![]() HOCHTIEF AktiengesellschaftEssenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Jahresabschluss zum 31.12.2019der HOCHTIEF AktiengesellschaftBericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionäre, Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2019 sämtliche Aufgaben wahrgenommen, die er nach Gesetz und Satzung zu erfüllen hat. Dies sind insbesondere die Beratung des Vorstands bei der Leitung des Unternehmens und die Überwachung seiner Maßnahmen. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat nicht nur schriftlich, sondern auch mündlich über alle wichtigen Aspekte der Geschäftsentwicklung, und zwar kontinuierlich, umfassend und zeitnah. Hierdurch war der Aufsichtsrat in alle maßgeblichen Entscheidungen eingebunden. Es haben vier ordentliche Sitzungen im Geschäftsjahr 2019 stattgefunden, in denen der Aufsichtsrat die gebotenen Entscheidungen auf Basis umfassender Berichte und Beschlussvorschläge vonseiten des Vorstands getroffen hat. Im Gesamtaufsichtsrat und in den Ausschüssen hatte er ausreichend Gelegenheit, sich mit den Vorlagen im Detail zu befassen. Bei besonders bedeutenden oder eilbedürftigen Projekten und Vorgängen hat der Vorstand den Aufsichtsrat auch außerhalb der Sitzungen unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat alle nach Gesetz oder Satzung erforderlichen Beschlüsse gefasst; sofern erforderlich, tat er dies im schriftlichen Verfahren. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand kontinuierlich im Dialog mit dem Vorstandsvorsitzenden, sodass Ereignisse von außerordentlicher Bedeutung für die Lage und Entwicklung des Konzerns zeitnah erörtert wurden. Mit zwei Ausnahmen haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats an sämtlichen Sitzungen des Gremiums teilgenommen. Eine individualisierte Übersicht über die Sitzungspräsenz im Aufsichtsrat und seinen Ausschüssen zeigt die nebenstehende Tabelle. Sowohl die Anteilseigner- als auch die Arbeitnehmervertreter haben die Aufsichtsratssitzungen regelmäßig in getrennten Diskussionen vorbereitet. Zu einzelnen Themen hat sich der Aufsichtsrat ohne Beisein des Vorstands besprochen. Beratungsschwerpunkte. Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr 2019 eine große Zahl von Themen erörtert. Gegenstand der vier Sitzungen waren insbesondere folgende Themen: In der Sitzung am 21. Februar 2019 erörterte der Aufsichtsrat den Jahres- und den Konzernabschluss 2018. Ebenso beschäftigte er sich mit der Entsprechenserklärung gemäß §161 AktG und der Tagesordnung sowie den Beschlussvorschlägen für die Hauptversammlung im Mai 2019. Hierbei wurde auch das Auswahlverfahren für den zukünftigen Abschlussprüfer besprochen. Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder war Gegenstand der Sitzung ebenso wie die operative Planung und die Finanz- und Bilanzplanung für die Jahre 2019 bis 2021. Hierzu erläuterte der Vorstand die wesentlichen Prämissen für die Planung und gab einen Überblick über bedeutende Entwicklungen im HOCHTIEF-Konzern. Der Aufsichtsrat hat die Planung des Vorstands beraten und zustimmend zur Kenntnis genommen. In der Sitzung am 7. Mai 2019 berichtete der Vorstand sowohl über den Geschäftsverlauf im ersten Quartal als auch über die bevorstehende Hauptversammlung. Erneut befasste sich der Aufsichtsrat mit der variablen Vergütung der Vorstandsmitglieder. Weiterhin informierte der Vorsitzende des Prüfungsausschusses über die Berichte, die der Chief Compliance Officer und der Leiter Konzernrevision dem Ausschuss erstattet haben. In der Aufsichtsratssitzung am 18. September 2019 wurde der Geschäftsverlauf des ersten Halbjahres erörtert. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses berichtete über die Ergebnisse der prüferischen Durchsicht des Halbjahresabschlusses sowie die Prüfungsstrategie zur Konzernabschlussprüfung 2019. Am 31. Oktober 2019 fand die letzte Sitzung des Aufsichtsrats innerhalb des Berichtsjahres statt. In dieser Sitzung besprach der Aufsichtsrat den Geschäftsverlauf der ersten neun Monate des Geschäftsjahres. Weiterhin wurde das Gesamtgremium über die Erörterungen im Prüfungsausschuss zum Risikomanagementsystem und den Risikobericht informiert. Außerdem präsentierte der Chief Compliance Officer das HOCHTIEF-Compliance-System. Hierbei wurden die Organisationsstruktur, das Compliance-Programm und die bestehenden Kommunikationskanäle dargestellt. Der Aufsichtsrat hat sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr mit den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex > befasst. Hierüber berichtet er gemeinsam mit dem Vorstand gemäß Ziffer 3.10 des Kodex (in der in 2019 gültigen Fassung). Dieser Bericht wird zusammen mit der Erklärung zur Unternehmensführung auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht. Den Beschluss zur Abgabe einer aktualisierten Entsprechenserklärung gemäß §161 AktG haben Aufsichtsrat und Vorstand im Dezember 2019 im Umlaufverfahren gefasst.
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Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de/ corporate-governance Präsenz der Aufsichtsratsmitglieder bei Sitzungen 2019 1)scroll
Weiterhin hat sich der Aufsichtsrat auch mit der nichtfinanziellen Konzernberichterstattung befasst. Der Abschlussprüfer, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, wurde durch den Aufsichtsrat zum Prüfer für die nichtfinanzielle Berichterstattung im Rahmen des Konzernberichts 2019 bestellt. Der Aufsichtsrat hat vier Ausschüsse gebildet, deren Mitglieder auf den Seiten 242 und 243 aufgeführt sind. Es ist Aufgabe der Ausschüsse, die Themen und Beschlüsse der Aufsichtsratssitzungen vorzubereiten. Zum Teil nehmen die Ausschüsse auch Entscheidungskompetenzen wahr, die ihnen vom Aufsichtsrat übertragen wurden. Die Vorsitzenden der Ausschüsse haben die Pflicht, den Aufsichtsrat regelmäßig über die Beratungen und Entscheidungen der Ausschüsse zu informieren. Der Prüfungsausschuss tagte im Jahr 2019 fünfmal. Die Quartalsfinanzberichte, der Halbjahresabschluss, der Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss waren Gegenstand intensiver Beratungen. Die Berichte und Abschlüsse haben der Aufsichtsrat beziehungsweise der Prüfungsausschuss jeweils vor der Veröffentlichung mit dem Vorstand erörtert. Der Prüfungsausschuss gab dem Aufsichtsrat eine Empfehlung für dessen Vorschlag an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers und bereitete außerdem die Erteilung des Prüfungsauftrags inklusive der Honorarvereinbarung vor. In diesem Zusammenhang hatte der Ausschuss zuvor das Auswahlverfahren für den zukünftigen Abschlussprüfer gesteuert. Zudem befasste sich der Prüfungsausschuss mit dem Risikomanagementsystem des Konzerns, dem rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem und Fragen der internen Revision. Der Chief Compliance Officer berichtete dem Ausschuss mit einem ausführlichen Vortrag über die Entwicklung der Compliance-Organisation, einzelne potenzielle Compliance-Fälle und daraus folgende Maßnahmen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr standen zahlreiche weitere Themen auf der Tagesordnung der Ausschusssitzungen, unter anderem die Berichte über wesentliche Projekte der Divisions HOCHTIEF Americas, HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe. Im Jahr 2019 trat der Personalausschuss einmal zusammen. In dieser Sitzung ging es insbesondere um Details der Vorstandsbezüge und um die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand. Hierzu fasste der Ausschuss die notwendigen Beschlüsse und bereitete die entsprechenden Entscheidungen des Plenums vor. Der Nominierungsausschuss und der Vermittlungsausschuss gemäß §27 Abs. 3 MitbestG wurden 2019 nicht einberufen. Interessenkonflikte. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind nach den Regeln des Deutschen Corporate Governance Kodex und der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats gehalten, unverzüglich offenzulegen, wenn bei ihnen Interessenkonflikte auftreten. Im Berichtsjahr 2019 sind keine entsprechenden Mitteilungen eingegangen. Jahresabschluss 2019. Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, der Konzernabschluss nach IFRS (International Financial Reporting Standards) und der mit dem Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zusammengefasste Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019 sind geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Prüfung führte die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft durch, die von der Hauptversammlung am 7. Mai 2019 zum Abschlussprüfer gewählt und vom Aufsichtsrat mit der Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses beauftragt worden war. Die Prüfung erfolgte unter Einbeziehung der Buchführung. Darüber hinaus prüfte die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den nichtfinanziellen Konzernbericht mit begrenzter Sicherheit. Die Prüfung durch diesen Abschlussprüfer erfolgte nach einem Prüferwechsel erstmals. Die für die Durchführung verantwortlichen Wirtschaftsprüfer wechseln entsprechend den gesetzlichen Vorgaben. Verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist im Berichtsjahr Frau Charlotte Salzmann für den Konzernabschluss und für den Jahresabschluss. Der Abschlussprüfer hat festgestellt, dass der Vorstand über ein geeignetes Risikofrüherkennungssystem verfügt. Die vorgenannten Unterlagen sowie der Konzernbericht, der Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sind allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Sitzung des Prüfungsausschusses beziehungsweise vor der Bilanzsitzung am 11. Februar 2020 übersandt worden. Zusätzlich vorgelegt wurde der gesonderte nichtfinanzielle Konzernbericht. Der Vorstand hat die Unterlagen zudem in den Sitzungen mündlich erläutert. In diesen Sitzungen erörterten die verantwortlichen Wirtschaftsprüfer die wichtigsten Ergebnisse der Prüfung und standen für darüber hinausgehende Auskünfte zur Verfügung. Der Prüfungsausschuss hatte sich vor der Sitzung des Aufsichtsrats eingehend mit diesen Unterlagen befasst und anschließend dem Aufsichtsrat die Billigung der Abschlüsse empfohlen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefassten Konzernlagebericht, den gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft und keine Einwendungen erhoben. Unter Berücksichtigung der Beratung im Prüfungsausschuss hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses durch den Abschlussprüfer zugestimmt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt und damit den Jahresabschluss festgestellt. Er schließt sich dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns an. Bericht gemäß §312 AktG. Der vom Vorstand gemäß §312 AktG erstellte Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen ist vom Abschlussprüfer geprüft worden. Dieser Bericht, ebenso wie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers, ist allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats übermittelt worden. Die verantwortlichen Wirtschaftsprüfer nahmen an den Besprechungen des Aufsichtsrats über diese Vorlagen teil und erörterten die wichtigsten Ergebnisse der Prüfung. Der Aufsichtsrat hat den Bericht gemäß §312 AktG geprüft und als in Ordnung befunden. Der Abschlussprüfer hat den Bestätigungsvermerk gemäß §313 Abs. 3 AktG wie folgt erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand, den Unternehmensleitungen sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete Arbeit und ihren tatkräftigen und loyalen Einsatz für den Erfolg des Unternehmens Dank und Anerkennung aus.
Essen, im Februar 2020 Der Aufsichtsrat Pedro López Jiménez, Vorsitzender Jahresabschluss zum 31.12.2019der HOCHTIEF AktiengesellschaftDer Jahresabschluss und der Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2019 werden im Bundesanzeiger bekannt gemacht. Der Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist mit dem Lagebericht des Konzerns zusammengefasst; er ist in unserem Konzernbericht 2019 ab Seite 22 dargestellt. Bilanzder HOCHTIEF AktiengesellschaftAktiva scroll
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Zusätzlich besteht bedingtes Kapital im Nennwert von 46.080 Tsd. Euro. Gewinn- und Verlustrechnungder HOCHTIEF Aktiengesellschaftscroll
Anhangder HOCHTIEF AktiengesellschaftAllgemeine GrundlagenDer Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich keine wesentlichen Änderungen der Ansatz- und Bewertungsmethoden ergeben. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren in Staffelform aufgestellt. Der Jahresabschluss wird in Euro erstellt. Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben, die der Öffentlichkeit auf den HOCHTIEF-Internetseiten dauerhaft zugänglich gemacht worden ist. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeErworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig über drei bis fünf Jahre linear abgeschrieben. Sofern der beizulegende Wert eines immateriellen Vermögensgegenstands voraussichtlich dauerhaft unter dessen Buchwert liegt, wird zusätzlich eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- beziehungsweise aktivierungspflichtigen Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und, sofern deren beizulegende Werte voraussichtlich dauerhaft unter ihren Buchwerten liegen, außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Fremdkapitalzinsen sind nicht einbezogen. Die Abschreibungen werden einheitlich nach der linearen Methode ermittelt, wobei Nutzungsdauern bei Gebäuden von bis zu 50 Jahren und bei den übrigen Vermögensgegenständen zwischen drei und zehn Jahren berücksichtigt werden. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis 250 Euro werden im Zugangsjahr als Aufwand erfasst und nicht aktiviert. Geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungskosten mehr als 250 Euro und weniger als 1.000 Euro betragen, werden in einem Sammelposten zusammengefasst und pauschal über fünf Jahre abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert, zu denen auch die Nebenkosten und die nachträglichen Anschaffungskosten gehören. Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen und den Beteiligungen werden - sofern eine Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist - die niedrigeren beizulegenden Werte angesetzt. Die Werthaltigkeitsbeurteilung erfolgt bei börsennotierten Gesellschaften auf Basis des Börsenkurses. In Bezug auf die übrigen Anteile an verbundenen Unternehmen wird der jeweilige Beteiligungsbuchwert zum Abschlussstichtag durch die gesetzlichen Vertreter auf Anhaltspunkte für Wertberichtigungsbedarf untersucht. Ergeben sich aufgrund der vorgelagerten Analyse Hinweise auf einen möglichen Abwertungsbedarf, wird auf der Grundlage der Unternehmensplanung eine detaillierte Unternehmensbewertung mittels Discounted-Cashflow-Verfahren durchgeführt. Ist der Grund für eine Wertminderung entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis maximal zu den ursprünglichen Anschaffungskosten. Wertpapiere des Anlagevermögens und Ausleihungen sind zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung zu niedrigeren Börsenkursen beziehungsweise niedrigeren beizulegenden Werten aktiviert. Die Vorräte werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit Anschaffungs- beziehungsweise aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material-, Fertigungseinzel- und Sonderkosten der Fertigung auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie des fertigungsbedingten Werteverzehrs des Anlagevermögens. Die von den Kunden erhaltenen Anzahlungen werden projektbezogen bis zur Höhe der Herstellungskosten von den Vorräten abgesetzt. Darüber hinausgehende Anzahlungen werden unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Soweit die Anschaffungs- beziehungsweise aktivierungspflichtigen Herstellungskosten der Vorräte über dem Wert liegen, der diesen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch eine außerplanmäßige Abschreibung Rechnung getragen. Bei der Bewertung der grundsätzlich zum Nennwert angesetzten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ist den erkennbaren Risiken bei Notwendigkeit durch entsprechende Einzelwertberichtigungen angemessen Rechnung getragen. Darüber hinaus erfolgt zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos eine pauschale Abwertung. Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit ihren Anschaffungskosten oder niedrigeren Börsenkursen beziehungsweise niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Flüssige Mittel werden mit dem Nennwert nach Abzug erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert. Die auf Fremdwährung lautenden Kassenbestände werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. Latente Steuern werden für temporäre Unterschiede zwischen Bilanzansätzen in der Handels- und der Steuerbilanz gebildet. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft bilanziert auch sämtliche latenten Steuern ihrer Organgesellschaften. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt unverändert zum Vorjahr auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 31,5 Prozent. Der Ausweis von aktiven und passiven latenten Steuern wird saldiert vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2019 werden die passiven latenten Steuern, die sich vorwiegend aus der Marktbewertung des Deckungsvermögens im Rahmen der Bilanzierung der Pensionsrückstellungen ergeben, durch aktive latente Steuern, die im Wesentlichen aus Wertansätzen von Pensionsverpflichtungen und sonstigen Rückstellungen resultieren - wie im Vorjahr - überkompensiert. In Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde analog zum Vorjahr auf einen Ansatz aktiver latenter Steuern verzichtet. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Eigene Aktien werden als Korrekturposten vom Eigenkapital ausgewiesen. Dabei wird der rechnerische Wert der eigenen Aktien vom gezeichneten Kapital offen abgesetzt; die verbleibende Differenz zu den Anschaffungskosten wird mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet. Angefallene Transaktionskosten werden erfolgswirksam erfasst. Nach der Veräußerung eigener Aktien ist ein den Nennbetrag oder den rechnerischen Wert übersteigender Differenzbetrag aus dem Veräußerungserlös bis zur Höhe des mit den frei verfügbaren Rücklagen verrechneten Betrags in die jeweilige Rücklage einzustellen. Ein darüber hinausgehender Differenzbetrag ist in der Kapitalrücklage zu berücksichtigen. Die Nebenkosten der Veräußerung sind erfolgswirksam zu erfassen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie die Rückstellungen für Jubiläen und Altersteilzeit werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G von Professor Dr. Klaus Heubeck) ermittelt. Die Bewertung der unmittelbaren Pensionsverpflichtungen erfolgt im Einklang mit den Vorschriften des § 253 Abs. 1 und Abs. 2 HGB. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden entsprechend nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) bewertet, das auch künftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen berücksichtigt. Bei der Festlegung des Rechnungszinssatzes wurde von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Dabei dürfen Rückstellungen für Altersversorgungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen pauschal mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst werden, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Durchschnittsbildung bei Altersversorgungsverpflichtungen erfolgt über einen Zeitraum der vergangenen zehn Jahre, bei pensionsähnlichen und vergleichbar langfristig fälligen Verpflichtungen über einen Zeitraum der vergangenen sieben Jahre. Die Altersversorgungsverpflichtungen werden zusätzlich mit einem Durchschnittszins der vergangenen sieben Jahre bewertet. Der Unterschiedsbetrag zu der Bewertung mit einem zehnjährigen Durchschnittszins ist ausschüttungsgesperrt und beträgt 21.409 Tsd. Euro (Vorjahr 25.739 Tsd. Euro). Grundlage für die Ermittlung des Abzinsungssatzes zum Jahresende ist der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte Wert zum 30. September des jeweiligen Geschäftsjahres. Zusätzlich wird der am 30. September absehbare Effekt aus der Durchschnittsbildung bis zum Bilanzstichtag berücksichtigt. Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind überwiegend durch Vermögensgegenstände abgedeckt, die ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen). Hierzu zählen Vermögensgegenstände, die im Rahmen eines Contractual-Trust-Arrangement (CTA) treuhänderisch angelegt sind, an Mitarbeiter verpfändete Rückdeckungsversicherungen und erworbene Fondsanteile aus der Entgeltumwandlung (Deferred Compensation). Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Dieser Wert wird je nach Art des Deckungsvermögens aus Börsenkursen, Bankauszügen und Versicherungsmitteilungen abgeleitet. Sofern der beizulegende Zeitwert über den Anschaffungskosten liegt, wird die Ausschüttungssperre beachtet. Nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB ist der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens mit den abgedeckten Pensionsverpflichtungen zu verrechnen. Die Saldierung erfolgt getrennt nach der Art der Pensionszusage. Je nachdem, ob eine Über- oder Unterdeckung vorliegt, kann es zu einem aktivischen oder passivischen Ausweis in der Bilanz kommen. Übersteigt dieser Wert die Pensionsverpflichtungen, so wird der Überschuss als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" bilanziert. Ebenso werden die Ergebnisse aus dem Deckungsvermögen mit den Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen und den Aufwendungen beziehungsweise Erträgen aus der Änderung des Abzinsungssatzes saldiert im Zinsergebnis ausgewiesen. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in angemessener Höhe alle erkennbaren Risiken und werden in Höhe der mutmaßlichen Inanspruchnahme gebildet. Dabei werden bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags künftig erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden jeweils mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten und bekannt gemachten laufzeitkongruenten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Verpflichtungen aus aktienbasierten Vergütungsprogrammen wird der beizulegende Zeitwert der Optionen mithilfe anerkannter finanzwirtschaftlicher Modelle bestimmt. Dabei erfolgt die Bewertung der Pläne auf der Grundlage des von Black/Scholes entwickelten Optionsbewertungsmodells. Zur Lösung des bei den genannten Plänen vorliegenden spezifischen Bewertungsproblems werden die Verfahren der Binomialbäume verwendet. Die Berechnungen wurden von einem externen Gutachter vorgenommen. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. Derivative FinanzinstrumenteNeben dem Ausgleich von Wechselkursschwankungen im Rahmen unserer Auslandsgeschäfte sowie im Finanzierungsbereich werden derivative Finanzinstrumente darüber hinaus zur Absicherung von Zinswährungsrisiken bei Finanzverbindlichkeiten abgeschlossen. Derivate werden ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt. Die Nutzung und die getrennte Kontrolle sowie die Verantwortlichkeiten sind durch verbindliche Richtlinien bei allen Konzernunternehmen geregelt. Bei abgeschlossenen Sicherungsbeziehungen (Hedge-Accounting) ist eine Bindung an ein Grundgeschäft gegeben. Vertragspartner sind grundsätzlich Kreditinstitute erster Bonität. Die Bewertung der Derivate erfolgt bei erstmaliger Einbuchung zu Anschaffungskosten, in den Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert unter Beachtung des Imparitätsprinzips, sofern sie nicht in eine Bewertungseinheit einbezogen sind. Bei negativem beizulegendem Zeitwert eines Derivats wird eine Drohverlustrückstellung gebildet. Die beizulegenden Zeitwerte der Zinswährungsswaps werden am Bewertungsstichtag auf Basis von aktuellen Referenzkursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen bestimmt; die entsprechenden Zeitwerte der Fremdwährungsderivate werden auf Basis der am Bewertungsstichtag für die jeweiligen Währungen geltenden Forwardsätze ermittelt. Bewertungseinheiten zwischen Grund- und Sicherungsgeschäften werden gebildet, wenn beide Geschäfte objektiv und gewollt in einem einheitlichen Nutzungs- und Funktionszusammenhang stehen, sodass sich die Gewinne und Verluste aus Grund- und Sicherungsgeschäften mit hoher Wahrscheinlichkeit kompensieren werden. Bei HOCHTIEF dürfen Bewertungseinheiten nur in Form von Micro-Hedges gebildet werden, das heißt, dass das Risiko eines Grundgeschäfts durch ein Sicherungsinstrument abgesichert wird. Die Effektivität der Bewertungseinheit wird mithilfe der Critical-Terms-Match-Methode ermittelt, um deren Wirksamkeit hinsichtlich der Kompensation der zukünftigen Wertänderungen oder Zahlungsströme zu überprüfen. Die retrospektive Effektivitätsmessung erfolgt grundsätzlich mittels der Dollar-Offset-Methode. Sofern sich Ineffektivitäten ergeben, werden diese imparitätisch behandelt und es wird - sofern erforderlich - eine Rückstellung für Bewertungseinheiten gebildet. Im Übrigen erfolgt die bilanzielle Abbildung nach der sogenannten Einfrierungsmethode. ErmessensspielräumeBei der Aufstellung des Jahresabschlusses muss das Management der HOCHTIEF Aktiengesellschaft Einschätzungen vornehmen und Annahmen treffen, die sowohl die Ansätze und die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden zum Abschlussstichtag sowie die Aufwendungen und Erträge für den Berichtszeitraum als auch die Angabe von Risiken und Unsicherheiten beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können entsprechend von diesen Einschätzungen abweichen. WährungsumrechnungVermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Jahresabschluss mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt der Ersteinbuchung bewertet. Verluste aus Kursänderungen werden zum Abschlussstichtag ergebniswirksam berücksichtigt. Bei Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden auch die sich zum Stichtag ergebenden Gewinne aus Kursänderungen ergebniswirksam erfasst. Sofern Währungsrisiken aus Fremdwährungsposten durch den Abschluss von Derivaten, wie zum Beispiel Devisentermingeschäften, abgesichert worden sind und Bewertungseinheiten gebildet werden, erfolgt die Umrechnung dieser Posten zum Sicherungskurs. Erläuterung der Bilanz1. AnlagevermögenEntwicklung des Anlagevermögens 2019scroll
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Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen die HOCHTIEF Asia Pacific GmbH, Essen, die HOCHTIEF Americas GmbH, Essen, die HOCHTIEF Solutions AG, Essen, sowie die HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions GmbH, Essen. Durch den Erwerb von Anteilen an der Abertis HoldCo S.A., Madrid, wurde im Vorjahr ein Zugang der Beteiligungen in Höhe von 1.403.759 Tsd. Euro erfasst. Der Beteiligungsbuchwert hat sich im laufenden Geschäftsjahr um 1.496 Tsd. Euro auf 1.405.255 Tsd. Euro erhöht. Die Aufstellung der Anteilsbesitzliste der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist auf den Seiten 33ff. dargestellt. Die Wertpapiere des Anlagevermögens entfallen vollständig auf Anteile an Investmentfonds im Zusammenhang mit der Entgeltumwandlung von Mitarbeitern für eine zusätzliche Altersversorgung. Diese Anteile wurden im Auftrag von Tochtergesellschaften erworben und stellen deshalb kein Deckungsvermögen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft dar. 2. VorräteDie Vorräte betreffen unfertige Leistungen in Höhe von 10.787 Tsd. Euro (Vorjahr 11.080 Tsd. Euro). 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenständescroll
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Konzernfinanzverkehr, die den sonstigen Vermögensgegenständen zuzuordnen wären, wenn der Ausweis nicht unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen erfolgt wäre. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Ansprüche auf Steuererstattungen, Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen, andere Forderungen außerhalb des Lieferungs- und Leistungsverkehrs sowie andere sonstige Vermögensgegenstände. Sonstige Vermögensgegenstände unterliegen in Höhe von 604 Tsd. Euro (Vorjahr 752 Tsd. Euro) Verfügungsbeschränkungen. 4. WertpapiereDie Wertpapiere bestehen aus Fondsanteilen in Höhe von 1.293 Tsd. Euro (Vorjahr 1.215 Tsd. Euro). Wie im Vorjahr unterliegen die Wertpapiere keinen Verfügungsbeschränkungen. 5. Flüssige MittelEs handelt sich im Wesentlichen um Guthaben bei Kreditinstituten; sie unterliegen - unverändert gegenüber dem Vorjahr - keinen Verfügungsbeschränkungen. 6. RechnungsabgrenzungspostenIn den Rechnungsabgrenzungen sind Vorauszahlungen bei Darlehensverbindlichkeiten und für Mieten enthalten. Der Unterschiedsbetrag zwischen Erfüllungs- und Ausgabebetrag bei Verbindlichkeiten beträgt 6.747 Tsd. Euro (Vorjahr 3.420 Tsd. Euro). 7. Eigenkapitalscroll
Das Grundkapital der Gesellschaft ist in 70 646 707 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt und beträgt 180.855.569,92 Euro. Der auf die einzelne Aktie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals beträgt 2,56 Euro. Zum 31. Dezember 2019 ergibt sich für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ein Bestand an eigenen Aktien im Sinne von §160 Abs. 1 Nr. 2 AktG von insgesamt 22 346 Stück. Diese Aktien wurden ab dem 7. Oktober 2014 für die im Hauptversammlungsbeschluss vom 7. Mai 2014 beziehungsweise 6. Mai 2015 genannten Zwecke und zur Verwendung für alle sonstigen aktienrechtlich zulässigen Zwecke erworben. Der auf diese eigenen Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 57.205,76 Euro (0,032 Prozent des Grundkapitals). Zum 31. Dezember 2019 beträgt das gezeichnete Kapital nach Berücksichtigung der noch im Bestand befindlichen eigenen Aktien 180.798 Tsd. Euro (Vorjahr 180.767 Tsd. Euro). 12 478 eigene Aktien wurden im Mai 2019 an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft zu einem Preis von 118,20 Euro je Aktie mit der Verpflichtung übertragen, sie für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren seit der Übertragung zu halten. Damit wurden bestehende Ansprüche der Übertragungsempfänger auf variable Vergütung getilgt. Der auf diese Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 31.943,68 Euro (0,018 Prozent des Grundkapitals). Die Kapitalrücklage enthält unverändert das Aufgeld aus der Ausgabe von Aktien durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft in Höhe von 1.674.269 Tsd. Euro, den Buchgewinn aus der Veräußerung eigener Aktien in Höhe von 4.276 Tsd. Euro (Vorjahr 3.718 Tsd. Euro) sowie die auf die eingezogenen Aktien der Geschäftsjahre 2016 (12.824 Tsd. Euro) und 2014 (19.688 Tsd. Euro) entfallenden Beträge des Grundkapitals. Aus dem Jahresüberschuss ist eine Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 21.190 Tsd. Euro (Vorjahr 28.860 Tsd. Euro) vorgenommen worden. Bei den anderen Gewinnrücklagen wirkte sich zudem die Verrechnung der Anschaffungskosten aus der Veränderung eigener Aktien mit 886 Tsd. Euro aus. Von den Rücklagen unterliegt ein Betrag in Höhe von 29.731 Tsd. Euro (Vorjahr 19.221 Tsd. Euro) einer Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB. Er betrifft die über die Anschaffungskosten hinausgehende Marktbewertung des Deckungsvermögens zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen. Zudem unterliegt ein Betrag in Höhe von 21.409 Tsd. Euro (Vorjahr 25.739 Tsd. Euro) einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB. Dieser betrifft den Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Pensionsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. Es ist dem Vorstand nicht bekannt, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben. Gesetzliche Vorschriften über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung finden sich in den §§ 84, 85 AktG beziehungsweise §§ 179, 133 AktG. Nach § 7 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand mindestens aus zwei Personen. § 23 Abs. 1 der Satzung bestimmt, dass die Beschlüsse der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst werden, sofern nicht das Gesetz zwingend etwas anderes bestimmt. Soweit das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals verlangt, genügt nach § 23 Abs. 3 der Satzung die einfache Mehrheit, sofern nicht zwingend eine andere Mehrheit vorgeschrieben ist. Nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 10. Mai 2017 und des am 24. Oktober 2018 geänderten § 4 Abs. 5 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 9. Mai 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals um bis zu insgesamt 65.752 Tsd. Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Die weiteren Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung. Nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 7. Mai 2019 und des entsprechend eingefügten § 4 Abs. 6 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 6. Mai 2024 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals um bis zu insgesamt 24.675 Tsd. Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital II). Die weiteren Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung. Nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 10. Mai 2017 und des insoweit geänderten § 4 Abs. 4 der Satzung ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 46.080 Tsd. Euro, eingeteilt in bis zu 18 Mio. Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung und dem vorgenannten Beschluss. Durch den Beschluss wird der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 9. Mai 2022 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Options- und/oder Wandelanleihen, Genussrechte oder Gewinnschuldverschreibungen oder eine Kombination dieser Instrumente (zusammen "Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 4.000.000.000,00 Euro mit oder ohne Laufzeitbeschränkung auszugeben und den Inhabern oder Gläubigern von Optionsanleihen oder Optionsgenussscheinen oder Optionsgewinnschuldverschreibungen Optionsrechte oder -pflichten oder den Inhabern oder Gläubigern von Wandelanleihen oder Wandelgenussscheinen oder Wandelgewinnschuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten auf bis zu 18 Mio. auf den Inhaber lautende Stückaktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 46.080.000,00 Euro nach näherer Maßgabe der Bedingungen dieser Schuldverschreibungen zu gewähren oder aufzuerlegen. Ermächtigung zum Aktienrückkauf: Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 ist die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt worden, eigene Aktien zu erwerben. Diese Ermächtigung gilt bis zum 10. Mai 2021. Sie ist insgesamt auf einen Anteil von zehn Prozent des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals beschränkt. Die Ermächtigung kann unmittelbar durch die Gesellschaft oder durch ein von der Gesellschaft abhängiges oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen oder durch von der Gesellschaft oder von der Gesellschaft abhängige oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehende Unternehmen beauftragte Dritte ausgeübt werden und erlaubt den Erwerb eigener Aktien im ganzen Umfang oder in Teilbeträgen sowie den einmaligen oder mehrmaligen Erwerb. Der Erwerb eigener Aktien kann über die Börse oder mittels eines an sämtliche Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder durch die Ausgabe von Andienungsrechten an die Aktionäre erfolgen. Die Bedingungen für den Erwerb werden im Beschluss weiter spezifiziert. Der Vorstand ist durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bei einer Veräußerung eigener Aktien durch ein Angebot an alle Aktionäre den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem ihrer nachgeordneten Konzernunternehmen ausgegebenen Options- und /oder Wandelanleihen ein Bezugsrecht auf die Aktien zu gewähren. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an sämtliche Aktionäre zu veräußern, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist ferner unter den nachstehenden Voraussetzungen ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats Dritten in anderer Weise als über die Börse oder mittels Angebot an sämtliche Aktionäre anzubieten und zu übertragen. Dies kann im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen daran oder von Unternehmensteilen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen geschehen. Dies ist außerdem zulässig zur Einführung von Aktien der Gesellschaft an ausländischen Börsen, an denen sie bisher nicht zum Handel zugelassen sind. Außerdem dürfen die Aktien Personen zum Erwerb angeboten werden, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen stehen oder standen. Ferner dürfen die Aktien den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft gemäß der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 (TOP 8) begebenen Schuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Options- und/oder Wandlungsrechte und/oder -pflichten gewährt werden. Weiterhin dürfen die Aktien (amtierenden oder ausgeschiedenen) Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft und (amtierenden oder ausgeschiedenen) Mitgliedern von Vorständen und Geschäftsführungen der von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG sowie Personen, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG stehen oder standen, mit der Verpflichtung übertragen werden, sie für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren seit der Übertragung zu halten. Eine solche Übertragung ist nur zulässig, um bestehende Ansprüche des Übertragungsempfängers auf variable Vergütung zu tilgen. Die weiteren Bedingungen der Übertragung werden im Beschluss weiter spezifiziert. Im Fall der Ausgabe der Aktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft entscheidet allein der Aufsichtsrat der Gesellschaft über die Ausgabe. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8, 186 Abs. 3 und 4 AktG insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen verwendet werden. Weiterhin ist der Vorstand ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats einzuziehen, ohne dass die Einziehung und ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedürfen. Die Bedingungen der Bezugsrechtsgewährung, Veräußerung, Übertragung beziehungsweise Einziehung der eigenen Aktien werden in dem Beschluss der Hauptversammlung weiter spezifiziert. Durch weiteren Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 ist die Gesellschaft zum Einsatz von Eigenkapitalderivaten im Rahmen des Erwerbs eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG sowie zum Ausschluss des Andienungs- und Bezugsrechts ermächtigt worden. Dadurch soll das Volumen an Aktien, das insgesamt erworben werden darf, nicht erhöht werden; es werden lediglich im Rahmen der Höchstgrenze der vorgenannten Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien und unter Anrechnung auf diese Höchstgrenze weitere Handlungsalternativen zum Erwerb eigener Aktien eröffnet. Der Vorstand ist ermächtigt worden, Optionen zu erwerben, die der Gesellschaft das Recht vermitteln, bei Ausübung der Optionen Aktien der Gesellschaft zu erwerben (Call-Optionen). Der Vorstand ist ferner ermächtigt worden, Optionen zu veräußern, welche die Gesellschaft bei Ausübung der Optionen durch deren Inhaber zum Erwerb von Aktien der Gesellschaft verpflichten (Put-Optionen). Ferner kann der Erwerb unter Einsatz einer Kombination aus Call- und Put-Optionen oder Terminkaufverträgen erfolgen. Die Bedingungen zum Einsatz von Eigenkapitalderivaten im Rahmen des Erwerbs eigener Aktien sowie zum Ausschluss des Andienungs- und Bezugsrechts werden in dem Beschluss der Hauptversammlung weiter spezifiziert. 8. Aktienbasierte VergütungenWährend des Berichtsjahres bestanden folgende aktienbasierte Vergütungssysteme für Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen: Long-Term-Incentive-Plan 2015Im Geschäftsjahr 2015 wurde für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2015 (LTIP 2015) aufgelegt. Dieser sah neben der Gewährung von Stock-Appreciation-Rights (SAR) die Ausgabe von Stock-Awards vor. Die SAR konnten nur ausgeübt werden, wenn der zehntägige Durchschnitt (arithmetisches Mittel) der Börsenschluss-kurse der HOCHTIEF-Aktie bis zum Ausübungstag im Vergleich zum Ausgabepreis an mindestens zehn aufeinanderfolgenden Börsenhandelstagen eine bessere Kursperformance als der MDAX aufwies, gemessen als zehntägiger Durchschnitt der Schlusskurse im Vergleich zum Basispreis dieses Index (relative Erfolgshürde). Darüber hinaus war die Anzahl der ausübbaren SAR von der Erreichung des geplanten Wertebereichs für den bereinigten Free Cashflow gemäß dem zuletzt gebilligten Konzernabschluss abhängig (absolute Erfolgshürde). Die relative Erfolgshürde brauchte nicht erfüllt zu werden, wenn nach Ablauf der Wartezeit der HOCHTIEF-Durchschnittsbörsenkurs an zehn aufeinanderfolgenden Börsenhandelstagen den Ausgabepreis um mindestens zehn Prozent überstieg. Die SAR konnten bei Erreichen der genannten Erfolgsziele nach einer Wartezeit von vier Jahren bis auf kurze Sperrfristen vor Bekanntgabe von Unternehmensdaten im Zeitraum von zwei Jahren ausgeübt werden. Nach Ausübung der SAR wurde der Unterschiedsbetrag zwischen dem aktuellen Börsenkurs und dem Ausgabepreis ausgezahlt. Der Gewinn pro SAR war auf 31,68 Euro begrenzt. Die Planbedingungen für die Ausgabe der Stock-Awards sahen vor, dass die Berechtigten nach Ablauf der Wartezeit von vier Jahren innerhalb eines Ausübungszeitraums von zwei Jahren bei Ausübung für jeden Stock-Award nach Wahl der HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine HOCHTIEF-Aktie oder einen Barausgleich in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag erhielten. Der Gewinn pro Stock-Award war auf 95,04 Euro begrenzt. Der Plan wurde im Jahr 2019 vollständig ausgeübt. Long-Term-Incentive-Plan 2016Im Geschäftsjahr 2016 wurde für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2016 (LTIP 2016) aufgelegt. Dieser sah neben der Gewährung von Stock-Appreciation-Rights (SAR) die Ausgabe von Stock-Awards vor. Die SAR konnten nur ausgeübt werden, wenn der zehntägige Durchschnitt (arithmetisches Mittel) der Börsenschlusskurse der HOCHTIEF-Aktie bis zum Ausübungstag im Vergleich zum Ausgabepreis an mindestens zehn aufeinanderfolgenden Börsenhandelstagen eine bessere Kursperformance als der MDAX aufwies, gemessen als zehntägiger Durchschnitt der Schlusskurse im Vergleich zum Basispreis dieses Index (relative Erfolgshürde). Darüber hinaus war die Anzahl der ausübbaren SAR von der Erreichung des geplanten Wertebereichs für den bereinigten Free Cashflow gemäß dem zuletzt gebilligten Konzernabschluss abhängig (absolute Erfolgshürde). Die relative Erfolgshürde brauchte nicht erfüllt zu werden, wenn nach Ablauf der Wartezeit der HOCHTIEF-Durchschnittsbörsenkurs an zehn aufeinanderfolgenden Börsenhandelstagen den Ausgabepreis um mindestens zehn Prozent überstieg. Die SAR konnten bei Erreichen der genannten Erfolgsziele nach einer Wartezeit von drei Jahren bis auf kurze Sperrfristen vor Bekanntgabe von Unternehmensdaten im Zeitraum von zwei Jahren ausgeübt werden. Nach Ausübung der SAR wurde der Unterschiedsbetrag zwischen dem aktuellen Börsenkurs und dem Ausgabepreis ausgezahlt. Der Gewinn pro SAR war auf 41,54 Euro begrenzt. Die Planbedingungen für die Ausgabe der Stock-Awards sahen vor, dass die Berechtigten nach Ablauf der Wartezeit von drei Jahren innerhalb eines Ausübungszeitraums von zwei Jahren bei Ausübung für jeden Stock-Award nach Wahl der HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine HOCHTIEF-Aktie oder einen Barausgleich in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag erhielten. Der Gewinn pro Stock-Award war auf 124,62 Euro begrenzt. Der Plan wurde im Jahr 2019 vollständig ausgeübt. Long-Term-Incentive-Plan 2017Im Geschäftsjahr 2017 wurde für die Mitglieder des Vorstands und für ausgewählte Führungskräfte auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2017 (LTIP 2017) aufgelegt. Der Plan basiert auf Performance-Stock-Awards. Die Planbedingungen sehen vor, dass die Berechtigten von der gewährenden Gesellschaft für jeden Performance-Stock-Award (PSA) nach Ablauf einer Wartezeit von drei Jahren innerhalb des zweijährigen Ausübungszeitraums einen Zahlungsanspruch in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag zuzüglich eines Performance-Bonusses haben. Die Höhe des Performance-Bonusses ist abhängig vom bereinigten Free Cashflow des jeweils letzten abgelaufenen Geschäftsjahres vor der Ausübung. Der Gewinn ist auf 514,62 Euro pro PSA begrenzt. Long-Term-Incentive-Plan 2018Im Geschäftsjahr 2018 wurde für die Mitglieder des Vorstands und für ausgewählte Führungskräfte auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2018 (LTIP 2018) aufgelegt. Der Plan basiert auf Performance-Stock-Awards. Die Planbedingungen sehen vor, dass die Berechtigten von der gewährenden Gesellschaft für jeden Performance-Stock-Award (PSA) nach Ablauf einer Wartezeit von drei Jahren innerhalb des zweijährigen Ausübungszeitraums einen Zahlungsanspruch in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag zuzüglich eines Performance-Bonusses haben. Die Höhe des Performance-Bonusses ist für die jeweilige Gesellschaft abhängig von der relevanten Cash-Kennzahl des jeweils letzten abgelaufenen Geschäftsjahres vor der Ausübung. Für die Vorstände und Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist der Performance-Bonus abhängig vom bereinigten Free Cashflow. Der Gewinn ist auf 533,70 Euro pro PSA begrenzt. Long-Term-Incentive-Plan 2019Im Geschäftsjahr 2019 wurde für die Mitglieder des Vorstands und für ausgewählte Führungskräfte auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2019 (LTIP 2019) aufgelegt. Der Plan basiert auf Performance-Stock-Awards. Die Planbedingungen sehen vor, dass die Berechtigten von der gewährenden Gesellschaft für jeden Performance-Stock-Award (PSA) nach Ablauf einer Wartezeit von drei Jahren innerhalb des zweijährigen Ausübungszeitraums einen Zahlungsanspruch in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag zuzüglich eines Performance-Bonusses haben. Die Höhe des Performance-Bonusses ist für die jeweilige Gesellschaft abhängig von der relevanten Cash-Kennzahl des jeweils letzten abgelaufenen Geschäftsjahres vor der Ausübung. Für die Vorstände und Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist der Performance-Bonus abhängig vom bereinigten Free Cashflow. Der Gewinn ist auf 477,12 Euro pro PSA begrenzt. SonstigesDie Ausübungsbedingungen aller aufgelegten Pläne sehen vor, dass bei Ausübung - und bei Vorliegen aller anderen hierzu erforderlichen Voraussetzungen - die HOCHTIEF Aktiengesellschaft grundsätzlich ein Wahlrecht hat, anstelle der Auszahlung des Gewinns auch HOCHTIEF-Aktien zu liefern. Soweit die Bezugsberechtigten nicht bei der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beschäftigt sind, werden die mit der Ausübung entstehenden Aufwendungen durch das jeweilige verbundene Unternehmen getragen. Für die vorstehend genannten aktienbasierten Vergütungspläne waren zum Bilanzstichtag Rückstellungen in Höhe von 6.847 Tsd. Euro (Vorjahr 12.434 Tsd. Euro) passiviert. Der Gesamtaufwand für die genannten Pläne betrug im Berichtsjahr 5.195 Tsd. Euro (Vorjahr 5.126 Tsd. Euro). Der innere Wert der zum Ende der Berichtsperiode ausübbaren Pläne belief sich unverändert auf 0 Tsd. Euro. Für die Pläne sind bislang die folgenden Stückzahlen ausgegeben, verfallen oder ausgeübt worden: scroll
9. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDie betriebliche Altersversorgung bei der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist ein beitragsorientiertes Bausteinsystem. Der jährliche Rentenbaustein hängt vom Einkommen und vom Lebensalter des Beschäftigten ("Verrentungsfaktor") ab sowie von einem allgemeinen Versorgungsbeitrag, der durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft alle drei Jahre geprüft und gegebenenfalls angepasst wird. Die Summe aller erworbenen jährlichen Rentenbausteine ergibt die spätere Versorgungsleistung. Die Leistung umfasst eine Altersrente, eine Invalidenrente sowie eine Hinterbliebenenversorgung. Die Höhe der Rückstellung wird nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, für die Schätzungen unumgänglich sind. Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die Richttafeln 2018 G von Professor Dr. Klaus Heubeck verwendet. Des Weiteren liegen der Berechnung folgende versicherungsmathematische Prämissen zugrunde: scroll
Zur Finanzierung von Pensionszahlungen wurde bei der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ein Contractual-Trust-Arrangement (CTA) gegründet. Die übertragenen Vermögensgegenstände werden durch einen externen Treuhänder verwaltet und dienen ausschließlich der Finanzierung der inländischen Pensionsverpflichtungen. Übertragene Barmittel werden am Kapitalmarkt nach Maßgabe der im Treuhandvertrag vereinbarten Anlagegrundsätze investiert. Anteile an einem Spezialfonds, bei dem es sich um einen Mischfonds handelt, hatten zum 31. Dezember 2019 einen Marktwert, der zugleich dem Buchwert entspricht, von 147.839 Tsd. Euro (Vorjahr 148.486 Tsd. Euro). Aus dem Fonds erhielt die HOCHTIEF Aktiengesellschaft - wie im Vorjahr - keine Ausschüttung. Die Vermögensgegenstände des Pensionsfonds erfüllen genauso wie die an die Mitarbeiter verpfändeten Rückdeckungsversicherungen und Fondsanteile aus der Entgeltumwandlung der Mitarbeiter die Anforderungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB. Demnach sind der beizulegende Zeitwert der Vermögensgegenstände mit dem Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen und die Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen mit den Zinsaufwendungen der Pensionsverpflichtungen zu verrechnen. In der Bilanz wurden folgende Verrechnungen vorgenommen: scroll
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Die Pensionszahlungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 19.876 Tsd. Euro (Vorjahr 20.484 Tsd. Euro). Der Aufwand aus Pensionsverpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Der Zinsaufwand enthält 12.859 Tsd. Euro (Vorjahr 11.964 Tsd. Euro) Aufwendungen aus der Änderung des Abzinsungssatzes. 10. Übrige Rückstellungenscroll
Die sonstigen Rückstellungen betreffen unter anderem Personalrückstellungen (im Wesentlichen aktienbasierte und erfolgsorientierte Vergütung sowie Jubiläums- und Urlaubsrückstellungen), Risiken im Immobilien- und Beteiligungsbereich, Jahresabschlusskosten, Prozessrisiken sowie andere ungewisse Verbindlichkeiten. 11. Verbindlichkeitenscroll
Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von 1.578 Mio. Euro mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren (Vorjahr 823 Mio. Euro). Die Position "Anleihen" der HOCHTIEF Aktiengesellschaft setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft nutzte im Berichtsjahr das im Jahr 2018 aufgesetzte Debt-Issuance-Programm 1) , um mehrere Privatplatzierungen in Form von Inhaberschuldverschreibungen zu begeben. Im April 2019 emittierte die HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine Privatplatzierung über 50 Mio. Euro mit einer Laufzeit von 15 Jahren. Die Anleihe ist mit einem jährlichen Kupon in Höhe von 2,3 Prozent ausgestattet. Im Juni 2019 emittierte die HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine Privatplatzierung über 50 Mio. Schweizer Franken (44,6 Mio. Euro), die mit einer Laufzeit bis Juni 2025 ausgestattet ist. Der Emissionserlös wurde mittels eines Währungsderivats in Euro umgetauscht. Im Mai 2019 wurde eine fällige Unternehmensanleihe von HOCHTIEF im Volumen von 500 Mio. Euro vollständig zurückgezahlt und durch die Begebung von neuen HOCHTIEF-Schuldscheindarlehen und Inhaberschuldverschreibungen zu vorteilhafteren Konditionen anteilig refinanziert. Im Mai 2019 begab die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ein Schuldscheindarlehen über insgesamt 300 Mio. Euro. Das Darlehen hat gestaffelte Laufzeiten über vier, sieben und zehn Jahre. Im Juni 2019 begab die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ein weiteres bilaterales Darlehen über 25 Mio. Euro mit einer Laufzeit von vier Jahren. Im November 2019 wurde ein Teilbetrag von 55,5 Mio. Euro des im Mai 2019 begebenen Schuldscheindarlehens vorzeitig getilgt. Im Juli 2019 emittierte die HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine Privatplatzierung über 1 Mrd. norwegische Kronen (103,6 Mio. Euro). Die Anleihe ist mit einer Laufzeit bis 1. Juli 2029 ausgestattet. Der Emissionserlös wurde mittels Währungsderivaten in Euro umgetauscht. Die Emissionserlöse dienen der anteiligen Refinanzierung einer im Mai 2019 fällig gewordenen Unternehmensanleihe. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat im September 2019 die Platzierung von zwei weiteren Unternehmensanleihen durchgeführt. Diese Kapitalmarkttransaktion war aufgeteilt in eine Unternehmensanleihe in Höhe von 500 Mio. Euro mit einem jährlichen Kupon von 0,5 Prozent und einer achtjährigen Laufzeit bis zum 3. September 2027. Die zweite Anleihe in Höhe von 250 Mio. Euro ist mit einem jährlichen Kupon von 1,25 Prozent ausgestattet und offeriert eine zwölfjährige Laufzeit bis zum 3. September 2031. S&P hat das Anleiherating mit einem soliden Investment-Grade-Rating von BBB eingestuft. Der Emissionserlös dieser Anleihen dient der Refinanzierung der im März 2020 fälligen Unternehmensanleihe sowie allgemeinen Unternehmenszwecken. Der syndizierte Kredit über insgesamt 1,7 Mrd. Euro mit einer Laufzeit bis August 2023 wurde im Juli 2019 auf Basis der zweiten Verlängerungsoption um ein weiteres Jahr bis August 2024 verlängert. Die Barkredittranche in Höhe von 500 Mio. Euro ist zum Stichtag - wie im Vorjahr - nicht in Anspruch genommen worden. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Konzernfinanzverkehr. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Steuerverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung sowie andere Verbindlichkeiten enthalten. 12. RechnungsabgrenzungspostenDie Rechnungsabgrenzungen ergaben sich im Wesentlichen aus Vorauszahlungen von Nutzungsentgelten für Grundstücke. 13. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Haftungsverhältnisse waren überwiegend zur Sicherung aufgenommener Bankkredite, für Vertragserfüllungen, Gewährleistungsverpflichtungen und Vorauszahlungen gegeben. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft bürgte am Bilanzstichtag im Wesentlichen für Beteiligungsgesellschaften und Arbeitsgemeinschaften. scroll
In den Verpflichtungen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist eine zugunsten amerikanischer Versicherungsgesellschaften ausgelegte unbegrenzte Garantie für Verpflichtungen der Turner- und der Flatiron-Gruppe im Rahmen des sogenannten Bondings enthalten. Die Ausnutzung dieses Bondingvolumens beträgt zum 31. Dezember 2019 9.607 Mio. US-Dollar (Vorjahr 8.607 Mio. US-Dollar). Darüber hinaus haftet die HOCHTIEF Aktiengesellschaft für Verpflichtungen, Kreditrahmen und Joint-Venture-Garantien der Flatiron Construction Corporation, bei Letzteren höchstens in Höhe der Auftragswerte. Diese lagen zum 31. Dezember 2019 bei 794.303 Tsd. Euro (Vorjahr 779.029 Tsd. Euro). Die Haftungssumme aus den jeweiligen Kreditrahmen bemisst sich nach den ausstehenden finanziellen Verpflichtungen, die unter den jeweiligen Rahmen ausgereicht sind. Eine Inanspruchnahme aus den durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft übernommenen Garantien ist in der Vergangenheit nicht erfolgt und wird aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse auch nicht für die Zukunft erwartet. Der syndizierte Kredit über insgesamt 1,7 Mrd. Euro bildet weiterhin ein zentrales langfristiges Finanzierungsinstrument der HOCHTIEF Aktiengesellschaft (HOCHTIEF). Der Kredit mit einer ursprünglichen Laufzeit bis August 2022 und Verlängerungsoptionen um bis zu zwei weitere Jahre wurde im Juli 2019 auf Basis der zweiten Verlängerungsoption bis August 2024 verlängert. Die Avalkredittranche in Höhe von 1,2 Mrd. Euro war zum Berichtsstichtag mit 859 Mio. Euro in Anspruch genommen worden (Vorjahr 944 Mio. Euro). Im August 2019 wurde mit einem internationalen Bankenkonsortium ein neuer syndizierter Aval- und Barkredit in Höhe von 300 Mio. US-Dollar zugunsten der Flatiron Construction Corporation sowie mehrerer Tochtergesellschaften vereinbart. Die Finanzierung, die eine Laufzeit bis August 2024 besitzt, ersetzt die alte syndizierte Aval- und Barkreditlinie in Höhe von 350 Mio. kanadischen Dollar, die eine Laufzeit bis November 2019 besaß. Zum Stichtag war der Kredit mit 5 Mio. US-Dollar (Vorjahr: 75,1 Mio. kanadische Dollar) durch ausgestellte Garantien in Anspruch genommen worden. Weiterhin hat HOCHTIEF ebenfalls als Garantie im August 2019 zusammen mit der Flatiron Construction Corp. einen bilateralen Avalkreditvertrag über 100 Mio. kanadische Dollar abgeschlossen. Dieser war zum Berichtsstichtag zu 58 Mio. Euro (84 Mio. kanadische Dollar) ausgenutzt worden. Im Rahmen der sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen Abnahmeverpflichtungen aus langfristigen Liefer- und Leistungsverträgen in Höhe von 34.790 Tsd. Euro (Vorjahr 34.475 Tsd. Euro). Dabei handelt es sich um Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen. Ihnen stehen erwartete Mieterträge in Höhe von 24.315 Tsd. Euro (Vorjahr 22.854 Tsd. Euro) gegenüber. Derivative FinanzinstrumenteZur Absicherung des Währungsrisikos einer in US-Dollar denominierten Konzernforderung über 302 Mio. Euro besteht zum Stichtag ein Devisentermingeschäft, das der betrags- und fristenkongruenten Sicherung dient. Der Marktwert des Devisentermingeschäfts lag am 31. Dezember 2019 bei 3.873 Tsd. Euro. Zur Absicherung der in Schweizer Franken und norwegischen Kronen begebenen Unternehmensanleihen wurden Zinswährungsswaps abgeschlossen. Das Nominalvolumen der Anleihen liegt bei 148 Mio. Euro und der beizulegende Zeitwert der Währungsderivate beträgt saldiert -5.997 Tsd. Euro. Eine US-Dollar Geldanlage mit einem Nominalvolumen von 200 Mio. Euro wurde mit Währungsderivaten abgesichert. Der beizulegende Zeitwert dieser Derivate liegt bei 2.397 Tsd. Euro. Für Devisentermingeschäfte ist zum 31. Dezember 2019 eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 1.556 Tsd. Euro erfasst worden. Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung14. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse der HOCHTIEF Aktiengesellschaft stehen im Zusammenhang mit der Ausübung der Holdingfunktion. Sie umfassen sowohl inländische Umsatzerlöse in Höhe von 25.794 Tsd. Euro (Vorjahr 28.429 Tsd. Euro) als auch ausländische Umsatzerlöse in Höhe von 56.559 Tsd. Euro (Vorjahr 48.662 Tsd. Euro). In den Umsatzerlösen sind Mieterträge in Höhe von 17.891 Tsd. Euro (Vorjahr 18.818 Tsd. Euro) enthalten. Darüber hinaus sind Umlagen aus Dienstleistungen mit einem Betrag von 63.488 Tsd. Euro (Vorjahr 54.773 Tsd. Euro) ausgewiesen. 15. Sonstige betriebliche ErträgeDiese Position enthält Erträge aus Kostenverrechnungen im Umfang von 9.429 Tsd. Euro (Vorjahr 5.848 Tsd. Euro) und aus Währungskursgewinnen in Höhe von 1.919 Tsd. Euro (Vorjahr 5.594 Tsd. Euro). Des Weiteren wurden periodenfremde Erträge aus der Zuschreibung auf Forderungen in Höhe von 5.800 Tsd. Euro (Vorjahr 12.700 Tsd. Euro) sowie aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 697 Tsd. Euro (Vorjahr 4.056 Tsd. Euro) erfasst. 16. Materialaufwandscroll
17. Personalaufwandscroll
Mitarbeiterscroll
18. Abschreibungenscroll
Die Abschreibungen betreffen planmäßige Abschreibungen. 19. Sonstige betriebliche AufwendungenIn den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Mieten und Pachten, Gerichts-, Anwalts- und Notarkosten, EDV-Kosten, Beratungs- und Prüfungskosten, Jahresabschlusskosten, Umlagen, Aufsichtsratsvergütungen, Reisekosten sowie Kosten des Post- und Zahlungsverkehrs ausgewiesen. Des Weiteren enthält diese Position mit 19.428 Tsd. Euro (Vorjahr 72.012 Tsd. Euro) periodenfremde Aufwendungen aus der Weiterverrechnung von auf Tochtergesellschaften entfallenden Erstattungsansprüchen, Abschreibungen auf Forderungen in Höhe von 18.974 Tsd. Euro (Vorjahr 735 Tsd. Euro) sowie Kostenerstattungen in Höhe von 5.000 Tsd. Euro (Vorjahr 17.875 Tsd. Euro). Die Währungskursverluste beliefen sich auf 140 Tsd. Euro (Vorjahr 2.032 Tsd. Euro). 20. Ergebnis Finanzanlagenscroll
Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen entfallen im Wesentlichen auf die Beteiligungen HOCHTIEF Asia Pacific GmbH (228.020 Tsd. Euro; Vorjahr 214.352 Tsd. Euro), HOCHTIEF Americas GmbH (169.287 Tsd. Euro; Vorjahr 320.345 Tsd. Euro) sowie HOCHTIEF Projektentwicklung GmbH (26.648 Tsd. Euro; Vorjahr 35.306 Tsd. Euro). Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen betreffen im Wesentlichen die HOCHTIEF Solutions AG (79.900 Tsd. Euro; Vorjahr 144.131 Tsd. Euro). Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von 172.770 Tsd. Euro entfallen ausschließlich auf die Abertis HoldCo S.A. Der Vorjahreswert (37.000 Tsd. Euro) entfiel vollständig auf die HOCHTIEF Asia Pacific GmbH. 21. Zinsergebnisscroll
In den Zinserträgen sind in Höhe von 4.410 Tsd. Euro (Vorjahr 40.037 Tsd. Euro) Zinsen aus Umsatzsteuererstattungsansprüchen ausgewiesen. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten mit 3.962 Tsd. Euro (Vorjahr 22.096 Tsd. Euro) den Saldo aus Zinsaufwendungen aus Pensionsverpflichtungen und dem Ergebnis aus dem für diese Verpflichtungen bestehenden Deckungsvermögen. Außerdem enthalten die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen die Aufwendungen aus der Aufzinsung von sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 37 Tsd. Euro (Vorjahr 50 Tsd. Euro). 22. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des UmlaufvermögensDiese Position enthält Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 76 Tsd. Euro (Vorjahr 62 Tsd. Euro). 23. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDiese Position enthält im Wesentlichen Gewerbeertrag- und Körperschaftsteuern. 24. Sonstige SteuernDiese Position enthält in Höhe von 13.321 Tsd. Euro (Vorjahr 31.975 Tsd. Euro) einen Ertrag aus Umsatzsteuererstattungsansprüchen. 25. Gesamtbezüge des Vorstands und des AufsichtsratsBezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2019Das System der Vorstandsvergütung ist auf eine langfristige und nachhaltige Unternehmensführung ausgerichtet. Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat festgesetzt. Auch das Vergütungssystem für den Vorstand wird vom Aufsichtsrat beschlossen und regelmäßig überprüft. Der Personalausschuss des Aufsichtsrats bereitet die entsprechenden Beschlussfassungen des Aufsichtsratsplenums vor. Struktur und Bestandteile des Vergütungssystems des VorstandsDie Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich für das Geschäftsjahr 2019 aus folgenden erfolgsunabhängigen und erfolgsabhängigen Elementen zusammen: 1. FestvergütungDie Festvergütung der Vorstandsmitglieder wird monatlich anteilig als Gehalt gezahlt. 2. NebenleistungenZusätzlich zur Festvergütung erhalten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen. Dazu zählt im Wesentlichen der nach steuerlichen Richtlinien anzusetzende Wert der privaten Nutzung des Dienstwagens und vermögenswerter Vorteile. 3. AltersversorgungAlle Mitglieder des Vorstands haben als betriebliche Altersversorgung einzelvertragliche Pensionszusagen erhalten, die eine Inanspruchnahme der Pension frühestens ab Vollendung des 65. Lebensjahres vorsehen. Die Höhe der Pension bemisst sich an den festen Bezügen. Dabei wird ein prozentualer Anteil der festen Bezüge als Pension gewährt, der mit der Bestelldauer steigt. Als Höchstbetrag erhält das Vorstandsmitglied 65 Prozent der letzten festen Bezüge. Die Hinterbliebenenversorgung beträgt 60 Prozent des Pensionsanspruchs. Der Personalausschuss überprüft bei Neuverträgen oder bei erheblichen Vertragsveränderungen das Versorgungsniveau der Vorstandsmitglieder und den daraus abgeleiteten jährlichen und langfristigen Versorgungsaufwand. 4. Variable VergütungMit der variablen Vergütung soll Erfolg belohnt werden. Werden Ziele nicht erreicht, kann die variable Vergütung auf null sinken. 60 bis 70 Prozent der variablen Vergütung stehen den Vorstandsmitgliedern nicht sofort zur Verfügung, sind von der Entwicklung zukünftiger Kennzahlen abhängig und somit auf den langfristigen Erfolg des Unternehmens ausgerichtet. Zur Festlegung der variablen Vergütung wird jährlich auf der Basis der Entwicklung des Konzerns für das jeweilige Geschäftsjahr abhängig von den folgenden drei gleich gewichteten Komponenten ein Gesamtzielerreichungsgrad berechnet: bereinigter Free Cashflow, Konzerngewinn absolut und Konzerngewinn Delta zum Vorjahr. Dieser Gesamtzielerreichungsgrad kann sich für die Herren Legorburo und von Matuschka abhängig vom Cashflow der Division HOCHTIEF Europe reduzieren. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat das Recht, den Gesamtzielerreichungsgrad, der sich aus der Erreichung der wirtschaftlichen Ziele ergibt, bei individueller besonderer Leistung zu erhöhen und unter Würdigung der Zielerreichung vereinbarter strategischer Ziele zu erhöhen oder zu vermindern. Der Gesamtzielerreichungsgrad kann bei null bis 200 Prozent des jeweiligen Zielbetrags liegen. Ein Herabsetzungsrecht (Clawback-Regelung) des Aufsichtsrats bei Verschlechterung der Lage der Gesellschaft besteht nach § 87 Abs. 2 AktG. Somit ist gewährleistet, dass das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder zur Unternehmensstrategie und zur langfristigen Entwicklung des Unternehmens beiträgt. Mit jedem Vorstandsmitglied wurden Zielbeträge (bei 100 Prozent Zielerfüllung) für folgende drei variablen Vergütungskomponenten vereinbart: Short-Term-Incentive-Plan (STIP) Long-Term-Incentive-Plan I (LTIP I - Deferral) und Long-Term-Incentive-Plan II (LTIP II) Abhängig von den individuell vereinbarten Zielbeträgen und dem Gesamtzielerreichungsgrad wird die variable Vergütung festgelegt und geleistet. Zwischen 30 und 40 Prozent der variablen Vergütung werden bar ausgezahlt (STIP). Die restlichen 60 bis 70 Prozent werden zu je ein halb durch Übertragung von Aktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft in Höhe des Nettobetrags, mit einer Sperrfrist von zwei Jahren, vergütet (LTIP I - Deferral) und durch Gewährung eines jährlich neu aufzulegenden Long-Term-Incentive-Plans (LTIP II) erfüllt. Somit ist gewährleistet, dass die Gewährungsbeträge für die Long-Term-Incentive-Komponenten I (Deferral) und II von der Erreichung der Ziele des jeweiligen Geschäftsjahres abhängig sind. scroll
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Abhängig von den individuellen Zielbeträgen, siehe Tabelle Seite 29 BestelldauerGenerelle Praxis ist, dass die Vorstände, die nicht aus dem Konzern in den Vorstand befördert werden, in der ersten Bestellperiode nur für drei Jahre bestellt werden. Eine Verlängerung der Bestellung erfolgt anschließend für fünf Jahre. Regelungen im Falle der Beendigung des DienstvertragsBei Nichtverlängerung des Dienstvertrags erhalten die Vorstandsmitglieder eine Abfindung in Höhe eines festen Jahresgehalts. Die Abfindung setzt voraus, dass das Vorstandsmitglied bei Ende des Anstellungsvertrags mindestens in der zweiten Amtsperiode dem Vorstand angehörte und noch nicht das 65. Lebensjahr vollendet hat. Bei einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit werden Abfindungszahlungen an die Vorstände den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und es wird nicht mehr als die Restlaufzeit des Dienstvertrags vergütet. Ein Abfindungsrecht bei einem Kontrollwechsel (Change of Control) existiert nicht. Bei einer Vertragsauflösung werden mehrjährige, variable Vergütungsbestandteile nicht vorzeitig ausgezahlt. Kredite und VorschüsseWie in den vergangenen Geschäftsjahren wurden den Vorstandsmitgliedern im Geschäftsjahr 2019 weder Kredite noch Vorschüsse gewährt. Aktienbesitz (Share Ownership)Aufgrund der Gewährung der LTIP-I-Komponente in Aktien besitzen die Vorstände die folgenden gesperrten HOCHTIEF-Aktien: scroll
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Der Jahresdurchschnittskurs der HOCHTIEF-Aktie lag 2019 bei 115,74 Euro. Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2019Die den Mitgliedern des Vorstands gewährte Gesamtvergütung für das Geschäftsjahr 2019 sowie die Bezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder sind nach DRS 17 der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen: scroll
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Übertragung von Aktien mit einer zweijährigen Sperrfrist Die beiden nachfolgenden Tabellen zeigen die Gesamtvergütung des Vorstands entsprechend den Mustertabellen des DCGK. Die DCGK-Tabelle 1 umfasst die für das Geschäftsjahr 2019 gewährten, das heißt bei 100 Prozent Zielerreichung zugesagten individuellen Vergütungen sowie die Minimal- und Maximalwerte für die einzelnen Vorstandsmitglieder. Die DCGK-Tabelle 2 zeigt die für das Geschäftsjahr 2019 zufließende Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder. scroll
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Übertragung von Aktien mit einer zweijährigen Sperrfrist scroll
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Die ausgezahlte einjährige variable Vergütung im Jahr 2018 für das Geschäftsjahr
2017 lag für Herrn Fernández Verdes bei 1.610 Tsd. Euro, für Herrn Legorburo bei 382
Tsd. Euro, für Herrn von Matuschka bei 437 Tsd. Euro und für Herrn Sassenfeld bei
765 Tsd. Euro. Die an die Vorstandsmitglieder in den letzten Jahren zugeteilten Long-Term-Incentive-Pläne führten zu folgendem Aufwand: scroll
Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die Höhe der Pensionsverpflichtungen der im Berichtsjahr amtierenden Vorstandsmitglieder: scroll
Der Barwert der Pensionszusagen an aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder beträgt 89.805 Tsd. Euro (Vorjahr 86.425 Tsd. Euro). An frühere Mitglieder des Vorstands oder deren Hinterbliebene wurden Beträge in Höhe von 4.229 Tsd. Euro (Vorjahr 4.649 Tsd. Euro) gezahlt. Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und ihren Hinterbliebenen betragen 73.065 Tsd. Euro (Vorjahr 73.141 Tsd. Euro). Bezüge des Vorstands für frühere GeschäftsjahreDer Aufsichtsrat hat 2019 zur Erfüllung der Long-Term-Incentive-Komponente II aus dem Jahr 2018 einen Long-Term-Incentive-Plan 2019 (LTIP 2019) für die Vorstandsmitglieder beschlossen. Dabei handelt es sich um die Gewährung von sogenannten Performance-Stock-Awards (erfolgsabhängige virtuelle Aktienrechte). Die Planbedingungen der Performance-Stock-Awards 2019 sehen vor, dass die Berechtigten für jeden Performance-Stock-Award nach Ablauf der Wartezeit von drei Jahren innerhalb des zweijährigen Ausübungszeitraums einen Zahlungsanspruch in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag zuzüglich eines Performance-Bonusses haben. Die Höhe des Performance-Bonusses ist abhängig vom bereinigten Free Cashflow. Die Ansprüche sind für die Performance-Stock-Awards des Long-Term-Incentive-Plans 2019 auf einen Maximalwert begrenzt, damit die Höhe auch im Fall von außerordentlichen beziehungsweise nicht vorhersehbaren Entwicklungen angemessen bleibt. Herrn Fernández Verdes wurden 6 344 Performance-Stock-Awards mit einem Wert zum Zeitpunkt der Gewährung in Höhe von 1.312 Tsd. Euro gewährt. Herrn Legorburo wurden 1 905 Performance-Stock-Awards mit einem Wert zum Zeitpunkt der Gewährung in Höhe von 394 Tsd. Euro gewährt. Herrn von Matuschka wurden 2 177 Performance-Stock-Awards mit einem Wert zum Zeitpunkt der Gewährung in Höhe von 450 Tsd. Euro gewährt. Herrn Sassenfeld wurden 3 809 Performance-Stock-Awards mit einem Wert zum Zeitpunkt der Gewährung in Höhe von 788 Tsd. Euro gewährt. Bezüge des Vorstands für Tätigkeiten in KonzerngesellschaftenFür seine Tätigkeit in Australien als Executive Chairman von CIMIC erhielt Herr Fernández Verdes für 2019 eine pauschale Aufwandsentschädigung in Höhe von 297 Tsd. Euro 1) und Nebenleistungen in Höhe von 12 Tsd. Euro 1) . Die Herrn Fernández Verdes von CIMIC im Jahr 2014 gewährten Stock-Appreciation-Rights führten zu einem Aufwand in Höhe von 1.018 Tsd. Euro.
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Der Eurobetrag ist abhängig vom Wechselkurs. Weitere Vergütungen für die Wahrnehmung von Mandaten in Gremien anderer Unternehmen, an denen HOCHTIEF unmittelbar oder mittelbar eine Beteiligung hält, werden nicht an die Vorstände ausgezahlt beziehungsweise auf die Vorstandsvergütung angerechnet. Vergütung der Mitglieder des AufsichtsratsDie Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wird durch die Hauptversammlung festgelegt und ist in § 18 der Satzung geregelt. Die Vergütung für das Geschäftsjahr 2019 ergibt sich aus der nachfolgenden Tabelle. scroll
26. NachtragsberichtIm Wertaufhellungszeitraum haben sich keine berichtspflichtigen Sachverhalte ereignet. 27. Honorare des AbschlussprüfersDas Gesamthonorar des Abschlussprüfers KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das Geschäftsjahr 2019, das als Aufwand erfasst wurde, gliedert sich in Abschlussprüfungsleistungen, andere Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen und sonstige Leistungen. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft macht in ihrem Jahresabschluss von dem Wahlrecht des § 285 Nr. 17 HGB Gebrauch und verzichtet auf die individuelle Angabe der erfassten Honorare. Sie ist in der entsprechenden Angabe des Konzernabschlusses enthalten. In den Honoraren für Abschlussprüfungen sind neben den Honoraren für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts durch den Konzernabschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft auch dessen Honorare für die Prüfung der Jahresabschlüsse der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und ihrer Tochterunternehmen im Inland sowie die prüferische Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts zum 30. Juni 2019 enthalten. Vom Abschlussprüfer wurden für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft andere Bestätigungsleistungen im Rahmen der Erteilung eines Comfort Letters sowie im Rahmen von Untersuchungshandlungen nach ISAE 3000 im Zusammenhang mit der Prüfung des gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts und des Nachhaltigkeitsberichts erbracht. Steuerberatungsleistungen betreffen die steuerliche Betreuung ausländischer Mitarbeiter. Die sonstigen Leistungen enthalten im Wesentlichen Beratungsleistungen im Zusammenhang mit den Themengebieten Datenschutz und Archivierung sowie Nachhaltigkeitsmanagement. 28. Angaben zum Bestehen von mitgeteilten Beteiligungen gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktGDie nachfolgenden gemäß § 40 Abs. 1 WpHG, § 33 Abs. 1 WpHG veröffentlichungspflichtigen Änderungen der Aktionärsstruktur der HOCHTIEF Aktiengesellschaft bestanden beziehungsweise haben sich im Geschäftsjahr 2019 ergeben. Im Falle eines mehrfachen Erreichens, Über- oder Unterschreitens der in dieser Vorschrift genannten Schwellenwerte durch einen Meldepflichtigen wird grundsätzlich nur die zeitlich jeweils letzte Mitteilung aufgeführt, die zu einer Über- oder Unterschreitung beziehungsweise Erreichung der Schwellenwerte geführt hat. Weitere Informationen finden Sie in den Einzelveröffentlichungen der erhaltenen Stimmrechtsmitteilungen unter www.hochtief.de. scroll
Der Anteil des HOCHTIEF-Aktionärs ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A., Madrid, Spanien, lag zum 31. Dezember 2019 unverändert bei 50,41 Prozent. Der Anteil des HOCHTIEF-Aktionärs Atlantia S.p.A., Rom, Italien, lag zum 31. Dezember 2019 bei 18,01 Prozent (Vorjahr 23,86 Prozent). 29. Anteilsbesitzliste der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zum 31.12.2019In der folgenden Tabelle sind die vollkonsolidierten Beteiligungsgesellschaften aufgeführt: Vollkonsolidierte Beteiligungsgesellschaftenscroll
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Ergebnisabführungsvertrag Außerdem wurden folgende Gemeinschaftsunternehmen anteilmäßig in den Konzernabschluss einbezogen: Gemeinschaftsunternehmenscroll
Deutsche Bau-ARGEN, die in den Konzernabschluss einbezogen wurden, sind die folgenden: Deutsche Bau-ARGENscroll
Gemeinschaftliche Tätigkeiten, die in den Konzernabschluss einbezogen wurden, sind die folgenden: Gemeinschaftliche Tätigkeitenscroll
Assoziierte Unternehmen, die im Konzernabschluss nach der Equity-Methode berücksichtigt wurden, sind die folgenden: Assoziierte Unternehmenscroll
KonzernzugehörigkeitDer Jahresabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, Deutschland, Amtsgericht Essen, Handelsregisternummer HRB 279, wird in den Konzernabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft einbezogen, die diesen als eigenständiger börsennotierter Konzern veröffentlicht und der gleichzeitig in den Konzernabschluss der ACS Actividades de Construcción y Servicios, S.A., Madrid, Spanien, konsolidiert wird. Der Konzernabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft wird im Bundesanzeiger, der Konzernabschluss von ACS im Verzeichnis der Comisión Nacional del Mercado de Valores veröffentlicht. Gewinnverwendungsvorschlag des VorstandsDer Vorstand schlägt vor, zu beschließen: Der Bilanzgewinn der HOCHTIEF Aktiengesellschaft des Geschäftsjahres 2019 in Höhe von 409.750.900,60 Euro wird zur Ausschüttung einer Dividende von 5,80 Euro je Stückaktie auf das Grundkapital von 180.855.569,92 Euro, eingeteilt in 70 646 707 Stückaktien, verwendet. Die Dividende ist am 6. Juli 2020 fällig. Der Betrag, der auf die am Tage der Hauptversammlung im Besitz der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien auszuschütten wäre und der gemäß § 71 b AktG von der Ausschüttung auszuschließen ist, wird auf neue Rechnung vorgetragen. Am Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses, 10. Februar 2020, ergibt sich für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ein Bestand an eigenen Aktien von insgesamt 22 346 Stück, womit ein Betrag in Höhe von 129.606,80 Euro auf neue Rechnung vorzutragen wäre. Bis zur Hauptversammlung kann sich die Zahl der für das Geschäftsjahr 2019 dividendenberechtigten Stückaktien verändern. In diesem Fall wird bei unveränderter Ausschüttung von 5,80 Euro je für das Geschäftsjahr 2019 dividendenberechtigter Stückaktie der Hauptversammlung ein entsprechend angepasster Gewinnverwendungsvorschlag unterbreitet. GremienAufsichtsratPedro López Jiménez Madrid, Vorsitzender des Aufsichtsrats der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Member of the Board, Member of the Nomination Committee and Vice-Chairman of the Executive Committee of ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A., Madrid b) Abertis Infraestructuras, S.A. ACS Servicios y Concesiones, S.L. (Chairman) ACS Servicios, Comunicaciones y Energía, S.L. (Vice-Chairman) CIMIC Group Limited Dragados, S.A. (Chairman) Matthias Maurer * Hamburg, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats HOCHTIEF Infrastructure GmbH b) Medizinischer Dienst der Krankenversicherung Mecklenburg-Vorpommern e. V. (Vorsitzender des Verwaltungsrats) Ángel García Altozano Madrid, Corporate General Manager von ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A., Madrid b) ACS Servicios y Concesiones, S.L. ACS Servicios, Comunicaciones y Energía, S.L. Dragados, S.A. GED Capital Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtsch.-Ing. Beate Bell Köln, Geschäftsführerin der immoADVICE GmbH a) Deutsche EuroShop AG Christoph Breimann * Lüdinghausen, Leiter Technisches Büro Building der HOCHTIEF Infrastructure GmbH Carsten Burckhardt * Dortmund, Mitglied des Bundesvorstands der IG Bauen-Agrar-Umwelt a) Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG Zusatzversorgungskasse Steine und Erden Bayern b) Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft (ULAK) José Luis del Valle Pérez Madrid, Member, Director and Secretary of the Board of ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A., and General Secretary of the ACS Group, Madrid b) ACS Servicios y Concesiones, S.L. ACS Servicios, Comunicaciones y Energía, S.L. CIMIC Group Limited Cobra Gestión de Infraestructuras, S.A. Dragados, S.A. Dr. rer. pol. h. c. Francisco Javier Garcia Sanz Wiesbaden, ehem. Mitglied des Vorstands der Volkswagen Aktiengesellschaft, Wolfsburg, im Ruhestand b) Criteria Caixa, S.A.U. TUBACEX WP StB Dipl. oec. Patricia Geibel-Conrad Leonberg, Unternehmensberatung - Wirtschaftsprüfung/Steuerberatung in eigener Praxis a) CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg DEUTZ AG, Köln Arno Gellweiler * Oberhausen, Konstrukteur im Bereich Ingenieur- und Brückenbau, HOCHTIEF Engineering GmbH, Consult Infrastructure Luis Nogueira Miguelsanz Madrid, Secretary-General, Dragados, S.A. Nikolaos Paraskevopoulos * Bottrop, Vorsitzender Eurobetriebsrat und Mitglied des Konzernbetriebsrats der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Vorsitzender Betriebsrat Essen der TRINAC GmbH Sabine Roth * Ratingen, Sachbearbeiterin im kaufmännischen Innendienst Nicole Simons * Niddatal, Rechtsanwältin und Mitglied des Bundesvorstands der IG Bauen-Agrar-Umwelt a) HOCHTIEF Infrastructure GmbH b) DGB-Rechtsschutz GmbH Klaus Stümper * Lohmar, Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der HOCHTIEF Aktiengesellschaft Dipl.-Geol. MBA Christine Wolff Hamburg, Unternehmensberaterin a) Berliner Wasserbetriebe A. ö. R. KSBG Kommunale Verwaltungsgesellschaft GmbH b) Sweco AB
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Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer Ausschüsse des AufsichtsratsPrüfungsausschuss Ángel García Altozano (Vorsitzender) Carsten Burckhardt José Luis del Valle Pérez Patricia Geibel-Conrad Matthias Maurer Luis Nogueira Miguelsanz Sabine Roth Klaus Stümper (stellv.) Personalausschuss Pedro López Jiménez (Vorsitzender) Beate Bell José Luis del Valle Pérez Arno Gellweiler Nicole Simons Klaus Stümper Christine Wolff Nominierungsausschuss Pedro López Jiménez (Vorsitzender) José Luis del Valle Pérez Christine Wolff Vermittlungsausschuss (§ 27 Abs. 3 MitbestG) Pedro López Jiménez (Vorsitzender) Beate Bell Matthias Maurer Nikolaos Paraskevopoulos VorstandMarcelino Fernández Verdes Düsseldorf, Vorsitzender des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, und Chief Executive Officer (CEO) der ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A., Madrid b) Abertis Infraestructuras, S.A. (President) CIMIC Group Limited (Executive Chairman) Flatiron Holding, Inc. The Turner Corporation (Member of the Board of Directors) Peter Sassenfeld Duisburg, Mitglied des Vorstands (Chief Financial Officer - CFO) der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, und Mitglied des Vorstands der HOCHTIEF Solutions AG, Essen b) CIMIC Group Limited Flatiron Holding, Inc. HOCHTIEF AUSTRALIA HOLDINGS Ltd. The Turner Corporation José Ignacio Legorburo Escobar Düsseldorf, Mitglied des Vorstands und Chief Operating Officer (COO) der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, und der HOCHTIEF Solutions AG, Essen Nikolaus Graf von Matuschka Aldenhoven/Jüchen, Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektor der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, und Vorsitzender des Vorstands und Arbeitsdirektor der HOCHTIEF Solutions AG, Essen a) HOCHTIEF Infrastructure GmbH (Vorsitzender) Malteser Deutschland gGmbH Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht, der mit dem des Konzerns zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Essen, 10. Februar 2020 HOCHTIEF Aktiengesellschaft Der Vorstand Marcelino Fernández Verdes Peter Sassenfeld Nikolaus Graf von Matuschka José Ignacio Legorburo Escobar Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die HOCHTIEF Aktiengesellschaft, EssenVermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht (im Folgenden: "Lagebericht") der HOCHTIEF Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Der Lagebericht enthält im Abschnitt "Corporate Governance und Compliance" nicht vom Gesetz vorgesehene Querverweise auf Internetseiten der Gesellschaft. Diese Querverweise sowie die Informationen, auf die sich die Querverweise beziehen, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des JahresabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Die Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen und BeteiligungenZu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Erläuterungen zu "Finanzanlagen" in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und "Anlagevermögen" in der Erläuterung zur Bilanz jeweils im Anhang des Jahresabschlusses. DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSSIm Jahresabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2019 werden unter den Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 3.043 Mio und Beteiligungen in Höhe von EUR 1.405 Mio ausgewiesen. Die Summe der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen an der Bilanzsumme beläuft sich auf insgesamt 70 % und hat somit einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögenslage der Gesellschaft. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2019 in unwesentlichem Umfang vorgenommen. Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten beziehungsweise bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Für die börsennotierte Tochtergesellschaft, an der die HOCHTIEF Aktiengesellschaft mittelbar beteiligt ist, wird für die Werthaltigkeitsbeurteilung der Börsenkurs zum Bilanzstichtag herangezogen. Die Werthaltigkeitsbeurteilung der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen ist in hohem Maße von Einschätzungen und Beurteilungen der Gesellschaft abhängig. Es besteht das Risiko für den Jahresabschluss, dass die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen nicht werthaltig sind. UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNGZunächst haben wir uns durch Erläuterungen des Controllings und des Konzernrechnungswesens sowie Würdigung der Dokumentationen ein Verständnis über den Prozess der Gesellschaft zur Beurteilung der Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen verschafft. Dabei haben wir uns intensiv mit dem Vorgehen der Gesellschaft zur Bestimmung möglicher wertgeminderter Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen auseinandergesetzt und anhand der im Rahmen unserer Prüfung gewonnenen Informationen beurteilt, ob Anhaltspunkte für von der Gesellschaft nicht identifizierten Abschreibungsbedarf bestehen. In diesem Zusammenhang haben wir uns mit der Prognose der künftigen Umsatz- und Ergebnisentwicklung der einzelnen Gesellschaften beschäftigt. Die prognostizierten Beträge haben wir mit den Planungsverantwortlichen erörtert. Ferner haben wir uns von der bisherigen Prognosegüte der Gesellschaft überzeugt, indem wir Planungen früherer Geschäftsjahre mit den tatsächlich realisierten Ergebnissen verglichen und Abweichungen analysiert haben. Zudem wurden die Erkenntnisse aus vergangenen Beteiligungsbewertungen berücksichtigt. Für die börsennotierte Gesellschaft, an der die HOCHTIEF Aktiengesellschaft mittelbar beteiligt ist, haben wir zum Bilanzstichtag den aus den Börsenkursen abgeleiteten beizulegenden Wert mit dem Beteiligungsbuchwert verglichen. UNSERE SCHLUSSFOLGERUNGENDie Annahmen und Einschätzungen der Gesellschaft sowie die der Werthaltigkeitsbeurteilung bei der börsennotierten Tochtergesellschaft zugrunde liegende Bewertungsmethode sind insgesamt angemessen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:
Die sonstigen Informationen umfassen nicht den Jahresabschluss, die inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben sowie unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 7. Mai 2019 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 7. Mai 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2019 als Abschlussprüfer der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Verantwortlicher WirtschaftsprüferDie für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Charlotte Salzmann.
Essen, den 11. Februar 2020 KPMG AG Ufer, Wirtschaftsprüfer Salzmann, Wirtschaftsprüferin ImpressumHerausgeber:HOCHTIEF Aktiengesellschaft Alfredstraße 236, 45133 Essen Tel.: 0201 824-0, Fax: 0201 824-2777 info@hochtief.de, www.hochtief.de Bildnachweise:HOCHTIEF Bildbearbeitung, Satz und Druckvorstufe:Creafix GmbH, Solingen Druck:Druckpartner, Essen Der Jahresabschluss ist auf dem umweltfreundlichen Bilderdruckpapier Maxi Silk gedruckt. Es ist nach den Regeln des Forest Stewardship Council (FSC) zertifiziert. Dieser Jahresabschluss liegt auch in englischer Sprache vor. Zusammengefasster LageberichtKonzernstruktur und GeschäftstätigkeitKonzernstruktur 2019![]() Konzernstruktur 2019Die operativen Gesellschaften des HOCHTIEF-Konzerns sind den drei Divisions HOCHTIEF Americas, HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe zugeordnet. Hinzu kommt seit Oktober 2018 die Beteiligung von 20 Prozent des HOCHTIEF-Konzerns am Mautstraßenbetreiber Abertis Infraestructuras, die seit Ende 2019 in der Einheit Abertis-Investment ausgewiesen wird. Abertis ist der - nach Kilometern im Betrieb - führende internationale Mautstraßenbetreiber. Abertis verantwortet in mehreren Ländern Europas, Amerikas und Asiens das Management von Straßen mit hohem Verkehrsaufkommen. Die Konzernstruktur spiegelt die starke Regionalpräsenz mit Fokus auf entwickelte Märkte. 1) Die globale Präsenz in Kernmärkten ermöglicht es dem Konzern, vielfältige regionale Marktchancen zu realisieren. HOCHTIEF ist eines der internationalsten Unternehmen der Baubranche und erbringt etwa 97 Prozent der Leistung außerhalb des Heimatmarkts Deutschland. Die strategische und operative Management-Holding von HOCHTIEF leitet den Konzern. Sie konzentriert sich auf Führung und Steuerung. Die Verantwortung für die strategische, organisatorische und operative Entwicklung des gesamten Konzerns liegt beim Vorstand und bei den zentralen Konzernabteilungen, die die Steuerungsebene abbilden. Die Holding umfasst die folgenden Konzernabteilungen: Recht, Corporate Governance/Compliance, Revision, Risikomanagement/Organisation/ Innovation, Personal, IT, Mergers and Acquisitions, Kommunikation, Controlling, Finanzen, Capital Markets Strategy/Investor Relations, Rechnungswesen und Steuern sowie Versicherungen. Geschäftstätigkeit des HOCHTIEF-Konzerns 2)Der globale Infrastrukturkonzern HOCHTIEF konzentriert sich auf Aktivitäten in den Segmenten Bau, Services und Mining sowie Public-Private-Partnership (PPP) und Konzessionen und deckt überwiegend in entwickelten Märkten den gesamten Lebenszyklus von Infrastrukturprojekten ab. Diese Leistungen erbringt HOCHTIEF auf der Basis seiner langjährigen Erfahrung im Entwickeln, Finanzieren, Bauen und Betreiben. Der Konzern verfügt mit seinem Leistungsspektrum und der globalen Aufstellung über ein ausgewogenes Geschäftsprofil.
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Weitere Informationen finden Sie auf Seite 2 sowie auf Seite 24. Die operativen Gesellschaften und Fachabteilungen kooperieren eng miteinander - so entsteht ein kontinuierlicher globaler Wissenstransfer im Sinne unserer Kunden. Auch mit externen Partnern wollen wir vertrauensvoll und produktiv zusammenarbeiten. Die Auswahl unserer Nachunternehmer, Zulieferer und Dienstleister treffen wir anhand transparenter Kriterien und verbindlicher Prozesse. Der Arbeit liegen unsere hohen Standards zugrunde, insbesondere die Bedingungen unseres Code of Conduct für Vertragspartner, die anerkannt werden müssen. Jedes unserer Projekte ist ein Unikat - darum konzipieren wir stets individuelle Lösungen. Gemäß unseren Unternehmensgrundsätzen arbeiten wir mit hoher Innovationskraft und Qualität. Nachhaltigkeit gilt bei unseren Aktivitäten als strategisches Prinzip. Wesentliche Steuerungsgrößen bei HOCHTIEFDie Steuerung des HOCHTIEF-Konzerns erfolgt im Wesentlichen über die Kennzahlen operativer Konzerngewinn und Nettofinanzvermögen/Nettofinanzschulden - in Abhängigkeit von Kapitalallokation -, da diese unseren Fokus auf cashgestützte Gewinne am besten widerspiegeln. Finanzielle Steuerungsgrößen
Nichtfinanzielle Steuerungsgröße
Globale Präsenz: HOCHTIEF agiert mit Fokus auf entwickelte Märkte. Diese Karte zeigt eine Auswahl der Beteiligungsgesellschaften und ihrer geografischen Aktivitäten gemäß der Unternehmensstruktur 2019. ![]() HOCHTIEF Americas • Turner (USA, Kanada) • Flatiron (USA, Kanada) • E.E. Cruz (USA) • Clark Builders (Kanada) (Auswahl der bedeutendsten Aktivitäten) HOCHTIEF Asia Pacific • CIMIC (Australien) • Thiess (Australien, Chile, Indien, Indonesien, Kanada, Mongolei, Südafrika) • Sedgman (Australien, Chile, China, Kanada, Südafrika) • CPB Contractors (Australien, Neuseeland, Papua-Neuguinea) • UGL (Australien, Neuseeland, Südostasien) • Leighton Asia, India and Offshore (Hongkong, Indien, Indonesien, Malaysia, Philippinen, Singapur) • Pacific Partnerships (Australien, Neuseeland) • EIC Activities (Australien) • Leighton Properties (Australien) • Broad Construction (Australien) • Ventia (Australien, Neukaledonien, Neuseeland) (Auswahl der bedeutendsten Aktivitäten) HOCHTIEF Europe • HOCHTIEF Solutions (Deutschland) • HOCHTIEF Infrastructure (Dänemark, Deutschland, Großbritannien, Niederlande, Österreich, Norwegen, Polen, Schweden, Slowakei, Tschechien) • HOCHTIEF Engineering (Australien, Deutschland, Indien, Niederlande, Schweiz) • HOCHTIEF PPP Solutions (Deutschland, Griechenland, Großbritannien, Irland, Kanada, Niederlande, USA) • HOCHTIEF ViCon (Australien, Deutschland, Großbritannien, Niederlande, Schweiz) • HOCHTIEF Projektentwicklung (Deutschland) • synexs (Deutschland) (Auswahl der bedeutendsten Aktivitäten) Abertis-Investment • Abertis Infraestructuras, S. A. Die auf der Karte beispielhaft genannten Gesellschaften verdeutlichen die internationale Ausrichtung von HOCHTIEF. Die Geschäftstätigkeiten werden entweder über Niederlassungen oder über rechtlich selbstständige Gesellschaften ausgeübt. Weitere Informationen zu den Divisions finden Sie in der Segmentberichterstattung auf den Seiten 64 bis 77. Insgesamt werden im Konzernabschluss neben der HOCHTIEF Aktiengesellschaft 418 Gesellschaften vollkonsolidiert, 127 Gesellschaften at Equity konsolidiert sowie 75 gemeinschaftliche Tätigkeiten anteilig in den Konzernabschluss einbezogen. Die organisatorische Darstellung wird durch die rechtliche Darstellung der wesentlichen Beteiligungsgesellschaften ergänzt. > Adressen und Ansprechpartner unserer Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sowie von deren Niederlassungen finden Sie im Internet.
