![]() HOCHTIEF AktiengesellschaftEssenKonzernabschluss 2016Konzernbericht 2016Kombinierter Geschäfts- und NachhaltigkeitsberichtDer vorliegende kombinierte Konzernbericht 2016 fasst die jährliche Finanz- und Nachhaltigkeitsberichterstattung von HOCHTIEF zusammen. Mit unserer transparenten, ganzheitlichen Betrachtungsweise verdeutlichen wir die Wechselwirkungen zwischen ökonomischen, ökologischen und sozialen Faktoren und ihren Einfluss auf unseren langfristigen Unternehmenserfolg. Mit dem kombinierten Konzernbericht möchte HOCHTIEF seine Stakeholder umfassend informieren. Informationen zu diesem BerichtDer Konzernbericht umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 und schließt an den im Februar 2016 veröffentlichten Bericht an. Abweichende Berichtszeiträume bei der Angabe von Daten werden separat ausgewiesen. Der nächste Konzernbericht wird im Februar 2018 erscheinen. Die Berichterstattung über die Nachhaltigkeitsaspekte haben wir bewusst kurz gefasst. Sie bezieht sich auf Themen, deren Relevanz wir erneut durch eine Wesentlichkeitsanalyse unter allen Stakeholdern ermittelt haben. Weiterführende Informationen finden Sie unter www.hochtief.de/kb2016. Alle angegebenen Inhalte zur Nachhaltigkeit wurden auf Basis bestehender interner Prozesse aufbereitet. Die relevanten Informationen stammen von den operativen Einheiten des Konzerns oder aus offiziellen Dokumenten von HOCHTIEF. Die Berichtsinhalte wurden von den fachlich zuständigen Mitarbeitern geprüft sowie einer unabhängigen betriebswirtschaftlichen Prüfung unterzogen (Limited Assurance).1) Dieses Vorgehen beinhaltet auch Kapitel, die außerhalb des Lageberichts platziert sind.
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Weitere Informationen finden Sie in der Prüfbescheinigung. Um Prozesse zu vereinheitlichen, zu strukturieren und Daten vergleichbar zu machen, wurde für die konzernweite Datenerhebung zu den Nachhaltigkeitsthemen in diesem Jahr erstmalig eine spezielle Nachhaltigkeitssoftware eingesetzt. Sofern es Betrachtungsgrenzen gibt, verweisen wir stets darauf, wo diese liegen. Den in diesem Konzernbericht beschriebenen Zielen liegt die Annahme einer unveränderten Fortführung des HOCHTIEF-Konzerns und seiner Geschäftstätigkeit in der derzeitigen Form zugrunde. Der Konzernlagebericht und der Konzernanhang wurden nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie zusätzlichen deutschen gesetzlichen Vorgaben erstellt. Der Konzernbericht orientiert sich im Hinblick auf Nachhaltigkeitsaspekte und die Berichtsqualität an den Leitlinien (G4) der Global Reporting Initiative (GRI)2) und deckt die wesentlichen Aspekte ab. Der vorliegende Bericht dient auch als Fortschrittsbericht über die Umsetzung der Prinzipien des UN Global Compact. Als verpflichtenden jährlichen Bericht (Communication on Progress - COP) veröffentlicht HOCHTIEF den Konzernbericht 2016 auch auf den Internetseiten der Organisation. ≡
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Weitere Informationen zu GRI und UN Global
Compact. ≡ www.unglobal-compact.org In allen Texten beziehen wir uns grundsätzlich mit der allgemeinen Anrede sowie den Funktionen auf Damen und Herren. Zur Titelseite: Mit der Elbphilharmonie in Hamburg hat HOCHTIEF 2016 eines der komplexesten Bauwerke der Unernehmensgeschichte fertiggestellt. Es beherbergt einen der besten Konzertsäle der Welt, ein Hotel, Eigentumswohnungen sowie eine öffentliche Plaza. Zu den Bildseiten: Der HOCHTIEF-Konzernbericht lädt Sie ein, unsere Projekte genauer unter die Lupe zu nehmen: Die Einzelbildseiten geben Einblick in Details und listen auf, welche ökonomischen, ökologischen und sozialen Leistungen wir bei den Bauvorhaben erbringen. Die Doppelseiten bieten Perspektiven auf Städte, in denen wir tätig sind, oder auf unsere Projekte - als ob sich der Betrachter im Landeanflug befindet. Sie sind unseren Themenfeldern der Nachhaltigkeit zugeordnet. Weitere Informationen über unsere Projekte finden Sie im Kapitel Segmentbericht sowie unter www.hochtief.de. > Dieses Symbol weist auf inhaltliche Ergänzungen zum Konzernbericht hin, die im Internet auf der HOCHTIEF-Website www.hochtief.de sowie auf den Seiten unserer Tochtergesellschaften zu finden sind. Die entsprechenden Links geben wir zusätzlich an. ≡ Dieses Symbol weist auf Links im Internet hin. Die entsprechenden Internetadressen haben wir auf den jeweiligen Seiten angegeben. Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionäre,im Geschäftsjahr 2016 hat der Aufsichtsrat alle Aufgaben wahrgenommen, die ihm nach Gesetz und Satzung obliegen. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und seine Maßnahmen überwacht. Dabei war er in alle grundlegenden Entscheidungen eingebunden. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat sowohl schriftlich als auch mündlich über alle wesentlichen Aspekte der Geschäftsentwicklung unterrichtet, und zwar regelmäßig, umfassend und zeitnah. Ebenso gründlich wurde der Aufsichtsrat über die aktuelle Ertragssituation, über die Risiken und über deren Management informiert. Im vergangenen Geschäftsjahr kam der Aufsichtsrat zu vier ordentlichen und einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung zusammen. Der Aufsichtsrat hat seine Entscheidungen auf Grundlage umfassender Berichte und Beschlussvorschläge des Vorstands getroffen. Er hatte ausreichend Gelegenheit, sich im Plenum und auch im Prüfungsausschuss mit diesen Vorlagen auseinanderzusetzen. Der Vorstand hat über Projekte und Vorgänge von besonderer Bedeutung oder Dringlichkeit auch außerhalb der Sitzungen umfassend informiert. Der Aufsichtsrat hat alle nach Gesetz oder Satzung erforderlichen Beschlüsse gefasst. Sofern notwendig, geschah dies auch im schriftlichen Verfahren. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand in ständigem Kontakt mit dem Vorstandsvorsitzenden. Ereignisse von außerordentlicher Bedeutung für die Lage und Entwicklung des Konzerns konnten so ohne Zeitverzug erörtert werden. Mit drei Ausnahmen haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats während ihrer Amtszeit an sämtlichen Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen. Eine individualisierte Übersicht über die Sitzungspräsenz finden Sie in der Tabelle rechts. Die Anteilseigner- und die Arbeitnehmervertreter haben die Aufsichtsratssitzungen regelmäßig in getrennten Gesprächen vorbereitet. Bei der Beratung einzelner Themen hat der Aufsichtsrat ohne den Vorstand getagt. Beratungsschwerpunkte. Im Berichtsjahr 2016 hat sich der Aufsichtsrat mit einer Vielzahl von Themen befasst. Schwerpunkte der Beratungen waren die Umsetzung der konzernweiten Strategie, die Qualität der Projektergebnisse weiter zu erhöhen sowie die Effizienz und cashgestützte Profitabilität zu steigern. Dieser Prozess verlief parallel zu der Entwicklung und Verankerung einer konzernweiten Unternehmenskultur, die den Schwerpunkt auf konsequentes Risikomanagement und nachhaltige Finanzperformance legt. Der Aufsichtsrat beschäftigte sich in seinen Sitzungen weiterhin mit folgenden Themen: In der Bilanzsitzung am 24. Februar 2016 hat sich der Aufsichtsrat insbesondere mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss 2015 befasst. Hierüber wird weiter unten ausführlich berichtet. Weiter beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG und der Tagesordnung sowie den Beschlussvorschlägen für die Hauptversammlung im Mai 2016. Ein weiterer Punkt war die Vergütung und das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder. In dieser Sitzung befasste sich der Aufsichtsrat außerdem mit der operativen Planung und der Finanz- und Bilanzplanung für die Jahre 2016 bis 2018. Der Vorstand erläuterte hierzu die wichtigsten Abweichungen von früheren Planwerten und Zielen. Der Aufsichtsrat hat die Planung des Vorstands beraten und zustimmend zur Kenntnis genommen. In der Sitzung vor der Hauptversammlung am 11. Mai 2016 berichtete der Vorstand über den Geschäftsverlauf im ersten Quartal sowie über die bevorstehende Hauptversammlung. Des Weiteren befasste sich der Aufsichtsrat mit Vorstandsangelegenheiten. Präsenz der Aufsichtsratsmitglieder bei Sitzungen 20161scroll
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Teilnahme = Anzahl der Sitzungen, an denen
das Aufsichtsratsmitglied teilgenommen hat/Gesamtzahl der Sitzungen
während der Amtszeit Nach der Hauptversammlung kamen sämtliche neu gewählten Anteilseigner- und Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats zu einer konstituierenden Sitzung zusammen. In dieser Sitzung wählten sie den Aufsichtsratsvorsitzenden und seinen Stellvertreter. Außerdem wurden die Mitglieder der Ausschüsse des Aufsichtsrats gewählt. In der Sitzung am 20. September 2016 befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr und erörterte nach einem entsprechenden Bericht des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses die öffentliche Ausschreibung des Mandats für die Prüfung der Abschlüsse des Geschäftsjahres 2017. Des Weiteren führte der Aufsichtsrat Nachwahlen zu den Ausschüssen im Zusammenhang mit der Neuwahl der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat durch. Am 2. November 2016 fand die letzte Sitzung des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr statt. Hierbei erörterte der Aufsichtsrat den Geschäftsverlauf in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres. Weiterhin erörterte der Aufsichtsrat erneut die Ausschreibung der Jahresabschlussprüfung 2017 und befasste sich mit der Auswertung der Angebote und der Auswahl von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften für eine "Short List". In mehreren Sitzungen beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit Compliance-Themen. Hierbei wurden sowohl die Berichte des Chief Compliance Officers als auch einzelne Vorfälle erörtert. Der Vorstand informierte über entsprechende Umsetzungsmaßnahmen. Mit den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex > hat sich der Aufsichtsrat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr befasst. Er hat hierüber gemeinsam mit dem Vorstand gemäß Ziffer 3.10 des Kodex berichtet. Dieser Bericht wird zusammen mit der Erklärung zur Unternehmensführung auf der Website der Gesellschaft sowie im Geschäftsbericht veröffentlicht. > Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de/corporate-governance Der Aufsichtsrat hat vier Ausschüsse gebildet, deren Mitglieder auf Seite 19 aufgeführt sind. Die Ausschüsse haben die Aufgabe, die bei Aufsichtsratssitzungen anstehenden Themen und Beschlüsse vorzubereiten. Teilweise nehmen die Ausschüsse auch Entscheidungsbefugnisse wahr, die ihnen der Aufsichtsrat übertragen hat. Die Vorsitzenden der Ausschüsse haben den Aufsichtsrat regelmäßig über die Beratungen und Entscheidungen der Ausschüsse informiert. Der Prüfungsausschuss tagte viermal. Er beschäftigte sich intensiv mit den Quartalsfinanzberichten, dem Halbjahresabschluss, dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss. Die Berichte und Abschlüsse hat er jeweils vor ihrer Veröffentlichung mit dem Vorstand beraten. Der Prüfungsausschuss gab dem Aufsichtsrat eine Empfehlung für dessen Vorschlag an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers und bereitete außerdem die Erteilung des Prüfungsauftrags einschließlich der Honorarvereinbarung vor. Dabei behandelte er auch den Vorschlag für Prüfungsschwerpunkte. Weiterhin befasste sich der Prüfungsausschuss mit dem Risikomanagementsystem des Konzerns und dem rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem. Er erörterte weiterhin Compliance-Fragen und stellte die Berichterstattung der internen Revision auf eine Berichterstattung über das gesamte Prüfungsjahr um. Im abgelaufenen Geschäftsjahr standen zahlreiche weitere Themen auf der Tagesordnung der Ausschusssitzungen, unter anderem die Berichte über wesentliche Projekte der Divisions HOCHTIEF Americas, HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe. Darüber hinaus befasste sich der Ausschuss mehrfach mit der öffentlichen Ausschreibung des Mandats für die Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses 2017 sowie mit den einzelnen Schritten des im Zuge der Ausschreibung durchgeführten Auswahlverfahrens. Der Personalausschuss trat 2016 dreimal zusammen. Er befasste sich vor allem mit den Details der Vorstandsbezüge und der Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand. Außerdem bereitete er die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor. Der Nominierungsausschuss tagte einmal im Berichtsjahr, um die Wahlvorschläge zu den Neuwahlen des Aufsichtsrats für die Hauptversammlung am 11. Mai 2016 vorzubereiten, über die der Aufsichtsrat in seiner nachfolgenden Sitzung entschieden hat. Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG musste im Geschäftsjahr 2016 nicht einberufen werden. Interessenkonflikte.Nach den Regeln des Deutschen Corporate Governance Kodex und der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats sind die Mitglieder des Aufsichtsrats gehalten, unverzüglich offenzulegen, wenn bei ihnen Interessenkonflikte auftreten. Im Berichtsjahr 2016 sind keine entsprechenden Mitteilungen eingegangen. Jahresabschluss 2016.Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, der Konzernabschluss nach IFRS (International Financial Reporting Standards) und der mit dem Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zusammengefasste Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016 sind geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Prüfung erfolgte durch die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die von der Hauptversammlung am 11. Mai 2016 zum Abschlussprüfer gewählt und vom Aufsichtsrat mit der Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses beauftragt worden war. Die Prüfung erfolgte unter Einbeziehung der Buchführung. Die Prüfung durch diesen Abschlussprüfer erfolgt seit dem Jahresabschluss 2006. Die für die Durchführung verantwortlichen Wirtschaftsprüfer wechseln entsprechend der gesetzlichen Vorgaben. Verantwortliche Wirtschaftsprüfer sind im Berichtsjahr Herr Schlereth und Herr Bedenbecker. Herr Schlereth betreut das Mandat seit dem Geschäftsjahr 2013, Herr Bedenbecker seit dem Geschäftsjahr 2011. Der Abschlussprüfer hat festgestellt, dass der Vorstand ein geeignetes Risikofrüherkennungssystem eingerichtet hat. Die vorgenannten Unterlagen sowie der Konzernbericht, der Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sind allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Sitzung des Prüfungsausschusses beziehungsweise vor der Bilanzsitzung am 27. Februar 2017 übersandt worden. Die Unterlagen wurden in den Sitzungen vom Vorstand zusätzlich mündlich erläutert. Die Abschlussprüfer berichteten in diesen Sitzungen über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und standen für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Prüfungsausschuss hat sich vor der Sitzung des Aufsichtsrats eingehend mit diesen Unterlagen befasst und dem Aufsichtsrat die Billigung der Abschlüsse empfohlen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefassten Konzernlagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft und keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat unter Berücksichtigung der Beratung im Prüfungsausschuss dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses durch den Abschlussprüfer zugestimmt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt und damit den Jahresabschluss festgestellt. Er schließt sich dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns an. Bericht gemäß § 312 AktG.Der vom Vorstand gemäß § 312 AktG erstellte Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen ist vom Abschlussprüfer geprüft worden. Dieser Bericht sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers sind allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats übermittelt worden. Die verantwortlichen Wirtschaftsprüfer nahmen an den Besprechungen des Aufsichtsrats über diese Vorlagen teil und berichteten über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung. Der Aufsichtsrat hat den Bericht gemäß § 312 AktG geprüft und als in Ordnung befunden. Der Abschlussprüfer hat den Bestätigungsvermerk gemäß § 313 Abs. 3 AktG wie folgt erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei dem im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäft die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." Von dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen. Personelle Veränderungen im Aufsichtsrat.Herr Luis Nogueira Miguelsanz ist durch Beschluss des Amtsgerichts Essen vom 29. März 2016 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt worden. Mit Ablauf der Wahlperiode am 11. Mai 2016 sind von den Arbeitnehmervertretern die Herren Gregor Asshoff, Dr. Thomas Krause, Udo Paech und Olaf Wendler aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Der Aufsichtsrat dankte den Herren für die langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit und ihren fachmännischen Rat. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 sind alle bisherigen Anteilseignervertreter erneut zu Mitgliedern des Aufsichtsrats gewählt worden. Von den Arbeitnehmern wurden Herr Christoph Breimann, Frau Sabine Roth und Frau Nicole Simons als Nachfolger für die ausgeschiedenen Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat gewählt. Herr Arno Gellweiler wurde durch Beschluss des Amtsgerichts Essen vom 11. August 2016 als Arbeitnehmervertreter zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Die übrigen Arbeitnehmervertreter sind erneut zu Mitgliedern des Aufsichtsrats gewählt beziehungsweise bestellt worden. In seiner konstituierenden Sitzung am 11. Mai 2016 hat der Aufsichtsrat Herrn Pedro López Jiménez erneut zum Vorsitzenden und Herrn Matthias Maurer zu seinem Stellvertreter gewählt. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand, den Unternehmensleitungen sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete Arbeit und ihren tatkräftigen und loyalen Einsatz für den Erfolg des Unternehmens Dank und Anerkennung aus.
Essen, im Februar 2017 Der Aufsichtsrat Pedro López Jiménez, Vorsitzender GremienAufsichtsratPedro López JiménezMadrid, Vorsitzender des Aufsichtsrats der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Member of the Board and of the Executive Committee of ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A., Madrid b) ACS Servicios y Concesiones, S.L. (Vice-Chairman) ACS Servicios, Comunicaciones y Energía, S.L. (Vice-Chairman) CIMIC Group Limited Dragados, S.A. (Chairman-in-Office) Matthias Maurer*Hamburg, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats ab 11.05.2016, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats HOCHTIEF Infrastructure GmbH Ángel García AltozanoMadrid, Corporate General Manager von ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A., Madrid b) ACS Servicios y Concesiones, S.L. ACS Servicios, Comunicaciones y Energía, S.L. Dragados, S.A. Masmovil Ibercom, S.A. Gregor Asshoff*Frankfurt am Main, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats (bis 11.05.2016), Mitglied des Vorstands der SOKA-Bau Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. Beate BellKöln, Geschäftsführerin der immoADVICE GmbH a) Deutsche EuroShop AG Christoph Breimann*Lüdinghausen, Leiter Technisches Büro Building der HOCHTIEF Infrastructure GmbH (ab 11.05.2016) Carsten Burckhardt*Dortmund, Mitglied des Bundesvorstands der IG Bauen-Agrar-Umwelt a) Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG b) Dein Plus GmbH DGB-Rechtsschutz GmbH Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft (ULAK) José Luis del Valle PérezMadrid, Member and Secretary of the Board of ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A., and General Secretary of the ACS Group, Madrid b) ACS Servicios y Concesiones, S.L. ACS Servicios, Comunicaciones y Energía, S.L. CIMIC Group Limited Cobra Gestión de Infraestructuras, S.A. Dragados, S.A. Dr. rer. pol. h. c. Francisco Javier Garcia SanzBraunschweig, Mitglied des Vorstands der Volkswagen Aktiengesellschaft, Wolfsburg a) AUDI AG Dr. Ing. h. c. F. Porsche Aktiengesellschaft b) CAIXAHOLDING, S.A. FAW-Volkswagen Automotive Company, Ltd. Porsche Holding Stuttgart GmbH SEAT, S.A. VfL Wolfsburg-Fußball GmbH Volkswagen Audi España S.A. Volkswagen (China) Investment Company Ltd. Volkswagen Navarra S.A. Volkswagen Truck and Bus GmbH Dipl.oec. Patricia Geibel-ConradLeonberg, Unternehmensberatung - Wirtschaftsprüfung/Steuerberatung in eigener Praxis (bis 11.05.2016/ab 02.06.2016) Arno Gellweiler*Oberhausen, Konstrukteur im Bereich Ingenieur- und Brückenbau, HOCHTIEF Engineering GmbH, Consult Infrastructure (ab 11.08.2016) Dr. Thomas Krause*Bremen, Executive Vice President der HOCHTIEF Infrastructure GmbH International (bis 11.05.2016) Luis Nogueira MiguelsanzMadrid, Secretary-General, Dragados, S.A. (ab 29.03.2016 bis 11.05.2016/ab 02.06.2016) Udo Paech*Berlin, Betriebsrat der HOCHTIEF Building GmbH (Bereich Nordost) (bis 11.05.2016) Nikolaos Paraskevopoulos*Bottrop, Vorsitzender Eurobetriebsrat und Mitglied Konzernbetriebsrat der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Vorsitzender Betriebsrat und Vorsitzender Gesamtbetriebsrat TRINAC GmbH (bis 11.05.2016/ab 11.08.2016) Die Seiten 18 und 19 sind Bestandteil des Konzernanhangs. Sabine Roth*Ratingen, Sachbearbeiterin im kaufmännischen Innendienst (ab 11.05.2016) Nicole Simons*Düsseldorf, Rechtsanwältin und stellvertretende Regionalleiterin der IG Bauen-Agrar-Umwelt, Bundesvorstand - Region Rheinland (ab 11.05.2016) a) HOCHTIEF Infrastructure GmbH Klaus Stümper*Lohmar, Betriebsratsvorsitzender der HOCHTIEF Infrastructure GmbH (Bereich West) Olaf Wendler*Sülzetal, Leiter Personalkoordination Rohbau/Industriebau (HOCHTIEF Building GmbH) (bis 11.05.2016)
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Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer Dipl.-Geol. MBA Christine WolffHamburg, Unternehmensberaterin a) Berliner Wasserbetriebe A. ö. R. KSBG Kommunale Verwaltungsgesellschaft GmbH b) Sweco AB Ausschüsse des AufsichtsratsNominierungsausschussPedro López Jiménez (Vorsitzender) José Luis del Valle Perez Christine Wolff PrüfungsausschussÁngel García Altozano, Vorsitzender Gregor Asshoff, stellv. bis 11.05.2016 Beate Bell ab 11.05.2016 bis 01.06.2016 Carsten Burckhardt ab 11.05.2016 José Luis del Valle Perez Patricia Geibel-Conrad bis 11.05.2016/ab 02.06.2016 Pedro López Jiménez ab 11.05.2016/bis 01.06.2016 Matthias Maurer Luis Nogueira Miguelsanz ab 29.03.2016 bis 11.05.2016/ab 02.06.2016 Udo Paech bis 11.05.2016 Nikolaos Paraskevopoulos bis 11.05.2016 Sabine Roth ab 11.05.2016 Klaus Stümper, stellv. ab 11.05.2016 PersonalausschussPedro López Jiménez, Vorsitzender Beate Bell José Luis del Valle Perez Arno Gellweiler ab 20.09.2016 Matthias Maurer bis 20.09.2016 Nicole Simons ab 11.05.2016 Klaus Stümper bis 11.05.2016/ab 20.09.2016 Olaf Wendler bis 11.05.2016 Christine Wolff Vermittlungsausschuss (§ 27 Abs. 3 MitbestG)Pedro López Jiménez, Vorsitzender Gregor Asshoff, stellv. bis 11.05.2016 Beate Bell Carsten Burckhardt bis 11.05.2016 Matthias Maurer ab 11.05.2016 Nikolaos Paraskevopoulos ab 20.09.2016 VorstandMarcelino Fernández VerdesDüsseldorf, Vorsitzender des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen b) CIMIC Group Limited (Executive Chairman) Flatiron Holding, Inc. HOCHTIEF AUSTRALIA HOLDINGS Ltd. The Turner Corporation Peter SassenfeldDuisburg, Mitglied des Vorstands (Chief Financial Officer - CFO) der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, und Mitglied des Vorstands der HOCHTIEF Solutions AG, Essen b) CIMIC Group Limited Flatiron Holding, Inc. HOCHTIEF AUSTRALIA HOLDINGS Ltd. The Turner Corporation José Ignacio Legorburo EscobarDüsseldorf, Mitglied des Vorstands und Chief Operating Officer (COO) der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, und der HOCHTIEF Solutions AG, Essen Nikolaus Graf von MatuschkaAldenhoven/Jüchen, Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektor der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, und Vorsitzender des Vorstands und Arbeitsdirektor der HOCHTIEF Solutions AG, Essen a) HOCHTIEF Infrastructure GmbH (Vorsitzender) Malteser Deutschland gGmbH
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Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden
Aufsichtsräten (Stand: 31. Dezember 2016) Stichtag für die Angabe zu Mitgliedschaften: 31.12.2016; bei unterjährig ausgeschiedenen Gremienmitgliedern: Tag des Ausscheidens Zusammengefasster Lagebericht und KonzernlageberichtKonzernstruktur und GeschäftstätigkeitKonzernstruktur 2016![]() Konzernstruktur 2016Mit den drei Divisions HOCHTIEF Americas, HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe erbringt HOCHTIEF seine Leistungen weltweit. Die operative Ausrichtung des Konzerns spiegelt sich in der Struktur wider: HOCHTIEF ist in wichtigen nationalen und internationalen Regionen sowie Märkten tätig.1) Bei der strategischen und operativen Management-Holding von HOCHTIEF liegt der Fokus auf der Führung und Steuerung des Konzerns. Die strategische, organisatorische und operative Entwicklung des HOCHTIEF-Konzerns wird vom Vorstand und den zentralen Konzernabteilungen als Steuerungsebene verantwortet. Folgende Konzernabteilungen gehören zur Holding: Recht, Corporate Governance/Compliance, Revision/ Organisation, Personal, Konzernentwicklung, Mergers and Acquisitions, Kommunikation, Controlling, Finanzen, Capital Markets Strategy/Investor Relations, Rechnungswesen und Steuern sowie Versicherungen.
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Weitere Informationen finden Sie auf den
Seiten 3 und 4 sowie auf den Seiten 30 und 31. Geschäftstätigkeit des HOCHTIEF-Konzerns2)HOCHTIEF realisiert als internationaler Baukonzern Projekte in den Bereichen Verkehrs-, Energie-, soziale und urbane Infrastruktur sowie im Minen- und Servicegeschäft. Die Grundlage für diese Tätigkeiten bilden die langjährige HOCHTIEF-Erfahrung und die Kompetenzen im Entwickeln, Finanzieren, Bauen und Betreiben. Unser Fachwissen im Bereich Engineering setzen wir umfassend für unsere Projekte ein. Davon profitieren sowohl das Unternehmen als auch seine Kunden. Der Fokus von HOCHTIEF liegt auf komplexen Infrastrukturprojekten, die auch auf Basis von Konzessionsmodellen realisiert werden: Der ganzheitliche Ansatz von HOCHTIEF schafft insbesondere bei Public-Private-Partnership-Projekten3) (PPP) Mehrwert. Durch den Know-how-Transfer und die enge Zusammenarbeit innerhalb des Konzerns werden weitere Projektvorteile erzielt. Wir kooperieren mit exzellenten externen Partnern. Diese wählen wir anhand transparenter Kriterien gezielt aus, beispielsweise müssen sie unsere Standards, wie den Code of Conduct, erfüllen. Wir legen großen Wert auf hohe Flexibilität, Innovationskraft sowie herausragende Qualität, denn es ist unser Anspruch, unseren Kunden ein langfristiger und zuverlässiger Partner zu sein. Da unsere Projekte Unikate sind, werden Entwicklung und Umsetzung individueller Lösungen gefordert. Nachhaltigkeit ist als integraler Bestandteil in der Unternehmensstrategie verankert und stellt somit eine wesentliche Konzernanforderung dar. Wir fördern das Zusammenspiel zwischen Ökonomie, Ökologie und Sozialem. Mit einer Leistung von 95 Prozent außerhalb von Deutschland ist HOCHTIEF eines der internationalsten Unternehmen seiner Branche. Amerika, Australien, weite Teile Europas, der übrige asiatisch-pazifische Raum sowie die Golfregion zählen zu den Baumärkten, auf denen wir vertreten sind. HOCHTIEF kann dank dieser globalen Aufstellung die unterschiedlichen regionalen Marktchancen wahrnehmen. Wesentliche Steuerungsgrößen bei HOCHTIEFDie Steuerung des HOCHTIEF-Konzerns erfolgt im Wesentlichen über folgende Kennzahlen: Finanzielle Steuerungsgrößen1)
Nicht finanzielle Steuerungsgröße
HOCHTIEF weltweit: Eine Auswahl der zahlreichen Beteiligungsgesellschaften und Projekte unserer Divisions zeigt die globale Präsenz von HOCHTIEF gemäß der Unternehmensstruktur 2016. HOCHTIEF AmericasAktivitäten in zirka 15 Ländern und 30 US-Bundesstaaten Turner (USA, Kanada) Flatiron (USA, Kanada) E. E. Cruz (USA) Clark Builders (Kanada) ![]() HOCHTIEF Asia PacificAktivitäten in mehr als 20 Ländern CIMIC (Australien) Thiess (Australien, Chile, Indien, Indonesien, Kanada, Mongolei, Neuseeland, Südafrika) Sedgman (Australien, Chile, China, Kanada, Südafrika) CPB Contractors (Australien, Neuseeland, Papua-Neuguinea) UGL (Australien, Hongkong, Neuseeland, Südostasien) Leighton Asia, India and Offshore (Hongkong, Indien, Indonesien, Irak, Macau, Malaysia, Philippinen, Singapur, Thailand) Pacific Partnership (Australien, Neuseeland) EIC Activities (Australien) Leighton Properties (Australien) Broad Construction, (Australien) Ventia (Australien, Neukaledonien, Neuseeland) HLG Contracting (Katar, Oman, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate) HOCHTIEF EuropeAktivitäten in mehr als 20 Ländern HOCHTIEF Solutions (Deutschland) HOCHTIEF Infrastructure (Chile, Dänemark, Deutschland, Finnland, Griechenland, Großbritannien, Katar, Niederlande, Norwegen, Österreich, Peru, Polen, Schweden, Slowakei, Tschechien) HOCHTIEF Engineering (Deutschland, Indien, Katar, Schweiz) HOCHTIEF PPP Solutions (Chile, Deutschland, Griechenland, Großbritannien, Irland, Kanada, Niederlande, USA) HOCHTIEF ViCon (Deutschland, Großbritannien, Katar) HOCHTIEF Projektentwicklung (Deutschland, Österreich, Polen, Schweiz, Tschechien) synexs (Deutschland) ![]() Die hier beispielhaft genannten Gesellschaften verdeutlichen die nationale und internationale Ausrichtung von HOCHTIEF. Die Geschäftstätigkeiten werden zum Teil über Niederlassungen und rechtlich selbstständige Gesellschaften ausgeübt. Weitere Details zu den Divisions finden Sie auf den Einklappseiten 3 und 4 sowie in der Segmentberichterstattung auf den Seiten 76 bis 89. Insgesamt werden im Konzernabschluss neben der HOCHTIEF Aktiengesellschaft 485 Gesellschaften vollkonsolidiert, 172 Gesellschaften at Equity konsolidiert sowie 63 gemeinschaftliche Tätigkeiten anteilig in den Konzern abschluss ein bezogen. Die organisatorische Darstellung wird durch die rechtliche Darstellung der wesentlichen Beteiligungsgesellschaften ergänzt. > > Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de/anteilsliste2016 Alle Adressen und Ansprechpartner unserer Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sowie von deren Niederlassungen finden Sie im Internet. > > Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de StrategieLangfristiger Erfolg durch kompetente LeistungHOCHTIEF hat sich als Infrastrukturbaukonzern positioniert und verfolgt konsequent das Ziel, sich in diesem Markt zum bedeutendsten globalen Anbieter seiner Branche zu entwickeln. Die Basis dafür bildet nachhaltiges, Cash-basiertes Wachstum. Bei unserer Arbeit nehmen wir stets die Aspekte Ökonomie, Ökologie und soziale Belange in den Fokus - nur das Zusammenwirken dieser Faktoren sichert HOCHTIEF langfristigen Erfolg. Unsere Unternehmenskultur legt dem wirtschaftlichen Handeln einen gemeinsamen Standard zugrunde. In unserer Vision haben wir Anspruch und Verantwortung des Konzerns formuliert: "HOCHTIEF baut die Welt von morgen." Mit unserer Erfahrung und technischen Exzellenz sowie innovativen Lösungen realisieren wir Projekte, die unsere Kunden überzeugen und der Gesellschaft nutzen. Fünf Grundsätze stehen für den Wertekanon des Konzerns: Integrität, Verlässlichkeit, Innovation, Ergebnisorientierung und Nachhaltigkeit, untermauert vom Prinzip der Sicherheit. Unsere kompetenten Mitarbeiter erzielen auf Basis dieser Werte den Erfolg von HOCHTIEF. Darum messen wir der Personalarbeit in unseren Gesellschaften höchste Bedeutung bei. Als Traditionsunternehmen profitiert HOCHTIEF von mehr als 140 Jahren Erfahrung im Kerngeschäft Bauen. Der Konzern zählt seit vielen Jahren zu den weltweit führenden Infrastrukturanbietern. Unsere Leistungen umfassen sämtliche Tätigkeiten in den Bereichen Bau, Public-Private-Partnership (PPP), Engineering, Mining und Services. Dabei agieren wir auf allen Kontinenten und fokussieren uns auf attraktive Märkte. Hier besetzen wir mit unserer Projektmanagement- und Ingenieurkompetenz eine führende Markt- und Technologieposition in den Marktsegmenten Verkehrsinfrastruktur, Energieinfrastruktur, soziale und urbane Infrastruktur, Minendienstleistungen sowie Services. Strategische InitiativenDies sind unsere wichtigsten strategischen Initiativen: Fokus auf dem Kerngeschäft BauenIn allen Gesellschaften dient das Errichten von Gebäuden und Infrastruktur ebenso wie das Gewinnen von Rohstoffen zur Erhaltung der Lebensgrundlagen. Globale und lokale Veränderungsprozesse machen es notwendig, die Infrastruktur kontinuierlich an neue Herausforderungen anzupassen - in Industrie- und Schwellenländern ebenso wie in sich entwickelnden Regionen. Einige Beispiele, die durch Globalisierung, Digitalisierung, demografischen Wandel und Klimawandel bestimmt werden:
![]() Von diesen Megatrends profitiert HOCHTIEF - das zeigt auch die Entwicklung in unseren Kernmärkten.1) Dabei betrachten alle Einheiten von HOCHTIEF stets den kompletten Lebenszyklus ihrer Projekte - schon in der Planungsphase sorgen wir für nachhaltige Effizienz. So begleiten die HOCHTIEF-Engineering-Spezialisten zum Beispiel unsere Kunden auf Wunsch über die gesamte Lebensdauer eines Gebäudes oder einer Infrastruktureinrichtung. Von der Planung über die Finanzierung bis zum Betrieb und Rückbau oder zur Revitalisierung deckt HOCHTIEF die gesamte Wertschöpfungskette ab. Die Basis dafür bilden verschiedene Geschäftsmodelle, etwa das PPP-Modell. Bauen ist das Kerngeschäft von HOCHTIEF. Deshalb übernehmen wir PPP-Projekte nur dann, wenn wir auch einen Teil der Bauleistung erbringen. Das Modell der öffentlich-privaten Partnerschaften ist ein seit Jahren wachsender Markt, auf dem sich HOCHTIEF frühzeitig mit allen Divisions positioniert hat. Marktsegmente Verkehrs-, Energie-, soziale und urbane Infrastruktur, Minendienstleistungen sowie ServicesHOCHTIEF ist ein erfahrener, kompetenter Anbieter für komplexe Infrastrukturprojekte. Diese stellen besondere Ansprüche bei der Planung und Bauausführung sowie an den Betrieb. Mit unserem bewährten Projektmanagement sorgen wir dafür, dass Qualitätsanforderungen, Termine und Budgets eingehalten werden. Zudem bieten wir unseren Kunden überzeugende und innovative Lösungen, die zum wirtschaftlichen Erfolg aller Beteiligten führen. VerkehrsinfrastrukturMit unserer Kompetenz beim Bau von Verkehrswegen und -systemen profitieren wir von dem hohen Bedarf vieler Länder für den Erhalt und Ausbau ihrer Verkehrsnetze. Um den steigenden Anforderungen zu genügen und Kapazitäten anzupassen, wurden in vielen Ländern entsprechende Programme aufgesetzt - auch, um dem enormen Investitionsstau entgegenzuwirken. So werden etwa in den USA Großinvestitionen für Verkehrsinfrastrukturprojekte erwartet. Die begrenzten Planungskapazitäten der öffentlichen Hand können wir mit unseren kombinierten Planungs- und Bauleistungen sowie dem bewährten PPP-Angebot optimal bedienen. Insbesondere PPP-Modelle ermöglichen es Bund, Ländern und Kommunen, Projekte trotz knapper finanzieller Ressourcen zu realisieren.2)
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Märkte. ![]() EnergieinfrastrukturUnsere Erfahrung im Bau von Energieinfrastrukturprojekten ermöglicht es uns, moderne und effiziente Anlagen zur Gewinnung von Energie zu realisieren. Dazu zählen etwa Planung, Bau und Rückbau von Kraftwerken. Der hohe Bedarf an Energie - in Industrienationen ebenso wie in wachsenden Volkswirtschaften - birgt weiteres Potenzial für HOCHTIEF. So schätzt die deutsche Bundesregierung, dass bis zur Mitte des Jahrhunderts Investitionen bis zu 550 Milliarden Euro für die Energiewende erforderlich sein werden. Soziale und urbane InfrastrukturHOCHTIEF bietet weltweit Leistungen für Planung, Bau und Sanierung von Hochbauten - dazu gehören Bürogebäude, Gesundheitsimmobilien, Schulen und Sportstätten ebenso wie Einkaufszentren oder Wohngebäude - und geht dabei auf die vielfältigen Kundenwünsche ein. Bei diesen Projekten stehen wir auch im Wettbewerb mit kleinen und mittelständischen Betrieben - dank regionaler Präsenz, schlanker Strukturen und effektiver Prozesse in unseren operativen Einheiten arbeiten wir effizient und marktgerecht. Die Marktentwicklung zeigt einen weiterhin hohen Bedarf etwa an Gewerbe- und Büroimmobilien.3)
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Märkte. Dabei erweist sich das Errichten von Green Buildings weiterhin als ein Wachstumsfaktor, in reifen ebenso wie in wachsenden Märkten. Im Ranking des Engineering News-Record (ENR) wird HOCHTIEF über die US-Tochter Turner 2016 wieder als Topanbieter im Segment Green Buildings gelistet. Diese Spitzenposition wollen wir auch in Zukunft halten. Bei Hochbauprojekten auf Basis von PPP-Modellen gehört die nachhaltige und ganzheitliche Betrachtungs- und Arbeitsweise gemäß dem Leistungsspektrum Planen, Finanzieren, Bauen und Betreiben zum HOCHTIEF-Standard. MinendienstleistungenRohstoffe wie Eisenerz, Kohle, Kupfer und Gold werden auf dem Weltmarkt anhaltend nachgefragt.4) Die Wachstumschancen in diesem Geschäft verfolgen wir mit unserer Tochtergesellschaft CIMIC. Dabei hat sich CIMIC in den vergangenen Jahren als Anbieter vielfältiger Dienstleistungen im Minengeschäft etabliert. Diese Positionierung bauen wir kontinuierlich aus - so haben wir im April 2016 unsere Beteiligung am Minendienstleister Sedgman auf 100 Prozent ausgebaut. Der Ingenieurspezialist ist einer der führenden Anbieter in der Planung sowie beim Bau und Betrieb von Aufbereitungsanlagen für Kohle, Industrie- und Edelmetalle, Industrieminerale und Eisenerz. Hinzu kommt der Ausbau unserer regionalen Präsenz - so hat die Mining-Gesellschaft Thiess im dritten Quartal 2016 mit einem Auftrag für Leistungen in der kanadischen Ölsandproduktion die Expansion nach Nordamerika vollzogen.
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Märkte. ServicesDie Akquisition von UGL bei CIMIC ergänzt und erweitert das Leistungsspektrum unserer australischen Tochtergesellschaft und bietet eine Plattform, um ihre Präsenz in diesem strategischen Bereich zu entwickeln und zu erweitern. Wirtschaftlichkeit durch einheitliche ProzesseMit unseren vier Geschäftsfeldern Bau, Public-Private-Partnership, Engineering sowie Services verfügen wir heute über eine einheitliche Gesamtstruktur im HOCHTIEFKonzern - das Ergebnis eines mehrjährigen Transformationsprozesses, den wir im Berichtsjahr weitgehend abgeschlossen haben. Auch das Aufsetzen eines einheitlichen internen Berichtswesens und die Stärkung der Entscheidungskompetenzen auf operativer Ebene waren Teil dieses Prozesses. Insgesamt haben wir klare Steigerungen bei Effizienz und Profitabilität, Liquidität und im Risikomanagement erzielt und wollen diese Vorteile noch ausbauen: In allen Divisions arbeiten wir kontinuierlich daran, die Wirtschaftlichkeit und Ergebnisqualität zu verbessern. Fokus auf Cash-gestützte ProfitabilitätNachhaltige Profitabilität und konsistente Cashorientierung waren auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wichtige Pfeiler der Strategie von HOCHTIEF. Wie erfolgreich das Unternehmen bei der Umsetzung dieser Ziele war, zeigt sich an der hohen Cashkonvertierung des EBITDA von 106 Prozent. Der außergewöhnlich hohe Vorjahreswert von 99 Prozent konnte nochmals übertroffen werden. Im Geschäftsjahr 2016 erzielte HOCHTIEF ein deutlich positives Net Cash aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 1,2 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr (1,1 Mrd. Euro) hat sich der Wert damit um 38 Mio. Euro erhöht und liegt weiter auf einem guten Niveau. Alle Divisions trugen zu diesem erfreulichen Ergebnis bei. Obwohl der Umsatz planmäßig leicht zurückging, haben wir für den HOCHTIEF-Konzern aus der Veränderung des Nettoumlaufvermögens mit 385 Mio. Euro einen im Vergleich zum Vorjahr um 26 Mio. Euro höheren Cashzufluss erzielt. Trotz erheblicher Investitionen in Australien verfügte HOCHTIEF zum Jahresende über eine weiterhin starke Nettovermögensposition von 704 Mio. Euro. Adjustiert um Zukauf- und Veräußerungseffekte, Aktienrückkäufe und Dividenden hat das Unternehmen ein Nettovermögen von 1,7 Mrd. Euro erwirtschaftet, das entspricht einer Verbesserung um 855 Mio. Euro. InvestitionenZukäufeDurch mehrere Übernahmen hat CIMIC unterstrichen, dass die Gruppe Wert aus Wachstumschancen generieren will:
Aktienrückkaufprogramme
Diversifikation und Optimierung der FinanzierungsinstrumenteHOCHTIEF verfolgt unverändert das strategische Ziel, seine Finanzstruktur zu verbessern. So zielen wir auf die Diversifikation der zur Verfügung stehenden Finanzierungsinstrumente, insbesondere auf die Ausweitung der langfristigen Fremdfinanzierungsquellen außerhalb des klassischen Bankenmarkts, ab. Aufgrund der zur Verfügung stehenden freien Liquidität wurde im Berichtsjahr auf die langfristige Aufnahme von Fremdkapital verzichtet. Dialog mit Investoren, Analysten und MedienUm unsere Stakeholder umfassend über HOCHTIEF zu informieren, führen wir einen kontinuierlichen, offenen Dialog mit Kapitalmarktteilnehmern und Medien. Unsere nachhaltige Berichterstattung umfasst ökonomische, ökologische und soziale Aspekte und beinhaltet die zielgruppenspezifische Darstellung von Leistungen und Projekten ebenso wie zukunftsorientierte Ausblicke und Informationen zu Chancen und Risiken. Unser Ziel ist es, die auf Vertrauen basierende Zusammenarbeit weiterzuführen und in Dialog mit neuen und potenziellen Investoren zu treten. Kontinuierliche Verbesserung des RisikomanagementsWir arbeiten kontinuierlich an unserem Risikomanagement1) und wollen dieses ständig weiter verbessern. Die Reduzierung und effektive Steuerung von Risiken bedeutet zugleich eine langfristige Steigerung der Rendite. Wir konzentrieren uns konsequent auf Märkte, die gute Erfolgschancen bieten - so haben wir in der jüngsten Vergangenheit unsere Aktivitäten in den skandinavischen Ländern ausgebaut und unser Engagement im arabischen Raum verringert, wo sich die Marktbedingungen verschlechtert haben. Diese Ausrichtung werden wir auch künftig beibehalten.
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Risikobericht auf den Seiten 127 bis 137. Ein effektives Risikomanagement spielt auch bei unseren operativen Bauprojekten eine entscheidende Rolle. Darum arbeiten wir bei Projektkontrollen und Ausführungsmethoden auf der Basis optimierter Standards. Eine kontinuierliche Anpassung und Verbesserung dieser Steuerungsmittel erfolgt durchgehend im gesamten Konzern. Differenzierung durch InnovationenJedes der anspruchsvollen HOCHTIEF-Bauwerke ist aufgrund der stets unterschiedlichen Bauaufgaben und -bedingungen ein maßgeschneidertes Unikat. Dazu bedarf es hoher technischer Kompetenz, exzellenter Verfahren sowie Innovationskraft.2) Wir wollen auf der Basis unserer anerkannten, ausgezeichneten Ingenieurkompetenz Standards im Markt setzen und eine führende Markt- und Technologieposition erreichen. Dazu entwickeln wir nachhaltige Projekte, Produkte und Dienstleistungen. HOCHTIEF gilt als Vorreiter beim nachhaltigen ebenso wie beim virtuellen Bauen (Building Information Modeling, BIM) und kann mit seiner jahrelangen Erfahrung Projekte mit innovativen Techniken begleiten.
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Forschung und Entwicklung. Positionierung als attraktiver ArbeitgeberDie Position von HOCHTIEF und seiner Tochtergesellschaften als attraktive Arbeitgeber wollen wir in Zukunft halten und ausbauen. Denn das Wissen und Engagement unserer Mitarbeiter bilden die Basis für den wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns. Wir werden unseren mehr als 51.000 Mitarbeitern weiterhin sichere, anspruchsvolle und erfüllende Arbeitsplätze zur Verfügung stellen. Kontinuierliche Weiterbildungsangebote und individuelle Entwicklungsprogramme tragen dazu bei, die passenden Mitarbeiter für unsere Projektarbeit zu finden und dauerhaft an unser Unternehmen zu binden. Optimale, sichere Arbeitsbedingungen, bestmögliche Arbeitssicherheit sowie Gesundheitsschutz sind Leitprinzipien bei allen Tätigkeiten. Mit der Kennzahl "Unfallquote", die seit 2015 als nicht finanzielle Steuerungsgröße eingeführt ist, verfügen wir über ein internes Steuerungsinstrument zur weiteren Verbesserung der Arbeitssicherheit. Die Senkung der Unfallquote bleibt unser erklärtes Ziel.3) Nachhaltiges Handeln4)HOCHTIEF bekennt sich in seinen Grundsätzen zur Nachhaltigkeit und übernimmt Verantwortung. Auf Basis dieses Grundprinzips haben wir aus unserer Strategie heraus die Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt. Sie ergänzt die Konzernstrategie und prägt das unternehmerische Handeln im Konzern: Wir berücksichtigen stets das Zusammenspiel von Ökonomie, Ökologie und Sozialem. Die Nachhaltigkeitsstrategie möchten wir Ihnen auf den Folgeseiten vorstellen.
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Nachhaltigkeitsstrategie. Insgesamt wird die Konzernstrategie es uns ermöglichen, auch in Zukunft im Wettbewerb erfolgreich zu sein.Weitere Informationen zu den für HOCHTIEF relevanten Märkten finden Sie auf den Seiten 39 bis 46. NachhaltigkeitsstrategieDie Nachhaltigkeitsstrategie von HOCHTIEF basiert auf der Unternehmensstrategie des Konzerns. Im Zusammenspiel von Ökonomie, Ökologie und Sozialem sehen wir die Grundlage unserer Projektarbeit und fördern diese drei Elemente in unserem unternehmerischen Handeln. Wir sind überzeugt, dass wir mit unseren Kompetenzen und Leistungen einen sinnvollen Beitrag erbringen, um die Herausforderungen unserer Zeit - darunter Klimaschutz, verantwortlicher Konsum und ressourcenschonende Produktion, nachhaltige Städte und Industrie, Innovation und Infrastruktur - zu meistern. Wir wollen Werte schaffen und sichern.> Darum orientiert sich unsere Nachhaltigkeitsstrategie an der Konzernvision "HOCHTIEF baut die Welt von morgen" und an den Grundsätzen des Konzerns.1) > Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de/nachhaltigkeit Die Einordnung unserer CR-Themenfelder entsprechend den GRI-G4-Indikatoren finden Sie auf den Seiten 252 bis 253. > Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de/interview-vs
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Strategie. Unsere Nachhaltigkeitsstrategie folgt klaren Zielen und berücksichtigt die Ansprüche und Bedürfnisse unserer Stakeholder: Geschäftschancen aktiv gestalten, Marktpotenziale nutzen und Risiken minimieren: Dafür entwickeln und implementieren wir innovative Produkte und Dienstleistungen. Wir erbringen maßgeschneiderte, ressourcenschonende Lösungen und setzen modernste Technik ein. Durch unsere ganzheitliche Projektbetrachtung entstehen Unikate mit hoher Gesamtqualität. Wir arbeiten dafür auf der Basis konzernweit gültiger Standards zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Sozialstandards sowie Verhaltens- und Compliance-Regeln wie unseres Code of Conduct. Häufig übertreffen diese internen Regelungen die gesetzlichen Anforderungen. Unser nachhaltiges Handeln richten wir am Geschäftsmodell von HOCHTIEF aus. Dabei binden wir die Sichtweisen und Interessen unserer Stakeholder mit ein: Das Feedback, das wir etwa im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse und im direkten Austausch von Stakehol-dern erhalten, führt zur Definition der relevanten Themen. Diese haben wir in sechs Themenfeldern abgebildet. Sie erfassen die für uns bedeutendsten Aspekte unserer operativen Geschäftstätigkeit und zeigen auf, wo wir besondere Verantwortung und Gestaltungsspielraum für HOCHTIEF sehen. Dabei berücksichtigen wir auch unsere Rolle als guter Arbeitgeber und Corporate Citizen. Corporate-Responsibility-Programm (CR-Programm)scroll
2016 haben wir das Themenfeld Einkauf in das CR-Programm aufgenommen. Damit haben wir auf die Entwicklung und die Erfordernisse unseres Geschäfts ebenso wie auf die Bedürfnisse unserer Stakeholder reagiert. Für jedes Themenfeld wurden übergeordnete Ziele abgeleitet. CR-Reporting bei HOCHTIEF: Verankerung in Breite und Tiefe![]()
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Weitere Informationen zu den Stakeholder-Gruppen
finden Sie auf Seite 145. CR-OrganisationBei HOCHTIEF ist Nachhaltigkeit organisatorisch fest verankert: Verschiedene Gremien mit klaren Verantwortlichkeiten sind dauerhaft installiert - so ist es auch in der CR-Richtlinie festgeschrieben. Zur CR-Organisation zählen das CR-Committee mit Beteiligung des Vorstands, das Kompetenzteam Nachhaltigkeit und die CR-Stabsstelle.> Auch in den Divisions HOCHTIEF Americas und Asia Pacific existieren CR-Committees. Die Auswertung und Umsetzung von Gremiumsthemen und -beschlüssen gehört ebenso zur CR-Arbeit wie der konzernweite Austausch der Ergebnisse. Die Konzerngesellschaften Turner und CIMIC haben eigene operative Kompetenzteams implementiert, die im Berichtsjahr mehrfach zusammentraten. Die Datenerfassung zur Nachhaltigkeit erfolgt über die konzernweit verankerte Software SoFi, deren Roll-out im Berichtsjahr angelaufen ist. > Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de/nachhaltigkeit (CR-Organisation) Stakeholder-EinbindungDie angemessene Einbindung der Stakeholder ist unser Bestreben und eine kontinuierliche Aufgabe, um wichtige Impulse von außen bestmöglich aufzunehmen und umzusetzen. Dafür nutzen wir verschiedene Instrumente: Jährlicher CR-Stakeholder-Dialog: Bei einer offenen Diskussion mit Vertretern der für HOCHTIEF wesentlichen Stakeholder-Gruppen in der Konzernzentrale bewerten die Teilnehmer die Relevanz der Themenfelder und bringen ihre Anforderungen, Erfahrungen und Ideen ein. Zu den Impulsen zählten 2016: Angebot von Nachhaltigkeit als Leistung oder die Kommunikation von Nachhaltigkeitszielen. Die Ergebnisse werden in der CR-Arbeit von HOCHTIEF berücksichtigt und teilweise zu konkreten Projekten weiterentwickelt. 2016 wurde die Bedeutung der Themenfelder der Nachhaltigkeit bestätigt. Für 2017 ist die Weiterentwicklung des Formats als Fokusveranstaltung mit speziellen Stakeholder-Gruppen geplant. Jährliche Wesentlichkeitsanalyse: Die Gültigkeit der Nachhaltigkeitsthemen überprüfen wir jährlich, um bei Bedarf Anpassungen vornehmen zu können. 2016 haben sich insgesamt 1.670 Teilnehmer an einer online durchgeführten Stakeholder-Befragung sowie einer bevölkerungsrepräsentativen Befragung beteiligt. Die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse, die sich hauptsächlich kongruent zum Vorjahresergebnis darstellen, sind in der unten stehenden Matrix dargestellt. Wesentlichkeitsmatrix 2016![]() Bedeutung der Themenfelder für HOCHTIEF und sein Umfeld von 0 (nicht relevant) bis 5 (sehr relevant) Märkte und RahmenbedingungenWeltwirtschaftliche Entwicklung1)Der Internationale Währungsfonds (IWF)≡ erwartete für das Jahr 2016 ein weltwirtschaftliches Wachstum von 3,1 Prozent. Dies waren 0,1 Prozentpunkte weniger, als noch im April 2016 prognostiziert. Grund für den leichten Rückgang waren das schwache Wachstum im ersten Quartal in den Vereinigten Staaten sowie die gedämpfte Aussicht der entwickelten Volkswirtschaften, wesentlich verursacht durch das EU-Austrittsvotum in Großbritannien im Juni 2016. ≡ www.imf.org Die Prognose für 2017 wurde im Oktober 2016 vom IWF gegenüber dem Ausblick im April 2016 ebenfalls um 0,1 Prozentpunkte nach unten korrigiert; sie liegt nun bei 3,4 Prozent. Das Update des IWF im Januar 2017 für 2016 und 2017 zeigt keine Veränderung der Wachstumszahlen gegenüber dem Oktoberausblick. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer wurde die Prognose für 2016 und 2017 je um 0,1 Prozentpunkte im Januar-2017-Update reduziert. Obwohl sich der Weltmarkt und insbesondere die Volkswirtschaften in Europa von der unmittelbaren Schockreaktion auf den sogenannten Brexit wieder erholt haben, bleibt die langfristige Auswirkung unklar, da die weitere Entwicklung der institutionellen Abkommen und Handelsabkommen zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union noch ungewiss ist. Ähnliches gilt für die Beziehungen zwischen den USA und anderen Wirtschaftsräumen nach dem Regierungswechsel in Washington. Außer dem Brexit sieht der IWF noch weitere Risiken für die Weltwirtschaft, darunter ungelöste Probleme im europäischen Bankensystem, fehlende Strukturreformen, die aktuelle Flüchtlingssituation, geopolitische Verwerfungen sowie Terrorismus. Insbesondere im Update von Januar 2017 weist der IWF auf Risiken durch zunehmenden Protektionismus hin. In den USA könnten sich jedoch vor allem im Bausektor Wachstumschancen durch die angekündigten Investitionen der neuen US-Regierung in die heimische Infrastruktur ergeben. Dies führt auch zu einem leichten Anstieg des erwarteten Wachstums für 2017. Das allgemeine reale Wirtschaftswachstum (BIP) in den für HOCHTIEF bedeutenden Regionen (in Prozent)1)scroll
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World Economic Outlook des IWF (Stand: Oktober
2016) und World Economic Outlook Update des IWF (Stand: Januar 2017) Wirtschaftliches Umfeld und Entwicklung in den Regionen von HOCHTIEF4)Erstmals seit 2008 ist Europas Wirtschaft schneller gewachsen als die der USA. Der Euroraum hat sich 2016 mit 1,7 Prozent stärker entwickelt als erwartet. Angetrieben wird die geringfügige Verbesserung im Wesentlichen durch eine etwas kräftigere Auslandsnachfrage und einen höheren privaten Konsum. Für das Jahr 2017 wird mit 1,6 Prozent ein etwas niedrigerer Anstieg erwartet. Die für HOCHTIEF relevanten Märkte in Europa werden sich 2017 voraussichtlich durchschnittlich gut entwickeln: Deutschland wird mit einem Wachstum von 1,5 Prozent im Jahr 2017 ein Motor für den Euroraum bleiben. Für das Vereinigte Königreich liegt die Prognose 2017 bei 1,5 Prozent und damit höher als im Oktober 2016 vorhergesagt, da die inländische Nachfrage doch stabiler ausfallen dürfte, als dies nach dem Brexit erwartet worden war. Für die prosperierenden Beneluxländer rechnen Experten mit einer anhaltend starken Wirtschaftsentwicklung. In Österreich wird für 2017 ein leichtes Marktwachstum von 1,2 Prozent erwartet. Bei robuster Konjunkturlage in Osteuropa prognostizieren Experten für Polen Steigerungsraten von 3,4 Prozent und für Tschechien einen Anstieg von 2,7 Prozent. Die Wirtschaft in den USA wuchs im abgelaufenen Geschäftsjahr um 1,6 Prozent, einen Prozentpunkt weniger als im Vorjahreszeitraum. Schon vor der US-Wahl gingen Wirtschaftsforscher aber von einem Anstieg des Konsums und der Beschäftigung aus. Der neue US-Präsident will vor allem die heimische Energieproduktion stärken und in den Ausbau der amerikanischen Infrastruktur investieren. Für 2017 rechnen die Experten darum aktuell mit einem Wachstum von 2,3 Prozent. Kanada verzeichnete im Berichtsjahr einen Anstieg der Volkswirtschaft von 1,3 Prozent. Dieses Ergebnis lag etwas über den Erwartungen vom Herbst 2016. Für das Jahr 2017 wird ein Anstieg von 1,9 Prozent erwartet. In Lateinamerika entwickelten sich die beiden für HOCHTIEF relevanten Volkswirtschaften Chile und Peru mit 1,7 beziehungsweise 3,7 Prozent deutlich besser als der Durchschnitt. Für 2017 wird für Chile ein Anstieg von zwei Prozent erwartet, für Peru prognostizieren Experten ein Wachstum von 4,1 Prozent. Australien wies für 2016 ein robustes Wachstum von 2,9 Prozent aus. Für 2017 werden 2,7 Prozent prognostiziert. Die Höhe ist unter anderem abhängig von der Entwicklung der Rohstoffpreise. Der Nahe Osten steht weiterhin vor schwierigen Herausforderungen, vor allem durch den weiterhin niedrigen Ölpreis sowie geopolitische Spannungen und zivile Konflikte in einigen Ländern. So konnte das für 2016 erwartete Wachstum in Katar von 4,9 Prozent sowie in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) von 3,1 Prozent nicht erreicht werden und lag bei 2,6 Prozent beziehungsweise 2,3 Prozent. Für das Jahr 2017 erwarten Experten für beide Länder jedoch wieder Steigerungsraten von 3,4 Prozent (Katar) und 2,5 Prozent (VAE). Zuwachs der Gesamtinvestitionen der Baubranche nach Regionen1)(Prozentuale Veränderungen gegenüber Vorjahr, gemessen in 2010 US-Dollar)![]()
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IHS Global Construction Outlook, Dezember
2016 VerkehrsinfrastrukturEntwicklung in den für HOCHTIEF relevanten Märkten und Marktsegmenten2)Die Märkte für Verkehrsinfrastruktur entwickelten sich 2016 in Westeuropa in den für HOCHTIEF relevanten Ländern außerordentlich positiv und lagen (bis auf Dänemark und Österreich) alle über dem Durchschnitt von 2,3 Prozent. Für 2017 wird eine durchschnittliche Wachstumsrate für Westeuropa von 1,5 Prozent erwartet. In Deutschland kamen 2016 deutlich mehr Aufträge für den Ausbau des Schienen- oder Straßennetzes in den Markt als in den vergangenen Jahren - die Steigerung betrug 4,7 Prozent. Für 2017 rechnen Experten mit einem leichten Rückgang des Anstiegs der Baunachfrage auf immerhin noch 3,7 Prozent. Vor allem der Bund will mehr Geld als jemals zuvor in den Ausbau und vor allem den Erhalt des Verkehrsnetzes investieren: Der im August 2016 von der Bundesregierung verabschiedete Bundesverkehrswegeplan sieht Investitionen von rund 270 Mrd. Euro bis 2030 vor. Ein Großteil der Investitionen ist für den Erhalt der Infrastruktur vorgesehen.3)
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Bundesregierung, Verkehrswegeplan 2030 Wachstum der regionalen Baumärkte von HOCHTIEF1)scroll
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Prozentuale Veränderungen gegenüber Vorjahr,
gemessen in 2010 US-Dollar IHS Global Insight: ≡ Global Construction Outlook, Dezember 2016 ≡ www.ihs.com Großbritannien zeigte 2016 ein Wachstum von 3,3 Prozent und lag damit über dem Durchschnitt von Westeuropa. Für 2017 wird ein Rückgang der Bauinvestitionen in die Verkehrsinfrastruktur von 1,2 Prozent vorhergesagt - damit werden sich erste Auswirkungen des Brexits bemerkbar machen. In Norwegen wirkt sich das Investitionsprogramm "National Transport Plan 2014-2023" positiv auf die Bauwirtschaft aus. Der Bereich Verkehrsinfrastruktur legte im Berichtsjahr um 7,1 Prozent zu. Für 2017 wird eine Steigerung von 2,1 Prozent prognostiziert. Der Rückgang des Wachstums liegt insbesondere an einem geringeren Investment ins Schienensystem.4) Schweden verzeichnete im Jahr 2016 mit 4,4 Prozent ein deutlich besseres Wachstum als prognostiziert. Dieses Niveau wird das nordeuropäische Land 2017 voraussichtlich halten können (2,7 Prozent).
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Euroconstruct, November 2016 Der Verkehrsmarkt in Österreich zeigt sich mit einem Anstieg von 1,3 Prozent im Jahr 2016 und erwarteten 1,1 Prozent im laufenden Jahr solide. Das im Februar des Berichtsjahres veröffentlichte Infrastrukturinvestitionsprogramm 2016 der österreichischen Bundesgesellschaft Asfinag sieht Investitionen von einer Milliarde Euro für Neubau und Erhaltung des österreichischen Straßennetzes vor. Im aktuellen Sechsjahresprogramm sind Infrastrukturinvestitionen von 7,3 Mrd. Euro bis 2021 vorgesehen.1) In Osteuropa, besonders in Polen und Tschechien, brach der Markt für Verkehrsinfrastruktur nach außergewöhnlichen Steigerungen in den Vorjahren deutlich ein. Dennoch erwarten Experten für 2017 zumindest für Tschechien wieder eine Belebung von 2,3 Prozent. 2016 schrumpfte der Verkehrsinfrastrukturmarkt in den USA um 2,5 Prozent - der Grad der Unsicherheit war im Vorfeld der Präsidentschaftswahl außergewöhnlich hoch und bestimmte auch das Vorgehen der Federal Reserve und der OPEC. Die Aussichten für Verkehrsinfrastrukturprojekte haben sich seitdem deutlich verbessert: Der neue US-Präsident hat einen Investitionsplan für Infrastruktur in Höhe von einer Billion US-Dollar (knapp 950 Mrd. Euro) über die kommenden zehn Jahre angekündigt - ein großer Teil dieser Summe soll in den Verkehrsbereich fließen. Dieser positive Trend zeichnet sich auch in den Zahlen ab. So wird schon für 2017 mit einem leichten Wachstum von knapp einem Prozent gerechnet. Kanada verzeichnete im Jahr 2016 einen Anstieg von 3,6 Prozent. Für 2017 wird eine noch stärkere Steigerung von 6,5 Prozent erwartet. Allein der im Mai 2016 veröffentlichte Infrastrukturplan der Regierung sieht für die kommenden zehn Jahre Investitionen in die Infrastruktur in Höhe von 120 Mrd. kanadischen Dollar (zirka 85 Mrd. Euro) vor. Die für HOCHTIEF relevanten Länder in Lateinamerika zeigten 2016 ein zum Teil moderates Wachstum von 2,6 Prozent (Peru) und 0,8 Prozent (Chile). 2017 soll in beiden Ländern mehr in Verkehrsnetze investiert werden. Das Forschungsinstitut IHS Global Insight erwartet für Peru eine Steigerung um 3,3 Prozent, für Chile jedoch ein Absinken des Wachstums auf 0,5 Prozent - dort sollen nach einer Ankündigung der Regierung im Mai 2016 in den kommenden zwei Jahren mindestens zehn große Infrastrukturprojekte in Höhe von vier Mrd. US-Dollar ausgeschrieben werden.2) In Australien sorgt der Verkehrsmarkt für den stärksten Aufwind im gesamten Infrastrukturbereich, da eine Serie von Großprojekten ab 2016 starten. Die Treiber hierfür sind zum einen der Privatsektor, aber auch ein erneuter Fokus der Regierung auf staatliche Aufträge im Verkehrswegebau. Die positive Entwicklung wird nach Ansicht von Experten auch in den kommenden Jahren anhalten. Diverse Landesregierungen haben eine erhöhte Finanzierung (einschließlich mehrerer PPP-Projekte) für Verkehrsvorhaben im Schienen- und Straßensegment in Aussicht gestellt. Der Gesamtwert der Projekte für diese Segmente wird voraussichtlich von zirka 17 Mrd. australische Dollar (zirka 11,6 Mrd. Euro) im Jahr 2016 auf zirka 27 Mrd. australischen Dollar (zirka 18,5 Mrd. Euro) im Jahr 2020 steigen. Dies bedeutet ein Anstieg von mehr als 50% und bietet für unsere australische Tochtergesellschaft CIMIC eine ausgezeichnete Grundlage an diesem Wachstum zu partizipieren. Zu den wichtigsten Vorhaben im Schienenbereich zählen Metroprojekte in Melbourne und Sydney. Im Straßenbau wird die Fortführung des WestConnex-Projekts in New South Wales, an dem CIMIC bereits beteiligt ist, eine wichtige Rolle spielen.3) Die Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur im Nahen Osten entwickelten sich im Jahr 2016 weiterhin sehr positiv. Besonders in Katar wuchs der Markt im Verkehrssektor mit 18,3 Prozent außergewöhnlich stark. Katar hatte 2014 angekündigt, bis 2018 eine Summe von 205 Mrd. US-Dollar (zirka 194,5 Mrd. Euro) für Infrastrukturprojekte aufzuwenden4) - für 2017 wird mit einem Anstieg des Verkehrssektors noch um 7,9 Prozent gerechnet.
4)
IHS Global Insight, Oktober 2016 Public-Private-Partnership-(PPP-)VerkehrsinfrastrukturprojekteIn Deutschland hat das Bundesverkehrsministerium eine neue Generation von PPP-Infrastrukturprojekten angekündigt und will bis Ende 2019 jährlich zwei bis drei Straßenprojekte ausschreiben.5) Im Bundeshaushaltsplan sind hierfür zusätzlich zu den laufenden Ausschreibungen für die kommenden Jahre Ausgaben von über zehn Mrd. Euro veranschlagt.6)
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BMVI (Bundesministerium für Verkehr und digitale
Infrastruktur), Stand: Mai 2015 Der PPP-Markt in den Niederlanden ist weiterhin positiv. Für die Jahre 2017 und 2018 sind PPP-Projekte im Bereich der Verkehrsinfrastruktur mit einem Bauvolumen von fast vier Mrd. Euro geplant. Norwegen steckt weiterhin in den Vorbereitungen für drei PPP-Straßenprojekte. Das erste Projekt, die "Rv 3/25 Ommangsvollen-Grundset", soll kurzfristig auf den Markt kommen. Das tschechische Transportministerium setzt ebenfalls auf PPP und möchte die Autobahnen R4 und R7 mit diesem Geschäftsmodell planen, bauen, finanzieren und betreiben. Es wird erwartet, dass das Projekt R4 (Haje - Mirotice) im Herbst 2017 ausgeschrieben wird. Großbritannien hat einen Investitionsbedarf im Bereich Infrastruktur in Höhe von 400 Mrd. Pfund (zirka 467 Mrd. Euro) identifiziert (National Infrastructure and Delivery Plan 2016-2021). Über die kommenden zwei Jahre möchte die britische Regierung mehr als 50 Mrd. Pfund (zirka 58 Mrd. Euro) in diesen Bereich investieren, davon rund 17 Mrd. Pfund (zirka 20 Mrd. Euro) pro Jahr für Verkehrsvorhaben. PPP bleibt weiterhin eine Option für die Finanzierung dieser Projekte, vor allem in Bezug auf die größeren Verkehrsadern von "nationaler Bedeutung".1)
1)
Department of Public Expenditure and Reform Kanada setzt seit Langem auf PPP. Im Berichtsjahr haben neun Aufträge mit einem Gesamtvolumen von 4,64 Mrd. kanadischen Dollar (zirka 3,3 Mrd. Euro) den Financial Close erreicht.2 ) Die Planungen für das Jahr 2017 deuten darauf hin, dass die Investitionen weiter steigen werden, da eine Reihe von Großprojekten an den Markt kommen soll - darunter die Projekte George Massey Tunnel Replacement und Gordie Howe Bridge. Im August 2016 hat die kanadische Regierung einen großen Finanzierungsplan vorgestellt, um das Transportnetz in Ontario zu modernisieren. Auch PPP-Projekte sollen durch die von der Regierung genehmigten Investitionen in Höhe von 2,97 Mrd. kanadischen Dollar3 ) (zirka 2,06 Mrd. Euro) finanziert werden.
