![]() HOCHTIEF AktiengesellschaftEssenHalbjahresbericht Januar bis Juni 2017HalbjahresberichtJanuar bis Juni 2017Finanzielle Highlights
HOCHTIEF-Konzern: Kennzahlen*scroll
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Nominale Zahlen, sofern nicht anders angegeben HOCHTIEF-Aktie![]() An die AktionäreLiebe Aktionäre und Freunde von HOCHTIEF, HOCHTIEF hat sich im zweiten Quartal 2017 erneut sehr positiv entwickelt und konnte
bei Umsatz und Gewinn in den ersten sechs Monaten des Jahres kräftig zulegen. Gleichzeitig
hat der Konzern deutliche Fortschritte bei der Cashgenerierung erzielt und seinen
soliden Auftragsbestand gefestigt. Dank seiner starken Bilanz verfügt HOCHTIEF über
Flexibilität bei weiteren Kapitalverwendungsmöglichkeiten. Im Zeitraum Januar bis Juni 2017 konnte das Unternehmen weiteres Gewinnwachstum verzeichnen.
So erhöhte sich der operative Konzerngewinn, bereinigt um Einmaleffekte, im Jahresvergleich
um 25 Prozent auf 201 Mio. Euro, während der nominale Konzerngewinn mit 189 Mio. Euro
um 35 Prozent über dem Vorjahreswert lag. Der Umsatz hat im ersten Halbjahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um 18 Prozent auf 11,0
Mrd. Euro zugelegt. Etwa die Hälfte dieses Wachstums wurde organisch erzielt, der
Rest geht auf den positiven Umsatzbeitrag des Dienstleisters UGL zurück, den CIMIC
Ende vergangenen Jahres übernommen hat. Die operative PBT-Marge des Konzerns stieg
um 10 Basispunkte. Außergewöhnlich gut entwickelte sich die Cashgenerierung in der ersten Jahreshälfte
2017. So verzeichnete HOCHTIEF einen Mittelzufluss von 231 Mio. Euro im Net Cash aus
laufender Geschäftstätigkeit, das entspricht einer Steigerung um 288 Mio. Euro gegenüber
dem Mittelabfluss von 57 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2016. Dies ist das Resultat
unserer Fokussierung auf cashgestützte Profitabilität und nachhaltige Verbesserungen
beim Nettoumlaufvermögen. HOCHTIEF Konzern - Highlights im ersten Halbjahr 2017Operativer Konzerngewinn mit 201 Mio. Euro um 25 % über Vorjahr; nominal mit 189 Mio. Euro um 35 % über Vorjahr
![]() Net Cash aus laufender Geschäftstätigkeit 288 Mio. Euro über Vorjahr; bei 1,5 Mrd. Euro LTM
![]() Bilanz weiter gestärkt; Nettofinanzvermögen mit 601 Mio. Euro um 260 Mio. Euro über Vorquartal
![]() Auftragsbestand mit 42,6 Mrd. Euro um 12 % über Vorjahr, stabil ggü. Vorquartal (währungsbereinigt)
![]() Prognose bestätigt: 410-450 Mio. Euro für op. Konzerngewinn 2017 (+13 bis 25 % ggü. Vj.)
![]() LTM = last twelve months/letzte zwölf Monate PBT = Ergebnis vor Steuern Die Investitionen stiegen infolge wachsender Umsätze im Minengeschäft und im Tunnelbau
bei CIMIC an. Über den Zeitraum der letzten zwölf Monate (LTM) betrachtet, belief
sich der Free Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im Konzern auf 1,2 Mrd. Euro. Dank unserer starken Cashflow-Performance wies die Konzernbilanz im zweiten Quartal
eine klare Verbesserung auf. So beendete HOCHTIEF das zweite Quartal 2017 mit einem
Nettofinanzvermögen von über 600 Mio. Euro, 260 Mio. Euro mehr als zum Ende des Vorquartals. Im Mai 2017 bewertete die Ratingagentur Standard & Poor's HOCHTIEF mit einem soliden
BBB-Investment-Grade-Rating mit stabilem Ausblick. Das BBB-Rating wird zu einer weiteren
Optimierung der Finanzierung des HOCHTIEF-Konzerns beitragen. Mit 43 Mrd. Euro liegt der Auftragsbestand von HOCHTIEF zum Ende des Berichtszeitraums
um 12 Prozent über dem Vorjahreswert. Dazu haben organisches Wachstum und der positive
Beitrag von UGL beigetragen. Bereinigt um Wechselkurseffekte, blieb der Auftragsbestand
gegenüber März 2017 stabil. Der Auftragseingang stieg weiter und lag im ersten Halbjahr
2017 um 4 Prozent über dem Vorjahreswert. Auch im zweiten Quartal konnte HOCHTIEF attraktive Aufträge gewinnen, darunter auch
in öffentlich-privaten Partnerschaften (Public-Private-Partnerships/PPP). Mit unseren
PPP-Projekten verbessern wir die öffentliche Infrastruktur und senken die Lebenszykluskosten. In Nordamerika bewiesen unsere Gesellschaften Turner und Flatiron einmal mehr ihre
führende Marktposition. Zu den neuen Projekten gehören öffentliche ebenso wie private
Vorhaben in diversen Marktsegmenten, unter anderem im Gesundheits-, Immobilien- und
Verkehrsbereich, beispielsweise der Bau der Rehaeinrichtung "Christine E. Lynn Rehabilitation
Center" in Miami durch Turner. Flatiron wird einen Abschnitt des Highways US 67 in
Dallas von vier auf sechs Fahrbahnen erweitern. Zu den neuen Großprojekten unserer Gesellschaft CIMIC in der Division HOCHTIEF Asia
Pacific gehört eines der zurzeit größten öffentlichen Infrastrukturprojekte Australiens:
In Sydney ist CPB Contractors für den zweiten Abschnitt der Erweiterung des U-Bahn-Netzes
verantwortlich. Der Gesamtauftragswert liegt bei 1,9 Mrd. Euro, der CIMIC-Anteil beträgt
45 Prozent. Dass unsere Kunden bei großen Infrastrukturvorhaben Vertrauen in uns setzen,
beweist auch die Tatsache, dass CPB Contractors erst kürzlich zum bevorzugten Bieter
für einen Teil des Tunnelprojekts Metro Melbourne ausgewählt wurde - das bisher größte
öffentliche Infrastrukturprojekt des Bundesstaats Victoria. In Berlin wird HOCHTIEF ein denkmalgeschütztes Gebäudeensemble für das Bundesministerium
für Gesundheit im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft sanieren: Das Joint
Venture wird nach der Fertigstellung auch den Betrieb für 25 Jahre übernehmen. Zudem
baut HOCHTIEF Polska als Generalunternehmer einen sechs Gebäude umfassenden Büropark
in Breslau. KonzernausblickDie Zukunft birgt für unsere Kerngeschäftsfelder Bauen, Mining, PPP und Services zahlreiche
Chancen. In der zweiten Jahreshälfte 2017 sollen in Nordamerika, der Region Asien-Pazifik
und Europa relevante Projekte im Wert von 75 Mrd. Euro auf den Markt kommen, für die
Jahre ab 2018 haben wir weitere Ausschreibungen mit einem Volumen von 380 Mrd. Euro
identifiziert. Mit seiner weltweiten Präsenz und der gestärkten Bilanz ist HOCHTIEF
gut aufgestellt, um die Chancen für organisches und strategisches Wachstum auf seinen
verschiedenen regionalen Märkten zu nutzen und seine Aktionäre zu entlohnen. Wir bestätigen den zu Jahresbeginn präsentierten positiven Ausblick. Für 2017 erwarten
wir für HOCHTIEF ein Umsatzwachstum von mehr als 10 Prozent und einen operativen Konzerngewinn
im Bereich von 410 bis 450 Mio. Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 13 bis
25 Prozent gegenüber 2016 und stützt sich auf positive Performancebeiträge in allen
Divisions. Ihr Marcelino Fernández Verdes, ZwischenlageberichtErtrags-, Finanz- und VermögenslageÜberblickHOCHTIEF erzielte im ersten Halbjahr 2017 ein Wachstum von 18 Prozent beim Umsatz
und eine Steigerung von 35 Prozent beim nominalen Konzerngewinn. Gleichzeitig hat
der Konzern deutliche Fortschritte bei der Cashgenerierung erzielt und seinen soliden
Auftragsbestand gefestigt. Dank seiner starken Bilanz verfügt HOCHTIEF über Flexibilität
bei weiteren Kapitalverwendungsmöglichkeiten. Umsatz und ErtragslageDurch organisches Wachstum unseres Kerngeschäfts und mit dem positiven Umsatzbeitrag
des im vierten Quartal 2016 von CIMIC erworbenen Unternehmens UGL erzielte HOCHTIEF
im ersten Halbjahr 2017 deutlich höhere Umsatzerlöse. Insgesamt beliefen sich die
Konzernumsatzerlöse im ersten Halbjahr 2017 auf 11,0 Mrd. Euro und stiegen damit um
1,6 Mrd. Euro beziehungsweise 18 Prozent über den Vergleichswert des Vorjahres (9,4
Mrd. Euro). Umsatzerlösescroll
Das von unseren Tochtergesellschaften Turner und Flatiron auf dem nordamerikanischen
Markt verantwortete Hoch- und Tiefbaugeschäft entwickelte sich im ersten Halbjahr
2017 sehr solide. Durch Zuwächse in beiden Geschäftsfeldern erzielte HOCHTIEF Americas
im ersten Halbjahr 2017 Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt 5,8 Mrd. Euro und übertraf
damit den Vorjahreswert um 8 Prozent. HOCHTIEF Asia Pacific steigerte das Umsatzvolumen im ersten Halbjahr 2017 um 34 Prozent
auf 4,3 Mrd. Euro. Diese Entwicklung bestätigt den bereits in früheren Quartalen spürbaren
Aufwärtstrend bei CIMIC. Die CIMIC-Gruppe profitierte dabei vom zusätzlichen Umsatzbeitrag
des im ersten Halbjahr 2016 noch nicht zum Konzern gehörenden Servicedienstleisters
UGL und von organischem Wachstum im Baubereich sowie im Bereich Minendienstleistungen
und Mineralienverarbeitung. Dabei wirkten sich im Baubereich die Umsätze aus angelaufenen
großen Infrastrukturprojekten und im Minengeschäft Auftragserweiterungen und höhere
Produktionsvolumina sowie die Diversifikation in neue Rohstoffe und geografische Märkte
positiv aus. HOCHTIEF Europe fokussiert sich in ausgewählten europäischen Märkten auf die Kerngeschäftsfelder
Infrastruktur- und Hochbau, PPP und Engineering. Bei der Umsatzentwicklung konnte
der Bereich an den erfolgreichen Jahresauftakt anknüpfen und verzeichnete im ersten
Halbjahr 2017 ein Wachstum um 19 Prozent auf 840 Mio. Euro. Der Anteil der auf Märkten außerhalb Deutschlands erzielten Konzernumsatzerlöse belief
sich im ersten Halbjahr 2017 mit 10,6 Mrd. Euro auf 96 Prozent (Vorjahr 95 Prozent). Die Ergebniszahlen des HOCHTIEF-Konzerns haben sich für den Zeitraum von Januar bis
Juni 2017 weiterhin deutlich positiv entwickelt und zeigen im Vergleich zum Vorjahr
ein starkes Gewinnwachstum. Mit der Verbesserung in allen Divisions stand der Zuwachs
dabei auf einer breiten Basis. Das nominale Ergebnis vor Steuern (PBT) belief sich
im ersten Halbjahr 2017 auf insgesamt 386 Mio. Euro und lag damit um 29 Prozent über
dem Vergleichswert des Vorjahres. Beim operativen PBT, das heißt bei dem um Einmaleffekte
bereinigten nominalen PBT, erzielte HOCHTIEF einen Anstieg um 22 Prozent auf 399 Mio.
