HOCHTIEF AktiengesellschaftEssenHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2025 bis zum 30.06.2025Finanzielle Highlights
Finanzielle Highlights im ersten Halbjahr 2025![]() Operativer Konzerngewinn steigt um 18 Prozent ggü. Vj. auf 355 Mio. Euro
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Dem Umsatzwachstum von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (währungsbereinigt +29 Prozent) |
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Nominaler Konzerngewinn von 481 Mio. Euro beinhaltet einmalige Gewinne von netto 126 Mio. Euro, insbesondere aus der Flatiron-Transaktion im ersten Quartal |
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Die Zahlen für das erste Halbjahr reflektieren die für das erste Quartal typischen saisonalen Effekte |
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Bereinigt um Factoring-Effekte verzeichnet der operative Cashflow im ersten Halbjahr 2025 einen starken Anstieg ggü. Vj. um 149 Mio. Euro |
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Bereinigt um Kapitalallokation, Konsolidierungs- und Wechselkurseffekte ergäbe sich im Vorjahresvergleich ein Anstieg der Netto-Liquidität um 977 Mio. Euro dank anhaltend starker Cash Conversion |
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Fokussierung auf strategische Wachstumsmärkte (zirka 55 Prozent des Auftragseingangs), Großteil der Neuaufträge mit niedrigerem Risikoprofil |
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Auftragsbestand steigt wechselkursbereinigt gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent auf 69 Mrd. Euro |
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Positioniert für weiteren Ausbau der starken Präsenz in strategischen Wachstumsmärkten wie Rechenzentren, mit bedeutenden Chancen für Eigenkapitalinvestitionen |
HOCHTIEF hat im ersten Halbjahr 2025 eine hervorragende Leistung erbracht, Umsatz,
Gewinn und Auftragsbestand deutlich gesteigert und ein solides Cashflow-Ergebnis erzielt.
Unser positiver Wachstumskurs ist eine Folge der Vision und des Engagements der Teams
von Fachleuten, die in allen geografischen Regionen des Konzerns für HOCHTIEF tätig
sind. Neben der starken finanziellen Leistung im Berichtszeitraum haben wir weitere
wichtige Fortschritte bei der Umsetzung der strategischen Entwicklung gemacht. Zunehmend
nutzen wir konzernweit unseren geografischen Fußabdruck und unser technisches Know-how,
um im Zuge der weiteren Umsetzung der Strategie des HOCHTIEF-Konzerns zusätzliches
Wachstum und Wertschöpfung für alle unsere Stakeholder zu erzielen.
Der Konzernumsatz stieg in der ersten Jahreshälfte um 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr
auf 18,4 Mrd. Euro, was einem währungsbereinigten Zuwachs von 29 Prozent entspricht.
Dies war vor allem einem starken organischen Umsatzwachstum zu verdanken. Der operative
Konzerngewinn von HOCHTIEF stieg um 18 Prozent beziehungsweise auf vergleichbarer
Basis um 22 Prozent auf 355 Mio. Euro und lag damit am oberen Ende der prognostizierten
Wachstumsspanne für 2025, die einen Anstieg von bis zu 17 Prozent vorsieht. Der nominale
Konzerngewinn lag mit 481 Mio. Euro um 10 Prozent über dem Vorjahreswert.
Die Cashflow-Entwicklung der letzten zwölf Monate zeigt, dass die starke Leistung
auf eine anhaltend hohe Cash Conversion mit einem operativen Netto-Cashflow von 1,3
Mrd. Euro zurückzuführen ist. Obgleich die erste Jahreshälfte die für das erste Quartal
typischen saisonalen Effekte reflektiert, wurde ein Anstieg des operativen Netto-Cashflows
im Vergleich zum Vorjahr, bereinigt um Factoring-Effekte, erzielt.
Die Entwicklung der Nettofinanzverschuldung des Konzerns seit Dezember 2024 wurde
durch strategische Investitionsentscheidungen und die damit verbundenen Konsolidierungseffekte
sowie durch Wechselkurseffekte beeinflusst. Bei Betrachtung der letzten zwölf Monate
und bereinigt um Kapitalallokations- und Wechselkurseffekte, ergäbe sich im Vorjahresvergleich
ein deutlicher Anstieg der Nettoliquidität um 1,0 Mrd. Euro.
Beim Auftragseingang in Höhe von 26,1 Mrd. Euro wurde wechselkursbereinigt ein starker
Anstieg von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet. Zu diesem Wachstum haben
alle operativen Segmente beigetragen. Die Neuaufträge beinhalten wichtige Projekte
in unseren strategischen Wachstumsmärkten wie Hightech, kritische Metalle, Energiewende
und nachhaltige Infrastruktur. Ende Juni 2025 belief sich der Auftragsbestand des
Konzerns auf 69 Mrd. Euro, was einem wechselkursbereinigten Anstieg von 15 Prozent
gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Die Umsetzung der Strategie von HOCHTIEF als weltweit führender Anbieter im Infrastrukturbaubereich
wurde im ersten Halbjahr 2025 vor dem Hintergrund eines beispiellosen, mehrjährigen
Bedarfs an Infrastrukturinvestitionen fortgesetzt, der durch die Megatrends Digitalisierung,
Demografie, Verteidigung, Deglobalisierung und die Nachfrage nach Energieinfrastruktur
getrieben wird.
Der Konzern hat sich als einer der weltweit führenden Anbieter für Spitzentechnologie-Infrastruktur
und Servicelösungen positioniert, um dieser stark wachsenden Nachfrage gerecht zu
werden. Dazu bauen wir unsere Präsenz in der Wertschöpfungskette mit unserem bau-
und ingenieurspezifischen Know-how aus und punkten mit unseren Kompetenzen in den
Bereichen Kapitalinvestment sowie Betrieb und Wartung.
HOCHTIEF hat sich mit erfolgreich realisierten Projekten mit einer Kapazität von zirka
sechs Gigawatt als einer der weltweit führenden Anbieter für die Entwicklung und den
Bau von Rechenzentren etabliert. Der Ansatz des Konzerns vereint umfassendes Fachwissen
in den Bereichen Planung, Finanzierung, Bau und Betrieb. Mehreren Quellen zufolge
könnte der weltweite Kapitalmarkt für Rechenzentren bis 2030 um fast 20 Prozent pro
Jahr wachsen.
Im Kontext der umfassenderen Strategie des Konzerns, ein europaweites Netz nachhaltiger
dezentraler Edge-Rechenzentren zu errichten, strebt HOCHTIEF eine Ausweitung seiner
Geschäftstätigkeit auf andere europäische Länder, darunter Österreich, die Schweiz
und Großbritannien, an. HOCHTIEF hat bereits das Joint Venture Yorizon gegründet,
das die YEXIO-Rechenzentren von HOCHTIEF mit innovativen Cloud-Computing-Lösungen
für digitale Souveränität anbietet. Das erste Rechenzentrum eröffnet in diesem Sommer
in Deutschland; darüber hinaus wurden bereits Grundstücke für weitere Rechenzentren
gesichert.
Parallel dazu führte der Konzern im zweiten Quartal Gespräche auf hochrangiger Ebene
mit EU-Behörden, um ihre Pläne zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität
der Region zu unterstützen. Dies steht im Einklang mit dem Fokus des Konzerns auf
den Einsatz unserer umfassenden Fähigkeiten in strategischen europäischen Infrastrukturbereichen.
HOCHTIEF hat im Berichtszeitraum eine Reihe bedeutender Rechenzentrumsprojekte akquiriert.
Turner hat den Wert der gewonnenen Neuaufträge verdoppelt und damit die starke Präsenz
des Konzerns in diesem schnell wachsenden Markt unterstrichen. Im Raum Asien/Pazifik
realisiert CIMIC innerhalb eines Joint Ventures die erste Phase eines mehrstufigen
Rechenzentrumsprojekts auf den Philippinen. Zudem wurden kürzlich Projekte in Malaysia
und Singapur realisiert. Und in Deutschland haben wir als Entwickler, Auftragnehmer
und Betreiber unser fünftes Edge-Rechenzentrumsprojekt - diesmal in der Nähe Münchens
- auf den Weg gebracht.
Der Konzern macht auch im Halbleiterbereich Fortschritte, in dem die starke Nachfrage
nach künstlicher Intelligenz und die weiterhin steigende Digitalisierung die Investitionen
ankurbeln und der weltweite Umsatz in diesem Sektor im Jahr 2025 voraussichtlich 700
Milliarden US-Dollar erreichen wird. Und für die Zukunft wird ein Wachstum im zweistelligen
Prozentbereich erwartet. In Kombination mit dem Reshoring-Trend führt dies zu einer
raschen Zunahme der Bauarbeiten im Halbleitersektor.
Dies ist ein strategischer Wachstumsmarkt für HOCHTIEF, der unseres Erachtens vielversprechende
Chancen bietet. Deshalb analysieren wir derzeit aktiv eine sehr große Menge an möglichen
Projekten. Zu den jüngsten Projektgewinnen zählen ein bedeutender Bauauftrag für die
Erweiterung einer Montage- und Testanlage für Lithografiemaschinen für die Chipherstellung
in den USA, ein wichtiges Halbleiterprojekt in Malaysia und eine Halbleiterfabrik
mit Reinraumtechnologie in Deutschland.
HOCHTIEF hat seine Führungsposition im strategisch wichtigen Bereich der kritischen
Metalle und Rohstoffe in den vergangenen Quartalen ausgebaut.
Die weltweiten Bemühungen, saubere Energietechnik zu entwickeln, führen zu einem starken
Anstieg der Nachfrage nach Metallen für die Energiewende wie Kupfer, Aluminium und
Nickel, aber auch nach kritischen Mineralien für die "New Economy" und Batterien wie
Lithium, Kobalt und Seltene Erden. Beispielsweise wird erwartet, dass die australische
Bergbauindustrie in den kommenden Jahrzehnten aufgrund ihrer bedeutenden Vorkommen
an kritischen Mineralien erheblich von der steigenden weltweiten Nachfrage profitieren
wird. In Australien wird zum Beispiel für die Bauaktivitäten im Rohstoffsektor ein
Zuwachs um knapp 10 Prozent prognostiziert, der unter anderem von der im Zuge der
Energiewende steigenden Nachfrage nach kritischen Mineralien getragen wird.
HOCHTIEF hat seine Präsenz in den Bereichen Mineralienverarbeitung und technische
Beratung durch eine Reihe von ergänzenden Zukäufen ausgebaut. So hat das zu CIMIC
gehörende Unternehmen Sedgman letztes Jahr Prudentia Engineering übernommen und dadurch
sein bestehendes Know-how im Bereich kritische Mineralien sowie in der Mineralienverarbeitung
von Kupfer, hochreinem Aluminiumoxid, Vanadium, Lithium, Kobalt, Seltenen Erden, Uran
und Nickel erweitert. Sedgman hat 2024 zudem die Übernahme von der Gesellschaft MinSol
Engineering bekanntgegeben, die seit mehr als 15 Jahren eine wichtige Rolle bei der
Entwicklung der weltweiten Lithiumindustrie gespielt hat.
Die Übernahme der im Untertageabbau von Metallen tätigen Firma PYBAR durch Thiess
im Jahr 2024 hat die Position des Unternehmens im Bereich kritischer Mineralien und
Metalle wie Kupfer, Gold, Zink-Blei und Eisenerz ebenfalls gestärkt. Thiess hat zudem
das Ingenieurbüro Mintrex übernommen, das einen guten Ruf in der technischen Beratung,
im Projektmanagement und in der Anlagenverwaltung im Bergbausektor besitzt.
Durch diese gezielten Akquisitionen sind wir in diesem wichtigen strategischen Sektor
sehr gut positioniert. In diesem Zeitraum nahm die CIMIC-Gruppe die Arbeit an einem
innovativen Projekt zur Verarbeitung kritischer Mineralien - darunter Vanadium und
Metalle der Seltenen Erden - in Queensland auf und hat die Zuschläge für eine fünfjährige
Vertragsverlängerung für ein Goldprojekt in Westaustralien sowie für ein weiteres
Goldprojekt in der Region erhalten. Diese Aufträge addieren sich zu mehreren wichtigen
Projekten, die wir in diesem Sektor ausführen, darunter:
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die Prozessplanung und Projektdurchführung für eine Kupfer-Zink-Anlage in Westaustralien |
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ein dreijähriges Full-Service-Bergbauprojekt für Nickel und Kupfer im Tagebau in Ontario, Kanada |
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ein Vierjahresvertrag über die Erbringung von Untertage-Dienstleistungen in einer Kupfermine in Queensland |
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und die Bereitstellung von Mineralienaufbereitungsservices innerhalb eines großen australischen Eisenerzvertrags |
Eine zentrale Rolle bei der Energiewende spielt auch Lithium. Wir prüfen derzeit eine
Reihe potenzieller Investitionsmöglichkeiten im Lithiumbereich und sind an einem großen
Lithiumwerk in Deutschland beteiligt. Derzeit arbeiten wir außerdem an einer Reihe
weiterer Lithium-Projekte in Portugal, Brasilien und Kanada.
Der Konzern ist seit mehreren Jahrzehnten einer der führenden Anbieter in den Bereichen
Verkehrsinfrastruktur und nachhaltige Mobilität. Die Aussichten für den Sektor sind
aufgrund mehrerer Infrastruktur-Konjunkturpakete in wichtigen Regionen sehr positiv.
Das vom Bundestag in Berichtszeitraum verabschiedete 500-Milliarden-Euro-Investitionspaket
für die Infrastruktur in Deutschland bietet enorme Chancen, die Modernisierung des
Landes zu beschleunigen. Das Paket konzentriert sich auf die Bereiche Verkehr, Energie
und Soziales, einschließlich der Segmente Gesundheitswesen, Bildung, Forschung und
Entwicklung sowie Digitalisierung. Dabei können Investitionen von 400 Milliarden Euro
auf Bundesebene und von 100 Mrd. EUR auf Landesebene getätigt werden. HOCHTIEF ist
gut positioniert, um von seinem skalierbaren Geschäftsmodell und seinen Kernkompetenzen
in den Bereichen Brücken, Tunnel und Schienenverkehr zu profitieren.
Im ersten Halbjahr 2025 erhielt HOCHTIEF einen Auftrag für die Deutsche Bahn mit einem
Wert von 170 Mio. Euro für die Modernisierung eines Streckenabschnitts im Zuge der
Planung für die Generalsanierung der deutschen Bahninfrastruktur. HOCHTIEF hat in
einer Arbeitsgemeinschaft kürzlich auch einen weiteren Großauftrag für die Zweite
BahnStammstrecke in München erhalten. Insgesamt hat sich der Auftragsbestand für Projekte
in Deutschland in den vergangenen drei Jahren auf mehr als 5,3 Mrd. Euro verdoppelt.
Im zweiten Quartal erfolgte auch der Zuschlag für ein weiteres bedeutendes Verkehrsprojekt
in Europa: ein Autobahnprojekt in den Niederlanden im Wert von zunächst mehr als 1,2
Mrd. Euro. Der PPP-Vertrag sieht neben der Planung und dem Bau auch die Finanzierung,
den Betrieb und die Instandhaltung der Autobahn bis 2051 vor.
In Nordamerika erhielt FlatironDragados innerhalb eines Joint Ventures den Zuschlag
für das 900 Mio. Euro schwere Projekt Long Bridge North, ein großes Schieneninfrastrukturprojekt,
das die Bahnkapazität erhöhen und wichtige Verkehrsverbindungen zwischen Washington,
D.C. und Virginia modernisieren wird. Und in Australien sicherte sich CIMIC in einem
Joint Venture den Auftrag für den Bau des Projekts Logan and Gold Coast Faster Rail,
das noch vor den Olympischen Spielen 2032 in Brisbane fertiggestellt werden soll.
Auch im Biopharma-, Gesundheits- und Bildungsinfrastruktursektor nimmt der Konzern
weiterhin eine führende Position ein.
Infolge der demografischen Entwicklung (einschließlich Urbanisierung) und der Megatrends
der Digitalisierung wird ein signifikanter struktureller Anstieg der Nachfrage im
Gesundheits- und Bildungsinfrastruktur erwartet. HOCHTIEF verfügt über eine starke
Erfolgsbilanz und branchenführendes Fachwissen im Gesundheitssektor. So wurde beispielsweise
Turner in den USA erneut zum führenden Baumanager gekürt und unterstrich damit einmal
mehr seine führende Position im US-Gesundheitsmarkt. Zudem hat der Konzern preisgekrönte
Projekte im Krankenhausbau in der gesamten Region Asien-Pazifik realisiert.
In Neuseeland unterzeichnete CIMIC im ersten Halbjahr 2025 eine Absichtserklärung
für den Bau des New Dunedin Hospital Inpatients Building. In Nordamerika feierte ein
Joint Venture unter Beteiligung von Turner Anfang des Monats das Richtfest des University
Health Palo Alto Hospital, eines fünfstöckigen Krankenhauses mit einem Auftragswert
von 550 Mio. US-Dollar, das eines der am schnellsten wachsenden Gebiete in der Region
mit kritischen Dienstleistungen versorgen wird.
Im Bildungsinfrastruktursektor, in dem Turner führend ist, baut das Unternehmen das
College of Veterinary Medicine in South Carolina, dessen Fertigstellung für 2026 geplant
ist. Zudem erhielt Turner den Zuschlag für ein transformatives Projekt zur Modernisierung
von Lernumgebungen, Verbesserung der Infrastruktur und Förderung des Wohlbefindens
der Schüler in allen sieben Bezirksschulen New Yorks. In Deutschland sicherte sich
HOCHTIEF einen Auftrag für den Bau eines Forschungsgebäudes für die Universität Duisburg-Essen.
Im Verteidigungssektor werden die Investitionen in einigen unserer Schlüsselmärkte
voraussichtlich stark steigen. Aufgrund seiner Branchenpräsenz in Europa, den USA
und Australien sowie seiner starken Sicherheitsreferenzen ist HOCHTIEF weltweit gut
für einen Anstieg der Verteidigungsausgaben aufgestellt. Ende Juni belief sich der
Auftragsbestand des Konzerns im Verteidigungsbereich auf 2 Mrd. Euro.
CIMIC arbeitet aktuell an der Modernisierung der Infrastruktur und der Einrichtungen
der Royal Australian Air Force in Queensland mit einem Auftragswert von 370 Mio. australischen
Dollar.
In den USA leitet FlatironDragados in einem Joint Venture den Bau eines Trockendocks
in Pearl Harbor. Das Projekt ist Teil des Werftinfrastruktur-Optimierungsprogramms
der US-Marine zur Modernisierung staatlicher Werften.
Darüber hinaus sind wir gut positioniert, um an den umfassenden mehrjährigen Investitionsplänen
für den Verteidigungssektor in Deutschland zu partizipieren, mit Chancen im Bereich
verteidigungsbezogener Investitionsmaßnahmen (Neubau/Sanierung von Infrastruktur,
Gebäuden usw.), möglicherweise auch im Rahmen eines PPP-Modells.