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Weitere Informationen finden Sie unter: www.hoch-tief.de/anteilsliste2019 StrategieNachhaltig Werte schaffen für alle StakeholderHOCHTIEF ist ein technisch ausgerichteter, globaler Infrastrukturkonzern mit führenden Positionen in seinen Kernaktivitäten Bau, Dienstleistungen und Konzessionen/ Public-Private-Partnership (PPP) und mit Tätigkeitsschwerpunkten in Australien, Nordamerika und Europa. Umsatz nach Divisions (2019)![]() HOCHTIEF realisiert seit 145 Jahren auf Basis seiner Kernkompetenz Bauen komplexe Projekte für seine Kunden. Seine geografische Aufstellung hat der Konzern kontinuierlich erweitert und sein Kompetenzspektrum um die Bereiche Engineering-, Mining- und Wartungsdienstleistungen sowie Greenfield-Public-Private-Partnership-Projekte und Brownfield-Konzessionen 1) ergänzt. Heute deckt HOCHTIEF als führender Infrastrukturkonzern (gemessen am Umsatz) in den entwickelten Märkten den gesamten Lebenszyklus von Infrastrukturprojekten ab. Dadurch verfügt der Konzern über ein ausgewogenes Geschäftsprofil bezüglich Cashflow-Vorhersehbarkeit, Kapitalintensität und Margen. Unser unternehmerisches Handeln basiert auf einer gemeinsamen Unternehmenskultur mit geteilten Werten. Die HOCHTIEF-Vision formuliert dafür Anspruch und Verantwortung des Konzerns: "HOCHTIEF baut die Welt von morgen." Die Projekte von HOCHTIEF sind aktive Beiträge zum Nutzen der Gesellschaft. Im Wertekanon des Konzerns sind fünf Grundsätze vereint und für alle Mitarbeiter gültig: Integrität, Verlässlichkeit, Innovation, Ergebnisorientierung und Nachhaltigkeit. Sie alle werden untermauert vom Prinzip der Sicherheit. Dies gilt für alle Tätigkeitsbereiche bei HOCHTIEF, operativ wie strategisch. Indem wir Projekte ganzheitlich betrachten, fördern wir eine Kultur der Zusammenarbeit zwischen unseren Konzerngesellschaften, von der die Stakeholder profitieren. Unsere Strategie ist es, die Stellung von HOCHTIEF in den Kernmärkten weiter zu stärken und Marktwachstumschancen zu verfolgen. Gleichzeitig setzen wir auf cashgestützte Profitabilität und konsequentes Risikomanagement. Unsere Geschäftsbereiche sind flexibel, sodass sich die Unternehmensführung schnell auf veränderte Marktbedingungen einstellen kann. Eine aktive und disziplinierte Kapitalverwendung hat für uns hohe Priorität, und wir richten unseren Fokus weiterhin auf eine attraktive Aktionärsvergütung sowie Investitionen in strategische Wachstumschancen, um so für alle Stakeholder nachhaltig Werte zu schaffen. Strategie und Risikodiversifikation![]() (Die Grafik enthält ausgewählte Konzernunternehmen. Die Darstellung gibt eine Größenordnung für den jeweiligen normalisierten Beitrag zu den Gruppenergebnissen.) Mit folgenden zentralen Elementen unserer Strategie wollen wir unser Ziel erreichen: Fokus auf Aktivitäten und Märkte mit starker WettbewerbspositionWir wollen unsere Ertragskraft nachhaltig steigern. Eine wichtige Rolle kommt hierbei dem Risikomanagement zu, das auch die Entscheidung über unser Tätigkeitsspektrum und die geografische Aufstellung umfasst. Wir konzentrieren uns auf die starken Wettbewerbspositionen unserer Tochtergesellschaften. Auf diesen wollen wir aufbauen und bestehende sowie neue Marktwachstumschancen für uns nutzen. Möglichkeiten, um weitere geografische Märkte oder angrenzende Tätigkeitsbereiche zu erschließen, gehen wir entsprechend unseren Governance-, Risiko-, Wachstums- und Renditeanforderungen sehr diszipliniert an. BauUnser Kompetenzspektrum umfasst das Planen, Finanzieren, Bauen, Betreiben und Warten von Verkehrs- und Energieinfrastruktur sowie sozialer und urbaner Infrastruktur. Damit sind wir gut aufgestellt, um von öffentlichen wie privaten Investitionen in Vorhaben profitieren zu können, die den Bau neuer oder den Ausbau bestehender Infrastruktur zum Ziel haben. Unsere Teams vor Ort verfügen über Erfahrung mit der Realisierung komplexer und für alle Beteiligten erfolgreicher Projekte. Unsere wichtigsten Tochtergesellschaften, deren Wachstum wir diszipliniert vorantreiben wollen, sind wie folgt aufgestellt:
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Siehe Glossar Services und MiningIm Mittelpunkt unseres vielfältigen Dienstleistungsspektrums stehen zwei Kerngeschäftsfelder: zum einen Bergbaudienstleistungen sowie zum anderen Engineering-, Bau- und Wartungsdienstleistungen. Im Minengeschäft sind wir mit den CIMIC-Gesellschaften Thiess und Sedgman aktiv. Thiess zählt zu den weltweit größten Anbietern von Minendienstleistungen mit einem breiten Leistungsportfolio für die Gewinnung fast aller Rohstoffe, im Tagebau ebenso wie im Untertagebau. Maßgeschneiderte Dienstleistungen optimieren die Wertschöpfungsketten der Minen. Sedgman bietet für die Bereiche Planung, Bau und Betrieb modernster Mineralienverarbeitungsanlagen sowie damit verbundener Infrastruktur maßgeschneiderte Kundenlösungen an. Das Services-Geschäft ist primär in der Gesellschaft UGL gebündelt. Sie bedient den Markt mit Komplettlösungen für den gesamten Lebenszyklus kritischer Anlagen in den Bereichen Energie, Wasser, Rohstoffe, Verkehr und soziale Infrastruktur. In Europa richtet die Facility-Management-Tochter synexs ihr Serviceangebot konsequent digital aus. PPP und KonzessionenUnsere Aktivitäten im Bereich Konzessionen/PPP-Projekte stehen auf einem breiten Fundament und umfassen neben Greenfield- auch umfangreiche Brownfield-Aktivitäten 2) . Der Fokus unserer Tochtergesellschaft HOCHTIEF PPP Solutions liegt auf Greenfield-PPP-Projektentwicklungen in Europa und Nordamerika. Dabei wird eigenes Kapital in die Projektgesellschaften investiert, gleichzeitig wurden große Teile der Bauausführung übernommen. Unter dem Dach unserer Tochtergesellschaft CIMIC ist Pacific Partnerships federführend für diese Aufgaben in Australien zuständig. Insbesondere durch die 20-prozentige Beteiligung am führenden internationalen Mautstraßenbetreiber Abertis haben wir uns den Markt für Brownfield-Aktivitäten erschlossen: HOCHTIEF ist substanziell an einem der führenden internationalen Mautstraßenbetreiber mit starker Präsenz in Frankreich, Spanien, Chile und anderen Märkten beteiligt. Abertis betreibt insgesamt mehr als 8 600 Mautstraßenkilometer in 15 Ländern. Im Oktober 2019 gaben Abertis und der Staatsfonds GIC bekannt, dass sie eine Vereinbarung über den Erwerb von 70 Prozent am Brownfield-Mautunternehmen Red de Carreteras de Occidente (RCO) geschlossen haben. RCO betreibt 876 Kilometer Mautstraßen und zählt damit zu den größten Verkehrsträgern in Mexiko. Abertis wird RCO voll konsolidieren und für eine Beteiligung in Höhe von 50,1 Prozent 1,5 Milliarden Euro investieren. Zusammen mit unserem Mehrheitsanteilseigner ACS ist HOCHTIEF seit 1985 der größte PPP-Projektentwickler nach Anzahl der Konzessionen sowie investiertem Kapital 1) und verfügt damit über ein einmaliges Erfahrungsprofil. Fokus auf nachhaltige und cashgestützte ProfitabilitätNachhaltige Profitabilität, konsequent unterstützt durch Cash-Generierung, ist ein Kernelement unserer Strategie und die Basis für eine attraktive Aktionärsvergütung sowie künftige Investitionen in strategisches Wachstum. HOCHTIEF erzielte im Geschäftsjahr 2019 einen starken Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 1,6 Mrd. Euro und damit auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vor Veränderung des Nettoumlaufvermögens blieb in allen Divisions solide - einschließlich der Dividende aus dem Abertis-Investment - und beim Nettoumlaufvermögen ergab sich ein Zufluss von 100 Mio. Euro. Aufgrund höherer Auftragsvolumina im Minengeschäft und auftragsbezogener Investitionen im Tunnelbau bei HOCHTIEF Asia Pacific sowie als Folge niedrigerer Einnahmen aus Anlagenabgängen beliefen sich die betrieblichen Investitionen (netto) auf 518 Mio. Euro und lagen damit um 174 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Der Free Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (nach Veränderung des Nettoumlaufvermögens und Investitionen) war dadurch im Geschäftsjahr 2019 weiterhin stark mit 1,1 Mrd. Euro. Infolge der starken Cash-Generierung weist die Bilanz zum Jahresende ein robustes Nettofinanzvermögen von mehr als 1,5 Mrd. Euro aus, nach Ausschüttungen in Höhe von insgesamt 449 Mio. Euro an die Aktionäre. Kontinuierliche Verbesserung des RisikomanagementsBei all unseren Projekten ist ein effektives Risikomanagement von zentraler Bedeutung. Dieses erfordert kontinuierliche Verbesserungen. Darum arbeiten wir stetig an der Anpassung und Optimierung der Risikomanagementprozesse 2) und tragen so auch zur Steigerung der Rendite bei. Wir konzentrieren uns auf ausgewählte, attraktive Märkte, in denen unser Know-how bei Engineering und Projektmanagement sowie unsere langjährige Präsenz vor Ort gute Voraussetzungen für die Ausführung unserer Kernaktivitäten schaffen, und evaluieren kontinuierlich die Marktchancen, um unsere Aktivitäten gezielt daran auszurichten. Diversifikation und Optimierung der FinanzierungsinstrumenteDie Verbesserung der Finanzstruktur bleibt ein strategisches Ziel von HOCHTIEF: Die Diversifikation der zur Verfügung stehenden Finanzierungsinstrumente, insbesondere die Ausweitung der langfristigen Fremdfinanzierungsquellen auch außerhalb des klassischen Bankenmarkts, ist ein wesentliches Mittel zur Zielerreichung. Im September 2019 hat die HOCHTIEF Aktiengesellschaft beispielsweise die Platzierung von zwei Unternehmensanleihen durchgeführt. Diese Kapitalmarkttransaktion war aufgeteilt in eine Unternehmensanleihe in Höhe von 500 Mio. Euro mit einem jährlichen Kupon von 0,5 Prozent und einer achtjährigen Laufzeit bis zum 3. September 2027. Die zweite Anleihe in Höhe von 250 Mio. Euro ist mit einem jährlichen Kupon von 1,25 Prozent ausgestattet und offeriert eine zwölfjährige Laufzeit bis zum 3. September 2031. S&P hat das Rating der Anleihen mit einem soliden Investment-Grade-Rating von BBB eingestuft. Die Nutzung von Schuldscheindarlehen, Privatplatzierungen und öffentlichen Anleihetransaktionen zu attraktiven Konditionen zum Zwecke der Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten sorgte im Berichtsjahr für eine signifikante Verlängerung des Fälligkeitenprofils, eine weitere Reduktion des durchschnittlichen Zinsaufwands sowie für einen weiteren Ausbau der HOCHTIEF-Investorenbasis.
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Den Chancen- und Risikobericht finden Sie ab Seite 111. Aktive und disziplinierte Kapitalallokation als Priorität der UnternehmensleitungDie Kapitalverwendung zählt unverändert zu den wichtigsten Prioritäten der Unternehmensleitung. Dies gilt umso mehr, da wir zum Jahresende 2019 eine starke Bilanz mit einem Nettofinanzvermögen von fast 1,5 Mrd. Euro vorweisen können. Wir verfolgen einen aktiven und disziplinierten Ansatz bei den von uns identifizierten Chancen. Dazu zählen strategische Übernahmen, PPP-Investitionen oder die zusätzliche Vergütung von Aktionären durch Dividenden und Aktienrückkäufe.
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Weitere Informationen zur LTIFR finden Sie ab Seite 100. Beschleunigung von Innovationsprozessen durch digitale EntwicklungenÜber die 2018 gegründete Gesellschaft Nexplore treibt HOCHTIEF gemeinsam mit ACS und den operativen Gesellschaften des Konzerns aktiv die Digitalisierung in den Kernaktivitäten voran. Die Einheit arbeitet über Innovation-Center an den Standorten Essen, Frankfurt/ Darmstadt, Madrid, Minneapolis, Sydney und Hongkong sowie über Kooperationen mit führenden Universitäten und IT-Unternehmen. Gemeinsames Ziel ist die konsequente Nutzung der Möglichkeiten, die sich aus der Digitalisierung für das Geschäft ergeben - etwa aus den Themen Künstliche Intelligenz, virtuelle Realität, Machine-Learning, Internet der Dinge und Industrie 4.0. Mithilfe der von Nexplore entwickelten Produkte und Verfahren will HOCHTIEF kontinuierlich die Effizienz und Ausführungsqualität steigern sowie die Projektsteuerung optimieren. Unsere Mitarbeiter, Auftraggeber und Projektpartner sollen unmittelbar von diesen Innovationen profitieren. Attraktivität als Arbeitgeber ausbauen 1)HOCHTIEF und seine Konzerngesellschaften gelten als attraktive Arbeitgeber - diese Position wollen wir halten und ausbauen. Nur mit kompetenten, engagierten Mitarbeitern können wir wirtschaftlich erfolgreich sein. HOCHTIEF will seinen 53 282 Mitarbeitern auch in Zukunft anspruchsvolle und erfüllende Arbeitsplätze mit sicheren, gerechten Arbeitsbedingungen bieten. Unsere Personalarbeit ist darauf ausgerichtet, die passenden Mitarbeiter für unsere Projektarbeit zu finden und dauerhaft an unser Unternehmen zu binden. Wir setzen auf Weiterbildung und investieren in die individuelle Entwicklung. Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz haben Priorität. Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Sicherheit zu optimieren. Mit der Unfallhäufigkeit "Lost Time Injury Frequency Rate" (LTIFR) haben wir eine nichtfinanzielle Steuerungsgröße etabliert. Es bleibt unser Ziel, die Unfallhäufigkeit weiter zu reduzieren. 2) Nachhaltigkeit als Bestandteil der Strategie 1)Die Nachhaltigkeitsstrategie ist Bestandteil der Konzernstrategie und folgt demselben Ziel: nachhaltig Werte für alle Stakeholder zu schaffen. Nachhaltigkeit definieren wir als die konsequente Vereinbarung von Ökonomie, Ökologie und Sozialem in der gesamten Geschäftstätigkeit - in fachlicher und organisatorischer Breite und Tiefe - mit dem Ziel, die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu sichern. Dafür richten wir den Blick ganzheitlich auf unsere Geschäftsfelder und operativen Tätigkeiten ebenso wie auf unser Umfeld und die vielfältigen Belange unserer Stakeholder. Die strategische Entwicklung des Nachhaltigkeitsmanagements wird durch die Organisation der Corporate Responsibility (CR) koordiniert. Dies ist in der CR-Richtlinie geregelt, die Standards definiert. Die Arbeit der Stabsstelle und der CR-Gremien, insbesondere des CR-Committees, dient der kontinuierlichen strategischen sowie operativen Weiterentwicklung von Nachhaltigkeit bei HOCHTIEF. Dem für CR zuständigen Vorstandsmitglied wird regelmäßig über aktuelle Entwicklungen von CR-Themen berichtet. CR-Daten und -Informationen werden über eine konzernweit genutzte Software erfasst. Bestandteil der CR-Organisation ist das Stakeholder-Management: die systematische Erfassung und strategische Berücksichtigung der Anforderungen von Interessengruppen. Wir initiieren den Dialog und nehmen Impulse und Anforderungen auf, um Relevanz und Gültigkeit der von uns bearbeiteten wesentlichen Themen sicherzustellen. Unternehmerischer Erfolg durch nachhaltiges HandelnAls globaler Infrastrukturkonzern verantworten wir unmittelbare Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft und wollen unseren Einfluss positiv gestalten. Darum zählt bei HOCHTIEF nachhaltiges Handeln zum ergebnisorientierten Arbeiten und stützt die Zielsetzung maximalen Erfolgs bei unseren Projekten. Wir wollen für die Kunden ebenso wie für den Konzern Werte erhalten, schaffen und steigern. Dieses Verständnis ist fest in unserer Konzernvision und den Grundsätzen 1) des Konzerns, die explizit auch Nachhaltigkeit als Prinzip beinhalten, verankert. Aus den Nachhaltigkeitsaspekten ergeben sich auch Auswirkungen auf unser Unternehmen - Risiken begegnen wir aktiv, Chancen wollen wir nutzen. Beiträge auf unseren Märkten leisten wir etwa durch nachhaltige Gebäude und Infrastruktur sowie durch einen ökologisch und sozial verantwortungsvoll gestalteten Bauprozess. Durch Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen entstehen individuelle, ressourcenschonende Lösungen in unseren Geschäftsfeldern. Wir verfolgen das Ziel, langfristig ein führender Anbieter nachhaltiger Infrastrukturlösungen am Markt zu sein, und wollen auch so positive Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit erzielen. Wir arbeiten kontinuierlich daran, Corporate-Responsibility-(CR-)Themen effektiv im gesamten Konzern zu verankern. In diesem Zusammenhang führen wir Projekte durch, aktuell etwa zur Analyse der Auswirkungen der Bautätigkeit, zum Klimaschutz und zur menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht. Langfristig streben wir eine vollständige Integration von CR in das Finanzreporting ebenso wie ein umfassendes CR-Management durch ein fundiertes Nachhaltigkeitscontrolling an.
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Weitere Informationen zu Vision und Grundsätzen finden Sie auf Seite 25. Wesentliche Themenfelder der Nachhaltigkeit von HOCHTIEF unter Einbindung der Sustainable Development Goals (SDGs)![]() Das Thema Menschenrechte wird als Schnittstellenthema in verschiedenen Themenfeldern und Bereichen bearbeitet. Wesentlichkeitsmatrix 2019![]() Zur Methodik: Die verschiedenen Stakeholder-Gruppen wurden für die Bildung der Gesamtwerte mit derselben Gewichtung berücksichtigt, um eine Vergleichbarkeit herbeizuführen. Wesentlichkeitsverständnis wird regelmäßig überprüftDie Definition wesentlicher Themenfelder der Nachhaltigkeit unterliegt einer regelmäßigen internen und externen Überprüfung und Auswertung bezüglich Geschäftsrelevanz, Auswirkungen und Stakeholderinteressen (siehe Grafik links). Die Wesentlichkeitsanalyse 2018 ergab ein einheitliches Bild über die verschiedenen Befragungsgruppen (Stichprobe Bevölkerung, Mitarbeiter, CR-Experten, Nachunternehmer, Entscheider) hinweg: Die Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, nachhaltiges Bauen, Ressourcenschutz und Einhaltung von Menschenrechten wurden als hochrelevant sowohl in ihrer Bedeutung für HOCHTIEF als auch in Bezug auf ihre Auswirkungen gesehen. Intern wurde 2019 eine erneute Evaluation durch die Fachressorts sowie das Management im Rahmen des CR-Committees vorgenommen. In diesem Prozess wurde vor dem Hintergrund aktueller Projekte und grundsätzlicher, auch interner Entwicklungen eine erhöhte Relevanz der Themen "Klimaschutz" sowie "Innovation" gesehen. So ergab sich eine Verschiebung beider Themen innerhalb der Matrix nach oben. HOCHTIEF sieht seine sechs CR-Themenfelder weiterhin bestätigt und bearbeitet wesentliche Themen im Rahmen des CR-Programms weiter. Anspruchsvolle Projektlösungen für Herausforderungen durch globale Megatrends 1)Als weltweit tätiges, diversifiziertes Unternehmen ist HOCHTIEF naturgemäß mit den aktuellen Megatrends konfrontiert und muss auf tief greifende Änderungen reagieren. Daraus resultieren für uns zunehmend komplexe Herausforderungen, aber auch attraktive Chancen. Wir steuern aktiv die Positionierung unserer Konzerngesellschaften einschließlich ihrer Prozesse und Systeme. Unser Hauptaugenmerk gilt dabei den Chancen für organisches Wachstum, die sich besonders aus Megatrends wie der Globalisierung, Urbanisierung und Digitalisierung sowie dem demografischen Wandel und dem Klimawandel ergeben. Diesen bewährten Ansatz verfolgen wir auch weiterhin und nehmen neue Chancen in unser Blickfeld. Zukunft gestalten: Lösungen zu Megatrends - Beispiele 1)![]() Märkte und RahmenbedingungenBauEntwicklungen in der Baubranche weltweit 1)Das Investitionsvolumen in der globalen Baubranche belief sich im Jahr 2019 nach Schätzungen von IHS auf insgesamt 9,4 Billionen Euro (gemessen in 2010 US-Dollar), ein Anstieg von 1,7 Prozent (in realen Werten) gegenüber dem Vorjahr. Damit ist die weltweite Bauwirtschaft bereits das zehnte Jahr in Folge gewachsen. Dieser positive Trend wird voraussichtlich auch in den nächsten zwei Jahren anhalten, wobei sich das Wachstum auf 2,4 Prozent im Jahr 2020 und 2,9 Prozent im Jahr 2021 beschleunigen sollte. Das globale Wachstum in diesen Jahren dürfte vor allem vom Infrastrukturbereich und von der Region Asien/Pazifik ausgehen, auf die 50 Prozent des Gesamtmarktvolumens entfallen. Zuwachs der Gesamtinvestitionen der Baubranche nach Segmenten 2)![]()
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Wenn kein anderer Verweis angegeben ist, beziehen wir uns auf IHS Markit, Global
Construction Outlook, Stand: Januar 2020. Zuwachs der Gesamtinvestitionen der Baubranche nach Regionen 2)![]() Nordamerika 3)Die nordamerikanische Bauindustrie verzeichnete 2019 in den für HOCHTIEF relevanten Märkten einen Rückgang um 3,8 Prozent, der laut IHS hauptsächlich auf das Wohnungsbausegment in den USA (-7,9 Prozent im Jahr 2019) zurückzuführen war. Das Gesamtvolumen lag bei rund 1,1 Billionen Euro. Für 2020 wird mit einem weiteren Rückgang um 1,7 Prozent gerechnet; erst im Jahr 2021 wird das Wachstum voraussichtlich mit 0,6 Prozent wieder positiv ausfallen. Laut Prognose wird sich der Baumarkt in den USA nach Einbußen von 4,6 Prozent im Jahr 2019 beziehungsweise 2,0 Prozent im Jahr 2020 erst 2021 wieder erholen und leicht um 0,7 Prozent zulegen. Der Infrastrukturmarkt verzeichnete 2019 ein ordentliches Wachstum von 4,6 Prozent. Der Ausblick für das Wahljahr 2020 ist mit mehr Unsicherheiten behaftet, da der FAST Act zur Sanierung des US-Straßennetzes 2020 auslaufen wird und die aktuelle Regierung erst eine Nachfolgeregelung verabschieden muss. Ein Teil der geringeren Ausgaben auf Bundesebene dürfte von den Kommunen aufgefangen werden. Der Gesamtmarkt war jedoch rückläufig, worin sich vor allem die Schwäche im Wohnungsbaubereich (-9,7 Prozent) widerspiegelt. Im Hochbau (ohne Wohnungsbau) wird für jedes der drei Jahre 2019 bis 2021 ein Rückgang prognostiziert. Der sehr gut ausgelastete Verwaltungsbaubereich dürfte sich überdurchschnittlich entwickeln, solange die Handelsspannungen anhalten. In Kanada verzeichnete der Baumarkt im Jahr 2019 eine stabile Entwicklung, die 2020 und 2021 voraussichtlich anhalten wird. Das solide Wachstum der Infrastrukturausgaben bildet ein positives Gegengewicht zum Hochbau (ohne Wohnungsbau), der angesichts der engen Verflechtung mit der US-Wirtschaft belastet ist. Wachstum der für HOCHTIEF relevanten regionalen Baumärkte 1)scroll
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Prozentuale Veränderungen gegenüber Vorjahr, gemessen in 2010 US-Dollar; IHS Markit,
Global Construction Outlook, Stand: Januar 2020 Investitionszuwachs nach Segment in Nordamerika (USA und Kanada)![]() ![]() Asia Pacific 4)In den für HOCHTIEF relevanten Ländern im Raum Asien/ Pazifik erwartet IHS weiterhin ein kräftiges Wachstum von über vier Prozent ab 2020. In Australien, Neuseeland und ausgewählten Ländern des Raums Asien/Pazifik, die die Kernbaumärkte des Konzerns bilden, investieren die öffentliche Hand und die Privatwirtschaft weiterhin massiv, um den anhaltenden Bedarf nach wirtschaftlicher und sozialer Infrastruktur zu decken. Diese Investitionen sind notwendig, um den Investitionsstau der vergangenen Jahre abzubauen, dem Bevölkerungswachstum und der alternden Bevölkerung Rechnung zu tragen, auf Markt- und Technologieänderungen - wie die Umstellung auf erneuerbare Energien und die digitale Transformation - zu reagieren, dem Klimawandel zu begegnen und das Wirtschaftswachstum und die Produktivität zu fördern. Infrastrukturinvestitionen dürften auch künftig zu einer vielfältigen und wachsenden Anzahl möglicher Bauvorhaben führen, die den positiven Ausblick des Konzerns für den Baumarkt unterstreichen. Es wird erwartet, dass der Baumarkt in Australien robust bleiben wird, wobei die Verkehrsinfrastruktur weiterhin einen wichtigen Beitrag zu den Wachstumschancen leisten wird. Der Verkehrssektor wird durch eine Reihe sehr umfangreicher Straßen- und Schienenprojekte in den Großstädten unterstützt, die durch den weiteren Ausbau der Fernverkehrswege und Investitionen in den Schienengüterverkehr ergänzt werden. Nach einem Vorschlag der Regierung soll das Infrastruktur-Investitionsprogramm "Nation Building" von 75 Mrd. australischen Dollar (47 Mrd. Euro) im Vorjahr auf 100 Mrd. australische Dollar (63 Mrd. Euro) aufgestockt werden. Im Rahmen des Programms werden über die nächsten zehn Jahre große Infrastrukturinvestitionen in allen Bundesstaaten und Territorien finanziert. 1) Im November 2019 kündigte die Regierung an, Infrastrukturinvestitionen in Höhe von 3,8 Mrd. australischen Dollar (2,4 Mrd. Euro) als Konjunkturimpuls vorzuziehen. 2) Gleichzeitig setzen die Regierungen der Bundesstaaten und Territorien ebenfalls umfangreiche Infrastruktur-Investitionsprogramme um. Das Gesamtwachstum im Bereich Infrastruktur wird allerdings IHS zufolge durch weiter rückläufige Ausgaben im Teilsektor Energieinfrastruktur begrenzt sein. Die neuseeländische Regierung setzt weiterhin auf die Verbesserung der Infrastruktur des Landes, um Engpässe zu beseitigen und die Produktivität zu steigern. Um diese Absicht zu bekräftigen, hat die neu eingerichtete unabhängige Infrastrukturkommission Te Waihanga geplante Infrastrukturprojekte im Volumen von 21,1 Mrd. neuseeländischen Dollar (12,6 Mrd. Euro) bekannt gegeben. Die Pipeline umfasst mehr als 500 vorgeschlagene und zugesagte Infrastrukturprojekte von fünfzehn Behörden und lokalen Gemeinden, die innerhalb der nächsten zehn Jahre realisiert werden sollen. 3) In den übrigen Baumärkten Südostasiens dürften die Investitionen in wirtschaftliche und soziale Infrastrukturprojekte auf einem hohen Niveau bleiben und weiterhin für zahlreiche Wachstumsmöglichkeiten sorgen. Investitionszuwachs nach Segment im Raum Asien/ Pazifik in den für HOCHTIEF relevanten Märkten![]() ![]() Europa 4)In den für HOCHTIEF relevanten Ländern Europas entwickelten sich die Bauaktivitäten im Geschäftsjahr 2019 mit einem Zuwachs von 1,9 Prozent weiterhin solide. Daraus ergab sich laut IHS ein Gesamtvolumen von rund 1,2 Billionen Euro. Der Ausblick für die Folgejahre ist mit Wachstumsraten von 1,6 Prozent im Jahr 2020 und 1,9 Prozent im Jahr 2021 positiv. Mit 2,5 Prozent im Jahr 2020 und 2,3 Prozent im Jahr 2021 werden die höchsten Zuwächse in diesem Zeitraum für das Segment Infrastruktur erwartet. Das Segment Hochbau (ohne Wohnungsbau) entwickelt sich mit Wachstumsraten zwischen 1,3 Prozent und 1,7 Prozent in den Jahren 2019 bis 2021 solide. Das gute Wachstum in Deutschland und den Ländern Osteuropas wird durch das langsame Wachstum in Großbritannien ein Stück weit geschmälert.
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Commonwealth of Australia, Budget Strategy and Outlook, Budget Paper No. 1 2019-20,
April 2019, S. 1-15 Der deutsche Baumarkt verzeichnete 2019 ein solides Wachstum von 2,3 Prozent und sollte auch 2020 und 2021 mit Wachstumsraten von 1,9 Prozent beziehungsweise 2,6 Prozent weiter zulegen. Die Bauindustrie hat ihre Kapazitätsgrenze fast erreicht. Strukturelle Gründe für diese Entwicklung sind der Nachholbedarf beim Wohnraumbau, zusätzlicher Bedarf durch Migration, das anhaltende Niedrigzinsumfeld sowie zusätzliche öffentliche Investitionen in Verkehr, Energie und IT-Infrastruktur. Nach Einschätzung von IHS werden diese Faktoren einem zyklischen Nachfragerückgang vorbeugen. Während das Wachstum in den Vorjahren hauptsächlich vom Wohnungsbau getragen wurde, dürften die Segmente Infrastruktur und Hochbau (ohne Wohnungsbau) in den Jahren 2020 und 2021 ein vergleichbares Niveau erreichen. Osteuropa erzielte 2019 die höchsten Wachstumsraten. Das Wachstum in Polen lag 2019 bei 6,6 Prozent, für das Jahr 2020 wird ein weiterhin hoher Wert von 4,3 Prozent erwartet. Aus EU-Mitteln werden bis 2020 Anlageinvestitionen gefördert, die Infrastrukturinvestitionen einen kräftigen Schub verleihen werden. Auch die Tschechische Republik dürfte sich laut IHS stark entwickeln und von einer Kombination aus EU-Fördermitteln, Wohnraummangel und Investitionen in produktivitätssteigernde Technologien profitieren, die sich in einem Wachstum von mehr als 3 Prozent niederschlagen werden.
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CIMIC Annual Report 2019, Strategy and Operating Environment Outlook Für Großbritannien erwarten die Experten von IHS aufgrund der anhaltenden Unsicherheit durch den Brexit weiterhin niedrige Wachstumsraten. In anderen Ländern, das sind Skandinavien, die Niederlande und Österreich, ist das Wachstum der Bauinvestitionen in allen Segmenten auf konstantem Niveau. Investitionszuwachs nach Segment in Europa in den für HOCHTIEF relevanten Märkten![]() Services und MiningServicesAnhaltende Investitionen im Infrastrukturbereich - mit denen ein größerer Kapitalstock entsteht - und die vergleichsweise geringen Investitionen in Instandhaltungsleistungen in der Vergangenheit dürften auf dem Markt für Betrieb und Instandhaltung weiterhin für Wachstum sorgen. Zudem erkennen Asset-Eigentümer immer mehr die Vorteile des Outsourcings von Wartungsleistungen, um ihre Produktivität und operative Effizienz zu verbessern. Das Volumen des australischen Markts für Wartungsdienstleistungen wird auf rund 42,4 Mrd. australische Dollar (26,5 Mrd. Euro) im Berichtszeitraum 2018/19 geschätzt; davon sind 56 Prozent an private Unternehmen ausgelagert. Der Outsourcingmarkt für Wartungsleistungen wird Prognosen zufolge in den nächsten zehn Jahren um 33 Prozent zulegen. Wachstum wird bei Engineering-, Bau-, Erhaltungs- und Betriebsleistungen in den Sektoren Schiene, Transport, Technologie, Energie, Rohstoffe, Wasser, erneuerbare Energien sowie Verteidigung erwartet. 1)
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Inframation News, Outlook 2020 European Greenfield, Dezember2019 Laut der aktuellen Lünendonk-Studie wurde für Facility-Service-Unternehmen in Deutschland ein Marktvolumen von mehr als 56 Mrd. Euro im Jahr 2019 erwartet; das entspricht einem Zuwachs von 3,9 Prozent. Bis 2025 wird ein jährlicher Anstieg von 3,9 Prozent erwartet. Maßgeblich hierfür ist das Potenzial, das sich aus der Digitalisierung, einschließlich des "Internets der Dinge" und Künstlicher Intelligenz, ergibt. Mining 2)Das Bevölkerungswachstum, die zunehmende Urbanisierung, steigende Lebensstandards und anhaltendes Wirtschaftswachstum werden auf absehbare Zeit die Entwicklung in den meisten Ländern Asiens prägen und die Nachfrage nach Energie und Mineralien stützen. Für einen positiven Ausblick für diesen Markt spricht auch die Tatsache, dass es nur begrenzten Ersatz für die wichtigsten abgebauten oder verarbeiteten Rohstoffe gibt. Es wird erwartet, dass die Rohstoff- und Energieexporte Australiens im Zeitraum 2019/20 einen Rekordwert von 282 Mrd. australischen Dollar (176 Mrd. Euro) erreichen werden, wozu auch der diesjährige Anstieg des Exportvolumens um 5,5 Prozent beiträgt. In aktuellen Prognosen wird von einem mengenmäßigen Anstieg der australischen Exporte von 4,0 Prozent bei metallurgischer Kohle, 1,0 Prozent bei Kraftwerkskohle, 2,9 Prozent bei Eisenerz und 12,1 Prozent bei Nickel pro Jahr bis 2020/21 ausgegangen. 3) Die anhaltend robuste Nachfrage bietet Möglichkeiten für das Angebot von Mehrwertdienstleistungen. Außerdem werden sich durch den laufenden Umstieg auf sauberere Energiequellen und Lösungen nach und nach Chancen für die Förderung und Verarbeitung von Mineralien ergeben, die in alternativen Technologien wie Solarzellen und Batterien zum Einsatz kommen. PPP und KonzessionenEuropaDer breite europäische PPP-Markt für Greenfield-Projekte verzeichnete 2019 insgesamt eine höhere Zahl an Transaktionen, die jedoch eine geringere Transaktionsgröße aufwiesen. Mit Blick auf die Aktivitäten in unserer aktuellen PPP-Greenfield-Pipeline gehen wir davon aus, dass die für unseren Konzern relevanten europäischen Märkte auf solidem Niveau bleiben werden. 4) In Deutschland schreitet das von der Bundesregierung aufgelegte Programm zur Vergabe von elf Straßen im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft mit einigen Verzögerungen bei einzelnen Projekten weiter voran. Das bisherige Programm wurde 2018 im Koalitionsvertrag bestätigt, sodass in den nächsten Jahren mit einem guten Auftragsniveau im Bereich Verkehrsinfrastruktur zu rechnen ist. Die PPP-Projekte im Bereich soziale Infrastruktur, die hauptsächlich auf staatlicher und kommunaler Ebene vergeben werden, dürften sich auch weiterhin auf einem stabilen Niveau bewegen und hier besonders von Aufträgen in den Bereichen Bildung und Verwaltung profitieren. 1) Die norwegische Straßenbaubehörde Statens vegvesen vergab auch weiterhin Aufträge für große Straßenbauprojekte im Rahmen von öffentlich-privaten Partnerschaften. Dies komplementiert die beispiellosen Investitionen in die Infrastruktur, die das norwegische Verkehrsministerium in seinem nationalen Transportplan (NTP) für die zwölf Jahre von 2018 bis 2029 veranschlagt hat. 2) In anderen europäischen, für HOCHTIEF relevanten PPP-Märkten wie Schottland, Wales und Osteuropa kommen nach wie vor kontinuierlich Einzelprojekte auf den Markt. Speziell in Schottland haben sich die Aussichten verbessert: Transport Scotland soll in Kürze einen Finanzberater für das 3 Mrd. Pfund (2,5 Mrd. Euro) teure Projekt zum Ausbau der A9 beauftragen; zumindest ein Teil davon soll über eine öffentlich-private Partnerschaft realisiert werden. 3) Nordamerika 4)Die Entwicklung auf dem nordamerikanischen PPP-Markt für Greenfield-Projekte fiel 2019 gemischt aus und war einerseits vom Wachstum im Marktsegment soziale Infrastruktur und andererseits von schwacher Aktivität im Verkehrssektor gekennzeichnet. Aufgrund unserer aktuellen PPP-Pipeline für Greenfield-Projekte erwarten wir für die kommenden Jahre eine robuste Entwicklung des nordamerikanischen Markts. Die zunehmende Zahl öffentlich-privater Partnerschaften im Bereich Infrastruktur in den USA sowie bedeutende Projektentwicklungen in Kanada dürften hierzu beitragen. Der PPP-Markt in den USA könnte 2020 durch die Wahlen auf Kommunal- und Bundesebene belastet werden, da sich dadurch die Vergabe großer Projekte möglicherweise verzögert. Gleichzeitig könnte 2020 ein gutes Jahr für öffentlich-private Partnerschaften im Bereich soziale Infrastruktur werden. In Kanada sind die Aussichten für Infrastrukturprojekte im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft weiterhin positiv. Die kürzlich gewählten Regierungen in Alberta und Ontario bestätigten ihre Unterstützung von PPP-Projekten im Jahr 2019. Asien/Pazifik 5)In den für HOCHTIEF relevanten PPP-Märkten in der Region Asien/Pazifik, das heißt in Australien und Neuseeland, werden öffentlich-private Partnerschaften lokal und auf Landesebene durch entsprechende Infrastrukturprogramme, insbesondere in den Bereichen Verkehr und soziale Infrastruktur, gefördert. In Australien unterstützt die Regierungskoalition weiter das nationale Rahmenkonzept für öffentlich-private Partnerschaften (National PPP Policy Framework), in dem festgelegt ist, dass bei Projekten mit einem Wert von über 50 Mio. australischen Dollar (31 Mio. Euro) eine PPP-Vergabe in Betracht gezogen werden sollte. 6) In Neuseeland sucht die Regierung gezielt nach neuen Beschaffungsmöglichkeiten. Damit soll der private Sektor stärker in die Bereitstellung von Infrastruktur und Dienstleistungen einbezogen werden, wenn dies nachweislich ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis für den öffentlichen Sektor verspricht.
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Partnerschaften Deutschland: Überblick zu ÖPP-Projekten im Hoch- und Tiefbau in Deutschland,
Dezember 2018 Auftragsentwicklung 2019Anhaltend starker Auftragseingang sorgt für Rekordniveau beim AuftragsbestandDer Auftragsbestand von HOCHTIEF erhöhte sich im Berichtszeitraum um 4,1 Mrd. Euro auf einen Rekordwert von 51,4 Mrd. Euro. Das entspricht einem währungsbereinigten Anstieg um 7 Prozent und einem Plus von 9 Prozent auf berichteter Basis. Treiber dieser Entwicklung war ein anhaltend starker Auftragseingang, der trotz unverändert disziplinierter Angebotsstrategie in allen Divisions um 12 Prozent über der Leistung lag. HOCHTIEF Americas: Auftragsbestand mit neuem Höchstwert - hoher Auftragseingang übertrifft Leistung um 15 ProzentIn der Division HOCHTIEF Americas erreichte der Auftragsbestand ein neues Rekordniveau und lag zum Jahresende 2019 mit 23,6 Mrd. Euro um 10 Prozent (währungsbereinigt) beziehungsweise 12 Prozent (nominal) über dem Wert des Vorjahres - ein Beleg für die starke Geschäftsentwicklung. Der Auftragseingang bewegte sich im Geschäftsjahr 2019 mit 16,9 Mrd. Euro auf einem sehr hohen Niveau und verbesserte sich um 11 Prozent (beziehungsweise 5 Prozent währungsbereinigt) im Vergleich zum Vorjahr. Obwohl die Leistung im Geschäftsjahr 2019 kräftig um 17 Prozent auf 14,8 Mrd. Euro zulegte, übertraf der Auftragseingang diesen Wert noch um 15 Prozent und trieb den Auftragsbestand weiter in die Höhe. HOCHTIEF Asia Pacific: robuster Auftragsbestand und positive Grundtendenz bei den operativen GesellschaftenDer Auftragsbestand in der Division HOCHTIEF Asia Pacific bewegte sich mit 23,5 Mrd. Euro zum Ende des Geschäftsjahres 2019 weiter auf robustem Niveau. Damit wurde der Vorjahreswert um 4 Prozent übertroffen. Dieser Wert, in dem ein Anstieg von 6 Prozent bei den operativen Gesellschaften enthalten ist, bedeutet eine weiterhin hohe rechnerische Auftragsreichweite von zirka 26 Monaten. Mit 11,1 Mrd. Euro lagen die Neuaufträge währungsbereinigt um 5 Prozent über dem Wert von 2018 (nominal: 4 Prozent). HOCHTIEF Europe: sehr hoher Auftragseingang bei strategiebedingt niedrigerer Leistung im Geschäftsjahr 2019Der Auftragsbestand der Division HOCHTIEF Europe belief sich Ende Dezember 2019 auf 4,3 Mrd. Euro. Auf berichteter Basis bedeutet dies einen Anstieg um 20 Prozent - das Resultat eines sehr hohen Auftragseingangs, der mit 2,2 Mrd. Euro im Berichtszeitraum um das 1,5-Fache über der Leistung lag und außerdem den Vorjahreswert um 15 Prozent übertraf. Bei der Leistung ergab sich im Berichtszeitraum ein Rückgang um 13 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro. Hintergrund sind die niedrigeren Umsatzerlöse im Immobilienbereich und ein disziplinierter Ansatz bei der Auftragsannahme im Baubereich entsprechend der aktuellen Strategie. Auftragseingangin Mrd. EUR ![]() Auftragseingang nach Regionen![]() Leistung 1)in Mrd. EUR ![]() Leistung 1) nach Regionen![]() Auftragsbestandin Mrd. EUR ![]() Auftragsbestand nach Regionen![]() Wertschöpfung 2019Die Wertschöpfungsrechnung von HOCHTIEF dient dazu, die Entstehung seiner wirtschaftlichen Leistungskraft darzustellen sowie aufzuzeigen, in welcher Höhe öffentliche und private Interessengruppen eben hiervon in welchem Maße profitieren. Durch den anhaltenden Fokus auf cashgestützte Gewinne wurden Profitabilität (ohne Sondereinflüsse) und eine solide Cash-Generierung im Geschäftsjahr 2019 weiter verbessert. Die erneute Listung im Dow Jones Sustainability Index (DJSI) ist die Konsequenz nachhaltigen Handelns. Eben dieses Engagement für Nachhaltigkeit erhöht die Wertschätzung bei Kunden sowie am Kapital- und Arbeitsmarkt. Die Nettowertschöpfung (ohne Sondereinflüsse) lag mit 21,7 Prozent auf stabilem Niveau und im Einklang mit der positiven Geschäftsentwicklung. Gegenüber dem Vorjahr konnten alle Kennzahlen für die Verwendung der Wertschöpfung verbessert werden. Den Großteil dieser erwirtschafteten Nettowertschöpfung verwendete der HOCHTIEF-Konzern, wie in den Vorjahren, auch im Geschäftsjahr 2019 wieder überwiegend für seine Mitarbeiter. Dieser hohe Wertschöpfungsbeitrag erlaubt es uns, weiterhin attraktive Arbeitsplätze zu angemessenen Konditionen anbieten zu können. HOCHTIEF weist eine unverändert gute Bonität auf und bietet in einem Marktumfeld mit anhaltend niedrigem Zinsniveau eine attraktive Investitionsmöglichkeit für Fremdkapitalgeber. Der für Kreditgeber verwendete Anteil der Wertschöpfung betrug im Geschäftsjahr 195,9 Mio. Euro und liegt damit im Vorjahresvergleich um 21,8 Prozent höher. Der Anspruch von HOCHTIEF ist es, seine Aktionäre an der positiven Ergebnisentwicklung (ohne Sondereinflüsse) des Konzerns entsprechend zu beteiligen. Die entsprechenden Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre erhöhten sich um 5,2 Prozent auf 431,4 Mio. Euro. Entstehung der Wertschöpfungscroll
Verwendung der Wertschöpfungscroll
Unter Berücksichtigung des Sondereffekts aufgrund der strategischen Entscheidung von CIMIC, sich aus der Region Mittlerer Osten zurückzuziehen, ergibt sich eine nominale Nettowertschöpfung von 15,2 Prozent mit einem entsprechenden einmaligen Effekt nach Steuern für die Aktionäre, die öffentliche Hand und den Konzern selbst. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageÜberblickDas geografisch diversifizierte Kerngeschäft von HOCHTIEF hat sich 2019 gut entwickelt. Der Konzern legte bei den operativen Gewinnzahlen sowie bei Umsatz, Net Cash aus laufender Geschäftstätigkeit und Auftragsbestand im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich zu. Im Jahr 2019 hat sich HOCHTIEF in allen Kerngeschäftsfeldern der Divisions HOCHTIEF Americas, HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe positiv entwickelt. Darüber hinaus entwickelte sich die 2018 abgeschlossene Investition in eine 20-prozentige Beteiligung an dem führenden internationalen Mautstraßenbetreiber Abertis erfolgreich und der nach der Equity-Methode ermittelte Ergebnisbeitrag belief sich 2019 auf 122 Mio. Euro (Vorjahr 84 Mio. Euro). Am 23. Januar 2020 hat die CIMIC-Gruppe, eine 72,8-prozentige HOCHTIEF-Tochtergesellschaft, eine umfangreiche strategische Überprüfung ihrer Finanzinvestition in eine 45-prozentige Minderheitsbeteiligung an BIC Contracting (BICC), einem in der Region Mittlerer Osten tätigen Unternehmen, abgeschlossen. Nach einer gründlichen Bewertung aller verfügbaren Optionen hat CIMIC beschlossen, sich aus der Region Mittlerer Osten zurückzuziehen. In diesem Zusammenhang hat CIMIC seine in Bezug auf BICC bestehende Finanzposition - vor allem Gesellschafterdarlehen und Finanzgarantien - neu bewertet. Die damit verbundene einmalige Ergebnisbelastung für das Geschäftsjahr 2019 belief sich nach Steuern und Anteilen Dritter im nominalen Konzerngewinn von HOCHTIEF auf -833 Mio. Euro und führte zu einem Konzernverlust für das Gesamtjahr 2019 in Höhe von -206 Mio. Euro. Der Konzern richtet sein Augenmerk weiterhin auf cash-gestützte Profitabilität und erzielte in den vergangenen zwölf Monaten ein gegenüber dem Vorjahr verbessertes Net Cash aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 1,6 Mrd. Euro. Das Nettofinanzvermögen belief sich zum 31. Dezember 2019 auf einen robusten Wert von 1,5 Mrd. Euro. Der Auftragsbestand erreichte unter Beibehaltung unserer disziplinierten Angebotsstrategie zum Jahresende 2019 ein neues Rekordniveau von 51,4 Mrd. Euro. Zirka zwei Drittel (34 Mrd. Euro) des Auftragsbestands stammen aus unseren Aktivitäten in den Bereichen Construction-Management, Mining, Dienstleistungen und Verträgen mit Allianz-Charakter, die eine hohe Reichweite für das zukünftige Geschäft bieten. Die Vergütung der Aktionäre ist ein wesentliches Element der Kapitalallokationsstrategie von HOCHTIEF. Vor dem Hintergrund der starken operativen Entwicklung der geografisch breit aufgestellten Kerngeschäftsfelder von HOCHTIEF, dem positiven Ausblick und der Unterstützung durch eine robuste Konzernbilanz schlagen wir für das Geschäftsjahr 2019 eine Dividendenzahlung in Höhe von 5,80 Euro je Aktie vor (+16 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Die Ausschüttungssumme an die HOCHTIEF-Aktionäre im Jahr 2020 steigt damit gegenüber dem Vorjahr um 58 Mio. Euro auf 410 Mio. Euro. Konzernumsatz deutlich über VorjahrDer Umsatz des HOCHTIEF-Konzerns belief sich im Geschäftsjahr 2019 auf 25,9 Mrd. Euro und übertraf damit den Vorjahreswert (23,9 Mrd. Euro) um 2 Mrd. Euro bzw. 8 Prozent. Das um Wechselkurseffekte bereinigte Umsatzvolumen lag um 6 Prozent über dem Vorjahreswert. Umsatzerlösescroll
