielsweise den Anteil an zertifizierten Projekten zu steigern. Weitere Ziele sind die Senkung der Unfallquote, unsere Datenqualität zu verbessern sowie CO2 -Kompensationen vorzunehmen. Im Bereich gesellschaftliches Engagement wollen wir unsere Zusammenarbeit mit Bridges to Prosperity fortführen und konzernweit ausbauen.
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Weitere Informationen finden Sie im CR-Programm
auf den Seiten 162 bis 165. Eine Marke des Jahrhunderts: Aufgrund seiner hervorragenden Reputation und langen Historie wurde HOCHTIEF in den Katalog der deutschen Marken des Jahrhunderts aufgenommen. Gesellschaftliches Engagement bei HOCHTIEFWer wie HOCHTIEF als international tätiger Baukonzern mit seinen Projekten Lebensräume gestaltet, hat den Anspruch, die Umgebung so gering wie möglich zu beeinträchtigen - dazu stehen wir in engem Austausch mit Mitarbeitern, Kunden oder späteren Nutzern und Anwohnern der Projekte. Zudem definieren wir uns als Teil der Gesellschaft und übernehmen als Corporate Citizen Verantwortung. Um den Menschen insbesondere dort, wo wir mit unseren Projekten tätig sind, etwas zurückzugeben, engagieren wir uns durch finanzielle Mittel, Sachspenden, Know-how und persönliches Engagement. Dabei liegt der Schwerpunkt unserer Sponsoringaktivitäten erstens auf dem Bereich "Bildung und Nachwuchsförderung" und zweitens auf "Gestaltung und Erhaltung von Lebensräumen". > Mit diesem nachhaltig wirkenden Engagement stellen wir eine Verbindung zum Unternehmen und zu unserer Geschäftstätigkeit her. > Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de/gesellschaftliches-engagement Bridges to ProsperityUnter dem Aspekt "Gestaltung und Erhaltung von Lebensräumen" fokussieren wir uns auf den Sponsoringschwerpunkt "Bridges to Prosperity" (B2P) ≡. In Kooperation mit der Nichtregierungsorganisation B2P haben wir auch im Berichtsjahr wieder Fußgängerbrücken in entlegenen Regionen der Welt gebaut und so einen Beitrag dazu geleistet, den dortigen Gemeinschaften leichteren Zugang zu Handel, Bildung und medizinischer Versorgung zu bieten. Denn oft trennen Flüsse, die in der Regenzeit stark anschwellen, zwei Ortschaften voneinander und stellen so eine große Gefahr dar. Diese Form des Engagements steht im Einklang mit unserem Kerngeschäft, dem Bau von Verkehrsinfrastruktur. Neben finanzieller Unterstützung helfen unsere Mitarbeiter aktiv mit und geben ihr Know-how an die Menschen vor Ort weiter. Diese Erfahrung ist auch für die HOCHTIEF-Mitarbeiter prägend, bindet sie an ihr Unternehmen und unterstützt die Bildung der persönlichen Netzwerke innerhalb des Konzerns. ≡ www.bridgestoprosperity.org Schon seit 2010 realisieren unsere amerikanischen Tochtergesellschaften B2P-Projekte in Mittel- und Südamerika. Flatiron als Tiefbauspezialist engagiert sich als strategischer Partner der Organisation und entwickelt individuelle Brückenbaupläne. 2015 haben zwei Teams von Flatiron und E.E. Cruz zwei Hängebrücken in Nicaragua gebaut. Beide werden von mehr als 100 Menschen täglich genutzt. HOCHTIEF hat sich 2012 aus Europa heraus diesem Engagement angeschlossen und unterstützt schwerpunktmäßig Projekte in Ruanda. > Mitarbeiter aus Deutschland, Tschechien, Großbritannien und der Slowakei haben dort im Berichtsjahr eine gut 70 Meter lange Brücke gebaut. > Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de/b2p Anzahl der Menschen, die von den durch HOCHTIEF gebauten B2P-Brücken profitieren![]() Mehrwert für die Bevölkerung durch das HOCHTIEF-Engagement:Basierend auf den Schätzungen von Bridges to Prosperity, haben HOCHTIEF und seine Tochtergesellschaften dazu beigetragen, dass
Dieses Sponsoring komplettiert unsere Geschäftstätigkeit in sozialer Hinsicht. Nicht nur HOCHTIEF und B2P profitieren davon, sondern insbesondere die Menschen in den jeweiligen Regionen. B2P macht dies für jedes Projekt in Zahlen deutlich: Schätzungsweise erhalten zwölf Prozent mehr Kinder sicheren Zugang zu Bildung, 24 Prozent der Bevölkerung gelangen besser zu medizinischen Einrichtungen, der Anteil der arbeitenden Frauen steigt um 18 Prozent und die Geschäftstätigkeit der lokalen Wirtschaft wächst um 15 Prozent. In den vergangenen sechs Jahren haben mehr als 84 600 Menschen, die im Umfeld der Brücken leben, von unseren Projekten profitiert. Diese Zahl möchten wir weiter steigern. ThemenfeldindikatorGesellschaftliches Engagement; Aspekt: Förderung lokaler Gemeinschaften Weitere Informationen siehe GRI-Index auf den Seiten 254 bis 255. Dieses Kapitel ist Teil des Themenfelds Gesellschaftliches EngagementDer positive Einfluss auf die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Regionen wird auch in folgender Hinsicht deutlich: HOCHTIEF bezieht bewusst Menschen aus der Region in den Bau mit ein, bezahlt sie fair und bildet sie aus. Dementsprechend entwickeln sie Kenntnisse im Bau und in der Instandhaltung der Brücken. Lokale Lieferanten werden unterstützt, denn das Material für die Bauwerke stammt überwiegend aus der Umgebung. Der Nutzen für HOCHTIEF: Mit unserem Engagement erzielen wir nicht nur einen Imagegewinn, sondern tragen auch zur Mitarbeiteridentifikation und -zufriedenheit bei: An jedem Projekt sind zehn Konzernmitarbeiter beteiligt, die für einen definierten Zeitraum freigestellt werden. Die B2P-Projekte sorgen für bessere Vernetzung, Teambildung und eine engere Bindung an das Unternehmen. Die interkulturelle Erfahrung stärkt die soziale Kompetenz der Beteiligten. 180 HOCHTIEF-Mitarbeiter haben sich seit 2010 bei B2P-Projekten engagiert. Durch die Dokumentation unserer sozialen Aktivitäten wollen wir passende Kennzahlen entwickeln und so langfristig den gesellschaftlichen Nutzen des HOCHTIEF-Engagements messbar machen.*
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Weitere Informationen finden Sie in der Zieletabelle
auf der Seite 165. Unser Ziel ist es, das B2P-Sponsoring konzernweit auszubauen; ab 2016 soll auch die CIMIC-Gruppe in das Engagement eingebunden werden. Fußgängerbrücken von HOCHTIEF und B2P nach Ländernscroll
Spenden und Sponsoring: Organisation und BerichtswesenDie Themenschwerpunkte der Aktivitäten zum Bereich Spenden und Sponsoring definiert HOCHTIEF in einer Konzernrichtlinie, in der Verantwortlichkeiten, Berichtsprozesse und -pflichten geregelt sind. In enger Abstimmung mit dem Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft trägt die Abteilung Konzernkommunikation die Verantwortung für den Bereich Spenden und Sponsoring. Sie entwickelt die strategische Ausrichtung, die Gesamtkoordination und das Reporting. Darüber hinaus verantwortet sie die Sponsoringaktivitäten der HOCHTIEF-Holding. Ein Beispiel: In Kooperation mit dem Initiativkreis Ruhr unterstützen wir Start-ups, um neue und zukunftsfeste Arbeitsplätze in der Region zu fördern. Insbesondere der Vorstand engagiert sich dort stark. Zudem sind in den jeweiligen HOCHTIEF-Divisions die Vorstände und Geschäftsführungen für die Festlegung ihrer Spenden- und Sponsoringbudgets verantwortlich. Dabei wählen die Verantwortlichen die Projekte gemäß der Konzernrichtlinie aus, beachten die angemessene Form und Höhe der Ausgaben, dokumentieren die Aktivitäten und berichten in einem definierten Rhythmus an die Konzernkommunikation. Darüber hinaus beinhalten alle unsere Projekte auch soziale Komponenten, beispielsweise achten wir auf frühzeitige Einbindung der Anwohner; wir engagieren uns stets im Umfeld unserer Aktivitäten mit sozialen Projekten. Im Berichtsjahr betrug das konzernweite Budget für Spenden und Sponsoring zirka 3,9 Mio. Euro. SponsoringbeispieleDie HOCHTIEF-Gesellschaften haben im Berichtsjahr eine Vielzahl von Projekten gefördert. In der Division HOCHTIEF Americas wird in jedem Jahr der 6. Mai, der "Geburtstag" der Gesellschaft Turner, als "Founder's Day" begangen. Die Mitarbeiter im In- und Ausland engagieren sich an diesem Tag mit vielen sozialen Aktionen, ob durch bauliche Hilfen in einer Suppenküche oder beim Wiederaufbau nach Naturkatastrophen. Im Jahr 2015 kamen mehr als 6 000 Arbeitsstunden für mehr als 100 Organisationen zusammen. Keine Spenden an politische OrganisationenHOCHTIEF-Organisationseinheiten und -Gesellschaften leisten keine direkten oder indirekten Spenden an politische Organisationen, Parteien oder einzelne Politiker. (Auszug aus unserem Code of Conduct. Den ausführlichen Code of Conduct finden Sie im Internet unter www.hochtief.de/codeofconduct) Die auf Minenprojekte spezialisierte Gesellschaft Thiess in Australien (Tochtergesellschaft von CIMIC) hat zum Beispiel eine Geldspende an das Südaustralische Zentrum für Epilepsie getätigt. Das Team der Kupfer- und Goldmine "Prominent Hill" gewann in einem Wettbewerb zum Thema Arbeitssicherheit einen Geldbetrag und spendete diesen für Matten, die mit Sensoren ausgestattet sind, um epileptische Anfälle während des Schlafs zu erkennen und zu melden. Die CIMIC-Gesellschaft Leighton Asia mit Sitz in Hongkong ist zum dritten Mal in Folge mit dem Titel "Caring Company" der Hongkonger Nichtregierungsorganisation Council of Social Service ausgezeichnet worden. Viele wohltätige Aktionen der Mitarbeiter trugen dazu bei, unter anderem machten sie auf Kinderarmut aufmerksam, sammelten Müll oder halfen bei der Wiederaufforstung des Regenwalds. Damit stellen sie das Verantwortungsbewusstsein ihrer Gesellschaft vor Ort unter Beweis. Leighton Asia hat darüber hinaus eine Spende für den Wiederaufbau nach den Erdbeben in Nepal im April und Mai 2015 getätigt und ist dafür von Oxfam* ausgezeichnet worden. In mehreren kleinen Aktionen haben HOCHTIEF-Mitarbeiter Flüchtlingen in Deutschland geholfen. In Hamburg sorgte das Team des Projekts "Hamburg Heights" dafür, dass 100 Flüchtlinge, vor allem Kinder, einen spannenden Abend im Zirkus verbringen konnten. Die schnell organisierte und bereichsübergreifende Aktion sorgte für große Begeisterung. Umweltschutz: Verantwortung für Klima und RessourcenDieses Kapitel ist Teil der Themenfelder Ressourcenschutz und Aktiver KlimaschutzHOCHTIEF ist sich bewusst, dass das Kerngeschäft des Konzerns - der Bau von Gebäuden und Infrastrukturprojekten sowie das Minengeschäft - Auswirkungen auf die natürliche Umwelt hat: auf Böden, Wasser, Luft, Klima und die biologische Vielfalt. Deshalb ist es unser Anspruch, die operative Projektausführung so zu gestalten, dass Umweltschäden vermieden und negative Folgen unserer täglichen Arbeit so gering wie möglich gehalten werden. Dazu entwickeln Projektteams zusammen mit den Experten im Unternehmen und Partnerunternehmen im Vorfeld der Projekte entsprechende Maßnahmen. Unser Ziel ist es, mit den für unsere Bauprojekte erforderlichen Ressourcen verantwortlich und schonend umzugehen; dazu prüfen wir die Möglichkeiten der Wiederverwertung gewissenhaft. Dies trägt dazu bei, die Menge umwelt- und klimaschädlicher Emissionen zu senken. Somit haben die Themen Umwelt-, Ressourcen- und Klimaschutz im HOCHTIEF-Konzern hohe Priorität. In diesen Bereichen wollen wir unsere Leistung optimieren, damit wir Risiken für unser Unternehmen verringern. Zudem übernehmen wir Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft. Im Folgenden bilden wir Umweltkennzahlen ab, die in Relation zur erbrachten Konzernleistung des jeweiligen Jahres zu sehen sind - ebenso wie die Konzern-Coverage. Darüber hinaus sind sie direkt abhängig von Art und Umfang der Projekte, die wir innerhalb eines Jahres realisieren. Erklärend lässt sich sagen, dass der Ausstoß von Treibhausgasemissionen wächst, wenn die Konzernleistung steigt. Leistung (in Mrd. EUR)![]() Organisation von Umwelt-, Ressourcen- und Klimaschutz im HOCHTIEF-KonzernGrundlegende umweltschutzrelevante Belange werden für den gesamten Konzern im Zentrum für Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz (AGUS Center) koordiniert. Der Leiter des AGUS Centers berichtet direkt an den Arbeitsdirektor im HOCHTIEF-Vorstand, da das Thema hohe Relevanz hat. Die Basis der Aktivitäten bildet die konzernweit gültige Umweltschutzpolitik, die in einer entsprechenden Richtlinie festgehalten ist. In ihr werden die Mindestanforderungen definiert. Im AGUS Center sind Experten für Arbeitssicherheit und Umweltschutz tätig. Sie sorgen für die rechtssichere Organisation der gesetzlichen Anforderungen und unterstützen die Geschäftsleitungen und Projektteams bei der Umsetzung vor Ort. In den HOCHTIEF-Divisions sind Umwelt- und Klimaschutz in den jeweiligen Organisationsstrukturen eigenverantwortlich verankert. Sie gewährleisten die Einhaltung und Umsetzung der gültigen gesetzlichen Regelungen und der HOCHTIEF-Standards. Anteil der Umweltmanagementsysteme im HOCHTIEF-Konzern (ISO 14001), gemessen an der Personalstärke* (in Prozent)![]()
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Mitarbeiter auf den Seiten 115 bis 121. Umwelt-, Ressourcen- und Klimaschutz sind in den Divisions in die Projektprozesse integriert. Dazu gibt es Managementsysteme, die sich an internationalen Standards (ISO 14001) orientieren. 2015 lag der Anteil der Umweltmanagementsysteme (ISO 14001) im HOCHTIEF-Konzern bei 68,14 Prozent (2014: 81,8 Prozent). Die Quote liegt aufgrund der Transformationsprozesse bei CIMIC unter den Vorjahreswerten. Risiken frühzeitig erkennenUnser Anspruch ist es, Projekte zu realisieren, die auch im Sinne des Umweltschutzes erfolgreich und unfallfrei verlaufen; denn nur wenn wir die relevanten Umweltrisiken frühzeitig erkennen und bewerten, können Präventionsmaßnahmen entwickelt und effektiv im Projektverlauf umgesetzt werden. Daher sind Umweltexperten schon in der Angebotsphase in die Projektbearbeitung einbezogen. Sie stimmen die erforderlichen Maßnahmen gewerkeübergreifend ab und implementieren sie in den Bauprozess. Wesentliche Themen werden im weiteren operativen Projektablauf verfolgt und die Maßnahmen bei Bedarf angepasst. Bei Investitionsentscheidungen sind Umwelt- und Klimaschutzaspekte zudem feste Bestandteile. Für einen unfallfreien Projektablauf ist für HOCHTIEF einerseits die Einhaltung grundlegender gesetzlicher und normativer Vorgaben wesentlich. Andererseits analysieren wir Umweltschadensfälle und arbeiten das Geschehen auf. Auch sogenannte Beinaheunfälle werden ausgewertet, da sie wichtige Erkenntnisse dazu liefern, künftige Umweltschäden zu vermeiden. Aufgetretene Umweltschäden werden über ein abgestuftes Berichtswesen erfasst und ausgewertet. UmweltschädenUmweltschäden, die eine wesentliche Verschlechterung der natürlichen Umwelt zur Folge haben, müssen bei HOCHTIEF gemeldet werden. Bei schwerwiegenden Schäden muss eine Meldung über die Krisenhotline erfolgen. Umweltschäden werden intern in drei Kategorien eingeteilt, die in den einzelnen Unternehmenseinheiten bei Bedarf noch spezifiziert werden:
Im gesamten HOCHTIEF-Konzern wurden im Berichtsjahr keine Umweltschäden der Kategorien 1 und 2 gemeldet. Kleinere Umweltschäden beziehungsweise Bagatellschäden der Kategorie 3 werden im Verantwortungsbereich der jeweiligen Unternehmenseinheit reguliert und nicht konzernweit berichtet. Bußgelder2015 wurden gegen HOCHTIEF keine monetären Strafen aufgrund von Verstößen gegen Umweltvorschriften verhängt.*
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Die interne Berichtsgrenze liegt bei 10.000
Euro. Mitarbeiter sensibilisieren und weiterbildenFür HOCHTIEF ist es wichtig, dass die Mitarbeiter ein breites Verständnis für ökologische Zusammenhänge entwickeln. Nachhaltige Arbeitssicherheit sowie Gesundheits- und Umweltschutz können gewährleistet werden, wenn die Projektbeteiligten gut informiert und ausgebildet sind. Um dies sicherzustellen, müssen die Organisationsstrukturen auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter abgestimmt und von diesen als Unterstützung in ihrem Berufsalltag wahrgenommen werden. Dazu sensibilisieren wir unsere Mitarbeiter für dieses Thema und bieten ihnen entsprechende Weiterbildung. Dies geschieht in einem fortlaufenden Prozess, der Qualifizierungsmaßnahmen in Form von Unterweisungen in den Projekten und Schulungsvorträgen umfasst. HOCHTIEF legt ebenfalls auf die Aus- und Weiterbildung der Umwelt- und Arbeitssicherheitsexperten großen Wert. Sie sind in ihrem Fachgebiet stets auf dem aktuellen Stand und beraten die Projektverantwortlichen bei deren Umweltschutzaktivitäten. Ihr Know-how tauschen sie über interne und externe Arbeitskreise aus. Umwelt-, Ressourcen- und Klimaschutzthemen bei HOCHTIEFGefahrstoffmanagementDer richtige Umgang mit Gefahrstoffen und gefahrstoffhaltigen Produkten berührt gleichermaßen Themenbereiche des Arbeits- und des Umweltschutzes. Hierzu gibt es länderspezifische Verzeichnisse sowie Regelungen und Vorgaben. Die Division HOCHTIEF Europe hat beispielsweise dazu ein Konzept entwickelt und umgesetzt, das die Vorgaben der Gefahrstoffverordnung praxisnah berücksichtigt: Über ein Online-Programm werden Gefahrstoffverzeichnisse erstellt. Zudem können Sicherheitsdatenblätter hinterlegt und weitere Informationen zu einzelnen Stoffen - etwa toxikologische Bewertungen zu verwendeten Baustoffen - sowie arbeitsplatzspezifische Betriebsanweisungen generiert werden. AbfallmanagementOb bei Hochbauprojekten oder bei der Realisierung von Infrastrukturprojekten: Bauprojekte verursachen in der Regel immer große Mengen an Abfallstoffen. Gerade vor dem Hintergrund zunehmender Ressourcenknappheit ist der verantwortungsvolle Umgang insbesondere mit dem mineralischen Anteil der Bauabfälle von großer Bedeutung. Eine möglichst sortenreine Materialerfassung bei Abbruch- und Erdbaumaßnahmen fördert die qualitativ hochwertige Wiederverwertung der Stoffe. Zusammen mit einer detaillierten Planung der Materialmengen, die für unsere Projekte benötigt werden, trägt sie zum schonenden Umgang mit Rohstoffen bei. Angepasst auf das Projekt, werden Entsorgungswege festgelegt. Bei großen Infrastrukturprojekten entwickeln wir frühzeitig Konzepte, um Stoffströme sinnvoll zu gestalten. Geeignete Materialien, die vor Ort auf dem Bauprojekt wiederverwendet werden können, müssen nicht aufwendig abgefahren und entsorgt werden. Ein intelligentes Stoffstrommanagement ist damit nicht nur ein wichtiger Schritt in Richtung Ressourcenschonung, sondern es trägt auch zum Klimaschutz bei. Abfallvermeidung, Reduzierung nicht vermeidbarer Abfälle und eine möglichst hohe Wiederverwertungsquote sind für uns Grundlage eines zeitgemäßen und nachhaltigen Abfallmanagements. Abfallaufkommen im HOCHTIEF-Konzern (in t)scroll
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Coverage = Abdeckung der berichteten Daten,
bezogen auf die Konzernleistung Art der Entsorgungsmethode im HOCHTIEF-Konzern im Jahr 2015 (in t)scroll
Vom gesamten Abfallaufkommen im Jahr 2015 sind 3 589 250 Tonnen der Kategorie "nicht gefährlich" zuzuordnen. Die Recyclingquote* des Konzerns lag 2015 bei 81,9 Prozent (Vorjahr 70 Prozent). Der Anstieg ist auf einen höheren Recyclinganteil insbesondere bei der Fraktion der mineralischen Bauabfälle zurückzuführen. Die Einflussnahme bei der Festlegung der Entsorgungs- und Verwertungsmethode ist in den meisten Ländern durch klare gesetzliche Vorgaben eingeschränkt. Dies gilt jedoch hauptsächlich für gefährliche Abfälle. Bei nicht gefährlichen Bauabfällen, wie mineralischem Abbruchgut oder unbelasteten Aushubmaterialien, legen Unternehmen in der Regel eigenverantwortlich, im Einklang mit gesetzlichen Vorgaben, die Verwertungswege fest. Durch eine projektbezogene Entsorgungslogistik erfolgt von HOCHTIEF selbst oder durch beauftragte Nachunternehmer eine Einflussnahme auf die Stoffströme. Oberstes Ziel dabei bleibt, eine möglichst hohe Wiederverwertungsquote zu erzielen. ThemenfeldindikatorRessourcenschutz; Aspekt: Abfall Weitere Informationen siehe GRI-Index auf den Seiten 254 bis 255. Turner in der Division HOCHTIEF Americas arbeitet bereits seit 2005 mit einem Online-Programm zur Abfallerhebung ("Online-Waste-Tracking"). Es unterstützt bei der Erhebung und Auswertung der Daten zur Abfallentsorgung und zum Recycling bei Bau- und Abrissprojekten und ermöglicht die Erfassung mehrerer Hundert Projekte im Monat. Im Berichtsjahr recycelte Turner zirka 177 439 Tonnen Bauabfall, das entspricht einer Quote von 77 Prozent. Beispielsweise hat die Gesellschaft beim Bau ihrer Niederlassung in Philadelphia, die 2015 mit einem LEED-v4-for-Commercial-Interiors-Zertifikat ausgezeichnet wurde, 75 Prozent des Abbruchmaterials wiederverwendet. Ein weiteres Beispiel für außerordentlich gutes Abfallmanagement ist das Team von Leighton Asia (CIMIC-Gruppe), das zurzeit in einem Joint Venture das Krankenhaus "Tin Shui Wai" in Hongkong errichtet. Allein im Jahr 2014 hat es erfolgreich 81,7 Prozent des Abfalls recycelt. Unter anderem wurden vorgefertigte Betonblöcke, die nicht für den Bau benötigt wurden, für den Belag der Baustellenstraßen genutzt. Dies diente auch dazu, die Staubentstehung gering zu halten. Für diese und andere Leistungen - wie Energiesparmaßnahmen und die Einbeziehung der Stakeholder - erhielt das Team im vergangenen Jahr den silbernen Green Contractor Award 2014 des Architectural Services Department von Hongkong. WassermanagementDer Aspekt Wasser hat bei fast jedem Bauprojekt hohe Relevanz. Nicht nur der Wasserbedarf zur Bauerstellung ist hoch, sondern auch der Eingriff in den Grundwasserhaushalt und Wassererhaltungsmaßnahmen spielen eine Rolle. Um verantwortungsvoll und umweltschonend vorzugehen, entwickelt HOCHTIEF maßgeschneiderte Konzepte. Das Wassermanagement beinhaltet Aspekte wie die Nutzung von Grund- und Trinkwasser im Projektverlauf, die Ableitung von Brauch- und Abwasser, Versickerung, Wasserverschmutzung und -aufbereitung. Wasserverbrauch (in m3)scroll
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Zahlen wurden aufgrund einer erneuten, genaueren
Erhebung durch die Division HOCHTIEF Asia Pacific nach dem Berichtsjahr
2014 angepasst. Die oben aufgeführten Daten wurden auf Basis der stoffspezifischen Kostenarten unter Annahme mittlerer Preise ermittelt. In der Division HOCHTIEF Asia Pacific erfolgt der Wasserverbrauch zu 43 Prozent aus recyceltem oder wiederverwendetem Wasser. Durchschnittlich wird zu 54 Prozent Leitungswasser, im Minengeschäft zu 98 Prozent Oberflächenwasser genutzt. In der Division HOCHTIEF Europe erfolgt die Wasserentnahme in der Regel aus Frischwasserquellen. Die Entnahme aus anderen Quellen ist aufgrund der Projektstruktur des Konzerns nicht beeinflussbar. In der Division HOCHTIEF Asia Pacific ist CIMIC im Ranking "CDP Water" mit einem guten Ergebnis gelistet.*** Dabei wurde hervorgehoben, dass die Gesellschaft Daten zum Wasserverbrauch erfasst und entsprechende Reduzierungsmaßnahmen befolgt. Zudem wurden strategische Rahmenbedingungen geschaffen sowie Ziele gesetzt. Die Non-Profit-Organisation CDP hat diesen Fragebogen im Berichtsjahr erstmalig aufgesetzt.
