![]() HORNBACH-Baumarkt-AktiengesellschaftBornheim bei Landau/PfalzKonzernabschluss zum 28.02.2013Konzernbilanzstruktur (in Mio. €)![]() Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) (in Mio. €)![]() Ergebnis vor Steuern (in Mio. €)![]() UNTERNEHMENSPROFILUmsatzentwicklung HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern (netto in Mio. €)![]() Die Fähigkeit, sich auf die Herausforderungen des Handels mit Bau-, Heimwerker- und Gartenbedarf einzustellen und dabei immer wieder neue Maßstäbe zu setzen, kennzeichnet die Unternehmensgruppe HORNBACH. Seit der Gründung im Jahr 1877 waren inzwischen fünf HORNBACH-Generationen in fast allen Bereichen des Baugeschehens, im Bauhandwerk, als Hersteller von vorgefertigten Bauteilen und erstmals im Jahre 1900 durch eine "Baumaterialien-Handlung" tätig. Im Jahre 1968 eröffnete HORNBACH als einer der Pioniere in Deutschland und Europa einen ersten Baumarkt, der - einmalig in Europa - bereits damals mit einem Gartencenter kombiniert war. Diese Kombination hat sich heute zu einem europäischen Standard in der Do-it-yourself-Branche (DIY) entwickelt. In der zweiten Hälfte der 80er Jahre hat HORNBACH dem DIY-Markt mit seiner Konzeption des großflächigen Bau-, Heimwerker- und Gartenmarkts eine neue Dimension eröffnet. Heute wird dem Heimwerker in großflächigen Märkten mit rund 50.000 Artikeln in anspruchsvoller Qualität ein breites Sortiment an Bau- und Gartenmarktartikeln zu dauerhaft niedrigen Preisen in beeindruckender Präsentation angeboten. Fachlich qualifizierte und serviceorientierte Mitarbeiter stellen den Projektkunden und leidenschaftlichen Heimwerker in den Mittelpunkt, der insbesondere nach Lösungen für umfangreiche Renovierungs- und Bauvorhaben sucht. Die konsequente Umsetzung der Konzeption, der hohe Anspruch an die Qualität der Standorte, der Märkte, des Sortiments und der Mitarbeiter haben das dynamische Wachstum in den letzten Jahren ermöglicht und sind die Basis für weitere Expansion. Mit einer durchschnittlichen Verkaufsfläche von mehr als 11.000 qm je Filiale unterstreicht HORNBACH seine Alleinstellung im Segment der großflächigen Bau- und Gartenmärkte und erzielt zugleich die höchste Flächenproduktivität der führenden DIY-Unternehmen in Deutschland. Im Geschäftsjahr 2012/2013 stieg der Nettoumsatz im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern um 0,6% auf 3.020 Mio. €. Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2013 betreibt der Konzern in neun europäischen Ländern 138 Bau- und Gartenmärkte (davon 92 in Deutschland) mit einer Gesamtverkaufsfläche von rund 1,6 Mio. qm. Nach dem erfolgreichen Markteintritt in Österreich im August 1996 wurde die Expansion in europäische Nachbarländer konsequent fortgesetzt. Es folgten Markteröffnungen in den Niederlanden, Luxemburg und der Tschechischen Republik. Die internationale Wachstumsgeschichte wurde mit der Expansion in der Schweiz, in Schweden sowie in der Slowakei fortgeschrieben. Im Sommer 2007 folgte der Markteintritt in Rumänien. Zum 28. Februar 2013 betreibt HORNBACH insgesamt 46 Bau- und Gartenmärkte in acht Ländern außerhalb Deutschlands. Der Auslandsanteil am Konzernumsatz belief sich im Geschäftsjahr 2012/2013 auf 42,4% und soll sich in Zukunft weiter erhöhen. Aber auch die Expansionschancen in Deutschland werden kontinuierlich wahrgenommen. Ergänzt wird das stationäre Handelsgeschäft seit dem 1. Dezember 2010 vom HORNBACH-Online-Shop, mit dem der Konzern gezielt die Chancen des Mehr-Kanal-Handels (Multi-Channel-Retailing) nutzen will. Die HORNBACH-Baumarkt-AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft. Die Stammaktien der Gesellschaft (ISIN DE0006084403) sind zum Teilbereich des amtlichen Handels mit weiteren Zulassungspflichten (Prime Standard) der Deutschen Börse zugelassen. Von den rund 31,8 Mio. Stammaktien der Gesellschaft werden 76,4% von der HORNBACH HOLDING AG gehalten, während 18,4% im Besitz von freien Aktionären sind. Der britische Einzelhandelskonzern Kingfisher plc hält zum Bilanzstichtag rund 5,2 % der Anteile. Daneben ist HORNBACH auf dem Fremdkapitalmarkt mit einer Unternehmensanleihe vertreten. Am 15. Februar 2013 wurde eine siebenjährige Unternehmensanleihe mit einem Volumen von 250 Mio. € und einem Zinscoupon von 3,875% erfolgreich platziert (ISIN: DE000A1R02E0). Mit dem Emissionserlös wurde die seit November 2004 bestehende Anleihe (Zinscoupon 6,125%) am 25. Februar 2013 vorzeitig zurückgeführt. DIY-Marktanteil von HORNBACH in Deutschland (Marktanteil in %)![]() AN UNSERE AKTIONÄRESehr geehrte Aktionäre,wir blicken auf ein anspruchsvolles Geschäftsjahr 2012/2013 zurück. Angesichts zahlreicher Herausforderungen, auf die wir als Unternehmen nicht einwirken können, haben wir Ergebnisse erzielt, mit denen wir zufrieden sein können. Ganz wesentlich hierbei: Wir haben weiterhin ohne Abstriche erhebliche Ressourcen und Innovationskraft in unser nachhaltiges, langfristiges Wachstum gesteckt. 