HOCHTIEF AktiengesellschaftEssenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022KONZERNBERICHT 2022KOMBINIERTER FINANZ- UND NACHHALTIGKEITSBERICHTDer HOCHTIEF-Konzern auf einen BlickDivision HOCHTIEF AmericasDie Division HOCHTIEF Americas bündelt unsere Bauaktivitäten in den USA und Kanada. Unsere Tochtergesellschaften sind bekannte Player in den Bereichen Hochbau und Infrastruktur: Turner agiert erfolgreich als Nummer 1 im allgemeinen Hochbau in den USA, Flatiron ist gefragt beim Bau von Brücken und Highways (Engineering News-Record 2022). Mehr Informationen finden Sie im Segmentbericht. Division HOCHTIEF Asia PacificIn der Division HOCHTIEF Asia Pacific ist die CIMIC-Unternehmensgruppe tätig, an der HOCHTIEF seinen Anteil 2022 auf 100 Prozent (von 78,6 Prozent) aufgestockt hat. Die operativen Gesellschaften von CIMIC belegen führende Positionen in den Bereichen Infrastrukturbau, Public-Private-Partnerships, und einem breiten Spektrum an Service-Aktivitäten, vor allem in Australien. Mehr Informationen finden Sie im Segmentbericht. Division HOCHTIEF EuropeDie Division HOCHTIEF Europe fasst unsere operativen Gesellschaften in Europa organisatorisch zusammen. Sie agieren in den Bereichen Infrastruktur- und Hochbau sowie Public-Private-Partnerships und decken die Segmente Verkehrs-, soziale und urbane Infrastruktur ab. Auch Ingenieurdienstleistungen, unter anderem für virtuelles Bauen, gehören zum Portfolio. Mehr Informationen finden Sie im Segmentbericht. Abertis-InvestmentHOCHTIEF ist mit 20 Prozent an der Abertis HoldCo, S.A. beteiligt, einem führenden internationalen Mautstraßenbetreiber. Die Gesellschaft betreibt insgesamt etwa 8.000 Mautstraßenkilometer in 15 Ländern, insbesondere in Frankreich, Spanien, USA, Brasilien, Chile und Mexiko. Mehr Informationen finden Sie im Segmentbericht. Konzernbericht 2022KOMBINIERTER FINANZ- UND NACHHALTIGKEITSBERICHTDer vorliegende kombinierte Konzernbericht beinhaltet die Finanz- und Nachhaltigkeitsberichterstattung des HOCHTIEF-Konzerns für das abgeschlossene Geschäftsjahr 2022. Er verdeutlicht die enge Beziehung zwischen ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten sowie ihren Einfluss auf unseren Unternehmenserfolg. Informationen zu diesem BerichtDieser Konzernbericht umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 und folgt dem am 23. Februar 2022 veröffentlichten Bericht zum Geschäftsjahr 2021. Sofern Berichtszeiträume bei der Datenangabe abweichen, Vorjahresvergleiche nicht uneingeschränkt möglich sind oder Betrachtungsgrenzen erreicht werden, weisen wir dies explizit aus. Am 23. Februar 2022 hatte HOCHTIEF ein Übernahmeangebot zum Erwerb der im Streubesitz befindlichen Minderheitsanteile an CIMIC (insgesamt 21,4 Prozent) gegen Zahlung von 22 australischen Dollar je Aktie abgegeben, dies entspricht einer Gegenleistung von 940 Mio. Euro. Nach dem erfolgreichen Abschluss am 10. Juni 2022 beläuft sich die Beteiligungsquote an der CIMIC Group Limited auf nunmehr 100 Prozent. Der Konzernabschluss wurde nach den Vorgaben der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB zu berücksichtigenden handelsrechtlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) erstellt. Die Offenlegung erfolgt mit dem verpflichtenden einheitlichen elektronischen Berichtsformat ESEF (European Single Electronic Format). Zudem wird die delegierte Verordnung zur EU-Klimataxonomie angewendet: In der nichtfinanziellen Erklärung berichtet HOCHTIEF über Art und Umfang seiner nachhaltigen Tätigkeiten im Sinne der Taxonomie-Verordnung. Der Konzernbericht folgt in seiner jährlichen Nachhaltigkeitsberichterstattung den Universal Standards der Global Reporting Initiative (www.globalreporting.org), die im Sinne von § 289d HGB verwendet werden. Die Nachhaltigkeitsberichterstattung umfasst die Aktivitäten der operativ tätigen, vollkonsolidierten Gesellschaften der Divisions HOCHTIEF Americas, HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe zum 31. Dezember 2022 (Turner, Clark Builders, Flatiron, CIMIC Group, CPB Contractors, Leighton Asia, Sedgman, UGL, Pacific Partnerships, EIC Activities, Leighton Properties, Devine Group, HOCHTIEF Solutions, HOCHTIEF Infrastructure, HOCHTIEF Engineering, HOCHTIEF PPP Solutions, HOCHTIEF ViCon sowie Nexplore). Diese Darstellung stimmt grundsätzlich mit den bei den Finanzkennzahlen betrachteten Tochtergesellschaften des HOCHTIEF-Konzerns überein. Zudem berichten wir freiwillig Informationen zu den Emissionswerten unserer Beteiligungsgesellschaften Thiess, Abertis und Ventia, die jedoch nicht Teil der externen Prüfung dieses Berichts sind. Der GRI-Inhaltsindex in diesem Bericht gibt eine Übersicht über die berichteten Informationen und zeigt die Platzierung von Informationen an. Die Inhalte der Nachhaltigkeitsberichterstattung wurden mit begrenzter Sicherheit geprüft, der Vermerk über diese Prüfung ist in diesem Bericht veröffentlicht. Der vorliegende Bericht dient auch als Fortschrittsbericht über die Umsetzung der Prinzipien des UN Global Compact (www.unglobalcompact.org) und wird auf den Internetseiten der Organisation veröffentlicht. Lageberichtsfremde Bestandteile sind entsprechend gekennzeichnet. Die Angaben zu Nachhaltigkeitsthemen beziehen sich auf die für den Konzern relevanten Themen, die das Ergebnis einer im Wesentlichen auf Basis des Nachhaltigkeitsplans 2025 fortgeschriebenen Wesentlichkeitsanalyse sind. Im Zuge der Umsetzung des Nachhaltigkeitsplans erfolgt hierbei die konkrete Projektarbeit und eine damit einhergehende Themenschärfung, wobei wir vielfältige interne sowie externe Stakeholder einbinden und wesentliche Auswirkungen kontinuierlich bewerten. Stakeholderdialoge wurden dementsprechend dezentral und themenbezogen geführt -so wurde im Berichtsjahr etwa eine Kundenbefragung realisiert. Ausgewählte Ziele der Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen wurden den Nachhaltigkeitsthemen von HOCHTIEF zugeordnet und in den Konzernbericht integriert. Eine Erläuterung zu den verwendeten Fachbegriffen finden Sie im Glossar am Ende dieses Konzernberichts. In allen Texten beziehen wir uns grundsätzlich ausdrücklich auf Männer, Frauen und Menschen diversen Geschlechts. Der nächste Konzernbericht wird voraussichtlich im Februar 2024 erscheinen. Zum Bildkonzept in diesem BerichtIm Jahr 2022 lud HOCHTIEF alle Mitarbeitenden ein, sich an einem konzernweiten Fotowettbewerb zu beteiligen und Bilder von aktuellen HOCHTIEF-Projekten einzureichen. Mehrere Hundert Fotos mit vielfältigen Impressionen gingen ein. In diesem Bericht stellen wir die Bilder ausgewählter Preisträger vor, die jeweils zum "Bild des Monats" gewählt wurden. Die weiteren Bilder zeigen aktuelle Projekte aus dem HOCHTIEF-Konzern. Bekenntnis zu Fairness, Nachhaltigkeit und InnovationLangfristige Mitgliedschaften und freiwillige Verpflichtungen sind Ausdruck unseres Anspruchs und unserer Verantwortung. Sie spiegeln auch unser Interesse am Austausch mit vielfältigen Stakeholdern. Zur Nachhaltigkeit bekennen wir uns ausdrücklich und folgen allen gesetzlichen Vorgaben, etwa zur EU-Taxonomie. Unser Unternehmen wurde auch 2022 in etablierten Nachhaltigkeitsratings positiv bewertet und in Indizes aufgenommen. Auf dieser Seite finden Sie einige Beispiele. COMMITMENTS (BEISPIELE)
Weitere Commitments: scrollen
MITGLIEDSCHAFTEN (BEISPIELE)
NACHHALTIGKEITSRATINGS/INDIZES (BEISPIELE 2022)
Auszeichnungen für unsere Projekte (Beispiele) 1Immer wieder werden die exzellente Projektarbeit der HOCHTIEF-Gesellschaften und die Ergebnisse unserer Arbeit durch Auszeichnungen honoriert. Im Folgenden finden Sie einige Beispiele aus dem Berichtsjahr 2022: Division HOCHTIEF Americasscrollen
Division HOCHTIEF Asia Pacificscrollen
Division HOCHTIEF Europescrollen
UNSERE VISION: HOCHTIEF BAUT DIE WELT VON MORGEN.HOCHTIEF ist ein technisch ausgerichteter, globaler Infrastrukturkonzern mit führenden Positionen in seinen Kernaktivitäten Bau, Dienstleistungen und Konzessionen/Public-Private-Partnership (PPP). In diesen Bereichen agieren wir erfolgreich auf der Basis unserer in 150 Jahren gewonnenen Kompetenzen im Entwickeln, Finanzieren, Bauen und Betreiben. Die Tätigkeitsschwerpunkte liegen in Nordamerika, Asien-Pazifik und Europa. Mit innovativen Lösungen und umfassender Projekt- und Ingenieurkompetenz differenzieren wir uns vom Wettbewerb. So steigern wir die Profitabilität des Unternehmens und schaffen nachhaltig Werte für alle Stakeholder -etwa Kunden, Aktionäre und HOCHTIEF selbst. Der Verantwortung gegenüber unseren Kunden, Geschäftspartnern, Aktionären und Mitarbeitern sowie unserem gesellschaftlichen und natürlichen Umfeld sind wir uns stets bewusst und stehen im Dialog mit vielfältigen Stakeholdergruppen. Im Sinne der Zukunftsfähigkeit fördern wir konsequent das Zusammenspiel von Ökonomie, Ökologie und Sozialem. 150 Jahre HOCHTIEFVoller Stolz blickt HOCHTIEF im Jahr 2023 auf 150 Jahre Unternehmensgeschichte zurück. Zugleich geht der Blick in die Zukunft: Denn wir haben ambitionierte Pläne und werden auch weiterhin die Welt von morgen bauen! Die erfolgreiche Unternehmensgeschichte spiegelt zugleich stets auch die Entwicklungen ihrer Zeit. Jede Epoche, jede Dekade verlangte und erschuf eigene Bauleistungen -herrschaftliche Gründerzeitbauten, moderne Industrieanlagen, zukunftsweisende Infrastrukturprojekte, sagenhafte Wolkenkratzer ... Vom lokalen Bauunternehmen im Frankfurter Raum hat sich HOCHTIEF schnell zum nationalen Anbieter und hin zum internationalen Baukonzern entwickelt. Konstant blieb der unternehmerische Antrieb, immer wieder neue Wege zu gehen. Wir haben zukunftsweisende Bauwerke auf der ganzen Welt realisiert und dabei Neues geschaffen -oft nach den Entwürfen großer Architekten wie Helmut Jahn, Lord Norman Foster und Zaha Hadid. Es entstanden Verbindungen zwischen Ländern und Kontinenten -etwa die Bosporus-Brücke, der Gotthard-Basistunnel und die Öresund-Brücke. Meilensteine unseres Schaffens sind in aller Welt bekannt -rekordhohe Türme wie der Burj Khalifa, meisterhafte Konzertbauten wie die Elbphilharmonie, umjubelte Sportstätten wie das Yankee Stadium. Auf all das sind wir im gesamten Konzern sehr stolz. Voller Innovationskraft und Motivation arbeiten wir jeden Tag daran, unsere Geschichte gemeinsam fortzuschreiben. Auf den folgenden Seiten finden Sie einige ausgewählte Projekte aus der Unternehmensgeschichte. Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Website unter Geschichte - HOCHTIEF. 1878-1879UNIVERSITÄT GIESSEN, DEUTSCHLANDDer erste große Auftrag für das junge Unternehmen der Brüder Helfmann war das Universitätsgebäude in Gießen. Es wurde nach nur einem Jahr Bauzeit fertiggestellt. 1899-1901GETREIDESPEICHER GENUA, ITALIENSeit 1896 firmierte die Gesellschaft als "Actien-Gesellschaft für Hoch- und Tiefbauten". Mit dem Bau von Getreidespeichern im Hafen von Genua führte sie den ersten Auftrag im Ausland aus. 1929-1931ZECHE ZOLLVEREIN, DEUTSCHLANDDie "schönste Zeche der Welt" befindet sich in Essen und ist heute Weltkulturerbe: HOCHTIEF errichtete den markanten Doppelbock-Förderturm der Zentralförderanlage im Bauhaus-Stil. 1934-1936OLYMPIASTADION BERLIN, DEUTSCHLANDDas Stadion wurde zu den Olympischen Spielen 1936 eröffnet. Exponierte Gebäude sind immer auch Teil der Geschichte. Sie können Symbol werden für dunkle und für unbelastete Zeiten. Und sie können über die Jahrzehnte hinweg auch beides vereinen. 1963-1968VERSETZUNG DER TEMPEL VON ABU SIMBEL, ÄGYPTENDie erfolgreiche Rettung der Felsentempel von Abu Simbel war eine internationale Gemeinschaftsleistung unter der Leitung von HOCHTIEF die weltweit verfolgt und bejubelt wurde. 1966-1968OBSERVATORIUM LA SILLA, CHILEDie klare Sicht in 2240 Metern Höhe war ausschlaggebend für den Standort der Sternwarte. Bis heute ist sie eine Hochburg der Astronomie und liefert mit ihren Teleskopen eine Fülle von Daten. 1974-1985FLUGHAFEN JEDDAH, SAUDI-ARABIENDer Flughafen Jeddah war ein bedeutendes Großprojekt für HOCHTIEF. Allein das Terminalgebäude für Mekka-Pilger ist 450000 Quadratmeter groß, das Dach besteht aus Baldachinen. 1991-1995OSTBRÜCKE ÜBER DEN GROSSEN BELT, DÄNEMARKEindrucksvoll ist der 20 Kilometer lange Brückenschlag zwischen den Inseln Fünen und Seeland. Die freie Spannweite beträgt 1 624 Meter, die Pylone sind fast so hoch wie der Eiffelturm. 2001-2013GOTTHARD-BASISTUNNEL, SCHWEIZDer mit 57 Kilometern längste Eisenbahntunnel der Welt stellte höchste Anforderungen an die Ingenieurkunst. Insbesondere das alpine Gestein forderte die Tunnelexperten heraus. 2004-2010BURJ KHALIFA, DUBAIDer Burj Khalifa ist unübertroffen das höchste Gebäude der Welt. Die HOCHTIEF-Tochter Turner verantwortete das Construction-Management für das Bauwerk mit der unverwechselbaren Silhouette. 2007-2016ELBPHILHARMONIE, DEUTSCHLANDErbaut auf den Fundamenten eines ehemaligen Kaispeichers, ist die Elbphilharmonie heute ein markantes Wahrzeichen und kulturelles Highlight der Stadt Hamburg. Fast jedes Bauteil ist ein Unikat. 2016-2020SOFI-STADION, USADie beeindruckende Arena, innovativ und nachhaltig gebaut, dient den Football-Mannschaften Los Angeles Rams und Los Angeles Chargers als Heimstätte und Ist eine beliebte Event-Location. HOCHTIEF-Konzern: Wesentliche Kennzahlenscrollen
Hinweise: Operative Erträge sind bereinigt um nicht-operative Effekte.
1 zugrundeliegende Cashflow-Zahlen, ohne die
außerordentlichen Zahlungen in Höhe von 237 Mio.
Euro für den Vergleich beim Altprojekt CCPP und
für die finale Zahlung beim chilenischen Altprojekt
Liebe Aktionäre und Freunde von Hochtief,Ich freue mich sehr, Ihnen meinen ersten Konzernbericht als Vorsitzender des Vorstands von HOCHTIEF zu präsentieren. HOCHTIEF erzielte im Geschäftsjahr 2022 trotz der Herausforderungen des aktuellen makroökonomischen Umfelds eine solide Leistung. Zu verdanken war dies der harten Arbeit unserer großartigen Teams im gesamten Konzern, unseren gut positionierten Geschäftsbereichen mit ihrer langjährigen lokalen Präsenz in unseren Kernmärkten sowie der Unterstützung unserer Kunden, Nachunternehmer und Lieferanten. 2022 erzielten wir nicht nur ein solides Umsatz- und Gewinnwachstum, sondern auch einen hervorragenden Cashflow und eine weitere Erhöhung unseres Auftragsbestands insbesondere im Hightech-Infrastrukturbereich. Das Risikoprofil unseres Auftragsbestands entwickelt sich weiter positiv. Durch den erfolgreichen Erwerb der Minderheitsanteile an unserer australischen Tochter CIMIC Group Limited erreichte HOCHTIEF außerdem eine deutliche Vereinfachung der Konzernstruktur. Der Umsatz stieg 2022 um 23 Prozent auf 26,2 Mrd. Euro. Der operative Konzerngewinn legte um 15 Prozent auf 522 Mio. Euro zu; der nominale Konzerngewinn belief sich auf 482 Mio. Euro, verglichen mit 208 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2021. Alle Divisions trugen zum Anstieg des operativen Konzerngewinns bei. Die Cashflow-Generierung war in absoluten - und auch in relativen - Zahlen sehr gut. Dank außergewöhnlich guter Cash Conversion lag der zugrunde liegende Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vor Factoring mit 1,2 Mrd. Euro um 452 Mio. Euro über dem Vorjahr. HOCHTIEF beendete das Geschäftsjahr mit einem soliden Nettofinanzvermögen von über 350 Mio. Euro. Bereinigt um die Investition in CIMIC in Höhe von 534 Mio. Euro (ohne die HOCHTIEF-Kapitalerhöhung) und die Übernahme von MACA im Wert von 126 Mio. Euro, würde die Bilanz ein Nettofinanzvermögen von etwas über 1,0 Mrd. Euro ausweisen, was einem Zuwachs um 460 Mio. Euro gegenüber Dezember 2021 entspricht. Eine weiterhin starkes Nettofinanzvermögen ist ein Schlüsselelement unserer Konzernstrategie und ein fester Bestandteil der Verpflichtung in Bezug auf das Investment-Grade-Rating. Der Auftragsbestand des Konzerns beläuft sich auf 51,4 Mrd. Euro, was einem Anstieg um 3,0 Mrd. Euro seit Dezember 2021 entspricht. Mehr als die Hälfte unseres Auftragsbestands (54 Prozent) entfällt auf Projekte in Nordamerika, gefolgt vom asiatisch-pazifischen Raum (38 Prozent) und Europa (8 Prozent). Die Umsetzung unserer Strategie zur weiteren Verbesserung des Konzernrisikoprofils hat dazu geführt, dass die risikoärmeren Verträge unter Einbeziehung verbesserter Mechanismen zur Risikoteilung nun nahezu 80 Prozent unseres Auftragsbestands ausmachen. Vor fünf Jahren lag dieser Wert noch bei rund 65 Prozent. Das Ziel des Konzerns besteht in der Erzielung nachhaltiger cashgestützter Gewinne, um eine attraktive Aktionärsvergütung und Mehrwert für alle Stakeholder bieten zu können. Globale Megatrends wie Klimawandel, Digitalisierung, Demografie, Urbanisierung und Standortverlagerungen führen zu einem starken Investitionswachstum in bestimmten Bereichen, in denen HOCHTIEF als Key Player gut positioniert ist und für Kunden sowohl im öffentlichen Sektor als auch in der Privatwirtschaft die bestmöglichen Lösungen liefern kann. Ein zentrales Element unserer Unternehmensstrategie ist der weitere Ausbau der Präsenz von HOCHTIEF in den schnell wachsenden Hightech-Infrastrukturmärkten. Dazu gehören erneuerbare Energien, Rechenzentren und Infrastruktur in Verbindung mit dem 5G-Ausbau sowie andere Bereiche wie soziale Infrastruktur und neue Mobilitätskonzepte. Mit unserer ausgeprägten Infrastrukturkompetenz und lokalen Präsenz in wichtigen Kernmärkten können wir diese Wachstumschancen maximieren, indem wir in der Wertschöpfungskette dieser wachstumsstarken Branchen eine starke Wettbewerbsposition aufbauen. Der Auftragseingang überstieg die Marke von 30 Mrd. Euro und lag auf vergleichbarer Basis um 9 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Er entspricht damit mehr als dem 1,0-Fachen der Leistung im Berichtszeitraum. Der Konzern erzielte in mehreren Hightech-Infrastrukturbereichen hohes Wachstum und gewann Projekte in den Bereichen Energiewende, neue Mobilitätskonzepte und Digitalisierung hinzu, darunter scrollen
Eine aktive Bewertung von Optionen in der Kapitalallokation ist ein wesentlicher Bestandteil der Konzernstrategie, um die Diversifizierung, die Vereinfachung und das Wachstum von HOCHTIEF sowie unsere Expertise im Bereich der Hightech-Infrastruktur gezielt voranzutreiben. 2022 wurden bedeutende Investitionen getätigt, darunter auch mehrere Ergänzungsübernahmen: scrollen
Im Juni erzielte HOCHTIEF bei der Vereinfachung der Konzernstruktur große Fortschritte, als wir eine Beteiligungsquote von 100 Prozent an der CIMIC Group Limited erreichten. Dies war das Ergebnis unseres Übernahmeangebots vom 23. Februar 2022 für den Erwerb der 21,4 Prozent im Streubesitz befindlichen Minderheitsanteile an dem australischen Unternehmen. Die Investition in Höhe von 940 Mio. Euro wurde teilweise durch eine im Juni durchgeführte zehnprozentige Kapitalerhöhung von 406 Mio. Euro finanziert. Der verbleibende Investitionsbetrag für die CIMIC-Transaktion wurde inzwischen vollständig durch Fremdmittel sowie mit vorhandenen verfügbaren Barmitteln langfristig refinanziert. Unser Großaktionär ACS unterstützte nicht nur unsere Kapitalerhöhung, sondern erwarb im September auch die 14,5-prozentige HOCHTIEF-Beteiligung von Atlantia. Dadurch erhöhte er seinen Anteil auf 68,0 Prozent beziehungsweise 70,3 Prozent bereinigt um eigene Aktien. Aufgrund der starken Leistung von HOCHTIEF beläuft sich die für das Geschäftsjahr 2022 vorgeschlagene Dividende auf 4,00 Euro je Aktie, verglichen mit 1,91 Euro je Aktie im Jahr 2021. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von ungefähr 65 Prozent des nominalen Konzerngewinns des Berichtsjahres beziehungsweise einem absoluten Betrag von 311 Mio. Euro. Auch zukünftig setzt der Konzern auf eine attraktive Aktionärsvergütung. Die Bereiche Umwelt, Soziales und verantwortungsvolle Unternehmensführung, auch ESG (Environmental, Social and Governance) genannt, sind eine strategische Priorität für die Unternehmensführung. HOCHTIEF verpflichtete sich 2021 dazu, bis 2045 klimaneutral zu sein, und veröffentlichte seinen Nachhaltigkeitsplan 2025. 2022 begannen wir dann mit der Umsetzung unserer umfassenden Strategie. Internationale Fachgruppen kümmern sich nun um die Umsetzung der Commitments des Nachhaltigkeitsplans und erarbeiten beziehungsweise begleiten hierzu konkrete Maßnahmen. In unserem Konzernbericht finden Sie weitere Informationen über die Fortschritte, die wir im letzten Jahr in diesem Bereich erzielt haben -darunter auch Einzelheiten zu unserem Aktionsplan Biodiversität für alle Projekte in ökologisch sensiblen Gebieten. Schon jetzt gehören wir mit unserer Leistung im Bereich Nachhaltigkeit zu den führenden Unternehmen unserer Branche. Die HOCHTIEF-Tochtergesellschaft Turner ist in den USA einmal mehr als größter Anbieter im Bereich Green Building ausgezeichnet worden, während CIMIC in Australien zu den führenden Anbietern von nachhaltigen Infrastrukturprojekten zählt. Insgesamt hat der HOCHTIEF-Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr zertifizierte Green-Building-Projekte im Wert von 11,8 Mrd. Euro abgewickelt. 2022 wurde HOCHTIEF zum 17. Mal in Folge in den international renommierten Dow Jones Sustainability Index aufgenommen. Bei dieser Gelegenheit erhielt HOCHTIEF im Segment "Construction & Engineering" (Bau- und Ingenieurwesen) des Dow Jones Sustainability World Index (DJSI) die weltweit höchste Nachhaltigkeitsbewertung. Auch Ratingagenturen wie Sustainalytics und MSCI bewerten HOCHTIEF positiv. Unsere führende Rolle in den Bereichen Umwelt, Soziales und verantwortungsvolle Unternehmensführung möchten wir weiter ausbauen. All dies fügt sich in unsere kontinuierliche Arbeit zur Erreichung der Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen ein und verdeutlicht ein klares Commitment: Wir wollen das Pariser Abkommen unterstützen und bis 2045 klimaneutral sein, inklusive eines Netto-Null-Ziels für Scope-1- und Scope-2-Emissionen bis 2038. HOCHTIEF feiert in diesem Jahr seinen 150. Geburtstag. Ich bin stolz und dankbar, ein Unternehmen mit einer so langen und reichen Geschichte zu führen. Eineinhalb Jahrhunderte lang haben wir "die Welt von morgen gebaut" und hierzu Gebäude sowie Infrastruktureinrichtungen errichtet und an die Herausforderungen der sich wandelnden Zeiten angepasst. Die aktuelle Transformationsphase steht im Zeichen der Energiewende, der Digitalisierung und neuer Mobilitätskonzepte, die viele Chancen für HOCHTIEF mit sich bringen. Wir werden auch künftig unser Know-how und unsere Kompetenzen zum Nutzen all unserer Stakeholder einsetzen. Wenn ich "wir" sage, denke ich an die fast 37.000 Menschen, die mit ihrem Wissen, ihrer Erfahrung und ihrem vollen Einsatz unser Unternehmen zu dem gemacht haben, was es heute ist. Ihnen gilt mein herzlicher Dank. Wir schauen gemeinsam voller Vertrauen und Tatendrang in die Zukunft und werden die Geschichte von HOCHTIEF fortschreiben. KonzernausblickDie Weltwirtschaft hat aktuell mit erheblichen makroökonomischen Herausforderungen zu kämpfen. HOCHTIEF steuert diesen Herausforderungen aktiv entgegen und ist mit seiner starken, langjährigen Marktstellung, fokussiert auf Nordamerika, Australien und Europa, seiner Diversifizierung nach Regionen und Währungen sowie einem stark risikominimierten und wachsenden Auftragsbestand für die Zukunft gut positioniert. Der Konzern erzielt in mehreren Hightech-Infrastrukturbereichen hohes Wachstum und gewinnt Projekte in den Bereichen Energiewende, neue Mobilitätskonzepte und Digitalisierung. Vorbehaltlich der Marktbedingungen streben wir für 2023 einen operativen Konzerngewinn im Bereich von 510 bis 550 Mio. Euro an.
Ihr Juan Santamaría Cases, Vorsitzender des Vorstands Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionäre,Im Geschäftsjahr 2022 hat der Aufsichtsrat alle ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und dessen Maßnahmen kontinuierlich überwacht. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat sowohl schriftlich als auch mündlich über alle wesentlichen Aspekte der Geschäftsführung unterrichtet, und zwar regelmäßig, umfassend und zeitnah. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben vier ordentliche und zwei außerordentliche Sitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden. Die letzte Sitzung des Jahres wurde in Präsenz durchgeführt, alle vorhergehenden Aufsichtsratssitzungen als Videokonferenz beziehungsweise in hybrider Form, das heißt, zu verschiedenen Sitzungen war eine unterschiedliche Anzahl von Aufsichtsratsmitgliedern auch in Präsenz zusammengekommen. Seine Beschlüsse hat der Aufsichtsrat auf Grundlage umfassender Berichte und Beschlussvorschläge des Vorstands gefasst. Im Gesamtaufsichtsrat und in den Ausschüssen hatte er ausreichend Gelegenheit, sich mit den Vorlagen im Detail zu befassen. Über besonders bedeutende oder eilbedürftige Projekte und Vorgänge hat der Vorstand den Aufsichtsrat auch außerhalb der Sitzungen informiert. Der Aufsichtsrat hat alle nach Gesetz oder Satzung erforderlichen Beschlüsse gefasst. In eilbedürftigen Fällen erfolgte dies im schriftlichen Verfahren. Mit drei Ausnahmen haben sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats während ihrer Amtszeit an allen Sitzungen des Gremiums teilgenommen. Eine individualisierte Übersicht über die Sitzungspräsenz im Aufsichtsrat und in seinen Ausschüssen zeigt die nachfolgende Tabelle. Sowohl die Anteilseigner- als auch die Arbeitnehmervertreter haben die Aufsichtsratssitzungen regelmäßig in getrennten Diskussionen vorbereitet. Zu einzelnen Themen hat sich der Aufsichtsrat ohne Beisein des Vorstands besprochen. Beratungsschwerpunkte. Im Geschäftsjahr 2022 hat sich der Aufsichtsrat mit einer großen Zahl von Themen befasst. Dabei standen die Rentabilität und Liquidität des Konzerns sowie das Übernahmeangebot an die außenstehenden Aktionäre der australischen Tochtergesellschaft CIMIC Group Limited besonders im Vordergrund. Gegenstand der sechs Sitzungen waren insbesondere folgende Themen: In der Bilanzsitzung am 23. Februar 2022 hat sich der Aufsichtsrat vor allem mit dem Jahres- und Konzernabschluss 2021 sowie mit dem vorgenannten Übernahmeangebot befasst. Weiter beriet der Aufsichtsrat über die Tagesordnung sowie die Beschlussvorschläge für die Hauptversammlung im April 2022. Ein weiterer Punkt war die operative Planung und die Finanz- und Bilanzplanung für die Jahre 2022 bis 2024. Der Vorstand erläuterte hierzu die wesentlichen Prämissen für die Planung und gab einen Überblick über bedeutende Entwicklungen im HOCHTIEF-Konzern. Der Aufsichtsrat hat die Planung des Vorstands beraten und zustimmend zur Kenntnis genommen. Des Weiteren befasste sich der Aufsichtsrat mit Nachhaltigkeitsfragen und erweiterte die Aufgaben des Prüfungsausschusses in dieser Hinsicht unter gleichzeitiger Umbenennung des Ausschusses zum Prüfungs-/ Nachhaltigkeitsausschuss. In der Sitzung am 5. Mai berichtete der Vorstand über den Geschäftsverlauf im ersten Quartal. Weiterhin informierte der Vorsitzende des Prüfungs-/Nachhaltigkeitsausschusses über den im Ausschuss ausführlich erörterten Nachhaltigkeitsplan 2025 sowie über die Berichte, die der Chief Compliance Officer und der Leiter der Konzernrevision im Ausschuss erstattet hatten. In der außerordentlichen Sitzung am 8. Juni 2022 erörterte der Aufsichtsrat die Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft unter Ausnutzung des Genehmigten Kapitals II durch Ausgabe von rund sieben Millionen neuen Stückaktien und fasste die hierfür erforderlichen Beschlüsse. In der außerordentlichen Sitzung am 19. Juli 2022 bestellte der Aufsichtsrat Herrn Juan Santamaría Cases als Nachfolger von Herrn Marcelino Fernández Verdes zum Mitglied des Vorstands und Vorstandsvorsitzenden der Gesellschaft. Außerdem befasste sich der Aufsichtsrat mit den wesentlichen Inhalten des beabsichtigten Übernahmeangebots für das australische Unternehmen MACA durch die Tochtergesellschaft CIMIC Group Limited und ermächtigte den Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, die hierfür erforderlichen Verhandlungen seitens HOCHTIEF fortzuführen und abzuschließen. In der Sitzung am 15. September 2022 befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr. Weiterhin beriet er über die Änderungen im Deutschen Corporate Governance Kodex sowie die hierdurch notwendigen Anpassungen in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats, im Kompetenzprofil für den Aufsichtsrat als Gesamtgremium sowie auch in Form der erstmaligen Festlegung einer Qualifikationsmatrix für die Mitglieder des Aufsichtsrats. Außerdem befasste sich der Aufsichtsrat mit der Nachfolge für die aus dem Aufsichtsrat ausscheidende Frau Geibel-Conrad, nachdem der Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats hierzu einen Vorschlag gemacht hatte. Am 3. November 2022 fand die letzte Sitzung des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr statt. In dieser Sitzung besprach der Aufsichtsrat den Geschäftsverlauf in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres. Weiterhin wurde das Gremium über die Erörterungen im Prüfungs-/Nachhaltigkeitsausschuss zum Risikomanagementsystem und den Risikobericht sowie über die Implementierung des Nachhaltigkeitsplans 2025 informiert. Erneut beriet der Aufsichtsrat über die Änderung im Deutschen Corporate Governance Kodex und fasste entsprechende Beschlüsse zur Anpassung der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats und des Kompetenzprofils für den Aufsichtsrat als Gesamtgremium sowie zur Einführung einer Qualifikationsmatrix für die Mitglieder des Aufsichtsrats. Weiter fasste der Aufsichtsrat Beschlüsse über die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG sowie über die Erklärung zur Unternehmensführung. Über die Corporate Governance der Gesellschaft berichtet der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand in der Erklärung zur Unternehmensführung. In der Sitzung hat sich der Aufsichtsrat auch mit der Prüfung der nichtfinanziellen Konzernberichterstattung befasst. Der Abschlussprüfer, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, wurde durch den Aufsichtsrat zum Prüfer für die nichtfinanzielle Berichterstattung im Rahmen des Konzernberichts 2022 (gesonderte betriebswirtschaftliche Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit) bestellt. Der Aufsichtsrat hat vier Ausschüsse gebildet, deren Mitglieder im Kapitel Gremien aufgeführt sind. Die Ausschüsse haben die Aufgabe, die Themen und Beschlüsse der Aufsichtsratssitzungen vorzubereiten. Zum Teil hat der Aufsichtsrat den Ausschüssen auch die Entscheidungskompetenz zu einzelnen Themen übertragen. Die Vorsitzenden der Ausschüsse haben den Aufsichtsrat regelmäßig über die Beratungen und Entscheidungen der Ausschüsse informiert. Präsenz der Aufsichtsratsmitglieder bei Sitzungen 2022 1scrollen
Der Prüfungs-/Nachhaltigkeitsausschuss tagte im Jahr 2022 viermal, und zwar dreimal als Videokonferenz und bei der vierten Sitzung im Jahr 2022 in Präsenz. Bei den Videokonferenzen tagte der Ausschuss insofern in hybrider Form, als dass an den Konferenzen eine unterschiedliche Anzahl von Ausschussmitgliedern in Präsenz gemeinsam teilgenommen hat. Er befasste sich intensiv mit den Quartalsfinanzberichten, dem Halbjahresabschluss, dem Jahresabschluss sowie dem Konzernabschluss. Die Berichte und Abschlüsse haben der Aufsichtsrat beziehungsweise der Ausschuss jeweils vor der Veröffentlichung mit dem Vorstand erörtert. Der Prüfungs-/Nachhaltigkeitsausschuss gab dem Aufsichtsrat eine Empfehlung für dessen Vorschlag an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers und bereitete außerdem die Erteilung des Prüfungsauftrags inklusive der Honorarvereinbarung vor. Zudem erörterte der Ausschuss das Risikomanagementsystem des Konzerns, das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem und den Bericht der internen Revision. Der Chief Compliance Officer berichtete dem Ausschuss in einem ausführlichen Vortrag über die Entwicklung der Compliance-Organisation, einzelne potenzielle Compliance-Fälle und daraus folgende Maßnahmen. Weiterhin befasste sich der Ausschuss mehrfach mit dem Nachhaltigkeitsplan 2025. Ein weiteres regelmäßiges Thema der Sitzungen im abgelaufenen Geschäftsjahr waren die Berichte über wesentliche Projekte der Divisions HOCHTIEF Americas, HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe. Der Aufsichtsrat hat Herrn Dr. Francisco Javier García Sanz im Juli 2022 zum neuen Vorsitzenden des Ausschusses gewählt. Herr Ángel García Altozano hatte zuvor den Vorsitz im Ausschuss einvernehmlich niedergelegt, da er nicht unabhängig vom beherrschenden Aktionär der Gesellschaft ist und unter anderem dies wegen der geänderten Aufnahmekriterien einem Verbleib von HOCHTIEF im SDAX entgegengestanden hätte. Der Personalausschuss hat im Jahr 2022 drei Sitzungen in Form einer Videokonferenz abgehalten. In diesen Sitzungen befasste er sich mit den Details der Vorstandsbezüge und der Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand und fasste die notwendigen Beschlüsse. Zudem bereitete der Personalausschuss die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor und empfahl dem Aufsichtsrat, Herrn Juan Santamaría Cases zum Mitglied des Vorstands und neuen Vorstandsvorsitzenden als Nachfolger von Herrn Marcelino Fernández Verdes zu bestellen. Der Nominierungsausschuss tagte im Geschäftsjahr einmal in Form einer Telefonkonferenz und hat anschließend dem Aufsichtsrat die Zustimmung dazu vorgeschlagen, dass der Vorstand der Gesellschaft beim Amtsgericht Essen den Antrag stellt, Frau Professor Dr. Mirja Steinkamp als Nachfolgerin für die aus dem Aufsichtsrat ausscheidende Frau Patricia Geibel-Conrad zum Mitglied des Aufsichtsrats zu bestellen. Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG wurde 2022 nicht einberufen. Interessenkonflikte. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind nach den Regeln des Deutschen Corporate Governance Kodex und der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats gehalten, unverzüglich offenzulegen, wenn bei ihnen Interessenkonflikte auftreten. Im Berichtsjahr 2022 sind keine entsprechenden Mitteilungen eingegangen. Jahresabschluss 2022. Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, der Konzernabschluss nach IFRS (International Financial Reporting Standards) und der mit dem Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zusammengefasste Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022 sind geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Prüfung führte die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft durch, die von der Hauptversammlung am 27. April 2022 zum Abschlussprüfer gewählt und vom Aufsichtsrat mit der Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses beauftragt worden war. Die Prüfung erfolgte unter Einbeziehung der Buchführung. Darüber hinaus prüfte die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den nichtfinanziellen Konzernbericht und den Nachhaltigkeitsbericht (gesonderte betriebswirtschaftliche Prüfung nach ISAE 3000 mit begrenzter Sicherheit). Die Prüfung durch diesen Abschlussprüfer erfolgte zum vierten Mal nach dem letzten Prüferwechsel. Die für die Durchführung verantwortlichen Wirtschaftsprüfer wechseln entsprechend den gesetzlichen Vorgaben. Verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist im Berichtsjahr Frau Charlotte Salzmann für den Konzernabschluss und für den Jahresabschluss. Die für die Prüfung notwendigen Unterlagen sowie der Konzernbericht, der Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sind allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Sitzung des Prüfungs-/Nachhaltigkeitsausschusses beziehungsweise vor der Bilanzsitzung am 23. Februar 2023 übersandt worden. Der Vorstand hat die Unterlagen zudem in der Sitzung mündlich erläutert. In der Sitzung erörterten die verantwortlichen Wirtschaftsprüfer die wichtigsten Ergebnisse der Prüfung und standen für darüber hinausgehende Auskünfte zur Verfügung. Der Abschlussprüfer hat festgestellt, dass der Vorstand über ein geeignetes Risikofrüherkennungssystem verfügt. Der Prüfungsausschuss hatte sich vor der Sitzung des Aufsichtsrats eingehend mit diesen Unterlagen befasst und anschließend dem Aufsichtsrat die Billigung der Abschlüsse empfohlen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefassten Konzernlagebericht, den Nachhaltigkeitsbericht und die nichtfinanzielle Berichterstattung und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft und keine Einwendungen erhoben. Unter Berücksichtigung der Beratung im Prüfungs-/Nachhaltigkeitsausschuss hat der Aufsichtsrat im Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses durch den Abschlussprüfer zugestimmt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt und damit den Jahresabschluss festgestellt. Er schließt sich dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns an. Bericht gemäß § 312 AktG. Der vom Vorstand gemäß § 312 AktG erstellte Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen ist vom Abschlussprüfer geprüft worden. Dieser Bericht, ebenso wie der entsprechende Prüfungsbericht des Abschlussprüfers, ist allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats übermittelt worden. Die verantwortlichen Wirtschaftsprüfer nahmen an den Besprechungen des Aufsichtsrats über diese Vorlagen teil und erörterten die wichtigsten Ergebnisse der Prüfung. Der Aufsichtsrat hat den Bericht gemäß § 312 AktG geprüft und als in Ordnung befunden. Der Abschlussprüfer hat den Bestätigungsvermerk gemäß § 313 Abs. 3 AktG wie folgt erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen. Personelle Veränderungen im Aufsichtsrat. Frau Patricia Geibel-Conrad hat ihr Amt als Mitglied des Aufsichtsrats mit Wirkung zum 19. Oktober 2022 niedergelegt. Der Aufsichtsrat dankt Frau Geibel-Conrad für die langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit und ihren fachmännischen Rat im Aufsichtsrat und im Prüfungs-/ Nachhaltigkeitsausschuss. Frau Prof. Dr. Mirja Steinkamp ist durch Beschluss des Amtsgerichts Essen zum 19. Oktober 2022 als Nachfolgerin von Frau Geibel-Conrad zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt worden. Unterstützung bei der Amtseinführung (Onboarding). Gemäß Empfehlung D.11 des Deutschen Corporate Governance Kodex soll im Bericht des Aufsichtsrats über durchgeführte Maßnahmen zur Unterstützung von neuen Mitgliedern des Aufsichtsrats bei ihrer Amtseinführung berichtet werden (Onboarding). Zu ihrer Amtseinführung hat Frau Prof. Dr. Steinkamp eine Anzahl von Schlüsseldokumenten erhalten, wie die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat und die Satzung der Gesellschaft. Außerdem wurde sie durch ein persönliches Gespräch mit Führungskräften der Gesellschaft mit der Organisation und Arbeitsweise des Aufsichtsrats vertraut gemacht und hatte hierbei ausführlich die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand, den Unternehmensleitungen sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete Arbeit und ihren tatkräftigen und loyalen Einsatz für den Erfolg des Unternehmens Dank und Anerkennung aus.
Essen, im Februar 2023 Der Aufsichtsrat Pedro López Jiménez, Vorsitzender Der HOCHTIEF-VorstandNikolaus Graf von Matuschka Juan Santamaria Cases Martina Steffen Peter Sassenfeld José Ignacio Legorburo VorstandJuan Santamaría Cases, Vorsitzender des Vorstands,Jahrgang 1978, wurde vom Aufsichtsrat der HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Juli 2022 einstimmig zum neuen Vorstandsvorsitzenden (CEO) von HOCHTIEF gewählt. Zum 20. Juli 2022 trat er die Nachfolge von Marcelino Fernández Verdes an, der das Unternehmen seit November 2012 geführt hatte. Juan Santamaría Cases gehört dem Konzern bereits seit mehr als 20 Jahren an. Er begann seine Karriere 2002 bei ACS nach dem Abschluss seines Bauingenieurstudiums an der Polytechnischen Universität Madrid. Von 2002 bis 2006 bekleidete er verschiedene Positionen als Ingenieur und Projektleiter bei Iridium und Dragados. In den Jahren 2006 bis 201 3 leitete er die Geschäfte von ACS Infrastructure in den USA und Kanada und war anschließend von 2013 bis 2015 als President und CEO für Iridium tätig. Von August 2015 bis Januar 2017 übernahm er das Amt eines Executive Managers bei CPB Australien, ehe er 2017 zum CEO des Industrie- und Dienstleistungsunternehmens UGL ernannt wurde. Von September 2017 bis Februar 2020 fungierte er als Geschäftsführer der in Australien, Neuseeland und Asien tätigen Unternehmen CPB Contractors und Leighton. Zuletzt war er von Februar 2020 bis Mai 2022 als CEO von CIMIC tätig, seit November 2020 ist er Executive Chairman von CIMIC. Im Mai 2022 wurde er zum CEO der ACS Group ernannt. José Ignacio Legorburo,Jahrgang 1965, ist seit Mai 2014 Mitglied des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft in Essen. Dort ist er Chief Operating Officer (COO) und verantwortet in der Division Europe die Beteiligungsgesellschaften Infrastructure und Engineering. Im Mai 2014 wurde Legorburo zum Vorstandsmitglied und Chief Operating Officer (COO) der HOCHTIEF Solutions AG ernannt. In mehr als 25 Jahren Tätigkeit innerhalb der europäischen Baubranche leitete er zuvor als European Managing Director die ACS-Bautochter Dragados und weitete deren Geschäft innerhalb Europas, mit Fokus auf Großbritannien, aus. Außerdem führte er weitere Einheiten von ACS, zum Beispiel die Hochbausparte des Bauunternehmens Vias. Zuvor war er seit 1989 im ACS-Konzern als Bauingenieur und Projektleiter, später als Managing Director aktiv. Legorburo hat Bauingenieurwesen an der Universität in Madrid studiert. Nikolaus Graf von Matuschka,Jahrgang 1963, ist seit Mai 2014 Mitglied des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft in Essen. Dort verantwortet er die Bereiche PPP, Real Estate und Internal Services und ist zudem für die Konzernabteilung IT und damit für das Thema IT-Sicherheit zuständig. Er war von November 2015 bis September 2021 Arbeitsdirektor und bis Mai 2021 verantwortlich für das Thema Nachhaltigkeit/Corporate Responsibility im HOCHTIEF-Konzern. Nikolaus Graf von Matuschka ist seit 1998 für HOCHTIEF in wechselnden Managementpositionen tätig und war für verschiedene Segmente und Regionen des Europageschäfts von HOCHTIEF direkt verantwortlich. Seit Februar 2013 ist er Vorstandsmitglied der HOCHTIEF Solutions AG, im Mai 2014 wurde er dort zum Vorstandsvorsitzenden (CEO) berufen. Graf von Matuschka ist Industriekaufmann und verfügt über ein Wirtschaftsdiplom Betriebswirt (VWA) sowie den Bachelor of Business Administration B. B.A. der Universität Hogeschool van Utrecht. Peter Sassenfeld, Finanzvorstand,Jahrgang 1966, ist seit November 2011 Mitglied des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft in Essen. Als Finanzvorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist er für die Konzernabteilungen Mergers and Acquisitions, Controlling, Finanzen, Capital Markets Strategy/Investor Relations, Rechnungswesen und Steuern sowie Versicherungen zuständig. Seit Juli 2015 ist er zudem Finanzvorstand der HOCHTIEF Solutions AG. Peter Sassenfeld studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität des Saarlandes. Nach seinem Studium arbeitete er zunächst in verschiedenen Managementpositionen bei Mannesmann im In- und Ausland. Anschließend leitete er die weltweiten Mergers- und Acquisitions-Aktivitäten des Bayer-Konzerns in Leverkusen. Seit Oktober 2005 war er für die KraussMaffei Group in München tätig, ab Februar 2007 als Finanzvorstand der KraussMaffei AG. Im Mai 2010 übernahm Sassenfeld den Finanzvorstand der Ferrostaal AG in Essen. Martina Steffen,Jahrgang 1970, ist seit September 2021 Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektorin der HOCHTIEF Aktiengesellschaft in Essen. Sie verantwortet das Personalressort des Konzerns und als Chief Sustainability Officer den Bereich Nachhaltigkeit. Seit Oktober 2021 ist sie ebenfalls Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektorin der HOCHTIEF Solutions AG. Martina Steffen ist bereits seit 1989 für HOCHTIEF in wechselnden Positionen tätig. Seit August 2009 leitet sie die Konzernabteilung Personal der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und im Mai 2021 hat sie zusätzlich die Aufgabe des Chief Sustainability Officer für die HOCHTIEF-Gruppe übernommen. Davor war sie in verschiedenen Funktionen im IT- und Personalbereich im HOCHTIEF-Konzern tätig. Martina Steffen ist Datenverarbeitungskauffrau und verfügt über ein Wirtschaftsdiplom Informatik-Betriebswirtin (VWA). HOCHTIEF am KapitalmarktEntwicklung der europäischen AktienmärkteDas Jahr 2022 begann für Europas Aktienmärkte schwächer, denn ein Anstieg der Inflation und der Zinserwartungen schmälerte die Attraktivität von Aktien als Anlageklasse. Höhere geopolitische Risiken und der Anstieg der Energiepreise aufgrund der Sanktionen gegen Russland nach dessen Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar 2022 haben die Stimmung weiter belastet. Die Energiepreise beschleunigten den steigenden Inflationstrend weiter auf ein hohes Niveau und in einem noch nie da gewesenen Tempo. Die Bemühungen der Zentralbanken, die Inflation durch mehrere deutliche Zinserhöhungen einzudämmen, erhöhten die Risiken einer globalen Rezession in den Industrieländern und belasten damit auch die Ertragsaussichten mit Blick auf das Jahr 2023. Im vierten Quartal 2022 gab es erste Anzeichen für eine Abschwächung der Inflation und die Konjunktur entwickelte sich weiterhin relativ robust; dies ließ Investoren auf eine vergleichsweise moderate wirtschaftliche Abkühlung hoffen, während die Zentralbanken an ihrer Inflationsbekämpfung festhalten. Dass die Investoren Deutschland eine höhere Abhängigkeit von russischen Energieimporten bescheinigten, war für deutsche Aktienindizes im europäischen Vergleich eine zusätzliche Belastung. Darüber hinaus entwickelten sich die Aktienindizes für kleine und mittlere Unternehmen (Small und Mid Caps) wegen der geringeren Diversifizierung und der höheren Zinssensitivität nach jahrelanger Outperformance schlechter. Der DAX fiel im Gesamtjahr 2022 um 12 Prozent (2021: +16 Prozent), der SDAX verlor 27 Prozent (2021: +11 Prozent) und der Sektorindex STOXX Europe 600 Construction & Materials verzeichnete einen Rückgang von 21 Prozent (2021: +31 Prozent). Kursentwicklung der HOCHTIEF-AktieZum Jahresende schloss die HOCHTIEF-Aktie bei 52,68 Euro. Einschließlich der Dividende in Höhe von 1,91 Euro je Aktie betrug der Total Shareholder Return 2022 somit -23 Prozent und lag damit über der Performance des SDAX. Total Shareholder Return nach Quartalen in Prozent (2022)
HOCHTIEF-Aktie: Kennzahlenscrollen
1 Per Jahresende
AktionärsvergütungDie für das Geschäftsjahr 2022 vorgeschlagene Dividende von 4,00 Euro je Aktie entspricht einer Ausschüttungsquote von 65 Prozent des nominalen Konzerngewinns beziehungsweise absolut 311 Mio. Euro. Auch zukünftig setzt der Konzern auf eine attraktive Aktionärsvergütung. AktionärsstrukturInfolge einer 10-prozentigen Kapitalerhöhung gegen Bareinlage unter Ausschluss des Bezugsrechts am 8. Juni erhöhte sich die Gesamtzahl der ausgegebenen HOCHTIEF-Aktien im Laufe des Jahres 2022 auf 77,7 Millionen Aktien gegenüber 70,6 Millionen Aktien Ende 2021. ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A., Madrid (Spanien), wurden 85 Prozent der Gesamtzahl der neuen Aktien zugeteilt. Nach der Kapitalerhöhung belief sich der Anteil der Aktien im Streubesitz Ende 2022 auf 28,7 Prozent gegenüber 30,1 Prozent Ende 2021. Am 15. September 2022 gab unser Großaktionär ACS den Erwerb von weiteren Aktien im Umfang von 14,5 Prozent des Grundkapitals von HOCHTIEF bekannt; dabei handelt es sich um eine Beteiligung, die zuvor Atlantia gehalten hatte. Damit erhöhte ACS seine Beteiligungsquote von 50,4 Prozent Ende 2021 auf 68,0 Prozent beziehungsweise 70,3 Prozent bereinigt um eigene Aktien. HOCHTIEF hielt zum Jahresende 2.522.676 eigene Aktien (gegenüber 2.525.851 per Ende 2021); das entspricht 3,3 Prozent des Grundkapitals.
1 ACS Actividades de Construcción y
Servicios, S.A., Madrid
AnalystenDas hohe Maß an Diversifikation und die starke Marktposition von HOCHTIEF in den entwickelten Märkten werden von den Analysten weiterhin honoriert. Zum Jahresende verzeichnete HOCHTIEF drei Kauf- und sechs Halteempfehlungen. Verkaufsempfehlungen wurden nicht abgegeben. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten lag zum Jahresende bei 63 Euro je Aktie. Zu diesem Zeitpunkt entsprach das einem Aufwärtspotenzial von zirka 20 Prozent. Die aktuellen Bewertungen und das durchschnittliche Kursziel der Analysten finden Sie auf unserer Internetseite (www.hochtief.de/investor-relations/hochtief-aktie). Ratingverteilung der Analysten (zum 31.12. in %)
KapitalmarktkommunikationDie transparente und zeitnahe Kommunikation mit dem Markt hat für das HOCHTIEF-Management und die Abteilung Capital Markets Strategy/Investor Relations hohe Priorität. 2022 haben wir an einer Reihe internationaler Investorenkonferenzen teilgenommen, sowohl virtuell als auch in Präsenz, und dem Markt unsere Quartalsergebnisse regelmäßig in Telefonkonferenzen vorgestellt. Auf unserer Investor-Relations-Website stellen wir alle Dokumente, die zu den Quartalsergebnissen veröffentlicht werden, sowie weitere für die Aktionäre relevante Informationen zur Verfügung. HOCHTIEF für starke Nachhaltigkeitsleistung ausgezeichnet2022 wurde HOCHTIEF einmal mehr für seinen Beitrag zum Klimaschutz ausgezeichnet und erzielte im CDP-Klimaranking erneut den Score "B" (2021: "B"), was gemäß CDP-Kriterien dem Managementstatus entspricht. Beim Corporate Sustainability Assessment für das Dow-Jones-Sustainability-Rating von S&P Global erzielte HOCHTIEF weltweit den zweiten Platz in der Branche "Construction & Engineering" (2021: Platz 4) und konnte sich damit deutlich verbessern. HOCHTIEF wurde mit diesem Ergebnis in den DJSI World Index aufgenommen und ist dort mit Platz 1 das am besten bewertete Unternehmen. Zudem wurde HOCHTIEF im Berichtsjahr bei den folgenden Ratings erfolgreich gelistet beziehungsweise positiv für seine ESG-Leistungen bewertet: Sustainalytics (Bewertung: "Strong ESG Risk Management"), MSCI ("AA"-Rating), FTSE4Good ESG-Rating 2022 (Score 3,3) und EcoVadis (Platin-Status). Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de/investor-relations Zusammengefasster LageberichtKonzernstruktur und GeschäftstätigkeitKonzernstruktur 2022
Konzernstruktur 2022Die operativen Gesellschaften des HOCHTIEF-Konzerns sind den drei Divisions HOCHTIEF Americas, HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe zugeordnet. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hält zudem einen Anteil von 20 Prozent minus einer Aktie am Mautstraßenbetreiber Abertis HoldCo, S.A. Die Konzernstruktur spiegelt die starke Regionalpräsenz mit Fokus auf entwickelte Märkte (weitere Informationen finden Sie auf Seite 2 sowie im Kapitel Märkte). Die globale Präsenz in ausgewählten Kernmärkten ermöglicht es dem Konzern, vielfältige regionale Marktchancen zu realisieren. HOCHTIEF ist eines der internationalsten Unternehmen der Baubranche und erbringt etwa 96 Prozent der Leistung außerhalb des Heimatmarkts Deutschland. Die strategische und operative Management-Holding der HOCHTIEF Aktiengesellschaft mit Sitz in Essen leitet den Konzern durch Führung und Steuerung. Die Verantwortung für die strategische, organisatorische und operative Entwicklung des gesamten Konzerns liegt beim Vorstand sowie bei den zentralen Konzernabteilungen (Steuerungsebene). Die Holding umfasst die folgenden Abteilungen: Corporate Governance (Konzerncompliance, Konzernabteilung Recht, Konzernrevision), Konzernabteilung Personal, Konzernabteilung IT, Konzernabteilung Mergers and Acquisitions und Innovation, Konzernkommunikation, Konzerncontrolling, Konzernfinanzen, Konzernabteilung Capital Markets Strategy/Investor Relations, Konzernrechnungswesen und Steuern sowie Konzernabteilung Versicherungen. Geschäftstätigkeit des HOCHTIEF-Konzerns 1Der globale Infrastrukturkonzern HOCHTIEF konzentriert sich auf Aktivitäten in den Segmenten Bau und Services sowie Public-Private-Partnership (PPP) und Konzessionen und deckt überwiegend in entwickelten Märkten den gesamten Lebenszyklus von Infrastrukturprojekten ab. Diese Leistungen erbringt HOCHTIEF auf der Basis seiner langjährigen Erfahrung im Entwickeln, Finanzieren, Bauen und Betreiben. Der Konzern verfügt mit seinem Leistungsspektrum und der globalen Aufstellung über ein ausgewogenes Geschäftsprofil. Die Tochtergesellschaften des Konzerns sind in ihren Märkten erfolgreich positioniert. Die operativen Gesellschaften und Fachabteilungen kooperieren eng miteinander -so entsteht ein kontinuierlicher globaler Wissenstransfer im Konzern, von dem unsere Stakeholder profitieren. Die Zusammenarbeit mit externen Partnern gestalten wir so, dass wir vertrauensvoll und produktiv zusammenarbeiten können. Die Auswahl der Nachunternehmer, Zulieferer und Dienstleister treffen wir anhand transparenter Kriterien und verbindlicher Prozesse. Der gemeinsamen Arbeit liegen unsere hohen Standards zugrunde -hierzu zählen insbesondere die Bedingungen unseres Code of Conduct für Vertragspartner, die anerkannt werden müssen. Auch der Austausch mit weiteren Stakeholdern ist uns wichtig und erfolgt im Rahmen unserer Projektarbeit sowie unserer Nachhaltigkeitsaktivitäten im Zuge der Umsetzung des Nachhaltigkeitsplans 2025. Jedes unserer Projekte ist ein Unikat und bedarf darum individueller Lösungen. Gemäß unseren Unternehmensgrundsätzen arbeiten wir dafür mit hoher Innovationskraft und Qualität. Nachhaltigkeit gilt bei unseren Aktivitäten als strategisches Prinzip. Wesentliche Steuerungsgrößen bei HOCHTIEFDie Steuerung des HOCHTIEF-Konzerns erfolgt im Wesentlichen über die folgenden Kennzahlen, die im Fall der finanziellen Steuerungsgrößen unseren Fokus auf cash-gestützte Gewinne am besten widerspiegeln -die Steuerungsgröße Nettofinanzvermögen/Nettofinanzschulden betrachten wir dabei in Abhängigkeit von der Kapitalallokation: Finanzielle Steuerungsgrößenscrollen
Nichtfinanzielle Steuerungsgrößescrollen
Globale Präsenz 1HOCHTIEF agiert mit Fokus auf entwickelte Märkte. Diese Karte zeigt eine Auswahl der Beteiligungsgesellschaften und ihrer geografischen Aktivitäten gemäß der Unternehmensstruktur 2022.
HOCHTIEF Americas 2scrollen
HOCHTIEF Asia Pacific 3scrollen
HOCHTIEF Europe 2scrollen
Abertis-Investmentscrollen
Die auf der Karte beispielhaft genannten Gesellschaften verdeutlichen die internationale Ausrichtung von HOCHTIEF. Die Geschäftstätigkeiten werden entweder über Niederlassungen oder über rechtlich selbstständige Gesellschaften ausgeübt. Weitere Informationen zu den Divisions finden Sie in der Segmentberichterstattung. Insgesamt werden im Konzernabschuss neben der HOCHTIEF Aktiengesellschaft 365 Gesellschaften vollkonsolidiert, 94 Gesellschaften at Equity konsolidiert sowie 101 gemeinschaftliche Tätigketen anteilig in den Konzernabschluss einbezogen. Die organisatorische Darstellung wird durch die rechtliche Darstellung der wesentlichen Beteiligungsgesellschaften ergänzt. Weitere Informationen finden Sie unter www.hochtief.de/ anteilsliste2022 Adressen und Ansprechpartner unserer Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sowie von deren Niederlassungen finden Sie im Internet.
1 Weder Bestandteil der gesetzlichen Jahres- und
Konzernabschlussprüfung noch der gesonderten
betriebswirtschaftlichen Prüfung mit begrenzter
Sicherheit durch die KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
StrategieNachhaltig Werte schaffen für alle StakeholderHOCHTIEF ist ein technisch ausgerichteter, globaler Infrastrukturkonzern mit führenden Positionen in seinen Kernaktivitäten Bau, Dienstleistungen und Konzessionen/Public-Private-Partnership (PPP) und mit Tätigkeitsschwerpunkten in Nordamerika, Australien und Europa. Umsatz nach Divisions (2022)
Seit 150 Jahren realisiert HOCHTIEF auf Basis seiner Kernkompetenz Bauen Großprojekte für seine Kunden. Heute zählen auch Engineering-, Ressourcen- und Infrastrukturwartungsdienstleistungen sowie Public-Private-Partnership-Projekte (Greenfield- und Brownfield-Konzessionen) zu den Leistungen. Diese erbringen wir in ausgewählten Regionen, hauptsächlich in entwickelten Ländern. HOCHTIEF deckt heute als führender Infrastrukturkonzern -gemessen am Umsatz -den gesamten Lebenszyklus von Infrastrukturprojekten ab. Dadurch verfügt der Konzern über ein ausgewogenes Geschäftsprofil bezüglich Cashflow-Vorhersehbarkeit, Kapitalintensität und Margen. Die HOCHTIEF-Vision blickt in eine nachhaltige Zukunft: "HOCHTIEF baut die Welt von morgen." Unsere Geschäftsaktivitäten gründen auf einer gemeinsamen Konzernkultur mit geteilten Werten. Indem wir Projekte ganzheitlich betrachten, fördern wir eine Kultur der Zusammenarbeit zwischen unseren Konzerngesellschaften, von der die Stakeholder profitieren. Globale Megatrends wie Klimawandel, Digitalisierung, Demografie, Urbanisierung und Standortverlagerungen führen zu einem starken Investitionswachstum in bestimmten Bereichen, in denen HOCHTIEF als ein Key Player gut positioniert ist und für Kunden sowohl im öffentlichen Sektor als auch in der Privatwirtschaft die bestmöglichen Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette liefern kann. Unsere Strategie ist es, die Position von HOCHTIEF in seinen Kernmärkten weiter zu stärken und Wachstumschancen in den Bereichen Energiewende, neue Mobilitätskonzepte, Hightech-Infrastruktur, Standortverlagerungen und Biopharma zu verfolgen, bei gleichzeitiger Verbesserung der cash-gestützten Profitabilität und einem konsequenten Risikomanagement. Unsere Geschäftsbereiche sind flexibel, sodass sich die Unternehmensführung schnell auf veränderte Marktbedingungen einstellen kann. Eine aktive und disziplinierte Kapitalallokation hat für uns hohe Priorität. Wir richten unseren Fokus auch weiterhin auf eine attraktive Aktionärsvergütung sowie auf Investitionen in strategische Wachstumschancen, um so für alle Stakeholder nachhaltig Werte zu schaffen. Mit folgenden zentralen Elementen unserer Strategie wollen wir unsere Ziele erreichen: Strategie und Risikodiversifikation
Die Grafik enthält ausgewählte Konzernunternehmen. Die Darstellung gibt eine Größenordnung für den jeweiligen normalisierten Betrag zu den Gruppenergebnissen weder-. Fokus auf Aktivitäten und Märkte mit starker WettbewerbspositionWir wollen unsere Ertragskraft nachhaltig steigern. Eine wichtige Rolle kommt hierbei dem Risikomanagement zu, das auch die Entscheidung über unser Tätigkeitsspektrum und die geografische Aufstellung umfasst. Wir konzentrieren uns auf die starken Wettbewerbspositionen unserer Tochtergesellschaften. Die bestehenden Positionen wollen wir ausbauen und Marktwachstumschancen insbesondere in den rasch wachsenden Hightech-Infrastrukturmärkten in sehr disziplinierter Weise, mit speziellem Fokus auf das Risikomanagement, nutzen. BauUnser Kompetenzspektrum umfasst das Planen, Finanzieren, Bauen, Betreiben und Warten von Verkehrs- und Energieinfrastruktur sowie sozialer, urbaner und Hightech-Infrastruktur. Damit sind wir gut aufgestellt, um von öffentlichen wie privaten Investitionen in den Neubau oder in den Ausbau bestehender Infrastruktur profitieren zu können. Unsere Teams vor Ort verfügen über Erfahrung mit der Realisierung technisch komplexer und für alle Beteiligten erfolgreicher Großprojekte. Unsere wichtigsten Tochtergesellschaften sind seit Jahrzehnten in ihren Märkten etabliert: scrollen
Construction-Management, Technologie und IndustriedienstleistungenTurner, unsere Gesellschaft für Construction-Management, ist gemäß Ranking des angesehenen Engineering News-Record 2022 erneut die Nummer 1 im allgemeinen Hochbau und beim Bau von Green Buildings in den USA. Die Gesellschaft ist in den USA ein führendes Unternehmen in den Bereichen Rechenzentren, Gesundheits- und Bildungseinrichtungen, Flughäfen sowie Gewerbe- und Büroimmobilien und hat jüngst den Ausbau von Fertigungskapazitäten für Elektrofahrzeugbatterien federführend vorangetrieben. Unser diversifiziertes Leistungsspektrum im Bereich Industriedienstleistungen umfasst Engineering-, Bau- und Infrastrukturwartungsdienstleistungen. Diese Service-Aktivitäten werden von der Division HOCHTIEF Asia Pacific über ihre Tochtergesellschaft UGL erbracht, die den Markt mit Komplettlösungen für den gesamten Lebenszyklus kritischer Anlagen in den Bereichen Energie, Wasser, Rohstoffe, Verkehr und soziale Infrastruktur bedient und auf dem rasch wachsenden Markt rund um das Thema Energiewende eine zunehmende Präsenz aufbaut. Der Konzern ist zudem mit 32,8 Prozent an Ventia beteiligt, einem der größten Anbieter im Bereich der Grundversorgung für Infrastruktur in Australien und Neuseeland. Natürliche RessourcenAktivitäten für den Bereich natürliche Ressourcen werden vom Minendienstleister Thiess, an dem wir mit 50 Prozent beteiligt sind, sowie von Sedgman erbracht, das maßgeschneiderte Kundenlösungen für die Bereiche Planung, Bau und Betrieb moderner Mineralienverarbeitungsanlagen sowie damit verbundener Infrastruktur anbietet. PPP und KonzessionenUnsere Aktivitäten im Bereich Konzessionen/PPP-Projekte stehen auf einem breiten Fundament und umfassen neben Greenfield-auch umfangreiche Brownfield-Aktivitäten. Aufgrund unserer Finanz- und PPP-Kapazitäten sind wir in der Lage, unser Know-how in den schnell wachsenden Bereichen der Energiewende und der Hightech-Infrastruktur einzubringen. Der Fokus unserer Tochtergesellschaft HOCHTIEF PPP Solutions liegt auf Greenfield-PPP-Projektentwicklungen in Europa. Dabei wird eigenes Kapital in die Projektgesellschaften investiert, gleichzeitig werden große Teile der Bauausführung übernommen. Unter dem Dach unserer Tochtergesellschaft CIMIC ist Pacific Partnerships federführend für diese Aufgaben in Australien zuständig. Über die 20-prozentige Beteiligung am international führenden Mautstraßenbetreiber Abertis sind wir im Brownfield-Markt aktiv: Das Unternehmen ist vor allem in Frankreich, Spanien, Brasilien, Chile, USA und Mexiko, aber auch in anderen Märkten vertreten. Abertis betreibt insgesamt etwa 8.000 Mautstraßenkilometer in 15 Ländern. Zusammen mit unserem Mehrheitsanteilseigner ACS ist HOCHTIEF seit 1985 der größte PPP-Projektentwickler nach Anzahl der Konzessionen sowie investiertem Kapital 1 und verfügt damit über ein einmaliges Erfahrungsprofil. Nutzung von Chancen durch MegatrendsEin zentrales Element unserer Unternehmensstrategie ist der weitere Ausbau der Präsenz von HOCHTIEF in den schnell wachsenden Hightech-Infrastrukturmärkten. Dazu gehören neue Energien, Rechenzentren und die Infrastruktur in Verbindung mit dem 5G-Ausbau sowie andere Bereiche wie soziale Infrastruktur und Mobilität. Mit unserer starken Infrastrukturkompetenz und lokalen Präsenz in wichtigen entwickelten Märkten können wir diese Wachstumschancen maximieren, indem wir in der Wertschöpfungskette dieser wachstumsstarken Branchen eine starke Präsenz aufbauen. Gemäß unserer Vision "HOCHTIEF baut die Welt von morgen" unterstützen wir mit unserer Kompetenz: scrollen
Fokus auf nachhaltige und cashgestützte ProfitabilitätNachhaltige Profitabilität, konsequent unterstützt durch Cash-Generierung, ist ein Kernelement unserer Strategie und die Basis für eine attraktive Aktionärsvergütung sowie künftige Investitionen in strategisches Wachstum. Der Konzern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2022 einen starken Cashflow. Der zugrunde liegende Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vor Factoring lag bei 1,2 Mrd. Euro und damit um 452 Mio. Euro höher als im Vorjahr. Dieser Zuwachs ist vor allem auf eine hervorragende Cash Conversion zurückzuführen. HOCHTIEF beendete das Jahr mit einem soliden Nettofinanzvermögen von über 350 Mio. Euro. Bereinigt um die CIMIC-Investition in Höhe von 534 Mio. Euro (ohne die HOCHTIEF-Kapitalerhöhung) sowie um den Betrag von 126 Mio. Euro für den Erwerb von MACA würde die Bilanz ein Nettofinanzvermögen von über 1,0 Mrd. Euro ausweisen, ein Plus von 460 Mio. Euro gegenüber dem Wert zum Jahresende 2021. Kontinuierlicher Fokus auf RisikomanagementBei all unseren Projekten ist ein effektives Risikomanagement von zentraler Bedeutung. Dieses erfordert kontinuierliche Verbesserungen. Darum arbeiten wir stetig an der Anpassung und Optimierung der Risikomanagementprozesse (weitere Informationen dazu im Chancen- und Risikobericht) und tragen so auch zur Steigerung der Rendite bei. Wir konzentrieren uns auf ausgewählte, attraktive Märkte, in denen unser Know-how bei Engineering und Projektmanagement sowie unsere langjährige Präsenz vor Ort gute Voraussetzungen für die Ausführung unserer Kernaktivitäten schaffen, und evaluieren kontinuierlich die Marktchancen, um unsere Aktivitäten gezielt daran auszurichten. Infolgedessen ist der Anteil an risikoärmeren Auftragsarten mit vertraglich festgehaltenen Risikoverteilungsmechanismen in unserem Auftragsbestand in den letzten fünf Jahren deutlich auf nahezu 80 Prozent gestiegen, im Vergleich zu 66 Prozent zum Ende des Geschäftsjahres 2017. Zudem haben wir verschiedene Instrumente zur Risikoreduzierung eingesetzt, um gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern dem derzeitigen Inflationsumfeld und den aktuellen Lieferkettenstörungen zu begegnen.
1 Public Works Financing Major International
Projects Database, November 2018
Wahrung eines starken Nettofinanzvermögens sowie Diversifikation und Optimierung der FinanzierungsinstrumenteEin weiterhin starkes Nettofinanzvermögen ist ein Schlüsselelement unserer Konzernstrategie und ist reflektiert in unserem Commitment in Bezug auf unser Investment-Grade-Rating. Auch die Verbesserung der Finanzstruktur ist und bleibt ein Ziel von HOCHTIEF: Die Diversifikation der zur Verfügung stehenden Finanzierungsinstrumente, insbesondere die Ausweitung der kurzfristigen und langfristigen Fremdfinanzierungsquellen auch außerhalb des klassischen Bankenmarkts, ist ein wesentliches Mittel zur Zielerreichung. Der breite Markt- und Investorenzugang zu diversen Finanzinstrumenten wie Schuldscheindarlehen, Privatplatzierungen und öffentlichen Anleihen ermöglicht es HOCHTIEF, neue Finanzierungen sowie Refinanzierungen bestehender Verbindlichkeiten zu attraktiven Konditionen abzuschließen. Damit einhergehend kann HOCHTIEF im Rahmen der langfristigen Finanzstrategie kontinuierlich eine zielgerichtete Steuerung und Verlängerung des Fälligkeitenprofils sicherstellen. Aktive und disziplinierte Kapitalallokation als Priorität der UnternehmensleitungEine aktive Bewertung von Optionen in der Kapitalallokation ist ein wesentlicher Bestandteil der Konzernstrategie, um die Diversifizierung, die Vereinfachung und das Wachstum von HOCHTIEF sowie unsere Expertise im Bereich der Hightech-Infrastruktur gezielt voranzutreiben. Wir verfolgen einen aktiven und disziplinierten Ansatz bei den von uns identifizierten Chancen. Dazu zählen strategische und ergänzende Übernahmen, PPP-Investitionen sowie Aktionärsvergütungen in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen. Im Juni 2022 erfolgte ein bedeutender Schritt zur Vereinfachung der Konzernstruktur, als HOCHTIEF infolge des am 23. Februar 2022 unterbreiteten Übernahmeangebots für die 21,4 Prozent im Streubesitz befindlichen Minderheitsanteile an der CIMIC Group Limited seinen Anteil auf 100 Prozent aufstockte. Die Nettoinvestition in Höhe von 940 Mio. Euro wurde zum Teil durch eine Kapitalerhöhung um zehn Prozent (406 Mio. Euro) im Juni finanziert. Der noch verbleibende Teil wurde mittlerweile vollständig mit Fremdkapital und vorhandenen Barmitteln langfristig refinanziert. Im vierten Quartal wurde ein Übernahmeangebot von Thiess, einem Gemeinschaftsunternehmen von CIMIC, in Höhe von 372 Mio. australischen Dollar für den vollständigen Erwerb des australischen Rohstoffunternehmens MACA erfolgreich durch ein Squeeze-Out abgeschlossen. Durch die Übernahme von MACA mit seiner hervorragenden Positionierung bei Gold und Eisenerz und der starken Präsenz in Westaustralien untermauert Thiess seine Strategie einer Diversifizierung des operativen Geschäfts in den Bereichen Rohstoffe, Dienstleistungen und Märkte. Zudem haben die Unternehmen der CIMIC Group mehrere gezielte Akquisitionen getätigt, um ihr Know-how in der Wertschöpfungskette auf dem Hightech-Infrastrukturmarkt auszubauen: scrollen
Beschleunigung von Innovationsprozessen durch digitale Entwicklungen 1Seinen großen Arbeits- und Projekterfolg erzielt HOCHTIEF vor allem durch den Fokus auf Innovation. Die Umsetzung dieses wichtigen Leitprinzips des Konzerns erfolgt in zweierlei Form: Für das strategische Innovationsmanagement ist Nexplore verantwortlich, das Innovations-, Entwicklungs- und Forschungszentren in räumlicher Nähe zu den wichtigsten Tochtergesellschaften von HOCHTIEF betreibt. Der Arbeitsschwerpunkt von Nexplore gilt den Möglichkeiten und Effizienzsteigerungen, die digitale Produkte und Lösungen basierend auf Blockchain-Technologie, künstlicher Intelligenz, dem Internet of Things (IoT), Natural Language Processing und Datenmanagement für unsere Tätigkeiten bieten. Zusätzlich werden Innovationen projektbezogen durch Innovationseinheiten innerhalb unserer operativen Gesellschaften vorangetrieben, die neue Lösungen anhand bestehender und neu auftretender Anforderungen bei bestimmten Projekten oder projektübergreifend in ihren jeweiligen Geschäftsbereichen entwickeln. So führen etwa Automatisierungs- und Vorfertigungsanwendungen zu Prozessverbesserungen in der Lieferkette. Unterstützend sind hier zudem unsere spezialisierten Unternehmen für Engineering- und technische Dienstleistungen wie EIC Activities und HOCHTIEF Engineering tätig. Building Information Modeling (BIM) mit seinen vielfältigen und stetig weiterentwickelten und erweiterten Anwendungen und Möglichkeiten bleibt ein wichtiger Schwerpunkt. Als wichtige Schnittstelle für weitere Innovationen entwickeln wir BIM kontinuierlich weiter. Für unsere Ambition der Innovationsführerschaft in der Branche entwickeln wir gleichermaßen eigene Lösungen und nutzen modernste Systeme und Methoden externer Anbieter, um unsere Gesamtperformance zu steigern. Die Turner-Tochter SourceBlue zum Beispiel transformiert den traditionellen Beschaffungsprozess durch Erhöhung der Sichtbarkeit innerhalb komplexer Lieferketten. Darüber hinaus bringen wir uns aktiv in branchenweiten FuE-Netzwerken mit Partnern aus Forschung, Wissenschaft und Industrie ein, um Innovationen in unserer Branche voranzutreiben. Die Digitalisierung spielt dabei eine entscheidende Rolle, um weitere Verbesserungen zu erzielen -nicht nur hinsichtlich Sicherheit, Qualität und Effizienz, sondern auch in puncto Nachhaltigkeit. Aus diesem Grund werden Innovation und Digitalisierung im HOCHTIEF-Konzern als Grundvoraussetzung für die Erreichung unserer ehrgeizigen Ziele gemäß unserem Nachhaltigkeitsplan 2025 betrachtet. Attraktivität als Arbeitgeber ausbauen 2Unsere Teams sind für HOCHTIEF von zentraler Bedeutung, und Nachwuchskräfte für das Unternehmen zu gewinnen ist für das Management eine wichtige Priorität. Dafür haben wir unsere Personalarbeit darauf ausgerichtet, junge Talente und erfahrene Mitarbeitende für unser Unternehmen zu gewinnen und ihre Bindung und Entwicklung systematisch zu stärken. Wir setzen dabei auf Diversität in den Teams, ein inspirierendes Arbeitsumfeld und umfassende Weiterbildungsmöglichkeiten. Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sind die Basis für eine erfolgreiche Arbeit. Wir arbeiten daran, die Arbeitssicherheit stetig zu verbessern. Dazu trägt die nichtfinanzielle Steuerungsgröße "Lost Time Injury Frequency Rate" bei, mit der wir die Unfallhäufigkeit transparent nachvollziehen können. Die Reduzierung der Unfallhäufigkeit ist ein erklärtes Ziel unseres Nachhaltigkeitsplans (weitere Informationen dazu im Kapitel Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz). Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung 1Nachhaltigkeitsplan in der UmsetzungDer Fokus auf die wichtigen ESG-Bereiche Umwelt, Soziales und Unternehmensführung hat für HOCHTIEF Priorität. Um einen Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft zu leisten und die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu unterstützen, priorisieren alle Gesellschaften den neuen Nachhaltigkeitsplan 2025 mit dem klaren Commitment: Wir wollen bis 2045 Klimaneutralität erreichen. Um diese nachhaltige Transformation unserer Branche zu fördern, setzt HOCHTIEF besonders auf digitale Lösungen. Diese Prioritäten werden durch die fortgesetzten Aktivitäten in den Bereichen Soziales und Governance ergänzt.
1 Die Inhalte dieses Abschnitts sind nicht
Bestandteil der gesetzlichen Jahres- und
Konzernabschlussprüfung, sondern werden einer
gesonderten betriebswirtschaftlichen Prüfung nach ISAE
3000 mit begrenzter Sicherheit durch die KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft unterzogen.
Unsere Nachhaltigkeitsstrategie ist integraler Bestandteil der Konzernstrategie, mit der wir Werte für unsere Stakeholder schaffen und unseren langfristigen Erfolg sichern. Nachhaltigkeit definieren wir als die konsequente Vereinbarung von Ökonomie, Ökologie und Sozialem in der gesamten Geschäftstätigkeit mit dem Ziel, die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu sichern. Nachhaltigkeit ist deshalb eines unserer Grundprinzipien. Wir richten den Blick ganzheitlich auf unsere Geschäftsfelder und operativen Tätigkeiten, und damit auf unsere Kunden. Die Belange weiterer Stakeholder, zu denen beispielsweise Lieferanten und Nachunternehmer, aber auch Anwohner im Umfeld unserer Projekte gehören, haben wir stets im Blick. Für die 2021 unter direkter Leitung des Vorstands erarbeitete und im Januar 2022 verabschiedete umfassende Strategie zu den Nachhaltigkeitsdimensionen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) wurde im Berichtsjahr mit der Umsetzung begonnen. Dazu wurden Arbeitsgruppen gebildet, die Mitarbeitende aus verschiedenen operativen Gesellschaften weltweit zusammenbringen. Diese Fachgruppen setzen sich mit den Commitments des Nachhaltigkeitsplans in der Umsetzung auseinander, erarbeiten und begleiten konkrete Maßnahmen. Die Fortschritte aus den Gruppen werden regelmäßig dem im Vorstand zuständigen Chief Sustainability Officer vorgestellt. Operatives Gremium ist das "Sustainability Core Implementation Team" unter direkter Leitung des Chief Sustainability Officer. Überdies tagte 2022 das neu einberufene Sustainability Committee mit Managementverantwortlichen aus dem gesamten Konzern. Das Stakeholdermanagement als Bestandteil der CR-Praxis ist bei HOCHTIEF im Wesentlichen dezentral und themenbasiert angelegt. Übergeordnete Dialogformate, wie sie HOCHTIEF in der Vergangenheit wiederholt durchgeführt hat, bringen bei der Implementierung unseres Nachhaltigkeitsplans nicht die erforderliche Tiefe, um spezifisches themen- oder fallbezogenes Feedback einzuholen. Darum führen wir diesen Dialog fachspezifisch. Im kontinuierlichen Austausch mit verschiedensten Stakeholdergruppen werden ihre Anforderungen erfasst und finden unmittelbare sowie strategische Berücksichtigung. Dieses Feedback ist ein wichtiges Element, um Relevanz und Gültigkeit der von uns bearbeiteten wesentlichen Themen sicherzustellen. Unternehmerischer Erfolg durch nachhaltiges HandelnHOCHTIEF ist ein globaler Infrastrukturkonzern. Unsere Arbeit hat unmittelbare Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft. Wir wollen diesen Einfluss positiv gestalten. Risiken begegnen wir aktiv, Chancen nutzen wir gezielt. Wir wollen für die Kunden ebenso wie für den Konzern Werte erhalten, schaffen und steigern. Nachhaltigkeitsbeiträge auf unseren Märkten leisten wir langfristig etwa durch nachhaltige Gebäude und Infrastruktur, aktiv nehmen wir durch ökologisch und sozial verantwortungsvoll gestaltete Prozesse bei unseren Bau- und Service-Aktivitäten Einfluss. Durch Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen entstehen ressourcenschonende Lösungen in unseren Geschäftsfeldern. HOCHTIEF will langfristig seine Position als führender Anbieter nachhaltiger Infrastrukturlösungen am Markt festigen. Durch die neuen Anforderungen, die sich aus dem Aktionsplan "Finanzierung nachhaltigen Wachstums" der Europäischen Union und der Taxonomie-Verordnung ergeben, haben wir unsere Wirtschaftstätigkeiten im gesamten Konzern auf ihre Taxonomiekonformität geprüft (weitere Informationen dazu im Kapitel EU-Taxonomie). Auch die Vorbereitung auf das im Januar 2023 in Kraft getretene deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz zählte zu den Aktivitäten. Weiterhin bereiten wir uns auf die Anforderungen vor, die mit der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) der Europäischen Union für die künftige Nachhaltigkeitsberichterstattung entstehen. Wir arbeiten daran, das Nachhaltigkeitscontrolling ständig weiter zu verbessern, um eine Integration in das Finanzreporting zu ermöglichen. Wesentliche Themen
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| Wesentliche Themen 2021 | Wesentliche Themen 2022 |
| Umwelt | Umwelt |
| Globales Umweltmanagement (neu) | Globales Umweltmanagement: jetzt übergreifendes Thema |
| Klimawandel (inkl. Energieumfeld) | Klimawandel |
| Kreislaufwirtschaft (inkl. Abfallmanagement) | Kreislaufwirtschaft |
| Wasserschutz | Wasserschutz |
| Biodiversität und Ökosysteme | Biodiversität und Ökosysteme |
| Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen | Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen |
| Soziales | Soziales |
| Gesundheit und Sicherheit | Gesundheit und Sicherheit |
| Diversität und Talent (= Vielfalt am Arbeitsplatz und Weiterbildung, Talentmanagement und Rekrutierung) | Qualifizierte Mitarbeitende |
| Diversität | |
| Arbeitsumfeld | Arbeitsumfeld |
| Soziale Aktivitäten | Soziale Aktivitäten |
| Unternehmensführung | Unternehmensführung |
| Nachhaltige Unternehmensführung (neu) | Nachhaltige Unternehmensführung: jetzt übergreifendes Thema |
| Anti-Korruption und Anti-Bestechung | Anti-Korruption und Anti-Bestechung |
| Verantwortungsvolle Lieferkette | Verantwortungsvolle Lieferkette |
| Menschenrechte (neu) | Menschenrechte: jetzt übergreifendes Thema |
| Nachhaltige Finanzierung (neu) | Nachhaltige Finanzierung |
| Digitalisierung und Innovation | Digitalisierung und Innovation |
Das Investitionsvolumen in der globalen Baubranche (ohne Wohnungsbau) belief sich im Jahr 2022 nach Schätzungen von S&P Global auf insgesamt 6,6 Bio. Euro (preisbereinigt in US-Dollar, 2015 = 100). Dies entspricht einem realen Anstieg um 3,3 Prozent gegenüber 2021; dabei erstreckte sich das Wachstum auf alle Segmente und fiel im Bereich Infrastruktur am stärksten aus. Es wird erwartet, dass sich der positive Trend 2023 und 2024 mit Zuwachsraten von 3,4 Prozent beziehungsweise 4,1 Prozent fortsetzt. Das globale Wachstum in diesem Zeitraum wird voraussichtlich von einem starken Infrastruktursegment und einem robusten Ausgabenniveau im Hochbau (ohne Wohnungsbau) ausgehen.
Nach Angaben von S&P Global beliefen sich die Gesamtinvestitionen in der Baubranche (ohne Wohnungsbau) in den für HOCHTIEF in Nordamerika relevanten Ländern und Segmenten im Jahr 2022 auf mehr als 600 Mrd. Euro. Für 2023 und 2024 sind reale Wachstumsraten von 3,3 Prozent beziehungsweise 0,9 Prozent zu erwarten. Nominal ergeben sich daraus Wachstumsprognosen von 9,5 Prozent beziehungsweise 4,3 Prozent.
Für die Baubranche (ohne Wohnungsbau) in den USA wird ein ähnliches Wachstum erwartet wie für die gesamte Region Nordamerika. Innerhalb der Baubranche (ohne Wohnungsbau) sind die höchsten Wachstumsraten in der Fertigung zu erwarten, weil Fertigungsunternehmen aufgrund von Störungen in den Lieferketten und politischen Entwicklungen (CHIPS Act) Produktionskapazitäten in die USA verlagern. 4 Vor allem in den Sektoren Halbleiter und (grüne) Energie ist mit zahlreichen Megaprojekten zu rechnen, unter anderem für Elektroautos und Batterien. Im Infrastrukturbau und im verkehrsbezogenen Hochbau dürfte nach Informationen des FMI ein starkes Wachstum zu verzeichnen sein, weil sich die Mittel aus dem Infrastructure Investments and Jobs Act (IIJA) in konkreten Projekten niederschlagen dürften, unter anderem in Megaprojekten im Bereich der Flughafen- und Schieneninfrastruktur und in Elektrifizierungsinvestitionen. 4
In Kanada sind bei den Investitionen in der Baubranche nach Informationen von S&P Global reale Wachstumsraten von 5,3 Prozent im Jahr 2023 und von 2,9 Prozent im Jahr 2024 zu erwarten. Vor allem bei den Infrastrukturausgaben wird eine deutliche Steigerung prognostiziert, getragen von höheren Investitionen in Transportinfrastruktur und Energie sowie einer robusten Nachfrage im Hochbau (ohne Wohnungsbau) einschließlich eines wieder anziehenden Büroimmobilienmarkts und einer höheren Bautätigkeit im gewerblichen und institutionellen Bereich (Gesundheitswesen und Bildung).
1 Wenn kein anderer Verweis angegeben ist,
beziehen wir uns auf S&P Global, Market Intelligence,
Stand: Januar 2023
2 Prozentuale Veränderungen gegenüber
Vorjahr (preisbereinigt in US-Dollar, 2015 = 100); S&P
Global, Market Intelligence, Stand: Januar 2023
3 Wenn kein anderer Verweis angegeben ist,
beziehen wir uns auf S&P Global, Market Intelligence,
Stand: Januar 2023
4 FMI, North American Engineering and
Construction Outlook 2022, Fourth Quarter Edition,
September 2022
In den für HOCHTIEF relevanten Ländern des asiatisch-pazifischen Raums hat die relevante Infrastrukturbaubranche ein robustes Wachstum verzeichnet. Dies war dem Umstand zu verdanken, dass die Kunden an ihren Investitionsplänen und -zusagen im Infrastrukturbau festhielten und diese sogar ausweiteten. S&P Global geht davon aus, dass sich die Wachstumsraten in der Region 2023 und 2024 auf einem hohen, stabilen Niveau von rund sieben Prozent bewegen werden. Dabei findet das Wachstum überproportional in Südostasien statt. In Australien wird von S&P Global eine Wachstumsrate von vier Prozent für das Jahr 2024 prognostiziert, nach einer stabilen Entwicklung im Jahr 2023.
In Australien haben die Bundesregierung sowie die Regierungen der Bundesstaaten und Territorien in ihren jüngsten Vierjahres-Haushaltsplänen bedeutende Programme in den Bereichen Verkehr und soziale Infrastruktur vorgesehen. Dadurch ist das Volumen der Infrastrukturzusagen in den vergangenen zwei Jahren um 13 Prozent auf 255 Mrd. australische Dollar (162 Mrd. Euro) gestiegen. 2 Diese umfangreichen Infrastrukturinvestitionsprogramme der öffentlichen Hand tragen zu einem positiven Ausblick für die wichtigsten australischen Baumärkte des HOCHTIEF-Konzerns in den kommenden Jahren bei. Außerdem wird mit anhaltenden Investitionen durch den Privatsektor gerechnet, die größtenteils in PPP-Projekte fließen dürften.
Bei den Aussichten für die Baubranche auf den Märkten außerhalb Australiens setzt sich die positive Entwicklung der vergangenen Jahre weiter fort. So hat zum Beispiel die neuseeländische Regierung im aktuellen Haushalt ein Infrastrukturinvestitionsprogramm mit einem Rekordvolumen von 61,9 Mrd. neuseeländischen Dollar (37 Mrd. Euro) für die kommenden fünf Jahre berücksichtigt -mit hohen Investitionen in das Straßen- und Schienennetz, in Schulen und Krankenhäuser sowie in den Wohnungsbau und die Energieerzeugung. Dieses Investitionsprogramm beinhaltet unter anderem zusätzliche Mittel von 400 Mio. neuseeländischen Dollar (238 Mio. Euro) für das auf Umweltschutzprojekte spezialisierte Finanzinstitut Green Investment Finance zur Unterstützung der Umstellung Neuseelands auf eine kohlenstoffarme Wirtschaft. 3 In anderen Märkten der Region eröffnen sich dem Konzern dank anhaltender Investitionen in wirtschaftliche und soziale Infrastrukturprojekte weiterhin vielfältige Geschäftschancen.
In den für HOCHTIEF relevanten Ländern Europas verzeichnete der Bausektor ohne Wohnungsbau nach Informationen von S&P Global ein Volumen von nahezu 0,7 Bio. Euro. Für 2023 erwartet S&P Global ein stabiles Volumen, und für 2024 wird eine Erholung mit einem realen Wachstum von 2,1 Prozent prognostiziert.
Bei den Infrastrukturinvestitionen wird von einem weiterhin soliden Wachstumskurs über den gesamten Prognosezeitraum bis 2024 ausgegangen, gestützt auf den Umstand, dass die Länder weiter von Mitteln aus dem EU-Aufbaufonds für Bautätigkeiten im Infrastrukturbereich profitieren. Das Segment Hochbau (ohne Wohnungsbau) könnte 2023 von Auswirkungen aus zurückgestellten Entscheidungen aufgrund unsicherer Konjunkturaussichten und höherer Finanzierungskosten betroffen sein. 2024 werden derartige Auswirkungen laut S&P Global infolge einer zunehmenden Normalisierung der Nachfrage und eines weiterhin hohen Investitionsbedarfs abflauen.
Der Konzern ist -insbesondere mit seiner Division HOCHTIEF Asia Pacific -in einer ganzen Reihe von Dienstleistungsmärkten tätig. Zahlreiche wesentliche Treiber untermauern unseren positiven Ausblick. Dazu zählt eine signifikante Unterfinanzierung von Instandhaltungsinvestitionen bei wachsender Kapitalbasis. Die Wartungsausgaben haben mit dem Bevölkerungswachstum nicht Schritt gehalten. Dadurch ist die Auslastung der bestehenden Anlagen und der Bedarf an zusätzlichen Infrastrukturinvestitionen gestiegen. Hinzu kommt die anhaltende Tendenz bei Anlagenbesitzern, Wartungsdienstleistungen an spezialisierte Dienstleister auszulagern, um operative Effizienzen zu erzielen, sich auf Kernaktivitäten konzentrieren zu können, Produktivitätssteigerungen zu erzielen und sich der Notwendigkeit zu entziehen, spezialisierte Wartungskapazitäten intern vorzuhalten. Diese Entwicklung wird durch zunehmende technologische Integration und Projektkomplexität noch weiter verstärkt.
1 Wenn kein anderer Verweis angegeben ist,
beziehen wir uns auf S&P Global, Market Intelligence,
Stand: Januar 2023
2 Infrastructure Partnerships Australia,
Australian Infrastructure Budget Monitor 2022-23, November
2022, Seite 5
3 New Zealand Government, Wellbeing Budget 2022,
19. Mai 2022, Seiten 19 und 41
4 Wenn kein anderer Verweis angegeben ist,
beziehen wir uns auf S&P Global, Market Intelligence,
Stand: Januar 2023
5 Wenn kein anderer Verweis angegeben ist,
beziehen wir uns auf: CIMIC Annual Report 2021, Strategy
and Operating Environment Outlook
BIS Oxford Economics schätzt das durchschnittliche Volumen des Markts für Wartungsdienstleistungen in Australien in den fünf Jahren bis 2025/2026 auf 53,5 Mrd. australische Dollar (34,0 Mrd. Euro), dies entspricht einem Wachstum um elf Prozent gegenüber dem Durchschnitt des Fünfjahreszeitraums bis 2020/2021. Der Markt für ausgelagerte Wartungsdienstleistungen wird voraussichtlich stärker wachsen als der Gesamtmarkt und über denselben Vergleichszeitraum im Durchschnitt der fünf Jahre bis 2025/2026 um 14 Prozent auf 31,8 Mrd. australische Dollar (20,2 Mrd. Euro) zulegen. 1
Die Tätigkeiten im Bereich Ressourcen und Mineralienverarbeitung sind unserer Division HOCHTIEF Asia Pacific zuzuordnen. Die robuste globale Nachfrage nach wesentlichen Rohstoffen und der starke Rückenwind durch strukturelle Trends tragen zu einem positiven Ausblick bei. Unter diesen Trends sind das anhaltende Bevölkerungswachstum, die zunehmende Urbanisierung und Industrialisierung, die weltweit steigenden Lebensstandards sowie die begrenzten Substitutionsmöglichkeiten für die wichtigsten Rohstoffe zu nennen. Die Aktivitäten bei Schlüsselrohstoffen sind außerdem äußerst wichtig für die Entwicklung neuer, emissionsarmer Technologien, die in den kommenden Jahrzehnten an Dynamik gewinnen werden.
Der Rohstoff- und Energieexportvolumen-Index der australischen Regierung legte 2022 im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent zu. Das Rohstoffexportvolumen stieg dabei um fünf Prozent, das Energieexportvolumen um ein Prozent. Vom Volumen her wird erwartet, dass die Rohstoffexporte im Prognosezeitraum 2023 bis 2024, insbesondere im Jahr 2024, ein weiteres deutliches Wachstum verzeichnen werden. Die Energieexporte fielen aufgrund von Witterungsbedingungen und pandemiebedingten Problemen verhalten aus. Hohe Preise könnten im Prognosezeitraum zu einer vorübergehend abgeschwächten Nachfrage führen. 3
In der Breite verzeichnete der europäische PPP-Markt für Greenfield-Projekte 2022 insgesamt einen Anstieg beim Greenfield-Transaktionsvolumen in den Bereichen Verkehrs- und soziale Infrastruktur, da die Beschaffungsprozesse sich von den im Vorjahr verzeichneten Auswirkungen der Covid-19-Pandemie erholten. 4 Basierend auf den Aktivitäten in der aktuellen PPP-Greenfield-Pipeline von HOCHTIEF gehen wir davon aus, dass sich die für den Konzern relevanten europäischen Märkte auf einem weiterhin soliden Niveau bewegen werden.
In Deutschland ist die Pipeline von PPP-Projekten im Bereich der sozialen Infrastruktur gut gefüllt. Beschafft werden diese Projekte hauptsächlich auf Landes- und Kommunalebene, allen voran in den Bereichen Bildung und Verwaltung. Das von der Bundesregierung aufgelegte Programm zur Vergabe von elf Straßen im Rahmen einer PPP schreitet mit einiger Verzögerung voran. 5 Das bisherige Programm wurde im Koalitionsvertrag der neuen Regierung bestätigt, sodass mit einem guten Auftragsniveau im Bereich der Verkehrsinfrastruktur zu rechnen ist. 6
Die griechische Regierung will stark auf PPP als Beschaffungsmöglichkeit setzen und hat bereits mehrere Greenfield-Projekte angekündigt (Kreta und Athen). Zudem sind Neuausschreibungen für eine Reihe großer Brownfield-Projekte geplant.
Die norwegische Straßenbaubehörde Statens vegvesen hat ihre Auftragsvergabe für große Straßenbauprojekte durch öffentlich-private Partnerschaften weiter fortgesetzt. Diese ergänzen die rekordhohen Investitionen in die Infrastruktur, die das norwegische Verkehrsministerium in seinem nationalen Transportplan (NTP) für die zwölf Jahre von 2018 bis 2029 veranschlagt hat. 7
1 BIS Oxford Economics, Maintenance in Australia
Report 2021-2035, Februar 2021
2 Wenn kein anderer Verweis angegeben ist,
beziehen wir uns auf: CIMIC Annual Report 2021, Strategy
and Operating Environment Outlook
3 Australian Government, Department of Industry,
Science and Resources, Resources and Energy Quarterly,
Dezember 2022, Seite 10
4 Inframation Deals Datenbank, Stand: Januar
2023
5 Bundesministerium für Verkehr und
digitale Infrastruktur, Öffentlich-Private
Partnerschaften im Bundesfernstraßenbereich -die Neue
Generation, Juli 2015
6 Koalitionsvertrag 2021 - 2025 zwischen der
Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD),
BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN und den Freien Demokraten
(FDP), Seite 162
7 Inframation News, Norway's multi-billion euro
transport plan could yield more PPPs, April 2017
In anderen für HOCHTIEF relevanten europäischen PPP-Märkten wie Großbritannien und Osteuropa hält der Zustrom von Infrastruktur- und sozialen Greenfield-Projekten beständig an.
Das PPP-Beschaffungsmodell wird für Kunden immer attraktiver. Schließlich bietet das Contracting-Modell ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, ermöglicht eine Verbesserung der Dienstleistungen und eröffnet die Möglichkeit des Risikotransfers auf jene Partei, die das betreffende Risiko am besten steuern kann.
Regierungen bedienen sich immer öfter öffentlich-privater Partnerschaften (PPPs). Vor diesem Hintergrund hat unsere lokale Tochtergesellschaft Chancen in den Bereichen Verkehr, soziale Infrastruktur -einschließlich Krankenhäusern, Schulen und Gefängnissen (Dienstleistungen außerhalb des Strafvollzugs) - sowie Versorgung, etwa mit Wasser und Energie, identifiziert.
Australien hat in seinem National PPP Policy Framework festgelegt, dass bei Projekten mit einem Wert von über 50 Mio. australischen Dollar (32 Mio. Euro) immer eine PPP-Vergabe in Betracht zu ziehen ist. 1 Und in Neuseeland bemüht sich die Regierung aktiv um nicht traditionelle Beschaffungsoptionen, wenn diese über die Projektlaufzeit nachweislich ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bieten als konventionelle Beschaffungsmethoden. 2
Das Verkehrsaufkommen auf Mautstraßen hat sich 2022 mit der weitgehenden Erholung von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie in den Jahren 2020 und 2021 erneut deutlich erhöht. Das durchschnittliche tägliche Verkehrsaufkommen bei den Konzessionen im Portfolio von Abertis hat sich gegenüber dem Vorjahr um acht Prozent erhöht. Die Aussichten für 2023 und darüber hinaus hängen weitgehend von der Wirtschaftstätigkeit in den wichtigsten Mautstraßenländern ab und setzen voraus, dass im wieder erstarkten Verkehrsaufkommen nach Covid-19 kein erneuter Rückgang eintritt.
1 Department of Infrastructure and Regional
Development, National PPP Policy Framework, Oktober 2015,
Seite 7
2 New Zealand Infrastructure Commission, Te
Waihanga, Contractual Framework for the Standard Form PPP
Project Agreement, April 2020, Seite 8
Der Auftragseingang belief sich im Geschäftsjahr 2022 auf 30,1 Mrd. Euro und lag damit nominal um 9 Prozent über dem Vorjahreswert. Getragen wurde dieser Zuwachs insbesondere von unseren Divisions Americas und Asia Pacific. Währungsbereinigt war die Entwicklung 2022 insgesamt stabil. In absoluten Zahlen bewegte sich der Auftragseingang auf einem weiterhin hohen Niveau und lag leicht über der im Berichtszeitraum stark gestiegenen Leistung. Der Konzern hält auch weiterhin an seiner disziplinierten Auftragsannahme in allen Divisions fest.
Infolge des anhaltend hohen Auftragseingangs erhöhte sich der Auftragsbestand auf 51,4 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr und bereinigt um die Umgliederung von Ventia in das Finanzanlagevermögen stieg der Auftragsbestand um 3,0 Mrd. Euro in absoluten Zahlen beziehungsweise relativ um 6 Prozent. Währungsbereinigt beläuft sich der Anstieg auf 3 Prozent, getragen vor allem von der Region Asien-Pazifik. Unser Fokus liegt auch weiterhin auf den entwickelten Märkten, und der Auftragsbestand ist nach wie vor gut über Regionen und Marktsegmente diversifiziert.
Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Auftragseingang in der Division Americas um 15 Prozent auf 17,6 Mrd. Euro und entsprach damit dem 1,0-Fachen der Leistung. Währungsbereinigt beläuft sich der Anstieg auf 2 Prozent, mit starkem Momentum im vierten Quartal. Der Auftragsbestand in der Division HOCHTIEF Americas erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozent auf 27,8 Mrd. Euro. Währungsbereinigt blieb der Auftragsbestand auf dem gleichen Niveau wie 2021. Getragen war dieser Zuwachs von der Aufwertung des US-Dollars und einem robusten zugrunde liegenden Auftragseingang auf historisch hohem Niveau.
Der Auftragseingang 2022 in Höhe von 10,8 Mrd. entspricht einem Anstieg von 4 Prozent und dem 1,1-Fachen der Leistung im Berichtszeitraum. Infolgedessen belief sich der Auftragsbestand der Division HOCHTIEF Asia Pacific auf 19,4 Mrd. Euro und lag damit nominal auf vergleichbarer Basis um 9 Prozent, währungsbereinigt um 10 Prozent über dem Vorjahreswert.
Die Division HOCHTIEF Europe verbuchte 2022 einen Auftragseingang in Höhe von 1,5 Mrd. Euro; dies entspricht dem 0,9-Fachen der Leistung im Berichtszeitraum. Hier haben sich das Marktumfeld und stichtagsbezogene Effekte auf das Aktivitätsniveau ausgewirkt. Infolgedessen lag der Auftragsbestand der Division Ende Dezember 2022 bei 4,2 Mrd. Euro und damit um 8 Prozent unter dem Vorjahreswert.
1 Alle Zahlen beziehen sich nur auf
fortgeführte Geschäftsbereiche, sofern nicht
anders angegeben.
2 Die Leistung bezeichnet die insgesamt im
Unternehmen und bei vollkonsolidierten
Beteiligungsgesellschaften sowie anteilig in
Arbeitsgemeinschaften erbrachte Bauproduktion.
Außerdem enthält sie die im Berichtszeitraum
angefallenen weiteren Umsätze und Aktivitäten im
baufremden Bereich.
3 Die für das Geschäftsjahr 2021
ausgewiesenen Werte für Auftragsbestand, Leistung und
Auftragseingang wurden mit Blick auf Ventia angepasst (nach
der Ende März 2022 erfolgten Umgliederung von einem
at-Equity-bilanzierten Unternehmen zu einer Finanzanlage).
Im Jahr 2022 stand die Weltwirtschaft vor erheblichen makroökonomischen Herausforderungen durch Inflationsdruck, gestörte Lieferketten und die weiteren Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine. HOCHTIEF steuerte diesen Herausforderungen jedoch aktiv entgegen. Der Konzern profitiert von stark positionierten und lang etablierten operativen Einheiten, einer Fokussierung auf entwickelte Märkte und der Diversifizierung bei Regionen und Währungen. Zusätzlich wirkt sich der in den letzten Jahren stark risikominimierte und wachsende Auftragsbestand positiv aus. Der Konzern stellte 2022 trotz des schwierigen Umfelds seine Resilienz unter Beweis und erzielte im Geschäftsjahr 2022 eine gute Performance.
Das operative Ergebnis vor Steuern stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent auf 733 Mio. Euro und der operative Konzerngewinn legte um 15 Prozent auf 522 Mio. Euro zu. Darüber hinaus verzeichnete der Konzern weitere Zuwächse beim Umsatz und beim Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. HOCHTIEF verfügte zum 31. Dezember 2022 über ein Nettofinanzvermögen in Höhe von 354 Mio. Euro. Dieser Stand ergibt sich nach der Investition in Höhe von 534 Mio. Euro für den Erwerb aller von Minderheitsaktionären gehaltenen Anteile an CIMIC (nach der HOCHTIEF-Kapitalerhöhung), nach der Investition in Höhe von 126 Mio. Euro zur Unterstützung der Akquisition von MACA durch Thiess, nach den außerordentlichen Zahlungen für den Vergleich beim Altprojekt CCPP und für die finale Zahlung beim chilenischen Altprojekt in Höhe von 237 Mio. Euro und nach Dividendenausschüttungen in Höhe von 130 Mio. Euro in den vergangenen zwölf Monaten. Der Auftragseingang blieb auf dem hohen Vorjahresniveau und der Auftragsbestand belief sich zum Jahresende 2022 auf sehr gute 51,4 Mrd. Euro.
HOCHTIEF hat am 23. Februar 2022 ein bedingungsloses und endgültiges außerbörsliches Übernahmeangebot zum Erwerb aller CIMIC-Aktien durch HOCHTIEF Australia Holdings Limited gegen Zahlung von 22 australischen Dollar in bar je CIMIC-Aktie abgegeben. Anfang Mai 2022 besaß HOCHTIEF als Ergebnis des Übernahmeangebots über 96 Prozent der CIMIC Group Limited. HOCHTIEF startete daraufhin einen Zwangserwerb (Squeezeout) aller zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Besitz von HOCHTIEF befindlichen Anteile an CIMIC. Am 6. Mai 2022 wurde der Handel der CIMIC-Aktien an der australischen Börse eingestellt. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Squeezeouts am 10. Juni 2022 beläuft sich die Beteiligungsquote an CIMIC auf nunmehr 100 Prozent. Der Gesamtbetrag der tatsächlichen Bargegenleistung zum Erwerb der CIMIC-Aktien belief sich auf rund 940 Mio. Euro (basierend auf dem durchschnittlichen Sicherungskurs).
Beim Beteiligungsunternehmen Ventia hat CIMIC beschlossen, für einen Zeitraum von zunächst 18 Monaten bis September 2023 seine nominierten Mitglieder aus dem Board of Directors von Ventia abzuberufen und auf bestimmte im Relationship Deed verbriefte Rechte in Bezug auf die Nominierung von Boardmitgliedern zu verzichten. Da CIMIC aufgrund des Verzichts keinen maßgeblichen Einfluss mehr auf seine Beteiligung an Ventia hat, wurde die Beteiligung gemäß den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns zum 31. März 2022 von einem assoziierten Unternehmen in eine zum FVOCI bewertete Finanzanlage umgegliedert. Dies führte zu einem zahlungsunwirksamen, einmaligen Gewinn von 338 Mio. Euro, der in der Gewinn- und Verlustrechnung des HOCHTIEF-Konzerns für das Geschäftsjahr 2022 unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wurde.
In Bezug auf das Flüssigerdgasprojekt Ichthys (CCPP) hat CIMIC im April 2022 mit seinen Konsortialpartnern und dem Auftraggeber eine vertrauliche Geschäftsvereinbarung zur vollständigen und endgültigen Regelung aller Angelegenheiten im Zusammenhang mit dem Vertrag getroffen. Der Vertrag wurde ursprünglich durch UGL vor dem Zeitpunkt der Akquisition durch CIMIC im Jahr 2016 vereinbart. Die Gewinnauswirkung dieser Vereinbarung in Höhe von 337 Mio. EUR (493 Mio. australische Dollar), bereinigt um Risikovorsorge, ist im Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 berücksichtigt.
Im Juni 2022 hat die HOCHTIEF Aktiengesellschaft unter vereinfachtem Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen durchgeführt. Der Nettoerlös aus dieser Kapitalerhöhung von zirka 406 Mio. Euro wurde zur Rückführung eines Teils der für die vollständige Übernahme von CIMIC mit einem Bankenkonsortium abgeschlossenen Transaktionsfazilität verwendet.
Im November 2021 wurde HOCHTIEF über die Entscheidung in einem Schiedsgerichtsverfahren über ein Altprojekt aus 2012, das den Bau eines Wasserkraftwerks in Chile zum Gegenstand hatte, informiert. Die Entscheidung hatte im Geschäftsjahr 2021 einen negativen außerordentlichen Einmaleffekt auf den nominalen Konzerngewinn von HOCHTIEF in Höhe von rund 195 Mio. Euro. Am 15. Juli 2022 erfolgte die finale Zahlung an den Kunden zum Ausgleich der gegenseitigen Ansprüche aus diesem Altprojekt.
Im September 2022 erwarb unser Hauptaktionär ACS die 14,5-prozentige HOCHTIEF-Beteiligung von Atlantia und erhöhte seinen Anteil damit auf 68,0 Prozent beziehungsweise 70,3 Prozent, bereinigt um eigene Aktien.
Im Verlauf des dritten Quartals 2022 machte Thiess, ein Gemeinschaftsunternehmen von CIMIC, ein Angebot für den vollständigen Erwerb des australischen Rohstoffunternehmens MACA in Höhe von 372 Mio. australischen Dollar. Die Transaktion wurde im vierten Quartal 2022 abgeschlossen. Durch die Übernahme von MACA mit seiner hervorragenden Positionierung bei Gold und Eisenerz und der starken Präsenz in Westaustralien untermauert Thiess seine Strategie einer Diversifizierung des operativen Geschäfts in den Bereichen Rohstoffe, Dienstleistungen und Märkte.
Die Geschäftsentwicklung in unseren Divisions HOCHTIEF Americas, HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe verlief im Geschäftsjahr 2022 aufgrund der starken Stellung in den wesentlichen Kernmärkten weitgehend robust. Alle Divisions konnten die Gewinne im Vergleich zum Vorjahr steigern. Der Ergebnisbeitrag unserer at Equity bilanzierten Beteiligungsgesellschaft Abertis stieg 2022 bei einer weiteren Erholung des operativen Umfelds ebenfalls weiter an. Das durchschnittliche tägliche Verkehrsaufkommen bei den von Abertis betriebenen Maustraßenprojekten lag im Geschäftsjahr 2022 insgesamt um 8 Prozent über dem Vorjahr und um 3 Prozent über dem Vor-Covid-Niveau des Geschäftsjahres 2019. Der Ergebnisbeitrag des Abertis-Investments übertraf mit 67 Mio. Euro den Vorjahreswert in Höhe von 58 Mio. Euro um 9 Mio. Euro.
HOCHTIEF erzielte im Geschäftsjahr 2022 starke Umsatzerlöse in Höhe von 26,2 Mrd. Euro. Der Vergleichswert des Vorjahres (21,4 Mrd. Euro) wurde damit um 23 Prozent übertroffen. Auf währungsbereinigter Basis belief sich das Umsatzwachstum auf 12 Prozent. Diese Entwicklung wurde insbesondere durch die Umsatzzuwächse der Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Asia Pacific getrieben.
| (In Mio. EUR) | 2022 | 2021 | Veränderung | Veränderung währungsbereinigt |
| HOCHTIEF Americas | 17.460,0 | 13.793,0 | 26,6 % | 12,5 % |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 7.299,6 | 6.137,3 | 18,9 % | 14,2 % |
| HOCHTIEF Europe | 1.265,7 | 1.304,4 | -3,0 % | -3,3 % |
| Corporate | 194,0 | 143,2 | 35,5 % | 21,4 % |
| HOCHTIEF-Konzern | 26.219,3 | 21.377,9 | 22,6 % | 12,1 % |
Die Umsatzerlöse der Division HOCHTIEF Americas beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf 17,5 Mrd. Euro. Das starke Momentum der ersten drei Quartale setzte sich dabei im Schlussquartal weiter fort. Das Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr wurde im Wesentlichen durch Projekte in den Bereichen Gesundheitsversorgung und Datenzentren sowie Flughäfen getrieben und belief sich auf 27 Prozent beziehungsweise 13 Prozent auf währungsbereinigter Basis.
Der Umsatz der Division HOCHTIEF Asia Pacific resultiert aus dem operativen Geschäft von CIMIC und belief sich auf 7,3 Mrd. Euro --ein Anstieg um 19 Prozent über den Vorjahreswert von 6,1 Mrd. Euro. Ausschlaggebend hierfür waren das deutliche Wachstum im australischen Baugeschäft und bei Servicedienstleistungen. Auf Division-Ebene wirkte sich zudem der stärkere Währungskurs des australischen Dollars gegenüber dem Euro positiv aus (währungsbereinigter Anstieg um 14 Prozent).
Das Umsatzvolumen der Division HOCHTIEF Europe lag im Geschäftsjahr 2022 mit 1,3 Mrd. Euro leicht unter dem Vorjahresniveau. Der Großteil der Umsätze entfiel auf das in der Berichtsperiode weiterhin stabile Baugeschäft.
Das auf Märkten außerhalb Deutschlands erzielte Umsatzvolumen belief sich im Geschäftsjahr 2022 auf 25,4 Mrd. Euro. Der Internationalisierungsgrad des HOCHTIEF-Konzerns blieb mit 97 Prozent nahezu auf Vorjahresniveau (96 Prozent).
| (In Mio. EUR) | 2022 | 2021 | Veränderung |
| Umsatzerlöse | 26.219,3 | 21.377,9 | 22,6 % |
| Bestandsveränderungen der Erzeugnisse | 23,5 | 23,5 | - |
| Materialaufwand | -19.921,6 | -16.116,1 | 23,6 % |
| Personalaufwand | -4.469,8 | -3.749,8 | 19,2 % |
| Sonstige betriebliche Erträge | 501,5 | 206,2 | 143,2 % |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.499,9 | -1.041,9 | 44,0 % |
| Ergebnis aus at Equity bewerteten Unternehmen und aus dem Abgang von Beteiligungen | 262,9 | 145,2 | 81,1 % |
| Anpassung nicht operative Netto-Aufwendungen | 68,6 | 225,7 | -69,6 % |
| EBITDA (bereinigt) -fortgeführte Aktivitäten | 1.184,5 | 1.070,7 | 10,6 % |
| Abschreibungen | -343,8 | -314,2 | 9,4 % |
| EBIT (bereinigt) -fortgeführte Aktivitäten | 840,7 | 756,5 | 11,1 % |
| Netto-Zinserträge und sonstiges Finanzergebnis | -94,9 | -95,8 | -0,9 % |
| Anpassung nicht operative Netto-Aufwendungen | -68,6 | -225,7 | -69,6 % |
| Ergebnis vor Steuern/PBT -fortgeführte Aktivitäten | 677,2 | 435,0 | 55,7 % |
| Steuern | -162,2 | -141,6 | 14,5 % |
| Steuerquote (Steuern/PBT in Prozent) | 24,0 % | 32,6 % | |
| Ergebnis nach Steuern -fortgeführte Aktivitäten | 515,0 | 293,4 | 75,5 % |
| Ergebnis nach Steuern -nicht fortgeführte Aktivitäten | 0,0 | -4,5 | -100,0 % |
| Ergebnis nach Steuern -insgesamt | 515,0 | 288,9 | 78,3 % |
| Anteile anderer Gesellschafter | -33,2 | -81,0 | 59,0 % |
| Konzerngewinn -insgesamt | 481,8 | 207,9 | 131,7 % |
Der Materialaufwand und der Personalaufwand entfällt im Wesentlichen auf die Divisionen HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Asia Pacific und entwickelte sich im Einklang mit den Umsatzerlösen.
Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge gegenüber dem Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus dem zahlungsunwirksamen, einmaligen Gewinn aus der Umgliederung der Beteiligung an Ventia von einem assoziierten Unternehmen in eine zum FVOCI bewertete Finanzanlage.
Im Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen wirkte sich im Wesentlichen die Gewinnauswirkung aus der Vereinbarung im Zusammenhang mit dem Flüssigerdgasprojekt Ichthys (CCPP) aus.
Das Ergebnis aus at Equity bewerteten Unternehmen und aus dem Abgang von Beteiligungen belief sich im Geschäftsjahr 2022 auf 263 Mio. Euro (2021: 145 Mio. Euro). Zu dieser Verbesserung trugen im Wesentlichen höhere Ergebnisbeiträge aus Joint-Ventures von HOCHTIEF Americas sowie der höhere Ergebnisbeitrag unseres Abertis-Investments bei.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte der HOCHTIEF-Konzern ein EBITDA (bereinigt) in Höhe von 1,2 Mrd. Euro und übertraf damit den Vorjahreswert (1,1 Mrd. Euro) um 11 Prozent. Die Abschreibungen stiegen aufgrund von gestiegenen Investitionen im Sachanlagevermögen für Tunnelbauaktivitäten in der Division HOCHTIEF Asia Pacific um 30 Mio. Euro auf 344 Mio. Euro. Insgesamt stieg das EBIT (bereinigt) gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent auf 841 Mio. Euro.
Die Netto-Zinserträge und das sonstige Finanzergebnis enthalten das Ergebnis aus Ausleihungen, das sonstige Beteiligungsergebnis sowie das Finanzergebnis. Per Saldo fielen im Geschäftsjahr 2022 Aufwendungen in Höhe von 95 Mio. Euro an, die sich damit auf Vorjahresniveau (96 Mio. Euro) bewegten. Ausschlaggebend hierfür waren im Vergleich zum Vorjahr gestiegene Zinsaufwendungen aus Fremdfinanzierungen, die durch Wechselkurseffekte kompensiert wurden.
HOCHTIEF erzielte im Geschäftsjahr 2022 ein nominales Ergebnis vor Steuern (PBT) in Höhe von 677 Mio. Euro. Der Vorjahreswert in Höhe von 435 Mio. Euro wurde damit um 242 Mio. Euro bzw. 56 Prozent übertroffen.
Nicht-operative Effekte beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf 56 Mio. Euro (Vorjahr 275 Mio. Euro). Diese betreffen eine größere Anzahl von Effekten über den gesamten Konzern. Im Vorjahr betrafen die nicht-operativen Effekte insbesondere den außerordentlichen Einmaleffekt in Höhe von 195 Mio. Euro im Zusammenhang mit dem chilenischen Altprojekt.
Das operative PBT (nominales PBT, bereinigt um nicht operative Effekte) belief sich im Geschäftsjahr 2022 auf 733 Mio. Euro und lag damit um 3 Prozent über dem Vorjahreswert von 710 Mio. Euro.
| (In Mio. EUR) | 2022 | 2021 | Veränderung |
| HOCHTIEF Americas | 350,9 | 323,1 | 8,6 % |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 261,7 | 262,1 | -0,2 % |
| HOCHTIEF Europe | 47,4 | -150,0 | - |
| Abertis-Investment | 66,7 | 58,0 | 15,0 % |
| Corporate | -49,5 | -58,2 | 14,9 % |
| Nominales PBT Konzern - fortgeführte Aktivitäten | 677,2 | 435,0 | 55,7 % |
| Nicht-operative Effekte | 55,9 | 274,6 | -79,6 % |
| Restrukturierung | 16,4 | 15,0 | 9,3 % |
| Investition/Desinvestition | 7,2 | -7,0 | - |
| Abwertungen | 9,6 | 16,2 | -40,7 % |
| Verschiedenes | 22,7 | 250,4 | -90,9 % |
| Operatives PBT Konzern - fortgeführte Aktivitäten | 733,1 | 709,6 | 3,3 % |
Das nominale PBT der Division HOCHTIEF Americas verbesserte sich im Geschäftsjahr 2022 auf Basis von starken Umsatzzahlen im Vergleich zum Vorjahr um 9 Prozent auf 351 Mio. Euro.
Der Ergebnisbeitrag der Division HOCHTIEF Asia Pacific spiegelt die HOCHTIEF-Beteiligung an CIMIC und die damit verbundenen Finanzierungs- und Holdingkosten einschließlich der Kosten in Zusammenhang mit dem Erwerb der CIMIC-Minderheitsanteile sowie die Kursveränderungen des australischen Dollars gegenüber dem Euro wider. Das nominale PBT von CIMIC belief sich im Geschäftsjahr 2022 auf 363 Mio. Euro (Vorjahr 315 Mio. Euro). Dieses Ergebnis beinhaltet Sondereinflüsse aus dem Vergleich beim Altprojekt CCPP sowie der geänderten Bilanzierung von Ventia als Finanzinvestition zum beizulegenden Zeitwert (338 Mio. Euro), bereinigt um Risikovorsorge. Auf Ebene der Division HOCHTIEF Asia Pacific blieb das nominale PBT mit 262 Mio. Euro auf Vorjahreshöhe. Hier wirkten sich die auf Asia-Pacific-Holdingebene angefallenen höheren Finanzierungsaufwendungen im Zusammenhang mit dem Erwerb der übrigen CIMIC-Anteile aus.
Die Division HOCHTIEF Europe erzielte im Geschäftsjahr 2022 ein nominales PBT in Höhe von 47 Mio. Euro gegenüber -150 Mio. Euro im Vorjahr. Diese deutliche Verbesserung ist im Wesentlichen auf den im Vorjahr wirksamen negativen außerordentlichen Einmaleffekt in Höhe von 195 Mio. Euro aus dem Schiedsgerichtsverfahren über ein Altprojekt zum Bau eines Wasserkraftwerks in Chile aus dem Jahr 2012 zurückzuführen. Bereinigt um diesen Effekt verzeichnete die Division HOCHTIEF Europe eine stabile Gewinnentwicklung.
Der Beitrag des Abertis-Investments zum Ergebnis des HOCHTIEF-Konzerns spiegelt die 20-Prozent-Beteiligung des Konzerns an der Abertis HoldCo, S.A., die operative Entwicklung von Abertis sowie Effekte aus der nicht zahlungswirksamen Kaufpreisallokation (PPA) wider. Nachdem es bereits im Vorjahr aufgrund der gelockerten Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie zu einer deutlichen Erholung der durchschnittlichen täglichen Verkehrsentwicklung in den für Abertis relevanten Märkten kam, setzte sich dieser Trend im Geschäftsjahr 2022 weiter fort. Das durchschnittliche tägliche Verkehrsaufkommen von Abertis lag in 2022 um 8 Prozent über dem Vorjahr, wobei sich für einzelne Länder ein im Vorjahresvergleich deutlich gestiegenes Verkehrsaufkommen zeigte. Die Verkehrszahlen übertrafen die des Jahres 2019 vor der Covid-Pandemie um 3 Prozent. Der Beitrag des Abertis-Investments zum Ergebnis des HOCHTIEF-Konzerns in Höhe von 67 Mio. Euro lag um 15 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres (58 Mio. Euro).
Die Aufwendungen aus Ertragsteuern beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf 162 Mio. Euro (Vorjahr 1 42 Mio. Euro). Daraus resultiert eine Steuerquote in Höhe von 24 Prozent (Vorjahr 33 Prozent). Im Vorjahr war die Steuerquote durch den negativen außerordentlichen Einmaleffekt im Ergebnis vor Steuern in Höhe von 195 Mio. Euro im Zusammenhang mit dem chilenischen Altprojekt beeinflusst, der keine Auswirkungen auf den Steueraufwand hatte.
Der nominale Konzerngewinn von HOCHTIEF verbesserte sich im Geschäftsjahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um 274 Mio. Euro auf 482 Mio. Euro (2021: 208 Mio. Euro). Beim operativen Konzerngewinn erreichte HOCHTIEF einen Anstieg um 15 Prozent auf 522 Mio. Euro (2021: 454 Mio. Euro).
| (In Mio. EUR) | 2022 | 2021 | Veränderung |
| HOCHTIEF Americas | 260,3 | 231,7 | 12,3 % |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 186,0 | 146,9 | 26,6 % |
| HOCHTIEF Europe | 34,4 | -164,9 | - |
| Abertis-Investment | 66,7 | 58,0 | 15,0 % |
| Corporate | -65,6 | -63,8 | -2,8 % |
| Nominaler Konzerngewinn/-verlust -fortgeführte Aktivitäten | 481,8 | 207,9 | 131,7 % |
| Nicht-operative Effekte | 39,7 | 245,8 | -83,8 % |
| Restrukturierung | 15,4 | 13,1 | 17,6 % |
| Investition/Desinvestition | 7,8 | 10,8 | -28,7 % |
| Abwertungen | 9,6 | 14,8 | -35,1 % |
| Verschiedenes | 6,9 | 207,1 | -96,7 % |
| Operativer Konzerngewinn -fortgeführte Aktivitäten | 521,5 | 453,7 | 14,9 % |
Die in der Ergebnisrechnung des Vorjahres ausgewiesenen Ergebnisse der nicht fortgeführten Aktivitäten in Höhe von -4 Mio. Euro betreffen die 45-prozentige Beteiligung an BICC.
| (In Mio. EUR) | 2022 | 2021 | Veränderung |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vor Factoring zugrundeliegend * | 1.211,8 | 759,5 | 452,3 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 1.050,8 | 405,6 | 645,2 |
| Betriebliche Investitionen brutto | -187,5 | -79,2 | -108,3 |
| Betriebliche Anlagenabgänge | 23,5 | 23,6 | -0,1 |
| Betriebliche Investitionen netto | -164,0 | -55,6 | -108,4 |
| Free Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 886,8 | 350,0 | 536,8 |
| Free Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vor Factoring zugrundeliegend * | 1.047,8 | 703,9 | 343,9 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -484,6 | -209,4 | -275,2 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -167,2 | -1.088,5 | 921,3 |
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vor Factoring belief sich für das Geschäftsjahr 2022 auf zugrundeliegender Basis (das heißt ohne die außerordentlichen Zahlungen für den Vergleich beim Altprojekt CCPP und für die finale Zahlung beim chilenischen Altprojekt in Höhe von insgesamt 237 Mio. Euro) auf 1,2 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr (fortgeführte Aktivitäten in Höhe von 760 Mio. Euro), ergab sich damit -aufgrund einer herausragenden Entwicklung des Nettoumlaufvermögens im vierten Quartal 2022 -eine Verbesserung um 452 Mio. Euro.
Die betrieblichen Investitionen (brutto) beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf 1 88 Mio. Euro (davon entfielen 68 Prozent auf die Division HOCHTIEF Asia Pacific). Der Anstieg um 109 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreswert von 79 Mio. Euro ist in erster Linie auf Investitionen von CIMIC zur Beschaffung projektbezogener Tunnelbauausrüstung für Großprojekte zurückzuführen. Die Einnahmen aus betrieblichen Anlagenabgängen lagen bei 24 Mio. Euro und damit unverändert auf Vorjahresniveau. Per Saldo führten die betrieblichen Investitionen (netto) im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einem Liquiditätsabfluss in Höhe von 164 Mio. Euro (Vorjahr 56 Mio. Euro).
Der Free Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vor Factoring belief sich für das Geschäftsjahr 2022 auf zugrundeliegender Basis (das heißt ohne die außerordentlichen Zahlungen für den Vergleich beim Altprojekt CCPP und für die finale Zahlung beim chilenischen Altprojekt in Höhe von 237 Mio. Euro) auf solide 1.048 Mio. Euro. Der Vergleichswert des Vorjahres (704 Mio. Euro) wurde damit um 344 Mio. Euro übertroffen.
Der in der Kapitalflussrechnung des HOCHTIEF-Konzerns ausgewiesene Cashflow aus der Investitionstätigkeit zeigt im Geschäftsjahr 2022 einen Mittelabfluss in Höhe von 485 Mio. Euro (Vorjahr 209 Mio. Euro). Neben den Mittelabflüssen für betriebliche Nettoinvestitionen in Höhe von 164 Mio. Euro (Vorjahr 56 Mio. Euro) wirkten sich Mittelabflüsse für Akquisitionen und Beteiligungen mit 244 Mio. Euro (Vorjahr 105 Mio. Euro) aus. Der wesentliche Teil hiervon stand im Zusammenhang mit der im abgelaufenen Geschäftsjahr vollzogenen Übernahme des australischen Rohstoffunternehmens MACA durch Thiess. Zudem wirkten sich die Veränderungen der Wertpapiere und Finanzforderungen mit -61 Mio. Euro (Vorjahr -50 Mio. Euro) sowie Erst- und Entkonsolidierungen mit -16 Mio. Euro (Vorjahr 2 Mio. Euro) aus.
Im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit weist HOCHTIEF für das Geschäftsjahr 2022 per Saldo einen Mittelabfluss in Höhe von 167 Mio. Euro aus (Vorjahr 1,1 Mrd. Euro). Die darin enthaltenen Finanzmittelaufnahmen erreichten einen Umfang von 3,1 Mrd. Euro (Vorjahr 2,0 Mrd. Euro). Darin ist insbesondere die unterjährige Inanspruchnahme einer Transaktionsfazilität zur Finanzierung der Zahlungsverpflichtung aus dem Angebot zum Erwerb aller CIMIC-Aktien über insgesamt 1,0 Mrd. Euro enthalten, die am 28. Oktober 2022 gekündigt und vollständig zurückgeführt wurde. Weitere Mittelaufnahmen betrafen die Inanspruchnahme syndizierter Kreditfazilitäten durch CIMIC und die Begebung von Schuldscheindarlehen durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Zudem flossen dem HOCHTIEF-Konzern im Zuge der von der HOCHTIEF AG durchgeführten Barkapitalerhöhung liquide Mittel im Umfang von 406 Mio. Euro zu. Diesen Mittelaufnahmen standen Tilgungen von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 2,3 Mrd. Euro (Vorjahr 2,6 Mrd. Euro) gegenüber. Diese betrafen in erster Linie CIMIC und die HOCHTIEF Aktiengesellschaft für Rückzahlungen von Barkreditfazilitäten -darunter die Transaktionsfazilität zur Finanzierung der Zahlungsverpflichtung aus dem CIMIC-Übernahmeangebot - sowie von Schuldscheindarlehen. Der Erwerb der restlichen Minderheitenanteile an CIMIC führte insgesamt zu einem Mittelabfluss aus dem HOCHTIEF-Konzern in Höhe von 985 Mio. Euro. Die Tilgungen von Leasingschulden beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 158 Mio. Euro (Vorjahr 160 Mio. Euro). Für Dividendenzahlungen an HOCHTIEF-Aktionäre und an Minderheitsbeteiligungen wurden im Geschäftsjahr 2022 162 Mio. Euro (Vorjahr 319 Mio. Euro) verwendet.
Die Bilanzsumme des HOCHTIEF-Konzerns belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2022 auf 18,3 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Geschäftsjahresende 2021 (16,2 Mrd. Euro) ergab sich ein Zuwachs um 2,1 Mrd. Euro, der zu einem Großteil auf Wechselkurseffekte zurückzuführen ist.
Aktiva
| (In Mio. EUR) | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 2.019,8 | 1.929,1 |
| Finanzanlagen | 3.339,7 | 2.592,1 |
| Übrige Vermögenswerte und latente Steuern | 726,9 | 774,1 |
| 6.086,4 | 5.295,3 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte, Forderungen und übrige Vermögenswerte | 6.791,4 | 6.057,9 |
| Wertpapiere und flüssige Mittel | 5.393,8 | 4.853,5 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 28,1 | 28,4 |
| 12.213,3 | 10.939,8 | |
| 18.299,7 | 16.235,1 | |
|
Passiva |
||
| Eigenkapital | 1.229,5 | 1.085,8 |
| Langfristige Schulden | ||
| Rückstellungen | 662,2 | 899,0 |
| Verbindlichkeiten und latente Steuern | 5.360,8 | 4.515,0 |
| 6.023,0 | 5.414,0 | |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Rückstellungen | 840,2 | 891,4 |
| Verbindlichkeiten | 10.207,0 | 8.843,9 |
| Mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten verbundene Schulden | - | - |
| 11.047,2 | 9.735,3 | |
| 18.299,7 | 16.235,1 |
Die langfristigen Vermögenswerte stiegen im Verlauf des Geschäftsjahres 2022 um 791 Mio. Euro auf 6,1 Mrd. Euro. Dieser Anstieg steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Neubewertung der Ventia-Aktien bei CIMIC. Die Gesellschaft wird seit Ende des ersten Quartals 2022 als Finanzanlage bilanziert, während sie zuvor als ein at Equity bilanziertes Unternehmen behandelt wurde. Zudem erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund von erfolgsneutralen Effekten der Buchwert der at Equity bilanzierten Finanzanlagen um 223 Mio. Euro auf 2,7 Mrd. Euro. Insgesamt weist der HOCHTIEF-Konzern damit zum Jahresende 2022 Finanzanlagen im Umfang von 3,3 Mrd. Euro (31. Dezember 2021: 2,6 Mrd. Euro) aus. Der Bestand an immateriellen Vermögenswerten belief sich am 31. Dezember 2022 auf 1,1 Mrd. Euro und blieb damit auf dem Niveau des Vorjahres. Der leichte Anstieg um 26 Mio. Euro resultierte im Wesentlichen aus Akquisitionen bei CIMIC und aus Wechselkurseffekten. Zudem stieg der Bestand an Sachanlagen im Wesentlichen durch den Zugang von Nutzungsrechten für Grundstücke und Bauten um 51 Mio. Euro auf 870 Mio. Euro.
Die kurzfristigen Vermögenswerte beliefen sich zum 31. Dezember 2022 auf 12,2 Mrd. Euro und lagen damit um 1,3 Mrd. Euro über dem Wert zum 31. Dezember 2021 (10,9 Mrd. Euro). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen stiegen gegenüber dem Vergleichswert vom 31. Dezember 2021 (5,5 Mrd. Euro) um 666 Mio. Euro auf 6,2 Mrd. Euro. Ausschlaggebend waren neben kleineren operativen Faktoren vor allem Währungskurseffekte. Das Factoring-Volumen des HOCHTIEF-Konzerns stieg im Vergleich zum Vorjahr (758 Mio. Euro) um 102 Mio. Euro und belief sich zum Geschäftsjahresende 2022 auf 860 Mio. Euro. Der Bestand an Wertpapieren erhöhte sich gegenüber dem Niveau vom Geschäftsjahresende 2021 um 16 Mio. Euro auf 588 Mio. Euro. Die flüssigen Mittel des HOCHTIEF-Konzerns beliefen sich zum Ende des Geschäftsjahres 2022 auf 4,8 Mrd. Euro und lagen damit um 524 Mio. Euro über dem Bestand zum Ende des Vorjahres (4,3 Mrd. Euro). Insgesamt verfügte HOCHTIEF zum Stichtag 31. Dezember 2022 mit 5,4 Mrd. Euro über eine weiterhin starke Liquiditätsposition. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte in Höhe von 28 Mio. Euro entfallen auf CIMIC (31. Dezember 2021: 28 Mio. Euro).
Das Eigenkapital des HOCHTIEF-Konzerns belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2022 auf 1,2 Mrd. Euro (31. Dezember 2021: 1,1 Mrd. Euro). Die Veränderungen im abgelaufenen Geschäftsjahr betrafen die Kapitalerhöhung der HOCHTIEF Aktiengesellschaft (406 Mio. Euro), das Ergebnis nach Steuern (515 Mio. Euro), Währungseffekte (89 Mio. Euro), den Effekt aus der Anteilsaufstockung bei CIMIC (-985 Mio. Euro), Dividenden (-164 Mio. Euro) und sonstige ergebnisneutrale Veränderungen (283 Mio. Euro).
Die langfristigen Schulden lagen zum Stichtag 31. Dezember 2022 im Vergleich zum Stand am 31. Dezember 2021 (5,4 Mrd. Euro) um 609 Mio. Euro höher bei 6,0 Mrd. Euro. Vom Gesamtbestand der langfristigen Schulden entfielen 5,1 Mrd. Euro auf langfristige Finanzverbindlichkeiten und Leasingverbindlichkeiten. Bei den Finanzverbindlichkeiten ergab sich ein Anstieg um 789 Mio. Euro auf 4,7 Mrd. Euro, der im Wesentlichen als Saldo aus der Neuaufnahme von syndizierten Kreditfazilitäten und der Reklassifizierung von vormals langfristigen syndizierten Kreditfazilitäten als kurzfristige Schulden bei CIMIC resultierte. Die im Zusammenhang mit der Anwendung des IFRS 16 ausgewiesenen langfristigen Leasingverbindlichkeiten beliefen sich zum Stichtag 31. Dezember 2022 auf 356 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 272 Mio. Euro). Die langfristigen Rückstellungen verminderten sich im Vergleich zum Stand am Ende des Vorjahres (899 Mio. Euro) um insgesamt 237 Mio. Euro auf 662 Mio. Euro. Ausschlaggebend hierfür war der Rückgang der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen aufgrund der Anpassung des Abzinsungssatzes an das gestiegene Kapitalmarktniveau. Die langfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten gingen um insgesamt 41 Mio. Euro auf 214 Mio. Euro zurück und betreffen vorrangig CIMIC.
Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich im Verlauf der Berichtsperiode um 1,3 Mrd. Euro und beliefen sich zum Stichtag 31. Dezember 2022 auf 11,0 Mrd. Euro. Bei den Finanzverbindlichkeiten ergab sich ein Rückgang um 27 Mio. Euro auf 503 Mio. Euro, der aus der Neuaufnahme und Reklassifizierung von vormals langfristigen syndizierten Kreditfazilitäten als kurzfristige Schulden sowie aus der Tilgung von Anleihen resultierte. Die Leasingverbindlichkeiten blieben mit 117 Mio. Euro nahezu unverändert auf Vorjahresniveau (116 Mio. Euro). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten stiegen im Wesentlichen bei HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Asia Pacific durch das operative Geschäft und aufgrund von Wechselkurseinflüssen um insgesamt 1,4 Mrd. Euro auf 9,5 Mrd. Euro.
Das Nettofinanzvermögen des HOCHTIEF-Konzerns belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2022 auf 354 Mio. Euro. Die wesentlichen Einflüsse auf die Veränderungen seit Jahresbeginn hatten Mittelabflüsse in Höhe von insgesamt 660 Mio. Euro für die strategischen Investitionen in CIMIC (534 Mio. Euro für die Übernahme der ausstehenden Aktien nach Mittelzufluss aus der Kapitalerhöhung) und die Übernahme von MACA durch Thiess (126 Mio. Euro). Daneben wirkten sich nicht operative Effekte in Höhe von 161 Mio. Euro sowie die Dividendenzahlung der HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Geschäftsjahr 2022 mit 130 Mio. Euro cashmindernd aus. Adjustiert um diese Einflüsse hätte sich das Nettofinanzvermögen im Vergleich zum Vorjahr (556 Mio. Euro) um 620 Mio. Euro auf rund 1,3 Mrd. Euro verbessert.
| (In Mio. EUR) | 31.12.2022 | 31.12.2021 | Veränderung |
| HOCHTIEF Americas | 1.908,9 | 1.530,9 | 378,0 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | -491,7 | -317,8 | -173,9 |
| HOCHTIEF Europe | 749,4 | 798,8 | -49,4 |
| Corporate | -1.813,0 | -1.456,1 | -356,9 |
| HOCHTIEF-Konzern -fortgeführte Aktivitäten | 353,6 | 555,8 | -202,2 |
Sowohl HOCHTIEF als auch CIMIC konnten die für das vergangene Berichtsjahr geplanten Finanzierungsvorhaben zur langfristigen Sicherung der Liquidität und zur Optimierung der Finanzstruktur erfolgreich umsetzen. Das Investoreninteresse an der 2022 getätigten Schuldscheindarlehensemission sowie die anhaltende Unterstützung der Banken haben gezeigt, dass die HOCHTIEF-Gruppe weiterhin ein gutes Standing im Finanzmarkt genießt.
Der im August 2017 mit einer Laufzeit bis 2024 abgeschlossene syndizierte Bar- und Avalkredit über 1,7 Mrd. Euro zählt weiterhin zu den wichtigsten Finanzierungsinstrumenten der HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Die Avalkredittranche in Höhe von 1,2 Mrd. Euro ermöglicht die Bereitstellung von Bürgschaften für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit vornehmlich der Division HOCHTIEF Europe. Die Barkredittranche in Höhe von 0,5 Mrd. Euro wird im Bedarfsfall flexibel genutzt. Zum Berichtsstichtag war die Linie nicht in Anspruch genommen.
Weiterhin verfügt die HOCHTIEF Aktiengesellschaft über bilaterale kurzfristige Barkreditlinien zur Versorgung der operativen Einheiten mit ausreichenden liquiden Mitteln zur Finanzierung des laufenden Geschäfts. Diese jährlich zu verlängernden Linien belaufen sich auf 378 Mio. Euro. Die Kredite sind zu zirka 15 Prozent schriftlich und mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr von den Banken bestätigt. Zum Berichtsstichtag waren diese kurzfristigen Barkreditlinien nicht genutzt.
Bilaterale Avalkreditlinien über rund 1,3 Mrd. Euro ergänzen den syndizierten Avalkredit der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zum Jahresende 2022. Die verschiedenen Instrumente sichern dem Konzern eine langfristige und breit diversifizierte Finanzierung, und dies zu unverändert attraktiven Kreditbedingungen und Konditionen. Keines der von HOCHTIEF abgeschlossenen Finanzierungsinstrumente ist besichert; sie basieren auf einer Gleichbehandlung aller Kreditgeber (pari passu).
Zu den syndizierten und bilateralen Krediten kommen im Bedarfsfall weitere individuelle Kredite für Projektfinanzierungen hinzu. Diese Finanzierungen, die jeweils auf Basis eines konkreten Projekts verhandelt und abgeschlossen werden, sind ausschließlich projektbezogen nutzbar und werden spätestens beim Verkauf der Projekte aus den erzielten Erlösen zurückbezahlt. Eine Besicherung erfolgt in der Regel auf den Vermögenswerten des Projekts selbst. Ein Rückgriff auf den HOCHTIEF-Konzern ist in den allermeisten Fällen ausdrücklich ausgeschlossen.
Im Mai 2019 begab die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ein Schuldscheindarlehen über insgesamt 246 Mio. Euro. Das Darlehen hat gestaffelte Laufzeiten über drei, fünf, sieben und zehn Jahre und wurde von internationalen Investoren gezeichnet.
Wie auch im abgelaufenen Berichtsjahr sowie in den Jahren zuvor, wird die HOCHTIEF Aktiengesellschaft darüber hinaus die Finanz- und Kapitalmärkte unverändert intensiv beobachten und sich eventuell ergebende Opportunitäten nutzen, um die Konzernfinanzierung weiter zu optimieren und zu diversifizieren.
Wie im Vorjahr bestehen für die Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Asia Pacific lokale Finanzierungen.
Turner hat im Juli 2022 einen syndizierten Barkreditvertrag über 250 Mio. US-Dollar mit einem internationalen Bankenkonsortium abgeschlossen. Diese Finanzierung löst die bisherigen bilateralen Fazilitäten über insgesamt 250 Mio. US-Dollar ab und hat einen reinen Vorsorgecharakter.
Im Mai 2022 hat CIMIC mit einem internationalen Bankenkonsortium eine syndizierte revolvierende Barkreditfazilität in Höhe von 1,2 Mrd. australischen Dollar abgeschlossen. Die Fazilität hat eine Laufzeit von zwei Jahren und löst eine im September 2022 ausgelaufene syndizierte revolvierende Barkreditfazilität über 1,3 Mrd. australische Dollar ab. Zum Bilanzstichtag war ein Betrag in Höhe von 600 Mio. australischen Dollar (382 Mio. Euro) in Anspruch genommen.
Im Dezember 2022 hat CIMIC eine syndizierte Barkreditfazilität in Höhe von 950 Mio. australischen Dollar mit einem internationalen Bankenkonsortium refinanziert. Die beiden Tranchen haben eine Laufzeit von drei und fünf Jahren. Die Finanzierung löst eine im September 2023 fällige Fazilität in Höhe von 950 Mio. australischen Dollar ab. Zum Bilanzstichtag war ein Betrag in Höhe von 600 Mio. australischen Dollar (382 Mio. Euro) in Anspruch genommen.
Für die Division HOCHTIEF Americas ist insbesondere die US-Bondingfazilität von besonderer Bedeutung. Mit einem ausstehenden Volumen von zirka 9,2 Mrd. Euro (zirka 9,9 Mrd. US-Dollar) ist sie unverändert der zentrale Finanzierungsbaustein für das US-amerikanische Geschäft. Sowohl die Turner- als auch die Flatiron-Gruppe nutzen diese Linie im Rahmen des sogenannten Bondings. Diese lokale Surety-Bonding-Linie wird von HOCHTIEF unverändert durch eine Konzerngarantie unterlegt. Aufgrund der angestiegenen Auftragsentwicklung und des damit verbundenen Bedarfs an erhöhten Bonding-Kapazitäten konnte die Bonding-Kapazität bedarfsgerecht im Laufe des Berichtsjahres erhöht werden.
Am 24. Juni 2022 hat die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) das bestehende Investment-Grade-Rating von HOCHTIEF bestätigt (BBB-/stabiler Ausblick/A-3). Auch für CIMIC änderte sich das S&P-Rating von BBB-/A-3 im Jahr 2022 nicht. S&P bestätigte dieses Rating im November, während die Ratingagentur Moody's im September 2022 das bisherige Bonitätsrating von Baa2 (stabil) auf Baa3 herabsetzte. Dabei wurde der Ausblick auf die weitere Bonitätsbeurteilung als stabil bewertet ("stable outlook").
