HOCHTIEF Aktiengesellschaft

Essen

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2025 bis zum 30.06.2025

Finanzielle Highlights

Operativer Konzerngewinn steigt um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 355 Mio. Euro (währungsbereinigt +22 Prozent) und liegt am oberen Ende der prognostizierten Wachstumsspanne

Starker operativer Cashflow von 2,0 Mrd. Euro in den letzten zwölf Monaten, Anstieg um 0,5 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr vor Factoring, anhaltend hohe Cash Conversion

Nettofinanzverschuldung beeinflusst durch strategische Entscheidungen zur Kapitalallokation, durch die für das erste Quartal typische Saisonalität sowie durch Wechselkurseffekte

Starker Anstieg des Auftragseingangs um 26 Prozent, wechselkursbereinigt gegenüber dem Vorjahr auf 26,1 Mrd. Euro; entspricht dem 1,2-Fachen der Leistung in den letzten zwölf Monaten; alle operativen Segmente haben zu diesem Wachstum beigetragen

Guidance für das Jahr 2025 bestätigt: operativer Konzerngewinn in Höhe von 680 bis 730 Mio. Euro (bis zu +17 Prozent gegenüber dem Vorjahr)

Finanzielle Highlights im ersten Halbjahr 2025

Operativer Konzerngewinn steigt um 18 Prozent ggü. Vj. auf 355 Mio. Euro
(währungsbereinigt +22 Prozent) und liegt damit am oberen Ende der prognostizierten Wachstumsspanne

Dem Umsatzwachstum von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (währungsbereinigt +29 Prozent)

Nominaler Konzerngewinn von 481 Mio. Euro beinhaltet einmalige Gewinne von netto 126 Mio. Euro, insbesondere aus der Flatiron-Transaktion im ersten Quartal

Starker operativer Cashflow von 2,0 Mrd. Euro in den letzten zwölf Monaten, Anstieg um 0,5 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr vor Factoring, anhaltend hohe Cash Conversion

Die Zahlen für das erste Halbjahr reflektieren die für das erste Quartal typischen saisonalen Effekte

Bereinigt um Factoring-Effekte verzeichnet der operative Cashflow im ersten Halbjahr 2025 einen starken Anstieg ggü. Vj. um 149 Mio. Euro

Nettofinanzverschuldung beeinflusst durch strategische Entscheidungen zur Kapitalallokation, durch die für das erste Quartal typische Saisonalität sowie durch Wechselkurseffekte

Bereinigt um Kapitalallokation, Konsolidierungs- und Wechselkurseffekte ergäbe sich im Vorjahresvergleich ein Anstieg der Netto-Liquidität um 977 Mio. Euro dank anhaltend starker Cash Conversion

Starker Anstieg des Auftragseingangs um 26 Prozent, wechselkursbereinigt ggü. Vj. auf 26,1 Mrd. Euro; entspricht dem 1,2-Fachen der Leistung in den letzten zwölf Monaten; alle operativen Segmente haben zu diesem Wachstum beigetragen

Fokussierung auf strategische Wachstumsmärkte (zirka 55 Prozent des Auftragseingangs), Großteil der Neuaufträge mit niedrigerem Risikoprofil

Auftragsbestand steigt wechselkursbereinigt gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent auf 69 Mrd. Euro

Guidance für das Jahr 2025 bestätigt: operativer Konzerngewinn in Höhe von 680 bis 730 Mio. Euro (bis zu +17 Prozent gegenüber dem Vorjahr)

Positioniert für weiteren Ausbau der starken Präsenz in strategischen Wachstumsmärkten wie Rechenzentren, mit bedeutenden Chancen für Eigenkapitalinvestitionen

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

HOCHTIEF hat im ersten Halbjahr 2025 eine hervorragende Leistung erbracht, Umsatz, Gewinn und Auftragsbestand deutlich gesteigert und ein solides Cashflow-Ergebnis erzielt. Unser positiver Wachstumskurs ist eine Folge der Vision und des Engagements der Teams von Fachleuten, die in allen geografischen Regionen des Konzerns für HOCHTIEF tätig sind. Neben der starken finanziellen Leistung im Berichtszeitraum haben wir weitere wichtige Fortschritte bei der Umsetzung der strategischen Entwicklung gemacht. Zunehmend nutzen wir konzernweit unseren geografischen Fußabdruck und unser technisches Know-how, um im Zuge der weiteren Umsetzung der Strategie des HOCHTIEF-Konzerns zusätzliches Wachstum und Wertschöpfung für alle unsere Stakeholder zu erzielen.

Der Konzernumsatz stieg in der ersten Jahreshälfte um 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 18,4 Mrd. Euro, was einem währungsbereinigten Zuwachs von 29 Prozent entspricht. Dies war vor allem einem starken organischen Umsatzwachstum zu verdanken. Der operative Konzerngewinn von HOCHTIEF stieg um 18 Prozent beziehungsweise auf vergleichbarer Basis um 22 Prozent auf 355 Mio. Euro und lag damit am oberen Ende der prognostizierten Wachstumsspanne für 2025, die einen Anstieg von bis zu 17 Prozent vorsieht. Der nominale Konzerngewinn lag mit 481 Mio. Euro um 10 Prozent über dem Vorjahreswert.

Die Cashflow-Entwicklung der letzten zwölf Monate zeigt, dass die starke Leistung auf eine anhaltend hohe Cash Conversion mit einem operativen Netto-Cashflow von 1,3 Mrd. Euro zurückzuführen ist. Obgleich die erste Jahreshälfte die für das erste Quartal typischen saisonalen Effekte reflektiert, wurde ein Anstieg des operativen Netto-Cashflows im Vergleich zum Vorjahr, bereinigt um Factoring-Effekte, erzielt.

Die Entwicklung der Nettofinanzverschuldung des Konzerns seit Dezember 2024 wurde durch strategische Investitionsentscheidungen und die damit verbundenen Konsolidierungseffekte sowie durch Wechselkurseffekte beeinflusst. Bei Betrachtung der letzten zwölf Monate und bereinigt um Kapitalallokations- und Wechselkurseffekte, ergäbe sich im Vorjahresvergleich ein deutlicher Anstieg der Nettoliquidität um 1,0 Mrd. Euro.

Beim Auftragseingang in Höhe von 26,1 Mrd. Euro wurde wechselkursbereinigt ein starker Anstieg von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet. Zu diesem Wachstum haben alle operativen Segmente beigetragen. Die Neuaufträge beinhalten wichtige Projekte in unseren strategischen Wachstumsmärkten wie Hightech, kritische Metalle, Energiewende und nachhaltige Infrastruktur. Ende Juni 2025 belief sich der Auftragsbestand des Konzerns auf 69 Mrd. Euro, was einem wechselkursbereinigten Anstieg von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Strategie

Die Umsetzung der Strategie von HOCHTIEF als weltweit führender Anbieter im Infrastrukturbaubereich wurde im ersten Halbjahr 2025 vor dem Hintergrund eines beispiellosen, mehrjährigen Bedarfs an Infrastrukturinvestitionen fortgesetzt, der durch die Megatrends Digitalisierung, Demografie, Verteidigung, Deglobalisierung und die Nachfrage nach Energieinfrastruktur getrieben wird.

Der Konzern hat sich als einer der weltweit führenden Anbieter für Spitzentechnologie-Infrastruktur und Servicelösungen positioniert, um dieser stark wachsenden Nachfrage gerecht zu werden. Dazu bauen wir unsere Präsenz in der Wertschöpfungskette mit unserem bau- und ingenieurspezifischen Know-how aus und punkten mit unseren Kompetenzen in den Bereichen Kapitalinvestment sowie Betrieb und Wartung.

HOCHTIEF hat sich mit erfolgreich realisierten Projekten mit einer Kapazität von zirka sechs Gigawatt als einer der weltweit führenden Anbieter für die Entwicklung und den Bau von Rechenzentren etabliert. Der Ansatz des Konzerns vereint umfassendes Fachwissen in den Bereichen Planung, Finanzierung, Bau und Betrieb. Mehreren Quellen zufolge könnte der weltweite Kapitalmarkt für Rechenzentren bis 2030 um fast 20 Prozent pro Jahr wachsen.

Im Kontext der umfassenderen Strategie des Konzerns, ein europaweites Netz nachhaltiger dezentraler Edge-Rechenzentren zu errichten, strebt HOCHTIEF eine Ausweitung seiner Geschäftstätigkeit auf andere europäische Länder, darunter Österreich, die Schweiz und Großbritannien, an. HOCHTIEF hat bereits das Joint Venture Yorizon gegründet, das die YEXIO-Rechenzentren von HOCHTIEF mit innovativen Cloud-Computing-Lösungen für digitale Souveränität anbietet. Das erste Rechenzentrum eröffnet in diesem Sommer in Deutschland; darüber hinaus wurden bereits Grundstücke für weitere Rechenzentren gesichert.

Parallel dazu führte der Konzern im zweiten Quartal Gespräche auf hochrangiger Ebene mit EU-Behörden, um ihre Pläne zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität der Region zu unterstützen. Dies steht im Einklang mit dem Fokus des Konzerns auf den Einsatz unserer umfassenden Fähigkeiten in strategischen europäischen Infrastrukturbereichen.

HOCHTIEF hat im Berichtszeitraum eine Reihe bedeutender Rechenzentrumsprojekte akquiriert. Turner hat den Wert der gewonnenen Neuaufträge verdoppelt und damit die starke Präsenz des Konzerns in diesem schnell wachsenden Markt unterstrichen. Im Raum Asien/Pazifik realisiert CIMIC innerhalb eines Joint Ventures die erste Phase eines mehrstufigen Rechenzentrumsprojekts auf den Philippinen. Zudem wurden kürzlich Projekte in Malaysia und Singapur realisiert. Und in Deutschland haben wir als Entwickler, Auftragnehmer und Betreiber unser fünftes Edge-Rechenzentrumsprojekt - diesmal in der Nähe Münchens - auf den Weg gebracht.

Der Konzern macht auch im Halbleiterbereich Fortschritte, in dem die starke Nachfrage nach künstlicher Intelligenz und die weiterhin steigende Digitalisierung die Investitionen ankurbeln und der weltweite Umsatz in diesem Sektor im Jahr 2025 voraussichtlich 700 Milliarden US-Dollar erreichen wird. Und für die Zukunft wird ein Wachstum im zweistelligen Prozentbereich erwartet. In Kombination mit dem Reshoring-Trend führt dies zu einer raschen Zunahme der Bauarbeiten im Halbleitersektor.

Dies ist ein strategischer Wachstumsmarkt für HOCHTIEF, der unseres Erachtens vielversprechende Chancen bietet. Deshalb analysieren wir derzeit aktiv eine sehr große Menge an möglichen Projekten. Zu den jüngsten Projektgewinnen zählen ein bedeutender Bauauftrag für die Erweiterung einer Montage- und Testanlage für Lithografiemaschinen für die Chipherstellung in den USA, ein wichtiges Halbleiterprojekt in Malaysia und eine Halbleiterfabrik mit Reinraumtechnologie in Deutschland.

HOCHTIEF hat seine Führungsposition im strategisch wichtigen Bereich der kritischen Metalle und Rohstoffe in den vergangenen Quartalen ausgebaut.

Die weltweiten Bemühungen, saubere Energietechnik zu entwickeln, führen zu einem starken Anstieg der Nachfrage nach Metallen für die Energiewende wie Kupfer, Aluminium und Nickel, aber auch nach kritischen Mineralien für die "New Economy" und Batterien wie Lithium, Kobalt und Seltene Erden. Beispielsweise wird erwartet, dass die australische Bergbauindustrie in den kommenden Jahrzehnten aufgrund ihrer bedeutenden Vorkommen an kritischen Mineralien erheblich von der steigenden weltweiten Nachfrage profitieren wird. In Australien wird zum Beispiel für die Bauaktivitäten im Rohstoffsektor ein Zuwachs um knapp 10 Prozent prognostiziert, der unter anderem von der im Zuge der Energiewende steigenden Nachfrage nach kritischen Mineralien getragen wird.

HOCHTIEF hat seine Präsenz in den Bereichen Mineralienverarbeitung und technische Beratung durch eine Reihe von ergänzenden Zukäufen ausgebaut. So hat das zu CIMIC gehörende Unternehmen Sedgman letztes Jahr Prudentia Engineering übernommen und dadurch sein bestehendes Know-how im Bereich kritische Mineralien sowie in der Mineralienverarbeitung von Kupfer, hochreinem Aluminiumoxid, Vanadium, Lithium, Kobalt, Seltenen Erden, Uran und Nickel erweitert. Sedgman hat 2024 zudem die Übernahme von der Gesellschaft MinSol Engineering bekanntgegeben, die seit mehr als 15 Jahren eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der weltweiten Lithiumindustrie gespielt hat.

Die Übernahme der im Untertageabbau von Metallen tätigen Firma PYBAR durch Thiess im Jahr 2024 hat die Position des Unternehmens im Bereich kritischer Mineralien und Metalle wie Kupfer, Gold, Zink-Blei und Eisenerz ebenfalls gestärkt. Thiess hat zudem das Ingenieurbüro Mintrex übernommen, das einen guten Ruf in der technischen Beratung, im Projektmanagement und in der Anlagenverwaltung im Bergbausektor besitzt.

Durch diese gezielten Akquisitionen sind wir in diesem wichtigen strategischen Sektor sehr gut positioniert. In diesem Zeitraum nahm die CIMIC-Gruppe die Arbeit an einem innovativen Projekt zur Verarbeitung kritischer Mineralien - darunter Vanadium und Metalle der Seltenen Erden - in Queensland auf und hat die Zuschläge für eine fünfjährige Vertragsverlängerung für ein Goldprojekt in Westaustralien sowie für ein weiteres Goldprojekt in der Region erhalten. Diese Aufträge addieren sich zu mehreren wichtigen Projekten, die wir in diesem Sektor ausführen, darunter:

die Prozessplanung und Projektdurchführung für eine Kupfer-Zink-Anlage in Westaustralien

ein dreijähriges Full-Service-Bergbauprojekt für Nickel und Kupfer im Tagebau in Ontario, Kanada

ein Vierjahresvertrag über die Erbringung von Untertage-Dienstleistungen in einer Kupfermine in Queensland

und die Bereitstellung von Mineralienaufbereitungsservices innerhalb eines großen australischen Eisenerzvertrags

Eine zentrale Rolle bei der Energiewende spielt auch Lithium. Wir prüfen derzeit eine Reihe potenzieller Investitionsmöglichkeiten im Lithiumbereich und sind an einem großen Lithiumwerk in Deutschland beteiligt. Derzeit arbeiten wir außerdem an einer Reihe weiterer Lithium-Projekte in Portugal, Brasilien und Kanada.

Der Konzern ist seit mehreren Jahrzehnten einer der führenden Anbieter in den Bereichen Verkehrsinfrastruktur und nachhaltige Mobilität. Die Aussichten für den Sektor sind aufgrund mehrerer Infrastruktur-Konjunkturpakete in wichtigen Regionen sehr positiv.

Das vom Bundestag in Berichtszeitraum verabschiedete 500-Milliarden-Euro-Investitionspaket für die Infrastruktur in Deutschland bietet enorme Chancen, die Modernisierung des Landes zu beschleunigen. Das Paket konzentriert sich auf die Bereiche Verkehr, Energie und Soziales, einschließlich der Segmente Gesundheitswesen, Bildung, Forschung und Entwicklung sowie Digitalisierung. Dabei können Investitionen von 400 Milliarden Euro auf Bundesebene und von 100 Mrd. EUR auf Landesebene getätigt werden. HOCHTIEF ist gut positioniert, um von seinem skalierbaren Geschäftsmodell und seinen Kernkompetenzen in den Bereichen Brücken, Tunnel und Schienenverkehr zu profitieren.

Im ersten Halbjahr 2025 erhielt HOCHTIEF einen Auftrag für die Deutsche Bahn mit einem Wert von 170 Mio. Euro für die Modernisierung eines Streckenabschnitts im Zuge der Planung für die Generalsanierung der deutschen Bahninfrastruktur. HOCHTIEF hat in einer Arbeitsgemeinschaft kürzlich auch einen weiteren Großauftrag für die Zweite BahnStammstrecke in München erhalten. Insgesamt hat sich der Auftragsbestand für Projekte in Deutschland in den vergangenen drei Jahren auf mehr als 5,3 Mrd. Euro verdoppelt.

Im zweiten Quartal erfolgte auch der Zuschlag für ein weiteres bedeutendes Verkehrsprojekt in Europa: ein Autobahnprojekt in den Niederlanden im Wert von zunächst mehr als 1,2 Mrd. Euro. Der PPP-Vertrag sieht neben der Planung und dem Bau auch die Finanzierung, den Betrieb und die Instandhaltung der Autobahn bis 2051 vor.

In Nordamerika erhielt FlatironDragados innerhalb eines Joint Ventures den Zuschlag für das 900 Mio. Euro schwere Projekt Long Bridge North, ein großes Schieneninfrastrukturprojekt, das die Bahnkapazität erhöhen und wichtige Verkehrsverbindungen zwischen Washington, D.C. und Virginia modernisieren wird. Und in Australien sicherte sich CIMIC in einem Joint Venture den Auftrag für den Bau des Projekts Logan and Gold Coast Faster Rail, das noch vor den Olympischen Spielen 2032 in Brisbane fertiggestellt werden soll.

Auch im Biopharma-, Gesundheits- und Bildungsinfrastruktursektor nimmt der Konzern weiterhin eine führende Position ein.

Infolge der demografischen Entwicklung (einschließlich Urbanisierung) und der Megatrends der Digitalisierung wird ein signifikanter struktureller Anstieg der Nachfrage im Gesundheits- und Bildungsinfrastruktur erwartet. HOCHTIEF verfügt über eine starke Erfolgsbilanz und branchenführendes Fachwissen im Gesundheitssektor. So wurde beispielsweise Turner in den USA erneut zum führenden Baumanager gekürt und unterstrich damit einmal mehr seine führende Position im US-Gesundheitsmarkt. Zudem hat der Konzern preisgekrönte Projekte im Krankenhausbau in der gesamten Region Asien-Pazifik realisiert.