Im Bereich der Energieinfrastruktur spielt HOCHTIEF weltweit eine wichtige Rolle,
beispielsweise bei der Energiewende in Australien, indem wir unser globales Fachwissen
und unsere lokale Kompetenz und Präsenz zur Realisierung bedeutender Projekte nutzen.
Das starke Wachstum wird durch die steigende Nachfrage nach Energie im Allgemeinen
und nach sauberer Energie im Besonderen getrieben. CIMIC investiert in und entwickelt
Anlagen für erneuerbare Energien, Übertragungsleitungen, Netzaktivierungsinfrastruktur
und Batteriespeichersysteme. UGL und Sedgman sind Pioniere bei der Bereitstellung
integrierter technischer Lösungen für Kunden in den Bereichen Energie, Mobilität und
natürliche Ressourcen.
Im Berichtszeitraum erhielt HOCHTIEF Engineering einen Planungsauftrag von Hitachi
Energy für vier leistungsstarke Onshore-Konverterstationen mit einer Leistung von
zwei Gigawatt, die entscheidend dazu beitragen werden, die aus Windkraft erzeugte
Energie aus Norddeutschland ins Ruhrgebiet zu bringen.
HOCHTIEF ist seit langem einer der führenden Anbieter im gewerblichen und allgemeinen
Hochbau, unter anderem beim Bau von Flughäfen, Sportstadien und Bürogebäuden. Seit
Jahrzehnten realisiert der Konzern erfolgreich legendäre Sportstätten. Der Konzern
kann auf eine positive Erfolgsbilanz verweisen, die sein Engagement für Nachhaltigkeit,
Sicherheitsplanung und Gestaltung sowie herausragende Bauleistungen belegt.
Im zweiten Quartal erhielt Turner den Zuschlag für den Bau des neuen Stadions für
den Sacramento Republic FC mit 12.000 Plätzen in der Innenstadt von Sacramento. Das
Portfolio von Turner umfasst legendäre Arenen wie das Golden 1 Center in Sacramento,
das Levi's-Stadion in Santa Clara, das SoFi-Stadion in Inglewood und das TQL-Stadion
des FC Cincinnati.
Turner wurde innerhalb eines Joint Ventures für die erste Phase des Baus eines Kongresszentrums
mit einem Wert von 3,7 Mrd. US-Dollar beauftragt, das Teil einer milliardenschweren
Investition in die Zukunft der Innenstadt von Dallas ist.
Die effiziente Kapitalallokation, eine wichtige Säule der Konzernstrategie, umfasst
auch transformative M&A-Aktivitäten; hier kam es in der ersten Jahreshälfte 2025 zu
sehr wichtigen Entwicklungen. Im Januar vollzog HOCHTIEF die rund 400 Mio. Euro schwere
strategische Übernahme von Dornan Engineering, einer schnell wachsenden Spitzentechnologie-Ingenieurfirma
mit Sitz in Irland. Diese Akquisition ist ein bedeutender Meilenstein und wird es
dem Konzern ermöglichen, die Expansionsstrategie von Turner in Europa zu beschleunigen.
Zum Jahresauftakt wurde außerdem die FlatironDragados-Transaktion abgeschlossen, durch
die das zweitgrößte Tiefbau- und Bauunternehmen in Nordamerika entsteht. Das neue
Unternehmen verfügt über einzigartige Erfahrung bei der Realisierung großer Infrastrukturprojekte.
HOCHTIEF hält eine Beteiligung von 38,2 Prozent an dem neuen Unternehmen und erzielte
im Berichtszeitraum einen einmaligen, nicht zahlungswirksamen Gewinn in Höhe von 146
Mio. Euro beim nominalen Konzerngewinn. Zudem ergeben sich bedeutende Synergien durch
die Transaktion, die auf jährlich 30 bis 40 Mio. US-Dollar geschätzt werden, und die
durch gemeinsame Dienstleistungen, die Zentralisierung von Unternehmensfunktionen
und die Vereinfachung der Unternehmensstruktur erzielt werden. Im zweiten Quartal
gab das Unternehmen die Integration seiner New Yorker Tiefbauunternehmen bekannt.
Abertis, an dem HOCHTIEF mit 20 Prozent beteiligt ist, gab im Laufe des Quartals den
geplanten Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an der Autobahn A-63 in Frankreich, einem
strategisch wichtigen Korridor zwischen Spanien und Nordeuropa, bekannt. Durch diese
Investition in eine Konzession mit einer Restlaufzeit von 26 Jahren stärkt Abertis
seine Portfolioduration und Finanzkraft. Abertis schüttete im zweiten Quartal 2025
eine Dividende in Höhe von 600 Mio. Euro mit einem Anteil von 119 Mio. Euro für HOCHTIEF
aus.
Die Fokussierung des Konzerns auf die Prioritäten in den Bereichen Umwelt, Soziales
und Unternehmensführung verläuft weiterhin nach Plan. Eine bemerkenswerte Entwicklung
in diesem Kontext war, dass HOCHTIEF von ISS, der internationalen ESG-Beratungs- und
Rating-Agentur, für seine Leistungen und Erfolge im Bereich ESG mit dem "Prime Status"
ausgezeichnet wurde.
Ende Juni gab HOCHTIEF bekannt, dass Finanzvorstand Peter Sassenfeld in den Ruhestand
geht. Ich möchte Peter Sassenfeld, der seit 2011 Finanzvorstand des Konzerns war,
für sein Engagement in einer außerordentlich erfolgreichen Zeit für den Konzern danken.
Der Aufsichtsrat hat Christa Andresky zum neuen Mitglied des Vorstands und zur neuen
Finanzvorständin bestellt. Ich heiße Christa Andresky herzlich willkommen. Sie ist
zugleich CFO bei Turner, wo sie bereits eng mit Peter Sassenfeld und dem HOCHTIEF-Finanzteam
zusammengearbeitet und die hervorragende Leistung unserer nordamerikanischen Gesellschaft
überwacht hat.
Im April hielt HOCHTIEF seine Jahreshauptversammlung in Essen ab. Infolge der starken
operativen und finanziellen Performance von HOCHTIEF im Jahr 2024 wurde eine Erhöhung
der Dividende für das vergangene Geschäftsjahr um 19 Prozent auf 5,23 Euro je Aktie
beschlossen. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von etwa 65 Prozent des operativen
Konzerngewinns beziehungsweise einem Betrag von rund 400 Mio. Euro in absoluten Zahlen.
Diese signifikante Dividendenerhöhung belegt nicht nur die herausragende Konzernperformance
im vergangenen Jahr, sondern auch die Zuversicht der Unternehmensleitung hinsichtlich
der zukünftigen Wachstumsaussichten.
Wir werden unsere Konzernstrategie im weiteren Jahresverlauf und darüber hinaus weiterverfolgen
und sehen der Zukunft mit Zuversicht und Optimismus entgegen. Unser Ausblick für 2025
ist es, einen operativen Konzerngewinn von 680 bis 730 Mio. Euro zu erzielen. Das
entspricht - vorbehaltlich der Marktbedingungen - einer Steigerung um bis zu 17 Prozent
gegenüber dem Vorjahr.
Ihr
| Juan Santamaría Cases |
| Vorsitzender des Vorstands |
Insgesamt setzte sich bei HOCHTIEF im gesamten Verlauf des ersten Halbjahres 2025
die positive Dynamik vom Jahresbeginn fort. Der Konzernumsatz erhöhte sich in den
ersten sechs Monaten des Jahres 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent auf 18,4
Mrd. Euro. Sowohl der nominale (481 Mio. Euro) als auch der operative Konzerngewinn
(355 Mio. Euro) lagen im ersten Halbjahr 2025 deutlich über den Vergleichswerten des
Vorjahres. Beim Auftragseingang legte HOCHTIEF im ersten Halbjahr 2025 weiter kräftig
zu und erzielte mit 26,1 Mrd. Euro einen Anstieg um 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der Auftragsbestand stieg somit im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 Mrd. Euro (+5 Prozent
beziehungsweise +15 Prozent auf währungsbereinigter Basis) und belief sich per Ende
Juni 2025 auf 69,0 Mrd. Euro.
HOCHTIEF fokussierte sich in den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 weiterhin auf
die Umsetzung der Konzernstrategie mit dem Ziel, die Kernmarktposition des Konzerns
zu festigen und gleichzeitig die Präsenz in strategischen Wachstumsmärkten weiter
auszubauen. Die im Vorjahr eingeleiteten strategischen M&A-Aktivitäten "Dornan" und
"FlatironDragados" wurden mit dem Closing der Transaktionen zum Jahresbeginn 2025
erfolgreich abgeschlossen. Damit hat der HOCHTIEF-Konzern seine Stellung als einer
der führenden Anbieter für Hochtechnologie-Infrastruktur und Servicelösungen gestärkt
und seine Kompetenzen und Kapazitäten zur Erfüllung der stark wachsenden Nachfrage
weiter ausgebaut.
Hierzu gehörte insbesondere die strategische Übernahme von 100 Prozent der Anteile
an Dornan Engineering, Cork, Irland, ("Dornan") - einem führenden Anbieter von Spitzentechnologie-Ingenieurleistungen
in den Bereichen Maschinenbau und Elektrotechnik mit Sitz in Irland. Die Übernahme
von Dornan wird es dem HOCHTIEF-Konzern ermöglichen, die Expansionsstrategie von Turner
in Europa zu beschleunigen. Das Closing der Transaktion erfolgte am 7. Januar 2025.
Zudem vereinbarten HOCHTIEF und sein Hauptaktionär ACS im Juli 2024 die Zusammenlegung
ihrer nordamerikanischen Gesellschaften Flatiron und Dragados zum zweitgrößten Anbieter
im Bereich Tiefbau in der Region. Durch den Zusammenschluss wird das Wachstum des
Konzerns auf dem nordamerikanischen Tiefbaumarkt gefördert. Mit dem am 17. Januar
2025 vollzogenen Closing hält HOCHTIEF 38,2 Prozent der Anteile an der neuen kombinierten
HoldingGesellschaft Flatiron Dragados Engineering and Construction, S.L., Madrid,
("FlatironDragados") die gemäß der At-Equity-Methode in den HOCHTIEF-Konzernabschluss
einbezogen wird. Die Übertragung von Flatiron in die neue kombinierte Gesellschaft
führte zu einem einmaligen, nicht zahlungswirksamen Gewinn vor und nach Steuern in
Höhe von 146 Mio. Euro für den HOCHTIEF-Konzern. Im ersten Halbjahr 2024 wurde Flatiron
noch als vollkonsolidierte Tochtergesellschaft im HOCHTIEF-Konzernabschluss bilanziert
und in der HOCHTIEF-Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024 wurden die Vermögenswerte
und Schulden von Flatiron gemäß IFRS 5 als zur Veräußerung gehalten bilanziert. Demnach
ergeben sich aufgrund der unterschiedlichen Konsolidierungsmethoden von Flatiron in
den Vergleichsperioden deutliche Abweichungen beim Vergleich der HOCHTIEF-Konzernbilanz
und -Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung.
Im Vorjahr erwarb die CIMIC Group Limited, New South Wales, Australien ("CIMIC") am
23. April 2024 weitere 10 Prozent der Anteile an der Thiess Group Holdings Pty Ltd,
New South Wales, Australien ("Thiess"). Durch den Erwerb hält CIMIC eine 60-prozentige
Beteiligung an Thiess, sodass Thiess ab Ende April 2024 als vollkonsolidierte Tochtergesellschaft
in den HOCHTIEF-Konzernabschluss einbezogen wird. Im Zuge der Vollkonsolidierung werden
demnach alle Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung von Thiess zu 100
Prozent im HOCHTIEF-Konzernabschluss konsolidiert. Die Elliott zurechenbaren Erträge
aus der Vorzugsdividende auf ihren 40 Prozent-Anteil werden auf Ebene der Minderheitsanteile
in der Zeile "Anteile ohne beherrschenden Einfluss" ausgewiesen. Da Thiess im ersten
Quartal 2024 noch als At-Equity-Beteiligung im HOCHTIEF-Konzernabschluss bilanziert
wurde, ergeben sich daraus in den Vergleichsperioden H1 2025 und H1 2024 Abweichungen
beim Vergleich der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung.
Zusammengefasst beurteilen wir die wirtschaftliche Lage und den Geschäftsverlauf im
ersten Halbjahr 2025 für den HOCHTIEF-Konzern auf Basis des erreichten Umsatz- und
Gewinnwachstums sowie der guten Cash Conversion in den letzten 12 Monaten und des
weiteren Anstiegs des Auftragsbestands bei Fortsetzung der Konzernstrategie als insgesamt
sehr solide.
HOCHTIEF erzielte im ersten Halbjahr 2025 Umsatzerlöse in Höhe von 18,4 Mrd. Euro.
Dies entspricht einer deutlichen Steigerung von 25 Prozent gegenüber dem vergleichbaren
Vorjahreswert (14,7 Mrd. Euro).
Die Umsatzentwicklung in der ersten Jahreshälfte 2025 wurde durch ein sehr starkes
zugrunde liegendes Nachfragewachstum in der gesamten Gruppe gestützt. Darüber hinaus
trugen positive Konsolidierungseffekte aus der Thiess-Transaktion (ab dem zweiten
Quartal 2024 vollkonsolidiert) und der Übernahme von Dornan positiv hierzu bei.
Die Umsätze im ersten Halbjahr 2025 enthalten entgegen dem Vorjahr keine Umsätze von
Flatiron aufgrund der Dekonsolidierung. Zudem war die Umsatzentwicklung trotz negativer
Wechselkurseffekte durch die Abwertung des US-Dollars und insbesondere des australischen
Dollars positiv.
| (In Mio. EUR) | H1 2025 | H1 2024 |
Veränderung |
| Turner | 12.216,0 | 8.649,9 | 41,2 % |
| CIMIC | 5.255,6 | 4.159,8 | 26,3 % |
| Engineering and Construction | 800,8 | 1.766,0 | -54,7 % |
| Corporate | 97,3 | 75,9 | 28,2 % |
| HOCHTIEF-Konzern | 18.369,7 | 14.651,6 | 25,4 % |
Die Umsatzerlöse von Turner beliefen sich im ersten Halbjahr 2025 auf 12,2 Mrd. Euro.
Der Vergleichswert des Vorjahres (8,6 Mrd. Euro) wurde damit um 41 Prozent übertroffen.
Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist auf das anhaltend hohe Umsatzniveau in den Bereichen
Spitzentechnologie und soziale Infrastruktur (Sportstätten, Bildung und Gesundheitsversorgung)
sowie auf die Integration der Dornan-Gruppe zurückzuführen.
CIMIC erzielte im ersten Halbjahr 2025 Umsatzerlöse in Höhe von 5,3 Mrd. Euro - einschließlich
der Umsatzbeiträge der Gesellschaft Thiess, die ab dem zweiten Quartal 2024 als vollkonsolidiertes
Tochterunternehmen in den HOCHTIEF-Konzern einbezogen ist. Im ersten Halbjahr des
Vorjahres waren die Umsätze geringer und beliefen sich auf 4,2 Mrd. Euro, da Thiess
im ersten Quartal 2024 noch als At-Equity-Beteiligung bilanziert wurde und daher für
diesen Zeitraum keine Umsatzbeiträge von Thiess im HOCHTIEF-Konzernabschluss enthalten
waren. Zudem enthielten die Umsatzerlöse im Vorjahr Erlösreduzierungen in Höhe von
487 Mio. Euro (800 Mio. australische Dollar) im Vergleich zu 75 Mio. Euro (130 Mio.
australische Dollar) in der Berichtsperiode. Operativ profitierte CIMIC von der Neuausrichtung
des Leistungsportfolios auf den Bereich Spitzentechnologie mit erheblichem Wachstum
bei Projekten für Rechenzentren. Auf nominaler Basis erhöhte sich das Umsatzvolumen
von CIMIC im ersten Halbjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr somit um 26 Prozent.
Die Umsatzerlöse im Segment Engineering and Construction beliefen sich im ersten Halbjahr
2025 auf 801 Mio. Euro. Der ausgewiesene Rückgang ist ausschließlich auf die Dekonsolidierung
des Umsatzbeitrags von Flatiron zurückzuführen, da die neue kombinierte Gesellschaft
FlatironDragados ab dem ersten Quartal 2025 gemäß der At-Equity-Methode bilanziert
wird. Auf vergleichbarer Basis, d.h. bei alleiniger Betrachtung der europäischen Aktivitäten,
ist der Umsatz im ersten Halbjahr 2025 mit 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr deutlich
gestiegen.
Das auf Märkten außerhalb Deutschlands erzielte Umsatzvolumen belief sich im ersten
Halbjahr 2025 auf 17,8 Mrd. Euro (Vorjahr 14,2 Mrd. Euro). Der Internationalisierungsgrad
des HOCHTIEF-Konzerns lag mit 97 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres.
Der Materialaufwand stieg im ersten Halbjahr 2025 entsprechend dem Umsatzwachstum
um 24 Prozent auf 13,9 Mrd. Euro (Vorjahr 11,2 Mrd. Euro). Der Personalaufwand belief
sich im ersten Halbjahr 2025 auf 2,9 Mrd. Euro - ein Anstieg um 9 Prozent gegenüber
dem Vorjahr (2,6 Mrd. Euro), der im Wesentlichen auf das Wachstum und die Einbeziehung
von Thiess als vollkonsolidiertes Unternehmen bei CIMIC und von Dornan bei Turner
zurückzuführen ist.
Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich im ersten Halbjahr 2025 auf 218
Mio. Euro (Vorjahr 647 Mio. Euro). Der höhere Vorjahreswert war in erster Linie durch
den Ertrag aus der Neubewertung der bereits bestehenden 50-prozentigen Beteiligung
von CIMIC an Thiess im Zusammenhang mit dem Erwerb von weiteren 10 Prozent der Anteile
an Thiess mit 592 Mio. Euro beeinflusst. Im laufenden Geschäftsjahr enthalten die
sonstigen betrieblichen Erträge den einmaligen, nicht zahlungswirksamen Gewinn vor
und nach Steuern in Höhe von 146 Mio. Euro aus der Übertragung von Flatiron in die
neue kombinierte Gesellschaft FlatironDragados.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des HOCHTIEF-Konzerns lagen im ersten Halbjahr
2025 mit 760 Mio. Euro auf Vorjahreshöhe.
Die Abschreibungen stiegen im ersten Halbjahr 2025 auf 334 Mio. Euro gegenüber 225
Mio. Euro im Vorjahr - vorrangig bedingt durch die Vollkonsolidierung von Thiess.