HOCHTIEF versteht unter nachhaltiger Finanzierung alle Finanzierungs- und Investitionsentscheidungen, bei denen auch Kriterien aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance (ESG-Kriterien) zum Tragen kommen. Darüber hinaus fließen übergreifend Betrachtungen der längerfristigen ökonomischen Nachhaltigkeit der finanzierten Unternehmensbereiche ein. Nachhaltige Finanzierung umfasst jene Finanzierungs- und Investitionsaktivitäten, die unter anderem zur Unterstützung der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen (SDGs) und des Pariser Klimaabkommens erforderlich sind. Darunter fallen Aktivitäten, die sich sowohl auf die Umwelt als auch auf die Gesellschaft positiv auswirken. Sie tragen damit auch zu einem verbesserten Risiko- und Auswirkungsmanagement bei.
Nachhaltige Finanzierung ist ein wichtiger Faktor für die Umsetzung der konzernweiten Nachhaltigkeitsstrategie von HOCHTIEF und die Erreichung der damit verbundenen langfristigen Ziele. Zur Vorbereitung künftiger nachhaltiger Finanzierungstätigkeiten innerhalb des HOCHTIEF-Konzerns fördert das Finanzteam von HOCHTIEF aktiv die Nachhaltigkeitsagenda des Unternehmens. Hierzu plant das Team, eine Sustainability-Linked-Financing-Rahmendokumentation zu verabschieden, die HOCHTIEF den Zugang zu nachhaltigen Finanzierungsinstrumenten ermöglicht. Durch diese Maßnahme werden sich der breite Investorenkreis von HOCHTIEF und die langfristige Finanzierungssicherheit von HOCHTIEF durch die Finanzmärkte, in denen das Thema Nachhaltigkeit immer mehr an Relevanz gewinnt, weiter vergrößern. Zu diesen Themen steht HOCHTIEF im Austausch mit externen Partnern und holt aktiv die Rückmeldung des Finanzmarkts ein.
Das HOCHTIEF-Finanzteam hat in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Corporate Responsibility den Prozess für die Erstellung einer eigenen Sustainability-Linked-Financing-Rahmendokumentation bereits im zweiten Halbjahr 2021 angestoßen und im Verlauf des Geschäftsjahres 2022 weiterentwickelt. Die Sustainability-Linked-Financing-Rahmendokumentation wird den Nachhaltigkeitsplan 2025 mit der Finanzierungsstrategie des Konzerns verbinden und HOCHTIEF so in die Lage versetzen, nachhaltige Finanzierungsinstrumente, zum Beispiel Sustainability-Linked Bonds, zu emittieren. Im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 ist geplant, die Sustainability-Linked-Financing-Rahmendokumentation um weitere Details, beispielsweise bezogen auf die zu treffenden erforderlichen Maßnahmen im Rahmen der Dekarbonisierung, zu ergänzen. Darüber hinaus ist auch die Einführung von weiteren Zwischenzielen, bezogen auf die Reduktion der konzernweiten CO 2-Emissionen zur Vervollständigung dieser Rahmendokumentation, geplant. In die Abstimmung zu der Rahmendokumentation ist der Vorstand eng eingebunden.
Bei sogenannten "sustainability-linked" Finanzierungsinstrumenten fließen die zentralen Nachhaltigkeitsziele von HOCHTIEF in Form von spezifischen Nachhaltigkeitskennzahlen (Sustainable Performance Indicators) mit ein. Dadurch lässt sich der Fortschritt des Unternehmens bei der Erreichung seiner Nachhaltigkeitsziele während der gesamten Laufzeit derartiger nachhaltiger Finanzierungsinstrumente nachvollziehen. Die Finanzierungskosten werden dabei an die Erreichung dieser Nachhaltigkeitskennzahlen gekoppelt.
In der geplanten Sustainability-Linked-Financing-Rahmendokumentation wird HOCHTIEF die Klassifikationslogik, die Zulassungskriterien, die geltenden Due-Diligence-Anforderungen sowie das Verifizierungsverfahren für künftige nachhaltige Finanzierungsaktivitäten definieren. Außerdem werden sich darin die Grundsätze und Anforderungen für die Berichterstattung finden. Um die Übereinstimmung dieses Rahmens mit den jeweils aktuellen marktüblichen Sustainable-Finance-Grundsätzen zu gewährleisten und zu bestätigen, beabsichtigt HOCHTIEF die Erstellung eines Nachhaltigkeitsgutachtens durch einen externen Gutachter, eine sogenannte "Second Party Opinion" (SPO).
Auf Projektebene hat HOCHTIEF im Mai 2022 eine erste grüne Projektfinanzierung vereinbart: Für das PPP-Projekt Bereitschaftspolizei Hessen wurde mit einem Finanzpartner eine Finanzierung über 100 Mio. Euro abgeschlossen. HOCHTIEF saniert im Rahmen der öffentlich-privaten Partnerschaft alle Liegenschaften dieser Polizeibehörde. Durch den nachhaltigen Um- und Neubau der Gebäude wird der Primärenergieverbrauch um 40 Prozent und so auch der CO 2-Ausstoß gesenkt, sodass das Projekt den Anforderungen des CO 2-Minderungs- und Energieeffizienzprogramms (COME) des Landes Hessen entspricht.
Mit dem Großaktionär ACS Actividades de Construcción y Servicios, S.A. besteht kein Beherrschungsvertrag, sodass der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG verpflichtet ist. In diesem Abhängigkeitsbericht wird vom Vorstand folgende Schlusserklärung gegeben:
"Wir erklären, dass unsere Gesellschaft nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte mit dem herrschenden oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen im Sinne des § 312 AktG vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt.
Im Berichtszeitraum wurden berichtspflichtige Rechtsgeschäfte mit Dritten oder Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens oder eines mit diesem verbundenen Unternehmens nicht getroffen oder unterlassen."
Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft führt die Divisions des Konzerns als strategische und operative Management-Holding. Als zentrale Steuerungsebene verantwortet sie die unternehmerischen Ziele, die grundsätzliche strategische Ausrichtung, die Unternehmenspolitik und die Organisation des HOCHTIEF-Konzerns. Das Ergebnis der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist vor allem durch das Beteiligungs- und Finanzergebnis sowie durch Erlöse und Aufwendungen bestimmt, die im Zusammenhang mit der Ausübung dieser Holdingfunktionen stehen.
Der Jahresabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. HOCHTIEF berücksichtigt im Geschäftsjahr 2022 erstmalig die verpflichtenden Neuregelungen des IDW RH FAB 1.021 "Handelsrechtliche Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus rückgedeckten Direktzusagen". Darüber hinaus haben sich im Vergleich zum Vorjahr keine Änderungen der Ansatz- und Bewertungsvorschriften ergeben. Die Bekanntmachung des Jahresabschlusses und des mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lageberichts der HOCHTIEF Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 erfolgt im Bundesanzeiger.
Die Umsatzerlöse der HOCHTIEF Aktiengesellschaft resultierten im Wesentlichen aus Leistungen im Zusammenhang mit der Ausübung der Holdingfunktion. Dazu gehörten vor allem die Vergütung für Service-, Dienst- und Verwaltungsleistungen sowie Mieterträge. Die Umsatzerlöse stiegen vor allem aufgrund höherer Umlagen für Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahr um 8 Mio. Euro auf 101 Mio. Euro. Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf 72 Mio. Euro und lagen damit um 47 Mio. Euro über dem Vorjahreswert (25 Mio. Euro). Hier wirkten sich im Wesentlichen Erträge aus Derivaten zur Sicherung von Fremdwährungstransaktionen deutlich positiv aus. Der Personalaufwand lag mit 60 Mio. um 24 Mio. Euro über dem Vorjahreswert (36 Mio. Euro). Ausschlaggebend hierfür waren höhere Aufwendungen für Altersversorgung im Zusammenhang mit der erstmaligen verpflichtenden Anwendung des IDW Rechnungslegungshinweises zur handelsrechtlichen Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus rückgedeckten Direktzusagen (IDW RH FAB 1.021). Danach sind rückgedeckte Pensionsverpflichtungen und die darauf entfallenden Rückdeckungsversicherungen bei Kongruenz künftig in gleicher Höhe zu bewerten. HOCHTIEF wendet dabei das Aktivprimat an, d.h. der steuerliche Aktivwert der Rückdeckungsversicherung bestimmt die Höhe der bilanzierten Pensionsverpflichtung. Zudem wirkte sich die Anhebung der Rentensteigerungsrate zur Berechnung der Pensionsverpflichtungen aufwandserhöhend aus. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr (81 Mio. Euro) um 48 Mio. Euro auf 129 Mio. Euro. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus Währungskursverlusten aus der Bewertung einer Fremdwährungsforderung zum Stichtagskurs per 31. Dezember 2022.
Im Ergebnis aus Finanzanlagen sind im Wesentlichen Erträge und Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen sowie Erträge aus Beteiligungen enthalten. Im Vergleich zum Vorjahr (248 Mio. Euro) ergab sich ein Anstieg um 165 Mio. Euro auf 413 Mio. Euro. Die Verbesserung resultierte insbesondere aus den im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringeren Aufwendungen aus Verlustübernahmen. Dabei war der Vorjahreswert vor allem durch den negativen außerordentlichen Einmaleffekt in Höhe von 195 Mio. Euro bei der HOCHTIEF Solutions AG, Essen, für ein Altprojekt in Chile belastet. Daneben verbesserten sich die Erträge aus Gewinnabführungen gegenüber dem Vorjahr um 16 Mio. Euro auf 326 Mio. Euro. Die Erträge aus Beteiligungen von der Abertis HoldCo S.A. beliefen sich unverändert zum Vorjahr auf 119 Mio. Euro. Das Zinsergebnis belief sich im Geschäftsjahr 2022 auf -38 Mio. Euro gegenüber -28 Mio. Euro im Vorjahr. Hier wirkten sich vor allem höhere Finanzaufwendungen im Zusammenhang mit der vollständigen Übernahme von CIMIC aus.
Der Jahresüberschuss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft belief sich im Geschäftsjahr 2022 auf 291 Mio. Euro (Vorjahr 157 Mio. Euro).
| (In Mio. EUR) | 2022 | 2021 |
| Umsatzerlöse | 101,4 | 92,9 |
| Veränderung des Bestands an nicht abgerechneten Bauarbeiten | -3,9 | - |
| Sonstige betriebliche Erträge | 72,1 | 24,8 |
| Materialaufwand | -13,9 | -14,2 |
| Personalaufwand | -60,0 | -35,5 |
| Abschreibungen | -1,2 | -2,2 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -129,5 | -80,6 |
| Ergebnis Finanzanlagen | 413,2 | 248,1 |
| Zinsergebnis | -38,1 | -28,3 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | -0,1 | - |
| Ergebnis vor Steuern | 340,0 | 205,0 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -31,2 | -39,0 |
| Ergebnis nach Steuern | 308,8 | 166,0 |
| Sonstige Steuern | -17,6 | -8,8 |
| Jahresüberschuss | 291,2 | 157,2 |
| Gewinnvortrag | 4,8 | 9,7 |
| Veränderung der Gewinnrücklagen | 14,8 | -32,0 |
| Bilanzgewinn | 310,8 | 134,9 |
Die Finanz- und Vermögenslage der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist aufgrund ihrer Holdingfunktion durch die Finanzanlagen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen geprägt. Der Anteil dieser Positionen an der Bilanzsumme belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2022 auf 95 Prozent (31. Dezember 2021: 91 Prozent).
Die zum 31. Dezember 2022 ausgewiesenen Finanzanlagen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft in Höhe von 5,0 Mrd. Euro (31. Dezember 2021: 4,9 Mrd. Euro) betrafen in erster Linie Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen. Der Bestand erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr im Wesentlichen durch Zugänge bei Anteilen an verbundenen Unternehmen um 99 Mio. Euro. Die Anteile an verbundenen Unternehmen enthielten im Wesentlichen die Beteiligungsbuchwerte an der HOCHTIEF Asia Pacific GmbH, der HOCHTIEF Americas GmbH, der HOCHTIEF Solutions AG und an der HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions GmbH. Die Beteiligungen blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert und entfielen weiterhin im Wesentlichen auf die Anteile an der Abertis HoldCo S.A.
Die Vorräte, Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten stiegen in erster Linie durch die Gewährung eines Darlehens zur Finanzierung der Zahlungsverpflichtung aus dem Angebot zum Erwerb aller CIMIC-Aktien durch die HOCHTIEF Australia Holdings Limited um 794 Mio. Euro auf 1,8 Mrd. Euro.
Der Bestand an Finanzmitteln belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2022 auf 277 Mio. Euro (Vorjahr 509 Mio. Euro). Die Veränderungen im laufenden Geschäftsjahr betrafen im Wesentlichen die Liquiditätsabflüsse für die Dividendenausschüttung sowie zur Finanzierung des Erwerbs der ausstehenden Minderheitenanteile an CIMIC.
Im Geschäftsjahr 2022 wurde erstmalig der IDW Rechnungslegungshinweis zur Bewertung von rückgedeckten Pensionsverpflichtungen (IDW RH FAB 1.021) angewendet. Hierdurch ist der bislang bestehende aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung entfallen.
Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen und unter vereinfachtem Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre durchgeführt. Das Grundkapital der Gesellschaft ist nach der Ausgabe von 7 064 593 neuen Aktien in 77.711.300 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. Der Nominalwert sowie der unter Berücksichtigung der im Bestand befindlichen eigenen Aktien ermittelte Wert des gezeichneten Kapitals belief sich auf 192 Mio. Euro (Vorjahr 174 Mio. Euro). Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen das Aufgeld aus der Ausgabe von Aktien durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und erhöhte sich aufgrund der im abgelaufenen Geschäftsjahr durchgeführten Kapitalerhöhung um 388 Mio. Euro auf 2,1 Mrd. Euro.
Die Eigenkapitalquote lag zum Stichtag 31. Dezember 2022 bei 46 Prozent (31. Dezember 2021: 41 Prozent).
| (In Mio. EUR) | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Anlagevermögen | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen | 5,7 | 8,0 |
| Finanzanlagen | 5.037,6 | 4.940,1 |
| 5.043,3 | 4.948,1 | |
| Umlaufvermögen | ||
| Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, Rechnungsabgrenzungsposten | 1.790,6 | 997,1 |
| Finanzmittel | 277,2 | 509,1 |
| 2.067,8 | 1.506,2 | |
| Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | - | 5,2 |
| Aktiva | 7.111,1 | 6.459,5 |
| Eigenkapital | 3.238,1 | 2.670,6 |
| Rückstellungen | 260,9 | 175,9 |
| Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten | 3.612,1 | 3.613,0 |
| Passiva | 7.111,1 | 6.459,5 |
Die Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten beliefen sich zum Geschäftsjahresende 2022 unverändert zum Vorjahr auf 3,6 Mrd. Euro.
Zur Finanzierung der Zahlungsverpflichtung aus dem Übernahmeangebot zum Erwerb aller CIMIC-Aktien hatte HOCHTIEF am 23. Februar 2022 eine Transaktionsfazilität mit einem Bankenkonsortium in Höhe von bis zu 1,0 Mrd. Euro und mit einer Laufzeit von einem Jahr inklusive zweier zusätzlicher Verlängerungsoptionen für jeweils sechs Monate abgeschlossen. Nach einer Teilrückzahlung in Höhe von 406 Mio. Euro nach der Kapitalerhöhung der HOCHTIEF Aktiengesellschaft begab die HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Oktober 2022 ein Schuldscheindarlehen über insgesamt 246 Mio. Euro. Mit dem Emissionserlös aus dem Schuldscheindarlehen und mit eigener Liquidität konnte die Fazilität im Oktober 2022 vollständig zurückgeführt werden.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 814 Mio Euro (31. Dezember 2021: 880 Mio. Euro) resultieren unverändert im Wesentlichen aus dem Konzernfinanzverkehr.
Zudem waren von dem im Mai 2020 aufgelegten Commercial-Paper-Programm mit einem Maximalwert von 750 Mio. Euro zum Stichtag 31. Dezember 2022 -wie auch zum Ende des Vorjahres -keine Mittel ausgenutzt.
Der Gesamtbestand der Anleihen setzt sich wie folgt zusammen:
|
Buchwert 31.12.2022
(in Tsd. EUR) |
Buchwert 31.12.2021
(in Tsd. EUR) |
Nominalwert 31.12.2022
(in Tsd.) |
Zinssatz
in Prozent |
Ursprüngliche Laufzeit
(in Jahren) |
Fälligkeit | |
| Anleihe HOCHTIEF AG (2021) | 502.140 | 502.140 | 500.000 EUR | 0,63 | 8 | April 2029 |
| Anleihe HOCHTIEF AG (2019) | 50.788 | 50.788 | 50.000 EUR | 2,3 | 15 | April 2034 |
| Anleihe HOCHTIEF AG (2019) | 251.027 | 251.027 | 250.000 EUR | 1,25 | 12 | September 2031 |
| Anleihe HOCHTIEF AG (2019) | 104.435 | 104.435 | 1.000.000 NOK | 1,7 | 10 | Juli 2029 |
| Anleihe HOCHTIEF AG (2019) | 500.822 | 500.822 | 500.000 EUR | 0,5 | 8 | September 2027 |
| Anleihe HOCHTIEF AG (2019) | 44.762 | 44.762 | 50.000 CHF | 0,77 | 6 | Juni 2025 |
| Anleihe HOCHTIEF AG (2018) | 504.363 | 504.363 | 500.000 EUR | 1,75 | 7 | Juli 2025 |
| 1.958.337 | 1.958.337 |
Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft weist für das Geschäftsjahr 2022 einen Jahresüberschuss in Höhe von 291,2 Mio. Euro aus. Unter Berücksichtigung der Entnahmen aus den Gewinnrücklagen (14,8 Mio. Euro) und des Gewinnvortrags (4,8 Mio. Euro) ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 310,8 Mio. Euro.
Der Vorstand schlägt vor, zu beschließen:
Der Bilanzgewinn der HOCHTIEF Aktiengesellschaft des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von 310.845.200,00 Euro wird zur Ausschüttung einer Dividende von 4,00 Euro je Stückaktie auf das Grundkapital von 198.940.928,00 Euro, eingeteilt in 77.711.300 Stückaktien, verwendet.
Die Dividende ist am 7. Juli 2023 fällig.
Der Betrag, der auf die am Tag der Hauptversammlung im Besitz der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien auszuschütten wäre und der gemäß § 71b AktG von der Ausschüttung auszuschließen ist, wird auf neue Rechnung vorgetragen. Am Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses, am 21. Februar 2023, ergibt sich für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ein Bestand an eigenen Aktien von insgesamt 2.522.676 Stück, womit ein Betrag in Höhe von 10.090.704,00 Euro auf neue Rechnung vorzutragen wäre. Bis zur Hauptversammlung kann sich die Zahl der für das Geschäftsjahr 2022 dividendenberechtigten Stückaktien verändern. In diesem Fall wird bei unveränderter Ausschüttung von 4,00 Euro je für das Geschäftsjahr 2022 dividendenberechtigter Stückaktie der Hauptversammlung ein entsprechend angepasster Gewinnverwendungsvorschlag unterbreitet.
Der Leistungsindikator für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft (Holding) nach HGB ist der Jahresüberschuss. Mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 291 Mio. Euro -deutlich über dem Vorjahreswert von 157 Mio. Euro -wurde der Prognosewert für das Geschäftsjahr 2022 erreicht. Ausschlaggebend hierfür war die deutlich geringere Verlustübernahme von der HOCHTIEF Solutions AG in Höhe von 31 Mio. Euro (Vorjahr 180 Mio. Euro). Dabei war der Vorjahreswert vor allem durch den negativen außerordentlichen Einmaleffekt in Höhe von 195 Mio. Euro für ein Altprojekt in Chile belastet. Für den Jahresüberschuss erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023 einen Wert deutlich über dem Vorjahresniveau.
Die Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG sind im Anhang zum Jahresabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft enthalten.
Die Angaben zur Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals gemäß §§ 289a Satz 1 Nr. 1, 315a Satz 1 Nr. 1 HGB sind im Anhang beziehungsweise Konzernanhang enthalten.
Kapitalbeteiligungen von mehr als zehn Prozent der Stimmrechte im Sinne von §§ 289a Satz 1 Nr. 3, 315a Satz 1 Nr. 3 HGB: ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A., mit Sitz in Madrid/Spanien, hat uns am 11. Mai 2015 gemäß § 25a Abs. 1 WpHG (alte Fassung) mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil gemäß §§ 21, 22 WpHG (alte Fassung) an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft am 8. Mai 2015 60,70 Prozent betrug. Am 15. September 2022 gab ACS den Erwerb des bis dahin von Atlantia gehaltenen Anteils von 14,5 Prozent des Grundkapitals von HOCHTIEF bekannt. Damit hat ACS ihren Anteil von 50,4 Prozent zum Jahresende 2021 auf 68,0 Prozent erhöht.
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. Es ist dem Vorstand nicht bekannt, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben.
Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder/Satzungsänderungen: Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands bestimmt sich nach den §§ 84, 85 AktG und § 31 MitbestG in Verbindung mit §§ 9 Abs. 2, 7 Abs. 1 der Satzung. Gesetzliche Vorschriften zur Änderung der Satzung finden sich in §§ 179 ff., 133 AktG. Soweit das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals verlangt, genügt nach § 23 Abs. 3 der Satzung die einfache Mehrheit, sofern nicht zwingend eine andere Mehrheit vorgeschrieben ist. Nach § 15 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur die Fassung der Satzung betreffen.
Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe neuer Aktien: Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital bis zum 26. April 2027 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 65.752 Tsd. Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Die weiteren Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung. Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital bis zum 6. Mai 2024 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 6.589 Tsd. Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital II). Die weiteren Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung. Das Grundkapital der Gesellschaft ist gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung um bis zu 51.200 Tsd. Euro, eingeteilt in bis zu 20 Mio. Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung.
Ermächtigung zum Aktienrückkauf: Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 27. April 2022 ist die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt worden, eigene Aktien zu erwerben. Diese Ermächtigung gilt bis zum 26. April 2027. Sie ist insgesamt auf einen Anteil von zehn Prozent des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung oder -falls dieser Wert geringer ist -des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals beschränkt. Die Ermächtigung kann unmittelbar durch die Gesellschaft oder durch ein von der Gesellschaft abhängiges oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen oder durch von der Gesellschaft oder von der Gesellschaft abhängige oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehende Unternehmen beauftragte Dritte ausgeübt werden und erlaubt den Erwerb eigener Aktien im ganzen Umfang der Ermächtigung oder in Teilbeträgen sowie den einmaligen oder mehrmaligen Erwerb. Der Erwerb eigener Aktien kann über die Börse oder mittels eines an sämtliche Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder durch die Ausgabe von Andienungsrechten an die Aktionäre erfolgen. Die Bedingungen für den Erwerb werden im Beschluss weiter spezifiziert.
Der Vorstand ist durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 27. April 2022 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bei einer Veräußerung eigener Aktien durch ein Angebot an alle Aktionäre den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem ihrer nachgeordneten Konzernunternehmen ausgegebenen Options- und/oder Wandelanleihen ein Bezugsrecht auf die Aktien zu gewähren. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an sämtliche Aktionäre zu veräußern, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet.
Der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist ferner unter den nachstehenden Voraussetzungen ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats Dritten in anderer Weise als über die Börse oder mittels Angebot an sämtliche Aktionäre anzubieten und zu übertragen. Dies kann im Zuge des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen daran oder von Unternehmensteilen oder von sonstigen Vermögensgegenständen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen geschehen. Dies ist außerdem zulässig zur Einführung von Aktien der Gesellschaft an ausländischen Börsen, an denen sie bisher nicht zum Handel zugelassen sind. Außerdem dürfen die Aktien Personen zum Erwerb angeboten werden, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen stehen oder standen. Weiterhin dürfen die Aktien den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft begebenen Schuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Options- und/oder Wandlungsrechte und/oder -pflichten gewährt werden.
Weiterhin dürfen die Aktien (amtierenden oder ausgeschiedenen) Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft und (amtierenden oder ausgeschiedenen) Mitgliedern von Vorständen und Geschäftsführungen der von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG sowie Personen, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG stehen oder standen, mit der Verpflichtung übertragen werden, sie für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren seit der Übertragung zu halten. Eine solche Übertragung ist nur zulässig, um bestehende Ansprüche des Übertragungsempfängers auf variable Vergütung zu tilgen. Die weiteren Bedingungen der Übertragung werden im Beschluss weiter spezifiziert. Im Fall der Ausgabe der Aktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft entscheidet allein der Aufsichtsrat der Gesellschaft über die Ausgabe.
Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8, 186 Abs. 3, 4 AktG insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen verwendet werden.
Weiterhin ist der Vorstand ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats einzuziehen, ohne dass die Einziehung und ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedürfen.
Die Bedingungen der Bezugsrechtsgewährung, Veräußerung und Übertragung beziehungsweise Einziehung der eigenen Aktien werden in dem Beschluss der Hauptversammlung weiter spezifiziert.
Durch weiteren Beschluss der Hauptversammlung vom 27. April 2022 ist die Gesellschaft zum Einsatz von Eigenkapitalderivaten im Rahmen des Erwerbs eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG sowie zum Ausschluss des Andienungs- und Bezugsrechts ermächtigt worden. Dadurch soll das Volumen an Aktien, das insgesamt erworben werden darf, nicht erhöht werden; es werden lediglich im Rahmen der Höchstgrenze der vorgenannten Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien und unter Anrechnung auf diese Höchstgrenze weitere Handlungsalternativen zum Erwerb eigener Aktien eröffnet. Der Vorstand ist ermächtigt worden, Optionen zu erwerben, die der Gesellschaft das Recht vermitteln, bei Ausübung der Optionen Aktien der Gesellschaft zu erwerben (Call-Optionen). Der Vorstand ist ferner ermächtigt worden, Optionen zu veräußern, welche die Gesellschaft bei Ausübung der Optionen durch deren Inhaber zum Erwerb von Aktien der Gesellschaft verpflichten (Put-Optionen). Ferner kann der Erwerb unter Einsatz einer Kombination aus Call- und Put-Optionen oder Terminkaufverträgen erfolgen. Die Bedingungen zum Einsatz von Eigenkapitalderivaten im Rahmen des Erwerbs eigener Aktien sowie zum Ausschluss des Andienungs- und Bezugsrechts werden in dem Beschluss der Hauptversammlung weiter spezifiziert.
Change-of-Control-Klauseln im Zusammenhang mit Darlehensverträgen und Finanzierungsinstrumenten:
| Finanzierungstyp | Emissionszeitpunkt | Nominalvolumen | Laufzeitende |
| Anleihe | Juli 2018 | 500 Mio. Euro | Juli 2025 |
| Anleihe | September 2019 | 500 Mio. Euro | September 2027 |
| Anleihe | September 2019 | 250 Mio. Euro | September 2031 |
| Anleihe | April 2021 | 500 Mio. Euro | April 2029 |
| Privatplatzierung | April 2019 | 50 Mio. Euro | April 2034 |
| Privatplatzierung | Juni 2019 | 50 Mio. CHF | Juni 2025 |
| Privatplatzierung | Juli 2019 | 1 Mrd. NOK | Juli 2029 |
Bei den oben aufgeführten Anleihefinanzierungen und Privatplatzierungen wurden in die Vertragsbedingungen (basierend auf dem Vertragswerk des Debt-Issuance-Programms 1) Change-of-Control-Bestimmungen aufgenommen, die dem jeweiligen Gläubiger das Recht geben, die vorzeitige Rückzahlung der von ihm gehaltenen Schuldverschreibungen zum Nennbetrag zuzüglich aufgelaufener Zinsen zu verlangen, sofern der Gläubiger innerhalb eines Zeitraums von 45 Tagen nach Veröffentlichung der Rückzahlungsmitteilung durch die Emittentin eine schriftliche Ausübungserklärung eingereicht hat. Ein Kontrollwechsel im vorgenannten Sinne tritt einerseits durch den Erwerb der Kontrolle an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Sinne von § 29 Abs. 2 WpÜG durch eine Person oder eine Personengruppe (mit Ausnahme des Aktionärs ACS [ACS Actividades de Construcción y Servicios, S.A.] und seiner verbundenen Unternehmen) in abgestimmtem Verhalten im Sinne von § 30 Abs. 2 WpÜG oder durch den Abschluss eines Gewinnabführungs-, Beherrschungs- oder sonstigen Unternehmensvertrags im Sinne von §§ 291, 292 AktG, soweit die Emittentin dadurch zum beherrschten Unternehmen wird, ein.
Im März 2017 begab die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ein Schuldscheindarlehen über 500 Mio. Euro. Weitere Schuldscheindarlehen wurden im Mai 2019 über ursprünglich 300 Mio. Euro und im Oktober 2022 über 246 Mio. Euro begeben. Daneben begab die HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Juni 2019 ein bilaterales Darlehen über 25 Mio. Euro. In der Vertragsdokumentation dieser Darlehen sind ebenfalls Change-of-Control-Bestimmungen aufgenommen, die die HOCHTIEF Aktiengesellschaft zur Rückzahlung des Darlehens einschließlich bis dahin aufgelaufener Zinsen verpflichten, sofern die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und der betreffende Darlehensgeber nicht binnen 60 Bankarbeitstagen ab Mitteilung eines Kontrollwechsels sich über die Fortführung des Darlehens geeinigt haben und der betreffende Darlehensgeber die vorzeitige Rückzahlung binnen zehn Bankarbeitstagen nach Ablauf der oben genannten 60-Bankarbeitstage-Frist schriftlich verlangt. Ein Kontrollwechsel liegt dann vor, wenn im Sinne von § 29 Abs. 2 WpÜG eine Person (mit Ausnahme eines Mitglieds der ACS-Gruppe) oder eine Mehrzahl von Personen (mit Ausnahme von Mitgliedern der ACS-Gruppe), die ihr Verhalten im Sinne von § 30 Abs. 2 WpÜG miteinander abstimmen, die Kontrolle über die HOCHTIEF Aktiengesellschaft erwerben oder ein Gewinnabführungsvertrag, ein Beherrschungsvertrag oder ein anderer Unternehmensvertrag im Sinne von § 291 oder § 292 AktG zwischen einem Mitglied der ACS-Gruppe und der HOCHTIEF Aktiengesellschaft als beherrschtes Unternehmen abgeschlossen wird.
Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat am 9. August 2017 mit einem internationalen Bankenkonsortium einen syndizierten Bar- und Avalkreditvertrag über insgesamt 1,7 Mrd. Euro abgeschlossen. Diese syndizierte Fazilität mit einer Laufzeit bis August 2024 besteht einerseits aus einer Avalkredit-Tranche über 1,2 Mrd. Euro und andererseits aus einer Barkreditlinie über 500 Mio. Euro. Diese Fazilität enthält Change-of-Control-Bestimmungen. Danach können die jeweiligen Kreditgeber (nachdem mit dem Kreditnehmer zuvor Verhandlungen zur Fortführung der Kredite, die unter Berücksichtigung der Kreditwürdigkeit der Person des Übernehmers, der Gefahr eventueller Änderungen der Unternehmensstrategie und eventueller Beschränkungen der Kreditgeber bei der Kreditvergabe zu führen sind, ergebnislos geblieben sind) ihre Kreditengagements unter der nachfolgend genannten Voraussetzung vorzeitig beenden. Diese Voraussetzung tritt ein, wenn eine Person oder eine Gruppe von Personen im Wege abgestimmten Verhaltens die Kontrolle im Sinne von § 29 Abs. 2 WpÜG über den Kreditnehmer erlangt. Die Erklärung zur Beendigung des Kreditengagements kann bis zum Ablauf von 70 Tagen nach Kenntniserlangung der HOCHTIEF Aktiengesellschaft vom Eintritt der vorgenannten Voraussetzung unter Berücksichtigung einer Mindestbedenkzeit von zehn Tagen von den Kreditgebern abgegeben werden. Die vorgenannten Change-of-Control-Bestimmungen gelten auch weiterhin nicht für den Aktionär ACS und die mit ihm verbundenen Unternehmen.
Es existieren folgende weitere materielle Kreditverträge, die Change-of-Control-Bestimmungen enthalten:
Am 30. Januar 2019 wurde mit einem inländischen Kreditinstitut ein Rahmenkreditvertrag über 65 Mio. Euro abgeschlossen. Dieser Darlehensvertrag hat eine Bestimmung, wonach die HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Fall eines Kontrollwechsels zur vorzeitigen Rückzahlung der Darlehen verpflichtet ist, falls sie und der Darlehensgeber nicht binnen 60 Tagen ab Mitteilung des Kontrollwechsels eine Einigung über die Fortführung des Darlehens erzielt haben und der Darlehensgeber die vorzeitige Rückzahlung binnen zehn Tagen nach Ablauf der 60-Tage-Frist verlangt. Kontrollwechsel im vorgenannten Sinne bedeutet den Erwerb der Kontrolle an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Sinne von § 29 Abs. 2 WpÜG durch eine Person oder eine Personengruppe in abgestimmtem Verhalten im Sinne von § 30 Abs. 2 WpÜG. Bezüglich des vorgenannten Darlehensvertrags gelten die vorgenannten Change-of-Control-Bestimmungen nicht für den Aktionär ACS und seine verbundenen Unternehmen.
Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat im August 2019 als Garantin zusammen mit der Flatiron Construction Corporation und mehreren Tochtergesellschaften als Kreditnehmer einen syndizierten Aval- und Barkreditvertrag über zirka 281 Mio. Euro (300 Mio. US-Dollar) mit einem internationalen Bankenkonsortium abgeschlossen, der inhaltlich identische Change-of-Control-Bestimmungen entsprechend der Definition im syndizierten Bar- und Avalkredit vom August 2017 enthält, die den Gläubigern das Recht gibt, die vorzeitige Rückzahlung des Kreditengagements zu verlangen.
Weiterhin hat die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ebenfalls als Garantin im August 2019 zusammen mit der Flatiron Construction Corporation einen bilateralen Avalkreditvertrag über zirka 104 Mio. Euro (150 Mio. kanadische Dollar) abgeschlossen. Dieser Vertrag enthält eine Change-of-Control-Bestimmung, die dem Gläubiger das Recht gibt, den Vertrag im Falle eines Kontrollwechsels (definiert analog zum zuvor genannten Rahmenkreditvertrag vom Januar 2019) vorzeitig zu kündigen, sollte nicht binnen 60 Tagen nach der unverzüglichen Benachrichtigung über den Kontrollwechsel eine Einigung über die Fortführung des Vertragsverhältnisses zwischen HOCHTIEF und der Bank erzielt worden sein.
Zwischen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und sechs US-Surety-Gesellschaften besteht zum Berichtsstichtag weiterhin zur Absicherung der von diesen bereitgestellten Bondinglinie in Höhe von zirka 9,2 Mrd. Euro (9,9 Mrd. US-Dollar) eine "General Counter Indemnity" in entsprechender Höhe. Diese "General Counter Indemnity" enthält weiterhin eine Change-of-Control-Bestimmung, die den Surety-Gesellschaften unter der nachfolgend genannten Voraussetzung das Recht einräumt, von der HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine Sicherheitsleistung von maximal zirka 469 Mio. Euro (500 Mio. US-Dollar) zu fordern. Die Voraussetzung tritt grundsätzlich ein, wenn eine Person oder eine Gruppe von Personen (mit Ausnahme des Aktionärs ACS und seiner verbundenen Unternehmen) im Wege abgestimmten Verhaltens im Sinne von § 30 Abs. 2 WpÜG insgesamt 30 Prozent oder mehr der Aktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft erwirbt. Die Sicherheitsleistung hat in diesem Fall innerhalb von 30 Bankarbeitstagen nach Geltendmachung der Forderung zu erfolgen.
Weitere wesentliche Vereinbarungen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels: Ein Wechsel der Mehrheitsbeteiligung durch einen direkten oder indirekten Erwerb an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist in der D&O-Versicherung als gefahrerheblicher Umstand definiert und als solcher innerhalb vorgegebener Fristen dem Versicherer anzuzeigen. Ein gefahrerheblicher Umstand berechtigt den Versicherer, eine Prämienanpassung zu fordern. Bei Nichteinigung über die Höhe der Prämienanpassung kommt es bezüglich des gefahrerheblichen Umstands zu einem Wegfall des Deckungsschutzes.
Über die Pflichtangaben gemäß § 289a Satz 1 Nr. 8, § 315a Satz 1 Nr. 8 HGB hinaus bestehen bei anderen Konzerngesellschaften weitere Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen und nachfolgend nicht abschließend dargestellt sind: Im Geschäftsfeld PPP werden dem Auftraggeber in den Projektverträgen häufig weitgehende Gestaltungsrechte eingeräumt, die eine Änderung der Beteiligungsverhältnisse an der jeweiligen Projektgesellschaft erschweren sollen.
Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen zum Bilanzstichtag nicht.
Der Vorstand gibt zu den Angaben gemäß §§ 289a, 315a HGB in dem mit dem Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zusammengefassten Konzernlagebericht folgende Erläuterungen:
Bei unseren Angaben haben wir die Verhältnisse zugrunde gelegt, wie sie im Geschäftsjahr 2022 und bis zur Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts bestanden haben. Es handelt sich um Informationen zum gezeichneten Kapital, über die Übertragung von Aktien betreffende Beschränkungen, zu direkten und indirekten Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten, zu den gesetzlichen Vorschriften und Bestimmungen der Satzung der Gesellschaft über die Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder und über die Änderung der Satzung, zu den Befugnissen des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, sowie zu wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.
Die Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals und die mit den ausgegebenen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft verbundenen Rechte ergeben sich auch aus der Satzung der Gesellschaft. Die Kapitalbeteiligung von ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A. ist aufgrund der veröffentlichten Stimmrechtsmitteilung vom 11. Mai 2015 bekannt.
Beschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich aus den Vorschriften des Aktiengesetzes ergeben. So unterliegen Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen einem Stimmverbot (§ 136 AktG). Außerdem steht der Gesellschaft kein Stimmrecht aus eigenen Aktien zu (§ 71b AktG). Vertragliche Beschränkungen in Bezug auf das Stimmrecht oder die Übertragung der Aktien sind uns -mit einer Ausnahme -nicht bekannt. Soweit Vorstandsmitgliedern von der Gesellschaft Aktien übertragen wurden, um ihre Ansprüche auf variable Vergütung zu tilgen, unterliegen diese Aktien einer Sperrfrist von zwei oder drei Jahren. Die Angaben gemäß §§ 289a Satz 1 Nr. 3, 315a Satz 1 Nr. 3 HGB zu direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital, die zehn vom Hundert der Stimmrechte überschreiten, sind im (Konzern-)Anhang enthalten. Die Angaben zur Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands geben die Vorschriften des Aktiengesetzes und der Satzung inhaltlich zutreffend wieder. Das Gleiche gilt für die Angaben zur Änderung der Satzung.
Die Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, beruhen sämtlich auf entsprechenden Ermächtigungsbeschlüssen der Hauptversammlung aus den Jahren 2019, 2020 und 2022 zu einem bedingten und einem genehmigten Kapital sowie u.a. zur Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien. Diese Befugnisse sind zutreffend unter Hinweis auf die von der Hauptversammlung beschlossenen Ermächtigungen dargestellt.
Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat u. a. Darlehens- und Finanzierungsverträge abgeschlossen, die Change-of-Control-Klauseln mit Kündigungsrecht enthalten. Falls die Darlehensgeber bei Eintritt eines solchen Kontrollwechsels ihr Kündigungsrecht ausüben würden, müsste der entsprechende Finanzierungsbedarf der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beziehungsweise des HOCHTIEF-Konzerns auf andere Weise sichergestellt werden.
Informatorisch wird darauf hingewiesen, dass über die Pflichtangaben gemäß den vorgenannten Bestimmungen des HGB hinaus auch bei anderen Konzerngesellschaften weitere Vereinbarungen bestehen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen und nachfolgend auszugsweise und nicht abschließend erwähnt sind:
Im Geschäftsbereich PPP werden dem Auftraggeber in den Projektverträgen häufig weitgehende Gestaltungsrechte eingeräumt, die eine Änderung der Beteiligungsverhältnisse an der jeweiligen Projektgesellschaft erschweren sollen.
Die übrigen nach den §§ 289a, 315a HGB geforderten Angaben betreffen Verhältnisse, die bei der HOCHTIEF Aktiengesellschaft nicht vorliegen. Daher sind wir auf diese in dem mit dem Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zusammengefassten Konzernlagebericht nicht näher eingegangen. Weder gibt es Stimmrechtsbeschränkungen, Stimmrechtskontrollen durch am Kapital der Gesellschaft beteiligte Arbeitnehmer, Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots noch Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Essen, im Februar 2023
Juan Santamaría Cases
Peter Sassenfeld
José Ignacio Legorburo Escobar
Nikolaus Graf von Matuschka
Martina Steffen
Unter dem Dach der Division HOCHTIEF Americas operieren unsere nordamerikanischen Gesellschaften mit dem Fokus auf Hoch- und Verkehrsinfrastrukturbau.
Die Turner Construction Company mit Sitz in New York bietet Dienstleistungen für den Hochbau und arbeitet hauptsächlich auf Basis eines Construction-Management-Vertragsmodells. Die Gesellschaft ist auch im Berichtsjahr führend im allgemeinen Hochbau in den USA -sie erreicht diese Position durch ihr technisches Know-how, ihre Erfahrungen innerhalb der Marktsegmente sowie ihre innovativen Ansätze, unter anderem mit Methoden wie Building Information Modeling (BIM) und Lean Construction, die zu beständigen, effizienten und qualitativ hochwertigen Ergebnissen führen. Von den eingesetzten Instrumenten und Prozessen profitieren Kunden, Nutzer und weitere Stakeholder.
Turner ist in mehreren Hochbau-Marktsegmenten führender Anbieter, wie Analysen des Magazins Engineering News-Record (ENR) 2022 einmal mehr bestätigten: Im Berichtsjahr lag die Gesellschaft erneut auf Platz 1 im allgemeinen Hochbau und im nachhaltigen "grünen Bauen". Weitere Erstplatzierungen gab es in den Marktsegmenten Education, Health Care, Commercial Offices, Aerospace sowie Entertainment. Bei Telecommunications/Data Centers belegte Turner 2022 den zweiten Platz.
Mit der Gesellschaft Clark Builders sind wir ebenfalls im Hochbau tätig, sie konzentriert sich auf die Region Nord- und Westkanada und kooperiert eng mit Turner. Der Fokus liegt auf Verwaltungs-, Gewerbe- und Gesundheitsimmobilien sowie Sportstätten.
Unser Spezialist für innovative Infrastrukturlösungen in den USA und Kanada ist Flatiron. Die Gesellschaft mit Sitz in Broomfield, Colorado, bietet Leistungen für die Segmente Autobahnen, Brücken, Flughäfen, Bahnstrecken, Dämme, Wasserversorgung und sonstige Tiefbauprojekte an. Anerkannt werden die erfolgreichen Leistungen von Flatiron ebenfalls regelmäßig durch Listung in den ENR-Rankings -im Berichtsjahr erreichte Flatiron Top-Ten-Platzierungen in folgenden Kategorien: Bridges, Highways, Transmission and Distribution, Dams and Reservoirs.
Unsere nordamerikanischen Gesellschaften setzen sich für Fairness und Vielfalt in der Baubranche ein und unterstützten 2022 erneut die Initiative "Construction Inclusion Week" in den USA, um Integration und Awareness zur Vielfalt im Baugewerbe zu fördern.
S&P Global rechnet damit, dass die Gesamtinvestitionen in der Baubranche (ohne Wohnungsbau) in den für HOCHTIEF in Nordamerika relevanten Ländern und Segmenten im Jahr 2023 ein reales Wachstum von 3,3 Prozent und im Jahr 2024 ein reales Wachstum von 0,9 Prozent verzeichnen. Nominal ergeben sich daraus Wachstumsprognosen von 9,5 Prozent beziehungsweise 4,3 Prozent. Innerhalb des Hochbaus ohne Wohnungsbau sind in den USA die höchsten Wachstumsraten in der Fertigung zu erwarten, weil Fertigungsunternehmen aufgrund von Störungen in den Lieferketten und politischen Entwicklungen (CHIPS Act) Produktionskapazitäten in die USA verlagern. Vor allem in den Sektoren Halbleiter und (grüne) Energie ist mit zahlreichen Megaprojekten zu rechnen, unter anderem für Elektroautos und Batterien. Im Infrastrukturbau und im verkehrsbezogenen Hochbau (ohne Wohnungsbau) dürfte nach Informationen von FMI ein starkes Wachstum zu verzeichnen sein, weil sich die Mittel aus dem Infrastructure Investments and Jobs Act (IIJA) in konkreten Projekten niederschlagen dürften, unter anderem in Megaprojekten im Bereich der Flughafen- und Schieneninfrastruktur und in Elektrifizierungsinvestitionen. In Kanada dürften 2023 und 2024 höhere Investitionen in Transportinfrastruktur und Energie sowie eine robuste Nachfrage im Hochbau (ohne Wohnungsbau) einschließlich eines wieder anziehenden Büroimmobilienmarkts und einer höheren Bautätigkeit im gewerblichen und institutionellen Bereich (Gesundheitswesen und Bildung) die stärksten Wachstumstreiber sein (weitere Informationen im Kapitel Märkte).
Turner sicherte sich im Berichtsjahr wieder großvolumige Projekteingänge im Marktsegment Rechenzentren: Die Gesellschaft erhielt von namhaften Kunden mehrere Großaufträge in diesem Bereich, unter anderem baut Turner ein 16-Megawatt-Rechenzentrum in Iowa als erste Phase eines Projekts. Ein weiteres wird in North Carolina gebaut, zudem entstehen auch in Virginia, Ohio, Missouri, Texas und Nebraska neue Rechenzentren für verschiedene Kunden. Das Gesamtvolumen für die beauftragten Rechenzentren betrug 2022 mehr als 2 Mrd. EUR.
Den Bau einer Produktionsanlage für Ascend Elements verantwortet Turner mit Partnern in Hopkinsville, Kentucky, mit einem Gesamtwert von zirka 1 Mrd. Euro. Die erste Anlage ihrer Art wird das patentierte Hydro-to-Cathode™-Direktsyntheseverfahren von Ascend Elements nutzen, um nachhaltige, technische Batteriematerialien aus recycelten Batterien herzustellen und so die Abhängigkeit vom Bergbau zu reduzieren sowie die Abfall- und Kohlenstoffemissionen im Vergleich zur herkömmlichen Kathodenherstellung zu senken. Nach ihrer Fertigstellung wird die Anlage bis zu 400 Arbeitsplätze schaffen und jährlich Material für mehr als 250.000 Elektrofahrzeuge produzieren.
Für die Kunden Honda und LG Energy Solution errichtet Turner innerhalb eines Joint Ventures eine Batteriefabrik in Fayette County, Ohio. In der Anlage, die bis Ende 2024 fertiggestellt sein soll, sollen etwa 2.000 Mitarbeitende tätig sein. Die jährliche Produktionskapazität liegt bis Ende 2025 bei 40 Gigawattstunden. Hergestellt werden dort Fahrzeugbatterien für E-Autos, die ab 2026 am Markt sein werden.
Zu den neuen Aufträgen von 2022 im Gesundheitsbereich gehört das Boston Children's Hospital, das Turner in Needham, Massachusetts, baut. In das ambulante Zentrum mit fünf Etagen werden Chirurgie, Radiologie und weitere Abteilungen einziehen.
Im Bundesstaat New York baut Turner an der University of Rochester School of Medicine and Dentistry das Projekt New Emergency Department and Patient Bed Tower, das die Kapazität und Funktionalität in den Bereichen der Patientenfürsorge und der Dienstleistungen erweitern wird. Zudem wird die Notfallabteilung ausgebaut.
Für den Kunden Kaiser Permanente hat Turner mit dem Bau eines radioonkologischen Behandlungszentrums auf dem Bellflower Medical Offices Campus in Kalifornien begonnen. Die Einrichtung wird die neueste Technologie zur Krebsbekämpfung beherbergen. Für das MemorialCare Saddleback Medical Center in Laguna Hills in Kalifornien hat Turner die Arbeiten am Sarah & Taylor Nederlander Breast Center begonnen. Der dreistöckige Pavillon für Frauengesundheit soll 2023 eröffnet werden und wird so konzipiert und gebaut, dass er eine Reihe von Dienstleistungen für die Gesundheit von Frauen in allen Lebensphasen unter einem Dach vereint.
Im Segment Bildung erhielt Turner ebenfalls wieder Neuaufträge: Das neue Turner-Projekt Suitland High School in District Heights, Maryland, umfasst den vollständigen Ersatz der ursprünglichen Highschool aus den 1940er-Jahren sowie die Erschließung des umliegenden Grundstücks und Standorts - Turner baut hier eine nachhaltige und hochmoderne Highschool für darstellende Künste für 2.000 Schüler, der Auftragswert liegt bei zirka 135 Mio. Euro.
Die Universität von Kentucky beauftragte Turner mit dem Bau eines 207-Mio.-Euro-Gebäudes für Gesundheitsbildung auf ihrem Campus in Lexington. Das Gebäude wird als Zentrum für die Gesundheitsbildung an der Universität dienen. Es wird über begrünte Dächer und Terrassen verfügen, um das Wohlbefinden und die Gesundheit der Nutzer zu fördern.
Zu Ausbildungszwecken entstehen derzeit ebenfalls mehrere Bauten: An der Universität von Kalifornien am Campus in Merced errichtet Turner ein Gebäude für medizinische Ausbildung und in Denver, Colorado, verantwortet die Gesellschaft den Bau eines Ausbildungszentrums für Piloten der United Airlines. Die Einrichtung wird über moderne Flugsimulatoren, Schulungsräume und Büros verfügen.
Zu den Neuaufträgen für Mischimmobilien im Berichtsjahr gehören Preconstruction- und Construction-Management-Leistungen für das Projekt Peabody Union, ein Hochhaus in Nashville, Tennessee. Auf 27 Etagen entsteht Raum für Büros, hochwertige Wohnungen und Geschäfte. Das Projekt strebt die Zertifizierungen LEED, Fitwel und WiredScore für Nachhaltigkeit, Wohlbefinden und den Zugang zu einfachen und sicheren digitalen Konnektivitätsressourcen an.
Ebenfalls in Nashville realisiert Turner derzeit ein Luxusapartmenthaus mit 29 Etagen. Für die Bewohnerinnen und Bewohner der insgesamt 310 Apartments des Komplexes und die Penthousewohnungen entstehen eine ClubLounge mit Außenbereichen, eine Sky-Lounge sowie ein Schwimmbad, Co-Working-Spaces und ein Hundepark.
In Somerville, Massachusetts, errichtet Turner das Projekt 15 McGrath Highway Lab Building. Das Gebäude mit neun Etagen wird ab Ende 2024 Platz für Labore, Büros und Geschäftsräume bieten. Das Projekt soll direkt an die künftige Stadtbahn "Green Line" angeschlossen werden. Nachhaltigkeit, Innovation und Kreativität sind oberste Prinzipien für das Projekt, angestrebt wird ein LEED-Platin-Zertifikat.
Einen neuen Komplex aus sechs Gebäuden errichtet Turner in Statesboro, Georgia. Zu den Gebäuden zählen ein Rohstofflager, eine Produktionsanlage, ein Fertigwarenlager, ein Büro- und Sozialgebäude, eine zentrale Versorgungsanlage sowie ein Tanklager für Ethanol. Der Kunde Aspen Aerogels stellt Hochtemperatur-Isolationsprodukte für die Öl- und Gasindustrie her und liefert nun ähnliche Isolationsprodukte auch für die Elektrofahrzeugindustrie.
Turner erhielt einen Auftrag für ein Film- und Fernsehstudio in Bayonne, New Jersey. Dabei entsteht ein großes Areal von insgesamt knapp 140.000 Quadratmetern für Filmaufnahmen.
Für das neue NFL-Stadion der Buffalo Bills erbringt Turner in Buffalo, New York, innerhalb eines Joint Ventures Construction-Management-Dienstleistungen. Die Partner wollen als regionaler Auftraggeber auftreten und dafür sorgen, dass lokale und kleine Unternehmen aus der Region in das Bauprojekt eingebunden werden.
Beim Projekt I-95 des North Carolina Department of Transportation erhielt Flatiron den Auftrag, die Strecke in Robeson County auf acht Fahrspuren zu erweitern sowie Brücken und Verbindungswege zu erneuern. Damit sollen später Staus vermieden, die Sicherheit verbessert und die regionale Mobilität gesteigert werden. Zudem wird die Straße künftig resilienter gegen Überflutungen sein. Das Projekt mit einem Wert von zirka 235 Mio. Euro ist insgesamt der dritte Auftrag innerhalb der großangelegten I-95-Ausbesserung, den Flatiron erhielt.
Nach dem erfolgreichen Abschluss der Bauarbeiten an der Hauptstart- und -landebahn des Flughafens Dallas Love Field in Texas hat Flatiron 2022 mit dem Bau von Doppelrollwegen zwischen den Start- und Landebahnen begonnen. Mit diesem Projekt soll die Betriebseffizienz des Flughafens verbessert werden. Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Flatiron und dem Denver International Airport hat mit dem Neubau der Start- und Landebahn sowie einer Terminalerweiterung inklusive Bodenverladeanlage eine Fortsetzung erfahren.
In Los Angeles baut Flatiron eine neue Brücke, um einen ebenerdigen Bahnübergang zu ersetzen. Diese Baumaßnahme wird für mehr Sicherheit der Verkehrsteilnehmer sorgen, denn der bisherige Bahnübergang zählt zu den gefährlichsten in den USA. Um Verkehrsbehinderungen und Umweltbelastungen im Baustellenbereich zu reduzieren, werden die Brückentragbalken abseits der Einsatzstelle erstellt, zusammengefügt und nach der Fertigstellung eingehoben.
Flatiron hat im Frühsommer mit den Arbeiten am Steveston Interchange Project in Richmond, British Columbia, begonnen. Dieses Projekt ist ein wichtiges Element des Highway-99-Tunnelprogramms. Es wird die Reisezeit entlang des Highway 99 deutlich verkürzen und auch die Sicherheit auf der Strecke verbessern.
Flatiron verantwortet das Projekt I-105 Express Lanes im County Los Angeles. Dabei baut das von Flatiron geführte Konsortium bestehende Spuren für Fahrzeuge mit Fahrgemeinschaften ("HOV lanes") in Expressspuren um und erweitert die Strecke in jeder Richtung um jeweils eine Expressspur.
Zudem realisiert Flatiron innerhalb eines Joint Ventures das G-Line Bus Rapid Transit Improvements Project im kalifornischen San Fernando Valley. Ziel ist dabei die Erhöhung der Betriebsgeschwindigkeit, der Kapazität und der Sicherheit der viel genutzten Buslinie, einhergehend mit einem optimierten Service für die Fahrgäste. Auch soll das Leben der Bewohner des San Fernando Valley weniger beeinträchtigt werden als bisher. Bei dem Projekt wurde zunächst die Preconstruction-Phase beauftragt.
HOCHTIEF Americas verzeichnete im Geschäftsjahr 2022 eine ausgesprochen solide Performance mit einer hervorragenden Cashflow-Entwicklung.
Die Umsatzerlöse in Höhe von 17,5 Mrd. Euro fielen 27 Prozent höher aus als 2021; währungsbereinigt ergibt sich ein Zuwachs von 13 Prozent. Das operative Vorsteuerergebnis (PBT) in Höhe von 371 Mio. Euro lag am oberen Ende der zu Jahresanfang prognostizierten Spanne und 6 Prozent über dem Vorjahresergebnis.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich 2022 vor Factoring auf 724 Mio. Euro und war damit mehr als doppelt so hoch wie 2021.
Ende 2022 wies die Bilanz der Division HOCHTIEF Americas eine Nettovermögensposition von mehr als 1,9 Mrd. Euro aus, was einem Zuwachs von 378 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Der Auftragsbestand war zum Ende des Berichtszeitraums mit 27,8 Mrd. Euro nach wie vor robust und übertraf den Vorjahreswert um 7 Prozent; währungsbereinigt blieb der Auftragsbestand stabil, in absoluten Zahlen ergab sich seit Anfang 2022 ein Anstieg um 1,7 Mrd. Euro. Der Auftragseingang erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15 Prozent auf 17,6 Mrd. Euro, währungsbereinigt ergab sich ein Plus von 2 Prozent.
Für das Jahr 2023 streben wir vorbehaltlich der Marktbedingungen ein operatives Ergebnis vor Steuern im Bereich von 380 bis 420 Mio. Euro an.
| (In Mio. EUR) | 2022 | 2021 | Veränderung gegenüber Vorjahr | Q4 2022 | Q4 2021 | Q4 Veränderung gegenüber Vorjahr |
| Gesamt-/Bereichsumsatz | 17.460,0 | 13.793,0 | 26,6 % | 4.670,0 | 3.702,3 | 26,1 % |
| Operatives Ergebnis vor Steuern/PBT | 370,6 | 351,1 | 5,6 % | 106,0 | 108,7 | -2,5 % |
| Operatives Ergebnis vor Steuern/PBT Marge in % | 2,1 | 2,5 | -0,4 | 2,3 | 2,9 | -0,6 |
| Operativer Konzerngewinn | 275,4 | 235,9 | 16,7 % | 86,5 | 73,5 | 17,7 % |
| EBITDA (bereinigt) | 461,9 | 421,5 | 9,6 % | 120,6 | 109,6 | 10,0 % |
| EBIT (bereinigt) | 376,4 | 340,2 | 10,6 % | 99,1 | 90,8 | 9,1 % |
| Nominales Ergebnis vor Steuern/PBT | 350,9 | 323,1 | 8,6 % | 99,1 | 88,7 | 11,7 % |
| Nominaler Konzerngewinn | 260,3 | 231,7 | 12,3 % | 80,5 | 74,9 | 7,5 % |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 737,4 | 331,8 | 405,6 | 719,3 | 259,3 | 460,0 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vor Factoring | 724,0 | 342,5 | 381,5 | 703,7 | 273,9 | 429,8 |
| Betriebliche Investitionen brutto | 45,4 | 23,1 | 22,3 | 13,5 | 5,1 | 8,4 |
| Nettofinanzvermögen (+)/Nettofinanzschulden (-) | 1.908,9 | 1.530,9 | 378,0 | 1.908,9 | 1.530,9 | 378,0 |
| Auftragseingang | 17.618,3 | 15.306,5 | 15,1 % | 6.126,3 | 4.262,6 | 43,7 % |
| Leistung | 17.443,4 | 13.724,4 | 27,1 % | 4.630,2 | 3.646,2 | 27,0 % |
| Auftragsbestand | 27.775,7 | 26.074,9 | 6,5 % | 27.775,7 | 26.074,9 | 6,5 % |
| Mitarbeitende (Stichtag) | 12.151 | 11.487 | 5,8 % | 12.151 | 11.487 | 5,8 % |
Hinweis: Operative Erträge sind bereinigt um nicht-operative Effekte.
In der Division HOCHTIEF Asia Pacific sind wir insbesondere mit den operativen Gesellschaften der CIMIC-Gruppe tätig. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Akquisition der restlichen noch ausstehenden Anteile im zweiten Quartal 2022 hält HOCHTIEF nun eine hundertprozentige Beteiligung an CIMIC (gegenüber 78,58 Prozent per Ende Dezember 2021). Mit diesen Aktivitäten sind Finanzierungs- und Holdingkosten sowie Wechselkurseffekte aus Kursveränderungen des australischen Dollars gegenüber dem Euro verbunden, im Berichtsjahr ergänzt durch Kosten in Zusammenhang mit dem Erwerb der CIMIC-Minderheitsanteile.
Die ingenieurtechnisch ausgerichtete CIMIC-Gruppe ist führend in den Bereichen Bau, Dienstleistungen, Entwicklung und Investitionen und bearbeitet den gesamten Lebenszyklus von Assets, Infrastruktur- und Rohstoffprojekten. Unter ihrem Dach vereint sie branchenführende, operativ ausgerichtete Unternehmen, die mit gebündelter Erfahrung und Fachkompetenz neues Wissen erschließen, zukunftsfähige Lösungen entwickeln und nachhaltig Werte für ihre Kunden schaffen.
Die Gesellschaft CPB Contractors ist als internationales Bauunternehmen vor allem in Australien, zudem in Neuseeland, Asien und Papua-Neuguinea tätig. Sie betreut Großprojekte in allen Schlüsselbereichen der Bauindustrie, darunter Straßen-, Schienen- und Tunnelbau, Verteidigung, Hochbau sowie Rohstoffinfrastruktur, und fokussiert sich auf Infrastrukturprojekte im Bereich Verkehr.
CPB Contractors zugeordnet ist auch Broad Construction, ein Generalunternehmer für Hochbauprojekte in der australischen Baubranche, der Neubau-, Ausstattungs- und Sanierungsprojekte realisiert.
Leighton Asia ist Bauunternehmer in Asien. Das 1975 gegründete Unternehmen mit Sitz in Hongkong hat ein Portfolio an ausgeführten, großen Infrastrukturprojekten in ganz Asien vorzuweisen.
UGL gehört zu großen Anbietern für Asset-Komplettlösungen. Mit seinem auf den gesamten Lebenszyklus ausgelegten Leistungsangebot liefert das Team einen operativen Mehrwert -zum Beispiel durch Effizienzsteigerungen oder Laufzeitverlängerungen -bei kritischen Assets in den Bereichen Energie, Wasser, Rohstoffe, Telekommunikation, Verkehr, Verteidigung und Sicherheit sowie soziale Infrastruktur.
Sedgman ist ein Anbieter von integrierten Lösungen im Bereich der Mineralienverarbeitung. Mit seiner Erfolgsbilanz in der Erbringung von Projekt- und Betriebsdienstleistungen liegt der Fokus des Unternehmens darauf, für Kunden einen Mehrwert durch exzellente technische und innovative Lösungen zu schaffen.
Pacific Partnerships ist ein führender Infrastrukturentwickler. Das Unternehmen setzt auf innovative Zusammenarbeit und Nutzung der kollektiven Expertise der CIMIC-Gruppe für die Schaffung, Finanzierung, Bereitstellung, das Eigentum an und den Betrieb von nachhaltigen Lösungen, die Vorteile für die Allgemeinheit und für die Zukunft bringen.
EIC Activities ist innerhalb von CIMIC für den Bereich Engineering sowie technische Dienstleistungen zuständig und unterstützt bei der Akquise und Realisierung profitabler Projekte mit Mehrwert für die Kunden.
CIMIC hält 50 Prozent der Anteile an Thiess und führt das Unternehmen als Joint Venture. Thiess erbringt in Partnerschaft mit seinen Kunden ganzheitliche Dienstleistungen für die Rohstoffindustrie in Australien, Asien und Amerika. Seit mehr als 80 Jahren arbeitet Thiess mit verschiedenen Rohstoffen, Geologien, Umgebungen und Kulturen.
Im Berichtsjahr erhielten CIMIC und seine Gesellschaften CPB Contractors, Broad, UGL, Sedgman und EIC Activities die Akkreditierung nach ISO 27001, der internationalen Norm für das Informationssicherheitsmanagement.
Die Zertifizierung belegt das fortschrittliche Informationsmanagement sowie den Fokus auf Cybersicherheit und Datenschutz der Gruppe.
In den für HOCHTIEF relevanten Ländern des asiatisch-pazifischen Raums dürfte sich das Wachstum im relevanten Infrastrukturbausektor nach Schätzungen von S&P Global ab 2023 mit weiterhin hohen Raten von rund sieben Prozent fortsetzen, weil die Kunden an ihren geplanten und zugesagten Infrastrukturinvestitionen festhielten. Die Aussichten bleiben attraktiv und werden durch zahlreiche von den Regierungen angekündigte Konjunkturpakete in den Kernmärkten Bau und Dienstleistungen sowie durch zusätzliche Chancen aufgrund einer starken PPP-Pipeline untermauert.
CPB Contractors wurde in einem Joint Venture mit John Holland und Ghella von Sydney Metro zur Realisierung des Projekts Sydney Metro West - Eastern Tunnelling Package ausgewählt. Für dieses 1,06-Milliarden-Euro-Projekt ist CPB Contractors ein 40-prozentiger Joint-Venture-Partner. Als neue unterirdische Bahn wird Sydney Metro West die Stadtzentren von Parramatta und Sydney miteinander verbinden. Die im Rahmen des Eastern Tunnelling Package durchzuführenden Arbeiten umfassen den Bau eines 3,5 Kilometer langen U-Bahn-Tunnels zwischen den künftigen Stationen The Bays und Hunter Street im Stadtzentrum von Sydney sowie den Aushub von Kavernen und Schächten an den Stationen Pyrmont und Hunter Street.
CPB Contractors wurde zudem innerhalb eines weiteren Joint Ventures mit oberirdischen Bau- und Ausrichtungsarbeiten für die Bahnverbindung Sydney Metro - Western Sydney Airport zwischen Orchard Hills und dem neuen Bahnhof am Western Sydney Airport beauftragt. Der Auftragswert für CPB Contractors liegt bei rund 259 Mio. Euro.
In einem Joint Venture erhielt CPB Contractors von der Regierung des Bundesstaats New South Wales den Auftrag, das Projekt Western Harbour Tunnel - Southern Tunnelling Works als Modifikation zum Rozelle-Inter-change-Vertrag zu realisieren. Der Auftragswert liegt für CPB Contractors bei rund 223 Mio. Euro. Die Vorbereitungsarbeiten werden zum effizienten Bau des Western Harbour Tunnel und zum nahtlosen Anschluss an das Autobahnnetz von Sydney beitragen.
Die Regierung des Bundesstaats New South Wales hat CPB Contractors zudem als Teil eines Joint Ventures mit dem Bau des westlichen Abschnitts des Motorway M12 beauftragt. Der Auftragswert hierfür liegt für CPB Contractors bei rund 167 Mio. Euro. Mit dem M12 Motorway wird der neue Flughafen Western Sydney International (Nancy-Bird Walton) über eine direkte Zufahrt an das Autobahnnetz der Metropole angebunden.
CPB Contractors wird Erdarbeiten für die Eisenerzmine Western Range in der Region Pilbara in Westaustralien übernehmen. Der Auftrag umfasst Erdarbeiten für die Installation einer neuen Infrastruktur für die Fördertechnik und hat einen Wert von ungefähr 158 Mio. Euro für CPB Contractors.
Zudem erhielt CPB Contractors von BHP den Auftrag für das Projekt Wind Fences. Dabei sollen Windschutzzäune am Nelson Point und auf Finucane Island in Port Hedland in der westaustralischen Region Pilbara errichtet werden. Der Auftragswert für CPB Contractors liegt bei rund 88 Mio. Euro. Das Projekt umfasst die Anfertigung und Montage von Zäunen zur Staubminderung und dient damit der Umweltentlastung von Port Hedland.
CPB Contractors wurde von der Regierung des Bundesstaats Victoria als Teil des bevorzugten Konsortiums mit der Realisierung eines großen Baupakets für das Flughafenbahnprojekt Melbourne Airport Rail beauftragt. In einem Joint Venture hat CPB Contractors die Sunshine Systems Alliance gegründet und wird in Kürze mit den Arbeiten für das erste große Baupaket im Rahmen des Projekts beginnen. Melbourne Airport Rail wird Fahrgästen eine etwa 30-minütige Fahrt zwischen dem Flughafen und dem Stadtzentrum von Melbourne ermöglichen und die Anbindung an das regionale und städtische Eisenbahnnetz verbessern.
In der indonesischen Hauptstadt Jakarta wurde Leighton Asia mit dem Bau eines Rechenzentrums für ein internationales Technologie-Unternehmen beauftragt. Die Bauarbeiten umfassen die Bereitstellung der Standortinfrastruktur für den Campus, ein Rechenzentrumsgebäude mit zwei Datenhallen und zugehörige Gebäude.
In Mumbai, Indien, wurde Leighton Asia mit dem Bau des Hochhaus-Wohnprojekts Aga Hall Estate beauftragt. Der Auftragswert hierfür liegt für Leighton Asia bei rund 100 Mio. Euro. Die Bauarbeiten umfassen die Errichtung von zwei Wohntürmen mit 45 und 56 Stockwerken, einschließlich drei Untergeschossen, sowie fünf Podien.
Leighton Asia wurde außerdem mit dem Bau eines Hochhaus-Wohnprojekts in Mumbai, Indien, für Birla Niyaara beauftragt. Dabei handelt es sich um ein Vorzeigeprojekt von Century Estates für gemischt genutzte Bauten. Die Bauarbeiten umfassen ein 70- und ein 72-stöckiges Wohngebäude einschließlich dreier gemeinsamer Untergeschosse, eines Podiums und einer Terrasse.
Sedgman ist mit der Erbringung von Planungs-, Beschaffungs- und Bauleistungen für Artemis Gold im Rahmen des Projekts Blackwater Gold in British Columbia, Kanada, beauftragt worden. Der Auftragswert für diese Leistungen liegt für Sedgman bei 243 Mio. Euro. Sedgman wird die Verarbeitungs- und weitere Infrastruktur für eine Anlage zur Goldgewinnung durch Kohlenstoffauslaugung mit einer Kapazität von sechs Millionen Tonnen pro Jahr planen und errichten.
UGL hat innerhalb des Joint Ventures U-Go Mobility einen mehrjährigen Vertrag von Transport for New South Wales über den Betrieb von Bussen im Süden und Südwesten Sydneys erhalten, die das Rückgrat einer vernetzten und intermodalen Stadt bilden sollen. Der Vertrag hat eine Laufzeit von etwa sieben Jahren und einen Wert von etwa 160 Mio. Euro für UGL.
UGL ist Hauptauftragnehmer für den Bau eines 660-Megawatt-Kraftwerks im Rahmen des Projekts Hunter Power in Kurri Kurri, New South Wales. Der Auftragswert liegt für UGL über einen Zeitraum von zwei Jahren bei 115 Mio. Euro. Das Stromkraftwerk wird aus zwei Hochleistungs-Gasturbinengeneratoren der F-Klasse und den zugehörigen Hilfsbetrieben bestehen und mit zwei Brennstoffquellen betrieben werden. Vorgesehen ist auch die Möglichkeit des Betriebs mit einem Wasserstoff-Kraftstoff-Gemisch.
Thiess hat als der ausgewählte erfolgreiche Auftragnehmer den Zuschlag für die Erbringung von Bergbauleistungen für das Projekt Olive Downs im australischen Queensland erhalten. Im Rahmen des Achtjahresvertrags wird Thiess die mit dem Minenbetrieb verbundenen Leistungen als Full-Service-Dienstleister erbringen. Der Auftragswert für Thiess in den ersten fünf Jahren wird mit 936 Mio. Euro veranschlagt, die Erlöse für den weiteren Vertragszeitraum werden derzeit finalisiert.
Thiess ist mit der Erbringung von Bergbauleistungen für das Projekt Iron Bridge in Westaustralien beauftragt worden. Im Rahmen des zunächst auf drei Jahre angelegten Vertrags wird Thiess Bergbau- und Instandhaltungsleistungen sowie Asset-Management-Services erbringen. Der Auftragswert für Thiess in den ersten drei Jahren wird mit mehr als 478 Mio. Euro beziffert, mit Option auf Verlängerung.
Darüber hinaus hat Thiess Rehabilitation seinen ersten Auftrag erhalten, eine 3,5-jährige Partnerschaft für die En-sham Mine östlich von Emerald in Queensland. Dort wird das Team Lösungen zur Sanierung einer Bergbaufläche von mehr als 700 Hektar realisieren und Korridore für heimisches Buschland sowie Flächen für Rinderweiden schaffen.
Zudem hat Thiess einen Vierjahresvertrag für Dienstleistungen in der Mount Holland Lithium Mine im Bundesstaat Western Australia erhalten. In der Mount Holland Mine wird lithiumhaltiges Erz abgebaut, das zur Herstellung von Lithiumhydroxid konzentriert und raffiniert wird. Lithiumhydroxid ist eine wichtige Verbindung, die für Elektrofahrzeuge und batteriegestützte Energiespeichersysteme verwendet wird.
Pacific Partnerships hat die Erschließungsrechte für die Glenrowan Solar Farm im Norden des Bundesstaats Victoria erworben. Pacific Partnerships wird den Solarpark über die Energiesparte Pacific Partnerships Energy entwickeln, finanzieren und bewirtschaften. Für Bau, Betrieb und Wartung wird UGL verantwortlich sein. Die Sicherung der Erschließungsrechte stellt für CIMIC einen wichtigen Meilenstein dar. Über CPB Contractors und UGL realisiert CIMIC bereits seit Langem führende Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien wie Wind- und Solarenergie. Mit einer installierten Leistung von bis zu 130 Megawatt wird die 245 Hektar große Anlage voraussichtlich ausreichend Strom für die unabhängige Versorgung von rund 45.000 australischen Haushalten erzeugen.
Der Ergebnisbeitrag der Division HOCHTIEF Asia Pacific spiegelt die HOCHTIEF-Beteiligung an CIMIC sowie Finanzierungs- und Holdingkosten, einschließlich der Kosten im Zusammenhang mit dem Erwerb der CIMIC-Minderheitsanteile, sowie die Kursveränderungen des australischen Dollars gegenüber dem Euro wider. Nach dem erfolgreichen Abschluss der vollständigen Übernahme der Gesellschaft im ersten Halbjahr 2022 beläuft sich die Beteiligungsquote per Ende Dezember 2022 auf 100 Prozent (78,58 Prozent per Ende Dezember 2021).
Die Umsatzerlöse in Höhe von 7,3 Mrd. Euro lagen 19 Prozent über dem Vorjahreswert, wobei das Wachstum in den Bereichen Bau und Services in Australien die stärkste Triebfeder war. Das Ergebnis vor Steuern (PBT) der Division belief sich im Geschäftsjahr 2022 auf 262 Mio. Euro gegenüber 265 Mio. Euro im Jahr 2021. Darin enthalten sind Transaktionskosten im Zusammenhang mit dem Erwerb der Minderheitsanteile an CIMIC im Wert von 940 Mio. Euro. Mit 186 Mio. Euro lag der nominale Konzerngewinn 25 Prozent über dem Vorjahreswert. Darin sind die Effekte aus dem CCPP-Vergleich (493 Mio. australische Dollar/337 Mio. Euro) bereinigt um Risikovorsorge sowie aus der geänderten Bilanzierung von Ventia als Finanzanlage (502 Mio. australische Dollar/338 Mio. Euro) zum beizulegenden Zeitwert im ersten Quartal 2022 enthalten.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vor Factoring belief sich auf 170 Mio. Euro gegenüber rund 200 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2021. Bereinigt um den CCPP-Vergleich in Höhe von 127 Mio. Euro beläuft sich der zugrunde liegende Cashflow auf 297 Mio. Euro; das ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um nahezu 100 Mio. Euro.
Zum Ende des Berichtszeitraums wies die Division eine Nettofinanzverschuldung von 492 Mio. Euro aus, wobei die Entwicklung seit Jahresbeginn die Investition in Höhe von 126 Mio. Euro im Zusammenhang mit dem Erwerb von MACA sowie eine Zahlung in Höhe von 127 Mio. Euro im Zusammenhang mit dem CCPP-Vergleich enthält.
Der Auftragsbestand der Division in Höhe von 19,4 Mrd. Euro lag auf vergleichbarer Basis 9 Prozent (1,6 Mrd. Euro in absoluten Zahlen) über dem Vorjahr, bereinigt um die Reklassifizierung der vormals nach der Equity-Methode konsolidierten Ventia-Beteiligung als Finanzinvestition ab Ende März 2022.
Dank der hohen Wachstumsdynamik im australischen Bau- und Dienstleistungssektor stiegen die Umsatzerlöse von CIMIC im Geschäftsjahr 2022 in lokaler Währung um 15 Prozent auf 11,1 Mrd. australische Dollar. Der Nettogewinn nach Steuern (NPAT) von 426 Mio. australischen Dollar übertraf den Vorjahreswert um 8 Prozent auf vergleichbarer Basis.
Das zugrunde liegende Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vor Factoring in Höhe von 762 Mio. australischen Dollar stieg um 246 Mio. australische Dollar gegenüber dem Vorjahr.
Die Nettoverschuldung belief sich auf 776 Mio. australische Dollar, und CIMIC verfügt weiterhin über ein Investment-Grade-Rating von S&P und Moody' s.
Der Auftragsbestand zum Ende des Berichtszeitraums lag mit 30,4 Mrd. australischen Dollar auf vergleichbarer Basis um 10 Prozent über dem Vorjahreswert, wobei sich der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2022 auf 16,3 Mrd. australische Dollar belief.
Vorbehaltlich der Marktbedingungen erwarten wir für CIMIC einen operativen Konzerngewinn im Bereich von 400 bis 450 Mio. australischen Dollar im Geschäftsjahr 2023.
| (In Mio. EUR) | 2022 | 2021 | Veränderung | Q4 2022 | Q4 2021 | Q4 Veränderung |
| Gesamt-/Bereichsumsatz | 7.299,6 | 6.137,3 | 18,9 % | 2.007,4 | 1.675,3 | 19,8 % |
| Nominales Ergebnis vor Steuern/PBT | 261,7 | 262,1 | -0,2 % | 61,6 | 74,4 | -17,2 % |
| Nominales Ergebnis vor Steuern/PBT-Marge (%) | 3,6 | 4,3 | -0,7 | 3,1 | 4,4 | -1,3 |
| Nominaler Konzerngewinn | 186,0 | 146,9 | 26,6 % | 45,6 | 36,9 | 23,6 % |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1 | 359,4 | -140,7 | 500,1 | 256,3 | 234,2 | 22,1 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vor Factoring 1 | 297,2 | 202,5 | 94,7 | 223,9 | 273,6 | -49,7 |
| Betriebliche Investitionen brutto | 128,1 | 43,0 | 85,1 | 49,2 | 11,9 | 37,3 |
| Nettofinanzvermögen (+)/ Nettofinanzverschuldung (-) | -491,7 | -317,8 | -173,9 | -491,7 | -317,8 | -173,9 |
| Leistung auf vergleichbarer Basis | 9.821,7 | 8.211,1 | 19,6 % | 2.813,4 | 2.132,7 | 31,9 % |
| Auftragsbestand auf vergleichbarer Basis | 19.388,3 | 17.718,9 | 9,4 % | 19.388,3 | 17.718,9 | 9,4 % |
| Mitarbeitende (Stichtagswerte) | 19.704 | 17.359 | 13,5 % | 19.704 | 17.359 | 13,5 % |
HOCHTIEF konzentriert seine europäischen Aktivitäten in der Division HOCHTIEF Europe. Hierbei handelt es sich primär um Bauprojekte für die Märkte in Deutschland, Polen, Tschechien, Österreich, UK, Skandinavien und den Niederlanden. Flankiert wird das Baugeschäft von Public-Private-Partnership-(PPP-)Projekten, in denen wir Finanzierung, Planung, Bau und Betrieb anbieten. Geschätzt wird HOCHTIEF unter anderem für das profunde technische Know-how, die gute Qualität sowie die Kompetenz der Mitarbeitenden. Weitere Stärken sind die Internationalität und die Finanzstärke unseres Konzerns.
Insbesondere sind wir in den Bereichen Verkehrs-, Energie- sowie soziale und urbane Infrastruktur aktiv, in denen unsere operativen Gesellschaften ein mannigfaltiges Leistungsspektrum bieten:
Die Gesellschaft HOCHTIEF Infrastructure bündelt das Hoch- und das Infrastrukturbaugeschäft.
HOCHTIEF PPP Solutions konzentriert sich auf öffentliche Auftraggeber und übernimmt Leistungen für den gesamten Lebenszyklus von Projekten: Planung, Finanzierung, Bau und Betrieb von Infrastrukturbauwerken, die auf PPP-Modellen basieren. Die Gesellschaft kooperiert dabei mit weiteren HOCHTIEF-Einheiten. Auftraggeber profitieren insbesondere von der breiten Erfahrung und den innovativen Ansätzen unserer Teams.
Anspruchsvolle Ingenieurdienstleistungen in unterschiedlichen Fachrichtungen bietet HOCHTIEF Engineering. Auf die Bereiche virtuelles Bauen und Building Information Modeling (BIM) hat sich die Gesellschaft HOCHTIEF ViCon spezialisiert.
S&P Global rechnet damit, dass die Investitionen in den Bau von Infrastruktur im Prognosezeitraum weiterhin ein robustes Wachstum verzeichnen, weil die Länder weiterhin von EU-Mitteln profitieren, die in Infrastrukturbauprojekte fließen. Das Segment Hochbau (ohne Wohnungsbau) könnte 2023 von Auswirkungen aus zurückgestellten Entscheidungen aufgrund unsicherer Konjunkturaussichten und höherer Finanzierungskosten betroffen sein. S&P Global geht aber davon aus, dass dieser Effekt 2024 bei einer Normalisierung der Nachfrage und einem nach wie vor hohen Investitionsbedarf nachlässt.
HOCHTIEF erhielt in Salzgitter zusammen mit einem Arge-Partner einen Auftrag für den Bau einer Batteriezellenfabrik in Höhe von zirka 240 Mio. Euro.
HOCHTIEF erhielt als Federführer einer Arbeitsgemeinschaft den Auftrag für ein weiteres Los beim Ausbau der Autobahn 1 in Leverkusen mit einem Wert von knapp 200 Mio. Euro: Zwischen der Rheinbrücke und dem Kreuz Leverkusen wird die Autobahn auf 2,5 Kilometern Länge achtspurig ausgebaut. Der Auftrag umfasst zudem Abriss und Neubau mehrerer Brücken sowie den Bau von Verkehrszeichenbrücken im Bereich des Anschlusses an die Autobahn 59. Die Arbeiten sollen 2027 abgeschlossen sein. Seit Anfang 2021 baut HOCHTIEF bereits das erste Bauwerk der benachbarten A1-Rheinbrücke in Leverkusen.
Nördlich von Kaiserslautern baut HOCHTIEF den 400 Meter langen Mühlbergtunnel für eine Ortsumgehungsstraße. Der Anstich erfolgte im November, die Arbeiten werden insgesamt voraussichtlich 22 Monate dauern.
In Köln gewann HOCHTIEF einen Auftrag für die Modernisierung einer 235 Meter langen Kragplatte, die zirka fünf Meter über den Rhein ragt und unter anderem als Schiffsanlegestelle dient. Abbruch und Bau sollen jeweils von der Wasserseite aus erfolgen.
In Berlin wurde uns ein Hochbauauftrag mit einem Volumen von zirka 1 48 Mio. Euro erteilt.
In Duisburg plant und baut HOCHTIEF bis 2024 eine neue Büroimmobilie. Es ist bereits das vierte Gebäude, das HOCHTIEF an diesem Standort für den Kunden errichtet. Hauptmieter der Immobilie wird eine Krankenkasse sein. Der Kunde strebt für das Gebäude eine DGNB-Nachhaltigkeitszertifizierung in Gold an.
In Berlin verantwortet HOCHTIEF den Rohbau des Gebäudeensembles "Elements", der bis Mai 2023 fertiggestellt werden soll. Bei dem Projekt entstehen vier Baukörper zur gemischten Nutzung. Eine Nachhaltigkeitszertifizierung mit LEED-Gold "Shell and Core" ist angestrebt.
HOCHTIEF realisiert in Gießen ein zentral gelegenes neues Gebäude für die Lehrkräfteakademie des Landes Hessen. Die Fertigstellung ist für 2024 geplant.
In Polen begann HOCHTIEF mit dem Bau des künftig größten Einkaufszentrums der Stadt Biata Podlaska. Es soll bis zum dritten Quartal 2023 fertiggestellt werden. 40 Geschäfte sollen dort ihre Ladenflächen eröffnen.
Die Division HOCHTIEF Europe verzeichnete eine weiterhin stabile Ergebnisentwicklung. Die Umsatzerlöse beliefen sich 2022 auf 1,3 Mrd. Euro und bewegten sich damit auf einem vergleichbaren Niveau wie im Vorjahr. Das operative Ergebnis vor Steuern (PBT) fiel mit 63 Mio. Euro bei einem soliden Margenniveau um 3 Mio. Euro höher aus als im Vorjahr.
Beim Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit machte sich die im dritten Quartal 2022 geleistete Barzahlung im Zusammenhang mit dem Schiedsspruch zum Altprojekt in Chile aus dem vierten Quartal 2021 bemerkbar. Um diesen Sondereinfluss bereinigt ergab sich 2022 ein positiver Cashflow in Höhe von 28 Mio. Euro mit einem saisonal starken Geschäft im vierten Quartal 2022.
Ende Dezember 2022 wies die Division eine nach wie vor solide Nettovermögensposition von knapp 750 Mio. Euro aus (Vorjahr: 799 Mio. Euro), wobei sich unter anderem der Vergleich im Chile-Projekt bemerkbar machte.
Der Auftragseingang von HOCHTIEF Europe lag im Berichtszeitraum unter dem Einfluss von Markt- und Stichtagseffekten bei rund 1,5 Mrd. Euro; dies entspricht dem 0,9-Fachen der Leistung im Berichtsjahr. Der Auftragsbestand der Division zum Jahresende belief sich auf 4,2 Mrd. Euro und stellt eine rechnerische Auslastung von rund 2,5 Jahren dar.
Für 2023 streben wir vorbehaltlich der Marktbedingungen ein operatives Ergebnis vor Steuern von 55 bis 65 Mio. Euro an.
| (In Mio. EUR) | 2022 | 2021 | Veränderung | Q4 2022 | Q4 2021 | Q4 Veränderung |
| Gesamt-/Bereichsumsatz | 1.270,8 | 1.309,5 | -3,0 % | 344,2 | 369,6 | -6,9 % |
| Operatives Ergebnis vor Steuern/PBT | 63,4 | 60,1 | 5,5 % | 20,5 | 20,4 | 0,5 % |
| Operatives Ergebnis vor Steuern/PBT-Marge in % | 5,0 | 4,6 | 0,4 | 6,0 | 5,5 | 0,5 |
| Operativer Konzerngewinn | 48,8 | 47,8 | 2,1 % | 16,4 | 15,8 | 3,8 % |
| EBITDA (bereinigt) | 103,0 | 109,4 | -5,9 % | 26,2 | 33,3 | -21,3 % |
| EBIT (bereinigt) | 62,8 | 60,0 | 4,7 % | 17,0 | 20,5 | -17,1 % |
| Nominales Ergebnis vor Steuern/PBT | 47,4 | -150,0 | 131,6 % | 15,4 | -178,0 | 108,7 % |
| Nominaler Konzerngewinn | 34,4 | -164,9 | 120,9 % | 13,4 | -182,9 | 107,3 % |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1 | 28,1 | 93,6 | -65,5 | 139,2 | 104,6 | 34,6 |
| Betriebliche Investitionen brutto | 8,9 | 9,4 | -0,5 | 3,7 | 1,9 | 1,8 |
| Nettofinanzvermögen (+)/ Nettofinanzschulden (-) | 749,4 | 798,8 | -49,4 | 749,4 | 798,8 | -49,4 |
| Auftragseingang | 1.483,6 | 1.851,0 | -19,8 % | 416,1 | 495,5 | -16,0 % |
| Leistung | 1.733,0 | 1.674,4 | 3,5 % | 511,0 | 438,6 | 16,5 % |
| Auftragsbestand | 4.240,1 | 4.594,0 | -7,7 % | 4.240,1 | 4.594,0 | -7,7 % |
| Mitarbeitende (Stichtag) | 4.741 | 4.718 | 0,5 % | 4.741 | 4.718 | 0,5 % |
| davon in Deutschland | 3.065 | 3.062 | 0,1 % | 3.065 | 3.062 | 0,1 % |
1 Zugrundeliegende Cashflow-Zahlen, ohne die
finale Zahlung für das chilenische Legacy-Projekt
Seit Juni 2018 hält HOCHTIEF eine 20-prozentige Beteiligung an Abertis HoldCo, dem direkten Eigentümer von 98,7 Prozent an Abertis Infraestructuras, S.A. (Abertis), einem führenden internationalen Mautstraßenbetreiber. Dieses Investment wird nach der Equity-Methode einbezogen, und der Beitrag zum Konzerngewinn ist folglich als operative Position im EBITDA enthalten.
Der Beitrag des Abertis-Investments zum Ergebnis des HOCHTIEF-Konzerns spiegelt die operative Leistung von Abertis sowie den nicht zahlungswirksamen Aufwand aus der Kaufpreisallokation (PPA) wider.
Für das Geschäftsjahr 2022 wurde ein Ergebnisbeitrag von Abertis in Höhe von 67 Mio. Euro erfasst, eine Steigerung von 9 Mio. Euro beziehungsweise 15 Prozent gegenüber dem Ergebnisbeitrag von 58 Mio. Euro im Vorjahr.
Die Umsatzerlöse stiegen 2022 auf vergleichbarer Basis um 14 Prozent auf 5,1 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr. Nominal betrug das Wachstum 5 Prozent. Das EBITDA stieg gegenüber dem Vorjahr um 6 Prozent auf 3,54 Mrd. Euro; dies entspricht einem Anstieg um 16 Prozent auf vergleichbarer Basis, das heißt, unter Zugrundelegung eines unveränderten Mautstraßen-Portfolios sowie konstanter Wechselkurse und sonstiger Effekte, die die Vergleichbarkeit beeinträchtigen könnten. Die Zahlen von 2021 enthalten insbesondere den Beitrag der letzten 8 Monate.
Im Geschäftsjahr 2022 verzeichnete Abertis erneut eine deutliche Zunahme des durchschnittlichen täglichen Verkehrsaufkommens um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr -der Verkehr hat sich weitgehend von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie der Jahre 2020 und 2021 erholt. Auch die geografische Streuung des Mautstraßenportfolios des Unternehmens machte sich positiv bemerkbar. Im Vergleich zum Vor-Corona-Niveau von 2019 war das durchschnittliche tägliche Verkehrsaufkommen 3 Prozent höher, wobei sich bei PKWs eine Steigerung von 2 Prozent und bei LKWs ein Plus von 8 Prozent ergaben.
Ein Blick auf die einzelnen Länder zeigt in den meisten wichtigen Märkten eine deutliche Zunahme des Verkehrsaufkommens gegenüber dem Vorjahr: Frankreich +11 Prozent, Spanien +10 Prozent, Italien +10 Prozent, Brasilien +3 Prozent, Chile +11 Prozent, Mexiko +8 Prozent und USA +1 Prozent.
Der Gewinn nach Steuern vor Kaufpreisallokation lag 2022 bei 668 Mio. Euro, gegenüber 691 Mio. Euro im Vorjahr.
Der Beitrag von Abertis zum Ergebnis des mit 20 Prozent beteiligten HOCHTIEF-Konzerns belief sich nach Kaufpreisallokation im Jahr 2022 auf 67 Mio. Euro, verglichen mit 58 Mio. Euro im Vorjahr (+9 Mio. Euro); hier machte sich 2022 eine geringere Belastung durch die Kaufpreisallokation positiv bemerkbar.
Die Mautstraßengesellschaft schüttete im April 2022 eine Dividende in Höhe von 602 Mio. Euro aus, von der HOCHTIEF anteilig 1 19 Mio. Euro erhielt. Für 2023 sieht die Dividendenpolitik eine Ausschüttung in Höhe von 602 Mio. Euro vor. Im Zeitraum von 2023 bis 2024 ist eine Gesamtausschüttung in Höhe von 1,2 Mrd. Euro zu erwarten.
Wir erwarten, dass unser Abertis-Investment 2023 einen ähnlichen Beitrag zum operativen Konzerngewinn leisten wird wie im Geschäftsjahr 2022 (67 Mio. Euro).
| (In Mio. EUR) | 2022 | 2021 | Veränderung | Q4 2022 | Q4 2021 | Q4 Veränderung |
| Operativer Umsatz | 5.102 | 4.854 | 5 % | 1.302 | 1.203 | 8 % |
| Operativer Umsatz, vergleichbar 1 | 14 % | |||||
| EBITDA | 3.536 | 3.351 | 6 % | 921 | 821 | 12 % |
| Vergleichbares EBITDA 1 | 16 % | |||||
| Gewinn nach Steuern, vor PPA | 668 | 691 | -3 % | 162 | 175 | -7 % |
| (In Mio. EUR) | 2022 | 2021 | Veränderung | Q4 2022 | Q4 2021 | Q4 Veränderung |
| Nominales Ergebnis 2 | 66,7 | 58,0 | 8,7 | 13,6 | 14,9 | -1,3 |
| Operatives Ergebnis 3 | 66,7 | 58,0 | 8,7 | 13,6 | 14,9 | -1,3 |
| Erhaltene Dividende | 118,7 | 118,7 | - | 0,0 | 0,0 | - |
2 Das nominale Ergebnis ist im EBITDA, Ergebnis
vor Steuern/PBT und Konzerngewinn enthalten.
3 Das operative Ergebnis ist im operativen
Ergebnis vor Steuern/PBT und im operativen Konzerngewinn
enthalten.
Compliance ist wesentlich bei der Umsetzung der Unternehmensprinzipien von HOCHTIEF. Anti-Korruption und Anti-Bestechung werden konzernweit als wesentliche Themen und damit zentrale Aufgabe begriffen und behandelt. Unser Ziel ist es dementsprechend, Korruption und Kartellrechtsverstößen gezielt vorzubeugen: Durch angemessene Maßnahmen, wie die Durchführung von Schulungen und Prozessoptimierungen im gesamten Konzern, wollen wir Verletzungen der Unternehmensregelungen und die daraus resultierenden Risiken und Auswirkungen verhindern und alle Mitarbeitenden für ein korrektes Verhalten sensibilisieren.
Die Realisierung des Risikos (möglicher) Verletzungen von Kartellgesetzen und Verstößen gegen Anti-Korruptionsregeln gefährdet den wirtschaftlichen Erfolg von HOCHTIEF und unsere Reputation -in einzelnen Projekten, Einheiten und Niederlassungen ebenso wie im gesamten Konzern.
Der Vorstandsvorsitzende der HOCHTIEF Aktiengesellschaft verantwortet den Bereich Compliance. Unterstützt wird er durch den Chief Compliance Officer und die Abteilung Konzerncompliance. Die Compliance-Organisationsstrukturen in den HOCHTIEF-Divisions sind ähnlich aufgebaut, an ihrer Spitze steht jeweils ein Compliance Officer. Die Compliance Officer berichten regelmäßig an den Chief Compliance Officer, der einmal im Jahr den Prüfungs-/Nachhaltigkeitsausschuss des Aufsichtsrats informiert. Die Compliance Officer sorgen dafür, dass das Compliance-Programm in den Divisions umgesetzt wird, dass Compliance-Risiken frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen entwickelt werden. Unmittelbare Ansprechpartner für die Mitarbeitenden in den Gesellschaften sind die Compliance Manager. Diese unterstützen die Implementierung und Weiterentwicklung des Programms und berichten an die zuständigen Compliance Officer.
Die Divisions verfügen über eigene Compliance Committees mit Beteiligung einzelner Fachabteilungen -etwa Personal, Revision und Procurement. Diese Gremien kommen mindestens einmal im Quartal zusammen und unterstützen die Compliance-Organisation bei der Integration und stetigen Verbesserung des Programms in die Geschäftsabläufe und -prozesse. Bei erwiesenen Compliance-Verstößen empfiehlt das Compliance Committee den zuständigen Führungskräften entsprechende Maßnahmen bzw. Sanktionen.
Bei (möglichen) Verstößen in Bereichen, die nicht zu Compliance gehören, sind für Aufklärung und Aufarbeitung die jeweiligen Fachabteilungen verantwortlich, beispielsweise das AGUS Center oder der Datenschutzbeauftragte (weitere Informationen dazu in den Kapiteln Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Umweltschutz sowie Chancen- und Risikobericht). Auch mögliche Aktivitäten zur Wiedergutmachung bzw. Entschädigung, etwa im Falle von Umweltschäden, fallen in den Verantwortungsbereich der jeweiligen Fachabteilungen.
Wir sind überzeugt, dass ethische und ökonomische Werte voneinander abhängig sind und dass geschäftliches Handeln von einem fairen Miteinander geprägt sein und im Rahmen der geltenden Bestimmungen erfolgen muss. Alle Mitarbeitenden und Führungskräfte stehen bei HOCHTIEF in der Verantwortung für Compliance: Sie sind verpflichtet, alle Anforderungen zu erfüllen, um Compliance-Verstößen vorzubeugen. HOCHTIEF erwartet von allen Mitarbeitenden, den unternehmenseigenen Verhaltenskodex im Arbeitsalltag zu leben und einzuhalten. Dieser umfasst neben wichtigen gesetzlichen Vorgaben auch Anforderungen unserer Selbstverpflichtungserklärungen, die wir einhalten und fördern. Dazu gehören die Vorgaben des UN Global Compact und die ILO-Kernarbeitsnormen. Der HOCHTIEF Code of Conduct, der als Verhaltenskodex bereits eine fast 20-jährige Tradition bei HOCHTIEF hat, enthält in neun Sprachen verbindliche Regelungen für alle Mitarbeitenden. Diese Standards sind auch in die Verhaltenskodizes der Gesellschaften der Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Asia Pacific eingeflossen.
Der HOCHTIEF Code of Conduct gibt eine klare Orientierung und enthält Leitlinien für das Verhalten, das wir von unseren Mitarbeitenden im Arbeitsalltag erwarten (siehe Grafik "Elemente des HOCHTIEF Code of Conduct"). Er beantwortet kartellrechtliche Fragen, unterstützt bei möglichen Interessenkonflikten oder bei Verhandlungen mit Geschäftspartnern. Zudem soll er als vorbeugendes Instrument dabei helfen, Bestechungs- oder Korruptionssituationen zu erkennen und mit Spenden oder Sponsorengeldern richtig umzugehen.
Um ein faires Miteinander zu gestalten, fordert HOCHTIEF auch von Geschäftspartnern, Kunden und Lieferanten, dass sie die Anforderungen des Konzerns einhalten. Dazu ist der HOCHTIEF Code of Conduct für Vertragspartner entwickelt worden, der in 14 Sprachen verfügbar ist.
Unser Ziel ist es, erfolgreiche und langfristig gute Geschäftsbeziehungen zu etablieren. Vor Geschäftsabschlüssen finden daher Due-Diligence-Prüfungen statt: Konzerncompliance überprüft beispielsweise Joint-Venture-Partner oder Berater durch ein genau definiertes Auswahlverfahren und gibt den Abschluss sowohl unter Integritätsgesichtspunkten als auch unter Kartellrechtsaspekten frei. Diese sogenannte "Business Partner Compliance Due Diligence" wird durch Konzerncompliance umfassend dokumentiert und die Einhaltung der Standards regelmäßig überprüft.
Wir informieren die Mitarbeitenden kontinuierlich über die internen Medien zum Compliance-Programm, zu Ansprechpartnern und internen Richtlinien. Im Intranet finden sie auch stets das aktuelle Schulungsangebot.
| 2022 | 2021 | |
| HOCHTIEF Americas | 11.857 | 7.949 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 5.576 | 12.659 |
| HOCHTIEF Europe (inkl. Holding) | 3.657 | 3.470 |
| HOCHTIEF-Konzern | 21.090 | 24.078 |
1 Jeder aktive White-Collar Mitarbeitende
(umfasst nicht: gewerbliche Mitarbeitende,
Praktikanten/innen und ruhende Arbeitsverhältnisse
(Elternzeit, Freizeitphase, Langzeiterkrankte, etc.) hat
eine Code of Conduct-Schulung erhalten.
2 Schulungen zum HOCHTIEF Code of Conduct, die
alle angestellten Mitarbeitenden im Berichtsjahr erhalten
haben. Um die Vergleichbarkeit der Divisions
sicherzustellen, wurde im Berichtsjahr der Fokus
ausschließlich auf die Anzahl der E-Learnings und
Code-of-Conduct-Schulungen gelegt.
Unser Anspruch ist es, diese Quote von 100 Prozent dauerhaft beizubehalten und unmittelbar auch für Mitarbeitende zu etablieren, die neu in den Konzern eintreten.
Auch für das Berichtsjahr 2022 konnte im Januar 2023 das Ziel erreicht werden, dass jeder Mitarbeitende mindestens einmal an einer Code-of-Conduct-Schulung teilgenommen hat.
Die Umsetzung erfolgt unter anderem durch ein E-Learning zum HOCHTIEF Code of Conduct. Dieses wurde im Berichtsjahr komplett überarbeitet und in einem neuen Layout ausgerollt. Darüber hinaus werden die Mitarbeitenden auch in Form von Präsenz- und Webtrainings zu verschiedenen Compliance-Themen geschult.
Ein internes Netzwerk dient überdies dem Austausch zu Compliance-Themen: Im Berichtsjahr fand bereits zum zehnten Mal die Compliance-Tagung für die gesamte Compliance-Organisation der Division HOCHTIEF Europe statt. Die Tagung mit mehr als 50 Compliance-Managern und weiteren Führungskräften ermöglichte nicht nur den Austausch zu relevanten Compliance-Themen, sondern diente auch der Verbesserung von Compliance-Maßnahmen. Zum einen wurden aufgetretene Compliance-Verstöße beziehungsweise -Fälle und deren mögliche Ursachen vorgestellt (sogenannte Root-Cause-Analysis) mit dem Ziel, entsprechende Verstöße in anderen Gesellschaften beziehungsweise Niederlassungen künftig zu vermeiden. Zum anderen wurden in einem Workshop Verbesserungsmaßnahmen aus der dezentralen Organisation heraus analysiert, um entsprechende Maßnahmen zukünftig berücksichtigen zu können.
Selbstverständlich binden wir auch externe Stakeholder in unsere Prozesse ein. So sind wir beispielsweise Mitglied des UN Global Compact und tauschen uns in unterschiedlichen (Fach-)Formaten und Themengruppen -etwa Korruptionsprävention, Umwelt und Klima -mit anderen Teilnehmenden unserer sowie anderer Branchen zu wichtigen Compliance-Themen aus. Darüber hinaus sind wir Mitglied in diversen Organisationen, die den Austausch zur Verbesserung von Compliance-Management-Systemen fördern, zum Beispiel DICO. Die Erkenntnisse aus diesen Netzwerken fließen in unsere Prozesse ein und verbessern so nachhaltig unser Compliance-Management-System. Zudem haben wir gemeinsam mit der Nichtregierungsorganisation Transparency International, deren Mitglied HOCHTIEF seit Jahrzehnten ist, zum internationalen Antikorruptionstag am 9. Dezember 2022 ein Interview mit Vertretern der Organisation geführt und veröffentlicht.
Um Mitarbeitende auf unseren Baustellen zu erreichen, wurde im Berichtsjahr europaweit eine Plakatkampagne ausgerollt. Diese thematisiert die Wichtigkeit von Compliance und setzt dabei auch einen Fokus auf das Thema "Whistleblowing". Hierfür wurden zudem mehrsprachige Flyer erstellt, die ebenfalls europaweit an den HOCHTIEF-Standorten verteilt wurden. Diese Informationen sollen insbesondere die Mitarbeitenden auf den Baustellen sensibilisieren und ermutigen, sich bei möglichen Verstößen über das Hinweissystem an Konzerncompliance zu wenden. Um eventuelle Sprachbarrieren zu durchbrechen, wurde besonderer Wert auf eine verständliche BIldsprache gelegt. HOCHTIEF stellt verschiedene Kommunikationskanäle bereit, um mögliches Fehlverhalten zu melden. Der Einsatz und die Gestaltung entsprechender Instrumente wird vorab stets durch die ComplianceOrganisation geprüft, um bestmöglich sicherzustellen, dass relevante Stakeholder die Angebote nutzen können. Wir erwarten von allen HOCHTIEF-Mitarbeitenden, dass sie über mögliche Verdachtsfälle von Compliance-Verstößen informieren.
Beschwerdemechanismen sind bei HOCHTIEF fest etabliert. Sofern Mitarbeitende sich bei Verdachtsfällen oder mit Hinweisen nicht direkt an ihre Vorgesetzten wenden möchten, können sie das HOCHTIEF-Hinweissystem nutzen. Dieses steht in allen Divisions zur Verfügung und beinhaltet eine über das Internet verfügbare Plattform in unterschiedlichen Sprachen (HOCHTIEF Integrity Line). Unabhängig davon besteht die Möglichkeit, sich an einen externen Ombudsmann zu wenden. Die Plattform steht dauerhaft sowohl über das Intranet als auch über die HOCHTIEF-Website sämtlichen, also auch externen Stakeholdern, beispielsweise Geschäftspartnern, Lieferanten und Nachunternehmern, zur Verfügung. Sofern die hinweisgebende Person anonym bleiben möchte, stellt die HOCHTIEF Integrity Line sicher, dass trotz der anonymen Meldung eine Kommunikation mit der hinweisgebenden Person sichergestellt werden kann. Das System entspricht damit sämtlichen rechtlichen Vorgaben in Bezug auf den Schutz hinweisgebender Personen. Eine ausführliche Information zum Hinweissystem inklusive einer Schritt-für-Schritt-Anleitung ist im Intranet hinterlegt, zudem gibt eine übersichtlich gestaltete App Informationen zu allen Compliance-Themen und bietet auch eine Kontakt- und Feedbackoption.
Im Jahr 2022 sind 109 Meldungen über die Hinweissysteme eingegangen, die unterschiedlichen Themenfeldern zuzuordnen waren. Dabei enthielt aber keine dieser Meldungen Vorwürfe im Zusammenhang mit Korruption, Kartellrechtsverstößen oder Geldwäsche. Die überwiegende Mehrzahl der Fälle hatte mit Personalangelegenheiten zu tun. Jeder Hinweiseingang wird von der jeweils zuständigen HOCHTIEF-Gesellschaft -unabhängig vom Meldeweg - überwacht. In Bezug auf die 109 Meldungen stehen noch 22 Berichte aus. Somit sind mehr als 80 Prozent der Fälle während des Berichtszeitraums abgeschlossen worden. Die zuständigen Compliance Officer bzw. (Fach-)Abteilungen stellen die Aufklärung bzw. Untersuchung des gemeldeten Sachverhalts sicher.
Mit höchster Priorität und ohne Kompromisse gehen wir vor, wenn (mögliche) Verstöße gegen Gesetze und interne Richtlinien auftreten, um diese aufzuklären. Selbstverständlich achten wir dabei darauf, anonym Beschuldigte vor Unrecht zu schützen. Sofern arbeitsrechtliche Schritte, wie eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses, erfolgen, sind die jeweiligen Vorgesetzten beziehungsweise die Geschäftsleitung dafür verantwortlich, diese einzuleiten und umzusetzen.
Wie der Pressemitteilung des Bundeskartellamtes vom 09. Juni 2022 zu entnehmen ist, wurde auch Im Berichtsjahr ein Kartellordnungswidrigkeitenverfahren gegen die HOCHTIEF Solutions AG noch nicht rechtskräftig beendet. Die Eintragung ins Wettbewerbsregister ist, unabhängig vom laufenden (Einspruchs-)Verfahren, erfolgt. Die erforderlichen Maßnahmen zur Löschung der Eintragung sind bereits eingeleitet.
Konzerncompliance führt regelmäßig Risikoanalysen durch, um Korruptions- und Kartellrechtsrisiken zu betrachten und -soweit erforderlich -angemessene Maßnahmen zur Reduzierung eines Risikos zu treffen. Im Berichtsjahr wurde eine umfassende Compliance-Risikoanalyse in der Division Europe durchgeführt. Die aggregierten Ergebnisse wurden und werden an die einzelnen Gesellschaften und Niederlassungen adressiert.
Die Einhaltung der Compliance-Regeln wird regelmäßig in sogenannten Compliance-Projekt-Audits überwacht. So prüft Konzerncompliance beispielsweise HOCHTIEF-Projekte, die nach definierten Risikokriterien ausgewählt wurden, daraufhin, ob die Compliance-Vorgaben umgesetzt und eingehalten wurden. Die Durchführung von Compliance-Projekt-Audits wurde im Berichtsjahr erstmals auf ein Projekt außerhalb Deutschlands -in den Niederlanden -ausgeweitet. Zudem wurde ein Joint-Venture-Projekt in Hamburg unter Compliance-Gesichtspunkten geprüft.
In Ergänzung dazu überwacht auch die Konzernrevision die Einhaltung der Compliance-Prozesse und der entsprechenden Richtlinien. Im Jahr 2022 fanden unter anderem mit diesem Prüfungsgegenstand insgesamt 19 Projektprüfungen und 29 Unitprüfungen sowie eine Compliance-Prüfung und drei Basic Checks Compliance statt.
Ferner wurde im Berichtsjahr ein Compliance-Monitoring-Plan entwickelt, der in Kombination aus Selfassessment und den zuvor beschriebenen, unabhängigen Prüfungen durch die Konzernrevision die Wirksamkeit des Compliance-Management-Systems gewährleisten soll.
Bei Regelverstößen prüft der zuständige Compliance Officer, ob die vorhandenen Vorgaben und Prozesse angemessen und ausreichend sind. Ist dies nicht der Fall, werden entsprechende Maßnahmen oder Vorgaben eingeführt oder überarbeitet, wie beispielsweise die Anpassung von Compliance-Klauseln, vertiefte Schulungsprogramme oder die Anwendung disziplinarischer Maßnahmen.
Im Auftrag des Vorstands wurde die Angemessenheitsprüfung des Compliance-Management-Systems der HOCHTIEF Division Europe im Jahr 2020 nach IDW PS 980 durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft durchgeführt. 2021 wurde die Prüfung der Gesellschaften der Division Americas erfolgreich abgeschlossen. Im Berichtsjahr wurden darüber hinaus eine der Gesellschaften der Division Americas nach ISO 37301 sowie eine weitere Niederlassung der HOCHTIEF Infrastructure GmbH nach ISO 37001 und 37301 zertifiziert.
Das Steuerkonzept von HOCHTIEF basiert auf den Grundpfeilern der verantwortungsvollen und wertorientierten Unternehmensführung. Die Steuerstrategie von HOCHTIEF ist mit der Unternehmensstrategie eng verzahnt und unterstützt das operative Geschäft. HOCHTIEF trägt mit einem nachhaltigen Steuermanagement dazu bei, dass das Unternehmen weiterhin investieren kann sowie flexibel und effizient agiert. Daher ist die Steuerstrategie von HOCHTIEF darauf ausgerichtet, das jeweilige Steuerrecht einzuhalten und ein effizientes, verantwortungsvolles und transparentes Management der Besteuerung von HOCHTIEF sowohl für den gesamten Konzern als auch in den einzelnen Steuerhoheitsgebieten sicherzustellen. Die einzelnen steuerlichen Aufgaben sind in der Konzernrichtlinie Steuern und den lokalen Direktiven hinterlegt. Sie regeln die Aufgaben, Ziele, Rechte und Pflichten der Steuerabteilungen der HOCHTIEF-Gruppe. Die Steuerabteilungen beraten den Vorstand und die Verantwortungsträger der in der Betreuung stehenden Gesellschaften in sämtlichen steuerlichen Angelegenheiten und berichten regelmäßig dem Vorstand.
Die Steuerabteilung veröffentlicht ergänzend zur Konzernsteuerrichtlinie weitere Richtlinien und Policies zur Sicherstellung der Steuerkonformität der Tätigkeiten innerhalb von HOCHTIEF mit den rechtlichen Rahmenbedingungen und Anforderungen der anzuwendenden Steuergesetze inklusive der damit verbundenen Aufgaben, Prozesse und Verantwortlichkeiten.
Tax-Compliance-Management-Systeme (TCMS) sind etabliert und werden kontinuierlich an die aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen und Entwicklungen adjustiert. Dies entspricht den Anforderungen an ein State-of-the-Art-TCMS, es ist regelmäßig nach IDW PS 980 aufgesetzt. Die Tax-CMS-Systeme dienen dazu, alle wesentlichen steuerlichen Risiken zu identifizieren, zu klassifizieren und die Ergebnisse in einer detaillierten Risikokontrollmatrix (RCM) abzubilden. Die RCMs werden laufend aktualisiert und gepflegt. Erforderliche Anpassungsmaßnahmen werden unverzüglich initiiert und umgesetzt, um finanzielle Risiken zu vermeiden.
HOCHTIEF hat mit den jeweiligen Steuerverwaltungen der verschiedenen Steuerhoheitsgebiete partnerschaftliche Verhältnisse etabliert. Diese basieren auf gegenseitigem Vertrauen und Transparenz. Steuerpositionen werden mit den involvierten Steuerbehörden frühzeitig diskutiert, um den Vorwurf der unberechtigten Steuergestaltung nicht aufkommen zu lassen. Die Zusammenarbeit mit externen Partnern basiert auf einer offenen und vertrauensvollen Kommunikation und der jederzeitigen und umfassenden Information. HOCHTIEF nutzt auch die Möglichkeiten des demokratischen Prozesses, um beratend und unterstützend in der Rechtspflege und Rechtsentwicklung tätig zu sein.
HOCHTIEF ist Teil der ACS-Gruppe. Informationen zum steuerlichen Country-by-Country-Report werden jeweils auf der Homepage von HOCHTIEF und ACS veröffentlicht.
Innovation fördert und sichert den hohen Arbeits- und Projekterfolg von HOCHTIEF. Wir setzen eigenständig entwickelte Lösungen ein oder implementieren andere, neuartige Systeme und Methoden, um Qualität, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit weiter zu verbessern. Digitale Technologien steigern unsere Effizienz und senken die Risiken in der Projektausführung. Deshalb ist Innovation ein wichtiger Unternehmensgrundsatz unseres Konzerns. Der Vorstand von HOCHTIEF ist in die Arbeit des Innovationsmanagements eingebunden.
Auch bei der Umsetzung unserer ESG-Strategie spielen Innovation und Digitalisierung eine wichtige Rolle. Wir betrachten diese als "Enabler", also als Basisvoraussetzung für unternehmerisch erfolgreiche Bau- und Dienstleistungsaktivitäten. Digitalisierung beeinflusst unsere Arbeitswelt übergreifend und berührt damit unmittelbar auch alle wesentlichen Themen von HOCHTIEF: Neue Produkte und Lösungen haben direkten Einfluss auf die Verbesserung von Arbeitsweisen und Prozessen und wirken sich positiv auf die gesamte Projektbearbeitung aus. HOCHTIEF will die digitale Transformation der Branche aktiv mitgestalten und seine führende Wettbewerbsposition weiter zukunftsfähig ausbauen.
Tragende Säulen sind Mitarbeitende, die sich kontinuierlich weiterbilden. In Summe umfasst der Transformationsprozess alle Bereiche unseres Unternehmens. Er erstreckt sich auch auf die Zusammenarbeit mit verschiedensten Partnern, die wir in unsere Arbeit gezielt einbeziehen. Dabei haben wir auch die Risiken der Digitalisierung im Blick, etwa die technische Sicherheit und den Datenschutz. Diese Aspekte spielen im Arbeitsalltag eine wichtige Rolle. Die enge Einbindung in das operative Projektgeschehen soll auch für die Einhaltung von Due-DiligenceProzessen sorgen.
Die strategischen Ziele unserer Innovationsarbeit sind die kontinuierliche Verbesserung der operativen Effizienz und Sicherheit und die dauerhafte Wettbewerbsfähigkeit aller operativen Gesellschaften. Unsere Tochtergesellschaft Nexplore etabliert sich als unabhängiger Anbieter digitaler Lösungen. Im Bereich Building Information Modeling (BIM) haben wir zudem mit HOCHTIEF ViCon einen führenden Anbieter von Dienstleistungen im Bereich des virtuellen Bauens etabliert.
Offsite-Bau, Vorfertigung und modulare Lösungen sind auf dem Vormarsch, denn die Erfahrung hat gezeigt, dass diese fortschrittlichen Bereitstellungsmethoden bei frühzeitigem Einsatz und vorausschauender Planung die Arbeit effizienter gestalten und die Projektdauer verkürzen können. Turner nimmt Präfabrikations- und Modularisierungsmethoden in seine operative Strategie auf und entwickelt neues Geschäftspotenzial in der Lieferkette. Solche Lösungen kommen in den unterschiedlichsten Bausektoren zum Einsatz, etwa beim Bau von Rechenzentren, Krankenhäusern und Hotels. Turner hat ein eigens darauf spezialisiertes Team, das die Umsetzung dieser Methoden weiterentwickelt. Wenn technisches Equipment in Fabriken abseits der Baustelle vormontiert wird, können modulare Baumethoden die Bauzeit verkürzen, die Kosten senken und die Qualität erhöhen; das hat die Erfahrung bei Turner klar gezeigt. Darüber hinaus unterstützt der Prozess ein besseres Umfeld für qualifizierte Handwerker. Ein zusätzlicher Vorteil ist die Reduzierung von Abfall durch mehr Fertigungsprozesse. HOCHTIEF wird das Verfahren kontinuierlich weiterentwickeln und in immer mehr Marktsegmenten und Regionen einsetzen.
Die konkrete Innovationsarbeit bei HOCHTIEF ist direkt in das Projektgeschäft eingebettet und umfasst so den Bedarf unserer Stakeholder: Wir können auf die individuellen Herausforderungen in Projekten bestmöglich reagieren, profitieren von der Erfahrung und Kompetenz der operativen Einheiten und können die Wünsche unserer Kunden erfüllen. Die Mitarbeitenden entwickeln und verbessern kontinuierlich neue Technologien und Prozesse.
Wir unterstützen ihre Arbeit durch Schulungen, Motivations- und Informationsprogramme. So leben wir im Konzern die Innovationskultur.
Branchenthemen treiben wir nicht nur mit Partnern in Forschung und Wissenschaft, sondern auch innerhalb unserer Industrie voran. So beteiligt sich HOCHTIEF als aktives Mitglied im Branchennetzwerk ENCORD (European Network of Construction Companies for Research and Development) am branchenspezifischen Austausch zu Zukunftsthemen. Unsere Gesellschaften bringen sich in ihren lokalen Märkten in den Branchendiskurs zu Innovationen ein: So war Turner 2022 bei zahlreichen Veranstaltungen vertreten -darunter die Konferenz Ascend 2022 des New York Building Congress, die Future-Tech-Konferenz des Engineering News-Record, der Robotics for Inspection and Maintenance Summit sowie der Augmented Enterprise Summit. Wir sind Teil eines kontinuierlichen Dialogs mit Fachleuten und Branchenspezialisten und diskutieren gemeinsam innovative Ideen für die Praxis. Daraus entstehen wichtige Impulse für die strategische Entwicklung von HOCHTIEF.
Unsere Innovationsgesellschaft Nexplore ist Gründungsmitglied des Nachhaltigkeitskonsortiums für Klima und Nachhaltigkeit (MCSC) am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT). Diese Partnerschaft untermauert unseren ESG-Fokus. In der Zusammenarbeit mit führenden Wissenschaftlern und Mitgliedern aus anderen Branchen geht es darum, skalierbare und reale Lösungen in allen Sektoren zu beschleunigen, um den globalen Klima- und Nachhaltigkeitsherausforderungen zu begegnen.
HOCHTIEF setzt für das Management von Nachhaltigkeit und die Umsetzung des Nachhaltigkeitsplans 2025 auf digitale Lösungen. Von Nexplore entwickelte Programme senken den Energieverbrauch, identifizieren Energieeinsparpotenziale, vereinfachen Abläufe und senken Kosten. Mit digitalen Daten und Modellen leisten wir einen direkten Beitrag zum Umweltschutz. Wir nutzen etwa Künstliche Intelligenz im Instandhaltungsmanagement von Autobahnen, verkürzen Transportwege dank vorausberechneter Logistik und entdecken systematisch Fehler in virtuellen Planungsmodellen. Roboter und Sensoren überwachen darüber hinaus den Bauablauf und kontrollieren die Qualität. Nicht zuletzt führt die Erhebung und Auswertung von Daten auch langfristig zum effizienten Betrieb von Bauwerken und zu einer ganzheitlichen Planung.
Digitale Tools ermöglichen insgesamt nicht nur deutlich mehr Sicherheit und Ressourceneffizienz, sondern sind auch ein direkter Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des Konzerns. Durch die Verknüpfung seiner neu entwickelten Produkte kann HOCHTIEF seine Wettbewerbsfähigkeit weiter ausbauen und neue Umsatzpotenziale erschließen.
Unsere Innovationstochter Nexplore ist für das strategische Management von Verbesserungen bei HOCHTIEF verantwortlich und betreut darüber hinaus die operative Umsetzung von Ideen und neuen Tools. Die Gesellschaft betreibt Innovations-, Entwicklungs- und Forschungszentren, die sich in der Nähe der wichtigsten Tochtergesellschaften von HOCHTIEF befinden:
Die Research-Center arbeiten eng mit weltweit renommierten Forschungseinrichtungen zusammen, InnovationCenter konzipieren neue Lösungen, Development-Center entwickeln Software. Nexplore betreibt solche Zentren in Deutschland, Spanien, den USA, Australien und Hongkong.
Nexplore kooperiert nicht nur mit Experten im Konzern, sondern auch mit führenden Technologieunternehmen. Der Schwerpunkt der Entwicklungsarbeit liegt in den Bereichen Blockchaintechnologie, Künstliche Intelligenz, Internet of Things, Natural Language Processing und Data-Management. Darüber hinaus werden komplexe Zukunftsszenarien untersucht und ausgewertet. Dazu nutzt Nexplore ein selbst entwickeltes Programm namens "Life as a Service".
Beispiele für selbst entwickelte digitale Produkte, die in HOCHTIEF-Gesellschaften eingebracht und dort zur Marktreife geführt werden, finden Sie am Ende dieses Kapitels. Die Produkte von Nexplore werden Schritt für Schritt konzernweit verfügbar sein und in der Folge auch auf dem Markt angeboten. Ziel von Nexplore ist es, sich als führender Anbieter für Digitallösungen im Markt zu positionieren.
Bei der systematischen Entwicklung und Adaption digitaler Produkte und Lösungen arbeitet Nexplore eng mit Expertinnen und Experten der operativen Einheiten zusammen: Ziel ist es, Wissen und Erfahrung der Projektfachleute mit den modernsten Technologien zu kombinieren. Im Vergleich zu Softwareanbietern können wir unsere digitalen Lösungen sofort im Arbeitsalltag überprüfen. Das verkürzt die Entwicklungszeit und verbessert den praktischen Nutzen der Applikationen.
Nexplore hat zudem Partnerschaften mit herausragenden Universitäten und Forschungseinrichtungen abgeschlossen. Dazu zählen das MIT in Boston, die Universidad Politécnica de Madrid, Universitäten in Minnesota und Hongkong, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) sowie IBM Research in San Jose, Zürich und Haifa. Mit der Technischen Universität Darmstadt wurde die seit 2020 bestehende Partnerschaft fortgeführt: Doktoranden der Universität arbeiten innerhalb des Forschungsprojekts "Artificial Intelligence in Construction" (AICO) an praktischen Fragestellungen aus dem HOCHTIEF-Konzern. Im Rahmen dieses "Dual PhD" -ein von Nexplore und der TU Darmstadt entworfenes weltweit bislang einmaliges Format in der Wissenschaftslandschaft -sind die Studierenden in konkrete Produktentwicklungen involviert. Sie promovieren in ihrem Fach und sammeln zugleich Praxiserfahrung. Die Teams entwickeln zum Beispiel Anwendungen in den Bereichen robotische Navigation, Deep Learning sowie Natural Language Understanding -hier geht es um Texterkennung sowie die Entwicklung eines automatisierten Textverständnisses.
In den operativen HOCHTIEF-Gesellschaften sind spezifische Innovationseinheiten angesiedelt. Ihre Arbeit orientiert sich an bestehenden oder neuen Anforderungen in ihren Geschäftsbereichen.
Gemeinsam mit Projektteams testet das Innovation Department von der US-Tochtergesellschaft Turner neuartige Instrumente wie hoch entwickelte Roboter, Exoskelette und KI-gesteuerte Sensorgeräte. Auch das aktive Ideenmanagement ist ein entscheidender Erfolgsbaustein: So werden bei Turner Innovationsvorschläge der Mitarbeitenden in einem klar definierten und zentral gesteuerten Prozess zusammengetragen und evaluiert.
Turner ruft die Mitarbeitenden auf, Ideen für neue Geschäftsfelder und Prozessoptimierungen zu entwickeln. Das Innovation Department von Turner und andere Vordenker verbessern die Ansätze und kümmern sich um die Umsetzung neuer Lösungen. Zu den aktuellen Fokusfeldern zählen weiterhin Virtualisierung, Vernetzung, Big Data, Automatisierung und Künstliche Intelligenz.
Einzelne Innovationen gelangen bei Turner-Projekten zum Testeinsatz. Dazu zählt etwa das "MX3 Hydration Testing System": Es liefert in einem tragbaren Handgerät Ergebnisse in Laborqualität zur Überwachung des Hydrationsstatus von Personen. So können sicherheitsrelevante Zwischenfälle und Fehler aufgrund von Dehydration reduziert werden. In der Pilotphase ist auch der Einsatz von Exoskeletten: Sie verringern Belastung und Ermüdung der Arbeitenden und helfen, körperlich anspruchsvolle Aufgaben wie die Installation von Trockenbauwänden, Rohrleitungen, Luftkanälen, Kabeln und Leitungen sicher und bequem auszuführen. Ein weiteres Beispiel: Mithilfe von Pillar-Sensoren können Teams von Turner Echtzeitdaten zu Umgebungsverhältnissen und potenziellen Sicherheitsrisiken auf einer Baustelle erfassen, überwachen und darauf reagieren. Ein System für Schadensbegrenzung und Predictive Analytics sorgt überdies dafür, dass sich über ein Online-Dashboard Temperatur, Feuchtigkeit, Kohlenmonoxid, VOCs, Feinstaub, Lärm, Licht und Druck überwachen lassen.
Turner stärkte im Berichtsjahr seine Innovationskultur durch unternehmensweite Veranstaltungen wie den jährlichen Turner Innovation Summit. Diese Veranstaltung, die 2022 zum siebten Mal stattfand, bot nicht nur eine große Plattform für den internen Austausch -alle Mitarbeitenden waren zur Teilnahme an dem Online-Event eingeladen -, sondern band auch die Perspektiven zahlreicher Stakeholder ein -darunter Vertreter von NGOs, Architekten und Forscher.
Unsere US-Gesellschaft Flatiron arbeitet daran, in der Belegschaft innovationsorientiertes Denken zu etablieren und mit neuen Technologien Effizienz und Rentabilität zu steigern. Dazu wurde 2022 von der Innovationsabteilung eine interne Ideenkampagne gestartet. Die drei besten Ideen werden derzeit weiterentwickelt und in neuen Prozessen und Technologien umgesetzt. Im Intranet wurde eine "Innovation Site" eingerichtet, auf der alle Informationen und Initiativen zu Innovationen gesammelt werden. Darüber hinaus informiert Flatiron die Beschäftigten in Webinaren über neueste Technologien und Innovationen, die bereits in verschiedenen Projekten zum Einsatz kommen -etwa im Bereich der Robotik, autonomer Systeme und Maschinensteuerung. Immer öfter kommen bei den Flatiron-Projekten eigene Drohnen zum Einsatz -zahlreiche Mitarbeitende haben im Berichtsjahr entsprechende Lizenzen erworben. Nicht zuletzt wurde ein BIM-/Virtual-Design-and-Construction-Komitee eingerichtet, das die Umsetzung dieser Technologien im Unternehmen steuert.
In der CIMIC-Gruppe verantwortet die konzernweite IT-Funktion One IT den Bereich "Digital Innovation" und die "Integrated Digital Delivery"-Strategie (IDD) sowie die damit verbundenen Fortschritte bei "Digital by Default"-Abläufen. One IT arbeitet mit allen operativen CIMIC-Einheiten zusammen, steuert Software-Entwicklungsexpertise bei und kümmert sich bei den Lösungen um Systemkompatibilität, Cybersicherheit, Schutz von geistigem Eigentum und die Nutzeranforderungen. Im Verhältnis zwischen CIMIC und den anderen HOCHTIEF-Gesellschaften organisiert One IT die Zusammenarbeit und den Wissensaustausch. Vor Kurzem hat die IT-Funktion geistiges Eigentum für digitale Innovationen zur Beauftragung und Einbindung von Nachunternehmern, Projektmanagement- und Qualitätskontrollen beigesteuert.
EIC Activities ist die konzerneigene Engineering-Beratungsgesellschaft von CIMIC. Sie stellt Fachkompetenz in den Bereichen Engineering, digitale und technische Lösungen, Lean-Praktiken und Wissensmanagement bereit. Die Experten von EIC Activities -einige der renommiertesten Ingenieure und Wissenschaftler -werden häufig hinzugezogen, um Konzeptdesigns, Baumethoden und -abläufe sowie Wartungsleistungen zu hinterfragen und zu verbessern sowie Möglichkeiten für effizientere und/oder effektivere Lösungen zu finden. Zudem verantwortet EIC Activities die konzerneigene Entwicklung von Innovationen im Bereich Virtual Construction.
Bei HOCHTIEF Solutions sorgt die Arbeit der Experten in den Einheiten HOCHTIEF Engineering für Planungs-, Engineering- und Beratungsleistungen sowie Projektsteuerung und Bauprozessmanagementleistungen aus einer Hand. Das Spektrum dieser Einheit reicht von der Preconstruction-Unterstützung bis hin zum Gewährleistungsmanagement und schließt den gesamten Planungs- und Bauprozess ein, dabei sind die Teams eng mit der Bauausführung vernetzt. Das Technical Competence Center (TCC) von HOCHTIEF Infrastructure bündelt das SpezialKnow-how in der Planung und Abwicklung von internationalen Großprojekten. Die Expertinnen und Experten unterstützen die Niederlassungen von HOCHTIEF Infrastructure von der Präqualifikation über die Angebotserstellung bis zur Projektausführung. Kompetenzzentrum für innovative Lösungen im Hochbau ist das Technische Büro Building: Architekten, Ingenieure und Techniker unterstützen Hochbauprojekte planerisch, steuernd und kalkulatorisch vor allem bei der Objektplanung, Tragwerksplanung und Gebäudetechnik sowie bei Bauphysik, Fassadentechnik, Green Building und Technischer Dokumentation.
Als interner Ideen-Hub dient der "Ideenraum". Auf der internen Plattform können die Mitarbeitenden ihre Ideen, Anregungen und Best-Practice-Beispiele veröffentlichen. In einem strukturierten Prozess werden diese von Fachleuten innerhalb des Konzerns evaluiert und weiterbearbeitet. Die besten Ideen werden ausgezeichnet und prämiiert. Als spezielle Initiativen wurden im Berichtsjahr unter anderem die Schwerpunktthemen "Arbeiten im papierlosen Büro" und "Innovation auf der Baustelle" besonders gefördert.
Die dezentral agierenden Einheiten stimmen sich über die weitere Umsetzung von Innovationsprojekten fachlich innerhalb des Konzerns ab. Nexplore übernimmt insbesondere für Digitalisierungsprojekte mit konzernweiter Bedeutung und Einsatzmöglichkeit die Federführung: Die Gesellschaft fördert die Entwicklung eigener Produkte oder unterstützt bei der Auswahl von Angeboten in den eigenen operativen Einheiten. Im Berichtsjahr wurde die internationale Arbeit an gemeinsamen Konzernpilotprojekten im Bereich Digitalisierung weiter ausgebaut.
Building Information Modeling (BIM) mit seinen vielfältigen Einsatzformen und -möglichkeiten blieb auch 2022 von hoher Bedeutung. Bei dieser digitalen Form der Planung und Ausführung sind alle Beteiligten mithilfe eines mehrdimensionalen Computermodells vernetzt. Dazu werden dreidimensionale Planungsunterlagen mit weiteren Daten, etwa Zeit- und Kostenplänen, verknüpft. BIM ermöglicht die Überprüfung des Baufortschritts in Echtzeit und verbessert den Planungsprozess. Wartung und Betrieb von Gebäuden und Infrastrukturprojekten können mithilfe solcher Daten optimiert werden. BIM ist darüber hinaus auch ein wichtiges Tool für die Verringerung von bautypischen Risiken. Bei HOCHTIEF wird die Fachkenntnis zu BIM in der Tochtergesellschaft HOCHTIEF ViCon gebündelt. Als Dienstleister und Berater unterstützt die Gesellschaft interne und externe Kunden beim Einsatz von BIM.
Bei großen Bauprojekten der Konzerngesellschaften ist BIM regelmäßig im Einsatz - bis heute hat HOCHTIEF konzernweit BIM-Erfahrung in mehreren Tausend Projekten gesammelt. Unser Ziel ist es, BIM flächendeckend zu verwenden. Zur Unterstützung wurde die 2018 gestartete BIM-Schulungskampagne "BIM4HOCHTIEF" der HOCHTIEF-Gesellschaft ViCon auch 2022 fortgesetzt. Als neues internes Format dient der "BIM Project Circle", bei dem über den aktuellen Stand der Initiative berichtet wird und Informationen, etwa zur Einbindung von standardisierten BIM-Anwendungsfällen in das Managementsystem, ausgetauscht werden.
Konzernweit wurden im Berichtsjahr 4.641 Mitarbeitende (2021: 2.842) zum aktuellen Stand der Technologie fortgebildet. Seit 2019 wurden insgesamt 55 buildingSMART-Zertifikate an HOCHTIEF-Mitarbeitende in Deutschland vergeben. So können wir die Nachfrage von Kunden nach bescheinigter BIM-Kompetenz gut bedienen. Bei der Ausbildung von BIM-Fachleuten kooperiert HOCHTIEF ViCon zudem in entsprechenden Programmen mit der Ruhr-Universität Bochum und der Technischen Universität München.
Für die erfolgreiche Arbeit mit BIM haben HOCHTIEF PPP Solutions und HOCHTIEF ViCon die Auszeichnung "BIM Champions 2022" von der Organisation "buildingSMART Deutschland" gewonnen. Mit dem "Digitalen Zwilling für den Betrieb von Autobahnen" hatte das HOCHTIEF-Team mit einem zentralen Informationsmodell und ausgewählten Anwendungsfällen im ÖPP-Projekt Autobahn A6 überzeugt.
HOCHTIEF ViCon beteiligt sich aktiv am "Stufenplan Digitales Planen und Bauen" des deutschen Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur und begleitet unter anderem eine Reihe von Pilotprojekten. Von der deutschen Bundesregierung erhielt die Gesellschaft bereits 2021 den Auftrag, die BIM-Implementierungsstrategie für die künftigen Hochbauprojekte des Bundes zu entwickeln.
| HOCHTIEF-Konzern | 20,8 |
| Division | HOCHTIEF- Konzern | HOCHTIEF Americas | HOCHTIEF Asia Pacific | HOCHTIEF Europe |
| Mitarbeitende | 4.641 | 214 | 1.341 | 3.086 1 |
1 Inklusive HOCHTIEF-Holding und Nexplore
Dieses digitale Tool erfasst den Gesamtstatus eines Bauprojekts auf einen Blick auf einer zentralen Cloudplattform, auf der die Nutzerinnen und Nutzer des Tools sämtliche Projektdaten erfassen, prüfen, vergleichen und visualisieren können. So ermöglicht das Tool einen guten Überblick über den Gesamtstatus eines Vorhabens und hilft dabei, Planungsprobleme zu identifizieren und nachzuverfolgen sowie Punktwolken bei Infrastrukturprojekten darzustellen, zu bearbeiten und zu analysieren. Mit diesem Tool wird das Produktivitätsmanagement komplexer Vorhaben einfacher, da die Beteiligten den Gesamtstatus klar im Blick haben und den tatsächlichen Projektfortschritt beziehungsweise die aufgelaufenen Kosten mit dem Zeitplan und dem Budget abgleichen können.
Mit diesem Verfahren werden die Beteiligten in allen Phasen des Betonlebenszyklus verknüpft. Es dient zur Optimierung der Betonarbeiten und soll somit auch die CO 2-Bilanz bisheriger Verfahren verbessern, die wegen Fehlern und des Mangels an Echtzeitdaten und verlässlichen Informationen oft ungünstig ausfällt. Dafür werden auf einer zentralen Plattform alle Projektbeteiligten, die in die Bestellung und Anlieferung von Beton involviert sind, miteinander vernetzt. Dank der Integration von Softwarelösungen anderer Drittanbieter ermöglicht die Plattform Kommunikation in Echtzeit sowie den Austausch und die Speicherung von Daten an zentraler Stelle. Zudem schaltet sie Fehlerquellen aus und sorgt durch die Reduzierung manueller Eingriffe für mehr Effizienz.
Das Subcontractor-Management-Tool von Nexplore sorgt für eine Verbesserung des Controllings in der Lieferkette: Ein zentrales Tool erfasst, speichert und verarbeitet den aktuellen Status aller Projekte und der zugehörigen Kontraktoren, Nachunternehmer, Lieferanten und Berater in Echtzeit. In dem digitalen Prozess werden Datenanalysen ausgewertet und eine genauere Prognose für Zahlungen ermittelt. Auf einen Blick lassen sich somit alle Termine, Abweichungen und Prognosen zur Fertigstellung visualisieren. Damit entfallen zeitintensive manuelle Prüfungen aller einzelnen Leistungen.
Dieses Tool verbindet alle Beteiligten, die in die Logistik eines Projekts eingebunden sind, zur Terminplanung und zum Management von Lieferungen im vorgegebenen Zeitplan. Nachunternehmer können ihre Lieferzeiten fest buchen. Die Plattform erlaubt eine detaillierte Übersicht aller erwarteten Lieferungen und Materialien sowie der Anzahl der Fahrzeuge und informiert alle Beteiligten über den Status der Lieferung. So wird die Baustelle effizient und sicher beliefert, zudem lassen sich Materialien von Anfang an tracken.
Nexchain ist eine dezentrale IT-Infrastruktur, die einerseits aus einem Netzwerk von Blockchain-Knoten und andererseits aus Schnittstellen für Knoten und Software-Produkte besteht. Diese Schnittstellen ermöglichen es Infrastrukturanbietern, schnell eigene Knoten auf einem Server oder in der Cloud aufzuziehen sowie ihre Knoten zu verwalten und mit anderen Knoten zu kommunizieren. Durch die Schnittstellen können Software-Anbieterdarüber hinaus ihre eigenen Produkte nahtlos in eine Nexchain-App umwandeln, also eine dezentrale Anwendung schaffen, die alle oder Teile ihrer Geschäftsprozesse auf einer Blockchain ausführt. Auf diese Weise steigern die Anbieter den Wert ihrer Software-Produkte mittels Blockchain-Funktionalität.
Diese Datenbank bietet die Möglichkeit einer kontinuierlichen Analyse der Lieferkette und das Auffinden möglicher Verzögerungen. Der "Gesundheitscheck" erfasst nicht vertrauliche Informationen und gibt diese an die Nutzer weiter. Durch eine Verknüpfung mit Analysediensten entsteht ein verbessertes Reporting mit aktuellen Dashboards, um solche Störungen in der Lieferkette abzubilden. Möglich ist die getrennte Darstellung von Herstellern, Lieferanten und Produktlinien. Das Tool ersetzt komplexe interne Systeme für Steuerungsprozesse, verhindert die verspätete Benachrichtigung zu verzögerten Lieferungen und sorgt für hohe Transparenz bei Unterbrechungen in der Lieferkette.
Die flexible, skalierbare Überwachungslösung - Nexplore Safety Camera -kann mithilfe von KI-Technologie Personen auf Baustellen entdecken und warnen. Sie wurde speziell für die Baubranche entwickelt, um Sicherheitsrisiken an beweglichen Anlagenteilen zu verringern und die Notwendigkeit menschlicher Aufsicht zu reduzieren. Ein akustischer und optischer Abstandswarnmelder sorgt dafür, dass Kollisionen auf dem Baustellengelände vermieden werden. Bis zu acht HD-Kameras mit 180°-Weitwinkel stellen jeweils eine optimale Abdeckung ohne toten Winkel sicher. Die Kameras lassen sich bei unterschiedlichsten Licht- und Wetterverhältnissen einsetzen und unterstützen eine Vielzahl von Fahrzeugtypen.
CPB Contractors und EIC Activities haben gemeinsam die neue App TobeMaps entwickelt, die Augmented-Rea-lity-Technologie nutzt, um Design in die Praxis zu bringen. TobeMaps bietet die Möglichkeit, Pläne auf Mobiltelefonen und Tablets einfach im Kontext zu betrachten. Mittels GPS-Ortung oder Bildabtastung verfolgt die App die Bewegungen des Nutzers und misst Tiefen, um eine dreidimensionale Ansicht von Plänen vor Ort zu erstellen. Dank AR reduziert sich die kognitive Belastung bei der Betrachtung von 3D-Informationen im Vergleich zur Darstellung auf Papier oder der tabletbasierten Modellbetrachtung. Die TobeMaps-App wird von CPB Contractors bei Großprojekten in ganz Australien eingesetzt und hat sich als ein Werkzeug erwiesen, das die Durchführung von Projekten erleichtert, indem es eine realistische Planung, schnellere Entscheidungen und sicherere Ergebnisse ermöglicht.
Ein Pilotprojekt beim Autobahnprojekt A6 sorgt durch digitale Kontrollen für eine bessere Klimabilanz: Die Füllstände der Abfallbehälter auf dem 47 Kilometer langen A6-Abschnitt bei Heilbronn werden auf Betreiben des Betriebsdienstes der ViA6West Service GmbH über Sensoren kontrolliert und der optimale Leerungszeitpunkt wird berechnet -so können Leerungen bedarfsgerecht ausgeführt werden. Insgesamt lassen sich auf diese Weise bis zu 3,3 Tonnen CO 2 einsparen.
Die CIMIC-Tochter EIC Activities entwickelte mit Unterstützung von CPB Contractors den "Virtual Builder": Ähnlich einem Flugsimulator für den Bereich Bau integriert diese Lösung Daten aus Entwurf, Planung und Bau, indem BIM-, GIS- und Programminformationen zusammengetragen und in einer Echtzeit-3D-Technologie genutzt werden. Die virtuelle 3D-Umgebung bildet die gesamte Baustelle nach und bietet damit eine immersive Darstellung des realen Projektzustands. Der Virtual Builder erlaubt das Durchführen von Simulationen und Tests in jeder Arbeitsphase, um die beste Lösung zu ermitteln. Außerdem werden Sicherheit und Effizienz verbessert und Fehler vermieden.
Die Software Geosens wurde von EIC Activities in Zusammenarbeit mit CPB Contractors entwickelt. Sie vereinfacht den Prozess der Verwaltung und Speicherung von Baustellendaten: Sie verarbeitet die von Monitoring-Instrumenten erfassten Daten und bildet sie in einem grafischen Format ab. Die in der Praxis entwickelte Software stellt die Daten so dar, dass Planer, Bauingenieure und Bauherren sinnvolle und nützliche Informationen gebündelt erhalten.
Das Tunnel-Design-Team bei EIC Activities konnte mit einem Sondervorschlag signifikante Kosteneinsparungen realisieren: Für das Projekt New South Wales M6/Stage 1 entwickelte EIC Activities eine Lösung für den Tunnelzugangsschacht. Der alternative Entwurf reduzierte das Risiko der ursprünglichen Planung durch den Wegfall der Bodenverankerungen, deren Installation zeitaufwendig und testintensiv gewesen wäre. Anhand eines umfassenden 3D-Modells konnte die Achtform-Konstruktion im Vorfeld überprüft werden.
Beim Projekt Sydney Metro City & Southwest testet unser Team eine neue Technologie, um den Baufortschritt zu dokumentieren und eine virtuelle Besichtigung in Echtzeit zu ermöglichen. Das Programm nutzt 360-Grad-Kameras, Computer-Vision und Künstliche Intelligenz für eine umfassende Bildaufzeichnung von jeder Baustelle mit anschließender Speicherung der Bilder in der Cloud. Ausgerüstet mit der Kamera, die am Schutzhelm befestigt wird, begehen die Teammitglieder die Baustelle. Dabei zeichnen sie den gesamten Rundgang auf und laden die Aufnahmen in das System hoch. Die Bilder können nach Datum, Uhrzeit, Stockwerk und Baumaßnahmen (z. B. Elektro-, Installateur- oder Tiefbauarbeiten) analysiert und auf interaktiven Dashboards dargestellt werden. Auf diese Weise erhalten alle Stakeholder einen sofortigen Überblick über den Fortschritt. Das Programm sorgt damit nicht nur für eine größere Transparenz über den Baufortschritt, sondern erleichtert auch die Zusammenarbeit.
Turner und das Unternehmen Aggreko erarbeiteten gemeinsam ein Pilotsystem, das die Überdimensionierung der Stromaggregate bei Turmdrehkranen überflüssig macht und gleichzeitig die Gesamtbetriebskosten senkt. Durch den Einsatz hybrider Batteriespeichersysteme können Stromaggregate für schwere Lasten in ihrer Größe angepasst sowie in lastfreien Zeiten abgeschaltet werden. Im Zuge des Pilotprojekts beim Projekt IQHQ RaDD wurde der konventionelle Tier-2-Generator für Turmdrehkräne mit 500 Kilowatt durch ein kleineres Tier-4i-Aggregat mit 200 Kilowatt und einem Batteriespeichersystem mit 240 Kilowatt/120 Kilowattstunden ersetzt. Die Laufzeiten ließen sich so erheblich senken, der Kraftstoffverbrauch reduzierte sich damit um 46 Prozent.
Turner ist 2022 mit dem "Innovator of the Year Award" von DroneDeploy, einer führenden Plattform für die Live-Erfassung von Luftbilddaten, ausgezeichnet worden. Nachdem mehrere Hurrikane das L'Auberge Casino Resort in Lake Charles im US-Bundesstaat Louisiana beschädigt hatten, gingen Experten zunächst davon aus, dass sich die Schadensermittlung und die Reparaturarbeiten über Wochen hinziehen würden. Tatsächlich waren dafür nur wenige Stunden notwendig: Turner untersuchte die Fassaden mit hochpräzisen Analysen aus der Luft. Die Methode sparte nicht nur Zeit, sondern auch Geld: Die Projektkosten konnten um mehr als 25.000 US-Dollar reduziert werden.
Das während der Corona-Pandemie eingeführte Gerät Proximity Trace von Triax ist ein Wearable, das ein optisches und akustisches Warnsignal abgibt, wenn Arbeiter anderen zu nahe kommen. Solche Begegnungen werden aufgezeichnet, sodass sich die empfohlenen Abstandsregeln besser einhalten und Kontakte nachverfolgen lassen.
Der Erfolg unseres Geschäfts basiert auf dem Engagement, dem Wissen und der Erfahrung unserer Mitarbeitenden. Der vertrauensvolle Umgang innerhalb der Teams wie auch team- und einheitenübergreifend ist ein wesentlicher Baustein für eine positive und konstruktive Arbeitskultur. Eine sichere, faire und förderliche Umgebung stärkt die Bindung zum Unternehmen und das Engagement. Darum investieren wir viel in eine positive, motivierende Arbeitsumgebung.
Die Personalstrategie von HOCHTIEF beruht auf der Konzernstrategie und stellt unsere Unternehmensgrundsätze - Integrität, Verlässlichkeit, Innovation, Ergebnisorientierung und Nachhaltigkeit sowie das Grundprinzip der Sicherheit -in den Fokus. Unsere Ziele sind es, für HOCHTIEF geeignetes Personal zu rekrutieren sowie Mitarbeitende zu binden, gezielt zu entwickeln und Diversität zu fördern -insbesondere vor dem Hintergrund des immer deutlicher zutage tretenden Engpasses an Fachkräften, der unter anderem aus dem demografischen Wandel resultiert. Hierfür werden wir uns weiterhin auf dem Arbeitsmarkt aktiv als attraktiver Arbeitgeber positionieren.