2012/2013 war für uns so gesehen eine wichtige Durchgangsstation für die künftige Entwicklung des Konzerns. Dass die Umsatz- und Ertragskennzahlen die hohen Vorgaben des sehr erfolgreichen Geschäftsjahres 2011/2012 letztlich nicht erreichen konnten, ist angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen keine Überraschung. In den Geschäftsjahren 2010/2011 und 2011/2012 hatten wir den Konzernumsatz jeweils um knapp sechs Prozent gesteigert. Ein ähnliches Wachstumstempo hatten wir ursprünglich auch für das vergangene Geschäftsjahr 2012/2013 angepeilt. Am Ende verzeichneten wir aber nur ein leichtes Plus von 0,6% auf 3.020 Mio. €. Der Hauptgrund für die merklich langsamere Umsatzdynamik im Berichtsjahr war die beschleunigende konjunkturelle Talfahrt in der Europäischen Union. Zwar haben sich die Europäer mehr oder weniger an den Dauerzustand der Euro-Schuldenkrise gewöhnt. Jedoch sorgten die drohende Staatspleite Griechenlands sowie generelle Zweifel an der politischen Reformbereitschaft seit Sommer 2012 in weiten Teilen Europas für eine noch tiefergehende Verunsicherung bei Verbrauchern, Unternehmen und Investoren. Spiegelbildlich rutschte die europäische Wirtschaft im späteren Verlauf des Jahres 2012 immer tiefer in die Rezession. Das drückte in vielen Ländern spürbar auf die Konsum- und Investitionsbereitschaft. Am Handel und speziell auch der Baumarktbranche ging dies nicht spurlos vorüber. So bekamen auch wir in den acht Ländern außerhalb Deutschlands, mit ganz wenigen Ausnahmen, einen kräftigen konjunkturellen Gegenwind zu spüren. Die Verunsicherung der Verbraucher war in der zweiten Geschäftsjahreshälfte deutlich ausgeprägter als in Deutschland. Das veranlasste die privaten Haushalte in etlichen europäischen Ländern, bei Neubau- oder Renovierungsvorhaben vorsichtshalber auf die Bremse zu treten. Erschwerend hinzu kamen noch weitere Belastungen wie beispielsweise die Immobilienkrise in den Niederlanden oder der grenzüberschreitende Einkaufstourismus der Schweizer. Dies alles zusammen genommen zog die Nachfrage in unseren Bau- und Gartenmärkten außerhalb Deutschlands umso stärker in Mitleidenschaft, je weiter das Geschäftsjahr voranschritt. Im dritten Quartal 2012/2013 zeichnete sich ab, dass der flächenbereinigte Umsatzrückstand nicht mehr so stark aufgeholt werden kann, um die vorhergehende Umsatzprognose für den HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern zu erreichen. Daher passten wir unsere Vorhersage im November 2012 nach unten an. Das Ziel eines Konzernumsatzes auf Vorjahresniveau haben wir erreicht. Umsätze in Deutschland erfreulich robustEs zeigte sich im Geschäftsjahr 2012/2013 einmal mehr, wie wichtig unsere starke Präsenz im deutschen Do-it-yourself-Markt ist. In der Vergangenheit - genauer gesagt: vor der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 - mussten wir uns immer wieder der Kritik stellen, warum wir nicht am besten ausschließlich in die Länder außerhalb Deutschlands expandieren. Ganz zu schweigen vom Hype um die Wachstumschancen in Osteuropa. Wären wir all den vermeintlich guten Vorschlägen gefolgt, wären wir gerade in den letzten beiden von der Staatsschuldenkrise ordentlich durchgerüttelten Jahren bei weitem nicht so erfolgreich gewesen. Deutschland gilt unter Ökonomen vergleichsweise als Insel der Glückseligen. Während in vielen anderen Ländern der Europäischen Union die Wirtschaft mit Problemen kämpft und die steigende Arbeitslosigkeit die Konsumnachfrage belastet, präsentierten sich Konjunktur, Arbeitsmarkt und Konsumstimmung in der größten europäischen Volkswirtschaft bis zuletzt in wesentlich robusterer Verfassung. Unsere inländischen Baumarktkunden schienen sich vor diesem Hintergrund auch lieber auf die Umsetzung ihrer Bau- und Renovierungsprojekte zu konzentrieren, als sich von der Euro-Verunsicherung über Gebühr anstecken zu lassen. So konnten wir unsere flächenbereinigten Umsätze in Deutschland auf dem Vorjahresniveau halten. Für sich allein betrachtet ist das bereits eine respektable Leistung, denn durch den Anstieg von 5,8% im Geschäftsjahr 2011/2012 hing die Messlatte für die flächenbereinigte Umsatzperformance in Deutschland so hoch wie seit zwanzig Jahren nicht mehr. In der Darstellung auf Seite 41 ff. des Geschäftsberichts ist gut zu erkennen, dass wir uns insbesondere im ersten und vierten Quartal gegen kräftige Basiseffekte behaupten mussten. Dank der stabilen Entwicklung in Deutschland gelang es uns, die flächenbereinigten Umsatzrückgänge auf Ebene des Konzerns auf minus 1,4% zu begrenzen. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass unsere Umsatzentwicklung im vierten Quartal - bei konzernweit bis zu drei Verkaufstagen weniger - deutlich ungünstigere Witterungsverhältnisse zu verkraften hatte als ein Jahr zuvor. Erwähnt sei aber auch, dass wir in den meisten Ländern unseres europaweiten Verbreitungsgebietes im vergangenen Jahr deutlich besser abschnitten als die Bau- und Gartenmarktbranche insgesamt und so weiter Marktanteile hinzugewannen. In Rumänien gelang uns sogar die Trendwende: Erstmals seit dem Geschäftsjahr 2008/2009 erzielten wir hier wieder flächenbereinigte Umsatzzuwächse, und zwar gegen den stark negativen Markttrend. Soweit zur Bewertung der Umsatzentwicklung. Wie haben sich die Kosten entwickelt? Die Filial-, Voreröffnungs- und Verwaltungskosten blieben in Summe unter dem Budgetansatz. Das gilt insbesondere für den größten Kostenblock, die Filialkosten. Dadurch konnten wir einen Teil der ausgebliebenen Umsatzbeiträge auffangen. Bewusst in Kauf genommen haben wir die Mehraufwendungen für wichtige Zukunftsprojekte in den Verwaltungen. Dazu zählen neben zahlreichen