In Neuseeland unterzeichnete CIMIC im ersten Halbjahr 2025 eine Absichtserklärung für den Bau des New Dunedin Hospital Inpatients Building. In Nordamerika feierte ein Joint Venture unter Beteiligung von Turner Anfang des Monats das Richtfest des University Health Palo Alto Hospital, eines fünfstöckigen Krankenhauses mit einem Auftragswert von 550 Mio. US-Dollar, das eines der am schnellsten wachsenden Gebiete in der Region mit kritischen Dienstleistungen versorgen wird.

Im Bildungsinfrastruktursektor, in dem Turner führend ist, baut das Unternehmen das College of Veterinary Medicine in South Carolina, dessen Fertigstellung für 2026 geplant ist. Zudem erhielt Turner den Zuschlag für ein transformatives Projekt zur Modernisierung von Lernumgebungen, Verbesserung der Infrastruktur und Förderung des Wohlbefindens der Schüler in allen sieben Bezirksschulen New Yorks. In Deutschland sicherte sich HOCHTIEF einen Auftrag für den Bau eines Forschungsgebäudes für die Universität Duisburg-Essen.

Im Verteidigungssektor werden die Investitionen in einigen unserer Schlüsselmärkte voraussichtlich stark steigen. Aufgrund seiner Branchenpräsenz in Europa, den USA und Australien sowie seiner starken Sicherheitsreferenzen ist HOCHTIEF weltweit gut für einen Anstieg der Verteidigungsausgaben aufgestellt. Ende Juni belief sich der Auftragsbestand des Konzerns im Verteidigungsbereich auf 2 Mrd. Euro.

CIMIC arbeitet aktuell an der Modernisierung der Infrastruktur und der Einrichtungen der Royal Australian Air Force in Queensland mit einem Auftragswert von 370 Mio. australischen Dollar.

In den USA leitet FlatironDragados in einem Joint Venture den Bau eines Trockendocks in Pearl Harbor. Das Projekt ist Teil des Werftinfrastruktur-Optimierungsprogramms der US-Marine zur Modernisierung staatlicher Werften.

Darüber hinaus sind wir gut positioniert, um an den umfassenden mehrjährigen Investitionsplänen für den Verteidigungssektor in Deutschland zu partizipieren, mit Chancen im Bereich verteidigungsbezogener Investitionsmaßnahmen (Neubau/Sanierung von Infrastruktur, Gebäuden usw.), möglicherweise auch im Rahmen eines PPP-Modells.

Im Bereich der Energieinfrastruktur spielt HOCHTIEF weltweit eine wichtige Rolle, beispielsweise bei der Energiewende in Australien, indem wir unser globales Fachwissen und unsere lokale Kompetenz und Präsenz zur Realisierung bedeutender Projekte nutzen. Das starke Wachstum wird durch die steigende Nachfrage nach Energie im Allgemeinen und nach sauberer Energie im Besonderen getrieben. CIMIC investiert in und entwickelt Anlagen für erneuerbare Energien, Übertragungsleitungen, Netzaktivierungsinfrastruktur und Batteriespeichersysteme. UGL und Sedgman sind Pioniere bei der Bereitstellung integrierter technischer Lösungen für Kunden in den Bereichen Energie, Mobilität und natürliche Ressourcen.

Im Berichtszeitraum erhielt HOCHTIEF Engineering einen Planungsauftrag von Hitachi Energy für vier leistungsstarke Onshore-Konverterstationen mit einer Leistung von zwei Gigawatt, die entscheidend dazu beitragen werden, die aus Windkraft erzeugte Energie aus Norddeutschland ins Ruhrgebiet zu bringen.

HOCHTIEF ist seit langem einer der führenden Anbieter im gewerblichen und allgemeinen Hochbau, unter anderem beim Bau von Flughäfen, Sportstadien und Bürogebäuden. Seit Jahrzehnten realisiert der Konzern erfolgreich legendäre Sportstätten. Der Konzern kann auf eine positive Erfolgsbilanz verweisen, die sein Engagement für Nachhaltigkeit, Sicherheitsplanung und Gestaltung sowie herausragende Bauleistungen belegt.

Im zweiten Quartal erhielt Turner den Zuschlag für den Bau des neuen Stadions für den Sacramento Republic FC mit 12.000 Plätzen in der Innenstadt von Sacramento. Das Portfolio von Turner umfasst legendäre Arenen wie das Golden 1 Center in Sacramento, das Levi's-Stadion in Santa Clara, das SoFi-Stadion in Inglewood und das TQL-Stadion des FC Cincinnati.

Turner wurde innerhalb eines Joint Ventures für die erste Phase des Baus eines Kongresszentrums mit einem Wert von 3,7 Mrd. US-Dollar beauftragt, das Teil einer milliardenschweren Investition in die Zukunft der Innenstadt von Dallas ist.

Die effiziente Kapitalallokation, eine wichtige Säule der Konzernstrategie, umfasst auch transformative M&A-Aktivitäten; hier kam es in der ersten Jahreshälfte 2025 zu sehr wichtigen Entwicklungen. Im Januar vollzog HOCHTIEF die rund 400 Mio. Euro schwere strategische Übernahme von Dornan Engineering, einer schnell wachsenden Spitzentechnologie-Ingenieurfirma mit Sitz in Irland. Diese Akquisition ist ein bedeutender Meilenstein und wird es dem Konzern ermöglichen, die Expansionsstrategie von Turner in Europa zu beschleunigen.

Zum Jahresauftakt wurde außerdem die FlatironDragados-Transaktion abgeschlossen, durch die das zweitgrößte Tiefbau- und Bauunternehmen in Nordamerika entsteht. Das neue Unternehmen verfügt über einzigartige Erfahrung bei der Realisierung großer Infrastrukturprojekte. HOCHTIEF hält eine Beteiligung von 38,2 Prozent an dem neuen Unternehmen und erzielte im Berichtszeitraum einen einmaligen, nicht zahlungswirksamen Gewinn in Höhe von 146 Mio. Euro beim nominalen Konzerngewinn. Zudem ergeben sich bedeutende Synergien durch die Transaktion, die auf jährlich 30 bis 40 Mio. US-Dollar geschätzt werden, und die durch gemeinsame Dienstleistungen, die Zentralisierung von Unternehmensfunktionen und die Vereinfachung der Unternehmensstruktur erzielt werden. Im zweiten Quartal gab das Unternehmen die Integration seiner New Yorker Tiefbauunternehmen bekannt.

Abertis, an dem HOCHTIEF mit 20 Prozent beteiligt ist, gab im Laufe des Quartals den geplanten Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an der Autobahn A-63 in Frankreich, einem strategisch wichtigen Korridor zwischen Spanien und Nordeuropa, bekannt. Durch diese Investition in eine Konzession mit einer Restlaufzeit von 26 Jahren stärkt Abertis seine Portfolioduration und Finanzkraft. Abertis schüttete im zweiten Quartal 2025 eine Dividende in Höhe von 600 Mio. Euro mit einem Anteil von 119 Mio. Euro für HOCHTIEF aus.

Die Fokussierung des Konzerns auf die Prioritäten in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung verläuft weiterhin nach Plan. Eine bemerkenswerte Entwicklung in diesem Kontext war, dass HOCHTIEF von ISS, der internationalen ESG-Beratungs- und Rating-Agentur, für seine Leistungen und Erfolge im Bereich ESG mit dem "Prime Status" ausgezeichnet wurde.

Ende Juni gab HOCHTIEF bekannt, dass Finanzvorstand Peter Sassenfeld in den Ruhestand geht. Ich möchte Peter Sassenfeld, der seit 2011 Finanzvorstand des Konzerns war, für sein Engagement in einer außerordentlich erfolgreichen Zeit für den Konzern danken. Der Aufsichtsrat hat Christa Andresky zum neuen Mitglied des Vorstands und zur neuen Finanzvorständin bestellt. Ich heiße Christa Andresky herzlich willkommen. Sie ist zugleich CFO bei Turner, wo sie bereits eng mit Peter Sassenfeld und dem HOCHTIEF-Finanzteam zusammengearbeitet und die hervorragende Leistung unserer nordamerikanischen Gesellschaft überwacht hat.

Im April hielt HOCHTIEF seine Jahreshauptversammlung in Essen ab. Infolge der starken operativen und finanziellen Performance von HOCHTIEF im Jahr 2024 wurde eine Erhöhung der Dividende für das vergangene Geschäftsjahr um 19 Prozent auf 5,23 Euro je Aktie beschlossen. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von etwa 65 Prozent des operativen Konzerngewinns beziehungsweise einem Betrag von rund 400 Mio. Euro in absoluten Zahlen. Diese signifikante Dividendenerhöhung belegt nicht nur die herausragende Konzernperformance im vergangenen Jahr, sondern auch die Zuversicht der Unternehmensleitung hinsichtlich der zukünftigen Wachstumsaussichten.

Konzernausblick

Wir werden unsere Konzernstrategie im weiteren Jahresverlauf und darüber hinaus weiterverfolgen und sehen der Zukunft mit Zuversicht und Optimismus entgegen. Unser Ausblick für 2025 ist es, einen operativen Konzerngewinn von 680 bis 730 Mio. Euro zu erzielen. Das entspricht - vorbehaltlich der Marktbedingungen - einer Steigerung um bis zu 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr.


Ihr

Juan Santamaría Cases
Vorsitzender des Vorstands

Zwischenlagebericht


Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Zusammenfassende Beurteilung des Geschäftsverlaufs und der wirtschaftlichen Lage

Insgesamt setzte sich bei HOCHTIEF im gesamten Verlauf des ersten Halbjahres 2025 die positive Dynamik vom Jahresbeginn fort. Der Konzernumsatz erhöhte sich in den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent auf 18,4 Mrd. Euro. Sowohl der nominale (481 Mio. Euro) als auch der operative Konzerngewinn (355 Mio. Euro) lagen im ersten Halbjahr 2025 deutlich über den Vergleichswerten des Vorjahres. Beim Auftragseingang legte HOCHTIEF im ersten Halbjahr 2025 weiter kräftig zu und erzielte mit 26,1 Mrd. Euro einen Anstieg um 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Auftragsbestand stieg somit im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 Mrd. Euro (+5 Prozent beziehungsweise +15 Prozent auf währungsbereinigter Basis) und belief sich per Ende Juni 2025 auf 69,0 Mrd. Euro.

HOCHTIEF fokussierte sich in den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 weiterhin auf die Umsetzung der Konzernstrategie mit dem Ziel, die Kernmarktposition des Konzerns zu festigen und gleichzeitig die Präsenz in strategischen Wachstumsmärkten weiter auszubauen. Die im Vorjahr eingeleiteten strategischen M&A-Aktivitäten "Dornan" und "FlatironDragados" wurden mit dem Closing der Transaktionen zum Jahresbeginn 2025 erfolgreich abgeschlossen. Damit hat der HOCHTIEF-Konzern seine Stellung als einer der führenden Anbieter für Hochtechnologie-Infrastruktur und Servicelösungen gestärkt und seine Kompetenzen und Kapazitäten zur Erfüllung der stark wachsenden Nachfrage weiter ausgebaut.

Hierzu gehörte insbesondere die strategische Übernahme von 100 Prozent der Anteile an Dornan Engineering, Cork, Irland, ("Dornan") - einem führenden Anbieter von Spitzentechnologie-Ingenieurleistungen in den Bereichen Maschinenbau und Elektrotechnik mit Sitz in Irland. Die Übernahme von Dornan wird es dem HOCHTIEF-Konzern ermöglichen, die Expansionsstrategie von Turner in Europa zu beschleunigen. Das Closing der Transaktion erfolgte am 7. Januar 2025.

Zudem vereinbarten HOCHTIEF und sein Hauptaktionär ACS im Juli 2024 die Zusammenlegung ihrer nordamerikanischen Gesellschaften Flatiron und Dragados zum zweitgrößten Anbieter im Bereich Tiefbau in der Region. Durch den Zusammenschluss wird das Wachstum des Konzerns auf dem nordamerikanischen Tiefbaumarkt gefördert. Mit dem am 17. Januar 2025 vollzogenen Closing hält HOCHTIEF 38,2 Prozent der Anteile an der neuen kombinierten HoldingGesellschaft Flatiron Dragados Engineering and Construction, S.L., Madrid, ("FlatironDragados") die gemäß der At-Equity-Methode in den HOCHTIEF-Konzernabschluss einbezogen wird. Die Übertragung von Flatiron in die neue kombinierte Gesellschaft führte zu einem einmaligen, nicht zahlungswirksamen Gewinn vor und nach Steuern in Höhe von 146 Mio. Euro für den HOCHTIEF-Konzern. Im ersten Halbjahr 2024 wurde Flatiron noch als vollkonsolidierte Tochtergesellschaft im HOCHTIEF-Konzernabschluss bilanziert und in der HOCHTIEF-Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024 wurden die Vermögenswerte und Schulden von Flatiron gemäß IFRS 5 als zur Veräußerung gehalten bilanziert. Demnach ergeben sich aufgrund der unterschiedlichen Konsolidierungsmethoden von Flatiron in den Vergleichsperioden deutliche Abweichungen beim Vergleich der HOCHTIEF-Konzernbilanz und -Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung.

Im Vorjahr erwarb die CIMIC Group Limited, New South Wales, Australien ("CIMIC") am 23. April 2024 weitere 10 Prozent der Anteile an der Thiess Group Holdings Pty Ltd, New South Wales, Australien ("Thiess"). Durch den Erwerb hält CIMIC eine 60-prozentige Beteiligung an Thiess, sodass Thiess ab Ende April 2024 als vollkonsolidierte Tochtergesellschaft in den HOCHTIEF-Konzernabschluss einbezogen wird. Im Zuge der Vollkonsolidierung werden demnach alle Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung von Thiess zu 100 Prozent im HOCHTIEF-Konzernabschluss konsolidiert. Die Elliott zurechenbaren Erträge aus der Vorzugsdividende auf ihren 40 Prozent-Anteil werden auf Ebene der Minderheitsanteile in der Zeile "Anteile ohne beherrschenden Einfluss" ausgewiesen. Da Thiess im ersten Quartal 2024 noch als At-Equity-Beteiligung im HOCHTIEF-Konzernabschluss bilanziert wurde, ergeben sich daraus in den Vergleichsperioden H1 2025 und H1 2024 Abweichungen beim Vergleich der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung.

Zusammengefasst beurteilen wir die wirtschaftliche Lage und den Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2025 für den HOCHTIEF-Konzern auf Basis des erreichten Umsatz- und Gewinnwachstums sowie der guten Cash Conversion in den letzten 12 Monaten und des weiteren Anstiegs des Auftragsbestands bei Fortsetzung der Konzernstrategie als insgesamt sehr solide.

Konzernumsatz und Ertragslage

HOCHTIEF erzielte im ersten Halbjahr 2025 Umsatzerlöse in Höhe von 18,4 Mrd. Euro. Dies entspricht einer deutlichen Steigerung von 25 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert (14,7 Mrd. Euro).

Die Umsatzentwicklung in der ersten Jahreshälfte 2025 wurde durch ein sehr starkes zugrunde liegendes Nachfragewachstum in der gesamten Gruppe gestützt. Darüber hinaus trugen positive Konsolidierungseffekte aus der Thiess-Transaktion (ab dem zweiten Quartal 2024 vollkonsolidiert) und der Übernahme von Dornan positiv hierzu bei.

Die Umsätze im ersten Halbjahr 2025 enthalten entgegen dem Vorjahr keine Umsätze von Flatiron aufgrund der Dekonsolidierung. Zudem war die Umsatzentwicklung trotz negativer Wechselkurseffekte durch die Abwertung des US-Dollars und insbesondere des australischen Dollars positiv.

Umsatzerlöse

(In Mio. EUR) H1 2025 H1
2024
Veränderung
Turner 12.216,0 8.649,9 41,2 %
CIMIC 5.255,6 4.159,8 26,3 %
Engineering and Construction 800,8 1.766,0 -54,7 %
Corporate 97,3 75,9 28,2 %
HOCHTIEF-Konzern 18.369,7 14.651,6 25,4 %

Die Umsatzerlöse von Turner beliefen sich im ersten Halbjahr 2025 auf 12,2 Mrd. Euro. Der Vergleichswert des Vorjahres (8,6 Mrd. Euro) wurde damit um 41 Prozent übertroffen. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist auf das anhaltend hohe Umsatzniveau in den Bereichen Spitzentechnologie und soziale Infrastruktur (Sportstätten, Bildung und Gesundheitsversorgung) sowie auf die Integration der Dornan-Gruppe zurückzuführen.

CIMIC erzielte im ersten Halbjahr 2025 Umsatzerlöse in Höhe von 5,3 Mrd. Euro - einschließlich der Umsatzbeiträge der Gesellschaft Thiess, die ab dem zweiten Quartal 2024 als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den HOCHTIEF-Konzern einbezogen ist. Im ersten Halbjahr des Vorjahres waren die Umsätze geringer und beliefen sich auf 4,2 Mrd. Euro, da Thiess im ersten Quartal 2024 noch als At-Equity-Beteiligung bilanziert wurde und daher für diesen Zeitraum keine Umsatzbeiträge von Thiess im HOCHTIEF-Konzernabschluss enthalten waren. Zudem enthielten die Umsatzerlöse im Vorjahr Erlösreduzierungen in Höhe von 487 Mio. Euro (800 Mio. australische Dollar) im Vergleich zu 75 Mio. Euro (130 Mio. australische Dollar) in der Berichtsperiode. Operativ profitierte CIMIC von der Neuausrichtung des Leistungsportfolios auf den Bereich Spitzentechnologie mit erheblichem Wachstum bei Projekten für Rechenzentren. Auf nominaler Basis erhöhte sich das Umsatzvolumen von CIMIC im ersten Halbjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr somit um 26 Prozent.

Die Umsatzerlöse im Segment Engineering and Construction beliefen sich im ersten Halbjahr 2025 auf 801 Mio. Euro. Der ausgewiesene Rückgang ist ausschließlich auf die Dekonsolidierung des Umsatzbeitrags von Flatiron zurückzuführen, da die neue kombinierte Gesellschaft FlatironDragados ab dem ersten Quartal 2025 gemäß der At-Equity-Methode bilanziert wird. Auf vergleichbarer Basis, d.h. bei alleiniger Betrachtung der europäischen Aktivitäten, ist der Umsatz im ersten Halbjahr 2025 mit 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen.