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Weitere Informationen finden Sie im CR-Programm
auf der Seite 164. Ein Beispiel für gutes Wassermanagement ist das Kohleminenprojekt Lake Vermont von Thiess: Das Team installierte zehn Kontrollstationen, die den Wasserbestand sowie Regenfälle auf dem gesamten Minengelände überwachen. Mithilfe der Daten, die das System sammelt, kann das Team beispielsweise Pumpstrategien entwickeln. Mit den gesammelten Niederschlags- und Abflusswerten ist die CIMIC-Gesellschaft in der Lage, Wassereffizienz kurz- und langfristig zu maximieren. Dies zeigt sich beispielsweise bei der Planung von Bau, Betrieb sowie Instandhaltung von Rohrleitungen, Pumpen und Dämmen. BiodiversitätEs ist das Anliegen von HOCHTIEF, das natürliche Umfeld und die biologische Vielfalt im Umfeld seiner Projekte zu schützen. Deshalb steht vor Baustart stets eine Untersuchung des Geländes an. In Abstimmung mit den zuständigen Behörden entwickeln wir dann individuelle Umweltkonzepte, in die alle Auflagen und verpflichtenden Maßnahmen zum Natur- und Umweltschutz integriert werden, und gehen häufig darüber hinaus. Die Umsetzung wird fortwährend kontrolliert, bei Planungsänderungen werden auch die Umweltmaßnahmen angepasst. So ist CIMIC am Bau der Sydney Metro Northwest beteiligt, bei dem unter anderem fünf U-Bahn-Stationen und 15 Kilometer Tunnel entstehen. Vor Baustart untersuchten Ökologen Flora und Fauna in der Umgebung der geplanten Bahnstrecke. Für nistende Tiere wurden Boxen als Ausweichmöglichkeiten aufgestellt. Mithilfe von Geräten, die selbst kleinste Änderungen im Boden messen, werden während des gesamten Projekts die Bodenverhältnisse überwacht, um negative Einflüsse der Baustelle unmittelbar erkennen und gegebenenfalls stoppen zu können. Turner hat in den USA gemeinsam mit Partnern ein spezielles Zertifikat zum Schutz des Pazifischen Wildlachses für die Bauindustrie weiterentwickelt: das Salmon-Safe-Zertifikat. Schon drei Hochbauprojekte von Turner wurden damit ausgezeichnet. Gebäude, die dieses Gütesiegel erhalten, behalten den Schutz der Wasserqualität im Fokus. Schon während des Baus soll unter anderem verhindert werden, dass Sedimente von der Baustelle in angrenzende Gewässer, vor allem in Flüsse, gespült werden. Der Bauschlamm würde den Nährstoffgehalt verändern und somit Einfluss auf die Überlebenschancen junger Lachse haben. Beim Bau der Überdeckelung der Autobahn A 7 in Hamburg-Schnelsen hat HOCHTIEF die Brutplätze der Kiebitze im Fokus, die sich auf einer großen Feuchtwiese hinter dem Baufeld befinden. Das Konsortium um HOCHTIEF hat deshalb schwarze Folienzäune über mehrere Kilometer der Baustelle gespannt, die dem Schutz der Bodenbrüter dienen. Würden die seltenen Vögel direkt auf dem Bauplatz nisten, würden sie durch den Bauverkehr massiv gestört werden. Auch das Team, das bis Ende 2018 die neue Lennetalbrücke der Autobahn A 45 baut, achtet auf den Schutz bedrohter Tierarten. Die Fledermäuse erhalten dort neue Nistmöglichkeiten. Schadstoffe in der BausubstanzBei der Realisierung von Bauprojekten kamen in der Vergangenheit auch Baumaterialien zum Einsatz, die zum Zeitpunkt der Verwendung zwar eine baurechtliche Zulassung besaßen, nach heutigen Erkenntnissen nunmehr ein Risiko für die menschliche Gesundheit darstellen. Oft sind die einzelnen Inhaltsstoffe im verbauten Zustand nicht eindeutig identifizierbar, sodass bei Abbruch oder Revitalisierung die Gefahr einer ungewollten Schadstofffreisetzung besteht. Dies kann zu einer Kontamination der Umwelt und zu Gesundheitsschäden führen. Den richtigen Umgang mit schadstoffhaltigen Baumaterialien, aber auch mit Sekundärkontaminationen der Bausubstanz nimmt HOCHTIEF sehr ernst und achtet darauf, dass diese Thematik während der gesamten betroffenen Maßnahmen systematisch und verantwortungsvoll begleitet wird. Eine sorgfältige Separation gewährleistet zudem einen hohen Reinheitsgrad der Baurestmassen und ermöglicht eine effiziente Wiederverwertung. Bauen im BestandHOCHTIEF baut nicht nur neue Projekte, sondern saniert auch vorhandene Gebäude. Beim Bauen im Bestand werden keine neuen Flächen versiegelt, sodass diese Methode besonders umwelt- und ressourcenschonend ist. Da viele im Gebäude vorhandene Materialien zum Teil wiederverwendet werden können, wird die Abfallmenge reduziert. Dabei berücksichtigen wir, wenn vorhanden, die Denkmalschutzauflagen. Auch aus städte- "Green Zone"-ProgrammZum fünften Mal in Folge analysierte Turner 2015 die Arbeitsplatzsituation: Mitarbeiter von 262 Büros und Baustellen wurden zu Aspekten wie Wohlfühl- und Umweltqualität, Recycling und Abfall sowie Innovation und Design befragt. 146 der untersuchten Projekte konnten als "Grüne Zonen" identifiziert und zertifiziert werden. Die Büros und Baustellen mit den höchsten Punktzahlen fanden sich in Chicago, San Jose und New York City. 46 Projekte nahmen bereits zum zweiten Mal in Folge teil. Über die Hälfte von ihnen verzeichnete eine deutliche Verbesserung der erreichten Punktzahl. Büros und Baustellen, die als "Grüne Zone" gelten, reduzieren beispielsweise negative Effekte auf die Umwelt und minimieren Kosten durch Energieeinsparung oder effizienten Wasser- oder Materialverbrauch. Auf diese Weise wird neben einer verbesserten Umweltbilanz auch eine gesündere und produktivere Arbeitsumgebung für unsere Mitarbeiter geschaffen. baulicher Sicht ist der Erhalt alter Bausubstanz wichtig, da das Stadtbild erhalten bleibt. EnergieeffizienzHOCHTIEF möchte einen Beitrag dazu leisten, den Ausstoß klimaschädlicher Gase so zu senken, dass die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius - wenn möglich, 1,5 Grad Celsius - begrenzt werden kann. Deshalb setzen wir Energie so effizient wie möglich ein und achten darauf, Strom zu sparen und Emissionen zu reduzieren. Dazu erfassen und bewerten wir fortwährend unsere Emissionen und Verbräuche, um daraus weitergehendes Potenzial zur Verminderung abzuleiten. Dies tun wir auf zwei Ebenen: einmal innerhalb des Konzerns, aber auch bei unseren Kunden. Denn HOCHTIEF gehört weltweit zu den führenden Anbietern im Bereich des nachhaltigen Bauens. Sogenannte Green Buildings zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie weniger Strom und Wärmeenergie verbrauchen als herkömmliche Gebäude. Bei Planung und Bau achten wir beispielsweise auf den effizienten Einsatz von Energie und Ressourcen, auf kurze Transportwege sowie auf nachhaltig produzierte Materialien. Ein Praxisbeispiel dafür ist das Straßenprojekt "Gateway WA" in Perth unserer australischen Gesellschaft CIMIC. Sie reduziert die Menge des gesamten Asphalts um zehn Prozent - und damit auch die Treibhausgasemissionen, die bei Produktion und Transport anfallen würden. Auch intern gibt es zahlreiche Maßnahmen und Regelungen, um den Ausstoß von CO2 -Emissionen zu reduzieren. Unter anderem haben wir 2015 eine Energie-Einsparaktion ins Leben gerufen, die der Motivation der Mitarbeiter dient, ihre Ideen und Best-Practice-Beispiele in Sachen Energieeffizienz einzureichen. Die besten Vorschläge werden Mitte 2016 prämiert und, wenn möglich, konzernweit umgesetzt. Um die Umwelt so wenig wie möglich zu belasten, beziehen die großen Bürostandorte von HOCHTIEF in Deutschland seit 2010 zu 100 Prozent Ökostrom. Auch ausgewählte Standorte bei CIMIC nutzen Ökostrom. Die Auswahl der Dienstwagen bei HOCHTIEF unterliegt strengen Kriterien: In Deutschland dürfen Dienstwagen höchstens 160 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Im Jahr 2015 konnte der durchschnittliche CO2 -Ausstoß auf 129 Gramm pro Kilometer gesenkt werden (2014: 133 Gramm CO2 pro Kilometer). Die amerikanische HOCHTIEF-Gesellschaft Flatiron hat auch 2015 wieder das "Grüne-Flotte-Zertifikat" der Association of Equipment Management Professionals auf Platinumebene erhalten - zum fünften Mal in Folge. Platinum ist die höchste Auszeichnungsstufe. Flatiron legt besonderen Wert auf emissionsarme und kraftstoffsparende Baustellenfahrzeuge und Dienstwagen. CO2-Einsparungen durch Green BuildingsEines der wesentlichen Themenfelder der Nachhaltigkeit bei HOCHTIEF ist die Lieferung von nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen. Insbesondere durch LEED-, Green-Star- oder DGNB-zertifizierte Green Buildings tragen wir dazu bei, die CO2 -Bilanz erheblich zu reduzieren. Auf die Reduktion von Treibhausgasen achtet HOCHTIEF nicht nur während des Baus, zum Beispiel wenn Material recycelt wird oder die Baustellen mit LED-Beleuchtung ausgestattet werden. Auch im zukünftigen Betrieb punkten grüne Projekte. So verbrauchen laut Emissions GAP Report 2014 des UNEP* energieeffiziente Gebäude 60 bis 90 Prozent weniger Energie als konventionell gebaute. Im Jahr 2015 lag der Konzernumsatz bei HOCHTIEF allein im Marktsegment Green Building bei mehr als sieben Mrd. Euro. Hierzu trug die amerikanische Tochtergesellschaft Turner mit einem Umsatz im Marktsegment Green Building von mehr als fünf Mrd. Euro bei.
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United Nations Environment Programme (UNEP) Insbesondere bei nachhaltigen Projekten achten wir verstärkt auf den Einsatz nachhaltig produzierter Materialien. CIMIC verwendet zum Beispiel beim Neubau des Gebäudes 177 Pacific Highway in Sydney einen Großteil des Holzes aus zertifizierten, nachhaltigen Quellen. Green Buildings bei HOCHTIEF![]() Kumulierte Anzahl der zertifizierten nachhaltigen Gebäude, die jeweils bis Jahresende von HOCHTIEF realisiert wurden. CO2-Einsparungen durch Green InfrastructureAuch bei Infrastrukturvorhaben achten wir vermehrt darauf, diese zertifizieren zu lassen. Um das Thema weiter voranzutreiben, haben unter anderem zwei HOCHTIEF-Mitarbeiter 2015 die Prüfung zum "Sustainable Transportation Professional" der amerikanischen Organisation Greenroads abgelegt. Bis 2015 lag der Konzernumsatz im Marktsegment Green Infrastructure bei mehr als 6,7 Mrd. Euro. Die CIMIC-Tochter CPB Contractors zum Beispiel führt mit dem Projekt "Gateway WA Perth Airport and Freight Access" eines der größten Straßenprojekte in Western Australia aus. Das Joint Venture hat dabei eine Zertifizierung des Infrastructure Sustainability Council of Australia (ISCA) im Blick. Unter anderem wurde geprüft, ob Materialien, die konventionell für den Straßenbau genutzt werden, ersetzt werden können, um nachhaltiger zu bauen. So wird nun als Asphaltbinder Bitumen der Klasse 600 statt des traditionell verwendeten Bitumens der Klasse 320 eingearbeitet. Die Vorteile: Das Team benötigt für das gesamte Projekt zehn Prozent weniger Asphalt, ohne dass die Lebensdauer gemindert wird. Dies hat nicht nur Kosteneinsparungen zur Folge, sondern auch die Reduktion von CO2 -Emissionen. Green Infrastructure bei HOCHTIEF![]() Kumulierte Anzahl der zertifizierten nachhaltigen Infrastrukturprojekte, die jeweils bis Jahresende von HOCHTIEF realisiert wurden.
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Siehe Glossar auf der Seite 259. Klassifizierung der Treibhausgasemissionenscroll
Treibhausgasemissionen:Scope 1, Scope 2, Scope 3*Die folgenden Kennzahlen stellen den Energieverbrauch sowie die CO2 -Emissionen der wesentlichen Unternehmenseinheiten in den Divisions HOCHTIEF Americas, Asia Pacific und Europe dar. Die Daten wurden mehrheitlich auf Basis der stoffspezifischen Kostenarten unter der Annahme mittlerer Preise ermittelt. Das Verhältnis von Material- und Dienstleistungskosten der Division HOCHTIEF Europe wurde auch auf die HOCHTIEF-Divisions Americas und Asia Pacific übertragen. Bis 2012 wurden direkte und indirekte CO2 -Emissionen ermittelt; ab 2013 auch Scope 3. Konzern-Materialeinsatz 2015**scroll
Konzern-Energieverbrauch 2015**scroll
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HOCHTIEF wird weiterhin an der Verbesserung
der Datenqualität arbeiten, um eine Standardisierung der Berechnungen
zu erreichen. In der Bauindustrie ist zu beachten, dass die Höhe der Energieverbräuche und die daraus ermittelten CO2 -Emis-sionen direkt abhängig von Art und Umfang der jeweiligen Projekte sind. Beispielsweise ist der Betrieb einer Tunnelbaustelle mit maschinellem Vortrieb erheblich energieintensiver als eine Hochbaubaustelle. Die Kennzahlen beziehen sich nur auf Materialien, die vom HOCHTIEF-Konzern eingekauft wurden. Der "Corporate Standard" des GHG Protocol klassifiziert direkte, indirekte und erweiterte Emissionen von Unternehmen in drei "Scopes": Scope 1 beinhaltet alle direkten Emissionsquellen, die im Besitz oder in der Kontrolle des Unternehmens liegen (zum Beispiel CO2 -Emissionen HOCHTIEF-eigener Fahrzeuge). Scope 2 fasst alle indirekten Emissionen von verbrauchter Energie des Unternehmens zusammen (zum Beispiel CO2 -Emissionen aus Strom und Fernwärme). Scope 3 beinhaltet alle erweiterten Emissionen, die in der Wertschöpfungskette um das Unternehmen anfallen und damit ebenfalls in dessen Verantwortung liegen (zum Beispiel CO2 -Emissionen durch den Materialeinsatz der Nachunternehmer von HOCHTIEF). Zusammensetzung Scope 3 (Angaben in Prozent)![]() Treibhausgasemissionen* (t/CO2) Scope 1scroll
Scope 2scroll
Scope 3scroll
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In Tonnen CO2 -Äquivalent. Quelle
der CO2 -Umrechnungsfaktoren: GHG Protocol, DEFRA und Umweltbundesamt. Konzern-Coveragescroll
Coverage = Abdeckung der berichteten Daten, bezogen auf die Konzernleistung Aufgrund des unterschiedlichen Detaillierungsgrads der Datenerhebung in den Divisions ist die Vergleichbarkeit noch nicht vollständig gegeben. Durch die Einführung einer neuen konzernweiten Nachhaltigkeitssoftware wird in Zukunft eine vergleichbare Datenbasis aufgebaut. ThemenfeldindikatorAktiver Klimaschutz; Aspekt: Treibhausgasemissionen Weitere Informationen siehe GRI-Index auf den Seiten 254 bis 255. CR-Programm - Nachhaltige Unternehmensführung und CR-ManagementIn unserem CR-Programm stellen wir sowohl die Ziele zur nachhaltigen Unternehmensführung und zu unserem CR-Management dar als auch die wesentlichen Aspekte, die wir in sechs Themenfeldern definiert und aus denen wir jeweils ein übergeordnetes Ziel abgeleitet haben. Aus den Themenfeldern werden konzernübergreifende, divisions- und geschäftsfeldspezifische Fokusfelder abgeleitet, die ebenfalls mit entsprechenden Zielen und Maßnahmen definiert sind. scroll
CR-Programm - ThemenfelderThemenfeld 1: ComplianceÜbergeordnetes Ziel:Wir wollen mit unseren Verhaltensgrundsätzen Standards setzen. scroll
Themenfeld 2: Nachhaltige Produkte und DienstleistungenÜbergeordnetes Ziel:Wir wollen nachhaltige Produkte und Dienstleistungen für die Bereiche Verkehrsinfrastruktur, Energieinfrastruktur, soziale und urbane Infrastruktur sowie für das Minengeschäft entwickeln. Deshalb betrachten wir unsere Projekte ganzheitlich und sorgen für eine hohe Gesamtqualität. scroll
Themenfeld 3: Attraktive ArbeitsweltÜbergeordnetes Ziel:Wir wollen unsere Stellung als attraktiver Arbeitgeber weiter ausbauen und uns langfristig als begehrter Arbeitgeber der Branche halten. scroll
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Der Rückgang ist unter anderem darauf zurückzuführen,
dass insbesondere bei CIMIC verstärkt E-Learning-Angebote genutzt
werden, die in der Regel kürzer sind. Themenfeld 4: RessourcenschutzÜbergeordnetes Ziel:Wir wollen natürliche Ressourcen schonen und erhalten sowie den Ressourcenschutz optimieren. scroll
Themenfeld 5: Aktiver KlimaschutzÜbergeordnetes Ziel: Wir wollen selbst und gemeinsam mit unseren Kunden CO2 -Emissionen einsparen. scroll
Themenfeld 6: Gesellschaftliches EngagementÜbergeordnetes Ziel: Wir wollen uns vor allem dort gesellschaftlich engagieren, wo unser Unternehmen aktiv ist. scroll
HOCHTIEF-Konzernabschluss zum 31.12.2015Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnungscroll
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Weitere Erläuterungen finden Sie auf den Seiten
176f. Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
KonzernbilanzAktiva scroll
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Weitere Erläuterungen finden Sie auf der Seite
176. Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitalsscroll
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KonzernanhangBilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeAllgemeine GrundlagenDer Konzernabschluss wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Bilanzierung im Vorjahr erfolgte nach denselben Grundsätzen. Neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Gesamtergebnisrechnung, der Bilanz und der Kapitalflussrechnung wird die Entwicklung des Eigenkapitals dargestellt. Die Anhangangaben beinhalten zudem eine Segmentberichterstattung. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Als eigenständiger börsennotierter Konzern veröffentlicht die HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, Deutschland, ihren Konzernabschluss, der gleichzeitig in den Konzernabschluss der ACS Actividades de Construcción y Servicios, S.A., Madrid, Spanien, (ACS) einbezogen wird. Der vorliegende Abschluss umfasst das Geschäftsjahr 2015 auf der Basis der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember des Jahres. Der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat diesen Abschluss am 19. Februar 2016 zur Veröffentlichung freigegeben. Die Billigung wird in der Aufsichtsratssitzung am 24. Februar 2016 erfolgen. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss einbezogen sind neben der HOCHTIEF Aktiengesellschaft grundsätzlich alle in- und ausländischen Tochterunternehmen, die die HOCHTIEF Aktiengesellschaft unmittelbar oder mittelbar beherrscht. Beherrschung liegt vor, wenn der HOCHTIEF Aktiengesellschaft die Stimmrechtsmehrheit bei einem Unternehmen zusteht. Dies geht regelmäßig einher mit einer Anteilsmehrheit. Des Weiteren werden zwei Unternehmen aufgrund vertraglicher Bestimmungen vollkonsolidiert. Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Sofern die HOCHTIEF Aktiengesellschaft bei Unternehmen über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt, mit den anderen Anteilseignern vertraglich jedoch gemeinschaftliche Führung vereinbart wurde, werden diese Unternehmen ebenfalls nach der Equity-Methode einbezogen, sofern diese nicht als gemeinschaftliche Tätigkeit klassifiziert sind. Soweit Anteile an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen aus Konzernsicht insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind, werden sie nicht konsolidiert und gemäß IAS 39 bewertet. Einige in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen machen von Teilen der Befreiungsvorschriften der §§ 264 Abs. 3 beziehungsweise 264 b HGB Gebrauch. Eine Liste der diese Befreiungsregelungen in Anspruch nehmenden Gesellschaften findet sich auf der Seite 248f. Zum 31. Dezember 2015 wurden neben der HOCHTIEF Aktiengesellschaft insgesamt 58 inländische und 397 ausländische Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung sowie vier Spezialfonds in den Konzernabschluss einbezogen. Die Anzahl der konsolidierten Unternehmen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 15 Gesellschaften, die Anzahl der konsolidierten Spezialfonds um einen vermindert. Im Inland wurden im Berichtsjahr vier Gesellschaften, im Ausland 28 Gesellschaften erstmals konsolidiert. Die Zugänge entfallen auf die Divisions HOCHTIEF Asia Pacific (17), HOCHTIEF Europe (11) und HOCHTIEF Americas (4). Bei den Zugängen handelt es sich überwiegend um Projektgesellschaften. Vier inländische sowie 43 ausländische Gesellschaften sind aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Die Abgänge betreffen im Wesentlichen die Divisions HOCHTIEF Asia Pacific (28) und HOCHTIEF Europe (18). Erst- beziehungsweise Entkonsolidierungen erfolgen grundsätzlich zum Zeitpunkt des Anteilserwerbs beziehungsweise der Anteilsveräußerung. 52 Tochterunternehmen von insgesamt untergeordneter Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns wurden nicht konsolidiert. Ihr Umsatz machte zusammen weniger als ein Prozent des Konzernumsatzes aus. Nach der Equity-Methode wurden 16 inländische und 166 ausländische Unternehmen einbezogen. Per Saldo hat sich die Anzahl um elf Gesellschaften vermindert. Den Zugängen von 14 Unternehmen stehen 25 Abgänge gegenüber. Die Zugänge entfallen im Wesentlichen mit sieben Gesellschaften auf die Division HOCHTIEF Asia Pacific und mit fünf Gesellschaften auf die Division HOCHTIEF Americas. Die Abgänge enthalten 16 Gesellschaften aus der Division HOCHTIEF Asia Pacific und neun Gesellschaften aus der Division HOCHTIEF Europe. Wegen ihrer insgesamt untergeordneten Bedeutung wurde bei 19 Unternehmen auf die Einbeziehung in den Konzernabschluss auf Basis der Equity-Methode verzichtet. Aus der Division HOCHTIEF Asia Pacific werden 59 gemeinschaftliche Tätigkeiten anteilig in den Konzernabschluss einbezogen. Im Berichtsjahr sind zehn Gesellschaften zugegangen und sieben Gesellschaften abgegangen. KonsolidierungsgrundsätzeDie in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Unternehmen werden nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Alle Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Dementsprechend erfolgt die Kapitalkonsolidierung im Erwerbszeitpunkt durch Verrechnung der Kaufpreise mit dem neu bewerteten Nettovermögen des jeweiligen Tochterunternehmens. Im Zusammenhang mit dem Erwerb angefallene Transaktionskosten werden direkt als Aufwand erfasst. Die ansatzfähigen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des jeweiligen Tochterunternehmens werden dabei mit ihren vollen beizulegenden Zeitwerten angesetzt, unabhängig von der Höhe eines eventuellen Minderheitenanteils. Immaterielle Vermögenswerte sind gesondert vom Geschäfts- oder Firmenwert zu bilanzieren, wenn sie vom Unternehmen trennbar sind oder sich aus einem vertraglichen oder einem anderen Recht ergeben. Verbleibende aktive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte aktiviert. Aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einmal jährlich sowie zusätzlich bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, einem Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 unterzogen. Negative Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung werden im Zeitpunkt ihrer Entstehung ertragswirksam erfasst. Im Rahmen der Entkonsolidierung einer Gesellschaft wird ein anteiliger Geschäfts- oder Firmenwert der veräußernden Division bei der Berechnung des Abgangserfolgs berücksichtigt. Im Berichtsjahr haben sich die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung von 666.677 Tsd. Euro um 40.494 Tsd. Euro auf 707.171 Tsd. Euro erhöht. Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Zwischenergebnisse werden herausgerechnet, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. In Einzelabschlüssen vorgenommene Wertminderungen auf Anteile an einbezogenen Unternehmen werden zurückgenommen. Die gleichen Konsolidierungsgrundsätze gelten auch für die at Equity bilanzierten Finanzanlagen. Sie umfassen sowohl die assoziierten Unternehmen als auch die Gemeinschaftsunternehmen des Konzerns. Ein verbleibender Unterschiedsbetrag ist als Geschäfts- oder Firmenwert im Beteiligungsansatz enthalten. Auch Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Anwendung der Equity-Methode werden nicht planmäßig abgeschrieben. Wertminderungen des Equity-Buchwerts werden in den Gewinn- und Verlustanteilen an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, ausgewiesen. Die Abschlüsse aller nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen werden nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene GeschäftsbereicheZur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte (Veräußerungsgruppe)Mit dem geplanten Verkauf von Vermögenswerten aus dem Miningbereich seitens der PT Thiess Contractors Indonesia (Division HOCHTIEF Asia Pacific) erfolgt der Ausweis gemäß IFRS 5 als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte. Im Berichtsjahr 2015 wurden weitere Verhandlungen geführt und eine Vereinbarung zum Verkauf der Vermögenswerte im Januar 2016 unterzeichnet. Daraufhin wurden Sachanlagen, Vorräte und Leasingverbindlichkeiten umklassifiziert, wodurch sich keine Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung ergaben. Die verbleibenden Vermögenswerte und Schulden werden zur Veräußerung gehalten und sind in der Bilanz separat ausgewiesen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die wesentlichen Hauptgruppen dieser Vermögenswerte und Schulden. Im Eigenkapital ist zusätzlich kein Betrag erfolgsneutral erfasst. scroll
Aufgegebene GeschäftsbereicheDie HOCHTIEF-Tochtergesellschaft CIMIC Holdings hat im Rahmen ihrer strategischen Ausrichtung verbindliche Verkaufsvereinbarungen sowohl für John Holland Group als auch für Thiess Services und Leighton Contractors Services im Dezember 2014 geschlossen. Dadurch wurden alle Anteile von CIMIC an ihrer Tochtergesellschaft John Holland Group, Melbourne, Australien, an CCCC International Holding Limited, Beijing, China veräußert. Die Hälfte seiner Aktivitäten an Thiess Services, Brisbane, Australien, und Leighton Contractors Services, Sydney, Australien, hat CIMIC in die Gründung eines gemeinsamen Joint Venture unter der Beteiligung von Tochtergesellschaften der Apollo Global Management, LLC eingebracht. In der Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres ergab sich ein Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten in Höhe von 537.564 Tsd. Euro. Im Geschäftsjahr 2015 wurden keine Veräußerungen durchgeführt, die das Kriterium eines aufgegebenen Geschäftsbereichs erfüllten. Demzufolge war im Geschäftsjahr 2015 der Ausweis eines Ergebnisses nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten nicht erforderlich. In der nachfolgenden Tabelle sind die wesentlichen Ergebnisse der nicht fortgeführten Aktivitäten der John Holland Group sowie von Thiess Services und Leighton Contractors Services mit ihren Vorjahreszahlen dargestellt. scroll
WährungsumrechnungFür die Währungsumrechnung der wesentlichen ausländischen Konzerngesellschaften wurden folgende Wechselkurse zugrunde gelegt: scroll
In den Einzelabschlüssen der Gesellschaften werden Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Tagesmittelkurs zum Zeitpunkt der Ersteinbuchung bewertet. Bis zum Bilanzstichtag eingetretene Kursgewinne und -verluste aus der Bewertung monetärer Aktiva und Passiva in fremder Währung werden zu Tagesmittelkursen am Bilanzstichtag ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise Aufwendungen berücksichtigt. Sofern es sich um Währungsumrechnungsdifferenzen handelt, die sich aus einer Nettoinvestition in eine ausländische Gesellschaft ergeben, werden sie bis zur Veräußerung der Gesellschaft in den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen erfasst. Hierzu zählen beispielsweise in Fremdwährung notierte Forderungen gegenüber vollkonsolidierten Konzerngesellschaften, deren Rückzahlung in absehbarer Zeit weder geplant noch wahrscheinlich ist und die damit Eigenkapitalcharakter aufweisen. Als Umrechnungsverfahren für die Abschlüsse ausländischer Gesellschaften wird die funktionale Währungsumrechnung angewendet. Im Konzernabschluss erfolgt die Umrechnung der Bilanzposten aller ausländischen Gesellschaften von der jeweiligen Landeswährung in Euro entsprechend den amtlichen Vorschriften zu Tagesmittelkursen am Bilanzstichtag, da die in den Konzernabschluss einbezogenen Auslandsgesellschaften ihr Geschäft selbstständig in ihrer Landeswährung betreiben. Bei der Umrechnung der Eigenkapitalfortschreibung von ausländischen Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, wird entsprechend vorgegangen. Differenzen gegenüber der Vorjahresumrechnung werden in den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen erfasst und erst bei Veräußerung der Beteiligung erfolgswirksam realisiert. Geschäfts- oder Firmenwerte werden als Vermögenswerte der wirtschaftlich selbstständigen ausländischen Teileinheit mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Die Umrechnung von Aufwands- und Ertragsposten erfolgt mit Jahresdurchschnittskursen. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenImmaterielle Vermögenswerte werden mit den fortgeführten Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten bilanziert. Sämtliche immateriellen Vermögenswerte mit Ausnahme der bei Erstkonsolidierungen aktivierten Firmennamen sowie der Geschäfts- oder Firmenwerte weisen eine bestimmbare Nutzungsdauer auf. Sie enthalten Konzessionen und sonstige Nutzungsrechte, deren Nutzungsdauer bis zu 30 Jahre beträgt. Diese werden entsprechend ihrem wirtschaftlichen Nutzungsverlauf abgeschrieben. Darüber hinaus betreffen sie Ergebnisreserven aus im Zusammenhang mit Unternehmenskäufen erworbenen Auftragsbeständen, die entsprechend der Abrechnung der Aufträge erfolgswirksam verteilt werden. Ebenfalls zählen dazu Software für kaufmännische und technische Anwendungen, die linear über drei bis fünf Jahre abgeschrieben wird, sowie Rechte aus verschiedenen Finanzierungsvereinbarungen mit Kreditinstituten, die über Vertragslaufzeiten von bis zu zehn Jahren ergebniswirksam verteilt werden. Die Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethoden werden jedes Jahr überprüft. Firmennamen und Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einmal jährlich sowie zusätzlich bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, einem Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen. Die in den Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Asia Pacific bilanzierten Firmennamen wurden als immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer eingestuft, da sie weder einen Produktlebenszyklus haben noch einer technischen, technologischen oder kommerziellen Abnutzung sowie anderen Restriktionen unterliegen. Aktivierte Entwicklungskosten werden innerhalb der immateriellen Vermögenswerte ausgewiesen und linear über drei bis fünf Jahre abgeschrieben. Sachanlagen werden mit den fortgeführten Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten bilanziert. Als Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten werden nur diejenigen Kosten aktiviert, die der Sachanlage direkt zugerechnet werden können. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten aktiviert, sofern es sich bei der Sachanlage um einen qualifizierten Vermögenswert handelt. Sachanlagen werden grundsätzlich linear abgeschrieben. Abweichend davon erfolgt im Contract-Mining-Bereich die Abschreibung überwiegend leistungsbezogen. Die planmäßigen linearen Abschreibungen für unsere unternehmenstypischen Anlagen werden nach folgenden konzerneinheitlichen Nutzungsdauern bemessen: scroll
