![]() HOCHTIEF AktiengesellschaftEssenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Der Jahresabschluss und der Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2016 werden im Bundesanzeiger bekannt gemacht. Der Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist mit dem Lagebericht des Konzerns zusammengefasst; er ist in unserem Konzernbericht 2016 ab Seite 28 dargestellt. Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionäre, im Geschäftsjahr 2016 hat der Aufsichtsrat alle Aufgaben wahrgenommen, die ihm nach Gesetz und Satzung obliegen. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und seine Maßnahmen überwacht. Dabei war er in alle grundlegenden Entscheidungen eingebunden. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat sowohl schriftlich als auch mündlich über alle wesentlichen Aspekte der Geschäftsentwicklung unterrichtet, und zwar regelmäßig, umfassend und zeitnah. Ebenso gründlich wurde der Aufsichtsrat über die aktuelle Ertragssituation, über die Risiken und über deren Management informiert. Im vergangenen Geschäftsjahr kam der Aufsichtsrat zu vier ordentlichen und einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung zusammen. Der Aufsichtsrat hat seine Entscheidungen auf Grundlage umfassender Berichte und Beschlussvorschläge des Vorstands getroffen. Er hatte ausreichend Gelegenheit, sich im Plenum und auch im Prüfungsausschuss mit diesen Vorlagen auseinanderzusetzen. Der Vorstand hat über Projekte und Vorgänge von besonderer Bedeutung oder Dringlichkeit auch außerhalb der Sitzungen umfassend informiert. Der Aufsichtsrat hat alle nach Gesetz oder Satzung erforderlichen Beschlüsse gefasst. Sofern notwendig, geschah dies auch im schriftlichen Verfahren. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand in ständigem Kontakt mit dem Vorstandsvorsitzenden. Ereignisse von außerordentlicher Bedeutung für die Lage und Entwicklung des Konzerns konnten so ohne Zeitverzug erörtert werden. Mit drei Ausnahmen haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats während ihrer Amtszeit an sämtlichen Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen. Eine individualisierte Übersicht über die Sitzungspräsenz finden Sie in der Tabelle rechts. Die Anteilseigner- und die Arbeitnehmervertreter haben die Aufsichtsratssitzungen regelmäßig in getrennten Gesprächen vorbereitet. Bei der Beratung einzelner Themen hat der Aufsichtsrat ohne den Vorstand getagt. Beratungsschwerpunkte. Im Berichtsjahr 2016 hat sich der Aufsichtsrat mit einer Vielzahl von Themen befasst. Schwerpunkte der Beratungen waren die Umsetzung der konzernweiten Strategie, die Qualität der Projektergebnisse weiter zu erhöhen sowie die Effizienz und cashgestützte Profitabilität zu steigern. Dieser Prozess verlief parallel zu der Entwicklung und Verankerung einer konzernweiten Unternehmenskultur, die den Schwerpunkt auf konsequentes Risikomanagement und nachhaltige Finanzperformance legt. Der Aufsichtsrat beschäftigte sich in seinen Sitzungen weiterhin mit folgenden Themen: In der Bilanzsitzung am 24. Februar 2016 hat sich der Aufsichtsrat insbesondere mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss 2015 befasst. Hierüber wird weiter unten ausführlich berichtet. Weiter beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG und der Tagesordnung sowie den Beschlussvorschlägen für die Hauptversammlung im Mai 2016. Ein weiterer Punkt war die Vergütung und das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder. In dieser Sitzung befasste sich der Aufsichtsrat außerdem mit der operativen Planung und der Finanz- und Bilanzplanung für die Jahre 2016 bis 2018. Der Vorstand erläuterte hierzu die wichtigsten Abweichungen von früheren Planwerten und Zielen. Der Aufsichtsrat hat die Planung des Vorstands beraten und zustimmend zur Kenntnis genommen. In der Sitzung vor der Hauptversammlung am 11. Mai 2016 berichtete der Vorstand über den Geschäftsverlauf im ersten Quartal sowie über die bevorstehende Hauptversammlung. Des Weiteren befasste sich der Aufsichtsrat mit Vorstandsangelegenheiten. Präsenz der Aufsichtsratsmitglieder bei Sitzungen1)scroll
1)
Teilnahme = Anzahl der Sitzungen, an denen
das Aufsichtsratsmitglied teilgenommen hat/Gesamtzahl der Sitzungen
während der Amtszeit Nach der Hauptversammlung kamen sämtliche neu gewählten Anteilseigner- und Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats zu einer konstituierenden Sitzung zusammen. In dieser Sitzung wählten sie den Aufsichtsratsvorsitzenden und seinen Stellvertreter. Außerdem wurden die Mitglieder der Ausschüsse des Aufsichtsrats gewählt. In der Sitzung am 20. September 2016 befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr und erörterte nach einem entsprechenden Bericht des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses die öffentliche Ausschreibung des Mandats für die Prüfung der Abschlüsse des Geschäftsjahres 2017. Des Weiteren führte der Aufsichtsrat Nachwahlen zu den Ausschüssen im Zusammenhang mit der Neuwahl der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat durch. Am 2. November 2016 fand die letzte Sitzung des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr statt. Hierbei erörterte der Aufsichtsrat den Geschäftsverlauf in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres. Weiterhin erörterte der Aufsichtsrat erneut die Ausschreibung der Jahresabschlussprüfung 2017 und befasste sich mit der Auswertung der Angebote und der Auswahl von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften für eine "Short List". In mehreren Sitzungen beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit Compliance-Themen. Hierbei wurden sowohl die Berichte des Chief Compliance Officers als auch einzelne Vorfälle erörtert. Der Vorstand informierte über entsprechende Umsetzungsmaßnahmen. Mit den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex> hat sich der Aufsichtsrat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr befasst. Er hat hierüber gemeinsam mit dem Vorstand gemäß Ziffer 3.10 des Kodex berichtet. Dieser Bericht wird zusammen mit der Erklärung zur Unternehmensführung auf der Website der Gesellschaft sowie im Geschäftsbericht veröffentlicht. Der Aufsichtsrat hat vier Ausschüsse gebildet, deren Mitglieder auf Seite 19 aufgeführt sind. Die Ausschüsse haben die Aufgabe, die bei Aufsichtsratssitzungen anstehenden Themen und Beschlüsse vorzubereiten. Teilweise nehmen die Ausschüsse auch Entscheidungsbefugnisse wahr, die ihnen der Aufsichtsrat übertragen hat. Die Vorsitzenden der Ausschüsse haben den Aufsichtsrat regelmäßig über die Beratungen und Entscheidungen der Ausschüsse informiert.
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Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de/corporate-governance Der Prüfungsausschuss tagte viermal. Er beschäftigte sich intensiv mit den Quartalsfinanzberichten, dem Halbjahresabschluss, dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss. Die Berichte und Abschlüsse hat er jeweils vor ihrer Veröffentlichung mit dem Vorstand beraten. Der Prüfungsausschuss gab dem Aufsichtsrat eine Empfehlung für dessen Vorschlag an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers und bereitete außerdem die Erteilung des Prüfungsauftrags einschließlich der Honorarvereinbarung vor. Dabei behandelte er auch den Vorschlag für Prüfungsschwerpunkte. Weiterhin befasste sich der Prüfungsausschuss mit dem Risikomanagementsystem des Konzerns und dem rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem. Er erörterte weiterhin Compliance-Fragen und stellte die Berichterstattung der internen Revision auf eine Berichterstattung über das gesamte Prüfungsjahr um. Im abgelaufenen Geschäftsjahr standen zahlreiche weitere Themen auf der Tagesordnung der Ausschusssitzungen, unter anderem die Berichte über wesentliche Projekte der Divisions HOCHTIEF Americas, HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe. Darüber hinaus befasste sich der Ausschuss mehrfach mit der öffentlichen Ausschreibung des Mandats für die Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses 2017 sowie mit den einzelnen Schritten des im Zuge der Ausschreibung durchgeführten Auswahlverfahrens. Der Personalausschuss trat 2016 dreimal zusammen. Er befasste sich vor allem mit den Details der Vorstandsbezüge und der Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand. Außerdem bereitete er die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor. Der Nominierungsausschuss tagte einmal im Berichtsjahr, um die Wahlvorschläge zu den Neuwahlen des Aufsichtsrats für die Hauptversammlung am 11. Mai 2016 vorzubereiten, über die der Aufsichtsrat in seiner nachfolgenden Sitzung entschieden hat. Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG musste im Geschäftsjahr 2016 nicht einberufen werden. Interessenkonflikte. Nach den Regeln des Deutschen Corporate Governance Kodex und der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats sind die Mitglieder des Aufsichtsrats gehalten, unverzüglich offenzulegen, wenn bei ihnen Interessenkonflikte auftreten. Im Berichtsjahr 2016 sind keine entsprechenden Mitteilungen eingegangen. Jahresabschluss 2016. Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, der Konzernabschluss nach IFRS (International Financial Reporting Standards) und der mit dem Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zusammengefasste Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016 sind geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Prüfung erfolgte durch die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die von der Hauptversammlung am 11. Mai 2016 zum Abschlussprüfer gewählt und vom Aufsichtsrat mit der Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses beauftragt worden war. Die Prüfung erfolgte unter Einbeziehung der Buchführung. Die Prüfung durch diesen Abschlussprüfer erfolgt seit dem Jahresabschluss 2006. Die für die Durchführung verantwortlichen Wirtschaftsprüfer wechseln entsprechend der gesetzlichen Vorgaben. Verantwortliche Wirtschaftsprüfer sind im Berichtsjahr Herr Schlereth und Herr Bedenbecker. Herr Schlereth betreut das Mandat seit dem Geschäftsjahr 2013, Herr Bedenbecker seit dem Geschäftsjahr 2011. Der Abschlussprüfer hat festgestellt, dass der Vorstand ein geeignetes Risikofrüherkennungssystem eingerichtet hat. Die vorgenannten Unterlagen sowie der Konzernbericht, der Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sind allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Sitzung des Prüfungsausschusses beziehungsweise vor der Bilanzsitzung am 27. Februar 2017 übersandt worden. Die Unterlagen wurden in den Sitzungen vom Vorstand zusätzlich mündlich erläutert. Die Abschlussprüfer berichteten in diesen Sitzungen über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und standen für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Prüfungsausschuss hat sich vor der Sitzung des Aufsichtsrats eingehend mit diesen Unterlagen befasst und dem Aufsichtsrat die Billigung der Abschlüsse empfohlen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefassten Konzernlagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft und keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat unter Berücksichtigung der Beratung im Prüfungsausschuss dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses durch den Abschlussprüfer zugestimmt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt und damit den Jahresabschluss festgestellt. Er schließt sich dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns an. Bericht gemäß § 312 AktG. Der vom Vorstand gemäß § 312 AktG erstellte Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen ist vom Abschlussprüfer geprüft worden. Dieser Bericht sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers sind allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats übermittelt worden. Die verantwortlichen Wirtschaftsprüfer nahmen an den Besprechungen des Aufsichtsrats über diese Vorlagen teil und berichteten über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung. Der Aufsichtsrat hat den Bericht gemäß § 312 AktG geprüft und als in Ordnung befunden. Der Abschlussprüfer hat den Bestätigungsvermerk gemäß § 313 Abs. 3 AktG wie folgt erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei dem im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäft die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." Von dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen. Personelle Veränderungen im Aufsichtsrat. Herr Luis Nogueira Miguelsanz ist durch Beschluss des Amtsgerichts Essen vom 29. März 2016 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt worden. Mit Ablauf der Wahlperiode am 11. Mai 2016 sind von den Arbeitnehmervertretern die Herren Gregor Asshoff, Dr. Thomas Krause, Udo Paech und Olaf Wendler aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Der Aufsichtsrat dankte den Herren für die langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit und ihren fachmännischen Rat. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 sind alle bisherigen Anteilseignervertreter erneut zu Mitgliedern des Aufsichtsrats gewählt worden. Von den Arbeitnehmern wurden Herr Christoph Breimann, Frau Sabine Roth und Frau Nicole Simons als Nachfolger für die ausgeschiedenen Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat gewählt. Herr Arno Gellweiler wurde durch Beschluss des Amtsgerichts Essen vom 11. August 2016 als Arbeitnehmervertreter zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Die übrigen Arbeitnehmervertreter sind erneut zu Mitgliedern des Aufsichtsrats gewählt beziehungsweise bestellt worden. In seiner konstituierenden Sitzung am 11. Mai 2016 hat der Aufsichtsrat Herrn Pedro Lopez Jiménez erneut zum Vorsitzenden und Herrn Matthias Maurer zu seinem Stellvertreter gewählt. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand, den Unternehmensleitungen sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete Arbeit und ihren tatkräftigen und loyalen Einsatz für den Erfolg des Unternehmens Dank und Anerkennung aus.
Essen, im Februar 2017 Der Aufsichtsrat Pedro López Jiménez, Vorsitzender Zusammengefasster Lagebericht und KonzernlageberichtKonzernstruktur und GeschäftstätigkeitKonzernstruktur 2016![]() Konzernstruktur 2016Mit den drei Divisions HOCHTIEF Americas, HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe erbringt HOCHTIEF seine Leistungen weltweit. Die operative Ausrichtung des Konzerns spiegelt sich in der Struktur wider: HOCHTIEF ist in wichtigen nationalen und internationalen Regionen sowie Märkten tätig .1) Bei der strategischen und operativen Management-Holding von HOCHTIEF liegt der Fokus auf der Führung und Steuerung des Konzerns. Die strategische, organisatorische und operative Entwicklung des HOCHTIEF-Konzerns wird vom Vorstand und den zentralen Konzernabteilungen als Steuerungsebene verantwortet. Folgende Konzernabteilungen gehören zur Holding: Recht, Corporate Governance/Compliance, Revision/ Organisation, Personal, Konzernentwicklung, Mergers and Acquisitions, Kommunikation, Controlling, Finanzen, Capital Markets Strategy/Investor Relations, Rechnungswesen und Steuern sowie Versicherungen. Geschäftstätigkeit des HOCHTIEF-Konzerns2)HOCHTIEF realisiert als internationaler Baukonzern Projekte in den Bereichen Verkehrs-, Energie-, soziale und urbane Infrastruktur sowie im Minen- und Servicegeschäft. Die Grundlage für diese Tätigkeiten bilden die langjährige HOCHTIEF-Erfahrung und die Kompetenzen im Entwickeln, Finanzieren, Bauen und Betreiben. Unser Fachwissen im Bereich Engineering setzen wir umfassend für unsere Projekte ein. Davon profitieren sowohl das Unternehmen als auch seine Kunden. Der Fokus von HOCHTIEF liegt auf komplexen Infrastrukturprojekten, die auch auf Basis von Konzessionsmodellen realisiert werden: Der ganzheitliche Ansatz von HOCHTIEF schafft insbesondere bei Public-Private-Partnership-Projekten3) (PPP) Mehrwert. Durch den Know-how-Transfer und die enge Zusammenarbeit innerhalb des Konzerns werden weitere Projektvorteile erzielt. Wir kooperieren mit exzellenten externen Partnern. Diese wählen wir anhand transparenter Kriterien gezielt aus, beispielsweise müssen sie unsere Standards, wie den Code of Conduct, erfüllen. Wir legen großen Wert auf hohe Flexibilität, Innovationskraft sowie herausragende Qualität, denn es ist unser Anspruch, unseren Kunden ein langfristiger und zuverlässiger Partner zu sein. Da unsere Projekte Unikate sind, werden Entwicklung und Umsetzung individueller Lösungen gefordert. Nachhaltigkeit ist als integraler Bestandteil in der Unternehmensstrategie verankert und stellt somit eine wesentliche Konzernanforderung dar. Wir fördern das Zusammenspiel zwischen Ökonomie, Ökologie und Sozialem. Mit einer Leistung von 95 Prozent außerhalb von Deutschland ist HOCHTIEF eines der internationalsten Unternehmen seiner Branche. Amerika, Australien, weite Teile Europas, der übrige asiatisch-pazifische Raum sowie die Golfregion zählen zu den Baumärkten, auf denen wir vertreten sind. HOCHTIEF kann dank dieser globalen Aufstellung die unterschiedlichen regionalen Marktchancen wahrnehmen.
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Weitere Informationen finden Sie auf den
Seiten 3 und 4 sowie auf den Seiten 30 und 31. Wesentliche Steuerungsgrößen bei HOCHTIEFDie Steuerung des HOCHTIEF-Konzerns erfolgt im Wesentlichen über folgende Kennzahlen: Finanzielle Steuerungsgrößen1)
Nicht finanzielle Steuerungsgröße
1)
Die finanziellen Steuerungsgrößen wurden
im Vergleich zum Vorjahr verändert und spiegeln nun die Transformation
und den geänderten Fokus des Konzerns wider. HOCHTIEF weltweit:Eine Auswahl der zahlreichen Beteiligungsgesellschaften und Projekte unserer Divisions zeigt die globale Präsenz von HOCHTIEF gemäß der Unternehmensstruktur 2016. HOCHTIEF AmericasAktivitäten in zirka 15 Ländern und 30 US-Bundesstaaten Turner (USA, Kanada) Flatiron (USA, Kanada) E.E. Cruz (USA) Clark Builders (Kanada) HOCHTIEF Asia PacificAktivitäten in mehr als 20 Ländern CIMIC (Australien) Thiess (Australien, Chile, Indien, Indonesien, Kanada, Mongolei, Neuseeland, Südafrika) Sedgman (Australien, Chile, China, Kanada, Südafrika) CPB Contractors (Australien, Neuseeland, Papua-Neuguinea) UGL (Australien, Hongkong, Neuseeland, Südostasien) Leighton Asia, India and Offshore (Hongkong, Indien, Indonesien, Irak, Macau, Malaysia, Philippinen, Singapur, Thailand) Pacific Partnership (Australien, Neuseeland) EIC Activities (Australien) Leighton Properties (Australien) Broad Construction, (Australien) Ventia (Australien, Neukaledonien, Neuseeland) HLG Contracting (Katar, Oman, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate) HOCHTIEF EuropeAktivitäten in mehr als 20 Ländern HOCHTIEF Solutions (Deutschland) HOCHTIEF Infrastructure (Chile, Dänemark, Deutschland, Finnland, Griechenland, Großbritannien, Katar, Niederlande, Norwegen, Österreich, Peru, Polen, Schweden, Slowakei, Tschechien) HOCHTIEF Engineering (Deutschland, Indien, Katar, Schweiz) HOCHTIEF PPP Solutions (Chile, Deutschland, Griechenland, Großbritannien, Irland, Kanada, Niederlande, USA) HOCHTIEF ViCon (Deutschland, Großbritannien, Katar) HOCHTIEF Projektentwicklung (Deutschland, Österreich, Polen, Schweiz, Tschechien) synexs (Deutschland) ![]() Die hier beispielhaft genannten Gesellschaften verdeutlichen die nationale und internationale Ausrichtung von HOCHTIEF. Die Geschäftstätigkeiten werden zum Teil über Niederlassungen und rechtlich selbstständige Gesellschaften ausgeübt. Weitere Details zu den Divisions finden Sie auf den Einklappseiten 3 und 4 sowie in der Segmentberichterstattung auf den Seiten 76 bis 89. Insgesamt werden im Konzernabschluss neben der HOCHTIEF Aktiengesellschaft 485 Gesellschaften vollkonsolidiert, 172 Gesellschaften at Equity konsolidiert sowie 63 gemeinschaftliche Tätigkeiten anteilig in den Konzernabschluss einbezogen. Die organisatorische Darstellung wird durch die rechtliche Darstellung der wesentlichen Beteiligungsgesellschaften ergänzt. >Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de/anteilsliste2016 Alle Adressen und Ansprechpartner unserer Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sowie von deren Niederlassungen finden Sie im Internet. >Weitere Informationen finden Sie unter: finden Sie unter: www.hochtief.de StrategieLangfristiger Erfolg durch kompetente LeistungHOCHTIEF hat sich als Infrastrukturbaukonzern positioniert und verfolgt konsequent das Ziel, sich in diesem Markt zum bedeutendsten globalen Anbieter seiner Branche zu entwickeln. Die Basis dafür bildet nachhaltiges, Cash-basiertes Wachstum. Bei unserer Arbeit nehmen wir stets die Aspekte Ökonomie, Ökologie und soziale Belange in den Fokus - nur das Zusammenwirken dieser Faktoren sichert HOCHTIEF langfristigen Erfolg. Unsere Unternehmenskultur legt dem wirtschaftlichen Handeln einen gemeinsamen Standard zugrunde. In unserer Vision haben wir Anspruch und Verantwortung des Konzerns formuliert: "HOCHTIEF baut die Welt von morgen." Mit unserer Erfahrung und technischen Exzellenz sowie innovativen Lösungen realisieren wir Projekte, die unsere Kunden überzeugen und der Gesellschaft nutzen. Fünf Grundsätze stehen für den Wertekanon des Konzerns: Integrität, Verlässlichkeit, Innovation, Ergebnisorientierung und Nachhaltigkeit, untermauert vom Prinzip der Sicherheit. Unsere kompetenten Mitarbeiter erzielen auf Basis dieser Werte den Erfolg von HOCHTIEF. Darum messen wir der Personalarbeit in unseren Gesellschaften höchste Bedeutung bei. Als Traditionsunternehmen profitiert HOCHTIEF von mehr als 140 Jahren Erfahrung im Kerngeschäft Bauen. Der Konzern zählt seit vielen Jahren zu den weltweit führenden Infrastrukturanbietern. Unsere Leistungen umfassen sämtliche Tätigkeiten in den Bereichen Bau, Public-Private-Partnership (PPP), Engineering, Mining und Services. Dabei agieren wir auf allen Kontinenten und fokussieren uns auf attraktive Märkte. Hier besetzen wir mit unserer Projektmanagement- und Ingenieurkompetenz eine führende Markt- und Technologieposition in den Marktsegmenten Verkehrsinfrastruktur, Energieinfrastruktur, soziale und urbane Infrastruktur, Minendienstleistungen sowie Services. Strategische InitiativenDies sind unsere wichtigsten strategischen Initiativen: Fokus auf dem Kerngeschäft BauenIn allen Gesellschaften dient das Errichten von Gebäuden und Infrastruktur ebenso wie das Gewinnen von Rohstoffen zur Erhaltung der Lebensgrundlagen. Globale und lokale Veränderungsprozesse machen es notwendig, die Infrastruktur kontinuierlich an neue Herausforderungen anzupassen - in Industrie- und Schwellenländern ebenso wie in sich entwickelnden Regionen. Einige Beispiele, die durch Globalisierung, Digitalisierung, demografischen Wandel und Klimawandel bestimmt werden:
![]() Von diesen Megatrends profitiert HOCHTIEF - das zeigt auch die Entwicklung in unseren Kernmärkten.1) Dabei betrachten alle Einheiten von HOCHTIEF stets den kompletten Lebenszyklus ihrer Projekte - schon in der Planungsphase sorgen wir für nachhaltige Effizienz. So begleiten die HOCHTIEF-Engineering-Spezialisten zum Beispiel unsere Kunden auf Wunsch über die gesamte Lebensdauer eines Gebäudes oder einer Infrastruktureinrichtung. Von der Planung über die Finanzierung bis zum Betrieb und Rückbau oder zur Revitalisierung deckt HOCHTIEF die gesamte Wertschöpfungskette ab. Die Basis dafür bilden verschiedene Geschäftsmodelle, etwa das PPP-Modell. Bauen ist das Kerngeschäft von HOCHTIEF. Deshalb übernehmen wir PPP-Projekte nur dann, wenn wir auch einen Teil der Bauleistung erbringen. Das Modell der öffentlich-privaten Partnerschaften ist ein seit Jahren wachsender Markt, auf dem sich HOCHTIEF frühzeitig mit allen Divisions positioniert hat. Marktsegmente Verkehrs-, Energie-, soziale und urbane Infrastruktur, Minendienstleistungen sowie ServicesHOCHTIEF ist ein erfahrener, kompetenter Anbieter für komplexe Infrastrukturprojekte. Diese stellen besondere Ansprüche bei der Planung und Bauausführung sowie an den Betrieb. Mit unserem bewährten Projektmanagement sorgen wir dafür, dass Qualitätsanforderungen, Termine und Budgets eingehalten werden. Zudem bieten wir unseren Kunden überzeugende und innovative Lösungen, die zum wirtschaftlichen Erfolg aller Beteiligten führen. VerkehrsinfrastrukturMit unserer Kompetenz beim Bau von Verkehrswegen und -systemen profitieren wir von dem hohen Bedarf vieler Länder für den Erhalt und Ausbau ihrer Verkehrsnetze. Um den steigenden Anforderungen zu genügen und Kapazitäten anzupassen, wurden in vielen Ländern entsprechende Programme aufgesetzt - auch, um dem enormen Investitionsstau entgegenzuwirken. So werden etwa in den USA Großinvestitionen für Verkehrsinfrastrukturprojekte erwartet. Die begrenzten Planungskapazitäten der öffentlichen Hand können wir mit unseren kombinierten Planungs- und Bauleistungen sowie dem bewährten PPP-Angebot optimal bedienen. Insbesondere PPP-Modelle ermöglichen es Bund, Ländern und Kommunen, Projekte trotz knapper finanzieller Ressourcen zu realisieren.2) ![]() EnergieinfrastrukturUnsere Erfahrung im Bau von Energieinfrastrukturprojekten ermöglicht es uns, moderne und effiziente Anlagen zur Gewinnung von Energie zu realisieren. Dazu zählen etwa Planung, Bau und Rückbau von Kraftwerken. Der hohe Bedarf an Energie - in Industrienationen ebenso wie in wachsenden Volkswirtschaften - birgt weiteres Potenzial für HOCHTIEF. So schätzt die deutsche Bundesregierung, dass bis zur Mitte des Jahrhunderts Investitionen bis zu 550 Milliarden Euro für die Energiewende erforderlich sein werden. Soziale und urbane InfrastrukturHOCHTIEF bietet weltweit Leistungen für Planung, Bau und Sanierung von Hochbauten - dazu gehören Bürogebäude, Gesundheitsimmobilien, Schulen und Sportstätten ebenso wie Einkaufszentren oder Wohngebäude - und geht dabei auf die vielfältigen Kundenwünsche ein. Bei diesen Projekten stehen wir auch im Wettbewerb mit kleinen und mittelständischen Betrieben - dank regionaler Präsenz, schlanker Strukturen und effektiver Prozesse in unseren operativen Einheiten arbeiten wir effizient und marktgerecht. Die Marktentwicklung zeigt einen weiterhin hohen Bedarf etwa an Gewerbe- und Büroimmobilien.3) Dabei erweist sich das Errichten von Green Buildings weiterhin als ein Wachstumsfaktor, in reifen ebenso wie in wachsenden Märkten. Im Ranking des Engineering News-Record (ENR) wird HOCHTIEF über die US-Tochter Turner 2016 wieder als Topanbieter im Segment Green Buildings gelistet. Diese Spitzenposition wollen wir auch in Zukunft halten. Bei Hochbauprojekten auf Basis von PPP-Modellen gehört die nachhaltige und ganzheitliche Betrachtungs- und Arbeitsweise gemäß dem Leistungsspektrum Planen, Finanzieren, Bauen und Betreiben zum HOCHTIEF-Standard. MinendienstleistungenRohstoffe wie Eisenerz, Kohle, Kupfer und Gold werden auf dem Weltmarkt anhaltend nachgefragt.4) Die Wachstumschancen in diesem Geschäft verfolgen wir mit unserer Tochtergesellschaft CIMIC. Dabei hat sich CIMIC in den vergangenen Jahren als Anbieter vielfältiger Dienstleistungen im Minengeschäft etabliert. Diese Positionierung bauen wir kontinuierlich aus - so haben wir im April 2016 unsere Beteiligung am Minendienstleister Sedgman auf 100 Prozent ausgebaut. Der Ingenieurspezialist ist einer der führenden Anbieter in der Planung sowie beim Bau und Betrieb von Aufbereitungsanlagen für Kohle, Industrie- und Edelmetalle, Industrieminerale und Eisenerz. Hinzu kommt der Ausbau unserer regionalen Präsenz - so hat die Mining-Gesellschaft Thiess im dritten Quartal 2016 mit einem Auftrag für Leistungen in der kanadischen Ölsandproduktion die Expansion nach Nordamerika vollzogen.
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Weitere Informationen finden Sie im Kapitel
Märkte auf den Seiten 39 bis 46 und im Segmentbericht ab Seite 76. ServicesDie Akquisition von UGL bei CIMIC ergänzt und erweitert das Leistungsspektrum unserer australischen Tochtergesellschaft und bietet eine Plattform, um ihre Präsenz in diesem strategischen Bereich zu entwickeln und zu erweitern. Wirtschaftlichkeit durch einheitliche ProzesseMit unseren vier Geschäftsfeldern Bau, Public-Private-Partnership, Engineering sowie Services verfügen wir heute über eine einheitliche Gesamtstruktur im HOCHTIEF-Konzern - das Ergebnis eines mehrjährigen Transformationsprozesses, den wir im Berichtsjahr weitgehend abgeschlossen haben. Auch das Aufsetzen eines einheitlichen internen Berichtswesens und die Stärkung der Entscheidungskompetenzen auf operativer Ebene waren Teil dieses Prozesses. Insgesamt haben wir klare Steigerungen bei Effizienz und Profitabilität, Liquidität und im Risikomanagement erzielt und wollen diese Vorteile noch ausbauen: In allen Divisions arbeiten wir kontinuierlich daran, die Wirtschaftlichkeit und Ergebnisqualität zu verbessern. Fokus auf Cash-gestützte ProfitabilitätNachhaltige Profitabilität und konsistente Cashorientierung waren auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wichtige Pfeiler der Strategie von HOCHTIEF. Wie erfolgreich das Unternehmen bei der Umsetzung dieser Ziele war, zeigt sich an der hohen Cashkonvertierung des EBITDA von 106 Prozent. Der außergewöhnlich hohe Vorjahreswert von 99 Prozent konnte nochmals übertroffen werden. Im Geschäftsjahr 2016 erzielte HOCHTIEF ein deutlich positives Net Cash aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 1,2 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr (1,1 Mrd. Euro) hat sich der Wert damit um 38 Mio. Euro erhöht und liegt weiter auf einem guten Niveau. Alle Divisions trugen zu diesem erfreulichen Ergebnis bei. Obwohl der Umsatz planmäßig leicht zurückging, haben wir für den HOCHTIEF-Konzern aus der Veränderung des Nettoumlaufvermögens mit 385 Mio. Euro einen im Vergleich zum Vorjahr um 26 Mio. Euro höheren Cash-zufluss erzielt. Trotz erheblicher Investitionen in Australien verfügte HOCHTIEF zum Jahresende über eine weiterhin starke Nettovermögensposition von 704 Mio. Euro. Adjustiert um Zukauf- und Veräußerungseffekte, Aktienrückkäufe und Dividenden hat das Unternehmen ein Nettovermögen von 1,7 Mrd. Euro erwirtschaftet, das entspricht einer Verbesserung um 855 Mio. Euro. InvestitionenZukäufeDurch mehrere Übernahmen hat CIMIC unterstrichen, dass die Gruppe Wert aus Wachstumschancen generieren will:
Aktienrückkaufprogramme
Diversifikation und Optimierung der FinanzierungsinstrumenteHOCHTIEF verfolgt unverändert das strategische Ziel, seine Finanzstruktur zu verbessern. So zielen wir auf die Diversifikation der zur Verfügung stehenden Finanzierungsinstrumente, insbesondere auf die Ausweitung der langfristigen Fremdfinanzierungsquellen außerhalb des klassischen Bankenmarkts, ab. Aufgrund der zur Verfügung stehenden freien Liquidität wurde im Berichtsjahr auf die langfristige Aufnahme von Fremdkapital verzichtet. Dialog mit Investoren, Analysten und MedienUm unsere Stakeholder umfassend über HOCHTIEF zu informieren, führen wir einen kontinuierlichen, offenen Dialog mit Kapitalmarktteilnehmern und Medien. Unsere nachhaltige Berichterstattung umfasst ökonomische, ökologische und soziale Aspekte und beinhaltet die zielgruppenspezifische Darstellung von Leistungen und Projekten ebenso wie zukunftsorientierte Ausblicke und Informationen zu Chancen und Risiken. Unser Ziel ist es, die auf Vertrauen basierende Zusammenarbeit weiterzuführen und in Dialog mit neuen und potenziellen Investoren zu treten. Kontinuierliche Verbesserung des RisikomanagementsWir arbeiten kontinuierlich an unserem Risikomanagement1) und wollen dieses ständig weiter verbessern. Die Reduzierung und effektive Steuerung von Risiken bedeutet zugleich eine langfristige Steigerung der Rendite. Wir konzentrieren uns konsequent auf Märkte, die gute Erfolgschancen bieten - so haben wir in der jüngsten Vergangenheit unsere Aktivitäten in den skandinavischen Ländern ausgebaut und unser Engagement im arabischen Raum verringert, wo sich die Marktbedingungen verschlechtert haben. Diese Ausrichtung werden wir auch künftig beibehalten. Ein effektives Risikomanagement spielt auch bei unseren operativen Bauprojekten eine entscheidende Rolle. Darum arbeiten wir bei Projektkontrollen und Ausführungsmethoden auf der Basis optimierter Standards. Eine kontinuierliche Anpassung und Verbesserung dieser Steuerungsmittel erfolgt durchgehend im gesamten Konzern. Differenzierung durch InnovationenJedes der anspruchsvollen HOCHTIEF-Bauwerke ist aufgrund der stets unterschiedlichen Bauaufgaben und -bedingungen ein maßgeschneidertes Unikat. Dazu bedarf es hoher technischer Kompetenz, exzellenter Verfahren sowie Innovationskraft.2) Wir wollen auf der Basis unserer anerkannten, ausgezeichneten Ingenieurkompetenz Standards im Markt setzen und eine führende Markt- und Technologieposition erreichen. Dazu entwickeln wir nachhaltige Projekte, Produkte und Dienstleistungen. HOCHTIEF gilt als Vorreiter beim nachhaltigen ebenso wie beim virtuellen Bauen (Building Information Modeling, BIM) und kann mit seiner jahrelangen Erfahrung Projekte mit innovativen Techniken begleiten. Positionierung als attraktiver ArbeitgeberDie Position von HOCHTIEF und seiner Tochtergesellschaften als attraktive Arbeitgeber wollen wir in Zukunft halten und ausbauen. Denn das Wissen und Engagement unserer Mitarbeiter bilden die Basis für den wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns. Wir werden unseren mehr als 51.000 Mitarbeitern weiterhin sichere, anspruchsvolle und erfüllende Arbeitsplätze zur Verfügung stellen. Kontinuierliche Weiterbildungsangebote und individuelle Entwicklungsprogramme tragen dazu bei, die passenden Mitarbeiter für unsere Projektarbeit zu finden und dauerhaft an unser Unternehmen zu binden. Optimale, sichere Arbeitsbedingungen, bestmögliche Arbeitssicherheit sowie Gesundheitsschutz sind Leitprinzipien bei allen Tätigkeiten. Mit der Kennzahl "Unfallquote", die seit 2015 als nicht finanzielle Steuerungsgröße eingeführt ist, verfügen wir über ein internes Steuerungsinstrument zur weiteren Verbesserung der Arbeitssicherheit. Die Senkung der Unfallquote bleibt unser erklärtes Ziel.3) Nachhaltiges Handeln4)HOCHTIEF bekennt sich in seinen Grundsätzen zur Nachhaltigkeit und übernimmt Verantwortung. Auf Basis dieses Grundprinzips haben wir aus unserer Strategie heraus die Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt. Sie ergänzt die Konzernstrategie und prägt das unternehmerische Handeln im Konzern: Wir berücksichtigen stets das Zusammenspiel von Ökonomie, Ökologie und Sozialem. Die Nachhaltigkeitsstrategie möchten wir Ihnen auf den Folgeseiten vorstellen. Insgesamt wird die Konzernstrategie es uns ermöglichen, auch in Zukunft im Wettbewerb erfolgreich zu sein. Weitere Informationen zu den für HOCHTIEF relevanten Märkten finden Sie auf den Seiten 39 bis 46.
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Weitere Informationen finden Sie im Kapitel
Risikobericht auf den Seiten 127 bis 137. NachhaltigkeitsstrategieDie Nachhaltigkeitsstrategie von HOCHTIEF basiert auf der Unternehmensstrategie des Konzerns. Im Zusammenspiel von Ökonomie, Ökologie und Sozialem sehen wir die Grundlage unserer Projektarbeit und fördern diese drei Elemente in unserem unternehmerischen Handeln. Wir sind überzeugt, dass wir mit unseren Kompetenzen und Leistungen einen sinnvollen Beitrag erbringen, um die Herausforderungen unserer Zeit - darunter Klimaschutz, verantwortlicher Konsum und ressourcenschonende Produktion, nachhaltige Städte und Industrie, Innovation und Infrastruktur - zu meistern. Wir wollen Werte schaffen und sichern.>Darum orientiert sich unsere Nachhaltigkeitsstrategie an der Konzernvision "HOCHTIEF baut die Welt von morgen" und an den Grundsätzen des Konzerns.1) Unsere Nachhaltigkeitsstrategie folgt klaren Zielen und berücksichtigt die Ansprüche und Bedürfnisse unserer Stakeholder: Geschäftschancen aktiv gestalten, Marktpotenziale nutzen und Risiken minimieren: Dafür entwickeln und implementieren wir innovative Produkte und Dienstleistungen. Wir erbringen maßgeschneiderte, ressourcenschonende Lösungen und setzen modernste Technik ein. Durch unsere ganzheitliche Projektbetrachtung entstehen Unikate mit hoher Gesamtqualität. Wir arbeiten dafür auf der Basis konzernweit gültiger Standards zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Sozialstandards sowie Verhaltens- und Compliance-Regeln wie unseres Code of Conduct. Häufig übertreffen diese internen Regelungen die gesetzlichen Anforderungen. Unser nachhaltiges Handeln richten wir am Geschäftsmodell von HOCHTIEF aus. Dabei binden wir die Sichtweisen und Interessen unserer Stakeholder mit ein: Das Feedback, das wir etwa im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse und im direkten Austausch von Stakeholdern erhalten, führt zur Definition der relevanten Themen. Diese haben wir in sechs Themenfeldern abgebildet. Sie erfassen die für uns bedeutendsten Aspekte unserer operativen Geschäftstätigkeit und zeigen auf, wo wir besondere Verantwortung und Gestaltungsspielraum für HOCHTIEF sehen. Dabei berücksichtigen wir auch unsere Rolle als guter Arbeitgeber und Corporate Citizen. 2016 haben wir das Themenfeld Einkauf in das CR-Programm aufgenommen. Damit haben wir auf die Entwicklung und die Erfordernisse unseres Geschäfts ebenso wie auf die Bedürfnisse unserer Stakeholder reagiert. Für jedes Themenfeld wurden übergeordnete Ziele abgeleitet. >Weitere Informationen finden Sie unter: www. hochtief.de/nachhaltigkeit Die Einordnung unserer CR-Themenfelder entsprechend den GRI-G4-Indikatoren finden Sie auf den Seiten 252 bis 253. >Weitere Informationen finden Sie unter: www. hochtief.de/interview-vs
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Weitere Informationen finden Sie im Kapitel
Strategie ab Seite 32 Corporate-Responsibility-Programm (CR-Programm)scroll
CR-Reporting bei HOCHTIEF: Verankerung in Breite und Tiefe![]()
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Weitere Informationen zu den Stakeholder-Gruppen
finden Sie auf Seite 145. CR-OrganisationBei HOCHTIEF ist Nachhaltigkeit organisatorisch fest verankert: Verschiedene Gremien mit klaren Verantwortlichkeiten sind dauerhaft installiert - so ist es auch in der CR-Richtlinie festgeschrieben. Zur CR-Organisation zählen das CR-Committee mit Beteiligung des Vorstands, das Kompetenzteam Nachhaltigkeit und die CR-Stabsstelle.> Auch in den Divisions HOCHTIEF Americas und Asia Pacific existieren CR-Committees. Die Auswertung und Umsetzung von Gremiumsthemen und -beschlüssen gehört ebenso zur CR-Arbeit wie der konzernweite Austausch der Ergebnisse. Die Konzerngesellschaften Turner und CIMIC haben eigene operative Kompetenzteams implementiert, die im Berichtsjahr mehrfach zusammentraten. Die Datenerfassung zur Nachhaltigkeit erfolgt über die konzernweit verankerte Software SoFi, deren Roll-out im Berichtsjahr angelaufen ist. Stakeholder-EinbindungDie angemessene Einbindung der Stakeholder ist unser Bestreben und eine kontinuierliche Aufgabe, um wichtige Impulse von außen bestmöglich aufzunehmen und umzusetzen. Dafür nutzen wir verschiedene Instrumente: Jährlicher CR-Stakeholder-Dialog: Bei einer offenen Diskussion mit Vertretern der für HOCHTIEF wesentlichen Stakeholder-Gruppen in der Konzernzentrale bewerten die Teilnehmer die Relevanz der Themenfelder und bringen ihre Anforderungen, Erfahrungen und Ideen ein. Zu den Impulsen zählten 2016: Angebot von Nachhaltigkeit als Leistung oder die Kommunikation von Nachhaltigkeitszielen. Die Ergebnisse werden in der CR-Arbeit von HOCHTIEF berücksichtigt und teilweise zu konkreten Projekten weiterentwickelt. 2016 wurde die Bedeutung der Themenfelder der Nachhaltigkeit bestätigt. Für 2017 ist die Weiterentwicklung des Formats als Fokusveranstaltung mit speziellen Stakeholder-Gruppen geplant. Jährliche Wesentlichkeitsanalyse: Die Gültigkeit der Nachhaltigkeitsthemen überprüfen wir jährlich, um bei Bedarf Anpassungen vornehmen zu können. 2016 haben sich insgesamt 1.670 Teilnehmer an einer online durchgeführten Stakeholder-Befragung sowie einer bevölkerungsrepräsentativen Befragung beteiligt. Die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse, die sich hauptsächlich kongruent zum Vorjahresergebnis darstellen, sind in der unten stehenden Matrix dargestellt. > Weitere Informationen finden Sie unter: www. hochtief.de/nachhaltigkeit (CR-Organisation) ![]() Märkte und RahmenbedingungenWeltwirtschaftliche Entwicklung1)Der Internationale Währungsfonds (IWF)f| erwartete für das Jahr 2016 ein weltwirtschaftliches Wachstum von 3,1 Prozent. Dies waren 0,1 Prozentpunkte weniger, als noch im April 2016 prognostiziert. Grund für den leichten Rückgang waren das schwache Wachstum im ersten Quartal in den Vereinigten Staaten sowie die gedämpfte Aussicht der entwickelten Volkswirtschaften, wesentlich verursacht durch das EU-Austrittsvotum in Großbritannien im Juni 2016. Die Prognose für 2017 wurde im Oktober 2016 vom IWF gegenüber dem Ausblick im April 2016 ebenfalls um 0,1 Prozentpunkte nach unten korrigiert; sie liegt nun bei 3,4 Prozent. Das Update des IWF im Januar 2017 für 2016 und 2017 zeigt keine Veränderung der Wachstumszahlen gegenüber dem Oktoberausblick. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer wurde die Prognose für 2016 und 2017 je um 0,1 Prozentpunkte im Januar-2017-Update reduziert. Obwohl sich der Weltmarkt und insbesondere die Volkswirtschaften in Europa von der unmittelbaren Schockreaktion auf den sogenannten Brexit wieder erholt haben, bleibt die langfristige Auswirkung unklar, da die weitere Entwicklung der institutionellen Abkommen und Handelsabkommen zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union noch ungewiss ist. Ähnliches gilt für die Beziehungen zwischen den USA und anderen Wirtschaftsräumen nach dem Regierungswechsel in Washington. Außer dem Brexit sieht der IWF noch weitere Risiken für die Weltwirtschaft, darunter ungelöste Probleme im europäischen Bankensystem, fehlende Strukturreformen, die aktuelle Flüchtlingssituation, geopolitische Verwerfungen sowie Terrorismus. Insbesondere im Update von Januar 2017 weist der IWF auf Risiken durch zunehmenden Protektionismus hin. In den USA könnten sich jedoch vor allem im Bausektor Wachstumschancen durch die angekündigten Investitionen der neuen US-Regierung in die heimische Infrastruktur ergeben. Dies führt auch zu einem leichten Anstieg des erwarteten Wachstums für 2017. Das allgemeine reale Wirtschaftswachstum (BIP) in den für HOCHTIEF bedeutenden Regionen (in Prozent)1)scroll
Wirtschaftliches Umfeld und Entwicklung in den Regionen von HOCHTIEF4)Erstmals seit 2008 ist Europas Wirtschaft schneller gewachsen als die der USA. Der Euroraum hat sich 2016 mit 1,7 Prozent stärker entwickelt als erwartet. Angetrieben wird die geringfügige Verbesserung im Wesentlichen durch eine etwas kräftigere Auslandsnachfrage und einen höheren privaten Konsum. Für das Jahr 2017 wird mit 1,6 Prozent ein etwas niedrigerer Anstieg erwartet. Die für HOCHTIEF relevanten Märkte in Europa werden sich 2017 voraussichtlich durchschnittlich gut entwickeln: Deutschland wird mit einem Wachstum von 1,5 Prozent im Jahr 2017 ein Motor für den Euroraum bleiben. Für das Vereinigte Königreich liegt die Prognose 2017 bei 1,5 Prozent und damit höher als im Oktober 2016 vorhergesagt, da die inländische Nachfrage doch stabiler ausfallen dürfte, als dies nach dem Brexit erwartet worden war. Für die prosperierenden Beneluxländer rechnen Experten mit einer anhaltend starken Wirtschaftsentwicklung. In Österreich wird für 2017 ein leichtes Marktwachstum von 1,2 Prozent erwartet. Bei robuster Konjunkturlage in Osteuropa peognostizieren Experten für Polen Steigerungsraten von 3,4 Prozent und für Tschechien einen Anstieg von 2,7 Prozent. Die Wirtschaft in den USA wuchs im abgelaufenen Geschäftsjahr um 1,6 Prozent, einen Prozentpunkt weniger als im Vorjahreszeitraum. Schon vor der US-Wahl gingen Wirtschaftsforscher aber von einem Anstieg des Konsums und der Beschäftigung aus. Der neue US-Präsident will vor allem die heimische Energieproduktion stärken und in den Ausbau der amerikanischen Infrastruktur investieren. Für 2017 rechnen die Experten darum aktuell mit einem Wachstum von 2,3 Prozent. Kanada verzeichnete im Berichtsjahr einen Anstieg der Volkswirtschaft von 1,3 Prozent. Dieses Ergebnis lag etwas über den Erwartungen vom Herbst 2016. Für das Jahr 2017 wird ein Anstieg von 1,9 Prozent erwartet. In Lateinamerika entwickelten sich die beiden für HOCHTIEF relevanten Volkswirtschaften Chile und Peru mit 1,7 beziehungsweise 3,7 Prozent deutlich besser als der Durchschnitt. Für 2017 wird für Chile ein Anstieg von zwei Prozent erwartet, für Peru prognostizieren Experten ein Wachstum von 4,1 Prozent. Australien wies für 2016 ein robustes Wachstum von 2,9 Prozent aus. Für 2017 werden 2,7 Prozent prognostiziert. Die Höhe ist unter anderem abhängig von der Entwicklung der Rohstoffpreise. Der Nahe Osten steht weiterhin vor schwierigen Herausforderungen, vor allem durch den weiterhin niedrigen Ölpreis sowie geopolitische Spannungen und zivile Konflikte in einigen Ländern. So konnte das für 2016 erwartete Wachstum sowie in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) von 3,1 Prozent nicht erreicht werden und lag bei 2,6 Prozent beziehungsweise 2,3 Prozent. Für das Jahr 2017 erwarten Experten für beide Länder jedoch wieder Steigerungsraten von 3,4 Prozent (Katar) und 2,5 Prozent in Katar von 4,9 Prozent (VAE).
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World Economic Outlook des IWF (Stand: Oktober
2016) und World Economic Outlook Update des IWF (Stand: Januar 2017) Zuwachs der Gesamtinvestitionen der Baubranche nach Regionen1)(Prozentuale Veränderungen gegenüber Vorjahr, gemessen in 2010 US-Dollar) ![]() VerkehrsinfrastrukturEntwicklung in den für HOCHTIEF relevanten Märkten und Marktsegmenten2)Die Märkte für Verkehrsinfrastruktur entwickelten sich 2016 in Westeuropa in den für HOCHTIEF relevanten Ländern außerordentlich positiv und lagen (bis auf Dänemark und Österreich) alle über dem Durchschnitt von 2,3 Prozent. Für 2017 wird eine durchschnittliche Wachstumsrate für Westeuropa von 1,5 Prozent erwartet. In Deutschland kamen 2016 deutlich mehr Aufträge für den Ausbau des Schienen- oder Straßennetzes in den Markt als in den vergangenen Jahren - die Steigerung betrug 4,7 Prozent. Für 2017 rechnen Experten mit einem leichten Rückgang des Anstiegs der Baunachfrage auf immerhin noch 3,7 Prozent. Vor allem der Bund will mehr Geld als jemals zuvor in den Ausbau und vor allem den Erhalt des Verkehrsnetzes investieren: Der im August 2016 von der Bundesregierung verabschiedete Bundesverkehrswegeplan sieht Investitionen von rund 270 Mrd. Euro bis 2030 vor. Ein Großteil der Investitionen ist für den Erhalt der Infrastruktur vorgesehen.3)
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IHS Global Construction Outlook, Dezember
2016 Wachstum der regionalen Baumärkte von HOCHTIEF1)scroll
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IHS Global Insight: Global Construction Outlook, Dezember 2016 Großbritannien zeigte 2016 ein Wachstum von 3,3 Prozent und lag damit über dem Durchschnitt von Westeuropa. Für 2017 wird ein Rückgang der Bauinvestitionen in die Verkehrsinfrastruktur von 1,2 Prozent vorhergesagt - damit werden sich erste Auswirkungen des Brexits bemerkbar machen. In Norwegen wirkt sich das Investitionsprogramm "National Transport Plan 2014-2023" positiv auf die Bauwirtschaft aus. Der Bereich Verkehrsinfrastruktur legte im Berichtsjahr um 7,1 Prozent zu. Für 2017 wird eine Steigerung von 2,1 Prozent prognostiziert. Der Rückgang des Wachstums liegt insbesondere an einem geringeren Investment ins Schienensystem.4) Schweden verzeichnete im Jahr 2016 mit 4,4 Prozent ein deutlich besseres Wachstum als prognostiziert. Dieses Niveau wird das nordeuropäische Land 2017 voraussichtlich halten können (2,7 Prozent). Der Verkehrsmarkt in Österreich zeigt sich mit einem Anstieg von 1,3 Prozent im Jahr 2016 und erwarteten 1,1 Prozent im laufenden Jahr solide. Das im Februar des Berichtsjahres veröffentlichte Infrastrukturinvestitionsprogramm 2016 der österreichischen Bundesgesellschaft Asfinag sieht Investitionen von einer Milliarde Euro für Neubau und Erhaltung des österreichischen Straßennetzes vor. Im aktuellen Sechsjahresprogramm sind Infrastrukturinvestitionen von 7,3 Mrd. Euro bis 2021 vorgesehen.1) In Osteuropa, besonders in Polen und Tschechien, brach der Markt für Verkehrsinfrastruktur nach außergewöhnlichen Steigerungen in den Vorjahren deutlich ein. Dennoch erwarten Experten für 2017 zumindest für Tschechien wieder eine Belebung von 2,3 Prozent. 2016 schrumpfte der Verkehrsinfrastrukturmarkt in den USA um 2,5 Prozent - der Grad der Unsicherheit war im Vorfeld der Präsidentschaftswahl außergewöhnlich hoch und bestimmte auch das Vorgehen der Federal Reserve und der OPEC. Die Aussichten für Verkehrsinfrastrukturprojekte haben sich seitdem deutlich verbessert: Der neue US-Präsident hat einen Investitionsplan für Infrastruktur in Höhe von einer Billion US-Dollar (knapp 950 Mrd. Euro) über die kommenden zehn Jahre angekündigt - ein großer Teil dieser Summe soll in den Verkehrsbereich fließen. Dieser positive Trend zeichnet sich auch in den Zahlen ab. So wird schon für 2017 mit einem leichten Wachstum von knapp einem Prozent gerechnet. Kanada verzeichnete im Jahr 2016 einen Anstieg von 3,6 Prozent. Für 2017 wird eine noch stärkere Steigerung von 6,5 Prozent erwartet. Allein der im Mai 2016 veröffentlichte Infrastrukturplan der Regierung sieht für die kommenden zehn Jahre Investitionen in die Infrastruktur in Höhe von 120 Mrd. kanadischen Dollar (zirka 85 Mrd. Euro) vor. Die für HOCHTIEF relevanten Länder in Lateinamerika zeigten 2016 ein zum Teil moderates Wachstum von 2,6 Prozent (Peru) und 0,8 Prozent (Chile). 2017 soll in beiden Ländern mehr in Verkehrsnetze investiert werden. Das Forschungsinstitut IHS Global Insight erwartet für Peru eine Steigerung um 3,3 Prozent, für Chile jedoch ein Absinken des Wachstums auf 0,5 Prozent - dort sollen nach einer Ankündigung der Regierung im Mai 2016 in den kommenden zwei Jahren mindestens zehn große Infrastrukturprojekte in Höhe von vier Mrd. US-Dollar ausgeschrieben werden.2) In Australien sorgt der Verkehrsmarkt für den stärksten Aufwind im gesamten Infrastrukturbereich, da eine Serie von Großprojekten ab 2016 starten. Die Treiber hierfür sind zum einen der Privatsektor, aber auch ein erneuter Fokus der Regierung auf staatliche Aufträge im Verkehrswegebau. Die positive Entwicklung wird nach Ansicht von Experten auch in den kommenden Jahren anhalten. Diverse Landesregierungen haben eine erhöhte Finanzierung (einschließlich mehrerer PPP-Projekte' für Verkehrsvorhaben im Schienen- und Straßensegment in Aussicht gestellt. Der Gesamtwert der Projekte für diese Segmente wird voraussichtlich von zirka 17 Mrd. australische Dollar (zirka 11,6 Mrd. Euro' im Jahr 2016 auf zirka 27 Mrd. australischen Dollar (zirka 18,5 Mrd. Euro' im Jahr 2020 steigen. Dies bedeutet ein Anstieg von mehr als 50% und bietet für unsere australische Tochtergesellschaft CIMIC eine ausgezeichnete Grundlage an diesem Wachstum zu partizipieren. Zu den wichtigsten Vorhaben im Schienenbereich zählen Metroprojekte in Melbourne und Sydney. Im Straßenbau wird die Fortführung des WestConnex-Projekts in New South Wales, an dem CIMIC bereits beteiligt ist, eine wichtige Rolle spielen.3) Die Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur im Nahen Osten entwickelten sich im Jahr 2016 weiterhin sehr positiv. Besonders in Katar wuchs der Markt im Verkehrssektor mit 18,3 Prozent außergewöhnlich stark. Katar hatte 2014 angekündigt, bis 2018 eine Summe von 205 Mrd. US-Dollar (zirka 194,5 Mrd. Euro' für Infrastrukturprojekte aufzuwenden4) - für 2017 wird mit einem Anstieg des Verkehrssektors noch um 7,9 Prozent gerechnet.