Das auf Märkten außerhalb Deutschlands erzielte Umsatzvolumen belief sich im ersten Halbjahr 2025 auf 17,8 Mrd. Euro (Vorjahr 14,2 Mrd. Euro). Der Internationalisierungsgrad des HOCHTIEF-Konzerns lag mit 97 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres.

Der Materialaufwand stieg im ersten Halbjahr 2025 entsprechend dem Umsatzwachstum um 24 Prozent auf 13,9 Mrd. Euro (Vorjahr 11,2 Mrd. Euro). Der Personalaufwand belief sich im ersten Halbjahr 2025 auf 2,9 Mrd. Euro - ein Anstieg um 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2,6 Mrd. Euro), der im Wesentlichen auf das Wachstum und die Einbeziehung von Thiess als vollkonsolidiertes Unternehmen bei CIMIC und von Dornan bei Turner zurückzuführen ist.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich im ersten Halbjahr 2025 auf 218 Mio. Euro (Vorjahr 647 Mio. Euro). Der höhere Vorjahreswert war in erster Linie durch den Ertrag aus der Neubewertung der bereits bestehenden 50-prozentigen Beteiligung von CIMIC an Thiess im Zusammenhang mit dem Erwerb von weiteren 10 Prozent der Anteile an Thiess mit 592 Mio. Euro beeinflusst. Im laufenden Geschäftsjahr enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge den einmaligen, nicht zahlungswirksamen Gewinn vor und nach Steuern in Höhe von 146 Mio. Euro aus der Übertragung von Flatiron in die neue kombinierte Gesellschaft FlatironDragados.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des HOCHTIEF-Konzerns lagen im ersten Halbjahr 2025 mit 760 Mio. Euro auf Vorjahreshöhe.

Die Abschreibungen stiegen im ersten Halbjahr 2025 auf 334 Mio. Euro gegenüber 225 Mio. Euro im Vorjahr - vorrangig bedingt durch die Vollkonsolidierung von Thiess.

Das Beteiligungsergebnis aus at Equity bewerteten assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen sowie übrigen Beteiligungen belief sich im ersten Halbjahr 2025 auf 99 Mio. Euro und bewegte sich damit auf Vorjahresniveau. Der Ergebnisbeitrag von Abertis belief sich im ersten Halbjahr 2025 auf 36 Mio. Euro (Vorjahr 39 Mio. Euro).

Im Finanzergebnis fielen im ersten Halbjahr 2025 per Saldo Aufwendungen in Höhe von 145 Mio. Euro an (Vorjahr 92 Mio. Euro). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert insbesondere aus der Einbeziehung von Thiess als vollkonsolidiertes Unternehmen sowie aus Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit im Vorjahr getätigten strategischen Akquisitionen.

Ergebnis vor Steuern (PBT)

(In Mio. EUR) H1 2025 H1 2024 Veränderung
Turner 392,3 246,9 58,9 %
CIMIC 217,7 249,2 -12,6 %
Engineering and Construction 30,1 27,2 10,7 %
Abertis 35,9 39,1 -8,2 %
Corporate 33,6 -76,1 -
Nominales PBT Konzern 709,6 486,3 45,9 %
Nicht operative Effekte -121,9 -44,1 -176,4 %
Operatives PBT Konzern 587,7 442,2 32,9 %

HOCHTIEF erzielte im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025 ein nominales Ergebnis vor Steuern in Höhe von 710 Mio. Euro und damit eine Verbesserung um 46 Prozent gegenüber dem Vorjahr (486 Mio. Euro). Darin ist ein einmaliger, nicht zahlungswirksamer Gewinn vor und nach Steuern in Höhe von 146 Mio. Euro aus der Einbringung der Anteile an Flatiron in die kombinierte Gesellschaft FlatironDragados enthalten. Das operative PBT (nominales PBT, bereinigt um nicht operative Effekte) belief sich im ersten Halbjahr 2025 auf 588 Mio. Euro - ein Anstieg um 33 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert (442 Mio. Euro).

Mit der erfolgreichen Konzentration auf Chancen in Hochtechnologie-Wachstumsmärkten setzte Turner die zum Jahresbeginn 2025 verzeichnete starke Umsatz- und Margenentwicklung im bisherigen Jahresverlauf weiter fort. Davon profitierte auch das nominale PBT im ersten Halbjahr 2025 mit einem Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert (247 Mio. Euro) um 59 Prozent auf 392 Mio. Euro. Zudem leistete die seit dem ersten Quartal 2025 vollkonsolidierte Gesellschaft Dornan einen positiven PBT-Beitrag.

CIMIC fokussierte sich im ersten Halbjahr 2025 weiterhin auf Chancen im Bereich der Spitzentechnologie und auf anderen strategischen Wachstumsmärkten sowie auf risikoärmere, kooperative Vertragsmodelle mit seinen Kunden. Auf operativer Basis - bereinigt um nicht operative Effekte - verbesserte sich das PBT von CIMIC im Vergleich zum Vorjahr (193 Mio. Euro) um 20 Prozent auf 232 Mio. Euro. Das nominale PBT des ersten Halbjahres 2025 belief sich auf 218 Mio. Euro (Vorjahr 249 Mio. Euro).

Das Segment Engineering and Construction erzielte im ersten Halbjahr 2025 ein nominales PBT in Höhe von 30 Mio. Euro und zeigte damit eine im Vorjahresvergleich (27 Mio. Euro) verbesserte Entwicklung - gestützt durch höhere Umsätze der europäischen Gesellschaften.

Der Beitrag von Abertis zum Ergebnis des HOCHTIEF-Konzerns spiegelt die 20-Prozent-Beteiligung des Konzerns an der Abertis HoldCo S.A., die operative Entwicklung von Abertis, Effekte aus der nicht zahlungswirksamen Kaufpreisallokation (PPA) und HoldCo-Kosten wider. Im ersten Halbjahr 2025 bewegte sich der Ergebnisbeitrag mit 36 Mio. Euro auf Vorjahresniveau (39 Mio. Euro).

Im Segment Corporate belief sich das nominale PBT für das erste Halbjahr 2025 auf 34 Mio. Euro (Vorjahr: -76 Mio. Euro). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultierte in erster Linie aus dem einmaligen, nicht zahlungswirksamen Gewinn vor und nach Steuern in Höhe von 146 Mio. Euro im Zusammenhang mit der Übertragung der Anteile an Flatiron in die neue kombinierte Gesellschaft FlatironDragados sowie aus der Veränderung von Rückstellungen im ersten Halbjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr, der durch die Eliminierung des Ergebniseffekts aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts bei einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie von CIMIC (92 Mio. Euro) teilweise kompensiert wurde, da die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien im HOCHTIEF-Konzern nach dem Anschaffungskostenmodell bilanziert werden.

Die Aufwendungen aus Ertragsteuern beliefen sich im ersten Halbjahr 2025 auf 171 Mio. Euro (Vorjahr 23 Mio. Euro). Daraus resultierte eine Steuerquote in Höhe von 24 Prozent (Vorjahr 5 Prozent). Die deutlich niedrigere Steuerquote im Vorjahreszeitraum resultierte aus dem steuerfreien Ertrag aus der Neubewertung der CIMIC-Beteiligung an Thiess. Bereinigt um diesen Effekt und die Auswirkungen aus der Bildung von Risikovorsorgen bei CIMIC ergab sich für das erste Halbjahr 2024 eine Steuerquote in Höhe von 26 Prozent.

Der nominale Konzerngewinn des HOCHTIEF-Konzerns stieg im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025 gegenüber dem Vorjahr (436 Mio. Euro) um 10 Prozent auf 481 Mio. Euro. Der operative Konzerngewinn legte mit 355 Mio. Euro in der Berichtsperiode ebenfalls zu und übertraf den Vorjahreswert (301 Mio. Euro) um 18 Prozent.

Im ersten Halbjahr 2025 enthält der nominale Konzerngewinn den einmaligen, nicht zahlungswirksamen Gewinn vor und nach Steuern in Höhe von 146 Mio. Euro im Zusammenhang mit der Übertragung der Anteile an Flatiron in die neue kombinierte Gesellschaft FlatironDragados. Daneben enthalten die nicht operativen Effekte übrige Aufwendungen in Höhe von 20 Mio. Euro. Damit belaufen sich die nicht operativen Effekte in der Berichtsperiode auf insgesamt 126 Mio. Euro. Im ersten Halbjahr 2024 enthielt der nominale Konzerngewinn einen nicht zahlungswirksamen Gewinn aus der Neubewertung des beizulegenden Zeitwerts für die 50%ige Thiess-Beteiligung von CIMIC (592 Mio. Euro), der sich nach Abzug von Rückstellungen für Projekte bei CIMIC (446 Mio. Euro) auf 146 Mio. Euro belief. Daneben waren in den nicht operativen Effekten des ersten Halbjahres 2024 übrige Aufwendungen in Höhe von 10 Mio. Euro enthalten. Somit beliefen sich die nicht operativen Effekte im Vorjahreshalbjahr auf insgesamt 136 Mio. Euro.

Konzerngewinn

(In Mio. EUR) H1 2025 H1 2024 Veränderung
Turner 282,7 175,2 61,4 %
CIMIC 115,6 272,1 -57,5 %
Engineering and Construction 23,3 17,8 30,9 %
Abertis 35,9 39,1 -8,2 %
Corporate 23,5 -67,9 -
Nominaler Konzerngewinn 481,0 436,3 10,2 %
Nicht operative Effekte -126,2 -135,6 6,9 %
Operativer Konzerngewinn 354,8 300,7 18,0 %

Aktuelle Projektgewinne¹

Highlights aus unseren Wachstumsmärkten

Energieinfrastruktur

Planungsauftrag für Hitachi Energy für Onshore-Konverterstationen, Deutschland (HOCHTIEF)

Elektrizitätsinfrastrukturarbeiten, Westaustralien (UGL)

Darwin LNG Life Extension, Northern Territory, Australien (UGL)

Biopharma, Gesundheit & Bildung und soziale Infrastruktur

New Dunedin Hospital,

Neuseeland (CPB Contractors)

Sacramento Republic FC Stadium, Kalifornien, USA (Turner)

Logan International Airport (A to B Post Security Connector), 177 Mio. Euro, Boston, USA (Turner)

One Beverly Hills, Kalifornien, USA (Turner)

Digitale und Spitzentechnologie

Rechenzentren, Verdoppelung des Auftragseingangs für Rechenzentrumsprojekte, USA und weitere Länder (Turner)

64-Megawatt-Rechenzentrum, Malaysia (Leighton Asia)

Campus für ein Meta-Rechenzentrum, >10 Mrd. US-Dollar, Louisiana, USA (Turner und Partner)

Vantage Data Center Campus, 1,9 Mrd. Euro, Ohio, USA (Turner)

Strategische Rohstoffe und natürliche Ressourcen

Lake-Vermont-Mine, 1,3 Mrd. Euro, Queensland, Australien (Thiess)

Mardie Salt and Potash Project, Westaustralien (Sedgman)

Erweiterung des Karlawinda-Goldminenprojekts, Westaustralien (MACA/Thiess)

Verkehrsinfrastruktur und nachhaltige Mobilität

Schieneninfrastrukturprojekt für die Deutsche Bahn, 170 Mio. Euro, Deutschland (HOCHTIEF)

Long-Bridge-North-Projekt, 900 Mio. Euro, Washington D.C., USA (FlatironDragados)

PPP-Projekt Via 15, Niederlande (HOCHTIEF)

Logan and Gold Coast Faster Rail Project, Queensland, Australien (CPB Contractors, UGL)

Verteidigung und sonstige Projekte

Army Aviation Program of Works, Phase 2, Queensland, Australien (CPB Contractors)

Wild Horse Reservoir, Colorado, USA (FlatironDragados)

1 Die Inhalte auf dieser Seite sind nicht Bestandteil der prüferischen Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses durch die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

Auftragseingang und Auftragsbestand

Der Auftragseingang stieg in den ersten sechs Monaten 2025 gegenüber dem Vorjahr um 23 Prozent auf 26,1 Mrd. Euro, währungsbereinigt um 26 Prozent. Alle operativen Segmente haben zu diesem Wachstum beigetragen, und zirka 55 Prozent der Projekteingänge fallen in die strategischen Wachstumsfelder des Konzerns. Der gesamte Auftragseingang der letzten zwölf Monate entspricht dem 1,2-Fachen der Leistung in diesem Zeitraum, wobei der Konzern seine disziplinierte Angebotsstrategie in allen Segmenten fortsetzt.

Ende Juni 2025 belief sich der Auftragsbestand des Konzerns auf 69,0 Mrd. Euro - ein Anstieg um 3,1 Mrd. Euro beziehungsweise 5 Prozent. Bereinigt um Währungseffekte betrug das zugrunde liegende Wachstum des Auftragsbestands in den Einheiten 15% im Vergleich zum Vorjahr. Unser Fokus liegt nach wie vor auf den entwickelten Märkten, und der Auftragsbestand bleibt sowohl in Bezug auf die geografische Verteilung als auch im Hinblick auf die Marktsegmente gut diversifiziert. Der Konzern arbeitet weiter daran, die Gesamtrisikosituation durch eine zunehmende Fokussierung auf partnerschaftliche und risikoärmere Vertragsformen weiter zu verbessern. Der Anteil risikoarmer Verträge im Auftragsbestand liegt derzeit deutlich über 85%.

Auftragsbestand (in Mrd. Euro)*

Auftragseingang (in Mrd. Euro)

Finanzlage

Cashflows und Investitionen

(In Mio. EUR) H1 2025 H1 2024 Veränderung LTM
07/2024- 06/2025
LTM
07/2023- 06/2024
LTM-Veränderung
Operativer Cashflow (OCF) 154,8 308,3 -153,5 1.975,8 1.684,5 291,3
Operativer Cashflow (OCF) vor Factoring 186,0 36,9 149,1 1.971,8 1.477,3 494,5
Betriebliche Investitionen brutto -201,0 -148,1 -52,9 -444,5 -243,2 -201,3
Betriebliche Anlagenabgänge 20,4 8,8 11,6 49,0 14,4 34,6
Operatives Leasing -150,7 -86,7 -64,0 -313,4 -170,8 -142,6
Operativer Cashflow (netto) -176,5 82,3 -258,8 1.266,9 1.284,9 -18,0
Operativer Cashflow (netto) vor Factoring -145,3 -189,1 43,8 1.262,9 1.077,7 185,2

Nachhaltige Cash Conversion und ein straffes Working Capital Management stehen weiterhin im Fokus von HOCHTIEF. Über den Zeitraum der letzten zwölf Monate blieb die nachhaltige Cash Conversion mit einem operativen Cashflow (OCF) in Höhe von 2,0 Mrd. Euro auf hohem Niveau. Der operative Cashflow (OCF) des ersten Halbjahres 2025 (155 Mio. Euro) reflektiert das charakteristische saisonale Muster und die Veränderung gegenüber dem Vorjahr aufgrund der Vollkonsolidierung von Thiess. Bereinigt um die Veränderung des Factoring-Niveaus belief sich der operative Cashflow (OCF) im ersten Halbjahr 2025 auf 186 Mio. Euro und lag um 149 Mio. Euro über dem Vergleichswert des Vorjahres (37 Mio. Euro).

Die betrieblichen Investitionen (brutto) beliefen sich im ersten Halbjahr 2025 auf 201 Mio. Euro gegenüber 148 Mio. Euro im Vorjahr (davon entfielen 87 Prozent/Vorjahr 83 Prozent auf das Segment CIMIC). Der Großteil betraf projektbezogene Investitionsausgaben bei CIMIC - inklusive der Investitionen für Bergbaudienstleistungen von Thiess, die ab dem zweiten Quartal 2024 als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den HOCHTIEF-Konzernabschluss einbezogen wird. Die Einnahmen aus betrieblichen Anlagenabgängen beliefen sich auf 20 Mio. Euro (Vorjahr 9 Mio. Euro). Der Mittelabfluss aus operativen Leasingzahlungen belief sich im ersten Halbjahr 2025 auf 151 Mio. Euro (Vorjahr: 87 Mio. Euro). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr war getrieben durch das Segment CIMIC - insbesondere im Zusammenhang mit operativen Leasingzahlungen der vollkonsolidierten Tochtergesellschaft Thiess.

Der operative Cashflow (netto) lag über den Zeitraum der letzten zwölf Monate mit 1,3 Mrd. Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Bereinigt um die Veränderung des Factoring-Niveaus wurde der Vorjahreswert (1,1 Mrd. Euro) um 185 Mio. Euro auf 1,3 Mrd. Euro gesteigert.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme des HOCHTIEF-Konzerns belief sich zum Stichtag 30. Juni 2025 auf 23,1 Mrd. Euro gegenüber 24,7 Mrd. Euro zum Jahresende 2024.

Dabei wurde die Bilanzstruktur insbesondere durch den Zusammenschluss von Flatiron und Dragados Nordamerika beeinflusst. HOCHTIEF und ACS gaben am 30. Juli 2024 den beabsichtigten Zusammenschluss der beiden Unternehmen in Nordamerika bekannt. Seit dem Signing der Transaktion erfolgte der Ausweis gemäß IFRS 5 und die Vermögenswerte und Schulden von Flatiron wurden zum 31. Dezember 2024 als zur Veräußerung gehalten bilanziert und in der Konzernbilanz separat ausgewiesen. Mit dem am 17. Januar 2025 vollzogenen Closing der Transaktion wurden die als zur Veräußerung bilanzierten Vermögenswerte und Schulden von Flatiron aus der HOCHTIEF-Konzernbilanz ausgebucht und die kombinierte Gesellschaft FlatironDragados wird in der HOCHTIEF-Konzernbilanz zum 30. Juni 2025 gemäß der At-Equity-Methode bilanziert.