Innovationen, mit denen wir unsere Betriebsabläufe kontinuierlich optimieren, vor allem der weitere Auf- und Ausbau unserer Aktivitäten im Online-Handel. Der HORNBACH-Onlineshop in Deutschland ist inzwischen zu einem virtuellen Bau- und Gartenmarkt herangereift. Unsere Kunden finden dort praktisch das ganze HORNBACH-Sortiment, können sich optimal informieren und planen. Und sie können sich entscheiden, wie sie ihren Einkauf am liebsten abwickeln: die Ware bequem nach Hause liefern lassen, im Markt reservieren und abholen oder mit dem Fachverkäufer in der Filiale alles durchsprechen und vor Ort erledigen. Das Internet ist eine riesige Herausforderung, aber auch eine riesige Chance zugleich, die wir beherzt ergreifen. Diese Zukunftsprojekte kosten viel Geld. Ginge es uns um kurzfristige Gewinnmaximierung, könnten wir unsere Kosten ohne weiteres um zweistellige Millionenbeträge herunterfahren. Aber das ist nicht mit unserer Strategie des nachhaltig orientierten Wachstums vereinbar. Wir sind davon überzeugt, dass diese Vorleistungen zum richtigen Zeitpunkt investiert sind und unsere Wettbewerbschancen langfristig erheblich verbessern. Kurz- und mittelfristig belastet das in Jahren wie 2012/2013 die Ertragslage, weil Kosten auf oder leicht unter dem geplanten Budget gegen ein Umsatzniveau laufen, das konjunkturbedingt niedriger ausfällt, als ursprünglich geplant. Vor diesem Hintergrund sind die Erträge im Geschäftsjahr 2012/2013 im Vergleich zum Vorjahr spürbar rückläufig. So gab das Betriebsergebnis (EBIT) um 22,7% auf 99,3 Mio. € nach. Der Konzernjahresüberschuss verringerte sich von 77,4 Mio. € auf 52,3 Mio. €. Unser Ziel ist es, in den kommenden Jahren das Ertragsniveau wieder zügig zu verbessern. Die Frage, die vorab niemand beantworten kann, ist, ob wir die Durststrecke bereits im Geschäftsjahr 2013/2014 hinter uns lassen können. Der ungewöhnlich lange, bis Mai 2013 andauernde Winter hat der gesamten DIY-Branche den Einstieg in die neue Saison regelrecht verhagelt. Wir werden alles daran setzen, mit dem klaren Fokus auf die Projekte unserer Kunden den Umsatzrückstand des Jahresbeginns möglichst schnell aufzuholen. Ich bin stolz mitanzusehen, mit wie viel Energie und Leidenschaft unsere mehr als 14.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in neun Ländern sich dieser Aufholjagd verschrieben haben. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle besonders bedanken!
HORNBACH-Baumarkt-AG Steffen Hornbach, Vorsitzender des Vorstands BERICHT DES AUFSICHTSRATSSehr geehrte Damen und Herren,im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/2013 haben wir uns eingehend mit der Lage, den Perspektiven und der strategischen Ausrichtung der Gesellschaft befasst. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und seine Geschäftsführung entsprechend den nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben überwacht. Der Vorstand hat uns in unseren Sitzungen durch schriftliche und mündliche Berichte regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen unterrichtet. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat eingebunden. Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrats auch außerhalb der Sitzungen regelmäßigen Kontakt mit dem Vorstand und insbesondere mit dem Vorstandsvorsitzenden in wichtigen Fragen gepflegt und wiederholt Arbeitsgespräche geführt. Sitzungen des AufsichtsratsIm Geschäftsjahr 2012/2013 fanden insgesamt vier Aufsichtsratssitzungen statt. Ein Mitglied des Aufsichtsrats hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern traten im Berichtsjahr nicht auf. In unseren Sitzungen haben wir uns anhand mündlicher und schriftlicher Berichte des Vorstands ausführlich mit der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens, dem Geschäftsverlauf, der Unternehmensstrategie und Unternehmensplanung, der Investitions- und Finanzpolitik, der Chancen- und Risikolage und dem Risikomanagement sowie Corporate Governance befasst und darüber auch mit dem Vorstand beraten. Der Vorstand berichtete darüber hinaus regelmäßig schriftlich und mündlich über die Situation der Gesellschaft sowie über die Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage im Vergleich zum Vorjahr und zur Planung. Planabweichungen wurden erörtert und begründet. Zustimmungspflichtige Maßnahmen des Vorstands wurden intensiv beraten. Nach gründlicher Prüfung und Erörterung der jeweiligen Anträge des Vorstands hat der Aufsichtsrat in seinen Sitzungen alle erforderlichen Zustimmungen erteilt. In der Bilanzaufsichtsratssitzung am 15. Mai 2012 so auch am 22. Mai 2013 haben wir uns in Anwesenheit des Abschlussprüfers intensiv mit dem Jahres- und Konzernabschluss befasst. Aufgenommen wurde auch der Bericht des Finanz- und Prüfungsausschusses über seine Arbeit und die Ergebnisse seiner Prüfung. Alle Fragen von Aufsichtsratsmitgliedern wurden von den Wirtschaftsprüfern erschöpfend beantwortet. In dieser Sitzung wurden außerdem der Bericht des Aufsichtsrats, der gemeinsame Corporate Governance Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat, der Risikobericht und Compliancebericht beraten bzw. verabschiedet. Die Tagesordnung der Hauptversammlung einschließlich der Vorschläge zur Beschlussfassung wurde verabschiedet. Weiterhin wurde in der Sitzung am 15. Mai 2012 auf Empfehlung des Personalausschusses