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Prozentuale Veränderungen gegenüber Vorjahr
gemessen in 2010 US-Dollar Public-Private-Partnership-(PPP-)VerkehrsinfrastrukturprojekteIn Deutschland hat das Bundesverkehrsministerium eine neue Generation von PPP-Infrastrukturprojekten angekündigt und will bis Ende 2019 jährlich zwei bis drei Straßenprojekte ausschreiben.5) Im Bundeshaushaltsplan sind hierfür zusätzlich zu den laufenden Ausschreibungen für die kommenden Jahre Ausgaben von über zehn Mrd. Euro veranschlagt.6) Der PPP-Markt in den Niederlanden ist weiterhin positiv. Für die Jahre 2017 und 2018 sind PPP-Projekte im Bereich der Verkehrsinfrastruktur mit einem Bauvolumen von fast vier Mrd. Euro geplant. Norwegen steckt weiterhin in den Vorbereitungen für drei PPP-Straßenprojekte. Das erste Projekt, die "Rv 3/25 Ommangsvollen-Grundset", soll kurzfristig auf den Markt kommen. Das tschechische Transportministerium setzt ebenfalls auf PPP und möchte die Autobahnen R4 und R7 mit diesem Geschäftsmodell planen, bauen, finanzieren und betreiben. Es wird erwartet, dass das Projekt R4 (Haje - Mirotice) im Herbst 2017 ausgeschrieben wird. Großbritannien hat einen Investitionsbedarf im Bereich Infrastruktur in Höhe von 400 Mrd. Pfund (zirka 467 Mrd. Euro' identifiziert (National Infrastructure and Delivery Plan 2016-2021'. Über die kommenden zwei Jahre möchte die britische Regierung mehr als 50 Mrd. Pfund (zirka 58 Mrd. Euro' in diesen Bereich investieren, davon rund 17 Mrd. Pfund (zirka 20 Mrd. Euro' pro Jahr für Verkehrsvorhaben. PPP bleibt weiterhin eine Option für die Finanzierung dieser Projekte, vor allem in Bezug auf die größeren Verkehrsadern von "nationaler Bedeutung".1) Kanada setzt seit Langem auf PPP. Im Berichtsjahr haben neun Aufträge mit einem Gesamtvolumen von 4,64 Mrd. kanadischen Dollar (zirka 3,3 Mrd. Euro' den Financial Close erreicht.2) Die Planungen für das Jahr 2017 deuten darauf hin, dass die Investitionen weiter steigen werden, da eine Reihe von Großprojekten an den Markt kommen soll - darunter die Projekte George Massey Tunnel Replacement und Gordie Howe Bridge. Im August 2016 hat die kanadische Regierung einen großen Finanzierungsplan vorgestellt, um das Transportnetz in Ontario zu modernisieren. Auch PPP-Projekte sollen durch die von der Regierung genehmigten Investitionen in Höhe von 2,97 Mrd. kanadischen Dollar3) (zirka 2,06 Mrd. Euro) finanziert werden. Während Kanada den nordamerikanischen Markt bei Volumen und Zahl der Projekte klar anführt, macht der PPP-Markt in den USA4) erste Fortschritte: Vier Verkehrsprojekte mit einem Umfang von insgesamt knapp sieben Mrd. US-Dollar Euro (zirka 6,6 Mrd. Euro', darunter ein Flughafenprojekt in New York, erreichten im Jahr 2016 den Financial Close. Vier weitere Projekte mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 5,8 Mrd. US-Dollar (zirka 5,5 Mrd. Euro) befanden sich Ende 2016 in der Angebotsphase. Australien verfügt über einen reifen und sehr attraktiven PPP-Markt. Das gilt sowohl für Verkehrs- als auch für soziale und urbane Infrastrukturprojekte. Zurzeit werden besonders viele Bahnprojekte mit variierendem Leistungsumfang ausgeschrieben und umgesetzt. So werden zum Beispiel in Melbourne ein Metro-Rail-Projekt mit einem Wert von sechs Mrd. australischen Dollar (zirka 4,1 Mrd. Euro) oder in Canberra das Projekt Light Rail Stage 2 mit einem Wert von einer Mrd. australischen Dollar (zirka 685 Mio. Euro' als PPP-Modelle ausgeführt. In den kommenden Jahren werden weitere PPP-Projekte für den Straßenbau erwartet.5)
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Asfinag-Pressearchiv EnergieinfrastrukturEntwicklung in Energiemärkten nach Ländern und Regionen6)Erstmals nach drei aufeinanderfolgenden Jahren ist der Markt für Energieinfrastruktur in Westeuropa 2016 wieder gewachsen, nämlich mit 1,1 Prozent. Der positive Trend wird sich 2017 sogar noch verstärken: Es wird mit einem Anstieg von 3,4 Prozent gerechnet. Der Energiemarkt in Deutschland wuchs 2016 um drei Prozent. Diese Tendenz wird voraussichtlich 2017 mit einem Wachstum von über fünf Prozent noch gesteigert werden. Zwar hat sich die Kapazitätserweiterung im Bereich der erneuerbaren Energien deutlich verlangsamt und in konventionelle Stromerzeugung wird kaum investiert, dafür zeigen Investitionen in den Netzausbau (Fernwärme, Gas und Strom) eine stabilisierende Wirkung. Ein wichtiger Impuls soll nach Einschätzung von Experten auch in den kommenden Jahren aus dem lang erwarteten Ausbau des Stromnetzes kommen. Auch der Anstieg im Wohnungsbau ist ein weiterer Stimulus für den Energiemarkt.7) Der Energiemarkt in Österreich zeigte 2016 ein solides Wachstum von 1,3 Prozent. Für das Jahr 2017 wird ein Anstieg von 4,3 Prozent erwartet. Durch den 2015 beschlossenen Energienetzausbau werden innerhalb von drei Jahren bis zu 700 Millionen Euro investiert.1) Obwohl Norwegen vom niedrigen Ölpreis stark betroffen war, hat sich der Markt 2016 wieder erholt und zeigte ein Wachstum von 1,8 Prozent. Der positive Trend wird voraussichtlich auch 2017 anhalten. Mehrere Kraftwerksprojekte sollen für eine Steigerung in diesem Marktsegment von 5,6 Prozent sorgen. Generell wird mit einer Verdoppelung der Investitionen von 2015 bis 2018 gerechnet.2) Der Energiemarkt in Schweden ist 2016 um 0,7 Prozent gewachsen. Für 2017 wird ein Anstieg von 1,7 Prozent erwartet. Statt einer erwarteten Steigerung der Produktion im US-Energiemarkt um 8,1 Prozent ist der Markt 2016 sogar um ein Prozent geschrumpft, vor allem wegen des weiterhin niedrigen Ölpreises. Jedoch werden sich die von der neuen US-Regierung angekündigten Unterstützungsmaßnahmen für die konventionelle Energieerzeugung auf die Marktentwicklung auswirken; es wird wieder mit einem Wachstum von über zwei Prozent für 2017 gerechnet. Der Markt für Energieinfrastruktur in Kanada ist 2016 mit 0,2 Prozent leicht zurückgegangen. Für 2017 wird wieder eine Zunahme von 3,3 Prozent erwartet. Innerhalb Lateinamerikas schrumpften im Berichtsjahr die Märkte für Energieprojekte in Chile (0,3 Prozent) und Peru (1,6 Prozent) wieder leicht. Für beide Länder gehen Experten von einer deutlichen Konjunkturbelebung in diesem Segment aus (Peru +5,1 Prozent und Chile +1,5 Prozent). Der Markt für Energieinfrastruktur in Australien ging um fast 30 Prozent zurück, liegt aber aufgrund zahlreicher Projekte in diesem Segment insgesamt weiterhin auf hohem Niveau. Für 2017 wird damit gerechnet, das sich der Rückgang auf 17 Prozent verlangsamt. Der negative Marktausblick ist hauptsächlich durch einen Rückgang im Bereich Öl und Gas zu erklären.3) Das starke Wachstum im Nahen Osten hat sich im Jahr 2016 wegen der niedrigen Ölpreise zwar verlangsamt, lag in Katar mit einem Anstieg der Produktion um zwölf Prozent aber dennoch auf Rekordhöhe. Für 2017 werden Zuwächse von 9,5 Prozent erwartet. Saudi-Arabien konnte nicht mithalten und zeigte einen Rückgang von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für 2017 wird wieder eine Steigerung von 0,6 Prozent erwartet.
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Department of Public Expenditure and Reform Soziale und urbane InfrastrukturEntwicklung in den Hochbaumärkten nach Ländern und Regionen4)Der Hochbaumarkt in Westeuropa zeigte im Berichtsjahr ein robustes Wachstum von 1,8 Prozent (Hochbau exklusive Wohnungsbau) und 3,6 Prozent (Wohnungsbau'. Der Ausblick für 2017 bleibt auf diesem Niveau. Osteuropa erlitt 2016 starke Einbrüche, kann sich aber insbesondere im Hochbau (exklusive Wohnungsbau) 2017 wieder erholen und wächst voraussichtlich um 1,7 Prozent. Der Markt für den Hochbau (exklusive Wohnungsbau' in Deutschland wuchs im Berichtsjahr kräftig um 2,4 Prozent. Für 2017 ist eine weitere Steigerung auf eine Rate von 2,8 Prozent zu erwarten. Der Trend soll nach Ansicht der Experten anhalten. Dazu werden die Marktsegmente Industrieimmobilien (+4,7 Prozent) und Gewerbeimmobilien (+3,0 Prozent) besonders stark beitragen. Die Hochbaumärkte (exklusive Wohnungsbau' Nordamerikas zeigten sich 2016 in sehr unterschiedlicher Verfassung: Die USA verzeichneten ein Wachstum von 4,9 Prozent, Kanada hingegen einen Rückgang um 4,9 Prozent. Für 2017 werden gegensätzliche Entwicklungen erwartet: In den USA wird sich das Wachstum auf 1,4 Prozent verlangsamen, der Markt in Kanada zeigt einen positiven Trend, der Rückgang soll sich auf 2,1 Prozent verringern. Im Jahr 2016 ist der Markt für den Hochbau (exklusive Wohnungsbau' in Australien um 1,8 Prozent zurückgegangen, die Entwicklung wird sich 2017 umkehren; Experten rechnen mit einem Zuwachs von 9,0 Prozent.5) Soziale und urbane Infrastruktur im PPP-Bereich In Deutschland wurden seit 2002 insgesamt 190 PPP-Hochbauprojekte mit einem Investitionsvolumen von rund 6,0 Mrd. Euro realisiert. Ende 2016 befanden sich 52 Projekte in der Ausschreibungsphase und schätzungsweise 100 Hochbauprojekte mit Schwerpunkten auf Bildung, Verwaltung, Sicherheit und Freizeit in Vorbereitung und Planung.1) Für das Jahr 2017 erwarten wir weiterhin eine steigende Nachfrage: Unter anderem wurde ein Fonds zur Förderung von Kommunalinvestitionen in Höhe von 3,5 Mrd. Euro von der Bundesregierung auch für PPP-Projekte bereitgestellt. Öffentlich-private Partnerschaften (ÖPP' wurden bisher am häufigsten auf kommunaler Ebene durchgeführt. Rund jede fünfte ÖPP-Kommune hat aufgrund ihrer positiven Erfahrungen weitere ÖPP-Projekte angestoßen. Die Städte und Gemeinden profitieren damit vom Trend zu nachhaltigen Immobilien, die über den gesamten Lebenszyklus optimiert werden.2) In Polen wurden im Berichtsjahr 47 Ausschreibungen auf der Grundlage des PPP- beziehungsweise Konzessionsgesetzes veröffentlicht, vier dieser Bauvorhaben kommen aus dem Bereich soziale Infrastruktur. Im Durchschnitt lag die Investitionshöhe der ausgeschriebenen Hochbauprojekte bei knapp zehn Mio. Euro. Im Berichtsjahr waren 64 Projekte in der Verhandlungsphase. Acht PPP- beziehungsweise Konzessionsverträge wurden im Jahr 2016 unterzeichnet.3) Großbritannien verfügt über einen der bestentwickelten PPP-Hochbaumärkte weltweit. Mehr als 700 PPP-Projekte der sozialen und urbanen Infrastruktur sind seit Anfang der 1990er-Jahre realisiert worden. Das Wachstum hat sich verlangsamt, da die Anzahl neuer Projekte geringer geworden ist, es bleibt aber ein erheblicher Investitionsbedarf, insbesondere im Bildungssektor. Vor diesem Hintergrund bleiben die Aussichten für neues Wachstum positiv. Öffentlich-private Partnerschaften spielen in Kanada weiterhin eine bedeutende Rolle. Ein wesentlicher Aspekt der PPP-Pläne der Regierung ist es, erhebliche Mittel für neue Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Ontario wies in der Vergangenheit eine stabile Pipeline von sozialen Infrastrukturprojekten aus. Ein weiteres Programm sowie Updates zu laufenden Projekten4) wurden im November 2016 verkündet, dabei liegt der Fokus jedoch auf Verkehrsinfrastrukturprojekten für 2017. British Columbia bringt 2017 drei große Projekte im Gesundheitswesen mit einem Volumen von etwa 1,38 Mrd. kanadischen Dollar (zirka 973 Mio. Euro) pro Projekt an den Markt. Hinzu kommt eine Reihe kleinerer PPP-Bauvorhaben, darunter Gerichtsgebäude.5) Zwei Projekte mit einem Volumen von 1,67 Mrd. US-Dollar (zirka 1,6 Mrd. Euro) haben im Berichtsjahr in Kalifornien in den USA den Financial Close erreicht - das ist mehr als in den Vorjahren in den gesamten Vereinigten Staaten. Ein weiteres Projekt mit einem Volumen von rund 500 Mio. US-Dollar (zirka 474 Mio. Euro) ist laut InfraAmericas in der Bearbeitung. Auch in Australien gibt es eine stabile Pipeline sozialer Infrastruktur-PPP-Projekte, wie Schulen, Gefängnisse und Krankenhäuser. So sollen fünf Krankenhäuser als Partnership-Projekt in New South Wales im Wert von einer Mrd. australischen Dollar (zirka 685 Mio. Euro) und ein Gefängnis in Western Australia im Wert von 300 Mio. australischen Dollar (zirka 206 Mio. Euro) realisiert werden.6)
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Bundeskanzleramt; Arbeitsmarkt- und Konjunkturgipfel
2015 Mediendienstleistunge7)Entwicklung der Rohstoffmärkte nach Ländern und Regionen7)Die weltweit langfristig steigende Nachfrage nach Rohstoffen sorgt für kontinuierliches Wachstum. Für das Minengeschäft im HOCHTIEF-Konzern ist Thiess, ein Tochterunternehmen von CIMIC, sehr gut aufgestellt. Thiess gilt als der weltweit größte Dienstleister im Minengeschäft und ist in Australien sowie in verschiedenen Regionen Indonesiens, der Mongolei, Kanadas, Botswanas und Chiles tätig. Hinzu kommt seit 2016 der Minendienstleister Sedgman - mit dieser Gesellschaft bietet CIMIC Services für den Abbau von Mineralien sowie dazugehörige Infrastrukturlösungen für die weltweite Rohstoffindustrie an. Mit unseren Gesellschaften werden wir weiterhin an der positiven Marktentwicklung partizipieren.
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Partnerschaften Deutschland, Stand: September
2016 Top-3-Exporteure von Kraftwerkskohle1) (in Mio. t)![]()
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BREE Quarterly, Dezember 2016 Im Berichtsjahr hat Australien Marktanteile beim Export von Ressourcen und Energierohstoffen gewinnen können. Dies ist auf eine große Investition in neue Kapazitäten in den vergangenen zehn Jahren, niedrige Produktionskosten und die relativ hohe Qualität der australischen Ressourcen zurückzuführen. Der globale Konsum stieg 2016 für die meisten Rohstoff- und Energiegüter an, die Australien produziert. Dies spiegelt sich im starken Wachstum der australischen Exporte von Rohstoffen und Energierohstoffen wider, die voraussichtlich im Zeitraum von 2016 bis 2017 um 30 Prozent auf einen Rekordwert von 204 Mrd. australischen Dollar (zirka 139,8 Mrd. Euro) steigen werden. Das Exportvolumen von Flüssiggas ist 2016 im Jahresvergleich um 50 Prozent gewachsen, insbesondere durch die Fertigstellung mehrerer Großprojekte wie dem Gorgon-LNG-Projekt, an dem CIMIC maßgeblich beteiligt war. Handelsvolumen Eisenerz2) (in Mio. t)![]()
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BREE Resources and Energy Quarterly, Dezember
2016 Zum ersten Mal seit vier Jahren stieg der Preis für thermische Kohle 2016 wieder an. Die Entwicklung wurde angetrieben durch die Nachfrage aus China, witterungsbedingte Versorgungsstörungen in Indonesien und durch den heißen Sommer in China. Australien ist weltweit einer der größten Förderer und Exporteure von Kohle. Im Bereich Kraftwerkskohle stand Australien 2016 mit 200 Megatonnen (mt) weiter hinter Indonesien (340 mt' und vor Russland (140 mt) auf dem zweiten Platz. Für das Jahr 2017 wird wieder ein Wachstum von vier Prozent vorausgesagt.3) Obwohl in den vergangenen Jahren die Exportmenge insgesamt deutlich sank, ist Indonesien immer noch mit Abstand der größte Exporteur von Kraftwerkskohle. 2016 sind die Exportmengen gegenüber dem Vorjahr um sieben Prozent gesunken. Trotz der jüngsten Kursrallye sind die Hersteller in Indonesien nicht in der Lage, auf die Preiserhöhungen zu reagieren. Vor allem kleinere Minen haben mit logistischen Problemen und Schuldverpflichtungen zu kämpfen. Die Exporte für 2016 bleiben mit 340 Millionen Tonnen unter dem Vorjahresniveau, vor allem wegen des schlechten Wetters und der Verladedauer. Für 2017 wird für Indonesien eine stabile Exportmenge von 341 Millionen Tonnen erwartet. Die höheren Preise und normale Wetterbedingungen könnten jedoch positive Auswirkungen haben. Der globale Eisenerzhandel ist im Jahr 2016 um 3,3 Prozent auf rund 1,49 Mrd. Tonnen gewachsen. Er wird weiterhin von Australien dominiert. 2016 ist das Exportvolumen um 4,5 Prozent gestiegen, für 2017 werden sogar 7,5 Prozent Wachstum erwartet. Diese positive Entwicklung wird durch operative Verbesserungen und hohe Investitionen in die Mineninfrastruktur unterstützt.
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BREE Resources and Energy Quarterly, September
und Dezember 2016 Rechtliche und wirtschaftliche RahmenbedingungenWirtschaftspolitik in den USADer neue US-Präsident wird in den USA Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur forcieren: Er hatte bereits im Wahlkampf ein Programm angekündigt, nach dem innerhalb der kommenden zehn Jahre knapp 950 Mrd. Euro in Infrastrukturprojekte, vorrangig im Verkehrsbereich, fließen sollen. Durch die Stärkung der Wirtschaft werden voraussichtlich auch vermehrt Aufträge im Hochbaubereich ausgeschrieben werden. Neue Vergaberichtlinie in deutsches Recht überführtDie deutsche Bundesregierung hat das deutsche Vergaberecht gemäß dem vergaberechtlichen EU-Richtlinienpaket von 2014 modernisiert. Der Fokus auf die Förderung sozialer, umweltbezogener und innovativer Aspekte wurde verstärkt - damit gewinnen die Belange der Nachhaltigkeit an Bedeutung. Die Einhaltung umweltrechtlicher Verpflichtungen ist künftig ebenso ein vergaberechtlicher Grundsatz wie die bisher geltenden Grundsätze. Zudem ist künftig die gesamte Kommunikation bei Vergabeverfahren über eine elektronische Vergabeplattform verpflichtend. Diese umfassende Vergaberechtsreform trat am 18. April 2016 in Kraft. Nationaler Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte verabschiedetDie deutsche Bundesregierung hat im Dezember 2016 den Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP' verabschiedet. Ziel ist die Umsetzung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte. Der NAP soll die Einhaltung von Menschenrechten entlang der Liefer- und Wertschöpfungskette in Deutschland und weltweit verbessern. Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen in Kraft getretenZum 1. Januar 2016 traten die Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs' der Vereinten Nationen in Kraft. Die 17 formulierten Ziele sollen die nachhaltige Entwicklung auf ökonomischer, ökologischer und sozialer Ebene sichern. Unternehmen sind aufgerufen, Strategien und Maßnahmen an den SDGs auszurichten. Deutscher Gesetzentwurf zur Umsetzung der neuen CSR-RichtlinieIm September 2016 hat die deutsche Bundesregierung ihren Gesetzentwurf zur Umsetzung der EU-CSR-Richtlinie vorgelegt, die neue Berichtspflichten für börsennotierte Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten vorsieht. Die verpflichtende Angabe von Informationen über Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange sowie die Achtung der Menschenrechte, Bekämpfung von Korruption und Bestechung ab dem Geschäftsjahr 2017 im Lagebericht soll zu einer besseren Transparenz bei nicht finanziellen Aspekten führen. Geplante Veränderungen im deutschen EnergieeinsparrechtDie deutsche Bundesregierung plant eine Novelle des Energieeinsparrechts und die Zusammenlegung des Energieeinspargesetzes (EnEG', der Energieeinsparverordnung (EnEV' und des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG) für öffentliche Gebäude in einem Gebäudeenergiegesetz. Hintergrund ist neben dem Koalitionsvertrag die EU-Gebäuderichtlinie. Danach müssen ab dem 1. Januar 2019 alle neuen Gebäude als Niedrigstenergiegebäude ausgeführt werden. Auftragsentwicklung 2016Starker Auftragseingang und Leistung auf hohem NiveauHOCHTIEF konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr den Auftragseingang erheblich steigern. Bei fortgesetzter Konzentration auf das Kerngeschäft sank die Leistung erwartungsgemäß, bleibt aber weiterhin auf hohem Niveau. Auftragseingang: starke Zunahme in unseren SchlüsselmärktenDer Auftragseingang des Konzerns lag im Geschäftsjahr mit 24,81 Mrd. Euro deutlich über dem nominalen Vorjahreswert in Höhe von 22,26 Mrd. Euro (plus 12 Prozent)1) . Bereinigt um nicht fortgeführte Projekte im Mittleren Osten, ergibt sich eine Zunahme von plus 15 Prozent. Die Division HOCHTIEF Americas erzielte das dritte Jahr in Folge einen neuen Rekordwert für den Auftragseingang. So konnten neue Aufträge im Wert von 13,66 Mrd. Euro verbucht werden, was einer Steigerung von 26 Prozent gegenüber dem Geschäftsjahr 2015 entspricht. Getragen wurde diese starke Entwicklung vor allem durch Projektakquisitionen von Turner, was einmal mehr die hervorragende Positionierung der Gesellschaft im US-Markt reflektiert. Auch die Division HOCHTIEF Asia Pacific konnte wieder bedeutende Bauaufträge im Infrastrukturbereich sowie langfristige Contract-Mining-Aufträge gewinnen. Unter Fortsetzung der selektiven und risikobewussten Auftragshereinnahme und trotz eines sich abschwächenden australischen Dollars im Jahresverlauf konnte der Auftragseingang von 8,62 Mrd. Euro im Vorjahr auf 8,95 Mrd. Euro gesteigert werden (plus 4 Prozent). Der Auftragseingang der Division HOCHTIEF Europe liegt mit 2,10 Mrd. Euro unter dem nominalen Wert des Vorjahres (2,7 Mrd. Euro). Auf vergleichbarer Basis, das heißt nach Bereinigung des Auftragseingangs um die nicht fortgeführten Projekte im Mittleren Osten (Auftragseingang HOCHTIEF Europe 2015 bereinigt 1,97 Mrd. Euro), zeigt sich auch hier ein deutlicher Anstieg der Aufträge (plus 7 Prozent).
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Ermittlung der Prozentwerte auf Basis Mio.
Euro Leistung: erwartete Entwicklung auf hohem NiveauDie Leistung im Konzern sank erwartungsgemäß um 7 Prozent unter den Vorjahreswert, sie liegt mit einem Wert von 22,29 Mrd. Euro aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Dabei erzielte die Division HOCHTIEF Americas im dritten Jahr in Folge mit 11,12 Mrd. Euro einen neuen Rekordwert (plus 2 Prozent) in der Leistung. Die Leistung der Division HOCHTIEF Asia Pacific liegt durch Abarbeitung des Auftragsbestands von Contract-Mining-Aufträgen und Infrastrukturprojekten weiterhin auf einem hohen Niveau. Die fortgesetzte Transformation der australischen Tochtergesellschaft CIMIC sowie das Auslaufen großvolumiger LNG-Projekte führten erwartungsgemäß zu einem Rückgang der Leistung im Geschäftsjahr auf 9,11 Mrd. Euro. Damit lag die Division Asia Pacific um 16 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang der Leistung in der Division Europe (minus 6 Prozent) auf 1,95 Mrd. Euro resultiert aus der fortgesetzten regionalen Transformation der Division und der Konzentration auf das Kerngeschäft. Der Anteil der internationalen Leistung beträgt 96 Prozent der Konzernleistung. Basierend auf den Zahlen des Geschäftsberichts 2015, erreichte HOCHTIEF einmal mehr einen Spitzenplatz in der Rangliste "The Top 225 International Contractors" im jährlichen Ranking des Fachmagazins Engineering News-Record. Auftragsbestand: stabile Basis für positive LeistungsentwicklungDer Auftragsbestand erreichte zum Ende des Berichtsjahres einen Wert von 43,09 Mrd. Euro. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Auftragsbestand damit deutlich um 6,37 Mrd. Euro (plus 17 Prozent). Gegenüber dem bereinigten Vorjahreswert entspricht dies einem Plus von 20 Prozent. Der Auftragsbestand der Division HOCHTIEF Americas lag mit 15,90 Mrd. Euro 24 Prozent über dem bereits sehr hohen Vorjahreswert. Die Division HOCHTIEF Asia Pacific erhöhte ihren Auftragsbestand auf 23,30 Mrd. Euro (plus 20 Prozent); darin enthalten sind 3,40 Mrd. Euro Auftragsbestand aus der Erstkonsolidierung der im Berichtsjahr akquirierten UGL. Der Auftragsbestand der Division HOCHTIEF Europe liegt mit 3,89 Mrd. Euro 5 Prozent über dem bereinigten Vorjahreswert von 3,70 Mrd. Euro (4,40 Mrd. Euro) einschließlich nicht fortgeführter Projekte im Mittleren Osten. Auf Basis der aktuellen Konzernjahresleistung gewährleistet der Konzernauftragsbestand eine hohe rechnerische Auslastung von 23 Monaten. Neben dieser sehr guten Auftragslage besteht in den Schlüsselmärkten eine sehr starke Tenderpipeline für 2017 und darüber hinaus. ![]() Wertschöpfung 2016HOCHTIEF stellt mit der Wertschöpfungsrechnung die Entstehung seiner wirtschaftlichen Leistungskraft dar und erläutert gleichzeitig, in welcher Höhe öffentliche und private Interessengruppen hiervon profitieren. Im Geschäftsjahr 2016 hat HOCHTIEF den Weg zur Steigerung der Profitabilität und Liquidität konsequent fortgesetzt. Nachhaltiges Handeln führte zur erneuten Listung im Dow Jones Sustainability Index (DJSI). Dieses Engagement für Nachhaltigkeit erhöht die Wertschätzung bei Kunden sowie am Kapital- und Arbeitsmarkt. Der Anteil der Nettowertschöpfung an der Unternehmensleistung lag 2016 mit 20,2 Prozent auf dem Niveau der Vorjahre. Den Großteil dieser erwirtschafteten Nettowertschöpfung verwendete der HOCHTIEF-Konzern, wie in den Vorjahren, auch im Geschäftsjahr 2016 wieder überwiegend für seine Mitarbeiter. Dieser hohe Wertschöpfungsbeitrag erlaubt es uns, weiterhin attraktive Arbeitsplätze zu angemessenen Konditionen anbieten zu können. Die Entwicklung in diesem Bereich resultiert aus den in den Vorjahren begonnenen Transformationsprozessen im HOCHTIEF-Konzern. Die Teile der Wertschöpfung, die in Form von Ausschüttungen an andere Gesellschafter gingen, betrugen im Geschäftsjahr 2016 insgesamt 113,0 Mio. Euro. Die Reduzierung im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung unseres Anteils an der CIMIC-Gruppe. Im Geschäftsjahr 2016 liegt der Anteil der öffentlichen Hand von 4,6 Prozent (187,2 Mio. Euro) wieder auf dem Niveau des Vorjahres. HOCHTIEF weist eine gute Bonität auf und bietet in einem aktuell schwierigen Marktumfeld mit niedrigem Zinsniveau eine dauerhaft attraktive Investitionsmöglichkeit für Fremd- und Eigenkapitalgeber. Der für Kreditgeber verwendete Anteil der Wertschöpfung betrug im Geschäftsjahr 161,8 Mio. Euro und wurde somit gegenüber dem Vorjahr aufgrund der reduzierten Fremdverschuldung und Zinssätze gesenkt. Der Anspruch von HOCHTIEF ist es, seine Aktionäre an der positiven Ergebnisentwicklung des Unternehmens entsprechend zu beteiligen. Aufgrund der damit verbundenen Steigerung der Dividende im vergangenen Geschäftsjahr wurde der Anteil, der auf unsere Aktionäre und das Unternehmen selbst entfiel, mit 320,5 Mio. Euro oder 7,9 Prozent der Nettowertschöpfung deutlich erhöht. Entstehung der Wertschöpfungscroll
Verwendung der Wertschöpfungscroll
Ertrags-, Finanz- und VermögenslageErtragslageHOCHTIEF hat bei der Transformation des Geschäftsmodells große Fortschritte gemacht und fokussiert sich als global agierender Infrastrukturbaukonzern auf die Kerngeschäftsfelder Bauen, Public-Private-Partnership, Engineering, Mining und Services. Effizienz und Profitabilität, Liquidität und Risikomanagement wurden weiter erheblich verbessert und sind die Basis für unser nachhaltiges cashbasiertes Wachstum. Zu unserer Strategie gehört es auch, den Wert von HOCHTIEF durch Zukäufe in zukunftsträchtigen Marktsegmenten weiter zu steigern. Aus diesem Grund haben wir über unsere Tochtergesellschaft CIMIC die Mehrheit an den australischen Engineering- und Dienstleistungsunternehmen UGL und Sedgman erworben. Die Angebotspalette dieser Unternehmen ist eine ideale und sinnvolle Ergänzung des bisherigen Leistungsspektrums und stärkt unsere Wettbewerbsposition auf dem australischen Markt. Die Ergebnisentwicklung von HOCHTIEF zeigte im Geschäftsjahr 2016 weiter nach oben. Einhergehend mit Verbesserungen bei der Projektperformance, höheren Margen, geringeren betrieblichen Kosten und rückläufigen Finanzierungskosten haben wir das Ergebnis vor Steuern (PBT) und den Konzerngewinn im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert. Zudem belegen die hohe Cashkonvertierung und das deutlich positive und auf hohem Niveau liegende Nettofinanzvermögen die finanzielle Stärke des Konzerns. HOCHTIEF erzielte im Geschäftsjahr 2016 ein deutliches Plus bei den Auftragseingängen. Aufgrund der zeitlich nachgelagerten Wirkung wurden diese im abgelaufenen Geschäftsjahr noch nicht vollumfänglich in den Umsatzerlösen wirksam. Das Umsatzvolumen erreichte für das Gesamtjahr 2016 mit 19,9 Mrd. Euro daher ein solides, gegenüber dem Vorjahr (21,1 Mrd. Euro) jedoch abgeschwächtes Niveau. Unterjährig hat sich aber ein positiver Trend mit von Quartal zu Quartal wieder anziehenden Umsätzen entwickelt. Daher lagen die Umsatzerlöse in der zweiten Jahreshälfte 2016 um 1,2 Mrd. Euro beziehungsweise 13 Prozent über den Umsatzerlösen des ersten Halbjahres. HOCHTIEF war auch im Geschäftsjahr 2016 als einer der führenden Anbieter für Hoch- und Infrastrukturbauleistungen in den Vereinigten Staaten und Kanada präsent. Die Division HOCHTIEF Americas erzielte Umsatzerlöse in Höhe von 10,9 Mrd. Euro und damit ein Plus gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 5,3 Prozent. Der Bereich profitierte in erster Linie von der guten Entwicklung des gewerblichen Hochbaus in den Vereinigten Staaten. Unsere Tochtergesellschaft Turner - eines der führenden Hochbauunternehmen in den USA - ist die Nummer 1 in diesem Marktsegment. Infolge der starken Marktstellung steigerte die Gesellschaft die Auftragseingänge im abgelaufenen Geschäftsjahr auf ein neues Rekordniveau und erzielte einen deutlichen Umsatzanstieg. Das auf Tiefbau spezialisierte Unternehmen Flatiron erreichte solide, auf Vorjahresniveau liegende Umsätze. Währungskurseffekte wirkten sich aufgrund des gegenüber dem Vorjahr nahezu unveränderten durchschnittlichen US-Dollar-Umrechnungskurses auf der Divisionebene nur unwesentlich aus. Der Konsolidierungskreis der Division HOCHTIEF Asia Pacific umfasst unsere australische Tochtergesellschaft CIMIC sowie verbundene Holdinggesellschaften. Die Entwicklung der Umsatzerlöse - die sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 7,3 Mrd. Euro beliefen - wird im Wesentlichen durch die CIMIC-Gruppe bestimmt. Nach der Transformation des operativen Modells fokussiert sich die Gesellschaft auf die Kernaktivitäten Bauen, Infrastruktur, Minen, PPP und Dienstleistungen. Für das gesamte Geschäftsjahr 2016 lagen die Umsatzerlöse von CIMIC mit 10,8 Mrd. australischen Dollar um 18 Prozent unter dem Vorjahreswert. Hierin spiegeln sich die im Vorjahr noch enthaltenen Umsatzanteile aus mittlerweile fertiggestellten Aufträgen für Flüssiggasanlagen sowie die Marktbedingungen. Die in diesem Sektor neu akquirierten Aufträge befinden sich zum Teil noch in einem frühen Stadium und trugen daher noch nicht in erheblichem Maße zum Umsatzvolumen bei. Im Verlauf des Jahres 2016 zeichnete sich eine positive Tendenz mit von Quartal zu Quartal anziehenden Umsätzen ab. Dabei beschleunigte sich zum Jahresende das Umsatzwachstum nochmals deutlich. Nach Steigerungsraten in Höhe von 6 Prozent im 2. Quartal und 8 Prozent im 3.Quartal wuchs die Steigerungsrate auf 18 Prozent im 4.Quartal, verglichen zum Vorquartal. Der gestiegene Auftragsbestand als Frühindikator für die zukünftige Entwicklung der Umsatzerlöse unterstützte diese Entwicklung. Der im Jahresumsatz 2016 enthaltene Anteil der erstmals vollkonsolidierten UGL war noch von untergeordneter Bedeutung, da die Konsolidierung der Akquisition zum 24. November erfolgte. Währungseffekte waren aufgrund des nahezu unverändert auf Vorjahresniveau liegenden durchschnittlichen Umrechnungskurses des australischen Dollars ebenfalls kaum spürbar. In der Division HOCHTIEF Europe haben wir das Kerngeschäft für den europäischen Markt zusammengefasst. Hierzu gehören neben dem Bauen auch das PPP-Geschäft sowie Engineering. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2016 haben wir zur Vereinheitlichung der Strukturen und Prozesse in unseren operativen Divisions die Sparten Hoch- und Tiefbau unter dem Dach der HOCHTIEF Infrastructure zusammengelegt. Mit dieser Organisation sind wir näher am Kunden und bieten Leistungen für Infrastruktur sowie Hochbau aus einer Hand an. Die Entwicklung der Umsatzerlöse hat sich - nach einem zurückhaltenden Jahresbeginn - im Verlauf des Geschäftsjahres 2016 mit von Quartal zu Quartal steigenden Umsatzzahlen stetig verbessert. Daher blieben die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2016 mit insgesamt 1,6 Mrd. Euro auf einem soliden und nahezu auf Vorjahreshöhe liegenden Niveau. Das im Ausland erzielte Umsatzvolumen des Konzerns belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf 19,0 Mrd. Euro. Bezogen auf den Gesamtumsatz, entspricht dies einem Internationalisierungsgrad von 95 Prozent (Vorjahr 96 Prozent). Umsatzerlösescroll
Konzernstrategie führt zu beschleunigtem GewinnwachstumHOCHTIEF hat sich in den Vorjahren einem umfassenden Transformationsprozess unterzogen und strategisch neu ausgerichtet. Damit haben wir die Basis für das weitere Gewinnwachstum des Konzerns im Geschäftsjahr 2016 geschaffen. Alle Divisions haben mit ihren Ergebnisverbesserungen zu der erfolgreichen Entwicklung beigetragen. Das EBIT des Geschäftsjahres 2016 belief sich auf 817 Mio. Euro und lag damit um 12 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres (729 Mio. Euro). Die im neutralen Ergebnis enthaltenen Effekte in Höhe von -112 Mio. Euro betreffen im Wesentlichen einmalige Aufwendungen, Gewinne und Verluste aus Dekonsolidierungen, Abgänge, Währungskurse, Impairmentabwertungen und Restrukturierungsaufwendungen. Betriebswirtschaftliche Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Das Beteiligungsergebnis aus at Equity bewerteten assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen sowie übrigen Beteiligungen erreichte im Geschäftsjahr 2016 einen Wert von 115 Mio. Euro. Alle Konzerndivisions lieferten hierzu einen positiven Ergebnisbeitrag. Der Vorjahreswert in Höhe von 156 Mio. Euro wurde im Wesentlichen aufgrund geringerer Ergebnisse von Gemeinschaftsunternehmen nicht erreicht. Die von HOCHTIEF ergriffenen Maßnahmen zur nachhaltigen Optimierung der Konzernbilanz zeigten Wirkung. Im Zusammenhang mit der starken Liquiditätssituation wurden im Geschäftsjahr 2015 die Finanzverbindlichkeiten deutlich abgebaut. Zudem konnten neue Finanzierungen aufgrund der guten Bonität des HOCHTIEF-Konzerns zu günstigeren Konditionen abgeschlossen werden. Die damit einhergehende Entlastung der Zinskosten machte sich nunmehr im Geschäftsjahr 2016 deutlich positiv bemerkbar. Per Saldo verbesserte sich das Finanzergebnis gegenüber dem Vorjahr um 85 Mio. Euro. Ergebnisverbesserungen in allen DivisionsMit der strategischen Neuausrichtung des Konzerns blieb HOCHTIEF im Geschäftsjahr 2016 bei der Ergebnisentwicklung klar auf Kurs. Die Konzentration der operativ tätigen Einheiten auf die jeweiligen Kerngeschäftsfelder führte zu einer Ergebnisverbesserung in allen Divisions. Insgesamt steigerte HOCHTIEF das Ergebnis vor Steuern (PBT) gegenüber dem Vorjahr (523 Mio. Euro) um 19 Prozent auf 621 Mio. Euro. Ergebnis vor Steuern (PBT)scroll
Die Division HOCHTIEF Americas profitierte im Geschäftsjahr 2016 vom Wirtschaftswachstum in den USA. Zudem machten unsere Gesellschaften intern weitere Fortschritte bei der Risikokontrolle und beim Ablauf von Projekten. Im Vergleich zum Vorjahr (155 Mio. Euro) verbesserte sich das PBT daher um 32 Prozent auf 204 Mio. Euro. Turner ist als führendes Hochbauunternehmen in den wachstumsstarken Marktsegmenten Bildungs-, Gesundheits- und Gewerbeimmobilien sowie dem Bereich des nachhaltigen Bauens, dem sogenannten Green Building, aktiv. Die Gesellschaft hat das PBT im Vorjahresvergleich deutlich gesteigert. Flatiron verzeichnete beim PBT ebenfalls eine positive Entwicklung. Während sich die Gesellschaft bei der Akquisition neuer Aufträge bislang auf großvolumige Projekte konzentrierte, fokussiert sie sich nunmehr verstärkt auf lokale, mittelgroße Projekte mit besserem Risiko-Rendite-Profil. Die Gesellschaft spürte zum Jahresende 2016 das gute Marktpotenzial in diesem Segment und verzeichnete hohe Auftragseingänge. Das PBT der Division HOCHTIEF Asia Pacific verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozent auf 432 Mio. Euro und zeigt damit eine solide Performance. Die Transformation des Geschäftsmodells bei CIMIC, die Maßnahmen zur Kostensenkung und ein verbessertes Risikomanagement haben zu einer deutlichen Verbesserung der Margen beigetragen. Zudem zeigen die gut gefüllten Auftragsbücher, dass die Neuausrichtung vom Markt honoriert wird und die Kunden verstärkt auf die Unternehmen der CIMIC-Gruppe als Partner bei der Realisierung ihrer Projekte vertrauen. Trotz des Umsatzrückgangs lag das PBT von CIMIC im Geschäftsjahr 2016 mit 740 Mio. australischen Dollar leicht über dem Vorjahreswert (735 Mio. australische Dollar). Die Division HOCHTIEF Europe setzte den sich im Vorjahr abzeichnenden Aufwärtstrend fort und erreichte im Geschäftsjahr 2016 ein positives PBT in Höhe von 19 Mio. Euro gegenüber einem Verlust von 27 Mio. Euro im Jahr 2015. Der Turnaround wurde in erster Linie durch Ergebnisverbesserungen im Baubereich geschafft. Dazu haben wir Hoch- und Tiefbau unter einem gemeinsamen Dach zusammengelegt, die Organisationsstrukturen gestrafft und den Fokus auf die weitere Optimierung des Risikomanagements gelegt. Diese Maßnahmen waren erfolgreich und die Sparte Infrastructure erzielte - nach einem Verlustausweis im Vorjahr - nunmehr ein positives PBT. Das PPP-Geschäft zeigte ebenfalls eine gute Performance und lieferte einen deutlich positiven PBT-Beitrag. Das operative PBT, das heißt das um Einmaleffekte und veräußerte Vermögenswerte bereinigte nominale PBT, wurde im Berichtszeitraum um 13 Prozent auf 678 Mio. Euro gesteigert. Die Einmaleffekte konnten im Vergleich zum Vorjahr um 20 Mio. Euro auf 57 Mio. Euro gesenkt werden. Dies reflektiert den fortgeschrittenen Transformationsprozess von HOCHTIEF. Die Aufwendungen aus Ertragsteuern beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf insgesamt 187 Mio. Euro und lagen nahezu unverändert auf Vorjahresniveau (190 Mio. Euro). Die Steuerquote sank von 36 Prozent im Vorjahr auf nunmehr 30 Prozent. Hier wirkten sich im Wesentlichen Rückerstattungen von in Vorjahren geleisteten Steuerzahlungen der CIMIC-Gruppe aus. Bei der Ermittlung der zu erwartenden Steuerbelastung für die Divestments von John Holland und der Serviceaktivitäten von Thiess und Leighton Contractors (heute CPB Contractors) hatte CIMIC im Vorjahr einen konservativen Ansatz gewählt, der nicht in vollem Umfang eintrat. Der HOCHTIEF-Konzern ist in verschiedenen Rechtsordnungen geschäftlich aktiv, die eine jeweils unterschiedliche Besteuerung der erzielten Gewinne und Verluste vorsehen. Beim Ergebnis nach Steuern erreichte HOCHTIEF eine deutliche Verbesserung. Nach 333 Mio. Euro im Vorjahr belief sich der Wert für das Geschäftsjahr 2016 auf 433 Mio. Euro - das bedeutet ein Plus in Höhe von 30 Prozent. Dabei stand der Gewinnanstieg über alle operativ tätigen Divisions hinweg auf einer breiten Basis. Der Konzerngewinn wurde im Vergleich zum Vorjahr (208 Mio. Euro) um 54 Prozent auf 320 Mio. Euro gesteigert. Die Anteile ohne beherrschenden Einfluss (Minderheitenanteile) verminderten sich - im Wesentlichen infolge der gestiegenen Anteilsquote von HOCHTIEF an CIMIC - um 12 Mio. Euro auf 113 Mio. Euro (Vorjahr 125 Mio. Euro). Konzerngewinnscroll
Die Division HOCHTIEF Americas verbesserte den Konzerngewinn um 27 Prozent auf 128 Mio. Euro. Hierzu leistete insbesondere Turner durch das sehr erfolgreich verlaufene Hochbaugeschäft einen wesentlichen Beitrag. Der Konzerngewinn der Division HOCHTIEF Asia Pacific stieg gegenüber dem Vorjahr um 26 Prozent auf 217 Mio. Euro. Der Bereich profitiert zunehmend von der erfolgreichen Umstrukturierung der CIMIC-Gruppe sowie von einer höheren Auftragsqualität mit deutlich besseren Margen. Die Division HOCHTIEF Europe hat beim Konzerngewinn den Turnaround geschafft. Dank einer verbesserten Performance im Baubereich, einem gesteigerten Ergebnisbeitrag aus dem PPP-Geschäft und einer leichten Verbesserung im Immobiliengeschäft weist die Division HOCHTIEF Europe mit 12 Mio. Euro einen positiven Wert für das Geschäftsjahr 2016 aus. Im Bereich Konzernzentrale/Konsolidierung blieb der Konzerngewinn mit -37 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Nach Abzug von Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter und unter Berücksichtigung von im PBT beschriebenen Effekten stieg der operative Konzerngewinn um 36 Prozent auf 361 Mio. Euro. FinanzlageCashgestützte Profitabilität und eine konsistente Cash-orientierung blieben auch im Geschäftsjahr 2016 zentrale Elemente der Konzernstrategie von HOCHTIEF. Die hohe Cashkonvertierung des EBITDA von 106 Prozent zeigt, dass wir im Geschäftsjahr 2016 dabei wiederum erfolgreich waren und uns im Vergleich zum Vorjahr (99 Prozent) weiter verbessert haben. HOCHTIEF erzielte im Geschäftsjahr 2016 ein deutlich positives Net Cash aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 1,2 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr (1,1 Mrd. Euro) hat sich der Wert damit um 38 Mio. Euro erhöht. Das Net Cash aus laufender Geschäftstätigkeit vor Veränderung des Nettoumlaufvermögens belief sich auf 789 Mio. Euro und lag damit um 12 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Zusätzlich haben wir im Rahmen des Working-Capital-Managements effektive Maßnahmen und Prozesse zur Steuerung der Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr weiter umgesetzt. Diese machten sich insbesondere bei HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Europe mit deutlich verbesserten Mittelzuflüssen aus der Veränderung des Nettoumlaufvermögens bemerkbar. HOCHTIEF Asia Pacific verzeichnete aufgrund der im Vorjahr wirksamen Einnahmen aus Immobilienverkäufen sowie der Anfangserfolge der neu eingeführten Working-Capital-Strategie bei CIMIC insgesamt einen Rückgang gegenüber dem Geschäftsjahr 2015. Im 4. Quartal 2016 lag der Mittelzufluss aus der Veränderung des Nettoumlaufvermögens bei CIMIC wieder deutlich über dem entsprechenden Vorjahreswert. Trotz der geringeren Umsatzerlöse haben wir für den HOCHTIEF-Konzern aus der Veränderung des Nettoumlaufvermögens mit 385 Mio. Euro einen im Vergleich zum Vorjahr um 26 Mio. Euro höheren Cashzufluss erzielt. Cashflow-Komponentenscroll
HOCHTIEF hat im Geschäftsjahr 2016 erfolgreich an der weiteren Optimierung des Investitionsmanagements gearbeitet. Dabei standen die Optimierung der Beschaffungsprozesse, die strategische Lieferantenauswahl, die Sicherung günstiger Einkaufskonditionen sowie die konzernübergreifende Bedarfsbündelung im Mittelpunkt. Hier hat insbesondere die Division HOCHTIEF Europe im Baubereich durch Skaleneffekte Einsparpotenziale gehoben und die Ausgaben für betriebliche Investitionen gesenkt. Konzernweit fiel der Liquiditätsbedarf für die betrieblichen Investitionen (brutto) mit 273 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr (285 Mio. Euro) um 12 Mio. Euro geringer aus. Der Großteil der Mittel (199 Mio. Euro) wurde in der Division HOCHTIEF Asia Pacific für die technische Ausstattung im Bergbau- und Infrastrukturbereich verwendet. Die Einnahmen aus betrieblichen Anlagenabgängen beliefen sich auf 85 Mio. Euro (Vorjahr 135 Mio. Euro) und wurden - wie im Vorjahr - in erster Linie aus dem Verkauf von Sachanlagen der CIMIC-Gruppe erzielt. Per Saldo belief sich der Liquiditätsbedarf für die betrieblichen Investitionen (netto) des Geschäftsjahres 2016 damit auf 187 Mio. Euro (Vorjahr 150 Mio. Euro). Der Free Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war im Geschäftsjahr 2016 mit 986 Mio. Euro deutlich positiv. HOCHTIEF bestätigt damit erneut - wie bereits im Vorjahr (985 Mio. Euro) - die nachhaltig gute Finanzkraft des operativen Geschäfts. Im Geschäftsjahr 2016 wurde mit dem Zukauf von Anteilen an den australischen Unternehmen UGL und Sedgman eine strategische Ergänzung im Bereich der Ingenieur- und Minenleistungen sowie Services vorgenommen. Die Finanzinvestitionen in Höhe von 261 Mio. Euro (Vorjahr 116 Mio. Euro) enthalten im Wesentlichen die für den Mehrheitserwerb an diesen Gesellschaften verwendeten liquiden Mittel. Dem HOCHTIEF-Konzern flossen die beim Kauf vorhandenen flüssigen Mittel von UGL und Sedgman sowie die liquiden Mittel aus dem Verkauf der Anteile an Nextgen zu. Per Saldo belief sich die Mittelveränderung aus sonstigen Investitionen/ Desinvestitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr auf -12 Mio. Euro. Der im Vorjahr ausgewiesene Mittelzufluss in Höhe von 915 Mio. Euro enthielt im Wesentlichen den Geldeingang aus den bei CIMIC durchgeführten Verkäufen von John Holland und des Servicegeschäfts von Thiess und Leighton Contractors (heute CPB Contractors). Der Free Cashflow (ohne Veränderungen der kurzfristigen Wertpapiere) belief sich für das Geschäftsjahr 2016 auf 974 Mio. Euro (Vorjahr 1,9 Mrd. Euro). Bei der Überleitung von den Cashflow-Komponenten zur Kapitalflussrechnung des HOCHTIEF-Konzerns sind im Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von -66 Mio. Euro (Vorjahr 963 Mio. Euro) neben den betrieblichen Investitionen netto (-187 Mio. Euro) und den sonstigen Investitionen/Desinvestitionen (-12 Mio. Euro) zusätzlich die Veränderungen der kurzfristigen Wertpapiere (133 Mio. Euro) enthalten. Im Jahr 2016 führten - wie auch im Vorjahr - Verkäufe aus dem Wertpapierportfolio zu einem Mittelzufluss. Beim Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ergab sich im Geschäftsjahr 2016 ein Mittelabfluss in Höhe von 1,1 Mrd. Euro. Ein Teil der Liquidität floss mit 277 Mio. Euro in Anteilszukäufe bei Tochtergesellschaften - dabei insbesondere bei CIMIC in die Übernahmen von UGL und Sedgman. Darüber hinaus wurden 366 Mio. Euro (Vorjahr 246 Mio. Euro) für die Aktienrückkauf-programme der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und von CIMIC sowie 225 Mio. Euro (Vorjahr 236 Mio. Euro) für die Auszahlung von Dividenden an außenstehende Aktionäre verwendet. Für die Tilgung von Finanzschulden flossen 936 Mio. Euro aus dem HOCHTIEF-Konzern ab. Der mit 2,3 Mrd. Euro deutlich höhere Vorjahreswert resultierte in erster Linie aus der Rückführung von Bankverbindlichkeiten und aus der vorzeitigen Rückzahlung eines Teils einer US-Dollar-Anleihe bei CIMIC. Der aus der Aufnahme von Finanzmitteln generierte Liquiditätszufluss wurde im Vergleich zum Vorjahr (786 Mio. Euro) auf 682 Mio. Euro verringert. Der Bestand an flüssigen Mitteln belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2016 auf 2,8 Mrd. Euro und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um 39 Mio. Euro verbessert. Die Liquiditätsausstattung des HOCHTIEF-Konzerns lag damit auf einem soliden und ausreichenden Niveau. Der Einfluss von Wechselkursänderungen war mit 67 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr (134 Mio. Euro) deutlich geringer. Kapitalflussrechnung HOCHTIEF-Konzern (Kurzfassung)1)scroll
Langfristige Sicherung der Konzernliquidität und Optimierung der FinanzstrukturDie HOCHTIEF Aktiengesellschaft führte im Berichtsjahr aufgrund einer starken Liquiditätslage keine Transaktion zur Aufnahme von Fremdkapital durch. Somit stellt die im Geschäftsjahr 2014 begebene Unternehmensanleihe mit einem Nominalvolumen in Höhe von 500 Mio. Euro und einer Ursprungslaufzeit von fünf Jahren die zuletzt platzierte Transaktion an den nationalen und internationalen Kapitalmärkten dar. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat am 13. Dezember 2011 mit einem internationalen Bankenkonsortium einen syndizierten Bar- und Avalkredit2) über insgesamt zwei Mrd. Euro abgeschlossen. Diese syndizierte Fazilität mit einer ursprünglichen Laufzeit bis Dezember 2016 wurde am 25. April 2014 bis zum April 2019 verlängert und besteht einerseits aus einer Avalkredittranche über 1,5 Mrd. Euro und andererseits aus einer Bartranche über 500 Mio. Euro. Der syndizierte Bar- und Avalkredit zählt weiterhin zu den wichtigsten Finanzierungsinstrumenten der HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Der Avalkreditrahmen, der mit 776 Mio. Euro zum Berichtsstichtag gezogen war, ermöglicht die Bereitstellung von Bürgschaften für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit vornehmlich der Division HOCHTIEF Europe. Die Bartranche wird im Bedarfsfall flexibel genutzt und ist aufgrund der während des Jahres guten Liquiditätslage im gesamten Berichtsjahr nicht in Anspruch genommen worden. Im Dezember 2016 wurde ein im Geschäftsjahr 2012 begebenes Schuldscheindarlehen über 50 Mio. Euro planmäßig zurückgezahlt. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat nunmehr keine Finanzierungen in diesem Finanzierungssegment ausstehen. Weiterhin verfügt die HOCHTIEF Aktiengesellschaft über bilaterale kurzfristige Barkreditlinien zur Versorgung der operativen Einheiten mit ausreichenden liquiden Mitteln zur Finanzierung des laufenden Geschäfts. Diese jährlich zu verlängernden Linien belaufen sich auf zirka 239 Mio. Euro. Die Kredite sind zu 63 Prozent schriftlich und mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr von den Banken bestätigt. Die Konditionen sind aufgrund der hohen Bonität des HOCHTIEF-Konzerns sehr günstig. Zum Berichtsstichtag waren diese kurzfristigen Barkreditlinien nicht genutzt. Bilaterale Avalkreditlinien über rund 1,68 Mrd. Euro ergänzen den syndizierten Avalkredit der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zum Jahresende 2016. Auch hier entsprechen die günstigen Konditionen der unverändert guten Bonität des HOCHTIEF-Konzerns. Die verschiedenen Instrumente sichern dem Konzern eine langfristige und breit diversifizierte Finanzierung, und dies zu für HOCHTIEF unverändert attraktiven Kreditbedingungen und Konditionen. Keines der von HOCHTIEF abgeschlossenen Finanzierungsinstrumente ist besichert; sie basieren auf einer Gleichbehandlung aller Kreditgeber (pari passu). Zu den syndizierten und bilateralen Krediten kommen im Bedarfsfall weitere individuelle Kredite für Projektfinanzierungen hinzu. Diese Finanzierungen, die jeweils auf Basis eines konkreten Projekts verhandelt und abgeschlossen werden, sind flexibel nutzbar und werden beim Verkauf der Projekte aus den erzielten Erlösen zurückbezahlt. Eine Besicherung erfolgt - wenn überhaupt - ausschließlich auf den Vermögenswerten des Projekts selbst. Ein Rückgriff auf den HOCHTIEF-Konzern ist in den allermeisten Fällen ausdrücklich ausgeschlossen. Unverändert zum Vorjahr bestehen für die Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Asia Pacific lokale Finanzierungen. Hier ist insbesondere die US-Bondingfazilität von herausragender Bedeutung. Mit einem Volumen von zirka 6,9 Mrd. Euro (7,3 Mrd. US-Dollar) ist sie unverändert der zentrale Finanzierungsbaustein für das US-amerikanische Geschäft. Sowohl die Turner- als auch die Flatiron-Gruppe nutzen diese Linie im Rahmen des sogenannten Bondings1) . Diese lokale Surety-Bonding-Linie wird von der HOCHTIEF Aktiengesellschaft unverändert durch eine Konzerngarantie unterlegt. Flatiron verfügt zudem unverändert über bilaterale Bankfinanzierungen sowie über eine syndizierte Kreditfazilität in Höhe von 247 Mio. Euro (350 Mio. kanadische Dollar). Insgesamt werden diese Linien vor allem für die kanadischen Aktivitäten genutzt, da dort oftmals eine Bankgarantie anstelle eines Surety-Bonds gestellt werden muss. CIMIC verfügt im internationalen Kapitalmarkt weiterhin über ein gutes Standing. Ein Zeichen dafür ist die bestätigte Klassifizierung von CIMIC Group Limited im Ratingsegment Investment Grade durch die externen Ratingagenturen Moody's (Baa3) und S&P (BBB-). Die Finanzierungsaktivitäten der Holding erfolgen weiterhin auf bilateraler oder syndizierter Basis. Im Rahmen der operativen Aktivitäten des Bereichs HOCHTIEF Asia Pacific, durch die CIMIC-Gruppe ausgeführt, wurden im Berichtsjahr aufgrund einer ebenfalls soliden Liquiditätslage keine Transaktionen zur Generierung von Fremdkapital vorgenommen. Mit Ausnahme des letzten bestehenden Schuldscheindarlehens sowie der kurzfristigen Bar- und Avallinien, die im jährlichen Rhythmus zu prolongieren sind, hatte die HOCHTIEF Aktiengesellschaft keine Fälligkeiten aus Konzernfinanzierungsverträgen zu verzeichnen. Die nächste Fälligkeit eines langfristigen Konzernfinanzierungsvertrags besteht im März 2017. Die am 23. März 2012 begebene Unternehmensanleihe hat ein Nominalvolumen von 500 Mio. Euro und eine fünfjährige Laufzeit. Wie auch im abgelaufenen Berichtsjahr sowie in den Jahren zuvor, wird die HOCHTIEF Aktiengesellschaft darüber hinaus die Finanz- und Kapitalmärkte unverändert intensiv beobachten und sich eventuell ergebende Opportunitäten nutzen, um die Konzernfinanzierung langfristig sicherzustellen, zu optimieren und weiter zu diversifizieren.