Euro. Ergebnis vor Steuern (PBT)scroll
HOCHTIEF Americas setzte die erfreuliche Ergebnisentwicklung des ersten Quartals fort.
Im ersten Halbjahr 2017 belief sich das nominale PBT auf 121 Mio. Euro und lag damit
um 13 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreswert. Ausschlaggebend für diesen Anstieg
war die konstant gute Entwicklung des Hochbaugeschäfts bei Turner mit attraktiven
Neuaufträgen und Margenverbesserungen sowie die bei unserem Infrastruktur- und Tiefbauunternehmen
Flatiron erzielten Fortschritte. HOCHTIEF Asia Pacific verzeichnete im ersten Halbjahr 2017 einen deutlichen Gewinnanstieg.
Im Vergleich zum Vorjahr verbesserte sich das nominale PBT der Division um 35 Prozent
auf 268 Mio. Euro. Grund hierfür war die gute Entwicklung der CIMIC-Gruppe. Infolge
des Umsatzwachstums und der soliden Margen stieg das nominale PBT von CIMIC daher
im Vergleich zum Vorjahr um 26 Prozent auf 442 Mio. australische Dollar. HOCHTIEF Europe erzielte im ersten Halbjahr 2017 weitere Fortschritte. Dementsprechend
war die Ergebnisperformance mit einem nominalen PBT in Höhe von 12 Mio. Euro solide
und verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr. Das Beteiligungsergebnis aus at Equity bewerteten assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen
sowie übrigen Beteiligungen war im ersten Halbjahr 2017 mit 83 Mio. Euro zwar deutlich
positiv - es blieb jedoch unter dem Vorjahreswert von 102 Mio. Euro. Ausschlaggebend
hierfür war der Verlustbeitrag der CIMIC-Beteiligung HLG Contracting in Höhe von 17
Mio. Euro aufgrund von Restrukturierungskosten im Zusammenhang mit der strategischen
Neuausrichtung der Gesellschaft. Das Finanzergebnis belief sich aufgrund geringerer Zinserträge bei nahezu unveränderten
Zinsaufwendungen im ersten Halbjahr 2017 auf -69 Mio. Euro (Vorjahr -62 Mio. Euro).
Der durchschnittliche Bestand an Finanzierungsverbindlichkeiten lag durch die Akquisition
von UGL über dem Vorjahr. Diese Finanzierungsmittel wurden aber zu günstigeren Konditionen
aufgenommen und führten somit zu einem Rückgang der durchschnittlichen Finanzierungskosten
im Konzern. HOCHTIEF hat im ersten Halbjahr 2017 weitere Maßnahmen zur Optimierung
der Konzernfinanzierung realisiert. Eine im März 2017 fällige Unternehmensanleihe
im Volumen von 500 Mio. Euro wurde zu verbesserten Konditionen refinanziert. Zudem
erteilte die Ratingagentur Standard & Poor's im Mai 2017 der HOCHTIEF Aktiengesellschaft
ein solides BBB-Rating mit stabilem Ausblick. Für HOCHTIEF ist es das erste Kreditrating,
das solide Investment-Grade-Rating wird voraussichtlich zu einer weiteren Optimierung
der Finanzierung beitragen. Die Aufwendungen aus Ertragsteuern beliefen sich im Zeitraum Januar bis Juni 2017
auf 120 Mio. Euro (Vorjahr 111 Mio. Euro). Die Steuerquote hat sich auf 31 Prozent
normalisiert und fiel damit im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016 (37 Prozent) niedriger
aus. Die Veränderung des effektiven Steuersatzes ist auf die unterschiedliche Besteuerung
der in den jeweiligen Steuerhoheitsgebieten erzielten Gewinne und Verluste zurückzuführen,
in denen HOCHTIEF aktiv ist. HOCHTIEF hat in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres den nominalen
Konzerngewinn im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert. Mit einem Zuwachs um 49
Mio. Euro auf 189 Mio. Euro (Vorjahr 140 Mio. Euro) belief sich die prozentuale Verbesserung
auf 35 Prozent. Der operative Konzerngewinn verbesserte sich um 25 Prozent auf 201
Mio. Euro. Die Anteile ohne beherrschenden Einfluss in Höhe von 76 Mio. Euro entfielen
im ersten Halbjahr 2017 - wie auch im Vorjahr (49 Mio. Euro) - zu einem Großteil auf
Minderheitenanteile der CIMIC-Gruppe. Konzerngewinnscroll
AuftragslageDer Auftragseingang stieg im ersten Halbjahr 2017 auf 13,74 Mrd. Euro und lag damit
um 4 Prozent über dem Vorjahreswert. In der Division HOCHTIEF Americas ist der Auftragseingang weiterhin auf hohem Niveau
und beläuft sich auf 5,92 Mrd. Euro. Damit liegt er unter dem Rekordhalbjahreswert
des Vorjahres, in dem mehrere Großprojekte enthalten waren. Die Division HOCHTIEF
Asia Pacific konnte den Auftragseingang im ersten Halbjahr um 40 Prozent auf 6,57
Mrd. Euro steigern. Auch die Division HOCHTIEF Europe konnte ihren Auftragseingang
durch Neuaufträge deutlich steigern: um 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
auf nunmehr 1,20 Mrd. Euro. HOCHTIEF-Konzern - Auswahl kürzlich angekündigter bedeutender Projekte![]() Auftragseingang![]() ![]() Ende Juni 2017 betrug der Auftragsbestand 42,60 Mrd. Euro, ein Anstieg von 12 Prozent
im Vergleich zum Vorjahr. Die Aussichten für den Rest des Jahres und darüber hinaus
sind angesichts einer starken Tenderpipeline in allen Divisions weiterhin positiv.
Bei gleichbleibend hoher Leistung ergibt sich aus dem Auftragsbestand eine rechnerische
Auftragsreichweite von 22 Monaten. Cashflowscroll
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Last twelve months/ letzte zwölf Monate FinanzlageDas Gewinnwachstum des ersten Halbjahres 2017 wird begleitet von der starken Cashflow-Performance
des HOCHTIEF-Konzerns. Net Cash aus laufender Geschäftstätigkeit verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um
288 Mio. Euro auf 231 Mio. Euro. Über den Zeitraum der letzten zwölf Monate hinweg
erzielte HOCHTIEF mit 1,5 Mrd. Euro einen deutlich positiven Liquiditätszufluss aus
der laufenden Geschäftstätigkeit. Bei CIMIC stiegen die erforderlichen Investitionsausgaben infolge höherer Auftragsvolumina
im Minengeschäft und aufgrund der Beschaffung von projektspezifischem technischem
Equipment für Infrastrukturbauten (Tunnelausrüstung). Aus diesem Grund erhöhten sich
die betrieblichen Investitionen (brutto) konzernweit im ersten Halbjahr 2017 auf 172
Mio. Euro (Vorjahr 96 Mio. Euro). Die im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunkenen Einnahmen
aus betrieblichen Anlagenabgängen in Höhe von 21 Mio. Euro resultierten im Wesentlichen
aus dem Verkauf von projektbezogenen Anlagen im Baubereich von HOCHTIEF Europe und
von CIMIC. Die Ausgaben für die betrieblichen Investitionen (netto) lagen in den ersten
sechs Monaten des Geschäftsjahres 2017 damit bei 151 Mio. Euro (Vorjahr 66 Mio. Euro). Der Free Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug 80 Mio. Euro im ersten Halbjahr
2017 und lag damit um 203 Mio. Euro über dem Vergleichswert des Vorjahres (-123 Mio.