Das Beteiligungsergebnis aus at Equity bewerteten assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen
sowie übrigen Beteiligungen belief sich im ersten Halbjahr 2025 auf 99 Mio. Euro und
bewegte sich damit auf Vorjahresniveau. Der Ergebnisbeitrag von Abertis belief sich
im ersten Halbjahr 2025 auf 36 Mio. Euro (Vorjahr 39 Mio. Euro).
Im Finanzergebnis fielen im ersten Halbjahr 2025 per Saldo Aufwendungen in Höhe von
145 Mio. Euro an (Vorjahr 92 Mio. Euro). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert
insbesondere aus der Einbeziehung von Thiess als vollkonsolidiertes Unternehmen sowie
aus Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit im Vorjahr getätigten strategischen Akquisitionen.
| (In Mio. EUR) | H1 2025 | H1 2024 | Veränderung |
| Turner | 392,3 | 246,9 | 58,9 % |
| CIMIC | 217,7 | 249,2 | -12,6 % |
| Engineering and Construction | 30,1 | 27,2 | 10,7 % |
| Abertis | 35,9 | 39,1 | -8,2 % |
| Corporate | 33,6 | -76,1 | - |
| Nominales PBT Konzern | 709,6 | 486,3 | 45,9 % |
| Nicht operative Effekte | -121,9 | -44,1 | -176,4 % |
| Operatives PBT Konzern | 587,7 | 442,2 | 32,9 % |
HOCHTIEF erzielte im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025 ein nominales Ergebnis
vor Steuern in Höhe von 710 Mio. Euro und damit eine Verbesserung um 46 Prozent gegenüber
dem Vorjahr (486 Mio. Euro). Darin ist ein einmaliger, nicht zahlungswirksamer Gewinn
vor und nach Steuern in Höhe von 146 Mio. Euro aus der Einbringung der Anteile an
Flatiron in die kombinierte Gesellschaft FlatironDragados enthalten. Das operative
PBT (nominales PBT, bereinigt um nicht operative Effekte) belief sich im ersten Halbjahr
2025 auf 588 Mio. Euro - ein Anstieg um 33 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert (442
Mio. Euro).
Mit der erfolgreichen Konzentration auf Chancen in Hochtechnologie-Wachstumsmärkten
setzte Turner die zum Jahresbeginn 2025 verzeichnete starke Umsatz- und Margenentwicklung
im bisherigen Jahresverlauf weiter fort. Davon profitierte auch das nominale PBT im
ersten Halbjahr 2025 mit einem Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert (247 Mio. Euro)
um 59 Prozent auf 392 Mio. Euro. Zudem leistete die seit dem ersten Quartal 2025 vollkonsolidierte
Gesellschaft Dornan einen positiven PBT-Beitrag.
CIMIC fokussierte sich im ersten Halbjahr 2025 weiterhin auf Chancen im Bereich der
Spitzentechnologie und auf anderen strategischen Wachstumsmärkten sowie auf risikoärmere,
kooperative Vertragsmodelle mit seinen Kunden. Auf operativer Basis - bereinigt um
nicht operative Effekte - verbesserte sich das PBT von CIMIC im Vergleich zum Vorjahr
(193 Mio. Euro) um 20 Prozent auf 232 Mio. Euro. Das nominale PBT des ersten Halbjahres
2025 belief sich auf 218 Mio. Euro (Vorjahr 249 Mio. Euro).
Das Segment Engineering and Construction erzielte im ersten Halbjahr 2025 ein nominales
PBT in Höhe von 30 Mio. Euro und zeigte damit eine im Vorjahresvergleich (27 Mio.
Euro) verbesserte Entwicklung - gestützt durch höhere Umsätze der europäischen Gesellschaften.
Der Beitrag von Abertis zum Ergebnis des HOCHTIEF-Konzerns spiegelt die 20-Prozent-Beteiligung
des Konzerns an der Abertis HoldCo S.A., die operative Entwicklung von Abertis, Effekte
aus der nicht zahlungswirksamen Kaufpreisallokation (PPA) und HoldCo-Kosten wider.
Im ersten Halbjahr 2025 bewegte sich der Ergebnisbeitrag mit 36 Mio. Euro auf Vorjahresniveau
(39 Mio. Euro).
Im Segment Corporate belief sich das nominale PBT für das erste Halbjahr 2025 auf
34 Mio. Euro (Vorjahr: -76 Mio. Euro). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultierte
in erster Linie aus dem einmaligen, nicht zahlungswirksamen Gewinn vor und nach Steuern
in Höhe von 146 Mio. Euro im Zusammenhang mit der Übertragung der Anteile an Flatiron
in die neue kombinierte Gesellschaft FlatironDragados sowie aus der Veränderung von
Rückstellungen im ersten Halbjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr, der durch die Eliminierung
des Ergebniseffekts aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts bei einer als Finanzinvestition
gehaltenen Immobilie von CIMIC (92 Mio. Euro) teilweise kompensiert wurde, da die
als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien im HOCHTIEF-Konzern nach dem Anschaffungskostenmodell
bilanziert werden.
Die Aufwendungen aus Ertragsteuern beliefen sich im ersten Halbjahr 2025 auf 171 Mio.
Euro (Vorjahr 23 Mio. Euro). Daraus resultierte eine Steuerquote in Höhe von 24 Prozent
(Vorjahr 5 Prozent). Die deutlich niedrigere Steuerquote im Vorjahreszeitraum resultierte
aus dem steuerfreien Ertrag aus der Neubewertung der CIMIC-Beteiligung an Thiess.
Bereinigt um diesen Effekt und die Auswirkungen aus der Bildung von Risikovorsorgen
bei CIMIC ergab sich für das erste Halbjahr 2024 eine Steuerquote in Höhe von 26 Prozent.
Der nominale Konzerngewinn des HOCHTIEF-Konzerns stieg im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres
2025 gegenüber dem Vorjahr (436 Mio. Euro) um 10 Prozent auf 481 Mio. Euro. Der operative
Konzerngewinn legte mit 355 Mio. Euro in der Berichtsperiode ebenfalls zu und übertraf
den Vorjahreswert (301 Mio. Euro) um 18 Prozent.
Im ersten Halbjahr 2025 enthält der nominale Konzerngewinn den einmaligen, nicht zahlungswirksamen
Gewinn vor und nach Steuern in Höhe von 146 Mio. Euro im Zusammenhang mit der Übertragung
der Anteile an Flatiron in die neue kombinierte Gesellschaft FlatironDragados. Daneben
enthalten die nicht operativen Effekte übrige Aufwendungen in Höhe von 20 Mio. Euro.
Damit belaufen sich die nicht operativen Effekte in der Berichtsperiode auf insgesamt
126 Mio. Euro. Im ersten Halbjahr 2024 enthielt der nominale Konzerngewinn einen nicht
zahlungswirksamen Gewinn aus der Neubewertung des beizulegenden Zeitwerts für die
50%ige Thiess-Beteiligung von CIMIC (592 Mio. Euro), der sich nach Abzug von Rückstellungen
für Projekte bei CIMIC (446 Mio. Euro) auf 146 Mio. Euro belief. Daneben waren in
den nicht operativen Effekten des ersten Halbjahres 2024 übrige Aufwendungen in Höhe
von 10 Mio. Euro enthalten. Somit beliefen sich die nicht operativen Effekte im Vorjahreshalbjahr
auf insgesamt 136 Mio. Euro.
| (In Mio. EUR) | H1 2025 | H1 2024 | Veränderung |
| Turner | 282,7 | 175,2 | 61,4 % |
| CIMIC | 115,6 | 272,1 | -57,5 % |
| Engineering and Construction | 23,3 | 17,8 | 30,9 % |
| Abertis | 35,9 | 39,1 | -8,2 % |
| Corporate | 23,5 | -67,9 | - |
| Nominaler Konzerngewinn | 481,0 | 436,3 | 10,2 % |
| Nicht operative Effekte | -126,2 | -135,6 | 6,9 % |
| Operativer Konzerngewinn | 354,8 | 300,7 | 18,0 % |
| ― |
Planungsauftrag für Hitachi Energy für Onshore-Konverterstationen, Deutschland (HOCHTIEF) |
| ― |
Elektrizitätsinfrastrukturarbeiten, Westaustralien (UGL) |
| ― |
Darwin LNG Life Extension, Northern Territory, Australien (UGL) |
| ― |
New Dunedin Hospital, |
| ― |
Neuseeland (CPB Contractors) |
| ― |
Sacramento Republic FC Stadium, Kalifornien, USA (Turner) |
| ― |
Logan International Airport (A to B Post Security Connector), 177 Mio. Euro, Boston, USA (Turner) |
| ― |
One Beverly Hills, Kalifornien, USA (Turner) |
| ― |
Rechenzentren, Verdoppelung des Auftragseingangs für Rechenzentrumsprojekte, USA und weitere Länder (Turner) |
| ― |
64-Megawatt-Rechenzentrum, Malaysia (Leighton Asia) |
| ― |
Campus für ein Meta-Rechenzentrum, >10 Mrd. US-Dollar, Louisiana, USA (Turner und Partner) |
| ― |
Vantage Data Center Campus, 1,9 Mrd. Euro, Ohio, USA (Turner) |
| ― |
Lake-Vermont-Mine, 1,3 Mrd. Euro, Queensland, Australien (Thiess) |
| ― |
Mardie Salt and Potash Project, Westaustralien (Sedgman) |
| ― |
Erweiterung des Karlawinda-Goldminenprojekts, Westaustralien (MACA/Thiess) |
| ― |
Schieneninfrastrukturprojekt für die Deutsche Bahn, 170 Mio. Euro, Deutschland (HOCHTIEF) |
| ― |
Long-Bridge-North-Projekt, 900 Mio. Euro, Washington D.C., USA (FlatironDragados) |
| ― |
PPP-Projekt Via 15, Niederlande (HOCHTIEF) |
| ― |
Logan and Gold Coast Faster Rail Project, Queensland, Australien (CPB Contractors, UGL) |
| ― |
Army Aviation Program of Works, Phase 2, Queensland, Australien (CPB Contractors) |
| ― |
Wild Horse Reservoir, Colorado, USA (FlatironDragados) |
Der Auftragseingang stieg in den ersten sechs Monaten 2025 gegenüber dem Vorjahr um
23 Prozent auf 26,1 Mrd. Euro, währungsbereinigt um 26 Prozent. Alle operativen Segmente
haben zu diesem Wachstum beigetragen, und zirka 55 Prozent der Projekteingänge fallen
in die strategischen Wachstumsfelder des Konzerns. Der gesamte Auftragseingang der
letzten zwölf Monate entspricht dem 1,2-Fachen der Leistung in diesem Zeitraum, wobei
der Konzern seine disziplinierte Angebotsstrategie in allen Segmenten fortsetzt.
Ende Juni 2025 belief sich der Auftragsbestand des Konzerns auf 69,0 Mrd. Euro - ein
Anstieg um 3,1 Mrd. Euro beziehungsweise 5 Prozent. Bereinigt um Währungseffekte betrug
das zugrunde liegende Wachstum des Auftragsbestands in den Einheiten 15% im Vergleich
zum Vorjahr. Unser Fokus liegt nach wie vor auf den entwickelten Märkten, und der
Auftragsbestand bleibt sowohl in Bezug auf die geografische Verteilung als auch im
Hinblick auf die Marktsegmente gut diversifiziert. Der Konzern arbeitet weiter daran,
die Gesamtrisikosituation durch eine zunehmende Fokussierung auf partnerschaftliche
und risikoärmere Vertragsformen weiter zu verbessern. Der Anteil risikoarmer Verträge
im Auftragsbestand liegt derzeit deutlich über 85%.


| (In Mio. EUR) | H1 2025 | H1 2024 | Veränderung | LTM 07/2024- 06/2025 |
LTM 07/2023- 06/2024 |
LTM-Veränderung |
| Operativer Cashflow (OCF) | 154,8 | 308,3 | -153,5 | 1.975,8 | 1.684,5 | 291,3 |
| Operativer Cashflow (OCF) vor Factoring | 186,0 | 36,9 | 149,1 | 1.971,8 | 1.477,3 | 494,5 |
| Betriebliche Investitionen brutto | -201,0 | -148,1 | -52,9 | -444,5 | -243,2 | -201,3 |
| Betriebliche Anlagenabgänge | 20,4 | 8,8 | 11,6 | 49,0 | 14,4 | 34,6 |
| Operatives Leasing | -150,7 | -86,7 | -64,0 | -313,4 | -170,8 | -142,6 |
| Operativer Cashflow (netto) | -176,5 | 82,3 | -258,8 | 1.266,9 | 1.284,9 | -18,0 |
| Operativer Cashflow (netto) vor Factoring | -145,3 | -189,1 | 43,8 | 1.262,9 | 1.077,7 | 185,2 |
Nachhaltige Cash Conversion und ein straffes Working Capital Management stehen weiterhin
im Fokus von HOCHTIEF. Über den Zeitraum der letzten zwölf Monate blieb die nachhaltige
Cash Conversion mit einem operativen Cashflow (OCF) in Höhe von 2,0 Mrd. Euro auf
hohem Niveau. Der operative Cashflow (OCF) des ersten Halbjahres 2025 (155 Mio. Euro)
reflektiert das charakteristische saisonale Muster und die Veränderung gegenüber dem
Vorjahr aufgrund der Vollkonsolidierung von Thiess. Bereinigt um die Veränderung des
Factoring-Niveaus belief sich der operative Cashflow (OCF) im ersten Halbjahr 2025
auf 186 Mio. Euro und lag um 149 Mio. Euro über dem Vergleichswert des Vorjahres (37
Mio. Euro).
Die betrieblichen Investitionen (brutto) beliefen sich im ersten Halbjahr 2025 auf
201 Mio. Euro gegenüber 148 Mio. Euro im Vorjahr (davon entfielen 87 Prozent/Vorjahr
83 Prozent auf das Segment CIMIC). Der Großteil betraf projektbezogene Investitionsausgaben
bei CIMIC - inklusive der Investitionen für Bergbaudienstleistungen von Thiess, die
ab dem zweiten Quartal 2024 als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den HOCHTIEF-Konzernabschluss
einbezogen wird. Die Einnahmen aus betrieblichen Anlagenabgängen beliefen sich auf
20 Mio. Euro (Vorjahr 9 Mio. Euro). Der Mittelabfluss aus operativen Leasingzahlungen
belief sich im ersten Halbjahr 2025 auf 151 Mio. Euro (Vorjahr: 87 Mio. Euro). Der
Anstieg gegenüber dem Vorjahr war getrieben durch das Segment CIMIC - insbesondere
im Zusammenhang mit operativen Leasingzahlungen der vollkonsolidierten Tochtergesellschaft
Thiess.
Der operative Cashflow (netto) lag über den Zeitraum der letzten zwölf Monate mit
1,3 Mrd. Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Bereinigt um die Veränderung des Factoring-Niveaus
wurde der Vorjahreswert (1,1 Mrd. Euro) um 185 Mio. Euro auf 1,3 Mrd. Euro gesteigert.
Die Bilanzsumme des HOCHTIEF-Konzerns belief sich zum Stichtag 30. Juni 2025 auf 23,1
Mrd. Euro gegenüber 24,7 Mrd. Euro zum Jahresende 2024.
Dabei wurde die Bilanzstruktur insbesondere durch den Zusammenschluss von Flatiron
und Dragados Nordamerika beeinflusst. HOCHTIEF und ACS gaben am 30. Juli 2024 den
beabsichtigten Zusammenschluss der beiden Unternehmen in Nordamerika bekannt. Seit
dem Signing der Transaktion erfolgte der Ausweis gemäß IFRS 5 und die Vermögenswerte
und Schulden von Flatiron wurden zum 31. Dezember 2024 als zur Veräußerung gehalten
bilanziert und in der Konzernbilanz separat ausgewiesen. Mit dem am 17. Januar 2025
vollzogenen Closing der Transaktion wurden die als zur Veräußerung bilanzierten Vermögenswerte
und Schulden von Flatiron aus der HOCHTIEF-Konzernbilanz ausgebucht und die kombinierte
Gesellschaft FlatironDragados wird in der HOCHTIEF-Konzernbilanz zum 30. Juni 2025
gemäß der At-Equity-Methode bilanziert.
Zudem wirkten sich die ab dem ersten Quartal 2025 im Zuge der Vollkonsolidierung von
Dornan einbezogenen Vermögenswerte und Schulden auf die HOCHTIEF-Konzernbilanz aus.
Da die Stichtagskurse sowohl des US-Dollars als auch des australischen Dollars im
Vergleich zum Stichtag 31. Dezember 2024 um 12,2 Prozent beziehungsweise 6,6 Prozent
deutlich abgewertet haben, wirkten sich in der HOCHTIEF-Konzernbilanz Umrechnungseffekte
beider Währungen aus.
Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im ersten Halbjahr 2025 gegenüber dem
Stand vom 31. Dezember 2024 (8,0 Mrd. Euro) um 276 Mio. Euro auf 8,2 Mrd. Euro. Hier
wirkte sich in erster Linie der Anstieg der Finanzanlagen in Verbindung mit dem Zugang
von 38,2 Prozent der Anteile an der kombinierten Gesellschaft FlatironDragados aus.
Dies wurde zum Teil durch die Zahlung der Abertis-Dividende und negative Wechselkurseffekte
kompensiert. Insgesamt stiegen die Finanzanlagen in der Berichtsperiode um 355 Mio.
Euro auf 2,2 Mrd. Euro. Bei den immateriellen Vermögenswerten ergab sich im ersten
Halbjahr 2025 ein Anstieg um 97 Mio. Euro auf 3,4 Mrd. Euro, der im Wesentlichen auf
die Aktivierung eines Geschäfts- und Firmenwerts im Zusammenhang mit der Vollkonsolidierung
von Dornan zurückzuführen ist und ebenfalls teilweise durch negative Wechselkurseffekte
kompensiert wurde. Der Bestand an Sachanlagen belief sich zum Stichtag 30. Juni 2025
auf 1,7 Mrd. Euro und bewegte sich damit leicht unterhalb des Niveaus zum Ende des
Geschäftsjahres 2024 (1,9 Mrd. Euro). Die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien
enthalten eine Immobilie, die für die Entwicklung eines Rechenzentrums bei CIMIC genutzt
wird.