Die Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethoden werden jedes Jahr überprüft. Im Wege des Finanzierungsleasings gemietete Sachanlagen werden in Höhe des beizulegenden Zeitwerts beziehungsweise des Barwerts der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert und linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer oder gegebenenfalls über kürzere Vertragslaufzeiten abgeschrieben. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Investment Properties) werden zu fortgeführten Anschaffungsbeziehungsweise Herstellungskosten bilanziert. In die erstmalige Bewertung werden Transaktionskosten einbezogen. Der beizulegende Zeitwert dieser Immobilien wird gesondert angegeben. Er wird nach international anerkannten Bewertungsmethoden - wie durch die Ableitung aus dem aktuellen Marktpreis vergleichbarer Immobilien oder der Discounted-Cashflow-Methode - ermittelt. Wie das Sachanlagevermögen werden auch die Investment Properties grundsätzlich linear abgeschrieben. Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte (einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte) sowie auf Sachanlagen und Investment Properties werden erfasst, wenn der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts dessen Buchwert unterschreitet. Der erzielbare Betrag ist grundsätzlich der höhere der beiden Werte aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert eines einzelnen Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung kann es erforderlich sein, Vermögenswerte und gegebenenfalls Schulden zu zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zusammenzufassen. Für Zwecke des Goodwill-Werthaltigkeitstests entsprechen die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten den HOCHTIEF-Divisions in der Segmentberichterstattung. Ist ein Vermögenswert Teil einer selbstständigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit, wird die Wertminderung auf der Basis des erzielbaren Betrags dieser Einheit ermittelt. Wurde einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet und übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren erzielbaren Betrag, wird zunächst der zugeordnete Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe des Differenzbetrags aus erzielbarem Betrag und Buchwert wertgemindert. Übersteigt der Abwertungsbedarf den zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwert, werden die Buchwerte der übrigen Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit grundsätzlich anteilig auf Basis ihrer einzelnen Buchwerte reduziert. Wenn der Grund für eine früher vorgenommene Wertminderung entfallen ist, wird mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Eine gemeinsame Vereinbarung ist ein Arrangement, bei dem zwei oder mehr Parteien gemeinschaftlich die Führung ausüben. Bei den daran beteiligten Parteien ist die Art der gemeinsamen Vereinbarung mittels der Beurteilung ihrer Rechte und Verpflichtungen entweder als gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation) oder als Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) zu beurteilen. Bei einer gemeinschaftlichen Tätigkeit haben die Parteien unmittelbare Rechte an den der Vereinbarung zuzurechnenden Vermögenswerten und Verpflichtungen zu deren Schulden. Dabei bilanziert jede Partei die Vermögenswerte, Schulden, Aufwendungen und Erlöse sowie ihren Anteil an vorgenannten gemeinschaftlich gehaltenen beziehungsweise eingegangenen Posten anteilig entsprechend den Rechten und Verpflichtungen des HOCHTIEF-Konzerns. Im Gegensatz dazu erfasst jede Partei bei einem Gemeinschaftsunternehmen, bei dem Rechte am Nettovermögen bestehen, ihren Anteil an diesem Unternehmen nach der Equity-Methode. At Equity bilanzierte Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten, die sich in das erworbene anteilige Eigenkapital des assoziierten Unternehmens beziehungsweise Gemeinschaftsunternehmens sowie gegebenenfalls Geschäfts- oder Firmenwerte aufteilen, bilanziert. Der Buchwert wird jährlich um die anteiligen Nachsteuerergebnisse, ausgeschütteten Dividenden und sonstigen Eigenkapitalveränderungen erhöht beziehungsweise vermindert. Der gesamte Equity-Buchwert wird bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, einem Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen. Unterschreitet der erzielbare Betrag den Buchwert einer at Equity bilanzierten Finanzanlage, erfolgt eine Wertminderung in Höhe des Differenzbetrags. Spätere Wertaufholungen werden erfolgswirksam erfasst. Die unter den übrigen Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen, übrigen Beteiligungen sowie die langfristigen Wertpapiere gehören ausnahmslos der Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbar" an. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, sofern dieser Wert verlässlich ermittelbar ist. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts wird bei öffentlich notierten finanziellen Vermögenswerten der jeweilige Marktpreis herangezogen. Liegt kein aktiver Markt vor, wird der beizulegende Zeitwert mithilfe der Verwendung der jüngsten Marktgeschäfte oder mittels einer Bewertungsmethode - wie beispielsweise der Discounted-Cashflow-Methode - ermittelt. In Fällen, in denen keine verlässliche Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts möglich ist, werden die finanziellen Vermögenswerte zu Anschaffungskosten (abzüglich Wertminderungen) angesetzt. Der erstmalige Ansatz erfolgt am Erfüllungstag. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden unter Berücksichtigung latenter Steuern in den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen erfasst und erst bei Veräußerung erfolgswirksam. Liegen objektive Hinweise für die Wertminderung eines Vermögenswerts vor, wird eine erfolgswirksame Abschreibung vorgenommen. Das ist der Fall, wenn der beizulegende Zeitwert länger anhaltend rückläufig gegenüber den ursprünglichen Anschaffungskosten ist beziehungsweise beide Wertansätze entsprechend wesentlich voneinander abweichen. Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Ermittlung dieser Anschaffungskosten erfolgt mittels der Effektivzinsmethode (zum Beispiel bei Agien und Disagien). Liegen objektive substanzielle Hinweise für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts vor, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Derartige Hinweise für das Vorliegen einer Wertminderung sind beispielsweise eine Verschlechterung der Bonität eines Schuldners und damit verbundene Zahlungsstockungen oder eine drohende Zahlungsunfähigkeit. Erforderliche Wertberichtigungen orientieren sich am tatsächlichen Ausfallrisiko. Die Forderungen umfassen die Finanzforderungen, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Forderungen. Umsatzerlöse werden nach Abzug von Umsatzsteuer und anderen Steuern sowie gekürzt um erwartete Erlösminderungen, wie Skonti, Boni und Rabatte, ausgewiesen. Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern werden erfasst, wenn
Erlöse aus Dienstleistungsverträgen werden ihrem Fertigstellungsgrad entsprechend erfasst. Umsatzerlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden in Übereinstimmung mit den unten genannten Regelungen vereinnahmt. Ausleihungen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Marktüblich verzinsliche Ausleihungen sind zum Nominalwert bilanziert, zinslose beziehungsweise niedrig verzinsliche Ausleihungen werden mit ihrem abgezinsten Betrag bilanziert. Basis einer Abzinsung ist stets ein risikoadäquater Diskontierungssatz. Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden nach dem Fertigungsfortschritt, der Percentage-of-Completion-(PoC-)Methode* , bilanziert. Die erbrachte Leistung einschließlich des anteiligen Ergebnisses wird nach dem Fertigstellungsgrad in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Der anzusetzende Fertigstellungsgrad wird entsprechend dem Leistungsfortschritt ermittelt, das heißt, die bis zum Stichtag erbrachte Leistung wird ins Verhältnis zur Gesamtleistung des Auftrags gesetzt. Der Ausweis der Aufträge erfolgt unter den Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten aus PoC. Soweit die kumulierte Leistung (Auftragskosten und Auftragsergebnis) die Anzahlungen im Einzelfall übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den Forderungen aus PoC. Verbleibt nach Abzug der Anzahlungen ein negativer Saldo, wird dieser als Verpflichtung aus Fertigungsaufträgen passivisch unter den Verbindlichkeiten aus PoC ausgewiesen. Zu erwartende Auftragsverluste werden auf Basis der erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Fertigungsaufträge, die in Arbeitsgemeinschaften abgewickelt werden, werden entsprechend der PoC-Methode bewertet. Die Forderungen an Arbeitsgemeinschaften enthalten auch das anteilige Auftragsergebnis. Zu erwartende Verluste werden sofort in vollem Umfang in das Auftragsergebnis einbezogen. Als Auftragserlöse werden sowohl bei den eigenen als auch bei den in Arbeitsgemeinschaften abgewickelten Fertigungsaufträgen die vertraglichen Erlöse sowie die Auftragsänderungen und Nachträge in Übereinstimmung mit IAS 11 angesetzt. Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden innerhalb eines Geschäftszyklus des HOCHTIEF-Konzerns realisiert. Daher erfolgt ihr Ausweis gemäß IAS 1 unter den kurzfristigen Vermögenswerten, auch wenn sich die Realisierung der gesamten Forderung über einen längeren Zeitraum als ein Jahr erstreckt. Die wesentlichen Anwendungsbereiche für die PoC-Methode stellen das klassische Baugeschäft, das Construction-Management und das Contract-Mining dar. Latente Steuern aus temporären Unterschieden zwischen IFRS- und Steuerbilanz der Einzelgesellschaften sowie aus Konsolidierungsvorgängen werden jeweils gesondert angesetzt. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Sicherheit gewährleistet ist. Aktive und passive latente Steuern werden je Gesellschaft beziehungsweise Organkreis miteinander saldiert. Die latenten Steuern werden auf der Basis der Steuersätze ermittelt, die in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten beziehungsweise erwartet werden. Im Inland wird unter Berücksichtigung des Körperschaftsteuersatzes, des Solidaritätszuschlags sowie des konzerndurchschnittlichen Gewerbeertragsteuersatzes - wie im Vorjahr - ein Steuersatz von 31,5 Prozent zugrunde gelegt. Im Übrigen werden die zum Bilanzstichtag gültigen beziehungsweise verabschiedeten steuerlichen Vorschriften zur Bewertung der latenten Steuern herangezogen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen produktionsbezogene Vollkosten. Im Einzelnen enthalten die Herstellungskosten neben den direkt zurechenbaren Kosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich fertigungsbedingter Abschreibungen. Sofern Gegenstände des Vorratsvermögens einen qualifizierten Vermögenswert darstellen, werden Fremdkapitalkosten als Teil der Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten aktiviert. Zur Ermittlung des Bilanzansatzes von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden überwiegend das First-in-First-out-Verfahren sowie die Methode des gleitenden Durchschnitts angewendet. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Nettoveräußerungswerte werden angesetzt. Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungswert gestiegen ist, wird die daraus resultierende, zwingend vorzunehmende Wertaufholung als Minderung des Materialaufwands erfasst. Die unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Wertpapiere gehören ausnahmslos der Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbar" an und werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Wesentlichen sind hier die Wertpapiere in den Spezial- und Investmentfonds sowie festverzinsliche Titel mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von mehr als drei Monaten, für die keine dauerhafte Halteabsicht besteht, erfasst. Die Erstbewertung erfolgt am Erfüllungstag unter Einbeziehung der direkt mit dem Erwerb des Wertpapiers verbundenen Transaktionskosten. Unrealisierte Gewinne oder Verluste werden in den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen ausgewiesen und erst bei Veräußerung erfolgswirksam. Liegen objektive Hinweise für die Wertminderung eines Vermögenswerts vor, wird eine erfolgswirksame Abschreibung vorgenommen. Das ist der Fall, wenn der beizulegende Zeitwert länger anhaltend rückläufig gegenüber den ursprünglichen Anschaffungskosten ist beziehungsweise beide Wertansätze entsprechend wesentlich voneinander abweichen. Flüssige Mittel bestehen als Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und kurzfristig veräußerbare Wertpapiere mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von bis zu drei Monaten, die nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Aufgegebene Geschäftsbereiche und zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte sowie diesen zugehörige Schulden werden nach IFRS 5 bewertet und gesondert als kurzfristig ausgewiesen. Als "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" gelten Vermögenswerte, die in ihrem gegenwärtigen Zustand sofort veräußerbar sind und deren Veräußerung hochwahrscheinlich ist. Dabei kann es sich um einzelne langfristige Vermögenswerte, um zur Veräußerung stehende Gruppen von Vermögenswerten (Veräußerungsgruppen) oder um aufgegebene Geschäftsbereiche handeln. Ein derartiger Geschäftsbereich liegt vor, wenn der nicht fortzuführende Unternehmensbestandteil entweder einen separaten wesentlichen Geschäftszweig beziehungsweise einen geografischen Geschäftsbereich darstellt und Teil eines einzelnen, abgestimmten Plans zur Veräußerung eines gesonderten wesentlichen Geschäftszweigs beziehungsweise eines geografischen Geschäftsbereichs ist oder es sich um ein Tochterunternehmen handelt, das ausschließlich mit der Absicht zur Weiterveräußerung erworben wurde. Schulden, die zusammen mit Vermögenswerten in einer Transaktion abgegeben werden sollen, sind Bestandteil einer Veräußerungsgruppe beziehungsweise eines aufgegebenen Geschäftsbereichs. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben und sind zum niedrigeren Wert aus ihrem Buchwert und ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anzusetzen. Gewinne oder Verluste aus der Bewertung einzelner zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte und von Veräußerungsgruppen werden bis zu deren endgültiger Veräußerung im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Dagegen erfolgt der Ausweis von Gewinnen oder Verlusten aus der Bewertung von aufgegebenen Geschäftsbereichen mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ebenso wie die Ergebnisse aus der Geschäftstätigkeit beziehungsweise aus der Veräußerung dieser Geschäftsbereiche separat als Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung. Aktienbasierte Vergütungen werden nach IFRS 2 bewertet. Die aktienbasierten Vergütungsprogramme werden konzernweit als aktienbasierte Vergütungen mit Barausgleich bilanziert. Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus den Long-Term-Incentive-Plänen und den Top-Executive-Retention-Plänen wurden in Höhe des zu erwartenden Aufwands gebildet, wobei dieser ratierlich über die festgelegte Wartezeit verteilt wird beziehungsweise wurde. Der beizulegende Zeitwert der Optionen wird mithilfe anerkannter finanzwirtschaftlicher Modelle bestimmt. Dabei erfolgt die Bewertung der Pläne auf der Grundlage des von Black / Scholes entwickelten Optionsbewertungsmodells. Zur Lösung des bei den genannten Plänen vorliegenden spezifischen Bewertungsproblems werden die Verfahren der Binomialbäume verwendet. Die Berechnungen wurden von einem externen Gutachter vorgenommen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter und deren Hinterbliebene gebildet. Die Verpflichtungen beziehen sich insbesondere auf Ruhegelder, teils als Grund-, teils als Zusatzversorgung. Die individuellen Zusagen basieren auf länderspezifisch unterschiedlichen Leistungen; sie bemessen sich in der Regel nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit und der Vergütung der Mitarbeiter. Aufgrund ihres Versorgungscharakters werden die Verpflichtungen der Turner-Gruppe für die Krankheitskosten der Mitarbeiter nach deren Eintritt in den Ruhestand ebenfalls unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) berechnet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Bei der Turner-Gruppe werden zusätzlich die künftig zu erwartenden Steigerungen der Gesundheitskosten einbezogen. Die Berechnung basiert auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen. Planvermögen im Sinne von IAS 19 wird offen von den Pensionsverpflichtungen abgesetzt. Zum Planvermögen zählen an Pensionsfonds zur Erfüllung der Pensionsverpflichtungen übertragene Vermögenswerte, im Rahmen der Entgeltumwandlung der Mitarbeiter (Deferred Compensation) erworbene Fondsanteile sowie qualifizierte Versicherungspolicen in Form von verpfändeten Rückdeckungsversicherungen. Übersteigt der beizulegende Zeitwert des Planvermögens den Barwert der Versorgungsansprüche, so wird der Differenzbetrag unter den langfristigen sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen, soweit keine Vermögenswertbegrenzung nach IAS 19 vorliegt. Neubewertungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen werden im Jahr ihres Entstehens erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen und die Nettozinskomponente, bestehend aus dem Zinsanteil der Verpflichtungszuführung vermindert um die erwarteten Erträge des Planvermögens (jeweils mit dem Abzinsungsfaktor der Pensionsverpflichtungen berechnet), im Finanzergebnis erfasst. Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern. Ertragsteuerrückstellungen werden mit entsprechenden Steuererstattungsansprüchen saldiert, wenn sie in demselben Steuerhoheitsgebiet bestehen und hinsichtlich Art und Fristigkeit gleichartig sind. Alle sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Verpflichtungen, die auf vergangenen Geschäftsvorfällen oder vergangenen Ereignissen beruhen und deren Höhe und / oder Fälligkeit unsicher ist. Die Rückstellungen werden jeweils mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt, das heißt unter der Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen, und nicht mit Erstattungsansprüchen saldiert. Dabei wird bei einzelnen Verpflichtungen mit Eintrittswahrscheinlichkeiten von über 50 Prozent von dem Erfüllungsbetrag mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit ausgegangen. Rückstellungen werden nur gebildet, wenn ihnen eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten zugrunde liegt. Langfristige Rückstellungen werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert und unter den langfristigen Schulden ausgewiesen. Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Die Ermittlung dieser Anschaffungskosten erfolgt mittels der Effektivzinsmethode (zum Beispiel bei Agien und Disagien). Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen werden in Höhe des zu Beginn des Leasingverhältnisses beizulegenden Zeitwerts des Leasinggegenstands oder des Barwerts der Mindestleasingraten, sofern dieser Wert niedriger ist, passiviert. Derivative Finanzinstrumente werden unabhängig vom Verwendungszweck zum beizulegenden Zeitwert bewertet und unter den sonstigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten beziehungsweise den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Erstansatz erfolgt zum Erfüllungstag. Alle derivativen Finanzinstrumente werden auf Basis aktueller Marktkonditionen zum Bilanzstichtag bewertet. Die Erfassung der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts hängt vom Verwendungszweck ab. Grundsätzlich werden Derivate im HOCHTIEF-Konzern nur zu Sicherungszwecken eingesetzt. Sicherungsbeziehungen werden so strukturiert, dass eine möglichst hohe Effektivität gewährleistet wird. Bei einem Cashflow-Hedge erfolgt eine Absicherung gegen das Risiko schwankender Zahlungsströme aus einem Grundgeschäft, wie zum Beispiel der Sicherung variabel verzinslicher Darlehen, um den aus Zinssatzschwankungen resultierenden variierenden Zahlungen entgegenzuwirken. Hierbei sind unrealisierte Gewinne und Verluste unter Berücksichtigung latenter Steuern grundsätzlich zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen (Cashflow-Hedge). Der erfolgsneutral erfasste Teil der Wertänderungen wird in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht, sobald das Grundgeschäft erfolgswirksam erfasst wird. Wenn geplante Transaktionen gesichert werden, die in einer Folgeperiode zum Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Schuld führen, sind die bis zu diesem Zeitpunkt erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Beträge in der Periode erfolgswirksam aufzulösen, in der auch der finanzielle Vermögenswert oder die finanzielle Verbindlichkeit das Periodenergebnis beeinflusst. Führt die gesicherte geplante Transaktion zum Ansatz eines nicht finanziellen Vermögenswerts oder einer nicht finanziellen Verbindlichkeit, werden die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Beträge mit dem erstmaligen Wertansatz des Vermögenswerts beziehungsweise der Verbindlichkeit verrechnet. In den genannten Fällen wird nur der effektive Teil der Wertänderungen erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Der ineffektive Teil ist sofort erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung zu übernehmen. Aktuell werden im HOCHTIEF-Konzern ausschließlich Cashflow-Hedges bilanziell abgebildet. Des Weiteren werden Derivate zu ökonomischen Sicherungszwecken eingesetzt, in denen für die Sicherungsbeziehung kein Hedge-Accounting angewendet wird. In diesen Fällen werden die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam erfasst. Eventualschulden sind mögliche oder bestehende Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und bei denen ein Ressourcenabfluss nicht wahrscheinlich ist. Sie werden gesondert erläutert und in der Bilanz nicht erfasst, es sei denn, sie ergeben sich aus der Übernahme im Rahmen eines Unternehmenserwerbs. Die angegebenen Verpflichtungsvolumina bei den Eventualschulden entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang. Ermessensausübungen des Managements bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Wesentlichen bei folgenden Sachverhalten erforderlich:
Welche Entscheidung im HOCHTIEF-Konzern im Hinblick auf die jeweiligen Sachverhalte grundsätzlich getroffen wurde, kann der Erläuterung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entnommen werden. Schätzungen und Annahmen des Managements, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie die Angabe der Eventualschulden beziehen, sind bei der Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS notwendig. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf:
Die Annahmen und Schätzungen basieren auf den jeweils aktuellen Verhältnissen und Einschätzungen. Bei den zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen zum Bilanzstichtag werden in Bezug auf die erwartete künftige Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Konzernabschlusserstellung vorliegenden Umstände sowie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des globalen und des branchenbezogenen Umfelds berücksichtigt. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich tatsächlich ergebenden Beträge von den geschätzten Werten abweichen. Im Fall einer derartigen Entwicklung werden die Annahmen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden an den neuen Kenntnisstand angepasst. Neue RechnungslegungsvorschriftenDie Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden aufgrund der Verabschiedung von Änderungen bestehender oder neuer IFRS und IFRIC durch das International Accounting Standards Board (IASB) beziehungsweise das IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) insoweit erforderlich, als diese von der EU übernommen wurden und in der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 verpflichtend anzuwenden sind. Die Neuregelungen bei den IFRS und IFRIC betreffen für den HOCHTIEF-Konzern:
Die im Geschäftsjahr verpflichtend anzuwendenden IFRS-Regelungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den HOCHTIEF-Konzernabschluss. Zudem wurden vom International Accounting Standards Board (IASB) und vom IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) neue Rechnungslegungsvorschriften in Form von weiteren für den HOCHTIEF-Konzernabschluss relevanten Standards und Interpretationen verabschiedet, die jedoch im Geschäftsjahr 2015 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren und teilweise von der EU noch nicht übernommen wurden: IFRS 9 "Financial Instruments":Nachdem in den letzten Jahren bereits die drei Phasen des neuen Standards veröffentlicht wurden, hat das IASB im Juli 2014 die finale Version vom IFRS 9 veröffentlicht. Die neuen Regelungen umfassen insbesondere für finanzielle Vermögenswerte grundlegende Änderungen zu deren Klassifizierung und Bewertung, die künftig auf den Ausprägungen des Geschäftsmodells sowie den vertraglichen Zahlungsströmen beruhen. In diesem Zusammenhang wurde auch die Erfassung von Wertminderungen dahin gehend geändert, dass diese nun nicht mehr nur auf eingetretenen Verlusten (incurred loss model) basieren sollen, sondern auch auf bereits erwarteten Verlusten (expected loss model). Darüber hinaus erfolgte eine Überarbeitung der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen insoweit, als diese stärker an der ökonomischen Risikosteuerung des Unternehmens auszurichten seien. Mit der vollständigen Überarbeitung des IAS 39 durch den IFRS 9 ergeben sich zusätzliche Angabepflichten. Der Erstanwendungszeitpunkt ist für das erste am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnende Geschäftsjahr festgelegt worden. Die erstmalige Anwendung hat retrospektiv zu erfolgen, wobei Vereinfachungsmöglichkeiten vorgesehen sind. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Übernahme des Standards durch die EU ist noch nicht erfolgt. Die Neuregelungen werden aus heutiger Sicht für den HOCHTIEF-Konzern zu einer Neuklassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte führen. Die Neuregelungen zu den finanziellen Verbindlichkeiten werden für den HOCHTIEF-Konzern voraussichtlich keine wesentlichen Konsequenzen haben. Die weiteren Auswirkungen aus dem IFRS 9 mit seinen Ergänzungen können erst abschließend ermittelt werden, wenn dieser Standard von der EU verabschiedet wurde. IFRS 15 "Revenue from Contracts with Customers":Im Mai 2014 hat das IASB diesen neuen Standard mit der Zielsetzung verabschiedet, die bisher in verschiedenen Standards und Interpretationen enthaltenen Regelungen zur Umsatzrealisierung in einem Standard zusammenzuführen. Dabei gilt IFRS 15 branchenübergreifend für sämtliche Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden, es sei denn, diese Verträge fallen in den Anwendungsbereich eines anderen Standards, wie beispielsweise Leasingverhältnisse, Versicherungsverträge und Finanzinstrumente. Die Ermittlung sowohl der Höhe als auch des Zeitpunkts beziehungsweise des Zeitraums der Umsatzrealisierung erfolgt entlang der folgenden fünf Schritte: (1) Identifizierung der Verträge mit einem Kunden, (2) Identifizierung von vertraglichen Leistungsverpflichtungen, (3) Bestimmung des Transaktionspreises, (4) Aufteilung des Transaktionspreises auf die vertraglichen Leistungsverpflichtungen, (5) Umsatzrealisierung, wenn (oder sobald) eine Leistungsverpflichtung erfüllt wurde. Neben diesem Fünf-Schritte-Modell sind im IFRS 15 eine Reihe weiterer Sachverhalte, wie beispielsweise Vertragsmodifikationen, geregelt sowie zusätzliche Angabepflichten für den Anhang angeführt. Der neue Standard IFRS 15 ist durch die Verschiebung des Erstanwendungszeitpunkts im September 2015 für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, erstmals verpflichtend anzuwenden, wobei eine vorzeitige Anwendung möglich ist. Die Übernahme in europäisches Recht steht noch aus. Aus heutiger Sicht wird für den HOCHTIEF-Konzernabschluss davon ausgegangen, dass sich Änderungen in der Abbildung von Umsatzerlösen ergeben werden, wobei eine zeitraumbezogene Realisierung weiterhin möglich sein wird. Darüber hinaus werden im Wesentlichen zusätzliche Angabepflichten im Anhang erforderlich. Eine abschließende Beurteilung der Auswirkungen von IFRS 15 ist erst gegeben, wenn dieser Standard seitens der EU verabschiedet worden ist. IFRS 16 "Leases":Mit dem im Januar 2016 vom IASB verabschiedeten Standard sind im Wesentlichen neue Regelungen zur Klassifizierung von Leasingverträgen beim Leasingnehmer vorgesehen. Damit wird der bislang geltende Risk and Rewards-Ansatz zugunsten einer bilanziellen Erfassung sämtlicher Leasingverhältnisse in Form eines Nutzungsrechts (right-of-use asset) und einer entsprechend korrespondierenden Leasingverpflichtung aufgegeben. Ausnahmen von dieser Regelung bestehen nur für Leasingverträge mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten oder bei geringwertigen Vermögenswerten. Im Gegensatz dazu klassifizieren die Leasinggeber weiterhin in Abwägung von Chancen und Risiken am Leasinggegenstand in Operating oder Finanzierungs-Leasing. Der neue Standard IFRS 16 ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen, erstmals verpflichtend anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung ist möglich, soweit dieses gleichzeitig mit IFRS 15 "Revenue from Contracts with Customers" erfolgt. Die Übernahme in europäisches Recht steht noch aus. Mögliche Auswirkungen auf den HOCHTIEF-Konzern werden derzeit untersucht. Änderungen zu IFRS 10 "Konzernabschlüsse" und IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen":Das IASB hat im September 2014 mit seiner Veröffentlichung "Sale or Contribution of Assets between an Investor and its Associate or Joint Venture" klargestellt, dass die Erlöserfassung davon abhängig ist, ob veräußerte beziehungsweise eingebrachte Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 darstellen oder nicht. Sofern die Transaktion einen Geschäftsbetrieb betrifft, hat eine vollständige Erlöserfassung beim Investor zu erfolgen. Demgegenüber ist bei einer Transaktion, der nur die Veräußerung von Vermögenswerten zugrunde liegt, ohne ein Geschäftsbetrieb zu sein, eine Teilerfolgerfassung vorzunehmen. Die Änderungen zu IFRS 10 und IAS 28 sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen, erstmals verpflichtend anzuwenden, wobei eine vorzeitige Anwendung möglich ist. Die Übernahme in europäisches Recht ist noch nicht erfolgt. Aus heutiger Sicht werden sich für den HOCHTIEF-Konzernabschluss keine wesentlichen Auswirkungen ergeben. Änderungen zu IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen":Die Veröffentlichung "Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten" seitens des IASB vom Mai 2014 stellt klar, dass sowohl der erstmalige Erwerb als auch der Zuerwerb von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten (Joint Operations), die einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 darstellen, entsprechend den Regelungen zur Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen gemäß IFRS 3 und anderer anwendbarer IFRS zu erfolgen hat, soweit diese nicht im Widerspruch zu den Ausführungen im IFRS 11 stehen. Im Falle eines Zuerwerbs weiterer Anteile an Joint Operations erfolgt dabei keine Neubewertung von den bereits gehaltenen Anteilen. Die Änderungen zu IFRS 11 gelten nicht, wenn die gemeinschaftlich tätigen Unternehmen unter gemeinsamer Beherrschung (common control) eines Mutterunternehmens stehen. Darüber hinaus sind diese Änderungen für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen, erstmals verpflichtend anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Übernahme in europäisches Recht erfolgte im November 2015. Für den HOCHTIEF-Konzernabschluss wird derzeit nicht von wesentlichen Auswirkungen ausgegangen. Des Weiteren hat das IASB im Rahmen des sogenannten "Annual Improvements Process" im Dezember 2013 den Sammelstandard "Annual Improvements Cycle 2010-2012" sowie im September 2014 den "Annual Improvements Cycle 2012-2014" veröffentlicht. Dabei wurden kleinere, aber notwendige Änderungen an verschiedenen Standards verabschiedet. Die Sammelstandards "Annual Improvements Cycle 2010-2012" beziehungsweise "Annual Improvements Cycle 2012-2014" sind erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beziehungsweise 1. Januar 2016 beginnen, anzuwenden. Eine Übernahme der Änderungen durch die EU ist bereits für beide Sammelstandards erfolgt. Aus heutiger Sicht werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des HOCHTIEF-Konzerns gesehen. Die übrigen vom IASB verabschiedeten IFRS-Regelungen haben für den HOCHTIEF-Konzern keine bedeutende Relevanz und werden somit voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben beziehungsweise werden mögliche Auswirkungen zurzeit noch untersucht:
Erläuterung der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung1. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse in Höhe von 21.096.618 Tsd. Euro (Vorjahr 22.099.054 Tsd. Euro) beinhalten zum einen realisierte Auftragswerte aus der Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode beim klassischen Baugeschäft, Construction-Management und Contract-Mining und zum anderen Lieferungen und Leistungen an Arbeitsgemeinschaften sowie sonstige Leistungen. Des Weiteren werden in dieser Position Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen, wie Bauplanung, Projektentwicklung, Logistik, Asset-Management sowie Versicherungs- und Konzessionsgeschäft, ausgewiesen. Die Umsatzerlöse aus der Percentage-of-Completion-Methode betragen insgesamt 17.965.879 Tsd. Euro (Vorjahr 18.448.153 Tsd. Euro). Da die Umsatzerlöse nur ein unvollständiges Bild der im Geschäftsjahr erbrachten Leistung* wiedergeben, wird ergänzend die gesamte Leistung des Konzerns dargestellt, die auch die anteilige Leistung der Arbeitsgemeinschaften enthält.