Die Division HOCHTIEF Americas knüpfte bei der Umsatzentwicklung an den starken Wachstumstrend der Vorjahre an. Ausschlaggebend hierfür waren in erster Linie der hohe Auftragsbestand und die anhaltende Dynamik im allgemeinen Hochbau, bei Transport- und Luftfahrtprojekten sowie bei Aufträgen für Kongress- und Konferenzzentren. Der Umsatz der Division belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 15,3 Mrd. Euro, was einem Zuwachs um 2,3 Mrd. Euro bzw. 17 Prozent entspricht. Bereinigt um Wechselkurseffekte, lagen die Umsätze um 11 Prozent über dem Vorjahr. Betriebswirtschaftliche Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Die CIMIC-Gruppe erzielte Umsatzerlöse in Höhe von 14,7 Mrd. australischen Dollar. Der leichte Anstieg gegenüber dem Vorjahr in lokaler Währung reflektiert das Wachstum im Bergbau- und australischen Baugeschäft und wird durch negative Währungseffekte auf Ebene der Division HOCHTIEF Asia Pacific kompensiert. Die Umsatzerlöse der Division HOCHTIEF Asia Pacific beliefen sich auf 9,1 Mrd. Euro und lagen auf währungsbereinigter Basis um 0,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Division HOCHTIEF Europe erzielte im Geschäftsjahr 2019 Umsatzerlöse in Höhe von 1,2 Mrd. Euro (Vorjahr 1,4 Mrd. Euro). Insgesamt war die Umsatzentwicklung der Division aber von dem unverändert disziplinierten Ansatz bei der Auftragshereinnahme im Baubereich und den gemäß unserer Konzernstrategie deutlich verringerten Aktivitäten in der Immobilienprojektentwicklung bestimmt. Das auf den Märkten außerhalb Deutschlands erzielte Umsatzvolumen belief sich im Geschäftsjahr 2019 auf 25,1 Mrd. Euro. Der Internationalisierungsgrad des HOCHTIEF-Konzerns erreichte damit ein zum Vorjahr (96 Prozent) vergleichbares Niveau von 97 Prozent. Ergebniszahlen (exkl. BICC-Effekt) deutlich über VorjahrHOCHTIEF verzeichnete im Geschäftsjahr 2019 auf Basis einer soliden Entwicklung in den Kerngeschäftsfeldern eine gute Performance im operativen Geschäft. Die nominalen Ergebniszahlen wurden jedoch durch den einmaligen Effekt im Zusammenhang mit dem Rückzug aus der Region Mittlerer Osten durch CIMIC ("BICC-Effekt") belastet. Das Konzernergebnis belief sich daher auf -206 Mio. Euro im Vergleich zu 543 Mio. Euro im Vorjahr. Ohne diesen Effekt lag das Ergebnis vor Steuern (PBT) (exkl. BICC-Effekt) für den HOCHTIEF-Konzern bei 1,1 Mrd. Euro und damit um 9 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres (979 Mio. Euro). Der Konzerngewinn (exkl. BICC-Effekt) verbesserte sich um knapp 16 Prozent auf 627 Mio. Euro. Beim EBIT erzielte HOCHTIEF im Vergleich zum Vorjahr (1,1 Mrd. Euro) einen Zuwachs um 6 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro. Hierin wirkte sich die positive Entwicklung des Beteiligungsergebnisses aus at Equity bewerteten assoziierten Unternehmen aus, das um 19 Mio. Euro über dem Vorjahreswert lag und vor allem durch den Beitrag der 20-prozentigen Beteiligung von HOCHTIEF an Abertis in Höhe von 122 Mio. Euro (Vorjahr 84 Mio. Euro) getrieben wurde. Die Anpassungen um nicht operative Netto-Aufwendungen gingen deutlich zurück auf 5 Mio. Euro (Vorjahr 57 Mio. Euro). Die Netto-Zinserträge und das sonstige Finanzergebnis enthalten das Ergebnis aus Ausleihungen, das sonstige Beteiligungsergebnis sowie das Finanzergebnis. Per Saldo fielen im Geschäftsjahr 2019 Aufwendungen in Höhe von 120 Mio. Euro (Vorjahr 88 Mio. Euro) an. Im Vorjahreswert machten sich Zinserträge aus Steuererstattungsansprüchen positiv bemerkbar. Deutliche Verbesserung der operativen GewinnzahlenDas nominale Ergebnis vor Steuern (PBT) belief sich auf -627 Mio. Euro und war durch den einmaligen BICC-Effekt negativ beeinflusst, verglichen mit einem Vorjahresgewinn von 979 Mio. Euro. Im operativen Geschäft erzielten alle Divisions eine solide Margen- und Umsatzentwicklung. Zudem haben wir das im Vorjahr getätigte Abertis-Investment ab 2019 als eigenständige operative Division integriert. Infolgedessen übertraf das operative PBT (das heißt das nominale PBT, bereinigt um nicht-operative Effekte einschließlich des BICC-Effekts) den Wert von 1,1 Mrd. Euro und verbesserte sich damit um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr (969 Mio. Euro). Ergebnis vor Steuern (PBT)scroll
Die Division HOCHTIEF Americas erzielte im vergangenen Jahr eine gute Ergebnisentwicklung und profitierte von einem starken Umsatzwachstum und soliden Margen. Das nominale PBT stieg im Vergleich zum Vorjahr (297 Mio. Euro) um 4 Prozent auf 310 Mio. Euro. Die Ergebnisentwicklung von CIMIC war im abgelaufenen Geschäftsjahr auf der einen Seite von einer starken operativen Performance und auf der anderen Seite durch die einmalige Ergebnisbelastung im Zusammenhang mit der Neubewertung der Finanzposition in Bezug auf BICC beeinflusst. Die Division HOCHTIEF Asia Pacific weist für das abgelaufene Geschäftsjahr ein nominales PBT in Höhe von -1,1 Mrd. Euro aus. Das operative PBT von CIMIC - das heißt das nominale PBT ohne den BICC-Effekt - erreichte einen Wert von 1,1 Mrd. australischen Dollar und verbesserte sich in lokaler Währung um 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Division HOCHTIEF Europe verfolgt mit der Fokussierung auf Bauen und Public-Private-Partnerships eine klare Strategie. Durch Ergebnisverbesserungen in den Kerngeschäftsfeldern verbesserte sich das nominale PBT im Geschäftsjahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent auf 54 Mio. Euro. Die Aufwendungen für Ertragsteuern (exkl. BICC-Effekt) beliefen sich für das Geschäftsjahr 2019 auf 258 Mio. Euro und lagen damit auf Vorjahresniveau. Dies entspricht einer Steuerquote von 24 Prozent im Vergleich zu 26 Prozent für 2018. Der nominal ausgewiesene Steuerertrag von 292 Mio. Euro resultiert aus dem Einmaleffekt infolge der Abwertung von Vermögenswerten und Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem Rückzug aus der Region Mittlerer Osten. Im Einklang mit den oben beschriebenen Entwicklungen stieg der operative Konzerngewinn im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 146 Mio. Euro oder 28 Prozent auf 669 Mio. Euro. Konzerngewinn/-verlustscroll
FinanzlageHOCHTIEF fokussierte sich auch im Geschäftsjahr 2019 auf die Stärkung der cashgestützten Profitabilität und auf die Generierung nachhaltiger Cash-Zuflüsse aus dem operativen Geschäft. Die Cashflow-Performance der letzten zwölf Monate war stark und im Vergleich zum Vorjahr auf "vor Factoring-Basis" deutlich verbessert. Cashflowscroll
Das Net Cash aus laufender Geschäftstätigkeit vor Factoring verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 959 Mio. Euro auf 1,6 Mrd. Euro. Dies ist das Resultat unserer strikten Fokussierung auf die Erzielung nachhaltiger cashbasierter Gewinne und das Management des Nettoumlaufvermögens. Das Net Cash aus laufender Geschäftstätigkeit verbesserte sich bei einem im Vergleich zum Vorjahr weitgehend stabilen Factoring-Saldo leicht um 29 Mio. Euro auf 1,6 Mrd. Euro. Die betrieblichen Investitionen (brutto) beliefen sich im Geschäftsjahr 2019 auf 542 Mio. Euro (Vorjahr 411 Mio. Euro). Die höheren Investitionen sind auf das Wachstum der Bergbauaktivitäten von CIMIC und Tunnelbauarbeiten zurückzuführen. Der Anteil der Division HOCHTIEF Asia Pacific an den betrieblichen Investitionen (brutto) des HOCHTIEF-Konzerns lag bei 91 Prozent. Die Einnahmen aus betrieblichen Anlagenabgängen beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 auf 24 Mio. Euro (Vorjahr 68 Mio. Euro). Die betrieblichen Investitionen (netto) führten per Saldo zu einem Mittelabfluss in Höhe von 518 Mio. Euro (Vorjahr 344 Mio. Euro). Aufgrund der gestiegenen betrieblichen Investitionen im Jahr 2019 belief sich der Free Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf 1,1 Mrd. Euro gegenüber 1,2 Mrd. Euro im Vorjahr. Der in der Kapitalflussrechnung des HOCHTIEF-Konzerns ausgewiesene Cashflow aus der Investitionstätigkeit zeigt für das Geschäftsjahr 2019 einen Mittelabfluss in Höhe von 966 Mio. Euro. Der im Vorjahr deutlich höhere Mittelbedarf von 1,8 Mrd. Euro war im Wesentlichen auf unsere Investition in den 20-prozentigen Anteil an Abertis zurückzuführen. Im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ergab sich für das Geschäftsjahr 2019 ein Mittelzufluss in Höhe von 201 Mio. Euro. Hier wirkten sich Finanzmittelaufnahmen mit insgesamt 2,2 Mrd. Euro aus, die im Wesentlichen durch Anleiheemissionen und Schuldscheindarlehen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und der CIMIC-Gruppe generiert wurden. Darin ist unter anderem die Platzierung von zwei Unternehmensanleihen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft mit einem Nominalvolumen in Höhe von insgesamt 750 Mio. Euro enthalten. Der Emissionserlös dieser Anleihen dient der Refinanzierung einer im März 2020 fälligen Unternehmensanleihe mit einem Nominalvolumen von ebenfalls 750 Mio. Euro sowie allgemeinen Unternehmenszwecken. Dem stand ein Liquiditätsabfluss aus der Tilgung von Finanzschulden in Höhe von 1,2 Mrd. Euro gegenüber. Hierin ist unter anderem die vollständige Rückzahlung einer im Mai 2019 fälligen Unternehmensanleihe der HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Volumen von 500 Mio. Euro enthalten. Zudem entfielen 301 Mio. Euro auf die Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten. Daneben wirkten sich die vornehmlich an HOCHTIEF-Aktionäre und an andere Anteilseigner von CIMIC geleisteten Dividendenzahlungen mit 462 Mio. Euro liquiditätsmindernd aus. Der im Vorjahr ausgewiesene Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 635 Mio. Euro betraf in erster Linie die Finanzierung des Erwerbs von 20 Prozent der Anteile an Abertis. VermögenslageDie Bilanzsumme des HOCHTIEF-Konzerns belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2019 auf 17,9 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Stand am Ende des Vorjahres wuchs die Bilanzsumme damit in den letzten zwölf Monaten um 2,3 Mrd. Euro. Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im Geschäftsjahr 2019 um 509 Mio. Euro auf 6,1 Mrd. Euro. Die immateriellen Vermögenswerte in Höhe von 1,2 Mrd. Euro stiegen im Vergleich zum Vorjahr leicht an. Der Bestand enthält größtenteils die bei der Erstkonsolidierung von vollkonsolidierten Tochtergesellschaften aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte. Das Sachanlagevermögen erhöhte sich um 210 Mio. Euro auf 1,9 Mrd. Euro. Ausschlaggebend für den Anstieg waren die von CIMIC getätigten Investitionen in Bergbaugerät und Tunnelbohrmaschinen. Die im Zusammenhang mit der Anwendung von IFRS 16 "Leasingverhältnisse" im Sachanlagevermögen aktivierten Nutzungsrechte lagen mit 677 Mio. Euro leicht über dem Vorjahreswert (668 Mio. Euro). Das Finanzanlagevermögen belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2019 auf 2,0 Mrd. Euro (31. Dezember 2018: 1,9 Mrd. Euro). Vom Gesamtbestand entfielen 1,4 Mrd. Euro auf den Equity-Buchwert unserer 20-prozentigen Beteiligung am Mautstraßenbetreiber Abertis. Die langfristigen Finanzforderungen gingen infolge der Entscheidung von CIMIC, sich aus dem Mittleren Osten zurückzuziehen, und der vollständigen Wertberichtigung der an BICC gewährten Gesellschafterdarlehen um 389 Mio. Euro auf 98 Mio. Euro zurück. Die aktivisch ausgewiesenen latenten Steuern stiegen im Wesentlichen durch die steuerliche Berücksichtigung von 550 Mio. Euro für die einmalige BICC-Wertberichtigung um 595 Mio. Euro auf 721 Mio. Euro zum Ende des Geschäftsjahres 2019. Die kurzfristigen Vermögenswerte beliefen sich zum 31. Dezember 2019 auf 11,8 Mrd. Euro und lagen damit um 1,7 Mrd. Euro über dem Stand zum Ende des Vorjahres. Ein Großteil des Anstiegs entfiel auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die sich entsprechend dem starken Umsatzwachstum und durch Wechselkurseffekte um 619 Mio. Euro auf 5,6 Mrd. Euro erhöhten. Das Factoring-Volumen des HOCHTIEF-Konzerns bewegte sich mit 1,7 Mrd. Euro auf Vorjahreshöhe. Der Bestand an flüssigen Mitteln erhöhte sich im Wesentlichen durch die vorzeitige Refinanzierung einer im März 2020 fällig werdenden Anleihe der HOCHTIEF Aktiengesellschaft um insgesamt 892 Mio. Euro. Mit flüssigen Mitteln in Höhe von 4,5 Mrd. Euro und einem Wertpapierportfolio in Höhe von 454 Mio. Euro war die Liquiditätsausstattung des HOCHTIEF-Konzerns zum 31. Dezember 2019 weiterhin sehr robust. KonzernbilanzAktiva scroll
Zum Stichtag 31. Dezember 2019 verfügte der HOCHTIEF-Konzern über ein Eigenkapital in Höhe von 1,6 Mrd. Euro. Der per Saldo zu verzeichnende Rückgang ist auf die Zahlung von Dividenden sowie den negativen Einmaleffekt aus der Abwertung von Vermögenswerten und Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem Rückzug aus der Region Mittlerer Osten zurückzuführen. Die langfristigen Schulden beliefen sich zum Stichtag 31. Dezember 2019 auf 4,3 Mrd. Euro und lagen damit um 781 Mio. Euro über dem Stand zum Ende des Vorjahres. Ausschlaggebend hierfür war der Anstieg der Finanzverbindlichkeiten um 657 Mio. Euro auf 2,7 Mrd. Euro infolge der Platzierung von Unternehmensanleihen und Schuldscheindarlehen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Die Emissionserlöse dienten der Refinanzierung von fällig gewordenen beziehungsweise zur Rückzahlung anstehenden Unternehmensanleihen und zur Finanzierung von allgemeinen Unternehmenszwecken. Eine im März 2020 fällige HOCHTIEF-Anleihe (Nennwert 750 Mio. Euro) wurde im Geschäftsjahr 2019 vom Langfrist- in den Kurzfristbereich umgestellt. Bei den kurzfristigen Schulden ergab sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Anstieg um 2,3 Mrd. Euro auf 12,0 Mrd. Euro. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten erhöhten sich per Saldo um 785 Mio. Euro auf 8,8 Mrd. Euro. Die Entwicklung folgt damit dem starken Umsatzwachstum des HOCHTIEF-Konzerns und war daneben durch Wechselkurseffekte beeinflusst. Zudem wurde bei CIMIC eine Finanzverbindlichkeit (Rückzug Region Mittlerer Osten) im Zusammenhang mit BICC-Fazilitäten in Höhe von 927 Mio. Euro berücksichtigt. Dieser Wert entspricht den Beträgen, die voraussichtlich in Bezug auf BICC-Fazilitäten, für die CIMIC eine Garantie bereitgestellt hat, gezahlt werden müssen. Die Finanzverbindlichkeiten des HOCHTIEF-Konzerns erhöhten sich per Saldo um 344 Mio. Euro auf 944 Mio. Euro, im Wesentlichen durch die Umgliederung der im März 2020 fälligen HOCHTIEF-Anleihe (Nominalwert 750 Mio. Euro), und teilweise kompensiert durch die Rückzahlung der im Mai 2019 fälligen HOCHTIEF-Anleihe (Nominalwert 500 Mio. Euro). Das Nettofinanzvermögen des HOCHTIEF-Konzerns belief sich zum 31. Dezember 2019 auf 1,5 Mrd. Euro und bewegte sich damit auf dem Niveau zum Ende des vorigen Geschäftsjahres. Diese starke Entwicklung steht vor dem Hintergrund der im Geschäftsjahr 2019 deutlich gesteigerten Aktionärsvergütungen in Höhe von insgesamt 449 Mio. Euro, den erhöhten betrieblichen Investitionen in Höhe von 518 Mio. Euro und den Rückzahlungen von Leasingverbindlichkeiten im Umfang von 301 Mio. Euro. Zudem wirkten sich die im Verlauf des Jahres 2019 an BICC getätigten Liquiditätszuschüsse mit -248 Mio. Euro auf die Nettofinanzposition aus. Bereinigt um diesen BICC-Effekt, belief sich die zugrunde liegende Nettofinanzposition auf 1,8 Mrd. Euro, die sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 213 Mio. Euro erhöhte. Entwicklung Nettofinanzvermögen (+)/Nettofinanzschulden (-) im HOCHTIEF-Konzernscroll
Langfristige Sicherung der Konzernliquidität und Optimierung der FinanzstrukturFinanzereignisse 2019Auch im Jahr 2019 konnte die HOCHTIEF-Gruppe dank der weiterhin sehr guten Reputation im Kapital- und Bankenmarkt sowie dem günstigen Zinsumfeld anstehende Fälligkeiten zu sehr vorteilhaften Konditionen erfolgreich und langfristig refinanzieren. Darüber hinaus konnten zwecks Optimierung einige wesentliche Finanzierungslinien vorzeitig verlängert und fallweise auch zur Abdeckung der Bedarfssituation erhöht werden. Besonders unterstützend wirkte hierbei das weiterhin stabile externe Rating: Im Juni 2019 bestätigte die Ratingagentur S&P das BBB-Investment-Grade-Rating für HOCHTIEF und behielt den Ausblick für den Konzern bei "stabil". Auch die CIMIC Group Limited profitiert von der unveränderten Klassifizierung im Ratingsegment Investment-Grade. Die externe Ratingagentur S&P stuft das Rating von CIMIC weiterhin als BBB ein, während die Ratingagentur Moody's das Rating bei Baa2 einstuft. S&P und Moody's bestätigten diese Ratings im Laufe des Berichtsjahres. Bankfinanzierungen der HOCHTIEF AktiengesellschaftDie Finanzierungsaktivitäten der Holding erfolgen weiterhin auf bilateraler und syndizierter Basis. Im Juli 2019 wurde die zweite Verlängerungsoption des bestehenden syndizierten Bar- und Avalkredits 1) in Anspruch genommen, womit sich die Laufzeit bis August 2024 verlängert hat. Der Kredit über insgesamt 1,7 Mrd. Euro mit einer ursprünglichen Laufzeit bis August 2022 besteht aus einer Avalkredittranche mit insgesamt 1,2 Mrd. Euro und aus einer revolvierend nutzbaren Barkredittranche in Höhe von 500 Mio. Euro. Der syndizierte Bar- und Avalkredit zählt weiterhin zu den wichtigsten Finanzierungsinstrumenten der HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Die Avalkredittranche ermöglicht die Bereitstellung von Bürgschaften für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit vornehmlich der Division HOCHTIEF Europe. Die Barkredittranche wird im Bedarfsfall flexibel genutzt und ist aufgrund der während des Jahres guten Liquiditätslage im gesamten Berichtsjahr nicht in Anspruch genommen worden. Weiterhin verfügt die HOCHTIEF Aktiengesellschaft über bilaterale kurzfristige Barkreditlinien zur Versorgung der operativen Einheiten mit ausreichenden liquiden Mitteln zur Finanzierung des laufenden Geschäfts. Diese jährlich zu verlängernden Linien belaufen sich auf 225 Mio. Euro. Die Kredite sind zu zirka 51 Prozent schriftlich und mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr von den Banken bestätigt. Die Konditionen sind aufgrund der hohen Bonität des HOCHTIEF-Konzerns attraktiv. Zum Berichtsstichtag waren diese kurzfristigen Barkreditlinien nicht genutzt. Bilaterale Avalkreditlinien über rund 1,4 Mrd. Euro ergänzen den syndizierten Avalkredit der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zum Jahresende 2019. Die verschiedenen Instrumente sichern dem Konzern eine langfristige und breit diversifizierte Finanzierung, und dies zu unverändert attraktiven Kreditbedingungen und Konditionen. Keines der von HOCHTIEF abgeschlossenen Finanzierungsinstrumente ist besichert; sie basieren auf einer Gleichbehandlung aller Kreditgeber (pari passu). Zu den syndizierten und bilateralen Krediten kommen im Bedarfsfall weitere individuelle Kredite für Projektfinanzierungen hinzu. Diese Finanzierungen, die jeweils auf Basis eines konkreten Projekts verhandelt und abgeschlossen werden, sind flexibel nutzbar und werden spätestens beim Verkauf der Projekte aus den erzielten Erlösen zurückbezahlt. Eine Besicherung erfolgt - wenn überhaupt - ausschließlich auf den Vermögenswerten des Projekts selbst. Ein Rückgriff auf den HOCHTIEF-Konzern ist in den allermeisten Fällen ausdrücklich ausgeschlossen. Kapitalmarktfinanzierungender HOCHTIEF AktiengesellschaftDie HOCHTIEF Aktiengesellschaft nutzte im Berichtsjahr das in 2018 aufgesetzte Debt-Issuance-Programm 1) , um mehrere Privatplatzierungen in Form von Inhaberschuldverschreibungen zu begeben. Im April 2019 emittierte die HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine Privatplatzierung über 50 Mio. Euro mit einer Laufzeit von 15 Jahren. Die Anleihe ist mit einem jährlichen Kupon in Höhe von 2,3 Prozent ausgestattet. Im Juni 2019 emittierte die HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine Privatplatzierung über 50 Mio. Schweizer Franken (44,6 Mio. Euro), die mit einer Laufzeit bis Juni 2025 ausgestattet ist. Der Emissionserlös wurde mittels eines Währungsderivats in Euro umgetauscht. Im Juli 2019 emittierte die HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine Privatplatzierung über 1 Mrd. norwegische Kronen (103,6 Mio. Euro). Die Anleihe ist mit einer Laufzeit bis 1. Juli 2029 ausgestattet. Der Emissionserlös wurde ebenfalls mittels Währungsderivaten in Euro umgetauscht. Im Mai 2019 begab die HOCHTIEF Aktiengesellschaft darüber hinaus ein Schuldscheindarlehen über insgesamt 300 Mio. Euro. Das Darlehen hat gestaffelte Laufzeiten über vier, sieben und zehn Jahre. Im Juni 2019 begab die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ein weiteres bilaterales Darlehen über 25 Mio. Euro mit einer Laufzeit von vier Jahren. Im November 2019 wurde ein Teilbetrag von 55,5 Mio. Euro des im Mai 2019 begebenen Schuldscheindarlehens vorzeitig getilgt. Die Emissionserlöse der drei begebenen Inhaberschuldverschreibungen sowie der Schuldscheindarlehen, welche allesamt zu vorteilhaften Konditionen aufgenommen wurden, dienten der vollständigen Refinanzierung einer im Mai 2019 fällig gewordenen Unternehmensanleihe im Volumen von 500 Mio. Euro. Diese wurde am Fälligkeitsdatum im Mai 2019 vollständig zurückgezahlt. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat im September 2019 die Platzierung von zwei weiteren Unternehmensanleihen durchgeführt. Diese Kapitalmarkttransaktion war aufgeteilt in eine Unternehmensanleihe in Höhe von 500 Mio. Euro mit einem jährlichen Kupon von 0,5 Prozent und einer achtjährigen Laufzeit bis zum 3. September 2027. Die zweite Anleihe in Höhe von 250 Mio. Euro ist mit einem jährlichen Kupon von 1,25 Prozent ausgestattet und offeriert eine zwölfjährige Laufzeit bis zum 3. September 2031. S&P hat das Anleiherating mit einem soliden Investment-Grade-Rating von BBB eingestuft. Der Emissionserlös dieser Anleihen dient der Refinanzierung der im März 2020 fälligen Unternehmensanleihe sowie allgemeinen Unternehmenszwecken. Wie auch im abgelaufenen Berichtsjahr sowie in den Jahren zuvor wird die HOCHTIEF Aktiengesellschaft darüber hinaus die Finanz- und Kapitalmärkte unverändert intensiv beobachten und sich eventuell ergebende Opportunitäten nutzen, um die Konzernfinanzierung weiter zu optimieren und zu diversifizieren. Finanzierungsereignisse in den Divisions Americas und Asia PacificUnverändert zum Vorjahr bestehen für die Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Asia Pacific lokale Finanzierungen. Hier ist insbesondere die US-Bondingfazilität von herausragender Bedeutung. Mit einem ausstehenden Volumen von zirka 8,6 Mrd. Euro (zirka 9,6 Mrd. US-Dollar) ist sie unverändert der zentrale Finanzierungsbaustein für das US-amerikanische Geschäft. Sowohl die Turner- als auch die Flatiron-Gruppe nutzen diese Linie im Rahmen des sogenannten Bondings 2) . Diese lokale Surety-Bonding-Linie wird von HOCHTIEF unverändert durch eine Konzerngarantie unterlegt. Aufgrund der stark angestiegenen Auftragsentwicklung und des damit verbundenen Bedarfs an erhöhten Bonding-Kapazitäten konnte die zugesagte Bonding-Kapazität bedarfsgerecht im Laufe des Berichtsjahres erhöht werden. HOCHTIEF hat im August 2019 als Garantin zusammen mit der Flatiron Construction Corporation und mehreren Tochtergesellschaften als Kreditnehmern einen syndizierten Aval- und Barkreditvertrag über 300 Mio. US-Dollar mit einem internationalen Bankenkonsortium abgeschlossen. Diese Finanzierung löst die bisherige syndizierte Fazilität über 350 Mio. kanadische Dollar ab. Weiterhin hat die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ebenfalls als Garantin im August 2019 zusammen mit der Flatiron Construction Corporation einen bilateralen Avalkreditvertrag über 100 Mio. kanadische Dollar abgeschlossen. Im Rahmen der strategischen Zielsetzung einer langfristigen Finanzierung hat CIMIC während des dritten Quartals 2019 erfolgreich die bestehende zentrale Betriebsmittelkreditlinie refinanziert. Die neue syndizierte Kreditlinie in Höhe von 1,9 Mrd. australischen Dollar ist zu gleichen Teilen in zwei Laufzeittranchen über vier und fünf Jahre aufgeteilt und ersetzt eine bestehende Tranche der aktuellen Betriebsmittelkreditlinie sowie einige fällig werdende US-Dollar-Finanzverbindlichkeiten. Zusammenfassende Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch den VorstandIm Januar 2020 gab unsere Tochtergesellschaft CIMIC die Entscheidung bekannt, aufgrund einer rapide zunehmenden Verschlechterung der Rahmenbedingungen vor Ort ihre 45-prozentige nichtbeherrschende Finanzinvestition im Mittleren Osten aufzugeben. Dies wird es CIMIC ermöglichen, die Ressourcen und die Kapitalallokation auf die Wachstumschancen in seinen Kernmärkten zu konzentrieren. In diesem Zusammenhang hat HOCHTIEF im Jahresabschluss 2019 einen einmaligen Nachsteueraufwand in Höhe von 833 Mio. Euro (nach Anteilen anderer Gesellschafter) erfasst. Infolgedessen wies der Konzern einen Nettoverlust von 206 Mio. Euro aus. Wir rechnen im Laufe des Jahres 2020 mit einem entsprechenden Baraufwand von etwa 0,4 Mrd. Euro nach Steuern. Dies ist zwar ein sehr enttäuschendes Resultat, doch für den Konzern ist der Rückzug aus der Region die richtige Entscheidung. Durch diesen Schritt werden Qualität und Transparenz unseres Geschäftsmixes künftig verbessert. Das Investment-Grade-Rating der Ratingagentur S&P für HOCHTIEF lautet nach der Bekanntgabe unverändert BBB mit stabilem Ausblick. Durch den Fokus auf unsere Kerngeschäftsfelder erhöhte sich der operative Konzerngewinn, der nichtoperative Effekte ausklammert, im Jahresvergleich um 146 Mio. Euro bzw. 28 Prozent auf 669 Mio. Euro. Die Vergütung der Aktionäre ist auch weiterhin ein wesentliches Element unserer Kapitalallokationsstrategie, ebenso wie die Fokussierung auf attraktive Chancen für organisches und strategisches Wachstum. Angesichts der positiven Aussichten für unsere Divisions und Abertis beabsichtigt der Vorstand, für das Geschäftsjahr 2019 eine Dividende in Höhe von 5,80 Euro je Aktie vorzuschlagen. Dies entspricht einem Anstieg von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit unserer technischen Kompetenz, unserer starken Konzernbilanz und der breiten Aufstellung in unseren Kernmärkten sind wir gut positioniert, um künftige Chancen zu nutzen. Wir halten an unserem disziplinierten Ansatz bei der Kapitalallokation mit unserem Fokus auf Wertschöpfung und nachhaltige Aktionärsvergütung fest. Mit Blick auf unseren soliden Auftragsbestand und unsere starke weltweite Tenderpipeline sind die Aussichten deutlich positiv. Bericht nach § 312 AktG über Beziehungen zu verbundenen UnternehmenMit dem Großaktionär ACS Actividades de Construcción y Servicios, S.A. besteht kein Beherrschungsvertrag, sodass der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG verpflichtet ist. In diesem Abhängigkeitsbericht wird vom Vorstand folgende Schlusserklärung gegeben: "Wir erklären, dass unsere Gesellschaft nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte mit dem herrschenden oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen im Sinne des § 312 AktG vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt. Im Berichtszeitraum wurden berichtspflichtige Rechtsgeschäfte mit Dritten oder Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens oder eines mit diesem verbundenen Unternehmens nicht getroffen oder unterlassen." Erläuterungen zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der HOCHTIEF Aktiengesellschaft (Holding) nach HGBDie HOCHTIEF Aktiengesellschaft führt die Divisions des Konzerns als strategische und operative ManagementHolding. Als zentrale Steuerungsebene verantwortet sie die unternehmerischen Ziele, die grundsätzliche strategische Ausrichtung, die Unternehmenspolitik und die Organisation des HOCHTIEF-Konzerns. Das Ergebnis der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist vor allem durch das Beteiligungs- und Finanzergebnis sowie durch Erlöse und Aufwendungen bestimmt, die im Zusammenhang mit der Ausübung dieser Holdingfunktionen stehen. Der Jahresabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich keine Änderungen der Ansatz- und Bewertungsmethoden ergeben. Die Bekanntmachung des Jahresabschlusses und des mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lageberichts der HOCHTIEF Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2019 erfolgt im Bundesanzeiger. ErtragslageDie Umsatzerlöse der HOCHTIEF Aktiengesellschaft resultierten im Wesentlichen aus Leistungen im Zusammenhang mit der Ausübung der Holdingfunktion. Dazu gehörten vor allem die Vergütung für Service-, Dienst- und Verwaltungsleistungen sowie Mieterträge. Im Vergleich zum Vorjahr (77 Mio. Euro) erhöhte sich das Umsatzvolumen um 5 Mio. Euro auf 82 Mio. Euro. Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf 22 Mio. Euro. Im Vorjahreswert (35 Mio. Euro) waren insbesondere höhere periodenfremde Erträge aus der Zuschreibung auf Forderungen enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen im Vergleich zum Vorjahr (148 Mio. Euro) auf 91 Mio. Euro zurück. Ausschlaggebend hierfür waren die deutlich geringeren Aufwendungen aus der Weiterverrechnung von Erstattungsansprüchen an Tochtergesellschaften. Das Ergebnis aus Finanzanlagen in Höhe von 521 Mio. Euro enthielt wie im Vorjahr (464 Mio. Euro) im Wesentlichen Erträge und Aufwendungen aus Gewinnabführungsverträgen sowie Erträge aus Beteiligungen. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert um 57 Mio. Euro resultierte vor allem aus den deutlich höheren Erträgen aus Beteiligungen von der Abertis HoldCo S.A. und den geringeren Aufwendungen aus Verlustübernahmen. Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen fielen im Berichtsjahr niedriger aus. Das Zinsergebnis in Höhe von -47 Mio. Euro (Vorjahr -27 Mio. Euro) wurde im Wesentlichen durch die im Vergleich zum Vorjahr geringeren Zinserträge beeinflusst. Der Jahresüberschuss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft belief sich im Geschäftsjahr 2019 auf 431 Mio. Euro (Vorjahr 381 Mio. Euro). Gewinn- und Verlustrechnung der HOCHTIEF Aktiengesellschaft (Kurzfassung)scroll
Finanz- und VermögenslageDie Finanz- und Vermögenslage der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist aufgrund ihrer Holdingfunktion durch die Finanzanlagen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen geprägt. Der Anteil dieser Positionen an der Bilanzsumme belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2019 auf 85 Prozent (31. Dezember 2018: 93 Prozent). Die zum 31. Dezember 2019 ausgewiesenen Finanzanlagen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft betrafen in erster Linie Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen. Mit 4,5 Mrd. Euro lag der Bestand leicht über dem Vorjahreswert (4,4 Mrd. Euro). Die Anteile an verbundenen Unternehmen enthielten im Wesentlichen die Beteiligungsbuchwerte an der HOCHTIEF Asia Pacific GmbH, der HOCHTIEF Americas GmbH, der HOCHTIEF Solutions AG und an der HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions GmbH. Die Beteiligungen entfallen im Wesentlichen auf die Anteile an der Abertis HoldCo S.A. Die Vorräte, Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten stiegen im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Konzernfinanzverkehr mit verbundenen Unternehmen um 130 Mio. Euro auf 1,0 Mrd. Euro. Der Bestand an Finanzmitteln erhöhte sich nach der vorzeitigen Refinanzierung der im März 2020 fällig werdenden Anleihe und den in diesem Zusammenhang deutlich gestiegenen Liquiditätsanlagen bei Kreditinstituten um 568 Mio. Euro auf 818 Mio. Euro. Das gezeichnete Kapital der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist zum Stichtag 31. Dezember 2019 in 70 646 707 nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Der Nominalwert sowie der unter Berücksichtigung der im Bestand befindlichen eigenen Aktien ermittelte Wert des gezeichneten Kapitals belief sich wie im Vorjahr auf 181 Mio. Euro. Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen das Aufgeld aus der Ausgabe von Aktien durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und blieb mit 1,7 Mrd. Euro auf Vorjahreshöhe. Bilanz (Kurzfassung)der HOCHTIEF Aktiengesellschaftscroll
Die Eigenkapitalquote belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2019 auf 45 Prozent (31. Dezember 2018: 50 Prozent). Die Verbindlichkeiten erhöhten sich im Vergleich zum Stand am Ende des Vorjahres um 677 Mio. Euro auf 3,4 Mrd. Euro. Der überwiegende Teil des Anstiegs resultierte aus der Platzierung von Unternehmensanleihen und aus der Begebung von Schuldscheindarlehen. Die Emissionserlöse dienten der Refinanzierung von fällig gewordenen beziehungsweise zur Rückzahlung anstehenden Unternehmensanleihen und zur Finanzierung von allgemeinen Unternehmenszwecken. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 340 Mio. Euro (Vorjahr 366 Mio. Euro) standen im Zusammenhang mit dem Konzernfinanzverkehr. Der Gesamtbestand der Anleihen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft weist für das Geschäftsjahr 2019 einen Jahresüberschuss in Höhe von 430,8 Mio. Euro aus. Unter Berücksichtigung der Einstellung in die Gewinnrücklagen (21,2 Mio. Euro) und des Gewinnvortrags (0,2 Mio. Euro) ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 409,8 Mio. Euro. Gewinnverwendungsvorschlag des VorstandsDer Vorstand schlägt vor, zu beschließen: Der Bilanzgewinn der HOCHTIEF Aktiengesellschaft des Geschäftsjahres 2019 in Höhe von 409.750.900,60 Euro wird zur Ausschüttung einer Dividende von 5,80 Euro je Stückaktie auf das Grundkapital von 180.855.569,92 Euro, eingeteilt in 70 646 707 Stückaktien, verwendet. Die Dividende ist am 6. Juli 2020 fällig. Der Betrag, der auf die am Tag der Hauptversammlung im Besitz der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien auszuschütten wäre und der gemäß § 71b AktG von der Ausschüttung auszuschließen ist, wird auf neue Rechnung vorgetragen. Am Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses, am 10. Februar 2020, ergibt sich für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ein Bestand an eigenen Aktien von insgesamt 22 346 Stück, womit ein Betrag in Höhe von 129.606,80 Euro auf neue Rechnung vorzutragen wäre. Bis zur Hauptversammlung kann sich die Zahl der für das Geschäftsjahr 2019 dividendenberechtigten Stückaktien verändern. In diesem Fall wird bei unveränderter Ausschüttung von 5,80 Euro je für das Geschäftsjahr 2019 dividendenberechtigter Stückaktie der Hauptversammlung ein entsprechend angepasster Gewinnverwendungsvorschlag unterbreitet. Prognose für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft (Holding) nach HGBDer Leistungsindikator für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft (Holding) nach HGB ist der Jahresüberschuss. Für den Jahresüberschuss erwarten wir für das Geschäftsjahr 2020 einen Wert, der mindestens leicht über dem Vorjahreswert liegt. Angaben nach §289 Abs. 2 Satz 2 HGBDie Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG sind im Anhang zum Jahresabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft enthalten. Angaben gemäß § 289 a Abs. 1 Nr. 1 beziehungsweise § 315 a Abs. 1 Nr. 1 HGBDie Angaben zur Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals gemäß §§ 289 a Abs. 1 Nr. 1, 315 a Abs. 1 Nr. 1 HGB sind im Anhang beziehungsweise Konzernanhang enthalten. Beschränkungen im Sinne von §§ 289 a Abs. 1 Nr. 2, 315 a Abs. 1 Nr. 2 HGB, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt. Kapitalbeteiligungen von mehr als zehn Prozent der Stimmrechte im Sinne von §§289 a Abs. 1 Nr. 3, 315 a Abs. 1 Nr. 3 HGB: ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A. mit Sitz in Madrid/Spanien hat uns am 11. Mai 2015 gemäß § 25 a Abs. 1 WpHG (alte Fassung) mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil gemäß §§ 21, 22 WpHG (alte Fassung) an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft am 8. Mai 2015 60,70 Prozent betrug. Der Anteil vom HOCHTIEF-Aktionär ACS lag zum 31. Dezember 2019 bei 50,41 Prozent (2018: 50,41 Prozent). Die Atlantia S.p.A. mit Sitz in Rom/Italien hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil gemäß §§ 33,38 WpHG am 24. April 2019 23,86 Prozent betrug. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. Es ist dem Vorstand nicht bekannt, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben. Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder/Satzungsänderungen: Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands bestimmt sich nach den §§ 84, 85 AktG und § 31 MitbestG in Verbindung mit §§ 9 Abs. 2, 7 Abs. 1 der Satzung. Gesetzliche Vorschriften zur Änderung der Satzung finden sich in §§ 179 ff., 133 AktG. Soweit das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals verlangt, genügt nach § 23 Abs. 3 der Satzung die einfache Mehrheit, sofern nicht zwingend eine andere Mehrheit vorgeschrieben ist. Nach §15 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur die Fassung der Satzung betreffen. Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe neuer Aktien: Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital bis zum 9. Mai 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 65.752 Tsd. Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Die weiteren Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung. Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital bis zum 6. Mai 2024 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 24.675 Tsd. Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital II). Die weiteren Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung. Das Grundkapital der Gesellschaft ist gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung um bis zu 46.080 Tsd. Euro, eingeteilt in bis zu 18 Mio. Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung. Ermächtigung zum Aktienrückkauf: Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 ist die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt worden, eigene Aktien zu erwerben. Diese Ermächtigung gilt bis zum 10. Mai 2021. Sie ist insgesamt auf einen Anteil von zehn Prozent des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals beschränkt. Die Ermächtigung kann unmittelbar durch die Gesellschaft oder durch ein von der Gesellschaft abhängiges oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen oder durch von der Gesellschaft oder von der Gesellschaft abhängige oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehende Unternehmen beauftragte Dritte ausgeübt werden und erlaubt den Erwerb eigener Aktien im ganzen Umfang oder in Teilbeträgen sowie den einmaligen oder mehrmaligen Erwerb. Der Erwerb eigener Aktien kann über die Börse oder mittels eines an sämtliche Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder durch die Ausgabe von Andienungsrechten an die Aktionäre erfolgen. Die Bedingungen für den Erwerb werden im Beschluss weiter spezifiziert. Der Vorstand ist durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bei einer Veräußerung eigener Aktien durch ein Angebot an alle Aktionäre den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem ihrer nachgeordneten Konzernunternehmen ausgegebenen Options- und/ oder Wandelanleihen ein Bezugsrecht auf die Aktien zu gewähren. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an sämtliche Aktionäre zu veräußern, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist ferner unter den nachstehenden Voraussetzungen ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats Dritten in anderer Weise als über die Börse oder mittels Angebot an sämtliche Aktionäre anzubieten und zu übertragen. Dies kann im Zuge des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen daran oder von Unternehmensteilen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen geschehen. Dies ist außerdem zulässig zur Einführung von Aktien der Gesellschaft an ausländischen Börsen, an denen sie bisher nicht zum Handel zugelassen sind. Außerdem dürfen die Aktien Personen zum Erwerb angeboten werden, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen stehen oder standen. Weiterhin dürfen die Aktien den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft gemäß der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 (TOP 8) begebenen Schuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Options- und/oder Wandlungsrechte und/oder -pflichten gewährt werden. Weiterhin dürfen die Aktien (amtierenden oder ausgeschiedenen) Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft und (amtierenden oder ausgeschiedenen) Mitgliedern von Vorständen und Geschäftsführungen der von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG sowie Personen, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von §17 AktG stehen oder standen, mit der Verpflichtung übertragen werden, sie für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren seit der Übertragung zu halten. Eine solche Übertragung ist nur zulässig, um bestehende Ansprüche des Übertragungsempfängers auf variable Vergütung zu tilgen. Die weiteren Bedingungen der Übertragung werden im Beschluss weiter spezifiziert. Im Fall der Ausgabe der Aktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft entscheidet allein der Aufsichtsrat der Gesellschaft über die Ausgabe. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8, 186 Abs. 3, 4 AktG insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen verwendet werden. Weiterhin ist der Vorstand ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats einzuziehen, ohne dass die Einziehung und ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedürfen. Die Bedingungen der Bezugsrechtsgewährung, Veräußerung und Übertragung beziehungsweise Einziehung der eigenen Aktien werden in dem Beschluss der Hauptversammlung weiter spezifiziert. Durch weiteren Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 ist die Gesellschaft zum Einsatz von Eigenkapitalderivaten im Rahmen des Erwerbs eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG sowie zum Ausschluss des Andienungs- und Bezugsrechts ermächtigt worden. Dadurch soll das Volumen an Aktien, das insgesamt erworben werden darf, nicht erhöht werden; es werden lediglich im Rahmen der Höchstgrenze der vorgenannten Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien und unter Anrechnung auf diese Höchstgrenze weitere Handlungsalternativen zum Erwerb eigener Aktien eröffnet. Der Vorstand ist ermächtigt worden, Optionen zu erwerben, die der Gesellschaft das Recht vermitteln, bei Ausübung der Optionen Aktien der Gesellschaft zu erwerben (Call-Optionen). Der Vorstand ist ferner ermächtigt worden, Optionen zu veräußern, welche die Gesellschaft bei Ausübung der Optionen durch deren Inhaber zum Erwerb von Aktien der Gesellschaft verpflichten (Put-Optionen). Ferner kann der Erwerb unter Einsatz einer Kombination aus Call- und Put-Optionen oder Terminkaufverträgen erfolgen. Die Bedingungen zum Einsatz von Eigenkapitalderivaten im Rahmen des Erwerbs eigener Aktien sowie zum Ausschluss des Andienungs- und Bezugsrechts werden in dem Beschluss der Hauptversammlung weiter spezifiziert. Change-of-Control-Klauseln im Zusammenhang mit Darlehensverträgen und Finanzierungsinstrumenten:scroll
Bei den oben aufgeführten Anleihefinanzierungen und Privatplatzierungen wurden in die Vertragsbedingungen (die Emissionen ab 2018 basieren auf dem Vertragswerk des Debt-Issuance-Programms 1)) Change-of-Control-Bestimmungen aufgenommen, die dem jeweiligen Gläubiger das Recht geben, die vorzeitige Rückzahlung der von ihm gehaltenen Schuldverschreibungen zum Nennbetrag zuzüglich aufgelaufener Zinsen zu verlangen, sofern der Gläubiger innerhalb eines Zeitraums von 68 (diese Frist gilt nur für die Unternehmensanleihe aus März 2013) beziehungsweise 45 Tagen nach Veröffentlichung der Rückzahlungsmitteilung durch die Emittentin 2) eine schriftliche Ausübungserklärung eingereicht hat. Ein Kontrollwechsel im vorgenannten Sinne tritt einerseits durch den Erwerb der Kontrolle an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Sinne von § 29 Abs. 2 WpÜG durch eine Person oder eine Personengruppe (mit Ausnahme des Aktionärs ACS [ACS Actividades de Construcción y Servicios, S.A.] und seiner verbundenen Unternehmen) in abgestimmtem Verhalten im Sinne von § 30 Abs. 2 WpÜG oder durch den Abschluss eines Gewinnabführungs-, Beherrschungs- oder sonstigen Unternehmensvertrags im Sinne von §§ 291, 292 AktG, soweit die Emittentin dadurch zum beherrschten Unternehmen wird, ein. Zusätzlich wurden bei Vertragsabschluss der Unternehmensanleihe in 2013 umfangreiche Schutzklauseln in Bezug auf Geschäfte und Transaktionen mit ACS in die Anleihe-Dokumentationen aufgenommen.
1)
Das im Juni 2018 aufgesetzte Debt-Issuance-Programm mit einem Maximalrahmen von 3
Mrd. Euro ermöglicht, unter dessen Dach kontinuierlich Anleihen am Markt zu platzieren.