2)
InfraAmericas, Stand: September 2016 Während Kanada den nordamerikanischen Markt bei Volumen und Zahl der Projekte klar anführt, macht der PPP-Markt in den USA4) erste Fortschritte: Vier Verkehrsprojekte mit einem Umfang von insgesamt knapp sieben Mrd. US-Dollar Euro (zirka 6,6 Mrd. Euro), darunter ein Flughafenprojekt in New York, erreichten im Jahr 2016 den Financial Close. Vier weitere Projekte mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 5,8 Mrd. US-Dollar (zirka 5,5 Mrd. Euro) befanden sich Ende 2016 in der Angebotsphase. Australien verfügt über einen reifen und sehr attraktiven PPP-Markt. Das gilt sowohl für Verkehrs- als auch für soziale und urbane Infrastrukturprojekte. Zurzeit werden besonders viele Bahnprojekte mit variierendem Leistungsumfang ausgeschrieben und umgesetzt. So werden zum Beispiel in Melbourne ein Metro-Rail-Projekt mit einem Wert von sechs Mrd. australischen Dollar (zirka 4,1 Mrd. Euro) oder in Canberra das Projekt Light Rail Stage 2 mit einem Wert von einer Mrd. australischen Dollar (zirka 685 Mio. Euro) als PPP-Modelle ausgeführt. In den kommenden Jahren werden weitere PPP-Projekte für den Straßenbau erwartet.5)
5)
Victoria State Government, Transport Canberra EnergieinfrastrukturEntwicklung in Energiemärkten nach Ländern und Regionen6)Erstmals nach drei aufeinanderfolgenden Jahren ist der Markt für Energieinfrastruktur in Westeuropa 2016 wieder gewachsen, nämlich mit 1,1 Prozent. Der positive Trend wird sich 2017 sogar noch verstärken: Es wird mit einem Anstieg von 3,4 Prozent gerechnet. Der Energiemarkt in Deutschland wuchs 2016 um drei Prozent. Diese Tendenz wird voraussichtlich 2017 mit einem Wachstum von über fünf Prozent noch gesteigert werden. Zwar hat sich die Kapazitätserweiterung im Bereich der erneuerbaren Energien deutlich verlangsamt und in konventionelle Stromerzeugung wird kaum investiert, dafür zeigen Investitionen in den Netzausbau (Fernwärme, Gas und Strom) eine stabilisierende Wirkung. Ein wichtiger Impuls soll nach Einschätzung von Experten auch in den kommenden Jahren aus dem lang erwarteten Ausbau des Stromnetzes kommen. Auch der Anstieg im Wohnungsbau ist ein weiterer Stimulus für den Energiemarkt.7)
7)
Euroconstruct, November 2016 Der Energiemarkt in Österreich zeigte 2016 ein solides Wachstum von 1,3 Prozent. Für das Jahr 2017 wird ein Anstieg von 4,3 Prozent erwartet. Durch den 2015 beschlossenen Energienetzausbau werden innerhalb von drei Jahren bis zu 700 Millionen Euro investiert.1)
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Bundeskanzleramt; Arbeitsmarkt- und Konjunkturgipfel
2015 Obwohl Norwegen vom niedrigen Ölpreis stark betroffen war, hat sich der Markt 2016 wieder erholt und zeigte ein Wachstum von 1,8 Prozent. Der positive Trend wird voraussichtlich auch 2017 anhalten. Mehrere Kraftwerksprojekte sollen für eine Steigerung in diesem Marktsegment von 5,6 Prozent sorgen. Generell wird mit einer Verdoppelung der Investitionen von 2015 bis 2018 gerechnet.2)
2)
Euroconstruct, November2016 Der Energiemarkt in Schweden ist 2016 um 0,7 Prozent gewachsen. Für 2017 wird ein Anstieg von 1,7 Prozent erwartet. Statt einer erwarteten Steigerung der Produktion im US-Energiemarkt um 8,1 Prozent ist der Markt 2016 sogar um ein Prozent geschrumpft, vor allem wegen des weiterhin niedrigen Ölpreises. Jedoch werden sich die von der neuen US-Regierung angekündigten Unterstützungsmaßnahmen für die konventionelle Energieerzeugung auf die Marktentwicklung auswirken; es wird wieder mit einem Wachstum von über zwei Prozent für 2017 gerechnet. Der Markt für Energieinfrastruktur in Kanada ist 2016 mit 0,2 Prozent leicht zurückgegangen. Für 2017 wird wieder eine Zunahme von 3,3 Prozent erwartet. Innerhalb Lateinamerikas schrumpften im Berichtsjahr die Märkte für Energieprojekte in Chile (0,3 Prozent) und Peru (1,6 Prozent) wieder leicht. Für beide Länder gehen Experten von einer deutlichen Konjunkturbelebung in diesem Segment aus (Peru +5,1 Prozent und Chile +1,5 Prozent). Der Markt für Energieinfrastruktur in Australien ging um fast 30 Prozent zurück, liegt aber aufgrund zahlreicher Projekte in diesem Segment insgesamt weiterhin auf hohem Niveau. Für 2017 wird damit gerechnet, das sich der Rückgang auf 17 Prozent verlangsamt. Der negative Marktausblick ist hauptsächlich durch einen Rückgang im Bereich Öl und Gas zu erklären.3) Das starke Wachstum im Nahen Osten hat sich im Jahr 2016 wegen der niedrigen Ölpreise zwar verlangsamt, lag in Katar mit einem Anstieg der Produktion um zwölf Prozent aber dennoch auf Rekordhöhe. Für 2017 werden Zuwächse von 9,5 Prozent erwartet. Saudi-Arabien konnte nicht mithalten und zeigte einen Rückgang von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für 2017 wird wieder eine Steigerung von 0,6 Prozent erwartet. Soziale und urbane InfrastrukturEntwicklung in den Hochbaumärkten nach Ländern und Regionen4)Der Hochbaumarkt in Westeuropa zeigte im Berichtsjahr ein robustes Wachstum von 1,8 Prozent (Hochbau exklusive Wohnungsbau) und 3,6 Prozent (Wohnungsbau). Der Ausblick für 2017 bleibt auf diesem Niveau. Osteuropa erlitt 2016 starke Einbrüche, kann sich aber insbesondere im Hochbau (exklusive Wohnungsbau) 2017 wieder erholen und wächst voraussichtlich um 1,7 Prozent. Der Markt für den Hochbau (exklusive Wohnungsbau) in Deutschland wuchs im Berichtsjahr kräftig um 2,4 Prozent. Für 2017 ist eine weitere Steigerung auf eine Rate von 2,8 Prozent zu erwarten. Der Trend soll nach Ansicht der Experten anhalten. Dazu werden die Marktsegmente Industrieimmobilien (+4,7 Prozent) und Gewerbeimmobilien (+3,0 Prozent) besonders stark beitragen. Die Hochbaumärkte (exklusive Wohnungsbau) Nordamerikas zeigten sich 2016 in sehr unterschiedlicher Verfassung: Die USA verzeichneten ein Wachstum von 4.9 Prozent, Kanada hingegen einen Rückgang um 4.9 Prozent. Für 2017 werden gegensätzliche Entwicklungen erwartet: In den USA wird sich das Wachstum auf 1,4 Prozent verlangsamen, der Markt in Kanada zeigt einen positiven Trend, der Rückgang soll sich auf 2,1 Prozent verringern. Im Jahr 2016 ist der Markt für den Hochbau (exklusive Wohnungsbau) in Australien um 1,8 Prozent zurückgegangen, die Entwicklung wird sich 2017 umkehren; Experten rechnen mit einem Zuwachs von 9,0 Prozent.5) Soziale und urbane Infrastruktur im PPP-BereichIn Deutschland wurden seit 2002 insgesamt 190 PPP-Hochbauprojekte mit einem Investitionsvolumen von rund 6,0 Mrd. Euro realisiert. Ende 2016 befanden sich 52 Projekte in der Ausschreibungsphase und schätzungsweise 100 Hochbauprojekte mit Schwerpunkten auf Bildung, Verwaltung, Sicherheit und Freizeit in Vorbereitung und Planung.1)
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Partnerschaften Deutschland, Stand: September
2016 Für das Jahr 2017 erwarten wir weiterhin eine steigende Nachfrage: Unter anderem wurde ein Fonds zur Förderung von Kommunalinvestitionen in Höhe von 3,5 Mrd. Euro von der Bundesregierung auch für PPP-Projekte bereitgestellt. Öffentlich-private Partnerschaften (ÖPP) wurden bisher am häufigsten auf kommunaler Ebene durchgeführt. Rund jede fünfte ÖPP-Kommune hat aufgrund ihrer positiven Erfahrungen weitere ÖPP-Projekte angestoßen. Die Städte und Gemeinden profitieren damit vom Trend zu nachhaltigen Immobilien, die über den gesamten Lebenszyklus optimiert werden.2)
2)
Partnerschaften Deutschland, Stand: 2016 In Polen wurden im Berichtsjahr 47 Ausschreibungen auf der Grundlage des PPP- beziehungsweise Konzessionsgesetzes veröffentlicht, vier dieser Bauvorhaben kommen aus dem Bereich soziale Infrastruktur. Im Durchschnitt lag die Investitionshöhe der ausgeschriebenen Hochbauprojekte bei knapp zehn Mio. Euro. Im Berichtsjahr waren 64 Projekte in der Verhandlungsphase. Acht PPP- beziehungsweise Konzessionsverträge wurden im Jahr 2016 unterzeichnet.3) Großbritannien verfügt über einen der bestentwickelten PPP-Hochbaumärkte weltweit. Mehr als 700 PPP-Projekte der sozialen und urbanen Infrastruktur sind seit Anfang der 1990er-Jahre realisiert worden. Das Wachstum hat sich verlangsamt, da die Anzahl neuer Projekte geringer geworden ist, es bleibt aber ein erheblicher Investitionsbedarf, insbesondere im Bildungssektor. Vor diesem Hintergrund bleiben die Aussichten für neues Wachstum positiv. Öffentlich-private Partnerschaften spielen in Kanada weiterhin eine bedeutende Rolle. Ein wesentlicher Aspekt der PPP-Pläne der Regierung ist es, erhebliche Mittel für neue Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Ontario wies in der Vergangenheit eine stabile Pipeline von sozialen Infrastrukturprojekten aus. Ein weiteres Programm sowie Updates zu laufenden Projekten4 ) wurden im November 2016 verkündet, dabei liegt der Fokus jedoch auf Verkehrsinfrastrukturprojekten für 2017. British Columbia bringt 2017 drei große Projekte im Gesundheitswesen mit einem Volumen von etwa 1,38 Mrd. kanadischen Dollar (zirka 973 Mio. Euro) pro Projekt an den Markt. Hinzu kommt eine Reihe kleinerer PPP-Bau-vorhaben, darunter Gerichtsgebäude.5)
4)
InfraAmericas, Stand: September 2016 Zwei Projekte mit einem Volumen von 1,67 Mrd. US-Dollar (zirka 1,6 Mrd. Euro) haben im Berichtsjahr in Kalifornien in den USA den Financial Close erreicht - das ist mehr als in den Vorjahren in den gesamten Vereinigten Staaten. Ein weiteres Projekt mit einem Volumen von rund 500 Mio. US-Dollar (zirka 474 Mio. Euro) ist laut InfraAmericas in der Bearbeitung. Auch in Australien gibt es eine stabile Pipeline sozialer Infrastruktur-PPP-Projekte, wie Schulen, Gefängnisse und Krankenhäuser. So sollen fünf Krankenhäuser als Partnership-Projekt in New South Wales im Wert von einer Mrd. australischen Dollar (zirka 685 Mio. Euro) und ein Gefängnis in Western Australia im Wert von 300 Mio. australischen Dollar (zirka 206 Mio. Euro) realisiert werden.6)
6)
NSW Government (Stand: September 2016), WA
today MinendienstleistungenEntwicklung der Rohstoffmärkte nach Ländern und Regionen7)Die weltweit langfristig steigende Nachfrage nach Rohstoffen sorgt für kontinuierliches Wachstum. Für das Minengeschäft im HOCHTIEF-Konzern ist Thiess, ein Tochterunternehmen von CIMIC, sehr gut aufgestellt. Thiess gilt als der weltweit größte Dienstleister im Minengeschäft und ist in Australien sowie in verschiedenen Regionen Indonesiens, der Mongolei, Kanadas, Botswanas und Chiles tätig. Hinzu kommt seit 2016 der Minendienstleister Sedgman - mit dieser Gesellschaft bietet CIMIC Services für den Abbau von Mineralien sowie dazugehörige Infrastrukturlösungen für die weltweite Rohstoffindustrie an. Mit unseren Gesellschaften werden wir weiterhin an der positiven Marktentwicklung partizipieren.
7)
BREE, Resources and Energy Quarterly, Dezember
2016 Top-3-Exporteure von Kraftwerkskohle1) (in Mio. t)![]()
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BREE Quarterly, Dezember 2016 Im Berichtsjahr hat Australien Marktanteile beim Export von Ressourcen und Energierohstoffen gewinnen können. Dies ist auf eine große Investition in neue Kapazitäten in den vergangenen zehn Jahren, niedrige Produktionskosten und die relativ hohe Qualität der australischen Ressourcen zurückzuführen. Der globale Konsum stieg 2016 für die meisten Rohstoff- und Energiegüter an, die Australien produziert. Dies spiegelt sich im starken Wachstum der australischen Exporte von Rohstoffen und Energierohstoffen wider, die voraussichtlich im Zeitraum von 2016 bis 2017 um 30 Prozent auf einen Rekordwert von 204 Mrd. australischen Dollar (zirka 139,8 Mrd. Euro) steigen werden. Das Exportvolumen von Flüssiggas ist 2016 im Jahresvergleich um 50 Prozent gewachsen, insbesondere durch die Fertigstellung mehrerer Großprojekte wie dem Gorgon-LNG-Projekt, an dem CIMIC maßgeblich beteiligt war. Handelsvolumen Eisenerz2) (in Mio. t)![]()
2)
BREE Resources and Energy Quarterly, Dezember
2016 Zum ersten Mal seit vier Jahren stieg der Preis für thermische Kohle 2016 wieder an. Die Entwicklung wurde angetrieben durch die Nachfrage aus China, witterungsbedingte Versorgungsstörungen in Indonesien und durch den heißen Sommer in China. Australien ist weltweit einer der größten Förderer und Exporteure von Kohle. Im Bereich Kraftwerkskohle stand Australien 2016 mit 200 Megatonnen (mt) weiter hinter Indonesien (340 mt) und vor Russland (140 mt) auf dem zweiten Platz. Für das Jahr 2017 wird wieder ein Wachstum von vier Prozent vorausgesagt.3)
3)
BREE Resources and Energy Quarterly, September
und Dezember 2016 Obwohl in den vergangenen Jahren die Exportmenge insgesamt deutlich sank, ist Indonesien immer noch mit Abstand der größte Exporteur von Kraftwerkskohle. 2016 sind die Exportmengen gegenüber dem Vorjahr um sieben Prozent gesunken. Trotz der jüngsten Kursrallye sind die Hersteller in Indonesien nicht in der Lage, auf die Preiserhöhungen zu reagieren. Vor allem kleinere Minen haben mit logistischen Problemen und Schuldverpflichtungen zu kämpfen. Die Exporte für 2016 bleiben mit 340 Millionen Tonnen unter dem Vorjahresniveau, vor allem wegen des schlechten Wetters und der Verladedauer. Für 2017 wird für Indonesien eine stabile Exportmenge von 341 Millionen Tonnen erwartet. Die höheren Preise und normale Wetterbedingungen könnten jedoch positive Auswirkungen haben. Der globale Eisenerzhandel ist im Jahr 2016 um 3,3 Prozent auf rund 1,49 Mrd. Tonnen gewachsen. Er wird weiterhin von Australien dominiert. 2016 ist das Exportvolumen um 4,5 Prozent gestiegen, für 2017 werden sogar 7,5 Prozent Wachstum erwartet. Diese positive Entwicklung wird durch operative Verbesserungen und hohe Investitionen in die Mineninfrastruktur unterstützt. Rechtliche und wirtschaftliche RahmenbedingungenWirtschaftspolitik in den USADer neue US-Präsident wird in den USA Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur forcieren: Er hatte bereits im Wahlkampf ein Programm angekündigt, nach dem innerhalb der kommenden zehn Jahre knapp 950 Mrd. Euro in Infrastrukturprojekte, vorrangig im Verkehrsbereich, fließen sollen. Durch die Stärkung der Wirtschaft werden voraussichtlich auch vermehrt Aufträge im Hochbaubereich ausgeschrieben werden. Neue Vergaberichtlinie in deutsches Recht überführtDie deutsche Bundesregierung hat das deutsche Vergaberecht gemäß dem vergaberechtlichen EU-Richtlinienpaket von 2014 modernisiert. Der Fokus auf die Förderung sozialer, umweltbezogener und innovativer Aspekte wurde verstärkt - damit gewinnen die Belange der Nachhaltigkeit an Bedeutung. Die Einhaltung umweltrechtlicher Verpflichtungen ist künftig ebenso ein vergaberechtlicher Grundsatz wie die bisher geltenden Grundsätze. Zudem ist künftig die gesamte Kommunikation bei Vergabeverfahren über eine elektronische Vergabeplattform verpflichtend. Diese umfassende Vergaberechtsreform trat am 18. April 2016 in Kraft. Nationaler Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte verabschiedetDie deutsche Bundesregierung hat im Dezember 2016 den Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) verabschiedet. Ziel ist die Umsetzung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte. Der NAP soll die Einhaltung von Menschenrechten entlang der Liefer- und Wertschöpfungskette in Deutschland und weltweit verbessern. Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen in Kraft getretenZum 1. Januar 2016 traten die Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen in Kraft. Die 17 formulierten Ziele sollen die nachhaltige Entwicklung auf ökonomischer, ökologischer und sozialer Ebene sichern. Unternehmen sind aufgerufen, Strategien und Maßnahmen an den SDGs auszurichten. Deutscher Gesetzentwurf zur Umsetzung der neuen CSR-RichtlinieIm September 2016 hat die deutsche Bundesregierung ihren Gesetzentwurf zur Umsetzung der EU-CSR-Richtlinie vorgelegt, die neue Berichtspflichten für börsennotierte Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten vorsieht. Die verpflichtende Angabe von Informationen über Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange sowie die Achtung der Menschenrechte, Bekämpfung von Korruption und Bestechung ab dem Geschäftsjahr 2017 im Lagebericht soll zu einer besseren Transparenz bei nicht finanziellen Aspekten führen. Geplante Veränderungen im deutschen EnergieeinsparrechtDie deutsche Bundesregierung plant eine Novelle des Energieeinsparrechts und die Zusammenlegung des Energieeinspargesetzes (EnEG), der Energieeinsparverordnung (EnEV) und des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG) für öffentliche Gebäude in einem Gebäudeenergiegesetz. Hintergrund ist neben dem Koalitionsvertrag die EU-Gebäuderichtlinie. Danach müssen ab dem 1. Januar 2019 alle neuen Gebäude als Niedrigstenergiegebäude ausgeführt werden. Auftragsentwicklung 2016Starker Auftragseingang und Leistung auf hohem NiveauHOCHTIEF konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr den Auftragseingang erheblich steigern. Bei fortgesetzter Konzentration auf das Kerngeschäft sank die Leistung erwartungsgemäß, bleibt aber weiterhin auf hohem Niveau. Auftragseingang: starke Zunahme in unseren SchlüsselmärktenDer Auftragseingang des Konzerns lag im Geschäftsjahr mit 24,81 Mrd. Euro deutlich über dem nominalen Vorjahreswert in Höhe von 22,26 Mrd. Euro (plus 12 Prozent)1) .
1)
Ermittlung der Prozentwerte auf Basis Mio.
Euro Bereinigt um nicht fortgeführte Projekte im Mittleren Osten, ergibt sich eine Zunahme von plus 15 Prozent. Die Division HOCHTIEF Americas erzielte das dritte Jahr in Folge einen neuen Rekordwert für den Auftragseingang. So konnten neue Aufträge im Wert von 13,66 Mrd. Euro verbucht werden, was einer Steigerung von 26 Prozent gegenüber dem Geschäftsjahr 2015 entspricht. Getragen wurde diese starke Entwicklung vor allem durch Projektakquisitionen von Turner, was einmal mehr die hervorragende Positionierung der Gesellschaft im US-Markt reflektiert. Auch die Division HOCHTIEF Asia Pacific konnte wieder bedeutende Bauaufträge im Infrastrukturbereich sowie langfristige Contract-Mining-Aufträge gewinnen. Unter Fortsetzung der selektiven und risikobewussten Auftragshereinnahme und trotz eines sich abschwächenden australischen Dollars im Jahresverlauf konnte der Auftragseingang von 8,62 Mrd. Euro im Vorjahr auf 8,95 Mrd. Euro gesteigert werden (plus 4 Prozent). Der Auftragseingang der Division HOCHTIEF Europe liegt mit 2,10 Mrd. Euro unter dem nominalen Wert des Vorjahres (2,7 Mrd. Euro). Auf vergleichbarer Basis, das heißt nach Bereinigung des Auftragseingangs um die nicht fortgeführten Projekte im Mittleren Osten (Auftragseingang HOCHTIEF Europe 2015 bereinigt 1,97 Mrd. Euro), zeigt sich auch hier ein deutlicher Anstieg der Aufträge (plus 7 Prozent). Leistung: erwartete Entwicklung auf hohem NiveauDie Leistung im Konzern sank erwartungsgemäß um 7 Prozent unter den Vorjahreswert, sie liegt mit einem Wert von 22,29 Mrd. Euro aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Dabei erzielte die Division HOCHTIEF Americas im dritten Jahr in Folge mit 11,12 Mrd. Euro einen neuen Rekordwert (plus 2 Prozent) in der Leistung. Die Leistung der Division HOCHTIEF Asia Pacific liegt durch Abarbeitung des Auftragsbestands von Contract-Mining-Aufträgen und Infrastrukturprojekten weiterhin auf einem hohen Niveau. Die fortgesetzte Transformation der australischen Tochtergesellschaft CIMIC sowie das Auslaufen großvolumiger LNG-Projekte führten erwartungsgemäß zu einem Rückgang der Leistung im Geschäftsjahr auf 9,11 Mrd. Euro. Damit lag die Division Asia Pacific um 16 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang der Leistung in der Division Europe (minus 6 Prozent) auf 1,95 Mrd. Euro resultiert aus der fortgesetzten regionalen Transformation der Division und der Konzentration auf das Kerngeschäft. Der Anteil der internationalen Leistung beträgt 96 Prozent der Konzernleistung. Basierend auf den Zahlen des Geschäftsberichts 2015, erreichte HOCHTIEF einmal mehr einen Spitzenplatz in der Rangliste "The Top 225 International Contractors" im jährlichen Ranking des Fachmagazins Engineering News-Record. Auftragsbestand: stabile Basis für positive LeistungsentwicklungDer Auftragsbestand erreichte zum Ende des Berichtsjahres einen Wert von 43,09 Mrd. Euro. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Auftragsbestand damit deutlich um 6,37 Mrd. Euro (plus 17 Prozent). Gegenüber dem bereinigten Vorjahreswert entspricht dies einem Plus von 20 Prozent. Der Auftragsbestand der Division HOCHTIEF Americas lag mit 15,90 Mrd. Euro 24 Prozent über dem bereits sehr hohen Vorjahreswert. Die Division HOCHTIEF Asia Pacific erhöhte ihren Auftragsbestand auf 23,30 Mrd. Euro (plus 20 Prozent); darin enthalten sind 3,40 Mrd. Euro Auftragsbestand aus der Erstkonsolidierung der im Berichtsjahr akquirierten UGL. Der Auftragsbestand der Division HOCHTIEF Europe liegt mit 3,89 Mrd. Euro 5 Prozent über dem bereinigten Vorjahreswert von 3,70 Mrd. Euro (4,40 Mrd. Euro) einschließlich nicht fortgeführter Projekte im Mittleren Osten. Auf Basis der aktuellen Konzernjahresleistung gewährleistet der Konzernauftragsbestand eine hohe rechnerische Auslastung von 23 Monaten. Neben dieser sehr guten Auftragslage besteht in den Schlüsselmärkten eine sehr starke Tenderpipeline für 2017 und darüber hinaus. Auftragseingang in Mrd. EUR![]()
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bereinigt um Anpassungen aufgrund zweier Projekte
im Mittleren Osten um 709,7 Mio. Euro Auftragseingang nach Regionen![]() 100 Prozent = 24,81 Mrd. Euro Leistung in Mrd. EUR![]() Leistung nach Regionen![]() 100 Prozent = 22,29 Mrd. Euro Auftragsbestand in Mrd. EUR![]() Auftragsbestand nach Regionen![]() 100 Prozent = 43,09 Mrd. Euro Wertschöpfung 2016HOCHTIEF stellt mit der Wertschöpfungsrechnung die Entstehung seiner wirtschaftlichen Leistungskraft dar und erläutert gleichzeitig, in welcher Höhe öffentliche und private Interessengruppen hiervon profitieren. Im Geschäftsjahr 2016 hat HOCHTIEF den Weg zur Steigerung der Profitabilität und Liquidität konsequent fortgesetzt. Nachhaltiges Handeln führte zur erneuten Listung im Dow Jones Sustainability Index (DJSI). Dieses Engagement für Nachhaltigkeit erhöht die Wertschätzung bei Kunden sowie am Kapital- und Arbeitsmarkt. Der Anteil der Nettowertschöpfung an der Unternehmensleistung lag 2016 mit 20,2 Prozent auf dem Niveau der Vorjahre. Den Großteil dieser erwirtschafteten Nettowertschöpfung verwendete der HOCHTIEF-Konzern, wie in den Vorjahren, auch im Geschäftsjahr 2016 wieder überwiegend für seine Mitarbeiter. Dieser hohe Wertschöpfungsbeitrag erlaubt es uns, weiterhin attraktive Arbeitsplätze zu angemessenen Konditionen anbieten zu können. Die Entwicklung in diesem Bereich resultiert aus den in den Vorjahren begonnenen Transformationsprozessen im HOCHTIEF-Konzern. Die Teile der Wertschöpfung, die in Form von Ausschüttungen an andere Gesellschafter gingen, betrugen im Geschäftsjahr 2016 insgesamt 113,0 Mio. Euro. Die Reduzierung im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung unseres Anteils an der CIMIC-Gruppe. Im Geschäftsjahr 2016 liegt der Anteil der öffentlichen Hand von 4,6 Prozent (187,2 Mio. Euro) wieder auf dem Niveau des Vorjahres. HOCHTIEF weist eine gute Bonität auf und bietet in einem aktuell schwierigen Marktumfeld mit niedrigem Zinsniveau eine dauerhaft attraktive Investitionsmöglichkeit für Fremd- und Eigenkapitalgeber. Der für Kreditgeber verwendete Anteil der Wertschöpfung betrug im Geschäftsjahr 161,8 Mio. Euro und wurde somit gegenüber dem Vorjahr aufgrund der reduzierten Fremdverschuldung und Zinssätze gesenkt. Der Anspruch von HOCHTIEF ist es, seine Aktionäre an der positiven Ergebnisentwicklung des Unternehmens entsprechend zu beteiligen. Aufgrund der damit verbundenen Steigerung der Dividende im vergangenen Geschäftsjahr wurde der Anteil, der auf unsere Aktionäre und das Unternehmen selbst entfiel, mit 320,5 Mio. Euro oder 7,9 Prozent der Nettowertschöpfung deutlich erhöht. Entstehung der Wertschöpfungscroll
Verwendung der Wertschöpfungscroll
Ertrags-, Finanz- und VermögenslageErtragslageHOCHTIEF hat bei der Transformation des Geschäftsmodells große Fortschritte gemacht und fokussiert sich als global agierender Infrastrukturbaukonzern auf die Kerngeschäftsfelder Bauen, Public-Private-Partnership, Engineering, Mining und Services. Effizienz und Profitabilität, Liquidität und Risikomanagement wurden weiter erheblich verbessert und sind die Basis für unser nachhaltiges cashbasiertes Wachstum. Zu unserer Strategie gehört es auch, den Wert von HOCHTIEF durch Zukäufe in zukunftsträchtigen Marktsegmenten weiter zu steigern. Aus diesem Grund haben wir über unsere Tochtergesellschaft CIMIC die Mehrheit an den australischen Engineering- und Dienstleistungsunternehmen UGL und Sedgman erworben. Die Angebotspalette dieser Unternehmen ist eine ideale und sinnvolle Ergänzung des bisherigen Leistungsspektrums und stärkt unsere Wettbewerbsposition auf dem australischen Markt. Die Ergebnisentwicklung von HOCHTIEF zeigte im Geschäftsjahr 2016 weiter nach oben. Einhergehend mit Verbesserungen bei der Projektperformance, höheren Margen, geringeren betrieblichen Kosten und rückläufigen Finanzierungskosten haben wir das Ergebnis vor Steuern (PBT) und den Konzerngewinn im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert. Zudem belegen die hohe Cashkonvertierung und das deutlich positive und auf hohem Niveau liegende Nettofinanzvermögen die finanzielle Stärke des Konzerns. HOCHTIEF erzielte im Geschäftsjahr 2016 ein deutliches Plus bei den Auftragseingängen. Aufgrund der zeitlich nachgelagerten Wirkung wurden diese im abgelaufenen Geschäftsjahr noch nicht vollumfänglich in den Umsatzerlösen wirksam. Das Umsatzvolumen erreichte für das Gesamtjahr 2016 mit 19,9 Mrd. Euro daher ein solides, gegenüber dem Vorjahr (21,1 Mrd. Euro) jedoch abgeschwächtes Niveau. Unterjährig hat sich aber ein positiver Trend mit von Quartal zu Quartal wieder anziehenden Umsätzen entwickelt. Daher lagen die Umsatzerlöse in der zweiten Jahreshälfte 2016 um 1,2 Mrd. Euro beziehungsweise 13 Prozent über den Umsatzerlösen des ersten Halbjahres. Umsatzerlösescroll
HOCHTIEF war auch im Geschäftsjahr 2016 als einer der führenden Anbieter für Hoch- und Infrastrukturbauleistungen in den Vereinigten Staaten und Kanada präsent. Die Division HOCHTIEF Americas erzielte Umsatzerlöse in Höhe von 10,9 Mrd. Euro und damit ein Plus gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 5,3 Prozent. Der Bereich profitierte in erster Linie von der guten Entwicklung des gewerblichen Hochbaus in den Vereinigten Staaten. Unsere Tochtergesellschaft Turner - eines der führenden Hochbauunternehmen in den USA - ist die Nummer 1 in diesem Marktsegment. Infolge der starken Marktstellung steigerte die Gesellschaft die Auftragseingänge im abgelaufenen Geschäftsjahr auf ein neues Rekordniveau und erzielte einen deutlichen Umsatzanstieg. Das auf Tiefbau spezialisierte Unternehmen Flatiron erreichte solide, auf Vorjahresniveau liegende Umsätze. Währungskurseffekte wirkten sich aufgrund des gegenüber dem Vorjahr nahezu unveränderten durchschnittlichen US-Dollar-Umrechnungskurses auf der Divisionebene nur unwesentlich aus. Der Konsolidierungskreis der Division HOCHTIEF Asia Pacific umfasst unsere australische Tochtergesellschaft CIMIC sowie verbundene Holdinggesellschaften. Die Entwicklung der Umsatzerlöse - die sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 7,3 Mrd. Euro beliefen - wird im Wesentlichen durch die CIMIC-Gruppe bestimmt. Nach der Transformation des operativen Modells fokussiert sich die Gesellschaft auf die Kernaktivitäten Bauen, Infrastruktur, Minen, PPP und Dienstleistungen. Für das gesamte Geschäftsjahr 2016 lagen die Umsatzerlöse von CIMIC mit 10,8 Mrd. australischen Dollar um 18 Prozent unter dem Vorjahreswert. Hierin spiegeln sich die im Vorjahr noch enthaltenen Umsatzanteile aus mittlerweile fertiggestellten Aufträgen für Flüssiggasanlagen sowie die Marktbedingungen. Die in diesem Sektor neu akquirierten Aufträge befinden sich zum Teil noch in einem frühen Stadium und trugen daher noch nicht in erheblichem Maße zum Umsatzvolumen bei. Im Verlauf des Jahres 2016 zeichnete sich eine positive Tendenz mit von Quartal zu Quartal anziehenden Umsätzen ab. Dabei beschleunigte sich zum Jahresende das Umsatzwachstum nochmals deutlich. Nach Steigerungsraten in Höhe von 6 Prozent im 2. Quartal und 8 Prozent im 3. Quartal wuchs die Steigerungsrate auf 18 Prozent im 4. Quartal, verglichen zum Vorquartal. Der gestiegene Auftragsbestand als Frühindikator für die zukünftige Entwicklung der Umsatzerlöse unterstützte diese Entwicklung. Der im Jahresumsatz 2016 enthaltene Anteil der erstmals vollkonsolidierten UGL war noch von untergeordneter Bedeutung, da die Konsolidierung der Akquisition zum 24. November erfolgte. Währungseffekte waren aufgrund des nahezu unverändert auf Vorjahresniveau liegenden durchschnittlichen Umrechnungskurses des australischen Dollars ebenfalls kaum spürbar. In der Division HOCHTIEF Europe haben wir das Kerngeschäft für den europäischen Markt zusammengefasst. Hierzu gehören neben dem Bauen auch das PPP-Geschäft sowie Engineering. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2016 haben wir zur Vereinheitlichung der Strukturen und Prozesse in unseren operativen Divisions die Sparten Hoch- und Tiefbau unter dem Dach der HOCHTIEF Infrastructure zusammengelegt. Mit dieser Organisation sind wir näher am Kunden und bieten Leistungen für Infrastruktur sowie Hochbau aus einer Hand an. Die Entwicklung der Umsatzerlöse hat sich - nach einem zurückhaltenden Jahresbeginn - im Verlauf des Geschäftsjahres 2016 mit von Quartal zu Quartal steigenden Umsatzzahlen stetig verbessert. Daher blieben die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2016 mit insgesamt 1,6 Mrd. Euro auf einem soliden und nahezu auf Vorjahreshöhe liegenden Niveau. Das im Ausland erzielte Umsatzvolumen des Konzerns belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf 19,0 Mrd. Euro. Bezogen auf den Gesamtumsatz, entspricht dies einem Internationalisierungsgrad von 95 Prozent (Vorjahr 96 Prozent). Konzernstrategie führt zu beschleunigtem GewinnwachstumHOCHTIEF hat sich in den Vorjahren einem umfassenden Transformationsprozess unterzogen und strategisch neu ausgerichtet. Damit haben wir die Basis für das weitere Gewinnwachstum des Konzerns im Geschäftsjahr 2016 geschaffen. Alle Divisions haben mit ihren Ergebnisverbesserungen zu der erfolgreichen Entwicklung beigetragen. Das EBIT des Geschäftsjahres 2016 belief sich auf 817 Mio. Euro und lag damit um 12 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres (729 Mio. Euro). Die im neutralen Ergebnis enthaltenen Effekte in Höhe von -112 Mio. Euro betreffen im Wesentlichen einmalige Aufwendungen, Gewinne und Verluste aus Dekonsolidierungen, Abgänge, Währungskurse, Impairmentabwertungen und Restrukturierungsaufwendungen. Betriebswirtschaftliche Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Das Beteiligungsergebnis aus at Equity bewerteten assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen sowie übrigen Beteiligungen erreichte im Geschäftsjahr 2016 einen Wert von 115 Mio. Euro. Alle Konzerndivisions lieferten hierzu einen positiven Ergebnisbeitrag. Der Vorjahreswert in Höhe von 156 Mio. Euro wurde im Wesentlichen aufgrund geringerer Ergebnisse von Gemeinschaftsunternehmen nicht erreicht. Die von HOCHTIEF ergriffenen Maßnahmen zur nachhaltigen Optimierung der Konzernbilanz zeigten Wirkung. Im Zusammenhang mit der starken Liquiditätssituation wurden im Geschäftsjahr 2015 die Finanzverbindlichkeiten deutlich abgebaut. Zudem konnten neue Finanzierungen aufgrund der guten Bonität des HOCHTIEF-Konzerns zu günstigeren Konditionen abgeschlossen werden. Die damit einhergehende Entlastung der Zinskosten machte sich nunmehr im Geschäftsjahr 2016 deutlich positiv bemerkbar. Per Saldo verbesserte sich das Finanzergebnis gegenüber dem Vorjahr um 85 Mio. Euro. Ergebnisverbesserungen in allen DivisionsMit der strategischen Neuausrichtung des Konzerns blieb HOCHTIEF im Geschäftsjahr 2016 bei der Ergebnisentwicklung klar auf Kurs. Die Konzentration der operativ tätigen Einheiten auf die jeweiligen Kerngeschäftsfelder führte zu einer Ergebnisverbesserung in allen Divisions. Insgesamt steigerte HOCHTIEF das Ergebnis vor Steuern (PBT) gegenüber dem Vorjahr (523 Mio. Euro) um 19 Prozent auf 621 Mio. Euro. Ergebnis vor Steuern (PBT)scroll
Die Division HOCHTIEF Americas profitierte im Geschäftsjahr 2016 vom Wirtschaftswachstum in den USA. Zudem machten unsere Gesellschaften intern weitere Fortschritte bei der Risikokontrolle und beim Ablauf von Projekten. Im Vergleich zum Vorjahr (155 Mio. Euro) verbesserte sich das PBT daher um 32 Prozent auf 204 Mio. Euro. Turner ist als führendes Hochbauunternehmen in den wachstumsstarken Marktsegmenten Bildungs-, Gesundheits- und Gewerbeimmobilien sowie dem Bereich des nachhaltigen Bauens, dem sogenannten Green Building, aktiv. Die Gesellschaft hat das PBT im Vorjahresvergleich deutlich gesteigert. Flatiron verzeichnete beim PBT ebenfalls eine positive Entwicklung. Während sich die Gesellschaft bei der Akquisition neuer Aufträge bislang auf großvolumige Projekte konzentrierte, fokussiert sie sich nunmehr verstärkt auf lokale, mittelgroße Projekte mit besserem Risiko-Rendite-Profil. Die Gesellschaft spürte zum Jahresende 2016 das gute Marktpotenzial in diesem Segment und verzeichnete hohe Auftragseingänge. Das PBT der Division HOCHTIEF Asia Pacific verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozent auf 432 Mio. Euro und zeigt damit eine solide Performance. Die Transformation des Geschäftsmodells bei CIMIC, die Maßnahmen zur Kostensenkung und ein verbessertes Risikomanagement haben zu einer deutlichen Verbesserung der Margen beigetragen. Zudem zeigen die gut gefüllten Auftragsbücher, dass die Neuausrichtung vom Markt honoriert wird und die Kunden verstärkt auf die Unternehmen der CIMIC-Gruppe als Partner bei der Realisierung ihrer Projekte vertrauen. Trotz des Umsatzrückgangs lag das PBT von CIMIC im Geschäftsjahr 2016 mit 740 Mio. australischen Dollar leicht über dem Vorjahreswert (735 Mio. australische Dollar). Die Division HOCHTIEF Europe setzte den sich im Vorjahr abzeichnenden Aufwärtstrend fort und erreichte im Geschäftsjahr 2016 ein positives PBT in Höhe von 19 Mio. Euro gegenüber einem Verlust von 27 Mio. Euro im Jahr 2015. Der Turnaround wurde in erster Linie durch Ergebnisverbesserungen im Baubereich geschafft. Dazu haben wir Hoch- und Tiefbau unter einem gemeinsamen Dach zusammengelegt, die Organisationsstrukturen gestrafft und den Fokus auf die weitere Optimierung des Risikomanagements gelegt. Diese Maßnahmen waren erfolgreich und die Sparte Infrastructure erzielte - nach einem Verlustausweis im Vorjahr - nunmehr ein positives PBT. Das PPP-Geschäft zeigte ebenfalls eine gute Performance und lieferte einen deutlich positiven PBT-Beitrag. Das operative PBT, das heißt das um Einmaleffekte und veräußerte Vermögenswerte bereinigte nominale PBT, wurde im Berichtszeitraum um 13 Prozent auf 678 Mio. Euro gesteigert. Die Einmaleffekte konnten im Vergleich zum Vorjahr um 20 Mio. Euro auf 57 Mio. Euro gesenkt werden. Dies reflektiert den fortgeschrittenen Transformationsprozess von HOCHTIEF. Die Aufwendungen aus Ertragsteuern beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf insgesamt 187 Mio. Euro und lagen nahezu unverändert auf Vorjahresniveau (190 Mio. Euro). Die Steuerquote sank von 36 Prozent im Vorjahr auf nunmehr 30 Prozent. Hier wirkten sich im Wesentlichen Rückerstattungen von in Vorjahren geleisteten Steuerzahlungen der CIMIC-Gruppe aus. Bei der Ermittlung der zu erwartenden Steuerbelastung für die Divestments von John Holland und der Serviceaktivitäten von Thiess und Leighton Contractors (heute CPB Contractors) hatte CIMIC im Vorjahr einen konservativen Ansatz gewählt, der nicht in vollem Umfang eintrat. Der HOCHTIEF-Konzern ist in verschiedenen Rechtsordnungen geschäftlich aktiv, die eine jeweils unterschiedliche Besteuerung der erzielten Gewinne und Verluste vorsehen. Beim Ergebnis nach Steuern erreichte HOCHTIEF eine deutliche Verbesserung. Nach 333 Mio. Euro im Vorjahr belief sich der Wert für das Geschäftsjahr 2016 auf 433 Mio. Euro - das bedeutet ein Plus in Höhe von 30 Prozent. Dabei stand der Gewinnanstieg über alle operativ tätigen Divisions hinweg auf einer breiten Basis. Der Konzerngewinn wurde im Vergleich zum Vorjahr (208 Mio. Euro) um 54 Prozent auf 320 Mio. Euro gesteigert. Die Anteile ohne beherrschenden Einfluss (Minderheitenanteile) verminderten sich - im Wesentlichen infolge der gestiegenen Anteilsquote von HOCHTIEF an CIMIC - um 12 Mio. Euro auf 113 Mio. Euro (Vorjahr 125 Mio. Euro). Konzerngewinnscroll
Die Division HOCHTIEF Americas verbesserte den Konzerngewinn um 27 Prozent auf 128 Mio. Euro. Hierzu leistete insbesondere Turner durch das sehr erfolgreich verlaufene Hochbaugeschäft einen wesentlichen Beitrag. Der Konzerngewinn der Division HOCHTIEF Asia Pacific stieg gegenüber dem Vorjahr um 26 Prozent auf 217 Mio. Euro. Der Bereich profitiert zunehmend von der erfolgreichen Umstrukturierung der CIMIC-Gruppe sowie von einer höheren Auftragsqualität mit deutlich besseren Margen. Die Division HOCHTIEF Europe hat beim Konzerngewinn den Turnaround geschafft. Dank einer verbesserten Performance im Baubereich, einem gesteigerten Ergebnisbeitrag aus dem PPP-Geschäft und einer leichten Verbesserung im Immobiliengeschäft weist die Division HOCHTIEF Europe mit 12 Mio. Euro einen positiven Wert für das Geschäftsjahr 2016 aus. Im Bereich Konzernzentrale/Konsolidierung blieb der Konzerngewinn mit -37 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Nach Abzug von Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter und unter Berücksichtigung von im PBT beschriebenen Effekten stieg der operative Konzerngewinn um 36 Prozent auf 361 Mio. Euro. FinanzlageCashgestützte Profitabilität und eine konsistente Cashorientierung blieben auch im Geschäftsjahr 2016 zentrale Elemente der Konzernstrategie von HOCHTIEF. Die hohe Cashkonvertierung des EBITDA von 106 Prozent zeigt, dass wir im Geschäftsjahr 2016 dabei wiederum erfolgreich waren und uns im Vergleich zum Vorjahr (99 Prozent) weiter verbessert haben. HOCHTIEF erzielte im Geschäftsjahr 2016 ein deutlich positives Net Cash aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 1,2 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr (1,1 Mrd. Euro) hat sich der Wert damit um 38 Mio. Euro erhöht. Das Net Cash aus laufender Geschäftstätigkeit vor Veränderung des Nettoumlaufvermögens belief sich auf 789 Mio. Euro und lag damit um 12 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Zusätzlich haben wir im Rahmen des Working-Capital-Managements effektive Maßnahmen und Prozesse zur Steuerung der Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr weiter umgesetzt. Diese machten sich insbesondere bei HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Europe mit deutlich verbesserten Mittelzuflüssen aus der Veränderung des Nettoumlaufvermögens bemerkbar. HOCHTIEF Asia Pacific verzeichnete aufgrund der im Vorjahr wirksamen Einnahmen aus Immobilienverkäufen sowie der Anfangserfolge der neu eingeführten Working-Capital-Strategie bei CIMIC insgesamt einen Rückgang gegenüber dem Geschäftsjahr 2015. Im 4. Quartal 2016 lag der Mittelzufluss aus der Veränderung des Nettoumlaufvermögens bei CIMIC wieder deutlich über dem entsprechenden Vorjahreswert. Trotz der geringeren Umsatzerlöse haben wir für den HOCHTIEFKonzern aus der Veränderung des Nettoumlaufvermögens mit 385 Mio. Euro einen im Vergleich zum Vorjahr um 26 Mio. Euro höheren Cashzufluss erzielt. Cashflow-Komponentenscroll
HOCHTIEF hat im Geschäftsjahr 2016 erfolgreich an der weiteren Optimierung des Investitionsmanagements gearbeitet. Dabei standen die Optimierung der Beschaffungsprozesse, die strategische Lieferantenauswahl, die Sicherung günstiger Einkaufskonditionen sowie die konzernübergreifende Bedarfsbündelung im Mittelpunkt. Hier hat insbesondere die Division HOCHTIEF Europe im Baubereich durch Skaleneffekte Einsparpotenziale gehoben und die Ausgaben für betriebliche Investitionen gesenkt. Konzernweit fiel der Liquiditätsbedarf für die betrieblichen Investitionen (brutto) mit 273 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr (285 Mio. Euro) um 12 Mio. Euro geringer aus. Der Großteil der Mittel (199 Mio. Euro) wurde in der Division HOCHTIEF Asia Pacific für die technische Ausstattung im Bergbau- und Infrastrukturbereich verwendet. Die Einnahmen aus betrieblichen Anlagenabgängen beliefen sich auf 85 Mio. Euro (Vorjahr 135 Mio. Euro) und wurden - wie im Vorjahr - in erster Linie aus dem Verkauf von Sachanlagen der CIMIC-Gruppe erzielt. Per Saldo belief sich der Liquiditätsbedarf für die betrieblichen Investitionen (netto) des Geschäftsjahres 2016 damit auf 187 Mio. Euro (Vorjahr 150 Mio. Euro). Der Free Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war im Geschäftsjahr 2016 mit 986 Mio. Euro deutlich positiv. HOCHTIEF bestätigt damit erneut - wie bereits im Vorjahr (985 Mio. Euro) - die nachhaltig gute Finanzkraft des operativen Geschäfts. Im Geschäftsjahr 2016 wurde mit dem Zukauf von Anteilen an den australischen Unternehmen UGL und Sedgman eine strategische Ergänzung im Bereich der Ingenieur- und Minenleistungen sowie Services vorgenommen. Die Finanzinvestitionen in Höhe von 261 Mio. Euro (Vorjahr 116 Mio. Euro) enthalten im Wesentlichen die für den Mehrheitserwerb an diesen Gesellschaften verwendeten liquiden Mittel. Dem HOCHTIEF-Konzern flossen die beim Kauf vorhandenen flüssigen Mittel von UGL und Sedgman sowie die liquiden Mittel aus dem Verkauf der Anteile an Nextgen zu. Per Saldo belief sich die Mittelveränderung aus sonstigen Investitionen/ Desinvestitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr auf -12 Mio. Euro. Der im Vorjahr ausgewiesene Mittelzufluss in Höhe von 915 Mio. Euro enthielt im Wesentlichen den Geldeingang aus den bei CIMIC durchgeführten Verkäufen von John Holland und des Servicegeschäfts von Thiess und Leighton Contractors (heute CPB Contractors). Der Free Cashflow (ohne Veränderungen der kurzfristigen Wertpapiere) belief sich für das Geschäftsjahr 2016 auf 974 Mio. Euro (Vorjahr 1,9 Mrd. Euro). Bei der Überleitung von den Cashflow-Komponenten zur Kapitalflussrechnung des HOCHTIEF-Konzerns sind im Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von -66 Mio. Euro (Vorjahr 963 Mio. Euro) neben den betrieblichen Investitionen netto (-187 Mio. Euro) und den sonstigen Investitionen/Desinvestitionen (-12 Mio. Euro) zusätzlich die Veränderungen der kurzfristigen Wertpapiere (133 Mio. Euro) enthalten. Im Jahr 2016 führten - wie auch im Vorjahr - Verkäufe aus dem Wertpapierportfolio zu einem Mittelzufluss. Beim Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ergab sich im Geschäftsjahr 2016 ein Mittelabfluss in Höhe von 1,1 Mrd. Euro. Ein Teil der Liquidität floss mit 277 Mio. Euro in Anteilszukäufe bei Tochtergesellschaften - dabei insbesondere bei CIMIC in die Übernahmen von UGL und Sedgman. Darüber hinaus wurden 366 Mio. Euro (Vorjahr 246 Mio. Euro) für die Aktienrückkaufprogramme der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und von CIMIC sowie 225 Mio. Euro (Vorjahr 236 Mio. Euro) für die Auszahlung von Dividenden an außenstehende Aktionäre verwendet. Für die Tilgung von Finanzschulden flossen 936 Mio. Euro aus dem HOCHTIEF-Konzern ab. Der mit 2,3 Mrd. Euro deutlich höhere Vorjahreswert resultierte in erster Linie aus der Rückführung von Bankverbindlichkeiten und aus der vorzeitigen Rückzahlung eines Teils einer US-Dollar-Anleihe bei CIMIC. Der aus der Aufnahme von Finanzmitteln generierte Liquiditätszufluss wurde im Vergleich zum Vorjahr (786 Mio. Euro) auf 682 Mio. Euro verringert. Der Bestand an flüssigen Mitteln belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2016 auf 2,8 Mrd. Euro und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um 39 Mio. Euro verbessert. Die Liquiditätsausstattung des HOCHTIEF-Konzerns lag damit auf einem soliden und ausreichenden Niveau. Der Einfluss von Wechselkursänderungen war mit 67 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr (134 Mio. Euro) deutlich geringer. Kapitalflussrechnung HOCHTIEF-Konzern (Kurzfassung)1)scroll
Langfristige Sicherung der Konzernliquidität und Optimierung der FinanzstrukturDie HOCHTIEF Aktiengesellschaft führte im Berichtsjahr aufgrund einer starken Liquiditätslage keine Transaktion zur Aufnahme von Fremdkapital durch. Somit stellt die im Geschäftsjahr 2014 begebene Unternehmensanleihe mit einem Nominalvolumen in Höhe von 500 Mio. Euro und einer Ursprungslaufzeit von fünf Jahren die zuletzt platzierte Transaktion an den nationalen und internationalen Kapitalmärkten dar. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat am 13. Dezember 2011 mit einem internationalen Bankenkonsortium einen syndizierten Bar- und Avalkredit2) über insgesamt zwei Mrd. Euro abgeschlossen. Diese syndizierte Fazilität mit einer ursprünglichen Laufzeit bis Dezember 2016 wurde am 25. April 2014 bis zum April 2019 verlängert und besteht einerseits aus einer Avalkredittranche über 1,5 Mrd. Euro und andererseits aus einer Bartranche über 500 Mio. Euro. Der syndizierte Bar- und Avalkredit zählt weiterhin zu den wichtigsten Finanzierungsinstrumenten der HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Der Avalkreditrahmen, der mit 776 Mio. Euro zum Berichtsstichtag gezogen war, ermöglicht die Bereitstellung von Bürgschaften für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit vornehmlich der Division HOCHTIEF Europe. Die Bartranche wird im Bedarfsfall flexibel genutzt und ist aufgrund der während des Jahres guten Liquiditätslage im gesamten Berichtsjahr nicht in Anspruch genommen worden. Im Dezember 2016 wurde ein im Geschäftsjahr 2012 begebenes Schuldscheindarlehen über 50 Mio. Euro planmäßig zurückgezahlt. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat nunmehr keine Finanzierungen in diesem Finanzierungssegment ausstehen. Weiterhin verfügt die HOCHTIEF Aktiengesellschaft über bilaterale kurzfristige Barkreditlinien zur Versorgung der operativen Einheiten mit ausreichenden liquiden Mitteln zur Finanzierung des laufenden Geschäfts. Diese jährlich zu verlängernden Linien belaufen sich auf zirka 239 Mio. Euro. Die Kredite sind zu 63 Prozent schriftlich und mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr von den Banken bestätigt. Die Konditionen sind aufgrund der hohen Bonität des HOCHTIEF-Konzerns sehr günstig. Zum Berichtsstichtag waren diese kurzfristigen Barkreditlinien nicht genutzt. Bilaterale Avalkreditlinien über rund 1,68 Mrd. Euro ergänzen den syndizierten Avalkredit der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zum Jahresende 2016. Auch hier entsprechen die günstigen Konditionen der unverändert guten Bonität des HOCHTIEF-Konzerns. Die verschiedenen Instrumente sichern dem Konzern eine langfristige und breit diversifizierte Finanzierung, und dies zu für HOCHTIEF unverändert attraktiven Kreditbedingungen und Konditionen. Keines der von HOCHTIEF abgeschlossenen Finanzierungsinstrumente ist besichert; sie basieren auf einer Gleichbehandlung aller Kreditgeber (pari passu). Zu den syndizierten und bilateralen Krediten kommen im Bedarfsfall weitere individuelle Kredite für Projektfinanzierungen hinzu. Diese Finanzierungen, die jeweils auf Basis eines konkreten Projekts verhandelt und abgeschlossen werden, sind flexibel nutzbar und werden beim Verkauf der Projekte aus den erzielten Erlösen zurückbezahlt. Eine Besicherung erfolgt - wenn überhaupt - ausschließlich auf den Vermögenswerten des Projekts selbst. Ein Rückgriff auf den HOCHTIEF-Konzern ist in den allermeisten Fällen ausdrücklich ausgeschlossen. Unverändert zum Vorjahr bestehen für die Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Asia Pacific lokale Finanzierungen. Hier ist insbesondere die US-Bondingfazilität von herausragender Bedeutung. Mit einem Volumen von zirka 6,9 Mrd. Euro (7,3 Mrd. US-Dollar) ist sie unverändert der zentrale Finanzierungsbaustein für das US-amerikanische Geschäft. Sowohl die Turner- als auch die Flatiron-Gruppe nutzen diese Linie im Rahmen des sogenannten Bondings1) . Diese lokale Surety-Bonding-Linie wird von der HOCHTIEF Aktiengesellschaft unverändert durch eine Konzerngarantie unterlegt. Flat i ron verfügt zudem unverändert über bilaterale Bankfinanzierungen sowie über eine syndizierte Kreditfazilität in Höhe von 247 Mio. Euro (350 Mio. kanadische Dollar). Insgesamt werden diese Linien vor allem für die kanadischen Aktivitäten genutzt, da dort oftmals eine Bankgarantie anstelle eines Surety-Bonds gestellt werden muss. CIMIC verfügt im internationalen Kapitalmarkt weiterhin über ein gutes Standing. Ein Zeichen dafür ist die bestätigte Klassifizierung von CIMIC Group Limited im Ratingsegment Investment Grade durch die externen Ratingagenturen Moody's (Baa3) und S&P (BBB-). Die Finanzierungsaktivitäten der Holding erfolgen weiterhin auf bilateraler oder syndizierter Basis. Im Rahmen der operativen Aktivitäten des Bereichs HOCHTIEF Asia Pacific, durch die CIMIC-Gruppe ausgeführt, wurden im Berichtsjahr aufgrund einer ebenfalls soliden Liquiditätslage keine Transaktionen zur Generierung von Fremdkapital vorgenommen. Mit Ausnahme des letzten bestehenden Schuldscheindarlehens sowie der kurzfristigen Bar- und Avallinien, die im jährlichen Rhythmus zu prolongieren sind, hatte die HOCHTIEF Aktiengesellschaft keine Fälligkeiten aus Konzernfinanzierungsverträgen zu verzeichnen. Die nächste Fälligkeit eines langfristigen Konzernfinanzierungsvertrags besteht im März 2017. Die am 23. März 2012 begebene Unternehmensanleihe hat ein Nominalvolumen von 500 Mio. Euro und eine fünfjährige Laufzeit. Wie auch im abgelaufenen Berichtsjahr sowie in den Jahren zuvor, wird die HOCHTIEF Aktiengesellschaft darüber hinaus die Finanz- und Kapitalmärkte unverändert intensiv beobachten und sich eventuell ergebende Opportunitäten nutzen, um die Konzernfinanzierung langfristig sicherzustellen, zu optimieren und weiter zu diversifizieren. VermögenslageHOCHTIEF ist deutlich gewachsen. Neben dem organischen Wachstum tätigte der Konzern gezielte Zukäufe - insbesondere auf dem australischen Markt. Daneben war die Bilanzstruktur durch den positiven Cashflow, die Aktienrückkaufprogramme, die Dividendenausschüttungen und die Veränderung des Nettoumlaufvermögens beeinflusst. Per Saldo stieg die Bilanzsumme des HOCHTIEF-Konzerns im Vergleich zum Geschäftsjahresende 2015 (13,3 Mrd. Euro) um 780 Mio. Euro auf 14,1 Mrd. Euro. Die langfristigen Vermögenswerte beliefen sich zum 31. Dezember 2016 auf 4,6 Mrd. Euro und verzeichne-ten einen Zuwachs um 455 Mio. Euro gegenüber dem Stand zum Ende des Vorjahres. Ausschlaggebend hierfür war der Anstieg der bei der Erstkonsolidierung von Tochtergesellschaften aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte im Zusammenhang mit den von CIMIC getätigten Unternehmenszukäufen um 366 Mio. Euro. Die überwiegend das Contract-Mining-Geschäft von CIMIC betreffenden Konzessionen und ähnliche Rechte blieben weitgehend unverändert. Insgesamt stiegen die immateriellen Vermögenswerte um 425 Mio. Euro auf 1,3 Mrd. Euro. Das Sachanlagevermögen lag mit 1,2 Mrd. Euro um 62 Mio. Euro über dem Vergleichswert des Vorjahres. Hier machte sich vor allem das übernommene Sachanlagevermögen aus den Unternehmenserwerben von CIMIC bemerkbar. Der überwiegende Teil des zum 31. Dezember 2016 bilanzierten Sachanlagevermögens des HOCHTIEF-Konzerns betrifft mit 890 Mio. Euro technische Anlagen und Maschinen der CIMIC-Gruppe. Das Finanzanlagevermögen verminderte sich um 327 Mio. Euro auf 776 Mio. Euro. Hier wirkten sich im Wesentlichen die Veränderungen im Beteiligungsportfolio der CIMIC-Gruppe aus. Die langfristigen Finanzforderungen in Höhe von 819 Mio. Euro betreffen vorwiegend die von CIMIC und vom PPP-Bereich der Division HOCHTIEF Europe gewährten Ausleihungen an Beteiligungsgesellschaften. Der Anstieg um 139 Mio. Euro resultierte im Wesentlichen aus der Aufstockung der von CIMIC gewährten Ausleihungen. Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte erhöhten sich leicht um 34 Mio. Euro auf 181 Mio. Euro. Die auf der Aktivseite ausgewiesenen latenten Steuern stiegen infolge der Veränderung bilanzieller Bewertungsunterschiede sowie im Zusammenhang mit der Erstbewertung der von CIMIC erworbenen UGL um 121 Mio. Euro auf 292 Mio. Euro. Die kurzfristigen Vermögenswerte lagen zum Ende des Geschäftsjahres 2016 bei 9,5 Mrd. Euro und überstiegen damit den Vergleichswert des Vorjahres (9,1 Mrd. Euro) um 326 Mio. Euro. Das Vorratsvermögen verminderte sich vor allem aufgrund der Veräußerung von Immobilienprojekten durch CIMIC und durch den Real-Estate-Bereich der Division HOCHTIEF Europe um 209 Mio. Euro auf 559 Mio. Euro. Demgegenüber stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 488 Mio. Euro auf 5,0 Mrd. Euro. Neben dem Zuwachs aus den Unternehmenserwerben von CIMIC und Währungseffekten sind hierin Ansprüche im Zusammenhang mit dem Abgang von bislang als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten aus dem Mining-Bereich enthalten. Vom Gesamtbestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfielen zum Jahresende 2016 2,3 Mrd. Euro auf die CIMIC-Gruppe und 1,5 Mrd. Euro auf Turner. Die sonstigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte erhöhten sich um 277 Mio. Euro auf 450 Mio. Euro. Bei Turner werden bestimmte Geschäftsrisiken regelmäßig abgesichert. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aus dem operativen Geschäft, denen Erstattungsansprüche aus diesen Absicherungen in gleicher Höhe gegenüberstehen, wurden bisher saldiert ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2016 werden diese Verbindlichkeiten und Erstattungsansprüche erstmals unsaldiert auf der Aktiv- und Passivseite der Konzernbilanz in Höhe von jeweils 181 Mio. Euro ausgewiesen. Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte gingen infolge des Abgangs von bislang als zum Verkauf vorgesehenen Assets aus dem Mining-Bereich um 126 Mio. Euro auf 33 Mio. Euro zurück. Das Wertpapierportfolio des HOCHTIEF-Konzerns wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr durch Umschichtungen und Verkäufe neu strukturiert. Ein Teil der frei gewordenen Liquidität wurde zur Finanzierung des Aktienrückkaufprogramms der HOCHTIEF Aktiengesellschaft genutzt. Per Saldo ging der Wertpapierbestand zum 31. Dezember 2016 um 113 Mio. Euro auf 463 Mio. Euro zurück. Die flüssigen Mittel stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 39 Mio. Euro und beliefen sich zum Stichtag 31. Dezember 2016 auf 2,8 Mrd. Euro. Damit verfügte HOCHTIEF über eine unverändert sehr gute Liquiditätsausstattung. KonzernbilanzAktiva scroll
Die Eigenkapitalentwicklung des HOCHTIEF-Konzerns war im Geschäftsjahr 2016 durch mehrere Effekte beeinflusst, die per Saldo zu einem Rückgang des Eigenkapitals gegenüber dem Vorjahr um 561 Mio. Euro auf 2,6 Mrd. Euro führten. Ausschlaggebend waren dabei die durch CIMIC getätigten Unternehmenserwerbe (-385 Mio. Euro), die Aktienrückkaufprogramme von HOCHTIEF und CIMIC (-366 Mio. Euro), Dividendenzahlungen (-217 Mio. Euro) sowie Veränderungen aus der Neubewertung von Pensionsplänen (-59 Mio. Euro). Ein Teil dieser Auswirkungen wurde durch das deutlich positive Ergebnis nach Steuern (433 Mio. Euro) sowie Effekte aus der Währungsumrechnung (97 Mio. Euro) kompensiert. Der Verminderung des Eigenkapitals stand - insbesondere durch die Übernahmen von UGL und Sedgman - ein deutliches Wachstum der Konzernbilanzsumme gegenüber. Die bilanzielle Eigenkapitalquote lag zum Geschäftsjahresende 2016 mit 18,4 Prozent unter dem Vorjahreswert von 23,7 Prozent, bleibt jedoch auf solidem Niveau. Die langfristigen Schulden verminderten sich um 688 Mio. Euro und beliefen sich zum 31. Dezember 2016 auf 2,6 Mrd. Euro. Der überwiegende Teil betrifft Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 1,6 Mrd. Euro sowie Rückstellungen in Höhe von 864 Mio. Euro. Bei den Finanzverbindlichkeiten ergab sich ein Rückgang in Höhe von 722 Mio. Euro. Ausschlaggebend hierfür war die Umgliederung von innerhalb eines Jahres rückzahlbaren Anleihen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und von CIMIC vom Langfrist- in den Kurzfristbereich. Demgegenüber führte die Anpassung des Abzinsungsfaktors zur Ermittlung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen zu einem Anstieg der Rückstellungen hauptsächlich für Pensionen um 87 Mio. Euro auf 440 Mio. Euro. Der überwiegende Teil der anderen langfristigen Rückstellungen in Höhe von 424 Mio. Euro dient zur Abdeckung von Verpflichtungen aus dem Personal- und Versicherungsbereich. Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2016 um 2,0 Mrd. Euro auf 8,9 Mrd. Euro. Ein Großteil des Anstiegs entfiel auf Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr, die per Saldo um 1,0 Mrd. Euro auf 6,5 Mrd. Euro stiegen. Neben dem Anstieg im Zusammenhang mit den von CIMIC vollzogenen Unternehmenserwerben wirkte sich darin der Ausbau des operativen Geschäfts aus. Die in den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesenen Verpflichtungen stiegen um 737 Mio. Euro auf 1,0 Mrd. Euro. Ausschlaggebend hierfür war die erforderliche Umgliederung von innerhalb eines Jahres rückzahlbaren Anleiheverbindlichkeiten der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und von CIMIC. Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten um 278 Mio. Euro auf 555 Mio. Euro steht vorrangig im Zusammenhang mit den auf der Aktivseite bilanzierten Erstattungsansprüchen von Turner und dem gleichlautenden Ausweis der korrespondierenden Verbindlichkeiten. HOCHTIEF verfügte am 31. Dezember 2016 mit 704 Mio. Euro über eine weiterhin hohe Nettovermögensposition. Trotz des Mittelabflusses aus den von CIMIC getätigten Unternehmenszukäufen, den Aktienrückkaufprogrammen und den Dividendenzahlungen im Umfang von knapp 1 Mrd. Euro lag der Wert nur um 102 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Bereinigt um die vorgenannten Effekte, beläuft sich das adjustierte Nettofinanzvermögen auf 1,7 Mrd. Euro. Sehr stark entwickelten sich dabei die Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Europe mit jeweils verbessertem Nettofinanzvermögen. Das Nettofinanzvermögen der Division HOCHTIEF Asia Pacific war demgegenüber rückläufig. Hier wirkten sich neben dem Liquiditätsverbrauch zur Finanzierung des Aktienrückkaufprogramms insbesondere die Übernahmen von UGL, Sedgman und Devine aus. Nettofinanzvermögen (+)/Nettofinanzschulden (-)scroll
Zusammenfassende Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch den VorstandsvorsitzendenHOCHTIEF hat im Geschäftsjahr 2016 seine Ergebnisse signifikant gesteigert und weist einen operativen Konzerngewinn von 361 Mio. Euro aus, der am oberen Ende des vor einem Jahr prognostizierten Bereichs von 300 bis 360 Mio. Euro liegt. Unsere Aktionäre wollen wir in angemessener Form an dem Konzernerfolg beteiligen und schlagen der Hauptversammlung eine ordentliche Dividende von 2,60 Euro je Aktie vor. Die Unternehmenskultur von HOCHTIEF wird es ermöglichen, uns auch in Zukunft weiter zu verbessern. Wir arbeiten auf der Basis eindeutig definierter Unternehmensgrundsätze und einer gemeinsamen Vision. Zugleich sind wir so flexibel, um auf die Anforderungen unserer Märkte und Kunden reagieren zu können. So haben wir auch im Geschäftsjahr 2016 den Konzern weiterentwickelt. Wesentliche Ereignisse betrafen dabei die Akquisitionen der beiden börsennotierten Unternehmen UGL und Sedgman bei CIMIC sowie die Fortführung des Aktienrückkaufprogramms und den Einzug von 7,2 Prozent des Aktienkapitals von HOCHTIEF. Zur Nutzung künftiger Chancen in unseren regionalen Märkten ist HOCHTIEF mit seiner breiten geografischen Aufstellung, der soliden Finanzlage und einem hohen Maß an Flexibilität hervorragend positioniert. Dies ermöglicht es uns, kurzfristig auf geänderte Marktbedingungen reagieren zu können. So sollen relevante Projekte zeitnah auf unseren Märkten in Nordamerika, der Region Asien-Pazifik und Europa auf den Markt kommen. Als Prognose für das Geschäftsjahr 2017 strebt HOCHTIEF einen operativen Konzerngewinn im Bereich von 410 bis 450 Mio. Euro an. In der Projektarbeit berücksichtigt HOCHTIEF finanzielle, ökologische und soziale Aspekte. Wir stehen für nachhaltiges, verantwortungsvolles Handeln und integrieren auch unsere Partner, Nachunternehmer und Zulieferer in unsere Zielsetzung. Und so fasst HOCHTIEF erneut die Inhalte des Geschäfts- und Nachhaltigkeitsreportings in einem kombinierten Konzernbericht zusammen. Bericht nach § 312 AktG über Beziehungen zu verbundenen UnternehmenMit dem Großaktionär ACS Actividades de Construcción y Servicios S.A. besteht kein Beherrschungsvertrag, sodass der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG verpflichtet ist. In diesem Abhängigkeitsbericht wird vom Vorstand folgende Schlusserklärung gegeben: "Bei der HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat in Beziehung zu dem herrschenden oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen im Berichtszeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 ein berichtspflichtiges Rechtsgeschäft vorgelegen, das zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen wurde. Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens oder eines mit diesem verbundenen Unternehmens wurden nicht getroffen oder unterlassen." Erläuterungen zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage nach HGBder HOCHTIEF Aktiengesellschaft (Holding)Gewinn- und Verlustrechnung (Kurzfassung)der HOCHTIEF Aktiengesellschaftscroll
Bilanz (Kurzfassung)der HOCHTIEF AktiengesellschaftAktiva scroll
Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft führt die Divisions des Konzerns als strategische und operative Management-Holding. Als zentrale Steuerungsebene verantwortet sie die unternehmerischen Ziele, die grundsätzliche strategische Ausrichtung, die Unternehmenspolitik und die Organisation des HOCHTIEF-Konzerns. Das Ergebnis der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist vor allem durch das Ergebnis aus Finanzanlagen sowie durch Erlöse und Aufwendungen bestimmt, die im Zusammenhang mit der Ausübung dieser Holdingfunktionen stehen. Der Jahresabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Erstmalig wurden dabei die Neuregelungen des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) berücksichtigt. In diesem Zusammenhang nimmt HOCHTIEF grundsätzlich keine Anpassung der Vorjahreszahlen vor. Darüber hinaus haben sich im Vergleich zum Vorjahr keine Änderungen der Ansatz- und Bewertungsmethoden ergeben. Die Bekanntmachung des Jahresabschlusses und des mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lageberichts der HOCHTIEF Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2016 erfolgt im Bundesanzeiger. ErtragslageDie Umsatzerlöse der HOCHTIEF Aktiengesellschaft in Höhe von 69 Mio. Euro (Vorjahr 38 Mio. Euro) stehen im Zusammenhang mit der Ausübung der Holdingfunktion und enthalten im Wesentlichen die Vergütung für Service-, Dienst- und Verwaltungsleistungen sowie Mieterträge. Die sonstigen betrieblichen Erträge bewegten sich mit 52 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 24 Mio. Euro auf 116 Mio. Euro. Im Ergebnis aus Finanzanlagen in Höhe von 380 Mio. Euro (Vorjahr 313 Mio. Euro) sind im Wesentlichen Erträge aus Gewinnabführungsverträgen, Erträge aus Beteiligungen und Aufwendungen aus Verlustübernahmen enthalten. Wesentlicher Grund für den Anstieg um 67 Mio. Euro waren höhere Erträge aus Gewinnabführungen sowie Beteiligungserträge von Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2016 Erträge aus Gewinnabführungsverträgen und Erträge aus Beteiligungen in Höhe von 402 Mio. Euro (Vorjahr 382 Mio. Euro) erzielt. Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen waren mit -24 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr (-71 Mio. Euro) deutlich rückläufig. Hier wirkte sich im Wesentlichen die stark verringerte Verlustübernahme von der HOCHTIEF Solutions AG in Höhe von -16 Mio. Euro (Vorjahr -51 Mio. Euro) aus. Das Zinsergebnis verbesserte sich - im Wesentlichen aufgrund geringerer Zinsaufwendungen infolge der rechtlich erforderlichen Anpassung des Abzinsungssatzes zur Ermittlung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen und verbesserter Erträge aus dem Deckungsvermögen - im Vergleich zum Vorjahr (-93 Mio. Euro) um 36 Mio. Euro auf -57 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf 290 Mio. Euro (Vorjahr 149 Mio. Euro). Finanz- und VermögenslageDie Finanz- und Vermögenslage der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist aufgrund ihrer Holdingfunktion durch die Finanzanlagen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen geprägt. Der Anteil dieser Positionen an der Bilanzsumme belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2016 - unverändert gegenüber dem Vorjahr - auf 88 Prozent. Die zum 31. Dezember 2016 ausgewiesenen Finanzanlagen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft betreffen in erster Linie Anteile an verbundenen Unternehmen. Mit 2,6 Mrd. Euro lag der Bestand leicht über dem Vorjahreswert (2,5 Mrd. Euro). Als größte Posten sind darin die Beteiligungsbuchwerte an der HOCHTIEF Asia Pacific GmbH, der HOCHTIEF Americas GmbH und der HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management GmbH enthalten. Die zum Ende des Vorjahres ausgewiesene Ausleihung an verbundene Unternehmen (36 Mio. Euro) wurde im Geschäftsjahr 2016 von der HOCHTIEF Projektentwicklung GmbH vollumfänglich zurückgezahlt. Der im Umlaufvermögen bilanzierte Wertpapierbestand wurde nahezu vollständig veräußert und belief sich zum Ende des Geschäftsjahres 2016 auf 1 Mio. Euro (Vorjahr 198 Mio. Euro). Bei den flüssigen Mitteln verzeichnete die HOCHTIEF Aktiengesellschaft einen deutlichen Anstieg. Mit 341 Mio. Euro übertraf der Bestand am 31. Dezember 2016 den Vorjahreswert um 199 Mio. Euro. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Guthaben bei Kreditinstituten. Durch die im Geschäftsjahr 2016 erfolgte Einziehung von 5.009.434 eigenen Aktien ist das gezeichnete Kapital der HOCHTIEF Aktiengesellschaft nunmehr in 64.300.000 nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Unter Berücksichtigung der noch im Bestand befindlichen eigenen Aktien und des hierauf entfallenden Betrags am Grundkapital beträgt das gezeichnete Kapital 164 Mio. Euro. Die Kapitalrücklage erhöhte sich um den auf die eingezogenen Aktien entfallenden Betrag des gezeichneten Kapitals in Höhe von 13 Mio. Euro auf 817 Mio. Euro. Die Gewinnrücklagen erhöhten sich um 44 Mio. Euro auf 283 Mio. Euro. Von diesem Anstieg entfielen 133 Mio. Euro auf die Einstellung aus dem Jahresüberschuss in die anderen Gewinnrücklagen. Gegenläufig wirkten sich mit 76 Mio. Euro die Verrechnung der Anschaffungskosten aus der Veränderung der eigenen Aktien und mit 13 Mio. Euro der auf die eingezogenen Aktien entfallende Betrag des gezeichneten Kapitals aus. Das Eigenkapital erreichte einen Anteil von soliden 40 Prozent (Vorjahr 38 Prozent) an der Bilanzsumme. Mit einem Gesamtbestand in Höhe von 2,1 Mrd. Euro blieben die Verbindlichkeiten zum Stichtag 31. Dezember 2016 auf gleichem Niveau wie zum Ende des Vorjahres. Der überwiegende Teil hiervon entfällt auf Anleihen, in denen mit einem gegenüber dem Vorjahr unveränderten Volumen von 1,8 Mrd. Euro die durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft emittierten Inhaberschuldverschreibungen ausgewiesen werden. Auf eine im Mai 2014 emittierte Inhaberschuldverschreibung mit einem Nominalzins von 2,625 Prozent und einer Endfälligkeit im Mai 2019 entfällt dabei ein Buchwert von 508 Mio. Euro. Darüber hinaus werden ein Buchwert von 773 Mio. Euro für eine im März 2013 emittierte Inhaberschuldverschreibung und ein Buchwert von 521 Mio. Euro für eine im März 2012 emittierte Inhaberschuldverschreibung bilanziert. Der Nominalzins dieser im März 2020 beziehungsweise 2017 endfälligen Anleihen beläuft sich auf 3,875 Prozent beziehungsweise 5,5 Prozent. Das zum Ende des Vorjahres noch bestehende Schuldscheindarlehen in Höhe von 50 Mio. Euro wurde planmäßig bei Laufzeitende am 13. Dezember 2016 zurückgezahlt. Somit hat die HOCHTIEF Aktiengesellschaft am 31. Dezember 2016 keine Schuldscheindarlehen mehr ausstehen. Die syndizierte Barkreditlinie im Gesamtvolumen von 500 Mio. Euro ist zum Stichtag - wie auch im Vorjahr -nicht in Anspruch genommen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 263 Mio. Euro (Vorjahr 199 Mio. Euro) resultieren im Wesentlichen aus dem Konzernfinanzverkehr. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft weist für das Geschäftsjahr 2016 einen Jahresüberschuss in Höhe von 290 Mio. Euro aus. Unter Berücksichtigung der Einstellung in die Gewinnrücklagen (133 Mio. Euro) und des Gewinnvortrags (10 Mio. Euro) ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 167 Mio. Euro. Gewinnverwendungsvorschlag des VorstandsDer Vorstand schlägt vor, zu beschließen: Der Bilanzgewinn der HOCHTIEF Aktiengesellschaft des Geschäftsjahres 2016 in Höhe von 167.180.000,00 Euro wird zur Ausschüttung einer Dividende von 2,60 Euro je Stückaktie auf das Grundkapital von 164.608.000,00 Euro, eingeteilt in 64.300.000 Stückaktien, verwendet. Die Dividende ist am 6. Juli 2017 fällig. Der Betrag, der auf die am Tage der Hauptversammlung im Besitz der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien auszuschütten wäre und der gemäß § 71 b AktG von der Ausschüttung auszuschließen ist, wird auf neue Rechnung vorgetragen. Am Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses, 24. Februar 2017, ergibt sich für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ein Bestand an eigenen Aktien von insgesamt 52.142 Stück, womit ein Betrag in Höhe von 135.569,20 Euro auf neue Rechnung vorzutragen wäre. Bis zur Hauptversammlung kann sich die Zahl der für das Geschäftsjahr 2016 dividendenberechtigten Stückaktien verändern. In diesem Fall wird bei unveränderter Ausschüttung von 2,60 Euro je für das Geschäftsjahr 2016 dividendenberechtigter Stückaktie der Hauptversammlung ein entsprechend angepasster Gewinnverwendungsvorschlag unterbreitet. Angaben gemäß § 289 Abs. 4 beziehungsweise § 315 Abs. 4 HGBDie Angaben zur Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals gemäß §§ 289 Abs. 4 Nr. 1, 315 Abs. 4 Nr. 1 HGB sind im Anhang beziehungsweise Konzernanhang enthalten. Beschränkungen im Sinne von §§ 289 Abs. 4 Nr. 2, 315 Abs. 4 Nr. 2 HGB, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt. Kapitalbeteiligungen von mehr als zehn Prozent der Stimmrechte im Sinne von §§ 289 Abs. 4 Nr. 3, 315 Abs. 4 Nr. 3 HGB: ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A. mit Sitz in Madrid/Spanien hat uns am 11. Mai 2015 gemäß § 25a Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil gemäß §§ 21, 22 WpHG an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft am 8. Mai 2015 60,70 Prozent betrug. Der Anteil vom HOCHTIEF-Aktionär ACS lag zum 31. Dezember 2016 bei 71,72 Prozent. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. Es ist dem Vorstand nicht bekannt, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben. Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder/Satzungsänderungen:Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands bestimmt sich nach den §§ 84, 85 AktG und § 31 MitbestG in Verbindung mit §§ 9 Abs. 2, 7 Abs. 1 der Satzung. Gesetzliche Vorschriften zur Änderung der Satzung finden sich in §§ 179 ff., 133 AktG. Soweit das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals verlangt, genügt nach § 23 Abs. 3 der Satzung die einfache Mehrheit, sofern nicht zwingend eine andere Mehrheit vorgeschrieben ist. Nach § 15 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur die Fassung der Satzung betreffen. Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe neuer Aktien:Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital bis zum 5. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 54.000 Tsd. Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Die weiteren Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung. Das Grundkapital der Gesellschaft ist gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung um bis zu 46.080 Tsd. Euro, eingeteilt in bis zu 18 Mio. Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung. Ermächtigung zum Aktienrückkauf >:Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 ist die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt worden, eigene Aktien zu erwerben. Diese Ermächtigung gilt bis zum 10. Mai 2021. Sie ist insgesamt auf einen Anteil von zehn Prozent des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals beschränkt. Die Ermächtigung kann unmittelbar durch die Gesellschaft oder durch ein von der Gesellschaft abhängiges oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen oder durch von der Gesellschaft oder von der Gesellschaft abhängige oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehende Unternehmen beauftragte Dritte ausgeübt werden und erlaubt den Erwerb eigener Aktien im ganzen Umfang oder in Teilbeträgen sowie den einmaligen oder mehrmaligen Erwerb. Der Erwerb eigener Aktien kann über die Börse oder mittels eines an sämtliche Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder durch die Ausgabe von Andienungsrechten an die Aktionäre erfolgen. Die Bedingungen für den Erwerb werden im Beschluss weiter spezifiziert. > Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de/aktienrueckkauf Der Vorstand ist durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bei einer Veräußerung eigener Aktien durch ein Angebot an alle Aktionäre den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem ihrer nachgeordneten Konzernunternehmen ausgegebenen Options- und/ oder Wandelanleihen ein Bezugsrecht auf die Aktien zu gewähren. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an sämtliche Aktionäre zu veräußern, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist ferner unter den nachstehenden Voraussetzungen ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats Dritten in anderer Weise als über die Börse oder mittels Angebot an sämtliche Aktionäre anzubieten und zu übertragen. Dies kann im Zuge des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen daran oder von Unternehmensteilen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen geschehen. Dies ist außerdem zulässig zur Einführung von Aktien der Gesellschaft an ausländischen Börsen, an denen sie bisher nicht zum Handel zugelassen sind. Außerdem dürfen die Aktien Personen zum Erwerb angeboten werden, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen stehen oder standen. Weiterhin dürfen die Aktien den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft gemäß der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 12. Mai 2011 (TOP 8) begebenen Schuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Options- und/oder Wandlungsrechte und/oder -pflichten gewährt werden. Weiterhin dürfen die Aktien (amtierenden oder ausgeschiedenen) Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft und (amtierenden oder ausgeschiedenen) Mitgliedern von Vorständen und Geschäftsführungen der von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG sowie Personen, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG stehen oder standen, mit der Verpflichtung übertragen werden, sie für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren seit der Übertragung zu halten. Eine solche Übertragung ist nur zulässig, um bestehende Ansprüche des Übertragungsempfängers auf variable Vergütung zu tilgen. Die weiteren Bedingungen der Übertragung werden im Beschluss weiter spezifiziert. Im Fall der Ausgabe der Aktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft entscheidet allein der Aufsichtsrat der Gesellschaft über die Ausgabe. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8, 186 Abs. 3, 4 AktG insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen verwendet werden. Weiterhin ist der Vorstand ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats einzuziehen, ohne dass die Einziehung und ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedürfen. Die Bedingungen der Bezugsrechtsgewährung, Veräußerung und Übertragung beziehungsweise Einziehung der eigenen Aktien werden in dem Beschluss der Hauptversammlung weiter spezifiziert. Durch weiteren Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 ist die Gesellschaft zum Einsatz von Eigenkapitalderivaten im Rahmen des Erwerbs eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG sowie zum Ausschluss des Andienungs- und Bezugsrechts ermächtigt worden. Dadurch soll das Volumen an Aktien, das insgesamt erworben werden darf, nicht erhöht werden; es werden lediglich im Rahmen der Höchstgrenze der vorgenannten Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien und unter Anrechnung auf diese Höchstgrenze weitere Handlungsalternativen zum Erwerb eigener Aktien eröffnet. Der Vorstand ist ermächtigt worden, Optionen zu erwerben, die der Gesellschaft das Recht vermitteln, bei Ausübung der Optionen Aktien der Gesellschaft zu erwerben (CallOptionen). Der Vorstand ist ferner ermächtigt worden, Optionen zu veräußern, welche die Gesellschaft bei Ausübung der Optionen durch deren Inhaber zum Erwerb von Aktien der Gesellschaft verpflichten (Put-Optionen). Ferner kann der Erwerb unter Einsatz einer Kombination aus Call- und Put-Optionen oder Terminkaufverträgen erfolgen. Die Bedingungen zum Einsatz von Eigenkapitalderivaten im Rahmen des Erwerbs eigener Aktien sowie zum Ausschluss des Andienungs- und Bezugsrechts werden in dem Beschluss der Hauptversammlung weiter spezifiziert. Change-of-Control-Klauseln im Zusammenhang mit Darlehensverträgen und Finanzierungsinstrumenten:Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat am 23. März 2012 ihre erste Unternehmensanleihe begeben. Die Anleihe hat ein Nominalvolumen von 500 Mio. Euro, eine Laufzeit bis März 2017 und ist mit einem jährlichen Kupon von 5,5 Prozent verzinst. Am 20. März 2013 hat die HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine zweite Unternehmensanleihe begeben. Die Anleihe hat ein Nominalvolumen von 750 Mio. Euro, eine Laufzeit bis März 2020 und ist mit einem jährlichen Kupon von 3,875 Prozent verzinst. Eine weitere Unternehmensanleihe wurde am 28. Mai 2014 begeben. Diese dritte HOCHTIEF-Anleihe hat ein Nominalvolumen von 500 Mio. Euro, eine Laufzeit bis Mai 2019 und wird mit einem jährlichen Kupon von 2,625 % verzinst. In die Anleihebedingungen wurden Change-of-Control-Bestimmungen aufgenommen, die dem jeweiligen Gläubiger das Recht geben, die vorzeitige Rückzahlung der von ihm gehaltenen Schuldverschreibungen zum Nennbetrag zuzüglich aufgelaufener Zinsen zu verlangen, sofern der Gläubiger innerhalb eines Zeitraums von 68 Tagen nach Veröffentlichung der Rückzahlungsmitteilung durch die Emittentin1) eine schriftliche Ausübungserklärung eingereicht hat. Ein Kontrollwechsel im vorgenannten Sinne tritt einerseits durch den Erwerb der Kontrolle an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Sinne von § 29 Abs. 2 WpÜG durch eine Person oder eine Personengruppe (mit Ausnahme des Aktionärs ACS [ACS Actividades de Construcción y Servicios, S.A.] und seiner verbundenen Unternehmen) in abgestimmtem Verhalten im Sinne von § 30 Abs. 2 WpÜG oder durch den Abschluss eines Gewinnabführungs-, Beherrschungs- oder sonstigen Unternehmensvertrages im Sinne von §§ 291, 292 AktG, soweit die Emittentin dadurch zum beherrschten Unternehmen wird, ein. Zusätzlich wurden umfangreiche Schutzklauseln in Bezug auf Geschäfte und Transaktionen mit ACS in die Anleihe-Dokumentationen aufgenommen. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat am 13. Dezember 2011 mit einem internationalen Bankenkonsortium einen syndizierten Bar- und Avalkredit1) über insgesamt zwei Mrd. Euro abgeschlossen. Diese syndizierte Fazilität mit einer ursprünglichen Laufzeit bis Dezember 2016 wurde am 25. April 2014 bis zum April 2019 verlängert und besteht einerseits aus einer Avalkredit-Tranche über 1,5 Mrd. Euro und andererseits aus einer Barlinie über 500 Mio. Euro. Diese Fazilität enthält auch nach Verlängerung weiterhin Change-of-Control-Bestimmungen. Danach können die jeweiligen Kreditgeber (nachdem mit dem Kreditnehmer zuvor Verhandlungen zur Fortführung der Kredite, die unter Berücksichtigung der Kreditwürdigkeit der Person des Übernehmers, der Gefahr eventueller Änderungen der Unternehmensstrategie und eventueller Beschränkungen der Kreditgeber bei der Kreditvergabe zu führen sind, ergebnislos geblieben sind) ihre Kreditengagements unter der nachfolgend genannten Voraussetzung vorzeitig beenden. Diese Voraussetzung tritt ein, wenn eine Person oder eine Gruppe von Personen im Wege abgestimmten Verhaltens die Kontrolle im Sinne von § 29 Abs. 2 WpÜG über den Kreditnehmer erlangt. Die Erklärung zur Beendigung des Kreditengagements kann bis zum Ablauf von 70 Tagen nach Kenntniserlangung der HOCHTIEF Aktiengesellschaft vom Eintritt der vorgenannten Voraussetzung unter Berücksichtigung einer Mindestbedenkzeit von zehn Tagen von den Kreditgebern abgegeben werden. Die vorgenannten Change-of-Control-Bestimmungen gelten auch weiterhin nicht für den Aktionär ACS und die mit ihm verbundenen Unternehmen; ebenfalls wurden die umfangreichen Schutzklauseln mit den Kreditgebern in Bezug auf Geschäfte und Transaktionen mit ACS bei behalten. In ihnen hat sich die HOCHTIEF Aktiengesellschaft unter anderem verpflichtet, keine Verträge mit ACS abzuschließen, die die Kreditwürdigkeit von HOCHTIEF schwächen würden, zum Beispiel einen Beherrschungsvertrag. Werden gleichwohl solche Verträge geschlossen, haben die Kreditgeber ein Sonderkündigungsrecht. Darüber hinaus hat die HOCHTIEF Aktiengesellschaft am 24. November 2016 mit einem inländischen Kreditinstitut einen Rahmenkreditvertrag über ursprünglich 100 Mio. Euro verlängert sowie am 29. November 2016 mit einem inländischen Kreditinstitut einen Rahmenkreditvertrag über ursprünglich 175 Mio. Euro verlängert. Diese Darlehensverträge haben alle jeweils eine inhaltlich identische Bestimmung, wonach die HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Fall eines Kontrollwechsels zur vorzeitigen Rückzahlung der Darlehen verpflichtet ist, falls sie und der Darlehensgeber nicht binnen 60 Tagen ab Mitteilung des Kontrollwechsels eine Einigung über die Fortführung des Darlehens erzielt haben und der Darlehensgeber die vorzeitige Rückzahlung binnen zehn Tagen nach Ablauf der 60-Tage-Frist verlangt. Kontrollwechsel im vorgenannten Sinne bedeutet den Erwerb der Kontrolle an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Sinne von § 29 Abs. 2 WpÜG durch eine Person oder eine Personengruppe in abgestimmtem Verhalten im Sinne von § 30 Abs. 2 WpÜG. Bezüglich der vorgenannten Darlehensverträge gelten die vorgenannten Change-of-Control-Bestimmungen nicht für den Aktionär ACS und seine verbundenen Unternehmen; im Gegenzug wurden umfangreiche Schutzklauseln mit den Kreditgebern in Bezug auf Geschäfte und Transaktionen mit ACS vereinbart. Durch die Klauseln hat sich die HOCHTIEF Aktiengesellschaft unter anderem verpflichtet, keine Verträge mit ACS abzuschließen, die die Kreditwürdigkeit von HOCHTIEF schwächen würden, zum Beispiel einen Beherrschungsvertrag mit ACS. Werden gleichwohl solche Verträge geschlossen, haben die Kreditgeber ein Sonderkündigungsrecht. Neben den oben genannten Darlehensverträgen hat HOCHTIEF am 17. Oktober 2014 mit einem ausländischen Kreditinstitut einen bilateralen Avalkreditvertrag über 142 Mio. Euro (150 Mio. US-Dollar) vereinbart. Darüber hinaus hat HOCHTIEF am 28. November 2014 mit einem inländischen Kreditinstitut einen Avalkreditvertrag über 25 Mio. Euro abgeschlossen. Beide Verträge bestehen weiterhin und enthalten eine inhaltlich identische Change-of-Control-Bestimmung entsprechend der Definition im syndizierten Bar- und Avalkredit, die dem jeweiligen Gläubiger das Recht gibt, die vorzeitige Rückzahlung des Kreditengagements zu verlangen. Des Weiteren hat HOCHTIEF am 12. August 2014 mit einer ausländischen Versicherungsgesellschaft einen Avalkreditvertrag über 78,05 Mio. Euro abgeschlossen. Der Vertrag besteht weiterhin und enthält eine Change-of-Control-Bestimmung, die dem Gläubiger das Recht gibt, die vorzeitige Rückzahlung des Kreditengagements zu verlangen, sofern die HOCHTIEF Aktiengesellschaft Gegenstand einer Fusion oder Übernahme ist und die HOCHTIEF Aktiengesellschaft nicht die aufnehmende Gesellschaft ist. Zwischen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und sechs US-Surety-Gesellschaften besteht zum Berichtstichtag weiterhin zur Absicherung der von diesen bereitgestellten Bondinglinie in Höhe von 6,9 Mrd. Euro (7,3 Mrd. US-Dollar) eine "General Counter Indemnity" in entsprechender Höhe. Diese "General Counter Indemnity" enthält weiterhin eine Change-of-Control-Bestimmung, die den Surety-Gesellschaften unter der nachfolgend genannten Voraussetzung das Recht einräumt, von der HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine Sicherheitsleistung von maximal 379 Mio. Euro (400 Mio. US-Dollar) zu fordern; gemäß den Vereinbarungen werden die bereits zur Unterlegung der Bondinglinie begebenen Sicherheiten in Form von Bankgarantien hierbei in Abzug gebracht. Die Voraussetzung tritt grundsätzlich ein, wenn eine Person oder eine Gruppe von Personen (mit Ausnahme des Aktionärs ACS und seiner verbundenen Unternehmen) im Wege abgestimmten Verhaltens im Sinne von § 30 Abs. 2 WpÜG insgesamt 30 Prozent oder mehr der Aktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft erwirbt. Die Sicherheitsleistung hat in diesem Fall innerhalb von 30 Bankarbeitstagen nach Geltendmachung der Forderung zu erfolgen. Weitere wesentliche Vereinbarungen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels:In der von der HOCHTIEF Aktiengesellschaft abgeschlossenen D&O-Versicherung1 ist eine Einschränkung des Versicherungsschutzes vorgesehen, falls die HOCHTIEF Aktiengesellschaft durch Fusion, Übernahme oder gleichartige Maßnahmen in einem anderen Unternehmen aufgeht oder eine andere Gesellschaft als ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A. oder ein sonstiger Dritter einen beherrschenden Einfluss erlangt. In einem solchen Fall besteht vorbehaltlich einer anderweitigen Vereinbarung Versicherungsschutz nur für diejenigen Ansprüche, die auf Pflichtverletzungen beruhen, die bis zum Zeitpunkt der rechtlichen Wirksamkeit dieser Veränderung begangen wurden. Der Versicherungsschutz endet in den vorgenannten Fällen mit dem Ablauf der Versicherungsperiode. Über die Pflichtangaben gemäß § 289 Abs. 4 Nr. 8 / § 315 Abs. 4 Nr. 8 HGB hinaus bestehen bei anderen Konzerngesellschaften weitere Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen und nachfolgend nicht abschließend dargestellt sind: Im Geschäftsfeld PPP werden dem Auftraggeber in den Projektverträgen häufig weitgehende Gestaltungsrechte eingeräumt, die eine Änderung der Beteiligungsverhältnisse an der jeweiligen Projektgesellschaft erschweren sollen. Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Erläuternder Bericht des Vorstands gemäß §§ 175 Abs. 2, 176 Abs. 1 AktG zu den Angaben nach den §§289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016der HOCHTIEF AktiengesellschaftDer Vorstand gibt zu den Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB in dem mit dem Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zusammengefassten Konzernlagebericht folgende Erläuterungen: Bei unseren Angaben haben wir die Verhältnisse zugrunde gelegt, wie sie im Geschäftsjahr 2016 und bis zur Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts bestanden haben. Es handelt sich um Informationen zum gezeichneten Kapital, über die Übertragung von Aktien betreffende Beschränkungen, zu direkten und indirekten Beteiligungen am Kapital, die zehn Prozent der Stimmrechte überschreiten, zu den gesetzlichen Vorschriften und Bestimmungen der Satzung der Gesellschaft über die Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder und über die Änderung der Satzung, zu den Befugnissen des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, sowie zu wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Die Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals und die mit den ausgegebenen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft verbundenen Rechte ergeben sich auch aus der Satzung der Gesellschaft. Die Kapitalbeteiligung von ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A. ist aufgrund der veröffentlichten Stimmrechtsmitteilung vom 11. Mai 2015 bekannt. Beschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich aus den Vorschriften des Aktiengesetzes ergeben. So unterliegen Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen einem Stimmverbot (§ 136 AktG). Außerdem steht der Gesellschaft kein Stimmrecht aus eigenen Aktien zu (§ 71b AktG). Vertragliche Beschränkungen in Bezug auf das Stimmrecht oder die Übertragung der Aktien sind uns - mit einer Ausnahme - nicht bekannt. Soweit Vorstandsmitgliedern von der Gesellschaft Aktien übertragen wurden, um ihre Ansprüche auf variable Vergütung zu tilgen, unterliegen diese Aktien einer Sperrfrist von zwei Jahren. Die Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4 Nr. 3, 315 Abs. 4 Nr. 3 HGB zu direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital, die zehn vom Hundert der Stimmrechte überschreiten, sind im (Konzern-)Anhang enthalten. Die Angaben zur Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands geben die Vorschriften des Aktiengesetzes und der Satzung inhaltlich zutreffend wieder. Das Gleiche gilt für die Angaben zur Änderung der Satzung. Die Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, beruhen sämtlich auf entsprechenden Ermächtigungsbeschlüssen der Hauptversammlung aus den Jahren 2015 und 2016 zu einem bedingten und einem genehmigten Kapital sowie unter anderem zur Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien. Diese Befugnisse sind zutreffend unter Hinweis auf die von der Hauptversammlung beschlossenen Ermächtigungen dargestellt. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat u. a. Darlehens- und Finanzierungsverträge abgeschlossen, die Change-of-Control-Klauseln mit Kündigungsrecht enthalten. Falls die Darlehensgeber bei Eintritt eines solchen Kontrollwechsels ihr Kündigungsrecht ausüben würden, müsste der entsprechende Finanzierungsbedarf der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beziehungsweise des HOCHTIEF-Konzerns auf andere Weise sichergestellt werden. Informatorisch wird darauf hingewiesen, dass über die Pflichtangaben gemäß den vorgenannten Bestimmungen des HGB hinaus auch bei anderen Konzerngesellschaften weitere Vereinbarungen bestehen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen und nachfolgend auszugsweise und nicht abschließend erwähnt sind: Im Geschäftsbereich PPP werden dem Auftraggeber in den Projektverträgen häufig weitgehende Gestaltungsrechte eingeräumt, die eine Änderung der Beteiligungsverhältnisse an der jeweiligen Projektgesellschaft erschweren sollen. Die übrigen nach den §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB geforderten Angaben betreffen Verhältnisse, die bei der HOCHTIEF Aktiengesellschaft nicht vorliegen. Daher sind wir auf diese in dem mit dem Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zusammengefassten Konzernlagebericht nicht näher eingegangen. Weder gibt es Stimmrechtsbeschränkungen, Stimmrechtskontrollen durch am Kapital der Gesellschaft beteiligte Arbeitnehmer, Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots noch Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Essen, im Februar 2017 Marcelino Fernández Verdes Peter Sassenfeld José Ignacio Legorburo Escobar Nikolaus Graf von Matuschka SegmentberichtDivision HOCHTIEF AmericasDie Division HOCHTIEF Americas bündelt die Aktivitäten unserer vier nordamerikanischen Tochtergesellschaften: Turner, Flatiron, E.E. Cruz und Clark Builders. Diese erbringen überwiegend in den USA und Kanada Leistungen im Hoch- und Infrastrukturbau und setzen dabei eigene Schwerpunkte. Die Tätigkeitsfelder umfassen beispielsweise die Marktsegmente öffentliche Gebäude, Büroimmobilien, Sportstätten, Bildungs- und Gesundheitsimmobilien, Verkehrsinfrastruktur sowie Wasserkraftwerke und Staudämme. Unsere Gesellschaften im nordamerikanischen Markt kooperieren sehr eng, so-dass sie von Synergien sowie einem kontinuierlichen Informations- und Erfahrungsaustausch profitieren. Weitere Informationen finden Sie unter: > www.turnerconstruction.com > www.flatironcorp.com > www.eecruz.com > www.clarkbuilders.com Im Berichtsjahr haben sich unsere operativen Einheiten bei sehr guter Auftragslage hervorragend entwickelt. Obwohl das Wirtschaftswachstum in den USA im Berichtsjahr bei 1,6 Prozent1) und damit um einen Prozentpunkt niedriger als im Vorjahr lag, verbuchten unsere Tochtergesellschaften attraktive Neuaufträge und hoben den Auftragsbestand auf Rekordniveau.