*
Siehe Glossar auf der Seite 260. Die einzelnen Divisions haben zur Gesamtleistung des Konzerns wie folgt beigetragen: scroll
2. Sonstige betriebliche Erträgescroll
Die Erträge aus Entkonsolidierungen entfallen im Geschäftsjahr im Wesentlichen auf die Divisions Konzernzentrale/ Konsolidierung sowie HOCHTIEF Asia Pacific. Im Vorjahr resultierten sie überwiegend aus den Verkäufen von zwei Gesellschaften der Division HOCHTIEF Europe. Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem Erträge aus Vermietung und Verpachtung sowie aus Versicherungsentschädigungen. 3. Materialaufwandscroll
4. Personalaufwandscroll
Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen 184.529 Tsd. Euro (Vorjahr 191.307 Tsd. Euro). Sie betreffen im Wesentlichen die im Geschäftsjahr erdienten Versorgungsansprüche aus leistungsorientierten Pensionsplänen und die Zahlungen an beitragsorientierte Versorgungssysteme. Die Zahlungen an staatliche Rentenversicherungsträger sind in den sozialen Abgaben enthalten. Der Personalaufwand enthält Restrukturierungsaufwendungen in der Division HOCHTIEF Asia Pacific in Höhe von 12.671 Tsd. Euro (Vorjahr 43.477 Tsd. Euro). Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt)scroll
5. Abschreibungenscroll
Die Abschreibungen enthalten mit 33.700 Tsd. Euro Wertminderungen in der Division HOCHTIEF Asia Pacific (Vorjahr - Tsd. Euro). 6. Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
Der Versicherungsaufwand betrifft überwiegend die Absicherung von projektbezogenen Risiken in der Turner-Gruppe. Hierbei wird durch Zusammenführen von Versicherungsleistungen von Turner und anderen Projektbeteiligten, wie Lieferanten und Kunden, die Minimierung der aus der Projektabwicklung resultierenden Risiken für Turner sowie für die Kunden erreicht. Den Versicherungsaufwendungen stehen entsprechende im Umsatz ausgewiesene Erlöse gegenüber. Die Verluste aus Wertminderungen und Abgängen von kurzfristigen Vermögenswerten (außer Vorräten) enthielten im Vorjahr mit 458.467 Tsd. Euro eine bilanzielle Vorsorge zur Abdeckung von Ausfallrisiken bei Forderungen aus Projekten der Division HOCHTIEF Asia Pacific. Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Kosten der Auftragsabwicklung, Sachkosten der Verwaltung, Jahresabschlusskosten, Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und weitere, nicht an anderer Stelle auszuweisende Aufwendungen. Sonstige Steuern sind hier mit 14.319 Tsd. Euro (Vorjahr 24.712 Tsd. Euro) enthalten. Im Berichtsjahr wurden einschließlich Personal- und Materialaufwendungen insgesamt 4.678 Tsd. Euro (Vorjahr 3.167 Tsd. Euro) für unternehmensübergreifende Forschungs- und Entwicklungsprojekte des zentralen Innovationsmanagements aufgewendet. 7. BeteiligungsergebnisIm Beteiligungsergebnis werden sämtliche Erträge und Aufwendungen gezeigt, die im Zusammenhang mit at Equity bewerteten Finanzanlagen und mit Beteiligungen entstanden sind. Das Beteiligungsergebnis setzt sich im Einzelnen wie folgt zusammen: scroll
Die Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, entfallen mit -23.189 Tsd. Euro (Vorjahr -10.926 Tsd. Euro) auf assoziierte Unternehmen und mit 102.224 Tsd. Euro (Vorjahr 86.408 Tsd. Euro) auf Gemeinschaftsunternehmen. In den Gewinn- und Verlustanteilen an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen sind keine Wertminderungen enthalten (Vorjahr 13.418 Tsd. Euro). Die Wertminderungen des Vorjahres betrafen die Division HOCHTIEF Asia Pacific. Die Erträge aus dem Abgang von Beteiligungen entfallen - wie im Vorjahr - vollständig auf die Division HOCHTIEF Europe. Die zu Anschaffungskosten - unter Berücksichtigung von Wertminderungen - bewerteten Beteiligungen, die im Geschäftsjahr abgegangen sind, hatten einen Buchwert von 3.450 Tsd. Euro (Vorjahr 1.826 Tsd. Euro). Aus den Abgängen des Geschäftsjahres resultierte ein Veräußerungsergebnis in Höhe von -691 Tsd. Euro (Vorjahr 287 Tsd. Euro). Zum Abschlussstichtag bestehen keine weiteren Verkaufsabsichten von zu Anschaffungskosten bewerteten Beteiligungen. 8. Finanzergebnisscroll
Zinsen und ähnliche Erträge beziehungsweise Aufwendungen enthalten alle Zinserträge aus Liquiditätsanlagen, verzinslichen Wertpapieren und sonstigen Ausleihungen sowie sämtliche Zinsaufwendungen. Zu den Zinsen und ähnlichen Erträgen zählen darüber hinaus alle Gewinnanteile und Dividenden aus Wertpapieren. Per Saldo ergibt sich hieraus ein Zinsergebnis in Höhe von -180.450 Tsd. Euro (Vorjahr -221.372 Tsd. Euro). Im Geschäftsjahr wurden für nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente Zinserträge in Höhe von 59.644 Tsd. Euro (Vorjahr 62.781 Tsd. Euro) erzielt. Zinsaufwendungen fielen für nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente in Höhe von 240.247 Tsd. Euro (Vorjahr 284.606 Tsd. Euro) an. Die Nettozinsaufwendungen/-erträge aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von -9.092 Tsd. Euro (Vorjahr -8.148 Tsd. Euro) enthalten die jährlichen Aufzinsungsbeträge im Zusammenhang mit der Barwertfortschreibung der langfristigen Pensionsverpflichtungen in Höhe von 29.671 Tsd. Euro (Vorjahr 37.246 Tsd. Euro), saldiert mit den Zinserträgen aus Planvermögen in Höhe von 20.579 Tsd. Euro (Vorjahr 29.098 Tsd. Euro). Finanzerträge und -aufwendungen, die nicht den Zinsen und ähnlichen Erträgen beziehungsweise Aufwendungen oder den Zinsanteilen an Zuführungen zu langfristigen Rückstellungen zugeordnet werden können, werden unter den anderen Finanzerträgen oder den anderen Finanzaufwendungen ausgewiesen. Darunter fallen vor allem Erträge und Aufwendungen aus der Veräußerung von Wertpapieren, aus Finanzderivaten sowie Aufwendungen aus Wertminderungen von Wertpapieren und sonstigen Ausleihungen. 9. Ertragsteuernscroll
In den tatsächlichen Ertragsteuern sind per Saldo Erträge in Höhe von 9.547 Tsd. Euro (Vorjahr 158 Tsd. Euro) enthalten, die vorangegangene Perioden betreffen. Der Ertragsteueraufwand entwickelt sich aus dem theoretischen Steueraufwand. Dabei wird - wie im Vorjahr - ein Steuersatz in Höhe von 31,5 Prozent auf das Ergebnis vor Steuern angewendet: scroll
Die steuerfreien Erträge betreffen im Wesentlichen Verkäufe von vollkonsolidierten und at Equity bewerteten Gesellschaften. Wie im Vorjahr enthält die Position "Sonstiges" im Wesentlichen nicht latenzierte Verluste aus ausländischen Konzerngesellschaften sowie die Auflösung passiver latenter Steuern aufgrund des Wegfalls der Verpflichtungsgründe. 10. Anteile anderer GesellschafterDie Anteile anderer Gesellschafter in Höhe von 124.907 Tsd. Euro (Vorjahr 154.096 Tsd. Euro) betreffen mit 126.982 Tsd. Euro (Vorjahr 158.540 Tsd. Euro) Gewinnanteile und mit 2.075 Tsd. Euro (Vorjahr 4.444 Tsd. Euro) Verlustanteile. Die Gewinnanteile entfallen mit 102.501 Tsd. Euro (Vorjahr 143.087 Tsd. Euro) auf den Fremdanteil der CIMIC-Gruppe. Erläuterung der Konzernbilanz11. Immaterielle VermögenswerteDie Aufgliederung der in der Konzernbilanz zusammengefassten Anlageposition "Immaterielle Vermögenswerte" und ihre Entwicklung stellen sich im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr wie folgt dar: scroll
In den immateriellen Vermögenswerten sind - wie im Vorjahr - keine aktivierten Entwicklungskosten enthalten. Im Berichtsjahr wurden - wie im Vorjahr - auf immaterielle Vermögenswerte keine Wertminderungen vorgenommen; diese unterliegen weiterhin keinen Verfügungsbeschränkungen. Die immateriellen Vermögenswerte enthalten aus Erstkonsolidierungen Firmennamen in Höhe von 59.867 Tsd. Euro (Vorjahr 54.457 Tsd. Euro), die sowohl die Division HOCHTIEF Americas mit 43.756 Tsd. Euro (Vorjahr 38.272 Tsd. Euro) als auch die Division HOCHTIEF Asia Pacific mit 16.111 Tsd. Euro (Vorjahr 16.185 Tsd. Euro) betreffen. Die Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr beruhen auf Währungsanpassungen. Die Firmennamen werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einmal jährlich sowie zusätzlich bei Vorliegen bestimmter, auf eine mögliche Wertminderung hindeutender Indikatoren einem Werthaltigkeitstest in Analogie zum unten beschriebenen entsprechenden Test für Geschäfts- oder Firmenwerte gemäß IAS 36 unterzogen. Wie im Vorjahr ergab sich kein Wertminderungsbedarf. Die im Rahmen der Erstkonsolidierung aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte von vollkonsolidierten Gesellschaften sind zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf Segmentebene zugeordnet worden, um die nachfolgend beschriebenen Werthaltigkeitstests durchzuführen. Die Zuordnung erfolgte entsprechend der Segmentberichterstattung zu den einzelnen Divisions. Die jährliche Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte auf Ebene der Segmente (Divisions) wird bei HOCHTIEF jeweils im vierten Quartal eines Geschäftsjahres durchgeführt. Im Rahmen der Werthaltigkeitstests wird der erzielbare Betrag einer Division mit deren Buchwert verglichen. Die erzielbaren Beträge der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Europe werden anhand ihres individuellen Nutzungswerts bestimmt. Dieser entspricht dem Barwert der zukünftigen Cashflows, die voraussichtlich aus einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit erzielt werden können. Der Nutzungswert wird auf der Grundlage eines Unternehmensbewertungsmodells (Discounted-Cashflow-Methode) ermittelt, wobei dieser aus unternehmensinterner Sicht bestimmt wird. Der Bestimmung liegen Cashflow-Planungen zugrunde, die grundsätzlich auf der vom Vorstand genehmigten und im Zeitpunkt der Durchführung des Werthaltigkeitstests gültigen Planung für eine Detailperiode von drei Jahren basieren. In diese Planung fließen Erfahrungen ebenso wie Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Marktentwicklung ein. Für den sich anschließenden Zeitraum werden gleichbleibende Cashflows angesetzt. Die Kapitalkostensätze basieren auf dem Konzept der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (WACC). Es erfolgt zunächst eine Nach-Steuer-Berechnung des Nutzungswerts durch Diskontierung der Cashflows mit einem für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit separat ermittelten Kapitalkostensatz nach Steuern. Im Anschluss wird der Diskontierungssatz vor Steuern für Zwecke der Anhangangaben iterativ ermittelt. Die im Rahmen der Werthaltigkeitstests verwendeten Diskontierungssätze für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten liegen vor Steuern zwischen 10,40 und 10,84 Prozent (Vorjahr zwischen 10,40 und 12,20 Prozent). Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit HOCHTIEF Asia Pacific wird anhand des beizulegenden Zeitwerts, der aus dem Börsenwert von CIMIC abgeleitet wird, bestimmt. Ein Vergleich der erzielbaren Beträge der Divisions mit deren Buchwerten ergab - wie im Vorjahr - keinen Abwertungsbedarf für Geschäfts- oder Firmenwerte. Im Geschäftsjahr 2015 veränderten sich die Geschäfts- oder Firmenwerte der einzelnen Divisions wie folgt: scroll
12. Sachanlagenscroll
Das Sachanlagevermögen enthält mit 202.123 Tsd. Euro (Vorjahr 252.572 Tsd. Euro) Vermögenswerte, die im Rahmen von Finanzierungsleasing genutzt werden. Sie betreffen vor allem technische Anlagen und Maschinen bei CIMIC. Sachanlagen wurden im Berichtsjahr in Höhe von 33.700 Tsd. Euro in der Division HOCHTIEF Asia Pacific wertgemindert. Im Vorjahr erfolgte keine Wertminderung. Sachanlagen, im Wesentlichen aus der Division HOCHTIEF Asia Pacific, in Höhe von 81.623 Tsd. Euro (Vorjahr 111.022 Tsd. Euro) unterliegen Verfügungsbeschränkungen. 13. Investment Propertiesscroll
Für Investment Properties wurden - wie im Vorjahr - keine Wertminderungen vorgenommen. Zum 31. Dezember 2015 beträgt der beizulegende Zeitwert der Investment Properties 16.003 Tsd. Euro (Vorjahr 15.916 Tsd. Euro). Er wird unverändert nach international anerkannten Bewertungsmethoden ermittelt, wie durch die Ableitung aus dem aktuellen Marktpreis vergleichbarer Immobilien oder die Discounted-Cashflow-Methode. Vom beizulegenden Zeitwert entfallen 1.435 Tsd. Euro (Vorjahr 1.586 Tsd. Euro) auf eine Bewertung durch konzernexterne, unabhängige Gutachter. Die Mieterlöse aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien beliefen sich im Berichtsjahr auf 971 Tsd. Euro (Vorjahr 873 Tsd. Euro). Von den direkten betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 986 Tsd. Euro (Vorjahr 1.203 Tsd. Euro) entfielen 311 Tsd. Euro (Vorjahr 503 Tsd. Euro) auf vermietete und 675 Tsd. Euro (Vorjahr 700 Tsd. Euro) auf nicht vermietete Investment Properties. Investment Properties unterliegen - wie im Vorjahr - keinen Verfügungsbeschränkungen. 14. At Equity bilanzierte Finanzanlagenscroll
Wesentliche assoziierte UnternehmenIm Folgenden sind Informationen zu dem - aus Sicht des Managements - wesentlichen assoziierten Unternehmen, Al Habtoor Engineering Enterprises Co. LLC, Dubai / Vereinigte Arabische Emirate, des HOCHTIEF-Konzerns zum 31. Dezember 2015 angegeben. Die Beteiligungsquote und der Stimmrechtsanteil (45 Prozent) sind zum Vorjahr unverändert. Zum 31. Dezember 2015 liegt - wie im Vorjahr - kein öffentlich notierter Marktpreis vor. Die folgenden Übersichten zeigen anteilige Posten der Bilanz sowie der Gesamtergebnisrechnung des oben genannten at Equity bilanzierten wesentlichen assoziierten Unternehmens: scroll
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Aggregierte Angaben zu nicht wesentlichen assoziierten UnternehmenDie folgende Übersicht zeigt die Buchwerte sowie anteilige Posten der Gesamtergebnisrechnungen der at Equity bilanzierten für sich genommen nicht wesentlichen assoziierten Unternehmen in aggregierter Form: scroll
Im Vorjahr waren in dem Ergebnis aus at Equity bilanzierten assoziierten Unternehmen Wertminderungen in Höhe von 12.549 Tsd. Euro enthalten. Diese betrafen assoziierte Unternehmen der Division HOCHTIEF Asia Pacific. Die Anteile an assoziierten Unternehmen unterliegen - wie im Vorjahr - keinen Verfügungsbeschränkungen. Aggregierte Angaben zu nicht wesentlichen GemeinschaftsunternehmenDie Gemeinschaftsunternehmen des HOCHTIEF-Konzerns sind für sich genommen nicht wesentlich. Die folgende Übersicht zeigt die Buchwerte sowie anteilige Posten der Gesamtergebnisrechnungen der at Equity bilanzierten für sich genommen nicht wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen in aggregierter Form: scroll
Im Vorjahr waren in dem Ergebnis aus at Equity bilanzierten nicht wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen Wertminderungen in Höhe von 869 Tsd. Euro enthalten. Diese betrafen Gemeinschaftsunternehmen der Division HOCHTIEF Asia Pacific. Anteile an Gemeinschaftsunternehmen sind in Höhe von 2.510 Tsd. Euro (Vorjahr 5.192 Tsd. Euro) verpfändet. 15. Übrige Finanzanlagenscroll
Die nicht konsolidierten Tochterunternehmen wurden im Geschäftsjahr in Höhe von 158 Tsd. Euro (Vorjahr 20 Tsd. Euro), die übrigen Beteiligungen im Vorjahr in Höhe von 72 Tsd. Euro wertgemindert. Die übrigen Finanzanlagen unterliegen - wie im Vorjahr - keinen Verfügungsbeschränkungen. 16. Finanzforderungenscroll
Die Ausleihungen an nicht konsolidierte Tochterunternehmen und an Beteiligungen enthalten in Höhe von 487.544 Tsd. Euro (Vorjahr 436.679 Tsd. Euro) Ausleihungen an die Habtoor Leighton Group. Gegenüber Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, bestehen Finanzforderungen in Höhe von 691.862 Tsd. Euro (Vorjahr 619.756 Tsd. Euro). 17. Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswertescroll
Die Rechnungsabgrenzungsposten ergeben sich durch Versicherungsprämien sowie durch Vorauszahlungen für Wartungs- und Serviceleistungen. Des Weiteren sind hier Provisionen enthalten, die die HOCHTIEF-Versicherungsgesellschaften für Vertragsabschlüsse an die Erstversicherer gezahlt haben. Sie werden über die jeweilige Vertragslaufzeit aufgelöst. Die übrigen sonstigen Vermögenswerte unterliegen - wie im Vorjahr - keinen Verfügungsbeschränkungen. 18. ErtragsteueransprücheBei den Ertragsteueransprüchen in Höhe von 68.840 Tsd. Euro (Vorjahr 164.730 Tsd. Euro) handelt es sich um Forderungen gegenüber in- und ausländischen Finanzbehörden. Diese setzen sich zusammen aus langfristigen Ansprüchen in Höhe von 16.907 Tsd. Euro (Vorjahr 24.863 Tsd. Euro) und kurzfristigen Ertragsteueransprüchen in Höhe von 51.933 Tsd. Euro (Vorjahr 139.867 Tsd. Euro). 19. Latente SteuernDie aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich wie folgt: scroll
Aktive und passive latente Steuern sind je Gesellschaft beziehungsweise Organkreis miteinander saldiert worden. Im Bruttobetrag der aktiven latenten Steuern von 811.945 Tsd. Euro (Vorjahr 793.205 Tsd. Euro) sind folgende aktivierte Steuerminderungsansprüche enthalten, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge und Steuergutschriften in Folgejahren ergeben: scroll
Die Nutzung dieser Verlustvorträge ist mit ausreichender Sicherheit gewährleistet. Die Beträge der deutschen körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge, für die keine latenten Steueransprüche angesetzt wurden, belaufen sich auf 486.865 Tsd. Euro (Vorjahr 696.944 Tsd. Euro) und 828.148 Tsd. Euro (Vorjahr 914.280 Tsd. Euro). Die Veränderung der Verlustvorträge resultiert im Wesentlichen aus Anpassungen an Betriebsprüfungen und sich daraus ergebenden Folgeänderungen. Auf Zinsvorträge in Höhe von 373.807 Tsd. Euro (Vorjahr 321.106 Tsd. Euro) wurden keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Die Veränderungen der Zinsvorträge resultieren aus Anpassungen an die Betriebsprüfung sowie laufenden Änderungen. Grundsätzlich werden für alle abzugsfähigen temporären Differenzen latente Steuern aktiviert, wenn voraussichtlich künftig steuerpflichtiges Einkommen zu deren Realisierung verfügbar sein wird. Im Berichtsjahr bestanden bei inländischen Konzerngesellschaften, die im abgelaufenen Geschäftsjahr oder in Vorjahren Verluste erzielten, aktive latente Steuern aus temporären Differenzen oder Verlustvorträgen in Höhe von 41.636 Tsd. Euro (Vorjahr 68.124 Tsd. Euro), die als werthaltig beurteilt werden. Die passiven latenten Steuern in Höhe von brutto 671.082 Tsd. Euro (Vorjahr 574.836 Tsd. Euro) sind ausschließlich auf zu versteuernde temporäre Differenzen zurückzuführen, die sich im Wesentlichen aus der Anpassung an konzerneinheitliche IFRS-Bewertungsgrundsätze ergeben. Im Berichtsjahr sind -6.411 Tsd. Euro (Vorjahr -7.934 Tsd. Euro) latente Steuern aus der Umrechnung ausländischer Abschlüsse und -9.956 Tsd. Euro (Vorjahr -10.984 Tsd. Euro) aus der erfolgsneutralen Bewertung von originären und derivativen Finanzinstrumenten im Eigenkapital erfasst worden. Aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten wurden latente Steuern in Höhe von -7.453 Tsd. Euro (Vorjahr 50.990 Tsd. Euro) erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Zum Bilanzstichtag betrug der erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Bestand der latenten Steuern aus der erfolgsneutralen Bewertung von Finanzinstrumenten -14.948 Tsd. Euro (Vorjahr -4.992 Tsd. Euro) und aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten 155.543 Tsd. Euro (Vorjahr 162.996 Tsd. Euro). 20. Vorrätescroll
Gemäß IAS 23 wurden unter den unfertigen Leistungen Fremdkapitalkosten in Höhe von 7.946 Tsd. Euro (Vorjahr 12.779 Tsd. Euro) aktiviert. Bei der Ermittlung der Fremdkapitalkosten wurden Zinssätze zwischen 1,50 und 10,80 Prozent (Vorjahr 1,58 und 10,80 Prozent) zugrunde gelegt. Die unter den unfertigen Leistungen und Erzeugnissen ausgewiesenen Immobilien aus Projektentwicklungen unterliegen in Höhe von 322.703 Tsd. Euro (Vorjahr 455.208 Tsd. Euro) Verfügungsbeschränkungen. 21. Forderungen aus Lieferungen und Leistungenscroll
Bei dem Saldo aus Forderungen aus PoC und erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 1.989.255 Tsd. Euro (Vorjahr 2.353.481 Tsd. Euro) werden diejenigen kundenspezifischen Fertigungsaufträge ausgewiesen, bei denen die angefallenen Herstellungskosten einschließlich Gewinnanteilen die erhaltenen Anzahlungen übersteigen. Die Summe der aktivisch und passivisch unter den Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten aus PoC ausgewiesenen Herstellungskosten einschließlich Gewinnanteilen für Fertigungsaufträge beläuft sich auf 5.119.984 Tsd. Euro (Vorjahr 5.201.642 Tsd. Euro). Im Geschäftsjahr wurden insgesamt 3.839.359 Tsd. Euro (Vorjahr 3.661.481 Tsd. Euro) erhaltene Anzahlungen bei den Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten aus PoC verrechnet. Bei vollkonsolidierten Gesellschaften des HOCHTIEF-Konzerns bestehen Dienstleistungslizenzen oder ähnliche Genehmigungen. Diese werden hauptsächlich als finanzielle Vermögenswerte bilanziert und unter den Forderungen aus PoC ausgewiesen. Bei diesen Dienstleistungslizenzen aus dem Geschäftsfeld Soziale Infrastruktur Europa handelt es sich um Vereinbarungen zur Errichtung und Modernisierung sowie zum Betrieb und zur Instandhaltung von Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden. Die Bau- und Ausbauleistungen verlaufen planmäßig. Bei Umsatzerlösen in Höhe von 34.289 Tsd. Euro (Vorjahr 14.604 Tsd. Euro) wurde ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt. Die Gesellschaften des HOCHTIEF-Konzerns sind zur Erfüllung ihrer Aufgaben aus den Dienstleistungslizenzen entsprechend verpflichtet und zu diesem Zweck mit den dazu jeweils erforderlichen Rechten ausgestattet. Zum Ende der Konzessionslaufzeit gehen die Dienstleistungsobjekte in den Besitz der öffentlichen Hand als Auftraggeber zurück. Die öffentliche Hand bleibt während der gesamten Konzessionslaufzeit in der Regel die Eigentümerin der mit den Dienstleistungslizenzen verbundenen Vermögenswerte. Bei den Dienstleistungslizenzen bestehen Kündigungsoptionen Iediglich aus wichtigem Grund. Bei einzelnen Vereinbarungen bestehen Verlängerungsoptionen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten vertragliche Einbehalte in Höhe von 606.312 Tsd. Euro (Vorjahr 532.773 Tsd. Euro). Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Immobilien aus Projektentwicklungen unterliegen Verfügungsbeschränkungen in Höhe von 14.541 Tsd. Euro (Vorjahr - Tsd. Euro). Gegenüber Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, bestehen Forderungen in Höhe von 1.392 Tsd. Euro (Vorjahr 2.698 Tsd. Euro). 22. Forderungen aus dem Verkauf von nicht fortgeführten AktivitätenDie zum 31. Dezember 2014 ausgewiesenen Forderungen aus dem Verkauf der John Holland Group sowie von 50 Prozent der Anteile von Thiess Services und von Leighton Contractors Services wurden im Jahr 2015 durch entsprechende Zahlungseingänge ausgeglichen. 23. WertpapiereBei den kurzfristigen Wertpapieren in Höhe von 576.898 Tsd. Euro (Vorjahr 741.535 Tsd. Euro) handelt es sich im Wesentlichen um in Spezial- und Investmentfonds gehaltene Wertpapiere sowie festverzinsliche Titel mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von mehr als drei Monaten, für die keine dauerhafte Halteabsicht besteht. Die kurzfristigen Wertpapiere gehören ausschließlich zur Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbar". Die Bewertung erfolgt zu beizulegenden Zeitwerten, wodurch sich der Bilanzansatz um 10.664 Tsd. Euro (Vorjahr 7.944 Tsd. Euro) vermindert hat. Die kurzfristigen Wertpapiere sind in Höhe von 21.338 Tsd. Euro (Vorjahr 23.262 Tsd. Euro) als Sicherheiten für die Ansprüche von Mitarbeitern aus Altersteilzeit verpfändet. Im Vorjahr waren zudem kurzfristige Wertpapiere in Höhe von 172.552 Tsd. Euro verfügungsbeschränkt. Außerhalb der extern gemanagten Anlagen werden in der Direktanlage ausschließlich Anleihen erstklassiger Emittenten* gekauft und durch eine breite Diversifizierung Konzentrationsrisiken in Bezug auf einzelne Emittenten strikt vermieden.