Euro). Über den Zeitraum der letzten zwölf Monate (LTM) betrachtet, belief sich der
Free Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf starke 1,2 Mrd. Euro. VermögenslageDie Bilanzsumme des HOCHTIEF-Konzerns belief sich zum Stichtag 30. Juni 2017 auf 13,6
Mrd. Euro. Im Vergleich zum Stand am Jahresende 2016 (14,1 Mrd. Euro) verminderte
sich die Bilanzsumme damit um 436 Mio. Euro. Neben Währungseinflüssen - insbesondere
aus dem niedrigeren Stichtagskurs für den amerikanischen Dollar - wirkten sich vor
allem die saisonalen Veränderungen der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen aus. Der Bestand an langfristigen Vermögenswerten lag am 30. Juni 2017 bei 4,3 Mrd. Euro
im Vergleich zu 4,6 Mrd. Euro zum Jahresende 2016. Der Rückgang um 285 Mio. Euro resultierte
mit 67 Mio. Euro im Wesentlichen aus Währungseffekten bei immateriellen Vermögenswerten
und mit 114 Mio. Euro aus Veränderungen der Sachanlagen aufgrund von Währungseffekten
und des Verkaufs von projektbezogenem Anlagevermögen vor allem in der Division HOCHTIEF
Europe. Das Finanzanlagevermögen verminderte sich - in erster Linie durch die Wertfortschreibung
der at Equity bewerteten Beteiligungen - um 78 Mio. Euro auf 698 Mio. Euro. Die mit
829 Mio. Euro nahezu unveränderten langfristigen Finanzforderungen beinhalten überwiegend
die von CIMIC und vom PPP-Bereich der Division HOCHTIEF Europe an Beteiligungsgesellschaften
gewährten Ausleihungen. Die kurzfristigen Vermögenswerte beliefen sich zum Ende des ersten Halbjahres 2017
auf 9,3 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Stand am 31. Dezember 2016 ergab sich hier ein
Rückgang um 151 Mio. Euro. Die Vorräte verminderten sich im Wesentlichen durch den
Verkauf von Immobilienprojektentwicklungen um 50 Mio. Euro auf 509 Mio. Euro. Bei
den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergab sich ein Zuwachs um 120 Mio.
Euro auf 5,1 Mrd. Euro, wobei dem operativen Wachstum Währungseinflüsse entgegenwirkten.
Der Wertpapierbestand erhöhte sich im ersten Halbjahr 2017 im Wesentlichen durch die
Anlage von überschüssigen Barmitteln der HOCHTIEF Aktiengesellschaft um 67 Mio. Euro
auf 531 Mio. Euro. Per Saldo ergab sich bei den flüssigen Mitteln ein für die erste
Jahreshälfte saisontypischer Rückgang, außerdem wirkten sich hier negative Währungseffekte
aus. Mit 2,5 Mrd. Euro lag der Bestand am 30. Juni 2017 um 304 Mio. Euro unter dem
Wert zum Geschäftsjahresende 2016. Gegenüber dem Vergleichswert vom 30. Juni 2016
lagen die flüssigen Mittel aber um 139 Mio. Euro höher. Entwicklung Nettofinanzvermögen (+)/Nettofinanzschulden (-) im HOCHTIEF-Konzern*scroll
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Definition siehe Konzernbericht 2016, Seite 242. Die im ersten Halbjahr 2017 im Eigenkapital wirksamen Effekte führten per Saldo zu
einem Rückgang um 138 Mio. Euro auf 2,4 Mrd. Euro. Wesentlichen Einfluss hatten dabei
die Effekte aus der Währungsumrechnung (-227 Mio. Euro) sowie Dividenden (-212 Mio.
Euro). Von den Dividenden wurden insgesamt 205 Mio. Euro als Dividendenverbindlichkeiten
der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und für Dividendenansprüche von Minderheitsgesellschaftern
von CIMIC in die sonstigen Verbindlichkeiten umgegliedert. Positiv wirkten sich das
Ergebnis nach Steuern (265 Mio. Euro) sowie übrige Effekte (36 Mio. Euro) im Eigenkapital
aus. Die bilanzielle Eigenkapitalquote belief sich zum 30. Juni 2017 auf 18 Prozent. Der Bestand an langfristigen Schulden erhöhte sich im Vergleich zum Geschäftsjahresende
2016 (2,6 Mrd. Euro) um 394 Mio. Euro auf 3,0 Mrd. Euro. Hier wirkte sich im Wesentlichen
ein von der HOCHTIEF Aktiengesellschaft platziertes Schuldscheindarlehen aus. Die
Transaktion hatte ein Nominalvolumen von 500 Mio. Euro und diente zur Refinanzierung
einer im März 2017 fälligen und an die Anleihegläubiger zurückgezahlten Unternehmensanleihe. Die kurzfristigen Schulden verminderten sich deutlich und lagen zum Ende des ersten
Halbjahres 2017 mit 8,2 Mrd. Euro um 693 Mio. Euro unter dem Wert vom 31. Dezember
2016 (8,9 Mrd. Euro). Wesentlich hierfür waren die bereits genannte Rückzahlung der
HOCHTIEF-Unternehmensanleihe sowie Anleihetilgungen durch CIMIC. Die Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen waren im ersten Halbjahr noch durch saisonale Faktoren
sowie Währungseffekte beeinflusst und gingen um 194 Mio. Euro auf 6,3 Mrd. Euro zurück.
Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten um 126 Mio. Euro auf 682 Mio. Euro resultiert
im Wesentlichen aus der Dividendenverbindlichkeit für die am 6. Juli 2017 gezahlte
Dividendenzahlung der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und aus Dividendenansprüchen von
Minderheitsgesellschaftern bei CIMIC. HOCHTIEF verfügte am 30. Juni 2017 über eine Nettovermögensposition in Höhe von 601
Mio. Euro. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert zum 30. Juni 2016 (113 Mio.
Euro) ergab sich ein deutlicher Anstieg um 488 Mio. Euro. Zu dieser Verbesserung trugen
insbesondere HOCHTIEF Europe und HOCHTIEF Americas bei. Chancen- und RisikoberichtDie Unternehmenssituation hat sich bezüglich der Chancen und Risiken nicht wesentlich gegenüber der Darstellung im Konzernbericht 2016 verändert. Die im Konzernbericht zum 31. Dezember 2016 veröffentlichten Ausführungen zu den Chancen und Risiken* gelten somit unverändert weiter. Bericht zur Prognose und sonstige Aussagen zur voraussichtlichen EntwicklungWir bestätigen den zu Jahresbeginn präsentierten positiven Ausblick. Für 2017 erwarten
wir ein Umsatzwachstum von mehr als 10 Prozent und einen operativen Konzerngewinn
im Bereich von 410 bis 450 Mio. Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 13 bis
25 Prozent gegenüber 2016 und stützt sich auf positive Beiträge von allen Divisions. Aus den Divisions
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| (In Mio. EUR) | H1 2017 |
H1 2016 |
Veränderung | 01-12 2016 |
| Bereichsumsatz | 5.772,3 | 5.362,3 | 7,6 % | 10.905,8 |
| Operatives Ergebnis vor Steuern/PBT1) | 125,4 | 113,4 | 10,6 % | 213,9 |
| Operatives Ergebnis vor Steuern Marge1) % | 2,2 | 2,1 | 0,1 | 2,0 |
| Operativer Konzerngewinn1) | 76,8 | 67,5 | 13,8 % | 134,9 |
| Ergebnis vor Steuern/PBT | 120,8 | 107,4 | 12,5 % | 203,8 |
| Konzerngewinn | 74,0 | 63,7 | 16,2 % | 128,1 |
| Net Cash aus laufender Geschäftstätigkeit | -22,9 | 92,1 | - | 433,8 |
| Betriebliche Investitionen brutto | 13,8 | 14,2 | -2,8 % | 36,8 |
| Nettofinanzvermögen (+)/Nettofinanzschulden (-) | 710,0 | 603,6 | 17,6 % | 844,2 |
| Auftragseingang | 5.915,4 | 7.628,7 | -22,5 % | 13.659,3 |
| Leistung | 5.666,9 | 5.487,1 | 3,3 % | 11.122,2 |
| Auftragsbestand (Stichtag) | 14.915,7 | 14.710,3 | 1,4 % | 15.896,8 |
| Mitarbeiter (Stichtag) | 10710 | 10 045 | 6,6 % | 9 490 |
HOCHTIEF Americas hat sich im ersten Halbjahr solide entwickelt. Das operative Ergebnis
vor Steuern verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent auf 125 Mio. Euro.
Nach einem dynamischen Anstieg im Jahresverlauf belief sich der Umsatz in den ersten
sechs Monaten 2017 auf 5,8 Mrd. Euro und lag damit um 8 Prozent über dem Vergleichswert
von 2016. Die operative PBT-Marge erhöhte sich um 10 Basispunkte auf 2,2 Prozent gegenüber
2,1 Prozent im Jahr zuvor. Sowohl Turner (Hochbau) als auch Flatiron (Infrastrukturbau)
erzielten Gewinnzuwächse.