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Die vollständige Konzern-Kapitalflussrechnung
finden Sie im Konzernabschluss auf Seite 168 dieses Konzernberichts. VermögenslageHOCHTIEF ist deutlich gewachsen. Neben dem organischen Wachstum tätigte der Konzern gezielte Zukäufe - insbesondere auf dem australischen Markt. Daneben war die Bilanzstruktur durch den positiven Cashflow, die Aktienrückkaufprogramme, die Dividendenausschüttungen und die Veränderung des Nettoumlaufvermögens beeinflusst. Per Saldo stieg die Bilanzsumme des HOCHTIEF-Konzerns im Vergleich zum Geschäftsjahresende 2015 (13,3 Mrd. Euro) um 780 Mio. Euro auf 14,1 Mrd. Euro. Die langfristigen Vermögenswerte beliefen sich zum 31. Dezember 2016 auf 4,6 Mrd. Euro und verzeichneten einen Zuwachs um 455 Mio. Euro gegenüber dem Stand zum Ende des Vorjahres. Ausschlaggebend hierfür war der Anstieg der bei der Erstkonsolidierung von Tochtergesellschaften aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte im Zusammenhang mit den von CIMIC getätigten Unternehmenszukäufen um 366 Mio. Euro. Die überwiegend das Contract-Mining-Geschäft von CIMIC betreffenden Konzessionen und ähnliche Rechte blieben weitgehend unverändert. Insgesamt stiegen die immateriellen Vermögenswerte um 425 Mio. Euro auf 1,3 Mrd. Euro. Das Sachanlagevermögen lag mit 1,2 Mrd. Euro um 62 Mio. Euro über dem Vergleichswert des Vorjahres. Hier machte sich vor allem das übernommene Sachanlagevermögen aus den Unternehmenserwerben von CIMIC bemerkbar. Der überwiegende Teil des zum 31. Dezember 2016 bilanzierten Sachanlagevermögens des HOCHTIEF-Konzerns betrifft mit 890 Mio. Euro technische Anlagen und Maschinen der CIMIC-Gruppe. Das Finanzanlagevermögen verminderte sich um 327 Mio. Euro auf 776 Mio. Euro. Hier wirkten sich im Wesentlichen die Veränderungen im Beteiligungsportfolio der CIMIC-Gruppe aus. Die langfristigen Finanzforderungen in Höhe von 819 Mio. Euro betreffen vorwiegend die von CIMIC und vom PPP-Bereich der Division HOCHTIEF Europe gewährten Ausleihungen an Beteiligungsgesellschaften. Der Anstieg um 139 Mio. Euro resultierte im Wesentlichen aus der Aufstockung der von CIMIC gewährten Ausleihungen. Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte erhöhten sich leicht um 34 Mio. Euro auf 181 Mio. Euro. Die auf der Aktivseite ausgewiesenen latenten Steuern stiegen infolge der Veränderung bilanzieller Bewertungsunterschiede sowie im Zusammenhang mit der Erstbewertung der von CIMIC erworbenen UGL um 121 Mio. Euro auf 292 Mio. Euro. Die kurzfristigen Vermögenswerte lagen zum Ende des Geschäftsjahres 2016 bei 9,5 Mrd. Euro und überstiegen damit den Vergleichswert des Vorjahres (9,1 Mrd. Euro) um 326 Mio. Euro. Das Vorratsvermögen verminderte sich vor allem aufgrund der Veräußerung von Immobilienprojekten durch CIMIC und durch den Real-Estate-Bereich der Division HOCHTIEF Europe um 209 Mio. Euro auf 559 Mio. Euro. Demgegenüber stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 488 Mio. Euro auf 5,0 Mrd. Euro. Neben dem Zuwachs aus den Unternehmenserwerben von CIMIC und Währungseffekten sind hierin Ansprüche im Zusammenhang mit dem Abgang von bislang als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten aus dem Mining-Bereich enthalten. Vom Gesamtbestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfielen zum Jahresende 2016 2,3 Mrd. Euro auf die CIMIC-Gruppe und 1,5 Mrd. Euro auf Turner. Die sonstigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte erhöhten sich um 277 Mio. Euro auf 450 Mio. Euro. Bei Turner werden bestimmte Geschäftsrisiken regelmäßig abgesichert. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aus dem operativen Geschäft, denen Erstattungsansprüche aus diesen Absicherungen in gleicher Höhe gegenüberstehen, wurden bisher saldiert ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2016 werden diese Verbindlichkeiten und Erstattungsansprüche erstmals unsaldiert auf der Aktiv- und Passivseite der Konzernbilanz in Höhe von jeweils 181 Mio. Euro ausgewiesen. Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte gingen infolge des Abgangs von bislang als zum Verkauf vorgesehenen Assets aus dem Mining-Bereich um 126 Mio. Euro auf 33 Mio. Euro zurück. KonzernbilanzAktiva scroll
Das Wertpapierportfolio des HOCHTIEF-Konzerns wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr durch Umschichtungen und Verkäufe neu strukturiert. Ein Teil der frei gewordenen Liquidität wurde zur Finanzierung des Aktienrückkaufprogramms der HOCHTIEF Aktiengesellschaft genutzt. Per Saldo ging der Wertpapierbestand zum 31. Dezember 2016 um 113 Mio. Euro auf 463 Mio. Euro zurück. Die flüssigen Mittel stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 39 Mio. Euro und beliefen sich zum Stichtag 31. Dezember 2016 auf 2,8 Mrd. Euro. Damit verfügte HOCHTIEF über eine unverändert sehr gute Liquiditätsausstattung. Die Eigenkapitalentwicklung des HOCHTIEF-Konzerns war im Geschäftsjahr 2016 durch mehrere Effekte beeinflusst, die per Saldo zu einem Rückgang des Eigenkapitals gegenüber dem Vorjahr um 561 Mio. Euro auf 2,6 Mrd. Euro führten. Ausschlaggebend waren dabei die durch CIMIC getätigten Unternehmenserwerbe (-385 Mio. Euro), die Aktienrückkaufprogramme von HOCHTIEF und CIMIC (-366 Mio. Euro), Dividendenzahlungen (-217 Mio. Euro) sowie Veränderungen aus der Neubewertung von Pensionsplänen (-59 Mio. Euro). Ein Teil dieser Auswirkungen wurde durch das deutlich positive Ergebnis nach Steuern (433 Mio. Euro) sowie Effekte aus der Währungsumrechnung (97 Mio. Euro) kompensiert. Der Verminderung des Eigenkapitals stand - insbesondere durch die Übernahmen von UGL und Sedgman -ein deutliches Wachstum der Konzernbilanzsumme gegenüber. Die bilanzielle Eigenkapitalquote lag zum Geschäftsjahresende 2016 mit 18,4 Prozent unter dem Vorjahreswert von 23,7 Prozent, bleibt jedoch auf solidem Niveau. Die langfristigen Schulden verminderten sich um 688 Mio. Euro und beliefen sich zum 31. Dezember 2016 auf 2,6 Mrd. Euro. Der überwiegende Teil betrifft Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 1,6 Mrd. Euro sowie Rückstellungen in Höhe von 864 Mio. Euro. Bei den Finanzverbindlichkeiten ergab sich ein Rückgang in Höhe von 722 Mio. Euro. Ausschlaggebend hierfür war die Umgliederung von innerhalb eines Jahres rückzahlbaren Anleihen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und von CIMIC vom Langfrist- in den Kurzfristbereich. Demgegenüber führte die Anpassung des Abzinsungsfaktors zur Ermittlung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen zu einem Anstieg der Rückstellungen hauptsächlich für Pensionen um 87 Mio. Euro auf 440 Mio. Euro. Der überwiegende Teil der anderen langfristigen Rückstellungen in Höhe von 424 Mio. Euro dient zur Abdeckung von Verpflichtungen aus dem Personal- und Versicherungsbereich. Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2016 um 2,0 Mrd. Euro auf 8,9 Mrd. Euro. Ein Großteil des Anstiegs entfiel auf Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr, die per Saldo um 1,0 Mrd. Euro auf 6,5 Mrd. Euro stiegen. Neben dem Anstieg im Zusammenhang mit den von CIMIC vollzogenen Unternehmenserwerben wirkte sich darin der Ausbau des operativen Geschäfts aus. Die in den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesenen Verpflichtungen stiegen um 737 Mio. Euro auf 1,0 Mrd. Euro. Ausschlaggebend hierfür war die erforderliche Umgliederung von innerhalb eines Jahres rückzahlbaren Anleiheverbindlichkeiten der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und von CIMIC. Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten um 278 Mio. Euro auf 555 Mio. Euro steht vorrangig im Zusammenhang mit den auf der Aktivseite bilanzierten Erstattungsansprüchen von Turner und dem gleichlautenden Ausweis der korrespondierenden Verbindlichkeiten. HOCHTIEF verfügte am 31. Dezember 2016 mit 704 Mio. Euro über eine weiterhin hohe Nettovermögensposition. Trotz des Mittelabflusses aus den von CIMIC getätigten Unternehmenszukäufen, den Aktienrückkauf-programmen und den Dividendenzahlungen im Umfang von knapp 1 Mrd. Euro lag der Wert nur um 102 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Bereinigt um die vorgenannten Effekte, beläuft sich das adjustierte Nettofinanzvermögen auf 1,7 Mrd. Euro. Sehr stark entwickelten sich dabei die Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Europe mit jeweils verbessertem Nettofinanzvermögen. Das Nettofinanzvermögen der Division HOCHTIEF Asia Pacific war demgegenüber rückläufig. Hier wirkten sich neben dem Liquiditätsverbrauch zur Finanzierung des Aktienrückkaufprogramms insbesondere die Übernahmen von UGL, Sedgman und Devine aus. Nettofinanzvermögen (+) / Nettofinanzschulden (-)scroll
Zusammenfassende Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch den VorstandsvorsitzendenHOCHTIEF hat im Geschäftsjahr 2016 seine Ergebnisse signifikant gesteigert und weist einen operativen Konzerngewinn von 361 Mio. Euro aus, der am oberen Ende des vor einem Jahr prognostizierten Bereichs von 300 bis 360 Mio. Euro liegt. Unsere Aktionäre wollen wir in angemessener Form an dem Konzernerfolg beteiligen und schlagen der Hauptversammlung eine ordentliche Dividende von 2,60 Euro je Aktie vor. Die Unternehmenskultur von HOCHTIEF wird es ermöglichen, uns auch in Zukunft weiter zu verbessern. Wir arbeiten auf der Basis eindeutig definierter Unternehmensgrundsätze und einer gemeinsamen Vision. Zugleich sind wir so flexibel, um auf die Anforderungen unserer Märkte und Kunden reagieren zu können. So haben wir auch im Geschäftsjahr 2016 den Konzern weiterentwickelt. Wesentliche Ereignisse betrafen dabei die Akquisitionen der beiden börsennotierten Unternehmen UGL und Sedgman bei CIMIC sowie die Fortführung des Aktienrückkaufprogramms und den Einzug von 7,2 Prozent des Aktienkapitals von HOCHTIEF. Zur Nutzung künftiger Chancen in unseren regionalen Märkten ist HOCHTIEF mit seiner breiten geografischen Aufstellung, der soliden Finanzlage und einem hohen Maß an Flexibilität hervorragend positioniert. Dies ermöglicht es uns, kurzfristig auf geänderte Marktbedingungen reagieren zu können. So sollen relevante Projekte zeitnah auf unseren Märkten in Nordamerika, der Region Asien-Pazifik und Europa auf den Markt kommen. Als Prognose für das Geschäftsjahr 2017 strebt HOCHTIEF einen operativen Konzerngewinn im Bereich von 410 bis 450 Mio. Euro an. In der Projektarbeit berücksichtigt HOCHTIEF finanzielle, ökologische und soziale Aspekte. Wir stehen für nachhaltiges, verantwortungsvolles Handeln und integrieren auch unsere Partner, Nachunternehmer und Zulieferer in unsere Zielsetzung. Und so fasst HOCHTIEF erneut die Inhalte des Geschäfts- und Nachhaltigkeitsreportings in einem kombinierten Konzernbericht zusammen. Bericht nach § 312 AktG über Beziehungen zu verbundenen UnternehmenMit dem Großaktionär ACS Actividades de Construcción y Servicios S.A. besteht kein Beherrschungsvertrag, sodass der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG verpflichtet ist. In diesem Abhängigkeitsbericht wird vom Vorstand folgende Schlusserklärung gegeben: "Bei der HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat in Beziehung zu dem herrschenden oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen im Berichtszeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 ein berichtspflichtiges Rechtsgeschäft vorgelegen, das zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen wurde. Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens oder eines mit diesem verbundenen Unternehmens wurden nicht getroffen oder unterlassen." Erläuterungen zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der HOCHTIEF Aktiengesellschaft (Holding) nach HGBGewinn- und Verlustrechnung der HOCHTIEF Aktiengesellschaft (Kurzfassung)scroll
Bilanz der HOCHTIEF Aktiengesellschaft (Kurzfassung)scroll
Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft führt die Divisions des Konzerns als strategische und operative Management-Holding. Als zentrale Steuerungsebene verantwortet sie die unternehmerischen Ziele, die grundsätzliche strategische Ausrichtung, die Unternehmenspolitik und die Organisation des HOCHTIEF-Konzerns. Das Ergebnis der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist vor allem durch das Ergebnis aus Finanzanlagen sowie durch Erlöse und Aufwendungen bestimmt, die im Zusammenhang mit der Ausübung dieser Holdingfunktionen stehen. Der Jahresabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Erstmalig wurden dabei die Neuregelungen des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) berücksichtigt. In diesem Zusammenhang nimmt HOCHTIEF grundsätzlich keine Anpassung der Vorjahreszahlen vor. Darüber hinaus haben sich im Vergleich zum Vorjahr keine Änderungen der Ansatz- und Bewertungsmethoden ergeben. Die Bekanntmachung des Jahresabschlusses und des mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lageberichts der HOCHTIEF Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2016 erfolgt im Bundesanzeiger. ErtragslageDie Umsatzerlöse der HOCHTIEF Aktiengesellschaft in Höhe von 69 Mio. Euro (Vorjahr 38 Mio. Euro) stehen im Zusammenhang mit der Ausübung der Holdingfunktion und enthalten im Wesentlichen die Vergütung für Service-, Dienst- und Verwaltungsleistungen sowie Mieterträge. Die sonstigen betrieblichen Erträge bewegten sich mit 52 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 24 Mio. Euro auf 116 Mio. Euro. Im Ergebnis aus Finanzanlagen in Höhe von 380 Mio. Euro (Vorjahr 313 Mio. Euro) sind im Wesentlichen Erträge aus Gewinnabführungsverträgen, Erträge aus Beteiligungen und Aufwendungen aus Verlustübernahmen enthalten. Wesentlicher Grund für den Anstieg um 67 Mio. Euro waren höhere Erträge aus Gewinnabführungen sowie Beteiligungserträge von Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2016 Erträge aus Gewinnabführungsverträgen und Erträge aus Beteiligungen in Höhe von 402 Mio. Euro (Vorjahr 382 Mio. Euro) erzielt. Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen waren mit -24 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr (-71 Mio. Euro) deutlich rückläufig. Hier wirkte sich im Wesentlichen die stark verringerte Verlustübernahme von der HOCHTIEF Solutions AG in Höhe von -16 Mio. Euro (Vorjahr -51 Mio. Euro) aus. Das Zinsergebnis verbesserte sich - im Wesentlichen aufgrund geringerer Zinsaufwendungen infolge der rechtlich erforderlichen Anpassung des Abzinsungssatzes zur Ermittlung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen und verbesserter Erträge aus dem Deckungsvermögen - im Vergleich zum Vorjahr (-93 Mio. Euro) um 36 Mio. Euro auf -57 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf 290 Mio. Euro (Vorjahr 149 Mio. Euro). Finanz- und VermögenslageDie Finanz- und Vermögenslage der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist aufgrund ihrer Holdingfunktion durch die Finanzanlagen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen geprägt. Der Anteil dieser Positionen an der Bilanzsumme belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2016 - unverändert gegenüber dem Vorjahr - auf 88 Prozent. Die zum 31. Dezember 2016 ausgewiesenen Finanzanlagen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft betreffen in erster Linie Anteile an verbundenen Unternehmen. Mit 2,6 Mrd. Euro lag der Bestand leicht über dem Vorjahreswert (2,5 Mrd. Euro). Als größte Posten sind darin die Beteiligungsbuchwerte an der HOCHTIEF Asia Pacific GmbH, der HOCHTIEF Americas GmbH und der HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management GmbH enthalten. Die zum Ende des Vorjahres ausgewiesene Ausleihung an verbundene Unternehmen (36 Mio. Euro) wurde im Geschäftsjahr 2016 von der HOCHTIEF Projektentwicklung GmbH vollumfänglich zurückgezahlt. Der im Umlaufvermögen bilanzierte Wertpapierbestand wurde nahezu vollständig veräußert und belief sich zum Ende des Geschäftsjahres 2016 auf 1 Mio. Euro (Vorjahr 198 Mio. Euro). Bei den flüssigen Mitteln verzeichnete die HOCHTIEF Aktiengesellschaft einen deutlichen Anstieg. Mit 341 Mio. Euro übertraf der Bestand am 31. Dezember 2016 den Vorjahreswert um 199 Mio. Euro. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Guthaben bei Kreditinstituten. Durch die im Geschäftsjahr 2016 erfolgte Einziehung von 5.009.434 eigenen Aktien ist das gezeichnete Kapital der HOCHTIEF Aktiengesellschaft nunmehr in 64.300.000 nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Unter Berücksichtigung der noch im Bestand befindlichen eigenen Aktien und des hierauf entfallenden Betrags am Grundkapital beträgt das gezeichnete Kapital 164 Mio. Euro. Die Kapitalrücklage erhöhte sich um den auf die eingezogenen Aktien entfallenden Betrag des gezeichneten Kapitals in Höhe von 13 Mio. Euro auf 817 Mio. Euro. Die Gewinnrücklagen erhöhten sich um 44 Mio. Euro auf 283 Mio. Euro. Von diesem Anstieg entfielen 133 Mio. Euro auf die Einstellung aus dem Jahresüberschuss in die anderen Gewinnrücklagen. Gegenläufig wirkten sich mit 76 Mio. Euro die Verrechnung der Anschaffungskosten aus der Veränderung der eigenen Aktien und mit 13 Mio. Euro der auf die eingezogenen Aktien entfallende Betrag des gezeichneten Kapitals aus. Das Eigenkapital erreichte einen Anteil von soliden 40 Prozent (Vorjahr 38 Prozent) an der Bilanzsumme. Mit einem Gesamtbestand in Höhe von 2,1 Mrd. Euro blieben die Verbindlichkeiten zum Stichtag 31. Dezember 2016 auf gleichem Niveau wie zum Ende des Vorjahres. Der überwiegende Teil hiervon entfällt auf Anleihen, in denen mit einem gegenüber dem Vorjahr unveränderten Volumen von 1,8 Mrd. Euro die durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft emittierten Inhaberschuldverschreibungen ausgewiesen werden. Auf eine im Mai 2014 emittierte Inhaberschuldverschreibung mit einem Nominalzins von 2,625 Prozent und einer Endfälligkeit im Mai 2019 entfällt dabei ein Buchwert von 508 Mio. Euro. Darüber hinaus werden ein Buchwert von 773 Mio. Euro für eine im März 2013 emittierte Inhaberschuldverschreibung und ein Buchwert von 521 Mio. Euro für eine im März 2012 emittierte Inhaberschuldverschreibung bilanziert. Der Nominalzins dieser im März 2020 beziehungsweise 2017 endfälligen Anleihen beläuft sich auf 3,875 Prozent beziehungsweise 5,5 Prozent. Das zum Ende des Vorjahres noch bestehende Schuldscheindarlehen in Höhe von 50 Mio. Euro wurde planmäßig bei Laufzeitende am 13. Dezember 2016 zurückgezahlt. Somit hat die HOCHTIEF Aktiengesellschaft am 31. Dezember 2016 keine Schuldscheindarlehen mehr ausstehen. Die syndizierte Barkreditlinie im Gesamtvolumen von 500 Mio. Euro ist zum Stichtag - wie auch im Vorjahr -nicht in Anspruch genommen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 263 Mio. Euro (Vorjahr 199 Mio. Euro) resultieren im Wesentlichen aus dem Konzernfinanzverkehr. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft weist für das Geschäftsjahr 2016 einen Jahresüberschuss in Höhe von 290 Mio. Euro aus. Unter Berücksichtigung der Einstellung in die Gewinnrücklagen (133 Mio. Euro) und des Gewinnvortrags (10 Mio. Euro) ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 167 Mio. Euro. Gewinnverwendungsvorschlag des VorstandsDer Vorstand schlägt vor, zu beschließen: Der Bilanzgewinn der HOCHTIEF Aktiengesellschaft des Geschäftsjahres 2016 in Höhe von 167.180.000,00 Euro wird zur Ausschüttung einer Dividende von 2,60 Euro je Stückaktie auf das Grundkapital von 164.608.000,00 Euro, eingeteilt in 64.300.000 Stückaktien, verwendet. Die Dividende ist am 6. Juli 2017 fällig. Der Betrag, der auf die am Tage der Hauptversammlung im Besitz der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien auszuschütten wäre und der gemäß § 71 b AktG von der Ausschüttung auszuschließen ist, wird auf neue Rechnung vorgetragen. Am Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses, 24. Februar 2017, ergibt sich für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ein Bestand an eigenen Aktien von insgesamt 52.142 Stück, womit ein Betrag in Höhe von 135.569,20 Euro auf neue Rechnung vorzutragen wäre. Bis zur Hauptversammlung kann sich die Zahl der für das Geschäftsjahr 2016 dividendenberechtigten Stückaktien verändern. In diesem Fall wird bei unveränderter Ausschüttung von 2,60 Euro je für das Geschäftsjahr 2016 dividendenberechtigter Stückaktie der Hauptversammlung ein entsprechend angepasster Gewinnverwendungsvorschlag unterbreitet. Angaben gemäß § 289 Abs. 4 beziehungsweise § 315 Abs. 4 HGBDie Angaben zur Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals gemäß §§ 289 Abs. 4 Nr. 1, 315 Abs. 4 Nr. 1 HGB sind im Anhang beziehungsweise Konzernanhang enthalten. Beschränkungen im Sinne von §§ 289 Abs. 4 Nr. 2, 315 Abs. 4 Nr. 2 HGB, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.Kapitalbeteiligungen von mehr als zehn Prozent der Stimmrechte im Sinne von §§ 289 Abs. 4 Nr. 3, 315 Abs. 4 Nr. 3 HGB: ACS, Actividades de Construcciön y Servicios, S.A. mit Sitz in Madrid/Spanien hat uns am 11. Mai 2015 gemäß § 25a Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil gemäß §§ 21, 22 WpHG an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft am 8. Mai 2015 60,70 Prozent betrug. Der Anteil vom HOCHTIEF-Aktionär ACS lag zum 31. Dezember 2016 bei 71,72 Prozent. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. Es ist dem Vorstand nicht bekannt, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben. Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder/Satzungsänderungen: Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands bestimmt sich nach den §§ 84, 85 AktG und § 31 MitbestG in Verbindung mit §§ 9 Abs. 2, 7 Abs. 1 der Satzung. Gesetzliche Vorschriften zur Änderung der Satzung finden sich in §§ 179 ff., 133 AktG. Soweit das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals verlangt, genügt nach § 23 Abs. 3 der Satzung die einfache Mehrheit, sofern nicht zwingend eine andere Mehrheit vorgeschrieben ist. Nach § 15 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur die Fassung der Satzung betreffen. Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe neuer Aktien: Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital bis zum 5. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 54.000 Tsd. Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Die weiteren Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung. Das Grundkapital der Gesellschaft ist gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung um bis zu 46.080 Tsd. Euro, eingeteilt in bis zu 18 Mio. Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung. Ermächtigung zum Aktienrückkauf > : Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 ist die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt worden, eigene Aktien zu erwerben. Diese Ermächtigung gilt bis zum 10. Mai 2021. Sie ist insgesamt auf einen Anteil von zehn Prozent des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals beschränkt. Die Ermächtigung kann unmittelbar durch die Gesellschaft oder durch ein von der Gesellschaft abhängiges oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen oder durch von der Gesellschaft oder von der Gesellschaft abhängige oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehende Unternehmen beauftragte Dritte ausgeübt werden und erlaubt den Erwerb eigener Aktien im ganzen Umfang oder in Teilbeträgen sowie den einmaligen oder mehrmaligen Erwerb. Der Erwerb eigener Aktien kann über die Börse oder mittels eines an sämtliche Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder durch die Ausgabe von Andienungsrechten an die Aktionäre erfolgen. Die Bedingungen für den Erwerb werden im Beschluss weiter spezifiziert. >Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de/aktienrueckkauf Der Vorstand ist durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bei einer Veräußerung eigener Aktien durch ein Angebot an alle Aktionäre den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem ihrer nachgeordneten Konzernunternehmen ausgegebenen Options- und/ oder Wandelanleihen ein Bezugsrecht auf die Aktien zu gewähren. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an sämtliche Aktionäre zu veräußern, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist ferner unter den nachstehenden Voraussetzungen ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats Dritten in anderer Weise als über die Börse oder mittels Angebot an sämtliche Aktionäre anzubieten und zu übertragen. Dies kann im Zuge des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen daran oder von Unternehmensteilen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen geschehen. Dies ist außerdem zulässig zur Einführung von Aktien der Gesellschaft an ausländischen Börsen, an denen sie bisher nicht zum Handel zugelassen sind. Außerdem dürfen die Aktien Personen zum Erwerb angeboten werden, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen stehen oder standen. Weiterhin dürfen die Aktien den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft gemäß der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 12. Mai 2011 (TOP 8) begebenen Schuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Options- und/oder Wandlungsrechte und/oder -pflichten gewährt werden. Weiterhin dürfen die Aktien (amtierenden oder ausgeschiedenen) Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft und (amtierenden oder ausgeschiedenen) Mitgliedern von Vorständen und Geschäftsführungen der von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG sowie Personen, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG stehen oder standen, mit der Verpflichtung übertragen werden, sie für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren seit der Übertragung zu halten. Eine solche Übertragung ist nur zulässig, um bestehende Ansprüche des Übertragungsempfängers auf variable Vergütung zu tilgen. Die weiteren Bedingungen der Übertragung werden im Beschluss weiter spezifiziert. Im Fall der Ausgabe der Aktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft entscheidet allein der Aufsichtsrat der Gesellschaft über die Ausgabe. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8, 186 Abs. 3, 4 AktG insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen verwendet werden. Weiterhin ist der Vorstand ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats einzuziehen, ohne dass die Einziehung und ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedürfen. Die Bedingungen der Bezugsrechtsgewährung, Veräußerung und Übertragung beziehungsweise Einziehung der eigenen Aktien werden in dem Beschluss der Hauptversammlung weiter spezifiziert. Durch weiteren Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 ist die Gesellschaft zum Einsatz von Eigenkapitalderivaten im Rahmen des Erwerbs eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG sowie zum Ausschluss des Andienungs- und Bezugsrechts ermächtigt worden. Dadurch soll das Volumen an Aktien, das insgesamt erworben werden darf, nicht erhöht werden; es werden lediglich im Rahmen der Höchstgrenze der vorgenannten Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien und unter Anrechnung auf diese Höchstgrenze weitere Handlungsalternativen zum Erwerb eigener Aktien eröffnet. Der Vorstand ist ermächtigt worden, Optionen zu erwerben, die der Gesellschaft das Recht vermitteln, bei Ausübung der Optionen Aktien der Gesellschaft zu erwerben (Call-Optionen). Der Vorstand ist ferner ermächtigt worden, Optionen zu veräußern, welche die Gesellschaft bei Ausübung der Optionen durch deren Inhaber zum Erwerb von Aktien der Gesellschaft verpflichten (Put-Optionen). Ferner kann der Erwerb unter Einsatz einer Kombination aus Call- und Put-Optionen oder Terminkaufverträgen erfolgen. Die Bedingungen zum Einsatz von Eigenkapitalderivaten im Rahmen des Erwerbs eigener Aktien sowie zum Ausschluss des Andienungs- und Bezugsrechts werden in dem Beschluss der Hauptversammlung weiter spezifiziert. Change-of-Control-Klauseln im Zusammenhang mit Darlehensverträgen und Finanzierungsinstrumenten:Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat am 23. März 2012 ihre erste Unternehmensanleihe begeben. Die Anleihe hat ein Nominalvolumen von 500 Mio. Euro, eine Laufzeit bis März 2017 und ist mit einem jährlichen Kupon von 5,5 Prozent verzinst. Am 20. März 2013 hat die HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine zweite Unternehmensanleihe begeben. Die Anleihe hat ein Nominalvolumen von 750 Mio. Euro, eine Laufzeit bis März 2020 und ist mit einem jährlichen Kupon von 3,875 Prozent verzinst. Eine weitere Unternehmensanleihe wurde am 28. Mai 2014 begeben. Diese dritte HOCHTIEF-Anleihe hat ein Nominalvolumen von 500 Mio. Euro, eine Laufzeit bis Mai 2019 und wird mit einem jährlichen Kupon von 2,625 % verzinst. In die Anleihebedingungen wurden Change-of-Control-Bestimmungen aufgenommen, die dem jeweiligen Gläubiger das Recht geben, die vorzeitige Rückzahlung der von ihm gehaltenen Schuldverschreibungen zum Nennbetrag zuzüglich aufgelaufener Zinsen zu verlangen, sofern der Gläubiger innerhalb eines Zeitraums von 68 Tagen nach Veröffentlichung der Rückzahlungsmitteilung durch die Emittentin1) eine schriftliche Ausübungserklärung eingereicht hat. Ein Kontrollwechsel im vorgenannten Sinne tritt einerseits durch den Erwerb der Kontrolle an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Sinne von § 29 Abs. 2 WpÜG durch eine Person oder eine Personengruppe (mit Ausnahme des Aktionärs ACS [ACS Actividades de Construcción y Servicios, S.A.] und seiner verbundenen Unternehmen) in abgestimmtem Verhalten im Sinne von § 30 Abs. 2 WpÜG oder durch den Abschluss eines Gewinnabführungs-, Beherrschungs- oder sonstigen Unternehmensvertrages im Sinne von §§ 291, 292 AktG, soweit die Emittentin dadurch zum beherrschten Unternehmen wird, ein. Zusätzlich wurden umfangreiche Schutzklauseln in Bezug auf Geschäfte und Transaktionen mit ACS in die Anleihe-Dokumentationen aufgenommen. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat am 13. Dezember 2011 mit einem internationalen Bankenkonsortium einen syndizierten Bar- und Avalkredit1) über insgesamt zwei Mrd. Euro abgeschlossen. Diese syndizierte Fazilität mit einer ursprünglichen Laufzeit bis Dezember 2016 wurde am 25. April 2014 bis zum April 2019 verlängert und besteht einerseits aus einer Avalkredit-Tranche über 1,5 Mrd. Euro und andererseits aus einer Barlinie über 500 Mio. Euro. Diese Fazilität enthält auch nach Verlängerung weiterhin Change-of-Control-Bestimmungen. Danach können die jeweiligen Kreditgeber (nachdem mit dem Kreditnehmer zuvor Verhandlungen zur Fortführung der Kredite, die unter Berücksichtigung der Kreditwürdigkeit der Person des Übernehmers, der Gefahr eventueller Änderungen der Unternehmensstrategie und eventueller Beschränkungen der Kreditgeber bei der Kreditvergabe zu führen sind, ergebnislos geblieben sind) ihre Kreditengagements unter der nachfolgend genannten Voraussetzung vorzeitig beenden. Diese Voraussetzung tritt ein, wenn eine Person oder eine Gruppe von Personen im Wege abgestimmten Verhaltens die Kontrolle im Sinne von § 29 Abs. 2 WpÜG über den Kreditnehmer erlangt. Die Erklärung zur Beendigung des Kreditengagements kann bis zum Ablauf von 70 Tagen nach Kenntniserlangung der HOCHTIEF Aktiengesellschaft vom Eintritt der vorgenannten Voraussetzung unter Berücksichtigung einer Mindestbedenkzeit von zehn Tagen von den Kreditgebern abgegeben werden. Die vorgenannten Change-of-Control-Bestimmungen gelten auch weiterhin nicht für den Aktionär ACS und die mit ihm verbundenen Unternehmen; ebenfalls wurden die umfangreichen Schutzklauseln mit den Kreditgebern in Bezug auf Geschäfte und Transaktionen mit ACS bei behalten. In ihnen hat sich die HOCHTIEF Aktiengesellschaft unter anderem verpflichtet, keine Verträge mit ACS abzuschließen, die die Kreditwürdigkeit von HOCHTIEF schwächen würden, zum Beispiel einen Beherrschungsvertrag. Werden gleichwohl solche Verträge geschlossen, haben die Kreditgeber ein Sonderkündigungsrecht. Darüber hinaus hat die HOCHTIEF Aktiengesellschaft am 24. November 2016 mit einem inländischen Kreditinstitut einen Rahmenkreditvertrag über ursprünglich 100 Mio. Euro verlängert sowie am 29. November 2016 mit einem inländischen Kreditinstitut einen Rahmenkreditvertrag über ursprünglich 175 Mio. Euro verlängert. Diese Darlehensverträge haben alle jeweils eine inhaltlich identische Bestimmung, wonach die HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Fall eines Kontrollwechsels zur vorzeitigen Rückzahlung der Darlehen verpflichtet ist, falls sie und der Darlehensgeber nicht binnen 60 Tagen ab Mitteilung des Kontrollwechsels eine Einigung über die Fortführung des Darlehens erzielt haben und der Darlehensgeber die vorzeitige Rückzahlung binnen zehn Tagen nach Ablauf der 60-Tage-Frist verlangt. Kontrollwechsel im vorgenannten Sinne bedeutet den Erwerb der Kontrolle an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Sinne von § 29 Abs. 2 WpÜG durch eine Person oder eine Personengruppe in abgestimmtem Verhalten im Sinne von § 30 Abs. 2 WpÜG. Bezüglich der vorgenannten Darlehensverträge gelten die vorgenannten Change-of-Control-Bestimmungen nicht für den Aktionär ACS und seine verbundenen Unternehmen; im Gegenzug wurden umfangreiche Schutzklauseln mit den Kreditgebern in Bezug auf Geschäfte und Transaktionen mit ACS vereinbart. Durch die Klauseln hat sich die HOCHTIEF Aktiengesellschaft unter anderem verpflichtet, keine Verträge mit ACS abzuschließen, die die Kreditwürdigkeit von HOCHTIEF schwächen würden, zum Beispiel einen Beherrschungsvertrag mit ACS. Werden gleichwohl solche Verträge geschlossen, haben die Kreditgeber ein Sonderkündigungsrecht. Neben den oben genannten Darlehensverträgen hat HOCHTIEF am 17. Oktober 2014 mit einem ausländischen Kreditinstitut einen bilateralen Avalkreditvertrag über 142 Mio. Euro (150 Mio. US-Dollar) vereinbart. Darüber hinaus hat HOCHTIEF am 28. November 2014 mit einem inländischen Kreditinstitut einen Avalkreditvertrag über 25 Mio. Euro abgeschlossen. Beide Verträge bestehen weiterhin und enthalten eine inhaltlich identische Change-of-Control-Bestimmung entsprechend der Definition im syndizierten Bar- und Avalkredit, die dem jeweiligen Gläubiger das Recht gibt, die vorzeitige Rückzahlung des Kreditengagements zu verlangen. Des Weiteren hat HOCHTIEF am 12. August 2014 mit einer ausländischen Versicherungsgesellschaft einen Avalkreditvertrag über 78,05 Mio. Euro abgeschlossen. Der Vertrag besteht weiterhin und enthält eine Change-of-Control-Bestimmung, die dem Gläubiger das Recht gibt, die vorzeitige Rückzahlung des Kreditengagements zu verlangen, sofern die HOCHTIEF Aktiengesellschaft Gegenstand einer Fusion oder Übernahme ist und die HOCHTIEF Aktiengesellschaft nicht die aufnehmende Gesellschaft ist. Zwischen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und sechs US-Surety-Gesellschaften besteht zum Berichtstichtag weiterhin zur Absicherung der von diesen bereitgestellten Bondinglinie in Höhe von 6,9 Mrd. Euro (7,3 Mrd. US-Dollar) eine "General Counter Indemnity" in entsprechender Höhe. Diese "General Counter Indemnity" enthält weiterhin eine Change-of-Control-Bestimmung, die den Surety-Gesellschaften unter der nachfolgend genannten Voraussetzung das Recht einräumt, von der HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine Sicherheitsleistung von maximal 379 Mio. Euro (400 Mio. US-Dollar) zu fordern; gemäß den Vereinbarungen werden die bereits zur Unterlegung der Bondinglinie begebenen Sicherheiten in Form von Bankgarantien hierbei in Abzug gebracht. Die Voraussetzung tritt grundsätzlich ein, wenn eine Person oder eine Gruppe von Personen (mit Ausnahme des Aktionärs ACS und seiner verbundenen Unternehmen) im Wege abgestimmten Verhaltens im Sinne von § 30 Abs. 2 WpÜG insgesamt 30 Prozent oder mehr der Aktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft erwirbt. Die Sicherheitsleistung hat in diesem Fall innerhalb von 30 Bankarbeitstagen nach Geltendmachung der Forderung zu erfolgen. Weitere wesentliche Vereinbarungen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels: In der von der HOCHTIEF Aktiengesellschaft abgeschlossenen D&O-Versicherung1) ist eine Einschränkung des Versicherungsschutzes vorgesehen, falls die HOCHTIEF Aktiengesellschaft durch Fusion, Übernahme oder gleichartige Maßnahmen in einem anderen Unternehmen aufgeht oder eine andere Gesellschaft als ACS, Actividades de Construcciön y Servicios, S.A. oder ein sonstiger Dritter einen beherrschenden Einfluss erlangt. In einem solchen Fall besteht vorbehaltlich einer anderweitigen Vereinbarung Versicherungsschutz nur für diejenigen Ansprüche, die auf Pflichtverletzungen beruhen, die bis zum Zeitpunkt der rechtlichen Wirksamkeit dieser Veränderung begangen wurden. Der Versicherungsschutz endet in den vorgenannten Fällen mit dem Ablauf der Versicherungsperiode. Über die Pflichtangaben gemäß § 289 Abs. 4 Nr. 8 / § 315 Abs. 4 Nr. 8 HGB hinaus bestehen bei anderen Konzerngesellschaften weitere Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen und nachfolgend nicht abschließend dargestellt sind: Im Geschäftsfeld PPP werden dem Auftraggeber in den Projektverträgen häufig weitgehende Gestaltungsrechte eingeräumt, die eine Änderung der Beteiligungsverhältnisse an der jeweiligen Projektgesellschaft erschweren sollen. Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen zum Bilanzstichtag nicht.
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Siehe Glossar auf der Seite 257. Erläuternder Bericht des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft gemäß §§ 175 Abs. 2, 176 Abs. 1 AktG zu den Angaben nach den §§289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016Der Vorstand gibt zu den Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB in dem mit dem Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zusammengefassten Konzernlagebericht folgende Erläuterungen: Bei unseren Angaben haben wir die Verhältnisse zugrunde gelegt, wie sie im Geschäftsjahr 2016 und bis zur Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts bestanden haben. Es handelt sich um Informationen zum gezeichneten Kapital, über die Übertragung von Aktien betreffende Beschränkungen, zu direkten und indirekten Beteiligungen am Kapital, die zehn Prozent der Stimmrechte überschreiten, zu den gesetzlichen Vorschriften und Bestimmungen der Satzung der Gesellschaft über die Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder und über die Änderung der Satzung, zu den Befugnissen des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, sowie zu wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Die Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals und die mit den ausgegebenen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft verbundenen Rechte ergeben sich auch aus der Satzung der Gesellschaft. Die Kapitalbeteiligung von ACS, Actividades de Construcciön y Servicios, S.A. ist aufgrund der veröffentlichten Stimmrechtsmitteilung vom 11. Mai 2015 bekannt. Beschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich aus den Vorschriften des Aktiengesetzes ergeben. So unterliegen Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen einem Stimmverbot (§ 136 AktG). Außerdem steht der Gesellschaft kein Stimmrecht aus eigenen Aktien zu (§ 71b AktG). Vertragliche Beschränkungen in Bezug auf das Stimmrecht oder die Übertragung der Aktien sind uns - mit einer Ausnahme - nicht bekannt. Soweit Vorstandsmitgliedern von der Gesellschaft Aktien übertragen wurden, um ihre Ansprüche auf variable Vergütung zu tilgen, unterliegen diese Aktien einer Sperrfrist von zwei Jahren. Die Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4 Nr. 3, 315 Abs. 4 Nr. 3 HGB zu direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital, die zehn vom Hundert der Stimmrechte überschreiten, sind im (Konzern-)Anhang enthalten. Die Angaben zur Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands geben die Vorschriften des Aktiengesetzes und der Satzung inhaltlich zutreffend wieder. Das Gleiche gilt für die Angaben zur Änderung der Satzung. Die Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, beruhen sämtlich auf entsprechenden Ermächtigungsbeschlüssen der Hauptversammlung aus den Jahren 2015 und 2016 zu einem bedingten und einem genehmigten Kapital sowie unter anderem zur Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien. Diese Befugnisse sind zutreffend unter Hinweis auf die von der Hauptversammlung beschlossenen Ermächtigungen dargestellt. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat u. a. Darlehens- und Finanzierungsverträge abgeschlossen, die Change-of-Control-Klauseln mit Kündigungsrecht enthalten. Falls die Darlehensgeber bei Eintritt eines solchen Kontrollwechsels ihr Kündigungsrecht ausüben würden, müsste der entsprechende Finanzierungsbedarf der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beziehungsweise des HOCHTIEF-Konzerns auf andere Weise sichergestellt werden. Informatorisch wird darauf hingewiesen, dass über die Pflichtangaben gemäß den vorgenannten Bestimmungen des HGB hinaus auch bei anderen Konzerngesellschaften weitere Vereinbarungen bestehen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen und nachfolgend auszugsweise und nicht abschließend erwähnt sind: Im Geschäftsbereich PPP werden dem Auftraggeber in den Projektverträgen häufig weitgehende Gestaltungsrechte eingeräumt, die eine Änderung der Beteiligungsverhältnisse an der jeweiligen Projektgesellschaft erschweren sollen. Die übrigen nach den §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB geforderten Angaben betreffen Verhältnisse, die bei der HOCHTIEF Aktiengesellschaft nicht vorliegen. Daher sind wir auf diese in dem mit dem Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zusammengefassten Konzernlagebericht nicht näher eingegangen. Weder gibt es Stimmrechtsbeschränkungen, Stimmrechtskontrollen durch am Kapital der Gesellschaft beteiligte Arbeitnehmer, Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots noch Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Essen, im Februar 2017 Marcelino Ferández Verdes Peter Sassenfeld José Ignacio Legorburo Escobar Nikolaus Graf von Matuschka SegmentberichtDivision HOCHTIEF AmericasDie Division HOCHTIEF Americas bündelt die Aktivitäten unserer vier nordamerikanischen Tochtergesellschaften: Turner, Flatiron, E.E. Cruz und Clark Builders. Diese erbringen überwiegend in den USA und Kanada Leistungen im Hoch- und Infrastrukturbau und setzen dabei eigene Schwerpunkte. Die Tätigkeitsfelder umfassen beispielsweise die Marktsegmente öffentliche Gebäude, Büroimmobilien, Sportstätten, Bildungs- und Gesundheitsimmobilien, Verkehrsinfrastruktur sowie Wasserkraftwerke und Staudämme. Unsere Gesellschaften im nordamerikanischen Markt kooperieren sehr eng, sodass sie von Synergien sowie einem kontinuierlichen Informations- und Erfahrungsaustausch profitieren. Im Berichtsjahr haben sich unsere operativen Einheiten bei sehr guter Auftragslage hervorragend entwickelt. Obwohl das Wirtschaftswachstum in den USA im Berichtsjahr bei 1,6 Prozent1) und damit um einen Prozentpunkt niedriger als im Vorjahr lag, verbuchten unsere Tochtergesellschaften attraktive Neuaufträge und hoben den Auftragsbestand auf Rekordniveau. In den USA sank das Wachstum im Markt für Verkehrsinfrastruktur aufgrund der großen Unsicherheiten bezüglich des Ausgangs der Präsidentschaftswahl um 2,5 Prozent. Nach der Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten erwarten Experten nun jedoch steigende Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur - und damit einen Anstieg beim gesamten Wirtschaftswachstum. Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, innerhalb der kommenden zehn Jahre ein Investitionsprogramm für Infrastruktur mit einem Wert von knapp 950 Mrd. Euro (eine Billion US-Dollar) aufzulegen. Auch für die öffentliche Infrastruktur - etwa Schulen und Krankenhäuser - wurden Investitionen in Aussicht gestellt; in diesen Bereichen ist Turner Marktführer. Unsere Tochtergesellschaften stehen mit ihrem Know-how bereit und werden von dieser Entwicklung profitieren. Auch in Kanada stellt sich der Markt positiv dar: Im Berichtsjahr verzeichnete der Infrastrukturbau eine starke Wachstumsrate von 3,6 Prozent, für 2017 wird eine Steigerung von 6,5 Prozent erwartet. Die kanadische Regierung hat im Mai 2016 einen Infrastrukturplan veröffentlicht, demzufolge in den kommenden zehn Jahren zirka 85 Mrd. Euro (120 Mrd. kanadische Dollar) in die Infrastruktur investiert werden sollen. Für den Bereich Public-Private-Partnership (PPP) streben wir weitere Aufträge an. Die Marktnähe, Qualität und Ergebnisorientierung unserer Gesellschaften spiegelten sich im Berichtsjahr einmal mehr in zahlreichen Auszeichnungen. So befindet sich Turner weiterhin an der Spitze des US-Hochbaumarkts: Das Ranking des Magazins "Engineering News-Record" (ENR) listet Turner auch 2016 wieder auf Platz eins im gewerblichen Hochbau. Insgesamt wird Turner in mehr als 20 Kategorien des ENR-Rankings genannt und festigt seine Spitzenposition in den Märkten für Büroimmobilien, Hotels, Bildung, Gesundheit, Unterhaltung und Pharmaindustrie. Turner ist zudem führend beim Bau von Green Buildings. Hier generiert unsere Gesellschaft mehr als doppelt so viel Umsatz wie das im ENR zweitplatzierte Unternehmen. Mit nachhaltigen Immobilien erzielte Turner 2016 einen Umsatz von zirka 4,3 Mrd. Euro. Unsere auf Infrastruktur spezialisierte Gesellschaft Flatiron belegt im ENR-Ranking den fünften Platz beim Bau von Highways und den achten Platz beim Bau von Verkehrs- und Brückenprojekten. Damit hält Flatiron eine starke Marktposition, die weiter ausgebaut werden soll. Sowohl Turner als auch Flatiron verfügen über eigene Engineering-Einheiten: Die Turner Engineering Group und die Flatiron Technical Services Group unterstützen als Kompetenzzentren die Projekte. Sie erstellen, prüfen und optimieren bei Bedarf die Planungen, um die Risiken einzugrenzen. Im Bereich virtuelles Planen und Bauen, dem sogenannten Building Information Modeling (BIM)2) , und bei Lean Construction3) gehört Turner zu den führenden Anbietern in den USA. Fast jedes Projekt wird mit BIM-Leistungen realisiert. 2016 erstellte Turner mehr als 1.000 Projekte mit BIM. Mit seinen Tochtergesellschaften befindet sich HOCHTIEF in einer überaus guten Marktposition in Nordamerika: Die Gesellschaften sind als attraktive Arbeitgeber4) und innovative Unternehmen der Branche bekannt - ihre hohe Reputation unterstützt die Präsenz am Markt. Weitere Informationen finden Sie unter: >www.turnerconstruction.com >www.flatironcorp.com >www.eecruz.com >www.clarkbuilders.com
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Weitere Informationen finden Sie im Kapitel
Märkte auf den Seiten 39ff. Projektbeispiele>VerkehrsinfrastrukturUnsere auf Tiefbau spezialisierte US-Gesellschaft Flatiron hat einen Neuauftrag in Denver, Colorado, erhalten: 19 Kilometer der Autobahn C-470 werden in einer Arbeitsgemeinschaft erneuert und durch mautpflichtige Schnellfahrspuren erweitert. Das Volumen des Planungs- und Bauauftrags für Flatiron liegt bei zirka 129 Mio. Euro. Flatiron ist Federführer des Konsortiums. Das Team achtet insbesondere auf den Wasserschutz, da die Strecke auch über das ökologisch wertvolle Gebiet des South Platte River führt. In Texas hat Flatiron einen ersten Projektauftrag erhalten: Die Gesellschaft errichtet innerhalb eines Konsortiums die Hafenbrücke Corpus Christi, eine der künftig längsten Schrägseilbrücken der Vereinigten Staaten. Der Gesamtauftragswert beträgt 726 Mio. Euro, davon entfallen 363 Mio. Euro auf Flatiron. Das Baukonsortium plant, einen Großteil der Mitarbeiter und Nachunternehmer in der Region zu rekrutieren beziehungsweise zu beauftragen. Zudem wird Flatiron das Rollfeld der Wartehalle A am Charlotte Douglas International Airport in North Carolina erweitern. Auch die Schwestergesellschaft Turner Construction ist an dem Großprojekt beteiligt und verantwortet die Erweiterung eines Flugsteigs. Flatiron hat außerdem einen Auftrag mit einem Wert von 118 Mio. Euro erhalten, bis Anfang 2021 die Wellsburg Bridge in West Virginia zu planen und zu bauen. Es ist das erste Projekt der Gesellschaft in West Virginia. Beim Bau wird das sensible Ökosystem der Flusslandschaft an den Ufern des Ohio River berücksichtigt. In Alberta, Kanada, verantwortet Flatiron das Projekt Red Deer Interchange mit einem Auftragsvolumen von 72 Mio. Euro. 2019 soll das Projekt fertiggestellt werden. Dazu gehören der Neubau von zwei Autobahnanschlussstellen, der Rückbau von drei Brücken, der Neubau von fünf Brücken, die Umgestaltung von Auffahrten und Kreuzungspunkten, der Ausbau des Highways auf sechs Spuren sowie der Bau von Spuren für Mautstationen. E.E. Cruz wird Renovierungsarbeiten an vier Bahnhöfen der Jamaica-U-Bahn-Linie in New York ausführen. Der Auftragswert liegt bei zirka 53 Mio. Euro. Zudem erneuert die Gesellschaft die Fulton Avenue Bridge über den Hutchington River - ebenfalls in New York. Das Projekt hat einen Wert von zirka 13 Mio. Euro. Am Flughafen von San Francisco verantwortet Turner den Rück- und Neubau eines Flugsicherungsturms über dem Terminal 2. Ein Großteil des Abrissmaterials kann im Zuge des Gesamtprojekts wiederverwertet werden. Das Projektvolumen beläuft sich auf zirka 48 Mio. Euro. > Weitere Projektbeispiele finden Sie unter: www.hochtief.de/kundenportal Soziale und urbane InfrastrukturMarktsegment Sport- und VeranstaltungsstättenEin Großauftrag für Turner in Los Angeles: In einem Joint Venture baut die Gesellschaft ein neues Stadion für die Footballmannschaft Los Angeles Rams mit 70.000 Sitzplätzen, das auch für andere nationale und internationale Veranstaltungen genutzt werden soll. In Washington, D.C. baut Turner ein neues Stadion mit 20.000 Plätzen für die Mannschaft DC United Soccer. Neben Fußballturnieren wird es für Konzerte und weitere Veranstaltungen nutzbar sein. Das Projekt soll 2018 fertiggestellt sein und strebt ein LEED-Gold-Zertifikat an. Es beinhaltet wasserdurchlässige Pflastersteine für die Wege und Straßen für eine natürliche Grundwasseraufnahme, LED-Beleuchtung, grüne Dächer sowie Solarkollektoren. Marktsegment BildungsimmobilienTurner baut das Zentrum für Cybersicherheit an der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland. Der Auftragswert beläuft sich auf zirka 103 Mio. Euro. Das Gebäude wird neben Klassenräumen, Hörsälen, Büros und Forschungslaboren unter anderem auch eine Sternwarte enthalten und soll Ende 2019 fertiggestellt werden. Ebenfalls in Maryland renoviert und erweitert Turner das Fine Arts Center für das Prince George's Community College in Largo. Dieses wird Platz für Klassenräume, Labore, Büros sowie einen Saal für darstellende Künste bieten. Der Auftragswert beträgt zirka 63 Mio. Euro. Auch die Mount Greylock Regional High School in Williamstown, Massachusetts, wird von Turner renoviert und ausgebaut. Der Auftragswert beträgt 45 Mio. Euro. Zudem hat die Gesellschaft den Auftrag erhalten, bis 2020 den neuen, hochmodernen Science and Engineering Complex an der Universität Harvard in Allston, Massachusetts, zu errichten. Das neue Gebäude soll den interdisziplinären Austausch fördern. Die gläserne Fassade lässt viel Tageslicht ein und reduziert somit den Ausstoß von CO2 -Emissionen während des Betriebs. Ein begrünter Innenhof wird Raum für Erholung bieten. Die Boulder High School in Denver, Colorado, wird von Turner renoviert. Das Originalgebäude wurde 1937 errichtet. Die Baumaßnahmen beinhalten Innen- und Außenarbeiten. Die Verbesserungen betreffen Bereiche wie Gesundheit, Sicherheit und Umwelt. Unter anderem werden das Beleuchtungssystem sowie Heizung, Kühlung und Lüftung modernisiert. Marktsegment BüroimmobilienTurner erhielt den Auftrag, ein Verwaltungsgebäude für das UC Davis Medical Center auf dem Campus der Universität von Kalifornien in Sacramento zu bauen. Dabei setzt die Gesellschaft die Standards des LEED-Zertifikats in Gold um. Der Auftrag hat einen Wert von zirka 54 Mio. Euro. Marktsegment WohnimmobilienIm New Yorker Stadtteil Greenpoint errichtet Turner den Wohnturm "37 Blue Slip" mit 364 Apartments, die sich auf 30 Stockwerke verteilen. In Seattle realisiert Turner für das Projekt 425 Fairview einen Wohnturm mit 24 Etagen sowie ein Gebäude mit sieben Etagen. Marktsegment HotelsTurner erhielt den Auftrag, das Fünfsternehotel "Conrad Washington, D.C." mit 370 Zimmern und Einzelhandelsflächen zu errichten. Die Fertigstellung soll Anfang 2019 erfolgen. Das Hotel gehört zur Neuentwicklung City-CenterDC mit gemischter Nutzung. Marktsegment GesundheitsimmobilienTurner realisiert in Nashville, Tennessee, den Ausbau des Kinderkrankenhauses am Medizinzentrum der Vanderbilt-Universität, um die Kapazitäten der steigenden Nachfrage anzupassen. Marktsegment Kultur und UnterhaltungMitten in Manhattan in New York ist Turner für die Erweiterung und Modernisierung eines der bekanntesten Museen der Welt verantwortlich: Turner wird über die kommenden Jahre die Ausstellungsfläche des Museum of Modern Art um 30 Prozent vergrößern. In Cincinnati, Ohio, baut Turner das Museum Center innerhalb des Union Terminals um. Der Auftragswert für den Bau des markanten Gebäudes im Art-deco-Stil liegt bei zirka 136 Mio. Euro. Der Umbau berücksichtigt die historische Substanz des ehemaligen Bahnhofsgebäudes, in dem nun Museen und ein Archiv untergebracht sind. Marktsegment Mixed-Use-ImmobilienTurner managt zurzeit den Bau des höchsten Gebäudes von Malaysia, des Projekts Merdeka PNB 118 in Kuala Lumpur. 2020 soll der Wolkenkratzer mit 118 Etagen fertiggestellt werden und dann Büros, Einzelhandel und ein Luxushotel beherbergen. Mit Blick auf das Ziel, nicht nur ein Platinzertifikat des LEED-Programms des U.S. Green Building Councils zu erhalten, sondern auch dem Green Building Index (GBI) von Malaysia und dem Programm "Malaysian GreenRE" zu entsprechen, hat Turner ein strenges Umweltprogramm implementiert. Zu den Kennzahlen der Division HOCHTIEF AmericasDie Division HOCHTIEF Americas hat sich im Geschäftsjahr 2016 erneut erfolgreich entwickelt. Das operative Vorsteuerergebnis stieg um 33,5 Prozent auf 214 Mio. Euro und lag damit am oberen Ende des Zielkorridors. Der Umsatz legte um 5,3 Prozent auf 10,9 Mrd. Euro zu, während sich die operative PBT-Marge deutlich um 50 Basispunkte auf 2,0 Prozent verbesserte. Dazu trug die anhaltend positive Entwicklung des Hochbaugeschäfts von Turner ebenso bei wie die Rückkehr in die Gewinnzone unserer Tiefbautochter Flatiron. Besonders erfreulich war in der Division HOCHTIEF Americas die nachhaltige Verbesserung des Liquiditätszuflusses, die auch ein Resultat der konsequenten Umsetzung der konzernweiten Working-Capital-Initiativen ist. So belief sich der Anstieg beim Net Cash aus laufender Geschäftstätigkeit auf mehr als 100 Mio. Euro. Flatiron konnte sich hier deutlich verbessern und weist nun einen Mittelzufluss aus. Dadurch bedingt lag das Nettofinanzvermögen in der Division zum Jahresende mit 844 Mio. Euro um mehr als 270 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Auch die Auftragsentwicklung stellte sich 2016 erneut sehr positiv dar. Der Auftragseingang erreichte mit 13,7 Mrd. Euro einen neuen Rekordwert. Das entspricht einem Anstieg von 26 Prozent gegenüber 2015, zu dem insbesondere Turner beitrug. Zu den wesentlichen Neuaufträgen zählen bei Turner der Bau des Stadions für die Los Angeles Rams und das Flughafenprojekt am Los Angeles International Airport sowie bei Flatiron die Hafenbrücke im US-Bundesstaat Texas und die Schnellfahrspuren für die Autobahn C-470 in Colorado. Flatiron konnte zudem vermehrt kleinere Aufträge gewinnen. In der Division HOCHTIEF Americas sieht Turner 2017 relevante neue Projekte für 50 Mrd. US-Dollar in der Pipeline, Flatiron identifiziert neue Projekte im Wert von 15 Mrd. US-Dollar. Division HOCHTIEF Americas: Kennzahlen1)scroll
AusblickIn der Division HOCHTIEF Americas rechnen wir für 2017 mit einer weiteren Verbesserung bei einem operativen Vorsteuerergebnis im Bereich von 235 bis 250 Mio. Euro.