Bei den kurzfristigen Vermögenswerten ergab sich im ersten Halbjahr 2025 ein Rückgang
um 1,8 Mrd. Euro auf 14,9 Mrd. Euro zum Stichtag 30. Juni 2025 (31. Dezember 2024:
16,7 Mrd. Euro). Ausschlaggebend für diese Entwicklung war die im Zusammenhang mit
dem Closing des Zusammenschlusses von Flatiron und Dragados in Nordamerika erfolgte
Ausbuchung der zum 31. Dezember 2024 als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte
von Flatiron in Höhe von 2,0 Mrd. Euro. Die Liquiditätsausstattung des HOCHTIEF-Konzerns
blieb weiterhin robust und erreichte zum Stichtag 30. Juni 2025 einen Wert von 5,8
Mrd. Euro im Vergleich zu 6,5 Mrd. Euro zum Geschäftsjahresende 2024. Die Liquiditätsentwicklung
des laufenden Geschäftsjahres war insbesondere durch Wechselkurseffekte beeinflusst.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen erhöhten sich
im ersten Halbjahr 2025 um insgesamt 811 Mio. Euro auf 8,2 Mrd. Euro per 30. Juni
2025 (31. Dezember 2024: 7,4 Mrd. Euro). Die Entwicklung war getrieben vom operativen
Umsatzwachstum des Konzerns und der Vollkonsolidierung von Dornan.
Das Eigenkapital des HOCHTIEF-Konzerns belief sich zum Stichtag 30. Juni 2025 auf
789 Mio. Euro (31. Dezember 2024: 1,2 Mrd. Euro). Die Veränderungen der Berichtsperiode
betrafen das Ergebnis nach Steuern (539 Mio. Euro), Dividenden (-493 Mio. Euro) sowie
sonstige - im Wesentlichen währungsbedingte ergebnisneutrale Veränderungen (-452 Mio.
Euro).
Die langfristigen Schulden beliefen sich zum Stichtag 30. Juni 2025 auf 8,3 Mrd. Euro
und bewegten sich damit leicht unter dem Vergleichswert zum Ende des Geschäftsjahres
2024 (8,6 Mrd. Euro). Die Finanzverbindlichkeiten verminderten sich zum Ende des ersten
Halbjahres 2025 - zum Teil durch die laufzeitbedingte Umgliederung in die kurzfristigen
Schulden - um 130 Mio. Euro auf 6,5 Mrd. Euro. Die im Zusammenhang mit der Anwendung
des IFRS 16 ausgewiesenen langfristigen Leasingverbindlichkeiten beliefen sich zum
Stichtag 30. Juni 2025 auf 445 Mio. Euro (31. Dezember 2024: 508 Mio. Euro). Die langfristigen
Rückstellungen lagen zum Ende des ersten Halbjahres mit 760 Mio. Euro leicht unter
dem Niveau zum Ende des Geschäftsjahrs 2024 (780 Mio. Euro).
Bei den kurzfristigen Schulden verzeichnete HOCHTIEF im ersten Halbjahr 2025 einen
deutlichen Rückgang um 855 Mio. Euro auf einen Stand von 14,0 Mrd. Euro zum Stichtag
30. Juni 2025 (31. Dezember 2024: 14,9 Mrd. Euro). Ausschlaggebend hierfür war die
Ausbuchung der zum 31. Dezember 2024 mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten
verbundenen Schulden von Flatiron in Höhe von 1,2 Mrd. Euro im Zusammenhang mit dem
Closing des Zusammenschlusses von Flatiron und Dragados in Nordamerika. Die Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten stiegen im Verlauf
der Berichtsperiode um insgesamt 254 Mio. Euro auf 10,9 Mrd. Euro (31. Dezember 2024:
10,6 Mrd. Euro). Bei den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten führte im Wesentlichen
die laufzeitbedingte Umgliederung von bislang als langfristig bilanzierten Finanzverbindlichkeiten
zum Stichtag 30. Juni 2025 per Saldo zu einem Anstieg um 225 Mio. Euro auf 1,0 Mrd.
Euro (31. Dezember 2024: 787 Mio. Euro).
Der HOCHTIEF-Konzern weist zum Stichtag 30. Juni 2025 Nettofinanzschulden von 1,4
Mrd. Euro aus (30. Juni 2024: 1,1 Mrd. Euro). Dabei war die Entwicklung der Nettoverschuldung
vor allem durch die strategischen Entscheidungen zur Kapitalallokation (HOCHTIEF-Dividendenausschüttung
und M&A-Effekte) sowie durch Währungskurseinflüsse in Höhe von -340 Mio. Euro und
die charakteristische Saisonalität des ersten Halbjahres getrieben. Bereinigt um die
Effekte aus der Kapitalallokation und um Konsolidierungseffekte sowie Währungskurseinflüsse,
hätte sich zum Stichtag 30. Juni 2025 eine Verbesserung der Nettofinanzschulden gegenüber
dem Vorjahr um 977 Mio. Euro auf 141 Mio. Euro ergeben.
Die Einschätzung insgesamt bezüglich der Chancen und Risiken hat sich gegenüber der
Darstellung im Konzernlagebericht 2024 nicht wesentlich verändert. Somit sind die
im Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2024 veröffentlichten Ausführungen zu den Chancen
und Risiken nach wie vor gültig.
Bezüglich der im Konzernlagebericht 2024 beschriebenen Projekt- und Vertragsrisiken
geben wir folgendes Update: Die hundertprozentigen Tochtergesellschaften von CIMIC,
CPB Contractors und UGL Engineering, wurden zusammen mit ihrem Joint Venture-Partner
(zusammen das "M6 D&C JV") von der Straßen- und Verkehrsinfrastrukturbehörde Transport
for New South Wales ("TfNSW") mit der Durchführung der ersten Stufe des Autobahntunnelprojekts
M6 beauftragt. Im Laufe des Jahres 2024 traten bei dem Projekt unterschiedliche und
ungünstige Verhältnisse bei der Baugrundbeschaffenheit und Probleme in der Geologie
auf, die zum Zeitpunkt der Ausschreibung nicht vorhersehbar waren. Infolgedessen wurden
die Arbeiten in den betroffenen Bereichen eingestellt. Infolge dieser geologischen
Probleme stellte das Joint Venture im Mai 2025 fest, dass das Projekt nicht wie vertraglich
vorgesehen fertiggestellt werden kann, der Vertrag somit rechtlich hinfällig geworden
ist und die Verpflichtungen des M6 D&C JV nicht mehr bestehen. Diese Feststellung
wurde von der TfNSW angefochten. Das Joint Venture M6 D&C hat alle Tunnelbauarbeiten
eingestellt und bereitet die Demobilisierung der Tunnelbauarbeiten vor. Die Einnahmen
werden in Bezug auf die vor der Kündigung erbrachten Leistungen und aufgelaufenen
Verpflichtungen erfasst, einschließlich der Demobilisierung der eingestellten Tunnelbauarbeiten.
Mit Ausnahme dieser Demobilisierungsarbeiten sind nach dem Zeitpunkt der Aufkündigung
keine weiteren Arbeiten im Rahmen des ursprünglichen Vertrags vorgesehen. Am 30. Juni
2025 einigten sich TfNSW und das M6 D&C JV darauf, die Oberflächenarbeiten im Rahmen
einer neuen vertraglichen Vereinbarung abzuschließen. Sowohl TfNSW als auch das Joint
Venture M6 D&C gehen davon aus, dass die Gespräche über die betroffenen Tunnelbauarbeiten
unvoreingenommen fortgesetzt werden, um angesichts der Komplexität der geotechnischen
Bedingungen eine angemessene wirtschaftliche Lösung zu finden. Obwohl es nicht erwartet
wird, ist es möglich, dass das endgültige Ergebnis vom Ausweis zum Bilanzstichtag
abweichen wird.
Das Risiko aus Projekt- und Vertragsrisiken stufen wir auf Basis der vorherigen Ausführungen
insgesamt als gering ein.
Für die Zukunft können wir nicht ausschließen, dass in Einzelfällen signifikante Wertberichtigungen
auf unsere Projekte und Beteiligungen sowohl im Konzernabschluss als auch im Jahresabschluss
von HOCHTIEF notwendig sein können.
Wir werden unsere Konzernstrategie im weiteren Jahresverlauf und darüber hinaus weiterverfolgen
und sehen der Zukunft mit Zuversicht und Optimismus entgegen. Unser Ausblick für das
Jahr 2025 ist es, einen operativen Konzerngewinn zwischen 680 und 730 Mio. Euro zu
erzielen. Das entspricht - vorbehaltlich der Marktbedingungen - einer Steigerung um
bis zu 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
| (in Mio. EUR) | H1 2025 | H1 2024 | Veränderung | 01-12 2024 |
| Umsatz | 12.216,0 | 8.649,9 | 41,2 % | 19.264,3 |
| EBITDA (bereinigt) | 407,7 | 241,7 | 68,7 % | 550,6 |
| Operatives Ergebnis vor Steuern/PBT | 392,3 | 246,9 | 58,9 % | 569,5 |
| Operatives Ergebnis vor Steuern/PBT-Marge (%) | 3,2 | 2,9 | 30 bps | 3,0 |
| Operativer Konzerngewinn | 282,7 | 175,2 | 61,4 % | 414,3 |
| Nominales Ergebnis vor Steuern/PBT | 392,3 | 246,9 | 58,9 % | 565,2 |
| Nominaler Konzerngewinn | 282,7 | 175,2 | 61,4 % | 411,2 |
| Operativer Cashflow | 404,7 | 8,8 | 395,9 | 765,9 |
| Operativer Cashflow (netto) | 377,5 | -13,5 | 391,0 | 712,3 |
| Nettofinanzvermögen (+)/Nettofinanzschulden (-) | 2.747,4 | 2.449,0 | 298,4 | 3.091,7 |
| Auftragseingang | 16.034,3 | 13.066,7 | 22,7 % | 24.383,0 |
| Auftragsbestand | 33.113,2 | 30.028,7 | 10,3 % | 31.930,0 |
Anmerkung: operative Ergebnisse, bereinigt um nicht operative Effekte
Turner, unsere in Nordamerika ansässige Gesellschaft für Spitzentechnologie-Lösungen
im Hochbau, ist ein internationaler Anbieter für Baudienstleistungen und ein führendes
Bauunternehmen in verschiedenen Marktsegmenten. Die Gesellschaft hat sich mit großen
und komplexen Projekten, mit der Förderung von Innovationen, mit der Nutzung neuer
Technologien und mit der Schaffung von Mehrwert für ihre Kunden, Mitarbeitenden und
die Gemeinschaft einen Namen gemacht. Turner bietet seinen Kunden die Zugänglichkeit
und Unterstützung eines lokalen Unternehmens mit der Stabilität und den Ressourcen
einer multinationalen Organisation.
Die Gesellschaft ist das größte Unternehmen im allgemeinen Hochbau in den USA - eine
Position, die sie sich durch technische Kompetenz, Erfahrung in den Marktsegmenten
sowie durch innovative Arbeit und den daraus resultierenden hochwertigen Projektergebnissen
erworben hat. Mit seinen Construction-Management-Aktivitäten ist Turner laut dem Magazin
Engineering News-Record (ENR) auch 2024 ein führender Anbieter in mehreren Marktsegmenten
im Hochbau, darunter Gesundheitsgebäude, Rechenzentren, Bildungseinrichtungen, Bürogebäude,
Flughäfen, Sportstätten und nachhaltige grüne Gebäude.
Turner mit Sitz in New York arbeitet hauptsächlich auf Basis eines risikoarmen Construction-Management-Vertragsmodells.
Im Rahmen seiner Strategie konzentriert sich Turner erfolgreich auf Chancen im Bereich
der Spitzentechnologie, beispielsweise auf Rechenzentren. Generell erbringt die Gesellschaft
Dienstleistungen bei Bauprojekten jeglicher Art und Größe in Nordamerika und weltweit.
Turner erbrachte in den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 abermals eine starke
Leistung.
Die Umsatzerlöse in Höhe von 12,2 Mrd. Euro lagen um 41 Prozent über dem Vorjahreswert.
Maßgeblich hierfür war das organische Wachstum in den Marktsegmenten Rechenzentren,
Gesundheitswesen und Sport. Der im Januar 2025 erfolgte Vollzug der Übernahme von
Dornan Engineering, einer schnell wachsenden Spitzentechnologie-Ingenieurfirma, trug
ebenfalls zur glänzenden Geschäftsentwicklung von Turner bei.
Nach einem Anstieg um 59 Prozent ergab sich ein sehr gutes operatives Vorsteuerergebnis
(PBT) in Höhe von 392 Mio. Euro. Dabei verbesserte sich auch die operative PBT-Marge
um 30 Basispunkte auf 3,2 Prozent infolge der erfolgreichen strategischen Fokussierung
Turners auf den Bereich Spitzentechnologie. Der operative Konzerngewinn machte einen
Sprung um 61 Prozent auf 283 Mio. Euro.
Auch der operative Netto-Cashflow verzeichnete einen bemerkenswerten Anstieg um 391
Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr.
Das Nettofinanzvermögen verbesserte sich dadurch im Vorjahresvergleich um 298 Mio.
Euro auf 2,7 Mrd. Euro - trotz der Akquisition von Dornan.
Mit einem Auftragseingang von 16,0 Mrd. Euro im Berichtszeitraum verbuchte Turner
einen sehr hohen Zuwachs um 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr; ein besonders starker
Anstieg war bei den Neuaufträgen für Rechenzentren zu verzeichnen. Infolgedessen lag
der Auftragsbestand zum Ende des Berichtszeitraums bei 33,1 Mrd. Euro und damit um
21 Prozent in Landeswährung über dem Wert von Juni 2024.
Für 2025 liegt unsere Guidance, vorbehaltlich der Marktbedingungen, für das operative
Ergebnis vor Steuern bei 660 bis 750 Mio. Euro. Das entspricht einem deutlichen Wachstum
von 16 bis 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Turner Construction bleibt mit seiner Erfahrung und Fachkenntnis ein gefragter Partner
beim Bau von Rechenzentren. In diesem Bereich hat sich der Auftragseingang allein
im ersten Halbjahr 2025 in etwa verdoppelt.
Zudem erhielt Turner den Auftrag, ein großes Zentrum für die ambulante Krebsbehandlung
auf dem Campus des New York Presbyterian Columbia University Irving Medical Center
zu bauen. Das Projekt beinhaltet Räume für Untersuchung, Behandlung und diagnostische
Bildgebung, Operationssäle, eine Apotheke sowie ein Labor.
Am Logan International Airport in Boston, Massachusetts, baut Turner eine Verbindung
zwischen den Terminals A und B. Das Projekt mit einem Volumen von ungefähr 177 Mio.
Euro wird es den Passagieren ermöglichen, sich frei zwischen den Terminals zu bewegen,
ohne erneut kontrolliert werden zu müssen, sowie die Umsteigemöglichkeiten und Verbindungen
für alle Fluggesellschaften und Zielorte verbessern.
In British Columbia entsteht mit dem Langley School District No. 35 Smith School Campus
ein großes Schulprojekt mit einem Volumen von zirka 143 Mio. Euro. Turner verantwortet
den Bau eines drei- und eines zweistöckigen Schulgebäudes für 1.900 beziehungsweise
900 Schülerinnen und Schüler. Die Gebäude werden mit Massivholzelementen ausgestattet
sein.
Turner wird das neue Stadion für den Republic Football Club in Sacramento, Kalifornien,
bauen. Das Stadion mit 12.000 Plätzen gilt als Investition in die kulturelle, bürgerliche
und wirtschaftliche Zukunft der Stadt, es soll 2027 fertiggestellt werden. Während
der Bauphase werden voraussichtlich mehr als 1.200 Arbeitsplätze entstehen. Turner
und der Republic FC kooperieren zudem bei Programmen, um die Entwicklung von Arbeitskräften
ebenso wie lokale Unternehmen zu unterstützen und einen dauerhaften wirtschaftlichen
Beitrag zu leisten.
Turner ist zudem Auftragnehmer für die erste Phase des Projekts One Beverly Hills,
einem Luxusresort und -reiseziel in Kalifornien. Das Projekt wird aus zwei Wohntürmen,
einem Hotel und einem Club bestehen - alles unter der Marke der Aman Group. Turner
wird das mehrere Milliarden schwere Großprojekt, das Ende 2027 fertiggestellt werden
soll, als Gesamtbauleiter verantworten.
| (in Mio. EUR) | H1 2025 | H1 2024 | Veränderung | 01-12 2024 |
| Umsatz | 5.255,6 | 4.159,8 | 26,3 % | 10.212,5 |
| EBITDA | 629,6 | 499,9 | 25,9 % | 1.197,5 |
| Operatives Ergebnis vor Steuern/PBT | 232,1 | 193,1 | 20,3 % | 449,8 |
| Operatives Ergebnis vor Steuern/PBT-Marge in % | 4,4 | 4,6 | -20 bps | 4,4 |
| Operativer Konzerngewinn | 125,7 | 125,7 | 0,0 % | 263,3 |
| Nominales Ergebnis vor Steuern/PBT | 217,7 | 249,2 | -12,6 % | 475,5 |
| Nominaler Konzerngewinn | 115,6 | 272,1 | -57,5 % | 409,9 |
| Operativer Cashflow | -175,3 | 175,2 | -350,5 | 700,3 |
| Operativer Cashflow (netto) | -450,5 | 20,7 | -471,2 | 230,3 |
| Nettofinanzvermögen (+)/Nettofinanzverschuldung (-) | -2.150,5 | -1.769,9 | -380,5 | -1.734,1 |
| Auftragseingang | 6.606,4 | 6.060,6 | 9,0 % | 12.848,6 |
| Auftragsbestand | 23.178,2 | 24.579,9 | -5,7 % | 24.008,8 |
Hinweis: Operative Erträge sind bereinigt um nicht operative Effekte
Die ingenieurtechnisch ausgerichtete CIMIC-Gruppe ist als führender Anbieter in den
Segmenten Industrie, Energie, natürliche Ressourcen, kritische Rohstoffe und zivile
Infrastruktur tätig. In Australien und in der Region Asien-Pazifik deckt CIMIC als
einziges Unternehmen den gesamten Lebenszyklus von Infrastruktur- und Rohstoffprojekten
ab - von Entwicklung und Investitionen über den Bau bis hin zu Betrieb und Instandhaltung.
CIMIC erzielte im ersten Halbjahr 2025 solide Ergebnisse. Der Umsatz blieb gegenüber
dem Vorjahr auf vergleichbarer Basis stabil. Darüber hinaus gab es solide Zugewinne
in strategischen Wachstumsmärkten. Nominal verbesserte sich der Umsatz um 26 Prozent
auf 5,3 Mrd. Euro, wobei sich vor allem die vollständige Konsolidierung von Thiess,
dem Anbieter von Bergbaudienstleistungen, ab dem zweiten Quartal 2024 positiv niederschlug.
Das operative Vorsteuerergebnis (PBT) belief sich auf 232 Mio. Euro und lag damit
auf vergleichbarer Basis um 4 Prozent über dem Vorjahreswert. Der operative Gewinn
blieb auf einem stabilen Niveau.
Die Entwicklung des operativen Netto-Cashflows spiegelt neben der Saisonabhängigkeit
auch Schwankungen beim Factoring sowie laufende Veränderungen beim Betriebskapitalprofil
im Zuge der Fertigstellung großer Verkehrsinfrastrukturprojekte wider.