Zudem wirkten sich die ab dem ersten Quartal 2025 im Zuge der Vollkonsolidierung von Dornan einbezogenen Vermögenswerte und Schulden auf die HOCHTIEF-Konzernbilanz aus. Da die Stichtagskurse sowohl des US-Dollars als auch des australischen Dollars im Vergleich zum Stichtag 31. Dezember 2024 um 12,2 Prozent beziehungsweise 6,6 Prozent deutlich abgewertet haben, wirkten sich in der HOCHTIEF-Konzernbilanz Umrechnungseffekte beider Währungen aus.

Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im ersten Halbjahr 2025 gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2024 (8,0 Mrd. Euro) um 276 Mio. Euro auf 8,2 Mrd. Euro. Hier wirkte sich in erster Linie der Anstieg der Finanzanlagen in Verbindung mit dem Zugang von 38,2 Prozent der Anteile an der kombinierten Gesellschaft FlatironDragados aus. Dies wurde zum Teil durch die Zahlung der Abertis-Dividende und negative Wechselkurseffekte kompensiert. Insgesamt stiegen die Finanzanlagen in der Berichtsperiode um 355 Mio. Euro auf 2,2 Mrd. Euro. Bei den immateriellen Vermögenswerten ergab sich im ersten Halbjahr 2025 ein Anstieg um 97 Mio. Euro auf 3,4 Mrd. Euro, der im Wesentlichen auf die Aktivierung eines Geschäfts- und Firmenwerts im Zusammenhang mit der Vollkonsolidierung von Dornan zurückzuführen ist und ebenfalls teilweise durch negative Wechselkurseffekte kompensiert wurde. Der Bestand an Sachanlagen belief sich zum Stichtag 30. Juni 2025 auf 1,7 Mrd. Euro und bewegte sich damit leicht unterhalb des Niveaus zum Ende des Geschäftsjahres 2024 (1,9 Mrd. Euro). Die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien enthalten eine Immobilie, die für die Entwicklung eines Rechenzentrums bei CIMIC genutzt wird.

Bei den kurzfristigen Vermögenswerten ergab sich im ersten Halbjahr 2025 ein Rückgang um 1,8 Mrd. Euro auf 14,9 Mrd. Euro zum Stichtag 30. Juni 2025 (31. Dezember 2024: 16,7 Mrd. Euro). Ausschlaggebend für diese Entwicklung war die im Zusammenhang mit dem Closing des Zusammenschlusses von Flatiron und Dragados in Nordamerika erfolgte Ausbuchung der zum 31. Dezember 2024 als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte von Flatiron in Höhe von 2,0 Mrd. Euro. Die Liquiditätsausstattung des HOCHTIEF-Konzerns blieb weiterhin robust und erreichte zum Stichtag 30. Juni 2025 einen Wert von 5,8 Mrd. Euro im Vergleich zu 6,5 Mrd. Euro zum Geschäftsjahresende 2024. Die Liquiditätsentwicklung des laufenden Geschäftsjahres war insbesondere durch Wechselkurseffekte beeinflusst. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen erhöhten sich im ersten Halbjahr 2025 um insgesamt 811 Mio. Euro auf 8,2 Mrd. Euro per 30. Juni 2025 (31. Dezember 2024: 7,4 Mrd. Euro). Die Entwicklung war getrieben vom operativen Umsatzwachstum des Konzerns und der Vollkonsolidierung von Dornan.

Das Eigenkapital des HOCHTIEF-Konzerns belief sich zum Stichtag 30. Juni 2025 auf 789 Mio. Euro (31. Dezember 2024: 1,2 Mrd. Euro). Die Veränderungen der Berichtsperiode betrafen das Ergebnis nach Steuern (539 Mio. Euro), Dividenden (-493 Mio. Euro) sowie sonstige - im Wesentlichen währungsbedingte ergebnisneutrale Veränderungen (-452 Mio. Euro).

Die langfristigen Schulden beliefen sich zum Stichtag 30. Juni 2025 auf 8,3 Mrd. Euro und bewegten sich damit leicht unter dem Vergleichswert zum Ende des Geschäftsjahres 2024 (8,6 Mrd. Euro). Die Finanzverbindlichkeiten verminderten sich zum Ende des ersten Halbjahres 2025 - zum Teil durch die laufzeitbedingte Umgliederung in die kurzfristigen Schulden - um 130 Mio. Euro auf 6,5 Mrd. Euro. Die im Zusammenhang mit der Anwendung des IFRS 16 ausgewiesenen langfristigen Leasingverbindlichkeiten beliefen sich zum Stichtag 30. Juni 2025 auf 445 Mio. Euro (31. Dezember 2024: 508 Mio. Euro). Die langfristigen Rückstellungen lagen zum Ende des ersten Halbjahres mit 760 Mio. Euro leicht unter dem Niveau zum Ende des Geschäftsjahrs 2024 (780 Mio. Euro).

Bei den kurzfristigen Schulden verzeichnete HOCHTIEF im ersten Halbjahr 2025 einen deutlichen Rückgang um 855 Mio. Euro auf einen Stand von 14,0 Mrd. Euro zum Stichtag 30. Juni 2025 (31. Dezember 2024: 14,9 Mrd. Euro). Ausschlaggebend hierfür war die Ausbuchung der zum 31. Dezember 2024 mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten verbundenen Schulden von Flatiron in Höhe von 1,2 Mrd. Euro im Zusammenhang mit dem Closing des Zusammenschlusses von Flatiron und Dragados in Nordamerika. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten stiegen im Verlauf der Berichtsperiode um insgesamt 254 Mio. Euro auf 10,9 Mrd. Euro (31. Dezember 2024: 10,6 Mrd. Euro). Bei den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten führte im Wesentlichen die laufzeitbedingte Umgliederung von bislang als langfristig bilanzierten Finanzverbindlichkeiten zum Stichtag 30. Juni 2025 per Saldo zu einem Anstieg um 225 Mio. Euro auf 1,0 Mrd. Euro (31. Dezember 2024: 787 Mio. Euro).

Der HOCHTIEF-Konzern weist zum Stichtag 30. Juni 2025 Nettofinanzschulden von 1,4 Mrd. Euro aus (30. Juni 2024: 1,1 Mrd. Euro). Dabei war die Entwicklung der Nettoverschuldung vor allem durch die strategischen Entscheidungen zur Kapitalallokation (HOCHTIEF-Dividendenausschüttung und M&A-Effekte) sowie durch Währungskurseinflüsse in Höhe von -340 Mio. Euro und die charakteristische Saisonalität des ersten Halbjahres getrieben. Bereinigt um die Effekte aus der Kapitalallokation und um Konsolidierungseffekte sowie Währungskurseinflüsse, hätte sich zum Stichtag 30. Juni 2025 eine Verbesserung der Nettofinanzschulden gegenüber dem Vorjahr um 977 Mio. Euro auf 141 Mio. Euro ergeben.

Chancen- und Risikobericht

Die Einschätzung insgesamt bezüglich der Chancen und Risiken hat sich gegenüber der Darstellung im Konzernlagebericht 2024 nicht wesentlich verändert. Somit sind die im Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2024 veröffentlichten Ausführungen zu den Chancen und Risiken nach wie vor gültig.

Bezüglich der im Konzernlagebericht 2024 beschriebenen Projekt- und Vertragsrisiken geben wir folgendes Update: Die hundertprozentigen Tochtergesellschaften von CIMIC, CPB Contractors und UGL Engineering, wurden zusammen mit ihrem Joint Venture-Partner (zusammen das "M6 D&C JV") von der Straßen- und Verkehrsinfrastrukturbehörde Transport for New South Wales ("TfNSW") mit der Durchführung der ersten Stufe des Autobahntunnelprojekts M6 beauftragt. Im Laufe des Jahres 2024 traten bei dem Projekt unterschiedliche und ungünstige Verhältnisse bei der Baugrundbeschaffenheit und Probleme in der Geologie auf, die zum Zeitpunkt der Ausschreibung nicht vorhersehbar waren. Infolgedessen wurden die Arbeiten in den betroffenen Bereichen eingestellt. Infolge dieser geologischen Probleme stellte das Joint Venture im Mai 2025 fest, dass das Projekt nicht wie vertraglich vorgesehen fertiggestellt werden kann, der Vertrag somit rechtlich hinfällig geworden ist und die Verpflichtungen des M6 D&C JV nicht mehr bestehen. Diese Feststellung wurde von der TfNSW angefochten. Das Joint Venture M6 D&C hat alle Tunnelbauarbeiten eingestellt und bereitet die Demobilisierung der Tunnelbauarbeiten vor. Die Einnahmen werden in Bezug auf die vor der Kündigung erbrachten Leistungen und aufgelaufenen Verpflichtungen erfasst, einschließlich der Demobilisierung der eingestellten Tunnelbauarbeiten. Mit Ausnahme dieser Demobilisierungsarbeiten sind nach dem Zeitpunkt der Aufkündigung keine weiteren Arbeiten im Rahmen des ursprünglichen Vertrags vorgesehen. Am 30. Juni 2025 einigten sich TfNSW und das M6 D&C JV darauf, die Oberflächenarbeiten im Rahmen einer neuen vertraglichen Vereinbarung abzuschließen. Sowohl TfNSW als auch das Joint Venture M6 D&C gehen davon aus, dass die Gespräche über die betroffenen Tunnelbauarbeiten unvoreingenommen fortgesetzt werden, um angesichts der Komplexität der geotechnischen Bedingungen eine angemessene wirtschaftliche Lösung zu finden. Obwohl es nicht erwartet wird, ist es möglich, dass das endgültige Ergebnis vom Ausweis zum Bilanzstichtag abweichen wird.

Das Risiko aus Projekt- und Vertragsrisiken stufen wir auf Basis der vorherigen Ausführungen insgesamt als gering ein.

Für die Zukunft können wir nicht ausschließen, dass in Einzelfällen signifikante Wertberichtigungen auf unsere Projekte und Beteiligungen sowohl im Konzernabschluss als auch im Jahresabschluss von HOCHTIEF notwendig sein können.

Bericht zur Prognose und sonstige Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung

Wir werden unsere Konzernstrategie im weiteren Jahresverlauf und darüber hinaus weiterverfolgen und sehen der Zukunft mit Zuversicht und Optimismus entgegen. Unser Ausblick für das Jahr 2025 ist es, einen operativen Konzerngewinn zwischen 680 und 730 Mio. Euro zu erzielen. Das entspricht - vorbehaltlich der Marktbedingungen - einer Steigerung um bis zu 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Segmente

Turner

Kennzahlen

(in Mio. EUR) H1 2025 H1 2024 Veränderung 01-12 2024
Umsatz 12.216,0 8.649,9 41,2 % 19.264,3
EBITDA (bereinigt) 407,7 241,7 68,7 % 550,6
Operatives Ergebnis vor Steuern/PBT 392,3 246,9 58,9 % 569,5
Operatives Ergebnis vor Steuern/PBT-Marge (%) 3,2 2,9 30 bps 3,0
Operativer Konzerngewinn 282,7 175,2 61,4 % 414,3
Nominales Ergebnis vor Steuern/PBT 392,3 246,9 58,9 % 565,2
Nominaler Konzerngewinn 282,7 175,2 61,4 % 411,2
Operativer Cashflow 404,7 8,8 395,9 765,9
Operativer Cashflow (netto) 377,5 -13,5 391,0 712,3
Nettofinanzvermögen (+)/Nettofinanzschulden (-) 2.747,4 2.449,0 298,4 3.091,7
Auftragseingang 16.034,3 13.066,7 22,7 % 24.383,0
Auftragsbestand 33.113,2 30.028,7 10,3 % 31.930,0

Anmerkung: operative Ergebnisse, bereinigt um nicht operative Effekte


Turner, unsere in Nordamerika ansässige Gesellschaft für Spitzentechnologie-Lösungen im Hochbau, ist ein internationaler Anbieter für Baudienstleistungen und ein führendes Bauunternehmen in verschiedenen Marktsegmenten. Die Gesellschaft hat sich mit großen und komplexen Projekten, mit der Förderung von Innovationen, mit der Nutzung neuer Technologien und mit der Schaffung von Mehrwert für ihre Kunden, Mitarbeitenden und die Gemeinschaft einen Namen gemacht. Turner bietet seinen Kunden die Zugänglichkeit und Unterstützung eines lokalen Unternehmens mit der Stabilität und den Ressourcen einer multinationalen Organisation.

Die Gesellschaft ist das größte Unternehmen im allgemeinen Hochbau in den USA - eine Position, die sie sich durch technische Kompetenz, Erfahrung in den Marktsegmenten sowie durch innovative Arbeit und den daraus resultierenden hochwertigen Projektergebnissen erworben hat. Mit seinen Construction-Management-Aktivitäten ist Turner laut dem Magazin Engineering News-Record (ENR) auch 2024 ein führender Anbieter in mehreren Marktsegmenten im Hochbau, darunter Gesundheitsgebäude, Rechenzentren, Bildungseinrichtungen, Bürogebäude, Flughäfen, Sportstätten und nachhaltige grüne Gebäude.

Turner mit Sitz in New York arbeitet hauptsächlich auf Basis eines risikoarmen Construction-Management-Vertragsmodells. Im Rahmen seiner Strategie konzentriert sich Turner erfolgreich auf Chancen im Bereich der Spitzentechnologie, beispielsweise auf Rechenzentren. Generell erbringt die Gesellschaft Dienstleistungen bei Bauprojekten jeglicher Art und Größe in Nordamerika und weltweit.

Kennzahlen Turner

Turner erbrachte in den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 abermals eine starke Leistung.

Die Umsatzerlöse in Höhe von 12,2 Mrd. Euro lagen um 41 Prozent über dem Vorjahreswert. Maßgeblich hierfür war das organische Wachstum in den Marktsegmenten Rechenzentren, Gesundheitswesen und Sport. Der im Januar 2025 erfolgte Vollzug der Übernahme von Dornan Engineering, einer schnell wachsenden Spitzentechnologie-Ingenieurfirma, trug ebenfalls zur glänzenden Geschäftsentwicklung von Turner bei.

Nach einem Anstieg um 59 Prozent ergab sich ein sehr gutes operatives Vorsteuerergebnis (PBT) in Höhe von 392 Mio. Euro. Dabei verbesserte sich auch die operative PBT-Marge um 30 Basispunkte auf 3,2 Prozent infolge der erfolgreichen strategischen Fokussierung Turners auf den Bereich Spitzentechnologie. Der operative Konzerngewinn machte einen Sprung um 61 Prozent auf 283 Mio. Euro.

Auch der operative Netto-Cashflow verzeichnete einen bemerkenswerten Anstieg um 391 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr.

Das Nettofinanzvermögen verbesserte sich dadurch im Vorjahresvergleich um 298 Mio. Euro auf 2,7 Mrd. Euro - trotz der Akquisition von Dornan.

Mit einem Auftragseingang von 16,0 Mrd. Euro im Berichtszeitraum verbuchte Turner einen sehr hohen Zuwachs um 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr; ein besonders starker Anstieg war bei den Neuaufträgen für Rechenzentren zu verzeichnen. Infolgedessen lag der Auftragsbestand zum Ende des Berichtszeitraums bei 33,1 Mrd. Euro und damit um 21 Prozent in Landeswährung über dem Wert von Juni 2024.

Ausblick Turner

Für 2025 liegt unsere Guidance, vorbehaltlich der Marktbedingungen, für das operative Ergebnis vor Steuern bei 660 bis 750 Mio. Euro. Das entspricht einem deutlichen Wachstum von 16 bis 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Projektbeispiele: Neuaufträge aus dem zweiten Quartal 2025

Turner Construction bleibt mit seiner Erfahrung und Fachkenntnis ein gefragter Partner beim Bau von Rechenzentren. In diesem Bereich hat sich der Auftragseingang allein im ersten Halbjahr 2025 in etwa verdoppelt.

Zudem erhielt Turner den Auftrag, ein großes Zentrum für die ambulante Krebsbehandlung auf dem Campus des New York Presbyterian Columbia University Irving Medical Center zu bauen. Das Projekt beinhaltet Räume für Untersuchung, Behandlung und diagnostische Bildgebung, Operationssäle, eine Apotheke sowie ein Labor.

Am Logan International Airport in Boston, Massachusetts, baut Turner eine Verbindung zwischen den Terminals A und B. Das Projekt mit einem Volumen von ungefähr 177 Mio. Euro wird es den Passagieren ermöglichen, sich frei zwischen den Terminals zu bewegen, ohne erneut kontrolliert werden zu müssen, sowie die Umsteigemöglichkeiten und Verbindungen für alle Fluggesellschaften und Zielorte verbessern.

In British Columbia entsteht mit dem Langley School District No. 35 Smith School Campus ein großes Schulprojekt mit einem Volumen von zirka 143 Mio. Euro. Turner verantwortet den Bau eines drei- und eines zweistöckigen Schulgebäudes für 1.900 beziehungsweise 900 Schülerinnen und Schüler. Die Gebäude werden mit Massivholzelementen ausgestattet sein.

Turner wird das neue Stadion für den Republic Football Club in Sacramento, Kalifornien, bauen. Das Stadion mit 12.000 Plätzen gilt als Investition in die kulturelle, bürgerliche und wirtschaftliche Zukunft der Stadt, es soll 2027 fertiggestellt werden. Während der Bauphase werden voraussichtlich mehr als 1.200 Arbeitsplätze entstehen. Turner und der Republic FC kooperieren zudem bei Programmen, um die Entwicklung von Arbeitskräften ebenso wie lokale Unternehmen zu unterstützen und einen dauerhaften wirtschaftlichen Beitrag zu leisten.

Turner ist zudem Auftragnehmer für die erste Phase des Projekts One Beverly Hills, einem Luxusresort und -reiseziel in Kalifornien. Das Projekt wird aus zwei Wohntürmen, einem Hotel und einem Club bestehen - alles unter der Marke der Aman Group. Turner wird das mehrere Milliarden schwere Großprojekt, das Ende 2027 fertiggestellt werden soll, als Gesamtbauleiter verantworten.