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Siehe Glossar auf der Seite 259. 24. Flüssige MittelFlüssige Mittel in Höhe von 2.808.707 Tsd. Euro (Vorjahr 2.585.359 Tsd. Euro) bestehen als Kassenbestände, als Guthaben bei Kreditinstituten sowie als kurzfristig veräußerbare Wertpapiere mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von bis zu drei Monaten. Diese unterliegen nur unwesentlichen Wertschwankungen. Sie weisen Verfügungsbeschränkungen in Höhe von 110.963 Tsd. Euro (Vorjahr 26.518 Tsd. Euro) auf. 25. EigenkapitalDie Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals ist auf Seite 173 dargestellt. Das Grundkapital der Gesellschaft ist in 69 309 434 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. Das Grundkapital beträgt 177.432.151,04 Euro. Der auf die einzelne Aktie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals beträgt unverändert 2,56 Euro. Zum 31. Dezember 2015 ergibt sich für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ein Bestand an eigenen Aktien im Sinne von § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG von insgesamt 4 118 351 Stück. Diese Aktien wurden ab dem 7. Oktober 2014 für die im Hauptversammlungsbeschluss vom 7. Mai 2014 beziehungsweise 6. Mai 2015 genannten Zwecke und zur Verwendung für alle sonstigen aktienrechtlich zulässigen Zwecke zu einem Preis von insgesamt 292.913.194 Euro (Durchschnittskurs 71,12 Euro je Aktie) erworben. Der auf diese eigenen Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 10.542.979 Euro (5,94 Prozent des Grundkapitals). 3 290 905 eigene Aktien wurden im Rahmen des am 1. Oktober 2014 beschlossenen Aktienrückkaufprogramms in der Zeit vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 zu einem Preis von insgesamt 245.511.524 Euro (Durchschnittskurs 74,60 Euro je Aktie) für die im Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 7. Mai 2014 beziehungsweise 6. Mai 2015 vorgesehenen Zwecke und zur Verwendung für alle sonstigen aktienrechtlich zulässigen Zwecke erworben. Der auf diese Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 8.424.717 Euro (4,75 Prozent des Grundkapitals). Die Kapitalrücklage enthält das Aufgeld aus der Ausgabe von Aktien durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. Es ist dem Vorstand nicht bekannt, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben. Gesetzliche Vorschriften über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung finden sich in den §§ 84, 85 AktG beziehungsweise §§ 179, 133 AktG. Nach § 7 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand mindestens aus zwei Personen. § 23 Abs. 1 der Satzung bestimmt, dass die Beschlüsse der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst werden, sofern nicht das Gesetz zwingend etwas anderes bestimmt. Soweit das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals verlangt, genügt nach § 23 Abs. 3 der Satzung die einfache Mehrheit, sofern nicht zwingend eine andere Mehrheit vorgeschrieben ist. Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital bis zum 5. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals um bis zu insgesamt 54.000 Tsd. Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Die weiteren Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung. Das Grundkapital der Gesellschaft ist gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung um bis zu 49.280 Tsd. Euro, eingeteilt in bis zu Stück 19 250 000 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung. Ermächtigung zum Aktienrückkauf: Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Mai 2015 ist die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt worden, eigene Aktien zu erwerben. Diese Ermächtigung gilt bis zum 5. Mai 2020. Sie ist insgesamt auf einen Anteil von zehn Prozent des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals beschränkt. Die Ermächtigung kann unmittelbar durch die Gesellschaft oder durch ein von der Gesellschaft abhängiges oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen oder durch von der Gesellschaft oder von der Gesellschaft abhängige oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehende Unternehmen beauftragte Dritte ausgeübt werden und erlaubt den Erwerb eigener Aktien im ganzen Umfang oder in Teilbeträgen sowie den einmaligen oder mehrmaligen Erwerb. Der Erwerb eigener Aktien kann über die Börse oder mittels eines an sämtliche Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder durch die Ausgabe von Andienungsrechten an die Aktionäre erfolgen. Die Bedingungen für den Erwerb werden im Beschluss weiter spezifiziert. Der Vorstand ist durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Mai 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bei einer Veräußerung eigener Aktien durch ein Angebot an alle Aktionäre den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem ihrer nachgeordneten Konzernunternehmen ausgegebenen Options- und /oder Wandelanleihen ein Bezugsrecht auf die Aktien zu gewähren. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an sämtliche Aktionäre zu veräußern, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist ferner unter den nachstehenden Voraussetzungen ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats Dritten in anderer Weise als über die Börse oder mittels Angebot an sämtliche Aktionäre anzubieten und zu übertragen. Dies kann im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen daran oder von Unternehmensteilen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen geschehen. Dies ist außerdem zulässig zur Einführung von Aktien der Gesellschaft an ausländischen Börsen, an denen sie bisher nicht zum Handel zugelassen sind. Außerdem dürfen die Aktien Personen zum Erwerb angeboten werden, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen stehen oder standen. Außerdem dürfen die Aktien den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft gemäß der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 12. Mai 2011 (TOP 8) begebenen Schuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Options- und/oder Wandlungsrechte und /oder -pflichten gewährt werden. Weiterhin dürfen die Aktien (amtierenden oder ausgeschiedenen) Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft und (amtierenden oder ausgeschiedenen) Mitgliedern von Vorständen und Geschäftsführungen der von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG sowie Personen, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG stehen oder standen, mit der Verpflichtung übertragen werden, sie für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren seit der Übertragung zu halten. Eine solche Übertragung ist nur zulässig, um bestehende Ansprüche des Übertragungsempfängers auf variable Vergütung an Erfüllungs statt zu tilgen. Die weiteren Bedingungen der Übertragung werden im Beschluss weiter spezifiziert. Im Fall der Ausgabe der Aktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft entscheidet allein der Aufsichtsrat der Gesellschaft über die Ausgabe. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8, 186 Abs. 3 und 4 AktG insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen verwendet werden. Weiterhin ist der Vorstand ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats einzuziehen, ohne dass die Einziehung und ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedürfen. Die Bedingungen der Bezugsrechtsgewährung, Veräußerung, Übertragung beziehungsweise Einziehung der eigenen Aktien werden in dem Beschluss der Hauptversammlung weiter spezifiziert. Durch weiteren Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Mai 2015 ist die Gesellschaft zum Einsatz von Eigenkapitalderivaten im Rahmen des Erwerbs eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG sowie zum Ausschluss des Andienungs- und Bezugsrechts ermächtigt worden. Dadurch soll das Volumen an Aktien, das insgesamt erworben werden darf, nicht erhöht werden; es werden lediglich im Rahmen der Höchstgrenze der vorgenannten Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien und unter Anrechnung auf diese Höchstgrenze weitere Handlungsalternativen zum Erwerb eigener Aktien eröffnet. Der Vorstand ist ermächtigt worden, Optionen zu erwerben, die der Gesellschaft das Recht vermitteln, bei Ausübung der Optionen Aktien der Gesellschaft zu erwerben (Call-Optionen). Der Vorstand ist ferner ermächtigt worden, Optionen zu veräußern, welche die Gesellschaft bei Ausübung der Optionen durch deren Inhaber zum Erwerb von Aktien der Gesellschaft verpflichten (Put-Optionen). Ferner kann der Erwerb unter Einsatz einer Kombination aus Call- und Put-Optionen oder Terminkaufverträgen erfolgen. Die Bedingungen zum Einsatz von Eigenkapitalderivaten im Rahmen des Erwerbs eigener Aktien sowie zum Ausschluss des Andienungs- und Bezugsrechts werden in dem Beschluss der Hauptversammlung weiter spezifiziert. 15 743 eigene Aktien wurden im Mai 2015 an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und Mitglieder des Vorstands der HOCHTIEF Solutions AG zu einem Preis von 66,51 Euro je Aktie mit der Verpflichtung übertragen, sie für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren seit der Übertragung zu halten. Damit wurden bestehende Ansprüche der Übertragungsempfänger auf variable Vergütung getilgt. Der auf diese Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 40.302 Euro (0,023 Prozent des Grundkapitals). Der Bilanzgewinn der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und der Bilanzgewinn des HOCHTIEF-Konzerns sind identisch. Die im Geschäftsjahr ausgeschüttete Dividende betrug 128.926 Tsd. Euro (Vorjahr 103.964 Tsd. Euro). Die Anteile anderer Gesellschafter in Höhe von 1.002.847 Tsd. Euro (Vorjahr 933.052 Tsd. Euro) ergeben sich aus Dritten zustehenden Anteilen am Eigenkapital von einbezogenen Konzerngesellschaften; sie betreffen mit 849.758 Tsd. Euro (Vorjahr 787.831 Tsd. Euro) die CIMIC-Gruppe. Die CIMIC Group Limited ist ein Tochterunternehmen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft mit Sitz in Sydney, Australien. Im Konzernabschluss der HOCHTIEF werden nicht beherrschte Anteile an der CIMIC ausgewiesen, die für HOCHTIEF wesentlich sind. Der Anteil an unserer australischen Tochter CIMIC liegt zum 31. Dezember 2015 unverändert zum Vorjahr bei 69,62 Prozent. Die folgende Übersicht enthält zusammengefasste Finanzinformationen über das Tochterunternehmen: scroll
Die erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen stellen einen Bestandteil der Gewinnrücklagen dar. Erfasst werden dort die erfolgsneutralen Änderungen des beizulegenden Zeitwerts aus der Marktbewertung von originären und derivativen Finanzinstrumenten sowie Währungsdifferenzen aus der Umrechnung von ausländischen Abschlüssen. Des Weiteren beinhalten die erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen den Anteil der erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen von at Equity bilanzierten assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen sowie den Anteil aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen, welcher zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern ist. Die Veränderungen der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen stellen sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar: Darstellung der Veränderungen der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungenscroll
Die Ertragsteuereffekte auf die Veränderung der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen verteilen sich wie folgt: scroll
26. Aktienbasierte VergütungenWährend des Berichtsjahres bestanden folgende konzernweite aktienbasierte Vergütungssysteme für Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen: Top-Executive-Retention-Plan 2008Der Vorstand hat im Juni 2008 für ausgewählte Führungskräfte die Auflage eines Top-Executive-Retention-Plans (TERP 2008) beschlossen. Der Plan basiert auf Stock-Awards und besteht aus drei Tranchen. Im Juli 2008 wurde die erste Tranche, im Juli 2009 die zweite Tranche und im Juli 2010 die dritte Tranche gewährt. Die Laufzeit des Plans beträgt insgesamt zehn Jahre. Die Wartezeit liegt nach Zuteilung der jeweiligen Tranche bei drei Jahren. Der Ausübungszeitraum liegt - abhängig von der jeweiligen Tranche - zwischen fünf und sieben Jahren. Die Planbedingungen sehen vor, dass die Berechtigten für jeden Stock-Award nach Ablauf der jeweiligen Wartezeit und nach Wahl der HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine HOCHTIEF-Aktie oder einen Barausgleich in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag erhalten. Der Gewinn ist in den einzelnen Jahren des Ausübungszeitraums auf eine Kappungsgrenze beschränkt. Diese Kappungsgrenze steigt jährlich an und ist am Ende der Laufzeit auf einen Maximalgewinn begrenzt. Der Maximalgewinn wurde für die erste Tranche auf 160 Euro, für die zweite Tranche auf 81,65 Euro und für die dritte Tranche auf 166,27 Euro pro Stock-Award festgelegt. Die erste Tranche wurde 2015 vollständig ausgeübt. Long-Term-Incentive-Plan 2010Im Geschäftsjahr 2010 wurde für obere Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen sowie für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2010 (LTIP 2010) aufgelegt. Dieser sah neben der Gewährung von Stock-Appreciation-Rights (SAR) die Ausgabe von Stock-Awards vor. Die SAR können nur ausgeübt werden, wenn der zehntägige Durchschnitt (arithmetisches Mittel) der Börsenschlusskurse der HOCHTIEF-Aktie bis zum Ausübungstag im Vergleich zum Ausgabepreis an mindestens zehn aufeinanderfolgenden Börsenhandelstagen eine bessere Kursperformance als der MDAX aufweist, gemessen als zehntägiger Durchschnitt der Schlusskurse im Vergleich zum Basispreis dieses Index (relative Erfolgshürde), und wenn zusätzlich die Kapitalrendite RONA (Return on Net Assets) gemäß dem zuletzt gebilligten Konzernabschluss mindestens zehn Prozent beträgt (absolute Erfolgshürde). Die relative Erfolgshürde braucht nicht erfüllt zu werden, wenn nach Ablauf der Wartezeit der HOCHTIEF-Durchschnittsbörsenkurs an zehn aufeinanderfolgenden Börsenhandelstagen den Ausgabepreis um mindestens zehn Prozent übersteigt. Die SAR können bei Erreichen der genannten Erfolgsziele nach einer Wartezeit von vier Jahren bis auf kurze Sperrfristen vor Bekanntgabe von Unternehmensdaten ausgeübt werden. Nach Ausübung der SAR wird von der gewährenden Gesellschaft der Unterschiedsbetrag zwischen dem aktuellen Börsenkurs und dem Ausgabepreis ausgezahlt. Der Gewinn pro SAR ist auf 27,28 Euro begrenzt. Die Planbedingungen für die Ausgabe der Stock-Awards sahen vor, dass die Berechtigten nach Ablauf der Wartezeit von drei Jahren innerhalb eines Ausübungszeitraums von zwei Jahren bei Ausübung für jeden Stock-Award nach Wahl der HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine HOCHTIEF-Aktie oder einen Barausgleich in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag erhielten. Der Gewinn pro Stock-Award war auf 81,83 Euro begrenzt. Der Plan für die Stock-Awards endete im Jahr 2015. Long-Term-Incentive-Plan 2011Im Geschäftsjahr 2011 wurde für obere Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen sowie für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2011 (LTIP 2011) aufgelegt. Die Planbedingungen unterscheiden sich nicht wesentlich von den Planbedingungen des LTIP 2010. Der Gewinn ist auf 32,67 Euro pro SAR und auf 98,01 Euro pro Stock Award begrenzt. Long-Term-Incentive-Plan 2012Im Geschäftsjahr 2012 wurde für obere Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen sowie für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2012 (LTIP 2012) aufgelegt. Zu den Planbedingungen des LTIP 2011 unterscheidet sich der Plan in zwei Punkten: 1. Die Kapitalrendite RONA (Return on Net Assets), gemäß dem zuletzt gebilligten Konzernabschluss, muss mindestens 15 Prozent betragen. 2. Die Wartezeit bei den Stock-Awards wurde von drei auf vier Jahre und die Laufzeit entsprechend von fünf auf sechs Jahre verlängert. Der Gewinn ist auf 25,27 Euro pro SAR und auf 75,81 Euro pro Stock Award begrenzt. Long-Term-Incentive-Plan 2013Im Geschäftsjahr 2013 wurde für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2013 (LTIP 2013) aufgelegt. Zu den Planbedingungen des LTIP 2012 unterscheidet sich der Plan nur in einem Punkt: Das Erfolgsziel zur Kapitalrendite RONA wurde durch ein Erfolgsziel zum bereinigten Free Cashflow ersetzt. Die Anzahl der ausübbaren SAR richtet sich danach, ob der geplante Wertebereich für den bereinigten Free Cashflow erreicht wurde. Dieser Wertebereich wird im Rahmen des Business-Plans für das jeweilige Ausübungsjahr festgelegt. Der Gewinn ist auf 24,61 Euro pro SAR und auf 73,83 Euro pro Stock Award begrenzt. Long-Term-Incentive-Plan 2014Im Geschäftsjahr 2014 wurde für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2014 (LTIP 2014) aufgelegt. Die Planbedingungen unterscheiden sich nicht wesentlich von den Planbedingungen des LTIP 2013. Der Gewinn ist auf 30,98 Euro pro SAR und auf 92,93 Euro pro Stock Award begrenzt. Long-Term-Incentive-Plan 2015 Im Geschäftsjahr 2015 wurde für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2015 (LTIP 2015) aufgelegt. Die Planbedingungen unterscheiden sich nicht wesentlich von den Planbedingungen des LTIP 2014. Der Gewinn ist auf 31,68 Euro pro SAR und auf 95,04 Euro pro Stock Award begrenzt. SonstigesKapitalrenditekonzept RONADas Kapitalrenditekonzept Return on Net Assets (RONA) gibt an, wie erfolgreich sich das Vermögen von HOCHTIEF verzinst hat, und misst somit die Rentabilität des HOCHTIEF-Konzerns. Hierzu wird das erzielte Ergebnis ins Verhältnis zum Nettovermögen gesetzt. Das erzielte Ergebnis setzt sich aus dem in der Ergebnisrechnung abgeleiteten betrieblichen Ergebnis / EBIT und den Zinserträgen auf das Finanzvermögen zusammen. Das Nettovermögen spiegelt den zu verzinsenden Kapitaleinsatz wider. Im Berichtsjahr 2015 lag die Kapitalrendite (RONA) für den HOCHTIEF-Konzern bei 13,2 Prozent (Vorjahr 20,3 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich somit eine Verminderung der Kapitalrendite von 7,1 Prozentpunkten. Die Ausübungsbedingungen aller aufgelegten Pläne sehen vor, dass bei Ausübung der SAR oder Stock-Awards - und bei Vorliegen aller anderen hierzu erforderlichen Voraussetzungen - die HOCHTIEF Aktiengesellschaft grundsätzlich ein Wahlrecht hat, anstelle der Auszahlung des Gewinns auch HOCHTIEF-Aktien zu liefern. Soweit die Bezugsberechtigten nicht bei der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beschäftigt sind, werden die mit der Ausübung entstehenden Aufwendungen durch das jeweilige verbundene Unternehmen getragen. Für die Pläne sind bislang die folgenden Stückzahlen an SAR beziehungsweise Stock-Awards ausgegeben, verfallen oder ausgeübt worden: scroll
Für die vorstehend genannten aktienbasierten Vergütungspläne waren zum Bilanzstichtag Rückstellungen in Höhe von 14.811 Tsd. Euro (Vorjahr 11.766 Tsd. Euro) passiviert. Der Gesamtaufwand für die genannten Pläne betrug im Berichtsjahr 8.335 Tsd. Euro (Vorjahr 1.784 Tsd. Euro). Der innere Wert der zum Ende der Berichtsperiode ausübbaren SAR belief sich auf 2.195 Tsd. Euro (Vorjahr 4.150 Tsd. Euro). 27. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenLeistungsorientierte PläneBei leistungsorientierten Versorgungsplänen besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, zugesagte Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erbringen. In Deutschland bestehen die Pensionsverpflichtungen im Wesentlichen aus Direktzusagen der aktuellen Versorgungsordnung 2000+ und aus Plänen mit Entgeltumwandlungen. Die Versorgungsordnung 2000+ besteht seit dem 1. Januar 2000 in Form eines beitragsorientierten Bausteinsystems. Der jährliche Rentenbaustein hängt vom Einkommen und vom Lebensalter des Beschäftigten ("Verrentungsfaktor") ab sowie von einem allgemeinen Versorgungsbeitrag, der durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft alle drei Jahre geprüft und gegebenenfalls angepasst wird. Die Summe aller erworbenen jährlichen Rentenbausteine ergibt die spätere Versorgungsleistung. Bei leitenden Angestellten bestehen vereinzelt noch dienstzeit- und endgehaltsabhängige Pensionszusagen, die jedoch seit 1995 mit Ausnahme des Vorstandsbereichs nicht mehr angeboten werden. Die Leistung umfasst eine Altersrente, eine Invalidenrente sowie eine Hinterbliebenenrente und wird fast ausschließlich als lebenslange Annuitätenzahlung gewährt. Darüber hinaus hatten Mitarbeiter im Inland bis zum 31.12.2013 die Möglichkeit, an einer Entgeltumwandlung zugunsten betrieblicher Altersversorgung teilzunehmen. Das umgewandelte Entgelt wurde in ausgewählte Investmentfonds investiert. Der Leistungsanspruch richtet sich nach dem Zeitwert der erworbenen Fondsanteile bei Renteneintritt. Er entspricht jedoch mindestens dem umgewandelten Entgelt einschließlich einer von HOCHTIEF garantierten Erhöhung, die zwischen 3,50 und 1,75 Prozent p. a. liegt. Bei Renteneintritt besteht ein Wahlrecht zwischen einer Kapitalzahlung oder einer fünf- beziehungsweise sechsjährigen Annuitätenzahlung. Leistungsorientierte Pensionspläne im Ausland bestehen bei Turner in den USA und bei HOCHTIEF UK in Großbritannien. Der Plan bei Turner wurde zum 31.12.2003 eingefroren, sodass daraus keine neuen Ansprüche mehr erworben werden können. Die Altansprüche umfassen eine Altersrente, eine Invalidenrente sowie eine Hinterbliebenenrente. Die Leistungsberechtigten haben bei Renteneintritt ein Wahlrecht zwischen einer lebenslangen Annuitätenzahlung oder einer einmaligen Kapitalzahlung. Die Verpflichtungen bei Turner enthalten zudem pensionsähnliche Verpflichtungen für künftige Krankheitskosten von Rentnern. HOCHTIEF UK hat einen dienstzeitabhängigen, endgehaltsbezogenen Pensionsplan. Für jedes Beschäftigungsjahr wird 1/75 des letzten pensionsfähigen Endgehalts als monatliche Rente gewährt. Die Zusagen umfassen Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen. Die leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen im HOCHTIEF-Konzern setzen sich wie folgt zusammen: scroll