Die Nettoverschuldung belief sich auf 2,15 Mrd. Euro (31.12.2024: 1,73 Mrd. Euro).
Der Auftragsbestand von CIMIC blieb mit 23,2 Mrd. Euro und einem währungsbereinigten
Zuwachs um 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr solide, mit Wachstum in allen Segmenten.
Vorbehaltlich der Marktbedingungen erwarten wir für CIMIC im Geschäftsjahr 2025 ein
operatives Ergebnis vor Steuern (PBT) im Bereich von etwa 480 bis 510 Mio. Euro (800
bis 850 Mio. australische Dollar).
UGL hat von NBN Co einen 3,5-Jahresvertrag innerhalb des NBN-Programms für das Upgrade
des verbleibenden Glasfasernetzes bis zum Knotenpunkt erhalten. Die Gesellschaft wird
Services für Planung, Anschluss, Bau und Installation erbringen und so eine zusätzliche
Glasfaserinfrastruktur in Queensland und im Norden von New South Wales aufbauen. Der
Auftrag kann um weitere zwei Jahre verlängert werden.
CPB Contractors und UGL sind mit weiteren Partnern innerhalb der Projektgesellschaft
ActivUs Alliance mit Planung und Bauvorbereitung für das größte Los des Projekts Logan
and Gold Coast Faster Rail beauftragt worden. Ziel des Projekts ist eine höhere Frequenz
und bessere Verfügbarkeit des öffentlichen Personennahverkehrs zwischen Brisbane und
der Gold Coast. Der Bau soll frühzeitig vor den Olympischen und Paralympischen Sommerspielen
fertiggestellt werden, die 2032 in Brisbane stattfinden.
Leighton Asia wird in der indischen Stadt Gurugram für einen führenden Real-Estate-Entwickler
ein Projekt errichten. Bis 2030 werden zehn jeweils ungefähr 145 Meter hohe Türme
gebaut, der Auftragswert beträgt zirka 113 Mio. Euro. Für denselben Kunden realisiert
Leighton Asia zurzeit bereits ein weiteres Wohnprojekt mit acht Türmen.
Thiess hat eine Auftragsverlängerung um drei Jahre im Wert von zirka 1,3 Mrd. Euro
im Bowen Basin, Queensland, erhalten. Thiess wird weiterhin die kompletten Minendienstleistungen
erbringen, vom Betrieb des Geländes über die gesamte Minentechnik und den Bergbaubetrieb
bis hin zur Zugverladung.
Die Thiess-Gesellschaft MACA erhielt eine Vertragsverlängerung über fünf Jahre für
Arbeiten am Goldprojekt Karla-winda in der Pilbara-Region in Westaustralien. Der Auftrag
deckt die kompletten Mining-Dienstleistungen ab, inklusive Beladung und Transport,
Bohrungen und Sprengungen, Ingenieur- sowie technische Dienstleistungen.
| (in Mio. EUR) | H1 2025 | H1 2024 | Veränderung | 01-12 2024 |
| Umsatz | 800,8 | 1.766,0 | -54,7 % | 3.628,8 |
| EBITDA (bereinigt) | 50,6 | 88,4 | -42,8 % | 178,9 |
| Operatives Ergebnis vor Steuern/PBT | 39,7 | 39,2 | 1,3 % | 88,2 |
| Operatives Ergebnis vor Steuern Marge/PBT (%) | 5,0 | 2,2 | 280 bps | 2,4 |
| Operativer Konzerngewinn | 32,9 | 28,6 | 15,0 % | 64,3 |
| Nominales Ergebnis vor Steuern/PBT | 30,1 | 27,2 | 10,7 % | 62,3 |
| Nominaler Konzerngewinn | 23,3 | 17,8 | 30,9 % | 40,4 |
| Operativer Cashflow | -9,6 | 46,3 | -55,9 | 654,8 |
| Operativer Cashflow (netto) | -36,9 | -1,7 | -35,2 | 576,3 |
| Nettofinanzvermögen (+)/Nettofinanzschulden (-) | 689,7 | 765,3 | -75,6 | 1.174,5 |
| Auftragseingang | 3.372,3 | 2.058,3 | 63,8 % | 4.395,4 |
| Auftragsbestand | 12.712,0 | 11.277,3 | 12,7 % | 11.645,5 |
Anmerkung: operative Ergebnisse, bereinigt um nicht operative Effekte
Das Segment Engineering and Construction umfasst die Aktivitäten von HOCHTIEF in
Europa sowie die 38,2-prozentige Beteiligung an FlatironDragados, dem zweitgrößten
Anbieter von Tief- und Hochbaudienstleistungen in den USA.
HOCHTIEF Europe umfasst unsere europäischen Tätigkeiten mit nachhaltigen Lösungsangeboten
in den Bereichen digitale, soziale, Energie- und Verkehrsinfrastruktur. Der Geschäftszweig
ist spezialisiert auf den kompletten Lebenszyklus von Asset- und Infrastrukturprojekten,
angefangen bei Machbarkeitsprüfung, Entwurf, Planung und Investitionen bis hin zu
Bau, Betrieb und Wartung. Der Fokus liegt primär auf den Märkten in Deutschland, Polen,
Tschechien, der Slowakei, Österreich, UK, Skandinavien und den Niederlanden. HOCHTIEF
wird weiterhin für sein fundiertes technisches Know-how und die hohe Qualität sowie
die Kompetenz seiner Mitarbeitenden geschätzt.
FlatironDragados ist das zweitgrößte Tiefbauunternehmen in Nordamerika und realisiert
essentielle Infrastrukturprojekte. Die Gesellschaft verfügt über einmalige Erfahrung,
Referenzen, geografische Reichweite und technische Fähigkeiten für große Projekte
im Bereich des Infrastrukturbaus. Dazu zählen Straßen und Brücken, Luftfahrt, Resilienzprojekte,
Dämme und Stauseen, Schienen- und Nahverkehr, Wasser- und Abwasseraufbereitungsanlagen,
Tunnelbau, unterirdische Projekte und Schiffsbau. Seit Januar 2025 hält HOCHTIEF an
dem Unternehmen eine At-Equity-Beteiligung von 38,2 Prozent.
Der Bereich Engineering and Construction behielt seine positive Geschäftsentwicklung
im ersten Halbjahr 2025 bei. Die nominalen Veränderungen gegenüber dem Vorjahr spiegeln
den Einfluss des im Januar 2025 vollzogenen Zusammenschlusses von Flatiron und Dragados
in Nordamerika wider. Die neue kombinierte Gesellschaft (FlatironDragados), an der
HOCHTIEF eine Beteiligung von 38,2 Prozent hält, wird at Equity bilanziert.
Die Umsatzerlöse lagen mit 801 Mio. Euro um 14 Prozent über dem Vorjahreswert auf
vergleichbarer Basis.
Das operative Vorsteuerergebnis (PBT) belief sich auf 40 Mio. Euro und legte auf vergleichbarer
Basis deutlich um 18 Prozent zu. Der operative Konzerngewinn des Segments verbesserte
sich um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 33 Mio. Euro.
Die Nettovermögensposition belief sich Ende Juni auf 690 Mio. Euro, was einem Anstieg
des operativen Netto-Cashflows von 22 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr auf vergleichbarer
Basis entspricht.
Das Segment Engineering and Construction verzeichnete im ersten Halbjahr 2025 einen
sehr hohen Auftragseingang: Mit 3,4 Mrd. Euro übertraf das Volumen der Neuaufträge
den Wert des ersten Halbjahres 2024 (2,1 Mrd. Euro) um 64 Prozent. Diese starke Entwicklung
führte zu einem weiteren soliden Anstieg des Auftragsbestands um 13 Prozent gegenüber
dem Vorjahr auf 12,7 Mrd. Euro.
Für 2025 streben wir - vorbehaltlich der Marktbedingungen - ein operatives Ergebnis
vor Steuern in Höhe von 85 bis 95 Mio. Euro an.
HOCHTIEF verantwortet für die Deutsche Bahn die Umsetzung des Loses 1 beim Projekt
Generalsanierung Korridor Rechter Rhein. Das Los hat ein Gesamtvolumen von 172 Mio.
Euro. Es umfasst die Sanierung des 42 Kilometer langen zweigleisigen Streckenabschnitts
zwischen Wiesbaden und Lorchhausen. 29 Kilometer Schienen werden erneuert.
Bei Arnheim in den Niederlanden wird das Joint Venture "GelreGroen", an dem HOCHTIEF
zu 40 Prozent beteiligt ist, als PPP-Projekt die Autobahn A15 um zwölf Kilometer verlängern
und zudem die A12 und die A15 auf einer Strecke von 23 Kilometern durch neue Fahrspuren
verbreitern. Der PPP-Großauftrag wurde nun offiziell bestätigt. HOCHTIEF führt zudem
innerhalb eines Konsortiums Projektplanung, Bau- und Wartungsarbeiten aus.
In Essen wird HOCHTIEF einen Forschungsneubau für die Universität Duisburg-Essen errichten.
Der fünfgeschossige Neubau mit Fotovoltaikanlage wird als interdisziplinäres Forschungszentrum
für die Bereiche Nano- und Materialwissenschaften, Energie-, Wasser-, Mikrobiom-,
Protein- und Umweltforschung sowie supramolekulare Chemie- und Wasserforschung konzipiert.
Active Sites gehört zu den größeren Forschungsbauten in der Region.
Als Teil der umfassenderen Strategie des Konzerns, ein europaweites Netzwerk nachhaltiger,
dezentraler Edge-Rechenzentren aufzubauen, strebt HOCHTIEF eine Expansion der Geschäfte
in andere europäische Länder an, darunter Österreich, die Schweiz und Großbritannien.
HOCHTIEF hat bereits das Joint Venture Yorizon gegründet, das die Yexio-Rechenzentren
von HOCHTIEF mit innovativen Cloud-Computing-Lösungen anbietet, die die digitale Souveränität
unterstützen. Das erste Rechenzentrum wird diesen Sommer in Deutschland eröffnet,
und Standorte für mehrere weitere Zentren wurden bereits gesichert.
HOCHTIEF Engineering hat einen Planungsauftrag für insgesamt vier leistungsstarke
Land-Konverterstationen erhalten. Die Konverterstationen mit einer Leistung von jeweils
zwei Gigawatt wandeln Wechselstrom in leichter transportierbaren Gleichstrom um -
und umgekehrt. Sie sind damit Schlüsselprojekte für ein insgesamt zirka 710 Kilometer
langes Stromautobahnprojekt. HOCHTIEF trägt mit bautechnischem Know-how und der Erfahrung
im Energiesektor entscheidend zur Energiewende in Deutschland bei.
FlatironDragados hat in einem Joint Venture den Bauauftrag für das Projekt Long Bridge
North mit einem Gesamtvolumen von zirka 900 Mio. Euro erhalten: In Washington D.C.
entsteht bis Ende 2030 eine zirka 1,6 Kilometer lange Schienenverbindung vom East
Potomac Park zum Stellwerk L'Enfant. Es ist der erste Teil eines großen Bauvorhabens,
um den Güter- und Personenverkehr auf der Schiene auszubauen und die lokalen, regionalen
und nationalen Verkehrsnetze besser miteinander zu verbinden.
In Virginia verantwortet FlatironDragados in einem Joint Venture mit dem Bau des Franconia-Springfield
Bypass ein weiteres Schienenprojekt mit einem Gesamtwert von zirka 376 Mio. Euro.
Diese Umgehungsstrecke wird einen der am stärksten frequentierten Knotenpunkte in
Virginia (zwischen Fredericksburg und Washington D.C.) entlasten. Mit dem Franconia-Springfield
Bypass entsteht bis 2029 eine mehr als einen Kilometer lange, speziell für den Personenverkehr
konzipierte Eisenbahnbrücke südlich der Franconia-Springfield Metro Station.
FlatironDragados ist für Arbeiten an der I-275 (State Route 93) im Pinellas County,
Florida, beauftragt worden. Durch das Projekt mit einem Wert von zirka 313 Mio. Euro
wird dieser verkehrsreiche Durchgangskorridor auf einer Länge von zwölf Kilometern
um gebührenpflichtige Schnellfahrbahnen im Mittelstreifen ergänzt. Zudem umfasst es
die Verbreiterung von Straßen und Brücken sowie Betonbelag, Entwässerung und neue
Maut-Infrastruktursysteme.
| (in Mio. EUR) | H1 2025 | H1 2024 | Veränderung | 01-12 2024 |
| Operativer Umsatz | 2.983 | 3.021 | -1 % | 6.072 |
| Operativer Umsatz, vergleichbar1 (prozentuale Veränderung) | 6 % | |||
| EBITDA | 2.117 | 2.161 | -2 % | 4.292 |
| Vergleichbares EBITDA1 (prozentuale Veränderung) | 6 % | |||
| Operativer Gewinn nach Steuern, vor PPA | 383 | 402 | -5 % | 801 |
| Gewinn nach Steuern, vor PPA | 383 | 402 | -5 % | 324 |
| (in Mio. EUR) | H1 2025 | H1 2024 | Veränderung | 01-12 2024 |
| Nominales Ergebnis2 | 35,9 | 39,1 | -3,2 | -13,6 |
| Operatives Ergebnis3 | 35,9 | 39,1 | -3,2 | 80,9 |
| Abertis - erhaltene Dividende | 118,7 | 118,7 | - | 118,7 |
2
Das nominale Ergebnis ist im EBITDA, Ergebnis vor Steuern/PBT und Konzerngewinn enthalten.
3
Das operative Ergebnis ist im operativen Ergebnis vor Steuern/PBT und im operativen
Konzerngewinn enthalten.
Seit Juni 2018 hält HOCHTIEF eine 20-prozentige Beteiligung (minus eine Aktie) an
Abertis HoldCo, dem direkten Eigentümer von 99,1 Prozent an Abertis Infraestructuras,
S.A. (Abertis). Abertis ist ein führender internationaler Mautstraßenbetreiber mit
einem Portfolio an Brownfield-Vermögenswerten, das 15 Länder, 34 Konzessionen und
zirka 8.000 Mautstraßenkilometer umfasst. Dieses Investment wird nach der Equity-Methode
bilanziert, der Ergebnisbeitrag fließt als operative Position in das Konzern-EBITDA
ein.
Der Beitrag des Abertis-Investments zum Ergebnis des HOCHTIEF-Konzerns spiegelt die
operative Leistung von Abertis, einen nicht zahlungswirksamen Aufwand aus der Kaufpreisallokation
(PPA) sowie Holdingkosten wider.
Abertis erzielte im ersten Halbjahr 2025 positive operative Ergebnisse. Das durchschnittliche
tägliche Verkehrsaufkommen stieg um 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Umsatzerlöse
und EBITDA lagen auf vergleichbarer Basis um jeweils 6 Prozent über dem Vorjahreswert.
Dies bestätigt die solide Geschäftsentwicklung.
Der operative Gewinn nach Steuern vor Kaufpreisallokation betrug 383 Mio. Euro. Die
Veränderung gegenüber dem Vorjahr ist unter anderem auf negative Steuereffekte in
Frankreich zurückzuführen.
Der operative und nominale Ergebnisbeitrag unserer 20-pozentigen Beteiligung an Abertis
nach Kaufpreisallokation belief sich auf 36 Mio. Euro, bei positiver Dynamik im zweiten
Quartal.
Im Berichtszeitraum gab Abertis den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung (51 Prozent)
an der A-63 in Frankreich bekannt. Die mautpflichtige Schnellstraße erzielte im Jahr
2024 ein EBITDA von 134 Mio. Euro. Die Anteilseigner von Abertis werden die Wachstumsstrategie
des Unternehmens mit frischem Eigenkapital in Höhe von 400 Mio. Euro unterstützen.
Im zweiten Quartal 2025 hat Abertis eine Dividende in Höhe von rund 600 Mio. Euro
ausgeschüttet, wovon 119 Mio. Euro auf HOCHTIEF entfallen.
Wir gehen davon aus, dass Abertis 2025 ein ähnliches operatives Ergebnis wie 2024
(81 Mio. Euro) erzielen wird.