Somit kann die HOCHTIEF Aktiengesellschaft sich nicht nur schneller finanzieren und
demnach günstige Emissionsfenster nutzen, sondern auch gleichzeitig den Kreis der
Fremdkapitalgläubiger ausweiten. Im März 2017 begab die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ein Schuldscheindarlehen über 500 Mio. Euro. Ein weiteres Schuldscheindarlehen wurde im Mai 2019 über ursprünglich 300 Mio. Euro begeben. Daneben begab die HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Juni 2019 ein bilaterales Darlehen über 25 Mio. Euro. In der Vertragsdokumentation dieser Darlehen sind ebenfalls Change-of-Control-Bestimmungen aufgenommen, die die HOCHTIEF Aktiengesellschaft zur Rückzahlung des Darlehens einschließlich bis dahin aufgelaufener Zinsen verpflichten, sofern die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und der betreffende Darlehensgeber nicht binnen 60 Bankarbeitstagen ab Mitteilung eines Kontrollwechsels sich über die Fortführung des Darlehens geeinigt haben und der betreffende Darlehensgeber die vorzeitige Rückzahlung binnen 10 Bankarbeitstagen nach Ablauf der oben genannten 60-Bank-arbeitstage-Frist schriftlich verlangt. Ein Kontrollwechsel liegt dann vor, wenn im Sinne von § 29 Abs. 2 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes eine Person (mit Ausnahme eines Mitglieds der ACS-Gruppe) oder eine Mehrzahl von Personen (mit Ausnahme von Mitgliedern der ACS-Gruppe), die ihr Verhalten im Sinne von § 30 Abs. 2 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes miteinander abstimmen, die Kontrolle über die HOCHTIEF Aktiengesellschaft erwerben oder ein Gewinnabführungsvertrag, ein Beherrschungsvertrag oder ein anderer Unternehmensvertrag im Sinne von § 291 oder § 292 Aktiengesetz zwischen einem Mitglied der ACS-Gruppe und der HOCHTIEF Aktiengesellschaft als beherrschtes Unternehmen abgeschlossen wird. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat am 9. August 2017 mit einem internationalen Bankenkonsortium einen syndizierten Bar- und Avalkredit 1) über insgesamt 1,7 Mrd. Euro abgeschlossen. Diese syndizierte Fazilität mit einer Laufzeit bis August 2024 besteht einerseits aus einer Avalkredit-Tranche über 1,2 Mrd. Euro und andererseits aus einer Barkreditlinie über 500 Mio. Euro. Diese Fazilität enthält Change-of-Control-Bestimmungen. Danach können die jeweiligen Kreditgeber (nachdem mit dem Kreditnehmer zuvor Verhandlungen zur Fortführung der Kredite, die unter Berücksichtigung der Kreditwürdigkeit der Person des Übernehmers, der Gefahr eventueller Änderungen der Unternehmensstrategie und eventueller Beschränkungen der Kreditgeber bei der Kreditvergabe zu führen sind, ergebnislos geblieben sind) ihre Kreditengagements unter der nachfolgend genannten Voraussetzung vorzeitig beenden. Diese Voraussetzung tritt ein, wenn eine Person oder eine Gruppe von Personen im Wege abgestimmten Verhaltens die Kontrolle im Sinne von § 29 Abs. 2 WpÜG über den Kreditnehmer erlangt. Die Erklärung zur Beendigung des Kreditengagements kann bis zum Ablauf von 70 Tagen nach Kenntniserlangung der HOCHTIEF Aktiengesellschaft vom Eintritt der vorgenannten Voraussetzung unter Berücksichtigung einer Mindestbedenkzeit von zehn Tagen von den Kreditgebern abgegeben werden. Die vorgenannten Change-of-Control-Bestimmungen gelten auch weiterhin nicht für den Aktionär ACS und die mit ihm verbundenen Unternehmen. Im Jahr 2019 wurden mehrere Aval- bzw. Rahmenkreditverträge abgeschlossen, die Change-of-Control-Bestimmungen enthalten: Am 30. Januar 2019 wurde mit einem inländischen Kreditinstitut ein Rahmenkreditvertrag über 65 Mio. Euro abgeschlossen. Dieser Darlehensvertrag hat eine Bestimmung, wonach die HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Fall eines Kontrollwechsels zur vorzeitigen Rückzahlung der Darlehen verpflichtet ist, falls sie und der Darlehensgeber nicht binnen 60 Tagen ab Mitteilung des Kontrollwechsels eine Einigung über die Fortführung des Darlehens erzielt haben und der Darlehensgeber die vorzeitige Rückzahlung binnen zehn Tagen nach Ablauf der 60-Tage-Frist verlangt. Kontrollwechsel im vorgenannten Sinne bedeutet den Erwerb der Kontrolle an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Sinne von § 29 Abs. 2 WpÜG durch eine Person oder eine Personengruppe in abgestimmtem Verhalten im Sinne von § 30 Abs. 2 WpÜG. Bezüglich des vorgenannten Darlehensvertrags gelten die vorgenannten Change-of-Control-Bestimmungen nicht für den Aktionär ACS und seine verbundenen Unternehmen. Außerdem wurde mit einer inländischen Versicherungsgesellschaft ein bilateraler Avalkreditvertrag über 150 Mio. Euro abgeschlossen. Dieser Vertrag enthält eine Change-of-Control-Bestimmung, die dem Gläubiger das Recht gibt, den Vertrag im Falle eines Kontrollwechsels (definiert analog zum zuvor genannten Rahmenkreditvertrag vom Januar 2019) vorzeitig zu kündigen, sollte nicht binnen 60 Tagen nach dem Kontrollwechsel eine Einigung über die Fortführung des Vertragsverhältnisses zwischen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und dem Versicherungsinstitut erzielt worden sein. Vorab ist HOCHTIEF dazu verpflichtet, unmittelbar nach dem Inkrafttreten eines Kontrollwechsels den Gläubiger darüber zu informieren. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat im August 2019 als Garantin zusammen mit der Flatiron Construction Corporation und mehreren Tochtergesellschaften als Kreditnehmer einen syndizierten Aval- und Barkreditvertrag über 267 Mio. Euro (300 Mio. US-Dollar) mit einem internationalen Bankenkonsortium abgeschlossen, der inhaltlich identische Change-of-Control-Bestimmung entsprechend der Definition im syndizierten Bar- und Avalkredit vom August 2017 enthält, die den Gläubigern das Recht gibt, die vorzeitige Rückzahlung des Kreditengagements zu verlangen. Weiterhin hat die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ebenfalls als Garantin im August 2019 zusammen mit der Flatiron Construction Corporation einen bilateralen Avalkreditvertrag über 69 Mio. Euro (100 Mio. kanadische Dollar) abgeschlossen. Dieser Vertrag enthält eine Change-of-Control-Bestimmung, die dem Gläubiger das Recht gibt, den Vertrag im Falle eines Kontrollwechsels (definiert analog zum zuvor genannten Rahmenkreditvertrag vom Januar 2019) vorzeitig zu kündigen, sollte nicht binnen 60 Tagen nach der unverzüglichen Benachrichtigung über den Kontrollwechsel eine Einigung über die Fortführung des Vertragsverhältnisses zwischen HOCHTIEF und der Bank erzielt worden sein. Eine inhaltlich identische Bestimmung enthält ein im September 2019 mit einem ausländischen Kreditinstitut abgeschlossener bilateraler Avalkreditvertrag über 100 Mio. Euro. Neben den oben genannten Darlehensverträgen hat die HOCHTIEF Aktiengesellschaft am 17. Oktober 2014 mit einem ausländischen Kreditinstitut einen bilateralen Avalkreditvertrag über 134 Mio. Euro (150 Mio. US-Dollar) vereinbart. Dieser Vertrag enthält eine inhaltlich identische Change-of-Control-Bestimmung entsprechend der Definition im syndizierten Bar- und Avalkredit vom August 2017, die dem jeweiligen Gläubiger das Recht gibt, die vorzeitige Rückzahlung des Kreditengagements zu verlangen. Zwischen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und sechs US-Surety-Gesellschaften besteht zum Berichtsstichtag weiterhin zur Absicherung der von diesen bereitgestellten Bondinglinie in Höhe von zirka 8,6 Mrd. Euro (9,6 Mrd. US-Dollar) eine "General Counter Indemnity" in entsprechender Höhe. Diese "General Counter Indemnity" enthält weiterhin eine Change-of-Control-Bestimmung, die den Surety-Gesellschaften unter der nachfolgend genannten Voraussetzung das Recht einräumt, von der HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine Sicherheitsleistung von maximal 445 Mio. Euro (500 Mio. US-Dollar) zu fordern. Die Voraussetzung tritt grundsätzlich ein, wenn eine Person oder eine Gruppe von Personen (mit Ausnahme des Aktionärs ACS und seiner verbundenen Unternehmen) im Wege abgestimmten Verhaltens im Sinne von § 30 Abs. 2 WpÜG insgesamt 30 Prozent oder mehr der Aktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft erwirbt. Die Sicherheitsleistung hat in diesem Fall innerhalb von 30 Bankarbeitstagen nach Geltendmachung der Forderung zu erfolgen. Weitere wesentliche Vereinbarungen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels: Ein Wechsel der Mehrheitsbeteiligung durch einen direkten oder indirekten Erwerb an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist in der D&O-Versicherung 1) als gefahrerheblicher Umstand definiert und als solcher innerhalb vorgegebener Fristen dem Versicherer anzuzeigen. Ein gefahrerheblicher Umstand berechtigt den Versicherer, eine Prämienanpassung zu fordern. Bei Nichteinigung über die Höhe der Prämienanpassung kommt es bezüglich des gefahrerheblichen Umstands zu einem Wegfall des Deckungsschutzes. Über die Pflichtangaben gemäß § 289 a Abs. 1 Nr. 8 / § 315 a Abs. 1 Nr. 8 HGB hinaus bestehen bei anderen Konzerngesellschaften weitere Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen und nachfolgend nicht abschließend dargestellt sind: Im Geschäftsfeld PPP werden dem Auftraggeber in den Projektverträgen häufig weitgehende Gestaltungsrechte eingeräumt, die eine Änderung der Beteiligungsverhältnisse an der jeweiligen Projektgesellschaft erschweren sollen. Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Erläuternder Bericht des Vorstands gemäß § 176 Abs. 1 AktG zu den Angaben nach den §§ 289a Abs. 1, 315a Abs. 1 HGB zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019der HOCHTIEF AktiengesellschaftDer Vorstand gibt zu den Angaben gemäß §§ 289 a Abs. 1, 315 a Abs. 1 HGB in dem mit dem Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zusammengefassten Konzernlagebericht folgende Erläuterungen: Bei unseren Angaben haben wir die Verhältnisse zugrunde gelegt, wie sie im Geschäftsjahr 2019 und bis zur Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts bestanden haben. Es handelt sich um Informationen zum gezeichneten Kapital, über die Übertragung von Aktien betreffende Beschränkungen, zu direkten und indirekten Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten, zu den gesetzlichen Vorschriften und Bestimmungen der Satzung der Gesellschaft über die Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder und über die Änderung der Satzung, zu den Befugnissen des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, sowie zu wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Die Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals und die mit den ausgegebenen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft verbundenen Rechte ergeben sich auch aus der Satzung der Gesellschaft. Die Kapitalbeteiligung von ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A. ist aufgrund der veröffentlichten Stimmrechtsmitteilung vom 11. Mai 2015 bekannt. Die Kapitalbeteiligung der Atlantia S.p.A. ist aufgrund der am 2.5.2019 veröffentlichten Stimmrechtsmitteilung bekannt. Beschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich aus den Vorschriften des Aktiengesetzes ergeben. So unterliegen Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen einem Stimmverbot (§ 136 AktG). Außerdem steht der Gesellschaft kein Stimmrecht aus eigenen Aktien zu (§ 71 b AktG). Vertragliche Beschränkungen in Bezug auf das Stimmrecht oder die Übertragung der Aktien sind uns - mit einer Ausnahme - nicht bekannt. Soweit Vorstandsmitgliedern von der Gesellschaft Aktien übertragen wurden, um ihre Ansprüche auf variable Vergütung zu tilgen, unterliegen diese Aktien einer Sperrfrist von zwei Jahren. Die Angaben gemäß §§ 289 a Abs. 1 Nr. 3, 315 a Abs. 1 Nr. 3 HGB zu direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital, die zehn vom Hundert der Stimmrechte überschreiten, sind im (Konzern-)Anhang enthalten. Die Angaben zur Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands geben die Vorschriften des Aktiengesetzes und der Satzung inhaltlich zutreffend wieder. Das Gleiche gilt für die Angaben zur Änderung der Satzung. Die Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, beruhen sämtlich auf entsprechenden Ermächtigungsbeschlüssen der Hauptversammlung aus den Jahren 2016, 2017 und 2019 zu einem bedingten und einem genehmigten Kapital sowie u.a. zur Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien. Diese Befugnisse sind zutreffend unter Hinweis auf die von der Hauptversammlung beschlossenen Ermächtigungen dargestellt. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat u. a. Darlehens- und Finanzierungsverträge abgeschlossen, die Change-of-Control-Klauseln mit Kündigungsrecht enthalten. Falls die Darlehensgeber bei Eintritt eines solchen Kontrollwechsels ihr Kündigungsrecht ausüben würden, müsste der entsprechende Finanzierungsbedarf der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beziehungsweise des HOCHTIEF-Konzerns auf andere Weise sichergestellt werden. Informatorisch wird darauf hingewiesen, dass über die Pflichtangaben gemäß den vorgenannten Bestimmungen des HGB hinaus auch bei anderen Konzerngesellschaften weitere Vereinbarungen bestehen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen und nachfolgend auszugsweise und nicht abschließend erwähnt sind: Im Geschäftsbereich PPP werden dem Auftraggeber in den Projektverträgen häufig weitgehende Gestaltungsrechte eingeräumt, die eine Änderung der Beteiligungsverhältnisse an der jeweiligen Projektgesellschaft erschweren sollen. Die übrigen nach den §§ 289 a Abs. 1, 315 a Abs. 1 HGB geforderten Angaben betreffen Verhältnisse, die bei der HOCHTIEF Aktiengesellschaft nicht vorliegen. Daher sind wir auf diese in dem mit dem Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zusammengefassten Konzernlagebericht nicht näher eingegangen. Weder gibt es Stimmrechtsbeschränkungen, Stimmrechtskontrollen durch am Kapital der Gesellschaft beteiligte Arbeitnehmer, Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots noch Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Essen, im Februar 2020 Marcelino Fernández Verdes Peter Sassenfeld José Ignacio Legorburo Escobar Nikolaus Graf von Matuschka SegmentberichtDivision HOCHTIEF AmericasIn der Division HOCHTIEF Americas operieren unsere Gesellschaften im Hochbau sowie im Verkehrsinfrastrukturbau. Die Gesellschaft Turner Construction mit Sitz in New York hat sich als Marktführer in mehreren Marktsegmenten etabliert. Turner realisiert seit 117 Jahren Projekte im Hochbau und wendet hauptsächlich einen risikoarmen Construction-Management-Ansatz an. Die Marktführerschaft der Gesellschaft wird regelmäßig durch das renommierte Magazin Engineering News-Record (ENR) gewürdigt: Auch 2019 wurde Turner wieder als führende Hochbaugesellschaft der Vereinigten Staaten ausgezeichnet und steht zum zwölften Mal im Ranking der Top Green Contractors an der Spitze. Weitere erste Plätze belegt Turner in den Segmenten Education, Health Care, Commercial Offices, Hotels, Motels und Convention Centers. Insbesondere durch moderne Methoden wie Building Information Modeling und Lean Construction, die der effizienten Ausführung von Bauprojekten mit hoher Qualität dienen, ist Turner führend. Kunden und Nutzer profitieren von diesen Instrumenten und Prozessen. Ebenfalls im Hochbau tätig ist die Gesellschaft Clark Builders: Sie operiert in Nord- und Westkanada und realisiert insbesondere Verwaltungs-, Gewerbe- und Gesundheitsimmobilien sowie Sportstätten, häufig in Kooperation mit Turner. Ein Spezialist für Verkehrs- und Infrastrukturprojekte ist Flatiron. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Colorado. Flatiron realisiert Projekte insbesondere in den Bereichen Autobahn, Brücke, Schiene/Transit, Flughäfen, Dämme sowie Wasseraufbereitungsanlagen und -speicher. Auch Flatiron ist regelmäßig im ENR-Ranking gelistet. Die Gesellschaft zählt etwa zu den Top-4-Anbietern für Brückenbau und zu den besten zehn Anbietern für Autobahnbau. Gute Platzierungen erreicht Flatiron auch in den Kategorien Schienenverkehr und Wasser. Die für HOCHTIEF relevanten Märkte in Nordamerika bieten weiterhin eine solide Aussicht: 2019 verzeichnete der Markt ein gutes Wachstum bei U.S.-Infrastrukturprojekten, und die Aktivitäten im Nicht-Wohnungsbau blieben laut IHS Markit auf sehr hohem Niveau. Im Einklang mit der sich verbessernden Dynamik im Wohnungsbau soll der Gesamtmarkt 2021 mit einem Anstieg von 0,6 Prozent wieder wachsen, nach einem Rückgang von 1,7 Prozent im Jahr 2020. ProjektbeispieleIn New York revitalisiert Turner das Hochhaus 2 Penn Plaza. Es entstehen neue Büro- und Gewerbeflächen, zudem werden Fassade und Eingangsbereich erneuert sowie die Infrastruktur angepasst. Das Projekt 555 108th Avenue NE, ein Büroturm mit 42 Etagen, errichtet die HOCHTIEF-Gesellschaft Turner in Bellevue, Washington. Im Sockelgebäude werden Geschäfte angesiedelt. Es wird das höchste Gebäude in Bellevue sein. In Pennsylvania erhielt Turner einen weiteren Auftrag für das Kinderkrankenhaus von Philadelphia: Dort entsteht ein Bürogebäude mit 17 Etagen. 2015 hatte die Gesellschaft das markante Buerger Center fertiggestellt. Am internationalen Flughafen von Orlando in Florida verantwortet Turner das neue Terminal C. Zum Leistungsportfolio gehören neben dem Bau die Anpassung der Verkehrsinfrastruktur, ein Parkhaus sowie die Anbindung an das Personenbeförderungssystem "People Mover". Innerhalb eines Joint Ventures plant und baut Turner das Stadion des Fußballklubs Columbus Crew in Ohio. Es wird Sitzplätze für mehr als 20 000 Besucher bieten und soll 2021 eröffnet werden. Angrenzend entsteht eine Außenfläche, die für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden soll. In New Rochelle, New York, baut Turner ein Wohnhochhaus. Das Gebäude wird auf 28 Etagen Raum für Wohnungen und Gewerbe bieten und soll Ende 2020 fertiggestellt werden. In Boston verantwortet die Gesellschaft den Bau des Gebäudes "Fan Pier E" mit ungefähr 1 000 Büroarbeitsplätzen und einem großen, öffentlich zugänglichen Platz. Turner hat bereits mehrere der "Fan Pier"-Gebäude am Hafen der Metropole errichtet. Turner wurde von der Gesundheitsagentur CDC mit der Planung und dem Bau eines Parkhaus- und Infrastrukturprojekts auf einem Campus in Atlanta, Georgia, beauftragt. Zudem baut Turner das International African American Museum in Charleston, South Carolina. Es wird an historischer Stätte am Gadsden's Wharf entstehen - dem Ankunftsort afrikanischer Sklaven vor mehr als 300 Jahren. Das Museum soll 2021 eröffnet werden. Am Gesundheitscampus in Salem, Oregon, ist Turner für das Construction-Management eines siebengeschossigen Krankenhausturms mit 120 Betten verantwortlich. In North Carolina baut Flatiron mit Partnern die Mautautobahn "Triangle Expressway". Der zwölf Kilometer lange Abschnitt beinhaltet unter anderem Erdarbeiten (zirka 3,4 Mio. Kubikmeter), den Bau von 22 Brücken sowie die Errichtung von Lärmschutzwänden. Der Wert für Flatiron beträgt 84 Mio. Euro, Ende 2022 soll die Verkehrsfreigabe erfolgen. Bis 2024 wird Flatiron gemeinsam mit einem Partner die Autobahn I-405 im Bundesstaat Washington auf einer 19,3 Kilometer langen Strecke erweitern. Es ist bereits der zweite Auftrag an diesem Großprojekt für die HOCHTIEF-Gesellschaft, das anteilige Volumen liegt bei zirka 377 Mio. Euro. In Kalifornien realisiert Flatiron ein Teilstück der neuen Bahnstrecke "Redlands Passenger Rail". Die Bauarbeiten sollen Ende 2021 abgeschlossen sein, der Auftragswert für Flatiron liegt bei zirka 137 Mio. Euro. Nach Fertigstellung wird auf dieser Linie der erste emissionsfreie Triebzug mit Brennstoffzellenantrieb in den USA in Betrieb sein. Ebenfalls in Kalifornien verantwortet die Gesellschaft das Straßenprojekt Route 5 Oso Parkway mit einem Volumen von zirka 115 Mio. Euro. Eine neue Brücke über den Bow River stellt Flatiron voraussichtlich bis 2022 im kanadischen Calgary fertig. Sie ist Teil eines großen Ringstraßenprojekts und hat ein Volumen von 57 Mio. Euro. Zu den Kennzahlen der Division HOCHTIEF AmericasDie Division HOCHTIEF Americas zeigte im Geschäftsjahr 2019 eine starke Performance. Das operative Vorsteuerergebnis (PBT) stieg gegenüber dem Vorjahr um 6 Prozent auf 321 Mio. Euro und lag damit am oberen Ende der Anfang 2019 prognostizierten Spanne von 305 bis 320 Mio. Euro. Der operative Konzerngewinn legte um 14 Prozent auf 220 Mio. Euro zu. Die Umsatzerlöse in Höhe von 15,3 Mrd. Euro sind im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent (11 Prozent in Landeswährung) gestiegen und die Margen bleiben auf gutem Niveau. Bei der Cash-Generierung konnte die Division Americas das bereits herausragende Vorjahresniveau nochmals sehr deutlich steigern. Das Net Cash aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 730 Mio. Euro stieg im Jahresvergleich um mehr als 350 Mio. Euro, was auf die starke und nachhaltige Wettbewerbsposition der Division, den anhaltenden Fokus auf Cash-Generie-rung sowie zeitliche Effekte bei Projekten zurückzuführen ist. Division HOCHTIEF Americas: Kennzahlen 1)scroll
Vorjahreszahlen angepasst aufgrund von IFRS 16
1)
Alle Daten sind nominale Daten, soweit nicht anderweitig angezeigt. Ende Dezember 2019 lag das Nettofinanzvermögen der Division bei fast 1,5 Mrd. Euro; das entspricht einem Anstieg um 325 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr. Der Auftragsbestand zum Jahresende stieg gegenüber dem Jahresende 2018 um 2,5 Mrd. Euro bzw. 12 Prozent und erreichte mit 23,6 Mrd. Euro ein neues Allzeithoch. Dazu beigetragen haben die im Zwölfmonatszeitraum gewonnenen Neuaufträge in Höhe von 16,9 Mrd. Euro. Ausblick HOCHTIEF AmericasWir rechnen für 2020 mit weiterem Wachstum bei HOCHTIEF Americas und einem operativen Vorsteuerergebnis im Bereich von 330 bis 350 Mio. Euro gegenüber dem Wert von 321 Mio. Euro im Jahr 2019. Division HOCHTIEF Asia PacificDie Entwicklung der Division HOCHTIEF Asia Pacific ist im Wesentlichen bestimmt durch die HOCHTIEF-Beteiligung an CIMIC (72,8 Prozent zum Jahresende 2019). Damit verbunden sind Finanzierungs- und Holdingkosten sowie Kursveränderungen des australischen Dollars gegenüber dem Euro. Die CIMIC-Gruppe ist ein führender Anbieter für Bau, Minengeschäft, Dienstleistungen und Public-Private-Partnerships (PPP). Die Engineering-orientierte Gesellschaft bearbeitet den gesamten Lebenszyklus von Assets, Infrastruktur und Rohstoffprojekten und vereint unter ihrem Dach branchenführende, operativ ausgerichtete Unternehmen, die mit gebündelter Erfahrung und Fachkompetenz neues Wissen erschließen, zukunftsfähige Lösungen entwickeln und nachhaltig Werte schaffen. Im Januar dieses Jahres gab unsere Tochtergesellschaft CIMIC die Entscheidung bekannt, aufgrund einer rapide zunehmenden Verschlechterung der Rahmenbedingungen vor Ort ihre 45-prozentige nicht-beherrschende Finanzinvestition im Mittleren Osten aufzugeben (BICC). Dies wird es CIMIC ermöglichen, die Ressourcen und die Kapitalallokation auf die Wachstumschancen in seinen Kernmärkten zu konzentrieren. In diesem Zusammenhang hat HOCHTIEF im Jahresabschluss 2019 einen einmaligen Nachsteueraufwand in Höhe von 833 Mio. Euro (nach Anteilen anderer Gesellschafter) erfasst. Infolgedessen wies der Konzern einen Nettoverlust von 206 Mio. Euro aus. Wir rechnen im Laufe des Jahres 2020 mit einem entsprechenden Baraufwand von etwa 0,4 Mrd. Euro nach Steuern. Dies ist zwar ein sehr enttäuschendes Resultat, doch für den Konzern ist der Rückzug aus der Region die richtige Entscheidung. Durch diesen Schritt werden Qualität und Transparenz unseres Geschäftsmixes künftig verbessert. Das Investment-Grade-Rating der Ratingagentur S&P für HOCHTIEF lautet nach der Bekanntgabe unverändert BBB mit stabilem Ausblick. Die Gesellschaft CPB Contractors - ihr sind die Gesellschaften Leighton Asia und Broad Construction zugeordnet - ist ein führendes internationales Bauunternehmen, das alle Schlüsselbereiche im Bau abdeckt, darunter Straßen-, Schienen- und Tunnelbau, Verteidigung, Hochbau sowie Rohstoffinfrastruktur. Dabei werden verschiedene Dienstleistungsmodelle angeboten. Thiess bietet in enger Zusammenarbeit mit seinen Kunden in Australien, Asien, Afrika sowie Nord- und Südamerika herausragende Leistungen im Tagebau und Untertagebau. Das Unternehmen verfügt über mehr als 80 Jahre Erfahrung mit unterschiedlichen Rohstoffen, Geologien, Umgebungen und Kulturen. Mit diesem Know-how entwickelt Thiess als zuverlässiger Partner optimale Lösungen für jedes Projekt. Sedgman zählt in den Bereichen Planung, Bau und Betrieb modernster Mineralienverarbeitungsbetriebe sowie damit verbundener Infrastruktur zu den Marktführern. Das Unternehmen bietet in verschiedenen, teils entlegenen Gebieten weltweit hochkarätige Ingenieurdienstleistungen und innovative Lösungen. Die Gesellschaft UGL bietet Asset-Komplettlösungen und schafft mit ihrem kundenorientierten Angebot für den gesamten Lebenszyklus kritischer Anlagen Mehrwert in den Bereichen Energie, Wasser, Rohstoffe, Verkehr, Verteidigung, Sicherheit und soziale Infrastruktur. Pacific Partnerships entwickelt, investiert in und verwaltet Infrastrukturkonzessionen für die CIMIC-Gruppe. Dabei offeriert das Unternehmen umfassende, werthaltige Lösungen für wichtige Infrastrukturvorhaben, die als Public-Private-Partnership- oder Build-Own-Operate-Transfer-Modelle realisiert werden. EIC Activities ist im CIMIC-Konzern für den Bereich Engineering und technische Dienstleistungen zuständig. Unter Rückgriff auf die gesammelte Erfahrung, die technische Kompetenz und die führenden Technologien des Konzerns bietet das Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil für die Realisierung profitabler Projekte mit Mehrwert für die Kunden. Zudem ist CIMIC mit 47 Prozent an dem Serviceunternehmen Ventia beteiligt. Die Einbeziehung nachhaltiger Aspekte bei Bauprojekten ist im asiatisch-pazifischen Raum häufig insbesondere durch öffentliche Kunden vorgeschrieben. CIMIC ist dafür gut aufgestellt und bietet die Realisierung nachhaltiger Gebäude und Infrastrukturprojekte in Australien an. Auch 2019 war die Gesellschaft erneut im Dow Jones Sustainability Index für Australien, im FTSE4Good sowie im Klimaranking CDP gelistet. CIMIC arbeitet ständig an der Optimierung seiner Prozesse, um Projekte noch effizienter und nachhaltiger abzuwickeln. Das Innovationsprogramm der Gruppe wird von EIC Activities geleitet und zielt auf die schnellere Entwicklung und Einführung von Innovationen in allen CIMIC-Unternehmen. Dabei kommt es regelmäßig zum Austausch und zur Kooperation mit den operativen Gesellschaften im gesamten HOCHTIEF-Konzern. Das sich bietende Marktumfeld bleibt positiv: In den für HOCHTIEF relevanten Ländern im asiatisch-pazifischen Raum erwartet IHS Markit weiterhin ein kräftiges Wachstum von über vier Prozent ab 2020. In unseren Kernmärkten investieren die öffentliche Hand und die Privatwirtschaft weiterhin massiv. ProjektbeispieleBauPendler in der Region um Melbourne werden künftig vom Ausbau des Monash Freeway profitieren: CPB Contractors baut die zweite Phase des Stadtautobahnprojekts, der Auftragswert beläuft sich auf zirka 472 Mio. Euro. Die Fertigstellung soll im Jahr 2022 erfolgen. Zudem leistet CPB Contractors mit Planung und Bau der U-Bahn-Station Pitt Street für das Projekt Sydney Metro City & Southwest einen Beitrag zum größten Vorhaben im Bereich öffentlicher Personennahverkehr in Australien. Der Auftragswert beträgt zirka 287 Mio. Euro. Oberhalb der Station wird ein 39-geschossiger Hochhauskomplex mit einem Büro- und einem Wohngebäude entstehen. CPB Contractors erbringt zudem innerhalb eines Joint Ventures vorbereitende Arbeiten für den neuen Western Sydney International Airport (Nancy-Bird Walton Airport); der Auftrag hat einen Wert von 198 Mio. Euro und ist bereits der zweite innerhalb dieses Großvorhabens. Ein weiteres Projekt unterstreicht, dass die Gesellschaft ein führendes Unternehmen im Bau von Airports ist: Am internationalen Flughafen in Auckland wird CPB Contractors bis Ende 2021 eine neue Rollbahn und Vorfeldpositionen bauen. Das Projekt hat einen Auftragswert von zirka 127 Mio. Euro. In New South Wales realisiert die Gesellschaft mehrere Projekte im Gesundheitssektor: Unter anderem entsteht bis Mitte 2023 ein Krankenhaus in Campbelltown mit einem Wert von zirka 260 Mio. Euro, daneben wird für 232 Mio. Euro bis 2021 das Nepean Hospital errichtet. In Christchurch realisiert CPB Contractors die Metro Sports Facility, die größte Wasser- und Indoorfreizeiteinrichtung Neuseelands. 2021 soll die Anlage eröffnet werden, der Auftragswert beträgt zirka 134 Mio. Euro. Mining und ServicesThiess wird im Rahmen des Majwe Mining Joint Ventures für weitere neun Jahre umfassende Mining-Dienstl eistungen im Wert von zirka 1,1 Mrd. Euro an der Jwaneng-Diamantenmine in Botswana erbringen. Thiess ist bereits seit 2011 für den Kunden tätig. Zudem hat Thiess eine Auftragsverlängerung um sechs Jahre für die Curragh Coal Mine in Queensland mit einem Auftragswert von zirka 806 Mio. Euro erhalten. UGL wird weitere fünf Jahre für Sydney Trains insgesamt mehr als 1 050 Züge warten sowie weitere Dienstleistungen erbringen. Der Auftragswert liegt bei zirka 392 Mio. Euro. Zudem hat UGL innerhalb eines Joint Ventures einen neuen Dienstleistungsauftrag für das von Woodside Energy Limited betriebene Karratha-Gaswerk (KGP) erhalten. Die Arbeiten haben für UGL einen Wert von ungefähr 119 Mio. Euro und beinhalten zwei weitere mehrjährige Verlängerungsoptionen. UGL erbringt seit 2015 Dienstleistungen in dem Werk. PPP und KonzessionenMehrere CIMIC-Gesellschaften sind an Queenslands größtem Vorhaben im Bereich öffentliche Verkehrsinfrastruktur beteiligt, das auf Basis eines PPP-Modells abgewickelt wird: Cross River Rail (CRR) in Brisbane. Pacific Partnerships stellt innerhalb des Pulse-Konsortiums 49 Prozent des Eigenkapitals für das rund 1,7 Mrd. Euro schwere PPP-Auftragspaket "Tunnel, Stations and Development" bereit. CPB Contractors plant und baut federführend Tunnel und Stationen, UGL verantwortet mechanische und elektrische Arbeiten sowie Wartungsdienstleistungen für 24 Jahre. Zudem haben CPB Contractors und UGL mit weiteren Partnern den Großauftrag für das sogenannte RIS-Paket (Rail, Integration and Systems) am Großprojekt CRR erhalten. Der Auftragswert für System- und Integrationsdienstleistungen liegt bei zirka 548 Mio. Euro. Die neue Zugverbindung wird den Verkehr in der Region um Brisbane spürbar entlasten. Die Bauarbeiten orientieren sich an den Nachhaltigkeitsvorgaben des Infrastructure Sustainability Council of Australia (ISCA). An dem Schienenprojekt Regional Rail Project in New South Wales sind Pacific Partnerships, UGL und CPB Contractors im Rahmen des Momentum-Trains-Konsortiums beteiligt. Sie verantworten Planung, Bau, Finanzierung und Wartung der neuen Zugflotte sowie eines Betriebshofs. Die Flotte wird aus 117 Eisenbahnwagen für insgesamt 29 Züge bestehen. Inklusive der Wartungsleistungen für 15 Jahre beträgt der Auftragswert zirka 458 Mio. Euro. Im Jahr 2023 sollen die Züge den Betrieb aufnehmen. Zudem hat das Konsortium Northwest Rapid Transit (NRT), das UGL und Pacific Partnerships einschließt, den Vertragsabschluss für die Erweiterung eines seit 2014 bestehenden PPP-Vertrags am Großprojekt Sydney Metro erzielt. Dazu gehört auch die im Bau befindliche Linie Sydney Metro City & Southwest. NRT wird die U-Bahn-Linie auf der gesamten Strecke von Rouse Hill bis Bankstown und damit insgesamt 66 Kilometer Schienen und 31 Bahnhöfe bewirtschaften und instandhalten. UGL betreibt bereits durch seinen Anteil an Metro Trains Sydney die gerade eröffnete Linie Metro North West und wird die Abschnitte, die sich noch im Bau befinden, für zehn Jahre betreiben. Pacific Partnerships wird als bestehender Investor des Betreibervertrags zur Metro North West Line weiteres Kapital für das NRT-PPP bereitstellen. Die Neuaufträge haben einen Wert von zirka 226 Mio. Euro. Division HOCHTIEF Asia Pacific: nominale Kennzahlen 1)scroll
Vorjahreszahlen angepasst aufgrund von IFRS 16
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Alle Daten sind nominale Daten, soweit nicht anderweitig angezeigt. Zu den Kennzahlen der Division HOCHTIEF Asia PacificDie Entwicklung der Division HOCHTIEF Asia Pacific ist im Wesentlichen bestimmt durch die HOCHTIEF-Beteiligung an CIMIC (72,8 Prozent zum Jahresende 2019). Damit verbunden sind Finanzierungs- und Holdingkosten sowie Kursveränderungen des australischen Dollars gegenüber dem Euro. Mit 629 Mio. Euro war das Ergebnis vor Steuern (PBT) (ohne BICC-Effekt) der Division im Geschäftsjahr 2019 gegenüber dem Vorjahr stabil. Der Umsatz lag bei 9,1 Mrd. Euro und damit auf dem Niveau des Vorjahres. Auch die operative PBT-Marge war mit 6,9 Prozent unverändert solide und bewegte sich auf ähnlichem Niveau wie im Jahr zuvor (6,7 Prozent). Zum Ende des Berichtszeitraums belief sich das Nettofinanzvermögen der Division auf 559 Mio. Euro. Der robuste Auftragsbestand der Division in Höhe von 23,5 Mrd. Euro weist gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um 4 Prozent auf. Im Berichtszeitraum wurden Neuaufträge im Wert von 11,1 Mrd. Euro generiert, das sind 4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Kennzahlen CIMICBei soliden Margen wies CIMIC im Einklang mit den Vorjahreswerten stabile Umsatzerlöse in Höhe von 14,7 Mrd. australischen Dollar sowie ein PBT (ohne Sondereinflüsse 2)) von 1,1 Mrd. australischen Dollar aus. Im Zusammenhang mit der Minderheitsbeteiligung des Unternehmens an BIC Contracting (BICC) ergab sich infolge der Entscheidung zum Rückzug aus der Region Mittlerer Osten ein einmaliger Nachsteuereffekt in Höhe von 1,8 Mrd. australischen Dollar; dies führte zu einem Ergebnis nach Steuern in Höhe von -1,0 Mrd. australischen Dollar. Das Ergebnis nach Steuern von 800 Mio. australischen Dollar verbesserte sich - ohne BICC-Effekt - im Jahresvergleich um 3 Prozent. Mit einem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 1,7 Mrd. australischen Dollar hat sich die Cash-Generierung bei CIMIC stark entwickelt, wobei das Factoring-Niveau gegenüber Vorjahr stabil blieb. Bereinigt um die Factoring-Schwankungen im Jahr 2018 stellt dies gegenüber dem Vorjahr einen erheblichen Anstieg von mehr als 1,0 Mrd. australischen Dollar dar. Erhöhte Investitionen zur Steigerung der Auftragsvolumina im Bergbau sowie im Tunnelbau hatten im Berichtszeitraum eine Steigerung der Nettoinvestitionen des Konzerns um 287 Mio. australische Dollar auf 752 Mio. australische Dollar zur Folge. Bei den operativen Gesellschaften erhöhte sich der Auftragsbestand gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent, bzw. 1,5 Mrd. australische Dollar, auf 35,3 Mrd. australische Dollar. Insgesamt lag der Auftragsbestand bei 37,5 Mrd. australischen Dollar und damit um 800 Mio. australische Dollar über dem Wert im Jahr zuvor. Die Bereiche Bergbau und Dienstleistungen schlagen hier mit 19 Mrd. australischen Dollar beziehungsweise 54 Prozent zu Buche. Der Auftragseingang summierte sich 2019 bei unverändert disziplinierter Angebotsstrategie auf 18 Mrd. australische Dollar. Ausblick HOCHTIEF Asia PacificVorbehaltlich sich verändernder Rahmenbedingungen erwartet CIMIC für 2020 einen Konzerngewinn (NPAT) im Bereich von 810-850 Mio. australischen Dollar, nach 800 Mio. australischen Dollar im Geschäftsjahr 2019 (ohne den BICC-Effekt). Division HOCHTIEF EuropeDie Division HOCHTIEF Europe bündelt hauptsächlich die Bauaktivitäten, die durch PPP-Aktivitäten ergänzt werden. Geographisch sind wir auf den Märkten in Deutschland, Polen, Tschechien, Österreich, Skandinavien und den Niederlanden präsent und genießen dort einen hervorragenden Ruf. Wir profitieren von dem internationalen Netzwerk, von der technischen Kompetenz, dem Risikomanagement und der Finanzkraft des Konzerns. In Europa konzentrieren wir uns auf die Bereiche Verkehrs-, Energie- sowie soziale und urbane Infrastruktur. Die operativen Gesellschaften der Division HOCHTIEF Europe bieten ein umfassendes Leistungsspektrum: HOCHTIEF Infrastructure bündelt das Baugeschäft, HOCHTIEF PPP Solutions bietet öffentlich-private Partnerschaften (Public-Private-Partnerships, PPP). Zudem erbringt HOCHTIEF Engineering Ingenieurdienstleistungen, die Gesellschaft HOCHTIEF ViCon bietet Dienstleistungen im Bereich des Virtuellen Bauens und des Building Information Modeling (BIM) an. Die Gesellschaft synexs ist im Facility-Management im deutschen Markt tätig. Mit dem PPP-Modell können wir öffentliche Infrastruktur über den gesamten Lebenszyklus optimieren. Für öffentliche Auftraggeber übernimmt HOCHTIEF PPP Solutions Planung, Finanzierung, Bau und Betrieb. Die Gesellschaft arbeitet stets in Kooperation mit weiteren HOCHTIEF-Einheiten. Kunden profitieren von der Erfahrung und der Innovationskraft der Gesellschaften. In den für HOCHTIEF relevanten Ländern Europas entwickelten sich die Bauaktivitäten im Geschäftsjahr 2019 mit einem Zuwachs von 1,9 Prozent solide. Auch der Ausblick für die Folgejahre ist mit Wachstumsraten von 1,6 Prozent für das Jahr 2020 und 1,9 Prozent für das Jahr 2021 positiv. Mit 2,5 Prozent für das Jahr 2020 und 2,3 Prozent für das Jahr 2021 werden die höchsten Zuwächse in diesem Zeitraum für das Segment Infrastruktur erwartet. Das Segment Hochbau (ohne Wohnungsbau) entwickelt sich mit Wachstumsraten zwischen 1,3 Prozent und 1,7 Prozent in den Jahren 2019 bis 2021 solide. ProjektbeispieleBauIn exponierter Lage in Berlin baut HOCHTIEF das Gebäudeensemble Tacheles. Es wird den Vorgaben des Nachhaltigkeitszertifikats LEED in Platin entsprechen. Ebenfalls in Berlin verantwortet HOCHTIEF den Bau des Wohn- und Bürokomplexes "3 Höfe": Bis Ende 2021 entstehen dort mehr als 200 Wohnungen, fast 40 Büro- sowie zwei Gewerbeeinheiten. Der Bürobereich soll als "Open Space"-Fläche mit zirka 1 700 Arbeitsplätzen gestaltet werden. Es wird eine Zertifizierung nach DGNB Gold angestrebt. Zudem entsteht in Berlin das Bürogebäude Weidt Park Corner mit einem flexiblen Arbeitsplatzkonzept bis Ende 2021. Die Kriterien einer Nachhaltigkeitszertifizierung gemäß LEED in der Kategorie Gold werden berücksichtigt. Das Projekt Heinrich Campus baut HOCHTIEF in Düsseldorf. Der Bürokomplex soll im Herbst 2021 übergeben und ebenfalls mit DGNB-Gold zertifiziert werden. 500 Fahrradstellplätze und Ladestationen für E-Autos sind geplant. In der gleichen Stadt verantwortet HOCHTIEF den Rohbau des Gebäudeensembles Mizal. Der Bauherr beabsichtigt eine DGNB-Zertifizierung in Gold. In zentraler Lage in Hamburg errichtet HOCHTIEF bis Ende 2022 das sogenannte Burstah-Ensemble, das zwei Büro- und ein Wohngebäude umfasst. Ebenfalls in Hamburg baut HOCHTIEF bis Ende 2021 das Projekt "Bergedorfer Tor"; es entstehen ein Büro- und ein Wohngebäude sowie eine gemeinsame Tiefgarage. Das Wohn- und Geschäftsgebäude "Neue Mitte Perlach" baut HOCHTIEF bis Mitte 2022 in München. Der Auftrag umfasst Rohbau und Hülle (Fassade und Dach). In Duisburg realisiert HOCHTIEF als Generalübernehmer ein neues Dienstgebäude für die Fachhochschule. Bis Mitte 2022 entstehen 60 Seminarräume für zirka 2 000 Studierende, Büros, ein Mehrzweckraum für 400 Personen, eine Bibliothek, eine Kantine, eine Küche und eine Tiefgarage. Ein DGNB-Zertifikat in Gold wird angestrebt. Gemeinsam mit Partnern baut HOCHTIEF einen neuen Strombrückenzug in Magdeburg. Die Arbeiten sollen im Frühjahr 2020 beginnen. Ein HOCHTIEF-Joint-Venture hat den Zuschlag für die Realisierung der zweiten Phase des Londoner Stromtunnelprojekts erhalten. Das auf sechs Jahre angelegte Projekt soll im März 2020 starten. Vorgesehen ist der Bau eines 32,5 Kilometer langen Tunnels, der zur Energieversorgung von London dient. In Polen errichtet HOCHTIEF ein neues Gebäude für Forschung und Lehre der Universität Warschau. Im Süden Tschechiens verantwortet HOCHTIEF bis 2022 den Ausbau einer 7,2 Kilometer langen Teilstrecke der Autobahn D 3 mit einem Auftragswert von zirka 85 Mio. Euro. Geologische Vorbereitungen für Arbeiten eines U-Bahn-Baus übernimmt HOCHTIEF in Prag. Zudem baut HOCHTIEF innerhalb einer Arbeitsgemeinschaft einen 13,5 Kilometer langen Abschnitt der Schnellstraße R 2 in der Slowakei. Das Auftragsvolumen beträgt zirka 130 Mio. Euro, HOCHTIEF hält an dem Projekt einen Anteil von 50 Prozent. 2021 soll der Abschnitt eröffnet werden. PPP und KonzessionenFür das Land Hessen wird HOCHTIEF innerhalb von fünf Jahren zwei Liegenschaften der Polizei mit mehr als 50 Gebäuden sanieren, modernisieren und 30 Jahre lang betreiben. Neben den Bereitschaftspolizeiabteilungen in Mühlheim am Main sowie in Kassel gehören die Polizeiakademie Hessen und die Hessische Schule für Polizei und Verwaltung zum Auftrag. Im Fokus des Projekts liegen die energetische Sanierung, energieeffiziente Neubauten sowie Umbaumaßnahmen zur Steigerung des Nutzwerts der Gebäude. Zirka 13 000 Tonnen CO2 sollen in den kommenden 30 Jahren eingespart werden. Erfolgreich war HOCHTIEF jüngst auch mit dem Angebot für ein Straßenprojekt in den Niederlanden: Ein HOCHTIEF-Joint-Venture hat den Zuschlag für ein Autobahnprojekt im Wert von 1,2 Mrd. Euro erhalten. In der Umgebung von Arnheim wird das Joint Venture "Gelre-Groen" die A15 um zwölf Kilometer verlängern und zudem die A12 und die A15 auf einer Strecke von 23 Kilometern durch neue Fahrspuren verbreitern. Der Vertrag sieht auch Finanzierung sowie Betrieb und Erhaltung der Autobahn bis zum Jahr 2044 vor. Ende Januar 2020 wurde der Vertrag unterzeichnet. Zu den Kennzahlen der Division HOCHTIEF EuropeHOCHTIEF Europe konnte im Geschäftsjahr 2019 die Ertragskraft erneut steigern. So erhöhte sich das operative Ergebnis vor Steuern (PBT) gegenüber dem Vorjahr um 4 Mio. Euro auf 66 Mio. Euro und lag somit innerhalb des zu Jahresbeginn 2019 prognostizierten Zielkorridors. Zurückzuführen ist diese Entwicklung auf höhere Gewinne im Baugeschäft und eine solide operative PBT-Marge. Das operative Ergebnis von 61 Mio. Euro verzeichnete einen Anstieg um 21 Prozent. Die Entwicklung der Umsatzerlöse im Berichtszeitraum war von einem disziplinierten Ansatz bei der Auftragsannahme, den das Unternehmen bei seinen Bauaktivitäten auch weiterhin verfolgt, sowie von der strategischen Entscheidung zur Reduzierung der Immobilienentwicklungsaktivitäten gekennzeichnet. Division HOCHTIEF Europe: Kennzahlen 1)scroll
Vorjahreszahlen angepasst aufgrund von IFRS 16
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Alle Daten sind nominale Daten, soweit nicht anderweitig angezeigt. Für das von HOCHTIEF Europe ausgewiesene Net Cash aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 42 Mio. Euro waren das Bau- und das PPP-Geschäft ausschlaggebend. Der Wert entspricht dem nominalen Gewinn der Division. Der Vorjahreswert wurde durch substanzielle Veräußerungen im Immobilienbereich positiv beeinflusst. Ende 2019 wies die Bilanz der Division HOCHTIEF Europe eine starke Nettovermögensposition von mehr als 510 Mio. Euro aus, was einen Zuwachs von 36 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr darstellt. Ein weiteres Highlight sind die Neuaufträge: Der Auftragseingang konnte gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent auf 2,2 Mrd. Euro gesteigert werden, was dem 1,5-Fachen der Leistung des Jahres 2019 entspricht. Mit 4,3 Mrd. Euro lag der Auftragsbestand zum Ende des Berichtsjahres um 730 Mrd. Euro über dem Wert von Dezember 2018. Ausblick HOCHTIEF EuropeFür 2020 erwarten wir für die Division eine weitere Steigerung des operativen Vorsteuerergebnisses auf 68-73 Mio. Euro nach 66 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2019. Seit 1922 hat das 1873 gegründete Unternehmen HOCHTIEF seinen Sitz in Essen. Hier wird am Standort der Konzernzentrale eine neue Zentrale für etwa 1 100 Mitarbeiter von HOCHTIEF Solutions sowie der HOCHTIEF Aktiengesellschaft gebaut - eine Entscheidung im Sinne von Tradition und Zukunft. Angestrebt ist eine Zertifizierung der DGNB in Gold. Abertis-InvestmentSeit Juni 2018 bilanziert HOCHTIEF sein Investment in Höhe von 1,4 Mrd. Euro in eine 20-prozentige 1) Beteiligung an Abertis HoldCo, dem direkten Eigentümer von 98,7 Prozent an Abertis Infraestructuras, S.A. (Abertis), einem führenden internationalen Mautstraßenbetreiber. Dieses Investment wird nach der Equity-Methode berichtet und der Beitrag zum Konzerngewinn ist entsprechend als operative Position im EBITDA enthalten. Abertis betreibt ein geografisch diversifiziertes Portfolio mit über 8 600 Mautstraßenkilometern in 15 Ländern und zählt unter anderem in Frankreich, Spanien, Brasilien und Chile zu den Marktführern. Die Beteiligung an Abertis wird bei HOCHTIEF strategisch auf Ebene der Konzernzentrale und gemeinsam mit den weiteren Anteilseignern der Abertis HoldCo, ACS (30 Prozent) und Atlantia (50 Prozent 2)), auf Grundlage einer Gesellschaftervereinbarung sowie eines wirtschaftlichen Rahmenvertrags geführt. Der Beitrag des Abertis-Investments zum Ergebnis des HOCHTIEF-Konzerns reflektiert die operative Entwicklung von Abertis sowie Effekte der Kaufpreisallokation. Seit 2019 wird der Ergebnisbeitrag von Abertis als Teil des operativen Ergebnisses betrachtet, während die Ergebnisse im Geschäftsjahr 2018 - dem Jahr der Akquisition - nur im nominalen Konzernergebnis enthalten waren. EBITDA 2019 nach Ländern![]() Kennzahlen Abertis-Investment (100 %)scroll
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Angaben unter "vergleichbar" unterstellen konstante Portfolios, Wechselkurse und
andere Effekte, die die Vergleichbarkeit beeinträchtigen könnten Beitrag Abertis-Investment am Ergebnis von HOCHTIEFscroll
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Minus eine Aktie Im Geschäftsjahr 2019 wurde ein Beitrag des Abertis-Investments in Höhe von 122 Mio. Euro im EBITDA von HOCHTIEF erfasst. Wesentliche Entwicklungen bei AbertisAbertis konnte im Geschäftsjahr 2019 eine solide Verkehrsentwicklung verzeichnen. So nahm das durchschnittliche tägliche Verkehrsaufkommen um 1,9 Prozent zu, wozu insbesondere die Zuwächse in Spanien (4,3 Prozent), Frankreich (1,0 Prozent) und Brasilien (4,1 Prozent) beitrugen. Erhöhtes Verkehrsaufkommen und Gebührenanhebungen haben zu einer Steigerung der Umsatzerlöse um 4 Prozent auf vergleichbarer Basis beziehungsweise um 2 Prozent nominal geführt. Das EBITDA stieg um 8 Prozent auf vergleichbarer Basis und nominal um 5 Prozent. Der Jahresüberschuss belief sich auf rund 1,1 Mrd. Euro, was einem Anstieg von 9 Prozent auf vergleichbarer Basis entspricht. Im Vorjahr hatte sich der Cellnex-Veräußerungsgewinn positiv ausgewirkt. Zentrales Element der strategischen Planung von Abertis sind Investitionen in neue Assets, um für eine nachhaltige Cashflowgenerierung zu sorgen und das Portfolio geografisch weiter zu diversifizieren. Darüber hinaus sieht der Plan Effizienzsteigerungen vor, die zu Einsparungen in Höhe von rund 150 Mio. Euro führen sollen. Am 3. Oktober schloss Abertis den im Februar 2019 angekündigten Verkauf des 89,7-Prozent-Anteils an Hispasat an die Red Electrica Corporación für eine Gesamtsumme von 933 Mio. Euro ab. Am 11. Oktober 2019 gaben Abertis und der Staatsfonds GIC bekannt, dass sie eine Vereinbarung über den Erwerb von 70 Prozent 1) am Brownfield-Mautunternehmen RCO (Red de Carreteras de Occidente) geschlossen haben, einem der bedeutendsten Verkehrsträger in Mexiko. RCO betreibt im Rahmen von fünf Konzessionen 876 Kilometer Mautstraßen, darunter die Hauptverbindung zwischen den beiden größten Städten Mexikos - Mexiko-Stadt und Guadalajara - im dynamisch wachsenden Industriekorridor des Landes. Abertis wird RCO vollkonsolidieren und für eine Beteiligung in Höhe von 50,1 Prozent 1,5 Mrd. Euro investieren. RCO ist ein hochwertiges Asset und eine strategisch gute Ergänzung, die langfristige Cashflow-Generierung verspricht. Mit einer verbleibenden Konzessionslaufzeit von 23 Jahren trägt RCO dazu bei, den Zeithorizont des Konzessionsportfolios von Abertis zu verlängern und ermöglicht eine weitere geografische Diversifizierung. Der Abschluss der Transaktion wird vorbehaltlich kartellrechtlicher Zustimmung im ersten Halbjahr 2020 erwartet. Ausblick Abertis-InvestmentVorbehaltlich sich ändernder Rahmenbedingungen rechnen wir für das Geschäftsjahr 2020 mit einem Beitrag unseres Abertis-Investments zum Konzerngewinn auf ähnlichem Niveau. Corporate Governance und ComplianceCorporate-Governance-BerichtVorstand und Aufsichtsrat haben im Dezember 2019 die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben. Über unsere Corporate-Governance-Praxis informieren wir umfassend im Internet unter www.hochtief.de/ corporate-governance. Hier finden Sie auch unseren Verhaltenskodex (Code of Conduct), sämtliche Entsprechenserklärungen und die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 f und § 315 d HGB. Compliance 1)Die Compliance-OrganisationCompliance ist ein wesentlicher Baustein der Unternehmensgrundsätze von HOCHTIEF. Unser Ziel ist es, Kartellrechtsverstößen und Korruption durch angemessene Compliance-Maßnahmen vorzubeugen. Der Bereich Compliance wird vom Vorstandsvorsitzenden der HOCHTIEF Aktiengesellschaft verantwortet. Unterstützt wird er durch den Chief Compliance Officer und die Abteilung Konzerncompliance & Recht. Die Compliance-Organisationsstrukturen in den HOCHTIEFDivisions sind ähnlich aufgebaut, jeweils mit einem Compliance Officer an der Spitze. Die Compliance Officer berichten regelmäßig an den Chief Compliance Officer, der einmal im Jahr den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats informiert. Die Compliance Officer sorgen dafür, dass das Compliance-Programm in den Divisions umgesetzt wird, dass Compliance-Risiken frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen entwickelt werden. Unmittelbare Ansprechpartner für die Mitarbeiter in den Gesellschaften sind die Compliance Manager. Diese unterstützen die Implementierung und Weiterentwicklung des Programms und berichten an die zuständigen Compliance Officer.