Ende Juni 2017 lag das Nettofinanzvermögen in der Division bei 710 Mio. Euro - das
sind über 100 Mio. Euro mehr als noch im Vorjahr. Die Cashgenerierung konnte im zweiten
Quartal verbessert werden. Für den weiteren Jahresverlauf sehen wir hier zusätzliches
Steigerungspotenzial. Saisonale Veränderungen im Nettoumlaufvermögen führten in der
ersten Jahreshälfte zu einem moderaten Mittelabfluss von 23 Mio. Euro. Legt man jedoch
die letzten zwölf Monate zugrunde, so erwirtschaftete die Division ein Net Cash aus
laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 319 Mio. Euro. Sowohl Turner als auch Flatiron
leisteten hierzu einen wichtigen positiven Beitrag.
Der Auftragsbestand von HOCHTIEF Americas lag Ende Juni mit 14,9 Mrd. Euro leicht
über dem Vorjahreswert. Auch wenn der Rekordwert des ersten Halbjahres 2016 nicht
erreicht wurde, bewegte sich der Auftragseingang mit 5,9 Mrd. Euro auf einem soliden
Niveau.
Turner realisiert das Hochbauprojekt "Gateway of Pacific" im Süden von San Francisco
für den Kunden Biomed und den Behavioral Health Pavillion am Nationwide Children's
Hospital in Columbus. Die Gesellschaft wurde zudem mit dem Bau einer Rehaeinrichtung
beauftragt, dem Christine E. Lynn Rehabilitation Center in Miami.
Unsere Gesellschaft Flatiron wird unter anderem einen Abschnitt des Highways US 67
in Dallas von vier auf sechs Fahrbahnen erweitern. Für denselben Kunden, das Verkehrsministerium
von Texas, wird Flatiron einen Abschnitt des Interstate Highway 10 in San Antonio
ausbauen. Die beide Projekte haben insgesamt einen Auftragswert von 124 Mio. Euro.
Zudem wird die Gesellschaft Arbeiten am Pumpwerk Sunset and Heathfield im Bundesstaat
Washington ausführen sowie Ausbesserungen am Projekt "Sausalito Marin Wet Weather
Flow" in Kalifornien vornehmen.
Wir erwarten für das Jahr 2017 unverändert eine weitere Verbesserung für HOCHTIEF
Americas und gehen von einem operativen Vorsteuerergebnis im Bereich von 235 bis 250
Mio. Euro aus. Das entspricht einer Steigerung von 10 bis 17 Prozent gegenüber 2016.
Die Division HOCHTIEF Asia Pacific ist im Wesentlichen bestimmt durch die HOCHTIEF-Beteiligung
an CIMIC (72,7 Prozent Ende Juni 2017 gegenüber 71,5 Prozent per Juni 2016). Damit
verbunden sind Finanzierungs- und Holdingkosten sowie Kursveränderungen des australischen
Dollars gegenüber dem Euro.
Beim nominalen Ergebnis vor Steuern legte die Division mit einem Plus von 35 Prozent
auf 268 Mio. Euro kräftig zu, gestützt auf einen Umsatzanstieg von 34 Prozent, der
sich teils aus dem Beitrag des im vierten Quartal 2016 übernommenen Dienstleistungsunternehmens
UGL sowie durch organisches Wachstum in den Kernmärkten von CIMIC erklärt. Die PBT-Marge
der Division verbesserte sich um 10 Basispunkte auf 6,2 Prozent. Alle Kerngeschäftsfelder
des Konzerns - Bauen, Minengeschäft, Services und PPP -entwickeln sich weiterhin gut.
Nach einer starken Cashflow-Performance schloss HOCHTIEF Asia Pacific das erste Halbjahr
2017 mit einem soliden Nettofinanzvermögen von 364 Mio. Euro ab, fast 100 Mio. Euro
mehr als noch im Dezember 2016. Der Auftragsbestand liegt mit 23,7 Mrd. Euro um 20
Prozent über dem Vorjahreswert. Ursächlich für diese Verbesserung war neben organischem
Wachstum auch der Beitrag aus dem Dienstleistungsgeschäft von UGL.
Beim Konzerngewinn verzeichnete CIMIC im ersten Halbjahr 2017 einen Anstieg um 22
Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 323 Mio. australische Dollar. Das Ergebnis vor Steuern
verbesserte sich im Jahresvergleich um 26 Prozent auf 442 Mio. australische Dollar.
Die PBT-Marge bewegte sich mit 7,0 Prozent weiterhin auf solidem Niveau. Auch der
positive Umsatztrend konnte fortgesetzt werden: Dank organischem Wachstum (Umsatz
im Baugeschäft plus 5 Prozent und Minengeschäft plus 15 Prozent gegenüber Vorjahr)
und dem signifikanten Beitrag aus dem Bereich Services - der mittlerweile fast 20
Prozent bei CIMIC ausmacht - stiegen die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 28
Prozent auf 6,3 Mrd. australische Dollar.
Ein besonderes Highlight im ersten Halbjahr 2017 war die Entwicklung des Cashflow
bei CIMIC. Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit in diesem Zeitraum lag
bei 620 Mio. australischen Dollar - über 500 Mio. australische Dollar mehr als im
Vergleichszeitraum 2016. Hier macht sich der Fokus, den das Unternehmen auf das Working-Capital-Management
richtet, weiterhin bezahlt. Aufgrund höherer Auftragsvolumina im Minengeschäft und
Tunnelbau waren die betrieblichen Investitionen (netto) mit 189 Mio. australischen
Dollar deutlich höher als noch im ersten Halbjahr 2016 (61 Mio. australische Dollar).
| (In Mio. EUR) | H1 2017 |
H1 2016 |
Veränderung | 01-12 2016 |
| Bereichsumsatz | 4.346,6 | 3.247,5 | 33,8 % | 7.303,0 |
| Ergebnis vor Steuern/PBT | 267,8 | 198,1 | 35,2 % | 431,9 |
| Ergebnis vor Steuern Marge % | 6,2 | 6,1 | 0,1 | 5,9 |
| Konzerngewinn | 124,2 | 91,6 | 35,6 % | 217,4 |
| Nettofinanzvermögen (+)/Nettofinanzschulden (-) | 363,7 | 385,9 | -5,8 % | 265,1 |
| Auftragsbestand (Stichtag) | 23.734,2 | 19.797,3 | 19,9 % | 23.302,0 |
| Mitarbeiter (Stichtagswerte)1) | 38 477 | 27 771 | 38,6 % | 35 396 |
*
Nominale Zahlen, sofern nicht anders angegeben 1) Inkl. Mitarbeiter UGL (6801 per
31.12.2016)
Infolge der starken Cashgenerierung belief sich das Nettofinanzvermögen am Ende des
Berichtszeitraums auf 608 Mio. australische Dollar. Das entspricht einer Steigerung
von mehr als 300 Mio. australischen Dollar gegenüber dem Ende des ersten Quartals
2017. Außerdem konnten Nettoforderungen gegenüber Kunden um 633 Mio. australische
Dollar gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr 1,2 Mrd. australische Dollar erheblich reduziert
werden.
Die starke Bilanz, die positive Geschäftsentwicklung und die guten Aussichten des
Unternehmens wurden auch von Standard & Poor's gewürdigt: Im Mai hob die Ratingagentur
ihr Investment-Grade-Rating für CIMIC um eine Stufe auf BBB an.
Ende Juni 2017 lag der Auftragsbestand mit 35,2 Mrd. australischen Dollar um 19 Prozent
über dem Vorjahr, wobei das Baugeschäft im Jahresvergleich einen Zuwachs von 15 Prozent
auf 15,2 Mrd. australische Dollar verzeichnete. Dank des Beitrags von UGL kam der
Auftragsbestand im Geschäftsfeld Services auf 4,9 Mrd. australische Dollar; dies entspricht
knapp 20 Prozent des gesamten Auftragsbestands von CIMIC. Der auf das Minengeschäft
entfallende Anteil entwickelte sich im zweiten Quartal positiv und lag Ende Juni 2017
bei 9,6 Mrd. australischen Dollar. Für den Rest des Jahres 2017 wurde eine solide
Projektpipeline identifiziert: Ausschreibungen mit einem Auftragswert von fast 50
Mrd. australischen Dollar sind für CIMIC relevant. Für die Folgejahre wird derzeit
mit einem Volumen von weiteren 320 Mrd. australischen Dollar gerechnet.
Zu den neuen Projekteingängen im zweiten Quartal gehört der Auftrag für CPB Contractors,
den zweiten Abschnitt des Sydney-Metro-Projekts innerhalb eines Joint Ventures zu
realisieren: zwei 15,5 Kilometer lange Tunnelröhren unter dem Hafen der Metropole
sowie damit verbundene Arbeiten. Der Auftragswert beträgt insgesamt 1,9 Mrd. Euro.
Es ist zurzeit eines der größten öffentlichen Infrastrukturprojekte Australiens. Zudem
ist CPB Contractors innerhalb eines Joint Ventures mit dem Bau einer neuen Start-
und Landebahn am Flughafen Brisbane beauftragt worden. Das Gesamtauftragsvolumen liegt
bei zirka 269 Mio. Euro (CPB-Anteil: 135 Mio. Euro).
Thiess übernimmt bis 2021 Minendienstleistungen an der Mount-Pleasant-Kohlenmine in
New South Wales mit einem Auftragswert von 357 Mio. Euro. Zudem hat die Gesellschaft
eine Auftragserweiterung für den Betrieb der Eisenerzmine Solomon Hub in Western Australia
bis 2020 mit einem Wert von 346 Mio. Euro erhalten. Ebenfalls wurde der Vertrag für
den Betrieb der Yallourn-Kohlenmine in Victoria bis 2026 verlängert, den die Gesellschaft
innerhalb eines Joint Ventures erbringt. Der Auftragswert für Thiess beträgt 128 Mio.