| (In Tsd. EUR) | H1 2025 | H1 2024 | Veränderung | Q2 2025 | Q2 2024 | 01-12 2024 |
| Umsatzerlöse | 18.369.711 | 14.651.576 | 25,4 % | 9.452.620 | 7.894.640 | 33.301.270 |
| Bestandsveränderung der Erzeugnisse | 12.009 | 15.498 | -22,5 % | 6.812 | 5.826 | 15.919 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 217.708 | 647.228 | -66,4 % | 35.600 | 620.682 | 718.606 |
| Materialaufwand | -13.864.658 | -11.207.059 | 23,7 % | -7.324.732 | -6.173.667 | -24.540.943 |
| Personalaufwand | -2.884.491 | -2.644.910 | 9,1 % | -1.370.661 | -1.475.265 | -6.081.043 |
| Abschreibungen | -334.146 | -225.165 | 48,4 % | -177.480 | -147.829 | -594.415 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -760.349 | -760.446 | - | -321.498 | -395.972 | -1.664.789 |
| Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden | 97.715 | 89.474 | 9,2 % | 54.634 | 31.030 | 30.148 |
| Übriges Beteiligungsergebnis | 1.128 | 11.909 | -90,5 % | 212 | -1.155 | 83.829 |
| Finanzerträge | 121.074 | 105.001 | 15,3 % | 60.521 | 52.928 | 206.817 |
| Finanzaufwendungen | -266.147 | -196.795 | 35,2 % | -133.286 | -120.270 | -471.551 |
| Ergebnis vor Steuern | 709.554 | 486.311 | 45,9 % | 282.742 | 290.948 | 1.003.848 |
| Ertragsteuern | -170.669 | -23.075 | 639,6 % | -81.196 | 34.500 | -136.604 |
| Ergebnis nach Steuern | 538.885 | 463.236 | 16,3 % | 201.546 | 325.448 | 867.244 |
| davon: Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 57.856 | 26.899 | 115,1 % | 28.309 | 21.953 | 91.619 |
| davon: Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre (Konzerngewinn) | 481.029 | 436.337 | 10,2 % | 173.237 | 303.495 | 775.625 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | ||||||
| Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie | 6,39 | 5,80 | 10,2 % | 2,30 | 4,03 | 10,31 |
| (In Tsd. EUR) | H1 2025 | H1 2024 | Veränderung | Q2 2025 | Q2 2024 | 01-12 2024 |
| Ergebnis nach Steuern | 538.885 | 463.236 | 16,3 % | 201.546 | 325.448 | 867.244 |
| Ergebnisbestandteile, die möglicherweise in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | ||||||
| Unterschied aus der Währungsumrechnung | -164.527 | 32.158 | - | -121.963 | -23.500 | 41.461 |
| Marktbewertung von Finanzinstrumenten | ||||||
| originär | -116.989 | 52.282 | - | -60.362 | 41.554 | 97.214 |
| derivativ | 7.143 | 9.444 | -24,4 % | -16.209 | 15.930 | -15.173 |
| Anteil der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen von at Equity bilanzierten assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen | -130.641 | 4.641 | - | -104.408 | -15.686 | -80.696 |
| Ergebnisbestandteile, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | ||||||
| Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | 26.609 | 12.466 | 113,5 % | 10.182 | 9.798 | -3.023 |
| Marktbewertung von Finanzinstrumenten | -6.697 | -1.643 | -307,6 % | -6.697 | -1.643 | 6.826 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen nach Steuern | -385.102 | 109.348 | - | -299.457 | 26.453 | 46.609 |
| Gesamtergebnis des Berichtszeitraums nach Steuern | 153.783 | 572.584 | -73,1 % | -97.911 | 351.901 | 913.853 |
| davon: Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 42.244 | 30.243 | 39,7 % | 22.796 | 24.466 | 92.677 |
| davon: Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre | 111.539 | 542.341 | -79,4 % | -120.707 | 327.435 | 821.176 |
| (In Tsd. EUR) | 30.06.2025 | 31.12.2024 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 3.418.339 | 3.321.781 |
| Sachanlagen | 1.658.487 | 1.903.016 |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 112.075 | 30.185 |
| At Equity bewertete Finanzanlagen | 2.040.886 | 1.671.293 |
| Übrige Finanzanlagen | 122.976 | 137.252 |
| Finanzforderungen | 201.352 | 134.331 |
| Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 219.432 | 198.860 |
| Ertragsteueransprüche | 52.719 | 57.885 |
| Latente Steuern | 415.707 | 511.661 |
| 8.241.973 | 7.966.264 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 580.134 | 569.897 |
| Finanzforderungen | 137.665 | 53.901 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 8.182.356 | 7.371.079 |
| Ertragsteueransprüche | 130.969 | 146.123 |
| Wertpapiere | 772.763 | 810.947 |
| Flüssige Mittel | 5.060.107 | 5.720.598 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | - | 2.016.122 |
| 14.863.994 | 16.688.667 |
| (In Tsd. EUR) | 30.06.2025 | 31.12.2024 |
| Eigenkapital | ||
| Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre | 720.680 | 1.071.799 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 68.676 | 123.730 |
| 789.356 | 1.195.529 | |
| Langfristige Schulden | ||
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 277.528 | 297.679 |
| Andere Rückstellungen | 482.482 | 482.048 |
| Finanzverbindlichkeiten | 6.512.755 | 6.642.624 |
| Leasingverbindlichkeiten | 445.025 | 507.922 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 385.234 | 417.943 |
| Latente Steuern | 171.518 | 214.394 |
| 8.274.542 | 8.562.610 | |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Andere Rückstellungen | 1.152.671 | 1.150.856 |
| Finanzverbindlichkeiten | 1.011.989 | 787.089 |
| Leasingverbindlichkeiten | 222.952 | 286.240 |
| Minderheitsgesellschaftern gewährte Andienungsrechte | 599.181 | 641.522 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 10.898.626 | 10.644.399 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 156.650 | 142.780 |
| Mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten verbundene Schulden | - | 1.243.906 |
| 14.042.069 | 14.896.792 | |
| 23.105.967 | 24.654.931 |
| (In Tsd. EUR) | H1 2025 | H1 2024 |
| Ergebnis vor Steuern | 709.554 | 486.311 |
| Abschreibungen | 334.146 | 225.165 |
| Sonstige Anpassungen im Ergebnis vor Steuern | -36.886 | -46.796 |
| Veränderung des Nettoumlaufvermögens | -661.762 | -459.833 |
| Gezahlte Zinsen | -250.883 | -181.413 |
| Erhaltene Dividenden | 127.021 | 318.908 |
| Erhaltene Zinsen | 113.351 | 115.164 |
| Gezahlte Steuern | -179.785 | -149.187 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 154.756 | 308.319 |
| Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | ||
| Betriebliche Investitionen | -201.030 | -148.146 |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen | 20.452 | 8.808 |
| Akquisitionen und Beteiligungen | ||
| Investitionen | -450.022 | -828.142 |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen/Desinvestments | 1.919 | 1.105 |
| Veränderung flüssiger Mittel aus Erst- und Entkonsolidierungen | -540.057 | 49.871 |
| Veränderung der Wertpapiere und Finanzforderungen | -188.813 | -49.981 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -1.357.551 | -966.485 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf eigener Aktien | 1.731 | 1.757 |
| Einzahlungen in das Eigenkapital durch Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 8.620 | 73 |
| Dividenden an Anteile ohne beherrschenden Einfluss | -69.757 | -19.309 |
| Aufnahme von Finanzschulden | 1.211.219 | 2.325.552 |
| Tilgung von Finanzschulden | -607.176 | -1.196.878 |
| Tilgung von Leasingschulden | -150.646 | -86.686 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 393.991 | 1.024.509 |
| Zahlungswirksame Veränderungen der flüssigen Mittel | -808.804 | 366.343 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf die flüssigen Mittel | -469.024 | 119.107 |
| Veränderung der flüssigen Mittel insgesamt | -1.277.828 | 485.450 |
| Flüssige Mittel zum Jahresanfang | 6.337.935 | 5.149.536 |
| davon: zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 617.337 | - |
| davon: flüssige Mittel laut Konzernbilanz | 5.720.598 | 5.149.536 |
| Flüssige Mittel zum Ende des Berichtszeitraums | 5.060.107 | 5.634.986 |
| (In Tsd. EUR) | Gezeichnetes Kapital HOCHTIEF Aktiengesellschaft | Kapitalrücklage HOCHTIEF Aktiengesellschaft | Gewinnrücklagen einschließlich Bilanzgewinn | Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen | ||
| Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | Unterschied aus der Währungsumrechnung | Marktbewertung von Finanzinstrumenten | ||||
| Stand 01.01.2024 | 198.941 | 2.099.411 | -1.056.943 | -269.849 | 140.627 | 123.291 |
| Dividenden | - | - | -330.939 | - | - | - |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 436.337 | - | - | - |
| Veränderung aus Währungsumrechnung und Marktbewertung von Finanzinstrumenten | - | - | - | - | 28.815 | 64.723 |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | - | - | - | 12.466 | - | - |
| Gesamtergebnis | - | - | 436.337 | 12.466 | 28.815 | 64.723 |
| Thiess/Put Option | - | - | -653.111 | - | - | - |
| Übrige neutrale Veränderungen | - | 531 | 1.639 | - | - | - |
| Stand 30.06.2024 | 198.941 | 2.099.942 | -1.603.017 | -257.383 | 169.442 | 188.014 |
| Stand 01.01.2025 | 198.941 | 2.099.942 | -1.266.704 | -272.872 | 181.030 | 131.462 |
| Dividenden | - | - | -393.459 | - | - | - |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 481.029 | - | - | - |
| Veränderung aus Währungsumrechnung und Marktbewertung von Finanzinstrumenten | - | - | - | - | -148.916 | -247.183 |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | - | - | - | 26.609 | - | - |
| Gesamtergebnis | - | - | 481.029 | 26.609 | -148.916 | -247.183 |
| Übrige neutrale Veränderungen | - | 1.011 | -70.210 | - | - | - |
| Stand 30.06.2025 | 198.941 | 2.100.953 | -1.249.344 | -246.263 | 32.114 | -115.721 |
| (In Tsd. EUR) | Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre | Anteile ohne beherrschenden Einfluss | Summe |
| Stand 01.01.2024 | 1.235.478 | 30.787 | 1.266.265 |
| Dividenden | -330.939 | -24.098 | -355.037 |
| Ergebnis nach Steuern | 436.337 | 26.899 | 463.236 |
| Veränderung aus Währungsumrechnung und Marktbewertung von Finanzinstrumenten | 93.538 | 3.344 | 96.882 |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | 12.466 | - | 12.466 |
| Gesamtergebnis | 542.341 | 30.243 | 572.584 |
| Thiess/Put Option | -653.111 | - | -653.111 |
| Übrige neutrale Veränderungen | 2.170 | 87.479 | 89.649 |
| Stand 30.06.2024 | 795.939 | 124.411 | 920.350 |
| Stand 01.01.2025 | 1.071.799 | 123.730 | 1.195.529 |
| Dividenden | -393.459 | -99.144 | -492.603 |
| Ergebnis nach Steuern | 481.029 | 57.856 | 538.885 |
| Veränderung aus Währungsumrechnung und Marktbewertung von Finanzinstrumenten | -396.099 | -15.612 | -411.711 |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | 26.609 | - | 26.609 |
| Gesamtergebnis | 111.539 | 42.244 | 153.783 |
| Übrige neutrale Veränderungen | -69.199 | 1.846 | -67.353 |
| Stand 30.06.2025 | 720.680 | 68.676 | 789.356 |
Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2025, der am 22. Juli 2025 zur Veröffentlichung
freigegeben wurde, wird nach den IFRS® Accounting Standards, wie sie in der EU anzuwenden
sind, aufgestellt. In Einklang mit IAS 34 ist ein gegenüber dem Konzernabschluss verkürzter
Berichtsumfang mit ausgewählten erläuternden Anhangangaben verwendet worden.
Der vorliegende Zwischenabschluss basiert auf dem Konzernabschluss zum 31. Dezember
2024.
Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, Deutschland, ("HOCHTIEF") hat aufgrund geänderter
Kapitalmarktzinsen zum 30. Juni 2025 die Abzinsungssätze zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen
wie folgt verändert:
| (In Prozent) | 30.06.2025 | 31.12.2024 |
| Deutschland | 3,88 | 3,53 |
| USA | 5,20 | 5,20 |
| Großbritannien | 5,65 | 5,55 |
Ansonsten werden dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie bei der Erstellung
des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2024 angewandt, sodass für weitere Informationen
auf die dort dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verwiesen wird.
Im laufenden Jahr 2025 hat HOCHTIEF die Änderungen an IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen":
"Fehlende Umtauschbarkeit" angewendet, die festlegen, ob eine Währung austauschbar
und wie ein Devisenkassakurs zu bestimmen ist, wenn die Umtauschbarkeit nicht vorliegt.
Diese Änderungen haben keinen wesentlichen Einfluss auf den HOCHTIEF-Konzern.
Im Juli 2025 wurde in den Vereinigten Staaten von Amerika der sogenannte One Big Beautiful
Bill Act (OBBBA), ein Steuer- und Ausgabengesetz, beschlossen. Teil dieses Gesetzes
ist die dauerhafte Verlängerung von ursprünglich temporären Steuersenkungen durch
den Tax Cuts and Jobs Act von 2017 (TCJA), die Anpassung der Base Erosion AntiAbuse
Tax (BEAT), des Global Intangible Low Taxed Income Regime (GILTI), der Nutzung ausländischer
Steuergutschriften (FTC) und Foreign Derived Intangible Income (FDII) sowie weiterer
steuerlicher Vorschriften. Die Auswirkungen des Gesetzes werden derzeit noch analysiert,
wobei wir zum jetzigen Zeitpunkt davon ausgehen, dass die Änderungen keine signifikanten
Auswirkungen haben dürften.
In Deutschland wurde im Juli 2025 vom Bundesrat dem Gesetz für ein steuerliches Investitionssofortprogramm
zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland zugestimmt. Wesentliche Inhalte
dieses Gesetzes sind der Investitions-Booster mit einer beschleunigten Abschreibungsmöglichkeit
(gilt für Investitionen vom 1. Juli 2025 bis zum 31. Dezember 2027), die Ausweitung
der Forschungszulage und die schrittweise Absenkung des Körperschaftsteuersatzes von
15 Prozent auf 10 Prozent in fünf Schritten um jeweils 1-Prozent-Punkt ab dem Veranlagungszeitraum
2028 bis 2032. Die künftigen Auswirkungen durch die Steuersatzänderung werden derzeit
noch analysiert. Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass sich keine signifikanten
Auswirkungen auf das Geschäftsjahr 2025 ergeben werden.
Für die Währungsumrechnung der wesentlichen ausländischen Konzerngesellschaften wurden
folgende Wechselkurse zugrunde gelegt:
| Durchschnitt | Bilanzstichtag | |||
| (In EUR) | H1 2025 |
H1 2024 | 30.06.2025 | 31.12.2024 |
| 1 US-Dollar (USD) | 0,91 | 0,93 | 0,85 | 0,97 |
| 1 australischer Dollar (AUD) | 0,58 | 0,61 | 0,56 | 0,60 |
| 1 britisches Pfund (GBP) | 1,19 | 1,17 | 1,17 | 1,21 |
| 100 polnische Zloty (PLN) | 23,68 | 23,20 | 23,59 | 23,39 |
| 100 tschechische Kronen (CZK) | 4,01 | 3,99 | 4,05 | 3,97 |
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025 wurden zwei inländische Gesellschaften
und 13 ausländische Gesellschaften erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Eine
inländische Gesellschaft und 21 ausländische Gesellschaften sind aus dem Konsolidierungskreis
ausgeschieden. Die ausgeschiedenen ausländischen Gesellschaften enthalten die Flatiron
Construction Corporation ("Flatiron"), Wilmington, und weitere 14 Tochtergesellschaften.
HOCHTIEF hat seine Anteile an Flatiron in die kombinierte Gesellschaft Flatiron Dragados
USA, Inc., New York, eingebracht und im Gegenzug 38,2 Prozent der Anteile an der neuen
kombinierten Holding-Gesellschaft Flatiron Dragados Engineering and Construction ("FlatironDragados"),
S.L., Madrid, erhalten. Gleichzeitig hat Dragados North America ("Dragados"), New
York, seine nordamerikanischen Tiefbauaktivitäten gegen Anteile in FlatironDragados
eingebracht, sodass die weiteren 61,8 Prozent der Anteile von der ACS-Gruppe gehalten
werden. Zur Ermittlung dieses Austauschverhältnisses wurden externe Bewertungen sowohl
für Flatiron als auch für Dragados Nordamerika von unabhängigen Sachverständigen angefertigt
und zum 21. Juli 2024 finalisiert. Diese Bewertungen erfolgten auf Grundlage der DCF-Methode
unter Einbeziehung ertragswertorientierter Verfahren sowie der Analyse vergleichbarer
Transaktionen in der Branche. Das Austauschverhältnis wurde auf Basis eines Fair Value
von Flatiron in Höhe von 665 Mio. US-Dollar zwischen den Parteien festgelegt. Zu diesem
Wert erwarb die HOCHTIEF Americas GmbH die Anteile an Flatiron zunächst von der HOCHTIEF
USA Inc. und legte sie anschließend am 17. Januar 2025 über eine Verschmelzungstransaktion
in die Flatiron Dragados USA, Inc. ein. HOCHTIEF hat die Beherrschung über Flatiron
verloren und ist daher verpflichtet, die konsolidierten Vermögenswerte und Schulden
von Flatiron zu entkonsolidieren sowie die Beteiligung an FlatironDragados ab dem
17. Januar 2025 als Beteiligung nach der Equity-Methode gemäß IAS 28 auszuweisen.
Zur Fortschreibung der Anschaffungskosten der Beteiligung an FlatironDragados nach
der Equity-Methode gemäß IAS 28 werden die Vermögenswerte und Schulden von FlatironDragados
neu bewertet. Die hierfür erforderliche Kaufpreisallokation wird im Laufe des Geschäftsjahres
finalisiert und im ersten Halbjahr 2025 wurde der at Equity bilanzierte Nettogewinn
der Gesellschaft nach Berücksichtigung von Effekten einer vorläufigen Kaufpreisallokation
fortgeschrieben. Die Werthaltigkeit der Anschaffungskosten der Beteiligung wird gemäß
den Regelungen des IAS 36 ermittelt.
Die notwendigen Bewertungen zur Fortschreibung des Equity-Buchwerts werden im Laufe
des Geschäftsjahres 2025 abgeschlossen sein.
Die Transaktion führte im ersten Halbjahr 2025 zu einem Gewinn, der wie folgt berechnet
wurde: Der Gesamtbetrag der übertragenen nicht zahlungswirksamen Gegenleistung in
Höhe von 665 Mio. US-Dollar beziehungsweise 648 Mio. Euro (beizulegender Zeitwert
von Flatiron) abzüglich des Buchwerts der Nettovermögenswerte von Flatiron in Höhe
von 475 Mio. Euro und der erfolgswirksamen Umgliederung von erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen
in Höhe von -27 Mio. Euro führte zu einem Gewinn in Höhe von 146 Mio. Euro, der in
der Gewinn- und Verlustrechnung unter "sonstige betriebliche Erträge" ausgewiesen
wird.
Die Anzahl der nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen hat sich im ersten
Halbjahr des Geschäftsjahres 2025 per Saldo im Inland um eine Gesellschaft und im
Ausland um zehn Gesellschaften vermindert. Die Anzahl der einbezogenen gemeinschaftlichen
Tätigkeiten hat sich im Ausland um 27 Gesellschaften vermindert.
Zum 30. Juni 2025 wurden neben der HOCHTIEF Aktiengesellschaft insgesamt 44 inländische
und 431 ausländische Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung, 16 inländische
und 71 ausländische Unternehmen nach der Equity-Methode sowie 127 ausländische gemeinschaftliche
Tätigkeiten in den Konzernabschluss einbezogen.
Als eigenständiger börsennotierter Konzern veröffentlicht die HOCHTIEF Aktiengesellschaft,
Essen, Deutschland, Amtsgericht Essen, Handelsregisternummer HRB 279, ihren Konzernabschluss,
der gleichzeitig in den Konzernabschluss der ACS Actividades de Construcción y Servicios,
S.A., Madrid, Spanien, einbezogen wird.
Am 24. Juli 2024 unterzeichnete Turner eine Vereinbarung zur vollständigen Übernahme
von Dornan Engineering, Cork, Irland ("Dornan"). Die Ingenieurgesellschaft mit Niederlassungen
in Irland, dem Vereinigten Königreich, Kontinentaleuropa und den nordischen Ländern
erbringt Dienstleistungen bei komplexen Großprojekten für Kunden vor allem im Spitzentechnologiesektor.
Das Closing der Transaktion erfolgte am 7. Januar 2025. Seit diesem Zeitpunkt wird
Dornan im Sinne des IFRS 10 durch Turner beherrscht und die Akquisition wurde erstmals
im ersten Halbjahr 2025 gemäß IFRS 3 in den HOCHTIEF-Konzern einbezogen.
Der vereinbarte Gesamtkaufpreis in Höhe von 410 Mio. Euro, der gegen Kursänderungen
abgesichert war, wurde zum Erwerbszeitpunkt am 7. Januar 2025 in bar entrichtet. Der
Erwerb unterliegt keinen weiteren bedingten Gegenleistungen.