Dazu bieten wir individuelle Entwicklungsmöglichkeiten und Karriereoptionen sowie ein sicheres Arbeitsumfeld.
Drei wesentliche Themen unserer Personalarbeit sind im Nachhaltigkeitsplan 2025 verankert und wurden im Berichtsjahr für die Nachhaltigkeitsberichterstattung gemäß GRI neu strukturiert: qualifizierte Mitarbeitende, Diversität sowie Arbeitsumfeld. Diese drei Themen sowie die daraus abgeleiteten Prozesse und Maßnahmen werden auf den folgenden Seiten detailliert vorgestellt.
Einfluss auf unsere Personalarbeit hatte auch im Berichtsjahr die Covid-19-Pandemie, die jedoch deutlich weniger spürbar war als in den beiden Vorjahren. Verschiedene Schutzmaßnahmen und -regelungen, insbesondere unser Infektionsschutzkonzept, haben weiterhin Bestand. Alle Gesundheitsschutzmaßnahmen wurden innerhalb einer Taskforce stets eng mit dem Vorstand abgestimmt und bei Bedarf flexibel an aktuelle Entwicklungen angepasst.
Die Arbeitsdirektorin identifiziert und entwickelt mit der Konzernabteilung Personal übergeordnete Strategien und Themen der Personalarbeit, die dann gemeinsam mit den Ansprechpersonen in den jeweiligen operativen Gesellschaften auf die individuellen Rahmenbedingungen abgestimmt werden.
Die einzelnen Gesellschaften wiederum sind in der Folge für die Umsetzung zuständig. Innerhalb dieses Prozesses findet ein kontinuierlicher fachlicher Austausch mit internen und externen Stakeholdern über die Bedarfe und Entwicklungen statt. Operative Personalthemen werden dezentral in den jeweiligen Einheiten verantwortet.
Dabei greifen wir auf Rahmenwerke zurück: Grundsätzliche Regelungen und Selbstverpflichtungen enthält der HOCHTIEF Code of Conduct, unter anderem auch in Bezug auf die Einhaltung der Menschenrechte. Dieser wird von allen Mitarbeitenden verpflichtend unterzeichnet.
Um Mitarbeitende selbst effektiv zu involvieren und die Personalarbeit durch ihr Feedback zu bereichern, sind verschiedene Instrumente etabliert. Dazu zählt etwa die seit 2016 alle zwei Jahre durchgeführte Mitarbeitendenbefragung, die 2022 erneut in ganz Europa stattfand. Die Beteiligung lag mit 54 Prozent knapp unter der hohen Quote der Vorbefragung von 2020 (56 Prozent). Auch offene Fragen waren Teil der Befragung, sodass Mitarbeitende auch eigene Impulse setzen konnten.
2022 beschäftigte HOCHTIEF 36.858 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter -das waren 8,9 Prozent mehr als im Vorjahr.
Konzernweit stellte HOCHTIEF im Berichtsjahr 14.911 Menschen neu ein, 11.778 Menschen verließen das Unternehmen. Die Fluktuation innerhalb Deutschlands betrug 12,4 Prozent (2021: 13,3 Prozent). In diesem Bereich haben wir uns eine Zielgröße von acht bis zwölf Prozent gesetzt. Da es in unserem internationalen Geschäftsfeld viele projektbezogene Einstellungen gibt, treten häufig größere Schwankungen auf, sodass wir uns dazu entschieden haben, keine konzernweite Fluktuationszahl darzustellen. Hinsichtlich der Fluktuation wurde jedoch ein ESG-Ziel festgelegt, das Gesellschaften verpflichtet, auf das Geschäftsfeld bezogene individuelle Zielgrößen für ihre Turnover-Range festzulegen und diese zu monitoren. 92,65 Prozent der bei HOCHTIEF Beschäftigten arbeiteten zum Stichtag 31. Dezember 2022 in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis.
Im Projektgeschäft von HOCHTIEF wird eine Vielzahl von Bauleistungen durch Kontraktoren (Nachunternehmer, Lieferanten, Arbeitnehmerüberlassungen) erbracht, die nicht in unsere Personalstatistik fallen. Alle hier genannten Personalzahlen beziehen sich ausschließlich auf eigene Mitarbeitende aus vollkonsolidierten Gesellschaften (unabhängig von der HOCHTIEF-Beteiligungsquote zu 100 Prozent).
Qualifizierte Mitarbeitende zu gewinnen, zu binden und kontinuierlich weiter zu fördern, ist für HOCHTIEF ein wesentliches Thema. Nur mit einer optimal ausgerichteten Belegschaft können unsere Projekte jetzt und in Zukunft erfolgreich durchgeführt werden. Das Know-how unserer Teams, ihre Erfahrung und ihr Engagement wirken sich in großem Maße unmittelbar auf unsere Wettbewerbsfähigkeit aus. Sie sorgen für eine hohe Qualität und den erfolgreichen Abschluss von Projekten. Gelänge es uns zum Beispiel aufgrund des Engpasses an Fachkräften nicht, die erforderlichen Mitarbeitenden zu gewinnen und zu halten, wären wirtschaftliche Einbußen die unmittelbare Folge. Darum liegt der Fokus bei HOCHTIEF auf der Rekrutierung und der Qualifizierung der für unsere Aufgaben fachlich geeigneten Mitarbeitenden.
Entsprechende Konzepte und Maßnahmen erstellen die Personalabteilungen der jeweiligen Einheiten im Einklang mit den Vorgaben der Konzernabteilung Personal. Im Bereich Rekrutierung gehören dazu etwa die Präsenz auf Recruitingmessen sowie Kooperationen mit Hochschulen -daher sind in allen Einheiten Initiativen etabliert worden. Im Bereich Qualifizierung bietet HOCHTIEF vielfältige Lern- und Trainingsprogramme mit unterschiedlichsten Formaten.
Regelmäßige Befragungen zur Zufriedenheit geben Aufschluss zu aktuellen Themen, Wünschen und Entwicklungen. So gestalten Mitarbeitende als interne Stakeholder ihr eigenes Arbeitsumfeld mit. Externe Stakeholder und ihre Belange werden ebenfalls in unsere Personalarbeit einbezogen, beispielsweise in Form von persönlichen Gesprächen auf Recruitingmessen. Auch der Austausch mit Personalfachleuten in den Netzwerken der HOCHTIEFPersonalexperten sorgt für neue Impulse.
Um Talente für den Konzern zu begeistern, nehmen wir verschiedene Aspekte in den Fokus. Jungen Menschen geben wir Einblick in die HOCHTIEF-Welt, indem wir direkten Kontakt zu Schulen und Hochschulen pflegen. Ist die Begeisterung geweckt, halten wir zu den Interessierten kontinuierlich Kontakt. Dazu hat HOCHTIEF in Deutschland zum Beispiel das Praktikantenbindungsprogramm "Students' Talent Program" etabliert. Ähnliche Formate gibt es in fast allen Konzerngesellschaften.
Um über HOCHTIEF als Arbeitgeber zu informieren, setzen wir verstärkt auf Aktivitäten in den sozialen Medien, insbesondere auf XING, LinkedIn, Facebook und Instagram, sowie auf Ausschreibungen auf renommierten Jobportalen wie Indeed, Jobware oder Stepstone. Insgesamt gingen allein in Deutschland im Berichtsjahr 14.766 Bewerbungen ein. Wie bereits in den Vorjahren bezogen sich die Stellenausschreibungen vor allem auf Bauingenieure mit Berufserfahrung. Digitale Formate, wie zum Beispiel Online-Vorstellungsgespräche, behalten wir bei, da sie dazu beitragen, den Bewerbungsprozess effektiv zu gestalten.
Neben der Gewinnung von erfahrenen Mitarbeitenden konzentrieren wir uns auch auf die Einstellung von Nachwuchskräften, um mittel- und langfristig gut aufgestellt zu sein. 2022 stellten wir in Deutschland 59 Nachwuchskräfte ein (2021: 52), bei CIMIC 503 und bei Turner in den USA 519 (2021: 347). Spezielle Onboarding-Programme erleichtern neuen Beschäftigten den Einstieg und die Orientierung im Konzern. Im Berichtsjahr fanden diese überwiegend virtuell statt.
Außer einer dualen Ausbildung bietet HOCHTIEF auch die Möglichkeit, einen Ausbildungsgang mit einem Studium zu kombinieren. 2022 gingen insgesamt 88 junge Menschen diese beiden Ausbildungswege bei HOCHTIEF in Deutschland (2021: 95), die Ausbildungsquote lag zum Stichtag 31. Dezember 2022 bei 2,9 Prozent.
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Industriekauffrau/-mann |
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Bachelor of Arts (Industriekauffrau/-mann) |
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Kauffrau/-mann für Bürokommunikation |
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Bauzeichner/-in |
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Bachelor of Engineering (w/m/d) |
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Baugeräteführer/-in |
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Beton- und Stahlbetonbauer/-in |
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Elektroniker/-in Betriebstechnik |
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Mechatroniker/-in |
Attraktive Entwicklungs- und Karriereoptionen sind für Mitarbeitende ebenso wie für potenzielle neue Mitarbeitende von zentraler Bedeutung: Kontinuierliche Weiterbildung steigert die Fach- und Führungskompetenz der Mitarbeitenden, die für die anspruchsvollen Tätigkeiten und Aufgaben unserer Projekte wesentlich sind. Stetige Weiterbildung und der Know-how-Transfer zwischen den Teams wie auch zwischen erfahrenen und jüngeren Mitarbeitenden sind elementar für die Zukunftsfähigkeit unseres Konzerns. Dazu bieten wir im gesamten Konzern vielfältige Möglichkeiten -von fachlichen Schulungen bis hin zu Mentoring-Programmen. Ein Beispiel: das "New Buddy Program" bei einem Projekt von Leighton Asia, bei dem erfahrene Mitarbeitende Neustartende im Team eng begleiten, ihnen so die Eingewöhnung erleichtern und zum Beispiel die Arbeitssicherheitskultur nahebringen.
Interne Einheiten innerhalb der einzelnen Gesellschaften bündeln die Weiterbildungsaktivitäten, etwa die HOCHTIEF-Akademie in der Division HOCHTIEF Europe oder die Turner University in der Division HOCHTIEF Americas. Sie bieten sowohl digitale Formate als auch Präsenztrainings an.
Kernelement für die Qualifizierung von Mitarbeitenden ist das jährliche strukturierte Jahresgespräch, in dem individuelle Weiterentwicklungsmöglichkeiten und -maßnahmen gemeinsam mit den Vorgesetzten besprochen werden. Das Schulungsangebot von HOCHTIEF wird regelmäßig überarbeitet, wobei wir stets aktuelle Themen, Anforderungen und Entwicklungen beachten. Inhaltlich beziehen sich die Schulungen insbesondere auf Themen wie Digitalisierung, Building Information Modeling (BIM), Menschenrechte sowie Themen aus dem Umfeld der Nachhaltigkeit. Immer mehr Kurse etwa zu Klimawandel und Umweltmanagement, aber auch zu Diversität und Antidiskriminierung sind Bestandteil des Weiterbildungsprogramms.
Turner identifiziert und erweitert die Trainingsmöglichkeiten für seine Zielgruppen, indem nachhaltigkeitsbezogene Themen über eine zentrale Lernplattform in die dort bereits angebotenen oder in neue Schulungen einbezogen werden. Das Umweltteam von Flatiron entwickelt Umwelttrainings, die je nach Bedarf an Projekte vergeben werden, unter anderem zu den Themen Biodiversität, Wasserbelastung, allgemeines Standortmanagement und Beziehungen zur indigenen Bevölkerung.
Zu den Schulungsangeboten zählen auch spezielle Entwicklungsprogramme wie das kürzlich eingeführte Format "Future Lab" für die Division HOCHTIEF Europe, das der Entwicklung und Bindung von Potenzialträgern dient. Erste Gruppen haben die Workshopreihe erfolgreich beendet; aufgrund des positiven Feedbacks soll diese fortgeführt werden. Das Programm ergänzt etablierte Formate wie die Expertenlaufbahn, das konzernweite Executive-Development-Programm, Bauleitungs- und Projektleitungstrainings sowie Programme für technische und kaufmännische Nachwuchskräfte.
Zudem setzen wir innovative Formate ein: Seit 2022 steht das neue Learning-Management-System (LMS) in Teilen auch europaweit den Mitarbeitenden zur Verfügung. Das LMS bietet neben der Seminarorganisation von Präsenz- und Online-Trainings zusätzlich virtuelle Webtrainings.
Die Chancen und Möglichkeiten von Online- und Hybridseminaren möchten wir weiter nutzen, da wir mit diesen Formaten gute Lernerfolge bei gleichzeitiger positiver Resonanz erzielen konnten. Beispielsweise wurden im Berichtsjahr in Deutschland 63,5 Prozent der Seminare als Online-Schulungen erteilt (2021: 84,4 Prozent).
Unser erklärtes Ziel ist es, dass bis 2023 alle im Konzern Beschäftigten mindestens 20 Trainingsstunden pro Jahr absolvieren.
Die konzernweite Anzahl der Weiterbildungsstunden lag im Berichtsjahr bei durchschnittlich 13,5 Stunden pro Person (2021: 14,2 Stunden) 1.
Neben Karriere- und Weiterbildungsangeboten sind das unmittelbare Arbeitsumfeld und die gelebte Kultur wichtige Aspekte für die Zufriedenheit der Mitarbeitenden. Wir wollen ihnen die passenden Rahmenbedingungen für ihre tägliche Arbeit bieten. Hierzu zählen neben der räumlichen Gestaltung und technischen Ausstattung der Büros und Baustellenbereiche auch Anpassungen gemäß den neuen Entwicklungen der Arbeitswelt ("New Work").
Eine international besetzte Arbeitsgruppe des Konzerns hat geeignete Maßnahmen zur Gestaltung des Arbeitsumfelds analysiert und relevante Themenfelder definiert. Sie hat dabei kulturelle Unterschiede und gesetzliche Bestimmungen sowie interne Richtlinien und Betriebsvereinbarungen berücksichtigt. Im Rahmen der Analyse wurde festgestellt, dass ausgewogene flexible Arbeitsmodelle, bezogen auf den Arbeitsort und die Arbeitszeit, wesentlich zur Zufriedenheit der Mitarbeitenden beitragen können. Abhängig von den jeweiligen Rechtssystemen der Länder tragen auch die Übernahme von Studiengebühren und Angebote für die Gesundheitsversorgung dazu bei, das Arbeitsumfeld positiv zu gestalten.
Die vorhandenen Maßnahmen werden in den HOCHTIEF-Gesellschaften kontinuierlich angepasst und ergänzt. So wurde für die deutschen Einheiten das Themenfeld "Green Mobility" erweitert. In diesem Zuge wird auf der Grundlage einer Konzernbetriebsvereinbarung künftig allen Mitarbeitenden ein Zuschuss für Fahrkarten des öffentlichen Nahverkehrs gewährt. Im Berichtsjahr wurden ebenfalls die Voraussetzungen für die Bestellung elektrobetriebener Dienstwagen final festgelegt. Als zentrale Stakeholder werden die Mitarbeitenden auch aktiv in diese Prozesse eingebunden, etwa im Rahmen von Befragungen, aber auch beim Jahresgespräch mit den Vorgesetzten. Bei Turner gibt es zudem interne Stakeholder-Gruppen, die sich für die Belange bestimmter Mitarbeitender gezielt einsetzen -etwa Mütter, Mitarbeitende mit Handicaps und ehemalige Militärangehörige. Bei CIMIC gab es 2022 ebenfalls Erhebungen und Feedbackrunden innerhalb der operativen Einheiten zu Themen wie Gesundheitsvorsorge, Entwicklung von Frauen sowie Wohlergehen und Wertschätzung.
Die Zufriedenheit der Mitarbeitenden mit ihrem Arbeitsumfeld messen wir auch anhand der Fluktuation in den Gesellschaften. Ein Turnover oberhalb des individuell definierten Zielkorridors bei normalen Marktbedingungen deutet auf Unzufriedenheit der Mitarbeitenden und dringenden Handlungsbedarf hin.
Die HOCHTIEF-Gesellschaften werden künftig individuelle Zielgrößen zur Fluktuation festlegen und kontinuierlich überprüfen.
Die Fluktuation innerhalb Deutschlands betrug 12,4 Prozent (2021: 13,3 Prozent). Die Fluktuation in den Konzerneinheiten wird anhand der Abweichungsanalyse zum Zielkorridor gemessen und individuell beurteilt. Ein entsprechendes Reporting wurde 2022 aufgesetzt.
Es obliegt dem Management der einzelnen HOCHTIEF-Gesellschaften, anhand dieser definierten Fluktuationskennzahlen den Erfolg der implementierten Maßnahmen zu prüfen und diese gegebenenfalls anzupassen. Beschwerden mit Bezug zum Arbeitsumfeld können die Mitarbeitenden direkt bei ihren Vorgesetzten oder den Betriebsräten adressieren oder die Hinweishotlines nutzen.
HOCHTIEF ist geprägt durch eine Kultur, die auf Offenheit, Toleranz und Respekt füreinander basiert, unabhängig von der ethnischen Herkunft, der Nationalität, dem Geschlecht, der Religion oder Weltanschauung, der Behinderung, dem Alter und der sexuellen Identität oder Orientierung der Mitarbeitenden. Das Thema Diversität ist konzernweit ein wesentlicher Bestandteil der Personalarbeit, da die Vielfalt unserer Teams auch ihre Motivation, Leistungsbereitschaft und Kreativität erhöht. So fließen verschiedene Erfahrungshorizonte in den Arbeitsalltag ein. Aufgrund unserer Internationalität sowie der Vielzahl und Heterogenität der Arbeitsplätze bieten wir unseren Mitarbeitenden individuelle Einsatzmöglichkeiten. Während der Einstellungsprozesse ist es unser Anspruch, unbewusste Denkmuster zu vermeiden. Diese Haltung wird durch spezielle Weiterbildungsmöglichkeiten gefördert; in allen Divisions bieten wir Antidiskriminierungsseminare an. Mit dieser Offenheit möchten wir für potenzielle Mitarbeitende eine Atmosphäre schaffen, in der sie gerne und erfolgreich bei HOCHTIEF arbeiten.
Um die Bedingungen für alle Mitarbeitenden weiterhin zu optimieren, beziehen wir das Feedback aus Mitarbeitendenbefragungen und aus Rekrutierungsprozessen mit ein, analysieren dies und erarbeiten weitere Maßnahmen.
Angesichts der Tatsache, dass Absolventen von Ingenieurstudiengängen auch heute noch oft männlich sind, werden viele Stellen in der Baubranche traditionell mit Männern besetzt. Dabei steigt der Anteil von Frauen allerdings zunehmend an. Wir möchten den Anteil an Mitarbeiterinnen in technischen Berufen bei HOCHTIEF weiterhin erhöhen und vermehrt Expertinnen sowie mehr Frauen für Führungspositionen gewinnen.
Der Anteil der weiblichen technischen Nachwuchskräfte unter neu eingestellten Mitarbeitenden soll bis 2025 auf mindestens 35 Prozent erhöht werden -in Abhängigkeit von den Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt. Zudem soll der Anteil weiblicher Führungskräfte deutlich erhöht werden: Wir wollen den Anteil der Frauen in SeniorManagement-Positionen * bis 2025 um 50 Prozent steigern. Hierbei lag der Ausgangswert aus dem Jahr 2019 bei 13,1 Prozent.
* umfasst die erste und zweite Ebene unterhalb
der jeweiligen Geschäftsführung
Im Berichtsjahr wurden konzernweit flexible Arbeitsmodelle konzipiert und auf Basis verschiedener interner Regelwerke umgesetzt. Damit wollen wir dazu beitragen, die Arbeitszeit und die persönlichen Lebensbedürfnisse besser aufeinander abzustimmen und auf diesem Weg zum Beispiel auch weibliche Mitarbeitende des mittleren Managements an HOCHTIEF zu binden.
Aktuelle Maßnahmen, um unseren Blick auf das Thema Diversität zu erweitern, zielen auf eine detailliertere Datenbasis und -analyse innerhalb der Konzernabteilung Personal ab. Dabei berücksichtigen wir stets die jeweiligen gesetzlichen Rahmenbedingungen. Zudem werten wir die Aussagen der Mitarbeitendenbefragungen sowie die Erhebungen des externen Bewertungsportals Kununu aus.
Für interne und externe Aufmerksamkeit für das Thema Vielfalt sorgen insbesondere Aktionstage und Kampagnen, wie etwa die "Construction Inclusion Week", an der unsere Gesellschaft Turner auch im Berichtsjahr wieder erfolgreich teilnahm. Bei Turner vernetzten sich durch die Aktion insgesamt 100.000 Mitarbeitende und 9.000 Unternehmen, die täglich auf den Baustellen arbeiten. In Australien engagieren sich die CIMIC-Gesellschaften beispielsweise bei der National Reconciliation Week; dabei stehen die Anliegen und Rechte der australischen Ureinwohner im Fokus.
Wir berücksichtigen auch die Vielfalt im Zusammenspiel unterschiedlicher Altersgruppen und fördern aktiv die Vernetzung erfahrener und jüngerer Mitarbeitender auf allen Ebenen. So wird Fach- und Spezialwissen in beide Richtungen effizient weitergegeben.
Bis 2025 wollen wir die Zusammenarbeit in generationenübergreifenden Teams noch weiter fördern.
Aktuell werden zum Beispiel bei CIMIC Maßnahmen abhängig von den Bedürfnissen der jeweiligen Einheiten angeboten, so zum Beispiel ein Mentorenprogramm, um die generationenübergreifende Zusammenarbeit in den Teams zu unterstützen. Bei HOCHTIEF Infrastructure setzt man demgegenüber auf die unmittelbare Zusammenarbeit der Beschäftigten verschiedener Altersgruppen in sogenannten Tandem-Teams.
Zudem stellen wir gezielt Nachwuchskräfte ein, da insbesondere in der Division HOCHTIEF Europe mittelfristig viele Fachkräfte das Pensionsalter erreichen werden.
Wir wollen spezielle Trainingsprogramme für Nachwuchskräfte zur Karriereentwicklung im Konzern fördern.
Neue Formate wurden in den jeweiligen operativen Gesellschaften eingeführt, um junge Nachwuchskräfte zu fördern und den Austausch zu erleichtern. So hat Flatiron ein Forum für Ingenieurinnen und Ingenieure mit bis zu fünf Jahren Berufserfahrung eingeführt. Turner initiierte ein neues Schulungsprogramm, das grundlegende und technische Kenntnisse über die Baubranche vermittelt.
In Deutschland streben wir an, jährlich 50 Nachwuchskräfte einzustellen, 2022 waren es wie schon zuvor erwähnt 59. Für diese Nachwuchskräfte bieten wir ein Entwicklungsprogramm an, zu dem die Gesellschaften die Teilnehmenden anmelden können.
Ein weiterer Aspekt der Vielfalt innerhalb der Belegschaft ist die Inklusion von Menschen mit Behinderung. Aufgrund des Arbeitsumfelds auf den Baustellen sind jedoch die Möglichkeiten für Menschen mit Handicap in der Baubranche begrenzt. Bei HOCHTIEF in Deutschland lag die Schwerbehindertenquote bei 3,4 Prozent (Stichtag: 31. Dezember 2022). Um potenziellen neuen Mitarbeitenden optimale Perspektiven aufzuzeigen, begleitet in Deutschland die jeweils zuständige Schwerbehindertenvertretung die Vorstellungsgespräche mit schwerbehinderten Menschen.
HOCHTIEF fördert eine Kultur der Fairness und des Dialogs und damit ausdrücklich das Recht der Beschäftigten, Betriebsräte, Gewerkschaften und ähnliche Organisationen zum Schutz ihrer Interessen zu gründen und in diesen aktiv zu sein. Insgesamt werden in Deutschland 96,9 Prozent der Mitarbeitenden durch Betriebsräte vertreten. In der Division HOCHTIEF Americas sind es 15,4 Prozent und in der Division HOCHTIEF Asia Pacific sind es 48,8 Prozent, die durch Gewerkschaften vertreten werden (Stichtag jeweils 31. Dezember 2022).
Für Mitarbeitende, die nicht unter Tarifverträge fallen, gelten in der Regel Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen, die auf Kollektivvereinbarungen beruhen oder an Tarifvereinbarungen angelehnt sind. Dies gilt für alle Mitarbeitenden, in der Regel jedoch nicht für die Führungskräfte, und somit für mehr als 98 Prozent der Belegschaft.
Unser Anspruch, als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden, ist auch verbunden mit einer Vergütung, die leistungsgerecht, wirtschaftlich, wettbewerbsfähig, attraktiv und fair ist. Prinzipiell basiert die Vergütung auf den Aspekten Tätigkeit, Qualifikation, Erfahrung und Verantwortung. Dabei orientieren sich unsere Vergütungssysteme an den Bestimmungen innerhalb der jeweiligen Länder und Märkte, in denen unsere Gesellschaften tätig sind. Ergänzend stellen wir weitere Leistungen und spezielle Angebote zur Verfügung, in Deutschland zählen beispielsweise ergänzende Leistungen der betrieblichen Altersversorgung durch die Sozialkasse des Baugewerbes dazu.
Die Einhaltung von Mindestlohnbestimmungen ist bei HOCHTIEF selbstverständlich. Über die Mindestlohnbestimmungen hinaus hat sich HOCHTIEF europaweit verpflichtet, eine angemessene Vergütung (Living Wage) zu zahlen. HOCHTIEF hat den Anspruch, dass für seine Mitarbeitenden die Kosten für die Wohnung, Lebensmittel, Kleidung, Gesundheitsversorgung und Bildung durch das gezahlte Entgelt gedeckt sind. Hierbei wurde stets der Bedarf einer Familie mit Kind berücksichtigt und dieser dem erzielten Entgelt gegenübergestellt. Für das Entgelt wurde das Basisgehalt zugrunde gelegt. Überstunden, Zuschläge etc. sind außer Betracht geblieben. Für die Gesellschaften in Europa und den USA wurde 2021 das Living Wage individuell ermittelt. Die Prüfung wurde im Geschäftsjahr 2022 erneut, zunächst für die europäischen Gesellschaften, veranlasst. HOCHTIEF hat hier den Anspruch, keine Lohndifferenzen festzustellen.
Darüber hinaus haben wir uns ab 2022 intern darauf verständigt, geschlechtsspezifische Lohndifferenzen anhand speziell entwickelter Instrumente jeweils in den Gesellschaften zu analysieren und diese nach Möglichkeit zu schließen. Gehaltsanalysen fanden in allen Divisions statt.
Als verantwortungsbewusster Arbeitgeber ist uns zudem die Absicherung unserer Mitarbeitenden im Alter ein wichtiges Anliegen. Viele Konzerngesellschaften bieten ihrer Belegschaft -in Einklang mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen der jeweiligen Länder -ergänzende Altersversorgungsmodelle an. Dazu zählen Versicherungsangebote und die Möglichkeit zur Entgeltumwandlung.
Eine positive Symbiose von Arbeits- und Privatleben ist wichtig für Gesundheit, Motivation und Leistungskraft unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter -ein Aspekt, der durch die Covid-19-Pandemie mit der Verschmelzung der Bereiche noch deutlich an Bedeutung gewonnen hat. International wurden Maßnahmen umgesetzt, um eine sichere Arbeitsumgebung für alle Mitarbeitenden und Projektbeteiligten zu schaffen. Hier wurden, wo immer es möglich war, vor allem Tätigkeiten ins Homeoffice verlagert.
Die Arbeitszeitregelungen innerhalb unserer operativen Einheiten stehen in Einklang mit den jeweils geltenden Bedingungen in den Ländern. Diese sind an den jeweiligen Erfordernissen des Geschäftsfelds, der Gesellschaft und der Tätigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie deren Bedürfnissen -unter der Einhaltung der tariflichen und gesetzlichen Bestimmungen vor Ort -ausgerichtet. Konzernweit bieten wir diverse Programme und Maßnahmen an, etwa Teilzeitmodelle, flexible Arbeitszeiten und mobiles Arbeiten. In vielen Gesellschaften gibt es zudem individuelle Elternzeitmodelle. 2022 fand insbesondere bei HOCHTIEF in Deutschland eine Ausweitung der mobilen Arbeitszeit auf sechs Tage pro Monat plus Sonderregelungen statt. Diese tarifliche Anpassung erfolgte auch aufgrund von vielen Anregungen aus der Belegschaft, insbesondere im Zusammenhang mit Mitarbeitendenbefragungen, um Arbeit und Privatleben besser miteinander vereinbaren zu können.
Die Gesundheit und das Wohlergehen unserer Mitarbeitenden sind uns sehr wichtig. Unterstützend bieten wir daher konzernweit individuelle Vorsorgemaßnahmen und -programme an.
Im Berichtsjahr wurde in Deutschland unter anderem das Betriebliche Gesundheitsmanagement neu aufgestellt. So wurde am Standort der Essener Konzernzentrale eine Betriebsärztin eingestellt. Angebote wie PhysioCoaching und eine "aktive" Mittagspause wurden ins Leben gerufen. Weitere Angebote beinhalten Impftermine (Grippe, Covid-19), Check-up-Untersuchungen, Gesundheitsscreenings, Sportangebote und diverse Seminare beispielsweise zu bewusster Wahrnehmung (Awareness) und mentaler Fitness, zur Verbesserung der psychischen Gesundheit sowie zu Arbeitssicherheitsthemen.
Informationen zum Thema Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz finden Sie im nachfolgenden Kapitel.
Turner pflegt Partnerschaften zu mehr als 130 wichtigen Bildungseinrichtungen in Nordamerika, denn Recruitingmaßnahmen an Colleges führen oft zur Einstellung gut qualifizierter Nachwuchsingenieure. Allein 2021/2022 wurden 474 Absolventen (2020/2021: 356 Absolventen) von ausgewählten Universitäten eingestellt. Zu den Campusaktivitäten von Turner zählen Karrieremessen, eigens entwickelte Präsentationen, Interviews, Unterstützung beim Bewerbungsprozess, Gastvorlesungen und Treffen mit Karrierecoaches.
Auch die Gesellschaft Flatiron verstärkt aktuell ihre Aktivitäten an Hochschulen vor Ort und ist an 30 verschiedenen Universitäten aktiv.
Die CIMIC-Einheiten kooperieren ebenfalls mit einer Vielzahl von Einrichtungen, unter anderem mit der Western Sydney University, der Griffith University und der Berufsbildungseinrichung TAFE in New South Wales.
Auch die HOCHTIEF-Einheiten in Europa stehen in engem Kontakt zu namhaften Hochschulen wie der RWTH Aachen, der TU Darmstadt sowie den Universitäten in Warschau, Graz oder Wien. Die Aktivitäten sind hier breit gefächert und schließen Praktika und Stipendien ebenso ein wie Preisvergaben für besondere Studien- und Forschungsleistungen.
Turner-Niederlassungen haben mit der parallel verlaufenden Rekrutierung an mehreren Fachschulen ("Two-Year Degree Schools") begonnen, um die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber zu erhöhen. Dieses Pilotprogramm beinhaltet auch ein spezifisches Ausbildungsverfahren, das die technische Ausrichtung und den beruflichen Erfolg der Studierenden fördern soll.
Im Zuge einer Equity-Kampagne hat Turner die internen, speziell für Frauen eingerichteten Employee Resource Groups gestärkt und bot 2022 zahlreiche Veranstaltungen zum Thema "Frauen im Bauwesen" an, damit sich diese gezielt entwickeln können -nicht nur bei Turner, sondern in der gesamten Branche.
CIMIC erzielte hohen Zulauf insbesondere mit dem Programm "Women in Trades", das unter anderem ein dreiwöchiges Praktikum beinhaltet: 122 Frauen bewarben sich auf 19 Stellenausschreibungen für handwerkliche Berufe auf Baustellen.
Seit Jahren nimmt CIMIC zudem an den Programmen "CareerSeekers" und "CareerTracker" teil, die sich vor allem auf die Praktikumsvermittlung für australische Ureinwohnern und Torres-Strait-Insulaner konzentriert.
Turner stärkte erneut seine enge Beziehung zur ACE-Mentor-Organisation: Im Berichtsjahr hospitierten 74 Highschool-Schülerinnen und -Schüler bei Turner, um erste Erfahrungen in der Bauindustrie zu sammeln.
Seit Jahren unterstützt Turner die Organisation YouthForce 2020, um schon Kinder für die Baubranche zu begeistern. Bei diversen YouthForce-Aktivitäten arbeiten Turner-Teams eng mit jungen Menschen zusammen, die sich für Design und Ingenieurwesen interessieren. Die Partnerschaften sind langfristig angelegt und fördern eine größtmögliche Diversität.
In Hongkong unterstützt Leighton Asia die Initiative "Inspiring Girls Hong Kong", die die Ausbildung von Mädchen im Alter von 10 bis 18 Jahren und ihre Ziele in den Fokus nimmt.
Turner unterstützt derzeit sieben jährlich stattfindende Diversity-Konferenzen, darunter die Veranstaltungen der National Society of Women Engineers, der National Society for Hispanic Professional Engineers und der National Society of Black Engineers.
Alle Aktivitäten zum Thema Diversity bei Turner werden durch das Inclusion Action Committee koordiniert. Die HOCHTIEF-Gesellschaft engagiert sich nicht nur in der Construction Inclusion Week, um das Thema noch stärker im Bewusstsein der Mitarbeitenden und anderer Stakeholder zu verankern, sondern verfolgt zudem eine "Null-Toleranz"-Strategie gegenüber diskriminierenden Handlungen auf Baustellen. Demonstrativ geschah dies, als im November eine Schlinge auf der Baustelle des Obama Presidential Center in Chicago gefunden wurde: Die Projektleitung stellte die Bauarbeiten für drei Tage ein und nahm sie erst wieder auf, nachdem das Team an einem Training gegen unbewusste Vorurteile teilgenommen hatte. Ein solch konsequentes Vorgehen wird vom obersten Management gestützt. Auch nach einem Graffitivorfall auf einer Baustelle in Nebraska wurden die Arbeiten niedergelegt. Turners entschlossenes Vorgehen hat offensichtlich positive Auswirkungen: Bis Mitte Oktober wurden insgesamt 23 Vorurteilsvorfälle gemeldet, im Vorjahr hatte die Zahl der Meldungen noch 75 betragen.
Darüber hinaus wurde Turner zum siebten Mal in Folge im Human Rights Campaign Corporate Equality Index gelistet: Er bewertet die Integration von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender und queeren Mitarbeitenden (LGBTQIA2+) unter anderem anhand von Richtlinien und gelebter Praxis in Unternehmen.
Auch Flatiron engagiert sich stark für Vielfalt, Gleichheit und Inklusion (diversity, equity and inclusion, DEI) innerhalb der Gesellschaft. Im Berichtsjahr wurde ein Director of DEI eingestellt, um eine dezidierte Vision, Ziele und eine Diversity-Strategie zu erarbeiten.
Die CIMIC-Gesellschaften haben Reconciliation Action Plans erstellt, um sich noch wirksamer für die Belange der indigenen Bevölkerung einzusetzen. Sedgman beteiligte sich an einer zweiwöchigen Kampagne gegen genderbedingte Gewalt ("16 Days of Activism against Gender Based Violence"), die im Berichtsjahr unter dem Motto "Femizide stoppen" stattfand.
Für die deutschen Einheiten wurde ein Haustarifvertrag abgeschlossen, der tariflich geregelte Freistellungstage aus familiären Gründen nicht nur für Ehepartner, sondern gleichermaßen für eingetragene Lebenspartner und nicht eheliche Lebensgemeinschaften vorsieht.
Das Parents Network bietet bei Turner eine Plattform zur Unterstützung von Eltern bei der Vereinbarung von Beruf und Privatleben. Das Team initiierte auch 2022 Webinare, baute ein unternehmensweites Netzwerk auf und entwickelte eine Partnerschaft mit dem HR Benefits Team. So kann es aktiv dazu beitragen, bessere Bedingungen für berufstätige Eltern zu schaffen.
In den deutschen Einheiten ermöglichte es HOCHTIEF jungen Müttern, eine Ausbildung in Teilzeit durchzuführen.
Die Essener HOCHTIEF-Zentrale erhielt im Berichtsjahr die Auszeichnung "Fahrradfreundlicher Arbeitgeber" in Gold, die der Allgemeine Deutsche Fahrradclub EU-weit vergibt. Unternehmen werden damit für gutes betriebliches Gesundheits-, Umwelt- und Mobilitätsmanagement ausgezeichnet. Weitere Standorte sollen folgen.
Erläuterungen zur Grafik (1):
1 Gesamtbelegschaft: alle Mitarbeitenden, die
zum Stichtag in einem Arbeitsverhältnis mit einem
vollkonsolidierten Unternehmen des HOCHTIEF-Konzerns stehen
(mit Ausnahme des Vorstands). Die Mitarbeitenden werden pro
Kopf gezählt.
2 Zum Stichtag 31.12.2022 waren 157
Mitarbeitende in der Holding tätig.
Alle Daten werden quartalsweise und jährlich weltweit für die Personalberichterstattung erhoben, sofern nicht anders ausgewiesen.
Eine Konzernrichtlinie regelt die einheitliche Definition und Zählweise von Mitarbeitenden im HOCHTIEF-Konzern.
| HOCHTIEF- Konzern | HOCHTIEF Americas | HOCHTIEF Asia Pacific | HOCHTIEF Europe (inkl. Holding) | |
| Mitarbeitende (Gesamtbelegschaft) | 36.858 | 12.151 | 19.704 | 5.003 |
| -davon Männer | 29.669 | 9.126 | 16.842 | 3.701 |
| -davon Frauen | 7.189 | 3.025 | 2.862 | 1.302 |
| - Frauen in Führungspositionen, in % | 13,7 % | 16,9 % | 13,3 % | 9,2 % |
| Angestellte (inkl. Ausbildung) | 24.164 | 10.204 | 10.008 | 3.952 |
| -davon Männer | 17.458 | 7.247 | 7.539 | 2.672 |
| -davon Frauen | 6.706 | 2.957 | 2.469 | 1.280 |
| Gewerbliche (inkl. Ausbildung) | 12.694 | 1.947 | 9.696 | 1.051 |
| -davon Männer | 12.211 | 1.879 | 9.303 | 1.029 |
| -davon Frauen | 483 | 68 | 393 | 22 |
| Eintritte | 14.911 | 3.316 | 10.949 | 646 |
| Austritte | 11.778 | 3.565 | 7.517 | 696 |
| Befristete Verträge | 2.708 | 144 | 2.181 | 383 |
| -davon Männer | 2.208 | 110 | 1.839 | 259 |
| -davon Frauen | 500 | 34 | 342 | 124 |
| Unbefristete Verträge | 34.150 | 12.007 | 17.523 | 4.620 |
| -davon Männer | 27.461 | 9.016 | 15.003 | 3.442 |
| -davon Frauen | 6.689 | 2.991 | 2.520 | 1.178 |
| Gesamt | Vollzeit | Teilzeit |
Teilzeit
in % |
|
| Gesamtbelegschaft | 3.261 | 2.780 | 481 | 14,8 % |
| -davon Männer | 2.421 | 2.224 | 197 | 8,1 % |
| -davon Frauen | 840 | 556 | 284 | 33,8 % |
| Mitarbeitende in Elternzeit | davon Rückkehr nach Elternzeit | davon keine Rückkehr nach Elternzeit |
Rückkehrquote
in % |
|
| Gesamt | 167 | 106 | 16 | 86,9 % |
| -davon Männer | 89 | 71 | 9 | 88,8 % |
| -davon Frauen | 78 | 35 | 7 | 83,3 % |
| Elternzeitrückkehrer 2021 | davon auch 12 Monate nach Rückkehr bei HOCHTIEF beschäftigt |
Verbleibquote
in % |
|
| Gesamt | 89 | 71 | 79,8 % |
| -davon Männer | 65 | 49 | 75,4 % |
| -davon Frauen | 24 | 22 | 91,7 % |
Hinweis: Weitere Informationen und Kennzahlen zum Thema "Arbeitsumfeld" finden Sie auf der HOCHTIEF-Website unter www.hochtief.de/nachhaltigkeit.
Der Arbeitssicherheit kommt bei HOCHTIEF eine bedeutende Rolle zu. Viele Tätigkeiten auf Baustellen sind typischerweise mit erhöhten Unfallrisiken verbunden, der Schutz vor arbeitsbedingten Unfällen hat vor diesem Hintergrund eine hohe Bedeutung. Darum ist das Thema wesentlich für uns. Die Gesundheit und das Wohlergehen unserer Mitarbeitenden 2 und Partner haben höchste Priorität, wie auch die Strategie von HOCHTIEF betont: Das Prinzip der Sicherheit dient als festes Element und ist integraler Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Die Auswirkungen von Unfällen sind als erheblich zu beurteilen: Neben dem so verursachten schweren menschlichen Leid kann ein Unfall auch gravierende wirtschaftliche Auswirkungen haben, wenn er beispielsweise eine Projektverzögerung zur Folge hat. Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz wollen wir daher bei allen Aktivitäten in den Fokus nehmen und entwickeln darum Präventionsmaßnahmen und individuelle Konzepte, die kontinuierlich angepasst und aktualisiert werden. Auf diese Weise kreieren wir ein möglichst sicheres Arbeitsumfeld für unsere Mitarbeitenden, die weiteren Projektbeteiligten sowie die Stakeholder im Umfeld der Baustellen. Dies gilt auch für Bürostandorte.
Unser oberstes Ziel ist es, Projekte unfallfrei auszuführen. Dazu wollen wir alle beteiligten Stakeholder involvieren. Die Mitarbeitenden, die direkten Verantwortlichen und Führungskräfte ebenso wie beteiligte Kontraktoren sind zu konstruktivem Feedback zu bestehenden Maßnahmen aufgerufen, sodass wir die Sicherheitskonzepte stets weiterentwickeln können. Bis auf höchste Managementebene findet ein fachlicher Austausch, gegebenenfalls mit externen Beratern oder Prüfern, statt. Konzepte und Verpflichtungen basieren auf nationalen gesetzlichen Vorgaben sowie auf den Standards interner Richtlinien, der Managementsysteme und des HOCHTIEF Code of Conduct sowie des HOCHTIEF Code of Conduct für Vertragspartner, die das Thema Arbeitssicherheit adressieren.
Um Unfälle zu vermeiden, haben wir Präventionsmaßnahmen etabliert: Unter anderem bieten wir vielfältige Schulungen und Awarenes-Maßnahmen, haben ein detailliertes Berichts- und Meldewesen zu Unfallerfassung und -auswertung aufgebaut und prüfen die Ursachen von Unfällen sowie Beinaheunfällen, um Sicherheitskonzepte daraufhin anzupassen und die Menschen an unseren Betriebsstätten künftig besser schützen zu können.
HOCHTIEF hat die Unfallhäufigkeit (Lost Time Injury Frequency Rate, LTIFR) bereits vor Jahren zur nichtfinanziellen Steuerungsgröße ernannt und betont damit die hohe Bedeutung des Themas Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz.
Die Covid-19-Pandemie hat auch im Berichtsjahr unsere Arbeit beeinflusst, jedoch deutlich weniger stark als in den Jahren zuvor. Einige der in der akuten Phase der Pandemie eingeführten Infektionsschutzmaßnahmen gelten, je nach Vorgaben und Bedingungen, weiter, viele Maßnahmen haben sich dauerhaft etabliert. Unsere Konzepte werden weiterhin den aktuellen Entwicklungen angepasst und um neue Erkenntnisse ergänzt. Das Ziel bei allen Maßnahmen ist es, die Gesundheit unserer Mitarbeitenden zu schützen und zugleich die Projektarbeit bestmöglich fortzuführen. Die Infektionsschutzkonzepte und -maßnahmen beinhalten unter anderem die besonderen Hygienevorgaben und zielen darauf ab, Achtsamkeit und Rücksichtnahme weiter zu stärken. Es wird weiterhin geprüft, ob Veranstaltungen und Schulungen digital stattfinden können. Auch viele Geschäftsreisen können durch digitale Formate ersetzt werden. Bei Präsenzveranstaltungen sind stets die aktuellen Infektionsschutzkonzepte einzuhalten.
1 Die Inhalte dieses Abschnitts sind nicht
Bestandteil der gesetzlichen Jahres- und
Konzernabschlussprüfung, sondern werden einer
gesonderten betriebswirtschaftlichen Prüfung nach ISAE
3000 mit begrenzter Sicherheit durch die KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft unterzogen.
2 Sofern nicht anders gekennzeichnet, beziehen
sich die Kennzahlen zu Arbeitssicherheit und
Gesundheitsschutz auf eigene Mitarbeitende.
Konzernweit sind im Berichtsjahr insgesamt 4.457 Mitarbeitende an einer Covid-19-Infektion erkrankt. Es gab bei HOCHTIEF keine Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Die erfolgreichen Maßnahmen und die Disziplin der Mitarbeitenden führten dazu, dass größere Ansteckungswellen im Berichtsjahr vermieden werden konnten. So konnte der Geschäftsbetrieb auch 2022 stabil weitergeführt werden.
Alle Themen rund um Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz werden vom internen Kompetenzzentrum für Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz (AGUS Center) verantwortet, das dem Vorstand direkt untersteht. Der Leiter des AGUS Centers berichtet dabei regelmäßig an den Vorstand. Richtlinien definieren die Verantwortlichkeiten sowie Aufbau- und Ablauforganisation; in den einzelnen Ländergesellschaften werden sie aufgrund der dortigen Gesetzeslage und spezifischer Vorgaben bei Bedarf ergänzt.
Die AGUS-Fachkräfte sind auf Konzernebene für die Koordination der Arbeitssicherheits- und Gesundheitsthemen zuständig und erarbeiten zudem grundlegende Regelungen und Richtlinien, die stets weiterentwickelt werden. Sie tauschen sich regelmäßig und bedarfsgerecht mit den Arbeitssicherheitsverantwortlichen in den operativen Gesellschaften aus. Letztere sorgen dafür, dass die internen Standards und Initiativen ebenso wie die jeweiligen gesetzlichen Vorgaben auf Baustellen und an den Bürostandorten umgesetzt werden. Zudem unterstützen sie die Projektteams im Arbeitsalltag. Darüber hinaus stimmen sich Vertreter der Mitarbeitenden, des Managements und des Betriebsrats in Arbeitssicherheitsausschüssen regelmäßig zu aktuellen Themen und Entwicklungen im Bereich Arbeitssicherheit ab.
Um unsere Vorgaben konzernweit in die Breite und in die Tiefe zu tragen, sind Regularien wie die Konzernrichtlinie Arbeitssicherheit, Gesundheits-, Umwelt- und Klimaschutz, der HOCHTIEF Code of Conduct sowie der HOCHTIEF Code of Conduct für Vertragspartner wesentlich. Gemeinsam mit den Sicherheitsexperten von HOCHTIEF evaluieren die Vorgesetzten bei Bedarf zudem in Büros und auf Baustellen die arbeitsplatz- und projektbezogenen Risiken, wobei gegebenenfalls auch Betriebsärzte involviert werden. Die Umsetzung von Präventionsmaßnahmen auf den Projekten und in den Büros prüfen die Bau- und Projektleitungen regelmäßig gemeinsam mit den Sicherheitsexperten. Durch Stichproben vergewissert sich zudem die HOCHTIEF-interne Revision, ob die Konzernvorgaben zum Arbeitsschutz umgesetzt wurden.
1 Arbeitssicherheit, Gesundheits-, Umwelt- und
Klimaschutz
Diese Grafik ist weder Bestandteil der gesetzlichen Jahres- und Konzernabschlussprüfung noch der gesonderten betriebswirtschaftlichen Prüfung mit begrenzter Sicherheit durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
Arbeitssicherheit ist integraler Bestandteil unserer Managementsysteme, die Vorgaben für alle Mitarbeitenden der jeweiligen Einheiten enthalten. Unser Arbeitssicherheitsmanagement basiert auf internationalen Standards wie ISO 45001. Im Berichtsjahr waren 82,01 Prozent der HOCHTIEF-Mitarbeitenden in einem entsprechend zertifizierten Bereich tätig (2021 : 79,98).
Es ist unser Ziel, dass bis 2023 alle Mitarbeitenden in Bereichen tätig sind, die nach Arbeitssicherheits- und Gesundheitsstandards wie ISO 45001 zertifiziert sind. 1
Um die aktuelle Quote weiter zu erhöhen, befinden sich Maßnahmen in der Umsetzungsphase.
Zurzeit finden vorbereitende Maßnahmen für eine Zertifizierung der operativen Einheiten in den Divisions statt.
Die Regelungen der Managementsysteme bei HOCHTIEF betreffen grundsätzlich alle Menschen, für die HOCHTIEF verantwortlich ist: eigene Mitarbeitende ebenso wie durch HOCHTIEF eingestellte Leiharbeitende. Auf Basis jährlicher interner und externer Audits werden unsere Managementsysteme laufend weiterentwickelt.
Das Thema Arbeitssicherheit war bei HOCHTIEF schon immer von hoher Bedeutung, doch mit der Definition einer entsprechenden nichtfinanziellen Steuerungsgröße hat HOCHTIEF diesem noch mehr Gewicht verliehen: Die Kennzahl Unfallhäufigkeit (Lost Time Injury Frequency Rate, LTIFR) ist seit 2015 konzernweit eine nichtfinanzielle Steuerungsgröße. Die LTIFR setzt sich aus der Anzahl der Unfälle mit mindestens einem Ausfalltag pro eine Million Arbeitsstunden zusammen. Diese Definition entspricht den Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Die Entwicklung der Unfallhäufigkeit bei HOCHTIEF wird quartalsweise an den Vorstand berichtet.
1 Zielformulierung konkretisiert
2 Die steuerungsrelevante Kennzahl LTIFR wurde
durch KPMG mit hinreichender Sicherheit geprüft.
Wir verfolgen das Ziel, die LTIFR bis zum Jahr 2030 auf 0,9 zu senken, als Zwischenziel wollen wir bis zum Jahr 2025 eine LTIFR von 1,04 erreichen.
Die LTIFR von HOCHTIEF hat sich im Jahr 2022 auf 1,30 verbessert (2021: 1,54). Die Analyse häufiger Unfälle hat ergeben, dass sich immer wieder Unfälle aufgrund fehlender Achtsamkeit ereignen. Eine im Berichtsjahr entwickelte Plakatkampagne, die verstärkt den verhaltensbasierten Ansatz beim Arbeitsschutz verfolgen soll, greift diese Problematik auf. Sie soll im ersten Quartal 2023 ausgerollt werden. Eine Arbeitsgruppe arbeitet aktuell an der Aufnahme von Schwerpunktthemen zur Arbeitssicherheit, die als verbindliche Schulung den Mitarbeitenden zugeordnet werden sollen. Diese verbindlichen Schulungen sind ein weiterer Schritt, das Thema Arbeitssicherheit systematisch in der Sicherheitskultur des Unternehmens zu verankern.
Im Projektalltag von HOCHTIEF werden viele Bauleistungen durch Kontraktoren (Nachunternehmer, Lieferanten, Arbeitnehmerüberlassungen) erbracht. Sie sind vertraglich dazu verpflichtet, die Arbeitssicherheitsregeln von HOCHTIEF einzuhalten. Diese werden bei Bedarf durch weitere Vorgaben ergänzt, beispielsweise in der Baustellenordnung. So sind Aspekte der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes unter anderem im HOCHTIEF Code of Conduct für Vertragspartner verankert, den die Kontraktoren anerkennen müssen. Unsere Sicherheitsexpertinnen und -experten beziehen Kontraktoren eng in die Arbeitssicherheitsschutzaktivitäten ein und informieren sie entsprechend.
Unser Ziel ist es, die Unfallrate der Kontraktoren bis 2025 durch Sensibilisierung und intensive Einbindung in Präventionsmaßnahmen in den Bereichen Gesundheit und Sicherheit zu verbessern.
Die Unfallhäufigkeitskenngröße LTIFR von Kontraktoren lag im Berichtsjahr bei 0,89 (2021: 1,28). Diese Angabe bezieht sich auf die Gesellschaften CIMIC und Turner. Die Erfassung der LTIFR von Kontraktoren in den weiteren Konzerngesellschaften ist derzeit in Vorbereitung.
Eine weitere Kenngröße im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz ist die Berufskrankheitsrate (Occupational Illness Frequency Rate, OIFR), die alle anerkannten Fälle von Berufskrankheiten -bezogen auf eine Million Arbeitsstunden -erfasst. Zu den Berufskrankheitsrisiken (klassifiziert gemäß der deutschen Berufskrankheiten-Verordnung) zählen insbesondere Hörschäden, Hauterkrankungen, Muskel- und Skeletterkrankungen etwa im Rücken- oder Nackenbereich sowie Atemwegserkrankungen. Die OIFR bezieht sich auf berufsbedingte Erkrankungen, die sich oft über längere Zeiträume entwickeln. Anhand der OIFR können wir die Ursachen langfristiger Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz analysieren und präventive Maßnahmen entwickeln. 2022 betrug sie für die Divisions HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe 0,72 (2021: 0,57). Diese Entwicklung ist bedingt durch eine erhöhte Anzahl von anerkannten Berufskrankheiten in den europäischen Einheiten sowie bei CIMIC. Aufgrund der teilweise hohen Latenzzeiten bei Berufskrankheiten ist eine direkte Einflussnahme oft nur bedingt möglich. In der Division HOCHTIEF Americas kann diese Kenngröße zurzeit aufgrund abweichender Definition der Versicherungssysteme nicht erhoben werden.
Wir streben an, dass alle Risiken in jeglichen Arbeitssituationen, die zu Berufskrankheiten führen können, möglichst frühzeitig erkannt werden, sodass wir mit dezidierten Maßnahmen präventiv entgegenwirken können -etwa Vorgaben zur adäquaten persönlichen Schutzausrüstung. Dafür kooperieren wir mit qualifizierten Arbeitsmedizinern, etablieren risikobezogene Programme und bieten gesundheitsfördernde Seminare und Untersuchungen an. So wurde im Berichtsjahr unter anderem das Betriebliche Gesundheitsmanagement in Deutschland weiter ausgebaut, das spezielle Angebote wie eine "gesunde Mittagspause" sowie eine Gesundheits-App realisiert. Bei der Erarbeitung solcher Programme arbeitet HOCHTIEF eng mit Krankenkassen zusammen. CIMIC kooperiert unter anderem mit dem Cancer Council of Australia, um auf die Gefahren von Hautkrebs hinzuweisen. Freiwillige Hautscreenings waren Teil der Kooperation.
Wir legen hohen Wert darauf, dass alle Beteiligten auf den Projekten bewusst auf ihre eigene Sicherheit und auch auf die Sicherheit der Menschen in ihrem Umfeld achten und für diese auch Verantwortung übernehmen. In den operativen Gesellschaften informieren unsere Arbeitssicherheitsfachkräfte daher kontinuierlich zu Themen rund um Sicherheit und Gesundheit. Dies geschieht in Projektleitersitzungen, bei Sicherheitsbegehungen, die auch durch Mitglieder des Managements begleitet werden, bei (Gast-)Vorträgen, Unterweisungen und Seminaren.
Die Arbeitssicherheitskommunikation auf den Projekten bezieht auch diejenigen ein, die nicht in einem direkten Arbeitsverhältnis zu HOCHTIEF stehen, etwa Leiharbeitende und Mitarbeitende von Nachunternehmern und Lieferanten. Broschüren, Plakate und weitere Informationsmedien werden in mehreren Sprachen bereitgestellt. Das gilt auch für Informationen, die etwa Menschenrechtsthemen und ihre Einhaltung betreffen.
Die Weiterbildungsangebote im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sind den jeweiligen Gegebenheiten und Geschäftstätigkeiten in den operativen Einheiten angepasst. Seminare und Lehrgänge werden von qualifizierten Fachkräften geleitet und decken sowohl aktuelle als auch Basisthemen ab.
Wir streben an, dass 100 Prozent aller neu eingestellten Mitarbeitenden bis 2023 zu Themen der Arbeitssicherheit und der Gesundheit geschult werden sollen.
Gemeinsam mit der Zentralabteilung Personal ist ein spezielles Schulungsprogramm in der Entwicklung, das verpflichtend digital absolviert werden soll. Die technischen Voraussetzungen sind durch erprobte Tools bereits geschaffen und die Inhalte in der finalen Vorbereitung. Im Jahr 2023 soll das Trainingsprogramm ausgerollt werden.
Darüber hinaus stellen jährliche Aktionen wie der Tag der Arbeitssicherheit oder Safety Stand-Downs das Thema noch einmal in besonderem Maße durch Vorträge, praktische Übungen, Diskussionen und weitere Angebote in den Fokus. Schwerpunkt des europaweit stattfindenden Tages der Arbeitssicherheit war im Berichtsjahr das korrekte Anschlagen von Lasten, da dies einen besonders riskanten Bereich unserer täglichen Projektarbeit darstellt. Gerade bei Transportvorgängen mit dem Kran können große Bereiche des Baufelds, aber auch öffentliche Bereiche betroffen sein. Mitarbeitende, die hier tätig sind, müssen entsprechend geschult sein. Es muss stets sichergestellt sein, dass die Arbeiten sicher ausgeführt werden. Der Tag der Arbeitssicherheit wurde von der zuständigen Vorständin auf einer Hochbaustelle in Dortmund begleitet.
Das Motto der diesjährigen Safety Week in den USA, an der sich unsere amerikanischen Gesellschaften beteiligten, lautete "Connected. Supported. Safe." und stellte die gegenseitige Verantwortung in den Vordergrund.
Hierzu fand bei Turner auch ein Safety Stand-Down statt. Das Arbeitssicherheitsprogramm "Building L.I.F.E." (Living Injury Free Every Day) ist seit vielen Jahren bei Turner etabliert, ebenso wie "One HSE" bei CIMIC; auch in den anderen operativen Gesellschaften gibt es ähnliche Initiativen.
Bei projektbezogenen Initiativen wird gezielt Feedback eingeholt und verarbeitet: So wurden etwa auch in Australien bei einem Forum Ende 2021 von Sedgman Stakeholdermeinungen eingeholt, um praktizierte Arbeitsweisen besser kennenzulernen und Verbesserungsmöglichkeiten zu prüfen.
Immer wieder zeigt sich, dass insbesondere die persönliche Involvierung von Mitarbeitenden positiven Einfluss auf die Awareness zum Thema hat. Hier knüpfen ebenfalls zahlreiche, oft auch kleine gesamtbezogene Initiativen im Konzern an -so dient zum Beispiel bei einem UGL-Team in Australien ein Arbeitshandschuh als Symbol für die Verletzungsrisiken für Hände und Finger. Alle Teammitglieder unterzeichnen den Handschuh und wechseln sich mit Impulsvorträgen zum Thema ab.
HOCHTIEF fördert zudem durch vielfältige Programme und Angebote die physische und psychische Gesundheit in allen Gesellschaften. Beispielsweise bieten wir Seminare und gezielte Aktionen an und berücksichtigen dabei selbstverständlich die Datenschutzvorgaben. Ein Beispiel ist ein Online-Vortrag über "Achtsamkeit -Wunderlösung Aufmerksamkeit für mich und meine Umgebung" am Tag der Arbeitssicherheit. Regelmäßig finden auch Impfkampagnen, Seh- und Hörtests statt.
CIMIC beteiligt sich traditionell an Aktionen der Initiative "R U OK? Day", die mentale Gesundheit in den Fokus nimmt. So wurde im Berichtsjahr von UGL ein Video mit persönlichen Geschichten zur Bedeutung persönlicher Netzwerke produziert. Auf diese Weise bringen sich die Gesellschaften auch aktiv im Branchenumfeld ein.
Darüber hinaus bietet das Betriebliche Gesundheitsmanagement am Standort der Essener Konzernzentrale seit dem Berichtsjahr Services wie EKG, Begleitung von Wiedereingliederungen und Beratungen zu weiteren Themen an. Auch an anderen Standorten gibt es solche Möglichkeiten. Selbstverständlich stellen wir sicher, dass alle gesundheitsbezogenen persönlichen Informationen vertraulich behandelt werden und niemals zum Nachteil von Mitarbeitenden führen.
Die Grundlage sicherer Projekte liegt bereits in einer guten und präzisen Planung. Arbeitsschutzkonzepte müssen bereits in der Arbeitsvorbereitung mitberücksichtigt und entwickelt werden, sodass die Risikoprävention verständlich und strukturiert in alle Projektprozesse integriert werden kann.
Hier setzen unsere Arbeitssicherheitsexpertinnen und -experten an, die für jedes Projekt auf Basis der konzernweit gültigen Kriterien sowie der spezifischen Bedingungen vor Ort gemeinsam mit den Projektverantwortlichen individuelle Konzepte und Prozesse erarbeiten. Die verpflichtenden Arbeitssicherheitseinweisungen auf der Baustelle richten sich explizit an alle am Projekt Beteiligten, sie nehmen allgemeine wie auch projektspezifische Themen zur Arbeitssicherheit in den Fokus.
Zur Risikovorsorge begleiten Sicherheitsfachkräfte alle Phasen bis zur Fertigstellung des Projekts, sie evaluieren und analysieren kontinuierlich potenzielle Gefahrenpotenziale vor Ort. Sie passen die Sicherheitskonzepte und Schutzmaßnahmen individuell an, wenn sich die Pläne ändern beziehungsweise sich das Projekt in einer neuen Bauphase befindet. Unser Fokus liegt dabei auf der Gesundheit aller Projektbeteiligten. Zugleich stellen wir durch gelingenden Arbeitsschutz stets auch den wirtschaftlichen Erfolg sicher.
Um arbeitsbedingte Gefahren und gefährliche Situationen zu erkennen und offenzulegen, rufen wir alle Projektbeteiligten aktiv dazu auf, diese zu melden. Hierzu dienen "Toolbox Talks", Stand-Downs oder auch Hinweistafeln. Daraufhin prüft das Team gemeinsam mit der Bauleitung und den Sicherheitsfachkräften die Sachlage, sodass gezielte Maßnahmen entwickelt und ausgeführt werden können. In besonderen Fällen wird hier das Management hinzugezogen. Die Führungskräfte müssen dafür Sorge tragen, dass eine solche Meldung keine negativen Auswirkungen auf die Beteiligten hat.
Unser strukturiertes Berichtswesen entspricht den Vorgaben des "Recording and Notification of Occupational Accidents and Diseases" der ILO. Durch die so erfolgte Dokumentation sicherheitsrelevanter Vorkommnisse können wir die Unfallursachen möglichst genau evaluieren und Präventions-beziehungsweise Gegenmaßnahmen entwerfen und einleiten. Wir erfassen auf Projektebene zudem Beinaheunfälle und unsichere Situationen, die ebenfalls geprüft und weiterverfolgt werden. Auch unterstützt das Management diese Vorgehensweise, um schwerwiegenderen Unfällen vorzubeugen.
Generell sind die Fach- und Führungskräfte dazu angehalten, mit den Betroffenen ein konstruktives Gespräch zu führen, das Geschehen zurückzuverfolgen und die Ursachen zu erkunden, sobald sich ein Unfall ereignet hat. Die Ergebnisse fließen in künftige Präventionskonzepte ein, um Risiken zu eliminieren oder zu minimieren. Diese gelebte Praxis des verhaltensbasierten Präventionsansatzes gilt im gesamten HOCHTIEF-Konzern.
Trotz umfassender Vorsorgemaßnahmen können wir jedoch niemals völlig ausschließen, dass Unfälle mit schweren oder sogar tödlichen Folgen auf HOCHTIEF-Baustellen geschehen.
Eine unfallfreie Projektausführung ist unser erklärtes Ziel. Tödliche Unfälle möchten wir in allen Aktivitäten sowohl bei den eigenen Mitarbeitenden als auch bei den Nachunternehmern verhindern.
Im Berichtsjahr erhielten wir Nachricht von einem tödlichen Unfall: Ein Mitarbeiter eines Nachunternehmers kam bedauerlicherweise bei Leighton Asia in Indien ums Leben. Die Umstände, die zu dem Unfall geführt haben, wurden untersucht und entsprechende Maßnahmen abgeleitet.
Unsere tiefe Anteilnahme gilt den Angehörigen von Mitarbeitenden und Nachunternehmern, die tödlich verunglückt sind. Um tödliche Unfälle umfassend aufzuklären, kooperieren wir stets mit den Behörden und analysieren die Umstände ganz genau, um ähnliche Risiken künftig auszuschließen.
In Deutschland fanden an Brückenprojekten wieder Höhenrettungsübungen mit den lokalen Feuerwehrteams statt, beispielsweise beim Strombrückenzug in Magdeburg und an der A40-Rheinbrücke in Duisburg. Die Herausforderung für das Rettungsteam in Magdeburg bestand darin, eine Person mit einer Knöchelverletzung aus einem fünf Meter tiefen Schacht zu befreien. Als Übungskulisse diente das Hochwasserpumpwerk, das HOCHTIEF derzeit im Zuge der Arbeiten an der Schrägseilbrücke über die Alte Elbe erstellt. Die Retter nutzten aufwendige Seiltechnik und setzten den vorhandenen Turmdrehkran einschließlich des zugehörigen Personenrettungskorbs ein.
In Polen lautete das Motto einer Sicherheitswoche "Construction ends -safety doesn't!": Angeboten wurden unter anderem Schulungen zur Sicherheitsverantwortung für Führungskräfte, Spezialtrainings zur Sicherheit bei der Arbeit auf Gerüsten.
Anlässlich des jährlichen "R U OK? Day" gründete ein Team von UGL beim Projekt Muja Power Station einen "Blauen Baum": Er dient symbolisch als Reminder und Ermutigung für Menschen im Team, über mögliche mentale Probleme zu sprechen. Bei einem Teammeeting verabredete die Belegschaft, Themen offen anzusprechen. Dazu wurden T-Shirts verteilt, deren Aufdruck als "Konversationsstarter" im Alltag dienen soll.
Das von Turner realisierte Projekt Skybox Chicago 1 wurde vom renommierten ENR-Magazin als Midwest Best Project mit dem Award of Merit, Excellence in Safety ausgezeichnet: Das Sicherheitsprogramm umfasste eine projektspezifische Planung und vielfältige Teambesprechungen. Jedes Team erstellte täglich einen Plan, um alle Aufgaben zu identifizieren und damit verbundene Gefahren zu überprüfen. Vor der Aufnahme von Arbeiten durch einen Auftragnehmer auf der Baustelle trafen sich die Verantwortlichen von Turner mit der Projektleitung des Auftragnehmers zu einem Sicherheits-Kick-off-Meeting, um gemeinsam eine Gefahrenanalyse zu erstellen. Die daraus resultierenden Dokumente bildeten die Grundlage für die täglichen Arbeitsvorbereitungspläne. Das Projekt wurde pünktlich und im Rahmen des Budgets abgeschlossen, ohne dass es zu Unfällen mit Arbeitsausfall kam.
Die Flatiron-Niederlassung in Texas hat zum fünften Mal in Folge den Bluebonnet Safety Award des Verkehrsministeriums von Texas für herausragende Sicherheitsleistungen erhalten.
In Australien wurden zwei Projekte von CPB Contractors mit Annual Health and Safety Awards der Major Transport Infrastructure Authority durch die Regierung von Victoria geehrt: Die Projekte WestGate Tunnel und M80 punkteten mit proaktiven Sicherheitspraktiken, Initiativen und Innovationen und erhielten mehrere Preise. Ausgezeichnet wurde unter anderem der Einsatz eines Sprühgeräts, das während der Arbeit mit Presslufthämmern die Staubentwicklung mit einem konischen, feinen Wasserstrahl reduziert. Eine weitere einfache und kosteneffiziente Initiative ist die Installation blauer Blinklichter an Baggern, die erst dann automatisch aktiviert werden, wenn der Bagger nicht mehr in Betrieb ist. Dann können die Arbeitenden sicher die jeweilige Betriebszone betreten. Die Awards spiegeln auch die Teamwork-Kultur sowie die Praxis der kontinuierlichen Verbesserung wider.
| Division | HOCHTIEF Konzern | HOCHTIEF Americas | HOCHTIEF Asia Pacific | HOCHTIEF Europe (inkl. Holding) |
| 2022 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2021 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2020 | 3 | 1 | 1 | 1 |
| 2019 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Division | HOCHTIEF Konzern | HOCHTIEF Americas | HOCHTIEF Asia Pacific | HOCHTIEF Europe (inkl. Holding) |
| 2022 | 1 | 0 | 1 | 0 |
| 2021 | 3 | 0 | 1 | 2 |
| 2020 | 1 | 1 | 0 | 0 |
| 2019 | 3 | 3 | 0 | 0 |
Wir bedauern es zutiefst, dass Menschen bei der Arbeit zu Tode gekommen sind. Ihren Angehörigen gilt unsere Anteilnahme.
(in Prozent)
Anzahl der durch Unfälle bedingten Ausfalltage je 1 Mio. geleisteter Arbeitsstunden = Unfallschwere
Hinweis zu den Tabellen (3) und (4): Die stark unterschiedlichen Werte der Kennzahlen je Division sind durch kulturelle Unterschiede im Umgang mit Verletzungen sowie unterschiedliche länderspezifische Versicherungssysteme begründet.
(Diese Grafik ist Bestandteil der gesetzlichen Jahres- und Konzernabschlussprüfung) Unfälle/1 Mio. Arbeitsstunden (Lost Time Injury Frequency Rate, LTIFR): Nach den Standards der ILO werden Unfälle bereits ab dem ersten Ausfalltag berücksichtigt.
1 Die steuerungsrelevante Kennzahl LTIFR wurde
durch KPMG mit hinreichender Sicherheit geprüft.
Unfälle/1 Mio. Arbeitsstunden (Lost Time Injury Frequency Rate, LTIFR): Nach den Standards der ILO werden Unfälle bereits ab dem ersten Ausfalltag berücksichtigt.
| Verstauchung, Zerrung | 4 |
| Fraktur/Bruch | 2 |
| Prellung, Quetschung | 1 |
| Riss- oder Platzwunde | 1 |
| Verrenkung | 1 |
| Sonstige | 6 |
| Verstauchung, Zerrung | 8 |
| Fraktur/Bruch | 6 |
| Riss- oder Platzwunde | 4 |
| Prellung, Quetschung | 3 |
| Verbrennung, Verbrühung | 1 |
| Sonstige | 2 |
| Prellung, Quetschung | 22 |
| Verstauchung, Zerrung | 16 |
| Fraktur/Bruch | 13 |
| Verrenkung | 5 |
| Riss- oder Platzwunde | 5 |
| Sonstige | 15 |
* In Deutschland kann mehr als eine
Verletzungsart berichtet werden.
| Arbeitsbelastung | 5 |
| Fehleinschätzung | 3 |
| Koordination | 3 |
| Arbeitsaufgabe | 2 |
| Ordnung und Sauberkeit | 1 |
| Sonstige | 1 |
| Fehleinschätzung | 7 |
| Arbeitsaufgabe | 5 |
| Arbeitsmittel | 3 |
| Regeln und Anweisungen | 3 |
| Material-/Nutzung | 2 |
| Sonstige | 4 |
| Verkehrswege | 19 |
| Handhabung | 18 |
| Material-/Nutzung | 6 |
| Fehleinschätzung | 5 |
| Arbeitsmittel | 5 |
| Sonstige | 13 |
Der Einkauf bei HOCHTIEF zeichnet sich durch transparente, innovative und nachhaltige Prozesse aus. Wir arbeiten partnerschaftlich und effizient mit unseren Lieferanten und Nachunternehmern zusammen. Für den Einkauf von Material -insbesondere Beton, Stahl und Holz - sowie Nachunternehmerleistungen -beispielsweise Leistungen von Handwerksunternehmen -hat HOCHTIEF im Berichtsjahr 20,0 Mrd. Euro aufgewendet. Gemessen an der Konzernleistung, entspricht dies einem Anteil von 76 Prozent.
In allen Divisions und Unternehmenseinheiten wird ein einheitliches und klares Ziel verfolgt: Für unsere Projekte möchten wir die "richtigen" Partner auswählen, die unseren hohen ökonomischen, ökologischen und sozialen Standards entsprechen. Hierzu zählen eine hohe Qualität von Lieferungen und Leistungen, das korrekte Verhalten der Mitarbeitenden unserer Partner sowie ein nachhaltiger Herstellungs-beziehungsweise Arbeitsprozess. Die Einhaltung unserer Standards, unter anderem in den Bereichen Arbeits- und Menschenrechte, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Umweltschutz und faire Geschäftspraktiken, ist fester Bestandteil aller Verträge mit unseren Lieferanten und Nachunternehmern.
Im Rahmen eines umfangreichen Risikomanagementprozesses findet die sorgfältige Auswahl unserer Partner statt. Ziel ist es, Einkaufsrisiken in Bezug auf Nachhaltigkeit (Nichtbeachten unserer hohen Standards, beispielsweise im Bereich Menschenrechte und Umweltschutz), Qualität (Material-, Produkt- oder Servicequalität), Preis (zum Beispiel durch erhöhte Entgeltforderungen, Währungsrisiken oder Rohstoffrisiken), Versorgung (etwa durch Lieferung von Falschmengen) sowie Lieferantenausfälle (beispielsweise durch Insolvenzen, höhere Gewalt oder rechtliche und politische Marktveränderungen) zu minimieren. Ebenso wirken wir Compliance-Risiken entgegen, die beispielsweise durch Gesetzesverstöße von Lieferanten entstehen.
Aktuell steht die Weltwirtschaft vor geopolitischen Herausforderungen. Auch die Bauindustrie wurde im Berichtsjahr aufgrund dieser Herausforderungen mit der Knappheit von Materialien, insbesondere von Stahl, und überwiegend steigenden und extrem volatilen Preisen sowohl für Material wie auch für Dienstleistungen konfrontiert. Dieser Verknappung und Verteuerung der für unser Geschäft wesentlichen Materialien und der damit einhergehenden derzeitigen Inflation begegnen wir mit einem vorausschauenden Einkaufsmanagement: Die Division HOCHTIEF Europe steuert diesen Entwicklungen gemeinsam mit Kunden und Partnern aktiv entgegen und begegnen ihnen mit unserer langjährigen und starken Aufstellung in den wichtigsten lokalen Märkten sowie durch die Anwendung risikominimierter Vertragsmodelle.
Wir verfolgen weiterhin das Ziel, die Transparenz in unserer Lieferkette kontinuierlich zu steigern und nachhaltige Aspekte auch künftig fest in unseren Einkaufsprozessen zu verankern. Dazu stehen wir im kontinuierlichen Austausch mit den Marktteilnehmern und führen Dialoge zur nachhaltigen Entwicklung. Durch den Austausch mit unseren Zulieferern können wir ihre Rahmenbedingungen und Möglichkeiten gut beurteilen. Beispielsweise brachte unsere US-Gesellschaft Turner beim "Sustainability Summit" im Herbst 2022 zahlreiche Stakeholder zusammen, um unter anderem über gemeinsame Aufgaben bei der Gestaltung einer nachhaltigen Lieferkette zu sprechen.
Bis 2025 werden wir in 50 Prozent der signifikanten Vergabeentscheidungen (basierend auf dem Vertragsvolumen) Nachhaltigkeitskriterien mit einbeziehen.
Wir beziehen bereits heute schon bei einem großen Teil der Vergabeentscheidungen messbare Indikatoren für die Nachhaltigkeitsleistung mit ein. Unter anderem liefern uns digitale Tools interne und externe Bewertungen oder Informationen über finanzielle Risiken, die wir folglich bei der Vergabeentscheidung berücksichtigen.
Um die Leistungsfähigkeit unserer Partner zu beurteilen, legen wir ein ganzheitliches und mehrstufiges Lieferanten- und Nachunternehmermanagement zugrunde.
In jeder unserer drei Divisions ist ein umfangreiches Präqualifizierungsverfahren etabliert: Unsere Lieferanten und Nachunternehmer beurteilen wir anhand vielfältiger Informationen, die wir im Rahmen einer Lieferantenselbstauskunft einholen. Diese umfasst unter anderem Angaben zur Unternehmensstruktur, Kreditwürdigkeit, Finanzstärke und Nachhaltigkeitsaspekte. Weitere interne und externe Daten, dazu gehören Informationen von Ratingagenturen, fließen in die Bewertung ein. Der Präqualifizierungsprozess zeigt, ob die Produkte und Dienstleistungen neuer Vertragspartner unseren ökonomischen, ökologischen und sozialen Anforderungen entsprechen.
Unser Präqualifizierungsprozess wird seit vielen Jahren um die Kooperation mit Ratingfirmen ergänzt, um eine unabhängige Aussage über die Nachhaltigkeitsperformance potenzieller Geschäftspartner einzuholen. Seit dem Jahr 2021 arbeiten wir mit der Ratingagentur Integrity Next zusammen. Die Informationen, die die Nachunternehmer und Lieferanten unter anderem zu den Themen Umweltschutz, Arbeits- und Menschenrechte, faire Anti-Korruption und Anti-Bestechung, Verantwortung in der Lieferkette sowie CO 2-Fußabdruck vorlegen, werden von Integrity Next bewertet. Werden Risiken erkannt, erarbeiten wir gemeinsam mit dem entsprechenden Geschäftspartner Maßnahmen der Lieferantenentwicklung, um die Risiken zu managen (Corrective Action Plans). Auch im kommenden Jahr beabsichtigen wir, die Zusammenarbeit mit Integrity Next weiterzuführen.
Wir überprüfen unsere Präqualifizierungsprozesse regelmäßig und ergänzen sie -wo möglich und sinnvoll -um weitere Schritte. Unser Ziel besteht darin, die Nachhaltigkeitsperformance als feste Messgröße in unsere Vergabeentscheidungen zu integrieren.
Die Unfallhäufigkeit (LTIFR) haben wir konzernweit als nichtfinanzielle Steuerungsgröße etabliert. Bei unseren Aktivitäten in Europa und bei Turner stellt die Kennzahl zudem einen verpflichtenden Teil des Präqualifizierungsprozesses dar. Hierdurch stärken wir unser Risikomanagement im Einkauf und betonen die hohe Priorität für das Thema Arbeitssicherheit auf unseren Baustellen.
In unserem internationalen Projektgeschäft treten wir -direkt oder indirekt -aufgrund unserer umfangreichen Lieferketten mit vielen Menschen in Kontakt. Da wir für jeden von ihnen Verantwortung tragen, haben sowohl Sicherheit und Gesundheit als auch die Achtung aller Menschenrechte entlang unserer gesamten Lieferkette oberste Priorität. Eine entsprechende Menschenrechtsklausel haben wir daher in verschiedenen Vertragsunterlagen niedergeschrieben, unter anderem in unseren allgemeinen Geschäftsbedingungen und zusätzlichen Vertragsbedingungen sowie in speziellen Fällen auch in unserem Standardverhandlungsprotokoll. Lieferanten und Nachunternehmer, auch potenzielle Partner, aus Ländern, die ein erhöhtes Risiko im Hinblick auf Menschenrechtsverletzungen aufweisen, prüfen wir in der Division HOCHTIEF Europe mit besonderem Fokus.
Durch eine um das Thema Menschenrechte erweiterte Lieferantenselbstauskunft, die wir gezielt bewerten, möchten wir sicherstellen, dass potenzielle Vertragspartner in ihrem Handeln unsere Anforderungen an die Einhaltung der Menschenrechte erfüllen. Auch im Jahr 2022 kaufte HOCHTIEF zum größten Teil Materialien und Dienstleistungen von Nachunternehmern und Lieferanten aus Ländern ein, die in Übereinstimmung mit den UN-Konventionen einen hohen Menschenrechtsstandard vorweisen. In den sehr wenigen Beschaffungsländern, in denen die UN-Konventionen nicht berücksichtigt werden, setzen wir mit unseren Anforderungen Standards (mehr zum Thema im Kapitel Menschenrechte). Ebenfalls stellen die grundsätzlichen Bürgerrechte und politischen Freiheiten einen wesentlichen Bestanteil der Menschenrechte dar.
Aus diesem Grund haben wir im Berichtsjahr eine erweiterte Selbstauskunft zum Thema "Pluralism and Liberties" eingeführt. Lieferanten und Nachunternehmer sowie potenzielle Partner aus Ländern, die ein erhöhtes Risiko im Hinblick auf Bürgerrechte und politische Freiheiten aufweisen, werden in der Division HOCHTIEF Europe von uns mit besonderem Fokus geprüft und sind dazu verpflichtet, uns bestimmte Angaben im Zuge der Selbstauskunft mitzuteilen. Wir fragen unter anderem ab, welche Anti-Diskriminierungsmaßnahmen im Unternehmen implementiert sind.
Ebenfalls sind grundsätzliche und branchenspezifische Compliance-Themen ein wesentlicher Bestandteil unseres Präqualifizierungsprozesses. So beziehen wir beispielsweise Informationen über Verurteilungen oder laufende Verfahren wegen Korruption, Geldwäsche oder Kartellrechtsverstöße mit ein. In der Division HOCHTIEF Europe sind Lieferanten und Nachunternehmer sowie potenzielle Partner aus Ländern mit einem erhöhten Risiko für Korruption dazu verpflichtet, zusätzlich eine erweiterte Selbstauskunft zu ausgewählten Compliance-Aspekten auszufüllen. So wird unter anderem abgefragt, welche konkreten Maßnahmen sie zur Verhinderung von Rechtsverstößen in ihren Unternehmen implementiert haben. Die Antworten werden gezielt ausgewertet und anlassbezogen mittels eines weiteren internen Prüfprozesses im Detail untersucht (sogenannte HOCHTIEF Business Partner Due Diligence). Nur nach positivem Ergebnis kann eine Zusammenarbeit mit dem betreffenden Nachunternehmer oder Lieferanten stattfinden beziehungsweise fortgesetzt werden. In der Division HOCHTIEF Asia Pacific durchlaufen alle Geschäftspartner eine entsprechende Compliance-spezifische Due-Diligence-Prüfung. Dieses Vorgehen greift auch bei potenziellen Partnern.
2022 waren zirka 93 Prozent unserer Vertragspartner präqualifiziert.
Innerhalb jeder Ausschreibung und Vergabe stellen wir einen im Sinne unserer Einkaufsrichtlinie effektiven Wettbewerb dar. Leistungsanforderungen, die Qualität der Leistungen, Kosten und relevante Termine werden in bindenden Verträgen mit den ausgewählten Partnern festgeschrieben. Bei Vertragsschluss müssen sich die Lieferanten und Nachunternehmer durch die Präqualifizierung klar zu dem HOCHTIEF-Verhaltenskodex für Vertragspartner bekennen. Dies gilt sowohl für neue als auch langjährige Partner. Damit tritt die Verpflichtung unserer Lieferanten und Nachunternehmer in Kraft, die darin festgeschriebenen Menschenrechte, Arbeits- und Sozialstandards sowie Umweltstandards einzuhalten - und diese auch tiefer in die Lieferkette weiterzugeben und von ihren Auftragnehmern einzufordern.
Als Infrastrukturkonzern, der in den meisten entwickelten Märkten der Welt vertreten ist, arbeitet HOCHTIEF bevorzugt mit Lieferanten und Nachunternehmern aus dem Umfeld der Projekte zusammen. Dies sichert Arbeitsplätze und stärkt nachhaltig die wirtschaftliche Entwicklung in den Regionen, in denen wir Projekte realisieren. Durch die verkürzten Transportwege können wir zudem den Ausstoß von CO 2-Emissionen minimieren. Wo notwendig und sinnvoll, beauftragen wir aber auch überregional tätige Partner, die sich in früherer Zusammenarbeit bereits bewährt haben. 2022 haben wir weltweit etwa 71,84 Prozent unseres Einkaufsvolumens an regionale Lieferanten und Nachunternehmer vergeben.
Um den Anforderungen des am 1. Januar 2023 in Kraft getretenen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes gerecht zu werden, haben wir das Human-Rights-Corporate-Management-System implementiert.
Wir wollen sicherstellen, dass unsere Partner während der Zusammenarbeit alle vertraglichen Vereinbarungen und Verpflichtungen erfüllen und darüber hinaus im Einklang mit unseren Anforderungen aus dem Bereich Nachhaltigkeit agieren.
Unsere Projektteams überwachen kontinuierlich die Nachunternehmer und Lieferanten auf den HOCHTIEF-Baustellen. Sie überprüfen, ob die vertraglich vereinbarten Leistungen erbracht werden und die Qualität des angelieferten Materials stimmt. Insbesondere die Einhaltung aller Regelungen und Anweisungen zu Arbeitssicherheit sowie das korrekte Entsorgen beziehungsweise Recyceln stellen einen wesentlichen Bestandteil dieser Überprüfung dar. Zudem lassen wir uns bestätigen, dass unsere Geschäftspartner bei der Vergütung ihrer Mitarbeitenden die jeweiligen Mindestlohngesetze einhalten.
Nachdem die Leistung erbracht oder die Lieferung erfolgt ist, führen unsere Projektteams ein "Post Project Assessment" durch. Solche Bewertungen erfolgen auch bei bereits langjährigen Lieferanten oder Nachunternehmen und werden sowohl mithilfe etablierter IT-Systeme als auch manuell innerhalb der Projekte durchgeführt. In den Divisions HOCHTIEF Europe und HOCHTIEF Asia Pacific besteht die Bewertung aus sowohl ökonomischen (etwa dem Nachtragsverhalten) als auch ökologischen (etwa dem Umgang mit Gefahrstoffen und Abfällen sowie dem Bewusstsein für ressourcenschonendes Arbeiten) und sozialen Aspekten (etwa der Einhaltung der Menschenrechte, der Arbeitssicherheitsvorschriften und der gerechten Entlohnung).
Ergänzt wird die Bewertung durch Lieferantenbesuche, Audits, die Auswertung externer Informationen sowie die Nachhaltigkeitsbewertung durch Integrity Next. Abhängig von den nationalen Gegebenheiten, erfolgen Auditierungen entweder intern oder durch externe Partner.
Vertragspartner mit einer positiven Bewertung werden in künftige Vergabeprozesse miteinbezogen. Vertragspartner, die unsere Anforderungen nicht erfüllen und von unseren Projektteams entsprechend negativ bewertet werden, fördern wir entweder innerhalb unserer Lieferantenentwicklung (zum Beispiel in Zusammenarbeit mit Integrity Next) durch gezielte Maßnahmen oder kennzeichnen sie in unseren Systemen entsprechend, sodass sie für künftige Vergaben nicht mehr berücksichtigt werden (Ausphasung).
Wir werden jährlich den Anteil der Lieferanten erhöhen, die eine systematische Bewertung nach Abschluss der Leistung erhalten; bis 2025 erhalten mindestens 50 Prozent aller signifikanten Lieferanten eine solche Bewertung.
In den Divisions HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe wird für alle wesentlichen Lieferanten und Nachunternehmer eine systematische Bewertung nach der Leistungserbringung ausgeführt. In der Division HOCHTIEF Asia Pacific sowie in Deutschland erfolgt die Bewertung bereits automatisiert.
Der operative Einkauf ist bei HOCHTIEF fest integrierter Bestandteil der Projekt- und Niederlassungsorganisation und wird durch die zentralen Einkaufseinheiten der jeweiligen Division unterstützt. So soll ein optimales Einkaufsnetzwerk entstehen.
Mit jedem Projekt wechseln nicht nur die Standorte und Herausforderungen, sondern auch die Zusammensetzung aller Beteiligten. Um die passenden Lieferanten und Nachunternehmer auswählen zu können, findet der projektbezogene Einkauf und das damit verbundene Lieferanten- und Nachunternehmermanagement bei HOCHTIEF vorwiegend projektbezogen und regional statt. Hier setzen unsere Projekteinkäufer ihre detaillierten Kenntnisse zu regionalen, nationalen und internationalen Märkten sowie ihr tiefgreifendes Projekt-Know-how ein, um die am besten geeigneten Vertragspartner auszuwählen. Durch die stetig wechselnden Standorte hat HOCHTIEF einen kontinuierlichen Bedarf an neuen Lieferanten und Nachunternehmern.
In jeder Division gibt es eine zentrale Einkaufseinheit, die die Einhaltung aller einkaufsrelevanten Richtlinien und Compliance-Vorgaben sicherstellen soll. Diese Einheiten sind untereinander vernetzt, tauschen sich fortlaufend aus und unterstützen sich bei Bedarf gegenseitig, etwa bei der Auswahl und Steuerung internationaler Vertragspartner. Mit dem Vorstand findet ein regelmäßiger Austausch statt, insbesondere bei wichtigen Entscheidungen wird dessen Freigabe eingeholt.
Innerhalb der jeweiligen Division steuern und unterstützen die zentralen Einkaufseinheiten den dezentralen Projekteinkauf. Zusätzlich übernimmt HOCHTIEF Solutions die Funktion des Einkaufs auf Konzernebene. Die Einheit fördert den konzernweiten Austausch und stößt strategische Initiativen an. Dazu zählen Themen wie Nachhaltigkeit in der Lieferkette oder Digitalisierung. So entwickeln wir den Einkauf kontinuierlich weiter.
Unsere Einkaufsprozesse orientieren sich an der ISO-Norm 20400 zur nachhaltigen Beschaffung. Interne Regelwerke sollen Transparenz, Wettbewerb, Ordnungsmäßigkeit und Nachhaltigkeit beim Einkauf gemäß einem einheitlichen Verständnis sicherstellen.
Im Dow Jones Sustainability Index 2022 erhielt das Supply-Chain-Management von HOCHTIEF unter den weltweit evaluierten Unternehmen die drittbeste Bewertung. Zudem wurden wir von der Ratingagentur EcoVadis mit einem Platin-Status bewertet und erhielten im CDP-Ranking eine "B"-Bewertung.
| 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | |
| HOCHTIEF-Konzern | 59,50 | 79,16 | 75,05 | 71,84 |
Das Turner-Team für die neue Canaan Library in Connecticut kooperiert beim Bau der Bibliothek mit der lokalen Organisation Grace Farms und realisiert ein Pilotprojekt für das Programm Design for Freedom. Dabei liegt ein Fokus auf fairen Arbeitspraktiken innerhalb der Lieferkette. Alle Nachunternehmer sollen alle Materialien so weit wie möglich nachverfolgen können. Dazu hat Turner eine eigene Arbeitsgruppe gegründet. Weitere Projekte sollen folgen.
Turner kooperiert zudem eng mit dem Anbieter SourceBlue, um Produkte in den Bereichen Mechanik/Elektrotechnik, Architektur und Medizin einzukaufen. SourceBlue ermöglicht es Kunden, vom Netzwerk mit führenden internationalen Herstellern zu profitieren. Bauentscheidungen, Materiallieferungen, Qualitätskontrollen, Terminplanung und Ausgaben werden mit einem Höchstmaß an Qualität und Leistungsstandards durchgeführt.
Im Berichtsjahr hat Clark Builders einen Ausschuss für soziales Beschaffungswesen eingerichtet, der sich aus Vertretern verschiedener Abteilungen des Unternehmens zusammensetzt. Die Gesellschaft kooperiert mit Buy Social Canada, einer anerkannten Bildungs- und Beratungsorganisation für soziale Beschaffung. Im März absolvierte der Ausschuss eine professionelle Zertifikatsschulung, im Juli wurden die formelle soziale Beschaffungspolitik und der Strategieplan entwickelt, fertiggestellt und bestätigt. Im Rahmen des strategischen Plans arbeitet der Ausschuss mit den jeweiligen Abteilungen zusammen, um die skizzierten Initiativen und Ziele umzusetzen und in Pilotprojekten zu testen. Es wurde auch ein Kommunikationskonzept entwickelt, um alle Mitarbeitenden zu informieren.
In der Division HOCHTIEF Asia Pacific hat die Gesellschaft CPB Contractors im Geschäftsjahr 2021/2022 eine Rekordsumme von ungefähr 60 Millionen Euro für Aufträge an Unternehmen von australischen Ureinwohnern und Torres-Strait-Insulanern aufgewendet. Es handelt sich um Materialien und Dienstleistungen von mehr als 150 Unternehmen. CPB Contractors setzt sich mit einer Reihe von Initiativen für die australischen Ureinwohner ein. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg die Summe um ungefähr 60 Prozent.
Bei der Beschaffung von Nachunternehmerleistungen und Materialien legen wir großen Wert auf Nachhaltigkeitsaspekte. So kaufen wir beispielsweise bei dem Bau der Rheinbrücke in Duisburg und dem Rück- und Neubau von zwei Eisenbahnüberführungen auf dem Projekt Eisenbahnüberführung Balanstraße in München ausschließlich CSC-zertifizierten Beton ein. Auf beiden Projekten wird sichergestellt, dass der eingekaufte Beton sowohl vom Hauptlieferwerk als auch vom Ersatzlieferwerk mit einem CSC-Zertifikat mit Gold-Status versehen ist.
Nach Schätzungen von S&P Global belief sich das Investitionsvolumen in der globalen Hochbaubranche (ohne Wohnungsbau) im Jahr 2022 auf insgesamt 6,6 Bio. Euro (preisbereinigt in US-Dollar, 2015 = 100). Gegenüber 2021 entspricht dies einem realen Anstieg von 3,3 Prozent, wobei alle Segmente und insbesondere der Infrastrukturbereich zulegen konnten. 2023 und 2024 wird ein positiver Trend mit Zuwachsraten von 3,4 Prozent bzw. 4,1 Prozent voraussichtlich anhalten. Im genannten Zeitraum dürfte das globale Wachstum vor allem durch eine starke Entwicklung des Infrastruktursegments und robuste Investitionen im Hochbau (ohne Wohnungsbau) angekurbelt werden.
Der HOCHTIEF-Konzern ist mit seiner globalen Präsenz und seinem Leistungsportfolio sehr gut aufgestellt. Zum Ende des Jahres 2022 lag der Auftragsbestand des Konzerns weiterhin bei robusten 51,4 Mrd. Euro und damit 6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Das Auftragsvolumen entspricht einer rechnerischen Auslastung von rund 21 Monaten. Mit Blick auf die generellen Aussichten für das Jahr 2023 und darüber hinaus sowie auf unsere operative Performance im Geschäftsjahr 2022 gehen wir davon aus, dass wir bei unseren wesentlichen Kennzahlen auch weiterhin stabile Ergebnisse erreichen werden.
Unsere Strategie ist es, die Stellung von HOCHTIEF in den Kernmärkten weiter zu stärken und Marktwachstumschancen zu verfolgen. Gleichzeitig setzen wir auf cashgestützte Profitabilität und konsequentes Risikomanagement. Unsere Geschäftsbereiche sind flexibel, sodass sich die Unternehmensführung schnell auf veränderte Marktbedingungen einstellen kann. Eine aktive und disziplinierte Kapitalverwendung hat für uns hohe Priorität, und wir richten unser Augenmerk weiterhin auf eine attraktive Aktionärsvergütung sowie Investitionen in strategische Wachstumschancen, um so für alle Stakeholder nachhaltig Werte zu schaffen.
HOCHTIEF erzielte im Geschäftsjahr 2022 trotz der Herausforderungen des aktuellen Umfelds eine solide Leistung. Im Berichtszeitraum lieferten das Kerngeschäft der Divisions HOCHTIEF Americas, HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe sowie unsere 20-prozentige Beteiligung an der Abertis HoldCo (Abertis-Investment) Ergebnisbeiträge, die im Einklang mit den jeweiligen Segmentprognosen standen. Der operative Gewinn des HOCHTIEF-Konzerns belief sich auf 522 Mio. Euro und lag damit am oberen Ende der zum Jahresbeginn 2022 prognostizierten Spanne (475 bis 520 Mio. Euro) sowie 15 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Das Nettofinanzvermögen des HOCHTIEF-Konzerns belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2022 auf solide 354 Mio. Euro (2021: 556 Mio. Euro). Dies vergleicht sich mit unserer Erwartung einer ähnlich soliden Nettovermögensposition wie im Vorjahr, die wir im Geschäftsbericht 2021 in Abhängigkeit von Entscheidungen zur Kapitalallokation zum Ausdruck gebracht hatten. Bereinigt um die Investition in CIMIC in Höhe von 534 Mio. Euro (abzüglich der HOCHTIEF-Kapitalerhöhung von 406 Mio. Euro) und die Übernahme von MACA durch die Beteiligung von CIMIC an Thiess im Wert von 126 Mio. Euro, würde der Konzern ein Nettofinanzvermögen von über 1,0 Mrd. Euro ausweisen. Dieser Zuwachs ist vor allem auf eine hervorragende Cash Conversion im Berichtszeitraum zurückzuführen.
2022 hat sich die Lost Time Injury Frequency Rate (LTIFR) im HOCHTIEF-Konzern von 1,54 im Vorjahr auf 1,30 verbessert (Prognose: 1,16). In den Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Asia Pacific ist die Unfallhäufigkeit deutlich gesunken. Die Division HOCHTIEF Europe verzeichnete dagegen einen geringfügig höheren Wert. Die insgesamt positive Entwicklung basiert auf einer Reihe von Schulungs- und Präventionsmaßnahmen sowie auf der seit der Covid-19-Pandemie geschärften Sensibilität der Mitarbeitenden für Sicherheits- und Gesundheitsthemen.
1 Weitere Informationen finden Sie im Kapitel
Märkte.
2 Weitere Informationen finden Sie im Kapitel
Strategie.
3 Weitere Informationen finden Sie im Kapitel
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage.
Während der Berichtsperiode begann HOCHTIEF mit der Umsetzung seines umfassenden Nachhaltigkeitsplans 2025. Dabei entwickeln und unterstützen internationale Arbeitsgruppen spezifische Maßnahmen, die auf die in allen ESG-Dimensionen eingegangenen Verpflichtungen abgestimmt sind.
Der Auftragsbestand von HOCHTIEF lag zum Jahresende 2022 bei soliden 51,4 Mrd. Euro. Dies entspricht auf vergleichbarer Basis einem Anstieg von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wobei der Einfluss der Umgliederung von Ventia zu einer Finanzanlage berücksichtigt ist. Die Fundamentaldaten für die Aktivitäten in den für HOCHTIEF relevanten Märkten dürften auch im Jahr 2023 solide bleiben (siehe auch Kapitel Märkte). Der insgesamt positive Ausblick spiegelt sich auch in unserer Erwartungshaltung für die wesentlichen Steuerungsgrößen des HOCHTIEF-Konzerns und der HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Geschäftsjahr 2023 wider. Die für die Prognose herangezogenen Wechselkurse entsprechen in etwa den Kassakursen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des HOCHTIEF-Konzernberichts.
Für den HOCHTIEF-Konzern erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023 je nach Marktumfeld einen operativen Konzerngewinn im Bereich von 510 bis 550 Mio. Euro. Zum Vergleich: Im Geschäftsjahr 2022 erwirtschaftete HOCHTIEF einen operativen Konzerngewinn von 522 Mio. Euro. HOCHTIEF geht für 2023 nach Bereinigung um den außerordentlichen Mittelabfluss im Zusammenhang mit dem CCPP-Altprojekt i.H.v. 191 Mio. Euro von einem ähnlich soliden Nettofinanzvermögen in der Größenordnung von ca. 0,3 Milliarden Euro (2022: 354 Mio. Euro) aus. Dieses unterliegt unter anderem außergewöhnlichen Effekten durch Investitionen, Veräußerungen und Veränderungen des Nettoumlaufvermögens.
Das Bewusstsein für Gesundheit und Unversehrtheit an unseren Arbeitsstätten wollen wir im gesamten Konzern weiterhin intensiv fördern. Zugleich ist uns bewusst, dass die Unfallhäufigkeit auch von weiteren Faktoren abhängig ist und eine nachhaltige Verbesserung der Kennzahl LTIFR nur über einen längeren Zeitraum hinweg möglich sein wird. Aus den genannten Gründen bleiben wir auch für 2023 bei unserer LTIFR-Prognose von 1,16. An unserem LTIFR-Ziel von 1,04 bis 2025 und von 0,9 für das Jahr 2030 halten wir weiterhin fest.
HOCHTIEF geht davon aus, dass sich die nicht operativen Effekte auf einem ähnlichen Niveau bewegen dürften wie 2022; diese werden voraussichtlich im Wesentlichen aus Restrukturierungskosten und Investitionen bestehen.
2023 wollen wir Maßnahmen weiterentwickeln und umsetzen, die für die Erreichung der Ziele unseres Nachhaltigkeitsplans 2025 sowie unserer längerfristigen Zielvorgaben erforderlich sind. Letztere umfassen unter anderem die Klimaneutralität bereits im Jahr 2038 für Scope-1- und Scope-2-Emissionen sowie die "Netto-Null" (einschließlich Scope-3-Emissionen) bis 2045.
Die Vergütung der Aktionäre genießt für HOCHTIEF auch weiterhin Priorität. Die vorgeschlagene Dividende von 4,00 Euro je Aktie entspricht einer unveränderten Konzernpolitik zur Ausschüttungsquote von 65 Prozent des nominalen Konzerngewinns.
Bei HOCHTIEF unterscheiden sich die Geschäftsfelder und Projekte hinsichtlich ihrer Art, des Volumens, der Dauer, der Komplexität sowie des technischen Anspruchs. Vor diesem Hintergrund ist es von besonderer Bedeutung für den Konzernerfolg, dass das Chancen- und Risikomanagement auf die Geschäftstätigkeit zugeschnitten ist und das operative Geschehen individueller Projekte in den Fokus nimmt. (Eine Übersicht zu aktuellen Marktchancen und Megatrends finden Sie in den Kapiteln Märkte und Rahmenbedingungen sowie Strategie.) Wir betrachten regelmäßig auch die nichtfinanziellen Themen, ihre Auswirkungen und Relevanz, etwa im Rahmen der Materialitätsanalyse.
Das von HOCHTIEF etablierte Risikomanagementsystem bezieht alle Ebenen der Organisation mit ein und definiert Richtlinien, Verantwortlichkeiten, Prozesse sowie Instrumente. Chancen und Risiken werden frühzeitig bewertet und daraus geeignete Maßnahmen abgeleitet, um Chancen wahrzunehmen und Risiken effektiv zu reduzieren. Dabei behandeln wir finanzielle sowie nichtfinanzielle Aspekte.
Wir verfolgen kontinuierlich die Entwicklung konzernrelevanter Märkte und Regionen und berücksichtigen dies in entsprechenden Planungen. Sollten sich Einflussfaktoren bei einem Projekt oder in einem Geschäftsfeld anders darstellen als bis zu diesem Zeitpunkt angenommen, könnte dies Auswirkungen auf die wesentlichen Kennzahlen von HOCHTIEF haben und möglicherweise das prognostizierte Wachstum für ein Geschäftsjahr oder aufeinanderfolgende Jahre verändern.
Die Finanz- und Ertragslage der HOCHTIEF Aktiengesellschaft als Management-Holding ist letztendlich bestimmt durch das Vermögen der Konzerngesellschaften und deren Fähigkeit zur Erwirtschaftung nachhaltiger positiver Ergebnisbeiträge sowie positiver Cashflows. Das Risikoprofil der HOCHTIEF Aktiengesellschaft stimmt somit im Wesentlichen mit dem des Konzerns überein. Die Berichterstattung der Konzerngesellschaften an die HOCHTIEF Aktiengesellschaft bildet die Basis für die Sicht auf die Lage des Konzerns.
Das konzernweite Risikomanagement beinhaltet eine Reihe einzelner Komponenten. Den übergeordneten Rahmen bilden Richtlinien, die im Hinblick auf die sich ändernden gesetzlichen Anforderungen laufend überprüft und bei Bedarf angepasst werden. Weiterhin tragen konzernweit gültige Standards, etwa zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Sozialstandards sowie Verhaltens- und Compliance-Regeln wie der Code of Conduct, dazu bei, Risiken zu minimieren. Schließlich werden diese konzernweiten Maßnahmen ergänzt durch die individuellen Systeme, Prozesse und Organisationsanweisungen der Divisions und operativen Einheiten, die der detaillierten Identifikation, Bewertung und Steuerung von Chancen und Risiken in den jeweiligen Märkten dienen.
Der Vorstand, der Aufsichtsrat sowie der Prüfungs-/Nachhaltigkeitsauschuss werden regelmäßig über potenzielle wesentliche Kontrollschwächen sowie die Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen informiert. Im Geschäftsjahr 2022 sind dem Management keine wesentlichen Auffälligkeiten bekannt gewesen, die gegen die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risiko- und Chancenmanagements sprechen.
Den Begriff "Risiko" definiert HOCHTIEF als ein Ereignis mit möglicher negativer Auswirkung auf die -im Hinblick auf die unternehmerischen Ziele -im Plan formulierten Erwartungswerte relevanter wirtschaftlicher Kennzahlen. Hierbei bezieht sich ein Risiko primär auf Ereignisse mit möglicher Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern und die Liquidität. Um eine transparente Darstellung zu ermöglichen, werden die einzelnen Risiken nach Risikokategorien gegliedert.
Im Risikomanagement werden die folgenden Risikokategorien in einem detaillierten Bottom-up-Prozess betrachtet, die einen direkten oder indirekten Einfluss auf die Geschäftstätigkeit im HOCHTIEF-Konzern nehmen:
| ― |
Marktrisiken und regulatorische Risiken |
| ― |
Umweltrisiken |
| ― |
Finanzielle Risiken |
| ― |
Personelle und soziale Risiken |
| ― |
Interne und technologische Risiken |
| ― |
Projekt- und Vertragsrisiken |
| ― |
Investitionsrisiken |
| ― |
Rechtliche Risiken (inklusive Risiken in Verbindung mit Menschenrechten, Strafsachen und Korruption) |
Zudem berücksichtigen wir bei unserer Betrachtung grundsätzlich auch Risiken, die sich aus unseren Produkten und Dienstleistungen für unsere Stakeholder ergeben.
Wir betrachten zugleich stets auch die Chancen, die sich in unseren Projekten und Märkten ergeben, und entwickeln diese aktiv. Als "Chance" definieren wir mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer positiven Abweichung von Prognosen bzw. Zielen des Konzerns führen können. Die Identifikation und das Nutzen von Chancen können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die bestehende Marktposition zu erhalten und auszubauen.
1 inkl. Menschenrechte, kriminelle Handlungen
und Korruption
Alle HOCHTIEF-Divisions sind integraler Bestandteil des HOCHTIEF-Risikomanagements und verbessern kontinuierlich ihr individuelles Risikomanagement in ihrem jeweiligen Marktumfeld.
Turner und Flatiron in der Division HOCHTIEF Americas sind in das Risikomanagementsystem von HOCHTIEF integriert. Das "Risk Management Steering Committee" übernimmt bei Turner eine Schlüsselrolle: Es koordiniert und überwacht sämtliche risikobezogenen Themen. Durch eine speziell entwickelte Risikomatrix kann Turner potenzielle Risiken frühzeitig identifizieren und -sofern erforderlich -kontrollieren. Zudem werden auf Ebene der Business-Units quartalsweise Risikoanalysen erstellt und die Ergebnisse in einem "Riskmemo" aggregiert. Bei Flatiron deckt eine Abteilung für Risikomanagement alle Aspekte des Risikomanagements ab. Alle Projekte werden bereits in der Angebotsphase systematisch aus Risikosicht analysiert und bewertet. In monatlichen Gesprächen zu allen wesentlichen Projekten werden auf Topmanagementebene Risiken sowie Gegenmaßnahmen identifiziert und der aktuelle Status der Risikosituation abgestimmt und bewertet. Die Einbindung der internen technischen Kompetenzzentren Turner Engineering Group bzw. Flatiron Technical Services Group trägt bei den Gesellschaften zusätzlich zur Vermeidung von Projektrisiken bei.
In der Division HOCHTIEF Asia Pacific betreibt CIMIC wie die anderen Divisions des HOCHTIEF-Konzerns das Risikomanagement als die Identifikation, Bewertung und Behandlung von Risiken mit potenziell erheblichem Einfluss auf die Geschäftstätigkeit, die Mitarbeitenden, den Ruf des Unternehmens, das Umfeld und die Standorte, an denen das Unternehmen tätig ist, sowie auf dessen wirtschaftliche Perspektiven. Die Risiken werden laufend überwacht und dem CIMIC-Vorstand geht quartalsweise ein Riskobericht zu. Er ist auf die Geschäftstätigkeit von CIMIC abgestimmt, in bestehende Prozesse eingebettet und auf die kurz- und langfristigen Unternehmensziele ausgerichtet. Mit seinen vielfältigen Aktivitäten, seiner breiten geografischen Aufstellung und seinem großen Marktspektrum ist CIMIC einer Reihe von Risikofaktoren ausgesetzt, die das Erreichen der Unternehmensziele potenziell gefährden können. Wie in allen anderen Divisions unterliegt das Risikomanagement bei CIMIC der HOCHTIEF-Konzernrichtlinie zum Risikoreporting.
Die Gesellschaft HOCHTIEF Infrastructure, die das Baugeschäft in Europa verantwortet, gliedert das Risikomanagement in fünf Fachbereiche: "Project Acquisition and Implementation" (Begleitung der kompletten Angebotsbearbeitung der operativen Einheiten); "Project Risk Management" (Unterstützung der operativen Einheiten im Risk-Monitoring); "Dispute Resolution and Litigation" (Projektmanagement für Streitschlichtungen); "Technical Quality Control Group" (Reduktion technischer Risiken und Verbesserung der Projektausführung) und "Qualitätsmanagement" (QM) (Erarbeitung, Dokumentation und Weiterverbesserung der Prozesse für unser operatives Geschäft; interne und externe QM-Audits; kontinuierlicher Verbesserungsprozess [KVP]; Best Practice und Lean Construction).
Die Gesellschaft HOCHTIEF PPP Solutions, die Planungs-, Finanzierungs-, Bau- und Betriebsleistungen im Rahmen von öffentlich-privaten Partnerschaften (Public-Private-Partnerships) für Verkehrs- und soziale Infrastruktur realisiert, hat ein Risikomanagementsystem zur systematischen Erfassung, Bewertung und Kontrolle von Risiken implementiert. In den Kernprozessen "Acquisition", "Execution" und "Divestment" werden regelmäßig Chancen und Risiken analysiert. Durch eine aktive Risikosteuerung mit geeigneten Maßnahmen wird das Gefährdungspotenzial reduziert. Die Bandbreite der zu ergreifenden Maßnahmen ist vielfältig, je nach betrachtetem Risiko beinhaltet dies zum Beispiel die aktive Zusammenarbeit mit dem Kunden, um eine alternative technische Lösung zu erarbeiten, die Versicherung von Risiken oder eine zusätzliche Rückstellungsbildung zur Risikovorsorge. Das Risikomanagement ist Teil des Qualitätsmanagementsystems, das HOCHTIEF PPP Solutions zur kontinuierlichen Verbesserung der Qualität seiner Projekte und Dienstleistungen und zur systematischen Prozessoptimierung eingeführt hat.
Das Chancenmanagement erfolgt im Wesentlichen durch das strategische Management sowie im Rahmen des dezentralen kontinuierlichen Verbesserungsprozesses. Um Chancen rechtzeitig zu identifizieren und wahrnehmen zu können, beobachten wir unsere Märkte und ihre Entwicklung intensiv. Zu den aktuellen Chancen für den HOCHTIEF-Konzern zählen insbesondere Akquisitionen sowie erhöhte Investitionsvolumina in unseren Kernmärkten.
HOCHTIEF verfolgt die kontinuierliche Verbesserung des Risikomanagements als ein zentrales strategisches Ziel. Die Bedeutung des Themas und der strategische HOCHTIEF-Ansatz werden den Mitarbeitenden nahegebracht: So bieten wir interne Schulungen und Fortbildungen zum Themenbereich Risikomanagement an und legen Wert darauf, dass Mitarbeitende an solchen Schulungen teilnehmen.
HOCHTIEF verfügt über ein Vergütungssystem mit fixen und variablen Komponenten, das regelmäßig überprüft wird. Ein wichtiger Bestandteil dieses Systems ist die Einführung von risikobezogenen Messgrößen und Zielen, an deren Erfüllung oder Nichterfüllung sich die Mitarbeitenden im Rahmen entsprechend den Aufgaben und Verantwortlichkeiten gestalteter individueller Zielvereinbarungen messen lassen. HOCHTIEF bietet seinen Mitarbeitenden vielfältige Systeme und Tools, um mögliche Risiken zu identifizieren, auf potenzielle Risiken für HOCHTIEF hinzuweisen und, wenn nötig, gegenzusteuern.
Die Zertifizierung von HOCHTIEF nach ISO 9001:2015, die auch den Umgang mit Chancen und Risiken betrachtet, ist ein zusätzlicher Beleg für die gute Umsetzung des Chancen- und Risikomanagements von HOCHTIEF.
Als unternehmenseigener Versicherungsmakler koordiniert die HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions GmbH das versicherungsbezogene Risikomanagement der Divisions des HOCHTIEF-Konzerns und ist damit Teil des konzernweiten Risikomanagements. Die Gesellschaft ist unmittelbar der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zugeordnet.
Zielsetzung ist der Schutz der Konzernbilanz durch einen bedarfsgerechten Versicherungsschutz für die vielfältigen Projekte und Aktivitäten des HOCHTIEF-Konzerns zu minimalen Gesamtrisikokosten (Total Cost of Risk). Zusätzlich wird das lokale Risikomanagement der operativen Einheiten durch die Bereitstellung von aggregierten Informationen unterstützt, die durch Erhebung und Analyse von Daten im Rahmen eines konzernweiten Versicherungsberichtswesens gewonnen werden.
Durch Versicherungslösungen für Verkehrsinfrastrukturprojekte sowie für Projekte der sozialen und urbanen Infrastruktur werden die relevanten versicherbaren Risiken vor und während der Bauphase sowie in der Betriebsphase abgedeckt. Der Fokus der umfassenden Versicherungskonzepte liegt auf der sachgerechten Absicherung von Sach- und Vermögensschäden. Typische Instrumente hierfür bieten neben der Haftpflichtversicherung die Bauleistungs- und die Sach-Allgefahrenversicherung. Neben den Einheiten des HOCHTIEF-Konzerns werden auch externe Unternehmen, in erster Linie Projektpartner, Eigentümer und Endnutzer, in den Versicherungsschutz der Projekte miteinbezogen.
Unsere Versicherungsgesellschaften wurden 2022 unter dem Namen Stonefort umfirmiert. Durch die Versicherungsgesellschaften Stonefort Reinsurance S.A. und Stonefort Insurance S.A. sowie die Beratungsgesellschaft Stonefort Captive Management S.A. werden darüber hinaus weitere Produkte und Dienstleistungen zur Optimierung der Risiko- und Kostenstruktur des Konzerns sowie für externe Kunden bereitgestellt. Die Ratingagentur AM Best hat die Finanzstärke beider Versicherungsgesellschaften 2022 erneut mit "A-" (Excellent) bewertet.
Eine konzernweit gültige Richtlinie regelt den einheitlichen Umgang mit der Risikoberichterstattung. Sie umfasst die Meldung und Kommunikation von Risiken, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Definition eines gültigen Rahmens des Risikoberichtswesens. Dieser Risikoberichterstattungsprozess ist zusätzlich zum operativen Risikomanagement Teil der konzernweiten Prozesse zur Handhabung von Risiken. Die Richtlinie wird anlassbezogen, zuletzt 2022, aktualisiert.
Finanzielle und nichtfinanzielle Risiken werden in den Planungs- und Prognoseprozess einbezogen. In einem mehrstufigen Prozess erfassen die operativen und die Holdinggesellschaften ihre Risikoposten und bewerten diese zusammen mit dem Management und dem Controlling der Divisions. Anschließend werden die relevanten Risiken an das Konzerncontrolling gemeldet, unter Angabe der potenziellen Auswirkungen auf Ergebnis und Liquidität im aktuellen Geschäftsjahr und in den zwei darauffolgenden Jahren sowie der Risikokategorie, des möglichen Eintrittszeitpunkts, der Eintrittswahrscheinlichkeit und der bereits getroffenen Maßnahmen zur Abwendung und Minderung der beobachteten Risiken. Die daraus resultierende Risikosituation wird in einen abschließend erstellten Risikobericht für den Vorstand überführt. Zudem wird dem Audit-Committee des Aufsichtsrats regelmäßig über die aktuelle Risikosituation im Konzern berichtet.
Die Erstellung fallbezogener Risikoszenarien bildet mögliche Auswirkungen auf HOCHTIEF und Korrelationen einzelner Risiken untereinander ab und dient dazu, vorhandene Sensitivitäten beurteilen zu können. Mittels der vorhandenen Instrumente wird die Risikosituation fortlaufend kontrolliert. Wesentliche Änderungen werden, unabhängig von regelmäßigen Aktualisierungen, unverzüglich gemeldet ("internes Ad-hoc-Reporting"). In diesem Zusammenhang bildet der Investitionsausschuss ein wesentliches Element des Risikomanagements von HOCHTIEF: Bevor genehmigungspflichtige Investitionen, Desinvestitionen und Beteiligungen getätigt werden, bewertet er die damit verbundenen möglichen Risiken für HOCHTIEF. So werden diese vermieden oder zumindest reduziert. Ziel ist es, mittels Standardkriterien und -verfahren sicherzustellen, dass Entscheidungen gemäß identischen genehmigten Prinzipien getroffen werden. Dabei sind Projektgröße und -komplexität wichtige Kriterien für die Art und den Umfang der Risikobetrachtung.
Die Konzernrevision übernimmt als unabhängige interne Prüfungsinstanz die Überwachung der Geschäftsprozesse und des Risikomanagements hinsichtlich der Einhaltung von Gesetzen, Verordnungen, Richtlinien, internen Kontrollsystemen und Unternehmenszielen. Das Programm risikobasierter Prüfungen wird durch außerplanmäßige Sonderprüfungen ergänzt.
Dafür hat die Konzernrevision weitgehende und uneingeschränkte Informations- und Prüfungsrechte im Konzern. Sie ist eine unabhängige interne Institution, die im Auftrag des HOCHTIEF-Vorstands Prüfungen in den Geschäftsbereichen, Beteiligungsgesellschaften, Projektgesellschaften sowie bei Fremdfirmen, für die vertragliche Prüfungsrechte bestehen, wahrnimmt und den Vorstand dahin gehend sowie in seiner Leitungsfunktion durch unabhängige Analysen, Auswertungen und Vorschläge unterstützt. Die Konzernrevision berichtet dem Management und dem Vorstand über jede ihrer Prüfungen sowie zusammengefasst dem Prüfungs-/Nachhaltigkeitsausschuss von HOCHTIEF.
Ziel der Konzernrevision ist es, zur Sicherung des Betriebsvermögens beizutragen, die Zuverlässigkeit der Risikomanagement- und Überwachungssysteme zu bewerten und einen Beitrag zu deren Verbesserung sowie zur Wirtschaftlichkeit in den unternehmensinternen Prozessen zu leisten.
Die Konzerngesellschaften Turner und CIMIC besitzen zusätzlich eigenständige Revisionseinheiten. Die Ergebnisse aus den Revisionsprüfungen werden herangezogen, um das Risikomanagement - und hier insbesondere die Risikofrüherkennung und -steuerung -weiter zu optimieren. Die Prozesse der Revision folgen internationalen Prüfungsstandards und werden regelmäßigen, unabhängigen Quality-Assessments unterzogen.
Unser Internes Kontrollsystem (IKS) gründet sich auf die bei HOCHTIEF eingeführten Grundsätze, Richtlinien und Maßnahmen, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Vorstands gerichtet sind. Es zielt darauf ab, die Ordnungsmäßigkeit und Wirksamkeit des Systems zur Mitigierung aller wesentlichen operativen und finanziellen Unternehmensrisiken sicherzustellen und abzubilden und auf ein für das Unternehmen angemessenes Niveau zu reduzieren. Bei der Ausgestaltung des IKS orientiert sich HOCHTIEF am weltweit anerkannten COSO-Rahmenwerk (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission), setzt auf dem von COSO entwickelten und international anerkannten Rahmenwerk "Internal Control - Integrated Framework" (2013) auf und hat es an die Anforderungen von HOCHTIEF angepasst. Das Rahmenwerk definiert die Elemente eines Kontrollsystems und setzt den Maßstab für die Bewertung der Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS.
Die Angemessenheit und Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems (IKS) wird durch an die Geschäftsaktivitäten der HOCHTIEF angepasste Maßnahmen und Kontrollen gewährleistet. Zu Beginn stehen eine Risikoanalyse und eine Kontrolldefinition mit dem Ziel, bedeutende Kontrollschwächen für die Rechnungslegungs- und Finanzberichterstattungsprozesse sowie weitere wesentliche nicht rechnungslegungsrelevante Prozesse in den wesentlichen Gesellschaften, organisatorischen Einheiten und Konzernfunktionen zu identifizieren. Die notwendigen Kontrollen werden daraufhin definiert und dokumentiert. Seit Beginn des Jahres 2023 sind konzernweite, formelle Vorgaben in Form von einheitlichen Risiko-Kontroll-Matrizen implementiert, die auch die nicht finanzrelevanten Geschäftsprozesse erfassen. Um die Wirksamkeit der Kontrollen zu beurteilen, werden regelmäßig Stichprobenprüfungen durch die Prozessverantwortlichen und die Revision durchgeführt. Diese bilden die Grundlage für eine Selbsteinschätzung, ob die Kontrollen angemessen ausgestaltet und wirksam sind. Die Überwachung des IKS obliegt der Konzernrevision, die die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und internen Richtlinien prüft und die Wirksamkeit beurteilt.
Das IKS umfasst auch ein an der Risikolage des Unternehmens ausgerichtetes Compliance Management System (CMS) 1. Unser Compliance-System (weitere Informationen dazu im Kapitel Compliance) hat das Ziel, Korruptions- und Kartellrechtsverstöße sowie Zuwiderhandlungen gegen Geldwäsche-Regeln bereits im Vorfeld zu verhindern. Dies geschieht durch Umsetzung eines umfassenden CMS, welches die Risikoidentifizierung von Compliance-Risiken einschließlich ihrer Maßnahmenzuordnung enthält und fortlaufend überwacht und verbessert wird. Unser Fokus liegt unter anderem auf regelmäßigen Schulungen unserer Mitarbeitenden sowie auf der Einführung geeigneter Prozesse und systematischer Kontrollen. So ist es die Aufgabe der Compliance-Organisation, solche organisatorischen Vorkehrungen zu treffen, die geeignet sind, ein regelgerechtes Verhalten des Unternehmens, seiner Organe und Mitarbeitenden gegenüber geltendem Recht und internen Compliance-Vorgaben sicherzustellen.
Der Vorstand, der Aufsichtsrat sowie der Prüfungsausschuss werden regelmäßig über potenzielle wesentliche Kontrollschwächen sowie die Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen informiert. Im Geschäftsjahr 2022 sind dem Management keine wesentlichen Auffälligkeiten bekannt gewesen, die gegen die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS im Hinblick auf nicht rechnungslegungsrelevante Prozesse sprechen.
Eine verlässliche und ordnungsgemäße Finanzberichterstattung ist sowohl für die Entscheidungen des Managements als auch für die Information von Stakeholdern und Öffentlichkeit von zentraler Bedeutung. Im HOCHTIEFKonzern werden die aus dem Konzernrechnungslegungsprozess resultierenden Risiken folgendermaßen berücksichtigt: Die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung ist durch die IFRS-Bilanzierungsrichtlinie gewährleistet, die jährlich aktualisiert wird. Für die deutschen Konzerngesellschaften ist zusätzlich die ebenfalls jährlich aktualisierte HGB-Bilanzierungsrichtlinie zu berücksichtigen. Die Tochtergesellschaften verantworten in enger Abstimmung mit dem Konzernrechnungswesen die Einhaltung der konzernweit gültigen Bilanzierungsvorschriften in ihren Abschlüssen.
Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten erfolgt in Absprache mit der Abteilung Konzernfinanzen. So werden Verlässlichkeit und Richtigkeit der verarbeiteten Zahlen sichergestellt.
Die Bewertung derivativer Finanzinstrumente wird zudem durch ein im Industrie- und Bankensektor etabliertes Treasury-Management-Tool unterstützt. Darüber hinaus setzt HOCHTIEF externe Dienstleister ein, zum Beispiel für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen.
Die korrekte Durchführung der Kapital- und Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung sowie der Zwischengewinneliminierung wird durch die softwaregestützte Erstellung des Konzernabschlusses sowie systemseitige Plausibilisierungen des Zahlenwerks unterstützt. Sofern dennoch in Einzelfällen Klärungsbedarf bestehen sollte, werden diese vom Konzernrechnungswesen geprüft und geklärt. Das im Konzern eingesetzte Konsolidierungssystem verfügt über ein Zugriffsberechtigungssystem. So wird gewährleistet, dass die jeweils verantwortlichen Mitarbeitenden nur auf die für sie relevanten Daten zugreifen können. Das Konsolidierungssystem wird von der Konzernrevision regelmäßig überprüft.
Im Rahmen der Erstellung von Jahres- und Konzernabschluss wird unter anderem zur Gewährleistung des elektronischen Berichtsformats (European Single Electronic Format) ein Disclosure Management System inklusive eines Berechtigungssystems eingesetzt, das ebenfalls durch die Konzernrevision geprüft wird.
Der Vorstand, der Aufsichtsrat sowie der Prüfungs-/Nachhaltigkeitsauschuss werden regelmäßig über potenzielle wesentliche Kontrollschwächen, sowie die Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen informiert. Im Geschäftsjahr 2022 sind dem Management keine wesentlichen Auffälligkeiten bekannt gewesen, die gegen die Angemessenheit und Wirksamkeit des Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sprechen. Auf der Grundlage von Feststellungen, die bei Prüfungen der Internen Revision oder externen Prüfungen getroffen werden, nehmen wir kontinuierliche Verbesserungen an unserem IKS und RMS vor. 1
Nachhaltigkeitsbezogene Daten, die auch im Zusammenhang mit dem HOCHTIEF-Nachhaltigkeitsplan 2025 stehen und den Erfordernissen der Berichterstattung nach dem GRI-Rahmenwerk folgen, werden konzernweit durch softwarebasierte Tools regelmäßig in jedem Geschäftsjahr erfasst und verarbeitet. Diese Erhebung umfasst qualitative und quantitative Informationen zu allen relevanten Nachhaltigkeitsthemen. Die Auswertung und Analyse der Daten obliegt den zuständigen Fachabteilungen. Die Ergebnisse fließen sowohl in die jährliche Konzernberichterstattung als auch in die Weiterentwicklung der Aktivitäten zum Nachhaltigkeitsplan ein.
Die verbindlich definierten Risikokategorien ermöglichen eine einheitliche und transparente Darstellung. Die Risikobewertung und -berichterstattung dient der Quantifizierung von Risiken hinsichtlich ihres Schadenspotenzials und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit nach Berücksichtigung bereits getroffener Maßnahmen. Der jeweilige Erwartungswert ergibt sich dabei als Multiplikation der Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos und dessen potenzieller Auswirkung auf die Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Die aggregierten Risiken im aktuellen Geschäftsjahr und in den zwei darauffolgenden Jahren in den nachfolgend aufgeführten Risikokategorien werden in Abhängigkeit vom Erwartungswert als "gering" (mögliche Auswirkungen von 0 bis 250 Mio. Euro, akkumuliert über drei Jahre), "mittel" (mögliche Auswirkungen von 250 bis 500 Mio. Euro, akkumuliert über drei Jahre) beziehungsweise "hoch" (mögliche Auswirkungen über 500 Mio. Euro, akkumuliert über drei Jahre) klassifiziert. Der Erwartungswert des Schadenspotenzials bezieht sich sowohl auf das Vorsteuerergebnis als auch auf die Liquidität.
Die im HOCHTIEF-Konzern angewandte Risikodefinition umfasst finanzielle und nichtfinanzielle Risiken und ihre Auswirkungen. Dabei ist es für den internen Berichtsprozess unerheblich, ob ein zu berichtendes Risiko auf finanzielle oder nichtfinanzielle Aspekte zurückzuführen ist. Eine meldepflichtige Abweichung bezüglich Nettoschadenshöhe und Erwartungswert ist gegeben, sobald der Wert oberhalb der jeweiligen Meldegrenzen liegt. Somit werden wesentliche Risiken im Sinne des § 289c Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 und 4 HGB berücksichtigt, die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf nichtfinanzielle Aspekte haben. Risiken mit Auswirkungen unterhalb der Meldeschwellen werden nur erfasst, wenn sie große potenzielle Auswirkungen auf nichtfinanzielle Aspekte haben oder die finanziellen Auswirkungen wahrscheinlich groß, aber derzeit nicht quantifizierbar sind.
In Bezug auf die Nachhaltigkeitsaspekte gemäß HGB erfolgt das Nachhaltigkeitsmanagement bei HOCHTIEF dezentral, wird jedoch zentral überwacht. Nachhaltigkeitsaspekte im operativen Geschehen werden durch den Chief Sustainability Officer von HOCHTIEF gesteuert und überwacht. Auch die Fachabteilungen der Konzernzentrale analysieren die für ihre Themen relevanten Risiken im Zusammenhang mit ihren Kernaufgaben und innerhalb ihrer Zielsysteme. Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft beziehungsweise die Risiken und Chancen daraus werden überdies auf Projektebene behandelt. So gehören zum Beispiel Umwelt- sowie Stakeholdermanagement-Konzepte zu den üblichen Arbeitsmitteln in der Abwicklung von Bauprojekten.
Auch Chancen werden hinsichtlich ihrer Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern und die Liquidität betrachtet. Chancen für HOCHTIEF sehen wir vor allem in unseren Kernmärkten, in denen wir -insbesondere in unseren bestehenden Marktsegmenten - Wachstumspotenzial aktiv bewerten.
Das Gesamtrisiko des HOCHTIEF-Konzerns wird durch die Summierung der Erwartungswerte der Einzelrisiken sowie das Aggregieren auf Konzernebene nach Divisions und den genannten Kategorien ermittelt. Chancen werden insbesondere durch die genaue Beobachtung von Märkten und die Identifikation sich bietender Marktpotenziale in allen Geschäftsbereichen des Konzerns definiert.
Das bei HOCHTIEF für das Geschäftsjahr 2023 identifizierte Gesamtrisiko besteht hauptsächlich aus den im Folgenden erläuterten, den einzelnen Kategorien zugeordneten Risiken:
Die wirtschaftliche Entwicklung des HOCHTIEF-Konzerns ist eng mit den makroökonomischen Trends und Konjunkturzyklen der Länder und Regionen, in denen HOCHTIEF tätig ist, verbunden. (Weitere Informationen zu unseren Märkten und der Positionierung von HOCHTIEF finden Sie im Kapitel Märkte sowie im Segmentbericht.)
Auch 2022 hat die weltweite Covid-19-Pandemie die wirtschaftliche Entwicklung negativ beeinflusst. HOCHTIEF war 2022 in den jeweiligen Kernmärkten in unterschiedlichem Ausmaß betroffen. Pandemiebedingte Beschränkungen und zusätzliche Auflagen bei Projekten sowie Verzögerungen bei der Vergabe neuer Projekte wirkten sich jedoch nur sehr eingeschränkt auf HOCHTIEF aus. Die Verkehrsentwicklung bei unserer Finanzbeteiligung Abertis übertraf 2022 sogar das Vor-Covid-Niveau.
Wir beobachten weltwirtschaftliche und geopolitische Entwicklungen in den für HOCHTIEF bedeutenden Regionen und Märkten intensiv. HOCHTIEF konzentriert sich auf attraktive Märkte in Nordamerika, Australien und Europa. Dabei sind wir in unseren Marktsegmenten weltweit herovrragend positioniert. Aus dieser Position heraus sehen wir weiterhin gute Chancen, um unsere Marktposition und das Kerngeschäft zielgerichtet weiter auszubauen sowie für alle Stakeholder nachhaltig Werte zu schaffen und die cashgestützte Profitabilität zu steigern.
Veränderungen der geopolitischen Lage können möglicherweise langfristig negative Auswirkungen auf die globale Weltwirtschaft haben und auch das öffentliche Investitionsvolumen reduzieren. Dadurch können sich langfristig die Wachstumsperspektiven in den für HOCHTIEF bedeutenden Märkten reduzieren und/oder die künftige Geschäftsentwicklung kann beeinträchtigt werden. Mit seiner starken weltweiten Präsenz, fokussiert auf entwickelte Märkte, und mit seinen renommierten lokalen Gesellschaften ist HOCHTIEF gut positioniert, um möglichen regionalen Schwankungen zu begegnen und flexibel auf derartige Risiken zu reagieren.
Im Jahr 2022 verzeichnete die US-Wirtschaft laut S&P Global einen Wachstumsrückgang hauptsächlich infolge geringerer Infrastrukturaktivitäten. Die weitere Entwicklung der anhaltenden Handelskonflikte zwischen den USA und ihren Handelspartnern ist mit Unsicherheiten behaftet. Eine Verschärfung dieser Konflikte könnte sich künftig negativ auf die weltwirtschaftliche Entwicklung auswirken und so möglicherweise zu einer Reduktion der Wirtschaftsleistung beitragen. S&P Global rechnet beim Gesamtvolumen der Investitionen im Hochbau ohne Wohnungsbau in den für HOCHTIEF relevanten Ländern und Segmenten in Nordamerika mit einem realen Wachstum von 3,3 Prozent im Jahr 2023 und von 0,9 Prozent im Jahr 2024. Nominal ergibt sich daraus eine Wachstumsprognose von 9,5 Prozent beziehungsweise 4,3 Prozent. Im Infrastrukturbau sind die höchsten Wachstumsraten zu erwarten, da sich die Mittel aus dem Infrastructure Investments and Jobs Act (IIJA) in konkreten Projekten niederschlagen dürften. Im Hochbau ohne Wohnungsbau wird für den Zeitraum 2023/2024 eine weitgehend robuste Entwicklung erwartet, mit unterschiedlicher Dynamik in den verschiedenen Teilsegmenten.
In den Märkten Asien und Australien ist eine deutlich positive Entwicklung für das Jahr 2022 festzustellen. Durch neue Infrastrukturprogramme seitens der australischen Regierung ist der Marktausblick für das Jahr 2023 gleichbleibend positiv, das bereits einsetzende Wachstum wird sich im Jahr 2024 auf hohem Niveau befinden. In Kombination mit der starken PPP-Kompetenz ist die Division HOCHTIEF Asia Pacific über unsere Tochtergesellschaft CIMIC sehr gut positioniert, um auch weiterhin einen starken und nachhaltigen Gewinnbeitrag zu leisten. Zudem wird erwartet, dass die weltweite Nachfrage nach Rohstoffen weiter zunehmen wird. Dies dürfte den Ausbau der Rohstoffförderung insbesondere im australischen Markt beeinflussen und sich positiv auf unsere Aktivitäten im Bereich Ressourcen-Dienstleistungen und Mineralienverarbeitung auswirken. Durch eine zunehmende Internationalisierung in diesem Segment ist CIMIC für eine solche positive Entwicklung zusätzlich gut ausgerichtet. Das zunehmende Outsourcing von Wartungsleistungen durch Asset-Eigentümer dürfte sich positiv auf den Bereich Services auswirken und das Konjunkturrisiko mindern.
1 Weitere Informationen zu den
HOCHTIEF-Märkten finden Sie im Kapitel Märkte.
Die Covid-19-Pandemie führte auch 2022 weltweit zu Störungen in den Lieferketten, mit entsprechenden Folgen für die Verfügbarkeit von Produkten und Materialien. Trotz der anhaltenden Ungewissheit hinsichtlich der Dauer der Covid-19-Pandemie bis zu einer Normalisierung der wirtschaftlichen Aktivitäten in unseren Kernmärkten sehen wir für HOCHTIEF keine wesentlichen Marktrisiken und schätzen daher dieses Risiko als gering ein.
Der Einmarsch Russlands in die Ukraine im Februar 2022 und die anschließenden politischen Sanktionen haben Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und Verwerfungen an den Finanzmärkten ausgelöst. Zwar hat der Konzern kein operatives Baugeschäft in der Ukraine oder in Russland, doch könnte der Konflikt indirekte Auswirkungen für den Konzern nach sich ziehen, etwa durch steigende Rohstoffpreise. Der Anstieg der Energiepreise im Jahr 2022 und weitere Preissteigerungen könnten unsere Betriebskosten negativ beeinflussen und zu höheren Materialkosten in unseren Angeboten führen. Ebenso könnten höhere Zinssätze die finanzielle Realisierbarkeit von Bauinvestitionen unserer Kunden beeinträchtigen. Um diesen Effekten auf konstruktive Weise entgegenzuwirken, strebt HOCHTIEF eine frühzeitige Zusammenarbeit mit seinen Kunden an, um die Projektplanung und Projektgestaltung so zu optimieren, dass ein insgesamt fairer Interessenausgleich im Management derartiger Auswirkungen gewährleistet ist. Dazu gehört wo immer möglich die Verwendung von Preisgleitklauseln oder Vereinbarung von Fixpreisen zur Vermeidung von Fluktuationen in Inputpreisen. Dadurch ist HOCHTIEF in der Lage, das Risiko auf eine zu vernachlässigende Größe zu reduzieren.
Politische Unsicherheiten in Europa, politischer Populismus und Protektionismus können negative Auswirkungen auf den europäischen Wirtschaftsraum haben. Insbesondere zollpolitische Maßnahmen in einigen Ländern außerhalb der Europäischen Union können sich negativ auf die Auftragsvergabe auswirken. Durch die Vielzahl von staatlichen Investitionsprogrammen in einzelnen europäischen Ländern sehen wir sehr gute Chancen, die wir weiterhin nutzen wollen.
Die Risiken im Zusammenhang mit Marktrisiken stufen wir als gering ein.
Ein hoher Internationalisierungsgrad sowie die Geschäftstätigkeit von HOCHTIEF beinhalten Risiken, die sich durch regulatorische Änderungen, derzeit insbesondere in den Bereichen Steuern und Umweltschutz, äußern.
Derartige Risiken können unsere wesentlichen Steuerungskennzahlen beeinflussen und Auswirkungen auf die Ergebnissituation haben, insbesondere bei Projekten mit mehrjährigen Laufzeiten. HOCHTIEF beobachtet kontinuierlich nationale und internationale regulatorische Initiativen und sich daraus abzeichnende mögliche Änderungen für HOCHTIEF in den verschiedenen Märkten.
Den steigenden gesetzlichen Anforderungen zu Nachhaltigkeitskriterien und Umweltschutz begegnen wir operativ mit energieeffizienten Lösungen im Hoch- und Tiefbau. Hier gehört HOCHTIEF zu den führenden Anbietern und kann seine gute Marktstellung nutzen. Zudem werden derzeit zahlreiche Maßnahmen im Zuge des Nachhaltigkeitsplans 2025 entwickelt, durch die wir unsere Nachhaltigkeitsleistung weiter steigern wollen. Die umweltspezifischen Regulierungen können für HOCHTIEF mit steigenden operativen Kosten in den Projekten verbunden sein, die jedoch üblicherweise an den Kunden weitergegeben werden.
Aktuell sehen wir im Rahmen der vorstehend dargestellten Risikobereiche keine bedeutsamen regulatorischen Risiken für HOCHTIEF und stufen das Risiko daher als gering ein.
Das Beschaffungsmanagement von HOCHTIEF stellt sicher, dass leistungsfähige Geschäftspartner - Nachunternehmer und Lieferanten -ausgewählt werden. (Weitere Informationen dazu finden Sie im Kapitel Procurement 1.) Ständige Marktbeobachtung und enge Kontakte zu Nachunternehmern und Lieferanten sowie Institutionen garantieren, dass wir Veränderungen im Beschaffungsmarkt zeitnah erkennen und entsprechend auf sie reagieren können.
Aktuell steht die Weltwirtschaft vor geopolitischen Herausforderungen. Auch die Bauindustrie wurde im Berichtsjahr aufgrund dieser Herausforderungen mit der Knappheit von Materialien, insbesondere von Stahl, und überwiegend steigenden und extrem volatilen Preisen sowohl für Material wie auch für Dienstleistungen konfrontiert. Dieser Verknappung und Verteuerung der für unser Geschäft wesentlichen Materialien und der damit einhergehenden derzeitigen Inflation begegnen wir mit einem vorausschauenden Einkaufsmanagement: Wir steuern diesen Entwicklungen gemeinsam mit Kunden und Partnern aktiv entgegen und begegnen ihnen mit unserer langjährigen und starken Aufstellung in den wichtigsten lokalen Märkten sowie durch die Anwendung risikominimierter Vertragsmodelle.
HOCHTIEF generiert mit einzelnen Geschäftspartnern zum Teil hohe Umsätze. Bestimmte Leistungen werden nur von wenigen Geschäftspartnern erbracht. Insgesamt bestehen hieraus keine wesentlichen geschäftskritischen Abhängigkeiten. Mit einer detaillierten Präqualifikation unserer Geschäftspartner im Vorfeld sowie Bewertungen sowohl während der Ausführungsphase als auch nach Abschluss der Projekte erhalten wir aus technischer wie auch aus kaufmännischer Sicht eine fundierte Übersicht der Marktentwicklung sowie der Leistungsfähigkeit unserer Geschäftspartner. Unser vorausschauendes Einkaufsmanagement reduziert somit die Ausfallrisiken und es werden Handlungsalternativen geschaffen, um die an uns gestellten Anforderungen unserer Kunden bestmöglich erfüllen zu können.
Auf Grundlage der aktuellen weltwirtschaftlichen und der erwarteten Entwicklung der epidemischen Lage stufen wir die Beschaffungsrisiken von HOCHTIEF insgesamt als gering ein.
HOCHTIEF arbeitet bei seinen Projekten kontinuierlich eng mit vielfältigen Stakeholdergruppen zusammen, um Ansprüche und Bedarfe vor Ort zu kennen und darauf angemessen reagieren zu können. So gehören Information der Stakeholder und die Kommunikation mit ihnen zum regulären Projektmanagement und dienen zugleich der Risikovorbeugung, um etwa Verzögerungen im Projektablauf zu vermeiden. Zudem beschäftigen wir uns mit Sozialrisiken, die sich aus den Geschäftsfeldern des Konzerns ergeben können, etwa in einer exemplarischen Analyse zum Management der Auswirkungen der Bautätigkeit.
Eine regelmäßige detaillierte Marktforschung zu Reputation und Image des Konzerns gibt zudem Anhaltspunkte zur Wahrnehmung des Konzerns in der Öffentlichkeit.
Die Risiken im Zusammenhang mit Reputationsthemen stufen wir als gering ein.
Wir berücksichtigen durch unser Risikomanagement ökologische Risiken, die auf die Geschäftstätigkeit von HOCHTIEF direkten oder indirekten Einfluss nehmen, ebenso wie Risiken, die sich für unsere Stakeholder und die Umwelt aus unseren Produkten und Dienstleistungen ergeben oder ergeben können -etwa bezüglich Luft-, Wasser- und Bodenreinheit, Gesundheit oder Artenschutz. Diese werden als Projektrisiken berücksichtigt.
Auch Aspekte im Zusammenhang mit dem Klimawandel spielen als Risiken eine Rolle -etwa die Häufung extremer Wetterereignisse wie Stürme, zunehmende Niederschläge, extreme Hitzewellen und Dürren. Klimarisiken werden bei HOCHTIEF als durch Klimaereignisse ausgelöste Schadensfälle mit potenziellen negativen Auswirkungen auf die qualitative und quantitative Erreichung von Geschäftszielen definiert. Um die Folgen des Klimawandels für HOCHTIEF insgesamt zu identifizieren und Risiken adäquat zu bewerten, orientieren wir uns an externen Rahmenwerken wie der "Task Force on Climate-related Financial Disclosures" (TCFD). Im Berichtsjahr haben wir erstmalig den aktuellen Stand zur Umsetzung der TCFD-Empfehlungen bei HOCHTIEF veröffentlicht.
Im Projektgeschäft bilden Klimarisiken auf operativer Ebene einen Bestandteil von Projektrisiken, da sie unmittelbar mit der Projektbearbeitung zusammenhängen.
Im HOCHTIEF-Kerngeschäft Bauen entstehen CO 2-Emissionen in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette (Scope-3-Emissionen). Hier besteht eine große Verantwortung für das Management von Auswirkungen (Impactmanagement), zugleich bietet nachhaltiges Handeln auch die Chance, einen aktiven Klimabeitrag zu leisten.
Außergewöhnliche Wetterbedingungen wie Starkregen, Flut, Sturm und extreme Hitze oder Kälte können das Fortschreiten laufender Bauaktivitäten signifikant beeinflussen und eine Verringerung der Produktivität ebenso wie eine Gefährdung der Sicherheit unserer Mitarbeitenden und Nachunternehmer sowie Dritter zur Folge haben. Aus diesem Grund werden Präventions- und Schutzmaßnahmen bei den Projekten ergriffen. Das Kostenrisiko aus Schäden, die aufgrund von ungewöhnlichen oder außergewöhnlichen Wetterbedingungen dennoch bei Bauprojekten entstehen können, wird projektbezogen überprüft und typischerweise auf Versicherer transferiert.
Auch die Prävention von Umweltschäden ist von großer Bedeutung, da diese sich langfristig negativ auf Umwelt, Mensch und Tier auswirken und der Wirtschaftlichkeit von Projekten sowie der Reputation des Unternehmens schaden können. Im Rahmen unseres Umweltmanagements identifizieren wir Gefahrenquellen und berücksichtigen diese in der Planung des Projektablaufs, zudem erfassen und werten wir Unfälle im Umweltbereich aus, um künftig Präventionsmaßnahmen ergreifen zu können.
Die Risiken im Zusammenhang mit Umweltthemen stufen wir als gering ein.
Aufgrund des Klimawandels entstehen für HOCHTIEF zugleich auch wirtschaftliche Chancen durch sich verändernde Anforderungen und Bedarfe: Bauwerke für erneuerbare Energien, für Hochwasserschutz sowie Wasser-ver- und -entsorgung, die Wiedererrichtung von durch Extremwetterereignisse beschädigter Infrastruktur ebenso wie Investitionen in widerstandsfähigere Infrastrukturbauwerke bieten neues Geschäftspotenzial, das HOCHTIEF auf Basis seiner Kompetenzen nutzen kann. Auch den wachsenden Markt für nachhaltige Zertifizierungen von Gebäuden und Infrastrukturprojekten bedienen wir bereits erfolgreich und sehen hier ein hohes weiteres Wachstumspotenzial.
Das Finanzmanagement zielt darauf, den Finanzbedarf innerhalb des Konzerns zu koordinieren und die finanzielle Unabhängigkeit des Unternehmens jederzeit langfristig sicherzustellen. Dafür arbeitet HOCHTIEF auf Basis einer stabilen, die nächsten Jahre absichernden Konzernfinanzierung und mit der Begrenzung finanzwirtschaftlicher Risiken. Die Finanzaktivitäten im HOCHTIEF-Konzern werden auf Basis einer konzernweit gültigen Finanzrichtlinie getätigt. Diese allgemeine Finanzrichtlinie wird durch funktionale, operative Arbeitsanweisungen ergänzt. Sie regeln ebenfalls den Einsatz von Finanzinstrumenten und Derivaten. Diese dürfen nur zur Absicherung von grundgeschäftsbezogenen Positionen abgeschlossen werden.