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Weitere Informationen finden Sie im Kapitel
Märkte. In den USA sank das Wachstum im Markt für Verkehrsinfrastruktur aufgrund der großen Unsicherheiten bezüglich des Ausgangs der Präsidentschaftswahl um 2,5 Prozent. Nach der Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten erwarten Experten nun jedoch steigende Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur - und damit einen Anstieg beim gesamten Wirtschaftswachstum. Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, innerhalb der kommenden zehn Jahre ein Investitionsprogramm für Infrastruktur mit einem Wert von knapp 950 Mrd. Euro (eine Billion US-Dollar) aufzulegen. Auch für die öffentliche Infrastruktur - etwa Schulen und Krankenhäuser - wurden Investitionen in Aussicht gestellt; in diesen Bereichen ist Turner Marktführer. Unsere Tochtergesellschaften stehen mit ihrem Know-how bereit und werden von dieser Entwicklung profitieren. Auch in Kanada stellt sich der Markt positiv dar: Im Berichtsjahr verzeichnete der Infrastrukturbau eine starke Wachstumsrate von 3,6 Prozent, für 2017 wird eine Steigerung von 6,5 Prozent erwartet. Die kanadische Regierung hat im Mai 2016 einen Infrastrukturplan veröffentlicht, demzufolge in den kommenden zehn Jahren zirka 85 Mrd. Euro (120 Mrd. kanadische Dollar) in die Infrastruktur investiert werden sollen. Für den Bereich Public-Private-Partnership (PPP) streben wir weitere Aufträge an. Die Marktnähe, Qualität und Ergebnisorientierung unserer Gesellschaften spiegelten sich im Berichtsjahr einmal mehr in zahlreichen Auszeichnungen. So befindet sich Turner weiterhin an der Spitze des US-Hochbaumarkts: Das Ranking des Magazins "Engineering NewsRecord" (ENR) listet Turner auch 2016 wieder auf Platz eins im gewerblichen Hochbau. Insgesamt wird Turner in mehr als 20 Kategorien des ENR-Rankings genannt und festigt seine Spitzenposition in den Märkten für Büroimmobilien, Hotels, Bildung, Gesundheit, Unterhaltung und Pharmaindustrie. Turner ist zudem führend beim Bau von Green Buildings. Hier generiert unsere Gesellschaft mehr als doppelt so viel Umsatz wie das im ENR zweitplatzierte Unternehmen. Mit nachhaltigen Immobilien erzielte Turner 2016 einen Umsatz von zirka 4,3 Mrd. Euro. Unsere auf Infrastruktur spezialisierte Gesellschaft Flatiron belegt im ENR-Ranking den fünften Platz beim Bau von Highways und den achten Platz beim Bau von Verkehrs- und Brückenprojekten. Damit hält Flatiron eine starke Marktposition, die weiter ausgebaut werden soll. Sowohl Turner als auch Flatiron verfügen über eigene Engineering-Einheiten: Die Turner Engineering Group und die Flatiron Technical Services Group unterstützen als Kompetenzzentren die Projekte. Sie erstellen, prüfen und optimieren bei Bedarf die Planungen, um die Risiken einzugrenzen. Im Bereich virtuelles Planen und Bauen, dem sogenannten Building Information Modeling (BIM)2) , und bei Lean Construction3) gehört Turner zu den führenden Anbietern in den USA. Fast jedes Projekt wird mit BIM-Leistungen realisiert. 2016 erstellte Turner mehr als 1.000 Projekte mit BIM.
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Forschung und Entwicklung. Mit seinen Tochtergesellschaften befindet sich HOCHTIEF in einer überaus guten Marktposition in Nordamerika: Die Gesellschaften sind als attraktive Arbeitgeber4) und innovative Unternehmen der Branche bekannt - ihre hohe Reputation unterstützt die Präsenz am Markt.
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Mitarbeiter. Projektbeispiele>> Weitere Projektbeispiele finden Sie unter: www.hochtief.de/kundenportal VerkehrsinfrastrukturUnsere auf Tiefbau spezialisierte US-Gesellschaft Flatiron hat einen Neuauftrag in Denver, Colorado, erhalten: 19 Kilometer der Autobahn C-470 werden in einer Arbeitsgemeinschaft erneuert und durch mautpflichtige Schnellfahrspuren erweitert. Das Volumen des Planungs- und Bauauftrags für Flatiron liegt bei zirka 129 Mio. Euro. Flatiron ist Federführer des Konsortiums. Das Team achtet insbesondere auf den Wasserschutz, da die Strecke auch über das ökologisch wertvolle Gebiet des South Platte River führt. In Texas hat Flatiron einen ersten Projektauftrag erhalten: Die Gesellschaft errichtet innerhalb eines Konsortiums die Hafenbrücke Corpus Christi, eine der künftig längsten Schrägseilbrücken der Vereinigten Staaten. Der Gesamtauftragswert beträgt 726 Mio. Euro, davon entfallen 363 Mio. Euro auf Flatiron. Das Baukonsortium plant, einen Großteil der Mitarbeiter und Nachunternehmer in der Region zu rekrutieren beziehungsweise zu beauftragen. Zudem wird Flatiron das Rollfeld der Wartehalle A am Charlotte Douglas International Airport in North Carolina erweitern. Auch die Schwestergesellschaft Turner Construction ist an dem Großprojekt beteiligt und verantwortet die Erweiterung eines Flugsteigs. Flatiron hat außerdem einen Auftrag mit einem Wert von 118 Mio. Euro erhalten, bis Anfang 2021 die Wellsburg Bridge in West Virginia zu planen und zu bauen. Es ist das erste Projekt der Gesellschaft in West Virginia. Beim Bau wird das sensible Ökosystem der Flusslandschaft an den Ufern des Ohio River berücksichtigt. In Alberta, Kanada, verantwortet Flatiron das Projekt Red Deer Interchange mit einem Auftragsvolumen von 72 Mio. Euro. 2019 soll das Projekt fertiggestellt werden. Dazu gehören der Neubau von zwei Autobahnanschlussstellen, der Rückbau von drei Brücken, der Neubau von fünf Brücken, die Umgestaltung von Auffahrten und Kreuzungspunkten, der Ausbau des Highways auf sechs Spuren sowie der Bau von Spuren für Mautstationen. E.E. Cruz wird Renovierungsarbeiten an vier Bahnhöfen der Jamaica-U-Bahn-Linie in New York ausführen. Der Auftragswert liegt bei zirka 53 Mio. Euro. Zudem erneuert die Gesellschaft die Fulton Avenue Bridge über den Hutchington River - ebenfalls in New York. Das Projekt hat einen Wert von zirka 13 Mio. Euro. Am Flughafen von San Francisco verantwortet Turner den Rück- und Neubau eines Flugsicherungsturms über dem Terminal 2. Ein Großteil des Abrissmaterials kann im Zuge des Gesamtprojekts wiederverwertet werden. Das Projektvolumen beläuft sich auf zirka 48 Mio. Euro. Soziale und urbane InfrastrukturMarktsegment Sport- und VeranstaltungsstättenEin Großauftrag für Turner in Los Angeles: In einem Joint Venture baut die Gesellschaft ein neues Stadion für die Footballmannschaft Los Angeles Rams mit 70.000 Sitzplätzen, das auch für andere nationale und internationale Veranstaltungen genutzt werden soll. In Washington, D.C. baut Turner ein neues Stadion mit 20.000 Plätzen für die Mannschaft DC United Soccer. Neben Fußballturnieren wird es für Konzerte und weitere Veranstaltungen nutzbar sein. Das Projekt soll 2018 fertiggestellt sein und strebt ein LEED-Gold-Zertifikat an. Es beinhaltet wasserdurchlässige Pflastersteine für die Wege und Straßen für eine natürliche Grundwasseraufnahme, LED-Beleuchtung, grüne Dächer sowie Solarkollektoren. Marktsegment BildungsimmobilienTurner baut das Zentrum für Cybersicherheit an der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland. Der Auftragswert beläuft sich auf zirka 103 Mio. Euro. Das Gebäude wird neben Klassenräumen, Hörsälen, Büros und Forschungslaboren unter anderem auch eine Sternwarte enthalten und soll Ende 2019 fertiggestellt werden. Ebenfalls in Maryland renoviert und erweitert Turner das Fine Arts Center für das Prince George's Community College in Largo. Dieses wird Platz für Klassenräume, Labore, Büros sowie einen Saal für darstellende Künste bieten. Der Auftragswert beträgt zirka 63 Mio. Euro. Auch die Mount Greylock Regional High School in Williamstown, Massachusetts, wird von Turner renoviert und ausgebaut. Der Auftragswert beträgt 45 Mio. Euro. Zudem hat die Gesellschaft den Auftrag erhalten, bis 2020 den neuen, hochmodernen Science and Engineering Complex an der Universität Harvard in Allston, Massachusetts, zu errichten. Das neue Gebäude soll den interdisziplinären Austausch fördern. Die gläserne Fassade lässt viel Tageslicht ein und reduziert somit den Ausstoß von CO2 -Emissionen während des Betriebs. Ein begrünter Innenhof wird Raum für Erholung bieten. Die Boulder High School in Denver, Colorado, wird von Turner renoviert. Das Originalgebäude wurde 1937 errichtet. Die Baumaßnahmen beinhalten Innen- und Außenarbeiten. Die Verbesserungen betreffen Bereiche wie Gesundheit, Sicherheit und Umwelt. Unter anderem werden das Beleuchtungssystem sowie Heizung, Kühlung und Lüftung modernisiert. Marktsegment BüroimmobilienTurner erhielt den Auftrag, ein Verwaltungsgebäude für das UC Davis Medical Center auf dem Campus der Universität von Kalifornien in Sacramento zu bauen. Dabei setzt die Gesellschaft die Standards des LEED-Zertifikats in Gold um. Der Auftrag hat einen Wert von zirka 54 Mio. Euro. Marktsegment WohnimmobilienIm New Yorker Stadtteil Greenpoint errichtet Turner den Wohnturm "37 Blue Slip" mit 364 Apartments, die sich auf 30 Stockwerke verteilen. In Seattle realisiert Turner für das Projekt 425 Fairview einen Wohnturm mit 24 Etagen sowie ein Gebäude mit sieben Etagen. Marktsegment HotelsTurner erhielt den Auftrag, das Fünfsternehotel "Conrad Washington, D.C." mit 370 Zimmern und Einzelhandelsflächen zu errichten. Die Fertigstellung soll Anfang 2019 erfolgen. Das Hotel gehört zur Neuentwicklung City-CenterDC mit gemischter Nutzung. Marktsegment GesundheitsimmobilienTurner realisiert in Nashville, Tennessee, den Ausbau des Kinderkrankenhauses am Medizinzentrum der Vanderbilt-Universität, um die Kapazitäten der steigenden Nachfrage anzupassen. Marktsegment Kultur und UnterhaltungMitten in Manhattan in New York ist Turner für die Erweiterung und Modernisierung eines der bekanntesten Museen der Welt verantwortlich: Turner wird über die kommenden Jahre die Ausstellungsfläche des Museum of Modern Art um 30 Prozent vergrößern. In Cincinnati, Ohio, baut Turner das Museum Center innerhalb des Union Terminals um. Der Auftragswert für den Bau des markanten Gebäudes im Art-deco-Stil liegt bei zirka 136 Mio. Euro. Der Umbau berücksichtigt die historische Substanz des ehemaligen Bahnhofsgebäudes, in dem nun Museen und ein Archiv untergebracht sind. Marktsegment Mixed-Use-ImmobilienTurner managt zurzeit den Bau des höchsten Gebäudes von Malaysia, des Projekts Merdeka PNB 118 in Kuala Lumpur. 2020 soll der Wolkenkratzer mit 118 Etagen fertiggestellt werden und dann Büros, Einzelhandel und ein Luxushotel beherbergen. Mit Blick auf das Ziel, nicht nur ein Platinzertifikat des LEED-Programms des U.S. Green Building Councils zu erhalten, sondern auch dem Green Building Index (GBI) von Malaysia und dem Programm "Malaysian GreenRE" zu entsprechen, hat Turner ein strenges Umweltprogramm implementiert. Zu den Kennzahlen der Division HOCHTIEF AmericasDie Division HOCHTIEF Americas hat sich im Geschäftsjahr 2016 erneut erfolgreich entwickelt. Das operative Vorsteuerergebnis stieg um 33,5 Prozent auf 214 Mio. Euro und lag damit am oberen Ende des Zielkorridors. Der Umsatz legte um 5,3 Prozent auf 10,9 Mrd. Euro zu, während sich die operative PBT-Marge deutlich um 50 Basispunkte auf 2,0 Prozent verbesserte. Dazu trug die anhaltend positive Entwicklung des Hochbaugeschäfts von Turner ebenso bei wie die Rückkehr in die Gewinnzone unserer Tiefbautochter Flatiron. Besonders erfreulich war in der Division HOCHTIEF Americas die nachhaltige Verbesserung des Liquiditätszuflusses, die auch ein Resultat der konsequenten Umsetzung der konzernweiten Working-Capital-Initiativen ist. So belief sich der Anstieg beim Net Cash aus laufender Geschäftstätigkeit auf mehr als 100 Mio. Euro. Flatiron konnte sich hier deutlich verbessern und weist nun einen Mittelzufluss aus. Dadurch bedingt lag das Nettofinanzvermögen in der Division zum Jahresende mit 844 Mio. Euro um mehr als 270 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Auch die Auftragsentwicklung stellte sich 2016 erneut sehr positiv dar. Der Auftragseingang erreichte mit 13,7 Mrd. Euro einen neuen Rekordwert. Das entspricht einem Anstieg von 26 Prozent gegenüber 2015, zu dem insbesondere Turner beitrug. Zu den wesentlichen Neuaufträgen zählen bei Turner der Bau des Stadions für die Los Angeles Rams und das Flughafenprojekt am Los Angeles International Airport sowie bei Flatiron die Hafenbrücke im US-Bundesstaat Texas und die Schnellfahrspuren für die Autobahn C-470 in Colorado. Flatiron konnte zudem vermehrt kleinere Aufträge gewinnen. In der Division HOCHTIEF Americas sieht Turner 2017 relevante neue Projekte für 50 Mrd. US-Dollar in der Pipeline, Flatiron identifiziert neue Projekte im Wert von 15 Mrd. US-Dollar. Division HOCHTIEF Americas: Kennzahlen1)scroll
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Alle Daten sind nominale Daten soweit nicht
anderweitig angezeigt AusblickIn der Division HOCHTIEF Americas rechnen wir für 2017 mit einer weiteren Verbesserung bei einem operativen Vorsteuerergebnis im Bereich von 235 bis 250 Mio. Euro. Division HOCHTIEF Asia PacificUnsere Aktivitäten in der Division HOCHTIEF Asia Pacific werden von der Gesellschaft CIMIC Group > geführt. Sie agiert mit ihren operativen Einheiten in Australien, Asien, im Nahen Osten, in Nord- und Südamerika sowie Afrika. Insgesamt ist CIMIC in mehr als 20 Ländern tätig. > Weitere Informationen finden Sie unter: www.cimic.com.au CIMIC ist das führende Bauunternehmen im asiatischpazifischen Raum und der weltweit größte Anbieter im Contract-Mining. Das Unternehmen bietet Dienstleistungen in den Geschäftsfeldern Bau, Bergbau und Mineralienverarbeitung, Engineering, Konzessionen, Betrieb und Wartung für die Infrastruktur-, Rohstoff- und Immobilienmärkte. Insbesondere in Australien und Asien nimmt CIMIC eine führende Rolle in den Bau- und Rohstoffmärkten ein. Die CIMIC-Gesellschaften CPB Contractors und Leighton Asia sind für das Geschäftsfeld Bau zuständig. Thiess ist das globale Minen-Dienstleistungsunternehmen der Gruppe. Die Gesellschaft ist primär in Australien und Asien tätig, bearbeitet zudem auch Projekte in Afrika und erhielt im Berichtsjahr erste Aufträge in Südamerika und Kanada. Zu Beginn des Berichtsjahres hat CIMIC alle Anteile von Sedgman übernommen, einem global tätigen Spezialisten im Bereich Mineralienverarbeitung. Die Gesellschaft operiert in Australien, Asien, Afrika und Südamerika sowie auf dem nordamerikanischen Kontinent. Public-Private-Partnership-(PPP-) Projekte werden von der Gesellschaft Pacific Partnerships entwickelt und ausgeführt. Zur Strategie gehört es, dass die Bauausführung von PPP-Projekten von CPB Contractors übernommen wird. Der Bereich Engineering, in dem die Ingenieurkompetenzen der gesamten Gruppe gebündelt sind, wird von EIC Activities abgedeckt. CIMIC hält Beteiligungen an HLG Contracting (45 Prozent), Devine (59,11 Prozent) und Ventia (50 Prozent). Im Herbst 2016 hat CIMIC zudem die Mehrheit der Anteile an dem Unternehmen UGL übernommen, seit Januar 2017 sind es 100 Prozent. Die Gesellschaft mit Sitz in Sydney ist ein führender Anbieter ganzheitlicher ausgelagerter Ingenieur-, Asset-Management- und Wartungsdienstleistungen mit diversifiziertem Engagement im Endmarkt aller Kernbereiche der Segmente Schienen-, Transport- und Technologiesysteme, Energie, Rohstoffe, Wasser sowie Verteidigung. Ende 2016 hielt CIMIC 95,4 Prozent der Anteile an UGL. Im Januar 2017 hat CIMIC ein außerbörsliches, unkonditioniertes Übernahmeangebot für das in Australien börsennotierte Unternehmen Macmahon angekündigt. Macmahon ist ein führender australischer Anbieter von Dienstleistungen im Minengeschäft. Insgesamt erwarten Experten für Australien im Jahr 2017 ein Wirtschaftswachstum von 2,7 Prozent. Im Bereich Verkehrsinfrastruktur rechnen sie mit einem Anstieg von 2,1 Prozent.1) Hier sehen wir - insbesondere im PPP-Bereich - besonders großes Potenzial für CIMIC. Gerade Australien verfügt über einen der reifsten und attraktivsten PPP-Märkte der Welt. Dies gilt sowohl für die Verkehrs- als auch für die soziale Infrastruktur. In Sydney, Melbourne und Canberra wurden große, langfristige Schienenprojekte aufgelegt, bei denen CIMIC bereits mit wichtigen Baulosen beauftragt wurde. Unser Konzept, Dienstleistungen entlang des gesamten Lebenszyklus von Großprojekten anzubieten, wird stark nachgefragt.
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Märkte. Im Rohstoffsektor hat sich CIMIC im Berichtsjahr noch breiter aufgestellt und in neuen Märkten positioniert. So hat die weltweit tätige Minen-Dienstleistungsgesellschaft Thiess ihre Aktivitäten auf Nordamerika ausgedehnt. Zudem hat CIMIC den Mining-Dienstleister Sedgman vollständig übernommen. Damit diversifiziert CIMIC sein Leistungsspektrum durch Dienstleistungen in der Verarbeitung von Mineralien sowie dazugehörige Infrastrukturlösungen für die weltweite Rohstoffindustrie. Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt im Minensektor tritt CIMIC engagiert entgegen, beispielsweise mit Programmen zur Förderung der indigenen Bevölkerung oder Umweltschutz- und Renaturierungsinitiativen. Die Bedeutung von Building Information Modeling (BIM), womit Bauprozesse und die Kommunikation aller Projektbeteiligten optimiert werden, wächst auch in Australien, Asien und im Nahen Osten. Hier sind wir mit unserem Know-how und unserer langjährigen Erfahrung sehr gut aufgestellt und sehen großes Wachstumspotenzial. Auch das nachhaltige Bauen gewinnt weiter an Bedeutung: Die Märkte für Green Buildings und nachhaltige Infrastruktur wachsen auch in Australien und Neuseeland stetig. Einzelne Regierungen und Städte haben Programme implementiert, um Nachhaltigkeit bei Bauprojekten voranzutreiben, darunter der "Environmental Action 2016-2021 Strategy and Action Plan" der Stadt Sydney in Kooperation mit dem Green Building Council of Australia und der UrbanGrowth NSW Sustainability Compact für den Bundesstaat New South Wales. CIMIC kann in diesem Bereich mit einer Vielzahl zertifizierter Projekte im Hoch- und Tiefbau reichhaltiges Fachwissen und umfangreiche Erfahrungen vorweisen. Zudem wurde CIMIC im Berichtsjahr zum dritten Mal in Folge im Australia Index des Dow Jones Sustainability Index gelistet - als eines von nur zwei australischen Unternehmen im Bereich Bau und Ingenieurdienstleistungen. Am Carbon Disclosure Project (CDP1) ) nahm die Gesellschaft ebenfalls erfolgreich teil. Projektbeispiele>> Weitere Projektbeispiele finden Sie unter: www.hochtief.de/kundenportal Die Gesellschaften der CIMIC-Gruppe haben 2016 viele neue Aufträge akquiriert sowie Projekte erfolgreich vorangetrieben und abgeschlossen. VerkehrsinfrastrukturIn Hongkong baut Leighton Asia innerhalb eines Joint Ventures die wichtige Tunnelverbindung "Tseung Kwan O-Lam Tin" mit einem Gesamtauftragsvolumen von 1,1 Mrd. Euro. Der Anteil der CIMIC-Gesellschaft liegt bei 51 Prozent. Für die Regierung von Hongkong hat Leighton Asia bereits viele Projekte erfolgreich abgeschlossen. Insbesondere innerhalb der dicht besiedelten Stadt ist der Bau eine Herausforderung, wird jedoch zu einer optimierten Verkehrsführung in der Zukunft führen. Der Stadtbezirk Tseung Kwan O rechnet mit einer steigenden Bevölkerungszahl und wirtschaftlichem Wachstum. Das Projekt soll innerhalb von fünf Jahren fertiggestellt werden. Die CIMIC-Gesellschaft CPB Contractors wurde mit Planung und Bau der Phase 2 des Stadtbahnsystems Gold Coast Light Rail in Queensland beauftragt. Der Auftragswert für die Erweiterung des Stadtbahnsystems um 7,3 Kilometer liegt bei zirka 134 Mio. Euro für CPB Contractors. Die Gesellschaft wird eine große Anzahl von Arbeitern und Nachunternehmern aus der Umgebung beschäftigen. Zudem wird CPB Contractors den Teil C des Bruce Highways in Queensland erneuern: Bis Mitte 2018 wird die Gesellschaft einen vierspurigen Straßenabschnitt mit einer Länge von 10,5 Kilometern inklusive sieben Brückenbauwerken bauen. Der Auftragswert beträgt zirka 103 Mio. Euro. Das Team hat bereits eng mit dem Kunden zusammengearbeitet, um das Ökosystem rund um das Projekt zu schützen. Ebenfalls in Queensland entsteht bis Mitte 2019 das Projekt "Logan Enhancement" mit einem Auftragswert von zirka 293 Mio. Euro für CPB Contractors. Mehrere Straßenabschnitte werden erneuert und verbreitert. Es ist von großer wirtschaftlicher Bedeutung für die Region um Brisbane; allein der Bau wird 1300 Menschen direkt beschäftigen. Da das Projekt innerhalb eines Grüngürtels liegt, müssen hohe ökologische Auflagen berücksichtigt werden. In Melbourne hat die Gesellschaft innerhalb einer Arbeitsgemeinschaft den Auftrag für Planung und Bau des Projekts "Level Crossing Removals" mit einem Wert von zirka 318 Mio. Euro erhalten. Bis 2018 werden insgesamt neun Eisenbahnübergänge zurückgebaut und fünf Bahnhöfe entstehen. Die neue Schienenführung sorgt für mehr Sicherheit im Verkehr, weniger Staus und eine effizientere Zugstreckenauslastung. Für Main Roads Western Australia erbringt CPB Contractors Planungs- und Bauleistungen für das Projekt Roe 8 in Perth. Dort wird bis Anfang 2020 ein fünf Kilometer langer Straßenabschnitt erweitert. Der Auftragswert für die CIMIC-Gesellschaft liegt bei zirka 160 Mio. Euro. In enger Kooperation mit dem Kunden hat CPB Contractors bereits ermittelt, wie eventuelle Einflüsse auf Natur und Umwelt minimiert werden können, um operativen, gesellschaftlichen und umweltbezogenen Nutzen zu erreichen. Somit entspricht die Gesellschaft der Vorgabe des Staates Western Australia, große Infrastrukturvorhaben nach den Vorgaben des ISCA2) zu errichten. Dabei setzt sie auf einen innovativen Planungsansatz. MinendienstleistungenThiess, das global tätige Minen-Dienstleistungsunternehmen der CIMIC-Gruppe, ist nun auch auf dem nordamerikanischen Markt tätig: Die Gesellschaft hat in Kanada ein Joint Venture gegründet und bietet Minendienstleistungen im Ölsandgeschäft für ein kanadisches Energieunternehmen an. Das Projektvolumen liegt bei zirka 290 Mio. Euro. Zudem hat Thiess eine Auftragserweiterung um sechs Jahre für den Betrieb der Melak-Kohlenmine in Indonesien erhalten. Der neue Vertrag bestätigt die gute Leistung der Gesellschaft, die dort bereits seit 2008 tätig ist. Der Fokus liegt auch hier auf innovativen und nachhaltigen Minenlösungskonzepten für den Kunden. Der Auftragswert beträgt zirka 371 Mio. Euro. Indonesien ist der weltweit größte Exporteur von Kraftwerkskohle. Thiess realisiert den ersten Untertageauftrag der Mongolei: An der Kupfer- und Goldmine Oyu Tolgoi wird Thiess bis 2020 unter anderem zwei absteigende Tunnel errichten, die sowohl zur Versorgung als auch als Förderschächte dienen. Der Auftragswert liegt bei 88 Mio. Euro, der Anteil von Thiess liegt bei 80 Prozent. Soziale und urbane InfrastrukturMarktsegment Mixed-Use-ImmobilienIn Mumbai, Indien, entsteht das neue Projekt Maker Maxity. Die Gesellschaft Leighton India Contractors wird bis Mitte 2019 die Phasen 2 und 3 der gemischt genutzten Projektentwicklung in Premiumlage errichten. Das beinhaltet die Entwicklung von Einzelhandels- und Bewirtungsflächen. Der Auftragswert beläuft sich auf zirka 149 Mio. Euro. Marktsegment WohnimmobilienEbenfalls in Mumbai realisiert Leighton India Contractors das Projekt Ten BKC, eine zwei Hektar große Projektentwicklung mit 937 Wohnungen, verteilt auf 40 Türme innerhalb des Geschäfts- und Wohnkomplexes Bandra Kurla. Marktsegment GesundheitsimmobilienIn Neuseeland wird CPB Contractors das Christchurch Hospital Acute Services Building errichten. Der Auftrag für das Gesundheitsministerium hat einen Wert von zirka 183 Mio. Euro und soll bis Mitte 2018 abgeschlossen werden. In einer vorgelagerten Pre-Construction-Phase hat die Gesellschaft bereits die Baumethoden, Programme und Kostenpläne entwickelt, wodurch besondere Innovationen und Kosteneinsparungen ermittelt wurden. Marktsegment öffentliche GebäudeIn Hongkong wurde Leighton Asia von der Stadt Hongkong mit dem Bau eines Kolumbariums für die Beisetzung von Urnen und eines "Gartens der Erinnerung" beauftragt. Das Projekt mit einem Auftragswert von zirka 215 Mio. Euro soll im Frühjahr 2019 abgeschlossen sein und dann eine Lücke schließen: Das Projekt ist Teil einer Maßnahme der Regierung von Hongkong, um gegen die Knappheit öffentlicher Räume vorzugehen, die der Erinnerung an die Verstorbenen gewidmet sind. Ebenfalls in Hongkong errichtet Leighton Asia weitere Gebäude für den Grenzübergang Hongkong-Zhuhai-Macao-Brücke bis Ende 2017 innerhalb eines Joint Ventures. Der Auftrag hat für Leighton Asia einen Wert von zirka 81 Mio. Euro. Diese Aufträge gehören neben dem Bau des Passenger-Clearing-Gebäudes für diesen Grenzübergang, eines Kopfbahnhofs für die Schnellbahnstrecke nach China und dem Bau des Grenzkontrollpunkts "Liantang-Heung Yuen Wai" zu den drei großen Zugangsprojekten nach China, die Leighton Asia für die Regierung von Hongkong errichtet. Marktsegment GewerbeimmobilienFür das australische Verteidigungsministerium wird CPB Contractors an der RAAF-Basis in Amberly, Queensland, eine Wartungshalle für die Militärsportflugzeuge C-17A, ein Flugfeld und dazugehörige Infrastrukturmaßnahmen errichten. Der Auftragswert liegt bei 126 Mio. Euro. WasseraufbereitungCPB Contractors ist von der Behörde Melbourne Water beauftragt worden, innerhalb der kommenden vier Jahre das Projekt "Western Treatment Plant - Treatment Capacity Increase" in einem 50 : 50-Joint-Venture mit UGL zu realisieren. Der Planungs- und Bauauftrag hat einen Wert von insgesamt zirka 89 Mio. Euro. Das Team wird eine neue Trinkwasseraufbereitungsanlage mit einer Kapazität von 140 Millionen Litern pro Tag errichten, die an die bestehenden Anlagen angeschlossen wird. Zu den Kennzahlen der Division HOCHTIEF Asia PacificIn der Division HOCHTIEF Asia Pacific sind die HOCHTIEF-Beteiligung an CIMIC (72,7 Prozent Ende 2016) sowie damit verbundene Finanzierungs- und Holdingkosten erfasst. Änderungen der Finanzergebnisse von HOCHTIEF Asia Pacific ergeben sich größtenteils aus den von CIMIC ausgewiesenen Zahlen, reflektieren aber auch die damit verbundenen Finanzierungs- und Holdingkosten sowie Kursveränderungen des australischen Dollars gegenüber dem Euro. Die Division hat im abgelaufenen Geschäftsjahr beachtliche Fortschritte erzielt. Dank der hervorragenden Arbeit von operativer Mannschaft und Management konnte CIMIC weiterhin einen soliden cash-gestützten Gewinn erzielen. Einige wichtige strategische Zukäufe wirkten sich zudem positiv auf die langfristigen Wachstumsaussichten aus. Aktuell ist CIMIC dabei, das diversifizierte Dienstleistungsunternehmen UGL entsprechend der 100prozentigen Übernahme im Januar 2017 in den Konzern zu integrieren. Schon früher im Jahr hatte CIMIC die Übernahme von Sedgman abgeschlossen, einem Dienstleister im Bereich Bergbau und Mineralienverarbeitung. Division HOCHTIEF Asia Pacific: nominale Kennzahlen1)scroll
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anderweitig angezeigt Der nominale Konzerngewinn der Division legte gegenüber dem Vorjahr um knapp 26 Prozent auf 217,4 Mio. Euro zu, die PBT-Marge kletterte dabei um 120 Basispunkte von 4,7 auf 5,9 Prozent. Der Umsatz war für das Gesamtjahr zwar rückläufig gegenüber 2015, entwickelte sich aber positiv und übertraf den Vorjahreswert im vierten Quartal 2016 mit 2,21 Mrd. Euro um 18,4 Prozent. Der Auftragsbestand belief sich zum Jahresende auf 23,3 Mrd. Euro und lag damit um fast 20 Prozent über dem Wert von Dezember 2015. Der Anstieg hing teilweise mit der Übernahme von UGL zusammen, spiegelte aber auch Zuwächse im Kerngeschäft Bauen und Bergbau wider. Der Auftragseingang verbesserte sich auf fast 9,0 Mrd. Euro. Die betrieblichen Investitionen netto lagen mit 133 Mio. Euro, hauptsächlich aufgrund von im Rahmen einzelner Projekte kalkulierter Tunnelbohrmaschinen, im Berichtsjahr etwas höher. Das Net Cash aus laufender Geschäftstätigkeit bewegte sich mit 692 Mio. Euro weiterhin auf solidem Niveau und legte im vierten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Im Jahr 2015 war der Cashflow durch die erheblichen Anfangserfolge des verbesserten Working-Capital-Managements bei CIMIC positiv beeinflusst. Zu den Kennzahlen von CIMICDer Konzerngewinn (NPAT) von CIMIC stieg im Jahresvergleich um 11,5 Prozent auf 580,3 Mio. australische Dollar. Infolge des Aktienrückkaufs von CIMIC legte das Ergebnis je Aktie sogar noch deutlicher zu (14,9 Prozent). Ursächlich für den Anstieg waren vor allem eine Verbesserung der operativen Margen und die Reduzierung der Nettofinanzaufwendungen. Die EBIT-Marge erhöhte sich 2016 um 70 Basispunkte auf 7,0 Prozent, verglichen mit 6,3 Prozent im Vorjahr. Der positive Umsatztrend setzte sich im Berichtsjahr weiter fort. So lag der Umsatz im vierten Quartal mit 3,2 Mrd. australischen Dollar um 13,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Ohne Berücksichtigung von UGL ergibt sich ein Plus von 6,3 Prozent. Das Net Cash aus laufender Geschäftstätigkeit lag im vierten Quartal 2016 bei 557 Mio. australischen Dollar und damit um 4,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (vor Nettofinanzaufwendungen, Steuern und Dividendenerträgen) belief sich im Geschäftsjahr auf 1,2 Mrd. australische Dollar. Dies entspricht einer hohen Cashkonvertierung von 110 Prozent des EBITDA. Das Nettofinanzvermögen (ohne Operate Leasing) lag zum Jahresende bei 409 Mio. australischen Dollar. Die Summe ergibt sich nach Nettoinvestitionen in Höhe von rund 1,0 Mrd. australischen Dollar, die unter anderem die Anteile an UGL, Sedgman und Devine sowie den Aktienrückkauf und die Veräußerung von Nextgen umfassen. Bereinigt um diese Effekte würde sich das Nettofinanzvermögen auf über 1,4 Mrd. australische Dollar belaufen. Der Auftragsbestand von CIMIC belief sich zum Jahresende auf 34 Mrd. australische Dollar und übertraf den Stand zum 31. Dezember 2015 damit um gut 17 Prozent. Im Kerngeschäft Bauen und Bergbau verzeichnete CIMIC Zuwächse von jeweils mehr als 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Daneben trug der Dienstleister UGL mit 4,9 Mrd. australischen Dollar zum guten Auftragsbestand bei. 2017 sollen für CIMIC relevante Projekte im Wert von rund 100 Mrd. australischen Dollar auf den Markt kommen und für die Jahre ab 2018 sind Projekte mit einem Volumen von ca. 250 Mrd. australischen Dollar identifiziert. AusblickFür 2017 erwartet CIMIC einen Konzerngewinn (NPAT) zwischen 640 und 700 Mio. australischen Dollar. Dies entspricht einer Steigerung um 10 bis 21 Prozent gegenüber dem Ergebnis von 2016. Division HOCHTIEF EuropeDie HOCHTIEF Solutions AG bündelt als Führungsgesellschaft der Division HOCHTIEF Europe das Kerngeschäft in Europa. Unter diesem Dach bieten die operativen Tochtergesellschaften Leistungen in unseren Geschäftsfeldern an. Diese Struktur kombiniert die Vorteile eines eher mittelständisch geprägten Handelns mit dem Leistungsspektrum und der Finanzkraft eines international erfahrenen Baukonzerns. Die Gesellschaften HOCHTIEF Infrastructure, HOCHTIEF PPP Solutions und HOCHTIEF Engineering erbringen Leistungen insbesondere für Infrastruktur- und Hochbauprojekte, öffentlich-private Partnerschaften (Public-Private- Partnerships, PPP) sowie Engineering. Der Fokus liegt dabei auf den Bereichen Verkehrs-, Energie- sowie soziale und urbane Infrastruktur. Hinzu kommen die Aktivitäten der neu gegründeten Gesellschaft synexs, die die steigende Nachfrage nach modernem Facility-Management bedient. HOCHTIEF Projektentwicklung gehört ebenfalls zu der Division. Im Jahr 2016 haben wir die Gesellschaften HOCHTIEF Infrastructure und HOCHTIEF Building zusammengeführt, um die Marktposition unserer europäischen Bauaktivitäten zu stärken. Die Gesellschaft offeriert Leistungen für unser gesamtes Spektrum im Bereich Verkehrs- und Energie i nfrastruktur hauptsächlich in Europa, hinzu kommt das Hochbaugeschäft in Deutschland, Polen und Tschechien. Das Technische Kompetenzzentrum (TCC) unterstützt die Baueinheit mit ausgewiesenen und erfahrenen Spezialisten. Die Gesellschaft HOCHTIEF Engineering ist in vier Geschäftsbereiche unterteilt: Infrastructure; Energy, Industrial and Special Services; Virtual Design and Construction (ViCon); Construction and Project Management Services. Mit HOCHTIEF ViCon setzen wir seit vielen Jahren auf digitales Bauen. Heute ist die Gesellschaft einer der führenden Dienstleister und Berater für virtuelles Bauen beziehungsweise Building Information Modeling (BIM) mit Standorten in Deutschland, Katar und Großbritannien. Als Partner der öffentlichen Hand fungiert HOCHTIEF PPP Solutions. Die Gesellschaft bietet Planungs-, Finanzierungs-, Bau- und Betriebsleistungen. Dabei setzt sie auf ganzheitliche Lösungen für PPP-Projekte in den Bereichen Verkehrs-, Energie- und soziale Infrastruktur, die den gesamten Lebenszyklus von Projekten betrachten. Unsere Strategie ist es, nur dann PPP-Projekte zu realisieren, wenn wir sie auch baulich umsetzen. Die Struktur der Division HOCHTIEF Europe ermöglicht es, die Qualität der akquirierten Aufträge sowie das Risikomanagement zu verbessern. Die konsequente Straffung des Berichtswesens wurde auch im Berichtsjahr fortgesetzt. Mit unseren effizienten Prozessen optimieren wir die Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Gesellschaften. HOCHTIEF erwartet im Heimatmarkt Deutschland große Wachstumschancen in der Verkehrsinfrastruktur ebenso wie im Immobilienbereich: Der im August 2016 verabschiedete Verkehrswegeplan sieht Investitionen von rund 270 Mrd. Euro bis 2030 vor - auf dieser Basis sowie vor dem Hintergrund des weiterhin florierenden Hochbaumarkts in Deutschland erwarten wir gute Entwicklungen. Hier möchten wir mit attraktiven Projekten im Wettbewerb gute Renditen erzielen. Auch unsere Aktivitäten in weiteren europäischen Schlüsselmärkten, insbesondere in Skandinavien, Großbritannien und den Niederlanden, wollen wir gezielt verstärken. Unser BIM-Know-how stellt dabei einen Wettbewerbsvorteil dar und wird von unseren Kunden nachgefragt. Zwei viel beachtete Großprojekte wurden im Jahr 2016 abgeschlossen: HOCHTIEF übergab am 4. November 2016 die Elbphilharmonie an den Bauherrn, die Stadt Hamburg. Der spektakuläre Bau, dessen Konzertbetrieb im Januar 2017 aufgenommen wurde, ist bereits das neue Wahrzeichen Hamburgs. Am 1. Juni 2016 wurde der Gotthard-Basistunnel in der Schweiz eröffnet, mit 57 Kilometern der längste Eisenbahntunnel der Welt. HOCHTIEF hatte in einer Arbeitsgemeinschaft bei zwei Baulosen einen bedeutenden Beitrag beim Tunnelbau geleistet. In der Division HOCHTIEF Europe verzeichneten wir 2016 zahlreiche bedeutende Projekteingänge. > Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: www.hochtief-solutions.de Projektbeispiele>> Weitere Projektbeispiele finden Sie unter: www.hochtief.de/kundenportal VerkehrsinfrastrukturHOCHTIEF PPP Solutions hat als Teil des Konsortiums ViA6West den Zuschlag erhalten, die Erweiterung der Bundesautobahn A 6 in Baden-Württemberg zu planen, zu finanzieren, zu bauen und zu erhalten. Das Gesamtauftragsvolumen liegt bei 1,3 Mrd. Euro, davon entfallen 600 Mio. Euro auf den Bau. Der Anteil von HOCHTIEF PPP Solutions beträgt 30 Prozent; HOCHTIEF Infrastructure ist mit 60 Prozent an der Bauarbeitsgemeinschaft beteiligt. Die Strecke, die unter laufendem Verkehr sechsspurig ausgebaut werden soll, ist 25,5 Kilometer lang. Zum Projekt gehört zudem die Erneuerung der 1,3 Kilometer langen Neckartalbrücke bei Heilbronn. Der Autobahnabschnitt, der bis 2046 betrieben und erhalten wird, umfasst eine Länge von 47,2 Kilometern. Als technischer Federführer einer Arbeitsgemeinschaft (Arge) wird HOCHTIEF Infrastructure einen Lärmschutztunnel der A 7 in Hamburg-Stellingen bauen. Der Gesamtauftragswert beträgt 154 Mio. Euro (Anteil für HOCHTIEF: 128 Mio. Euro). Der neue Tunnel wird zwei durch die Autobahn getrennte Stadtviertel verbinden und dort die Lebensqualität deutlich steigern. Einen weiteren Tunnelauftrag hat die Gesellschaft in Hessen erhalten: Als technischer Federführer einer Arge wird sie den 600 Meter langen Tunnel Trimberg sowie den vierstreifigen Ausbau eines Teilstücks der Bundesautobahn 44 mit einem Gesamtauftragswert von 73 Mio. Euro (HOCHTIEF-Anteil: 50 Prozent) realisieren. In Österreich verantwortet HOCHTIEF Infrastructure Austria innerhalb einer Arge bis Mitte 2018 das Hauptbaulos des Projekts A 5 Nord/Weinviertel mit einem Gesamtvolumen von 48 Mio. Euro. Im Zuge der Arbeiten werden zirka 1,6 Mio. Kubikmeter Material abgetragen, von denen zirka 600.000 Kubikmeter für Dammschüttungen wiederverwendet werden. Der Rest wird für die Modellierung des Geländes außerhalb des Baufelds genutzt. HOCHTIEF (UK) Construction modernisiert bis April 2018 den Londoner U-Bahnhof Tottenham Hale. Ausschlaggebend für den Zuschlag war unter anderem das HOCHTIEF-Know-how im Bereich Building Information Modeling (BIM). Für London Underground hat unsere Gesellschaft bereits vier U-Bahnhof-Projekte realisiert. Darüber hinaus erhielt die Gesellschaft den Auftrag "Locros Lifts" von Rail for London, drei Bahnhöfe im Osten der britischen Hauptstadt zu modernisieren. Auch dort arbeitet unser Team mit BIM. Mit dem Verkehrsinfrastrukturprojekt "M4 Junction 16 Capacity Improvements" ist ebenfalls HOCHTIEF (UK) Construction beauftragt worden. Der Autobahnknotenpunkt der M4 in der Nähe von Swindon wird bis Anfang 2018 aufgrund des prognostizierten erhöhten Verkehrsaufkommens neu gestaltet. HOCHTIEF ViCon hat einen ersten Auftrag in Australien erhalten: Für das Großprojekt Sydney Metro Northwest, an dem Gesellschaften der CIMIC-Gruppe mit wesentlichen Aufträgen beteiligt sind, liefert ViCon BIM-Managementleistungen sowie das selbst entwickelte Online Rail Information System (ORIS). Soziale und urbane InfrastrukturMarktsegment Büro- und GeschäftsimmobilienBis 2019 errichtet HOCHTIEF PPP Solutions das neue Landeslabor Berlin-Brandenburg auf Basis eines ÖPP-Mietmodells. Die Baukosten für das neue Gebäude mit Laboren unterschiedlicher Sicherheitsstufen und Büros belaufen sich auf 72 Mio. Euro, das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt 160 Mio. Euro. Der Mietvertrag läuft über 30 Jahre. Wie bei jedem PPP-Projekt, betrachten wir auch dieses unter einem ganzheitlichen Lebenszyklusansatz. Beispielsweise setzen wir bei der Kältetechnik unter anderem auf Eigenerzeugung durch freie Kühlung: Die Außentemperatur wird zusätzlich für den Kälteprozess genutzt. Der Energieverbrauch wird deutlich reduziert - und damit sinken die Kosten. HOCHTIEF Infrastructure wird in Frankfurt ein weiteres Hochhaus errichten: Das Projekt Marienturm hat einen Auftragswert von zirka 138 Mio. Euro. Der 155 Meter hohe Büroturm entsteht bis Ende 2018 nach LEED-Platin-Standard. HOCHTIEF realisiert das Gebäude im partnerschaftlichen PreFair-Verfahren; eine vorgelagerte PreConstruction sorgte dafür, dass gemeinsam mit dem Kunden Bausoll und Kosten optimiert wurden. In Hamburg realisiert die Gesellschaft bis Ende 2018 das Projekt Campus Tower HafenCity, das aus einem Hochhaus sowie einem angrenzenden Riegelgebäude bestehen wird und sowohl Eigentums- als auch sozial geförderte Mietwohnungen sowie Büros und Geschäfte beinhalten soll. Das Projekt wird höchste Ansprüche an die Effizienz stellen: Die Zertifizierung durch das Umweltzeichen HafenCity in Gold ist angestrebt. Ebenfalls in Hamburg ist HOCHTIEF Infrastructure mit der Erweiterung der Nordex-Zentrale mit einem Volumen von zirka 22 Mio. Euro beauftragt worden. HOCHTIEF hatte das Verwaltungsgebäude für den Windanlagenproduzenten 2009 fertiggestellt und wird nach einer intensiven Begleitung der Planungsphase bis Anfang 2018 den Erweiterungsbau Nordex II bauen. Aus den Erfahrungen beim ersten Bauabschnitt wurden Nachhaltigkeitsmaßnahmen für den Anbau abgeleitet: Eine tageslichtabhängige Beleuchtungssteuerung mit Präsenzmeldern wird eingebaut, da sich diese positiv auf den Energieverbrauch auswirkt. Wärmepumpen werden ebenfalls Einfluss auf den Primärenergiebedarf haben. In Würzburg planen und bauen HOCHTIEF PPP Solutions und HOCHTIEF Infrastructure den neuen Verwaltungskomplex der Deutschen Rentenversicherung Bund. 2018 soll das Bürogebäude, das zudem ein Rechenzentrum beinhalten wird, fertiggestellt sein. Daran schließt sich ein Vertrag für das technische und infrastrukturelle Gebäudemanagement in einem Zeitraum von zehn Jahren an (eine Verlängerungsoption von fünf Jahren ist festgehalten). Marktsegment WohnimmobilienDas Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarre errichtet HOCHTIEF bis Mitte 2017 in Leipzig. Die Architektur des siebengeschossigen Gebäudes greift den Stil der Leipziger Messebauten auf. Beim Bauprozess wird der Standard des DGNB-Zertifikats in Gold beachtet. Bis April 2018 erweitert HOCHTIEF die Seniorenwohnanlage der K.D. Feddersen-Stiftung in Hamburg. Unter anderem gab das BIM-Know-how unserer Mitarbeiter den Ausschlag für den Auftrag. Beim Bau muss die Nähe zu einem Biotop berücksichtigt werden. In Warschau errichtet HOCHTIEF Polska bis September 2017 einen nachhaltigen Wohnkomplex nach den Anforderungen der "Sehr gut"-Auszeichnung des BREEAM-Zertifikats. Das gesamte Gebäude wird mit behindertengerechten Zugängen ausgestattet sein und Sanitäreinrichtungen für Fahrradpendler bieten. Das Gebäude "Poruba" mit gemischter Nutzung baut HOCHTIEF CZ in Prag. Das Gebäude wird Wohnungen, Einzelhandel und Parkflächen beinhalten. Marktsegment HotelsHOCHTIEF errichtet in Köln bis Ende 2018 das Motel One, ein siebengeschossige Gebäude mit 424 Zimmern. Bezogen auf die Bettenzahl, wird es das größte Hotel der Domstadt. Wegen der Nähe zum Rhein muss der hohe Grundwasserstand berücksichtigt werden. Die begrenzte Innenstadtlage erfordert ein maßgeschneidertes Logistikkonzept. Marktsegment BildungsimmobilienEinen weiteren Auftrag hat HOCHTIEF Building an der Ruhr-Universität Bochum erhalten: Dort plant und baut sie den Gebäudekomplex IA-IB schlüsselfertig. Der Auftragswert beläuft sich auf zirka 127 Mio. Euro. Bis September 2015 hatte HOCHTIEF in einem ersten Teilauftrag Schadstoffe aus den beiden neungeschossigen Gebäuden entfernt. Marktsegment GewerbeimmobilienIn Krakau erweiterte HOCHTIEF Polska von Mai bis Dezember 2016 ein Werk für die Montage von Elektromotoren um ein Gebäude mit zusätzlichen Produktions- und Lagerflächen sowie Sozialräumen. HOCHTIEF Polska wird zudem eine Produktionsanlage mit Lagerhalle für den Pflegeproduktehersteller Velvet Care in Klucze, etwa 50 Kilometer nordöstlich von Krakau, errichten. Die Fertigstellung des Projekts ist für 2017 geplant. Marktsegment Sport- und VeranstaltungsstättenHOCHTIEF Infrastructure erhielt den Auftrag als Generalübernehmer zum Bau des "Mercedes Platz" in Berlin, eines neuen Quartiers für Sport, Kultur, Geschäfte und Hotelflächen. In einer ergebnisorientierten Pre-Construction-Phase konnte HOCHTIEF dem Kunden viele technische Optimierungen vorschlagen. Das Projekt soll 2018 fertiggestellt werden und hat einen Auftragswert von zirka 200 Mio. Euro. Der Mercedes Platz soll künftig das vitale Herzstück des dynamisch wachsenden Stadtquartiers entlang der East Side Gallery bilden. Zu den Kennzahlen der Division HOCHTIEF Europe2016 hat die Division HOCHTIEF Europe weitere Fortschritte erzielt und sich finanziell verbessert. So hat sich das operative Vorsteuerergebnis mehr als verdoppelt und übertraf mit 36,1 Mio. Euro den Wert der prognostizierten Spanne von 20 bis 35 Mio. Euro. Die Marge legte dabei um 140 Basispunkte auf 2,3 Prozent zu. Das nominale Ergebnis vor Steuern war mit 18,7 Mio. Euro ebenfalls positiv und verbesserte sich gegenüber dem für 2015 ausgewiesenen Verlust um 46,2 Mio. Euro. Besonders erfreulich ist, dass die Division HOCHTIEF Europe jetzt einen positiven Cashflow erwirtschaftet. Hatte die Division im Jahr zuvor noch einen Mittelabfluss in Höhe von 98 Mio. Euro verzeichnet, erzielte sie 2016 einen positiven operativen Free Cashflow von 40 Mio. Euro. Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung war die deutliche Verbesserung beim Nettoumlaufvermögen, eine wesentliche Steuerungsgröße, auf die der Konzern nach wie vor ein Hauptaugenmerk legt. Als Folge dieses positiven Ergebnisses beendete die Division das Jahr (erstmals seit mehreren Jahren) mit einem Nettofinanzvermögen in Höhe von 45 Mio. Euro. Division HOCHTIEF Europe: Kennzahlen1)scroll
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Alle Daten sind nominale Daten, soweit nicht
anderweitig angezeigt. Der Auftragseingang ist im Vergleich zum Vorjahr - bereinigt um zwei Großaufträge im Mittleren Osten - gestiegen. Diese Aufträge wurden von den Kunden nicht fortgeführt. Der Auftragsbestand zum Ende des Berichtszeitraums lag damit bei knapp 4,0 Mrd. Euro und stellt eine solide Basis für die künftige Entwicklung der Division dar. Im Februar 2017 hat HOCHTIEF Europe das Infrastrukturprojekt Zuidasdok in den Niederlanden gewonnen. Von dem auf 1,0 Mrd. Euro bezifferten Auftrag entfallen 42,5 Prozent auf HOCHTIEF. HOCHTIEF Europe arbeitet für das laufende Jahr an einer Projekt-Pipeline von 25 Mrd. Euro. AusblickFür das Geschäftsjahr 2017 gehen wir von einer weiteren Erhöhung des operativen Vorsteuerergebnisses auf 40 bis 45 Mio. Euro aus. Corporate Governance und ComplianceCorporate GovernanceDas Prinzip guter Corporate Governance gilt im gesamten HOCHTIEF-Konzern und damit für alle Unternehmensbereiche. "Corporate Governance" - das sind die Grundsätze und der Ordnungsrahmen der Unternehmensführung und -Überwachung. Unser Maßstab für Deutschland ist der Deutsche Corporate Governance Kodex. Der Vorstand berichtet in den folgenden Abschnitten -zugleich auch für den Aufsichtsrat - über die Corporate Governance bei HOCHTIEF gemäß den Regelungen des Kodex. Die Prinzipien einer verantwortlichen, transparenten und auf langfristigen wirtschaftlichen Erfolg ausgerichteten Führung und Kontrolle des Unternehmens sind verbindliches Leitbild für HOCHTIEF. Gute Corporate Governance ist die Grundlage für das Vertrauen unserer Anleger, Kunden, Mitarbeiter und der Öffentlichkeit. Im Februar 2017 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben, die an der angegebenen Stelle im Wortlaut wiedergegeben ist. Im Internet > haben wir weitere Informationen über unsere Corporate-Governance-Praxis zusammengestellt. Hier finden Sie auch unseren Verhaltenskodex (Code of Conduct), sämtliche Entsprechenserklärungen und die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB. In dieser Erklärung sind auch die Angaben zu den von Aufsichtsrat und Vorstand festgelegten Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands enthalten. > Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de/corporate-governance In der Entsprechenserklärung vom Februar 2016 waren drei Punkte genannt, bei denen den Empfehlungen des Kodex zu diesem Zeitpunkt nicht oder nur eingeschränkt entsprochen wurde. Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Anwendung dieser Kodexregelungen erneut geprüft. Bei diesen drei Abweichungen vom Kodex sind Vorstand und Aufsichtsrat nach wie vor der Ansicht, dass es sich hierbei um gut begründete Ausnahmen handelt. In der nachfolgend abgedruckten Entsprechenserklärung (siehe Seite 100) sind die Gründe für die Nichtanwendung der Kodexregelungen erläutert. Im Übrigen entspricht HOCHTIEF sämtlichen Empfehlungen des Kodex in seiner aktuellen Fassung. Durch die Zusammensetzung des Gremiums sind die Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen, die für die ordnungsgemäße Wahrnehmung der Aufgaben des Aufsichtsrats erforderlich sind, insgesamt bei HOCHTIEF gewährleistet.1) Im Jahr 2015 ist die Änderung des Aktiengesetzes in Kraft getreten, dass bei der Neuwahl von Aufsichtsräten börsennotierter und voll mitbestimmungspflichtiger Unternehmen ab 2016 eine Geschlechterquote von mindestens 30 Prozent eingehalten werden muss. Nach der Neuwahl des Aufsichtsrats im Frühjahr 2016 gehören dem Gremium fünf weibliche Mitglieder an. Dies ist mehr als vom Gesetz bei Durchführung der Wahlen nach dem Prinzip der sogenannten Getrennterfüllung gefordert. ComplianceDie Compliance-OrganisationAn der Spitze des Compliance-Systems steht der Vorstandsvorsitzende der HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Jährlich berichtet der Chief Compliance Officer an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben erhält er unter anderem Unterstützung durch Konzern-Compliance und Recht. Alle Divisions verfügen über ähnliche Organisationsstrukturen. In den Divisions leiten Compliance Officer die jeweiligen Compliance-Organisationen. Sie berichten direkt an den Chief Compliance Officer. Es gehört zu ihren Aufgaben, das Compliance-Programm von HOCHTIEF umzusetzen, Compliance-Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Als lokale Ansprechpartner für die Mitarbeiter in den Gesellschaften der Divisions unterstützen die Compliance Manager bei der Implementierung und Weiterentwicklung des Compliance-Systems. In jeder HOCHTIEF-Division ist ein Compliance Committee etabliert, das unter der Leitung des Compliance Officers mindestens einmal im Quartal tagt. Die Compliance Committees setzen sich zusammen aus dem Compliance Officer der Division, aus Vertretern des operativen Geschäfts und einzelner Fachabteilungen wie der Personalabteilung, der Revision oder des Einkaufs. Die Aufgabe der Compliance Committees besteht darin, die Compliance-Organisation bei der Umsetzung des Compliance-Programms und der Integration von Compliance in die Geschäftsabläufe und -prozesse zu beraten und zu unterstützen. Unser Compliance-System ist darauf ausgerichtet, Compliance-Verstöße zu verhindern (Prävention). Schwerpunkte der Compliance-Organisation liegen in der Verhinderung von Korruption und Kartellrechtsverstößen. Um Compliance-Verstößen in anderen Bereichen vorzubeugen, sind die jeweiligen Fachfunktionen verantwortlich: zum Beispiel das zentrale Kompetenzzentrum für Arbeitssicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutz (AGUS Center)1) oder der Bereich Datenschutz, der dem Datenschutzbeauftragten von HOCHTIEF zugeordnet ist.2)
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Weitere Informationen finden Sie auf den
Seiten 114 bis 117. Das Compliance-Programm von HOCHTIEFCompliance ist ein wesentlicher Baustein unserer Unternehmensgrundsätze. Die Erwartungen und Compliance-Anforderungen an die Mitarbeiter aller Konzerngesellschaften sind in der Vision und den jeweiligen Verhaltenskodizes niedergelegt. Sie gelten in allen HOCHTIEF-Gesellschaften und sind heute in der Unternehmenskultur fest verankert. In den Verhaltenskodizes sind wichtige gesetzliche Bestimmungen formuliert, aber auch Anforderungen aus Selbstverpflichtungserklärungen, zu deren Einhaltung und Förderung wir uns verpflichtet haben. Dazu gehören beispielsweise der UN Global Compact und die ILO-Kernarbeitsnormen. Schon früh hat HOCHTIEF einen verbindlichen Verhaltenskodex erarbeitet: 2002 haben wir unsere Compliance-Anforderungen in einem solchen Kodex veröffentlicht und kontinuierlich weiterentwickelt. Heute ist er als HOCHTIEF Code of Conduct für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und die Division Europe verbindlich verankert, die Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Asia Pacific haben diese Standards in ihre Verhaltenskodizes übernommen. In 13 Sprachen enthält der HOCHTIEF Code of Conduct für alle Mitarbeiter verbindliche Regelungen zu kartellrechtlichen Fragen, zum Verhalten gegenüber Geschäftspartnern und zu möglichen Interessenkonflikten. Er gibt Auskunft darüber, wann Bestechung oder Korruption vorliegen, wie Spenden oder Sponsoring zu behandeln sind, wie mit Informationen umgegangen wird, die internes Wissen, Vertraulichkeit oder Datenschutz betreffen. Er behandelt Themen wie Gesundheits- und Umweltschutz, Vermögenswerte des Unternehmens einschließlich der Dokumentation von Geschäftsvorfällen, den Umgang mit Unternehmenseigentum und -vermögen oder Insiderregeln sowie Grundsätze zur sozialen Verantwortung3) , die die Achtung der Menschenwürde, die Ablehnung von Kinder- und Zwangsarbeit, das Gebot der Chancengleichheit und das Verbot der Diskriminierung, das Vereinigungsrecht und das Recht auf Kollektivverhandlungen betreffen. In allen Divisions konkretisieren Konzernrichtlinien und Arbeitsanweisungen die Inhalte der Verhaltenskodizes, um den Mitarbeitern verständliche Hilfestellungen zu geben. Die Einhaltung dieser Vorgaben und der gesetzlichen Vorschriften ist Bestandteil einer guten Corporate Governance. Sie bilden die Grundlage für unseren guten Ruf, für die weltweite Reputation von HOCHTIEF. Von Geschäftspartnern, Kunden und Lieferanten wird erwartet und verbindlich eingefordert, dass sie die Anforderungen von HOCHTIEF einhalten. Zu diesem Zweck gibt es den Code of Conduct für Vertragspartner - er ist ebenfalls in 13 Sprachen verfügbar. Das Compliance-System von HOCHTIEF ist auf Prävention ausgerichtet und soll durch geeignete Maßnahmen Compliance-Verstößen vorbeugen. Alle, Führungskräfte ebenso wie Mitarbeiter, stehen in der Verantwortung, unsere Compliance-Anforderungen zu erfüllen. Unser wesentlicher Grundsatz ist klar definiert: Kein Geschäftsabschluss rechtfertigt es, das Vertrauen in HOCHTIEF zu erschüttern und die gute Reputation unseres Konzerns zu gefährden. Um erfolgreiche und nachhaltige Geschäftsbeziehungen aufzubauen, werden in allen Divisions bestimmte Gruppen von Geschäftspartnern, wie Joint-Venture-Partner oder Berater, sorgfältig durch ein definiertes Auswahlverfahren ausgewählt und durch Compliance freigegeben. Dabei werden Integrität und Zuverlässigkeit mithilfe externer Datenbanken überprüft und dieser Auswahlprozess dokumentiert (Business Partner Compliance Due Diligence).