Die folgende Tabelle zeigt die vorläufige Kaufpreisallokation sowie den Gesamtbetrag
der auf den Geschäfts- oder Firmenwert entfallenden Gegenleistung:
| (In Mio. EUR) | |
| Beizulegender Zeitwert der Vermögenswerte und Schulden von Dornan | |
| Sachanlagen | 8 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 98 |
| Flüssige Mittel | 78 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 267 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | -303 |
| Summe der beizulegenden Zeitwerte des erworbenen Nettovermögens | 148 |
| In bar entrichteter Kaufpreis (einschließlich Kurssicherung) | 436 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 288 |
Es wird davon ausgegangen, dass die Kaufpreisallokation innerhalb von zwölf Monaten
nach dem erfolgten Vollzug der Transaktion abgeschlossen sein wird. Die Bewertungen
werden durch externe und unabhängige Bewertungsgutachter durchgeführt.
Der Geschäfts- oder Firmenwert bezieht sich auf das Know-how und die künftigen Marktchancen
von Dornan in Europa. Gemeinsam mit Dornan und unter Nutzung der bestehenden lokalen
Kapazitäten des Konzerns will Turner seinen europäischen Kunden schlüsselfertige Komplettlösungen
anbieten und damit sein strategisches Wachstum in Europa beschleunigen. Dabei wird
Turner sein risikoarmes Construction-Management-Geschäftsmodell in dem schnell wachsenden
Markt für Spitzentechnologie umsetzen. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist steuerlich
nicht abzugsfähig.
Die im Zusammenhang mit der Akquisition angefallenen Transaktionskosten sind nicht
wesentlich und wurden aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den
"sonstigen betrieblichen Aufwendungen" erfasst.
Der Beitrag zum Konzern vom 1. Januar 2025 bis zum Ende des Berichtszeitraums am 30.
Juni 2025 entsprach Umsatzerlösen in Höhe von 642 Mio. Euro und einem Betrag von 38
Mio. Euro zum Konzernergebnis im Segment Turner.
Am 23. April 2024 erwarb die CIMIC Group Limited, New South Wales, Australien ("CIMIC"),
weitere Anteile in Höhe von 10 Prozent am Bergbau-Dienstleistungsunternehmen Thiess
Group Holdings Pty Ltd, New South Wales, Australien ("Thiess"), bestehend aus Stammaktien
(Ordinary Shares) und Vorzugsaktien (Class A Preference Shares und Class C Preference
Shares), die zuvor von Fonds, beraten von Elliott Advisors (UK) Ltd, London, Vereinigtes
Königreich ("Elliott"), gehalten wurden. Durch den Erwerb zu einem Barkaufpreis von
194 Mio. Euro hält CIMIC eine 60-prozentige Beteiligung an Thiess. CIMIC und Elliott
sind weiterhin paritätisch im Vorstand von Thiess vertreten. Nach der überarbeiteten
Aktionärsvereinbarung übt CIMIC jedoch eine stärkere Kontrolle über das Tagesgeschäft
des Unternehmens aus. Demzufolge hat CIMIC die Möglichkeit, die relevanten Aktivitäten
von Thiess zu lenken, sodass Thiess nach IFRS als ein beherrschtes Unternehmen einzustufen
ist. Die verbleibende Beteiligung von Elliott wird in der Konzernbilanz unter "Anteile
ohne beherrschenden Einfluss" ausgewiesen.
Die Bilanzierung der Akquisition und deren Kaufpreisallokation wurden vor der Veröffentlichung
des Konzernabschlusses 2024 abgeschlossen und sind diesem zu entnehmen. Dabei wurde
ein Gesamtkaufpreis in Höhe von 1.725 Mio. Euro ermittelt, der keine aufgeschobene
Zahlung enthielt. Dieser Betrag setzte sich aus der geleisteten Barzahlung, den zuvor
von CIMIC gehaltenen Anteilen, die zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet wurden,
und dem Gesamtwert der nicht beherrschenden Anteile zusammen. Der beizulegende Zeitwert
der vom Konzern erworbenen identifizierbaren Nettoschulden von Thiess betrug 175 Mio.
Euro. Daraus ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert von 1.900 Mio. Euro.
Die zum 31. Dezember 2024 als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden
von Flatiron wurden aufgrund des Kontrollverlusts über Flatiron im ersten Halbjahr
2025 entkonsolidiert.
| 30.06.2025 | 31.12.2024 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.048.780 | 4.337.564 |
| Vertragsvermögenswerte | 2.643.157 | 2.538.319 |
| Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 709.851 | 694.056 |
| 8.401.788 | 7.569.939 |
Bereits in Rechnung gestellte Teilleistungen und weitere Vertragsforderungen werden
unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Noch nicht abgerechnete
Leistungen werden als Vertragsvermögenswerte erfasst, sofern die Anzahlungen die kumulierte
Leistung (Auftragskosten und Auftragsergebnis) nicht übersteigen. Verbleibt nach Abzug
der Anzahlungen ein negativer Saldo, wird dieser unter den Vertragsverbindlichkeiten
ausgewiesen.
| (In Tsd. EUR) | 30.06.2025 | 31.12.2024 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 8.984.604 | 8.942.065 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 1.387.359 | 1.617.752 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 911.897 | 502.525 |
| 11.283.860 | 11.062.342 |
Für jede Klasse von Finanzinstrumenten werden die beizulegenden Zeitwerte der einzelnen
Vermögenswerte und Schulden angegeben. In Abhängigkeit von der Marktnähe ist für den
beizulegenden Zeitwert - basierend auf den Eingangsparametern, die in die angewandten
Bewertungsverfahren einfließen - eine dreistufige Fair-Value-Hierarchie zu berücksichtigen:
| ― |
Stufe 1: Vorliegen von notierten Preisen in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden (ohne die Vornahme von Anpassungen) als Eingangsparameter; zum Beispiel börsennotierte Wertpapiere. |
| ― |
Stufe 2: Verwendung von anderen Eingangsparametern als den notierten Preisen der Stufe 1, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt, das heißt als Preis, oder indirekt, das heißt aus Preisen, abgeleitet oder beobachtet werden können; zum Beispiel Zinsswaps oder Devisentermingeschäfte. |
| ― |
Stufe 3: Keine relevant beobachtbaren Eingangsparameter sind verfügbar, sodass als Eingangsparameter ein Abgangspreis aus Sicht eines Marktteilnehmers zu ermitteln ist, der den Vermögenswert hält oder die Schuld begleichen muss; zum Beispiel Beteiligungen, die zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind und deren Zeitwert durch eine Unternehmensbewertung ermittelt wurde. |
| 30.06.2025 | ||||
| (In Tsd. EUR) | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe |
| Aktiva | ||||
| Übrige Finanzanlagen | 34.142 | 52.572 | 36.262 | 122.976 |
| Finanzielle Forderungen und sonstige Vermögenswerte | ||||
| langfristig | - | 63.910 | - | 63.910 |
| kurzfristig | 238 | 139.360 | - | 139.598 |
| Wertpapiere | 772.763 | - | - | 772.763 |
| Summe Aktiva | 807.143 | 255.842 | 36.262 | 1.099.247 |
| Passiva | ||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | ||||
| langfristig | - | 41.615 | - | 41.615 |
| kurzfristig | 34 | 4.039 | - | 4.073 |
| Summe Passiva | 34 | 45.654 | - | 45.688 |
| 31.12.2024 | ||||
| (In Tsd. EUR) | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe |
| Aktiva | ||||
| Übrige Finanzanlagen | 37.874 | 60.136 | 39.242 | 137.252 |
| Finanzielle Forderungen und sonstige Vermögenswerte | ||||
| langfristig | - | 36.233 | - | 36.233 |
| kurzfristig | 164 | 164.094 | - | 164.258 |
| Wertpapiere | 810.947 | - | - | 810.947 |
| Summe Aktiva | 848.985 | 260.463 | 39.242 | 1.148.690 |
| Passiva | ||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | ||||
| langfristig | - | 36.026 | - | 36.026 |
| kurzfristig | 74 | 28.951 | - | 29.025 |
| Summe Passiva | 74 | 64.977 | - | 65.051 |
In den einzelnen Klassen von Finanzinstrumenten entsprechen sich grundsätzlich der
jeweils beizulegende Zeitwert und der zugrundeliegende Buchwert, soweit die Ermittlung
eines beizulegenden Zeitwerts verlässlich gegeben ist. Abweichungen ergeben sich lediglich
bei den Finanzverbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
werden. Ihr Buchwert beträgt insgesamt 7.524.744 Tsd. Euro (31. Dezember 2024: 7.429.713
Tsd. Euro) bei einem beizulegenden Zeitwert von 7.496.086 Tsd. Euro (31. Dezember
2024: 7.278.226 Tsd. Euro).
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025 erfolgte - wie im Vergleichsjahr - zwischen
den zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten der Stufen 1 und 2 sowie
der Stufe 3 keine Umgliederung.
In den finanziellen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten sowie sonstigen Verbindlichkeiten
sind die Devisentermingeschäfte des Konzerns enthalten, die nicht in aktiven Märkten
gehandelt werden. Die beizulegenden Zeitwerte dieser Verträge werden geschätzt. Dies
erfolgt anhand einer Bewertungsmethode, die die Anwendung beobachtbarer Eingangsparameter,
wie zum Beispiel Marktwechselkurse und Marktzinssätze, maximiert. Sie werden deshalb
Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie zugeordnet.
In der Stufe 3 wird der Fair Value von Anteilen an nicht börsennotierten Gesellschaften
in Übereinstimmung mit allgemein anerkannten Bewertungsverfahren - basierend auf Discounted-Cashflow-Analysen
- bestimmt. Dabei sind interne Verzinsung, Wachstumsrate und Diskontierungsfaktor
die nicht beobachtbaren Eingangsparameter.
Es gab keine wesentlichen Wechselbeziehungen zwischen den nicht beobachtbaren Eingangsparametern,
die die beizulegenden Zeitwerte wesentlich beeinflussen. Veränderungen in diesen Eingangsparametern
hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf das Gesamtergebnis, die Gesamtvermögenswerte
und -schulden sowie das Eigenkapital.
Elliott hält eine Option, alle oder einen Teil der gezeichneten Thiess Ordinary Shares
oder Class A Preference Shares an CIMIC zu veräußern ("Put-Option"). Gemäß den Bedingungen
der Transaktion vom 23. April 2024 kann Elliott die Put-Option vom 22. April 2025
bis zum 31. Dezember 2026 ausüben. Der Ausübungspreis entspricht dem niedrigeren der
beiden folgenden Werte: den Anschaffungskosten oder einem Preis, der sich an der Entwicklung
des S&P/ASX 200 Total Return Index orientiert, zuzüglich des kumulierten Werts einer
etwaigen Unterschreitung der vereinbarten Mindestausschüttungen.
Im Rahmen der Investition des Konzerns in die Thiess Class C Preference Shares haben
Elliott und CIMIC eine Optionsvereinbarung geschlossen ("Thiess-Option"). Demnach
hat Elliott die Option, seine Class C Preference Shares innerhalb einer Frist von
42 Monaten an CIMIC zu verkaufen. Die Frist beginnt sechs Monate nach Ablauf des Ausübungszeitraums
für die Put-Option oder sechs Monate ab dem Zeitpunkt, an dem Elliott keine Class
A Preference Shares oder Ordinary Shares mehr besitzt oder die Ausübung von Optionen
für alle verbleibenden Class A Preference Shares oder Ordinary Shares bekannt gibt.
CIMIC hält eine Call-Option für den Erwerb der Class C Preference Shares von Elliott.
Die Option hat eine Laufzeit von 42 Monaten und beginnt mit dem Ende des Ausübungszeitraums
der Put-Option beziehungsweise ab dem Zeitpunkt, an dem Elliott keine Class A Preference
Shares oder Ordinary Shares mehr besitzt.
Die Put- und die Thiess-Option wurden im Vorjahr vor der Transaktion als derivative
Finanzinstrumente gemäß IFRS 9 zum beizulegenden Zeitwert unter den kurzfristigen
sonstigen Verbindlichkeiten (Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie) bilanziert. Infolge
der Transaktion vom 23. April 2024 und der Vollkonsolidierung von Thiess sind die
Put-Option und die Thiess-Option als eine Option auf nicht beherrschende Anteile ("Minderheitengesellschaftern
gewährte Andienungsrechte") zu bilanzieren. Der Barwert des Brutto-Rückkaufsbetrags
wird als finanzielle Verbindlichkeit mit einer entsprechenden Reduzierung der Rücklagen
des Eigenkapitals angesetzt und in der Bilanz gesondert ausgewiesen.
Dementsprechend werden Beträge von 513,8 Mio. Euro (31. Dezember 2024: 550,0 Mio.
Euro), entfallend auf die Ordinary Shares und Class A Preference Shares, und 85,4
Mio. Euro (31. Dezember 2024: 91,5 Mio. Euro), entfallend auf die Class C Preference
Shares, ohne Anpassung um die Wahrscheinlichkeit, dass die Optionen gezogen werden,
in der Bilanz angesetzt. Der Gesamtbetrag beläuft sich auf 599,2 Mio. Euro (31. Dezember
2024: 641,5 Mio. Euro).
Die Überleitung der beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten der Stufe 3 von
den Eröffnungs- zu den Schlusssalden stellt sich für die übrigen Finanzanlagen sowie
die sonstigen Verbindlichkeiten in folgender Weise dar:
| (In Tsd. EUR) | Stand 1.1.2025 | Währungsanpassungen | In der GuV erfasste Gewinne/ Verluste |
Übrige Veränderungen | Stand 30.6.2025 |
| Aktiva | |||||
| Übrige Finanzanlagen | 39.242 | -2.020 | -960 | - | 36.262 |
| Passiva | |||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | |||||
| kurzfristig | - | - | - | - | - |
| (In Tsd. EUR) | Stand 1.1.2024 | Währungsanpassungen | In der GuV erfasste Gewinne/ Verluste |
Übrige Veränderungen | Stand 31.12.2024 |
| Aktiva | |||||
| Übrige Finanzanlagen | 178.905 | -3.155 | -16.083 | -120.425 | 39.242 |
| Passiva | |||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | |||||
| kurzfristig | 996 | -9 | - | -987 | - |
Die Währungsanpassungen und übrigen Veränderungen sind erfolgsneutral erfasst.
Flüssige Mittel sind mit einem Betrag von 171.070 Tsd. Euro (31. Dezember 2024: 279.026
Tsd. Euro) durch betriebliche Beschränkungen sowie aus dem Verkauf von Forderungen
verfügungsbeschränkt.
Zum 30. Juni 2025 ergibt sich für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ein Bestand an eigenen
Aktien von insgesamt 2.469.695 Stück (3,18 Prozent des Grundkapitals).
10.426 eigene Aktien wurden im Mai 2025 an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft
zu einem Preis von 166,00 Euro je Aktie mit der Verpflichtung übertragen, sie für
einen Zeitraum von mindestens zwei beziehungsweise von mindestens drei Jahren zu halten.
Damit wurden bestehende Ansprüche der Übertragungsempfänger auf variable Vergütung
getilgt. Der auf diese Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 26.690,56
Euro (0,01 Prozent des Grundkapitals).
Die Hauptversammlung der HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat am 29. April 2025 die Ausschüttung
einer Dividende von 5,23 Euro je für das Geschäftsjahr 2024 dividendenberechtigter
Stückaktie beschlossen. Daraus resultiert eine Dividendenzahlung in Höhe von 393.459.066,17
Euro, die am 7. Juli 2025 geleistet wurde.
Der syndizierte Kredit bildet weiterhin ein zentrales langfristiges Finanzierungsinstrument
von HOCHTIEF. Der Kredit mit einer ursprünglichen Laufzeit bis März 2028 und zwei
Verlängerungsoptionen von jeweils einem weiteren Jahr, wurde im März 2025 auf Basis
der zweiten Option bis März 2030 verlängert. Die anteilige Avalkredittranche in Höhe
von 1,2 Mrd. Euro war zum Bilanzstichtag mit 745 Mio. Euro in Anspruch genommen (30.
Juni 2024: 841 Mio. Euro). Die anteilige Barkredittranche in Höhe von 0,5 Mrd. Euro
ist zum Bilanzstichtag - unverändert gegenüber dem Vorjahr - nicht in Anspruch genommen.
Mit Valuta zum 24. Juni 2025 erfolgte die planmäßige Rückzahlung einer im Geschäftsjahr
2019 begebenen Privatplatzierung in Höhe von 50 Mio. CHF.
Am 03. Juli 2025 erfolgte die planmäßige Rückzahlung einer im Geschäftsjahr 2018 begebenen
und bereits im Mai 2024 frühzeitig refinanzierten Unternehmensanleihe mit einem ausstehenden
Nominalbetrag in Höhe von 403,37 Mio. Euro.
Zum 15. Juli 2025 wurde die Term Loan Tranche der syndizierten Fazilität in Höhe von
300 Mio. Euro mit der ursprünglichen Fälligkeit im März 2026 frühzeitig refinanziert.
Dabei konnte eine Erhöhung um 50 Mio. Euro (neuer Gesamtbetrag 350 Mio. Euro) sowie
eine Margenreduktion erreicht werden. Die Laufzeit des neuen Term Loans wurde an die
des syndizierten Kredites angepasst und endet somit ebenfalls im März 2030.
Der Konzern schließt Factoring-Vereinbarungen mit Banken und Finanzinstituten ab.
Diese Vereinbarungen beziehen sich nur auf vom Kunden anerkannte, bestätigte Forderungen
ohne Rückgriffmöglichkeit, bei denen die Zahlung lediglich von einer Frist abhängt.
Das Factoring dieser Forderungen erfolgt daher ohne Rückgriffmöglichkeit.
Zum 30. Juni 2025 lag das Volumen des Factorings ohne Rückgriffmöglichkeit konzernweit
bei 848,8 Mio. Euro (30. Juni 2024: 1.170,2 Mio. Euro, 31. Dezember 2024: 1.205,4
Mio. Euro).
Der Konzern schließt mit Finanzinstituten Supply-Chain-Finanzierungsvereinbarungen
für Lieferanten ab, die sich zur Verbesserung ihrer Liquidität für eine frühzeitige
Zahlung von Waren und Dienstleistungen entscheiden können. Das Supply-Chain-Finanzierungsprogramm
wird auf freiwilliger Basis angeboten und Lieferanten können jederzeit nach eigenem
Ermessen ein- und aussteigen. Die Bedingungen der Vereinbarungen verändern die ursprüngliche
Verbindlichkeit nicht. Daher werden die Beträge auch weiterhin unter Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten erfasst. Die konzernweiten
Supply-Chain-Finanzierungen lagen am 30. Juni 2025 bei 62,1 Mio. Euro (30. Juni 2024:
43,3 Mio. Euro, 31. Dezember 2024: 46,7 Mio. Euro).
Zum 30. Juni 2025 ergeben sich unverändert gegenüber dem 31. Dezember 2024 keine ausweispflichtigen
Haftungsverhältnisse.