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Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten 100 bis 103. Themenfeldindikator ComplianceAspekt Kartellrecht: Sicherer Umgang mit Wettbewerbern Alle Divisions verfügen über eigene Compliance Committees mit Beteiligung der einzelnen Fachabteilungen (Personal, Revision oder Procurement). Diese Gremien kommen mindestens einmal im Quartal zusammen und beraten beziehungsweise unterstützen die Compliance-Organisation bei der Integration des Programms in die Geschäftsabläufe und -prozesse. Bei erwiesenen Compliance-Verstößen berät das Compliance Committee über entsprechende Sanktionen. Bei Verstößen in Bereichen, die nicht zu Compliance gehören, sind die jeweiligen Fachabteilungen verantwortlich, beispielsweise das AGUS Center 2) oder der Datenschutzbeauftragte 3) . Das Compliance-Programm von HOCHTIEFAlle Mitarbeiter und Führungskräfte stehen bei HOCHTIEF in der Verantwortung für Compliance: Sie sind verpflichtet, die Anforderungen zu erfüllen, um Compliance-Verstößen vorzubeugen. Wir sind überzeugt, dass ethische und ökonomische Werte voneinander abhängig sind und dass geschäftliches Handeln von einem fairen Miteinander geprägt sein und im Rahmen der geltenden Bestimmungen erfolgen muss. HOCHTIEF erwartet von seinen Mitarbeitern, dass sie den unternehmenseigenen Verhaltenskodex in ihrem Arbeitsalltag leben und einhalten. Dieser umfasst neben wichtigen gesetzlichen Vorgaben auch Anforderungen unserer Selbstverpflichtungserklärungen, die wir einhalten und fördern. Dazu gehören die Vorgaben des UN Global Compact und die ILO-Kernarbeitsnormen. Die Veröffentlichung eines Verhaltenskodex hat bei HOCHTIEF eine lange Tradition. Bereits 2002 haben wir unsere internen Standards erstmals in einem solchen Kodex festgeschrieben. In neun Sprachen enthält der HOCHTIEF Code of Conduct verbindliche Regelungen für alle Mitarbeiter. Diese Standards sind auch in die Verhaltenskodizes der Gesellschaften der Divisions HOCHTIEF Americas und Asia Pacific eingeflossen. Der HOCHTIEF Code of Conduct gibt Orientierung und enthält Leitlinien für das Verhalten, das wir von unseren Mitarbeitern im Arbeitsalltag erwarten (siehe Grafik rechts). Er beantwortet kartellrechtliche Fragen, unterstützt bei möglichen Interessenkonflikten oder bei Verhandlungen mit Geschäftspartnern. Zudem soll er dabei helfen, Bestechungs- oder Korruptionssituationen zu erkennen und mit Spenden oder Sponsorengeldern richtig umzugehen. Aus einer Überarbeitung des HOCHTIEF Code of Conduct im Berichtsjahr ergeben sich einige redaktionelle Änderungen und inhaltliche Anpassungen. Elemente des HOCHTIEF Code of Conduct
Um ein faires Miteinander zu gestalten, fordert HOCHTIEF auch von Geschäftspartnern, Kunden und Lieferanten, dass sie die Anforderungen des Konzerns einhalten. Dazu ist der HOCHTIEF Code of Conduct für Vertragspartner entwickelt worden, der in 14 Sprachen verfügbar ist. Unser Ziel ist es, erfolgreiche und langfristig gute Geschäftsbeziehungen zu etablieren. Vor Geschäftsabschlüssen finden daher Due-Diligence-Prüfungen statt: Konzerncompliance überprüft beispielsweise Joint-Venture-Partner oder Berater durch ein genau definiertes Auswahlverfahren und gibt den Abschluss unter Integritätsgesichtspunkten frei. Diese sogenannte "Business Partner Compliance Due Diligence" wird durch Konzerncompliance umfassend dokumentiert und die Einhaltung der Standards regelmäßig überprüft. Wir informieren unsere Mitarbeiter kontinuierlich über die bekannten internen Medien zum Compliance-Programm, zu Ansprechpartnern und internen Richtlinien. Im Intranet finden sie ein Angebot unserer Schulungen. Insgesamt 41 602 Mitarbeiter nahmen im Jahr 2019 an Compliance-Schulungen teil - das entspricht einem Anteil von 78 Prozent der Mitarbeiter im Konzern. In der Division HOCHTIEF Americas wurden 12 283 Mitarbeiter, in der Division HOCHTIEF Asia Pacific 25 419 Mitarbeiter und in der Division HOCHTIEF Europe (inklusive Holding) 3 900 Mitarbeiter geschult. Bis zum Ende des Jahres 2020 wollen wir erreichen, dass alle HOCHTIEF-Mitarbeiter mindestens eine Compliance-Schulung erhalten. Ein weiteres Ziel ist es, unseren Mitarbeitern größtmögliche Sicherheit im Umgang mit Wettbewerbern zu vermitteln. Themenfeldindikator Compliance Aspekt Korruptionsbekämpfung: Anzahl der Compliance-Schulungen Anzahl der Compliance-Schulungenscroll
Wir erwarten von allen HOCHTIEF-Mitarbeitern, über mögliche Verdachtsfälle von Compliance-Verstößen zu berichten. Dazu wurden verschiedene Kanäle bereitgestellt. Wenn Mitarbeiter sich nicht direkt an ihre Vorgesetzten wenden möchten, können sie unsere Hinweissysteme nutzen, die es in allen Divisions gibt. Sowohl Hotlines als auch E-Mail-Adressen stehen zur Verfügung. Alle Meldungen werden an die Compliance Officer oder an Konzerncompliance weitergeleitet. Um die Hinweisgeber zu schützen, werden die Meldungen auf Wunsch auch anonymisiert. Externe Stakeholder, beispielsweise Geschäftspartner oder Nachunternehmer, können ebenfalls Hinweise einreichen. HOCHTIEF hat dazu alle Kontaktmöglichkeiten auf der Konzern-Website veröffentlicht. Im Jahr 2019 sind 15 Meldungen über die Hinweissysteme eingegangen. Alle gemeldeten Sachverhalte wurden durch Konzerncompliance, die Konzernrevision oder die zuständige Fachabteilung untersucht. Die Einhaltung der Compliance-Regeln wird auch durch von der Compliance-Organisation festgelegte und durchgeführte Maßnahmen überwacht. Konzerncompliance überprüft HOCHTIEF-Projekte regelmäßig daraufhin, ob die Compliance-Vorgaben umgesetzt und eingehalten wurden. Die Auswahl der Projekte für dieses "Compliance-Projekt-Audit" erfolgt anhand einer Risikomatrix. Regelmäßig findet zudem der "Compliance Spot Check" in der Division HOCHTIEF Europe statt, der aufzeigt, wie bedeutsam Compliance im Arbeitsalltag ist. In Ergänzung zu den Maßnahmen seitens Konzerncompliance überwacht die Konzernrevision die Einhaltung der Compliance-Prozesse und der entsprechenden Richtlinien. Im Jahr 2019 fanden 56 Prüfungen statt. Zudem analysiert die Konzernrevision mit "Quick Checks" auf den Projekten die Verhaltensweisen in Bezug auf Compliance, um mögliche Risiken früh zu identifizieren. Mit höchster Priorität und ohne Kompromisse gehen wir vor, wenn Verstöße gegen Gesetze und interne Richtlinien auftreten, um diese aufzuklären. Selbstverständlich achten wir dabei darauf, anonym Beschuldigte vor Unrecht zu schützen. Wenn arbeitsrechtliche Schritte wie eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses erfolgen, sind die jeweiligen Vorgesetzten beziehungsweise die Geschäftsleitung dafür verantwortlich, dass diese eingeleitet und umgesetzt werden. Bei möglichen Regelverstößen prüft der zuständige Compliance Officer, ob die vorhandenen Vorgaben und Prozesse angemessen und ausreichend sind. Wenn nicht, leitet er entsprechende Maßnahmen ein oder überarbeitet die Vorgaben. Darüber hinaus führt Konzerncompliance regelmäßig Risikoanalysen durch, um das Ausmaß der im Fokus stehenden Risiken - der Korruptions- und Kartellrechtsrisiken - zu bestimmen. Ändert sich die Einschätzung, werden entsprechende Compliance-Maßnahmen ergriffen, um diesen Risiken zu begegnen. VergütungsberichtIm nachfolgenden Vergütungsbericht, der Bestandteil des Lageberichts ist, wird die Vergütungspolitik des Vorstands und des Aufsichtsrats grundlegend dargestellt. Zudem werden die Vergütungen, die die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der HOCHTIEF Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2019 erhalten haben, individuell offengelegt. VergütungspolitikDas aktuelle Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands ist auf eine langfristige und nachhaltige Unternehmensführung ausgerichtet und wurde 2011 entwickelt. Es wurde vom Aufsichtsrat nach Vorbereitung durch den Personalausschuss beschlossen und von der Hauptversammlung am 3. Mai 2012 (TOP 5) mit einer Mehrheit von 98,08 Prozent der abgegebenen Stimmen gebilligt. Darüber hinaus wurde das Vergütungssystem regelmäßig vom Aufsichtsrat überprüft. Dazu prüft der Personalausschuss regelmäßig die Angemessenheit der Vergütung - sowohl gesamthaft als auch hinsichtlich der einzelnen Vergütungsbestandteile - und schlägt dem Aufsichtsrat bei Bedarf Anpassungen vor. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung sind sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds sowie der Beschäftigungsbedingungen der Arbeitnehmer. Ziel des Vergütungssystems ist es, eine erfolgreiche und nachhaltige Unternehmensführung zu unterstützen, indem die Vergütung der Vorstandsmitglieder sowohl an die kurzfristige als auch an die langfristige Entwicklung der Gesellschaft gekoppelt ist. Das Vergütungssystem umfasst leistungsbezogene und am Unternehmenserfolg orientierte Parameter. Dabei weisen die variablen Vergütungsbestandteile eine überwiegend mehrjährige Bemessungsgrundlage auf und setzen damit langfristige Verhaltensanreize. Durch die Ausgestaltung der langfristigen variablen Vergütung, die auch die Entwicklung des Aktienkurses honoriert, wird zudem die Zielsetzung des Managements mit den unmittelbaren Interessen der Aktionäre in Einklang gebracht. Struktur und Bestandteile des Vergütungssystems des VorstandsDie Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich für das Geschäftsjahr 2019 aus folgenden erfolgsunabhängigen und erfolgsabhängigen Elementen zusammen: 1. FestvergütungDie Festvergütung der Vorstandsmitglieder wird monatlich anteilig als Gehalt gezahlt. 2. NebenleistungenZusätzlich zur Festvergütung erhalten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen. Dazu zählt im Wesentlichen der nach steuerlichen Richtlinien anzusetzende Wert der privaten Nutzung des Dienstwagens und vermögenswerter Vorteile. 3. AltersversorgungAlle Mitglieder des Vorstands haben als betriebliche Altersversorgung einzelvertragliche Pensionszusagen erhalten, die eine Inanspruchnahme der Pension frühestens ab Vollendung des 65. Lebensjahres vorsehen. Die Höhe der Pension bemisst sich an den festen Bezügen. Dabei wird ein prozentualer Anteil der festen Bezüge als Pension gewährt, der mit der Bestelldauer steigt. Als Höchstbetrag erhält das Vorstandsmitglied 65 Prozent der letzten festen Bezüge. Die Hinterbliebenenversorgung beträgt 60 Prozent des Pensionsanspruchs. Der Personalausschuss überprüft bei Neuverträgen oder bei erheblichen Vertragsveränderungen das Versorgungsniveau der Vorstandsmitglieder und den daraus abgeleiteten jährlichen und langfristigen Versorgungsaufwand. 4. Variable VergütungMit der variablen Vergütung soll Erfolg belohnt werden. Werden Ziele nicht erreicht, kann die variable Vergütung auf null sinken. 60 bis 70 Prozent der variablen Vergütung stehen den Vorstandsmitgliedern nicht sofort zur Verfügung, sind von der Entwicklung zukünftiger Kennzahlen abhängig und somit auf den langfristigen Erfolg des Unternehmens ausgerichtet. Zur Festlegung der variablen Vergütung wird jährlich auf der Basis der Entwicklung des Konzerns für das jeweilige Geschäftsjahr abhängig von den folgenden drei gleich gewichteten Komponenten ein Gesamtzielerreichungsgrad berechnet: bereinigter Free Cashflow, Konzerngewinn absolut und Konzerngewinn Delta zum Vorjahr. Dieser Gesamtzielerreichungsgrad kann sich für die Herren Legorburo und von Matuschka abhängig vom Cashflow der Division HOCHTIEF Europe reduzieren. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat das Recht, den Gesamtzielerreichungsgrad, der sich aus der Erreichung der wirtschaftlichen Ziele ergibt, bei individueller besonderer Leistung zu erhöhen und unter Würdigung der Zielerreichung vereinbarter strategischer Ziele zu erhöhen oder zu vermindern. Der Gesamtzielerreichungsgrad kann bei null bis 200 Prozent des jeweiligen Zielbetrags liegen. Ein Herabsetzungsrecht (Clawback-Regelung) des Aufsichtsrats bei Verschlechterung der Lage der Gesellschaft besteht nach § 87 Abs. 2 AktG. Somit ist gewährleistet, dass das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder zur Unternehmensstrategie und zur langfristigen Entwicklung des Unternehmens beiträgt. Mit jedem Vorstandsmitglied wurden Zielbeträge (bei 100 Prozent Zielerfüllung) für folgende drei variablen Vergütungskomponenten vereinbart: Short-Term-Incentive-Plan (STIP) Long-Term-Incentive-Plan I (LTIP I - Deferral) und Long-Term-Incentive-Plan II (LTIP II) Abhängig von den individuell vereinbarten Zielbeträgen und dem Gesamtzielerreichungsgrad wird die variable Vergütung festgelegt und geleistet. Zwischen 30 und 40 Prozent der variablen Vergütung werden bar ausgezahlt (STIP). Die restlichen 60 bis 70 Prozent werden zu je ein halb durch Übertragung von Aktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft in Höhe des Nettobetrags, mit einer Sperrfrist von zwei Jahren, vergütet (LTIP I - Deferral) und durch Gewährung eines jährlich neu aufzulegenden Long-Term-Incentive-Plans (LTIP II) erfüllt. Somit ist gewährleistet, dass die Gewährungsbeträge für die Long-Term-Incentive-Komponenten I (Deferral) und II von der Erreichung der Ziele des jeweiligen Geschäftsjahres abhängig sind. scroll
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Abhängig von den individuellen Zielbeträgen, siehe Tabelle Seite 86. BestelldauerGenerelle Praxis ist, dass die Vorstände, die nicht aus dem Konzern in den Vorstand befördert werden, in der ersten Bestellperiode nur für drei Jahre bestellt werden. Eine Verlängerung der Bestellung erfolgt anschließend für fünf Jahre. Regelungen im Falle der Beendigung des DienstvertragsBei Nichtverlängerung des Dienstvertrags erhalten die Vorstandsmitglieder eine Abfindung in Höhe eines festen Jahresgehalts. Die Abfindung setzt voraus, dass das Vorstandsmitglied bei Ende des Anstellungsvertrags mindestens in der zweiten Amtsperiode dem Vorstand angehörte und noch nicht das 65. Lebensjahr vollendet hat. Bei einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit werden Abfindungszahlungen an die Vorstände den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und es wird nicht mehr als die Restlaufzeit des Dienstvertrags vergütet. Ein Abfindungsrecht bei einem Kontrollwechsel (Change of Control) existiert nicht. Bei einer Vertragsauflösung werden mehrjährige, variable Vergütungsbestandteile nicht vorzeitig ausgezahlt. Kredite und VorschüsseWie in den vergangenen Geschäftsjahren wurden den Vorstandsmitgliedern im Geschäftsjahr 2019 weder Kredite noch Vorschüsse gewährt. Aktienbesitz (Share Ownership)Aufgrund der Gewährung der LTIP-I-Komponente in Aktien besitzen die Vorstände die folgenden gesperrten HOCHTIEF-Aktien: scroll
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Der Jahresdurchschnittskurs der HOCHTIEF-Aktie lag 2019 bei 115,74 Euro. Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2019Die den Mitgliedern des Vorstands gewährte Gesamtvergütung für das Geschäftsjahr 2019 sowie die Bezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder sind nach DRS 17 der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen: scroll
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Übertragung von Aktien mit einer zweijährigen Sperrfrist Die beiden nachfolgenden Tabellen zeigen die Gesamtvergütung des Vorstands entsprechend den Mustertabellen des DCGK. Die DCGK-Tabelle 1 umfasst die für das Geschäftsjahr 2019 gewährten, das heißt bei 100 Prozent Zielerreichung zugesagten individuellen Vergütungen sowie die Minimal- und Maximalwerte für die einzelnen Vorstandsmitglieder. Die DCGK-Tabelle 2 zeigt die für das Geschäftsjahr 2019 zufließende Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder. scroll
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Übertragung von Aktien mit einer zweijährigen Sperrfrist scroll
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Die ausgezahlte einjährige variable Vergütung im Jahr 2018 für das Geschäftsjahr
2017 lag für Herrn Fernández Verdes bei 1.610 Tsd. Euro, für Herrn Legorburo bei 382
Tsd. Euro, für Herrn von Matuschka bei 437 Tsd. Euro und für Herrn Sassenfeld bei
765 Tsd. Euro. Die an die Vorstandsmitglieder in den letzten Jahren zugeteilten Long-Term-Incentive-Pläne führten zu folgendem Aufwand: scroll
Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über den für das Geschäftsjahr 2019 angefallenen Versorgungsaufwand sowie über die Höhe der Pensionsverpflichtungen der im Berichtsjahr amtierenden Vorstandsmitglieder: scroll
Der Barwert der Pensionszusagen an aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder beträgt 108.706 Tsd. Euro (Vorjahr 101.439 Tsd. Euro). An frühere Mitglieder des Vorstands oder deren Hinterbliebene wurden Beträge in Höhe von 5.019 Tsd. Euro (Vorjahr 5.283 Tsd. Euro) gezahlt. Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und ihren Hinterbliebenen betragen 86.434 Tsd. Euro (Vorjahr 84.633 Tsd. Euro). Bezüge des Vorstands für frühere GeschäftsjahreDer Aufsichtsrat hat 2019 zur Erfüllung der Long-Term-Incentive-Komponente II aus dem Jahr 2018 einen Long-Term-Incentive-Plan 2019 (LTIP 2019) für die Vorstandsmitglieder beschlossen. Dabei handelt es sich um die Gewährung von sogenannten Performance-Stock-Awards (erfolgsabhängige virtuelle Aktienrechte). Die Planbedingungen der Performance-Stock-Awards 2019 sehen vor, dass die Berechtigten für jeden Performance-Stock-Award nach Ablauf der Wartezeit von drei Jahren innerhalb des zweijährigen Ausübungszeitraums einen Zahlungsanspruch in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag zuzüglich eines Performance-Bonusses haben. Die Höhe des Performance-Bonusses ist abhängig vom bereinigten Free Cashflow. Die Ansprüche sind für die Performance-Stock-Awards des Long-Term-Incentive-Plans 2019 auf einen Maximalwert begrenzt, damit die Höhe auch im Fall von außerordentlichen beziehungsweise nicht vorhersehbaren Entwicklungen angemessen bleibt. Herrn Fernández Verdes wurden 6 344 Performance-Stock-Awards mit einem Wert zum Zeitpunkt der Gewährung in Höhe von 1.312 Tsd. Euro gewährt. Herrn Legorburo wurden 1 905 Performance-Stock-Awards mit einem Wert zum Zeitpunkt der Gewährung in Höhe von 394 Tsd. Euro gewährt. Herrn von Matuschka wurden 2 177 Performance-Stock-Awards mit einem Wert zum Zeitpunkt der Gewährung in Höhe von 450 Tsd. Euro gewährt. Herrn Sassenfeld wurden 3 809 Performance-Stock-Awards mit einem Wert zum Zeitpunkt der Gewährung in Höhe von 788 Tsd. Euro gewährt. Der Anhang zum Konzernabschluss enthält auf den Seiten 199 bis 201 zusätzliche Einzelheiten zu den Plänen.
1)
Der Eurobetrag ist abhängig vom Wechselkurs. Bezüge des Vorstands für Tätigkeiten in KonzerngesellschaftenFür seine Tätigkeit in Australien als Executive Chairman von CIMIC erhielt Herr Fernández Verdes für 2019 eine pauschale Aufwandsentschädigung in Höhe von 297 Tsd. Euro 1) und Nebenleistungen in Höhe von 12 Tsd. Euro 1) . Die Herrn Fernández Verdes von CIMIC im Jahr 2014 gewährten Stock-Appreciation-Rights führten zu einem Aufwand in Höhe von 1.018 Tsd. Euro. Weitere Vergütungen für die Wahrnehmung von Mandaten in Gremien anderer Unternehmen, an denen HOCHTIEF unmittelbar oder mittelbar eine Beteiligung hält, werden nicht an die Vorstände ausgezahlt beziehungsweise auf die Vorstandsvergütung angerechnet. Vergütung der Mitglieder des AufsichtsratsDie Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wird durch die Hauptversammlung festgelegt und ist in § 18 der Satzung geregelt. Die Vergütung für das Geschäftsjahr 2019 ergibt sich aus der nachfolgenden Tabelle. scroll
Forschung und EntwicklungInnovation als ErfolgsbasisForschungs- und Entwicklungsarbeit (FuE) bildet im gesamten HOCHTIEF-Konzern die Basis für Projekterfolg. Bei unseren Projekten entwickeln wir vielfältige Sondervorschläge und individuelle Lösungen - und steigern so die Qualität, Effizienz und Nachhaltigkeit. Darüber hinaus arbeiten wir aktiv am Einsatz neuer digitaler Technologien, die die Prozesse und Methodik in unseren Tätigkeiten deutlich effizienter machen. Innovation ist ein Unternehmensgrundsatz und prägt das Grundverständnis unserer Arbeit - darum ist die Innovationsarbeit bei HOCHTIEF in das Projektgeschäft eingebettet. So agieren wir nah an unseren Kunden und können ihre Bedürfnisse und Ansprüche am besten erfüllen. Strategische Ziele unserer Innovationsarbeit sind die kontinuierliche Verbesserung der operativen Effizienz und Sicherheit, die dauerhafte Wettbewerbsfähigkeit aller operativen Gesellschaften und die langfristige Marktfähigkeit der angebotenen Leistungen. Wir wollen erreichen, dass jeder Mitarbeiter zur steten Verbesserung und Adaption neuer Techniken und Prozesse beiträgt. Dafür informieren und motivieren wir unsere Beschäftigten: Es gibt unterschiedliche Instrumente für den Wissensaustausch und vielfältige Schulungsprogramme. Bei HOCHTIEF werden Innovationsthemen zentral vom Innovationsmanagement verantwortet. Diese Einheit gehört zur Konzernabteilung Risikomanagement, Organisation und Innovation. Das Team des Innovationsmanagements ist zum einen für das strategische Innovationsmanagement des Konzerns und zum anderen auch für das operative Innovationsmanagement der europäischen Tochtergesellschaft HOCHTIEF Solutions verantwortlich. Der Vorstand wird über die Arbeit des Innovationsmanagements kontinuierlich unterrichtet. Innovationsorganisationen in den operativen Einheiten ergänzen das Innovationsmanagement der HOCHTIEF-Holding. Im Berichtsjahr 2019 wurde die Zusammenarbeit mit den Innovationsverantwortlichen in den Tochtergesellschaften deutlich intensiviert, insbesondere im Rahmen der Aktivitäten der 2018 gegründeten Gesellschaft Nexplore. Nexplore-Projekte im Konzern gestartetNexplore soll digitale Prozesse vorantreiben. Die Gesellschaft ist an der Schnittstelle zwischen HOCHTIEF, dem Mehrheitsanteilseigner ACS und den operativen Konzerngesellschaften angesiedelt, um Projekte zu identifizieren und anzustoßen. Dieser Ansatz ist mit einer Reihe von definierten und begonnenen Projekten 2019 erfolgreich umgesetzt worden. Dazu gehören vor allem Aktivitäten in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Internet der Dinge und virtuelle Realität. Gemeinsame Veranstaltungen, etwa ein "Innovation Spot", schärfen das gemeinsame Verständnis für diese neuen Themen und Methoden. 2019 ist Nexplore gewachsen und derzeit mit Innovation-Centern an den Standorten Essen, Frankfurt/Darmstadt, Madrid, Minneapolis, Sydney und Hongkong aktiv. Kooperationen wurden im Berichtsjahr unter anderem mit dem Massachusetts Institute of Technology (MIT), der Universidad Politécnica in Madrid und der Technischen Universität Darmstadt geschlossen - in gemeinsamen Forschungsprojekten werden neue Möglichkeiten für Prozesse rund ums Bauen entwickelt und erprobt. Innovationsarbeit in den operativen EinheitenIn den operativen Gesellschaften agieren dezentral organisierte Innovationseinheiten. Sie gestalten ihre Arbeit gemäß bestehender oder sich entwickelnder Anforderungen in ihren Geschäftsbereichen. Dabei kommt dem Ideenmanagement eine hohe Bedeutung zu: So werden bei unserer amerikanischen Tochtergesellschaft Turner Innovationsvorschläge in einem klar definierten und zentral gesteuerten Bottom-up-Prozess aggregiert und evaluiert. Das "Turner Innovation Challenge Program" soll Mitarbeiter motivieren, sich über die intern verfügbaren Instrumente - etwa die Wissensplattform "Turner Learning Tree" oder soziale Netzwerke - an der Entwicklung neuer Ideen in definierten Fokusfeldern zu beteiligen. Das Innovation Department von Turner arbeitet Themen von unternehmensweiter Bedeutung konkret aus. In der CIMIC-Gruppe arbeitet die auf Engineering und technische Dienstleistungen spezialisierte Gesellschaft EIC Activities mit allen operativen CIMIC-Einheiten zusammen, um wettbewerbsfähige Lösungen zu realisieren. Bereits in der Angebotsphase von Projekten sind Spezialisten von EIC Activities involviert, um Innovationspotenziale zu definieren, Risiken zu begrenzen und Mehrwert zu schaffen. Aus dieser Kooperation entstehen Angebote und Projekte mit erheblich niedrigerem Kosten- und Arbeitsaufwand, die gleichzeitig im Ergebnis überzeugen. Die Spezialisten von EIC Activities gewähren Zugang zu technischen Ressourcen und zu Spitzentechnologien, machen ihr technisches Know-how und Best Practices laufend unternehmensweit verfügbar und schaffen darüber hinaus ein internes Wissensnetzwerk. In der interaktiven Datenbank "Interactive Project Knowledge Library", die als gemeinsame Plattform zur Verfügung steht, wird Wissen bei CIMIC intern dokumentiert und geteilt. So können die Angebots- und Projektteams des Unternehmens Erfolgsmuster wiederholen, schnell dazulernen und immer neue Innovationen auf den Weg bringen. Neben der Verfügbarkeit von Projektdokumenten und -berichten bietet die Plattform auch Möglichkeiten zum Austausch in Communities of Practice. Branchenweite VernetzungDie operativen Innovationseinheiten stehen im engen Austausch mit dem zentralen Innovationsmanagement und mit Nexplore, um übergreifende Innovationsthemen gemeinsam voranzutreiben. Auch die Arbeit in Branchennetzwerken, etwa innerhalb des Verbands ENCORD (European Network of Construction Companies for Research and Development) trägt zur Fortentwicklung spezifischer Fragestellungen im Bausektor bei. Auch mit Partnern aus anderen Wirtschaftszweigen und mit renommierten Hochschulen arbeiten wir zu Themen wie Mobilität der Zukunft und neuen Technologien im Bauwesen. DigitalisierungsschwerpunktEin langfristiges gemeinsames Schwerpunktthema aller Konzerneinheiten bildet die Entwicklung innovativer Einsatzformen von Building Information Modeling (BIM). Bei dieser digitalen Form der Planung und Ausführung sind alle Beteiligten mithilfe eines 3-D-Computermodells vernetzt. Das Modell kann um weitere Daten, etwa Zeit und Kosten, ergänzt werden und ermöglicht so eine Realzeitkontrolle des Baufortschritts sowie verbesserte Planungsprozesse bis hin zur Vereinfachung von Wartung und Betrieb auf Basis einer umfassenden Datenlage. BIM ist somit auch ein wichtiges Tool für die Verringerung von Risiken. Innovationsprojekte: aktuelle BeispieleVerbesserter Informationsstatus während der Bauausführung dank Internet of ThingsSelbstständig über das Internet kommunizierende Technik - das "Internet of Things" (IoT) - ermöglicht eine Datenverarbeitung ohne menschliche Anweisung einzelner Aktionen. Um dauerhaft unterschiedliche baurelevante Daten messen zu können, arbeitet das HOCHTIEF Innovationsmanagement gemeinsam mit Nexplore und Mitarbeitern des Technical Competence Centers, von HOCHTIEF Engineering und HOCHTIEF Vicon an der Anbindung von im Bau etablierten Sensoren. Diese Sensordaten werden in eine digitale Plattform übermittelt und dort zur Verfügung gestellt. Eine von Nexplore entwickelte Sensorbox dient zur Übersetzung der verschiedenen Sensorsignale. Aus den Sensordaten werden Informationen an die Plattform weitergeleitet und im Dashboard dargestellt. So werden zusätzliche Informationen generiert, die die Entscheidungsfindung gerade in kritischen Bauprozessen verbessern. IoT-Anwendungen liefern den Projektmanagern während der Bauausführung je nach Anwendungsfall eine qualitativ und quantitativ hochwertige Informationsbasis. In späten Bauphasen können IoT-Anwendungen mithilfe künstlicher Intelligenz für die vorausschauende Instandhaltung ("predictive maintenance") genutzt werden: Baubezogene Zustandsdaten ermöglichen dann eine proaktive Wartung. Angebotsbearbeitung mithilfe Künstlicher IntelligenzNexplore arbeitet gemeinsam mit dem Technical Competence Center, dem Risiko- und Qualitätsmanagement und Fachbauleitern der Bereiche HOCHTIEF Infrastructure an einem Projekt zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Angebotsbearbeitung. Mithilfe kognitiver Intelligenz - einem Teilbereich der Künstlichen Intelligenz - werden aktuell zwei elektronische Hilfsmittel entwickelt: der "Cognitive Document Risk Analyzer" und der "Cognitive Document Analyzer". Sie sollen dazu beitragen, die Angebotsbearbeitung durch Digitalisierung und Standardisierung effizienter zu machen, etwa bei der Vertragsanalyse oder bei der Aufbereitung von Ausschreibungen. Eine gemeinsam nutzbare IT-Plattform gewährt den am Arbeitsprozess beteiligten Mitarbeitern Zugriff auf die Dienste der Anwendungen und die Nutzung der erforderlichen Daten. Die Inhalte dieses Abschnitts sind weder Bestandteil der gesetzlichen Jahres- und Konzernabschlussprüfung noch der gesonderten betriebswirtschaftlichen Prüfung mit begrenzter Sicherheit durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Fakten und Kennzahlen(1) Innovationsorganisation![]() (2) Investitionsvolumen FuE-Projekte (in Mio. Euro)![]() Die in der Grafik genannten Zahlen beziehen sich auf Innovationsprojekte des Konzern-Innovationsmanagements auf Holdingebene. Die Zahlen für 2019 beinhalten die Aufwendungen für operative Projekte der Gesellschaft Nexplore. (3) Anzahl der Mitarbeiter, die 2019 an BIM-Schulungen oder ähnlichen Maßnahmen teilgenommen habenscroll
Bei großen Bauprojekten der HOCHTIEF-Gesellschaften ist BIM in der Regel bereits im Einsatz - bis heute hat HOCHTIEF konzernweit BIM-Erfahrung in mehr als 2 560 Projekten gesammelt. Immer häufiger wird die Technologie auch bei kleineren Bauvorhaben eingesetzt. Künftig will HOCHTIEF BIM flächendeckend verwenden. Dafür verbessern wir kontinuierlich unser internes Wissen in diesem Bereich. 2019 etwa wurde eine große BIM-Schulungskampagne der HOCHTIEF-Gesellschaft ViCon fortgesetzt. Konzernweit wurden im Berichtsjahr 3 375 Mitarbeiter zum aktuellen Stand der Technologie fortgebildet (vgl. lll(3)). Die Trainings zielen darauf ab, das Wissen über die Einsatzmöglichkeiten von BIM optimal im Konzern abzubilden. Darüber hinaus kooperiert HOCHTIEF ViCon mit Hochschulen, etwa der Ruhr-Universität Bochum und der Technischen Universität München, bei der Ausbildung künftiger BIM-Fachleute. Der Einsatz digital verfügbarer Daten führt zudem zu einem verringerten Ressourceneinsatz und ist somit ein unmittelbarer Beitrag zum Umweltschutz: Durch eine digitale Vorbearbeitung und Prüfung können Fehler und Nacharbeiten auf der Baustelle reduziert werden, etwa Abrissarbeiten und die Produktion von Ersatzteilen. Ein digitales Formularwesen ersetzt physische Unterlagen und spart Papier. Auch die Planung kann deutlich verbessert werden: So werden bei PPP-Projekten etwa Instandsetzungs- und Erhaltungsarbeiten auf der Basis eines 3D-Managementmodells so aufgesetzt, dass verschiedene Schäden gleichzeitig in einer Streckensperrung bearbeitet werden können - und Staus vermieden werden. Auch die Politik unterstützt das innovative Verfahren - so will in Deutschland das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur BIM mit dem "Stufenplan Digitales Planen und Bauen" schrittweise einführen. Hier nimmt HOCHTIEF ViCon an Arbeitsgemeinschaften teil und begleitet unter anderem eine Reihe von Pilotprojekten. Auch für das Bauen im Bestand mithilfe von BIM werden Forschungsprojekte durchgeführt - HOCHTIEF ViCon bringt sein Wissen zum Sammeln digitaler Daten von sichtbaren Objekten, verdeckten Objekten, externen Quellen, Sensoren und Nutzermeldungen ein. Themenfeldindikator Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen Aspekt: zukunftsweisende Arbeitsmethode BIM Mitarbeiter 1)HOCHTIEF als ArbeitgeberPersonalstrategieUnsere Mitarbeiter bauen die Welt von morgen: Ihr Wissen, Können, Engagement sowie gute Teamarbeit sind das Fundament unseres Erfolgs. Die Personalstrategie von HOCHTIEF, hervorgehend aus der Konzernstrategie, setzt hier an: Zu den wichtigsten Aufgaben unserer Personalarbeit gehört es, die richtigen Mitarbeiter zu rekrutieren, Entwicklungsmöglichkeiten zu schaffen, Eigenverantwortung zu fördern und unseren Mitarbeitern ein innovatives und sicheres Arbeitsumfeld sowie eine leistungsgerechte Vergütung zu bieten. Dabei orientieren wir uns an unseren Unternehmensgrundsätzen, die konzernweit Gültigkeit haben: Integrität, Verlässlichkeit, Innovation, Ergebnisorientierung, Nachhaltigkeit und Sicherheit. Übergeordnete Themen der Personalarbeit werden zentral entwickelt und gemeinsam mit den operativen Einheiten vorangetrieben. Operative Personalthemen liegen in der Verantwortung der jeweiligen Einheiten. Dabei stehen die Konzernabteilung Personal und die operativen Personalabteilungen stets in einem konstruktiven Dialog. Unser übergeordnetes Ziel ist es, stets die richtigen Mitarbeiter zu finden und langfristig an uns zu binden, um unsere vielfältige Projektarbeit auf der ganzen Welt realisieren zu können. Dafür wollen wir unsere Stellung als attraktiver Arbeitgeber weiter ausbauen. Unser Konzept basiert darauf, unseren Mitarbeitern ein sicheres Arbeitsumfeld und eine leistungsgerechte Vergütung zu bieten - dazu haben wir vielfältige Maßnahmen etabliert und wecken auch das Interesse potenzieller Mitarbeiter. Neue Chancen für und Anforderungen an unsere Mitarbeiter ergeben sich aus der digitalen Transformation. Dafür entwickeln wir geeignete Personalmaßnahmen wie Job-Enrichment oder neue Fachkarrierepfade sowie Fortbildungen im digitalen Bereich: Digitales Grundlagen- und Expertenwissen haben wir im Berichtsjahr weiter ausgebaut. So schaffen wir ein Arbeitsumfeld der Innovation und Flexibilität.
1)
Die Inhalte dieses Abschnitts sind nicht Bestandteil der gesetzlichen Jahres- und
Konzernabschlussprüfung, sondern werden einer gesonderten betriebswirtschaftlichen
Prüfung nach ISAE 3000 mit begrenzter Sicherheit durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
unterzogen. MitarbeiterzahlenIm Geschäftsjahr 2019 lag die Anzahl der Mitarbeiter im HOCHTIEF-Konzern bei 53 282. III (1) Dies ist ein geringer Rückgang um 4,5 Prozent. 2) 20 261 Mitarbeiter wurden 2019 konzernweit eingestellt, dagegen verließen 21 505 Mitarbeiter das Unternehmen. III(2) Die Mitarbeiterfluktuation lag in Deutschland bei 10,2 Prozent (2018: 9,6 Prozent) und verbleibt innerhalb unserer Zielgröße von acht bis zwölf Prozent. Wir verzichten auf einen konzernweiten Vergleich der Fluktuationsquoten, da im internationalen Geschäft eine große Anzahl an Mitarbeitern projektbezogen eingestellt wird. Zum Stichtag 31. Dezember 2019 waren 91 Prozent der Mitarbeiter in unbefristeten Arbeitsverhältnissen angestellt. Darüber hinaus beschäftigten wir auf den Baustellen viele Nachunternehmer. Die richtigen Mitarbeiter für HOCHTIEF gewinnenMit unserer Personalarbeit wollen wir dem Fachkräftemangel präventiv entgegenwirken, der auch die Baubranche zunehmend betrifft. Zu unseren aktuellen Maßnahmen zählt etwa die Intensivierung unserer Recruiting-Aktivitäten in allen Konzerneinheiten, beispielsweise durch Kooperationen mit ausgewählten Hochschulen. Durch die verstärkte Präsenz unserer Gesellschaften an Schulen und Hochschulen sowie bei Fach- und Rekrutierungsmessen sprechen wir potenzielle Interessenten direkt an. Dabei haben unsere Praktikantenbindungsprogramme erfolgreich zur Rekrutierung beigetragen. Insgesamt haben wir im Berichtsjahr erneut viele Absolventen der Ingenieurstudiengänge für uns gewinnen können: So hat unsere Tochtergesellschaft Turner im Jahr 2019 fast 430 Nachwuchskräfte eingestellt, in Deutschland haben 66 Nachwuchsingenieure ihre Tätigkeit bei HOCHTIEF aufgenommen (2018: 70), 17 davon waren weiblich. Unser Ziel ist es, in Deutschland mindestens 50 Absolventen der Ingenieurwissenschaften pro Jahr einzustellen. Themenfeldindikator Arbeitswelt Aspekt Rekrutierung: Abdeckung des Fachkräftebedarfs Ausbildungsberufe bei HOCHTIEFKaufmännisch
Technisch
Gewerblich
Fakten und Kennzahlen(1) Anzahl der Mitarbeiter bei HOCHTIEF nach Divisions (ohne indirekte Mitarbeiter)(jeweils zum Stichtag) 1) ![]() Erläuterungen zur Grafik:
1)
Gesamtbelegschaft: alle Mitarbeiter, die zum Stichtag in einem Arbeitsverhältnis
mit einem vollkonsolidierten Unternehmen des HOCHTIEF-Konzerns stehen (mit Ausnahme
des Vorstands). Die Mitarbeiter werden pro Kopf gezählt. (2) Mitarbeiter im HOCHTIEF-Konzern nach Geschlecht und Beschäftigungsart (Stichtag: 31.12.2019) sowie die Anzahl der Ein- und Austritte(2019 gesamt) scroll
(3) Altersstruktur im HOCHTIEF-Konzern 2019(in Prozent, Stichtag: 31.12.2019) ![]() (4) Betriebszugehörigkeit zum HOCHTIEF-Konzern nach Divisions(in Jahren, Stichtag: 31.12.) ![]() (5) Anzahl der Mitarbeiter ethnischer Gruppen in den USA(Stichtag: 31.12.2019) ![]() Eine Konzernrichtlinie regelt die einheitliche Definition und Zählweise von Mitarbeitern im HOCHTIEF-Konzern. (6) Anteil der Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit nach Geschlecht in Deutschland(Stichtag: 31.12.2019) scroll
(7) Mitarbeiter in Elternzeit in Deutschland(Stichtag: 31.12.2019) scroll
Verbleibquote in Deutschland (Mitarbeiter, die auch 12 Monate nach Rückkehr aus der Elternzeit bei HOCHTIEF beschäftigt sind)(Stichtag: 31.12.2019) scroll
Alle Daten werden quartalsweise und jährlich weltweit für die Personalberichterstattung erhoben. Schulabgängern bieten wir die Möglichkeit einer Ausbildung bei HOCHTIEF an, die zum Teil mit einem dualen Studium kombiniert werden kann. In Deutschland beschäftigten wir im Berichtsjahr 101 Auszubildende (2018: 94). Die Ausbildungsquote zum Stichtag (31. Dezember 2019) beträgt 2,9 Prozent. Mitarbeiter gewinnen wir neben den klassischen Rekrutierungskanälen heute auch durch eine zunehmende Präsenz in den sozialen Medien. So sind wir beispielsweise bei XING, LinkedIn, YouTube, Twitter, Facebook und Instagram aktiv. Mitarbeiterentwicklung sichert ZukunftGute Weiterbildungs- und Karrieremöglichkeiten sind von zentraler Bedeutung für Mitarbeiter und Bewerber -und für die Kompetenz und Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. HOCHTIEF setzt auf ein Schulungskonzept, das fachliche und methodische mit persönlichen Kompetenzen verbindet: Die Weiterbildungsmaßnahmen sind vielfältig und werden regelmäßig angepasst. So können wir unsere Mitarbeiter auf aktuelle und künftige Herausforderungen adäquat vorbereiten - und damit unsere Geschäftstätigkeit sichern. Individuelle Entwicklungsmöglichkeiten werden in den jährlichen Mitarbeitergesprächen festgelegt. Zentrale Seminarangebote bieten wir über unsere internen Bereiche wie die HOCHTIEF-Akademie oder die Turner University an. Im Berichtsjahr lag die Anzahl von Weiterbildungsstunden konzernweit bei 21,8 Stunden pro Mitarbeiter (2018: 20,5 Stunden) und damit deutlich über unserer Zielquote von 13 Stunden. Das Angebot bauspezifischer Schulungen wurde ausgebaut. Überdies werden bei HOCHTIEF digitale Arbeitsmethoden forciert: Wie im Vorjahr lag einer unserer Weiterbildungsschwerpunkte im operativen Bereich auf Building Information Modeling (BIM, weitere Informationen auf Seite 93) - BIM gewinnt erkennbar an Gewicht und wir wollen am Markt mit unserer ausgewiesenen Kompetenz überzeugen. Wir haben eine strategische Schulungsoffensive konzipiert und umgesetzt, die schwerpunktmäßig auf E-Learnings aufgebaut ist. Mitarbeiter, die in Deutschland an bauspezifischen Themen arbeiten, so unser Ziel, sollen BIM-Trainings erhalten. Um die technischen und kaufmännischen Nachwuchskräfte optimal auf ihre Aufgaben vorzubereiten, sind bei HOCHTIEF spezielle Einsteigerprogramme etabliert -vergleichbare Angebote gibt es in fast allen Konzerngesellschaften. Talentierten Mitarbeitern, die eine Experten- oder Führungslaufbahn anstreben, bieten wir gute Entwicklungsmöglichkeiten. Eine wichtige Leitungsfunktion bei HOCHTIEF ist etwa die des Projektleiters. Die Qualifizierung zum Projektleiter erfolgt konzernweit auf Basis eines einheitlichen Verständnisses von Aufgaben und Kompetenzen. Turner hat ein neues Programm für Projektleiter entwickelt, das 2020 starten wird. Im vergangenen Jahr haben wir das Angebot für unser Top-Management ausgebaut. In dem divisionsübergreifenden Executive Development Program beschäftigen sich Führungskräfte aus Amerika und Europa in Workshops mit aktuell relevanten Fragestellungen und bereiten Lösungen und Konzepte für den Konzern vor. Vielfalt fördernDiversität, also Vielfalt in Bezug auf Alter, Geschlecht, Nationalität, Religion oder Herkunft unserer Mitarbeiter, ist uns als internationalem Konzern ein wichtiges Anliegen. III(5) Diversity hat unmittelbaren Einfluss auf die Kreativität und Leistungsbereitschaft von Teams -dementsprechend ist sie integraler Bestandteil der Personalprozesse bei HOCHTIEF. Zur Förderung von Diversität in unseren Gesellschaften gehört etwa ein Programm gegen unbewusste Voreingenommenheit in Bewerbungsprozessen bei Turner. Bei CIMIC haben die Maßnahmen für Vielfalt eine große Bedeutung, insbesondere eine Arbeitsplatzkultur der Inklusion und eine verstärkte Verantwortung auf der Führungsebene stehen dort im Fokus. HOCHTIEF beteiligt sich an einer Vielzahl von Initiativen, etwa an den Talent-Tagen Ruhr, an den Joblingen und am bundesweiten "Girls' Day". Auch eine gemischte Altersstruktur unserer Teams hat große Auswirkungen auf den Erfolg aktueller und künftiger Projekte. Das unterschiedliche Wissen erfahrener und jüngerer Kollegen und die interne Weitergabe von Know-how sichert eine fundierte Projektbearbeitung. Dem demografischen Wandel begegnen wir mit der zunehmenden Einstellung von Nachwuchskräften (vgl. III(3)). Die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung ist uns ein Anliegen - diese lässt sich in der Baubranche in der Regel am ehesten bei Tätigkeiten in administrativen Bereichen umsetzen. Um den potenziellen neuen Mitarbeitern bestmögliche Perspektiven aufzuzeigen, begleitet in Deutschland der Schwerbehindertenbeauftragte grundsätzlich die Vorstellungsgespräche mit schwerbehinderten Bewerbern. Die Schwerbehindertenquote in Deutschland liegt bei 4,1 Prozent (Stichtag: 31. Dezember 2019). Mitbestimmung bei HOCHTIEFHOCHTIEF fördert eine aktive Mitbestimmung der Mitarbeiter. Wir legen dabei großen Wert auf Dialog und Fairness. Insgesamt werden 97,5 Prozent der Mitarbeiter in Deutschland durch Betriebsräte vertreten. Darüber hinaus gibt es einen Eurobetriebsrat. 22 Prozent der Mitarbeiter in der Division HOCHTIEF Americas werden durch Gewerkschaften vertreten, in der Division HOCHTIEF Asia Pacific liegt der Anteil bei 62 Prozent. Die Motivation unserer Mitarbeiter und eine positive Arbeitsatmosphäre sind wichtig für den Unternehmenserfolg. Wir messen die Zufriedenheit regelmäßig in Mitarbeiterbefragungen und entwickeln Maßnahmen aus den Ergebnissen. 2020 wird die nächste Befragung stattfinden und einen Vergleich mit den Ergebnissen aus 2018 zulassen. Beruf und Privatleben erfolgreich verbindenDamit unsere Mitarbeiter Arbeits- und Privatleben gut miteinander vereinbaren können, unterstützen wir ihre individuelle Lebensplanung mit diversen Maßnahmen und Programmen. Konzernweit bieten wir Teilzeit- und Homeoffice-Modelle, flexible Arbeitszeiten und mobiles Arbeiten an. III(6) In vielen HOCHTIEF-Gesellschaften nutzen Mitarbeiter darüber hinaus eines der individuellen Elternzeitmodelle. III(7) Zu einer ausgeglichenen Work-Life-Balance gehört, dass wir die Gesundheit unserer Mitarbeiter mit Vorsorgemaßnahmen unterstützen. Dazu bieten wir konzernweit diverse Check-up-Untersuchungen, Gesundheits-screenings, Sportprogramme sowie eine Vielzahl an Seminaren zu den Themenbereichen Arbeitssicherheit, Gesundheit und mentale Fitness an. (Weitere Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz finden Sie ab Seite 100.) Wettbewerbsfähige VergütungLeistungsgerechte Vergütung ist bei HOCHTIEF selbstverständlich. Unsere Vergütungssysteme sind wirtschaftlich, wettbewerbsfähig, attraktiv und fair. Sie sind an die Regularien in den Ländern und Märkten unserer Aktivitäten angepasst. Als eines der ersten Unternehmen in Deutschland hat HOCHTIEF die Löhne und Gehälter in Berlin und Ostdeutschland an das Gefüge im Westen vollständig angeglichen. Die Vergütungssysteme werden durch vielfältige Sozialleistungen ergänzt. Die Vergütung unserer Mitarbeiter basiert grundsätzlich auf den Aspekten Tätigkeit, Qualifikation, Erfahrung und Verantwortung. Zusätzlich werden interne Gender-Pay-Gap-Analysen als Controlling-Instrument eingesetzt. Um eine faire und marktkonforme Entlohnung sicherzustellen, überprüfen wir regelmäßig auf Basis interner und externer Benchmarks die festen und variablen Bestandteile unserer Vergütungssysteme. AltersvorsorgeWir möchten, dass unsere Mitarbeiter im Alter gut abgesichert sind. Eine Vielzahl von Gesellschaften im Konzern bietet - abhängig von den gesetzlichen Rahmenbedingungen in den jeweiligen Ländern - ihren Mitarbeitern Altersvorsorgemodelle an, die die Versorgung aus den jeweiligen Systemen vor Ort ergänzen. Dazu zählen auch Versicherungsangebote oder die Möglichkeit zur Entgeltumwandlung. Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz 1Sofern nicht anders gekennzeichnet, beziehen sich unsere Kennzahlen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz auf eigene Mitarbeiter. Viele Tätigkeiten im Baustellen-, aber auch im Büroalltag sind mit Risiken verbunden. Darum ist Arbeitssicherheit eines der wichtigsten Themen bei HOCHTIEF. Das Wohlergehen und die Gesundheit unserer Mitarbeiter und unserer Vertragspartner haben wir stets im Blick und betrachten das Thema als wesentlich: Sicherheit bildet das zentrale Fundament der HOCHTIEF-Vision 2) - und damit auch unserer Unternehmenskultur.
2)
Weitere Informationen finden Sie auf Seite 25. OrganisationDie grundlegende Regelung und Weiterentwicklung von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz obliegt bei HOCHTIEF dem AGUS Center, dem internen Kompetenzzentrum für Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz (AGUS), das direkt an den Vorstand berichtet. Verantwortlichkeiten und konzernweite Standards sind in einer Richtlinie festgelegt, die in den einzelnen Ländergesellschaften den jeweiligen Gesetzen und Regularien angepasst wird.