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Weitere Informationen finden Sie auf der
Klappseite 3 und auf den Seiten 144 ff. Themenfeldindikator ComplianceAspekt Korruptionsbekämpfung:Anzahl der Compliance-Schulungen Weitere Informationen siehe GRI-Index auf den Seiten 252 bis 253. Wir informieren unsere Mitarbeiter über das Compliance-Programm und ihre Ansprechpartner in den Intranets der Gesellschaften. Dort lassen sich unkompliziert alle internen Richtlinien auffinden. Auch unsere Schulungsangebote sind dort ausgeschrieben. Durch Präsenzschulungen und elektronische Lernprogramme werden Compliance-Themen vermittelt und das Wissen vertieft. Einheiten im In- und Ausland wurden auch im Berichtsjahr von Compliance geschult. Insgesamt nahmen 16.745 Mitarbeiter an unseren Schulungen teil, davon in der Division HOCHTIEF Asia Pacific 9.624, in der Division HOCHTIEF Americas 5.401 und in der Division HOCHTIEF Europe (inklusive Holding) 1.720 Mitarbeiter. Ein Schwerpunkt der Compliance-Aktivitäten im Berichtsjahr bildete die Weiterentwicklung des Compliance-Systems im Hinblick auf das sich ständig weiterentwickelnde Themenfeld Kartellrecht. Zur Vertiefung wurden die Compliance-Schulungen für Führungskräfte und solche Mitarbeiter ausgebaut, die Kontakt zu Wettbewerbern haben oder in Bereichen tätig sind, in denen wettbewerbsrechtliche Risiken bestehen. Mithilfe einer Kommunikationskampagne, die neben allgemeinen Compliance-Themen besonders das Thema Kartellrecht aufgreift, soll die Sensibilität der Mitarbeiter weiter verstärkt werden. Anzahl der Compliance-Schulungenscroll
Den folgenden Grafiken sind die 485 vollkonsolidierten Beteiligungsgesellschaften in 49 Ländern zugrunde gelegt, die HOCHTIEF zum Stand 31. Dezember 2016 verzeichnete.ILO-Übereinkommen zur Beseitigung der schlimmsten Formen von Kinderarbeit (C182)![]() ILO-Übereinkommen zur Abschaffung der Zwangsarbeit (C105)![]() ILO-Übereinkommen zum Vereinigungsrecht und Recht zu Kollektivverhandlungen (C098)![]() UN-Konventionen zur Wahrung der Menschenrechte![]() ≡ www.ilo.org www.ohchr.org Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO)Als weltweit erstes Bauunternehmen hat sich HOCHTIEF im Jahr 2000 verpflichtet, den Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zu entsprechen. Die Agentur der UNO konzentriert sich darauf, dass weltweit Frauen und Männer unter freien, gleichen, sicheren und menschlichen Bedingungen ihre Arbeit ausüben können. Zudem bekennt sich HOCHTIEF grundsätzlich zu den UN-Konventionen, siehe Glossar Seite 258. Anzahl der HOCHTIEF-Beteiligungsgesellschaften in Bezug auf das Korruptionsrisiko in den jeweiligen Ländern![]() Gemäß dem Corruption Perception Index (CPI) nach Transparency International ≡ hat HOCHTIEF vorwiegend vollkonsolidierte Beteiligungsgesellschaften in Ländern mit geringem beziehungsweise sehr geringem Korruptionsrisiko. ≡ www.transparency.de In allen HOCHTIEF-Divisions existieren Hinweissysteme, über die Mitarbeiter etwaige Missstände melden können, wenn sie sich nicht direkt an ihren Vorgesetzten wenden möchten oder können. Wir fordern alle Mitarbeiter auf, Vorfälle zu berichten. Dafür stehen Hotlines und E-Mail-Adressen zur Verfügung. Die Meldungen gehen an die Compliance Officer oder an Konzern-Compliance. Jede Meldung wird vertraulich behandelt, so-dass der Hinweisgeber geschützt ist. Darüber hinaus kann jeder Hinweisgeber von vornherein anonym bleiben. Die Möglichkeit, Hinweise an Compliance weiterzugeben, besteht auch für Geschäftspartner von HOCHTIEF. Besteht der Verdacht eines Verstoßes gegen Compliance-Regeln, werden anlassbezogene Compliance-Prüfungen initiiert. Diese Prüfungen werden von Compliance veranlasst und entweder selbst oder durch das Team der internen Revision durchgeführt. Die Compliance-Organisation überprüft überdies regelmäßig den Status der Implementierung der Compliance-Maßnahmen. Dies geschieht beispielsweise durch Abfragen (Self Assessments) oder im Rahmen von Interviews. Zudem wird die Wahrnehmung von Compliance unter den Mitarbeitern evaluiert. Hierzu hat Konzerncompliance in der Division HOCHTIEF Europe den "Compliance Spot Check" etabliert. Der Spot Check zeigt, wie die Mitarbeiter das Thema Compliance beurteilen und ob sie beispielsweise die veröffentlichten Regeln verständlich finden. Risikobasiert überprüft auch die Revision die Einhaltung von Compliance-Richtlinien und den aktuellen Status der Compliance-Prozesse im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Audits in den Gesellschaften. Alle Verstöße gegen Gesetze und interne Richtlinien verfolgen wir kompromisslos, ihre Aufklärung genießt höchste Priorität. Die individuellen Maßnahmen, die bei Compliance-Verstößen ergriffen werden, werden vom Compliance Officer vorbereitet und von den jeweiligen Geschäftsleitungen beschlossen. Dabei ist HOCHTIEF stets auch auf den Schutz von anonym Beschuldigten vor Unrecht bedacht. Themenfeldindikator ComplianceAspekt Korruptionsbekämpfung:Risikoanalyse gemäß CPI Weitere Informationen siehe GRI-Index auf den Seiten 252 bis 253. Die jeweiligen Vorgesetzten oder die Geschäftsleitung sind verantwortlich für die Umsetzung arbeitsrechtlicher Maßnahmen, die bis zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses führen können. Bei festgestellten Regelverstößen prüft der zuständige Compliance Officer, ob die vorhandenen Compliance-Vorgaben und festen Arbeitsabläufe angemessen und ausreichend sind. Für den Fall, dass sich ein Anpassungsbedarf herausstellt, überarbeitet der Compliance Officer die Vorgaben oder führt entsprechende Maßnahmen ein. Die Bedeutung des Themas Compliance zeigt sich auch in der 2016 von HOCHTIEF durchgeführten Wesentlichkeitsanalyse: Compliance wird einheitlich als wichtigstes Nachhaltigkeitsthema bewertet: Nachunternehmer (89 Prozent) ebenso wie Mitarbeiter (87 Prozent), Entscheider (69 Prozent) sowie die bevölkerungsrepräsentative Stichprobe (65 Prozent) messen Compliance sehr hohe oder hohe Relevanz bei. VergütungsberichtBezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016Das System der Vorstandsvergütung ist auf eine langfristige und nachhaltige Unternehmensführung ausgerichtet. Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat festgesetzt. Auch das Vergütungssystem für den Vorstand wird vom Aufsichtsrat beschlossen und regelmäßig überprüft. Der Personalausschuss des Aufsichtsrats bereitet die entsprechenden Beschlussfassungen des Aufsichtsratsplenums vor. Die Vergütung der Vorstände setzt sich für das Geschäftsjahr 2016 zusammen aus 1. einer Festvergütung, 2. Nebenleistungen, 3. einer variablen Vergütung sowie 4. einer Altersversorgung. 1. Die Festvergütung wird in gleichen monatlichen Raten ausgezahlt. 2. Zu den Nebenleistungen zählt der nach steuerlichen Richtlinien anzusetzende Wert der privaten Nutzung des Dienstwagens und vermögenswerter Vorteile. 3. Die Berechnung der variablen Vergütung erfolgt auf der Basis der folgenden gleich gewichteten Bausteine: bereinigter Free Cashflow, Konzerngewinn absolut und Konzerngewinn Delta zum Vorjahr. Für alle drei Komponenten kann die Zielerfüllung bei null bis 200 Prozent des budgetierten Betrags liegen. Zusätzlich zu den wirtschaftlichen Zielen kann der Aufsichtsrat jährlich bis zu vier strategische Ziele festlegen, die einheitlich für alle Mitglieder des Vorstands Gültigkeit haben. Der Aufsichtsrat hat das Recht, den Gesamtzielerreichungsgrad, der sich aus der Erreichung der wirtschaftlichen Ziele ergibt, unter Würdigung der Zielerreichung dieser strategischen Ziele zu erhöhen oder zu vermindern. Die erreichte variable Vergütung wird durch drei Komponenten wie folgt erfüllt: a. Barzahlung (Short-Term-Incentive-Komponente), b. durch Übertragung von Aktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft in Höhe des Nettobetrags, mit einer Sperrfrist von zwei Jahren (Long-Term-Incentive-Komponente1) I) und c. durch Gewährung eines jährlich aufzulegenden Long-Term-Incentive-Plans (Long-Term-Incentive-Komponente II). 4. Alle Mitglieder des Vorstands haben als betriebliche Altersversorgung einzelvertragliche Pensionszusagen erhalten, die eine Inanspruchnahme der Pension frühestens ab Vollendung des 65. Lebensjahres vorsehen. Die Höhe der Pension bemisst sich an den festen Bezügen. Dabei wird ein prozentualer Anteil der festen Bezüge als Pension gewährt, der mit der Bestelldauer steigt. Als Höchstbetrag erhält das Vorstandsmitglied 65 Prozent der letzten festen Bezüge. Die Hinterbliebenenversorgung beträgt 60 Prozent des Pensionsanspruchs. Gewährte Zuwendungscroll
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Ohne nachträgliche Anpassung (siehe Bezüge
für frühere Geschäftsjahre) Zugeflossene Zuwendungscroll
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Ohne nachträgliche Anpassung (siehe Bezüge
für frühere Geschäftsjahre) Regelungen im Falle der Beendigung des DienstvertragsBei Nichtverlängerung des Dienstvertrags erhalten die Vorstandsmitglieder eine Abfindung in Höhe eines festen Jahresgehalts. Die Abfindung setzt voraus, dass das Vorstandsmitglied bei Ende des Anstellungsvertrags mindestens in der zweiten Amtsperiode dem Vorstand angehörte und noch nicht das 65. Lebensjahr vollendet hat. Bei einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit werden Abfindungszahlungen an die Vorstände den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und es wird nicht mehr als die Restlaufzeit des Dienstvertrags vergütet. Der Barwert der Pensionszusagen an aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder beträgt 104.427 Tsd. Euro (Vorjahr 92.889 Tsd. Euro). An frühere Mitglieder des Vorstands oder deren Hinterbliebene wurden Beträge in Höhe von 4.471 Tsd. Euro (Vorjahr 4.869 Tsd. Euro) gezahlt. Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und ihren Hinterbliebenen betragen 90.698 Tsd. Euro (Vorjahr 83.404 Tsd. Euro). Bezüge des Vorstands für frühere GeschäftsjahreVom Aufsichtsrat wurde für das Geschäftsjahr 2015 für Herrn Fernandez Verdes aufgrund der außergewöhnlichen Leistung von Herrn Fernandez Verdes sein Gesamtzielerreichungsgrad für die STIP-, LTIP-I- und LTIP-II-Komponente von 188,23 Prozent auf 200 Prozent festgesetzt. Daraus resultierend, wurden 79 Tsd. Euro Short-Term-Incentive, 67 Tsd. Euro Long-Term-Incentive-I und 67 Tsd. Euro Long-Term-Incentive-II gewährt. Zusätzlich hat der Aufsichtsrat einen Sonderbonus für Herrn Fernandez Verdes in Höhe von 470 Tsd. Euro als Zeichen der Wertschätzung für seine außerordentliche Leistung beschlossen. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat 2016 zur Erfüllung der Long-Term-Incentive-Komponente II aus dem Jahr 2015 einen Long-Term-Incentive-Plan 2016 (LTIP 2016) für die Vorstandsmitglieder beschlossen. Dabei handelt es sich um die Gewährung von sogenannten Stock-Appreciation-Rights (Wertsteigerungsrechte) und Stock-Awards (virtuelle Aktienrechte). Die Stock-Appreciation-Rights 2016 gewähren den Vorständen bei Erreichung der Ausübungshürden nach Ablauf der Wartezeit von drei Jahren innerhalb des dreijährigen Ausübungszeitraums einen Zahlungsanspruch gegen die Gesellschaft. Dessen Höhe hängt von der Entwicklung des Börsenkurses innerhalb der Warte- und Ausübungszeit ab. Ferner müssen relative sowie absolute Erfolgshürden, deren nachträgliche Änderung ausgeschlossen ist, erfüllt sein. Die Planbedingungen der Stock-Awards 2016 sehen vor, dass die Berechtigten für jeden Stock-Award nach Ablauf der Wartezeit von drei Jahren innerhalb des zweijährigen Ausübungszeitraums einen Zahlungsanspruch in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEFAktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag haben. Die Ansprüche sind für den Long-Term-Incentive-Plan 2016 auf einen Maximalwert (50 Prozent Aktienkurssteigerung) begrenzt, damit die Höhe auch im Fall von außerordentlichen beziehungsweise nicht vorhersehbaren Entwicklungen angemessen bleibt. Herrn Fernandez Verdes wurden 40.395 Stock-Appreciation-Rights und 7.733 Stock-Awards mit einem Wert zum Zeitpunkt der Gewährung in Höhe von jeweils 567 Tsd. Euro gewährt. Herrn Legorburo wurden 12.097 Stock-Appreciation-Rights und 2.316 Stock-Awards mit einem Wert zum Zeitpunkt der Gewährung in Höhe von jeweils 170 Tsd. Euro gewährt. Herrn von Matuschka wurden 13.825 Stock-Appreciation-Rights und 2.647 Stock-Awards mit einem Wert zum Zeitpunkt der Gewährung in Höhe von jeweils 194 Tsd. Euro gewährt. Herrn Sassenfeld wurden 24.194 Stock-Appreciation-Rights und 4.632 Stock-Awards mit einem Wert zum Zeitpunkt der Gewährung in Höhe von jeweils 339 Tsd. Euro gewährt. Der Anhang zum Konzernabschluss enthält auf den Seiten 207 bis 209 zusätzliche Einzelheiten zu den Plänen. Die an die Vorstandsmitglieder in den letzten Jahren zugeteilten Long-Term-Incentive-Pläne führten zu folgendem Aufwand: scroll
Bezüge des Vorstands für Tätigkeiten in KonzerngesellschaftenFür seine Tätigkeit in Australien als Vorstandsvorsitzender und Executive Chairman von CIMIC erhielt Herr Fernandez Verdes für 2016 eine pauschale Aufwandsentschädigung in Höhe von 358 Tsd. Euro1) , Nebenleistungen in Höhe von 8 Tsd. Euro1) und einen Sonderbonus in Höhe von 2.057 Tsd. Euro1) für außerordentliche Leistungen während seiner Dienstzeit. Die Herrn Fernandez Verdes von CIMIC in 2014 gewährten Stock-Appreciation-Rights führten zu einem Aufwand in Höhe von 9.403 Tsd. Euro.
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Der Eurobetrag ist abhängig vom Wechselkurs. Weitere Vergütungen für die Wahrnehmung von Mandaten in Gremien anderer Unternehmen, an denen HOCHTIEF unmittelbar oder mittelbar eine Beteiligung hält, werden nicht an die Vorstände ausgezahlt beziehungsweise auf die Vorstandsvergütung angerechnet. Vergütung der Mitglieder des AufsichtsratsDie Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wird durch die Hauptversammlung festgelegt und ist in § 18 der Satzung geregelt. Die Vergütung für das Geschäftsjahr 2016 auf Basis der der Hauptversammlung im Mai 2017 zur Beschlussfassung vorgeschlagenen Gewinnverwendung ergibt sich aus der nachfolgenden Tabelle. scroll
Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktGVorstand und Aufsichtsrat der HOCHTIEF Aktiengesellschaft geben nach pflichtgemäßer Prüfung folgende Entsprechenserklärung ab: Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft entspricht den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 5. Mai 2015, die vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 12. Juni 2015 bekannt gemacht worden sind. Weiterhin entsprach die HOCHTIEF Aktiengesellschaft diesen Empfehlungen seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Februar 2016. Davon gelten folgende Ausnahmen:
Im Hinblick auf die Empfehlung in Ziff. 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 des Kodex, wonach die Vergütung insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen soll, weisen wir darauf hin, dass die Vorstands-Dienstverträge neben dem Festgehalt betragsmäßige Höchstgrenzen für alle variablen Vergütungselemente enthalten. Der Aufsichtsrat hat sich darüber hinaus das Recht vorbehalten, zusätzlich zum festen Jahresgehalt und den variablen Vergütungskomponenten nach freiem Ermessen eine Einmalzahlung für außergewöhnliche Leistungen zu gewähren. Außerdem sehen die Dienstverträge übliche Nebenleistungen vor (Privatnutzung des Dienstwagens, Unfallversicherung u.ä.). Für eine etwaige Einmalzahlung für außergewöhnliche Leistungen und für die Nebenleistungen ist eine betragsmäßige Höchstgrenze nicht festgesetzt, weil eine solche Festsetzung nach dem Sinn und Zweck der Kodexempfehlung entbehrlich erscheint und sich die Kodexempfehlung nach unserer rechtlichen Beurteilung hierauf nicht erstreckt. Aus dem gleichen Grund sind solche Leistungen bei der betragsmäßigen Höchstgrenze der Gesamtvergütung nicht berücksichtigt.
Essen, im Februar 2017 HOCHTIEF Aktiengesellschaft Für den Aufsichtsrat Pedro López Jiménez Für den Vorstand Marcelino Fernández Verdes Peter Sassenfeld Forschung und EntwicklungMehrwert durch InnovationInnovation ist ein elementarer Baustein unseres wirtschaftlichen Erfolgs und daher einer der Unternehmensgrundsätze von HOCHTIEF. Dank unserer unternehmensweiten Forschungs- und Entwicklungsarbeit (FuE) können wir für unsere Kunden projektspezifische Sondervorschläge entwickeln und umsetzen. Aufgrund unseres technischen Know-hows, das wir kontinuierlich weiterentwickeln, genießen wir bei unseren Auftraggebern eine ausgezeichnete Reputation. Neben dem ökonomischen Nutzen trägt unsere Forschungs- und Entwicklungsarbeit maßgeblich dazu bei, unsere ökologischen und sozialen Ziele zu erreichen, und leistet damit einen entscheidenden Beitrag zum nachhaltigen Handeln von HOCHTIEF. Konzernweite InnovationsorganisationGrundlage für unsere Innovationskraft sind die im Konzern fest verankerten Einheiten und Bereiche, die sich mit Innovationen beschäftigen (siehe Schaubild). Das HOCHTIEF-Innovationsmanagement ist Teil der Abteilung Konzernentwicklung. Das Team ist sowohl für das konzernweite als auch für das Innovationsmanagement der europäischen Tochtergesellschaft HOCHTIEF Solutions verantwortlich. Alle Konzerngesellschaften können eine projektspezifische Förderung über das zentrale Innovationsbudget beantragen. Ein Innovationskomitee, bestehend aus Vertretern der operativen Einheiten und der Holding, entscheidet nach einem festgelegten und transparenten Prozess, welche Projekte gefördert und realisiert werden. Bei unserer amerikanischen Tochtergesellschaft Turner ist die Innovation Group dafür verantwortlich, Ideen zu entwickeln und bereitzustellen, die das Unternehmen und damit die gesamte Bauindustrie weiter verbessern können. Zudem konzentriert sich bei Turner das Change Management Team auf Ideen. Vorschläge werden systematisch priorisiert und umgesetzt. So wird der größtmögliche Nutzen einer Idee sichergestellt. > Weitere Informationen über FuE-Innovationsprojekte finden Sie unter: www.hochtief.de/fue Bei unserer australischen Gesellschaft CIMIC befasst sich die Abteilung Research & Technology damit, die Entwicklung von innovativen Lösungen zu optimieren. Das Team hat die Aufgabe, technisches Fachwissen bei CIMIC zu identifizieren und sich mit anderen Konzerngesellschaften auszutauschen. Dazu werden kontinuierlich Projektinformationen inklusive der Methoden und Erfahrungen ("Lessons Learned") erfasst und gegebenenfalls strategische Erkenntnisse abgeleitet. Außerdem forscht die Abteilung zu Innovationen in der Baubranche, beobachtet die Entwicklungen und stellt dieses Wissen innerhalb des Unternehmens bereit. Transparenz und SynergienDie Innovationsverantwortlichen der HOCHTIEF-Holding tauschen sich kontinuierlich mit den Tochtergesellschaften und bei Bedarf mit Fachabteilungen wie dem Einkauf, der Rechtsabteilung und der Konzernkommunikation aus. So sorgen wir für konzernweite Transparenz und schaffen Synergien. Dieser Wissenstransfer erfolgt im Innovationskomitee, in Veranstaltungen, über die Zusammenarbeit in Projekten und in regelmäßigen Webkonferenzen. Innovationsorganisation![]() Anzahl FuE-Projekte![]() Anzahl abgeschlossener FuE-Projekte![]() Neu begonnene FuE-Projekte![]() Investitionsvolumen FuE-Projekte (in Mio. Euro)![]() Die in den Grafiken genannten Kennzahlen beziehen sich nur auf Innovationsprojekte des Konzern-Innovationsmanagements auf Holdingebene. InstrumenteWir stellen konzernweit eine Reihe von Instrumenten bereit, mit denen Ideen der Mitarbeiter transparent und unkompliziert erfasst und bewertet werden können. Insbesondere für die Mitarbeiter der europäischen Einheiten ist dies der "Ideenraum". Im Berichtsjahr wurden auf dieser Intranetplattform 86 Ideen veröffentlicht. Themenfeldindikator Nachhaltige Produkte und DienstleistungenAspekt: zukunftsweisende Arbeitsmethode BIMWeitere Informationen siehe GRI-Index. Um die Quantität der Vorschläge zu erhöhen und auch Mitarbeitern ohne Intranetzugang das Einreichen zu erleichtern, haben wir die Vor-Ort-Veranstaltung "Ideenwerkstatt" ins Leben gerufen. Im Berichtsjahr wurden dabei insgesamt 120 Ideen zu den Themen Know-how-Transfer, Arbeitssicherheit, Verbesserung der Prozesse und interne Zusammenarbeit erfasst. Die relevantesten Vorschläge werden umgesetzt. Die amerikanische Tochtergesellschaft Turner arbeitet mit dem "Turner Learning Tree", einer webbasierten Wissensmanagement-Plattform, auf der Mitarbeiter ihre Best-Practice-Lösungen veröffentlichen können. Zudem bietet das Tool die Möglichkeit, in einem "Improvement Forum" Ideen für Verbesserungen zu teilen und Fragen zu stellen, die dann direkt online von den Usern beantwortet werden können. Um den internen Know-how-Transfer und die Vernetzung der Mitarbeiter zu stärken, entwickelte unsere australische Beteiligungsgesellschaft CIMIC den "Webinar Wednesday". Diese monatliche Seminarreihe zu technischen Themen wird unternehmensweit live übertragen und steht danach als Aufzeichnung im CIMIC-Intranet zur Verfügung. Diese Veranstaltungen, die aus einer Präsentation und einer Fragerunde bestehen, sind eine zeitgemäße Möglichkeit, über Best-Practice-Beispiele und neue Technologien zu informieren. Awards und EventsHOCHTIEF Energy AwardMit dem ersten "HOCHTIEF Energy Award" haben wir das Thema Innovation mit unserer ökologischen Verantwortung verknüpft. Bei dieser Aktion wurden die Mitarbeiter aller Büro- und Baustellenstandorte aufgerufen, Ideen und Praxisbeispiele ("Best Practice") für Energieeinsparungen einzureichen. Insgesamt 44 Einsendungen aus dem gesamten HOCHTIEF-Konzern gingen ein, zehn Einsendungen wurden ausgezeichnet. Den ersten Preis erhielt das "Thiess-Modernisierungs-Programm für energieeffiziente Beleuchtungsanlagen in Minen" in Australien. Bei diesem Projekt wurden durch Energieeffizienzmaßnahmen bislang etwa zwei Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr eingespart, bei einer Umrüstung weiterer Minenprojekte kann der Verbrauch sogar um bis zu 32 Millionen Kilowattstunden reduziert werden. Aufgrund des Erfolgs soll der Wettbewerb als HOCHTIEF Innovation Award weitergeführt werden. Auch das Thema Energie wird wieder berücksichtigt. BIM-Kompetenz ausgebautBuilding Information Modeling (BIM) ist die Methode der Zukunft, um Projekte digital abzuwickeln. Das Planen und Realisieren von Bauvorhaben mit BIM wird bereits in vielen Ländern von Auftraggebern gefordert. Die Methode basiert auf der aktiven Vernetzung aller am Bau Beteiligten mithilfe eines 3-D-Computermodells, das mit weiteren Informationen wie Zeit, Kosten und Nutzung ergänzt werden kann. Somit hilft es, Baukosten und CO2 -Emissionen zu reduzieren. HOCHTIEF hat das Potenzial von BIM schon sehr früh erkannt und bereits 2003 "Virtuelles Bauen" als Innovationsschwerpunkt initiiert. Mit der Gründung einer eigenen Gesellschaft für virtuelles Bauen, der HOCHTIEF ViCon GmbH, gilt HOCHTIEF als einer der Pioniere in diesem Bereich. Heute ist HOCHTIEF ViCon das BIM-Kompetenzzentrum des Konzerns und praktiziert die Zukunft des digitalen Bauens weltweit. Im Berichtsjahr haben wir BIM strategisch und konzernweit in allen Divisions weiter vorangetrieben; BIM ist weiterhin Forschungsschwerpunkt. So werden wir den Anforderungen unserer Kunden gerecht, können nachhaltige Produkte und Dienstleistungen anbieten und verbessern damit unsere Marktposition. Anzahl der Mitarbeiter, die 2016 an BIM- oder ähnlichen Schulungen teilgenommen habenscroll
Anzahl der mit BIM realisierten Projekte im HOCHTIEF-Konzern bis 2016![]() Turner-Preis für Innovation in der BauindustrieDer "Henry C. Turner Prize" für Innovationen ist eine mit 25.000 US-Dollar dotierte Auszeichnung, die Turner bereits 2002 ins Leben gerufen hat. Der Award wird jährlich von Turner und dem National Building Museum in Washington für herausragende Beiträge oder Innovationen in der Baubranche verliehen. Im Berichtsjahr wurde die "Future City" ausgezeichnet. Bei diesem projektbasierten Lernprogramm entwickeln Studierende Städte der Zukunft. Das Programm wird von der ehrenamtlichen Initiative "DiscoverE" organisiert, die jetzige und kommende Generationen für Ingenieurwissenschaften begeistern will. Ausgezeichnete Innovationen bei TurnerMit dem "Turner Construction Company Award for Innovation" zeichnet Turner seit sechs Jahren Mitarbeiter oder Teams aus, die mit der Entwicklung beziehungsweise Implementierung von innovativen Ideen herausragende Erfolge in Projekten erzielen konnten. Die 113 Bewerbungen, die im Berichtsjahr eingereicht wurden, umfassten beispielsweise Vorschläge zu den Themen Wissenstransfer, Mitarbeitervernetzung, IT und Sicherheit. Den mit 10.000 US-Dollar dotierten ersten Platz erhielt in diesem Jahr das Team der Rockefeller University: Eine innovative, modulare Bauweise sparte zirka ein Jahr Zeit und fünf Millionen US-Dollar ein. Bis heute wurden im Zuge des Awards insgesamt 275.000 US-Dollar ausgeschüttet. Turner Innovation SummitDer "Turner Innovation Summit" ist eine von Turner initiierte und organisierte Konferenz, auf der sich interne und externe Teilnehmer über Ideen und Best-Practice-Beispiele austauschen. Der dritte Summit, der im Berichtsjahr in Philadelphia stattfand, bot mit Vorträgen von Vertretern der Industrie sowie Präsentationen, Workshops und Trainings umfassende Möglichkeiten, Wissen auszutauschen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung mit mehr als 250 Turner-Mitarbeitern und externen Referenten standen "skalierbare Innovationen". Netzwerke und KooperationenHOCHTIEF gehört zu den Gründungsmitgliedern von ENCORD ≡ (European Network of Construction Companies for Research and Development). Über diese Plattform tauschen sich europäische Unternehmen zu den Themen Forschung, Entwicklung und Innovation aus. Wir profitieren dabei vom Best-Practice-Austausch zu Themen wie Infrastrukturbau, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Lean Construction, virtuelles Bauen und Umwelt. ≡ www.encord.org Zudem ist HOCHTIEF Mitglied der European Construction Technology Platform (ECTP) ≡ und trägt damit aktiv dazu bei, das hohe technische Niveau der europäischen Bauindustrie zu halten. Die zirka 200 Mitglieder setzen sich aus verschiedenen Stakeholdern der Baubranche zusammen. ECTP sieht baubezogene Forschung und Innovationen als Möglichkeit, dringende gesellschaftliche Probleme der Zukunft zu lösen. ≡ www.ectp.org Dieser Austausch und das damit entstandene weltweite Kooperationsnetzwerk sind ein wichtiger Faktor für die Innovationskraft unseres Unternehmens. MitarbeiterDie Basis für unseren ErfolgPersonalstrategieAußergewöhnliche Bauwerke erstellen, Infrastrukturprojekte erfolgreich umsetzen oder innovative Techniken entwickeln - dies schaffen wir dadurch, dass wir die richtigen Mitarbeiter zur passenden Zeit am richtigen Ort zusammenbringen. Gegenseitiges Vertrauen und erfolgreiche Teamarbeit, über Grenzen hinweg, bilden die Basis für unseren Erfolg. Alle Mitarbeiter, vom Auszubildenden bis zur Führungskraft, tragen mit ihrem Können und Engagement, ihrer hohen Leistungsbereitschaft und ihren neuen Ideen entscheidend dazu bei. Für uns ist es wichtig, sowohl die Erwartungen und Bedürfnisse von unseren Mitarbeitern zu kennen als auch die Entwicklungen am externen Arbeitsmarkt zu verstehen. In vielen Regionen, in denen wir tätig sind, herrscht ein intensiver Wettbewerb um qualifizierte Fach- und Führungskräfte. Mit einem positiven Image und der damit einhergehenden Attraktivität als Arbeitgeber für unterschiedliche Zielgruppen sind wir zuversichtlich, dass wir auch künftig den Bedarf an Mitarbeitern decken werden. Wir möchten weiterhin engagierte, verantwortungsbewusste und kompetente Menschen gewinnen und langfristig an uns binden. Wir sind uns der Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern bewusst und richten unsere Personalstrategie insbesondere darauf aus, den daraus resultierenden Aufgaben gerecht zu werden. Dies gelingt uns insbesondere dadurch, dass wir unsere Mitarbeiter gezielt fördern, ihre Kompetenzen ausbauen, sie verantwortungsvoll führen, angemessen vergüten und auf ihre Sicherheit und Gesundheit achten. Um das Ziel zu erreichen, legt die Konzernabteilung Personal in enger Zusammenarbeit mit dem Konzernvorstand und den operativen Gesellschaften die strategische Ausrichtung der Personalthemen fest. Die operative Personalarbeit wird von den Gesellschaften selbstständig erbracht. Auf diese Weise leisten wir mit unserer Personalstrategie einen wertvollen Beitrag zur Unternehmensstrategie. MitarbeiterzahlIm Jahr 2016 haben wir weltweit 51.490 Mitarbeiter beschäftigt. Die Mitarbeiterzahl stieg demnach um 16,32 Prozent. Anzahl der Mitarbeiter bei HOCHTIEF nach Divisions (jeweils zum Stichtag)1)![]() Erläuterungen zur Grafik:
1)
Gesamtbelegschaft: Alle Mitarbeiter, die
zum Stichtag in einem Arbeitsverhältnis mit einem vollkonsolidierten
Unternehmen des HOCHTIEF-Konzerns stehen (mit Ausnahme des Vorstands).
Die Mitarbeiter werden pro Kopf gezählt. In der Division HOCHTIEF Americas spiegelt sich die weiterhin gute Auftragslage auch in den Mitarbeiterzahlen wider: Zum Jahresende wurden dort 9.490 Mitarbeiter und damit 2,26 Prozent mehr Menschen bei HOCHTIEF beschäftigt als noch im Jahr zuvor. CIMIC, die Führungsgesellschaft der Division HOCHTIEF Asia Pacific, beschäftigte im Berichtsjahr 35.396 Mitarbeiter, ein Anstieg um 26,68 Prozent, der durch die Übernahme der Gesellschaft UGL begründet ist. Die Mitarbeiterzahl der Division HOCHTIEF Europe liegt im Berichtsjahr bei 6604, dies sind 6,22 Prozent weniger als 2015. Weltweit stellten wir 155914) neue Mitarbeiter als Angestellte oder gewerbliche Mitarbeiter bei HOCHTIEF ein und 159784) Mitarbeiter verließen das Unternehmen.
4)
Anzahl ohne die zum Ende des Jahres übernommene
Gesellschaft UGL Anzahl Ein- und Austritte (2016, ohne UGL)scroll
Nach den größeren Veränderungen in den zurückliegenden Jahren konnten wir die Fluktuation in Deutschland mit einer Quote von 14,1 Prozent (Vorjahr 18,1 Prozent) wieder annähernd in den Bereich unserer Zielgrößen von 8 bis 12 Prozent bringen. Außerhalb von Deutschland sind die Fluktuationskennzahlen und die Ein- und Austrittszahlen nicht vergleichbar, denn dort werden viele Mitarbeiter projektbezogen eingestellt. Neben der sich positiv entwickelnden Fluktuation in Deutschland verfügen wir weltweit über eine Stammbelegschaft, die mit einer Quote von 75 Prozent (Vorjahr 78 Prozent) unbefristeter Arbeitsverhältnisse für Kontinuität und Verlässlichkeit steht. ArbeitnehmerrechteWir behandeln unsere Mitarbeiter mit Respekt, die gesetzlichen Anforderungen mit Bezug auf Arbeitnehmerrechte werden eingehalten oder sogar übertroffen. Dieses vertrauensvolle Miteinander pflegen und erwarten wir auch von unseren Geschäftspartnern und Kunden. Im HOCHTIEF Code of Conduct >, der fortlaufend auf Aktualität überprüft wird, sind hierzu Verhaltensregeln zusammengefasst, die für alle Beteiligten verpflichtend, aber auch selbstverständlich sind. > Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de/corporate-governance Jeder einzelne Mitarbeiter wird von uns geschätzt, wir respektieren seine Rechte. Um weltweit hierzu Stellung zu beziehen, hat sich HOCHTIEF zu den Standards der ILO1 ) verpflichtet und als Unterzeichner des UN Global Compact zur Unterstützung und zur Achtung der internationalen Menschenrechte bekannt. Die freie Meinungsäußerung und Mitbestimmung unserer Mitarbeiter ist uns wichtig. Gespräche zwischen Mitarbeitern und dem Management werden bei uns in einem offenen Dialog geführt. Die Rechte von Arbeitnehmern werden von gewählten Interessenvertretern wahrgenommen. Weitere Unterstützung erfahren unsere Mitarbeiter durch Gewerkschaften, in denen ein Teil der Mitarbeiter organisiert ist. Die Transformationsprozesse der vergangenen Jahre wurden in enger Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern umgesetzt. Dabei war es unser vorrangiges Ziel, jederzeit gute Lösungen für unsere Mitarbeiter und HOCHTIEF zu finden. In diesen komplexen Prozessen haben wir unsere Mitarbeiter fortwährend beraten und unterstützt. In Deutschland werden zirka 96,6 Prozent der Beschäftigten durch einen Betriebsrat vertreten. Der Anteil der von Gewerkschaften vertretenen Mitarbeiter liegt in der Division HOCHTIEF Americas bei etwa 23,6 Prozent und in der Division HOCHTIEF Asia Pacific bei 67,0 Prozent. Arbeitnehmervertreter sind auch im Aufsichtsrat vertreten und in verschiedenen Ausschüssen präsent.
1)
Weitere Informationen finden Sie auf Seite
94. DiversityDie Vielfalt unserer Mitarbeiter ist unsere Stärke, auf die wir stolz sind. Sie ermöglicht es uns, weltweit die besten Lösungen zu finden und eine sehr gute Arbeit in Projekten zu erbringen. Als Unterzeichner der Charta der Vielfalt ≡ bezieht HOCHTIEF hierzu eindeutig Stellung. ≡ www.charta-der-vielfalt.de Um diese Vielfalt zu erhalten, setzen wir gezielt Förderprogramme ein. Die Konzerngesellschaften tun dies zusätzlich, um Diskriminierung am Arbeitsplatz vorzubeugen und für Chancengleichheit einzutreten. In den USA fördern wir die Beschäftigung von Frauen und Mitarbeitern unterschiedlicher ethnischer Herkunft und sexueller Orientierung mit vielen Maßnahmen. Auch in Australien gibt es spezielle Diversity-Programme, beispielsweise um die indigene Bevölkerung bei der Beschäftigungssuche zu unterstützen. Ebenso fokussieren unsere Gesellschaften in Europa das Thema mit individuellen Initiativen und Programmen.2) Dem demografischen Wandel mit seinen vielfältigen und weltweiten Einflüssen werden wir bei HOCHTIEF mit einer breit aufgestellten Altersstruktur gerecht. Junge und ältere Kollegen arbeiten in internationalen Projekten zusammen. Ein gutes Gleichgewicht von aktuellem Wissen und großer Erfahrung macht es uns leichter, erfolgreich Projekte umzusetzen. Anzahl der Mitarbeiter ethnischer Gruppen in den USA (Stichtag: 31. Dezember 2016)![]() Wir beschäftigen in vielen Bereichen Mitarbeiter mit Behinderung, soweit es unser operatives Geschäft ermöglicht. Sie bereichern das Unternehmen mit ihrer Sichtweise, und deshalb setzt sich HOCHTIEF für ihre Chancengleichheit ein. In Deutschland erhalten beispielsweise Bewerber mit einer Schwerbehinderung in Vorstellungsgesprächen Unterstützung vom Schwerbehindertenbeauftragten. Die Schwerbehindertenquote beträgt zum 31. Dezember 2016 bei HOCHTIEF in Deutschland 3,9 Prozent und liegt somit unter den gesetzlich vorgeschriebenen fünf Prozent - daher entrichten wir die gesetzlich vorgeschriebenen Ausgleichszahlungen. Wettbewerb um TalenteGute Mitarbeiter zu gewinnen, sie langfristig an uns zu binden - das ist ein Ziel unserer Personalstrategie. Mit einem positiven Image und der damit verbundenen Attraktivität als Arbeitgeber werden wir den Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern weiterhin decken können. Wir haben 2016 innerhalb der Gesellschaften vielfältige Maßnahmen entwickelt und umgesetzt, um nicht nur in der Baubranche als Toparbeitgeber zu gelten.1) Die nationalen und internationalen Auszeichnungen bestätigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir sind stolz darauf, dass wir bei unterschiedlichen Befragungen positiv bewertet wurden, unter anderem:
Frauenpower in der Minenbranche: 23 Frauen mit indigenem Hintergrund nahmen 2016 erfolgreich an dem Programm "Sisters in Mining" teil, das von der CIMIC-Gesellschaft Thiess gefördert wird. Zur langfristigen Steigerung der Attraktivität setzen wir auf bewährte und neue Wege.2) Wir suchen den direkten Kontakt zu Kandidaten an Schulen, auf dem Campus sowie auf Hochschul- oder Fachmessen. Zahlreiche Hochschulpartnerschaften ermöglichen uns eine enge Zusammenarbeit mit Studenten und Professoren. Wir haben 2016 erfolgreich an diversen Hochschulmessen im In- und Ausland teilgenommen. Über Praktikantenbindungsprogramme halten wir intensiven Kontakt zu den Studenten. Noch früher setzt beispielsweise die Initiative Joblinge an, Betriebszugehörigkeit im HOCHTIEF-Konzern nach Divisions3) (in Jahren, Stichtag: 31.12.2016) die wir in Deutschland unterstützen: Mentoren helfen jungen Menschen mit schwierigen Startbedingungen beim Einstieg in das Berufsleben.
1)
Siehe auch Seite 112 f. Betriebszugehörigkeit im HOCHTIEF-Konzern nach Divisions3) (in Jahren, Stichtag: 31.12.2016)![]() Die Digitalisierung hat zunehmenden Einfluss auf die Art unserer Rekrutierung: Unsere Bewerber möchten jederzeit eine maßgeschneiderte Liste passender Stellenangebote erhalten. Sie erwarten, dass wir rasch reagieren. Zunehmend sprechen wir potenzielle Kandidaten direkt an. Um den Anforderungen gerecht zu werden, haben wir 2016 die Homepage inklusive Karriereseiten und Jobbörse responsiv gestaltet. Unsere Aktivitäten in den sozialen Netzwerken haben wir deutlich verstärkt. Wir nutzen vermehrt Xing, Experteer und LinkedIn zur Rekrutierung von Spezialisten und Führungskräften. Auf YouTube, Facebook und Twitter sind wir aktiv und präsentieren uns dort mit unseren Gesellschaften als interessanter Arbeitgeber. Einer stärkeren Nutzung der sozialen Medien zur Rekrutierung und zu Employer-Branding-Zwecken stehen wir positiv gegenüber und wollen diese zukünftig weiter ausbauen. Mitarbeiterbefragung als StimmungsbarometerEnde 2016 haben wir in Deutschland die Mitarbeiterbefragung "Dialog@HOCHTIEF" durchgeführt: eine einheitliche, anonyme und freiwillige Umfrage unter den Mitarbeitern aller Gesellschaften und aller Standorte in Deutschland. Die Beschäftigten äußerten sich insbesondere zu den Themen Führung, Zusammenarbeit mit Kollegen und dem Vorgesetzten, berufliche Entwicklung, Arbeitsbedingungen und Innovationsprozesse. Die Ergebnisse, die Anfang 2017 verfügbar sind, zeigen uns Stärken und Entwicklungspotenziale auf, die als Basis für nachfolgende Verbesserungsmaßnahmen in den einzelnen Gesellschaften genutzt werden. Wir sehen die Mitarbeiterbefragung als ein wesentliches Instrument und als Indikator zur Umsetzung der Personalstrategie "TopArbeitgeber" an. Auch bei unserer Tochtergesellschaft Turner gab es 2016 eine Mitarbeiterbefragung. Die Auswertungen werden für das erste Quartal 2017 erwartet. Leistungsgerechte VergütungWir erwarten eine gute Leistung von unseren Mitarbeitern. Mit unserer Vergütung sorgen wir für eine leistungsgerechte Bezahlung. Unsere Vergütungssysteme zeichnen sich durch Wirtschaftlichkeit, Wettbewerbsfähigkeit, Attraktivität und Fairness aus. Je nach Land und Markt sind die Vergütungssysteme individuell und an den jeweiligen Märkten und Unternehmensbedürfnissen ausgerichtet. Wir überprüfen die Einhaltung der Grundsätze, die für die festen und variablen Vergütungsbestandteile gelten, regelmäßig. Interne Analysen und externe Benchmarks helfen uns dabei, die Vergütung gerecht einordnen zu können und den Deutschen Corporate Governance Kodex sowie spezielle weitere Anforderungen umzusetzen. Bei der Festlegung der Vergütung ist die Tätigkeit, Qualifikation, Verantwortung und Erfahrung maßgeblich. Daher nehmen wir keine geschlechterspezifischen Analysen vor. AltersvorsorgeFür uns ist es wichtig, dass unsere Mitarbeiter auch im Alter gut versorgt sind. Um eine Vorsorge über die gesetzlichen Rentensysteme hinaus zu ermöglichen, bieten wir an den meisten Standorten unseren Mitarbeitern verschiedene Altersvorsorgemodelle an. Hierzu gibt es diverse Versicherungsangebote sowie die Möglichkeit der Entgeltumwandlung. Dies variiert aufgrund der unterschiedlichen Bedingungen und Rentensysteme in den Ländern, in denen wir aktiv sind. Kommunikation lebenUnsere Mitarbeiter wollen über Themen wie die Unternehmensstrategie, den aktuellen Stand von Projekten oder neue Entwicklungen im Unternehmen Bescheid wissen. Über unsere Intranetplattformen wie auch durch unsere Mitarbeiterpublikationen erhalten die Mitarbeiter einen guten Einblick in alle konzernrelevanten Themen. Wir verstärken dies durch Maßnahmen wie Roadshows, beispielsweise zum Thema "Vision und Grundsätze", oder mit Aktionen wie "Lunch and Learn Activities", wie sie von Flatiron durchgeführt wurden. In Hongkong hat Leighton Asia einen Young Professionals Club gegründet: Junge Nachwuchskräfte nutzen diesen abteilungsübergreifend zum Austausch. Work-Life-BalanceWir möchten unseren Mitarbeitern genügend Raum für ihre individuelle Lebensplanung geben. Denn dies ist ein wesentlicher Faktor für die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter und die bestmögliche Basis, um gute Arbeit leisten zu können. Hierzu bieten wir eine Vielzahl von Maßnahmen und Programmen an, die zum Teil auf den Arbeitsplatz und die Bedürfnisse des Mitarbeiters zugeschnitten sind. Wir helfen unseren Mitarbeitern bei ihrer täglichen Herausforderung einer ausgewogenen Work-Life-Balance. Die Arbeitszeit ist hierbei meist die Grundlage - hier unterstützen wir mit unterschiedlichen Teilzeitmodellen, der Möglichkeit der Homeoffice-Nutzung oder flexiblen Arbeitszeitmodellen.
Eine weitere Entlastung kann auch über die Einstellung und ein optimiertes Zeitmanagement erfolgen. Daher bietet unser Weiterbildungsprogramm vielfältige Möglichkeiten, um die Work-Life-Balance noch weiter zu verbessern. Wir übernehmen als Arbeitgeber Verantwortung für die Gesundheit unserer Mitarbeiter. 2016 haben wir eine breit angelegte Aktion in den Divisions HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe mit der Initiative "Fit for work - fit for life" initiiert. Unser Ziel ist es, offener mit dem Thema Belastung und den Folgen für die Gesundheit umzugehen. Mitarbeiter wurden durch diverse Vorträge, Interviews und Aktionen für Themen wie Depressionen oder Ängste sensibilisiert. In der Division HOCHTIEF Europe gab es dazu eine Themenwoche im Intranet. Um dauerhaft ein Bewusstsein für die Bedeutung des Themas zu erzielen und solchen mentalen Erkrankungen aktiv entgegenzuwirken, haben wir eine Reihe zusätzlicher Angebote in das Weiterbildungsprogramm aufgenommen. Mitarbeiter entwickeln und fördernWir möchten die Potenziale unserer Mitarbeiter bestmöglich weiterentwickeln und optimal einsetzen. Fach- und Führungspositionen wollen wir idealerweise aus den eigenen Reihen besetzen und unseren Mitarbeitern somit eine interessante, individuell attraktive Karriere ermöglichen. Zur Entwicklung der erkannten Potenziale setzen wir individuelle Programme und Maßnahmen wie spezielle Ausbildungsprogramme, Jobrotationen oder Experten- und Führungslaufbahnen ein. Wir investieren gezielt in Ausbildung und stellen kontinuierlich Auszubildende ein. Unsere Qualifizierungsprogramme zeichnen sich durch praxisnahes Lernen aus und ermöglichen es unseren Mitarbeitern, ihre Fähigkeiten stetig weiter auszubauen. Mitarbeiter des HOCHTIEF-Konzerns nach Divisions (Stichtag: 31.12.2016)![]() Grundlage MitarbeitergesprächEin kontinuierliches Feedback ist für die persönliche Entwicklung unserer Mitarbeiter wichtig. Neben den alltäglichen Rückmeldungen hinsichtlich der erbrachten Leistungen setzen wir auf das konzernweite strukturierte Mitarbeitergespräch, das einmal im Jahr mit jedem Mitarbeiter stattfindet. Das Gespräch ist ein partnerschaftlicher und konstruktiver Dialog zwischen dem Mitarbeiter und dem jeweiligen Vorgesetzten. Durch die gegenseitigen Rückmeldungen erhalten beide Gesprächspartner einen tieferen Einblick in die Arbeit und in die beruflichen Vorstellungen des anderen. Gleichzeitig zeigt das Gespräch dem Mitarbeiter seine Stärken und Entwicklungsfelder auf. Wir wollen unsere Mitarbeiter fördern und verstehen lebenslanges Lernen als ein wichtiges Element unserer Mitarbeiterentwicklung und als ein zentrales Element zur Umsetzung unserer Personalstrategie. Mitarbeiter im HOCHTIEF-Konzern nach Beschäftigungsart und Geschlecht (Stichtag 31.12.2016, ohne UGL)scroll
Altersstruktur im HOCHTIEF-Konzern 2016 (in Jahren, Stichtag: 31.12.20161) )Die neuen Auszubildenden von HOCHTIEF Building NRW lernten an ihrem ersten Tag eine Baustelle kennen: die der neuen Brenntag-Zentrale "House of Elements" in Essen. ![]() AusbildungDie Berufsausbildung ist für uns eine wichtige Investition und ein Beitrag zur sozialen Verantwortung. Mit einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung stehen den jungen Menschen sowohl bei uns als auch außerhalb des Unternehmens vielfältige Möglichkeiten zur Verfügung. Wir werben in Deutschland unter anderem an Schulen für unsere Ausbildungsplätze, um junge Menschen für die zunehmend schwerer zu besetzenden Ausbildungsberufe im gewerblich-technischen Bereich zu begeistern. Großen Zulauf haben wir bei den Ausbildungsberufen, die es gleichzeitig ermöglichen, ein Studium zu absolvieren, zum Beispiel eine Ausbildung zur Industriekauffrau, kombiniert mit dem Studium Bachelor of Arts. Erfreulich ist, dass der Anteil der Frauen in den kaufmännischtechnischen Bereichen bei über 50 Prozent liegt. Im Jahr 2016 haben 28 Schulabgänger in Deutschland ihre Ausbildung bei uns begonnen, 86 Auszubildende sind insgesamt bei uns tätig. Die Ausbildungsquote lag zum 31. Dezember 2016 damit bei 2,5 Prozent. Ausbildungsberufe bei HOCHTIEFKaufmännischIndustriekauffrau/-mann Kauffrau/-mann für Bürokommunikation Bachelor of Arts (Industriekauffrau/-mann) TechnischBauzeichner/-in Bachelor of Engineering (w/m) GewerblichMaurer/-in Zimmerer/-in Beton- und Stahlbetonbauer/-in Kanalbauer/-in Baugeräteführer/-in Mechatroniker/-in Elektroniker/-in Betriebstechnik Elektroniker/-in EnergieGebäudetechnik Traineeprogramme sehr gefragtJunge, qualifizierte Talente zu erkennen, zu begeistern, gezielt zu fördern und zu entwickeln, ist unser Ziel. In allen Gesellschaften in Deutschland bieten wir Hochschulabsolventen mit Bachelor- oder Masterabschluss die Möglichkeit an, mit einem praxisorientierten Einarbeitungsprogramm zu starten. Die Programme - Direkteinstieg oder Traineeprogramm - zielen darauf ab, unsere Nachwuchskräfte optimal auf die Aufgaben ihrer künftigen Position vorzubereiten. Dabei werden die Inhalte gemeinsam mit dem neuen Mitarbeiter individuell angepasst. Wir setzen auf regelmäßige Feedbackgespräche, um dem Mitarbeiter früh zu zeigen, wo er in seiner Entwicklung steht. Gleichzeitig fördern wir gezielt unsere Nachwuchskräfte durch eine gesellschafts- und standortübergreifende Workshopreihe, an der sich Vorstandsmitglieder und weitere Führungskräfte aktiv beteiligen. 2016 haben mehr als 70 junge Ingenieure ihren Berufseinstieg in Deutschland bei HOCHTIEF gefunden. Bei einem ersten Auftaktworkshop unter Mitwirkung des Vorstands und einem weiteren Workshop zum Thema Projektmanagement konnten sich die Nachwuchskräfte untereinander kennenlernen und gleichzeitig ihr persönliches Netzwerk ausbauen. Weitere Workshops werden 2017 folgen und mit einer Kompetenzeinschätzung enden. Zur begleitenden Förderung unserer Nachwuchskräfte in ihrer beruflichen Entwicklung setzen wir weiterhin auf das Mentoringprogramm. Künftig wollen wir vermehrt Trainees und Direkteinsteiger einstellen, da wir dies als eine strategisch wichtige Personalmaßnahme ansehen. Mit Weiterbildung zum ErfolgUm auch weiterhin führend in der Bauindustrie zu sein, sind wir auf gut qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Dabei findet das Lernen zunehmend am Arbeitsplatz statt. Wir fördern den Wissenstransfer zwischen Vorgesetzten, Mitarbeitern und Kollegen. Durch unsere zielgerichteten Weiterbildungsangebote, zum Beispiel durch die Turner University oder die HOCHTIEF-Akademie, stellen wir sicher, dass jeder Mitarbeiter -vom Auszubildenden bis zum Manager - seine fachlichen, methodischen und persönlichen Kompetenzen weiter ausbauen und stärken kann. Die Mitarbeiter können nach ihrem speziellen Bedarf und entsprechend den Vereinbarungen in ihrem Mitarbeitergespräch das breit aufgestellte Angebot unserer internen Akademien nutzen. Unser Weiterbildungsangebot wird von allen Mitarbeitern im gesamten Konzern gut angenommen. Insgesamt bildeten sich unsere Mitarbeiter im Jahr 2016 durchschnittlich 12,02 Stunden fort. Um den Prozessablauf in der Weiterbildung zu optimieren und den Mitarbeitern einen noch besseren Service anzubieten, hat die HOCHTIEF-Akademie 2016 eine neue, effizientere Software erfolgreich eingeführt. Darüber werden alle Trainings der HOCHTIEF-Akademie gesteuert und nachgehalten. Das Weiterbildungsprogramm der HOCHTIEF-Akademie enthält neben Kursen zu speziellen Bauthemen auch Verhandlungstrainings, Sprachkurse, IT-Schulungen oder Prüfungsvorbereitungskurse für unsere Auszubildenden. Themen wie Building Information Modeling1 ), Vertragsordnung für Bauleistungen, Rhetoriktrainings sowie Gesundheitsangebote wurden im Berichtsjahr besonders nachgefragt. Um unsere Führungskräfte auf ihre heutigen und künftigen Aufgaben vorzubereiten, bieten wir spezielle Trainings rund um das Thema Führung an. Zielgruppenspezifische Onlinetrainings, beispielsweise im Bereich Compliance, wurden erfolgreich umgesetzt und ergänzen die Präsenzveranstaltungen.
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Weitere Informationen finden Sie auf Seite
104. Zur vertiefenden Ausbildung für besondere Positionen bieten wir ebenfalls modular aufgebaute Qualifizierungen an. Dazu zählt seit vielen Jahren die Projektleiterschulung. Diese praxisorientierte Workshopreihe verfolgt das Ziel, angehende Projektleiter auf ihre Tätigkeit fachlich und persönlich umfassend vorzubereiten. In Fachvorträgen von internen und externen Referenten erhalten die Teilnehmer umfangreiche Kenntnisse unter anderem zum aktuellen Vertragsmanagement, zum internationalen Projektgeschäft und zu unserem neuen Berichtswesen. Zudem beschäftigen sich die Teilnehmer mit unterschiedlichen Führungsinstrumenten. Die Projektleiterschulung erfreut sich großer Nachfrage und ist für uns ein wichtiges Weiterbildungsinstrument. Aus diesem Grund planen wir auch, eine entsprechende Schulungsreihe für Bauleiter einzuführen.2) Dank an Mitarbeiter und BelegschaftsvertreterMit Loyalität und Engagement sowie mit guter Qualifikation und viel Motivation tragen unsere Mitarbeiter entscheidend zu unserem Erfolg bei. Deshalb bedankt sich die Unternehmensleitung ganz herzlich bei allen Mitarbeitern und Belegschaftsvertretern für ihren Einsatz. • Arbeitssicherheit und GesundheitsschutzDetaillierte Informationen zu diesem Thema finden Sie auf den folgenden Seiten. Arbeitssicherheit und GesundheitsschutzAls ein Unternehmen, bei dem Menschen im Fokus stehen, legen wir auf die Arbeitssicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter höchsten Wert. Bei unseren Projekten hat der Schutz vor Arbeitsunfällen und Gesundheitsschäden oberste Priorität. Unser Anspruch ist es, Risiken arbeitsplatzbedingter Erkrankungen und Arbeitsunfälle -ob auf der Baustelle oder im Büro - vorzubeugen und diese so gering wie möglich zu halten. Das gilt auch für unsere Vertragspartner und Nachunternehmer, für die wir rechtlich verantwortlich sind. Um unsere Projekte unfallfrei zu halten, binden wir alle unsere Nachunternehmer in unsere Sicherheitsstandards mit ein. Wir wollen den Menschen, die an unseren Projekten beteiligt sind, sichere und gesunde Arbeitsplätze bieten. Grundsätzlich beziehen sich unsere Angaben zur Arbeitssicherheit sowie zum Gesundheits- und Umweltschutz auf HOCHTIEF und Vertragspartner, für die HOCHTIEF haftbar ist. OrganisationSicherheit ist, als einer unserer bedeutendsten Grundsätze, im HOCHTIEF Code of Conduct fest verankert. Eine Richtlinie definiert konzernweite Mindeststandards in diesem Bereich. Auf ihr basiert die Arbeitssicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutzorganisation (AGUS) bei HOCHTIEF. Intensive Schulungen sorgen dafür, dass sich unsere Mitarbeiter der hohen Relevanz gesetzlicher und berufsgenossenschaftlicher Vorschriften sowie potenzieller Gefahren noch stärker bewusst werden. Organisation und Umsetzung dieser Standards sind zentrale Aufgaben des AGUS Centers, des internen Kompetenzzentrums für diesen Bereich. Organisation von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz bei HOCHTIEF![]()
1)
Zentrum für Arbeitssicherheit, Gesundheits-
und Umweltschutz bei HOCHTIEF Das AGUS Center vertritt das Thema Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz auf Konzernebene - sein Leiter berichtet regelmäßig an den Arbeitsdirektor sowie den Vorstandsvorsitzenden. Bei der Umsetzung der Anforderungen in die Praxis und der Beaufsichtigung der Einhaltung rechtlicher und HOCHTIEF-interner Vorgaben erhalten die Führungskräfte Unterstützung von weiteren zentralen Arbeitssicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutzabteilungen in unseren Divisions. Mitarbeiter dieser Stabsstellen begleiten nationale und internationale Projekte in allen Phasen. Sie sorgen dafür, dass Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz höchste Priorität haben. Das AGUS Center, das als Dach dieser Stabsstellen fungiert, steht im Austausch zu ihnen und verantwortet das Berichtswesen. Unseren Standards entsprechend haben einzelne Gesellschaften unserer Divisions eigene Prozesse und Strukturen aufgebaut. Die dort etablierten Managementsysteme orientieren sich an internationalen Standards (beispielsweise BS OHSAS 18001). Auf diese Weise sind Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz stets integrale Bestandteile des gesamten Projektprozesses. 2016 haben 84,8 Prozent (2015: 79,6 Prozent) der aktiven HOCHTIEF-Mitarbeiter in entsprechend zertifizierten Bereichen gearbeitet. Managementbeauftragte und Fachexperten aus den Divisions unterstützen darüber hinaus die Geschäftsleitungen und Projektverantwortlichen. Risiken frühzeitig erkennenWir sorgen bei jedem Projekt individuell dafür, dass maßgeschneiderte Gefährdungsbeurteilungen vorgenommen und somit Risiken eliminiert oder minimiert werden. Da es unser Ziel ist, potenzielle Risiken so früh wie möglich zu erkennen und zu bewerten, stehen den Teams bereits in der Angebotsphase Sicherheitsexperten beratend zur Seite - so fließen Expertenwissen und Erfahrungswerte zum frühestmöglichen Zeitpunkt in die Projektbearbeitung ein. Zudem weisen die Spezialisten auf mögliche Gefahren hin und entwickeln entsprechende Präventionsmaßnahmen. Hierdurch können Risiken in den nachfolgenden Phasen der Projektausführung reduziert werden - der Erfolg eines Projekts hängt in hohem Maße davon ab. Um ein einheitliches Verständnis von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz bei HOCHTIEF sicherzustellen, wird darauf geachtet, dass alle Beteiligten vor Projektstart den HOCHTIEF Code of Conduct unterzeichnen. Nicht nur zu Beginn, sondern auch fortlaufend während der Umsetzung unserer Projekte werden mögliche Arbeitssicherheits- und Gesundheitsrisiken kontinuierlich identifiziert und bewertet. Die entsprechenden Sicherheitskonzepte passen wir bei veränderten Gegebenheiten unmittelbar an. Auch bei der Auswahl der Nachunternehmer stellen wir sicher, dass diese die gesetzlichen Vorgaben im Bereich Arbeitssicherheit und Umweltschutz einhalten. Arbeitsunfälle und BerufskrankheitenSicherheit unterstreicht als zentrales Prinzip unsere Unternehmensgrundsätze und ist für den gesamten Konzern von übergreifender Relevanz. Daher hat die Anzahl der Unfälle pro eine Million Arbeitsstunden (Lost Time Injury Frequency Rate, LTIFR) großes Gewicht - sie ist etwa eine relevante Größe bei Ausschreibungen - und fungiert seit 2015 als nicht finanzielle Steuerungsgröße. Die LTIFR wird monatlich an den Vorstand berichtet. Im Berichtsjahr betrug die LTIFR 1,32 - damit wurde die Vorjahreszahl (1,38) verbessert und das Ziel erreicht (Senkung der Unfallquote auf 1,35). An dem Richtwert werden wir auch in Zukunft festhalten. Im Wesentlichen liegen die HOCHTIEF-Werte der Arbeitsunfälle weit unter der Branchenstatistik. Die Bedeutung des Themas Arbeitssicherheit für unser Geschäft wurde durch die im Berichtsjahr erstellte Wesentlichkeitsanalyse bestätigt. Um noch effektivere Maßnahmen gegen Risiken zu etablieren, arbeitet HOCHTIEF daran, Präventionsmaßnahmen kontinuierlich zu optimieren. Unfälle und Ereignisse erfassen wir über ein strukturiertes Berichtswesen. Eine darauf folgende Analyse dient dazu, Ursachen besser nachzuvollziehen und Maßnahmen zu ihrer künftigen Vermeidung einzuleiten - so können wir unsere Prozesse stetig verbessern. Abhängig von der Unfallschwere werden bei einem Vorfall unterschiedliche Führungshierarchien in die Untersuchung miteingebunden. Hierbei achten wir insbesondere darauf, dass unsere drei Divisions ein einheitliches Verständnis in Bezug auf die Einordnung von Arbeitsunfällen haben. Die Definition ist an die Vorgabe des "Recording and Notification of Occupational Accidents and Diseases" der ILO angelehnt. Trotz umfangreicher Präventions- und Sicherheitsmaßnahmen ereignen sich Unfälle, zum Teil mit schweren oder auch tödlichen Folgen. Wir werden jedoch weiterhin alles dafür tun, solche Unfälle zu vermeiden. Gemeinsam mit den Behörden arbeiten wir daran, die Ursachen und Hintergründe für die Todesfälle des Jahres 2016 lückenlos aufzuklären, und entwickeln aus den Ergebnissen weitere Verbesserungen. Die Berufskrankheitsrate, bezogen auf eine Million Arbeitsstunden betrug im Berichtsjahr 1,03: Pro eine Million Arbeitsstunden, konnten demnach 1,03 Stunden durch berufsbedingte Krankheiten nicht geleistet werden. Informationen zu dieser Rate werden nur in der Division HOCHTIEF Europe (inklusive Holding) ermittelt. Da in Amerika und Australien verschiedene Gesetzesvorgaben existieren und die Personalpolitik stärker projektorientiert ist, lassen sich für diese Bereiche die Berufskrankheiten nicht ermitteln. Unfallhäufigkeit im HOCHTIEF-Konzern nach Divisions (Stichtag: 31.12.2016)Unfälle/1 Mio. Arbeitsstunden (Lost Time Injury Frequency Rate, LTIFR): Nach internationalen Standards werden Unfälle bereits ab dem ersten Ausfalltag berücksichtigt. ![]() Ausfalltagerate im HOCHTIEF-Konzern nach Divisions (Stichtag: 31.12.2016)Berechnung der Ausfalltagerate (Severity Rate)Anzahl der durch Unfälle verlorenen Ausfalltage je 1 Mio. geleisteter Arbeitsstunden = Unfallschwere ![]() Die Abweichungen sind stark durch kulturelle Unterschiede im Umgang mit Verletzungen sowie unterschiedliche, länderspezifische Versicherungssysteme begründet. Themenfeldindikator Attraktive ArbeitsweltAspekt: Arbeitssicherheit und GesundheitsschutzWeitere Informationen siehe GRI-Index. Anzahl tödlicher Arbeitsunfälle im HOCHTIEFKonzern (Stichtag: 31.12.2016)scroll
NachrufWir bedauern es sehr, dass Mitarbeiter bei ihrer Arbeit zu Tode I gekommen sind. Ihren Angehörigen gilt unsere Anteilnahme. Arbeitsschutzkultur durch Weiterbildung fördernRegelmäßige Fortbildungen zu Themen der Arbeitssicherheit sind bei HOCHTIEF von hoher Relevanz. Dabei steht auch im Fokus, dass jeder Einzelne nicht nur für seine eigene Sicherheit Verantwortung trägt, sondern auch für die Sicherheit seiner Kollegen mitverantwortlich zeichnet. Trotz unterschiedlicher Arbeitsschutzkulturen in unseren Gesellschaften, die aus den Regelungen und Gesetzen der jeweiligen Länder und ihrer Sozialsysteme resultieren, streben wir ein gemeinsames Verständnis von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz an. Um dies realisieren zu können, bieten wir mit internen Weiterbildungseinrichtungen, ergänzt durch externe Kurse, vielfältige Schulungen zu den Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz an. Mit unterschiedlichsten Initiativen und Aktionen fördern wir auf unseren weltweiten Baustellen und Bürostandorten diese Kultur aktiv immer wieder aufs Neue. In der Division HOCHTIEF Americas lehrt unsere Tochtergesellschaft Turner die Philosophie "Building L.I.F.E" (Living Injury Free Everyday), durch die bei jedem Projekt Sicherheit für Mitarbeiter, Nachunternehmer, Kunden und Umfeld geschaffen werden soll. Bereits zum zwölften Mal veranstaltete Turner im Mai 2016 einen "Safety Stand-down", bei dem eine Stunde lang die Arbeit niedergelegt wurde, um über ein angemessenes Umfeld auf Baustellen zu diskutieren, das mit Arbeitssicherheit beginnt. Auch Nachunternehmer und Partner beteiligten sich, insgesamt zirka 55.000 Menschen auf der ganzen Welt. Turner wirkte, wie auch Flatiron, zudem an der branchenweiten Woche der Arbeitssicherheit mit. Bei Flatiron ist Sicherheit ebenfalls ein Schlüsselwert. Jede Führungskraft ist verpflichtet, sich als "Safety Trained Supervisor" zertifizieren zu lassen. Die Gesellschaft hat selbst das Programm "Don't walk by" entwickelt, mit dem alle Mitarbeiter für das Thema Arbeitssicherheit sensibilisiert werden sollen. Ein Beispiel: Arbeitsvorgänge sollen sofort unterbrochen werden, wenn ein Mitarbeiter den geringsten Zweifel an der Sicherheit bei einem Vorhaben hat. Damit übernimmt jeder Einzelne nicht nur die Verantwortung für seine eigene Sicherheit, sondern auch für die seiner Kollegen. Flatiron-Projekte in Kalifornien und North Carolina wurden im Berichtsjahr für ihre Sicherheitsleistung ausgezeichnet: Das Verkehrsministerium von Kalifornien verlieh dem Projekt "1-5 HOV Widening, Segment 2" in San Clemente und Dana Point den "2016 Partnering Success in Motion Silver Award". Das Joint Venture Flatiron/Blythe erhielt ein Zertifikat für seine Sicherheitsleistung in der Kategorie "Outstanding Safety and Health Effort". Auch die Division HOCHTIEF Asia Pacific bietet viele individuelle Initiativen zum Thema Arbeitssicherheit. Die Gesellschaft Thiess entwickelte eine Reihe von "Thiess Safety Essentials" mit verpflichtenden Kernprozessen, kritischen Kontrollpunkten und Checklisten. Diese Regeln entstanden auf Basis einer Untersuchung aller zurückliegenden Vorfälle sowie der Beratung unter anderem von Experten der CIMIC-Gruppe. 2015 wurden von Thiess diese Richtlinien auf die Minenaktivitäten übertragen. Dabei standen unter anderem die Themen Explosivstoffe, hoch gelegene Arbeitsplätze, Isolation und Verkehr im Fokus. Die Thiess-Schwestergesellschaft CPB Contractors hat im Berichtsjahr die Kampagne "Safety Essentials" entwickelt, um richtiges Verhalten zu unterstützen, sodass die Vorgänge mit den größten Risiken reduziert werden. Die Kampagne konzentrierte sich zunächst auf Arbeiten in großen Höhen und wird mit weiteren thematischen Schwerpunkten fortgeführt. Das Team des Projekts Liantang in Hongkong, eines der größten derzeit laufenden Projekte von Leighton Asia, eröffnete im Februar 2016 gemeinsam mit Kunden, Architekten und Nachunternehmern ein neues Sicherheitszentrum. Dort werden nun sowohl allgemeine Sicherheitskurse als auch Sicherheitskurse zu spezifischen Themen, wie Arbeiten auf Gerüsten oder auf Kranen, angeboten. Das Zentrum steht allen Projektbeteiligten offen und unterstreicht das Motto "Strive for L.I.F.E." der Gesellschaft. In den Intranets und den Mitarbeitermagazinen im Konzern wird regelmäßig über diese Themen berichtet, sodass unsere Mitarbeiter konzernweit noch weiter für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sensibilisiert werden. Damit die Projektverantwortlichen stets nach dem neuesten Stand ihres Fachgebiets von den Sicherheitsexperten beraten und unterstützt werden können, bilden sich diese regelmäßig fort. Führungskräfte sind sich ihrer Verantwortung bewusst und setzen sich dafür ein, dass innerhalb des gesamten Konzerns eine Kultur der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes gelebt wird. Bereits Tradition hat der jährliche Tag der Arbeitssicherheit in Deutschland, bei dem auch im Berichtsjahr an vielen deutschen Standorten auf Baustellen und in Büros verschiedene Aktionen stattfanden. Führungskräfte nutzen diesen Tag, um ihre Mitarbeiter auf Baustellen und in den Niederlassungen konzentriert für die hohe Relevanz von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz zu sensibilisieren. Das Motto lautete: Gefahren erkennen, Risiken bewerten. Falsche Routinen, die Nachwirkung von Drogen und Alkohol sowie die Nutzung von Smartphones wurden thematisiert. Zusätzlich zu Vorträgen rund um den Arbeits- und Gesundheitsschutz konnten die Mitarbeiter aus verschiedenen Angeboten zu Gesundheitschecks auswählen, auch ein Sportwissenschaftler stand für Fitnessfragen zur Verfügung. Begleitet wurde der Tag der Arbeitssicherheit 2016 von einer neuen Plakatkampagne, die bewusst auch den privaten Menschen und seinen Umgang mit Sicherheit anspricht. Ähnliche Aktionen fanden in weiteren Landesgesellschaften statt: HOCHTIEF Polska beispielsweise organisierte in Kooperation mit weiteren polnischen Unternehmen im April 2016 eine Woche der Arbeitssicherheit mit dem Motto "turn on thinking - plan and react". Die Mitarbeiter von HOCHTIEF haben die Möglichkeit, sich bei ihren jeweils zuständigen Arbeitsmedizinern beraten zu lassen, und auch unsere Führungskräfte und Experten unterziehen sich regelmäßigen Check-ups -denn Gesundheit und Wohlergehen stehen an erster Stelle, wir setzen auf Prävention. Im gesamten Konzern finden weltweit vergleichbare Maßnahmen statt: Bei Turner werden den Mitarbeitern unter anderem Gesundheitschecks und Kurse zur Gewichtsreduzierung angeboten, bei Flatiron finden Gesundheitsmessen statt. Wesentliche Verletzungsarten im HOCHTIEF-Konzern in Prozent (Stichtag: 31.12.2016)HOCHTIEF Americas![]() HOCHTIEF Asia Pacific![]() HOCHTIEF Europe (inkl. Holding)![]() EinkaufHOCHTIEF hat 2016 für die Beschaffung von Material und Nachunternehmerleistungen 14,7 Mrd. Euro aufgewendet, was einem Anteil von zirka 66 Prozent an der Konzernleistung entspricht. Alle Anforderungen zu Produkten und Materialien, Ausführung, Qualität, Service, Terminen und Kosten kommen im Einkauf zusammen und werden gemäß den Projektanforderungen in Verträgen mit Lieferanten und Nachunternehmern festgeschrieben. So gewährleisten wir die Projektausführung. Dem Einkauf kommt damit eine Schlüsselrolle zu: Die Effizienz und die Qualität der Prozesse sind von hoher Bedeutung für den Konzernerfolg. > Weitere Informationen zum Thema Beschaffung finden Sie im Internet unter: www.hochtief.de/einkauf Ziele des EinkaufsEinen wesentlichen Erfolgsbaustein für HOCHTIEF bildet die Auswahl der "richtigen" Partner - Nachunternehmer ebenso wie Lieferanten - in Bezug auf Qualität, Termine und Kosten. Dazu verfolgen alle Divisions einheitliche Ziele für den Einkauf. Durch verschiedene gezielte und im Einkauf koordinierte Maßnahmen minimiert HOCHTIEF die Beschaffungsrisiken. Mögliche Risiken sind unter anderem Risiken bezüglich Qualität (Material-, Produkt- oder Servicequalität), Preis (etwa durch erhöhte Entgeltforderungen, Währungsrisiken, Rohstoffrisiken), Versorgung (etwa durch Lieferung von Falsch- oder Fehlmengen) und Lieferantenausfall (beispielsweise Ausfälle infolge von Insolvenzen, höherer Gewalt oder rechtlichen/politischen Marktveränderungen). Ziele des Einkaufs bei HOCHTIEF
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Weitere Informationen finden Sie im Kapitel
Compliance. Nachhaltigkeit gewinnt immer mehr an Bedeutung für den Einkauf im HOCHTIEF-Konzern. Wir sind uns angesichts der hohen Beschaffungsvolumina im Konzern bewusst, dass wir hohe Anforderungen an die Ausgestaltung der Einkaufsprozesse stellen müssen. Daher tritt HOCHTIEF Compliance- und Nachhaltigkeitsrisiken -etwa durch lieferantenseitige Gesetzesverstöße oder Missachtungen ökologischer, ethischer und sozialer Standards - beispielsweise durch das Lieferantenmanagement1) entgegen.