CIMIC

Kennzahlen

(in Mio. EUR) H1 2025 H1 2024 Veränderung 01-12 2024
Umsatz 5.255,6 4.159,8 26,3 % 10.212,5
EBITDA 629,6 499,9 25,9 % 1.197,5
Operatives Ergebnis vor Steuern/PBT 232,1 193,1 20,3 % 449,8
Operatives Ergebnis vor Steuern/PBT-Marge in % 4,4 4,6 -20 bps 4,4
Operativer Konzerngewinn 125,7 125,7 0,0 % 263,3
Nominales Ergebnis vor Steuern/PBT 217,7 249,2 -12,6 % 475,5
Nominaler Konzerngewinn 115,6 272,1 -57,5 % 409,9
Operativer Cashflow -175,3 175,2 -350,5 700,3
Operativer Cashflow (netto) -450,5 20,7 -471,2 230,3
Nettofinanzvermögen (+)/Nettofinanzverschuldung (-) -2.150,5 -1.769,9 -380,5 -1.734,1
Auftragseingang 6.606,4 6.060,6 9,0 % 12.848,6
Auftragsbestand 23.178,2 24.579,9 -5,7 % 24.008,8

Hinweis: Operative Erträge sind bereinigt um nicht operative Effekte


Die ingenieurtechnisch ausgerichtete CIMIC-Gruppe ist als führender Anbieter in den Segmenten Industrie, Energie, natürliche Ressourcen, kritische Rohstoffe und zivile Infrastruktur tätig. In Australien und in der Region Asien-Pazifik deckt CIMIC als einziges Unternehmen den gesamten Lebenszyklus von Infrastruktur- und Rohstoffprojekten ab - von Entwicklung und Investitionen über den Bau bis hin zu Betrieb und Instandhaltung.

Kennzahlen CIMIC

CIMIC erzielte im ersten Halbjahr 2025 solide Ergebnisse. Der Umsatz blieb gegenüber dem Vorjahr auf vergleichbarer Basis stabil. Darüber hinaus gab es solide Zugewinne in strategischen Wachstumsmärkten. Nominal verbesserte sich der Umsatz um 26 Prozent auf 5,3 Mrd. Euro, wobei sich vor allem die vollständige Konsolidierung von Thiess, dem Anbieter von Bergbaudienstleistungen, ab dem zweiten Quartal 2024 positiv niederschlug.

Das operative Vorsteuerergebnis (PBT) belief sich auf 232 Mio. Euro und lag damit auf vergleichbarer Basis um 4 Prozent über dem Vorjahreswert. Der operative Gewinn blieb auf einem stabilen Niveau.

Die Entwicklung des operativen Netto-Cashflows spiegelt neben der Saisonabhängigkeit auch Schwankungen beim Factoring sowie laufende Veränderungen beim Betriebskapitalprofil im Zuge der Fertigstellung großer Verkehrsinfrastrukturprojekte wider.

Die Nettoverschuldung belief sich auf 2,15 Mrd. Euro (31.12.2024: 1,73 Mrd. Euro).

Der Auftragsbestand von CIMIC blieb mit 23,2 Mrd. Euro und einem währungsbereinigten Zuwachs um 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr solide, mit Wachstum in allen Segmenten.

Ausblick CIMIC

Vorbehaltlich der Marktbedingungen erwarten wir für CIMIC im Geschäftsjahr 2025 ein operatives Ergebnis vor Steuern (PBT) im Bereich von etwa 480 bis 510 Mio. Euro (800 bis 850 Mio. australische Dollar).

Projektbeispiele: Neuaufträge aus dem zweiten Quartal 2025

UGL hat von NBN Co einen 3,5-Jahresvertrag innerhalb des NBN-Programms für das Upgrade des verbleibenden Glasfasernetzes bis zum Knotenpunkt erhalten. Die Gesellschaft wird Services für Planung, Anschluss, Bau und Installation erbringen und so eine zusätzliche Glasfaserinfrastruktur in Queensland und im Norden von New South Wales aufbauen. Der Auftrag kann um weitere zwei Jahre verlängert werden.

CPB Contractors und UGL sind mit weiteren Partnern innerhalb der Projektgesellschaft ActivUs Alliance mit Planung und Bauvorbereitung für das größte Los des Projekts Logan and Gold Coast Faster Rail beauftragt worden. Ziel des Projekts ist eine höhere Frequenz und bessere Verfügbarkeit des öffentlichen Personennahverkehrs zwischen Brisbane und der Gold Coast. Der Bau soll frühzeitig vor den Olympischen und Paralympischen Sommerspielen fertiggestellt werden, die 2032 in Brisbane stattfinden.

Leighton Asia wird in der indischen Stadt Gurugram für einen führenden Real-Estate-Entwickler ein Projekt errichten. Bis 2030 werden zehn jeweils ungefähr 145 Meter hohe Türme gebaut, der Auftragswert beträgt zirka 113 Mio. Euro. Für denselben Kunden realisiert Leighton Asia zurzeit bereits ein weiteres Wohnprojekt mit acht Türmen.

Thiess hat eine Auftragsverlängerung um drei Jahre im Wert von zirka 1,3 Mrd. Euro im Bowen Basin, Queensland, erhalten. Thiess wird weiterhin die kompletten Minendienstleistungen erbringen, vom Betrieb des Geländes über die gesamte Minentechnik und den Bergbaubetrieb bis hin zur Zugverladung.

Die Thiess-Gesellschaft MACA erhielt eine Vertragsverlängerung über fünf Jahre für Arbeiten am Goldprojekt Karla-winda in der Pilbara-Region in Westaustralien. Der Auftrag deckt die kompletten Mining-Dienstleistungen ab, inklusive Beladung und Transport, Bohrungen und Sprengungen, Ingenieur- sowie technische Dienstleistungen.

Engineering and Construction

Kennzahlen

(in Mio. EUR) H1 2025 H1 2024 Veränderung 01-12 2024
Umsatz 800,8 1.766,0 -54,7 % 3.628,8
EBITDA (bereinigt) 50,6 88,4 -42,8 % 178,9
Operatives Ergebnis vor Steuern/PBT 39,7 39,2 1,3 % 88,2
Operatives Ergebnis vor Steuern Marge/PBT (%) 5,0 2,2 280 bps 2,4
Operativer Konzerngewinn 32,9 28,6 15,0 % 64,3
Nominales Ergebnis vor Steuern/PBT 30,1 27,2 10,7 % 62,3
Nominaler Konzerngewinn 23,3 17,8 30,9 % 40,4
Operativer Cashflow -9,6 46,3 -55,9 654,8
Operativer Cashflow (netto) -36,9 -1,7 -35,2 576,3
Nettofinanzvermögen (+)/Nettofinanzschulden (-) 689,7 765,3 -75,6 1.174,5
Auftragseingang 3.372,3 2.058,3 63,8 % 4.395,4
Auftragsbestand 12.712,0 11.277,3 12,7 % 11.645,5

Anmerkung: operative Ergebnisse, bereinigt um nicht operative Effekte


Das Segment Engineering and Construction umfasst die Aktivitäten von HOCHTIEF in Europa sowie die 38,2-prozentige Beteiligung an FlatironDragados, dem zweitgrößten Anbieter von Tief- und Hochbaudienstleistungen in den USA.

HOCHTIEF Europe umfasst unsere europäischen Tätigkeiten mit nachhaltigen Lösungsangeboten in den Bereichen digitale, soziale, Energie- und Verkehrsinfrastruktur. Der Geschäftszweig ist spezialisiert auf den kompletten Lebenszyklus von Asset- und Infrastrukturprojekten, angefangen bei Machbarkeitsprüfung, Entwurf, Planung und Investitionen bis hin zu Bau, Betrieb und Wartung. Der Fokus liegt primär auf den Märkten in Deutschland, Polen, Tschechien, der Slowakei, Österreich, UK, Skandinavien und den Niederlanden. HOCHTIEF wird weiterhin für sein fundiertes technisches Know-how und die hohe Qualität sowie die Kompetenz seiner Mitarbeitenden geschätzt.

FlatironDragados ist das zweitgrößte Tiefbauunternehmen in Nordamerika und realisiert essentielle Infrastrukturprojekte. Die Gesellschaft verfügt über einmalige Erfahrung, Referenzen, geografische Reichweite und technische Fähigkeiten für große Projekte im Bereich des Infrastrukturbaus. Dazu zählen Straßen und Brücken, Luftfahrt, Resilienzprojekte, Dämme und Stauseen, Schienen- und Nahverkehr, Wasser- und Abwasseraufbereitungsanlagen, Tunnelbau, unterirdische Projekte und Schiffsbau. Seit Januar 2025 hält HOCHTIEF an dem Unternehmen eine At-Equity-Beteiligung von 38,2 Prozent.

Kennzahlen Engineering and Construction

Der Bereich Engineering and Construction behielt seine positive Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2025 bei. Die nominalen Veränderungen gegenüber dem Vorjahr spiegeln den Einfluss des im Januar 2025 vollzogenen Zusammenschlusses von Flatiron und Dragados in Nordamerika wider. Die neue kombinierte Gesellschaft (FlatironDragados), an der HOCHTIEF eine Beteiligung von 38,2 Prozent hält, wird at Equity bilanziert.

Die Umsatzerlöse lagen mit 801 Mio. Euro um 14 Prozent über dem Vorjahreswert auf vergleichbarer Basis.

Das operative Vorsteuerergebnis (PBT) belief sich auf 40 Mio. Euro und legte auf vergleichbarer Basis deutlich um 18 Prozent zu. Der operative Konzerngewinn des Segments verbesserte sich um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 33 Mio. Euro.

Die Nettovermögensposition belief sich Ende Juni auf 690 Mio. Euro, was einem Anstieg des operativen Netto-Cashflows von 22 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr auf vergleichbarer Basis entspricht.

Das Segment Engineering and Construction verzeichnete im ersten Halbjahr 2025 einen sehr hohen Auftragseingang: Mit 3,4 Mrd. Euro übertraf das Volumen der Neuaufträge den Wert des ersten Halbjahres 2024 (2,1 Mrd. Euro) um 64 Prozent. Diese starke Entwicklung führte zu einem weiteren soliden Anstieg des Auftragsbestands um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 12,7 Mrd. Euro.

Ausblick Engineering and Construction

Für 2025 streben wir - vorbehaltlich der Marktbedingungen - ein operatives Ergebnis vor Steuern in Höhe von 85 bis 95 Mio. Euro an.

Projektbeispiele: Neuaufträge und Meilensteine aus dem zweiten Quartal 2025

HOCHTIEF Europe

HOCHTIEF verantwortet für die Deutsche Bahn die Umsetzung des Loses 1 beim Projekt Generalsanierung Korridor Rechter Rhein. Das Los hat ein Gesamtvolumen von 172 Mio. Euro. Es umfasst die Sanierung des 42 Kilometer langen zweigleisigen Streckenabschnitts zwischen Wiesbaden und Lorchhausen. 29 Kilometer Schienen werden erneuert.

Bei Arnheim in den Niederlanden wird das Joint Venture "GelreGroen", an dem HOCHTIEF zu 40 Prozent beteiligt ist, als PPP-Projekt die Autobahn A15 um zwölf Kilometer verlängern und zudem die A12 und die A15 auf einer Strecke von 23 Kilometern durch neue Fahrspuren verbreitern. Der PPP-Großauftrag wurde nun offiziell bestätigt. HOCHTIEF führt zudem innerhalb eines Konsortiums Projektplanung, Bau- und Wartungsarbeiten aus.

In Essen wird HOCHTIEF einen Forschungsneubau für die Universität Duisburg-Essen errichten. Der fünfgeschossige Neubau mit Fotovoltaikanlage wird als interdisziplinäres Forschungszentrum für die Bereiche Nano- und Materialwissenschaften, Energie-, Wasser-, Mikrobiom-, Protein- und Umweltforschung sowie supramolekulare Chemie- und Wasserforschung konzipiert. Active Sites gehört zu den größeren Forschungsbauten in der Region.

Als Teil der umfassenderen Strategie des Konzerns, ein europaweites Netzwerk nachhaltiger, dezentraler Edge-Rechenzentren aufzubauen, strebt HOCHTIEF eine Expansion der Geschäfte in andere europäische Länder an, darunter Österreich, die Schweiz und Großbritannien. HOCHTIEF hat bereits das Joint Venture Yorizon gegründet, das die Yexio-Rechenzentren von HOCHTIEF mit innovativen Cloud-Computing-Lösungen anbietet, die die digitale Souveränität unterstützen. Das erste Rechenzentrum wird diesen Sommer in Deutschland eröffnet, und Standorte für mehrere weitere Zentren wurden bereits gesichert.

HOCHTIEF Engineering hat einen Planungsauftrag für insgesamt vier leistungsstarke Land-Konverterstationen erhalten. Die Konverterstationen mit einer Leistung von jeweils zwei Gigawatt wandeln Wechselstrom in leichter transportierbaren Gleichstrom um - und umgekehrt. Sie sind damit Schlüsselprojekte für ein insgesamt zirka 710 Kilometer langes Stromautobahnprojekt. HOCHTIEF trägt mit bautechnischem Know-how und der Erfahrung im Energiesektor entscheidend zur Energiewende in Deutschland bei.

FlatironDragados

FlatironDragados hat in einem Joint Venture den Bauauftrag für das Projekt Long Bridge North mit einem Gesamtvolumen von zirka 900 Mio. Euro erhalten: In Washington D.C. entsteht bis Ende 2030 eine zirka 1,6 Kilometer lange Schienenverbindung vom East Potomac Park zum Stellwerk L'Enfant. Es ist der erste Teil eines großen Bauvorhabens, um den Güter- und Personenverkehr auf der Schiene auszubauen und die lokalen, regionalen und nationalen Verkehrsnetze besser miteinander zu verbinden.

In Virginia verantwortet FlatironDragados in einem Joint Venture mit dem Bau des Franconia-Springfield Bypass ein weiteres Schienenprojekt mit einem Gesamtwert von zirka 376 Mio. Euro. Diese Umgehungsstrecke wird einen der am stärksten frequentierten Knotenpunkte in Virginia (zwischen Fredericksburg und Washington D.C.) entlasten. Mit dem Franconia-Springfield Bypass entsteht bis 2029 eine mehr als einen Kilometer lange, speziell für den Personenverkehr konzipierte Eisenbahnbrücke südlich der Franconia-Springfield Metro Station.

FlatironDragados ist für Arbeiten an der I-275 (State Route 93) im Pinellas County, Florida, beauftragt worden. Durch das Projekt mit einem Wert von zirka 313 Mio. Euro wird dieser verkehrsreiche Durchgangskorridor auf einer Länge von zwölf Kilometern um gebührenpflichtige Schnellfahrbahnen im Mittelstreifen ergänzt. Zudem umfasst es die Verbreiterung von Straßen und Brücken sowie Betonbelag, Entwässerung und neue Maut-Infrastruktursysteme.

Abertis

Kennzahlen Abertis (100%)

(in Mio. EUR) H1 2025 H1 2024 Veränderung 01-12 2024
Operativer Umsatz 2.983 3.021 -1 % 6.072
Operativer Umsatz, vergleichbar1 (prozentuale Veränderung) 6 %
EBITDA 2.117 2.161 -2 % 4.292
Vergleichbares EBITDA1 (prozentuale Veränderung) 6 %
Operativer Gewinn nach Steuern, vor PPA 383 402 -5 % 801
Gewinn nach Steuern, vor PPA 383 402 -5 % 324

1 Vergleichbare Veränderung gegenüber Vorjahr bei unverändertem Portfolio und Wechselkursen sowie exklusive weiterer nicht vergleichbarer Effekte

Beitrag Abertis-Investment am Ergebnis von HOCHTIEF

(in Mio. EUR) H1 2025 H1 2024 Veränderung 01-12 2024
Nominales Ergebnis2 35,9 39,1 -3,2 -13,6
Operatives Ergebnis3 35,9 39,1 -3,2 80,9
Abertis - erhaltene Dividende 118,7 118,7 - 118,7

2 Das nominale Ergebnis ist im EBITDA, Ergebnis vor Steuern/PBT und Konzerngewinn enthalten.
3 Das operative Ergebnis ist im operativen Ergebnis vor Steuern/PBT und im operativen Konzerngewinn enthalten.

Seit Juni 2018 hält HOCHTIEF eine 20-prozentige Beteiligung (minus eine Aktie) an Abertis HoldCo, dem direkten Eigentümer von 99,1 Prozent an Abertis Infraestructuras, S.A. (Abertis). Abertis ist ein führender internationaler Mautstraßenbetreiber mit einem Portfolio an Brownfield-Vermögenswerten, das 15 Länder, 34 Konzessionen und zirka 8.000 Mautstraßenkilometer umfasst. Dieses Investment wird nach der Equity-Methode bilanziert, der Ergebnisbeitrag fließt als operative Position in das Konzern-EBITDA ein.

Der Beitrag des Abertis-Investments zum Ergebnis des HOCHTIEF-Konzerns spiegelt die operative Leistung von Abertis, einen nicht zahlungswirksamen Aufwand aus der Kaufpreisallokation (PPA) sowie Holdingkosten wider.

Wesentliche Entwicklungen bei Abertis

Abertis erzielte im ersten Halbjahr 2025 positive operative Ergebnisse. Das durchschnittliche tägliche Verkehrsaufkommen stieg um 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Umsatzerlöse und EBITDA lagen auf vergleichbarer Basis um jeweils 6 Prozent über dem Vorjahreswert. Dies bestätigt die solide Geschäftsentwicklung.

Der operative Gewinn nach Steuern vor Kaufpreisallokation betrug 383 Mio. Euro. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr ist unter anderem auf negative Steuereffekte in Frankreich zurückzuführen.

Der operative und nominale Ergebnisbeitrag unserer 20-pozentigen Beteiligung an Abertis nach Kaufpreisallokation belief sich auf 36 Mio. Euro, bei positiver Dynamik im zweiten Quartal.

Im Berichtszeitraum gab Abertis den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung (51 Prozent) an der A-63 in Frankreich bekannt. Die mautpflichtige Schnellstraße erzielte im Jahr 2024 ein EBITDA von 134 Mio. Euro. Die Anteilseigner von Abertis werden die Wachstumsstrategie des Unternehmens mit frischem Eigenkapital in Höhe von 400 Mio. Euro unterstützen.

Im zweiten Quartal 2025 hat Abertis eine Dividende in Höhe von rund 600 Mio. Euro ausgeschüttet, wovon 119 Mio. Euro auf HOCHTIEF entfallen.