der Vorstandsvorsitzende Steffen Hornbach für eine weitere Amtsperiode von fünf Jahren bis 26. August 2017 bestellt. In der Sitzung unmittelbar vor der Hauptversammlung am 05. Juli 2012 berichtete der Vorstand über die aktuelle Lage des Konzerns. Weiterhin wurden die turnusmäßigen Sitzungstermine bis einschließlich Geschäftsjahr 2013/2014 vereinbart. Am 19. Dezember 2012 wurden die aktuelle Geschäftslage, der Risikobericht und der Compliancebericht erörtert. Der vom Vorstand geplanten Begebung einer Anleihe mit einem Volumen von 250 Mio. € zur vorzeitigen Refinanzierung einer alten Anleihe wurde zugestimmt. In der gleichen Sitzung wurde die aktualisierte Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG abgegeben und dies den Aktionären auf den Internetseiten der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. Die HORNBACH-Baumarkt-AG entsprach und entspricht weitgehend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex mit wenigen Ausnahmen. Nicht angewendet werden aus den in der Entsprechenserklärung angegebenen Erwägungen die folgenden Sollempfehlungen: die Vereinbarung eines Selbstbehalts in der D&O-Versicherung für Aufsichtsratsmitglieder, die Festlegung von Abfindungs-Caps für Mitglieder des Vorstands, dass der Aufsichtsratsvorsitzende zugleich Vorsitzender des Ausschusses ist, der die Vorstandsverträge behandelt, die Bildung eines Nominierungsausschusses, die Benennung von Zielen zur Vielfalt (Diversity) und angemessenen Beteiligung von Frauen, dass dem Aufsichtsrat nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören sowie die individualisierte Angabe von Vergütungen oder gewährten Vorteilen für persönlich erbrachte Leistungen von Mitgliedern des Aufsichtsrats. Weitere Informationen zur Corporate Governance bei der HORNBACH-Baumarkt-AG sind im gemeinsamen Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat ab Seite 20 zu finden. In der letzten Sitzung des Aufsichtsrats im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/2013 am 27. Februar 2013 wurde die aktuelle Geschäftslage besprochen sowie die Unternehmensplanung für die Geschäftsjahre 2013/2014 bis 2017/2018 erörtert und verabschiedet. Weiterhin wurden die Geschäftsordnungen für Aufsichtsrat und Vorstand aktualisiert und über Vorstandsangelegenheiten beraten. Ausschüsse und deren SitzungenDer Aufsichtsrat hat drei Ausschüsse gebildet. Die derzeitige Zusammensetzung der Ausschüsse finden Sie auf Seite 17 des Geschäftsberichts. Der Finanz- und Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr fünfmal getagt. Die Sitzungen fanden in den Monaten Mai, Juni, September, Dezember und Februar statt. Im Mai 2012 hat der Finanz- und Prüfungsausschuss in Gegenwart des Abschlussprüfers sowie des Vorsitzenden des Vorstands und des Finanzvorstands den Jahresabschluss der HORNBACH-Baumarkt-AG und den Konzernabschluss, die Lageberichte, den Gewinnverwendungsvorschlag und die Prüfungsberichte einschließlich Abhängigkeitsbericht erörtert. Schwerpunkte seiner Beratung waren in dieser Sitzung weiterhin Risiko- und Complianceberichte des Vorstands, Berichte der Konzernrevision, Berichte des Vorstands zur Finanzlage sowie der Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers. In der Juni-Sitzung wurde der Finanzbericht zum ersten Quartal und am 26. September 2012 in Anwesenheit der Abschlussprüfer der Halbjahresfinanzbericht erörtert. Im Dezember 2012 wurden mit den Abschlussprüfern Prüfungsschwerpunkte für die Jahresabschlussprüfung festgelegt. In derselben Sitzung wurde der Finanzbericht zum Dreivierteljahr besprochen sowie der Risikobericht, der Compliancebericht, die Finanzlage einschließlich der Umschuldung der Anleihe sowie die Entwicklung in den neuen Märkten erörtert. Im Februar 2013 wurde die Unternehmensplanung für die Geschäftsjahre 2013/2014 bis 2017/2018 ausführlich beraten und verabschiedet. In derselben Sitzung wurde die Revisionsplanung für das Geschäftsjahr 2013/2014 festgelegt. Der Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses hat in der jeweiligen Plenumssitzung ausführlich über die Arbeit der Ausschüsse berichtet. Der Personalausschuss kam zu zwei Sitzungen zusammen. Gegenstand in der Mai-Sitzung war die anstehende Vertragsverlängerung für den Vorstandsvorsitzenden. Im Februar 2013 wurde über die anstehende Vertragsverlängerung eines Vorstandsmitglieds beraten. Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz musste nicht einberufen werden. PersonaliaJürgen Schröcker, Mitglied des Vorstands seit 01. Oktober 2004, unterrichtete den Vorsitzenden des Aufsichtsrats und den Vorsitzenden des Personalausschusses des Aufsichtsrats am 11. März 2013, dass er sich mit Ablauf seines Vorstandsvertrags zum 31. Dezember 2013 neuen beruflichen Herausforderungen zuwenden wird. Sein Mandat als Mitglied des Vorstands legte Jürgen Schröcker zum 31. März 2013 nieder. Seine Aufgaben als Marketingvorstand wurden von dem Vorstandsvorsitzenden Steffen Hornbach zum 01. April 2013 übernommen. Der Geschäftsverteilungsplan des Vorstands wurde entsprechend angepasst. Jahres- und KonzernabschlussDie KPMG Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (KPMG), Berlin und Frankfurt am Main, hat den Jahresabschluss der HORNBACH-Baumarkt-AG und den Konzernabschluss zum 28. Februar 2013 sowie die Lageberichte für die