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Alle Daten sind nominale Daten soweit nicht
anderweitig angezeigt Division HOCHTIEF Asia PacificUnsere Aktivitäten in der Division HOCHTIEF Asia Pacific werden von der Gesellschaft CIMIC Group > geführt. Sie agiert mit ihren operativen Einheiten in Australien, Asien, im Nahen Osten, in Nord- und Südamerika sowie Afrika. Insgesamt ist CIMIC in mehr als 20 Ländern tätig. CIMIC ist das führende Bauunternehmen im asiatischpazifischen Raum und der weltweit größte Anbieter im Contract-Mining. Das Unternehmen bietet Dienstleistungen in den Geschäftsfeldern Bau, Bergbau und Mineralienverarbeitung, Engineering, Konzessionen, Betrieb und Wartung für die Infrastruktur-, Rohstoff- und Immobilienmärkte. Insbesondere in Australien und Asien nimmt CIMIC eine führende Rolle in den Bau- und Rohstoffmärkten ein. Die CIMIC-Gesellschaften CPB Contractors und Leighton Asia sind für das Geschäftsfeld Bau zuständig. Thiess ist das globale Minen-Dienstleistungsunternehmen der Gruppe. Die Gesellschaft ist primär in Australien und Asien tätig, bearbeitet zudem auch Projekte in Afrika und erhielt im Berichtsjahr erste Aufträge in Südamerika und Kanada. Zu Beginn des Berichtsjahres hat CIMIC alle Anteile von Sedgman übernommen, einem global tätigen Spezialisten im Bereich Mineralienverarbeitung. Die Gesellschaft operiert in Australien, Asien, Afrika und Südamerika sowie auf dem nordamerikanischen Kontinent. Public-Private-Partnership-(PPP-) Projekte werden von der Gesellschaft Pacific Partnerships entwickelt und ausgeführt. Zur Strategie gehört es, dass die Bauausführung von PPP-Projekten von CPB Contractors übernommen wird. Der Bereich Engineering, in dem die Ingenieurkompetenzen der gesamten Gruppe gebündelt sind, wird von EIC Activities abgedeckt. CIMIC hält Beteiligungen an HLG Contracting (45 Prozent), Devine (59,11 Prozent) und Ventia (50 Prozent). Im Herbst 2016 hat CIMIC zudem die Mehrheit der Anteile an dem Unternehmen UGL übernommen, seit Januar 2017 sind es 100 Prozent. Die Gesellschaft mit Sitz in Sydney ist ein führender Anbieter ganzheitlicher ausgelagerter Ingenieur-, Asset-Management- und Wartungsdienstleistungen mit diversifiziertem Engagement im Endmarkt aller Kernbereiche der Segmente Schienen-, Transport- und Technologiesysteme, Energie, Rohstoffe, Wasser sowie Verteidigung. Ende 2016 hielt CIMIC 95,4 Prozent der Anteile an UGL. Im Januar 2017 hat CIMIC ein außerbörsliches, unkonditioniertes Übernahmeangebot für das in Australien börsennotierte Unternehmen Macmahon angekündigt. Macmahon ist ein führender australischer Anbieter von Dienstleistungen im Minengeschäft. Insgesamt erwarten Experten für Australien im Jahr 2017 ein Wirtschaftswachstum von 2,7 Prozent. Im Bereich Verkehrsinfrastruktur rechnen sie mit einem Anstieg von 2,1 Prozent.1) Hier sehen wir - insbesondere im PPP-Bereich - besonders großes Potenzial für CIMIC. Gerade Australien verfügt über einen der reifsten und attraktivsten PPP-Märkte der Welt. Dies gilt sowohl für die Verkehrs- als auch für die soziale Infrastruktur. In Sydney, Melbourne und Canberra wurden große, langfristige Schienenprojekte aufgelegt, bei denen CIMIC bereits mit wichtigen Baulosen beauftragt wurde. Unser Konzept, Dienstleistungen entlang des gesamten Lebenszyklus von Großprojekten anzubieten, wird stark nachgefragt. Im Rohstoffsektor hat sich CIMIC im Berichtsjahr noch breiter aufgestellt und in neuen Märkten positioniert. So hat die weltweit tätige Minen-Dienstleistungsgesellschaft Thiess ihre Aktivitäten auf Nordamerika ausgedehnt. Zudem hat CIMIC den Mining-Dienstleister Sedgman vollständig übernommen. Damit diversifiziert CIMIC sein Leistungsspektrum durch Dienstleistungen in der Verarbeitung von Mineralien sowie dazugehörige Infrastrukturlösungen für die weltweite Rohstoffindustrie. Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt im Minensektor tritt CIMIC engagiert entgegen, beispielsweise mit Programmen zur Förderung der indigenen Bevölkerung oder Umweltschutz- und Renaturierungsinitiativen. Die Bedeutung von Building Information Modeling (BIM), womit Bauprozesse und die Kommunikation aller Projektbeteiligten optimiert werden, wächst auch in Australien, Asien und im Nahen Osten. Hier sind wir mit unserem Know-how und unserer langjährigen Erfahrung sehr gut aufgestellt und sehen großes Wachstumspotenzial. > Weitere Informationen finden Sie unter: www.cimic.com.au
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Weitere Informationen finden Sie im Kapitel
Märkte auf den Seiten 39ff. Auch das nachhaltige Bauen gewinnt weiter an Bedeutung: Die Märkte für Green Buildings und nachhaltige Infrastruktur wachsen auch in Australien und Neuseeland stetig. Einzelne Regierungen und Städte haben Programme implementiert, um Nachhaltigkeit bei Bauprojekten voranzutreiben, darunter der "Environmental Action 2016-2021 Strategy and Action Plan" der Stadt Sydney in Kooperation mit dem Green Building Council of Australia und der UrbanGrowth NSW Sustainability Compact für den Bundesstaat New South Wales. CIMIC kann in diesem Bereich mit einer Vielzahl zertifizierter Projekte im Hoch- und Tiefbau reichhaltiges Fachwissen und umfangreiche Erfahrungen vorweisen. Zudem wurde CIMIC im Berichtsjahr zum dritten Mal in Folge im Australia Index des Dow Jones Sustainability Index gelistet - als eines von nur zwei australischen Unternehmen im Bereich Bau und Ingenieurdienstleistungen. Am Carbon Disclosure Project (CDP1) ) nahm die Gesellschaft ebenfalls erfolgreich teil. Projektbeispiele>Die Gesellschaften der CIMIC-Gruppe haben 2016 viele neue Aufträge akquiriert sowie Projekte erfolgreich vorangetrieben und abgeschlossen. > Weitere Projektbeispiele finden Sie unter: www. hochtief.de/kundenportal VerkehrsinfrastrukturIn Hongkong baut Leighton Asia innerhalb eines Joint Ventures die wichtige Tunnelverbindung "Tseung Kwan O-Lam Tin" mit einem Gesamtauftragsvolumen von 1,1 Mrd. Euro. Der Anteil der CIMIC-Gesellschaft liegt bei 51 Prozent. Für die Regierung von Hongkong hat Leighton Asia bereits viele Projekte erfolgreich abgeschlossen. Insbesondere innerhalb der dicht besiedelten Stadt ist der Bau eine Herausforderung, wird jedoch zu einer optimierten Verkehrsführung in der Zukunft führen. Der Stadtbezirk Tseung Kwan O rechnet mit einer steigenden Bevölkerungszahl und wirtschaftlichem Wachstum. Das Projekt soll innerhalb von fünf Jahren fertiggestellt werden. Die CIMIC-Gesellschaft CPB Contractors wurde mit Planung und Bau der Phase 2 des Stadtbahnsystems Gold Coast Light Rail in Queensland beauftragt. Der Auftragswert für die Erweiterung des Stadtbahnsystems um 7,3 Kilometer liegt bei zirka 134 Mio. Euro für CPB Contractors. Die Gesellschaft wird eine große Anzahl von Arbeitern und Nachunternehmern aus der Umgebung beschäftigen. Zudem wird CPB Contractors den Teil C des Bruce Highways in Queensland erneuern: Bis Mitte 2018 wird die Gesellschaft einen vierspurigen Straßenabschnitt mit einer Länge von 10,5 Kilometern inklusive sieben Brückenbauwerken bauen. Der Auftragswert beträgt zirka 103 Mio. Euro. Das Team hat bereits eng mit dem Kunden zusammengearbeitet, um das Ökosystem rund um das Projekt zu schützen. Ebenfalls in Queensland entsteht bis Mitte 2019 das Projekt "Logan Enhancement" mit einem Auftragswert von zirka 293 Mio. Euro für CPB Contractors. Mehrere Straßenabschnitte werden erneuert und verbreitert. Es ist von großer wirtschaftlicher Bedeutung für die Region um Brisbane; allein der Bau wird 1.300 Menschen direkt beschäftigen. Da das Projekt innerhalb eines Grüngürtels liegt, müssen hohe ökologische Auflagen berücksichtigt werden. In Melbourne hat die Gesellschaft innerhalb einer Arbeitsgemeinschaft den Auftrag für Planung und Bau des Projekts "Level Crossing Removals" mit einem Wert von zirka 318 Mio. Euro erhalten. Bis 2018 werden insgesamt neun Eisenbahnübergänge zurückgebaut und fünf Bahnhöfe entstehen. Die neue Schienenführung sorgt für mehr Sicherheit im Verkehr, weniger Staus und eine effizientere Zugstreckenauslastung. Für Main Roads Western Australia erbringt CPB Contractors Planungs- und Bauleistungen für das Projekt Roe 8 in Perth. Dort wird bis Anfang 2020 ein fünf Kilometer langer Straßenabschnitt erweitert. Der Auftragswert für die CIMIC-Gesellschaft liegt bei zirka 160 Mio. Euro. In enger Kooperation mit dem Kunden hat CPB Contractors bereits ermittelt, wie eventuelle Einflüsse auf Natur und Umwelt minimiert werden können, um operativen, gesellschaftlichen und umweltbezogenen Nutzen zu erreichen. Somit entspricht die Gesellschaft der Vorgabe des Staates Western Australia, große Infrastrukturvorhaben nach den Vorgaben des ISCA2) zu errichten. Dabei setzt sie auf einen innovativen Planungsansatz.
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Siehe Glossar auf Seite 257. MinendienstleistungenThiess, das global tätige Minen-Dienstleistungsunternehmen der CIMIC-Gruppe, ist nun auch auf dem nordamerikanischen Markt tätig: Die Gesellschaft hat in Kanada ein Joint Venture gegründet und bietet Minendienstleistungen im Ölsandgeschäft für ein kanadisches Energieunternehmen an. Das Projektvolumen liegt bei zirka 290 Mio. Euro. Zudem hat Thiess eine Auftragserweiterung um sechs Jahre für den Betrieb der Melak-Kohlenmine in Indonesien erhalten. Der neue Vertrag bestätigt die gute Leistung der Gesellschaft, die dort bereits seit 2008 tätig ist. Der Fokus liegt auch hier auf innovativen und nachhaltigen Minenlösungskonzepten für den Kunden. Der Auftragswert beträgt zirka 371 Mio. Euro. Indonesien ist der weltweit größte Exporteur von Kraftwerkskohle. Thiess realisiert den ersten Untertageauftrag der Mongolei: An der Kupfer- und Goldmine Oyu Tolgoi wird Thiess bis 2020 unter anderem zwei absteigende Tunnel errichten, die sowohl zur Versorgung als auch als Förderschächte dienen. Der Auftragswert liegt bei 88 Mio. Euro, der Anteil von Thiess liegt bei 80 Prozent. Soziale und urbane InfrastrukturMarktsegment Mixed-Use-ImmobilienIn Mumbai, Indien, entsteht das neue Projekt Maker Maxity. Die Gesellschaft Leighton India Contractors wird bis Mitte 2019 die Phasen 2 und 3 der gemischt genutzten Projektentwicklung in Premiumlage errichten. Das beinhaltet die Entwicklung von Einzelhandels- und Bewirtungsflächen. Der Auftragswert beläuft sich auf zirka 149 Mio. Euro. Marktsegment WohnimmobilienEbenfalls in Mumbai realisiert Leighton India Contractors das Projekt Ten BKC, eine zwei Hektar große Projektentwicklung mit 937 Wohnungen, verteilt auf 40 Türme innerhalb des Geschäfts- und Wohnkomplexes Bandra Kurla. Marktsegment GesundheitsimmobilienIn Neuseeland wird CPB Contractors das Christchurch Hospital Acute Services Building errichten. Der Auftrag für das Gesundheitsministerium hat einen Wert von zirka 183 Mio. Euro und soll bis Mitte 2018 abgeschlossen werden. In einer vorgelagerten Pre-Construction-Phase hat die Gesellschaft bereits die Baumethoden, Programme und Kostenpläne entwickelt, wodurch besondere Innovationen und Kosteneinsparungen ermittelt wurden. Marktsegment öffentliche GebäudeIn Hongkong wurde Leighton Asia von der Stadt Hongkong mit dem Bau eines Kolumbariums für die Beisetzung von Urnen und eines "Gartens der Erinnerung" beauftragt. Das Projekt mit einem Auftragswert von zirka 215 Mio. Euro soll im Frühjahr 2019 abgeschlossen sein und dann eine Lücke schließen: Das Projekt ist Teil einer Maßnahme der Regierung von Hongkong, um gegen die Knappheit öffentlicher Räume vorzugehen, die der Erinnerung an die Verstorbenen gewidmet sind. Ebenfalls in Hongkong errichtet Leighton Asia weitere Gebäude für den Grenzübergang Hongkong-Zhuhai-Macao-Brücke bis Ende 2017 innerhalb eines Joint Ventures. Der Auftrag hat für Leighton Asia einen Wert von zirka 81 Mio. Euro. Diese Aufträge gehören neben dem Bau des Passenger-Clearing-Gebäudes für diesen Grenzübergang, eines Kopfbahnhofs für die Schnellbahnstrecke nach China und dem Bau des Grenzkontrollpunkts "Liantang-Heung Yuen Wai" zu den drei großen Zugangsprojekten nach China, die Leighton Asia für die Regierung von Hongkong errichtet. Marktsegment GewerbeimmobilienFür das australische Verteidigungsministerium wird CPB Contractors an der RAAF-Basis in Amberly, Queensland, eine Wartungshalle für die Militärsportflugzeuge C-17A, ein Flugfeld und dazugehörige Infrastrukturmaßnahmen errichten. Der Auftragswert liegt bei 126 Mio. Euro. WasseraufbereitungCPB Contractors ist von der Behörde Melbourne Water beauftragt worden, innerhalb der kommenden vier Jahre das Projekt "Western Treatment Plant - Treatment Capacity Increase" in einem 50 : 50-Joint-Venture mit UGL zu realisieren. Der Planungs- und Bauauftrag hat einen Wert von insgesamt zirka 89 Mio. Euro. Das Team wird eine neue Trinkwasseraufbereitungsanlage mit einer Kapazität von 140 Millionen Litern pro Tag errichten, die an die bestehenden Anlagen angeschlossen wird. Zu den Kennzahlen der Division HOCHTIEF Asia PacificIn der Division HOCHTIEF Asia Pacific sind die HOCHTIEF-Beteiligung an CIMIC (72,7 Prozent Ende 2016) sowie damit verbundene Finanzierungs- und Holdingkosten erfasst. Änderungen der Finanzergebnisse von HOCHTIEF Asia Pacific ergeben sich größtenteils aus den von CIMIC ausgewiesenen Zahlen, reflektieren aber auch die damit verbundenen Finanzierungs- und Holdingkosten sowie Kursveränderungen des australischen Dollars gegenüber dem Euro. Die Division hat im abgelaufenen Geschäftsjahr beachtliche Fortschritte erzielt. Dank der hervorragenden Arbeit von operativer Mannschaft und Management konnte CIMIC weiterhin einen soliden cash-gestützten Gewinn erzielen. Einige wichtige strategische Zukäufe wirkten sich zudem positiv auf die langfristigen Wachstumsaussichten aus. Aktuell ist CIMIC dabei, das diversifizierte Dienstleistungsunternehmen UGL entsprechend der 100-prozentigen Übernahme im Januar 2017 in den Konzern zu integrieren. Schon früher im Jahr hatte CIMIC die Übernahme von Sedgman abgeschlossen, einem Dienstleister im Bereich Bergbau und Mineralienverarbeitung. Divison HOCHTIEF AsiaPacific: nominale Kennzahlen1)scroll
Der nominale Konzerngewinn der Division legte gegenüber dem Vorjahr um knapp 26 Prozent auf 217,4 Mio. Euro zu, die PBT-Marge kletterte dabei um 120 Basispunkte von 4,7 auf 5,9 Prozent. Der Umsatz war für das Gesamtjahr zwar rückläufig gegenüber 2015, entwickelte sich aber positiv und übertraf den Vorjahreswert im vierten Quartal 2016 mit 2,21 Mrd. Euro um 18,4 Prozent. Der Auftragsbestand belief sich zum Jahresende auf 23,3 Mrd. Euro und lag damit um fast 20 Prozent über dem Wert von Dezember 2015. Der Anstieg hing teilweise mit der Übernahme von UGL zusammen, spiegelte aber auch Zuwächse im Kerngeschäft Bauen und Bergbau wider. Der Auftragseingang verbesserte sich auf fast 9,0 Mrd. Euro. Die betrieblichen Investitionen netto lagen mit 133 Mio. Euro, hauptsächlich aufgrund von im Rahmen einzelner Projekte kalkulierter Tunnelbohrmaschinen, im Berichtsjahr etwas höher. Das Net Cash aus laufender Geschäftstätigkeit bewegte sich mit 692 Mio. Euro weiterhin auf solidem Niveau und legte im vierten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Im Jahr 2015 war der Cashflow durch die erheblichen Anfangserfolge des verbesserten Working-Capital-Managements bei CIMIC positiv beeinflusst. Zu den Kennzahlen von CIMICDer Konzerngewinn (NPAT) von CIMIC stieg im Jahresvergleich um 11,5 Prozent auf 580,3 Mio. australische Dollar. Infolge des Aktienrückkaufs von CIMIC legte das Ergebnis je Aktie sogar noch deutlicher zu (14,9 Prozent). Ursächlich für den Anstieg waren vor allem eine Verbesserung der operativen Margen und die Reduzierung der Nettofinanzaufwendungen. Die EBIT-Marge erhöhte sich 2016 um 70 Basispunkte auf 7,0 Prozent, verglichen mit 6,3 Prozent im Vorjahr. Der positive Umsatztrend setzte sich im Berichtsjahr weiter fort. So lag der Umsatz im vierten Quartal mit 3,2 Mrd. australischen Dollar um 13,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Ohne Berücksichtigung von UGL ergibt sich ein Plus von 6,3 Prozent. Das Net Cash aus laufender Geschäftstätigkeit lag im vierten Quartal 2016 bei 557 Mio. australischen Dollar und damit um 4,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (vor Nettofinanzaufwendungen, Steuern und Dividendenerträgen) belief sich im Geschäftsjahr auf 1,2 Mrd. australische Dollar. Dies entspricht einer hohen Cashkonvertierung von 110 Prozent des EBITDA. Das Nettofinanzvermögen (ohne Operate Leasing) lag zum Jahresende bei 409 Mio. australischen Dollar. Die Summe ergibt sich nach Nettoinvestitionen in Höhe von rund 1,0 Mrd. australischen Dollar, die unter anderem die Anteile an UGL, Sedgman und Devine sowie den Aktienrückkauf und die Veräußerung von Nextgen umfassen. Bereinigt um diese Effekte würde sich das Nettofinanzvermögen auf über 1,4 Mrd. australische Dollar belaufen. Der Auftragsbestand von CIMIC belief sich zum Jahresende auf 34 Mrd. australische Dollar und übertraf den Stand zum 31. Dezember 2015 damit um gut 17 Prozent. Im Kerngeschäft Bauen und Bergbau verzeichnete CIMIC Zuwächse von jeweils mehr als 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Daneben trug der Dienstleister UGL mit 4,9 Mrd. australischen Dollar zum guten Auftragsbestand bei. 2017 sollen für CIMIC relevante Projekte im Wert von rund 100 Mrd. australischen Dollar auf den Markt kommen und für die Jahre ab 2018 sind Projekte mit einem Volumen von ca. 250 Mrd. australischen Dollar identifiziert. AusblickFür 2017 erwartet CIMIC einen Konzerngewinn (NPAT) zwischen 640 und 700 Mio. australischen Dollar. Dies entspricht einer Steigerung um 10 bis 21 Prozent gegenüber dem Ergebnis von 2016.
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anderweitig angezeigt Division HOCHTIEF EuropeDie HOCHTIEF Solutions AG bündelt als Führungsgesellschaft der Division HOCHTIEF Europe das Kerngeschäft in Europa. Unter diesem Dach bieten die operativen Tochtergesellschaften Leistungen in unseren Geschäftsfeldern an. Diese Struktur kombiniert die Vorteile eines eher mittelständisch geprägten Handelns mit dem Leistungsspektrum und der Finanzkraft eines international erfahrenen Baukonzerns. Die Gesellschaften HOCHTIEF Infrastructure, HOCHTIEF PPP Solutions und HOCHTIEF Engineering erbringen Leistungen insbesondere für Infrastruktur- und Hochbauprojekte, öffentlich-private Partnerschaften (Public-Private-Partnerships, PPP) sowie Engineering. Der Fokus liegt dabei auf den Bereichen Verkehrs-, Energie- sowie soziale und urbane Infrastruktur. Hinzu kommen die Aktivitäten der neu gegründeten Gesellschaft synexs, die die steigende Nachfrage nach modernem Facility-Management bedient. HOCHTIEF Projektentwicklung gehört ebenfalls zu der Division. Im Jahr 2016 haben wir die Gesellschaften HOCHTIEF Infrastructure und HOCHTIEF Building zusammengeführt, um die Marktposition unserer europäischen Bauaktivitäten zu stärken. Die Gesellschaft offeriert Leistungen für unser gesamtes Spektrum im Bereich Verkehrs- und Energieinfrastruktur hauptsächlich in Europa, hinzu kommt das Hochbaugeschäft in Deutschland, Polen und Tschechien. Das Technische Kompetenzzentrum (TCC) unterstützt die Baueinheit mit ausgewiesenen und erfahrenen Spezialisten. Die Gesellschaft HOCHTIEF Engineering ist in vier Geschäftsbereiche unterteilt: Infrastructure; Energy, Industrial and Special Services; Virtual Design and Construction (ViCon); Construction and Project Management Services. Mit HOCHTIEF ViCon setzen wir seit vielen Jahren auf digitales Bauen. Heute ist die Gesellschaft einer der führenden Dienstleister und Berater für virtuelles Bauen beziehungsweise Building Information Modeling (BIM) mit Standorten in Deutschland, Katar und Großbritannien. Als Partner der öffentlichen Hand fungiert HOCHTIEF PPP Solutions. Die Gesellschaft bietet Planungs-, Finanzierungs-, Bau- und Betriebsleistungen. Dabei setzt sie auf ganzheitliche Lösungen für PPP-Projekte in den Bereichen Verkehrs-, Energie- und soziale Infrastruktur, die den gesamten Lebenszyklus von Projekten betrachten. Unsere Strategie ist es, nur dann PPP-Projekte zu realisieren, wenn wir sie auch baulich umsetzen. Die Struktur der Division HOCHTIEF Europe ermöglicht es, die Qualität der akquirierten Aufträge sowie das Risikomanagement zu verbessern. Die konsequente Straffung des Berichtswesens wurde auch im Berichtsjahr fortgesetzt. Mit unseren effizienten Prozessen optimieren wir die Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Gesellschaften. HOCHTIEF erwartet im Heimatmarkt Deutschland große Wachstumschancen in der Verkehrsinfrastruktur ebenso wie im Immobilienbereich: Der im August 2016 verabschiedete Verkehrswegeplan sieht Investitionen von rund 270 Mrd. Euro bis 2030 vor - auf dieser Basis sowie vor dem Hintergrund des weiterhin florierenden Hochbaumarkts in Deutschland erwarten wir gute Entwicklungen. Hier möchten wir mit attraktiven Projekten im Wettbewerb gute Renditen erzielen. Auch unsere Aktivitäten in weiteren europäischen Schlüsselmärkten, insbesondere in Skandinavien, Großbritannien und den Niederlanden, wollen wir gezielt verstärken. Unser BIM-Know-how stellt dabei einen Wettbewerbsvorteil dar und wird von unseren Kunden nachgefragt. Zwei viel beachtete Großprojekte wurden im Jahr 2016 abgeschlossen: HOCHTIEF übergab am 4. November 2016 die Elbphilharmonie an den Bauherrn, die Stadt Hamburg. Der spektakuläre Bau, dessen Konzertbetrieb im Januar 2017 aufgenommen wurde, ist bereits das neue Wahrzeichen Hamburgs. Am 1. Juni 2016 wurde der Gotthard-Basistunnel in der Schweiz eröffnet, mit 57 Kilometern der längste Eisenbahntunnel der Welt. HOCHTIEF hatte in einer Arbeitsgemeinschaft bei zwei Baulosen einen bedeutenden Beitrag beim Tunnelbau geleistet. In der Division HOCHTIEF Europe verzeichneten wir 2016 zahlreiche bedeutende Projekteingänge. >Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: www.hochtief-solutions.de Projektbeispiele>VerkehrsinfrastrukturHOCHTIEF PPP Solutions hat als Teil des Konsortiums ViA6West den Zuschlag erhalten, die Erweiterung der Bundesautobahn A 6 in Baden-Württemberg zu planen, zu finanzieren, zu bauen und zu erhalten. Das Gesamtauftragsvolumen liegt bei 1,3 Mrd. Euro, davon entfallen 600 Mio. Euro auf den Bau. Der Anteil von HOCHTIEF PPP Solutions beträgt 30 Prozent; HOCHTIEF Infrastructure ist mit 60 Prozent an der Bauarbeitsgemeinschaft beteiligt. Die Strecke, die unter laufendem Verkehr sechs-spurig ausgebaut werden soll, ist 25,5 Kilometer lang. Zum Projekt gehört zudem die Erneuerung der 1,3 Kilometer langen Neckartalbrücke bei Heilbronn. Der Autobahnabschnitt, der bis 2046 betrieben und erhalten wird, umfasst eine Länge von 47,2 Kilometern. >Weitere Projektbeispiele finden Sie unter: www. hochtief.de/kundenportal Als technischer Federführer einer Arbeitsgemeinschaft (Arge) wird HOCHTIEF Infrastructure einen Lärmschutztunnel der A 7 in Hamburg-Stellingen bauen. Der Gesamtauftragswert beträgt 154 Mio. Euro (Anteil für HOCHTIEF: 128 Mio. Euro). Der neue Tunnel wird zwei durch die Autobahn getrennte Stadtviertel verbinden und dort die Lebensqualität deutlich steigern. Einen weiteren Tunnelauftrag hat die Gesellschaft in Hessen erhalten: Als technischer Federführer einer Arge wird sie den 600 Meter langen Tunnel Trimberg sowie den vierstreifigen Ausbau eines Teilstücks der Bundesautobahn 44 mit einem Gesamtauftragswert von 73 Mio. Euro (HOCHTIEF-Anteil: 50 Prozent) realisieren. In Österreich verantwortet HOCHTIEF Infrastructure Austria innerhalb einer Arge bis Mitte 2018 das Hauptbaulos des Projekts A 5 Nord/Weinviertel mit einem Gesamtvolumen von 48 Mio. Euro. Im Zuge der Arbeiten werden zirka 1,6 Mio. Kubikmeter Material abgetragen, von denen zirka 600.000 Kubikmeter für Dammschüttungen wiederverwendet werden. Der Rest wird für die Modellierung des Geländes außerhalb des Baufelds genutzt. HOCHTIEF (UK) Construction modernisiert bis April 2018 den Londoner U-Bahnhof Tottenham Hale. Ausschlaggebend für den Zuschlag war unter anderem das HOCHTIEF-Know-how im Bereich Building Information Modeling (BIM). Für London Underground hat unsere Gesellschaft bereits vier U-Bahnhof-Projekte realisiert. Darüber hinaus erhielt die Gesellschaft den Auftrag "Locros Lifts" von Rail for London, drei Bahnhöfe im Osten der britischen Hauptstadt zu modernisieren. Auch dort arbeitet unser Team mit BIM. Mit dem Verkehrsinfrastrukturprojekt "M4 Junction 16 Capacity Improvements" ist ebenfalls HOCHTIEF (UK) Construction beauftragt worden. Der Autobahnknotenpunkt der M4 in der Nähe von Swindon wird bis Anfang 2018 aufgrund des prognostizierten erhöhten Verkehrsaufkommens neu gestaltet. HOCHTIEF ViCon hat einen ersten Auftrag in Australien erhalten: Für das Großprojekt Sydney Metro Northwest, an dem Gesellschaften der CIMIC-Gruppe mit wesentlichen Aufträgen beteiligt sind, liefert ViCon BIM-Managementleistungen sowie das selbst entwickelte Online Rail Information System (ORIS). Soziale und urbane InfrastrukturMarktsegment Büro- und GeschäftsimmobilienBis 2019 errichtet HOCHTIEF PPP Solutions das neue Landeslabor Berlin-Brandenburg auf Basis eines ÖPP-Mietmodells. Die Baukosten für das neue Gebäude mit Laboren unterschiedlicher Sicherheitsstufen und Büros belaufen sich auf 72 Mio. Euro, das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt 160 Mio. Euro. Der Mietvertrag läuft über 30 Jahre. Wie bei jedem PPP-Projekt, betrachten wir auch dieses unter einem ganzheitlichen Lebenszyklusansatz. Beispielsweise setzen wir bei der Kältetechnik unter anderem auf Eigenerzeugung durch freie Kühlung: Die Außentemperatur wird zusätzlich für den Kälteprozess genutzt. Der Energieverbrauch wird deutlich reduziert - und damit sinken die Kosten. HOCHTIEF Infrastructure wird in Frankfurt ein weiteres Hochhaus errichten: Das Projekt Marienturm hat einen Auftragswert von zirka 138 Mio. Euro. Der 155 Meter hohe Büroturm entsteht bis Ende 2018 nach LEED-Platin-Standard. HOCHTIEF realisiert das Gebäude im partnerschaftlichen PreFair-Verfahren; eine vorgelagerte PreConstruction sorgte dafür, dass gemeinsam mit dem Kunden Bausoll und Kosten optimiert wurden. In Hamburg realisiert die Gesellschaft bis Ende 2018 das Projekt Campus Tower HafenCity, das aus einem Hochhaus sowie einem angrenzenden Riegelgebäude bestehen wird und sowohl Eigentums- als auch sozial geförderte Mietwohnungen sowie Büros und Geschäfte beinhalten soll. Das Projekt wird höchste Ansprüche an die Effizienz stellen: Die Zertifizierung durch das Umweltzeichen HafenCity in Gold ist angestrebt. Ebenfalls in Hamburg ist HOCHTIEF Infrastructure mit der Erweiterung der Nordex-Zentrale mit einem Volumen von zirka 22 Mio. Euro beauftragt worden. HOCHTIEF hatte das Verwaltungsgebäude für den Windanlagenproduzenten 2009 fertiggestellt und wird nach einer intensiven Begleitung der Planungsphase bis Anfang 2018 den Erweiterungsbau Nordex II bauen. Aus den Erfahrungen beim ersten Bauabschnitt wurden Nachhaltigkeitsmaßnahmen für den Anbau abgeleitet: Eine tageslichtabhängige Beleuchtungssteuerung mit Präsenzmeldern wird eingebaut, da sich diese positiv auf den Energieverbrauch auswirkt. Wärmepumpen werden ebenfalls Einfluss auf den Primärenergiebedarf haben. In Würzburg planen und bauen HOCHTIEF PPP Solutions und HOCHTIEF Infrastructure den neuen Verwaltungskomplex der Deutschen Rentenversicherung Bund. 2018 soll das Bürogebäude, das zudem ein Rechenzentrum beinhalten wird, fertiggestellt sein. Daran schließt sich ein Vertrag für das technische und infrastrukturelle Gebäudemanagement in einem Zeitraum von zehn Jahren an (eine Verlängerungsoption von fünf Jahren ist festgehalten). Marktsegment WohnimmobilienDas Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarre errichtet HOCHTIEF bis Mitte 2017 in Leipzig. Die Architektur des siebengeschossigen Gebäudes greift den Stil der Leipziger Messebauten auf. Beim Bauprozess wird der Standard des DGNB-Zertifikats in Gold beachtet. Bis April 2018 erweitert HOCHTIEF die Seniorenwohnanlage der K.D. Feddersen-Stiftung in Hamburg. Unter anderem gab das BIM-Know-how unserer Mitarbeiter den Ausschlag für den Auftrag. Beim Bau muss die Nähe zu einem Biotop berücksichtigt werden. In Warschau errichtet HOCHTIEF Polska bis September 2017 einen nachhaltigen Wohnkomplex nach den Anforderungen der "Sehr gut"-Auszeichnung des BREEAM-Zertifikats. Das gesamte Gebäude wird mit behindertengerechten Zugängen ausgestattet sein und Sanitäreinrichtungen für Fahrradpendler bieten. Das Gebäude "Poruba" mit gemischter Nutzung baut HOCHTIEF CZ in Prag. Das Gebäude wird Wohnungen, Einzelhandel und Parkflächen beinhalten. Marktsegment HotelsHOCHTIEF errichtet in Köln bis Ende 2018 das Motel One, ein siebengeschossige Gebäude mit 424 Zimmern. Bezogen auf die Bettenzahl, wird es das größte Hotel der Domstadt. Wegen der Nähe zum Rhein muss der hohe Grundwasserstand berücksichtigt werden. Die begrenzte Innenstadtlage erfordert ein maßgeschneidertes Logistikkonzept. Marktsegment BildungsimmobilienEinen weiteren Auftrag hat HOCHTIEF Building an der Ruhr-Universität Bochum erhalten: Dort plant und baut sie den Gebäudekomplex IA-IB schlüsselfertig. Der Auftragswert beläuft sich auf zirka 127 Mio. Euro. Bis September 2015 hatte HOCHTIEF in einem ersten Teilauftrag Schadstoffe aus den beiden neungeschossigen Gebäuden entfernt. Marktsegment GewerbeimmobilienIn Krakau erweiterte HOCHTIEF Polska von Mai bis Dezember 2016 ein Werk für die Montage von Elektromotoren um ein Gebäude mit zusätzlichen Produktions- und Lagerflächen sowie Sozialräumen. HOCHTIEF Polska wird zudem eine Produktionsanlage mit Lagerhalle für den Pflegeproduktehersteller Velvet Care in Klucze, etwa 50 Kilometer nordöstlich von Krakau, errichten. Die Fertigstellung des Projekts ist für 2017 geplant. Marktsegment Sport- und VeranstaltungsstättenHOCHTIEF Infrastructure erhielt den Auftrag als Generalübernehmer zum Bau des "Mercedes Platz" in Berlin, eines neuen Quartiers für Sport, Kultur, Geschäfte und Hotelflächen. In einer ergebnisorientierten Pre-Construction-Phase konnte HOCHTIEF dem Kunden viele technische Optimierungen vorschlagen. Das Projekt soll 2018 fertiggestellt werden und hat einen Auftragswert von zirka 200 Mio. Euro. Der Mercedes Platz soll künftig das vitale Herzstück des dynamisch wachsenden Stadtquartiers entlang der East Side Gallery bilden. Zu den Kennzahlen der Division HOCHTIEF Europe2016 hat die Division HOCHTIEF Europe weitere Fortschritte erzielt und sich finanziell verbessert. So hat sich das operative Vorsteuerergebnis mehr als verdoppelt und übertraf mit 36,1 Mio. Euro den Wert der prognostizierten Spanne von 20 bis 35 Mio. Euro. Die Marge legte dabei um 140 Basispunkte auf 2,3 Prozent zu. Das nominale Ergebnis vor Steuern war mit 18,7 Mio. Euro ebenfalls positiv und verbesserte sich gegenüber dem für 2015 ausgewiesenen Verlust um 46,2 Mio. Euro. Besonders erfreulich ist, dass die Division HOCHTIEF Europe jetzt einen positiven Cashflow erwirtschaftet. Hatte die Division im Jahr zuvor noch einen Mittelabfluss in Höhe von 98 Mio. Euro verzeichnet, erzielte sie 2016 einen positiven operativen Free Cashflow von 40 Mio. Euro. Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung war die deutliche Verbesserung beim Nettoumlaufvermögen, eine wesentliche Steuerungsgröße, auf die der Konzern nach wie vor ein Hauptaugenmerk legt. Als Folge dieses positiven Ergebnisses beendete die Division das Jahr (erstmals seit mehreren Jahren) mit einem Nettofinanzvermögen in Höhe von 45 Mio. Euro. Division HOCHTIEF Europe: Kennzahlen1)scroll
Der Auftragseingang ist im Vergleich zum Vorjahr - bereinigt um zwei Großaufträge im Mittleren Osten - gestiegen. Diese Aufträge wurden von den Kunden nicht fortgeführt. Der Auftragsbestand zum Ende des Berichtszeitraums lag damit bei knapp 4,0 Mrd. Euro und stellt eine solide Basis für die künftige Entwicklung der Division dar. Im Februar 2017 hat HOCHTIEF Europe das Infrastrukturprojekt Zuidasdok in den Niederlanden gewonnen. Von dem auf 1,0 Mrd. Euro bezifferten Auftrag entfallen 42,5 Prozent auf HOCHTIEF. HOCHTIEF Europe arbeitet für das laufende Jahr an einer Projekt-Pipeline von 25 Mrd. Euro. AusblickFür das Geschäftsjahr 2017 gehen wir von einer weiteren Erhöhung des operativen Vorsteuerergebnisses auf 40 bis 45 Mio. Euro aus.
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anderweitig angezeigt. Corporate Governance und ComplianceCorporate GovernanceDas Prinzip guter Corporate Governance gilt im gesamten HOCHTIEF-Konzern und damit für alle Unternehmensbereiche. "Corporate Governance" - das sind die Grundsätze und der Ordnungsrahmen der Unternehmensführung und -Überwachung. Unser Maßstab für Deutschland ist der Deutsche Corporate Governance Kodex. Der Vorstand berichtet in den folgenden Abschnitten -zugleich auch für den Aufsichtsrat - über die Corporate Governance bei HOCHTIEF gemäß den Regelungen des Kodex. Die Prinzipien einer verantwortlichen, transparenten und auf langfristigen wirtschaftlichen Erfolg ausgerichteten Führung und Kontrolle des Unternehmens sind verbindliches Leitbild für HOCHTIEF. Gute Corporate Governance ist die Grundlage für das Vertrauen unserer Anleger, Kunden, Mitarbeiter und der Öffentlichkeit. Im Februar 2017 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben, die an der angegebenen Stelle im Wortlaut wiedergegeben ist. Im Internet > haben wir weitere Informationen über unsere Corporate-Governance-Praxis zusammengestellt. Hier finden Sie auch unseren Verhaltenskodex (Code of Conduct), sämtliche Entsprechenserklärungen und die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB. In dieser Erklärung sind auch die Angaben zu den von Aufsichtsrat und Vorstand festgelegten Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands enthalten. In der Entsprechenserklärung vom Februar 2016 waren drei Punkte genannt, bei denen den Empfehlungen des Kodex zu diesem Zeitpunkt nicht oder nur eingeschränkt entsprochen wurde. Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Anwendung dieser Kodexregelungen erneut geprüft. Bei diesen drei Abweichungen vom Kodex sind Vorstand und Aufsichtsrat nach wie vor der Ansicht, dass es sich hierbei um gut begründete Ausnahmen handelt. In der nachfolgend abgedruckten Entsprechenserklärung (siehe Seite 100) sind die Gründe für die Nichtanwendung der Kodexregelungen erläutert. Im Übrigen entspricht HOCHTIEF sämtlichen Empfehlungen des Kodex in seiner aktuellen Fassung. Durch die Zusammensetzung des Gremiums sind die Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen, die für die ordnungsgemäße Wahrnehmung der Aufgaben des Aufsichtsrats erforderlich sind, insgesamt bei HOCHTIEF gewährleistet.1) Im Jahr 2015 ist die Änderung des Aktiengesetzes in Kraft getreten, dass bei der Neuwahl von Aufsichtsräten börsennotierter und voll mitbestimmungspflichtiger Unternehmen ab 2016 eine Geschlechterquote von mindestens 30 Prozent eingehalten werden muss. Nach der Neuwahl des Aufsichtsrats im Frühjahr 2016 gehören dem Gremium fünf weibliche Mitglieder an. Dies ist mehr als vom Gesetz bei Durchführung der Wahlen nach dem Prinzip der sogenannten Getrennterfüllung gefordert. > Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de/corporate-governance ComplianceDie Compliance-OrganisationAn der Spitze des Compliance-Systems steht der Vorstandsvorsitzende der HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Jährlich berichtet der Chief Compliance Officer an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben erhält er unter anderem Unterstützung durch Konzern-Compliance und Recht. Alle Divisions verfügen über ähnliche Organisationsstrukturen. In den Divisions leiten Compliance Officer die jeweiligen Compliance-Organisationen. Sie berichten direkt an den Chief Compliance Officer. Es gehört zu ihren Aufgaben, das Compliance-Programm von HOCHTIEF umzusetzen, Compliance-Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Als lokale Ansprechpartner für die Mitarbeiter in den Gesellschaften der Divisions unterstützen die Compliance Manager bei der Implementierung und Weiterentwicklung des Compliance-Systems. In jeder HOCHTIEF-Division ist ein Compliance Committee etabliert, das unter der Leitung des Compliance Officers mindestens einmal im Quartal tagt. Die Compliance Committees setzen sich zusammen aus dem Compliance Officer der Division, aus Vertretern des operativen Geschäfts und einzelner Fachabteilungen wie der Personalabteilung, der Revision oder des Einkaufs. Die Aufgabe der Compliance Committees besteht darin, die Compliance-Organisation bei der Umsetzung des Compliance-Programms und der Integration von Compliance in die Geschäftsabläufe und -prozesse zu beraten und zu unterstützen. Unser Compliance-System ist darauf ausgerichtet, Compliance-Verstöße zu verhindern (Prävention). Schwerpunkte der Compliance-Organisation liegen in der Verhinderung von Korruption und Kartellrechtsverstößen. Um Compliance-Verstößen in anderen Bereichen vorzubeugen, sind die jeweiligen Fachfunktionen verantwortlich: zum Beispiel das zentrale Kompetenzzentrum für Arbeitssicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutz (AGUS Center)1) oder der Bereich Datenschutz, der dem Datenschutzbeauftragten von HOCHTIEF zugeordnet ist.2)
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Weitere Informationen finden Sie auf den
Seiten 114 bis 117. Das Compliance-Programm von HOCHTIEFCompliance ist ein wesentlicher Baustein unserer Unternehmensgrundsätze. Die Erwartungen und Compliance-Anforderungen an die Mitarbeiter aller Konzerngesellschaften sind in der Vision und den jeweiligen Verhaltenskodizes niedergelegt. Sie gelten in allen HOCHTIEF-Gesellschaften und sind heute in der Unternehmenskultur fest verankert. In den Verhaltens-kodizes sind wichtige gesetzliche Bestimmungen formuliert, aber auch Anforderungen aus Selbstverpflichtungserklärungen, zu deren Einhaltung und Förderung wir uns verpflichtet haben. Dazu gehören beispielsweise der UN Global Compact und die ILO-Kernarbeitsnormen. Schon früh hat HOCHTIEF einen verbindlichen Verhaltenskodex erarbeitet: 2002 haben wir unsere Compliance-Anforderungen in einem solchen Kodex veröffentlicht und kontinuierlich weiterentwickelt. Heute ist er als HOCHTIEF Code of Conduct für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und die Division Europe verbindlich verankert, die Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Asia Pacific haben diese Standards in ihre Verhaltens-kodizes übernommen. In 13 Sprachen enthält der HOCHTIEF Code of Conduct für alle Mitarbeiter verbindliche Regelungen zu kartellrechtlichen Fragen, zum Verhalten gegenüber Geschäftspartnern und zu möglichen Interessenkonflikten. Er gibt Auskunft darüber, wann Bestechung oder Korruption vorliegen, wie Spenden oder Sponsoring zu behandeln sind, wie mit Informationen umgegangen wird, die internes Wissen, Vertraulichkeit oder Datenschutz betreffen. Er behandelt Themen wie Gesundheits- und Umweltschutz, Vermögenswerte des Unternehmens einschließlich der Dokumentation von Geschäftsvorfällen, den Umgang mit Unternehmenseigentum und -vermögen oder Insiderregeln sowie Grundsätze zur sozialen Verantwortung3) , die die Achtung der Menschenwürde, die Ablehnung von Kinder- und Zwangsarbeit, das Gebot der Chancengleichheit und das Verbot der Diskriminierung, das Vereinigungsrecht und das Recht auf Kollektivverhandlungen betreffen. In allen Divisions konkretisieren Konzernrichtlinien und Arbeitsanweisungen die Inhalte der Verhaltenskodizes, um den Mitarbeitern verständliche Hilfestellungen zu geben. Die Einhaltung dieser Vorgaben und der gesetzlichen Vorschriften ist Bestandteil einer guten Corporate Governance. Sie bilden die Grundlage für unseren guten Ruf, für die weltweite Reputation von HOCHTIEF. Von Geschäftspartnern, Kunden und Lieferanten wird erwartet und verbindlich eingefordert, dass sie die Anforderungen von HOCHTIEF einhalten. Zu diesem Zweck gibt es den Code of Conduct für Vertragspartner - er ist ebenfalls in 13 Sprachen verfügbar. Das Compliance-System von HOCHTIEF ist auf Prävention ausgerichtet und soll durch geeignete Maßnahmen Compliance-Verstößen vorbeugen. Alle, Führungskräfte ebenso wie Mitarbeiter, stehen in der Verantwortung, unsere Compliance-Anforderungen zu erfüllen. Unser wesentlicher Grundsatz ist klar definiert: Kein Geschäftsabschluss rechtfertigt es, das Vertrauen in HOCHTIEF zu erschüttern und die gute Reputation unseres Konzerns zu gefährden. Um erfolgreiche und nachhaltige Geschäftsbeziehungen aufzubauen, werden in allen Divisions bestimmte Gruppen von Geschäftspartnern, wie Joint-Venture-Partner oder Berater, sorgfältig durch ein definiertes Auswahlverfahren ausgewählt und durch Compliance freigegeben. Dabei werden Integrität und Zuverlässigkeit mithilfe externer Datenbanken überprüft und dieser Auswahlprozess dokumentiert (Business Partner Compliance Due Diligence). Wir informieren unsere Mitarbeiter über das Compliance-Programm und ihre Ansprechpartner in den Intranets der Gesellschaften. Dort lassen sich unkompliziert alle internen Richtlinien auffinden. Auch unsere Schulungsangebote sind dort ausgeschrieben. Durch Präsenzschulungen und elektronische Lernprogramme werden Compliance-Themen vermittelt und das Wissen vertieft. Einheiten im In- und Ausland wurden auch im Berichtsjahr von Compliance geschult. Insgesamt nahmen 16.745 Mitarbeiter an unseren Schulungen teil, davon in der Division HOCHTIEF Asia Pacific 9.624, in der Division HOCHTIEF Americas 5.401 und in der Division HOCHTIEF Europe (inklusive Holding) 1.720 Mitarbeiter. Ein Schwerpunkt der Compliance-Aktivitäten im Berichtsjahr bildete die Weiterentwicklung des Compliance-Systems im Hinblick auf das sich ständig weiterentwickelnde Themenfeld Kartellrecht. Zur Vertiefung wurden die Compliance-Schulungen für Führungskräfte und solche Mitarbeiter ausgebaut, die Kontakt zu Wettbewerbern haben oder in Bereichen tätig sind, in denen wettbewerbsrechtliche Risiken bestehen. Mithilfe einer Kommunikationskampagne, die neben allgemeinen Compliance-Themen besonders das Thema Kartellrecht aufgreift, soll die Sensibilität der Mitarbeiter weiter verstärkt werden.