Ausblick Abertis

Wir gehen davon aus, dass Abertis 2025 ein ähnliches operatives Ergebnis wie 2024 (81 Mio. Euro) erzielen wird.

Verkürzter Konzernzwischenabschluss

Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung

(In Tsd. EUR) H1 2025 H1 2024 Veränderung Q2 2025 Q2 2024 01-12 2024
Umsatzerlöse 18.369.711 14.651.576 25,4 % 9.452.620 7.894.640 33.301.270
Bestandsveränderung der Erzeugnisse 12.009 15.498 -22,5 % 6.812 5.826 15.919
Sonstige betriebliche Erträge 217.708 647.228 -66,4 % 35.600 620.682 718.606
Materialaufwand -13.864.658 -11.207.059 23,7 % -7.324.732 -6.173.667 -24.540.943
Personalaufwand -2.884.491 -2.644.910 9,1 % -1.370.661 -1.475.265 -6.081.043
Abschreibungen -334.146 -225.165 48,4 % -177.480 -147.829 -594.415
Sonstige betriebliche Aufwendungen -760.349 -760.446 - -321.498 -395.972 -1.664.789
Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden 97.715 89.474 9,2 % 54.634 31.030 30.148
Übriges Beteiligungsergebnis 1.128 11.909 -90,5 % 212 -1.155 83.829
Finanzerträge 121.074 105.001 15,3 % 60.521 52.928 206.817
Finanzaufwendungen -266.147 -196.795 35,2 % -133.286 -120.270 -471.551
Ergebnis vor Steuern 709.554 486.311 45,9 % 282.742 290.948 1.003.848
Ertragsteuern -170.669 -23.075 639,6 % -81.196 34.500 -136.604
Ergebnis nach Steuern 538.885 463.236 16,3 % 201.546 325.448 867.244
davon: Anteile ohne beherrschenden Einfluss 57.856 26.899 115,1 % 28.309 21.953 91.619
davon: Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre (Konzerngewinn) 481.029 436.337 10,2 % 173.237 303.495 775.625
Ergebnis je Aktie (in EUR)
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie 6,39 5,80 10,2 % 2,30 4,03 10,31

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

(In Tsd. EUR) H1 2025 H1 2024 Veränderung Q2 2025 Q2 2024 01-12 2024
Ergebnis nach Steuern 538.885 463.236 16,3 % 201.546 325.448 867.244
Ergebnisbestandteile, die möglicherweise in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
Unterschied aus der Währungsumrechnung -164.527 32.158 - -121.963 -23.500 41.461
Marktbewertung von Finanzinstrumenten
originär -116.989 52.282 - -60.362 41.554 97.214
derivativ 7.143 9.444 -24,4 % -16.209 15.930 -15.173
Anteil der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen von at Equity bilanzierten assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen -130.641 4.641 - -104.408 -15.686 -80.696
Ergebnisbestandteile, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
Neubewertung von leistungsorientierten Plänen 26.609 12.466 113,5 % 10.182 9.798 -3.023
Marktbewertung von Finanzinstrumenten -6.697 -1.643 -307,6 % -6.697 -1.643 6.826
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen nach Steuern -385.102 109.348 - -299.457 26.453 46.609
Gesamtergebnis des Berichtszeitraums nach Steuern 153.783 572.584 -73,1 % -97.911 351.901 913.853
davon: Anteile ohne beherrschenden Einfluss 42.244 30.243 39,7 % 22.796 24.466 92.677
davon: Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre 111.539 542.341 -79,4 % -120.707 327.435 821.176

Konzernbilanz

Aktiva

(In Tsd. EUR) 30.06.2025 31.12.2024
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 3.418.339 3.321.781
Sachanlagen 1.658.487 1.903.016
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 112.075 30.185
At Equity bewertete Finanzanlagen 2.040.886 1.671.293
Übrige Finanzanlagen 122.976 137.252
Finanzforderungen 201.352 134.331
Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 219.432 198.860
Ertragsteueransprüche 52.719 57.885
Latente Steuern 415.707 511.661
8.241.973 7.966.264
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 580.134 569.897
Finanzforderungen 137.665 53.901
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 8.182.356 7.371.079
Ertragsteueransprüche 130.969 146.123
Wertpapiere 772.763 810.947
Flüssige Mittel 5.060.107 5.720.598
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte - 2.016.122
14.863.994 16.688.667

Passiva

(In Tsd. EUR) 30.06.2025 31.12.2024
Eigenkapital
Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre 720.680 1.071.799
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 68.676 123.730
789.356 1.195.529
Langfristige Schulden
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 277.528 297.679
Andere Rückstellungen 482.482 482.048
Finanzverbindlichkeiten 6.512.755 6.642.624
Leasingverbindlichkeiten 445.025 507.922
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 385.234 417.943
Latente Steuern 171.518 214.394
8.274.542 8.562.610
Kurzfristige Schulden
Andere Rückstellungen 1.152.671 1.150.856
Finanzverbindlichkeiten 1.011.989 787.089
Leasingverbindlichkeiten 222.952 286.240
Minderheitsgesellschaftern gewährte Andienungsrechte 599.181 641.522
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 10.898.626 10.644.399
Ertragsteuerverbindlichkeiten 156.650 142.780
Mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten verbundene Schulden - 1.243.906
14.042.069 14.896.792
23.105.967 24.654.931

Konzern-Kapitalflussrechnung

(In Tsd. EUR) H1 2025 H1 2024
Ergebnis vor Steuern 709.554 486.311
Abschreibungen 334.146 225.165
Sonstige Anpassungen im Ergebnis vor Steuern -36.886 -46.796
Veränderung des Nettoumlaufvermögens -661.762 -459.833
Gezahlte Zinsen -250.883 -181.413
Erhaltene Dividenden 127.021 318.908
Erhaltene Zinsen 113.351 115.164
Gezahlte Steuern -179.785 -149.187
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 154.756 308.319
Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Betriebliche Investitionen -201.030 -148.146
Einzahlungen aus Anlagenabgängen 20.452 8.808
Akquisitionen und Beteiligungen
Investitionen -450.022 -828.142
Einzahlungen aus Anlagenabgängen/Desinvestments 1.919 1.105
Veränderung flüssiger Mittel aus Erst- und Entkonsolidierungen -540.057 49.871
Veränderung der Wertpapiere und Finanzforderungen -188.813 -49.981
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.357.551 -966.485
Einzahlungen aus dem Verkauf eigener Aktien 1.731 1.757
Einzahlungen in das Eigenkapital durch Anteile ohne beherrschenden Einfluss 8.620 73
Dividenden an Anteile ohne beherrschenden Einfluss -69.757 -19.309
Aufnahme von Finanzschulden 1.211.219 2.325.552
Tilgung von Finanzschulden -607.176 -1.196.878
Tilgung von Leasingschulden -150.646 -86.686
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 393.991 1.024.509
Zahlungswirksame Veränderungen der flüssigen Mittel -808.804 366.343
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die flüssigen Mittel -469.024 119.107
Veränderung der flüssigen Mittel insgesamt -1.277.828 485.450
Flüssige Mittel zum Jahresanfang 6.337.935 5.149.536
davon: zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 617.337 -
davon: flüssige Mittel laut Konzernbilanz 5.720.598 5.149.536
Flüssige Mittel zum Ende des Berichtszeitraums 5.060.107 5.634.986

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

(In Tsd. EUR) Gezeichnetes Kapital HOCHTIEF Aktiengesellschaft Kapitalrücklage HOCHTIEF Aktiengesellschaft Gewinnrücklagen einschließlich Bilanzgewinn Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen
Neubewertung von leistungsorientierten Plänen Unterschied aus der Währungsumrechnung Marktbewertung von Finanzinstrumenten
Stand 01.01.2024 198.941 2.099.411 -1.056.943 -269.849 140.627 123.291
Dividenden - - -330.939 - - -
Ergebnis nach Steuern - - 436.337 - - -
Veränderung aus Währungsumrechnung und Marktbewertung von Finanzinstrumenten - - - - 28.815 64.723
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen - - - 12.466 - -
Gesamtergebnis - - 436.337 12.466 28.815 64.723
Thiess/Put Option - - -653.111 - - -
Übrige neutrale Veränderungen - 531 1.639 - - -
Stand 30.06.2024 198.941 2.099.942 -1.603.017 -257.383 169.442 188.014
Stand 01.01.2025 198.941 2.099.942 -1.266.704 -272.872 181.030 131.462
Dividenden - - -393.459 - - -
Ergebnis nach Steuern - - 481.029 - - -
Veränderung aus Währungsumrechnung und Marktbewertung von Finanzinstrumenten - - - - -148.916 -247.183
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen - - - 26.609 - -
Gesamtergebnis - - 481.029 26.609 -148.916 -247.183
Übrige neutrale Veränderungen - 1.011 -70.210 - - -
Stand 30.06.2025 198.941 2.100.953 -1.249.344 -246.263 32.114 -115.721
(In Tsd. EUR) Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre Anteile ohne beherrschenden Einfluss Summe
Stand 01.01.2024 1.235.478 30.787 1.266.265
Dividenden -330.939 -24.098 -355.037
Ergebnis nach Steuern 436.337 26.899 463.236
Veränderung aus Währungsumrechnung und Marktbewertung von Finanzinstrumenten 93.538 3.344 96.882
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen 12.466 - 12.466
Gesamtergebnis 542.341 30.243 572.584
Thiess/Put Option -653.111 - -653.111
Übrige neutrale Veränderungen 2.170 87.479 89.649
Stand 30.06.2024 795.939 124.411 920.350
Stand 01.01.2025 1.071.799 123.730 1.195.529
Dividenden -393.459 -99.144 -492.603
Ergebnis nach Steuern 481.029 57.856 538.885
Veränderung aus Währungsumrechnung und Marktbewertung von Finanzinstrumenten -396.099 -15.612 -411.711
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen 26.609 - 26.609
Gesamtergebnis 111.539 42.244 153.783
Übrige neutrale Veränderungen -69.199 1.846 -67.353
Stand 30.06.2025 720.680 68.676 789.356

Erläuternde Konzernanhangangaben

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2025, der am 22. Juli 2025 zur Veröffentlichung freigegeben wurde, wird nach den IFRS® Accounting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. In Einklang mit IAS 34 ist ein gegenüber dem Konzernabschluss verkürzter Berichtsumfang mit ausgewählten erläuternden Anhangangaben verwendet worden.

Der vorliegende Zwischenabschluss basiert auf dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024.

Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, Deutschland, ("HOCHTIEF") hat aufgrund geänderter Kapitalmarktzinsen zum 30. Juni 2025 die Abzinsungssätze zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen wie folgt verändert:

(In Prozent) 30.06.2025 31.12.2024
Deutschland 3,88 3,53
USA 5,20 5,20
Großbritannien 5,65 5,55

Ansonsten werden dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie bei der Erstellung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2024 angewandt, sodass für weitere Informationen auf die dort dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verwiesen wird.

Neue Rechnungslegungs- und Steuervorschriften

Im Geschäftsjahr 2025 erstmals angewendete Rechnungslegungsvorschrift

Im laufenden Jahr 2025 hat HOCHTIEF die Änderungen an IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen": "Fehlende Umtauschbarkeit" angewendet, die festlegen, ob eine Währung austauschbar und wie ein Devisenkassakurs zu bestimmen ist, wenn die Umtauschbarkeit nicht vorliegt. Diese Änderungen haben keinen wesentlichen Einfluss auf den HOCHTIEF-Konzern.

Noch nicht im Halbjahr 2025 anzuwendende Steuervorschriften

Im Juli 2025 wurde in den Vereinigten Staaten von Amerika der sogenannte One Big Beautiful Bill Act (OBBBA), ein Steuer- und Ausgabengesetz, beschlossen. Teil dieses Gesetzes ist die dauerhafte Verlängerung von ursprünglich temporären Steuersenkungen durch den Tax Cuts and Jobs Act von 2017 (TCJA), die Anpassung der Base Erosion AntiAbuse Tax (BEAT), des Global Intangible Low Taxed Income Regime (GILTI), der Nutzung ausländischer Steuergutschriften (FTC) und Foreign Derived Intangible Income (FDII) sowie weiterer steuerlicher Vorschriften. Die Auswirkungen des Gesetzes werden derzeit noch analysiert, wobei wir zum jetzigen Zeitpunkt davon ausgehen, dass die Änderungen keine signifikanten Auswirkungen haben dürften.

In Deutschland wurde im Juli 2025 vom Bundesrat dem Gesetz für ein steuerliches Investitionssofortprogramm zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland zugestimmt. Wesentliche Inhalte dieses Gesetzes sind der Investitions-Booster mit einer beschleunigten Abschreibungsmöglichkeit (gilt für Investitionen vom 1. Juli 2025 bis zum 31. Dezember 2027), die Ausweitung der Forschungszulage und die schrittweise Absenkung des Körperschaftsteuersatzes von 15 Prozent auf 10 Prozent in fünf Schritten um jeweils 1-Prozent-Punkt ab dem Veranlagungszeitraum 2028 bis 2032. Die künftigen Auswirkungen durch die Steuersatzänderung werden derzeit noch analysiert. Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass sich keine signifikanten Auswirkungen auf das Geschäftsjahr 2025 ergeben werden.

Währungsumrechnung

Für die Währungsumrechnung der wesentlichen ausländischen Konzerngesellschaften wurden folgende Wechselkurse zugrunde gelegt:

Durchschnitt Bilanzstichtag
(In EUR) H1
2025
H1 2024 30.06.2025 31.12.2024
1 US-Dollar (USD) 0,91 0,93 0,85 0,97
1 australischer Dollar (AUD) 0,58 0,61 0,56 0,60
1 britisches Pfund (GBP) 1,19 1,17 1,17 1,21
100 polnische Zloty (PLN) 23,68 23,20 23,59 23,39
100 tschechische Kronen (CZK) 4,01 3,99 4,05 3,97

Änderungen des Konsolidierungskreises

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025 wurden zwei inländische Gesellschaften und 13 ausländische Gesellschaften erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Eine inländische Gesellschaft und 21 ausländische Gesellschaften sind aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Die ausgeschiedenen ausländischen Gesellschaften enthalten die Flatiron Construction Corporation ("Flatiron"), Wilmington, und weitere 14 Tochtergesellschaften.

HOCHTIEF hat seine Anteile an Flatiron in die kombinierte Gesellschaft Flatiron Dragados USA, Inc., New York, eingebracht und im Gegenzug 38,2 Prozent der Anteile an der neuen kombinierten Holding-Gesellschaft Flatiron Dragados Engineering and Construction ("FlatironDragados"), S.L., Madrid, erhalten. Gleichzeitig hat Dragados North America ("Dragados"), New York, seine nordamerikanischen Tiefbauaktivitäten gegen Anteile in FlatironDragados eingebracht, sodass die weiteren 61,8 Prozent der Anteile von der ACS-Gruppe gehalten werden. Zur Ermittlung dieses Austauschverhältnisses wurden externe Bewertungen sowohl für Flatiron als auch für Dragados Nordamerika von unabhängigen Sachverständigen angefertigt und zum 21. Juli 2024 finalisiert. Diese Bewertungen erfolgten auf Grundlage der DCF-Methode unter Einbeziehung ertragswertorientierter Verfahren sowie der Analyse vergleichbarer Transaktionen in der Branche. Das Austauschverhältnis wurde auf Basis eines Fair Value von Flatiron in Höhe von 665 Mio. US-Dollar zwischen den Parteien festgelegt. Zu diesem Wert erwarb die HOCHTIEF Americas GmbH die Anteile an Flatiron zunächst von der HOCHTIEF USA Inc. und legte sie anschließend am 17. Januar 2025 über eine Verschmelzungstransaktion in die Flatiron Dragados USA, Inc. ein. HOCHTIEF hat die Beherrschung über Flatiron verloren und ist daher verpflichtet, die konsolidierten Vermögenswerte und Schulden von Flatiron zu entkonsolidieren sowie die Beteiligung an FlatironDragados ab dem 17. Januar 2025 als Beteiligung nach der Equity-Methode gemäß IAS 28 auszuweisen.

Zur Fortschreibung der Anschaffungskosten der Beteiligung an FlatironDragados nach der Equity-Methode gemäß IAS 28 werden die Vermögenswerte und Schulden von FlatironDragados neu bewertet. Die hierfür erforderliche Kaufpreisallokation wird im Laufe des Geschäftsjahres finalisiert und im ersten Halbjahr 2025 wurde der at Equity bilanzierte Nettogewinn der Gesellschaft nach Berücksichtigung von Effekten einer vorläufigen Kaufpreisallokation fortgeschrieben. Die Werthaltigkeit der Anschaffungskosten der Beteiligung wird gemäß den Regelungen des IAS 36 ermittelt.

Die notwendigen Bewertungen zur Fortschreibung des Equity-Buchwerts werden im Laufe des Geschäftsjahres 2025 abgeschlossen sein.

Die Transaktion führte im ersten Halbjahr 2025 zu einem Gewinn, der wie folgt berechnet wurde: Der Gesamtbetrag der übertragenen nicht zahlungswirksamen Gegenleistung in Höhe von 665 Mio. US-Dollar beziehungsweise 648 Mio. Euro (beizulegender Zeitwert von Flatiron) abzüglich des Buchwerts der Nettovermögenswerte von Flatiron in Höhe von 475 Mio. Euro und der erfolgswirksamen Umgliederung von erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen in Höhe von -27 Mio. Euro führte zu einem Gewinn in Höhe von 146 Mio. Euro, der in der Gewinn- und Verlustrechnung unter "sonstige betriebliche Erträge" ausgewiesen wird.

Die Anzahl der nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen hat sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025 per Saldo im Inland um eine Gesellschaft und im Ausland um zehn Gesellschaften vermindert. Die Anzahl der einbezogenen gemeinschaftlichen Tätigkeiten hat sich im Ausland um 27 Gesellschaften vermindert.

Zum 30. Juni 2025 wurden neben der HOCHTIEF Aktiengesellschaft insgesamt 44 inländische und 431 ausländische Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung, 16 inländische und 71 ausländische Unternehmen nach der Equity-Methode sowie 127 ausländische gemeinschaftliche Tätigkeiten in den Konzernabschluss einbezogen.