HORNBACH-Baumarkt-AG und den Konzern geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Die KPMG bestätigte ferner, dass das Risikofrüherkennungssystem den Vorschriften entspricht, bestandsgefährdende Risiken waren nicht erkennbar. Prüfungsschwerpunkte im Geschäftsjahr 2012/2013 waren ausgewählte Prozesse und Kontrollen im IT-Umfeld (z.B. Prüfung des SAP-Releasewechsels) die Funktionsfähigkeit interner Kontrollen wesentlicher rechnungslegungsrelevanter Prozesse, die Prüfung der Werthaltigkeit des Anlagevermögens (IAS 36), die Bewertung von Märkten mit negativen Filialergebnissen, die Prüfung von Existenz und Bewertung des Vorratsvermögens, die Prüfung der Vollständigkeit und Bewertung von Rückstellungen, die Prüfung von Ansatz und Bewertung latenter und laufender Steueransprüche und Verbindlichkeiten, die Prüfung der Bilanzierung der im Berichtsjahr erfolgten vorzeitigen Rückzahlung der Unternehmensanleihe sowie der neu begebenen Anleihe, die Einhaltung von Kreditbedingungen im Zusammenhang mit der Konzernfinanzierung, die Abgrenzung des Konsolidierungskreises, die Ordnungsmäßigkeit der in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse, die Kapitalkonsolidierung, die Vollständigkeit und Richtigkeit der Anhangsangaben und die Vollständigkeit und Kongruenz der Angaben im Lagebericht von Einzel- und Konzernabschluss. Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugestellt. Sie waren Gegenstand intensiver Beratung in der Sitzung des Finanz- und Prüfungsausschusses am 22. Mai 2013 sowie in der anschließenden Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am gleichen Tag. An diesen Erörterungen nahm der Abschlussprüfer teil. Er berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und stand für ergänzende Auskünfte sowie für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Nach dem Ergebnis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss und aufgrund unserer eigenen Prüfung der vom Vorstand und Abschlussprüfer vorgelegten Unterlagen erheben wir keine Einwände und schließen uns dem Ergebnis der Abschlussprüfung durch die KPMG an. Wir billigen die vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlüsse der HORNBACH-Baumarkt-AG und des Konzerns zum 28. Februar 2013; der Jahresabschluss der HORNBACH-Baumarkt-AG ist damit festgestellt. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands stimmen wir zu. Der Aufsichtsrat hat außerdem den Bericht des Vorstands gemäß § 312 AktG über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Diese Prüfung und auch die Prüfung durch die KPMG haben keinen Anlass zur Beanstandung gegeben. KPMG hat dazu den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht angeführten Rechtsgeschäften die Leistungen der Gesellschaft nicht unangemessen hoch waren." Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss seines Berichts gem. § 312 AktG. Die HORNBACH-Baumarkt-AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/2013 unter schwieriger gewordenen Rahmenbedingungen ein insgesamt gutes Ergebnis erzielt und sich im Wettbewerbsumfeld behauptet. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeitern im In- und Ausland für ihren Einsatz und die erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Dank und seine Anerkennung aus.
Bornheim, im Mai 2013 Der Aufsichtsrat Albrecht Hornbach, Vorsitzender ORGANE DER GESELLSCHAFTAufsichtsratAlbrecht HornbachVorsitzender Vorsitzender des Vorstands HORNBACH HOLDING AG Dr. Wolfgang RupfWeiterer stellvertretender Vorsitzender Geschäftsführer Rupf Industries GmbH und Rupf Engineering GmbH Kay Strelow*Stellvertretender Vorsitzender Teilbereichsleiter Markt Berlin-Marzahn Jörg Heine*Leiter Wareneingang Markt Duisburg Rudolf Helfer*Leitende Fachkraft für Arbeitssicherheit Sabine Hoffmann*Mitarbeiterin Kundenservice Martin HornbachVorstand Corivus AG Véronique LauryCEO Castorama France Kingfisher France S.A.S. Christian Lilie*Bezirksleiter Region Süd Johannes Otto*Marktleiterassistent Markt Schwetzingen Joerg Walter SostGeschäftsführender Gesellschafter J. S. Consulting GmbH Prof. Dr.-Ing. Jens P. WulfsbergOrdentlicher Professor für Fertigungstechnik Universität der Bundeswehr Hamburg Ausschüsse des AufsichtsratsFinanz- und Prüfungsausschuss (Audit Committee)scroll
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VorstandDie Vorstandsmitglieder und ihre ZuständigkeitsbereicheSteffen HornbachVorsitzender Diplom-Ingenieur Strategische Entwicklung, Neue Vertriebskanäle, After Sales Services, Marketing, Marktforschung, Interne Kommunikation, Public Relations, Umweltfragen, Projektschau/Verkaufsförderung Roland PelkaStellvertretender Vorsitzender Diplom-Kaufmann Finanzen, Rechnungswesen und Steuern, Konzerncontrolling, Risikomanagement, Loss Prevention, Informationstechnologie, Investor Relations Frank BrunnerDiplom-Wirtschaftsingenieur (FH) Operating Märkte, Verkauf und Services Susanne JägerKauffrau Strategischer und operativer Einkauf, Marktplanung, Store Development, Import, Qualitätssicherung Wolfger KetzlerRechtsanwalt und Steuerberater Personal, Immobilienentwicklung, Revision und Recht, Bauwesen und Technischer Einkauf Ingo LeinerKaufmann Logistik, Unternehmensentwicklung, Inhouse Consulting Jürgen Schröckerbis 31. März 2013 Diplom-Betriebswirt Marketing, Marktforschung, Interne Kommunikation, Public