Euro.
Leighton Asia wird das East Kowloon Cultural Center in Hongkong mit einem Auftragswert
von zirka 300 Mio. Euro errichten.
UGL ist mit der Planung, dem Bau, der Wartung und der Instandhaltung für die Collinsville
Solar Farm in Queensland und die White Rock Solar Farm in New South Wales beauftragt
worden (Auftragswert: zirka 80 Mio. Euro).
Vorbehaltlich sich ändernder Rahmenbedingungen bestätigt CIMIC seine Prognose für
den Konzerngewinn 2017 im Bereich von 640 bis 700 Mio. australischen Dollar (2016:
580 Mio. australische Dollar). Dies entspricht einer Steigerung von 10 bis 21 Prozent.
HOCHTIEF Europe setzt seine positive Entwicklung fort. Das operative Ergebnis vor
Steuern stieg auf 19,3 Mio. Euro gegenüber 16,6 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2016.
Auch das nominale Ergebnis vor Steuern verbesserte sich und lag mit 12,1 Mio. Euro
im ersten Halbjahr 2017 um 2 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Die Umsatzerlöse legten
kräftig um 19 Prozent auf 840 Mio. Euro zu, während sich die Margen auf ähnlichem
Niveau wie im Vergleichszeitraum 2016 bewegten.
Die Division HOCHTIEF Europe schloss das Halbjahr mit einem Nettofinanzvermögen von
24 Mio. Euro ab und konnte somit eine ganz erhebliche Steigerung von 288 Mio. Euro
gegenüber dem Vorjahr erzielen. Die deutliche Verbesserung in der Bilanz der Division
spiegelt die stark erhöhte Cashgenerierung wider. Der Anstieg des Net Cash aus laufender
Geschäftstätigkeit um mehr als 100 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr ist teilweise auf
einen weiter reduzierten Kapitaleinsatz im Immobilienbereich zurückzuführen. In den
letzten zwölf Monaten erwirtschaftete HOCHTIEF Europe ein positives Net Cash aus laufender
Geschäftstätigkeit von über 160 Mio. Euro.
Mit 1,2 Mrd. Euro lag der Auftragseingang im ersten Halbjahr um 36 Prozent über dem
Vorjahreswert. Das lag vor allem am Neuauftrag Zuidasdok in den Niederlanden aus dem
ersten Quartal 2017, an dem HOCHTIEF Europe einen Anteil von 421 Mio. Euro hat. Der
Auftragsbestand ist gegenüber dem ersten Halbjahr 2016 um 8 Prozent auf 4,0 Mrd. Euro
gestiegen.
Zu den neuen Projekten der Division HOCHTIEF Europe gehört ein PPP-Großauftrag für
Planung, Bau, Finanzierung und Betrieb des Bundesministeriums für Gesundheit in Berlin.
HOCHTIEF realisiert das Projekt in einem Joint Venture.
| (In Mio. EUR) | H1 2017 |
H1 2016 |
Veränderung | 01-12 2016 |
| Bereichsumsatz | 839,6 | 703,6 | 19,3 % | 1.596,5 |
| Operatives Ergebnis vor Steuem/PBT1) | 19,3 | 16,6 | 16,3 % | 36,1 |
| Operatives Ergebnis vor Steuern Marge1) % | 2,3 | 2,4 | -0,1 | 2,3 |
| Operativer Konzerngewinn1) | 15,6 | 11,3 | 38,1 % | 30,4 |
| Ergebnis vor Steuern/PBT | 12,1 | 10,1 | 19,8 % | 18,7 |
| Konzerngewinn | 8,3 | 4,8 | 72,9 % | 12,5 |
| Net Cash aus laufender Geschäftstätigkeit | -53,5 | -158,9 | 66,3 % | 61,9 |
| Betriebliche Investitionen brutto | 10,8 | 16,0 | -32,5 % | 36,2 |
| Nettofinanzvermögen (+)/Nettofinanzschulden (-) | 24,2 | -264,0 | - | 44,6 |
| Auftragseingang | 1.196,3 | 877,6 | 36,3 % | 2.097,5 |
| Leistung | 935,2 | 899,0 | 4,0 % | 1.949,6 |
| Auftragsbestand (Stichtag)2) | 3.950,2 | 3.647,4 | 8,3 % | 3.890,6 |
| Mitarbeiter (Stichtag) | 5 544 | 6 845 | -19.0 % | 6 414 |
| davon in Deutschland | 3 205 | 3 303 | -3,0 % | 3 275 |
HOCHTIEF Infrastructure wurde mit der Erstellung des Wohnbauprojekts Height 5 in Hamburg
beauftragt.
HOCHTIEF Polska hat Aufträge mit einem Gesamtwert von 115 Mio. Euro erhalten, darunter
der Büropark Business Garden in Breslau und Produktionsanlagen für einen Automobilzulieferer
im Südwesten Polens.
In Tschechien wird HOCHTIEF mehrere Projekte im Hoch- und Infrastrukturbau bearbeiten;
dazu zählen die Rekonstruktion des historischen Negrelli-Viadukts in Prag sowie Industrieanlagen.
Für 2017 gehen wir weiterhin von einer Steigerung des operativen Ergebnisses vor Steuern
auf 40 bis 45 Mio. Euro aus. Dies entspricht einer Steigerung von 11 bis 25 Prozent
gegenüber 2016 (36 Mio. Euro).
| (In Tsd. EUR) | H1 2017 |
H1 2016 |
Veränderung | Q2 2017 |
Q2 2016 |
01-12 2016 |
| Umsatzerlöse | 11.017.724 | 9.365.862 | 17,6 % | 5.868.736 | 4.951.429 | 19.908.328 |
| Bestandsveränderung der Erzeugnisse |
-43.710 | -36.158 | 20,9 % | -15.326 | -36.616 | -93.030 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 92.344 | 107.909 | -14,4 % | 52.137 | 23.503 | 372.477 |
| Materialaufwand | -7.807.001 | -6.983.898 | 11,8 % | -4.332.324 | -3.711.812 | -14.778.229 |
| Personalaufwand | -2.067.558 | -1.545.085 | 33,8 % | -1.019.050 | -781.316 | -3.285.214 |
| Abschreibungen | -201.370 | -132.906 | 51,5 % | -107.341 | -65.519 | -287.721 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen |
-618.803 | -515.739 | 20,0 % | -291.688 | -248.691 | -1.208.075 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit |
371.626 | 259.985 | 42,9 % | 155.144 | 130.978 | 628.536 |
| Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden |
37.760 | 78.384 | -51,8 % | 40.167 | 36.350 | 75.117 |
| Übriges Beteiligungsergebnis | 45.002 | 23.622 | 90,5 % | 32.884 | 12.221 | 39.803 |
| Finanzerträge | 38.383 | 44.115 | -13,0 % | 14.842 | 24.965 | 87.415 |
| Finanzaufwendungen | -107.087 | -106.144 | 0,9 % | -46.211 | -52.766 | -210.160 |
| Ergebnis vor Steuern | 385.684 | 299.962 | 28,6 % | 196.826 | 151.748 | 620.711 |
| Ertragsteuern | -120.244 | -110.995 | 8,3 % | -56.634 | -48.814 | -187.217 |
| Ergebnis nach Steuern | 265.440 | 188.967 | 40,5 % | 140.192 | 102.934 | 433.494 |
| davon: Anteile ohne beherrschenden Einfluss |
76.375 | 48.693 | 56,9 % | 39.418 | 26.005 | 113.011 |
| davon: Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre (Konzerngewinn) |
189.065 | 140.274 | 34,8 % | 100.774 | 76.929 | 320.483 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | 2,94 | 2,18 | 34,9 % | 1,57 | 1,20 | 4,98 |
| (In Tsd. EUR) | H1 2017 |
H1 2016 |
Veränderung | Q2 2017 |
Q2 2016 |
01-12 2016* |
| Ergebnis nach Steuern | 265.440 | 188.967 | 40,5 % | 140.192 | 102.934 | 433.494 |
| Ergebnisbestandteile, die möglicherweise in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden |
||||||
| Unterschied aus der Währungsumrechnung | -227.200 | -95.421 | -138,1 % | -168.714 | 26.206 | 96.990 |
| Marktbewertung von Finanzinstrumenten | ||||||
| originär | -8.133 | -9.584 | 15,1 % | -13.595 | 4.954 | -17.800 |
| derivativ | 2.742 | 568 | 382,7 % | 953 | 1.324 | -895 |
| Anteil der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen von at Equity bilanzierten assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen |
-2.192 | -15.900 | 86,2 % | -1.633 | -938 | -16.174 |
| Ergebnisbestandteile, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden |
||||||
| Neubewertung von leistungsorientierten Plänen |
36.136 | -79.707 | - | 28.183 | -33.401 | -59.103 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen nach Steuern |
-198.647 | -200.044 | 0,7 % | -154.806 | -1.855 | 3.018 |
| Gesamtergebnis des Berichtszeitraums nach Steuern |
66.793 | -11.077 | - | -14.614 | 101.079 | 436.512 |
| davon: Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 23.419 | 19.614 | 19,4 % | 760 | 30.610 | 115.646 |
| davon: Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre | 43.374 | -30.691 | - | -15.374 | 70.469 | 320.866 |
*
Angepasst aufgrund der Finalisierung der Kaufpreisallokation aus der UGL-Akquisition.