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PlanvermögenHinsichtlich der Finanzierung von Pensionszusagen bestehen in Deutschland keine gesetzlichen oder regulatorischen Mindestdotierungsverpflichtungen. Die inländischen Pensionsverpflichtungen sind ausschließlich fondsfinanziert. Die Fondsfinanzierung erfolgt über ein Contractual-Trust-Arrangement (CTA). Die übertragenen Vermögenswerte werden seit dem 1. Januar 2015 durch einen externen Treuhänder verwaltet und dienen ausschließlich der Finanzierung der inländischen Pensionsverpflichtungen. Um zu gewährleisten, dass wie in den Geschäftsjahren zuvor finale Anlageentscheidungen HOCHTIEF-intern getroffen werden, hat der HOCHTIEF Pension Trust e. V. als neues Vereinsgremium den sogenannten Anlageausschuss gegründet. Die zentrale Funktion des Anlageausschusses ist es, die Interessen der Treugeber im Hinblick auf die Verwaltung und die Anlage ihrer Treuhandvermögen bei einem externen Treugeber zu bündeln. Übertragene Barmittel werden am Kapitalmarkt nach Maßgabe der im Treuhandvertrag und den Kapitalanlagerichtlinien festgelegten Anlagegrundsätze investiert. Basis der Anlagerichtlinien und der jeweiligen Anlageentscheidungen sind die Ergebnisse der in regelmäßigen Abständen von drei bis fünf Jahren durch externe Spezialisten erstellten sogenannten Asset-Liability-Matching-Studie (ALM-Studie). In ihr werden die Entwicklung der Pensionsverbindlichkeiten und weiterer wichtiger wirtschaftlicher Faktoren über einen sehr weit in die Zukunft reichenden Zeitraum und in zahlreichen verschiedenen Modellkombinationen simuliert (Monte-Carlo-Simulation). Anhand diverser Kriterien wird im Ergebnis der ALM-Studie dann die zur langfristigen Sicherstellung der Bedienung der Pensionsverbindlichkeiten optimale Assetallokation ermittelt. Zur Sicherstellung einer möglichst optimalen und konservativ ausgelegten Risikostruktur ist zudem ein sogenanntes Risiko-Overlay-Management durch einen externen Overlay-Manager etabliert worden. Dieser verfügt über ein fest definiertes jährliches Risikobudget und handelt auf Basis eines klar strukturierten Prozesses zum Overlay-Management vollkommen autark. HOCHTIEF verfolgt eine möglichst vollumfänglich gedeckte Finanzierung der Pensionszusagen und eine jährliche oder zumindest zeitnahe Dotierung neu erdienter Dienstzeitaufwendungen. Bei bestehenden Unterdeckungen leisten die Gesellschaften von Zeit zu Zeit darüber hinaus zusätzliche Zuführungen. Pensionszusagen in Deutschland, die über die Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung hinausgehen, werden zusätzlich durch Rückdeckungsversicherungen abgedeckt. Pensionsverpflichtungen aus der Entgeltumwandlung der Mitarbeiter werden durch den Erwerb von Publikumsfondsanteilen abgesichert. Der Deckungsgrad der durch den HOCHTIEF Pension Trust e. V. abgedeckten Verpflichtungen beträgt zum 31.12.2015 etwa 61 Prozent (Vorjahr 60 Prozent); insgesamt beträgt der Deckungsgrad in Deutschland etwa 67 Prozent (Vorjahr 64 Prozent). Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Pensionsverpflichtungen in den letzten Jahren durch die gesunkenen Kapitalmarktzinsen erheblich angestiegen sind und dass bei einer entsprechenden Erholung des Zinsniveaus der Deckungsgrad wieder deutlich ansteigen wird. Die eingefrorenen leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen der Turner-Gruppe werden ebenfalls durch einen Pensionsfonds abgedeckt. Das Planvermögen wird treuhänderisch von BNY Mellon verwaltet und dient ausschließlich der Finanzierung der Pensionszusagen. Die Unabhängigkeit des Treuhänders wird jährlich überprüft und durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft testiert. Anlageentscheidungen werden nicht durch den Treuhänder, sondern durch einen speziellen Ausschuss getroffen. Basis für die Anlage des Planvermögens ist eine in regelmäßigen Abständen erstellte ALM-Studie. Ziel ist zum einen die vollständige Ausfinanzierung der Pensionsverpflichtungen und zum anderen die Verringerung der Volatilität des Finanzierungsgrads. Bei vollständiger Deckung der Pensionsverpflichtungen sollen risikoreiche Investments in Aktien zugunsten festverzinslicher Anleihen reduziert werden. Diese entwickeln sich im Idealfall gleichläufig mit den Planverbindlichkeiten und deren vollständige Deckung wird somit sichergestellt. Es bestehen keine gesetzlichen Mindestfinanzierungsverpflichtungen. Jedoch führt ein niedriger Deckungsgrad zu höheren Beiträgen an den Pensionssicherungsverein (Pension Benefit Guarantee Corporation) und zu Beschränkungen bei pauschalen Sonderauszahlungen, sodass eine möglichst hohe Deckung angestrebt wird. Der Deckungsgrad der durch den Turner-Pensionsfonds abgedeckten Verpflichtungen beträgt zum 31.12.2015 etwa 87 Prozent (Vorjahr 91 Prozent); insgesamt beträgt der Deckungsgrad bei Turner etwa 71 Prozent (Vorjahr 75 Prozent). Auch bei HOCHTIEF UK erfolgt die Fondsfinanzierung über eine Treuhandlösung. Es bestehen gesetzliche Mindestdotierungsverpflichtungen. Falls die vorgesehenen Dotierungen nicht ausreichen, um eine Unterdeckung des Plans auszugleichen, wird ein zusätzlicher Sanierungsplan erstellt. Eine Überprüfung der Finanzierung des Plans erfolgt mindestens alle drei Jahre. Der Deckungsgrad der Pensionsverpflichtungen bei HOCHTIEF UK beträgt etwa 81 Prozent (Vorjahr 81 Prozent). Die Deckung des Anwartschaftsbarwerts durch Planvermögen ist in folgender Übersicht dargestellt: Vermögensdeckung der Pensionspläne scroll
Versicherungsmathematische AnnahmenDie Höhe der Rückstellung wird nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, für die Schätzungen unumgänglich sind. Im Einzelnen liegen der Berechnung folgende versicherungsmathematische Annahmen zugrunde: scroll
Die Abzinsungsfaktoren wurden aus dem "Mercer Pension Discount Yield Curve Approach" (MPDYC) unter Berücksichtigung der unternehmensindividuellen Duration des Pensionsbestands abgeleitet. In den USA (Turner-Gruppe) entfällt seit 2004 aufgrund der Veränderung der Versorgungsordnung die Berücksichtigung von Gehalts- und Rentensteigerungen. Die zugrunde gelegten Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf publizierten landesspezifischen Statistiken und Erfahrungswerten. Im Inland wurden sie gemäß den "Richttafeln 2005 G" von Professor Dr. K. Heubeck ermittelt. Turner verwendet die Sterbetafeln "RP-2014 separate annuitant / non-annuitant no collar with generational improvement using scale MP-2014" der Society of Actuaries (SOA) und HOCHTIEF UK die "S2PxA CMI_2015 [1,25 %] males [1,00 %] females year of birth"-Sterbetafeln. Die Veränderung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen sowie des Marktwerts des Planvermögens stellt sich wie folgt dar: Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungenscroll
Entwicklung des Marktwerts des Planvermögensscroll
Aus der Anlage des Planvermögens zur Deckung der zukünftigen Pensionsverpflichtungen ergaben sich tatsächliche Aufwendungen in Höhe von 4.465 Tsd. Euro (Vorjahr: Erträge 53.488 Tsd. Euro). Die Pensionsrückstellungen ergeben sich wie folgt: Überleitung der Pensionsverpflichtungen auf die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungenscroll
Der Zeitwert des Planvermögens verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Vermögenswertkategorien: Zusammensetzung des Planvermögensscroll
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davon 8.446 Tsd. Euro staatsgarantierte Anleihen scroll
Folgende Pensionszahlungen werden zum 31. Dezember 2015 für die Folgejahre erwartet: scroll
Der Aufwand aus den leistungsorientierten Pensionsplänen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Zusätzlich zu den ergebniswirksamen Aufwendungen sind in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung im Geschäftsjahr vor latenten Steuern unter Berücksichtigung von Konsolidierungskreisänderungen und Währungsanpassungen 28.516 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne (Vorjahr 157.772 Tsd. Euro versicherungsmathematische Verluste) neu erfasst worden. Kumulativ sind dort vor Berücksichtigung latenter Steuern 443.071 Tsd. Euro (Vorjahr 471.587 Tsd. Euro) versicherungsmathematische Verluste enthalten. Aufgrund ihres Versorgungscharakters werden die Verpflichtungen der Turner-Gruppe für die Krankheitskosten der Mitarbeiter nach deren Eintritt in den Ruhestand unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Der Anwartschaftsbarwert zum 31. Dezember 2015 beträgt 54.350 Tsd. Euro (Vorjahr 48.827 Tsd. Euro). Von den laufenden Dienstzeitaufwendungen entfallen 1.785 Tsd. Euro (Vorjahr 1.416 Tsd. Euro) und von den Zinsaufwendungen 2.223 Tsd. Euro (Vorjahr 2.004 Tsd. Euro) auf die Krankheitskosten. SensitivitätsanalyseDie Pensionsverpflichtungen im HOCHTIEF-Konzern sind verschiedenen Risiken ausgesetzt. Im Wesentlichen resultieren die Risiken aus allgemeinen Zinsschwankungen sowie aus Inflationsschwankungen; es gibt keine außergewöhnlichen Risiken aus den Pensionsverpflichtungen. Ein wesentliches Risiko ist das Zinsänderungsrisiko. Die Umrechnung von (fiktiven) Beiträgen in Leistungen aus der beitragsorientierten Versorgungsordnung erfolgt anhand einer Tabelle mit festem Zins, unabhängig vom aktuellen Marktzins. Somit trägt HOCHTIEF bezüglich der Leistungsermittlung das Risiko aus der Änderung der allgemeinen Kapitalmarktzinsen. Die Pensionsverpflichtungen haben sich durch allgemein gesunkene Kapitalmarktzinsen in den letzten Jahren erheblich erhöht. Der vergleichbar starke Effekt liegt in der relativ langen Laufzeit der Verpflichtungen begründet. Zudem besteht ein Inflationsrisiko. Betriebsrenten im Inland müssen aufgrund gesetzlicher Vorschriften zumindest alle drei Jahre in Höhe der Inflationsrate erhöht werden. Bei Betriebsrentenzusagen in Deutschland nach der Versorgungsordnung 2000+ erfolgt eine feste Rentenanpassung von einem Prozent p. a., sodass hier nur ein geringfügiges Inflationsrisiko in der Rentenphase besteht. Bei Pensionszusagen von Turner besteht kein Inflationsrisiko, da der wesentliche leistungsorientierte Plan eingefroren wurde und keine Betriebsrentenanpassungen mehr erfolgen. Außerdem besteht ein Langlebigkeitsrisiko. Aufgrund der gewährten "lebenslangen Renten" wird das Risiko, dass die Rentenberechtigten länger leben als versicherungsmathematisch kalkuliert, durch den HOCHTIEF-Konzern getragen. Normalerweise wird dieses Risiko durch das Kollektiv aller Rentenberechtigten ausgeglichen und kommt nur zum Tragen, wenn die allgemeine Lebenserwartung höher ausfällt als erwartet. Die Effekte aus den genannten Risiken auf die leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen bei einer entsprechenden Änderung der versicherungsmathematischen Annahmen können nachfolgender Sensitivitätsanalyse entnommen werden: Auswirkungen auf die leistungsorientierten Pensionsverpflichtungenscroll
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Beitragsorientierte PläneBei den beitragsorientierten Altersversorgungssystemen zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen beziehungsweise auf freiwilliger Basis Beiträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Über die Entrichtung von Beitragszahlungen hinaus besteht für das Unternehmen keine weitere Leistungsverpflichtung. Beitragsorientierte Pensionspläne bestehen in den USA bei Turner, Flatiron und E.E. Cruz sowie in Australien bei CIMIC. Bei Turner werden in Abhängigkeit von der Betriebszugehörigkeit und vom Gehaltsniveau zwischen drei und sechs Prozent des Gehalts an einen externen Versorgungsträger gezahlt. Zusätzlich haben die Turner-Mitarbeiter die Möglichkeit, im Rahmen eines "401 (k) Plans" bis zu 25 Prozent ihres Gehalts in einen Investmentfonds einzuzahlen. Turner stockt die ersten fünf Prozent der Gehaltsumwandlung je nach Betriebszugehörigkeit um bis zu 100 Prozent auf. Teilnahmeberechtigt sind alle Mitarbeiter, jedoch ist der Pensionsanspruch erst ab einer Betriebszugehörigkeit von drei Jahren unverfallbar. Die Einzahlungen sind steuerlich begünstigt; das Risiko der Investmententwicklung liegt beim Mitarbeiter. Auch die beitragsorientierten Pläne bei Flatiron und E.E. Cruz bestehen aus 401 (k) Plänen. Anspruchsberechtigt sind alle nicht gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter. Flatiron leistet 6,0 Prozent vom Lohn beziehungsweise Gehalt als Beitragszahlung, E.E. Cruz verdoppelt ein Drittel der Mitarbeiterbeiträge, jeweils bis zur gesetzlichen Höchstgrenze. In Australien zahlt CIMIC seit dem 1. Juli 2014 9,50 Prozent (zuvor 9,25 Prozent) der Lohn- und Gehaltssumme in die gesetzlich vorgeschriebene Altersversorgung (Superannuation) ein. Der Beitrag wird voraussichtlich bis zum Jahr 2025 schrittweise auf 12,0 Prozent erhöht werden. Die Mitarbeiter können aus verschiedenen Fonds auswählen und tragen das Risiko der Investmententwicklung. Sie haben die Möglichkeit, den Beitrag durch freiwillige Zuzahlungen aufzustocken. Die Zuzahlungen sind steuerlich begünstigt. Im Berichtsjahr sind Leistungen an beitragsorientierte Versorgungssysteme in Höhe von 172.255 Tsd. Euro (Vorjahr 182.071 Tsd. Euro) erfolgt. Sie entfallen im Wesentlichen mit 129.525 Tsd. Euro (Vorjahr 148.689 Tsd. Euro) auf die CIMIC-Gruppe und mit 38.207 Tsd. Euro (Vorjahr 30.731 Tsd. Euro) auf die Turner-Gruppe. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr an staatliche Rentenversicherungsträger Arbeitgeberbeiträge in Höhe von 69.881 Tsd. Euro (Vorjahr 66.366 Tsd. Euro) geleistet. Die Aufwendungen für die beitragsorientierten Versorgungssysteme werden im Personalaufwand ausgewiesen. 28. Andere Rückstellungenscroll
Die Verminderung der Steuerrückstellungen auf 89.089 Tsd. Euro (Vorjahr 437.113 Tsd. Euro) resultiert im Wesentlichen aus Zahlungen an die Steuerbehörden im Zusammenhang mit den im Jahr 2014 durchgeführten Veräußerungen von John Holland und des Servicebereichs der CIMIC-Tochtergesellschaften Thiess und Leighton Contractors. Die Personalrückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Aktienoptionsprogramme, Jubiläumszuwendungen, Urlaubsverpflichtungen, Abfindungen sowie Vorruhestandsregelungen. Der Betrag der Rückstellungen zur Deckung von Versicherungsfällen wird jährlich von einem externen Gutachter ermittelt. In den übrigen sonstigen Rückstellungen sind unter anderem Kosten der Auftragsabwicklung und nachträgliche Kosten abgerechneter Aufträge, Beteiligungsrisiken, Jahresabschlusskosten, Schadensersatzleistungen sowie andere ungewisse Verbindlichkeiten berücksichtigt. Rückstellungsspiegelscroll
29. Finanzverbindlichkeitenscroll
Die Anleihen im HOCHTIEF-Konzern setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Im Rahmen eines Anleiherückkaufs wurde von CIMIC ein Nominalvolumen in Höhe von 298,7 Mio. US-Dollar der im November 2012 begebenen Inhaberschuldverschreibung im Juni 2015 vorzeitig zurückgezahlt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entfallen in Höhe von 50.000 Tsd. Euro auf ein von der HOCHTIEF Aktiengesellschaft am 13. Dezember 2012 aufgenommenes bilaterales Schuldscheindarlehen. Das Darlehen hat eine vierjährige Ursprungslaufzeit und ist mit einer fixen Verzinsung ausgestattet. Ein im Jahr 2008 aufgenommenes Schuldscheindarlehen mit einer Ursprungslaufzeit von sieben Jahren und einem Nominalwert von 39.000 Tsd. Euro wurde planmäßig bei Laufzeitende am 4. Juli 2015 zurückgezahlt. Ein internationales Bankenkonsortium hat HOCHTIEF eine Kreditlinie bis zum Laufzeitende am 30. April 2019, die eine Avaltranche in Höhe von 1,5 Mrd. Euro sowie eine Bartranche in Höhe von 500.000 Tsd. Euro beinhaltet, zu marktgerechten Konditionen bereitgestellt. Die Bartranche ist zum 31.12.2015 - wie im Vorjahr - nicht in Anspruch genommen worden. Mit 34.914 Tsd. Euro (Vorjahr 946.146 Tsd. Euro) enthalten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten von CIMIC. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind zum Bilanzstichtag 111.392 Tsd. Euro (Vorjahr 1.018.922 Tsd. Euro) variabel und 59.035 Tsd. Euro (Vorjahr 125.503 Tsd. Euro) festverzinslich. Im Fall von variabler Verzinsung betrug der durchschnittliche Zinssatz 2,42 Prozent (Vorjahr 2,31 Prozent). Bei fester Zinsbindung lag der durchschnittliche Zinssatz bei 3,84 Prozent (Vorjahr 3,72 Prozent). Die Laufzeit beträgt durchschnittlich ein Jahr (Vorjahr 1,5 Jahre). Gegenüber Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, bestehen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 1.000 Tsd. Euro (Vorjahr 23.307 Tsd. Euro). Die Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 171.621 Tsd. Euro (Vorjahr 198.288 Tsd. Euro) betreffen überwiegend im Rahmen von Finanzierungsleasing genutzte technische Anlagen und Maschinen bei CIMIC. Die Mindestleasingzahlungen für Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen teilen sich wie folgt auf: Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingscroll
30. Sonstige Verbindlichkeitenscroll
Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen im Wesentlichen im Voraus erhaltene Versicherungsprämien, die die folgenden Geschäftsjahre betreffen und über die Laufzeit des jeweiligen Versicherungsvertrags aufgelöst werden, sowie Mieten. Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verpflichtungen außerhalb des Lieferungs- und Leistungsverkehrs. 31. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungenscroll
Die Verbindlichkeiten aus PoC in Höhe von 708.630 Tsd. Euro (Vorjahr 813.320 Tsd. Euro) enthalten Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden, bei denen erhaltene Anzahlungen die Herstellungskosten einschließlich Gewinnanteilen übersteigen. Gegenüber Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von 18.519 Tsd. Euro (Vorjahr 6.208 Tsd. Euro). 32. ErtragsteuerverbindlichkeitenBei den Ertragsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 10.257 Tsd. Euro (Vorjahr 10.682 Tsd. Euro) handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber in- und ausländischen Finanzbehörden. Sonstige Angaben33. Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je AktieDas unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem der auf die Aktien entfallende Konzernanteil am Ergebnis nach Steuern durch die durchschnittliche Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien dividiert wird. Eine Verwässerung dieser Kennzahl kann durch sogenannte potenzielle Aktien auftreten (vor allem Aktienoptionen und Wandelanleihen). Die aktienbasierten Vergütungsprogramme von HOCHTIEF wirken nicht gewinnverwässernd. Damit entsprechen sich das verwässerte und das unverwässerte Ergebnis je Aktie. scroll
Die Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien zum 31.12.2015 beträgt 65 191 Tsd. Stück. Der Vorjahresbestand zum 31.12.2014 betrug 68 466 Tsd. Stück und entspricht dem Anfangsbestand zum 1.1.2015 (Vorjahr 1.1.2014: 69 309 Tsd. Stück). 34. Berichterstattung zu FinanzinstrumentenZu den Finanzinstrumenten zählen finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie vertragliche Ansprüche und Verpflichtungen in Bezug auf Tausch beziehungsweise Übertragung finanzieller Vermögenswerte. Unterschieden werden originäre und derivative Finanzinstrumente. Die originären Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite im Wesentlichen die flüssigen Mittel, die kurzfristigen Wertpapiere, die Forderungen und die übrigen Finanzanlagen. Die Wertpapiere sind mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die beizulegenden Zeitwerte der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte ergeben sich aus den Börsenkursen oder werden für den Fall, dass es keinen Börsenkurs gibt, auf der Grundlage anerkannter Bewertungsmethoden ermittelt. Auf der Passivseite enthalten die originären Finanzinstrumente im Wesentlichen die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten. Derivative Finanzinstrumente werden in Abhängigkeit von deren beizulegendem Zeitwert entweder unter den sonstigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten oder den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Derivate werden im HOCHTIEF-Konzern ausschließlich zu Sicherungszwecken für vorhandene Grundgeschäfte sowie im Rahmen des Asset-Managements eingesetzt. Der Bestand an originären und derivativen Finanzinstrumenten wird in der Bilanz ausgewiesen. Die Höhe der finanziellen Vermögenswerte gibt das maximale Ausfallrisiko an. Soweit bei den finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen abgedeckt. RisikomanagementAlle Finanzaktivitäten erfolgen im HOCHTIEF-Konzern auf Basis einer konzernweit gültigen Finanzrahmenrichtlinie. Ergänzend zur generellen Rahmenrichtlinie gelten funktionale, operative Einzelrichtlinien zu verschiedenen Themenbereichen, wie beispielsweise zum Währungs- und Sicherheitenmanagement. Diese regeln die jeweiligen Grundsätze zum Umgang mit den einzelnen Finanzrisiken. Innerhalb Konzernfinanzen sind die Handels-, Steuerungs- und Abwicklungsaktivitäten in die Bereiche Front-, Middle- und Back-Office aufgeteilt. Hierdurch wird ein wirksames operatives Risikomanagement gewährleistet, indem die Kontrolle und Abwicklung der externen Handelsaktivitäten des Front-Office von einem separaten und unabhängigen Bereich, dem Back-Office, erfolgt. Bei allen externen Handelsgeschäften gilt zudem mindestens das Vieraugenprinzip. Die internen Anweisungsberechtigungen sind streng limitiert, betragsmäßig begrenzt und werden regelmäßig mindestens einmal jährlich einer Überprüfung unterzogen und gegebenenfalls - wo erforderlich - angepasst. Management von LiquiditätsrisikenHOCHTIEF arbeitet mit weitgehend zentralen Liquiditätsstrukturen zur konzernweiten Bündelung von Liquidität (insbesondere dem sogenannten Cash-Pooling), unter anderem zur Vermeidung von Liquiditätsengpässen auf Einzelgesellschaftsebene. Die zentrale Liquidität wird regelmäßig monatlich ermittelt sowie im Rahmen einer rollierenden 18-Monats-Planung durch einen Bottom-up-Prozess geplant. Liquiditätsplanungen werden durch monatliche Stress-Szenarien ergänzt. Auf Basis der Liquiditätsplanung steuert HOCHTIEF sein Wertpapiervermögen sowie das Kreditportfolio aktiv. In den nachfolgenden Tabellen werden die maximal zu leistenden Auszahlungen dargestellt. Die Betrachtung bildet den für HOCHTIEF ungünstigsten Fall ab, das heißt den jeweils frühestmöglichen vertraglichen Zahlungstermin (sogenannter "Worst-Case"). Dabei werden Gläubigerkündigungsrechte berücksichtigt. Fremdwährungspositionen werden jeweils mit dem am Bilanzstichtag geltenden Stichtagskassakurs umgerechnet. Zinszahlungen aus variabel verzinsten Positionen werden einheitlich mit dem letzten Zinsfixing vor dem Bilanzstichtag berechnet. Neben originären Finanzinstrumenten werden auch derivative Finanzinstrumente (beispielsweise Devisentermingeschäfte und Zinsswaps) berücksichtigt. Ferner werden eingeräumte, noch nicht vollständig gezogene Kreditlinien und herausgelegte Finanzgarantien einbezogen. Den in den nachstehenden Tabellen dargestellten, maximal zu leistenden Auszahlungen ("Worst-Case"-Betrachtung) stehen in den gleichen Perioden jeweils - hier nicht aufgeführte - vertraglich fixierte Einzahlungen (zum Beispiel aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) gegenüber, durch die die angegebenen Zahlungsmittelabflüsse in wesentlichem Umfang abgedeckt werden. Maximal zu leistende Auszahlungen zum 31.12.2015scroll
Maximal zu leistende Auszahlungen zum 31.12.2014scroll
Darüber hinaus ist die Liquiditätsversorgung des Konzerns auch wegen der vorhandenen Kassenbestände und der verfügbaren Guthaben bei Kreditinstituten, der veräußerbaren kurzfristigen Wertpapiere sowie der freien, ungenutzten Barkreditlinien ausreichend und auch langfristig sichergestellt. Folgende Tabelle zeigt die wesentlichen Liquiditätsinstrumente auf: scroll
Die Barkreditlinien betreffen unter anderem eine Bartranche des syndizierten Aval- und Barkredits mit einem Nominalvolumen von 500.000 Tsd. Euro, dessen Laufzeit im April des Vorjahres vorzeitig auf den 30. April 2019 verlängert wurde. Diese Bartranche wurde per 31. Dezember 2015 - wie im Vorjahr - nicht in Anspruch genommen. Darüber hinaus bestehen kurzfristige bilaterale Geldmarktlinien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft mit einem Nominalvolumen von 239.000 Tsd. Euro (Vorjahr 259.349 Tsd. Euro), die unverändert gegenüber dem Vorjahr zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen worden sind. Hinsichtlich diverser Kreditlinien bestehen Gläubigerkündigungsrechte in Verbindung mit einem Financial Covenant; dieser Covenant wird im Rahmen der Unternehmensplanung laufend überwacht. Wegen der jeweils breiten und internationalen Syndizierung ist ein Refinanzierungsrisiko für den langfristigen Aval- und Barbereich aufgrund der im April 2014 erfolgreich verlängerten syndizierten Bar- und Avalkredite nicht gegeben. Aus weiteren Vorsichtsüberlegungen heraus besteht auf Basis der Hauptversammlungsbeschlüsse des Jahres 2011 ein angemessener Rahmen, um die Eigenmittel zu erhöhen. Auch in dem für HOCHTIEF wesentlichen Avalbereich verfügt der Konzern über ausreichende Kreditlinien. Die Avalkreditlinien haben ein Gesamtvolumen von 13,96 Mrd. Euro (Vorjahr 12,90 Mrd. Euro) und sind zu 75 Prozent ausgenutzt (Vorjahr 66 Prozent). Aufgrund einer rechtlich verbindlichen Bankenvereinbarung sind in der Division HOCHTIEF Asia Pacific finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 856.688 Tsd. Euro (Vorjahr 1.065.540 Tsd. Euro) und finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 407.601 Tsd. Euro (Vorjahr 600.576 Tsd. Euro) saldiert in der Bilanz mit ihrem verbleibenden Nettobetrag von 449.087 Tsd. Euro (Vorjahr 464.964 Tsd. Euro) ausgewiesen. Management von WährungsrisikenWährungsrisiken (im Sinne von Transaktionsrisiken) entstehen bei HOCHTIEF aus Forderungen, Verbindlichkeiten, flüssigen Mitteln und Wertpapieren sowie schwebenden Geschäften in einer anderen als der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft. Zur Absicherung gegen wechselkursbedingte Schwankungen dieser Zahlungen beziehungsweise Positionen werden Währungsderivate, maßgeblich Devisentermingeschäfte, eingesetzt. Grundsätzlich sichert HOCHTIEF alle Währungsrisiken ab. Die Abwicklung der Sicherungen der Konzerngesellschaften - mit Ausnahme der Sicherungen der CIMIC-Gruppe - erfolgt im Wesentlichen über die HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Durch verbindliche Richtlinien sind Nutzung, getrennte Kontrolle und Verantwortlichkeiten bei allen Konzernunternehmen klar geregelt. Grundsätzlich werden Währungsderivate nur zur Absicherung von Risiken eingesetzt (sogenanntes Hedging). Jegliche Form der Spekulation ist durch die verbindlich und konzernweit geltende Risikorichtlinie untersagt. Vertragspartner der extern abgeschlossenen Derivate sind grundsätzlich Kreditinstitute erster Bonität. In der nachfolgenden Tabelle sind die beizulegenden Zeitwerte der Währungsderivate dargestellt: scroll