Relations, Umweltfragen, Projektschau/Verkaufsförderung CORPORATE GOVERNANCEErklärung zur Unternehmensführung mit Corporate-Governance-BerichtUnser Handeln wird von den Grundsätzen einer verantwortungsvollen und transparenten Unternehmensführung und -kontrolle (Corporate Governance) geprägt. Gute Corporate Governance hat bei HORNBACH seit jeher einen hohen Stellenwert: Sie ist das Fundament für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg und hilft uns, das Vertrauen der Kunden, Geschäftspartner, Investoren, Mitarbeiter und der Finanzmärkte in unser Unternehmen zu stärken. Die Anforderungen und Richtlinien, die wir unternehmensintern über die gesetzlichen Vorschriften hinaus befolgen, werden nachfolgend in der Erklärung der Gesellschaft zur Unternehmensführung (§ 289a HGB), die den Corporate-Governance-Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat einschließt, zusammengefasst. Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG vom 19. Dezember 2012Vorstand und Aufsichtsrat der HORNBACH-Baumarkt-Aktiengesellschaft erklären hiermit gemäß § 161 AktG, dass den Empfehlungen des "Deutschen Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 15. Mai 2012 - bekannt gemacht im elektronischen Bundesanzeiger am 15. Juni 2012 - seit der letzten Entsprechenserklärung grundsätzlich entsprochen wurde und wird. Nicht angewandt wurden und werden die Empfehlungen aus den Ziffern 3.8 Absatz 3, 4.1.5, 4.2.3 Absätze 4 und 5, 5.2 Absatz 2 Satz 1, 5.3.3, 5.4.1 Absätze 2 und 3, 5.4.2 Satz 3 sowie 5.4.6 Absatz 3 Satz 1. Die genannten Abweichungen von den Empfehlungen beruhen bzw. beruhten auf folgenden Gründen: a) Ziffer 3.8 Absatz 3:Der Kodex empfiehlt in Ziffer 3.8 Absatz 3 in einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat einen bestimmten Selbstbehalt zu vereinbaren. Dieser soll sich auch für Aufsichtsratsmitglieder an den gesetzlichen Bestimmungen für Vorstandsmitglieder orientieren, die durch das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung vom 31. Juli 2009 geschaffen wurden. Ein solcher Selbstbehalt zu Lasten der Aufsichtsratsmitglieder ist derzeit nicht vereinbart. Er mindert die Attraktivität der Aufsichtsratstätigkeit und damit auch die Chancen der Gesellschaft im Wettbewerb um qualifizierte Kandidaten. Sie trifft zudem Arbeitnehmervertreter unbotmäßig. Der Empfehlung aus Ziffer 3.8 Absatz 3 wurde und wird daher nicht entsprochen. b) Ziffer 4.2.3 Absatz 4 und 5:Des Weiteren wurden und werden die Empfehlungen aus Ziffer 4.2.3 Absatz 4 und 5 des Kodex ("Abfindungs-Caps") nicht angewandt. Die Abweichung von Ziffer 4.2.3 Absatz 4 und 5 erfolgt aus Wettbewerbserwägungen. Im Übrigen ist unverändert nicht vollständig gesichert, ob und wie die Empfehlungen aus Ziffer 4.2.3 Absatz 4 rechtlich umsetzbar sind. c) Ziffer 5.2 Absatz 2 Satz 1:Der Kodex empfiehlt in Ziffer 5.2 Absatz 2 Satz 1 unter anderem, dass der Aufsichtsratsvorsitzende zugleich Vorsitzender des Ausschusses sein soll, der die Vorstandsverträge behandelt. Von dieser Empfehlung wurde und wird abgewichen. Die Abweichung erfolgt, um bereits den bloßen Anschein einer Befangenheit des Vorsitzenden des Aufsichtsrats zu vermeiden, der sich daraus ergeben könnte, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Bruder des Vorsitzenden des Vorstands der HORNBACH-Baumarkt-Aktiengesellschaft ist. d) Ziffer 5.3.3:Nach der Empfehlung in Ziffer 5.3.3 soll der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat einen solchen Ausschuss nicht gebildet. Die Bildung erscheint uns nach den bisherigen Erfahrungen nicht erforderlich. e) Ziffer 5.4.1 Absatz 2 und 3 sowie Ziffer 4.1.5:Von den Empfehlungen der Ziffer 5.4.1 Absatz 2 und 3 sowie der Ziffer 4.1.5 wurde und wird abgewichen. Für die HORNBACH-Baumarkt-Aktiengesellschaft kommt es bei der Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie von anderen Führungspositionen im Unternehmensinteresse vorrangig auf die Erfahrungen, Fähigkeiten und Kenntnisse des Einzelnen an. f) Ziffer 5.4.2 Satz 3:Der Kodex empfiehlt in Ziffer 5.4.2 Satz 3, dass dem Aufsichtsrat nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören sollen. Hierdurch soll die Unabhängigkeit der Beratung und Überwachung des Vorstands durch den Aufsichtsrat sichergestellt werden. Der Kodex bestimmt jedoch keine Frist, nach wie vielen Jahren nach dem Ausscheiden aus dem Vorstand ein ehemaliges Vorstandsmitglied unter diesem Gesichtspunkt nicht mehr als solches verhindert ist. Höchst vorsorglich wird daher, obwohl Herr Dr. Wolfgang Rupf bereits am 31. Oktober 1996, Herr Albrecht Hornbach bereits am 31. Oktober 2001 und Herr Martin Hornbach bereits am 31. Dezember 2001 aus dem Vorstand der HORNBACH-Baumarkt-Aktiengesellschaft ausgeschieden sind, eine Abweichung von Ziffer 5.4.2 Satz 3 erklärt. g) Ziffer 5.4.6 Absatz 3 Satz 1:Der Kodex empfiehlt in Ziffer 5.4.6 Absatz 3 Satz 1 die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder im Anhang oder im Lagebericht individualisiert, aufgegliedert nach Bestandteilen, auszuweisen. Aufgrund der in der Satzung selbst geregelten Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats halten wir eine individualisierte Angabe für nicht notwendig.