| (In Tsd. EUR) | 30.06.2017 | 31.12.2016* |
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 1.255.653 | 1.322.259 |
| Sachanlagen | 1.063.929 | 1.177.551 |
| Investment Properties | 11.016 | 12.007 |
| At Equity bewertete Finanzanlagen | 627.451 | 704.897 |
| Übrige Finanzanlagen | 70.942 | 71.562 |
| Finanzforderungen | 828.815 | 818.579 |
| Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 174.331 | 180.741 |
| Ertragsteueransprüche | 19.487 | 19.695 |
| Latente Steuern | 274.678 | 304.384 |
| 4.326.302 | 4.611.675 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 508.920 | 559.168 |
| Finanzforderungen | 92.840 | 55.985 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.145.335 | 5.025.260 |
| Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 417.978 | 450.297 |
| Ertragsteueransprüche | 44.621 | 31.152 |
| Wertpapiere | 530.728 | 463.424 |
| Flüssige Mittel | 2.543.356 | 2.847.426 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 30.673 | 32.719 |
| 9.314.451 | 9.465.431 | |
| 13.640.753 | 14.077.106 |
| (In Tsd. EUR) | 30.06.2017 | 31.12.2016* |
| Eigenkapital | ||
| Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre | 1.690.187 | 1.813.830 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 742.996 | 757.279 |
| 2.433.183 | 2.571.109 | |
| Langfristige Schulden | ||
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 400.908 | 440.246 |
| Andere Rückstellungen | 373.362 | 423.256 |
| Finanzverbindlichkeiten | 2.110.133 | 1.633.321 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 34.237 | 36.841 |
| Latente Steuern | 44.369 | 34.917 |
| 2.963.009 | 2.568.581 | |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Andere Rückstellungen | 758.471 | 821.603 |
| Finanzverbindlichkeiten | 472.503 | 1.046.934 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.315.875 | 6.509.474 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 681.636 | 555.341 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 16.076 | 4.064 |
| 8.244.561 | 8.937.416 | |
| 13.640.753 | 14.077.106 |
| (In Tsd. EUR) | H1 2017 | H1 2016 |
| Ergebnis nach Steuern | 265.440 | 188.967 |
| Abschreibungen/Zuschreibungen | 169.825 | 131.192 |
| Veränderung der Rückstellungen | -45.855 | -78.420 |
| Veränderung der latenten Steuern | 26.685 | 76.491 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Anlagegegenständen und von kurzfristigen Wertpapieren | 15.384 | 3.872 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge (i. W. Equity-Bewertung) sowie Ergebnisse aus Entkonsolidierungen |
20.796 | 10.711 |
| Veränderung des Nettoumlaufvermögens | -222.734 | -388.714 |
| Veränderung der sonstigen Bilanzposten | 1.120 | -1.094 |
| Net Cash aus laufender Geschäftstätigkeit | 230.661 | -56.995 |
| Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Investment Properties | ||
| Investitionen | -171.755 | -95.929 |
| Einnahmen aus Anlagenabgängen | 20.752 | 29.516 |
| Akquisitionen und Beteiligungen | ||
| Investitionen | -20.019 | -33.507 |
| Einnahmen aus Anlagenabgängen/Desinvestments | 22.945 | 212 |
| Ertragsteuerzahlungen im Zusammenhang mit Desinvestments | -40.915 | -21.169 |
| Veränderung flüssiger Mittel aus Erst- und Entkonsolidierungen | - | 60.693 |
| Veränderung der Wertpapiere und Finanzforderungen | -132.015 | 184.156 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -321.007 | 123.972 |
| Auszahlungen aus dem Rückkauf eigener Aktien | - | -79.656 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf eigener Aktien | 1.326 | 1.284 |
| Auszahlungen aus dem Rückkauf eigener Aktien bei CIMIC | - | -175.910 |
| Auszahlungen für den Erwerb von zusätzlichen Anteilen an Tochterunternehmen | -20.319 | -85.799 |
| Einzahlungen in das Eigenkapital durch Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 7.715 | - |
| Sonstige Finanzierungsvorgänge | -2.340 | -6.218 |
| Dividenden an HOCHTIEF-Aktionäre und an Anteile ohne beherrschenden Einfluss | -6.592 | -188.848 |
| Aufnahme von Finanzschulden | 1.107.393 | 313.136 |
| Tilgung von Finanzschulden | -1.161.108 | -206.060 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -73.925 | -428.071 |
| Zahlungswirksame Veränderungen der flüssigen Mittel | -164.271 | -361.094 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf die flüssigen Mittel | -139.799 | -43.642 |
| Veränderung der flüssigen Mittel insgesamt | -304.070 | -404.736 |
| Flüssige Mittel zum Jahresanfang | 2.847.426 | 2.808.707 |
| Flüssige Mittel zum Ende des Berichtszeitraums | 2.543.356 | 2.403.971 |
| Gezeichnetes Kapital HOCHTIEF Aktiengesellschaft |
Kapitalrücklage HOCHTIEF Aktiengesellschaft |
Gewinnrücklagen einschließlich Bilanzgewinn |
Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen | |||
| (In Tsd. EUR) | Neubewertung von leistungs- orientierten Plänen |
Unterschied aus der Währungs- umrechnung |
Marktbewertung von Finanz- instrumenten |
|||
| Stand 01.01.2016 | 177.432 | 804.163 | 1.144.034 | -287.527 | 286.791 | 19.008 |
| Dividenden | - | - | -128.473 | - | - | - |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 140.274 | - | - | - |
| Veränderung aus Währungsumrechnung und Marktbewertung von Finanzinstrumenten | - |
- |
- |
- |
-73.050 | -18.208 |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | - |
- |
- |
-79.707 | - |
- |
| Gesamtergebnis | - | - | 140.274 | -79.707 | -73.050 | -18.208 |
| Übrige neutrale Veränderungen* | - | 440 | -194.249 | - | - | - |
| Stand 30.06.2016 | 177.432 | 804.603 | 961.586 | -367.234 | 213.741 | 800 |
| Stand 01.01.2017** | 164.608 | 817.427 | 813.140 | -346.630 | 371.060 | -5.775 |
| Dividenden | - | - | -167.044 | - | - | - |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 189.065 | - | - | - |
| Veränderung aus Währungsumrechnung und Marktbewertung von Finanzinstrumenten | - |
- |
- |
- |
-173.259 | -8.568 |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | - |
- |
- |
36.136 | - |
- |
| Gesamtergebnis | - | - | 189.065 | 36.136 | -173.259 | -8.568 |
| Übrige neutrale Veränderungen | - | 750 | -723 | - | - | - |
| Stand 30.06.2017 | 164.608 | 818.177 | 834.438 | -310.494 | 197.801 | -14.343 |
| Anteile der HOCHTIEF Aktionäre |
Anteile ohne beherrschenden Einfluss |
Summe | |
| (In Tsd. EUR) | |||
| Stand 01.01.2016 | 2.143.901 | 1.002.847 | 3.146.748 |
| Dividenden | -128.473 | -52.031 | -180.504 |
| Ergebnis nach Steuern | 140.274 | 48.693 | 188.967 |
| Veränderung aus Währungsumrechnung und Marktbewertung von Finanzinstrumenten | -91.258 | -29.079 | -120.337 |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | -79.707 | - |
-79.707 |
| Gesamtergebnis | -30.691 | 19.614 | -11.077 |
| Übrige neutrale Veränderungen* | -193.809 | -117.544 | -311.353 |
| Stand 30.06.2016 | 1.790.928 | 852.886 | 2.643.814 |
| Stand 01.01.2017** | 1.813.830 | 757.279 | 2.571.109 |
| Dividenden | -167.044 | -44.679 | -211.723 |
| Ergebnis nach Steuern | 189.065 | 76.375 | 265.440 |
| Veränderung aus Währungsumrechnung und Marktbewertung von Finanzinstrumenten | -181.827 | -52.956 | -234.783 |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | 36.136 | - |
36.136 |
| Gesamtergebnis | 43.374 | 23.419 | 66.793 |
| Übrige neutrale Veränderungen | 27 | 6.977 | 7.004 |
| Stand 30.06.2017 | 1.690.187 | 742.996 | 2.433.183 |
*
Die übrigen neutralen Veränderungen entfallen mit -175.910 Tsd. Euro auf den Erwerb
eigener Aktien durch CIMIC Holdings und mit -79.656 Tsd. Euro auf den Erwerb eigener
Aktien durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft.
**
Angepasst aufgrund der Finalisierung der Kaufpreisallokation aus der UGL-Akquisition.
Erläuterungen zu der Anpassung finden Sie auf Seite 19.
Der Konzernzwischenbericht zum 30. Juni 2017, der am 24. Juli 2017 vom Vorstand zur
Veröffentlichung freigegeben wurde, wird nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden
sind, aufgestellt. Der Zwischenabschluss und der Zwischenlagebericht wurden von unseren
Wirtschaftsprüfern einer prüferischen Durchsicht unterzogen. In Einklang mit IAS 34
ist ein gegenüber dem Konzernabschluss verkürzter Berichtsumfang gewählt worden.
Der vorliegende Zwischenbericht basiert auf dem Konzernabschluss zum 31. Dezember
2016.
HOCHTIEF hat aufgrund gestiegener Kapitalmarktzinsen zum 30. Juni 2017 den Abzinsungssatz
zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen im Inland auf 2,00 Prozent erhöht (31. Dezember
2016: 1,75 Prozent).
Ansonsten werden dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie bei der Erstellung
des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2016 angewandt, sodass für weitere Informationen
auf die dort dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verwiesen wird.