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Weitere Informationen zum Lieferantenmanagement
bei HOCHTIEF finden Sie ab Seite 120. Um die Prozessqualität zu überprüfen und zu verbessern, haben wir im Berichtsjahr ein Compliance-Projekt im Bereich Einkauf in Europa aufgesetzt. Dabei wurde unter anderem eine nur auf den Einkauf ausgerichtete Compliance-Risikoanalyse durchgeführt. Schwerpunkte dieser Risikoanalyse bildeten die Themen Präqualifizierung, Auswahl von Nachunternehmern und Lieferanten, Auftragsvergabe und die Bewertung der erbrachten Leistung von Nachunternehmern und Lieferanten. So führen wir bei HOCHTIEF Europe nun bei Projekten in Ländern oder bei Auftragsvergaben an Nachunternehmer und Lieferanten aus Ländern, die einen als kritisch eingestuften Korruptionswert (gemäß Corruption Perceptions Index von Transparency International)2 ) zeigen, eine gesonderte Business-Partner-Due-Diligence durch. HOCHTIEF gehört im Bereich Supply Chain Management (Lieferkette) seit Jahren zu den führenden Unternehmen der Baubranche im Dow Jones Sustainability Index. Wir arbeiten bei HOCHTIEF kontinuierlich an der Fortentwicklung des Themas und dokumentieren die Bedeutung der Beschaffung mit der Einführung des Themenfelds Einkauf in diesem Berichtsjahr. Dabei bauen wir darauf auf, dass unsere Beschaffungsprozesse in allen Konzerngesellschaften strukturiert, transparent und im operativen Geschäft fest verankert sind. Gemeinsame Standards - etwa für die Präqualifizierungsprozesse, Verpflichtungen für Nachunternehmer und Lieferanten sowie Bewertungsverfahren - sichern die Qualität sowie das verantwortliche Handeln bei der Beschaffung und sorgen für Risikoprävention. Wir verstehen uns dabei als Partner und engagieren uns für eine langfristige Zusammenarbeit mit Nachunternehmern und Lieferanten. Die Organisation des Einkaufs bei HOCHTIEFDer Einkauf gleicht einem Netzwerk: Zentrale division- und konzernübergreifende Einheiten unterstützen die dezentralen, eher mittelständisch geprägten Einkaufsteams, die in die Projektstruktur integriert sind. Strategischer Einkauf auf KonzernebeneVerantwortet von der HOCHTIEF Solutions AG, hat die strategische Beschaffung auf Konzernebene dafür Sorge zu tragen, dass einheitliche Mindeststandards für die Beschaffung im gesamten Konzern etabliert werden. Zudem ist sie für die Weiterentwicklung der Beschaffung durch strategische Initiativen zuständig und verbreitet Best-Practice-Beispiele aus allen Divisions im Konzern. Im Berichtsjahr wurde bei CIMIC in der Division Asia Pacific eine neue Einkaufsrichtlinie erarbeitet und verabschiedet. Durch die geplante Übernahme und Einführung auch in der Division HOCHTIEF Europe werden unsere Ziele über eine einheitliche Sprache, gleiche verbindliche Regeln, erprobte und risikominimierende Prozesse im nächsten Schritt sichergestellt. So wurden beispielsweise in den Delegations of Authority (DoA) im Wesentlichen gleiche Genehmigungsprozesse und Verantwortlichkeiten gebündelt. Zudem hat der Einkauf eine Reihe strategischer Initiativen aufgesetzt1) :
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Strategie.
![]() Strategischer Einkauf auf Ebene der DivisionsIn den Gesellschaften unserer Divisions sind übergeordnete Einkaufsexperten im Einsatz. Aufgabe dieser Einkäufer ist es, die Aktivitäten innerhalb der Divisions zu koordinieren, Synergien zu heben und Best-Practice-Lösungen zu generieren. Somit tragen die Einheiten wesentlich zur Umsetzung der Beschaffungsstrategie auf Divisionsebene bei. Die Ansprechpartner sorgen durch den kontinuierlichen Wissensaustausch mit den operativen Einheiten auf der einen und den internationalen Beschaffungsmanagern der weiteren Divisions auf der anderen Seite dafür, dass wichtige Informationen verfügbar sind. Zudem unterstützen sie den Einkauf auf Projektebene. Die vorliegenden Daten werden in jeder HOCHTIEF-Division bewertet und in Bezug gesetzt - dazu gehören etwa Projekt- und Vertragsarten, Einkaufsvolumen, Menge der Nachunternehmer und Qualität der Leistungen. Diese Analysen stehen projektweise den weiteren Divisions zur Verfügung. Besonders vorteilhaft ist dieser Austausch bei Leistungen, die nur von spezialisierten Anbietern erbracht werden können - hier profitieren die Einheiten von den Kontakten und Erfahrungswerten der Schwestergesellschaften. So trug zum Beispiel der Austausch zwischen Einkäufern von Turner und HOCHTIEF Solutions über Erfahrungen mit Lieferanten von Glaselementen in Deutschland bei einem Bauwerk mit einer dreidimensionalen Glasfassade in New York zur effizienten Projektbearbeitung bei. In Deutschland wird zudem ein jährlicher Einkaufsbericht erstellt, der den Umsatz, die strategische Ausrichtung und die daraus abgeleiteten Maßnahmen für alle zentral gemanagten Warengruppen beschreibt. Dezentraler Einkauf auf ProjektebeneEine weitere Ebene der Beschaffungsorganisation bei HOCHTIEF bildet der dezentrale Einkauf auf Projektebene. Dies spiegelt die Arbeitsweise bei HOCHTIEF: Unsere Projekte sind Unikate; wechselnde Baustellen mit individuellen Aufgaben und Anforderungen sowie immer neu zusammengesetzte Teams zeichnen die Projektarbeit aus. Dementsprechend haben die Einkäufer in den Projekten die Aufgabe, Nachunternehmer und Lieferanten jeweils projektspezifisch auszuwählen. Die Auswahl geeigneter Nachunternehmer und Lieferanten basiert auf der detaillierten Kenntnis regionaler, nationaler und internationaler Beschaffungsmärkte. Unser Projektgeschäft an wechselnden Standorten verlangt es - im Gegensatz zu anderen Industrien -, stets einen hohen Anteil neuer Geschäftspartner zu identifizieren und auszuwählen. Wir nutzen dabei auch überregional tätige Nachunternehmer und Lieferanten, die wir aus bewährter Zusammenarbeit kennen. Das Nachunternehmer- und Lieferantenmanagement bei HOCHTIEFUm die Leistungsfähigkeit der Nachunternehmer und Lieferanten beurteilen und mögliche Risiken frühzeitig erkennen zu können, haben wir im Einkauf Prozesse für das Nachunternehmer- und Lieferantenmanagement etabliert. Dieses bewährte System stellt einen essenziellen Baustein im Einkauf von HOCHTIEF dar. Durch die Evaluation und Auswahl geeigneter Nachunternehmer und Lieferanten wollen wir in den jeweiligen Ländern sicherstellen, dass die ökonomischen, ökologischen und sozialen Ansprüche von HOCHTIEF erfüllt werden. So minimieren wir die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Risikos schon vor der Auftragsvergabe. Das Nachunternehmer- und Lieferantenmanagement umfasst ein mehrstufiges Verfahren: Bereits vor mehreren Jahren hat HOCHTIEF in allen Divisions die Präqualifizierung von Nachunternehmern und Lieferanten etabliert. So müssen sich alle neuen Nachunternehmen sowie Lieferanten durch die Präqualifizierung klar zu dem Verhaltenskodex von HOCHTIEF bekennen. Dieser enthält unter anderem die Verpflichtung zur Einhaltung von Menschenrechten, Arbeits- und Sozialstandards sowie Umweltstandards. Die Nachunternehmer und Lieferanten bekennen sich mit der Unterzeichnung dazu, auch ihre Auftragnehmer auf den Verhaltenskodex zu verpflichten. Die im Berichtsjahr 2015 eingeführte nicht finanzielle Steuerungskennzahl Unfallhäufigkeit (LTIFR1) ) wurde in Europa als Steuerungsgröße verpflichtend in den Präqualifizierungsprozess aufgenommen. Damit stellen wir sicher, dass der Aspekt Arbeitssicherheit eine hohe Priorität auf unseren Baustellen genießt, und wir verbessern aktiv das Risikomanagement.
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Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Derzeit befassen wir uns überdies gezielt mit den Aspekten der Gewährleistung von Menschenrechten entlang der Lieferkette. In Ländern, die ein besonderes Risiko im Hinblick auf mögliche Menschenrechtsverletzungen aufweisen, prüfen wir im Vorfeld - durch eine um das Themenfeld erweiterte Lieferantenselbstauskunft, die wir gezielt bewerten -, ob das jeweilige Unternehmen in seinem Handeln unsere Anforderungen bezogen auf Menschenrechte ausreichend berücksichtigt. 2016 waren zirka 96 Prozent der Vertragspartner, mit denen wir zusammenarbeiten, präqualifiziert. Wir arbeiten kontinuierlich an der weiteren Verbesserung dieser Zahl. Im Prozess der Vergabe vereinbaren wir mit unseren Partnern unsere Ansprüche und Anforderungen im Bereich Nachhaltigkeit: Darunter befinden sich Regeln zu Arbeits- und Umweltschutz, ethische Grundsätze und ein Reporting über Energieverbrauch und Emissionen. Die landes- beziehungsweise divisionspezifischen Anforderungen dienen als Orientierung für die Detaillierung. Zu den Vereinbarungen zählen in Deutschland etwa ein Baustellensicherungskonzept und eine Fachbauleitererklärung. Die Projektteams auf den Baustellen von HOCHTIEF sind verantwortlich für die Überwachung der Nachunternehmer und Lieferanten. Unter anderem steuern und kontrollieren die HOCHTIEF-Teams das angelieferte Material und überprüfen die vertraglich vereinbarten Leistungen. Dazu zählt auch, dass Arbeitssicherheitsverordnungen eingehalten werden und Abfall korrekt entsorgt oder recycelt wird. Des Weiteren kontrollieren die Projektteams in Deutschland, ob unsere Vertragspartner das Gesetz zum Mindestlohn einhalten. Die HOCHTIEF-Projektteams nehmen strukturierte Bewertungen der erbrachten Leistungen vor. Sowohl die bereits etablierten als auch neue Nachunternehmer und Lieferanten werden bewertet. In Europa umfasst diese Bewertung beispielsweise neben ökonomischen Aspekten - etwa dem Nachtragsverhalten - auch ökologische Themen, wie den Umgang mit Gefahrenstoffen und Abfällen sowie das Bewusstsein für ressourcenschonendes Arbeiten. Auch soziale Fragen werden bewertet. Dazu gehören die Befolgung der internationalen Menschenrechtskonventionen, die Einhaltung der Arbeitsnormen und eine angemessene Entlohnung. Aufgrund der Ergebnisse der Bewertungen werden Nachunternehmer und Lieferanten entweder für zukünftige Projekte empfohlen oder - bei auftretenden wesentlichen Verstößen -unverzüglich für nachfolgende Projekte gesperrt. Nachunternehmern und Lieferanten zeigen wir Verbesserungspotenziale auf. Die Bewertungen werden sowohl mit Unterstützung von etablierten IT-Systemen als auch manuell in den Projekten vorgenommen. Themenfeldindikator EinkaufAspekt Präqualifizierung: Anteil der präqualifizierten Vertragspartner in ProzentWeitere Informationen siehe GRI-Index. Um die Wirtschaftsstandorte zu fördern, beauftragt HOCHTIEF bevorzugt lokale Nachunternehmer und Lieferanten, deren Unternehmen sich im Umfeld unserer Projektstandorte beziehungsweise Baustellen befinden. Im Geschäftsjahr 2016 wurden im gesamten HOCHTIEFKonzern etwa 81 Prozent unseres Beschaffungsvolumens an lokale Nachunternehmer und Lieferanten vergeben. So unterstützt HOCHTIEF nachhaltig die wirtschaftliche Entwicklung in den Regionen, in denen wir tätig sind - denn vorhandene Arbeitsplätze werden gesichert und die lokale Wirtschaft wird gestärkt. Zudem sorgen kürzere Transportwege dafür, dass weniger CO2 -Emissionen ausgestoßen werden. Die Projektteams überprüfen vor Ort, ob die vereinbarten Leistungen eingehalten werden. Die Ergebnisse fließen in die Lieferantenbewertung mit ein. Lieferantenbesuche, Audits und die Auswertung externer Informationen sorgen dabei für mehr Transparenz. Wir legen im Rahmen der Leistungserbringung großen Wert auf eine Auditierung unserer Nachunternehmer und Lieferanten vor Ort - heute und in Zukunft. Die Audits werden entweder gruppenintern oder mithilfe von externen Partnern durchgeführt. Auf der Basis einer positiven Bewertung qualifizieren sich Nachunternehmer und Lieferanten bei HOCHTIEF für weitere Projekte: Nach durchlaufener Phase der Integration werden sie in künftige Vergabeprozesse einbezogen. 2016 wurden etwa von den Projektteams in Deutschland zirka 500 Bewertungen zentral für die wesentlichen erbrachten Lieferungen und Leistungen unserer Nachunternehmer, Lieferanten und Planer veranlasst. Bei entsprechender positiver Bewertung wurden diese Geschäftspartner somit erneut in den Prozess für zukünftige Vergaben integriert. Nachunternehmer und Lieferanten hingegen, die den HOCHTIEF-Anforderungen nicht genügen und von den Projektteams schlecht bewertet werden, werden im System gekennzeichnet. In der Folge kommt es zur Ausphasung1) . Nachhaltigkeitsinitiativen und ProjektbeispieleDie US-amerikanische HOCHTIEF-Gesellschaft Turner hat 2016 das Projekt "Golden 1 Center" in Sacramento fertiggestellt, das ein LEED-Platinzertifikat erhalten hat. Während der Zertifizierung wurde insbesondere hervorgehoben, dass das Team alle Leichtmetallrahmen von Zulieferern erworben hatte, die nicht weiter als 16 Kilometer von der Baustelle entfernt waren. Die australischen CIMIC-Tochtergesellschaften CPB Contractors und Thiess sind jeweils Mitglied der austral ischen Organisation Supply Nation ≡, deren Ziel es ist, die Zusammenarbeit bei Beschaffungsaktivitäten zwischen privaten Unternehmen und Unternehmen australischer Ureinwohner auszubauen und so die Integration zu fördern. Die bei Supply Nation gelisteten Unternehmen haben bislang mehr als 23 Mio. Euro für Beschaffung aufgewendet, darunter auch ein Joint Venture zwischen Thiess und dem indigenen Unternehmen Hicks Civil & Mining: Das Cape-Lambert-Landfill-Relocation-Projekt wurde zeitgerecht und gemäß den Budgetvorgaben realisiert. In den Bereichen Erdbau, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Sicherheit hat CPB Contractors mit Unternehmen australischer Ureinwohner Kooperationsvereinbarungen abgeschlossen. In der CIMIC-Gruppe bekommen einige Teams und Mitarbeiter Bonuszahlungen, wenn Diversity- oder Nachhaltigkeitsziele in der Beschaffung erreicht werden. Zu den Zielen zählt unter anderem die Zahl der eingebundenen indigenen Unternehmen als Nachunternehmer. ≡ www.supplynation.org.au/ Durch langfristige Verträge und strategische Vereinbarungen möchte CIMIC Nachunternehmer und Lieferanten für sich gewinnen. Mithilfe spezieller Programme werden die Mitarbeiter der Lieferanten an die Anforderungen der CIMIC-Gesellschaft herangeführt und die eigenen Mitarbeiter mit der Arbeitsweise der Nachunternehmer vertraut gemacht. So kommt es zu einer Verbesserung der operativen Effizienz in der Lieferkette zwischen den Unternehmen. Thiess hat im August 2016 gemeinsam mit dem Queensland Regional Council das dritte Local Content Forum organisiert. Dieser jährlich stattfindende Workshop mit Einkaufs- und Lieferkettenexperten der Regierung und von Unternehmen aus der Rohstoffbranche dient dazu, die regionale Wirtschaft zu stärken. Beim neuen National Football Stadium in Port Moresby in Papua-Neuguinea, das von der CIMIC-Gesellschaft CPB Contractors gebaut und Anfang 2016 eröffnet wurde, stammten 90 Prozent der Belegschaft sowie 88 Prozent der Nachunternehmer aus der Region. Einkäufer in der Division HOCHTIEF Europe benutzen eine Onlineplattform, in der nachhaltige Produkte1) entsprechend gekennzeichnet sind. Die Artikelbeschreibung wird mit qualitativen Informationen ergänzt. Insgesamt befinden sich mehr als 700 entsprechend markierte Produkte in dem elektronischen Katalogsystem (eCat).
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Unter nachhaltigen Produkten verstehen wir
zum Beispiel recycelbares Papier. Länder unserer EinkaufsaktivitätenAuch im Berichtsjahr bezog HOCHTIEF vorwiegend Materialien und Dienstleistungen von Nachunternehmern und Lieferanten aus Ländern, die einen hohen Menschenrechtsstandard in Übereinstimmung mit UN-Konventionen vorweisen können. In nur sehr wenigen unserer Beschaffungsländer werden die UN-Konventionen nicht berücksichtigt. Dort möchten wir mit unseren Anforderungen Standards setzen. In der Grafik sind alle wesentlichen Zulieferer berücksichtigt. UN-Konventionen zur Wahrung der Menschenrechte2) ≡ in den wesentlichen Beschaffungsländern von HOCHTIEF (Anzahl der Beschaffungsländer 2016: 51; 2015: 47)≡ www.ohchr.org ![]() PrognoseberichtGesamtwirtschaftliches Umfeld im Jahr 20171)Die Aussichten für das Wachstum im Jahr 2017 sind in den für HOCHTIEF relevanten Regionen und Märkten weiterhin positiv. Insgesamt haben wir eine Pipeline von relevanten, auf unsere Märkte in Nordamerika, im asiatisch-pazifischen Raum und in Europa zukommenden Projekten im Wert von 150 Mrd. Euro identifiziert -mit weiteren 350 Mrd. Euro im Jahr 2018 und darüber hinaus. HOCHTIEF ist mit seiner globalen Präsenz und seinen Leistungen nach wie vor sehr gut aufgestellt. Der Ausblick auf das Jahr 2017 und die weitere Zukunft zeigt gute Geschäftsperspektiven für HOCHTIEF. Auf Basis unserer positiven Entwicklung im Jahr 2016 gehen wir davon aus, dass wir unsere wesentlichen Kennzahlen weiter verbessern können.
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Märkte und Rahmenbedingungen. Strategische Ausrichtung des HOCHTIEF-Konzerns2)Unsere Strategie der vergangenen Jahre und die Umsetzung damit verbundener strategischer Initiativen werden wir auch in Zukunft konsequent vorantreiben. Wir gehen davon aus, dass dies in den kommenden Jahren weitere positive Impulse und Effekte nach sich ziehen wird. Durch die Transformation von HOCHTIEF haben wir es geschafft, unsere Marktposition in den Kernmärkten des Konzerns zu stärken. Die immer stärkere Einbettung unserer Nachhaltigkeitsstrategie3) wird uns zusätzlich dabei helfen, unsere ambitionierten Ziele zu erreichen und alle Stakeholder an unserem unternehmerischen Erfolg teilhaben zu lassen.
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Strategie. Beurteilung der aktuellen wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand4)HOCHTIEF konnte 2016 seinen Transformationsprozess erheblich weiter bringen. Dadurch wurden Effizienz und Profitabilität, Liquidität und Risikomanagement weiter verbessert und sind die Basis für unser nachhaltiges cashbasiertes Ergebniswachstum.
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Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage. In einer Einschätzung zu Beginn des Jahres 2016 war HOCHTIEF davon ausgegangen, dass Auftragseingang, Leistung und Auftragsbestand im Berichtsjahr auf konstantem Niveau bleiben. Tatsächlich entwickelten sich die Auftragseingänge (+15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und der Auftragsbestand (+20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) 2016 deutlich positiv.5) Die Leistung hat sich im Vergleich zum Vorjahr reduziert, vor allem als Folge der Transformation von HOCHTIEF und der Konzentration des Konzerns auf seine Kerngeschäftsbereiche. Im Laufe des Jahres zeichnete sich jedoch eine positive Entwicklung ab, und im vierten Quartal stieg die Leistung um 6 Prozent gegenüber dem Vergleichsquartal im Jahr 2015. Wie erwartet war die deutliche Verbesserung der Kennzahlen von HOCHTIEF im Geschäftsjahr 2016 überall positiv. Das EBIT (817 Mio. Euro, +12 Prozent), das nominale Ergebnis vor Steuern (PBT) (621 Mio. Euro, +19 Prozent) und der nominale Konzerngewinn (321 Mio. Euro, +54 Prozent) weisen allesamt deutliche Steigerungsraten gegenüber dem Vorjahr auf. Mit einem operativen Konzerngewinn von 361 Mio. Euro erreichte HOCHTIEF das obere Ende des Prognosebereichs (320-360 Mio. Euro) und lag um 37 Prozent über dem Vorjahreswert. Zu dieser positiven Entwicklung trugen alle Divisions bei und profitieren dabei von unserer Konzentration auf die jeweiligen Kerngeschäftsfelder.
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Auftragsentwicklung. Der starke strategische Fokus auf die Cash-Generierung und auf die weitere Verbesserung des Working-Capital-Managements haben zudem wie erwartet dazu geführt, dass sich der Net Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 2016 um weitere 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert hat. Bereinigt um die hohen Desinvestitionserlöse des Jahres 2015 ist auch die Entwicklung des Free Cashflow positiv zu bewerten. Bereinigt um die Sondereffekte, wie beispielsweise Aktienrückkaufprogramme bei CIMIC und HOCHTIEF sowie Nettoinvestitionen, zeigt das Nettofinanzvermögen ebenfalls einen deutlich positiven Anstieg. Aufgrund der vorgenannten Sondereffekte hat sich das Nettofinanzvermögen von HOCHTIEF nominal um -13 Prozent gegenüber dem Vorjahr reduziert. Im letzten Jahr wurde die nicht finanzielle Steuerungsgröße der Unfallhäufigkeit als wesentliche Steuerungsgröße etabliert. Dies verdeutlicht einmal mehr, dass Arbeitssicherheit bei HOCHTIEF eine sehr hohe Priorität besitzt. Wir konnten 2016 das bereits im vergangenen Geschäftsjahr sehr niedrige Niveau wie erwartet um weitere 4 Prozent auf 1,32 verbessern. Gesamtaussage zur voraussichtlichen EntwicklungDie positiven Aussichten für das Geschäftsjahr 2017 spiegeln sich auch in unserer Erwartungshaltung für die wesentlichen Steuerungsgrößen von HOCHTIEF wider. Unser solider Auftragsbestand wird es uns ermöglichen, den Umsatz um mindestens 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu steigern. Wir erwarten, das sich der Auftragsbestand von HOCHTIEF 2017 weiterhin auf einem dem Jahr 2016 ähnlichen soliden Niveau bewegen wird. Für den HOCHTIEF-Konzern erwarten wir außerdem für das Jahr 2017 einen operativen Konzerngewinn im Bereich zwischen 410 und 450 Mio. Euro. Dies stellt eine weitere Steigerung von zirka 13 bis 25 Prozent gegenüber dem Berichtsjahr 2016 dar und spiegelt die erwarteten Ergebnisverbesserungen der Divisions wider. 2017 werden wir den Schwerpunkt weiterhin vorrangig auf Sicherheit legen, da es sich hierbei um einen unserer wichtigsten Grundsätze handelt. DividendeHOCHTIEF setzt weiterhin auf die Beteiligung der Aktionäre am Unternehmenserfolg. Der Vorstand und der Aufsichtsrat der HOCHTIEF Aktiengesellschaft schlagen vor, für das Geschäftsjahr 2016 eine ordentliche Dividende in Höhe von 2,60 Euro je Aktie auszuschütten. Das entspricht einer Ausschüttungsquote von rund 50 Prozent und stellt eine Steigerung von 30 Prozent gegenüber 2015 dar. RisikoberichtEin funktionierendes Risikomanagement ist für einen Konzern wie HOCHTIEF ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Das Risikomanagementsystem von HOCHTIEF umfasst sämtliche Prozesse und Maßnahmen, durch die Risiken so frühzeitig wie möglich erkannt und reduziert werden beziehungsweise durch die bei Bedarf gegengesteuert wird. Der hohe Internationalisierungsgrad und die regionale Diversifizierung von HOCHTIEF ermöglichen es uns, sehr gut auf nachhaltige und langfristige Änderungen von Märkten, Produktnachfragen und -angeboten zu reagieren. Daher sind wir grundsätzlich auch in Bezug auf die Vermeidung und Bewältigung langfristiger Risiken sehr gut aufgestellt. Als Risiken gelten dabei alle Entwicklungen, die sich negativ auf das Erreichen der qualitativen und quantitativen Unternehmensziele, insbesondere auf das Ergebnis, die Liquidität und die Reputation bei HOCHTIEF, auswirken könnten. Dazu zählen Finanz-, Markt-, Personal-, Beteiligungs-, Projekt- und Vertragsrisiken, interne Risiken sowie ökologische und soziale Risiken, die auf die Geschäftstätigkeit von HOCHTIEF direkten oder indirekten Einfluss nehmen. Zudem berücksichtigen wir bei unserer Betrachtung grundsätzlich auch Risiken, die sich aus unseren Produkten und Dienstleistungen für unsere Stakeholder und die Umwelt ergeben und im Weiteren erläutert werden. Verbesserung des RisikomanagementsHOCHTIEF überprüft und verbessert im gesamten Konzern kontinuierlich seine Systeme. Dazu gehört auch die laufende Optimierung des Risikomanagements. Eine wichtige Maßnahme im Berichtsjahr war insbesondere die weitere konzernweite Vereinfachung des Berichtswesens. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Kennzahlen in den Projektberichten nach einem standardisierten System erfasst werden. So erhält HOCHTIEF fundierte Informationen, um frühzeitig auf Abweichungen und potenzielle Risiken reagieren zu können. Zusätzlich zu der permanenten inhaltlichen Verbesserung gab es auch organisatorische und personelle Veränderungen im Bereich Risikomanagement. Zum einen erhält das Thema auf Konzernebene eine noch größere Bedeutung: Auf Beschluss des Vorstands der HOCHTIEF wurde eine eigene Konzernabteilung Risikomanagement geschaffen. Zum anderen wurde - im Zuge der Transformation der HOCHTIEF Infrastructure GmbH - die dortige Abteilung Risikomanagement ebenfalls neu ausgerichtet. Konzernweites Risikomanagement/ RisikofrüherkennungssystemDas konzernweite Risikomanagement setzt sich aus einer Vielzahl einzelner Komponenten zusammen, die konzerneinheitlich durch Richtlinien vorgegeben sind. Zur Minimierung der Risiken für HOCHTIEF tragen insbesondere auch unsere konzernweit gültigen Standards bei. Dazu zählen Standards zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Sozialstandards sowie Verhaltens- und Compliance-Regeln wie unser Code of Conduct. Als Ergänzung dazu besitzen die Divisions und operativen Einheiten eigene Systeme, Prozesse und Organisationsanweisungen, um Risiken zu identifizieren, zu bewerten und zu steuern. Das Risikomanagement in der Division HOCHTIEF Europe wurde bei der HOCHTIEF Infrastructure GmbH im Geschäftsjahr 2016 grundlegend neu ausgerichtet. Die Abteilung Risikomanagement untergliedert sich künftig in fünf Fachbereiche.
Die Division HOCHTIEF Europe wird sich auch weiterhin laufend dem Marktumfeld anpassen und das Risikomanagement auf den Prüfstand stellen. Turner und Flatiron sind in das Risikomanagementsystem von HOCHTIEF eingebettet, das im Einklang mit der HOCHTIEF-Konzernrichtlinie steht. Die zentrale Rolle für das Risikomanagement bei Turner übernimmt das "Risk Management Steering Committee", das sämtliche risikobezogenen Themen koordiniert und überwacht. Ein wesentliches Element ist dabei die Risikomatrix "12 Key Risk and Related Controls", die es Turner in standardisierter Form ermöglicht, potenzielle Risiken frühzeitig zu identifizieren und - sofern erforderlich - zu kontrollieren. In Ergänzung dazu werden auf Ebene der Business-Units quartalsweise Risikoanalysen erstellt und die Ergebnisse in einem Risk-Memo aggregiert. Flatiron fokussiert sich im Rahmen des Risikomanagements insbesondere auf Projekt- und Vertragsrisiken. Dazu werden alle Projekte bereits in der Angebotsphase systematisch aus Risikosicht analysiert und bewertet. Zudem finden zu allen wesentlichen Projekten monatliche Gespräche auf Top-Management-Ebene statt, um Risiken frühzeitig zu identifizieren und den aktuellen Status der Risikosituation abzustimmen und zu bewerten. Darüber hinaus haben der Ausbau und die Etablierung der Turner Engineering Group und der Flatiron Technical Services Group als interne technische Kompetenzzentren dazu beigetragen, mögliche Projektrisiken zu vermeiden. Die Führungsgesellschaft CIMIC gibt die Richtlinien für das Risikomanagement in der Division HOCHTIEF Asia Pacific vor. CIMIC definiert Risikomanagement als die Identifikation, Bewertung und Behandlung von Risiken, die einen potenziell erheblichen Einfluss haben auf die Geschäftstätigkeit, die Mitarbeiter und den Ruf des Unternehmens, auf das Umfeld und die Standorte, an denen das Unternehmen tätig ist, sowie auf dessen wirtschaftliche Perspektiven. Das Risikomanagementsystem von CIMIC ist auf das Geschäftsprofil abgestimmt, im Wesentlichen in bestehende Prozesse eingebettet und auf die kurz- und langfristigen Unternehmensziele ausgerichtet. Mit seinen diversifizierten Aktivitäten und Märkten und seiner breiten geografischen Aufstellung ist CIMIC einer Vielzahl von Risikofaktoren ausgesetzt, die das Erreichen der Unternehmensziele potenziell gefährden können. Wie in allen anderen Divisions steht das Risikomanagement bei CIMIC im Einklang mit der HOCHTIEF-Konzernrichtlinie zum Risikoreporting. RisikokulturDie kontinuierliche Verbesserung des Risikomanagements von HOCHTIEF ist eines der wichtigen strategischen Ziele1) von HOCHTIEF und Aufgabe jedes einzelnen Mitarbeiters2) . Um die Wichtigkeit des Themas innerhalb des Unternehmens zu verdeutlichen und den strategischen Ansatz von HOCHTIEF zu transportieren, werden regelmäßig Dialogveranstaltungen zwischen unserem Vorstand und den Mitarbeitern durchgeführt. Darüber hinaus bietet HOCHTIEF vielfältige Schulungen und Fortbildungen zum Themenbereich Risikomanagement an und legt Wert darauf, dass alle Mitarbeiter regelmäßig an derartigen Schulungen teilnehmen. HOCHTIEF verfügt über ein System der fixen und variablen Vergütung, das regelmäßig überprüft wird. Ein wichtiger Bestandteil dieses Systems ist die Einführung von risikobezogenen Messgrößen und Zielen, an deren Erfüllung oder Nichterfüllung sich die Mitarbeiter messen lassen. Dieser Bestandteil erfolgt im Rahmen von individuellen Zielvereinbarungen, die nach den jeweiligen Aufgabenbereichen und Verantwortlichkeiten der Mitarbeiter ausgestaltet werden. Zudem bietet HOCHTIEF seinen Mitarbeitern vielfältige Systeme und Tools, um mögliche Risiken zu identifizieren und auf potenzielle Risiken für HOCHTIEF aufmerksam zu machen.
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Strategie. Höchste Priorität besitzen die Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz1 ) unserer Mitarbeiter. Unsere Unternehmensgrundsätze sind alle fest im Prinzip der Sicherheit verankert. Durch projektbezogene Gefährdungsbeurteilungen ermitteln wir bei unseren Projekten und in unseren Büros Sicherheitsrisiken, denen wir präventiv oder durch gezielte Sicherheitsmaßnahmen begegnen. Unser Fokus liegt auf einer proaktiven Vermeidung von Arbeitsunfällen und arbeitsplatzbedingten Erkrankungen. Im Rahmen von regelmäßigen Aktionstagen, in Intranetkampagnen und Schulungen schärfen wir das Bewusstsein unserer Mitarbeiter zu Themen rund um Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz. Dies gilt auch für unsere Vertragspartner und Nachunternehmer, für die wir rechtlich verantwortlich sind.
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Weitere Informationen zum Thema Arbeitssicherheit
und Gesundheitsschutz. Um den Stellenwert des Themas für HOCHTIEF noch zu erhöhen, wurde bei HOCHTIEF bereits 2015 die Kennzahl "Unfallhäufigkeit" als eine wesentliche, nicht finanzielle Steuerungsgröße definiert. RisikoberichterstattungEine konzernweit gültige und jedem Mitarbeiter zugängliche Richtlinie zur Risikoberichterstattung regelt einheitlich die Meldung und Kommunikation von Risiken, beschreibt die Aufbau- und Ablauforganisation einer Risikomeldung und definiert den konzernweit gültigen Rahmen des Risikoberichtswesens. Der Risikoberichterstattungsprozess ist zusätzlich zum operativen Risikomanagement Teil der konzernweiten Prozesse zur Handhabung von Risiken. Die Hauptaufgabe der Prozesse ist die Gewährleistung eines verlässlichen Informationsprozesses in Bezug auf die Risikolage des Konzerns. Dadurch erhält der HOCHTIEF-Konzern eine zuverlässige Risikodokumentation für Informationszwecke und ist in der Lage, den Vorstand und das Management über die aktuelle Risikolage zu informieren. Die Risiken werden zusammen mit den Prognosen beziehungsweise der Planung auf Projektebene und/oder auf Ebene der kleinsten operativen Einheit erhoben. Nach der internen Bewertung ihrer Risiken auf der jeweiligen Managementebene melden die operativen oder Holding-Gesellschaften im Rahmen ihres vom Divisions-Controlling organisierten Planungs-/Prognose-prozesses ihre Risiken an das Divisions-Controlling. Im Rahmen der Prognose- und Planungssitzungen besprechen und bewerten die operativen und Holding-Gesellschaften ihre Risikoposten ausführlich mit dem zuständigen Vorstandsmitglied (oder mit einer von diesem benannten Person) und mit dem Divisions-Controlling. Anschließend meldet das Divisions-Controlling die für die Risikoberichterstattung relevanten Risiken an das Konzerncontrolling unter Verwendung eines standardisierten Risikomeldeformulars. Die Risikomeldungen enthalten jeweils die potenziellen Auswirkungen auf Ergebnis und Liquidität im aktuellen Geschäftsjahr und in den zwei darauffolgenden Jahren, die Risikokategorie, den möglichen Eintrittszeitpunkt, die Eintrittswahrscheinlichkeit und bereits getroffene Maßnahmen zur Abwendung, Minderung und Finanzierung der beobachteten Risiken. Das Konzerncontrolling verdichtet die von unten nach oben (Bottom-up) erhobenen Informationen und fasst die Risikolage auf Konzernebene zusammen. Die individuellen Risikoberichte werden dann mit dem verantwortlichen Management besprochen. Das Risiko-Committee betrachtet die gemeldeten Risiken sowohl aus Sicht der Divisions als auch aus Sicht der HOCHTIEF-Holding. Das Konzerncontrolling erstellt einen abschließenden Risikobericht als Dokumentation des gesamten Risikoberichterstattungsprozesses an den Vorstand. Durch diese Vorgehensweise werden die Verantwortlichen auf allen Ebenen der Unternehmenshierarchie mit einbezogen. Risikobezogene Szenarien, Korrelationen, SensitivitätenZusätzlich werden bedarfsweise fallbezogene Risikoszenarien erstellt, um mögliche Auswirkungen auf HOCHTIEF und Korrelationen einzelner Risiken untereinander darzustellen sowie vorhandene Sensitivitäten beurteilen zu können. Dementsprechend wird die Risikosituation fortlaufend kontrolliert und wesentliche Änderungen der Risikosituation werden unabhängig von den regelmäßigen Aktualisierungen und dem standardisierten Prozess an die jeweiligen Verantwortlichen und abhängig von der Bedeutung des jeweiligen Risikos entlang der Hierarchie gemeldet ("internes Ad-hoc-Reporting"). Diese Anforderung gilt sowohl für bekannte als auch für neue Risiken. In diesem Zusammenhang ist der Investitionsausschuss ein wesentliches Element des Risikomanagements von HOCHTIEF, um bereits vor Tätigung genehmigungspflichtiger Investitionen, Desinvestitionen und Beteiligungen die damit verbundenen möglichen Risiken für HOCHTIEF bewerten und gegebenenfalls vermeiden zu können. Ziel ist es, einen Rahmen mit Standardkriterien und -verfahren zu schaffen und auf diese Weise sicherzustellen, dass Entscheidungen gemäß denselben genehmigten Prinzipien getroffen werden. Dabei ist das Transaktionsvolumen ausschlaggebend für die Art und den Umfang der Risikobetrachtung. Konzernrevision1) als wichtiger Teil des RisikomanagementsEine weitere wesentliche Funktion im Risikomanagementsystem bei HOCHTIEF wird der Konzernrevision zugewiesen. Die Konzernrevision ist eine unabhängige interne Prüfungsinstanz mit der Aufgabe, die Geschäftsprozesse und das Risikomanagement hinsichtlich der Einhaltung von Gesetzen, Verordnungen, Richtlinien, internen Kontrollsystemen und Unternehmenszielen zu überwachen. Dafür hat die Konzernrevision weitgehende und uneingeschränkte Informations- und Prüfungsrechte im Konzern. Die Revision ist eine von den Arbeitsprozessen und deren Ergebnissen unabhängige interne Institution, die im Auftrag des Vorstands von HOCHTIEF Prüfungen in den Geschäftsbereichen, Beteiligungsgesellschaften, Projektgesellschaften sowie bei Fremdfirmen, für die vertragliche Prüfungsrechte bestehen, wahrnimmt und den Vorstand dahin gehend sowie in seiner Leitungsfunktion durch unabhängige Analysen, Auswertungen und Vorschläge unterstützt.
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Weitere Informationen zum Thema Compliance. Ziel der Konzernrevision ist es, zur Sicherung des Betriebsvermögens beizutragen, die Zuverlässigkeit der Risikomanagement- und Überwachungssysteme der Gesellschaft zu bewerten und zu deren Verbesserung sowie Wirtschaftlichkeit in den unternehmensinternen Prozessen beizutragen. Ergänzt wird das Programm risikobasierter Prüfungen durch außerplanmäßige Sonderprüfungen. Turner und CIMIC besitzen zusätzlich eigenständige Revisionseinheiten. Die Ergebnisse aus den Revisionsprüfungen werden herangezogen, um das Risikomanagement, insbesondere die Risikofrüherkennung und -steuerung, weiter zu optimieren. Die Prozesse der Revision folgen internationalen Prüfungsstandards und werden regelmäßigen, unabhängigen Quality-Assessments unterworfen. Die Konzernrevision berichtet über jede ihrer Prüfungen dem Management und dem Vorstand sowie zusammengefasst dem Prüfungsausschuss von HOCHTIEF. HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions als wesentlicher Teil des konzernweiten Versicherungs- und RisikomanagementsDiese Gesellschaft ist direkt der Holding zugeordnet und koordiniert weltweit das versicherungsbezogene Risikomanagement der Divisions des HOCHTIEF-Konzerns. Die wesentlichen Ziele sind:
Als unternehmenseigener Versicherungsmakler unterstützen die Experten der HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions die operativen Gesellschaften bei der Risikoanalyse und dem Risikomanagement und sorgen für bedarfsgerechten Versicherungsschutz bei den vielfältigen Projekten und Aktivitäten des HOCHTIEF-Konzerns. Dazu gehören insbesondere Versicherungslösungen für Verkehrsinfrastrukturprojekte sowie für Projekte der sozialen und urbanen Infrastruktur, die die Risiken sowohl vor und während der Bauphase als auch in der Betriebsphase absichern. Der Fokus der umfassenden - in der Regel meist internationalen - Versicherungskonzepte liegt hierbei auf der sachgerechten Absicherung von Sach- und Vermögensschäden, die insbesondere auch durch eine Zunahme von klimatisch bedingten Schadensfällen beziehungsweise Umweltrisiken entstehen können. So wird beispielsweise für Elementarschäden sowie für Sachschäden durch außergewöhnliche Witterungsereignisse zunehmend über Bauleistungs- oder sogenannte Sach-Allgefahrenversicherungen Versicherungsschutz gewährleistet. Ebenso werden die Haftungsrisiken, die beispielsweise bei einer unbeabsichtigten Schädigung der Umwelt drohen, durch die bestehende Konzernhaftpflichtversicherung minimiert. Neben den Einheiten des HOCHTIEF-Konzerns können auch externe Unternehmen, in erster Linie Projektpartner, Eigentümer und Endnutzer, in den Versicherungsschutz einbezogen werden. Durch die zum wiederholten Mal von der Ratingagentur A.M. Best mit A- (excellent) bewerteten Tochtergesellschaften Builders Reinsurance S.A. und Builders Direct S.A. sowie die Independent (Re)insurance Services S.A. werden darüber hinaus weitere Produkte und Dienstleistungen zur Optimierung der Risiko- und Kostenstruktur des Konzerns sowie für externe Kunden bereitgestellt. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den RechnungslegungsprozessEine verlässliche und ordnungsgemäße Finanzberichterstattung ist sowohl für die Entscheidungen des Managements als auch für die Informationsversorgung der Abschlussadressaten von zentraler Bedeutung. Im HOCHTIEF-Konzern wird den aus dem Konzernrechnungslegungsprozess resultierenden Risiken auf verschiedene Weise Rechnung getragen. Um die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung zu gewährleisten, gibt es eine IFRS1) -Bilanzierungsrichtlinie auf Basis der aktuell gültigen, in der EU anzuwendenden IFRS-Vorschriften, die jährlich aktualisiert wird. Für die deutschen Konzerngesellschaften wird zusätzlich eine jährlich aktualisierte HGB2) -Bilanzierungsrichtlinie erstellt. Unsere Tochtergesellschaften sind in enger Abstimmung mit dem Konzernrechnungswesen für die Einhaltung der konzernweit gültigen Bilanzierungsvorschriften in ihren Abschlüssen zuständig. Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten erfolgt in Absprache mit der Abteilung Konzernfinanzen, um auch in diesem Bereich die Verlässlichkeit und Richtigkeit der verarbeiteten Zahlen zu gewährleisten. Die Bewertung derivativer Finanzinstrumente wird zudem durch ein im Industrie- und Bankensektor etabliertes Treasury-Managementtool unterstützt. Darüber hinaus setzt HOCHTIEF externe Dienstleister ein, zum Beispiel für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen. Die korrekte Durchführung der Kapital- und Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung sowie der Zwischengewinneliminierung wird durch die EDV-gestützte Erstellung des Konzernabschlusses sowie systemseitige Plausibilisierungen des Zahlenwerks unterstützt. Soweit dennoch in Einzelfällen Klärungsbedarf bestehen sollte, werden diese vom Konzernrechnungswesen geprüft und geklärt. Des Weiteren verfügt das im Konzern eingesetzte Konsolidierungssystem über ein Zugriffsberechtigungssystem. Dadurch ist gewährleistet, dass die jeweils verantwortlichen Mitarbeiter nur auf die für sie relevanten Daten zugreifen können. Das Konsolidierungssystem wird von der Konzernrevision regelmäßig einer Prüfung unterzogen. Klassifizierung der RisikenDer Begriff "Risiko" bezieht sich primär auf Risiken mit möglicher Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern und die Liquidität. Risikobewertung und -berichterstattung dienen der Quantifizierung von Risiken hinsichtlich ihres Schadenspotenzials und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit. Im Folgenden werden die Risiken in Abhängigkeit von ihrem Erwartungswert als "gering", "mittel" beziehungsweise "hoch" klassifiziert. Der jeweilige Erwartungswert ergibt sich dabei als Kombination der Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos und dessen potenzieller Auswirkung auf die Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
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International Financial Reporting Standards Elemente des Risikomanagements bei HOCHTIEF![]() Risikosituation im HOCHTIEF-KonzernZur Ermittlung des Gesamtrisikos des HOCHTIEF-Konzerns werden die Erwartungswerte der Einzelrisiken summiert und auf Konzernebene nach Divisions und den genannten Kategorien aggregiert. Das bei HOCHTIEF identifizierte Gesamtrisiko besteht hauptsächlich aus den im Folgenden erläuterten Risikokategorien: Finanzrisiken1)Eine zentrale Aufgabe des Finanzmanagements besteht darin, den Finanzbedarf innerhalb des Konzerns zu koordinieren und die finanzielle Unabhängigkeit des Unternehmens langfristig jederzeit sicherzustellen. Dieses Ziel erreicht HOCHTIEF durch eine stabile, die nächsten Jahre absichernde Konzernfinanzierung und durch die Begrenzung von finanzwirtschaftlichen Risiken. Die Finanzaktivitäten im HOCHTIEF-Konzern werden auf Basis einer konzernweit gültigen Finanzrichtlinie getätigt. Diese allgemeine Finanzrichtlinie wird durch funktionale, operative Arbeitsanweisungen ergänzt. Darüber hinaus besteht im Konzern eine strikte Trennung der Zuständigkeiten zwischen den Finanz-, Handels- und den korrespondierenden Kontroll- und Abwicklungsaktivitäten. Bei allen Handelsvorfällen ist mindestens das Vieraugenprinzip verbindlich vorgeschrieben. Die Einhaltung aller Richtlinien und Vorgaben wird regelmäßig durch die interne Revision kontrolliert. Die Überwachung und das Monitoring möglicher Finanzrisiken erfolgen durch das monatliche Berichtswesen. Das Berichtswesen umfasst die Liquiditätsplanung mit langfristigem Horizont (18 Monate) und stellt damit die Grundlage für die Koordination und Sicherstellung des Finanzbedarfs auf Konzernebene dar. In die Liquiditätsplanung geht neben den bekannten Fälligkeiten aus den bestehenden Konzernfinanzierungen auch die Planung hinsichtlich der Liquiditätszu- und -abflüsse ein. Darüber hinaus werden auch die Auswirkungen definierter Stressszenarien auf die Liquiditätspositionen dargestellt. Die hinsichtlich der Kreditlinien zum Teil bestehenden Financial Covenants, die bei Nichteinhaltung zu Gläubigerkündigungsrechten führen können, werden laufend überwacht und unverändert als unkritisch eingestuft. Die HOCHTIEF-Unternehmensanleihen haben selbst keine Financial Covenants in der Anleihedokumentation. Unsere Finanzrisiken schätzen wir dank unseres effizienten Finanzmanagements insgesamt als gering ein. Marktrisiken2)
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Weitere Informationen zum Thema Märkte und
Rahmenbedingungen. Die weltwirtschaftlichen und geopolitischen Entwicklungen in den für HOCHTIEF bedeutenden Regionen und Märkten beobachten wir intensiv. Die aktuellen europapolitischen Unsicherheiten können möglicherweise langfristig negative Auswirkungen auf den Wirtschaftsraum Europa besitzen und insbesondere das öffentliche Investitionsvolumen reduzieren. Dadurch können sich langfristig die Wachstumsperspektiven im europäischen Raum reduzieren und die zukünftige Entwicklung von HOCHTIEF im europäischen Raum kann beeinträchtigt werden. HOCHTIEF versucht daher, seine ohnehin starke weltweite Präsenz in allen wichtigen Märkten auszubauen. Starke lokale Unternehmen, die allesamt eine langjährige Verankerung unserer Geschäftsaktivitäten vor Ort besitzen, helfen uns dabei, mögliche regionale Schwankungen auszugleichen und flexibel auf derartige Risiken zu reagieren. Ein Anstieg des Ölpreises nach Jahren der deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt liegenden Preise kann negative Auswirkungen auf unsere Betriebskosten haben. Insbesondere in unseren Contract-Mining-Aktivitäten wird dieses Risiko betrachtet und kontinuierlich bewertet. Die dadurch entstehenden höheren Betriebskosten können die Ergebnisse der jeweiligen Projekte negativ beeinflussen. HOCHTIEF versucht daher, dieses langfristige Risiko in Zusammenarbeit mit dem Kunden ausgewogen zu verteilen und einen fairen Interessenausgleich zu erzielen. Dadurch ist HOCHTIEF in der Lage, das Risiko auf eine zu vernachlässigende Größe zu reduzieren. Insgesamt sehen wir keine für HOCHTIEF signifikanten Marktrisiken und schätzen daher das Risiko als gering ein. Personalrisiken1)
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Weitere Informationen zum Thema Mitarbeiter. Insbesondere bei der Realisierung von Großprojekten ist der wirtschaftliche Erfolg davon abhängig, inwiefern es uns gelingt, erfahrene Fach- und Führungskräfte dauerhaft an das Unternehmen zu binden und neue Mitarbeiter zu rekrutieren. Ziel unserer Personalstrategie ist es daher, die richtigen Mitarbeiter zu gewinnen, die Qualifikation unserer Mitarbeiter weiter zu verbessern und sie langfristig an das Unternehmen zu binden. Um mögliche Personalrisiken frühzeitig zu erkennen, wurde auf Basis des Leitfadens zum Risikomanagement das Risikomanagement im Personalbereich aufgebaut. Seit Januar 2014 greift diese systematische Erhebung die Hauptrisikogruppen, wie Qualifikations-, Motivations-, Fluktuations- und Nachfolgerisiko, sowie deren mögliche Auswirkungen für HOCHTIEF auf. Die Systematik des Risikomanagements im Personalbereich wird regelmäßig auf neue Risiken hin überprüft und im Bedarfsfall angepasst. Nach den jüngsten aktuellen Erhebungen stufen wir mögliche Personalrisiken als gering ein. Risiken aus Pensionsverpflichtungen2)Die Umstellung von rein leistungsbezogenen Pensionszusagen auf für das Unternehmen kalkulierbare beitragsbezogene Leistungszusagen hat HOCHTIEF bereits vor einigen Jahren vollzogen. Die Pensionsverpflichtungen bei HOCHTIEF sind zum überwiegenden Teil durch das Planvermögen und Rückdeckungsversicherungen gedeckt sowie durch werthaltige Vermögenswerte unterlegt. Das Planvermögen setzt sich aus verschiedenen Anlageklassen zusammen, die einer ausgewogenen strategischen Anlagenallokation und einer an den Laufzeiten der Pensionszahlungen sowie an der erwarteten Entwicklung der Pensionsverpflichtungen ausgerichteten Anlagenstruktur folgen. Dadurch ist HOCHTIEF in der Lage, mögliche Schwankungen an den Kapitalmärkten, die den Wert des Planvermögens und die Deckungslücke zu den Pensionsverpflichtungen beeinflussen, zu kompensieren. Zudem kann die Veränderung von Bewertungsparametern, wie des Abzinsungssatzes oder der Lebenserwartung, zu einer Erhöhung der versicherungsmathematisch ermittelten Pensionsverpflichtungen führen. Diesbezüglich werden regelmäßig Sensitivitätsanalysen durchgeführt, um bereits frühzeitig möglichen Risiken vorzubeugen. Wesentliche Risiken aus den Pensionsverpflichtungen von HOCHTIEF bestehen nicht und werden somit als gering eingestuft. Risiken aus Projekten, Beteiligungen, Rechtsstreitigkeiten, behördlichen Verfahren und Ansprüchen DritterProjekt- und Vertragsrisiken in unserem klassischen Baugeschäft bilden eine wesentliche Kategorie unseres Risikomanagements. Allen Projekten sind Kalkulationsrisiken immanent, und auch die Bewertung von projektspezifischen Nachträgen birgt Risiken, die kontinuierlich überprüft werden. Aus den Geschäftsfeldern außerhalb des Baugeschäfts wie zum Beispiel Minen, PPP und Dienstleistungen resultieren ebenfalls Risiken, die es zu überwachen gilt. Als international tätiger Baudienstleister ist HOCHTIEF auch mit einer Vielzahl von rechtlichen Risiken konfrontiert. Compliance ist ein wesentlicher Baustein unserer Unternehmensgrundsätze. Dennoch sind wir als internationaler Baukonzern im Rahmen unserer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit einer Reihe von Risiken im Zusammenhang mit Gerichtsverfahren, Ansprüchen und behördlichen Verfahren ausgesetzt, auch wenn wir es uns zum Ziel gesetzt haben, gerichtliche Auseinandersetzungen so weit wie möglich zu vermeiden. Der Ausgang von Rechtsstreitigkeiten und behördlichen Verfahren lässt sich in den meisten Fällen nur schwer vorhersagen. Durch die frühe Einbindung der Rechtsabteilungen im Vorfeld gerichtlicher Auseinandersetzungen, durch den Einsatz spezialisierter Inhouse-Teams bei der Begleitung solcher Verfahren sowie durch die Mandatierung erfahrener Kanzleien stellen wir jedoch sicher, dass die Prozessrisiken so weit wie möglich reduziert werden. Neben den Kosten und Aufwendungen für die Verfahren selbst können wir nicht ausschließen, dass in einzelnen dieser Verfahren negative Entscheidungen ergehen. Für laufende Verfahren werden auf Basis des geschätzten Risikos Rückstellungen gebildet, und wir gehen davon aus, dass diese getroffene bilanzielle Vorsorge ausreichend ist. Im Geschäftsjahr 2016 wurde in der Division HOCHTIEF Americas im PPP-Projekt Presidio Parkway gemeinsam mit dem Kunden eine für alle Seiten vertretbare Lösung bezüglich der noch offenen Nachtragsforderungen gefunden. Daher entfällt dieses Risiko in der weiteren Berichterstattung. Die Risikoüberwachung im Projekt ILM wird weiterhin aufrechterhalten. Es handelt sich hierbei um ein Joint Venture für den Bau einer Überlandleitung in Kanada, in dem Kostensteigerungen zu Nachforderungen führten, die aktuell mit dem Kunden diskutiert werden. Im Zusammenhang mit dem Projekt Gorgon Jetty and Marine STR haben erhebliche Kostensteigerungen zu entsprechenden Nachforderungen an den Auftraggeber geführt, die seit 2015 verhandelt werden. Im Februar 2016 initiierte CIMIC zusammen mit seinen Partnern ein privates Schiedsgerichtsverfahren gemäß den Regelungen des Gorgon-Vertrags, um die offenen Forderungen gegenüber dem Auftraggeber Chevron durchzusetzen. Das Schiedsgericht wurde 2016 mit drei Schiedsrichtern konstituiert; erste Abstimmungen bezüglich des Ablaufs und Zeitplans werden für das erste Quartal 2017 sowie erste Anhörungen nicht vor 2019 erwartet. Parallel dazu reichte CIMIC in den Vereinigten Staaten Klagen gegen Chevron Corporation und den Vertreter von Chevron (KBR Inc.) ein. Die Klagen sind unabhängig vom oben genannten Schiedsgerichtsverfahren und haben auf eben dieses keine Auswirkungen. CIMIC hat im Zusammenhang mit dem Projekt zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres 1,15 Mrd. australische Dollar aktiviert (etwa 50 Prozent der Gesamtforderungen). Darüber hinaus gibt es weitere Projekte, in denen Nachtragsforderungen gegenüber dem Auftraggeber existieren. Die Durchsetzung und Realisierung dieser Forderungen besitzen höchste Priorität. Im Jahr 2014 hat CIMIC eine Risikovorsorge für Ausfallrisiken bei Projektforderungen für Projektrisiken in Höhe von 458 Mio. Euro (675 Mio. australische Dollar) gebildet, die auch zum Jahresende 2016 unverändert besteht. In der Division HOCHTIEF Europe bestehen Risiken für das Offshore-Projekt Global Tech I aus noch nicht vom Auftraggeber genehmigten Nachträgen und aus einer Schadenersatzforderung des Kunden. Der Vertrag wurde vom Auftraggeber 2014 gekündigt. Das außergerichtliche Streitbeilegungsverfahren dauert unverändert an. Die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016 enthält die nach der Equity-Methode bewertete Beteiligung an HLG Contracting LLC (HLG) mit einem Buchwert von 366,5 Mio. australischen Dollar und Darlehensforderungen (einschließlich Zinsen) gegenüber HLG in Höhe von 1,04 Mrd. australischen Dollar. Um den erzielbaren Betrag der Beteiligung des Konzerns an und der Darlehensforderungen gegenüber HLG zu ermitteln, ist eine erhebliche Ermessensausübung zu Annahmen wie den Diskontierungssätzen, dem aktuellen Auftragsbestand, künftigen Projektgewinnen und der Einbringlichkeit bestimmter Forderungen aus Altprojekten sowie zu wirtschaftlichen Annahmen, wie Wachstumsrate und Wechselkursentwicklung, erforderlich. Für die Zukunft können wir nicht ausschließen, dass in Einzelfällen Wertberichtigungen auf unsere Beteiligungen sowohl im Konzernabschluss als auch im Jahresabschluss von HOCHTIEF notwendig sein können. Seitdem im Geschäftsjahr 2013 in den australischen Medien gegen die damalige Leighton-Gruppe Vorwürfe wegen unlauterer Praktiken im internationalen Geschäft erhoben wurden, laufen die daraus folgenden Untersuchungen weiter. Die CIMIC-Gruppe nimmt diese Vorwürfe ernst, kooperiert im Rahmen dieser Untersuchung vollumfänglich mit der australischen Bundespolizei; die Behörden hatte CIMIC aktiv darüber informiert. Das Risiko aus Projekten, Beteiligungen, Rechtsstreitigkeiten, behördlichen Verfahren und Ansprüchen Dritter stufen wir auf Basis der vorherigen Ausführungen insgesamt als moderat ein. Risiken im Zusammenhang mit ComplianceUnser Compliance1) -System hat das Ziel, Korruptions- und Kartellrechtsverstöße bereits im Vorfeld zu verhindern. Dies geschieht nicht nur durch regelmäßige Schulungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern auch durch die Einführung geeigneter Prozesse und systematischer Kontrollen. So ist es die Aufgabe der Compliance-Organisation, solche organisatorischen Vorkehrungen zu treffen, die geeignet sind, ein regelgerechtes Verhalten des Unternehmens, seiner Organe und Mitarbeiter gegenüber geltendem Recht sicherzustellen.
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Weitere Informationen zum Thema Corporate
Governance und Compliance. Die Risiken im Zusammenhang mit Compliance stufen wir daher als gering ein. Beschaffungsrisiken2)
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Weitere Informationen zum Thema Einkauf finden
Sie auf den Seiten 118 ff. Das Beschaffungsmanagement von HOCHTIEF stellt sicher, dass leistungsfähige Geschäftspartner - Nachunternehmer und Lieferanten - ausgewählt werden. Ständige Marktbeobachtung und enge Kontakte zu Nachunternehmern und Lieferanten sowie Institutionen garantieren, dass wir Veränderungen im Beschaffungsmarkt zeitnah erkennen und entsprechend auf sie reagieren können. Obwohl HOCHTIEF mit einigen Geschäftspartnern hohe Umsätze generiert oder bestimmte Leistungen nur von wenigen Geschäftspartnern erbracht werden können, bestehen keine wesentlichen geschäftskritischen Abhängigkeiten. Mit einer detaillierten Präqualifikation unserer Geschäftspartner im Vorfeld und Bewertungen aus abgeschlossenen Projekten erhalten wir sowohl aus technischer wie auch aus kaufmännischer Sicht eine fundierte Übersicht der Leistungsfähigkeit unserer Geschäftspartner. Damit minimieren wir Ausfallrisiken und erhöhen unsere Handlungsalternativen, um die an uns gestellten Anforderungen unserer Kunden bestmöglich erfüllen zu können. Die Beschaffungsrisiken von HOCHTIEF stufen wir insgesamt als gering ein. Regulatorische RisikenVor dem Hintergrund der Geschäftstätigkeit von HOCHTIEF und aufgrund des hohen Internationalisierungsgrads ergeben sich Risiken durch regulatorische Änderungen insbesondere in den Bereichen Steuern und Klimaschutz. Derartige Risiken können unsere wesentlichen Steuerungskennzahlen beeinflussen und Auswirkungen auf die Ergebnissituation haben, insbesondere bei Projekten mit mehrjährigen Laufzeiten. HOCHTIEF beobachtet nationale und internationale regulative Initiativen und sich daraus abzeichnende mögliche Änderungen für HOCHTIEF in den verschiedenen Märkten kontinuierlich. Aktuell sehen wir keine bedeutsamen regulatorischen Risiken für HOCHTIEF und stufen das Risiko daher als gering ein. Risiken aus der InformationssicherheitIT-Risiken begegnet HOCHTIEF durch die intensive Zusammenarbeit mit kompetenten Dienstleistern. Innerhalb unserer Dienstleistungsverträge werden die IT-Servicebereiche in Leistungsscheinen deutlich gegliedert. Fachliche Anforderungen an Verfügbarkeit und Vertraulichkeit werden durch die Vorgabe von messbaren Zielgrößen erfüllt. Im Bereich der relevanten betriebswirtschaftlichen Systeme wurde auf eine hohe Verfügbarkeit geachtet. Der Einsatz moderner Hard- und Softwaretechnik sowie Zugangs- und Zutrittskontrollen gewährleisten den Schutz der Daten vor unerlaubtem Zugriff. So befinden sich die wesentlichen Daten in zertifizierten, redundant ausgelegten und räumlich getrennten Rechenzentren. In regelmäßigen externen Penetrationstests wird die Zuverlässigkeit unserer Firewall-Systeme gegen Angriffe aus dem Internet überprüft. Für vertrauliche Daten und Vorgänge, unter anderem für die Datenspeicherung und den E-Mail-Austausch, werden Verschlüsselungssysteme eingesetzt. Auch verfolgen wir das Thema Cyberkriminalität aufmerksam, passen unsere Systeme kontinuierlich der geänderten Bedrohungslage an und führen entsprechende Mitarbeitersensibilisierungen durch. Die Richtlinie zur IT-Sicherheit, die für die Division HOCHTIEF Europe und für die Division HOCHTIEF Americas gilt, wird mit Unterstützung von Experten kontinuierlich weiterentwickelt und durch Audits im In- und Ausland verifiziert. Unsere Tochtergesellschaft CIMIC in der Division HOCHTIEF Asia Pacific setzt eigene Informations- und Kommunikationssysteme sowie entsprechende Richtlinien ein, die im Einklang mit den geltenden HOCHTIEF-Richtlinien stehen. Dadurch werden die Anforderungen an Sicherheit, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit der Daten gewährleistet. Unsere Dienstleister stellen zudem in Zusammenarbeit mit dem Datenschutzbeauftragten des Konzerns sicher, dass personenbezogene Daten ausschließlich nach den Regeln des Bundesdatenschutzgesetzes verarbeitet werden. Bisher gab es bei HOCHTIEF keine nennenswerten Schadensfälle im IT-Bereich. Wir schätzen das Risiko insgesamt weiterhin als gering ein. Ökologische und soziale Risiken1)
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Weitere Informationen zum Thema Nachhaltigkeit
finden Sie auf den Seiten 144 ff. Die Tätigkeiten von HOCHTIEF haben einerseits Einfluss auf die Umwelt, andererseits ist unser unternehmerischer Erfolg untrennbar mit den uns gegebenen Umweltbedingungen verbunden. Gerade unsere Bauprojekte können teilweise durch außergewöhnliche Wetterbedingungen (beispielsweise Starkregen, Flut, Sturm, extreme Kälte) behindert werden. Dies kann zu einer Verringerung der Produktivität führen. Zudem kann die Sicherheit unserer Mitarbeiter und Nachunternehmer sowie die von Passanten oder Anwohnern gefährdet werden, etwa durch Unfälle auf der Baustelle als Folge extremer Wetterbedingungen. HOCHTIEF führt daher in diesem Kontext fortlaufend Schulungen zur Arbeitssicherheit durch, die eine korrekte Baustellenabsicherung beinhalten. Darüber hinaus nutzen wir moderne Arbeitsmittel und -methoden für Wetterschutz und Arbeitssicherheit. Unsere Projektteams setzen sich mit den Wetterbedingungen auseinander und bereiten ihre Mitarbeiter und Nachunternehmer entsprechend vor. Das Kostenrisiko aus Schäden, die aufgrund von ungewöhnlichen oder außergewöhnlichen Wetterbedingungen dennoch bei Bauprojekten entstehen können, wird projektbezogen überprüft und typischerweise auf Versicherer transferiert. Aufgrund dieser fortlaufenden Kontrolle und der Berücksichtigung möglicher Auswirkungen sehen wir keine signifikanten Risiken für HOCHTIEF und beugen langfristigen Umwelt- und Sozialrisiken vor. In den Märkten, in denen HOCHTIEF aktiv ist, gibt es eine steigende Anzahl gesetzlicher Anforderungen, unter anderem zu Emissionswerten und Energieeffizienz, die eingehalten werden müssen. Dies kann für HOCHTIEF mit steigenden operativen Kosten in unseren Projekten verbunden sein. Wir haben die Mittel und das Wissen, um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden, und bieten ein umfangreiches Spektrum energieeffizienter Lösungen im Hoch- und Tiefbau an. Daher sehen wir auch an dieser Stelle keine bedeutsamen Risiken für HOCHTIEF. Klimarisiken werden bei HOCHTIEF als Teil von Projektrisiken behandelt, da sie durch Umwelteinflüsse während der Projektbearbeitung entstehen können. Diese Risiken werden durch die Projektteams in Zusammenarbeit mit Fachleuten aus dem AGUS Center sowie, bei Bedarf, mit externen Spezialisten im Prozessverlauf evaluiert und bearbeitet. Bei HOCHTIEF werden tatsächliche ebenso wie Beinaheunfälle im Umweltbereich über ein Berichtswesen erfasst und ausgewertet - diese Auswertung liefert wichtige Erkenntnisse über Risiken und erlaubt es uns, potenzielle Umweltschäden durch entsprechende Maßnahmen zu vermeiden.1)
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Weitere Informationen zum Thema Arbeitssicherheit
finden Sie auf den Seiten 114 ff. Die Erhebung von CR-Kennzahlen über eine Nachhaltigkeitssoftware, die im Berichtsjahr aufgenommen wurde, erlaubt Plausibilitätsprüfungen und erhöht die Nachvollziehbarkeit ökologischer und sozialer Daten - auch dies stellt eine Risikoabsicherung dar. Gesamtbeurteilung der Risiken durch die UnternehmensleitungDie Gesamtrisikosituation des Konzerns hat sich im Berichtsjahr 2016 weiter verbessert. HOCHTIEF wird intensiv daran arbeiten, die Risikosituation weiter zu optimieren. Dazu wird der Risikomanagementansatz kontinuierlich überprüft und bedarfsweise angepasst, um auf diese Weise eine mögliche Volatilität der wesentlichen Steuerungsgrößen von HOCHTIEF zu vermeiden. Aus derzeitiger Sicht stellen die im vorangegangenen Bericht beschriebenen Risiken aufgrund ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer potenziellen Auswirkungen für HOCHTIEF keine für den Fortbestand des HOCHTIEF-Konzerns gefährdenden Risiken dar. Die Risikotragfähigkeit von HOCHTIEF schätzen wir aufgrund unserer Analysen und der guten Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin als gut ein. ChancenberichtChancen in den relevanten Regionen und Märkten von HOCHTIEF1)HOCHTIEF ist auf allen Kontinenten vertreten und konzentriert sich auf attraktive Märkte. Dabei sind wir in unseren Marktsegmenten weltweit bereits in führenden Markt- und Technologiepositionen vertreten. Trotzdem sehen wir weiterhin gute Chancen in den für HOCHTIEF bedeutenden Regionen, die Marktposition und das Kerngeschäft weiter zielgerichtet auszubauen und nachhaltig profitabel zu wachsen. Insbesondere die jüngsten positiven Nachrichten, Wirtschaftsdaten und -prognosen für die USA stimmen uns optimistisch, dass HOCHTIEF seine bereits starke Position dort weiter festigen und ausbauen kann. Vor allem die Erwartungen für die Bereiche Verkehrsinfrastruktur und gewerblicher Hochbau sind seit der Präsidentschaftswahl deutlich gestiegen. Dabei ist auch zu erwarten, dass ebenso der PPP-Markt in den USA von dem politischen Umschwung profitiert. In diesem Bereich seher wir aber vor allem im kanadischen Markt weiterhin ein großes Potenzial für PPP-Straßen- und -Brückenbauprojekte. Ein ähnlich positives Bild stellt sich für HOCHTIEF in den Märkten Asien und Australien dar. Auch hier ist insbesondere der Ausblick für den Bereich Verkehrsinfrastruktur deutlich positiv. In Kombination mit der starken PPP-Kompetenz ist die Division HOCHTIEF Asia Pacific über unsere Tochtergesellschaft CIMIC sehr gut positioniert, um sich weiterhin nachhaltig profitabel zu entwickeln. Zudem ist langfristig eine Erhöhung der Nachfrage nach Rohstoffen zu erwarten. Dies dürfte einen Ausbau der Rohstoffförderung insbesondere im australischen Markt bedeuten und sich deutlich positiv auf unsere Aktivitäten im Bereich Contract-Mining auswirken. Durch eine zunehmende Internationalisierung im Contract-Mining-Segment ist CIMIC für eine solche positive Entwicklung zusätzlich gut positioniert. Die aktuellen Entwicklungen in der Eurozone (insbesondere der Brexit und Probleme im europäischen Bankensystem) lassen auf den ersten Blick keine überdurchschnittlich positiven Erwartungen für diesen Markt zu. Trotzdem sehen wir hier vor allem auf Basis des enormen Investitionsstaus und einer Vielzahl an staatlichen Investitionsprogrammen im Zusammenhang mit PPP-Projekten in einzelnen europäischen Ländern gute Chancen, insbesondere im Bereich Verkehrsinfrastruktur, die wir nutzen wollen. HOCHTIEF verfolgt die Entwicklung in den für HOCHTIEF relevanten Regionen und Märkten kontinuierlich und berücksichtigt sie in den entsprechenden Planungen. Sollten sich bisherige Annahmen besser entwickeln als aktuell angenommen, könnte dies einen positiven Einfluss auf die wesentlichen Kennzahlen von HOCHTIEF haben und das prognostizierte Wachstum im Jahr 2017 und in den darauffolgenden Jahren möglicherweise weiter verbessern. Chancen durch konsequente Fortführung der Strategie/Nachhaltigkeitsstrategie2)HOCHTIEF setzt weiterhin seinen bisherigen erfolgreichen strategischen Ansatz fort. Wir wollen der global bedeutendste Hochbau- und Infrastrukturbau-Konzern mit nachhaltig profitablem Wachstum werden. Das Zusammenspiel von Ökonomie, Ökologie und Sozialem sehen wir dabei als Bestandteil unseres langfristigen Erfolgs und fördern diese drei Elemente in unserem unternehmerischen Handeln. Diese strategischen Grundsätze werden bei HOCHTIEF konsequent umgesetzt und laufend weiterentwickelt. Dazu wurden die strategischen Initiativen
definiert, die die praktische Umsetzung bei HOCHTIEF unterstützen und den Wandel weitergehend gestalten. HOCHTIEF arbeitet bereits seit längerer Zeit intensiv daran, die konzerneinheitliche Strategie umzusetzen. Dies hat in den vergangenen Jahren zu einer deutlichen Verbesserung aller wesentlichen Kennzahlen des Konzerns geführt. Jedoch sehen wir noch weitere Verbesserungspotenziale in vielen Bereichen unseres unternehmerischen Handelns. Daher treiben wir den strategischen Fahrplan unverändert weiter voran. Sollten die damit verbundenen Initiativen früher als geplant die erwarteten zusätzlichen positiven Effekte nach sich ziehen, dürfte dies zu weiteren positiven Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit von HOCHTIEF führen. Gleiches gilt auch für die Nachhaltigkeitsstrategie, die sich aus der Unternehmensstrategie ableitet und sich an den Grundsätzen von HOCHTIEF orientiert. Die Themenfelder der Nachhaltigkeit und die damit übergeordneten Ziele bilden das Grundgerüst unseres nachhaltigen Unternehmenserfolgs. In diesem Kontext ist die Einbindung unserer Stakeholder in das unternehmerische Handeln von HOCHTIEF ein weiterer Baustein unseres ganzheitlichen Denkens. Dadurch wollen wir die für uns relevanten Themen antizipieren, Geschäftschancen und Marktpotenziale nutzen und Risiken verringern. Der öffentliche und wirtschaftliche Fokus auf nachhaltige Themen wird in unserer täglichen Arbeit immer bedeutender. HOCHTIEF hat bereits frühzeitig die konsequente Umsetzung des Nachhaltigkeitsgedankens unterstützt und kann davon profitieren. Die Themen Green Buildings und Green Roads waren im vergangenen Geschäftsjahr wesentliche Treiber unseres erfolgreichen unternehmerischen Handelns und versprechen weitere signifikante Wachstumschancen. Dieses Potenzial, das durch die Nachhaltigkeitsdebatte und den öffentlichen Fokus darauf nochmals verstärkt wird, bietet für HOCHTIEF große Chancen, die sich mittelfristig positiv auf unsere wesentlichen Kennzahlen auswirken dürften. Chancen durch Mitarbeiter1)
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Weitere Informationen finden Sie im Kapitel
Mitarbeiter auf den Seiten 107 bis 117. Alle unsere Mitarbeiter tragen entscheidend zu dem wirtschaftlichen Erfolg von HOCHTIEF bei. Die Personalstrategie leistet dabei einen wertvollen Beitrag zur Unternehmensstrategie. Obgleich sich der Wettbewerb um gute Mitarbeiter deutlich intensiviert hat, gelingt es HOCHTIEF, den Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern zu decken. Dabei ist es uns wichtig, unser positives Image und die Attraktivität als Arbeitgeber für unterschiedliche Zielgruppen und Qualifikationen weiter auszubauen. Zudem möchten wir die Potenziale unserer Mitarbeiter bestmöglich weiterentwickeln und optimal einsetzen. Sollte es uns gelingen, unsere damit zusammenhängenden Erwartungen zu übertreffen und das Qualifikationsniveau unserer Mitarbeiter signifikant und dauerhaft zu steigern, so wird sich dies positiv auf unsere Geschäftsentwicklung auswirken. Chancen auf Basis erfolgreicher Forschung und Entwicklung2)
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Weitere Informationen finden Sie im Kapitel
Forschung und Entwicklung auf den Seiten 103 bis 105. Der wirtschaftliche Erfolg von HOCHTIEF und unser Beitrag zum nachhaltigen Handeln sind maßgeblich von unserer Innovationsfähigkeit abhängig. Unsere Kunden schätzen die innovativen projektspezifischen Sondervorschläge und unsere technische Expertise, durch die wir unsere anspruchsvollen Projekte erfolgreich realisieren können. Die konzernweite Innovationsorganisation ist dabei die Grundlage, um messbaren Mehrwert durch Innovation zu schaffen und uns gegenüber dem Wettbewerb zu differenzieren. Innovation wird auch in Zukunft einen breiten Raum bei HOCHTIEF einnehmen und uns dabei helfen, die Qualität unserer Arbeit weiter zu steigern und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit, gerade in hart umkämpften Märkten, zu erhöhen. Sollte sich der Innovationsgrad von HOCHTIEF nachhaltig positiv entwickeln, wird dies entsprechende positive Auswirkungen auf unseren geschäftlichen Erfolg und unsere ökologische sowie gesellschaftliche Verantwortung haben. Zukunftsbezogene AussagenDieser Konzernbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen. Diese Aussagen spiegeln die gegenwärtigen Auffassungen, Erwartungen und Annahmen des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft über künftige, die HOCHTIEF Aktiengesellschaft bzw. den HOCHTIEF-Konzern betreffende Ereignisse und Entwicklungen wider und basieren auf Informationen, die dem Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Zukunftsbezogene Aussagen enthalten keine Gewähr für den Eintritt zukünftiger Ergebnisse (zum Beispiel der Vorsteuerergebnisse oder der Konzerngewinne) und Entwicklungen (zum Beispiel hinsichtlich geplanter Beteiligungsveräußerungen, der allgemeinen Geschäftsaktivität oder der Geschäftsstrategie) und sind mit Risiken und Unsicherheiten verbunden. Die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse (zum Beispiel die Vorsteuerergebnisse oder die Konzerngewinne), Dividenden und weitere Entwicklungen (zum Beispiel hinsichtlich geplanter Beteiligungsveräußerungen, der allgemeinen Geschäftsaktivität oder der Geschäftsstrategie), betreffend die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und den HOCHTIEF-Konzern, können daher aufgrund verschiedener Faktoren wesentlich von den hier geäußerten oder implizit zugrunde gelegten Erwartungen und Annahmen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören insbesondere Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, der branchenspezifischen Lage und der Wettbewerbssituation. Darüber hinaus können die Entwicklungen auf den Finanzmärkten, Wechselkursschwankungen sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere auch in Bezug auf steuerliche Regelungen, das Verhalten von Mitgesellschaftern sowie andere Faktoren einen Einfluss auf die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse (zum Beispiel die Vorsteuerergebnisse oder die Konzerngewinne), Dividenden und weitere Entwicklungen (zum Beispiel hinsichtlich geplanter Beteiligungsveräußerungen, der allgemeinen Geschäftsaktivität oder der Geschäftsstrategie), betreffend die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und den HOCHTIEFKonzern, haben. Etwaige Angaben zu Dividenden stehen zudem unter dem Vorbehalt, dass für das jeweilige Geschäftsjahr ein entsprechender Bilanzgewinn im handelsrechtlichen Einzelabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ausgewiesen werden kann und dass die zuständigen Organe der HOCHTIEF Aktiengesellschaft unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Situation der Gesellschaft entsprechende Beschlüsse fassen. Abgesehen von rechtlichen Veröffentlichungspflichten übernimmt die HOCHTIEF Aktiengesellschaft keine Verpflichtung, die in diesem Konzernbericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren. Nachhaltigkeit bei HOCHTIEFZusammenspiel von Ökonomie, Ökologie und Sozialem ist im Projektgeschäft verankertVision und Strategie als Basis für NachhaltigkeitUm unser Commitment fest zu verankern, ist Nachhaltigkeit Bestandteil der HOCHTIEF-Vision, der Grundsätze unseres Konzerns sowie der Strategie von HOCHTIEF1) . Diese bildet die Basis für die Nachhaltigkeitsstrategie. Darüber hinaus sorgen verbindliche Richtlinien und Leitfäden für die Umsetzung im Konzern. Diese Vorgaben entsprechen stets mindestens den internationalen Standards, erfüllen geltende Gesetze und Vorschriften und gehen zum Teil deutlich über diese hinaus. Die Bescheinigung über eine unabhängige betriebswirtschaftliche Prüfung finden Sie auf den Seiten 254 und 255. HOCHTIEF ist für Bauprojekte in aller Welt tätig. Dabei stellt jedes Projekt ein Unikat dar, das unter individuellen Rahmenbedingungen entsteht. Wenn wir für die Planung verantwortlich sind, entwickeln wir einen spezifischen Herstellungsprozess. Dank eines 360-Grad-Blicks erfassen wir dabei alle Dimensionen und Phasen von Bauprojekten und damit den gesamten Lebenszyklus. Der partnerschaftliche Dialog mit allen Projektbeteiligten ermöglicht von Anfang an eine optimale Projektrealisierung: Je eher die Partner ihre Erwartungen und Ansprüche austauschen, desto besser sind die Optimierungspotenziale - das ist auch ein wichtiger Beitrag zur Risikominimierung. Mit dem Modell PreFair bieten wir dazu ein passendes Geschäftsmodell an. Grundsätzlich werden in unsere Planung Aspekte wie Umweltschutz, Energieeffizienz oder Ökobilanz aufgenommen. Darüber hinaus spielen faire Arbeitsbedingungen auf unseren Baustellen, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz2) eine übergeordnete Rolle. Insgesamt beachten wir das Zusammenspiel von Ökonomie, Ökologie und Sozialem in allen Projekt- und Entscheidungsphasen. Besonders deutlich wird dies bei unseren zertifizierten, nachhaltig realisierten Projekten - in aller Welt errichtet HOCHTIEF Green Buildings nach Standards wie DGNB, LEED, BREEAM oder Green Star ebenso wie Infrastrukturprojekte nach den Standards von Greenroads oder ISCA.