3)
Dieser Absatz ist Bestandteil der gesetzlichen Jahres- und Konzernabschlussprüfung. Themenfeldindikator Arbeitswelt Aspekt: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz Auf Konzernebene koordinieren die Mitarbeiter des AGUS Centers Arbeitssicherheits- und Gesundheitsthemen. Sie tauschen sich regelmäßig mit ihren Ansprechpartnern in den Divisions aus. Weitere Fachkräfte in den operativen Gesellschaften sorgen dafür, dass Initiativen, Richtlinien, Gesetze und Standards auf den Baustellen beachtet und umgesetzt werden. Das Management zur Arbeitssicherheit orientiert sich an internationalen Standards zur Bewertung und Zertifizierung von Arbeitsschutzmanagementsystemen wie BS OHSAS 18001 oder ISO 45001. 84,8 Prozent aller aktiven HOCHTIEF-Mitarbeiter arbeiteten 2019 in einem entsprechend zertifizierten Bereich (2018: 85,1 Prozent). III(2) Es ist unser grundsätzliches Anliegen, alle Projekte unfallfrei zu realisieren. Vorgaben zur Arbeitssicherheit sind in der Konzernrichtlinie Arbeitssicherheit, Gesundheits-, Umwelt- und Klimaschutz, im HOCHTIEF Code of Conduct und im HOCHTIEF Code of Conduct für Vertragspartner festgelegt. Arbeitsplatzbedingte Risiken für Baustellen ebenso wie für Büros analysieren wir gründlich. Kontrollen zur Einhaltung der Arbeitssicherheit dienen zur Qualitätssicherung und Risikovermeidung. Kennzahl Unfallhäufigkeit LTIFR 3)Die Kennzahl der Unfallhäufigkeit (Lost Time Injury Frequency Rate, LTIFR) fungiert seit 2015 als nichtfinanzielle Steuerungsgröße. Die LTIFR definiert nach den Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) die Anzahl der Unfälle pro eine Million Arbeitsstunden. Dabei werden Unfälle mit mindestens einem Ausfalltag zusätzlich zum Unfalltag gezählt. Als nichtfinanzielle Steuerungsgröße hat sie hohe Relevanz bei HOCHTIEF und wird quartalsweise an den Vorstand berichtet. 2019 betrug die LTIFR von HOCHTIEF 1,19 (2018: 1,37). III(4) Damit haben wir unsere Prognose, eine LTIFR in einer Größenordnung von mindestens 1,33 zu erreichen, übertroffen. Unser Ziel ist es, die Häufigkeit arbeitsbedingter Unfälle durch beständige Verbesserung unserer Arbeitssicherheitskultur noch weiter zu reduzieren: Wir streben für 2020 eine Verbesserung auf 1,15 an, bis 2030 wollen wir eine Rate von 0,9 erreichen. Berufskrankheitsrate bei HOCHTIEFNeben der Unfallhäufigkeitsrate LTIFR erfassen wir regelmäßig die Berufskrankheitsrate (Occupational Illness Frequency Rate, OIFR), die alle anerkannten Fälle von Berufskrankheiten beinhaltet, bezogen auf eine Million Arbeitsstunden. Berufskrankheiten entwickeln sich in der Regel über einen längeren Zeitraum. Durch die Ermittlung der Berufskrankheitsrate erhalten wir Hinweise auf langfristige Gesundheitsrisiken bei der Arbeitsgestaltung. Die OIFR für die Divisions HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe betrug im Berichtsjahr aufgrund einer erhöhten Anzahl von Berufskrankheiten in der Division Asia Pacific 0,86. Aufgrund abweichender Versicherungssysteme wird diese Zahl für die Division HOCHTIEF Americas aktuell noch nicht erhoben. Unser Ziel ist es, durch enge Kooperation mit den Arbeitsmedizinern potenzielle Gesundheitsrisiken in einem frühen Stadium zu erkennen und die Kennzahl zu verbessern. Organisation von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz bei HOCHTIEF![]()
4)
Arbeitssicherheit, Gesundheits-, Umwelt- und Klimaschutz Diese Grafik ist weder Bestandteil der gesetzlichen Jahres- und Konzernabschlussprüfung noch der gesonderten betriebswirtschaftlichen Prüfung mit begrenzter Sicherheit durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Vielfältige Maßnahmen erhöhen Information und BewusstseinAuf dem Weg zu unfallfreien Projekten gilt es, unsere Mitarbeiter kontinuierlich zu informieren und zu sensibilisieren. Wir wollen das Bewusstsein dafür schärfen, dass jeder Mitarbeiter nicht nur für die eigene Sicherheit verantwortlich ist, sondern auch für die der Menschen in seinem Umfeld. Dazu dienen vor allem Unterweisungen und Weiterbildungen sowie vielfältige Maßnahmen, wie etwa Safety-Walks, an denen häufig auch Mitglieder des Managements teilnehmen, oder die Integration entsprechender Themen in die Projektleitersitzungen. Die Weiterbildungsangebote zur Arbeitssicherheit sind auf die jeweiligen Bedürfnisse der Gesellschaften zugeschnitten. Auch wiederkehrende Veranstaltungsformate sind etabliert: Etwa der Tag der Arbeitssicherheit in der Division HOCHTIEF Europe, der 2019 unter dem Motto "Arbeitsorganisation und Zeitmanagement" stand, oder der "Safety Stand-Down" bei Turner - in diesem Jahr waren durch die Beteiligung von Mitarbeitern, Partnern und Nachunternehmern auf gut 1 500 Turner-Baustellen etwa 100 000 Menschen involviert. Turner setzte den Fokus diesmal auf die Themen "Vorausplanen", "Wohlbefinden" und "körperliche Vorbereitung". CPB Contractors hat in Australien das mehrstufige Programm "CPB 2019 Project Shutdown/2020 Project Restart" mit Initiativen für alle Baustellen gestartet. Eines der Kernthemen ist Sicherheit. Wenn Arbeitssicherheit bei allen Beteiligten schon in der Planung und bei der Vorbereitung berücksichtigt wird, kann die Risikoprävention noch verständlicher und strukturierter in die Arbeitsprozesse integriert werden. Bei Turner etabliert ist das Programm "Building L.I.F.E. (Living Injury Free Every Day)", bei dem alle Projektbeteiligten aktiv einbezogen werden. Im Berichtsjahr haben wir damit begonnen, die Aspekte Arbeitsschutzmanagement und Mängelverfolgung in unsere Building-Information-Modeling-Applikationen zu integrieren, die bei zahlreichen Großprojekten in Deutschland angewendet werden. So lassen sich Elemente der Arbeitssicherheit künftig noch effektiver in den Baustellenalltag integrieren. Gesundheit und Fitness fördernUm die allgemeine Fitness und Gesundheit unserer Mitarbeiter zu fördern, bieten wir Beratungen und Weiterbildungen zu physischen und psychischen Gesundheitsthemen an, unter anderem zu "Mental Health" oder Resilienz. In einigen Gesellschaften werden auch Gesundheitskurse bezuschusst, zudem gibt es immer wieder spezielle Aktionen, zum Beispiel zur Krebsvorsorge. CIMIC hat für seine Aktivitäten in Australien im Berichtsjahr zudem einen gruppenweiten Arbeitshygienestandard implementiert. Individuelle Konzepte für unsere ProjekteBedarfsgerecht entwickeln unsere operativen Projektteams unterschiedliche Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutzkonzepte und -prozesse, die den allgemeinen Konzernkriterien entsprechen und die individuellen Bedingungen einzelner Projekte berücksichtigen. Arbeitssicherheitsexperten begleiten daher bereits die Angebotsphase von Projekten und erstellen zu einem möglichst frühen Zeitpunkt Präventionskonzepte, in denen unter anderem Risiken bewertet werden. Auch während der Ausführung bewerten wir das Gefahrenpotenzial kontinuierlich und passen Schutzmaßnahmen und Konzepte an. Dieses vorausschauende Vorgehen festigt die Sicherheit auf den Baustellen und trägt zum wirtschaftlichen Projekterfolg unmittelbar bei. Prävention und Aufarbeitung von UnfällenKonzernweit verfolgen wir einen verhaltensbasierten Präventionsansatz, den wir in Deutschland 2019 verstärkt haben: Wenn Unfälle geschehen sind, ermutigen wir unsere Mitarbeiter dazu, die Situation in Feedbackgesprächen mit ihren Vorgesetzten möglichst detailliert durchzugehen. So beugen wir möglichen ähnlichen Gefahrensituationen vor. Sicherheitsrelevante Vorkommnisse und Unfälle finden Eingang in ein strukturiertes Berichtswesen, das den Vorgaben des "Recording and Notification of Occupational Accidents and Diseases" der ILO folgt. In der Folge können wir die Ursachen bis ins Detail nachvollziehen und systematisch analysieren. Wenn schwere Unfälle geschehen sind, wird das Management einbezogen. Aus den Ergebnissen entwickeln wir Präventions- oder Gegenmaßnahmen. Trotz umfassender Vorsorgemaßnahmen können wir leider nicht ausschließen, dass Unfälle mit schweren oder sogar tödlichen Folgen auf HOCHTIEF-Baustellen geschehen. III (1) Unsere tiefe Anteilnahme gilt den Angehörigen von Mitarbeitern, die zu Tode gekommen sind. Um tödliche Unfälle umfassend aufzuklären, kooperieren wir mit den Behörden und analysieren sehr genau, um vergleichbare Risiken in der Zukunft auszuschließen. ProjektbeispieleEin Beispiel für vorausschauendes Planen und präventive Arbeitsorganisation ist der Einsatz von einfach zu reinigenden LED-Scheinwerfern auf Baustellen. Statt der im Vortrieb üblicherweise eingesetzten Halogenscheinwerfer, deren Abdeckungen schnell verschmutzen, sorgen LED-Scheinwerfer dauerhaft für eine gute Ausleuchtung der Arbeitsflächen - eine wichtige Voraussetzung, um Unfälle zu vermeiden. Arbeitssicherheit und Innovation gehen oft miteinander einher. Das zeigt etwa das Straßenbauprojekt Transmission Gully in Neuseeland, wo CPB Contractors ein GPS-gesteuertes Frühwarnsystem für die Arbeit mit Kränen im Bereich von Hochspannungsleitungen entwickelt hat. Dieses System schützt insbesondere die Kranfahrer, aber auch alle Beteiligten im Umfeld. Es basiert auf 3D-Modellen - für diese Leistung erhielt das Team einen Sicherheitspreis für Technologie bei den "New Zealand Workplace Health and Safety Awards". Die Inhalte dieses Abschnitts sind weder Bestandteil der gesetzlichen Jahres- und Konzernabschlussprüfung noch der gesonderten betriebswirtschaftlichen Prüfung mit begrenzter Sicherheit durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Fakten und Kennzahlen(1) Anzahl tödlicher Arbeitsunfälle für eigene Mitarbeiter im HOCHTIEF-Konzern (Stichtag: 31.12.)scroll
Anzahl tödlicher Arbeitsunfälle für Nachunternehmer (Stichtag: 31.12.)scroll
Wir bedauern es zutiefst, dass Menschen bei der Arbeit zu Tode gekommen sind. Ihren Angehörigen gilt unsere Anteilnahme. (2) Anteil der Einheiten im HOCHTIEF-Konzern, die nach Arbeitssicherheits-Managementsystemen (z. B. BS OHSAS 18001) zertifiziert sind, gemessen an der Mitarbeiterzahl (in Prozent)![]() (3) Unfallschwere im HOCHTIEF-KonzernBerechnung der Ausfall tagerate (Severity Rate) Anzahl der durch Unfälle bedingten Ausfalltage je 1 Mio. geleisteter Arbeitsstunden = Unfallschwere ![]() (4) Unfallhäufigkeit LTIFR im HOCHTIEF-Konzern 1) (Stichtag: 31.12.)Unfälle/1 Mio. Arbeitsstunden (Lost Time Injury Frequency Rate, LTIFR): Nach den Standards der ILO werden Unfälle bereits ab dem ersten Ausfalltag berücksichtigt. ![]()
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Diese Grafik ist Bestandteil der gesetzlichen Jahres- und Konzernabschlussprüfung. Hinweis zu (3) und (4): Die stark unterschiedlichen Werte der Kennzahlen je Division sind durch kulturelle Unterschiede im Umgang mit Verletzungen sowie unterschiedliche länderspezifische Versicherungssysteme begründet. (5) Wesentliche Verletzungsarten im HOCHTIEF-Konzern nach Anzahl (Stichtag: 31.12.2019)![]() (6) Unfallursachen im HOCHTIEF-Konzern nach Anzahl der Unfälle (Stichtag: 31.12.2019)![]() ProcurementHOCHTIEF hat im Berichtsjahr knapp 19,0 Mrd. Euro für den Einkauf von Material aufgewendet. Dazu zählen insbesondere Beton, Stahl und Holz sowie Nachunternehmerleistungen, zum Beispiel Leistungen von Handwerksunternehmen, die als Nachunternehmer für unser Unternehmen tätig sind. Die Einkaufssumme entspricht einem Anteil von zirka 73 Prozent an der Konzernleistung. Einkaufsprozesse stellen einen wesentlichen Erfolgsfaktor für HOCHTIEF dar. Vor diesem Hintergrund sind Innovation und Nachhaltigkeit von zentraler Bedeutung für unser Unternehmen. Ziele für den Einkauf von Materialien und DienstleistungenWir verfolgen das Ziel, stets die am besten geeigneten Vertragspartner - Lieferanten ebenso wie Nachunternehmer - auszuwählen. Dafür haben wir ökonomische, ökologische und soziale Ansprüche definiert. Es ist uns ein großes Anliegen, mit Partnern zusammenzuarbeiten, die nachhaltig agieren und unseren Anforderungen an Materialien und Dienstleistungen entsprechen. Wir setzen dabei auf eine hohe Qualität der Lieferungen und Leistungen, korrektes Verhalten der Mitarbeiter und Vertragspartner gemäß dem Code of Conduct für Vertragspartner sowie einen nachhaltig gestalteten Herstellungs- beziehungsweise Arbeitsprozess. Um die Qualität und Effizienz zu sichern und Risiken proaktiv zu begegnen, betreiben wir ein aktives Risikomanagement: Ziel ist es, Einkaufsrisiken in Bezug auf Qualität (Material-, Produkt- oder Servicequalität), Preis (zum Beispiel durch erhöhte Entgeltforderungen, Währungsrisiken oder Rohstoffrisiken), Versorgung (etwa durch Lieferung von Falschmengen) sowie Lieferantenausfälle (beispielsweise durch Insolvenzen, höhere Gewalt oder rechtliche und politische Marktveränderungen) zu minimieren. Zudem begegnen wir mit unserem Einkaufsmanagement ökologischen und sozialen Risiken. Auch möchten wir Compliance-Risiken entgegenwirken. Den Risiken der Verknappung von Materialien, wie beispielsweise Kies und Sand, ebenso wie Handwerkskraft begegnen wir durch vorausschauendes Einkaufsmanagement. Längere Vertragslaufzeiten und die Zusammenarbeit mit Schlüssellieferanten sorgen für einen langfristigen Zugriff auf Ressourcen. Darüber hinaus haben wir uns das Ziel gesetzt, nachhaltige Aspekte im Einkauf und Transparenz in der Lieferkette weiterhin in unseren Einkaufsprozessen fest zu verankern. Wir wollen mittelfristig, spätestens bis 2030, die CR-Performance unserer Lieferanten und Nachunternehmer als Messgröße definieren und als festes Auswahlkriterium im Rahmen der Präqualifizierung etablieren. Gerade aufgrund der hohen Beschaffungsvolumina in unserem Konzern stellen wir hohe Ansprüche an die Auswahl unserer Vertragspartner. Evaluierung der LeistungAnhand eines ganzheitlichen und mehrstufigen Nachunternehmer- und Lieferantenmanagements bewerten wir die Leistungsfähigkeit unserer Vertragspartner. In allen Divisions existieren umfangreiche Präqualifizierungsverfahren. Diese Verfahren beziehen bei der Beurteilung potenzieller Vertragspartner interne und externe Daten, zum Beispiel die Bewertung von Ratingagenturen, sowie eine Lieferantenselbstauskunft mit ein. Es werden unter anderem Informationen zur Unternehmensstruktur, Kreditwürdigkeit und Finanzstärke eingeholt. Der Präqualifizierungsprozess zeigt, ob die Produkte und Dienstleistungen neuer Vertragspartner unseren ökonomischen, ökologischen und sozialen Anforderungen entsprechen. Die im Jahr 2018 begonnene Zusammenarbeit mit der Ratingfirma EcoVadis haben wir im Geschäftsjahr 2019 fortgeführt. Die Informationen, die die Nachunternehmer und Lieferanten vor allem zu den Themen Umweltschutz, Arbeits- und Menschenrechte, faire Geschäftspraktiken und Lieferkette bereitstellen, werden von den EcoVadis-Analysten im Hinblick auf Nachhaltigkeitskriterien bewertet. Im Falle eines Defizits durch ein hohes Risikoprofil entwickeln wir zusammen mit dem Partner spezielle Maßnahmen, sogenannte Corrective Action Plans. Wir werden die Kooperation mit EcoVadis fortsetzen, um Transparenz und Nachhaltigkeit in unserer Lieferkette fortlaufend zu stärken. Unsere Lieferantenauswahlprozesse werden konsolidiert und stetig um weitere Anforderungen, etwa die von EcoVadis, ergänzt. Dies ist ein wesentlicher Beitrag zur Erreichung unseres Ziels, mittelfristig die CR-Performance als messbare Größe in die Lieferantenauswahl zu integrieren. Die Unfallhäufigkeit (LTIFR) 1) stellt bei HOCHTIEF eine konzernweite nichtfinanzielle Steuerungsgröße dar. Diese Kennzahl ist bei unseren Aktivitäten in Europa und bei Turner zugleich ein verpflichtender Teil des Präqualifizierungsprozesses. Damit stärken wir das Risikomanagement im Einkauf und verdeutlichen zugleich die hohe Priorität für das Thema Arbeitssicherheit auf unseren Baustellen. Die Achtung der Menschenrechte berücksichtigen wir entlang unserer gesamten Lieferkette. Potenzielle Nachunternehmer und Lieferanten aus Ländern mit einem erhöhten Risiko im Hinblick auf Menschenrechtsverletzungen werden von uns in besonderem Maße geprüft: Wir setzen eine um dieses Thema erweiterte Lieferantenselbstauskunft ein und bewerten diese, um sicherzustellen, dass potenzielle Vertragspartner in ihrem Handeln unsere Anforderungen an die Einhaltung der Menschenrechte erfüllen. Auch Compliance-Risiken werden in unserem umfangreichen Präqualifizierungsprozess berücksichtigt. So fragen wir unter anderem nach Verurteilungen oder laufenden Verfahren wegen Korruption, Geldwäsche oder Kartellrechtsverstößen. HOCHTIEF führt zudem in allen Divisions bei Partnern eine Business-Partner-Due-Diligence durch, die unter anderem den Korruptionswert gemäß "Corruption Perception Index" von Transparency International berücksichtigt. Darüber hinaus findet ein Abgleich mit Sanktionslisten statt. Zudem wird mittels öffentlich zugänglicher Informationen geprüft, ob es eine negative Berichterstattung über Partner gibt. 2019 waren zirka 96 Prozent unserer Vertragspartner präqualifiziert. Wir arbeiten kontinuierlich daran, diese Zahl noch weiter zu steigern. Phasen des Einkaufsprozesses bei HOCHTIEF![]() Fairer WettbewerbIn unseren Projekten geben die präqualifizierten Partner ein Angebot für die verschiedenen Gewerke ab. So stellen wir bei der Vergabe einen im Sinne unserer Einkaufsrichtlinie effektiven Wettbewerb her. Anhand bindender Verträge fixieren wir mit unseren Partnern die Leistungsanforderungen, die Qualität der Leistungen, die Kosten sowie relevante Termine. Durch die Präqualifizierung müssen sich alle Nachunternehmer und Lieferanten - ob neue oder langjährige Partner - bei Vertragsabschluss zum HOCHTIEF-Verhaltenskodex für Vertragspartner bekennen. Hierdurch sind die Vertragspartner verpflichtet, die Menschenrechte, Arbeits- und Sozialstandards sowie Umweltstandards einzuhalten -und diese auch von ihren Auftragnehmern einzufordern. Im Bau- und Projektgeschäft ist HOCHTIEF weltweit an wechselnden Standorten tätig. Um die Wirtschaftsstandorte unserer Bauvorhaben zu fördern, werden bevorzugt geeignete Nachunternehmer und Lieferanten beauftragt, die im Umfeld unserer Projektstandorte ansässig sind. Dies sichert nicht nur Arbeitsplätze, sondern stärkt nachhaltig die wirtschaftliche Entwicklung in den Regionen, in denen wir tätig sind, und ergänzt das Know-how lokaler Gegebenheiten für die Projektteams. Zudem halten wir so Transportwege kurz und minimieren den Ausstoß von CO2-Emissionen. Wir arbeiten aber auch mit überregional tätigen Partnern zusammen, die sich in früherer Zusammenarbeit bereits bewährt haben. 2019 haben wir konzernweit 59,5 Prozent unseres Einkaufsvolumens an Vertragspartner aus dem regionalen Einzugsgebiet vergeben. Themenindikator Einkauf Aspekt Präqualifizierung: Anteil der präqualifizierten Vertragspartner in Prozent Kontrolle und BewertungDie Projektteams sind verantwortlich für die Überwachung der Nachunternehmen und Lieferanten auf unseren Baustellen. Hierbei kontrollieren die Projektteams angeliefertes Material und überprüfen die vertraglich vereinbarten Leistungen. Dabei achten sie verstärkt darauf, dass alle Regelungen und Anweisungen zur Arbeitssicherheit eingehalten werden und Abfall korrekt entsorgt beziehungsweise recycelt wird. Darüber hinaus lassen wir uns bestätigen, ob unsere Partner die jeweiligen Mindestlohngesetze einhalten. Nach erfolgter beziehungsweise erbrachter Leistung führen unsere Projektteams zusätzlich strukturierte Bewertungen unserer Vertragspartner durch. Es werden sowohl neue Partner als auch bereits etablierte Nachunternehmer und Lieferanten bewertet. Die Bewertungen werden sowohl mithilfe etablierter IT-Systeme als auch manuell innerhalb der Projekte vorgenommen und beinhalten in den Divisions HOCHTIEF Europe und HOCHTIEF Asia Pacific beispielsweise neben ökonomischen Themen (etwa dem Nachtragsverhalten) auch ökologische Aspekte (zum Beispiel den Umgang mit Gefahrstoffen und Abfällen sowie das Bewusstsein für ressourcenschonendes Arbeiten) und soziale Fragen (etwa die Einhaltung der Menschenrechte, der Arbeitssicherheitsvorschriften und die gerechte Entlohnung). Die Bewertungen werden ergänzt durch Lieferantenbesuche, Audits, die Auswertung externer Informationen sowie die Nachhaltigkeitsbewertungen durch EcoVadis. Abhängig von den nationalen Gegebenheiten erfolgen Auditierungen entweder durch externe Partner oder intern. Vertragspartner mit einer positiven Bewertung werden in künftige Vergabeprozesse miteinbezogen. Vertragspartner, die unsere Anforderungen nicht erfüllen und von unseren Projektteams negativ bewertet werden, werden entweder im Rahmen unserer Lieferantenentwicklung - zum Beispiel in Zusammenarbeit mit EcoVadis - gezielt gefördert oder in unseren Systemen entsprechend gekennzeichnet und somit für künftige Vergaben nicht mehr berücksichtigt (Ausphasung). Organisation des EinkaufsDer operative Einkauf stellt einen Teil der Projekt- und Niederlassungsorganisation dar und wird durch die zentralen Einkaufseinheiten der Divisions unterstützt. So entsteht ein gut funktionierendes Einkaufsnetzwerk. Dezentraler Einkauf auf ProjektebeneDa jedes unserer Bauvorhaben ein Unikat ist, ändert sich mit jedem Projekt nicht nur der Standort, sondern auch die Zusammensetzung der Beteiligten. Somit entstehen auch individuelle Herausforderungen für die Auswahl unserer Lieferanten und Nachunternehmer. Unsere Projekteinkäufer verfügen sowohl über detaillierte Kenntnisse zu regionalen, nationalen und internationalen Märkten als auch über tief greifendes Know-how, um geeignete Vertragspartner auszuwählen. Durch die stetig wechselnden Standorte hat HOCHTIEF einen laufenden Bedarf an neuen Lieferanten und Nachunternehmern. Beitrag des Einkaufs zum Projekterfolg![]() Zentraler Einkauf auf Konzern- und DivisionebeneDie Divisions müssen alle einkaufsrelevanten Richtlinien und Compliance-Vorgaben sicherstellen. Alle drei Divisions verfügen über eine zentrale Procurementeinheit. Die Experten tauschen sich fortlaufend untereinander aus und unterstützen sich bei Bedarf gegenseitig bei der Auswahl und Steuerung internationaler Vertragspartner. Der Projekteinkauf wird von den zentralen Einkaufseinheiten der jeweiligen Division gesteuert und unterstützt. Zusätzlich übernimmt die HOCHTIEF Solutions AG die Funktion des Einkaufs auf Konzernebene, steuert den konzernweiten Austausch und stößt strategische Initiativen an, um den Einkauf weiterzuentwickeln. Der Konzernvorstand wird kontinuierlich in die Einkaufsaktivitäten eingebunden. Interne Regelwerke sollen Transparenz, Wettbewerb, Ordnungsmäßigkeit und Nachhaltigkeit beim Einkauf gemäß einem einheitlichen Verständnis sicherstellen. Die ISO-Norm 20400 zur nachhaltigen Beschaffung gilt als Orientierung für unsere Einkaufsprozesse. Gemäß der aktuellen Bewertung des Dow Jones Sustainability Index im Berichtsjahr zählt das Supply-Chain-Management von HOCHTIEF zu den besten Systemen unter den evaluierten Unternehmen. Länder unserer EinkaufsaktivitätenAuch 2019 beschaffte HOCHTIEF zum größten Teil Materialien und Dienstleistungen von Nachunternehmern und Lieferanten aus Ländern, die einen hohen Menschenrechtsstandard in Übereinstimmung mit UN-Konventionen vorweisen. In den sehr wenigen Beschaffungsländern, in denen die UN-Konventionen nicht berücksichtigt werden, setzen wir mit unseren Anforderungen Standards. ProjektbeispielBeim Projekt Bundesministerium für Gesundheit in Berlin saniert HOCHTIEF ein denkmalgeschütztes Gebäudeensemble nach den Kriterien des Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude (BNB) in Silber. Lieferanten und Nachunternehmer sind dabei dazu verpflichtet, die zu verbauenden Materialien in eine Datenbank einzupflegen, sodass Qualität, Richtwerte und Materialzertifizierungen materialökonomisch geprüft werden können. Es werden ausschließlich schadstoffarme Materialien eingekauft und verbaut - dazu gehören Bodenbeläge, Dichtungsmaterialien und Holzvertäfelungen. Die Inhalte dieses Abschnitts sind weder Bestandteil der gesetzlichen Jahres- und Konzernabschlussprüfung noch der gesonderten betriebswirtschaftlichen Prüfung mit begrenzter Sicherheit durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. PrognoseberichtGesamtwirtschaftliches Umfeld im Jahr 2020 1)Das Investitionsvolumen in der globalen Baubranche belief sich im Jahr 2019 nach Schätzungen von IHS auf insgesamt 9,4 Billionen Euro, ein Anstieg von 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit verzeichnete die Branche bereits im zehnten Jahr in Folge ein Wachstum. IHS rechnet mit einer beschleunigten Fortsetzung dieses Trends mit Wachstumsraten von 2,4 Prozent im Jahr 2020 und 2,9 Prozent im Jahr 2021. Auch in den für HOCHTIEF relevanten Märkten und Regionen sind die Wachstumsaussichten weiterhin positiv. Das gilt auch für die für uns relevante Zahl der Projekte. Unser Auftragsbestand belief sich Ende 2019 auf 51,4 Mrd. Euro, was einem Anstieg von 9 Prozent und einer rechnerischen Auftragsreichweite von mehr als 22 Monaten entspricht. HOCHTIEF ist mit seiner globalen Präsenz und seinen Leistungen nach wie vor sehr gut aufgestellt. Mit Blick auf die generellen Aussichten für das Jahr 2020 und darüber hinaus sowie auf unsere operative Performance im Geschäftsjahr 2019 gehen wir davon aus, dass wir unsere wesentlichen Kennzahlen weiter verbessern können. Strategische Ausrichtung des HOCHTIEF-Konzerns 2)Unsere Strategie ist es, die Stellung von HOCHTIEF in den Kernmärkten weiter zu stärken und Marktwachstumschancen zu verfolgen. Gleichzeitig setzen wir auf cashgestützte Profitabilität und konsequentes Risikomanagement. Unsere Geschäftsbereiche sind flexibel, sodass sich die Unternehmensführung schnell auf veränderte Marktbedingungen einstellen kann. Eine aktive und disziplinierte Kapitalverwendung hat für uns hohe Priorität und wir richten unser Augenmerk weiterhin auf eine attraktive Aktionärsvergütung sowie Investitionen in strategische Wachstumschancen, um so für alle Stakeholder nachhaltig Werte zu schaffen. Beurteilung der aktuellen wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand 3)HOCHTIEF verzeichnete im Geschäftsjahr 2019 eine sehr robuste operative Performance. Der nominale Konzerngewinn von -206 Mio. Euro wurde durch einen negativen Einmaleffekt in Höhe von 833 Mio. Euro belastet. Dieser stand im Zusammenhang mit der Bekanntgabe der HOCHTIEF-Tochtergesellschaft CIMIC (Beteiligung: 72,8 Prozent), sich aus der Region Mittlerer Osten zurückzuziehen. Getroffen wurde die Entscheidung vor dem Hintergrund einer rapide zunehmenden Verschlechterung der Rahmenbedingungen bei BIC Contracting (BICC), einer 45-prozentigen Finanzinvestition von CIMIC, die im Mittleren Osten tätig ist. Ohne Berücksichtigung des Einmaleffekts im Zusammenhang mit BICC kann HOCHTIEF für das Geschäftsjahr 2019 auf eine deutliche operative Verbesserung aller wesentlichen finanziellen Kennzahlen verweisen.
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Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Märkte ab Seite 33. Der operative Konzerngewinn stieg gegenüber dem Vorjahr um 28 Prozent auf 669 Mio. Euro und lag damit am oberen Ende der Anfang 2019 prognostizierten Spanne von 640 bis 680 Mio. Euro. Zu dieser positiven operativen Entwicklung trugen alle Divisions bei. Zudem belief sich das Nettofinanzvermögen des Konzerns zum Jahresende 2019 auf 1,53 Mrd. Euro. In diesem Wert ist ein einmaliger negativer Beitrag in Höhe von 248 Mio. Euro im Zusammenhang mit BICC enthalten; bereinigt um diesen negativen Beitrag ergibt sich eine Steigerung um 213 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr (auf vergleichbarer Basis). Treiber war der konsequente Fokus auf cashgestützte Gewinne und auf das Working-Capital-Management.
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Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Strategie auf den Seiten 25 bis 31. Sicherheit besitzt bei HOCHTIEF einen sehr hohen Stellenwert; so wurde bereits im Jahr 2015 die Kennzahl der Unfallhäufigkeit (LTIFR) 4) als wesentliche nichtfinanzielle Steuerungsgröße eingeführt. Die LTIFR betrug im Berichtsjahr 1,19, das ist eine Verbesserung um 13,3 Prozent (2018: 1,37). Mit Blick auf die für 2030 angestrebte LTIFR von 0,9 waren wir für das Jahr 2019 von einer LTIFR in einer Größenordnung von etwa 1,33 ausgegangen, da wir in den beiden Vorjahren bereits bessere Ergebnisse erzielen konnten. Wir sind daher überzeugt, dass wir mit stabilen Zwischenergebnissen unser Zehnjahresziel erreichen werden. Gesamtbeurteilung der zukünftigen EntwicklungDer Auftragsbestand von HOCHTIEF lag zum Jahresende 2019 bei 51,4 Mrd. Euro, was im Jahresvergleich einen Anstieg von 9 Prozent beziehungsweise 4,1 Mrd. Euro in absoluten Zahlen darstellt. Berücksichtigt man zudem eine Tenderpipeline für das Jahr 2020 von über 200 Mrd. Euro 1) , ist der Ausblick für die Aktivitäten in den für HOCHTIEF relevanten Märkten in diesem Jahr weiterhin positiv. Die für die Prognose herangezogenen Wechselkurse entsprechen nahezu den Kassakursen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des HOCHTIEF-Konzernberichts.
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Diese Angabe ist nicht Bestandteil der gesetzlichen Jahres- und Konzernabschlussprüfung. Die positiven Aussichten spiegeln sich auch in unserer Erwartungshaltung für die wesentlichen Steuerungsgrößen von HOCHTIEF im Geschäftsjahr 2020 wider. Für den HOCHTIEF-Konzern erwarten wir für das Jahr 2020 einen operativen Konzerngewinn im Bereich von 690 bis 730 Mio. Euro, wobei alle unsere Divisions zur weiter verbesserten Performance unseres Konzerns beitragen dürften. Darüber hinaus erwarten wir für das Jahresende 2020 ein Nettofinanzvermögen, das leicht unter dem Wert von 2019 liegt, aber auf einem soliden Niveau bleibt, und zwar vor dem Mittelabfluss aufgrund der Inanspruchnahme aus den BICC gewährten finanziellen Verpflichtungen und in Abhängigkeit der Entscheidungen über die Kapitalallokation. Wie bisher werden wir den Schwerpunkt zudem weiter auf Sicherheit legen, das Basisprinzip der HOCHTIEF-Grundsätze. Für das Geschäftsjahr 2020 streben wir eine Verbesserung der Unfallquote (LTIFR) auf 1,15 an. Alle Divisions werden ihren Beitrag zu dieser Entwicklung leisten. Unser Ziel ist es, die Unfallquote bis zum Jahr 2030 auf 0,9 zu verbessern. HOCHTIEF geht davon aus, dass sich die nicht operativen Effekte auf einem ähnlichen Niveau wie 2019 (-42 Mio. Euro ohne BICC-Effekt) bewegen werden; diese werden voraussichtlich im Wesentlichen aus Restrukturierungskosten und weiteren Anlaufkosten für die digitale Innovationsdrehscheibe Nexplore bestehen. DividendeAngesichts der soliden Performance in den geografisch diversifizierten Kerngeschäftsfeldern von HOCHTIEF, des positiven Ausblicks und gestützt durch eine solide Konzernbilanz schlagen der Vorstand und der Aufsichtsrat der HOCHTIEF Aktiengesellschaft vor, für das Geschäftsjahr 2019 eine Dividende in Höhe von 5,80 Euro je Aktie auszuschütten (+16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Chancen- und RisikoberichtUnsere Projekte und Geschäftsfelder unterscheiden sich hinsichtlich Art, Volumen, Dauer, Komplexität und technischem Anspruch. Darum stellt ein speziell auf die Geschäftstätigkeit zugeschnittenes Chancen- und Risikomanagement mit Fokus auf das operative Geschehen aller individuellen Projekte einen wesentlichen Erfolgsfaktor für HOCHTIEF dar. Das von HOCHTIEF etablierte Risikomanagementsystem bezieht alle Ebenen der Organisation mit ein und definiert Richtlinien, Verantwortlichkeiten, Prozesse sowie Instrumente. Wir bewerten Chancen und Risiken frühzeitig und leiten daraus geeignete Maßnahmen ab, um Chancen wahrzunehmen und Risiken effektiv zu reduzieren. Dabei behandeln wir finanzielle sowie nichtfinanzielle Aspekte. Wir verfolgen kontinuierlich die Entwicklung konzernrelevanter Märkte und Regionen und berücksichtigen dies in entsprechenden Planungen. Sollten sich Einflussfaktoren bei einem Projekt oder in einem Geschäftsfeld anders darstellen als bis zu diesem Zeitpunkt angenommen, könnte dies Auswirkungen auf die wesentlichen Kennzahlen von HOCHTIEF haben und möglicherweise das prognostizierte Wachstum für ein Geschäftsjahr oder mehrere aufeinanderfolgende Jahre verändern. Konzernweites Risiko- und Chancenmanagement/ RisikofrüherkennungssystemDas konzernweite Risikomanagement beinhaltet eine Vielzahl einzelner Komponenten. Dabei bilden Richtlinien den Rahmen. Auch konzernweit gültige Standards, etwa zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Sozialstandards sowie Verhaltens- und Compliance-Regeln wie der Code of Conduct, tragen dazu bei, Risiken zu minimieren. Individuelle Systeme, Prozesse und Organisationsanweisungen, die der Identifikation, Bewertung und Steuerung von Chancen und Risiken dienen, ergänzen das Risiko- und Chancenmanagement in den Divisions und operativen Einheiten. HOCHTIEF sieht sich in Bezug auf die Vermeidung und Bewältigung langfristiger Risiken sehr gut aufgestellt. Als Risiken gelten dabei alle Entwicklungen, die sich negativ auf das Erreichen der qualitativen und quantitativen Unternehmensziele, insbesondere auf das Ergebnis, die Liquidität und die Reputation von HOCHTIEF, auswirken könnten. Dazu zählen Finanz-, Markt-, Personal-, Beteiligungs-, Projekt- und Vertragsrisiken, interne Risiken sowie ökologische und soziale Risiken, die auf die Geschäftstätigkeit von HOCHTIEF direkten oder indirekten Einfluss haben. Zudem berücksichtigen wir bei unserer Betrachtung grundsätzlich auch Risiken, die sich aus unseren Produkten und Dienstleistungen für unsere Stakeholder und die Umwelt ergeben. Wir betrachten zugleich auch die Chancen, die sich in unseren Projekten und Märkten ergeben, und entwickeln diese aktiv. Eine Übersicht zu aktuellen Marktchancen bei Megatrends finden Sie auf Seite 33. Alle HOCHTIEF-Divisions verbessern kontinuierlich ihr Risikomanagement in ihrem jeweiligen Marktumfeld. Turner und Flatiron in der Division HOCHTIEF Americas sind in das Risikomanagementsystem von HOCHTIEF eingebettet. Das "Risk Management Steering Committee" übernimmt bei Turner eine Schlüsselrolle: Es koordiniert und überwacht sämtliche risikobezogenen Themen. Durch eine speziell entwickelte Risikomatrix ist Turner in der Lage, potenzielle Risiken frühzeitig zu identifizieren und - sofern erforderlich - zu kontrollieren. Zudem werden auf Ebene der Business-Units quartalsweise Risikoanalysen erstellt und die Ergebnisse in einem "Riskmemo" aggregiert. Bei Flatiron deckt die Abteilung Risikomanagement alle Aspekte des Risikomanagements ab - vor allem Projekt- und Vertragsrisiken. Alle Projekte werden bereits in der Angebotsphase systematisch aus Risikosicht analysiert und bewertet. In monatlichen Gesprächen zu allen wesentlichen Projekten werden auf Topmanagementebene Risiken sowie Gegenmaßnahmen identifiziert und der aktuelle Status der Risikosituation abgestimmt und bewertet. Die Einbindung der Turner Engineering Group und der Flatiron Technical Services Group als interne technische Kompetenzzentren trägt bei beiden Gesellschaften zusätzlich zur Vermeidung von Projektrisiken bei. In der Division HOCHTIEF Asia Pacific definiert CIMIC das Risikomanagement als die Identifikation, Bewertung und Behandlung von Risiken mit potenziell erheblichem Einfluss auf die Geschäftstätigkeit, die Mitarbeiter, den Ruf des Unternehmens, das Umfeld und die Standorte, an denen das Unternehmen tätig ist, sowie auf dessen wirtschaftliche Perspektiven. Der Rahmen für das Risikomanagement von CIMIC wird laufend überwacht. Er ist auf die eigene Geschäftstätigkeit abgestimmt, im Wesentlichen in bestehende Prozesse eingebettet und auf die kurz- und langfristigen Unternehmensziele ausgerichtet. Mit seinen vielfältigen Aktivitäten, seiner breiten geografischen Aufstellung und seinem großen Marktspektrum ist CIMIC einer Reihe von Risikofaktoren ausgesetzt, die das Erreichen der Unternehmensziele potenziell gefährden können. Wie in allen anderen Divisions steht das Risikomanagement bei CIMIC im Einklang mit der HOCHTIEF-Konzernrichtlinie zum Risikoreporting. Die Gesellschaft HOCHTIEF Infrastructure, die das Baugeschäft in Europa verantwortet, gliedert das Risikomanagement in fünf Fachbereiche: "Project Acquisition and Implementation" (Begleitung der kompletten Angebotsbearbeitung der operativen Einheiten); "Project Risk Management" (Unterstützung der operativen Einheiten im Risk-Monitoring); "Dispute Resolution and Litigation" (Projektmanagement für Streitschlichtungen); "Technical Quality Control Group" (Reduktion technischer Risiken und Verbesserung der Projektausführung); "Qualitätsmanagement" (QM); Erarbeitung, Dokumentation und Weiterverbesserung der Prozesse für unser operatives Geschäft, interne und externe QM-Audits, kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP), Best Practice und Lean Construction 1) .
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Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Mitarbeiter ab Seite 95. Die Gesellschaft HOCHTIEF PPP Solutions, die Planungs-, Finanzierungs-, Bau- und Betriebsleistungen im Rahmen von öffentlich-privaten Partnerschaften (Public Private Partnerships) in den Bereichen Verkehrs- und soziale Infrastruktur realisiert, hat ein Risikomanagementsystem zur systematischen Erfassung, Bewertung und Kontrolle von Risiken implementiert. In den Kernprozessen "Acquisition", "Execution" und "Divestment" werden regelmäßig Chancen und Risiken analysiert. Durch eine aktive Risikosteuerung mit geeigneten Maßnahmen wird das Gefährdungspotenzial reduziert. Die Bandbreite der zu ergreifenden Maßnahmen ist vielfältig, je nach betrachtetem Risiko beinhaltet dies zum Beispiel die aktive Zusammenarbeit mit dem Kunden, um eine alternative technische Lösung zu erarbeiten, die Versicherung von Risiken oder eine zusätzliche Rückstellungsbildung zur Risikovorsorge. Das Risikomanagement ist Teil des Qualitätsmanagementsystems, das HOCHTIEF PPP Solutions zur kontinuierlichen Verbesserung der Qualität seiner Projekte und Dienstleistungen und zur systematischen Prozessoptimierung eingeführt hat. Die Zertifizierung nach ISO 9001: 2015, die auch den Umgang mit Chancen und Risiken betrachtet, ist ein zusätzlicher Beleg für die gute Umsetzung des Chancen- und Risikomanagements von HOCHTIEF. RisikokulturHOCHTIEF verfolgt die kontinuierliche Verbesserung des Risikomanagements als ein zentrales strategisches Ziel mit Priorität für alle HOCHTIEF-Mitarbeiter. 2) Die Bedeutung des Themas und der strategische HOCHTIEF-Ansatz werden unter anderem in Dialogveranstaltungen zwischen Top-Management und Mitarbeitern aufgezeigt. Wir bieten interne Schulungen und Fortbildungen zum Themenbereich Risikomanagement an und legen Wert darauf, dass Mitarbeiter regelmäßig an solchen Schulungen teilnehmen. HOCHTIEF verfügt über ein Vergütungssystem mit fixen und variablen Komponenten, das regelmäßig überprüft wird. Ein wichtiger Bestandteil dieses Systems ist die Einführung von risikobezogenen Messgrößen und Zielen, an deren Erfüllung oder Nichterfüllung sich die Mitarbeiter im Rahmen individueller Zielvereinbarungen messen lassen, die nach den Aufgabenbereichen und Verantwortlichkeiten der Mitarbeiter ausgestaltet werden. HOCHTIEF bietet seinen Mitarbeitern vielfältige Systeme und Tools, um mögliche Risiken zu identifizieren, auf potenzielle Risiken für HOCHTIEF hinzuweisen und, wenn nötig, gegenzusteuern. Chancen- und RisikoberichterstattungEine konzernweit gültige und jedem Mitarbeiter zugängliche Richtlinie regelt den einheitlichen Umgang mit der Risikoberichterstattung. Sie umfasst die Meldung und Kommunikation von Risiken, die Aufbau- und Ablauforganisation und die Definition eines gültigen Rahmens des Risikoberichtswesens. Dieser Risikoberichterstattungsprozess ist zusätzlich zum operativen Risikomanagement Teil der konzernweiten Prozesse zur Handhabung von Risiken. Risiken - finanzielle ebenso wie nichtfinanzielle - werden in den Planungs- und Prognoseprozess einbezogen. In einem mehrstufigen Prozess erfassen die operativen und Holding-Gesellschaften ihre Risikoposten und bewerten diese zusammen mit dem Management und dem Division-Controlling. Anschließend werden die relevanten Risiken an das Konzerncontrolling gemeldet, unter Angabe der potenziellen Auswirkungen auf Ergebnis und Liquidität im aktuellen Geschäftsjahr und in den zwei darauffolgenden Jahren, sowie der Risikokategorie, des möglichen Eintrittszeitpunkts, der Eintrittswahrscheinlichkeit und der bereits getroffenen Maßnahmen zur Abwendung und Minderung der beobachteten Risiken. In einem abschließend erstellten Risikobericht wird die gesamte Risikosituation für den Vorstand zusammengefasst und dokumentiert. Dem Audit Committee des Aufsichtsrats wird regelmäßig über die aktuelle Risikosituation im Konzern berichtet. Das Chancenmanagement erfolgt im Wesentlichen durch das strategische Management sowie im Rahmen des dezentralen, kontinuierlichen Verbesserungsprozesses. Um Chancen rechtzeitig zu identifizieren und wahrnehmen zu können, beobachten wir unsere Märkte und ihre Entwicklung intensiv. Zu den aktuellen Chancen zählen insbesondere Akquisitionen sowie erhöhte Investitionsvolumina in unseren Kernmärkten. Elemente des Risikomanagements bei HOCHTIEF![]() Szenarien, Korrelationen, SensitivitätenZusätzlich werden bedarfsweise fallbezogene Risikoszenarien erstellt, um mögliche Auswirkungen auf HOCHTIEF und Korrelationen einzelner Risiken untereinander darzustellen sowie vorhandene Sensitivitäten beurteilen zu können. Vor diesem Hintergrund wird die Risikosituation fortlaufend kontrolliert. Wesentliche Änderungen werden unabhängig von den regelmäßigen Aktualisierungen unverzüglich gemeldet ("internes Adhoc-Reporting"). In diesem Zusammenhang bildet der Investitionsausschuss ein wesentliches Element des Risikomanagements von HOCHTIEF: Bevor genehmigungspflichtige Investitionen, Desinvestitionen und Beteiligungen getätigt werden, bewertet er die damit verbundenen möglichen Risiken für HOCHTIEF. So werden diese reduziert oder ganz vermieden. Ziel ist es, einen Rahmen aus Standardkriterien und -verfahren zu schaffen und auf diese Weise sicherzustellen, dass Entscheidungen gemäß identischen genehmigten Prinzipien getroffen werden. Dabei sind Projektgröße und -komplexität wichtige Kriterien für die Art und den Umfang der Risikobetrachtung. Konzernrevision als wichtiger Teil des RisikomanagementsDie Konzernrevision 1) hat eine wesentliche Funktion im Risikomanagementsystem bei HOCHTIEF inne. Als unabhängige interne Prüfungsinstanz übernimmt sie die Aufgabe, die Geschäftsprozesse und das Risikomanagement hinsichtlich der Einhaltung von Gesetzen, Verordnungen, Richtlinien, internen Kontrollsystemen und Unternehmenszielen zu überwachen. Dafür hat die Konzernrevision weitgehende und uneingeschränkte Informations- und Prüfungsrechte im Konzern. Sie ist eine unabhängige interne Institution, die im Auftrag des HOCHTIEF-Vorstands Prüfungen in den Geschäftsbereichen, Beteiligungsgesellschaften, Projektgesellschaften sowie bei Fremdfirmen, für die vertragliche Prüfungsrechte bestehen, wahrnimmt und den Vorstand dahin gehend sowie in seiner Leitungsfunktion durch unabhängige Analysen, Auswertungen und Vorschläge unterstützt.