Für die Währungsumrechnung der wesentlichen ausländischen Konzerngesellschaften wurden
folgende Wechselkurse zugrunde gelegt:
| Durchschnitt | Bilanzstichtag | |||
| (In EUR) | H1 2017 | H1 2016 | 30.06.2017 | 31.12.2016 |
| 1 US-Dollar (USD) | 0,91 | 0,90 | 0,88 | 0,95 |
| 1 australischer Dollar (AUD) | 0,69 | 0,66 | 0,67 | 0,69 |
| 1 britisches Pfund (GBP) | 1,16 | 1,27 | 1,14 | 1,17 |
| 100 polnische Zloty (PLN) | 23,54 | 22,84 | 23,66 | 22,67 |
| 100 Katar-Riyal (QAR) | 24,96 | 24,68 | 23,33 | 25,99 |
| 100 tschechische Kronen (CZK) | 3,74 | 3,70 | 3,82 | 3,70 |
| 100 chilenische Pesos (CLP) | 0,14 | 0,13 | 0,13 | 0,14 |
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2017 wurden 19 ausländische Gesellschaften
erstmals In den Konzernabschluss einbezogen. 43 ausländische Gesellschaften sind aus
dem Konsolidierungskreis ausgeschieden.
Die Anzahl der nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen ist im ersten Halbjahr
2017 im Ausland per Saldo um 16 Gesellschaften zurückgegangen. Zudem wurde eine gemeinschaftliche
Tätigkeit mehr in den Konzernabschluss einbezogen.
Zum 30. Juni 2017 wurden neben der HOCHTIEF Aktiengesellschaft insgesamt 55 inländische
und 406 ausländische Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung, 16 inländische
und 140 ausländische Unternehmen nach der Equity-Methode sowie 64 ausländische gemeinschaftliche
Tätigkeiten in den Konzernabschluss einbezogen.
Als eigenständiger börsennotierter Konzern veröffentlicht die HOCHTIEF Aktiengesellschaft,
Essen, Deutschland, Amtsgericht Essen, Handelsregisternummer HRB 279, ihren Konzernabschluss,
der gleichzeitig in den Konzernabschluss der ACS Actividades de Construcción y Servicios,
S.A., Madrid, Spanien, einbezogen wird.
Am 10. Oktober 2016 erwarb die CIMIC-Gruppe über ihr Tochterunternehmen CIMIC Group
Investments No. 2 Pty Limited (CGI2) 13,84 Prozent der ausgegebenen Aktien am australischen
Dienstleistungsunternehmen UGL Limited ("UGL") und gab im Rahmen eines Übernahmeangebots
bekannt, die bisher nicht gehaltenen Anteile zu einem Preis von 3,15 australischen
Dollar pro Aktie erwerben zu wollen. Mit Wirkung zum 24. November 2016 hat CIMIC die
Beteiligungsquote auf über 50 Prozent erhöht und UGL vollkonsolidiert. Die Anteile
wurden im Folgenden weiter erhöht und die Übernahme konnte am 20. Januar 2017 abgeschlossen
werden, sodass CIMIC damit 100 Prozent der Anteile besitzt.
Der Konzernabschluss 2016 enthielt vorläufige Zeitwerte für die durch den Unternehmenszusammenschluss
erworbenen Vermögenswerte und Schulden. Die Kaufpreisallokation wurde nun abgeschlossen,
und die vergleichenden Informationen zum 31. Dezember 2016 sind entsprechend rückwirkend
angepasst worden. Somit ist einerseits der beizulegende Zeitwert der Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen zum Erwerbszeitpunkt um 41,1 Mio. Euro angestiegen;
andererseits stiegen die aktiven latenten Steuern um 12,3 Mio. Euro. Der Geschäfts-
oder Firmenwert erhöhte sich um 14,4 Mio. Euro und das Eigenkapital reduzierte sich
um 14,4 Mio. Euro.
Mit dem geplanten Verkauf von Vermögenswerten aus dem Miningbereich seitens der PT
Thiess Contractors Indonesia (Division HOCHTIEF Asia Pacific) erfolgt der Ausweis
gemäß IFRS 5 als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte. Eine im Jahr 2016 unterzeichnete
Vereinbarung zum Verkauf der Vermögenswerte wurde größtenteils umgesetzt. Die verbleibenden
Vermögenswerte werden zur Veräußerung gehalten und sind in der Bilanz separat ausgewiesen.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die wesentlichen Hauptgruppen dieser Vermögenswerte.
| (In Tsd. EUR) | 30.06.2017 | 31.12.2016 |
| Sachanlagen | 28.203 | 30.230 |
| Vorräte | 2.470 | 2.489 |
| Summe Vermögenswerte | 30.673 | 32.719 |
Zum 30. Juni 2017 ergibt sich für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ein Bestand an eigenen
Aktien von insgesamt 44 287 Stück. Diese Aktien wurden seit dem 7. Oktober 2014 für
die im Hauptversammlungsbeschluss vom 7. Mai 2014 beziehungsweise 6. Mai 2015 genannten
Zwecke und zur Verwendung für alle sonstigen aktienrechtlich zulässigen Zwecke erworben.
Der auf diese eigenen Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 113.374,72
Euro (0,069 Prozent des Grundkapitals).
7 855 eigene Aktien wurden im Mai 2017 an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft
zu einem Preis von 168,85 Euro je Aktie mit der Verpflichtung übertragen, sie für
einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren seit der Übertragung zu halten. Damit wurden
bestehende Ansprüche der Übertragungsempfänger auf variable Vergütung getilgt. Der
auf diese Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 20.108,80 Euro (0,012
Prozent des Grundkapitals).
Im März 2017 begab die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ein Schuldscheindarlehen über 500
Mio. Euro. Dieser Emissionserlös wurde vollständig zur Refinanzierung einer im März
2017 in gleicher Höhe fälligen Anleihe aus dem Jahr 2012 genutzt. Das Darlehen hat
gestaffelte Laufzeiten über fünf, sieben und zehn Jahre. HOCHTIEF stärkt mit dem Darlehen,
das eine wesentlich günstigere Finanzierung ermöglicht, seine operative Entwicklung
und diversifiziert zudem das Fälligkeitenprofil der Finanzverbindlichkeiten.
Die Hauptversammlung der HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat am 10. Mai 2017 die Ausschüttung
einer Dividende von 2,60 Euro je für das Geschäftsjahr 2016 dividendenberechtigter
Stückaktie beschlossen. Daraus resultiert eine Dividendenzahlung in Höhe von 167.044.430,80
Euro, die am 6. Juli 2017 geleistet wurde.
Die Haftungsverhältnisse betreffen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften; sie haben sich
gegenüber dem 31. Dezember 2016 um 551 Tsd. Euro auf 4.981 Tsd. Euro vermindert.
Für jede Klasse von Finanzinstrumenten werden die beizulegenden Zeitwerte der einzelnen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten angegeben. In Abhängigkeit von der Marktnähe
ist für den beizulegenden Zeitwert - basierend auf den Eingangsparametern, die in
die angewandten Bewertungsverfahren einfließen - eine dreistufige Fair Value-Hierarchie
zu berücksichtigen:
| Stufe 1 : | Vorliegen von notierten Preisen in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Schulden; zum Beispiel börsennotierte Wertpapiere |
| Stufe 2: | Verwendung von anderen Eingangsparametern als die notierten Preise der Stufe 1, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt, das heißt als Preis, oder indirekt, das heißt aus Preisen abgeleitet oder beobachtet werden können; zum Beispiel Zinsswaps oder Devisentermingeschäfte |
| Stufe 3: | Keine relevant beobachtbaren Eingangsparameter sind verfügbar; zum Beispiel Beteiligungen, die zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind - beispielsweise durch eine Unternehmensbewertung |
| 30.06.2017 | 31.12.2016 | |||||
| (In Tsd. EUR) | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe | Stufe 1 | Stufe 2 |
| Aktiva | ||||||
| Übrige Finanzanlagen | 1.172 | 526 | 59.398 | 61.096 | 1.270 | 20.506 |
| Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | ||||||
| langfristig | - | 8.412 | 47.844 | 56.256 | - | 14.169 |
| kurzfristig | - | 8.637 | - | 8.637 | - | 1.727 |
| Wertpapiere | 496.889 | 33.839 | - | 530.728 | 409.821 | 53.603 |
| Summe Aktiva | 498.061 | 51.414 | 107.242 | 656.717 | 411.091 | 90.005 |
| Passiva | ||||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | ||||||
| langfristig | - | 703 | - | 703 | - | 557 |
| kurzfristig | - | 2.661 | - | 2.661 | - | 3.678 |
| Summe Passiva | - | 3.364 | - | 3.364 | - | 4.235 |
| 31.12.2016 | ||
| (In Tsd. EUR) | Stufe 3 | Summe |
| Aktiva | ||
| Übrige Finanzanlagen | 40.103 | 61.879 |
| Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | ||
| langfristig | 51.384 | 65.553 |
| kurzfristig | - | 1.727 |
| Wertpapiere | - | 463.424 |
| Summe Aktiva | 91.487 | 592.583 |
| Passiva | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | ||
| langfristig | - | 557 |
| kurzfristig | - | 3.678 |
| Summe Passiva | - | 4.235 |
In den einzelnen Klassen von Finanzinstrumenten entsprechen sich grundsätzlich der
jeweils beizulegende Zeitwert und der zugrunde liegende Buchwert, soweit die Ermittlung
eines beizulegenden Zeitwerts verlässlich gegeben ist. Abweichungen ergeben sich lediglich
bei den Finanzverbindlichkeiten. Ihr Buchwert beträgt insgesamt 2.582.636 Tsd. Euro
(31.12.2016: 2.680.255 Tsd. Euro) bei einem beizulegenden Zeitwert von 2.711.587 Tsd.