2)
Weitere Informationen finden Sie im Kapitel
"Mitarbeiter" auf den Seiten 107 bis 118. Unsere Bautätigkeiten beeinflussen die Umwelt - Mensch ebenso wie Natur. Bei der Gestaltung von Lebensräumen verändern wir mit unseren Projekten Landschaften, verbrauchen Energie und Ressourcen, beschäftigen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und kooperieren mit Partnern und Kunden auf allen Kontinenten. Das bedeutet, dass unser Konzern als "Corporate Citizen" gesellschaftliche Verantwortung trägt. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, diese vielfältigen Faktoren stets bewusst und nachhaltig zu gestalten - Gesellschaft und Umwelt sollen durch unser Wirken möglichst viel profitieren und möglichst wenig Belastungen erfahren. Vielmehr wollen wir auf der Basis eines ganzheitlichen, zukunftsorientierten unternehmerischen Ansatzes aktiv dazu beitragen, sichere und wertvolle Lebensräume für heutige und künftige Generationen zu schaffen und das natürliche Umfeld dabei zu erhalten. Damit verbunden ist der kurzfristige, projektorientierte ebenso wie der langfristige Blick auf sämtliche Einflussfaktoren unserer Projektarbeit (Impact-Assessment). Dies ist ein aktiver Beitrag zu einem effektiven Risikomanagement, auch für unser Umfeld - Menschen ebenso wie Umwelt. Mit diesem ganzheitlichen Konzept sichern wir den langfristigen Erfolg des HOCHTIEF-Konzerns. Damit wir die hohe Qualität unserer Aktivitäten gewährleisten können, arbeiten wir bei HOCHTIEF Solutions auf der Basis des Qualitätsmanagementsystems DIN EN ISO 9001. Die Qualifizierungsquote nach dieser Norm, gemessen am Umsatz, beträgt bei HOCHTIEF Europe insgesamt 89 Prozent. Um ein stabiles und risikoarmes Qualitätsmanagement zu gewährleisten, werden regelmäßig Audits durchgeführt. Das Qualitätsmanagement bei HOCHTIEF wird in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess ständig optimiert. Commitments, Mitgliedschaften und RankingsHOCHTIEF setzt sich auf vielfältige Weise für Nachhaltigkeit ein. Mit klaren Commitments und Mitgliedschaften in Nachhaltigkeits- und anderen Organisationen bekennen wir uns zu Leitlinien und Standards und dokumentieren unser Engagement auch nach außen. HOCHTIEF ist Teilnehmer am UN Global Compact und leistet einen jährlichen Fortschrittsbericht. Als langjähriges Mitglied von Organisationen wie Transparency International, DGNB, Green Building Council of Australia und B.A.U.M. unterstützen wir die Arbeit dieser Organisationen. Die Entsprechung mit dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex ist für uns selbstverständlich. Stakeholder-Gruppen von HOCHTIEFAnalysten Aktionäre Bankenvertreter Investoren Journalisten Kunden Lieferanten Mitarbeiter Nachbarn / Anwohner Nachunternehmer Schüler / Studenten / Absolventen Staat / Behörden Universitäten / Hochschulen Verbände / NGOs1) Wissenschaft
1)
NGOs = Nichtregierungsorganisationen Unsere Nachhaltigkeitsarbeit findet auch externe Anerkennung: Im Berichtsjahr wurde HOCHTIEF - zum elften Mal in Folge - im Dow Jones Sustainability Index und zum achten Mal im CDP gelistet. Bei beiden international renommierten Bewertungen haben wir zum Teil überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt. Hinzu kommt die Beteiligung an weiteren Ratings.2)
2)
Eine detailliertere Auswahl finden Sie auf
der Seite 3 sowie auf www.hochtief.de. Stakeholder-EinbindungEin transparenter Umgang und der kontinuierliche Dialog mit unseren verschiedenen Interessengruppen (Stakeholdern) ist uns sehr wichtig. HOCHTIEF steht daher in regelmäßigem Austausch mit allen Stakeholder-Gruppen.3)
3)
Weitere Informationen finden Sie im Kapitel
"Nachhaltigkeitsstrategie" auf den Seiten 36 bis 37. Wir haben unsere Stakeholder-Gruppen klar definiert (siehe Kasten). Zu unseren zielgruppenspezifischen Aktivitäten und Formaten gehören unter anderem:
Reputationswerte von HOCHTIEF in Prozentscroll
Im Berichtsjahr haben 84 Prozent der Befragten in einer Studie des Marktforschungsinstituts YouGov die Reputation von HOCHTIEF mit ausgezeichnet/ sehr gut/gut bewertet. So führt HOCHTIEF in Deutschland jährlich eine umfassende Reputationsuntersuchung (siehe Tabelle) durch. Im Berichtsjahr hat auch unsere tschechische Tochtergesellschaft HOCHTIEF CZ eine Imageuntersuchung bei öffentlichen und privaten Kunden sowie Medien und Öffentlichkeit durchgeführt. Um Projekterfahrungen effektiv zu dokumentieren und das Feedback unserer Kunden für künftige Projekte zu berücksichtigen, verfügen die Gesellschaften in den HOCHTIEF-Divisions über verschiedene Datenbanken. Auch lokale Kundenbefragungen in einzelnen HOCHTIEF-Einheiten sind etablierte Instrumente zur Messung der Kundenzufriedenheit. HOCHTIEF kann eine hohe Quote wiederkehrender Kunden verbuchen: So betrug allein bei Turner die Quote der Wiederholkunden im Berichtsjahr etwa 75 Prozent. Regelmäßig befragt HOCHTIEF seine Mitarbeiter nach ihrer Meinung: Mitarbeiterfeedbacks geben Auskunft über Zufriedenheit und Engagement der Mitarbeiter und liefern Anknüpfungspunkte, um HOCHTIEF dauerhaft als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren. Eine weitere Form der Einbindung von Stakeholdern ist die jährlich durchgeführte Online-Wesentlichkeitsanalyse. Diese Befragung hat uns 2016 erneut die Gültigkeit und die Bedeutung der folgenden sechs HOCHTIEF-Themenfelder der Nachhaltigkeit bestätigt:4) 1. Compliance 2. Attraktive Arbeitswelt 3. Einkauf5) 4. Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen 5. Aktiver Klima- und Ressourcenschutz 6. Gesellschaftliches Engagement
4)
Weitere Informationen finden Sie im Kapitel
"Nachhaltigkeitsstrategie" auf den Seiten 36 bis 37. Den Zusammenhang
zwischen CR-Themen und GRI-Indikatoren stellen wir auf den Seiten
252 bis 253 dar. Aktuelle Maßnahmen zu den ThemenfeldernUm die Themenfelder in der operativen Arbeit noch stärker verankern zu können, wurden division- und geschäftsfeldspezifische Maßnahmen abgeleitet und mit Zielen versehen.6) So wollen wir beispielsweise die Datenqualität durch den konzernweiten Einsatz einer Nachhaltigkeitssoftware verbessern. Die Einbindung der Mitarbeiter fördert ein Konzernwettbewerb zur Nachhaltigkeit, der im Jahr 2016 als "HOCHTIEF Energy Award" erstmals ausgeschrieben wurde und 2017 als "HOCHTIEF Innovation Award" fortgesetzt werden soll. Weitere Ziele sind, den Anteil an zertifizierten Projekten zu steigern, die Unfallquote zu senken und CO2 -Kompensationen vorzunehmen. An unserem Sponsoringprojekt "Bridges to Prosperity" nahmen 2016 erstmals Mitarbeiter aller drei Divisions teil.
6)
Weitere Informationen finden Sie im CR-Programm. Gesellschaftliches Engagement bei HOCHTIEFHOCHTIEF ist ein international tätiger Baukonzern. Seine Mitarbeiter gestalten mit verschiedenen Projekten - ob Brücke oder Tunnel, Hochhaus oder Mine - Lebensräume. Sie tun dies stets im Dialog mit den Beteiligten, um die beste Lösung für alle zu erarbeiten. Wir definieren uns als Teil der Gesellschaft und übernehmen als Corporate Citizen dort, wo wir tätig sind, Verantwortung. Den Menschen im Umfeld unserer Projekte möchten wir mit persönlichem Engagement, finanziellen Mitteln, Sachspenden und Know-how-Transfer etwas zurückgeben, schließlich gehen viele Arbeiten mit Beeinträchtigungen durch Lärm, Staub oder Straßensperrungen einher. Wir legen den Schwerpunkt unserer Sponsoringaktivitäten auf die Bereiche "Bildung und Nachwuchsförderung" und "Gestaltung und Erhaltung von Lebensräumen". > Dieses soziale Engagement steht im Einklang mit unserer Geschäftstätigkeit, dem Bau von Infrastruktur. Themenfeldindikator Gesellschaftliches EngagementAspekt: Förderung lokaler GemeinschaftenWeitere Informationen siehe GRI-Index. > Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de/gesellschaftliches-engagement Bridges to ProsperityLebensräume gestalten und erhalten: Diesem Ziel haben wir uns mit unserem Sponsoringschwerpunkt "Bridges to Prosperity" (B2P)≡ in Kooperation mit der gleichnamigen Nichtregierungsorganisation verschrieben. Bereits 2010 hat unsere US-Gesellschaft Flatiron die erste Fußgängerbrücke errichtet, 2012 bauten wir die erste Brücke mit Mitarbeitern unserer europäischen Gesellschaften. 2016 nahm erstmals auch unsere australische Gesellschaft CIMIC mit zwei Mitarbeitern an dem Programm teil. CIMIC plant, 2017 eine erste Brücke in der Region Asien-Pazifik zu realisieren. ≡ www.bridgestoprosperity.org Insgesamt hat HOCHTIEF konzernweit nun 20 Fußgängerbrücken in entlegenen Gebieten der Welt gebaut, um den dort lebenden Menschen besseren und sichereren Zugang zu Handel, Bildung und medizinischer Versorgung zu verschaffen. Die Herausforderung vor Ort ist stets ein Fluss, der zur Regenzeit stark anschwillt, der Ortschaften voneinander trennt: Wollen die Bewohner das reißende Hindernis überwinden, um zur Schule, zum Arzt oder zum Markt zu gelangen, müssen sie kilometerweite Umwege in Kauf nehmen oder sich in Gefahr begeben. Immer wieder kommt es zu Unfällen. Mit unseren Brücken wirken wir dem entgegen und schaffen sichere Verbindungen. Anzahl der Menschen, die von den durch HOCHTIEF gebauten B2P-Brücken profitieren![]() Da der Bau von Infrastruktur zu unserer Geschäftstätigkeit gehört, bringen wir neben finanzieller Unterstützung viel Wissen mit in die Regionen. Zudem fördern die Projekte die Teambildung und die Vernetzung innerhalb des Konzerns, denn Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen, auch aus der Verwaltung, helfen beim Bau der Brücken. An jedem Projekt wirken zehn Mitarbeiter mit. Durch das aktive Mitwirken entwickeln sie eine intensivere Bindung zu ihrem Unternehmen. Diese Erfahrung wirkt sich auf die spätere Arbeit im Alltag meist durch erhöhtes Engagement aus. Die interkulturelle Erfahrung stärkt die soziale Kompetenz der Beteiligten. Schon 212 Mitarbeiter der gesamten Gruppe engagierten sich bislang bei B2P-Projekten. Nicht nur die HOCHTIEF-Mitarbeiter profitieren, sondern auch lokale Lieferanten und insbesondere die Menschen vor Ort. Durch ihre Hilfe beim Bau der Brücke, wofür sie fair bezahlt werden, erfahren sie, wie sie diese künftig warten und instand halten können. B2P hat erhoben, dass sich durch eine Brücke der Anteil der Kinder, die sicheren Zugang zu Bildung haben, schätzungsweise um zwölf Prozent erhöht, 24 Prozent der Bevölkerung besseren Zugang zu medizinischen Einrichtungen erhalten, der Anteil der arbeitenden Frauen um 18 Prozent steigt und die Geschäftstätigkeit der lokalen Wirtschaft um 15 Prozent wächst. Mehrwert für die Bevölkerung durch das HOCHTIEF-Engagement:Basierend auf Schätzungen von Bridges to Prosperity, tragen die 20 Fußgängerbrücken dazu bei, dass
Aufgrund dieser Schätzungen haben HOCHTIEF und seine Gesellschaften seit 2010 durch das B2P-Engagement dazu beigetragen, dass im Umfeld der Brücken mehr als 96.000 Menschen profitiert haben. Das möchten wir weiter ausbauen. Im Berichtsjahr haben Mitarbeiter unserer amerikanischen Gesellschaft Flatiron, die als strategischer Partner mit B2P kooperiert, zwei Brücken in Nicaragua errichtet. Eine davon ist das 200. B2P-Projekt, das im April in der Region La Dalia fertiggestellt wurde. Ein HOCHTIEF-Team hat im Oktober die Mariba-Brücke in Ruanda fertiggestellt. > Um das B2P-Programm kennenzulernen, wurde die Gruppe durch zwei CIMIC-Mitarbeiter aus Australien unterstützt. > Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de/b2p Wir streben an, dass im Jahr 2017 zusätzlich zu den drei geplanten Projekten der Divisions HOCHTIEF Americas und Europe auch die Division HOCHTIEF Asia Pacific ein eigenes B2P-Projekt realisiert. Fußgängerbrücken von HOCHTIEF und B2P nach Ländernscroll
1)
Diese Durchschnittszahlen basieren auf Schätzungen
von B2P. Die Dokumentation und die Entwicklung von Kennzahlen unseres HOCHTIEF-Engagements sollen den nachhaltigen gesellschaftlichen Nutzen messbar machen.2)
2)
Weitere Informationen finden Sie in der Zieletabelle. Spenden und Sponsoring:Organisation und BerichtswesenHOCHTIEF definiert in einer Konzernrichtlinie die thematischen Schwerpunkte im Bereich Spenden und Sponsoring. Diese Richtlinie regelt Verantwortlichkeiten, Berichtsprozesse und -pflichten. Verantwortlich für den Bereich Spenden und Sponsoring zeichnet die Abteilung Konzernkommunikation, die sich eng mit dem Vorstand abstimmt. Gemeinsam werden die strategische Ausrichtung, die Gesamtkoordination und das Reporting entwickelt. In den operativen Gesellschaften legen die Vorstände und Geschäftsführungen ihre Budgets für Spenden und Sponsoring fest und beachten jeweils die angemessene Form und Höhe der Ausgaben. Bei der thematischen Schwerpunktsetzung bewegen sie sich innerhalb des Rahmens, den die Konzernrichtlinie festlegt. Die Aktivitäten werden dokumentiert und regelmäßig an die Konzernkommunikation berichtet. Wir engagieren uns dort, wo wir aktiv sind, also im Umfeld unserer Baustellen. Zudem berücksichtigt jedes unserer Projekte soziale Aspekte. Deshalb binden wir frühzeitig beispielsweise Anwohner, Pendler und weitere Stakeholder in die Prozesse ein. 2016 betrug das konzernweite Budget für Spenden und Sponsoring zirka 4,98 Mio. Euro. SponsoringbeispieleEine Auswahl der sozialen Projekte unserer Gesellschaften im Jahr 2016: Die Turner-Niederlassung in Vancouver in der Division HOCHTIEF Americas hat am Wettbewerb "Canstruction" teilgenommen, der unter dem Motto "Wer ist hungrig?" stand. Das Team baute aus Lachskonserven einen Bären, der in einem Fluss Lachse fängt, und gewann zwei Preise. Die Konservendosen gehen an die "Greater Vancouver Food Bank Society" ("Tafel"). Flatiron unterstützt, unter anderem, das Concrete Canoe Team der University of British Columbia - mit Erfolg: Das Team konnte sich in Wettbewerben platzieren. Um ihre Kanus noch leichter und damit schneller und effizienter zu machen, nutzen die Studenten ihre Ingenieurkenntnisse. Mitarbeiter der von Thiess betriebenen Mine Lake Vermont in Australien nehmen am Programm "Reading Role Models" teil: Sie lesen Drittklässlern einer Grundschule vor und kommen über die Geschichten mit den Kindern ins Gespräch. So wird das Interesse für Literatur gefördert. Keine Spenden an politische OrganisationenHOCHTIEF-Organisationseinheiten und -Gesellschaften leisten keine direkten oder indirekten Spenden an politische Organisationen, Parteien oder einzelne Politiker. (Auszug aus unserem Code of Conduct. Den ausführlichen Code of Conduct finden Sie im Internet unter: www.hochtief.de/codeofconduct) Zudem kooperiert Thiess mit der Stiftung "Hear and Say". Die Mitarbeiter des Minen-Dienstleistungsunternehmens setzen sich voller Engagement für die Unterstützung gehörloser und schwerhöriger Kinder ein. HOCHTIEF PPP Solutions North America hat im Berichtsjahr ein wohltätiges Golfturnier eines kanadischen Infrastrukturfonds unterstützt. Die Einnahmen fließen in die Berufsausbildung gewerblicher Arbeiter in der Bauindustrie. In Berlin sponsert HOCHTIEF weiterhin die interaktive Ausstellung "Platz da! Kinder machen Stadt" des Labyrinth Kindermuseums. Mit den Geldern werden Workshops und Lehrmaterialien finanziert. Die Kinder agieren bei dem Projekt als Architekten und Stadtplaner und werden so ermutigt, ihr Lebensumfeld bewusster wahrzunehmen sowie aktiv mitzugestalten. Allein 2016 besuchten 70.000 Menschen die Ausstellung. Zudem sind wir seit 2016 Sponsor des Vereins "Essener Chancen", der diverse Aktionen und Programme für Kinder und Jugendliche unterstützt, unter anderem Integrations- oder Sportinitiativen. Unsere österreichische Gesellschaft HOCHTIEF Infrastructure Austria unterstützt die Mission Hoffnung für notleidende Kinder. Die Organisation gibt an, dass in Österreich jedes achte Kind unter Armut leidet oder in höchstem Maße armutsgefährdet ist. Umweltschutz: Verantwortung für Klima und RessourcenDie Aktivitäten unseres Kerngeschäfts haben Auswirkungen auf die Umwelt. Sowohl der Bau von Gebäuden und Verkehrsinfrastrukturprojekten als auch das Minengeschäft beeinflussen Böden, Wasser, Luft, Ressourcen und Klima ebenso wie die biologische Vielfalt. Deshalb hat Umweltschutz im HOCHTIEF-Konzern hohe Priorität. In diesem Bereich wollen wir auch in Zukunft unsere Leistung weiter optimieren. Dies ist nicht nur gut für Umwelt und Gesellschaft, sondern grenzt zudem auch Risiken für unser Unternehmen ein. Hierbei betrachten wir nicht nur unsere eigenen Projekte, sondern übernehmen auch Verantwortung für unsere direkte Nachbarschaft und den weiteren Umkreis. Auf den Baustellen entwickeln wir Maßnahmen, um Umweltschäden und sonstige Beeinträchtigungen im Umfeld zu vermeiden. Dazu arbeiten unsere Projektteams eng mit Spezialisten im Unternehmen ebenso wie Partnerunternehmen zusammen und beziehen sie mit in die Planung ein. Mit Ressourcen gehen wir verantwortlich und schonend um. Wenn möglich, verwenden wir Material wieder oder recyceln es. So gelingt es zudem, die Menge der umwelt- und klimaschädlichen Emissionen zu senken. Die nachfolgend beschriebenen Umweltkennzahlen werden in Relation zur erbrachten Konzernleistung des jeweiligen Geschäftsjahres - 22,29 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2016 - dargestellt (Konzern-Coverage). Die Kennzahlen sind jeweils abhängig von Art, Standort und Umfang der Projekte, die wir innerhalb eines Jahres realisieren. Wenn die Konzernleistung steigt, erhöht sich entsprechend auch die Menge der produzierten Treibhausgase - diese Relation betrachten und bewerten wir kontinuierlich. Umweltschutzorganisation im HOCHTIEF-KonzernInnerhalb des Konzerns legt das Zentrum für Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz (AGUS Center) über eine Konzernrichtlinie1) die Organisationsstruktur für die Koordinierung aller umweltrelevanten Belange fest. Der Leiter des AGUS Centers berichtet aufgrund der hohen Relevanz des Themas direkt an den HOCHTIEF-Vorstand. Die konzernweit gültige Umweltschutzpolitik, die in einer entsprechenden Richtlinie festgelegt ist, bildet die Basis der Aktivitäten und definiert die Mindestanforderungen.
1)
Siehe Grafik auf der Seite 114. Die Führungskräfte verantworten mit Unterstützung des AGUS Centers die Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen. Darüber hinaus beraten die AGUS-Experten bei der Implementierung der Umweltstandards während der Projektausführung und ermöglichen somit eine rechtssichere Ablauforganisation. In den HOCHTIEF-Divisions sind Umwelt- und Klimaschutz in den jeweiligen Organisationsstrukturen eigenverantwortlich verankert. Bei spezifischen Projekten prüft auch die konzerninterne Revision die Einhaltung der Anforderungen. In den operativen Einheiten ist Umweltschutz in die Projektprozesse integriert. Die dafür implementierten Managementsysteme entsprechen den internationalen Standards (ISO 14001). Der Anteil der Umweltmanagementsysteme innerhalb des Konzerns lag im Berichtsjahr bei 73,3 Prozent. Anteil der Einheiten im HOCHTIEF-Konzern, die nach Umweltmanagementsystemen zertifiziert sind, gemessen an der Mitarbeiterzahl (in Prozent)![]() Mitarbeiter sensibilisieren und weiterbildenWir legen Wert darauf, dass unsere Mitarbeiter über ein umfassendes Verständnis für Umweltzusammenhänge verfügen oder dieses weiterentwickeln. Um Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz nachhaltig zu fördern, müssen alle Projektbeteiligten gut informiert und ausgebildet sein. Dazu werden Organisationsstrukturen auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter abgestimmt. Die Mitarbeiter werden so in ihrem Berufsalltag unterstützt und für das Thema sensibilisiert. Sie erhalten zudem entsprechende Weiterbildungen innerhalb der fortlaufenden Prozesse, die Qualifizierungsmaßnahmen in Form von Unterweisungen in den Projekten und Schulungsvorträgen umfassen. Auch die Aus- und Weiterbildung der Umwelt- und Arbeitssicherheitsexperten ist ein wesentlicher Faktor, auf den HOCHTIEF großen Wert legt. Sie kennen die aktuellen Entwicklungen in ihrem jeweiligen Fachgebiet und beraten die Projektverantwortlichen, um Umweltschutzaktivitäten zu fördern. In internen und externen Arbeitskreisen tauschen sie sich kontinuierlich aus. Externe Workshops auf europäischer Ebene wie ENCORD bieten eine Plattform für den Erfahrungsaustausch mit anderen Baukonzernen. Risiken frühzeitig erkennenProjekte müssen, das ist unser Anspruch, auch im Sinne des Umweltschutzes erfolgreich und unfallfrei verlaufen. Eine Ermittlung und Bewertung der relevanten Umweltrisiken schon in der frühen Projektphase sowie daraus abgeleitete Präventionsmaßnahmen tragen zu einem effektiven und erfolgreichen Projektverlauf bei. Daher werden Umweltschutzexperten schon in die Angebotsphase einbezogen, um erforderliche Maßnahmen mit allen Beteiligten abzustimmen und in den Bauprozess zu implementieren. Das Projektteam prüft relevante Sachverhalte und passt gegebenenfalls Maßnahmen an. Umweltschutzaspekte sind zudem feste Bestandteile bei Investitionsentscheidungen. HOCHTIEF hat die Einhaltung grundlegender gesetzlicher und normativer Vorgaben bei jedem Projekt fest im Blick, um für einen unfallfreien Bauprozess zu sorgen. UmweltschädenSchwerwiegende Schäden, die die natürliche Umwelt negativ beeinflussen, müssen bei HOCHTIEF gemeldet werden. Dazu dient ein Kriseninformationssystem. HOCHTIEF teilt Umweltschäden in drei Kategorien ein, die in den einzelnen Unternehmenseinheiten bei Bedarf noch spezifiziert werden:
Umweltschadensfälle werden genau analysiert und das Geschehen wird aufgearbeitet. Dazu werden sie über ein Berichtswesen erfasst und ausgewertet. Ebenso verfahren wir mit sogenannten Beinaheunfällen im Umweltbereich, denn sie liefern relevante Erkenntnisse über Risiken. Mit entsprechenden Maßnahmen sollen die jeweiligen potenziellen Umweltschäden künftig vermieden werden. Im Jahr 2016 wurden innerhalb des HOCHTIEF-Konzerns keine Umweltschäden der Kategorie 1 und sechs Umweltschäden der Kategorie 2 gemeldet. Kleinere Umweltschäden beziehungsweise Bagatellschäden der Kategorie 3 werden im Verantwortungsbereich der jeweiligen Gesellschaft reguliert und nicht konzernweit berichtet. BußgelderIm Berichtsjahr wurden keine monetären Strafen gegen HOCHTIEF aufgrund von Verstößen gegen Umweltvorschriften verhängt.1)
1)
Die interne Berichtsgrenze liegt bei 10.000
Euro. Umweltschutzthemen bei HOCHTIEFGefahrstoffmanagementInnerhalb des Arbeits- und Umweltschutzes ist der richtige Umgang mit Gefahrstoffen und gefahrstoffhaltigen Produkten ein wesentliches Thema, denn Gefahrstoffe bergen Risiken für die Sicherheit und Gesundheit von Menschen ebenso wie Gefahren für die Umwelt. Die Regelungen dazu unterscheiden sich von Land zu Land. Innerhalb der Division HOCHTIEF Europe, um ein Beispiel zu nennen, werden die Vorgaben der Gefahrstoffverzeichnisse über ein Onlineprogramm erstellt. Dort können zudem arbeitsplatzspezifische Betriebsanweisungen, weitere Informationen zu einzelnen Gefahrstoffen, beispielsweise toxikologische Gutachten, sowie Sicherheitsdatenblätter hinterlegt werden. AbfallmanagementBei Bauprozessen entstehen in der Regel große Mengen an Abfall. Wir bei HOCHTIEF messen dem verantwortungsvollen Umgang, insbesondere mit dem mineralischen Anteil des Bauabfalls, große Bedeutung bei - gerade vor dem Hintergrund zunehmender Ressourcenknappheit. Wenn das Material bei Abbruch- und Erdbaumaßnahmen möglichst sortenrein erfasst wird, können die Stoffe mit hoher Qualität wiederverwertet werden. Auch unsere detaillierte Planung der Materialmengen trägt zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Rohstoffen bei. Insbesondere bei großen Infrastrukturprojekten entwickeln wir frühzeitig Konzepte, um die Materialströme sinnvoll zu gestalten. Wenn die Materialien geeignet sind, um beim selben Bauprojekt wiederverwendet werden zu können, sind ein aufwendiger Abtransport und die Entsorgung nicht notwendig - dies spart nicht zuletzt auch Kosten. Ein vorausschauendes und gut geplantes Stoffstrommanagement ist nicht nur ein wichtiger Schritt, um Ressourcen zu schonen, sondern auch, um Transporte zu reduzieren und damit CO2 -Emissionen zu vermeiden. Lean-Management-Prozesse1) spielen dabei eine wichtige Rolle. Die Grundlagen unseres nachhaltigen Abfallmanagements sind Abfallvermeidung, Reduzierung nicht vermeidbarer Abfälle und eine möglichst hohe Recyclingquote2) .
1)
Weitere Informationen finden Sie im Glossar
auf Seite 258. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 2.095.029 Tonnen des gesamten Abfallaufkommens im Konzern der Kategorie "nicht gefährlich" zugeordnet. Das Recycling von Abfällen schont die Umwelt und trägt dazu bei, Entsorgungskosten zu vermeiden. Die konzernweite Recyclingquote lag 2016 bei 74,3 Prozent (Vorjahr 81,9 Prozent). Diese Zahl unterliegt Schwankungen, die etwa durch die Kontamination großer Mengen mineralischer Bauabfälle, zum Beispiel Aushubmaterialien, bedingt sind. Vor dem Hintergrund aufkommender Ressourcenknappheit bekommt das Thema Abfallmanagement zunehmend einen höheren Stellenwert. Eine Vielzahl von Entsorgungsvorgaben der einzelnen Länder schränkt die Einflussnahme bei der Festlegung der Entsorgungs- und Verwertungsmethode ein, insbesondere bei gefährlichen Abfällen. Bei nicht gefährlichen Bauabfällen, beispielsweise Abbruchgut oder unbelastete Aushubmaterialien, können die ausführenden Unternehmen in der Regel eigenverantwortlich die Verwertungswege festlegen -natürlich unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben. Unsere Projektteams nehmen Einfluss auf die Stoffströme, indem sie eine projektbezogene Entsorgungslogistik entwerfen oder Nachunternehmer damit beauftragen. Dabei verfolgen wir das Ziel, eine möglichst hohe Recyclingquote zu erreichen. Abfallaufkommen im HOCHTIEF-Konzern (in t)scroll
3)
Coverage = Abdeckung der berichteten Daten,
bezogen auf die Konzernleistung Themenfeldindikator Aktiver Klima- und RessourcenschutzAspekt: AbfallWeitere Informationen siehe GRI-Index auf den Seiten 252 bis 253. Art der Entsorgungsmethode im HOCHTIEFKonzern 2016 (in t)scroll
Bereits vor mehr als zehn Jahren hat unsere Gesellschaft Turner mit dem "Online Waste Tracking" ein digitales Programm zur Abfallerhebung implementiert. Damit werden Daten zur Abfallentsorgung und zum Recycling bei Bau- und Abrissprojekten erhoben und ausgewertet. Seit 2005 wurden mehr als zwei Millionen Tonnen Bauabfall aussortiert, damit er nicht deponiert wird, sondern wiederverwertet werden kann. Mehrere Hundert Projekte werden in jedem Monat über das Programm ausgewertet. 2016 wurden 488.643 Tonnen Bauabfall bei TurnerProjekten recycelt und wiederverwertet, das entspricht einer Quote von 75 Prozent. Ein Praxisbeispiel aus Australien: Das Projekt Webb Dock in Victoria, das von CPB Contractors realisiert wird, hat mehrere Nachhaltigkeitsauszeichnungen erhalten, unter anderem für die hervorragende Wiederverwertung vorhandenen Materials: ein "6 Star Design"-Rating des Green Building Council of Australia sowie das "Excellent Design"- und das "As-Built"-Rating des Infrastructure Sustainability Council of Australia. Nachhaltige Aspekte bei diesem Projekt beinhalten die Nutzung von mehr als 260.000 Tonnen recycelter Ziegelsteine, Glas und Beton für die Erstellung der Gehwege auf der Baustelle. Insgesamt wurden 95 Prozent des im Bauprozess entstandenen Abfalls recycelt. WassermanagementDer verantwortungsvolle Umgang mit der Ressource Wasser gewinnt zunehmend an Relevanz. Bei Bauprozessen ist der Wasserbedarf häufig hoch, zudem sind sie oft mit Eingriffen in den Grundwasserhaushalt verbunden. Individuelle Wassererhaltungsmaßnahmen und -konzepte werden deshalb bei jedem Projekt erarbeitet, um schonend und verantwortungsvoll vorzugehen. Wesentliche Aspekte sind die Nutzung von Grund- und Trinkwasser im Projektverlauf, die Ableitung von Brauch- und Abwasser, Versickerung, Wasserverschmutzung und -aufbereitung. Der Wasserschutz gewinnt auch bei unseren Stakeholdern spürbar an Bedeutung: So wurde der Grundwasserschutz bei der Wesentlichkeitsanalyse 2016 als ein relevantes Thema benannt. Insbesondere bei der Projektarbeit in wasserarmen Regionen fokussieren wir uns darauf, den Trinkwasserverbrauch bestmöglich zu reduzieren und die Menge an recyceltem oder wiederverwendetem Wasser zu erhöhen. Bei CIMIC in der Division HOCHTIEF Asia Pacific stammten 2016 insgesamt 43 Prozent des gesamten Wasserverbrauchs aus recyceltem oder wiederverwendetem Wasser. Bei HOCHTIEF Europe erfolgt in der Regel, abhängig vom Projekt, die Wasserentnahme aus Frischwasserquellen. Um das Thema Wasser noch weiter in den Fokus zu rücken, hat sich CIMIC 2016 zum zweiten Mal am CDP-Water-Ranking beteiligt.1 Die australische HOCHTIEF-Gesellschaft erreichte ein B-Rating. CIMIC erfasst systematisch Daten zum Wasserverbrauch und verfolgt entsprechende Reduktionsmaßnahmen sowie Zielformulierungen.
1)
Weitere Informationen finden Sie im CR-Programm. So wurde beispielsweise beim Bürogebäude 177 Pacific Highway in Sydney ein Regenwasser-Auffangsystem implementiert, das 90.000 Liter fasst. Es speist unter anderem die Bewässerungsanlage und Toilettenspülungen. Insgesamt können so zirka 70 Prozent des Wasserverbrauchs gegenüber herkömmlichen Systemen reduziert werden. Auch beim Bau nutzte CPB Contractors recyceltes und wiedergewonnenes Wasser. Wasserverbrauch im HOCHTIEF-Konzern (in m3)scroll
In der Division HOCHTIEF Americas ist das Projekt "Hassalo on Eighth" von Turner mit LEED2) -Platin ausgezeichnet worden, unter anderem für den verantwortungsvollen Umgang mit Wasser. Die drei Gebäude sind mit Tanks ausgestattet, die das Schmutzwasser sammeln, filtern, aufbereiten und recyceln. So kann es wiederverwertet werden. Insgesamt können mehr als 220.000 Liter Wasser pro Tag aufbereitet werden.
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Weitere Informationen finden Sie im Glossar. Erhalt von BiodiversitätHOCHTIEF ist bestrebt, im Umfeld aller Projekte die biologische Vielfalt zu schützen und so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. Aus diesem Grund wird das Gelände vor dem Baustart untersucht, und es wird in Abstimmung mit den zuständigen Behörden ein maßgeschneidertes Umweltkonzept entworfen. Alle Auflagen und verpflichtende Maßnahmen werden darin eingearbeitet, häufig gehen wir sogar darüber hinaus. Es finden fortwährend Kontrollen statt, bei Planungsänderungen passen wir auch die Umweltmaßnahmen an. Im Minengeschäft spielt die Renaturierung genutzter Flächen eine bedeutende Rolle. Bei den Minengesellschaften von CIMIC gehören darum Aktivitäten wie progressive Umgestaltung, Errichtung erosionshemmender Konstruktionen sowie Ausbringen von Mutterboden und Saatgut zum Angebotsspektrum. 2016 renaturierte Thiess insgesamt 1.314 Hektar Land bei seinen Minenaktivitäten - das entspricht einer Fläche von mehr als 1.840 Fußballfeldern. Ein Beispiel: Vor Baubeginn des PPP-Infrastrukturprojekts Transmission Gully Motorway in Neuseeland beauftragte CIMIC Umweltschutzexperten, die die Umgebung rund um das Baugebiet auf wild lebende Tiere untersuchten. Unter anderem wurden verschiedene Glattechsenarten, Geckos und Stummelfüßer gefunden, die als gefährdet gelten. Die Stummelfüßer wurden in benachbarte Waldgebiete umgesiedelt. Die Echsen und Geckos werden in den kommenden zwei Jahren in eigens angefertigten Gehegen im Nga Manu Nature Reservat in der Nähe von Waikanae leben, bevor sie nach Bauende zu neuen Geröllbänken in ihrer ursprünglichen Heimat zurückgebracht werden und dort dauerhafte Lebensräume finden. In der Umgebung des Projekts wird bis 2020, wenn der Motorway für den Verkehr freigegeben werden soll, eine 500 Hektar große Fläche neu bepflanzt. Beim Bau des Schienenprojekts "Bath Corridor" in England durch unsere Gesellschaft HOCHTIEF (UK) Construction, das 2016 abgeschlossen wurde, wurde eine große Anzahl an Nördlichen Kammmolchen umgesiedelt. Beim Straßenprojekt "Shinfield Eastern Relief Road" westlich von London, ebenfalls 2016 abgeschlossen, wurden sowohl Schutzzäune als auch Querungstunnel für Dachse entlang beider Straßenseiten an zuvor genau untersuchten Stellen errichtet. Nach Bauende wurden bei diesem Projekt auch zirka 5.000 neue Bäume, Büsche und andere Pflanzen eingesetzt. Umgang mit Schadstoffen in der BausubstanzHOCHTIEF nimmt den richtigen Umgang sowohl mit gefahrstoffhaltigen Baumaterialien als auch mit kontaminierten Bausubstanzen sehr ernst und achtet darauf, dass diese Thematik während der gesamten Prozesse systematisch und verantwortungsvoll begleitet wird. Bei Abbruch- und Revitalisierungsprojekten sind die einzelnen Inhaltsstoffe im verbauten Zustand nicht eindeutig identifizierbar - so besteht die Gefahr einer ungewollten Schadstofffreisetzung. Dies kann zu einer Kontamination der Umwelt und zu Gesundheitsschäden führen. Der Hintergrund: In der Vergangenheit waren Baumaterialien zugelassen, die nach heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen ein Gesundheitsrisiko darstellen. Eine sorgfältige Separation gewährleistet bei unseren Projekten einen hohen Reinheitsgrad der Baurestmassen und ermöglicht eine effiziente Wiederverwertung. Bauen im BestandNeben dem Bau von neuen Gebäuden saniert HOCHTIEF auch vorhandene Gebäude. Die Vorteile: Beim Bauen im Bestand müssen keine neuen Flächen versiegelt werden, viele Materialien aus dem bestehenden Gebäude können wiederverwendet oder recycelt werden. So werden Transportwege und Deponierung zu großen Teilen vermieden und die Abfallmenge wird reduziert. Zugleich ist es ein Beitrag zur Energieeinsparung. Im Berichtsjahr hat HOCHTIEF beispielsweise das Bürogebäude "Neue Direktion Köln" fertiggestellt, das mit DGNB1) -Gold zertifiziert wurde. Der ehemalige Sitz der "Königlichen Eisenbahndirektion zu Cöln" wurde 1913 errichtet. HOCHTIEF hat die neoklassizistische Barockfassade erhalten.
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Weitere Informationen finden Sie im Glossar. Steigerung von Energieeffizienz und KlimaschutzDer Klimawandel ist eine globale Herausforderung. Deshalb möchte HOCHTIEF einen Beitrag dazu leisten, den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase so zu senken, dass die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius - wenn möglich auf 1,5 Grad Celsius - begrenzt werden kann. Dazu haben wir anlässlich der 22. Weltklimakonferenz in Marrakesch im November 2016 ein Zeichen gesetzt und gemeinsam mit anderen Unternehmen eine Erklärung unterzeichnet, die dezidierte Zielformulierungen für einzelne Sektoren fordert. HOCHTIEF nimmt jährlich am Klimawandelbericht des CDP teil - 2016 wurde der Konzern als Sector Leader Industrials in der DACHRegion ausgezeichnet. Die Herausforderungen des Klimaschutzes bedeuten einen steigenden Bedarf an nachhaltig ausgerichteter Infrastruktur - so ergeben sich für HOCHTIEF auch Chancen für das operative Geschäft. Dem begegnen wir bereits durch unsere wachsenden Marktsegmente Green Buildings und Green Infrastructure; bei beiden hat sich HOCHTIEF eine marktführende Position gesichert. Für zukünftige Märkte, die sich durch den Klimawandel entwickeln können - etwa im Hochwasserschutz -, ist HOCHTIEF gut aufgestellt. Klassifizierung der Treibhausgasemissionenscroll
Themenfeldindikator Aktiver Klima- und RessourcenschutzAspekt: TreibhausgasemissionenWeitere Informationen siehe GRI-Index. Treibhausgasemissionen: Datenerhebung Scope 1, Scope 2 und Scope 3Die folgenden Kennzahlen stellen den Energieverbrauch sowie die CO2 -Emissionen der wesentlichen Unternehmenseinheiten in den Divisions HOCHTIEF Americas, HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe dar. Die Daten wurden mehrheitlich auf Basis der stoffspezifischen Kostenarten unter der Annahme mittlerer Preise ermittelt. Das Verhältnis von Material- und Dienstleistungskosten der Division HOCHTIEF Europe wurde auch auf die Division HOCHTIEF Americas übertragen. Für das Baugeschäft gilt grundsätzlich, dass die Höhe der Energieverbräuche und die daraus ermittelten CO2 -Emissionen direkt von Art, Umfang und Standort der jeweiligen Projekte beeinflusst werden. Beispielsweise ist der Betrieb einer Tunnelbaustelle mit maschinellem Vortrieb erheblich energieintensiver als eine Hochbaubaustelle. Alle hier genannten Kennzahlen beziehen sich ausschließlich auf Materialien und Leistungen, die vom HOCHTIEF-Konzern eingekauft wurden. In der Division HOCHTIEF Asia Pacific entsprechen die Kennzahlen den verpflichtenden Anforderungen des National Greenhouse and Energy Reporting Act (2007). Aufgrund des unterschiedlichen Detaillierungsgrads der Datenerhebung in den HOCHTIEF-Divisions ist die Vergleichbarkeit noch nicht vollständig gegeben. Im Berichtsjahr haben wir eine konzernweite Nachhaltigkeitssoftware implementiert, mit der wir gezielt daran arbeiten, langfristig eine vergleichbare Datenbasis aufzubauen. Wesentliche Materialeinsätze im HOCHTIEF-Konzern 2016scroll
Wesentliche Energieverbräuche im HOCHTIEF-Konzern 2016scroll
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Die Daten für Turner beruhen auf Hochrechnungen,
basierend auf dem Stromverbrauch des Jahres 2015: Sie wurden entsprechend
der Wachstumsrate der Leistung 2016 gegenüber dem Vorjahr berechnet. Dienstreisen im HOCHTIEF-Konzern 2016scroll
Beispiele aus der PraxisIm operativen Geschäft setzen wir Energie so effizient wie möglich ein und achten darauf, Energie und Ressourcen zu sparen, um Emissionen zu reduzieren. Dazu erfassen und bewerten wir Emissionen und Verbräuche, um daraus weitergehendes Potenzial zur Verminderung abzuleiten. Dies tun wir einerseits innerhalb des Konzerns und andererseits auch mit unseren Kunden und Partnern. Mit nachhaltigen Gebäuden und Infrastrukturprojekten sorgen wir dafür, dass Projekte effizient und ressourcenschonend geplant und gebaut werden und auch in der Betriebsphase Ressourcen einsparen. HOCHTIEF gehört weltweit zu den führenden Anbietern im Bereich des nachhaltigen Bauens. Zusammensetzung Scope 3 (Angaben in Prozent)![]() Um unsere Mitarbeiter weiter für das Thema zu sensibilisieren, haben wir 2016 erstmalig einen konzernweiten HOCHTIEF Energy Award ausgeschrieben. Aus den besten eingereichten Ideen und Projekten sollen konzernweite Maßnahmen entstehen - so ist 2016 zum Beispiel das Innovationsprojekt "LED-Beleuchtung auf Baustellen" angelaufen. Ein Beispiel aus der Praxis zur Senkung des Energieverbrauchs: Bis 2017 baut HOCHTIEF in einem Konsortium die 230 Kilometer lange PPP-Mautstraße Maliakos-Kleidi in Griechenland. Die bisherige offene Streckenbeleuchtung bestand aus etwa 10.000 Lichtmasten mit 250- und 400-Watt-HPS-Leuchten, die insgesamt etwa zwölf Gigawattstunden Energie pro Jahr verbrauchten und somit Kosten von über einer Million Euro verursachten. Das Projektteam setzte zunächst in einem Pilotprojekt auf einem Abschnitt LED-Leuchten mit einem dynamischen Kontroll- und Dimmsystem ein, wodurch zirka 40 Prozent der Energie eingespart wurde. Darum soll künftig auf dem kompletten verantworteten Streckenabschnitt LED-Technik zum Einsatz kommen. Der kombinierte Einsatz von LED-Leuchten und dynamischer Dimmbarkeit senkt den Energieverbrauch für die offene Streckenbeleuchtung und erbringt Gesamteinsparungen von mehr als 65 Prozent. Das entspricht etwa 700.000 Euro an Energiekosten für Straßenbeleuchtung jährlich und insgesamt 13,8 Millionen Euro über die gesamte Projektlaufzeit von 22 Jahren. Treibhausgasemissionen1 im HOCHTIEF-Konzernscroll
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Quellen der CO2 -Umrechnungsfaktoren:
GHG Protocol, DEFRA und Umweltbundesamt, NGER. Coverage = Abdeckung der berichteten Daten, bezogen auf die Konzernleistung Auch bei den von Thiess betriebenen Minen wird der Einsatz von LED-Lampen als emissionsärmere Alternative genutzt. Die Minen müssen nachts beleuchtet werden, die langen Wege erschweren Wartung und Kontrolle, insbesondere bei älteren Anlagen. Darum wurden an 20 Minenstandorten die Beleuchtungsanlagen mit LED-Lampen und kleineren Motoren ausgestattet. So wurden in einem Jahr 206.722 Liter Diesel eingespart und der CO2 -Ausstoß wurde um zirka 546.040 Kilogramm gesenkt. Thiess arbeitet zudem mit einem Partner an einer Lösung, um große Minenfahrzeuge energieeffizienter und emissionsärmer zu betreiben. Das Ziel ist es, den Treibhausgasausstoß um 20 Prozent zu senken, indem 80 Prozent des Diesels durch Erdgas ersetzt werden, das regional eingekauft wird. So sinken einerseits die Transportkosten, anderseits werden durch die Nutzung von Erdgas weniger Emissionen ausgestoßen. Bereits seit 2010 beziehen die großen Bürostandorte von HOCHTIEF in Deutschland sowie ausgewählte Standorte bei CIMIC Ökostrom. Die Auswahl der Dienstwagen unterliegt bei HOCHTIEF strengen Kriterien. 2016 lag in Deutschland der durchschnittliche CO2 -Ausstoß bei 124 Gramm pro Kilometer (2015: 129 Gramm CO2 pro Kilometer). Aufgrund der emissionsarmen, kraftstoffsparenden Baustellen- und Dienstwagenflotte hat Flatiron auch 2016 wieder das "Grüne-Flotte-Zertifikat" der Association of Equipment Management Professionals auf Platinebene erhalten - zum sechsten Mal in Folge. CO2-Einsparungen durch Green BuildingsNicht nur der Betrieb von Gebäuden und Infrastrukturprojekten soll effizient, schadstoffarm und ressourcenschonend erfolgen, sondern auch der Bauprozess - vor allem diesen können wir aktiv beeinflussen. Unsere durch LEED, Green Star oder DGNB zertifizierten Green Buildings sorgen für eine geringere CO2 -Bilanz im Vergleich zu konventionell errichteten Gebäuden. Die Ökobilanzen, die wir je nach Anforderungen für solche Projekte erstellen, zeigen den verringerten Treibhausgasausstoß von Gebäuden auf. Während des Bauprozesses sorgen wir dafür, dass Material nach Möglichkeit recycelt oder wiederverwertet wird. Die Beauftragung regionaler Lieferanten sorgt in der Regel durch kürzere Transportwege für weniger CO2 -Emissionen. Zudem Kumulierte Anzahl der seit 2000 zertifizierten nachhaltigen Gebäude, die jeweils bis Jahresende von HOCHTIEF realisiert wurden. Zudem werden Baustellen möglichst mit LED-Beleuchtung ausgestattet. In der Betriebsphase eines zertifizierten Green Buildings zeigen sich weitere deutliche Einsparungen: So verbrauchen laut US Green Building Council LEED-zertifizierte Gebäude insgesamt 34 Prozent weniger CO2 und 25 Prozent weniger Energie sowie elf Prozent weniger Wasser. Green Buildings bei HOCHTIEF![]() Kumulierte Anzahl der seit 2000 zertifizierten nachhaltigen Gebäude, die jeweils bis Jahresende von HOCHTIEF realisiert wurden. Green Infrastructure bei HOCHTIEF![]() Kumulierte Anzahl der seit 2013 zertifizierten und registrierten nachhaltigen Infrastrukturprojekte, die jeweils bis Jahresende von HOCHTIEF realisiert wurden. Ein Beispiel aus Australien: CPB Contractors hat das Projekt Webb Dock ausgebaut, ein Containerterminal in Melbourne. Durch den Gebrauch recycelter Materialien und durch effiziente Planung wurden die CO2 -Emissionen beim Bau der Gebäude um mehr als 30 Prozent reduziert, das sind etwa 4.000 Tonnen CO2 . CO2-Einsparungen durch Green InfrastructureZertifizierungen bei Infrastrukturvorhaben gewinnen an Bedeutung, denn immer mehr öffentliche Auftraggeber legen Wert darauf, nachhaltige Aspekte in die Ausschreibungen zu integrieren - so werden bei der Projektrealisierung Eingriffe in die Umwelt minimiert. Von den monetären Einsparungen profitiert die öffentliche Hand. Beim Projekt "Sydney Metro Northwest Tunnels and Station Civil", das CPB Contractors in einem Joint Venture realisiert, konnte das Team den Energiekonsum signifikant reduzieren und die Scope-1- und Scope-2-Emissio-nen um 24 Prozent senken. Dies wurde unter anderem durch folgende Maßnahmen erreicht: Ein effizienter Treibstoff (B5-Gemisch) wurde genutzt, die Baustellenfahrzeuge waren nicht älter als vier Jahre und es wurden Hybridbagger verwendet. Zudem erhielten die Mitarbeiter Spritspartrainings. Auf Routinewartungen der Baustellenfahrzeuge wurde verstärkt Wert gelegt und Leerlauf bei schweren Maschinen vermieden. Eine optimierte Planung trug zu Einsparungen bei, indem beispielsweise der Durchmesser der Tunnelröhren sowie die Menge des Materials, das von der Baustelle abtransportiert werden musste, reduziert wurden. "Green Zone"-ProgrammDie HOCHTIEF-Gesellschaft Turner analysiert seit sechs Jahren regelmäßig die Arbeitsplatzsituation ihrer Mitarbeiter. Bei dem internen Wettbewerb "Green Zone" treten sowohl Baustellen als auch Bürostandorte an. Das Label "Green Zone" wird zugeteilt, wenn es in verschiedenen Kategorien spezifische messbare Schritte gab, um Gesundheit und Arbeitsbedingungen für die Turner-Mitarbeiter zu verbessern. Dabei geht es um Aspekte wie biologisch abbaubare Reinigungsmittel, recyceltes Papier, Anschluss an den öffentlichen Personennahverkehr oder automatische Lichtregler. 2016 gab es 322 teilnehmende Standorte, von denen 105 den Status einer Grünen Zone erhielten. Mehrwert durch grünes BauenIm Jahr 2016 waren bei HOCHTIEF i n den Marktsegmenten Green Building und Green Infrastructure Projekte mit einem Wert von zirka 7,1 Mrd. Euro in Bearbeitung. Unsere Gesellschaft Turner ist Spitzenreiter für grünes Bauen und erwirtschaftete 2016 allein im Marktsegment Green Building einen Umsatz von zirka 4,3 Mrd. Euro. Unsere Gesellschaft CPB Contractors folgt einem innovativen Ansatz und ist zurzeit führender Anbieter von nachhaltigen Projekten in Australien. Allein die grünen Infrastrukturprojekte bei CIMIC, die zum Beispiel durch ISCA1) zertifiziert oder registriert wurden, umfassten 2016 einen Umsatz von mehr als 1,2 Mrd. Euro.