Die Restlaufzeit der Währungsderivate im Cashflow-Hedge-Accounting beträgt zum 31. Dezember 2015 maximal 19 Monate (Vorjahr 13 Monate). Die maximale Restlaufzeit von Währungsderivaten ohne Anwendung von Hedge-Accounting beträgt zum 31. Dezember 2015 elf Monate (Vorjahr 25 Monate). Wird Hedge-Accounting angewendet, werden die unrealisierten Gewinne und Verluste des Sicherungsgeschäfts unter Berücksichtigung latenter Steuern zunächst in den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen erfasst. Die Gewinne und Verluste werden erst dann realisiert, wenn auch das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Derivate werden auf Basis aktueller Marktkonditionen zum Bilanzstichtag bewertet. Bei der Interpretation der positiven und negativen beizulegenden Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten ist zu beachten, dass ihnen gegenläufige Grundgeschäfte gegenüberstehen. Im Geschäftsjahr wurden Marktwertänderungen aus den oben genannten Derivaten mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) saldiert in Höhe von 2.167 Tsd. Euro (Vorjahr -5.019 Tsd. Euro) erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Sofern kein Hedge-Accounting angewendet wird, werden sämtliche unrealisierten Gewinne und Verluste des Sicherungsgeschäfts unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst; im Geschäftsjahr waren dies -2.800 Tsd. Euro (Vorjahr -1.511 Tsd. Euro). Folgende Sensitivitätsanalysen zeigen auf, welche Effekte sich aus einer Schwankung von zehn Prozent der Fremdwährungen im Verhältnis zu der jeweiligen Funktionalwährung der Konzerngesellschaft auf das Eigenkapital beziehungsweise auf das Jahresergebnis des HOCHTIEF-Konzerns ergeben hätten. Die Analyse basiert auf dem jeweiligen Volumen zum Bilanzstichtag. scroll
Management von ZinsrisikenZinsrisiken entstehen bei HOCHTIEF durch Finanzpositionen der Aktivseite - im Wesentlichen durch verzinsliche Wertpapiere des Umlaufvermögens. Zinsrisiken auf der Passivseite der Bilanz betreffen insbesondere Finanzverbindlichkeiten. Risiken werden hierbei durch zwei Ansätze minimiert: zum einen durch sogenanntes Natural Hedging, also das Eliminieren von gegenläufigen Zinsrisiken aus originären Finanzinstrumenten auf der Aktiv- und der Passivseite; zum anderen durch den Einsatz von Zinsderivaten. Dies sind in der Regel Zinsswaps, durch die Cashflow-Risiken, die durch Änderungen von Zinssätzen bei variabel verzinslichen Finanzpositionen entstehen, entsprechend der jährlichen Konzernfinanzierungsstrategie gesteuert werden. Analog zum Vorgehen bei Währungsderivaten erfolgt die Abwicklung der Sicherungen der Konzerngesellschaften - mit Ausnahme der Sicherungen der CIMIC-Gruppe - im Wesentlichen über die HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Ebenfalls bestehen analoge Regelungen und Richtlinien sowie die grundsätzliche Bindung an vorhandene Grundgeschäfte (also kein spekulativer Einsatz). Vertragspartner der extern abgeschlossenen Derivate sind grundsätzlich Kreditinstitute erster Bonität. In der nachfolgenden Tabelle sind die beizulegenden Zeitwerte der Zinsderivate dargestellt: scroll
Im Vorjahr betrug die maximale Restlaufzeit der Zinsswaps sowohl mit als auch ohne Cashflow-Hedge-Accounting 31 Monate. Die Zinsfutures haben zum 31. Dezember 2015 eine maximale Restlaufzeit von 363 Monaten (Vorjahr 363 Monate). Im Geschäftsjahr wurden Marktwertänderungen aus Zinsderivaten mit Sicherungshintergrund im Cashflow-Hedge-Accounting in Höhe von 450 Tsd. Euro (Vorjahr 10.327 Tsd. Euro) erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Erfolgswirksame Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgten in Höhe von 595 Tsd. Euro (Vorjahr 1.190 Tsd. Euro). Ineffektivitäten sind nicht entstanden. Marktwertänderungen bei den übrigen Zinsderivaten wurden, saldiert in Höhe von 2.438 Tsd. Euro (Vorjahr 2.432 Tsd. Euro), erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Folgende Sensitivitätsanalysen zeigen auf, welche Effekte sich aus einer Schwankung um einen Prozentpunkt des jeweiligen Marktzinsniveaus auf das Eigenkapital beziehungsweise auf das Jahresergebnis ergeben hätten. Die Analyse basiert auf dem jeweiligen Volumen zum Bilanzstichtag. scroll
Management von sonstigen PreisrisikenSonstige Preisrisiken entstehen bei HOCHTIEF durch Anlagen in kurzfristige beziehungsweise langfristige, nicht zinstragende Wertpapiere, maßgeblich Aktien und Fonds, die der Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbar" zugeordnet und daher erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Daneben resultieren Preisrisiken aus Beteiligungen, die ebenfalls als "zur Veräußerung verfügbar" klassifiziert werden, soweit die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt. In der nachfolgenden Tabelle werden diese Positionen dargestellt. Beteiligungen, die zu Anschaffungskosten bewertet werden, da der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermittelbar ist, sind dagegen nicht enthalten. scroll
HOCHTIEF steuert die Preisrisiken aktiv. Eine laufende Beobachtung und eine Analyse der Märkte ermöglichen somit eine zeitnahe Steuerung der Anlagen. So können negative Entwicklungen an den Kapitalmärkten frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Derivate werden nur in Ausnahmefällen zur Steuerung sonstiger Preisrisiken eingesetzt. Im Rahmen der Absicherung unserer aktienbasierten Vergütungspläne wurden aktienbezogene Derivate, die zum 31. Dezember 2015 eine maximale Restlaufzeit von 39 Monaten (Vorjahr 51 Monate) haben, abgeschlossen. Diese werden nicht im Rahmen des Hedge-Accountings, sondern als sogenanntes Natural Hedging bilanziert. Die Ergebnisse aus der Marktwertbewertung dieser Derivate werden im Personalaufwand ausgewiesen. In der nachfolgenden Tabelle sind die beizulegenden Zeitwerte der Aktienoptions- beziehungsweise Aktientermingeschäfte und indexbezogenen Optionsgeschäfte dargestellt: scroll
Im Geschäftsjahr wurden - wie im Vorjahr - keine Marktwertänderungen aus den Termingeschäften mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Marktwertänderungen bei Aktienoptions- und Aktientermingeschäften sowie indexbezogenen Optionsgeschäften ohne Anwendung von Hedge-Accounting und bei den geschriebenen Optionen wurden saldiert in Höhe von 1.678 Tsd. Euro (Vorjahr -868 Tsd. Euro) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Folgende Sensitivitätsanalysen zeigen auf, welche Effekte sich aus Schwankungen der Marktwerte von originären und derivativen Finanzinstrumenten von zehn Prozent auf das Eigenkapital beziehungsweise auf das Jahresergebnis ergeben hätten. Die Analyse basiert auf dem jeweiligen Volumen zum Bilanzstichtag. scroll
Management von AusfallrisikenAusfallrisiken ergeben sich im HOCHTIEF-Konzern aus dem operativen Geschäft sowie aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten. Das Risikomanagement erfolgt bei HOCHTIEF im operativen Geschäft durch die laufende bereichsbezogene Überwachung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Bei Feststellung eines konkreten Ausfallrisikos wird diesem Risiko durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen im notwendigen Umfang Rechnung getragen. Der HOCHTIEF-Konzern hat gegenüber Dritten für Konzerngesellschaften Finanzgarantien sowie Kreditzusagen herausgelegt. Dabei werden Finanzgarantien und Kreditzusagen nur für Gesellschaften bester Bonität übernommen, sodass das Risiko einer Inanspruchnahme von HOCHTIEF äußerst gering ist. Das maximale Ausfallrisiko der finanziellen Vermögenswerte entspricht den in der Bilanz angesetzten Buchwerten. Diesen sind jedoch die vom HOCHTIEF-Konzern hereingenommenen Sicherheiten gegenüberzustellen, sodass das tatsächliche Ausfallrisiko geringer ist. Bei ausgereichten Finanzgarantien entspricht der maximale Ausfall dem Höchstbetrag, der von HOCHTIEF zu zahlen ist. Kreditzusagen können maximal in Höhe ihres zugesagten Betrags ausfallen. Zum 31. Dezember 2015 betrug das maximale Ausfallrisiko aus Finanzgarantien und Kreditzusagen 144.414 Tsd. Euro (Vorjahr 193.657 Tsd. Euro). Eine Inanspruchnahme der Finanzgarantien und Kreditzusagen ist zum Berichtszeitpunkt sehr unwahrscheinlich. HOCHTIEF erhält Sicherheiten zur Besicherung von Vertragserfüllung und Gewährleistung durch Nachunternehmer oder zur Besicherung von Vergütungsansprüchen. Unter anderem werden hierbei Gewährleistungs-, Vertragserfüllungs-, Vorauszahlungs- und Zahlungsbürgschaften hereingenommen. HOCHTIEF regelt die Hereinnahme von Sicherheiten in einer Richtlinie. Diese umfasst unter anderem die vertragliche Gestaltung, Durchführung und Verwaltung aller Vereinbarungen. Details werden, abhängig zum Beispiel von Land und Rechtsprechung, unterschiedlich geregelt. Bezüglich der Ausfallrisiken prüft HOCHTIEF bei allen hereingenommenen Avalen die Bonität des Sicherheitengebers. HOCHTIEF bedient sich bei der Bonitätsbeurteilung so weit wie möglich externer Spezialisten (beispielsweise Ratingagenturen). Die Angabe von beizulegenden Zeitwerten der erhaltenen Sicherheiten ist nicht erfolgt, da eine verlässliche Ermittlung regelmäßig nicht möglich ist. Im Folgenden werden die überfälligen, nicht wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte dargestellt: scroll
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Die Überfälligkeiten der finanziellen Vermögenswerte sind branchenspezifisch geprägt. Die Zahlungseingänge erfolgen in Abhängigkeit vom Prozess der Auftragsabnahme und Rechnungsprüfung, der regelmäßig - insbesondere bei Großprojekten - einen längeren Zeitraum in Anspruch nimmt. Die überfälligen, nicht wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte bestehen im Wesentlichen gegenüber öffentlichen Auftraggebern und Industrieunternehmen mit erstklassiger Bonität. Die einzelwertberichtigten finanziellen Vermögenswerte werden nachfolgend dargestellt: scroll
Die Wertberichtigungen in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beziehen sich im Wesentlichen auf branchentypische Wertberichtigungen von Nachtragsforderungen. Die nachstehende Tabelle enthält die Entwicklung der Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte: Wertberichtigungsspiegelscroll
Hinsichtlich der weder überfälligen noch wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte liegen derzeit keine Hinweise auf bonitätsbedingten Wertberichtigungsbedarf vor. KapitalrisikomanagementDer HOCHTIEF-Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, zu gewährleisten, dass sämtliche Konzernunternehmen weiterhin ihr Geschäft unter der Prämisse der Unternehmensfortführung betreiben können. Durch die bedarfsweise Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital werden die Kapitalkosten so gering wie möglich gehalten. Diese Maßnahmen dienen in erster Linie zur Sicherung einer bestmöglichen Bonität, aber auch zur Maximierung der Erträge der Anteilseigner. Die Kapitalstruktur setzt sich aus den in der Bilanz ausgewiesenen lang- und kurzfristigen Schulden abzüglich der flüssigen Mittel als Nettofremdkapital und dem bilanziellen Eigenkapital zusammen. Der Risikoreportingkreis beurteilt und überprüft die Kapitalstruktur des Konzerns regelmäßig. Im Rahmen dieser Beurteilung werden risikoadäquate Kapitalkosten berücksichtigt. Die Gesamtstrategie des Kapitalrisikomanagements hat sich im laufenden Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Ergänzende Angaben zu FinanzinstrumentenNachfolgend werden die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte nach Klassen von Finanzinstrumenten und die Buchwerte nach den Bewertungskategorien des IAS 39 zum 31. Dezember 2015 und zum 31. Dezember 2014 dargestellt: scroll
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Bei den kurzfristigen Finanzinstrumenten entsprechen aufgrund der kurzen Restlaufzeiten beziehungsweise der Bilanzierung zum Marktwert die Buchwerte den Marktwerten zum Abschlussstichtag. Die langfristigen Wertpapiere werden in der Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbar" erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet, sodass sich auch hier Buchwert und beizulegender Zeitwert entsprechen. Soweit der beizulegende Zeitwert für Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen und übrigen Beteiligungen verlässlich ermittelbar ist, wird dieser angesetzt. Wenn ein verlässlicher Zeitwert nicht vorliegt, erfolgt die Bewertung innerhalb der Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbar" zu Anschaffungskosten. Bei den Angaben zur Fair Value-Hierarchie von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten ist dieser Wert der Preis, zu dem unter aktuellen Marktbedingungen am Bemessungsstichtag ein geordneter Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern stattfinden kann, im Zuge dessen der Vermögenswert verkauft oder die Schuld übertragen werden würde (Exit-Preis). Bei nicht finanziellen Vermögenswerten wird der beizulegende Zeitwert auf der Grundlage seiner höchst- und bestmöglichen Nutzung durch Marktteilnehmer bestimmt. Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts ist, basierend auf den Eingangsparametern, die in die angewandten Bewertungsverfahren einfließen, in Abhängigkeit von der Marktnähe folgende dreistufige Fair Value-Hierarchie zu unterscheiden: Stufe 1: Vorliegen von notierten Preisen in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden (ohne die Vornahme von Anpassungen) als Eingangsparameter; zum Beispiel börsennotierte Wertpapiere. Stufe 2: Verwendung von anderen Eingangsparametern als die notierten Preise der Stufe 1, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt, das heißt als Preis, oder indirekt, das heißt aus Preisen abgeleitet oder beobachtet werden können; zum Beispiel Zinsswaps oder Devisentermingeschäfte. Stufe 3: Keine relevant beobachtbaren Eingangsparameter sind verfügbar, sodass als Eingangsparameter ein Abgangspreis aus Sicht eines Marktteilnehmers zu ermitteln ist, der den Vermögenswert hält oder die Schuld begleichen muss; zum Beispiel Beteiligungen, die zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind und deren Zeitwert durch eine Unternehmensbewertung ermittelt wurde. Angaben zur Fair Value-Hierarchie von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumentenscroll
Im laufenden Geschäftsjahr erfolgte zwischen den zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten der Stufen 1 und 2 keine Umgliederung. Auch die Stufe 3 blieb gegenüber dem Vorjahr insoweit unverändert. Der Fair Value von Anteilen an nicht börsennotierten Gesellschaften sowie nicht aktiv gehandelter Schuldtitel wird mittels Discounted-Cashflow-Methoden bestimmt. Eventuell erforderliche Diskontierungen werden mit aktuellen marktüblichen Zinsen vorgenommen. Überleitung der auf Stufe 3 ermittelten beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumentenscroll
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Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Beträge sind - entsprechend dem Vergleichsjahr - im übrigen Beteiligungsergebnis berücksichtigt; die sonstigen Veränderungen wurden demgegenüber erfolgsneutral abgebildet. Finanzielle Vermögenswerte mit einem Buchwert von 146.842 Tsd. Euro sind zum 31. Dezember 2015 (Vorjahr 222.332 Tsd. Euro) als Sicherheiten für bilanzierte finanzielle Verbindlichkeiten und nicht bilanzierte Eventualschulden gegeben. Die folgende Tabelle zeigt das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten nach IAS 39-Bewertungskategorien: Nettoergebnis aus Finanzinstrumentenscroll
In die Ermittlung des Nettoergebnisses aus Finanzinstrumenten werden Zinserträge und -aufwendungen, Wertberichtigungen und -aufholungen, Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung, Dividendenerträge, Abgangsgewinne beziehungsweise -verluste und sonstige erfolgswirksam erfasste Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten einbezogen. Im Geschäftsjahr wurden Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 20.206 Tsd. Euro (Vorjahr 110.431 Tsd. Euro) vorgenommen. Die Wertberichtigungen betreffen mit 158 Tsd. Euro (Vorjahr 24 Tsd. Euro) die Buchwerte von nicht konsolidierten Tochterunternehmen und übrigen Beteiligungen, die aufgrund der Nichtverfügbarkeit eines beizulegenden Zeitwerts zu Anschaffungskosten bewertet werden. Im Vorjahr betrafen sie zudem mit 68 Tsd. Euro zum beizulegenden Zeitwert bewertete, nicht konsolidierte Tochterunternehmen und übrige Beteiligungen. Die langfristigen Finanzforderungen wurden im Geschäftsjahr in Höhe von 10.864 Tsd. Euro (Vorjahr 3.490 Tsd. Euro) wertgemindert. Die kurzfristigen Finanzforderungen wurden in Höhe von 57 Tsd. Euro (Vorjahr 6.866 Tsd. Euro) wertberichtigt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit 9.127 Tsd. Euro (Vorjahr 99.526 Tsd. Euro) wertgemindert. Im Vorjahr wurden zudem kurzfristige sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte mit 457 Tsd. Euro wertgemindert. 35. Eventualschulden und sonstige finanzielle Verpflichtungenscroll
Die Haftungsverhältnisse waren überwiegend zur Sicherung aufgenommener Bankkredite, für Vertragserfüllungen, Gewährleistungsverpflichtungen und Vorauszahlungen gegeben. Wir bürgten am Bilanzstichtag im Wesentlichen für Beteiligungsgesellschaften und Arbeitsgemeinschaften. Im Übrigen haften wir gesamtschuldnerisch für alle Arbeitsgemeinschaften, an denen wir in Deutschland beteiligt sind. Der im Dezember 2011 abgeschlossene und im April 2014 vorzeitig verlängerte syndizierte Bar- und Avalkredit in Höhe von zwei Mrd. Euro bildet weiterhin ein zentrales langfristiges Finanzierungsinstrument der HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Diese syndizierte Fazilität hat eine Tranche für Avalziehungen im Nominalvolumen von 1,5 Mrd. Euro, die zum 31. Dezember 2015 mit 857.719 Tsd. Euro (Vorjahr 946.578 Tsd. Euro) in Anspruch genommen worden ist, und enthält eine Barlinie in Höhe von 500.000 Tsd. Euro, die zum 31. Dezember 2015 - wie im Vorjahr - nicht gezogen worden ist. Der Kreditrahmen ermöglicht die Bereitstellung von Bürgschaften für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit vornehmlich der Division HOCHTIEF Europe. Der angesprochene Bar- und Avalkredit hat eine ursprüngliche Laufzeit von fünf Jahren und wurde im April 2014 bis zum 30. April 2019 verlängert. Daneben bestehen für den HOCHTIEF-Konzern weitere Avalkreditlinien mit einem Gesamtbetrag von 5,76 Mrd. Euro (Vorjahr 6,05 Mrd. Euro) bei Versicherungsgesellschaften und Banken. Darin enthalten ist eine im Mai 2013 durch CIMIC abgeschlossene syndizierte Avallinie mit einem Volumen von insgesamt einer Mrd. australischer Dollar (704.840 Tsd. Euro) und einer Laufzeit von drei Jahren. Im Dezember 2014 konnte das ursprüngliche Laufzeitende der Fazilität vom Juni 2016 um anderthalb Jahre auf Dezember 2017 prolongiert werden. Zum Berichtsstichtag war diese Fazilität ungenutzt (Vorjahr 600.000 Tsd. australische Dollar beziehungsweise 402.766 Tsd. Euro). Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat zugunsten amerikanischer Versicherungsgesellschaften eine unbegrenzte Garantie für Verpflichtungen der Turner- und der Flatiron-Gruppe im Rahmen des sogenannten Bondings ausgelegt. Dieses in den USA gesetzlich vorgesehene Sicherungsmittel garantiert die Erfüllung von Projekten der öffentlichen Hand. Weiterhin kommt es bei ausgewählten sonstigen Kunden zum Einsatz. Das gesamte Bondingvolumen beläuft sich nach Erhöhungen des Gesamtvolumens im Berichtsjahr auf 7.300 Mio. US-Dollar. Die Ausnutzung des Bondingvolumens beträgt im Berichtsjahr 6.491 Mio. US-Dollar (Vorjahr 5.032 Mio. US-Dollar). Eine Inanspruchnahme aus dieser HOCHTIEF-Garantie ist in der Vergangenheit nicht erfolgt und wird zurzeit auch nicht für die Zukunft erwartet. Darüber hinaus besteht zugunsten von Flatiron eine syndizierte Kreditfazilität in Höhe von 350 Mio. kanadischen Dollar (Vorjahr 240 Mio. kanadische Dollar) mit Laufzeit bis Dezember 2018, die zum 31. Dezember 2015 mit 147,4 Mio. kanadischen Dollar (Vorjahr 74,5 Mio. kanadische Dollar) in Anspruch genommen worden ist. Diese Fazilität wird ebenfalls durch eine Konzerngarantie der HOCHTIEF Aktiengesellschaft besichert. Das Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen beträgt im Konzern 2.468 Tsd. Euro (Vorjahr 22.521 Tsd. Euro) und betrifft im Wesentlichen die Bergbauaktivitäten der CIMIC-Gruppe. Einzahlungsverpflichtungen auf Finanzanlagen bestehen in Höhe von 4.209 Tsd. Euro (Vorjahr 19.068 Tsd. Euro). Sie betreffen Gemeinschaftsunternehmen in der Division HOCHTIEF Europe. Im Vorjahr betrafen sie zudem mit 13.059 Tsd. Euro PPP-Projektgesellschaften in der Division HOCHTIEF Asia Pacific. Die Mindestleasingzahlungen für Operate Leasing-Verträge werden wie folgt fällig: Operate Leasing scroll
Die Verpflichtungen aus dem Operate Leasing betreffen überwiegend technische Anlagen und Maschinen der CIMIC-Gruppe. Im Geschäftsjahr betragen die Leasingzahlungen aus Operate Leasing-Verträgen 280.026 Tsd. Euro (Vorjahr 318.512 Tsd. Euro). In der Division HOCHTIEF Asia Pacific sind einige Unternehmen an verschiedenen Leasing-Vereinbarungen beteiligt. Diese Unternehmen werden von Dritten finanziert. Vonseiten HOCHTIEF selbst werden weder Anteile am Eigenkapital noch Vermögenswerte, wie Ausleihungen oder Forderungen, gehalten. Die relevanten Aktivitäten werden durch vertragliche Vereinbarungen seitens Dritter gesteuert, wodurch sie nicht konsolidiert werden. Die Mindestleasingzahlungen beim Operate Leasing belaufen sich auf 143.184 Tsd. Euro (Vorjahr 244.789 Tsd. Euro). Die Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen betragen 176.665 Tsd. Euro (Vorjahr 194.499 Tsd. Euro). Die unkündbare Mietdauer liegt zwischen zwei und zwölf (Vorjahr zwei und 13) Jahren. Den Mietzahlungsverpflichtungen stehen erwartete Mieterträge in Höhe von 65.786 Tsd. Euro (Vorjahr 90.046 Tsd. Euro) gegenüber. Zudem bestehen weitere finanzielle Verpflichtungen zu Gesellschafterdarlehen sowie aus langfristigen Liefer- und Leistungsverträgen in Höhe von 103.307 Tsd. Euro (Vorjahr 116.453 Tsd. Euro). RechtsstreitigkeitenGesellschaften des HOCHTIEF-Konzerns sind im Rahmen ihres Geschäftsbetriebs in Gerichtsprozesse involviert. HOCHTIEF erwartet durch die Prozesse jedoch keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die wirtschaftliche und finanzielle Situation des Konzerns. 36. SegmentberichterstattungDie HOCHTIEF-Struktur entspricht der operativen Ausrichtung des Konzerns und spiegelt die Präsenz in wichtigen nationalen und internationalen Regionen sowie Märkten wider. Im HOCHTIEF-Konzern ergibt sich die Segmentabgrenzung aus den jeweiligen geschäftlichen Aktivitäten der Divisions. Die Segmentierung basiert dabei auf der internen Berichterstattung. Unter Konzernzentrale/Konsolidierung werden die Konzernzentrale und andere, nicht den gesondert dargestellten Divisions zuordenbare Tätigkeiten, wie beispielsweise das Management unserer finanziellen Ressourcen und Versicherungsaktivitäten, sowie Konsolidierungseffekte dargestellt. Die Versicherungsaktivitäten werden in der Konzernzentrale verantwortlich von der HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions GmbH - mit verschiedenen Gesellschaften in Luxemburg, zu der u.a. die Builders Reinsurance S.A. gehört - gesteuert. Die HOCHTIEF-Versicherungsgesellschaften bieten vor allem Rückversicherungsleistungen für Bauleistungs-, Nachunternehmerausfall-, Haftpflicht- sowie Arbeitnehmer-Unfallversicherungen an. Es bestehen folgende berichtspflichtige Divisions / Segmente* : HOCHTIEF Americas umfasst die Bautätigkeiten der operativen Einheiten in den USA und in Kanada; HOCHTIEF Asia Pacific bündelt die Bauaktivitäten und das Contract-Mining im asiatisch-pazifischen Raum; HOCHTIEF Europe bündelt das Kerngeschäft in Europa sowie in ausgewählten weiteren Regionen und plant, entwickelt, baut, bewirtschaftet und verwaltet Immobilien und Infrastruktureinrichtungen.