Euro (31.12.2016: 2.774.619 Tsd. Euro).
Im ersten Halbjahr 2017 erfolgte - wie im Vergleichsjahr - zwischen den zum beizulegenden
Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten der Stufen 1 und 2 keine Umgliederung; auch
die Stufe 3 blieb insoweit unverändert.
In der Stufe 3 wird der Fair Value von Anteilen an nicht börsennotierten Gesellschaften
in Übereinstimmung mit allgemein anerkannten Bewertungsverfahren - basierend auf Discounted-Cashflow-Analysen
- bestimmt. Dabei sind interne Verzinsung, Wachstumsrate und Diskontierungsfaktor
die nicht beobachtbaren Eingangsparameter. Die Optionsbewertung erfolgt mittels einer
Monte-Carlo-Simulation. Als entsprechende Eingangsparameter werden erwarteter Ausübungszeitraum,
Multiplikator und Diskontierungsfaktor berücksichtigt. Die Überleitung der beizulegenden
Zeitwerte von Finanzinstrumenten der Stufe 3 von den Eröffnungs- zu den Schlusssalden
stellt sich für die übrigen Finanzanlagen sowie für sonstige Forderungen und sonstige
Vermögenswerte in folgender Weise dar:
| (In Tsd. EUR) | |
| Stand 01.01.2017 | 91.487 |
| Währungsanpassungen | -4.888 |
| In der GuV erfasste Gewinne (+) / Verluste (-) | 19.147 |
| Übrige Veränderungen | 1.496 |
| Stand 30.06.2017 | 107.242 |
| (In Tsd. EUR) | |
| Stand 01.01.2016 | 83.331 |
| Währungsanpassungen | 1.829 |
| In der GuV erfasste Gewinne (+) / Verluste (-) | 51.534 |
| Übrige Veränderungen | -45.207 |
| Stand 31.12.2016 | 91.487 |
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Gewinne sind im übrigen Beteiligungsergebnis
berücksichtigt; die sonstigen Veränderungen wurden demgegenüber erfolgsneutral abgebildet.
Die HOCHTIEF-Struktur entspricht der operativen Ausrichtung des Konzerns und spiegelt
die Präsenz in wichtigen nationalen und internationalen Regionen sowie Märkten wider.
Im HOCHTIEF-Konzern basiert die Segmentabgrenzung auf der internen Berichterstattung.
Detaillierte Erläuterungen zu den einzelnen Divisions/Segmenten des HOCHTIEF-Konzerns
sind im vorstehenden Zwischenlagebericht enthalten.
Der Kreis der zur HOCHTIEF Aktiengesellschaft oder zu Konzernunternehmen nahestehenden
Unternehmen oder Personen wird durch IAS 24 bestimmt, sodass diesbezüglich auf die
Angaben im letzten Konzernabschluss verwiesen wird.
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen sind zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen
worden, mit Ausnahme eines unverzinslichen Darlehens in Höhe von 16.112 Tsd. Euro
(31.12.2016: 141.820 Tsd. Euro), das CIMIC der HLG Contracting gewährt hat.
Ansonsten wurden im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2017 keine wesentlichen Geschäfte
zwischen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beziehungsweise Konzernunternehmen und einem
diesen nahestehenden Unternehmen oder einer diesen nahestehenden Person, die einen
wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage haben, geschlossen.
| H1 2017 | H1 2016 | Q2 2017 | Q2 2016 | |
| Konzerngewinn (in Tsd. EUR) | 189.065 | 140.274 | 100.774 | 76.929 |
| Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien (gewichteter Durchschnitt) | 64 250 476 | 64 339 263 | 64 253 095 | 64244027 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | 2,94 | 2,18 | 1,57 | 1,20 |
Die Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien resultiert im Wesentlichen
aus dem Aktienrückkaufprogramm im Geschäftsjahr 2016.
Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie kann durch sogenannte potenzielle Aktien
auftreten (vor allem Aktienoptionen und Wandelanleihen). Die aktienbasierten Vergütungsprogramme
von HOCHTIEF wirken nicht gewinnverwässernd. Damit entsprechen sich das verwässerte
und das unverwässerte Ergebnis je Aktie.
Es sind keine Ereignisse bekannt geworden, die substanzielle Hinweise zu Sachverhalten
liefern, die bereits am Abschlussstichtag vorgelegen haben.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Halbjahresfinanzberichterstattung der verkürzte Konzernzwischenabschluss ein
den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich
des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen
Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden
Geschäftsjahr beschrieben sind.
Essen, 24. Juli 2017
Der Vorstand
| Marcelino Fernández Verdes | Peter Sassenfeld |
| José Ignacio Legorburo Escobar | Nikolaus Graf von Matuschka |
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn-
und -Verlustrechnung sowie Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Kapitalflussrechnung,
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals sowie ausgewählten erläuternden Konzernanhangangaben
- und den Konzernzwischenlagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, für den
Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2017, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts
nach § 37 w WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des
verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den International Financial Reporting Standards
(IFRS) für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts
nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in
der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung
zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf
der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review
of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity"
(ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer begrenzten Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder
dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden ist.
Düsseldorf, den 25. Juli 2017
Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| (Bedenbecker) | (Dr. Reichmann) |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
HOCHTIEF Aktiengesellschaft
Opernplatz 2, 45128 Essen
Tel.: 0201 824-0
Fax: 0201 824-2777
nfo@hochtief.de www.hochtief.de
HOCHTIEF Investor Relations
Opernplatz 2, 45128 Essen
Tel.: 0201 824-2127
Fax: 0201 824-92127
investor-relations@hochtief.de
Titelseite: spiderstock (oben links);
CIMIC/Leighton Asia (unten rechts)
www.hochtief.de/ir-kalender
Der Halbjahresbericht ist auf dem umweltfreundlichen Bilderdruckpapier Maxi Silk gedruckt.
Es ist nach den Regeln des Forest Stewardship Council (FSC) zertifiziert.
Dieses Dokument enthält zukunftsbezogene Aussagen. Diese Aussagen spiegeln die gegenwärtigen
Auffassungen, Erwartungen und Annahmen des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft
über künftige, die HOCHTIEF Aktiengesellschaft beziehungsweise den HOCHTIEF-Konzern
betreffende Ereignisse und Entwicklungen wider und basieren auf Informationen, die
dem Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung
stehen. Zukunftsbezogene Aussagen enthalten keine Gewähr für den Eintritt zukünftiger
Ergebnisse (zum Beispiel der Vorsteuerergebnisse oder der Konzerngewinne) und Entwicklungen
(zum Beispiel hinsichtlich geplanter Beteiligungsveräußerungen, der allgemeinen Geschäftsaktivität
oder der Geschäftsstrategie) und sind mit Risiken und Unsicherheiten verbunden. Die
tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse (zum Beispiel die Vorsteuerergebnisse oder die
Konzerngewinne), Dividenden und weitere Entwicklungen (zum Beispiel hinsichtlich geplanter
Beteiligungsveräußerungen, der allgemeinen Geschäftsaktivität oder der Geschäftsstrategie),
betreffend die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und den HOCHTIEF-Konzern, können daher
aufgrund verschiedener Faktoren wesentlich von den hier geäußerten oder implizit zugrunde
gelegten Erwartungen und Annahmen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören insbesondere
Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, der branchenspezifischen Lage
und der Wettbewerbssituation. Darüber hinaus können die Entwicklungen auf den Finanzmärkten,
Wechselkursschwankungen, nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere
auch in Bezug auf steuerliche Regelungen, das Verhalten von Mitgesellschaftern sowie
andere Faktoren einen Einfluss auf die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse (zum Beispiel
die Vorsteuerergebnisse oder die Konzerngewinne), Dividenden und weitere Entwicklungen
(zum Beispiel hinsichtlich geplanter Beteiligungsveräußerungen, der allgemeinen Geschäftsaktivität
oder der Geschäftsstrategie), betreffend die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und den HOCHTIEF-Konzern,
haben. Etwaige Angaben zu Dividenden stehen zudem unter dem Vorbehalt, dass für das
jeweilige Geschäftsjahr ein entsprechender Bilanzgewinn im handelsrechtlichen Einzelabschluss
der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ausgewiesen werden kann und dass die zuständigen Organe
der HOCHTIEF Aktiengesellschaft unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Situation
der Gesellschaft entsprechende Beschlüsse fassen. Abgesehen von rechtlichen Veröffentlichungspflichten,
übernimmt die HOCHTIEF Aktiengesellschaft keine Verpflichtung, die in diesem Dokument
enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.
Mit der "West Kowloon Terminus Station North" realisiert die CIMIC-Gesellschaft Leighton
Asia einen der größten unterirdischen Bahnhöfe der Welt. Der Megahub ist die Endstation
der Hochgeschwindigkeitsstrecke Guangzhou-Shenzhen-Hongkong. Das Projekt umfasst den
Bau eines 380 000 Quadratmeter großen unterirdischen Bahnhofs auf vier Ebenen, von
neun Langstrecken- und sechs Shuttlegleisen, von Zoll- und Zuwanderungseinrichtungen
sowie von Ankunfts- und Abfluglounge.
Beim Bau werden konventionelle und innovative Methoden kombiniert, zudem mehr als
1,7 Millionen Kubikmeter Erde ausgehoben. Für den Bau des zirka 30 Meter unter der
Erdoberfläche liegenden Bahnhofs werden 600 000 Kubikmeter Beton und 120 000 Tonnen
Bewehrungsstahl eingebracht. Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist die Dachkonstruktion
über dem Bahnhofseingang, die allein aus zirka 7 200 Tonnen Stahlbindern besteht.