3)
Weitere Informationen finden Sie auf der
Klappseite 3 und auf den Seiten 144 ff. Anzahl der Compliance-Schulungenscroll
In allen HOCHTIEF-Divisions existieren Hinweissysteme, über die Mitarbeiter etwaige Missstände melden können, wenn sie sich nicht direkt an ihren Vorgesetzten wenden möchten oder können. Wir fordern alle Mitarbeiter auf, Vorfälle zu berichten. Dafür stehen Hotlines und E-Mail-Adressen zur Verfügung. Die Meldungen gehen an die Compliance Officer oder an Konzern-Compliance. Jede Meldung wird vertraulich behandelt, sodass der Hinweisgeber geschützt ist. Darüber hinaus kann jeder Hinweisgeber von vornherein anonym bleiben. Die Möglichkeit, Hinweise an Compliance weiterzugeben, besteht auch für Geschäftspartner von HOCHTIEF. Themenindikator Compliance:Aspekt Korruptionsbekämpfung: Anzahl der Compliance-Schulungen Weitere Informationen siehe GRI-Index auf den Seiten 252 bis 253. Den folgenden Grafiken sind die 485 vollkonsolidierten Beteiligungsgesellschaften in 49 Ländern zugrunde gelegt, die HOCHTIEF zum Stand 31. Dezember 2016 verzeichnete.Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO)Als weltweit erstes Bauunternehmen hat sich HOCHTIEF im Jahr 2000 verpflichtet, den Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zu entsprechen. Die Agentur der UNO konzentriert sich darauf, dass weltweit Frauen und Männer unter freien, gleichen, sicheren und menschlichen Bedingungen ihre Arbeit ausüben können. Zudem bekennt sich HOCHTIEF grundsätzlich zu den UN-Konventionen, siehe Glossar Seite 258. ILO-Übereinkommen zur Beseitigung der schlimmsten Formen von Kinderarbeit (C182)![]() ILO-Übereinkommen zur Abschaffung der Zwangsarbeit (C105)![]() ILO-Übereinkommen zum Vereinigungsrecht und Recht zu Kollektivverhandlungen (C098)UN-Konventionen zur Wahrung der Menschenrechte![]() Anzahl der HOCHTIEF-Beteiligungsgesellschaften in Bezug auf das Korruptionsrisiko in den jeweiligen Ländern![]() Gemäß dem Corruption Perception Index (CPI) nach Transparency International ü hat HOCHTIEF vorwiegend vollkonsolidierte Beteiligungsgesellschaften in Ländern mit geringem beziehungsweise sehr geringem Korruptionsrisiko.1) Veränderungen sind auf aktuelle Zuordnungen einiger entwickelter Volkswirtschaften zurückzuführen. Besteht der Verdacht eines Verstoßes gegen Compliance-Regeln, werden anlassbezogene Compliance-Prüfungen initiiert. Diese Prüfungen werden von Compliance veranlasst und entweder selbst oder durch das Team der internen Revision durchgeführt. Die Compliance-Organisation überprüft überdies regelmäßig den Status der Implementierung der Compliance-Maßnahmen. Dies geschieht beispielsweise durch Abfragen (Self Assessments) oder im Rahmen von Interviews. Zudem wird die Wahrnehmung von Compliance unter den Mitarbeitern evaluiert. Hierzu hat Konzerncompliance in der Division HOCHTIEF Europe den "Compliance Spot Check" etabliert. Der Spot Check zeigt, wie die Mitarbeiter das Thema Compliance beurteilen und ob sie beispielsweise die veröffentlichten Regeln verständlich finden. Risikobasiert überprüft auch die Revision die Einhaltung von Compliance-Richtlinien und den aktuellen Status der Compliance-Prozesse im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Audits in den Gesellschaften. Alle Verstöße gegen Gesetze und interne Richtlinien verfolgen wir kompromisslos, ihre Aufklärung genießt höchste Priorität. Die individuellen Maßnahmen, die bei Compliance-Verstößen ergriffen werden, werden vom Compliance Officer vorbereitet und von den jeweiligen Geschäftsleitungen beschlossen. Dabei ist HOCHTIEF stets auch auf den Schutz von anonym Beschuldigten vor Unrecht bedacht. Die jeweiligen Vorgesetzten oder die Geschäftsleitung sind verantwortlich für die Umsetzung arbeitsrechtlicher Maßnahmen, die bis zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses führen können. Bei festgestellten Regelverstößen prüft der zuständige Compliance Officer, ob die vorhandenen Compliance-Vorgaben und festen Arbeitsabläufe angemessen und ausreichend sind. Für den Fall, dass sich ein Anpassungsbedarf herausstellt, überarbeitet der Compliance Officer die Vorgaben oder führt entsprechende Maßnahmen ein. Die Bedeutung des Themas Compliance zeigt sich auch in der 2016 von HOCHTIEF durchgeführten Wesentlichkeitsanalyse: Compliance wird einheitlich als wichtigstes Nachhaltigkeitsthema bewertet: Nachunternehmer (89 Prozent) ebenso wie Mitarbeiter (87 Prozent), Entscheider (69 Prozent) sowie die bevölkerungsrepräsentative Stichprobe (65 Prozent) messen Compliance sehr hohe oder hohe Relevanz bei. Themenfeldindikator ComplianceAspekt Korruptionsbekämpfung: Risikoanalyse gemäß CPI Weitere Informationen siehe GRI-Index auf den Seiten 252 bis 253. VergütungsberichtBezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016Das System der Vorstandsvergütung ist auf eine langfristige und nachhaltige Unternehmensführung ausgerichtet. Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat festgesetzt. Auch das Vergütungssystem für den Vorstand wird vom Aufsichtsrat beschlossen und regelmäßig überprüft. Der Personalausschuss des Aufsichtsrats bereitet die entsprechenden Beschlussfassungen des Aufsichtsratsplenums vor. Die Vergütung der Vorstände setzt sich für das Geschäftsjahr 2016 zusammen aus 1. einer Festvergütung, 2. Nebenleistungen, 3. einer variablen Vergütung sowie 4. einer Altersversorgung. 1. Die Festvergütung wird in gleichen monatlichen Raten ausgezahlt. 2. Zu den Nebenleistungen zählt der nach steuerlichen Richtlinien anzusetzende Wert der privaten Nutzung des Dienstwagens und vermögenswerter Vorteile. 3. Die Berechnung der variablen Vergütung erfolgt auf der Basis der folgenden gleich gewichteten Bausteine: bereinigter Free Cashflow, Konzerngewinn absolut und Konzerngewinn Delta zum Vorjahr. Für alle drei Komponenten kann die Zielerfüllung bei null bis 200 Prozent des budgetierten Betrags liegen. Zusätzlich zu den wirtschaftlichen Zielen kann der Aufsichtsrat jährlich bis zu vier strategische Ziele festlegen, die einheitlich für alle Mitglieder des Vorstands Gültigkeit haben. Der Aufsichtsrat hat das Recht, den Gesamtzielerreichungsgrad, der sich aus der Erreichung der wirtschaftlichen Ziele ergibt, unter Würdigung der Zielerreichung dieser strategischen Ziele zu erhöhen oder zu vermindern. Die erreichte variable Vergütung wird durch drei Komponenten wie folgt erfüllt: a. Barzahlung (Short-Term-Incentive-Komponente), b. durch Übertragung von Aktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft in Höhe des Nettobetrags, mit einer Sperrfrist von zwei Jahren (Long-Term-Incentive-Komponente1) I) und c. durch Gewährung eines jährlich aufzulegenden Long-Term-Incentive-Plans (Long-Term-Incentive-Komponente II). 4. Alle Mitglieder des Vorstands haben als betriebliche Altersversorgung einzelvertragliche Pensionszusagen erhalten, die eine Inanspruchnahme der Pension frühestens ab Vollendung des 65. Lebensjahres vorsehen. Die Höhe der Pension bemisst sich an den festen Bezügen. Dabei wird ein prozentualer Anteil der festen Bezüge als Pension gewährt, der mit der Bestelldauer steigt. Als Höchstbetrag erhält das Vorstandsmitglied 65 Prozent der letzten festen Bezüge. Die Hinterbliebenenversorgung beträgt 60 Prozent des Pensionsanspruchs. scroll
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Ohne nachträgliche Anpassung (siehe Bezüge
für frühere Geschäftsjahre) scroll
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1)
Ohne nachträgliche Anpassung (siehe Bezüge
für frühere Geschäftsjahre) Regelungen im Falle der Beendigung des DienstvertragsBei Nichtverlängerung des Dienstvertrags erhalten die Vorstandsmitglieder eine Abfindung in Höhe eines festen Jahresgehalts. Die Abfindung setzt voraus, dass das Vorstandsmitglied bei Ende des Anstellungsvertrags mindestens in der zweiten Amtsperiode dem Vorstand angehörte und noch nicht das 65. Lebensjahr vollendet hat. Bei einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit werden Abfindungszahlungen an die Vorstände den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und es wird nicht mehr als die Restlaufzeit des Dienstvertrags vergütet. Der Barwert der Pensionszusagen an aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder beträgt 104.427 Tsd. Euro (Vorjahr 92.889 Tsd. Euro). An frühere Mitglieder des Vorstands oder deren Hinterbliebene wurden Beträge in Höhe von 4.471 Tsd. Euro (Vorjahr 4.869 Tsd. Euro) gezahlt. Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und ihren Hinterbliebenen betragen 90.698 Tsd. Euro (Vorjahr 83.404 Tsd. Euro). Bezüge des Vorstands für frühere GeschäftsjahreVom Aufsichtsrat wurde für das Geschäftsjahr 2015 für Herrn Fernandez Verdes aufgrund der außergewöhnlichen Leistung von Herrn Fernandez Verdes sein Gesamt-zielerreichungsgrad für die STIP-, LTIP-I- und LTIP-II-Komponente von 188,23 Prozent auf 200 Prozent festgesetzt. Daraus resultierend, wurden 79 Tsd. Euro Short-Term-Incentive, 67 Tsd. Euro Long-Term-Incentive-I und 67 Tsd. Euro Long-Term-Incentive-II gewährt. Zusätzlich hat der Aufsichtsrat einen Sonderbonus für Herrn Fernandez Verdes in Höhe von 470 Tsd. Euro als Zeichen der Wertschätzung für seine außerordentliche Leistung beschlossen. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat 2016 zur Erfüllung der Long-Term-Incentive-Komponente II aus dem Jahr 2015 einen Long-Term-Incentive-Plan 2016 (LTIP 2016) für die Vorstandsmitglieder beschlossen. Dabei handelt es sich um die Gewährung von sogenannten Stock-Appreciation-Rights (Wertsteigerungsrechte) und Stock-Awards (virtuelle Aktienrechte). Die Stock-Appreciation-Rights 2016 gewähren den Vorständen bei Erreichung der Ausübungshürden nach Ablauf der Wartezeit von drei Jahren innerhalb des dreijährigen Ausübungszeitraums einen Zahlungsanspruch gegen die Gesellschaft. Dessen Höhe hängt von der Entwicklung des Börsenkurses innerhalb der Warte- und Ausübungszeit ab. Ferner müssen relative sowie absolute Erfolgshürden, deren nachträgliche Änderung ausgeschlossen ist, erfüllt sein. Die Planbedingungen der Stock-Awards 2016 sehen vor, dass die Berechtigten für jeden Stock-Award nach Ablauf der Wartezeit von drei Jahren innerhalb des zweijährigen Ausübungszeitraums einen Zahlungsanspruch in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag haben. Die Ansprüche sind für den Long-Term-In-centive-Plan 2016 auf einen Maximalwert (50 Prozent Aktienkurssteigerung) begrenzt, damit die Höhe auch im Fall von außerordentlichen beziehungsweise nicht vorhersehbaren Entwicklungen angemessen bleibt. Herrn Fernandez Verdes wurden 40.395 Stock-Appreciation-Rights und 7.733 Stock-Awards mit einem Wert zum Zeitpunkt der Gewährung in Höhe von jeweils 567 Tsd. Euro gewährt. Herrn Legorburo wurden 12.097 Stock-Appreciation-Rights und 2.316 Stock-Awards mit einem Wert zum Zeitpunkt der Gewährung in Höhe von jeweils 170 Tsd. Euro gewährt. Herrn von Matuschka wurden 13.825 Stock-Appreciation-Rights und 2.647 Stock-Awards mit einem Wert zum Zeitpunkt der Gewährung in Höhe von jeweils 194 Tsd. Euro gewährt. Herrn Sassenfeld wurden 24.194 Stock-Appreciation-Rights und 4.632 Stock-Awards mit einem Wert zum Zeitpunkt der Gewährung in Höhe von jeweils 339 Tsd. Euro gewährt. Der Anhang zum Konzernabschluss enthält auf den Seiten 207 bis 209 zusätzliche Einzelheiten zu den Plänen. Die an die Vorstandsmitglieder in den letzten Jahren zugeteilten Long-Term-Incentive-Pläne führten zu folgendem Aufwand: scroll
Bezüge des Vorstands für Tätigkeiten in KonzerngesellschaftenFür seine Tätigkeit in Australien als Vorstandsvorsitzender und Executive Chairman von CIMIC erhielt Herr Fernandez Verdes für 2016 eine pauschale Aufwandsentschädigung in Höhe von 358 Tsd. Euro1) , Nebenleistungen in Höhe von 8 Tsd. Euro1) und einen Sonderbonus in Höhe von 2.057 Tsd. Euro1) für außerordentliche Leistungen während seiner Dienstzeit. Die Herrn Fernandez Verdes von CIMIC in 2014 gewährten Stock-Appreciation-Rights führten zu einem Aufwand in Höhe von 9.403 Tsd. Euro. Weitere Vergütungen für die Wahrnehmung von Mandaten in Gremien anderer Unternehmen, an denen HOCHTIEF unmittelbar oder mittelbar eine Beteiligung hält, werden nicht an die Vorstände ausgezahlt beziehungsweise auf die Vorstandsvergütung angerechnet. Vergütung der Mitglieder des AufsichtsratsDie Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wird durch die Hauptversammlung festgelegt und ist in § 18 der Satzung geregelt. Die Vergütung für das Geschäftsjahr 2016 auf Basis der der Hauptversammlung im Mai 2017 zur Beschlussfassung vorgeschlagenen Gewinnverwendung ergibt sich aus der nachfolgenden Tabelle.
1)
Der Eurobetrag ist abhängig vom Wechselkurs. scroll
Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktGVorstand und Aufsichtsrat der HOCHTIEF Aktiengesellschaft geben nach pflichtgemäßer Prüfung folgende Entsprechenserklärung ab: Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft entspricht den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 5. Mai 2015, die vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 12. Juni 2015 bekannt gemacht worden sind. Weiterhin entsprach die HOCHTIEF Aktiengesellschaft diesen Empfehlungen seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Februar 2016. Davon gelten folgende Ausnahmen:
Im Hinblick auf die Empfehlung in Ziff. 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 des Kodex, wonach die Vergütung insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen soll, weisen wir darauf hin, dass die Vorstands-Dienstverträge neben dem Festgehalt betragsmäßige Höchstgrenzen für alle variablen Vergütungselemente enthalten. Der Aufsichtsrat hat sich darüber hinaus das Recht vorbehalten, zusätzlich zum festen Jahresgehalt und den variablen Vergütungskomponenten nach freiem Ermessen eine Einmalzahlung für außergewöhnliche Leistungen zu gewähren. Außerdem sehen die Dienstverträge übliche Nebenleistungen vor (Privatnutzung des Dienstwagens, Unfallversicherung u.ä.). Für eine etwaige Einmalzahlung für außergewöhnliche Leistungen und für die Nebenleistungen ist eine betragsmäßige Höchstgrenze nicht festgesetzt, weil eine solche Festsetzung nach dem Sinn und Zweck der Kodexempfehlung entbehrlich erscheint und sich die Kodexempfehlung nach unserer rechtlichen Beurteilung hierauf nicht erstreckt. Aus dem gleichen Grund sind solche Leistungen bei der betragsmäßigen Höchstgrenze der Gesamtvergütung nicht berücksichtigt.
Essen, im Februar 2017 HOCHTIEF Aktiengesellschaft Für den Aufsichtsrat Pedro López Jiménez Für den Vorstand Marcelino Fernández Verdes Peter Sassenfeld Forschung und EntwicklungMehrwert durch InnovationInnovation ist ein elementarer Baustein unseres wirtschaftlichen Erfolgs und daher einer der Unternehmensgrundsätze von HOCHTIEF. Dank unserer unternehmensweiten Forschungs- und Entwicklungsarbeit (FuE) können wir für unsere Kunden projektspezifische Sondervorschläge entwickeln und umsetzen. Aufgrund unseres technischen Know-hows, das wir kontinuierlich weiterentwickeln, genießen wir bei unseren Auftraggebern eine ausgezeichnete Reputation. Neben dem ökonomischen Nutzen trägt unsere Forschungs- und Entwicklungsarbeit maßgeblich dazu bei, unsere ökologischen und sozialen Ziele zu erreichen, und leistet damit einen entscheidenden Beitrag zum nachhaltigen Handeln von HOCHTIEF. Konzernweite InnovationsorganisationGrundlage für unsere Innovationskraft sind die im Konzern fest verankerten Einheiten und Bereiche, die sich mit Innovationen beschäftigen (siehe Schaubild). Das HOCHTIEF-Innovationsmanagement ist Teil der Abteilung Konzernentwicklung. Das Team ist sowohl für das konzernweite als auch für das Innovationsmanagement der europäischen Tochtergesellschaft HOCHTIEF Solutions verantwortlich. Alle Konzerngesellschaften können eine projektspezifische Förderung über das zentrale Innovationsbudget beantragen. Ein Innovationskomitee, bestehend aus Vertretern der operativen Einheiten und der Holding, entscheidet nach einem festgelegten und transparenten Prozess, welche Projekte gefördert und realisiert werden. Bei unserer amerikanischen Tochtergesellschaft Turner ist die Innovation Group dafür verantwortlich, Ideen zu entwickeln und bereitzustellen, die das Unternehmen und damit die gesamte Bauindustrie weiter verbessern können. Zudem konzentriert sich bei Turner das Change Management Team auf Ideen. Vorschläge werden systematisch priorisiert und umgesetzt. So wird der größtmögliche Nutzen einer Idee sichergestellt. Bei unserer australischen Gesellschaft CIMIC befasst sich die Abteilung Research & Technology damit, die Entwicklung von innovativen Lösungen zu optimieren. Das Team hat die Aufgabe, technisches Fachwissen bei CIMIC zu identifizieren und sich mit anderen Konzerngesellschaften auszutauschen. Dazu werden kontinuierlich Projektinformationen inklusive der Methoden und Erfahrungen ("Lessons Learned") erfasst und gegebenenfalls strategische Erkenntnisse abgeleitet. Außerdem forscht die Abteilung zu Innovationen in der Baubranche, beobachtet die Entwicklungen und stellt dieses Wissen innerhalb des Unternehmens bereit. Transparenz und SynergienDie Innovationsverantwortlichen der HOCHTIEF-Holding tauschen sich kontinuierlich mit den Tochtergesellschaften und bei Bedarf mit Fachabteilungen wie dem Einkauf, der Rechtsabteilung und der Konzernkommunikation aus. So sorgen wir für konzernweite Transparenz und schaffen Synergien. Dieser Wissenstransfer erfolgt im Innovationskomitee, in Veranstaltungen, über die Zusammenarbeit in Projekten und in regelmäßigen Webkonferenzen. >Weitere Informationen über FuE-Innovations-projekte finden Sie unter: www.hochtief.de/fue Anzahl FuE-Projekte![]() Anzahl abgeschlossener FuE-Projekte![]() Neu begonnene FuE-Projekte![]() Investitionsvolumen FuE-Projekte (in Mio. Euro)![]() Die in den Grafiken genannten Kennzahlen beziehen sich nur auf Innovationsprojekte des Konzern-Innovationsmanagements auf Holdingebene. ![]() InstrumenteWir stellen konzernweit eine Reihe von Instrumenten bereit, mit denen Ideen der Mitarbeiter transparent und unkompliziert erfasst und bewertet werden können. Insbesondere für die Mitarbeiter der europäischen Einheiten ist dies der "Ideenraum". Im Berichtsjahr wurden auf dieser Intranetplattform 86 Ideen veröffentlicht. Um die Quantität der Vorschläge zu erhöhen und auch Mitarbeitern ohne Intranetzugang das Einreichen zu erleichtern, haben wir die Vor-Ort-Veranstaltung "Ideenwerkstatt" ins Leben gerufen. Im Berichtsjahr wurden dabei insgesamt 120 Ideen zu den Themen Know-how-Transfer, Arbeitssicherheit, Verbesserung der Prozesse und interne Zusammenarbeit erfasst. Die relevantesten Vorschläge werden umgesetzt. Die amerikanische Tochtergesellschaft Turner arbeitet mit dem "Turner Learning Tree", einer webbasierten Wissensmanagement-Plattform, auf der Mitarbeiter ihre Best-Practice-Lösungen veröffentlichen können. Zudem bietet das Tool die Möglichkeit, in einem "Improvement Forum" Ideen für Verbesserungen zu teilen und Fragen zu stellen, die dann direkt online von den Usern beantwortet werden können. Um den internen Know-how-Transfer und die Vernetzung der Mitarbeiter zu stärken, entwickelte unsere australische Beteiligungsgesellschaft CIMIC den "Webinar Wednesday". Diese monatliche Seminarreihe zu technischen Themen wird unternehmensweit live übertragen und steht danach als Aufzeichnung im CIMIC-Intranet zur Verfügung. Diese Veranstaltungen, die aus einer Präsentation und einer Fragerunde bestehen, sind eine zeitgemäße Möglichkeit, über Best-Practice-Beispiele und neue Technologien zu informieren. Themenfeldindikator Nachhaltige Produkte und DienstleistungenAspekt: zukunftsweisende Arbeitsmethode BIM Weitere Informationen siehe GRI-Index auf den Seiten 252 bis 253. BIM-Kompetenz ausgebautBuilding Information Modeling (BIM) ist die Methode der Zukunft, um Projekte digital abzuwickeln. Das Planen und Realisieren von Bauvorhaben mit BIM wird bereits in vielen Ländern von Auftraggebern gefordert. Die Methode basiert auf der aktiven Vernetzung aller am Bau Beteiligten mithilfe eines 3-D-Computermodells, das mit weiteren Informationen wie Zeit, Kosten und Nutzung ergänzt werden kann. Somit hilft es, Baukosten und CO2 -Emissionen zu reduzieren. HOCHTIEF hat das Potenzial von BIM schon sehr früh erkannt und bereits 2003 "Virtuelles Bauen" als Innovationsschwerpunkt initiiert. Mit der Gründung einer eigenen Gesellschaft für virtuelles Bauen, der HOCHTIEF ViCon GmbH, gilt HOCHTIEF als einer der Pioniere in diesem Bereich. Heute ist HOCHTIEF ViCon das BIM-Kompetenzzentrum des Konzerns und praktiziert die Zukunft des digitalen Bauens weltweit. Im Berichtsjahr haben wir BIM strategisch und konzernweit in allen Divisions weiter vorangetrieben; BIM ist weiterhin Forschungsschwerpunkt. So werden wir den Anforderungen unserer Kunden gerecht, können nachhaltige Produkte und Dienstleistungen anbieten und verbessern damit unsere Marktposition. Anzahl der Mitarbeiter, die 2016 an BIM- oder ähnlichen Schulungen teilgenommen habenscroll
![]() Awards und EventsHOCHTIEF Energy AwardMit dem ersten "HOCHTIEF Energy Award" haben wir das Thema Innovation mit unserer ökologischen Verantwortung verknüpft. Bei dieser Aktion wurden die Mitarbeiter aller Büro- und Baustellenstandorte aufgerufen, Ideen und Praxisbeispiele ("Best Practice") für Energieeinsparungen einzureichen. Insgesamt 44 Einsendungen aus dem gesamten HOCHTIEF-Konzern gingen ein, zehn Einsendungen wurden ausgezeichnet. Den ersten Preis erhielt das "Thiess-Modernisierungs-Programm für energieeffiziente Beleuchtungsanlagen in Minen" in Australien. Bei diesem Projekt wurden durch Energieeffizienzmaßnahmen bislang etwa zwei Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr eingespart, bei einer Umrüstung weiterer Minenprojekte kann der Verbrauch sogar um bis zu 32 Millionen Kilowattstunden reduziert werden. Aufgrund des Erfolgs soll der Wettbewerb als HOCHTIEF Innovation Award weitergeführt werden. Auch das Thema Energie wird wieder berücksichtigt. Turner-Preis für Innovation in der BauindustrieDer "Henry C. Turner Prize" für Innovationen ist eine mit 25.000 US-Dollar dotierte Auszeichnung, die Turner bereits 2002 ins Leben gerufen hat. Der Award wird jährlich von Turner und dem National Building Museum in Washington für herausragende Beiträge oder Innovationen in der Baubranche verliehen. Im Berichtsjahr wurde die "Future City" ausgezeichnet. Bei diesem projektbasierten Lernprogramm entwickeln Studierende Städte der Zukunft. Das Programm wird von der ehrenamtlichen Initiative "DiscoverE" organisiert, die jetzige und kommende Generationen für Ingenieurwissenschaften begeistern will. Ausgezeichnete Innovationen bei TurnerMit dem "Turner Construction Company Award for Innovation" zeichnet Turner seit sechs Jahren Mitarbeiter oder Teams aus, die mit der Entwicklung beziehungsweise Implementierung von innovativen Ideen herausragende Erfolge in Projekten erzielen konnten. Die 113 Bewerbungen, die im Berichtsjahr eingereicht wurden, umfassten beispielsweise Vorschläge zu den Themen Wissenstransfer, Mitarbeitervernetzung, IT und Sicherheit. Den mit 10.000 US-Dollar dotierten ersten Platz erhielt in diesem Jahr das Team der Rockefeller University: Eine innovative, modulare Bauweise sparte zirka ein Jahr Zeit und fünf Millionen US-Dollar ein. Bis heute wurden im Zuge des Awards insgesamt 275.000 US-Dollar ausgeschüttet. Turner Innovation SummitDer "Turner Innovation Summit" ist eine von Turner initiierte und organisierte Konferenz, auf der sich interne und externe Teilnehmer über Ideen und Best-Practice-Beispiele austauschen. Der dritte Summit, der im Berichtsjahr in Philadelphia stattfand, bot mit Vorträgen von Vertretern der Industrie sowie Präsentationen, Workshops und Trainings umfassende Möglichkeiten, Wissen auszutauschen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung mit mehr als 250 Turner-Mitarbeitern und externen Referenten standen "skalierbare Innovationen". Netzwerke und KooperationenHOCHTIEF gehört zu den Gründungsmitgliedern von ENCORD ** (European Network of Construction Companies for Research and Development). Über diese Plattform tauschen sich europäische Unternehmen zu den Themen Forschung, Entwicklung und Innovation aus. Wir profitieren dabei vom Best-Practice-Austausch zu Themen wie Infrastrukturbau, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Lean Construction, virtuelles Bauen und Umwelt. **www.encord.org Zudem ist HOCHTIEF Mitglied der European Construction Technology Platform (ECTP)** und trägt damit aktiv dazu bei, das hohe technische Niveau der europäischen Bauindustrie zu halten. Die zirka 200 Mitglieder setzen sich aus verschiedenen Stakeholdern der Baubranche zusammen. ECTP sieht baubezogene Forschung und Innovationen als Möglichkeit, dringende gesellschaftliche Probleme der Zukunft zu lösen. **www.ectp.org Dieser Austausch und das damit entstandene weltweite Kooperationsnetzwerk sind ein wichtiger Faktor für die Innovationskraft unseres Unternehmens. MitarbeiterDie Basis für unseren ErfolgPersonalstrategieAußergewöhnliche Bauwerke erstellen, Infrastrukturprojekte erfolgreich umsetzen oder innovative Techniken entwickeln - dies schaffen wir dadurch, dass wir die richtigen Mitarbeiter zur passenden Zeit am richtigen Ort zusammenbringen. Gegenseitiges Vertrauen und erfolgreiche Teamarbeit, über Grenzen hinweg, bilden die Basis für unseren Erfolg. Alle Mitarbeiter, vom Auszubildenden bis zur Führungskraft, tragen mit ihrem Können und Engagement, ihrer hohen Leistungsbereitschaft und ihren neuen Ideen entscheidend dazu bei. Für uns ist es wichtig, sowohl die Erwartungen und Bedürfnisse von unseren Mitarbeitern zu kennen als auch die Entwicklungen am externen Arbeitsmarkt zu verstehen. In vielen Regionen, in denen wir tätig sind, herrscht ein intensiver Wettbewerb um qualifizierte Fach- und Führungskräfte. Mit einem positiven Image und der damit einhergehenden Attraktivität als Arbeitgeber für unterschiedliche Zielgruppen sind wir zuversichtlich, dass wir auch künftig den Bedarf an Mitarbeitern decken werden. Wir möchten weiterhin engagierte, verantwortungsbewusste und kompetente Menschen gewinnen und langfristig an uns binden. Wir sind uns der Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern bewusst und richten unsere Personalstrategie insbesondere darauf aus, den daraus resultierenden Aufgaben gerecht zu werden. Dies gelingt uns insbesondere dadurch, dass wir unsere Mitarbeiter gezielt fördern, ihre Kompetenzen ausbauen, sie verantwortungsvoll führen, angemessen vergüten und auf ihre Sicherheit und Gesundheit achten. Um das Ziel zu erreichen, legt die Konzernabteilung Personal in enger Zusammenarbeit mit dem Konzernvorstand und den operativen Gesellschaften die strategische Ausrichtung der Personalthemen fest. Die operative Personalarbeit wird von den Gesellschaften selbstständig erbracht. Auf diese Weise leisten wir mit unserer Personalstrategie einen wertvollen Beitrag zur Unternehmensstrategie. MitarbeiterzahlIm Jahr 2016 haben wir weltweit 51.490 Mitarbeiter beschäftigt. Die Mitarbeiterzahl stieg demnach um 16,32 Prozent. Anzahl der Mitarbeiter bei HOCHTIEF nach Divisions(jeweils zum Stichtag)1) ![]() Erläuterungen zur Grafik:
1)
Gesamtbelegschaft: Alle Mitarbeiter, die
zum Stichtag in einem Arbeitsverhältnis mit einem vollkonsolidierten
Unternehmen des HOCHTIEF-Konzerns stehen (mit Ausnahme des Vorstands).
Die Mitarbeiter werden pro Kopf gezählt. In der Division HOCHTIEF Americas spiegelt sich die weiterhin gute Auftragslage auch in den Mitarbeiterzahlen wider: Zum Jahresende wurden dort 9.490 Mitarbeiter und damit 2,26 Prozent mehr Menschen bei HOCHTIEF beschäftigt als noch im Jahr zuvor. CIMIC, die Führungsgesellschaft der Division HOCHTIEF Asia Pacific, beschäftigte im Berichtsjahr 35.396 Mitarbeiter, ein Anstieg um 26,68 Prozent, der durch die Übernahme der Gesellschaft UGL begründet ist. Die Mitarbeiterzahl der Division HOCHTIEF Europe liegt im Berichtsjahr bei 6.604, dies sind 6,22 Prozent weniger als 2015. Weltweit stellten wir 15.5914) neue Mitarbeiter als Angestellte oder gewerbliche Mitarbeiter bei HOCHTIEF ein und 15.9784) Mitarbeiter verließen das Unternehmen.
4)
Anzahl ohne die zum Ende des Jahres übernommene
Gesellschaft UGL Anzahl Ein- und Austritte (2016, ohne UGL)scroll
Nach den größeren Veränderungen in den zurückliegenden Jahren konnten wir die Fluktuation in Deutschland mit einer Quote von 14,1 Prozent (Vorjahr 18,1 Prozent) wieder annähernd in den Bereich unserer Zielgrößen von 8 bis 12 Prozent bringen. Außerhalb von Deutschland sind die Fluktuationskennzahlen und die Ein- und Austrittszahlen nicht vergleichbar, denn dort werden viele Mitarbeiter projektbezogen eingestellt. Neben der sich positiv entwickelnden Fluktuation in Deutschland verfügen wir weltweit über eine Stammbelegschaft, die mit einer Quote von 75 Prozent (Vorjahr 78 Prozent) unbefristeter Arbeitsverhältnisse für Kontinuität und Verlässlichkeit steht. ArbeitnehmerrechteWir behandeln unsere Mitarbeiter mit Respekt, die gesetzlichen Anforderungen mit Bezug auf Arbeitnehmerrechte werden eingehalten oder sogar übertroffen. Dieses vertrauensvolle Miteinander pflegen und erwarten wir auch von unseren Geschäftspartnern und Kunden. Im HOCHTIEF Code of Conduct >, der fortlaufend auf Aktualität überprüft wird, sind hierzu Verhaltensregeln zusammengefasst, die für alle Beteiligten verpflichtend, aber auch selbstverständlich sind. > Weitere Informationen finden Sie unter: www. hochtief.de/corporate-governance Jeder einzelne Mitarbeiter wird von uns geschätzt, wir respektieren seine Rechte. Um weltweit hierzu Stellung zu beziehen, hat sich HOCHTIEF zu den Standards der ILO1) verpflichtet und als Unterzeichner des UN Global Compact zur Unterstützung und zur Achtung der internationalen Menschenrechte bekannt. Die freie Meinungsäußerung und Mitbestimmung unserer Mitarbeiter ist uns wichtig. Gespräche zwischen Mitarbeitern und dem Management werden bei uns in einem offenen Dialog geführt. Die Rechte von Arbeitnehmern werden von gewählten Interessenvertretern wahrgenommen. Weitere Unterstützung erfahren unsere Mitarbeiter durch Gewerkschaften, in denen ein Teil der Mitarbeiter organisiert ist. Die Transformationsprozesse der vergangenen Jahre wurden in enger Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern umgesetzt. Dabei war es unser vorrangiges Ziel, jederzeit gute Lösungen für unsere Mitarbeiter und HOCHTIEF zu finden. In diesen komplexen Prozessen haben wir unsere Mitarbeiter fortwährend beraten und unterstützt. In Deutschland werden zirka 96,6 Prozent der Beschäftigten durch einen Betriebsrat vertreten. Der Anteil der von Gewerkschaften vertretenen Mitarbeiter liegt in der Division HOCHTIEF Americas bei etwa 23,6 Prozent und in der Division HOCHTIEF Asia Pacific bei 67,0 Prozent. Arbeitnehmervertreter sind auch im Aufsichtsrat vertreten und in verschiedenen Ausschüssen präsent. DiversityDie Vielfalt unserer Mitarbeiter ist unsere Stärke, auf die wir stolz sind. Sie ermöglicht es uns, weltweit die besten Lösungen zu finden und eine sehr gute Arbeit in Projekten zu erbringen. Als Unterzeichner der Charta der Vielfalt** bezieht HOCHTIEF hierzu eindeutig Stellung.** Um diese Vielfalt zu erhalten, setzen wir gezielt Förderprogramme ein. Die Konzerngesellschaften tun dies zusätzlich, um Diskriminierung am Arbeitsplatz vorzubeugen und für Chancengleichheit einzutreten. In den USA fördern wir die Beschäftigung von Frauen und Mitarbeitern unterschiedlicher ethnischer Herkunft und sexueller Orientierung mit vielen Maßnahmen. Auch in Australien gibt es spezielle Diversity-Programme, beispielsweise um die indigene Bevölkerung bei der Beschäftigungssuche zu unterstützen. Ebenso fokussieren unsere Gesellschaften in Europa das Thema mit individuellen Initiativen und Programmen.2) Dem demografischen Wandel mit seinen vielfältigen und weltweiten Einflüssen werden wir bei HOCHTIEF mit einer breit aufgestellten Altersstruktur gerecht. Junge und ältere Kollegen arbeiten in internationalen Projekten zusammen. Ein gutes Gleichgewicht von aktuellem Wissen und großer Erfahrung macht es uns leichter, erfolgreich Projekte umzusetzen. Wir beschäftigen in vielen Bereichen Mitarbeiter mit Behinderung, soweit es unser operatives Geschäft ermöglicht. Sie bereichern das Unternehmen mit ihrer Sichtweise, und deshalb setzt sich HOCHTIEF für ihre Chancengleichheit ein. In Deutschland erhalten beispielsweise Bewerber mit einer Schwerbehinderung in Vorstellungsgesprächen Unterstützung vom Schwerbehindertenbeauftragten. Die Schwerbehindertenquote beträgt zum 31. Dezember 2016 bei HOCHTIEF in Deutschland 3,9 Prozent und liegt somit unter den gesetzlich vorgeschriebenen fünf Prozent - daher entrichten wir die gesetzlich vorgeschriebenen Ausgleichszahlungen. **www.charta-der-vielfalt.de
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94. Anzahl der Mitarbeiter ethnischer Gruppen in den USA(Stichtag: 31. Dezember 2016) ![]() Wettbewerb um TalenteGute Mitarbeiter zu gewinnen, sie langfristig an uns zu binden - das ist ein Ziel unserer Personalstrategie. Mit einem positiven Image und der damit verbundenen Attraktivität als Arbeitgeber werden wir den Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern weiterhin decken können. Wir haben 2016 innerhalb der Gesellschaften vielfältige Maßnahmen entwickelt und umgesetzt, um nicht nur in der Baubranche als Toparbeitgeber zu gelten.1) Die nationalen und internationalen Auszeichnungen bestätigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir sind stolz darauf, dass wir bei unterschiedlichen Befragungen positiv bewertet wurden, unter anderem:
Zur langfristigen Steigerung der Attraktivität setzen wir auf bewährte und neue Wege.2) Wir suchen den direkten Kontakt zu Kandidaten an Schulen, auf dem Campus sowie auf Hochschul- oder Fachmessen. Zahlreiche Hochschulpartnerschaften ermöglichen uns eine enge Zusammenarbeit mit Studenten und Professoren. Wir haben 2016 erfolgreich an diversen Hochschulmessen im In- und Ausland teilgenommen. Über Praktikantenbindungsprogramme halten wir intensiven Kontakt zu den Studenten. Noch früher setzt beispielsweise die Initiative Joblinge an, die wir in Deutschland unterstützen: Mentoren helfen jungen Menschen mit schwierigen Startbedingungen beim Einstieg in das Berufsleben. ![]() ![]() Die Digitalisierung hat zunehmenden Einfluss auf die Art unserer Rekrutierung: Unsere Bewerber möchten jederzeit eine maßgeschneiderte Liste passender Stellenangebote erhalten. Sie erwarten, dass wir rasch reagieren. Zunehmend sprechen wir potenzielle Kandidaten direkt an. Um den Anforderungen gerecht zu werden, haben wir 2016 die Homepage inklusive Karriereseiten und Jobbörse responsiv gestaltet. Unsere Aktivitäten in den sozialen Netzwerken haben wir deutlich verstärkt. Wir nutzen vermehrt Xing, Experteer und LinkedIn zur Rekrutierung von Spezialisten und Führungskräften. Auf YouTube, Facebook und Twitter sind wir aktiv und präsentieren uns dort mit unseren Gesellschaften als interessanter Arbeitgeber. Einer stärkeren Nutzung der sozialen Medien zur Rekrutierung und zu Employer-Branding-Zwecken stehen wir positiv gegenüber und wollen diese zukünftig weiter ausbauen.
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Siehe auch Seite 112 f. Mitarbeiterbefragung als StimmungsbarometerEnde 2016 haben wir in Deutschland die Mitarbeiterbefragung "Dialog@HOCHTIEF" durchgeführt: eine einheitliche, anonyme und freiwillige Umfrage unter den Mitarbeitern aller Gesellschaften und aller Standorte in Deutschland. Die Beschäftigten äußerten sich insbesondere zu den Themen Führung, Zusammenarbeit mit Kollegen und dem Vorgesetzten, berufliche Entwicklung, Arbeitsbedingungen und Innovationsprozesse. Die Ergebnisse, die Anfang 2017 verfügbar sind, zeigen uns Stärken und Entwicklungspotenziale auf, die als Basis für nachfolgende Verbesserungsmaßnahmen in den einzelnen Gesellschaften genutzt werden. Wir sehen die Mitarbeiterbefragung als ein wesentliches Instrument und als Indikator zur Umsetzung der Personalstrategie "TopArbeitgeber" an. Auch bei unserer Tochtergesellschaft Turner gab es 2016 eine Mitarbeiterbefragung. Die Auswertungen werden für das erste Quartal 2017 erwartet. Leistungsgerechte VergütungWir erwarten eine gute Leistung von unseren Mitarbeitern. Mit unserer Vergütung sorgen wir für eine leistungsgerechte Bezahlung. Unsere Vergütungssysteme zeichnen sich durch Wirtschaftlichkeit, Wettbewerbsfähigkeit, Attraktivität und Fairness aus. Je nach Land und Markt sind die Vergütungssysteme individuell und an den jeweiligen Märkten und Unternehmensbedürfnissen ausgerichtet. Wir überprüfen die Einhaltung der Grundsätze, die für die festen und variablen Vergütungsbestandteile gelten, regelmäßig. Interne Analysen und externe Benchmarks helfen uns dabei, die Vergütung gerecht einordnen zu können und den Deutschen Corporate Governance Kodex sowie spezielle weitere Anforderungen umzusetzen. Bei der Festlegung der Vergütung ist die Tätigkeit, Qualifikation, Verantwortung und Erfahrung maßgeblich. Daher nehmen wir keine geschlechterspezifischen Analysen vor. AltersvorsorgeFür uns ist es wichtig, dass unsere Mitarbeiter auch im Alter gut versorgt sind. Um eine Vorsorge über die gesetzlichen Rentensysteme hinaus zu ermöglichen, bieten wir an den meisten Standorten unseren Mitarbeitern verschiedene Altersvorsorgemodelle an. Hierzu gibt es diverse Versicherungsangebote sowie die Möglichkeit der Entgeltumwandlung. Dies variiert aufgrund der unterschiedlichen Bedingungen und Rentensysteme in den Ländern, in denen wir aktiv sind. Kommunikation lebenUnsere Mitarbeiter wollen über Themen wie die Unternehmensstrategie, den aktuellen Stand von Projekten oder neue Entwicklungen im Unternehmen Bescheid wissen. Über unsere Intranetplattformen wie auch durch unsere Mitarbeiterpublikationen erhalten die Mitarbeiter einen guten Einblick in alle konzernrelevanten Themen. Wir verstärken dies durch Maßnahmen wie Roadshows, beispielsweise zum Thema "Vision und Grundsätze", oder mit Aktionen wie "Lunch and Learn Activities", wie sie von Flatiron durchgeführt wurden. In Hongkong hat Leighton Asia einen Young Professionals Club gegründet: Junge Nachwuchskräfte nutzen diesen abteilungsübergreifend zum Austausch. Work-Life-BalanceWir möchten unseren Mitarbeitern genügend Raum für ihre individuelle Lebensplanung geben. Denn dies ist ein wesentlicher Faktor für die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter und die bestmögliche Basis, um gute Arbeit leisten zu können. Hierzu bieten wir eine Vielzahl von Maßnahmen und Programmen an, die zum Teil auf den Arbeitsplatz und die Bedürfnisse des Mitarbeiters zugeschnitten sind. Wir helfen unseren Mitarbeitern bei ihrer täglichen Herausforderung einer ausgewogenen Work-Life-Balance. Die Arbeitszeit ist hierbei meist die Grundlage - hier unterstützen wir mit unterschiedlichen Teilzeitmodellen, der Möglichkeit der Homeoffice-Nutzung oder flexiblen Arbeitszeitmodellen.
Eine weitere Entlastung kann auch über die Einstellung und ein optimiertes Zeitmanagement erfolgen. Daher bietet unser Weiterbildungsprogramm vielfältige Möglichkeiten, um die Work-Life-Balance noch weiter zu verbessern. Wir übernehmen als Arbeitgeber Verantwortung für die Gesundheit unserer Mitarbeiter. 2016 haben wir eine breit angelegte Aktion in den Divisions HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe mit der Initiative "Fit for work - fit for life" initiiert. Unser Ziel ist es, offener mit dem Thema Belastung und den Folgen für die Gesundheit umzugehen. Mitarbeiter wurden durch diverse Vorträge, Interviews und Aktionen für Themen wie Depressionen oder Ängste sensibilisiert. In der Division HOCHTIEF Europe gab es dazu eine Themenwoche im Intranet. Um dauerhaft ein Bewusstsein für die Bedeutung des Themas zu erzielen und solchen mentalen Erkrankungen aktiv entgegenzuwirken, haben wir eine Reihe zusätzlicher Angebote in das Weiterbildungsprogramm aufgenommen. Mitarbeiter entwickeln und fördernWir möchten die Potenziale unserer Mitarbeiter bestmöglich weiterentwickeln und optimal einsetzen. Fach- und Führungspositionen wollen wir idealerweise aus den eigenen Reihen besetzen und unseren Mitarbeitern somit eine interessante, individuell attraktive Karriere ermöglichen. Zur Entwicklung der erkannten Potenziale setzen wir individuelle Programme und Maßnahmen wie spezielle Ausbildungsprogramme, Jobrotationen oder Experten- und Führungslaufbahnen ein. Wir investieren gezielt in Ausbildung und stellen kontinuierlich Auszubildende ein. Unsere Qualifizierungsprogramme zeichnen sich durch praxisnahes Lernen aus und ermöglichen es unseren Mitarbeitern, ihre Fähigkeiten stetig weiter auszubauen. Mitarbeiter des HOCHTIEF-Konzerns nach Divisions (Stichtag: 31.12.2016)![]() Grundlage MitarbeitergesprächEin kontinuierliches Feedback ist für die persönliche Entwicklung unserer Mitarbeiter wichtig. Neben den alltäglichen Rückmeldungen hinsichtlich der erbrachten Leistungen setzen wir auf das konzernweite strukturierte Mitarbeitergespräch, das einmal im Jahr mit jedem Mitarbeiter stattfindet. Das Gespräch ist ein partnerschaftlicher und konstruktiver Dialog zwischen dem Mitarbeiter und dem jeweiligen Vorgesetzten. Durch die gegenseitigen Rückmeldungen erhalten beide Gesprächspartner einen tieferen Einblick in die Arbeit und in die beruflichen Vorstellungen des anderen. Gleichzeitig zeigt das Gespräch dem Mitarbeiter seine Stärken und Entwicklungsfelder auf. Wir wollen unsere Mitarbeiter fördern und verstehen lebenslanges Lernen als ein wichtiges Element unserer Mitarbeiterentwicklung und als ein zentrales Element zur Umsetzung unserer Personalstrategie. Mitarbeiter im HOCHTIEF-Konzern nach Beschäftigungsart und Geschlecht(Stichtag 31.12.2016, ohne UGL) scroll
Altersstruktur im HOCHTIEF-Konzern 2016(in Jahren, Stichtag: 31.12.20161) ) ![]() AusbildungDie Berufsausbildung ist für uns eine wichtige Investition und ein Beitrag zur sozialen Verantwortung. Mit einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung stehen den jungen Menschen sowohl bei uns als auch außerhalb des Unternehmens vielfältige Möglichkeiten zur Verfügung. Wir werben in Deutschland unter anderem an Schulen für unsere Ausbildungsplätze, um junge Menschen für die zunehmend schwerer zu besetzenden Ausbildungsberufe im gewerblich-technischen Bereich zu begeistern. Großen Zulauf haben wir bei den Ausbildungsberufen, die es gleichzeitig ermöglichen, ein Studium zu absolvieren, zum Beispiel eine Ausbildung zur Industriekauffrau, kombiniert mit dem Studium Bachelor of Arts. Erfreulich ist, dass der Anteil der Frauen in den kaufmännischtechnischen Bereichen bei über 50 Prozent liegt. Im Jahr 2016 haben 28 Schulabgänger in Deutschland ihre Ausbildung bei uns begonnen, 86 Auszubildende sind insgesamt bei uns tätig. Die Ausbildungsquote lag zum 31. Dezember 2016 damit bei 2,5 Prozent. Traineeprogramme sehr gefragtJunge, qualifizierte Talente zu erkennen, zu begeistern, gezielt zu fördern und zu entwickeln, ist unser Ziel. In allen Gesellschaften in Deutschland bieten wir Hochschulabsolventen mit Bachelor- oder Masterabschluss die Möglichkeit an, mit einem praxisorientierten Einarbeitungsprogramm zu starten. Die Programme - Direkteinstieg oder Traineeprogramm - zielen darauf ab, unsere Nachwuchskräfte optimal auf die Aufgaben ihrer künftigen Position vorzubereiten. Dabei werden die Inhalte gemeinsam mit dem neuen Mitarbeiter individuell angepasst. Wir setzen auf regelmäßige Feedbackgespräche, um dem Mitarbeiter früh zu zeigen, wo er in seiner Entwicklung steht. Gleichzeitig fördern wir gezielt unsere Nachwuchskräfte durch eine gesellschafts- und standortübergreifende Workshopreihe, an der sich Vorstandsmitglieder und weitere Führungskräfte aktiv beteiligen. 2016 haben mehr als 70 junge Ingenieure ihren Berufseinstieg in Deutschland bei HOCHTIEF gefunden. Bei einem ersten Auftaktworkshop unter Mitwirkung des Vorstands und einem weiteren Workshop zum Thema Projektmanagement konnten sich die Nachwuchskräfte untereinander kennenlernen und gleichzeitig ihr persönliches Netzwerk ausbauen. Weitere Workshops werden 2017 folgen und mit einer Kompetenzeinschätzung enden. Zur begleitenden Förderung unserer Nachwuchskräfte in ihrer beruflichen Entwicklung setzen wir weiterhin auf das Mentoringprogramm. Künftig wollen wir vermehrt Trainees und Direkteinsteiger einstellen, da wir dies als eine strategisch wichtige Personalmaßnahme ansehen. Ausbildungsberufe bei HOCHTIEFKaufmännischlndustriekauffrau/-mann Kauffrau/-mann für Bürokommunikation Bachelor of Arts (lndustriekauffrau/-mann) TechnischBauzeichner/-in Bachelor of Engineering (w/m) GewerblichMaurer/-in Zimmerer/-in Beton- und Stahlbetonbauer/-in Kanalbauer/-in Baugeräteführer/-in Mechatroniker/-in Elektroniker/-in Betriebstechnik Elektroniker/-in Energie-Gebäudetechnik Mit Weiterbildung zum ErfolgUm auch weiterhin führend in der Bauindustrie zu sein, sind wir auf gut qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Dabei findet das Lernen zunehmend am Arbeitsplatz statt. Wir fördern den Wissenstransfer zwischen Vorgesetzten, Mitarbeitern und Kollegen. Durch unsere zielgerichteten Weiterbildungsangebote, zum Beispiel durch die Turner University oder die HOCHTIEF-Akademie, stellen wir sicher, dass jeder Mitarbeiter -vom Auszubildenden bis zum Manager - seine fachlichen, methodischen und persönlichen Kompetenzen weiter ausbauen und stärken kann. Die Mitarbeiter können nach ihrem speziellen Bedarf und entsprechend den Vereinbarungen in ihrem Mitarbeitergespräch das breit aufgestellte Angebot unserer internen Akademien nutzen. Unser Weiterbildungsangebot wird von allen Mitarbeitern im gesamten Konzern gut angenommen. Insgesamt bildeten sich unsere Mitarbeiter im Jahr 2016 durchschnittlich 12,02 Stunden fort. Um den Prozessablauf in der Weiterbildung zu optimieren und den Mitarbeitern einen noch besseren Service anzubieten, hat die HOCHTIEF-Akademie 2016 eine neue, effizientere Software erfolgreich eingeführt. Darüber werden alle Trainings der HOCHTIEF-Akademie gesteuert und nachgehalten. Das Weiterbildungsprogramm der HOCHTIEF-Akademie enthält neben Kursen zu speziellen Bauthemen auch Verhandlungstrainings, Sprachkurse, IT-Schulungen oder Prüfungsvorbereitungskurse für unsere Auszubildenden. Themen wie Building Information Modeling1) , Vertragsordnung für Bauleistungen, Rhetoriktrainings sowie Gesundheitsangebote wurden im Berichtsjahr besonders nachgefragt. Um unsere Führungskräfte auf ihre heutigen und künftigen Aufgaben vorzubereiten, bieten wir spezielle Trainings rund um das Thema Führung an. Zielgruppenspezifische Onlinetrainings, beispielsweise im Bereich Compliance, wurden erfolgreich umgesetzt und ergänzen die Präsenzveranstaltungen. Zur vertiefenden Ausbildung für besondere Positionen bieten wir ebenfalls modular aufgebaute Qualifizierungen an. Dazu zählt seit vielen Jahren die Projektleiterschulung. Diese praxisorientierte Workshopreihe verfolgt das Ziel, angehende Projektleiter auf ihre Tätigkeit fachlich und persönlich umfassend vorzubereiten. In Fachvorträgen von internen und externen Referenten erhalten die Teilnehmer umfangreiche Kenntnisse unter anderem zum aktuellen Vertragsmanagement, zum internationalen Projektgeschäft und zu unserem neuen Berichtswesen. Zudem beschäftigen sich die Teilnehmer mit unterschiedlichen Führungsinstrumenten. Die Projektleiterschulung erfreut sich großer Nachfrage und ist für uns ein wichtiges Weiterbildungsinstrument. Aus diesem Grund planen wir auch, eine entsprechende Schulungsreihe für Bauleiter einzuführen.2)
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104. Dank an Mitarbeiter und BelegschaftsvertreterMit Loyalität und Engagement sowie mit guter Qualifikation und viel Motivation tragen unsere Mitarbeiter entscheidend zu unserem Erfolg bei. Deshalb bedankt sich die Unternehmensleitung ganz herzlich bei allen Mitarbeitern und Belegschaftsvertretern für ihren Einsatz.