Als eigenständiger börsennotierter Konzern veröffentlicht die HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, Deutschland, Amtsgericht Essen, Handelsregisternummer HRB 279, ihren Konzernabschluss, der gleichzeitig in den Konzernabschluss der ACS Actividades de Construcción y Servicios, S.A., Madrid, Spanien, einbezogen wird.

Unternehmenserwerbe

Dornan Engineering

Am 24. Juli 2024 unterzeichnete Turner eine Vereinbarung zur vollständigen Übernahme von Dornan Engineering, Cork, Irland ("Dornan"). Die Ingenieurgesellschaft mit Niederlassungen in Irland, dem Vereinigten Königreich, Kontinentaleuropa und den nordischen Ländern erbringt Dienstleistungen bei komplexen Großprojekten für Kunden vor allem im Spitzentechnologiesektor. Das Closing der Transaktion erfolgte am 7. Januar 2025. Seit diesem Zeitpunkt wird Dornan im Sinne des IFRS 10 durch Turner beherrscht und die Akquisition wurde erstmals im ersten Halbjahr 2025 gemäß IFRS 3 in den HOCHTIEF-Konzern einbezogen.

Der vereinbarte Gesamtkaufpreis in Höhe von 410 Mio. Euro, der gegen Kursänderungen abgesichert war, wurde zum Erwerbszeitpunkt am 7. Januar 2025 in bar entrichtet. Der Erwerb unterliegt keinen weiteren bedingten Gegenleistungen.

Die folgende Tabelle zeigt die vorläufige Kaufpreisallokation sowie den Gesamtbetrag der auf den Geschäfts- oder Firmenwert entfallenden Gegenleistung:

(In Mio. EUR)
Beizulegender Zeitwert der Vermögenswerte und Schulden von Dornan
Sachanlagen 8
Immaterielle Vermögenswerte 98
Flüssige Mittel 78
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 267
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten und Rückstellungen -303
Summe der beizulegenden Zeitwerte des erworbenen Nettovermögens 148
In bar entrichteter Kaufpreis (einschließlich Kurssicherung) 436
Geschäfts- oder Firmenwert 288

Es wird davon ausgegangen, dass die Kaufpreisallokation innerhalb von zwölf Monaten nach dem erfolgten Vollzug der Transaktion abgeschlossen sein wird. Die Bewertungen werden durch externe und unabhängige Bewertungsgutachter durchgeführt.

Der Geschäfts- oder Firmenwert bezieht sich auf das Know-how und die künftigen Marktchancen von Dornan in Europa. Gemeinsam mit Dornan und unter Nutzung der bestehenden lokalen Kapazitäten des Konzerns will Turner seinen europäischen Kunden schlüsselfertige Komplettlösungen anbieten und damit sein strategisches Wachstum in Europa beschleunigen. Dabei wird Turner sein risikoarmes Construction-Management-Geschäftsmodell in dem schnell wachsenden Markt für Spitzentechnologie umsetzen. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig.

Die im Zusammenhang mit der Akquisition angefallenen Transaktionskosten sind nicht wesentlich und wurden aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" erfasst.

Der Beitrag zum Konzern vom 1. Januar 2025 bis zum Ende des Berichtszeitraums am 30. Juni 2025 entsprach Umsatzerlösen in Höhe von 642 Mio. Euro und einem Betrag von 38 Mio. Euro zum Konzernergebnis im Segment Turner.

Thiess Group

Am 23. April 2024 erwarb die CIMIC Group Limited, New South Wales, Australien ("CIMIC"), weitere Anteile in Höhe von 10 Prozent am Bergbau-Dienstleistungsunternehmen Thiess Group Holdings Pty Ltd, New South Wales, Australien ("Thiess"), bestehend aus Stammaktien (Ordinary Shares) und Vorzugsaktien (Class A Preference Shares und Class C Preference Shares), die zuvor von Fonds, beraten von Elliott Advisors (UK) Ltd, London, Vereinigtes Königreich ("Elliott"), gehalten wurden. Durch den Erwerb zu einem Barkaufpreis von 194 Mio. Euro hält CIMIC eine 60-prozentige Beteiligung an Thiess. CIMIC und Elliott sind weiterhin paritätisch im Vorstand von Thiess vertreten. Nach der überarbeiteten Aktionärsvereinbarung übt CIMIC jedoch eine stärkere Kontrolle über das Tagesgeschäft des Unternehmens aus. Demzufolge hat CIMIC die Möglichkeit, die relevanten Aktivitäten von Thiess zu lenken, sodass Thiess nach IFRS als ein beherrschtes Unternehmen einzustufen ist. Die verbleibende Beteiligung von Elliott wird in der Konzernbilanz unter "Anteile ohne beherrschenden Einfluss" ausgewiesen.

Die Bilanzierung der Akquisition und deren Kaufpreisallokation wurden vor der Veröffentlichung des Konzernabschlusses 2024 abgeschlossen und sind diesem zu entnehmen. Dabei wurde ein Gesamtkaufpreis in Höhe von 1.725 Mio. Euro ermittelt, der keine aufgeschobene Zahlung enthielt. Dieser Betrag setzte sich aus der geleisteten Barzahlung, den zuvor von CIMIC gehaltenen Anteilen, die zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet wurden, und dem Gesamtwert der nicht beherrschenden Anteile zusammen. Der beizulegende Zeitwert der vom Konzern erworbenen identifizierbaren Nettoschulden von Thiess betrug 175 Mio. Euro. Daraus ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert von 1.900 Mio. Euro.

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (Veräußerungsgruppe)

Die zum 31. Dezember 2024 als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden von Flatiron wurden aufgrund des Kontrollverlusts über Flatiron im ersten Halbjahr 2025 entkonsolidiert.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

30.06.2025 31.12.2024
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.048.780 4.337.564
Vertragsvermögenswerte 2.643.157 2.538.319
Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 709.851 694.056
8.401.788 7.569.939

Bereits in Rechnung gestellte Teilleistungen und weitere Vertragsforderungen werden unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Noch nicht abgerechnete Leistungen werden als Vertragsvermögenswerte erfasst, sofern die Anzahlungen die kumulierte Leistung (Auftragskosten und Auftragsergebnis) nicht übersteigen. Verbleibt nach Abzug der Anzahlungen ein negativer Saldo, wird dieser unter den Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesen.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

(In Tsd. EUR) 30.06.2025 31.12.2024
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.984.604 8.942.065
Vertragsverbindlichkeiten 1.387.359 1.617.752
Sonstige Verbindlichkeiten 911.897 502.525
11.283.860 11.062.342

Berichterstattung zu Finanzinstrumenten

Für jede Klasse von Finanzinstrumenten werden die beizulegenden Zeitwerte der einzelnen Vermögenswerte und Schulden angegeben. In Abhängigkeit von der Marktnähe ist für den beizulegenden Zeitwert - basierend auf den Eingangsparametern, die in die angewandten Bewertungsverfahren einfließen - eine dreistufige Fair-Value-Hierarchie zu berücksichtigen:

Stufe 1: Vorliegen von notierten Preisen in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden (ohne die Vornahme von Anpassungen) als Eingangsparameter; zum Beispiel börsennotierte Wertpapiere.

Stufe 2: Verwendung von anderen Eingangsparametern als den notierten Preisen der Stufe 1, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt, das heißt als Preis, oder indirekt, das heißt aus Preisen, abgeleitet oder beobachtet werden können; zum Beispiel Zinsswaps oder Devisentermingeschäfte.

Stufe 3: Keine relevant beobachtbaren Eingangsparameter sind verfügbar, sodass als Eingangsparameter ein Abgangspreis aus Sicht eines Marktteilnehmers zu ermitteln ist, der den Vermögenswert hält oder die Schuld begleichen muss; zum Beispiel Beteiligungen, die zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind und deren Zeitwert durch eine Unternehmensbewertung ermittelt wurde.

30.06.2025
(In Tsd. EUR) Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
Aktiva
Übrige Finanzanlagen 34.142 52.572 36.262 122.976
Finanzielle Forderungen und sonstige Vermögenswerte
langfristig - 63.910 - 63.910
kurzfristig 238 139.360 - 139.598
Wertpapiere 772.763 - - 772.763
Summe Aktiva 807.143 255.842 36.262 1.099.247
Passiva
Sonstige Verbindlichkeiten
langfristig - 41.615 - 41.615
kurzfristig 34 4.039 - 4.073
Summe Passiva 34 45.654 - 45.688
31.12.2024
(In Tsd. EUR) Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
Aktiva
Übrige Finanzanlagen 37.874 60.136 39.242 137.252
Finanzielle Forderungen und sonstige Vermögenswerte
langfristig - 36.233 - 36.233
kurzfristig 164 164.094 - 164.258
Wertpapiere 810.947 - - 810.947
Summe Aktiva 848.985 260.463 39.242 1.148.690
Passiva
Sonstige Verbindlichkeiten
langfristig - 36.026 - 36.026
kurzfristig 74 28.951 - 29.025
Summe Passiva 74 64.977 - 65.051

In den einzelnen Klassen von Finanzinstrumenten entsprechen sich grundsätzlich der jeweils beizulegende Zeitwert und der zugrundeliegende Buchwert, soweit die Ermittlung eines beizulegenden Zeitwerts verlässlich gegeben ist. Abweichungen ergeben sich lediglich bei den Finanzverbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Ihr Buchwert beträgt insgesamt 7.524.744 Tsd. Euro (31. Dezember 2024: 7.429.713 Tsd. Euro) bei einem beizulegenden Zeitwert von 7.496.086 Tsd. Euro (31. Dezember 2024: 7.278.226 Tsd. Euro).

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025 erfolgte - wie im Vergleichsjahr - zwischen den zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten der Stufen 1 und 2 sowie der Stufe 3 keine Umgliederung.

In den finanziellen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten sowie sonstigen Verbindlichkeiten sind die Devisentermingeschäfte des Konzerns enthalten, die nicht in aktiven Märkten gehandelt werden. Die beizulegenden Zeitwerte dieser Verträge werden geschätzt. Dies erfolgt anhand einer Bewertungsmethode, die die Anwendung beobachtbarer Eingangsparameter, wie zum Beispiel Marktwechselkurse und Marktzinssätze, maximiert. Sie werden deshalb Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie zugeordnet.

In der Stufe 3 wird der Fair Value von Anteilen an nicht börsennotierten Gesellschaften in Übereinstimmung mit allgemein anerkannten Bewertungsverfahren - basierend auf Discounted-Cashflow-Analysen - bestimmt. Dabei sind interne Verzinsung, Wachstumsrate und Diskontierungsfaktor die nicht beobachtbaren Eingangsparameter.

Es gab keine wesentlichen Wechselbeziehungen zwischen den nicht beobachtbaren Eingangsparametern, die die beizulegenden Zeitwerte wesentlich beeinflussen. Veränderungen in diesen Eingangsparametern hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf das Gesamtergebnis, die Gesamtvermögenswerte und -schulden sowie das Eigenkapital.

Put-Option und Thiess-Option

Elliott hält eine Option, alle oder einen Teil der gezeichneten Thiess Ordinary Shares oder Class A Preference Shares an CIMIC zu veräußern ("Put-Option"). Gemäß den Bedingungen der Transaktion vom 23. April 2024 kann Elliott die Put-Option vom 22. April 2025 bis zum 31. Dezember 2026 ausüben. Der Ausübungspreis entspricht dem niedrigeren der beiden folgenden Werte: den Anschaffungskosten oder einem Preis, der sich an der Entwicklung des S&P/ASX 200 Total Return Index orientiert, zuzüglich des kumulierten Werts einer etwaigen Unterschreitung der vereinbarten Mindestausschüttungen.

Im Rahmen der Investition des Konzerns in die Thiess Class C Preference Shares haben Elliott und CIMIC eine Optionsvereinbarung geschlossen ("Thiess-Option"). Demnach hat Elliott die Option, seine Class C Preference Shares innerhalb einer Frist von 42 Monaten an CIMIC zu verkaufen. Die Frist beginnt sechs Monate nach Ablauf des Ausübungszeitraums für die Put-Option oder sechs Monate ab dem Zeitpunkt, an dem Elliott keine Class A Preference Shares oder Ordinary Shares mehr besitzt oder die Ausübung von Optionen für alle verbleibenden Class A Preference Shares oder Ordinary Shares bekannt gibt. CIMIC hält eine Call-Option für den Erwerb der Class C Preference Shares von Elliott. Die Option hat eine Laufzeit von 42 Monaten und beginnt mit dem Ende des Ausübungszeitraums der Put-Option beziehungsweise ab dem Zeitpunkt, an dem Elliott keine Class A Preference Shares oder Ordinary Shares mehr besitzt.

Die Put- und die Thiess-Option wurden im Vorjahr vor der Transaktion als derivative Finanzinstrumente gemäß IFRS 9 zum beizulegenden Zeitwert unter den kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten (Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie) bilanziert. Infolge der Transaktion vom 23. April 2024 und der Vollkonsolidierung von Thiess sind die Put-Option und die Thiess-Option als eine Option auf nicht beherrschende Anteile ("Minderheitengesellschaftern gewährte Andienungsrechte") zu bilanzieren. Der Barwert des Brutto-Rückkaufsbetrags wird als finanzielle Verbindlichkeit mit einer entsprechenden Reduzierung der Rücklagen des Eigenkapitals angesetzt und in der Bilanz gesondert ausgewiesen.

Dementsprechend werden Beträge von 513,8 Mio. Euro (31. Dezember 2024: 550,0 Mio. Euro), entfallend auf die Ordinary Shares und Class A Preference Shares, und 85,4 Mio. Euro (31. Dezember 2024: 91,5 Mio. Euro), entfallend auf die Class C Preference Shares, ohne Anpassung um die Wahrscheinlichkeit, dass die Optionen gezogen werden, in der Bilanz angesetzt. Der Gesamtbetrag beläuft sich auf 599,2 Mio. Euro (31. Dezember 2024: 641,5 Mio. Euro).

Die Überleitung der beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten der Stufe 3 von den Eröffnungs- zu den Schlusssalden stellt sich für die übrigen Finanzanlagen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten in folgender Weise dar:

Überleitung der Stufe 3 im ersten Halbjahr 2025

(In Tsd. EUR) Stand 1.1.2025 Währungsanpassungen In der GuV erfasste
Gewinne/ Verluste
Übrige Veränderungen Stand 30.6.2025
Aktiva
Übrige Finanzanlagen 39.242 -2.020 -960 - 36.262
Passiva
Sonstige Verbindlichkeiten
kurzfristig - - - - -

Überleitung der Stufe 3 im Geschäftsjahr 2024

(In Tsd. EUR) Stand 1.1.2024 Währungsanpassungen In der GuV erfasste
Gewinne/ Verluste
Übrige Veränderungen Stand 31.12.2024
Aktiva
Übrige Finanzanlagen 178.905 -3.155 -16.083 -120.425 39.242
Passiva
Sonstige Verbindlichkeiten
kurzfristig 996 -9 - -987 -

Die Währungsanpassungen und übrigen Veränderungen sind erfolgsneutral erfasst.

Kapitalrisikomanagement

Flüssige Mittel sind mit einem Betrag von 171.070 Tsd. Euro (31. Dezember 2024: 279.026 Tsd. Euro) durch betriebliche Beschränkungen sowie aus dem Verkauf von Forderungen verfügungsbeschränkt.

Eigene Aktien

Zum 30. Juni 2025 ergibt sich für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ein Bestand an eigenen Aktien von insgesamt 2.469.695 Stück (3,18 Prozent des Grundkapitals).

10.426 eigene Aktien wurden im Mai 2025 an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft zu einem Preis von 166,00 Euro je Aktie mit der Verpflichtung übertragen, sie für einen Zeitraum von mindestens zwei beziehungsweise von mindestens drei Jahren zu halten. Damit wurden bestehende Ansprüche der Übertragungsempfänger auf variable Vergütung getilgt. Der auf diese Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 26.690,56 Euro (0,01 Prozent des Grundkapitals).

Dividende

Die Hauptversammlung der HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat am 29. April 2025 die Ausschüttung einer Dividende von 5,23 Euro je für das Geschäftsjahr 2024 dividendenberechtigter Stückaktie beschlossen. Daraus resultiert eine Dividendenzahlung in Höhe von 393.459.066,17 Euro, die am 7. Juli 2025 geleistet wurde.

Finanzereignisse

Der syndizierte Kredit bildet weiterhin ein zentrales langfristiges Finanzierungsinstrument von HOCHTIEF. Der Kredit mit einer ursprünglichen Laufzeit bis März 2028 und zwei Verlängerungsoptionen von jeweils einem weiteren Jahr, wurde im März 2025 auf Basis der zweiten Option bis März 2030 verlängert. Die anteilige Avalkredittranche in Höhe von 1,2 Mrd. Euro war zum Bilanzstichtag mit 745 Mio. Euro in Anspruch genommen (30. Juni 2024: 841 Mio. Euro). Die anteilige Barkredittranche in Höhe von 0,5 Mrd. Euro ist zum Bilanzstichtag - unverändert gegenüber dem Vorjahr - nicht in Anspruch genommen.

Mit Valuta zum 24. Juni 2025 erfolgte die planmäßige Rückzahlung einer im Geschäftsjahr 2019 begebenen Privatplatzierung in Höhe von 50 Mio. CHF.

Am 03. Juli 2025 erfolgte die planmäßige Rückzahlung einer im Geschäftsjahr 2018 begebenen und bereits im Mai 2024 frühzeitig refinanzierten Unternehmensanleihe mit einem ausstehenden Nominalbetrag in Höhe von 403,37 Mio. Euro.

Zum 15. Juli 2025 wurde die Term Loan Tranche der syndizierten Fazilität in Höhe von 300 Mio. Euro mit der ursprünglichen Fälligkeit im März 2026 frühzeitig refinanziert. Dabei konnte eine Erhöhung um 50 Mio. Euro (neuer Gesamtbetrag 350 Mio. Euro) sowie eine Margenreduktion erreicht werden. Die Laufzeit des neuen Term Loans wurde an die des syndizierten Kredites angepasst und endet somit ebenfalls im März 2030.