Die Sicherstellung jederzeitiger Liquidität des Konzerns ist oberstes Ziel des Finanzrisikomanagements. Liquidität bedeutet für den HOCHTIEF-Konzern nicht nur Zahlungsfähigkeit im engeren Sinne, sondern auch die langfristige Verfügbarkeit des notwendigen finanziellen Spielraums für das Grundgeschäft (zum Beispiel Sicherheitenmanagement /Avale). Die Sicherstellung jederzeitiger Liquidität verlangt daher die gesamthafte Steuerung aller finanziellen Ressourcen des Konzerns inklusive seiner Bonität und damit seiner Finanzierungsfähigkeit.
Ein weiteres Ziel ist die Minimierung finanzwirtschaftlicher Risiken für den Unternehmenswert und die Ertragskraft des HOCHTIEF-Konzerns (Währungs-, Zinsänderungs-, Kurs- und Rohstoffpreisrisiken jeglicher Art sowie Kontrahentenrisiken). HOCHTIEF arbeitet mit weitgehend zentralen Liquiditätsstrukturen zur konzernweiten Bündelung von Liquidität (insbesondere dem sogenannten Cash-Pooling), unter anderem zur Vermeidung von Liquiditätsengpässen auf Einzelgesellschaftsebene.
Grundsätzlich haben die operativen Gesellschaften von HOCHTIEF eine natürliche Absicherung gegen Währungsrisiken, da Erlöse und Kosten im Regelfall in derselben Währung anfallen. Doch in manchen Fällen ist HOCHTIEF einem Währungsrisiko (Transaktionsrisiko) ausgesetzt, wenn Forderungen, Verbindlichkeiten, liquide Mittel, Wertpapiere und schwebende Geschäfte auf andere Währungen als die jeweilige funktionale Währung der betroffenen Konzerngesellschaft lauten. Zur Absicherung gegen wechselkursbedingte Schwankungen dieser Zahlungen beziehungsweise Positionen werden Währungsderivate, maßgeblich Devisentermingeschäfte, eingesetzt.
Zinsrisiken entstehen bei HOCHTIEF durch Finanzpositionen der Aktivseite -im Wesentlichen durch verzinsliche Wertpapiere des Umlaufvermögens. Zinsrisiken auf der Passivseite der Bilanz betreffen insbesondere Finanzverbindlichkeiten. Risiken werden hierbei durch zwei Ansätze minimiert: zum einen durch sogenanntes Natural Hedging, also das Eliminieren von gegenläufigen Zinsrisiken aus originären Finanzinstrumenten auf der Aktiv- und der Passivseite; zum anderen durch den Einsatz von Zinsderivaten.
Ausfallrisiken ergeben sich im HOCHTIEF-Konzern aus dem operativen Geschäft sowie aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten. Das Risikomanagement erfolgt bei HOCHTIEF im operativen Geschäft durch die laufende Überwachung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Ebene der jeweiligen operativen Gesellschaft. Bei Feststellung eines konkreten Ausfallrisikos wird diesem Risiko durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen im notwendigen Umfang Rechnung getragen.
Darüber hinaus sind im Konzern die Zuständigkeiten zwischen den Finanz-, Handels- und den korrespondierenden Kontroll- und Abwicklungsaktivitäten strikt getrennt. Bei allen Handelsvorfällen ist mindestens das Vieraugenprinzip verbindlich vorgeschrieben. Die Einhaltung aller Richtlinien und Vorgaben wird regelmäßig durch die interne Revision kontrolliert.
Das monatliche Berichtswesen sorgt für die Überwachung und das Monitoring möglicher Finanzrisiken. Es umfasst die Liquiditätsplanung mit einem langfristigen Horizont von 18 Monaten und stellt damit die Grundlage für die Koordination und Sicherstellung des Finanzbedarfs auf Konzernebene dar. In die Liquiditätsplanung geht neben den bekannten Fälligkeiten aus den bestehenden Konzernfinanzierungen auch die Planung hinsichtlich der Liquiditätszu- und -abflüsse ein. Darüber hinaus werden auch die Auswirkungen definierter Stressszenarien auf die Liquiditätspositionen dargestellt.
Die wesentlichen Finanzierungsinstrumente der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, bestehend aus Unternehmensanleihen, mehreren Schuldscheindarlehen, Privatplatzierungen, einem Commercial-Paper-Programm sowie einer syndizierten Bar- und Avalfazilität, beinhalten keine Financial Covenants in der jeweiligen Dokumentation.
Aufgrund unseres effizienten Finanzmanagements schätzen wir unsere Finanzrisiken insgesamt als gering ein.
Alle Mitarbeitenden tragen entscheidend zum Geschäftserfolg von HOCHTIEF bei. In diesem Zusammenhang leistet unsere Personalstrategie (weitere Informationen im Kapitel HOCHTIEF als Arbeitgeber 1) einen wertvollen Beitrag zur Unternehmensstrategie von HOCHTIEF. Obwohl die Situation auf dem Arbeitsmarkt weiterhin angespannt ist, gelingt es HOCHTIEF, den Bedarf an qualifizierten Mitarbeitenden überwiegend zu decken. Vorrangig bleibt es, ein positives Image zu vermitteln und unsere Attraktivität als Arbeitgeber für unterschiedliche Zielgruppen und Qualifikationsprofile weiterhin auszubauen. Darüber hinaus wollen wir unsere Mitarbeitenden und Potenzialträger weiterentwickeln und optimal einsetzen. Die Erreichung dieser Ziele stellen wir auch durch die in unserer ESG-Agenda verankerten Maßnahmen sicher.
Eine systematische Erhebung auf Basis eines Risikoleitfadens erfasst wesentliche Risikokategorien wie Qualifikation, Motivation, Fluktuation und Nachfolgerisiko mit den möglichen Auswirkungen auf HOCHTIEF. Das Klassifizierungsschema des Risikomanagements im Personalbereich wird regelmäßig auf neue Risiken hin überprüft und bei Bedarf angepasst.
Durch die im Berichtsjahr ergriffenen Schutzmaßnahmen konnte HOCHTIEF das durch die Pandemie erhöhte Personalrisiko abmildern. Auch im Jahr 2023 wird sich HOCHTIEF flexibel aufstellen, um jederzeit geeignete Schritte ergreifen zu können, die das Personalrisiko so gering wie möglich halten.
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz für unsere Mitarbeitenden haben für uns höchste Priorität (weitere Informationen im Kapitel Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz 1), denn jeder Unfall bedeutet auch menschliches Leid. Darüber hinaus beugt ein wirksamer Arbeitsschutz Projektrisiken vor, denn Arbeitsunfälle wirken sich negativ auf eine wirtschaftliche Projektabwicklung aus. Defizite im Bereich des Arbeitsschutzes können auch dem Ruf des Unternehmens schaden.
Sicherheit ist die Grundlage für alle Leitprinzipien unseres Konzerns. Detaillierte Gefährdungsbeurteilungen dienen dazu, Sicherheitsrisiken auf Projektbaustellen und in unseren Büros zu identifizieren und ihnen präventiv oder mit gezielten Maßnahmen zu begegnen. Die Lost Time Injury Frequency Rate (LTIFR) ist ein nichtfinanzieller Leistungsindikator. Sie unterstreicht die Bedeutung von Sicherheit für HOCHTIEF und ist aus diesem Grund auch Bestandteil unserer ESG-Agenda.
Unser Fokus liegt auf der proaktiven Vermeidung von Arbeitsunfällen und arbeitsbedingten Erkrankungen. Regelmäßige Aktionstage, Intranet- und Plakatkampagnen sowie Schulungen sensibilisieren die Mitarbeitenden für Fragen des Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutzes. Dies gilt in gleichem Maße für die Kontraktoren, für die wir rechtlich verantwortlich sind. Auch die Kontraktoren, für die keine direkte rechtliche Verantwortung besteht, werden eng in unsere Arbeitsschutzaktivitäten eingebunden.
Wir stufen das Risiko für unsere Unternehmen und Tätigkeiten in Bezug auf Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz als gering ein.
Die Pensionsverpflichtungen bei HOCHTIEF sind zu einem großen Teil durch Planvermögen gedeckt und mit werthaltigen Vermögenswerten unterlegt. Das Planvermögen setzt sich aus verschiedenen Anlageklassen zusammen, die einer ausgewogenen strategischen Anlagenallokation und einer an den Laufzeiten der Pensionszahlungen sowie an der erwarteten Entwicklung der Pensionsverpflichtungen ausgerichteten Anlagenstruktur folgen. Mittels dieser breit diversifizierten Anlagestrategie ist HOCHTIEF in der Lage, mögliche Schwankungen an den Kapitalmärkten, die den Wert des Planvermögens und die Deckungslücke zu den Pensionsverpflichtungen beeinflussen, zu einem möglichst hohen Anteil zu kompensieren. Zudem kann die Veränderung von Bewertungsparametern, wie des Abzinsungssatzes oder der Lebenserwartung, zu einer Erhöhung der versicherungsmathematisch ermittelten Pensionsverpflichtungen führen.
Risiken aus den Pensionsverpflichtungen von HOCHTIEF werden als gering eingestuft.
IT-Risiken begegnet HOCHTIEF auf allen Ebenen der Organisation: Aufmerksamkeit im Aufsichtsrat, Verantwortung im Vorstand, das Mandat umgesetzt durch eine IT-Sicherheitsorganisation, beraten durch spezialisierte Sicherheitsdienstleister, betrieben durch kompetente Dienstleister und in der täglichen Arbeit beachtet durch kontinuierlich sensibilisierte Mitarbeitende. Innerhalb unserer Dienstleistungsverträge werden die IT-Servicebereiche in Leistungsscheinen deutlich gegliedert. Fachliche Anforderungen an Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität werden durch die Vorgabe von messbaren Zielgrößen erfüllt. Im Bereich der geschäftskritischen Systeme werden Maßnahmen zur Erreichung entsprechend hoher Schutzziele umgesetzt. Der Einsatz moderner Hard- und Softwaretechnik sowie Zugangs- und Zutrittskontrollen gewährleisten den Schutz der Daten vor unerlaubtem Zugriff. So befinden sich die geschäftskritischen Daten in unterschiedlichen Brandabschnitten zertifizierter Rechenzentren. In regelmäßigen externen Penetrationstests wird die Zuverlässigkeit unserer Firewallsysteme gegen Angriffe aus dem Internet überprüft. Für vertrauliche Daten und Vorgänge, unter anderem für die Datenspeicherung und den E-Mail-Austausch, werden technische oder organisatorische Maßnahmen, zum Beispiel Verschlüsselungssysteme, angewendet. Auch verfolgen wir das Thema Cyberkriminalität aufmerksam und passen unsere Maßnahmen kontinuierlich der geänderten Bedrohungslage an.
Die Richtlinie zur IT-Sicherheit, die für die Divisions HOCHTIEF Europe und HOCHTIEF Americas gilt, wird auf Basis aktueller Standards und mit Unterstützung von Experten kontinuierlich weiterentwickelt und durch Audits im In- und Ausland verifiziert. Unsere Tochtergesellschaft CIMIC in der Division HOCHTIEF Asia Pacific setzt eigene Informations- und Kommunikationssysteme sowie entsprechende Richtlinien ein, die im Einklang mit den geltenden HOCHTIEF-Richtlinien stehen. Dadurch werden die Anforderungen an Sicherheit, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit der Daten gewährleistet.
HOCHTIEF nimmt den Schutz personenbezogener Daten seiner Mitarbeitenden, Kunden und Kooperationspartner sehr ernst und legt daher stets ein besonderes Augenmerk auf die Gewährleistung eines hohen Datenschutzniveaus bei der Verarbeitung personenbezogener Daten. Aus diesem Grund hat HOCHTIEF in der Division HOCHTIEF Europe eine Datenschutzorganisation aufgebaut. Hierzu gehören Datenschutzbeauftragte in Deutschland, Tschechien, dem Vereinigten Königreich sowie in Polen und Luxemburg. Datenschutzkoordinatoren unterstützen die Geschäftsleitungen bei der Einhaltung der Verpflichtungen aus der EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) sowie der Konzernvorgaben im Bereich des Datenschutzes. Sie werden von den jeweiligen Gesellschaften benannt und arbeiten eng mit den zuständigen Datenschutzbeauftragten zusammen. Die datenschutzrechtliche Betreuung erfolgt durch die Rechtsabteilung.
HOCHTIEF hat Datenschutzstandards für den Umgang mit personenbezogenen Daten für die Division HOCHTIEF Europe in der Konzernrichtlinie sowie in Arbeitsanweisungen festgelegt. Neben regelmäßigen Schulungen der Datenschutzkoordinatoren und aller Mitarbeitenden gehört hierzu auch die Überprüfung der Einhaltung datenschutzrechtlicher Anforderungen in internen Audits. Informationen zum Thema Datenschutz stellt HOCHTIEF im Intranet für alle Mitarbeitenden zur Verfügung. Die Verarbeitung personenbezogener Daten in den einzelnen HOCHTIEFGesellschaften wird im Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten erfasst.
Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt auf der Basis geeigneter technischer und organisatorischer Maßnahmen zur Datensicherheit. Soweit Dienstleister mit der Verarbeitung beauftragt werden, erfolgt dies nach sorgfältiger Auswahl und auf der Grundlage einer Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung unter Einbeziehung von Kontroll- und Prüfrechten. Der Prozess zum Abschluss einer Auftragsverarbeitung sieht die Einbindung der Datenschutzkoordinatoren, der Datenschutzbeauftragten und der Rechtsabteilung aufseiten von HOCHTIEF vor. Hierdurch wird gewährleistet, dass die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern stets auf hohem Datenschutzniveau erfolgt. Die Dienstleister stellen sicher, dass die personenbezogenen Daten ausschließlich nach den gesetzlichen Regeln verarbeitet werden, und werden von HOCHTIEF entsprechend verpflichtet.
HOCHTIEF erwartet von seinen Mitarbeitenden die Beachtung datenschutzrechtlicher Anforderungen im Geschäftsalltag. Um auch im Falle einer Datenschutzverletzung schnell und angemessen reagieren zu können, hat HOCHTIEF einen Prozess zur Meldung von Datenschutzvorfällen implementiert, der auch die Möglichkeit einer anonymen Meldung vorsieht. Bei einer internen Meldung erfolgt die Prüfung unter Einbeziehung der zuständigen Datenschutzkoordinatoren und Datenschutzbeauftragten sowie der Rechtsabteilung und gegebenenfalls der zuständigen IT-Abteilungen. In Einzelfällen werden externe Rechtsanwälte konsultiert. Vorfälle werden ausnahmslos und lückenlos ermittelt, untersucht und bewertet. Soweit erforderlich, werden sie der zuständigen Aufsichtsbehörde innerhalb der gesetzlich vorgesehenen Frist gemeldet. Diesbezüglich ist eine enge Kooperation mit den Aufsichtsbehörden für HOCHTIEF selbstverständlich. Die Vorfälle werden dokumentiert und -soweit erforderlich -durch einen Maßnahmenplan abgeschlossen, um zukünftigen Vorfällen bestmöglich vorzubeugen.
Bisher gab es bei HOCHTIEF keine nennenswerten Schadensfälle im Datenschutzbereich. Aufgrund der rasanten Entwicklungen und der Vielzahl von Anforderungen sowie deren Anpassungen wird HOCHTIEF auch künftig einen angemessenen Fokus auf den Datenschutz legen.
Die internen und technologischen Risiken, einschließlich Datenschutzrisiken, stufen wir als gering ein.
In unserem klassischen Baugeschäft bilden Projekt- und Vertragsrisiken eine wesentliche Kategorie des Risikomanagements. So zählen technische Risiken, die etwa aus komplexen geologischen Gegebenheiten bei Bauprojekten resultieren, zu den Herausforderungen unseres Geschäfts. Diesen Risiken begegnen wir mit der technischen Kompetenz und langjährigen Projekterfahrung unserer spezialisierten Mitarbeitenden. Allen Projekten sind Kalkulationsrisiken immanent, und auch die Bewertung von projektspezifischen Nachträgen birgt Risiken, die kontinuierlich überprüft werden. Aus den Geschäftsfeldern außerhalb des Baugeschäfts -insbesondere Ressourcen-Dienstleistungen, Public-Private-Partnership und Dienstleistungen -resultieren ebenfalls Risiken, die es zu überwachen gilt, etwa eine veränderte Nachfragesituation.
Als technisch ausgerichteter, globaler Infrastrukturkonzern ist HOCHTIEF auch mit einer Vielzahl vertraglicher Risiken konfrontiert. Compliance ist ein wesentliches Element zur Durchsetzung unserer Unternehmensgrundsätze. Dennoch sind wir als internationaler Baukonzern im Rahmen unserer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit einer Reihe von Risiken im Zusammenhang mit Gerichtsverfahren, Ansprüchen und behördlichen Verfahren ausgesetzt, auch wenn es unser Ziel ist, gerichtliche Auseinandersetzungen so weit wie möglich zu vermeiden. Der Ausgang von Rechtsstreitigkeiten und behördlichen Verfahren lässt sich meist nur schwer vorhersagen. Durch die frühzeitige Einbindung der Rechtsabteilungen im Vorfeld gerichtlicher Auseinandersetzungen, den Einsatz spezialisierter Inhouse-Teams bei der Begleitung solcher Verfahren sowie die Mandatierung erfahrener Kanzleien stellen wir jedoch sicher, dass die Prozessrisiken so weit wie möglich reduziert werden. Neben den Kosten und Aufwendungen für die Verfahren selbst können wir nicht ausschließen, dass in einzelnen dieser Verfahren negative Entscheidungen ergehen. Für laufende Verfahren werden auf Basis des geschätzten Risikos Rückstellungen gebildet. Wir gehen davon aus, dass diese getroffene bilanzielle Vorsorge ausreichend ist.
In der Division HOCHTIEF Americas ergaben sich für das Projekt Autobahn C-470 in Colorado, USA, Risiken aus Planungsproblemen, die erhebliche Auswirkungen auf das Projekt hatten. Das Flatiron-Projekt beinhaltete die Erweiterung durch mautpflichtige Schnellfahrspuren in beide Richtungen und den Neubau/Ausbau von Brücken für einen rund 20 Kilometer langen Abschnitt der Autobahn C-470 sowie die Sanierung des Autobahnkreuzes mit der Interstate 25. Die Joint-Venture-Partner fordern die Erstattung der entstandenen Mehrkosten. Ein Gerichtsentscheid wird jedoch nicht vor 2024 erwartet.
Flatiron realisierte -gemeinsam mit Partnern -das Projekt New Champlain Bridge Corridor in Montreal, Kanada, ein Joint Venture für den Bau einer neuen Brücke über den Sankt-Lorenz-Strom. Ein Kranfahrerstreik im Jahr 2018 und mehrere Probleme im Rahmen der Planung des Projekts führten zu Beeinträchtigungen beim Bau der neuen Brücke. Da mit dem Auftraggeber keine Einigung über die gestellten Ansprüche erzielt werden konnte, verfolgt das Joint Venture diese seit Oktober 2021 vor Gericht.
Flatiron ist Partner in einem Joint Venture, das im Rahmen eines Design-Build-Projekts mit dem Bau einer Ersatzbrücke für die Harbor Bridge in Corpus Christi, Texas, USA, beauftragt ist. Änderungsanweisungen und Unstimmigkeiten bezüglich bestimmter Konstruktionsparameter haben sich dabei auf das Projekt ausgewirkt. Am 16. August 2022 erfolgte durch das Texas Department of Transportation (TxDOT) eine Verzugsanzeige, in der bemängelt wurde, dass bestimmte Arbeiten nicht den vertraglichen Anforderungen entsprächen. Das Joint Venture und das TxDOT verständigten sich darauf, die Bedenken des TxDOT im Zusammenhang mit vorgebrachten Nichtkonformitäten zu klären. Die Arbeiten schreiten voran und die Verhandlungen dauern an.
Am 13. Februar 2012 informierte CIMIC darüber, dass man der australischen Bundespolizei (AFP) einen möglichen Verstoß gegen die eigenen Ethikrichtlinien durch Mitarbeitende von Leighton International gemeldet habe, der -sollte er sich bestätigen -womöglich australisches Gesetz gebrochen hat. Die Angelegenheit war und ist teilweise noch immer Gegenstand der folgenden Untersuchungen:
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Im März 2014 leitete die australische Regulierungsbehörde ASIC eine förmliche Untersuchung bezüglich möglicher Verstöße gegen das australische Aktiengesetz (Corporations Act) im Zusammenhang mit verschiedenen von der AFP untersuchten Sachverhalten ein. Im März 2017 informierte die ASIC CIMIC, dass sie ihre Untersuchung abgeschlossen habe und keine weiteren Schritte unternehmen werde. |
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Am 22. Mai 2018 gab die britische Strafverfolgungsbehörde (Serious Fraud Office, SFO) bekannt, Strafanzeige gegen einzelne Personen erhoben zu haben, bei denen es sich in keinem Fall um Mitarbeitende von CIMIC handelte. Am 26. Juni 2018 informierte die SFO zudem darüber, auch Strafanzeige gegen ein Unternehmen gestellt zu haben, das nicht zur CIMIC-Gruppe gehört. In einer Mitteilung vom 19. Juli 2019 meldete die SFO, dass sich eine Person im Sinne der Anklage schuldig bekannt habe. Im Zuge der Verfahren in den Jahren 2020 und 2021 wurden die Personen in einigen Anklagepunkten schuldig gesprochen. Diese Urteile wurden jedoch allesamt von der Berufungsinstanz aufgehoben. Die Schuldfeststellungen der Gerichte stehen in keinem Zusammenhang mit Strafanzeigen in Verbindung mit von Unternehmen der CIMIC-Gruppe geschlossenen Verträgen. |
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Am 1. März 2019 schloss CIMIC eine Untersuchungsvereinbarung mit dem US-Justizministerium ab. Am 30. Oktober 2019 erklärte das US-Justizministerium, drei nicht bei CIMIC angestellte Personen hätten sich im März 2019 der Verabredung zur Übertretung des US-Gesetzes gegen Korruption im Ausland (Foreign Corrupt Practices Act) schuldig bekannt. Das US-Justizministerium gab außerdem bekannt, dass eine weitere (nicht beim Unternehmen angestellte) Person eine Vereinbarung über einen Verzicht auf Strafverfolgung mit dem US-Justizministerium abgeschlossen habe. |
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Die AFP setzte CIMIC am 18. November 2020 darüber in Kenntnis, gegen einen früheren Mitarbeiter wegen mutmaßlicher Bestechungsdelikte im Ausland und damit verbundener Angelegenheiten Strafanzeige gestellt zu haben. Am 23. Februar 2021 teilte die AFP mit, eine weitere Strafanzeige wegen mutmaßlicher Bestechungsdelikte im Ausland gestellt zu haben. Am 11. Januar 2021 informierte die AFP CIMIC, einen zweiten früheren Mitarbeiter wegen der Begehung ähnlicher Verstöße angezeigt zu haben. Die AFP wies zudem darauf hin, dass noch gegen einen weiteren ehemaligen Angestellten Strafanzeige gestellt werden könnte und dass die Untersuchungen fortgeführt würden. CIMIC ist nicht bekannt, wann diese Fälle verhandelt oder Untersuchungsergebnisse vorliegen werden. |
Strafanzeigen gegen Unternehmen der CIMIC-Gruppe wurden nicht gestellt. CIMIC kooperiert weiterhin mit allen Ermittlungsbehörden.
Am 25. August 2020 setzte das Unternehmen die australische Wertpapierbehörde ASX davon in Kenntnis, dass eine Gruppe von Aktionären am 24. August 2020 ein Verfahren eingeleitet hatte. Dabei ging es um Offenlegungen zu der nicht beherrschenden 45-prozentigen Beteiligung des Unternehmens im Mittleren Osten und um das Cashflow-Reporting des Unternehmens im Zusammenhang mit Factoring-Vereinbarungen im Zeitraum vom 7. Februar 2018 bis 22. Januar 2020. Das Unternehmen sieht hierfür keine stichhaltige Grundlage und wird sich gegen die Klage verteidigen.
CPB Contractors, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von CIMIC, und ihr Joint-Venture-Partner Hansen Yuncken wurden in einem 50/50-Joint-Venture mit der Planung und dem Bau des neuen Royal Adelaide Hospital für die Regierung des Bundesstaats South Australia beauftragt. Bei dem Projekt kam es aufgrund der komplexen Abhängigkeitsverhältnisse zwischen den staatlichen Arbeiten und jenen des Joint Venture zu Schwierigkeiten und Verzögerungen und in weiterer Folge zu einem Streit zwischen den Parteien. Ein Schiedsverfahren zur Beilegung des Streits wurde eingeleitet, hat sich jedoch verzögert, sodass die Verhandlungen wahrscheinlich erst im weiteren Verlauf des Jahres 2023 beginnen werden und eine Entscheidung erst danach fallen wird.
In der Division HOCHTIEF Europe bestehen Risiken nach einer Havarie am Projekt Tunnel Rastatt. HOCHTIEF ist an einer Arbeitsgemeinschaft beteiligt, die den Tunnel als Teilprojekt der Ausbau-/Neubaustrecke Karlsruhe-Basel für die DB Netz AG realisiert. Im August 2017 kam es zu einem Schaden an dem teilweise hergestellten Tunnel mit nachfolgender Sperrung der Rheintalbahn. Zur Klärung der Ursachen und Verantwortlichkeiten haben sich die Arbeitsgemeinschaft und die DB Netz AG auf ein außergerichtliches Streitbeilegungsverfahren verständigt, das noch andauert.
Das Risiko aus Projekt- und Vertragsrisiken stufen wir auf Basis der vorherigen Ausführungen insgesamt als gering ein.
Für die Zukunft können wir nicht ausschließen, dass in Einzelfällen signifikante Wertberichtigungen auf unsere Projekte und Beteiligungen sowohl im Konzernabschluss als auch im Jahresabschluss von HOCHTIEF notwendig sein können.
Der Investitionsprozess ist bei HOCHTIEF durch eine Investitionsrichtlinie geregelt, die den Prozess, das Genehmigungsverfahren sowie anwendbare Standards und Instrumente definiert. Da Investitionen in der Regel Entscheidungen unter Unsicherheit darstellen, bergen diese häufig Risiken im Hinblick auf die Vorteilhaftigkeit der Investitionen, das heißt die Möglichkeit, dass die künftigen Einzahlungsüberschüsse und Renditen eines Investitionsprojekts vom Investitionsszenario negativ abweichen und somit niedrigere Rückflüsse über die Investitionslaufzeit zu einer Verschlechterung der HOCHTIEF-Vermögensposition führen. Unter Investitionsrisiken fallen klassischerweise Risiken aus Fusionen und Übernahmen oder Risiken aus Investitionen in Beteiligungen an Unternehmen, auf die HOCHTIEF keinen maßgeblichen Einfluss hat.
Die Investitionsrisiken stufen wir insgesamt als gering ein.
Rechtliche Risiken können aus komplexen Großprojekten resultieren. Zu allen bei HOCHTIEF bekannten Risiken, die sich aus laufenden oder erwarteten Rechtsstreitigkeiten, Rechtsansprüchen und behördlichen Verfahren bei individuellen Großprojekten ergeben, wurde, wo erforderlich, Vorsorge gebildet.
Unsere Bemühungen im Hinblick auf Menschenrechte sind auf die Reduzierung von Menschenrechtsrisiken und die Vorbeugung von Verstößen gegen die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht gerichtet. Eine menschenrechtliche Risikoanalyse wurde 2021 für die Division Europe und im Berichtsjahr für die Division Americas durchgeführt, um wesentliche menschenrechtliche Risiken im Baugeschäft zu evaluieren. In der Division HOCHTIEF Asia Pacific dauert dieser Prozess aktuell noch an. Kommunikationsmaßnahmen wie Menschenrechtstrainings sollen dazu beitragen, die Awareness und die Sensibilität der Mitarbeitenden für das Thema zu steigern. Menschenrechtsrisiken wurden in Projektaudits einbezogen, um die Wirksamkeit des Menschenrechtsmanagementsystems bei HOCHTIEF sicherzustellen. (Weitere Informationen dazu finden Sie im Kapitel Menschenrechte 1.)
Die Risiken im Zusammenhang mit Menschenrechten stufen wir als gering ein.
Unser Compliance-System (weitere Informationen dazu im Kapitel Compliance 1) hat das Ziel, Korruptions- und Kartellrechtsverstöße bereits im Vorfeld zu verhindern. Dies geschieht durch die Umsetzung eines umfassenden Compliance-Managementsystems, das fortlaufend überwacht und verbessert wird. Unser Fokus liegt unter anderem auf regelmäßigen Schulungen unserer Mitarbeitenden sowie auf der Einführung geeigneter Prozesse und systematischer Kontrollen. So ist es die Aufgabe der Compliance-Organisation, solche organisatorischen Vorkehrungen zu treffen, die geeignet sind, ein regelgerechtes Verhalten des Unternehmens, seiner Organe und Mitarbeitenden gegenüber geltendem Recht sicherzustellen.
Die Risiken im Zusammenhang mit Compliance stufen wir daher als gering ein.
Als technisch ausgerichteter, globaler Infrastrukturkonzern mit Toppositionen in seinen Kernaktivitäten Bau, Dienstleistungen und Konzessionen/Public-Private-Partnership (PPP) und mit Tätigkeitsschwerpunkten in Australien, Nordamerika und Europa verfolgt HOCHTIEF die Strategie, die Stellung in den Kernmärkten weiter zu stärken und Marktwachstumschancen zu verfolgen. Gleichzeitig setzen wir auf cashgestützte Profitabilität und konsequentes Risikomanagement. Unsere Geschäftsbereiche sind flexibel, sodass sich die Unternehmensführung schnell auf veränderte Marktbedingungen einstellen kann. Eine aktive und disziplinierte Kapitalverwendung hat für uns hohe Priorität, und wir wollen unseren Fokus weiterhin auf eine attraktive Aktionärsvergütung sowie Investitionen in strategische Wachstumschancen richten, um so für alle Stakeholder nachhaltig Werte zu schaffen und gleichzeitig die Aktionärsstruktur des Konzerns zu vereinfachen. Mit der konsequenten Vereinbarung von Ökonomie, Ökologie und Sozialem in der gesamten Geschäftstätigkeit verfolgen wir das Ziel, die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu sichern. Dafür richten wir den Blick ganzheitlich auf unsere Geschäftsfelder und operativen Tätigkeiten ebenso wie auf unser Umfeld und die Belange unserer Stakeholder.
Unsere Strategie umfasst die folgenden Elemente:
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Fokus auf Aktivitäten und Märkte mit starker Wettbewerbsposition |
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Nutzung von Potenzialen aufgrund von Megatrends |
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Fokus auf nachhaltige und cashgestützte Profitabilität |
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Kontinuierlicher Fokus auf Risikomanagement |
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Wahrung eines starken Nettofinanzvermögens sowie Diversifikation und Optimierung der Finanzierungsinstrumente |
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Aktive und disziplinierte Kapitalallokation |
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Beschleunigung von Innovationsprozessen durch digitale Entwicklungen |
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Ausbau der Position als attraktiver Arbeitgeber |
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Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung |
Wir entwickeln diese Elemente kontinuierlich weiter und wollen sowohl aktuelle als auch zukünftige Chancen nutzen, um zusätzliche positive Effekte für die Geschäftstätigkeit von HOCHTIEF zu erzielen. Ein aktives Stakeholdermanagement zielt darauf, die für uns relevanten Themen zu antizipieren, Geschäftschancen und Marktpotenziale zu nutzen und Risiken zu verringern.
Von unserer führenden Rolle in den Bereichen nachhaltiges Bauen und Digitalisierung profitieren wir im Hochbau ebenso wie im Infrastrukturbau und sehen weiteres Entwicklungspotenzial in unseren Märkten. Auch durch den Klimawandel sieht HOCHTIEF wirtschaftliche Chancen durch die sich verändernden Anforderungen und Bedarfe, und ein hohes Geschäftspotenzial für weiterführende Aufgaben.
Unsere Innovationsfähigkeit ist ein wichtiger Treiber für den wirtschaftlichen Erfolg von HOCHTIEF und leistet einen effektiven Beitrag zum nachhaltigen Handeln. Die Innovationsorganisation bei HOCHTIEF schafft die Grundlagen für Mehrwert durch Innovation -gerade im Bereich des digitalen Bauens, der im Markt stetig an Bedeutung gewinnt. Sie hilft uns, die Qualität unserer Arbeit weiter zu steigern und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Die weitere Verbesserung im Innovationsbereich kann positive Auswirkungen auf den geschäftlichen Erfolg ebenso wie die Ausübung der ökologischen und gesellschaftlichen Verantwortung haben.
Die Gesamtrisikosituation des Konzerns hat sich im Berichtsjahr 2022 nicht wesentlich verändert. HOCHTIEF wird weiterhin intensiv daran arbeiten, die Risikosituation immer weiter zu optimieren. Dazu wird der Risikomanagementansatz kontinuierlich überprüft und bedarfsweise angepasst, um auf diese Weise eine mögliche Volatilität der wesentlichen Steuerungsgrößen von HOCHTIEF zu vermeiden.
Die konsequente Umsetzung unserer konzerneinheitlichen Strategie hilft HOCHTIEF, die sich ergebenden Chancen zu realisieren. Wir gehen davon aus, möglichen Risiken positiv entgegenwirken und so die negativen Auswirkungen auf das unternehmerische Handeln vermeiden oder mildern zu können.
Aus derzeitiger Sicht stellen die im vorangegangenen Bericht beschriebenen Risiken aufgrund ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer potenziellen Auswirkungen für HOCHTIEF keine Risiken dar, die den Fortbestand des HOCHTIEF-Konzerns gefährden. Das Management hat keine Anhaltspunkte erkannt, die gegen die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagementsystems sprechen.
Aufgrund unserer Analysen sowie der guten Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2022 schätzen wir die Risikotragfähigkeit von HOCHTIEF weiterhin als robust ein.
Das Prinzip der Nachhaltigkeit bildet einen elementaren Bestandteil der HOCHTIEF-Vision, der Konzerngrundsätze sowie der Strategie von HOCHTIEF. Untermauert wurde dies durch die Neuformulierung einer dezidierten, langfristigen ESG-Strategie als essenzieller Bestandteil der Konzernstrategie. Der HOCHTIEF-Nachhaltigkeitsplan 2025 ging im Berichtsjahr 2022 in die Umsetzung und wird mit vielfältigen Maßnahmen bearbeitet. Dem Nachhaltigkeitsverständnis von HOCHTIEF liegt das Konzept der Vereinbarkeit von Ökonomie, Ökologie und Sozialem in der gesamten Geschäftstätigkeit zugrunde. Übergeordnetes Ziel ist es, für alle Stakeholder nachhaltig Werte zu schaffen (weitere Informationen im Kapitel Strategie).
Aktuelle Kernthemen der nichtfinanziellen Berichterstattung sind die Themen Unternehmensführung/Governance (nachhaltige Finanzierung, Anti-Korruption und Anti-Bestechung, verantwortungsvolle Lieferkette, Menschenrechte), soziale Themen (Gesundheit und Sicherheit, Diversität, Qualifikation, Arbeitsumfeld und soziale Aktivitäten), Umweltthemen (Klimawandel, Kreislaufwirtschaft, Wasserschutz, Biodiversität und Ökosysteme, nachhaltige Produkte und Dienstleistungen) sowie Innovation/Digitale Transformation. Hinzu kommt die erweiterte Darstellung zur EU-Taxonomie für das Geschäftsjahr 2022.
Transparenz hinsichtlich der aktuellen Nachhaltigkeitsleistung erzielt HOCHTIEF über diese Berichterstattung hinaus auch durch die Beteiligung an Nachhaltigkeitsratings, etwa dem Dow Jones Sustainability Index und dem CDP, sowie über Informationsangebote, vor allem auf der Konzernwebsite, in seinen Publikationen und über Social Media.
Der nichtfinanzielle Konzernbericht wird gemäß § 315b Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 Buchstabea HGB zusammen mit dem Konzernlagebericht offengelegt. Als Rahmenwerk verwenden wir die Universal Standards der Global Reporting Initiative (GRI, weitere Informationen dazu im GRI-Index). Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist nicht aufstellungspflichtig gemäß § 289b Abs. 1 HGB und veröffentlicht neben dem nichtfinanziellen Konzernbericht keinen eigenen nichtfinanziellen Bericht.
HOCHTIEF ist ein technisch ausgerichteter, globaler Infrastrukturkonzern mit Toppositionen in seinen Kernaktivitäten Bau, Dienstleistungen und Konzessionen/Public-Private-Partnership (PPP) mit Tätigkeitsschwerpunkten in Nordamerika, Australien und Europa. Seit 150 Jahren realisiert HOCHTIEF auf Basis seiner Kernkompetenz im Hoch- und Tiefbau komplexe Projekte für seine Kunden und verfügt über umfassende Erfahrung im Entwickeln, Finanzieren, Bauen und Betreiben von Infrastrukturassets. HOCHTIEF deckt damit den gesamten Lebenszyklus von Infrastrukturprojekten ab.
Die gemäß dem HGB erforderlichen Informationen zu Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelangen, zur Achtung der Menschenrechte sowie zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung werden in diesem Konzernbericht dargestellt. Wir verwenden eine nichtfinanzielle Steuerungsgröße (LTIFR) sowie themenfeldbezogene Indikatoren, die jedoch nicht als bedeutsamste nichtfinanzielle Indikatoren gemäß § 315c in Verbindung mit § 289c Abs. 3 Nr. 5 HGB behandelt werden.
Verweise auf die entsprechenden Konzepte, Prozesse, Ergebnisse und Risiken zu den Aspekten werden in einer Übersicht auf der Folgeseite aufgeführt.
Seit 2021 sind die nichtfinanziellen Zahlen der 2020 in Teilen veräußerten Gesellschaft Thiess nicht mehr in diesem Konzernbericht enthalten. Für eine bessere Vergleichbarkeit waren im Konzernbericht 2021 die nichtfinanziellen Kennzahlen für 2020 ohne die Werte von Thiess an ausgewiesenen Stellen separat dargestellt worden. Wir verweisen darum an dieser Stelle erneut auf den Konzernbericht 2021, um Vergleichszahlen einzusehen.
Zudem berichten wir freiwillig Informationen zu den Emissionswerten unserer Beteiligungsgesellschaften Thiess, Abertis und Ventia, die jedoch nicht Teil der externen Prüfung dieses Berichts sind.
Für die von uns als wesentlich erachteten Themen betrachten wir die Auswirkungen, setzen Due-Diligence-Konzepte um, bewerten die Risiken und binden Stakeholdergruppen ein. Die Wesentlichkeit der Themen ermitteln wir durch eine kontinuierliche Überprüfung und Auswertung der Aspekte und wesentlichen Risiken gemäß HGB. Eine Darstellung der für HOCHTIEF wesentlichen Chancen und Risiken, darunter auch Risiken im Zusammenhang mit den oben genannten Aspekten, erfolgt im zusammengefassten Lagebericht im Chancen- und Risikobericht. Zudem berichten wir in den einzelnen Kapiteln dazu. Derzeit sind dem Konzern keine Risiken bekannt, die im Sinne des § 289c Abs. 3 Nr. 3 und 4 HGB als wesentlich zu beurteilen sind.
Nichtfinanzieller Konzernbericht
Nichtfinanzielle Themen
Geschäftsmodell
Umweltbelange (Konzepte, Ergebnisse)
Klimawandel
Kreislaufwirtschaft
Wasserschutz
Biodiversität und Ökosysteme
Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen
Arbeitnehmerbelange (Konzepte, Ergebnisse)
Gesundheit und Sicherheit
Qualifizierte Mitarbeitende
Diversität
Arbeitsumfeld
Sozialbelange (Konzepte, Ergebnisse)
Soziale Aktivitäten
Antikorruption und Bestechung (Konzepte, Ergebnisse)
Anti-Korruption und Anti-Bestechung
Achtung der Menschenrechte (Konzepte, Ergebnisse)
Menschenrechte
Verantwortungsvolle Lieferkette
Risikomanagement zu den nichtfinanziellen Themen
Weitere Informationen finden Sie in unserem Nachhaltigkeitsplan 2025.
Hier stellen wir die Ziele dar, die HOCHTIEF im Zuge des neuen Nachhaltigkeitsplans 2025 im Jahr 2022 veröffentlicht hat. Die Formulierung der Ziele basiert auf einem umfangreichen internen Strategieprozess, in den auch die operativen Einheiten des Konzerns einbezogen wurden.
Für unsere Commitments haben wir Kennzahlen (KPIs) definiert, an denen wir unseren Fortschritt und die Zielerreichung messen können.
Weitere Informationen unter:
www.hochtief.de/nachhaltigkeit
| Steigerung des prozentualen Anteils aller Mitarbeitenden, die unter einem zertifizierten Umweltschutzmanagementsystem (ISO 14001) arbeiten, auf mindestens 90% bis 2025 | • Prozentsatz der Umsetzung von ISO-14001- Zertifizierung nach Mitarbeitendenzahl |
| Steigerung des Bewusstseins und der Expertise zu Umweltthemen durch Schulungen von mindestens 50% der Mitarbeitenden bis 2025 | • Zahl der Schulungsstunden pro Mitarbeitendem zu Umweltthemen |
| • Prozentsatz geschulter Mitarbeitender bezüglich Umweltthemen | |
| Keine Umweltvorfälle mit schwerwiegenden Umweltschäden (Kategorie 1) | • Anzahl der Umweltschäden (Kategorie 1 und 2) |
| Klimaneutralität "Netto-Null" bis 2045 erreichen | • Direkte Treibhausgasemissionen (Scope 1) (tCO 2äq) |
| Klimaneutralität für Scope-1-Emissionen bis 2038 erreichen | • Indirekte Treibhausgasemissionen (Scope 2) (tCO 2äq) |
| Scope-1-Emissionen bis 2025 im Vergleich zum Basisjahr 2019 um mindestens 20% reduzieren | - Prozentualer Anteil des gekauften Ökostroms am Gesamtstromverbrauch |
| - Prozentualer Anteil des produzierten Ökostroms am Gesamtstromverbrauch | |
| Klimaneutralität für Scope-2-Emissionen bis 2038 erreichen | • Sonstige indirekte Treibhausgasemissionen (Scope 3) (tCO 2äq) |
| • Intensität der Treibhausgasemissionen (tCO 2äq/€) | |
| Scope-2-Emissionen bis 2025 im Vergleich zum Basisjahr 2019 um mindestens 35% reduzieren | |
| Klimaneutralität für Scope-3-Emissionen (in relevanten Kategorien) bis 2045 erreichen | |
| Verifizierung des "Netto-Null"-Pfades - in Übereinstimmung mit dem maximalem Temperaturanstieg um 1,5 °C bis Ende 2023 |
| Keine Deponierung von Abfällen 1 bis 2045 | • Abfall zur Deponierung (Tonnen) |
| • Abfallvolumen nach Entsorgungsmethode (Tonnen) | |
| Erreichen einer jährlichen Abfall-Recycling Quote von mindestens 80 Prozent bis 2025 und nachfolgende sukzessive Steigerung | • Jährliche Abfallrecyclingquote (%) |
| • Prozentualer Anteil des selbst erzeugten Sondermülls am gesamten Abfall | |
| Reduzierung selbst verursachter gefährlicher Abfälle auf weniger als 1% des Gesamtabfalls bis 2030 | • Anzahl der Lebenszyklusanalysen/ Zirkularitätsanalysen für Bauprojekte |
| • Anteil der Bauprojekte mit digitaler Erfassung der Baustoffe (BIM 6D) | |
| Förderung von Lebenszyklusanalysen durch aktive Kundeneinbindung und Ausführung solcher Analysen bei mindestens 200 Bauprojekten bis 2025 | • Anteil der recycelten Materialien " am Gesamtmaterialverbrauch und Aufschlüsselung nach Materialart |
| • Anteil des Holzes aus zertifizierter Waldwirtschaft am Gesamtholzverbrauch (FSC, PEFC, SFI) | |
| Steigerung des Anteils von Bauprojekten, bei denen der Einsatz von Baumaterialien digital erfasst wird (BIM 6D) um mindestens 10% jährlich | |
| Förderung von Wiederverwendung und stetige Steigerung der Nutzung von recycelten Baumaterialien |
1 ungefährliche Abfälle und alle durch
HOCHTIEF selbst verursachten gefährlichen Abfälle
| Förderung von Wasserschutz bei allen Projekten | • Prozentsatz von Projekten in Gebieten unter Wasserstress, die einen Wasserschutzplan implementiert haben (%) |
| Implementierung von Wasserschutzplänen und Ausführung entsprechender Maßnahmen bei 100% der Projekte in Gebieten unter Wasserstress bis 2023 | • Wasserverbrauch insgesamt (m 3) |
| • Anteil des Wasserverbrauchs in Gebieten unter Wasserstress (%) am Gesamtwasserverbrauch | |
| • Anteil des wiederaufbereiteten Wassers an der insgesamt entnommenen Wassermenge (%) | |
| Implementierung von Maßnahmen zur Reduzierung des Wasserverbrauchs und Erreichen einer jährlichen Wasser-Recyclingrate von mindestens 10% des entnommenen Wassers |
| Schaffung von Bewusstsein für und Bewahrung von Biodiversität und Ökosystemen bei allen Projekten | • Prozentsatz von Projekten in sensiblen Naturgebieten, die einen Biodiversitäts Aktionsplan implementiert haben |
| Implementierung von Biodiversitäts-Aktionsplänen und Ausführung entsprechender Maßnahmen bei 100% der Projekte in sensiblen Naturgebieten bis 2023 | |
| Entwicklung und Implementierung langfristiger Initiativen zur proaktiven Bewahrung von Ökosystemen und der Steigerung von Biodiversität | • Gesamtzahl der Initiativen zur Bewahrung oder Steigerung von Biodiversität und Ökosystemen |
| Innovation und Entwicklung nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen vorantreiben | • Anzahl der entwickelten nachhaltigen Produkte und Dienstleistungen |
| Bis 2025 mindestens 50% der Umsatzerlöse aus Infrastruktur- und Hochbau durch zertifizierte Projekte erreichen | • Umsatzanteil zertifizierter Bauprojekte am erzielten Gesamtumsatz aus Infrastruktur- und Bauprojekten • Umsatzanteil aus umweltfreundlichen Gebäuden gemäß der EU-Taxonomiemethodik "Alignment" |
| Bis 2025 nachhaltige Lösungen bei mindestens 50% der Bauprojekte bereits in der Angebots- oder Preconstruction-Phase vorschlagen | • Anzahl der Projekte mit Zertifizierung für nachhaltiges Bauen (z. B. LEED, DGNB, ISCA) |
| • Anzahl der akkreditierten Auditoren im Bereich der Zertifizierung für nachhaltiges Bauen (z. B. LEED, DGNB, ISCA) | |
| • Anzahl und prozentualer Anteil der Projekte mit nachhaltigen Lösungen in der Angebots- oder Preconstruction-Phase |
| Unfallfreie Projektausführung; Null Todesfälle bei allen Aktivitäten für eigene Mitarbeitende und Nachunternehmer | • Lost Time Injury Frequency Rate (LTIFR) |
| LTIFR von 1,04 bis 2025; langfristiges Ziel: 0,9 bis 2030 | |
| Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschulung für 100% der neuen Mitarbeitenden bis 2023 | |
| Steigerung des prozentualen Anteils der Gesamtbelegschaft, die unter einem zertifizierten Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutzsystem arbeitet (z.B. BS OSHAS 18001 oder ISO 45001) auf 100% bis 2023 | |
| Verbesserung der Unfallrate von Kontraktoren durch mehr Schulungen und zunehmendes Bewusstsein für Gesundheit und Sicherheit bei Kontraktoren bis 2025 |
| Steigerung der Frauenquote in Senior Management-Positionen um 50% bis 2025 gegenüber 2019 | • Gesamtbelegschaft nach Geschlechtern |
| • Management-Positionen nach Geschlechtern | |
| Anteil der weiblichen technischen Nachwuchskräfte unter den neu eingestellten Mitarbeitenden weltweit bei mindestens 35% bis 2025 (Spiegelung des Beschäftigungsmarkts) | • Junior-Management-Positionen nach Geschlechtern |
| • Top-Management-Positionen nach Geschlechtern | |
| • Neueinstellungen nach Geschlechtern | |
| • Belegschaft nach Altersgruppen | |
| Förderung von Generationen-Diversität in den Teams, Förderung enger Zusammenarbeit zwischen älteren und jüngeren Mitarbeitenden bis 2025 |
| Steigerung der Weiterbildungsstunden pro Gesellschaft auf mindestens 20 Stunden pro Person bis 2023 | • Gesamtanzahl der Weiterbildungsstunden |
| • Weiterbildungsstunden pro Mitarbeitendem im Gesamtkonzern | |
| Jährliche Steigerung der internen Schulungen zu nachhaltigkeitsbezogenen Themen (Klimawandel, Nachhaltigkeitsstandards, Lebenszyklusmodell im Baugeschäft, Umweltmanagement, Diversität, Gleichstellung, Inklusion, Anti-Diskriminierung, Anti-Belästigung etc.) | |
| Förderung spezieller Trainingsprogramme für Nachwuchskräfte zur Karriereentwicklung im Unternehmen |
| Festlegung und Monitoring künftiger Fluktuationsraten in den Gesellschaften | • Belegschaft nach Tätigkeitsbereichen |
| • Feste Arbeitsverträge vs. befristete Arbeitsverträge (nach Geschlecht, Tätigkeitsbereichen) | |
| • Fluktuationsrate konzernweit |
| Erhöhung des Budgets für Spenden und Sponsoring um jährlich 3% bis 2025, beginnend 2022 | • Konzernweites Budget für Spenden und Sponsoring |
| Verbesserung des Monitorings definierter Volunteering-Projekte; Implementierung von Maßnahmen, die es ermöglichen, positive Einflüsse auf die Community zu messen, bis 2025 | |
| Förderung von Freiwilligeninitiativen zum SDG 4 (Hochwertige Bildung) und SDG 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden) |
| Vereinbarung von ESG-Zielen in die Vergütung des HOCHTIEF-Vorstands und des Top-Managements konzernweit bis 2025 | • Verknüpfung nichtfinanzieller Indikatoren mit der variablen Vergütung des Vorstands |
| • Prozentualer Anteil der Führungskräfte, deren variable Vergütung an die Erreichung von ESG-Zielen geknüpft ist (konzernweit) |
| Beibehaltung von 100% Compliance-Schulungsabdeckung der Mitarbeitenden, inkl. Neubeschäftigter | • Compliance-Schulungen pro Mitarbeitendem (Durchschnitt) |
| Aufnahme von ESG-Kriterien in den Auswahlprozess bei 50% der wesentlichen Lieferanten (basierend auf den Einkaufsausgaben), bis 2025 | • Ausgaben an lokale Lieferanten |
| • Prozentualer Anteil der nach ESG-Kriterien bewerteten Tier-1-Lieferanten | |
| • Prozentualer Anteil der Lieferanten, die ethische und soziale Governance-Standards einhielten (oder zertifiziert sind) | |
| Jährliche Steigerung des prozentualen Anteils der Lieferanten, die ein systematisches Projekt-Nachbereitungsassessment erhalten, mit Bewertung von mindestens 50% der bedeutenden Lieferanten bis 2025 | • Prozentualer Anteil der Lieferanten, die eine Bewertung nach Projektende erhalten |
| • Prozentualer Anteil der nach ESG-Kriterien zugelassenen Lieferanten | |
| • Prozentualer Anteil der Lieferanten, die ESG-Risiken ermittelt und Abhilfemaßnahmen umgesetzt haben | |
| • Gesamtverbrauch an Baustoffen |
| Schulung von 100% der Mitarbeitenden zu Menschenrechtsrisiken bis 2025 | • Anzahl der zum Thema Menschenrechte geschulten Mitarbeitenden |
| Integration des EU Sustainable Finance Action Plans/Taxonomie und/oder Berücksichtigung von ESG-Kriterien in Finanzentscheidungen | • Umsatz, Investitionsausgaben und Betriebsaufwand gemäß EU-Taxonomie/Eligibility (2022) |
| • Umsatz, Investitionsausgaben und Betriebsaufwand EU-Taxonomie-konform/Alignment (ab 2023) |
| 50% unserer Forschungs- und Innovationsvorhaben werden bei nachhaltigen Projekten durchgeführt, bis 2025 | • Investitionsvolumen in Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsprojekte (Euro) |
| • Investitionsvolumen in Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsprojekte mit Nachhaltigkeitsbezug | |
| • Investitionen in/Umsatzerlöse aus Forschung, Entwicklung und Innovation | |
| • Anzahl der Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsprojekte mit Nachhaltigkeitsbezug | |
| • Anzahl der Patente mit Nachhaltigkeitsbezug |
Diese und weitere Fortschritte, die wir im Jahr 2022 im Zuge der Umsetzung unseres Nachhaltigkeitsplans erzielt haben, werden in den entsprechenden Kapiteln dieses Konzernberichts näher beschrieben.
| Globales Umweltmanagement | > | 70% Konzerneinheiten nach DIN ISO 14001 zertifiziert (2021: 60,3%) Keine Umweltvorfälle mit schwerwiegenden Umweltschäden Kategorie 1 |
| (2021: 0) ESG-Informationskampagne im Intranet | ||
| Klimawandel | > | Scope 1: 34,8% weniger CO 2e (im Vergleich zu 2019) Scope 2: 33,2% weniger CO 2e (im Vergleich zu 2019) |
| Kreislaufwirtschaft | > | Jährliche Abfallrecyclingquote: 88,7% (2021: 86,6%) Lebenszyklusanalysen bei 62 Projekten <1% selbst verursachte gefährliche Abfälle |
| Wasserschutz | > | Jährliche Wasserecyclingquote 14,7% Wasserschutz-Positionspapier veröffentlicht PDF Download |
| Biodiversität und Ökosysteme | > | Positionspapier zu Biodiversität und Ökosystemen veröffentlicht PDF Download Stakeholderdialog mit renommierten Umweltschutzorganisationen |
| Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen | > | 11,8 Mrd. Euro Umsatz durch zertifizierte grüne Projekte (2021: 9,7 Mrd. Euro) 1.208 zertifizierte grüne Projekte bis Ende 2022 |
| Gesundheit und Sicherheit | > | 0 Todesfälle eigener Mitarbeitender (2021: 0) ISO 45001: 82% der HOCHTIEF-Mitarbeitenden in entsprechend zertifiziertem Bereich tätig (2021: 79,9%) |
| Vielfalt am Arbeitsplatz | > | konzernweit flexible Arbeitsmodelle konzipiert und umgesezt Mentoring-Programm gestartet |
| Weiterbildung, Talentmanagement und Rekrutierung | > | Durchschnittlich 13,5 Stunden Weiterbildung pro Person konzernweit (2021: 14,2) |
| Working Environment | > | 12,4% Turnover-Rate in Deutschland (2021: 13,3%) |
| Soziale Aktivitäten | > | zirka 5,7 Mio. Euro Budgets für Spenden und Sponsoring verbessertes Monitoring von Philanthropie-Projekten |
| Nachhaltige Unternehmensführung | > | Analysen zur Integration von ESG-Kennzahlen in die erfolgsorientierte Vergütung der Führungskräfte der europäischen Einheiten |
| Anti-Korruption und Anti-Bestechung | > | Mindestens eine Teilnahme an einer Code-of-Conduct-Schulung pro Mitarbeitendem (2021: 100%) |
| Verantwortliche Lieferkette | > | Einbeziehung messbarer Nachhaltigkeits-Indikatoren bei Vergabeentscheidungen |
| Menschenrechte | > | Schulungsziel weiterverfolgt |
| Sustainable Finance | > | Erste nachhaltige Projektfinanzierung realisiert |
Die Inhalte dieser Seite sind weder Bestandteil der gesetzlichen Jahres- und Konzernabschlussprüfung noch der gesonderten betriebswirtschaftlichen Prüfung mit begrenzter Sicherheit durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
Nachhaltigkeit ist seit Langem Teil der Konzernstrategie und durch die 2021 vom HOCHTIEF-Vorstand gestartete ESG-Initiative stärker denn je in unseren Aktivitäten verankert: Mit dem Nachhaltigkeitsplan 2025 wurden konkrete, messbare Ziele definiert. Er ist in einem internen, konzernweit gestalteten Prozess und unter Beteiligung relevanter Stakeholder entwickelt worden und beschreibt die wesentlichen Arbeitsfelder zur Nachhaltigkeit: Umwelt, soziale Aktivitäten und Unternehmensführung. Dies sind die drei Säulen, denen Commitments und Kennzahlen (KPIs) zugeordnet werden. Im Berichtsjahr startete die Umsetzung des Nachhaltigkeitsplans. Zunächst wurden Verantwortliche für die drei Dimensionen benannt. Diese richteten wiederum Arbeitsgruppen mit Mitgliedern aus den Divisions ein, die Maßnahmen und Aktivitäten entwickeln, die zur erfolgreichen Umsetzung des Plans führen. Das Kernteam ("Sustainability Core Implementation Team") tagt wöchentlich und tauscht sich zu den Fortschritten in allen Arbeitsbereichen aus. Überdies trat 2022 erstmals das neu strukturierte, international besetzte Sustainability Committee zusammen, um die Umsetzung der Aktivitäten im Konzern abzustimmen. Dieses Komitee wird künftig ebenfalls regelmäßig tagen.
Die Umsetzung des Nachhaltigkeitsplans 2025 wird von Vorständin Martina Steffen geleitet. Sie ist zugleich Chief Sustainability Officer und berichtet auch dem Aufsichtsrat von HOCHTIEF im Prüfungs-/Nachhaltigkeitsausschuss über den Status quo und die Fortschritte. Der erfolgsabhängige Anteil der Vorstandsbezüge ist zu einem Teil an die Erreichung von Nachhaltigkeitszielen geknüpft.
Alle Commitments und KPIs des Nachhaltigkeitsplans finden Sie zu Beginn dieses nichtfinanziellen Konzernberichts (Nachhaltigkeitsplan 2025). Zwischenstände und erste Ergebnisse dieser Projektarbeiten werden in den einzelnen Kapiteln dieses Konzernberichts beschrieben.
Wir wollen ESG-Ziele in die Vergütung des HOCHTIEF-Vorstands und des Top-Managements konzernweit bis 2025 aufnehmen.
Bereits seit dem Jahr 2020 wurden ESG-Ziele in der variablen Vergütung der Vorstandsmitglieder verankert. Im Geschäftsjahr 2022 wurden erste Analysen zur Integration von ESG-Kennzahlen in die erfolgsorientierte Vergütung der Führungskräfte der europäischen Einheiten durchgeführt und erste Konzepte erarbeitet. Geplant ist eine Umsetzung im Jahr 2023 für das Geschäftsjahr 2024 in Europa. Parallel sollen Konzepte für die Vergütungssysteme der anderen Konzerngesellschaften erarbeitet und spätestens bis Ende 2025 umgesetzt werden.
Eine neuere Anforderung im Bereich der Nachhaltigkeit ist die von der Europäischen Union seit 2021 vorgeschriebene Prüfung der Taxonomiefähigkeit der Wirtschaftstätigkeiten. Dafür haben wir im Berichtsjahr unser Rahmenwerk mit Anweisungen für die Konzerneinheiten weiterentwickelt und erneut zahlreiche interne Schulungen zu diesem Thema durchgeführt, um die Informationen aus dem Konzern für die erforderliche Berichterstattung adäquat bereitstellen zu können.
Der Nachhaltigkeitsplan orientiert sich an unserem Geschäft und ist eine wichtige Anforderung für die Projektarbeit. HOCHTIEF-Bauwerke sind Unikate mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen und individueller Planung. Wir setzen sie ganzheitlich und lösungsorientiert um. Dabei berücksichtigen wir den gesamten Lebenszyklus von Projekten und haben den Anspruch, Ökonomie, Ökologie und Soziales zu verbinden. Weil sich gesetzliche Anforderungen, technische Möglichkeiten und die Bedürfnisse unserer Auftraggeber ändern, werden wir unser Unternehmen im Bereich Nachhaltigkeit kontinuierlich weiterentwickeln. Unser Nachhaltigkeitsplan 2025 steigert die Effizienz unserer Projekte, kreiert neue Marktchancen, verringert Risiken, festigt Geschäftsbeziehungen, sichert Verantwortlichkeiten und leitet den Übergang in eine CO 2-arme Kreislaufwirtschaft ein.
Um die Mitarbeitenden zu informieren und einzubeziehen, haben wir zahlreiche Informationsformate realisiert. So wurden die Führungskräfte bei einer live übertragenen Konferenz vom Vorstand über den Nachhaltigkeitsplan informiert und zum Dialog eingeladen. Auch bei einer Informationsveranstaltung und Fragestunde mit dem Vorstandsvorsitzenden im November 2022 spielte Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. Neue Formate wie der "ESG-Lunch" sollen die Mitarbeitenden motivieren und aktivieren, eigene Ideen einzubringen. In der internen Kommunikation standen ESG-Themen im Berichtsjahr ganz oben auf der Agenda.
Bei der europaweiten Mitarbeitendenbefragung Dialog@HOCHTIEF im November 2022 wurden die Mitarbeitenden explizit um ihre individuelle Bewertung von Nachhaltigkeitsthemen und die Einreichung von Ideen zur Nachhaltigkeit gebeten. In einer umfassenden europaweiten Kundenbefragung haben wir auf Basis der Einschätzung unserer Nachhaltigkeitsleistung durch öffentliche und private Bauherren erstmals einen eigenen Sustainability Score ermittelt. Dabei wurden die Fragen zur Nachhaltigkeit nach den Dimensionen nachhaltiges Unternehmen, soziale Verantwortung, Umweltverantwortung, Nachhaltigkeitskompetenz und Nachhaltigkeitstreiber ausgewertet. Diesen Score (Erstmessung 80,4 auf einer Skala von 0 bis 100) wollen wir langfristig erheben, um die Entwicklung unserer Performance zu messen.
Wir setzen zudem auf Weiterbildung zu den einzelnen ESG-Themen. So gibt es ein umfassendes Schulungsangebot etwa im Bereich Compliance und zu Themen wie Antidiskriminierung und Diversity.
Jedes Bauprojekt bedeutet grundsätzlich einen Eingriff in bestehende Strukturen. Sowohl während der Bauarbeiten als auch nach Projektende werden Menschen und Umwelt im Umfeld direkt oder indirekt beeinflusst. Wir möchten positive Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit, die in unserem Einflussbereich liegen, stärken und negative Effekte minimieren. Dazu analysieren wir nicht nur die tatsächlichen Auswirkungen unserer Arbeit, sondern auch Risiken. Mit bautechnischen und technologischen Innovationen, die oft projektspezifisch entwickelt werden, machen wir unsere Arbeit jeden Tag noch nachhaltiger. Wenn wir Defizite sehen oder Missstände festgestellt werden, schaffen wir sofort Abhilfe. Dafür stehen im Konzern entsprechende Beschwerdesysteme bereit, die intern und extern zugänglich sind.
Die Umweltauswirkungen durch unsere Bau- und Dienstleistungstätigkeiten sind projektabhängig. Dazu zählen etwa Flächenverbrauch, Bodenaushub, Eingriffe in den Wasserhaushalt, Verbrauch von Energie, Wasser und Rohstoffen, Lärm, Staub, Erschütterungen, Emissionen, Abwasser und Abfall. Wir verfolgen bei jedem Projekt das Ziel, das natürliche Umfeld bestmöglich zu schützen und zu bewahren. Dazu erarbeiten wir individuelle Managementpläne. So wollen wir unserer Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft gerecht werden.
Positive soziale Beiträge unseres Konzerns sind etwa die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Steigerung der Wirtschaftskraft in den Regionen, in denen wir tätig sind. Viele unserer Projekte verbessern die soziale Infrastruktur, etwa beim Bau von Schulen. Darüber hinaus übernehmen wir als Unternehmen soziale Verantwortung und unterstützen Communitys im Umfeld unserer Projekte und Standorte.
Als Arbeitgeber und Auftraggeber von Lieferanten und Partnerunternehmen haben wir Einfluss auf die Lebensgestaltung und -qualität vieler Menschen. Ihre Arbeitsbedingungen und Rechte sind uns ein wichtiges Anliegen. Deshalb bewerten wir mögliche Risiken sehr differenziert (weitere Informationen dazu finden Sie im Kapitel Menschenrechte).
Auswirkungen im Zusammenhang mit den bei HOCHTIEF wesentlichen Themen werden in den einzelnen Kapiteln beschrieben.
Das Management von Auswirkungen im Bereich Nachhaltigkeit sehen wir als Chance für unser Unternehmen, da wir hier oftmals einen gestalterischen Einfluss haben. Wir wollen diese zum Wohle unserer Stakeholder und der Umwelt konsequent nutzen. Potenzielle Risiken nehmen wir in den Blick, um sie bestmöglich zu minimieren. Im Rahmen unseres Risikomanagements überprüfen wir kontinuierlich unsere Strukturen, Abläufe und Systeme und passen sie bei Bedarf an veränderte Rahmenbedingungen an. Due-Diligence-Prozesse setzen wir themen- und fachbezogen um. Voraussetzung für die Steuerung sind operationalisierbare Ziele, klare Leitplanken und Regeln in Form von internen Richtlinien und externen Zertifizierungen. Die Umsetzung dieser Vorschriften und Standards wird von der Revision, durch die etablierten Risikomanagementprozesse und die für Nachhaltigkeit zuständigen Steuerungseinheiten kontinuierlich überwacht.
Bestehende Due-Diligence-Prozesse im Zusammenhang mit den bei HOCHTIEF wesentlichen Themen werden in den einzelnen Kapiteln beschrieben.
Die Einbindung von Stakeholdern - Einzelnen oder Gruppen -spielt eine wichtige Rolle im Chancen- und Risiko-ebenso wie im Impactmanagement. Bauen ist "People Business", da wir mit vielen Anspruchsgruppen mit ihren vielfältigen und unterschiedlichen Ansprüchen bei unserer Arbeit im engen Austausch stehen -beispielhaft sind diese hier genannt:
| ― |
Absolventen/Absolventinnen |
| ― |
Aktionäre/Aktionärinnen |
| ― |
Analysten/Analystinnen |
| ― |
Anwohner/Anwohnerinnen |
| ― |
Bankenvertreter/Bankenvertreterinnen |
| ― |
Gefährdete Gruppen |
| ― |
Gewerkschaften |
| ― |
Investoren/Investorinnen |
| ― |
Journalisten/Journalistinnen |
| ― |
Kunden/Kundinnen |
| ― |
Lieferanten/Lieferantinnen |
| ― |
Mitarbeitende |
| ― |
Nachbarn/Nachbarinnen |
| ― |
Nachunternehmer/Nachunternehmerinnen |
| ― |
NGOs |
| ― |
Schüler und Schülerinnen/Studierende |
| ― |
Staat/Behörden |
| ― |
Universitäten/Hochschulen |
| ― |
Verbände |
| ― |
Wissenschaft |
Wir stehen kontinuierlich im Dialog mit den verschiedenen Stakeholdergruppen und setzen uns mit ihren unterschiedlichen Ansprüchen konstruktiv auseinander, um sie in unserer Arbeit berücksichtigen zu können. Unser Ziel ist es, wesentliche Anforderungen und Erwartungen systematisch zu erfassen und strategisch mit einzubeziehen. Dabei involvieren wir die Stakeholder und laden sie auf verschiedenen Wegen zur aktiven Beteiligung ein -zu den gängigen Formaten zählen die folgenden:
| ― |
Baustellenkommunikation |
| ― |
CR-/ESG-Stakeholderdialoge |
| ― |
Fachmessen, Kongresse und Veranstaltungen |
| ― |
Führungskräfteveranstaltungen des Vorstands |
| ― |
Image- und Reputationsuntersuchungen |
| ― |
Kapitalmarktkommunikation |
| ― |
Kundenbefragungen/-zufriedenheitsanalysen |
| ― |
Marktstudien |
| ― |
Mitarbeitendenfeedbacks |
| ― |
Pressearbeit |
| ― |
Social-Media-Kanäle |
| ― |
Qualitätsbewertungen/-audits |
Das Management und die sinnvolle Einbindung von Stakeholdern im Zusammenhang mit den bei HOCHTIEF wesentlichen Themen werden in den einzelnen Kapiteln beschrieben.
Die Nachhaltigkeit eines Bauprojekts wird schon durch seine Planung festgelegt: In dieser Phase besteht der größte Einfluss zum Beispiel auf die umweltfreundliche Gestaltung. HOCHTIEF hat dies bereits vor Jahrzehnten erkannt und begleitet viele Kunden schon in einer frühen Planungsphase mit partnerschaftlichen Geschäftsmodellen wie "PreFair". Gemeinsam mit allen Projektbeteiligten optimieren wir ganzheitlich das Bauwerk und seine Entstehung. Der enge Dialog mit Architekten, Fachplanern, Lieferanten und Kunden hilft uns auch, wenn es schwierig wird. So konnte der Betrieb während der Pandemie auf den allermeisten Baustellen ohne langfristige Störungen fortgeführt werden.
Für ein ausgewogenes Zusammenspiel von Ökonomie, Ökologie und Sozialem bieten Zertifizierungssysteme für Bauprojekte, etwa DGNB, LEED, BREEAM, GreenStar oder ISCA, optimale Voraussetzungen: Sie berücksichtigen vielfältige nachhaltige Aspekte, basierend auf einem systematischen Management der Auswirkungen, und betrachten den ressourcenschonenden Bauprozess ebenso wie den Betrieb von Gebäuden und Infrastrukturprojekten. HOCHTIEF und seine operativen Gesellschaften sind hier für die Kunden ein erfahrener Partner. So wird etwa im Ranking des Magazins Engineering News-Record (ENR) Turner als Topanbieter von Green Buildings ausgezeichnet. Zu unseren Nachhaltigkeitszielen zählt, den durch zertifizierte Projekte erzielten Umsatz weiter deutlich zu steigern.
Die Messbarkeit der Nachhaltigkeitsleistung in unseren Projekten spielt eine immer größere Rolle. Dabei liegt der Einfluss von HOCHTIEF auf die Nachhaltigkeit von Projekten im Wesentlichen im Bauprozess, den damit verbundenen Aktivitäten selbst sowie im fundierten Planungsprozess. Bereits 2020 haben wir dazu in einem Forschungsprojekt zur Impactmessung mit Wissenschaftlern der Zeppelin-Universität in Friedrichshafen exemplarisch Baustellenimpacts untersucht.
Auch unser Qualitätsmanagement sichert den Projekterfolg, denn es sorgt für strukturierte, verlässliche Prozesse. Die Projekte von HOCHTIEF Solutions und den CIMIC-Gesellschaften werden auf Basis des Qualitätsmanagementsystems DIN EN ISO 9001 ausgeführt, Turner arbeitet ebenfalls auf der Basis von Standards. Die Zertifizierungsquote nach ISO 9001 beträgt im Konzern derzeit insgesamt 65,2% (2021: 64,1% 1), gemessen an der Zahl der Mitarbeitenden.
In den Einheiten sind Qualitätsmanager für die Einhaltung der Standards verantwortlich, sie entwickeln bedarfsgerecht Verbesserungsmaßnahmen und Kontrollen. Im gesamten HOCHTIEF-Konzern tragen interne und externe Audits sowie ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess dazu bei, das Qualitätsmanagement zu optimieren.
In der Division HOCHTIEF Europe wurde 2022 erneut der "Tag des Managementsystems" mit einem umfassenden Programm umgesetzt. Unter dem Motto "Qualitätsbewusstsein -das Richtige tun" wurden die Mitarbeitenden zu Diskussionsrunden, Vorträgen und einem Knowledge-Cafe eingeladen.
Bei der 2022 extern durchgeführten HOCHTIEF-Kundenzufriedenheitbefragung zeigten sich die teilnehmenden Kunden insbesondere zufrieden mit der Qualitätssicherung in der Construction-Phase.
Die Zufriedenheit der Kunden spielt eine große Rolle für den wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns. Ihr Feedback zeigt uns Chancen und Verbesserungsmöglichkeiten auf. Wir setzen dazu dezentral Instrumente ein, etwa Befragungen, Analysen und Rankings.
1 Die Zahl wurde angepasst aufgrund einer
rückwirkenden Qualitätsprüfung, darum
ungeprüft.
Für 2022 planen wir eine differenzierte Zufriedenheitsbefragung unserer Kunden.
Bei einer europaweiten Befragung im Sommer 2022, die extern für HOCHTIEF durchgeführt wurde, bestätigte die Mehrheit der Teilnehmenden ihre große Zufriedenheit mit den Leistungen von HOCHTIEF: 82 Prozent der öffentlichen sowie privaten Kunden gaben an, sehr zufrieden oder zufrieden mit der Leistung von HOCHTIEF zu sein, 100 Prozent der privaten Kunden gaben an, dass sie auch zukünftig mit HOCHTIEF zusammenarbeiten wollen. Zwei Drittel der Befragten würden HOCHTIEF auf jeden Fall weiterempfehlen, niemand würde HOCHTIEF gar nicht weiterempfehlen. Deutlich wurde in der Befragung auch, dass viele Kunden die Nachhaltigkeitsleistung von HOCHTIEF nach eigener Aussage nicht ausreichend beurteilen können. Der restliche Teil gab überwiegend positive Bewertungen zu diesem Thema ab. Die Ergebnisse bieten insgesamt eine gute Basis zur Optimierung der Kundenkommunikation. Für die Befragung waren alle privaten und öffentlichen Kunden ausgewählt worden, die in den vergangenen 24 Monaten eine HOCHTIEFBauleistung mit einem Volumen von mehr als fünf Millionen Euro beauftragt hatten. Die Rücklaufquote war nach Einschätzung des beauftragten Meinungsforschungsinstituts überdurchschnittlich hoch. Eine regelmäßige Wiederholung der Befragung ist derzeit im Zweijahresrhythmus geplant. Auch die Konzerneinheiten in den USA planen entsprechende Befragungen. Damit haben wir unser Ziel erreicht.
Viele Kunden beauftragen unsere Gesellschaften mehrere Male und drücken ihre Zufriedenheit in sogenannten Folgeaufträgen aus. Die Wiederholkundenrate bildet damit einen wichtigen Indikator für die Zufriedenheit unserer Kunden. 2022 lag die Wiederholkundenrate im Konzern bei 78,2 Prozent. Dieser Wert bestätigt uns einmal mehr, dass unsere Auftraggeber gern mit HOCHTIEF zusammenarbeiten.
| 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | |
| Gesamt 2 | 81,5 | 83,93 | 83,3 | 78,2 |
| Konzern-Coverage 4 | 100 % | 100 % | 100 % | 100 % |
1 Wir definieren Wiederholkunden als Kunden, die
HOCHTIEF mindestens ein zweites Mal beauftragen. Wir nutzen
die Wiederholkundenrate zur Bestimmung der
Kundenzufriedenheit.
2 Gewichtet in Relation zur erbrachten
Konzernleistung des jeweiligen Geschäftsjahres
3 Zahl angepasst aufgrund einer
rückwirkenden Korrektur der Gewichtung, darum
ungeprüft
4 Die Coverage zeigt die Höhe des
Abdeckungsgrads der Kennzahlen in Relation zur
Konzernleistung.
Auch die Wahrnehmung von HOCHTIEF in der Öffentlichkeit spielt eine wichtige Rolle für uns. Darum messen und analysieren wir regelmäßig unseren Reputationswert durch eine repräsentative Online-Befragung. Hier wird unser Konzern seit vielen Jahren konstant gut bewertet. Für 2022 wurde die positive Bewertung des Vorjahres durch die Befragten bestätigt.
| 2019 | 2020 | 2021 | 20222 | |
| 87 | 88 | 93 | 93 |
1 Ausgewiesen wird die Summe der Bewertungen der
Reputation von HOCHTIEF mit ausgezeichnet, sehr gut und
gut.
2 Im Berichtsjahr haben 93 Prozent der Befragten
in einer Studie des Marktforschungsinstituts YouGov in
Deutschland die Reputation von HOCHTIEF mit
ausgezeichnet/sehr gut/gut bewertet. Fünf Prozent
bewerteten die Reputation als mittelmäßig, zwei
Prozent als schlecht. Befragt wurden Entscheider in
Großunternehmen.
HOCHTIEF belegt in zahlreichen Nachhaltigkeitsrankings Spitzenplätze (www.hochtief.de/nachhaltigkeit). Im Dezember 2022 wurden wir zum Beispiel erneut - und damit zum 17. Mal in Folge -in den renommierten Dow Jones Sustainability Index aufgenommen.
HOCHTIEF wurde im Kompendium "Deutsche Standards - Marken des Jahrhunderts" als "Marke des Jahrhunderts 2022" gewürdigt. Insgesamt 200 Unternehmen über alle Branchen hinweg erhielten diese Auszeichnung. Ausgezeichnet werden dabei Marken, die als "Ikonen der deutschen Wirtschaft" beispielhaft für eine Produktgattung stehen. Den Infrastrukturkonzern HOCHTIEF bewertete die Redaktion als exemplarisch für die Baubranche.
In den folgenden Kapiteln dieses nichtfinanziellen Berichts finden Sie nähere Informationen zum Umweltschutz, zur EU-Taxonomie, zu unserem Umgang mit Menschenrechten und zu den sozialen Aktivitäten im HOCHTIEFKonzern.
Wir wollen nicht nur in der Natur, sondern auch im Einklang mit ihr arbeiten. Bei der Projektarbeit für unsere Kunden wirken wir unmittelbar auf die Umwelt ein. Sie beeinflusst Klima, Böden, Wasser, Luft, Ökosysteme und die biologische Vielfalt. Die Auswirkungen können signifikant sein -darum sind Umwelt- und Klimaschutz seit jeher aktive Handlungsfelder im Konzern. Wir haben Klimawandel, Kreislaufwirtschaft, Wasserschutz, Biodiversität und Ökosysteme sowie Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen als wesentliche Themen definiert. Diese Themen werden strategisch an übergeordneter Stelle verantwortet und zugleich im operativen Projektgeschäft auch vor Ort bearbeitet. Oberstes Ziel ist es stets, negative Auswirkungen unserer Projekte auf die Umwelt zu vermeiden oder zumindest so weit wie möglich zu reduzieren, positive Auswirkungen zu befördern und nachhaltige Lösungen für unsere Kunden zu bieten. Im Nachhaltigkeitsplan 2025 haben wir uns klare Ziele im Bereich Umweltschutz gesetzt, an denen wir im Berichtsjahr kontinuierlich gearbeitet haben. Dabei bleibt Klimaneutralität bis 2045 unser klares, übergeordnetes Ziel.
Unser Fortschritt findet auch externe Anerkennung: 2022 wurde HOCHTIEF einmal mehr für seinen Beitrag zum Klimaschutz ausgezeichnet und erzielte im CDP-Klimaranking erneut den Score "B" (2021: "B"), was gemäß CDP-Kriterien dem Managementstatus entspricht. Beim Corporate Sustainability Assessment für das Dow-Jones-Sustainability-Rating von S&P Global erzielte HOCHTIEF weltweit den zweiten Platz in der Branche "Construction & Engineering" (2021: Platz 4) und konnte sich damit deutlich verbessern. HOCHTIEF wurde mit diesem Ergebnis in den DJSI World Index aufgenommen und ist dort bestbewertetes Unternehmen auf Platz 1. Zudem wurde HOCHTIEF im Berichtsjahr bei den folgenden Ratings erfolgreich gelistet beziehungsweise positiv für seine ESG-Leistungen bewertet: Sustainalytics (Bewertung: "Strong ESG Risk Management"), MSCI ("AA"-Rating), FTSE4Good ESG-Rating 2022 (Score 3,3) und EcoVadis (Platin-Status).
Die Konzernrichtlinie Arbeitssicherheit, Gesundheits-, Umwelt- und Klimaschutz definiert bei HOCHTIEF die Organisation, Koordination und die Anforderungen von Umwelt- und Klimaschutzthemen. Zielsetzung dabei ist es, die Gesundheit von HOCHTIEF-Mitarbeitenden und von Mitarbeitenden Dritter nachhaltig zu bewahren, die natürliche Umwelt zu erhalten, mit Ressourcen effektiv umzugehen und das Klima zu schützen.
Die operativen Gesellschaften innerhalb der HOCHTIEF-Divisions organisieren ihre Umwelt- und Klimaschutzbelange grundsätzlich entsprechend den Konzernvorgaben und eigenverantwortlich. Interne Umweltexperten unterstützen die Projektteams dabei, gesetzliche und interne Rahmenbedingungen in die Baustellenprozesse zu implementieren und so die Rechtskonformität zu sichern. Zudem überprüft die Konzernrevision bei ausgewählten Projekten, ob alle Anforderungen umgesetzt werden.
Die 2021 gegründete Fachgruppe "Umwelt" nahm im Berichtsjahr die konkrete Arbeit an den Themen des Nachhaltigkeitsplans auf. Dazu wurden verschiedene themenbezogene Arbeitsgruppen mit Teilnehmenden aus dem gesamten Konzern zusammengestellt. Sie erheben Umwelt- und Klimadaten, analysieren Umwelt- und Klimarisiken und erarbeiten Konzepte zum Umwelt- und Klimaschutz. Die Umsetzung konkreter Maßnahmen wird jeweils mit den operativen Gesellschaften abgestimmt.
Feedback und Impulse für unsere Arbeit, vor allem zu den Themen, die wir als wesentlich definiert haben, geben uns unterschiedliche Stakeholder über verschiedene Kanäle. Ihr Input fließt unmittelbar in unsere Arbeitsgestaltung ein. Für die interne und externe Kommunikation nutzen wir zahlreiche Dialogformate. Es fließen aber auch Ergebnisse empirischer Untersuchungen ein.
Unsere Projektteams stehen im direkten Austausch mit Dritten. So informieren wir Anwohnende in der Nähe unserer Baustellen frühzeitig durch Flyer, Pressearbeit, Informationsveranstaltungen, Baustellenführungen oder Infotafeln. Es stehen darüber hinaus Ansprechpersonen bereit, die auch Hinweise zu möglichen Missständen entgegennehmen. Diese können zudem über das HOCHTIEF-Hinweissystem platziert werden.
Auch weitere Stakeholder mit Baustellenbezug werden in die Projektarbeit involviert. So bieten viele Baustellen Exkursionen für Studierende und Schulen an. Um die Communitys bei Projekten eng einzubinden, entstehen regelmäßig auch Kooperationen mit umliegenden Institutionen und NGOs (weitere Informationen dazu finden Sie im Kapitel Soziales Engagement).
Unser Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz ist dort am größten, wo wir den Bauprozess direkt gestalten können. Übernehmen wir Planung, Betrieb und Erhaltung, haben wir die größte Hebelwirkung und können unseren Kunden über den gesamten Projektlebenszyklus optimierte Lösungen für Nachhaltigkeit anbieten. Insbesondere bei PPP-Projekten haben wir große Einflussmöglichkeiten auf die nachhaltige Gestaltung von Projekten. Im Dialog mit unseren Kunden entwickeln wir Konzepte, um Ressourcen und Klima zu schonen und zugleich die Effizienz bei Bau, Betrieb und Erhaltung zu erhöhen. Hierzu ermitteln unsere Expertinnen und Experten bereits in der Planungsphase, ob sich Materialien mehrfach nutzen oder recyceln lassen, sodass Ressourcen geschont und der Ausstoß schädlicher Emissionen minimiert werden können. Bei konventionell realisierten Bauprojekten bieten wir partnerschaftliche Vertragsmodelle wie PreFair. oder den Wettbewerblichen Dialog für eine enge Abstimmung mit den Kunden an: In einer intensiven Preconstruction-Phase lassen sich Planung und Lebenszyklusansätze gezielt optimieren und mögliche Defizite ausräumen, um Umwelt und Klima zu schonen. Der Einsatz von Building Information Modeling (BIM) sorgt für effiziente Prozessabläufe und ressourcenschonendes Arbeiten.
Maßgeschneiderte Umweltschutzkonzepte begleiten die Projektarbeit bei HOCHTIEF von Anfang an. Dabei blicken unsere Experten auch auf mögliche Auswirkungen durch den Bauprozess: Über das unmittelbare Baugeschehen hinaus beachten wir auch das weitere Umfeld der Projekte, etwa die Bebauung in der Nachbarschaft oder umgebende Landschaftsareale. Natürlich ist für diesen umfassenden Blick auf unsere Projekte auch der Austausch mit Stakeholdern wichtig -dazu zählen Behörden, Anwohnende oder Umweltschutzorganisationen. Dies bedeutet für uns zugleich aktives Risikomanagement. Die Risiken von Umweltschäden und weiteren Beeinträchtigungen versuchen wir bei jedem Projekt zu minimieren, Chancen bestmöglich zu realisieren.
Um Umweltschutzthemen bei den HOCHTIEF-Projekten in die Arbeitsabläufe zu integrieren, haben wir entsprechende Managementsysteme implementiert, die dem internationalen Standard ISO 14001 entsprechen.
Steigerung des prozentualen Anteils aller Mitarbeitenden, die unter einem zertifizierten Umweltschutzmanagementsystem (ISO 14001) arbeiten, auf mindestens 90 Prozent bis 2025
Die operativen Einheiten, in denen noch keine vollständige Abdeckung nach ISO 14001 vorliegt, arbeiten daran, ihren Zertifizierungsanteil sukzessive zu erhöhen. Die Gesellschaften Flatiron und HOCHTIEF Engineering wurden im Jahr 2022 vollständig nach ISO 14001 zertifiziert. In weiteren Konzerneinheiten, darunter Turner, ist die Zertifizierung bis 2024 geplant. Wir haben den prozentualen Anteil der Konzerneinheiten, die nach der Umweltmanagementsystemnorm DIN EN ISO 14011 zertifiziert sind, von 60,3 Prozent (2021) auf 70,0 Prozent im Jahr 2022 gesteigert (gemessen an der Zahl der Mitarbeitenden). Damit sind wir unserem Ziel deutlich näher gekommen.
Um unsere Ziele im Bereich Umweltschutz zu erreichen, benötigen wir die Unterstützung aller Mitarbeitenden.
Große Bedeutung kommt dabei auch dem internen Transfer von Wissen zu: Kompetenzträger sollen ihre Kenntnisse zu spezifischen Umweltthemen bestmöglich auch in ihren Teams und an jüngere Mitarbeitende weitergeben.
Steigerung des Bewusstseins und der Expertise zu Umweltthemen durch Schulungen von mindestens 50 Prozent der Mitarbeitenden bis 2025
Aktuell entstehen spezifische Umweltkommunikationsprogramme, um die Mitarbeitenden angemessen zu informieren und zu motivieren. So hat HOCHTIEF über das Intranet bereits eine Informationskampagne zu verschiedenen Umweltthemen gestartet, berichtet über die Arbeit in den Arbeitsgruppen und stellt einzelne Mitglieder vor. Zudem werden für ein dezentrales Schulungsprogramm derzeit wesentliche Umweltthemen evaluiert und die Ziele der Trainings definiert.
Klimaschutz ist vor dem Hintergrund der erheblichen Auswirkungen von Bautätigkeiten ein wesentliches Thema bei HOCHTIEF: Unsere Geschäftsaktivitäten sind energie- und damit emissionsintensiv. Besonders in der Wertschöpfungskette des Baugeschäfts, etwa bei der Produktion von Stahl und Zement (vorgelagert) oder dem Betrieb von Immobilien (nachgelagert), werden große Mengen an Emissionen verursacht. Laut aktueller Schätzung des World Green Building Council entfielen im Jahr 2021 insgesamt etwa 37 Prozent der energiebezogenen CO 2-Emissionen und 34 Prozent des weltweiten Gesamtenergieverbrauchs auf den Immobilien- und Bausektor. 1 Damit einher geht für uns eine große Verantwortung für klimabewusstes Handeln. Es gilt, klimaschädliches Handeln durch HOCHTIEF zu vermeiden und Klimarisiken aktiv zu verringern, indem CO 2-Emissionen reduziert und Kapazitäten für grüne Energie auf dem Markt geschaffen werden. Zugleich ist HOCHTIEF von den Auswirkungen der Klimakrise auch unmittelbar selbst betroffen: So wirkt sich die Häufung extremer Wetterereignisse wie Stürme, zunehmende Niederschläge, extreme Hitzewellen und Dürren direkt auf unser Projektgeschäft aus und macht besondere Risikovorkehrungen notwendig.
Das Ziel des Pariser Klimaabkommens, den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, unterstützen wir aktiv. Darum haben wir 2021 auf Basis fundierter Analysen nach den Empfehlungen der Task Force on Climate-Related Financial Disclosures (TCFD) und in enger Abstimmung mit unseren operativen Gesellschaften erstmalig ein Klimaziel formuliert. Dafür wurden Szenarien entwickelt, die die Klimaauswirkungen für das Unternehmen über verschiedene Zeithorizonte bewerten.
Auf diesen Analysen aufbauend, streben wir an, bis 2045 Klimaneutralität "Netto-Null" im Konzern zu erreichen.
Wir haben im Berichtsjahr weitere, gemäß unseren Tätigkeiten wesentliche Emissionswerte analysiert und die Berichterstattung nach dem Greenhouse Gas Protocol weiter vertieft. Darauf aufbauend, sollen eine detaillierte Planung für die Reduktion der Treibhausgasemissionen für alle Emissionen entwickelt und weitere Zwischenziele definiert werden. Zudem wollen wir das Ziel "Net Zero bis 2045" bis zum Ende des Jahres 2023 verifizieren.
1 Quelle: World Green Building Council, 2022
Global Status Report for Buildings and Construction
Bereits bis zum Jahr 2038 wollen wir Klimaneutralität für die Scope-1- und Scope-2-Emissionen erreichen und haben dementsprechend auch kurzfristige Reduktionsziele bis 2025 definiert. So planen wir, im Vergleich zum Basisjahr 2019 20 Prozent bei Scope 1 zu reduzieren und 35 Prozent bei Scope 2.
Für alle Scope-Zahlen werden wir Hauptemissionstreiber evaluieren. Anschließend werden wir Zeit- und Maßnahmenpläne für das Erreichen konkreter Ziele entwickeln. Sie legen fest, ab wann klimafreundliche Alternativen eingesetzt werden können. Darüber hinaus entwickeln wir Mobilitäts- und Energiekonzepte für große Standorte. 2022 haben wir die Scope-1-Emissionen um 34,8 Prozent und die Scope-2-Emissionen um 33,2 Prozent gesenkt. Damit sind wir unserem Ziel näher gekommen.
HOCHTIEF verfolgt das erklärte Ziel, sich strikt an gesetzliche und normative Vorgaben zu halten. Klare Regeln und Abläufe sind die Basis für wirtschaftlichen Erfolg. Umweltbewusstes Arbeiten ist zugleich ein Beitrag zum Risikomanagement. Darum setzen unsere Projektteams früh an. Sie erarbeiten bereits während der Planung und der Arbeitsvorbereitung Präventionskonzepte und setzen diese im Bauprozess um. Wenn sich die Gegebenheiten ändern, werden sie angepasst. Experten ermitteln und beurteilen etwaige Risiken und geben Handlungsempfehlungen.
Trotz dieses Risikomanagements und der hohen Achtsamkeit unserer Teams kann es zu Umweltvorfällen kommen. HOCHTIEF teilt Umweltvorfälle in folgende drei Kategorien ein:
| ― |
Kategorie 1: hochgradige Auswirkungen auf die Gemeinschaft und/oder die Umwelt oder irreversible schädliche Langzeitfolgen |
| ― |
Kategorie 2: mäßig schwere Auswirkungen auf die Gemeinschaft und/oder die Umwelt (ein bis drei Monate), aber langfristig vollständig reversibel |
| ― |
Kategorie 3: kurzfristige und geringe Auswirkungen (einschließlich Auswirkungen auf Belästigungsniveau) auf die Gemeinschaft und/oder die Umwelt (<1 Monat), ohne Restauswirkungen vollständig reversibel |
Wenn ein erheblicher Umweltvorfall eintritt, muss dieser sofort über das interne Kriseninformationssystem gemeldet werden. Wir erfassen alle Umweltvorfälle über ein Berichtswesen, analysieren sie, arbeiten sie auf und definieren Maßnahmen. Beinaheunfälle werden genauso behandelt. Sie liefern Hinweise auf risikobehaftete Situationen und Abläufe. Für die Berichterstattung gilt eine Berichtsgrenze von 10.000 Euro.
Keine Umweltvorfälle mit schwerwiegenden Umweltschäden
Im Berichtsjahr wurden keine Vorfälle der Kategorie 1 gemeldet. Damit haben wir unser Ziel erreicht.
Beim Bauen fallen oft große Abfallmengen an. Wir versuchen, das Volumen immer mehr zu verkleinern und verbleibende Abfälle zu recyceln. Unser Ziel ist eine Kreislaufwirtschaft. Weil die Auswirkungen von Abfall und dessen Entsorgung auf die Umwelt erheblich sind oder sein können, ist dieses Thema wesentlich für HOCHTIEF. Abfallmanagement hat auf den Baustellen eine hohe Bedeutung, wobei die Abfallmengen je nach Projektart stark schwanken können: Gerade bei großen Infrastrukturprojekten, etwa im Tunnelbau, gibt es phasenweise ein sehr hohes Volumen an Wertstoffen und Abfall, vor allem aber an Abraum. Wir nutzen das Gestein nach Möglichkeit, etwa für Aufschüttungen oder als Unterbau im Straßenbau. Voraussetzung für eine sehr hochwertige Wiederverwertung 1 ist die sortenreine Sortierung der Wertstoffe.
HOCHTIEF-Experten entwerfen frühzeitig Entsorgungskonzepte für jedes Vorhaben, um Materialströme ökonomisch und ökologisch sinnvoll sowie ordnungsgemäß zu steuern. So werden etwa die Mengen des entstehenden Abfalls und die des benötigten Materials kalkuliert, Verwendungsmöglichkeiten des Abfalls im selben Projekt ausgelotet sowie Transport- und Entsorgungswege effizient geplant. Leerfahrten etwa wollen wir nach Möglichkeit vermeiden. Zur Kalkulation und sortenreinen Trennung werden in einigen Gesellschaften spezielle Verfahren eingesetzt, etwa das Waste-Tracking-System bei Turner, ein digitales Programm zur Abfallerhebung, oder die Smart-Waste-Initiative bei HOCHTIEF PPP Solutions.
Im Jahr 2022 lag die Recyclingquote mit 88,7 (2021: 86,6 Prozent 2) erneut oberhalb der jährlichen Zielquote von mindestens 80 Prozent (inklusive Wiederverwendung), die für das Berichtsjahr galt. Diese Angaben beziehen sich auf das absolute Gesamtabfallaufkommen im Konzern.
Beim Umgang mit Stoffen, die für Mensch und Umwelt gefährlich sind, sind wir besonders sorgfältig. Berücksichtigt werden neben den Gesetzen auch unsere internen Anweisungen. In der Division HOCHTIEF Europe nutzen wir eine Software, die die jeweiligen Vorgaben der Gefahrstoffverzeichnisse aufzeigt. In diesem Tool finden sich arbeitsplatzspezifische Betriebsanweisungen, genaue Informationen zu einzelnen Gefahrstoffen sowie Sicherheitsdatenblätter. Bei Abbruch-, Umbau- oder Revitalisierungsprojekten müssen kritische Inhaltsstoffe vor dem Projektstart identifiziert werden, damit sie sicher und in Einklang mit den Vorgaben entsorgt werden können. Dafür werden unsere Mitarbeitenden geschult und sensibilisiert.
Nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft wollen wir Materialien und Produkte so oft und so lange wie möglich verwenden. Wir vermeiden dadurch Abfälle, schonen die Umwelt und sparen Ressourcen. Um den Anteil recycelter Baumaterialien weiter zu steigern, sind wir im Dialog mit allen Projektbeteiligten. Unsere Kunden sprechen wir frühzeitig auf das Thema an und bieten ihnen fundierte Lebenszyklus- oder Kreislaufwirtschaftsanalysen an.
Förderung von Lebenszyklusanalysen durch aktive Kundeneinbindung und Ausführung solcher Analysen bei mindestens 200 Bauprojekten bis 2025
Um die vielfältigen Ansätze zu harmonisieren, entwickeln wir derzeit einen Leitfaden zur Bestimmung von Umfang und Prozessen für entsprechende Analysen. 2022 haben wir in insgesamt 62 Projekten dezidierte Lebenszyklusanalysen vorgenommen.
1 Die Recyclingquote von HOCHTIEF stellt den
prozentualen Anteil aller wiederverwendeten und recycelten
Abfälle am Gesamtabfallaufkommen dar. HOCHTIEF ordnet
dem Recyclingbegriff sowohl die Wiederverwertung als auch
das Recycling zu.
2 Zahl angepasst aufgrund einer
rückwirkenden Qualitätsprüfung
Der Einsatz digitaler Methoden kann die Nachhaltigkeitsleistung verbessern, auch im Bereich der Kreislaufwirtschaft: Digitale Informationen zu Art und Ort von Baumaterialien in unseren Projekten lässt diese effizient über den gesamten Lebenszyklus einer Baustruktur auffinden, sodass sie am Ende der Lebenszyklusspanne zerlegt und wiederverwendet werden können. Darum zielen wir darauf ab, Materialien zu registrieren und zu dokumentieren, um sie zu einer Wertanlage für die Wiederverwertung zu machen.
Wir wollen den Anteil von Bauprojekten, bei denen der Einsatz von Baumaterialien digital erfasst wird -etwa durch den Einsatz von BIM 6D -, um jährlich mindestens zehn Prozent steigern.
Erneut sind zunächst eine Bestandsaufnahme in allen Einheiten sowie die Verabschiedung eines internen Rahmenwerks notwendig, um ein konzernweites Reporting zu ermöglichen. Eine solche Vorgabe befindet sich in der Vorbereitung. Gestützt werden diese Aktivitäten durch die Initiative BIM4HOCHTIEF bei HOCHTIEF Europe. Außerdem arbeiten wir mit einem externen Partner zusammen, um standardisierte Lösungen anzuwenden, die von unseren Kunden nachgefragt werden. Die Erfassung wurde im Berichtsjahr konzernweit gestartet.
Um unseren Beitrag zur Kreislaufwirtschaft weiter zu verbessern, haben wir im Zuge unseres Nachhaltigkeitsplans 2025 folgende neue Ziele im Konzern definiert:
| ― |
Erreichen einer jährlichen Abfallrecyclingquote von mindestens 80 Prozent bis 2025 und nachfolgend eine sukzessive Steigerung |
| ― |
Reduzierung selbst verursachter gefährlicher Abfälle auf weniger als ein Prozent des Gesamtabfalls bis 2030 |
| ― |
keine Deponierung von Abfällen bis 2045 |
Das jährliche Ziel wurde mit einer Abfallrecyclingquote von 88,7 Prozent im Berichtsjahr erreicht. Die Quote der selbst verursachten gefährlichen Abfälle am Gesamtabfallaufkommen betrug weniger als ein Prozent.
Der Umgang mit Wasser ist für HOCHTIEF ein wesentliches Thema, denn die Ressource Wasser spielt im Bauprozess eine signifikante Rolle. Es wird nicht nur zur Herstellung von Materialien benötigt. Wir nutzen es auch zum Kühlen von Beton oder Binden von Staub. Bauprojekte können sich aber auch auf den Wasserhaushalt im Umfeld auswirken, etwa beim Verdichten, Versiegeln oder Roden von Flächen, Entwässern oder Absenken des Grundwasserspiegels. Mögliche Folgen sind zum Beispiel Wasserverknappung oder Sedimentation. Diesen schwerwiegenden Umweltrisiken gilt es aktiv vorzubeugen. Wir bemühen uns, Wasser so effizient und schonend wie möglich zu verwenden.
Entnahme, Verbrauch und Einleitung von Wasser sind abhängig von Projektart und -ort. Unsere Wasserschutzkonzepte berücksichtigen dies: Wie kann Wasser aufbereitet und wiederverwertet werden? Was ist bei der Nutzung von Grund- und Trinkwasser zu beachten? Wie wird Brauch- und Abwasser abgeleitet? Wo kann Wasser versickern? Die Projektteams erstellen bedarfsweise auch Erosions- und Sedimentationskontrollpläne und erarbeiten die Wasserschutzkonzepte gemeinsam mit Behörden und gegebenenfalls Stakeholdern vor Ort.
Implementierung von Maßnahmen zur Reduzierung des Wasserverbrauchs und Erreichen einer jährlichen Wasserrecyclingrate von mindestens zehn Prozent des entnommenen Wassers
Eine Arbeitsgruppe hat zunächst die bereichsspezifischen Haupttreiber für Wasserverbrauch aus den einzelnen Gesellschaften zusammengetragen. Im Berichtsjahr wurde ein Positionspapier vorbereitet und vom Vorstand verabschiedet; es ist öffentlich verfügbar. Derzeit arbeiten wir an einem Leitfaden, der klare Vorgaben für die Projektaktivitäten enthält. Im Konzernverbund entwickeln wir neue Konzepte zur sparsamen Nutzung von Wasser und zum Recycling. Die Wasserrecyclingrate für 2022 betrug konzernweit 14,7 Prozent. Damit haben wir unser Ziel erreicht.
In Regionen, die von Wasserknappheit oder -mangel betroffen sind, ist ein effizientes Wassermanagement von besonders hoher Bedeutung. Einige HOCHTIEF-Gesellschaften operieren in Australien, Asien oder an der Westküste der USA, also in Regionen unter Wasserstress. Aber auch in Europa und Nordamerika nehmen Hitze- und Dürreperioden zu, sodass auch hier kritische Situationen entstehen können. Unsere Einheiten arbeiten eng mit Behörden und Stakeholdern zusammen. Die Projektteams suchen aktiv nach Möglichkeiten, Wasser zu recyceln oder mehrfach zu verwenden. Sie evaluieren die Umfeldbedingungen, die Menge des Wasserbedarfs, verfügbare Quellen, das regulatorische Umfeld sowie Verpflichtungen gegenüber Grundstücksbesitzern. Diese Aktivitäten wollen wir weiter ausbauen: Im HOCHTIEF-Konzern soll der Wasserschutz bei allen Projekten gefördert werden.
Förderung von Wasserschutz bei allen Projekten und Implementierung von Wasserschutzplänen sowie Ausführung entsprechender Maßnahmen bei 100 Prozent der Projekte in Gebieten unter Wasserstress bis 2023
Im Berichtsjahr wurde ein Positionspapier zum Thema Wasserschutz erarbeitet, vom Vorstand verabschiedet und auf der Webseite veröffentlicht. Dieses Rahmenwerk enthält ein klares Commitment zum Wasserschutz und feste Definitionen wasserbezogener Indikatoren. Zudem wurden Kriterien zur Definition von Gebieten unter Wasserstress geprüft und verabschiedet. Im nächsten Schritt sollen die operativen Gesellschaften Vorgaben für eigene Wasserschutzpläne entwickeln und in der Projektarbeit implementieren. Die Erfassung wurde im Berichtsjahr konzernweit gestartet.
Biodiversität bildet die Basis für funktionierende und stabile Ökosysteme. Unsere Bauaktivitäten können das ökologische Umfeld und damit die Artenvielfalt beeinflussen - und haben somit direkte Auswirkungen auf die Umwelt. Entsprechend wichtig ist das Thema für HOCHTIEF: Wir sehen es als unsere Pflicht an, Ökosysteme und Biodiversität durch die effiziente Nutzung natürlicher Ressourcen zu schützen, zu erhalten oder wiederherzustellen.
Die Verantwortung dafür liegt in der Regel bei den Teams vor Ort. Biodiversität ist Bestandteil der projektbezogenen Umweltkonzepte und -strategien, vor allem, wenn sich Naturschutzgebiete in der Umgebung des Projektgeländes befinden. Auch in diesem Bereich arbeiten unsere Bauleitungen mit Kunden sowie den Behörden zusammen und binden Experten ein, die ökologische Gutachten oder Artenschutzkonzepte erstellen. Den Erfolg der Schutzkonzepte überwachen wir kontinuierlich.
Es ist unser erklärtes Ziel, bei allen Projekten ein Bewusstsein für die Bewahrung von Biodiversität und Ökosystemen zu schaffen. Dafür wollen wir im HOCHTIEF-Konzern langfristige Initiativen zur proaktiven Bewahrung von Ökosystemen und zur Steigerung von Biodiversität entwickeln und implementieren.
Bis 2023 wollen wir Biodiversitäts-Aktionspläne für alle Projekte in sensiblen Naturgebieten und entsprechende Maßnahmen implementieren.
Die zuständige Arbeitsgruppe hat das Positionspapier "HOCHTIEF-Engagement für Biodiversität und Ökosysteme" erarbeitet. Dieses wurde vom Vorstand verabschiedet und auf der Website veröffentlicht. Es enthält grundsätzliche Commitments sowie die Definitionen der relevanten Begriffe. Im nächsten Schritt wurde ein Rahmenwerk für Managementpläne zur Biodiversität erstellt, das jetzt verfügbar ist. Es berücksichtigt vor allem Bauprojekte in natursensiblen Gebieten. Die einzelnen Gesellschaften arbeiten an Roadmaps zur Implementierung und zum Umsetzungsmonitoring dieses Rahmenwerks. Die Arbeitsgruppe sammelt und evaluiert zudem Best-Practice-Beispiele aus dem gesamten Konzern. An einem Stakeholderdialog nahmen unter anderem renommierte Umweltschutzorganisationen teil. Wir haben wichtige Impulse aufgenommen und prüfen, wie wir die Anregungen in unsere Arbeit einbeziehen können.
Nachhaltigkeit ist eine Herausforderung, der wir uns stellen. Wir sehen auch großes Potenzial in der Entwicklung und im Angebot nachhaltiger Lösungen für unsere Kunden - und für künftige Generationen. Wir wollen Infrastruktur auf möglichst nachhaltige Weise realisieren. Wir setzen auf Produkte, die umweltfreundlich, resilient, ressourceneffizient, langlebig oder recyclingfähig sind. Im besten Fall belasten sie die Lebensräume nicht, sondern leisten sogar einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Zudem sehen wir eine Chance darin, Lösungen für den Klimawandel und eine resiliente Infrastruktur zu bieten, und betrachten dies als einen strategischen Vorteil. Indem wir unser Profil als nachhaltig arbeitendes Unternehmen weiter stärken, verbessern wir unsere Wettbewerbsposition.
Wir wollen Innovation und Entwicklung nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen vorantreiben.
Die Arbeitsgruppe hat eine spezifische Potenzialanalyse für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen angestoßen, die eng mit der Konzernstrategie verknüpft ist. Hier soll insbesondere die Zusammenarbeit mit den Innovationsabteilungen im Konzern vertieft werden.
Die Zertifizierung von Bauwerken ist ein wichtiges Instrument, um sie nachhaltiger zu machen und belastbare Nachweise für Kunden zu generieren. So führen die höheren Anforderungen der Labels im Vergleich zu konventionellen Gebäuden zu einer Reduktion von Treibhausgasen. Das liegt am Einsatz modernster Haustechnik, am Einbau nachhaltig produzierter Materialien oder an der Zusammenarbeit mit Nachunternehmern und Lieferanten aus der Region mit kurzen Beschaffungs- und Transportwegen. Gerade "Green Buildings" sparen durch ihre hohe Energieeffizienz im Betrieb langfristig eine erhebliche Menge an Treibhausgasen ein: Laut einer Studie des U.S. Green Building Council verringern sich die CO 2-Emissionen bei LEED-zertifizierten Gebäuden um 34 Prozent, der Energiebedarf sinkt um 25 Prozent und die Wassereinsparung liegt bei elf Prozent im Vergleich zu herkömmlich errichteten Gebäuden. 1 Angaben des Green Building Council of Australia zeigen, dass Immobilien mit der dort gängigen Green-Star-Zertifizierung 66 Prozent weniger Emissionen abgeben und 51 Prozent weniger Wasser verbrauchen. 2
Großes Potenzial besteht auch bei nachhaltigen Verkehrsinfrastrukturvorhaben: In mehreren Ländern, darunter Australien, werden bereits heute häufig Zertifizierungssysteme für Straßen, Schienenwege, Brücken und Tunnel eingesetzt oder, wie in den Niederlanden, hohe Umweltvorgaben für Projekte gemacht. Denn es gibt gerade in der Bau- und in der Betriebsphase immense Einflussmöglichkeiten, um Energie und Ressourcen einzusparen.
1 Quelle: "Re-Assessing Green Building
Performance", 2011
2 Quelle: Green Building Council of Australia,
"Introducing Green Star", 2020
HOCHTIEF fördert explizit das nachhaltige Bauen und rät seinen Kunden, entsprechende Zertifizierungen anzustreben. Dazu beschäftigen wir konzernweit derzeit 1.188 akkreditierte Auditoren, die Zertifizierungsprozesse qualifiziert begleiten.
Wir wollen unser Engagement schon im Angebotsprozess verstärken und haben uns das Ziel gesetzt, bei mindestens 50 Prozent der Bauprojekte, bei denen es gemäß Vergaberecht möglich ist, bereits in der Angebots- oder Preconstruction-Phase nachhaltige Lösungen vorzuschlagen.
Um das interne Bewusstsein für das Thema zu schärfen, ist derzeit eine konzernweite Innovationskampagne zur Entwicklung von nachhaltigen Lösungen in der Planung. Erkenntnisse der Kundenzufriedenheitsanalyse, bei der auch die Beratungsleistung in diesem Bereich abgefragt wurde, fließen in das Konzept ein. Nach Abschluss der internen Schulungsaktivitäten im Bereich Nachhaltigkeit wollen wir die entsprechenden Angebote für unsere Kunden kontinuierlich ausweiten.
HOCHTIEF hat im Jahr 2022 zertifizierte nachhaltige Bau- und Infrastrukturprojekte mit einem Gesamtwert von 11,8 Mrd. Euro (2021: 9,7 Mrd. Euro) bearbeitet. Der Umsatz, den Turner im Bereich Green Building im Berichtsjahr erwirtschaftete, lag bei zirka 7,2 Mrd. Euro (2021: 6,4 Mrd. Euro). Im Ranking des renommierten Branchenmagazins Engineering News-Record (ENR) lag Turner auch 2022 wieder auf Platz 1 im Ranking der "Top Green Contractors" in den USA. CIMIC ist insbesondere bei nachhaltigen Infrastrukturprojekten einer der führenden Anbieter und meldete einen Gesamtumsatz von ungefähr 3,9 Mrd. Euro (2021: 2,9 Mrd. Euro) im Bereich nachhaltiger Hochbau- und Infrastrukturprojekte.
HOCHTIEF will diese Zahlen weiter steigern und bis 2025 mindestens 50 Prozent seiner Umsatzerlöse in den Bereichen Infrastruktur und Hochbau aus zertifizierten Projekten generieren.
Wir wollen die Angebotsprozesse im Konzern analysieren, um die Nachhaltigkeitsberatung weiter zu optimieren. Außerdem werden wir prüfen, inwiefern bestehende Zertifizierungssysteme im Hochbau- und Infrastrukturbereich bei der Erfüllung der Anforderungsstandards zur EU-Taxonomie unterstützen können -auch hier sollen unsere Kunden unmittelbar von der Kompetenz von HOCHTIEF profitieren. Wir arbeiten dabei mit der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen und weiteren Partnern zusammen, um die Entwicklung der Zertifizierungen voranzutreiben. Mit dem Umsatz von 11,8 Mrd. Euro durch zertifizierte nachhaltige Bau- und Infrastrukturprojekte haben wir einen Anteil am Gesamtumsatz von 45 Prozent erreicht.
Turner plant, seine gesamte Fahrzeugflotte auf Elektrofahrzeuge umzustellen. Seit 2022 sind bereits 13 vollelektrische Pick-up-Lkw im Einsatz -ein erster Meilenstein auf dem Weg zur Scope-1-Neutralität. Zudem ersetzte Turner 60 dieselbetriebene Generatoren durch Hybridbatteriemodelle.
Bei einem Projekt in San Diego kooperierte Turner mit einem Batterielieferanten, um ein System zu testen, das die Größe des Stromaggregats optimiert und gleichzeitig die Gesamtbetriebskosten senkt. Der herkömmliche Generator mit einer Leistung von 500 Kilowatt wurde durch ein kleineres Aggregat mit 200 Kilowatt ersetzt. Zudem wurde das Batteriespeichersystem ersetzt. Das Pilotprojekt erfolgte bei mehreren Turmdrehkranen, sodass ein direkter Vergleich mit einem herkömmlichen 500-Kilowatt-Aggregat möglich war. Insgesamt konnte die Laufzeit im Pilotprojekt um 50 Prozent reduziert werden, was einer Verringerung des Kraftstoffverbrauchs um 46 Prozent und einer Reduzierung der Gesamtemissionen um 39 Prozent entspricht.
Clark Builders in Nordamerika vermeidet bei allen LEED-Projekten, wie vorgeschrieben, die Deponierung von Abfällen, indem so viel wie möglich recycelt wird. Dies wird durch Abfallbewirtschaftungspläne und die Berichterstattung für LEED-Zwecke ermittelt, dokumentiert und nachverfolgt. Ab 2023 soll diese Praxis unabhängig von der Zertifizierung auf alle neuen Projekteingänge ausgeweitet werden.
Gemeinsam mit der Organisation Major Road Projects Victoria engagiert sich CPB Contractors für nachhaltige Praktiken an allen Standorten und Büros. Das M80-Upgrade-Team in Melbourne geht mit gutem Beispiel voran: Es wurden Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeuge (PHEVs) eingeführt und Ladestationen auf der Baustelle installiert. Die Fahrzeuge werden mit kohlenstoffneutralem Ökostrom aufgeladen.
Die von HOCHTIEF PPP Solutions betriebene Mautautobahn Olympia Odos in Griechenland hat von 2017 bis Ende 2022 ihren CO 2-Fußabdruck bereits um mehr als 25 Prozent reduziert. Das Team setzt innovative Programme um und entwickelt ständig Maßnahmen zum Schutz von Klima und Umwelt. LED-Beleuchtung, Elektrofahrzeuge, kilometerabhängige Hybridmautgebühren oder aus Luftfeuchtigkeit gewonnenes Trinkwasser sind einige der Initiativen. Der gesamte Energiebedarf der Autobahn erfolgt durch elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen und reduziert den Ausstoß von zirka 16.300 Tonnen Kohlendioxidäquivalent pro Jahr.
In den Niederlanden wurde beim Projekt Kaimauer Amalia Harbour ein CO 2-Dashboard zur Überwachung des Stromverbrauchs und der Reduktion der CO 2-Emissionen erstellt. Es zeigt unter anderem die größten Verursacher von CO 2-Emissionen an und erfasst den Stromanteil, der durch Solarpaneele erzeugt wird. 2023 soll zudem ein Dashboard für Abfall eingerichtet werden.
In Frankfurt wurden selbstfahrende Arbeitsmaschinen mit Telematik ausgerüstet. So werden herstellerübergreifend Daten wie Betriebsstunden und Dieselverbräuche gesammelt. Durch Schulungen der Fahrerinnen und Fahrer sollen Betriebsstunden und Verbräuche reduziert werden.
Das von CPB Contractors ausgeführte Stadtbahnprojekt Parramatta Light Rail ist das erste Stadtbahnprojekt in New South Wales, das mit rasenbegrünten Gleisen ausgestattet ist. Nach ihrer Fertigstellung werden zwischen und neben den Stadtbahngleisen etwa 1,3 Kilometer Gras und Bodendecker gepflanzt. Diese Maßnahme nutzt unter anderem der Rückhaltung von Regenwasser im Gleisbett.
HOCHTIEF (UK) Construction hat beim Projekt Snowdonia VIP in Wales ein System zum Auffangen von Regenwasser installiert, das für die Toilettenspülung auf der Baustelle verwendet wird.
Beim Projekt Tunnel Altona an der A7 in Hamburg fällt bei der Herstellung von Bohrpfählen Schichtenwasser an. Das Bauteam führt dieses Wasser ab, leitet es in bereitgestellte Absetzbecken und nutzt es anschließend bei den folgenden Bohrarbeiten als Wasserauflast, um den Wasserdruck des anstehenden Grundwassers auszugleichen.
CPB Contractors hilft beim Schutz der gefährdeten Ährenreisblume: Die Ährenreisblume (Pimelea spicata) steht auf der Liste der gefährdeten Arten und kommt nur an zwei Orten in Australien vor: in der Cumberland-Ebene im Westen Sydneys und in der Illawarra-Region bei Wollongong. Das Team von CPB Contractors entdeckte einen Bestand der gefährdeten Reisblume auf dem Gelände des Flughafens Western Sydney. Gemäß der Biodiversitätsstrategie wurden 534 Pflanzen aus dem Projektgebiet in eine der Naturschutzzonen des Flughafens umgesiedelt. Die Umsiedlung war ein Erfolg: 488 der 534 umgesiedelten Pflanzen überlebten, was einer Überlebensrate von 91,4 Prozent entspricht.
In Rotterdam in den Niederlanden erweitert HOCHTIEF zurzeit den Prinzessin-Amalia-Hafen. Dort ist geplant, dass unter der Kaimauer Unterwasser-Blöcke als künstliche Riffe eingesetzt werden, um die Artenvielfalt zu fördern. Bei der Herstellung dieser Blöcke wird sogenannter ECOncrete genutzt, auf dem sich Organismen wie Algen und Wasserpflanzen leichter ansiedeln können als auf herkömmlichem glatten Beton. Wenn sich diese Organismen erfolgreich etabliert haben, wird sich dies positiv auf die Wasserqualität auswirken und zur weiteren Erhöhung der Artenvielfalt beitragen: Die Organismen dienen als Nahrung für weitere Organismen wie Muscheln und Vögel, sodass sich das gesamte Ökosystem weiter stabilisiert. Zudem wird die Anzahl an Schwebealgen reduziert, sodass sich das Lichtklima verbessert, was wiederum die Keimung und das Wachstum von weiteren Wasserpflanzen fördert.
CPB Contractors nutzt beim Projekt M80 hochrecycelten Asphalt: Der Ausbau der Strecke Sydney Road bis Edgars Road ist das erste australische Autobahnprojekt, bei dem das Straßenbelagmaterial Reconophalt verwendet wird, das aus Weichplastik, Glas und Toner besteht - Materialien, die sonst auf Deponien oder Halden landen würden. Nach Abstimmung mit dem Kunden konnten diese Recyclingprodukte in alle Belagschichten eingebaut werden. Reconophalt, eine australische Innovation, besteht aus einem hochleistungsfähigen Asphaltadditiv. Leistungstests mit dem Asphalt haben ergeben, dass sich die Ermüdungsfestigkeit um bis zu 65 Prozent verbessert hat. Auch die Verformungsbeständigkeit bringt Vorteile für den Schwerlastverkehr mit sich.
Beim PPP-Projekt Autobahn A6 im Süden Deutschlands, an dem HOCHTIEF beteiligt ist und dessen Bauphase im Berichtsjahr abgeschlossen wurde, wurde recyceltes Material eingesetzt: Das Team fräste den Asphalt der alten Fahrbahn ab, zerkleinerte ihn im Mischwerk und bereitete ihn auf. So wurden insgesamt zirka 500.000 Tonnen Abbruchmaterial neu verbaut -ein Recyclingkreislauf mit guter Ökobilanz.
Die kontinuierliche Weiterentwicklung und Formalisierung der konzernweiten Nachhaltigkeitsstrategien in den Konzerngesellschaften führt dazu, dass sich auch die Datensammlung und Berichterstattung im Zusammenhang und in der Genauigkeit verbessern. Der Konzern arbeitet kontinuierlich an der Entwicklung und Anwendung einer einheitlichen Methodik für die Datenerfassung und Berichterstattung, die mit dem Nachhaltigkeitsplan 2025 und den damit verbundenen Commitments im Einklang steht.
Wir gehen davon aus, dass wir in den Folgejahren eine konsistente Jahresberichterstattung über gemessene Daten widerspiegeln werden können, wo Informationen gemessen und gesammelt werden. Dieser Ansatz wird mit Extrapolationsmethoden gekoppelt, die geeignet sind, jedes Commitment in einer umfassenden Weise darzustellen. Wir wollen die Messdatenerfassung weiter erhöhen, um die Genauigkeit zu verbessern und die Performance zu überwachen.
Bei dem in diesem Kapitel dargestellten Vergleich der absoluten Umweltkennzahlen von HOCHTIEF mit dem Vorjahr müssen folgende Punkte berücksichtigt werden:
Die Konzernleistung variierte in den verschiedenen Jahren (2022: 29,19 Mrd. Euro, 2021: 24,86 Mrd. Euro, 2020:
24,55 Mrd. Euro, 2019: 27,14 Mrd. Euro). Die Konzernstruktur hat sich durch Akquisitionen sowie den Verkauf von Tochtergesellschaften verändert. Hinzu kommt, dass sich Umsatz und Leistung der Konzerngesellschaften unterschiedlich entwickelt haben. Auch beim Umsatzwachstum gibt es Veränderungen, die auf Covid-19 und die nachfolgenden geopolitischen Ereignisse zurückzuführen sind. Darüber hinaus wurden einige Verbräuche und entsprechende Emissionen, etwa Dienstreisen, durch Covid-19 beeinflusst.
Die Art der Arbeiten, die in den internationalen HOCHTIEF-Divisions erbracht werden, variieren und beeinflussen die Verbräuche. So konzentriert sich Turner innerhalb der Division HOCHTIEF Americas auf den Nicht-Wohnungsbau, während Flatiron auf Tiefbauprojekte fokussiert ist. Unterschiede bei den Einnahmen, dem Gebäudetyp, der Art der Vertragsabwicklung (Planung vs. Pauschalpreis; Eigenleistung vs. Subunternehmen) sowie beim Standort haben direkte Auswirkungen auf die Abfall-, Material- und Energieverbräuche sowie auf die daraus entstehenden Emissionen in einem bestimmten Jahr.
Betrachtet werden bei den Verbrauchsdaten eigene Projekte sowie weitere Projekte, beispielsweise Arbeitsgemeinschaften (Argen) und Joint Ventures, bei denen wir Kontrolle über den Einkaufsprozess haben.
Unsere Projekte sind in der Regel Unikate und naturgemäß nicht unmittelbar miteinander vergleichbar. Der Bau von Großprojekten erstreckt sich über mehrere Jahre mit unterschiedlichen Bauphasen und damit auch ganz unterschiedlichen Auswirkungen etwa auf Abfallentstehung oder Materialverbrauch. Die in diesem Kapitel dargestellten umwelt- und klimarelevanten Kennzahlen beziehen sich auf den Verbrauch von Energie, Material und Wasser, die entweder vom HOCHTIEFKonzern eingekauft oder auf unseren Baustellen verbraucht werden.
Die Treibhausgasemissionen werden in Anlehnung an das Greenhouse Gas Protocol klassifiziert und ermittelt. Die relevanten Verbräuche stellen wir in der Übersicht "Einbezogene Verbräuche zur Berechnung der Scope-Emissionen bei HOCHTIEF" dar. HOCHTIEF berichtet seine Emissionen nach dem operativen Kontrollansatz. Wir streben ein möglichst einheitliches Niveau der detaillierten Datenerhebungsprozesse in den einzelnen Divisions bis auf Projektebene an.
Während vor einigen Jahren beispielsweise hauptsächlich Rechnungsvolumina aus dem Einkauf hochgerechnet wurden, setzen wir nun verstärkt auf eine projektbasierte Verbrauchsdatenerfassung. Der Fokus liegt dabei auf der Messung wesentlicher Verbrauchsdatenkategorien anstelle der Hochrechnung. Als Ergebnis dieser Datenüberprüfung wurde eine Reihe von Vorjahresfeldern im Jahr 2022 angepasst und ist daher für die Jahre 2019 bis 2021 ungeprüft.
Künftig werden uns diese Fortschritte eine effizientere Überprüfung der Plausibilität und Qualität der Daten ermöglichen. Unser Nachhaltigkeitscontrolling wollen wir auf dieser Basis weiter ausbauen und darum im Jahr 2023 eine dezidierte Restatement-Policy für Umweltkennzahlen verabschieden.
| 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | |
| Kategorie 1 | 1 | 0 | 0 | 0 |
| Kategorie 2 | 30 | 18 | 15 | 5 |
| 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | |
| Anzahl der Umweltverstöße | 5 | 0 | 0 | 0 |
| Höhe der Geldbußen/Strafzahlungen im Zusammenhang mit den oben genannten Umweltverstößen (in EUR) | 78.950 | 0 | 0 | 0 |
Hinweise zu den Tabellen 4-9: Im Zuge der im Berichtsjahr gestarteten Aktivitäten zum HOCHTIEF Nachhaltigkeitsplan 2025 und der damit verbundenen Klimaziele, ist für uns der Vergleich vom aktuellen Berichtsjahr zum Basisjahr 2019 maßgeblich. Aus diesem Grund stehen für uns diese Verbräuche und Emissionen im Vordergrund.
| 2019 2 | 2020 | 2021 | 2022 | |
| Abfallmenge gesamt (t) | 9.774.627 | 9.755.959 | 13.955.233 3 | 10.939.796 |
| Verfahren zur Rückgewinnung | 7.663.571 | 8.796.092 | 12.083.225 | 9.708.678 |
| Verfahren zur Entsorgung | 2.111.056 | 959.868 | 1.872.009 3 | 1.231.118 |
| Recyclingquote | 78,4 % | 90,2 % | 86,6 % 3 | 88,7 % |
| Konzern-Coverage * | 95 % | 100 % | 100 % | 100 % |
| 2019 2 | 2020 | 2021 | 2022 | |
| Gefährlicher Abfall 4 (t) | 83.589 | 291.365 | 392.350 | 132.322 |
| Verfahren zur Rückgewinnung (t) | 8.148 | 151.535 | 208.412 | 22.423 |
| Aufbereitung zur Wiederverwendung | 1 | 27.969 | 28.853 | 22.351 |
| Recycling | 8.147 | 123.566 | 179.559 | 67 |
| Kompostierung | - | - | - | 5 |
| Verfahren zur Entsorgung (t) | 75.441 | 139.830 | 183.938 | 109.899 |
| Verbrennung (mit Energierückgewinnung) | 402 | 356 | 13.737 | 57 |
| Verbrennung (ohne Energierückgewinnung) | - | 1 | 24 | 135 |
| Deponierung | 75.039 | 139.473 | 170.177 | 109.707 |
| Konzern-Coverage * | 95 % | 100 % | 100 % | 100 % |
| 2019 2 | 2020 | 2021 | 2022 | |
| Ungefährlicher Abfall (t) | 9.691.038 | 9.464.595 | 13.562.883 3 | 10.807.474 |
| Verfahren zur Rückgewinnung (t) | 7.655.423 | 8.644.557 | 11.874.812 | 9.686.255 |
| Aufbereitung zur Wiederverwendung | 5.892.974 | 7.402.574 | 10.784.086 | 8.336.970 |
| Recycling | 1.762.442 | 1.239.095 | 1.090.229 | 1.283.545 |
| Kompostierung | 8 | 2.888 | 497 | 65.740 |
| Verfahren zur Entsorgung (t) | 2.035.615 | 820.038 | 1.688.071 3 | 1.121.219 |
| Verbrennung (mit Energierückgewinnung) | 1.902 | 2.335 | 49.423 | 1.715 |
| Verbrennung (ohne Energierückgewinnung) | - | 6.566 | 10 | 586 |
| Deponierung | 2.033.713 | 811.137 | 1.638.638 3 | 1.118.918 |
| Konzern-Coverage * | 95 % | 100 % | 100 % | 100 % |
1 Abfälle werden von Entsorgungsunternehmen
abgeholt und außerhalb der Baustellen verwertet.
2 Abfallmengen ohne Thiess
3 Zahl rückwirkend angepasst, darum
ungeprüft.
4 33,9 Tonnen des gefährlichen Abfalls
wurden durch eigenes Handeln verursacht, das entspricht
<1% des gesamten Abfalls.
| Asphalt (t) | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 |
| HOCHTIEF Americas | 684.841 2 | 492.202 2 | 623.839 | 1.237.284 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 1.035.970 | 1.151.150 | 728.350 | 341.176 |
| HOCHTIEF Europe | - | - | 9.300 | 5.498 |
| HOCHTIEF-Konzern | 1.720.811 | 1.643.352 | 1.361.489 | 1.583.958 |
| Davon recycelter Asphalt | - | - | 16 % | 50 % |
| Konzern-Coverage * | 48 % | 42 % | 100 % | 100 % |
1 Rechnungsvolumina und mittlere Preise bilden
die Basis für die Mengenberechnungen.
2 Zahlen ohne Turner
| Beton (m 3) | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 |
| HOCHTIEF Americas | 1.351.625 2 | 868.501 2 | 1.191.611 | 1.488.665 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 2.321.038 | 970.854 | 871.463 | 1.070.585 |
| HOCHTIEF Europe | 605.301 | 702.593 | 508.032 | 293.315 |
| HOCHTIEF-Konzern | 4.277.964 2 | 2.541.948 2 | 2.571.106 | 2.852.565 |
| Davon recycelter Beton | - | - | 22 % 3 | 27 % |
| Konzern-Coverage * | 100 % | 100 % | 100 % | 100 % |
2 Zahlen angepasst aufgrund einer
rückwirkenden Qualitätsprüfung in der
Division HOCHTIEF Americas im Jahr 2022, darum
ungeprüft.
3 Zahl angepasst aufgrund einer
rückwirkenden Qualitätsprüfung im Jahr 2022,
darum ungeprüft.
| Glas 2 (t) | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 |
| HOCHTIEF Americas | - | 767 3 | 13.217 | 11.798 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | - | 60 | 220 | 160 |
| HOCHTIEF Europe | - | - | - | - |
| HOCHTIEF-Konzern | - | 827 | 13.437 | 11.958 |
| Davon recyceltes Glas | - | - | 0 % | 0 % |
| Konzern-Coverage * | - | 42 % | 93 % | 94 % |
2 Im Berichtsjahr 2019 war die Kategorie Glas
noch nicht Bestandteil der Umweltdatenerfassung im
HOCHTIEF-Konzern.
3 Zahl ohne Turner
| Stahl (t) | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 |
| HOCHTIEF Americas | 270.369 | 140.462 | 231.265 | 277.938 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 137.440 | 103.470 | 104.650 | 135.453 |
| HOCHTIEF Europe | 35.570 | 102.823 | 77.870 | 62.413 |
| HOCHTIEF-Konzern | 443.379 | 346.755 | 413.785 | 475.804 |
| Davon recycelter Stahl | - | - | 54 % 2 | 64 % |
| Konzern-Coverage * | 100 % | 100 % | 100 % | 100 % |
2 Zahl angepasst aufgrund einer
rückwirkenden Qualitätsprüfung im Jahr 2022,
darum ungeprüft.
| Zement 2 (t) | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 |
| HOCHTIEF Americas | - | - | 365.421 3 | 378.728 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | - | - | 4.720 | 1.160 |
| HOCHTIEF Europe | - | - | 6.983 | 3.804 |
| HOCHTIEF-Konzern | - | - | 377.124 3 | 383.692 |
| Konzern-Coverage * | - | - | 100 % | 100 % |
2 In den Berichtsjahren 2019 und 2020 war die
Kategorie Zement noch nicht Bestandteil der
Umweltdatenerfassung im HOCHTIEF-Konzern.
3 Zahlen angepasst aufgrund einer
rückwirkenden Qualitätsprüfung in der
Division HOCHTIEF Americas im Jahr 2022, darum
ungeprüft.
| Zuschlagstoffe 2 (t) | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 |
| HOCHTIEF Americas | - | - | 2.948.988 | 3.996.823 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | - | - | 20.310 | 167.800 |
| HOCHTIEF Europe | - | - | 914.458 | 527.967 |
| HOCHTIEF-Konzern | - | - | 3.883.756 | 4.692.590 |
| Davon recycelte Zuschlagstoffe | - | - | 23 % | 29 % |
| Konzern-Coverage * | - | - | 100 % | 100 % |
| Holz 2 (m3) | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 |
| HOCHTIEF Americas | 346.382 3 | 239.027 3 | 222.750 3 | 301.482 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 11.867 | 52.693 | 3.427 | 2.452 |
| HOCHTIEF Europe | 11.944 | 7.680 | 4.826 | 4.317 |
| HOCHTIEF-Konzern | 370.193 3 | 299.400 3 | 231.003 3 | 308.251 |
| Davon recyceltes Holz | - | - | 6 % 3 | 4 % |
| Konzern-Coverage * | 100 % | 100 % | 100 % | 100 % |
1 Rechnungsvolumina und mittlere Preise bilden
die Basis für die Mengenberechnungen.
2 Von der Gesamtmenge des eingesetzten Holzes im
Berichtsjahr 2022 sind 1,2 % FSC-zertifiziert (teilweise
geschätzt) und 8,9 % CSA-zertifiziert.Weniger als 1%
entfiel auf PEFC- oder andere Zertifizierungssysteme der
Forstwirtschaft.
3 Zahlen angepasst aufgrund einer
rückwirkenden Qualitätsprüfung im Jahr 2022,
darum ungeprüft.
| Benzin (MWh) | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 |
| HOCHTIEF Americas 2 | 129.477 4 | 130.222 4 | 133.339 4 | 145.849 |
| HOCHTIEF Asia Pacific 3 | 7.110 | 6.530 | 6.150 | 5.268 |
| HOCHTIEF Europe | 11.689 | 11.319 | 11.421 | 13.104 |
| HOCHTIEF-Konzern | 148.276 4 | 148.071 4 | 150.910 4 | 164.221 |
| Konzern-Coverage * | 100 % | 100 % | 100 % | 100 % |
1 Die Verbrauchswerte werden entweder direkt
erfasst oder mithilfe von mittleren Preisen.
2 Inklusive Biobenzin (2022: 828 MWh)
3 Inklusive Biobenzin (2022: 106 MWh)
4 Zahlen angepasst, um Berichtsgrenzen und
-umfang des aktuellen Berichtsjahres auf vergleichbarer
Basis zum Basisjahr 2019 sowie 2020 und 2021 darzustellen,
darum ungeprüft.
| Diesel (MWh) | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 |
| HOCHTIEF Americas 2 | 646.204 4 | 265.574 4 | 332.563 4 | 310.928 |
| HOCHTIEF Asia Pacific 3 | 773.660 | 620.030 | 445.440 | 382.061 |
| HOCHTIEF Europe | 69.276 | 52.798 | 52.236 | 52.127 |
| HOCHTIEF-Konzern | 1.489.140 4 | 938.402 4 | 830.239 4 | 745.116 |
| Konzern-Coverage * | 100 % | 100 % | 100 % | 100 % |
2 Inklusive Biodiesel (2022: 1.385 MWh)
3 Inklusive Biodiesel (2022: 1.641 MWh)
4 Zahlen angepasst, um Berichtsgrenzen und
-umfang des aktuellen Berichtsjahres auf vergleichbarer
Basis zum Basisjahr 2019 sowie 2020 und 2021 darzustellen,
darum ungeprüft.
| Erdgas 2 (MWh) | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 |
| HOCHTIEF Americas | - | - | 11.502 3 | 141.669 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | - | - | - | - |
| HOCHTIEF Europe | - | - | - | - |
| HOCHTIEF-Konzern | - | - | 11.502 3 | 141.669 |
| Konzern-Coverage * | - | - | 56 % | 61 % |
2 In den Berichtsjahren 2019 und 2020 war die
Kategorie Erdgas noch nicht Bestandteil der
Umweltdatenerfassung im HOCHTIEF-Konzern.
3 Zahlen angepasst aufgrund einer
rückwirkenden Qualitätsprüfung in der
Division HOCHTIEF Americas im Jahr 2022, darum
ungeprüft.
| LPG 2 (MWh) | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 |
| HOCHTIEF Americas | 12.989 3 | 26.547 3 | 21.035 3 | 15.530 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 4.980 | 2.660 | 5.140 | 16.405 |
| HOCHTIEF Europe | - | - | 3.317 | - |
| HOCHTIEF-Konzern | 17.969 3 | 29.207 3 | 29.492 3 | 31.935 |
| Konzern-Coverage * | 94 % | 94 % | 100 % | 94 % |
2 Liquefied Petroleum Gas (Flüssiggas).
Zusätzlicher Verbrauch von Liquefied Natural Gas (LNG)
2022 in der Division HOCHTIEF Asia Pacific: 185 MWh.
3 Zahlen angepasst, um Berichtsgrenzen und
-umfang des aktuellen Berichtsjahres auf vergleichbarer
Basis zum Basisjahr 2019 sowie zu 2020 und 2021
darzustellen, darum ungeprüft.
| Strom (MWh) | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 |
| HOCHTIEF Americas 2 | 50.340 5 | 76.819 5 | 53.274 5 | 60.361 |
| HOCHTIEF Asia Pacific 3 | 137.140 | 82.910 | 113.710 | 111.320 |
| HOCHTIEF Europe 4 | 71.061 | 42.725 | 33.378 | 32.611 |
| HOCHTIEF-Konzern | 258.541 5 | 202.454 5 | 200.362 5 | 204.292 |
| Konzern-Coverage * | 95 % | 94 % | 100 % | 100 % |
2 Inklusive Ökostrom (2022: 11 MWh) und
inklusive Fernkälte (2022: 61 MWh)
3 Inklusive Ökostrom (2022: 2.700 MWh)
4 Inklusive Ökostrom (2022: 316 MWh) und
inklusive Fernwärme (2022: 5.862 MWh)
5 Zahlen angepasst, um Berichtsgrenzen und
-umfang des aktuellen Berichtsjahres auf vergleichbarer
Basis zum Basisjahr 2019 sowie zu 2020 und 2021
darzustellen, darum ungeprüft.
| Zug (km) | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 |
| HOCHTIEF Americas 1 | 1.708.196 | 2.820.642 | 260.106 | 1.311.341 |
| HOCHTIEF Asia Pacific 2 | - | - | - | - |
| HOCHTIEF Europe | 5.059.768 | 1.748.048 | 2.008.139 | 2.920.536 |
| HOCHTIEF-Konzern | 6.767.964 | 4.568.690 | 2.268.245 | 4.231.877 |
| Konzern-Coverage * | 53 % | 57 % | 54 % 3 | 58 % |
1 Die Daten beruhen teilweise auf
geschätzten Werten.
2 Daten werden nicht erhoben, da dieses
Verkehrsmittel für Dienstreisen kaum genutzt wird.
3 Zahl rückwirkend angepasst, darum
ungeprüft.
| Flugzeug 1 (km) | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 |
| HOCHTIEF Americas 2 | 72.059.721 | 39.486.811 | 12.321.673 | 29.151.469 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 96.187.164 | 23.664.613 | 17.677.451 | 42.634.777 |
| HOCHTIEF Europe | 8.478.692 | 3.266.019 | 1.933.209 | 3.753.884 |
| HOCHTIEF-Konzern | 176.725.577 | 66.417.443 | 31.932.333 | 75.540.130 |
| Konzern-Coverage * | 97 % | 98 % | 97 % | 98 % |
1 Eine detaillierte Auflistung der Flugreisen
nach Kurz-, Mittel- und Langstrecke finden Sie unter:
https://www.hochtief.de/nachhaltigkeit/kennzahlen.
2 Die Daten beruhen teilweise auf
geschätzten Werten.
| Mietwagen (km) | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 |
| HOCHTIEF Americas 1 | 3.797.097 | 3.275.253 | 1.564.469 | 2.488.089 2 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 6.767.551 | 6.102.073 | 3.513.296 | 6.090.671 |
| HOCHTIEF Europe | 511.575 | 344.404 | 260.402 | 290.249 |
| HOCHTIEF-Konzern | 11.076.223 | 9.721.730 | 5.338.167 | 8.869.009 |
| Konzern-Coverage * | 97 % | 98 % | 97 % | 98 % |
1 Die Daten beruhen teilweise auf
geschätzten Werten.
2 Exklusive Dienstreisen von Mitarbeitenden mit
privaten PKWs (2022: 3.747.800 km)
| Scope 1 4 (t CO 2e) | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 |
| HOCHTIEF Americas | 208.839 5 | 109.988 5 | 129.709 5 | 152.250 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 198.710 | 161.280 | 115.280 | 110.050 |
| HOCHTIEF Europe | 21.521 | 17.007 | 17.637 | 17.275 |
| HOCHTIEF-Konzern | 429.070 5 | 288.275 5 | 262.626 5 | 279.575 |
| Konzern-Coverage * | 100 % | 100 % | 100 % | 100 % 6 |
1 Enthalten sind die Aktivitäten unter
operativer Kontrolle.
2 Quellen der CO
2-Emissionsfaktoren: GHG Protocol/IEA v17
(04/2022), Defra v11 (09/2022), Umweltbundesamt und
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Die
Zahlen von HOCHTIEF Asia Pacific werden auf Basis des
australischen Rahmenwerks National Greenhouse and Energy
Reporting (NGER) scheme berechnet.
3 Die Emissionswerte wurden aufgrund der
Verwendung aktualisierter Emissionsfaktoren im Berichtsjahr
2022 rückwirkend für die Jahre 2019 bis 2021
angepasst, darum sind diese ungeprüft.
4 In den Berichtsjahren 2019 und 2020 war die
Kategorie Erdgas noch nicht Bestandteil der
Umweltdatenerfassung im HOCHTIEF-Konzern und ist somit
nicht Bestandteil der 2019 und 2020 Scope 1-Emissionen.
5 Zahlen angepasst, um Berichtsgrenzen und
-umfang des aktuellen Berichtsjahres auf vergleichbarer
Basis zum Basisjahr 2019 sowie zu 2020 und 2021
darzustellen, darum ungeprüft.
6 Der Erdgasverbrauch wurde nicht in der
Coverage-Berechnung berücksichtigt.
| Scope 24 (t CO 2e) | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 |
| HOCHTIEF Americas | 18.786 5 | 26.702 5 | 18.597 5 | 19.492 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 118.860 | 58.190 | 78.830 | 80.910 |
| HOCHTIEF Europe | 27.073 | 12.628 6 | 10.312 6 | 9.609 |
| HOCHTIEF-Konzern | 164.719 5 | 97.520 5 | 107.739 5 | 110.011 |
| Konzern-Coverage * | 95 % | 94 % | 100 % | 100 % |
4 Berechnet nach der location-based Method:
Emissionen werden auf Grundlage der
Emissionsintensität des nationalen Netzgebiets, in dem
der Strom verbraucht wird, berechnet (unter Verwendung von
netzdurchschnittlichen Emissionsfaktoren).
5 Zahlen angepasst, um Berichtsgrenzen und
-umfang des aktuellen Berichtsjahres auf vergleichbarer
Basis zum Basisjahr 2019 sowie zu 2020 und 2021
darzustellen, darum ungeprüft.
6 Zahlen aktualisiert, darum ungeprüft.
| Scope 34, 5 (t CO 2e) | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 |
| HOCHTIEF Americas | 1.010.651 6 | 603.971 6 | 1.183.369 6 | 1.428.975 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 1.133.730 | 780.300 | 714.910 | 828.290 |
| HOCHTIEF Europe | 278.263 | 412.583 | 318.207 | 211.172 |
| HOCHTIEF-Konzern | 2.422.644 6 | 1.796.854 6 | 2.216.486 6 | 2.468.437 |
| Konzern-Coverage * | 86 % | 87 % | 94 % 7 | 95 % |
4 Eine Auflistung der Scope-3-Zusammensetzung
finden Sie unter
https://www.hochtef.de/nachhaltigket/kennzahlen.
5 Im Berichtsjahr 2019 waren die Kategorien
Glas, Zement und Zuschlagstoffe noch nicht Bestandteil der
Umweltdatenerfassung im HOCHTIEF-Konzern und somit nicht
Bestandteil der 2019 Scope 3-Emissionen. Im Berichtsjahr
2020 wurde die Kategorie Glas erstmalig erfasst und ist
seitdem in Scope 3 integriert. Ab dem Berichtsjahr 2021
wurden die Kategorien Zement und Zuschlagstoffe erstmalig
erfasst und sind seitdem ebenfalls in Scope 3 integriert.
6 Zahlen angepasst aufgrund einer
rückwirkenden Qualitätsprüfung in der
Division HOCHTIEF Americas im Jahr 2022, darum
ungeprüft.
7 Zahl rückwirkend angepasst, darum
ungeprüft.
| 2019 1 | 2020 | 2021 | 2022 | |
| Wasserentnahme nach Quelle (m 3) | 5.628.604 | 3.846.883 | 6.264.163 | 6.441.912 |
| Frisches Oberflächenwasser | 231.940 | 116.890 | 327.200 | 175.996 |
| Erneuerbares Grundwasser | 2.502.420 | 1.029.010 | 779.000 | 450.466 |
| Nicht erneuerbares Grundwasser | - | 74 | - | 416.370 |
| Brackiges Oberflächenwasser/Meerwasser | - | - | - | 4.570 |
| Produziertes Wasser | - | - | - | 4.437 |
| Quellen von Drittanbietern (Netz, kommunale Versorgung) | 2.894.244 | 2.700.909 | 2.424.963 | 4.448.323 |
| Regenwasser | - | - | 2.733.000 | 941.750 |
| Wasserrückführung nach Zielort (m 3) | 559.505 | 1.555.083 | 1.007.674 | 5.018.038 |
| Frisches Oberflächenwasser | 353.960 | 1.315.120 | 414.290 | 3.132.042 |
| Grundwasser | 1.300 | - | 373.000 | 475.472 |
| Brackiges Oberflächenwasser/Meerwasser | - | - | 320 | 3.860 |
| Quellen von Drittanbietern (Netz, kommunale Versorgung) | 204.245 | 239.963 | 220.064 | 1.406.664 |
| Wasserverbrauch (m 3) | 5.069.099 | 2.291.799 | 5.256.490 | 1.423.873 |
| Recyclingquote | - | - | 35,7 % | 14,7 % |
| Konzern-Coverage * | 95 % | 100 % | 100 % | 100 % |
| 2019 1 | 2020 | 2021 | 2022 | |
| Verbrauch von wiederaufbereitetem Frischwasser (m 3) | 108.174 | 197.180 | 2.233.000 | 837.620 |
| Verbrauch von wiederverwendetem Frischwasser (m 3) | - | - | 3.925 | 111.683 |
| Brackiges Oberflächenwasser/Meerwasser wiederaufbereitet/wiederverwendet (m 3) | - | 330.215 | - | 1 |
| Wiederaufbereitetes/Wiederverwendetes Wasser (m 3) | 108.174 | 527.395 | 2.236.925 | 949.304 |
| Konzern-Coverage * | 39 % | 42 % | 43 % | 40 % |
Hinweis zu den Tabellen 10 und 11: Die Erfassung der Werte für zertifizierte nachhaltige Projekte wurde im Berichtsjahr neu aufgesetzt. Da Zertifizierungsprozesse oft erst einige Zeit nach Projektende abgeschlossen werden, kann es zu Abweichungen kommen.
| 2021 | 2022 | |
| HOCHTIEF Americas 2 | 910 | 948 |
| HOCHTIEF Asia Pacific 3 | 101 | 107 |
| HOCHTIEF Europe 4 | 91 | 93 |
| HOCHTIEF-Konzern | 1.102 | 1.148 |
1 Kumulierte Anzahl der seit 1999
fertiggestellten nachhaltigen Gebäude, die jeweils bis
Jahresende zertifiziert wurden
2 LEED, Sonstige
3 Green Star, LEED, Sonstige
4 DGNB, LEED, BREEAM, Sonstige
| 2022 | |
| HOCHTIEF Americas 1 | 148 |
| HOCHTIEF Asia Pacific 2 | 13 |
| HOCHTIEF Europe 3 | 22 |
| HOCHTIEF-Konzern | 183 |
1 LEED, Sonstige
2 Green Star, LEED, Sonstige
3 DGNB, LEED, BREEAM, Sonstige
| 2021 | 2022 | |
| HOCHTIEF Americas 2 | 2 | 3 |
| HOCHTIEF Asia Pacific 3 | 45 | 50 |
| HOCHTIEF Europe 4 | 7 | 7 |
| HOCHTIEF-Konzern | 54 | 60 |
1 Kumulierte Anzahl der seit 2013
fertiggestellten nachhaltigen Infrastrukturprojekte, die
jeweils bis Jahresende zertifiziert wurden
2 Greenroads, Sonstige
3 ISCA, Greenroads, Sonstige
4 CEEQUAL, Sonstige
| 2022 | |
| HOCHTIEF Americas 1 | 1 |
| HOCHTIEF Asia Pacific 2 | 16 |
| HOCHTIEF Europe 3 | 2 |
| HOCHTIEF-Konzern | 19 |
1 Greenroads, Sonstige
2 ISCA, Greenroads, Sonstige
3 CEEQUAL, Sonstige
| 2021 | 2022 | |
| HOCHTIEF-Konzern | 9.775 | 11.806 |
Die EU-Kommission zielt mit dem Aktionsplan "Finanzierung nachhaltigen Wachstums" (Action Plan on Sustainable Finance) im Wesentlichen darauf ab, das Wirtschafts- und Finanzsystem in der EU nachhaltiger zu gestalten und eine Klimaneutralität bis zum Jahr 2050 zu erreichen. Kernmaßnahme dieses Aktionsplans ist die EU-Taxonomie-Verordnung. Diese stellt ein normiertes Klassifizierungssystem für grüne Wirtschaftstätigkeiten dar und definiert sechs Umweltziele:
1. Klimaschutz;
2. Anpassung an den Klimawandel;
3. nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen;
4. Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft;
5. Vermeidung und Verringerung der Umweltverschmutzung;
6. Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme.