Arbeitssicherheit und GesundheitsschutzAls ein Unternehmen, bei dem Menschen im Fokus stehen, legen wir auf die Arbeitssicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter höchsten Wert. Bei unseren Projekten hat der Schutz vor Arbeitsunfällen und Gesundheitsschäden oberste Priorität. Unser Anspruch ist es, Risiken arbeitsplatzbedingter Erkrankungen und Arbeitsunfälle -ob auf der Baustelle oder im Büro - vorzubeugen und diese so gering wie möglich zu halten. Das gilt auch für unsere Vertragspartner und Nachunternehmer, für die wir rechtlich verantwortlich sind. Um unsere Projekte unfallfrei zu halten, binden wir alle unsere Nachunternehmer in unsere Sicherheitsstandards mit ein. Wir wollen den Menschen, die an unseren Projekten beteiligt sind, sichere und gesunde Arbeitsplätze bieten. Grundsätzlich beziehen sich unsere Angaben zur Arbeitssicherheit sowie zum Gesundheits- und Umweltschutz auf HOCHTIEF und Vertragspartner, für die HOCHTIEF haftbar ist. OrganisationSicherheit ist, als einer unserer bedeutendsten Grundsätze, im HOCHTIEF Code of Conduct fest verankert. Eine Richtlinie definiert konzernweite Mindeststandards in diesem Bereich. Auf ihr basiert die Arbeitssicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutzorganisation (AGUS) bei HOCHTIEF. Intensive Schulungen sorgen dafür, dass sich unsere Mitarbeiter der hohen Relevanz gesetzlicher und berufsgenossenschaftlicher Vorschriften sowie potenzieller Gefahren noch stärker bewusst werden. Organisation und Umsetzung dieser Standards sind zentrale Aufgaben des AGUS Centers, des internen Kompetenzzentrums für diesen Bereich. Das AGUS Center vertritt das Thema Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz auf Konzernebene - sein Leiter berichtet regelmäßig an den Arbeitsdirektor sowie den Vorstandsvorsitzenden. Bei der Umsetzung der Anforderungen in die Praxis und der Beaufsichtigung der Einhaltung rechtlicher und HOCHTIEF-interner Vorgaben erhalten die Führungskräfte Unterstützung von weiteren zentralen Arbeitssicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutzabteilungen in unseren Divisions. Mitarbeiter dieser Stabsstellen begleiten nationale und internationale Projekte in allen Phasen. Sie sorgen dafür, dass Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz höchste Priorität haben. Das AGUS Center, das als Dach dieser Stabsstellen fungiert, steht im Austausch zu ihnen und verantwortet das Berichtswesen. Unseren Standards entsprechend haben einzelne Gesellschaften unserer Divisions eigene Prozesse und Strukturen aufgebaut. Die dort etablierten Managementsysteme orientieren sich an internationalen Standards (beispielsweise BS OHSAS 18001). Auf diese Weise sind Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz stets integrale Bestandteile des gesamten Projektprozesses. 2016 haben 84,8 Prozent (2015: 79,6 Prozent) der aktiven HOCHTIEF-Mitarbeiter in entsprechend zertifizierten Bereichen gearbeitet. Managementbeauftragte und Fachexperten aus den Divisions unterstützen darüber hinaus die Geschäftsleitungen und Projektverantwortlichen. Risiken frühzeitig erkennenWir sorgen bei jedem Projekt individuell dafür, dass maßgeschneiderte Gefährdungsbeurteilungen vorgenommen und somit Risiken eliminiert oder minimiert werden. Da es unser Ziel ist, potenzielle Risiken so früh wie möglich zu erkennen und zu bewerten, stehen den Teams bereits in der Angebotsphase Sicherheitsexperten beratend zur Seite - so fließen Expertenwissen und Erfahrungswerte zum frühestmöglichen Zeitpunkt in die Projektbearbeitung ein. Zudem weisen die Spezialisten auf mögliche Gefahren hin und entwickeln entsprechende Präventionsmaßnahmen. Hierdurch können Risiken in den nachfolgenden Phasen der Projektausführung reduziert werden - der Erfolg eines Projekts hängt in hohem Maße davon ab. Um ein einheitliches Verständnis von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz bei HOCHTIEF sicherzustellen, wird darauf geachtet, dass alle Beteiligten vor Projektstart den HOCHTIEF Code of Conduct unterzeichnen. Nicht nur zu Beginn, sondern auch fortlaufend während der Umsetzung unserer Projekte werden mögliche Arbeitssicherheits- und Gesundheitsrisiken kontinuierlich identifiziert und bewertet. Die entsprechenden Sicherheitskonzepte passen wir bei veränderten Gegebenheiten unmittelbar an. Auch bei der Auswahl der Nachunternehmer stellen wir sicher, dass diese die gesetzlichen Vorgaben im Bereich Arbeitssicherheit und Umweltschutz einhalten. Organisation von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz bei HOCHTIEF![]()
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Zentrum für Arbeitssicherheit, Gesundheits-
und Umweltschutz bei HOCHTIEF Arbeitsunfälle und BerufskrankheitenSicherheit unterstreicht als zentrales Prinzip unsere Unternehmensgrundsätze und ist für den gesamten Konzern von übergreifender Relevanz. Daher hat die Anzahl der Unfälle pro eine Million Arbeitsstunden (Lost Time Injury Frequency Rate, LTIFR) großes Gewicht - sie ist etwa eine relevante Größe bei Ausschreibungen - und fungiert seit 2015 als nicht finanzielle Steuerungsgröße. Die LTIFR wird monatlich an den Vorstand berichtet. Im Berichtsjahr betrug die LTIFR 1,32 - damit wurde die Vorjahreszahl (1,38) verbessert und das Ziel erreicht (Senkung der Unfallquote auf 1,35). An dem Richtwert werden wir auch in Zukunft festhalten. Im Wesentlichen liegen die HOCHTIEF-Werte der Arbeitsunfälle weit unter der Branchenstatistik. Die Bedeutung des Themas Arbeitssicherheit für unser Geschäft wurde durch die im Berichtsjahr erstellte Wesentlichkeitsanalyse bestätigt. Um noch effektivere Maßnahmen gegen Risiken zu etablieren, arbeitet HOCHTIEF daran, Präventionsmaßnahmen kontinuierlich zu optimieren. Unfälle und Ereignisse erfassen wir über ein strukturiertes Berichtswesen. Eine darauf folgende Analyse dient dazu, Ursachen besser nachzuvollziehen und Maßnahmen zu ihrer künftigen Vermeidung einzuleiten - so können wir unsere Prozesse stetig verbessern. Abhängig von der Unfallschwere werden bei einem Vorfall unterschiedliche Führungshierarchien in die Untersuchung miteingebunden. Hierbei achten wir insbesondere darauf, dass unsere drei Divisions ein einheitliches Verständnis in Bezug auf die Einordnung von Arbeitsunfällen haben. Die Definition ist an die Vorgabe des "Recording and Notification of Occupational Accidents and Diseases" der ILO angelehnt. Trotz umfangreicher Präventions- und Sicherheitsmaßnahmen ereignen sich Unfälle, zum Teil mit schweren oder auch tödlichen Folgen. Wir werden jedoch weiterhin alles dafür tun, solche Unfälle zu vermeiden. Gemeinsam mit den Behörden arbeiten wir daran, die Ursachen und Hintergründe für die Todesfälle des Jahres 2016 lückenlos aufzuklären, und entwickeln aus den Ergebnissen weitere Verbesserungen. Die Berufskrankheitsrate, bezogen auf eine Million Arbeitsstunden betrug im Berichtsjahr 1,03: Pro eine Million Arbeitsstunden, konnten demnach 1,03 Stunden durch berufsbedingte Krankheiten nicht geleistet werden. Informationen zu dieser Rate werden nur in der Division HOCHTIEF Europe (inklusive Holding) ermittelt. Da in Amerika und Australien verschiedene Gesetzesvorgaben existieren und die Personalpolitik stärker projektorientiert ist, lassen sich für diese Bereiche die Berufskrankheiten nicht ermitteln. Unfallhäufigkeit im HOCHTIEF-Konzern nach Divisions (Stichtag: 31.12.2016)Unfälle/1 Mio. Arbeitsstunden (Lost Time Injury Frequency Rate, LTIFR): Nach internationalen Standards werden Unfälle bereits ab dem ersten Ausfalltag berücksichtigt. ![]() Die Abweichungen sind stark durch kulturelle Unterschiede im Umgang mit Verletzungen sowie unterschiedliche, länderspezifische Versicherungssysteme begründet. Ausfalltagerate im HOCHTIEF-Konzern nach Divisions (Stichtag: 31.12.2016)Berechnung der Ausfalltagerate (Severity Rate) Anzahl der durch Unfälle verlorenen Ausfalltage je 1 Mio. geleisteter Arbeitsstunden = Unfallschwere ![]() Themenfeldindikator Attraktive ArbeitsweltAspekt: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz Weitere Informationen siehe GRI-Index auf den Seiten 252 bis 253. Anzahl tödlicher Arbeitsunfälle im HOCHTIEF-Konzern (Stichtag: 31.12.2016)scroll
NachrufWir bedauern es sehr, dass Mitarbeiter bei ihrer Arbeit zu Tode B gekommen sind. Ihren Angehörigen gilt unsere Anteilnahme. Arbeitsschutzkultur durch Weiterbildung fördernRegelmäßige Fortbildungen zu Themen der Arbeitssicherheit sind bei HOCHTIEF von hoher Relevanz. Dabei steht auch im Fokus, dass jeder Einzelne nicht nur für seine eigene Sicherheit Verantwortung trägt, sondern auch für die Sicherheit seiner Kollegen mitverantwortlich zeichnet. Trotz unterschiedlicher Arbeitsschutzkulturen in unseren Gesellschaften, die aus den Regelungen und Gesetzen der jeweiligen Länder und ihrer Sozialsysteme resultieren, streben wir ein gemeinsames Verständnis von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz an. Um dies realisieren zu können, bieten wir mit internen Weiterbildungseinrichtungen, ergänzt durch externe Kurse, vielfältige Schulungen zu den Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz an. Mit unterschiedlichsten Initiativen und Aktionen fördern wir auf unseren weltweiten Baustellen und Bürostandorten diese Kultur aktiv immer wieder aufs Neue. In der Division HOCHTIEF Americas lehrt unsere Tochtergesellschaft Turner die Philosophie "Building L.I.F.E" (Living Injury Free Everyday), durch die bei jedem Projekt Sicherheit für Mitarbeiter, Nachunternehmer, Kunden und Umfeld geschaffen werden soll. Bereits zum zwölften Mal veranstaltete Turner im Mai 2016 einen "Safety Stand-down", bei dem eine Stunde lang die Arbeit niedergelegt wurde, um über ein angemessenes Umfeld auf Baustellen zu diskutieren, das mit Arbeitssicherheit beginnt. Auch Nachunternehmer und Partner beteiligten sich, insgesamt zirka 55.000 Menschen auf der ganzen Welt. Turner wirkte, wie auch Flatiron, zudem an der branchenweiten Woche der Arbeitssicherheit mit. Bei Flatiron ist Sicherheit ebenfalls ein Schlüsselwert. Jede Führungskraft ist verpflichtet, sich als "Safety Trained Supervisor" zertifizieren zu lassen. Die Gesellschaft hat selbst das Programm "Don't walk by" entwickelt, mit dem alle Mitarbeiter für das Thema Arbeitssicherheit sensibilisiert werden sollen. Ein Beispiel: Arbeitsvorgänge sollen sofort unterbrochen werden, wenn ein Mitarbeiter den geringsten Zweifel an der Sicherheit bei einem Vorhaben hat. Damit übernimmt jeder Einzelne nicht nur die Verantwortung für seine eigene Sicherheit, sondern auch für die seiner Kollegen. Flatiron-Projekte in Kalifornien und North Carolina wurden im Berichtsjahr für ihre Sicherheitsleistung ausgezeichnet: Das Verkehrsministerium von Kalifornien verlieh dem Projekt "1-5 HOV Widening, Segment 2" in San Clemente und Dana Point den "2016 Partnering Success in Motion Silver Award". Das Joint Venture Flatiron/Blythe erhielt ein Zertifikat für seine Sicherheitsleistung in der Kategorie "Outstanding Safety and Health Effort". Auch die Division HOCHTIEF Asia Pacific bietet viele individuelle Initiativen zum Thema Arbeitssicherheit. Die Gesellschaft Thiess entwickelte eine Reihe von "Thiess Safety Essentials" mit verpflichtenden Kernprozessen, kritischen Kontrollpunkten und Checklisten. Diese Regeln entstanden auf Basis einer Untersuchung aller zurückliegenden Vorfälle sowie der Beratung unter anderem von Experten der CIMIC-Gruppe. 2015 wurden von Thiess diese Richtlinien auf die Minenaktivitäten übertragen. Dabei standen unter anderem die Themen Explosivstoffe, hoch gelegene Arbeitsplätze, Isolation und Verkehr im Fokus. Die Thiess-Schwestergesellschaft CPB Contractors hat im Berichtsjahr die Kampagne "Safety Essentials" entwickelt, um richtiges Verhalten zu unterstützen, sodass die Vorgänge mit den größten Risiken reduziert werden. Die Kampagne konzentrierte sich zunächst auf Arbeiten in großen Höhen und wird mit weiteren thematischen Schwerpunkten fortgeführt. Das Team des Projekts Liantang in Hongkong, eines der größten derzeit laufenden Projekte von Leighton Asia, eröffnete im Februar 2016 gemeinsam mit Kunden, Architekten und Nachunternehmern ein neues Sicherheitszentrum. Dort werden nun sowohl allgemeine Sicherheitskurse als auch Sicherheitskurse zu spezifischen Themen, wie Arbeiten auf Gerüsten oder auf Kranen, angeboten. Das Zentrum steht allen Projektbeteiligten offen und unterstreicht das Motto "Strive for L.I.F.E." der Gesellschaft. In den Intranets und den Mitarbeitermagazinen im Konzern wird regelmäßig über diese Themen berichtet, sodass unsere Mitarbeiter konzernweit noch weiter für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sensibilisiert werden. Damit die Projektverantwortlichen stets nach dem neuesten Stand ihres Fachgebiets von den Sicherheitsexperten beraten und unterstützt werden können, bilden sich diese regelmäßig fort. Führungskräfte sind sich ihrer Verantwortung bewusst und setzen sich dafür ein, dass innerhalb des gesamten Konzerns eine Kultur der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes gelebt wird. Bereits Tradition hat der jährliche Tag der Arbeitssicherheit in Deutschland, bei dem auch im Berichtsjahr an vielen deutschen Standorten auf Baustellen und in Büros verschiedene Aktionen stattfanden. Führungskräfte nutzen diesen Tag, um ihre Mitarbeiter auf Baustellen und in den Niederlassungen konzentriert für die hohe Relevanz von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz zu sensibilisieren. Das Motto lautete: Gefahren erkennen, Risiken bewerten. Falsche Routinen, die Nachwirkung von Drogen und Alkohol sowie die Nutzung von Smartphones wurden thematisiert. Zusätzlich zu Vorträgen rund um den Arbeits- und Gesundheitsschutz konnten die Mitarbeiter aus verschiedenen Angeboten zu Gesundheitschecks auswählen, auch ein Sportwissenschaftler stand für Fitnessfragen zur Verfügung. Begleitet wurde der Tag der Arbeitssicherheit 2016 von einer neuen Plakatkampagne, die bewusst auch den privaten Menschen und seinen Umgang mit Sicherheit anspricht. Ähnliche Aktionen fanden in weiteren Landesgesellschaften statt: HOCHTIEF Polska beispielsweise organisierte in Kooperation mit weiteren polnischen Unternehmen im April 2016 eine Woche der Arbeitssicherheit mit dem Motto "turn on thinking - plan and react". Die Mitarbeiter von HOCHTIEF haben die Möglichkeit, sich bei ihren jeweils zuständigen Arbeitsmedizinern beraten zu lassen, und auch unsere Führungskräfte und Experten unterziehen sich regelmäßigen Check-ups -denn Gesundheit und Wohlergehen stehen an erster Stelle, wir setzen auf Prävention. Im gesamten Konzern finden weltweit vergleichbare Maßnahmen statt: Bei Turner werden den Mitarbeitern unter anderem Gesundheitschecks und Kurse zur Gewichtsreduzierung angeboten, bei Flatiron finden Gesundheitsmessen statt. Wesentliche Verletzungsarten im HOCHTIEF-Konzern in Prozent(Stichtag: 31.12.2016) HOCHTIEF Americas ![]() HOCHTIEF Asia Pacific![]() HOCHTIEF Europe (inkl. Holding)![]() EinkaufHOCHTIEF hat 2016 für die Beschaffung von Material und Nachunternehmerleistungen 14,7 Mrd. Euro aufgewendet, was einem Anteil von zirka 66 Prozent an der Konzernleistung entspricht. Alle Anforderungen zu Produkten und Materialien, Ausführung, Qualität, Service, Terminen und Kosten kommen im Einkauf zusammen und werden gemäß den Projektanforderungen in Verträgen mit Lieferanten und Nachunternehmern festgeschrieben. So gewährleisten wir die Projektausführung. Dem Einkauf kommt damit eine Schlüsselrolle zu: Die Effizienz und die Qualität der Prozesse sind von hoher Bedeutung für den Konzernerfolg. Ziele des EinkaufsEinen wesentlichen Erfolgsbaustein für HOCHTIEF bildet die Auswahl der "richtigen" Partner - Nachunternehmer ebenso wie Lieferanten - in Bezug auf Qualität, Termine und Kosten. Dazu verfolgen alle Divisions einheitliche Ziele für den Einkauf. Durch verschiedene gezielte und im Einkauf koordinierte Maßnahmen minimiert HOCHTIEF die Beschaffungsrisiken. Mögliche Risiken sind unter anderem Risiken bezüglich Qualität (Material-, Produkt- oder Servicequalität), Preis (etwa durch erhöhte Entgeltforderungen, Währungsrisiken, Rohstoffrisiken), Versorgung (etwa durch Lieferung von Falsch- oder Fehlmengen) und Lieferantenausfall (beispielsweise Ausfälle infolge von Insolvenzen, höherer Gewalt oder rechtlichen/politischen Marktveränderungen). Nachhaltigkeit gewinnt immer mehr an Bedeutung für den Einkauf im HOCHTIEF-Konzern. Wir sind uns angesichts der hohen Beschaffungsvolumina im Konzern bewusst, dass wir hohe Anforderungen an die Ausgestaltung der Einkaufsprozesse stellen müssen. Daher tritt HOCHTIEF Compliance- und Nachhaltigkeitsrisiken -etwa durch lieferantenseitige Gesetzesverstöße oder Missachtungen ökologischer, ethischer und sozialer Standards - beispielsweise durch das Lieferantenmanagement1) entgegen. Um die Prozessqualität zu überprüfen und zu verbessern, haben wir im Berichtsjahr ein Compliance-Projekt im Bereich Einkauf in Europa aufgesetzt. Dabei wurde unter anderem eine nur auf den Einkauf ausgerichtete Compliance-Risikoanalyse durchgeführt. Schwerpunkte dieser Risikoanalyse bildeten die Themen Präqualifizierung, Auswahl von Nachunternehmern und Lieferanten, Auftragsvergabe und die Bewertung der erbrachten Leistung von Nachunternehmern und Lieferanten. So führen wir bei HOCHTIEF Europe nun bei Projekten in Ländern oder bei Auftragsvergaben an Nachunternehmer und Lieferanten aus Ländern, die einen als kritisch eingestuften Korruptionswert (gemäß Corruption Perceptions Index von Transparency International)2) zeigen, eine gesonderte Business-Partner-Due-Diligence durch. HOCHTIEF gehört im Bereich Supply Chain Management (Lieferkette) seit Jahren zu den führenden Unternehmen der Baubranche im Dow Jones Sustainability Index. Wir arbeiten bei HOCHTIEF kontinuierlich an der Fortentwicklung des Themas und dokumentieren die Bedeutung der Beschaffung mit der Einführung des Themenfelds Einkauf in diesem Berichtsjahr. Dabei bauen wir darauf auf, dass unsere Beschaffungsprozesse in allen Konzerngesellschaften strukturiert, transparent und im operativen Geschäft fest verankert sind. Gemeinsame Standards - etwa für die Präqualifizierungsprozesse, Verpflichtungen für Nachunternehmer und Lieferanten sowie Bewertungsverfahren - sichern die Qualität sowie das verantwortliche Handeln bei der Beschaffung und sorgen für Risikoprävention. Wir verstehen uns dabei als Partner und engagieren uns für eine langfristige Zusammenarbeit mit Nachunternehmern und Lieferanten. >Weitere Informationen zum Thema Beschaffung finden Sie im Internet unter: www.hochtief.de/einkauf
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Weitere Informationen zum Lieferantenmanagement
bei HOCHTIEF finden Sie ab Seite 120. Ziel des Einkaufs bei HOCHTIEF![]() Die Organisation des Einkaufs bei HOCHTIEFDer Einkauf gleicht einem Netzwerk: Zentrale division- und konzernübergreifende Einheiten unterstützen die dezentralen, eher mittelständisch geprägten Einkaufsteams, die in die Projektstruktur integriert sind. Strategischer Einkauf auf KonzernebeneVerantwortet von der HOCHTIEF Solutions AG, hat die strategische Beschaffung auf Konzernebene dafür Sorge zu tragen, dass einheitliche Mindeststandards für die Beschaffung im gesamten Konzern etabliert werden. Zudem ist sie für die Weiterentwicklung der Beschaffung durch strategische Initiativen zuständig und verbreitet Best-Practice-Beispiele aus allen Divisions im Konzern. Im Berichtsjahr wurde bei CIMIC in der Division Asia Pacific eine neue Einkaufsrichtlinie erarbeitet und verabschiedet. Durch die geplante Übernahme und Einführung auch in der Division HOCHTIEF Europe werden unsere Ziele über eine einheitliche Sprache, gleiche verbindliche Regeln, erprobte und risikominimierende Prozesse im nächsten Schritt sichergestellt. So wurden beispielsweise in den Delegations of Authority (DoA) im Wesentlichen gleiche Genehmigungsprozesse und Verantwortlichkeiten gebündelt. Zudem hat der Einkauf eine Reihe strategischer Initiativen aufgesetzt1) :
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Weitere Informationen finden Sie im Kapitel
Strategie auf den Seiten 32 bis 35. Strategischer Einkauf auf Ebene der DivisionsIn den Gesellschaften unserer Divisions sind übergeordnete Einkaufsexperten im Einsatz. Aufgabe dieser Einkäufer ist es, die Aktivitäten innerhalb der Divisions zu koordinieren, Synergien zu heben und Best-Practice-Lösungen zu generieren. Somit tragen die Einheiten wesentlich zur Umsetzung der Beschaffungsstrategie auf Divisionsebene bei. Die Ansprechpartner sorgen durch den kontinuierlichen Wissensaustausch mit den operativen Einheiten auf der einen und den internationalen Beschaffungsmanagern der weiteren Divisions auf der anderen Seite dafür, dass wichtige Informationen verfügbar sind. Zudem unterstützen sie den Einkauf auf Projektebene. Die vorliegenden Daten werden in jeder HOCHTIEF-Division bewertet und in Bezug gesetzt - dazu gehören etwa Projekt- und Vertragsarten, Einkaufsvolumen, Menge der Nachunternehmer und Qualität der Leistungen. Diese Analysen stehen projektweise den weiteren Divisions zur Verfügung. Besonders vorteilhaft ist dieser Austausch bei Leistungen, die nur von spezialisierten Anbietern erbracht werden können - hier profitieren die Einheiten von den Kontakten und Erfahrungswerten der Schwestergesellschaften. So trug zum Beispiel der Austausch zwischen Einkäufern von Turner und HOCHTIEF Solutions über Erfahrungen mit Lieferanten von Glaselementen in Deutschland bei einem Bauwerk mit einer dreidimensionalen Glasfassade in New York zur effizienten Projektbearbeitung bei. In Deutschland wird zudem ein jährlicher Einkaufsbericht erstellt, der den Umsatz, die strategische Ausrichtung und die daraus abgeleiteten Maßnahmen für alle zentral gemanagten Warengruppen beschreibt. Dezentraler Einkauf auf ProjektebeneEine weitere Ebene der Beschaffungsorganisation bei HOCHTIEF bildet der dezentrale Einkauf auf Projektebene. Dies spiegelt die Arbeitsweise bei HOCHTIEF: Unsere Projekte sind Unikate; wechselnde Baustellen mit individuellen Aufgaben und Anforderungen sowie immer neu zusammengesetzte Teams zeichnen die Projektarbeit aus. Dementsprechend haben die Einkäufer in den Projekten die Aufgabe, Nachunternehmer und Lieferanten jeweils projektspezifisch auszuwählen. Die Auswahl geeigneter Nachunternehmer und Lieferanten basiert auf der detaillierten Kenntnis regionaler, nationaler und internationaler Beschaffungsmärkte. Unser Projektgeschäft an wechselnden Standorten verlangt es - im Gegensatz zu anderen Industrien -, stets einen hohen Anteil neuer Geschäftspartner zu identifizieren und auszuwählen. Wir nutzen dabei auch überregional tätige Nachunternehmer und Lieferanten, die wir aus bewährter Zusammenarbeit kennen. Das Nachunternehmer- und Lieferantenmanagement bei HOCHTIEFUm die Leistungsfähigkeit der Nachunternehmer und Lieferanten beurteilen und mögliche Risiken frühzeitig erkennen zu können, haben wir im Einkauf Prozesse für das Nachunternehmer- und Lieferantenmanagement etabliert. Dieses bewährte System stellt einen essenziellen Baustein im Einkauf von HOCHTIEF dar. Durch die Evaluation und Auswahl geeigneter Nachunternehmer und Lieferanten wollen wir in den jeweiligen Ländern sicherstellen, dass die ökonomischen, ökologischen und sozialen Ansprüche von HOCHTIEF erfüllt werden. So minimieren wir die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Risikos schon vor der Auftragsvergabe. Das Nachunternehmer- und Lieferantenmanagement umfasst ein mehrstufiges Verfahren: Bereits vor mehreren Jahren hat HOCHTIEF in allen Divisions die Präqualifizierung von Nachunternehmern und Lieferanten etabliert. So müssen sich alle neuen Nachunternehmen sowie Lieferanten durch die Präqualifizierung klar zu dem Verhaltenskodex von HOCHTIEF bekennen. Dieser enthält unter anderem die Verpflichtung zur Einhaltung von Menschenrechten, Arbeits- und Sozialstandards sowie Umweltstandards. Die Nachunternehmer und Lieferanten bekennen sich mit der Unterzeichnung dazu, auch ihre Auftragnehmer auf den Verhaltenskodex zu verpflichten. Die im Berichtsjahr 2015 eingeführte nicht finanzielle Steuerungskennzahl Unfallhäufigkeit (LTIFR1 )) wurde in Europa als Steuerungsgröße verpflichtend in den Präqualifizierungsprozess aufgenommen. Damit stellen wir sicher, dass der Aspekt Arbeitssicherheit eine hohe Priorität auf unseren Baustellen genießt, und wir verbessern aktiv das Risikomanagement. Derzeit befassen wir uns überdies gezielt mit den Aspekten der Gewährleistung von Menschenrechten entlang der Lieferkette. In Ländern, die ein besonderes Risiko im Hinblick auf mögliche Menschenrechtsverletzungen aufweisen, prüfen wir im Vorfeld - durch eine um das Themenfeld erweiterte Lieferantenselbstauskunft, die wir gezielt bewerten -, ob das jeweilige Unternehmen in seinem Handeln unsere Anforderungen bezogen auf Menschenrechte ausreichend berücksichtigt. 2016 waren zirka 96 Prozent der Vertragspartner, mit denen wir zusammenarbeiten, präqualifiziert. Wir arbeiten kontinuierlich an der weiteren Verbesserung dieser Zahl. Im Prozess der Vergabe vereinbaren wir mit unseren Partnern unsere Ansprüche und Anforderungen im Bereich Nachhaltigkeit: Darunter befinden sich Regeln zu Arbeits- und Umweltschutz, ethische Grundsätze und ein Reporting über Energieverbrauch und Emissionen. Die landes- beziehungsweise divisionspezifischen Anforderungen dienen als Orientierung für die Detaillierung. Zu den Vereinbarungen zählen in Deutschland etwa ein Baustellensicherungskonzept und eine Fachbauleitererklärung. Die Projektteams auf den Baustellen von HOCHTIEF sind verantwortlich für die Überwachung der Nachunternehmer und Lieferanten. Unter anderem steuern und kontrollieren die HOCHTIEF-Teams das angelieferte Material und überprüfen die vertraglich vereinbarten Leistungen. Dazu zählt auch, dass Arbeitssicherheitsverordnungen eingehalten werden und Abfall korrekt entsorgt oder recycelt wird. Des Weiteren kontrollieren die Projektteams in Deutschland, ob unsere Vertragspartner das Gesetz zum Mindestlohn einhalten. Die HOCHTIEF-Projektteams nehmen strukturierte Bewertungen der erbrachten Leistungen vor. Sowohl die bereits etablierten als auch neue Nachunternehmer und Lieferanten werden bewertet. In Europa umfasst diese Bewertung beispielsweise neben ökonomischen Aspekten - etwa dem Nachtragsverhalten - auch ökologische Themen, wie den Umgang mit Gefahrenstoffen und Abfällen sowie das Bewusstsein für ressourcenschonendes Arbeiten. Auch soziale Fragen werden bewertet. Dazu gehören die Befolgung der internationalen Menschenrechtskonventionen, die Einhaltung der Arbeitsnormen und eine angemessene Entlohnung. Aufgrund der Ergebnisse der Bewertungen werden Nachunternehmer und Lieferanten entweder für zukünftige Projekte empfohlen oder - bei auftretenden wesentlichen Verstößen -unverzüglich für nachfolgende Projekte gesperrt. Nachunternehmern und Lieferanten zeigen wir Verbesserungspotenziale auf. Die Bewertungen werden sowohl mit Unterstützung von etablierten IT-Systemen als auch manuell in den Projekten vorgenommen. Um die Wirtschaftsstandorte zu fördern, beauftragt HOCHTIEF bevorzugt lokale Nachunternehmer und Lieferanten, deren Unternehmen sich im Umfeld unserer Projektstandorte beziehungsweise Baustellen befinden. Im Geschäftsjahr 2016 wurden im gesamten HOCHTIEF-Konzern etwa 81 Prozent unseres Beschaffungsvolumens an lokale Nachunternehmer und Lieferanten vergeben. So unterstützt HOCHTIEF nachhaltig die wirtschaftliche Entwicklung in den Regionen, in denen wir tätig sind - denn vorhandene Arbeitsplätze werden gesichert und die lokale Wirtschaft wird gestärkt. Zudem sorgen kürzere Transportwege dafür, dass weniger CO2 -Emissionen ausgestoßen werden. Die Projektteams überprüfen vor Ort, ob die vereinbarten Leistungen eingehalten werden. Die Ergebnisse fließen in die Lieferantenbewertung mit ein. Lieferantenbesuche, Audits und die Auswertung externer Informationen sorgen dabei für mehr Transparenz. Wir legen im Rahmen der Leistungserbringung großen Wert auf eine Auditierung unserer Nachunternehmer und Lieferanten vor Ort - heute und in Zukunft. Die Audits werden entweder gruppenintern oder mithilfe von externen Partnern durchgeführt. Auf der Basis einer positiven Bewertung qualifizieren sich Nachunternehmer und Lieferanten bei HOCHTIEF für weitere Projekte: Nach durchlaufener Phase der Integration werden sie in künftige Vergabeprozesse einbezogen. 2016 wurden etwa von den Projektteams in Deutschland zirka 500 Bewertungen zentral für die wesentlichen erbrachten Lieferungen und Leistungen unserer Nachunternehmer, Lieferanten und Planer veranlasst. Bei entsprechender positiver Bewertung wurden diese Geschäftspartner somit erneut in den Prozess für zukünftige Vergaben integriert. Nachunternehmer und Lieferanten hingegen, die den HOCHTIEF-Anforderungen nicht genügen und von den Projektteams schlecht bewertet werden, werden im System gekennzeichnet. In der Folge kommt es zur Ausphasung1) .
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Siehe Glossar auf Seite 257. Themenfeldindikator EinkaufAspekt Präqualifizierung: Anteil der präqualifizierten Vertragspartner in Prozent Weitere Informationen siehe GRI-Index auf den Seiten 252 bis 253. Nachhaltigkeitsinitiativen und ProjektbeispieleDie US-amerikanische HOCHTIEF-Gesellschaft Turner hat 2016 das Projekt "Golden 1 Center" in Sacramento fertiggestellt, das ein LEED-Platinzertifikat erhalten hat. Während der Zertifizierung wurde insbesondere hervorgehoben, dass das Team alle Leichtmetallrahmen von Zulieferern erworben hatte, die nicht weiter als 16 Kilometer von der Baustelle entfernt waren. Die australischen CIMIC-Tochtergesellschaften CPB Contractors und Thiess sind jeweils Mitglied der australischen Organisation Supply Nation H, deren Ziel es ist, die Zusammenarbeit bei Beschaffungsaktivitäten zwischen privaten Unternehmen und Unternehmen australischer Ureinwohner auszubauen und so die Integration zu fördern. Die bei Supply Nation gelisteten Unternehmen haben bislang mehr als 23 Mio. Euro für Beschaffung aufgewendet, darunter auch ein Joint Venture zwischen Thiess und dem indigenen Unternehmen Hicks Civil & Mining: Das Cape-Lambert-Landfill-Relocation-Projekt wurde zeitgerecht und gemäß den Budgetvorgaben realisiert. In den Bereichen Erdbau, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Sicherheit hat CPB Contractors mit Unternehmen australischer Ureinwohner Kooperationsvereinbarungen abgeschlossen. In der CIMIC-Gruppe bekommen einige Teams und Mitarbeiter Bonuszahlungen, wenn Diversity- oder Nachhaltigkeitsziele in der Beschaffung erreicht werden. Zu den Zielen zählt unter anderem die Zahl der eingebundenen indigenen Unternehmen als Nachunternehmer. Durch langfristige Verträge und strategische Vereinbarungen möchte CIMIC Nachunternehmer und Lieferanten für sich gewinnen. Mithilfe spezieller Programme werden die Mitarbeiter der Lieferanten an die Anforderungen der CIMIC-Gesellschaft herangeführt und die eigenen Mitarbeiter mit der Arbeitsweise der Nachunternehmer vertraut gemacht. So kommt es zu einer Verbesserung der operativen Effizienz in der Lieferkette zwischen den Unternehmen. Thiess hat im August 2016 gemeinsam mit dem Queensland Regional Council das dritte Local Content Forum organisiert. Dieser jährlich stattfindende Workshop mit Einkaufs- und Lieferkettenexperten der Regierung und von Unternehmen aus der Rohstoffbranche dient dazu, die regionale Wirtschaft zu stärken. Beim neuen National Football Stadium in Port Moresby in Papua-Neuguinea, das von der CIMIC-Gesellschaft CPB Contractors gebaut und Anfang 2016 eröffnet wurde, stammten 90 Prozent der Belegschaft sowie 88 Prozent der Nachunternehmer aus der Region. Einkäufer in der Division HOCHTIEF Europe benutzen eine Onlineplattform, in der nachhaltige Produkte1) entsprechend gekennzeichnet sind. Die Artikelbeschreibung wird mit qualitativen Informationen ergänzt. Insgesamt befinden sich mehr als 700 entsprechend markierte Produkte in dem elektronischen Katalogsystem (eCat). Länder unserer EinkaufsaktivitätenAuch im Berichtsjahr bezog HOCHTIEF vorwiegend Materialien und Dienstleistungen von Nachunternehmern und Lieferanten aus Ländern, die einen hohen Menschenrechtsstandard in Übereinstimmung mit UN-Konventionen vorweisen können. In nur sehr wenigen unserer Beschaffungsländer werden die UN-Konventionen nicht berücksichtigt. Dort möchten wir mit unseren Anforderungen Standards setzen. In der Grafik sind alle wesentlichen Zulieferer berücksichtigt. UN-Konventionen zur Wahrung der Menschenrechte2) in den wesentlichen Beschaffungsländern von HOCHTIEF(Anzahl der Beschaffungsländer 2016: 51; 2015: 47) ![]()
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Unter nachhaltigen Produkten verstehen wir
zum Beispiel recycelbares Papier. PrognoseberichtGesamtwirtschaftliches Umfeld im Jahr 20171)Die Aussichten für das Wachstum im Jahr 2017 sind in den für HOCHTIEF relevanten Regionen und Märkten weiterhin positiv. Insgesamt haben wir eine Pipeline von relevanten, auf unsere Märkte in Nordamerika, im asiatisch-pazifischen Raum und in Europa zukommenden Projekten im Wert von 150 Mrd. Euro identifiziert -mit weiteren 350 Mrd. Euro im Jahr 2018 und darüber hinaus. HOCHTIEF ist mit seiner globalen Präsenz und seinen Leistungen nach wie vor sehr gut aufgestellt. Der Ausblick auf das Jahr 2017 und die weitere Zukunft zeigt gute Geschäftsperspektiven für HOCHTIEF. Auf Basis unserer positiven Entwicklung im Jahr 2016 gehen wir davon aus, dass wir unsere wesentlichen Kennzahlen weiter verbessern können. Strategische Ausrichtung des HOCHTIEF-Konzerns2)Unsere Strategie der vergangenen Jahre und die Umsetzung damit verbundener strategischer Initiativen werden wir auch in Zukunft konsequent vorantreiben. Wir gehen davon aus, dass dies in den kommenden Jahren weitere positive Impulse und Effekte nach sich ziehen wird. Durch die Transformation von HOCHTIEF haben wir es geschafft, unsere Marktposition in den Kernmärkten des Konzerns zu stärken. Die immer stärkere Einbettung unserer Nachhaltigkeitsstrategie3) wird uns zusätzlich dabei helfen, unsere ambitionierten Ziele zu erreichen und alle Stakeholder an unserem unternehmerischen Erfolg teilhaben zu lassen. Beurteilung der aktuellen wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand4)HOCHTIEF konnte 2016 seinen Transformationsprozess erheblich weiter bringen. Dadurch wurden Effizienz und Profitabilität, Liquidität und Risikomanagement weiter verbessert und sind die Basis für unser nachhaltiges cashbasiertes Ergebniswachstum. In einer Einschätzung zu Beginn des Jahres 2016 war HOCHTIEF davon ausgegangen, dass Auftragseingang, Leistung und Auftragsbestand im Berichtsjahr auf konstantem Niveau bleiben. Tatsächlich entwickelten sich die Auftragseingänge (+15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und der Auftragsbestand (+20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) 2016 deutlich positiv.5) Die Leistung hat sich im Vergleich zum Vorjahr reduziert, vor allem als Folge der Transformation von HOCHTIEF und der Konzentration des Konzerns auf seine Kerngeschäftsbereiche. Im Laufe des Jahres zeichnete sich jedoch eine positive Entwicklung ab, und im vierten Quartal stieg die Leistung um 6 Prozent gegenüber dem Vergleichsquartal im Jahr 2015. Wie erwartet war die deutliche Verbesserung der Kennzahlen von HOCHTIEF im Geschäftsjahr 2016 überall positiv. Das EBIT (817 Mio. Euro, +12 Prozent), das nominale Ergebnis vor Steuern (PBT) (621 Mio. Euro, +19 Prozent) und der nominale Konzerngewinn (321 Mio. Euro, +54 Prozent) weisen allesamt deutliche Steigerungsraten gegenüber dem Vorjahr auf. Mit einem operativen Konzerngewinn von 361 Mio. Euro erreichte HOCHTIEF das obere Ende des Prognosebereichs (320-360 Mio. Euro) und lag um 37 Prozent über dem Vorjahreswert. Zu dieser positiven Entwicklung trugen alle Divisions bei und profitieren dabei von unserer Konzentration auf die jeweiligen Kerngeschäftsfelder. Der starke strategische Fokus auf die Cash-Generierung und auf die weitere Verbesserung des Working-Capital-Managements haben zudem wie erwartet dazu geführt, dass sich der Net Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 2016 um weitere 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert hat. Bereinigt um die hohen Desinvestitionserlöse des Jahres 2015 ist auch die Entwicklung des Free Cashflow positiv zu bewerten. Bereinigt um die Sondereffekte, wie beispielsweise Aktienrückkaufprogramme bei CIMIC und HOCHTIEF sowie Nettoinvestitionen, zeigt das Nettofinanzvermögen ebenfalls einen deutlich positiven Anstieg. Aufgrund der vorgenannten Sondereffekte hat sich das Nettofinanzvermögen von HOCHTIEF nominal um -13 Prozent gegenüber dem Vorjahr reduziert. Im letzten Jahr wurde die nicht finanzielle Steuerungsgröße der Unfallhäufigkeit als wesentliche Steuerungsgröße etabliert. Dies verdeutlicht einmal mehr, dass Arbeitssicherheit bei HOCHTIEF eine sehr hohe Priorität besitzt. Wir konnten 2016 das bereits im vergangenen Geschäftsjahr sehr niedrige Niveau wie erwartet um weitere 4 Prozent auf 1,32 verbessern.
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Weitere Informationen finden Sie im Kapitel
Märkte und Rahmenbedingungen auf den Seiten 39 bis 47. Gesamtaussage zur voraussichtlichen EntwicklungDie positiven Aussichten für das Geschäftsjahr 2017 spiegeln sich auch in unserer Erwartungshaltung für die wesentlichen Steuerungsgrößen von HOCHTIEF wider. Unser solider Auftragsbestand wird es uns ermöglichen, den Umsatz um mindestens 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu steigern. Wir erwarten, das sich der Auftragsbestand von HOCHTIEF 2017 weiterhin auf einem dem Jahr 2016 ähnlichen soliden Niveau bewegen wird. Für den HOCHTIEF-Konzern erwarten wir außerdem für das Jahr 2017 einen operativen Konzerngewinn im Bereich zwischen 410 und 450 Mio. Euro. Dies stellt eine weitere Steigerung von zirka 13 bis 25 Prozent gegenüber dem Berichtsjahr 2016 dar und spiegelt die erwarteten Ergebnisverbesserungen der Divisions wider. 2017 werden wir den Schwerpunkt weiterhin vorrangig auf Sicherheit legen, da es sich hierbei um einen unserer wichtigsten Grundsätze handelt. DividendeHOCHTIEF setzt weiterhin auf die Beteiligung der Aktionäre am Unternehmenserfolg. Der Vorstand und der Aufsichtsrat der HOCHTIEF Aktiengesellschaft schlagen vor, für das Geschäftsjahr 2016 eine ordentliche Dividende in Höhe von 2,60 Euro je Aktie auszuschütten. Das entspricht einer Ausschüttungsquote von rund 50 Prozent und stellt eine Steigerung von 30 Prozent gegenüber 2015 dar. RisikoberichtEin funktionierendes Risikomanagement ist für einen Konzern wie HOCHTIEF ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Das Risikomanagementsystem von HOCHTIEF umfasst sämtliche Prozesse und Maßnahmen, durch die Risiken so frühzeitig wie möglich erkannt und reduziert werden beziehungsweise durch die bei Bedarf gegengesteuert wird. Der hohe Internationalisierungsgrad und die regionale Diversifizierung von HOCHTIEF ermöglichen es uns, sehr gut auf nachhaltige und langfristige Änderungen von Märkten, Produktnachfragen und -angeboten zu reagieren. Daher sind wir grundsätzlich auch in Bezug auf die Vermeidung und Bewältigung langfristiger Risiken sehr gut aufgestellt. Als Risiken gelten dabei alle Entwicklungen, die sich negativ auf das Erreichen der qualitativen und quantitativen Unternehmensziele, insbesondere auf das Ergebnis, die Liquidität und die Reputation bei HOCHTIEF, auswirken könnten. Dazu zählen Finanz-, Markt-, Personal-, Beteiligungs-, Projekt- und Vertragsrisiken, interne Risiken sowie ökologische und soziale Risiken, die auf die Geschäftstätigkeit von HOCHTIEF direkten oder indirekten Einfluss nehmen. Zudem berücksichtigen wir bei unserer Betrachtung grundsätzlich auch Risiken, die sich aus unseren Produkten und Dienstleistungen für unsere Stakeholder und die Umwelt ergeben und im Weiteren erläutert werden. Verbesserung des RisikomanagementsHOCHTIEF überprüft und verbessert im gesamten Konzern kontinuierlich seine Systeme. Dazu gehört auch die laufende Optimierung des Risikomanagements. Eine wichtige Maßnahme im Berichtsjahr war insbesondere die weitere konzernweite Vereinfachung des Berichtswesens. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Kennzahlen in den Projektberichten nach einem standardisierten System erfasst werden. So erhält HOCHTIEF fundierte Informationen, um frühzeitig auf Abweichungen und potenzielle Risiken reagieren zu können. Zusätzlich zu der permanenten inhaltlichen Verbesserung gab es auch organisatorische und personelle Veränderungen im Bereich Risikomanagement. Zum einen erhält das Thema auf Konzernebene eine noch größere Bedeutung: Auf Beschluss des Vorstands der HOCHTIEF wurde eine eigene Konzernabteilung Risikomanagement geschaffen. Zum anderen wurde - im Zuge der Transformation der HOCHTIEF Infrastructure GmbH - die dortige Abteilung Risikomanagement ebenfalls neu ausgerichtet. Konzernweites Risikomanagement/ RisikofrüherkennungssystemDas konzernweite Risikomanagement setzt sich aus einer Vielzahl einzelner Komponenten zusammen, die konzerneinheitlich durch Richtlinien vorgegeben sind. Zur Minimierung der Risiken für HOCHTIEF tragen insbesondere auch unsere konzernweit gültigen Standards bei. Dazu zählen Standards zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Sozialstandards sowie Verhaltens- und Compliance-Regeln wie unser Code of Conduct. Als Ergänzung dazu besitzen die Divisions und operativen Einheiten eigene Systeme, Prozesse und Organisationsanweisungen, um Risiken zu identifizieren, zu bewerten und zu steuern. Das Risikomanagement in der Division HOCHTIEF Europe wurde bei der HOCHTIEF Infrastructure GmbH im Geschäftsjahr 2016 grundlegend neu ausgerichtet. Die Abteilung Risikomanagement untergliedert sich künftig in fünf Fachbereiche.
Die Division HOCHTIEF Europe wird sich auch weiterhin laufend dem Marktumfeld anpassen und das Risikomanagement auf den Prüfstand stellen. Turner und Flatiron sind in das Risikomanagementsystem von HOCHTIEF eingebettet, das im Einklang mit der HOCHTIEF-Konzernrichtlinie steht. Die zentrale Rolle für das Risikomanagement bei Turner übernimmt das "Risk Management Steering Committee", das sämtliche risikobezogenen Themen koordiniert und überwacht. Ein wesentliches Element ist dabei die Risikomatrix "12 Key Risk and Related Controls", die es Turner in standardisierter Form ermöglicht, potenzielle Risiken frühzeitig zu identifizieren und - sofern erforderlich - zu kontrollieren. In Ergänzung dazu werden auf Ebene der Business-Units quartalsweise Risikoanalysen erstellt und die Ergebnisse in einem Risk-Memo aggregiert. Flatiron fokussiert sich im Rahmen des Risikomanagements insbesondere auf Projekt- und Vertragsrisiken. Dazu werden alle Projekte bereits in der Angebotsphase systematisch aus Risikosicht analysiert und bewertet. Zudem finden zu allen wesentlichen Projekten monatliche Gespräche auf Top-Management-Ebene statt, um Risiken frühzeitig zu identifizieren und den aktuellen Status der Risikosituation abzustimmen und zu bewerten. Darüber hinaus haben der Ausbau und die Etablierung der Turner Engineering Group und der Flatiron Technical Services Group als interne technische Kompetenzzentren dazu beigetragen, mögliche Projektrisiken zu vermeiden. Die Führungsgesellschaft CIMIC gibt die Richtlinien für das Risikomanagement in der Division HOCHTIEF Asia Pacific vor. CIMIC definiert Risikomanagement als die Identifikation, Bewertung und Behandlung von Risiken, die einen potenziell erheblichen Einfluss haben auf die Geschäftstätigkeit, die Mitarbeiter und den Ruf des Unternehmens, auf das Umfeld und die Standorte, an denen das Unternehmen tätig ist, sowie auf dessen wirtschaftliche Perspektiven. Das Risikomanagementsystem von CIMIC ist auf das Geschäftsprofil abgestimmt, im Wesentlichen in bestehende Prozesse eingebettet und auf die kurz- und langfristigen Unternehmensziele ausgerichtet. Mit seinen diversifizierten Aktivitäten und Märkten und seiner breiten geografischen Aufstellung ist CIMIC einer Vielzahl von Risikofaktoren ausgesetzt, die das Erreichen der Unternehmensziele potenziell gefährden können. Wie in allen anderen Divisions steht das Risikomanagement bei CIMIC im Einklang mit der HOCHTIEF-Konzernrichtlinie zum Risikoreporting. RisikokulturDie kontinuierliche Verbesserung des Risikomanagements von HOCHTIEF ist eines der wichtigen strategischen Ziele1) von HOCHTIEF und Aufgabe jedes einzelnen Mitarbeiters2) . Um die Wichtigkeit des Themas innerhalb des Unternehmens zu verdeutlichen und den strategischen Ansatz von HOCHTIEF zu transportieren, werden regelmäßig Dialogveranstaltungen zwischen unserem Vorstand und den Mitarbeitern durchgeführt. Darüber hinaus bietet HOCHTIEF vielfältige Schulungen und Fortbildungen zum Themenbereich Risikomanagement an und legt Wert darauf, dass alle Mitarbeiter regelmäßig an derartigen Schulungen teilnehmen. HOCHTIEF verfügt über ein System der fixen und variablen Vergütung, das regelmäßig überprüft wird. Ein wichtiger Bestandteil dieses Systems ist die Einführung von risikobezogenen Messgrößen und Zielen, an deren Erfüllung oder Nichterfüllung sich die Mitarbeiter messen lassen. Dieser Bestandteil erfolgt im Rahmen von individuellen
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Weitere Informationen finden Sie im Kapitel
Strategie auf den Seiten 32 ff. Zielvereinbarungen, die nach den jeweiligen Aufgabenbereichen und Verantwortlichkeiten der Mitarbeiter ausgestaltet werden. Zudem bietet HOCHTIEF seinen Mitarbeitern vielfältige Systeme und Tools, um mögliche Risiken zu identifizieren und auf potenzielle Risiken für HOCHTIEF aufmerksam zu machen. Höchste Priorität besitzen die Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz1) unserer Mitarbeiter. Unsere Unternehmensgrundsätze sind alle fest im Prinzip der Sicherheit verankert. Durch projektbezogene Gefährdungsbeurteilungen ermitteln wir bei unseren Projekten und in unseren Büros Sicherheitsrisiken, denen wir präventiv oder durch gezielte Sicherheitsmaßnahmen begegnen. Unser Fokus liegt auf einer proaktiven Vermeidung von Arbeitsunfällen und arbeitsplatzbedingten Erkrankungen. Im Rahmen von regelmäßigen Aktionstagen, in Intranetkampagnen und Schulungen schärfen wir das Bewusstsein unserer Mitarbeiter zu Themen rund um Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz. Dies gilt auch für unsere Vertragspartner und Nachunternehmer, für die wir rechtlich verantwortlich sind. Um den Stellenwert des Themas für HOCHTIEF noch zu erhöhen, wurde bei HOCHTIEF bereits 2015 die Kennzahl "Unfallhäufigkeit" als eine wesentliche, nicht finanzielle Steuerungsgröße definiert. RisikoberichterstattungEine konzernweit gültige und jedem Mitarbeiter zugängliche Richtlinie zur Risikoberichterstattung regelt einheitlich die Meldung und Kommunikation von Risiken, beschreibt die Aufbau- und Ablauforganisation einer Risikomeldung und definiert den konzernweit gültigen Rahmen des Risikoberichtswesens. Der Risikoberichterstattungsprozess ist zusätzlich zum operativen Risikomanagement Teil der konzernweiten Prozesse zur Handhabung von Risiken. Die Hauptaufgabe der Prozesse ist die Gewährleistung eines verlässlichen Informationsprozesses in Bezug auf die Risikolage des Konzerns. Dadurch erhält der HOCHTIEF-Konzern eine zuverlässige Risikodokumentation für Informationszwecke und ist in der Lage, den Vorstand und das Management über die aktuelle Risikolage zu informieren. Die Risiken werden zusammen mit den Prognosen beziehungsweise der Planung auf Projektebene und/oder auf Ebene der kleinsten operativen Einheit erhoben. Nach der internen Bewertung ihrer Risiken auf der jeweiligen Managementebene melden die operativen oder Holding-Gesellschaften im Rahmen ihres vom Divisions-Controlling organisierten Planungs-/Prognose-prozesses ihre Risiken an das Divisions-Controlling. Im Rahmen der Prognose- und Planungssitzungen besprechen und bewerten die operativen und Holding-Gesellschaften ihre Risikoposten ausführlich mit dem zuständigen Vorstandsmitglied (oder mit einer von diesem benannten Person) und mit dem Divisions-Controlling. Anschließend meldet das Divisions-Controlling die für die Risikoberichterstattung relevanten Risiken an das Konzerncontrolling unter Verwendung eines standardisierten Risikomeldeformulars. Die Risikomeldungen enthalten jeweils die potenziellen Auswirkungen auf Ergebnis und Liquidität im aktuellen Geschäftsjahr und in den zwei darauffolgenden Jahren, die Risikokategorie, den möglichen Eintrittszeitpunkt, die Eintrittswahrscheinlichkeit und bereits getroffene Maßnahmen zur Abwendung, Minderung und Finanzierung der beobachteten Risiken. Das Konzerncontrolling verdichtet die von unten nach oben (Bottom-up) erhobenen Informationen und fasst die Risikolage auf Konzernebene zusammen. Die individuellen Risikoberichte werden dann mit dem verantwortlichen Management besprochen. Das Risiko-Committee betrachtet die gemeldeten Risiken sowohl aus Sicht der Divisions als auch aus Sicht der HOCHTIEF-Holding. Das Konzerncontrolling erstellt einen abschließenden Risikobericht als Dokumentation des gesamten Risikoberichterstattungsprozesses an den Vorstand. Durch diese Vorgehensweise werden die Verantwortlichen auf allen Ebenen der Unternehmenshierarchie mit einbezogen. Risikobezogene Szenarien, Korrelationen, SensitivitätenZusätzlich werden bedarfsweise fallbezogene Risikoszenarien erstellt, um mögliche Auswirkungen auf HOCHTIEF und Korrelationen einzelner Risiken untereinander darzustellen sowie vorhandene Sensitivitäten beurteilen zu können. Dementsprechend wird die Risikosituation fortlaufend kontrolliert und wesentliche Änderungen der Risikosituation werden unabhängig von den regelmäßigen Aktualisierungen und dem standardisierten Prozess an die jeweiligen Verantwortlichen und abhängig von der Bedeutung des jeweiligen Risikos entlang der Hierarchie gemeldet ("internes Ad-hoc-Reporting"). Diese Anforderung gilt sowohl für bekannte als auch für neue Risiken. In diesem Zusammenhang ist der Investitionsausschuss ein wesentliches Element des Risikomanagements von HOCHTIEF, um bereits vor Tätigung genehmigungspflichtiger Investitionen, Desinvestitionen und Beteiligungen die damit verbundenen möglichen Risiken für HOCHTIEF bewerten und gegebenenfalls vermeiden zu können. Ziel ist es, einen Rahmen mit Standardkriterien und -verfahren zu schaffen und auf diese Weise sicherzustellen, dass Entscheidungen gemäß denselben genehmigten Prinzipien getroffen werden. Dabei ist das Transaktionsvolumen ausschlaggebend für die Art und den Umfang der Risikobetrachtung. Konzernrevision1) als wichtiger Teil des RisikomanagementsEine weitere wesentliche Funktion im Risikomanagementsystem bei HOCHTIEF wird der Konzernrevision zugewiesen. Die Konzernrevision ist eine unabhängige interne Prüfungsinstanz mit der Aufgabe, die Geschäftsprozesse und das Risikomanagement hinsichtlich der Einhaltung von Gesetzen, Verordnungen, Richtlinien, internen Kontrollsystemen und Unternehmenszielen zu überwachen. Dafür hat die Konzernrevision weitgehende und uneingeschränkte Informations- und Prüfungsrechte im Konzern. Die Revision ist eine von den Arbeitsprozessen und deren Ergebnissen unabhängige interne Institution, die im Auftrag des Vorstands von HOCHTIEF Prüfungen in den Geschäftsbereichen, Beteiligungsgesellschaften, Projektgesellschaften sowie bei Fremdfirmen, für die vertragliche Prüfungsrechte bestehen, wahrnimmt und den Vorstand dahin gehend sowie in seiner Leitungsfunktion durch unabhängige Analysen, Auswertungen und Vorschläge unterstützt. Ziel der Konzernrevision ist es, zur Sicherung des Betriebsvermögens beizutragen, die Zuverlässigkeit der Risikomanagement- und Überwachungssysteme der Gesellschaft zu bewerten und zu deren Verbesserung sowie Wirtschaftlichkeit in den unternehmensinternen Prozessen beizutragen. Ergänzt wird das Programm risikobasierter Prüfungen durch außerplanmäßige Sonderprüfungen. Turner und CIMIC besitzen zusätzlich eigenständige Revisionseinheiten. Die Ergebnisse aus den Revisionsprüfungen werden herangezogen, um das Risikomanagement, insbesondere die Risikofrüherkennung und -steuerung, weiter zu optimieren. Die Prozesse der Revision folgen internationalen Prüfungsstandards und werden regelmäßigen, unabhängigen Quality-Assessments unterworfen. Die Konzernrevision berichtet über jede ihrer Prüfungen dem Management und dem Vorstand sowie zusammengefasst dem Prüfungsausschuss von HOCHTIEF.