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Weitere Informationen finden Sie im Glossar. SUSTAINABLE DEVELOPMENT GOALSZum 1. Januar 2016 traten die Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen in Kraft. HOCHTIEF will einen aktiven Beitrag zur Zielerreichung leisten und wird darum in einem ersten Schritt die SDGs identifizieren, die besondere Relevanz für die Geschäftstätigkeit und das Nachhaltigkeitsengagement des Konzerns haben. Für diese SDGs werden wir im Jahr 2017 Handlungsfelder definieren und sie in unser CR-Programm aufnehmen. CR-Programm - Nachhaltige Unternehmensführung und CR-ManagementIn unserem CR-Programm stellen wir sowohl die Ziele zur nachhaltigen Unternehmensführung und zu unserem CR-Management dar als auch die wesentlichen Aspekte, die wir in sechs Themenfeldern definiert und aus denen wir jeweils ein übergeordnetes Ziel abgeleitet haben. Aus den Themenfeldern werden konzernübergreifende, divisions- und geschäftsfeldspezifische Fokusfelder abgeleitet, die ebenfalls mit entsprechenden Zielen und Maßnahmen definiert sind. scroll
CR-Programm - ThemenfelderThemenfeld 1: ComplianceÜbergeordnetes Ziel: Wir wollen mit unseren Verhaltensgrundsätzen Standards setzen. scroll
Themenfeld 2: Attraktive ArbeitsweltÜbergeordnetes Ziel: Wir wollen unsere Stellung als attraktiver Arbeitgeber weiter ausbauen und uns langfristig als begehrter Arbeitgeber der Branche halten. scroll
Themenfeld 3: EinkaufÜbergeordnetes Ziel: Wir wollen als Partner unserer Nachunternehmer faire, transparente Einkaufsprozesse ausbauen und die Beschaffung nachhaltiger Produkte und Materialien forcieren. scroll
Themenfeld 4: Nachhaltige Produkte und DienstleistungenÜbergeordnetes Ziel: Wir wollen nachhaltige Produkte und Dienstleistungen für die Bereiche Verkehrsinfrastruktur, Energieinfrastruktur, soziale und urbane Infrastruktur sowie für das Minengeschäft entwickeln. Deshalb betrachten wir unsere Projekte ganzheitlich und sorgen für eine hohe Gesamtqualität. scroll
Themenfeld 5: Aktiver Klima- und RessourcenschutzÜbergeordnetes Ziel: Wir wollen natürliche Ressourcen schonen und erhalten sowie den Ressourcenschutz optimieren. Selbst und gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern wollen wir aktiv CO2 -Emissionen einsparen. scroll
Themenfeld 6: Gesellschaftliches EngagementÜbergeordnetes Ziel: Wir wollen uns vor allem dort gesellschaftlich engagieren, wo unser Unternehmen aktiv ist oder durch unsere Kompetenz einen Mehrwert bieten kann. scroll
Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnungscroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
KonzernbilanzAktiva scroll
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Weitere Erläuterungen finden Sie auf der Seite
174. Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitalsscroll
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Im Geschäftsjahr 2016 wurden 5.009.434 eigene
Aktien eingezogen. Hierdurch verminderte sich das gezeichnete Kapital
der HOCHTIEF Aktiengesellschaft um 12.824 Tsd. Euro; die Kapitalrücklage
der HOCHTIEF Aktiengesellschaft erhöhte sich entsprechend um 12.824
Tsd. Euro. KonzernanhangBilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeAllgemeine GrundlagenDer Konzernabschluss wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Bilanzierung im Vorjahr erfolgte nach denselben Grundsätzen. Neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Gesamtergebnisrechnung, der Bilanz und der Kapitalflussrechnung wird die Entwicklung des Eigenkapitals dargestellt. Die Anhangangaben beinhalten zudem eine Segmentberichterstattung. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Als eigenständiger börsennotierter Konzern veröffentlicht die HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, Deutschland, Amtsgericht Essen, Handelsregisternummer HRB 279, ihren Konzernabschluss, der gleichzeitig in den Konzernabschluss der ACS Actividades de Construcción y Servicios, S.A., Madrid, Spanien, (ACS) einbezogen wird. Der vorliegende Abschluss umfasst das Geschäftsjahr 2016 auf der Basis der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember des Jahres. Der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat diesen Abschluss am 24. Februar 2017 zur Veröffentlichung freigegeben. Die Billigung wird in der Aufsichtsratssitzung am 27. Februar 2017 erfolgen. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss einbezogen sind neben der HOCHTIEF Aktiengesellschaft grundsätzlich alle in- und ausländischen Tochterunternehmen, die die HOCHTIEF Aktiengesellschaft unmittelbar oder mittelbar beherrscht. Beherrschung liegt vor, wenn der HOCHTIEF Aktiengesellschaft die Stimmrechtsmehrheit bei einem Unternehmen zusteht. Dies geht regelmäßig einher mit einer Anteilsmehrheit. Des Weiteren werden sieben Unternehmen aufgrund vertraglicher Bestimmungen vollkonsolidiert. Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Sofern die HOCHTIEF Aktiengesellschaft bei Unternehmen über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt, mit den anderen Anteilseignern vertraglich jedoch gemeinschaftliche Führung vereinbart wurde, werden diese Unternehmen ebenfalls nach der Equity-Methode einbezogen, sofern diese nicht als gemeinschaftliche Tätigkeit klassifiziert sind. Soweit Anteile an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen aus Konzernsicht insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind, werden sie nicht konsolidiert und gemäß IAS 39 bewertet. Einige in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen machen von Teilen der Befreiungsvorschriften der §§ 264 Abs. 3 beziehungsweise 264 b HGB Gebrauch. Eine Liste der diese Befreiungsregelungen in Anspruch nehmenden Gesellschaften findet sich auf der Seite 246 f. Zum 31. Dezember 2016 wurden neben der HOCHTIEF Aktiengesellschaft insgesamt 55 inländische und 430 ausländische Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung sowie vier Spezialfonds in den Konzernabschluss einbezogen. Die Anzahl der konsolidierten Unternehmen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 30 Gesellschaften erhöht, die Anzahl der konsolidierten Spezialfonds ist unverändert geblieben. Im Inland wurden im Berichtsjahr zwei Gesellschaften, im Ausland 80 Gesellschaften erstmals konsolidiert. Die Zugänge entfallen auf die Divisions HOCHTIEF Asia Pacific (71), HOCHTIEF Americas (9) und HOCHTIEF Europe (2). Fünf inländische sowie 47 ausländische Gesellschaften sind aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Die Abgänge betreffen im Wesentlichen die Divisions HOCHTIEF Asia Pacific (19), HOCHTIEF Europe (17) und HOCHTIEF Americas (15). Erst- beziehungsweise Entkonsolidierungen erfolgen grundsätzlich zum Zeitpunkt des Anteilserwerbs beziehungsweise der Anteilsveräußerung. 38 Tochterunternehmen von insgesamt untergeordneter Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns wurden nicht konsolidiert. Ihr Umsatz machte zusammen weniger als ein Prozent des Konzernumsatzes aus. Nach der Equity-Methode wurden 16 inländische und 156 ausländische Unternehmen einbezogen. Per Saldo hat sich die Anzahl um zehn Gesellschaften vermindert. Den Zugängen von 22 Unternehmen stehen 32 Abgänge gegenüber. Die Zugänge entfallen im Wesentlichen mit 14 Gesellschaften auf die Divisions HOCHTIEF Asia Pacific und mit sechs Gesellschaften auf die Division HOCHTIEF Americas. Die Abgänge enthalten 14 Gesellschaften aus der Division HOCHTIEF Asia Pacific und jeweils neun Gesellschaften aus den Divisionen HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Europe. Wegen ihrer insgesamt untergeordneten Bedeutung wurde bei 13 Unternehmen auf die Einbeziehung in den Konzernabschluss auf Basis der Equity-Methode verzichtet. Aus der Division HOCHTIEF Asia Pacific werden 63 gemeinschaftliche Tätigkeiten anteilig in den Konzernabschluss einbezogen. Im Berichtsjahr sind 13 Gesellschaften zugegangen und neun Gesellschaften abgegangen. Akquisition - UGL LimitedAm 10. Oktober 2016 erwarb die CIMIC-Gruppe über ihr Tochterunternehmen CIMIC Group Investments No. 2 Pty Limited (CGI2) 13,84 Prozent der ausgegebenen Aktien am australischen Dienstleistungsunternehmen UGL Limited ("UGL") und gab im Rahmen eines Übernahmeangebots bekannt, die bisher nicht gehaltenen Anteile zu einem Preis von 3,15 australischen Dollar pro Aktie erwerben zu wollen. Mit Wirkung zum 24. November 2016 hat CIMIC die Beteiligungsquote auf über 50 Prozent erhöht und UGL vollkonsolidiert. Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2016 betrug die Beteiligungsquote 95 Prozent. Die Übernahme der restlichen Anteile konnte am 20. Januar 2017 abgeschlossen werden, sodass CIMIC damit 100 Prozent der Anteile besitzt. Den identifizierten Vermögenswerten und Schulden liegen zum Erwerbszeitpunkt folgende vorläufigen beizulegenden Zeitwerte zugrunde: scroll
Die Akquisition erfolgte gemäß IFRS 3. Die Bewertung der nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen wird zum entsprechenden Anteil der gegenwärtigen Eigentumsinstrumente an den für das identifizierbare Nettovermögen des erworbenen Unternehmens angesetzten Beträgen vorgenommen. Der entrichtete Kaufpreis zur Erlangung der nicht beherrschenden Anteile beläuft sich zum 31. Dezember 2016 auf 167,3 Mio. Euro, während für ausstehende Anteile 19,7 Mio. Euro als Verbindlichkeit berücksichtigt sind. Aus dem Erwerb ist ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 323,7 Mio. Euro entstanden, der sich in der zukünftigen Ertragskraft und Expertise von UGL sowie den zu erwartenden Synergieeffekten begründet und für steuerliche Zwecke nicht abzugsfähig ist. UGL hat seit seinem Erwerbszeitpunkt bis zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2016.137,5 Mio. Euro an Umsatzerlösen und 3,6 Mio. Euro zum Ergebnis nach Steuern beigetragen. Wäre die Akquisition zum 1. Januar 2016 erfolgt, so hätte UGL zum Bilanzstichtag an Umsatzerlösen 1.335,4 Mio. Euro und ein negatives Ergebnis nach Steuern von 70,2 Mio. Euro - einschließlich einer Wertberichtigung auf Forderungen von 134,7 Mio. Euro für das Ichthys Projekt - zur CIMIC-Gruppe beigetragen. Akquisition - Sedgman Pty LimitedAm 13. Januar 2016 gab die CIMIC-Gruppe über ihr Tochterunternehmen CIMIC Group Investments Pty Limited im Rahmen eines Übernahmeangebots bekannt, die bisher nicht gehaltenen 63,01 Prozent Anteile an der börsennotierten Sedgman Limited, New South Wales, Australien ("Sedgman") erwerben zu wollen. Mit Wirkung zum 23. Februar 2016 wurde durch Aufstockung des bisherigen Anteils die Mehrheit am australischen Minendienstleister Sedgman erlangt; die Übernahme der restlichen Anteile konnte am 13. April 2016 abgeschlossen werden, sodass CIMIC nun 100 Prozent der Anteile besitzt. Den identifizierten Vermögenswerten und Schulden liegen zum Erwerbszeitpunkt folgende beizulegende Zeitwerte zugrunde: scroll
Die Akquisition ist gemäß IFRS 3 bilanziert. Der gesamte Kaufpreis setzt sich aus einer Zahlung in Höhe von 3,8 Mio. Euro beim Übergang der Beherrschung und einem beizulegenden Zeitwert der zuvor gehaltenen Beteiligung von 70,4 Mio. Euro zusammen. Die Bewertung der nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen erfolgt zum entsprechenden Anteil der gegenwärtigen Eigentumsinstrumente an den für das identifizierbare Nettovermögen des erworbenen Unternehmens angesetzten Beträgen. Aus dem Erwerb ist ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 41,4 Mio. Euro entstanden, dessen Grundlage die zukünftige Ertragskraft und Expertise von Sedgman sowie die zu erwartenden Synergieeffekte bilden und für den keine steuerliche Abzugsfähigkeit besteht. Aus der gesamten Akquisition hat sich ein Ertrag vor Steuern in Höhe von 31,4 Mio. Euro ergeben, der sich aus der Marktbewertung der Anteile (17,1 Mio. Euro) und dem Recycling von Reserven assoziierter Anteile (14,3 Mio. Euro) zusammensetzt, die von der CIMIC-Gruppe bereits gehalten wurden. An Umsatzerlösen hat Sedgman seit seinem Erwerbszeitpunkt bis zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2016.150,6 Mio. Euro zur CIMIC-Gruppe beigetragen. Wäre die Akquisition zum 1. Januar 2016 erfolgt, so hätte der Beitrag von Sedgman an Umsatzerlösen zum Gruppenumsatz bei 172,2 Mio. Euro gelegen. Der Beitrag des Unternehmens zum Ergebnis für das Geschäftsjahr kann aufgrund der vollständigen Integration von Sedgman in die Division HOCHTIEF Asia Pacific nicht bewertet werden. KonsolidierungsgrundsätzeDie in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Unternehmen werden nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Alle Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Dementsprechend erfolgt die Kapitalkonsolidierung im Erwerbszeitpunkt durch Verrechnung der Kaufpreise mit dem neu bewerteten Nettovermögen des jeweiligen Tochterunternehmens. Im Zusammenhang mit dem Erwerb angefallene Transaktionskosten werden direkt als Aufwand erfasst. Die ansatzfähigen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des jeweiligen Tochterunternehmens werden dabei mit ihren vollen beizulegenden Zeitwerten angesetzt, unabhängig von der Höhe eines eventuellen Minderheitenanteils. Die Bewertung der nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen erfolgt entsprechend dem Wahlrecht im IFRS 3 zum Erwerbszeitpunkt entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil der gegenwärtigen Eigentumsinstrumente an den für das identifizierbare Nettovermögen des erworbenen Unternehmens angesetzten Beträgen. Immaterielle Vermögenswerte sind gesondert vom Geschäfts- oder Firmenwert zu bilanzieren, wenn sie vom Unternehmen trennbar sind oder sich aus einem vertraglichen oder einem anderen Recht ergeben. Verbleibende aktive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte aktiviert. Aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einmal jährlich sowie zusätzlich bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, einem Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 unterzogen. Negative Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung werden im Zeitpunkt ihrer Entstehung ertragswirksam erfasst. Im Rahmen der Entkonsolidierung einer Gesellschaft wird ein anteiliger Geschäfts- oder Firmenwert der veräußernden Division bei der Berechnung des Abgangserfolgs berücksichtigt. Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Zwischenergebnisse werden herausgerechnet, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. In Einzelabschlüssen vorgenommene Wertminderungen auf Anteile an einbezogenen Unternehmen werden zurückgenommen. Die gleichen Konsolidierungsgrundsätze gelten auch für die at Equity bilanzierten Finanzanlagen. Sie umfassen sowohl die assoziierten Unternehmen als auch die Gemeinschaftsunternehmen des Konzerns. Ein verbleibender Unterschiedsbetrag ist als Geschäfts- oder Firmenwert im Beteiligungsansatz enthalten. Auch Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Anwendung der Equity-Methode werden nicht planmäßig abgeschrieben. Wertminderungen des Equity-Buchwerts werden in den Gewinn- und Verlustanteilen an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, ausgewiesen. Die Abschlüsse aller nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen werden nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Zur Veräußerung gehaltene langfristige VermögenswerteMit dem geplanten Verkauf von Vermögenswerten aus dem Miningbereich seitens der PT Thiess Contractors Indonesia (Division HOCHTIEF Asia Pacific) erfolgt der Ausweis gemäß IFRS 5 als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte. Im Januar 2016 wurde eine Vereinbarung zum Verkauf der Vermögenswerte unterzeichnet, die im Berichtsjahr größtenteils umgesetzt werden konnte. Die verbleibenden Vermögenswerte und Schulden werden zur Veräußerung gehalten und sind in der Bilanz separat ausgewiesen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die wesentlichen Hauptgruppen dieser Vermögenswerte und Schulden. Im Eigenkapital ist zusätzlich kein Betrag erfolgsneutral erfasst. scroll
WährungsumrechnungFür die Währungsumrechnung der wesentlichen ausländischen Konzerngesellschaften wurden folgende Wechselkurse zugrunde gelegt: scroll
In den Einzelabschlüssen der Gesellschaften werden Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Tagesmittelkurs zum Zeitpunkt der Ersteinbuchung bewertet. Bis zum Bilanzstichtag eingetretene Kursgewinne und -verluste aus der Bewertung monetärer Aktiva und Passiva in fremder Währung werden zu Tagesmittelkursen am Bilanzstichtag ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise Aufwendungen berücksichtigt. Sofern es sich um Währungsumrechnungsdifferenzen handelt, die sich aus einer Nettoinvestition in eine ausländische Gesellschaft ergeben, werden sie bis zur Veräußerung der Gesellschaft in den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen erfasst. Hierzu zählen beispielsweise in Fremdwährung notierte Forderungen gegenüber vollkonsolidierten Konzerngesellschaften, deren Rückzahlung in absehbarer Zeit weder geplant noch wahrscheinlich ist und die damit Eigenkapitalcharakter aufweisen. Als Umrechnungsverfahren für die Abschlüsse ausländischer Gesellschaften wird die funktionale Währungsumrechnung angewendet. Im Konzernabschluss erfolgt die Umrechnung der Bilanzposten aller ausländischen Gesellschaften von der jeweiligen Landeswährung in Euro entsprechend den amtlichen Vorschriften zu Tagesmittelkursen am Bilanzstichtag, da die in den Konzernabschluss einbezogenen Auslandsgesellschaften ihr Geschäft selbstständig in ihrer Landeswährung betreiben. Bei der Umrechnung der Eigenkapitalfortschreibung von ausländischen Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, wird entsprechend vorgegangen. Differenzen gegenüber der Vorjahresumrechnung werden in den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen erfasst und erst bei Veräußerung der Beteiligung erfolgswirksam realisiert. Geschäfts- oder Firmenwerte werden als Vermögenswerte der wirtschaftlich selbstständigen ausländischen Teileinheit mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Die Umrechnung von Aufwands- und Ertragsposten erfolgt mit Jahresdurchschnittskursen. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenImmaterielle Vermögenswerte werden mit den fortgeführten Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten bilanziert. Sämtliche immateriellen Vermögenswerte mit Ausnahme der bei Erstkonsolidierungen aktivierten Firmennamen sowie der Geschäfts- oder Firmenwerte weisen eine bestimmbare Nutzungsdauer auf. Sie enthalten Konzessionen und sonstige Nutzungsrechte, deren Nutzungsdauer bis zu 30 Jahre beträgt. Diese werden entsprechend ihrem wirtschaftlichen Nutzungsverlauf abgeschrieben. Darüber hinaus betreffen sie Ergebnisreserven aus im Zusammenhang mit Unternehmenskäufen erworbenen Auftragsbeständen, die entsprechend der Abrechnung der Aufträge erfolgswirksam verteilt werden. Ebenfalls zählen dazu Software für kaufmännische und technische Anwendungen, die linear über drei bis fünf Jahre abgeschrieben wird, sowie Rechte aus verschiedenen Finanzierungsvereinbarungen mit Kreditinstituten, die über Vertragslaufzeiten von bis zu zehn Jahren ergebniswirksam verteilt werden. Die Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethoden werden jedes Jahr überprüft. Firmennamen und Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einmal jährlich sowie zusätzlich bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, einem Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen. Die in den Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Asia Pacific bilanzierten Firmennamen wurden als immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer eingestuft, da sie weder einen Produktl ebenszyklus haben noch einer technischen, technologischen oder kommerziellen Abnutzung sowie anderen Restriktionen unterliegen. Aktivierte Entwicklungskosten werden innerhalb der immateriellen Vermögenswerte ausgewiesen und linear über drei bis fünf Jahre abgeschrieben. Sachanlagen werden mit den fortgeführten Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten bilanziert. Als Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten werden nur diej enigen Kosten aktiviert, die der Sachanlage direkt zugerechnet werden können. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten aktiviert, sofern es sich bei der Sachanlage um einen qualifizierten Vermögenswert handelt. Sachanlagen werden grundsätzlich linear abgeschrieben. Abweichend davon erfolgt im Contract-Mining-Bereich die Abschreibung überwiegend leistungsbezogen. Die planmäßigen linearen Abschreibungen für unsere unternehmenstypischen Anlagen werden nach folgenden konzerneinheitlichen Nutzungsdauern bemessen: scroll
Die Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethoden werden jedes Jahr überprüft. Im Wege des Finanzierungsleasings gemietete Sachanlagen werden in Höhe des beizulegenden Zeitwerts beziehungsweise des Barwerts der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert und linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer oder gegebenenfalls über kürzere Vertragslaufzeiten abgeschrieben. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Investment Properties) werden zu fortgeführten Anschaffungsbeziehungsweise Herstellungskosten bilanziert. In die erstmalige Bewertung werden Transaktionskosten einbezogen. Der beizulegende Zeitwert dieser Immobilien wird gesondert angegeben. Er wird nach international anerkannten Bewertungsmethoden - wie durch die Ableitung aus dem aktuellen Marktpreis vergleichbarer Immobilien oder mithilfe der Discounted-Cashflow-Methode - ermittelt. Wie das Sachanlagevermögen, werden auch die Investment Properties grundsätzlich linear abgeschrieben. Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte (einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte) sowie auf Sachanlagen und Investment Properties werden erfasst, wenn der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts dessen Buchwert unterschreitet. Der erzielbare Betrag ist grundsätzlich der höhere der beiden Werte aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert eines einzelnen Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung kann es erforderlich sein, Vermögenswerte und gegebenenfalls Schulden zu zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zusammenzufassen. Für Zwecke des Goodwill-Werthaltigkeitstests entsprechen die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten den HOCHTIEF-Divisions in der Segmentberichterstattung. Ist ein Vermögenswert Teil einer selbstständigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit, wird die Wertminderung auf der Basis des erzielbaren Betrags dieser Einheit ermittelt. Wurde einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet und übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren erzielbaren Betrag, wird zunächst der zugeordnete Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe des Differenzbetrags aus erzielbarem Betrag und Buchwert wertgemindert. Übersteigt der Abwertungsbedarf den zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwert, werden die Buchwerte der übrigen Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit grundsätzlich anteilig auf Basis ihrer einzelnen Buchwerte reduziert. Wenn der Grund für eine früher vorgenommene Wertminderung entfallen ist, wird mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Eine gemeinsame Vereinbarung ist ein Arrangement, bei dem zwei oder mehr Parteien gemeinschaftlich die Führung ausüben. Bei den daran beteiligten Parteien ist die Art der gemeinsamen Vereinbarung mittels der Beurteilung ihrer Rechte und Verpflichtungen entweder als gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation) oder als Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) zu beurteilen. Bei einer gemeinschaftlichen Tätigkeit haben die Parteien unmittelbare Rechte an den der Vereinbarung zuzurechnenden Vermögenswerten und Verpflichtungen hinsichtlich deren Schulden. Dabei bilanziert jede Partei die Vermögenswerte, Schulden, Aufwendungen und Erlöse sowie ihren Anteil an vorgenannten gemeinschaftlich gehaltenen beziehungsweise eingegangenen Posten anteilig entsprechend den Rechten und Verpflichtungen des HOCHTIEF-Konzerns. Im Gegensatz dazu erfasst jede Partei bei einem Gemeinschaftsunternehmen, bei dem Rechte am Nettovermögen bestehen, ihren Anteil an diesem Unternehmen nach der Equity-Methode. At Equity bilanzierte Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten, die sich in das erworbene anteilige Eigenkapital des assoziierten Unternehmens beziehungsweise Gemeinschaftsunternehmens sowie gegebenenfalls Geschäfts- oder Firmenwerte aufteilen, bilanziert. Der Buchwert wird jährlich um die anteiligen Nachsteuerergebnisse, ausgeschütteten Dividenden und sonstigen Eigenkapitalveränderungen erhöht beziehungsweise vermindert. Der gesamte Equity-Buchwert wird bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, einem Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen. Unterschreitet der erzielbare Betrag den Buchwert einer at Equity bilanzierten Finanzanlage, erfolgt eine Wertminderung in Höhe des Differenzbetrags. Spätere Wertaufholungen werden erfolgswirksam erfasst. Die unter den übrigen Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen und übrigen Beteiligungen sowie die langfristigen Wertpapiere gehören ausnahmslos der Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbar" an. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, sofern dieser Wert verlässlich ermittelbar ist. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts wird bei öffentlich notierten finanziellen Vermögenswerten der jeweilige Marktpreis herangezogen. Liegt kein aktiver Markt vor, wird der beizulegende Zeitwert mithilfe der Verwendung der jüngsten Marktgeschäfte oder mittels einer Bewertungsmethode - wie beispielsweise der Discounted-Cashflow-Methode - ermittelt. In Fällen, in denen keine verlässliche Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts möglich ist, werden die finanziellen Vermögenswerte zu Anschaffungskosten (abzüglich Wertminderungen) angesetzt. Der erstmalige Ansatz erfolgt am Erfüllungstag. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden unter Berücksichtigung latenter Steuern in den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen erfasst und erst bei Veräußerung erfolgswirksam. Liegen objektive Hinweise für die Wertminderung eines Vermögenswerts vor, wird eine erfolgswirksame Abschreibung vorgenommen. Das ist der Fall, wenn der beizulegende Zeitwert länger anhaltend rückläufig gegenüber den ursprünglichen Anschaffungskosten ist beziehungsweise beide Wertansätze entsprechend wesentlich voneinander abweichen. Ausleihungen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Marktüblich verzinsliche Ausleihungen sind zum Nominalwert bilanziert, zinslose beziehungsweise niedrig verzinsliche Ausleihungen werden mit ihrem abgezinsten Betrag bilanziert. Basis einer Abzinsung ist stets ein risikoadäquater Diskontierungssatz. Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Ermittlung dieser Anschaffungskosten erfolgt mittels der Effektivzinsmethode (zum Beispiel bei Agien und Disagien). Liegen objektive substanzielle Hinweise für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts vor, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Derartige Hinweise für das Vorliegen einer Wertminderung sind beispielsweise eine Verschlechterung der Bonität eines Schuldners und damit verbundene Zahlungsstockungen oder eine drohende Zahlungsunfähigkeit. Erforderliche Wertberichtigungen orientieren sich am tatsächlichen Ausfallrisiko. Die Forderungen umfassen die Finanzforderungen, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Forderungen. Umsatzerlöse werden nach Abzug von Umsatzsteuer und anderen Steuern sowie gekürzt um erwartete Erlösminderungen, wie Skonti, Boni und Rabatte, ausgewiesen. Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern werden erfasst, wenn
Erlöse aus Dienstleistungsverträgen werden ihrem Fertigstellungsgrad entsprechend erfasst. Umsatzerlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden in Übereinstimmung mit den nachfolgend genannten Regelungen vereinnahmt. Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden nach dem Fertigungsfortschritt, der Percentage-of-Completion-(PoC-)Methode* , bilanziert. Die erbrachte Leistung einschließlich des anteiligen Ergebnisses wird nach dem Fertigstellungsgrad in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Der anzusetzende Fertigstellungsgrad wird entsprechend dem Leistungsfortschritt ermittelt, das heißt, die bis zum Stichtag erbrachte Leistung wird ins Verhältnis zur Gesamtleistung des Auftrags gesetzt. Der Ausweis der Aufträge erfolgt unter den Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten aus PoC. Soweit die kumulierte Leistung (Auftragskosten und Auftragsergebnis) die Anzahlungen im Einzelfall übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den Forderungen aus PoC. Verbleibt nach Abzug der Anzahlungen ein negativer Saldo, wird dieser als Verpflichtung aus Fertigungsaufträgen passivisch unter den Verbindlichkeiten aus PoC ausgewiesen. Zu erwartende Auftragsverluste werden auf Basis der erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Fertigungsaufträge, die in Arbeitsgemeinschaften abgewickelt werden, werden entsprechend der PoC-Methode bewertet. Die Forderungen an Arbeitsgemeinschaften enthalten auch das anteilige Auftragsergebnis. Zu erwartende Verluste werden sofort in vollem Umfang in das Auftragsergebnis einbezogen. Als Auftragserlöse werden sowohl bei den eigenen als auch bei den in Arbeitsgemeinschaften abgewickelten Fertigungsaufträgen die vertraglichen Erlöse sowie die Auftragsänderungen und Nachträge in Übereinstimmung mit IAS 11 angesetzt. Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden innerhalb eines Geschäftszyklus des HOCHTIEF-Konzerns realisiert. Daher erfolgt ihr Ausweis gemäß IAS 1 unter den kurzfristigen Vermögenswerten, auch wenn sich die Realisierung der gesamten Forderung über einen längeren Zeitraum als ein Jahr erstreckt. Die wesentlichen Anwendungsbereiche für die PoC-Methode stellen das klassische Baugeschäft, das Construction-Management und das Contract-Mining dar. Latente Steuern aus temporären Unterschieden zwischen IFRS- und Steuerbilanz der Einzelgesellschaften sowie aus Konsolidierungsvorgängen werden jeweils gesondert angesetzt. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Sicherheit gewährleistet ist. Aktive und passive latente Steuern werden je Gesellschaft beziehungsweise Organkreis miteinander saldiert. Die latenten Steuern werden auf der Basis der Steuersätze ermittelt, die in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten beziehungsweise erwartet werden. Im Inland wird unter Berücksichtigung des Körperschaftsteuersatzes, des Solidaritätszuschlags sowie des konzerndurchschnittlichen Gewerbeertragsteuersatzes - wie im Vorjahr - ein Steuersatz von 31,5 Prozent zugrunde gelegt. Im Übrigen werden die zum Bilanzstichtag gültigen beziehungsweise verabschiedeten steuerlichen Vorschriften zur Bewertung der latenten Steuern herangezogen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen produktionsbezogene Vollkosten. Im Einzelnen enthalten die Herstellungskosten neben den direkt zurechenbaren Kosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich fertigungsbedingter Abschreibungen. Sofern Gegenstände des Vorratsvermögens einen qualifizierten Vermögenswert darstellen, werden Fremdkapitalkosten als Teil der Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten aktiviert. Zur Ermittlung des Bilanzansatzes von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden überwiegend das First-in-First-out-Verfahren sowie die Methode des gleitenden Durchschnitts angewendet. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Nettoveräußerungswerte werden angesetzt. Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungswert gestiegen ist, wird die daraus resultierende, zwingend vorzunehmende Wertaufholung als Minderung des Materialaufwands erfasst. Die unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Wertpapiere gehören ausnahmslos der Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbar" an und werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Wesentlichen sind hier die Wertpapiere in den Spezial- und Investmentfonds sowie festverzinsliche Titel mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von mehr als drei Monaten, für die keine dauerhafte Halteabsicht besteht, erfasst. Die Erstbewertung erfolgt am Erfüllungstag unter Einbeziehung der direkt mit dem Erwerb des Wertpapiers verbundenen Transaktionskosten. Unrealisierte Gewinne oder Verluste werden in den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen ausgewiesen und erst bei Veräußerung erfolgswirksam. Liegen objektive Hinweise für die Wertminderung eines Vermögenswerts vor, wird eine erfolgswirksame Abschreibung vorgenommen. Das ist der Fall, wenn der beizulegende Zeitwert länger anhaltend rückläufig gegenüber den ursprünglichen Anschaffungskosten ist beziehungsweise beide Wertansätze entsprechend wesentlich voneinander abweichen. Flüssige Mittel bestehen als Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und kurzfristig veräußerbare Wertpapiere mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von bis zu drei Monaten, die nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte sowie diesen zugehörige Schulden werden nach IFRS 5 bewertet und gesondert als kurzfristig ausgewiesen. Als "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" gelten Vermögenswerte, die in ihrem gegenwärtigen Zustand sofort veräußerbar sind und deren Veräußerung hochwahrscheinlich ist. Dabei kann es sich um einzelne langfristige Vermögenswerte, um zur Veräußerung stehende Gruppen von Vermögenswerten (Veräußerungsgruppen) oder um aufgegebene Geschäftsbereiche handeln. Ein derartiger Geschäftsbereich liegt vor, wenn der nicht fortzuführende Unternehmensbestandteil entweder einen separaten wesentlichen Geschäftszweig beziehungsweise einen geografischen Geschäftsbereich darstellt und Teil eines einzelnen, abgestimmten Plans zur Veräußerung eines gesonderten wesentlichen Geschäftszweigs beziehungsweise eines geografischen Geschäftsbereichs ist oder es sich um ein Tochterunternehmen handelt, das ausschließlich mit der Absicht zur Weiterveräußerung erworben wurde. Schulden, die zusammen mit Vermögenswerten in einer Transaktion abgegeben werden sollen, sind Bestandteil einer Veräußerungsgruppe beziehungsweise eines aufgegebenen Geschäftsbereichs. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben und sind zum niedrigeren Wert aus l hrem Buchwert und ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anzusetzen. Gewinne oder Verluste aus der Bewertung einzelner zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte und von Veräußerungsgruppen werden bis zu deren endgültiger Veräußerung im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Dagegen erfolgt der Ausweis von Gewinnen oder Verlusten aus der Bewertung von aufgegebenen Geschäftsbereichen mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ebenso wie die Ergebnisse aus der Geschäftstätigkeit beziehungsweise aus der Veräußerung dieser Geschäftsbereiche separat als Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung. Aktienbasierte Vergütungen werden nach IFRS 2 bewertet. Die aktienbasierten Vergütungsprogramme werden konzernweit als aktienbasierte Vergütungen mit Barausgleich bilanziert. Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus den Long-Term-Incentive-Plänen und den Top-Executive-Retention-Plänen wurden in Höhe des zu erwartenden Aufwands gebildet, wobei dieser ratierlich über die festgelegte Wartezeit verteilt wird beziehungsweise wurde. Der beizulegende Zeitwert der Optionen wird mithilfe anerkannter finanzwirtschaftlicher Modelle bestimmt. Dabei erfolgt die Bewertung der Pläne auf der Grundlage des von Black / Scholes entwickelten Optionsbewertungsmodells. Zur Lösung des bei den genannten Plänen vorliegenden spezifischen Bewertungsproblems werden die Verfahren der Binomialbäume verwendet. Die Berechnungen wurden von einem externen Gutachter vorgenommen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter und deren Hinterbliebene gebildet. Die Verpflichtungen beziehen sich insbesondere auf Ruhegelder, teils als Grund-, teils als Zusatzversorgung. Die individuellen Zusagen basieren auf länderspezifisch unterschiedlichen Leistungen; sie bemessen sich in der Regel nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit und der Vergütung der Mitarbeiter. Aufgrund ihres Versorgungscharakters werden die Verpflichtungen der Turner-Gruppe für die Krankheitskosten der Mitarbeiter nach deren Eintritt in den Ruhestand ebenfalls unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) berechnet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Bei der Turner-Gruppe werden zusätzlich die künftig zu erwartenden Steigerungen der Gesundheitskosten einbezogen. Die Berechnung basiert auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen. Planvermögen im Sinne von IAS 19 wird offen von den Pensionsverpflichtungen abgesetzt. Zum Planvermögen zählen an Pensionsfonds zur Erfüllung der Pensionsverpflichtungen übertragene Vermögenswerte, im Rahmen der Entgeltumwandlung der Mitarbeiter (Deferred Compensation) erworbene Fondsanteile sowie qualifizierte Versicherungspolicen in Form von verpfändeten Rückdeckungsversicherungen. Übersteigt der beizulegende Zeitwert des Planvermögens den Barwert der Versorgungsansprüche, so wird der Differenzbetrag unter den langfristigen sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen, soweit keine Vermögenswertbegrenzung nach IAS 19 vorliegt. Neubewertungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen werden im Jahr ihres Entstehens erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen und die Nettozinskomponente, bestehend aus dem Zinsanteil der Verpflichtungszuführung vermindert um die erwarteten Erträge des Planvermögens (jeweils mit dem Abzinsungsfaktor der Pensionsverpflichtungen berechnet), im Finanzergebnis erfasst. Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern. Ertragsteuerrückstellungen werden mit entsprechenden Steuererstattungsansprüchen saldiert, wenn sie in demselben Steuerhoheitsgebiet bestehen und hinsichtlich Art und Fristigkeit gleichartig sind. Alle sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Verpflichtungen, die auf vergangenen Geschäftsvorfällen oder vergangenen Ereignissen beruhen und deren Höhe und / oder Fälligkeit unsicher ist. Die Rückstellungen werden jeweils mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt, das heißt unter der Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen, und nicht mit Erstattungsansprüchen saldiert. Dabei wird bei einzelnen Verpflichtungen mit Eintrittswahrscheinlichkeiten von über 50 Prozent von dem Erfüllungsbetrag mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit ausgegangen. Rückstellungen werden nur gebildet, wenn ihnen eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten zugrunde liegt. Langfristige Rückstellungen werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert und unter den langfristigen Schulden ausgewiesen. Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Die Ermittlung dieser Anschaffungskosten erfolgt mittels der Effektivzinsmethode (zum Beispiel bei Agien und Disagien). Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen werden in Höhe des zu Beginn des Leasingverhältnisses beizulegenden Zeitwerts des Leasinggegenstands oder des Barwerts der Mindestleasingraten, sofern dieser Wert niedriger ist, passiviert. Derivative Finanzinstrumente werden unabhängig vom Verwendungszweck zum beizulegenden Zeitwert bewertet und unter den sonstigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten beziehungsweise den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Erstansatz erfolgt zum Erfüllungstag. Alle derivativen Finanzinstrumente werden auf Basis aktueller Marktkonditionen zum Bilanzstichtag bewertet. Die Erfassung der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts hängt vom Verwendungszweck ab. Grundsätzlich werden Derivate im HOCHTIEF-Konzern nur zu Sicherungszwecken eingesetzt. Sicherungsbeziehungen werden so strukturiert, dass eine möglichst hohe Effektivität gewährleistet wird. Bei einem Cashflow-Hedge erfolgt eine Absicherung gegen das Risiko schwankender Zahlungsströme aus einem Grundgeschäft, wie zum Beispiel der Sicherung variabel verzinslicher Darlehen, um den aus Zinssatzschwankungen resultierenden variierenden Zahlungen entgegenzuwirken. Hierbei sind unrealisierte Gewinne und Verluste unter Berücksichtigung latenter Steuern grundsätzlich zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen (Cashflow-Hedge). Der erfolgsneutral erfasste Teil der Wertänderungen wird in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht, sobald das Grundgeschäft erfolgswirksam erfasst wird. Wenn geplante Transaktionen gesichert werden, die in einer Folgeperiode zum Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Schuld führen, sind die bis zu diesem Zeitpunkt erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Beträge in der Periode erfolgswirksam aufzulösen, in der auch der finanzielle Vermögenswert oder die finanzielle Verbindlichkeit das Periodenergebnis beeinflussen. Führt die gesicherte geplante Transaktion zum Ansatz eines nicht finanziellen Vermögenswerts oder einer nicht finanziellen Verbindlichkeit, werden die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Beträge mit dem erstmaligen Wertansatz des Vermögenswerts beziehungsweise der Verbindlichkeit verrechnet. In den genannten Fällen wird nur der effektive Teil der Wertänderungen erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Der ineffektive Teil ist sofort erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung zu übernehmen. Aktuell werden im HOCHTIEF-Konzern ausschließlich Cashflow-Hedges bilanziell abgebildet. Des Weiteren werden Derivate zu ökonomischen Sicherungszwecken eingesetzt, in denen für die Sicherungsbeziehung kein Hedge-Accounting angewendet wird, sowie als Call-Option. In diesen Fällen werden die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam erfasst. Eventualschulden sind mögliche oder bestehende Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und bei denen ein Ressourcenabfluss nicht wahrscheinlich ist. Sie werden gesondert erläutert und in der Bilanz nicht erfasst, es sei denn, sie ergeben sich aus der Übernahme im Rahmen eines Unternehmenserwerbs. Die angegebenen Verpflichtungsvolumina bei den Eventualschulden entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang. Ermessensausübungen des Managements bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Wesentlichen bei folgenden Sachverhalten erforderlich:
Welche Entscheidung im HOCHTIEF-Konzern im Hinblick auf die jeweiligen Sachverhalte grundsätzlich getroffen wurde, kann der Erläuterung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entnommen werden. Schätzungen und Annahmen des Managements, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie die Angabe der Eventualschulden beziehen, sind bei der Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS notwendig. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf:
Die Annahmen und Schätzungen basieren auf den jeweils aktuellen Verhältnissen und Einschätzungen. Bei den zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen zum Bilanzstichtag werden in Bezug auf die erwartete künftige Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Konzernabschlusserstellung vorliegenden Umstände sowie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des globalen und des branchenbezogenen Umfelds berücksichtigt. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich tatsächlich ergebenden Beträge von den geschätzten Werten abweichen. Im Fall einer derartigen Entwicklung werden die Annahmen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden an den neuen Kenntnisstand angepasst. Neue RechnungslegungsvorschriftenDie Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden aufgrund der Verabschiedung von Änderungen bestehender oder neuer IFRS durch das International Accounting Standards Board (IASB) insoweit erforderlich, als diese von der EU übernommen wurden und in der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 verpflichtend anzuwenden sind. Diese Neuregelungen betreffen die folgenden IFRS:
Die im Geschäftsjahr verpflichtend anzuwendenden IFRS-Regelungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den HOCHTIEF-Konzernabschluss. Zudem wurden vom International Accounting Standards Board (IASB) und vom IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) neue Rechnungslegungsvorschriften in Form von weiteren für den HOCHTIEF-Konzernabschluss relevanten Standards und eine Interpretation verabschiedet, die jedoch im Geschäftsjahr 2016 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren und teilweise von der EU noch nicht übernommen wurden: IFRS 9 "Finanzinstrumente": Der neue Standard zu den Finanzinstrumenten ist in mehrere Phasen untergliedert und wurde seitens des IASB im Juli 2014 in seiner finalen Version veröffentlicht. Die neuen Regelungen umfassen insbesondere für finanzielle Vermögenswerte grundlegende Änderungen zu deren Klassifizierung und Bewertung, die künftig auf den Ausprägungen des Geschäftsmodells sowie den vertraglichen Zahlungsströmen beruhen. In diesem Zusammenhang wurde auch die Erfassung von Wertminderungen dahin gehend geändert, dass diese nun nicht mehr nur auf eingetretenen Verlusten (incurred loss model) basieren sollen, sondern auch auf bereits erwarteten Verlusten (expected loss model). Darüber hinaus erfolgte eine Überarbeitung der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen insoweit, als diese stärker an der ökonomischen Risikosteuerung des Unternehmens auszurichten seien. Mit der vollständigen Überarbeitung des IAS 39 durch den IFRS 9 ergeben sich zusätzliche Angabepflichten. Der Erstanwendungszeitpunkt ist für das erste am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnende Geschäftsjahr festgelegt worden. Die erstmalige Anwendung hat retrospektiv zu erfolgen, wobei Vereinfachungsmöglichkeiten vorgesehen sind. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Übernahme des Standards in europäisches Recht erfolgte im November 2016. Die Neuregelungen werden aus heutiger Sicht für den HOCHTIEF-Konzern zu einer Neuklassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte führen. Die Neuregelungen zu den finanziellen Verbindlichkeiten werden für den HOCHTIEF-Konzern voraussichtlich keine wesentlichen Konsequenzen haben. Weitere quantitative und qualitative Effekte können sich durch die grundlegende Änderung bei der Erfassung von Wertminderungen sowie der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen einstellen. IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden": Im Mai 2014 hat das IASB diesen neuen Standard mit der Zielsetzung verabschiedet, die bisher in verschiedenen Standards und Interpretationen enthaltenen Regelungen zur Umsatzrealisierung in einem Standard zusammenzuführen. Dabei gilt IFRS 15 branchenübergreifend für sämtliche Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden, es sei denn, diese Verträge fallen in den Anwendungsbereich eines anderen Standards, wie beispielsweise Leasingverhältnisse, Versicherungsverträge und Finanzinstrumente. Die Ermittlung sowohl der Höhe als auch des Zeitpunkts beziehungsweise des Zeitraums der Umsatzrealisierung erfolgt entlang der folgenden fünf Schritte: (1) Identifizierung der Verträge mit einem Kunden, (2) Identifizierung von vertraglichen Leistungsverpflichtungen, (3) Bestimmung des Transaktionspreises, (4) Aufteilung des Transaktionspreises auf die vertraglichen Leistungsverpflichtungen, (5) Umsatzrealisierung, wenn (oder sobald) eine Leistungsverpflichtung erfüllt wurde. Mit diesem Fünf-Schritte-Modell können in Abhängigkeit von den vertraglichen Ausgestaltungen, beispielsweise bei Miningprojekten, separate Leistungsverpflichtungen begründet sein. Neben diesem grundsätzlichen Modell sind im IFRS 15 eine Reihe weiterer Sachverhalte, wie beispielsweise Vertragskosten und Vertragsmodifikationen, geregelt sowie zusätzliche Angabepflichten für den Anhang angeführt. Der neue Standard IFRS 15 ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, erstmals verpflichtend anzuwenden, wobei eine vorzeitige Anwendung möglich ist. Die Übernahme des Standards durch die EU erfolgte im September 2016. Der HOCHTIEFKonzern wird das Wahlrecht einer vorzeitigen Anwendung nicht in Anspruch nehmen. Aus heutiger Sicht wird für den HOCHTIEF-Konzernabschluss davon ausgegangen, dass sich Änderungen in der Abbildung von Umsatzerlösen ergeben werden. In diesem Sinne werden Auswirkungen auf den Ausweis vertraglicher Vermögenswerte und Schulden erwartet, wenn beispielsweise die bei einer Vertragsanbahnung zusätzlich anfallenden Kosten als Vermögenswert zu aktivieren sind, bei denen davon ausgegangen werden kann, dass diese Kosten zurückerstattet werden und ohne einen Vertragsabschluss nicht entstanden wären. In gleicher Weise verhält es sich bei Vertragsmodifikationen in Form von Änderungen des Vertragsumfangs und/oder -preises einschließlich Nachträgen. Diese Modifikationen dürfen im Transaktionspreis nur berücksichtigt werden, wenn variable Erlösbestandteile hochwahrscheinlich sind, das heißt, dass es nicht zu einer signifikanten Stornierung dieser Erlöse in der Zukunft kommen wird. Auf der Basis bislang vorgenommener Analysen wird bei kundenspezifischen Fertigungsaufträgen, die zurzeit mittels der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert werden, künftig eine zeitraumbezogene Realisierung von Umsatzerlösen möglich sein. Ferner werden im Wesentlichen Ausweisänderungen und zusätzliche Angabepflichten im Anhang erforderlich. IFRS 16 "Leases": Mit dem im Januar 2016 vom IASB verabschiedeten Standard sind im Wesentlichen neue Regelungen zur Klassifizierung von Leasingverträgen beim Leasingnehmer vorgesehen. Damit wird der bislang geltende Risk- and Rewards-Ansatz zugunsten einer bilanziellen Erfassung sämtlicher Leasingverhältnisse in Form eines Nutzungsrechts (right-of-use asset) und einer entsprechend korrespondierenden Leasingverpflichtung aufgegeben. Ausnahmen von dieser Regelung bestehen nur für Leasingverträge mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten oder bei geringwertigen Vermögenswerten. Im Gegensatz dazu klassifizieren die Leasinggeber weiterhin in Abwägung von Chancen und Risiken am Leasinggegenstand in Operating- oder Finanzierungs-Leasing. Der neue Standard IFRS 16 ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen, erstmals verpflichtend anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung ist grundsätzlich möglich. Die Übernahme in europäisches Recht steht noch aus. Aufgrund des derzeitigen Bestands an Operating-Leasing wäre ein sichtbarer Anstieg bei den Vermögenswerten und Schulden in der Bilanz zu verzeichnen. Weitere potenzielle Auswirkungen auf den HOCHTIEF-Konzern werden zurzeit untersucht. Des Weiteren hat das IASB im Rahmen des sogenannten "Annual Improvements Process" im Dezember 2016 den Sammelstandard "Annual Improvements Cycle 2014-2016" veröffentlicht. Dabei wurden kleinere, aber notwendige Änderungen an verschiedenen Standards verabschiedet. Dieser Sammelstandard beinhaltet Änderungen zu IFRS 1, IFRS 12 und IAS 28; eine Übernahme durch die EU steht noch aus. Aus heutiger Sicht werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des HOCHTIEF-Konzerns gesehen. Die übrigen vom IASB und vom IFRS IC verabschiedeten Neuregelungen haben für den HOCHTIEF-Konzern voraussichtlich keine bedeutende Relevanz. Mögliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss werden teilweise zurzeit noch untersucht und können erst mit der Übernahme in europäisches Recht abschließend ermittelt werden:
Erläuterung der Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung1. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse in Höhe von 19.908.328 Tsd. Euro (Vorjahr 21.096.618 Tsd. Euro) beinhalten zum einen realisierte Auftragswerte aus der Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode beim klassischen Baugeschäft, Construction-Management und Contract-Mining und zum anderen Lieferungen und Leistungen an Arbeitsgemeinschaften sowie sonstige Leistungen. Der Anteil des Contract-Mining beläuft sich dabei auf 1.875.948 Tsd. Euro (Vorjahr 1.943.036 Tsd. Euro). Des Weiteren werden in dieser Position Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen, wie Bauplanung, Projektentwicklung, Logistik, Asset-Management sowie Versicherungs- und Konzessionsgeschäft, ausgewiesen. Die Umsatzerlöse aus der Percentage-of-Completion-Methode betragen insgesamt 16.946.731 Tsd. Euro (Vorjahr 17.965.879 Tsd. Euro). Da die Umsatzerlöse nur ein unvollständiges Bild der im Geschäftsjahr erbrachten Leistung* wiedergeben, wird ergänzend die gesamte Leistung des Konzerns dargestellt, die auch die anteilige Leistung der Arbeitsgemeinschaften enthält. Die einzelnen Divisions haben zur Gesamtleistung des Konzerns wie folgt beigetragen: scroll
2. Sonstige betriebliche Erträgescroll
Die Erträge aus Entkonsolidierungen entfallen im Geschäftsjahr auf die Divisions HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe. Im Vorjahr resultierten sie überwiegend aus Verkäufen in den Divisions Konzernzentrale/ Konsolidierung und HOCHTIEF Asia Pacific. Die Erträge aus Übergangskonsolidierungen resultieren überwiegend aus einer Neubewertung im Rahmen der Erstkonsolidierung einer Tochtergesellschaft in der Division HOCHTIEF Asia Pacific. Die Erträge aus Abgängen und Zuschreibungen von Forderungen entfallen im Geschäftsjahr überwiegend auf die Divisions HOCHTIEF Europe und Konzernzentrale/Konsolidierung. Die Erträge aus Derivaten entfallen im Wesentlichen auf Erträge aus der Zeitwertbewertung der Kaufoption auf die restlichen 55 Prozent der Anteile an der HLG Contracting LLC ("HLG Contracting", vormals Habtoor Leighton Group). Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem Erträge aus Versicherungsentschädigungen sowie Erträge aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Investment Properties. 3. Materialaufwandscroll
4. Personalaufwandscroll
Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen 141.011 Tsd. Euro (Vorjahr 184.529 Tsd. Euro). Sie betreffen im Wesentlichen die im Geschäftsjahr erdienten Versorgungsansprüche aus leistungsorientierten Pensionsplänen und die Zahlungen an beitragsorientierte Versorgungssysteme. Die Zahlungen an staatliche Rentenversicherungsträger sind in den sozialen Abgaben enthalten. Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt)scroll
5. Abschreibungenscroll
Die Abschreibungen enthalten mit 6.733 Tsd. Euro Wertminderungen in der Division HOCHTIEF Asia Pacific (Vorjahr 33.700 Tsd. Euro). 6. Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
Der Versicherungsaufwand betrifft überwiegend die Absicherung von projektbezogenen Risiken in der Turner-Gruppe. Hierbei wird durch Zusammenführen von Versicherungsleistungen von Turner und anderen Projektbeteiligten, wie Lieferanten und Kunden, die Minimierung der aus der Projektabwicklung resultierenden Risiken für Turner sowie für die Kunden erreicht. Den Versicherungsaufwendungen stehen entsprechende im Umsatz ausgewiesene Erlöse gegenüber. Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Kosten der Auftragsabwicklung, Sachkosten der Verwaltung, Jahresabschlusskosten, Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und weitere, nicht an anderer Stelle auszuweisende Aufwendungen. Sonstige Steuern sind hier mit 9.514 Tsd. Euro (Vorjahr 14.319 Tsd. Euro) enthalten. Im Berichtsjahr wurden einschließlich Personal- und Materialaufwendungen insgesamt 4.451 Tsd. Euro (Vorjahr 4.678 Tsd. Euro) für unternehmensübergreifende Forschungs- und Entwicklungsprojekte des zentralen Innovationsmanagements aufgewendet. 7. BeteiligungsergebnisIm Beteiligungsergebnis werden sämtliche Erträge und Aufwendungen gezeigt, die im Zusammenhang mit at Equity bewerteten Finanzanlagen und mit Beteiligungen entstanden sind. Das Beteiligungsergebnis setzt sich im Einzelnen wie folgt zusammen: scroll
Die Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, entfallen mit -1.475 Tsd. Euro (Vorjahr -23.189 Tsd. Euro) auf assoziierte Unternehmen und mit 76.592 Tsd. Euro (Vorjahr 102.224 Tsd. Euro) auf Gemeinschaftsunternehmen. Die Erträge aus dem Abgang von Beteiligungen entfallen - wie im Vorjahr - vollständig auf die Division HOCHTIEF Europe. Die zu Anschaffungskosten - unter Berücksichtigung von Wertminderungen - bewerteten Beteiligungen, die im Geschäftsjahr abgegangen sind, hatten einen Buchwert von 1.786 Tsd. Euro (Vorjahr 3.450 Tsd. Euro). Aus den Abgängen des Geschäftsjahres resultierte ein Veräußerungsergebnis in Höhe von -94 Tsd. Euro (Vorjahr -691 Tsd. Euro). Zum Abschlussstichtag bestehen keine weiteren Verkaufsabsichten von zu Anschaffungskosten bewerteten Beteiligungen. Die Aufwendungen aus Ausleihungen an Beteiligungen betreffen die Abwertung einer Ausleihung in der Division HOCHTIEF Europe. 8. Finanzergebnisscroll
Zinsen und ähnliche Erträge beziehungsweise Aufwendungen enthalten alle Zinserträge aus Liquiditätsanlagen, verzinslichen Wertpapieren und sonstigen Ausleihungen sowie sämtliche Zinsaufwendungen. Zu den Zinsen und ähnlichen Erträgen zählen darüber hinaus alle Gewinnanteile und Dividenden aus Wertpapieren. Per Saldo ergibt sich hieraus ein Zinsergebnis in Höhe von -121.933 Tsd. Euro (Vorjahr -180.450 Tsd. Euro). Im Geschäftsjahr wurden für nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente Zinserträge in Höhe von 39.739 Tsd. Euro (Vorjahr 59.644 Tsd. Euro) erzielt. Zinsaufwendungen fielen für nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente in Höhe von 161.793 Tsd. Euro (Vorjahr 240.247 Tsd. Euro) an. Die Nettozinsaufwendungen/-erträge aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von -9.852 Tsd. Euro (Vorjahr -9.092 Tsd. Euro) enthalten die jährlichen Aufzinsungsbeträge im Zusammenhang mit der Barwertfortschreibung der langfristigen Pensionsverpflichtungen in Höhe von 31.760 Tsd. Euro (Vorjahr 29.671 Tsd. Euro), saldiert mit den Zinserträgen aus Planvermögen in Höhe von 21.908 Tsd. Euro (Vorjahr 20.579 Tsd. Euro). Finanzerträge und -aufwendungen, die nicht den Zinsen und ähnlichen Erträgen beziehungsweise Aufwendungen oder den Zinsanteilen an Zuführungen zu langfristigen Rückstellungen zugeordnet werden können, werden unter den anderen Finanzerträgen oder den anderen Finanzaufwendungen ausgewiesen. Darunter fallen vor allem Erträge und Aufwendungen aus der Veräußerung von Wertpapieren und aus Finanzderivaten sowie Aufwendungen aus Wertminderungen von Wertpapieren und sonstigen Ausleihungen. 9. Ertragsteuernscroll
In den tatsächlichen Ertragsteuern sind per Saldo Erträge in Höhe von 22.521 Tsd. Euro (Vorjahr 9.547 Tsd. Euro) enthalten, die vorangegangene Perioden betreffen. Der Ertragsteueraufwand entwickelt sich aus dem theoretischen Steueraufwand. Dabei wird - wie im Vorjahr - ein Steuersatz in Höhe von 31,5 Prozent auf das Ergebnis vor Steuern angewendet: scroll
Die steuerfreien Erträge betreffen im Wesentlichen Gewinne aus Verkäufen von vollkonsolidierten und at Equity bewerteten Gesellschaften. Die Position "Sonstiges" enthält unter anderem nicht latenzierte Verluste aus ausländischen Konzerngesellschaften sowie Steuererträge aus periodenfremden Geschäftsvorfällen. 10. Anteile ohne beherrschenden EinflussDie Anteile ohne beherrschenden Einfluss in Höhe von 113.011 Tsd. Euro (Vorjahr 124.907 Tsd. Euro) betreffen mit 115.332 Tsd. Euro (Vorjahr 126.982 Tsd. Euro) Gewinnanteile und mit 2.321 Tsd. Euro (Vorjahr 2.075 Tsd. Euro) Verlustanteile. Die Gewinnanteile entfallen mit 87.983 Tsd. Euro (Vorjahr 102.501 Tsd. Euro) auf die CIMIC-Gruppe. Erläuterung der Konzernbilanz11. Immaterielle VermögenswerteDie Aufgliederung der in der Konzernbilanz zusammengefassten Anlageposition "Immaterielle Vermögenswerte" und ihre Entwicklung stellen sich im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr wie folgt dar: scroll
Die immateriellen Vermögenswerte unterliegen - wie im Vorjahr - keinen Verfügungsbeschränkungen. Es wurden im Geschäftsjahr Entwicklungskosten in Höhe von 313 Tsd. Euro aktiviert. Die immateriellen Vermögenswerte enthalten aus Erstkonsolidierungen Firmennamen in Höhe von 54.895 Tsd. Euro (Vorjahr 59.867 Tsd. Euro), die sowohl die Division HOCHTIEF Americas mit 45.303 Tsd. Euro (Vorjahr 43.756 Tsd. Euro) als auch die Division HOCHTIEF Asia Pacific mit 9.592 Tsd. Euro (Vorjahr 16.111 Tsd. Euro) betreffen. Die Firmennamen werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einmal jährlich sowie zusätzlich bei Vorliegen bestimmter, auf eine mögliche Wertminderung hindeutender Indikatoren einem Werthaltigkeitstest in Analogie zum unten beschriebenen entsprechenden Test für Geschäfts- oder Firmenwerte gemäß IAS 36 unterzogen. Die Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr beruhen einerseits auf Währungsanpassungen, anderseits auf einer Wertminderung in Höhe von 6.733 Tsd. Euro in der Division HOCHTIEF Asia Pacific auf den Firmennamen Devine. Die im Rahmen der Erstkonsolidierung aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte von vollkonsolidierten Gesellschaften sind zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf Segmentebene zugeordnet worden, um die nachfolgend beschriebenen Werthaltigkeitstests durchzuführen. Die Zuordnung erfolgte entsprechend der Segmentberichterstattung zu den einzelnen Divisions. Die jährliche Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte auf Ebene der Segmente (Divisions) wird bei HOCHTIEF jeweils im vierten Quartal eines Geschäftsjahres durchgeführt. Im Rahmen der Werthaltigkeitstests wird der erzielbare Betrag einer Division mit deren Buchwert verglichen. Die erzielbaren Beträge der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Europe werden anhand ihres individuellen Nutzungswerts bestimmt. Dieser entspricht dem Barwert der zukünftigen Cashflows, die voraussichtlich aus einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit erzielt werden können. Der Nutzungswert wird auf der Grundlage eines Unternehmensbewertungsmodells (Discounted-Cashflow-Methode) ermittelt, wobei dieser aus unternehmensinterner Sicht bestimmt wird. Der Bestimmung liegen Cashflow-Planungen zugrunde, die grundsätzlich auf der vom Vorstand genehmigten und im Zeitpunkt der Durchführung des Werthaltigkeitstests gültigen Planung für eine Detailperiode von drei Jahren basieren. In diese Planung fließen Erfahrungen ebenso wie Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Marktentwicklung ein. Für den sich anschließenden Zeitraum werden gleichbleibende Cashflows angesetzt. Die Kapitalkostensätze basieren auf dem Konzept der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (WACC). Es erfolgt zunächst eine Nach-Steuer-Berechnung des Nutzungswerts durch Diskontierung der Cashflows mit einem für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit separat ermittelten Kapitalkostensatz nach Steuern. Im Anschluss wird der Diskontierungssatz vor Steuern für Zwecke der Anhangangaben iterativ ermittelt. Die im Rahmen der Werthaltigkeitstests verwendeten Diskontierungssätze für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten liegen vor Steuern zwischen 9,44 und 9,66 Prozent (Vorjahr zwischen 10,40 und 10,84 Prozent). Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit HOCHTIEF Asia Pacific wird anhand des beizulegenden Zeitwerts, der aus dem Börsenwert von CIMIC abgeleitet wird, bestimmt. Ein Vergleich der erzielbaren Beträge der Divisions mit deren Buchwerten ergab - wie im Vorjahr - keinen Abwertungsbedarf für Geschäfts- oder Firmenwerte. Im Geschäftsjahr 2016 veränderten sich die Geschäfts- oder Firmenwerte der einzelnen Divisions wie folgt: scroll
12. Sachanlagenscroll
Das Sachanlagevermögen enthält mit 41.247 Tsd. Euro (Vorjahr 202.123 Tsd. Euro) Vermögenswerte, die im Rahmen von Finanzierungsleasing genutzt werden. Sie betreffen vor allem technische Anlagen und Maschinen bei CIMIC. Sachanlagen wurden im Berichtsjahr nicht wertgemindert (Vorjahr 33.700 Tsd. Euro in der Division HOCHTIEF Asia Pacific). In der Division HOCHTIEF Asia Pacific unterliegen Sachanlagen in Höhe von 868.458 Tsd. Euro (Vorjahr 81.623 Tsd. Euro) Verfügungsbeschränkungen. 13. Investment Propertiesscroll
Für Investment Properties wurden - wie im Vorjahr - keine Wertminderungen vorgenommen. Zum 31. Dezember 2016 beträgt der beizulegende Zeitwert der Investment Properties 13.518 Tsd. Euro (Vorjahr 16.003 Tsd. Euro). Er wird unverändert nach international anerkannten Bewertungsmethoden ermittelt, wie durch die Ableitung aus dem aktuellen Marktpreis vergleichbarer Immobilien oder die Discounted-Cashflow-Methode. Vom beizulegenden Zeitwert entfallen unverändert zum Vorjahr 1.435 Tsd. Euro auf eine Bewertung durch konzernexterne, unabhängige Gutachter. Die Mieterlöse aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien beliefen sich im Berichtsjahr auf 866 Tsd. Euro (Vorjahr 971 Tsd. Euro). Von den direkten betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 878 Tsd. Euro (Vorjahr 986 Tsd. Euro) entfielen 219 Tsd. Euro (Vorjahr 311 Tsd. Euro) auf vermietete und 659 Tsd. Euro (Vorjahr 675 Tsd. Euro) auf nicht vermietete Investment Properties. Investment Properties unterliegen - wie im Vorjahr - keinen Verfügungsbeschränkungen. 14. At Equity bilanzierte Finanzanlagenscroll
HLG Contracting wurde zum 31. Dezember 2015 als assoziiertes Unternehmen des Konzerns eingestuft. Im Berichtszeitraum zum 31. Dezember 2016 wurde ohne Erhöhung der Beteiligungsquote die gemeinsame Beherrschung erlangt und das Unternehmen als Gemeinschaftsunternehmen umklassifiziert. Die Gesellschaft wird - wie im Vorjahr -nach der Equity-Methode bilanziert. Aggregierte Angaben zu nicht wesentlichen assoziierten UnternehmenDie assoziierten Unternehmen des HOCHTIEF-Konzerns sind für sich genommen nicht wesentlich. Die folgende Übersicht zeigt die Buchwerte sowie anteilige Posten der Gesamtergebnisrechnungen der at Equity bilanzierten und für sich genommen nicht wesentlichen assoziierten Unternehmen in aggregierter Form: scroll
In dem Ergebnis aus at Equity bilanzierten assoziierten Unternehmen sind - wie im Vorjahr - keine Wertminderungen enthalten. Die Anteile an assoziierten Unternehmen unterliegen - wie im Vorjahr - keinen Verfügungsbeschränkungen. Wesentliche GemeinschaftsunternehmenAm 30. November 2016 wurde mit den bestehenden Gesellschaftern von HLG Contracting eine Einigung erzielt, die es einem Gesellschafter, Al Habtoor Holdings LLC, gestattete, seinen Anteil auf den anderen Teilhaber, Riad Al Sadik, zu übertragen. Nach dieser Übertragung beträgt die Beteiligungsquote von CIMIC unverändert 45 Prozent, während Riad Al Sadik nun die verbleibenden 55 Prozent der Anteile hält. Nach Abschluss der Vereinbarung ist aus Sicht des Managements von CIMIC bei der HLG Contracting nun von einer gemeinsamen Beherrschung gemäß IFRS 10 auszugehen. Infolge der geänderten Beherrschung wird HLG Contracting von CIMIC nicht länger als assoziiertes Unternehmen, sondern als Gemeinschaftsunternehmen klassifiziert. Im Rahmen der vertraglichen Vereinbarungen in Bezug auf das Ausscheiden von Gesellschaftern übernahm CIMIC bestimmte Verpflichtungen von den anderen Gesellschaftern einschließlich verschiedener Erfüllungsgarantien, erwarb von Al Habtoor Group LLC bestimmte Kredite in Höhe von 27,2 Mio. US-Dollar (entsprechend 25,8 Mio. Euro) und erwarb eine Call-Option zum Kauf der verbleibenden 55 Prozent der Anteile an HLG Contracting. Diese Option hat aktuell keine Auswirkungen auf die Beherrschung des Unternehmens. Die Option ist ein Derivat gemäß IAS 39 und ist mit dem beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren, wobei Wertänderungen erfolgswirksam erfasst werden. Der beizulegende Zeitwert der Call-Option lag zum 31. Dezember 2016 bei 51,4 Mio. Euro. Die neue Gesellschafterstruktur ist für HLG Contracting ein wichtiger Schritt zur Erreichung seiner langfristigen strategischen Ziele in der Region. Hierdurch wird HLG Contracting auch weiterhin bedeutende Projekte für seine Kunden realisieren können. Das Geschäft von HLG Contracting wird derzeit einer strategischen Prüfung unterzogen. Der erzielbare Betrag der Beteiligung des Konzerns wurde auf Grundlage der Berechnung eines Nutzungswerts ermittelt. Die folgenden Übersichten zeigen anteilige Posten der Bilanz sowie der Gesamtergebnisrechnung des zuvor genannten at Equity bilanzierten wesentlichen Gemeinschaftsunternehmens: scroll
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Aggregierte Angaben zu nicht wesentlichen GemeinschaftsunternehmenDie folgende Übersicht zeigt die Buchwerte sowie anteilige Posten der Gesamtergebnisrechnungen der at Equity bilanzierten, für sich genommen nicht wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen in aggregierter Form: scroll
In dem Ergebnis aus at Equity bilanzierten nicht wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen sind - wie im Vorjahr -keine Wertminderungen enthalten. Anteile an Gemeinschaftsunternehmen sind in Höhe von 15.435 Tsd. Euro (Vorjahr 2.510 Tsd. Euro) verpfändet. 15. Übrige Finanzanlagenscroll
Bei den übrigen Finanzanlagen erfolgte im Geschäftsjahr keine Wertminderung. Im Vorjahr wurden die nicht konsolidierten Tochterunternehmen in Höhe von 158 Tsd. Euro wertgemindert. Die übrigen Finanzanlagen unterliegen - wie im Vorjahr - keinen Verfügungsbeschränkungen. 16. Finanzforderungenscroll
Die Ausleihungen an nicht konsolidierte Tochterunternehmen und an Beteiligungen enthalten in Höhe von 615.145 Tsd. Euro (Vorjahr 487.544 Tsd. Euro) Ausleihungen an die HLG Contracting. Gegenüber Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, bestehen Finanzforderungen in Höhe von 839.487 Tsd. Euro (Vorjahr 691.862 Tsd. Euro). 17. Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswertescroll
Die Schadenersatz- und Garantieansprüche enthalten mit 181.008 Tsd. Euro im Wesentlichen Erstattungsansprüche aus Versicherungsverträgen der Turner-Gruppe. Bei der Turner-Gruppe werden bestimmte Geschäftsrisiken regelmäßig durch Versicherungsverträge abgesichert. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aus dem operativen Geschäft, denen Erstattungsansprüche aus Versicherungsverträgen in gleicher Höhe gegenüberstehen, wurden bisher in der Bilanz saldiert ausgewiesen. Zum 31.12.2016 werden diese Verbindlichkeiten und Erstattungsansprüche erstmals unsaldiert in der Bilanz abgebildet. Die Rechnungsabgrenzungsposten ergeben sich durch Versicherungsprämien sowie durch Vorauszahlungen für Wartungs- und Serviceleistungen. Des Weiteren sind hier Provisionen enthalten, die die HOCHTIEF-Versicherungsgesellschaften für Vertragsabschlüsse an die Erstversicherer gezahlt haben. Sie werden über die jeweilige Vertragslaufzeit aufgelöst. Die übrigen sonstigen Vermögenswerte unterliegen - wie im Vorjahr - keinen Verfügungsbeschränkungen. 18. ErtragsteueransprücheBei den Ertragsteueransprüchen in Höhe von 50.847 Tsd. Euro (Vorjahr 68.840 Tsd. Euro) handelt es sich um Forderungen gegenüber in- und ausländischen Finanzbehörden. Diese setzen sich zusammen aus langfristigen Ansprüchen in Höhe von 19.695 Tsd. Euro (Vorjahr 16.907 Tsd. Euro) und kurzfristigen Ertragsteueransprüchen in Höhe von 31.152 Tsd. Euro (Vorjahr 51.933 Tsd. Euro). 19. Latente SteuernDie aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich wie folgt: scroll
Aktive und passive latente Steuern sind je Gesellschaft beziehungsweise Organkreis miteinander saldiert worden. Im Bruttobetrag der aktiven latenten Steuern von 907.727 Tsd. Euro (Vorjahr 811.945 Tsd. Euro) sind folgende aktivierte Steuerminderungsansprüche enthalten, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge und Steuergutschriften in Folgejahren ergeben: scroll
Die Nutzung dieser Verlustvorträge ist mit ausreichender Sicherheit gewährleistet. Die Beträge der deutschen körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge, für die keine latenten Steueransprüche angesetzt wurden, belaufen sich auf 628.685 Tsd. Euro (Vorjahr 486.865 Tsd. Euro) und 1.016.228 Tsd. Euro (Vorjahr 828.148 Tsd. Euro). Die Veränderung der Verlustvorträge resultiert im Wesentlichen aus Anpassungen an laufende Betriebsprüfungen und sich daraus ergebende Folgeänderungen. Auf Zinsvorträge in Höhe von 350.816 Tsd. Euro (Vorjahr 373.807 Tsd. Euro) wurden keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Die Veränderungen der Zinsvorträge resultieren aus Anpassungen an die Betriebsprüfung sowie laufenden Änderungen. Grundsätzlich werden für alle abzugsfähigen temporären Differenzen latente Steuern aktiviert, wenn voraussichtlich künftig steuerpflichtiges Einkommen zu deren Realisierung verfügbar sein wird. Im Berichtsjahr bestanden bei inländischen Konzerngesellschaften, die im abgelaufenen Geschäftsjahr oder in Vorjahren Verluste erzielten, aktive latente Steuern aus temporären Differenzen oder Verlustvorträgen in Höhe von 44.739 Tsd. Euro (Vorjahr 41.636 Tsd. Euro), die als werthaltig beurteilt werden. Die passiven latenten Steuern in Höhe von brutto 650.592 Tsd. Euro (Vorjahr 671.082 Tsd. Euro) sind ausschließlich auf zu versteuernde temporäre Differenzen zurückzuführen, die sich im Wesentlichen aus der Anpassung an konzerneinheitliche IFRS-Bewertungsgrundsätze ergeben. Im Berichtsjahr sind 482 Tsd. Euro (Vorjahr -6.411 Tsd. Euro) latente Steuern aus der Umrechnung ausländischer Abschlüsse und 2.663 Tsd. Euro (Vorjahr -9.956 Tsd. Euro) aus der erfolgsneutralen Bewertung von originären und derivativen Finanzinstrumenten im Eigenkapital erfasst worden. Aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten wurden latente Steuern in Höhe von 25.323 Tsd. Euro (Vorjahr -7.453 Tsd. Euro) erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Zum Bilanzstichtag betrug der erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Bestand der latenten Steuern aus der erfolgsneutralen Bewertung von Finanzinstrumenten -12.285 Tsd. Euro (Vorjahr -14.948 Tsd. Euro) und aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten 180.866 Tsd. Euro (Vorjahr 155.543 Tsd. Euro). 20. Vorrätescroll
Gemäß IAS 23 wurden unter den unfertigen Leistungen Fremdkapitalkosten in Höhe von 9.345 Tsd. Euro (Vorjahr 7.946 Tsd. Euro) aktiviert. Bei der Ermittlung der Fremdkapitalkosten wurden Zinssätze zwischen 1,50 und 7,44 Prozent (Vorjahr 1,50 und 10,80 Prozent) zugrunde gelegt. Die unter den unfertigen Leistungen und Erzeugnissen ausgewiesenen Immobilien aus Projektentwicklungen unterliegen in Höhe von 168.309 Tsd. Euro (Vorjahr 322.703 Tsd. Euro) Verfügungsbeschränkungen. 21. Forderungen aus Lieferungen und Leistungenscroll
Bei dem Saldo aus Forderungen aus PoC und erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 2.328.664 Tsd. Euro (Vorjahr 1.989.255 Tsd. Euro) werden diejenigen kundenspezifischen Fertigungsaufträge ausgewiesen, bei denen die angefallenen Herstellungskosten einschließlich Gewinnanteilen die erhaltenen Anzahlungen übersteigen. Die Summe der aktivisch und passivisch unter den Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten aus PoC ausgewiesenen Herstellungskosten einschließlich Gewinnanteilen für Fertigungsaufträge beläuft sich auf 5.349.789 Tsd. Euro (Vorjahr 5.119.984 Tsd. Euro). Im Geschäftsjahr wurden insgesamt 4.117.990 Tsd. Euro (Vorjahr 3.839.359 Tsd. Euro) erhaltene Anzahlungen bei den Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten aus PoC verrechnet. Bei vollkonsolidierten Gesellschaften des HOCHTIEF-Konzerns bestehen Dienstleistungslizenzen oder ähnliche Genehmigungen. Diese werden hauptsächlich als finanzielle Vermögenswerte bilanziert und unter den Forderungen aus PoC ausgewiesen. Bei diesen Dienstleistungslizenzen aus dem Geschäftsfeld "Soziale Infrastruktur Europa" handelt es sich um Vereinbarungen zur Errichtung und Modernisierung sowie zum Betrieb und zur Instandhaltung von Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden. Die Bau- und Ausbauleistungen verlaufen planmäßig. Bei Umsatzerlösen in Höhe von 1.141 Tsd. Euro (Vorjahr 34.289 Tsd. Euro) wurde ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt. Die Gesellschaften des HOCHTIEF-Konzerns sind zur Erfüllung ihrer Aufgaben aus den Dienstleistungslizenzen entsprechend verpflichtet und zu diesem Zweck mit den dazu j eweils erforderlichen Rechten ausgestattet. Zum Ende der Konzessionslaufzeit gehen die Dienstleistungsobjekte in den Besitz der öffentlichen Hand als Auftraggeber zurück. Die öffentliche Hand bleibt während der gesamten Konzessionslaufzeit in der Regel die Eigentümerin der mit den Dienstleistungslizenzen verbundenen Vermögenswerte. Bei den Dienstleistungslizenzen bestehen Kündigungsoptionen I ediglich aus wichtigem Grund. Bei einzelnen Vereinbarungen bestehen Verlängerungsoptionen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten vertragliche Einbehalte in Höhe von 719.491 Tsd. Euro (Vorjahr 606.312 Tsd. Euro). Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Immobilien aus Projektentwicklungen unterliegen Verfügungsbeschränkungen in Höhe von 39.447 Tsd. Euro (Vorjahr 14.541 Tsd. Euro). Gegenüber Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, bestehen Forderungen in Höhe von 13.227 Tsd. Euro (Vorjahr 1.392 Tsd. Euro). 22. WertpapiereBei den kurzfristigen Wertpapieren in Höhe von 463.424 Tsd. Euro (Vorjahr 576.898 Tsd. Euro) handelt es sich im Wesentlichen um in Spezial- und Investmentfonds gehaltene Wertpapiere sowie festverzinsliche Titel mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von mehr als drei Monaten, für die keine dauerhafte Halteabsicht besteht. Die kurzfristigen Wertpapiere gehören ausschließlich zur Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbar". Die Bewertung erfolgt zu beizulegenden Zeitwerten, wodurch sich der Bilanzansatz um 9.084 Tsd. Euro (Vorjahr 10.664 Tsd. Euro) vermindert hat. Die kurzfristigen Wertpapiere sind in Höhe von 13.812 Tsd. Euro (Vorjahr 21.338 Tsd. Euro) als Sicherheiten für die Ansprüche von Mitarbeitern aus Altersteilzeit verpfändet. Außerhalb der extern gemanagten Anlagen werden in der Direktanlage ausschließlich Anleihen erstklassiger Emittenten* gekauft und durch eine breite Diversifizierung Konzentrationsrisiken in Bezug auf einzelne Emittenten strikt vermieden. 23. Flüssige MittelFlüssige Mittel in Höhe von 2.847.426 Tsd. Euro (Vorjahr 2.808.707 Tsd. Euro) bestehen als Kassenbestände, als Guthaben bei Kreditinstituten sowie als kurzfristig veräußerbare Wertpapiere mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von bis zu drei Monaten. Diese unterliegen nur unwesentlichen Wertschwankungen. Die flüssigen Mittel sind mit einem Betrag von 114.210 Tsd. Euro (Vorjahr 110.963 Tsd. Euro) aus dem Verkauf von Forderungen sowie für Gewährleistungen in Höhe von 23.535 Tsd. Euro (Vorjahr - Tsd. Euro) verfügungsbeschränkt. 24. EigenkapitalDie Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals ist auf Seite 169 dargestellt. 954.717 eigene Aktien wurden im Rahmen des am 11. Januar 2016 beschlossenen Aktienrückkaufprogramms in der Zeit vom 12. Januar 2016 bis zum 10. März 2016 zu einem Preis von insgesamt 79.655.955 Euro (Durchschnittskurs 83,43 Euro je Aktie) für die im Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 7. Mai 2014 beziehungsweise 6. Mai 2015 vorgesehenen Zwecke und zur Verwendung für alle sonstigen aktienrechtlich zulässigen Zwecke erworben. Der auf diese Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 2.444.076 Euro (1,48 Prozent des Grundkapitals). Der Vorstand hat am 19. September 2016 beschlossen, unter Ausnutzung der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 zur Einziehung eigener und nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworbener Aktien 5.009.434 eigene Aktien einzuziehen. Der Aufsichtsrat hat der Einziehung zugestimmt. Durch die Einziehung ist das Grundkapital der Gesellschaft in 64.300.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. Zusammen mit der Einziehung wurde das Grundkapital der Gesellschaft auf 164.608.000,00 Euro herabgesetzt. Die Kapitalherabsetzung erfolgte im Wege der Einziehung eigener Aktien nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 6 AktG im vereinfachten Einziehungsverfahren (§ 237 Abs. 3 Nr. 2 AktG). Der auf die einzelne Aktie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals beträgt 2,56 Euro. Zum 31. Dezember 2016 ergibt sich für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ein Bestand an eigenen Aktien im Sinne von § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG von insgesamt 52.142 Stück. Diese Aktien wurden ab dem 7. Oktober 2014 für die im Hauptversammlungsbeschluss vom 7. Mai 2014 beziehungsweise 6. Mai 2015 genannten Zwecke und zur Verwendung für alle sonstigen aktienrechtlich zulässigen Zwecke erworben. Der auf diese eigenen Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 133.484 Euro (0,08 Prozent des Grundkapitals). Die Kapitalrücklage enthält das Aufgeld aus der Ausgabe von Aktien durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. Es ist dem Vorstand nicht bekannt, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben. Gesetzliche Vorschriften über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung finden sich in den §§ 84, 85 AktG beziehungsweise §§ 179, 133 AktG. Nach § 7 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand mindestens aus zwei Personen. § 23 Abs. 1 der Satzung bestimmt, dass die Beschlüsse der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst werden, sofern nicht das Gesetz zwingend etwas anderes bestimmt. Soweit das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals verlangt, genügt nach § 23 Abs. 3 der Satzung die einfache Mehrheit, sofern nicht zwingend eine andere Mehrheit vorgeschrieben ist. Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital bis zum 5. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals um bis zu insgesamt 54.000 Tsd. Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Die weiteren Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung. Das Grundkapital der Gesellschaft ist gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung um bis zu 46.080 Tsd. Euro, eingeteilt in bis zu Stück 18 Mio. auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung. Ermächtigung zum Aktienrückkauf: Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 ist die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt worden, eigene Aktien zu erwerben. Diese Ermächtigung gilt bis zum 10. Mai 2021. Sie ist insgesamt auf einen Anteil von zehn Prozent des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals beschränkt. Die Ermächtigung kann unmittelbar durch die Gesellschaft oder durch ein von der Gesellschaft abhängiges oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen oder durch von der Gesellschaft oder von der Gesellschaft abhängige oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehende Unternehmen beauftragte Dritte ausgeübt werden und erlaubt den Erwerb eigener Aktien im ganzen Umfang oder in Teilbeträgen sowie den einmaligen oder mehrmaligen Erwerb. Der Erwerb eigener Aktien kann über die Börse oder mittels eines an sämtliche Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder durch die Ausgabe von Andienungsrechten an die Aktionäre erfolgen. Die Bedingungen für den Erwerb werden im Beschluss weiter spezifiziert. Der Vorstand ist durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bei einer Veräußerung eigener Aktien durch ein Angebot an alle Aktionäre den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem ihrer nachgeordneten Konzernunternehmen ausgegebenen Options- und /oder Wandelanleihen ein Bezugsrecht auf die Aktien zu gewähren. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an sämtliche Aktionäre zu veräußern, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist ferner unter den nachstehenden Voraussetzungen ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats Dritten in anderer Weise als über die Börse oder mittels Angebot an sämtliche Aktionäre anzubieten und zu übertragen. Dies kann im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen daran oder von Unternehmensteilen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen geschehen. Dies ist außerdem zulässig zur Einführung von Aktien der Gesellschaft an ausländischen Börsen, an denen sie bisher nicht zum Handel zugelassen sind. Außerdem dürfen die Aktien Personen zum Erwerb angeboten werden, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen stehen oder standen. Außerdem dürfen die Aktien den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft gemäß der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 (TOP 8) begebenen Schuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Options- und /oder Wandlungsrechte und / oder -pflichten gewährt werden. Weiterhin dürfen die Aktien (amtierenden oder ausgeschiedenen) Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft und (amtierenden oder ausgeschiedenen) Mitgliedern von Vorständen und Geschäftsführungen der von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG sowie Personen, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG stehen oder standen, mit der Verpflichtung übertragen werden, sie für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren seit der Übertragung zu halten. Eine solche Übertragung ist nur zulässig, um bestehende Ansprüche des Übertragungsempfängers auf variable Vergütung zu tilgen. Die weiteren Bedingungen der Übertragung werden im Beschluss weiter spezifiziert. Im Fall der Ausgabe der Aktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft entscheidet allein der Aufsichtsrat der Gesellschaft über die Ausgabe. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8, 186 Abs. 3 und 4 AktG insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen verwendet werden. Weiterhin ist der Vorstand ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats einzuziehen, ohne dass die Einziehung und ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedürfen. Die Bedingungen der Bezugsrechtsgewährung, Veräußerung, Übertragung beziehungsweise Einziehung der eigenen Aktien werden in dem Beschluss der Hauptversammlung weiter spezifiziert. Durch weiteren Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 ist die Gesellschaft zum Einsatz von Eigenkapitalderivaten im Rahmen des Erwerbs eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG sowie zum Ausschluss des Andienungs- und Bezugsrechts ermächtigt worden. Dadurch soll das Volumen an Aktien, das insgesamt erworben werden darf, nicht erhöht werden; es werden lediglich im Rahmen der Höchstgrenze der vorgenannten Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien und unter Anrechnung auf diese Höchstgrenze weitere Handlungsalternativen zum Erwerb eigener Aktien eröffnet. Der Vorstand ist ermächtigt worden, Optionen zu erwerben, die der Gesellschaft das Recht vermitteln, bei Ausübung der Optionen Aktien der Gesellschaft zu erwerben (Call-Optionen). Der Vorstand ist ferner ermächtigt worden, Optionen zu veräußern, welche die Gesellschaft bei Ausübung der Optionen durch deren Inhaber zum Erwerb von Aktien der Gesellschaft verpflichten (Put-Optionen). Ferner kann der Erwerb unter Einsatz einer Kombination aus Call- und Put-Optionen oder Terminkaufverträgen erfolgen. Die Bedingungen zum Einsatz von Eigenkapitalderivaten im Rahmen des Erwerbs eigener Aktien sowie zum Ausschluss des Andienungs- und Bezugsrechts werden in dem Beschluss der Hauptversammlung weiter spezifiziert. 11.492 eigene Aktien wurden im Mai 2016 an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und an ein ehemaliges Vorstandsmitglied der HOCHTIEF Solutions AG zu einem Preis von 111,75 Euro je Aktie mit der Verpflichtung übertragen, sie für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren seit der Übertragung zu halten. Damit wurden bestehende Ansprüche der Übertragungsempfänger auf variable Vergütung getilgt. Der auf diese Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 29.420 Euro (0,018 Prozent des Grundkapitals). Der Bilanzgewinn der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und der Bilanzgewinn des HOCHTIEF-Konzerns sind identisch. Die im Geschäftsjahr ausgeschüttete Dividende betrug 128.473 Tsd. Euro (Vorjahr 128.926 Tsd. Euro). Die Anteile ohne beherrschenden Einfluss in Höhe von 761.210 Tsd. Euro (Vorjahr 1.002.847 Tsd. Euro) ergeben sich aus Dritten zustehenden Anteilen am Eigenkapital von einbezogenen Konzerngesellschaften; sie betreffen mit 615.121 Tsd. Euro (Vorjahr 849.758 Tsd. Euro) die CIMIC-Gruppe. Die CIMIC Group Limited ist ein Tochterunternehmen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft mit Sitz in Sydney, Australien. Im Konzernabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft werden nicht beherrschte Anteile an der CIMIC-Gruppe ausgewiesen, die für HOCHTIEF wesentlich sind. Der Anteil an unserer australischen Tochter CIMIC liegt zum 31. Dezember 2016 bei 72,68 Prozent (Vorjahr 69,62 Prozent). Die folgende Übersicht enthält zusammengefasste Finanzinformationen über das Tochterunternehmen: scroll