Finanzierungsvereinbarungen

Der Konzern schließt Factoring-Vereinbarungen mit Banken und Finanzinstituten ab. Diese Vereinbarungen beziehen sich nur auf vom Kunden anerkannte, bestätigte Forderungen ohne Rückgriffmöglichkeit, bei denen die Zahlung lediglich von einer Frist abhängt. Das Factoring dieser Forderungen erfolgt daher ohne Rückgriffmöglichkeit.

Zum 30. Juni 2025 lag das Volumen des Factorings ohne Rückgriffmöglichkeit konzernweit bei 848,8 Mio. Euro (30. Juni 2024: 1.170,2 Mio. Euro, 31. Dezember 2024: 1.205,4 Mio. Euro).

Der Konzern schließt mit Finanzinstituten Supply-Chain-Finanzierungsvereinbarungen für Lieferanten ab, die sich zur Verbesserung ihrer Liquidität für eine frühzeitige Zahlung von Waren und Dienstleistungen entscheiden können. Das Supply-Chain-Finanzierungsprogramm wird auf freiwilliger Basis angeboten und Lieferanten können jederzeit nach eigenem Ermessen ein- und aussteigen. Die Bedingungen der Vereinbarungen verändern die ursprüngliche Verbindlichkeit nicht. Daher werden die Beträge auch weiterhin unter Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten erfasst. Die konzernweiten Supply-Chain-Finanzierungen lagen am 30. Juni 2025 bei 62,1 Mio. Euro (30. Juni 2024: 43,3 Mio. Euro, 31. Dezember 2024: 46,7 Mio. Euro).

Haftungsverhältnisse

Zum 30. Juni 2025 ergeben sich unverändert gegenüber dem 31. Dezember 2024 keine ausweispflichtigen Haftungsverhältnisse.

Segmentberichterstattung

Im Rahmen der Konzernsegmentberichterstattung werden die Aktivitäten nach den Segmenten abgegrenzt. Die Segmentierung entspricht dabei der internen Steuerung des operativen Geschäfts sowie der internen Berichterstattung des HOCHTIEF Konzerns.

Es bestehen folgende berichtspflichtige Segmente:

Turner ist ein führendes amerikanisches Unternehmen im allgemeinen Hochbau, das umfassende Services für Projekte aller Art und Größe in Nordamerika und auf der ganzen Welt anbietet und erfolgreich die Chancen in Wachstumsmärkten im Bereich der Spitzentechnologie, beispielsweise Rechenzentren, nutzt;

CIMIC führt als australisches Unternehmen integrierte Aktivitäten in den Bereichen Bau, Dienstleistungen, natürliche Ressourcen und PPP im asiatisch-pazifischen Raum aus;

Engineering and Construction bündelt die Bauaktivitäten und das PPP-Geschäft in Europa zusammen mit dem im Jahr 2025 at Equity in den HOCHTIEF-Konzernabschluss einbezogenen nordamerikanischem Tiefbauunternehmen FlatironDragados;

Abertis beinhaltet die Beteiligung am spanischen Mautstraßenbetreiber Abertis Infraestructuras und wird nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss bilanziert.

Unter Corporate werden die Konzernzentrale und andere, nicht den gesondert dargestellten Segmenten zuordenbare Tätigkeiten, wie beispielsweise das Management unserer finanziellen Ressourcen, Risikomanagement und Versicherungsaktivitäten, sowie Konsolidierungseffekte dargestellt. Die Versicherungsaktivitäten werden in der Konzernzentrale verantwortlich von der HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions GmbH, Essen, Deutschland - mit Gesellschaften in Luxemburg, zu denen unter anderem die Stonefort Reinsurance S.A., Luxemburg, Luxemburg gehört - gesteuert. Die HOCHTIEF-Versicherungsgesellschaften bieten vor allem Rückversicherungsleistungen für Bauleistungs-, Nachunternehmerausfall-, Haftpflicht- sowie Arbeitnehmerunfallversicherungen an.

Es gelten grundsätzlich dieselben Rechnungslegungsvorschriften, wie sie für den Konzern in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben sind. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden im Segment CIMIC zum beizulegenden Zeitwert bewertet, während sie im HOCHTIEF Konzernabschluss nach dem Anschaffungskostenmodell bilanziert werden. Der Unterschied in den Bilanzierungsmethoden bei CIMIC ist eine positive Veränderung des beizulegenden Zeitwerts im ersten Halbjahr 2025 aufgrund des Fortschritts bei der Entwicklung der Immobilie Leakes Road in Melbourne für die Nutzung als Rechenzentrum. Dieser Gewinn aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts hat im ersten Halbjahr 2025 eine Auswirkung in Höhe von 92,4 Mio. Euro auf das Ergebnis vor Steuern von CIMIC (Auswirkung auf den Gewinn nach Steuern von CIMIC in Höhe von 64,7 Mio. Euro). Die Anpassung des beizulegenden Zeitwerts wird auf Konzernebene (Corporate) eliminiert, sodass sich keine Auswirkungen auf den HOCHTIEF Konzernabschluss (insbesondere Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung) ergeben, da die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien auf Konzernebene einheitlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden.

Weitere Erläuterungen zu den einzelnen Segmenten des HOCHTIEF-Konzerns sind im vorstehenden Zwischenlagebericht enthalten.

Die extern erwirtschafteten Umsatzerlöse werden im Berichts-/Vergleichszeitraum anhand des Sitzes der Teilkonzerne zugeordnet und gliedern sich vom 01. Januar bis 30. Juni 2025 nach den Segmenten und den geographischen Regionen wie folgt auf (in Tsd. Euro):

Geographische Region Nordamerika Asiatisch-pazifischer Raum Europa
Segmente
Turner 12.215.953 66,5 % - - - -
CIMIC - - 5.255.587 28,6 % - -
Engineering and Construction - - - - 799.835 4,4 %
Corporate - - - - 98.336 0,5 %
HOCHTIEF-Konzern 12.215.953 66,5 % 5.255.587 28,6 % 898.171 4,9 %
Geographische Region Umsatzerlöse gesamt
Segmente
Turner 12.215.953 66,5 %
CIMIC 5.255.587 28,6 %
Engineering and Construction 799.835 4,4 %
Corporate 98.336 0,5 %
HOCHTIEF-Konzern 18.369.711 100,0 %

In den Umsatzerlösen ist eine Stornierung bereits erfasster Umsatzerlöse in Höhe von 75,1 Mio. Euro enthalten (30. Juni 2024: 509,5 Mio. Euro).

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse im Vergleichszeitraum (01. Januar bis 30. Juni 2024) stellt sich wie folgt dar (in Tsd. Euro):

Geographische Region Nordamerika Asiatisch-pazifischer Raum Europa
Segmente
Turner 8.648.564 59,0 % - - - -
CIMIC - - 4.159.824 28,4 % - -
Engineering and Construction 1.061.022 7,3 % - - 704.024 4,8 %
Corporate - - - - 78.142 0,5 %
HOCHTIEF-Konzern 9.709.586 66,3 % 4.159.824 28,4 % 782.166 5,3 %
Geographische Region Umsatzerlöse gesamt
Segmente
Turner 8.648.564 59,0 %
CIMIC 4.159.824 28,4 %
Engineering and Construction 1.765.046 12,1 %
Corporate 78.142 0,5 %
HOCHTIEF-Konzern 14.651.576 100,0 %

Nicht aus Kundenverträgen stammende Umsätze, im Wesentlichen aus anderen Aktivitäten in "Corporate", betragen 129.327 Tsd. Euro (30. Juni 2024 121.818 Tsd. Euro).

Insgesamt werden nahezu alle Umsatzerlöse über einen bestimmten Zeitraum erfasst.

Die weiteren Umsatzerlöse, die zwischen den Segmenten erwirtschaftet wurden (Innenumsätze) betreffen Corporate mit 2,2 Mio. Euro (30. Juni 2024 2,1 Mio. Euro), HOCHTIEF Europe innerhalb des Segments Engineering and Construction mit 0,9 Mio. Euro (30. Juni 2024 1,0 Mio. Euro) und Turner mit 0 Mio. Euro (30. Juni 2024 1,4 Mio. Euro).

Überleitungsrechnung vom Ergebnis vor Steuern zum EBIT/EBITDA (bereinigt)

(In Tsd. EUR) H1 2025 H1 2024 Q2 2025 Q2 2024
Ergebnis vor Steuern 709.554 486.311 282.742 290.948
+ Finanzaufwendungen 266.147 196.795 133.286 120.270
- Finanzerträge -121.074 -105.001 -60.521 -52.928
- Ergebnis aus Ausleihungen an Beteiligungen -1.898 -5.334 -1.027 -2.680
EBIT 852.729 572.771 354.480 355.610
+ Abschreibungen 334.146 225.165 177.480 147.829
EBITDA 1.186.875 797.936 531.960 503.439
Bereinigungen
- Kursgewinne aus Fremdwährungen -24.935 -5.573 -3.372 -1.626
+ Kursverluste aus Fremdwährungen 9.257 20.248 5.584 3.597
- Erträge aus Abgängen/Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien -6.663 -3.475 -5.514 -3.020
+ Aufwendungen aus Abgängen von Anlagevermögen 3 56 2 -37
- Erträge aus Abgängen/Zuschreibungen von Forderungen und sonstigen Vermögenswerten -426 -727 -384 494
+ Verluste aus Wertminderungen/Abgängen kurzfristiger Vermögenswerte (außer Vorräten) 840 450 698 213
+ Sonstige Anpassungen (im Wesentlichen Entkonsolidierung Flatiron) -140.425 17.886 4.365 17.886
EBITDA (bereinigt) 1.024.526 826.801 533.339 520.946
- Abschreibungen -334.146 -225.165 -177.480 -147.829
EBIT (bereinigt) 690.380 601.636 355.859 373.117

Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie

H1 2025 H1 2024 Q2 2025 Q2 2024
Konzerngewinn (in Tsd. Euro) 481.029 436.337 173.237 303.495
Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien (gewichteter Durchschnitt) in Tsd. Stück 75.235 75.219 75.238 75.226
Ergebnis je Aktie (in Euro) 6,39 5,80 2,30 4,03

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem das auf die Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre entfallende Ergebnis nach Steuern durch die durchschnittliche Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien dividiert wird. Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie kann durch sogenannte potenzielle Aktien auftreten (vor allem Aktienoptionen und Wandelanleihen). Die aktienbasierten Vergütungsprogramme der HOCHTIEF Aktiengesellschaft wirken nicht gewinnverwässernd. Damit entsprechen sich das verwässerte und das unverwässerte Ergebnis je Aktie.

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Der Kreis der zur HOCHTIEF Aktiengesellschaft oder zu Konzernunternehmen nahestehenden Unternehmen oder Personen wird durch IAS 24 bestimmt, sodass diesbezüglich auf die Angaben im letzten Konzernabschluss verwiesen wird.

Als wesentlichen Geschäftsvorfall im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025 berichten wir über den Zusammenschluss der beiden Gesellschaften Flatiron mit der HOCHTIEF Aktiengesellschaft als Eigentümer und Dragados mit dem Eigentümer ACS zur kombinierten Gesellschaft FlatironDragados. Zur Ausgestaltung dieser Transaktion wird auf den Abschnitt "Änderungen des Konsolidierungskreises" verwiesen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

In Bezug auf die Ereignisse im Juli 2025 zu Finanzierungsaktivitäten und zu neuen Steuervorschriften verweisen wir auf die Abschnitte "Finanzereignisse" und "Neue Rechnungslegungs- und Steuervorschriften".


Essen, 22. Juli 2025

HOCHTIEF Aktiengesellschaft

Der Vorstand
Juan Santamaría Cases
Ángel Muriel Bernal
Christa Andresky
Martina Steffen

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung sowie der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzernbilanz, der Konzern-Kapitalflussrechnung, der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals sowie ausgewählten erläuternden Konzernanhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2025, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen IFRS® Accounting Standards (im Folgenden "IFRS Accounting Standards") für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen sowie unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements 2410 "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" vorgenommen. Danach haben wir die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS Accounting Standards für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft sowie auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS Accounting Standards für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.


Düsseldorf, den 23. Juli 2025


Deloitte GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft


gez. André Bedenbecker gez. Michael Pfeiffer
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der verkürzte Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.


Essen, 22. Juli 2025


HOCHTIEF Aktiengesellschaft


Der Vorstand
Juan Santamaría Cases
Christa Andresky
Ángel Muriel Bernal
Martina Steffen

HOCHTIEF-Konzern: Wesentliche Kennzahlen

(in Mio. EUR) H1 2025 H1 2024 Veränderung 01-12 2024
Umsatz 18.369,7 14.651,6 25,4 % 33.301,3
Operatives Ergebnis vor Steuern/PBT 587,7 442,2 32,9 % 1.008,3
Operatives Ergebnis vor Steuern/PBT-Marge in % 3,2 3,0 20 bps 3,0
Operativer Konzerngewinn 354,8 300,7 18,0 % 625,0
Operatives Ergebnis je Aktie (in EUR) 4,72 4,00 18,0 % 8,31
EBITDA (bereinigt) 1.024,5 826,8 23,9 % 1.881,5
EBIT (bereinigt) 690,4 601,6 14,8 % 1.287,1
Nominales Ergebnis vor Steuern/PBT 709,6 486,3 45,9 % 1.003,8
Nominaler Konzerngewinn 481,0 436,3 10,2 % 775,6
Nominales Ergebnis je Aktie (in EUR) 6,39 5,80 10,2 % 10,31
Operativer Cashflow (OCF) LTM, vor Factoring 1.971,9 1.477,3 494,6
Operativer Netto-Cashflow LTM, vor Factoring 1.262,9 1.077,8 185,1
Operativer Cashflow (OCF), vor Factoring 186,0 36,9 149,1 1.822,8
Betriebliche Investitionen netto und Leasing -331,3 -226,0 -105,3 -603,7
Operativer Netto-Cashflow, vor Factoring -145,3 -189,1 43,8 1.219,1
Nettofinanzvermögen/Nettofinanzverschuldung -1.409,1 -1.117,5 -291,6 -119,9
Auftragseingang 26.109,2 21.310,1 22,5 % 41.799,4
Leistung 19.885,4 16.364,8 21,5 % 35.476,0
Auftragsbestand 69.003,4 65.898,6 4,7 % 67.584,2
Mitarbeitende (Stichtagswerte)* 58.705 55.245 6,3 % 56.875

Hinweis:

Operative Erträge sind bereinigt um nicht operative Effekte

* Zahlen für H1 2024 auf vergleichbarer Basis

Impressum

Herausgeber:

HOCHTIEF Aktiengesellschaft

Alfredstraße 236, 45133 Essen

Tel.: 0201 824-0

Fax: 0201 824-2777

info@hochtief.de

www.hochtief.de

Investor Relations:

HOCHTIEF Investor Relations

Alfredstraße 236, 45133 Essen

Tel.: 0201 824-2127

Fax: 0201 824-92127

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Bildnachweise:

Titelseite: CIMIC; S. 3: HOCHTIEF/Christoph Schroll

Design und Layout:

Christiane Luhmann, luhmann & friends, Kamen

Jakob Kamender, Werbeatelier JBK, Münster

Aktueller Finanzkalender:

www.hochtief.de/investor-relations/finanzkalender


Dieser Halbjahresbericht liegt auch in englischer Sprache vor und wurde im Internet veröffentlicht.


Dieses Dokument enthält zukunftsbezogene Aussagen. Diese Aussagen spiegeln die gegenwärtigen Auffassungen, Erwartungen und Annahmen des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft über künftige, die HOCHTIEF Aktiengesellschaft bzw. den HOCHTIEF-Konzern betreffende Ereignisse und Entwicklungen wider und basieren auf Informationen, die dem Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Zukunftsbezogene Aussagen enthalten keine Gewähr für den Eintritt zukünftiger Ergebnisse (zum Beispiel der Vorsteuerergebnisse oder der Konzerngewinne) und Entwicklungen (zum Beispiel hinsichtlich geplanter Beteiligungsveräußerungen, geplanter Investitionen bzw. Zukäufe, der allgemeinen Geschäftsaktivität oder der Geschäftsstrategie) und sind mit Risiken und Unsicherheiten verbunden. Die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse (zum Beispiel die Vorsteuerergebnisse oder die Konzerngewinne), Dividenden und weitere Entwicklungen (zum Beispiel hinsichtlich geplanter Beteiligungsveräußerungen, geplanter Investitionen bzw. Zukäufe, der allgemeinen Geschäftsaktivität oder der Geschäftsstrategie), betreffend die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und den HOCHTIEF-Konzern, können daher aufgrund verschiedener Faktoren wesentlich von den hier geäußerten oder implizit zugrunde gelegten Erwartungen und Annahmen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören insbesondere Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, der branchenspezifischen Lage und der Wettbewerbssituation. Darüber hinaus können die Entwicklungen auf den Finanzmärkten, Wechselkursschwankungen sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere auch in Bezug auf steuerliche Regelungen, das Verhalten von Mitgesellschaftern sowie andere Faktoren einen Einfluss auf die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse (zum Beispiel die Vorsteuerergebnisse oder die Konzerngewinne), Dividenden und weitere Entwicklungen (zum Beispiel hinsichtlich geplanter Beteiligungsveräußerungen, geplanter Investitionen bzw. Zukäufe, der allgemeinen Geschäftsaktivität oder der Geschäftsstrategie), betreffend die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und den HOCHTIEF-Konzern, haben. Etwaige Angaben zu Dividenden stehen zudem unter dem Vorbehalt, dass für das jeweilige Geschäftsjahr ein entsprechender Bilanzgewinn im handelsrechtlichen Einzelabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ausgewiesen werden kann und dass die zuständigen Organe der HOCHTIEF Aktiengesellschaft unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Situation der Gesellschaft entsprechende Beschlüsse fassen. Abgesehen von rechtlichen Veröffentlichungspflichten, übernimmt die HOCHTIEF Aktiengesellschaft keine Verpflichtung, die in diesem Dokument enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.


Titelbild: Metro Sydney - Western Sydney Airport, Australien


Beim Großprojekt "Sydney Metro - Western Sydney Airport" übernimmt CPB Contractors innerhalb eines Joint Ventures die Oberbau- und Trassierungsarbeiten. Die Bahnstrecke verbindet den neuen Western Sydney Airport mit Orchard Hills.