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Weitere Informationen zum Thema Compliance
finden Sie auf den Seiten 92 ff. HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions als wesentlicher Teil des konzernweiten Versicherungs- und RisikomanagementsDiese Gesellschaft ist direkt der Holding zugeordnet und koordiniert weltweit das versicherungsbezogene Risikomanagement der Divisions des HOCHTIEF-Konzerns. Die wesentlichen Ziele sind:
Als unternehmenseigener Versicherungsmakler unterstützen die Experten der HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions die operativen Gesellschaften bei der Risikoanalyse und dem Risikomanagement und sorgen für bedarfsgerechten Versicherungsschutz bei den vielfältigen Projekten und Aktivitäten des HOCHTIEF-Konzerns. Dazu gehören insbesondere Versicherungslösungen für Verkehrsinfrastrukturprojekte sowie für Projekte der sozialen und urbanen Infrastruktur, die die Risiken sowohl vor und während der Bauphase als auch in der Betriebsphase absichern. Der Fokus der umfassenden - in der Regel meist internationalen - Versicherungskonzepte liegt hierbei auf der sachgerechten Absicherung von Sach- und Vermögensschäden, die insbesondere auch durch eine Zunahme von klimatisch bedingten Schadensfällen beziehungsweise Umweltrisiken entstehen können. So wird beispielsweise für Elementarschäden sowie für Sachschäden durch außergewöhnliche Witterungsereignisse zunehmend über Bauleistungs- oder sogenannte Sach-Allgefahrenversicherungen Versicherungsschutz gewährleistet. Ebenso werden die Haftungsrisiken, die beispielsweise bei einer unbeabsichtigten Schädigung der Umwelt drohen, durch die bestehende Konzernhaftpflichtversicherung minimiert. Neben den Einheiten des HOCHTIEF-Konzerns können auch externe Unternehmen, in erster Linie Projektpartner, Eigentümer und Endnutzer, in den Versicherungsschutz einbezogen werden. Durch die zum wiederholten Mal von der Ratingagentur A.M. Best mit A- (excellent) bewerteten Tochtergesellschaften Builders Reinsurance S.A. und Builders Direct S.A. sowie die Independent (Re)insurance Services S.A. werden darüber hinaus weitere Produkte und Dienstleistungen zur Optimierung der Risiko- und Kostenstruktur des Konzerns sowie für externe Kunden bereitgestellt. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den RechnungslegungsprozessEine verlässliche und ordnungsgemäße Finanzberichterstattung ist sowohl für die Entscheidungen des Managements als auch für die Informationsversorgung der Abschlussadressaten von zentraler Bedeutung. Im HOCHTIEF-Konzern wird den aus dem Konzernrechnungslegungsprozess resultierenden Risiken auf verschiedene Weise Rechnung getragen. Um die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung zu gewährleisten, gibt es eine IFRS1) -Bilanzierungsrichtlinie auf Basis der aktuell gültigen, in der EU anzuwendenden IFRS-Vorschriften, die jährlich aktualisiert wird. Für die deutschen Konzerngesellschaften wird zusätzlich eine jährlich aktualisierte HGB2) -Bilanzierungsrichtlinie erstellt. Unsere Tochtergesellschaften sind in enger Abstimmung mit dem Konzernrechnungswesen für die Einhaltung der konzernweit gültigen Bilanzierungsvorschriften in ihren Abschlüssen zuständig. Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten erfolgt in Absprache mit der Abteilung Konzernfinanzen, um auch in diesem Bereich die Verlässlichkeit und Richtigkeit der verarbeiteten Zahlen zu gewährleisten. Die Bewertung derivativer Finanzinstrumente wird zudem durch ein im Industrie- und Bankensektor etabliertes Treasury-Managementtool unterstützt. Darüber hinaus setzt HOCHTIEF externe Dienstleister ein, zum Beispiel für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen. Die korrekte Durchführung der Kapital- und Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung sowie der Zwischengewinneliminierung wird durch die EDV-gestützte Erstellung des Konzernabschlusses sowie systemseitige Plausibilisierungen des Zahlenwerks unterstützt. Soweit dennoch in Einzelfällen Klärungsbedarf bestehen sollte, werden diese vom Konzernrechnungswesen geprüft und geklärt. Des Weiteren verfügt das im Konzern eingesetzte Konsolidierungssystem über ein Zugriffsberechtigungssystem. Dadurch ist gewährleistet, dass die jeweils verantwortlichen Mitarbeiter nur auf die für sie relevanten Daten zugreifen können. Das Konsolidierungssystem wird von der Konzernrevision regelmäßig einer Prüfung unterzogen.
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International Financial Reporting Standards Klassifizierung der RisikenDer Begriff "Risiko" bezieht sich primär auf Risiken mit möglicher Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern und die Liquidität. Risikobewertung und -berichterstattung dienen der Quantifizierung von Risiken hinsichtlich ihres Schadenspotenzials und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit. Im Folgenden werden die Risiken in Abhängigkeit von ihrem Erwartungswert als "gering", "mittel" beziehungsweise "hoch" klassifiziert. Der jeweilige Erwartungswert ergibt sich dabei als Kombination der Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos und dessen potenzieller Auswirkung auf die Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Elemente des Risikomanagements bei HOCHTIEF![]() Risikosituation im HOCHTIEF-KonzernZur Ermittlung des Gesamtrisikos des HOCHTIEF-Konzerns werden die Erwartungswerte der Einzelrisiken summiert und auf Konzernebene nach Divisions und den genannten Kategorien aggregiert. Das bei HOCHTIEF identifizierte Gesamtrisiko besteht hauptsächlich aus den im Folgenden erläuterten Risikokategorien: Finanzrisiken1)Eine zentrale Aufgabe des Finanzmanagements besteht darin, den Finanzbedarf innerhalb des Konzerns zu koordinieren und die finanzielle Unabhängigkeit des Unternehmens langfristig jederzeit sicherzustellen. Dieses Ziel erreicht HOCHTIEF durch eine stabile, die nächsten Jahre absichernde Konzernfinanzierung und durch die Begrenzung von finanzwirtschaftlichen Risiken. Die Finanzaktivitäten im HOCHTIEF-Konzern werden auf Basis einer konzernweit gültigen Finanzrichtlinie getätigt. Diese allgemeine Finanzrichtlinie wird durch funktionale, operative Arbeitsanweisungen ergänzt. Darüber hinaus besteht im Konzern eine strikte Trennung der Zuständigkeiten zwischen den Finanz-, Handels- und den korrespondierenden Kontroll- und Abwicklungsaktivitäten. Bei allen Handelsvorfällen ist mindestens das Vieraugenprinzip verbindlich vorgeschrieben. Die Einhaltung aller Richtlinien und Vorgaben wird regelmäßig durch die interne Revision kontrolliert. Die Überwachung und das Monitoring möglicher Finanzrisiken erfolgen durch das monatliche Berichtswesen. Das Berichtswesen umfasst die Liquiditätsplanung mit langfristigem Horizont (18 Monate) und stellt damit die Grundlage für die Koordination und Sicherstellung des Finanzbedarfs auf Konzernebene dar. In die Liquiditätsplanung geht neben den bekannten Fälligkeiten aus den bestehenden Konzernfinanzierungen auch die Planung hinsichtlich der Liquiditätszu- und -abflüsse ein. Darüber hinaus werden auch die Auswirkungen definierter Stressszenarien auf die Liquiditätspositionen dargestellt. Die hinsichtlich der Kreditlinien zum Teil bestehenden Financial Covenants, die bei Nichteinhaltung zu Gläubigerkündigungsrechten führen können, werden laufend überwacht und unverändert als unkritisch eingestuft. Die HOCHTIEF-Unternehmensanleihen haben selbst keine Financial Covenants in der Anleihedokumentation. Unsere Finanzrisiken schätzen wir dank unseres effizienten Finanzmanagements insgesamt als gering ein. Marktrisiken2)Die weltwirtschaftlichen und geopolitischen Entwicklungen in den für HOCHTIEF bedeutenden Regionen und Märkten beobachten wir intensiv. Die aktuellen europapolitischen Unsicherheiten können möglicherweise langfristig negative Auswirkungen auf den Wirtschaftsraum Europa besitzen und insbesondere das öffentliche Investitionsvolumen reduzieren. Dadurch können sich langfristig die Wachstumsperspektiven im europäischen Raum reduzieren und die zukünftige Entwicklung von HOCHTIEF im europäischen Raum kann beeinträchtigt werden. HOCHTIEF versucht daher, seine ohnehin starke weltweite Präsenz in allen wichtigen Märkten auszubauen. Starke lokale Unternehmen, die allesamt eine langjährige Verankerung unserer Geschäftsaktivitäten vor Ort besitzen, helfen uns dabei, mögliche regionale Schwankungen auszugleichen und flexibel auf derartige Risiken zu reagieren. Ein Anstieg des Ölpreises nach Jahren der deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt liegenden Preise kann negative Auswirkungen auf unsere Betriebskosten haben. Insbesondere in unseren Contract-Mining-Aktivitäten wird dieses Risiko betrachtet und kontinuierlich bewertet. Die dadurch entstehenden höheren Betriebskosten können die Ergebnisse der jeweiligen Projekte negativ beeinflussen. HOCHTIEF versucht daher, dieses langfristige Risiko in Zusammenarbeit mit dem Kunden ausgewogen zu verteilen und einen fairen Interessenausgleich zu erzielen. Dadurch ist HOCHTIEF in der Lage, das Risiko auf eine zu vernachlässigende Größe zu reduzieren. Insgesamt sehen wir keine für HOCHTIEF signifikanten Marktrisiken und schätzen daher das Risiko als gering ein.
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Weiterführende Informationen finden Sie im
Kapitel Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage auf den Seiten 53 ff.
und 34. Berichterstattung zu Finanzinstrumenten auf den Seiten 222
ff. Personalrisiken1)Insbesondere bei der Realisierung von Großprojekten ist der wirtschaftliche Erfolg davon abhängig, inwiefern es uns gelingt, erfahrene Fach- und Führungskräfte dauerhaft an das Unternehmen zu binden und neue Mitarbeiter zu rekrutieren. Ziel unserer Personalstrategie ist es daher, die richtigen Mitarbeiter zu gewinnen, die Qualifikation unserer Mitarbeiter weiter zu verbessern und sie langfristig an das Unternehmen zu binden. Um mögliche Personalrisiken frühzeitig zu erkennen, wurde auf Basis des Leitfadens zum Risikomanagement das Risikomanagement im Personalbereich aufgebaut. Seit Januar 2014 greift diese systematische Erhebung die Hauptrisikogruppen, wie Qualifikations-, Motivations-, Fluktuations- und Nachfolgerisiko, sowie deren mögliche Auswirkungen für HOCHTIEF auf. Die Systematik des Risikomanagements im Personalbereich wird regelmäßig auf neue Risiken hin überprüft und im Bedarfsfall angepasst. Nach den jüngsten aktuellen Erhebungen stufen wir mögliche Personalrisiken als gering ein. Risiken aus Pensionsverpflichtungen2)Die Umstellung von rein leistungsbezogenen Pensionszusagen auf für das Unternehmen kalkulierbare beitragsbezogene Leistungszusagen hat HOCHTIEF bereits vor einigen Jahren vollzogen. Die Pensionsverpflichtungen bei HOCHTIEF sind zum überwiegenden Teil durch das Planvermögen und Rückdeckungsversicherungen gedeckt sowie durch werthaltige Vermögenswerte unterlegt. Das Planvermögen setzt sich aus verschiedenen Anlageklassen zusammen, die einer ausgewogenen strategischen Anlagenallokation und einer an den Laufzeiten der Pensionszahlungen sowie an der erwarteten Entwicklung der Pensionsverpflichtungen ausgerichteten Anlagenstruktur folgen. Dadurch ist HOCHTIEF in der Lage, mögliche Schwankungen an den Kapitalmärkten, die den Wert des Planvermögens und die Deckungslücke zu den Pensionsverpflichtungen beeinflussen, zu kompensieren. Zudem kann die Veränderung von Bewertungsparametern, wie des Abzinsungssatzes oder der Lebenserwartung, zu einer Erhöhung der versicherungsmathematisch ermittelten Pensionsverpflichtungen führen. Diesbezüglich werden regelmäßig Sensitivitätsanalysen durchgeführt, um bereits frühzeitig möglichen Risiken vorzubeugen. Wesentliche Risiken aus den Pensionsverpflichtungen von HOCHTIEF bestehen nicht und werden somit als gering eingestuft.
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Weitere Informationen zum Thema Mitarbeiter
finden Sie auf den Seiten 107 ff. Risiken aus Projekten, Beteiligungen, Rechtsstreitigkeiten, behördlichen Verfahren und Ansprüchen DritterProjekt- und Vertragsrisiken in unserem klassischen Baugeschäft bilden eine wesentliche Kategorie unseres Risikomanagements. Allen Projekten sind Kalkulationsrisiken immanent, und auch die Bewertung von projektspezifischen Nachträgen birgt Risiken, die kontinuierlich überprüft werden. Aus den Geschäftsfeldern außerhalb des Baugeschäfts wie zum Beispiel Minen, PPP und Dienstleistungen resultieren ebenfalls Risiken, die es zu überwachen gilt. Als international tätiger Baudienstleister ist HOCHTIEF auch mit einer Vielzahl von rechtlichen Risiken konfrontiert. Compliance ist ein wesentlicher Baustein unserer Unternehmensgrundsätze. Dennoch sind wir als internationaler Baukonzern im Rahmen unserer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit einer Reihe von Risiken im Zusammenhang mit Gerichtsverfahren, Ansprüchen und behördlichen Verfahren ausgesetzt, auch wenn wir es uns zum Ziel gesetzt haben, gerichtliche Auseinandersetzungen so weit wie möglich zu vermeiden. Der Ausgang von Rechtsstreitigkeiten und behördlichen Verfahren lässt sich in den meisten Fällen nur schwer vorhersagen. Durch die frühe Einbindung der Rechtsabteilungen im Vorfeld gerichtlicher Auseinandersetzungen, durch den Einsatz spezialisierter Inhouse-Teams bei der Begleitung solcher Verfahren sowie durch die Mandatierung erfahrener Kanzleien stellen wir jedoch sicher, dass die Prozessrisiken so weit wie möglich reduziert werden. Neben den Kosten und Aufwendungen für die Verfahren selbst können wir nicht ausschließen, dass in einzelnen dieser Verfahren negative Entscheidungen ergehen. Für laufende Verfahren werden auf Basis des geschätzten Risikos Rückstellungen gebildet, und wir gehen davon aus, dass diese getroffene bilanzielle Vorsorge ausreichend ist. Im Geschäftsjahr 2016 wurde in der Division HOCHTIEF Americas im PPP-Projekt Presidio Parkway gemeinsam mit dem Kunden eine für alle Seiten vertretbare Lösung bezüglich der noch offenen Nachtragsforderungen gefunden. Daher entfällt dieses Risiko in der weiteren Berichterstattung. Die Risikoüberwachung im Projekt ILM wird weiterhin aufrechterhalten. Es handelt sich hierbei um ein Joint Venture für den Bau einer Überlandleitung in Kanada, in dem Kostensteigerungen zu Nachforderungen führten, die aktuell mit dem Kunden diskutiert werden. Im Zusammenhang mit dem Projekt Gorgon Jetty and Marine STR haben erhebliche Kostensteigerungen zu entsprechenden Nachforderungen an den Auftraggeber geführt, die seit 2015 verhandelt werden. Im Februar 2016 initiierte CIMIC zusammen mit seinen Partnern ein privates Schiedsgerichtsverfahren gemäß den Regelungen des Gorgon-Vertrags, um die offenen Forderungen gegenüber dem Auftraggeber Chevron durchzusetzen. Das Schiedsgericht wurde 2016 mit drei Schiedsrichtern konstituiert; erste Abstimmungen bezüglich des Ablaufs und Zeitplans werden für das erste Quartal 2017 sowie erste Anhörungen nicht vor 2019 erwartet. Parallel dazu reichte CIMIC in den Vereinigten Staaten Klagen gegen Chevron Corporation und den Vertreter von Chevron (KBR Inc.) ein. Die Klagen sind unabhängig vom oben genannten Schiedsgerichtsverfahren und haben auf eben dieses keine Auswirkungen. CIMIC hat im Zusammenhang mit dem Projekt zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres 1,15 Mrd. australische Dollar aktiviert (etwa 50 Prozent der Gesamtforderungen). Darüber hinaus gibt es weitere Projekte, in denen Nachtragsforderungen gegenüber dem Auftraggeber existieren. Die Durchsetzung und Realisierung dieser Forderungen besitzen höchste Priorität. Im Jahr 2014 hat CIMIC eine Risikovorsorge für Ausfallrisiken bei Projektforderungen für Projektrisiken in Höhe von 458 Mio. Euro (675 Mio. australische Dollar) gebildet, die auch zum Jahresende 2016 unverändert besteht. In der Division HOCHTIEF Europe bestehen Risiken für das Offshore-Projekt Global Tech I aus noch nicht vom Auftraggeber genehmigten Nachträgen und aus einer Schadenersatzforderung des Kunden. Der Vertrag wurde vom Auftraggeber 2014 gekündigt. Das außergerichtliche Streitbeilegungsverfahren dauert unverändert an. Die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016 enthält die nach der Equity-Methode bewertete Beteiligung an HLG Contracting LLC (HLG) mit einem Buchwert von 366,5 Mio. australischen Dollar und Darlehensforderungen (einschließlich Zinsen) gegenüber HLG in Höhe von 1,04 Mrd. australischen Dollar. Um den erzielbaren Betrag der Beteiligung des Konzerns an und der Darlehensforderungen gegenüber HLG zu ermitteln, ist eine erhebliche Ermessensausübung zu Annahmen wie den Diskontierungssätzen, dem aktuellen Auftragsbestand, künftigen Projektgewinnen und der Einbringlichkeit bestimmter Forderungen aus Altprojekten sowie zu wirtschaftlichen Annahmen, wie Wachstumsrate und Wechselkursentwicklung, erforderlich. Für die Zukunft können wir nicht ausschließen, dass in Einzelfällen Wertberichtigungen auf unsere Beteiligungen sowohl im Konzernabschluss als auch im Jahresabschluss von HOCHTIEF notwendig sein können. Seitdem im Geschäftsjahr 2013 in den australischen Medien gegen die damalige Leighton-Gruppe Vorwürfe wegen unlauterer Praktiken im internationalen Geschäft erhoben wurden, laufen die daraus folgenden Untersuchungen weiter. Die CIMIC-Gruppe nimmt diese Vorwürfe ernst, kooperiert im Rahmen dieser Untersuchung vollumfänglich mit der australischen Bundespolizei; die Behörden hatte CIMIC aktiv darüber informiert. Das Risiko aus Projekten, Beteiligungen, Rechtsstreitigkeiten, behördlichen Verfahren und Ansprüchen Dritter stufen wir auf Basis der vorherigen Ausführungen insgesamt als moderat ein. Risiken im Zusammenhang mit ComplianceUnser Compliance1) -System hat das Ziel, Korruptions- und Kartellrechtsverstöße bereits im Vorfeld zu verhindern. Dies geschieht nicht nur durch regelmäßige Schulungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern auch durch die Einführung geeigneter Prozesse und systematischer Kontrollen. So ist es die Aufgabe der Compliance-Organisation, solche organisatorischen Vorkehrungen zu treffen, die geeignet sind, ein regelgerechtes Verhalten des Unternehmens, seiner Organe und Mitarbeiter gegenüber geltendem Recht sicherzustellen. Die Risiken im Zusammenhang mit Compliance stufen wir daher als gering ein. Beschaffungsrisiken2)Das Beschaffungsmanagement von HOCHTIEF stellt sicher, dass leistungsfähige Geschäftspartner - Nachunternehmer und Lieferanten - ausgewählt werden. Ständige Marktbeobachtung und enge Kontakte zu Nachunternehmern und Lieferanten sowie Institutionen garantieren, dass wir Veränderungen im Beschaffungsmarkt zeitnah erkennen und entsprechend auf sie reagieren können. Obwohl HOCHTIEF mit einigen Geschäftspartnern hohe Umsätze generiert oder bestimmte Leistungen nur von wenigen Geschäftspartnern erbracht werden können, bestehen keine wesentlichen geschäftskritischen Abhängigkeiten. Mit einer detaillierten Präqualifikation unserer Geschäftspartner im Vorfeld und Bewertungen aus abgeschlossenen Projekten erhalten wir sowohl aus technischer wie auch aus kaufmännischer Sicht eine fundierte Übersicht der Leistungsfähigkeit unserer Geschäftspartner. Damit minimieren wir Ausfallrisiken und erhöhen unsere Handlungsalternativen, um die an uns gestellten Anforderungen unserer Kunden bestmöglich erfüllen zu können. Die Beschaffungsrisiken von HOCHTIEF stufen wir insgesamt als gering ein.
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Weitere Informationen zum Thema Corporate
Governance und Compliance finden Sie auf den Seiten 92 ff. Regulatorische RisikenVor dem Hintergrund der Geschäftstätigkeit von HOCHTIEF und aufgrund des hohen Internationalisierungsgrads ergeben sich Risiken durch regulatorische Änderungen insbesondere in den Bereichen Steuern und Klimaschutz. Derartige Risiken können unsere wesentlichen Steuerungskennzahlen beeinflussen und Auswirkungen auf die Ergebnissituation haben, insbesondere bei Projekten mit mehrjährigen Laufzeiten. HOCHTIEF beobachtet nationale und internationale regulative Initiativen und sich daraus abzeichnende mögliche Änderungen für HOCHTIEF in den verschiedenen Märkten kontinuierlich. Aktuell sehen wir keine bedeutsamen regulatorischen Risiken für HOCHTIEF und stufen das Risiko daher als gering ein. Risiken aus der InformationssicherheitIT-Risiken begegnet HOCHTIEF durch die intensive Zusammenarbeit mit kompetenten Dienstleistern. Innerhalb unserer Dienstleistungsverträge werden die IT-Servicebereiche in Leistungsscheinen deutlich gegliedert. Fachliche Anforderungen an Verfügbarkeit und Vertraulichkeit werden durch die Vorgabe von messbaren Zielgrößen erfüllt. Im Bereich der relevanten betriebswirtschaftlichen Systeme wurde auf eine hohe Verfügbarkeit geachtet. Der Einsatz moderner Hard- und Softwaretechnik sowie Zugangs- und Zutrittskontrollen gewährleisten den Schutz der Daten vor unerlaubtem Zugriff. So befinden sich die wesentlichen Daten in zertifizierten, redundant ausgelegten und räumlich getrennten Rechenzentren. In regelmäßigen externen Penetrationstests wird die Zuverlässigkeit unserer Firewall-Systeme gegen Angriffe aus dem Internet überprüft. Für vertrauliche Daten und Vorgänge, unter anderem für die Datenspeicherung und den E-Mail-Austausch, werden Verschlüsselungssysteme eingesetzt. Auch verfolgen wir das Thema Cyberkriminalität aufmerksam, passen unsere Systeme kontinuierlich der geänderten Bedrohungslage an und führen entsprechende Mitarbeitersensibilisierungen durch. Die Richtlinie zur IT-Sicherheit, die für die Division HOCHTIEF Europe und für die Division HOCHTIEF Americas gilt, wird mit Unterstützung von Experten kontinuierlich weiterentwickelt und durch Audits im In- und Ausland verifiziert. Unsere Tochtergesellschaft CIMIC in der Division HOCHTIEF Asia Pacific setzt eigene Informations- und Kommunikationssysteme sowie entsprechende Richtlinien ein, die im Einklang mit den geltenden HOCHTIEF-Richtlinien stehen. Dadurch werden die Anforderungen an Sicherheit, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit der Daten gewährleistet. Unsere Dienstleister stellen zudem in Zusammenarbeit mit dem Datenschutzbeauftragten des Konzerns sicher, dass personenbezogene Daten ausschließlich nach den Regeln des Bundesdatenschutzgesetzes verarbeitet werden. Bisher gab es bei HOCHTIEF keine nennenswerten Schadensfälle im IT-Bereich. Wir schätzen das Risiko insgesamt weiterhin als gering ein. Ökologische und soziale Risiken1)Die Tätigkeiten von HOCHTIEF haben einerseits Einfluss auf die Umwelt, andererseits ist unser unternehmerischer Erfolg untrennbar mit den uns gegebenen Umweltbedingungen verbunden. Gerade unsere Bauprojekte können teilweise durch außergewöhnliche Wetterbedingungen (beispielsweise Starkregen, Flut, Sturm, extreme Kälte) behindert werden. Dies kann zu einer Verringerung der Produktivität führen. Zudem kann die Sicherheit unserer Mitarbeiter und Nachunternehmer sowie die von Passanten oder Anwohnern gefährdet werden, etwa durch Unfälle auf der Baustelle als Folge extremer Wetterbedingungen. HOCHTIEF führt daher in diesem Kontext fortlaufend Schulungen zur Arbeitssicherheit durch, die eine korrekte Baustellenabsicherung beinhalten. Darüber hinaus nutzen wir moderne Arbeitsmittel und -methoden für Wetterschutz und Arbeitssicherheit. Unsere Projektteams setzen sich mit den Wetterbedingungen auseinander und bereiten ihre Mitarbeiter und Nachunternehmer entsprechend vor. Das Kostenrisiko aus Schäden, die aufgrund von ungewöhnlichen oder außergewöhnlichen Wetterbedingungen dennoch bei Bauprojekten entstehen können, wird projektbezogen überprüft und typischerweise auf Versicherer transferiert. Aufgrund dieser fortlaufenden Kontrolle und der Berücksichtigung möglicher Auswirkungen sehen wir keine signifikanten Risiken für HOCHTIEF und beugen langfristigen Umwelt- und Sozialrisiken vor. In den Märkten, in denen HOCHTIEF aktiv ist, gibt es eine steigende Anzahl gesetzlicher Anforderungen, unter anderem zu Emissionswerten und Energieeffizienz, die eingehalten werden müssen. Dies kann für HOCHTIEF mit steigenden operativen Kosten in unseren Projekten verbunden sein. Wir haben die Mittel und das Wissen, um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden, und bieten ein umfangreiches Spektrum energieeffizienter Lösungen im Hoch- und Tiefbau an. Daher sehen wir auch an dieser Stelle keine bedeutsamen Risiken für HOCHTIEF.
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Weitere Informationen zum Thema Nachhaltigkeit
finden Sie auf den Seiten 144 ff. Klimarisiken werden bei HOCHTIEF als Teil von Projektrisiken behandelt, da sie durch Umwelteinflüsse während der Projektbearbeitung entstehen können. Diese Risiken werden durch die Projektteams in Zusammenarbeit mit Fachleuten aus dem AGUS Center sowie, bei Bedarf, mit externen Spezialisten im Prozessverlauf evaluiert und bearbeitet. Bei HOCHTIEF werden tatsächliche ebenso wie Beinaheunfälle im Umweltbereich über ein Berichtswesen erfasst und ausgewertet - diese Auswertung liefert wichtige Erkenntnisse über Risiken und erlaubt es uns, potenzielle Umweltschäden durch entsprechende Maßnahmen zu vermeiden.1) Die Erhebung von CR-Kennzahlen über eine Nachhaltigkeitssoftware, die im Berichtsjahr aufgenommen wurde, erlaubt Plausibilitätsprüfungen und erhöht die Nachvollziehbarkeit ökologischer und sozialer Daten - auch dies stellt eine Risikoabsicherung dar.
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Weitere Informationen zum Thema Arbeitssicherheit
finden Sie auf den Seiten 114 ff. Gesamtbeurteilung der Risiken durch die UnternehmensleitungDie Gesamtrisikosituation des Konzerns hat sich im Berichtsjahr 2016 weiter verbessert. HOCHTIEF wird intensiv daran arbeiten, die Risikosituation weiter zu optimieren. Dazu wird der Risikomanagementansatz kontinuierlich überprüft und bedarfsweise angepasst, um auf diese Weise eine mögliche Volatilität der wesentlichen Steuerungsgrößen von HOCHTIEF zu vermeiden. Aus derzeitiger Sicht stellen die im vorangegangenen Bericht beschriebenen Risiken aufgrund ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer potenziellen Auswirkungen für HOCHTIEF keine für den Fortbestand des HOCHTIEF-Konzerns gefährdenden Risiken dar. Die Risikotragfähigkeit von HOCHTIEF schätzen wir aufgrund unserer Analysen und der guten Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin als gut ein. ChancenberichtChancen in den relevanten Regionen und Märkten von HOCHTIEF1)HOCHTIEF ist auf allen Kontinenten vertreten und konzentriert sich auf attraktive Märkte. Dabei sind wir in unseren Marktsegmenten weltweit bereits in führenden Markt- und Technologiepositionen vertreten. Trotzdem sehen wir weiterhin gute Chancen in den für HOCHTIEF bedeutenden Regionen, die Marktposition und das Kerngeschäft weiter zielgerichtet auszubauen und nachhaltig profitabel zu wachsen. Insbesondere die jüngsten positiven Nachrichten, Wirtschaftsdaten und -prognosen für die USA stimmen uns optimistisch, dass HOCHTIEF seine bereits starke Position dort weiter festigen und ausbauen kann. Vor allem die Erwartungen für die Bereiche Verkehrsinfrastruktur und gewerblicher Hochbau sind seit der Präsidentschaftswahl deutlich gestiegen. Dabei ist auch zu erwarten, dass ebenso der PPP-Markt in den USA von dem politischen Umschwung profitiert. In diesem Bereich sehen wir aber vor allem im kanadischen Markt weiterhin ein großes Potenzial für PPP-Straßen- und -Brückenbauprojekte. Ein ähnlich positives Bild stellt sich für HOCHTIEF in den Märkten Asien und Australien dar. Auch hier ist insbesondere der Ausblick für den Bereich Verkehrsinfrastruktur deutlich positiv. In Kombination mit der starken PPP-Kompetenz ist die Division HOCHTIEF Asia Pacific über unsere Tochtergesellschaft CIMIC sehr gut positioniert, um sich weiterhin nachhaltig profitabel zu entwickeln. Zudem ist langfristig eine Erhöhung der Nachfrage nach Rohstoffen zu erwarten. Dies dürfte einen Ausbau der Rohstoffförderung insbesondere im australischen Markt bedeuten und sich deutlich positiv auf unsere Aktivitäten im Bereich Contract-Mining auswirken. Durch eine zunehmende Internationalisierung im Contract-Mining-Segment ist CIMIC für eine solche positive Entwicklung zusätzlich gut positioniert. Die aktuellen Entwicklungen in der Eurozone (insbesondere der Brexit und Probleme im europäischen Bankensystem) lassen auf den ersten Blick keine überdurchschnittlich positiven Erwartungen für diesen Markt zu. Trotzdem sehen wir hier vor allem auf Basis des enormen Investitionsstaus und einer Vielzahl an staatlichen Investitionsprogrammen im Zusammenhang mit PPP-Projekten in einzelnen europäischen Ländern gute Chancen, insbesondere im Bereich Verkehrsinfrastruktur, die wir nutzen wollen. HOCHTIEF verfolgt die Entwicklung in den für HOCHTIEF relevanten Regionen und Märkten kontinuierlich und berücksichtigt sie in den entsprechenden Planungen. Sollten sich bisherige Annahmen besser entwickeln als aktuell angenommen, könnte dies einen positiven Einfluss auf die wesentlichen Kennzahlen von HOCHTIEF haben und das prognostizierte Wachstum im Jahr 2017 und in den darauffolgenden Jahren möglicherweise weiter verbessern. Chancen durch konsequente Fortführung der Strategie/Nachhaltigkeitsstrategie2)HOCHTIEF setzt weiterhin seinen bisherigen erfolgreichen strategischen Ansatz fort. Wir wollen der global bedeutendste Hochbau- und Infrastrukturbau-Konzern mit nachhaltig profitablem Wachstum werden. Das Zusammenspiel von Ökonomie, Ökologie und Sozialem sehen wir dabei als Bestandteil unseres langfristigen Erfolgs und fördern diese drei Elemente in unserem unternehmerischen Handeln. Diese strategischen Grundsätze werden bei HOCHTIEF konsequent umgesetzt und laufend weiterentwickelt. Dazu wurden die strategischen Initiativen
definiert, die die praktische Umsetzung bei HOCHTIEF unterstützen und den Wandel weitergehend gestalten. HOCHTIEF arbeitet bereits seit längerer Zeit intensiv daran, die konzerneinheitliche Strategie umzusetzen. Dies hat in den vergangenen Jahren zu einer deutlichen Verbesserung aller wesentlichen Kennzahlen des Konzerns geführt. Jedoch sehen wir noch weitere Verbesserungspotenziale in vielen Bereichen unseres unternehmerischen Handelns. Daher treiben wir den strategischen Fahrplan unverändert weiter voran. Sollten die damit verbundenen Initiativen früher als geplant die erwarteten zusätzlichen positiven Effekte nach sich ziehen, dürfte dies zu weiteren positiven Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit von HOCHTIEF führen. Gleiches gilt auch für die Nachhaltigkeitsstrategie, die sich aus der Unternehmensstrategie ableitet und sich an den Grundsätzen von HOCHTIEF orientiert. Die Themenfelder der Nachhaltigkeit und die damit übergeordneten Ziele bilden das Grundgerüst unseres nachhaltigen Unternehmenserfolgs. In diesem Kontext ist die Einbindung unserer Stakeholder in das unternehmerische Handeln von HOCHTIEF ein weiterer Baustein unseres ganzheitlichen Denkens. Dadurch wollen wir die für uns relevanten Themen antizipieren, Geschäftschancen und Marktpotenziale nutzen und Risiken verringern. Der öffentliche und wirtschaftliche Fokus auf nachhaltige Themen wird in unserer täglichen Arbeit immer bedeutender. HOCHTIEF hat bereits frühzeitig die konsequente Umsetzung des Nachhaltigkeitsgedankens unterstützt und kann davon profitieren. Die Themen Green Buildings und Green Roads waren im vergangenen Geschäftsjahr wesentliche Treiber unseres erfolgreichen unternehmerischen Handelns und versprechen weitere signifikante Wachstumschancen. Dieses Potenzial, das durch die Nachhaltigkeitsdebatte und den öffentlichen Fokus darauf nochmals verstärkt wird, bietet für HOCHTIEF große Chancen, die sich mittelfristig positiv auf unsere wesentlichen Kennzahlen auswirken dürften.
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Weitere Informationen finden Sie im Kapitel
Märkte und Rahmenbedingungen auf den Seiten 39 bis 47. Chancen durch Mitarbeiter1)Alle unsere Mitarbeiter tragen entscheidend zu dem wirtschaftlichen Erfolg von HOCHTIEF bei. Die Personalstrategie leistet dabei einen wertvollen Beitrag zur Unternehmensstrategie. Obgleich sich der Wettbewerb um gute Mitarbeiter deutlich intensiviert hat, gelingt es HOCHTIEF, den Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern zu decken. Dabei ist es uns wichtig, unser positives Image und die Attraktivität als Arbeitgeber für unterschiedliche Zielgruppen und Qualifikationen weiter auszubauen. Zudem möchten wir die Potenziale unserer Mitarbeiter bestmöglich weiterentwickeln und optimal einsetzen. Sollte es uns gelingen, unsere damit zusammenhängenden Erwartungen zu übertreffen und das Qualifikationsniveau unserer Mitarbeiter signifikant und dauerhaft zu steigern, so wird sich dies positiv auf unsere Geschäftsentwicklung auswirken. Chancen auf Basis erfolgreicher Forschung und Entwicklung2)Der wirtschaftliche Erfolg von HOCHTIEF und unser Beitrag zum nachhaltigen Handeln sind maßgeblich von unserer Innovationsfähigkeit abhängig. Unsere Kunden schätzen die innovativen projektspezifischen Sondervorschläge und unsere technische Expertise, durch die wir unsere anspruchsvollen Projekte erfolgreich realisieren können. Die konzernweite Innovationsorganisation ist dabei die Grundlage, um messbaren Mehrwert durch Innovation zu schaffen und uns gegenüber dem Wettbewerb zu differenzieren. Innovation wird auch in Zukunft einen breiten Raum bei HOCHTIEF einnehmen und uns dabei helfen, die Qualität unserer Arbeit weiter zu steigern und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit, gerade in hart umkämpften Märkten, zu erhöhen. Sollte sich der Innovationsgrad von HOCHTIEF nachhaltig positiv entwickeln, wird dies entsprechende positive Auswirkungen auf unseren geschäftlichen Erfolg und unsere ökologische sowie gesellschaftliche Verantwortung haben.
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Mitarbeiter auf den Seiten 107 bis 117. Zukunftsbezogene AussagenDieser Konzernbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen. Diese Aussagen spiegeln die gegenwärtigen Auffassungen, Erwartungen und Annahmen des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft über künftige, die HOCHTIEF Aktiengesellschaft bzw. den HOCHTIEF-Konzern betreffende Ereignisse und Entwicklungen wider und basieren auf Informationen, die dem Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Zukunftsbezogene Aussagen enthalten keine Gewähr für den Eintritt zukünftiger Ergebnisse (zum Beispiel der Vorsteuerergebnisse oder der Konzerngewinne) und Entwicklungen (zum Beispiel hinsichtlich geplanter Beteiligungsveräußerungen, der allgemeinen Geschäftsaktivität oder der Geschäftsstrategie) und sind mit Risiken und Unsicherheiten verbunden. Die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse (zum Beispiel die Vorsteuerergebnisse oder die Konzerngewinne), Dividenden und weitere Entwicklungen (zum Beispiel hinsichtlich geplanter Beteiligungsveräußerungen, der allgemeinen Geschäftsaktivität oder der Geschäftsstrategie), betreffend die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und den HOCHTIEF-Konzern, können daher aufgrund verschiedener Faktoren wesentlich von den hier geäußerten oder implizit zugrunde gelegten Erwartungen und Annahmen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören insbesondere Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, der branchenspezifischen Lage und der Wettbewerbssituation. Darüber hinaus können die Entwicklungen auf den Finanzmärkten, Wechselkursschwankungen sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere auch in Bezug auf steuerliche Regelungen, das Verhalten von Mitgesellschaftern sowie andere Faktoren einen Einfluss auf die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse (zum Beispiel die Vorsteuerergebnisse oder die Konzerngewinne), Dividenden und weitere Entwicklungen (zum Beispiel hinsichtlich geplanter Beteiligungsveräußerungen, der allgemeinen Geschäftsaktivität oder der Geschäftsstrategie), betreffend die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und den HOCHTIEF-Konzern, haben. Etwaige Angaben zu Dividenden stehen zudem unter dem Vorbehalt, dass für das jeweilige Geschäftsjahr ein entsprechender Bilanzgewinn im handelsrechtlichen Einzelabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ausgewiesen werden kann und dass die zuständigen Organe der HOCHTIEF Aktiengesellschaft unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Situation der Gesellschaft entsprechende Beschlüsse fassen. Abgesehen von rechtlichen Veröffentlichungspflichten übernimmt die HOCHTIEF Aktiengesellschaft keine Verpflichtung, die in diesem Konzernbericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren. Bilanzder HOCHTIEF AktiengesellschaftAktiva scroll
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Zusätzlich besteht bedingtes Kapital im Nennwert
von 46.080 Tsd. Euro. Gewinn- und Verlustrechnung der HOCHTIEF Aktiengesellschaftscroll
Anhangder HOCHTIEF AktiengesellschaftAllgemeine GrundlagenDer Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Erstmalig sind die Neuregelungen des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) berücksichtigt worden. In diesem Zusammenhang nimmt die HOCHTIEF Aktiengesellschaft grundsätzlich keine Anpassung der Vorjahreszahlen vor. Darüber hinaus haben sich im Vergleich zum Vorjahr keine Änderungen der Ansatz- und Bewertungsmethoden ergeben. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren in Staffelform aufgestellt. Der Jahresabschluss wird in Euro erstellt. Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben, die der Öffentlichkeit auf den HOCHTIEF-Internetseiten dauerhaft zugänglich gemacht worden ist.* Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeErworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear abgeschrieben. Sofern der beizulegende Wert eines immateriellen Vermögensgegenstands voraussichtlich dauerhaft unter dessen Buchwert liegt, wird zusätzlich eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- beziehungsweise aktivierungspflichtigen Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und, sofern deren beizulegende Werte voraussichtlich dauerhaft unter ihren Buchwerten liegen, außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Fremdkapitalzinsen sind nicht einbezogen. Die Abschreibungen werden einheitlich nach der linearen Methode ermittelt, wobei Nutzungsdauern bei Gebäuden von bis zu 50 Jahren und bei den übrigen Vermögensgegenständen zwischen drei und zehn Jahren berücksichtigt werden. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis 150 Euro werden im Zugangsjahr als Aufwand erfasst und nicht aktiviert. Geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungskosten mehr als 150 Euro und weniger als 1.000 Euro betragen, werden in einem Sammelposten zusammengefasst und pauschal über fünf Jahre abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen und den Beteiligungen werden in Einzelfällen - und sofern eine Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist - die niedrigeren beizulegenden Werte angesetzt. Wertpapiere des Anlagevermögens und Ausleihungen sind zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung zu niedrigeren Börsenkursen beziehungsweise niedrigeren beizulegenden Werten aktiviert. Die Vorräte werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit Anschaffungs- beziehungsweise aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material-, Fertigungseinzel- und Sonderkosten der Fertigung auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie des fertigungsbedingten Werteverzehrs des Anlagevermögens. Die von den Kunden erhaltenen Anzahlungen werden projektbezogen bis zur Höhe der Herstellungskosten von den Vorräten abgesetzt. Darüber hinausgehende Anzahlungen werden auf der Passivseite ausgewiesen. Bei der Bewertung der grundsätzlich zum Nennwert angesetzten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ist den erkennbaren Risiken bei Notwendigkeit durch entsprechende Einzelwertberichtigungen angemessen Rechnung getragen. Darüber hinaus erfolgt zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos eine pauschale Abwertung. Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit ihren Anschaffungskosten oder niedrigeren Börsenkursen beziehungsweise niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Soweit die Anschaffungs- beziehungsweise aktivierungspflichtigen Herstellungskosten über dem Wert liegen, der den Vermögensgegenständen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch eine außerplanmäßige Abschreibung Rechnung getragen. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Eigene Aktien werden als Korrekturposten vom Eigenkapital ausgewiesen. Dabei wird der rechnerische Wert der eigenen Aktien vom gezeichneten Kapital offen abgesetzt; die verbleibende Differenz zu den Anschaffungskosten wird mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet. Angefallene Transaktionskosten werden erfolgswirksam erfasst. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie die Rückstellungen für Jubiläen und Altersteilzeit werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2005 G von Professor Dr. Klaus Heubeck) ermittelt. Die Bewertung der unmittelbaren Pensionsverpflichtungen erfolgt im Einklang mit den Vorschriften des § 253 Abs. 1 und Abs. 2 HGB. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden entsprechend nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) bewertet, das auch künftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen berücksichtigt. Bei der Festlegung des Rechnungszinssatzes wurde von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Dabei dürfen Rückstellungen für Altersversorgungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen pauschal mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst werden, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Durchschnitt wird bei Altersversorgungsverpflichtungen im Geschäftsjahr 2016 erstmals aus dem Marktzins der vergangenen zehn Jahre gebildet. Der Unterschiedsbetrag zu der Bewertung mit dem bisherigen siebenjährigen Durchschnittszins beträgt 20.959 Tsd. Euro. Dieser Betrag hat den Zinsaufwand vermindert und ist grundsätzlich ausschüttungsgesperrt. Bei den pensionsähnlichen und vergleichbar langfristig fälligen Verpflichtungen erfolgt die Durchschnittsbildung weiterhin über einen Zeitraum von sieben Jahren. Soweit die Änderung des Abzinsungssatzes zum Jahresende nur zu unwesentlichen Änderungen der Pensionsverpflichtungen führt, wird der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentIichte Wert zum 30. September des jeweiligen Geschäftsjahres verwendet. Bei wesentlich veränderten Kapitalmarktzinsen wird der zum 30. September absehbare Effekt aus der Durchschnittsbildung des Zinssatzes zum Bilanzstichtag zusätzlich berücksichtigt. Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind überwiegend durch Vermögensgegenstände abgedeckt, die ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen). Hierzu zählen Vermögensgegenstände, die im Rahmen eines Contractual-Trust-Arrangement (CTA) treuhänderisch angelegt sind, an Mitarbeiter verpfändete Rückdeckungsversicherungen und erworbene Fondsanteile aus der Entgeltumwandlung (Deferred Compensation). Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Dieser Wert wird je nach Art des Deckungsvermögens aus Börsenkursen, Bankauszügen und Versicherungsmitteilungen abgeleitet. Sofern der beizulegende Zeitwert über den Anschaffungskosten liegt, wird die Ausschüttungssperre beachtet. Nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB ist der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens mit den abgedeckten Pensionsverpflichtungen zu verrechnen. Übersteigt dieser Wert die Pensionsverpflichtungen, so wird der Überschuss als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" bilanziert. Ebenso werden die Ergebnisse aus dem Deckungsvermögen mit den Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen und den Aufwendungen beziehungsweise Erträgen aus der Änderung des Abzinsungssatzes saldiert im Zinsergebnis ausgewiesen. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in angemessener Höhe alle erkennbaren Risiken und werden in Höhe der mutmaßlichen Inanspruchnahme gebildet. Dabei werden bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags künftig erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden jeweils mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten und bekannt gemachten laufzeitkongruenten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden für temporäre Unterschiede zwischen Bilanzansätzen in der Handels- und der Steuerbilanz gebildet. Des Weiteren werden Steuerminderungsansprüche berücksichtigt, die sich innerhalb der nächsten fünf Jahre aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft bilanziert auch sämtliche latenten Steuern ihrer Organgesellschaften. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt unverändert zum Vorjahr auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 31,5 Prozent. Der Ausweis von aktiven und passiven latenten Steuern wird saldiert vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2016 werden die passiven latenten Steuern durch aktive latente Steuern, die im Wesentlichen aus Wertansätzen von Pensionsrückstellungen, Verlustvorträgen und sonstigen Rückstellungen resultieren, wie im Vorjahr überkompensiert. In Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde auf einen Ansatz aktiver latenter Steuern verzichtet. WährungsumrechnungVermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Jahresabschluss mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt der Ersteinbuchung bewertet. Verluste aus Kursänderungen werden ergebniswirksam berücksichtigt. Bei Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden auch sich zum Stichtag ergebende Gewinne aus Kursänderungen ergebniswirksam erfasst. Sofern Währungsrisiken aus Fremdwährungsposten durch den Abschluss von Derivaten, wie zum Beispiel Devisentermingeschäften, abgesichert worden sind und Bewertungseinheiten gebildet werden, erfolgt die Umrechnung dieser Posten zum Sicherungskurs. Derivative FinanzinstrumenteNeben dem Ausgleich von Wechselkursschwankungen im Rahmen unserer Auslandsgeschäfte werden derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Zinsschwankungen bei variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeiten sowie zur Absicherung unserer aktienbasierten Vergütungspläne abgeschlossen. Derivate werden ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt. Die Nutzung und die getrennte Kontrolle sowie die Verantwortlichkeiten sind durch verbindliche Richtlinien bei allen Konzernunternehmen geregelt. Eine Bindung an Grundgeschäfte ist zwingend; als Absicherung von Risiken ist nur das sogenannte Hedging erlaubt. Vertragspartner sind grundsätzlich Kreditinstitute erster Bonität. Die Bewertung der Derivate erfolgt bei erstmaliger Einbuchung zu Anschaffungskosten, in den Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert unter Beachtung des Imparitätsprinzips, sofern sie nicht in eine Bewertungseinheit einbezogen sind. Bei negativem beizulegendem Zeitwert eines Derivats wird eine Drohverlustrückstellung gebildet. Die beizulegenden Zeitwerte der Zinsswaps werden anhand der am Bewertungsstichtag geltenden Zinskurven bestimmt; die entsprechenden Zeitwerte der Fremdwährungsderivate werden auf Basis der am Bewertungsstichtag für die jeweiligen Währungen geltenden Forwardsätze ermittelt. Die Marktwerte der Aktientermin- und Aktienoptionsgeschäfte werden mithilfe der am Bewertungsstichtag geltenden Kurse berechnet. Bewertungseinheiten zwischen Grund- und Sicherungsgeschäften werden gebildet, wenn beide Geschäfte objektiv und gewollt in einem einheitlichen Nutzungs- und Funktionszusammenhang stehen, sodass sich die Gewinne und Verluste aus Grund- und Sicherungsgeschäften mit hoher Wahrscheinlichkeit kompensieren werden. Bei HOCHTIEF dürfen Bewertungseinheiten nur in Form von Micro-Hedges gebildet werden, das heißt, dass das Risiko eines Grundgeschäfts durch ein Sicherungsinstrument abgesichert wird. Die Effektivität der Bewertungseinheit wird mithilfe der Critical-Terms-Match-Methode ermittelt, um die Wirksamkeit der jeweiligen Bewertungseinheit hinsichtlich der Kompensation der zukünftigen Wertänderungen oder Zahlungsströme zu überprüfen. Die retrospektive Effektivitätsmessung erfolgt grundsätzlich mittels der Dollar-Offset-Methode. Sofern sich Ineffektivitäten ergeben, werden diese imparitätisch behandelt und es wird - sofern erforderlich - eine Rückstellung für Bewertungseinheiten gebildet. Im Übrigen erfolgt die bilanzielle Abbildung nach der sogenannten Einfrierungsmethode. ErmessensspielräumeBei der Aufstellung des Jahresabschlusses muss das Management der HOCHTIEF Aktiengesellschaft Einschätzungen vornehmen und Annahmen treffen, die die Ansätze und die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden zum Abschlussstichtag sowie die Aufwendungen und Erträge für den Berichtszeitraum und die Angabe von Risiken und Unsicherheiten beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können entsprechend von diesen Einschätzungen abweichen. Erläuterung der Bilanz1. AnlagevermögenEntwicklung des Anlagevermögensscroll
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Die immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von 6.122 Tsd. Euro betreffen im Wesentlichen Avalbereitstellungsgebühren. Auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung erfolgte im Vorjahr eine Zuschreibung in Höhe von 833 Tsd. Euro. Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen die HOCHTIEF Asia Pacific GmbH, Essen, die HOCHTIEF Americas GmbH, Essen, sowie die HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions GmbH, Essen. Die zum 31. Dezember 2015 ausgewiesenen Ausleihungen an verbundene Unternehmen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr vollständig zurückgezahlt. Die Aufstellung der Beteiligungen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist auf den Seiten 33 ff. dargestellt. Die Wertpapiere des Anlagevermögens entfallen vollständig auf Anteile an Investmentfonds im Zusammenhang mit der Entgeltumwandlung von Mitarbeitern für eine zusätzliche Altersversorgung. Diese Anteile wurden im Auftrag von Tochtergesellschaften erworben und stellen deshalb kein Deckungsvermögen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft dar. 2. VorräteIn den Vorräten sind ausschließlich unfertige Leistungen in Höhe von 14.276 Tsd. Euro (Vorjahr 16.434 Tsd. Euro) enthalten. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenständescroll
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Konzernfinanzverkehr und aus Umlagen für Dienstleistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Ansprüche auf Steuererstattungen, Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen, Ansprüche aus Immobilienverkäufen, andere Forderungen außerhalb des Lieferungs- und Leistungsverkehrs sowie andere sonstige Vermögensgegenstände. Sonstige Vermögensgegenstände unterliegen in Höhe von 1.644 Tsd. Euro (Vorjahr 2.402 Tsd. Euro) Verfügungsbeschränkungen. 4. WertpapiereDie Wertpapiere bestehen aus Fondsanteilen in Höhe von 1.373 Tsd. Euro (Vorjahr 197.617 Tsd. Euro). Wie im Vorjahr unterliegen die Wertpapiere keinen Haftungsbeschränkungen. 5. Flüssige MittelEs handelt sich im Wesentlichen um Guthaben bei Kreditinstituten; sie unterliegen - unverändert gegenüber dem Vorjahr - keinen Verfügungsbeschränkungen. 6. RechnungsabgrenzungspostenDie Rechnungsabgrenzungen ergaben sich im Wesentlichen durch Vorauszahlungen bei Darlehensverbindlichkeiten und für Mieten. Der Unterschiedsbetrag zwischen Erfüllungs- und Ausgabebetrag bei Verbindlichkeiten beträgt 4.060 Tsd. Euro (Vorjahr 5.973 Tsd. Euro). 7. Eigenkapitalscroll