Als ökologisch nachhaltig im Sinne der EU-Taxonomie-Verordnung gilt eine Wirtschaftstätigkeit, wenn sie:
| ― |
einen wesentlichen Beitrag (substantial contribution) zur Verwirklichung eines oder mehrerer Umweltziele leistet; |
| ― |
zu keiner erheblichen Beeinträchtigung (do no significant harm, DNSH) eines oder mehrerer der oben genannten Umweltziele führt; |
| ― |
unter Einhaltung der Mindestanforderungen für Arbeitssicherheit und Menschenrechte (minimum safeguards) ausgeübt wird; und |
| ― |
den durch die EU-Kommission pro Umweltziel und Aktivität festgelegten technischen Bewertungskriterien (technical screening criteria) entspricht. |
Im Konzernbericht 2022 berichtet HOCHTIEF zum Anteil der taxonomiefähigen Wirtschaftsaktivitäten nach den Anforderungen der EU-Kommission für die ersten beiden Umweltziele "Klimaschutz" und "Anpassung an den Klimawandel". Die übrigen vier Umweltziele werden von HOCHTIEF in den kommenden Geschäftsjahren betrachtet. Die EU-Kommission diskutiert derzeit noch die technischen Bewertungskriterien, die für diese Ziele anzuwenden sind.
Für das Geschäftsjahr 2022 sind neben taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten (taxonomy-eligible) erstmals auch die taxonomiekonformen Aktivitäten (taxonomy-aligned) unter Berücksichtigung der ersten beiden Umweltziele zu erheben und offenzulegen. Diese beiden Arten von Wirtschaftstätigkeiten erstrecken sich im HOCHTIEF-Konzern im Wesentlichen auf die Aktivitäten Bau, Dienstleistungen und Konzessionen/Public-Private-Partnership (PPP).
Zur Identifizierung taxonomiefähiger Aktivitäten wurde jede Bau-, Dienstleistungs- und Konzessions-/PPP-Aktivität mit den Vorgaben der EU-Taxonomie (vergleiche EU Taxonomy Compass) abgeglichen. Über die Zuordnung zu einer bestimmten Aktivität sind Doppelzählungen vermieden worden. Die identifizierten Wirtschaftstätigkeiten wurden entsprechend dem EU Taxonomy Compass in "taxonomiefähige" (eligible), "ermöglichende taxonomiefähige" (eligible-to-be-enabling, "E") und "taxonomiefähige Übergangstätigkeiten" (eligible-to-be-transitional, "T") unterschieden. Im Rahmen der Beurteilung der Taxonomiefähigkeit von Wirtschaftstätigkeiten können die technischen Bewertungskriterien, wie von der EU-Kommission vorgesehen, unberücksichtigt bleiben.
Die ermittelten taxonomiefähigen Aktivitäten von HOCHTIEF sind anschließend auf ihre Taxonomiekonformität unter Berücksichtigung der technischen Bewertungskriterien geprüft worden. Eine taxonomiefähige Aktivität stellt gleichzeitig auch eine taxonomiekonforme Aktivität dar, wenn sie einen wesentlichen Beitrag zu einem oder mehreren Umweltzielen leistet, keines dieser Umweltziele erheblich beeinträchtigt und die Mindestanforderungen für Arbeitssicherheit und Menschenrechte erfüllt. Wenn eine für die Taxonomiekonformität infrage kommende taxonomiefähige Aktivität in Bezug auf mehr als ein Umweltziel bewertet werden kann, ist die Erfüllung der technischen Bewertungskriterien nur eines Ziels ausreichend, um diese Aktivität als taxonomiekonform zu deklarieren.
Die Prüfung auf Taxonomiekonformität erfolgte entlang der Reihenfolge der Umweltziele, beginnend mit dem Umweltziel "Klimaschutz". Falls eine Wirtschaftstätigkeit keinen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leistet, so wurde die Taxonomiekonformität in Bezug auf das zweite Umweltziel "Anpassung an den Klimawandel" beurteilt.
Die Prüfung der EU-Taxonomie-Anforderungen wird von den Gesellschaften des HOCHTIEF-Konzerns auf Projektebene durchgeführt. Die Projektdaten werden dabei direkt den internen Projektmanagementsystemen entnommen, die an unser ERP-System angebunden sind. Basierend auf den verschiedenen EU-Kriterien, die für die identifizierten taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten anzuwenden sind, bewerten die Gesellschaften des HOCHTIEF-Konzerns die Taxonomiekonformität ihrer jeweiligen Projekte im Hinblick auf die in der EU-Verordnung vorgegebenen Kriterien "wesentlicher Beitrag zu einem der Umweltziele" (substantial contribution) und "keine erhebliche Beeinträchtigung der anderen Umweltziele" (DNSH, Do no significant harm).
Um den Konzerngesellschaften die Durchführung der EU-Taxonomieanalyse zu ermöglichen, hat die HOCHTIEFInnovationsgesellschaft NEXPLORE eine digitale Online-Lösung entwickelt, die den Prozess zur Prüfung der technischen Bewertungskriterien für jede Wirtschaftstätigkeit in Form von eigenen Taxonomie-Fragebögen umsetzt. So können die Nutzer in den Konzerngesellschaften die Überprüfung der EU-Taxonomievorgaben für ihre jeweiligen Projekte durchführen.
Mit dem Tool können Projektverantwortliche zunächst den wesentlichen Beitrag zur Verwirklichung von Umweltzielen auf Projektbasis bewerten. Die technischen Bewertungskriterien, die in der EU-Taxonomie für eine bestimmte Aktivität festgelegt und jeweils einem Umweltziel zugeordnet sind, werden den Verantwortlichen präsentiert; anschließend werden sie Schritt für Schritt durch die Fragebögen geführt. Dabei erhalten sie entweder die Bestätigung, dass ein Projekt die technischen Bewertungskriterien erfüllt, oder den Hinweis, dass ein technisches Bewertungskriterium nicht auf das Projekt anwendbar ist. Die Fragebögen führen die internen Benutzer durch eine logische und strukturierte Abfolge von Fragen, die auf einer einfachen Funktionalität aufsetzen und durch detaillierte Angaben zu den regulatorischen Anforderungen der EU ergänzt werden. Nach Abschluss der Prüfung auf einen "wesentlichen Beitrag" erfolgt in einem ähnlichen Prozess anhand der Fragebögen die Prüfung auf "keine erhebliche Beeinträchtigung", sofern dies auf die Projektaktivität zutrifft. Im Rahmen der Fragebögen werden durchgehend auch die Mindestschutzanforderungen formuliert; eine Bestätigung diesbezüglicher Unternehmensrichtlinien ist obligatorisch. Dazu gehören der HOCHTIEF Code of Conduct und Code of Conduct für Vertragspartner, das HOCHTIEF Human-Rights-Corporate-Management-System und weitere Konzernrichtlinien etwa zur Bekämpfung von Bestechung, Diskriminierung, Belästigung und Mobbing sowie im Bereich Steuern. (Weitere Informationen dazu finden Sie in den Kapiteln Procurement und Menschenrechte.)
Anhand der eingegebenen Daten ermittelt das Tool, ob die technischen Bewertungskriterien die zur Konformitätsfeststellung erforderlichen Schwellenwerte gemäß EU-Taxonomie erreichen. Sowohl für die qualitativen als auch für die quantitativen technischen Bewertungskriterien wird eine Prüfung sowie Dokumentation der verfügbaren, vom verantwortlichen Projektleiter bereitgestellten Informationen verlangt. Interne Benutzer können auf online eingebundene Hilfestellungen und Informationen sowie auf eine technische Beschreibung der technischen Bewertungskriterien und Links zu den entsprechenden EU-Vorschriften zugreifen.
Nach Abschluss der Taxonomieanalyse für jede Konzerngesellschaft erstellt das Tool einen Bericht, aus dem hervorgeht, welche Projekte und Aktivitäten taxonomiekonform sind und zu welchen Umweltzielen die Projekte beitragen und hier zu keiner erheblichen Beeinträchtigung führen. Abschließend werden die Daten konsolidiert und intern überprüft.
Auslegungen und Definitionen werden zentral von der HOCHTIEF-Konzernzentrale koordiniert. Zugrunde gelegt werden dabei unter anderem die Technische Expertengruppe (TEG) für nachhaltige Finanzen (Juli 2018), der Technische Anhang zum Abschlussbericht zur EU-Taxonomie sowie die von der EU-Kommission veröffentlichten häufig gestellten Fragen, insbesondere die Bekanntmachung der EU-Kommission zur Auslegung und Umsetzung bestimmter Rechtsvorschriften des delegierten Klima-Rechtsakts der EU-Taxonomie-Verordnung mit den darin enthaltenen technischen Screeningkriterien für Wirtschaftstätigkeiten, die einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz oder zur Anpassung an den Klimawandel leisten und keine anderen Umweltziele erheblich beeinträchtigen ("Draft Commission Notice" vom 19. Dezember 2022).
Zur Beurteilung der Taxonomiekonformität einer außerhalb der EU betriebenen Wirtschaftstätigkeit analysiert HOCHTIEF, ob diese die im Unionsrecht vorgeschriebenen Anforderungen erfüllt oder ob eine einschlägige internationale Norm oder entsprechendes nationales Recht in einem Drittland anwendbar sein könnte (z.B. Energiebedarfs- oder Abfallprotokolle).
Damit eine HOCHTIEF-Aktivität als taxonomiekonform gilt, müssen alle mit den Kriterien "wesentlicher Beitrag" und "DNSH" verbundenen Anforderungen sowie die sozialen Mindestanforderungen gemäß Artikel 18 der EU-Taxonomie-Verordnung erfüllt sein.
Vor dem Hintergrund der EU-Taxonomie-Verordnung berichtete HOCHTIEF für das Geschäftsjahr 2021 über den Anteil der Umsätze, der Investitionsausgaben (CapEx) und der operativen Ausgaben (OpEx) von taxonomiefähigen beziehungsweise nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten.
Ab dem Geschäftsjahr 2022 sind zudem die Anteile der genannten Kennzahlen von taxonomiekonformen beziehungsweise nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten erstmals offenzulegen. Aus diesem Grund werden Vergleichszahlen des vergangenen Geschäftsjahres nur für taxonomiefähige beziehungsweise nicht taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeiten angegeben. Diese KPIs wurden 2022 mit derselben Methodik ermittelt wie 2021. Die Kennzahlen sind direkt einzelnen Projekten zugeordnet worden, die wiederum einzelnen Aktivitäten zugewiesen sind.
Die Zuordnung von KPIs einzelner Projekte zu Wirtschaftstätigkeiten erfolgt nach einer Analyse auf Basis der konzernweiten Rechnungslegung nach IFRS 15. Bei diesem Rechnungslegungsstandard liegt der Fokus auf dem Gesamtprojekt, das sich unter bestimmten Voraussetzungen (z.B. bei Mehrkomponentenverträgen) in einzelne Leistungsverpflichtungen unterteilen lässt. In solchen Fällen kann das Gesamtprojekt aus einzelnen Projektelementen bestehen, etwa kleinen Trassenabschnitten bei unseren Schienenprojekten, Engineering-Dienstleistungen in der Bauvorbereitungsphase oder kleineren technischen Anlagen bei Bauprojekten. Solche Projektelemente können natürlich auch einzelne Taxonomiekriterien erfüllen, aber die direkte Zuordnung ist nur möglich, wenn ein Projekt aus einzelnen Leistungsverpflichtungen oder mehreren definierbaren Teilprojekten besteht. Folglich gibt es Projekte, die Taxonomiekriterien bis zu einem gewissen Maße erfüllen, nicht jedoch in einem erheblichen Umfang auf Gesamtprojektebene. Dies führt dazu, dass diese Projekte nicht in die KPIs einfließen. In Zukunft wird zu prüfen sein, wie und auf welche Art Projekte, die nach IFRS 15 erfasst werden, bei der Taxonomiebewertung zu unterteilen sind, um eine direkte Zuordnung zu den jeweiligen Taxonomiekriterien zu ermöglichen.
Umsatzerlöse sind definiert als Nettoumsatzerlöse gemäß IFRS, wie sie in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen sind, und beziehen sich mithin nur auf vollkonsolidierte Tochtergesellschaften. Somit werden Unternehmen, die nach der Equity-Methode, als zur Veräußerung gehalten oder ergebnisneutral als Finanzinvestition bilanziert werden, nicht mitberücksichtigt. Der Umsatz-Anteil an taxonomiefähigen und taxonomiekonformen Wirtschaftsaktivitäten wird in diesem Zusammenhang im Verhältnis zu den in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Umsatzerlösen berichtet (Nr. 3 in den nachfolgenden Tabellen). Weitere Informationen zu diesen Umsatzerlösen finden sich in den Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung (Umsatzerlöse). Die Berechnung von CapEx erfolgt auf Bruttobasis, das heißt ohne Berücksichtigung von Neubewertungen oder planmäßigen beziehungsweise außerplanmäßigen Abschreibungen. CapEx umfassen Investitionen in langfristige immaterielle oder materielle Vermögenswerte, einschließlich der im Rahmen von Asset oder Share Deals erworbenen Güter, wie sie in der Konzernbilanz ersichtlich sind. Weitere Informationen zu CapEx finden Sie in den Erläuterungen zur Konzernbilanz (Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, Leasingverbindlichkeiten). Für die Berechnung des CapEx-Anteils wird der aus taxonomiefähigen und taxonomiekonformen Aktivitäten abgeleitete CapEx-Teil durch die Gesamt-CapEx geteilt. Innerhalb dieser Berechnung sind die berücksichtigten Investitionsausgaben nicht Teil eines CapEx-Plans. OpEx berücksichtigen nicht aktivierbare Aufwendungen, die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst sind, wie Forschung und Entwicklung, Gebäudesanierungsmaßnahmen, kurzfristiges Leasing, Wartung und Instandhaltung sowie alle anderen direkten Aufwendungen aus der Instandhaltung von Sachanlagen zur Sicherstellung der Betriebsbereitschaft der taxonomiefähigen und taxonomiekonformen Vermögenswerte. Für die Berechnung der OpEx-Anteile werden die identifizierten EU-Taxonomie-relevanten OpEx durch die Gesamt-OpEx geteilt. Bei der Berechnung des ausgewiesenen taxonomiekonformen Umsatz-, CapEx- und OpEx-Anteils wird der jeweilige KPI für taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten ins Verhältnis zum Gesamtwert der taxonomiefähigen Umsatzerlöse, CapEx beziehungsweise OpEx gesetzt (Nr. 13 in den nachfolgenden Tabellen). Diese Größen werden gemäß Annex I, Nr. 2(d) der delegierten Verordnung (EU) 2021/2178 vom 6. Juli 2021 veröffentlicht. Sie werden in Ergänzung zu den bereits getätigten Angaben in den Spalten Nr. 3 der nachfolgenden Tabellen angeführt.
Die beschriebenen Kennzahlen werden von den HOCHTIEF-Konzerngesellschaften auf Projektebene ermittelt. Nach der Bewertung taxonomiefähiger und taxonomiekonformer Projekte wurden die diesbezüglichen Informationen von den Konzerngesellschaften in den ERP-Systemen erfasst, die alle projektbezogenen Umsatzerlöse, CapEx und OpEx dokumentieren. Die ermittelten taxonomierelevanten Kennzahlen und Tätigkeiten werden auf HOCHTIEF-Konzernebene aggregiert.
In den nachfolgenden Tabellen sind die prozentualen Anteile der taxonomiefähigen und nicht taxonomiefähigen Wirtschaftsaktivitäten inklusive der taxonomiekonformen und nicht taxonomiekonformen Tätigkeiten nach Umsatzerlösen, CapEx und OpEx aufgegliedert:
| Kriterien für einen wesentlichen Beitrag | ||||
| Wirtschaftstätigkeiten (1) |
Absoluter Umsatz (2)
Mio. EUR |
Umsatzanteil (3)
% |
Klimaschutz (4)
% |
Anpassung an den Klimawandel (5)
% |
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | ||||
| A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | ||||
| Stromerzeugung aus Wasserkraft | 129,17 | 0,5 % | 0,5 % | - |
| Bau, Erweiterung und Betrieb von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | 80,19 | 0,3 % | - | 0,3 % |
| Erneuerung von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | 24,91 | 0,1 % | - | 0,1 % |
| Infrastruktur für persönliche Mobilität, Radverkehrslogistik | 12,86 | 0,0 % | 0,0 % | - |
| Schienenverkehrsinfrastruktur | 1.517,64 | 5,8 % | 5,8 % | - |
| Neubau von Gebäuden | 339,90 | 1,3 % | 1,3 % | - |
| Renovierung bestehender Gebäude | 200,07 | 0,8 % | 0,8 % | - |
| Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1.) | 2.304,74 | 8,8 % | 8,4 % | 0,4 % |
| A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | ||||
| Stromerzeugung mittels Fotovoltaik-Technologie | 140,37 | 0,6 % | ||
| Stromerzeugung aus Windkraft | 0,33 | 0,0 % | ||
| Stromerzeugung aus Wasserkraft | 4,60 | 0,0 % | ||
| Übertragung und Verteilung von Elektrizität | 87,67 | 0,3 % | ||
| Speicherung von Strom | 4,99 | 0,0 % | ||
| Stromerzeugung aus fossilen gasförmigen Brennstoffen | 23,43 | 0,1 % | ||
| Bau, Erweiterung und Betrieb von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -Versorgung | 208,07 | 0,8 % | ||
| Erneuerung von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | 5,29 | 0,0 % | ||
| Bau, Erweiterung und Betrieb von Abwassersammel- und -behandlungssystemen | 12,67 | 0,1 % | ||
| Infrastruktur für persönliche Mobilität, Radverkehrslogistik | 2,05 | 0,0 % | ||
| Schienenverkehrsinfrastruktur | 739,53 | 2,8 % | ||
| Infrastruktur für einen CO 2-armen Straßenverkehr und öffentlichen Verkehr | 3.626,86 | 13,8 % | ||
| Infrastruktur für eine CO 2-arme Schifffahrt | 1,77 | 0,0 % | ||
| CO 2-arme Flughafeninfrastruktur | 321,70 | 1,2 % | ||
| Neubau von Gebäuden | 14.039,00 | 53,6 % | ||
| Renovierung bestehender Gebäude | 2.643,45 | 10,1 % | ||
| Freiberufliche Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden | 32,82 | 0,1 % | ||
| Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | 21.894,60 | 83,5 % | ||
| Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1 + A.2) | 24.199,34 | 92,3 % | ||
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | ||||
| Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | 2.019,99 | 7,7 % | ||
| Gesamt Umsatz (A+B) | 26.219,33 | 100,0 % | ||
| DNSH-Kriterien (keine erhebliche Beeinträchtigung) | |||
| Wirtschaftstätigkeiten (1) | Klimaschutz (6) J/N | Anpassung an den Klimawandel (7) J/N | Wasser- und Meeresressourcen (8) J/N |
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||
| Stromerzeugung aus Wasserkraft | J | J | J |
| Bau, Erweiterung und Betrieb von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | J | J | J |
| Erneuerung von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | J | J | J |
| Infrastruktur für persönliche Mobilität, Radverkehrslogistik | J | J | J |
| Schienenverkehrsinfrastruktur | J | J | J |
| Neubau von Gebäuden | J | J | J |
| Renovierung bestehender Gebäude | J | J | J |
| Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1.) | |||
| A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | |||
| Stromerzeugung mittels Fotovoltaik-Technologie | |||
| Stromerzeugung aus Windkraft | |||
| Stromerzeugung aus Wasserkraft | |||
| Übertragung und Verteilung von Elektrizität | |||
| Speicherung von Strom | |||
| Stromerzeugung aus fossilen gasförmigen Brennstoffen | |||
| Bau, Erweiterung und Betrieb von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | |||
| Erneuerung von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | |||
| Bau, Erweiterung und Betrieb von Abwassersammel- und -behandlungssystemen | |||
| Infrastruktur für persönliche Mobilität, Radverkehrslogistik | |||
| Schienenverkehrsinfrastruktur | |||
| Infrastruktur für einen CO 2-armen Straßenverkehr und öffentlichen Verkehr | |||
| Infrastruktur für eine CO 2-arme Schifffahrt | |||
| CO 2-arme Flughafeninfrastruktur | |||
| Neubau von Gebäuden | |||
| Renovierung bestehender Gebäude | |||
| Freiberufliche Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden | |||
| Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | |||
| Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1 + A.2) | |||
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | |||
| Gesamt Umsatz (A+B) | |||
| DNSH-Kriterien (keine erhebliche Beeinträchtigung) | |||
| Wirtschaftstätigkeiten (1) | Kreislaufwirtschaft (9) J/N | Umweltverschmutzung (10) J/N | Biologische Vielfalt und Ökosysteme (11) J/N |
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||
| Stromerzeugung aus Wasserkraft | J | J | J |
| Bau, Erweiterung und Betrieb von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | J | J | J |
| Erneuerung von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | J | J | J |
| Infrastruktur für persönliche Mobilität, Radverkehrslogistik | J | J | J |
| Schienenverkehrsinfrastruktur | J | J | J |
| Neubau von Gebäuden | J | J | J |
| Renovierung bestehender Gebäude | J | J | J |
| Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1.) | |||
| A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | |||
| Stromerzeugung mittels Fotovoltaik-Technologie | |||
| Stromerzeugung aus Windkraft | |||
| Stromerzeugung aus Wasserkraft | |||
| Übertragung und Verteilung von Elektrizität | |||
| Speicherung von Strom | |||
| Stromerzeugung aus fossilen gasförmigen Brennstoffen | |||
| Bau, Erweiterung und Betrieb von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | |||
| Erneuerung von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | |||
| Bau, Erweiterung und Betrieb von Abwassersammel- und -behandlungssystemen | |||
| Infrastruktur für persönliche Mobilität, Radverkehrslogistik | |||
| Schienenverkehrsinfrastruktur | |||
| Infrastruktur für einen CO 2-armen Straßenverkehr und öffentlichen Verkehr | |||
| Infrastruktur für eine CO 2-arme Schifffahrt | |||
| CO 2-arme Flughafeninfrastruktur | |||
| Neubau von Gebäuden | |||
| Renovierung bestehender Gebäude | |||
| Freiberufliche Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden | |||
| Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | |||
| Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1 + A.2) | |||
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | |||
| Gesamt Umsatz (A+B) | |||
| Wirtschaftstätigkeiten (1) | Mindestschutz (12) J/N |
Taxonomie- konformer zu taxonomiefähiger
Umsatzanteil 2022 (13)
% |
Taxonomiefähiger Umsatzanteil 2021 (14)
Mio. EUR |
Taxonomiefähiger Umsatzanteil 2021 (15)
% |
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | ||||
| A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | ||||
| Stromerzeugung aus Wasserkraft | J | 0,5 % | ||
| Bau, Erweiterung und Betrieb von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | J | 0,3 % | ||
| Erneuerung von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | J | 0,1 % | ||
| Infrastruktur für persönliche Mobilität, Radverkehrslogistik | J | 0,1 % | ||
| Schienenverkehrsinfrastruktur | J | 6,3 % | ||
| Neubau von Gebäuden | J | 1,4 % | ||
| Renovierung bestehender Gebäude | J | 0,8 % | ||
| Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1.) | 9,5 % | |||
| A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | ||||
| Stromerzeugung mittels Fotovoltaik-Technologie | ||||
| Stromerzeugung aus Windkraft | ||||
| Stromerzeugung aus Wasserkraft | ||||
| Übertragung und Verteilung von Elektrizität | ||||
| Speicherung von Strom | ||||
| Stromerzeugung aus fossilen gasförmigen Brennstoffen | ||||
| Bau, Erweiterung und Betrieb von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | ||||
| Erneuerung von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | ||||
| Bau, Erweiterung und Betrieb von Abwassersammel- und -behandlungssystemen | ||||
| Infrastruktur für persönliche Mobilität, Radverkehrslogistik | ||||
| Schienenverkehrsinfrastruktur | ||||
| Infrastruktur für einen CO 2-armen Straßenverkehr und öffentlichen Verkehr | ||||
| Infrastruktur für eine CO 2-arme Schifffahrt | ||||
| CO 2-arme Flughafeninfrastruktur | ||||
| Neubau von Gebäuden | ||||
| Renovierung bestehender Gebäude | ||||
| Freiberufliche Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden | ||||
| Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | ||||
| Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1 + A.2) | 19.429,70 | 90,9 % | ||
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | ||||
| Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | 1.948,17 | 9,1 % | ||
| Gesamt Umsatz (A+B) | 21.377,87 | 100,0 % |
| Wirtschaftstätigkeiten (1) | Kategorie (ermöglichende Tätigkeiten) (16) E |
Kategorie (Übergangstätigkeiten) (17)
T |
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | ||
| A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | ||
| Stromerzeugung aus Wasserkraft | ||
| Bau, Erweiterung und Betrieb von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | ||
| Erneuerung von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | ||
| Infrastruktur für persönliche Mobilität, Radverkehrslogistik | E | |
| Schienenverkehrsinfrastruktur | E | |
| Neubau von Gebäuden | ||
| Renovierung bestehender Gebäude | T | |
| Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1.) | ||
| A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | ||
| Stromerzeugung mittels Fotovoltaik-Technologie | ||
| Stromerzeugung aus Windkraft | ||
| Stromerzeugung aus Wasserkraft | ||
| Übertragung und Verteilung von Elektrizität | ||
| Speicherung von Strom | ||
| Stromerzeugung aus fossilen gasförmigen Brennstoffen | ||
| Bau, Erweiterung und Betrieb von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | ||
| Erneuerung von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | ||
| Bau, Erweiterung und Betrieb von Abwassersammel- und -behandlungssystemen | ||
| Infrastruktur für persönliche Mobilität, Radverkehrslogistik | ||
| Schienenverkehrsinfrastruktur | ||
| Infrastruktur für einen CO 2-armen Straßenverkehr und öffentlichen Verkehr | ||
| Infrastruktur für eine CO 2-arme Schifffahrt | ||
| CO 2-arme Flughafeninfrastruktur | ||
| Neubau von Gebäuden | ||
| Renovierung bestehender Gebäude | ||
| Freiberufliche Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden | ||
| Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | ||
| Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1 + A.2) | ||
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | ||
| Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | ||
| Gesamt Umsatz (A+B) |
| Kriterien für einen wesentlichen Beitrag | ||||
| Wirtschaftstätigkeiten (1) |
Absoluter CapEx (2)
Mio. EUR |
Anteil CapEx (3)
% |
Klimaschutz (4)
% |
Anpassung an den Klimawandel (5)
% |
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | ||||
| A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | ||||
| Bau, Erweiterung und Betrieb von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | 0,18 | 0,1 % | - | 0,1 % |
| Erneuerung von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | 0,71 | 0,2 % | - | 0,2 % |
| Infrastruktur für persönliche Mobilität, Radverkehrslogistik | 0,55 | 0,2 % | 0,2 % | - |
| Schienenverkehrsinfrastruktur | 33,61 | 10,1 % | 10,1 % | - |
| Neubau von Gebäuden | 0,07 | 0,0 % | 0,0 % | - |
| CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1.) | 35,12 | 10,6 % | 10,3 % | 0,3 % |
| A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | ||||
| Stromerzeugung mittels Fotovoltaik-Technologie | 16,72 | 5,0 % | ||
| Übertragung und Verteilung von Elektrizität | 1,35 | 0,4 % | ||
| Stromerzeugung aus fossilen gasförmigen Brennstoffen | 0,22 | 0,1 % | ||
| Schienenverkehrsinfrastruktur | 10,46 | 3,2 % | ||
| Infrastruktur für einen CO 2-armen Straßenverkehr und öffentlichen Verkehr | 53,38 | 16,1 % | ||
| CO 2-arme Flughafeninfrastruktur | 0,34 | 0,1 % | ||
| Neubau von Gebäuden | 15,57 | 4,7 % | ||
| Renovierung bestehender Gebäude | 1,98 | 0,6 % | ||
| Freiberufliche Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden | 0,01 | 0,0 % | ||
| CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | 100,03 | 30,2 % | ||
| CapEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1 + A.2) | 135,15 | 40,8 % | ||
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | ||||
| CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | 196,38 | 59,2 % | ||
| Gesamt CapEx (A+B) | 331,53 | 100,0 % | ||
| DNSH-Kriterien (keine erhebliche Beeinträchtigung) | |||
| Wirtschaftstätigkeiten (1) | Klimaschutz (6) J/N | Anpassung an den Klimawandel (7) J/N | Wasser- und Meeresressourcen (8) J/N |
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||
| Bau, Erweiterung und Betrieb von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | J | J | J |
| Erneuerung von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | J | J | J |
| Infrastruktur für persönliche Mobilität, Radverkehrslogistik | J | J | J |
| Schienenverkehrsinfrastruktur | J | J | J |
| Neubau von Gebäuden | J | J | J |
| CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1.) | |||
| A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | |||
| Stromerzeugung mittels Fotovoltaik-Technologie | |||
| Übertragung und Verteilung von Elektrizität | |||
| Stromerzeugung aus fossilen gasförmigen Brennstoffen | |||
| Schienenverkehrsinfrastruktur | |||
| Infrastruktur für einen CO 2-armen Straßenverkehr und öffentlichen Verkehr | |||
| CO 2-arme Flughafeninfrastruktur | |||
| Neubau von Gebäuden | |||
| Renovierung bestehender Gebäude | |||
| Freiberufliche Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden | |||
| CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | |||
| CapEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1 + A.2) | |||
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | |||
| Gesamt CapEx (A+B) | |||
| DNSH-Kriterien (keine erhebliche Beeinträchtigung) | |||
| Wirtschaftstätigkeiten (1) | Kreislaufwirtschaft (9) J/N | Umweltverschmutzung (10) J/N | Biologische Vielfalt und Ökosysteme (11) J/N |
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||
| Bau, Erweiterung und Betrieb von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | J | J | J |
| Erneuerung von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | J | J | J |
| Infrastruktur für persönliche Mobilität, Radverkehrslogistik | J | J | J |
| Schienenverkehrsinfrastruktur | J | J | J |
| Neubau von Gebäuden | J | J | J |
| CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1.) | |||
| A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | |||
| Stromerzeugung mittels Fotovoltaik-Technologie | |||
| Übertragung und Verteilung von Elektrizität | |||
| Stromerzeugung aus fossilen gasförmigen Brennstoffen | |||
| Schienenverkehrsinfrastruktur | |||
| Infrastruktur für einen CO 2-armen Straßenverkehr und öffentlichen Verkehr | |||
| CO 2-arme Flughafeninfrastruktur | |||
| Neubau von Gebäuden | |||
| Renovierung bestehender Gebäude | |||
| Freiberufliche Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden | |||
| CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | |||
| CapEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1 + A.2) | |||
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | |||
| Gesamt CapEx (A+B) | |||
| Wirtschaftstätigkeiten (1) | Mindestschutz (12) J/N |
Taxonomie- konformer zu taxonomiefähiger
CapExAnteil 2022 (13)
% |
Taxonomiefähiger CapExAnteil 2021 (14)
Mio. EUR |
Taxonomiefähiger CapExAnteil 2021 (15)
% |
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | ||||
| A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | ||||
| Bau, Erweiterung und Betrieb von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | J | 0,1 % | ||
| Erneuerung von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | J | 0,5 % | ||
| Infrastruktur für persönliche Mobilität, Radverkehrslogistik | J | 0,4 % | ||
| Schienenverkehrsinfrastruktur | J | 24,9 % | ||
| Neubau von Gebäuden | J | 0,1 % | ||
| CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1.) | 26,0 % | |||
| A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | ||||
| Stromerzeugung mittels Fotovoltaik-Technologie | ||||
| Übertragung und Verteilung von Elektrizität | ||||
| Stromerzeugung aus fossilen gasförmigen Brennstoffen | ||||
| Schienenverkehrsinfrastruktur | ||||
| Infrastruktur für einen CO 2-armen Straßenverkehr und öffentlichen Verkehr | ||||
| CO 2-arme Flughafeninfrastruktur | ||||
| Neubau von Gebäuden | ||||
| Renovierung bestehender Gebäude | ||||
| Freiberufliche Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden | ||||
| CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | ||||
| CapEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1 + A.2) | 159,96 | 80,1 % | ||
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | ||||
| CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | 39,71 | 19,9 % | ||
| Gesamt CapEx (A+B) | 199,67 | 100,0 % |
| Wirtschaftstätigkeiten (1) | Kategorie (ermöglichende Tätigkeiten) (16) E |
Kategorie (Übergangstätigkeiten) (17)
T |
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | ||
| A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | ||
| Bau, Erweiterung und Betrieb von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | ||
| Erneuerung von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | ||
| Infrastruktur für persönliche Mobilität, Radverkehrslogistik | E | |
| Schienenverkehrsinfrastruktur | E | |
| Neubau von Gebäuden | ||
| CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1.) | ||
| A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | ||
| Stromerzeugung mittels Fotovoltaik-Technologie | ||
| Übertragung und Verteilung von Elektrizität | ||
| Stromerzeugung aus fossilen gasförmigen Brennstoffen | ||
| Schienenverkehrsinfrastruktur | ||
| Infrastruktur für einen CO 2-armen Straßenverkehr und öffentlichen Verkehr | ||
| CO 2-arme Flughafeninfrastruktur | ||
| Neubau von Gebäuden | ||
| Renovierung bestehender Gebäude | ||
| Freiberufliche Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden | ||
| CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | ||
| CapEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1 + A.2) | ||
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | ||
| CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | ||
| Gesamt CapEx (A+B) |
| Kriterien für einen wesentlichen Beitrag | ||||
| Wirtschaftstätigkeiten (1) |
Absoluter OpEx (2)
Mio. EUR |
Anteil OpEx (3)
% |
Klimaschutz (4)
% |
Anpassung an den Klimawandel (5)
% |
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | ||||
| A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | ||||
| Bau, Erweiterung und Betrieb von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | 7,04 | 2,7 % | - | 2,7 % |
| Erneuerung von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | 3,24 | 1,2 % | - | 1,2 % |
| Infrastruktur für persönliche Mobilität, Radverkehrslogistik | 0,21 | 0,1 % | 0,1 % | - |
| Schienenverkehrsinfrastruktur | 7,47 | 2,8 % | 2,8 % | - |
| Neubau von Gebäuden | 12,41 | 4,7 % | 4,7 % | - |
| Renovierung bestehender Gebäude | 0,19 | 0,1 % | 0,1 % | - |
| OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1.) | 30,56 | 11,6 % | 7,7 % | 3,9 % |
| A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | ||||
| Stromerzeugung aus Windkraft | 0,00 | 0,0 % | ||
| Stromerzeugung aus Wasserkraft | 0,00 | 0,0 % | ||
| Übertragung und Verteilung von Elektrizität | 0,04 | 0,0 % | ||
| Bau, Erweiterung und Betrieb von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | 2,44 | 0,9 % | ||
| Bau, Erweiterung und Betrieb von Abwassersammel- und -behandlungssystemen | 0,08 | 0,0 % | ||
| Infrastruktur für persönliche Mobilität, Radverkehrslogistik | 0,07 | 0,0 % | ||
| Schienenverkehrsinfrastruktur | 7,32 | 2,8 % | ||
| Infrastruktur für einen CO 2-armen Straßenverkehr und öffentlichen Verkehr | 90,11 | 34,1 % | ||
| Infrastruktur für eine CO 2-arme Schifffahrt | 0,11 | 0,1 % | ||
| CO 2-arme Flughafeninfrastruktur | 11,17 | 4,2 % | ||
| Neubau von Gebäuden | 76,99 | 29,2 % | ||
| Renovierung bestehender Gebäude | 21,60 | 8,2 % | ||
| Freiberufliche Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden | 0,09 | 0,0 % | ||
| OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | 210,02 | 79,5 % | ||
| OpEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1 + A.2) | 240,58 | 91,1 % | ||
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | ||||
| OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | 23,45 | 8,9 % | ||
| Gesamt OpEx (A+B) | 264,03 | 100,0 % | ||
| DNSH-Kriterien (keine erhebliche Beeinträchtigung) | |||
| Wirtschaftstätigkeiten (1) | Klimaschutz (6) J/N | Anpassung an den Klimawandel (7) J/N | Wasser- und Meeresressourcen (8) J/N |
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||
| Bau, Erweiterung und Betrieb von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | J | J | J |
| Erneuerung von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | J | J | J |
| Infrastruktur für persönliche Mobilität, Radverkehrslogistik | J | J | J |
| Schienenverkehrsinfrastruktur | J | J | J |
| Neubau von Gebäuden | J | J | J |
| Renovierung bestehender Gebäude | J | J | J |
| OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1.) | |||
| A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | |||
| Stromerzeugung aus Windkraft | |||
| Stromerzeugung aus Wasserkraft | |||
| Übertragung und Verteilung von Elektrizität | |||
| Bau, Erweiterung und Betrieb von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -Versorgung | |||
| Bau, Erweiterung und Betrieb von Abwassersammel- und -behandlungssystemen | |||
| Infrastruktur für persönliche Mobilität, Radverkehrslogistik | |||
| Schienenverkehrsinfrastruktur | |||
| Infrastruktur für einen CO 2-armen Straßenverkehr und öffentlichen Verkehr | |||
| Infrastruktur für eine CO 2-arme Schifffahrt | |||
| CO 2-arme Flughafeninfrastruktur | |||
| Neubau von Gebäuden | |||
| Renovierung bestehender Gebäude | |||
| Freiberufliche Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden | |||
| OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | |||
| OpEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1 + A.2) | |||
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | |||
| Gesamt OpEx (A+B) | |||
| DNSH-Kriterien (keine erhebliche Beeinträchtigung) | |||
| Wirtschaftstätigkeiten (1) | Kreislaufwirtschaft (9) J/N | Umweltverschmutzung (10) J/N | Biologische Vielfalt und Ökosysteme (11) J/N |
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||
| Bau, Erweiterung und Betrieb von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | J | J | J |
| Erneuerung von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | J | J | J |
| Infrastruktur für persönliche Mobilität, Radverkehrslogistik | J | J | J |
| Schienenverkehrsinfrastruktur | J | J | J |
| Neubau von Gebäuden | J | J | J |
| Renovierung bestehender Gebäude | J | J | J |
| OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1.) | |||
| A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | |||
| Stromerzeugung aus Windkraft | |||
| Stromerzeugung aus Wasserkraft | |||
| Übertragung und Verteilung von Elektrizität | |||
| Bau, Erweiterung und Betrieb von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -Versorgung | |||
| Bau, Erweiterung und Betrieb von Abwassersammel- und -behandlungssystemen | |||
| Infrastruktur für persönliche Mobilität, Radverkehrslogistik | |||
| Schienenverkehrsinfrastruktur | |||
| Infrastruktur für einen CO 2-armen Straßenverkehr und öffentlichen Verkehr | |||
| Infrastruktur für eine CO 2-arme Schifffahrt | |||
| CO 2-arme Flughafeninfrastruktur | |||
| Neubau von Gebäuden | |||
| Renovierung bestehender Gebäude | |||
| Freiberufliche Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden | |||
| OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | |||
| OpEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1 + A.2) | |||
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||
| OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | |||
| Gesamt OpEx (A+B) | |||
| Wirtschaftstätigkeiten (1) | Mindestschutz (12) J/N |
Taxonomie- konformer zu taxonomiefähiger
OpEx-Anteil 2022 (13)
% |
Taxonomie- fähiger OpEx Anteil 2021 (14)
Mio. EUR |
Taxonomie- fähiger OpEx- Anteil 2021 (15)
% |
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | ||||
| A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | ||||
| Bau, Erweiterung und Betrieb von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | J | 2,9 % | ||
| Erneuerung von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | J | 1,3 % | ||
| Infrastruktur für persönliche Mobilität, Radverkehrslogistik | J | 0,1 % | ||
| Schienenverkehrsinfrastruktur | J | 3,1 % | ||
| Neubau von Gebäuden | J | 5,2 % | ||
| Renovierung bestehender Gebäude | J | 0,1 % | ||
| OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1.) | 12,7 % | |||
| A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | ||||
| Stromerzeugung aus Windkraft | ||||
| Stromerzeugung aus Wasserkraft | ||||
| Übertragung und Verteilung von Elektrizität | ||||
| Bau, Erweiterung und Betrieb von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -Versorgung | ||||
| Bau, Erweiterung und Betrieb von Abwassersammel- und -behandlungssystemen | ||||
| Infrastruktur für persönliche Mobilität, Radverkehrslogistik | ||||
| Schienenverkehrsinfrastruktur | ||||
| Infrastruktur für einen CO 2-armen Straßenverkehr und öffentlichen Verkehr | ||||
| Infrastruktur für eine CO 2-arme Schifffahrt | ||||
| CO 2-arme Flughafeninfrastruktur | ||||
| Neubau von Gebäuden | ||||
| Renovierung bestehender Gebäude | ||||
| Freiberufliche Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden | ||||
| OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | ||||
| OpEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1 + A.2) | 65,68 | 82,0 % | ||
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | ||||
| OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | 14,42 | 18,0 % | ||
| Gesamt OpEx (A+B) | 80,10 | 100,0 % |
| Wirtschaftstätigkeiten (1) | Kategorie (ermöglichende Tätigkeiten) (16) E |
Kategorie (Übergangstätigkeiten) (17)
T |
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | ||
| A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | ||
| Bau, Erweiterung und Betrieb von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | ||
| Erneuerung von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung | ||
| Infrastruktur für persönliche Mobilität, Radverkehrslogistik | E | |
| Schienenverkehrsinfrastruktur | E | |
| Neubau von Gebäuden | ||
| Renovierung bestehender Gebäude | T | |
| OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1.) | ||
| A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | ||
| Stromerzeugung aus Windkraft | ||
| Stromerzeugung aus Wasserkraft | ||
| Übertragung und Verteilung von Elektrizität | ||
| Bau, Erweiterung und Betrieb von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -Versorgung | ||
| Bau, Erweiterung und Betrieb von Abwassersammel- und -behandlungssystemen | ||
| Infrastruktur für persönliche Mobilität, Radverkehrslogistik | ||
| Schienenverkehrsinfrastruktur | ||
| Infrastruktur für einen CO 2-armen Straßenverkehr und öffentlichen Verkehr | ||
| Infrastruktur für eine CO 2-arme Schifffahrt | ||
| CO 2-arme Flughafeninfrastruktur | ||
| Neubau von Gebäuden | ||
| Renovierung bestehender Gebäude | ||
| Freiberufliche Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden | ||
| OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | ||
| OpEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1 + A.2) | ||
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | ||
| OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | ||
| Gesamt OpEx (A+B) |
Noch gibt es zwischen den Angaben zur Taxonomiefähigkeit und zur Taxonomiekonformität erhebliche Abweichungen. HOCHTIEF geht aber davon aus, dass sich die Korrelation der KPIs im Laufe der kommenden Jahre verbessern wird. Die Herausforderung bei der Taxonomiebewertung bestand darin, dass sie für das gesamte Geschäftsportfolio separat durchgeführt werden musste. Insofern hat sich die Datenerhebung, insbesondere bei technischen Angaben externer Parteien, als schwierig erwiesen und ist für eine Branche, die noch keine Standardverfahren etabliert hat und die Nachhaltigkeit von Projekten häufig nicht gut dokumentiert, als große Hürde anzusehen. Zudem stellt die Anwendung der technischen Bewertungskriterien und Schwellenwerte nach EU-Recht bei unseren Projekten außerhalb der EU eine Herausforderung dar; hier müssen dann im jeweiligen Land nationale Entsprechungen gefunden und angewendet werden.
Aufgrund bestimmter projektspezifischer Rahmenbedingungen (zum Beispiel lange Vorplanungs-, Genehmigungs- oder Umsetzungsphasen) ist HOCHTIEF in manchen Fällen nur für die Umsetzung der Bauarbeiten nach den Planungsvorgaben des Kunden verantwortlich -das Unternehmen ist dann aber nicht an Planungsentscheidungen beteiligt, die Voraussetzung für die Taxonomiekonformität eines Projekts sind. Zudem ist es bei unseren Projekten deutlich schwieriger, Taxonomienachweise zu erbringen, wenn die Projekte bereits begonnen haben oder sogar kurz vor der Fertigstellung stehen. Der Grund hierfür ist, dass eine nachträgliche Erfüllung bestimmter Taxonomiekriterien in vielen Fällen nicht möglich ist (dies betrifft etwa Materialanforderungen, Vorschriften für den Abbruch von Altgebäuden auf dem Baugelände oder den vorgeschriebenen Recycling-/Verwertungsanteil von 70 Prozent der angefallenen Bau- und Abbruchabfälle). In einigen Fällen befinden sich unsere Projekte in einer frühen Projektphase, und der Taxonomienachweis kann erst zu einem späteren Zeitpunkt vorgelegt werden (z.B. Nichtverwendung bestimmter Schadstoffe oder Einhaltung von Maßnahmen aus Umweltversträglichkeitsprüfungen).
Wie die EU-Kommission ausdrücklich betont: Wenn Aktivitäten nicht taxonomiekonform sind, bedeutet dies nicht automatisch, dass sie nicht nachhaltig sind. Dies gilt für viele unserer Bauprojekte, bei denen HOCHTIEF vertragsgemäß Nachhaltigkeitszertifikate (DGNB, LEED, BREEAM usw.) als Nachweis für nachhaltiges Bauen erhält, auch wenn die Projekte nicht taxonomiekonform sind.
In Bezug auf die Entwicklung weiterer EU-Maßnahmen im Bereich Sustainable Finance, etwa die noch ausstehenden weiteren Bewertungskriterien für die verbleibenden Umweltziele, und in Bezug auf weitere Initiativen wie die Social Taxonomy, wird HOCHTIEF nach eigener Einschätzung die bei der Umsetzung der aktuellen Anforderungen erworbene Erfahrung nutzen können, sodass der Anteil der taxonomiekonformen Tätigkeiten allmählich steigen wird.
Hinsichtlich der Delegierten Verordnung (EU) 2022/1214 der Kommission vom 9. März 2022 legt HOCHTIEF in Bezug auf Wirtschaftstätigkeiten im Zusammenhang mit Kernenergie und fossilem Gas die Aktivität "Stromerzeugung aus fossilen gasförmigen Brennstoffen" offen. Dies ist entsprechend in der folgenden Tabelle gekennzeichnet:
| Tätigkeiten im Bereich Kernenergie | |
| 1. Das Unternehmen ist im Bereich Erforschung, Entwicklung, Demonstration und Einsatz innovativer Stromerzeugungsanlagen, die bei minimalem Abfall aus dem Brennstoffkreislauf Energie aus Nuklearprozessen erzeugen, tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. | NEIN |
| 2. Das Unternehmen ist im Bau und sicheren Betrieb neuer kerntechnischer Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Prozesswärme - auch für die Fernwärmeversorgung oder industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung - sowie bei deren sicherheitstechnischer Verbesserung mithilfe der besten verfügbaren Technologien tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. | NEIN |
| 3. Das Unternehmen ist im sicheren Betrieb bestehender kerntechnischer Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Prozesswärme - auch für die Fernwärmeversorgung oder industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung - sowie bei deren sicherheitstechnischer Verbesserung tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. | NEIN |
| Tätigkeiten im Bereich fossiles Gas | |
| 4. Das Unternehmen ist im Bau oder Betrieb von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus fossilen gasförmigen Brennstoffen tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. | JA |
| 5. Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Kraft-Wärme/Kälte-Kopplung mit fossilen gasförmigen Brennstoffen tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. | NEIN |
| 6. Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Wärmegewinnung, die Wärme/Kälte aus fossilen gasförmigen Brennstoffen erzeugen, tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. | NEIN |
Die Aktivität "Stromerzeugung aus fossilen gasförmigen Brennstoffen" stellt im HOCHTIEF-Konzern eine taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeit (nicht taxonomiekonforme Tätigkeit) dar. Die für diese Aktivität erforderlichen Angaben zu den taxonomiefähigen Umsatz-, CapEx- und OpEx-Anteilen sind in den oberen Tabellen ausgewiesen und insgesamt für den Konzern als unwesentlich einzustufen. Daher findet die Berichterstattung anhand der jeweiligen Meldebögen nach Anhang XII der Delegierten Verordnung 2021/2178 der EU Kommission keine Anwendung.
Die Geschäftstätigkeit von HOCHTIEF wollen wir im Einklang mit der Einhaltung von Menschenrechten vereinbaren. Daher haben wir bei HOCHTIEF für die Achtung und Einhaltung aller international anerkannten Menschenrechte klare und verbindliche Standards für unsere Gesellschaften weltweit und entlang der gesamten Wertschöpfungskette festgelegt. Der Konzern richtet sein Engagement an den maßgeblichen internationalen Menschenrechtsstandards aus, die in der Grundsatzerklärung des Unternehmens zum Thema Menschenrechte verankert sind. HOCHTIEF unterstützt die Anwendung der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (UN, 2011), die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen (OECD, 2011) sowie die dreigliedrige Grundsatzerklärung der ILO über multinationale Unternehmen und Sozialpolitik (MNU-Erklärung, 2017).
Die vom Vorstand verabschiedete Grundsatzerklärung wurde im Berichtsjahr aktualisiert und berücksichtigt bereits jetzt weitere Einzelheiten aus dem deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, das im Januar 2023 in Kraft getreten ist. Zudem bekräftigt die Erklärung nochmals die diesbezüglichen Anforderungen des Konzerns an die Mitarbeitenden und Geschäftspartner. Diese sind bereits seit der Verabschiedung des HOCHTIEF Code of Conduct und des HOCHTIEF Code of Conduct für Vertragspartner im Jahr 2011 durch den HOCHTIEF-Vorstand fester Bestandteil unseres unternehmerischen Handelns, etwa Bestandteil des Vertrags- und des Schulungswesens, gestützt durch Due-Diligence-Prozesse. Alle Dokumente sind intern wie extern digital verfügbar.
Um relevante Stakeholder bestmöglich einzubinden, haben wir 2022 zusätzlich einen Fokus auf die interne und externe Kommunikation der genannten Standards gelegt: So wurde das Thema Menschenrechte als wichtiger Baustein fest in unseren zahlreichen Schulungen verankert. Außerdem haben wir im Berichtsjahr europaweit eine Plakatkampagne ausgerollt, die vor allem auf den Baustellen auf das Thema Menschenrechte aufmerksam machen soll. Weiterhin wurden informative Flyer zu unserem Hinweissystem ebenfalls an den Standorten europaweit verteilt. Dieses Instrument soll insbesondere die Mitarbeitenden auf den Baustellen sensibilisieren, sich bei möglichen Verstößen oder in Verdachtsfällen über das Hinweissystem an die Konzerncompliance zu wenden.
Im Rahmen von Stakeholderinitiativen setzt sich HOCHTIEF schon seit Langem für die Einhaltung der Menschenrechte ein. Ein Beispiel hierfür ist die Verpflichtung des Konzerns zur Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen, die das Unternehmen gemeinsam mit mehreren Gewerkschaftsföderationen im Jahr 2000 unterzeichnet hat. Wir engagieren uns kontinuierlich auch im Dialog mit Externen: So wurde ein Round Table initiiert, zu dem weitere Unternehmen zum Austausch über Menschenrechtsrisiken eingeladen wurden. HOCHTIEF nahm auch an einem Round Table der Ratingagentur Sustainalytics zum Thema von Menschenrechtsrisiken in der Bauindustrie teil.
Der Dialog mit Stakeholdern zu diesem Thema wird von unseren Tochtergesellschaften gepflegt. So befragte Turner Stakeholdergruppen wie Geschäftspartner, Kunden und Mitarbeitende unter anderem zur Bedeutung dieses Themas, auch bei Turners "Supplier Summit" mit Nachunternehmern wurde die Bedeutung von Menschenrechten thematisiert. Bei Flatiron wurde im Berichtsjahr eine Indigenous Relations Policy verabschiedet. Auch bei CIMIC sind diverse Formate zur Einbindung von Stakeholdern etabliert. Im Bereich HOCHTIEF Europe lag 2022 der Fokus vor allem auf der Einbindung von Bauleitern und ihren Einwirkungsmöglichkeiten bei der Verhinderung von Kinderarbeit und moderner Sklaverei.
Die Koordination unseres Engagements für Menschenrechte obliegt dem Chief Human Rights Officer, der im Jahr 2021 vom Vorstand erstmals ernannt worden ist. Mithilfe eines weiterentwickelten Due-Diligence-Prozesses werden mögliche menschenrechtliche Risiken aufgrund unserer globalen Geschäftstätigkeit für die Betroffenen identifiziert und geeignete Maßnahmen definiert, um die Wahrscheinlichkeit zu reduzieren, dass Risiken in den jeweiligen HOCHTIEF-Gesellschaften und Fachabteilungen oder für die Mitarbeitenden und Geschäftspartner eintreten.
Der Due-Diligence-Prozess ist Bestandteil unseres Human-Rights-Corporate-Management-Systems. Für die Division HOCHTIEF Europe wurde bereits im Jahr 2021 die Risikoanalyse abgeschlossen. Im Berichtsjahr wurde die menschen- und umweltbezogene Risikoanalyse für die Division HOCHTIEF Americas abgeschlossen, entsprechende Handlungsempfehlungen wurden daraus abgeleitet und adressiert. In der Division HOCHTIEF Asia Pacific dauert dieser Prozess aktuell noch an. Bei der Risikoanalyse war die Betrachtung jeweils auf die Auswirkungen der eigenen Geschäftstätigkeit auf entsprechende Betroffene (Anwohner, Gemeinschaften, Lieferanten und Nachunternehmer) gerichtet.
Das Human-Rights-Corporate-Management-System ermöglicht es, den jeweils in den Ländern der Geschäftstätigkeit von HOCHTIEF geltenden unternehmens- und menschenrechtlichen Anforderungen zu entsprechen. Dazu zählt auch das im Juli 2021 verabschiedete und am 1. Januar 2023 in Kraft getretene deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz.
Für die Bewertung der für uns maßgeblichen Menschenrechtsrisiken haben wir auf zwei komplementäre Ansätze zurückgegriffen, sodass wir die in unserer Wertschöpfungskette möglicherweise auftretenden negativen Folgen umfassend abbilden können.
Zu diesem Zweck haben wir zunächst eine risikobasierte Top-down-Länderanalyse durchgeführt. Darin waren 26 Länder erfasst, in denen der Konzern tätig ist. Die Ergebnisse vermitteln einen Überblick über die Menschenrechtssituation im politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kontext des jeweiligen Landes. Darüber hinaus wurden in der Due Diligence die für Unternehmen im Bereich der Menschenrechte geltenden gesetzlichen Anforderungen sowie die aus unserer Sicht zu berücksichtigenden Risikofaktoren erfasst.
Im zweiten Schritt haben wir im Jahr 2021 für unsere Bau- und Public-Private-Partnership-(PPP-)Aktivitäten in Europa eine Bottom-up-Analyse der einzelnen Geschäftsfelder durchgeführt. Im Berichtsjahr haben wir die Bottom-up-Analyse auf die Division HOCHTIEF Americas erweitert und beendet. In diese Analyse flossen zum einen die Ergebnisse der Länderanalyse, zum anderen die Ergebnisse eines Projektes aus dem Jahr 2019 in Westeuropa ein, das unter Mitwirkung von Mitarbeitenden und zivilgesellschaftlichen Organisationen durchgeführt worden war.
Mit der Analyse der Geschäftsfelder berücksichtigen wir breiter gefasste Stakeholder- und Länderperspektiven anhand einer Auswertung von mehr als 15 Fachstudien, die von renommierten Organisationen publiziert wurden. Darüber hinaus wurden Daten bei elf Tochtergesellschaften und Niederlassungen der Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Europe erhoben, indem Interviews durchgeführt und an Mitarbeitende der Gesellschaften Fragebögen übermittelt wurden. Involviert wurden unter anderem die Fachabteilungen Konzerncompliance, Einkauf, AGUS Center, Personal und Recht/Governance Operations. Außerdem werden spezifische Risiken auf Projektebene betrachtet. Dabei haben wir die in unserem Positionspapier dargestellen, international anerkannten Menschenrechte sowie die potenziellen Risiken und Auswirkungen der Tätigkeit unserer mittel- und unmittelbaren Geschäftspartner berücksichtigt.
Die Beurteilung unserer Aktivitäten in den Bereichen Bau und Public-Private-Partnership (PPP) mithilfe der beschriebenen Methodik führte zu folgenden Ergebnissen: Insgesamt wurden fünf Gruppen gefährdeter gesellschaftlicher Akteure identifiziert, also potenziell Betroffene entlang unserer Wertschöpfungskette, deren Menschenrechte verletzt werden könnten. Im Jahr 2021 haben wir außerdem 42 Risiken im Baubereich sowie sechs Risiken im PPP-Bereich in den unterschiedlichen Phasen unserer Tätigkeit identifiziert. Diese Risiken wurden wiederum in zehn Kategorien eingeordnet, darunter zum Beispiel "Datenschutz und Privatsphäre".
Nach Abschluss der Analysen in den Bereichen wurden die Auswirkungen der einzelnen Risiken analysiert. Basierend auf diesen Ergebnissen können wir abschätzen, wie gravierend die Auswirkungen des Eintretens eines solchen Risikos für die potenziell Betroffenen sein können, und Maßnahmen ableiten, die in Bezug auf die einzelnen potenziellen Risiken getroffen werden sollen. Auf dieser Basis haben wir im Berichtsjahr unter Einbindung der Fachabteilungen die für den Konzern wesentlichen Menschenrechtsrisiken definiert, die im Folgenden dargestellt sind.
In der Division HOCHTIEF Asia Pacific bei CIMIC wurde bereits im Jahr 2021 eine Analyse der Geschäftsfelder initiiert. Nach Abschluss dieser Untersuchung wird der Konzern über eine Beurteilung der Menschenrechtsrisiken in den wichtigsten Geschäftsfeldern verfügen. CIMIC hat auch im Berichtsjahr bereits mehrere projektbasierte Impactassessments für Menschenrechte zum Thema moderne Sklaverei durchgeführt. Informationen dazu veröffentlicht CIMIC auch in seinem Geschäftsbericht und im Modern Slavery Statement.
Schließlich wurden die identifizierten Risiken im Human-Rights-Corporate-Management-System erfasst und unter Beteiligung der Bereiche den jeweiligen Fachabteilungen zugewiesen. Auf Grundlage der durchgeführten Risikoanalyse konnten Verbesserungsbedarf ermittelt sowie konkrete Maßnahmen identifiziert werden: Für mehrere HOCHTIEF-Niederlassungen und Tochtergesellschaften wurden Aktionspläne mit konkreten Handlungsempfehlungen erstellt. Im Berichtsjahr wurden bei HOCHTIEF keine Menschenrechtsverletzungen bekannt.
Erneut haben wir 2022 entlang unserer globalen Lieferkette deutliche Fortschritte im Umgang mit menschenrechtlichen Risiken erzielt. Den für Lieferanten und Nachunternehmer aus Ländern mit hohem Risiko für Menschenrechtsverletzungen (gemäß UN-Konvention) geltenden Due-Diligence-Prozess haben wir im Rahmen des nachhaltigen Beschaffungsprogramms systematisch ausgeweitet; dieser gilt nun für das gesamte europäische Geschäft. Zusätzlich zur verpflichtenden Einhaltung des HOCHTIEF Code of Conduct für Vertragspartner im europäischen Geschäft erhalten unsere Mitarbeitenden im Einkauf gezielte Schulungen, welche Maßnahmen im Umgang mit menschenrechtlichen Risiken getroffen werden sollen, zum Beispiel durch Verhandlung besonderer Vertragsklauseln.
Darüber hinaus hat HOCHTIEF seinen Präqualifizierungsprozess mithilfe weiterer menschenrechtsbezogener Informationsquellen erweitert. Seit mehreren Jahren wird der Lieferantenauswahlprozess bei HOCHTIEF bereits durch extern durchgeführte menschenrechtsbezogene Fragebögen im Rahmen eines Nachhaltigkeits- bzw. ESG-Screenings ergänzt.
Nach der Auftragsvergabe werden alle Lieferanten während der Bauphase kontinuierlich auf ihre Erfüllung der ESG-Kriterien einschließlich der menschenrechtlichen Risiken überprüft. In den Divisions HOCHTIEF Europe und HOCHTIEF Asia Pacific müssen die Gesellschaften jeweils nach Abschluss der Arbeiten Bewertungsfragebögen ausfüllen.
Die Ergebnisse werden bei nachfolgenden Vergabeentscheidungen und Kooperationen berücksichtigt. Im Falle von festgestellten Verstößen werden mit den betreffenden Unternehmen Abhilfemaßnahmen vereinbart.
Weitere risikobasierte Due-Diligence-Maßnahmen zur Einhaltung der Menschenrechte durch unsere Geschäftspartner, die von den beteiligten HOCHTIEF-Abteilungen umgesetzt werden, sind unter anderem Vertragsklauseln, die als Mindeststandards für Joint-Venture-Partner vereinbart werden müssen und die menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten im Rahmen der Zusammenarbeit regeln.
Das Thema Menschenrechte wurde nicht nur in die Projektstart-, Bauleiter- sowie Projektleiterschulungen aufgenommen, die regelmäßig in der Division HOCHTIEF Europe stattfinden: Auch im Rahmen der wöchentlich stattfindenden Webtrainings, die für jeden Mitarbeitenden zugänglich sind und im Intranet frühzeitig kommuniziert werden, wurde das Thema Menschenrechte intensiv behandelt. Zudem waren die Menschenrechte auch in diesem Jahr wieder Bestandteil des für jeden Mitarbeitenden verpflichtenden E-Learning-Moduls zum Code of Conduct, in dem der Menschenrechtsthematik ein eigenes Kapitel gewidmet ist.
HOCHTIEF überprüft das Human-Rights-Corporate-Management-System jährlich, damit die Maßnahmen kontinuierlich verbessert und weiterentwickelt werden können. Die erste Überprüfung erfolgte im Jahr 2022.
Zur Information interner und externer Stakeholder stellen wir im Intranet und auf der Website ein in mehreren Sprachen abrufbares Erklärvideo mit grundlegenden Informationen zum Thema Menschenrechte zur Verfügung. Damit sollen Mitarbeitende, aber auch Außenstehende für das Thema sensibilisiert und dazu angehalten werden, Hinweise auf Verstöße über das HOCHTIEF-Hinweissystem zu melden.
Zudem gehört die gezielte Schulung von Mitarbeitenden zu unseren Aktivitäten: Die Zielvorgaben des Konzerns für 2023 umfassen auch eine Reihe von Trainingsaktivitäten, darunter die Implementierung eines E-Learning-Moduls zu Menschenrechten, das schrittweise -beginnend in der Division HOCHTIEF Europe -bereitgestellt werden soll.
Bis 2025 sollen alle Mitarbeitenden im Konzern zum Thema Menschenrechte geschult sein.
Das Schulungsziel wurde im Jahr 2022 weiterverfolgt.
Schließlich sensibilisieren wir dafür, dass das international verfügbare HOCHTIEF-Hinweissystem (HOCHTIEF Integrity Line) selbstverständlich auch für die Meldung von möglichen Menschenrechtsverstößen zur Verfügung steht. Diese Beschwerdemechanismen sind öffentlich und für alle unsere Stakeholder zugänglich. Die Meldemöglichkeiten und der Zugang zu den einzelnen Kanälen umfassen bereits jetzt die kostenfreie Übermittlung anonymer Hinweise. Im Zuge der Digitalisierung des Hinweissystems in der Division HOCHTIEF Europe im Jahr 2022 haben wir diese Optionen noch erweitert. Im Fall von Meldungen über das Beschwerdewesen wird ein strukturierter Aufklärungsprozess des gemeldeten Sachverhalts durch die zuständigen Compliance Manager, bei Bedarf in Zusammenarbeit mit den betreffenden (Fach-)Abteilungen, sichergestellt.
Die Wirksamkeit des Hinweissystems wird unter anderem dadurch gewährleistet, dass jährlich die Hinweise im Rahmen des Monitoringplans auf Plausibilität geprüft werden. Zudem erfolgt ein konzernweites Reporting zu allen Hinweisen aus den Divisions, um diese zu aggregieren. Feedback seitens der Stakeholder prüfen wir selbstkritisch und integrieren bedarfsweise Verbesserungen in den Hinweisprozess.
Wir ermutigen relevante Stakeholder als direkte Adressaten des Hinweissystems bei jeder Gelegenheit, entsprechende Hinweise bei potenziellen Verstößen abzugeben: Insbesondere bei der Schulung der Stakeholder (eigene Mitarbeitende, Joint-Venture-Partner, Nachunternehmer) betonen wir dies, vermitteln es in den Compliance-Projekt-Audits sowie in bilateralen Gesprächen. Feedback zum Hinweissystem nutzen wir, um Änderungen und Verbesserungen vorzunehmen.
Bei HOCHTIEF leisten wir einen gesellschaftlichen Beitrag durch unsere Projektarbeit -die Gestaltung von Lebensräumen. Wir agieren dabei zugleich als Arbeitgeber und als Auftraggeber der lokalen Wirtschaft bei der Beschaffung von Bauleistungen und Materialien. Nicht zuletzt wirken wir aber auch durch unser soziales Engagement in den Communitys. Meist sind wir direkt im Umfeld unserer Projekte sozial tätig; mit übergeordneten Initiativen engagieren wir uns darüber hinaus auch konzernweit. Wir sind überzeugt, dass wir durch Spenden, Sponsoring und Freiwilligenprogramme einen Unterschied machen können. Auch in Katastrophenfällen wollen wir Hilfe leisten -dazu gehört es, einen Beitrag für Mitarbeitende und ihre Angehörigen zu leisten, die sich in individuellen und unvorhersehbaren Notlagen befinden, etwa bedingt durch Naturkatastrophen.
Grundsätzlich sind die Spenden- und Sponsoringaktivitäten bei HOCHTIEF dezentral organisiert -entsprechend der projektbezogenen Standortstruktur. Die operativen Gesellschaften nutzen jeweils eigene Budgets für ihre sozialen Aktivitäten. Dafür gelten die Vorgaben der Richtlinie "Spenden und Sponsoring" der Konzernkommunikation sowie der ergänzenden Richtlinie "Soziales Engagement" der Konzernabteilung Personal. Über diese Instrumente werden Schwerpunkte und Bereiche für philanthropisches und soziales Engagement definiert und die Entwicklung messbarer Leistungsindikatoren (KPIs) geregelt. Das HOCHTIEF-Management ist dabei kontinuierlich eingebunden.
Auch künftig haben bei HOCHTIEF die Sponsoringschwerpunkte "Bildung und Nachwuchsförderung" sowie "Gestaltung und Erhaltung von Lebensräumen" Bestand. Sachspenden, Wissenstransfer ebenso wie das Corporate Volunteering sollen dazu beitragen. Beide Schwerpunkte passen besonders gut zur Kultur und Strategie unseres Konzerns und leisten einen direkten Beitrag zu den Sustainable Development Goals Nummer 4 (Hochwertige Bildung) und Nummer 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden).
"Soziale Aktivitäten" definieren wir als wesentliches Thema: Unsere gesellschaftliche Verantwortung ist uns wichtig, und dies bringen wir durch unser Engagement für viele Menschen zum Ausdruck. Gerade im Umfeld unserer Bauprojekte sehen wir es als unsere Aufgabe an, den Communitys etwas zurückzugeben. Dabei haben wir durch unsere Initiativen zum Beispiel Einfluss auf Aspekte der Gesundheit und Bildung. Dezentral geplante Aktivitäten werden mit dem Management vor Ort besprochen und freigegeben, sofern sie nicht übergeordneter Natur sind. Übergeordnete Aktivitäten werden vom Vorstand freigegeben.
Um die Communitys bestmöglich einzubinden und angemessene, bedarfsgerechte Unterstützung zu leisten, treten wir an vielen Orten über eigene Community-Manager in den Kontakt zu ihnen. Das Community-Management ist insbesondere in den USA und in Australien fester Bestandteil unserer Arbeit, doch auch in Europa kommt diesem Thema eine wachsende Bedeutung zu. Es ist uns wichtig, uns dort zu engagieren, wo Unterstützung notwendig und willkommen ist, und wir richten darum unsere Community-Arbeit am Bedarf der Menschen im Umfeld aus. So entstehen vielfältige lokale Initiativen, die oft zu langjährigen Partnerschaften wachsen - Beispiele dafür sind etwa die Initiative "Harlem Grown" in New York bei Turner, die Partnerschaft von CIMIC mit der Organisation Tuputoa in Neuseeland oder vielfältige Volunteering-Aktivitäten im Rahmen der Bauarbeiten am London Power Tunnel von HOCHTIEF (UK) Construction. Aufgrund unserer meist lang laufenden Projekte haben wir in der Regel langjährige Kooperationen zum Ziel. Möglich sind jedoch auch einmalige Aktionen. Unser Augenmerk gilt dabei stets Aktivitäten, die unsere internen Förderschwerpunkte stützen.
Unsere Aktivitäten wirken sich positiv aus: Sie verbessern die ökonomische Situation Hilfebedürftiger oder unterstützen im Bildungsbereich -durch Information, Lernprogramme oder Wissensvermittlung. Solche Aktionen sollen zugleich die Arbeitsmotivation und den Teamgeist unserer Mitarbeitenden sowie die Arbeitgeberattraktivität von HOCHTIEF fördern. Unsere hohen Reputationswerte steigen weiter an. Risiken aus unserem sozialen Engagement sehen wir derzeit nicht. Im Falle von Beschwerden oder Problemen können externe wie interne Stakeholder die vorhandenen Beschwerdemechanismen in Form der Hinweissysteme nutzen.
Soziale Aktivitäten sollen künftig noch transparenter in die Geschäftsprozesse integriert werden. Ziel ist es, die Auswirkungen unseres Engagements messbar zu machen und evaluieren zu können. Idealerweise führt dies dazu, dass wir die Stakeholder im Umfeld unserer Projekte noch gezielter unterstützen. Darum arbeiten wir auch an der Entwicklung von fixen Indikatoren.
Unser soziales Engagement wollen wir weiterentwickeln und Initiativen zu den SDGs 4 und 11 fördern.
Eine Arbeitsgruppe hat einen konzernweiten Austausch zu laufenden lokalen und überregionalen Aktivitäten gestartet. Wir wollen mittelfristig insbesondere die Aktivitäten von HOCHTIEF in Europa weiterentwickeln und stehen dazu im engen Austausch mit den europäischen Einheiten und mit Nichtregierungsorganisationen. Wir arbeiten aktuell auch weiter daran, Kennzahlen zu definieren, denn auch für unser gesellschaftliches Engagement wollen wir möglichst Zielgrößen vorgeben.
Ein wichtiges Ziel unseres Nachhaltigkeitsplans 2025 besteht darin, noch mehr Corporate-Volunteering-Initiativen zu starten. Wir wollen unsere Mitarbeitenden im Konzern dafür gewinnen, gemeinsame Aktionen im Namen von HOCHTIEF durchzuführen. Bestandteil unserer Strategie ist es, geeignete Ideen und Projekte in unserer Organisation bekannt zu machen und stärker zu fördern.
Bis 2025 wollen wir das Monitoring definierter Volunteering-Projekte verbessern und Maßnahmen implementieren, um positive Einflüsse auf die Community zu messen.
Eine Arbeitsgruppe hat sich konzernweit über Maßnahmen für ein verbessertes Monitoring ausgetauscht und deren Implementierung beschleunigt. So wurden die Aktivitäten zu Turners jährlichem "Founder's Day" zentral gesammelt und berichtet. Bei HOCHTIEF in Europa rief die Personalabteilung zu Volunteering-Aktivitäten auf und hat ein entsprechendes Reporting über die Personalbereiche eingerichtet.
Die Budgets für Spenden- und Sponsoring-Aktivitäten lagen im Berichtsjahr bei zirka 5,7 Mio. Euro. Wir berichten hier erstmalig die Budget-Summe, da diese im Fokus unserer Maßnahmen im Zuge des Nachhaltigkeitsplans 2025 steht.
Diese Summe soll ab 2022 bis 2025 jährlich um drei Prozent angehoben werden.
Eine differenzierte konzernweite Erhebung der Ausgangsbudgets ist für das Berichtsjahr abgeschlossen. Von dieser Ausgangsbasis werden die Zielvorgaben abgeleitet.
Der HOCHTIEF Code of Conduct benennt deutlich die Vorgaben für Spenden an politische Organisationen: "HOCHTIEF-Organisationseinheiten und -Gesellschaften leisten keine direkten oder indirekten Spenden an politische Organisationen, Parteien oder einzelne Politiker."
Schon seit 2010 kooperiert HOCHTIEF als Partner mit der US-Nichtregierungsorganisation Bridges to Prosperity (B2P). Diese Partnerschaft ist unserem Sponsoringschwerpunkt "Gestaltung und Erhaltung von Lebensräumen" zugeordnet. Gemeinsam mit B2P verfolgen wir das Ziel, Menschen in abgelegenen Regionen einen besseren Zugang zu Schlüsselinfrastruktur wie Schulen, Krankenhäusern oder Märkten zu ermöglichen. Dies gelingt durch den Bau von Fußgängerbrücken, die insbesondere in der Regenzeit sichere Wege ermöglichen. HOCHTIEF setzt mit der Kooperation gezielt auf die Förderung von Menschen in Regionen, in denen der Konzern nicht selbst operativ tätig ist.
HOCHTIEF unterstützte den Bau von Brücken in der Regel durch die Entsendung von Mitarbeitendenteams, die vor Ort gemeinsam mit den Communitys den Bau ausführten. Pandemiebedingt war dies seit 2020 nicht möglich. HOCHTIEF hat auch 2022 ein Brückenprojekt finanziert, das im Berichtsjahr durch ein B2P-Team realisiert werden konnte. Die Gitovu-Brücke nördlich der ruandischen Hauptstadt Kigali ist 75 Meter lang und dient zirka 2.100 Menschen als Überquerungshilfe, wenn der Pegel des Giteri River in der Regenzeit steigt. 1
Auch 2023 wird HOCHTIEF sein Engagement fortsetzen. Dann soll auch wieder ein eigenes HOCHTIEF-Team vor Ort sein, um den Bau auszuführen. Insgesamt waren bislang mehr als 270 Mitarbeitende aus dem gesamten Konzern bei B2P-Projekten im Einsatz, die ihre Erfahrungen durchweg als sehr positiv bewerten -ein wichtiger Beitrag zur Bindung und Motivation unserer Mitarbeitenden. Die Passgenauigkeit unseres Engagements wird auch extern bestätigt: So ergibt die regelmäßige Imageanalyse eine hohe Zustimmung Dritter zu dieser Projektpartnerschaft.
1 Die Zahlen beruhen auf Angaben von B2P und
wurden von HOCHTIEF übernommen. Die Inhalte dieses
Abschnitts sind weder Bestandteil der gesetzlichen Jahres-
und Konzernabschlussprüfung noch der gesonderten
betriebswirtschaftlichen Prüfung mit begrenzter
Sicherheit durch die KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
2 Pandemiebedingt fand der für 2020
geplante Brückenbau erst im Jahr 2021 statt.
Mitglieder des ESG-Kernteams von HOCHTIEF verschönerten bei einem "Social Day" eine Kindertagesstätte in Mülheim (links). Anlässlich des jährlichen "Founder's Day" sammelte ein Team von Turner Müll am Flussufer -eine der ökologischen Initiativen des jährlich stattfindenden Freiwilligenprogramms (rechts).
Jedes Jahr feiert Turner den Tag der Unternehmensgründung mit Freiwilligeneinsätzen, bei denen sich Mitarbeitende der Baustellen und Büros in Gemeinschaftsprojekten einbringen. Sei es in Suppenküchen oder beim Hausbau, in Seniorenzentren oder in Gemeinschaftsgärten: Freiwillige engagieren sich bei lokalen und nationalen Organisationen, um dort, wo sie leben und arbeiten, etwas zu bewegen und die Gemeinden mit einzubinden. 2022 waren bei 148 Volunteer-Events insgesamt 1.668 Freiwillige aktiv. Gemeinsam leisteten sie 5.726 Stunden freiwilliger Arbeit -unter anderem, um 20.900 Mahlzeiten zu verschenken oder 3.130 Hygienesets zu packen.
Ein vielfältiges Familienprogramm ermöglichte HOCHTIEF den Besucherinnen und Besuchern des Labyrinth Kindermuseums in Berlin bei einer Themenwoche anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Museums. Das Motto der Woche: "Baut eine Stadt, wie ihr sie euch wünscht" -eine perfekte Basis für HOCHTIEF, um durch Nachwuchsarbeit einen Bildungsbeitrag zu leisten. Das Museum zählte insgesamt 7.614 große und kleine Besucherinnen und Besucher. HOCHTIEF unterstützt die Einrichtung seit Jahren immer wieder bei Ausstellungen mit Bezug zu Bauthemen.
Nach der Flutkatastrophe in Queensland und New South Wales in Australien, die mehr als 50.000 Häuser beschädigte, engagierte sich CIMIC tatkräftig: Insgesamt 300.000 australische Dollar (zirka 194.000 Euro) wurden vom Unternehmen und den Mitarbeitenden für das Rote Kreuz, die Krisenhotline Lifeline sowie das Wiederaufbauprogramm BizRebuild gespendet. Auch praktische Hilfe wurde gewährt: So half CPB Contractors mit zwei mobilen Baustellenbüros aus, als das Lifeline-Büro in Lismore überflutet wurde.
In Boulder, Colorado, nahe der Flatiron-Zentrale, wirkten Freiwillige aus dem Finanz- und Rechnungswesen im Sommer 2022 an einem Sozialbauprojekt der Organisation Habitat for Humanity mit. Die Helfer ebneten Kies ein und installierten Schutzwände in und um die Fundamente von drei Häusern.
CIMIC unterstützt die neuseeländische Organisation TupuToa, die eine bessere Inklusion von Vertretern der Maori und Pasika in die Arbeitswelt erreichen möchte. Obwohl etwa ein Viertel der Einwohner Neuseelands diesen Gruppen entstammt, sind sie in den Unternehmen kaum repräsentiert. Darum fördert CIMIC das Praktikantenprogramm von TupuToa, das Tauira den Weg in eine berufliche Laufbahn ebnen und es den Partnern ermöglichen soll, ihre Belegschaft zu diversifizieren.
Das Diversity, Inclusion & Social Committee der UGL-Niederlassung in Perth unterstützte aktiv die Sozialarbeit am King Edward Memorial Hospital in Subiaco, Western Australia. Für schwangere Mütter, die in Notsituationen aus ländlichen Gegenden in das Krankenhaus gebracht werden, wurden Sachspenden gesammelt und vor Ort dem Krankenhausteam übergeben.
Mitarbeitende der verschiedenen HOCHTIEF-Einheiten am Standort Hamburg beteiligten sich im Juni 2022 bereits zum 15. Mal am HafenCity Run für den guten Zweck: Durch die Startgebühren aller Teilnehmenden kamen mehr als 47.000 Euro zusammen, die der Hamburger Abendblatt e.V. für soziale Zwecke einsetzt.
Zum siebten Mal beteiligte sich Turner an der jährlichen Veranstaltung "Run to Home Base", einem Programm der Red Sox Foundation und des Massachusetts General Hospital, das der medizinischen Hilfe für Militärangehörige zugutekommt. Am 30. Juli nahmen insgesamt 1.887 Läuferinnen und Läufer aus 39 Bundesstaaten und drei Ländern an der Veranstaltung teil -das Turner-Team war mit 26 Sportlerinnen und Sportlern vertreten.
Erneut fördert HOCHTIEF PPP Solutions drei Studierende der RWTH Aachen im Rahmen eines "Deutschlandstipendiums". Damit werden Studierende unterstützt, die gute Leistungen im Studium zeigen und sich auch sozial engagieren.
Die Analysen von Bridges to Prosperity zeigen, dass die Fußgängerbrücken einen erheblichen Einfluss auf die Communitys haben. So finden in den Gemeinden nach dem Brückenbau durchschnittlich 59 Prozent mehr Frauen Arbeit, die Produktivität der Landwirtschaft nimmt um zirka 75 Prozent zu und die Einkommen steigen um etwa 30 Prozent.
HOCHTIEF bekennt sich zur Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und teilt die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs). Im Zusammenhang mit unserer Geschäftstätigkeit haben die unten genannten Ziele und Indikatoren besondere Relevanz für das Nachhaltigkeitsmanagement des HOCHTIEFKonzerns. Bei der Bearbeitung des im Berichtsjahr veröffentlichten Nachhaltigkeitsplans 2025 wurde diese Auswahl einmal mehr bestätigt. In dieser Übersicht zeigen wir, welchen Beitrag HOCHTIEF konkret leistet.
| ― |
aktive Förderung von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Gesundheitsangebote und Sportprogramme für Mitarbeitende |
| ― |
Bau von Gesundheitsimmobilien |
| ― |
soziales Engagement/Spenden- und Sponsoringprojekte für lokale Gemeinschaften |
| ― |
umfangreiches Weiterbildungsangebot für HOCHTIEF-Mitarbeitende |
| ― |
Bau und Betrieb von Bildungsimmobilien |
| ― |
Unterstützung akademischer Projekte/Hochschulkooperationen |
| ― |
soziales Engagement/Spenden- und Sponsoringprojekte für lokale Gemeinschaften |
| ― |
Unterstützung von Schülerinnen und Studentinnen in MINT-Fächern an Schulen und Universitäten |
| ― |
Awareness-Training gegen unbewusste Vorurteile |
| ― |
Initiativen für mehr Frauen in Führungspositionen |
| ― |
Bau von Hochwasserschutzprojekten und Wasseraufbereitungsanlagen |
| ― |
Bau von Wasserver- und -entsorgungsprojekten |
| ― |
Bau von Energieinfrastrukturprojekten |
| ― |
Bau von nachhaltigen/zertifizierten Hochbau- und Infrastrukturprojekten |
| ― |
Bau- und Betriebsleistungen für Projekte im Bereich erneuerbare Energien |
| ― |
Förderung von Betrieben, die von Frauen und Minderheiten geführt werden |
| ― |
Maßnahmen zur nachhaltigen Finanzierung |
| ― |
Initiativen zur menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht in der Lieferkette |
| ― |
Bau von nachhaltigen, zertifizierten Infrastrukturprojekten |
| ― |
Realisierung von PPP-Modellen |
| ― |
Aus- und Neubau von Verkehrsinfrastruktur und Netzausbau im Bereich Telekommunikation |
| ― |
konzernweite Digitalisierungs- und Innovationsprojekte |
| ― |
Engagement in Verbänden und Brancheninitiativen |
| ― |
Unterstützung akademischer Projekte/Hochschulkooperationen |
| ― |
Unterstützung von Mitarbeitenden in nicht selbst verschuldeten Notsituationen |
| ― |
gesellschaftliches Engagement für lokale Gemeinschaften |
| ― |
Bau von nachhaltigen, zertifizierten und resilienten Projekten |
| ― |
Bau von Kultur- und Bildungsimmobilien, öffentlichen Gebäuden und Infrastruktur für den öffentlichen Personennahverkehr |
| ― |
Realisierung von PPP-Modellen |
| ― |
gesellschaftliches Engagement/Spenden- und Sponsoringprojekte für lokale Gemeinschaften |
| ― |
Engagement in Verbänden und Brancheninitiativen |
| ― |
Nachhaltigkeit im Einkauf und in der Wertschöpfungskette |
| ― |
hohe Standards im Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz |
| ― |
Lebenszyklusmanagement |
| ― |
Zusammenarbeit mit der Ratingfirma Integrity Next |
| ― |
Nachhaltigkeit im Bauprozess und in der Wertschöpfungskette |
| ― |
Bau von Hochwasserschutzprojekten und resilienter Infrastruktur |
| ― |
Engagement in Verbänden und Brancheninitiativen |
| ― |
Förderung von Wasserschutz in der Projektarbeit |
| ― |
Maßnahmen zur Erhaltung von Biodiversität |
| ― |
Nachhaltigkeit im Bauprozess und in der Wertschöpfungskette |
| ― |
Maßnahmen zur Erhaltung von Biodiversität, z.B. Renaturierungsmaßnahmen |
| ― |
aktive Compliance-Arbeit |
| ― |
gesellschaftliches Engagement/Spenden- und Sponsoringprojekte für lokale Gemeinschaften |
| ― |
Engagement in Verbänden und Brancheninitiativen |
| ― |
aktive Beteiligung an der Initiative "Wirtschaft macht Klimaschutz" |
Die SDGs 9, 11 und 14 werden derzeit als die für HOCHTIEF bedeutendsten bewertet.
| (In Tsd. EUR) | Anhang | 2022 | 2021 |
| Umsatzerlöse | (2) | 26.219.332 | 21.377.874 |
| Bestandsveränderung der Erzeugnisse | 23.535 | 23.562 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | (3) | 501.535 | 206.217 |
| Materialaufwand | (4) | -19.921.667 | -16.116.075 |
| Personalaufwand | (5) | -4.469.761 | -3.749.819 |
| Abschreibungen | (6) | -343.813 | -314.178 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (7) | -1.499.889 | -1.041.911 |
| Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | (8) | 236.266 | 145.181 |
| Übriges Beteiligungsergebnis | (8) | 56.955 | 28.722 |
| Finanzerträge | (9) | 123.566 | 52.456 |
| Finanzaufwendungen | (9) | -248.885 | -177.047 |
| Ergebnis vor Steuern -fortgeführte Aktivitäten | 677.174 | 434.982 | |
| Ertragsteuern | (10) | -162.165 | -141.585 |
| Ergebnis nach Steuern -fortgeführte Aktivitäten | 515.009 | 293.397 | |
| davon: Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 33.235 | 85.476 | |
| davon: Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre (Konzerngewinn/-verlust) | 481.774 | 207.921 | |
| Ergebnis nach Steuern -nicht fortgeführte Aktivitäten | (1) | - | -4.479 |
| davon: Anteile ohne beherrschenden Einfluss | - | -4.479 | |
| davon: Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre (Konzerngewinn/-verlust) | - | - | |
| Ergebnis nach Steuern -insgesamt | 515.009 | 288.918 | |
| davon: Anteile ohne beherrschenden Einfluss | (11) | 33.235 | 80.997 |
| davon: Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre (Konzerngewinn/-verlust) | 481.774 | 207.921 | |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | |||
| Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie -fortgeführte Aktivitäten | 6,68 | 3,05 | |
| Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie -nicht fortgeführte Aktivitäten | - | - | |
| Ergebnis je Aktie gesamt | (32) | 6,68 | 3,05 |
| (In Tsd. EUR) | Anhang (24) | 2022 | 2021 |
| Ergebnis nach Steuern | 515.009 | 288.918 | |
| Ergebnisbestandteile, die möglicherweise in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | |||
| Unterschied aus der Währungsumrechnung | 88.608 | 153.030 | |
| Marktbewertung von Finanzinstrumenten | |||
| originär | -79.530 | 56.055 | |
| derivativ | -2.967 | 5.730 | |
| Anteil der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen von at Equity bilanzierten assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen | 266.509 | 74.142 | |
| Ergebnisbestandteile, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | |||
| Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | 150.205 | -3.818 | |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen nach Steuern | 422.825 | 285.139 | |
| Gesamtergebnis des Geschäftsjahres nach Steuern | 937.834 | 574.057 | |
| davon: Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 21.805 | 128.841 | |
| davon: Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre | 916.029 | 445.216 |
Aktiva
| (In Tsd. EUR) | Anhang | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | (12) | 1.117.271 | 1.091.132 |
| Sachanlagen | (13) | 869.519 | 818.480 |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | (14) | 32.988 | 19.474 |
| At Equity bilanzierte Finanzanlagen | (15) | 2.728.395 | 2.505.442 |
| Übrige Finanzanlagen | (16) | 611.342 | 86.638 |
| Finanzforderungen | (17) | 90.991 | 107.954 |
| Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | (18) | 252.276 | 209.925 |
| Ertragsteueransprüche | (19) | 57 | 12 |
| Latente Steuern | (20) | 383.499 | 456.196 |
| 6.086.338 | 5.295.253 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | (21) | 369.900 | 345.215 |
| Finanzforderungen | (17) | 124.635 | 101.315 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | (18) | 6.177.388 | 5.511.078 |
| Ertragsteueransprüche | (19) | 119.445 | 100.366 |
| Wertpapiere | (22) | 587.796 | 571.825 |
| Flüssige Mittel | (23) | 4.806.038 | 4.281.642 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | (1) | 28.117 | 28.369 |
| 12.213.319 | 10.939.810 | ||
| 18.299.657 | 16.235.063 | ||
|
Passiva |
|||
| (In Tsd. EUR) | Anhang | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Eigenkapital | (24) | ||
| Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre | |||
| Gezeichnetes Kapital | 198.941 | 180.856 | |
| Kapitalrücklage | 2.099.219 | 1.711.090 | |
| Gewinnrücklagen | -1.587.049 | -903.448 | |
| davon: Verrechnung eigener Aktien | 174.084 | 174.303 | |
| Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen | 111.819 | -322.436 | |
| Bilanzgewinn | 310.845 | 134.935 | |
| 1.133.775 | 800.997 | ||
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 95.674 | 284.764 | |
| 1.229.449 | 1.085.761 | ||
| Langfristige Schulden | |||
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | (26) | 258.540 | 441.373 |
| Andere Rückstellungen | (27) | 403.641 | 457.617 |
| Finanzverbindlichkeiten | (28) | 4.724.712 | 3.936.056 |
| Leasingverbindlichkeiten | (29) | 355.860 | 271.554 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | (30) | 213.534 | 254.941 |
| Latente Steuern | (20) | 66.718 | 52.485 |
| 6.023.005 | 5.414.026 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Andere Rückstellungen | (27) | 840.199 | 891.420 |
| Finanzverbindlichkeiten | (28) | 503.237 | 530.203 |
| Leasingverbindlichkeiten | (29) | 116.794 | 115.728 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | (30) | 9.458.088 | 8.071.716 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | (31) | 128.885 | 126.209 |
| Mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten verbundene Schulden | (1) | - | - |
| 11.047.203 | 9.735.276 | ||
| 18.299.657 | 16.235.063 |
| (In Tsd. EUR) | Anhang (36) | 2022 | 2021 |
| Ergebnis nach Steuern | 515.009 | 288.918 | |
| Abschreibungen/Zuschreibungen | 344.016 | 314.225 | |
| Veränderung der Rückstellungen | -167.018 | 163.073 | |
| Veränderung der latenten Steuern | 47.931 | -38.843 | |
| Ergebnis aus dem Abgang von Anlagegegenständen und kurzfristigen Wertpapieren | -28.531 | -10.085 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge sowie Ergebnisse aus Entkonsolidierungen | -117.085 | 84.226 | |
| Veränderung des Nettoumlaufvermögens | 465.479 | -415.044 | |
| Veränderung der sonstigen Bilanzposten | -8.985 | 726 | |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 1.050.816 | 387.196 | |
| Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | |||
| Betriebliche Investitionen | -187.539 | -79.237 | |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen | 23.553 | 23.688 | |
| Akquisitionen und Beteiligungen | |||
| Investitionen | -317.157 | -194.427 | |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen/Desinvestments | 73.293 | 89.117 | |
| Veränderung flüssiger Mittel aus Erst- und Entkonsolidierungen | -15.659 | -9.127 | |
| Veränderung der Wertpapiere und Finanzforderungen | -61.079 | -50.013 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -484.588 | -219.999 | |
| Einzahlung aus der Kapitalerhöhung | 406.214 | - | |
| Einzahlungen aus dem Verkauf eigener Aktien | 184 | 376 | |
| Auszahlungen aus dem Rückkauf eigener Aktien | - | -4.952 | |
| Einzahlungen in das Eigenkapital durch Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 86 | 8.363 | |
| Auszahlungen für den Erwerb von zusätzlichen Anteilen an Tochterunternehmen | -985.695 | -9.869 | |
| Dividenden an HOCHTIEF-Aktionäre und an Anteile ohne beherrschenden Einfluss | -161.821 | -319.333 | |
| Sonstige Finanzierungsvorgänge | -25.625 | -53.563 | |
| Aufnahme von Finanzschulden | 3.054.920 | 2.050.774 | |
| Tilgung von Finanzschulden | -2.297.850 | -2.586.997 | |
| Tilgung von Leasingschulden | -157.615 | -159.924 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -167.202 | -1.075.125 | |
| Zahlungswirksame Veränderungen der flüssigen Mittel | 399.026 | -907.928 | |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf die flüssigen Mittel | 125.370 | 224.978 | |
| Veränderung der flüssigen Mittel insgesamt | 524.396 | -682.950 | |
| Flüssige Mittel zum Jahresanfang | 4.281.642 | 4.964.592 | |
| davon: zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | - | 14.693 | |
| davon: flüssige Mittel laut Konzernbilanz | 4.281.642 | 4.949.899 | |
| Flüssige Mittel zum Jahresende | 4.806.038 | 4.281.642 | |
| davon: zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | - | - | |
| davon: flüssige Mittel laut Konzernbilanz | 4.806.038 | 4.281.642 |
| Anhang (24) | Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen | |||
| (In Tsd. EUR) | Gezeichnetes Kapital HOCHTIEF Aktiengesellschaft | Kapitalrücklage HOCHTIEF Aktiengesellschaft | Gewinnrücklagen | Neubewertung von leistungsorientierten Plänen |
| Stand 1.1.2021 | 180.856 | 1.711.057 | -940.217 | -385.257 |
| Dividenden | - | - | - | - |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | - | - |
| Veränderung aus Währungsumrechnung und Marktbewertung von Finanzinstrumenten | - | - | - | - |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | -3.818 | |||
| Gesamtergebnis | - | - | - | -3.818 |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | - | - | 82.651 | - |
| Übrige neutrale Veränderungen * | - | 33 | -45.882 | - |
| Stand 31.12.2021 | 180.856 | 1.711.090 | -903.448 | -389.075 |
| Stand 1.1.2022 | 180.856 | 1.711.090 | -903.448 | -389.075 |
| Dividenden | - | - | - | - |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | - | - |
| Veränderung aus Währungsumrechnung und Marktbewertung von Finanzinstrumenten | - | - | - | - |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | - | - | - | 150.205 |
| Gesamtergebnis | - | - | - | 150.205 |
| Kapitalerhöhung | 18.085 | 388.129 | - | - |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | - | - | 175.753 | - |
| Übrige neutrale Veränderungen *** | - | - | -859.354 | - |
| Stand 31.12.2022 | 198.941 | 2.099.219 | -1.587.049 | -238.870 |
| Anhang (24) | Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen | |
| (In Tsd. EUR) | Unterschied aus der Währungsumrechnung | Marktbewertung von Finanzinstrumenten |
| Stand 1.1.2021 | -49.178 | -125.296 |
| Dividenden | - | - |
| Ergebnis nach Steuern | - | - |
| Veränderung aus Währungsumrechnung und Marktbewertung von Finanzinstrumenten | 115.832 | 125.281 |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | ||
| Gesamtergebnis | 115.832 | 125.281 |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | - | - |
| Übrige neutrale Veränderungen * | - | - |
| Stand 31.12.2021 | 66.654 | -15 |
| Stand 1.1.2022 | 66.654 | -15 |
| Dividenden | - | - |
| Ergebnis nach Steuern | - | - |
| Veränderung aus Währungsumrechnung und Marktbewertung von Finanzinstrumenten | 100.379 | 183.671 |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | - | - |
| Gesamtergebnis | 100.379 | 183.671 |
| Kapitalerhöhung | - | - |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | - | - |
| Übrige neutrale Veränderungen *** | - | - |
| Stand 31.12.2022 | 167.033 | 183.656 |
| Anhang (24) | ||||
| (In Tsd. EUR) | Bilanzgewinn | Anteile der HOCHTIEF Aktionäre | Anteile ohne beherrschenden Einfluss | Summe |
| Stand 1.1.2021 | 277.642 | 669.607 | 293.012 | 962.619 |
| Dividenden | -267.977 | -267.977 | -164.729 | -432.706 |
| Ergebnis nach Steuern | 207.921 | 207.921 | 80.997 | 288.918 |
| Veränderung aus Währungsumrechnung und Marktbewertung von Finanzinstrumenten | - | 241.113 | 47.844 | 288.957 |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | -3.818 | -3.818 | ||
| Gesamtergebnis | 207.921 | 445.216 | 128.841 | 574.057 |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | -82.651 | - | - | - |
| Übrige neutrale Veränderungen * | - | -45.849 | 27.640 | -18.209 |
| Stand 31.12.2021 | 134.935 | 800.997 | 284.764 | 1.085.761 |
| Stand 1.1.2022 | 134.935 | 800.997 | 284.764 | 1.085.761 |
| Dividenden | -130.111 | -130.111 | -34.204 | -164.315 |
| Ergebnis nach Steuern | 481.774 | 481.774 | 33.235 | 515.009 |
| Veränderung aus Währungsumrechnung und Marktbewertung von Finanzinstrumenten | - | 284.050 | -11.430 | 272.620 |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | - | 150.205 | - | 150.205 |
| Gesamtergebnis | 481.774 | 916.029 | 21.805 | 937.834 |
| Kapitalerhöhung | - | 406.214 | - | 406.214 |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | -175.753 | - | - | - |
| Übrige neutrale Veränderungen *** | - | -859.354 | -176.691 | -1.036.045 |
| Stand 31.12.2022 | 310.845 | 1.133.775 | 95.674 | 1.229.449 |
* Die übrigen neutralen Veränderungen
entfallen mit 0 Tsd. Euro (Vorjahr -4.952 Tsd. Euro) auf
den Erwerb eigener Aktien durch die HOCHTIEF
Aktiengesellschaft.
** Aus der Anteilsaufstockung bei unserer
Tochter CIMIC ergab sich eine Reduktion der
nicht-beherrschten Anteile um 128 Mio. Euro. Der
Differenzbetrag zum Kaufpreis in Höhe von 985 Mio.
Euro für diese Anteile wurde in Höhe von 857 Mio.
Euro erfolgsneutral gegen die Gewinnrücklagen erfasst.
Die direkt im Eigenkapital berücksichtigen
Transaktionkosten belaufen sich auf 9 Mio. Euro.
Der Konzernabschluss wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Bilanzierung im Vorjahr erfolgte nach denselben Grundsätzen.
Neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Gesamtergebnisrechnung, der Bilanz und der Kapitalflussrechnung wird die Entwicklung des Eigenkapitals dargestellt. Die Anhangangaben beinhalten zudem eine Segmentberichterstattung.
Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt.
Als eigenständiger börsennotierter Konzern veröffentlicht die HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, Deutschland, Amtsgericht Essen, Handelsregisternummer HRB 279, ihren Konzernabschluss, der gleichzeitig in den Konzernabschluss der ACS Actividades de Construcción y Servicios, S.A., Madrid, Spanien, (ACS) einbezogen wird. Der Konzernabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft wird im Bundesanzeiger, der Konzernabschluss von ACS im Verzeichnis der Comisión Nacional del Mercado de Valores veröffentlicht.
Der vorliegende Abschluss umfasst das Geschäftsjahr 2022 auf Basis der Berichtsperiode vom 1. Januar bis zum 31. Dezember des Jahres.
Der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat diesen Abschluss am 21. Februar 2023 zur Veröffentlichung freigegeben. Die Billigung wird in der Aufsichtsratssitzung am 23. Februar 2023 erfolgen.
Im Kontext der Covid-19-Pandemie haben hohe Impfquoten und bestehende Impfmanagementprogramme im Jahresverlauf eine Rückkehr zu einem normaleren Wirtschaftsleben ermöglicht. Dies ist positiv und hat zu einer Verringerung der Covid-19-bedingten Risikofaktoren geführt. Dennoch sind zukünftige wirtschaftliche Beeinträchtigungen in Anbetracht des wieder stark zunehmenden internationalen Reiseverkehrs und des Auftretens möglicher neuer Virusvarianten nicht auszuschließen.
Darüber hinaus steht die gesamte Branche nach wie vor unter Inflationsdruck, welcher sich durch den Einmarsch Russlands in die Ukraine noch weiter erhöht hat. Der Konzern setzt hier auf Risikominimierung durch gezielte Einbindung seiner bestehenden Lieferketten, Verträge zur Vorabbeschaffung und Hedging von Finanzpositionen.
Trotz aller Unsicherheiten ist der Ausblick für die Kernmärkte des Konzerns angesichts hoher Auftragsbestände weiterhin positiv. Der Konzern beobachtet fortlaufend die Covid-19-Entwicklung und damit verbundene makroökonomische Risikofaktoren und berücksichtigt mögliche Auswirkungen auf Liquiditätsbeurteilungen, die Bewertung von Vermögenswerten und die Prognose von Vertragskosten.
HOCHTIEF berücksichtigt in seiner Geschäftstätigkeit Kriterien aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance (ESG) und insbesondere die sich aus dem Klimawandel ergebenden Chancen und Risiken. ESG-Kriterien fließen in die Unternehmensführung und -strategie, die Risikosteuerung sowie die Festlegung von Kennzahlen und Zielen und die Erfolgsmessung ein. HOCHTIEF bekennt sich zum nachhaltigen Wirtschaften. Eine ausführliche Darstellung der ESG-Performance und der in diesem Bereich erzielten Fortschritte findet sich im Nachhaltigkeitsbericht, der Teil des vorliegenden Konzernberichts ist.
Die möglichen Auswirkungen von ESG-Faktoren - und insbesondere des Klimawandels -sind im Konzernbericht berücksichtigt. Diese umfassen unter anderem mögliche Einflüsse auf den erwarteten Cashflow, der sich aus dem Bau/PPP- und Construction-Management-/Servicegeschäft des Konzerns ergibt. Wir weisen darauf hin, dass HOCHTIEF vor allem als Bau- und Serviceunternehmen tätig ist und mit Ausnahme einiger Beteiligungen an PPP-Infrastruktur nicht als langfristiger Eigentümer realisierter Projekte agiert.
In den Konzernabschluss einbezogen sind neben der HOCHTIEF Aktiengesellschaft grundsätzlich alle in- und ausländischen Tochterunternehmen, die die HOCHTIEF Aktiengesellschaft unmittelbar oder mittelbar beherrscht. Beherrschung liegt grundsätzlich vor, wenn der HOCHTIEF Aktiengesellschaft die Stimmrechtsmehrheit bei einem Unternehmen zusteht. Dies geht regelmäßig einher mit einer Anteilsmehrheit. Des Weiteren werden neun Unternehmen (Vorjahr 10 Unternehmen) aufgrund vertraglicher Bestimmungen vollkonsolidiert. Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Sofern die HOCHTIEF Aktiengesellschaft bei Unternehmen über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt, mit den anderen Anteilseignern vertraglich jedoch eine gemeinschaftliche Führung vereinbart wurde, werden diese Unternehmen ebenfalls nach der Equity-Methode einbezogen, sofern diese nicht als gemeinschaftliche Tätigkeit klassifiziert sind.
Soweit Anteile an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen aus Konzernsicht insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind, werden sie nicht konsolidiert und gemäß IFRS 9 bewertet.
Einige in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen machen von Teilen der Befreiungsvorschriften der §§ 264 Abs. 3 beziehungsweise 264b HGB Gebrauch. Eine Liste der diese Befreiungsregelungen in Anspruch nehmenden Gesellschaften findet sich in der Anhangangabe Nr. 42.
Zum 31. Dezember 2022 wurden neben der HOCHTIEF Aktiengesellschaft insgesamt 40 inländische und 325 ausländische Tochterunternehmen sowie vier Spezialfonds im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Die Anzahl der konsolidierten Unternehmen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 12 Gesellschaften erhöht, die Anzahl der konsolidierten Spezialfonds ist unverändert geblieben. Im Inland wurden im Berichtsjahr drei und im Ausland 36 Gesellschaften erstmals konsolidiert. Die Zugänge entfallen auf die Divisions HOCHTIEF Americas (20) , HOCHTIEF Asia Pacific (16) und HOCHTIEF Europe (3). Acht inländische sowie 19 ausländische Gesellschaften sind aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Die Abgänge betreffen die Divisions HOCHTIEF Asia Pacific (13), HOCHTIEF Europe (8) und HOCHTIEF Americas (6). Erst- beziehungsweise Entkonsolidierungen erfolgen grundsätzlich zum Zeitpunkt des Anteilserwerbs beziehungsweise der Anteilsveräußerung.
30 Tochterunternehmen von insgesamt untergeordneter Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns wurden nicht konsolidiert (Vorjahr 36 Tochterunternehmen). Ihr Umsatz machte zusammen weniger als ein Prozent des Konzernumsatzes aus.
Nach der Equity-Methode wurden zwölf inländische und 82 ausländische Unternehmen einbezogen. Per Saldo hat sich die Anzahl um sieben Gesellschaften vermindert. Den Zugängen von sieben Unternehmen stehen 14 Abgänge gegenüber. Die Zugänge entfallen auf die Divisions HOCHTIEF Asia Pacific (6) und HOCHTIEF Americas (1). Die Abgänge betreffen die Divisions HOCHTIEF Americas (6), HOCHTIEF Asia Pacific (6) und HOCHTIEF Europe (2). Wegen ihrer insgesamt untergeordneten Bedeutung wurde bei neun Unternehmen auf die Einbeziehung in den Konzernabschluss auf Basis der Equity-Methode verzichtet.
Zudem werden insgesamt 101 gemeinschaftliche Tätigkeiten anteilig in den Konzernabschluss einbezogen. Sie entfallen auf die Divisions HOCHTIEF Asia Pacific (63), HOCHTIEF Americas (37) und HOCHTIEF Europe (1) (Vorjahr 92 gemeinschaftliche Tätigkeiten).
HOCHTIEF stimmte am 23. Februar 2022 einem bedingungslosen und endgültigen außerbörslichen Übernahmeangebot zum Erwerb aller CIMIC-Aktien, die von den Streubesitzaktionären von CIMIC gehalten wurden, gegen Zahlung von 22 australischen Dollar in bar je Aktie zu. Mit dem Versand der Angebotsunterlagen an die Streubesitzaktionäre am 10. März 2022 begann die offizielle Angebotsperiode. Sie endete ursprünglich zum 11. April 2022, wurde jedoch an diesem Tag bis zum 26. April 2022 verlängert. Am 26. April 2022 erweiterte HOCHTIEF die Angebotsperiode erneut bis zum 10. Mai 2022. Durch die Annahme des Angebots hat HOCHTIEF gemäß den Angebotsbedingungen den Anspruch auf alle Rechte, die mit diesen CIMIC-Aktien verbunden sind, einschließlich des Betrags aller Dividenden, die von CIMIC nach der Angebotsankündigung erklärt oder gezahlt werden.
HOCHTIEF hatte am 22. April 2022 die gesetzliche Schwelle für den anschließenden zwangsweisen Erwerb (Squeezeout) der Anteile der verbleibenden Streubesitzaktionäre überschritten. Am 29. April 2022 wurde daraufhin das Verfahren zum zwangsweisen Erwerb der verbleibenden CIMIC-Aktien eingeleitet, das mit dem Kauf der letzten Aktien am 10. Juni 2022 und einer Beteiligungsquote an CIMIC von 100 Prozent endete (31. Dezember 2021: 78,58 Prozent).
Der Betrag der Bargegenleistung, den HOCHTIEF im Rahmen des Angebots gezahlt hat, beläuft sich auf 1,5 Mrd. australische Dollar. Umgerechnet zum jeweiligen Stichtagskurs der Aktienzukäufe ergibt sich daraus ein Betrag von 985 Mio. Euro (940 Mio. Euro, basierend auf dem durchschnittlichen Sicherungskurs), der das Eigenkapital vermindert -davon enfallend auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss: 149 Mio. Euro. Zur Finanzierung hatte HOCHTIEF eine Transaktionsfazilität mit einem Bankenkonsortium in Höhe von bis zu 1 Mrd. Euro abgeschlossen. Der Vorstand beschloss am 8. Juni 2022 die Ausgabe von 7.064.593 neuen Aktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft aus dem genehmigten Kapital II gegen Bareinlagen und unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre. Dem stimmte der Aufsichtsrat gleichtägig am 8. Juni 2022 zu. Die neuen Aktien wurden mit Gewinnberechtigung ab dem 1. Januar 2022 ausgegeben. Nach Durchführung eines beschleunigten Platzierungsverfahrens ("Accelerated Bookbuilding") setzte der Vorstand der Gesellschaft den Platzierungspreis der neuen Aktien auf 57,50 Euro fest. Damit unterschritt der Platzierungspreis den Börsenkurs der Aktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft am 8. Juni 2022 in Höhe von 60,48 Euro nicht wesentlich. Der Erlös der Kapitalerhöhung in Höhe von 406,2 Mio. Euro wurde zur Stärkung der Eigenkapitalbasis verwendet, indem ein Teil der für die vollständige Übernahme von CIMIC aufgenommenen Finanzierung zum 17. Juni 2022 zurückgeführt wurde. Die Kapitalerhöhung wurde am 10. Juni 2022 durch Eintragung im Handelsregister wirksam. Das Grundkapital der Gesellschaft ist nach Ausgabe der neuen Aktien in 77.711.300 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt und beträgt 198.940.928,00 Euro. Der auf die einzelne Aktie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals beträgt 2,56 Euro.
Am 2. Mai 2022 hat HOCHTIEF über seine hundertprozentige Tochtergesellschaft UGL Operations and Maintenance (Services) Pty Ltd 100 Prozent an der Logistic Engineering Services Pty Ltd ("LES") für einen Kaufpreis von 5,3 Mio. Euro in bar erworben. LES ist ein australisches Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen, das sich auf die Entwicklung und Lieferung integrierter Logistiklösungen, Software und Schulungen für komplette Projektlebenszyklen spezialisiert hat.
Am 1. Juli 2022 erwarb HOCHTIEF über seine hundertprozentige Tochtergesellschaft Sedgman Pty Ltd 100 Prozent an der Onyx Projects Pty Ltd ("Onyx"). Onyx ist ein Projektmanagement- und Engineering-Unternehmen mit Sitz in Perth, Australien. Das Unternehmen bietet Engineering-Leistungen bei Greenfield- und Brownfield-Projekten für die Eisenerzindustrie, mit einem Fokus auf unterschiedlichen Aspekten -von nachhaltigem Kapital bis hin zu großen Greenfield-Entwicklungsprojekten, an. Der Kaufpreis belief sich auf 8,8 Mio. Euro in bar, wovon 2,2 Mio. Euro zurückbehalten wurden. Im Anschluss an den Erwerb wurden 0,7 Mio. Euro des zurückbehaltenen Betrags in Höhe von 2,2 Mio. Euro gezahlt.
Am 27. Oktober 2022 erwarb HOCHTIEF über seine hundertprozentige Tochtergesellschaft Leighton Asia Pty Ltd 100 Prozent an der Ecco Engineering Company Ltd ("Ecco"). Ecco ist ein Engineering-Unternehmen mit Sitz in Hongkong, das Wasserinfrastruktur-Dienstleistungen, primär im Bereich Abwasserbehandlung, anbietet. Der Kaufpreis betrug 3,0 Mio. Euro in bar, wovon 0,7 Mio. Euro zurückbehalten wurden. Im Anschluss an den Erwerb wurden 0 Mio. Euro des zurückbehaltenen Betrags in Höhe von 0,7 Mio. Euro gezahlt.
Die Vollkonsolidierung der drei zuvor genannten Unternehmen hatte keinen signifikanten Einfluss auf den Konzernabschluss 2022. Der gemäß IFRS 3 aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert aufgrund dieser drei Akquisitionen beträgt 12,5 Mio. Euro.
Im Vorjahr, am 24. Mai 2021, gab die CIMIC Residential Investments Pty Ltd ("CRI"), ein beherrschtes Unternehmen innerhalb des Konzerns, die Absicht bekannt, die bisher nicht gehaltenen, nicht beherrschenden Anteile an Devine Ltd ("Devine") zu einem Preis von 0,24 australischen Dollar pro Aktie im Rahmen eines außerbörslichen, unkonditionierten Übernahmeangebots erwerben zu wollen. Am 9. Juli 2021 erhöhte CRI ihre Beteiligung an Devine auf 90 Prozent und übte das Recht auf obligatorischen Erwerb der verbleibenden Anteile an Devine aus. Der Kaufpreis belief sich auf insgesamt 15,6 Mio. australische Dollar (9,9 Mio. Euro). Der Erwerb wurde gemäß IFRS 10 als Transaktion mit Anteilseignern erfasst. Die zuvor aufgelaufenen, auf die nicht beherrschenden Anteile entfallenden Verluste in Höhe von 43,8 Mio. Euro wurden den Eigentümern der Muttergesellschaft zugewiesen.
Um dem Anschein eines Interessenkonflikts mit anderen Konzerngesellschaften vorzubeugen, beschloss CIMIC am 31. März 2022, bis zunächst September 2023, seine nominierten Mitglieder aus dem Board of Directors der Ventia Services Group Ltd ("Ventia") abzuberufen und auf bestimmte wesentliche Rechte in Bezug auf die Nominierung von Boardmitgliedern, die Ernennung des CEO von Ventia und die Abstimmung über die Wahl, Wiederwahl, Ernennung oder Abberufung von Board-Mitgliedern zu verzichten. Zudem hat sich CIMIC bereit erklärt, seine Stimmrechte bei bestimmten Beschlüssen auf Ventia-Aktionärsversammlungen nicht auszuüben, behält jedoch das Recht zur Abstimmung bei Angelegenheiten rund um Aktienrechte, Eigentumsverhältnisse und Beschlüsse, die den wirtschaftlichen Wert seiner Beteiligung an Ventia beeinträchtigen könnten, bei. CIMIC hat entsprechend der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns keinen maßgeblichen Einfluss mehr auf seine Beteiligung an Ventia. Die Beteiligung wurde von einem assoziierten Unternehmen gemäß IAS 28 in eine zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertete übrige Finanzanlage gemäß IFRS 9 (Stufe 1) umgegliedert. Dies hat zu einem zahlungsunwirksamen, einmaligen Gewinn von 338,3 Mio. Euro geführt, der in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wird.
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte in Höhe von 28,1 Mio. Euro (Vorjahr 28,4 Mio. Euro) beziehen sich auf die 15-prozentige Konzernbeteiligung an der Wellington Gateway Partnership No.1 Limited und der Wellington Gateway General Partner No.1 Limited mit Sitz in Neuseeland, wobei die Bedingungen des Verkaufs vorbehaltlich der Finalisierung vereinbart wurden. Die Beteiligung wird weiterhin als zur Veräußerung gehalten eingestuft, da der Verkauf angesichts der von den Parteien fortgesetzten Erfüllung der Vorbedingungen voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten realisiert wird.
Im Vorjahreswert war die Beteiligung an BICC mit einem Buchwert von 0 Euro berücksichtigt. CIMIC hatte am 15. Februar 2021 die Unterzeichnung eines Kaufvertrags mit SALD Investment LLC ("SALD") über den Verkauf der von CIMIC gehaltenen Beteiligung im Mittleren Osten bekannt gegeben. Demnach erwirbt SALD, eine privatwirtschaftliche Investmentgesellschaft mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten, die 45-prozentige CIMIC-Beteiligung an BICC zu einem Nominalbetrag (1 AED (weniger als 1 EUR)). Der Kaufvertrag betrifft alle Beteiligungen von CIMIC im Mittleren Osten und führt dazu, dass sich alle Unternehmensteile des BICC Konzerns in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Katar, in Oman und in Saudi-Arabien im Eigentum von SALD befinden. Darüber hinaus betrifft der Kaufvertrag die Leighton Services UAE Co LLC ("LSUAE"), einem nicht zum BICC Konzern gehörenden Unternehmen im Mittleren Osten.
Im Rahmen des Kaufvertrags wurde SALD mit Vollmachten ausgestattet, die ihr die vorzeitige Führung von BICC während des Zeitraums der formellen Übertragung der Beteiligungen der einzelnen BICC Unternehmen auf SALD erlaubte. Im Rahmen dieser Vollmachten bestellte SALD seine eigenen Mitglieder in den Board of Directors von BICC und löste damit die Vertreter von CIMIC ab. Aufgrund des Beherrschungsverlustes wurde BICC bereits im ersten Quartal des Vorjahres als vollkonsolidiertes Unternehmen aus dem Konzernabschluss entkonsolidiert.
Die Transaktion umfasste mehrere Schritte, darunter die Übertragung der Verfügungsgewalt über die Geschäftstätigkeiten und die anschließende formelle Übertragung der Anteile von Unternehmen des BICC Konzerns auf SALD. In dem am 31. Dezember 2021 abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Anteile von fünf Tochtergesellschaften von BICC auf SALD formell übertragen, darunter die Anteile der beiden operativen Gesellschaften in Katar.
Am 9. Juli 2022 übertrug CIMIC auch formell die Anteile des Unternehmens, das die 45-prozentige CIMIC-Beteiligung des BICC Konzerns hielt, auf SALD. Am 13. Oktober 2022 wurden die Anteile der LSUAE auf SALD formell übertragen. Die Übertragung eines treuhänderisch gehaltenen Minderheitsanteils an einem von BICC beherrschten Unternehmen auf SALD stand zum 31. Dezember 2022 noch aus und wurde für dieses letzte Unternehmen am 1. Februar 2023 abgeschlossen. Alle Entscheidungsbefugnisse und wirtschaftlichen Rechte in Bezug auf dieses Unternehmen lagen bereits vor Closing der Transaktion bei BICC und letztlich bei SALD. CIMIC hat alle Rechte an seinen Beteiligungen im Mittleren Osten an SALD veräußert. Die Anteilsübertragungen sind endgültig. Somit ist die nicht beherrschende 45-prozentige Beteiligung des Konzerns an BICC veräußert und wird zum 31. Dezember 2022 nicht mehr als zur Veräußerung gehaltener Vermögenswert ausgewiesen.
Im Rahmen der Verkaufsvereinbarung verpflichtete sich CIMIC zur Zahlung eines bestimmten Betrags an BICC und SALD unter der Voraussetzung, dass BICC und SALD bestimmte Verpflichtungen erfüllen und CIMIC im Gegenzug aus bestimmten zurückbehaltenen Garantieverpflichtungen entlassen wird. Alle Beträge, einschließlich der zurückbehaltenen Garantieverpflichtungen, waren vollständig passiviert; CIMIC hat sein finanzielles Engagement im Mittleren Osten seit der Vereinbarung des Verkaufs nicht erhöht. Im Geschäftsjahr 2022 wurden im Zusammenhang mit der Verkaufsvereinbarung 38,9 Mio. australische Dollar (25,6 Mio. Euro)(Vorjahr 84,5 Mio. australische Dollar (53,5 Mio. Euro)) gezahlt, die zum 31. Dezember 2019 bereits passiviert waren. Die zum 31. Dezember 2022 noch ausstehende und unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesene Verbindlichkeit im Zusammenhang mit der Verkaufsvereinbarung beträgt 33,7 Mio. australische Dollar (21,5 Mio. Euro).
Das frühere Tochterunternehmen BICC (Division: HOCHTIEF Asia Pacific), welches gemäß IFRS 5 als nicht fortgeführte Aktivität klassifiziert war, wurde im Vorjahr aufgrund des Beherrschungsverlusts entkonsolidiert. Die Vorjahrserträge und -aufwendungen sowie die Vorjahrescashflows aus den zum 15. Februar 2021 veräußerten BICC Unternehmen stellen sich wie folgt dar:
| (In Mio. EUR) | 01.01.-14.02.2021 |
| Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten | |
| Umsatzerlöse | 10 |
| Laufende Aufwendungen | -14 |
| Ergebnis vor und nach Steuern -nicht fortgeführte Aktivitäten * | -4 |
| Cashflows aus nicht fortgeführten Aktivitäten | |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -18 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -11 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 14 |
| Cashflow aus nicht fortgeführten Aktivitäten | -15 |
Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Unternehmen werden nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Alle Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Dementsprechend erfolgt die Kapitalkonsolidierung im Erwerbszeitpunkt durch Verrechnung der Kaufpreise mit dem neu bewerteten Nettovermögen des jeweiligen Tochterunternehmens. Im Zusammenhang mit dem Erwerb angefallene Transaktionskosten werden direkt als Aufwand erfasst. Die ansatzfähigen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des jeweiligen Tochterunternehmens werden dabei mit ihren vollen beizulegenden Zeitwerten angesetzt, unabhängig von der Höhe eines eventuellen Minderheitenanteils. Die Bewertung der nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen erfolgt entsprechend dem Wahlrecht im IFRS 3 zum Erwerbszeitpunkt entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil der gegenwärtigen Eigentumsinstrumente an den für das identifizierbare Nettovermögen des erworbenen Unternehmens angesetzten Beträgen. Immaterielle Vermögenswerte sind gesondert vom Geschäfts- oder Firmenwert zu bilanzieren, wenn sie vom Unternehmen trennbar sind oder sich aus einem vertraglichen oder einem anderen Recht ergeben. Verbleibende aktive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte aktiviert. Aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einmal jährlich sowie zusätzlich bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine mögliche Wertminderung des Buchwerts hindeuten, einem Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 unterzogen. Negative Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung werden im Zeitpunkt ihrer Entstehung ertragswirksam erfasst. Im Rahmen der Entkonsolidierung einer Gesellschaft wird ein anteiliger Geschäfts- oder Firmenwert der veräußernden Division bei der Berechnung des Abgangserfolgs berücksichtigt.
Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Zwischenergebnisse werden herausgerechnet, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. In Einzelabschlüssen vorgenommene Wertminderungen auf Anteile an einbezogenen Unternehmen werden zurückgenommen.
Die at Equity bilanzierten Finanzanlagen umfassen sowohl die assoziierten Unternehmen als auch die Gemeinschaftsunternehmen des Konzerns. Ein verbleibender Unterschiedsbetrag ist als Geschäfts- oder Firmenwert im Beteiligungsansatz enthalten. Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Anwendung der Equity-Methode werden ebenfalls nicht planmäßig abgeschrieben. Wertminderungen des Equity-Buchwerts werden in den Gewinn- und Verlustanteilen an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, ausgewiesen. Die Abschlüsse aller nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen werden nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.
Für die Währungsumrechnung der wesentlichen ausländischen Konzerngesellschaften wurden folgende Wechselkurse zugrunde gelegt:
| Jahresdurchschnitt | Bilanzstichtag | |||
| (In EUR) | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 |
| 1 US-Dollar (USD) | 0,95 | 0,85 | 0,94 | 0,88 |
| 1 australischer Dollar (AUD) | 0,66 | 0,63 | 0,64 | 0,64 |
| 1 britisches Pfund (GBP) | 1,17 | 1,16 | 1,13 | 1,19 |
| 100 polnische Zloty (PLN) | 21,34 | 21,87 | 21,36 | 21,75 |
| 100 tschechische Kronen (CZK) | 4,07 | 3,90 | 4,15 | 4,02 |
| 100 chilenische Pesos (CLP) | 0,11 | 0,11 | 0,11 | 0,10 |
In den Einzelabschlüssen der Gesellschaften werden Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Tagesmittelkurs zum Zeitpunkt der Ersteinbuchung bewertet. Bis zum Bilanzstichtag eingetretene Kursgewinne und -verluste aus der Bewertung monetärer Aktiva und Passiva in fremder Währung werden zu Tagesmittelkursen am Bilanzstichtag ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise Aufwendungen berücksichtigt. Sofern es sich um Währungsumrechnungsdifferenzen handelt, die sich aus einer Nettoinvestition in eine ausländische Gesellschaft ergeben, werden sie bis zur Veräußerung der Gesellschaft in den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen erfasst. Hierzu zählen beispielsweise in Fremdwährung notierte Forderungen gegenüber vollkonsolidierten Konzerngesellschaften, deren Rückzahlung in absehbarer Zeit weder geplant noch wahrscheinlich ist und die damit Eigenkapitalcharakter aufweisen.
Als Umrechnungsverfahren für die Abschlüsse ausländischer Gesellschaften wird die funktionale Währungsumrechnung angewendet. Im Konzernabschluss erfolgt die Umrechnung der Bilanzposten aller ausländischen Gesellschaften von der jeweiligen Landeswährung in Euro entsprechend den amtlichen Vorschriften zu Tagesmittelkursen am Bilanzstichtag, da die in den Konzernabschluss einbezogenen Auslandsgesellschaften ihr Geschäft selbstständig in ihrer Landeswährung betreiben. Bei der Umrechnung der Eigenkapitalfortschreibung von ausländischen Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, wird entsprechend vorgegangen. Differenzen gegenüber der Vorjahresumrechnung werden in den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen erfasst und erst bei Veräußerung der Beteiligung erfolgswirksam realisiert. Geschäfts- oder Firmenwerte werden als Vermögenswerte der wirtschaftlich selbstständigen ausländischen Teileinheit mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Die Umrechnung von Aufwands- und Ertragsposten erfolgt mit Jahresdurchschnittskursen.
Umsatzerlöse werden im HOCHTIEF-Konzern nach Abzug von Umsatzsteuer und anderen Steuern sowie gekürzt um erwartete Erlösminderungen, wie Skonti, Boni und Rabatte, ausgewiesen. Umsatzerlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen sowie Construction-Management- und Serviceverträgen werden in Übereinstimmung mit den nachfolgend genannten Regelungen vereinnahmt.
Die Ausgestaltung von kundenspezifischen Fertigungsaufträgen basiert im HOCHTIEF-Konzern hauptsächlich auf Projekten (Verträgen) mit nur einer Leistungsverpflichtung. Im Allgemeinen beinhalten Verträge verschiedene miteinander verbundene Aktivitäten, die im Rahmen des Bauprozesses erforderlich sind. Die erbrachte Leistung einschließlich des anteiligen Ergebnisses wird in der Regel zeitraumbezogen in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Der Projektfortschritt wird im Wesentlichen mithilfe der inputbasierten Methode (Cost-to-Cost-Methode) ermittelt.
In Abhängigkeit vom Verhältnis zwischen der Leistungserbringung des HOCHTIEF-Konzerns und der Zahlung des Kunden erfolgt der Ausweis der Aufträge als Vertragsvermögenswert unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder als Vertragsverbindlichkeit unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Soweit die kumulierte Vertragsleistung (Auftragskosten und Auftragsergebnis) die Anzahlungen im Einzelfall übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den Vertragsvermögenswerten. Verbleibt nach Abzug der Anzahlung ein negativer Saldo, wird dieser als Verpflichtung aus Fertigungsaufträgen passivisch unter den Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesen. Die saldierte Darstellung erfolgt dabei auf projektbezogener Ebene. Vertragsvermögenswerte werden innerhalb eines Geschäftszyklus des HOCHTIEF-Konzerns realisiert. Daher erfolgt ihr Ausweis gemäß IAS 1 unter den kurzfristigen Vermögenswerten, auch wenn sich die Realisierung der gesamten Forderung beziehungsweise die Durchführung eines Fertigungsauftrags über einen längeren Zeitraum als ein Jahr erstreckt. Bereits in Rechnung gestellte Teilleistungen werden als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bilanziert.
Als Auftragserlöse werden vertragliche Erlöse sowie Vertragsmodifikationen in Übereinstimmung mit IFRS 15 angesetzt. Derartige Modifikationen umfassen auch Nachträge, die im Rahmen der Umsatzerlöse Berücksichtigung finden, soweit durchsetzbare Ansprüche gegeben sind. Nachträge können in branchenüblichen Vertragsklauseln zum Anspruch auf Vergütung für eine eigenmächtige, aber notwendige Leistungserbringung bestehen (beispielweise bei unvorhergesehenen Ereignissen) oder zum Anspruch auf Mehrkostenerstattung bei Verschuldung durch den Auftraggeber (beispielsweise bei Störungen im Bauablauf). Durchsetzbare Ansprüche sind entweder durch den Kunden ausdrücklich anerkannt oder es erfolgt eine Einschätzung darüber, ob eine Anspruchsgrundlage gegenüber dem Kunden besteht. Sofern die Beurteilung ermessensbehaftet erfolgt, wird der dadurch gerechtfertigte Mehrerlös geschätzt. Bei der Ermittlung derartiger Erlöse werden die Grundsätze für die Bilanzierung von Verträgen mit variabler Gegenleistung angewendet. Ein erfahrungsbasiert ermittelter Erwartungswert, der bereits zukünftige Preisnachlässe/Rabatte berücksichtigt, wird zusätzlich durch die Regeln zur Berücksichtigung von Beschränkungen auf einen Betrag gekürzt, für den hochwahrscheinlich davon ausgegangen werden kann, dass es zu keiner signifikanten Stornierung kommt. Werden Änderungen der Vertragsgestaltung oder der Vertragsbedingungen vereinbart, erfolgt eine entsprechende Anpassung des Transaktionspreises.
Erlöse aus Construction-Management- und aus Serviceverträgen ergeben sich aus Instandhaltungs- und sonstigen Dienstleistungen, die unterschiedliche Leistungen und Prozesse beinhalten können. Wenn unterschiedliche Dienstleistungen eng miteinander verbunden sind, stellen sie eine einzelne Leistungsverpflichtung dar und werden über einen bestimmten Zeitraum erfüllt. Dementsprechend werden die zugehörigen Erlöse im HOCHTIEFKonzern zeitraumbezogen anhand des Fertigstellungsgrads erfasst, der im Wesentlichen mithilfe der inputbasierten Methode (Cost-to-Cost-Methode) ermittelt wird. Analog zu Erlösen aus Fertigungsaufträgen bestehen auch hier Anreize, Nachträge und Vertragsänderungen, die derselben Anforderung unterliegen. Somit werden nur solche Erlöse ausgewiesen, bei denen es hochwahrscheinlich ist, dass es nicht zu einer signifikanten Stornierung kommen wird.
Auftragskosten, die im Rahmen einer Ausschreibung anfallen, werden dann aktiviert, wenn zum einen davon ausgegangen werden kann, dass sie abrechenbar sind, und sie zum anderen entweder bei einer ausbleibenden Auftragsvergabe nicht angefallen wären oder projektimmanent sind.
Vor Vertragsbeginn anfallende Kosten (Kosten der Vertragserfüllung) können durch Mobilisierungs-/ Baustelleneinrichtungskosten, Machbarkeits-/Umweltverträglichkeitsstudien und Vorentwurfstätigkeiten entstehen, da es sich hierbei um Kosten handelt, die zur Erfüllung eines Vertrags anfallen. Soweit ein Ausgleich dieser Kosten erwartet wird, werden sie aktiviert und in Abhängigkeit von der Übertragung der Dienstleistung auf den Kunden über die Vertragslaufzeit abgeschrieben. Soweit die Kosten ganz oder teilweise durch den Kunden erstattet werden, wird der erhaltene Betrag abgegrenzt, den Leistungsverpflichtungen im Rahmen des Vertrags zugeordnet und über die Laufzeit des Vertrags als Erlös erfasst.
Der HOCHTIEF-Konzern hat keine Verträge, bei denen der Zeitraum bis zur Übertragung der versprochenen Waren oder Dienstleistungen auf den Kunden eine Finanzierungskomponente darstellt. Infolgedessen passt der Konzern in der Regel keinen der Transaktionspreise um den Zeitwert des Geldes an.
Im Allgemeinen beinhalten Bau- und Dienstleistungsverträge Mängel- und Gewährleistungsfristen im Anschluss an die Fertigstellung des Projekts. Diese Verpflichtungen werden nicht als separate Leistungsverpflichtungen betrachtet und daher geschätzt in die Gesamtkosten der Verträge einbezogen. Soweit erforderlich, werden Beträge im Einklang mit IAS 37 unter den Rückstellungen erfasst.
Für belastende Verträge wird gemäß IAS 37 eine Drohverlustrückstellung gebildet, und zwar für den Unterschiedsbetrag zwischen den erwarteten Kosten für die Erfüllung eines Vertrags und dem Transaktionspreis, wenn die prognostizierten Kosten höher sind als die prognostizierten Erlöse.
Immaterielle Vermögenswerte werden mit den fortgeführten Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten bilanziert. Sämtliche immateriellen Vermögenswerte mit Ausnahme der bei Erstkonsolidierung aktivierten Firmennamen sowie der Geschäfts- oder Firmenwerte weisen eine bestimmbare Nutzungsdauer auf. Sie enthalten Konzessionen und sonstige Nutzungsrechte, deren Nutzungsdauer bis zu 30 Jahre beträgt. Diese werden entsprechend ihrem wirtschaftlichen Nutzungsverlauf abgeschrieben. Darüber hinaus betreffen sie künftige Ergebnisse aus im Zusammenhang mit Unternehmenskäufen erworbenen Auftragsbeständen, die entsprechend der Abrechnung der Aufträge erfolgswirksam verteilt werden. Ebenfalls zählen dazu Software für kaufmännische und technische Anwendungen, die linear über drei bis fünf Jahre abgeschrieben wird, sowie Rechte aus verschiedenen Finanzierungsvereinbarungen mit Kreditinstituten, die über Vertragslaufzeiten von bis zu sieben Jahren ergebniswirksam verteilt werden. Die Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethoden werden jedes Jahr überprüft.
Firmennamen und Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einmal jährlich sowie zusätzlich bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, einem Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen. Die in den Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Asia Pacific bilanzierten Firmennamen wurden als immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer eingestuft, da sie weder einen Produktlebenszyklus haben noch einer technischen, technologischen oder kommerziellen Abnutzung sowie anderen Restriktionen unterliegen.
Aktivierte Entwicklungskosten werden innerhalb der immateriellen Vermögenswerte ausgewiesen und linear über fünf Jahre abgeschrieben.
Sachanlagen werden mit den fortgeführten Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten bilanziert. Als Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten werden nur diejenigen Kosten aktiviert, die der Sachanlage direkt zugerechnet werden können. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten aktiviert, sofern es sich bei der Sachanlage um einen qualifizierten Vermögenswert handelt. Sachanlagen werden grundsätzlich linear abgeschrieben. Abweichend davon erfolgt im Bereich Ressourcendienstleistungen die Abschreibung überwiegend leistungsbezogen.
Die planmäßigen linearen Abschreibungen für unsere unternehmenstypischen Anlagen werden nach folgenden konzerneinheitlichen Nutzungsdauern bemessen:
| Jahre | |
| Gebäude / Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 20 bis 50 |
| Technische Anlagen und Maschinen, Transportgeräte | 3 bis 10 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 8 |
| Nutzungsrechte | 2 bis 70 |
Die Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethoden werden jedes Jahr überprüft.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Investment Properties) werden zu fortgeführten Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten bilanziert. In die erstmalige Bewertung werden Transaktionskosten einbezogen. Der beizulegende Zeitwert dieser Immobilien wird gesondert angegeben. Er wird nach international anerkannten Bewertungsmethoden -wie durch die Ableitung aus dem aktuellen Marktpreis vergleichbarer Immobilien oder mithilfe der Discounted-Cashflow-Methode -ermittelt. Wie das Sachanlagevermögen, werden auch die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien grundsätzlich linear abgeschrieben.
Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte (einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte) und auf Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden erfasst, wenn der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts dessen Buchwert unterschreitet. Der erzielbare Betrag ist grundsätzlich der höhere der beiden Werte aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert eines einzelnen Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung kann es erforderlich sein, Vermögenswerte und gegebenenfalls Schulden zu zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zusammenzufassen. Für Zwecke des Goodwill-Werthaltigkeitstests entsprechen die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten den HOCHTIEF-Divisions in der Segmentberichterstattung. Ist ein Vermögenswert Teil einer selbstständigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit, wird die Wertminderung auf der Basis des erzielbaren Betrags dieser Einheit ermittelt. Wurde einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet und übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren erzielbaren Betrag, wird zunächst der zugeordnete Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe des Differenzbetrags aus erzielbarem Betrag und Buchwert wertgemindert. Übersteigt der Abwertungsbedarf den zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwert, werden die Buchwerte der übrigen Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit grundsätzlich anteilig auf Basis ihrer einzelnen Buchwerte reduziert. Wenn der Grund für eine früher vorgenommene Wertminderung entfallen ist, wird mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.
Eine gemeinsame Vereinbarung ist ein Arrangement, bei dem zwei oder mehr Parteien gemeinschaftlich die Führung ausüben. Bei den daran beteiligten Parteien ist die Art der gemeinsamen Vereinbarung mittels der Beurteilung ihrer Rechte und Verpflichtungen entweder als gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation) oder als Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) zu beurteilen. Bei einer gemeinschaftlichen Tätigkeit haben die Parteien unmittelbare Rechte an den der Vereinbarung zuzurechnenden Vermögenswerten und Verpflichtungen hinsichtlich deren Schulden. Dabei bilanziert der HOCHTIEF-Konzern die Vermögenswerte, Schulden, Aufwendungen und Erlöse sowie ihren Anteil an vorgenannten gemeinschaftlich gehaltenen beziehungsweise eingegangenen Posten anteilig entsprechend seiner Rechte und Verpflichtungen. Im Gegensatz dazu erfasst jede Partei bei einem Gemeinschaftsunternehmen, bei dem Rechte am Nettovermögen bestehen, ihren Anteil an diesem Unternehmen nach der Equity-Methode.
At Equity bilanzierte Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten, die sich in das erworbene anteilige Eigenkapital des assoziierten Unternehmens beziehungsweise Gemeinschaftsunternehmens sowie gegebenenfalls Geschäfts- oder Firmenwerte aufteilen, bilanziert. Der Buchwert wird jährlich um die anteiligen Nachsteuerergebnisse, ausgeschütteten Dividenden und sonstigen Eigenkapitalveränderungen erhöht beziehungsweise vermindert. Der gesamte Equity-Buchwert wird bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, einem Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen. Unterschreitet der erzielbare Betrag den Buchwert einer at Equity bilanzierten Finanzanlage, erfolgt eine Wertminderung in Höhe des Differenzbetrags. Spätere Wertaufholungen werden erfolgswirksam erfasst. Bei einem Statuswechsel einer at Equity bilanzierten Finanzanlage hin zu einem finanziellen Vermögenswert nach IFRS 9 wird der Buchwert zum Zeitpunkt der Beendigung der Anwendung der Equity Methode dem beizulegenden Zeitwert der behaltenen Anteile beim erstmaligen Ansatz und den Erträgen aus der Veräußerung der verkauften Anteile gegenübergestellt. Eine sich dabei ergebende Differenz wird im Gewinn oder Verlust ausgewiesen.
Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen liegen vor, wenn seitens der öffentlichen Hand beauftragt wird, die Finanzierung, Planung, Entwicklung, Erstellung oder Erweiterung und das Betreiben sowie die Instandhaltung einer Infrastruktur durchzuführen, mit der eine öffentliche Aufgabe erfüllt wird (wie zum Beispiel Straßen, Brücken, Tunnel, Schulen etc.). Für die während der Dauer der Vereinbarung erbrachten Dienstleistungen erhält HOCHTIEF als Betreiber ein Entgelt. Die typische Dauer von Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen beträgt bis zu 30 Jahre. Die Gegenleistung der öffentlichen Hand für die erbrachte Leistung kann aus Sicht von HOCHTIEF in Ansprüchen auf einen finanziellen oder immateriellen Vermögenswert bestehen. Entscheidendes Kriterium für den Ansatz eines finanziellen oder eines immateriellen Vermögenswerts ist das Nachfragerisiko des erhaltenen Entgelts.
Latente Steuern werden aus temporären Differenzen zwischen IFRS-Bilanz und steuerlicher Basis der Einzelgesellschaften, aus Konsolidierungsvorgängen und aus der erwarteten Nutzung bestehender Zins- und Verlustvorträge angesetzt. Ausnahmen hierzu stellen die Ansatzverbote einer latenten Steuerschuld aus dem erstmaligen Ansatz des Geschäfts- oder Firmenwerts sowie im Rahmen der Initial Recognition Exemption dar. Aktive latente Steuern aus temporären Differenzen sowie aus der erwarteten Nutzung bestehender Zins- und Verlustvorträge in Folgejahren werden nur insoweit gebildet, als deren Realisierung mit ausreichender Sicherheit gewährleistet ist. Aktive und passive latente Steuern werden je Gesellschaft beziehungsweise Steuergruppe und Steuerart miteinander saldiert. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten beziehungsweise erwartet werden. Diese liegen im Wesentlichen in einer Bandbreite von unverändert 10 Prozent bis 35 Prozent. Im Inland wird unter Berücksichtigung des Körperschaftsteuersatzes, des Solidaritätszuschlags sowie des konzerndurchschnittlichen Gewerbesteuersatzes unverändert gegenüber dem Vorjahr ein Steuersatz von 31,5 Prozent zugrunde gelegt. Veränderungen der aktiven und passiven latenten Steuern werden grundsätzlich erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Eine Ausnahme hiervon stellen die im sonstigen Ergebnis oder erfolgsneutral direkt im Eigenkapital vorzunehmenden Veränderungen dar. Im Übrigen werden die zum Bilanzstichtag gültigen beziehungsweise verabschiedeten steuerlichen Vorschriften zur Bewertung der latenten Steuern angewandt.
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen produktionsbezogene Vollkosten. Im Einzelnen enthalten die Herstellungskosten neben den direkt zurechenbaren Kosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich fertigungsbedingter Abschreibungen. Sofern Gegenstände des Vorratsvermögens einen qualifizierten Vermögenswert darstellen, werden Fremdkapitalkosten als Teil der Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten aktiviert. Zur Ermittlung des Bilanzansatzes von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden überwiegend das First-in-first-out-Verfahren sowie die Methode des gleitenden Durchschnitts angewendet. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Nettoveräußerungswerte werden angesetzt. Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungswert gestiegen ist, wird die daraus resultierende, zwingend vorzunehmende Wertaufholung als Minderung des Materialaufwands erfasst.
Flüssige Mittel bestehen als Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und kurzfristig veräußerbare Wertpapiere mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von bis zu drei Monaten, die nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen.
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte sowie diesen zugehörige Schulden werden nach IFRS 5 bewertet und gesondert als kurzfristig ausgewiesen. Als "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" gelten Vermögenswerte, die in ihrem gegenwärtigen Zustand sofort veräußerbar sind und deren Veräußerung hochwahrscheinlich ist. Dabei kann es sich um einzelne langfristige Vermögenswerte, um zur Veräußerung stehende Gruppen von Vermögenswerten (Veräußerungsgruppen) oder um aufgegebene Geschäftsbereiche handeln. Ein derartiger Geschäftsbereich liegt vor, wenn der nicht fortzuführende Unternehmensbestandteil entweder einen separaten wesentlichen Geschäftszweig beziehungsweise einen geografischen Geschäftsbereich darstellt und Teil eines einzelnen, abgestimmten Plans zur Veräußerung eines gesonderten wesentlichen Geschäftszweigs beziehungsweise eines geografischen Geschäftsbereichs ist oder es sich um ein Tochterunternehmen handelt, das ausschließlich mit der Absicht zur Weiterveräußerung erworben wurde. Schulden, die zusammen mit Vermögenswerten in einer Transaktion abgegeben werden sollen, sind Bestandteil einer Veräußerungsgruppe beziehungsweise eines aufgegebenen Geschäftsbereichs. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben und sind zum niedrigeren Wert aus ihrem Buchwert und ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anzusetzen. Gewinne oder Verluste aus der Bewertung einzelner zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte und von Veräußerungsgruppen werden bis zu deren endgültiger Veräußerung im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Dagegen erfolgt der Ausweis von Gewinnen oder Verlusten aus der Bewertung von aufgegebenen Geschäftsbereichen mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ebenso wie die Ergebnisse aus der Geschäftstätigkeit beziehungsweise aus der Veräußerung dieser Geschäftsbereiche separat als Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung.
Aktienbasierte Vergütungen werden nach IFRS 2 bewertet. Die aktienbasierten Vergütungsprogramme werden konzernweit als aktienbasierte Vergütungen mit Barausgleich bilanziert. Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus den Long-Term-Incentive-Plänen wurden in Höhe des zu erwartenden Aufwands gebildet, wobei dieser ratierlich über die festgelegte Wartezeit verteilt wird. Der beizulegende Zeitwert der Optionen wird mithilfe anerkannter finanzwirtschaftlicher Modelle bestimmt. Dabei erfolgt die Bewertung der Pläne auf der Grundlage des von Black/Scholes entwickelten Optionsbewertungsmodells sowie unter Anwendung von Verfahren der Binomialbäume. Die Berechnungen wurden von einem externen Gutachter vorgenommen.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeitende und deren Hinterbliebene gebildet. Die Verpflichtungen beziehen sich insbesondere auf Ruhegelder, teils als Grund-, teils als Zusatzversorgung. Die individuellen Zusagen basieren auf länderspezifisch unterschiedlichen Leistungen; sie bemessen sich in der Regel nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit und der Vergütung der Mitarbeitenden. Aufgrund ihres Versorgungscharakters werden die Verpflichtungen der Turner-Gruppe für die Krankheitskosten der Mitarbeitenden nach deren Eintritt in den Ruhestand ebenfalls unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) berechnet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Bei der Turner-Gruppe werden zusätzlich die künftig zu erwartenden Steigerungen der Gesundheitskosten einbezogen. Die Berechnung basiert auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen. Planvermögen im Sinne von IAS 19 wird offen von den Pensionsverpflichtungen abgesetzt. Zum Planvermögen zählen an Pensionsfonds zur Erfüllung der Pensionsverpflichtungen übertragene Vermögenswerte, im Rahmen der Entgeltumwandlung der Mitarbeitenden (Deferred Compensation) erworbene Fondsanteile sowie qualifizierte Versicherungspolicen in Form von verpfändeten Rückdeckungsversicherungen. Übersteigt der beizulegende Zeitwert des Planvermögens den Barwert der Versorgungsansprüche, so wird der Differenzbetrag unter den langfristigen sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen, soweit keine Vermögenswertbegrenzung nach IAS 19 vorliegt.
Neubewertungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen werden im Jahr ihres Entstehens erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet und im sonstigen Ergebnis erfasst. Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen und die Nettozinskomponente, bestehend aus dem Zinsanteil der Verpflichtungszuführung, vermindert um die erwarteten Erträge des Planvermögens (jeweils mit dem Abzinsungsfaktor der Pensionsverpflichtungen berechnet), im Finanzergebnis erfasst.
Alle sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag gegenwärtigen Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und deren Höhe und/oder Fälligkeit unsicher sind. Die Rückstellungen werden auf Basis der bestmöglichen Schätzung passiviert, das heißt unter der Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen, und nicht mit Erstattungsansprüchen saldiert. Rückstellungen werden nur gebildet, wenn ihnen eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten zugrunde liegt. Langfristige Rückstellungen werden bei einer wesentlichen Wirkung eines Zinseffekts mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Betrag bilanziert und unter den langfristigen Schulden ausgewiesen.
Ertragsteuerverbindlichkeiten enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern. Ertragsteuerverbindlichkeiten werden mit entsprechenden Steuererstattungsansprüchen saldiert, wenn sie in demselben Steuerhoheitsgebiet bestehen und hinsichtlich Art und Fristigkeit gleich sind. Die Ermittlung des laufenden Steueraufwands zum Jahresabschluss erfolgt grundsätzlich unter Beachtung der Rechtsauffassung der Finanzverwaltung. Steuererklärungen werden auf Grundlage der anzuwendenden Rechtsvorschriften erstellt, wobei die aktuelle Rechtsprechung und aktualisierte Verwaltungsanweisungen berücksichtigt werden.
Die Ansatz- und Bewertungspflichten, die sich hinsichtlich der Anwendung von IFRIC 23 ergeben, wendet HOCHTIEF im Konzernabschluss an. IFRIC 23 beinhaltet Klarstellungen, wie die in IAS 12 festgelegten Ansatz- und Bewertungsvorschriften anzuwenden sind, wenn Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung besteht, und umfasst tatsächliche und latente Steueransprüche oder Steuerschulden. Gemäß IFRIC 23 können unsichere steuerliche Behandlungen gesondert oder zusammen mit einer oder mehreren anderen unsicheren steuerlichen Behandlungen zusammengefasst zu berücksichtigen sein. Hierbei ist diejenige Methode zu wählen, die sich besser für die Vorhersage der Auflösung der Unsicherheit eignet. Bei der Beurteilung ist davon auszugehen, dass eine Steuerbehörde sämtliche Beträge prüfen wird, zu deren Prüfung sie befugt ist, und dass sie für deren Prüfung über sämtliche einschlägigen Informationen verfügt. Wenn es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die Steuerbehörde eine unsichere steuerliche Behandlung akzeptiert, so ist zur Berücksichtigung der Auswirkung der Unsicherheit in Abhängigkeit davon, welche Methode sich besser für die Vorhersage der Auflösung der Unsicherheit eignet, entweder der wahrscheinlichste Betrag oder der Erwartungswert auf jede unsichere steuerliche Behandlung anzuwenden.
Die Unternehmen des Konzerns sind weltweit in einer Vielzahl von Ländern ertragsteuerpflichtig. Bei der Beurteilung der weltweiten Ertragsteueransprüche und -schulden kann insbesondere die Interpretation von steuerlichen Vorschriften mit Unsicherheiten behaftet sein. Eine unterschiedliche Sichtweise der jeweiligen Finanzbehörden bezüglich der richtigen Interpretation von steuerlichen Normen kann nicht ausgeschlossen werden. Änderungen der Annahmen über die richtige Interpretation von steuerlichen Normen wie zum Beispiel aufgrund geänderter Rechtsprechungen fließen in die Bilanzierung der ungewissen Ertragsteueransprüche und -schulden im entsprechenden Wirtschaftsjahr ein.
Potenzielle Steuerforderungen durch aktuelle Rechtsentwicklungen werden verbindlichkeitsmindernd berücksichtigt beziehungsweise bei einem Erstattungsanspruch entsprechend aktiviert, wenn die Realisierung wahrscheinlich ist. Steuerminderungen, die mit der Finanzverwaltung einvernehmlich vereinbart wurden, werden als Minderung der Steuerverbindlichkeit beziehungsweise als Forderung behandelt.
Am 10. Juni 2022 hat HOCHTIEF den Erwerb aller Anteile an CIMIC vollzogen. Mit Wirkung von diesem Tag an gehören die CIMIC Group Limited und ihre 100-prozentigen australischen Tochtergesellschaften zur Multiple Entry Consolidated Group (MEC-Gruppe) der HOCHTIEF Australia Holdings Limited. Die MEC-Gruppe ist eine steuerliche Organschaft nach australischem Recht, wobei die HOCHTIEF Australia Holdings Limited die Hauptgesellschaft, also der Organträger, ist. Im Rahmen der neuen steuerlichen Organschaft bilanzieren der Organträger und die Konzerngesellschaften weiterhin ihre eigenen tatsächlichen und latenten Steuerbeträge. Diese Steuerbeträge werden so erfasst, als wäre jedes Unternehmen der Organschaft weiterhin ein eigenständiger Steuerzahler. Der Organträger erfasst die tatsächlichen sowie latenten Steuerschulden und -ansprüche aus noch nicht genutzten steuerlichen Verlusten und Gutschriften, die er von Gesellschaften der Organschaft übernommen hat.
Potenzielle Steuerforderungen durch aktuelle Rechtsentwicklungen werden verbindlichkeitsmindernd berücksichtigt beziehungsweise bei einem Erstattungsanspruch entsprechend aktiviert, wenn die Realisierung wahrscheinlich ist. Steuerminderungen, die mit der Finanzverwaltung einvernehmlich vereinbart wurden, werden als Minderung der Steuerverbindlichkeit beziehungsweise als Forderung behandelt.
Eventualverbindlichkeiten sind mögliche oder bestehende Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und bei denen ein Ressourcenabfluss nicht wahrscheinlich ist beziehungsweise die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden kann. Sie werden gesondert erläutert und in der Bilanz nicht erfasst, es sei denn, sie ergeben sich aus der Übernahme im Rahmen eines Unternehmenserwerbs. Die angegebenen Verpflichtungsvolumina bei den Eventualschulden entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang.
In IFRS 16 werden die Grundsätze für den Ansatz, die Bewertung, die Darstellung und die Angabe von Leasingverhältnissen sowohl für den Leasingnehmer als auch den Leasinggeber dargelegt.
Der Konzern beurteilt bei Vertragsbeginn, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis darstellt oder beinhaltet. Dies ist der Fall, wenn der Vertrag dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts gegen Zahlung eines Entgelts für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren. In diesen Fällen erfasst der Konzern ein Nutzungsrecht und eine entsprechende Leasingverbindlichkeit für alle Leasingvereinbarungen. Hiervon ausgenommen sind kurzfristige, kündbare Leasingverhältnisse, bei denen im Falle einer Kündigung durch den Leasingnehmer die mit der Kündigung verbundenen Verluste zulasten des Leasinggebers gehen, sowie geleaste Vermögenswerte von geringem Wert. Bei diesen Leasingverhältnissen erfasst der Konzern die Leasingzahlungen als betrieblichen Aufwand linear über die Dauer des Leasingverhältnisses, es sei denn, eine andere systematische Basis ist repräsentativer für den Zeitverlauf, in dem der wirtschaftliche Nutzen der geleasten Vermögenswerte verbraucht wird.
Der Konzern verfügt über ein Leasingportfolio, das sich überwiegend auf Sachanlagen, Betriebsgeräte und Leasingfahrzeuge verteilt.
Die vom Konzern ausgewiesenen Nutzungsrechte umfassen die erstmalige Bewertung der entsprechenden Leasingverbindlichkeit, alle bei oder vor Vertragsbeginn geleisteten Leasingzahlungen abzüglich aller etwaigen erhaltenen Leasinganreize sowie etwaiger direkter Kosten. Kosten, die dem Konzern für das Stilllegen des Vermögenswerts, die Wiederherstellung des Standorts oder die Wiederherstellung des Vermögenswerts entstehen, sind in den Kosten des Nutzungsrechts in geschätzter Höhe enthalten.
Das Nutzungsrecht wird in Folgeperioden nach dem Anschaffungskostenmodell bewertet, wobei kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen auf das Nutzungsrecht erfolgen. Ist in den Kosten des Nutzungsrechts berücksichtigt, dass der Konzern eine Kaufoption ausüben wird, so wird das Nutzungsrecht vom Bereitstellungsdatum bis zum Ende der Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswerts abgeschrieben. Andernfalls nimmt der Konzern Abschreibungen auf den Vermögenswert bis zum Ende seiner Nutzungsdauer oder der kürzeren Laufzeit des Leasingverhältnisses vor. Die Abschreibung beginnt mit dem Bereitstellungsdatum und der Buchwert des Vermögenswerts wird angepasst, um dem kumulierten Saldo der Abschreibungen Rechnung zu tragen.
Eine etwaige Neubewertung der Leasingverbindlichkeit wird auch auf den Wert des Nutzungsrechts angewandt.
Die Nutzungsrechte werden in der Bilanz innerhalb der Sachanlagen ausgewiesen.
Die Leasingverbindlichkeit wird bei erstmaligem Ansatz zum Barwert der zum Bereitstellungsdatum noch nicht geleisteten Leasingzahlungen bewertet, abgezinst mit dem Zinssatz, der dem Leasingverhältnis zugrunde liegt.
Lässt sich dieser Zinssatz nicht ohne Weiteres bestimmen, zieht der Konzern seinen Grenzfremdkapitalzinssatz heran. HOCHTIEF weist die Zinsaufwendungen für die Leasingverbindlichkeit getrennt vom Abschreibungsbetrag für das Nutzungsrecht aus.
Folgende Positionen werden ebenfalls in der Bewertung der Leasingverbindlichkeit berücksichtigt:
| ― |
feste Leasingzahlungen, die mit etwaigen Leasinganreizen verrechnet werden; |
| ― |
variable Leasingzahlungen für Leasingverbindlichkeiten, die an einen variablen Index gekoppelt sind; |
| ― |
Beträge, die im Rahmen von Restwertgarantien voraussichtlich an den Leasinggeber entrichtet werden müssen; |
| ― |
der Ausübungspreis von Kaufoptionen (sofern die Ausübung der Option hinreichend sicher ist); und |
| ― |
Strafzahlungen für eine Kündigung von Leasingverhältnissen, wenn bei der Laufzeit des Leasingverhältnisses eine vorzeitige Kündigung berücksichtigt ist. |
Die Leasingverbindlichkeit wird in der Bilanz separat ausgewiesen. Bei Verbindlichkeiten, die innerhalb von zwölf Monaten zurückgezahlt werden, erfolgt der Ausweis als kurzfristig und bei Verbindlichkeiten, die über einen Zeitraum von mehr als zwölf Monaten zurückgezahlt werden, erfolgt der Ausweis als langfristig.
In Folgeperioden wird die Leasingverbindlichkeit bewertet, indem der Saldo um die geleisteten Leasingrückzahlungen reduziert und der Buchwert um die Zinsen auf die Leasingverbindlichkeit erhöht wird.
In den folgenden Fällen muss der Konzern die Leasingverbindlichkeit neu bewerten und eine Anpassung am Nutzungsrecht vornehmen:
| ― |
Die Laufzeit des Leasingverhältnisses wurde geändert oder es hat sich eine Änderung bei der Einschätzung des Konzerns hinsichtlich der Ausübung der Kaufoption ergeben. In diesem Fall wird die Leasingverbindlichkeit neu bewertet und zu diesem Zweck werden die geänderten Leasingzahlungen mittels eines geänderten Diskontierungssatzes abgezinst; |
| ― |
Ein Leasingvertrag wird geändert und die Änderung des Leasingverhältnisses wird nicht als separates Leasingverhältnis ausgewiesen. In diesem Fall wird die Leasingverbindlichkeit neu bewertet und zu diesem Zweck werden die geänderten Leasingzahlungen mittels eines geänderten Diskontierungssatzes abgezinst; und |
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die Leasingzahlungen werden aufgrund von Änderungen am Index oder einer Änderung der erwarteten Zahlungen aufgrund eines garantierten Restwerts angepasst. In diesen Fällen wird die Leasingverbindlichkeit neu bewertet und zu diesem Zweck werden die geänderten Leasingzahlungen mit dem ursprünglichen Diskontierungssatz abgezinst. Ergibt sich die Änderung der Leasingzahlungen jedoch durch eine Veränderung eines variablen Zinssatzes, wird ein modifizierter Diskontierungssatz angewandt. |
Hinsichtlich einiger Untervermietungen von Immobilien sowie der Vermietung von Anlagen und Geräten an seine Partner, Lieferanten und Auftragnehmer schließt der Konzern Leasingverträge als Leasinggeber ab. Diese Leasingverhältnisse werden entweder als Finanzierungsleasing oder als Operating-Leasingverhältnisse eingestuft. Werden durch die Bedingungen des Leasingverhältnisses im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den Leasingnehmer übertragen, wird der Vertrag als Finanzierungsleasing klassifiziert. Ist dies nicht der Fall, erfolgt die Einstufung als Operating-Leasingverhältnis. Erträge aus Operating-Leasingverhältnissen werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst. Anfängliche direkte Kosten, die bei den Verhandlungen und beim Abschluss von Operating-Leasingverhältnissen entstehen, werden im Buchwert des geleasten Vermögenswerts berücksichtigt. Vom Leasingnehmer zu zahlende Beträge werden im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen als Forderungen ausgewiesen.
Im Folgenden sind zunächst die für den HOCHTIEF-Konzern relevanten Klassifizierungs-, Bewertungs- und Ausbuchungsvorschriften für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten kurz dargestellt. Im Anschluss werden die im Anwendungsbereich von IFRS 9 liegenden Bilanzpositionen übrige Finanzanlagen, Ausleihungen, Forderungen und sonstige Vermögenswerte, Wertpapiere, Verbindlichkeiten und derivative Finanzinstrumente erläutert.
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten -mit Ausnahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -, die in den Anwendungsbereich von IFRS 9 fallen, werden beim Erstansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. In den Folgeperioden sind finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert auf der Grundlage des Geschäftsmodells des Unternehmens zur Steuerung finanzieller Vermögenswerte und der Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme zu bewerten. Die Klassifizierung unterliegt folgenden Kriterien:
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Schuldinstrumente, die im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Ziel die Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme ist und deren vertragliche Zahlungsströme ausschließlich aus der Zahlung von Kapital und Zinsen auf den ausstehenden Kapitalbetrag bestehen, werden in Folgeperioden zu fortgeführten Anschaffungskosten (at Amortized Cost, "AC") bewertet. |
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Schuldinstrumente, die im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Ziel sowohl die Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme als auch die Veräußerung der Schuldinstrumente ist und deren vertragliche Zahlungsströme ausschließlich aus der Zahlung von Kapital und Zinsen auf den ausstehenden Kapitalbetrag bestehen, werden in Folgeperioden unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (at Fair Value through Other Comprehensive Income, "FVOCI") bewertet. Bei Veräußerung werden unrealisierte Gewinne und Verluste erfolgswirksam aufgelöst. |
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Alle sonstigen Schuldinstrumente und Eigenkapitalinstrumente werden grundsätzlich in Folgeperioden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (at Fair Value through Profit or Loss, "FVPL") bewertet. |
Unabhängig von den vorangegangenen Ausführungen, kann der HOCHTIEF-Konzern beim erstmaligen Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts die folgende permanente Einstufung vornehmen:
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Der Konzern kann unwiderruflich entscheiden, nachfolgende Änderungen des beizulegenden Zeitwerts eines Eigenkapitalinstruments, das weder zu Handelszwecken gehalten wird noch eine bedingte Gegenleistung im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses darstellt, unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen. Bei Veräußerung werden unrealisierte Gewinne und Verluste in die Gewinnrücklagen umgegliedert. |
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Der Konzern kann unwiderruflich ein Schuldinstrument, das die Kriterien für fortgeführte Anschaffungskosten oder "FVOCI" erfüllt, als zum "FVPL" bewertet einstufen, wenn dies eine Bewertungs- oder Ansatzinkongruenz erheblich verringert oder beseitigt. |
Hinsichtlich der Bewertung werden beim Ausweis von Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder "FVOCI" bewertet werden, erwartete Verluste (Expected Credit Losses) berücksichtigt. Bei der Quantifizierung der erwarteten Kreditverluste wird beim erstmaligen Ansatz des Vermögenswerts die Ausfallwahrscheinlichkeit miteinbezogen und in den Folgeperioden fortlaufend geprüft, ob sich das Ausfallrisiko seit dem erstmaligen Ansatz signifikant verändert hat. Dabei berücksichtigt der HOCHTI EF-Konzern sowohl quantitative als auch qualitative Informationen, die angemessen und belastbar sind, einschließlich historischer Erfahrungswerte und zukunftsgerichteter Informationen, die mit angemessenem Kosten- oder Zeitaufwand verfügbar sind. Zu den zukunftsgerichteten Informationen gehören unter anderem die Zukunftsaussichten für die Branchen, in denen die Kreditnehmer des Konzerns tätig sind. Diese werden aus Wirtschaftsgutachten sowie aus Einschätzungen von Finanzanalysten, staatlichen Stellen, maßgeblichen Thinktanks und ähnlichen Organisationen abgeleitet. Außerdem werden verschiedene externe Quellen aktueller und prognostizierter Wirtschaftsdaten herangezogen, die für die Kerngeschäftstätigkeit des HOCHTIEF-Konzerns relevant sind. Bei der Beurteilung, ob sich das Ausfallrisiko signifikant verändert hat, werden insbesondere -sofern verfügbar -die folgenden Informationen berücksichtigt:
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bestehende oder erwartete signifikante nachteilige Änderungen der geschäftlichen, finanziellen oder wirtschaftlichen Bedingungen, die voraussichtlich zu einer signifikanten Änderung hinsichtlich der Fähigkeit des Kreditnehmers führen, seinen Schuldverpflichtungen nachzukommen, |
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eine tatsächliche oder voraussichtliche signifikante Änderung der Geschäftsergebnisse des Kreditnehmers, |
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signifikante Erhöhungen des Ausfallrisikos bei anderen Finanzinstrumenten desselben Kreditnehmers, |
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externe Bonitätsratings, |
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signifikante Änderungen des Werts der Sicherheiten für die Verpflichtung oder der Qualität der Garantien Dritter beziehungsweise der Kreditsicherheiten, |
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signifikante Änderungen der voraussichtlichen Vertragstreue und des erwarteten Verhaltens des Kreditnehmers, einschließlich Änderungen des Zahlungsstatus der Kreditnehmer im Konzern und Änderungen der Geschäftsergebnisse des Kreditnehmers, |
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makroökonomische Informationen, wie Marktzinssätze und Wachstumsraten. |
Eine Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt, wenn die vertraglichen Rechte bezüglich der Zahlungsströme aus dem Vermögenswert auslaufen oder im Wesentlichen sämtliche Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum des Vermögenswerts verbunden sind, auf ein anderes Unternehmen übertragen werden. Der HOCHTIEF-Konzern bucht finanzielle Vermögenswerte ebenfalls aus, sofern alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken zwar weder übertragen noch zurückbehalten werden, jedoch die Verfügungsgewalt über den Vermögenswert nicht mehr gegeben ist. Sofern die Verfügungsgewalt unverändert beim HOCHTIEF-Konzern liegt, wird das anhaltende Engagement am Vermögenswert und eine korrespondierende Verbindlichkeit für Beträge, die potenziell zu zahlen sind, erfasst.
Die unter den übrigen Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen und übrigen Beteiligungen gehören der Bewertungskategorie "FVPL" oder "FVOCI" an. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts wird bei öffentlich notierten finanziellen Vermögenswerten der jeweilige Marktpreis herangezogen. Liegt kein aktiver Markt vor, wird der beizulegende Zeitwert grundsätzlich mithilfe der Verwendung der jüngsten Marktgeschäfte oder mittels einer Bewertungsmethode -wie zum Beispiel der Discounted-Cashflow-Methode -ermittelt. Die Anschaffungskosten können eine angemessene Schätzung des beizulegenden Zeitwerts darstellen, sofern nicht ausreichend aktuelle Informationen zur Bemessung des Zeitwerts vorliegen oder eine große Bandbreite an potenziellen Wertansätzen des beizulegenden Zeitwerts besteht und gleichzeitig die Anschaffungskosten der besten Schätzung des beizulegenden Zeitwerts innerhalb dieser Bandbreite entsprechen. Der erstmalige Ansatz erfolgt am Erfüllungstag.
Ausleihungen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Marktüblich verzinsliche Ausleihungen sind zu Anschaffungskosten bilanziert, zinslose beziehungsweise niedrig verzinsliche Ausleihungen werden mit ihrem abgezinsten Betrag bilanziert. Basis einer Abzinsung ist stets ein risikoadäquater Diskontierungssatz.
Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Folgebewertung erfolgt mittels der Effektivzinsmethode unter Berücksichtigung von Transaktionskosten. Diese Kosten umfassen dabei sämtliche Kosten, die ohne Abschluss der Transaktion nicht entstanden wären. Die Forderungen setzen sich aus den Finanzforderungen, den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen Forderungen zusammen. Eine bilanzielle Vorsorge für erwartete Kreditverluste wird für Forderungen erfasst. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen können im Rahmen des vereinfachten Ansatzes die erwarteten Kreditverluste auf Basis kalkulierter Verlustraten ermittelt werden, die aus historischen und prognostizierten Daten abgeleitet sind sowie dem jeweiligen Kunden und dem ökonomischen Umfeld der Region Rechnung tragen. Liegen objektive substanzielle Hinweise für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts vor, erfolgt die Effektivverzinsung auf Basis des Nettobuchwerts. Derartige objektive Hinweise für das Vorliegen einer Wertminderung sind beispielsweise eine Verschlechterung der Bonität eines Schuldners und damit verbundene Zahlungsstockungen oder eine drohende Zahlungsunfähigkeit. Für Finanzforderungen und sonstige Forderungen erfolgt die Bestimmung der erwarteten Kreditverluste in Abhängigkeit von Ausfallrisiken auf Basis der Ausfälle, die entweder in den nächsten zwölf Monaten oder in der verbleibenden Restlaufzeit erwartet werden. Die Effektivverzinsung erfolgt in diesen Fällen auf Basis des Bruttobuchwerts. Signifikante Veränderungen der Ausfallrisiken werden dabei fortlaufend berücksichtigt. Forderungen werden im Rahmen des Factorings ausgebucht, wenn im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken übertragen werden.
Die unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Wertpapiere werden sowohl in Abhängigkeit von dem Geschäftsmodell als auch in Abhängigkeit von der Zahlungsstromcharakteristik entweder der Bewertungskategorie "AC" oder der Bewertungskategorie "FVOCI" zugeordnet. Für Wertpapiere besteht unter IFRS 9 die Option zur erfolgswirksamen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Im Wesentlichen sind hier die Wertpapiere in den Spezial- und Investmentfonds sowie festverzinsliche Titel mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von mehr als drei Monaten, für die keine dauerhafte Halteabsicht besteht, erfasst. Die Erstbewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt am Erfüllungstag unter Einbeziehung der direkt mit dem Erwerb des Wertpapiers verbundenen Transaktionskosten. Unrealisierte Gewinne oder Verluste bei als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Fremdkapitalinstrumenten werden in den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen ausgewiesen und erst bei Veräußerung erfolgswirksam aufgelöst. Eine bilanzielle Vorsorge für erwartete Kreditverluste wird für Wertpapiere erfasst, die den Bewertungskategorien "AC" und "FVOCI" angehören. Erwartete Kreditverluste werden in Abhängigkeit von Ausfallrisiken entweder auf Basis der in den nächsten zwölf Monaten oder auf Basis der in der verbleibenden Restlaufzeit erwarteten Ausfälle kalkuliert. Signifikante Veränderungen der Ausfallrisiken werden dabei berücksichtigt. Sofern keine objektiven Hinweise auf Wertminderung vorliegen, erfolgt die Effektivverzinsung auf Basis des Bruttobuchwerts. Liegen indes objektive Hinweise für die Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts vor, erfolgt die Effektivverzinsung auf Basis des Nettobuchwerts. Für ausgewählte Wertpapiere erfolgt auf Basis der Regelungen des "Overlay-Approach" eine erfolgsneutrale Fortschreibung zum beizulegenden Zeitwert.
Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt mittels der Effektivzinsmethode. Mit Finanzinstituten abgeschlossene Supply-Chain-Finance-Vereinbarungen entsprechen den üblichen Zahlungsbedingungen und verändern die ursprüngliche Verbindlichkeit gegenüber den Lieferanten nicht, sodass die Beträge unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen werden.
Derivative Finanzinstrumente werden unabhängig vom Verwendungszweck zum beizulegenden Zeitwert bewertet und unter den sonstigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten beziehungsweise den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Erstansatz erfolgt zum Handelstag. Alle derivativen Finanzinstrumente werden auf Basis aktueller Marktkonditionen zum Bilanzstichtag bewertet. Die Erfassung der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts hängt vom Verwendungszweck ab. Grundsätzlich werden Derivate im HOCHTIEF-Konzern nur zu Sicherungszwecken eingesetzt. Sicherungsbeziehungen werden im Einklang mit der Risikomanagementstrategie und der ökonomischen Risikosteuerung des HOCHTIEF-Konzerns so strukturiert, dass eine möglichst hohe Effektivität gewährleistet wird. Bei einem Cashflow-Hedge erfolgt eine Absicherung gegen das Risiko schwankender Zahlungsströme aus einem Grundgeschäft, wie zum Beispiel der Sicherung variabel verzinslicher Darlehen, um den aus Zinssatzschwankungen resultierenden variierenden Zahlungen entgegenzuwirken. Hierbei sind unrealisierte Gewinne und Verluste unter Berücksichtigung latenter Steuern grundsätzlich zunächst erfolgsneutral in der Cashflow-Hedge-Reserve zu erfassen (Cashflow-Hedge). Der erfolgsneutral erfasste Teil der Wertänderungen wird in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht, sobald das Grundgeschäft erfolgswirksam erfasst wird. Wenn geplante Transaktionen gesichert werden, die in einer Folgeperiode zum Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Schuld führen, sind die bis zu diesem Zeitpunkt erfolgsneutral in der CashflowHedge-Reserve erfassten Beträge in der Periode erfolgswirksam aufzulösen, in der auch der finanzielle Vermögenswert oder die finanzielle Verbindlichkeit das Periodenergebnis beeinflussen. Führt die gesicherte geplante Transaktion zum Ansatz eines nichtfinanziellen Vermögenswerts oder einer nichtfinanziellen Verbindlichkeit, werden die erfolgsneutral in der Cashflow-Hedge-Reserve erfassten Beträge mit dem erstmaligen Wertansatz des Vermögenswerts beziehungsweise der Verbindlichkeit verrechnet. In den genannten Fällen wird nur der effektive Teil der Wertänderungen erfolgsneutral in der Cashflow-Hedge-Reserve erfasst. Der ineffektive Teil ist sofort erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung zu übernehmen. Aktuell werden im HOCHTIEF-Konzern ausschließlich Cashflow-Hedges bilanziell abgebildet. Des Weiteren befinden sich auch Derivate -zum Beispiel eine Put- und eine Thiess-Option -im Bestand, die zwar zu ökonomischen Sicherungszwecken eingesetzt werden, für die jedoch nicht die Regelungen zum Hedge-Accounting angewendet werden. In diesen Fällen werden die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam erfasst.
Ermessensausübungen des Managements bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Wesentlichen bei folgenden Sachverhalten erforderlich:
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Feststellung, ob Leasingverhältnisse bestehen. |
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Finanzielle Vermögenswerte können unabhängig vom Business-Modell und vom Vorliegen von Standard-Zahlungsstrom-Bedingungen erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, wenn die Voraussetzungen für die "Fair Value-Option" vorliegen. |
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Bilanzierung der Risikomanagementstrategie bei Sicherungsgeschäften über die Abbildung als Hedge Accounting. |
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Bilanzielle Abbildung von Supply-Chain-Finanzierungsvereinbarungen für Lieferanten. |
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Vermögenswerte, die veräußert werden sollen, müssen daraufhin überprüft werden, ob sie sofort veräußerbar sind und ob die Veräußerung hochwahrscheinlich ist. Wenn das der Fall ist, sind die Vermögenswerte und gegebenenfalls die mit diesen in einer Transaktion abzugebenden Schulden als "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" beziehungsweise als "Mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten verbundene Schulden" auszuweisen sowie entsprechend zu bewerten. In diesem Zusammenhang ist zu beurteilen, ob es sich um einen langfristigen Vermögenswert, eine Veräußerungsgruppe oder um einen aufgegebenen Geschäftsbereich handelt. |
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Feststellung von Beherrschung oder gemeinschaftlicher Führung |
Wir nehmen laufend eine Neubeurteilung der Sachverhalte und Umstände anhand aktuell verfügbarer Informationen vor, um zu prüfen, ob nach IFRS Änderungen an bisherigen Schlussfolgerungen zu Feststellungen von Beherrschung oder gemeinschaftlicher Führung erforderlich sind. Es werden regelmäßige Beurteilungen vorgenommen, die auch die Beteiligungen des Unternehmens an der Thiess Group Holdings Pty Limited ("Thiess") beinhalten.
Im Jahr 2020 schlossen CIMIC und Elliott Advisors (UK) Ltd ("Elliott") eine Vereinbarung über den Erwerb einer 50-prozentigen Beteiligung an Thiess durch von Elliott beratene Fonds, wobei die übrigen 50 Prozent bei CIMIC verblieben. Der Verkauf wurde am 31. Dezember 2020 abgeschlossen. Die Transaktionsvereinbarungen sehen Optionen für zukünftige Anteilsübertragungen vor, einschließlich eines möglichen Börsengangs oder eines Verkaufs an Dritte sowie eine Option ("Put-Option") für Elliott, wonach diese ihren Anteil an Class A Preference Shares oder Ordinary Shares an Thiess in einem Zeitraum von drei bis sechs Jahren nach Abschluss ganz oder teilweise an CIMIC verkaufen kann. Die Aktionärsvereinbarung schreibt außerdem eine Mindestausschüttung an jeden Aktionär in Höhe von 180 Mio. australischen Dollar (118,8 Mio. Euro) pro Jahr für die ersten sechs Jahre vor, mit Vorzugszahlung an Elliott. CIMIC hat im Rahmen der Transaktion Garantien und Bürgschaften gestellt, die den üblichen Einschränkungen unterliegen.
Die Entscheidung, ob die Transaktion nach IFRS als Veräußerung zu bilanzieren ist und folglich die Entkonsolidierung von Thiess und die Bilanzierung eines Gemeinschaftsunternehmens für den verbleibenden Anteil von CIMIC an Thiess zur Folge hat, oder ob CIMIC nach der Veräußerung des 50-prozentigen Anteils an Elliott weiterhin die Beherrschung über Thiess ausübte, war ermessensbehaftet. Dabei wurden der in der Aktionärsvereinbarung vorgesehene Entscheidungsfindungsprozess und die jeweilige Risikoposition der Parteien hinsichtlich variabler Renditen berücksichtigt.
Es wurde entschieden, dass CIMIC gemäß den zwischen den Parteien bestehenden vertraglichen Vereinbarungen nicht die alleinige Beherrschung über die relevanten Aktivitäten oder wesentlichen Entscheidungen von Thiess ausüben kann, da die Aktionärsvereinbarung eine paritätische Vertretung im Vorstand und die Zustimmung beider Aktionäre (oder ihrer Vorstandsbeauftragten) zu relevanten Geschäftsaktivitäten vorschreibt.
CIMIC und Elliott sind bei Thiess dem Risiko variabler Renditen ausgesetzt. Elliott trägt die Risiken und Chancen aus der gehaltenen Beteiligung, einschließlich während des Zeitraums der Ausübbarkeit der Put-Option. Aufgrund der Preisgestaltung der Put-Option hat Elliott nicht die Möglichkeit, von positiven Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von Thiess zu profitieren. Jegliche zukünftige Veränderungen im beizulegenden Zeitwert der Put-Option werden in der Gewinn- und Verlustrechnung von CIMIC erfasst (weitere Informationen zur Put-Option finden Sie im Kapitel "Berichterstattung zu Finanzinstrumenten").
Da CIMIC nicht die Möglichkeit hat die relevanten Aktivitäten von Thiess zu lenken, und in Anbetracht dessen, dass Elliott dem Risiko variabler Renditen ausgesetzt ist, wurde entschieden, dass CIMIC am 31. Dezember 2020 den beherrschenden Einfluss auf Thiess verlor und daher zu diesem Stichtag die Veräußerung von Thiess als Tochterunternehmen und den verbleibenden Anteil an Thiess als Gemeinschaftsunternehmen erfasste. Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 ist Thiess weiterhin als wesentliches Gemeinschaftsunternehmen ausgewiesen.
Im laufenden Geschäftsjahr hat Thiess alle Stammaktien der MACA Limited erworben (weitere Informationen zum MACA-Erwerb durch Thiess finden Sie im Kapitel "At Equity bilanzierte Finanzanlagen"). Die Thiess-Aktionäre haben die Übernahme durch Zeichnung von neuen Vorzugsaktien ("Class C Preference Shares") an Thiess finanziert. CIMIC investierte 191,3 Mio. australische Dollar (126,2 Mio. Euro). Diese Vorzugsaktien wurden an beide Investoren zu gleichen Bedingungen ausgegeben und bieten eine Kuponrendite, die im Rang allen anderen Eigenkapitalinstrumenten vorgeht.
Im Rahmen der von CIMIC getätigten Investition in die neuen Vorzugsaktien an Thiess schlossen die Parteien eine Vereinbarung über eine Option auf fremdes Eigenkapital der nicht vollkonsolidierten Thiess ("Thiess-Option" oder "Class C Shares Option"), wonach Elliott die Option hat, seine Vorzugsaktien innerhalb einer Frist von 42 Monaten an CIMIC zu verkaufen, beginnend sechs Monate nach Ablauf der Ausübungsfrist für die Put-Option oder sechs Monate ab dem Datum, zu dem Elliott keine Class A Preference Shares oder Ordinary Shares mehr besitzt oder die Ausübung von Optionen für alle verbleibenden Class A Preference Shares oder Ordinary Shares bekannt gibt (weitere Informationen zur Thiess-Option finden Sie im Kapitel "Berichterstattung zu Finanzinstrumenten").
CIMIC hat die Option, innerhalb von 42 Monaten die neuen Vorzugsaktien von Elliott zu erwerben, beginnend mit dem Ablauf der Ausübungsfrist für die Put-Option beziehungsweise dem Datum, zu dem Elliott keine Class A Preference Shares oder Ordinary Shares mehr besitzt. Die Ausgabe der neuen Vorzugsaktien und der damit verbundenen Kauf- und Verkaufsoptionen hat an der zugrunde liegenden Einschätzung der gemeinsamen Führung von Thiess nichts geändert.
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Feststellung von maßgeblichem Einfluss |
Um dem Anschein eines Interessenkonflikts mit anderen Konzerngesellschaften vorzubeugen, beschloss CIMIC am 31 . März 2022, bis zunächst September 2023, seine nominierten Mitglieder aus dem Board of Directors von Ventia abzuberufen und auf bestimmte wesentliche Rechte in Bezug auf die Nominierung von Boardmitgliedern, die Ernennung des CEO von Ventia und Abstimmungen über die Wahl, Wiederwahl, Ernennung oder Abberufung von Board-Mitgliedern zu verzichten. Zudem hat sich CIMIC bereit erklärt, seine Stimmrechte bei bestimmten Beschlüssen auf Ventia-Aktionärsversammlungen nicht auszuüben, behält jedoch das Recht zur Abstimmung bei Angelegenheiten rund um Aktienrechte, Eigentumsverhältnisse und Beschlüsse, die den wirtschaftlichen Wert der Beteiligung von CIMIC an Ventia beeinträchtigen könnten. CIMIC hat aufgrund der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns keinen maßgeblichen Einfluss mehr. Die 32,8-prozentige Beteiligung ist von einem assoziierten Unternehmen in eine zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertete übrige Finanzanlage gemäß IFRS 9 (Stufe 1) umgegliedert worden. Dies hat zu einem zahlungsunwirksamen, einmaligen Gewinn von 338,3 Mio. Euro geführt, der in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wird.
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Vermögensabgänge:
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Welche Entscheidung im HOCHTIEF-Konzern im Hinblick auf die jeweiligen Sachverhalte grundsätzlich getroffen wurde, kann der Erläuterung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entnommen werden.
Schätzungen und Annahmen des Managements, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie die Angabe der Eventualschulden beziehen, sind bei der Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS notwendig. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf:
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Bau/PPP- und
Construction-Management-/Servicegeschäft:
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die Beurteilung von Projekten bis zum Projektabschluss, insbesondere im Hinblick auf die Bilanzierung von Vertragsmodifikationen sowie den Zeitpunkt und die Höhe der Gewinnrealisierung, |
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die Festlegung der wirtschaftlichen Nutzungsdauern von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, |
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die Bemessung erwarteter Kreditverluste (Expected Credit Losses), |
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die Schätzung von Restwertgarantien und Optionen zum Aufkauf von Leasingverbindlichkeiten, |
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die Schätzung von Mietverlängerungsoptionen, |
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die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, |
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die Prüfung der Werthaltigkeit von at Equity bilanzierten Beteiligungen, |
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die Prüfung der Werthaltigkeit von Geschäfts- oder Firmenwerten auf Basis der Dreijahresplanung oder, im Falle von börsennotierten Unternehmen, auf Basis des Aktienkurses und anderen Vermögenswerten sowie |
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die Beurteilung des Ansatzes von latenten Steuern unter Berücksichtigung der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung im Einklang mit der Konzernstrategie und die Ermittlung von unsicheren Steuerpositionen bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung. |
Die Annahmen und Schätzungen basieren auf den jeweils aktuellen Verhältnissen und Einschätzungen. Bei den zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen zum Bilanzstichtag werden in Bezug auf die erwartete künftige Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Konzernabschlusserstellung vorliegenden Umstände sowie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des globalen und des branchenbezogenen Umfelds berücksichtigt. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich tatsächlich ergebenden Beträge von den geschätzten Werten abweichen. Im Fall einer derartigen Entwicklung werden die Annahmen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden an den neuen Kenntnisstand angepasst.
Die Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden aufgrund der Verabschiedung von Änderungen bestehender oder neuer IFRS durch das International Accounting Standards Board (IASB) insoweit erforderlich, als diese von der EU übernommen wurden und in der Berichtsperiode vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 verpflichtend anzuwenden sind bzw. vorzeitig angewendet werden können.
Diese Neuregelungen betreffen die folgenden Standards:
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Änderungen zu IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse": "Verweis auf das Rahmenkonzept" |
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Änderungen zu IAS 37 "Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen": "Belastende Verträge" |
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Änderungen zu IAS 16 "Sachanlagen": "Einnahmen vor der beabsichtigten Nutzung" |
Des Weiteren hat das IASB im Rahmen des sogenannten "Annual Improvements Process" im Mai 2020 den Sammelstandard "Annual Improvements Cycle 2018-2020" veröffentlicht, der im Juni 2021 von der EU übernommen wurde und in den Berichtsperioden beginnend vom 1. Januar 2022 anzuwenden ist. Dabei wurden kleinere, aber notwendige Änderungen an IFRS 16, IFRS 9, IFRS 1 und IAS 41 verabschiedet.
Die Angabepflichten, die sich aus den Änderungen an IFRS 3, IAS 37, IAS 16 und dem Annual Improvements Process ergeben, hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den HOCHTIEF-Konzernabschluss.
Vom International Accounting Standards Board (IASB) wurden neue Rechnungslegungsvorschriften in Form von Standards verabschiedet, die für den HOCHTIEF-Konzernabschluss relevant sind, aber im Geschäftsjahr 2022 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren und teilweise von der EU noch nicht übernommen wurden.
Der im Mai 2017 vom IASB veröffentlichte Standard IFRS 17 löst künftig den aktuellen Standard IFRS 4 "Versicherungsverträge" ab. Mit IFRS 17 hat der IASB erstmals einen Standard veröffentlicht, der den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis und die Anhangangaben von Versicherungsverträgen vollumfänglich und einheitlich regelt, mit dem Ziel, eine einheitliche, vergleichbare Bilanzierung von Versicherungsverträgen zu gewährleisten. IFRS 17 wurde -mit dessen nachträglichen Änderungen vom Juni 2020 -im November 2021 in das europäische Recht übernommen und ist zum 1. Januar 2023 verpflichtend auf alle Verträge im Anwendungsbereich des IFRS 17 anzuwenden. Damit einher geht die Beendigung der vorübergehenden Befreiung von IFRS 9 und dem Overlay-Ansatz bezogen auf finanzielle Vermögenswerte von Versicherungsgesellschaften. Der Standard ist für HOCHTIEF im Wesentlichen aufgrund von Rückversicherungsleistungen für versicherte Baurisiken relevant.
IFRS 17 sieht eine Bewertung von Versicherungsverträgen zum aktuellen Erfüllungswert vor. Die Bewertungsvorschriften basieren grundsätzlich auf einem sogenannten Bausteinansatz, der den Erfüllungswert auf Basis der abgezinsten erwarteten künftigen Zahlungsströme, einer expliziten Risikoadjustierung und einer vertraglichen Servicemarge zusammensetzt. Die vertragliche Servicemarge stellt hierbei den noch nicht realisierten Gewinn dar, der über den Zeitraum der Bereitstellung der zugesicherten Leistungen in der Zukunft erfasst wird. Die Bewertung von Versicherungsverträgen findet auf der Ebene von Versicherungsgruppen statt.
Für unsere im Anwendungsbereich des IFRS 17 liegenden Versicherungsverträge werden wir dieses allgemeine Bewertungsmodell (Bausteinansatz) anwenden.
Bei der Bewertung der versicherungstechnischen Posten, wie Rückstellungen zur Deckung von Versicherungsfällen, werden hierbei weitgehend alle Zahlungsströme berücksichtigt, die aus den Rechten und Pflichten der Versicherungsverträge resultieren. Dies führt dazu, dass bestimmte Posten, die derzeit in unserem Konzernabschluss gesondert ausgewiesen werden -wie Rechnungsabgrenzungsposten aus Versicherungsgeschäft -künftig entfallen werden.
Wir erwarten keine bedeutenden Auswirkungen der Erstanwendung des IFRS 17 auf den Ansatz und die Bewertung von versicherungstechnischen Posten in der Konzernbilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung des HOCHTIEF-Konzerns.
Der auf ausgewählte Wertpapiere unserer Versicherungsgesellschaften angewandte Overlay-Ansatz, der bisher eine erfolgsneutrale Fortschreibung zum beizulegenden Zeitwert ermöglichte, wird mit Einführung des IFRS 17 eingestellt. Es werden in der Folge keine wesentlichen Ergebniseffekte aus der erfolgswirksamen Bewertung dieser Wertpapiere erwartet.
Der HOCHTIEF-Konzern beabsichtigt, bei der Umsetzung von IFRS 17 die modifiziert retrospektive Methode zum 1. Januar 2023 anzuwenden. Hierbei bleibt die Darstellung der Vergleichsperiode unverändert und etwaige Umstellungseffekte werden im Konzerneigenkapital erfasst.
Die übrigen vom IASB verabschiedeten Neuregelungen haben für den HOCHTIEF-Konzern aus heutiger Sicht keine bedeutende Relevanz. Mögliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss werden zurzeit noch untersucht:
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Änderungen zu IFRS 17 "Versicherungsverträge": "Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 - Vergleichsinformationen" |
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Änderungen zu IFRS 16 "Leases": "Lease Liability in a Sale and Leaseback" |
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Änderungen zu IAS 12 "Ertragsteuern": "Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die aus einem einzigen Geschäftsvorfall entstehen" |
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Änderungen zu IAS 8 "Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler: "Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen" |
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Änderungen zu IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und IFRS Practise Statement 2: "Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden" |
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Änderungen zu IAS 1 "Presentation of
Financial Statements":
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Die Umsatzerlöse in Höhe von 26.219.332 Tsd. Euro (Vorjahr 21.377.874 Tsd. Euro) beinhalten nach dem Fertigungsfortschritt realisierte Leistungsverpflichtungen beim klassischen Baugeschäft und Construction-Management sowie Lieferungen und Leistungen an Arbeitsgemeinschaften und sonstige Leistungen. Des Weiteren werden in dieser Position Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen, wie Bauplanung, Projektentwicklung, Logistik, Asset-Management sowie Konzessions- und Versicherungsgeschäft, ausgewiesen.
Die Umsätze nach Divisions gliedern sich in die Aktivitäten "Bau/PPP", "Construction-Management/Services" und "Andere". "Bau/PPP" beinhaltet Flatiron bei HOCHTIEF Americas, CPB Contractors und Leighton Asia bei HOCHTIEF Asia Pacific sowie HOCHTIEF Infrastructure und HOCHTIEF PPP Solutions bei HOCHTIEF Europe.
Die wesentlichen "Construction-Management- und Services"-Gesellschaften sind Turner bei HOCHTIEF Americas, das Dienstleistungsgeschäft von UGL und das Mineralienverarbeitungsgeschäft von Sedgman bei HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Engineering sowie synexs und Trinac bei HOCHTIEF Europe. Umsätze aus dem Nichtkerngeschäft sind der Kategorie "Andere" zugeordnet.
Die Aufgliederung der Umsatzerlöse aus fortgeführten Aktivitäten stellt sich wie folgt dar (in Tsd. EUR):
| Divisions | Aktivitäten | |||||
| Bau/PPP | Construction-Management/Services | Andere | ||||
| HOCHTIEF Americas | 1.774.332 | 6,8 % | 15.661.920 | 59,7 % | 23.757 | 0,1 % |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 4.972.769 | 18,9 % | 2.241.052 | 8,6 % | 85.786 | 0,3 % |
| HOCHTIEF Europe | 1.206.449 | 4,6 % | 47.087 | 0,2 % | 12.149 | 0,1 % |
| Corporate | - | - | - | - | 194.031 | 0,7 % |
| HOCHTIEF-Konzern | 7.953.550 | 30,3 % | 17.950.059 | 68,5 % | 315.723 | 1,2 % |
| Divisions | Umsatzerlöse gesamt | |
| HOCHTIEF Americas | 17.460.009 | 66,6 % |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 7.299.607 | 27,8 % |
| HOCHTIEF Europe | 1.265.685 | 4,9 % |
| Corporate | 194.031 | 0,7 % |
| HOCHTIEF-Konzern | 26.219.332 | 100,0 % |
| Divisions | Aktivitäten | |||||
| Bau/PPP | Construction-Management/Services | Andere | ||||
| HOCHTIEF Americas | 1.443.595 | 6,8 % | 12.344.974 | 57,7 % | 4.394 | 0,0 % |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 4.356.439 | 20,4 % | 1.746.728 | 8,2 % | 34.150 | 0,1 % |
| HOCHTIEF Europe | 1.236.687 | 5,8 % | 42.019 | 0,2 % | 25.698 | 0,1 % |
| Corporate | - | - | - | - | 143.190 | 0,7 % |
| HOCHTIEF-Konzern | 7.036.721 | 33,0 % | 14.133.721 | 66,1 % | 207.432 | 0,9 % |
| Divisions | Umsatzerlöse gesamt | |
| HOCHTIEF Americas | 13.792.963 | 64,5 % |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 6.137.317 | 28,7 % |
| HOCHTIEF Europe | 1.304.404 | 6,1 % |
| Corporate | 143.190 | 0,7 % |
| HOCHTIEF-Konzern | 21.377.874 | 100,0 % |
Nicht aus Kundenverträgen stammende Umsätze, im Wesentlichen aus der Aktivität "Andere" in Corporate, betragen 229.983 Tsd. Euro (Vorjahr 173.126 Tsd. Euro).
Die in der Berichtsperiode erfassten Umsatzerlöse, die zu Beginn der Berichtsperiode in den Vertragsverbindlichkeiten enthalten waren, betragen 1.229 Mio. Euro (Vorjahr 967 Mio. Euro). Der Betrag von im Berichtszeitraum erfassten Umsatzerlösen aus Leistungsverpflichtungen, die in früheren Perioden erfüllt (oder teilweise erfüllt) wurden, beträgt 9 Mio. Euro (Vorjahr 27 Mio. Euro).
Die Aufteilung des Auftragsbestands (verbleibende Leistungsverpflichtungen) nach Aktivitäten und Divisions ist wie folgt (in Tsd. EUR):
| Divisions | Aktivitäten | |||||
| Bau/PPP | Construction-Management/Services | Andere | ||||
| HOCHTIEF Americas | 5.166.112 | 10,0 % | 22.609.634 | 44,0 % | - | - |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 6.775.475 | 13,2 % | 12.612.821 | 24,5 % | - | - |
| HOCHTIEF Europe | 4.206.510 | 8,2 % | 33.468 | 0,1 % | - | - |
| Corporate | - | - | - | - | - | - |
| HOCHTIEF-Konzern | 16.148.097 | 31,4 % | 35.255.923 | 68,6 % | - | - |
| Divisions | Auftragsbestand gesamt | |
| HOCHTIEF Americas | 27.775.746 | 54,0 % |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 19.388.296 | 37,7 % |
| HOCHTIEF Europe | 4.239.978 | 8,3 % |
| Corporate | - | - |
| HOCHTIEF-Konzern | 51.404.020 * | 100,0 % |
| Divisions | Aktivitäten | |||||
| Bau/PPP | Construction-Management/Services | Andere | ||||
| HOCHTIEF Americas | 4.890.157 | 9,4 % | 21.184.714 | 40,8 % | - | - |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 6.418.523 | 12,4 % | 14.829.256 | 28,6 % | - | - |
| HOCHTIEF Europe | 4.562.573 | 8,8 % | 31.204 | 0,0 % | - | - |
| Corporate | - | - | - | - | - | - |
| HOCHTIEF-Konzern | 15.871.253 | 30,6 % | 36.045.174 | 69,4 % | - | - |
| Divisions | Auftragsbestand gesamt | |
| HOCHTIEF Americas | 26.074.871 | 50,2 % |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 21.247.779 | 41,0 % |
| HOCHTIEF Europe | 4.593.777 | 8,8 % |
| Corporate | - | - |
| HOCHTIEF-Konzern | 51.916.427 ** | 100,0 % |
Die Vertragslaufzeiten variieren je nach Geschäftstätigkeit. Die durchschnittlichen Vertragslaufzeiten sind nachstehend aufgeführt, jedoch weichen einige Verträge von diesen üblichen Laufzeiten ab. Während die Umsatzerlöse normalerweise über diese unterschiedlichen Laufzeiten vereinnahmt werden, wird bei einem größeren Teil der oben angegebenen Umsatzerlöse eine kurzfristige Vereinnahmung erwartet.
| ― |
Bau: ein bis vier Jahre |
| ― |
PPP: bis 30 Jahre |
| ― |
Construction-Management/Services: bis zehn Jahre |
Die rechnerische Auftragsreichweite liegt bei 21 Monaten.
| (In Tsd. EUR) | 2022 | 2021 |
| Erträge aus Ent- und Übergangskonsolidierungen | 338.293 | 32.611 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 64.690 | 49.345 |
| Kursgewinne aus Fremdwährungen | 35.078 | 30.307 |
| Erträge aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | 7.151 | 7.275 |
| Erträge aus Abgängen/Zuschreibungen von Forderungen | 2.571 | 4.171 |
| Übrige | 53.752 | 82.508 |
| 501.535 | 206.217 |
Die Erträge aus Ent- und Übergangskonsolidierungen entfallen auf die Division HOCHTIEF Asia Pacific (im Vorjahr Division HOCHTIEF Europe) und resultieren aus der Umgliederung der Beteiligung an Ventia von einem assoziierten Unternehmen in eine zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertete übrige Finanzanlage.
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem Erträge aus Versicherungsentschädigungen und weitere, nicht an anderer Stelle auszuweisende Erträge.
| (In Tsd. EUR) | 2022 | 2021 |
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 1.923.683 | 1.614.014 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 17.997.984 | 14.502.061 |
| 19.921.667 | 16.116.075 |
| (In Tsd. EUR) | 2022 | 2021 |
| Löhne und Gehälter | 3.852.419 | 3.214.703 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 617.342 | 535.116 |
| 4.469.761 | 3.749.819 |
Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen 203.659 Tsd. Euro (Vorjahr 177.454 Tsd. Euro). Sie betreffen im Wesentlichen die im Geschäftsjahr erdienten Versorgungsansprüche aus leistungsorientierten Pensionsplänen und die Zahlungen an beitragsorientierte Versorgungssysteme. Die Zahlungen an staatliche Rentenversicherungsträger sind in den sozialen Abgaben enthalten.
| 2022 | 2021 | |
| Deutschland | 3.030 | 3.120 |
| International | 31.720 | 29.746 |
| 34.750 | 32.866 |
| (In Tsd. EUR) | 2022 | 2021 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 22.669 | 15.894 |
| Sachanlagen | 320.109 | 297.128 |
| davon: Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen | 136.131 | 132.815 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 1.035 | 1.156 |
| 343.813 | 314.178 |
Die Abschreibungen enthalten Wertminderungen des Bereichs Corporate in Höhe von 9.560 Tsd. Euro und 36 Tsd. Euro in der Division HOCHTIEF Asia Pacific. Die Abschreibungen des Vorjahres enthielten Wertminderungen in der Division HOCHTIEF Americas in Höhe von 169 Tsd. Euro und in der Division HOCHTIEF Europe in Höhe von 114 Tsd. Euro.
| (In Tsd. EUR) | 2022 | 2021 |
| Versicherungen | 397.400 | 291.897 |
| Mieten, Pachten und Leasing | 295.198 | 100.072 |
| Organisation und Programmierung | 79.645 | 75.665 |
| Technische und kaufmännische Beratung | 77.739 | 45.963 |
| Gerichts-, Anwalts- und Notarkosten | 56.138 | 60.326 |
| Reisekosten | 50.489 | 35.135 |
| Büromaterial | 47.585 | 41.470 |
| Kursverluste aus Fremdwährungen | 41.000 | 22.819 |
| Verluste aus Wertminderungen und Abgängen von kurzfristigen Vermögenswerten (außer Vorräten) | 34.611 | 42.606 |
| Sonstige Steuern | 13.935 | 16.707 |
| Kosten des Post- und Zahlungsverkehrs | 12.509 | 12.436 |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen | 11.679 | 22.169 |
| Übrige | 381.961 | 274.646 |
| 1.499.889 | 1.041.911 |
Der Versicherungsaufwand betrifft überwiegend die Absicherung von projektbezogenen Risiken in der TurnerGruppe. Hierbei wird durch Zusammenführen von Versicherungsleistungen von Turner und anderen Projektbeteiligten, wie Lieferanten und Kunden, die Minimierung der aus der Projektabwicklung resultierenden Risiken für Turner sowie für die Kunden erreicht. Den Versicherungsaufwendungen stehen entsprechende im Umsatz ausgewiesene Erlöse gegenüber.
Der Anstieg bei den Mieten, Pachten und Leasing resultiert zu 178 Mio. Euro aus einer Vereinheitlichung des Ausweises von Leasingaufwendungen für kurzfristige projektbezogene Vermögenswerte, die zuvor als Materialaufwand ausgewiesen wurden. Wäre diese Vereinheitlichung im Vorjahr erfolgt, so hätten sich die Leasingaufwendungen um 138 Mio. Euro erhöht und der Materialaufwand dementsprechend vermindert.
In den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist die vertrauliche Geschäftsvereinbarung zur vollständigen und endgültigen Regelung aller Angelegenheiten im Zusammenhang mit dem Flüssigerdgasprojekt Ichthys (CCPP) enthalten, die CIMIC im April 2022 mit seinen Konsortialpartnern und dem Auftraggeber getroffen hat. Darüber hinaus sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Wesentlichen Kosten der Auftragsabwicklung, Sachkosten der Verwaltung, Jahresabschlusskosten und weitere, nicht an anderer Stelle auszuweisende Aufwendungen berücksichtigt. Im Vorjahr waren die Aufwendungen aus einem Schiedgerichtsverfahren über ein Altprojekt aus 2012, das den Bau eines Wasserkraftwerkes in Chile zum Gegenstand hatte, ausgewiesen.
Im Beteiligungsergebnis werden sämtliche Erträge und Aufwendungen gezeigt, die im Zusammenhang mit at Equity bewerteten Finanzanlagen und mit Beteiligungen entstanden sind.
Das Beteiligungsergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
| (In Tsd. EUR) | 2022 | 2021 |
| Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 236.266 | 145.181 |
| davon positive Marktwertänderungen | 1.212 | - |
| davon negative Marktwertänderungen | -1.942 | -11.789 |
| Ergebnis aus nicht konsolidierten Tochterunternehmen | 49 | 135 |
| davon positive Marktwertänderungen | - | 13 |
| davon negative Marktwertänderungen | - | - |
| Ergebnis aus übrigen Beteiligungen | 17.842 | 12.025 |
| davon positive Marktwertänderungen | 3.499 | 12.482 |
| davon negative Marktwertänderungen | -3.342 | -1.447 |
| Erträge aus dem Abgang von Beteiligungen | 26.558 | 20 |
| Aufwendungen aus dem Abgang von Beteiligungen | -7 | -25 |
| Erträge aus Ausleihungen an Beteiligungen | 12.513 | 16.567 |
| Aufwendungen aus Ausleihungen an Beteiligungen | - | - |
| Übriges Beteiligungsergebnis | 56.955 | 28.722 |
| 293.221 | 173.903 |
Die Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, entfallen mit 101.750 Tsd. Euro (Vorjahr 90.506 Tsd. Euro) auf assoziierte Unternehmen und mit 134.516 Tsd. Euro (Vorjahr 54.675 Tsd. Euro) auf Gemeinschaftsunternehmen.
Das Ergebnis aus übrigen Beteiligungen enthält im Geschäftsjahr Zuschreibungen auf Beteiligungen der Division HOCHTIEF Asia Pacific in Höhe von 3.499 Tsd. Euro (Vorjahr 12.482 Tsd. Euro) sowie 16.557 Tsd. Euro (Vorjahr 0 Euro) aus Dividendenerträgen von zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewerteten übrigen Beteiligungen.
| (In Tsd. EUR) | 2022 | 2021 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 51.916 | 23.584 |
| Andere Finanzerträge | 71.650 | 28.872 |
| Finanzerträge | 123.566 | 52.456 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -184.270 | -143.057 |
| Zinsanteile an Zuführungen zu langfristigen Rückstellungen | -6.696 | -5.610 |
| davon Nettozinsaufwendungen aus Pensionsverpflichtungen | -6.595 | -5.479 |
| Andere Finanzaufwendungen | -57.919 | -28.380 |
| Finanzaufwendungen | -248.885 | -177.047 |
| -125.319 | -124.591 |
Zinsen und ähnliche Erträge beziehungsweise Aufwendungen enthalten alle Zinserträge aus Liquiditätsanlagen, verzinslichen Wertpapieren und sonstigen Ausleihungen sowie sämtliche Zinsaufwendungen. Zu den Zinsen und ähnlichen Erträgen zählen darüber hinaus alle Gewinnanteile und Dividenden aus Wertpapieren. Per Saldo ergibt sich hieraus ein Zinsergebnis in Höhe von -132.354 Tsd. Euro (Vorjahr -119.473 Tsd. Euro).
Im Geschäftsjahr wurden für nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente Zinserträge in Höhe von 51.916 Tsd. Euro (Vorjahr 23.584 Tsd. Euro) erzielt. Zinsaufwendungen fielen für nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente in Höhe von 168.335 Tsd. Euro (Vorjahr 128.222 Tsd. Euro) an.
In den anderen Finanzerträgen sind in Höhe von 45.316 Tsd. Euro Erträge aus Derivaten zur Sicherung von Fremdwährungstransaktionen ausgewiesen. Im Vorjahr enthielt die Position 10.011 Tsd. Euro Zinsen aus Umsatzsteuererstattungsansprüchen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft.
Die Nettozinsaufwendungen aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von 6.595 Tsd. Euro (Vorjahr 5.479 Tsd. Euro) enthalten die jährlichen Aufzinsungsbeträge im Zusammenhang mit der Barwertfortschreibung der langfristigen Pensionsverpflichtungen in Höhe von 12.848 Tsd. Euro (Vorjahr 13.836 Tsd. Euro), saldiert mit den Zinserträgen aus Planvermögen in Höhe von 6.253 Tsd. Euro (Vorjahr 8.357 Tsd. Euro).
Finanzerträge und -aufwendungen, die nicht den Zinsen und ähnlichen Erträgen beziehungsweise Aufwendungen oder den Zinsanteilen an Zuführungen zu langfristigen Rückstellungen zugeordnet werden können, werden unter den anderen Finanzerträgen oder den anderen Finanzaufwendungen ausgewiesen. Darunter fallen vor allem Erträge und Aufwendungen aus der Veräußerung von Wertpapieren und aus Finanzderivaten sowie Aufwendungen aus Wertminderungen von Wertpapieren und sonstigen Ausleihungen.
Die Ertragsteuern des HOCHTIEF-Konzerns sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuern. Sie gliedern sich nach ihrer Herkunft wie folgt:
| (In Tsd. EUR) | 2022 | 2021 |
| Tatsächliche Ertragsteuern | 114.234 | 180.427 |
| davon periodenfremd | 20.991 | 44.126 |
| Latente Steuern | 47.931 | -38.842 |
| davon aus temporären Differenzen | 122.748 | -8.720 |
| davon aus steuerlichen Verlustvorträgen/Steuergutschriften | -61.436 | 12.976 |
| davon Wertminderungen (bzw. Umkehrung früherer Wertminderungen) latenter Steueransprüche | -13.381 | -43.098 |
| 162.165 | 141.585 |
Der Betrag der Minderung des Steueraufwands, der durch die Nutzung von Verlustvorträgen und Zinsvorträgen, für die bisher keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden, sowie durch bisher unberücksichtigte temporäre Differenzen und Steuergutschriften entstanden ist, beläuft sich auf 5.301 Tsd. Euro (Vorjahr 6.854 Tsd. Euro).
Die Berechnung der latenten und tatsächlichen Steuern erfolgt auf Basis der Steuersätze, die in den einzelnen Ländern am Bilanzstichtag gelten oder inhaltlich in Kraft gesetzt wurden. Unter Berücksichtigung eines durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatzes berechnet sich der zugrunde gelegte Konzernsteuersatz in Höhe von unverändert 31,5 Prozent wie folgt:
| (In Prozent) | 2022 | 2021 |
| Körperschaftsteuersatz | 15,000 | 15,000 |
| Solidaritätszuschlag | 5,500 | 5,500 |
| Körperschaftsteuersatz inklusive Solidaritätszuschlag | 15,825 | 15,825 |
| Durchschnittlicher Gewerbesteuersatz | 15,675 | 15,675 |
| Konzernsteuersatz | 31,500 | 31,500 |
Der effektive Steueraufwand in Höhe von 162.165 Tsd. Euro (Vorjahr 141.585 Tsd. Euro) weicht um 51.145 Tsd. Euro (Vorjahr 4.566 Tsd. Euro) vom erwarteten Steueraufwand in Höhe von 213.310 Tsd. Euro (Vorjahr 137.019 Tsd. Euro) ab. Der erwartete Steueraufwand ergibt sich aus der Anwendung des Konzernsteuersatzes auf das Ergebnis vor Steuern.
Die folgende Überleitungsrechnung bildet den Unterschied zwischen dem erwarteten und dem effektiven Steueraufwand ab:
| (In Tsd. EUR) | 2022 | 2021 |
| Ergebnis vor Steuern | 677.174 | 434.982 |
| Erwarteter Steueraufwand 31,5 Prozent | 213.310 | 137.019 |
| Unterschied zu ausländischen Steuersätzen | 4.637 | -19.668 |
| Abweichungen durch Bemessungsgrundlage der Gewerbesteuer | -3.172 | 2.262 |
| Änderungen von Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern/Verluste ohne Bildung von latenten Steuern/Nutzung von Verlust- und Zinsvorträgen/Steuergutschriften | 25.636 | -28.780 |
| Steuereffekte auf: | ||
| steuerfreie Erträge | -46.426 | -52.156 |
| steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen | 30.647 | 91.313 |
| Equity-Bilanzierung von assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen einschließlich Abschreibungen auf assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen | -22.257 | -11.793 |
| Sonstiges | -40.210 | 23.388 |
| Effektiver Steueraufwand | 162.165 | 141.585 |
| Effektiver Steuersatz (in Prozent) | 24,0 | 32,6 |
Die steuerfreien Erträge betreffen -wie im Vorjahr -im Wesentlichen Einkünfte aus Beteiligungen.
Mit dem Eintritt von CIMIC in die MEC-Gruppe sind nach dem australischen Income Tax Assessment Act 1997 die steuerlichen Werte der Vermögenswerte des CIMIC Konzerns gemäß den Grundsätzen für die steuerliche Kostenneubemessung neu festzusetzen. Diese Bewertung erfolgt mit der Unterstützung von externen Beratern. Die buchhalterische Auswirkung der Änderung der steuerlichen Organschaft führte zu einem Nettosteuereffekt von 48,8 Mio. Euro, der unter "Sonstiges" ausgewiesen ist. Hierin enthalten sind auch eine Reihe von entgegengesetzt wirkenden Anpassungen bei diversen steuerlichen Positionen, insbesondere im Zusammenhang mit Finanzanlagen, Vorräten und Sachanlagen. Dieser Effekt wird durch Wertminderungen von aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge kompensiert, die in der Position "Änderungen von Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern/Verluste ohne Bildung von latenten Steuern/Nutzung von Verlustvorträgen/Steuergutschriften" ausgewiesen sind.
Die Position "Sonstiges" enthält weiterhin Steueraufwendungen in Höhe von 20.991 Tsd. Euro aus periodenfremden Geschäftsvorfällen sowie 12.401 Tsd. Euro latente Steuererträge aus periodenfremden Geschäftsvorfällen und übrige sonstige Sachverhalte. Im Vorjahr beinhaltet die Position im Wesentlichen Steueraufwendungen in Höhe von 44.126 Tsd. Euro und latente Steuererträge in Höhe von 29.046 Tsd. Euro aus periodenfremden Geschäftsvorfällen.
Die Anteile ohne beherrschenden Einfluss in Höhe von 33.235 Tsd. Euro (Vorjahr 80.997 Tsd. Euro) betreffen mit 33.236 Tsd. Euro (Vorjahr 81.135 Tsd. Euro) Gewinnanteile und mit 1 Tsd. Euro (Vorjahr 138 Tsd. Euro) Verlustanteile. Die Gewinnanteile entfallen mit 14.024 Tsd. Euro (Vorjahr 21.048 Tsd. Euro) auf Flatiron. Im Vorjahreswert waren zudem 51.300 Tsd. Euro Gewinnanteile der CIMIC-Gruppe enthalten.
Die Aufgliederung der in der Konzernbilanz zusammengefassten Anlageposition "Immaterielle Vermögenswerte" und ihre Entwicklung stellen sich im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr wie folgt dar:
| (In Tsd. EUR) | Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung | Summe |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||
| Stand 1.1.2022 | 456.329 | 968.228 | 1.424.557 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | 9.499 | 12.516 | 22.015 |
| Zugänge | 11.652 | - | 11.652 |
| Abgänge | -16.387 | - | -16.387 |
| Umbuchungen | 1.279 | - | 1.279 |
| Währungsanpassungen | 7.567 | 12.049 | 19.616 |
| Stand 31.12.2022 | 469.939 | 992.793 | 1.462.732 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||
| Stand 1.1.2022 | 333.425 | - | 333.425 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | 1.121 | - | 1.121 |
| Zugänge | 22.669 | - | 22.669 |
| Abgänge | -16.287 | - | -16.287 |
| Umbuchungen | - | - | - |
| Währungsanpassungen | 4.533 | - | 4.533 |
| Zuschreibungen | - | - | - |
| Stand 31.12.2022 | 345.461 | - | 345.461 |
| Buchwerte Stand 31.12.2022 | 124.478 | 992.793 | 1.117.271 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||
| Stand 1.1.2021 | 427.839 | 917.887 | 1.345.726 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | 2.945 | 7.728 | 10.673 |
| Zugänge | 8.949 | - | 8.949 |
| Abgänge | -1.854 | - | -1.854 |
| Umbuchungen | 3.614 | - | 3.614 |
| Währungsanpassungen | 14.836 | 42.613 | 57.449 |
| Stand 31.12.2021 | 456.329 | 968.228 | 1.424.557 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||
| Stand 1.1.2021 | 304.286 | - | 304.286 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | 3.997 | - | 3.997 |
| Zugänge | 15.894 | - | 15.894 |
| Abgänge | -694 | - | -694 |
| Umbuchungen | 7 | - | 7 |
| Währungsanpassungen | 9.935 | - | 9.935 |
| Zuschreibungen | - | - | - |
| Stand 31.12.2021 | 333.425 | - | 333.425 |
| Buchwerte Stand 31.12.2021 | 122.904 | 968.228 | 1.091.132 |
Die immateriellen Vermögenswerte unterliegen -wie im Vorjahr -keinen Verfügungsbeschränkungen. Es sind im Geschäftsjahr Entwicklungskosten in Höhe von 2.010 Tsd. Euro (Vorjahr 2.824 Tsd. Euro) aktiviert worden. Zudem fielen Wertminderungen in Höhe von 9.560 Tsd. Euro (Vorjahr 0 Tsd. Euro) an. Für unternehmensübergreifende Forschungs- und Entwicklungsprojekte des zentralen Innovationsmanagements wurden insgesamt 12.844 Tsd. Euro (Vorjahr 30.986 Tsd. Euro) aufwandswirksam erfasst.
Die immateriellen Vermögenswerte enthalten aus Erstkonsolidierungen Firmennamen in Höhe von 46.027 Tsd. Euro (Vorjahr 43.315 Tsd. Euro), die sowohl die Division HOCHTIEF Americas mit 43.741 Tsd. Euro (Vorjahr 41.192 Tsd. Euro) als auch die Division HOCHTIEF Asia Pacific mit 2.286 Tsd. Euro (Vorjahr 2.123 Tsd. Euro) betreffen. Die Firmennamen werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einmal jährlich sowie zusätzlich bei Vorliegen bestimmter, auf eine mögliche Wertminderung hindeutender Indikatoren einem Werthaltigkeitstest in Analogie zum unten beschriebenen entsprechenden Test für Geschäfts- oder Firmenwerte gemäß IAS 36 unterzogen. Im Berichtsjahr ergab sich ein Wertminderungsbedarf in der Division HOCHTIEF Asia Pacific in Höhe von 36 Tsd. Euro (Vorjahr: Wertminderungen in der Division HOCHTIEF Americas in Höhe von 169 Tsd. Euro). Zudem resultieren die Veränderungen im Geschäftsjahr 2022 mit 2.549 Tsd. Euro (Division HOCHTIEF Americas) und -16 Tsd. Euro (Division HOCHTIEF Asia Pacific) aus Währungsanpassungen sowie mit 215 Tsd. Euro aus Konsolidierungskreisänderungen (Division HOCHTIEF Asia Pacific).
Die im Rahmen der Erstkonsolidierung aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte von vollkonsolidierten Gesellschaften, deren Aktivitäten fortgeführt werden, sind zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf Segmentebene zugeordnet worden, um die nachfolgend beschriebenen Werthaltigkeitstests durchzuführen. Die Zuordnung erfolgte entsprechend der Segmentberichterstattung zu den einzelnen Divisions.
Die jährliche Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte auf Ebene der Segmente (Divisions) wird bei HOCHTIEF zum 31. März des Geschäftsjahres durchgeführt. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember wird sichergestellt, dass keine wesentlichen Veränderungen der Parameter für die Werthaltigkeitsprüfung bestehen, aus denen heraus sich eine Wertminderung ergeben würde. Hierbei werden insbesondere die Zinsentwicklung und deren Einfluss auf die Kapitalkosten sowie die Geschäftsentwicklung der jeweiligen Divisions im abgelaufenen Geschäftsjahr analysiert. Im Rahmen der Werthaltigkeitstests wird der erzielbare Betrag einer Division mit deren Buchwert verglichen.
Die erzielbaren Beträge der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Europe werden anhand ihres individuellen Nutzungswerts bestimmt. Dieser entspricht dem Barwert der zukünftigen Free Cashflows, die voraussichtlich aus einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit erzielt werden können. Der Nutzungswert wird auf der Grundlage eines Unternehmensbewertungsmodells (Discounted-Cashflow-Methode) ermittelt, wobei dieser aus unternehmensinterner Sicht bestimmt wird. Der Bestimmung liegen Cashflow-Planungen zugrunde, die grundsätzlich auf der vom Vorstand genehmigten und im Zeitpunkt der Durchführung des Werthaltigkeitstests gültigen Planung für eine Detailperiode von drei Jahren basieren. Im Detailplanungszeitraum wurde für HOCHTIEF Americas mit leicht steigenden Umsatzerlösen und nahezu konstanten EBIT-Margen beziehungsweise für HOCHTIEF Europe mit nahezu konstanten Umsatzerlösen und leicht steigenden EBIT-Margen geplant. In diese Planung fließen Erfahrungen ebenso wie Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Marktentwicklung ein. Für den sich anschließenden Zeitraum werden gleichbleibende Cashflows ohne Berücksichtigung einer Wachstumsrate im Terminal Value angesetzt. Ausgehend vom Free Cashflow des letzten Planjahres, wird ein nachhaltiger Cashflow ermittelt. Die Planungsprämissen werden an den aktuellen Erkenntnisstand angepasst. Die Kapitalkostensätze basieren auf dem Konzept der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (WACC). Es erfolgt zunächst eine Nach-Steuer-Berechnung des Nutzungswerts durch Diskontierung der Cashflows mit einem für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit separat ermittelten Kapitalkostensatz nach Steuern. Im Anschluss wird der Diskontierungssatz vor Steuern für Zwecke der Anhangangaben iterativ ermittelt.
Die im Rahmen der Werthaltigkeitstests verwendeten Diskontierungssätze für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Europe liegen vor Steuern bei 9,17 und 8,71 Prozent (Vorjahr 7,71 und 8,41 Prozent). Unter Berücksichtigung der im abgelaufenen Geschäftsjahr angestiegenen risikofreien Zinssätze betragen die Diskontierungssätze am Bilanzstichtag vor Steuern 11,38 und 10,75 Prozent.
Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit HOCHTIEF Asia Pacific wird anhand des beizulegenden Zeitwerts, der aus dem Börsenwert von CIMIC zum Bewertungsstichtag 31. März 2022 abgeleitet wird, bestimmt. Der Börsenwert von CIMIC zum 31. März 2022 entspricht dem von HOCHTIEF pro CIMIC-Aktie am 23. Februar 2022 unterbreiteten Übernahmeangebot zum Erwerb aller CIMIC-Aktien an die Streubesitzaktionäre von CIMIC gegen Zahlung von 22 australischen Dollar je Aktie. Eine zusätzlich durchgeführte Bestimmung des Nutzungswerts für HOCHTIEF Asia Pacific (DCF-Methode) bestätigt eine hohe Überdeckung des erzielbaren Betrags der Division über ihren Buchwert.
Ein Vergleich der erzielbaren Beträge der Divisions mit deren Buchwerten ergab -wie im Vorjahr -aufgrund der hohen Bewertungsreserven keinen Abwertungsbedarf für Geschäfts- oder Firmenwerte.
Im Geschäftsjahr 2022 veränderten sich die Geschäfts- oder Firmenwerte der einzelnen Divisions wie folgt:
| (In Tsd. EUR) | Stand 1.1.2022 | Währungsanpassungen | Änderung Konsolidierungskreis | Umbuchungen | Stand 31.12.2022 |
| HOCHTIEF Americas | 317.948 | 19.677 | - | - | 337.625 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 619.148 | -7.628 | 12.516 | - | 624.036 |
| HOCHTIEF Europe | 31.132 | - | - | - | 31.132 |
| HOCHTIEF-Konzern | 968.228 | 12.049 | 12.516 | - | 992.793 |
| (In Tsd. EUR) | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | Technische Anlagen und Maschinen, Transportgeräte | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
| Stand 1.1.2022 | 103.441 | 880.665 | 187.631 | 61.800 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | 18 | -5.629 | - | - |
| Zugänge | 1.542 | 125.973 | 10.552 | 37.664 |
| Abgänge | -6.218 | -141.070 | -5.512 | - |
| Umbuchungen | 7 | -1.662 | -16 | 665 |
| Währungsanpassungen | 429 | 14.459 | 8.920 | 300 |
| Stand 31.12.2022 | 99.219 | 872.736 | 201.575 | 100.429 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Stand 1.1.2022 | 55.726 | 546.585 | 133.625 | - |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | - | -3.707 | - | - |
| Zugänge | 5.379 | 158.399 | 20.200 | - |
| Abgänge | -4.288 | -123.112 | -5.534 | - |
| Umbuchungen | - | 403 | -16 | - |
| Währungsanpassungen | 203 | 8.688 | 6.272 | - |
| Zuschreibungen | -302 | -69 | - | - |
| Stand 31.12.2022 | 56.718 | 587.187 | 154.547 | - |
| Buchwerte Stand 31.12.2022 | 42.501 | 285.549 | 47.028 | 100.429 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
| Stand 1.1.2021 | 106.015 | 927.932 | 204.160 | 61.930 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | 180 | 3.945 | 268 | - |
| Zugänge | 1.272 | 55.642 | 12.456 | 6.342 |
| Abgänge | -1.833 | -144.249 | -41.953 | - |
| Umbuchungen | -4.273 | 4.894 | 16 | -7.617 |
| Währungsanpassungen | 2.080 | 32.501 | 12.684 | 1.145 |
| Stand 31.12.2021 | 103.441 | 880.665 | 187.631 | 61.800 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Stand 1.1.2021 | 55.163 | 517.042 | 143.878 | - |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | - | 71 | 5 | - |
| Zugänge | 5.579 | 140.514 | 18.220 | - |
| Abgänge | -1.442 | -127.234 | -41.611 | - |
| Umbuchungen | -4.317 | -4.331 | 4.009 | - |
| Währungsanpassungen | 1.437 | 20.523 | 9.124 | - |
| Zuschreibungen | -694 | - | - | - |
| Stand 31.12.2021 | 55.726 | 546.585 | 133.625 | - |
| Buchwerte Stand 31.12.2021 | 47.715 | 334.080 | 54.006 | 61.800 |
| (In Tsd. EUR) | Nutzungsrechte - Grundstücke und Bauten | Nutzungsrechte - Technische Anlagen, Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||
| Stand 1.1.2022 | 666.649 | 192.791 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | - | -5.063 |
| Zugänge | 162.146 | 57.801 |
| Abgänge | -27.225 | -51.313 |
| Umbuchungen | -12.761 | 12.984 |
| Währungsanpassungen | 5.452 | 6.746 |
| Stand 31.12.2022 | 794.261 | 213.946 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||
| Stand 1.1.2022 | 418.202 | 120.359 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | - | -3.642 |
| Zugänge | 82.805 | 53.326 |
| Abgänge | -26.191 | -50.976 |
| Umbuchungen | - | 12.984 |
| Währungsanpassungen | 3.357 | 3.971 |
| Zuschreibungen | - | - |
| Stand 31.12.2022 | 478.173 | 136.022 |
| Buchwerte Stand 31.12.2022 | 316.088 | 77.924 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||
| Stand 1.1.2021 | 708.984 | 192.601 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | 1.095 | 1.510 |
| Zugänge | 68.691 | 46.316 |
| Abgänge | -129.171 | -56.755 |
| Umbuchungen | 358 | -1.090 |
| Währungsanpassungen | 16.692 | 10.209 |
| Stand 31.12.2021 | 666.649 | 192.791 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||
| Stand 1.1.2021 | 459.580 | 113.849 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | 108 | -58 |
| Zugänge | 76.522 | 56.293 |
| Abgänge | -127.553 | -55.023 |
| Umbuchungen | 1 | -733 |
| Währungsanpassungen | 9.544 | 6.031 |
| Zuschreibungen | - | - |
| Stand 31.12.2021 | 418.202 | 120.359 |
| Buchwerte Stand 31.12.2021 | 248.447 | 72.432 |
| (In Tsd. EUR) | Summe |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |
| Stand 1.1.2022 | 2.092.977 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | -10.674 |
| Zugänge | 395.678 |
| Abgänge | -231.338 |
| Umbuchungen | -783 |
| Währungsanpassungen | 36.306 |
| Stand 31.12.2022 | 2.282.166 |
| Kumulierte Abschreibungen | |
| Stand 1.1.2022 | 1.274.497 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | -7.349 |
| Zugänge | 320.109 |
| Abgänge | -210.101 |
| Umbuchungen | 13.371 |
| Währungsanpassungen | 22.491 |
| Zuschreibungen | -371 |
| Stand 31.12.2022 | 1.412.647 |
| Buchwerte Stand 31.12.2022 | 869.519 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |
| Stand 1.1.2021 | 2.201.622 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | 6.998 |
| Zugänge | 190.719 |
| Abgänge | -373.961 |
| Umbuchungen | -7.712 |
| Währungsanpassungen | 75.311 |
| Stand 31.12.2021 | 2.092.977 |
| Kumulierte Abschreibungen | |
| Stand 1.1.2021 | 1.289.512 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | 126 |
| Zugänge | 297.128 |
| Abgänge | -352.863 |
| Umbuchungen | -5.371 |
| Währungsanpassungen | 46.659 |
| Zuschreibungen | -694 |
| Stand 31.12.2021 | 1.274.497 |
| Buchwerte Stand 31.12.2021 | 818.480 |
Sachanlagen wurden -wie im Vorjahr -nicht wertgemindert und unterliegen -wie im Vorjahr -keinen Verfügungsbeschränkungen.
| (In Tsd. EUR) | |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |
| Stand 1.1.2022 | 27.436 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | - |
| Zugänge | 6.697 |
| Abgänge | -692 |
| Umbuchungen | 8.486 |
| Währungsanpassungen | -522 |
| Stand 31.12.2022 | 41.405 |
| Kumulierte Abschreibungen | |
| Stand 1.1.2022 | 7.962 |
| Zugänge | 1.035 |
| Abgänge | -580 |
| Umbuchungen | - |
| Währungsanpassungen | - |
| Stand 31.12.2022 | 8.417 |
| Buchwerte Stand 31.12.2022 | 32.988 |
| (In Tsd. EUR) | |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |
| Stand 1.1.2021 | 27.435 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | - |
| Zugänge | 1 |
| Abgänge | - |
| Umbuchungen | - |
| Währungsanpassungen | - |
| Stand 31.12.2021 | 27.436 |
| Kumulierte Abschreibungen | |
| Stand 1.1.2021 | 6.806 |
| Zugänge | 1.156 |
| Abgänge | - |
| Umbuchungen | - |
| Währungsanpassungen | - |
| Stand 31.12.2021 | 7.962 |
| Buchwerte Stand 31.12.2021 | 19.474 |
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien wurden im Berichtsjahr nicht wertgemindert (Vorjahr 114 Tsd. Euro).
Zum 31. Dezember 2022 beträgt der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 32.988 Tsd. Euro (Vorjahr 19.474 Tsd. Euro). Er wird unverändert nach international anerkannten Bewertungsmethoden ermittelt, wie durch die Ableitung aus dem aktuellen Marktpreis vergleichbarer Immobilien oder die Discounted-Cashflow-Methode.
Die Mieterlöse aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien der fortgeführten Aktivitäten beliefen sich im Berichtsjahr auf 4.368 Tsd. Euro (Vorjahr 3.467 Tsd. Euro). Von den direkten betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 199 Tsd. Euro (Vorjahr 891 Tsd. Euro) entfielen 169 Tsd. Euro (Vorjahr 796 Tsd. Euro) auf vermietete und 30 Tsd. Euro (Vorjahr 95 Tsd. Euro) auf nicht vermietete als Finanzinvestition gehaltene Immobilien.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien unterliegen -wie im Vorjahr -keinen Verfügungsbeschränkungen.
| (In Tsd. EUR) | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| At Equity bilanzierte assoziierte Unternehmen | 1.359.246 | 1.280.330 |
| At Equity bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen | 1.369.149 | 1.225.112 |
| 2.728.395 | 2.505.442 |
Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hält an der Abertis HoldCo, S.A. mit Sitz in Madrid, Spanien, einen Anteil von 20 Prozent minus einer Aktie. Der Konzern wirkt auf die Geschäftspolitik des assoziierten Unternehmens ein und hat einen maßgeblichen Einfluss im Sinne des IAS 28. Der Anteil der HOCHTIEF Aktiengesellschaft an der Abertis HoldCo, S.A. wird somit in den Konzernabschluss als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode einbezogen.
| (In Tsd. EUR) | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| 100,00 % | 100,00 % | |
| Langfristige Vermögenswerte | 39.369.912 | 39.147.851 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 5.597.077 | 6.832.489 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | - | - |
| Langfristige Schulden | 30.636.521 | 32.646.700 |
| Kurzfristige Schulden | 3.880.021 | 3.380.626 |
| Mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten verbundene Schulden | - | - |
| Eigenkapital | 10.450.447 | 9.953.014 |
| Nicht beherrschende Anteile | 2.800.716 | 2.684.799 |
| Eigenkapital ohne nicht beherrschende Anteile | 7.649.731 | 7.268.215 |
| Im Eigenkapital von Abertis ausgewiesene Hybridanleihe | -1.960.091 | -1.954.894 |
| Dem Eigentümer des Unternehmens zurechenbares Eigenkapital | 5.689.640 | 5.313.321 |
| HOCHTIEF-Anteil am Eigenkapital (Beteiligungsquote 20,00 %) | 1.137.928 | 1.062.664 |
| Anschaffungsnebenkosten | 56.501 | 56.501 |
| Buchwert der Beteiligung | 1.194.429 | 1.119.165 |
| (In Tsd. EUR) | 2022 | 2021 |
| 100,00 % | 100,00 % | |
| Umsatzerlöse | 5.101.815 | 4.853.694 |
| Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen | 346.164 | 26.024 |
| Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten | - | - |
| Jahresgewinn | 346.164 | 26.024 |
| Nicht beherrschende Anteile | 12.844 | -263.822 |
| Jahresgewinn, der den Eigentümern des Unternehmens zuzurechnen ist | 333.320 | 289.846 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen nach Steuern | 866.195 | 262.129 |
| Nicht beherrschende Anteile | 230.647 | 121.145 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen nach Steuern, die den Eigentümern des Unternehmens zuzurechnen sind | 635.548 | 140.984 |
| Gesamtergebnis | 1.212.359 | 288.153 |
| Nicht beherrschende Anteile | 243.491 | -142.677 |
| Gesamtergebnis, das den Eigentümern des Unternehmens zuzurechnen ist | 968.868 | 430.830 |
| HOCHTIEF-Anteil am Gesamtergebnis, das den Eigentümern des Unternehmens zuzurechnen ist (Beteiligungsquote 20,00 %) | 193.774 | 86.166 |
| Jahresgewinn | 66.664 | 57.969 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | 127.110 | 28.197 |
| Vom assoziierten Unternehmen während des Jahres erhaltene Dividenden | 118.738 | 118.738 |
Die folgende Übersicht zeigt die Buchwerte sowie anteilige Posten der Gesamtergebnisrechnungen der at Equity bilanzierten und für sich genommen nicht wesentlichen assoziierten Unternehmen in aggregierter Form:
| (In Tsd. EUR) | 2022 | 2021 |
| Buchwerte der Anteile | 164.817 | 161.165 |
| Ergebnis vor Steuern | 44.165 | 45.468 |
| Ertragsteuern | -9.079 | -12.931 |
| Ergebnis nach Steuern | 35.086 | 32.537 |
| Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen | 57.008 | - |
| Gesamtergebnis | 92.094 | 32.537 |
Die Anteile an assoziierten Unternehmen unterliegen -wie im Vorjahr -keinen Verfügungsbeschränkungen.
Die folgenden Tabellen fassen die Finanzinformationen für das für den Konzern als wesentlich klassifizierte Gemeinschaftsunternehmen Thiess zusammen. Dabei wurde die Wesentlichkeit aus einem Vergleich der Nettobuchwerte der einzelnen Beteiligungen mit dem Gesamtbuchwert und Ergebnisanteil aller nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen unter Berücksichtigung relevanter qualitativer Faktoren abgeleitet.
Die dargestellten Informationen zeigen die Beträge aus dem Konzernabschluss des Gemeinschaftsunternehmens und -sofern angegeben -den entsprechenden Konzernanteil. Zudem fließen hier auch Anpassungen ein, die der Konzern bei der Anwendung der Equity-Methode vorzunehmen hatte, darunter Wertberichtigungen und unterschiedliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze.
| (In Tsd. EUR) | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| 100,00 % | 100,00 % | |
| Langfristige Vermögenswerte | 3.232.540 | 2.935.703 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.024.156 | 634.774 |
| davon: Flüssige Mittel | 162.366 | 132.309 |
| Langfristige Schulden | 1.449.316 | 1.366.315 |
| davon: Finanzverbindlichkeiten | 1.270.382 | 1.184.246 |
| Kurzfristige Schulden | 873.515 | 548.319 |
| davon: Finanzverbindlichkeiten | 206.845 | 113.993 |
| Eigenkapital | 1.933.865 | 1.655.843 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 10.769 | 13.449 |
| Anteile der Eigentümer des Unternehmens | 1.923.096 | 1.642.394 |
| Buchwert der Beteiligung (50%) * | 811.895 | 796.222 |
| (In Tsd. EUR) | 2022 | 2021 |
| 100,00 % | 100,00 % | |
| Umsatzerlöse | 2.606.236 | 2.123.287 |
| Sonstige Aufwendungen | -1.846.702 | -1.440.910 |
| Abschreibungen | -408.340 | -392.256 |
| Gewinn- und Verlustanteile an Gemeinschaftsunternehmen | -66 | - |
| Zinserträge | 1.056 | 697 |
| Zinsaufwendungen | -97.466 | -38.332 |
| Ergebnis vor Steuern | 254.718 | 252.486 |
| Ertragsteuern | -69.354 | -70.455 |
| Ergebnis nach Steuern | 185.364 | 182.031 |
| davon: Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 2.244 | 3.295 |
| davon: Anteile der Eigentümer des Unternehmens | 183.120 | 178.736 |
| Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen | 41.441 | 11.658 |
| Gesamtergebnis | 224.561 | 190.394 |
| Konzernanteil (50%) am: | ||
| Ergebnis nach Steuern * | 57.872 | 64.690 |
| Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen | 20.721 | 5.829 |
| Gesamtergebnis | 78.593 | 70.519 |
| Erhaltene Dividende | 59.063 | - |
Thiess gab am 26. Juli 2022 bekannt, dass ein Bid Implementation Deed mit MACA Limited ("MACA") geschlossen wurde. MACA ist ein australischer Bergbaudienstleister, der sich auf Gold-, Eisenerz- und Nickelprojekte in Westaustralien und den Betrieb von Metallbergwerken spezialisiert hat. Es wurde vereinbart durch ein bedingtes außerbörsliches Übernahmeangebot an alle Aktionäre sämtliche ausgegebene MACA Aktien erwerben zu wollen. Der anfänglich von Thiess gebotene Preis von 1,025 australischen Dollar je MACA Aktie in bar wurde am 29. August 2022 auf 1,075 australische Dollar je Aktie erhöht. Das Angebot wurde am 27. September 2022 als bedingungslos erklärt. Am 14. Oktober 2022 endete die Angebotsperiode. Zu diesem Zeitpunkt hielt Thiess eine relevante Beteiligung von mehr als 90 Prozent der ausgegebenen MACA Aktien und übte sein Recht auf zwangsweisen Erwerb der restlichen Anteile aus. Die MACA Wertpapiere wurden von der Börse genommen.
Das Angebot wurde durch die Thiess-Anteilseigner CIMIC und Elliott unterstützt, die sich bereit erklärten, Eigenkapital zur Finanzierung bereitzustellen. CIMIC und Elliott haben die Übernahme durch Zeichnung von neuen Vorzugsaktien ("Class C Preference Shares") an Thiess finanziert. CIMIC investierte 191,3 Mio. australische Dollar (126,2 Mio. Euro). Diese Vorzugsaktien wurden an beide Investoren zu gleichen Teilen und Bedingungen ausgegeben und bieten eine Kuponrendite, die im Rang allen anderen Eigenkapitalinstrumenten vorgeht. Die Class C Preference Shares werden als langfristige Beteiligung an Thiess betrachtet, die nicht nach der Equity-Methode gemäß IAS 28 erfasst wird. Die Beteiligung wird als Eigenkapitalinstrument erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert entsprechend IFRS 9.4.1.4 bewertet und innerhalb der übrigen Finanzanlagen ausgewiesen.
Die folgende Übersicht zeigt die Buchwerte sowie anteilige Posten der Gesamtergebnisrechnungen der at Equity bilanzierten und für sich genommen nicht wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen in aggregierter Form:
| (In Tsd. EUR) | 2022 | 2021 |
| Buchwerte der Anteile | 557.254 | 428.890 |
| Ergebnis vor Steuern | 79.484 | -9.877 |
| Ertragsteuern | -2.840 | -138 |
| Ergebnis nach Steuern | 76.644 | -10.015 |
| Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen | 61.670 | 40.116 |
| Gesamtergebnis | 138.314 | 30.101 |
In dem Ergebnis aus at Equity bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen sind Wertminderungen in Höhe von 1.942 Tsd. Euro (Vorjahr 11.789 Tsd. Euro) und Wertaufholungen in Höhe von 1.212 Tsd. Euro (Vorjahr 0 Tsd. Euro) enthalten.
Anteile an Gemeinschaftsunternehmen sind in Höhe von 98.604 Tsd. Euro (Vorjahr 73.767 Tsd. Euro) verpfändet.
| (In Tsd. EUR) | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Nicht konsolidierte Tochterunternehmen | 1.054 | 2.211 |
| Übrige Beteiligungen | 575.075 | 60.219 |
| Wertpapiere des Finanzanlagevermögens | 35.213 | 24.208 |
| 611.342 | 86.638 |
Die übrigen Beteiligungen wurden im Berichtsjahr in Höhe von 3.342 Tsd. Euro (Vorjahr 1.447 Tsd. Euro) wertgemindert und in Höhe von 3.499 Tsd. Euro (Vorjahr 12.482 Tsd. Euro) zugeschrieben. Außerdem wurden im Vorjahr die nicht konsolidierten Tochterunternehmen in Höhe von 13 Tsd. Euro zugeschrieben. Die übrigen Finanzanlagen unterliegen -wie im Vorjahr -keinen Verfügungsbeschränkungen.
Innerhalb der übrigen Beteiligungen werden die im Geschäftsjahr 2022 umklassifizierten börsengelisteten Anteile an Ventia mit einem Buchwert in Höhe von 430,6 Mio. Euro bilanziert. Außerdem zeichnete CIMIC neue Vorzugsaktien ("Class C Preference Shares") an Thiess in Höhe von insgesamt 191,3 Mio. australischen Dollar (126,2 Mio. Euro). Diese sind als Eigenkapitalinstrument gemäß IFRS 9 bilanziert und in den übrigen Beteiligungen ausgewiesen.
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |||
| (In Tsd. EUR) | langfristig | kurzfristig | langfristig | kurzfristig |
| Ausleihungen an nicht konsolidierte Tochterunternehmen und an Beteiligungen | 87.890 | 34.498 | 106.764 | 21.304 |
| Finanzforderungen gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen | 513 | 236 | - | 1.527 |
| Finanzforderungen gegenüber Beteiligungen | - | 39.242 | - | 35.181 |
| Zinsforderungen aus Steuererstattungen | - | 14.558 | - | 20.004 |
| Zinsabgrenzungen | - | 3.757 | - | 4.107 |
| Übrige Finanzforderungen | 2.588 | 32.344 | 1.190 | 19.192 |
| 90.991 | 124.635 | 107.954 | 101.315 | |
Gegenüber Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, bestehen Ausleihungen und Finanzforderungen in Höhe von insgesamt 161.387 Tsd. Euro (Vorjahr 163.195 Tsd. Euro).
| (In Tsd. EUR) | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.453.293 | 3.074.853 |
| Vertragsvermögenswerte | 2.010.292 | 1.740.381 |
| Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 966.079 | 905.769 |
| 6.429.664 | 5.721.003 |
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegenüber Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, in Höhe von 9.322 Tsd. Euro (Vorjahr 14.504 Tsd. Euro) enthalten. Davon entfallen 3.318 Tsd. Euro (Vorjahr 6.224 Tsd. Euro) auf Forderungen von CIMIC gegenüber der Thiess Pty Limited.
Noch nicht abgerechnete Leistungen werden als Vertragsvermögenswerte erfasst, sofern die Anzahlungen die kumulierte Leistung (Auftragskosten und Auftragsergebnis) nicht übersteigen. Verbleibt nach Abzug der Anzahlungen ein negativer Saldo, wird dieser unter den Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesen.
Die Veränderung der Salden ergibt sich im Wesentlichen aus den im operativen Geschäft erbrachten Leistungen und erhaltenen Zahlungen sowie aus Umbuchungen in die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. In den Vertragsvermögenswerten sind Auftragserlangungs-/erfüllungskosten in Höhe von 48.558 Tsd. Euro (Vorjahr 38.741 Tsd. Euro) enthalten.
Die sonstigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |||
| (In Tsd. EUR) | langfristig | kurzfristig | langfristig | kurzfristig |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 30.806 | 106.262 | 10.784 | 94.403 |
| Schadenersatz- und Garantieansprüche | - | 128.917 | - | 180.304 |
| Forderungen aus Steuern (ohne Ertragsteuern) | - | 62.809 | - | 66.548 |
| Guthaben der Pensionsfonds | 15.996 | - | 413 | - |
| Forderungen aus Derivaten | 10.527 | 3.707 | 11.577 | 2.033 |
| Übrige sonstige Vermögenswerte | 194.947 | 412.108 | 187.151 | 352.556 |
| 252.276 | 713.803 | 209.925 | 695.844 | |
Die Schadenersatz- und Garantieansprüche enthalten mit 126.391 Tsd. Euro (Vorjahr 177.388 Tsd. Euro) im Wesentlichen Erstattungsansprüche aus Versicherungsverträgen der Turner-Gruppe.
Die Rechnungsabgrenzungsposten ergeben sich durch Versicherungsprämien sowie durch Vorauszahlungen für Wartungs- und Serviceleistungen. Des Weiteren sind hier Provisionen enthalten, die die HOCHTIEF-Versicherungsgesellschaften für Vertragsabschlüsse an die Erstversicherer gezahlt haben. Sie werden über die jeweilige Vertragslaufzeit aufgelöst.
Die übrigen sonstigen Vermögenswerte unterliegen -wie im Vorjahr -keinen Verfügungsbeschränkungen.
Bei den Ertragsteueransprüchen in Höhe von 119.502 Tsd. Euro (Vorjahr 100.378 Tsd. Euro) handelt es sich um Forderungen gegenüber in- und ausländischen Finanzbehörden. Diese setzen sich zusammen aus langfristigen Ansprüchen in Höhe von 57 Tsd. Euro (Vorjahr 12 Tsd. Euro) und kurzfristigen Ertragsteueransprüchen in Höhe von 119.445 Tsd. Euro (Vorjahr 100.366 Tsd. Euro).
Die aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich wie folgt:
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | 2022 | 2021 | |||
| (in Tsd. EUR) | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | Erfolgswirksame Veränderung | |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 29.445 | 17.838 | 10.008 | 15.752 | -16.974 | -6.201 |
| Sachanlagen | 21.793 | 64.800 | 13.687 | 50.410 | 4.212 | -4.598 |
| Finanzanlagen | 6.703 | 48.929 | 7.835 | 50.574 | 1.076 | 42.331 |
| übrige langfristige Vermögenswerte | 11.691 | 24.554 | 404 | 32.024 | -4.885 | -14.967 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||||
| Vorräte | 12.255 | 2.556 | 29.077 | 2.836 | 17.522 | -5.738 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.227 | 58.002 | 3.942 | 35.564 | 24.134 | -85.915 |
| übrige kurzfristige Vermögenswerte | 111.191 | 23.199 | 155.960 | 8.133 | 52.243 | 5.201 |
| Langfristige Schulden | ||||||
| Pensionsrückstellungen | 2.618 | 19.954 | 31.672 | - | -7.843 | 20.214 |
| Sonstige Rückstellungen | 10.886 | 57.990 | 7.708 | 47.055 | 19.104 | 42.424 |
| Übrige langfristige Schulden | 59.343 | 1.805 | 75.372 | 193 | 15.597 | 826 |
| Kurzfristige Schulden | ||||||
| Sonstige Rückstellungen | 72.603 | - | 69.195 | - | -2.976 | -29.839 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 41.520 | 65.623 | 72.502 | 81.414 | 18.764 | 32.691 |
| Übrige kurzfristige Schulden | 51.914 | 1.083 | 39.637 | 1.157 | -13.192 | -16.649 |
| 434.189 | 386.333 | 516.999 | 325.112 | 106.782 | -20.220 | |
| Verlustvorträge | 268.925 | - | 208.024 | - | -62.651 | -14.822 |
| Zinsvorträge | - | - | 3.800 | - | 3.800 | -3.800 |
| Bruttobetrag | 703.114 | 386.333 | 728.823 | 325.112 | 47.931 | -38.842 |
| Saldierung | 319.615 | 319.615 | 272.627 | 272.627 | - | - |
| Bilanzausweis | 383.499 | 66.718 | 456.196 | 52.485 | - | - |
Grundsätzlich werden für alle abzugsfähigen temporären Differenzen latente Steuern aktiviert, wenn voraussichtlich künftig steuerpflichtiges Einkommen zu deren Realisierung verfügbar sein wird.
Aktive und passive latente Steuern sind je Gesellschaft beziehungsweise Organkreis miteinander saldiert worden. Im Bruttobetrag der aktiven latenten Steuern von 703.114 Tsd. Euro (Vorjahr 728.823 Tsd. Euro) sind aktivierte Steuerminderungsansprüche enthalten, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge und Steuergutschriften in Folgejahren ergeben:
| (In Tsd. EUR) | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Körperschaftsteuer (oder vergleichbare ausländische Ertragsteuer) | 235.034 | 182.782 |
| Gewerbesteuer | 33.891 | 25.242 |
| 268.925 | 208.024 |
Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden nur insoweit angesetzt, als die Realisierung mit ausreichender Sicherheit gewährleistet ist. Soweit zu versteuernde temporäre Differenzen nicht in ausreichendem Umfang vorliegen, wird bei der Bewertung der latenten Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen und / oder Verlustvorträge das erwartete zu versteuernde Einkommen aus der Planung abgeleitet, wobei Einschränkungen hinsichtlich zu beachtender Regeln der Mindestbesteuerungen Berücksichtigung finden.
Die Beträge in- und ausländischer körperschaft- und gewerbesteuerlicher Verlustvorträge, für die keine latenten Steueransprüche angesetzt wurden, belaufen sich für körperschaftsteuerliche Verlustvorträge auf 1.634.186 Tsd. Euro (Vorjahr 1.689.758 Tsd. Euro) und für gewerbesteuerliche Verlustvorträge auf 1.304.111 Tsd. Euro (Vorjahr 1.367.241 Tsd. Euro).
Die zeitlich begrenzt nutzbaren Verlustvorträge, für die keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden, belaufen sich auf 127.455 Tsd. Euro (Vorjahr 94.748 Tsd. Euro). Die Nutzungsdauer von 50.965 Tsd. Euro (Vorjahr 68 Tsd. Euro) ist auf drei Jahre begrenzt. 28.376 Tsd. Euro (Vorjahr 81.972 Tsd. Euro) verfallen innerhalb von 7 Jahren und 48.113 Tsd. Euro (Vorjahr 12.708 Tsd. Euro) innerhalb von 17 Jahren.
Der Betrag der abzugsfähigen temporären Differenzen, für den in der Bilanz kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde, beläuft sich auf 94.869 (Vorjahr 253.882 Tsd. Euro).
Im Berichtsjahr bestanden bei inländischen und ausländischen Konzerngesellschaften, die im abgelaufenen Geschäftsjahr oder in Vorjahren Verluste erzielten, aktive latente Steuern aus temporären Differenzen oder Verlustvorträgen in Höhe von 12.412 Tsd. Euro (Vorjahr 157.297 Tsd. Euro), die als werthaltig beurteilt werden. Der Ansatz der latenten Steueransprüche in Bezug auf steuerliche Verluste wird durch die prognostizierten künftigen steuerpflichtigen Gewinne der Gruppe unter Bezugnahme auf den aktuellen Auftragsbestand, die erwarteten Auftragseingänge und die bisherige Leistung unterstützt.
Auf Zinsvorträge in Höhe von 383.914 Tsd. Euro (Vorjahr 398.880 Tsd. Euro) wurden keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Die Veränderungen der Zinsvorträge resultieren aus Anpassungen an die Betriebsprüfung sowie aus laufenden Änderungen.
Auf temporäre Differenzen in Höhe von 19.578 Tsd. Euro (Vorjahr 9.422 Tsd. Euro), die im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen stehen, wurden keine latenten Steuerschulden bilanziert, da die Umkehrung vom Konzern bestimmt werden kann und es nicht wahrscheinlich ist, dass sich diese temporären Differenzen in absehbarer Zeit umkehren werden.
Im Geschäftsjahr wurden folgende latente Steuern erfolgsneutral erfasst:
| (In Tsd. EUR) | 2022 | 2021 |
| Veränderung erfolgsneutral erfasster latenter Steuern | -38.999 | -112.076 |
| davon Änderung Konsolidierungskreis / Sonstiges | -12.875 | -55.058 |
| davon Umrechnung ausländischer Abschlüsse | 1.036 | 7.449 |
| davon im Gesamtergebnis erfasste latente Steuern für die erfolgsneutrale Bewertung von originären und derivativen Finanzinstrumenten | 20.382 | -28.477 |
| davon im Gesamtergebnis erfasste latente Steuern für die Neubewertung leistungsorientierter Pläne | -47.542 | -35.990 |
| (In Tsd. EUR) | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 185.601 | 157.072 |
| Unfertige Leistungen und Erzeugnisse | 169.627 | 174.498 |
| Fertige Erzeugnisse | 10.176 | 10.711 |
| Geleistete Anzahlungen | 4.496 | 2.934 |
| 369.900 | 345.215 |
Gemäß IAS 23 wurden unter den unfertigen Leistungen Fremdkapitalkosten in Höhe von 20.473 Tsd. Euro (Vorjahr 18.987 Tsd. Euro) aktiviert. Bei der Ermittlung der Fremdkapitalkosten wurden Zinssätze zwischen 2,74 Prozent und 6,63 Prozent zugrunde gelegt (Vorjahr Zinssätze zwischen 1,32 Prozent und 6,63 Prozent).
Die Vorräte unterliegen -wie im Vorjahr -keinen Verfügungsbeschränkungen.
Bei den kurzfristigen Wertpapieren in Höhe von 587.796 Tsd. Euro (Vorjahr 571.825 Tsd. Euro) handelt es sich im Wesentlichen um festverzinsliche Titel mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von mehr als drei Monaten, für die keine dauerhafte Halteabsicht besteht. Darüber hinaus beinhalten sie Aktien, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sowie in Spezial- und Investmentfonds gehaltene Wertpapiere. Bei Erwerb der Aktien ist nicht beabsichtigt, diese kurzfristig zu veräußern.
Die Wertpapiere, die der Bewertungskategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" angehören, werden im Wesentlichen auf Basis der Regelungen des "Overlay-Approach" abgebildet.
Die kurzfristigen Wertpapiere sind in Höhe von 2.926 Tsd. Euro (Vorjahr 3.499 Tsd. Euro) als Sicherheiten für die Ansprüche von Mitarbeitenden aus Altersteilzeit verpfändet.
Außerhalb der extern gemanagten Anlagen werden in der Direktanlage ausschließlich Anleihen erstklassiger Emittenten gekauft und durch eine breite Diversifizierung Konzentrationsrisiken in Bezug auf einzelne Emittenten strikt vermieden.
Flüssige Mittel in Höhe von 4.806.038 Tsd. Euro (Vorjahr 4.281.642 Tsd. Euro) bestehen als Kassenbestände, als Guthaben bei Kreditinstituten sowie als kurzfristig veräußerbare Wertpapiere mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von bis zu drei Monaten. Diese unterliegen nur unwesentlichen Wertschwankungen. Einige flüssige Mittel in Höhe von 446.166 Tsd. Euro (Vorjahr 277.233 Tsd. Euro) sind verfügungsbeschränkt, entfallend auf bestimmte betriebliche Beschränkungen in Höhe von 250.855 Tsd. Euro (Vorjahr 111.239 Tsd. Euro) sowie im Zusammenhang mit dem Verkauf von Forderungen in Höhe von 195.31 1 Tsd. Euro (Vorjahr 165.994 Tsd. Euro).
Die Darstellung der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals ist Bestandteil des Konzernabschlusses.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist in 77.711.300 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt und beträgt 198.940.928,00 Euro. Der auf die einzelne Aktie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals beträgt 2,56 Euro. Zum 31. Dezember 2022 ergibt sich für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ein Bestand an eigenen Aktien im Sinne von § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG von insgesamt 2.522.676 Stück (Vorjahr 2.525.851 Stück). Diese Aktien wurden ab dem 7. Oktober 2014 für die in den Hauptversammlungsbeschlüssen vom 7. Mai 2014, 6. Mai 2015 und 28. April 2020 genannten Zwecke und zur Verwendung für alle sonstigen aktienrechtlich zulässigen Zwecke erworben. Der auf diese eigenen Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 6.458.050,56 Euro (3,25 Prozent des Grundkapitals) gegenüber dem Vorjahr 6.466.178,56 Euro und 3,58 Prozent.
Das am 8. November 2021 beschlossene Aktienrückkaufprogramm wurde planmäßig am 7. November 2022 beendet. Die Anzahl der ausschließlich über das Xetra-Handelssystem erworbenen Aktien beträgt 71.560 Stück (0,092 Prozent des Grundkapitals). Der an der Börse gezahlte Kaufpreis je Aktie betrug durchschnittlich 69,1693 Euro (ohne Erwerbsnebenkosten). Das Aktienrückkaufprogramm basierte auf der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 28. April 2020, bis zum 27. April 2025 Aktien in Höhe von bis zu zehn Prozent des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals zurückzukaufen. Der Rückkauf wurde durch eine von der Gesellschaft mandatierte Bank und in Übereinstimmung mit Artikel 2 bis 4 der Delegierten Verordnung (EU) 2016/1052 der Kommission vom 8. März 2016 durchgeführt.
3.175 eigene Aktien wurden im April 2022 an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft zu einem Preis von 57,92 Euro je Aktie mit der Verpflichtung übertragen, sie für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren seit der Übertragung zu halten. Damit wurden bestehende Ansprüche der Übertragungsempfänger auf variable Vergütung getilgt. Der auf diese Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 8.128,00 Euro (0,0041 Prozent des Grundkapitals).
Die Kapitalrücklage enthält das Aufgeld aus der Ausgabe von Aktien durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft in Höhe von 2.062.398 Tsd. Euro (Vorjahr 1.674.269 Tsd. Euro), den Buchgewinn aus der Veräußerung eigener Aktien (4.309 Tsd. Euro) sowie die auf die eingezogenen Aktien der Geschäftsjahre 2016 (12.824 Tsd. Euro) und 2014 (19.688 Tsd. Euro) entfallenden Beträge des Grundkapitals.
Der Bilanzgewinn der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und der Bilanzgewinn des HOCHTIEF-Konzerns sind identisch. Die im Geschäftsjahr ausgeschüttete Dividende betrug 130.111 Tsd. Euro (Vorjahr 267.977 Tsd. Euro).
Dem Vorstand sind keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. Es ist dem Vorstand nicht bekannt, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben.
Gesetzliche Vorschriften über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung finden sich in den §§ 84, 85 AktG beziehungsweise §§ 179, 133 AktG. Nach § 7 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand mindestens aus zwei Personen. § 23 Abs. 1 der Satzung bestimmt, dass die Beschlüsse der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst werden, sofern nicht das Gesetz zwingend etwas anderes bestimmt. Soweit das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals verlangt, genügt nach § 23 Abs. 3 der Satzung die einfache Mehrheit, sofern nicht zwingend eine andere Mehrheit vorgeschrieben ist.
Nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 27. April 2022 und des entsprechend eingefügten § 4 Abs. 5 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 26. April 2027 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals um bis zu insgesamt 65.752 Tsd. Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Die weiteren Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung.
Nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 7. Mai 2019 und des am 10. Juni 2022 geänderten § 4 Abs. 6 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 6. Mai 2024 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals um bis zu insgesamt 6.589 Tsd. Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital II). Die weiteren Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung.
Nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 27. April 2022 und des insoweit geänderten § 4 Abs. 4 der Satzung ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 51.200 Tsd. Euro, eingeteilt in bis zu 20 Mio. Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Durch den Beschluss wird der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 26. April 2027 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Options- und/oder Wandelanleihen, Genussrechte oder Gewinnschuldverschreibungen oder eine Kombination dieser Instrumente (zusammen "Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 2.000.000.000,00 Euro mit oder ohne Laufzeitbeschränkung auszugeben und den Inhabern oder Gläubigern von Optionsanleihen oder Optionsgenussscheinen oder Optionsgewinnschuldverschreibungen Optionsrechte oder -pflichten oder den Inhabern oder Gläubigern von Wandelanleihen oder Wandelgenussscheinen oder Wandelgewinnschuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten auf bis zu 20 Mio. auf den Inhaber lautende Stückaktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 51.200.000,00 Euro nach näherer Maßgabe der Bedingungen dieser Schuldverschreibungen zu gewähren oder aufzuerlegen.
Ermächtigung zum Aktienrückkauf:
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 27. April 2022 ist die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt worden, eigene Aktien zu erwerben. Diese Ermächtigung gilt bis zum 26. April 2027. Sie ist insgesamt auf einen Anteil von zehn Prozent des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung oder -falls dieser Wert geringer ist -des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals beschränkt. Die Ermächtigung kann unmittelbar durch die Gesellschaft oder durch ein von der Gesellschaft abhängiges oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen oder durch von der Gesellschaft oder von der Gesellschaft abhängige oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehende Unternehmen beauftragte Dritte ausgeübt werden und erlaubt den Erwerb eigener Aktien im ganzen Umfang der Ermächtigung oder in Teilbeträgen sowie den einmaligen oder mehrmaligen Erwerb. Der Erwerb eigener Aktien kann über die Börse oder mittels eines an sämtliche Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder durch die Ausgabe von Andienungsrechten an die Aktionäre erfolgen. Die Bedingungen für den Erwerb werden im Beschluss weiter spezifiziert.
Der Vorstand ist durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 27. April 2022 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bei einer Veräußerung eigener Aktien durch ein Angebot an alle Aktionäre den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem ihrer nachgeordneten Konzernunternehmen ausgegebenen Options- und/oder Wandelanleihen ein Bezugsrecht auf die Aktien zu gewähren. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an sämtliche Aktionäre zu veräußern, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet.
Der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist ferner unter den nachstehenden Voraussetzungen ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats Dritten in anderer Weise als über die Börse oder mittels Angebot an sämtliche Aktionäre anzubieten und zu übertragen. Dies kann im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen daran oder von Unternehmensteilen oder von sonstigen Vermögenswerten oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen geschehen. Dies ist außerdem zulässig zur Einführung von Aktien der Gesellschaft an ausländischen Börsen, an denen sie bisher nicht zum Handel zugelassen sind. Außerdem dürfen die Aktien Personen zum Erwerb angeboten werden, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen stehen oder standen. Außerdem dürfen die Aktien den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft begebenen Schuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Options- und/oder Wandlungsrechte und/oder -pflichten gewährt werden.
Weiterhin dürfen die Aktien (amtierenden oder ausgeschiedenen) Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft und (amtierenden oder ausgeschiedenen) Mitgliedern von Vorständen und Geschäftsführungen der von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG sowie Personen, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG stehen oder standen, mit der Verpflichtung übertragen werden, sie für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren seit der Übertragung zu halten. Eine solche Übertragung ist nur zulässig, um bestehende Ansprüche des Übertragungsempfängers auf variable Vergütung zu tilgen. Die weiteren Bedingungen der Übertragung werden im Beschluss weiter spezifiziert. Im Fall der Ausgabe der Aktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft entscheidet allein der Aufsichtsrat der Gesellschaft über die Ausgabe.
Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8, 186 Abs. 3 und 4 AktG insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen verwendet werden.
Weiterhin ist der Vorstand ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats einzuziehen, ohne dass die Einziehung und ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedürfen.
Die Bedingungen der Bezugsrechtsgewährung, Veräußerung, Übertragung beziehungsweise Einziehung der eigenen Aktien werden in dem Beschluss der Hauptversammlung weiter spezifiziert.
Durch weiteren Beschluss der Hauptversammlung vom 27. April 2022 ist die Gesellschaft zum Einsatz von Eigenkapitalderivaten im Rahmen des Erwerbs eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG sowie zum Ausschluss des Andienungs- und Bezugsrechts ermächtigt worden. Dadurch soll das Volumen an Aktien, das insgesamt erworben werden darf, nicht erhöht werden; es werden lediglich im Rahmen der Höchstgrenze der vorgenannten Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien und unter Anrechnung auf diese Höchstgrenze weitere Handlungsalternativen zum Erwerb eigener Aktien eröffnet. Der Vorstand ist ermächtigt worden, Optionen zu erwerben, die der Gesellschaft das Recht vermitteln, bei Ausübung der Optionen Aktien der Gesellschaft zu erwerben (Call-Optionen). Der Vorstand ist ferner ermächtigt worden, Optionen zu veräußern, die die Gesellschaft bei Ausübung der Optionen durch deren Inhaber zum Erwerb von Aktien der Gesellschaft verpflichten (Put-Optionen). Ferner kann der Erwerb unter Einsatz einer Kombination aus Call- und Put-Optionen oder Terminkaufverträgen erfolgen. Die Bedingungen zum Einsatz von Eigenkapitalderivaten im Rahmen des Erwerbs eigener Aktien sowie zum Ausschluss des Andienungs- und Bezugsrechts werden in dem Beschluss der Hauptversammlung weiter spezifiziert.
Die Anteile ohne beherrschenden Einfluss in Höhe von 95.674 Tsd. Euro (Vorjahr 284.764 Tsd. Euro) ergeben sich aus Dritten zustehenden Anteilen am Eigenkapital von einbezogenen Konzerngesellschaften; sie betrafen im Vorjahr mit 146.326 Tsd. Euro die CIMIC-Gruppe.
Die CIMIC Group Limited ist ein Tochterunternehmen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft mit Sitz in Sydney, Australien. Im Konzernabschluss 2021 der HOCHTIEF Aktiengesellschaft wurden nicht beherrschende Anteile an der CIMIC-Gruppe ausgewiesen, die für HOCHTIEF wesentlich waren. Der Anteil an unserer australischen Tochter CIMIC liegt zum 31 . Dezember 2022 bei 100,00 Prozent (Vorjahr 78,58 Prozent). Die folgende Übersicht enthält zusammengefasste Finanzinformationen über das Tochterunternehmen:
| (In Tsd. EUR) | 2022 | 2021 |
| Langfristige Vermögenswerte | 3.045.183 | 2.659.431 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 3.837.537 | 2.981.557 |
| Langfristige Schulden | 2.331.523 | 1.701.890 |
| Kurzfristige Schulden | 3.635.898 | 3.247.958 |
| Eigenkapital | 915.299 | 691.140 |
| davon Anteile ohne beherrschenden Einfluss | -4.192 | -2.184 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss am Eigenkapital insgesamt | -4.192 | 146.326 |
| Umsatzerlöse | 7.299.607 | 6.137.317 |
| Ergebnis vor Steuern | 363.485 | 315.364 |
| Ertragsteuern | -82.231 | -59.396 |
| Ergebnis nach Steuern | 281.254 | 255.968 |
| davon Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 405 | 1.210 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss am Ergebnis nach Steuern insgesamt | 405 | 55.779 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 326.733 | -87.330 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -246.997 | -36.284 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 329.238 | -616.805 |
Die erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen stellen einen Bestandteil der Gewinnrücklagen dar. Erfasst werden dort die erfolgsneutralen Änderungen des beizulegenden Zeitwerts aus der Marktbewertung von originären und derivativen Finanzinstrumenten sowie Währungsdifferenzen aus der Umrechnung von ausländischen Abschlüssen. Des Weiteren beinhalten die erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen den Anteil der erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen von at Equity bilanzierten assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen sowie die Neubewertung von leistungsorientierten Plänen, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern ist.
Die Veränderungen der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen stellen sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:
| (In Tsd. EUR) | 2022 | 2021 |
| Unterschied aus der Währungsumrechnung | ||
| Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen des laufenden Jahres | 88.608 | 155.510 |
| Erfolgswirksame Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung | - | -2.480 |
| 88.608 | 153.030 | |
| Marktbewertung von Finanzinstrumenten -originär | ||
| Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen des laufenden Jahres | -84.002 | 59.694 |
| Erfolgswirksame Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung | 4.472 | -3.639 |
| -79.530 | 56.055 | |
| Marktbewertung von Finanzinstrumenten -derivativ | ||
| Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen des laufenden Jahres | -2.967 | 5.730 |
| Erfolgswirksame Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung | - | - |
| -2.967 | 5.730 | |
| Anteil der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen von at Equity bilanzierten assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen | ||
| Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen des laufenden Jahres | 261.550 | 69.429 |
| Erfolgswirksame Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung | 4.959 | 4.713 |
| 266.509 | 74.142 | |
| Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | 150.205 | -3.818 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen nach Steuern | 422.825 | 285.139 |
Die Ertragsteuereffekte auf die Veränderungen der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen verteilen sich wie folgt:
| 2022 | 2021 | |||||
| (In Tsd. EUR) | Betrag vor latenten Steuern | Latente Steuern | Betrag nach latenten Steuern | Betrag vor latenten Steuern | Latente Steuern | Betrag nach latenten Steuern |
| Unterschied aus der Währungsumrechnung | 88.608 | - | 88.608 | 153.030 | - | 153.030 |
| Marktbewertung von Finanzinstrumenten - originär | -97.981 | 18.451 | -79.530 | 72.115 | -16.060 | 56.055 |
| Marktbewertung von Finanzinstrumenten - derivativ | -4.898 | 1.931 | -2.967 | 18.147 | -12.417 | 5.730 |
| Anteil der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen von at Equity bilanzierten assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen | 266.509 | - | 266.509 | 74.142 | - | 74.142 |
| Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | 197.747 | -47.542 | 150.205 | 32.172 | -35.990 | -3.818 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | 449.985 | -27.160 | 422.825 | 349.606 | -64.467 | 285.139 |
Während des Berichtsjahres bestanden folgende aktienbasierte Vergütungssysteme für Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen:
Im Geschäftsjahr 2017 wurde für die Mitglieder des Vorstands und für ausgewählte Führungskräfte auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2017 (LTIP 2017) aufgelegt. Der Plan basierte auf Performance-Stock-Awards.
Die Planbedingungen sahen vor, dass die Berechtigten von der gewährenden Gesellschaft für jeden Performance-Stock-Award (PSA) nach Ablauf einer Wartezeit von drei Jahren innerhalb des zweijährigen Ausübungszeitraums einen Zahlungsanspruch in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag zuzüglich eines Performance-Bonusses hatten. Die Höhe des Performance-Bonusses war abhängig vom bereinigten Free Cashflow des jeweils letzten abgelaufenen Geschäftsjahres vor der Ausübung.
Der Gewinn war auf 514,62 Euro pro PSA begrenzt.
Der Plan wurde im Jahr 2022 vollständig ausgeübt.
Im Geschäftsjahr 2018 wurde für die Mitglieder des Vorstands und für ausgewählte Führungskräfte auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2018 (LTIP 2018) aufgelegt. Der Plan basiert auf Performance-Stock-Awards.
Die Planbedingungen sehen vor, dass die Berechtigten von der gewährenden Gesellschaft für jeden Performance-Stock-Award (PSA) nach Ablauf einer Wartezeit von drei Jahren innerhalb des zweijährigen Ausübungszeitraums einen Zahlungsanspruch in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag zuzüglich eines Performance-Bonusses haben. Die Höhe des Performance-Bonusses ist für die jeweilige Gesellschaft abhängig von der relevanten Cash-Kennzahl des jeweils letzten abgelaufenen Geschäftsjahres vor der Ausübung. Für die Vorstände und Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist der Performance-Bonus abhängig vom bereinigten Free Cashflow.
Der Gewinn ist auf 533,70 Euro pro PSA begrenzt.
Im Geschäftsjahr 2019 wurde für die Mitglieder des Vorstands und für ausgewählte Führungskräfte auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2019 (LTIP 2019) aufgelegt. Der Plan basiert auf Performance-Stock-Awards.
Die Planbedingungen sehen vor, dass die Berechtigten von der gewährenden Gesellschaft für jeden Performance-Stock-Award (PSA) nach Ablauf einer Wartezeit von drei Jahren innerhalb des zweijährigen Ausübungszeitraums einen Zahlungsanspruch in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag zuzüglich eines Performance-Bonusses haben. Die Höhe des Performance-Bonusses ist für die jeweilige Gesellschaft abhängig von der relevanten Cash-Kennzahl des jeweils letzten abgelaufenen Geschäftsjahres vor der Ausübung. Für die Vorstände und Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist der Performance-Bonus abhängig vom bereinigten Free Cashflow.
Der Gewinn ist auf 477,12 Euro pro PSA begrenzt.
Im Geschäftsjahr 2021 wurde für die Mitglieder des Vorstands und für ausgewählte Führungskräfte auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2021 (LTIP 2021) aufgelegt. Der Plan basiert auf Performance-Stock-Awards.
Die Planbedingungen sehen vor, dass die Berechtigten von der gewährenden Gesellschaft für jeden Performance-Stock-Award (PSA) nach Ablauf einer Wartezeit von drei Jahren innerhalb des zweijährigen Ausübungszeitraums einen Zahlungsanspruch in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag zuzüglich eines Performance-Bonusses haben. Die Höhe des Performance-Bonusses ist für die jeweilige Gesellschaft abhängig von der relevanten Cash-Kennzahl der letzten drei Jahre vor der Ausübung. Für die Vorstände und Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist der Performance-Bonus abhängig vom bereinigten Free Cashflow des jeweils letzten abgelaufenen Geschäftsjahres vor der Ausübung.
Der Gewinn ist auf 292,95 Euro pro PSA begrenzt.
Im Geschäftsjahr 2022 wurde für die Mitglieder des Vorstands auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2022 (LTIP 2022) aufgelegt. Der Plan basiert auf Performance-Stock-Awards.
Die Planbedingungen sehen vor, dass die Berechtigten für jeden Performance-Stock-Award (PSA) nach Ablauf einer Wartezeit von drei Jahren innerhalb des zweijährigen Ausübungszeitraums einen Zahlungsanspruch in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag zuzüglich eines Performance-Bonusses haben. Die Höhe des Performance-Bonusses ist abhängig vom bereinigten Free Cashflow des jeweils letzten abgelaufenen Geschäftsjahres vor der Ausübung.
Der Gewinn ist auf 261,03 Euro pro PSA begrenzt.
Die Ausübungsbedingungen aller aufgelegten Pläne sehen vor, dass bei Ausübung - und bei Vorliegen aller anderen hierzu erforderlichen Voraussetzungen -die HOCHTIEF Aktiengesellschaft grundsätzlich ein Wahlrecht hat, anstelle der Auszahlung des Gewinns auch HOCHTIEF-Aktien zu liefern. Soweit die Bezugsberechtigten nicht bei der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beschäftigt sind, werden die mit der Ausübung entstehenden Aufwendungen durch das jeweilige verbundene Unternehmen getragen.
Für die Pläne sind bislang die folgenden Stückzahlen ausgegeben, verfallen oder ausgeübt worden:
| Ursprünglich ausgegeben | Stand 31.12.2021 | 2022 neu gewährt | 2022 verfallen | 2022 ausgeübt/ abgegolten | Stand 31.12.2022 | |
| LTIP 2017 - Performance-Stock-Awards | 20.081 | 2.200 | - | - | 2.200 | 0 |
| LTIP 2018 - Performance-Stock-Awards | 20.069 | 17.619 | - | - | 15.719 | 1.900 |
| LTIP 2019 - Performance-Stock-Awards | 21.485 | 21.185 | - | - | 2.150 | 19.035 |
| LTIP 2021 - Performance-Stock-Awards | 12.857 | 12.857 | - | - | - | 12.857 |
| LTIP 2022 - Performance-Stock-Awards | - | - | 3.133 | - | - | 3.133 |
Für die vorstehend genannten aktienbasierten Vergütungspläne waren zum Bilanzstichtag Rückstellungen in Höhe von 3.768 Tsd. Euro (Vorjahr 6.682 Tsd. Euro) passiviert. Der Gesamtertrag für die genannten Pläne betrug im Berichtsjahr 1.007 Tsd. Euro (Vorjahr Gesamtaufwand 765 Tsd. Euro). Der innere Wert der zum Ende der Berichtsperiode ausübbaren Pläne betrug 1.154 Tsd. Euro (Vorjahr 1.321 Tsd. Euro).
Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, zugesagte Leistungen an aktive und frühere Mitarbeitende zu erbringen. In Deutschland bestehen die Pensionsverpflichtungen im Wesentlichen aus Direktzusagen der aktuellen Versorgungsordnung 2000+ und aus Plänen mit Entgeltumwandlungen. Die Versorgungsordnung 2000+ besteht seit dem 01. Januar 2000 in Form eines beitragsorientierten Bausteinsystems. Der jährliche Rentenbaustein hängt vom Einkommen und vom Lebensalter des Beschäftigten ("Verrentungsfaktor") ab sowie von einem allgemeinen Versorgungsbeitrag, der durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft alle drei Jahre geprüft und gegebenenfalls angepasst wird. Die Summe aller erworbenen jährlichen Rentenbausteine ergibt die spätere Versorgungsleistung. Bei leitenden Angestellten bestehen vereinzelt noch dienstzeit- und endgehaltsabhängige Pensionszusagen, die jedoch seit 1995 mit Ausnahme des Vorstandsbereichs nicht mehr angeboten werden. Die Leistung umfasst eine Altersrente, eine Invalidenrente sowie eine Hinterbliebenenrente und wird fast ausschließlich als lebenslange Annuitätenzahlung gewährt.
Darüber hinaus hatten Mitarbeitende im Inland bis zum 31. Dezember 2013 die Möglichkeit, an einer Entgeltumwandlung zugunsten betrieblicher Altersversorgung teilzunehmen. Das umgewandelte Entgelt wurde in ausgewählte Investmentfonds investiert. Der Leistungsanspruch richtet sich nach dem Zeitwert der erworbenen Fondsanteile bei Renteneintritt. Er entspricht jedoch mindestens dem umgewandelten Entgelt einschließlich einer von HOCHTIEF garantierten Erhöhung, die zwischen 3,50 und 1,75 Prozent p.a. liegt. Bei Renteneintritt besteht ein Wahlrecht zwischen einer Kapitalzahlung oder einer fünf-beziehungsweise sechsjährigen Annuitätenzahlung.
Leistungsorientierte Pensionspläne im Ausland bestehen bei HOCHTIEF (UK) in Großbritannien und bei Turner in den USA. Der wesentliche leistungsorientierte Pensionsplan bei Turner wurde zum 30. September 2021 abgefunden beziehungsweise an Versicherungen ausgegliedert. Die verbliebenden Verpflichtungen bei Turner enthalten im Wesentlichen pensionsähnliche Verpflichtungen für künftige Krankheitskosten von Rentnern. HOCHTIEF (UK) hat einen dienstzeitabhängigen, endgehaltsbezogenen Pensionsplan. Für jedes Beschäftigungsjahr wird 1/75 des letzten pensionsfähigen Endgehalts als monatliche Rente gewährt. Die Zusagen umfassen Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen.
Die leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen im HOCHTIEF-Konzern setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2021 | |||
| (In Tsd. EUR) | Deutschland | USA | Großbritannien |
| Aktive Mitarbeitende | 69.823 | 176 | 6.090 |
| davon endgehaltsabhängig | 10.141 | - | 6.090 |
| davon nicht endgehaltsabhängig | 59.682 | 176 | - |
| Unverfallbare Ansprüche | 88.415 | 8 | 11.968 |
| Laufende Pensionen | 397.699 | 541 | 17.807 |
| Pensionsähnliche Verpflichtungen | 73 | 50.285 | - |
| Gesamt | 556.010 | 51.010 | 35.865 |
| Duration in Jahren (gewichtet) | 11,2 | 11,0 | 12,1 |
| 31.12.2021 | |||
| (In Tsd. EUR) | Deutschland | USA | Großbritannien |
| Aktive Mitarbeitende | 141.511 | 174 | 11.099 |
| davon endgehaltsabhängig | 31.832 | - | 11.099 |
| davon nicht endgehaltsabhängig | 109.679 | 174 | - |
| Unverfallbare Ansprüche | 155.684 | 9 | 20.572 |
| Laufende Pensionen | 483.991 | 592 | 26.505 |
| Pensionsähnliche Verpflichtungen | 86 | 62.572 | - |
| Gesamt | 781.272 | 63.347 | 58.176 |
| Duration in Jahren (gewichtet) | 14,6 | 13,8 | 17,4 |
Hinsichtlich der Finanzierung von Pensionszusagen bestehen in Deutschland keine gesetzlichen oder regulatorischen Mindestdotierungsverpflichtungen. Die inländischen Pensionsverpflichtungen sind ausschließlich fondsfinanziert. Die Fondsfinanzierung erfolgt über ein Contractual-Trust-Arrangement (CTA). Die übertragenen Vermögenswerte werden durch einen externen Treuhänder verwaltet und dienen ausschließlich der Finanzierung der inländischen Pensionsverpflichtungen. Übertragene Barmittel werden am Kapitalmarkt nach Maßgabe der im Treuhandvertrag und in den Kapitalanlagerichtlinien festgelegten Anlagegrundsätze investiert. Die Anlageentscheidungen werden nicht durch den Treuhänder, sondern durch einen Anlageausschuss getroffen.
Basis der Anlagerichtlinien und der jeweiligen Anlageentscheidungen sind die Ergebnisse der in regelmäßigen Abständen von drei bis fünf Jahren durch externe Spezialisten erstellten sogenannten Asset-Liability-Matching-Studie (ALM-Studie). Darin wird die Entwicklung der Pensionsverbindlichkeiten und weiterer wichtiger wirtschaftlicher Faktoren über einen sehr weit in die Zukunft reichenden Zeitraum und in zahlreichen verschiedenen Modellkombinationen simuliert (Monte-Carlo-Simulation). Anhand diverser Kriterien wird im Ergebnis der ALM-Studie dann die zur langfristigen Sicherstellung der Bedienung der Pensionsverbindlichkeiten optimale Assetallokation ermittelt.
Zur Sicherstellung einer möglichst optimalen und konservativ ausgelegten Risikostruktur ist zudem ein sogenanntes Risiko-Overlay-Management durch einen externen Overlay-Manager etabliert worden. Dieser verfügt über ein fest definiertes jährliches Risikobudget und handelt auf Basis eines klar strukturierten Prozesses zum OverlayManagement vollkommen autark. HOCHTIEF verfolgt eine möglichst vollumfänglich gedeckte Finanzierung der Pensionszusagen und eine jährliche oder zumindest zeitnahe Dotierung neu erdienter Dienstzeitaufwendungen. Bei bestehenden Unterdeckungen leisten die Gesellschaften von Zeit zu Zeit darüber hinaus zusätzliche Zuführungen. Pensionszusagen in Deutschland, die über die Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung hinausgehen, werden zusätzlich durch Rückdeckungsversicherungen abgedeckt. Pensionsverpflichtungen aus der bis zum 31. Dezember 2013 angebotenen Entgeltumwandlung der Mitarbeitenden wurden durch den Erwerb von Publikumsfondsanteilen abgesichert. Der Deckungsgrad der durch den HOCHTIEF Pension Trust e. V. abgedeckten Verpflichtungen beträgt zum 31. Dezember 2022 etwa 59 Prozent (Vorjahr 47 Prozent); insgesamt beträgt der Deckungsgrad in Deutschland etwa 67 Prozent (Vorjahr 53 Prozent). Die Erhöhung der Deckungsgrade resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Kapitalmarktzinsen und der damit einhergehenden Reduzierung der bilanzierten Barwerte der Pensionsverpflichtungen.
Die im Geschäftsjahr 2021 abgefundenen beziehungsweise ausgegliederten Pensionsverpflichtungen der TurnerGruppe wurden ebenfalls durch einen Pensionsfonds abgedeckt. Das Planvermögen wurde für Einmalzahlungen an Versicherungen und an die Pensionsberechtigten genutzt. Nach Abschluss der Prüfung der Beendigung des leistungsorientierten Plans durch die Pension Benefit Guaranty Corporation (PBGC) wird der verbleibende Überschuss für Leistungen im Rahmen des beitragsorientierten Plans verwendet.
Auch bei HOCHTIEF (UK) erfolgt die Fondsfinanzierung über eine Treuhandlösung. Es bestehen gesetzliche Mindestdotierungsverpflichtungen. Falls die vorgesehenen Dotierungen nicht ausreichen, um eine Unterdeckung des Plans auszugleichen, wird ein zusätzlicher Sanierungsplan erstellt. Eine Überprüfung der Finanzierung des Plans erfolgt mindestens alle drei Jahre. Der Deckungsgrad der Pensionsverpflichtungen bei HOCHTIEF (UK) beträgt etwa 82 Prozent (Vorjahr 83 Prozent).
Die Deckung des Anwartschaftsbarwerts durch Planvermögen ist in folgender Übersicht dargestellt:
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |||
| (In Tsd. EUR) | Anwartschaftsbarwert | Planvermögen | Anwartschaftsbarwert | Planvermögen |
| Ohne Planvermögensdeckung | 51.010 | - | 63.347 | - |
| Teilweise Planvermögensdeckung | 534.058 | 326.528 | 837.443 | 459.417 |
| Unvollständige Planvermögensdeckung | 585.068 | 326.528 | 900.790 | 459.417 |
| Vollständige Planvermögensdeckung | 57.817 | 73.813 | 2.005 | 2.418 |
| Gesamtsumme | 642.885 | 400.341 | 902.795 | 461.835 |
Die Höhe der Rückstellung wird nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, für die Schätzungen unumgänglich sind. Im Einzelnen liegen der Berechnung folgende versicherungsmathematische Annahmen zugrunde:
| 2022 | 2021 | |||||
| (In Prozent) | Deutschland | USA | Großbritannien | Deutschland | USA | Großbritannien |
| Abzinsungsfaktor * | 4,16 | 5,10 | 5,05 | 1,31 | 2,64 | 1,80 |
| Gehaltssteigerungsrate | 2,75 | - | 2,45 | 2,75 | - | 2,50 |
| Rentensteigerungsrate * | 2,25 | - | 3,35 | 1,75 | - | 3,45 |
Die Abzinsungsfaktoren wurden aus dem "Mercer Pension Discount Yield Curve Approach" (MPDYC) unter Berücksichtigung der unternehmensindividuellen Duration des Pensionsbestands abgeleitet. In den USA (TurnerGruppe) entfällt seit 2004 aufgrund der Veränderung der Versorgungsordnung die Berücksichtigung von Gehalts- und Rentensteigerungen.
Die zugrunde gelegten Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf publizierten landesspezifischen Statistiken und Erfahrungswerten. Folgende Sterbetafeln wurden bei der versicherungsmathematischen Berechnung der Pensionsverpflichtungen verwendet:
| Deutschland | Heubeck Richttafeln 2018 G |
| USA | PRI2012 table projected generationally with MP2021 |
| Großbritannien | S3PMA / S3PFA_M CMI_2021 [1,25 %] year of birth |
Die Veränderung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen sowie des Marktwerts des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:
| 2022 | 2021 | |||||
| (In Tsd. EUR) | Inland | Ausland | Gesamt | Inland | Ausland | Gesamt |
| Anwartschaftsbarwert am 1.1. | 781.272 | 121.523 | 902.795 | 818.449 | 332.957 | 1.151.406 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 6.321 | 2.469 | 8.790 | 7.126 | 2.780 | 9.906 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | - | - | - | - | - | - |
| Erträge aus Planabgeltungen | - | - | - | - | -557 | -557 |
| Zinsaufwand | 9.998 | 2.850 | 12.848 | 7.999 | 5.837 | 13.836 |
| Neubewertungen | ||||||
| Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste | - | -47 | -47 | - | -8.996 | -8.996 |
| (+) aufgrund der Veränderung von demografischen | ||||||
| Annahmen | ||||||
| Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste | -207.724 | -39.595 | -247.319 | -16.019 | -5.940 | -21.959 |
| (+) aufgrund der Veränderung von finanziellen | ||||||
| Annahmen | ||||||
| Erfahrungsbedingte versicherungsmathematische | 1.857 | 2.164 | 4.021 | 422 | 1.274 | 1.696 |
| Gewinne (-)/Verluste (+) | ||||||
| Rentenzahlungen aus Firmenvermögen | -249 | -2.979 | -3.228 | -391 | -3.606 | -3.997 |
| Rentenzahlungen aus Fondsvermögen | -35.441 | -1.426 | -36.867 | -36.263 | -24.943 | -61.206 |
| Zahlungen für Planabgeltungen aus Firmenvermögen | - | - | - | - | -74 | -74 |
| Zahlungen für Planabgeltungen aus Fondsvermögen | - | - | - | - | -194.470 | -194.470 |
| Mitarbeiterbeiträge | - | 75 | 75 | - | 83 | 83 |
| Effekte von Übertragungen | -24 | - | -24 | -51 | - | -51 |
| Änderungen Konsolidierungskreis | - | - | - | - | - | - |
| Währungsanpassungen | - | 1.841 | 1.841 | - | 17.178 | 17.178 |
| Anwartschaftsbarwert am 31.12. | 556.010 | 86.875 | 642.885 | 781.272 | 121.523 | 902.795 |
| 2022 | 2021 | |||||
| (In Tsd. EUR) | Inland | Ausland | Gesamt | Inland | Ausland | Gesamt |
| Planvermögen am 1.1. | 413.613 | 48.222 | 461.835 | 418.566 | 267.409 | 685.975 |
| Zinserträge aus Planvermögen | 5.392 | 861 | 6.253 | 4.161 | 4.196 | 8.357 |
| Ergebniswirksam erfasste, aus dem Planvermögen | - | - | - | - | -958 | -958 |
| geleistete Planverwaltungskosten | ||||||
| Neubewertungen | ||||||
| Ergebnis aus Planvermögen, das nicht in den Netto- | -18.429 | -18.666 | -37.095 | 20.871 | -4.246 | 16.625 |
| zinsaufwendungen bzw. -erträgen enthalten ist | ||||||
| Abweichungen zwischen erwarteten und tatsächlich | - | - | - | - | -967 | -967 |
| ergebniswirksam erfassten Planverwaltungskosten | ||||||
| Firmenbeiträge | 5.963 | 2.096 | 8.059 | 6.286 | 2.108 | 8.394 |
| Mitarbeiterbeiträge | - | 75 | 75 | - | 83 | 83 |
| Rentenzahlungen | -35.441 | -1.426 | -36.867 | -36.263 | -24.943 | -61.206 |
| Zahlungen für Planabgeltungen | - | - | - | - | -194.470 | -194.470 |
| Ausbuchung Planüberschuss nach Planabgeltung | - | - | - | - | -11.679 | -11.679 |
| Effekte von Übertragungen | - | - | - | -8 | - | -8 |
| Währungsanpassungen | - | -1.919 | -1.919 | - | 11.689 | 11.689 |
| Planvermögen am 31.12. | 371.098 | 29.243 | 400.341 | 413.613 | 48.222 | 461.835 |
Aus der Anlage des Planvermögens zur Deckung der zukünftigen Pensionsverpflichtungen ergaben sich tatsächliche Aufwendungen in Höhe von 30.842 Tsd. Euro (Vorjahr Erträge 24.982 Tsd. Euro).
Die Pensionsrückstellungen ergeben sich wie folgt:
| (In Tsd. EUR) | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Anwartschaftsbarwert | 642.885 | 902.795 |
| Abzüglich Planvermögen | 400.341 | 461.835 |
| Finanzierungsstatus | 242.544 | 440.960 |
| Vermögenswerte aus überdeckten Plänen | 15.996 | 413 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 258.540 | 441.373 |
Der Zeitwert des Planvermögens verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Vermögenswertkategorien:
| 31.12.2022 | Zeitwert | |||
| (In Tsd. EUR) | Marktpreisnotierung an einem aktiven Markt | Keine Marktpreisnotierung an einem aktiven Markt | Gesamt | in Prozent |
| Aktien | ||||
| US-Aktien | 28.447 | - | 28.447 | 7,11 |
| Europäische Aktien | 9.016 | - | 9.016 | 2,25 |
| Schwellenländer-Aktien | 9.664 | - | 9.664 | 2,41 |
| Sonstige Aktien | 5.642 | - | 5.642 | 1,41 |
| Anleihen | ||||
| US-Staatsanleihen | 11.529 | 1.067 | 12.596 | 3,15 |
| Europäische Staatsanleihen | 17.475 | - | 17.475 | 4,37 |
| Schwellenländer-Staatsanleihen | 14.096 | - | 14.096 | 3,52 |
| Unternehmensanleihen | 53.506 | - | 53.506 | 13,37 |
| Sonstige Anleihen | 2.583 | 948 | 3.531 | 0,88 |
| Besicherte Kredite (Europa) | 8.254 | - | 8.254 | 2,06 |
| Fondsanteile | 57.019 | - | 57.019 | 14,24 |
| Immobilien | - | 52.969 | 52.969 | 13,23 |
| Infrastruktur | - | 38.700 | 38.700 | 9,67 |
| Versicherungen | - | 77.986 | 77.986 | 19,48 |
| Barvermögen | 10.460 | - | 10.460 | 2,61 |
| Sonstiges | 894 | 86 | 980 | 0,24 |
| Gesamt | 228.585 | 171.756 | 400.341 | 100,00 |
| 31.12.2021 | Zeitwert | |||
| (In Tsd. EUR) | Marktpreisnotierung an einem aktiven Markt | Keine Marktpreisnotierung an einem aktiven Markt | Gesamt | in Prozent |
| Aktien | ||||
| US-Aktien | 30.886 | - | 30.886 | 6,69 |
| Europäische Aktien | 22.940 | - | 22.940 | 4,97 |
| Schwellenländer-Aktien | 7.913 | - | 7.913 | 1,71 |
| Sonstige Aktien | 9.719 | - | 9.719 | 2,10 |
| Anleihen | ||||
| US-Staatsanleihen | 13.585 | 1.094 | 14.679 | 3,18 |
| Europäische Staatsanleihen | 20.626 | - | 20.626 | 4,46 |
| Schwellenländer-Staatsanleihen | 20.419 | - | 20.419 | 4,42 |
| Unternehmensanleihen | 67.571 | - | 67.571 | 14,63 |
| Sonstige Anleihen | 2.070 | 782 | 2.852 | 0,62 |
| Besicherte Kredite | ||||
| US | 8.392 | - | 8.392 | 1,82 |
| Europa | 8.550 | - | 8.550 | 1,85 |
| Fondsanteile | 60.807 | - | 60.807 | 13,17 |
| Immobilien | - | 57.081 | 57.081 | 12,36 |
| Infrastruktur | - | 40.539 | 40.539 | 8,78 |
| Versicherungen | - | 79.472 | 79.472 | 17,21 |
| Barvermögen | 8.795 | - | 8.795 | 1,90 |
| Sonstiges | 764 | -170 | 594 | 0,13 |
| Gesamt | 283.037 | 178.798 | 461.835 | 100,00 |
Der Aufwand aus den leistungsorientierten Pensionsplänen setzt sich wie folgt zusammen:
| 2022 | 2021 | |||||
| (In Tsd. EUR) | Inland | Ausland | Gesamt | Inland | Ausland | Gesamt |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 6.321 | 2.469 | 8.790 | 7.126 | 2.780 | 9.906 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | - | - | - | - | - | - |
| Erträge aus Planabgeltungen | - | - | - | - | -557 | -557 |
| Personalaufwand gesamt | 6.321 | 2.469 | 8.790 | 7.126 | 2.223 | 9.349 |
| Zinsaufwand für die bereits erworbenen Versorgungsansprüche | 9.998 | 2.850 | 12.848 | 7.999 | 5.837 | 13.836 |
| Zinserträge aus Planvermögen | -5.392 | -861 | -6.253 | -4.161 | -4.196 | -8.357 |
| Nettozinsaufwand (Finanzergebnis) | 4.606 | 1.989 | 6.595 | 3.838 | 1.641 | 5.479 |
| Ergebniswirksam erfasste, aus dem Planvermögen geleistete Planverwaltungskosten | - | - | - | - | 958 | 958 |
| Summe der erfolgswirksam erfassten Beträge | 10.927 | 4.458 | 15.385 | 10.964 | 4.822 | 15.786 |
Zusätzlich zu den ergebniswirksamen Aufwendungen sind in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung im Geschäftsjahr vor latenten Steuern unter Berücksichtigung von Konsolidierungskreisänderungen und Währungsanpassungen 197.747 Tsd. Euro (Vorjahr 32.173 Tsd. Euro) Neubewertungen aus leistungsorientierten Plänen neu erfasst worden. Kumulativ sind dort vor Berücksichtigung latenter Steuern -307.857 Tsd. Euro (Vorjahr -505.604 Tsd. Euro) enthalten.