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Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Compliance auf den Seiten 80 bis 82. Ziel der Konzernrevision ist es, zur Sicherung des Betriebsvermögens beizutragen, die Zuverlässigkeit der Risikomanagement- und Überwachungssysteme zu bewerten und einen Beitrag zu deren Verbesserung sowie zur Wirtschaftlichkeit in den unternehmensinternen Prozessen zu leisten. Das Programm risikobasierter Prüfungen wird durch außerplanmäßige Sonderprüfungen ergänzt. Die Konzerngesellschaften Turner und CIMIC besitzen zusätzlich eigenständige Revisionseinheiten. Die Ergebnisse aus den Revisionsprüfungen werden herangezogen, um das Risikomanagement - und hier insbesondere die Risikofrüherkennung und -steuerung - weiter zu optimieren. Die Prozesse der Revision folgen internationalen Prüfungsstandards und werden regelmäßigen, unabhängigen Quality-Assessments unterworfen. Die Konzernrevision berichtet dem Management und dem Vorstand über jede ihrer Prüfungen sowie zusammengefasst dem Prüfungsausschuss von HOCHTIEF. HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions als wesentlicher Teil des konzernweiten Versicherungs- und RisikomanagementsAls unternehmenseigener Versicherungsmakler, der unmittelbar der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zugeordnet ist, koordiniert die HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions GmbH weltweit das versicherungsbezogene Risikomanagement der Divisions des HOCHTIEF-Konzerns. Zielsetzung ist der Schutz der Konzernbilanz durch einen bedarfsgerechten Versicherungsschutz für die vielfältigen Projekte und Aktivitäten des HOCHTIEF-Konzerns zu minimalen Gesamtrisikokosten (Total Cost of Risk), unter anderem durch die Vorhaltung eigener Versicherungsressourcen. Zusätzlich wird das lokale Risikomanagement der operativen Einheiten durch die Bereitstellung von aggregierten Informationen unterstützt, die durch Erhebung und Analyse von Daten im Rahmen eines konzernweiten Versicherungsberichtswesens gewonnen werden. Durch Versicherungslösungen für Verkehrsinfrastrukturprojekte sowie für Projekte der sozialen und urbanen Infrastruktur werden die relevanten versicherbaren Risiken vor und während der Bauphase sowie in der Betriebsphase abgesichert. Der Fokus der umfassenden - in der Regel meist internationalen - Versicherungskonzepte liegt auf der sachgerechten Absicherung von Sach- und Vermögensschäden. Typische Instrumente hierfür bieten neben der Haftpflichtversicherung die Bauleistungs- und die sogenannte Sach-Allgefahrenversicherung. Neben den Einheiten des HOCHTIEF-Konzerns werden oftmals auch externe Unternehmen, in erster Linie Projektpartner, Eigentümer und Endnutzer, in den Versicherungsschutz der Projekte miteinbezogen. Durch die Versicherungsgesellschaften Builders Reinsurance S. A. und Builders Direct S. A. sowie die Beratungsgesellschaft Independent (Re)insurance Services S. A. werden darüber hinaus weitere Produkte und Dienstleistungen zur Optimierung der Risiko- und Kostenstruktur des Konzerns sowie für externe Kunden bereitgestellt. Die beiden Versicherungsgesellschaften wurden im Berichtsjahr zum wiederholten Mal von der renommierten Ratingagentur A.M. Best in einem Finanzstärke-Rating mit "A-" (Excellent) bewertet. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den RechnungslegungsprozessEine verlässliche und ordnungsgemäße Finanzberichterstattung ist sowohl für die Entscheidungen des Managements als auch für die Information von Stakeholdern und Öffentlichkeit von zentraler Bedeutung. Im HOCHTIEF-Konzern werden die aus dem Konzernrechnungslegungsprozess resultierenden Risiken auf unterschiedliche Weise berücksichtigt. Die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung ist durch eine IFRS-Richtlinie gewährleistet. Diese wird jährlich aktualisiert. Für die deutschen Konzerngesellschaften wird zusätzlich eine jährlich aktualisierte HGB-Bilanzierungsrichtlinie erstellt. Die Tochtergesellschaften verantworten in enger Abstimmung mit dem Konzernrechnungswesen die Einhaltung der konzernweit gültigen Bilanzierungsvorschriften in ihren Abschlüssen. Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten erfolgt in Absprache mit der Abteilung Konzernfinanzen. So werden Verlässlichkeit und Richtigkeit der verarbeiteten Zahlen sichergestellt. Die Bewertung derivativer Finanzinstrumente wird zudem durch ein im Industrie- und Bankensektor etabliertes Treasury-Management-Tool unterstützt. Darüber hinaus setzt HOCHTIEF externe Dienstleister ein, zum Beispiel für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen. Die korrekte Durchführung der Kapital- und Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung sowie der Zwischengewinneliminierung wird durch die softwaregestützte Erstellung des Konzernabschlusses sowie systemseitige Plausibilisierungen des Zahlenwerks unterstützt. Sofern dennoch in Einzelfällen Klärungsbedarf bestehen sollte, werden diese vom Konzernrechnungswesen geprüft und geklärt. Das im Konzern eingesetzte Konsolidierungssystem verfügt über ein Zugriffsberechtigungssystem. So wird gewährleistet, dass die jeweils verantwortlichen Mitarbeiter nur auf die für sie relevanten Daten zugreifen können. Das Konsolidierungssystem wird von der Konzernrevision regelmäßig überprüft. Klassifizierung der Chancen und RisikenUnter dem Begriff "Risiko" versteht HOCHTIEF ein Ereignis mit möglicher Auswirkung auf die - im Hinblick auf die unternehmerischen Ziele - im Plan formulierten Erwartungswerte relevanter wirtschaftlicher Kennzahlen. Hierbei bezieht sich ein Risiko primär auf Ereignisse mit möglicher Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern und die Liquidität. Um eine transparente Darstellung der Risikokultur zu ermöglichen, werden die einzelnen Risiken nach Risikokategorien gegliedert. Risikobewertung und -berichterstattung dienen der Quantifizierung von Risiken hinsichtlich ihres Schadenspotenzials und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit, nach Berücksichtigung bereits getroffener Maßnahmen. Der jeweilige Erwartungswert ergibt sich dabei als Multiplikation der Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos und dessen potenzielle Auswirkung auf die Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Die aggregierten Risiken im aktuellen Geschäftsjahr und in den zwei darauffolgenden Jahren in den nachfolgend aufgeführten Risikokategorien werden in Abhängigkeit vom Erwartungswert als "gering" (mögliche Auswirkungen von 0 bis 250 Mio. Euro), "mittel" (mögliche Auswirkungen von 250 bis 500 Mio. Euro) beziehungsweise "hoch" (mögliche Auswirkungen über 500 Mio. Euro) klassifiziert. Der Erwartungswert des Schadenspotenzials bezieht sich sowohl auf das Vorsteuerergebnis als auch auf die Liquidität. Eine "Chance" ist als positiver Einfluss auf unser unternehmerisches Handeln zu verstehen. Die Identifikation und das Nutzen von Chancen können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die bestehende Marktposition zu erhalten und auszubauen. Auch Chancen werden hinsichtlich Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern und die Liquidität betrachtet. Chancen für HOCHTIEF sehen wir vor allem in unseren Kernmärkten, in denen wir - insbesondere in unseren bestehenden Marktsegmenten - Wachstumspotenzial aktiv ausschöpfen. 1) Betrachtung nichtfinanzieller RisikenDie im HOCHTIEF-Konzern angewandte Risikodefinition umfasst finanzielle und nichtfinanzielle Risiken und ihre Auswirkungen. Dabei ist es für den internen Berichtsprozess unerheblich, ob ein zu berichtendes Risiko auf finanzielle oder nichtfinanzielle Aspekte zurückzuführen ist. Eine meldepflichtige Abweichung bezüglich Nettoschadenshöhe und Erwartungswert ist gegeben, sobald der Wert oberhalb der jeweiligen Meldegrenzen liegt. Somit werden wesentliche Risiken berücksichtigt, die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf nichtfinanzielle Aspekte haben. Risiken mit Auswirkungen unterhalb der Meldeschwellen werden nicht erfasst. In Bezug auf die Nachhaltigkeitsaspekte gemäß HGB erfolgt das Nachhaltigkeitsmanagement bei HOCHTIEF dezentral und liegt jeweils in der Verantwortung der Fachabteilungen der Konzernzentrale. Diese betrachten die für ihre Themen relevanten Risiken im Zusammenhang mit ihren Kernaufgaben beziehungsweise innerhalb ihrer Zielsysteme. 2) Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft beziehungsweise die Risiken daraus werden überdies auf Projektebene behandelt. So gehören zum Beispiel Umwelt -sowie Stakeholder-Management-Konzepte zu den üblichen Arbeitsmitteln in der Abwicklung von Bauprojekten. 2) Chancen- und Risikosituation im HOCHTIEF-KonzernDas Gesamtrisiko des HOCHTIEF-Konzerns wird durch die Summierung der Erwartungswerte der Einzelrisiken sowie das Aggregieren auf Konzernebene nach Divisions und den genannten Kategorien ermittelt. Chancen werden insbesondere durch die genaue Beobachtung von Märkten und die Identifikation sich bietender Marktpotenziale in allen Geschäftsbereichen des Konzerns definiert. Das bei HOCHTIEF identifizierte Gesamtrisiko besteht hauptsächlich aus den im Folgenden erläuterten Risikokategorien. MarktrisikenDie wirtschaftliche Entwicklung des HOCHTIEF-Konzerns ist eng mit den makroökonomischen Trends und Konjunkturzyklen der Länder und Regionen, in denen HOCHTIEF tätig ist, verbunden. Daher beobachten wir weltwirtschaftliche und geopolitische Entwicklungen in den für HOCHTIEF bedeutenden Regionen und Märkten intensiv. HOCHTIEF konzentriert sich auf attraktive Märkte in Amerika, in der Region Asien-Pazifik und in Europa. Dabei sind wir in unseren Marktsegmenten weltweit bereits in führenden Markt- und Technologiepositionen vertreten. Aus dieser Position heraus sehen wir weiterhin gute Chancen, um unsere Marktposition und das Kerngeschäft zielgerichtet weiter auszubauen und nachhaltig profitabel zu wachsen. Veränderungen der geopolitischen Lage können möglicherweise langfristig negative Auswirkungen auf die globale Weltwirtschaft haben und insbesondere das öffentliche Investitionsvolumen reduzieren. Dadurch können sich langfristig die Wachstumsperspektiven in den für HOCHTIEF bedeutenden Märkten reduzieren und/oder die künftige Geschäftsentwicklung kann beeinträchtigt werden. Mit seiner starken weltweiten Präsenz, fokussiert auf entwickelte Märkte, und mit seinen renommierten lokalen Gesellschaften kann HOCHTIEF mögliche regionale Schwankungen ausgleichen und flexibel auf derartige Risiken reagieren. Im Jahr 2019 ist die US-Wirtschaft gegenüber dem Vorjahr trotz bestehender Handelskonflikte wieder gewachsen. Diese Handelskonflikte zwischen den USA und seinen Handelspartnern können sich künftig negativ auf die weltwirtschaftliche Entwicklung auswirken und so möglicherweise zu einer Reduktion der Wirtschaftsleistung beitragen. Trotz aufkommender Unsicherheiten aus den anstehenden Wahlen und des Auslaufens des FAST Acts im Jahr 2020 sowie rückläufiger Prognosen für die Märkte Hochbau (ohne Wohnungsbau) und Infrastruktur sind wir zuversichtlich, dass HOCHTIEF seine bereits starke Position dort weiter festigen und ausbauen kann. Wir erwarten für die kommenden Jahre eine robuste Entwicklung des nordamerikanischen PPP-Markts, unterstützt durch die zunehmende Zahl öffentlich-privater Partnerschaften im Bereich Infrastruktur in den USA sowie bedeutende Projektentwicklungen in Kanada. Der PPP-Markt in den USA könnte 2020 durch die Wahlen auf Kommunal- und Bundesebene belastet werden, da sich dadurch die Vergabe großer Projekte möglicherweise verzögert. In den Märkten Asien und Australien ist eine positive Entwicklung zu verzeichnen. Der Ausblick für den Bereich Verkehrsinfrastruktur ist weiterhin positiv. In Kombination mit der starken PPP-Kompetenz ist die Division HOCHTIEF Asia Pacific über unsere Tochtergesellschaft CIMIC sehr gut positioniert, um sich weiterhin nachhaltig profitabel zu entwickeln. Zudem steigt weltweit die Nachfrage nach Rohstoffen. Dies dürfte einen Ausbau der Rohstoffförderung insbesondere im australischen Markt bedeuten und sich deutlich positiv auf unsere Aktivitäten im Bereich Contract-Mining und Mineralienverarbeitung auswirken. Durch eine zunehmende Internationalisierung in diesem Segment ist CIMIC für eine solche positive Entwicklung zusätzlich gut ausgerichtet. Das zunehmende Outsourcing von Wartungsleistungen durch Asset-Eigentümer dürfte sich positiv auf den Bereich Services auswirken und das Konjunkturrisiko mindern. Die anhaltenden politischen Unsicherheiten in Europa können negative Auswirkungen auf den europäischen Wirtschaftsraum haben. Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union könnte aufgrund noch fehlender Handelsabkommen für die Wirtschaften in Großbritannien und der Europäischen Union noch nicht absehbare Konsequenzen haben und sich damit auf HOCHTIEF auswirken. Ferner könnten sich der zunehmende politische Populismus und Protektionismus, insbesondere auch durch zollpolitische Maßnahmen, in einigen Ländern außerhalb und innerhalb der Europäischen Union negativ auf die Auftragsvergabe auswirken. Durch den leichten Rückgang des nach wie vor großen Investitionsstaus und die Vielzahl von staatlichen Investitionsprogrammen im Zusammenhang mit PPP-Projekten in einzelnen europäischen Ländern sehen wir sehr gute Chancen insbesondere im Bereich Verkehrsinfrastruktur, die wir weiterhin nutzen wollen. Ein Anstieg des Ölpreises kann negative Auswirkungen auf unsere Betriebskosten haben. Insbesondere bei unseren Contract-Mining-Aktivitäten wird dieses Risiko betrachtet und kontinuierlich bewertet. Die daraus resultierenden höheren Betriebskosten können negative Auswirkungen auf die jeweiligen Projekte haben. HOCHTIEF versucht daher, dieses langfristige Risiko in Zusammenarbeit mit dem Kunden ausgewogen zu verteilen und einen fairen Interessenausgleich zu erzielen. Dadurch ist HOCHTIEF in der Lage, das Risiko auf eine zu vernachlässigende Größe zu reduzieren. Insgesamt sehen wir keine für HOCHTIEF signifikanten Marktrisiken und schätzen daher das Risiko als gering ein. FinanzrisikenEine zentrale Aufgabe des Finanzmanagements besteht darin, den Finanzbedarf innerhalb des Konzerns zu koordinieren und die finanzielle Unabhängigkeit des Unternehmens jederzeit langfristig sicherzustellen. Dieses Ziel erreicht HOCHTIEF durch eine stabile, die nächsten Jahre absichernde Konzernfinanzierung und durch die Begrenzung finanzwirtschaftlicher Risiken. Die Finanzaktivitäten im HOCHTIEF-Konzern werden auf Basis einer konzernweit gültigen Finanzrichtlinie getätigt. Diese allgemeine Finanzrichtlinie wird durch funktionale, operative Arbeitsanweisungen ergänzt. Sie regeln ebenfalls den Einsatz von Finanzinstrumenten und Derivaten. Diese dürfen nur zur Absicherung von grundgeschäftsbezogenen Positionen abgeschlossen werden. Die Sicherstellung jederzeitiger Liquidität des Konzerns ist oberstes Ziel des Finanzrisikomanagements. Liquidität bedeutet für den HOCHTIEF-Konzern nicht nur Zahlungsfähigkeit im engeren Sinne, sondern auch die langfristige Verfügbarkeit des notwendigen finanziellen Spielraums für das Grundgeschäft (zum Beispiel Sicherheiten-Management/Avale). Die Sicherstellung jederzeitiger Liquidität verlangt daher die gesamthafte Steuerung aller finanziellen Ressourcen des Konzerns inklusive seiner Bonität und damit seiner Finanzierungsfähigkeit. Ein weiteres Ziel ist die Minimierung finanzwirtschaftlicher Risiken für den Unternehmenswert und die Ertragskraft des HOCHTIEF-Konzerns (Währungs-, Zinsänderungs-, Kurs- und Rohstoffpreisrisiken jeglicher Art sowie Kontrahentenrisiken). HOCHTIEF arbeitet mit weitgehend zentralen Liquiditätsstrukturen zur konzernweiten Bündelung von Liquidität (insbesondere dem sogenannten Cash-Pooling), unter anderem zur Vermeidung von Liquiditätsengpässen auf Einzelgesellschaftsebene. Währungsrisiken (im Sinne von Transaktionsrisiken) entstehen bei HOCHTIEF aus Forderungen, Verbindlichkeiten, flüssigen Mitteln und Wertpapieren sowie schwebenden Geschäften in einer anderen als der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft. Zur Absicherung gegen wechselkursbedingte Schwankungen dieser Zahlungen beziehungsweise Positionen werden Währungsderivate, maßgeblich Devisentermingeschäfte, eingesetzt. Zinsrisiken entstehen bei HOCHTIEF durch Finanzpositionen der Aktivseite - im Wesentlichen durch verzinsliche Wertpapiere des Umlaufvermögens. Zinsrisiken auf der Passivseite der Bilanz betreffen insbesondere Finanzverbindlichkeiten. Risiken werden hierbei durch zwei Ansätze minimiert: zum einen durch sogenanntes Natural Hedging, also das Eliminieren von gegenläufigen Zinsrisiken aus originären Finanzinstrumenten auf der Aktiv- und der Passivseite; zum anderen durch den Einsatz von Zinsderivaten. Ausfallrisiken ergeben sich im HOCHTIEF-Konzern aus dem operativen Geschäft sowie aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten. Das Risikomanagement erfolgt bei HOCHTIEF im operativen Geschäft durch die laufende bereichsbezogene Überwachung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Bei Feststellung eines konkreten Ausfallrisikos wird diesem Risiko durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen im notwendigen Umfang Rechnung getragen. Darüber hinaus sind im Konzern die Zuständigkeiten zwischen den Finanz-, Handels- und den korrespondierenden Kontroll- und Abwicklungsaktivitäten strikt getrennt. Bei allen Handelsvorfällen ist mindestens das Vieraugenprinzip verbindlich vorgeschrieben. Die Einhaltung aller Richtlinien und Vorgaben wird regelmäßig durch die interne Revision kontrolliert. Das monatliche Berichtswesen sorgt für die Überwachung und das Monitoring möglicher Finanzrisiken. Es umfasst die Liquiditätsplanung mit einem langfristigen Horizont von 18 Monaten und stellt damit die Grundlage für die Koordination und Sicherstellung des Finanzbedarfs auf Konzernebene dar. In die Liquiditätsplanung geht neben den bekannten Fälligkeiten aus den bestehenden Konzernfinanzierungen auch die Planung hinsichtlich der Liquiditätszu- und -abflüsse ein. Darüber hinaus werden auch die Auswirkungen definierter Stressszenarien auf die Liquiditätspositionen dargestellt. Die wesentlichen Finanzierungsinstrumente der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, bestehend aus drei Unternehmensanleihen, mehreren Schuldscheindarlehen, Privatplatzierungen sowie einer syndizierten Bar- und Avalkreditlinie, beinhalten keine Financial Covenants in der jeweiligen Dokumentation. Dank unseres effizienten Finanzmanagements schätzen wir unsere Finanzrisiken insgesamt als gering ein. Mitarbeiter 1)Alle Mitarbeiter tragen wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg von HOCHTIEF bei. Die Personalstrategie leistet dabei einen wertvollen Beitrag zur Unternehmensstrategie. Obgleich sich der Wettbewerb um gute Mitarbeiter deutlich intensiviert hat, gelingt es HOCHTIEF, den Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern zu decken. Dabei bleibt es unser Ziel, unser positives Image und die Attraktivität als Arbeitgeber für unterschiedliche Zielgruppen und Qualifikationen kontinuierlich weiter auszubauen. Zudem möchten wir die Potenziale unserer Mitarbeiter bestmöglich weiterentwickeln und optimal einsetzen. Sollte es uns gelingen, unsere damit zusammenhängenden Erwartungen zu übertreffen und das Qualifikationsniveau unserer Mitarbeiter signifikant und dauerhaft zu steigern, so wird dies maßgeblich zu einer positiven Geschäftsentwicklung beitragen. Um mögliche Personalrisiken frühzeitig zu erkennen, wurde auf Basis des Risikoleitfadens das Risikomanagement im Personalbereich aufgebaut. Seit Januar 2014 greift diese systematische Erhebung die Hauptrisikogruppen, wie Qualifikations-, Motivations-, Fluktuations- und Nachfolgerisiko, sowie deren mögliche Auswirkungen für HOCHTIEF auf. Die Systematik des Risikomanagements im Personalbereich wird regelmäßig auf neue Risiken hin überprüft und im Bedarfsfall angepasst. Nach den jüngsten Erhebungen stufen wir mögliche Personalrisiken als gering ein. Die Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz unserer Mitarbeiter besitzen höchste Priorität, da jeder Unfall auch menschliches Leid bedeutet. Eine effektive Arbeitssicherheit beugt Projektrisiken vor, da Arbeitsunfälle auch die wirtschaftliche Umsetzung von Projekten negativ beeinflussen. Defizite im Bereich der Arbeitssicherheit können sich zudem negativ auf die Reputation des Unternehmens auswirken. Sämtlichen Unternehmensgrundsätzen liegt als Basis das Prinzip der Sicherheit zugrunde. Detaillierte Gefährdungsbeurteilungen geben bei unseren Projekten und in unseren Büros Aufschluss über Sicherheitsrisiken, denen wir präventiv oder durch gezielte Maßnahmen begegnen. Eine wesentliche nichtfinanzielle Steuerungsgröße ist die Kennzahl "Unfallhäufigkeit": Dies unterstreicht die Bedeutung für HOCHTIEF. Unser Fokus liegt auf der proaktiven Vermeidung von Arbeitsunfällen und arbeitsplatzbedingten Erkrankungen. Regelmäßige Aktionstage, Intranet- und Plakatkampagnen sowie Schulungen schärfen das Bewusstsein unserer Mitarbeiter für Themen rund um Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz. Dies gilt auch für die Vertragspartner und Nachunternehmer, für die wir rechtlich verantwortlich sind. 1) Die Risiken für unsere Gesellschaften und Tätigkeiten bezüglich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz stufen wir insgesamt als gering ein. Risiken aus PensionsverpflichtungenDie Pensionsverpflichtungen bei HOCHTIEF sind zum überwiegenden Teil durch das Planvermögen und die Rückdeckungsversicherungen gedeckt sowie durch werthaltige Vermögenswerte unterlegt. Das Planvermögen setzt sich aus verschiedenen Anlageklassen zusammen, die einer ausgewogenen strategischen Anlagenallokation und einer an den Laufzeiten der Pensionszahlungen sowie an der erwarteten Entwicklung der Pensionsverpflichtungen ausgerichteten Anlagenstruktur folgen. Dadurch ist HOCHTIEF in der Lage, mögliche Schwankungen an den Kapitalmärkten, die den Wert des Planvermögens und die Deckungslücke zu den Pensionsverpflichtungen beeinflussen, zu kompensieren. Zudem kann die Veränderung von Bewertungsparametern, wie des Abzinsungssatzes oder der Lebenserwartung, zu einer Erhöhung der versicherungsmathematisch ermittelten Pensionsverpflichtungen führen. Risiken aus den Pensionsverpflichtungen von HOCHTIEF werden als gering eingestuft. Risiken aus Projekten, Beteiligungen, Rechtsstreitigkeiten, behördlichen Verfahren und Ansprüchen DritterIn unserem klassischen Baugeschäft bilden Projekt- und Vertragsrisiken eine wesentliche Kategorie des Risikomanagements. So zählen technische Risiken, die etwa aus komplexen geologischen Gegebenheiten bei Bauprojekten resultieren, zu den Herausforderungen unseres Geschäfts. Diesen Risiken begegnen wir mit der technischen Kompetenz und langjährigen Projekterfahrung unserer spezialisierten Mitarbeiter. Allen Projekten sind Kalkulationsrisiken immanent, und auch die Bewertung von projektspezifischen Nachträgen birgt Risiken, die kontinuierlich überprüft werden. Aus den Geschäftsfeldern außerhalb des Baugeschäfts - insbesondere Minengeschäft, Public-Private-Partnership und Dienstleistungen - resultieren ebenfalls Risiken, die es zu überwachen gilt, etwa eine veränderte Nachfragesituation.
1)
Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Arbeitssicherheit ab Seite 100. Als international tätiger Baukonzern ist HOCHTIEF auch mit einer Vielzahl rechtlicher Risiken konfrontiert. Compliance ist ein wesentlicher Baustein unserer Unternehmensgrundsätze. Dennoch sind wir als internationaler Baukonzern im Rahmen unserer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit einer Reihe von Risiken im Zusammenhang mit Gerichtsverfahren, Ansprüchen und behördlichen Verfahren ausgesetzt, auch wenn es unser Ziel ist, gerichtliche Auseinandersetzungen so weit wie möglich zu vermeiden. Der Ausgang von Rechtsstreitigkeiten und behördlichen Verfahren lässt sich meist nur schwer vorhersagen. Durch die frühzeitige Einbindung der Rechtsabteilungen im Vorfeld gerichtlicher Auseinandersetzungen, den Einsatz spezialisierter Inhouse-Teams bei der Begleitung solcher Verfahren sowie die Mandatierung erfahrener Kanzleien stellen wir jedoch sicher, dass die Prozessrisiken so weit wie möglich reduziert werden. Neben den Kosten und Aufwendungen für die Verfahren selbst können wir nicht ausschließen, dass in einzelnen dieser Verfahren negative Entscheidungen ergehen. Für laufende Verfahren werden auf Basis des geschätzten Risikos Rückstellungen gebildet. Wir gehen davon aus, dass diese getroffene bilanzielle Vorsorge ausreichend ist. In der Division HOCHTIEF Americas ergeben sich für das Projekt Autobahn C-470 in Colorado, USA, Risiken aus Planungsproblemen, die erhebliche Auswirkungen auf das Projekt haben. Das Flatiron-Projekt beinhaltet die Erweiterung durch mautpflichtige Schnellfahrspuren in beide Richtungen und den Neubau/Ausbau von Brücken für einen rund 20 Kilometer langen Abschnitt der Autobahn C-470 sowie die Sanierung des Autobahnkreuzes mit der Interstate 25. Flatiron realisiert - gemeinsam mit Partnern - das Projekt New Champlain Bridge Corridor in Montreal, Kanada, ein Joint Venture für den Bau einer neuen Brücke über den Sankt-Lorenz-Strom. Ein Kranfahrerstreik im Jahr 2018 und mehrere Probleme im Rahmen der Planung des Projekts führten zu Beeinträchtigungen beim Bau der neuen Brücke. Besprechungen und Verhandlungen mit Eigentümer und Planer sind im Gange. Die Vertragsvermögenswerte enthalten einen Betrag in Höhe von 1,15 Mrd. australischen Dollar (31. Dezember 2018: 1,15 Mrd. australische Dollar) im Zusammenhang mit dem Projekt Gorgon LNG Jetty and Marine Structures. Das Projekt wird von CPB Contractors Pty Ltd (CPB), einer 100-prozentigen Tochter von CIMIC, und deren Konsortialpartnern Saipem SA und Saipem Portugal Comercio Maritime LDA (Saipem und CPB zusammen bezeichnet als "das Konsortium") für Chevron Australia Pty Ltd (Chevron) durchgeführt (Gorgon-Vertrag). Am 9. Februar 2016 übermittelte das Konsortium Chevron eine förmliche Mitteilung über eine Meinungsverschiedenheit ("Notice of Dispute") im Zusammenhang mit dem Gorgon-Vertrag hinsichtlich der Nachtragsforderungen. Im Anschluss an einen obligatorischen Verhandlungszeitraum leiteten die Parteien - wie im Gorgon-Vertrag vorgeschrieben - ein privates Schiedsverfahren ein (Chevron-Schiedsverfahren). Seit Dezember 2016 wird das Chevron-Schiedsverfahren in Übereinstimmung mit den Vertragsbedingungen fortgesetzt. Die abschließenden Stellungnahmen wurden am 6. und 7. November 2019 eingereicht und ein Schiedsspruch wird für Ende 2020 erwartet. Zudem läuft, gemäß entsprechenden Bestimmungen in der Konsortialvereinbarung, ein Schiedsverfahren gegen Saipem zur Geltendmachung ausstehender Forderungen. Das Schiedsverfahren wird gemäß den Vertragsbedingungen fortgesetzt: Die Schiedsrichter wurden ernannt und es wurden verfahrensleitende Anordnungen erlassen. Die Anhörungen mit anschließendem Schiedsspruch beginnen voraussichtlich 2020. Darüber hinaus gibt es weitere Projekte, in denen Nachtragsforderungen gegenüber dem Auftraggeber existieren. Die Durchsetzung und Realisierung dieser Forderungen besitzen höchste Priorität. Im Jahr 2014 hat CIMIC eine Risikovorsorge für Ausfallrisiken bei Projektforderungen für Projektrisiken in Höhe von 458 Mio. Euro (675 Mio. australische Dollar) gebildet, die bis zum Jahresende 2019 entsprechend fortgeschrieben wurde. Im Februar 2012 informierte CIMIC die australische Wertpapierbörse (ASX), dass man der australischen Bundespolizei (AFP) einen möglichen Verstoß gegen die eigenen Ethikrichtlinien durch Mitarbeiter von Leighton International gemeldet habe. Die AFP untersucht die internationalen Aktivitäten des Konzerns. Im März 2014 gab die australische Regulierungsbehörde ASIC bekannt, dass sie eine förmliche Untersuchung in Bezug auf die genannten Ermittlungen der AFP eingeleitet habe. Inzwischen hat die ASIC CIMIC informiert, dass sie ihre Untersuchung abgeschlossen habe und keine weiteren Schritte unternehmen werde. Ferner hat CIMIC Kenntnis erhalten, dass die britische Strafverfolgungsbehörde (Serious Fraud Office, SFO) und das US-Justizministerium Untersuchungen in Zusammenhang mit diesem Sachverhalt führen. Das SFO hat Strafanzeige gegen einzelne Personen und gegen ein Unternehmen gestellt. Bei keiner dieser Personen handelt es sich um Mitarbeiter von CIMIC, und das Unternehmen gehört nicht zur CIMIC-Gruppe. Diese Gerichtssachen werden ab dem 6. Januar 2020 vor dem britischen Strafgerichtshof (Crown Court) verhandelt. CIMIC kooperiert auch weiterhin mit der AFP, kann jedoch keine Aussage darüber treffen, wann die Ermittlungen abgeschlossen sein werden. In der Division HOCHTIEF Europe bestehen Risiken für das Offshoreprojekt Global Tech I aus noch nicht vom Auftraggeber genehmigten Nachträgen und aus einer Schadenersatzforderung des Kunden. Der Vertrag wurde vom Auftraggeber 2014 gekündigt. Das außergerichtliche Streitbeilegungsverfahren dauert unverändert an. Im Tunnel Rastatt, der von einer Arbeitsgemeinschaft als ein Teilprojekt der Ausbau-/Neubaustrecke Karlsruhe - Basel für die DB Netz AG errichtet wird, kam es im August 2017 zu einer Havarie des teilweise hergestellten Tunnels mit nachfolgender Sperrung der Rheintalbahn. Zur Klärung der Ursachen und Verantwortlichkeiten haben sich die Arbeitsgemeinschaft und die DB Netz AG auf ein außergerichtliches Streitbeilegungsverfahren verständigt, das noch andauert. Im Zusammenhang mit dem Wasserkraftprojekt Alto Maipo in Chile ist ein Schiedsgerichtsverfahren anhängig, bei dem beide Seiten Schadensersatzansprüche wegen der im Juni 2017 erfolgten Kündigung des Bauvertrags geltend machen. Für die Zukunft können wir nicht ausschließen, dass in Einzelfällen Wertberichtigungen auf unsere Beteiligungen sowohl im Konzernabschluss als auch im Jahresabschluss von HOCHTIEF notwendig sein können. Das Risiko aus Projekten, Beteiligungen, Rechtsstreitigkeiten, behördlichen Verfahren und Ansprüchen Dritter stufen wir auf Basis der vorherigen Ausführungen insgesamt als gering ein. Compliance 1)Unser Compliance-System 2) hat das Ziel, Korruptions- und Kartellrechtsverstöße bereits im Vorfeld zu verhindern. Dies geschieht nicht nur durch regelmäßige Schulungen unserer Mitarbeiter, sondern auch durch die Einführung geeigneter Prozesse und systematischer Kontrollen. So ist es die Aufgabe der Compliance-Organisation, solche organisatorischen Vorkehrungen zu treffen, die geeignet sind, ein regelgerechtes Verhalten des Unternehmens, seiner Organe und Mitarbeiter gegenüber geltendem Recht sicherzustellen. Die Risiken im Zusammenhang mit Compliance stufen wir daher als gering ein. Menschenrechte 1)Auch unsere Bemühungen im Bereich Menschenrechte zielen darauf ab, Verstöße gegen die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht zu verhindern. Um wesentliche menschenrechtliche Risiken im Baugeschäft evaluieren zu können, wurden im Berichtsjahr Analysen für das operative Geschäft durchgeführt - aus den Erkenntnissen werden Maßnahmen umgesetzt. So wurden interne Schulungen aufgesetzt und die Einführung eines Human Rights Committees vorangetrieben. Um Risiken bei der Einhaltung von Menschenrechten zu bewerten, ist seit einigen Jahren ein Basis-Check zu Menschenrechten für Projektaudits etabliert. Die Risiken im Zusammenhang mit Menschenrechten stufen wir als gering ein.
1)
Die Inhalte dieses Abschnitts sind nicht Bestandteil der gesetzlichen Jahres- und
Konzernabschlussprüfung, sondern werden einer gesonderten betriebswirtschaftlichen
Prüfung nach ISAE 3000 mit begrenzter Sicherheit durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
unterzogen. ProcurementDas Beschaffungsmanagement von HOCHTIEF stellt sicher, dass leistungsfähige Geschäftspartner - Nachunternehmer und Lieferanten - ausgewählt werden. Ständige Marktbeobachtung und enge Kontakte zu Nachunternehmern und Lieferanten sowie Institutionengarantieren, dass wir Veränderungen im Beschaffungsmarkt zeitnah erkennen und entsprechend auf sie reagieren können. Obwohl HOCHTIEF mit einigen Geschäftspartnern hohe Umsätze generiert und bestimmte Leistungen nur von wenigen Geschäftspartnern erbracht werden können, bestehen keine wesentlichen geschäftskritischen Abhängigkeiten. Mit einer detaillierten Präqualifikation unserer Geschäftspartner im Vorfeld und Bewertungen aus abgeschlossenen Projekten erhalten wir sowohl aus technischer wie auch aus kaufmännischer Sicht eine fundierte Übersicht der Leistungsfähigkeit unserer Geschäftspartner. So werden Ausfallrisiken minimiert und Handlungsalternativen geschaffen, um die an uns gestellten Anforderungen unserer Kunden bestmöglich erfüllen zu können. Die Verfügbarkeit von Ressourcen spielt eine bedeutende Rolle für die Beschaffung von HOCHTIEF. Darum legen wir einen besonderen Fokus auf Ressourcen, die zunehmend knapper werden - im Materialbereich beispielsweise die Basismaterialien Kies und Sand, aber auch die Verfügbarkeit von Handwerksfirmen, etwa im Bereich Technische Gebäudeausstattung oder Trockenbau. Der erwartbaren Verknappung begegnen wir durch vorausschauendes Einkaufsmanagement. Die Beschaffungsrisiken von HOCHTIEF stufen wir insgesamt als gering ein. Regulatorisches UmfeldEin hoher Internationalisierungsgrad sowie die Geschäftstätigkeit von HOCHTIEF beinhalten Risiken, die sich durch regulatorische Änderungen, insbesondere in den Bereichen Steuern und Umweltschutz, äußern. Derartige Risiken können unsere wesentlichen Steuerungskennzahlen beeinflussen und Auswirkungen auf die Ergebnissituation haben, insbesondere bei Projekten mit mehrjährigen Laufzeiten. HOCHTIEF beobachtet kontinuierlich nationale und internationale regulatorische Initiativen und sich daraus abzeichnende mögliche Änderungen für HOCHTIEF in den verschiedenen Märkten. Aktuell sehen wir keine bedeutsamen regulatorischen Risiken für HOCHTIEF und stufen das Risiko daher als gering ein. Informationssicherheit und DatenschutzIT-Risiken begegnet HOCHTIEF durch eine fachlich versierte Abteilung und die intensive Zusammenarbeit mit kompetenten Dienstleistern. Innerhalb unserer Dienstleistungsverträge werden die IT-Servicebereiche in Leistungsscheinen deutlich gegliedert. Fachliche Anforderungen an Verfügbarkeit und Vertraulichkeit werden durch die Vorgabe von messbaren Zielgrößen erfüllt. Im Bereich der relevanten betriebswirtschaftlichen Systeme wurde auf eine hohe Verfügbarkeit geachtet. Der Einsatz moderner Hard- und Softwaretechnik sowie Zugangs- und Zutrittskontrollen gewährleisten den Schutz der Daten vor unerlaubtem Zugriff. So befinden sich die wesentlichen Daten in unterschiedlichen Brandabschnitten zertifizierter Rechenzentren. In regelmäßigen externen Penetrationstests wird die Zuverlässigkeit unserer Firewall-Systeme gegen Angriffe aus dem Internet überprüft. Für vertrauliche Daten und Vorgänge, unter anderem für die Datenspeicherung und den E-Mail-Austausch, werden technische oder organisatorische Maßnahmen, zum Beispiel Verschlüsselungssysteme, angewandt. Auch verfolgen wir das Thema Cyberkriminalität aufmerksam, passen unsere Systeme kontinuierlich der geänderten Bedrohungslage an und führen entsprechende Mitarbeitersensibilisierungen durch. Die Richtlinie zur IT-Sicherheit, die für die Divisions HOCHTIEF Europe und HOCHTIEF Americas gilt, wird mit Unterstützung von Experten kontinuierlich weiterentwickelt und durch Audits im In- und Ausland verifiziert. Unsere Tochtergesellschaft CIMIC in der Division HOCHTIEF Asia Pacific setzt eigene Informations- und Kommunikationssysteme sowie entsprechende Richtlinien ein, die im Einklang mit den geltenden HOCHTIEF-Richtlinien stehen. Dadurch werden die Anforderungen an Sicherheit, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit der Daten gewährleistet. Unsere Dienstleister stellen zudem in Zusammenarbeit mit dem Datenschutzbeauftragten des Konzerns sowie den jeweiligen Datenschutzbeauftragten der Gesellschaften sicher, dass personenbezogene Daten ausschließlich nach den gesetzlichen Regeln verarbeitet werden. Soweit erforderlich, erfolgt dies auf der Basis von Vereinbarungen zur Auftragsdatenverarbeitung. HOCHTIEF hat die Standards für den Umgang mit personenbezogenen Daten in der Division HOCHTIEF Europe in der Konzernrichtlinie Datenschutz festgelegt. Datenschutzkoordinatoren unterstützen die Geschäftsleitungen bei der Einhaltung der Verpflichtungen aus der EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) sowie der Konzernvorgaben. Die Mitarbeiter werden in Schulungen zum Datenschutz sensibilisiert und die Einhaltung wird regelmäßig in Audits überprüft. Bisher gab es bei HOCHTIEF keine nennenswerten Schadensfälle im IT- und Datenschutzbereich. Wir schätzen die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Sicherheitsvorfalls beziehungsweise eines Datenschutzvorfalls aufgrund der ergriffenen Maßnahmen trotz der generellen Risikolage insgesamt als gering ein. Umwelt 1)Die Geschäftstätigkeit von HOCHTIEF hat unmittelbaren Einfluss auf die Umwelt; zugleich ist der unternehmerische Erfolg des Konzerns untrennbar mit den gegebenen Umweltbedingungen verbunden. Wir berücksichtigen durch unser Risikomanagement ökologische und soziale Risiken, die auf die Geschäftstätigkeit von HOCHTIEF direkten oder indirekten Einfluss nehmen, ebenso wie Risiken, die sich für unsere Stakeholder und die Umwelt aus unseren Produkten und Dienstleistungen ergeben oder ergeben können - etwa bezüglich Luft-, Wasser- und Bodenreinheit, Gesundheit oder Artenschutz. In diesem Zusammenhang spielen auch Klimarisiken vor dem Hintergrund der Erderwärmung eine Rolle. In einigen Weltregionen kommt es heute häufiger zu extremen Wetterereignissen wie Stürmen und zunehmenden Niederschlägen, während andernorts verstärkt extreme Hitzewellen und Dürren auftreten. Klimarisiken werden bei HOCHTIEF als durch Klimaereignisse ausgelöste Schadensfälle mit potenziellen negativen Auswirkungen auf die qualitative und quantitative Erreichung von Geschäftszielen definiert. Die Betrachtung von Klimarisiken erfolgt auf zentraler Ebene über den Gesamtkonzern als nichtfinanzielles Risiko. Um die Folgen des Klimawandels für HOCHTIEF insgesamt zu identifizieren und Risiken adäquat zu bewerten, orientieren wir uns hierfür an externen Rahmenwerken, etwa der "Task Force on Climate related Financial Disclosures" (TCFD). So hat HOCHTIEF im Berichtsjahr ein Impulspapier veröffentlicht, das sich mit den wesentlichen Risiken und Chancen seiner Geschäftsaktivitäten auseinandersetzt. Ein darauf aufsetzendes aktuelles Analyseprojekt soll diese Erkenntnisse weiter detaillieren. Auf operativer Ebene betrachten wir Klimarisiken für unsere Bauprojekte. Im operativen Geschäft bilden Klimarisiken einen Bestandteil von Projektrisiken, da sie unmittelbar mit der Projektbearbeitung zusammenhängen. Erhebliche CO2-Emissionen im Baugeschäft entstehen in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette (Scope-3-Emissionen). Hier besteht eine große Verantwortung für das Management von Auswirkungen, zugleich bietet nachhaltiges Handeln eine Chance, einen Klimabeitrag zu leisten. Außergewöhnliche Wetterbedingungen - etwa Starkregen, Flut, Sturm und extreme Hitze oder Kälte - können das Fortschreiten laufender Bauaktivitäten signifikant beeinflussen und eine Verringerung der Produktivität ebenso wie eine Gefährdung der Sicherheit unserer Mitarbeiter und Nachunternehmer sowie Dritter zur Folge haben. Daher ist es für HOCHTIEF von besonderer Bedeutung, in diesem Kontext fortlaufend das Bewusstsein für die Sicherheit bei der Projektdurchführung zu schärfen. Wir nutzen moderne Arbeitsmittel und -methoden für Wetterschutz und Arbeitssicherheit. Unsere Teams setzen sich auf ihren Projekten mit den aktuellen Wetterbedingungen auseinander und treffen Maßnahmen zur Vermeidung von Gefahrensituationen. Das Kostenrisiko aus Schäden, die aufgrund von ungewöhnlichen oder außergewöhnlichen Wetterbedingungen dennoch bei Bauprojekten entstehen können, wird projektbezogen überprüft und typischerweise auf Versicherer transferiert. Ebenso wie die Risikobeurteilung von extremen Wetterbedingungen ist auch die Prävention von Umweltschäden von großer Bedeutung, denn schon kleinere Umweltschadensfälle können sich langfristig negativ auf Umwelt, Mensch und Tier auswirken; auch die Wirtschaftlichkeit von Projekten und die Reputation des Unternehmens können Schaden nehmen. Im Rahmen unseres Umweltmanagements identifizieren wir Gefahrenquellen und berücksichtigen diese in der Planung des Projektablaufs. Die Erfassung und Auswertung von Unfällen im Umweltbereich liefern wichtige Erkenntnisse über Risiken und ermöglichen die Vermeidung potenzieller Umweltschäden durch gezielte Prävention. In den für HOCHTIEF relevanten Märkten zeigt sich eine deutlich steigende Anzahl gesetzlicher Anforderungen, die unter anderem Umweltschutzmaßnahmen beinhalten. Dazu zählen die Einhaltung von Emissionswerten und Energieeffizienz. Wir wollen den gestiegenen Anforderungen gerecht werden und bieten ein umfangreiches Spektrum energieeffizienter Lösungen im Hoch- und Tiefbau an. Die umweltspezifischen Regulierungen können für HOCHTIEF mit steigenden operativen Kosten in den Projekten verbunden sein, die jedoch üblicherweise an den Kunden weitergegeben werden. Daher sehen wir auch an dieser Stelle keine bedeutsamen Risiken für HOCHTIEF. Unter der Berücksichtigung möglicher Auswirkungen sehen wir derzeit keine signifikanten Umwelt- und sozialen Risiken für HOCHTIEF. Aufgrund des Klimawandels entstehen für HOCHTIEF zugleich auch wirtschaftliche Chancen durch sich verändernde Anforderungen und Bedarfe: Bauwerke für erneuerbare Energien, für Hochwasserschutz sowie Wasserver- und -entsorgung, die Wiedererrichtung von durch Extremwetterereignisse beschädigter Infrastruktur ebenso wie Investitionen in widerstandsfähigere Infrastrukturbauwerke bieten neues Geschäftspotenzial. Gebäude und Infrastrukturprojekte orientieren sich überdies immer stärker an nachhaltigen Zertifizierungen. HOCHTIEF bedient diese Märkte und sieht hohes Geschäftspotenzial für weiterführende Aufgaben. Sozialbelange 1)HOCHTIEF arbeitet bei seinen Projekten kontinuierlich eng mit vielfältigen Stakeholdergruppen zusammen, um Ansprüche und Bedarfe vor Ort zu kennen und darauf angemessen reagieren zu können. So gehören Information und Kommunikation der Stakeholder zum regulären Projektmanagement und dienen zugleich der Risikovorbeugung, um etwa Verzögerungen im Projektablauf zu vermeiden. Zudem beschäftigen wir uns mit Sozialrisiken, die sich aus den Geschäftsfeldern des Konzerns ergeben können, etwa in einer Analyse zur Klimaveränderung. Regelmäßige detaillierte Analysen zu Reputation und Image des Konzerns geben zudem Anhaltspunkte zur Wahrnehmung des Konzerns in der Öffentlichkeit. Die Risiken im Zusammenhang mit Sozialbelangen stufen wir als gering ein. Keine wesentlichen Risiken in Bezug auf Nachhaltigkeitsaspekte 1)Wesentliche Risiken, die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsaspekte haben, sehen wir derzeit nicht, daher erwarten wir keine nennenswerten Risiken aus negativen Abweichungen von den Erwartungen unserer wesentlichen Stakeholder. Chancen durch konsequente Fortführung der Strategie/Nachhaltigkeitsstrategie 1)Als technisch ausgerichteter, globaler Infrastrukturkonzern mit Toppositionen in seinen Kernaktivitäten Bau, Dienstleistungen und Konzessionen/Public-Private-Partnership (PPP) und mit Tätigkeitsschwerpunkten in Australien, Nordamerika und Europa verfolgt HOCHTIEF die Strategie, die Stellung in den Kernmärkten weiter zu stärken und Marktwachstumschancen zu verfolgen. Gleichzeitig setzen wir auf cashgestützte Profitabilität und konsequentes Risikomanagement. Unsere Geschäftsbereiche sind flexibel, sodass sich die Unternehmensführung schnell auf veränderte Marktbedingungen einstellen kann. Eine aktive und disziplinierte Kapitalverwendung hat für uns hohe Priorität, und wir wollen unseren Fokus weiterhin auf eine attraktive Aktionärsvergütung sowie Investitionen in strategische Wachstumschancen richten, um so für alle Stakeholder nachhaltig Werte zu schaffen. Mit der konsequenten Vereinbarung von Ökonomie, Ökologie und Sozialem in der gesamten Geschäftstätigkeit verfolgen wir das Ziel, die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu sichern. Dafür richten wir den Blick ganzheitlich auf unsere Geschäftsfelder und operativen Tätigkeiten ebenso wie auf unser Umfeld und die Belange unserer Stakeholder. Unsere Strategie umfasst die folgenden Elemente:
Wir entwickeln diese Elemente kontinuierlich weiter und wollen bestehendes Optimierungspotenzial ausschöpfen. Die damit verbundenen Initiativen werden zusätzliche positive Effekte nach sich ziehen und sich positiv auf die Geschäftstätigkeit von HOCHTIEF auswirken. Unser Nachhaltigkeitsengagement fokussieren wir auf sechs Themenfelder der Nachhaltigkeit. Die Einbindung der Stakeholder in das unternehmerische Handeln von HOCHTIEF ist ein wichtiger Baustein für unseren ganzheitlichen Ansatz. Das aktive Stakeholder-Management zielt darauf, die für uns relevanten Themen zu antizipieren, Geschäftschancen und Marktpotenziale zu nutzen und Risiken zu verringern. Von unserem frühen Engagement für nachhaltiges Bauen profitieren wir im Hoch- ebenso wie im Infrastrukturbau und sehen weiteres Entwicklungspotenzial in unseren Märkten. Chancen auf Basis erfolgreicher Forschung und EntwicklungUnsere Innovationsfähigkeit ist ein wichtiger Treiber für den wirtschaftlichen Erfolg von HOCHTIEF und leistet einen effektiven Beitrag zum nachhaltigen Handeln. HOCHTIEF-Kunden schätzen projektspezifische Sondervorschläge und das technische Fachwissen, durch das wir unsere anspruchsvollen Projekte erfolgreich realisieren können. Die Innovationsorganisation bei HOCHTIEF schafft die Grundlagen dafür, Mehrwert für und durch Innovation zu erzielen - gerade im Bereich des digitalen Bauens. Innovation wird bei HOCHTIEF auch in Zukunft eine sehr hohe Bedeutung haben. Sie hilft uns, die Qualität unserer Arbeit weiter zu steigern und die Wettbewerbsfähigkeit, insbesondere in umkämpften Märkten, zu erhöhen. Die weitere Verbesserung im Innovationsbereich kann positive Auswirkungen auf den geschäftlichen Erfolg ebenso wie die Ausübung der ökologischen und gesellschaftlichen Verantwortung haben. Regulatorische RisikenRechtliche und regulatorische Risiken können aus komplexen Großprojekten resultieren. Zu allen bei HOCHTIEF bekannten Risiken, die sich aus laufenden oder erwarteten Rechtsstreitigkeiten, Rechtsansprüchen und behördlichen Verfahren bei individuellen Großprojekten ergeben, wurde Vorsorge gebildet. Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken durch den VorstandDie Gesamtrisikosituation des Konzerns hat sich im Berichtsjahr 2019 nicht wesentlich verändert. HOCHTIEF wird weiterhin intensiv daran arbeiten, die Risikosituation immer weiter zu optimieren. Dazu wird der Risikomanagementansatz kontinuierlich überprüft und bedarfsweise angepasst, um auf diese Weise eine mögliche Volatilität der wesentlichen Steuerungsgrößen von HOCHTIEF zu vermeiden. Die konsequente Umsetzung unserer konzerneinheitlichen Strategie hilft HOCHTIEF, die sich ergebenden Chancen zu realisieren. Wir gehen davon aus, möglichen Risiken positiv entgegenwirken und so die negativen Auswirkungen auf das unternehmerische Handeln vermeiden oder mildern zu können. Aus derzeitiger Sicht stellen die im vorangegangenen Bericht beschriebenen Risiken aufgrund ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer potenziellen Auswirkungen für HOCHTIEF keine Risiken dar, die den Fortbestand des HOCHTIEF-Konzerns gefährden. Aufgrund unserer Analysen sowie der guten Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2019 schätzen wir die Risikotragfähigkeit von HOCHTIEF weiterhin als robust ein. |
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