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954.717 eigene Aktien wurden im Rahmen des am 11. Januar 2016 beschlossenen Aktienrückkaufprogramms in der Zeit vom 12. Januar 2016 bis zum 10. März 2016 zu einem Preis von insgesamt 79.655.955 Euro (Durchschnittskurs 83,43 Euro je Aktie) für die im Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 7. Mai 2014 beziehungsweise 6. Mai 2015 vorgesehenen Zwecke und zur Verwendung für alle sonstigen aktienrechtlich zulässigen Zwecke erworben. Der auf diese Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 2.444.076 Euro (1,48 Prozent des Grundkapitals). Der Vorstand hat am 19. September 2016 beschlossen, unter Ausnutzung der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 zur Einziehung eigener und nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworbener Aktien 5.009.434 eigene Aktien einzuziehen. Der Aufsichtsrat hat der Einziehung zugestimmt. Durch die Einziehung ist das Grundkapital der Gesellschaft in 64.300.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. Zusammen mit der Einziehung wurde das Grundkapital der Gesellschaft auf 164.608.000,00 Euro herabgesetzt. Die Kapitalherabsetzung erfolgte im Wege der Einziehung eigener Aktien nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 6 AktG im vereinfachten Einziehungsverfahren (§ 237 Abs. 3 Nr. 2 AktG). Der auf die einzelne Aktie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals beträgt 2,56 Euro. Zum 31. Dezember 2016 ergibt sich für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ein Bestand an eigenen Aktien im Sinne von § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG von insgesamt 52.142 Stück. Diese Aktien wurden ab dem 7. Oktober 2014 für die im Hauptversammlungsbeschluss vom 7. Mai 2014 beziehungsweise 6. Mai 2015 genannten Zwecke und zur Verwendung für alle sonstigen aktienrechtlich zulässigen Zwecke erworben. Der auf diese eigenen Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 133.484 Euro (0,08 Prozent des Grundkapitals). Zum 31. Dezember 2016 beträgt das gezeichnete Kapital nach Berücksichtigung der noch im Bestand befindlichen eigenen Aktien 164.475 Tsd. Euro (Vorjahr 166.889 Tsd. Euro). Die Kapitalrücklage enthält das Aufgeld aus der Ausgabe von Aktien durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft -unverändert gegenüber dem Vorjahr - in Höhe von 782.684 Tsd. Euro, den Buchgewinn aus der Veräußerung eigener Aktien in Höhe von 2.231 Tsd. Euro (Vorjahr 1.791 Tsd. Euro) sowie die auf die eingezogenen Aktien der Geschäftsjahre 2016 (12.824 Tsd. Euro) und 2014 (19.688 Tsd. Euro) entfallenden Beträge des Grundkapitals. Aus dem Jahresüberschuss ist eine Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 132.469 Tsd. Euro vorgenommen worden (Vorjahr 13.588 Tsd. Euro). Gegenläufig wirkte sich bei den anderen Gewinnrücklagen die Verrechnung der Anschaffungskosten aus der Veränderung eigener Aktien mit -76.398 Tsd. Euro sowie der auf die eingezogenen Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals mit -12.824 Tsd. Euro aus. Von den Rücklagen unterliegt ein Betrag in Höhe von 23.334 Tsd. Euro (Vorjahr 18.355 Tsd. Euro) einer Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB. Er betrifft die über die Anschaffungskosten hinausgehende Marktbewertung des Deckungsvermögens zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen. Zudem unterliegt ein Betrag in Höhe von 20.959 Tsd. Euro einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB. Dieser betrifft den Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Pensionsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. Es ist dem Vorstand nicht bekannt, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben. Gesetzliche Vorschriften über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung finden sich in den §§ 84, 85 AktG beziehungsweise §§ 179, 133 AktG. Nach § 7 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand mindestens aus zwei Personen. § 23 Abs. 1 der Satzung bestimmt, dass die Beschlüsse der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst werden, sofern nicht das Gesetz zwingend etwas anderes bestimmt. Soweit das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals verlangt, genügt nach § 23 Abs. 3 der Satzung die einfache Mehrheit, sofern nicht zwingend eine andere Mehrheit vorgeschrieben ist. Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital bis zum 5. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals um bis zu insgesamt 54.000 Tsd. Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Die weiteren Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung. Das Grundkapital der Gesellschaft ist gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung um bis zu 46.080 Tsd. Euro, eingeteilt in bis zu 18 Mio. Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung. Ermächtigung zum Aktienrückkauf: Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 ist die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt worden, eigene Aktien zu erwerben. Diese Ermächtigung gilt bis zum 10. Mai 2021. Sie ist insgesamt auf einen Anteil von zehn Prozent des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals beschränkt. Die Ermächtigung kann unmittelbar durch die Gesellschaft oder durch ein von der Gesellschaft abhängiges oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen oder durch von der Gesellschaft oder von der Gesellschaft abhängige oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehende Unternehmen beauftragte Dritte ausgeübt werden und erlaubt den Erwerb eigener Aktien im ganzen Umfang oder in Teilbeträgen sowie den einmaligen oder mehrmaligen Erwerb. Der Erwerb eigener Aktien kann über die Börse oder mittels eines an sämtliche Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder durch die Ausgabe von Andienungsrechten an die Aktionäre erfolgen. Die Bedingungen für den Erwerb werden im Beschluss weiter spezifiziert. Der Vorstand ist durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bei einer Veräußerung eigener Aktien durch ein Angebot an alle Aktionäre den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem ihrer nachgeordneten Konzernunternehmen ausgegebenen Options- und /oder Wandelanleihen ein Bezugsrecht auf die Aktien zu gewähren. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an sämtliche Aktionäre zu veräußern, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist ferner unter den nachstehenden Voraussetzungen ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats Dritten in anderer Weise als über die Börse oder mittels Angebot an sämtliche Aktionäre anzubieten und zu übertragen. Dies kann im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen daran oder von Unternehmensteilen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen geschehen. Dies ist außerdem zulässig zur Einführung von Aktien der Gesellschaft an ausländischen Börsen, an denen sie bisher nicht zum Handel zugelassen sind. Außerdem dürfen die Aktien Personen zum Erwerb angeboten werden, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen stehen oder standen. Außerdem dürfen die Aktien den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft gemäß der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 (TOP 8) begebenen Schuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Options- und/oder Wandlungsrechte und/oder -pflichten gewährt werden. Weiterhin dürfen die Aktien (amtierenden oder ausgeschiedenen) Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft und (amtierenden oder ausgeschiedenen) Mitgliedern von Vorständen und Geschäftsführungen der von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG sowie Personen, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG stehen oder standen, mit der Verpflichtung übertragen werden, sie für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren seit der Übertragung zu halten. Eine solche Übertragung ist nur zulässig, um bestehende Ansprüche des Übertragungsempfängers auf variable Vergütung zu tilgen. Die weiteren Bedingungen der Übertragung werden im Beschluss weiter spezifiziert. Im Fall der Ausgabe der Aktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft entscheidet allein der Aufsichtsrat der Gesellschaft über die Ausgabe. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8, 186 Abs. 3 und 4 AktG insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen verwendet werden. Weiterhin ist der Vorstand ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats einzuziehen, ohne dass die Einziehung und ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedürfen. Die Bedingungen der Bezugsrechtsgewährung, Veräußerung, Übertragung beziehungsweise Einziehung der eigenen Aktien werden in dem Beschluss der Hauptversammlung weiter spezifiziert. Durch weiteren Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 ist die Gesellschaft zum Einsatz von Eigenkapitalderivaten im Rahmen des Erwerbs eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG sowie zum Ausschluss des Andienungs- und Bezugsrechts ermächtigt worden. Dadurch soll das Volumen an Aktien, das insgesamt erworben werden darf, nicht erhöht werden; es werden lediglich im Rahmen der Höchstgrenze der vorgenannten Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien und unter Anrechnung auf diese Höchstgrenze weitere Handlungsalternativen zum Erwerb eigener Aktien eröffnet. Der Vorstand ist ermächtigt worden, Optionen zu erwerben, die der Gesellschaft das Recht vermitteln, bei Ausübung der Optionen Aktien der Gesellschaft zu erwerben (Call-Optionen). Der Vorstand ist ferner ermächtigt worden, Optionen zu veräußern, welche die Gesellschaft bei Ausübung der Optionen durch deren Inhaber zum Erwerb von Aktien der Gesellschaft verpflichten (Put-Optionen). Ferner kann der Erwerb unter Einsatz einer Kombination aus Call- und Put-Optionen oder Terminkaufverträgen erfolgen. Die Bedingungen zum Einsatz von Eigenkapitalderivaten im Rahmen des Erwerbs eigener Aktien sowie zum Ausschluss des Andienungs- und Bezugsrechts werden in dem Beschluss der Hauptversammlung weiter spezifiziert. 11.492 eigene Aktien wurden im Mai 2016 an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und an ein ehemaliges Vorstandsmitglied der HOCHTIEF Solutions AG zu einem Preis von 111,75 Euro je Aktie mit der Verpflichtung übertragen, sie für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren seit der Übertragung zu halten. Damit wurden bestehende Ansprüche der Übertragungsempfänger auf variable Vergütung getilgt. Der auf diese Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 29.420 Euro (0,018 Prozent des Grundkapitals). 8. Aktienbasierte VergütungenWährend des Berichtsjahres bestanden folgende konzernweite aktienbasierte Vergütungssysteme für Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen: Top-Executive-Retention-Plan 2008Der Vorstand hat im Juni 2008 für ausgewählte Führungskräfte die Auflage eines Top-Executive-Retention-Plans (TERP 2008) beschlossen. Der Plan basiert auf Stock-Awards und besteht aus drei Tranchen. Im Juli 2008 wurde die erste Tranche, im Juli 2009 die zweite Tranche und im Juli 2010 die dritte Tranche gewährt. Die Laufzeit des Plans beträgt insgesamt zehn Jahre. Die Wartezeit liegt nach Zuteilung der jeweiligen Tranche bei drei Jahren. Der Ausübungszeitraum liegt - abhängig von der jeweiligen Tranche - zwischen fünf und sieben Jahren. Die Planbedingungen sehen vor, dass die Berechtigten für jeden Stock-Award nach Ablauf der jeweiligen Wartezeit und nach Wahl der HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine HOCHTIEF-Aktie oder einen Barausgleich in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag erhalten. Der Gewinn ist in den einzelnen Jahren des Ausübungszeitraums auf eine Kappungsgrenze beschränkt. Diese Kappungsgrenze steigt jährlich an und ist am Ende der Laufzeit auf einen Maximalgewinn begrenzt. Der Maximalgewinn wurde für die erste Tranche auf 160 Euro, für die zweite Tranche auf 81,65 Euro und für die dritte Tranche auf 166,27 Euro pro Stock-Award festgelegt. Die erste Tranche wurde 2015 und die dritte Tranche 2016 vollständig ausgeübt. Long-Term-Incentive-Plan 2010Im Geschäftsjahr 2010 wurde für obere Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen sowie für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2010 (LTIP 2010) aufgelegt. Dieser sah neben der Gewährung von Stock-Appreciation-Rights (SAR) die Ausgabe von Stock-Awards vor. Die SAR können nur ausgeübt werden, wenn der zehntägige Durchschnitt (arithmetisches Mittel) der Börsenschlusskurse der HOCHTIEF-Aktie bis zum Ausübungstag im Vergleich zum Ausgabepreis an mindestens zehn aufeinanderfolgenden Börsenhandelstagen eine bessere Kursperformance als der MDAX aufweist, gemessen als zehntägiger Durchschnitt der Schlusskurse im Vergleich zum Basispreis dieses Index (relative Erfolgshürde), und wenn zusätzlich die Kapitalrendite RONA (Return on Net Assets) gemäß dem zuletzt gebilligten Konzernabschluss mindestens zehn Prozent beträgt (absolute Erfolgshürde). Die relative Erfolgshürde braucht nicht erfüllt zu werden, wenn nach Ablauf der Wartezeit der HOCHTIEF-Durchschnittsbörsenkurs an zehn aufeinanderfolgenden Börsenhandelstagen den Ausgabepreis um mindestens zehn Prozent übersteigt. Die SAR können bei Erreichen der genannten Erfolgsziele nach einer Wartezeit von vier Jahren bis auf kurze Sperrfristen vor Bekanntgabe von Unternehmensdaten ausgeübt werden. Nach Ausübung der SAR wird von der gewährenden Gesellschaft der Unterschiedsbetrag zwischen dem aktuellen Börsenkurs und dem Ausgabepreis ausgezahlt. Der Gewinn pro SAR ist auf 27,28 Euro begrenzt. Die Planbedingungen für die Ausgabe der Stock-Awards sahen vor, dass die Berechtigten nach Ablauf der Wartezeit von drei Jahren innerhalb eines Ausübungszeitraums von zwei Jahren bei Ausübung für jeden Stock-Award nach Wahl der HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine HOCHTIEF-Aktie oder einen Barausgleich in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag erhielten. Der Gewinn pro Stock-Award war auf 81,83 Euro begrenzt. Der Plan für die Stock-Awards endete im Jahr 2015. Long-Term-Incentive-Plan 2011Im Geschäftsjahr 2011 wurde für obere Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen sowie für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2011 (LTIP 2011) aufgelegt. Die Planbedingungen unterschieden sich nicht wesentlich von den Planbedingungen des LTIP 2010. Der Gewinn war auf 32,67 Euro pro SAR und auf 98,01 Euro pro Stock-Award begrenzt. Der Plan für die SAR wurde 2016 komplett ausgeübt und der Plan für die Stock-Awards endete im Jahr 2016. Long-Term-Incentive-Plan 2012Im Geschäftsjahr 2012 wurde für obere Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen sowie für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2012 (LTIP 2012) aufgelegt. Zu den Planbedingungen des LTIP 2011 unterscheidet sich der Plan in zwei Punkten: 1. Die Kapitalrendite RONA (Return on Net Assets) gemäß dem zuletzt gebilligten Konzernabschluss muss mindestens 15 Prozent betragen. 2. Die Wartezeit bei den Stock-Awards wurde von drei auf vier Jahre und die Laufzeit entsprechend von fünf auf sechs Jahre verlängert. Der Gewinn ist auf 25,27 Euro pro SAR und auf 75,81 Euro pro Stock-Award begrenzt. Long-Term-Incentive-Plan 2013Im Geschäftsjahr 2013 wurde für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2013 (LTIP 2013) aufgelegt. Zu den Planbedingungen des LTIP 2012 unterscheidet sich der Plan nur in einem Punkt: Das Erfolgsziel zur Kapitalrendite RONA wurde durch ein Erfolgsziel zum bereinigten Free Cashflow ersetzt. Die Anzahl der ausübbaren SAR richtet sich danach, ob der geplante Wertebereich für den bereinigten Free Cashflow erreicht wurde. Dieser Wertebereich wird im Rahmen des Business-Plans für das jeweilige Ausübungsjahr festgelegt. Der Gewinn ist auf 24,61 Euro pro SAR und auf 73,83 Euro pro Stock-Award begrenzt. Long-Term-Incentive-Plan 2014Im Geschäftsjahr 2014 wurde für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2014 (LTIP 2014) aufgelegt. Die Planbedingungen unterscheiden sich nicht wesentlich von den Planbedingungen des LTIP 2013. Der Gewinn ist auf 30,98 Euro pro SAR und auf 92,93 Euro pro Stock-Award begrenzt. Long-Term-Incentive-Plan 2015Im Geschäftsjahr 2015 wurde für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2015 (LTIP 2015) aufgelegt. Die Planbedingungen unterscheiden sich nicht wesentlich von den Planbedingungen des LTIP 2014. Der Gewinn ist auf 31,68 Euro pro SAR und auf 95,04 Euro pro Stock-Award begrenzt. Long-Term-Incentive-Plan 2016Im Geschäftsjahr 2016 wurde für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2016 (LTIP 2016) aufgelegt. Die Planbedingungen unterscheiden sich von den Planbedingungen des LTIP 2015 lediglich darin, dass die Wartezeit von vier auf drei Jahre verkürzt wurde und die Laufzeit entsprechend auf sechs Jahre (SAR) beziehungsweise fünf Jahre (Stock-Awards) verkürzt wurde. Der Gewinn ist auf 41,54 Euro pro SAR und auf 124,62 Euro pro Stock-Award begrenzt. SonstigesKapitalrenditekonzept RONADas Kapitalrenditekonzept Return on Net Assets (RONA) gibt an, wie erfolgreich sich das Vermögen von HOCHTIEF verzinst hat, und misst somit die Rentabilität des HOCHTIEF-Konzerns. Hierzu wird das erzielte Ergebnis ins Verhältnis zum Nettovermögen gesetzt. Das erzielte Ergebnis setzt sich aus dem in der Ergebnisrechnung abgeleiteten betrieblichen Ergebnis / EBIT und den Zinserträgen auf das Finanzvermögen zusammen. Das Nettovermögen spiegelt den zu verzinsenden Kapitaleinsatz wider. Im Berichtsjahr 2016 lag die Kapitalrendite (RONA) für den HOCHTIEF-Konzern bei 15,9 Prozent (Vorjahr 13,2 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich somit eine Erhöhung der Kapitalrendite von 2,7 Prozentpunkten. Die Ausübungsbedingungen aller aufgelegten Pläne sehen vor, dass bei Ausübung der SAR oder Stock-Awards - und bei Vorliegen aller anderen hierzu erforderlichen Voraussetzungen - die HOCHTIEF Aktiengesellschaft grundsätzlich ein Wahlrecht hat, anstelle der Auszahlung des Gewinns auch HOCHTIEF-Aktien zu liefern. Soweit die Bezugsberechtigten nicht bei der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beschäftigt sind, werden die mit der Ausübung entstehenden Aufwendungen durch das jeweilige verbundene Unternehmen getragen. Für die vorstehend genannten aktienbasierten Vergütungspläne waren zum Bilanzstichtag Rückstellungen in Höhe von 11.492 Tsd. Euro (Vorjahr 8.199 Tsd. Euro) passiviert. Der Gesamtaufwand für die genannten Pläne betrug im Berichtsjahr 6.074 Tsd. Euro (Vorjahr 5.020 Tsd. Euro). Der innere Wert der zum Ende der Berichtsperiode ausübbaren Optionen belief sich auf 3.197 Tsd. Euro (Vorjahr 1.492 Tsd. Euro). Für die Pläne sind bislang die folgenden Stückzahlen an SAR beziehungsweise Stock-Awards ausgegeben, verfallen oder ausgeübt worden: scroll
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9. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDie betriebliche Altersversorgung bei der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist ein beitragsorientiertes Bausteinsystem. Der jährliche Rentenbaustein hängt vom Einkommen und vom Lebensalter des Beschäftigten ("Verrentungsfaktor") ab sowie von einem allgemeinen Versorgungsbeitrag, der durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft alle drei Jahre geprüft und gegebenenfalls angepasst wird. Die Summe aller erworbenen jährlichen Rentenbausteine ergibt die spätere Versorgungsleistung. Die Leistung umfasst eine Altersrente, eine Invalidenrente sowie eine Hinterbliebenenversorgung. Die Höhe der Rückstellung wird nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, für die Schätzungen unumgänglich sind. Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die Richttafeln 2005 G von Professor Dr. Klaus Heubeck verwendet. Des Weiteren liegen der Berechnung folgende versicherungsmathematische Prämissen zugrunde: scroll
Zur Finanzierung von Pensionszahlungen wurde bei der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ein Contractual-Trust-Arrangement (CTA) gegründet. Die übertragenen Vermögensgegenstände werden durch einen externen Treuhänder verwaltet und dienen ausschließlich der Finanzierung der inländischen Pensionsverpflichtungen. Übertragene Barmittel werden am Kapitalmarkt nach Maßgabe der im Treuhandvertrag vereinbarten Anlagegrundsätze investiert. Anteile an einem Spezialfonds, bei dem es sich um einen Mischfonds handelt, hatten zum 31. Dezember 2016 einen Marktwert, der zugleich dem Buchwert entspricht, von 175.564 Tsd. Euro (Vorjahr 185.264 Tsd. Euro). Aus dem Fonds erhielt die HOCHTIEF Aktiengesellschaft - wie im Vorjahr - keine Ausschüttung. Die Vermögensgegenstände des Pensionsfonds erfüllen genauso wie an die Mitarbeiter verpfändete Rückdeckungsversicherungen und Fondsanteile aus der Entgeltumwandlung der Mitarbeiter die Anforderungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB. Demnach sind der beizulegende Zeitwert der Vermögensgegenstände mit dem Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen und die Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen mit den Aufzinsungsaufwendungen der Pensionsverpflichtungen zu verrechnen. Die Saldierung erfolgt getrennt nach der Art der Pensionszusage. Je nachdem, ob eine Über- oder Unterdeckung vorliegt, kann es zu einem aktivischen oder passivischen Ausweis in der Bilanz kommen. In der Bilanz zum 31. Dezember 2016 wurde folgende Verrechnung vorgenommen: scroll
Die laufenden Leistungen für die Pensionszahlungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 21.461 Tsd. Euro (Vorjahr 21.953 Tsd. Euro). Der Aufwand aus Pensionsverpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Der negative Aufwand für Altersversorgung im Geschäftsjahr 2015 resultierte aus einer gegenüber den Bewertungsannahmen höheren Sterblichkeit. 10. Übrige Rückstellungenscroll
Die sonstigen Rückstellungen betreffen unter anderem Personalrückstellungen, Risiken im Immobilien- und Beteiligungsbereich, nicht an anderer Stelle berücksichtigte drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, Jahresabschlusskosten, Gewährleistungen, Prozessrisiken sowie andere ungewisse Verbindlichkeiten. 11. Verbindlichkeitenscroll
Die Anleihen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Ein im Jahr 2012 aufgenommenes Schuldscheindarlehen mit einer Ursprungslaufzeit von vier Jahren und einem Nominalwert von 50.000 Tsd. Euro, dessen Ausweis unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgte, wurde planmäßig bei Laufzeitende am 13. Dezember 2016 zurückgezahlt. Somit hat die HOCHTIEF Aktiengesellschaft am Bilanzstichtag keine Schuldscheindarlehen mehr ausstehen. Ein internationales Bankenkonsortium hat HOCHTIEF im Dezember 2011 eine im April 2019 fällige Fünf-Jahres-Kreditlinie, die eine Bartranche in Höhe von 0,5 Mrd. Euro beinhaltet, zu marktgerechten Konditionen bereitgestellt. Die Bartranche ist zum Stichtag - wie im Vorjahr - nicht in Anspruch genommen worden. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Konzernfinanzverkehr. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Steuerverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung, andere Verbindlichkeiten außerhalb des Lieferungs- und Leistungsverkehrs sowie andere Verpflichtungen. Zum Bilanzstichtag bestehen - wie im Vorjahr - keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. 12. RechnungsabgrenzungspostenDie Rechnungsabgrenzungen ergaben sich im Wesentlichen aus Vorauszahlungen von Nutzungsentgelten für Grundstücke. 13. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Haftungsverhältnisse waren überwiegend zur Sicherung aufgenommener Bankkredite, für Vertragserfüllungen, Gewährleistungsverpflichtungen und Vorauszahlungen gegeben. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft bürgte am Bilanzstichtag im Wesentlichen für Beteiligungsgesellschaften und Arbeitsgemeinschaften. Nach unserer Einschätzung der wirtschaftlichen Verhältnisse können alle Gesellschaften ihre zugrunde liegenden Verpflichtungen erfüllen, sodass die HOCHTIEF Aktiengesellschaft voraussichtlich nicht in Anspruch genommen werden wird. scroll
Im Zusammenhang mit einer konzerninternen Umstrukturierung im Geschäftsjahr 2012 hat die HOCHTIEF Aktiengesellschaft zudem für eine Beteiligung eine fünfjährige Wertgarantie mit einer Laufzeit bis Ende Januar 2017 übernommen, die nicht in Anspruch genommen wurde. Der syndizierte Aval- (1,5 Mrd. Euro) und Barkredit (0,5 Mrd. Euro) bildet weiterhin ein zentrales langfristiges Finanzierungsinstrument der HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Der Kreditrahmen ermöglicht die Bereitstellung von Bürgschaften für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit, vornehmlich der Division HOCHTIEF Europe. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat darüber hinaus zugunsten amerikanischer Versicherungsgesellschaften eine unbegrenzte Garantie für Verpflichtungen der Turner- und der Flatiron-Gruppe im Rahmen des sogenannten Bondings ausgelegt. Das gesamte Bondingvolumen beläuft sich im Berichtsjahr auf unverändert 7.300 Mio. US-Dollar. Die Ausnutzung dieses Bondingvolumens beträgt zum 31. Dezember 2016 5.783 Mio. US-Dollar (Vorjahr 6.491 Mio. US-Dollar). Darüber hinaus besteht zugunsten von Flatiron eine syndizierte Kreditfazilität, die ebenfalls durch eine Konzerngarantie der HOCHTIEF Aktiengesellschaft besichert wird. Eine Inanspruchnahme aus diesen HOCHTIEFGarantien ist in der Vergangenheit nicht erfolgt und wird aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse auch nicht für die Zukunft erwartet. Wesentliche Avalkreditlinienscroll
Ferner haftet die HOCHTIEF Aktiengesellschaft für Joint-Venture-Garantien der Flatiron Construction Corporation höchstens in Höhe der Auftragswerte. Diese betrugen zum 31. Dezember 2016.998.374 Tsd. Euro (Vorjahr 967.386 Tsd. Euro). Im Rahmen der sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen Abnahmeverpflichtungen aus langfristigen Liefer- und Leistungsverträgen in Höhe von 74.834 Tsd. Euro (Vorjahr 86.887 Tsd. Euro). Dabei handelt es sich um Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen. Ihnen stehen erwartete Mieterträge in Höhe von 56.128 Tsd. Euro (Vorjahr 72.312 Tsd. Euro) gegenüber. Derivative FinanzinstrumenteDie beizulegenden Zeitwerte von Derivaten, die nicht mit deren beizulegendem Zeitwert bewertet worden sind, da sie in einer Bewertungseinheit designiert waren oder einen positiven Marktwert aufwiesen, betrugen zum 31. Dezember 2016 saldiert 22 Tsd. Euro (Vorjahr 9.751 Tsd. Euro). Zum Bilanzstichtag bestehen keine Absicherungen unserer aktienbasierten Vergütungspläne, die mittels Barausgleich erfüllt werden. Im Vorjahr erfolgte die Absicherung anhand von vier Aktienoptions- und zwei Aktientermingeschäften. Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung14. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse der HOCHTIEF Aktiengesellschaft stehen im Zusammenhang mit der Ausübung der Holdingfunktion. In den Umsatzerlösen sind Mieterträge in Höhe von 20.446 Tsd. Euro (Vorjahr 23.426 Tsd. Euro) enthalten. Darüber hinaus sind Umlagen aus Dienstleistungen mit einem Betrag von 46.983 Tsd. Euro ausgewiesen. Insgesamt würde sich bei Anwendung des BilRUG aufgrund der vorgeschriebenen Umgliederung von Beträgen ein Vorjahreswert in Höhe von 77.360 Tsd. Euro ergeben. 15. Sonstige betriebliche ErträgeDiese Position enthält Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, der Veräußerung von Wertpapieren des Umlaufvermögens und dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens sowie Kostenverrechnungen. Die periodenfremden Erträge betreffen Erstattungsansprüche in Höhe von 37.114 Tsd. Euro sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 4.733 Tsd. Euro (Vorjahr 5.588 Tsd. Euro). Des Weiteren werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen 1.606 Tsd. Euro (Vorjahr 1.250 Tsd. Euro) Währungskursgewinne ausgewiesen. Insgesamt würde sich bei Anwendung des BilRUG aufgrund der vorgeschriebenen Umgliederung von Beträgen ein Vorjahreswert in Höhe von 14.265 Tsd. Euro ergeben. 16. Materialaufwandscroll
Insgesamt würde sich bei Anwendung des BilRUG aufgrund der vorgeschriebenen Umgliederung von Beträgen ein Vorjahreswert in Höhe von 15.182 Tsd. Euro ergeben. 17. Personalaufwandscroll
Mitarbeiterscroll
Im Berichtsjahr resultiert die gesunkene Zahl der Mitarbeiter der HOCHTIEF Aktiengesellschaft - wie im Vorjahr - im Wesentlichen aus der Dezentralisierung von Aufgaben der Abteilungen Recht und Projektfinanzierung in die inländischen Beteiligungen HOCHTIEF Infrastructure GmbH, HOCHTIEF Engineering GmbH, HOCHTIEF Building GmbH sowie HOCHTIEF PPP Solutions GmbH, wobei die Mitarbeiter ihre jeweilige Tätigkeit in den genannten Beteiligungen fortsetzen. 18. Abschreibungenscroll
Die Abschreibungen betreffen planmäßige Abschreibungen. 19. Sonstige betriebliche AufwendungenIn den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Mieten und Pachten, Beratungskosten, EDV-Kosten, Aufsichtsratsvergütungen, Umlagen, Gerichts-, Anwalts- und Notarkosten, Kosten des Post- und Zahlungsverkehrs, Reisekosten, Jahresabschlusskosten sowie Abschreibungen auf Forderungen in Höhe von 29.060 Tsd. Euro ausgewiesen. Des Weiteren enthält diese Position mit 34.400 Tsd. Euro Wertberichtigungen auf Altforderungen sowie mit 1.733 Tsd. Euro (Vorjahr 1.106 Tsd. Euro) Währungsverluste. Insgesamt würde sich bei Anwendung des BilRUG aufgrund der vorgeschriebenen Umgliederung von Beträgen ein Vorjahreswert in Höhe von 94.044 Tsd. Euro ergeben. 20. Ergebnis Finanzanlagenscroll
Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen entfallen im Wesentlichen auf die Beteiligungen HOCHTIEF Asia Pacific GmbH (152.262 Tsd. Euro; Vorjahr 179.498 Tsd. Euro), HOCHTIEF Americas GmbH (83.268 Tsd. Euro; Vorjahr 75.585 Tsd. Euro) sowie HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions GmbH (9.114 Tsd. Euro; Vorjahr 125.943 Tsd. Euro). Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von 156.526 Tsd. Euro entfallen ausschließlich auf die Beteiligung HOCHTIEF Asia Pacific GmbH. Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen betreffen im Wesentlichen die Beteiligungen HOCHTIEF Solutions AG (-16.153 Tsd. Euro; Vorjahr -50.523 Tsd. Euro) und HOCHTIEF Projektentwicklung GmbH (-7.525 Tsd. Euro; Vorjahr -20.110 Tsd. Euro). 21. Zinsergebnisscroll
Der Aufwand aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von 7.696 Tsd. Euro (Vorjahr 28.695 Tsd. Euro) wird im Zinsergebnis mit den Erträgen beziehungsweise Aufwendungen des für die Pensionsverpflichtungen bestehenden Deckungsvermögens in Höhe von 10.159 Tsd. Euro (Vorjahr -188 Tsd. Euro) verrechnet. Ein positiver Saldo wird unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen, ein negativer Saldo unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen. Außerdem enthalten die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen die Aufwendungen aus der Aufzinsung von sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 250 Tsd. Euro (Vorjahr 174 Tsd. Euro). 22. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des UmlaufvermögensIm Vorjahr enthielt die Position Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 70 Tsd. Euro. 23. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDiese Position enthält im Wesentlichen Gewerbeertrag- und Körperschaftsteuern. 24. Sonstige SteuernDiese Position enthält im Wesentlichen Verbrauchsteuern, die bislang in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen waren. 25. Gesamtbezüge des Vorstands und des AufsichtsratsBezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016Das System der Vorstandsvergütung ist auf eine langfristige und nachhaltige Unternehmensführung ausgerichtet. Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat festgesetzt. Auch das Vergütungssystem für den Vorstand wird vom Aufsichtsrat beschlossen und regelmäßig überprüft. Der Personalausschuss des Aufsichtsrats bereitet die entsprechenden Beschlussfassungen des Aufsichtsratsplenums vor. Die Vergütung der Vorstände setzt sich für das Geschäftsjahr 2016 zusammen aus 1. einer Festvergütung, 2. Nebenleistungen, 3. einer variablen Vergütung sowie 4. einer Altersversorgung. 1. Die Festvergütung wird in gleichen monatlichen Raten ausgezahlt. 2. Zu den Nebenleistungen zählt der nach steuerlichen Richtlinien anzusetzende Wert der privaten Nutzung des Dienstwagens und vermögenswerter Vorteile. 3. Die Berechnung der variablen Vergütung erfolgt auf der Basis der folgenden gleich gewichteten Bausteine: bereinigter Free Cashflow, Konzerngewinn absolut und Konzerngewinn Delta zum Vorjahr. Für alle drei Komponenten kann die Zielerfüllung bei null bis 200 Prozent des budgetierten Betrags liegen. Zusätzlich zu den wirtschaftlichen Zielen kann der Aufsichtsrat jährlich bis zu vier strategische Ziele festlegen, die einheitlich für alle Mitglieder des Vorstands Gültigkeit haben. Der Aufsichtsrat hat das Recht, den Gesamtzielerreichungsgrad, der sich aus der Erreichung der wirtschaftlichen Ziele ergibt, unter Würdigung der Zielerreichung dieser strategischen Ziele zu erhöhen oder zu vermindern. Die erreichte variable Vergütung wird durch drei Komponenten wie folgt erfüllt: a. Barzahlung (Short-Term-Incentive-Komponente), b. durch Übertragung von Aktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft in Höhe des Nettobetrags, mit einer Sperrfrist von zwei Jahren (Long-Term-Incentive-Komponente I), und c. durch Gewährung eines jährlich aufzulegenden Long-Term-Incentive-Plans (Long-Term-Incentive-Komponente II). 4. Alle Mitglieder des Vorstands haben als betriebliche Altersversorgung einzelvertragliche Pensionszusagen erhalten, die eine Inanspruchnahme der Pension frühestens ab Vollendung des 65. Lebensjahres vorsehen. Die Höhe der Pension bemisst sich an den festen Bezügen. Dabei wird ein prozentualer Anteil der festen Bezüge als Pension gewährt, der mit der Bestelldauer steigt. Als Höchstbetrag erhält das Vorstandsmitglied 65 Prozent der letzten festen Bezüge. Die Hinterbliebenenversorgung beträgt 60 Prozent des Pensionsanspruchs. Gewährte Zuwendungscroll
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1)
Ohne nachträgliche Anpassung (siehe Bezüge
für frühere Geschäftsjahre) Zugeflossene Zuwendungscroll
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1)
Ohne nachträgliche Anpassung (siehe Bezüge
für frühere Geschäftsjahre) Regelungen im Falle der Beendigung des DienstvertragsBei Nichtverlängerung des Dienstvertrags erhalten die Vorstandsmitglieder eine Abfindung in Höhe eines festen Jahresgehalts. Die Abfindung setzt voraus, dass das Vorstandsmitglied bei Ende des Anstellungsvertrags mindestens in der zweiten Amtsperiode dem Vorstand angehörte und noch nicht das 65. Lebensjahr vollendet hat. Bei einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit werden Abfindungszahlungen an die Vorstände den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und es wird nicht mehr als die Restlaufzeit des Dienstvertrags vergütet. Der Barwert der Pensionszusagen an aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder beträgt 77.662 Tsd. Euro (Vorjahr 77.376 Tsd. Euro). An frühere Mitglieder des Vorstands oder deren Hinterbliebene wurden Beträge in Höhe von 4.471 Tsd. Euro (Vorjahr 4.869 Tsd. Euro) gezahlt. Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und ihren Hinterbliebenen betragen 68.733 Tsd. Euro (Vorjahr 70.148 Tsd. Euro). scroll
Bezüge des Vorstands für frühere GeschäftsjahreVom Aufsichtsrat wurde für das Geschäftsjahr 2015 für Herrn Fernandez Verdes aufgrund der außergewöhnlichen Leistung von Herrn Fernandez Verdes sein Gesamtzielerreichungsgrad für die STIP-, LTIP-I- und LTIP-II-Komponente von 188,23 Prozent auf 200 Prozent festgesetzt. Daraus resultierend, wurden 79 Tsd. Euro Short-Term-Incentive, 67 Tsd. Euro Long-Term-Incentive-I und 67 Tsd. Euro Long-Term-Incentive-II gewährt. Zusätzlich hat der Aufsichtsrat einen Sonderbonus für Herrn Fernandez Verdes in Höhe von 470 Tsd. Euro als Zeichen der Wertschätzung für seine außerordentliche Leistung beschlossen. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat 2016 zur Erfüllung der Long-Term-Incentive-Komponente II aus dem Jahr 2015 einen Long-Term-Incentive-Plan 2016 (LTIP 2016) für die Vorstandsmitglieder beschlossen. Dabei handelt es sich um die Gewährung von sogenannten Stock-Appreciation-Rights (Wertsteigerungsrechte) und Stock-Awards (virtuelle Aktienrechte). Die Stock-Appreciation-Rights 2016 gewähren den Vorständen bei Erreichung der Ausübungshürden nach Ablauf der Wartezeit von drei Jahren innerhalb des dreijährigen Ausübungszeitraums einen Zahlungsanspruch gegen die Gesellschaft. Dessen Höhe hängt von der Entwicklung des Börsenkurses innerhalb der Warte- und Ausübungszeit ab. Ferner müssen relative sowie absolute Erfolgshürden, deren nachträgliche Änderung ausgeschlossen ist, erfüllt sein. Die Planbedingungen der Stock-Awards 2016 sehen vor, dass die Berechtigten für jeden Stock-Award nach Ablauf der Wartezeit von drei Jahren innerhalb des zweijährigen Ausübungszeitraums einen Zahlungsanspruch in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag haben. Die Ansprüche sind für den Long-Term-Incentive-Plan 2016 auf einen Maximalwert (50 Prozent Aktienkurssteigerung) begrenzt, damit die Höhe auch im Fall von außerordentlichen beziehungsweise nicht vorhersehbaren Entwicklungen angemessen bleibt. Herrn Fernandez Verdes wurden 40.395 Stock-Appreciation-Rights und 7.733 Stock-Awards mit einem Wert zum Zeitpunkt der Gewährung in Höhe von jeweils 567 Tsd. Euro gewährt. Herrn Legorburo wurden 12.097 Stock-Appreciation-Rights und 2.316 Stock-Awards mit einem Wert zum Zeitpunkt der Gewährung in Höhe von jeweils 170 Tsd. Euro gewährt. Herrn von Matuschka wurden 13.825 Stock-Appreciation-Rights und 2.647 Stock-Awards mit einem Wert zum Zeitpunkt der Gewährung in Höhe von jeweils 194 Tsd. Euro gewährt. Herrn Sassenfeld wurden 24.194 Stock-Appreciation-Rights und 4.632 Stock-Awards mit einem Wert zum Zeitpunkt der Gewährung in Höhe von jeweils 339 Tsd. Euro gewährt. Die an die Vorstandsmitglieder in den letzten Jahren zugeteilten Long-Term-Incentive-Pläne führten zu folgendem Aufwand: scroll
Bezüge des Vorstands für Tätigkeiten in KonzerngesellschaftenFür seine Tätigkeit in Australien als Vorstandsvorsitzender und Executive Chairman von CIMIC erhielt Herr Fernandez Verdes für 2016 eine pauschale Aufwandsentschädigung in Höhe von 358 Tsd. Euro* , Nebenleistungen in Höhe von 8 Tsd. Euro* und einen Sonderbonus in Höhe von 2.057 Tsd. Euro* für außerordentliche Leistungen während seiner Dienstzeit. Die Herrn Fernandez Verdes von CIMIC in 2014 gewährten Stock-Appreciation-Rights führten zu einem Aufwand in Höhe von 9.403 Tsd. Euro.
*
Der Eurobetrag ist abhängig vom Wechselkurs. Weitere Vergütungen für die Wahrnehmung von Mandaten in Gremien anderer Unternehmen, an denen HOCHTIEF unmittelbar oder mittelbar eine Beteiligung hält, werden nicht an die Vorstände ausgezahlt beziehungsweise auf die Vorstandsvergütung angerechnet. Vergütung der Mitglieder des AufsichtsratsDie Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wird durch die Hauptversammlung festgelegt und ist in § 18 der Satzung geregelt. Die Vergütung für das Geschäftsjahr 2016 ergibt sich aus der nachfolgenden Tabelle. scroll
26. NachtragsberichtAm 13. Februar 2017 startete der Vermarktungsprozess für ein neues Schuldscheindarlehen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Das Schuldscheindarlehen nach deutschem Recht ist in Laufzeittranchen von fünf, sieben und zehn Jahren aufgeteilt. Das zum Vermarktungsstart angegebene Volumen in Höhe von 150 Mio. Euro kann aufgrund von positiver Investorennachfrage erhöht werden. Der Darlehensbetrag wird für die allgemeine Unternehmensfinanzierung beziehungsweise Refinanzierung genutzt. 27. Honorare des AbschlussprüfersDie HOCHTIEF Aktiengesellschaft macht von dem Wahlrecht des § 285 Nr. 17 HGB Gebrauch und verzichtet auf die individuelle Offenlegung der im Geschäftsjahr 2016 als Aufwand erfassten Honorare an den Abschlussprüfer Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Die Offenlegung des Gesamtaufwands erfolgt im Konzernanhang des Konzernabschlusses 2016 des HOCHTIEF-Konzerns. 28. Angaben zur Aktionärsstruktur gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktGFolgende gemäß § 26 WpHG, § 21 Abs. 1 WpHG veröffentlichungspflichtige Änderungen der Aktionärsstruktur* der HOCHTIEF Aktiengesellschaft bestanden beziehungsweise haben sich im Geschäftsjahr 2016 ergeben: ACS Actividades de Construcción y Servicios, S.A. ("ACS"), Madrid, Spanien, hat uns am 17. Juni 2011 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, Deutschland, am 16. Juni 2011 die Schwelle von 50 % überschritten hat und an diesem Tag 50,16 %, entsprechend 38.619868 von 76.999.999 Stimmrechten, an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft betrug. Von diesen Stimmrechten würden ihr 35.502.869 Stimmrechte, entsprechend 46,11 % der Stimmrechte an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über folgende Tochterunternehmen im Sinne des § 22 Abs. 3 WpHG zugerechnet (darunter sind 3.435.075 Stimmrechte, entsprechend 4,46 % der Stimmrechte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, aus eigenen Aktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft): Cariatide S.A., Madrid, Spanien, Major Assets S.L., Madrid, Spanien, Corporate Statement S.L., Madrid, Spanien, HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, Deutschland. Gartmore Investment Management Ltd of Gartmore House, London, Großbritannien, hat uns am 31. Juli 2007 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG Folgendes mitgeteilt: Wir teilen hiermit gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass unser Stimmrechtsanteil an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft am 24. Juli 2007 die Schwelle von 3 % überschritten hat und an diesem Tag 3,091 % betrug (entspricht 2.163.632 Aktien). 3,091 % der Stimmrechte (entspricht 2.163.632 Aktien) sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG uns zuzurechnen. Die BlackRock, Inc., Wilmington/DE, USA, hat uns anlässlich des Erwerbs von Aktien mit Stimmrechten (Datum der Schwellenberührung: 27. Juli 2016) mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HOCHTIEF AG 3,71 % betrug. 3,004 % dieser Stimmrechte (entsprechend 2.082.087 Stimmrechten) waren der BlackRock, Inc. gemäß § 22 WpHG zuzurechnen. 0,14 % dieser Stimmrechte (entsprechend 97.842 Stimmrechten) waren der BlackRock, Inc. als Instrumente i. S. d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG (Wertpapierleihe - Lent Securities) zuzurechnen. 0,56 % dieser Stimmrechte (entsprechend 388.366 Stimmrechten) waren BlackRock, Inc. als Instrumente i. S. d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG (Differenzgeschäft - Contract for Difference) zuzurechnen. Wegen der außerdem in der Mitteilung genannten vollständigen Kette der Tochterunternehmen wird auf unsere Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG vom 4. August 2016 verwiesen. Die BlackRock, Inc., Wilmington/DE, USA, hat uns anlässlich des Erwerbs von Aktien mit Stimmrechten sowie eines sonstigen Grundes ("Voluntary group notification with triggered threshold on subsidiary level"); Datum der Schwellenberührung: 28. Juli 2016) mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HOCHTIEF AG 3,74 % betrug. 3,11 % dieser Stimmrechte (entsprechend 2.152.512 Stimmrechten) waren der BlackRock, Inc. gemäß § 22 WpHG zuzurechnen. 0,07 % dieser Stimmrechte (entsprechend 50.805 Stimmrechten) waren der BlackRock, Inc. als Instrumente i. S. d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG (Wertpapierleihe - Lent Securities) zuzurechnen. 0,56 % dieser Stimmrechte (entsprechend 386.564 Stimmrechten) waren BlackRock, Inc. als Instrumente i. S. d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG (Differenzgeschäft - Contract for Difference) zuzurechnen. Wegen der außerdem in der Mitteilung genannten vollständigen Kette der Tochterunternehmen wird auf unsere Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG vom 4. August 2016 verwiesen. 29. Beteiligungen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zum 31.12.2016In der folgenden Tabelle sind die vollkonsolidierten Beteiligungsgesellschaften aufgeführt: Vollkonsolidierte Beteiligungsgesellschaftenscroll
1)
Ergebnisabführungsvertrag Außerdem wurden folgende Gemeinschaftsunternehmen anteilmäßig in den Konzernabschluss einbezogen: Gemeinschaftsunternehmenscroll
Deutsche Bau-ARGEN, die in den Konzernabschluss einbezogen wurden, sind die folgenden: Deutsche Bau-ARGENscroll
Gemeinschaftliche Tätigkeiten, die in den Konzernabschluss einbezogen wurden, sind die folgenden: Gemeinschaftliche Tätigkeitenscroll
Assoziierte Unternehmen, die im Konzernabschluss nach der Equity-Methode berücksichtigt wurden, sind die folgenden: Assoziierte Unternehmenscroll
KonzernzugehörigkeitDer Jahresabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, Deutschland, Amtsgericht Essen, Handelsregisternummer HRB 279, wird in den Konzernabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft einbezogen, die diesen als eigenständiger börsennotierter Konzern veröffentlicht und der gleichzeitig in den Konzernabschluss der ACS Actividades de Construcción y Servicios, S.A., Madrid, Spanien, konsolidiert wird. Der Konzernabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft wird im Bundesanzeiger, der Konzernabschluss von ACS im Verzeichnis der Comisiön Nacional del Mercado de Valores veröffentlicht. Gewinnverwendungsvorschlag des VorstandsDer Vorstand schlägt vor, zu beschließen: Der Bilanzgewinn der HOCHTIEF Aktiengesellschaft des Geschäftsjahres 2016 in Höhe von 167.180.000,00 Euro wird zur Ausschüttung einer Dividende von 2,60 Euro je Stückaktie auf das Grundkapital von 164.608.000,00 Euro, eingeteilt in 64.300.000 Stückaktien, verwendet. Die Dividende ist am 6. Juli 2017 fällig. Der Betrag, der auf die am Tage der Hauptversammlung im Besitz der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien auszuschütten wäre und der gemäß § 71 b AktG von der Ausschüttung auszuschließen ist, wird auf neue Rechnung vorgetragen. Am Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses, 24. Februar 2017, ergibt sich für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ein Bestand an eigenen Aktien von insgesamt 52142 Stück, womit ein Betrag in Höhe von 135.569,20 Euro auf neue Rechnung vorzutragen wäre. Bis zur Hauptversammlung kann sich die Zahl der für das Geschäftsjahr 2016 dividendenberechtigten Stückaktien verändern. In diesem Fall wird bei unveränderter Ausschüttung von 2,60 Euro je für das Geschäftsjahr 2016 dividendenberechtigter Stückaktie der Hauptversammlung ein entsprechend angepasster Gewinnverwendungsvorschlag unterbreitet. Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht, der mit dem des Konzerns zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Essen, 24. Februar 2017 HOCHTIEF Aktiengesellschaft Der Vorstand Marcelino Fernandez Verdes Peter Sassenfeld Nikolaus Graf von Matuschka Jose Ignacio Legorburo Escobar Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, 24. Februar 2017 Deloitte GmbH Schlereth, Wirtschaftsprüfer Bedenbecker, Wirtschaftsprüfer GremienAufsichtsratPedro López JiménezMadrid, Vorsitzender des Aufsichtsrats der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Member of the Board and of the Executive Committee of ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A., Madrid b) ACS Servicios y Concesiones, S.L. (Vice-Chairman) ACS Servicios, Comunicaciones y Energia, S.L. (Vice-Chairman) CIMIC Group Limited Dragados, S.A. (Chairman-in-Office) Matthias Maurer*Hamburg, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats (ab 11.05.2016), Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats HOCHTIEF Infrastructure GmbH Ángel García AltozanoMadrid, Corporate General Manager von ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A., Madrid b) ACS Servicios y Concesiones, S.L. ACS Servicios, Comunicaciones y Energia, S.L. Dragados, S.A. Masmovil Ibercom, S.A. Gregor Asshoff*Frankfurt am Main, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats (bis 11.05.2016), Mitglied des Vorstands der SOKA-Bau Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. Beate BellKöln, Geschäftsführerin der immoADVICE GmbH a) Deutsche EuroShop AG Christoph Breimann*Lüdinghausen, Leiter Technisches Büro Building der HOCHTIEF Infrastructure GmbH (ab 11.05.2016) Carsten Burckhardt*Dortmund, Mitglied des Bundesvorstands der IG Bauen-Agrar-Umwelt a) Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG b) Dein Plus GmbH DGB-Rechtsschutz GmbH Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft (ULAK) José Luis del Valle PérezMadrid, Member and Secretary of the Board of ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A., and General Secretary of the ACS Group, Madrid b) ACS Servicios y Concesiones, S.L. ACS Servicios, Comunicaciones y Energia, S.L. CIMIC Group Limited Cobra Gestiön de Infraestructuras, S.A. Dragados, S.A. Dr. rer. pol. h. c. Francisco Javier Garcia SanzBraunschweig, Mitglied des Vorstands der Volkswagen Aktiengesellschaft, Wolfsburg a) AUDI AG Dr. Ing. h. c. F. Porsche Aktiengesellschaft b) CAIXAHOLDING, S.A. FAW-Volkswagen Automotive Company, Ltd. Porsche Holding Stuttgart GmbH SEAT, S.A. VfL Wolfsburg-Fußball GmbH Volkswagen Audi Espana S.A. Volkswagen (China) Investment Company Ltd. Volkswagen Navarra S.A. Volkswagen Truck and Bus GmbH Dipl.oec. Patricia Geibel-ConradLeonberg, Unternehmensberatung - Wirtschaftsprüfung/Steuerberatung in eigener Praxis (bis 11.05.2016/ ab 02.06.2016) Arno Gellweiler*Oberhausen, Konstrukteur im Bereich Ingenieur- und Brückenbau, HOCHTIEF Engineering GmbH, Consult Infrastructure (ab 11.08.2016) Dr. Thomas Krause*Bremen, Executive Vice President der HOCHTIEF Infrastructure GmbH International (bis 11.05.2016) Luis Nogueira MiguelsanzMadrid, Secretary-General, Dragados, S.A. (ab 29.03.2016 bis 11.05.2016/ab 02.06.2016) Udo Paech*Berlin, Betriebsrat der HOCHTIEF Building GmbH (Bereich Nordost) (bis 11.05.2016) Nikolaos Paraskevopoulos*Bottrop, Vorsitzender Eurobetriebsrat und Mitglied Konzernbetriebsrat der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Vorsitzender Betriebsrat und Vorsitzender Gesamtbetriebsrat TRINAC GmbH (bis 11.05.2016/ab 11.08.2016) Stichtag für die Angabe zu Mitgliedschaften: 31.12.2016; bei unterjährig ausgeschiedenen Gremienmitgliedern: Tag des Ausscheidens Sabine Roth*Ratingen, Sachbearbeiterin im kaufmännischen Innendienst (ab 11.05.2016) Nicole Simons*Düsseldorf, Rechtsanwältin und stellvertretende Regionalleiterin der IG Bauen-Agrar-Umwelt, Bundesvorstand - Region Rheinland (ab 11.05.2016) a) HOCHTIEF Infrastructure GmbH Klaus Stümper*Lohmar, Betriebsratsvorsitzender der HOCHTIEF Infrastructure GmbH (Bereich West) Olaf Wendler*Sülzetal, Leiter Personalkoordination Rohbau/Industriebau (HOCHTIEF Building GmbH) (bis 11.05.2016) Dipl.-Geol. MBA Christine WolffHamburg, Unternehmensberaterin a) Berliner Wasserbetriebe A. ö. R. KSBG Kommunale Verwaltungsgesellschaft GmbH b) Sweco AB Ausschüsse des AufsichtsratsNominierungsausschussPedro López Jiménez (Vorsitzender) José Luis del Valle Pérez Christine Wolff PrüfungsausschussAngel Garcfa Altozano (Vorsitzender) Gregor Asshoff (stellv.) (bis 11.05.2016) Beate Bell (ab 11.05.2016 bis 01.06.2016) Carsten Burckhardt (ab 11.05.2016) José Luis del Valle Pérez Patricia Geibel-Conrad (bis 11.05.2016/ab 02.06.2016) Pedro López Jiménez (ab 11.05.2016/bis 01.06.2016) Matthias Maurer Luis Nogueira Miguelsanz (ab 29.03.2016 bis 11.05.2016/ab 02.06.2016) Udo Paech (bis 11.05.2016) Nikolaos Paraskevopoulos (bis 11.05.2016) Sabine Roth (ab 11.05.2016) Klaus Stümper (stellv.) (ab 11.05.2016) PersonalausschussPedro López Jiménez (Vorsitzender) Beate Bell José Luis del Valle Pérez Arno Gellweiler (ab 20.09.2016) Matthias Maurer (bis 20.09.2016) Nicole Simons (ab 11.05.2016) Klaus Stümper (bis 11.05.2016/ab 20.09.2016) Olaf Wendler (bis 11.05.2016) Christine Wolff Vermittlungsausschuss (§ 27 Abs. 3 MitbestG)Pedro López Jiménez (Vorsitzender) Gregor Asshoff (stellv.) (bis 11.05.2016) Beate Bell Carsten Burckhardt (bis 11.05.2016) Matthias Maurer (ab 11.05.2016) Nikolaos Paraskevopoulos (ab 20.09.2016) VorstandMarcelino Fernandez VerdesDüsseldorf, Vorsitzender des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen b) CIMIC Group Limited (Executive Chairman) Flatiron Holding, Inc. HOCHTIEF AUSTRALIA HOLDINGS Ltd. The Turner Corporation Peter SassenfeldDuisburg, Mitglied des Vorstands (Chief Financial Officer - CFO) der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, und Mitglied des Vorstands der HOCHTIEF Solutions AG, Essen b) CIMIC Group Limited Flatiron Holding, Inc. HOCHTIEF AUSTRALIA HOLDINGS Ltd. The Turner Corporation Jose Ignacio Legorburo EscobarDüsseldorf, Mitglied des Vorstands und Chief Operating Officer (COO) der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, und der HOCHTIEF Solutions AG, Essen Nikolaus Graf von MatuschkaAldenhoven/Jüchen, Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektor der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, und Vorsitzender des Vorstands und Arbeitsdirektor der HOCHTIEF Solutions AG, Essen a) HOCHTIEF Infrastructure GmbH (Vorsitzender) Malteser Deutschland gGmbH
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Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer ImpressumHerausgeber:HOCHTIEF Aktiengesellschaft Opernplatz 2, 45128 Essen Tel.: 0201 824-0, Fax: 0201 824-2777 info@hochtief.de, www.hochtief.de Bildnachweise:HOCHTIEF Bildarchiv Bildbearbeitung, Satz und Druckvorstufe:Creafix GmbH, Solingen Druck:Druckpartner, Essen Der Jahresabschluss ist auf dem umweltfreundlichen Bilderdruckpapier Maxi Silk gedruckt. Es ist nach den Regeln des Forest Stewardship Council (FSC) zertifiziert. Dieser Jahresabschluss liegt auch in englischer Sprache vor. Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des BilanzgewinnsDie Hauptversammlung hat am 10. Mai 2017 beschlossen, den Bilanzgewinn der HOCHTIEF Aktiengesellschaft des Geschäftsjahres 2016 in Höhe von 167.180.000,00 Euro wie folgt zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende von 2,60 Euro je für das Geschäftsjahr 2016 dividendenberechtigter Stückaktie: scroll
Die Dividende ist am 6. Juli 2017 fällig. Essen, im Mai 2017 HOCHTIEF Aktiengesellschaft Der Vorstand |
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