Die erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen stellen einen Bestandteil der Gewinnrücklagen dar. Erfasst werden dort die erfolgsneutralen Änderungen des beizulegenden Zeitwerts aus der Marktbewertung von originären und derivativen Finanzinstrumenten sowie Währungsdifferenzen aus der Umrechnung von ausländischen Abschlüssen. Des Weiteren beinhalten die erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen den Anteil der erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen von at Equity bilanzierten assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen sowie die Neubewertung von leistungsorientierten Plänen, welche zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern ist. Die Veränderungen der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen stellen sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar: Darstellung der Veränderungen der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungenscroll
Die Ertragsteuereffekte auf die Veränderungen der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen verteilen sich wie folgt: scroll
25. Aktienbasierte VergütungenWährend des Berichtsjahres bestanden folgende konzernweite aktienbasierte Vergütungssysteme für Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen: Top-Executive-Retention-Plan 2008Der Vorstand hat im Juni 2008 für ausgewählte Führungskräfte die Auflage eines Top-Executive-Retention-Plans (TERP 2008) beschlossen. Der Plan basiert auf Stock-Awards und besteht aus drei Tranchen. Im Juli 2008 wurde die erste Tranche, im Juli 2009 die zweite Tranche und im Juli 2010 die dritte Tranche gewährt. Die Laufzeit des Plans beträgt insgesamt zehn Jahre. Die Wartezeit liegt nach Zuteilung der jeweiligen Tranche bei drei Jahren. Der Ausübungszeitraum liegt - abhängig von der jeweiligen Tranche - zwischen fünf und sieben Jahren. Die Planbedingungen sehen vor, dass die Berechtigten für jeden Stock-Award nach Ablauf der jeweiligen Wartezeit und nach Wahl der HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine HOCHTIEF-Aktie oder einen Barausgleich in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag erhalten. Der Gewinn ist in den einzelnen Jahren des Ausübungszeitraums auf eine Kappungsgrenze beschränkt. Diese Kappungsgrenze steigt jährlich an und ist am Ende der Laufzeit auf einen Maximalgewinn begrenzt. Der Maximalgewinn wurde für die erste Tranche auf 160 Euro, für die zweite Tranche auf 81,65 Euro und für die dritte Tranche auf 166,27 Euro pro Stock-Award festgelegt. Die erste Tranche wurde 2015 und die dritte Tranche 2016 vollständig ausgeübt. Long-Term-Incentive-Plan 2010Im Geschäftsjahr 2010 wurde für obere Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen sowie für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2010 (LTIP 2010) aufgelegt. Dieser sah neben der Gewährung von Stock-Appreciation-Rights (SAR) die Ausgabe von Stock-Awards vor. Die SAR können nur ausgeübt werden, wenn der zehntägige Durchschnitt (arithmetisches Mittel) der Börsenschlusskurse der HOCHTIEF-Aktie bis zum Ausübungstag im Vergleich zum Ausgabepreis an mindestens zehn aufeinanderfolgenden Börsenhandelstagen eine bessere Kursperformance als der MDAX aufweist, gemessen als zehntägiger Durchschnitt der Schlusskurse im Vergleich zum Basispreis dieses Index (relative Erfolgshürde), und wenn zusätzlich die Kapitalrendite RONA (Return on Net Assets) gemäß dem zuletzt gebilligten Konzernabschluss mindestens zehn Prozent beträgt (absolute Erfolgshürde). Die relative Erfolgshürde braucht nicht erfüllt zu werden, wenn nach Ablauf der Wartezeit der HOCHTIEF-Durchschnittsbörsen-kurs an zehn aufeinanderfolgenden Börsenhandelstagen den Ausgabepreis um mindestens zehn Prozent übersteigt. Die SAR können bei Erreichen der genannten Erfolgsziele nach einer Wartezeit von vier Jahren bis auf kurze Sperrfristen vor Bekanntgabe von Unternehmensdaten ausgeübt werden. Nach Ausübung der SAR wird von der gewährenden Gesellschaft der Unterschiedsbetrag zwischen dem aktuellen Börsenkurs und dem Ausgabepreis ausgezahlt. Der Gewinn pro SAR ist auf 27,28 Euro begrenzt. Die Planbedingungen für die Ausgabe der Stock-Awards sahen vor, dass die Berechtigten nach Ablauf der Wartezeit von drei Jahren innerhalb eines Ausübungszeitraums von zwei Jahren bei Ausübung für jeden Stock-Award nach Wahl der HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine HOCHTIEF-Aktie oder einen Barausgleich in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag erhielten. Der Gewinn pro Stock-Award war auf 81,83 Euro begrenzt. Der Plan für die Stock-Awards endete im Jahr 2015. Long-Term-Incentive-Plan 2011Im Geschäftsjahr 2011 wurde für obere Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen sowie für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2011 (LTIP 2011) aufgelegt. Die Planbedingungen unterschieden sich nicht wesentlich von den Planbedingungen des LTIP 2010. Der Gewinn war auf 32,67 Euro pro SAR und auf 98,01 Euro pro Stock-Award begrenzt. Der Plan für die SAR wurde 2016 komplett ausgeübt und der Plan für die Stock-Awards endete im Jahr 2016. Long-Term-Incentive-Plan 2012Im Geschäftsjahr 2012 wurde für obere Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen sowie für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2012 (LTIP 2012) aufgelegt. Zu den Planbedingungen des LTIP 2011 unterscheidet sich der Plan in zwei Punkten: 1. Die Kapitalrendite RONA (Return on Net Assets), gemäß dem zuletzt gebilligten Konzernabschluss, muss mindestens 15 Prozent betragen. 2. Die Wartezeit bei den Stock-Awards wurde von drei auf vier Jahre und die Laufzeit entsprechend von fünf auf sechs Jahre verlängert. Der Gewinn ist auf 25,27 Euro pro SAR und auf 75,81 Euro pro Stock-Award begrenzt. Long-Term-Incentive-Plan 2013Im Geschäftsjahr 2013 wurde für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2013 (LTIP 2013) aufgelegt. Von den Planbedingungen des LTIP 2012 unterscheidet sich der Plan nur in einem Punkt: Das Erfolgsziel zur Kapitalrendite RONA wurde durch ein Erfolgsziel zum bereinigten Free Cashflow ersetzt. Die Anzahl der ausübbaren SAR richtet sich danach, ob der geplante Wertebereich für den bereinigten Free Cashflow erreicht wurde. Dieser Wertebereich wird im Rahmen des Business-Plans für das jeweilige Ausübungsjahr festgelegt. Der Gewinn ist auf 24,61 Euro pro SAR und auf 73,83 Euro pro Stock-Award begrenzt. Long-Term-Incentive-Plan 2014Im Geschäftsjahr 2014 wurde für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2014 (LTIP 2014) aufgelegt. Die Planbedingungen unterscheiden sich nicht wesentlich von den Planbedingungen des LTIP 2013. Der Gewinn ist auf 30,98 Euro pro SAR und auf 92,93 Euro pro Stock-Award begrenzt. Long-Term-Incentive-Plan 2015Im Geschäftsjahr 2015 wurde für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2015 (LTIP 2015) aufgelegt. Die Planbedingungen unterscheiden sich nicht wesentlich von den Planbedingungen des LTIP 2014. Der Gewinn ist auf 31,68 Euro pro SAR und auf 95,04 Euro pro Stock-Award begrenzt. Long-Term-Incentive-Plan 2016Im Geschäftsjahr 2016 wurde für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2016 (LTIP 2016) aufgelegt. Die Planbedingungen unterscheiden sich von den Planbedingungen des LTIP 2015 lediglich darin, dass die Wartezeit von vier auf drei Jahre verkürzt wurde und die Laufzeit entsprechend auf sechs Jahre (SAR) beziehungsweise fünf Jahre (Stock-Awards) verkürzt wurde. Der Gewinn ist auf 41,54 Euro pro SAR und auf 124,62 Euro pro Stock-Award begrenzt. SonstigesKapitalrenditekonzept RONADas Kapitalrenditekonzept Return on Net Assets (RONA) gibt an, wie erfolgreich sich das Vermögen von HOCHTIEF verzinst hat, und misst somit die Rentabilität des HOCHTIEF-Konzerns. Hierzu wird das erzielte Ergebnis ins Verhältnis zum Nettovermögen gesetzt. Das erzielte Ergebnis setzt sich aus dem in der Ergebnisrechnung abgeleiteten betrieblichen Ergebnis / EBIT und den Zinserträgen auf das Finanzvermögen zusammen. Das Nettovermögen spiegelt den zu verzinsenden Kapitaleinsatz wider. Im Berichtsjahr 2016 lag die Kapitalrendite (RONA) für den HOCHTIEF-Konzern bei 15,9 Prozent (Vorjahr 13,2 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich somit eine Erhöhung der Kapitalrendite von 2,7 Prozentpunkten. Die Ausübungsbedingungen aller aufgelegten Pläne sehen vor, dass bei Ausübung der SAR oder Stock-Awards - und bei Vorliegen aller anderen hierzu erforderlichen Voraussetzungen - die HOCHTIEF Aktiengesellschaft grundsätzlich ein Wahlrecht hat, anstelle der Auszahlung des Gewinns auch HOCHTIEF-Aktien zu liefern. Soweit die Bezugsberechtigten nicht bei der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beschäftigt sind, werden die mit der Ausübung entstehenden Aufwendungen durch das jeweilige verbundene Unternehmen getragen. Für die Pläne sind bislang die folgenden Stückzahlen an SAR beziehungsweise Stock-Awards ausgegeben, verfallen oder ausgeübt worden: scroll
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Für die vorstehend genannten aktienbasierten Vergütungspläne waren zum Bilanzstichtag Rückstellungen in Höhe von 15.574 Tsd. Euro (Vorjahr 14.811 Tsd. Euro) passiviert. Der Gesamtaufwand für die genannten Pläne betrug im Berichtsjahr 5.537 Tsd. Euro (Vorjahr 8.335 Tsd. Euro). Der innere Wert der zum Ende der Berichtsperiode ausübbaren SAR belief sich auf 7.052 Tsd. Euro (Vorjahr 2.195 Tsd. Euro). 26. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenLeistungsorientierte PläneBei leistungsorientierten Versorgungsplänen besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, zugesagte Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erbringen. In Deutschland bestehen die Pensionsverpflichtungen im Wesentlichen aus Direktzusagen der aktuellen Versorgungsordnung 2000+ und aus Plänen mit Entgeltumwandlungen. Die Versorgungsordnung 2000+ besteht seit dem 1. Januar 2000 in Form eines beitragsorientierten Bausteinsystems. Der jährliche Rentenbaustein hängt vom Einkommen und vom Lebensalter des Beschäftigten ("Verrentungsfaktor") ab sowie von einem allgemeinen Versorgungsbeitrag, der durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft alle drei Jahre geprüft und gegebenenfalls angepasst wird. Die Summe aller erworbenen jährlichen Rentenbausteine ergibt die spätere Versorgungsleistung. Bei leitenden Angestellten bestehen vereinzelt noch dienstzeit- und endgehaltsabhängige Pensionszusagen, die jedoch seit 1995 mit Ausnahme des Vorstandsbereichs nicht mehr angeboten werden. Die Leistung umfasst eine Altersrente, eine Invalidenrente sowie eine Hinterbliebenenrente und wird fast ausschließlich als lebenslange Annuitätenzahlung gewährt. Darüber hinaus hatten Mitarbeiter im Inland bis zum 31.12.2013 die Möglichkeit, an einer Entgeltumwandlung zugunsten betrieblicher Altersversorgung teilzunehmen. Das umgewandelte Entgelt wurde in ausgewählte Investmentfonds investiert. Der Leistungsanspruch richtet sich nach dem Zeitwert der erworbenen Fondsanteile bei Renteneintritt. Er entspricht jedoch mindestens dem umgewandelten Entgelt einschließlich einer von HOCHTIEF garantierten Erhöhung, die zwischen 3,50 und 1,75 Prozent p. a. liegt. Bei Renteneintritt besteht ein Wahlrecht zwischen einer Kapitalzahlung oder einer fünf- beziehungsweise sechsjährigen Annuitätenzahlung. Leistungsorientierte Pensionspläne im Ausland bestehen bei Turner in den USA und bei HOCHTIEF (UK) in Großbritannien. Der Plan bei Turner wurde zum 31.12.2003 eingefroren, sodass daraus keine neuen Ansprüche mehr erworben werden können. Die Altansprüche umfassen eine Altersrente, eine Invalidenrente sowie eine Hinterbliebenenrente. Die Leistungsberechtigten haben bei Renteneintritt ein Wahlrecht zwischen einer lebenslangen Annuitätenzahlung oder einer einmaligen Kapitalzahlung. Die Verpflichtungen bei Turner enthalten zudem pensionsähnliche Verpflichtungen für künftige Krankheitskosten von Rentnern. HOCHTIEF (UK) hat einen dienstzeitabhängigen, endgehaltsbezogenen Pensionsplan. Für jedes Beschäftigungsjahr wird 1/75 des letzten pensionsfähigen Endgehalts als monatliche Rente gewährt. Die Zusagen umfassen Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen. Die leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen im HOCHTIEF-Konzern setzen sich wie folgt zusammen: scroll
PlanvermögenDeutschlandHinsichtlich der Finanzierung von Pensionszusagen bestehen in Deutschland keine gesetzlichen oder regulatorischen Mindestdotierungsverpflichtungen. Die inländischen Pensionsverpflichtungen sind ausschließlich fondsfinanziert. Die Fondsfinanzierung erfolgt über ein Contractual-Trust-Arrangement (CTA). Die übertragenen Vermögenswerte werden seit dem 1. Januar 2015 durch einen externen Treuhänder verwaltet und dienen ausschließIich der Finanzierung der inländischen Pensionsverpflichtungen. Übertragene Barmittel werden am Kapitalmarkt nach Maßgabe der im Treuhandvertrag und den Kapitalanlagerichtlinien festgelegten Anlagegrundsätze investiert. Die Anlageentscheidungen werden nicht durch den Treuhänder, sondern durch einen Anlageausschuss getroffen. Basis der Anlagerichtlinien und der jeweiligen Anlageentscheidungen sind die Ergebnisse der in regelmäßigen Abständen von drei bis fünf Jahren durch externe Spezialisten erstellten sogenannten Asset-Liability-Matching-Studie (ALM-Studie). Darin werden die Entwicklung der Pensionsverbindlichkeiten und weiterer wichtiger wirtschaftlicher Faktoren über einen sehr weit in die Zukunft reichenden Zeitraum und in zahlreichen verschiedenen Modellkombinationen simuliert (Monte-Carlo-Simulation). Anhand diverser Kriterien wird im Ergebnis der ALM-Studie dann die zur langfristigen Sicherstellung der Bedienung der Pensionsverbindlichkeiten optimale Assetallokation ermittelt. Zur Sicherstellung einer möglichst optimalen und konservativ ausgelegten Risikostruktur ist zudem ein sogenanntes Risiko-Overlay-Management durch einen externen Overlay-Manager etabliert worden. Dieser verfügt über ein fest definiertes jährliches Risikobudget und handelt auf Basis eines klar strukturierten Prozesses zum Overlay-Management vollkommen autark. HOCHTIEF verfolgt eine möglichst vollumfänglich gedeckte Finanzierung der Pensionszusagen und eine jährliche oder zumindest zeitnahe Dotierung neu erdienter Dienstzeitaufwendungen. Bei bestehenden Unterdeckungen leisten die Gesellschaften von Zeit zu Zeit darüber hinaus zusätzliche Zuführungen. Pensionszusagen in Deutschland, die über die Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung hinausgehen, werden zusätzlich durch Rückdeckungsversicherungen abgedeckt. Pensionsverpflichtungen aus der bis zum 31.12.2013 angebotenen Entgeltumwandlung der Mitarbeiter wurden durch den Erwerb von Publikumsfondsanteilen abgesichert. Der Deckungsgrad der durch den HOCHTIEF Pension Trust e. V. abgedeckten Verpflichtungen beträgt zum 31.12.2016 etwa 55 Prozent (Vorjahr 61 Prozent); insgesamt beträgt der Deckungsgrad in Deutschland etwa 60 Prozent (Vorjahr 67 Prozent). Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Pensionsverpflichtungen in den letzten Jahren durch die gesunkenen Kapitalmarktzinsen erheblich angestiegen sind und dass bei einer entsprechenden Erholung des Zinsniveaus der Deckungsgrad wieder deutlich ansteigen wird. USADie eingefrorenen leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen der Turner-Gruppe werden ebenfalls durch einen Pensionsfonds abgedeckt. Das Planvermögen wird treuhänderisch von BNY Mellon verwaltet und dient ausschließlich der Finanzierung der Pensionszusagen. Die Unabhängigkeit des Treuhänders wird jährlich überprüft und durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft testiert. Anlageentscheidungen werden nicht durch den Treuhänder, sondern durch einen speziellen Ausschuss getroffen. Basis für die Anlage des Planvermögens ist eine in regelmäßigen Abständen erstellte ALM-Studie. Ziel ist zum einen die vollständige Ausfinanzierung der Pensionsverpflichtungen und zum anderen die Verringerung der Volatilität des Finanzierungsgrads. Bei vollständiger Deckung der Pensionsverpflichtungen sollen risikoreiche Investments in Aktien zugunsten festverzinslicher Anleihen reduziert werden. Diese entwickeln sich im Idealfall gleichläufig mit den Planverbindlichkeiten und deren vollständige Deckung wird somit sichergestellt. Es bestehen keine gesetzlichen Mindestfinanzierungsverpflichtungen. Jedoch führt ein niedriger Deckungsgrad zu höheren Beiträgen an den Pensionssicherungsverein (Pension Benefit Guarantee Corporation) und zu Beschränkungen bei pauschalen Sonderauszahlungen, sodass eine möglichst hohe Deckung angestrebt wird. Der Deckungsgrad der durch den Turner-Pensionsfonds abgedeckten Verpflichtungen beträgt zum 31.12.2016 etwa 86 Prozent (Vorjahr 87 Prozent); insgesamt beträgt der Deckungsgrad bei Turner etwa 69 Prozent (Vorjahr 71 Prozent). GroßbritannienAuch bei HOCHTIEF (UK) erfolgt die Fondsfinanzierung über eine Treuhandlösung. Es bestehen gesetzliche Mindestdotierungsverpflichtungen. Falls die vorgesehenen Dotierungen nicht ausreichen, um eine Unterdeckung des Plans auszugleichen, wird ein zusätzlicher Sanierungsplan erstellt. Eine Überprüfung der Finanzierung des Plans erfolgt mindestens alle drei Jahre. Der Deckungsgrad der Pensionsverpflichtungen bei HOCHTIEF (UK) beträgt etwa 69 Prozent (Vorjahr 81 Prozent). Die Deckung des Anwartschaftsbarwerts durch Planvermögen ist in folgender Übersicht dargestellt: Vermögensdeckung der Pensionsplänescroll
Versicherungsmathematische AnnahmenDie Höhe der Rückstellung wird nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, für die Schätzungen unumgänglich sind. Im Einzelnen liegen der Berechnung folgende versicherungsmathematische Annahmen zugrunde: scroll
Die Abzinsungsfaktoren wurden aus dem "Mercer Pension Discount Yield Curve Approach" (MPDYC) unter Berücksichtigung der unternehmensindividuellen Duration des Pensionsbestands abgeleitet. In den USA (TurnerGruppe) entfällt seit 2004 aufgrund der Veränderung der Versorgungsordnung die Berücksichtigung von Gehalts- und Rentensteigerungen. Die zugrunde gelegten Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf publizierten landesspezifischen Statistiken und Erfahrungswerten. Folgende Sterbetafeln wurden bei der versicherungsmathematischen Berechnung der Pensionsverpflichtungen verwendet: scroll
Die Veränderung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen sowie des Marktwerts des Planvermögens stellt sich wie folgt dar: Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungenscroll
Entwicklung des Marktwerts des Planvermögensscroll
Aus der Anlage des Planvermögens zur Deckung der zukünftigen Pensionsverpflichtungen ergaben sich tatsächliche Erträge in Höhe von 34.669 Tsd. Euro (Vorjahr Aufwendungen in Höhe von 4.465 Tsd. Euro). Die Pensionsrückstellungen ergeben sich wie folgt: Überleitung der Pensionsverpflichtungen auf die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungenscroll
Der Zeitwert des Planvermögens verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Vermögenswertkategorien: Zusammensetzung des Planvermögensscroll
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Davon 9.265 Tsd. Euro staatsgarantierte Anleihen scroll
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Davon 8.446 Tsd. Euro staatsgarantierte Anleihen Der Aufwand aus den leistungsorientierten Pensionsplänen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Zusätzlich zu den ergebniswirksamen Aufwendungen sind in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung im Geschäftsjahr vor latenten Steuern unter Berücksichtigung von Konsolidierungskreisänderungen und Währungsanpassungen 84.425 Tsd. Euro versicherungsmathematische Verluste (Vorjahr 28.516 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne) neu erfasst worden. Kumulativ sind dort vor Berücksichtigung latenter Steuern 527.496 Tsd. Euro (Vorjahr 443.071 Tsd. Euro) versicherungsmathematische Verluste enthalten. Aufgrund ihres Versorgungscharakters werden die Verpflichtungen der Turner-Gruppe für die Krankheitskosten der Mitarbeiter nach deren Eintritt in den Ruhestand unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Der Anwartschaftsbarwert zum 31. Dezember 2016 beträgt 60.470 Tsd. Euro (Vorjahr 54.350 Tsd. Euro). Von den laufenden Dienstzeitaufwendungen entfallen 1.532 Tsd. Euro (Vorjahr 1.785 Tsd. Euro) und von den Zinsaufwendungen 2.397 Tsd. Euro (Vorjahr 2.223 Tsd. Euro) auf die Krankheitskosten. SensitivitätsanalyseDie Pensionsverpflichtungen im HOCHTIEF-Konzern sind folgenden wesentlichen Risiken ausgesetzt: Zinsänderungsrisiko Die Umrechnung von (fiktiven) Beiträgen in Leistungen aus der beitragsorientierten Versorgungsordnung erfolgt anhand einer Tabelle mit festem Zins, unabhängig vom aktuellen Marktzins. Somit trägt HOCHTIEF bezüglich der Leistungsermittlung das Risiko aus der Änderung der allgemeinen Kapitalmarktzinsen. Die Pensionsverpflichtungen haben sich durch allgemein gesunkene Kapitalmarktzinsen in den letzten Jahren erheblich erhöht. Der vergleichbar starke Effekt liegt in der relativ langen Laufzeit der Verpflichtungen begründet. InflationsrisikoBetriebsrenten im Inland müssen aufgrund gesetzlicher Vorschriften zumindest alle drei Jahre in Höhe der Inflationsrate erhöht werden. Bei Betriebsrentenzusagen in Deutschland nach der Versorgungsordnung 2000+ erfolgt eine feste Rentenanpassung von einem Prozent p. a., sodass hier nur ein geringfügiges Inflationsrisiko in der Rentenphase besteht. Bei Pensionszusagen von Turner besteht kein Inflationsrisiko, da der wesentliche leistungsorientierte Plan eingefroren wurde und keine Betriebsrentenanpassungen mehr erfolgen. LanglebigkeitsrisikoAufgrund der gewährten "lebenslangen Renten" wird das Risiko, dass die Rentenberechtigten länger leben als versicherungsmathematisch kalkuliert, durch den HOCHTIEF-Konzern getragen. Normalerweise wird dieses Risiko durch das Kollektiv aller Rentenberechtigten ausgeglichen und kommt nur zum Tragen, wenn die allgemeine Lebenserwartung höher ausfällt als erwartet. Die Effekte aus den genannten Risiken auf die leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen bei einer entsprechenden Änderung der versicherungsmathematischen Annahmen können nachfolgender Sensitivitätsanalyse entnommen werden: Auswirkungen auf die leistungsorientierten Pensionsverpflichtungenscroll
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Zukünftige Zahlungen für Versorgungsleistungen und Beiträge an leistungsorientierte PläneFolgende Pensionszahlungen werden zum 31. Dezember 2016 für die Folgejahre erwartet: scroll
Die Beiträge an leistungsorientierte Pläne werden im Geschäftsjahr 2017 voraussichtlich über dem Vorjahresniveau liegen. Ursache sind höhere Pensionsverpflichtungen der Vorstände und damit verbundene Beitragszahlungen an Rückdeckungsversicherungen sowie höhere Dotierungen der CTA's durch ansteigende Dienstzeitaufwendungen. Beitragsorientierte PläneBei den beitragsorientierten Altersversorgungssystemen zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen beziehungsweise auf freiwilliger Basis Beiträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Über die Entrichtung von Beitragszahlungen hinaus besteht für das Unternehmen keine weitere Leistungsverpflichtung. Beitragsorientierte Pensionspläne bestehen in den USA bei Turner, Flatiron und E.E. Cruz sowie in Australien bei CIMIC. Bei Turner werden in Abhängigkeit von der Betriebszugehörigkeit und vom Gehaltsniveau zwischen drei und sechs Prozent des Gehalts an einen externen Versorgungsträger gezahlt. Zusätzlich haben die Turner-Mitarbeiter die Möglichkeit, im Rahmen eines "401 (k) Plans" bis zu 25 Prozent ihres Gehalts in einen Investmentfonds einzuzahlen. Turner stockt die ersten fünf Prozent der Gehaltsumwandlung je nach Betriebszugehörigkeit um bis zu 100 Prozent auf. Teilnahmeberechtigt sind alle Mitarbeiter, jedoch ist der Pensionsanspruch erst ab einer Betriebszugehörigkeit von drei Jahren unverfallbar. Die meisten Einzahlungen sind steuerlich begünstigt, es gibt aber auch die Möglichkeit, die Beiträge aus dem versteuerten Einkommen zu leisten und dafür die Investmenterträge steuerfrei zu vereinnahmen; das Risiko der Investmententwicklung liegt beim Mitarbeiter. Auch die beitragsorientierten Pläne bei Flatiron und E.E. Cruz bestehen aus 401 (k) Plänen. Anspruchsberechtigt sind alle nicht gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter. Flatiron leistet 6,0 Prozent vom Lohn beziehungsweise Gehalt als Beitragszahlung, E.E. Cruz verdoppelt ein Drittel der Mitarbeiterbeiträge, jeweils bis zur gesetzlichen Höchstgrenze. In Australien zahlt CIMIC seit dem 1. Juli 2014 9,50 Prozent (zuvor 9,25 Prozent) der Lohn- und Gehaltssumme in die gesetzlich vorgeschriebene Altersversorgung (Superannuation) ein. Der Beitrag wird voraussichtlich bis zum Jahr 2025 schrittweise auf 12,0 Prozent erhöht werden. Die Mitarbeiter können aus verschiedenen Fonds auswählen und tragen das Risiko der Investmententwicklung. Sie haben die Möglichkeit, den Beitrag durch freiwillige Zuzahlungen aufzustocken. Die Zuzahlungen sind steuerlich begünstigt. Folgende Beiträge wurden an beitragsorientierte Versorgungssysteme und staatliche Rentenversicherungsträger im Berichtsjahr geleistet: scroll
Die Aufwendungen werden im Personalaufwand ausgewiesen. 27. Andere Rückstellungenscroll
Die Personalrückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Aktienoptionsprogramme, Jubiläumszuwendungen, Urlaubsverpflichtungen, Abfindungen sowie Vorruhestandsregelungen. Der Betrag der Rückstellungen zur Deckung von Versicherungsfällen wird jährlich von einem externen Gutachter ermittelt. In den übrigen sonstigen Rückstellungen sind unter anderem Kosten der Auftragsabwicklung und nachträgliche Kosten abgerechneter Aufträge, Beteiligungsrisiken, Jahresabschlusskosten, Schadensersatzleistungen sowie andere ungewisse Verbindlichkeiten berücksichtigt. Rückstellungsspiegelscroll
28. Finanzverbindlichkeitenscroll
Anleihenscroll
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitutenscroll
Ein im Jahr 2012 aufgenommenes Schuldscheindarlehen mit einer Ursprungslaufzeit von vier Jahren und einem Nominalwert von 50.000 Tsd. Euro wurde planmäßig bei Laufzeitende am 13. Dezember 2016 zurückgezahlt. Somit hat die HOCHTIEF Aktiengesellschaft am Berichtsstichtag kein Schuldscheindarlehen mehr ausstehen. Ein internationales Bankenkonsortium hat HOCHTIEF im Dezember 2011 eine im April 2019 fällige Fünfjahreskreditlinie, die eine Bartranche in Höhe von 500.000 Tsd. Euro beinhaltet, zu marktgerechten Konditionen bereitgestellt. Die Bartranche ist zum Stichtag - wie im Vorjahr - nicht in Anspruch genommen worden. Es bestehen keine Finanzverbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden (Vorjahr 1.000 Tsd. Euro). Die Mindestleasingzahlungen für Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen teilen sich wie folgt auf: Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingscroll
Die Leasingverbindlichkeiten betreffen überwiegend im Rahmen von Finanzierungsleasing genutzte technische Anlagen und Maschinen bei CIMIC. 29. Sonstige Verbindlichkeitenscroll
Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen im Wesentlichen im Voraus erhaltene Versicherungsprämien, die die folgenden Geschäftsjahre betreffen und über die Laufzeit des jeweiligen Versicherungsvertrags aufgelöst werden, sowie Mieten. Die kurzfristigen übrigen sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Geschäftsjahr erstmalig 181.008 Tsd. Euro Verbindlichkeiten gegenüber Kunden der Turner-Gruppe, die durch Versicherungsansprüche vollständig abgedeckt sind. Die Versicherungsansprüche werden innerhalb der sonstigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte ausgewiesen. Im Vorjahr erfolgte ein saldierter Ausweis. 30. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungenscroll
Die Verbindlichkeiten aus PoC in Höhe von 1.096.865 Tsd. Euro (Vorjahr 708.630 Tsd. Euro) enthalten Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden, bei denen erhaltene Anzahlungen die Herstellungskosten einschließlich Gewinnanteilen übersteigen. Gegenüber Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von 13.446 Tsd. Euro (Vorjahr 18.519 Tsd. Euro). 31. ErtragsteuerverbindlichkeitenBei den Ertragsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 4.064 Tsd. Euro (Vorjahr 10.257 Tsd. Euro) handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber in- und ausländischen Finanzbehörden. Sonstige Angaben32. Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je AktieDas unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem der auf die Aktien entfallende Konzernanteil am Ergebnis nach Steuern durch die durchschnittliche Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien dividiert wird. Eine Verwässerung dieser Kennzahl kann durch sogenannte potenzielle Aktien auftreten (vor allem Aktienoptionen und Wandelanleihen). Die aktienbasierten Vergütungsprogramme von HOCHTIEF wirken nicht gewinnverwässernd. Damit entsprechen sich das verwässerte und das unverwässerte Ergebnis je Aktie. scroll
Die Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien zum 31.12.2016 beträgt 64.248 Tsd. Stück. Der Vorjahresbestand zum 31.12.2015 betrug 65.191 Tsd. Stück und entspricht dem Anfangsbestand zum 1.1.2016 (1.1.2015: 68.466 Tsd. Stück). Die Entwicklung ist auf das Aktienrückkaufprogramm zurückzuführen. 33. Berichterstattung zu FinanzinstrumentenZu den Finanzinstrumenten zählen finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie vertragliche Ansprüche und Verpflichtungen in Bezug auf den Tausch beziehungsweise die Übertragung finanzieller Vermögenswerte. Unterschieden werden originäre und derivative Finanzinstrumente. Die originären Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite im Wesentlichen die flüssigen Mittel, die kurzfristigen Wertpapiere, die Forderungen und die übrigen Finanzanlagen. Die Wertpapiere sind mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die beizulegenden Zeitwerte der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte ergeben sich aus den Börsenkursen oder werden für den Fall, dass es keinen Börsenkurs gibt, auf der Grundlage anerkannter Bewertungsmethoden ermittelt. Auf der Passivseite enthalten die originären Finanzinstrumente im Wesentlichen die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten. Derivative Finanzinstrumente werden in Abhängigkeit von deren beizulegendem Zeitwert entweder unter den sonstigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten oder den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Derivate werden im HOCHTIEF-Konzern ausschließlich zu Sicherungszwecken für vorhandene Grundgeschäfte sowie im Rahmen des Asset-Managements eingesetzt. Der Bestand an originären und derivativen Finanzinstrumenten wird in der Bilanz ausgewiesen. Die Höhe der finanziellen Vermögenswerte gibt das maximale Ausfallrisiko an. Soweit bei den finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen abgedeckt. RisikomanagementAlle Finanzaktivitäten erfolgen im HOCHTIEF-Konzern auf Basis einer konzernweit gültigen Finanzrichtlinie. Ergänzend zur generellen Finanzrichtlinie gelten funktionale, operative Arbeitsanweisungen zu verschiedenen Themenbereichen, wie beispielsweise zum Währungs- und Sicherheitenmanagement. Diese regeln die jeweiligen Grundsätze zum Umgang mit den einzelnen Finanzrisiken. Management von LiquiditätsrisikenHOCHTIEF arbeitet mit weitgehend zentralen Liquiditätsstrukturen zur konzernweiten Bündelung von Liquidität (insbesondere dem sogenannten Cash-Pooling), unter anderem zur Vermeidung von Liquiditätsengpässen auf Einzelgesellschaftsebene. Die zentrale Liquidität wird regelmäßig monatlich ermittelt sowie im Rahmen einer rollierenden 18-Monats-Planung durch einen Bottom-up-Prozess geplant. Liquiditätsplanungen werden durch monatliche Stress-Szenarien ergänzt. Auf Basis der Liquiditätsplanung steuert HOCHTIEF sein Wertpapiervermögen sowie das Kreditportfolio aktiv. In den nachfolgenden Tabellen werden die maximal zu leistenden Auszahlungen dargestellt. Die Betrachtung bildet den für HOCHTIEF ungünstigsten Fall ab, das heißt den jeweils frühestmöglichen vertraglichen Zahlungstermin (sogenannter "Worst-Case"). Dabei werden Gläubigerkündigungsrechte berücksichtigt. Fremdwährungspositionen werden jeweils mit dem am Bilanzstichtag geltenden Stichtagskassakurs umgerechnet. Zinszahlungen aus variabel verzinsten Positionen werden einheitlich mit dem letzten Zinsfixing vor dem Bilanzstichtag berechnet. Neben originären Finanzinstrumenten werden auch derivative Finanzinstrumente (beispielsweise Devisentermingeschäfte und Zinsswaps) berücksichtigt. Ferner werden eingeräumte, noch nicht vollständig gezogene Kreditlinien und herausgelegte Finanzgarantien einbezogen. Den in den nachstehenden Tabellen dargestellten, maximal zu leistenden Auszahlungen ("Worst-Case"-Betrachtung) stehen in den gleichen Perioden jeweils - hier nicht aufgeführte - vertraglich fixierte Einzahlungen (zum Beispiel aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) gegenüber, durch die die angegebenen Zahlungsmittelabflüsse in wesentlichem Umfang abgedeckt werden. Maximal zu leistende Auszahlungen zum 31.12.2016scroll
Maximal zu leistende Auszahlungen zum 31.12.2015scroll
Darüber hinaus ist die Liquiditätsversorgung des Konzerns auch wegen der vorhandenen Kassenbestände und der verfügbaren Guthaben bei Kreditinstituten, der veräußerbaren kurzfristigen Wertpapiere sowie der freien, ungenutzten Barkreditlinien ausreichend und auch langfristig sichergestellt. Folgende Tabelle zeigt die wesentlichen Liquiditätsinstrumente auf: scroll
Hinsichtlich diverser Kreditlinien bestehen Gläubigerkündigungsrechte in Verbindung mit einem Financial Covenant; dieser Covenant wird im Rahmen der Unternehmensplanung laufend überwacht. Wegen der jeweils breiten und internationalen Syndizierung wird ein Refinanzierungsrisiko für den langfristigen Aval- und Barbereich aufgrund der im April 2014 erfolgreich verlängerten syndizierten Bar- und Avalkredite derzeit nicht gesehen. Mit dem genehmigten Kapital in Höhe von bis zu 54.000 Tsd. Euro und dem bedingten Kapital in Höhe von bis zu 46.080 Tsd. Euro besteht ein angemessener Rahmen, um bei Bedarf die Eigenmittel zu erhöhen. Durch Inanspruchnahme beider Kapitalien könnte - soweit erforderlich - das Grundkapital in Höhe von derzeit 164.608 Tsd. Euro insgesamt um bis zu rund 60 Prozent erhöht werden. Aufgrund einer rechtlich verbindlichen Bankenvereinbarung sind in der Division HOCHTIEF Asia Pacific finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 17.402 Tsd. Euro (Vorjahr 856.688 Tsd. Euro) und finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 17.334 Tsd. Euro (Vorjahr 407.601 Tsd. Euro) saldiert in der Bilanz mit ihrem verbleibenden Nettobetrag von 68 Tsd. Euro (Vorjahr 449.087 Tsd. Euro) ausgewiesen. Management von WährungsrisikenWährungsrisiken (im Sinne von Transaktionsrisiken) entstehen bei HOCHTIEF aus Forderungen, Verbindlichkeiten, flüssigen Mitteln und Wertpapieren sowie schwebenden Geschäften in einer anderen als der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft. Zur Absicherung gegen wechselkursbedingte Schwankungen dieser Zahlungen beziehungsweise Positionen werden Währungsderivate, maßgeblich Devisentermingeschäfte, eingesetzt. Grundsätzlich sichert HOCHTIEF alle Währungsrisiken ab. Die Abwicklung der Sicherungen der Konzerngesellschaften - mit Ausnahme der Sicherungen der CIMIC-Gruppe - erfolgt im Wesentlichen über die HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Durch verbindliche Richtlinien sind Nutzung, getrennte Kontrolle und Verantwortlichkeiten bei allen Konzernunternehmen klar geregelt. Grundsätzlich werden Währungsderivate nur zur Absicherung von Risiken eingesetzt (sogenanntes Hedging). Jegliche Form der Spekulation ist durch die verbindlich und konzernweit geltende Finanzrichtlinie untersagt. Vertragspartner der extern abgeschlossenen Derivate sind grundsätzlich Kreditinstitute erster Bonität. In der nachfolgenden Tabelle sind die beizulegenden Zeitwerte der Währungsderivate, deren Marktwertänderungen und maximale Restlaufzeiten dargestellt: scroll
Wird Hedge-Accounting angewendet, werden die unrealisierten Gewinne und Verluste des Sicherungsgeschäfts unter Berücksichtigung latenter Steuern zunächst in den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen erfasst. Die Gewinne und Verluste werden erst dann realisiert, wenn auch das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Derivate werden auf Basis aktueller Marktkonditionen zum Bilanzstichtag bewertet. Bei der Interpretation der positiven und negativen beizulegenden Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten ist zu beachten, dass ihnen gegenläufige Grundgeschäfte gegenüberstehen. Folgende Sensitivitätsanalysen zeigen auf, welche Effekte sich aus einer Schwankung von zehn Prozent der Fremdwährungen im Verhältnis zu der jeweiligen Funktionalwährung der Konzerngesellschaft auf das Eigenkapital beziehungsweise auf das Jahresergebnis des HOCHTIEF-Konzerns ergeben hätten. Die Analyse basiert auf dem jeweiligen Volumen zum Bilanzstichtag. scroll
Management von ZinsrisikenZinsrisiken entstehen bei HOCHTIEF durch Finanzpositionen der Aktivseite - im Wesentlichen durch verzinsliche Wertpapiere des Umlaufvermögens. Zinsrisiken auf der Passivseite der Bilanz betreffen insbesondere Finanzverbindlichkeiten. Risiken werden hierbei durch zwei Ansätze minimiert: zum einen durch sogenanntes Natural Hedging, also das Eliminieren von gegenläufigen Zinsrisiken aus originären Finanzinstrumenten auf der Aktiv- und der Passivseite; zum anderen durch den Einsatz von Zinsderivaten. Dies sind in der Regel Zinsswaps, durch die Cashflow-Risiken, die durch Änderungen von Zinssätzen bei variabel verzinslichen Finanzpositionen entstehen, entsprechend der jährlichen Konzernfinanzierungsstrategie gesteuert werden. Analog zum Vorgehen bei Währungsderivaten erfolgt die Abwicklung der Sicherungen der Konzerngesellschaften - mit Ausnahme der Sicherungen der CIMIC-Gruppe - im Wesentlichen über die HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Ebenfalls bestehen analoge Regelungen und Richtlinien sowie die grundsätzliche Bindung an vorhandene Grundgeschäfte (also kein spekulativer Einsatz). Vertragspartner der extern abgeschlossenen Derivate sind grundsätzlich Kreditinstitute erster Bonität. In der nachfolgenden Tabelle sind die beizulegenden Zeitwerte der Zinsderivate, deren Marktwertänderungen und maximale Restlaufzeiten dargestellt: scroll
Folgende Sensitivitätsanalysen zeigen auf, welche Effekte sich aus einer Schwankung um einen Prozentpunkt des jeweiligen Marktzinsniveaus auf das Eigenkapital beziehungsweise auf das Jahresergebnis ergeben hätten. Die Analyse basiert auf dem jeweiligen Volumen zum Bilanzstichtag. scroll
Management von sonstigen PreisrisikenSonstige Preisrisiken entstehen bei HOCHTIEF durch Anlagen in kurzfristige beziehungsweise langfristige, nicht zinstragende Wertpapiere, maßgeblich Aktien, die der Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbar" zugeordnet und daher erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Daneben resultieren Preisrisiken aus Beteiligungen, die ebenfalls als "zur Veräußerung verfügbar" klassifiziert werden, soweit die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt. In der nachfolgenden Tabelle werden diese Positionen dargestellt. Beteiligungen, die zu Anschaffungskosten bewertet werden, da der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermittelbar ist, sind dagegen nicht enthalten. scroll
HOCHTIEF steuert die Preisrisiken aktiv. Eine laufende Beobachtung und eine Analyse der Märkte ermöglichen somit eine zeitnahe Steuerung der Anlagen. So können negative Entwicklungen an den Kapitalmärkten frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr ergeben sich aus laufendem aktiven Portfolio-Management im Rahmen der konzernweiten Risikosteuerung. Derivate werden nur in Ausnahmefällen zur Steuerung sonstiger Preisrisiken eingesetzt. In der nachfolgenden Tabelle sind die beizulegenden Zeitwerte der Aktienoptions- und Aktientermingeschäfte dargestellt: scroll
Folgende Sensitivitätsanalysen zeigen auf, welche Effekte sich aus Schwankungen der Marktwerte von originären und derivativen Finanzinstrumenten von zehn Prozent auf das Eigenkapital beziehungsweise auf das Jahresergebnis ergeben hätten. Die Analyse basiert auf dem jeweiligen Volumen zum Bilanzstichtag. scroll
Management von AusfallrisikenAusfallrisiken ergeben sich im HOCHTIEF-Konzern aus dem operativen Geschäft sowie aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten. Das Risikomanagement erfolgt bei HOCHTIEF im operativen Geschäft durch die laufende bereichsbezogene Überwachung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Bei Feststellung eines konkreten Ausfallrisikos wird diesem Risiko durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen im notwendigen Umfang Rechnung getragen. Der HOCHTIEF-Konzern hat gegenüber Dritten für Konzerngesellschaften Finanzgarantien sowie Kreditzusagen herausgelegt. Dabei werden Finanzgarantien und Kreditzusagen nur für Gesellschaften bester Bonität übernommen, sodass das Risiko einer Inanspruchnahme von HOCHTIEF äußerst gering ist. Das maximale Ausfallrisiko der finanziellen Vermögenswerte entspricht den in der Bilanz angesetzten Buchwerten. Diesen sind jedoch die vom HOCHTIEF-Konzern hereingenommenen Sicherheiten gegenüberzustellen, sodass das tatsächliche Ausfallrisiko geringer ist. Bei ausgereichten Finanzgarantien entspricht der maximale Ausfall dem Höchstbetrag, der von HOCHTIEF zu zahlen ist. Kreditzusagen können maximal in Höhe ihres zugesagten Betrags ausfallen. Zum 31. Dezember 2016 betrug das maximale Ausfallrisiko aus Finanzgarantien und Kreditzusagen 97.50S Tsd. Euro (Vorjahr 144.414 Tsd. Euro). Eine Inanspruchnahme aus diesen HOCHTIEF-Garantien ist in der Vergangenheit nicht erfolgt und wird aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse auch nicht für die Zukunft erwartet. HOCHTIEF erhält Sicherheiten zur Besicherung von Vertragserfüllung und Gewährleistung durch Nachunternehmer oder zur Besicherung von Vergütungsansprüchen. Unter anderem werden hierbei Gewährleistungs-, Vertragserfüllungs-, Vorauszahlungs- und Zahlungsbürgschaften hereingenommen. HOCHTIEF regelt die Hereinnahme von Sicherheiten in einer Arbeitsanweisung. Diese umfasst unter anderem die vertragliche Gestaltung, Durchführung und Verwaltung aller Vereinbarungen. Details werden, abhängig zum Beispiel von Land und Rechtsprechung, unterschiedlich geregelt. Bezüglich der Ausfallrisiken prüft HOCHTIEF bei allen hereingenommenen Avalen die Bonität des Sicherheitengebers. HOCHTIEF bedient sich bei der Bonitätsbeurteilung so weit wie möglich externer Spezialisten (beispielsweise Ratingagenturen). Die Angabe von beizulegenden Zeitwerten der erhaltenen Sicherheiten ist nicht erfolgt, da eine verlässliche Ermittlung nicht regelmäßig möglich ist. Im Folgenden werden die überfälligen, nicht wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte dargestellt: scroll
Die Überfälligkeiten der finanziellen Vermögenswerte sind branchenspezifisch geprägt. Die Zahlungseingänge erfolgen in Abhängigkeit vom Prozess der Auftragsabnahme und Rechnungsprüfung, der regelmäßig - insbesondere bei Großprojekten - einen längeren Zeitraum in Anspruch nimmt. Die überfälligen, nicht wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte bestehen im Wesentlichen gegenüber öffentlichen Auftraggebern und Industrieunternehmen mit erstklassiger Bonität. Die einzelwertberichtigten finanziellen Vermögenswerte werden nachfolgend dargestellt: scroll
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Die Wertberichtigungen in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beziehen sich im Wesentlichen auf branchentypische Wertberichtigungen von Nachtragsforderungen. Die nachstehende Tabelle enthält die Entwicklung der Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte: Wertberichtigungsspiegelscroll
Hinsichtlich der weder überfälligen noch wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte liegen derzeit keine Hinweise auf einen bonitätsbedingten Wertberichtigungsbedarf vor. KapitalrisikomanagementDer HOCHTIEF-Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, zu gewährleisten, dass sämtliche Konzernunternehmen weiterhin ihr Geschäft unter der Prämisse der Unternehmensfortführung betreiben können. Durch die bedarfsweise Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital werden die Kapitalkosten so gering wie möglich gehalten. Diese Maßnahmen dienen in erster Linie zur Sicherung einer bestmöglichen Bonität, aber auch zur Maximierung der Erträge der Anteilseigner. Die Kapitalstruktur setzt sich aus den in der Bilanz ausgewiesenen lang- und kurzfristigen Schulden abzüglich der flüssigen Mittel als Nettofremdkapital und dem bilanziellen Eigenkapital zusammen. Der Risikoreportingkreis beurteilt und überprüft die Kapitalstruktur des Konzerns regelmäßig. Im Rahmen dieser Beurteilung werden risikoadäquate Kapitalkosten berücksichtigt. Die Gesamtstrategie des Kapitalrisikomanagements hat sich im laufenden Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Ergänzende Angaben zu FinanzinstrumentenNachfolgend werden die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte nach Klassen von Finanzinstrumenten und die Buchwerte nach den Bewertungskategorien des IAS 39 zum 31. Dezember 2016 und zum 31. Dezember 2015 dargestellt: scroll
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Bei den kurzfristigen Finanzinstrumenten entsprechen aufgrund der kurzen Restlaufzeiten beziehungsweise der Bilanzierung zum Marktwert die Buchwerte im Wesentlichen den Marktwerten zum Abschlussstichtag. Die langfristigen Wertpapiere werden in der Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbar" erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet, sodass sich auch hier Buchwert und beizulegender Zeitwert entsprechen. Soweit der beizulegende Zeitwert für Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen und übrigen Beteiligungen verlässlich ermittelbar ist, wird dieser angesetzt. Wenn ein verlässlicher Zeitwert nicht vorliegt, erfolgt die Bewertung innerhalb der Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbar" zu Anschaffungskosten. Bei den Angaben zur nachstehenden Fair Value-Hierarchie von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten ist dieser Wert der Preis, zu dem unter aktuellen Marktbedingungen am Bemessungsstichtag ein geordneter Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern stattfinden kann, im Zuge dessen der Vermögenswert verkauft oder die Schuld übertragen werden würde (Exit-Preis). Bei nicht finanziellen Vermögenswerten wird der beizulegende Zeitwert auf der Grundlage seiner höchst- und bestmöglichen Nutzung durch Marktteilnehmer bestimmt. Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts ist, basierend auf den Eingangsparametern, die in die angewandten Bewertungsverfahren einfließen, in Abhängigkeit von der Marktnähe folgende dreistufige Fair Value-Hierarchie zu unterscheiden: Stufe 1: Vorliegen von notierten Preisen in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden (ohne die Vornahme von Anpassungen) als Eingangsparameter; zum Beispiel börsennotierte Wertpapiere. Stufe 2: Verwendung von anderen Eingangsparametern als die notierten Preise der Stufe 1, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt, das heißt als Preis, oder indirekt, das heißt aus Preisen, abgeleitet oder beobachtet werden können; zum Beispiel Zinsswaps oder Devisentermingeschäfte. Stufe 3: Keine relevant beobachtbaren Eingangsparameter sind verfügbar, sodass als Eingangsparameter ein Abgangspreis aus Sicht eines Marktteilnehmers zu ermitteln ist, der den Vermögenswert hält oder die Schuld begleichen muss; zum Beispiel Beteiligungen, die zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind und deren Zeitwert durch eine Unternehmensbewertung ermittelt wurde. Angaben zur Fair Value-Hierarchie von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumentenscroll
Im laufenden Geschäftsjahr erfolgte zwischen den zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten der Stufen 1 und 2 keine Umgliederung. Auch die Stufe 3 blieb gegenüber dem Vorjahr insoweit unverändert. In der Stufe 3 wird der Fair Value von Anteilen an nicht börsennotierten Gesellschaften in Übereinstimmung mit allgemein anerkannten Bewertungsverfahren - basierend auf Discounted-Cashflow-Analysen - bestimmt. Dabei werden als nicht-beobachtbare Eingangsparameter eine interne Verzinsung von 9 Prozent, Wachstumsraten zwischen 2,5 und 3,0 Prozent sowie erforderliche Diskontierungen zwischen 10 und 15 Prozent verwendet. Die Optionsbewertung der Call-Option erfolgt mittels einer Monte-Carlo-Simulation. Als entsprechende Eingangsparameter werden ein erwarteter Ausübungszeitraum von 1 bis 10 Jahren, ein EBITDA Multiplikator (6 bis 12-fach) sowie ein Diskontierungsfaktor von 15 Prozent unterstellt. Veränderungen in den nicht-beobachtbaren Eingangsparametern haben keine wesentlichen Auswirkungen auf das Gesamtergebnis, die Gesamtvermögenswerte und -schulden sowie das Eigenkapital. Überleitung der auf Stufe 3 ermittelten beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumentenscroll
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Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Beträge sind - entsprechend dem Vergleichsjahr - im übrigen Beteiligungsergebnis berücksichtigt; die übrigen Veränderungen wurden demgegenüber erfolgsneutral abgebildet. Finanzielle Vermögenswerte mit einem Buchwert von 191.004 Tsd. Euro sind zum 31. Dezember 2016 (Vorjahr 146.842 Tsd. Euro) als Sicherheiten für bilanzierte finanzielle Verbindlichkeiten und nicht bilanzierte Eventualschulden gegeben. Die folgende Tabelle zeigt das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten nach IAS 39-Bewertungskategorien: Nettoergebnis aus Finanzinstrumentenscroll
In die Ermittlung des Nettoergebnisses aus Finanzinstrumenten werden Zinserträge und -aufwendungen, Wertberichtigungen und -aufholungen, Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung, Dividendenerträge, Abgangsgewinne beziehungsweise -verluste und sonstige erfolgswirksam erfasste Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten einbezogen. Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswertescroll
34. Eventualschulden und sonstige finanzielle Verpflichtungenscroll
Die Haftungsverhältnisse waren überwiegend zur Sicherung aufgenommener Bankkredite, für Vertragserfüllungen, Gewährleistungsverpflichtungen und Vorauszahlungen gegeben. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft bürgte am Bi i anz-stichtag im Wesentlichen für Beteiligungsgesellschaften und Arbeitsgemeinschaften. Im Übrigen haftet die HOCHTIEF Aktiengesellschaft gesamtschuldnerisch für alle Arbeitsgemeinschaften, an denen die HOCHTIEF Aktiengesellschaft in Deutschland beteiligt ist. Übersicht über wesentliche Avalkreditlinienscroll
Der syndizierte Avalkredit* in Höhe von 1,5 Mrd. Euro bildet weiterhin ein zentrales langfristiges Finanzierungsinstrument der HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Der Kreditrahmen ermöglicht die Bereitstellung von Bürgschaften für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit vornehmlich der Division HOCHTIEF Europe.
*
Siehe Glossar auf der Seite 257. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat zugunsten amerikanischer Versicherungsgesellschaften eine unbegrenzte Garantie für Verpflichtungen der Turner- und der Flatiron-Gruppe im Rahmen des sogenannten Bondings** ausgelegt. Darüber hinaus besteht zugunsten von Flatiron eine syndizierte Kreditfazilität, die ebenfalls durch eine Konzerngarantie der HOCHTIEF Aktiengesellschaft besichert wird. Eine Inanspruchnahme aus diesen HOCHTIEF-Garantien ist in der Vergangenheit nicht erfolgt und wird zurzeit auch nicht für die Zukunft erwartet.
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Siehe Glossar auf der Seite 257. Das Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen beträgt im Konzern 55.707 Tsd. Euro (Vorjahr 2.468 Tsd. Euro) und betrifft im Wesentlichen die CIMIC-Gruppe mit 55.448 Tsd. Euro (Vorjahr 2.211 Tsd. Euro). In der CIMIC-Gruppe wurden darüber hinaus Akkreditive in Höhe von 77.191 Tsd. Euro (Vorjahr 174.269 Tsd. Euro) herausgelegt. Diese Gruppe hat ferner Eventualschulden aus Versicherungs-, Erfüllungs- und Auszahlungsgarantien in Höhe von 656.482 Tsd. Euro (Vorjahr 603.145 Tsd. Euro). In der Division HOCHTIEF Asia Pacific bestehen Einzahlungsverpflichtungen gegenüber nicht konsolidierten Beteiligungen in Höhe von 10.607 Tsd. Euro (Vorjahr 4.209 Tsd. Euro gegenüber Gemeinschaftsunternehmen in der Division HOCHTIEF Europe). Die Mindestleasingzahlungen für Operate-Leasing-Verträge werden wie folgt fällig: Operate Leasingscroll
Die Verpflichtungen aus dem Operate Leasing betreffen überwiegend technische Anlagen und Maschinen der CIMIC-Gruppe. Im Geschäftsjahr betragen die Leasingzahlungen aus Operate-Leasing-Verträgen 282.874 Tsd. Euro (Vorjahr 280.026 Tsd. Euro). In der Division HOCHTIEF Asia Pacific sind einige Unternehmen an verschiedenen Leasingvereinbarungen beteiligt. Diese Unternehmen werden von Dritten finanziert. Vonseiten HOCHTIEF selbst werden weder Anteile am Eigenkapital noch Vermögenswerte, wie Ausleihungen oder Forderungen, gehalten. Die relevanten Aktivitäten werden durch vertragliche Vereinbarungen seitens Dritter gesteuert, wodurch sie nicht konsolidiert werden. Die Mindestleasingzahlungen beim Operate Leasing belaufen sich auf 129.693 Tsd. Euro (Vorjahr 143.184 Tsd. Euro). Die Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen betragen 146.725 Tsd. Euro (Vorjahr 176.665 Tsd. Euro). Die unkündbare Mietdauer liegt zwischen zwei und elf (Vorjahr zwei und zwölf) Jahren. Den Mietzahlungsverpflichtungen stehen erwartete Mieterträge in Höhe von 61.174 Tsd. Euro (Vorjahr 65.786 Tsd. Euro) gegenüber. Zudem bestehen weitere finanzielle Verpflichtungen aus Gesellschafterdarlehen sowie aus langfristigen Liefer- und Leistungsverträgen in Höhe von 69.314 Tsd. Euro (Vorjahr 103.307 Tsd. Euro). RechtsstreitigkeitenGesellschaften des HOCHTIEF-Konzerns sind im Rahmen ihres Geschäftsbetriebs in Gerichtsprozesse und Schiedsverfahren involviert. HOCHTIEF erwartet durch die Prozesse und Schiedsverfahren nach derzeitiger Einschätzung jedoch keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die wirtschaftliche und finanzielle Situation des Konzerns. 35. SegmentberichterstattungDie HOCHTIEF-Struktur entspricht der operativen Ausrichtung des Konzerns und spiegelt die Präsenz in wichtigen nationalen und internationalen Regionen sowie Märkten wider. Im HOCHTIEF-Konzern ergibt sich die Segmentabgrenzung aus den jeweiligen geschäftlichen Aktivitäten der Divisions. Die Segmentierung basiert dabei auf der internen Berichterstattung. Es bestehen folgende berichtspflichtige Divisions / Segmente* :
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Ausführliche Angaben zu den einzelnen Divisions
enthält der Lagebericht auf den Seiten 76 bis 89. HOCHTIEF Americas umfasst die Bautätigkeiten der operativen Einheiten in den USA und in Kanada; HOCHTIEF Asia Pacific bündelt die Bauaktivitäten und das Contract-Mining im asiatisch-pazifischen Raum; HOCHTIEF Europe bündelt das Kerngeschäft in Europa sowie in ausgewählten weiteren Regionen und plant, entwickelt, baut, bewirtschaftet und verwaltet Immobilien und Infrastruktureinrichtungen. Unter Konzernzentrale/Konsolidierung werden die Konzernzentrale und andere, nicht den gesondert dargestellten Divisions zuordenbare Tätigkeiten, wie beispielsweise das Management unserer finanziellen Ressourcen und Versicherungsaktivitäten, sowie Konsolidierungseffekte dargestellt. Die Versicherungsaktivitäten werden in der Konzernzentrale verantwortlich von der HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions GmbH - mit verschiedenen Gesellschaften in Luxemburg, zu denen unter anderem die Builders Reinsurance S.A. gehört - gesteuert. Die HOCHTIEF-Versicherungsgesellschaften bieten vor allem Rückversicherungsleistungen für Bauleistungs-, Nachunternehmerausfall-, Haftpflicht- sowie Arbeitnehmerunfallversicherungen an. scroll
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Erläuterungen zu den SegmentdatenDie Innenumsätze geben die Höhe der Umsätze zwischen den Divisions an. Innenumsätze werden unter Bedingungen wie unter fremden Dritten abgerechnet. Die Außenumsätze enthalten im Wesentlichen Umsatzerlöse aus der Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode im klassischen Baugeschäft, Construction-Management und Contract-Mining in Höhe von 16.946.731 Tsd. Euro (Vorjahr 17.965.879 Tsd. Euro). Die Summe aus Außenumsätzen und Innenumsätzen ergibt die Bereichsumsätze. Die Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, umfassen Erträge und Aufwendungen aus diesen Beteiligungen einschließlich Wertminderungen auf at Equity bilanzierte Finanzanlagen. Die Abschreibungen betreffen immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer, Sachanlagen sowie Investment Properties. Die Wertminderungen beinhalten Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Investment Properties und Finanzanlagen. Die Investitionen umfassen die Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen, Investment Properties, at Equity bilanzierten Finanzanlagen (ohne Fortschreibung des Equity-Buchwerts), Tochterunternehmen sowie den übrigen Beteiligungen. Das Bruttovermögen entspricht der konsolidierten Bilanzsumme der Divisions. Die Bruttoschulden ergeben sich aus dem Bruttovermögen abzüglich des konsolidierten Eigenkapitals. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit lässt sich wie folgt zum betrieblichen Ergebnis / EBIT überleiten: scroll
Das im EBIT ausgewiesene Beteiligungsergebnis enthält ausschließlich die Ergebnisse aus Gemeinschaftsunternehmen. Das neutrale Ergebnis umfasst Erträge und Aufwendungen, die aus betriebswirtschaftlicher Sicht ungewöhnlich beziehungsweise durch Sondervorgänge entstanden oder nicht dem operativen Geschäft zuzuordnen sind. Die im neutralen Ergebnis enthaltenen Effekte betreffen im Wesentlichen einmalige Aufwendungen, Gewinne und Verluste aus Dekonsolidierungen, Abgänge, Währungskurse, Impairmentabwertungen und Restrukturierungsaufwendungen. 36. Angaben zur Konzern-KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung ist nach den Cashflows aus laufender Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Auswirkungen von Wechselkursänderungen sind dabei eliminiert; ihr Einfluss auf die flüssigen Mittel wird gesondert gezeigt. Mittelveränderungen aus dem Erwerb und der Veräußerung konsolidierter Gesellschaften werden innerhalb der Investitionstätigkeit gesondert ausgewiesen. Die Veränderung der flüssigen Mittel aus der Änderung des Konsolidierungskreises in Höhe von 163.986 Tsd. Euro (Vorjahr -465.847 Tsd. Euro) entfällt mit 164.555 Tsd. Euro auf erworbene flüssige Mittel aus Akquisitionen (Vorjahr - Tsd. Euro) und mit 569 Tsd. Euro (Vorjahr 465.847 Tsd. Euro) auf mitveräußerte Bestände an flüssigen Mitteln. Die in der Kapitalflussrechnung mit 2.847.426 Tsd. Euro (Vorjahr 2.808.707 Tsd. Euro) ausgewiesenen flüssigen Mittel zum Jahresende stimmen mit dem entsprechenden Gesamtbetrag der flüssigen Mittel in der Bilanz überein. Hiervon bestehen 728 Tsd. Euro (Vorjahr 913 Tsd. Euro) als Kassenbestände, 2.209.678 Tsd. Euro (Vorjahr 2.243.934 Tsd. Euro) als Guthaben bei Kredit i nstituten sowie 637.020 Tsd. Euro (Vorjahr 563.860 Tsd. Euro) als kurzfristig veräußerbare Wertpapiere mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von bis zu drei Monaten. Die flüssigen Mittel unterliegen Verfügungsbeschränkungen in Höhe von 137.745 Tsd. Euro (Vorjahr 110.963 Tsd. Euro). Aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde im Geschäftsjahr 2016 ein Cashflow in Höhe von 1.173.391 Tsd. Euro erzielt. Die Mittelveränderungen aus Investitionen und Anlagenabgängen führten per Saldo zu einem Cashflow aus der Investitionstätigkeit von -66.172 Tsd. Euro. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -1.135.574 Tsd. Euro beinhaltet die Aktienrückkaufprogramme der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und von CIMIC, Anteilszukäufe bei Tochtergesellschaften aus der Übernahme von UGL und Sedgman, Dividendenzahlungen und den Abbau von Finanzschulden. Insgesamt ergab sich - unter Berücksichtigung des Einflusses von Wechselkursänderungen - ein Anstieg der liquiden Mittel in Höhe von 38.719 Tsd. Euro. In der Cashflow-Veränderung aus laufender Geschäftstätigkeit werden alle zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge sowie das Ergebnis aus Anlagenabgängen und Entkonsolidierungen bereinigt. Im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sind unter anderem enthalten:
Nach Abzug des nicht zahlungswirksamen Teils aus der Equity-Bilanzierung beträgt das zugeflossene Beteiligungsergebnis (Dividenden) 319.585 Tsd. Euro (Vorjahr 116.703 Tsd. Euro). Desinvestments betreffen die Entkonsolidierung vollkonsolidierter Tochtergesellschaften. Hierdurch haben sich die langfristigen Vermögenswerte um 23.981 Tsd. Euro (Vorjahr 832 Tsd. Euro) und die kurzfristigen Vermögenswerte um 24.853 Tsd. Euro (Vorjahr 548.510 Tsd. Euro) vermindert. Die lang- und kurzfristigen Schulden reduzierten sich um 21.765 Tsd. Euro (Vorjahr 3 Tsd. Euro) beziehungsweise 12.633 Tsd. Euro (Vorjahr 81.648 Tsd. Euro). Die erzielten Verkaufserlöse in Höhe von 36.655 Tsd. Euro (Vorjahr 494.008 Tsd. Euro) waren zum Bilanzstichtag - wie im Vorjahr - vollständig durch flüssige Mittel beglichen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Dividenden in Höhe von 128.473 Tsd. Euro (Vorjahr 128.926 Tsd. Euro) an HOCHTIEF-Aktionäre ausgeschüttet. Dividenden an fremde Gesellschafter sind in Höhe von 96.902 Tsd. Euro (Vorjahr 107.294 Tsd. Euro) gezahlt worden; sie betreffen mit 68.796 Tsd. Euro (Vorjahr 79.017 Tsd. Euro) die CIMIC-Gruppe. Der Tilgung von Finanzschulden in Höhe von 936.495 Tsd. Euro (Vorjahr 2.308.197 Tsd. Euro) stehen Neuaufnahmen in Höhe von 681.803 Tsd. Euro (Vorjahr 786.090 Tsd. Euro) gegenüber. Das Finanzvermögen und die Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: scroll
37. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenZu den wesentlichen nahestehenden Unternehmen zählt als Muttergesellschaft der HOCHTIEF Aktiengesellschaft die ACS. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine wesentlichen Geschäfte zwischen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beziehungsweise deren Konzernunternehmen und der ACS beziehungsweise deren verbundenen Unternehmen abgeschlossen. Nahestehendes Unternehmen von besonderer Bedeutung zum Bilanzstichtag ist das at Equity bilanzierte Unternehmen HLG Contracting. Die mit der HLG Contracting getätigten Geschäfte führten zu folgenden Abschlussposten: scroll
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen sind zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen worden, mit Ausnahme eines unverzinslichen Darlehens in Höhe von 141.820 Tsd. Euro (Vorjahr 105.958 Tsd. Euro), das CIMIC der HLG Contracting gewährt hat. Weitere wesentliche Geschäfte zwischen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beziehungsweise Konzernunternehmen und Mitgliedern des Vorstands beziehungsweise Aufsichtsrats oder ihnen nahestehenden Personen oder Gesellschaften wurden im Berichtszeitraum nicht abgeschlossen. Interessenkonflikte traten weder bei Mitgliedern des Vorstands noch des Aufsichtsrats auf. 38. Gesamtbezüge des Vorstands und des AufsichtsratsDer Vergütungsbericht auf den Seiten 96 bis 99 dieses Konzernberichts fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft Anwendung finden, und erläutert Höhe sowie Struktur der Vorstandsbezüge. Außerdem werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben. Der Vergütungsbericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Gewährte Zuwendungscroll
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Ohne nachträgliche Anpassung (siehe Bezüge
für frühere Geschäftsjahre) Zugeflossene Zuwendungscroll
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Ohne nachträgliche Anpassung (siehe Bezüge
für frühere Geschäftsjahre) Der Barwert der Pensionszusagen an aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder beträgt 104.427 Tsd. Euro (Vorjahr 92.889 Tsd. Euro). An frühere Mitglieder des Vorstands oder deren Hinterbliebene wurden Beträge in Höhe von 4.471 Tsd. Euro (Vorjahr 4.869 Tsd. Euro) gezahlt. Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und ihren Hinterbliebenen betragen 90.698 Tsd. Euro (Vorjahr 83.404 Tsd. Euro). scroll
Bezüge des Vorstands für Tätigkeiten in KonzerngesellschaftenFür seine Tätigkeit in Australien als Vorstandsvorsitzender und Executive Chairman von CIMIC erhielt Herr Fernandez Verdes für 2016 eine pauschale Aufwandsentschädigung in Höhe von 358 Tsd. Euro* , Nebenleistungen in Höhe von 8 Tsd. Euro* und einen Sonderbonus in Höhe von 2.057 Tsd. Euro* für außerordentliche Leistungen während seiner Dienstzeit. Die Herrn Fernandez Verdes von CIMIC im Jahr 2014 gewährten Stock-Appreciation-Rights führten zu einem Aufwand in Höhe von 9.403 Tsd. Euro.
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Der Eurobetrag ist abhängig vom Wechselkurs. Weitere Vergütungen für die Wahrnehmung von Mandaten in Gremien anderer Unternehmen, an denen HOCHTIEF unmittelbar oder mittelbar eine Beteiligung hält, werden nicht an die Vorstände ausgezahlt beziehungsweise auf die Vorstandsvergütung angerechnet. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen 1.806.400 Euro (Vorjahr 2.323.200 Euro). 39. Honorare des AbschlussprüfersInsgesamt sind für den Abschlussprüfer Deloitte im inländischen Verbund folgende Honorare für erbrachte Dienstleistungen als Aufwand erfasst worden: scroll
Der inländische Verbund setzt sich aus der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als bestelltem Konzernabschlussprüfer sowie den mit ihr im Sinne von § 271 Abs. 2 HGB verbundenen Unternehmen zusammen. In den Honoraren für Abschlussprüfungen sind neben den Honoraren für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts durch den Konzernabschlussprüfer Deloitte im Wesentlichen die Honorare für die Prüfung der Jahresabschlüsse der HOCHTIEF Aktiengesellschaft sowie ihrer Tochterunternehmen im Inland enthalten. Die anderen Bestätigungsleistungen betreffen im Wesentlichen die Bescheinigung über eine unabhängige Prüfung der Nachhaltigkeitsberichterstattung sowie weitere Bescheinigungen. 40. Erklärung gemäß § 161 AktGFür die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist die gemäß §161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und der Öffentlichkeit auf den HOCHTIEF-Internetseiten dauerhaft zugänglich gemacht worden.* 41. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag und NachtragsberichtAm 13. Februar 2017 startete der Vermarktungsprozess für ein neues Schuldscheindarlehen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Das Schuldscheindarlehen nach deutschem Recht ist in Laufzeittranchen von fünf, sieben und zehn Jahren aufgeteilt. Das zum Vermarktungsstart angegebene Volumen in Höhe von 150 Mio. Euro kann aufgrund von positiver Investorennachfrage erhöht werden. Der Darlehensbetrag wird für die allgemeine Unternehmensfinanzierung beziehungsweise Refinanzierung genutzt. Am 25. Januar 2017 kündigte die CIMIC-Gruppe über ein Konsortium, bestehend aus UGL und dessen Joint Venture Partner CH2M, den Vertrag mit JKC Australia LNG über die Planung, den Bau und die Inbetriebnahme des Projekts Ichthys Combined Cycle Power Plant. Die Auswirkung der Kündigung des Vertrags ist durch eine entsprechende Rückstellung zum 31. Dezember 2016 berücksichtigt. Am 24. Januar 2017 gab die CIMIC-Gruppe ihre Absicht bekannt, die bisher nicht gehaltenen Anteile an Macmahon zu einem Preis von 0,145 australischen Dollar pro Aktie im Rahmen eines Übernahmeangebots erwerben zu wollen. 42. Anwendung der Befreiungsvorschriften der §§ 264 Abs. 3 beziehungsweise 264 b HGBDie folgenden inländischen vollkonsolidierten Tochtergesellschaften machen für das Geschäftsjahr von Teilen der Befreiungsvorschriften Gebrauch: A.L.E.X.-Bau GmbH, Essen, Deutsche Baumanagement GmbH, Essen, Deutsche Bau- und Siedlungs-Gesellschaft mbH, Essen, Eurafrica Baugesellschaft mbH, Essen, forum am Hirschgarten Nord GmbH & Co. KG (vormals: MK 3 Nord GmbH & Co. KG), Essen, forum am Hirschgarten Süd GmbH & Co. KG (vormals: MK 3 Süd GmbH & Co. KG), Essen, HOCHTIEF Americas GmbH, Essen, HOCHTIEF Asia Pacific GmbH, Essen, HOCHTIEF Bau und Betrieb GmbH, Essen, HOCHTIEF Construction Erste Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Essen, HOCHTIEF Engineering GmbH, Essen, HOCHTIEF Engineering International GmbH, Essen, HOCHTIEF Infrastructure GmbH, Essen, HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions GmbH, Essen, HOCHTIEF LLBB GmbH, Essen, HOCHTIEF ÖPP Projektgesellschaft mbH, Essen, HOCHTIEF Offshore Crewing GmbH, Essen, HOCHTIEF PPAC GmbH, Essen, HOCHTIEF PPP Europa GmbH, Essen, HOCHTIEF PPP Operations GmbH, Essen, HOCHTIEF PPP Schulpartner Braunschweig GmbH, Braunschweig, HOCHTIEF PPP Solutions GmbH, Essen, HOCHTIEF PPP Transport Westeuropa GmbH, Essen, HOCHTIEF Projektentwicklung GmbH, Essen, HOCHTIEF Projektentwicklung "Helfmann Park" GmbH & Co. KG, Essen, HOCHTIEF Solutions AG, Essen, HOCHTIEF Solutions Real Estate GmbH, Essen, HOCHTIEF ViCon GmbH, Essen, HTP Immo GmbH, Essen, HTP Projekt 2 (zwei) GmbH & Co. KG, Essen, I.B.G. Immobilien- und Beteiligungsgesellschaft Thüringen-Sachsen mbH, Essen, LOFTWERK Eschborn GmbH & Co. KG, Essen, Maximiliansplatz 13 GmbH & Co. KG, Essen, MK 1 Am Nordbahnhof Berlin GmbH & Co. KG, Essen, MOLTENDRA Grundstücks- und Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Mainoffice KG, Frankfurt am Main, Projektgesellschaft Börsentor Frankfurt GmbH & Co. KG, Essen, Projektgesellschaft Konrad-Adenauer-Ufer Köln GmbH & Co. KG, Essen, Projektgesellschaft Marco Polo Tower GmbH & Co. KG, Hamburg, Projektgesellschaft Quartier 21 mbH & Co. KG, Essen, Projekt Messeallee Essen GmbH & Co. KG, Essen, SCE Chile Holding GmbH, Essen, Spiegel-Insel Hamburg GmbH & Co. KG, Essen, synexs GmbH, Essen, Tivoli Garden GmbH & Co. KG, Essen, Tivoli Office GmbH & Co. KG, Essen, TRINAC GmbH, Essen. 43. Wesentliche Beteiligungen des HOCHTIEF-Konzerns zum 31.12.2016Die vollständige Anteilsliste gemäß den Anforderungen des § 313 HGB ist im Bundesanzeiger sowie auf unserer Internetseite www.hochtief.de/anteilsliste2016 veröffentlicht. 43. Beteiligungen des HOCHTIEF-Konzerns zum 31.12.2016In der folgenden Tabelle sind die vollkonsolidierten Beteiligungsgesellschaften aufgeführt: Vollkonsolidierte Beteiligungsgesellschaftenscroll
Außerdem wurden folgende Gemeinschaftsunternehmen anteilmäßig in den Konzernabschluss einbezogen: Gemeinschaftsunternehmenscroll
Deutsche Bau-ARGEN, die in den Konzernabschluss einbezogen wurden, sind die folgenden: Deutsche Bau-ARGENscroll
Gemeinschaftliche Tätigkeiten, die in den Konzernabschluss einbezogen wurden, sind die folgenden: Gemeinschaftliche Tätigkeitenscroll
Assoziierte Unternehmen, die im Konzernabschluss nach der Equity-Methode berücksichtigt wurden, sind die folgenden: Assoziierte Unternehmenscroll
Folgende Tochterunternehmen werden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung zu fortgeführten Anschaffungskosten in den Konzernabschluss einbezogen: Tochterunternehmen von untergeordneter Bedeutungscroll
Die folgenden assoziierten Unternehmen werden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt: Assoziierte Unternehmen von untergeordneter Bedeutungscroll
Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Essen, 24. Februar 2017 HOCHTIEF Aktiengesellschaft Der Vorstand Marcelino Fernandez Verdes Peter Sassenfeld Jose Ignacio Legorburo Escobar Nikolaus Graf von Matuschka Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Kapitalflussrechnung, Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals und Konzernanhang - und den mit dem Lagebericht des Mutterunternehmens zusammengefassten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und KonzernIagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des KonzernIageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, 24. Februar 2017 Deloitte GmbH Schlereth, Wirtschaftsprüfer Bedenbecker, Wirtschaftsprüfer Index der zehn Prinzipien des UN Global Compacts (UNGC) und der Global Reporting Initiative (GRI)scroll
CoC = Code of Conduct von HOCHTIEF scroll
Bescheinigung über eine unabhängige betriebswirtschaftliche PrüfungAn die HOCHTIEF Aktiengesellschaft, EssenUnser AuftragWir haben auftragsgemäß eine unabhängige betriebswirtschaftliche Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit hinsichtlich der Angaben zu Wesentlichkeitsanalyse, Management-Ansätzen sowie quantitativen und qualitativen Informationen zur Nachhaltigkeit im Kapitel "Nachhaltigkeit bei HOCHTIEF" im Konzernbericht (im Folgenden "Bericht") für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen durchgeführt. Nicht Gegenstand unseres Auftrags war die materielle Prüfung von produktbezogenen oder dienstleistungsbezogenen Angaben im Bericht, von Verweisen auf externe Dokumentationsquellen oder Expertenmeinungen sowie zukunftsbezogenen Aussagen. Verantwortlichkeit der gesetzlichen Vertreter für den BerichtDie gesetzlichen Vertreter der HOCHTIEF Aktiengesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung des Berichts in Übereinstimmung mit den in den G4-Leitlinien zur Nachhaltigkeitsberichtserstattung der Global Reporting Initiative (im Folgenden: "GRI-Kriterien") genannten Grundsätzen. Diese Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft umfasst zum einen die Auswahl und Anwendung angemessener Methoden zur Nachhaltigkeitsberichterstattung sowie das Treffen von Annahmen und die Vornahme von Schätzungen zu einzelnen Nachhaltigkeitsangaben, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind. Zum anderen umfasst die Verantwortung die Konzeption, Implementierung und Aufrechterhaltung von Systemen und Prozessen, um die Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Angaben ist. Unabhängigkeit und Qualitätssicherung der WirtschaftsprüfungsgesellschaftBei der Durchführung des Auftrags haben wir die Anforderungen an die Unabhängigkeit sowie die weiteren berufsrechtlichen Vorschriften des IESBA "Code of Ethics for Professional Accountants", der auf den fundamentalen Grundsätzen der Integrität, Objektivität, beruflichen Kompetenz und angemessenen Sorgfalt, Verschwiegenheit sowie berufswürdigen Verhaltens basiert, eingehalten. Das Qualitätssicherungssystem der Deloitte GmbH basiert auf den vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) herausgegebenen International Standard on Quality Control 1 "Quality Control for Audit, Assurance and Related Service Practices" (ISQC 1) sowie ergänzend auf den nationalen gesetzlichen Regelungen und berufsständischen Verlautbarungen, insbesondere der Berufssatzung für Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer sowie der Gemeinsamen Stellungnahme der WPK und des IDW: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (VO 1/2006). Verantwortung des WirtschaftsprüfersUnsere Aufgabe ist es, auf Grundlage der von uns durchgeführten Tätigkeiten eine Beurteilung der Angaben im Nachhaltigkeitsbericht abzugeben. Art und Umfang der betriebswirtschaftlichen PrüfungWir haben unseren Auftrag unter Beachtung des International Standard on Assurance Engagements ISAE 3000 (Revised): "Assurance Engagements other than Audits or Reviews of Historical Financial Information" durchgeführt. Danach haben wir den Auftrag so zu planen und durchzuführen, dass bei kritischer Würdigung mit einer begrenzten Sicherheit ausgeschlossen werden kann, dass die Angaben in wesentlichen Belangen nicht in Überstimmung mit den GRI-Kriterien aufgestellt worden sind. Bei einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind die durchgeführten Prüfungshandlungen im Vergleich zu einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer hinreichenden Sicherheit weniger umfangreich, sodass dementsprechend eine geringere Sicherheit gewonnen wird. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Wirtschaftsprüfers. Dies beinhaltet die Beurteilung von Risiken wesentlicher falscher Angaben im Bericht unter Einbezug der GRI-Kriterien. Im Rahmen unseres Auftrags haben wir unter anderem folgende Tätigkeiten durchgeführt:
UrteilAuf der Grundlage unserer unabhängigen betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass die Informationen hinsichtlich der Angaben zu Wesentlichkeitsanalyse, Management-Ansätzen sowie quantitativen und qualitativen Angaben im Bericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den GRI-Kriterien aufgestellt worden sind. Hinweis und EmpfehlungUnabhängig von unserer Beurteilung empfehlen wir zur Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsmanagements und der Nachhaltigkeitsberichterstattung:
Wir erstellen diese Bescheinigung auf Grundlage des mit der HOCHTIEF Aktiengesellschaft geschlossenen Auftrags. Die betriebswirtschaftliche Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit wurde für Zwecke der HOCHTIEF Aktiengesellschaft durchgeführt und die Bescheinigung ist nur zur Information der HOCHTIEF Aktiengesellschaft über das Ergebnis der betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit bestimmt. Die Bescheinigung ist nicht dazu bestimmt, dass Dritte hierauf gestützt (Vermögens-) Entscheidungen treffen. Unsere Verantwortung besteht allein der HOCHTIEF Aktiengesellschaft gegenüber. Dritten gegenüber übernehmen wir dagegen keine Verantwortung.
Düsseldorf, 24. Februar 2017 Deloitte GmbH André Bedenbecker, Wirtschaftsprüfer Vinzenz Fundel, Manager Sustainability |
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