Aufgrund ihres Versorgungscharakters werden die Verpflichtungen der Turner-Gruppe für die Krankheitskosten der Mitarbeiter nach deren Eintritt in den Ruhestand unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Der Anwartschaftsbarwert zum 31. Dezember 2022 beträgt 50.285 Tsd. Euro (Vorjahr 62.572 Tsd. Euro). Von den laufenden Dienstzeitaufwendungen entfallen 2.235 Tsd. Euro (Vorjahr 2.522 Tsd. Euro) und von den Zinsaufwendungen 1.811 Tsd. Euro (Vorjahr 1.670 Tsd. Euro) auf die Krankheitskosten.
Die Pensionsverpflichtungen im HOCHTIEF-Konzern sind folgenden wesentlichen Risiken ausgesetzt:
Die Umrechnung von (fiktiven) Beiträgen in Leistungen aus der beitragsorientierten Versorgungsordnung erfolgt anhand einer Tabelle mit festem Zins, unabhängig vom aktuellen Marktzins. Somit trägt HOCHTIEF bezüglich der Leistungsermittlung das Risiko aus der Änderung der allgemeinen Kapitalmarktzinsen. Die Pensionsverpflichtungen haben sich durch allgemein gesunkene Kapitalmarktzinsen in den letzten Jahren erheblich erhöht. Der vergleichbar starke Effekt liegt in der relativ langen Laufzeit der Verpflichtungen begründet.
Betriebsrenten im Inland müssen aufgrund gesetzlicher Vorschriften zumindest alle drei Jahre in Höhe der Inflationsrate erhöht werden. Bei Betriebsrentenzusagen in Deutschland nach der Versorgungsordnung 2000+ erfolgt eine feste Rentenanpassung von einem Prozent p. a., sodass hier nur ein geringfügiges Inflationsrisiko in der Rentenphase besteht. Bei Pensionszusagen von Turner besteht kein Inflationsrisiko.
Aufgrund der gewährten "lebenslangen Renten" wird das Risiko, dass die Rentenberechtigten länger leben als versicherungsmathematisch kalkuliert, durch den HOCHTIEF-Konzern getragen. Normalerweise wird dieses Risiko durch das Kollektiv aller Rentenberechtigten ausgeglichen und kommt nur zum Tragen, wenn die allgemeine Lebenserwartung höher ausfällt als erwartet.
Die Effekte aus den genannten Risiken auf die leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen bei einer entsprechenden Änderung der versicherungsmathematischen Annahmen können nachfolgender Sensitivitätsanalyse entnommen werden:
| 31.12.2022 | ||||||
| Inland | Ausland | Gesamt | ||||
| (In Tsd. Euro) | Anstieg | Rückgang | Anstieg | Rückgang | Anstieg | Rückgang |
| Abzinsungsfaktor +0,50 % / -0,50 % | -29.923 | 32.583 | -4.742 | 5.226 | -34.665 | 37.809 |
| Abzinsungsfaktor +1,00 % / -1,00 % | -57.017 | 69.756 | -9.060 | 10.999 | -66.077 | 80.755 |
| Gehaltssteigerungsrate +0,50 % / -0,50 % | 296 | -288 | 202 | -196 | 498 | -484 |
| Rentensteigerungsrate +0,25 % / -0,25 % | 11.013 | -10.623 | 782 | -758 | 11.795 | -11.381 |
| Lebenserwartung +1 Jahr | 24.408 | n/a | 2.240 | n/a | 26.648 | n/a |
| 31.12.2021 | ||||||
| Inland | Ausland | Gesamt | ||||
| (In Tsd. Euro) | Anstieg | Rückgang | Anstieg | Rückgang | Anstieg | Rückgang |
| Abzinsungsfaktor +0,50 % / -0,50 % | -53.814 | 60.436 | -8.880 | 10.011 | -62.694 | 70.447 |
| Abzinsungsfaktor +1,00 % / -1,00 % | -101.569 | 130.211 | -16.782 | 21.334 | -118.351 | 151.545 |
| Gehaltssteigerungsrate +0,50 % / -0,50 % | 589 | -571 | 563 | -521 | 1.152 | -1.092 |
| Rentensteigerungsrate +0,25 % / -0,25 % | 20.211 | -19.268 | 1.425 | -1.397 | 21.636 | -20.665 |
| Lebenserwartung +1 Jahr | 40.407 | n/a | 3.858 | n/a | 44.265 | n/a |
Folgende Pensionszahlungen werden zum 31. Dezember 2022 für die Folgejahre erwartet:
| (In Tsd. EUR) | |
| Fällig im Geschäftsjahr 2023 | 41.571 |
| Fällig im Geschäftsjahr 2024 | 41.207 |
| Fällig im Geschäftsjahr 2025 | 41.841 |
| Fällig im Geschäftsjahr 2026 | 42.472 |
| Fällig im Geschäftsjahr 2027 | 42.192 |
| Fällig in den Geschäftsjahren 2028 bis 2032 | 206.047 |
Die Beiträge an leistungsorientierte Pläne werden im Geschäftsjahr 2023 voraussichtlich 5.779 Tsd. Euro betragen.
Bei den beitragsorientierten Altersversorgungssystemen zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen beziehungsweise auf freiwilliger Basis Beiträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Über die Entrichtung von Beitragszahlungen hinaus besteht für das Unternehmen keine weitere Leistungsverpflichtung. Beitragsorientierte Pensionspläne bestehen in den USA bei Turner, Flatiron und E.E. Cruz sowie in Australien bei CIMIC. Bei Turner werden in Abhängigkeit von der Betriebszugehörigkeit zwischen drei und neun Prozent des Gehalts an einen externen Versorgungsträger gezahlt. Zusätzlich haben die Turner-Mitarbeitenden die Möglichkeit, bis zur gesetzlichen Höchstgrenze einen Teil ihres Grundgehalts umzuwandeln und im Rahmen eines "401-(k)-Plans" in einen Investmentfonds einzuzahlen. Turner stockt die ersten fünf Prozent der Gehaltsumwandlung je nach Betriebszugehörigkeit um bis zu 100 Prozent auf. Alle anspruchsberechtigten Mitarbeitenden werden automatisch in den Plan aufgenommen und können sofort nach ihrer Einstellung dem Plan beitreten, jedoch ist der Pensionsanspruch erst ab einer Betriebszugehörigkeit von drei Jahren unverfallbar. Die meisten Einzahlungen sind steuerlich begünstigt, es gibt aber auch die Möglichkeit, die Beiträge aus dem versteuerten Einkommen zu leisten und dafür die Investmenterträge steuerfrei zu vereinnahmen; das Risiko der Investmententwicklung liegt beim Mitarbeitenden. Auch die beitragsorientierten Pläne bei Flatiron und E.E. Cruz sind 401-(k)-Pläne. Das Angebot steht in den USA allen nicht gewerkschaftlich organisierten Mitarbeitenden offen. Bei sogenannten "Professional Employees" nach der Definition gemäß US-amerikanischem Recht wird unabhängig von eventuellen eigenen Beiträgen der Mitarbeitenden ein "Safe-Harbor-Beitrag" in Höhe von 3,0 Prozent der dafür maßgeblichen Vergütung geleistet. Wenn Mitarbeitende selbst einen Beitrag von mindestens 3,0 Prozent leisten, ergänzt das Unternehmen den Beitrag bis zu 3,0 Prozent in gleicher Höhe (100 Prozent). Die Anwartschaft aus den vom Unternehmen geleisteten Beiträgen wird in Stufen von 33 Prozent pro Jahr unverfallbar und ist ab einer Betriebszugehörigkeit von drei Jahren in voller Höhe unverfallbar. Bei Mitarbeitenden, die bei Flatiron in handwerklichen Funktionen tätig sind (Craft Employees nach US-amerikanischem Recht), werden unabhängig von eventuellen eigenen Beiträgen der Beschäftigten 4,0 Prozent der dafür maßgeblichen Vergütung als Beitrag geleistet. Die Anwartschaft aus den Beiträgen des Arbeitgebers wird sofort unverfallbar. In Australien zahlt CIMIC seit dem 1. Juli 2022 10,50 Prozent (zuvor 10,00 Prozent) der Lohn- und Gehaltssumme in die gesetzlich vorgeschriebene Altersversorgung (Superannuation) ein. Der Beitrag wird voraussichtlich bis zum Jahr 2025 schrittweise auf 12,0 Prozent erhöht werden. Die Mitarbeitenden können aus verschiedenen Fonds auswählen und tragen das Risiko der Investmententwicklung. Sie haben die Möglichkeit, den Beitrag durch freiwillige Zuzahlungen aufzustocken. Die Zuzahlungen sind steuerlich begünstigt.
Folgende Beiträge wurden an beitragsorientierte Versorgungssysteme und staatliche Rentenversicherungsträger geleistet:
| (In Tsd. EUR) | 2022 | 2021 |
| Leistungen an beitragsorientierte Pläne | ||
| CIMIC | 117.126 | 103.088 |
| Turner | 65.270 | 55.001 |
| Flatiron | 10.673 | 8.805 |
| Sonstige | 1.014 | 979 |
| Gesamt | 194.083 | 167.873 |
| Leistungen an staatliche Rentenversicherungsträger (Arbeitgeberanteil) | 24.268 | 26.419 |
Die Aufwendungen werden im Personalaufwand ausgewiesen.
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |||||
| (In Tsd. EUR) | langfristig | kurzfristig | Summe | langfristig | kurzfristig | Summe |
| Personalrückstellungen | 113.716 | 310.499 | 424.215 | 169.649 | 288.868 | 458.517 |
| Rückstellungen zur Deckung von Versicherungsfällen | 259.091 | 149.827 | 408.918 | 215.432 | 86.182 | 301.614 |
| Rückstellungen für Projektschäden | - | 127.930 | 127.930 | - | 161.912 | 161.912 |
| Gewährleistungsverpflichtungen | - | 25.352 | 25.352 | - | 26.778 | 26.778 |
| Prozessrisiken | - | 14.094 | 14.094 | - | 13.305 | 13.305 |
| Übrige sonstige Rückstellungen | 30.834 | 212.497 | 243.331 | 72.536 | 314.375 | 386.911 |
| Sonstige Rückstellungen | 403.641 | 840.199 | 1.243.840 | 457.617 | 891.420 | 1.349.037 |
Die Personalrückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Aktienoptionsprogramme, Jubiläumszuwendungen, Urlaubsverpflichtungen, Abfindungen sowie Vorruhestandsregelungen.
Die Rückstellungen zur Deckung von Versicherungsfällen setzen sich aus Schaden- und Spätschadenrückstellungen zusammen. Der Betrag der Spätschadenrückstellung wird jährlich von einem externen Gutachter ermittelt, wobei dieser im Wesentlichen von einer langfristigen Inanspruchnahme ausgeht.
Die Rückstellungen für Projektschäden enthalten kurzfristige Rückstellungen in Höhe von 127.930 Tsd. Euro (Vorjahr 161.912 Tsd. Euro) gegenüber Kunden der Turner-Gruppe, die durch Versicherungsansprüche vollständig abgedeckt sind. Die Versicherungsansprüche werden innerhalb der sonstigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte ausgewiesen.
In den übrigen sonstigen Rückstellungen sind unter anderem Kosten der Auftragsabwicklung und nachträgliche Kosten abgerechneter Aufträge, Schadenersatzleistungen sowie andere ungewisse Verbindlichkeiten berücksichtigt. Sie werden basierend auf Schätzungen des Managements gebildet. Gegenwärtig gehen wir für die Mehrheit dieser Rückstellungen von einer kurzfristigen Inanspruchnahme im folgenden Jahr aus.
| (In Tsd. EUR) | Stand 1.1.2022 | Zuführungen | Auflösungen | Änderung Konsolidierungskreis, Währungsanpassungen, Umbuchungen, Übertragungen |
| Personalrückstellungen | 458.517 | 225.878 | -2.455 | -30.272 |
| Rückstellungen zur Deckung von Versicherungsfällen | 301.614 | 50.327 | - | 69.646 |
| Rückstellungen für Projektschäden | 161.912 | - | - | 10.716 |
| Gewährleistungsverpflichtungen | 26.778 | 10.755 | -8.454 | -784 |
| Prozessrisiken | 13.305 | 3.486 | -1.609 | 887 |
| Übrige sonstige Rückstellungen | 386.911 | 93.217 | -52.172 | 15.727 |
| Sonstige Rückstellungen | 1.349.037 | 383.663 | -64.690 | 65.920 |
| (In Tsd. EUR) | Inanspruchnahmen | Stand 31.12.2022 |
| Personalrückstellungen | -227.453 | 424.215 |
| Rückstellungen zur Deckung von Versicherungsfällen | -12.669 | 408.918 |
| Rückstellungen für Projektschäden | -44.698 | 127.930 |
| Gewährleistungsverpflichtungen | -2.943 | 25.352 |
| Prozessrisiken | -1.975 | 14.094 |
| Übrige sonstige Rückstellungen | -200.352 | 243.331 |
| Sonstige Rückstellungen | -490.090 | 1.243.840 |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |||
| (In Tsd. EUR) | langfristig | kurzfristig | langfristig | kurzfristig |
| Anleihen | 2.551.522 | 10.253 | 2.554.340 | 186.784 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.513.465 | 304.807 | 790.098 | 157.495 |
| Schuldscheindarlehen | 633.894 | 185.366 | 566.048 | 183.091 |
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen | - | 252 | - | 724 |
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Beteiligungen | 15.975 | 2.551 | 15.150 | 1.960 |
| Übrige Finanzverbindlichkeiten | 9.856 | 8 | 10.420 | 149 |
| 4.724.712 | 503.237 | 3.936.056 | 530.203 | |
|
Buchwert 31.12.2022
(in Tsd. EUR) |
Buchwert 31.12.2021
(in Tsd. EUR) |
Nominalwert 31.12.2022
(in Tsd.) |
Zinssatz
in Prozent |
Ursprüngliche Laufzeit
(in Jahren) |
Fälligkeit | |
| Anleihe HOCHTIEF AG (2021) | 496.415 | 495.499 | 500.000 EUR | 0,63 | 8 | April 2029 |
| Anleihe HOCHTIEF AG (2019) | 50.647 | 50.635 | 50.000 EUR | 2,30 | 15 | April 2034 |
| Anleihe HOCHTIEF AG (2019) | 497.641 | 496.960 | 500.000 EUR | 0,50 | 8 | September 2027 |
| Anleihe HOCHTIEF AG (2019) | 249.580 | 249.413 | 250.000 EUR | 1,25 | 12 | September 2031 |
| Anleihe HOCHTIEF AG (2019) | 95.743 | 100.745 | 1.000.000 NOK | 1,67 | 10 | Juli 2029 |
| Anleihe HOCHTIEF AG (2019) | 50.930 | 48.524 | 50.000 CHF | 0,77 | 6 | Juni 2025 |
| Anleihe HOCHTIEF AG (2018) | 503.022 | 502.485 | 500.000 EUR | 1,75 | 7 | Juli 2025 |
| CIMIC Eurobond (2021) | 617.797 | 620.301 | 625.000 EUR | 3,52 | 8 | Mai 2029 |
| CIMIC US-$ Senior Notes (2012) | - | 176.562 | 201.300 USD | 5,95 | 10 | November 2022 |
| 2.561.775 | 2.741.124 |
Zur Finanzierung der Zahlungsverpflichtung aus dem außerbörslichen Übernahmeangebote zum Erwerb aller CIMIC-Aktien hat HOCHTIEF eine Transaktionsfazilität mit einem Bankenkonsortium am 23. Februar 2022 mit einem Betrag von bis zu 1 Mrd. Euro mit einer Laufzeit von einem Jahr inklusive zweier zusätzlicher Verlängerungsoptionen für jeweils 6 Monate abgeschlossen. Nach einer erfolgten Teilrückzahlung am 17. Juni 2022 über einen Betrag von 406 Mio. Euro nach der Kapitalerhöhung der HOCHTIEF Aktiengesellschaft vom 8. Juni 2022, der Emission des Schuldscheindarlehends im Oktober 2022 und mit eigener Liquidität konnte die Fazilität im Oktober 2022 vollständig zurückgeführt werden.
Im Oktober 2022 begab die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ein Schuldscheindarlehen über insgesamt 246 Mio. Euro. Das Darlehen hat gestaffelte Laufzeiten über drei, fünf, sieben und zehn Jahre. Durch die Emission konnte das Fälligkeitenprofil der langfristigen HOCHTIEF-Finanzierungen weiter diversifiziert werden. Die Emissionserlöse werden für allgemeine Unternehmenszwecke sowie die langfristige Ausfinanzierung des Erwerbs der CIMIC-Minderheitsanteile genutzt.
Im Mai 2022 hat CIMIC mit einem internationalen Bankenkonsortium eine syndizierte revolvierende Barkreditfazilität in Höhe von 1,2 Mrd. australischen Dollar abgeschlossen. Die Fazilität hat eine Laufzeit von zwei Jahren und löst eine im September 2022 auslaufende syndizierte revolvierende Barkreditfazilität über 1,3 Mrd. australische Dollar ab.
Am 14. Dezember 2022 hat die CIMIC Group eine im September 2023 fällige Tranche in Höhe von 950 Mio. australischen Dollar ihrer zentralen syndizierten Bankkreditfazilität frühzeitig mit einem internationalen Bankenkonsortium refinanziert. Die Fazilität wird nun in zwei Tranchen endfällig:
| ― |
475 Mio. australische Dollar endfällig am 9. Dezember 2025 |
| ― |
475 Mio. australische Dollar endfällig am 9. Dezember 2027 |
|
Buchwert 31.12.2022
(in Tsd. EUR) |
Durchschnittlicher Zins
in Prozent |
Buchwert 31.12.2021
(in Tsd. EUR) |
Durchschnittlicher Zins
in Prozent |
|
| Variabel verzinsliche Kredite | 1.804.250 | 4,29 | 774.664 | 1,29 |
| Festverzinsliche Kredite | 14.022 | 2,16 | 172.929 | 3,68 |
| 1.818.272 | 947.593 |
Es bestehen Finanzverbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, in Höhe von 18.526 Tsd. Euro (Vorjahr 17.109 Tsd. Euro).
Die Leasingverbindlichkeiten weisen ein Gesamtvolumen von 472.654 Tsd. Euro (Vorjahr 387.282 Tsd. Euro) auf, das sich in langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 355.860 Tsd. Euro (Vorjahr 271.554 Tsd. Euro) und in kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 116.794 Tsd. Euro (Vorjahr 115.728 Tsd. Euro) aufteilt.
Im Rahmen von Leasingverhältnissen werden folgende Beträge erfasst:
| (In Tsd. EUR) | 2022 | 2021 |
| Zinsaufwendungen auf Leasingverbindlichkeit | 15.935 | 14.835 |
| Aufwendungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen | 252.098 | 57.690 |
| Aufwendungen aus Leasingverhältnissen mit geringwertigen Vermögenswerten | 11.996 | 12.291 |
| Aufwendungen aus variablen Leasingzahlungen, die nicht in der Leasingverbindlichkeit berücksichtigt wurden | 16.665 | 11.071 |
| Aufwendungen aus der Neubewertung von Leasingverhältnissen | 79 | 61 |
| Sonstige Aufwendungen aus Leasingverhältnissen | 14.360 | 18.959 |
| Erträge aus Untermietverhältnissen | - | - |
| Erträge aus Sale-and Leaseback-Transaktionen | - | - |
| Erträge aus der Neubewertung von Leasingverhältnissen | - | - |
| Sonstige Erträge aus Leasingverhältnissen | 1.743 | 259 |
Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse aus Leasingverhältnissen umfassen 447.532 Tsd. Euro (Vorjahr 259.066 Tsd. Euro).
Einige Leasingverhältnisse enthalten Verlängerungsoptionen bis zu einem Jahr vor dem Ende der nicht kündbaren Vertragslaufzeit zugunsten des Konzerns. In neuen Leasingverhältnissen vereinbart der Konzern nach Möglichkeit Verlängerungsoptionen, um operative Flexibilität zu ermöglichen. Die bestehenden Verlängerungsoptionen können nur vom Konzern und nicht von den Leasinggebern ausgeübt werden. Der Konzern bewertet bei Beginn des Leasingverhältnisses, ob hinreichende Sicherheit besteht, dass die Verlängerungsoptionen ausgeübt werden; in den Fällen, in denen dies hinreichend sicher ist, wurde der Verlängerungszeitraum in die Leasingverbindlichkeit mit einbezogen. Bei Eintritt eines wesentlichen Ereignisses oder bei bedeutenden Veränderungen der Umstände, auf die der Konzern Einfluss hat, wird erneut bewertet, ob der Konzern die Optionen mit hinreichender Sicherheit ausüben wird.
Bestimmte Leasingverträge enthalten unter Umständen eine Option zur Übernahme des Vermögenswerts am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses oder bedingte Mietgarantien, durch die der Konzern bei Ablauf des Leasingverhältnisses aufgrund der Rückgabebedingungen Renditeschwankungen unterliegen kann. Der Konzern berücksichtigt Zahlungen für bedingte Mietgarantien oder die Übernahmeoption nur, wenn eine Zahlung am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses hinreichend sicher ist. Bei Eintritt eines wesentlichen Ereignisses oder bei bedeutenden Veränderungen der Umstände, auf die der Konzern Einfluss hat, wird erneut bewertet, ob der Konzern die Optionen mit hinreichender Sicherheit ausüben wird.
Die Fälligkeitsanalyse der Leasingverbindlichkeiten ist unter Anhangangabe Nr. 33 dargestellt.
| (In Tsd. EUR) | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.742.430 | 5.478.284 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 2.258.316 | 2.166.467 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 670.876 | 681.906 |
| 9.671.622 | 8.326.657 |
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 27.270 Tsd. Euro (Vorjahr 35.582 Tsd. Euro) und kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 6.715.160 Tsd. Euro (Vorjahr 5.442.702 Tsd. Euro).
Der HOCHTIEF-Konzern hat für den Vergleich beim Altprojekt CCPP und für die abschließende Zahlung beim chilenischen Altprojekt Zahlungen in Höhe von 237 Mio. Euro geleistet. Im Zusammenhang mit CCPP wird CIMIC im März 2023 einen finalen Betrag von 300 Mio. australischen Dollar (191 Mio. Euro) zahlen, der in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen ist.
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, in Höhe von 29.389 Tsd. Euro (Vorjahr 53.431 Tsd. Euro) enthalten.
Die Vertragsverbindlichkeiten in Höhe von 2.258.316 Tsd. Euro (Vorjahr 2.166.467 Tsd. Euro) enthalten Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden, bei denen die erhaltenen Anzahlungen die Herstellungskosten einschließlich Gewinnanteilen übersteigen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |||
| (In Tsd. EUR) | langfristig | kurzfristig | langfristig | kurzfristig |
| Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Finanzanlagen | 93.182 | 43.969 | 118.493 | 20.667 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 72.300 | 35.095 | 87.356 | 31.474 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitenden | - | 56.148 | - | 56.498 |
| Verbindlichkeiten aus Steuern (ohne Ertragsteuern) | - | 54.466 | - | 61.532 |
| Verbindlichkeiten aus Derivaten | 20.696 | 1.575 | 13.424 | 721 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | - | 2.186 | - | 19.510 |
| Übrige sonstige Verbindlichkeiten | 85 | 291.174 | 86 | 272.145 |
| 186.263 | 484.613 | 219.359 | 462.547 | |
Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen im Wesentlichen im Voraus erhaltene Versicherungsprämien, die die folgenden Geschäftsjahre betreffen und über die Laufzeit des jeweiligen Versicherungsvertrags aufgelöst werden, sowie Mieten.
Bei den Ertragsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 128.885 Tsd. Euro (Vorjahr 126.209 Tsd. Euro) handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber in- und ausländischen Finanzbehörden. Davon sind 95.617 Tsd. Euro periodenfremd (Vorjahr 75.841 Tsd. Euro).
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem der auf die Aktien entfallende Konzernanteil am Ergebnis nach Steuern durch die durchschnittliche Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien dividiert wird. Eine Verwässerung dieser Kennzahl kann durch sogenannte potenzielle Aktien auftreten (vor allem Aktienoptionen und Wandelanleihen). Die aktienbasierten Vergütungsprogramme von HOCHTIEF wirken nicht gewinnverwässernd. Damit entsprechen sich das verwässerte und das unverwässerte Ergebnis je Aktie.
| 2022 | 2021 | |
| Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten - Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre (in Tsd. Euro) | 481.774 | 207.921 |
| Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten - Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre (in Tsd. Euro) | - | - |
| Konzerngewinn/ -verlust gesamt (in Tsd. Euro) | 481.774 | 207.921 |
| Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien (gewichteter Durchschnitt) in Tsd. Stück | 72.071 | 68.183 |
| Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten -Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre (in Euro) | 6,68 | 3,05 |
| Ergebnis je Aktie aus nicht fortgeführten Aktivitäten - Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre (in Euro) | - | - |
| Ergebnis je Aktie gesamt (in Euro) | 6,68 | 3,05 |
| Dividende je Aktie (in Euro) | - | 1,91 |
| Vorgeschlagene Dividende je Aktie (in Euro) | 4,00 | - |
Zu den Finanzinstrumenten zählen finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie vertragliche Ansprüche und Verpflichtungen in Bezug auf den Tausch beziehungsweise die Übertragung finanzieller Vermögenswerte. Unterschieden werden originäre und derivative Finanzinstrumente.
Die originären Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite im Wesentlichen die flüssigen Mittel, die kurzfristigen Wertpapiere, die Forderungen und die übrigen Finanzanlagen. Die Wertpapiere sind mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte, die den Bewertungskategorien "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVPL)" und "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI)" angehören, ergeben sich aus den Börsenkursen oder werden für den Fall, dass es keinen Börsenkurs gibt, auf der Grundlage anerkannter Bewertungsmethoden ermittelt.
Auf der Passivseite enthalten die originären Finanzinstrumente im Wesentlichen die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten.
Derivative Finanzinstrumente werden in Abhängigkeit von deren beizulegendem Zeitwert entweder unter den sonstigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten oder den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Derivate werden im HOCHTIEF-Konzern ausschließlich zu Sicherungszwecken für vorhandene Grundgeschäfte sowie im Rahmen des Asset-Managements eingesetzt.
Der Bestand an originären und derivativen Finanzinstrumenten wird in der Bilanz ausgewiesen. Die Höhe der finanziellen Vermögenswerte gibt das maximale Ausfallrisiko an. Soweit bei den finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen beziehungsweise Expected Credit Losses abgedeckt.
Alle Finanzaktivitäten erfolgen im HOCHTIEF-Konzern auf Basis einer konzernweit gültigen Finanzrichtlinie. Ergänzend zur generellen Finanzrichtlinie gelten funktionale, operative Arbeitsanweisungen zu verschiedenen Themenbereichen, wie beispielsweise zum Währungs- und Sicherheitenmanagement. Diese regeln die Risikomanagementstrategie und die jeweiligen Grundsätze im Umgang mit den einzelnen Finanzrisiken.
Die Sicherstellung jederzeitiger Liquidität des Konzerns ist oberstes Ziel des Finanzrisikomanagements. Liquidität bedeutet für den HOCHTIEF-Konzern nicht nur Zahlungsfähigkeit im engeren Sinne, sondern auch die langfristige Verfügbarkeit des notwendigen finanziellen Spielraums für das Grundgeschäft (zum Beispiel Sicherheitenmanagement /Avale). Die Sicherstellung jederzeitiger Liquidität verlangt daher die gesamthafte Steuerung aller finanziellen Ressourcen des Konzerns inklusive seiner Bonität und damit seiner Finanzierungsfähigkeit.
Ein weiteres Ziel ist die Minimierung finanzwirtschaftlicher Risiken für den Unternehmenswert und die Ertragskraft des HOCHTIEF-Konzerns (Währungs-, Zinsänderungs-, Kurs- und Rohstoffpreisrisiken jeglicher Art sowie Kontrahentenrisiken).
Aus dem operativen Geschäft des HOCHTIEF-Konzerns ergeben sich immer wieder neue oder veränderte Finanzrisikopositionen. "Risikominimierung" bedeutet daher nicht den völligen Ausschluss aller finanziellen Risiken, sondern die weitgehende Reduzierung jederzeit quantifizierbarer Finanzrisikopositionen innerhalb konkret vorgegebener Handlungsrahmen. Hierdurch soll eine rasche Handlungs- und Anpassungsfähigkeit bei unvorhergesehenen Situationen sichergestellt werden.
Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft arbeitet mit weitgehend zentralen Liquiditätsstrukturen zur konzernweiten Bündelung von Liquidität (insbesondere dem sogenannten Cash-Pooling). Die zentrale Liquidität wird täglich ermittelt sowie im Rahmen einer rollierenden 18-Monats-Planung durch einen Bottom-up-Prozess monatlich geplant. Liquiditätsplanungen werden durch monatliche Stress-Szenarien ergänzt. Auf Basis der Liquiditätsplanung steuert HOCHTIEF sein Wertpapiervermögen sowie das Kreditportfolio aktiv.
In den nachfolgenden Tabellen werden die maximal zu leistenden Auszahlungen dargestellt. Die Betrachtung bildet den für HOCHTIEF ungünstigsten Fall ab, das heißt den jeweils frühestmöglichen vertraglichen Zahlungstermin (sogenannter "Worst Case"). Dabei werden Gläubigerkündigungsrechte berücksichtigt. Fremdwährungspositionen werden jeweils mit dem am Bilanzstichtag geltenden Stichtagskassakurs umgerechnet. Zinszahlungen aus variabel verzinsten Positionen werden einheitlich mit dem letzten Zinsfixing vor dem Bilanzstichtag berechnet. Neben originären Finanzinstrumenten werden auch derivative Finanzinstrumente (beispielsweise Devisentermingeschäfte und Zinsswaps) berücksichtigt. Ferner werden eingeräumte, noch nicht vollständig gezogene Kreditlinien und herausgelegte Finanzgarantien einbezogen.
Den in den nachstehenden Tabellen dargestellten, maximal zu leistenden Auszahlungen ("Worst-Case"-Betrachtung) stehen in den gleichen Perioden jeweils -hier nicht aufgeführte -vertraglich fixierte Einzahlungen (zum Beispiel aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) gegenüber.
| (In Tsd. EUR) | 2023 | 2024 | 2025-2026 | nach 2026 | Summe |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | 7.336.042 | 1.601.613 | 1.162.454 | 2.350.416 | 12.450.525 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 116.794 | 311.408 | 27.110 | 17.342 | 472.654 |
| Derivative Finanzinstrumente | 1.575 | 17.530 | 2.742 | 425 | 22.272 |
| Kreditzusagen/Finanzgarantien | 20.658 | 3.441 | 763 | 557 | 25.419 |
| 7.475.069 | 1.933.992 | 1.193.069 | 2.368.740 | 12.970.870 |
Maximal zu leistende Auszahlungen zum 31.12.2021
| (In Tsd. EUR) | 2022 | 2023 | 2024-2025 | nach 2025 | Summe |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | 6.056.991 | 1.055.804 | 1.039.761 | 2.271.991 | 10.424.547 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 115.728 | 228.280 | 25.278 | 17.996 | 387.282 |
| Derivative Finanzinstrumente | 721 | 292 | - | 13.132 | 14.145 |
| Kreditzusagen/Finanzgarantien | 1.116 | 16.289 | 753 | 547 | 18.705 |
| 6.174.556 | 1.300.665 | 1.065.792 | 2.303.666 | 10.844.679 |
Darüber hinaus ist die Liquiditätsversorgung des Konzerns auch wegen der vorhandenen Kassenbestände und der verfügbaren Guthaben bei Kreditinstituten, der veräußerbaren kurzfristigen Wertpapiere, der freien, ungenutzten Barkreditlinien sowie möglicher Emissionen unter dem Commercial-Paper-Programm ausreichend und auch langfristig sichergestellt. Folgende Tabelle zeigt die wesentlichen Liquiditätsinstrumente auf:
| (In Tsd. EUR) | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Kassenbestände und verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten | 3.498.725 | 3.561.506 |
| Veräußerbare Wertpapiere | 1.446.017 | 1.011.230 |
| Freie Barkreditlinien (nominal) | 1.923.039 | 2.796.202 |
| 6.867.781 | 7.368.938 | |
| Freie Avalkreditlinien | 1.506.493 | 2.512.216 |
Wegen der jeweils breiten und internationalen Syndizierung bestehender Finanzierungen wird ein Refinanzierungsrisiko für den langfristigen Aval- und Barbereich aufgrund des langfristig ausgerichteten Laufzeitprofils sowie der diversen Refinanzierungsalternativen derzeit nicht gesehen. Mit dem genehmigten Kapital I in Höhe von bis zu 65.752 Tsd. Euro, dem genehmigten Kapital II von bis zu 6.589 Tsd. Euro sowie dem bedingten Kapital in Höhe von bis zu 51.200 Tsd. Euro besteht ein angemessener Rahmen, um bei Bedarf die Eigenmittel zu erhöhen.
Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Bilanz saldiert dargestellt, wenn es einen rechtlich durchsetzbaren Anspruch gibt, die erfassten Beträge zu saldieren. Zusätzlich muss die Absicht bestehen, zu saldieren oder die finanziellen Vermögenswerte zu realisieren und gleichzeitig die finanziellen Verbindlichkeiten zu begleichen. Aufgrund einer rechtlich verbindlichen Bankenvereinbarung wurden in der Division HOCHTIEF Asia Pacific finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 107.692 Tsd. Euro (Vorjahr 111.111 Tsd. Euro) und finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 14.401 Tsd. Euro (Vorjahr 20.685 Tsd. Euro) saldiert in der Bilanz mit ihrem verbleibenden Nettobetrag von 93.291 Tsd. Euro (Vorjahr 90.426 Tsd. Euro) ausgewiesen.
Der Konzern schließt Factoring-Vereinbarungen mit Banken und Finanzinstituten ab. Diese Vereinbarungen beziehen sich nur auf vom Kunden anerkannte, bestätigte Forderungen ohne Rückgriffmöglichkeit, bei denen die Zahlung lediglich von einer Frist abhängt. Im Rahmen dieser Factoring-Vereinbarungen gilt:
| ― |
Forderungen werden im Rahmen des Factorings ausgebucht, wenn im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken übertragen werden; |
| ― |
der Mittelzufluss an den Konzern entsteht nur, wenn ein vom Kunden bestätigter und vertraglich zur Zahlung an den Konzern fälliger Betrag vorhanden ist, wenn es keine Streitigkeiten bezüglich der fälligen Beträge gibt und der Kunde dies durch eine Bestätigung anerkannt hat; und |
| ― |
mit dem Eingang beim Konzern erlischt unwiderruflich das Recht des Konzerns auf die bestätigte Forderung gegenüber den Kunden. |
Das Factoring dieser Forderungen erfolgt daher ohne Rückgriffmöglichkeit. Zum 31. Dezember 2022 lag das Volumen des Factorings ohne Rückgriffmöglichkeit konzernweit bei 0,9 Mrd. Euro (Vorjahr 0,8 Mrd. Euro).
Der Konzern schließt mit Finanzinstituten Supply-Chain-Finanzierungsvereinbarungen für Lieferanten ab, die sich zur Verbesserung ihrer Liquidität für eine frühzeitige Zahlung von Waren und Dienstleistungen entscheiden können. Das Supply-Chain-Finanzierungsprogramm wird auf freiwilliger Basis angeboten und Lieferanten können jederzeit nach eigenem Ermessen ein- und aussteigen. Die Bedingungen der Vereinbarungen sind wie folgt:
| ― |
der Gläubiger steht im Zusammenhang mit operativen Aufwendungen, die sich aus der Lieferung von Waren und der Erbringung von Dienstleistungen ergeben; |
| ― |
sie spiegeln übliche Kreditbedingungen wider; |
| ― |
es bestehen keine zusätzlichen Krediterweiterungen; und |
| ― |
es gelten die branchenüblichen Verpflichtungen, wie zum Beispiel die Gewährleistungspflicht für fehlerhafte Arbeiten. |
Dementsprechend verändern die Bedingungen der Vereinbarungen die ursprüngliche Verbindlichkeit nicht. Daher werden die Beträge auch weiterhin unter Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten erfasst. Der durchschnittliche Fälligkeitstermin der ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten, die Teil der Vereinbarung sind, beträgt 30 Tage nach Rechnungsdatum und entspricht dem durchschnittlichen Fälligkeitstermin von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die nicht Teil eines Supplier Finance Arrangements sind. Die konzernweiten Supply-Chain-Finanzierungen lagen am 31. Dezember 2022 bei 72,3 Mio. Euro (Vorjahr 63,7 Mio. Euro).
Währungsrisiken (im Sinne von Transaktionsrisiken) entstehen bei HOCHTIEF aus Forderungen, Verbindlichkeiten, flüssigen Mitteln und Wertpapieren sowie schwebenden Geschäften in einer anderen als der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft. Zur Absicherung gegen wechselkursbedingte Schwankungen dieser Zahlungen beziehungsweise Positionen werden Währungsderivate, maßgeblich Devisentermingeschäfte, eingesetzt. Die prospektive Effektivität zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument konnte für sämtliche Sicherungsbeziehungen durch die "Critical-Terms-Match-Methode" bestätigt werden. Grundsätzlich sichert HOCHTIEF alle Währungsrisiken aus Fremdwährungstransaktionen ab.
Die Abwicklung der Sicherungen der Konzerngesellschaften -mit Ausnahme der Sicherungen der CIMIC-Gruppe -erfolgt im Wesentlichen über die HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Durch eine verbindliche Richtlinie sind Nutzung, getrennte Kontrolle und Verantwortlichkeiten bei allen Konzernunternehmen klar geregelt. Grundsätzlich werden Währungsderivate nur zur Absicherung von Risiken eingesetzt (sogenanntes Hedging). Jegliche Form der Spekulation ist durch die verbindlich und konzernweit geltende Finanzrichtlinie untersagt. Vertragspartner der extern abgeschlossenen Derivate sind grundsätzlich Kreditinstitute erster Bonität.
In der nachfolgenden Tabelle sind die beizulegenden Zeitwerte der Währungsderivate, deren Marktwertänderungen sowie Nominalwerte und maximale Restlaufzeiten dargestellt:
| (In Tsd. EUR) | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Aktiva | ||
| Devisentermingeschäfte/ Zinswährungswaps | ||
| mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) | 10.076 | 11.943 |
| mit Sicherungshintergrund (ohne Cashflow-Hedge-Accounting) | 455 | 1.602 |
| 10.531 | 13.545 | |
| Passiva | ||
| Devisentermingeschäfte/ Zinswährungswaps | ||
| mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) | 13.793 | 5.285 |
| mit Sicherungshintergrund (ohne Cashflow-Hedge-Accounting) | 2.943 | 9 |
| 16.736 | 5.294 | |
| Marktwertänderungen | ||
| aus Derivaten mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) -erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst | 6.363 | -9.984 |
| aus Derivaten mit Sicherungshintergrund (ohne Cashflow-Hedge-Accounting) -unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst | -44.850 | -870 |
| Nominalwerte | ||
| Devisentermingeschäfte/ Zinswährungswaps | ||
| mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) | 1.064.607 | 892.339 |
| mit Sicherungshintergrund (ohne Cashflow-Hedge-Accounting) | 176.031 | 233.531 |
| Maximale Restlaufzeit | ||
| (In Monaten) | ||
| mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) | 79 | 91 |
| mit Sicherungshintergrund (ohne Cashflow-Hedge-Accounting) | 46 | 12 |
Wird Hedge-Accounting angewendet, werden die unrealisierten Gewinne und Verluste des Sicherungsgeschäfts unter Berücksichtigung latenter Steuern zunächst in den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen erfasst. Die Gewinne und Verluste werden erst dann realisiert, wenn auch das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Derivate werden auf Basis aktueller Marktkonditionen zum Bilanzstichtag bewertet. Bei der Interpretation der positiven und negativen beizulegenden Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten ist zu beachten, dass ihnen gegenläufige Grundgeschäfte gegenüberstehen.
Die durchschnittlichen Sicherungskurse der Devisentermingeschäfte betragen für die Währungspaare EUR/USD und EUR/PLN 1,0680 beziehungsweise 4,8241.
Bei Zinswährungsswaps schließt die HOCHTIEF Aktiengesellschaft Fremdwährungs-Basis-Spreads der Sicherungsinstrumente von der Sicherungsbeziehung aus und erfasst die Absicherungskosten (Cost of Hedging) erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis.
Die folgende Tabelle zeigt sowohl die Überleitung der Cashflow-Hedge-Reserve als auch die Überleitung der Absicherungskosten (Cost of Hedging), in der im Wesentlichen die nicht designierten Fremdwährungs-BasisSpreads der Zinswährungsswaps sowie weiterer Zinsswaps enthalten sind.
| (In Tsd. EUR) | Stand 1.1.2022 | Sicherungsergebnisse | Umklassifizierung | Umgliederung in Vorräte (Basis Adjustment) | Stand 31.12.2022 |
| Cashflow-Hedge-Reserve | 8.193 | 12.704 | 4.847 | - | 25.744 |
| Cost of Hedging | 2.900 | -603 | - | - | 2.297 |
Folgende Sensitivitätsanalysen zeigen auf, welche wesentlichen Effekte sich aus einer Schwankung von zehn Prozent der Fremdwährungen im Verhältnis zu der jeweiligen Funktionalwährung der Konzerngesellschaft auf das Eigenkapital beziehungsweise auf das Jahresergebnis des HOCHTIEF-Konzerns ergeben hätten. Die Analyse basiert auf dem jeweiligen Risikoexposure zum Bilanzstichtag.
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |||||
| Fremdwährung | Risikoexposure | Fremdwährung | ||||
| (In Tsd. EUR) |
steigt um zehn
Prozent |
fällt um zehn
Prozent |
steigt um zehn
Prozent |
fällt um zehn
Prozent |
||
| Änderung des Eigenkapitals aufgrund von Marktwertschwankungen eingesetzter Währungsderivate mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) | ||||||
| Funktionalwährung | Fremdwährung | |||||
| EUR | CHF | 5.171 | -5.171 | 50.777 | 4.782 | -4.782 |
| EUR | NOK | 10.380 | -10.380 | 95.113 | 9.790 | -9.790 |
| EUR | PLN | -204 | 204 | 2.069 | -290 | 290 |
| AUD | EUR | -61.386 | 61.386 | 604.772 | 64.161 | -64.161 |
| AUD | NZD | -3.595 | 3.595 | 35.719 | 1.205 | -1.205 |
| AUD | USD | 13.982 | -13.982 | 138.878 | 1.827 | -1.827 |
| AUD | HKD | -612 | 612 | -3.056 | -3.056 | 3.056 |
| USD | PLN | -20 | 20 | 197 | -19 | 19 |
| Änderung des Jahresergebnisses aufgrund nicht gesicherter Währungspositionen bei originären Finanzinstrumenten sowie durch Marktwertschwankungen bei derivativen Finanzinstrumenten (ohne Cashflow-Hedge-Accounting) | ||||||
| Funktionalwährung | Fremdwährung | |||||
| EUR | AUD | -41 | 41 | 410 | -41 | 41 |
| EUR | DKK | 276 | -276 | 220 | 220 | -220 |
| EUR | NOK | 5 | -5 | 50 | 6 | -6 |
| EUR | PEN | 22 | -24 | 230 | 12 | -12 |
| EUR | PLN | 17 | -17 | 170 | 17 | -17 |
| EUR | SEK | 577 | -577 | 5.768 | 97 | -97 |
| EUR | USD | -19.687 | 12.224 | 153.984 | -15.525 | 15.525 |
| AUD | AED | 2 | -2 | 934 | 934 | -934 |
| AUD | CAD | 984 | -984 | 9.840 | 62 | -62 |
| AUD | EUR | 3.656 | -3.656 | 36.563 | 501 | -501 |
| AUD | HKD | 878 | -878 | 8.777 | 1.214 | -1.214 |
| AUD | SGD | 1.391 | -1.391 | 13.909 | 1.344 | -1.344 |
| AUD | USD | 19.450 | -19.450 | 194.498 | 1.966 | -1.966 |
| CZK | EUR | 5.901 | -5.901 | 59.012 | 6.465 | -6.465 |
| USD | AUD | -572 | 572 | 5.785 | -63 | 63 |
| USD | EUR | 1.777 | -1.777 | 15.087 | -9.967 | 9.967 |
| USD | GBP | -391 | 391 | 3.944 | -1.575 | 1.575 |
| 31.12.2021 | ||
| (In Tsd. EUR) | Risikoexposure | |
| Änderung des Eigenkapitals aufgrund von Marktwertschwankungen eingesetzter Währungsderivate mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) | ||
| Funktionalwährung | Fremdwährung | |
| EUR | CHF | 48.398 |
| EUR | NOK | 100.112 |
| EUR | lPLN | 2.948 |
| AUD | EUR | 633.324 |
| AUD | NZD | 12.063 |
| AUD | USD | 18.172 |
| AUD | HKD | 30.566 |
| USD | PLN | 195 |
| Änderung des Jahresergebnisses aufgrund nicht gesicherter Währungspositionen bei originären Finanzinstrumenten sowie durch Marktwertschwankungen bei derivativen Finanzinstrumenten (ohne Cashflow-Hedge-Accounting) | ||
| Funktionalwährung | Fremdwährung | |
| EUR | AUD | 409 |
| EUR | DKK | 2.196 |
| EUR | NOK | 58 |
| EUR | PEN | 116 |
| EUR | PLN | 173 |
| EUR | SEK | 965 |
| EUR | USD | 156.661 |
| AUD | AED | 9.341 |
| AUD | CAD | 624 |
| AUD | EUR | 5.011 |
| AUD | HKD | 12.141 |
| AUD | SGD | 13.444 |
| AUD | USD | 19.663 |
| CZK | EUR | 64.649 |
| USD | AUD | 647 |
| USD | EUR | 99.268 |
| USD | GBP | 16.048 |
Zinsrisiken entstehen bei HOCHTIEF durch Finanzpositionen der Aktivseite -im Wesentlichen durch verzinsliche Wertpapiere. Zinsrisiken auf der Passivseite der Bilanz betreffen insbesondere Finanzverbindlichkeiten. Risiken werden hierbei durch zwei Ansätze minimiert: zum einen durch sogenanntes Natural Hedging, also das Eliminieren von gegenläufigen Zinsrisiken aus originären Finanzinstrumenten auf der Aktiv- und der Passivseite; zum anderen durch den Einsatz von Zinsderivaten. Dies sind in der Regel Zinsswaps, durch die Cashflow-Risiken, die durch Änderungen von Zinssätzen bei variabel verzinslichen Finanzpositionen entstehen, entsprechend der jährlichen Konzernfinanzierungsstrategie gesteuert werden. Die prospektive Effektivität zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument konnte für sämtliche Sicherungsbeziehungen durch die "Critical-Terms-Match-Methode" bestätigt werden. Analog zum Vorgehen bei Währungsderivaten erfolgt die Abwicklung der Sicherungen der Konzerngesellschaften -mit Ausnahme der Sicherungen der CIMIC-Gruppe -im Wesentlichen über die HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Ebenfalls bestehen analoge Regelungen und eine Richtlinie sowie die grundsätzliche Bindung an vorhandene Grundgeschäfte (also kein spekulativer Einsatz). Vertragspartner der extern abgeschlossenen Derivate sind grundsätzlich Kreditinstitute erster Bonität.
In der nachfolgenden Tabelle sind die beizulegenden Zeitwerte der Zinsderivate, deren Marktwertänderungen sowie Nominalwerte und maximale Restlaufzeiten dargestellt:
| (In Tsd. EUR) | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Aktiva | ||
| Zinstermingeschäfte/ Zinsswaps | ||
| mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) | 3.486 | - |
| mit Sicherungshintergrund (ohne Cashflow-Hedge-Accounting) | 217 | 64 |
| 3.703 | 64 | |
| Passiva | ||
| Zinstermingeschäfte/ Zinsswaps | ||
| mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) | 1.084 | - |
| mit Sicherungshintergrund (ohne Cashflow-Hedge-Accounting) | 608 | 526 |
| 1.692 | 526 | |
| Marktwertänderungen | ||
| aus Derivaten mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) -erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst | -1.646 | - |
| aus Derivaten mit Sicherungshintergrund (ohne Cashflow-Hedge-Accounting) -unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst | -1.188 | 62 |
| Nominalwerte | ||
| Zinstermingeschäfte/ Zinsswaps | ||
| mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) | 350.628 | - |
| mit Sicherungshintergrund (ohne Cashflow-Hedge-Accounting) | 79.463 | 135.523 |
| Maximale Restlaufzeit | ||
| (In Monaten) | ||
| mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) | 82 | - |
| mit Sicherungshintergrund (ohne Cashflow-Hedge-Accounting) | 34 | 28 |
Folgende Sensitivitätsanalysen zeigen auf, welche Effekte sich aus einer Schwankung um einen Prozentpunkt des jeweiligen Marktzinsniveaus auf das Eigenkapital beziehungsweise auf das Jahresergebnis ergeben hätten. Die Analyse basiert auf dem jeweiligen Risikoexposure zum Bilanzstichtag.
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |||||
| Marktzinsniveau | Risikoexposure | Marktzinsniveau | Risikoexposure | |||
| (In Tsd. EUR) | steigt um einen Prozentpunkt | fällt um einen Prozentpunkt | steigt um einen Prozentpunkt | fällt um einen Prozentpunkt | ||
| Änderung des Eigenkapitals aufgrund von Marktwertschwankungen eingesetzter Zinsderivate mit Sicherungshintergrund (CashflowHedge-Accounting) und Marktwertschwankungen festverzinslicher Wertpapiere, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden | -33.771 | 32.482 | 51.114 | 54.564 | -51.026 | 1.116.409 |
| Änderung des Jahresergebnisses aufgrund nicht gesicherter, zinsvariabler Positionen bei originären Finanzinstrumenten sowie durch Marktwertschwankungen bei derivativen Finanzinstrumenten (ohne Cashflow-Hedge-Accounting) | -21.145 | 21.043 | 1.767.393 | -9.908 | 9.910 | 941.421 |
Sonstige Preisrisiken entstehen bei HOCHTIEF durch Anlagen in kurzfristige beziehungsweise langfristige, nicht zinstragende Wertpapiere. Darüber hinaus resultieren Preisrisiken aus übrigen Finanzanlagen, im Wesentlichen Beteiligungen. In der nachfolgenden Tabelle werden diese Positionen dargestellt:
| (In Tsd. EUR) | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Preisrisikopositionen der langfristigen Vermögenswerte | 611.342 | 86.638 |
| Preisrisikopositionen der kurzfristigen Vermögenswerte | 106.836 | 25.223 |
In der nachfolgenden Tabelle sind die beizulegenden Zeitwerte der Aktienoptions- und Aktientermingeschäfte, deren Marktwertänderungen sowie Nominalwerte und maximale Restlaufzeiten dargestellt:
| (In Tsd. EUR) | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Aktiva | - | - |
| Passiva | ||
| Aktienoptions- und Aktientermingeschäfte | ||
| mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) | - | - |
| mit Sicherungshintergrund (ohne Cashflow-Hedge-Accounting) | 3.842 | 8.325 |
| 3.842 | 8.325 | |
| Marktwertänderungen | ||
| aus Derivaten mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) -erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst | - | - |
| aus Derivaten mit Sicherungshintergrund (ohne Cashflow-Hedge-Accounting) -unmittelbar in Gewinn- und Verlustrechnung erfasst | 5.708 | - |
| Nominalwerte | ||
| Aktienoptions- und Aktientermingeschäfte | ||
| mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) | - | - |
| mit Sicherungshintergrund (ohne Cashflow-Hedge-Accounting) | 3.842 | 8.325 |
| Maximale Restlaufzeit | ||
| (In Monaten) | ||
| mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) | - | - |
| mit Sicherungshintergrund (ohne Cashflow-Hedge-Accounting) | 96 | 60 |
Folgende Sensitivitätsanalysen zeigen auf, welche Effekte sich aus Schwankungen der Marktwerte von originären und derivativen Finanzinstrumenten von zehn Prozent auf das Eigenkapital beziehungsweise auf das Jahresergebnis ergeben hätten. Die Analyse basiert auf dem jeweiligen Volumen zum Bilanzstichtag.
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |||
| Marktwert | Marktwert | |||
| (In Tsd. EUR) |
steigt um zehn
Prozent |
fällt um zehn
Prozent |
steigt um zehn
Prozent |
fällt um zehn
Prozent |
| Änderung des Eigenkapitals aufgrund von Kurswertänderungen von nicht wertgeminderten Wertpapieren | 59.507 | -59.507 | 17.702 | -17.702 |
| Änderung des Eigenkapitals aufgrund von Wertänderungen bei zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Beteiligungen | 1.773 | -1.773 | 7.489 | -7.489 |
Für Ventia Eigenkapitalinstrumente, die FVOCI eingestuft werden, hätte die isolierte Erhöhung (Senkung) des Anteilskurses um 10% zu einer Erhöhung (Senkung) des Eigenkapitals um 43.143 Tsd. Euro nach Steuern geführt.
Im Bereich der Versicherungsaktivitäten, die im HOCHTIEF-Konzern gemessen am Umsatz und der Bilanzsumme nicht wesentlich sind, wird bei ausgewählten Wertpapieren der "Overlay-Approach" angewendet, sodass Marktwertschwankungen erfolgsneutral erfasst werden. Der Buchwert der unter den "Overlay-Approach" fallenden Wertpapiere beträgt zum 31. Dezember 2022 106.836 Tsd. Euro (Vorjahr 25.223 Tsd. Euro). Die in der Berichtsperiode erfolgsneutral erfassten Marktwertschwankungen betragen -8.167 Tsd. Euro (Vorjahr 1.924 Tsd. Euro).
Ausfallrisiken ergeben sich im HOCHTIEF-Konzern aus dem operativen Geschäft sowie aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten.
Das Risikomanagement erfolgt bei HOCHTIEF im operativen Geschäft durch die laufende bereichsbezogene Überwachung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Für diese können im Rahmen des vereinfachten Ansatzes nach IFRS 9 erwartete Kreditverluste auf Basis kalkulierter Verlustraten ermittelt werden, die aus historischen und prognostizierten Daten abgeleitet sind sowie dem jeweiligen Kunden und dem ökonomischen Umfeld der Region Rechnung tragen. HOCHTIEF betrachtet die folgenden Sachverhalte als Zahlungsausfall im Sinne des internen Managements von Ausfallrisiken, denn erfahrungsgemäß sind Forderungen, die eines der folgenden Kriterien erfüllen, in der Regel uneinbringlich:
| ― |
es liegt ein wesentlicher Verstoß des Kontrahenten gegen die Financial Covenants vor, der in absehbarer Zeit voraussichtlich nicht geheilt werden kann, oder |
| ― |
interne oder aus externen Quellen gewonnene Informationen deuten darauf hin, dass der Schuldner seine Gläubiger, darunter den HOCHTIEF-Konzern, voraussichtlich nicht vollständig befriedigen kann (ohne Berücksichtigung von für HOCHTIEF bestehenden Sicherheiten). Unabhängig von der obigen Analyse geht HOCHTIEF von einem Zahlungsausfall aus, wenn ein finanzieller Vermögenswert deutlich überfällig ist, es sei denn, der HOCHTIEF-Konzern verfügt über plausible und belegbare Informationen dahin gehend, dass ein zeitlich weiter gefasstes Ausfallkriterium angemessener ist. |
Der HOCHTIEF-Konzern hat gegenüber Dritten für Konzerngesellschaften Finanzgarantien sowie Kreditzusagen herausgelegt. Dabei werden Finanzgarantien und Kreditzusagen nur für Gesellschaften bester Bonität übernommen, sodass das Risiko einer Inanspruchnahme von HOCHTIEF äußerst gering ist.
Das maximale Ausfallrisiko der finanziellen Vermögenswerte entspricht den in der Bilanz angesetzten Buchwerten. Diesen sind jedoch die vom HOCHTIEF-Konzern hereingenommenen Sicherheiten gegenüberzustellen, sodass das tatsächliche Ausfallrisiko geringer ist. Bei ausgereichten Finanzgarantien entspricht der maximale Ausfall dem Höchstbetrag, der von HOCHTIEF zu zahlen ist. Kreditzusagen können maximal in Höhe ihres zugesagten Betrags ausfallen. Zum 31. Dezember 2022 betrug das maximale Ausfallrisiko aus Finanzgarantien und Kreditzusagen 25.419 Tsd. Euro (Vorjahr 18.705 Tsd. Euro). Eine Inanspruchnahme aus diesen HOCHTIEFGarantien ist in der Vergangenheit nicht erfolgt und wird aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse auch nicht für die Zukunft erwartet.
HOCHTIEF erhält Sicherheiten zur Besicherung von Vertragserfüllung und Gewährleistung durch Nachunternehmer oder zur Besicherung von Vergütungsansprüchen. Unter anderem werden hierbei Gewährleistungs-, Vertragserfüllungs-, Vorauszahlungs- und Zahlungsbürgschaften hereingenommen. HOCHTIEF regelt die Hereinnahme von Sicherheiten in einer Arbeitsanweisung. Diese umfasst unter anderem die vertragliche Gestaltung, Durchführung und Verwaltung aller Vereinbarungen. Details werden, abhängig zum Beispiel von Land und Rechtsprechung, unterschiedlich geregelt. Bezüglich der Ausfallrisiken prüft HOCHTIEF bei allen hereingenommenen Avalen die Bonität des Sicherheitengebers. HOCHTIEF bedient sich bei der Bonitätsbeurteilung so weit wie möglich externer Spezialisten (beispielsweise Ratingagenturen). Die Angabe von beizulegenden Zeitwerten der erhaltenen Sicherheiten ist nicht erfolgt, da eine verlässliche Ermittlung nicht regelmäßig möglich ist.
Die folgenden Tabellen zeigen die Bruttobuchwerte überfälliger und nicht überfälliger Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag sowie zum Vorjahr, deren Wertberichtigungen entweder auf Basis einer Wertminderungsmatrix (vereinfachter Ansatz) oder ohne Wertminderungsmatrix erfolgen. Vertragsvermögenswerte sind Bestandteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Auch Überfälligkeiten von mehr als 30 Tagen sind regelmäßig nicht mit einer Erhöhung des Ausfallrisikos verbunden.
| Wertberichtigungsmatrix | ||||||
| (In Tsd. EUR) | Bruttobuchwert | keine Anwendung der Wertberichtigungsmatrix | nicht überfällig | bis 30 Tage überfällig | 31 Tage bis 60 Tage überfällig | 61 Tage bis 90 Tage überfällig |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.946.612 | 4.179.206 | 2.881.681 | 700.156 | 30.852 | 12.707 |
| 7.946.612 | 4.179.206 | 2.881.681 | 700.156 | 30.852 | 12.707 | |
| Wertberichtigungsmatrix | |
| (In Tsd. EUR) | über 90 Tage überfällig |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 142.010 |
| 142.010 |
| Wertberichtigungsmatrix | ||||||
| (In Tsd. EUR) | Bruttobuchwert | keine Anwendung der Wertberichtigungsmatrix | nicht überfällig | bis 30 Tage überfällig | 31 Tage bis 60 Tage überfällig | 61 Tage bis 90 Tage überfällig |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.351.612 | 1.885.055 | 3.118.047 | 93.493 | 24.065 | 14.924 |
| 5.351.612 | 1.885.055 | 3.118.047 | 93.493 | 24.065 | 14.924 | |
| Wertberichtigungsmatrix | |
| (In Tsd. EUR) | über 90 Tage überfällig |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 216.028 |
| 216.028 |
Die Überfälligkeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind branchenspezifisch geprägt. Die Zahlungseingänge erfolgen in Abhängigkeit vom Prozess der Auftragsabnahme und Rechnungsprüfung, der regelmäßig -insbesondere bei Großprojekten -einen längeren Zeitraum in Anspruch nimmt. Die überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber öffentlichen Auftraggebern und Industrieunternehmen mit erstklassiger Bonität unterliegen im Wesentlichen einem geringen Ausfallrisiko (Low-Credit-Risk).
Der Anfangsbestand des Wertberichtigungsvolumens auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beläuft sich zu Beginn der Berichtsperiode auf 103.826 Tsd. Euro. Die laufenden Veränderungen im Geschäftsjahr 2022 ermitteln sich aus Zuführungen, Auflösungen, Inanspruchnahmen, Währungsanpassungen und Änderungen des Konsolidierungskreises und betragen 18.593 Tsd. Euro (Vorjahr -9.448 Tsd. Euro), sodass sich zum 31. Dezember 2022 ein Wertberichtigungsvolumen in Höhe von 122.419 Tsd. Euro ergibt. Prozentual berechnet sich eine Verlustrate auf den Bruttobuchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 1,54 Prozent (Vorjahr 1,94 Prozent). Im Wesentlichen beziehen sich diese Wertberichtigungen (Expected Credit Losses) bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf branchentypische Wertberichtigungen. Wertberichtigungen auf Vertragsvermögenswerte sind in diesem Kontext als unwesentlich einzustufen.
Die nachstehenden Tabellen zeigen für die Geschäftsjahre 2022 und 2021 die Entwicklung der Expected Credit Losses (ECL) auf finanzielle Vermögenswerte, die unter das allgemeine Wertminderungsmodell nach IFRS 9 fallen:
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe | |
| (In Tsd. EUR) | 12-Monats-ECL | Lifetime-ECL Bruttobuchwert | Lifetime-ECL Nettobuchwert | |
| Finanzforderungen | ||||
| Stand 1.1.2022 | 2.617 | 8.437 | 105.240 | 116.294 |
| Neubewertung (geänderte Bewertungsparameter) | 832 | -2.202 | - | -1.370 |
| Transfer in Stufe 1 | - | - | - | - |
| Transfer in Stufe 2 | - | - | - | - |
| Transfer in Stufe 3 | - | - | - | - |
| Neu erworbene / ausgegebene finanzielle Vermögenswerte | 889 | - | - | 889 |
| Zurückgezahlte oder ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte | -1.168 | - | -303 | -1.471 |
| Sonstige Veränderungen * | -1.012 | - | 3.314 | 2.302 |
| Stand 31.12.2022 | 2.158 | 6.235 | 108.251 | 116.644 |
| - | ||||
| Kurzfristige sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | ||||
| Stand 1.1.2022 | 122 | - | - | 122 |
| Neubewertung (geänderte Bewertungsparameter) | -15 | - | - | -15 |
| Transfer in Stufe 1 | - | - | - | - |
| Transfer in Stufe 2 | - | - | - | - |
| Transfer in Stufe 3 | - | - | - | - |
| Neu erworbene / ausgegebene finanzielle Vermögenswerte | - | - | - | - |
| Zurückgezahlte oder ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte | 510 | - | - | 510 |
| Sonstige Veränderungen * | -1 | - | - | -1 |
| Stand 31.12.2022 | 616 | - | - | 616 |
* Die sonstigen Veränderungen ergeben sich
aus Währungsanpassungen und Umbuchungen.
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe | |
| (In Tsd. EUR) | 12-Monats-ECL | Lifetime-ECL Bruttobuchwert | Lifetime-ECL Nettobuchwert | |
| Finanzforderungen | ||||
| Stand 1.1.2021 | 1.712 | 16.865 | 31.390 | 49.967 |
| Neubewertung (geänderte Bewertungsparameter) | -3.316 | -4.200 | 5.586 | -1.930 |
| Transfer in Stufe 1 | 3.369 | -3.369 | - | - |
| Transfer in Stufe 2 | - | - | - | - |
| Transfer in Stufe 3 | - | - | - | - |
| Neu erworbene / ausgegebene finanzielle Vermögenswerte | - | - | 61.350 | 61.350 |
| Zurückgezahlte oder ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte | 791 | -859 | 6.344 | 6.276 |
| Sonstige Veränderungen * | 61 | - | 570 | 631 |
| Stand 31.12.2021 | 2.617 | 8.437 | 105.240 | 116.294 |
| Kurzfristige sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | ||||
| Stand 1.1.2021 | 155 | - | - | 155 |
| Neubewertung (geänderte Bewertungsparameter) | -32 | - | - | -32 |
| Transfer in Stufe 1 | - | - | - | - |
| Transfer in Stufe 2 | - | - | - | - |
| Transfer in Stufe 3 | - | - | - | - |
| Neu erworbene / ausgegebene finanzielle Vermögenswerte | - | - | - | - |
| Zurückgezahlte oder ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte | -1 | - | - | -1 |
| Sonstige Veränderungen * | - | - | - | - |
| Stand 31.12.2021 | 122 | - | - | 122 |
* Die sonstigen Veränderungen ergeben sich
aus Währungsanpassungen.
Dabei werden die Stufen der Expected Credit Losses (ECL) anhand der folgenden Risikoklassen konkretisiert.
| Risikoklasse | Unternehmensdefinition der Risikoklasse | Grundlage für den Ansatz erwarteter Kreditverluste |
| Kein Risiko (performing) | Kunden haben ein geringes Ausfallrisiko, keine überfälligen Beträge | Erwartete Verluste (Expected Credit Losses) über 12 Monate bzw. über die Laufzeit, wenn die Laufzeit des Vermögenswerts weniger als 12 Monate beträgt |
| Erhöhtes Risiko (underperforming) | Der Betrag ist erstmalig überfällig (es sei denn, es liegen angemessene und belastbare Informationen vor, die das Gegenteil belegen) oder das Ausfallrisiko hat sich seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht. | Über die Laufzeit erwartete Verluste -nicht ausfallgefährdet; Bruttobuchwert |
| Not leidend (non-performing) | Der Betrag ist deutlich überfällig (es sei denn, es liegen angemessene und belastbare Informationen vor, die das Gegenteil belegen) und es gibt objektive Hinweise darauf, dass der Vermögenswert ausfallgefährdet ist. | Über die Laufzeit erwartete Verluste -ausfallgefährdet; Nettobuchwert |
| Ausbuchung (write off) | Es gibt Hinweise darauf, dass sich der Schuldner in großen finanziellen Schwierigkeiten befindet und der Konzern keine realistische Aussicht auf eine Rückzahlung hat. | Vermögenswert wird ausgebucht |
Um die Ausfallrisikopositionen des HOCHTIEF-Konzerns beurteilen zu können, enthalten die nachfolgenden Tabellen die Bruttobuchwerte der finanziellen Vermögenswerte, unterteilt nach den Risikoklassen innerhalb der ECL-Stufen.
| 31.12.2022 | ||||
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe | |
| (In Tsd. EUR) | 12-Monats-ECL | Lifetime-ECL Bruttobuchwert | Lifetime-ECL Nettobuchwert | |
| Risikoklassen | ||||
| Kein Risiko (performing) | 2.079.164 | 5.663 | - | 2.084.827 |
| Erhöhtes Risiko (underperforming) | 57.987 | 8.745 | - | 66.732 |
| Not leidend (non-performing) | 52.426 | 200.704 | 150.884 | 404.014 |
| 2.189.577 | 215.112 | 150.884 | 2.555.573 | |
| 31.12.2021 | ||||
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe | |
| (In Tsd. EUR) | 12-Monats-ECL | Lifetime-ECL Bruttobuchwert | Lifetime-ECL Nettobuchwert | |
| Risikoklassen | ||||
| Kein Risiko (performing) | 4.277.121 | 4.655 | - | 4.281.776 |
| Erhöhtes Risiko (underperforming) | 46.270 | 28.412 | - | 74.682 |
| Not leidend (non-performing) | 46.125 | 166.962 | 99.694 | 312.781 |
| 4.369.516 | 200.029 | 99.694 | 4.669.239 | |
Der HOCHTIEF-Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, zu gewährleisten, dass sämtliche Konzernunternehmen weiterhin ihr Geschäft unter der Prämisse der Unternehmensfortführung betreiben können. Darüber hinaus stehen die kontinuierliche Steigerung des Unternehmenswerts sowie die Aufrechterhaltung ausreichender Liquiditätsreserven im Fokus der finanzstrategischen Ziele der HOCHTIEF-Gruppe. Durch die Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital werden die Kapitalkosten so gering wie möglich gehalten. Diese Maßnahmen dienen in erster Linie zur Sicherung einer bestmöglichen Bonität, aber auch zur Maximierung der Erträge der Anteilseigner. Durch mittelfristige Liquiditätsplanungen in den Konzerneinheiten wird sichergestellt, dass sämtliche operativen Geschäftsbereiche zu jeder Zeit mit ausreichender Liquidität versorgt sind.
Die Kapitalstruktur setzt sich aus den in der Bilanz ausgewiesenen lang- und kurzfristigen Schulden abzüglich der flüssigen Mittel als Nettofremdkapital und dem bilanziellen Eigenkapital zusammen. Die Zielsetzung im Rahmen des Kapitalmanagements ist insbesondere auf den Erhalt des Investment-Grade-Ratings der HOCHTIEFGruppe ausgerichtet, um somit kontinuierlichen Zugang zum Fremdkapitalmarkt zu gewährleisten und die Kapitalkosten zu optimieren. Zur Einhaltung dieser Ziele werden die Auswirkungen wesentlicher Kapitaltransaktionen und Geschäftsaktivitäten vorab auf die Konformität mit den quantitativen Kapitalanforderungen der Ratingagentur S&P geprüft. Zum Berichtsstichtag entspricht das "BBB-"-Rating mit stabilem Ausblick von HOCHTIEF dieser Zielvorgabe. Die Gesamtstrategie des Kapitalrisikomanagements hat sich im laufenden Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.
Nachfolgend werden die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte nach Klassen von Finanzinstrumenten und die Buchwerte nach den Bewertungskategorien des IFRS 9 zum 31. Dezember 2022 und zum 31. Dezember 2021 dargestellt:
| 2022 | Buchwert je Bewertungskategorie | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| (In Tsd. EUR) | erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert - Eigenkapitalinstrumente | erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert Fremdkapitalinstrumente | erfolgswirksam zum beizulegen den Zeitwert | zu fortgeführten Anschaffungskosten |
| Aktiva | ||||
| Übrige Finanzanlagen | ||||
| zum Fair Value bewertet | 431.428 | - | 179.914 | - |
| zu Anschaffungskosten bewertet | - | - | - | - |
| 431.428 | - | 179.914 | - | |
| Finanzforderungen | ||||
| langfristig | - | - | - | 90.991 |
| kurzfristig | - | - | - | 124.635 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | - | - | 23.439 | 3.429.854 |
| Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | ||||
| langfristig | ||||
| zum Fair Value bewertet | - | - | 3 | - |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - | - | - |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | - | - | - |
| - | - | 3 | - | |
| kurzfristig | ||||
| zum Fair Value bewertet | - | - | 669 | - |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - | - | 144.294 |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | - | - | - |
| - | - | 669 | 144.294 | |
| Wertpapiere | 56.803 | 420.029 | 110.964 | - |
| Flüssige Mittel | - | - | - | 4.806.038 |
| Passiva | ||||
| Finanzverbindlichkeiten | ||||
| langfristig | - | - | - | - |
| kurzfristig | - | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||||
| langfristig | - | - | - | - |
| kurzfristig | - | - | - | - |
| Sonstige Verbindlichkeiten | ||||
| langfristig | ||||
| zum Fair Value bewertet | - | - | - | - |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - | - | - |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | - | - | - |
| - | - | - | - | |
| kurzfristig | ||||
| zum Fair Value bewertet | - | - | - | - |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - | - | - |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | - | - | - |
| - | - | - | - | |
| 2022 | Buchwert je Bewertungskategorie | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||
| (In Tsd. EUR) | zu Handelszwecken gehalten | zu fortgeführten Anschaffungskosten |
| Aktiva | ||
| Übrige Finanzanlagen | ||
| zum Fair Value bewertet | - | - |
| zu Anschaffungskosten bewertet | - | - |
| - | - | |
| Finanzforderungen | ||
| langfristig | - | - |
| kurzfristig | - | - |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | - | - |
| Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | ||
| langfristig | ||
| zum Fair Value bewertet | - | - |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | - |
| - | - | |
| kurzfristig | ||
| zum Fair Value bewertet | - | - |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | - |
| - | - | |
| Wertpapiere | - | - |
| Flüssige Mittel | - | - |
| Passiva | ||
| Finanzverbindlichkeiten | ||
| langfristig | - | 4.579.059 |
| kurzfristig | - | 502.218 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||
| langfristig | - | 27.270 |
| kurzfristig | - | 6.695.200 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | ||
| langfristig | ||
| zum Fair Value bewertet | 6.584 | - |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | 93.267 |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | - |
| 6.584 | 93.267 | |
| kurzfristig | ||
| zum Fair Value bewertet | 810 | - |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | 80.953 |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | - |
| 810 | 80.953 | |
| 2022 | Keiner Bewertungskategorie zugehörig | |||
| (In Tsd. EUR) | in einem bilanziellen Sicherungszusammenhang stehend | nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | Summe Buchwerte 31.12.2022 | Summe beizulegende Zeitwerte 31.12.2022 |
| Aktiva | ||||
| Übrige Finanzanlagen | ||||
| zum Fair Value bewertet | - | - | 611.342 | 611.342 |
| zu Anschaffungskosten bewertet | - | - | - | - |
| - | - | 611.342 | 611.342 | |
| Finanzforderungen | ||||
| langfristig | - | - | 90.991 | 90.991 |
| kurzfristig | - | - | 124.635 | n/a |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | - | 2.010.292 | 5.463.585 | 23.439 |
| Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | ||||
| langfristig | ||||
| zum Fair Value bewertet | 10.524 | - | 10.527 | 10.527 |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - | - | - |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | 241.749 | 241.749 | n/a |
| 10.524 | 241.749 | 252.276 | 10.527 | |
| kurzfristig | ||||
| zum Fair Value bewertet | 3.038 | - | 3.707 | 3.707 |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - | 144.294 | n/a |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | 565.802 | 565.802 | n/a |
| 3.038 | 565.802 | 713.803 | 3.707 | |
| Wertpapiere | - | - | 587.796 | 587.796 |
| Flüssige Mittel | - | - | 4.806.038 | n/a |
| Passiva | ||||
| Finanzverbindlichkeiten | ||||
| langfristig | 145.653 | - | 4.724.712 | 4.212.587 |
| kurzfristig | 1.019 | - | 503.237 | 503.237 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||||
| langfristig | - | - | 27.270 | n/a |
| kurzfristig | - | 2.278.276 | 8.973.476 | n/a |
| Sonstige Verbindlichkeiten | ||||
| langfristig | ||||
| zum Fair Value bewertet | 14.112 | - | 20.696 | 20.696 |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - | 93.267 | n/a |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | 72.300 | 72.300 | n/a |
| 14.112 | 72.300 | 186.263 | 20.696 | |
| kurzfristig | ||||
| zum Fair Value bewertet | 765 | - | 1.575 | 1.575 |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - | 80.953 | n/a |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | 402.085 | 402.085 | n/a |
| 765 | 402.085 | 484.613 | 1.575 | |
* Sind im Sinne des IFRS 13 der
Fair-Value-Hierarchie-Stufe 2 zuzuordnen.
| 2021 | Buchwert je Bewertungskategorie | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| (In Tsd. EUR) | erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert - Eigenkapitalinstrumente | erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert - Fremdkapitalinstrumente | erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | zu fortgeführten Anschaffungskosten |
| Aktiva | ||||
| Übrige Finanzanlagen | ||||
| zum Fair Value bewertet | - | - | 86.638 | - |
| zu Anschaffungskosten bewertet | - | - | - | - |
| - | - | 86.638 | - | |
| Finanzforderungen | ||||
| langfristig | - | - | - | 107.954 |
| kurzfristig | - | - | - | 101.315 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | - | - | 38.849 | 3.036.004 |
| Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | ||||
| langfristig | ||||
| zum Fair Value bewertet | - | - | 7 | - |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - | - | - |
| nicht im Anwendungsbe reich des IFRS 7 | - | - | - | - |
| - | - | 7 | - | |
| kurzfristig | ||||
| zum Fair Value bewertet | - | - | 1.659 | - |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - | - | 233.098 |
| nicht im Anwendungsbe reich des IFRS 7 | - | - | - | - |
| - | - | 1.659 | 233.098 | |
| Wertpapiere | 151.800 | 389.960 | 30.065 | - |
| Flüssige Mittel | - | - | - | 4.281.642 |
| Passiva | ||||
| Finanzverbindlichkeiten | ||||
| langfristig | - | - | - | - |
| kurzfristig | - | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||||
| langfristig | - | - | - | - |
| kurzfristig | - | - | - | - |
| Sonstige Verbindlichkeiten | ||||
| langfristig | ||||
| zum Fair Value bewertet | - | - | - | - |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - | - | - |
| nicht im Anwendungsbe reich des IFRS 7 | - | - | - | - |
| - | - | - | - | |
| kurzfristig | ||||
| zum Fair Value bewertet | - | - | - | - |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - | - | - |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | - | - | - |
| - | - | - | - | |
| 2021 | Buchwert je Bewertungskategorie | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||
| (In Tsd. EUR) | zu Handelszwecken gehalten | zu fortgeführten Anschaffungskosten |
| Aktiva | ||
| Übrige Finanzanlagen | ||
| zum Fair Value bewertet | - | - |
| zu Anschaffungskosten bewertet | - | - |
| - | - | |
| Finanzforderungen | ||
| langfristig | - | - |
| kurzfristig | - | - |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | - | - |
| Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | ||
| langfristig | ||
| zum Fair Value bewertet | - | - |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - |
| nicht im Anwendungsbe reich des IFRS 7 | - | - |
| - | - | |
| kurzfristig | ||
| zum Fair Value bewertet | - | - |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - |
| nicht im Anwendungsbe reich des IFRS 7 | - | - |
| - | - | |
| Wertpapiere | - | - |
| Flüssige Mittel | - | - |
| Passiva | ||
| Finanzverbindlichkeiten | ||
| langfristig | - | 3.787.840 |
| kurzfristig | - | 529.150 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||
| langfristig | - | 35.582 |
| kurzfristig | - | 5.425.870 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | ||
| langfristig | ||
| zum Fair Value bewertet | 8.617 | - |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | 118.579 |
| nicht im Anwendungsbe reich des IFRS 7 | - | - |
| 8.617 | 118.579 | |
| kurzfristig | ||
| zum Fair Value bewertet | 244 | - |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | 53.581 |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | - |
| 244 | 53.581 | |
| 2021 | Keiner Bewertungskategorie zugehörig | |||
| (In Tsd. EUR) | in einem bilanziellen Sicherungszusammenhang stehend | nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | Summe Buchwerte 31.12.2021 | Summe beizulegende Zeitwerte 31.12.2021 |
| Aktiva | ||||
| Übrige Finanzanlagen | ||||
| zum Fair Value bewertet | - | - | 86.638 | 86.638 |
| zu Anschaffungskosten bewertet | - | - | - | - |
| - | - | 86.638 | 86.638 | |
| Finanzforderungen | ||||
| langfristig | - | - | 107.954 | 107.954 |
| kurzfristig | - | - | 101.315 | n/a |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | - | 1.740.381 | 4.815.234 | 38.849 |
| Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | ||||
| langfristig | ||||
| zum Fair Value bewertet | 11.570 | - | 11.577 | 11.577 |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - | - | - |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | 198.348 | 198.348 | n/a |
| 11.570 | 198.348 | 209.925 | 11.577 | |
| kurzfristig | ||||
| zum Fair Value bewertet | 374 | - | 2.033 | 2.033 |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - | 233.098 | n/a |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | 460.713 | 460.713 | n/a |
| 374 | 460.713 | 695.844 | 2.033 | |
| Wertpapiere | - | - | 571.825 | 571.825 |
| Flüssige Mittel | - | - | 4.281.642 | n/a |
| Passiva | ||||
| Finanzverbindlichkeiten | ||||
| langfristig | 148.216 | - | 3.936.056 | 3.965.188 |
| kurzfristig | 1.053 | - | 530.203 | 530.203 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||||
| langfristig | - | - | 35.582 | n/a |
| kurzfristig | - | 2.183.299 | 7.609.169 | n/a |
| Sonstige Verbindlichkeiten | ||||
| langfristig | ||||
| zum Fair Value bewertet | 4.807 | - | 13.424 | 13.424 |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - | 118.579 | n/a |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | 87.356 | 87.356 | n/a |
| 4.807 | 87.356 | 219.359 | 13.424 | |
| kurzfristig | ||||
| zum Fair Value bewertet | 477 | - | 721 | 721 |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - | 53.581 | n/a |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | 408.245 | 408.245 | n/a |
| 477 | 408.245 | 462.547 | 721 | |
* Sind im Sinne des IFRS 13 der
Fair-Value-Hierarchie-Stufe 2 zuzuordnen.
Bei den kurzfristigen Finanzinstrumenten entsprechen aufgrund der kurzen Restlaufzeiten beziehungsweise der Bilanzierung zum Marktwert die Buchwerte im Wesentlichen den Marktwerten zum Abschlussstichtag. Die langfristigen Wertpapiere werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, sodass sich auch hier Buchwert und beizulegender Zeitwert entsprechen. Soweit nicht genügend neuere Informationen zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts für Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen und übrigen Beteiligungen vorliegen, können die Anschaffungskosten eine angemessene Schätzung des beizulegenden Zeitwerts sein.
Bei den Angaben zur nachstehenden Fair-Value-Hierarchie von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten ist dieser Wert der Preis, zu dem unter aktuellen Marktbedingungen am Bemessungsstichtag ein geordneter Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern stattfinden kann, im Zuge dessen der Vermögenswert verkauft oder die Schuld übertragen werden würde (Exit-Preis). Bei nichtfinanziellen Vermögenswerten wird der beizulegende Zeitwert auf der Grundlage seiner höchst- und bestmöglichen Nutzung durch Marktteilnehmer bestimmt. Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts ist, basierend auf den Eingangsparametern, die in die angewandten Bewertungsverfahren einfließen, in Abhängigkeit von der Marktnähe folgende dreistufige Fair-Value-Hierarchie zu unterscheiden:
Stufe 1: Vorliegen von notierten Preisen in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden (ohne die Vornahme von Anpassungen) als Eingangsparameter; zum Beispiel börsennotierte Wertpapiere.
Stufe 2: Verwendung von anderen Eingangsparametern als den notierten Preisen der Stufe 1, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt, das heißt als Preis, oder indirekt, das heißt aus Preisen, abgeleitet oder beobachtet werden können; zum Beispiel Zinsswaps oder Devisentermingeschäfte.
Stufe 3: Keine relevant beobachtbaren Eingangsparameter sind verfügbar, sodass als Eingangsparameter ein Abgangspreis aus Sicht eines Marktteilnehmers zu ermitteln ist, der den Vermögenswert hält oder die Schuld begleichen muss; zum Beispiel Beteiligungen, die zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind und deren Zeitwert durch eine Unternehmensbewertung ermittelt wurde.
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |||||
| (In Tsd. EUR) | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Aktiva | ||||||
| Übrige Finanzanlagen | 431.443 | 42.427 | 137.472 | 2.415 | 32.736 | 51.487 |
| Sonstige und finanzielle Forderungen sowie sonstige Vermögenswerte | ||||||
| langfristig | 3 | 10.524 | - | 7 | 11.570 | - |
| kurzfristig | 214 | 26.932 | - | 57 | 40.824 | - |
| Wertpapiere | 587.796 | - | - | 571.777 | 48 | - |
| Passiva | ||||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | ||||||
| langfristig | - | 16.854 | 3.842 | 292 | 4.807 | 8.325 |
| kurzfristig | 609 | 966 | - | 234 | 487 | - |
Im laufenden Geschäftsjahr erfolgte zwischen den zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten der Stufen 1 und 2 keine Umgliederung. Auch die Stufe 3 blieb gegenüber dem Vorjahr insoweit unverändert.
Die Devisentermingeschäfte des Konzerns werden nicht in aktiven Märkten gehandelt. Die beizulegenden Zeitwerte dieser Verträge werden geschätzt. Dies erfolgt anhand einer Bewertungsmethode, die die Anwendung beobachtbarer Eingangsparameter, wie zum Beispiel Marktwechselkurse und Marktzinssätze, maximiert. Sie werden deshalb Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie zugeordnet.
In Stufe 3 wird der Fair Value von Anteilen an nicht börsennotierten Gesellschaften in Übereinstimmung mit allgemein anerkannten Bewertungsverfahren -basierend auf Discounted-Cashflow-Analysen -bestimmt. Dabei werden als nicht beobachtbare Eingangsparameter eine interne Verzinsung von 9 Prozent, Wachstumsraten zwischen 2,5 und 3,0 Prozent sowie erforderliche Diskontierungen zwischen 8 und 15 Prozent verwendet.
Der Vertrag im Rahmen der Veräußerung von Thiess beinhaltet eine Option für Elliott zum Verkauf oder Teilverkauf seiner 50-prozentigen Beteiligung an Thiess (Class A Preference Shares oder Ordinary Shares) nach dem dritten Jahrestag, vier bis sechs Jahre nach Abschluss der Transaktion am 31. Dezember 2020, an CIMIC. Der Ausübungspreis ist der niedrigere der beiden folgenden Werte: der von Elliott entrichtete Kaufpreis für die Thiess-Anteile oder ein Preis, der sich an der Entwicklung des S&P/ASX 200 Total Return Index orientiert, zuzüglich des kumulierten Werts einer etwaigen Unterschreitung der vereinbarten Mindestausschüttungen. Diese Option hat aktuell keine Auswirkungen auf die Beherrschung des Unternehmens.
Der beizulegende Zeitwert der Put-Option lässt sich nicht anhand eines beobachtbaren Marktpreises feststellen. Die Ermittlung des Werts der Erlöse aus der Put-Option erfolgt anhand einer wahrscheinlichkeitsgewichteten Methode (Probability Weighted Expected Returns Methodology) zur erwarteten Rendite, basierend auf zukünftigen potenziellen Auszahlungen bei Ausübung der Option, bereinigt um die jährlichen Mindestausschüttungen laut Aktionärsvereinbarung; dieser wird mit dem geschätzten Ausübungspreis verglichen, um einen beizulegenden Zeitwert zu ermitteln. Bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Put-Option wurden externe, unabhängige Bewertungsunternehmen hinzugezogen. Zum 31. Dezember 2022 wurde der beizulegende Zeitwert dieser Option mit 4,35 Mio. australischen Dollar (2,77 Mio. Euro) ermittelt [31. Dezember 2021: 13,0 Mio. australische Dollar (8,3 Mio. Euro)].
Als Eingangsparameter für die Optionsbewertung wurden ein erwarteter Ausübungszeitraum von ein bis vier Jahren, ein EBITDA-Multiplikator (3- bis 4-fach) sowie Diskontierungsfaktoren zwischen 10 und 15 Prozent unterstellt. Es gab keine wesentlichen Wechselbeziehungen zwischen den nicht beobachtbaren Eingangsparametern, die den beizulegenden Zeitwert wesentlich beeinflussen. Veränderungen in diesen Eingangsparametern hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf das Gesamtergebnis, die Gesamtvermögenswerte und -schulden sowie das Eigenkapital.
Die Put-Option wird gemäß IFRS 9 als derivatives Finanzinstrument bilanziert und daher im Abschluss als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet ausgewiesen.
Im Rahmen der Investition des Konzerns in die nicht vollkonsolidierte Thiess gibt es Vereinbarungen zu Class C Preference Shares (Eigenkapital) der Thiess. Demnach hat Elliott die Option seine Class C Preference Shares innerhalb einer Frist von 42 Monaten an CIMIC zu verkaufen. Die Frist beginnt sechs Monate nach Ablauf des Ausübungszeitraums für die Put-Option oder sechs Monate ab dem Datum, zu dem Elliott keine Class A Preference Shares oder Ordinary Shares mehr besitzt oder die Ausübung von Optionen für alle verbleibenden Class A Preference Shares oder Ordinary Shares bekannt gibt.
CIMIC hat die Option, innerhalb einer Frist von 42 Monaten die Class C Preference Shares von Elliott zu kaufen, beginnend mit dem Ablauf des Ausübungszeitraums für die Put-Option oder dem Datum, zu dem Elliott keine Class A Preference Shares oder Ordinary Shares mehr besitzt.
Die Thiess-Option wird gemäß IFRS 9 als derivatives Finanzinstrument bilanziert und daher als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Thiess-Option wurden externe, unabhängige Bewertungsunternehmen herangezogen.
Der beizulegende Zeitwert der Thiess-Option lässt sich nicht anhand eines beobachtbaren Marktpreises feststellen. Die Bewertung der Thiess-Option erfolgt nach der Kapitalwertmethode unter Berücksichtigung der wahrscheinlichen Ergebnisse sowohl der Put- als auch der Call-Option. Als Eingangsparameter für die Optionsbewertung wurden ein erwarteter Ausübungszeitraum von 4 bis 8 Jahren und Diskontierungsfaktoren zwischen 10 und 15 Prozent unterstellt. Es gab keine wesentlichen Wechselbeziehungen zwischen den nicht beobachtbaren Eingangsparametern, die den beizulegenden Zeitwert wesentlich beeinflussen. Veränderungen in diesen Eingangsparametern hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf das Gesamtergebnis, die Gesamtvermögenswerte und -schulden sowie das Eigenkapital.
Zum 31. Dezember 2022 wurde der beizulegende Zeitwert der Thiess-Option mit 1,68 Mio. australischen Dollar (1,07 Mio. Euro) ermittelt.
| (In Tsd. EUR) | Stand 1.1.2022 | Währungsanpassungen | In der GuV erfasste Gewinne (+)/ Verluste (-) | Übrige Veränderungen | Stand 31.12.2022 |
| Aktiva | |||||
| Übrige Finanzanlagen | 51.487 | -3.322 | 453 | 88.854 | 137.472 |
| Passiva | |||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | |||||
| langfristig | 8.325 | 116 | -4.599 | - | 3.842 |
| (In Tsd. EUR) | Stand 1.1.2021 | Währungsanpassungen | In der GuV erfasste Gewinne (+)/ Verluste (-) | Übrige Veränderungen | Stand 31.12.2021 |
| Aktiva | |||||
| Übrige Finanzanlagen | 36.200 | 891 | 12.427 | 1.969 | 51.487 |
| Passiva | |||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | |||||
| langfristig | 8.178 | 147 | - | - | 8.325 |
Die Währungsanpassungen und übrigen Veränderungen des Geschäftsjahres 2022 werden erfolgsneutral abgebildet.
Finanzielle Vermögenswerte mit einem Buchwert von 449.092 Tsd. Euro sind zum 31. Dezember 2022 (Vorjahr 280.732 Tsd. Euro) als Sicherheiten für bilanzierte finanzielle Verbindlichkeiten und nicht bilanzierte Eventualschulden gegeben.
Die folgende Tabelle zeigt das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten nach IFRS 9-Bewertungskategorien für die Geschäftsjahre 2022 und 2021:
| (In Tsd. EUR) | 2022 | 2021 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | 1.907 | -3.198 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | 64.018 | 13.539 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert - Fremdkapitalinstrumente | 6.805 | 12.302 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert - Eigenkapitalinstrumente | 2.373 | 2.430 |
| Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | -187.453 | -143.101 |
| -112.350 | -118.028 |
In die Ermittlung des Nettoergebnisses aus Finanzinstrumenten werden Zinserträge und -aufwendungen, Wertberichtigungen und -aufholungen, Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung, Dividendenerträge, Abgangsgewinne beziehungsweise -verluste und sonstige erfolgswirksam oder erfolgsneutral erfasste Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten einbezogen.
| (In Tsd. EUR) | 31.12.2022 | 31.12.2021 angepasst |
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Garantien | 528 | 604 |
Die Haftungsverhältnisse waren überwiegend zur Sicherung aufgenommener Bankkredite, für Vertragserfüllungen, Gewährleistungsverpflichtungen und Vorauszahlungen gegeben. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft bürgte am Bilanzstichtag im Wesentlichen für Beteiligungsgesellschaften und Arbeitsgemeinschaften. Im Übrigen haftet die HOCHTIEF Aktiengesellschaft gesamtschuldnerisch für alle Arbeitsgemeinschaften, an denen die HOCHTIEF Aktiengesellschaft in Deutschland beteiligt ist.
Als weitere Eventualschulden sind im Wesentlichen mögliche Verpflichtungen laufender öffentlich-rechtlicher Verfahren berücksichtigt.
| Insgesamt verfügbar | davon genutzt | Laufzeit bis | |||
| (In Mrd.) | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | |
| HOCHTIEF AG | |||||
| Syndizierte Avalkreditlinie (EUR) | 1,20 | 1,20 | 0,82 | 0,87 | 09.08.2024 |
| Weitere Avalkreditlinien (EUR) | 1,24 | 1,28 | 0,80 | 0,64 | n.a. |
| Turner/Flatiron | |||||
| Bonding (USD) | 9,86 | 9,50 | 9,86 | 8,91 | bis auf Weiteres |
| Flatiron syndizierter Avalkredit (USD) | 0,03 | 0,10 | 0,01 | 0,02 | 16.08.2024 |
| Weitere Avalkreditlinien (USD) | 0,16 | 0,15 | 0,11 | 0,07 | bis auf Weiteres |
| CIMIC | |||||
| Syndizierte Avalkreditlinie (AUD) | 1,40 | 1,40 | 1,26 | 1,15 | 24.03.2024 |
| Weitere Avalkreditlinien (AUD) | 4,98 | 4,53 | 4,43 | 3,71 | n.a. |
Die syndizierte US-Surety-Bonding-Linie, die Turner sowie die Flatiron-Gruppe für ihre operativen Aktivitäten beanspruchen, wurde aufgrund der angestiegenen Auftragsentwicklung und des damit verbundenen Bedarfs an erhöhten Bonding-Kapazitäten im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöht. Zum Berichtsstichtag betrug das ausstehende Volumen zirka 9,2 Mrd. Euro (zirka 9,9 Mrd. US-Dollar).
Das Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen beträgt im Konzern 71.570 Tsd. Euro (Vorjahr 20.544 Tsd. Euro) und betrifft im Wesentlichen die CIMIC-Gruppe mit 69.603 Tsd. Euro (20.395 Tsd. Euro).
Gesellschaften des HOCHTIEF-Konzerns sind im Rahmen ihres Geschäftsbetriebs in Gerichtsprozesse und Schiedsverfahren involviert. HOCHTIEF erwartet durch die Prozesse und Schiedsverfahren nach derzeitiger Einschätzung keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die wirtschaftliche und finanzielle Situation des Konzerns.
Die HOCHTIEF-Struktur entspricht der operativen Ausrichtung des Konzerns und spiegelt die Präsenz in wichtigen nationalen und internationalen Regionen sowie Märkten wider. Im HOCHTIEF-Konzern ergibt sich die Segmentabgrenzung aus den jeweiligen geschäftlichen Aktivitäten der Divisions. Die Segmentierung basiert dabei auf der internen Berichterstattung.
Es bestehen folgende berichtspflichtige Divisions/Segmente:
HOCHTIEF Americas umfasst das Baumanagement und die Bautätigkeiten der operativen Einheiten in den USA und in Kanada;
HOCHTIEF Asia Pacific bündelt die Aktivitäten in den Bereichen Bau, Dienstleistungen und PPP im asiatisch-pazifischen Raum und beinhaltet unter anderem die Beteiligung an Thiess, die bis Dezember des vergangenen Geschäftsjahres als Tochtergesellschaft vollkonsolidiert wurde und seitdem nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen wird;
HOCHTIEF Europe bündelt das Kerngeschäft in Europa sowie in ausgewählten weiteren Regionen und plant, entwickelt, baut, bewirtschaftet und verwaltet Immobilien und Infrastruktureinrichtungen (PPP);
Abertis-Investment beinhaltet die Beteiligung am spanischen Mautstraßenbetreiber Abertis Infraestructuras S.A.
Unter Corporate werden die Konzernzentrale und andere, nicht den gesondert dargestellten Divisions zuordenbare Tätigkeiten, wie beispielsweise das Management unserer finanziellen Ressourcen und Versicherungsaktivitäten, sowie Konsolidierungseffekte dargestellt. Die Versicherungsaktivitäten werden in der Konzernzentrale verantwörtlich von der HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions GmbH -mit Gesellschaften in Luxemburg, zu denen unter anderem die Stonefort Reinsurance S.A. gehört -gesteuert. Die HOCHTIEF-Versicherungsgesellschaften bieten vor allem Rückversicherungsleistungen für Bauleistungs-, Nachunternehmerausfall-, Haftpflicht- sowie Arbeitnehmerunfallversicherungen an.
| Divisions | Außenumsätze | Innenumsätze | Bereichsumsätze Außen- und Innenumsatz | |||
| (In Tsd. EUR) | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 |
| HOCHTIEF Americas | 17.460.009 | 13.792.963 | - | - | 17.460.009 | 13.792.963 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 7.299.607 | 6.137.317 | - | - | 7.299.607 | 6.137.317 |
| HOCHTIEF Europe | 1.265.685 | 1.304.404 | 5.119 | 5.047 | 1.270.804 | 1.309.451 |
| Abertis-Investment | - | - | - | - | - | - |
| Corporate | 194.031 | 143.190 | 8.189 | 7.472 | 202.220 | 150.662 |
| HOCHTIEF-Konzern -fortgeführte Aktivitäten | 26.219.332 | 21.377.874 | 13.308 | 12.519 | 26.232.640 | 21.390.393 |
| HOCHTIEF-Konzern -nicht fortgeführte Aktivitäten | - | 9.849 | - | - | - | 9.849 |
| HOCHTIEF-Konzern gesamt | 26.219.332 | 21.387.723 | 13.308 | 112.519 | 26.232.640 | 21.400.242 |
| Divisions | Leistung | Nominales Ergebnis vor Steuern/PBT | Nominaler Konzerngewinn (+)/-verlust (-) * | |||
| (In Tsd. EUR) | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 |
| HOCHTIEF Americas | 17.443.354 | 13.724.414 | 350.902 | 323.100 | 260.325 | 231.701 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 9.821.737 | 9.319.792 | 261.739 | 262.051 | 185.992 | 146.877 |
| HOCHTIEF Europe | 1.732.953 | 1.674.412 | 47.446 | -150.017 | 34.401 | -164.917 |
| Abertis-Investment | - | - | 66.664 | 57.969 | 66.664 | 57.969 |
| Corporate | 189.189 | 138.733 | -49.577 | -58.121 | -65.608 | -63.709 |
| HOCHTIEF-Konzern -fortgeführte Aktivitäten | 29.187.233 | 24.857.351 | 677.174 | 434.982 | 481.774 | 207.921 |
| HOCHTIEF-Konzern - nicht fortgeführte Aktivitäten | - | 9.849 | - | -4.479 | - | - |
| HOCHTIEF-Konzern gesamt | 29.187.233 | 24.867.200 | 677.174 | 430.503 | 481.774 | 207.921 |
* Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre am
Ergebnis nach Steuern
| Divisions | EBITDA | EBITDA bereinigt | Planmäßige Abschreibungen | |||
| (In Tsd. EUR) | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 |
| HOCHTIEF Americas | 455.286 | 424.033 | 461.862 | 421.526 | 85.494 | 81.193 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 623.744 | 563.181 | 640.990 | 574.660 | 205.511 | 179.773 |
| HOCHTIEF Europe | 83.462 | -105.852 | 102.974 | 109.425 | 40.189 | 49.275 |
| Abertis-Investment | 66.664 | 57.969 | 66.664 | 57.969 | - | - |
| Corporate | -113.254 | -94.307 | -87.991 | -92.883 | 3.023 | 3.654 |
| HOCHTIEF-Konzern -fortgeführte Aktivitäten | 1.115.902 | 845.024 | 1.184.499 | 1.070.697 | 334.217 | 313.895 |
| HOCHTIEF-Konzern -nicht fortgeführte Aktivitäten | - | -4.479 | - | -4.479 | - | - |
| HOCHTIEF-Konzern gesamt | 1.115.902 | 840.545 | 1.184.499 | 1.066.218 | 334.217 | 313.895 |
| Divisions | Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | |
| (In Tsd. EUR) | 2022 | 2021 |
| HOCHTIEF Americas | 14.204 | -37.206 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 111.490 | 117.649 |
| HOCHTIEF Europe | 43.549 | 6.896 |
| Abertis-Investment | 66.664 | 57.969 |
| Corporate | 359 | -127 |
| HOCHTIEF-Konzern -fortgeführte Aktivitäten | 236.266 | 145.181 |
| HOCHTIEF-Konzern -nicht fortgeführte Aktivitäten | - | - |
| HOCHTIEF-Konzern gesamt | 236.266 | 145.181 |
| Divisions | Zinsen und ähnliche Erträge | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | Zahlungsunwirksame Aufwendungen | |||
| (In Tsd. EUR) | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 |
| HOCHTIEF Americas | 10.654 | 1.556 | 27.503 | 19.901 | 78.804 | 188.632 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 23.477 | 8.036 | 193.403 | 140.428 | 117.341 | 94.305 |
| HOCHTIEF Europe | 4.731 | 1.265 | 9.587 | 9.504 | 126.530 | 240.335 |
| Abertis-Investment | - | - | - | - | - | - |
| Corporate | 13.054 | 12.727 | -46.223 | -26.776 | 82.626 | 82.678 |
| HOCHTIEF-Konzern -fortgeführte Aktivitäten | 51.916 | 23.584 | 184.270 | 143.057 | 405.301 | 605.950 |
| HOCHTIEF-Konzern - nicht fortgeführte Aktivitäten | - | - | - | - | - | - |
| HOCHTIEF-Konzern gesamt | 51.916 | 23.584 | 184.270 | 143.057 | 405.301 | 605.950 |
| Divisions | Buchwerte der at Equity bilanzierten Finanzanlagen | Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und Finanzanlagen | Nettofinanzvermögen (+) / Nettofinanzschulden (-) | |||
| (In Tsd. EUR) | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 |
| HOCHTIEF Americas | 246.542 | 196.373 | 350.412 | 232.265 | 1.908.852 | 1.530.868 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 1.158.041 | 1.089.011 | 307.669 | 194.828 | -491.679 | -317.830 |
| HOCHTIEF Europe | 119.203 | 90.982 | 40.452 | 56.259 | 749.436 | 798.815 |
| Abertis-Investment | 1.194.429 | 1.119.165 | - | - | - | - |
| Corporate | 10.180 | 9.911 | 5.429 | 4.517 | -1.813.028 | -1.456.057 |
| HOCHTIEF-Konzern -fortgeführte Aktivitäten | 2.728.395 | 2.505.442 | 703.962 | 487.869 | 353.581 | 555.796 |
| HOCHTIEF-Konzern - nicht fortgeführte Aktivitäten | - | - | - | - | - | - |
| HOCHTIEF-Konzern gesamt | 2.728.395 | 2.505.442 | 703.962 | 487.869 | 353.581 | 555.796 |
| Regionen | Außenumsätze nach Sitz der Kunden | Langfristige Vermögenswerte | ||
| (In Tsd. EUR) | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 |
| Deutschland | 858.833 | 925.899 | 182.545 | 198.630 |
| Übriges Europa | 436.124 | 399.526 | 99.395 | 94.692 |
| USA | 16.708.021 | 13.069.175 | 622.957 | 502.089 |
| Übriges Amerika | 913.643 | 819.459 | 64.427 | 64.018 |
| Asien | 767.520 | 685.541 | 272.402 | 273.945 |
| Australien | 6.350.306 | 5.192.443 | 778.052 | 794.917 |
| Übriges Ozeanien | 184.885 | 285.831 | - | 795 |
| Afrika | - | - | - | - |
| HOCHTIEF-Konzern -fortgeführte Aktivitäten | 26.219.332 | 21.377.874 | 2.019.778 | 1.929.086 |
| HOCHTIEF-Konzern -nicht fortgeführte Aktivitäten (Asien) | - | 9.849 | - | - |
| HOCHTIEF-Konzern gesamt | 26.219.332 | 21.387.723 | 2.019.778 | 1.929.086 |
Die Innenumsätze geben die Höhe der Umsätze zwischen den Divisions an. Innenumsätze werden zu Bedingungen wie unter fremden Dritten abgerechnet. Die Außenumsätze enthalten im Wesentlichen Umsatzerlöse aus nach dem Fertigungsfortschritt realisierten Leistungsverpflichtungen im klassischen Baugeschäft, ConstructionManagement und bei Ressourcen-Dienstleistungen. Die Summe aus Außenumsätzen und Innenumsätzen ergibt die Bereichsumsätze.
Die Leistung enthält neben der Leistung der vollkonsolidierten Gesellschaften auch die anteilige Leistung von Arbeitsgemeinschaften.
| (In Tsd. EUR) | 2022 | 2021 |
| Ergebnis vor Steuern -fortgeführte Aktivitäten | 677.174 | 434.982 |
| + Finanzaufwendungen | 248.885 | 177.047 |
| - Finanzerträge | -123.566 | -52.456 |
| - Übriges Beteiligungsergebnis (ohne Ergebnis aus dem Abgang von Beteiligungen) | -30.404 | -28.727 |
| EBIT -fortgeführte Aktivitäten | 772.089 | 530.846 |
| + Abschreibungen | 343.813 | 314.178 |
| EBITDA -fortgeführte Aktivitäten | 1.115.902 | 845.024 |
| Bereinigungen | ||
| - Kursgewinne aus Fremdwährungen | -35.078 | -30.307 |
| + Kursverluste aus Fremdwährungen | 41.000 | 22.819 |
| - Erträge aus Abgängen/Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | -7.521 | -7.969 |
| + Aufwendungen aus Abgängen von Anlagevermögen | 245 | 829 |
| - Erträge aus Abgängen/Zuschreibungen von Forderungen und sonstigen Vermögenswerten | -2.571 | -4.171 |
| + Verluste aus Wertminderungen/Abgängen kurzfristiger Vermögenswerte (außer Vorräten) | 34.611 | 42.606 |
| + Anpassung übriger nicht operativer Netto-Aufwendungen | 37.911 | 201.866 |
| EBITDA (bereinigt) -fortgeführte Aktivitäten | 1.184.499 | 1.070.697 |
| - Abschreibungen | -343.813 | -314.178 |
| EBIT (bereinigt) -fortgeführte Aktivitäten | 840.686 | 756.519 |
Die Anpassung übriger nicht operativer Netto-Aufwendungen innerhalb der Kennzahlen EBIT/EBITDA (bereinigt) enthielt im Vorjahr im Wesentlichen Aufwendungen aus einem Schiedgerichtsverfahren über ein Altprojekt aus 2012, das den Bau eines Wasserkraftwerks in Chile zum Gegenstand hatte. HOCHTIEF hat sich bereits 2017 aus dem chilenischen Baumarkt zurückgezogen.
Die planmäßigen Abschreibungen betreffen immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer, Sachanlagen (einschließlich Nutzungsrechte) sowie als Finanzinvestition gehaltene Immobilien.
Die Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, umfassen Erträge und Aufwendungen aus diesen Beteiligungen einschließlich Wertminderungen auf at Equity bilanzierte Finanzanlagen.
Die zahlungsunwirksamen Aufwendungen enthalten Zuführungen zu den Rückstellungen.
Die Investitionen umfassen die Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, at Equity bilanzierten Finanzanlagen (ohne Fortschreibung des Equity-Buchwerts), Tochterunternehmen sowie den übrigen Beteiligungen.
Das Nettofinanzvermögen setzt sich wie folgt zusammen:
| (In Tsd. EUR) | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Flüssige Mittel | 4.806.038 | 4.281.642 |
| Kurzfristige Wertpapiere | 587.796 | 571.825 |
| Kurzfristige Finanzforderungen | 124.635 | 101.315 |
| Kurzfristige Forderungen aus Steuern (ohne Ertragsteuern) | 62.809 | 66.548 |
| Ins Nettofinanzvermögen einbezogenes Finanzvermögen | 5.581.278 | 5.021.330 |
| Anleihen | 2.561.775 | 2.741.123 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.818.272 | 947.593 |
| Schuldscheindarlehen | 819.260 | 749.139 |
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Beteiligungen | 18.526 | 17.110 |
| Übrige Finanzverbindlichkeiten | 9.864 | 10.569 |
| Ins Nettofinanzvermögen einbezogene Finanzverbindlichkeiten | 5.227.697 | 4.465.534 |
| Nettofinanzvermögen | 353.581 | 555.796 |
Die langfristigen Vermögenswerte beinhalten die immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien.
Die Kapitalflussrechnung ist nach den Cashflows aus laufender Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Auswirkungen von Wechselkursänderungen sind dabei eliminiert; ihr Einfluss auf die flüssigen Mittel wird gesondert gezeigt. Mittelveränderungen aus dem Erwerb und der Veräußerung konsolidierter Gesellschaften werden innerhalb der Investitionstätigkeit gesondert ausgewiesen. Die Veränderung der flüssigen Mittel aus Erst- und Entkonsolidierungen in Höhe von -15.659 Tsd. Euro (Vorjahr -9.127 Tsd. Euro) entfiel mit 740 Tsd. Euro (Vorjahr 1.414 Tsd. Euro) auf erworbene flüssige Mittel aus Akquisitionen und mit 16.399 Tsd. Euro (Vorjahr 10.541 Tsd. Euro) auf mitveräußerte Bestände an flüssigen Mitteln.
Die in der Kapitalflussrechnung mit 4.806.038 Tsd. Euro (Vorjahr 4.281.642 Tsd. Euro) ausgewiesenen flüssigen Mittel zum Jahresende stimmen mit dem entsprechenden Gesamtbetrag der flüssigen Mittel in der Bilanz überein. Hiervon bestehen 417 Tsd. Euro (Vorjahr 437 Tsd. Euro) als Kassenbestände, 3.944.474 Tsd. Euro (Vorjahr 3.838.302 Tsd. Euro) als Guthaben bei Kreditinstituten sowie 861.147 Tsd. Euro (Vorjahr 442.903 Tsd. Euro) als kurzfristig veräußerbare Wertpapiere mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von bis zu drei Monaten. Die flüssigen Mittel unterliegen Verfügungsbeschränkungen in Höhe von 446.166 Tsd. Euro (Vorjahr 277.233 Tsd. Euro).
In der Cashflow-Veränderung aus laufender Geschäftstätigkeit werden alle zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge sowie das Ergebnis aus Anlagenabgängen und Entkonsolidierungen bereinigt.
Im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sind unter anderem enthalten:
| ― |
erhaltene Zinsen in Höhe von 61.160 Tsd. Euro (Vorjahr 33.345 Tsd. Euro), |
| ― |
gezahlte Zinsen in Höhe von 152.028 Tsd. Euro (Vorjahr 111.593 Tsd. Euro) und |
| ― |
gezahlte Ertragsteuern in Höhe von 125.133 Tsd. Euro (Vorjahr 123.774 Tsd. Euro). |
Nach Abzug des nicht zahlungswirksamen Teils aus der Equity-Bilanzierung beträgt das zugeflossene Beteiligungsergebnis (Dividenden) 403.167 Tsd. Euro (Vorjahr 241.585 Tsd. Euro).
Desinvestments betreffen die Entkonsolidierung vollkonsolidierter Tochtergesellschaften. Hierdurch haben sich die langfristigen Vermögenswerte um 3.322 Tsd. Euro (Vorjahr 103.386 Tsd. Euro) und die kurzfristigen Vermögenswerte um 69.672 Tsd. Euro (Vorjahr 695.829 Tsd. Euro) vermindert. Die lang- und kurzfristigen Schulden reduzierten sich um 100 Tsd. Euro (Vorjahr 11.788 Tsd. Euro) beziehungsweise 24.352 Tsd. Euro (Vorjahr 804.872 Tsd. Euro). Weder im Geschäftsjahr 2022 noch im Vorjahr wurden Verkaufserlöse erzielt.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Dividenden in Höhe von 130.111 Tsd. Euro (Vorjahr 267.977 Tsd. Euro) an HOCHTIEF-Aktionäre ausgeschüttet. Dividenden an fremde Gesellschafter sind in Höhe von 31.710 Tsd. Euro (Vorjahr 51.356 Tsd. Euro) gezahlt worden; sie betrafen im Vorjahr mit 43.093 Tsd. Euro die CIMIC-Gruppe. Zusammen mit bereits in früheren Jahren geleisteten Anzahlungen auf Ausschüttungen in Höhe von 113.373 Tsd. Euro beliefen sich die in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals für das Geschäftsjahr 2021 ausgewiesenen Dividenden auf 432.706 Tsd. Euro.
Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsaktivitäten haben sich wie folgt entwickelt:
| 1.1.2022 | Zahlungswirksame Veränderungen | Zahlungsunwirksame Veränderungen | 31.12.2022 | |||
| (In Tsd. Euro) | Aufnahmen | Tilgungen | Währungsanpassungen | Änderungen des Konsolidierungskreises und Sonstiges | ||
| Anleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Schuldscheindarlehen | 4.437.855 | 3.053.294 | -2.296.269 | 3.279 | 1.148 | 5.199.307 |
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen und Beteiligungen | 17.834 | 1.626 | -200 | 7 | -489 | 18.778 |
| Übrige Finanzverbindlichkeiten | 10.569 | - | -1.381 | 676 | - | 9.864 |
| Finanzverbindlichkeiten | 4.466.258 | 3.054.920 | -2.297.850 | 3.962 | 659 | 5.227.949 |
| 1.1.2021 | Zahlungswirksame Veränderungen | Zahlungsunwirksame Veränderungen | 31.12.2021 | |||
| (In Tsd. Euro) | Aufnahmen | Tilgungen | Währungsanpassungen | Änderungen des Konsolidierungskreises und Sonstiges | ||
| Anleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Schuldscheindarlehen | 4.932.144 | 2.045.038 | -2.583.528 | 47.819 | -3.618 | 4.437.855 |
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen und Beteiligungen | 16.415 | 5.736 | -460 | -3.906 | 49 | 17.834 |
| Übrige Finanzverbindlichkeiten | 34.906 | - | -3.009 | 1.783 | -23.111 | 10.569 |
| Finanzverbindlichkeiten | 4.983.465 | 2.050.774 | -2.586.997 | 45.696 | -26.680 | 4.466.258 |
Als nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 gelten juristische und natürliche Personen, die auf die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und deren Tochterunternehmen Einfluss nehmen können oder der Kontrolle, der gemeinschaftlichen Führung oder einem maßgeblichen Einfluss durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft beziehungsweise deren Tochterunternehmen unterliegen. Als wesentliches nahestehendes Unternehmen zählt als Muttergesellschaft der HOCHTIEF Aktiengesellschaft die ACS. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine wesentlichen Geschäfte zwischen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beziehungsweise deren Konzernunternehmen und der ACS beziehungsweise deren verbundenen Unternehmen abgeschlossen. Die wesentlichen Beziehungen zwischen vollkonsolidierten Gesellschaften des Konzerns und nahestehenden Unternehmen beziehungsweise Personen betreffen assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen, deren Transaktionen aus dem operativen Geschäft zu folgenden Abschlussposten führten:
| Assoziierte Unternehmen | Gemeinschaftsunternehmen | |||
| (In Tsd. EUR) | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 |
| Erträge | 2.130 | 2.236 | 106.081 | 121.009 |
| Aufwendungen | 2.482 | 6.868 | 8.877 | 1.854 |
| Forderungen | 8.411 | 9.094 | 397.567 | 349.848 |
| Verbindlichkeiten | 38.475 | 1.522 | 429.824 | 244.540 |
Weitere wesentliche Geschäfte zwischen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beziehungsweise Konzernunternehmen und Mitgliedern des Vorstands beziehungsweise Aufsichtsrats oder ihnen nahestehenden Personen oder Gesellschaften wurden im Berichtszeitraum nicht abgeschlossen. Interessenkonflikte traten weder bei Mitgliedern des Vorstands noch des Aufsichtsrats auf.
Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft Anwendung finden, und erläutert Höhe sowie Struktur der Vorstandsbezüge. Außerdem werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben.
Der Aufwand aus der kurzfristigen und langfristigen Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2022 betrug 6.427 Tsd. Euro (Vorjahr: 3.378 Tsd. Euro) bzw. 3.218 Tsd. Euro (Vorjahr: 348 Tsd. Euro).
Im Geschäftsjahr sind für Pensionsverpflichtungen aktiver Vorstandsmitglieder Dienstzeitaufwendungen und Versorgungsentgelt in Höhe von 3.077 Tsd. Euro (Vorjahr 3.014 Tsd. Euro) gemäß IFRS angefallen.
Der Dienstvertrag mit Herrn Fernández Verdes wurde vier Monate früher zum 19. Juli 2022 beendet, um im Interesse der Gesellschaft die Implementierung seines Nachfolgers zu einem geeigneten Zeitpunkt zu ermöglichen. Die entsprechende feste Vergütung wurde in Höhe von 455 Tsd. Euro als Abfindung gezahlt. Darüber hinaus werden Herrn Fernández Verdes für die Zeit nach seiner aktiven Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender ebenfalls variable Vergütungsbestandteile gewährt, als wenn sein Vertrag im November 2022 zum Vertragsende geendet hätte. Die Short-Term-Incentive-Komponente für diesen Zeitraum liegt bei 601 Tsd. Euro und die Long-Term-Incentive-Komponenten I und II betragen jeweils 475 Tsd. Euro. Die variablen Vergütungsbestandteile werden nach den ursprünglich vereinbarten Zielen und nach den im Dienstvertrag festgelegten Fälligkeitszeitpunkten oder Haltedauern ausgezahlt. Insgesamt erhält Herr Fernández Verdes für den Zeitraum vom 20. Juli 2022 bis 31. Dezember 2022 eine Gesamtvergütung in Höhe von 2.006 Tsd. Euro.
Der Aufwand aus anteilsbasierter Vergütung betrug im Geschäftsjahr 2022 -842 Tsd. Euro (Vorjahr 388 Tsd. Euro).
Die Gesamtbezüge der aktiven Mitglieder des Vorstands belaufen sich im Geschäftsjahr 2022 auf 13.038 Tsd. Euro (Vorjahr 4.105 Tsd. Euro).
In den Gesamtbezügen des Vorstands ist die für das Geschäftsjahr gewährte aktienbasierte Vergütung mit einem beizulegenden Zeitwert von 3.218 Tsd. Euro (Vorjahr 348 Tsd. Euro) enthalten. Die entsprechende Anzahl der gewährten Performance Stock Awards (PSA) für das Geschäftsjahr 2022 wird erst im kommenden Geschäftsjahr ermittelt (Vorjahr 3.133 PSA).
An frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene wurden Beträge in Höhe von 6.104 Tsd. Euro (Vorjahr 4.560 Tsd. Euro) gezahlt. Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und ihren Hinterbliebenen betrugen gemäß IFRS 75.113 Tsd. Euro (Vorjahr 83.314 Tsd. Euro).
Die Gesamtbezüge für die Festvergütung und die Sitzungsgelder sowie die Vergütungen für Mandate bei Konzerngesellschaften der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen 2.271 Tsd. Euro (Vorjahr 2.245 Tsd. Euro).
Im Geschäftsjahr 2022 wie auch im Vorjahr wurden keine Vorschüsse und Kredite an die Vorstandsmitglieder und Aufsichtsratsmitglieder gewährt.
Insgesamt sind für den Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft im inländischen Verbund folgende Honorare für erbrachte Dienstleistungen als Aufwand erfasst worden:
| (In Tsd. EUR) | 2022 | 2021 |
| Abschlussprüfungsleistungen | 2.601 | 1.947 |
| davon das Vorjahr betreffende Abschlussprüfungsleistungen | - | 256 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 401 | 194 |
| Steuerberatungsleistungen | - | 15 |
| Sonstige Leistungen | - | - |
| 3.002 | 2.156 |
Der inländische Verbund setzt sich aus der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als bestelltem Konzernabschlussprüfer sowie den mit ihr im Sinne von § 271 Abs. 2 HGB verbundenen Unternehmen zusammen. In den Honoraren für Abschlussprüfungen sind neben den Honoraren für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts durch den Konzernabschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft auch dessen Honorare für die Prüfung der Jahresabschlüsse der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und ihrer Tochterunternehmen im Inland sowie die prüferische Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts zum 30. Juni 2022 enthalten. Vom Abschlussprüfer wurden für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft andere Bestätigungsleistungen im Wesentlichen im Rahmen der Beauftragung zweier Comfort Letter, von Untersuchungshandlungen nach ISAE 3000 im Zusammenhang mit der Prüfung des gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts und des Nachhaltigkeitsberichts sowie die Prüfung des Vergütungsberichts erbracht. Im Vorjahr enthielten die Steuerberatungsleistungen die steuerliche Betreuung ausländischer Mitarbeitender.
Für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist die gemäß § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und der Öffentlichkeit auf den HOCHTIEF-Internetseiten dauerhaft zugänglich gemacht worden.
Im Wertaufhellungszeitraum haben sich keine berichtspflichtigen Sachverhalte ereignet.
Die folgenden inländischen vollkonsolidierten Tochtergesellschaften machen für das Geschäftsjahr von Teilen der Befreiungsvorschriften Gebrauch:
| ― |
A.L.E.X.-Bau GmbH, Essen, |
| ― |
Deutsche Baumanagement GmbH, Essen, |
| ― |
Deutsche Bau- und Siedlungs-Gesellschaft mbH, Essen, |
| ― |
EDGITAL GmbH, Herne, |
| ― |
Eurafrica Baugesellschaft mbH, Essen, |
| ― |
HOCHTIEF Americas GmbH, Essen, |
| ― |
HOCHTIEF Asia Pacific GmbH, Essen, |
| ― |
HOCHTIEF Bau und Betrieb GmbH, Essen, |
| ― |
HOCHTIEF BePo Hessen Bewirtschaftung GmbH, Essen, |
| ― |
HOCHTIEF BePo Hessen GmbH, Essen, |
| ― |
HOCHTIEF DCX GmbH, Essen, |
| ― |
HOCHTIEF Engineering GmbH, Essen, |
| ― |
HOCHTIEF Infrastructure GmbH, Essen, |
| ― |
HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions GmbH, Essen, |
| ― |
HOCHTIEF OBK Vermietungsgesellschaft mbH, Essen, |
| ― |
HOCHTIEF Offshore Crewing GmbH, Essen, |
| ― |
HOCHTIEF ÖPP Projektgesellschaft mbH, Essen, |
| ― |
HOCHTIEF PPP Operations GmbH, Essen, |
| ― |
HOCHTIEF PPP Schulpartner Braunschweig GmbH, Braunschweig, |
| ― |
HOCHTIEF PPP Solutions GmbH, Essen, |
| ― |
HOCHTIEF PPP Transport Westeuropa GmbH, Essen, |
| ― |
HOCHTIEF Projektentwicklung GmbH, Essen, |
| ― |
HOCHTIEF Solarpartner GmbH, Essen, |
| ― |
HOCHTIEF Solutions AG, Essen, |
| ― |
HOCHTIEF Solutions Real Estate GmbH, Essen, |
| ― |
HOCHTIEF Soziale Infrastruktur Europa GmbH, Essen, |
| ― |
HOCHTIEF ViCon GmbH, Essen, |
| ― |
HTP Immo GmbH, Essen, |
| ― |
I.B.G. Immobilien- und Beteiligungsgesellschaft Thüringen-Sachsen mbH, Essen, |
| ― |
LOFTWERK Eschborn GmbH & Co. KG, Essen, |
| ― |
Projektgesellschaft Konrad-Adenauer-Ufer Köln GmbH & Co. KG, Essen, |
| ― |
synexs GmbH, Essen, |
| ― |
Tivoli Garden GmbH & Co. KG, Essen, |
| ― |
TRINAC GmbH, Essen, |
| ― |
ViA6West Service GmbH, Bad Rappenau. |
Die vollständige Anteilsliste gemäß den Anforderungen des § 313 HGB ist im Bundesanzeiger sowie auf unserer Internetseite www.hochtief.de/anteilsliste2022 veröffentlicht.
Madrid, Vorsitzender des Aufsichtsrats der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Member of the Board, Vice Chairman of the Executive Committee and Member of the Nomination Committee of ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A., Madrid
b) Abertis Infraestructuras, S.A.
ACS Servicios y Concesiones, S.L. (Chairman) 1
CIMIC Group Limited 1
Dragados, S.A. (Vice-Chairman)1
Hamburg, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats,
Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats HOCHTIEF Infrastructure GmbH
b) Medizinischer Dienst/Mecklenburg-Vorpommern (Vorsitzender des Verwaltungsrats)
Kreuzau, stellvertretender Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der HOCHTIEF Aktiengesellschaft
Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtsch.-Ing. Beate Bell
Köln, Unternehmensberaterin
Lüdinghausen, Leiter Technisches Büro Building der HOCHTIEF Infrastructure GmbH
Dortmund, Mitglied des Bundesvorstands der IG Bauen-Agrar-Umwelt
a) Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG
Zusatzversorgungskasse Steine & Erden (ZVK Bayern)
Zusatzversorgungskasse des Dachdeckerhandwerks VVaG
Zusatzversorgungskasse für das Maler- und Lackiererhandwerk VVaG
Zusatzversorgungskasse des Gerüstbaugewerbes VVaG
b) Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit
Vorstand des XertifiX e.V. (NGO)
Madrid, Member, Director and Secretary of the Board of ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A., and General Secretary of the ACS Group, Madrid
b) Abertis Infraestructuras, S.A.
ACS Servicios y Concesiones, S.L. 1
CIMIC Group Limited 1
Dragados, S.A. 1
Seligenstadt, freigestellte Betriebsratsvorsitzende, HOCHTIEF Infrastructure GmbH am Standort Frankfurt am Main
Madrid, Corporate General Manager von ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A., Madrid
b) Abertis Infraestructuras, S.A.
ACS Servicios y Concesiones, S.L. 1
Dragados, S.A. 1
GED Capital
Madrid, ehem. Mitglied des Vorstands der Volkswagen Aktiengesellschaft, Wolfsburg, im Ruhestand
b) Acerinox, S.A. 2
INDRA S.A. 2
TUBACEX
Leonberg, Wirtschaftsprüfung/Steuerberatung in eigener Praxis/Unternehmensberatung
(bis 19.10.2022)
a) CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg 2
DEUTZ AG, Köln 2
NEMETSCHEK SE, München 2
Madrid, Secretary-General, Dragados, S.A.
Bottrop, Mitglied des Konzernbetriebsrats der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Vorsitzender Betriebsrat Essen der TRINAC GmbH
1 Konzerninternes Mandat
2 Börsennotierte Gesellschaft
Niddatal, Rechtsanwältin und Mitglied des Bundesvorstands der IG Bauen-Agrar-Umwelt (stellvertretende Bundesvorsitzende)
a) SOKA-BAU Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG
Zusatzversorgungskasse des Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerks VVaG (ZVK Steinmetz) (alternierende Vorsitzende) b) DGB-Rechtsschutz GmbH
facts - Die Infoline GmbH (Vorsitzende)
Hamburg, Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin
(ab 19.10.2022)
a) BarthHass GmbH & Co. KG, Nürnberg (stellvertretende Vorsitzende)
Basler AG 2
SÜSS MicroTec 2
Lohmar, Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der HOCHTIEF Aktiengesellschaft
Dipl.-Geol. MBA Christine Wolff
Hamburg, Unternehmensberaterin
a) SIEVERT SE
b) Sweco AB 2
| ― |
Dr. Francisco Javier García Sanz (Mitglied und Vorsitzender ab 11.07.2022) |
| ― |
Fritz Bank |
| ― |
Christoph Breimann (ab 11.07.2022) |
| ― |
José Luis del Valle Pérez |
| ― |
Ángel García Altozano (Vorsitzender bis 23.05.2022) |
| ― |
Patricia Geibel-Conrad (bis 19.10.2022) |
| ― |
Matthias Maurer |
| ― |
Luis Nogueira Miguelsanz |
| ― |
Nicole Simons |
| ― |
Prof. Dr. Mirja Steinkamp (ab 03.11.2022) |
| ― |
Klaus Stümper (stellv.) |
| ― |
Pedro López Jiménez (Vorsitzender) |
| ― |
Beate Bell |
| ― |
Carsten Burckhardt |
| ― |
Natalie Drews |
| ― |
José Luis del Valle Pérez |
| ― |
Klaus Stümper |
| ― |
Christine Wolff |
a) Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu
bildenden Aufsichtsräten (Stand: 31. Dezember 2022)
b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und
ausländischen Kontrollgremien von
Wirtschaftsunternehmen (Stand: 31. Dezember 2022)
* Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer
2 Börsennotierte Gesellschaft
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Pedro López Jiménez (Vorsitzender) |
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José Luis del Valle Pérez |
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Christine Wolff |
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Pedro López Jiménez (Vorsitzender) |
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Beate Bell |
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Matthias Maurer |
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Nikolaos Paraskevopoulos |
Madrid, Vorsitzender des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen (ab 20.07.2022), und Chief Executive Officer (CEO) von ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A., Madrid
b) CIMIC Group Limited (Executive Chairman) 1
Thiess Group Finance Pty. Ltd.
Thiess Group Finance USA Pty. Ltd.
Thiess Group Holdings Pty. Ltd.
The Turner Corporation (Member of the Board of Directors) 1
Madrid, ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen (bis 19.07.2022; Angaben zu Mitgliedschaften unter b) zum Stichtag 19.07.2022)
b) Abertis Infraestructuras, S.A. (President)
Flatiron Holding, Inc. 1
The Turner Corporation (Member of the Board of Directors) 1
Düsseldorf, Mitglied des Vorstands (Chief Financial Officer - CFO) der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, und Mitglied des Vorstands der HOCHTIEF Solutions AG, Essen
b) CIMIC Group Limited 1
Flatiron Holding, Inc. 1
HOCHTIEF AUSTRALIA HOLDINGS Ltd.i The Turner Corporationi
Düsseldorf, Mitglied des Vorstands und Chief Operating Officer (COO) der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, und der HOCHTIEF Solutions AG, Essen
Aldenhoven/Jüchen, Mitglied des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, und Vorsitzender des Vorstands der HOCHTIEF Solutions AG, Essen
a) HOCHTIEF Infrastructure GmbH (Vorsitzender) 1
Malteser Deutschland gGmbH 3
Velbert, Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektorin der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, und Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektorin der HOCHTIEF Solutions AG, Essen
a) HOCHTIEF Infrastructure GmbH 1
b) Mitglied des Kuratoriums der Kinderstiftung Essen
a) Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu
bildenden Aufsichtsräten (Stand: 31. Dezember 2022)
b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und
ausländischen Kontrollgremien von
Wirtschaftsunternehmen (Stand: 31. Dezember 2022)
1 Konzerninternes Mandat
3 Gemeinnütziges Unternehmen
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Essen, 21. Februar 2023
HOCHTIEF Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Juan Santamaría Cases
Peter Sassenfeld
José Ignacio Legorburo Escobar
Nikolaus Graf von Matuschka
Martina Steffen
Als Ergebnis unserer Prüfung haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:
Wir haben den Konzernabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) -bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns (im Folgenden "zusammengefasster Lagebericht") der HOCHTIEF Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.
Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Der zusammengefasste Lagebericht enthält als ungeprüft gekennzeichnete, nicht vom Gesetz vorgesehene Querverweise. Diese Querverweise sowie die Informationen, auf die sich die Querverweise beziehen, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
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entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und |
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vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts. Der zusammengefasste Lagebericht enthält als ungeprüft gekennzeichnete, nicht vom Gesetz vorgesehene Querverweise. Unser Prüfungsurteil erstreckt sich nicht auf diese Querverweise sowie die Informationen, auf die sich die Querverweise beziehen. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Erläuterungen "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" sowie "Ermessensausübungen des Managements bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" in den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen des Konzernanhangs. Angaben zur Höhe und Aufteilung der Umsatzerlöse finden sich im Konzernanhang im Kapitel Erläuterung der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung zu "Umsatzerlöse" (Note 2).
Die Umsatzerlöse noch nicht abgeschlossener Fertigungsaufträge des Konzerns sind wesentlicher Bestandteil der Umsatzerlöse des Geschäftsjahres, die sich insgesamt auf EUR 26.219 Mio belaufen.
Ein wesentlicher Teil der Geschäftstätigkeit der HOCHTIEF Gruppe bezieht sich auf die Abwicklung von kundenspezifischen Fertigungsaufträgen. Bei diesen handelt es sich vornehmlich um Baugeschäft und Bauprojektmanagement. Als Auftragserlöse werden vertragliche Erlöse sowie Vertragsmodifikationen in Übereinstimmung mit IFRS 15 angesetzt. Derartige Modifikationen umfassen auch Nachträge, die im Rahmen der Umsatzerlöse Berücksichtigung finden, soweit durchsetzbare Ansprüche gegeben sind. Entsprechend dem Fertigstellungsgrad als Maß für die Übertragung der Verfügungsgewalt auf den Kunden werden die Umsatzerlöse zeitraumbezogen einschließlich des anteiligen Ergebnisses aus dem jeweiligen Fertigungsauftrag erfasst.
Die wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter in diesem Zusammenhang betreffen:
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Bestimmung des Fertigstellungsgrads |
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Schätzung der gesamten Auftragsleistung und der gesamten Auftragskosten inklusive prognostizierter Kostensteigerungen |
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Schätzung der gesamten Vertragserlöse unter Berücksichtigung von Vertragsänderungen und von Nachtragsforderungen, für die es hochwahrscheinlich ist, dass sie in Zukunft nicht in signifikantem Umfang zu stornieren sein werden |
Die wesentlichen Märkte des Konzerns befinden sich in den Regionen Asia Pacific, den USA sowie in Europa. Durch die weltweit tätigen Konzerngesellschaften werden unterschiedliche Vereinbarungen mit den Kunden getroffen, die zum Teil komplexe vertragliche Regelungen enthalten.
Aufgrund der Nutzung von verschiedenen vertraglichen Vereinbarungen in den unterschiedlichen Märkten und den Ermessensspielräumen bei der Beurteilung des Zeitpunktes der Übertragung der Verfügungsgewalt auf den Kunden besteht das Risiko für den Abschluss, dass die Umsatzerlöse noch nicht abgeschlossener Fertigungsaufträge nicht in richtiger Höhe angesetzt werden.
Auf Basis unseres erlangten Prozessverständnisses haben wir die Ausgestaltung und Einrichtung identifizierter interner Kontrollen, insbesondere bezüglich der korrekten Ermittlung des Fertigstellungsgrads der Aufträge beurteilt. Soweit wir uns auf die identifizierten Kontrollen gestützt haben, haben wir auch deren Funktionsfähigkeit gewürdigt. Dabei lag ein Schwerpunkt auf den Kontrollen zur Prüfung von Projektberechnungen.
Die Angemessenheit der bedeutsamen Ermessensentscheidungen, wie das Vorhandensein eines rechtlich durchsetzbaren Zahlungsanspruchs inklusive einer angemessenen Marge für bereits erbrachte Leistungen sowie die Auswahl der Methode für die Fortschrittsmessung und die Abschätzung des Fertigstellungsgrads zum Bilanzstichtag, haben wir anhand von risikoorientiert ausgewählten Verträgen beurteilt. Wesentliche Kriterien für die risikoorientierte Auswahl waren die im aktuellen Geschäftsjahr erfassten Umsatzerlöse, die Projekthistorie in Bezug auf die Höhe des Gesamtauftragswertes, die Höhe der Erlöse aus Vertragsmodifikationen, das erwartete Projektergebnis sowie im laufenden Geschäftsjahr erfasste oder erwartete Änderungen der Projektmarge.
Darüber hinaus beinhalteten unsere Prüfungshandlungen unter anderem die Gewinnung eines Verständnisses der zugrunde liegenden Verträge, die Befragung der Projektmanager zur Entwicklung der Projekte, die Würdigung der Einschätzung der Gesellschaft zu Eintrittswahrscheinlichkeiten von rechtlichen Auftragsrisiken, die Prüfung der angefallenen und prognostizierten Kosten anhand entsprechender Nachweise und die Prüfung der drohenden Verluste aus verlustbringenden Projekten. Ferner haben wir Nachweise von Dritten für ausgewählte Projekte eingeholt (zum Beispiel Bestätigungen von Auftraggebern und Rechtsanwälten) sowie unter Einbeziehung unserer Ingenieure Baustellen -teilweise physisch und teilweise virtuell -besichtigt.
Aufbauend auf den zuvor erlangten Erkenntnissen haben wir die sachgerechte Ermittlung des jeweiligen Fertigstellungsgrads sowie die bilanzielle und erfolgsrechnerische Erfassung beurteilt.
Die Vorgehensweise der HOCHTIEF Gruppe zur Erfassung und Bewertung von Umsatzerlösen noch nicht abgeschlossener Fertigungsaufträge ist sachgerecht. Die der Bilanzierung zugrunde liegenden Annahmen und Methoden sind insgesamt angemessen.
Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Erläuterungen in den Abschnitten "Immaterielle Vermögenswerte" sowie "Wertminderungen" in den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen des Konzernanhangs. Angaben zur Höhe der Geschäfts- oder Firmenwerte finden sich im Konzernanhang im Kapitel Erläuterung der Konzernbilanz zu "Immaterielle Vermögenswerte" (Note 12). Erläuterungen zur wirtschaftlichen Entwicklung der Geschäftssegmente finden sich im zusammengefassten Lagebericht im Kapitel "Segmentbericht".
Die Geschäfts- oder Firmenwerte betragen zum 31. Dezember 2022 EUR 993 Mio und haben mit 80,8 % des Konzerneigenkapitals eine erhebliche Bedeutung für die Vermögenslage. Im Jahr 2022 ist von der Gesellschaft kein Wertminderungsbedarf identifiziert worden.
Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird jährlich anlassunabhängig auf Ebene der Geschäftssegmente (Divisions) HOCHTIEF Americas, HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe überprüft. Ergeben sich unterjährig Impairment-Trigger, wird zudem unterjährig ein anlassbezogener Goodwill-Impairment-Test durchgeführt. Für den Goodwill-Impairment-Test wird der Buchwert mit dem erzielbaren Betrag des jeweiligen Geschäftssegments verglichen. Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag, ergibt sich ein Abwertungsbedarf. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung und dem Nutzungswert des Geschäftssegments.
Stichtag für die anlassunabhängige Werthaltigkeitsprüfung war für alle Divisionen der 31. März 2022. Im Vorjahr wurde für die Division HOCHTIEF Asia Pacific die Werthaltigkeitsprüfung abweichend zum 31. Dezember 2021 vorgenommen.
Für die Division HOCHTIEF Asia Pacific wurde der erzielbare Betrag letztmalig unter Berücksichtigung des Börsenwerts der CIMIC Group Ltd., North Sydney/Australien (im Folgenden kurz "CIMIC") bestimmt. Im Zuge der Übernahme von 100 % der Anteile durch HOCHTIEF wurde am 6. Mai 2022 der Handel der CIMIC-Aktien an der australischen Börse eingestellt.
Die Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte ist komplex und beruht auf einer Reihe ermessensbehafteter Annahmen. Hierzu zählen unter anderem die erwartete und auch von Neuprojekten abhängige Umsatz- und Kostenentwicklung der Geschäftssegmente für die nächsten drei Jahre und der verwendete Abzinsungssatz sowie die fortbestehende Gültigkeit des anlassunabhängigen Goodwill-Impairment-Tests zum 31. März am Bilanzstichtag.
Es besteht das Risiko für den Abschluss, dass eine zum Abschlussstichtag bestehende Wertminderung nicht erkannt wurde.
Wir haben die Identifikation der Anzeichen für eine Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte durch HOCHTIEF gewürdigt. Unter Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten haben wir unter anderem die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen sowie der Berechnungsmethoden der Gesellschaft beurteilt. Dazu haben wir die erwartete Geschäfts- und Ergebnisentwicklung mit den Planungsverantwortlichen erörtert. Außerdem haben wir Abstimmungen mit anderen intern verfügbaren Prognosen und der vom Vorstand genehmigten sowie vom Aufsichtsrat zur Kenntnis genommenen Planung für die HOCHTIEF Gruppe vorgenommen. Darüber hinaus haben wir die Konsistenz der Annahmen mit externen Markteinschätzungen beurteilt.
Ferner haben wir uns von der bisherigen Prognosegüte der Gesellschaft überzeugt, indem wir Planungen früherer Geschäftsjahre mit den tatsächlich realisierten Ergebnissen verglichen und Abweichungen analysiert haben. Wir haben die dem Abzinsungssatz zugrunde liegenden Annahmen und Daten, insbesondere den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie und den Betafaktor, mit eigenen Annahmen und öffentlich verfügbaren Daten verglichen.
Zur Beurteilung der methodisch und mathematisch sachgerechten Umsetzung der Bewertungsmethode haben wir die von der Gesellschaft vorgenommene Bewertung anhand eigener Berechnungen nachvollzogen und Abweichungen analysiert.
Da der erzielbare Betrag für die Division HOCHTIEF Asia Pacific anhand des aus dem Börsenwert von CIMIC abgeleiteten beizulegenden Zeitwerts bestimmt wurde, haben wir die von der HOCHTIEF Gruppe verwendeten Börsenkurse mit öffentlich verfügbaren Marktdaten verglichen.
Um der bestehenden Prognoseunsicherheit und dem vorgezogenen Stichtag für die Werthaltigkeitsprüfung in allen Divisionen Rechnung zu tragen, haben wir die Auswirkungen möglicher Veränderungen der Planung sowie des Abzinsungssatzes auf den erzielbaren Betrag zum Bilanzstichtag untersucht, indem wir alternative Szenarien berechnet und mit den Werten der Gesellschaft verglichen haben (Sensitivitätsanalyse).
Die der Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte zugrunde liegenden Berechnungsmethoden sind sachgerecht und stehen im Einklang mit den anzuwendenden Bewertungsgrundsätzen.
Die der Bewertung zugrunde liegenden Annahmen und Daten der Gesellschaft sind insgesamt angemessen.
Siehe Konzernanhang Textziffer 1 sowie das Kapitel zu Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage im zusammengefassten Lagebericht.
Im ersten Quartal 2022 hat die HOCHTIEF-Tochtergesellschaft CIMIC Group Limited, North Sydney/Australien (im Folgenden "CIMIC") beschlossen, für den Zeitraum von zunächst 18 Monaten bis zum September 2023 seine nominierten Mitglieder aus dem Board of Directors der Ventia Services Group Limited (im Folgenden kurz "Ventia") abzuberufen und auf bestimmte im Relationship Agreement verbriefte Rechte in Bezug auf die Nominierung von Board Mitgliedern zu verzichten. Dadurch hat CIMIC den maßgeblichen Einfluss über die börsennotierte Gesellschaft Ventia verloren und die Beteiligung an Ventia wurde zum 31. März 2022 von einem assoziierten Unternehmen in eine über das Gesamtergebnis zum beizulegenden Zeitwert bewertete übrige Finanzanlage (Stufe 1) umgegliedert.
In dem Konzernabschluss von HOCHTIEF zum 31. Dezember 2022 ist aufgrund dieser Statusänderung ein sonstiger betrieblicher Ertrag in Höhe von EUR 338,3 Mio (AUD 501,7 Mio) ausgewiesen und stellt mit 65,7 % des Ergebnisses nach Steuern einen erheblichen Anteil am Ergebnis dar.
Die Beurteilung, ob kein maßgeblicher Einfluss mehr vorliegt, ist mit erheblichem Ermessen verbunden und erfordert Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter, ob bei CIMIC verbleibende Rechte nur Schutzrechte darstellen und somit keinen maßgeblichen Einfluss begründen.
Es besteht das Risiko für den Konzernabschluss, dass die Statusänderung der Beteiligung an Ventia und der ausgewiesene Ertrag nicht sachgerecht sind sowie die nach IAS 28 und IFRS 9 erforderlichen Anhangangaben nicht vollständig und angemessen sind.
Zunächst haben wir uns auf Basis der vertraglichen Vereinbarungen zwischen HOCHTIEF bzw. CIMIC und Ventia ein Verständnis von dem Sachverhalt verschafft.
Die Beurteilung, ob ein maßgeblicher Einfluss über Ventia besteht, haben wir anhand der in IAS 28.6 genannten qualitativen Faktoren, die auf einen maßgeblichen Einfluss hindeuten, gewürdigt.
Wir haben mit den gesetzlichen Vertretern erörtert, ob die Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen von CIMIC keine Kontrolle über die wesentlichen betrieblichen Entscheidungen von Ventia ausüben. Dies beinhaltete auch die Beurteilung der Zusammensetzung und Unabhängigkeit des Ventia Managements.
Darüber hinaus haben wir die Bewertung der Beteiligung an Ventia durch HOCHTIEF nachvollzogen, indem wir den beizulegenden Zeitwert, der auf Basis des Börsenkurses bestimmt wurde, zum Zeitpunkt des Verlustes des maßgeblichen Einflusses und zum 31. Dezember 2022 unter Zugrundelegung öffentlich verfügbarer Daten nachgerechnet haben.
Schließlich haben wir die Angemessenheit der Anhangangaben zur Statusänderung der Beteiligung an Ventia gewürdigt.
Die Vorgehensweise zur Statusänderung der Beteiligung an Ventia ist sachgerecht. Die im Konzernanhang gemachten Angaben sind vollständig und angemessen.