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Ausführliche Angaben zu den einzelnen Divisions
enthält der Lagebericht auf den Seiten 80 bis 93. Die Segmentberichterstattung beinhaltet bei den Größen mit Bezug zur Gewinn- und Verlustrechnung ausschließlich die fortgeführten Aktivitäten. scroll
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Nicht fortgeführte Aktivitäten betreffend John Holland und Leighton Servicegeschäft:scroll
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Summe aus fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten:scroll
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Erläuterungen zu den SegmentdatenDie Innenumsätze geben die Höhe der Umsätze zwischen den Divisions an. Innenumsätze werden unter Bedingungen wie unter fremden Dritten abgerechnet. Die Außenumsätze enthalten im Wesentlichen Umsatzerlöse aus der Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode im klassischen Baugeschäft, Construction-Management und Contract-Mining in Höhe von 17.965.879 Tsd. Euro (Vorjahr 18.448.153 Tsd. Euro). Die Summe aus Außenumsätzen und Innenumsätzen ergibt die Bereichsumsätze. Die Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, umfassen Erträge und Aufwendungen aus diesen Beteiligungen einschließlich Wertminderungen auf at Equity bilanzierte Finanzanlagen. Die Abschreibungen betreffen immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer, Sachanlagen sowie Investment Properties. Die Wertminderungen beinhalten Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Investment Properties und Finanzanlagen. Die Investitionen umfassen die Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen, Investment Properties, at Equity bilanzierten Finanzanlagen (ohne Fortschreibung des Equity-Buchwerts), Tochterunternehmen sowie den übrigen Beteiligungen. Das Bruttovermögen entspricht der konsolidierten Bilanzsumme der Divisions. Die Bruttoschulden ergeben sich aus dem Bruttovermögen abzüglich des konsolidierten Eigenkapitals. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit lässt sich wie folgt zum betrieblichen Ergebnis / EBIT überleiten: scroll
Das Verfahren zur Ermittlung des EBIT wurde im Geschäftsjahr konzernweit vereinheitlicht und die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Das im EBIT ausgewiesene Beteiligungsergebnis enthält nunmehr ausschließlich die Ergebnisse aus Gemeinschaftsunternehmen. Das neutrale Ergebnis umfasst Erträge und Aufwendungen, die aus betriebswirtschaftlicher Sicht ungewöhnlich beziehungsweise durch Sondervorgänge entstanden oder nicht dem operativen Geschäft zuzuordnen sind. Das neutrale Ergebnis enthält im Wesentlichen Restrukturierungsaufwendungen, Währungskursgewinne/-verluste sowie Ergebnisse aus Anlagenabgängen und Entkonsolidierungen. Das neutrale Ergebnis des Vorjahres war zusätzlich geprägt durch eine bilanzielle Vorsorge zur Abdeckung von Ausfallrisiken von Projektforderungen aus der Division HOCHTIEF Asia Pacific. 37. Angaben zur Konzern-KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung ist nach den Cashflows aus laufender Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Auswirkungen von Wechselkursänderungen sind dabei eliminiert; ihr Einfluss auf die flüssigen Mittel wird gesondert gezeigt. Mittelveränderungen aus dem Erwerb und der Veräußerung konsolidierter Gesellschaften werden innerhalb der Investitionstätigkeit gesondert ausgewiesen. Die Veränderung der flüssigen Mittel aus der Änderung des Konsolidierungskreises in Höhe von -465.847 Tsd. Euro (Vorjahr -309.079 Tsd. Euro) entfällt - wie im Vorjahr - vollständig auf mitveräußerte Bestände an flüssigen Mitteln. Die in der Kapitalflussrechnung mit 2.808.707 Tsd. Euro (Vorjahr 2.585.359 Tsd. Euro) ausgewiesenen flüssigen Mittel zum Jahresende stimmen mit dem entsprechenden Gesamtbetrag der flüssigen Mittel in der Bilanz überein. Hiervon bestehen 913 Tsd. Euro (Vorjahr 1.574 Tsd. Euro) als Kassenbestände, 2.243.934 Tsd. Euro (Vorjahr 2.316.922 Tsd. Euro) als Guthaben bei Kreditinstituten sowie 563.860 Tsd. Euro (Vorjahr 266.863 Tsd. Euro) als kurzfristig veräußerbare Wertpapiere mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von bis zu drei Monaten. Die flüssigen Mittel unterliegen Verfügungsbeschränkungen in Höhe von 110.963 Tsd. Euro (Vorjahr 26.518 Tsd. Euro). Die Cashflow-Veränderung aus laufender Geschäftstätigkeit führte zu einem Liquiditätszufluss in Höhe von 1.135.206 Tsd. Euro. Der Saldo der Mittelveränderungen aus Investitionen und Anlagenabgängen führte zu einem positiven Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 962.907 Tsd. Euro. Dies spiegelt die bei CIMIC Ende 2014 erfolgten Verkäufe von John Holland und des Servicegeschäfts von Thiess und Leighton Contractors wider, die im Geschäftsjahr 2015 zu einem Mittelzufluss führten. Die umfangreiche Tilgung von Finanzschulden trug wesentlich zu dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -2.008.798 Tsd. Euro bei. Insgesamt ergab sich - unter Berücksichtigung des Einflusses von Wechselkursänderungen - ein Anstieg der liquiden Mittel in Höhe von 223.348 Tsd. Euro. In der Cashflow-Veränderung aus laufender Geschäftstätigkeit werden alle zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge sowie das Ergebnis aus Anlagenabgängen und Entkonsolidierungen bereinigt. Im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sind unter anderem enthalten:
Nach Abzug des nicht zahlungswirksamen Teils aus der Equity-Bilanzierung beträgt das zugeflossene Beteiligungsergebnis (Dividenden) 116.703 Tsd. Euro (Vorjahr 106.844 Tsd. Euro). Desinvestments betreffen die Entkonsolidierung vollkonsolidierter Tochtergesellschaften. Hierdurch haben sich die langfristigen Vermögenswerte um 832 Tsd. Euro (Vorjahr 342.708 Tsd. Euro) und die kurzfristigen Vermögenswerte um 548.510 Tsd. Euro (Vorjahr 1.665.507 Tsd. Euro) vermindert. Die lang- und kurzfristigen Schulden reduzierten sich um 3 Tsd. Euro (Vorjahr 60.192 Tsd. Euro) beziehungsweise 81.648 Tsd. Euro (Vorjahr 1.352.758 Tsd. Euro). Die erzielten Verkaufserlöse in Höhe von 494.008 Tsd. Euro (Vorjahr 1.067.124 Tsd. Euro) waren zum Bilanzstichtag vollständig (Vorjahr 145.350 Tsd. Euro) durch flüssige Mittel beglichen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Dividenden in Höhe von 128.926 Tsd. Euro (Vorjahr 103.964 Tsd. Euro) an HOCHTIEF-Aktionäre ausgeschüttet. Dividenden an fremde Gesellschafter sind in Höhe von 107.294 Tsd. Euro (Vorjahr 108.120 Tsd. Euro) gezahlt worden; sie betreffen mit 79.017 Tsd. Euro (Vorjahr 96.891 Tsd. Euro) die CIMIC-Gruppe. Der Tilgung von Finanzschulden in Höhe von 2.308.197 Tsd. Euro (Vorjahr 1.147.210 Tsd. Euro) stehen Neuaufnahmen in Höhe von 786.090 Tsd. Euro (Vorjahr 1.650.551 Tsd. Euro) gegenüber. Das Finanzvermögen und die Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Bei HOCHTIEF wurden im laufenden Geschäftsjahr das Verfahren und die Kriterien zur Ermittlung des Nettofinanzvermögens konzernweit vereinheitlicht. Hiervon betroffen sind im Wesentlichen kurzfristige Finanzforderungen sowie Finanzverbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen und übrige Finanzverbindlichkeiten, die nunmehr Bestandteil des Nettofinanzvermögens sind. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Im Vorjahr enthielt das Finanzvermögen in Höhe von 4.519.595 Tsd. Euro in der Position Forderungen aus dem Verkauf von nicht fortgeführten Aktivitäten 1.108.112 Tsd. Euro Verkaufserlöse aus dem Verkauf von John Holland und des Servicegeschäfts von Thiess und Leighton Contractors. Die Verwendungsmöglichkeiten des Finanzvermögens unterliegen Einschränkungen. Dem Finanzvermögen stehen neben den Finanzverbindlichkeiten Vorauszahlungen von Auftraggebern, Einzahlungsverpflichtungen auf Finanzanlagen und das Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen gegenüber. Die Vorauszahlungen von Auftraggebern in Höhe von 708.630 Tsd. Euro (Vorjahr 813.320 Tsd. Euro) dienen zur Finanzierung der Auftragskosten. Einzahlungsverpflichtungen auf Finanzanlagen in Höhe von 4.209 Tsd. Euro (Vorjahr 6.009 Tsd. Euro) bestehen für Gemeinschaftsunternehmen in der Division HOCHTIEF Europe. Im Vorjahr bestanden zudem noch Einzahlungsverpflichtungen für PPP-Projektgesellschaften in der Division HOCHTIEF Asia Pacific in Höhe von 13.059 Tsd. Euro. Das Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen in Höhe von 2.468 Tsd. Euro (Vorjahr 22.521 Tsd. Euro) betrifft im Wesentlichen die Bergbauaktivitäten der CIMIC-Gruppe. 38. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenZu den wesentlichen nahestehenden Unternehmen zählt als Muttergesellschaft der HOCHTIEF Aktiengesellschaft die ACS. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine wesentlichen Geschäfte zwischen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beziehungsweise deren Konzernunternehmen und der ACS beziehungsweise deren verbundenen Unternehmen abgeschlossen. Nahestehendes Unternehmen von besonderer Bedeutung zum Bilanzstichtag ist das at Equity bilanzierte Unternehmen Habtoor Leighton Group. Mit den wesentlichen nahestehenden Unternehmen wurden Geschäfte getätigt, die Auswirkungen auf folgende Abschlussposten hatten: scroll
Die Ausleihungen betreffen die Habtoor Leighton Group. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen sind zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen worden, mit Ausnahme eines unverzinslichen Darlehens in Höhe von 105.958 Tsd. Euro (Vorjahr 91.207 Tsd. Euro) an ein assoziiertes Unternehmen in der Division HOCHTIEF Asia Pacific. Weitere wesentliche Geschäfte zwischen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beziehungsweise Konzernunternehmen und Mitgliedern des Vorstands beziehungsweise Aufsichtsrats oder ihnen nahestehenden Personen oder Gesellschaften wurden im Berichtszeitraum nicht abgeschlossen. Interessenkonflikte traten weder bei Mitgliedern des Vorstands noch des Aufsichtsrats auf. Die CIMIC-Gruppe eröffnete am 12. November 2015 ein Übernahmeangebot über die bisher nicht gehaltenen 49 Prozent Anteile an Devine Limited zu einem Preis von 0,75 australischen Dollar pro Aktie. Dieses Angebot endete am 29. Dezember 2015 mit einer Erhöhung der Anteilsquote von 51 auf 59 Prozent. 39. Gesamtbezüge des Vorstands und des AufsichtsratsDer Vergütungsbericht auf den Seiten 100 bis 103 dieses Konzernberichts fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft Anwendung finden, und erläutert Höhe sowie Struktur der Vorstandsbezüge. Außerdem werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben. Der Vergütungsbericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. scroll
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ohne nachträgliche Anpassung (siehe Bezüge
für frühere Geschäftsjahre) scroll
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ohne nachträgliche Anpassung (siehe Bezüge
für frühere Geschäftsjahre) Der Barwert der Pensionszusagen an aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder beträgt 92.889 Tsd. Euro (Vorjahr 98.186 Tsd. Euro). An frühere Mitglieder des Vorstands oder deren Hinterbliebene wurden Beträge in Höhe von 4.869 Tsd. Euro (Vorjahr 7.676 Tsd. Euro) gezahlt. Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und ihren Hinterbliebenen betragen 83.404 Tsd. Euro (Vorjahr 90.590 Tsd. Euro). scroll
Bezüge des Vorstands für Tätigkeiten in KonzerngesellschaftenFür die Tätigkeit im Board von CIMIC hat Herr Sassenfeld aufgrund gesetzlicher Vorgaben in Australien Pensionszusagen in Höhe von 1 Tsd. Euro* erhalten. Für seine Tätigkeit in Australien als Vorstandsvorsitzender von CIMIC erhielt Herr Fernández Verdes für 2015 eine pauschale Aufwandsentschädigung in Höhe von 340 Tsd. Euro* und Nebenleistungen in Höhe von 24 Tsd. Euro* . Die Ausübungsbedingungen der im Geschäftsjahr 2014 von CIMIC gewährten Stock-Appreciation-Rights (SAR) wurden im Geschäftsjahr 2015 geändert. Im Anschluss an die Wartezeit sind in den ersten zwei Jahren des Ausübungszeitraums während der Dauer eines jeden Geschäftsjahres wie bisher max. 40 % der SARs ausübbar. Im dritten Ausübungsjahr sind allerdings alle verbleibenden, bis dahin nicht ausgeübten SARs ausübbar. Diese Veränderung der Ausübungsbedingungen hat lediglich den Fair Value zum Zeitpunkt der Gewährung um 2,1 Mio. Euro* erhöht. Durch die Änderung wurden weder die Berechnungsbasis noch der maximale Wert der SARs geändert. Weitere Vergütungen für die Wahrnehmung von Mandaten in Gremien anderer Unternehmen, an denen HOCHTIEF unmittelbar oder mittelbar eine Beteiligung hält, werden nicht an die Vorstände ausgezahlt beziehungsweise auf die Vorstandsvergütung angerechnet. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen 2.323.200 Euro (Vorjahr 2.783.400 Euro).
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Der Eurobetrag ist abhängig vom Wechselkurs. 40. Honorare des AbschlussprüfersInsgesamt sind für den Abschlussprüfer Deloitte & Touche folgende Honorare für erbrachte Dienstleistungen als Aufwand erfasst worden: scroll
Der inländische Verbund setzt sich aus der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als bestelltem Konzernabschlussprüfer sowie den mit ihr im Sinne von § 271 Abs. 2 HGB verbundenen Unternehmen zusammen. In den Honoraren für Abschlussprüfungen sind neben den Honoraren für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts durch den Konzernabschlussprüfer Deloitte & Touche im Wesentlichen die Honorare für die Prüfung der Jahresabschlüsse der HOCHTIEF Aktiengesellschaft sowie ihrer Tochterunternehmen im In- und Ausland enthalten. Steuerberatungsleistungen umfassen sämtliche Dienstleistungen, die im Wesentlichen für Steuerangelegenheiten bei ausländischen Tochterunternehmen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft erbracht worden sind. Die anderen Bestätigungsleistungen und die sonstigen Leistungen betreffen im Wesentlichen Projekte in der Division HOCHTIEF Asia Pacific. 41. Erklärung gemäß § 161 AktGFür die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist die gemäß §161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und der Öffentlichkeit auf den HOCHTIEF-Internetseiten dauerhaft zugänglich gemacht worden.* 42. Ereignisse nach dem BilanzstichtagDer Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat am 11. Januar 2016 beschlossen, das Aktienrückkaufprogramm, das am 31. Dezember 2015 abgeschlossen wurde, fortzusetzen. Das Aktienrückkaufprogramm basiert auf der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 6. Mai 2015, bis zum 5. Mai 2020 Aktien in Höhe von bis zu zehn Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft zurückzukaufen. Der Rückkauf kann ab dem 12. Januar 2016 beginnen. Am 14. Dezember 2015 hat das Board der CIMIC-Gruppe ein Aktienrückkaufprogramm beschlossen, bei dem innerhalb der nächsten zwölf Monate bis zu zehn Prozent der voll einbezahlten ausgegebenen Stammaktien zurückgekauft werden können. Diese eigenen Aktien werden dann eingezogen. Bis zum 31. Dezember 2015 wurden keine eigenen Aktien erworben. Am 13. Januar 2016 gab die CIMIC-Gruppe über ihr Tochterunternehmen CIMIC Group Investments Pty Limited (CGI) im Rahmen eines Übernahmeangebots bekannt, die bisher nicht gehaltenen 63,01 Prozent Anteile an Sedgman zu einem Preis von 1,07 australischen Dollar pro Aktie erwerben zu wollen. 43. Anwendung der Befreiungsvorschriften der §§ 264 Abs. 3 beziehungsweise 264 b HGBDie folgenden inländischen vollkonsolidierten Tochtergesellschaften machen für das Geschäftsjahr von Teilen der Befreiungsvorschriften Gebrauch: A.L.E.X.-Bau GmbH, Essen, Deutsche Baumanagement GmbH, Essen, Deutsche Bau- und Siedlungs-Gesellschaft mbH, Essen, Eurafrica Baugesellschaft mbH, Essen, forum am Hirschgarten Nord GmbH & Co. KG (vormals: MK 3 Nord GmbH & Co. KG), Essen, forum am Hirschgarten Süd GmbH & Co. KG (vormals: MK 3 Süd GmbH & Co. KG), Essen, GVG mbH & Co. Objekt RPU Berlin 2 KG, Essen, HOCHTIEF Ackerstraße 71-76 GmbH & Co. KG, Berlin, HOCHTIEF Americas GmbH, Essen, HOCHTIEF Asia Pacific GmbH, Essen, HOCHTIEF Aurestis Beteiligungsgesellschaft mbH, Essen, HOCHTIEF Bau und Betrieb GmbH, Essen, HOCHTIEF Building GmbH, Essen, HOCHTIEF Construction Erste Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Essen HOCHTIEF Engineering GmbH, Essen HOCHTIEF Engineering International GmbH, Essen HOCHTIEF Infrastructure GmbH, Essen, HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions GmbH, Essen, HOCHTIEF LLBB GmbH, Essen, HOCHTIEF ÖPP Projektgesellschaft mbH, Essen, HOCHTIEF Offshore Crewing GmbH, Essen, HOCHTIEF PANDION Oettingenstraße GmbH & Co. KG, Essen, HOCHTIEF PPAC GmbH, Essen, HOCHTIEF PPP Europa GmbH, Essen, HOCHTIEF PPP Operations GmbH, Essen, HOCHTIEF PPP Solutions GmbH, Essen, HOCHTIEF PPP Schulpartner Braunschweig GmbH, Braunschweig, HOCHTIEF Projektentwicklung GmbH, Essen, HOCHTIEF Projektentwicklung "Helfmann Park" GmbH & Co. KG, Essen, HOCHTIEF Solutions AG, Essen, HOCHTIEF Solutions Real Estate GmbH, Essen, HOCHTIEF Trade Solutions GmbH, Essen, HOCHTIEF ViCon GmbH, Essen, HTP Immo GmbH, Essen, HTP Projekt 2 (zwei) GmbH & Co. KG, Essen, I.B.G. Immobilien- und Beteiligungsgesellschaft Thüringen-Sachsen mbH, Erfurt, LOFTWERK Eschborn GmbH & Co. KG, Essen, Maximiliansplatz 13 GmbH & Co. KG, Essen, MK 1 Am Nordbahnhof Berlin GmbH & Co. KG, Essen, Moltendra Grundstücks- und Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Mainoffice KG, Frankfurt am Main, Projektgesellschaft Börsentor Frankfurt GmbH & Co. KG, Essen, Projektgesellschaft Konrad-Adenauer-Ufer Köln GmbH & Co. KG, Essen, Projektgesellschaft Marco Polo Tower GmbH & Co. KG, Hamburg, Projektgesellschaft Quartier 21 mbH & Co. KG, Essen, Projekt Messeallee Essen GmbH & Co. KG, Essen, SCE Chile Holding GmbH, Essen, Spiegel-Insel Hamburg GmbH & Co. KG, Essen, Tivoli Garden GmbH & Co. KG, Essen, Tivoli Office GmbH & Co. KG, Essen, TRINAC GmbH, Essen. 44. Wesentliche Beteiligungen des HOCHTIEF-Konzerns zum 31.12.2015Die vollständige Anteilsliste gemäß den Anforderungen des § 313 HGB ist im Bundesanzeiger sowie auf unserer Internetseite www.hochtief.de/anteilsliste2015 veröffentlicht. 44. Beteiligungen des HOCHTIEF-Konzerns zum 31.12.2015In der folgenden Tabelle sind die vollkonsolidierten Beteiligungsgesellschaften aufgeführt: Vollkonsolidierte Beteiligungsgesellschaftenscroll
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Außerdem wurden folgende Gemeinschaftsunternehmen anteilmäßig in den Konzernabschluss einbezogen: Gemeinschaftsunternehmenscroll
Gemeinschaftliche Tätigkeiten, die in den Konzernabschluss einbezogen wurden, sind die folgenden: Gemeinschaftliche Tätigkeitenscroll
Assoziierte Unternehmen, die im Konzernabschluss nach der Equity-Methode berücksichtigt wurden, sind die folgenden: Assoziierte Unternehmenscroll
Folgende Tochterunternehmen werden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung zu fortgeführten Anschaffungskosten in den Konzernabschluss einbezogen: Tochterunternehmen von untergeordneter Bedeutungscroll
Die folgenden assoziierten Unternehmen werden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt: Assoziierte Unternehmen von untergeordneter Bedeutungscroll
Deutsche Bau-ARGEN, die in den Konzernabschluss einbezogen wurden, sind die folgenden: Deutsche Bau-ARGENscroll
Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Essen, 19. Februar 2016 HOCHTIEF Aktiengesellschaft Der Vorstand Marcelino Fernández Verdes Peter Sassenfeld José Ignacio Legorburo Escobar Nikolaus Graf von Matuschka Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Kapitalflussrechnung, Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals und Konzernanhang - und den mit dem Lagebericht des Mutterunternehmens zusammengefassten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, 19. Februar 2016 Deloitte & Touche GmbH Schlereth, Wirtschaftsprüfer Bedenbecker, Wirtschaftsprüfer Index der zehn Prinzipien des UN Global Compacts (UNGC) und der Global Reporting Initiative (GRI)scroll
CoC = Code of Conduct von HOCHTIEF Bescheinigung über eine unabhängige betriebswirtschaftliche PrüfungAn die HOCHTIEF Aktiengesellschaft, EssenUnser AuftragWir haben auftragsgemäß eine unabhängige betriebswirtschaftliche Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit hinsichtlich der Angaben zu Wesentlichkeitsanalyse, Management-Ansätzen sowie quantitativen und qualitativen Informationen zur Nachhaltigkeit im Kapitel "Nachhaltigkeit bei HOCHTIEF" im Konzernbericht (im Folgenden "Bericht") für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, durchgeführt. Nicht Gegenstand unseres Auftrags war die materielle Prüfung von produktbezogenen oder dienstleistungsbezogenen Angaben im Bericht sowie von Verweisen auf externe Dokumentationsquellen oder Expertenmeinungen sowie zukunftsbezogenen Aussagen. Verantwortlichkeit der gesetzlichen Vertreter für den BerichtDie gesetzlichen Vertreter der HOCHTIEF Aktiengesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung des Berichts in Übereinstimmung mit den in den G4 Leitlinien zur Nachhaltigkeitsberichtserstattung der Global Reporting Initiative (im Folgenden: "GRI-Kriterien") genannten Grundsätzen. Diese Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft umfasst zum einen die Auswahl und Anwendung angemessener Methoden zur Nachhaltigkeitsberichterstattung sowie das Treffen von Annahmen und die Vornahme von Schätzungen zu einzelnen Nachhaltigkeitsangaben, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind. Zum anderen umfasst die Verantwortung die Konzeption, Implementierung und Aufrechterhaltung von Systemen und Prozessen, um die Aufstellung eines Nachhaltigkeitsberichts zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Angaben ist. Unabhängigkeit und Qualitätssicherung der WirtschaftsprüfungsgesellschaftBei der Durchführung des Auftrags haben wir die Anforderungen an die Unabhängigkeit sowie die weiteren berufsrechtlichen Vorschriften des IESBA Code of Ethics for Professional Accountants, der auf den fundamentalen Grundsätzen der Integrität, Objektivität, beruflichen Kompetenz und angemessenen Sorgfalt, Verschwiegenheit sowie berufswürdigen Verhaltens basiert, eingehalten. Das Qualitätssicherungssystem der Deloitte & Touche GmbH basiert auf den vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) herausgegebenen International Standard on Quality Control 1 "Quality Control for Audit, Assurance and Related Service Practices" (ISQC 1) sowie ergänzend auf den nationalen gesetzlichen Regelungen und berufsständischen Verlautbarungen, insbesondere der Berufssatzung für Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer sowie der Gemeinsamen Stellungnahme der WPK und des IDW: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (VO 1/2006). Verantwortung des WirtschaftsprüfersUnsere Aufgabe ist es, auf Grundlage der von uns durchgeführten Tätigkeiten eine Beurteilung der Angaben im Nachhaltigkeitsbericht abzugeben. Art und Umfang der betriebswirtschaftlichen PrüfungWir haben unseren Auftrag unter Beachtung des International Standard on Assurance Engagements ISAE 3000 (Revised): "Assurance Engagements other than Audits or Reviews of Historical Financial Information" durchgeführt. Danach haben wir den Auftrag so zu planen und durchzuführen, dass bei kritischer Würdigung mit einer begrenzten Sicherheit ausgeschlossen werden kann, dass die Angaben in wesentlichen Belangen nicht in Überstimmung mit den GRI-Kriterien aufgestellt worden sind. Bei einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind die durchgeführten Prüfungshandlungen im Vergleich zu einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer hinreichenden Sicherheit weniger umfangreich, sodass dementsprechend eine geringere Sicherheit gewonnen wird. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Wirtschaftsprüfers. Dies beinhaltet die Beurteilung von Risiken wesentlicher falscher Angaben im Bericht unter Einbezug der GRI-Kriterien. Im Rahmen unseres Auftrags haben wir unter anderem folgende Tätigkeiten durchgeführt:
UrteilAuf der Grundlage unserer unabhängigen betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass die Informationen hinsichtlich der Angaben zu Wesentlichkeitsanalyse, Management-Ansätzen sowie quantitativen und qualitativen Angaben im Bericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 von HOCHTIEF, Essen, in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den GRI-Kriterien aufgestellt worden sind. Hinweis und EmpfehlungUnabhängig von unserer Beurteilung empfehlen wir zur Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsmanagements und der Nachhaltigkeitsberichterstattung:
Wir erstellen diese Bescheinigung auf Grundlage des mit der HOCHTIEF Aktiengesellschaft geschlossenen Auftrags. Die betriebswirtschaftliche Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit wurde für Zwecke von HOCHTIEF durchgeführt, und die Bescheinigung ist nur zur Information der HOCHTIEF Aktiengesellschaft über das Ergebnis der betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit bestimmt. Die Bescheinigung ist nicht dazu bestimmt, dass Dritte hierauf gestützt (Vermögens-) Entscheidungen treffen. Unsere Verantwortung besteht allein HOCHTIEF gegenüber. Dritten gegenüber übernehmen wir dagegen keine Verantwortung.
Düsseldorf, 16.02.2016 Deloitte & Touche GmbH André Bedenbecker, Wirtschaftsprüfer Vinzenz Fundel, Manager Sustainability |
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