Im Rahmen der Konzernsegmentberichterstattung werden die Aktivitäten nach den Segmenten
abgegrenzt. Die Segmentierung entspricht dabei der internen Steuerung des operativen
Geschäfts sowie der internen Berichterstattung des HOCHTIEF Konzerns.
Es bestehen folgende berichtspflichtige Segmente:
| ― |
Turner ist ein führendes amerikanisches Unternehmen im allgemeinen Hochbau, das umfassende Services für Projekte aller Art und Größe in Nordamerika und auf der ganzen Welt anbietet und erfolgreich die Chancen in Wachstumsmärkten im Bereich der Spitzentechnologie, beispielsweise Rechenzentren, nutzt; |
| ― |
CIMIC führt als australisches Unternehmen integrierte Aktivitäten in den Bereichen Bau, Dienstleistungen, natürliche Ressourcen und PPP im asiatisch-pazifischen Raum aus; |
| ― |
Engineering and Construction bündelt die Bauaktivitäten und das PPP-Geschäft in Europa zusammen mit dem im Jahr 2025 at Equity in den HOCHTIEF-Konzernabschluss einbezogenen nordamerikanischem Tiefbauunternehmen FlatironDragados; |
| ― |
Abertis beinhaltet die Beteiligung am spanischen Mautstraßenbetreiber Abertis Infraestructuras und wird nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss bilanziert. |
Unter Corporate werden die Konzernzentrale und andere, nicht den gesondert dargestellten
Segmenten zuordenbare Tätigkeiten, wie beispielsweise das Management unserer finanziellen
Ressourcen, Risikomanagement und Versicherungsaktivitäten, sowie Konsolidierungseffekte
dargestellt. Die Versicherungsaktivitäten werden in der Konzernzentrale verantwortlich
von der HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions GmbH, Essen, Deutschland
- mit Gesellschaften in Luxemburg, zu denen unter anderem die Stonefort Reinsurance
S.A., Luxemburg, Luxemburg gehört - gesteuert. Die HOCHTIEF-Versicherungsgesellschaften
bieten vor allem Rückversicherungsleistungen für Bauleistungs-, Nachunternehmerausfall-,
Haftpflicht- sowie Arbeitnehmerunfallversicherungen an.
Es gelten grundsätzlich dieselben Rechnungslegungsvorschriften, wie sie für den Konzern
in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben sind. Die als Finanzinvestition
gehaltenen Immobilien werden im Segment CIMIC zum beizulegenden Zeitwert bewertet,
während sie im HOCHTIEF Konzernabschluss nach dem Anschaffungskostenmodell bilanziert
werden. Der Unterschied in den Bilanzierungsmethoden bei CIMIC ist eine positive Veränderung
des beizulegenden Zeitwerts im ersten Halbjahr 2025 aufgrund des Fortschritts bei
der Entwicklung der Immobilie Leakes Road in Melbourne für die Nutzung als Rechenzentrum.
Dieser Gewinn aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts hat im ersten Halbjahr
2025 eine Auswirkung in Höhe von 92,4 Mio. Euro auf das Ergebnis vor Steuern von CIMIC
(Auswirkung auf den Gewinn nach Steuern von CIMIC in Höhe von 64,7 Mio. Euro). Die
Anpassung des beizulegenden Zeitwerts wird auf Konzernebene (Corporate) eliminiert,
sodass sich keine Auswirkungen auf den HOCHTIEF Konzernabschluss (insbesondere Konzernbilanz
und Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung) ergeben, da die als Finanzinvestition gehaltenen
Immobilien auf Konzernebene einheitlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
werden.
Weitere Erläuterungen zu den einzelnen Segmenten des HOCHTIEF-Konzerns sind im vorstehenden
Zwischenlagebericht enthalten.
Die extern erwirtschafteten Umsatzerlöse werden im Berichts-/Vergleichszeitraum anhand
des Sitzes der Teilkonzerne zugeordnet und gliedern sich vom 01. Januar bis 30. Juni
2025 nach den Segmenten und den geographischen Regionen wie folgt auf (in Tsd. Euro):
| Geographische Region | Nordamerika | Asiatisch-pazifischer Raum | Europa | |||
| Segmente | ||||||
| Turner | 12.215.953 | 66,5 % | - | - | - | - |
| CIMIC | - | - | 5.255.587 | 28,6 % | - | - |
| Engineering and Construction | - | - | - | - | 799.835 | 4,4 % |
| Corporate | - | - | - | - | 98.336 | 0,5 % |
| HOCHTIEF-Konzern | 12.215.953 | 66,5 % | 5.255.587 | 28,6 % | 898.171 | 4,9 % |
| Geographische Region | Umsatzerlöse gesamt | |
| Segmente | ||
| Turner | 12.215.953 | 66,5 % |
| CIMIC | 5.255.587 | 28,6 % |
| Engineering and Construction | 799.835 | 4,4 % |
| Corporate | 98.336 | 0,5 % |
| HOCHTIEF-Konzern | 18.369.711 | 100,0 % |
In den Umsatzerlösen ist eine Stornierung bereits erfasster Umsatzerlöse in Höhe von
75,1 Mio. Euro enthalten (30. Juni 2024: 509,5 Mio. Euro).
Die Aufgliederung der Umsatzerlöse im Vergleichszeitraum (01. Januar bis 30. Juni
2024) stellt sich wie folgt dar (in Tsd. Euro):
| Geographische Region | Nordamerika | Asiatisch-pazifischer Raum | Europa | |||
| Segmente | ||||||
| Turner | 8.648.564 | 59,0 % | - | - | - | - |
| CIMIC | - | - | 4.159.824 | 28,4 % | - | - |
| Engineering and Construction | 1.061.022 | 7,3 % | - | - | 704.024 | 4,8 % |
| Corporate | - | - | - | - | 78.142 | 0,5 % |
| HOCHTIEF-Konzern | 9.709.586 | 66,3 % | 4.159.824 | 28,4 % | 782.166 | 5,3 % |
| Geographische Region | Umsatzerlöse gesamt | |
| Segmente | ||
| Turner | 8.648.564 | 59,0 % |
| CIMIC | 4.159.824 | 28,4 % |
| Engineering and Construction | 1.765.046 | 12,1 % |
| Corporate | 78.142 | 0,5 % |
| HOCHTIEF-Konzern | 14.651.576 | 100,0 % |
Nicht aus Kundenverträgen stammende Umsätze, im Wesentlichen aus anderen Aktivitäten
in "Corporate", betragen 129.327 Tsd. Euro (30. Juni 2024 121.818 Tsd. Euro).
Insgesamt werden nahezu alle Umsatzerlöse über einen bestimmten Zeitraum erfasst.
Die weiteren Umsatzerlöse, die zwischen den Segmenten erwirtschaftet wurden (Innenumsätze)
betreffen Corporate mit 2,2 Mio. Euro (30. Juni 2024 2,1 Mio. Euro), HOCHTIEF Europe
innerhalb des Segments Engineering and Construction mit 0,9 Mio. Euro (30. Juni 2024
1,0 Mio. Euro) und Turner mit 0 Mio. Euro (30. Juni 2024 1,4 Mio. Euro).
| (In Tsd. EUR) | H1 2025 | H1 2024 | Q2 2025 | Q2 2024 |
| Ergebnis vor Steuern | 709.554 | 486.311 | 282.742 | 290.948 |
| + Finanzaufwendungen | 266.147 | 196.795 | 133.286 | 120.270 |
| - Finanzerträge | -121.074 | -105.001 | -60.521 | -52.928 |
| - Ergebnis aus Ausleihungen an Beteiligungen | -1.898 | -5.334 | -1.027 | -2.680 |
| EBIT | 852.729 | 572.771 | 354.480 | 355.610 |
| + Abschreibungen | 334.146 | 225.165 | 177.480 | 147.829 |
| EBITDA | 1.186.875 | 797.936 | 531.960 | 503.439 |
| Bereinigungen | ||||
| - Kursgewinne aus Fremdwährungen | -24.935 | -5.573 | -3.372 | -1.626 |
| + Kursverluste aus Fremdwährungen | 9.257 | 20.248 | 5.584 | 3.597 |
| - Erträge aus Abgängen/Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | -6.663 | -3.475 | -5.514 | -3.020 |
| + Aufwendungen aus Abgängen von Anlagevermögen | 3 | 56 | 2 | -37 |
| - Erträge aus Abgängen/Zuschreibungen von Forderungen und sonstigen Vermögenswerten | -426 | -727 | -384 | 494 |
| + Verluste aus Wertminderungen/Abgängen kurzfristiger Vermögenswerte (außer Vorräten) | 840 | 450 | 698 | 213 |
| + Sonstige Anpassungen (im Wesentlichen Entkonsolidierung Flatiron) | -140.425 | 17.886 | 4.365 | 17.886 |
| EBITDA (bereinigt) | 1.024.526 | 826.801 | 533.339 | 520.946 |
| - Abschreibungen | -334.146 | -225.165 | -177.480 | -147.829 |
| EBIT (bereinigt) | 690.380 | 601.636 | 355.859 | 373.117 |
| H1 2025 | H1 2024 | Q2 2025 | Q2 2024 | |
| Konzerngewinn (in Tsd. Euro) | 481.029 | 436.337 | 173.237 | 303.495 |
| Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien (gewichteter Durchschnitt) in Tsd. Stück | 75.235 | 75.219 | 75.238 | 75.226 |
| Ergebnis je Aktie (in Euro) | 6,39 | 5,80 | 2,30 | 4,03 |
Das Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem das auf die Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre
entfallende Ergebnis nach Steuern durch die durchschnittliche Zahl der im Umlauf befindlichen
Aktien dividiert wird. Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie kann durch sogenannte
potenzielle Aktien auftreten (vor allem Aktienoptionen und Wandelanleihen). Die aktienbasierten
Vergütungsprogramme der HOCHTIEF Aktiengesellschaft wirken nicht gewinnverwässernd.
Damit entsprechen sich das verwässerte und das unverwässerte Ergebnis je Aktie.
Der Kreis der zur HOCHTIEF Aktiengesellschaft oder zu Konzernunternehmen nahestehenden
Unternehmen oder Personen wird durch IAS 24 bestimmt, sodass diesbezüglich auf die
Angaben im letzten Konzernabschluss verwiesen wird.
Als wesentlichen Geschäftsvorfall im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025 berichten
wir über den Zusammenschluss der beiden Gesellschaften Flatiron mit der HOCHTIEF Aktiengesellschaft
als Eigentümer und Dragados mit dem Eigentümer ACS zur kombinierten Gesellschaft FlatironDragados.
Zur Ausgestaltung dieser Transaktion wird auf den Abschnitt "Änderungen des Konsolidierungskreises"
verwiesen.
In Bezug auf die Ereignisse im Juli 2025 zu Finanzierungsaktivitäten und zu neuen
Steuervorschriften verweisen wir auf die Abschnitte "Finanzereignisse" und "Neue Rechnungslegungs-
und Steuervorschriften".
Essen, 22. Juli 2025
HOCHTIEF Aktiengesellschaft
| Der Vorstand |
| Juan Santamaría Cases |
| Ángel Muriel Bernal |
| Christa Andresky |
| Martina Steffen |
An die HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus der Konzern-Gewinn
und Verlustrechnung sowie der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzernbilanz, der
Konzern-Kapitalflussrechnung, der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals sowie ausgewählten
erläuternden Konzernanhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der HOCHTIEF
Aktiengesellschaft, Essen, für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2025, die
Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen
Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach
den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen IFRS® Accounting
Standards (im Folgenden "IFRS Accounting Standards") für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung
der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung
zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf
der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
sowie unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements
2410 "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor
of the Entity" vorgenommen. Danach haben wir die prüferische Durchsicht so zu planen
und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit
ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen
nicht in Übereinstimmung mit den IFRS Accounting Standards für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. Eine prüferische Durchsicht beschränkt
sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft sowie auf analytische
Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare
Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können
wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS Accounting Standards für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU
anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen
nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften
des WpHG aufgestellt worden ist.
Düsseldorf, den 23. Juli 2025
Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| gez. André Bedenbecker | gez. Michael Pfeiffer |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Halbjahresfinanzberichterstattung der verkürzte Konzernzwischenabschluss ein
den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich
des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen
Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden
Geschäftsjahr beschrieben sind.
Essen, 22. Juli 2025
HOCHTIEF Aktiengesellschaft
| Der Vorstand |
| Juan Santamaría Cases |
| Christa Andresky |
| Ángel Muriel Bernal |
| Martina Steffen |
| (in Mio. EUR) | H1 2025 | H1 2024 | Veränderung | 01-12 2024 |
| Umsatz | 18.369,7 | 14.651,6 | 25,4 % | 33.301,3 |
| Operatives Ergebnis vor Steuern/PBT | 587,7 | 442,2 | 32,9 % | 1.008,3 |
| Operatives Ergebnis vor Steuern/PBT-Marge in % | 3,2 | 3,0 | 20 bps | 3,0 |
| Operativer Konzerngewinn | 354,8 | 300,7 | 18,0 % | 625,0 |
| Operatives Ergebnis je Aktie (in EUR) | 4,72 | 4,00 | 18,0 % | 8,31 |
| EBITDA (bereinigt) | 1.024,5 | 826,8 | 23,9 % | 1.881,5 |
| EBIT (bereinigt) | 690,4 | 601,6 | 14,8 % | 1.287,1 |
| Nominales Ergebnis vor Steuern/PBT | 709,6 | 486,3 | 45,9 % | 1.003,8 |
| Nominaler Konzerngewinn | 481,0 | 436,3 | 10,2 % | 775,6 |
| Nominales Ergebnis je Aktie (in EUR) | 6,39 | 5,80 | 10,2 % | 10,31 |
| Operativer Cashflow (OCF) LTM, vor Factoring | 1.971,9 | 1.477,3 | 494,6 | |
| Operativer Netto-Cashflow LTM, vor Factoring | 1.262,9 | 1.077,8 | 185,1 | |
| Operativer Cashflow (OCF), vor Factoring | 186,0 | 36,9 | 149,1 | 1.822,8 |
| Betriebliche Investitionen netto und Leasing | -331,3 | -226,0 | -105,3 | -603,7 |
| Operativer Netto-Cashflow, vor Factoring | -145,3 | -189,1 | 43,8 | 1.219,1 |
| Nettofinanzvermögen/Nettofinanzverschuldung | -1.409,1 | -1.117,5 | -291,6 | -119,9 |
| Auftragseingang | 26.109,2 | 21.310,1 | 22,5 % | 41.799,4 |
| Leistung | 19.885,4 | 16.364,8 | 21,5 % | 35.476,0 |
| Auftragsbestand | 69.003,4 | 65.898,6 | 4,7 % | 67.584,2 |
| Mitarbeitende (Stichtagswerte)* | 58.705 | 55.245 | 6,3 % | 56.875 |
Operative Erträge sind bereinigt um nicht operative Effekte
*
Zahlen für H1 2024 auf vergleichbarer Basis
HOCHTIEF Aktiengesellschaft
Alfredstraße 236, 45133 Essen
Tel.: 0201 824-0
Fax: 0201 824-2777
info@hochtief.de
www.hochtief.de
HOCHTIEF Investor Relations
Alfredstraße 236, 45133 Essen
Tel.: 0201 824-2127
Fax: 0201 824-92127
investor-relations@hochtief.de
Titelseite: CIMIC; S. 3: HOCHTIEF/Christoph Schroll
| ― |
Christiane Luhmann, luhmann & friends, Kamen |
| ― |
Jakob Kamender, Werbeatelier JBK, Münster |
www.hochtief.de/investor-relations/finanzkalender
Dieser Halbjahresbericht liegt auch in englischer Sprache vor und wurde im Internet
veröffentlicht.
Dieses Dokument enthält zukunftsbezogene Aussagen. Diese Aussagen spiegeln die gegenwärtigen
Auffassungen, Erwartungen und Annahmen des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft
über künftige, die HOCHTIEF Aktiengesellschaft bzw. den HOCHTIEF-Konzern betreffende
Ereignisse und Entwicklungen wider und basieren auf Informationen, die dem Vorstand
der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen.
Zukunftsbezogene Aussagen enthalten keine Gewähr für den Eintritt zukünftiger Ergebnisse
(zum Beispiel der Vorsteuerergebnisse oder der Konzerngewinne) und Entwicklungen (zum
Beispiel hinsichtlich geplanter Beteiligungsveräußerungen, geplanter Investitionen
bzw. Zukäufe, der allgemeinen Geschäftsaktivität oder der Geschäftsstrategie) und
sind mit Risiken und Unsicherheiten verbunden. Die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse
(zum Beispiel die Vorsteuerergebnisse oder die Konzerngewinne), Dividenden und weitere
Entwicklungen (zum Beispiel hinsichtlich geplanter Beteiligungsveräußerungen, geplanter
Investitionen bzw. Zukäufe, der allgemeinen Geschäftsaktivität oder der Geschäftsstrategie),
betreffend die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und den HOCHTIEF-Konzern, können daher
aufgrund verschiedener Faktoren wesentlich von den hier geäußerten oder implizit zugrunde
gelegten Erwartungen und Annahmen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören insbesondere
Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, der branchenspezifischen Lage
und der Wettbewerbssituation. Darüber hinaus können die Entwicklungen auf den Finanzmärkten,
Wechselkursschwankungen sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere
auch in Bezug auf steuerliche Regelungen, das Verhalten von Mitgesellschaftern sowie
andere Faktoren einen Einfluss auf die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse (zum Beispiel
die Vorsteuerergebnisse oder die Konzerngewinne), Dividenden und weitere Entwicklungen
(zum Beispiel hinsichtlich geplanter Beteiligungsveräußerungen, geplanter Investitionen
bzw. Zukäufe, der allgemeinen Geschäftsaktivität oder der Geschäftsstrategie), betreffend
die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und den HOCHTIEF-Konzern, haben. Etwaige Angaben zu
Dividenden stehen zudem unter dem Vorbehalt, dass für das jeweilige Geschäftsjahr
ein entsprechender Bilanzgewinn im handelsrechtlichen Einzelabschluss der HOCHTIEF
Aktiengesellschaft ausgewiesen werden kann und dass die zuständigen Organe der HOCHTIEF
Aktiengesellschaft unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Situation der Gesellschaft
entsprechende Beschlüsse fassen. Abgesehen von rechtlichen Veröffentlichungspflichten,
übernimmt die HOCHTIEF Aktiengesellschaft keine Verpflichtung, die in diesem Dokument
enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.
Titelbild: Metro Sydney - Western Sydney Airport, Australien
Beim Großprojekt "Sydney Metro - Western Sydney Airport" übernimmt CPB Contractors
innerhalb eines Joint Ventures die Oberbau- und Trassierungsarbeiten. Die Bahnstrecke
verbindet den neuen Western Sydney Airport mit Orchard Hills.