Der Vorstand ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts
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die zusammengefasste Erklärung zur Unternehmensführung der Gesellschaft und des Konzerns, auf die im zusammengefassten Lagebericht Bezug genommen wird, |
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die in den zusammengefassten Lagebericht integrierten und als ungeprüft gekennzeichneten Nachhaltigkeitsinformationen und |
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die im zusammengefassten Lagebericht enthaltenen lageberichtsfremden und als ungeprüft gekennzeichneten Angaben. |
Die sonstigen Informationen umfassen zudem:
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den gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht, der zusammen mit dem zusammengefassten Lagebericht offengelegt wird, und |
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die übrigen Teile des Geschäftsberichts. |
Die sonstigen Informationen umfassen nicht den Konzernabschluss, die inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht sowie unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
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wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
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anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Auftragsgemäß haben wir eine gesonderte betriebswirtschaftliche Prüfung des nichtfinanziellen Konzernberichts durchgeführt. In Bezug auf Art, Umfang und Ergebnisse dieser betriebswirtschaftlichen Prüfung weisen wir auf unseren Prüfungsvermerk vom 23. Februar 2023 hin.
Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
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beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
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beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
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holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
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beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der bereitgestellten Datei "Konzernbericht_2022_ESEF_KPMG_20230221.zip" (SHA256-Hashwert: 4297f751f64e28eef1b25a6c9d74bf817c76cd0ee700cf67ed08616dec381be8) enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.
Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten bereitgestellten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Konzernabschluss und zum beigefügten zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.
Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten bereitgestellten Datei enthaltenen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (06.2022)) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist nachstehend weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) angewendet.
Der Vorstand der Gesellschaft ist verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB und für die Auszeichnung des Konzernabschlusses nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 HGB.
Ferner ist der Vorstand der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die er als notwendig erachtet, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher -beabsichtigter oder unbeabsichtigter - Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. |
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gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben. |
| ― |
beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d. h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende bereitgestellte Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt. |
| ― |
beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts ermöglichen. |
| ― |
beurteilen wir, ob die Auszeichnung der ESEF-Unterlagen mit Inline XBRL-Technologie (iXBRL) nach Maßgabe der Artikel 4 und 6 der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der am Abschlussstichtag geltenden Fassung eine angemessene und vollständige maschinenlesbare XBRL-Kopie der XHTML-Wiedergabe ermöglicht. |
Wir wurden von der Hauptversammlung am 27. April 2022 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 3. November 2022 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2019 als Konzernabschlussprüfer der HOCHTIEF Aktiengesellschaft tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen
Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss und dem geprüften zusammengefassten Lagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Konzernabschluss und zusammengefasste Lagebericht -auch die in das Unternehmensregister einzustellenden Fassungen -sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der ESEF-Vermerk und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.
Die für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Charlotte Salzmann.
Essen, den 23. Februar 2023
KPMG
AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez. Ufer, Wirtschaftsprüfer
gez. Salzmann, Wirtschaftsprüferin
Der GRI-Inhaltsindex von HOCHTIEF folgt den Vorgaben des universellen Standards 2021 der GRI.
| Anwendungserklärung | HOCHTIEF hat für das Jahr 2022 in Übereinstimmung mit den GRI-Standards (1. Januar bis 31. Dezember) berichtet. |
| Verwendeter GRI 1 | GRI 1: Grundlagen 2021 |
| GRI-STANDARD/ ANDERE QUELLE | ANGABE | ORT 59 |
| Allgemeine Angaben | ||
| GRI 2: Allgemeine Angaben 2021 | 2-1 Organisationsprofil | S. 386, S. 28, S. 31,S. 33 |
| 2-2 Entitäten, die in der Nachhaltigkeitsberichterstattung der Organisation berücksichtigt werden | S. 3 | |
| 2-3 Berichtszeitraum, Berichtshäufigkeit und Kontaktstelle | S. 3-4, S. 387 | |
| 2-4 Richtigstellung oder Neudarstellung von Informationen | S. 3 | |
| 2-5 Externe Prüfung | Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts | |
| Vermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers über eine Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit des gesonderten nichtfinanziellen Konzernabschlusses und der Nachhaltigkeitsinformationen | ||
| www.hochtief.de/prue-fung verguetungsbe-richt 2022 | ||
| S. 20 | ||
| 2-6 Aktivitäten, Wertschöpfungskette und andere Geschäftsbeziehungen | S. 2, S. 45-48, S. 135-140, S. 330 | |
| 2-7 Angestellte | S. 110, S. 120-122 | |
| 2-8 Mitarbeiterinnen, die keine Angestellten sind | S. 126 | |
| 2-9 Führungsstruktur und Zusammensetzung | S. 19-23, S. 331-334 www.hochtief.de/ueber-hochtief/aufsichtsrat www.hochtief.de/ueber-hochtief/aufsichtsrat (vgl. Unabhängigkeit der Anteilseigner) Kompetenzmatrix unter www.hochtief.de/ueber-hochtief/corporate-gover-nance/archiv-erklaerung-zur-unternehmensfueh-rung-2022 www.hochtief.de/ueber-hochtief/aufsichtsrat | |
| 2-10 Nominierung und Auswahl des höchsten Kontrollorgans | www.hochtief.de/ueber-hochtief/corporate-gover-nance (vgl. Satzung) www.hochtief.de/ueber-hochtief/aufsichtsrat (vgl. Nominierungsausschuss) www.hochtief.de/ueber-hochtief/corporate-gover-nance/archiv-erklaerung-zur-unternehmensfuehrung-2022 | |
| 2-11 Vorsitzendem des höchsten Kontrollorgans | S. 19-23, S. 331 | |
| 2-12 Rolle des höchsten Kontrollorgans bei der Beaufsichtigung der Bewältigung der Auswirkungen | www.hochtief.de/ueber-hochtief/aufsichtsrat (vgl. Ausschüsse, Prüfungs-/Nachhaltigkeitsausschuss) | |
| 2-13 Delegation der Verantwortung für das Management von Auswirkungen | www.hochtief.de/ueber-hochtief/aufsichtsrat (vgl. Geschäftsordnung des Aufsichtsrats, Ziffer 11) | |
| 2-14 Rolle des höchsten Kontrollorgans bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung | S. 20-22, S. 333 | |
| 2-15 Interessenkonflikte | www.hochtief.de/ueber-hochtief/aufsichtsrat (vgl. Ziffer 10 Abs. 2 und 3 in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats) S. 331-333 www.hochtief.de/ueber-hochtief/corporate-gover-nance (vgl. Unabhängigkeit und potenzielle Interessenkonflikte) S. 22 | |
| 2-16 Übermittlung kritischer Anliegen | www.hochtief.de/ueber-hochtief/aufsichtsrat (vgl. Ziffer 11 in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats) | |
| 2-17 Gesammeltes Wissen des höchsten Kontrollorgans | www.hochtief.de/ueber-hochtief/corporate-gover-nance/archiv-erklaerung-zur-unternehmensfueh-rung-2022 (> Kompetenzprofil) | |
| 2-18 Bewertung der Leistung des höchsten Kontrollorgans | www.hochtief.de/ueber-hochtief/aufsichtsrat (vgl. Ziffer 12 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats) Bericht des Aufsichtsrats (Effizienzprüfung), HOCHTIEF Konzernbericht 2018 | |
| 2-19 Vergütungspolitik | S. 361-376 | |
| 2-20 Verfahren zur Festlegung der Vergütung | www.hochtief.de/inves-tor-relations/hauptver-sammlung (vgl. Hauptversammlung 2021, Tagesordnungspunkte 6 und 7) www.hochtief.de/inves-tor-relations/hauptver-sammlung (vgl. Hauptversammlung 2021, | |
| Ergebnisse der Abstimmung zu den Tagesordnungspunkten 6 und 7) | ||
| 2-21 Verhältnis der Jahresgesamtvergütung | www.hochtief.de/ nachhaltigkeit/kennzahlen | |
| 2-22 Anwendungserklärung zur Strategie für nachhaltige Entwicklung | S. 20-21 | |
| 2-23 Verpflichtungserklärung zu Grundsätzen und Handlungsweisen | S. 92, S. 148, S. 216, S. 7 | |
| 2-24 Einbeziehung politischer Verpflichtungen | S. 94, S. 224 | |
| 2-25 Verfahren zur Beseitigung negativer Auswirkungen | S. 94-95, S. 176-178, S. 217-218 | |
| 2-26 Verfahren für die Einholung von Ratschlägen und die Meldung von Anliegen | S. 40, S. 94-95, S. 220 221 | |
| 2-27 Einhaltung von Gesetzen und Verordnungen | S. 92-93 | |
| 2-28 Mitgliedschaft in Verbänden und Interessengruppen | Partner- und Mitgliedschaften von HOCHTIEF | |
| 2-29 Ansatz für die Einbindung von Stakeholdern | S. 40, S. 220-221 | |
| 2-30 Tarifverträge | S. 115-116 | |
| Wesentliche Themen | ||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | 3-1 Verfahren zur Bestimmung wesentlicher Themen | S. 41-42 |
| 3-2 Liste der wesentlichen Themen | S. 42 | |
| Wesentliches Thema: Klimawandel | ||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | 3-3 Management von wesentlichen Themen | S. 184-185 |
| GRI 302 Energie (2016) | 302-1 Energieverbrauch innerhalb der Organisation | S. 201-202 |
| GRI 305 Emissionen (2016) | 305-1 Direkte THG-Emissionen (Scope 1) | S. 203, S. 383 |
| GRI 305 Emissionen (2016) | 305-2 Indirekte energiebedingte THG-Emissionen (Scope 2) | S. 203, S. 383 |
| GRI 305 Emissionen (2016) | 305-3 Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3) | S. 203 |
| Wesentliches Thema: Kreislaufwirtschaft | ||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | 3-3 Management von wesentlichen Themen | S. 186-187 |
| GRI 301 Materialien (2016) | 301-1 Eingesetzte Materialien nach Gewicht oder Volumen | S. 199-200 |
| GRI 301 Materialien (2016) | 301-2 Eingesetzte recycelte Ausgangsstoffe | S. 199-201 |
| GRI 306 Abfall (2020) | 306-1 Anfallender Abfall und erhebliche abfallbezogene Auswirkungen | S. 199-200 |
| GRI 306 Abfall (2020) | 306-2 Management erheblicher abfallbezogener Auswirkungen | S. 186-187 |
| GRI 306 Abfall (2020) | 306-3 Angefallener Abfall | S. 199-200 |
| GRI 306 Abfall (2020) | 306-4 Von Entsorgung umgeleiteter Abfall | S. 199-200 |
| GRI 306 Abfall (2020) | 306-5 Zur Entsorgung weitergeleiteter Abfall | S. 199-200 |
| Wesentliches Thema: Wasserschutz | ||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | 3-3 Management von wesentlichen Themen | S. 187-188 |
| GRI 303 Wasser und Abwasser (2018) | 303-1 Wasser als gemeinsam genutzte Ressource | S.187-188, S. 204 |
| GRI 303 Wasser und Abwasser (2018) | 303-2 Umgang mit den Auswirkungen der Wasserrückführung | S. 187-188, S. 204 |
| GRI 303 Wasser und Abwasser (2018) | 303-3 Wasserentnahme | S. 187-188, S. 204 |
| GRI 303 Wasser und Abwasser (2018) | 303-4 Wasserrückführung | S. 187-188, S. 204 |
| GRI 303 Wasser und Abwasser (2018) | 303-5 Wasserverbrauch | S. 187-188, S. 204 |
| Wesentliches Thema: Biodiversität und Ökosysteme | ||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | 3-3 Management von wesentlichen Themen | S. 189, S. 195 |
| GRI 304 Biodiversität (2016) | 304-1 Eigene, gemietete und verwaltete Betriebsstandorte, die sich in oder neben Schutzgebieten und Gebieten mit hohem Biodiversitätswert außerhalb von geschützten Gebieten befinden | S. 195 |
| GRI 304 Biodiversität (2016) | 304-2 Erhebliche Auswirkungen von Aktivitäten, Produkten und Dienstleistungen auf die Biodiversität | S. 189 |
| Wesentliches Thema: Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen | ||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | 3-3 Management von wesentlichen Themen | S. 190-192 |
| GRI 203 Indirekte ökonomische Auswirkungen (2016) | 203-1 Infrastrukturinvestitionen und geförderte Dienstleistungen | S. 190-192, 205 |
| Wesentliches Thema: Gesundheit und Sicherheit | ||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | 3-3 Management von wesentlichen Themen | S. 117, S. 123-129 |
| GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (2018) | 403-1 Managementsystem für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz | S. 125, S. 131 |
| GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (2018) | 403-2 Gefahrenidentifizierung, Risikobewertung und Untersuchung von Vorfällen | S. 128-129 |
| GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (2018) | 403-3 Arbeitsmedizinische Dienste | S. 128 |
| GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (2018) | 403-4 Mitarbeiterbeteiligung, Konsultation und Kommunikation zu Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz | S. 124, S. 127-128 |
| GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (2018) | 403-5 Mitarbeiterschulungen zu Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz | S. 127-128 |
| GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (2018) | 403-6 Förderung der Gesundheit der Mitarbeiter | S. 128 |
| GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (2018) | 403-7 Vermeidung und Abmilderung von direkt mit Geschäftsbeziehungen verbundenen Auswirkungen auf die Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz | S. 128-129 |
| GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (2018) | 403-8 Mitarbeiter, die von einem Managementsystem für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz abgedeckt sind | S. 131 |
| GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (2018) | 403-9 Arbeitsbedingte Verletzungen | S. 126 , S. 131, S. 133 |
| GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (2018) | 403-10 Arbeitsbedingte Erkrankungen | S. 126-127, S. 133 |
| Wesentliches Thema: Qualifizierte Mitarbeitende | ||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | 3-3 Management von wesentlichen Themen | S. 110-113 |
| GRI 404 Aus- und Weiterbildung (2016) | 404-1 Durchschnittliche Stundenzahl für Aus- und Weiterbildung pro Jahr und Angestellten | S. 111-113 |
| Selbst definierter Indikator: Einstellung von Nachwuchskräften | S. 111 | |
| Wesentliches Thema: Diversität | ||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | 3-3 Management von wesentlichen Themen | S. 114-115 |
| GRI 405 Diversität und Chacengleichheit (2016) | 405-1 Diversität in Kontrollorganen und unter Angestellten | S. 120-121 www.hochtief.de/ueber-hochtief/corporate-gover-nance |
| Wesentliches Thema: Arbeitsumfeld | ||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | 3-3 Management von wesentlichen Themen | S. 113-114 |
| GRI 401 Beschäftigung (2016) | 401-1 Neu eingestellte Angestellte und Angestelltenfluktuation | S. 110 |
| Wesentliches Thema: Soziale Aktivitäten | ||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | 3-3 Management von wesentlichen Themen | S. 222 |
| GRI 413 Lokale Gemeinschaften (2016) | 413-1 Betriebsstätten mit Einbindung der lokalen Gemeinschaften, Folgenabschätzungen und Förderprogrammen | S. 222-223 |
| Selbst definierter Indikator: Anzahl der Menschen, die von den durch HOCHTIEF gebauten B2P-Brücken profitieren | S. 225 | |
| Wesentliches Thema: Anti-Korruption and Anti-Bestechung | ||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | 3-3 Management von wesentlichen Themen | S. 92-96 |
| GRI 205 AntiKorruption (2016) | 205-1 Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden | S. 95 |
| GRI 205 AntiKorruption (2016) | 205-2 Kommunikation und Schulungen zu Richtlinien und Verfahren zur Korruptionsbekämpfung | S. 92-94 |
| GRI 206 Wettbewerbswidriges Verhalten (2016) | 206-1 Rechtsverfahren aufgrund von wettbewerbswidrigem Verhalten, Kartell- und Monopolbildung | S. 95 |
| GRI 415 Politische Einflussname (2016) | 415-1 Parteispenden | S. 224 |
| Wesentliches Thema: Verantwortungsvolle Lieferkette | ||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | 3-3 Management von wesentlichen Themen | S. 135-137 |
| GRI 204 Beschaffungspraktiken (2016) | 204-1 Anteil an Ausgaben für lokale Lieferanten | S. 138 |
| GRI 414 Soziale Bewertung der Lieferanten (2016) | 414-1 Neue Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien überprüft wurden | S. 136 |
| Selbst definierter Indikator: Anzahl präqualifizierter Vertragspartner | S. 137 | |
| Wesentliches Thema: Nachhaltige Finanzierung | ||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | 3-3 Management von wesentlichen Themen | S. 61-62 |
| GRI 201 Economic | 201-2 Finanzielle Folgen des Klimawandels für die Organisation | S. 153-154 |
| Performance (2016) | und andere mit dem Klimawandel verbundene Risiken und Chancen | |
| Wesentliches Thema: Digitalisierung und Innovation | ||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | 3-3 Management von wesentlichen Themen | S. 98-99 |
| Selbst definierter Indikator: Zukunftsweisende Arbeitsmethode BIM | S. 102-103 |
| GRI-STANDARD/ ANDERE QUELLE | AUSLASSUNG 1 | |
| ANFORDERUNG(EN) AUSGELASSEN | ERKLÄRUNG | |
| Allgemeine Angaben | ||
| GRI 2: Allgemeine Angaben 2021 | ||
| Basierend auf dem von HOCHTIEF realisierten Modell des Construction-Managements werden Bautätigkeiten, vor allem in den Divisions HOCHTIEF Europe und HOCHTIEF Americas, im Wesentlichen nicht durch eigene Mitarbeitende realisiert. Schwankungen bei der Zahl eigener Mitarbeitender sind aufgrund projektbezogen befristet eingestellter Mitarbeitender insbesondere bei CIMIC üblich. b.ii., b.iii.: Entsprechende Angaben werden derzeit in dieser Detailtiefe nicht erhoben. | ||
| a.i.: Basierend auf dem von HOCHTIEF realisierten Modell des Construction-Managements werden vorwiegend Bautätigkeiten nicht durch eigene Mitarbeitende realisiert. | ||
| b., c.: Entsprechende Angaben werden derzeit nicht erhoben. | ||
| a., c. | Aufgrund gesetzlicher und werterer rechtlicher Regelungen in der Bundesrepublik Deutschland sind die geforderten Angaben teilweise bereits an anderer Stelle beziehungsweise in anderen Berichten zu machen. Zur Vermeidung einer doppelten Veröffentlichung inhaltlich identischer Angaben verweisen wir wegen dieser Angaben im Rahmen von GRI 2 (General Disclosures 2021) auf unsere Veröffentlichungen in anderen Berichten beziehungsweise Regewerken. zu c.v.iii.: Der HOCHTIEF-Aufsichtsrat besteht gemäß §9 Abs. 1 der Satzung zu 50 Prozent aus Arbeitnehmervertretenden. | |
| a., b.i.-iv. | Aufgrund gesetzlicher und werterer rechtlicher Regelungen in der Bundesrepublik Deutschland sind die geforderten Angaben teilweise bereits an anderer Stelle beziehungsweise in anderen Berichten zu machen. Zur Vermeidung einer doppelten Veröffentlichung inhaltlich identischer Angaben verweisen wir wegen dieser Angaben i m Rahmen von GRI 2 (General Disclosures 2021) auf unsere Veröffentlichungen in anderen Berichten beziehungsweise Regewerken. Die Erklärung zur Unternehmensführung beinhaltet die Themen Diversität, Kompetenzprofil, i nternationale Expertise, Altersgrenze, Unabhängigkeit sowie Interessenkonflikte. | |
| a., b. | Der Aufsichtsratsvorsitzende darf gemäß dem Aktiengesetz nicht zugleich Vorstandsmitglied sein. | |
| b.-c. | Aufgrund gesetzlicher und werterer rechtlicher Regelungen in der Bundesrepublik Deutschland sind die geforderten Angaben teilweise bereits an anderer Stelle beziehungsweise in anderen Berichten zu machen. Zur Vermeidung einer doppelten Veröffentlichung inhaltlich identischer Angaben verweisen wir wegen dieser Angaben im Rahmen von GRI 2 (General Disclosures 2021) auf unsere Veröffentlichungen in anderen Berichten beziehungsweise Regewerken. Gemäß Aktiengesetz überwacht und berät der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Führung des Unternehmens. Zu den Aufgaben des Aufsichtsrats gehört nicht die Geschäftsführung und er vertritt das Unternehmen nicht gegenüber Dritten beim Abschluss von Rechtsgeschäften. b.: www.hochtief.de/ueber-hochtief/aufsichtsrat (vgl. Geschäftsordnung des Aufsichtsrats, Ziffer 11) Gemäß Aktiengesetz überwacht und berät der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Führung des Unternehmens. Zu den Aufgaben des Aufsichtsrats gehört nicht die Geschäftsführung, und er vertritt das Unternehmen nicht gegenüber Dritten beim Abschluss von Rechtsgeschäften. | |
| a. | Gemäß Aktiengesetz überwacht und berät der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Führung des Unternehmens. Zu den Aufgaben des Aufsichtsrats gehört nicht die Geschäftsführung und er vertritt das Unternehmen nicht gegenüber Dritten beim Abschluss von Rechtsgeschäften. | |
| b.ii., b.iv. | Aufgrund gesetzlicher und werterer rechtlicher Regelungen in der Bundesrepublik Deutschland sind die geforderten Angaben teilweise bereits an anderer Stelle beziehungsweise in anderen Berichten zu machen. Zur Vermeidung einer doppelten Veröffentlichung inhaltlich identischer Angaben verweisen wir wegen dieser Angaben i m Rahmen von GRI 2 (General Disclosures 2021) auf unsere Veröffentlichungen in anderen Berichten beziehungsweise Regewerken. b.ii.: Keine gesetzliche Regelung gemäß deutschem Aktiengesetz. b.iv.: Wird in den Fällen von §§ 111a-111c Aktiengesetz angewendet. | |
| b. | Aufgrund gesetzlicher und werterer rechtlicher Regelungen in der Bundesrepublik Deutschland sind die geforderten Angaben teilweise bereits an anderer Stelle beziehungsweise in anderen Berichten zu machen. Zur Vermeidung einer doppelten Veröffentlichung inhaltlich identischer Angaben verweisen wir wegen dieser Angaben i m Rahmen von GRI 2 (General Disclosures 2021) auf unsere Veröffentlichungen in anderen Berichten beziehungsweise Regewerken. b.: Nicht zutreffend, da keine gesetzliche Regel ung in Deutschland | |
| a. | Mitglieder des Aufsichtsrats werden durch die Hauptversammlung und die Arbeitnehmer des Unternehmens gewählt. Aufgrund gesetzlicher und werterer rechtlicher Regelungen in der Bundesrepublik Deutschland sind die geforderten Angaben teilweise bereits an anderer Stelle beziehungsweise in anderen Berichten zu machen. Zur Vermeidung einer doppelten Veröffentlichung inhaltlich identischer Angaben verweisen wir wegen dieser Angaben i m Rahmen von GRI 2 (General Disclosures 2021) auf unsere Veröffentlichungen in anderen Berichten beziehungsweise Regewerken. | |
| Aufgrund gesetzlicher und werterer rechtlicher Regelungen in der Bundesrepublik Deutschland sind die geforderten Angaben teilweise bereits an anderer Stelle beziehungsweise in anderen Berichten zu machen. Zur Vermeidung einer doppelten Veröffentlichung inhaltlich identischer Angaben verweisen wir wegen dieser Angaben i m Rahmen von GRI 2 (General Disclosures 2021) auf unsere Veröffentlichungen in anderen Berichten beziehungsweise Regelwerken. Mitglieder des Aufsichtsrats werden duch die Hauptversammlung und die Arbeitnehmer des Unternehmens gewählt. | ||
| a.ii. | Informationen zu Anstellungsprämien oder Zahlungen als Einstellungsanreiz sind im Vergütungsbericht nicht genannt, da keine entsprechenden Zahlungen erfolgt sind. Nur wenn solche Zahlungen erfolgen würden, würden diese im Vergütungsbestandteil "Nebenleistungen" explizit aufgeführt werden. | |
| Aufgrund gesetzlicher und weiterer rechtlicher Regelungen in der Bundesrepublik Deutschland sind die geforderten Angaben teilweise bereits an anderer Stelle beziehungsweise in anderen Berichten zu machen. Zur Vermeidung einer doppelten Veröffentlichung inhaltlich identischer Angaben verweisen wir wegen dieser Angaben i m Rahmen von GRI 2 (General Disclosures 2021) auf unsere Veröffentlichungen in anderen Berichten beziehungsweise Regelwerken. | ||
| Informationen zu Anstellungsprämien oder Zahlungen als Einstellungsanreiz sind im Vergütungsbericht nicht genannt, da keine entsprechenden Zahlungen erfolgt sind. Nur wenn solche Zahlungen erfolgen würden, würden diese im Vergütungsbestandteil "Nebenleistungen" explizit aufgeführt werden. | ||
| a.-b.: Absolute Zahlen werden derzeit nicht berichtet. | ||
| HOCHTIEF verfügt über ein regelmäßiges Reporting zu den Mitgliedschaften seiner Tochtergesellschaften und veröffentlicht Informationen zu wesentlichen Mitgliedschaften und Beitragszahlungen auf seiner Website. | ||
| a.i.: Wesentliche Stakeholder erreichen wir über die im Bericht benannten Formate. Die Art der Ermittlung wird nicht gesondert dargestellt. | ||
| a. | a.: Die im Bericht angegebene Zahl spiegelt den Prozentsatz der Mitarbeitenden in Deutschland sowie den Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Asia Pacific wider, die durch Betriebsräte und/oder Gewerkschaften verttreten werden. | |
| Wesentliche Themen | ||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | ||
| Wesentliches Thema: Klimawandel | ||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | ||
| GRI 302 Energie (2016) | cii., c.iii., c.iv., d. | cii., c.iii., c.iv., d., g.: Es werden länderspezifische Umrechnungsfaktoren verwendet. Der Dampfverbrauch wird aus Gründen der Wesentlichkeit nicht erfasst. Der Verkauf von Energie ist in unserem Geschäft keine wesentliche Kategorie. Der Verbrauch erneuerbarer Treibstoffe wird nicht konzernweit erhoben. Die Summen der Verbräuche von Benzin (inkl. Biobenzin), Diesel (inkl. Biodiesel), LPG, LnG und Strom (inkl. Fernwärme, Fernkälte, Ökostrom) ergeben den gesamten Energieverbrauch und werden nicht gesondert ausgewiesen. |
| GRI 305 Emissionen (2016) | Berichtet wird derzeit CO 2e. Biogene CO 2-Emissionen werden nicht ausgewiesen. d.i: Als Vergleichsjahr wird das Jahr 2019 zugrundegelegt, das letzte Berichtsjahr vor dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie. Jegliche Änderungen erfolgen entsprechend der Neuberechnungsmethode von HOCHTIEF, die der Website des Unternehmens entnommen werden kann. | |
| d.iii: Signifikante Veränderungen werden transparent berichtet und ausgewiesen, beispielsweise durch eine Darstellung auf vergleichbarer Basis. Das Umwelt-Reporting im Konzern orientiert sich am Finanzkonsolidierungskreis des Konzerns. | ||
| GRI 305 Emissionen (2016) | Berichtet wird derzeit CO 2e. d.i: Als Vergleichsjahr wird das Jahr 2019 zugrundegelegt, das letzte Berichtsjahr vor dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie. Jegliche Änderungen erfolgen entsprechend der Neuberechnungsmethode von HOCHTIEF, die der Website des Unternehmens entnommen werden kann. d.iii: Signifikante Veränderungen werden transparent berichtet und ausgewiesen, beispielsweise durch eine Darstellung auf vergleichbarer Basis. Das Umwelt-Reporting im Konzern orientiert sich am Finanzkonsolidierungskreis des Konzerns. | |
| GRI 305 Emissionen (2016) | b. | b.: Diese Gase werden nicht im Einzelnen ausgewiesen, daher wird die Bezeichnung CO 2e verwendet. e.i.: Als Vergleichsjahr wird das Jahr 2019 zugrundegelegt, das letzte Berichtsjahr vor dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie. Jegliche Änderungen erfolgen entsprechend der Neuberechnungsmethode von HOCHTIEF, die der Website des Unternehmens entnommen werden kann. e.ii.: Signifikante Veränderungen werden transparent berichtet und ausgewiesen, beispielsweise durch eine Darstellung auf vergleichbarer Basis. Das Umwelt-Reporting im Konzern orientiert sich am Finanzkonsolidierungskreis des Konzerns. |
| Wesentliches Thema: Kreislaufwirtschaft | ||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | Themen zur Kreislaufwirtschaft werden über die AGUK-Richtlinie sowie den Nachhaltigkeitsplan 2025 geregelt. | |
| GRI 301 Materialien (2016) | ||
| GRI 301 Materialien (2016) | ||
| GRI 306 Abfall (2020) | a.ii.: Die Daten werden erhoben, jedoch derzeit nur für gefährlichen Abfall ausgewiesen. | |
| GRI 306 Abfall (2020) | b.: Diese Daten werden derzeit nicht zentral erhoben. | |
| GRI 306 Abfall (2020) | ||
| GRI 306 Abfall (2020) | d.i.: Alle Abfälle werden außerhalb der Baustellen verwertet. | |
| GRI 306 Abfall (2020) | b.iv., c.iv., d.i.: Die Daten werden derzeit nicht erhoben. | |
| Wesentliches Thema: Wasserschutz | ||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | a.-d. | Wasserkonzepte und Wasserschutzpläne werden stets projektspezifisch und entsprechend den gesetzlichen Anforderungen vor Ort erar- |
| beitet. Wo unsere Tochtergesellschaften Projektarbeit in Gebieten unter Wasserstress realisieren, planen wir, die Wasserentnahmen genauer zu analysieren und mit einem öffentlich anerkannten Bewertungsinstrument, wie dem Water Risk Atlas, abzugleichen. Im Zuge des Nachhaltigkeitsplans 2025 ist das Thema Wasserstress dezidiert adressiert. HOCHTIEF plant, bis Ende 2023 eine standardisierte Methodologie (in Ergänzung zur bestehenden Erfassung der Wasserverbräuche) zu erarbeiten und zu implementieren. a.: Wasserkonzepte und Wasserschutzpläne werden stets projektspezifisch und entsprechend den gesetzlichen Anforderungen vor Ort erarbeitet. Auch die Mindeststandards für die Qualität der Abwassereinleitung sind projektabhängig. d.: Zur Berechnung werden Rechnungsvolumina beziehungsweise einzelne Projektdatenerfassungen verwendet. Wo unsere Tochtergesellschaften Projektarbeit in Gebieten unter Wasserstress realisieren, planen wir, die Wasserentnahmen genauer zu analysieren und mit einem öffentlich anerkannten Bewertungsinstrument, wie dem Water Risk Atlas, abzugleichen. | ||
| GRI 303 Wasser und Abwasser (2018) | ||
| GRI 303 Wasser und Abwasser (2018) | a.ii.-a.iv.: vgl. Erläuterung bei 3-3 zu diesem wesentlichen Thema | |
| GRI 303 Wasser und Abwasser (2018) | b.-d.: vgl. Erläuterung bei 3-3 zu diesem wesentlichen Thema | |
| GRI 303 Wasser und Abwasser (2018) | d., e. | b.-c.: vgl. Erläuterung bei 3-3 zu diesem wesentlichen Thema |
| GRI 303 Wasser und Abwasser (2018) | b.-d. | b.-d.: Ein entsprechendes Reporting ist bei HOCHTIEF in Vorbereitung. |
| Wesentliches Thema: Biodiversität und Ökosysteme | ||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | Die GRI-Definition von Betriebsstandorten ist auf das Projektgeschäft von HOCHTIEF nicht anwendbar. Schutzgebiete werden bei Projektvorhaben durch hohe Auflagen geschützt. c.: Themen zur Biodiversität werden über die AGUK-Richtlinie sowie den Nachhaltigkeitsplan 2025 geregelt. d.ii.: Das Management von Auswirkungen erfolgt bei HOCHTIEF projektspezifisch und wird jeweils auf den Baustellen behandelt. e.iii, iv.: Die im Zuge des Nachhaltigkeitsplans 2025 gegründete Arbeitsgruppe befasst sich mit der Maßnahmenplanung und wird künftig die Fortschritte im Konzern monitoren und gewonnene Erkenntnisse strategisch umsetzen. | |
| GRI 304 Biodiversität (2016) | a. | Die GRI-Definition von Betriebsstandorten ist auf das Projektgeschäft von HOCHTIEF nicht anwendbar. Schutzgebiete werden bei Projektvorhaben durch hohe Auflagen geschützt. Das Management von Auswirkungen erfolgt bei HOCHTIEF projektspezifisch und wird jeweils auf den Baustellen behandelt. |
| GRI 304 Biodiversität (2016) | a., b. | Die GRI-Definition von Betriebsstandorten ist auf das Projektgeschäft von HOCHTIEF nicht anwendbar. Schutzgebiete werden bei Projektvorhaben durch hohe Auflagen geschützt. Das Management von Auswirkungen erfolgt bei HOCHTIEF projektspezifisch und wird jeweils auf den Baustellen behandelt. |
| Wesentliches Thema: Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen | ||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | Wir verfolgen als einer der Marktführer das übergeordnete Ziel, das grüne Bauen zu forcieren. Dies hängt projektbezogen stark vom Kundenwunsch ab. | |
| GRI 203 Indirekte ökonomische Auswirkungen (2016) | ||
| Wesentliches Thema: Gesundheit und Sicherheit | ||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | d. | Arbeitnehmervertreter sind in den regelmäßigen ASA-Sitzungen vertreten, in denen Arbeitsschutzrisiken und -maßnahmen behandelt werden. Gefährdungen werden in den Gefährdungsbeurteilungen projektbegleitend identifiziert und bei Bedarf werden entsprechende Maßnahmen ergriffen. Alle Mitarbetenden sind aufgefordert, unsichere Situationen bei ihren Vorgesetzten zu melden. |
| GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (2018) | ||
| GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (2018) | ||
| GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (2018) | a. | a.: Arbeitssicherheitsgefährdungen bei Projekten, auf die wir keinen direkten Einfluss haben, werden in den Gefährdungsbeurteilungen berücksichtigt. Im Zuge von Seminar- und Informationsangeboten (zum Beispiel Ergonomie, Ernährung, Resilienz), Thementagen und langfristigen Programmen (Fit for Work - Fit for Life) werden in den einzelnen Gesellschaften für die Mitarbeitenden kostenlose Programme angeboten. |
| GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (2018) | ||
| GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (2018) | ||
| GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (2018) | ||
| GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (2018) | ||
| GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (2018) | a., b. | a., b.: Ein Reporting von Verletzungsdaten von Nachunternehmern ist nicht implementiert. |
| a.: Die Abfrage von Arbeitssicherheitsmanagementsystemen von Nachunternehmen erfolgt im Rahmen der Präqualifizierung. a.i., b.i.: Durch Berufskrankheiten bedingte Todesfälle werden nicht an HOCHTIEF gemeldet. a.iii., b.iii.: Anerkannte Berufskrankheiten eigener Mitarbeitender 2022 (Deutschland): Plattenepithelkarzinom oder multiple aktinische Keratose (5), Lärmschwerhörigkeit (4), durch Asbest verursachtes Mesotheliom des Rippen- und Bauchfells (1), Quarzstaublungenerkrankung oder Silikose (1). Berufskrankheiten werden in der Regel über die Träger der Unfallversicherungen identifiziert und anerkannt. b.: Ein entsprechendes Reporting von Verletzungsdaten ist nicht implementiert. Arbeitsbedingte Verletzungen mit schweren Folgen werden weder für eigene Mitarbetende noch für Nachunternehmer berichtet, da ein entsprechendes Reporting nicht implementiert ist. Die Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden wird derzeit nicht berichtet. Ein entsprechendes Reporting ist nicht implementiert. | ||
| GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (2018) | b. | Ein entsprechendes Reporting existiert derzeit bei HOCHTIEF noch nicht. |
| GRI 403 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (2018) | b. | Ein entsprechendes Reporting existiert derzeit bei HOCHTIEF noch nicht. |
| Wesentliches Thema: Qualifizierte Mitarbeitende | ||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | ||
| GRI 404 Aus- und Weiterbildung (2016) | a. | HOCHTIEF weist die Aus- und Weiterbildungsstunden derzeit nicht nach Geschlecht und Angestelltenkategorie aus; die Erhebung wird vorbereitet. |
| Wesentliches Thema: Diversität | ||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | ||
| GRI 405 Diversität und Chacengleichheit (2016) | Wir beziehen uns auf Angestellte in Senior-Management-Positionen. | |
| Wesentliches Thema: Arbeitsumfeld | ||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | ||
| GRI 401 Beschäftigung (2016) | a., b. | Die Angaben nach Altersgruppe und Geschlecht, Regionen sowie Neueinstellungen werden derzeit von HOCHTIEF nicht erbracht, deren Erhebung wird vorbereitet. |
| Wesentliches Thema: Soziale Aktivitäten | ||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | ||
| GRI 413 Lokale Gemeinschaften (2016) | a. | Die entsprechenden Aktivitäten sind aufgrund der projektbezogenen Standortstruktur dezentral organisiert, dementsprechend werden keine prozentualen Angaben ausgewiesen. |
| Wesentliches Thema: Anti-Korruption and Anti-Bestechung | ||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | ||
| GRI 205 AntiKorruption (2016) | Jeder Vertragspartner (Joint-Venture-Partner, Nachunternehmer/Lieferanten) muss standardmäßig den Code of Conduct für Vertragspartner akzeptieren. Aufgrund der Ausgestaltung unterschiedlicher Projektverträge wird kein zentrales Controlling durchgeführt. a.: Aufgrund unseres heterogenen Projektgeschäfts findet derzeit keine prozentuale Erhebung in Bezug auf Betriebsstätten, die auf Korruption geprüft wurden, statt. | |
| GRI 205 AntiKorruption (2016) | a., d.: Die Mitglieder des Kontrollorgans sind in die Prozesse über die Richtlinien und Verfahren der Organisation zur Korruptionsbekämpfung stetig eingebunden und erhalten in diesem Bereich regelmäßig Schulungen. Weitere Angaben werden hierzu derzeit nicht erhoben. | |
| GRI 206 Wettbewerbswidriges Verhalten (2016) | ||
| GRI 415 Politische Einflussname (2016) | ||
| Wesentliches Thema: Verantwortungsvolle Lieferkette | ||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | ||
| GRI 204 Beschaffungspraktiken (2016) | b., c.: Hauptstandorte sind in diesem Zusammenhang im Wesentlichen die wechselnden Großbaustellen. HOCHTIEF spricht von "regionalen Lieferanten", da das Wort "lokal" ein eher kleines Einzugsgebiet impliziert. Das regionale Einzugsgebiet wird in jeder HOCHTIEF-Division anders definiert. So werden bei HOCHTIEF Europe Lieferanten aus Gebieten mit angrenzenden Postleitzahlen als regional bezeichnet. Im weniger dicht besiedelten Australien kann auch ein größeres Gebiet als regional gelten. | |
| GRI 414 Soziale Bewertung der Lieferanten (2016) | Die HOCHTIEF-Berichterstattung umfasst nicht nur ausschließlich neue Lieferanten. | |
| Wesentliches Thema: Nachhaltige Finanzierung | ||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | ||
| GRI 201 Economic | a.v. | Die Kosten von Maßnahmen für das Management von Risiken oder Chancen werden nicht berichtet. |
| Performance (2016) | ||
| Wesentliches Thema: Digitalisierung und Innovation | ||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | ||
| THEMA | ERKLÄRUNG |
| Nicht zutreffend für HOCHTIEF, da es im Berichtsjahr 2022 keinen anwendbaren GRI-Branchenstandard gab. |
HOCHTIEF berichtet in Übereinstimmung mit den Prinzipien des UN Global Compact:
| UNGC-Prinzipien | Verortung der Informationen innerhalb dieses Konzernberichts (Kapitel) 1 |
| 1 | Strategie; Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage (Nachhaltige Finanzierung); Compliance; Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; Procurement; Nachhaltigkeit bei HOCHTIEF |
| 2 | Strategie; Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage (Nachhaltige Finanzierung); Compliance; Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; Procurement; Nachhaltigkeit bei HOCHTIEF |
| 3 | HOCHTIEF als Arbeitgeber; Menschenrechte |
| 4 | Strategie; Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage (Nachhaltige Finanzierung); Compliance; Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; Procurement; Nachhaltigkeit bei HOCHTIEF |
| 5 | Bekenntnis zu Fairness, Nachhaltigkeit und Innovation; Strategie; Compliance; Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; Soziales Engagement |
| 6 | Strategie; Compliance; Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; Procurement; Nachhaltigkeit bei HOCHTIEF |
| 7 | Vergütungsbericht; Nachhaltigkeit bei HOCHTIEF |
| 8 | Bekenntnis zu Fairness, Nachhaltigkeit und Innovation; Innovation und digitale Entwicklung; Soziales Engagement |
| 9 | Nachhaltigkeit bei HOCHTIEF |
| 10 | Strategie; Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage (Nachhaltige Finanzierung); Compliance; Innovation und digitale Entwicklung; Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; Procurement; Nachhaltigkeit bei HOCHTIEF |
Die Inhalte der angegebenen Internetadressen sind weder Bestandteil der gesetzlichen Jahres- und Konzernabschlussprüfung noch der gesonderten betriebswirtschaftlichen Prüfung mit begrenzter Sicherheit durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
Wir haben den gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht (im Folgenden "nichtfinanzieller Konzernbericht") und die Nachhaltigkeitsinformationen in den Kapiteln "Strategie", "Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage", "Compliance", "Innovation und digitale Entwicklung", "Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", "Procurement" und "Chancen und Risikobericht" des Lageberichts (im Folgenden "Nachhaltigkeitsinformationen") der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen (im Folgenden "Gesellschaft" oder "HOCHTIEF"), für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 einer Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit unterzogen.
Nicht Gegenstand unserer Prüfung war die materielle Prüfung von produktbezogenen und dienstleistungsbezogenen Angaben im nichtfinanziellen Konzernbericht sowie von Verweisen auf Internetseiten und externe Dokumentationsquellen sowie zukunftsbezogenen Aussagen.
HOCHTIEF lässt Bewertungen von Nachunternehmen und Lieferanten durch einen von der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beauftragten externen Dienstleister zur Sicherstellung der Einhaltung der Vorgaben der Gesellschaft im Bereich Nachhaltigkeit zu den Themen Umweltschutz, Arbeits- und Menschenrechte, faire Geschäftspraktiken und Lieferkette durchführen.
Die Angemessenheit und Richtigkeit der Schlussfolgerungen aus den jeweils durchgeführten Prüfungshandlungen des beauftragten Dienstleisters waren nicht Bestandteil unserer Prüfung.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des nichtfinanziellen Konzernberichts in Übereinstimmung mit den §§ 315b, 315c i. V. m. 289c bis 289e HGB und Artikel 8 der VERORDNUNG (EU) 2020/852 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 18. Juni 2020 über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen und zur Änderung der Verordnung (EU) 2019/2088 (im Folgenden die "EU-Taxonomieverordnung") und den hierzu erlassenen delegierten Rechtsakten sowie mit deren eigenen in Abschnitt "Bericht zur EU-Taxonomie-Verordnung" des nichtfinanziellen Konzernberichts dargestellten Auslegung der in der EU-Taxonomieverordnung und den hierzu erlassenen delegierten Rechtsakten enthaltenen Formulierungen und Begriffe. Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind ferner verantwortlich für die Aufstellung der Nachhaltigkeitsinformationen in Übereinstimmung mit den Berichtskriterien. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft wendet die in den Standards der Global Reporting Initiative (GRI) genannten Grundsätze und Standardangaben in der Option "in accordance" (im Folgenden "Berichtskriterien") an.
Diese Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft umfasst die Auswahl und Anwendung angemessener Methoden zur Aufstellung des nichtfinanziellen Konzernberichts sowie das Treffen von Annahmen und die Vornahme von Schätzungen zu einzelnen nichtfinanziellen Angaben, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung des nichtfinanziellen Konzernberichts und der Nachhaltigkeitsinformationen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Angaben ist.
Die EU-Taxonomieverordnung und die hierzu erlassenen delegierten Rechtsakte enthalten Formulierungen und Begriffe, die noch erheblichen Auslegungsunsicherheiten unterliegen und für die noch nicht in jedem Fall Klarstellungen veröffentlicht wurden. Daher haben die gesetzlichen Vertreter ihre Auslegung der EU-Taxonomieverordnung und der hierzu erlassenen delegierten Rechtsakte im Abschnitt "Bericht zur EU-Taxonomie-Verordnung" des nichtfinanziellen Konzernberichts niedergelegt. Sie sind verantwortlich für die Vertretbarkeit dieser Auslegung. Aufgrund des immanenten Risikos, dass unbestimmte Rechtsbegriffe unterschiedlich ausgelegt werden können, ist die Rechtskonformität der Auslegung mit Unsicherheiten behaftet.
Bei der Durchführung des Auftrags haben wir die Anforderungen an Unabhängigkeit und Qualitätssicherung aus den nationalen gesetzlichen Regelungen und berufsständischen Verlautbarungen, insbesondere der Berufssatzung für Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer sowie des IDW-Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1), beachtet.
Unsere Aufgabe ist es, auf Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung ein Prüfungsurteil mit begrenzter Sicherheit über den nichtfinanziellen Konzernbericht und die Nachhaltigkeitsinformationen abzugeben.
Wir haben unsere betriebswirtschaftliche Prüfung in Übereinstimmung mit dem International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000 (Revised): "Assurance Engagements other than Audits or Reviews of Historical Financial Information", herausgegeben vom IAASB, als Limited Assurance Engagement durchgeführt. Danach haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir mit begrenzter Sicherheit beurteilen können, dass uns keine Sachverhalte bekannt geworden sind, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass
| ― |
der nichtfinanzielle Konzernbericht der Gesellschaft im Berichtszeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 315b, 315c i. V. m. 289c bis 289e HGB und der EU-Taxonomieverordnung und den hierzu erlassenen delegierten Rechtsakten sowie der in Abschnitt "Bericht zur EU-Taxonomie-Verordnung" des nichtfinanziellen Konzernberichts dargestellten Auslegung durch die gesetzlichen Vertreter aufgestellt worden ist. |
| ― |
die Nachhaltigkeitsinformationen der Gesellschaft im Berichtszeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 in allen wesentlichen Bellangen nicht in Übereinstimmung mit den Berichtkriterien aufgestellt worden sind. |
Dies bedeutet nicht, dass zu jeder Angabe jeweils ein separates Prüfungsurteil abgegeben wird. Bei einer Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind die durchgeführten Prüfungshandlungen im Vergleich zu einer Prüfung zur Erlangung einer hinreichenden Sicherheit weniger umfangreich, sodass dementsprechend eine erheblich geringere Prüfungssicherheit erlangt wird. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Wirtschaftsprüfers.
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem folgende Prüfungshandlungen und sonstige Tätigkeiten durchgeführt:
| ― |
Befragungen von für die Wesentlichkeitsanalyse verantwortlichen Mitarbeitern auf Gruppenebene, um ein Verständnis über die Vorgehensweise zur Identifizierung wesentlicher Themen und entsprechender Berichtsgrenzen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zu erlangen, |
| ― |
Verschaffung eines Verständnisses über die Struktur der Nachhaltigkeitsorganisation des Konzerns und über die Einbindung von Stakeholdern, |
| ― |
Eine Risikoeinschätzung, einschließlich einer Medienanalyse, zu relevanten Informationen über die Nachhaltigkeitsleistung der HOCHTIEF Aktiengesellschaft in der Berichtsperiode, |
| ― |
Einschätzung der Konzeption und der Implementierung von Systemen und Prozessen für die Ermittlung, Verarbeitung und Überwachung von Angaben zu Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelangen, Achtung von Menschenrechten und Bekämpfung von Korruption und Bestechung, einschließlich der Konsolidierung der Daten, |
| ― |
Befragungen von Mitarbeitern auf Konzernebene, die für die Ermittlung der Angaben zu Konzepten, Due Diligence Prozessen, Ergebnissen und Risiken, die Durchführung von internen Kontrollhandlungen und die Konsolidierung der Angaben verantwortlich sind, |
| ― |
Einsichtnahme in ausgewählte interne und externe Dokumente, |
| ― |
Analytische Beurteilung der Daten und Trends der quantitativen Angaben, welche zur Konsolidierung auf Konzernebene von allen Standorten gemeldet wurden, |
| ― |
Einschätzung der lokalen Datenerhebungs-, Validierungs- und Berichterstattungsprozesse sowie der Verlässlichkeit der gemeldeten Daten durch eine Stichprobenerhebung am Standort der Division Turner in Chicago (USA), |
| ― |
Einschätzung der Gesamtdarstellung der Angaben. |
Bezüglich der Prüfung der nichtfinanziellen Angaben zur EU-Taxonomie haben wir ergänzend insbesondere folgende Prüfungshandlungen und sonstige Tätigkeiten durchgeführt:
| ― |
Befragungen von verantwortlichen Mitarbeitern auf Gruppenebene, um ein Verständnis über die Vorgehensweise zur Identifizierung taxonomiefähiger und -konformer Wirtschaftsaktivitäten gemäß EU-Taxonomie zu erlangen, |
| ― |
Einschätzung der Konzeption und der Implementierung von Systemen, Prozessen und Maßnahmen für die Ermittlung, Verarbeitung und Überwachung von Angaben zu Umsatz, Investitionsausgaben und Betriebsaufwendungen für die taxonomiefähigen und -konformen Wirtschaftsaktivitäten, |
| ― |
Einschätzung der Verfahren und Maßnahmen zur Bewertung der Taxonomie-Konformität (Alignment), insbesondere in den Bereichen Do Not Significant Harm (DNSH) Kriterien und Minimum Safeguards (MS) im Hinblick auf die Anforderungen der EU-Taxonomieverordnung und der einschlägigen Anhänge, |
| ― |
Befragungen von Mitarbeitern auf Konzernebene, die für die Ermittlung der Angaben zu taxonomiefähigen und -konformen Wirtschaftstätigkeiten, die Durchführung von internen Kontrollhandlungen und die Konsolidierung der Angaben verantwortlich sind, |
| ― |
Einschätzung der Gesamtdarstellung der Angaben. |
Die gesetzlichen Vertreter haben bei der Ermittlung der Angaben gemäß Artikel 8 der EU-Taxonomieverordnung unbestimmte Rechtsbegriffe auszulegen. Aufgrund des immanenten Risikos, dass unbestimmte Rechtsbegriffe unterschiedlich ausgelegt werden können, sind die Rechtskonformität der Auslegung und dementsprechend unsere diesbezügliche Prüfung mit Unsicherheiten behaftet.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise hinreichend und angemessen sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Auf der Grundlage der durchgeführten Prüfungshandlungen und der erlangten Prüfungsnachweise sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass der nichtfinanzielle Konzernbericht und die Nachhaltigkeitsinformationen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, für den Zeitraum vom 1 . Januar bis 31. Dezember 2022 in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit §§ 315b, 315c i. V. m. 289c bis 289e HGB und der EU-Taxonomieverordnung und den hierzu erlassenen delegierten Rechtsakten sowie der in Abschnitt "Bericht zur EU-Taxonomie-Verordnung" des nichtfinanziellen Konzernberichts dargestellten Auslegung und den Berichtskriterien für die Nachhaltigkeitsinformationen aufgestellt worden sind.
Dieser Prüfungsvermerk ist an die HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, gerichtet und ausschließlich für diese bestimmt.
Dem Auftrag, in dessen Erfüllung wir vorstehend benannte Leistungen für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, erbracht haben, lagen die Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2017 zugrunde https:/www.kpmg.de/bescheinigungen/lib/aab.pdf. Durch Kenntnisnahme und Nutzung der in diesem Vermerk enthaltenen Informationen bestätigt jeder Empfänger, die dort getroffenen Regelungen (einschließlich der Haftungsregelung unter Nr. 9 der Allgemeinen Auftragsbedingungen) zur Kenntnis genommen zu haben, und erkennt deren Geltung im Verhältnis zu uns an.
Köln, den 23. Februar 2023
KPMG
AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Gerd Krause
ppa. Claudia Dietrich
Im nachfolgenden Vergütungsbericht werden die Vergütungssysteme des Vorstands und des Aufsichtsrats grundlegend dargestellt. Zudem werden die Vergütungen, die die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der HOCHTIEF Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 erhalten haben, individuell offengelegt. Der Bericht entspricht den Anforderungen des § 162 des deutschen Aktiengesetzes und den Empfehlungen und Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK). Der Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2021 wurde von der Hauptversammlung am 27. April 2022 (TOP 6) mit einer Mehrheit von 93,72 Prozent der abgegebenen Stimmen gebilligt.
Das aktuell gültige Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands ist auf eine langfristige und nachhaltige Unternehmensführung ausgerichtet. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung sind sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds. Ziel des Vergütungssystems ist es, eine erfolgreiche und nachhaltige Unternehmensführung zu unterstützen, indem die Vergütung der Vorstandsmitglieder sowohl an die kurzfristige als auch an die langfristige Entwicklung der Gesellschaft gekoppelt ist. Das Vergütungssystem umfasst leistungsbezogene und am Unternehmenserfolg orientierte Parameter. Dabei weisen die variablen Vergütungsbestandteile eine überwiegend mehrjährige Bemessungsgrundlage auf und setzen damit langfristige Verhaltensanreize. Durch die Ausgestaltung der langfristigen variablen Vergütung, die auch die Entwicklung des Aktienkurses honoriert, wird zudem die Zielsetzung des Managements mit den unmittelbaren Interessen der Aktionäre in Einklang gebracht. Das aktuelle Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands wurde vom Aufsichtsrat nach Vorbereitung durch den Personalausschuss beschlossen und von der Hauptversammlung am 6. Mai 2021 (TOP 6) mit einer Mehrheit von 94,29 Prozent der abgegebenen Stimmen gebilligt.
Der Aufsichtsrat ist als Gesamtgremium zuständig für die Beschlussfassung über das Vergütungssystem der Mitglieder des Vorstands und die Festlegung der individuellen Bezüge. Der Personalausschuss unterstützt den Aufsichtsrat dabei. Er überwacht die angemessene Ausgestaltung des Vergütungssystems und bereitet die Beschlüsse des Aufsichtsrats vor.
Bei wesentlichen Änderungen am Vergütungssystem, und ab 2021 mindestens alle vier Jahre, wird das Vergütungssystem der Hauptversammlung zur Billigung vorgelegt.
Der Vergütungsbericht wurde durch den Vorstand und den Aufsichtsrat gemeinsam erstellt und vom Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft formell und materiell geprüft.
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung im Juli 2022 Herrn Santamaría Cases (44) zum neuen Vorstandsvorsitzenden (CEO) von HOCHTIEF gewählt und beschlossen, den bestehenden Vertrag mit Herrn Fernández Verdes vier Monate früher zu beenden, um im Interesse der Gesellschaft die Implementierung seines Nachfolgers zu einem geeigneten Zeitpunkt zu ermöglichen. Im Rahmen der seit 2020 stattfindenden Vertragsumstellungen auf das neue Vergütungssystem wurde mit Herrn Santamaría Cases ebenfalls ein Dienstvertrag nach dem neuen Vergütungssystem vereinbart.
Mit diesem Vertragsabschluss sind dann bereits vier der fünf Vorstandsverträge auf das neue Vergütungssystem umgestellt worden.
Das Vergütungssystem leistet in seiner Gesamtheit einen wesentlichen Anteil zur Förderung der Konzernstrategie.
Das Vergütungssystem und die Leistungskriterien (Ziele) seiner variablen Bestandteile incentivieren eine langfristige und nachhaltige Entwicklung des Konzerns.
Das Vergütungssystem leistet einen wichtigen Beitrag, um die Interessen der Aktionäre, der Kunden, der Mitarbeitenden und der weiteren Stakeholder zu verknüpfen.
Die Leistung der Vorstandsmitglieder wird durch adäquat und ambitioniert gesetzte Leistungskriterien (Ziele) innerhalb der variablen Vergütungsbestandteile angemessen berücksichtigt (Pay for Performance).
Bei der Gestaltung des Vergütungssystems wird die aktuelle Marktpraxis berücksichtigt.
Die Zielgesamtvergütung besteht im Einzelnen aus einer erfolgsunabhängigen Festvergütung, Nebenleistungen, einer aus einem Short-Term-Incentive-Plan (STIP) und zwei Long-Term-Incentive-Plänen (LTIP I/II) bestehenden erfolgsbezogenen variablen Vergütung sowie aus einem Versorgungsentgelt bzw. einer Pensionszusage.
Die Festvergütung trägt 40 Prozent zur Zieldirektvergütung bei, während die variablen Vergütungsbestandteile 60 Prozent der Zieldirektvergütung entsprechen. Rund zwei Drittel der variablen Vergütung (LTIP I/II) stehen den Vorstandsmitgliedern nicht sofort zur Verfügung, sind von der Entwicklung zukünftiger Kennzahlen abhängig und somit auf den langfristigen Erfolg des Unternehmens ausgerichtet.
(Zielvergütung ohne Nebenleistungen und Versorgungsentgelt/Pensionsaufwand)
1 einjährige variable Vergütung bei
100 % Zielerreichung
2 mehrjährige variable Vergütung bei
100 % Zielerreichung
Die nachfolgende Tabelle zeigt die vertraglich vereinbarte Zielvergütung bei einer Zielerreichung in Höhe von 100 Prozent und die Vergütungsstruktur in Prozent der Zielgesamtvergütung für die Geschäftsjahre 2021 und 2022.
| Zielvergütung | Santamaría Cases Vorstandsvorsitzender Eintritt: 20.07.2022 | Fernández Verdes 1 Vorstandsvorsitzender Eintritt: 15.04.2012 Austritt: 19.07.2022 | ||||
| (In Tsd. EUR) | 2021 | (in %) | 2022 (anteilig ab Eintritt) | (in %) | 2021 | (in %) |
| Festvergütung | - | - | 215 | 31,85 | 1.324 | 25,42 |
| Nebenleistungen | - | - | 7 | 1,04 | 15 | 0,29 |
| Summe | - | - | 222 | 32,89 | 1.339 | 25,71 |
| Einjährige variable Vergütung Short-Term-Incentive-Plan | - | - | 146 | 21,63 | 870 | 16,71 |
| Mehrjährige variable Vergütung | ||||||
| Long-Term-Incentive-Plan I 2 | - | - | 121 | 17,93 | 689 | 13,23 |
| Long-Term-Incentive-Plan II 3 (Laufzeit fünf Jahre) | - | - | 121 | 17,93 | 689 | 13,23 |
| Summe Zieldirektvergütung | - | - | 610 | 90,38 | 3.587 | 68,88 |
| Versorgungsentgelt/Pensionsaufwand | - | - | 65 | 9,63 | 1.621 | 31,13 |
| Summe Zielgesamtvergütung | - | - | 675 | 100 | 5.208 | 100 |
| Zielvergütung | Fernández Verdes 1 Vorstandsvorsitzender Eintritt: 15.04.2012 Austritt: 19.07.2022 | Legorburo Vorstandsmitglied Eintritt: 07.05.2014 | ||||
| (In Tsd. EUR) | 2022 (anteilig bis Austritt) | (in %) | 2021 | (in %) | 2022 | (in %) |
| Festvergütung | 753 | 20,65 | 354 | 26,78 | 365 | 27,32 |
| Nebenleistungen | 13 | 0,36 | 16 | 1,21 | 16 | 1,20 |
| Summe | 766 | 21,01 | 370 | 27,99 | 381 | 28,52 |
| Einjährige variable Vergütung Short-Term-Incentive-Plan | 495 | 13,57 | 207 | 15,66 | 213 | 15,94 |
| Mehrjährige variable Vergütung | ||||||
| Long-Term-Incentive-Plan I 2 | 392 | 10,75 | 207 | 15,66 | 213 | 15,94 |
| Long-Term-Incentive-Plan II 3 (Laufzeit fünf Jahre) | 392 | 10,75 | 207 | 15,66 | 213 | 15,94 |
| Summe Zieldirektvergütung | 2.045 | 56,08 | 991 | 74,97 | 1.020 | 76,34 |
| Versorgungsentgelt/Pensionsaufwand | 1.602 | 43,93 | 331 | 25,04 | 316 | 23,65 |
| Summe Zielgesamtvergütung | 3.647 | 100 | 1.322 | 100 | 1.336 | 100 |
| Zielvergütung | von Matuschka Vorstandsmitglied Eintritt: 07.05.2014 | Sassenfeld Finanzvorstand Eintritt: 01.11.2011 | ||||
| (In Tsd. EUR) | 2021 | (in %) | 2022 | (in %) | 2021 | (in %) |
| Festvergütung | 413 | 27,10 | 426 | 27,59 | 709 | 26,98 |
| Nebenleistungen | 29 | 1,90 | 29 | 1,88 | 23 | 0,88 |
| Summe | 442 | 29,00 | 455 | 29,47 | 732 | 27,86 |
| Einjährige variable Vergütung Short-Term-Incentive-Plan | 236 | 15,49 | 244 | 15,80 | 413 | 15,72 |
| Mehrjährige variable Vergütung | ||||||
| Long-Term-Incentive-Plan I 2 | 236 | 15,49 | 244 | 15,80 | 413 | 15,72 |
| Long-Term-Incentive-Plan II 3 (Laufzeit fünf Jahre) | 236 | 15,49 | 244 | 15,80 | 413 | 15,72 |
| Summe Zieldirektvergütung | 1.150 | 75,47 | 1.187 | 76,87 | 1.971 | 75,02 |
| Versorgungsentgelt/Pensionsaufwand | 374 | 24,54 | 357 | 23,12 | 657 | 25,00 |
| Summe Zielgesamtvergütung | 1.524 | 100 | 1.544 | 100 | 2.628 | 100 |
| Zielvergütung | Sassenfeld Finanzvorstand Eintritt: 01.11.2011 | Steffen Vorstandsmitglied Eintritt: 16.09.2021 | ||||
| (In Tsd. EUR) | 2022 | (in %) | 2021 (anteilig ab Eintritt) | (in %) | 2022 | (in %) |
| Festvergütung | 731 | 27,49 | 104 | 32,70 | 366 | 32,56 |
| Nebenleistungen | 23 | 0,86 | 3 | 0,94 | 9 | 0,80 |
| Summe | 754 | 28,35 | 107 | 33,64 | 375 | 33,36 |
| Einjährige variable Vergütung Short-Term-Incentive-Plan | 426 | 16,02 | 60 | 18,87 | 213 | 18,95 |
| Mehrjährige variable Vergütung | ||||||
| Long-Term-Incentive-Plan I 2 | 426 | 16,02 | 60 | 18,87 | 213 | 18,95 |
| Long-Term-Incentive-Plan II 3 (Laufzeit fünf Jahre) | 426 | 16,02 | 60 | 18,87 | 213 | 18,95 |
| Summe Zieldirektvergütung | 2.032 | 76,41 | 287 | 90,25 | 1.014 | 90,21 |
| Versorgungsentgelt/Pensionsaufwand | 627 | 23,58 | 31 | 9,75 | 110 | 9,79 |
| Summe Zielgesamtvergütung | 2.659 | 100 | 318 | 100 | 1.124 | 100 |
1 Der Dienstvertrag mit Herrn Fernández
Verdes wurde vier Monate früher zum 19.07.2022
beendet, um im Interesse der Gesellschaft die
Implementierung seines Nachfolgers zu einem geeigneten
Zeitpunkt zu ermöglichen.
2 Übertragung von Aktien mit einer drei-
bzw. zweijährigen Sperrfrist
3 Gewährung als Long-Term-Incentive-Plan
(Einzelheiten zu den Plänen siehe S. 284 bis 286)/Wert
zum Gewährungszeitpunkt
Um ein ausgewogenes Chancen-Risiko-Profil zu erreichen und eine entsprechende Anreizwirkung des Vergütungssystems zu erzielen, sind die variablen Vergütungsbestandteile so ausgestaltet, dass die Beträge auf null sinken oder auf maximal 200 Prozent steigen können. Darüber hinaus werden bei Gewährung LTIP-Höchstbeträge (Caps) vereinbart.
Zusätzlich wird für neue Vorstandsmitglieder und bei Wiederbestellungen von Vorstandsmitgliedern seit dem Jahr 2020 eine Maximalvergütung festgelegt. Die Maximalvergütung für ein Geschäftsjahr beträgt gemäß dem neuen Vergütungssystem für den Vorstandsvorsitzenden 9 Mio. Euro und für die ordentlichen Vorstandsmitglieder 6 Mio. Euro. Unter Maximalvergütung versteht HOCHTIEF dabei den Gesamtpersonalaufwand für das Vorstandsmitglied für das jeweilige Geschäftsjahr.
Im Rahmen der stattgefundenen Wiederbestellungen bzw. Neubestellungen wurde eine entsprechende Maximalvergütung mit Juan Santamaría Cases, Ignacio Legorburo, Peter Sassenfeld und Martina Steffen vereinbart. Eine Überprüfung der Maximalvergütung für das Geschäftsjahr 2022 kann erst in den Geschäftsjahren 2026 bis 2028 nach der Ausübung des Long-Term-Incentive-Plans 2023, der für das Geschäftsjahr 2022 gewährt wird, durchgeführt werden.
Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig das System und die Angemessenheit der einzelnen Vergütungskomponenten sowie der Gesamtvergütung. Dabei berücksichtigt er auch die Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung vergleichbarer Unternehmen (horizontaler Benchmark) sowie das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung der Belegschaft auch in der zeitlichen Entwicklung (vertikaler Benchmark).
Die Überprüfung der Angemessenheit und Marktüblichkeit der Vorstandsvergütung erfolgt bisher auf der Basis eines Vergleichs der Vergütungen der im MDAX notierten Unternehmen. Betrachtet man für HOCHTIEF die IndexZuordnung sowie die Unternehmenskennzahlen Umsatz, Mitarbeitendenanzahl und Marktkapitalisierung, ist der MDAX-Vergleich ein valider Vergleichsmarkt.
Im Rahmen der vertikalen Angemessenheitsprüfung stellt der Aufsichtsrat sowohl auf die Vergütung der Führungskräfte als auch der Belegschaft in Deutschland im Zeitverlauf ab.
| Vergütungsbestandteile | Ausgestaltung | Zielsetzung und Strategiebezug | |
| Festvergütung | Feste vertraglich vereinbarte Vergütung, die in zwölf Monatsraten ausgezahlt wird. | • Spiegelt die Rolle im Vorstand, die Erfahrung, den Verantwortungsbereich sowie die Marktverhältnisse wider | |
| • Sichert ein angemessenes Einkommen, um das Eingehen unangemessener Risiken zu verhindern | |||
| Nebenleistungen | Kosten für Vorsorgeuntersuchungen, Versicherungen, der nach steuerlichen Richtlinien anzusetzende Wert der privaten Nutzung des Dienstwagens, Expatriationkosten, Steuerberatungskosten (die durch Berücksichtigung ausländischer Einkünfte aus der Tätigkeit für HOCHTIEF entstehen) | • Übernahme von Kosten und Ausgleich von wirtschaftlichen Nachteilen, die mit der Vorstandstätigkeit in Verbindung stehen | |
| Variable Vergütung | Short-Termin-Incentive-Plan (STIP) | Einjährige variable Vergütung, abhängig von finanziellen und nichtfinanziellen Leistungskriterien (Zielen) | • Erreichen der Unternehmensziele für das laufende Geschäftsjahr |
| • Setzt Anreize für ein profitables Wachstum sowie für einen stabilen Cashflow | |||
| • Berücksichtigt den operativen Erfolg auf Konzernebene | |||
| • Verankert die Nachhaltigkeitsstrategie in der Vorstandsvergütung | |||
| Long-Term-Incentive-Plan I (LTIP I)/Aktienbestitz (Share Ownership) | Mehrjährige variable Vergütung, abhängig von finanziellen und nichtfinanziellen Leistungskriterien (Zielen). Die Auszahlung erfolgt durch Übertragung von Aktien. | • Anreize, den Unternehmenswert langfristig und nachhaltig zu steigern | |
| • Fokus auf die Kapitalmarktperformance | |||
| • Berücksichtigung der Interessen unserer Stakeholder | |||
| Long-Termin-Incentive-Plan II (LTIP II) | Mehrjährige variable Vergütung, abhängig von finanziellen und nichtfinanziellen Leistungskriterien (Zielen). Die Auszahlung erfolgt durch Gewährung eines jährlich aufzulegenden Long-Term-Incentive-Plans. | • Anreize, den Unternehmenswert langfristig und nachhaltig zu steigern | |
| • Fokus auf die Kapitalmarktperformance sowie einen stabilen Cashflow | |||
| • Berücksichtigung der Interessen unserer Stakeholder | |||
| Versorgungsentgelt/ Pensionszusagen | • Neu bestellte Vorstandsmitglieder (ab 2021) erhalten ein Versorgungsentgelt als pauschalen Betrag, der direkt ausgezahlt wird. • Die anderen Vorstände haben eine einzelvertragliche Pensionszusage, die eine Inanspruchnahme der Pension frühestens ab Vollendung des 65. Lebensjahres vorsieht. | • Bereitstellen einer adäquaten Altersversorgung | |
| Maximalgesamtvergütung | • Variable Vergütung kann auf null sinken oder auf 200 % steigen. | • Vermeidung von unkontrolliert hohen Auszahlungen | |
| • Höchstbeträge (Caps) bei den Long-Term-Incentive Plänen. | |||
| • Bei Vorstandsmitgliedern, die dem neuen Vergütungssystem unterliegen, liegt die Maximalvergütung für ein Geschäftsjahr für den Vorstandsvorsitzenden bei 9 Mio. Euro und für die ordentlichen Vorstandsmitglieder bei maximal 6 Mio. Euro. | |||
| Malus-/Clawback-Regelung | • Herabsetzungsrecht nach § 87 Abs. 2 AktG | • Gewährleistung der Angemessenheit der variablen Vergütung | |
| • Bei Vorstandsmitgliedern, die dem neuen Vergütungssystem unterliegen, kann eine Reduktion bzw. Rückforderung der variablen Vergütungsbestandteile bei schwerwiegenden Verstößen gegen gesetzliche Pflichten oder gegen unternehmensinterne Verhaltensrichtlinien erfolgen. | • Sicherstellung einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung | ||
| Fortzahlung der Bezüge im Krankheitsfall | • Im Fall der Arbeitsunfähigkeit bleibt der Anspruch auf das feste Jahresgehalt und die anteiligen Ansprüche der variablen Vergütung für die Dauer von 12 Monaten erhalten. | • Bereitstellen einer adäquaten Krankengeldregelung | |
| Regelungen im Falle der Beendigung des Dienstvertrags | • Bei einer vorzeitigen Beendigung werden Abfindungszahlungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap). | • Festsetzung einer Obergrenze für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit im Sinne des Deutschen Corporate Governance Kodex | |
| • Unangemessen hohe Zahlungen sollen vermieden werden | |||
| • Kein Sonderkündigungs- oder Abfindungsrecht bei einem Kontrollwechsel (Change of Control) | |||
| • Bei Nichtverlängerung des Dienstvertrags erhalten die Vorstandsmitglieder, die vor 2021 bestellt wurden, eine Abfindung in Höhe der Festvergütung für ein Jahr. | |||
| • Bei einer Vertragsauflösung werden mehrjährige variable Vergütungsbestandteile nach den ursprünglich vereinbarten Zielen und nach den im Vertrag festgelegten Fälligkeitszeitpunkten oder Haltedauern ausgezahlt. | |||
| • Die Dienstverträge sehen kein nachvertragliches Wettbewerbsverbot vor. Der Aufsichtsrat ist befugt, in geeigneten Fällen nach pflichtgemäßem Ermessen ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot (mit Karenzentschädigung) zu vereinbaren. | |||
| Nebentätigkeiten | • Beteiligungen an Unternehmen sowie entgeltliche oder unentgeltliche Nebenbeschäftigungen -auch Mandate in Aufsichtsorganen oder Beiräten -, welche die Interessen von HOCHTIEF, ihrer Tochter- oder Beteiligungsgesellschaften oder die dienstliche Tätigkeit berühren, dürfen nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats übernommen werden. Für die Wahrnehmung von Mandaten in Gremien anderer Unternehmen, an denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar eine Beteiligung hält, besteht grundsätzlich kein Anspruch auf eine gesonderte Vergütung. Nur in besonderen Fällen kann der Aufsichtsrat sich für eine Nichtanrechnung der Vergütung entscheiden. | • Fokussierung auf die Vorstandstätigkeit | |
| • In neuen Vorstandsverträgen und bei Wiederbestellungen von Vorstandsmitgliedern ab dem Jahr 2020 ist geregelt, dass bei der Übernahme konzernfremder Aufsichtsratsmandate der Aufsichtsrat entscheidet, ob und inwieweit die Vergütung auch in diesen Fällen anzurechnen ist. | • Unangemessene Zahlungen sollen vermieden werden |
Die Festvergütung der Vorstandsmitglieder wurde monatlich anteilig als Gehalt gezahlt.
Zusätzlich zur Festvergütung erhielten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen. Dazu zählte im Wesentlichen der nach steuerlichen Richtlinien anzusetzende Wert der privaten Nutzung des Dienstwagens und vermögenswerter Vorteile.
Die variable Vergütung soll die richtigen Anreize für den Vorstand setzen, im Sinne der Unternehmensstrategie, der Aktionäre, Kunden, Mitarbeitenden sowie der weiteren Stakeholder zu handeln. Um die Umsetzung der Unternehmensstrategie im Sinne einer langfristigen und nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens sicherzustellen, werden daraus jährliche Ziele finanzieller und nichtfinanzieller Art abgeleitet, deren Erreichung über die variable Vergütung incentiviert wird. Mit der variablen Vergütung soll Erfolg belohnt werden. Werden Ziele nicht erreicht, kann die variable Vergütung auf null sinken.
| Leistungskriterien | Gewichtung | Anreizwirkung und Strategiebezug |
| Konzerngewinn | 45 % | Die Generierung des Nettogewinns ermöglicht es dem Konzern, ins Geschäft zu reinvestieren, Wachstumschancen zu nutzen und Gewinne an Aktionäre auszuschütten. |
| Bereinigter Free Cashflow | 45 % | Die Konzentration auf Cashbacked-Profits sichert die Qualität dieser Gewinne und erfordert, dass sich das Management auf den Free Cashflow fokussiert. |
| ESG-Ziel 2022 1. Integration von ESG-Themen in das Risikomanagementsystem der Gruppe 2. Aufgliederung der ESG-Ziele in Aktionspläne für jede Geschäftseinheit | 10 % | Beide ESG-Ziele sind wichtig für die Implementierung des verabschiedeten Nachhaltigkeitsplans 2025. |
Die variable Vergütung der Vorstandsmitglieder ist regelmäßig zu 90% an finanzielle Ziele und zu 10% an ein nichtfinanzielles Ziel, das den Bereichen Environmental, Social, Governance ("ESG-Ziel") zuzuordnen ist, gekoppelt. Bei den finanziellen Zielen werden, der Unternehmensstrategie folgend, jeweils zur Hälfte der Konzerngewinn und der bereinigte Free Cashflow als Kennzahlen herangezogen. Die Generierung des Nettogewinns ermöglicht es dem Konzern, ins Geschäft zu reinvestieren, Wachstumschancen zu nutzen und Gewinne an Aktionäre auszuschütten. Die Konzentration auf Cashbacked-Profits sichert die Qualität dieser Gewinne und erfordert, dass sich das Management auf den Free Cashflow konzentriert. Die Fokussierung auf den Konzerngewinn und den Free Cashflow ist daher ein integraler und wesentlicher Bestandteil der Konzernstrategie.
Zusätzlich wird als nichtfinanzielles Ziel ein ESG-Ziel berücksichtigt. Der Aufsichtsrat wird hierüber nach pflichtgemäßem Ermessen entscheiden und bleibt befugt, auch zwei oder drei ESG-Ziele festzulegen und insoweit gegebenenfalls auch den Anteil der ESG-Ziele auf 20% zu erhöhen.
Der mögliche Zielerreichungsgrad liegt sowohl für die einzelnen finanziellen Ziele als auch für das ESG-Ziel zwischen 0% und 200%. Liegt der tatsächlich erreichte Wert auf oder unter dem unteren Wert der Bandbreite, beträgt der Zielerreichungsgrad stets 0%. Wenn alle Ziele einen Zielerreichungsgrad von 0% erreichen, beträgt der Gesamtzielerreichungsgrad ebenfalls 0% und es erfolgt keine Auszahlung des STIP und des LTIP I sowie keine Gewährung eines Long-Term-Incentive-Plans zur Erfüllung der Vergütungskomponente LTIP II. Liegt der tatsächliche Wert auf oder über dem obersten Wert der Bandbreite, ergibt sich der maximale Zielerreichungsgrad von 200%.
Der Aufsichtsrat wird jeweils vor oder zu Beginn eines Geschäftsjahres nach pflichtgemäßem Ermessen und unter Berücksichtigung der Planung die Ziele für die Kenngrößen Konzerngewinn, (bereinigter) Free Cashflow und das ESG-Ziel festlegen. Die Festlegung erfolgt einheitlich für alle Vorstandsmitglieder. Eine nachträgliche Änderung der Zielwerte oder der Vergleichsparameter findet nicht statt.
Nach Abschluss des Geschäftsjahres wird auf der Basis der Entwicklung des Konzerns für das jeweilige Geschäftsjahr der Gesamtzielerreichungsgrad der variablen Vergütung im Rahmen der Billigung des Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat festgestellt. Für den Ziel-Ist-Vergleich werden bei der Ermittlung der Zielerreichung der finanziellen Ziele bei wesentlichen Akquisitionen, Desinvestitionen oder sonstigen einmaligen Ereignissen Anpassungen um den entsprechenden Einfluss bei der Transaktion vorgenommen. Der Aufsichtsrat soll entsprechend der Empfehlung G.11 Satz 1 DCGK befugt sein, bei der Feststellung der Zielerreichung außergewöhnlichen Entwicklungen in angemessenem Rahmen Rechnung zu tragen.
Für das Geschäftsjahr 2022 orientierte sich der Gesamtzielerreichungsgrad der variablen Vergütung der Vorstandsmitglieder zu 90 Prozent an finanziellen Zielen und zu zehn Prozent an nichtfinanziellen Nachhaltigkeitszie len. Im Geschäftsjahr 2022 lag der Konzerngewinn bei 481,8 Mio. Euro. Somit wurde für dieses finanzielle Ziel eine Zielerreichung in Höhe von 200% erzielt. Da der Plan-Ist-Abgleich des bereinigten Free Cashflows bei 138,7% lag, wurde für dieses finanzielle Ziel im Geschäftsjahr 2022 eine Zielerreichung von 200% erreicht. Zusätzlich wurden für 2022 folgende nichtfinanzielle ESG-Ziele festgelegt. Erstens die Integration von ESG-Themen in das Risikomanagementsystem der Gruppe und zweitens die Aufgliederung der ESG-Ziele in Aktionspläne für jede Geschäftseinheit. Beide ESG-Ziele sind wichtig für die Implementierung des verabschiedeten Nachhaltigkeitsplans 2025. Da beide ESG-Ziele im Geschäftsjahr umgesetzt wurden, wurden die nichtfinanziellen Ziele zu 200% erfüllt. Berechnet man somit unter Berücksichtigung der entsprechenden Gewichtung den Gesamtzielerreichungsgrad für die variable Vergütung, dann liegt dieser für das Geschäftsjahr 2022 bei 200%.
| Zielerreichung | Gewichtung | Ergebnis | |
| Konzerngewinn | 200% | 45% | 90% |
| Bereinigter Free Cashflow | 200% | 45% | 90% |
| ESG-Ziele | 200% | 10% | 20% |
| Gesamtzielerreichungsgrad | 200% |
| Zielvergütung bei 100% (Budgetierter Betrag) | Gewährter und geschuldeter Betrag für das Geschäftsjahr 2022 auf Basis des Gesamtzielerreichungsgrads | |||||
| Short-Term-Incentive-Plan | Long-Term-Incentive-Plan I | Long-Term-Incentive-Plan II | Short-Term-Incentive-Plan | Long-Term-Incentive-Plan I | Long-Term-Incentive-Plan II | |
| Santamaría Cases (anteilig ab Eintritt) | 146 | 121 | 121 | 291 | 242 | 242 |
| Fernández Verdes (anteilig bis Austritt) | 495 | 392 | 392 | 990 | 783 | 783 |
| Legorburo | 213 | 213 | 213 | 426 | 426 | 426 |
| von Matuschka | 244 | 244 | 244 | 487 | 487 | 487 |
| Sassenfeld | 426 | 426 | 426 | 853 | 853 | 853 |
| Steffen | 213 | 213 | 213 | 427 | 427 | 427 |
Abhängig von der individuellen Vergütungsstruktur des Vorstandsmitglieds wird etwa ein Drittel der variablen Vergütung bar ausgezahlt (STIP). Darüber hinaus wird rund ein Drittel der variablen Vergütung nach Abzug der Steuern durch Übertragung von Aktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft in das Depot des Vorstandsmitglieds vergütet. Erst nach einer dreijährigen Sperrfrist 1 kann das Vorstandsmitglied über die dividendenberechtigten Aktien frei verfügen (LTIP I - Deferral). Damit ist sichergestellt, dass die Vorstandsmitglieder HOCHTIEF-Aktien besitzen (Share Ownership).
2 einjährige variable Vergütung
3 mehrjährige variable Vergütung
1 Für den letzten Altvertrag gilt noch eine
Sperrfrist von zwei Jahren.
Das restliche in etwa ein Drittel der variablen Vergütung wird durch Gewährung eines jährlich neu aufzulegenden Long-Term-Incentive-Plans (LTIP II) mit einer dreijährigen Wartezeit erfüllt. Somit ist gewährleistet, dass die Gewährungsbeträge für die Long-Term-Incentive-Komponenten I (Deferral) und II von der Erreichung der Ziele des jeweiligen Geschäftsjahres abhängen und damit einer mindestens vierjährigen Erfolgsabhängigkeit 1 unterliegen.
Durch den Long-Term-Incentive-Plan werden den Vorstandsmitgliedern Performance-Stock-Awards (PSA) gewährt. Dazu wird der Betrag aus der Vergütungskomponente LTIP II mithilfe des Fair Values pro PSA in eine Anzahl Performance-Stock-Awards umgerechnet. Die Planbedingungen sehen vor, dass die Vorstandsmitglieder für jeden PSA nach Ablauf einer Wartezeit von drei Jahren innerhalb des zweijährigen Ausübungszeitraums einen Zahlungsanspruch in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag zuzüglich eines Performance-Bonusses haben. Die Höhe des Performance-Bonusses ist abhängig von der Zielerreichung beim bereinigten Free Cashflow des jeweils letzten abgelaufenen Geschäftsjahres vor der Ausübung. Der Performance-Bonus kann zwischen 0 und 200% des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag liegen. Der Aktienkurs sowie der Performance-Bonus sind auf einen Maximalwert begrenzt, damit die Höhe auch im Fall von außerordentlichen bzw. nicht vorhersehbaren Entwicklungen angemessen bleibt.
| LTIP 2018 | ||||||
| Anzahl PSA | Ausübungszeitraum |
Maximaler Gewinn pro PSA
(in EUR) |
Schlusskurs bei Ausübung
(in EUR) |
Performance Bonus abhängig von der Entwicklung des bereinigten Free Cashflows für das GJ 2021 |
Auszahlungsbetrag
(in Tsd. EUR) |
|
| Fernández Verdes | 5.714 | 52,98 | 54,80% | 469 | ||
| Legorburo | 1.715 | vom Tag nach der Billigung des Konzernabschlusses 2020 bis zum Tag der Billigung des Konzernabschlusses 2022 | 53,00 | 54,80% | 141 | |
| 533,70 | ||||||
| von Matuschka | 1.960 | 54,56 | 54,80% | 166 | ||
| Sassenfeld | 3.430 | 54,16 | 54,80% | 288 | ||
| Gesamt | 12.819 | 1.064 | ||||
| LTIP 2019 | LTIP 2021 | |||||
| Anzahl PSA | Ausübungszeitraum |
Maximaler Gewinn pro PSA
(in EUR) |
Anzahl PSA | Ausübungszeitraum |
Maximaler Gewinn pro PSA
(in EUR) |
|
| Fernández Verdes | 6.344 | vom Tag nach der Billigung des Konzernabschlusses 2021 bis zum Tag der Billigung des Konzernabschlusses 2023 | 0 | |||
| Legorburo | 1.905 | 1.534 | vom Tag nach der Billigung des | |||
| von Matuschka | 2.177 | 1.754 | Konzernabschlusses | |||
| Sassenfeld | 3.809 | 477,12 | 3.069 | 2023 bis zum | 292,95 ' | |
| Steffen | - | - | Tag der Billigung des Konzernabschlusses | |||
| Gesamt | 14.235 | 6.357 | 2025 | |||
| LTIP 2022 | Aufwand (in Tsd. EUR) | ||||
| Anzahl PSA | Ausübungszeitraum |
Maximaler Gewinn pro PSA
(in EUR) |
2021 | 2022 | |
| Fernández Verdes | 1.344 | vom Tag nach der Billigung des Konzernabschlusses 2024 bis zum Tag der Billigung des Konzernabschlusses 2026 | 86 | -474 | |
| Legorburo | 403 | 65 | -92 | ||
| von Matuschka | 461 | 86 | -101 | ||
| Sassenfeld | 807 | 261,03 | 151 | -178 | |
| Steffen | 118 | - | 3 | ||
| Gesamt | 3.133 | 388 | -842 | ||
1 Für das Geschäftsjahr 2019 wurde im
Jahr 2020 kein LTIP 2020 gewährt.
Aufgrund der Gewährung der LTIP-I-Komponente in Aktien besitzen die Mitglieder des Vorstands die folgenden gesperrten HOCHTIEF-Aktien:
| Anzahl gesperrter Aktien zum 31.12.2022 aus der Gewährung der LTIP Komponente I der letzten zwei/drei Jahre |
Wert auf Basis des Durchschnittskurses der
HOCHTIEF-Aktie
2 im Jahr 2022
(in Tsd. EUR) |
Wert als Prozentsatz zur Festvergütung | |
| Fernández Verdes 1 | 1.355 | 76 | 10% |
| Legorburo | 1.657 | 93 | 25% |
| von Matuschka | 1.752 | 98 | 23% |
| Sassenfeld | 3.266 | 184 | 25% |
| Steffen | 117 | 7 | 2% |
1 Marcelino Fernández Verdes hat auf die
Auszahlung seiner variablen Vergütung für das
Geschäftsjahr 2020 verzichtet.
2 Der Jahresdurchschnittskurs der HOCHTIEF-Aktie
lag bei 56,22 Euro.
Auf die Gewährung einer betrieblichen Altersversorgung wird für Neueintritte ab dem Jahr 2021 verzichtet. Neu bestellte Vorstandsmitglieder erhalten ein sogenanntes Versorgungsentgelt für den Aufbau einer privaten Altersvorsorge als pauschalen Betrag, der direkt ausgezahlt wird. Das Versorgungsentgelt wird zwischen 20% und 40% der jeweiligen Festvergütung betragen. Damit entfallen für das Unternehmen alle Zinsrisiken und sonstigen biometrischen Risiken für die Finanzierung einer Zusage. Darüber hinaus entfällt die Komplexität aus den versicherungsmathematischen Berechnungen und der Administration. Die Finanzierung der Altersvorsorge wird in die Hände der Vorstandsmitglieder gelegt. Das Versorgungsentgelt wird nicht als Grundlage für die Bemessung der variablen Vergütungsbestandteile verwendet.
Alle Mitglieder des Vorstands, die vor 2021 bestellt wurden, haben als betriebliche Altersversorgung einzelvertragliche Pensionszusagen erhalten, die eine Inanspruchnahme der Pension frühestens ab Vollendung des 65. Lebensjahres vorsehen. Die Höhe der Pension bemisst sich an der Festvergütung. Dabei wird ein prozentualer Anteil der Festvergütung als Pension gewährt, der mit der Bestelldauer steigt. Als Höchstbetrag erhält das Vorstandsmitglied 65 Prozent der letzten Festvergütung. Die Hinterbliebenenversorgung beträgt 60 Prozent des Pensionsanspruchs. Der Personalausschuss überprüft bei erheblichen Vertragsveränderungen das Versorgungsniveau der Vorstandsmitglieder und den daraus abgeleiteten jährlichen und langfristigen Pensionsaufwand für das Unternehmen. Mithilfe eines versicherungsmathematischen Gutachtens wird der jährliche Pensionsaufwand (Dienstzeitaufwand) berechnet, der erforderlich ist, um den erworbenen Pensionsanspruch einschließlich der Hinterbliebenenversorgung lebenslang im Rentenalter erfüllen zu können. Die Pension beziehungsweise Hinterbliebenenversorgung wird gemäß § 16 BetrAVG alle drei Jahre überprüft und um die Steigerung des Verbraucherpreisindex für Deutschland im Vergleichszeitraum angepasst.
Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über den für das Geschäftsjahr 2022 angefallenen Pensionsaufwand sowie über die Höhe der Pensionsverpflichtungen der im Berichtsjahr amtierenden Vorstandsmitglieder gemäß IFRS:
| (In Tsd. EUR) | Dienstzeitaufwand bzw. Versorgungsentgelt | Zinsaufwand | Summe | Barwert der Pensionszusage | |
| Santamaría Cases -ab 20.07.2022 (Versorgungsentgelt) | 2022 | 65 | -- | 65 | - |
| 2021 | - | - | - | - | |
| Fernández Verdes - bis 19.07.2022 | 2022 | 1.602 | 210 | 1.812 | 13.444 |
| 2021 | 1.621 | 145 | 1.766 | 16.002 | |
| Legorburo | 2022 | 316 | 33 | 349 | 1.706 |
| 2021 | 331 | 23 | 354 | 2.544 | |
| von Matuschka | 2022 | 357 | 38 | 395 | 2.033 |
| 2021 | 374 | 26 | 400 | 2.880 | |
| Sassenfeld | 2022 | 627 | 91 | 718 | 4.512 |
| 2021 | 657 | 65 | 722 | 6.966 | |
| Steffen -ab 16.09.2021 (Versorgungsentgelt) | 2022 | 110 | - | 110 | - |
| 2021 | 31 | - | 31 | - | |
| Vorstand gesamt | 2022 | 3.077 | 372 | 3.449 | 21.695 |
| 2021 | 3.014 | 259 | 3.273 | 28.392 |
Ein Herabsetzungsrecht der variablen Vergütung bei Verschlechterung der Lage der Gesellschaft besteht nach § 87 Abs. 2 AktG.
Darüber hinaus wurden in neuen Vorstandsverträgen und bei Wiederbestellungen von Vorstandsmitgliedern seit dem Jahr 2020 Malus-/Clawback-Regelungen vertraglich integriert, die eine Reduktion beziehungsweise Rückforderung variabler Vergütungsbestandteile bei schwerwiegenden Verstößen gegen gesetzliche Pflichten oder gegen unternehmensinterne Verhaltensrichtlinien ermöglichen. Der befristete Rückforderungsanspruch besteht auch nach Beendigung der Vorstandstätigkeit weiter. Die Geltendmachung steht im pflichtgemäßen Ermessen des Aufsichtsrats.
Im vergangenen Geschäftsjahr kam es zu keiner Reduzierung oder Rückforderung von variablen Vergütungsbestandteilen durch den Aufsichtsrat.
Im Fall ärztlich bescheinigter Arbeitsunfähigkeit behält das Vorstandsmitglied den Anspruch auf sein festes Jahresgehalt und die anteiligen Ansprüche der variablen Vergütung für die Dauer von zwölf Monaten, jedoch nicht über die Gültigkeit des Dienstvertrags hinaus. Entsprechendes gilt, wenn das Vorstandsmitglied an der Ausübung seiner Tätigkeit durch andere, durch von ihm nicht verschuldete Gründe verhindert ist.
Im Geschäftsjahr gab es keinen entsprechenden Krankheitsfall.
Bei einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit werden Abfindungszahlungen an die Vorstände den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und es wird nicht mehr als die Restlaufzeit des Dienstvertrags vergütet. Ein Sonderkündigungs- oder Abfindungsrecht bei einem Kontrollwechsel (Change of Control) existiert nicht.
Bei Nichtverlängerung des Dienstvertrags erhalten die Vorstandsmitglieder, die vor 2021 bestellt wurden, eine Abfindung in Höhe der Festvergütung für ein Jahr. Die Abfindung setzt voraus, dass das Vorstandsmitglied bei Ende des Anstellungsvertrags mindestens in der zweiten Amtsperiode dem Vorstand angehörte und noch nicht das 65. Lebensjahr vollendet hat.
Bei einer Vertragsauflösung werden mehrjährige, variable Vergütungsbestandteile nach den ursprünglich vereinbarten Zielen und nach den im Vertrag festgelegten Fälligkeitszeitpunkten oder Haltedauern ausgezahlt.
Die Dienstverträge sehen kein nachvertragliches Wettbewerbsverbot vor. Der Aufsichtsrat ist befugt, in geeigneten Fällen nach pflichtgemäßem Ermessen ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot (mit Karenzentschädigung) zu vereinbaren.
Im Jahr 2022 wurde mit Herrn Fernández Verdes eine Beendigungsvereinbarung getroffen, mit der der bestehende Vertrag vier Monate früher beendet wurde, damit im Interesse der Gesellschaft die Implementierung seines Nachfolgers zu einem geeigneten Zeitpunkt ermöglicht wurde. In der Beendigungsvereinbarung wurde vereinbart, dass Herr Fernández Verdes so gestellt wird, als wenn sein Vertrag im November 2022 zum Vertragsende geendet hätte. Die variablen Vergütungsbestandteile werden nach den ursprünglich vereinbarten Zielen und nach den im Dienstvertrag festgelegten Fälligkeitszeitpunkten oder Haltedauern ausgezahlt.
Keinem Vorstandsmitglied wurden Kredite oder Vorschüsse gewährt.
Beteiligungen an Unternehmen sowie entgeltliche oder unentgeltliche Nebenbeschäftigungen -auch Mandate in Aufsichtsorganen oder Beiräten -, welche die Interessen von HOCHTIEF, ihrer Tochter- oder Beteiligungsgesellschaften oder die dienstliche Tätigkeit berühren, dürfen nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats übernommen werden. Vergütungen für die Wahrnehmung von Mandaten in Gremien anderer Unternehmen, an denen HOCHTIEF unmittelbar oder mittelbar eine Beteiligung hält, wurden nicht an die Vorstandsmitglieder ausgezahlt beziehungsweise auf die Vorstandsvergütung angerechnet. Nur in besonderen Fällen kann der Aufsichtsrat sich für eine Nichtanrechnung der Vergütung entscheiden. Im Geschäftsjahr wurden alle entsprechenden Nebentätigkeiten angerechnet.
Darüber hinaus wurde in neuen Vorstandsverträgen und bei Wiederbestellungen von Vorstandsmitgliedern ab dem Jahr 2020 geregelt, dass bei der Übernahme konzernfremder Aufsichtsratsmandate der Aufsichtsrat entscheidet, ob und inwieweit die Vergütung auch in diesen Fällen anzurechnen ist.
Von den betroffenen Vorstandsmitgliedern hat es im Geschäftsjahr keine Übernahme konzernfremder Aufsichtsratsmandate gegeben.
Angaben zur Höhe der Vorstandsvergütung in den Geschäftsjahren 2022 und 2021 Angabe der gewährten und geschuldeten Vergütung der aktiven Vorstandsmitglieder Die nachfolgende Tabelle zeigt die gewährte und geschuldete Vergütung der aktiven Vorstandsmitglieder für die Geschäftsjahre 2021 und 2022. Unter "Gewährte und geschuldete Vergütung" wird die Vergütung dargestellt, die für die vollständig erbrachte Tätigkeit des jeweiligen Geschäftsjahres dem Vorstandsmitglied vertraglich zusteht.
| Gewährte und geschuldete Vergütung | Santamaría Cases Vorstandsvorsitzender Eintritt: 20.07.2022 | Fernández Verdes Vorstandsvorsitzender Eintritt: 15.04.2012 Austritt: 19.07.2022 | ||||
| 2021 | 2022 (anteilig ab Eintritt) | 2021 | ||||
| (In Tsd. EUR) | (in Tsd. EUR) | (in %) | (in Tsd. EUR) | (in %) | (in Tsd. EUR) | (in %) |
| Festvergütung | - | - | 215 | 20,24 | 1.324 | 72,51 |
| Nebenleistungen | - | - | 7 | 0,66 | 15 | 0,82 |
| Summe | - | - | 222 | 20,90 | 1.339 | 73,33 |
| Einjährige variable Vergütung | ||||||
| Short-Term-Incentive-Plan für 2021 | - | - | - | - | 189 | 10,35 |
| Short-Term-Incentive-Plan für 2022 | - | - | 291 | 27,40 | - | - |
| Mehrjährige variable Vergütung | ||||||
| Long-Term-Incentive-Plan I für 2021 1 | - | - | - | - | 149 | 8,16 |
| Long-Term-Incentive-Plan I für 2022 1 | - | - | 242 | 22,79 | - | - |
| Long-Term-Incentive-Plan II für 2021 2 3 (LTIP 2022 - Laufzeit 5 Jahre) | - | - | - | - | 149 | 8,16 |
| Long-Term-Incentive-Plan II für 2022 2 3 (LTIP 2023 - Laufzeit 5 Jahre) | - | - | 242 | 22,79 | - | - |
| Summe | - | - | 997 | 94 | 1.826 | 100 |
| Versorgungsentgelt | - | - | 65 | 6 | - | - |
| Summe Gesamtvergütung | - | - | 1.062 | 100 | 1.826 | 100 |
| Gewährte und geschuldete Vergütung | Fernández Verdes Vorstandsvorsitzender Eintritt: 15.04.2012 Austritt: 19.07.2022 | Legorburo Vorstandsmitglied Eintritt: 07.05.2014 | ||||
| 2022 (anteilig bis Austritt) | 2021 | 2022 | ||||
| (In Tsd. EUR) | (in Tsd. EUR) | (in %) | (in Tsd. EUR) | (in %) | (in Tsd. EUR) | (in %) |
| Festvergütung | 753 | 22,67 | 354 | 70,10 | 365 | 22,00 |
| Nebenleistungen | 13 | 0,39 | 16 | 3,17 | 16 | 0,96 |
| Summe | 766 | 23,06 | 370 | 73,27 | 381 | 22,96 |
| Einjährige variable Vergütung | ||||||
| Short-Term-Incentive-Plan für 2021 | - | - | 45 | 8,91 | - | - |
| Short-Term-Incentive-Plan für 2022 | 990 | 29,80 | - | - | 426 | 25,68 |
| Mehrjährige variable Vergütung | ||||||
| Long-Term-Incentive-Plan I für 2021 1 | - | - | 45 | 8,91 | - | - |
| Long-Term-Incentive-Plan I für 2022 1 | 783 | 23,57 | - | - | 426 | 25,68 |
| Long-Term-Incentive-Plan II für 2021 2 3 (LTIP 2022 - Laufzeit 5 Jahre) | - | - | 45 | 8,91 | - | - |
| Long-Term-Incentive-Plan II für 2022 2 3 (LTIP 2023 - Laufzeit 5 Jahre) | 783 | 23,57 | - | - | 426 | 25,68 |
| Summe | 3.322 | 100 | 505 | 100 | 1.659 | 100 |
| Versorgungsentgelt | - | - | - | - | - | - |
| Summe Gesamtvergütung | 3.322 | 100 | 505 | 100 | 1.659 | 100 |
| Gewährte und geschuldete Vergütung | von Matuschka Vorstandsmitglied Eintritt: 07.05.2014 | Sassenfeld Finanzvorstand Eintritt: 01.11.2011 | ||||
| 2021 | 2022 | 2021 | ||||
| (In Tsd. EUR) | (in Tsd. EUR) | (in %) | (in Tsd. EUR) | (in %) | (in Tsd. EUR) | (in %) |
| Festvergütung | 413 | 69,41 | 426 | 22,23 | 709 | 70,76 |
| Nebenleistungen | 29 | 4,87 | 29 | 1,51 | 23 | 2,30 |
| Summe | 442 | 74,28 | 455 | 23,74 | 732 | 73,06 |
| Einjährige variable Vergütung | ||||||
| Short-Term-Incentive-Plan für 2021 | 51 | 8,57 | - | - | 90 | 8,98 |
| Short-Term-Incentive-Plan für 2022 | - | - | 487 | 25,42 | - | - |
| Mehrjährige variable Vergütung | ||||||
| Long-Term-Incentive-Plan I für 2021 1 | 51 | 8,57 | - | - | 90 | 8,98 |
| Long-Term-Incentive-Plan I für 2022 1 | - | - | 487 | 25,42 | - | - |
| Long-Term-Incentive-Plan II für 2021 2 3 (LTIP 2022 - Laufzeit 5 Jahre) | 51 | 8,57 | - | - | 90 | 8,98 |
| Long-Term-Incentive-Plan II für 20222 3 (LTIP 2023 - Laufzeit 5 Jahre) | - | - | 487 | 25,42 | - | - |
| Summe | 595 | 100 | 1.916 | 100 | 1.002 | 100 |
| Versorgungsentgelt | - | - | - | - | - | - |
| Summe Gesamtvergütung | 595 | 100 | 1.916 | 100 | 1.002 | 100 |
| Gewährte und geschuldete Vergütung | Sassenfeld Finanzvorstand Eintritt: 01.11.2011 | Steffen Vorstandsmitglied Eintritt: 16.09.2021 | ||||
| 2022 | 2021 (anteilig ab Eintritt) | 2022 | ||||
| (In Tsd. EUR) | (in Tsd. EUR) | (in %) | (in Tsd. EUR) | (in %) | (in Tsd. EUR) | (in %) |
| Festvergütung | 731 | 22,06 | 104 | 58,76 | 366 | 20,72 |
| Nebenleistungen | 23 | 0,69 | 3 | 1,69 | 9 | 0,51 |
| Summe | 754 | 22,75 | 107 | 60,45 | 375 | 21,23 |
| Einjährige variable Vergütung | ||||||
| Short-Term-Incentive-Plan für 2021 | - | - | 13 | 7,34 | - | - |
| Short-Term-Incentive-Plan für 2022 | 853 | 25,75 | - | - | 427 | 24,18 |
| Mehrjährige variable Vergütung | ||||||
| Long-Term-Incentive-Plan I für 2021 1 | - | - | 13 | 7,34 | - | - |
| Long-Term-Incentive-Plan I für 2022 1 | 853 | 25,75 | - | - | 427 | 24,18 |
| Long-Term-Incentive-Plan II für 2021 2 3 (LTIP 2022 - Laufzeit 5 Jahre) | - | - | 13 | 7,34 | - | - |
| Long-Term-Incentive-Plan II für 20222 3 (LTIP 2023 - Laufzeit 5 Jahre) | 853 | 25,75 | - | - | 427 | 24,18 |
| Summe | 3.313 | 100 | 146 | 82 | 1.656 | 94 |
| Versorgungsentgelt | - | - | 31 | 18 | 110 | 6 |
| Summe Gesamtvergütung | 3.313 | 100 | 177 | 100 | 1.766 | 100 |
1 Übertragung von Aktien mit einer drei-
bzw. zweijährigen Sperrfrist
2 Gewährung als Long-Term-Incentive-Plan
(Einzelheiten zu den Plänen siehe S. 284 bis 286)/Wert
zum Gewährungszeitpunkt
3 Bei Vollendung des 65. Lebensjahres, Eintritt
in den Ruhestand, Erwerbsunfähigkeit oder einer
einvernehmlichen Aufhebung des Arbeitsverhältnisses
dürfen die Performance-Stock-Awards weiterhin
ausgeübt werden.
Der Dienstvertrag mit Herrn Fernández Verdes wurde vier Monate früher zum 19. Juli 2022 beendet, um im Interesse der Gesellschaft die Implementierung seines Nachfolgers zu einem geeigneten Zeitpunkt zu ermöglichen. Die entsprechende feste Vergütung wurde in Höhe von 455 Tsd. Euro (21,76%) als Abfindung gezahlt. Darüber hinaus werden Herrn Fernández Verdes für die Zeit nach seiner aktiven Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender ebenfalls variable Vergütungsbestandteile gewährt, als wenn sein Vertrag im November 2022 zum Vertragsende geendet hätte. Die Short-Term-Incentive-Komponente für diesen Zeitraum liegt bei 601 Tsd. Euro (28,74%) und die Long-Term-Incentive-Komponenten I und II betragen jeweils 475 Tsd. Euro (22,72%). Die variablen Vergütungsbestandteile werden nach den ursprünglich vereinbarten Zielen und nach den im Dienstvertrag festgelegten Fälligkeitszeitpunkten oder Haltedauern ausgezahlt. Gemäß Pensionsvertrag hat Herr Fernández Verdes für die Zeit ab 21. November 2022 eine Pension in Höhe von 85 Tsd. Euro (4,07%) erhalten. Insgesamt erhält Herr Fernández Verdes für den Zeitraum 20. Juli 2022 bis 31. Dezember 2022 eine Gesamtvergütung in Höhe von 2.091 Tsd. Euro (100%).
An weitere ehemalige Mitglieder des Vorstands wurden im Geschäftsjahr 2022 Beträge in Höhe von 3.702 Tsd. Euro (Vorjahr 4.296 1 Tsd. Euro) gezahlt.
Gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Mai 2015 erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats ausschließlich eine feste Vergütung. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Mai 2021 wurde das Vergütungssystem für die Mitglieder des Aufsichtsrats einschließlich der Vergütungsregelung in § 18 der Satzung bestätigt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten gemäß § 18 Abs. 1 der Satzung eine feste Vergütung, die sich für jedes Mitglied auf 65.000 Euro jährlich beläuft, sowie ein Sitzungsgeld, das pro Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses 2.000 Euro und pro Teilnahme an einer Sitzung eines sonstigen Ausschusses des Aufsichtsrats 1.500 Euro beträgt. Daneben erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats den Ersatz ihrer Auslagen, einschließlich der etwaigen auf ihre Bezüge entfallenden Umsatzsteuer.
Gemäß § 18 Abs. 2 der Satzung erhält der Vorsitzende des Aufsichtsrats das Dreifache, sein Stellvertreter und die Vorsitzenden der Ausschüsse erhalten je das Zweifache und die sonstigen Mitglieder der Ausschüsse je das 1,5-Fache der vorstehend genannten festen Vergütung. Hat ein Mitglied des Aufsichtsrats zur gleichen Zeit mehrere dieser Ämter inne, erhält es nur die Vergütung für das am höchsten vergütete Amt. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten eine im Verhältnis der Zeit geringere Vergütung.
Die feste Vergütung sowie die Sitzungsgelder werden mit Ablauf des jeweiligen Geschäftsjahres fällig. Für das Geschäftsjahr 2022 erfolgte die Auszahlung der Aufsichtsratsvergütung sowie der Sitzungsgelder im Januar 2023.
Der Aufwand für die Festvergütung und die Sitzungsgelder sowie die Vergütung für Mandate bei Konzerngesellschaften betrug 2.271 Tsd. Euro für das Geschäftsjahr 2022 (Vorjahr 2.245 Tsd. Euro/ohne Umsatzsteuer).
Die nachfolgende Tabelle zeigt die auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats entfallenden Beträge der gesamten Vergütung im Vergleich zum Vorjahr. Darüber hinaus erhielten einzelne Mitglieder des Aufsichtsrats der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, die Mandate bei Konzerngesellschaften wahrnehmen, für die Tätigkeit Vergütungen, die ebenfalls in der Tabelle aufgeführt sind.
| 2021 | 2022 | 2021 | ||||
| (In EUR) | Feste Vergütung (ohne Umsatzsteuer) | in Prozent | Feste Vergütung (ohne Umsatzsteuer) | in Prozent | Sitzungsgeld (ohne Umsatzsteuer) | in Prozent |
| Pedro López Jiménez | 195.000 | 54,12 | 195.000 | 53,78 | 15.000 | 4,16 |
| Matthias Maurer | 130.000 | 84,69 | 130.000 | 86,67 | 23.500 | 15,31 |
| Fritz Bank (ab 06.05.2021) | 63.646 | 79,91 | 97.500 | 85,90 | 10.000 | 12,56 |
| Beate Bell | 97.500 | 86,67 | 97.500 | 85,53 | 15.000 | 13,33 |
| Christoph Breimann | 65.000 | 84,42 | 80.347 | 83,39 | 12.000 | 15,58 |
| Carsten Burckhardt | 97.500 | 84,42 | 97.500 | 88,24 | 18.000 | 15,58 |
| José Luis del Valle Pérez | 97.500 | 35,74 | 97.500 | 35,71 | 25.000 | 9,16 |
| Natalie Drews (ab 04.06.2021) | 46.854 | 82,41 | 97.500 | 85,53 | 4.000 | 7,04 |
| Ángel García Altozano | 130.000 | 85,53 | 110.410 | 84,66 | 22.000 | 14,47 |
| Dr. rer. pol. h. c. Francisco Javier García Sanz | 65.000 | 86,67 | 95.694 | 87,24 | 10.000 | 13,33 |
| Patricia Geibel-Conrad (bis 19.10.2022) | 97.500 | 81,59 | 78.271 | 83,03 | 22.000 | 18,41 |
| Arno Gellweiler (bis 06.05.2021) | 34.125 | 81,98 | - | - | 7.500 | 18,02 |
| Luis Nogueira Miguelsanz | 97.500 | 81,59 | 97.500 | 82,98 | 22.000 | 18,41 |
| Nikolaos Paraskevopoulos | 97.500 | 89,04 | 97.500 | 89,04 | 12.000 | 10,96 |
| Sabine Roth (bis 06.05.2021) | 34.125 | 73,98 | - | - | 12.000 | 26,02 |
| Nicole Simons | 97.500 | 81,93 | 97.500 | 82,98 | 17.500 | 14,71 |
| Prof. Dr. Mirja Steinkamp (ab 19.10.2022) | - | - | 18.236 | 90,12 | - | - |
| Klaus Stümper | 97.500 | 79,59 | 97.500 | 79,92 | 25.000 | 20,41 |
| Christine Wolff | 97.500 | 86,67 | 97.500 | 84,42 | 15.000 | 13,33 |
| Aufsichtsrat gesamt | 1.641.250 | 73,10 | 1.682.958 | 74,12 | 287.500 | 12,80 |
| 2022 | ||
| (In EUR) | Sitzungsgeld (ohne Umsatzsteuer) | in Prozent |
| Pedro López Jiménez | 18.000 | 4,96 |
| Matthias Maurer | 20.000 | 13,33 |
| Fritz Bank (ab 06.05.2021) | 16.000 | 14,10 |
| Beate Bell | 16.500 | 14,47 |
| Christoph Breimann | 16.000 | 16,61 |
| Carsten Burckhardt | 13.000 | 11,76 |
| José Luis del Valle Pérez | 26.000 | 9,52 |
| Natalie Drews (ab 04.06.2021) | 16.500 | 14,47 |
| Ángel García Altozano | 20.000 | 15,34 |
| Dr. rer. pol. h. c. Francisco Javier García Sanz | 14.000 | 12,76 |
| Patricia Geibel-Conrad (bis 19.10.2022) | 16.000 | 16,97 |
| Arno Gellweiler (bis 06.05.2021) | - | - |
| Luis Nogueira Miguelsanz | 20.000 | 17,02 |
| Nikolaos Paraskevopoulos | 12.000 | 10,96 |
| Sabine Roth (bis 06.05.2021) | - | - |
| Nicole Simons | 20.000 | 17,02 |
| Prof. Dr. Mirja Steinkamp (ab 19.10.2022) | 2.000 | 9,88 |
| Klaus Stümper | 24.500 | 20,08 |
| Christine Wolff | 18.000 | 15,58 |
| Aufsichtsrat gesamt | 288.500 | 12,71 |
| 2021 | 2022 | 2021 | 2022 | |||
| (In EUR) | Vergütung aus Mandaten bei Tochterunternehmen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft | in Prozent | Vergütung aus Mandaten bei Tochterunternehmen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft | in Prozent | Gesamtbezüge (ohne Umsatzsteuer) | Gesamtbezüge (ohne Umsatzsteuer) |
| Pedro López Jiménez | 150.304 | 41,72 | 149.558 | 41,25 | 360.304 | 362.558 |
| Matthias Maurer | - | - | - | - | 153.500 | 150.000 |
| Fritz Bank (ab 06.05.2021) | 6.000 | 7,53 | - | - | 79.646 | 113.500 |
| Beate Bell | - | - | - | - | 112.500 | 114.000 |
| Christoph Breimann | - | - | - | - | 77.000 | 96.347 |
| Carsten Burckhardt | - | - | - | - | 115.500 | 110.500 |
| José Luis del Valle Pérez | 150.304 | 55,10 | 149.558 | 54,77 | 272.804 | 273.058 |
| Natalie Drews (ab 04.06.2021) | 6.000 | 10,55 | - | - | 56.854 | 114.000 |
| Ángel García Altozano | - | - | - | - | 152.000 | 130.410 |
| Dr. rer. pol. h. c. Francisco Javier García Sanz | - | - | - | - | 75.000 | 109.694 |
| Patricia Geibel-Conrad (bis 19.10.2022) | - | - | - | - | 119.500 | 94.271 |
| Arno Gellweiler (bis 06.05.2021) | - | - | - | - | 41.625 | - |
| Luis Nogueira Miguelsanz | - | - | - | - | 119.500 | 117.500 |
| Nikolaos Paraskevopoulos | - | - | - | - | 109.500 | 109.500 |
| Sabine Roth (bis 06.05.2021) | - | - | - | - | 46.125 | - |
| Nicole Simons | 4.000 | 3,36 | - | - | 119.000 | 117.500 |
| Prof. Dr. Mirja Steinkamp (ab 19.10.2022) | - | - | - | - | - | 20.236 |
| Klaus Stümper | - | - | - | - | 122.500 | 122.000 |
| Christine Wolff | - | - | - | - | 112.500 | 115.500 |
| Aufsichtsrat gesamt | 316.608 | 14,10 | 299.116 | 13,17 | 2.245.358 | 2.270.574 |
Die nachfolgende Übersicht stellt die relative Entwicklung der im jeweiligen Geschäftsjahr gewährten und geschuldeten Vergütung der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder im Vergleich zur durchschnittlichen Vergütung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland auf Vollzeitäquivalenzbasis sowie zu den Ertragskennzahlen dar.
|
(Vergütungsangaben in Tsd. Euro bzw.
Veränderung
in %) |
2020 | Veränderung | 2021 | Veränderung | 2022 |
| Ertragskennzahlen | |||||
| Operativer Konzerngewinn gemäß IFRS (Mio. EUR) | 477 | - 5 % | 454 | + 15 % | 522 |
| Nominaler Konzerngewinn gemäß IFRS (Mio. EUR) | 427 | - 51 % | 208 | + 132 % | 482 |
| Jahresüberschuss nach HGB der HOCHTIEF Aktiengesellschaft (Mio. EUR) | 524 | - 70 % | 157 | + 85 % | 291 |
| Belegschaftsvergütung 1 | |||||
| Belegschaft der HOCHTIEF Aktiengesellschaft in Deutschland | 73 | + 2 % | 75 | + 5 % | 79 |
| Vorstandsvergütung | |||||
| Amtierende Vorstandsmitglieder | |||||
| Juan Santamaría Cases (Mitglied des Vorstands ab 20.7.2022) | - | - | - | - | 1.062 |
| Marcelino Fernández Verdes (Mitglied des Vorstands bis 19.7.2022) | 1.333 | + 37 % | 1.826 | + 82 % | 3.322 |
| Ignacio Legorburo | 895 | - 44 % | 505 | + 229 % | 1.659 |
| Nikolaus von Matuschka | 1.041 | - 43 % | 595 | + 222 % | 1.916 |
| Peter Sassenfeld | 1.775 | - 44 % | 1.002 | + 231 % | 3.313 |
| Martina Steffen (Mitglied des Vorstands ab 16.9.2021) | - | - | 177 | + 898 % | 1.766 |
| Ehemalige Vorstandsmitglieder | |||||
| Marcelino Fernández Verdes (Mitglied des Vorstands bis 19.7.2022) | - | - | - | - | 2.091 |
| Weitere ehemalige Vorstandsmitglieder | 4.134 2 | + 4 % | 4.296 2 | - 14 % | 3.702 |
| Aufsichtsratsvergütung | |||||
| Amtierende Aufsichtsräte | |||||
| Pedro López Jiménez | 354 | + 2 % | 360 | + 1 % | 363 |
| Matthias Maurer | 150 | + 2 % | 154 | - 3 % | 150 |
| Fritz Bank (Mitglied des Aufsichtsrats ab 6.5.2021) | - | - | 80 | + 43 % | 114 |
| Beate Bell | 111 | + 1 % | 113 | + 1 % | 114 |
| Christoph Breimann | 77 | 0 % | 77 | + 25 % | 96 |
| Carsten Burckhardt | 116 | 0 % | 116 | - 4 % | 111 |
| José Luis del Valle Pérez | 264 | + 3 % | 273 | 0 % | 273 |
| Natalie Drews (Mitglied des Aufsichtsrats ab 4.6.2021) | - | - | 57 | + 100 % | 114 |
| Ángel García Altozano | 150 | + 1 % | 152 | - 14 % | 130 |
| Dr. rer. Pol. h. c. Francisco Javier García Sanz | 77 | - 3 % | 75 | + 47 % | 110 |
| Patricia Geibel-Conrad (Mitglied des Aufsichtsrats bis 19.10.2022) | 118 | + 2 % | 120 | - 22 % | 94 |
| Luis Nogueira Miguelsanz | 118 | + 2 % | 120 | - 2 % | 118 |
| Nikolaos Paraskevopoulos | 110 | 0 % | 110 | 0 % | 110 |
| Nicole Simons | 113 | + 5 % | 119 | - 1 % | 118 |
| Dr. Mirja Steinkamp (Mitglied des Aufsichtsrats ab 19.10.2022) | - | - | - | - | 20 |
| Klaus Stümper | 119 | + 3 % | 123 | - 1 % | 122 |
| Christine Wolff | 111 | + 1 % | 113 | + 3 % | 116 |
| Ehemalige Aufsichtsräte | |||||
| Gellweiler | 109 | - 62 % | 42 | - | - |
| Roth | 118 | - 61 % | 46 | - | - |
1 Feste und variable Vergütung aller
Mitarbeitenden in Deutschland einschließlich
Auszubildenden, Werkstudierenden sowie Praktikantinnen und
Praktikanten.
2 Enthalten sind die für die Jahre 2020 und
2021 noch individualisierten Vergütungsangaben
ehemaliger Vorstandsmitglieder, da personenbezogene Angaben
nach Ablauf der in § 162 Abs.5 geregelten
10-Jahresfrist zu unterlassen sind.
Für das Geschäftsjahr 2023 plant der Aufsichtsrat das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder im Hinblick auf die Zielvergütung geringfügig anzupassen.
Eine Veränderung des Vergütungssystems der Aufsichtsratsmitglieder ist nicht geplant.
Den Vermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers über die Prüfung dieses Vergütungsberichts finden Sie auf der HOCHTIEF-Website unter www.hochtief.de/pruefung verguetungsbericht 2022.
Der HOCHTIEF-Konzern ist an den Unternehmen Abertis (HOCHTIEF-Beteiligungshöhe 20 Prozent minus einer Aktie), Thiess (CIMIC-Beteiligungshöhe 50 Prozent) sowie Ventia (CIMIC-Beteiligungshöhe 32,8 Prozent) beteiligt. Sie alle verfolgen dezidierte Nachhaltigkeitspläne, die allerdings naturgemäß nicht dem Nachhaltigkeitsplan 2025 des HOCHTIEF-Konzerns entsprechen. Unten finden Sie eine kurze Darstellung der aktuellen Aktivitäten zur Nachhaltigkeit in diesen Unternehmen.
Damit die Berichterstattung zu Treibhausgasemissionen gemäß den Vorgaben des Greenhouse Gas Protocol den gesamten Konzern umfasst, berichten wir 2022 erstmalig auch die Emissionswerte (Scope 1, Scope 2 und Scope 3) der wesentlichen at Equity bilanzierten assoziierten Unternehmen Abertis und Thiess sowie des Unternehmens Ven-tia. Dargestellt werden jeweils anteilig die auf HOCHTIEF entfallenden Treibhausgasemissionen.
Als einer der führenden internationalen Mautstraßenbetreiber spielt Abertis eine wesentliche Rolle für die wirtschaftliche und nachhaltige Entwicklung der Regionen, in denen die Gesellschaft tätig ist. Darum ist ihr gesellschaftliches Engagement auf langfristige Investitionen in hochwertige Infrastrukturen durch die Förderung von Nachhaltigkeitsaspekten ausgerichtet.
So ist die Gesellschaft bestrebt, ihren CO 2-Fußabdruck zu minimieren, dem Klimawandel entgegenzuwirken, die negativen Folgen ihrer Tätigkeiten für die Umwelt zu reduzieren und die Kreislaufwirtschaft zu fördern. Dazu gehört es, vorbeugende Maßnahmen zum Schutz der Umwelt und zur Verringerung der Umweltverschmutzung zu ergreifen, um ein effizienteres, verantwortungsvolleres und nachhaltigeres Nutzungsmodell zu schaffen. Die Strategie der nachhaltigen Entwicklung für die Abertis-Gruppe basiert auf vier relevanten Aspekten:
| ― |
Good Governance, Transparenz und Rechenschaftspflicht: Entwicklung einer auf ethischen Grundsätzen basierenden Organisationskultur, die Ablehnung jeglicher Form von Korruption und die schrittweise Einbeziehung von Good-Governance-Praktiken |
| ― |
Ökoeffizienz: Verringerung des Kohlenstoff-Fußabdrucks, die Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen mit positiven ökologischen und sozialen Kriterien und Innovation auf der Grundlage von Kriterien der Kreislaufwirtschaft |
| ― |
Integration in die Umwelt: Schaffung positiver Synergien mit der lokalen Gemeinschaft sowie die Stärkung und Erhaltung des natürlichen Kapitals |
| ― |
Sicherheit und Qualität: Gewährleistung der Sicherheit im Straßenverkehr sowie der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, Verbesserung der Qualität der Arbeitsplätze, Gewährleistung der Chancengleichheit und Entwicklung von Qualitätsprodukten und -dienstleistungen, die positive Auswirkungen auf die Umwelt, die Gesellschaft und eine gute Unternehmensführung haben |
| Scope 1 (t CO 2e) | 9.343 |
| Scope 2 (t CO 2e) | 6.837 |
| Scope 3 (t CO 2e) | 3.477.455 |
| Gesamt | 3.493.634 |
Weitere Nachhaltigkeitsinformationen sind auf der Website des Unternehmens zu finden: https://www.abertis.com/en/the-group/about-abertis/social-commitment
Als Anbieter für die Rohstoffindustrie leistet Thiess als vertrauenswürdiger Partner einen Beitrag zum nachhaltigen, verantwortungsvollen Bergbau und zu einer kohlenstoffarmen Zukunft. Die Gesellschaft arbeitet mit Kunden, Lieferanten und weiteren Stakeholdern der Industrie zusammen und setzt sich so für die globale Energiewende ein. Thiess hat die folgenden Commitments unter Einbeziehung der Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen (SDGs) und auf Grundlage von Forschungsergebnissen und den eigenen Vorstellungen von einer nachhaltigen Zukunft des Bergbaus festgelegt, um Nachhaltigkeit noch stärker zu verankern:
| ― |
Minimierung des ökologischen Fußabdrucks durch verantwortungsvolle Bergbaupraktiken und Maßnahmen gegen den Klimawandel |
| ― |
höherer sozialer Wert -für Menschen und Gemeinschaften |
| ― |
transparente, vertrauenswürdige Führung -aufbauend auf bewährten Systemen und Verfahren |
Eines der wesentlichen Ziele ist es, bis 2050 die Netto-Null beim Ausstoß von Scope-1- und Scope-2-Emissionen zu erreichen.
| Scope 1 (t CO 2e) | 1.850 |
| Scope 2 (t CO 2e) | 1.650 |
| Scope 3 (t CO 2e) | 1.493.350 |
| Gesamt | 1.496.850 |
Weitere Nachhaltigkeitsinformationen sind auf der Website des Unternehmens zu finden: https://thiess.com/sustainability/our-approach
Aktuelle Thiess-Nachhaltigkeitsberichte: https://thiess.com/news/publications
Ventia setzt sich dafür ein, dass die Infrastruktur in Gemeinden funktioniert, und bemüht sich, dies auf nachhaltige Weise zu tun. Denn jede Entscheidung und jede Maßnahme bietet Gelegenheiten, um einen positiven Einfluss auf die Menschen und die Welt zu nehmen.
Deshalb ist Nachhaltigkeit in die Vision, die Geschäftsstrategie, das Risikomanagement und die Unternehmenskultur von Ventia integriert. Unter der Leitung und Kontrolle eines Nachhaltigkeitsrats wird insbesondere angestrebt:
| ― |
Umweltauswirkungen zu minimieren, |
| ― |
Partnerschaften zu nutzen, um nachhaltige Lösungen zu entwickeln, |
| ― |
durch eine starke Unternehmensführung Werte für alle Stakeholder zu schaffen sowie |
| ― |
Vielfalt und Integration an den Arbeitsplätzen und in den Gemeinden, in denen das Unternehmen tätig ist, zu verbessern. |
Eines der wesentlichen Ziele ist es, bis 2050 die Netto-Null beim Ausstoß von Scope-1- und Scope-3-Emissionen zu erreichen.
| Scope 1 (t CO 2e) + Scope 2 (t CO 2e) | 22.107 |
| Scope 3 (t CO 2e) | n.a. |
| Gesamt | 22.107 |
Weitere Nachhaltigkeitsinformationen sowie die aktuellen Nachhaltigkeitsberichte von Ventia sind auf der Website des Unternehmens zu finden: https://www.ventia.com/page/sustainability
Dieser Konzernbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen. Diese Aussagen spiegeln die gegenwärtigen Auffassungen, Erwartungen und Annahmen des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft über künftige, die HOCHTIEF Aktiengesellschaft beziehungsweise den HOCHTIEF-Konzern betreffende Ereignisse und Entwicklungen wider und basieren auf Informationen, die dem Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Zukunftsbezogene Aussagen enthalten keine Gewähr für den Eintritt zukünftiger Ergebnisse (zum Beispiel der Vorsteuerergebnisse oder der Konzerngewinne) und Entwicklungen (zum Beispiel hinsichtlich geplanter Beteiligungsveräußerungen, geplanter Investitionen bzw. Zukäufe, der allgemeinen Geschäftsaktivität oder der Geschäftsstrategie) und sind mit Risiken und Unsicherheiten verbunden. Die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse (zum Beispiel die Vorsteuerergebnisse oder die Konzerngewinne), Dividenden und weitere Entwicklungen (zum Beispiel hinsichtlich geplanter Beteiligungsveräußerungen, geplanter Investitionen beziehungsweise Zukäufe, der allgemeinen Geschäftsaktivität oder der Geschäftsstrategie), betreffend die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und den HOCHTIEF-Konzern, können daher aufgrund verschiedener Faktoren wesentlich von den hier geäußerten oder implizit zugrunde gelegten Erwartungen und Annahmen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören insbesondere Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, der branchenspezifischen Lage und der Wettbewerbssituation. Darüber hinaus können die Entwicklungen auf den Finanzmärkten, Wechselkursschwankungen sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere auch in Bezug auf steuerliche Regelungen, das Verhalten von Mitgesellschaftern sowie andere Faktoren einen Einfluss auf die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse (zum Beispiel die Vorsteuerergebnisse oder die Konzerngewinne), Dividenden und weitere Entwicklungen (zum Beispiel hinsichtlich geplanter Beteiligungsveräußerungen, geplanter Investitionen beziehungsweise Zukäufe, der allgemeinen Geschäftsaktivität oder der Geschäftsstrategie), betreffend die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und den HOCHTIEF-Konzern, haben. Etwaige Angaben zu Dividenden stehen zudem unter dem Vorbehalt, dass für das jeweilige Geschäftsjahr ein entsprechender Bilanzgewinn im handelsrechtlichen Einzelabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ausgewiesen werden kann und dass die zuständigen Organe der HOCHTIEF Aktiengesellschaft unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Situation der Gesellschaft entsprechende Beschlüsse fassen. Abgesehen von rechtlichen Veröffentlichungspflichten übernimmt die HOCHTIEF Aktiengesellschaft keine Verpflichtung, die in diesem Konzernbericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.
Organisation von Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz im HOCHTIEF-Konzern.
Aufgrund von aktuellen Erkenntnissen ist eine zukünftige Beauftragung einzelner Nachunternehmer beziehungsweise Lieferanten nicht mehr vorgesehen. Sie werden dann mit einem entsprechenden Sperrvermerk versehen und aus dem Pool potenzieller Partner "ausgephast".
Ein unter einem internationalen Bankenkonsortium strukturierter Bankenkredit zur Gewährung eines Barkredits sowie zur Herauslegung von Bankbürgschaften zur Absicherung von Auftraggebern.
Dieses in den USA gesetzlich vorgesehene Sicherungsmittel garantiert die Erfüllung von Projekten der öffentlichen Hand und findet darüber hinaus auch Anwendung bei ausgewählten weiteren Kunden. Das hohe Volumen ist im US-amerikanischen Markt erforderlich, da Bauprojekte oftmals mit 100 Prozent der Auftragssumme abgesichert werden müssen -im Gegensatz zu anderen Rechtsordnungen, in denen im Regelfall eine 10-Prozent-Vertragserfüllungsbürgschaft zu stellen ist.
Investment in bestehende Assets und deren Management. Zu unterscheiden von Greenfield-Projekten, die von Grund auf neu begonnen werden und keinen Beschränkungen aus vorangegangenen Arbeiten unterliegen, das heißt Investitionen in neue oder neu überholte Anlagen und Infrastruktur sowie deren Bau und Instandhaltung.
Eine von institutionellen Investoren gegründete, global agierende CO 2-Transparenzinitiative. Ziel ist es, klimabezogene Unternehmensdaten zu sammeln und zu veröffentlichen. https://www.cdp.net/en/
Anteil der vollkonsolidierten HOCHTIEF-Gesellschaften, die in dem Berichtsjahr Daten für die Konzernberichterstattung zugeliefert haben, bezogen auf den jeweiligen Beitrag zur Konzernleistung.
Die D&O-Versicherung, auch Organ- oder Managerhaftpflichtversicherung, ist eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, die ein Unternehmen für seine Organe abschließt. Abgesichert ist das persönliche Haftungsrisiko der Organe aus deren Tätigkeit für das Unternehmen aufgrund von gesellschaftsrechtlichen und gesetzlichen Haftungsbestimmungen.
Ein Herausgeber von Wertpapieren: Bei Aktien handelt es sich hierbei um Unternehmen, bei Anleihen um Unternehmen, öffentliche Körperschaften, den Staat oder andere Institutionen.
ESG ist die etablierte Bezeichnung für die Themen Umwelt, Soziales und Governance.
Kreditvertraglich vereinbarte Finanzkennzahlen, zu deren Einhaltung der Kreditnehmer verpflichtet ist.
Gebäude, die durch entsprechende Organisationen für die Berücksichtigung nachhaltiger Aspekte bei Planung, Bau und Betrieb zertifiziert werden. Die Zertifizierungen BREEAM, DGNB, Green Star und LEED werden bei HOCHTIEF-Projekten derzeit am häufigsten angewendet.
Nachhaltige Infrastrukturprojekte (Verkehrsprojekte oder auch Kraftwerke), die effizient und ressourcenschonend realisiert und dafür durch entsprechende Organisationen wie CEEQUAL, Greenroads oder ISCA zertifiziert werden.
Projekte, die von Grund auf neu begonnen werden und keinen Beschränkungen aus vorangegangenen Arbeiten unterliegen, das heißt Investitionen in neue oder neu überholte Anlagen und Infrastruktur sowie deren Bau und Instandhaltung. Zu unterscheiden von Brownfield-Projekten, das heißt dem Investment in bestehende Assets und deren Management.
Als Kontraktoren definiert HOCHTIEF sowohl Nachunternehmer als auch Personen, die durch Arbeitnehmerüberlassungen temporär bei HOCHTIEF arbeiten.
Integraler Ansatz für die optimierte Planung und Ausführung von Bauprojekten, bei dem der gesamte Lebenszyklus eines Bauwerks betrachtet wird.
Die Methode der Lebenszyklusanalyse (Life Cycle Assessment) wird immer öfter genutzt, um die potenziellen ökonomischen Auswirkungen von Produkten und Dienstleistungen sowie der damit verbundenen Ressourcennutzung zu erheben. In der Bauwirtschaft wird dabei in der Regel der gesamte Lebenszyklus eines Bauwerks betrachtet.
Die Leistung bezeichnet die insgesamt im Unternehmen und bei vollkonsolidierten Beteiligungsgesellschaften sowie anteilig in Arbeitsgemeinschaften erbrachte Bauproduktion. Außerdem enthält sie die im Berichtszeitraum angefallenen weiteren Umsätze und Aktivitäten im baufremden Bereich.
Ein Long-Term-Incentive-Plan ist ein Anreizsystem beziehungsweise Vergütungsinstrument, das ausgewählten Führungskräften angeboten wird. Sie sollen am langfristigen Erfolg des Unternehmens beteiligt und dadurch an das Unternehmen gebunden werden.
Die LTIFR entspricht den Unfällen pro einer Mio. Arbeitsstunden. Dabei werden nach internationalen Standards Unfälle ab dem ersten Ausfalltag berücksichtigt.
Bei HOCHTIEF definiert als die konsequente Vereinbarung von Ökonomie, Ökologie und Sozialem in der Geschäftstätigkeit mit dem Ziel, die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu sichern.
Ein partnerschaftliches Vertragsmodell bei HOCHTIEF. Dem Bau geht dabei eine Preconstruction-Phase voraus. Durch das Planungsmanagement werden Planungslücken verhindert, die Koordination wird optimiert und das Nachtragsrisiko reduziert. Die Zusammenarbeit zwischen allen Projektbeteiligten sorgt für Termin-, Budget- und Qualitätssicherheit.
Auch Öffentlich-Private Partnerschaft (ÖPP): Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und privaten Akteuren. Kennzeichnend für diese Kooperation ist, dass öffentliche und private Partner sowohl gemeinsame projektbezogene als auch unterschiedliche, ihren jeweiligen Funktionen entsprechende Ziele und Interessen verfolgen.
Direkte und indirekte Emissionen von CO 2 und anderen Treibhausgasen, in Anlehnung an das Greenhouse Gas Protocol (Treibhausgasprotokoll), differenziert nach einbezogenen Emissionsquellen. Scope 1: direkte Emissionsquellen im Besitz oder in der Kontrolle des Unternehmens; Scope 2: indirekte Emissionen aus verbrauchter Energie des Unternehmens; Scope 3: erweiterte Emissionen aus der Wertschöpfungskette des Unternehmens.
Bei HOCHTIEF beinhaltet dieser Begriff industrielle Wartungs- und Betriebsleistungen. Für den australischen Markt fallen die folgenden Sektoren darunter: Straßen, Nichtwohnungsbau, Ressourcenindustrie, Leicht- und Schwerindustrie, Elektrizität, Wasser und Abwasser, Schiene, Telekommunikation, Häfen, Verteidigung, Gaspipelines.
Interne und externe Anspruchsgruppen, die entweder die ökonomische, ökologische und soziale Leistung von HOCHTIEF wesentlich beeinflussen und in Zukunft beeinflussen können oder von der ökonomischen, ökologischen und sozialen Leistung des Konzerns wesentlich betroffen sind und in Zukunft betroffen sein könnten. Beim Stakeholdermanagement werden die Anforderungen wesentlicher Interessengruppen systematisch erfasst und strategisch für das nachhaltige und verantwortliche Wirtschaften sowie die öffentliche Positionierung berücksichtigt.
Eine strategische Initiative der Vereinten Nationen für Unternehmen, die sich verpflichten, ihre Geschäftstätigkeiten und Strategien an zehn anerkannten Prinzipien auszurichten. www.unglobalcompact.org
Wasserstress beziehungsweise Wasserknappheit entsteht, wenn die Nachfrage nach Wasser die zur Verfügung stehende Menge an Wasser während einer gewissen Zeitspanne übersteigt oder wenn die ungenügende Qualität des Wassers die Nutzung einschränkt.
| 2018 | 2019 angepasst | 2020 | 2021 | 2022 | |
| Auftragseingang 1 (Mio. EUR) | 28.098 | 30.429 | 23.070 | 30.162 | 30.067 |
| davon: Deutschland | 1.226 | 1.357 | 1.242 | 902 | 997 |
| International | 26.872 | 29.072 | 21.828 | 29.260 | 29.070 |
| Leistung 1 (Mio. EUR) | 25.446 | 27.139 | 24.550 | 24.857 | 29.187 |
| davon: Deutschland | 1.173 | 877 | 981 | 1.052 | 1.046 |
| International | 24.273 | 26.262 | 23.569 | 23.805 | 28.141 |
| Auftragsbestand 1 am Jahresende (Mio. EUR) | 47.267 | 51.362 | 45.840 | 51.916 | 51.404 |
| davon: Deutschland | 2.316 | 2.818 | 3.009 | 2.926 | 2.803 |
| International | 44.951 | 48.544 | 42.831 | 48.990 | 48.601 |
| Mitarbeitende am Jahresende (Anzahl) | 55.777 | 53.282 | 46.644 | 33.835 | 36.858 |
| davon: Deutschland | 3.462 | 3.515 | 3.445 | 3.289 | 3.261 |
| International | 52.315 | 49.767 | 43.199 2 | 30.546 | 33.597 |
| Umsatzerlöse (Mio. EUR) | 23.882 | 25.852 | 22.954 | 21.378 | 26.219 |
| Veränderung zum Vorjahr (in %) | 5,5 | 8,2 | -11,2 | -6,9 | 22,6 |
| Materialaufwand (Mio. EUR) | 17.355 | 18.990 | 17.435 | 16.116 | 19.922 |
| Materialintensität (in %) | 72,7 | 73,4 | 75,9 | 75,3 | 75,9 |
| Personalaufwand (Mio. EUR) | 4.168 | 4.389 | 4.419 | 3.750 | 4.470 |
| Personalintensität (in %) | 17,5 | 17,0 | 19,2 | 17,5 | 17,0 |
| Abschreibungen (Mio. EUR) | 562 | 701 | 704 | 314 | 344 |
| Beteiligungsergebnis (Mio. EUR) | 290 | 299 | 127 | 174 | 293 |
| Finanzergebnis (Mio. EUR) | -115 | -153 | -155 | -125 | -125 |
| Ergebnis vor Steuern -fortgeführte Aktivitäten (Mio. EUR) | 979 | 1.050 | 882 | 435 | 677 |
| davon: Americas (Mio. EUR) | 297 | 310 | 326 | 323 | 351 |
| Asia Pacific (Mio. EUR) | 618 | 612 | 534 | 262 | 262 |
| Europe (Mio. EUR) | 52 | 54 | 43 | -150 | 47 |
| Umsatzrendite vor Steuern (in %) | 4,1 | 4,1 | 3,8 | 2,0 | 2,6 |
| Ergebnis nach Steuern -fortgeführte Aktivitäten (Mio. EUR) | 720 | 792 | 550 | 293 | 515 |
| Ergebnis nach Steuern -nicht fortgeführte Aktivitäten (Mio. EUR) | - | -1.053 | 32 | -4 | - |
| Ergebnis nach Steuern -gesamt (Mio. EUR) | 720 | -261 | 582 | 289 | 515 |
| Eigenkapitalrendite -fortgeführte Aktivitäten (in %) | 29,9 | 49,7 | 57,1 | 27,0 | 41,9 |
| Konzerngewinn/-verlust -fortgeführte Aktivitäten (Mio. EUR) | 543 | 614 | 427 | 208 | 482 |
| Konzerngewinn/-verlust -nicht fortgeführte Aktivitäten (Mio. EUR) | - | -820 | - | - | - |
| Konzerngewinn/-verlust -gesamt (Mio. EUR) | 543 | -206 | 427 | 208 | 482 |
| EBITDA bereinigt -fortgeführte Aktivitäten (Mio. EUR) | 1.686 | 1.893 | 1.750 | 1.071 | 1.184 |
| EBIT bereinigt -fortgeführte Aktivitäten (Mio. EUR) | 1.124 | 1.192 | 1.046 | 757 | 841 |
| Ergebnis je Aktie -fortgeführte Aktivitäten (EUR) | 8,30 | 8,70 | 6,16 | 3,05 | 6,68 |
| Ergebnis je Aktie -nicht fortgeführte Aktivitäten (EUR) | - | -11,62 | - | - | - |
| Ergebnis je Aktie -gesamt (EUR) | 8,30 | -2,92 | 6,16 | 3,05 | 6,68 |
| Dividende je Aktie (EUR) | 4,98 | 5,80 | 3,93 | 1,91 | 4,003 |
| Ausschüttungsbetrag (Mio. EUR) | 352 | 410 | 278 | 135 | 311 |
| Free Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -fortgeführte Aktivitäten 4 (Mio. EUR) | 1.230 | 1.084 | 372 | 332 | 887 |
1 Alle Zahlen beziehen sich nur auf
fortgeführte Geschäftsbereiche, sofern nicht
anders angegeben.
2 Zum Stichtag 31. Dezember 2020 wurden 11.862
Mitarbeitende der CIMIC-Gesellschaft Thiess
berücksichtigt, die zum Jahresende at equity in den
Konzernabschluss einbezogen wurde.
3 Vorgeschlagene Dividende je Aktie
4 Free Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit: Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit und Mittelveränderung aus
Investitionen und Anlageabgängen bei immateriellen
Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestition
gehaltene Immobilien sowie die Veränderung
kurzfristiger Finanzanlagen und Beteiligungen
| 2018 | 2019 angepasst | 2020 angepasst | 2021 | 2022 | |
| Aktiva | |||||
| Immaterielle Vermögenswerte (Mio. EUR) | 1.159 | 1.303 | 1.041 | 1.091 | 1.117 |
| Sachanlagen (Mio. EUR) | 1.647 | 1.866 | 912 | 819 | 870 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Mio. EUR) | 7 | 19 | 21 | 19 | 33 |
| Finanzanlagen (Mio. EUR) | 1.939 | 2.012 | 2.473 | 2.592 | 3.340 |
| Andere langfristige Vermögenswerte (Mio. EUR) | 803 | 1.005 | 817 | 774 | 727 |
| Langfristige Vermögenswerte (Mio. EUR) | 5.555 | 6.205 | 5.264 | 5.295 | 6.087 |
| in % der Bilanzsumme | 35,5 | 32,6 | 31,0 | 32,6 | 33,3 |
| Vorräte (Mio. EUR) | 378 | 440 | 284 | 345 | 370 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte (Mio. EUR) | 5.700 | 7.406 | 5.182 | 5.713 | 6.421 |
| Wertpapiere und flüssige Mittel (Mio. EUR) | 4.011 | 4.954 | 5.423 | 4.854 | 5.394 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (Mio. EUR) | 1 | - | 829 | 28 | 28 |
| Kurzfristige Vermögenswerte (Mio. EUR) | 10.090 | 12.800 | 11.718 | 10.940 | 12.213 |
| in % der Bilanzsumme | 64,5 | 67,4 | 69,0 | 67,4 | 66,7 |
| Bilanzsumme (Mio. EUR) | 15.645 | 19.005 | 16.982 | 16.235 | 18.300 |
| Passiva | |||||
| Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre (Mio. EUR) | 1.860 | 1.286 | 670 | 801 | 1.134 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss (Mio. EUR) | 551 | 309 | 293 | 285 | 96 |
| Eigenkapital (Mio. EUR) | 2.411 | 1.595 | 963 | 1.086 | 1.230 |
| in % der Bilanzsumme | 15,4 | 8,4 | 5,7 | 6,7 | 6,7 |
| in % der langfristigen Vermögenswerte | 43,4 | 25,7 | 18,3 | 20,5 | 20,2 |
| Langfristige Rückstellungen (Mio. EUR) | 760 | 797 | 840 | 899 | 662 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten (Mio. EUR) | 2.070 | 3.132 | 3.932 | 3.936 | 4.725 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten (Mio. EUR) | 658 | 763 | 533 | 579 | 636 |
| Langfristige Schulden (Mio. EUR) | 3.488 | 4.692 | 5.305 | 5.414 | 6.023 |
| in % der Bilanzsumme | 22,3 | 24,7 | 31,2 | 33,3 | 32,9 |
| Kurzfristige Rückstellungen (Mio. EUR) | 842 | 1.138 | 776 | 891 | 840 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (Mio. EUR) | 600 | 1.546 | 1.051 | 530 | 503 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (Mio. EUR) | 8.304 | 10.034 | 8.050 | 8.314 | 9.704 |
| Mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten verbundene Schulden | |||||
| (Mio. EUR) | - | - | 837 | - | - |
| Kurzfristige Schulden (Mio. EUR) | 9.746 | 12.718 | 10.714 | 9.735 | 11.047 |
| in % der Bilanzsumme | 62,3 | 66,9 | 63,1 | 60,0 | 60,4 |
| Bilanzsumme (Mio. EUR) | 15.645 | 19.005 | 16.982 | 16.235 | 18.300 |
| Sachanlagenintensität 5 (in %) | 10,5 | 9,8 | 5,4 | 5,0 | 4,8 |
| Investitionen einschließlich Akquisitionen gesamt (Mio. EUR) | 2.259 | 1.237 | 897 | 488 | 704 |
| davon Immaterielle Vermögenswerte (Mio. EUR) | 5 | 16 | 16 | 9 | 11 |
| davon Sachanlagen (Mio. EUR) | 736 | 858 | 602 | 191 | 396 |
| davon als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Mio. EUR) | - | - | - | - | 7 |
| davon Finanzanlagen (Mio. EUR) | 1.518 | 363 | 279 | 288 | 290 |
| Investitionsquote 6 (in %) | 13,9 | 12,7 | 17,3 | 5,6 | 10,9 |
| Finanzierungsquote 7 (in %) | 75,8 | 80,2 | 113,9 | 157,0 | 83,1 |
| Umschlagshäufigkeit der Forderungen 8 | 5,1 | 4,6 | 4,3 | 4,6 | 5,1 |
| Umschlagshäufigkeit des Gesamtkapitals 9 | 1,6 | 1,5 | 1,3 | 1,3 | 1,5 |
| Nettofinanzvermögen (+) / -schulden (-) -fortgeführte Aktivitäten (Mio. EUR) | 1.564 | 1.529 10 | 618 | 556 | 354 |
5 Sachanlagenintensität: Verhältnis
Sachanlagen zur Bilanzsumme
6 Investitionsquote: Verhältnis
Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte,
Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
zu kumulierten Anschaffungskosten
7 Finanzierungsquote: Verhältnis
Abschreibungen zu Investitionen in Immaterielle
Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition
gehaltene Immobilien
8 Umschlagshäufigkeit der Forderungen:
Verhältnis Umsatzerlöse zu durchschnittlichem
Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen inkl.
Vertragsvermögenswerte
9 Umschlagshäufigkeit des Gesamtkapitals:
Verhältnis Umsatzerlöse zu durchschnittlichem
Gesamtkapital (Bilanzsumme)
10 Einschließlich kurzfristiger
Finanzanlagen und Beteiligungen
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Dieser Bericht wurde am 23. Februar 2023 veröffentlicht.
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