Bornheim bei Landau, den 19. Dezember 2012 HORNBACH-Baumarkt-Aktiengesellschaft Der Aufsichtsrat Der Vorstand Die vorstehende Entsprechenserklärung vom 19. Dezember 2012 ist zusammen mit allen früheren Entsprechenserklärungen im Internet veröffentlicht und als Download verfügbar [www.hornbach-gruppe.com/Entsprechenserklaerung/HBM]. Relevante UnternehmensführungspraktikenWir orientieren unser unternehmerisches Handeln an den Rechtsordnungen der verschiedenen Länder, aus denen sich für den Konzern der HORNBACH-Baumarkt-AG und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im In- und Ausland vielfältige Pflichten ergeben. Über die verantwortungsvolle Unternehmensführung in Übereinstimmung mit den Gesetzen, Verordnungen und sonstigen Richtlinien hinaus haben wir konzerninterne Regelungen aufgestellt, die das Wertesystem und die Führungsprinzipien innerhalb des Konzerns widerspiegeln. ComplianceIm Wettbewerb sind nur solche Unternehmen dauerhaft erfolgreich, die ihre Kunden durch Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit, Verlässlichkeit und Fairness nachhaltig überzeugen. Nach unserem Verständnis ist dafür die Einhaltung der gesetzlichen Regeln sowie der unternehmensinternen Richtlinien und ethischen Grundsätze (Compliance) unverzichtbar. Die HORNBACH-Unternehmenskultur ist auf diese Prinzipien ausgerichtet und fußt auf wesentlichen Grundsätzen, die in der Corporate Compliance Policy formuliert sind [Internet: www.hornbach-gruppe.com/Compliance/HBM]. Im Zentrum stehen dabei unter anderem die Integrität des Geschäftsverkehrs, der Schutz unseres Wissensvorsprungs, die Einhaltung des Kartellrechts und aller außenhandelsrelevanten Vorschriften, ordnungsgemäße Aktenführung und Finanzkommunikation sowie Chancengleichheit und das Prinzip der Nachhaltigkeit. Bei HORNBACH wird Compliance kontinuierlich von den Mitarbeitern und von den Geschäftspartnern eingefordert und überwacht. Bei Bedarf werden Sanktionen ausgesprochen. Mit der Koordinierung und Dokumentation der konzernweiten Compliance-Aktivitäten hat der Vorstand im Oktober 2009 einen Chief Compliance Officer betraut. Dieser ist verantwortlich für die Errichtung und ständige Optimierung der Organisationsstrukturen, die für die Verankerung der Corporate Compliance Policy im Konzern benötigt werden. Die Konzernrevision überprüft in regelmäßigen Abständen die Einhaltung der Corporate Compliance Policy. Unser Wertesystem: das HORNBACH-FundamentHORNBACH ist ein zukunftsorientiertes familiengeführtes Unternehmen und wird geprägt durch ein klares und eindeutiges Wertesystem. Die Eckpfeiler sind Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit, Verlässlichkeit, Klarheit und Vertrauen in die Menschen. Aus diesem über Jahrzehnte gelebten Wertesystem wurde im Jahr 2004 das sogenannte HORNBACH-Fundament abgeleitet. Dieses Leitbild ist die Richtschnur für die Unternehmensstrategie, für unser tägliches Handeln und unsere soziale Verantwortung. Fest verankert sind darin die Grundwerte für den Umgang mit unseren Kunden, aber auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter untereinander. Darüber hinaus verdeutlicht das Fundament Aktionären, Kunden, der Öffentlichkeit und den Beschäftigten, was die Basis unseres unternehmerischen Erfolges ist [Internet: www.hornbach-gruppe.com/Fundament]. Einhaltung von Sozial-, Sicherheits- und UmweltstandardsDie Entwicklung von Unternehmensleitlinien bezüglich sozialer Mindeststandards, des Umweltschutzes, der Produktsicherheit und Chancengleichheit sowie die Überwachung von deren Einhaltung sind integraler Bestandteil unserer Unternehmenspolitik. Im Rahmen der Corporate Social Responsibility (CSR) haben wir konzernweit Regeln festgelegt, mit denen wir sicherstellen, dass HORNBACH seiner sozialen Verantwortung gegenüber Individuen, Gesellschaft und Umwelt nachkommt. Geregelt werden in der CSR-Richtlinie [Internet: www.hornbach-gruppe.com/CSR-Richtlinie] vier Verantwortungsfelder:
Dualistische FührungsstrukturDie HORNBACH-Baumarkt-AG mit Sitz in Bornheim bei Landau unterliegt den Vorschriften des deutschen Aktien-, Kapitalmarkt- und Mitbestimmungsrechts sowie den Bestimmungen der eigenen Satzung. Entsprechend besteht bei der HORNBACH-Baumarkt-AG eine dualistische Führungsstruktur, die dem Vorstand die Leitung und dem Aufsichtsrat die Überwachung des Unternehmens zuweist. Zusammensetzung und Arbeitsweise des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat der HORNBACH-Baumarkt-AG hat zwölf Mitglieder und setzt sich nach dem deutschen Mitbestimmungsgesetz zu gleichen Teilen aus Aktionärs- und Arbeitnehmervertretern zusammen. Die Vertreter der Anteilseigner werden durch die Hauptversammlung gewählt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats koordiniert die Arbeit des Aufsichtsrats und nimmt die Belange des Aufsichtsrats nach außen wahr. Bei Abstimmung im Aufsichtsrat hat bei Stimmengleichheit im Falle einer erneuten Stimmengleichheit in einer zweiten Abstimmung der Vorsitzende des Aufsichtsrats die ausschlaggebende Stimme. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten im Interesse des Unternehmens eng zusammen. Der Aufsichtsrat überwacht die Geschäftsführung und begleitet den Vorstand beratend. Er bestellt die Mitglieder des Vorstands, beruft sie ab und ist zuständig für den Abschluss, die Änderung und Beendigung der Anstellungsverträge mit den Mitgliedern des Vorstands. Maßnahmen des Vorstands, die die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens grundlegend beeinflussen, bedürfen der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats. Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat enthält hierzu einen Katalog mit zustimmungspflichtigen Geschäften oder Maßnahmen. Der Kreis der zustimmungsbedürftigen Geschäfte kann durch Beschluss des Aufsichtsrats jederzeit erweitert oder eingeschränkt werden. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind allein auf die Wahrung des Unternehmensinteresses verpflichtet. Sie sind weder an Aufträge noch an Weisungen gebunden. Sie dürfen bei ihren Entscheidungen weder persönliche Interessen verfolgen noch Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen. Die Aufsichtsratsmitglieder sollen Interessenkonflikte, insbesondere solche, die aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen könnten, dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats gegenüber offen legen. Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte in der Person eines Mitglieds des Aufsichtsrats sollen zur Beendigung des Mandats führen. Interessenkonflikte sind im Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Berater- und sonstige Dienstleistungs- und Werkverträge eines Aufsichtsratsmitglieds mit der Gesellschaft bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Im Geschäftsjahr 2012/2013 lagen keine zustimmungspflichtigen Verträge mit Aufsichtsratsmitgliedern der HORNBACH-Baumarkt-Aktiengesellschaft vor. Der Aufsichtsrat hat folgende Ausschüsse gebildet:
Die Besetzung der Ausschüsse ist auf Seite 17 des Berichts wiedergegeben. Die Beschreibung ihrer Arbeitsweisen ist detailliert im Bericht des Aufsichtsrats (Seite 12 ff.) dargestellt. Zusammensetzung und Arbeitsweise des VorstandsDer Vorstand der HORNBACH-Baumarkt-AG hat einen Vorsitzenden sowie einen Stellvertreter und bestand bis zum Ende des Geschäftsjahres 2012/2013 aus sieben Mitgliedern. Die Zusammensetzung und die Zuständigkeitsbereiche des Vorstands sind auf Seite 17 dieses Berichts dargestellt. Der Vorstand hat sich eine Geschäftsordnung gegeben. Er führt die Geschäfte der Gesellschaft in gemeinschaftlicher Verantwortung aller seiner Mitglieder. Die Einhaltung von Recht, Gesetz und unternehmensinternen Richtlinien bildet dabei eine wesentliche Leitungsaufgabe. Der Vorstand tritt gewöhnlich einmal pro Woche oder bei Bedarf ad hoc zusammen. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Unternehmensstrategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Finanz- und Ertragslage sowie der Risikolage und des Risikomanagements. Er legt dem Aufsichtsrat außerdem die Investitions-, Finanz- und Ertragsplanung für den Konzern für das kommende Geschäftsjahr sowie die Mittelfristplanung (fünf Jahre) vor. Über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind, unterrichtet der Vorsitzende des Vorstands den Aufsichtsratsvorsitzenden unverzüglich. Geschäfte und Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, werden dem Aufsichtsrat rechtzeitig vorgelegt. Die Vorstandsmitglieder sind verpflichtet, Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen zu legen und die anderen Vorstandsmitglieder hierüber zu informieren. Nebentätigkeiten, insbesondere Aufsichtsratsmandate außerhalb des Konzerns, dürfen Vorstandsmitglieder nur mit Zustimmung des Vorsitzenden des Aufsichtsrats übernehmen. Die HauptversammlungDie Aktionäre der HORNBACH-Baumarkt-AG nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Die Hauptversammlung entscheidet insbesondere über die Gewinnverwendung, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat und wählt die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat sowie den Abschlussprüfer. Die Aktionäre werden regelmäßig mit einem Finanzkalender, der im Geschäftsbericht, in den Quartalsberichten sowie auf der Homepage der Gesellschaft veröffentlicht wird, über wesentliche Termine unterrichtet. Den Vorsitz der Hauptversammlung führt grundsätzlich der Vorsitzende des Aufsichtsrats. Die HORNBACH-Baumarkt-AG bietet den Aktionären den Service eines weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreters. Rechnungslegung und AbschlussprüfungDie Rechnungslegung des HORNBACH-Baumarkt-Konzerns erfolgt nach den Internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind. Der Einzelabschluss der HORNBACH-Baumarkt-AG wird nach dem Deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) aufgestellt. Die Wahl des Abschlussprüfers erfolgt gemäß den gesetzlichen Bestimmungen durch die Hauptversammlung. Der Finanz- und Prüfungsausschuss bereitet den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers vor. Der Abschlussprüfer ist unabhängig. Er übernimmt neben der Prüfung des Konzern- und Einzelabschlusses auch die prüferische Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts. Die HORNBACH-Baumarkt-AG verfügt über ein Risikomanagementsystem, das kontinuierlich weiterentwickelt und an die sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst wird. Die Einrichtung des Risikofrüherkennungssystems wird von den Abschlussprüfern geprüft. TransparenzDie Aktionäre, sämtliche Teilnehmer am Kapitalmarkt, Finanzanalysten, Investoren, Aktionärsvereinigungen und Medien werden regelmäßig und aktuell über die Lage sowie über wesentliche geschäftliche Veränderungen des Unternehmens informiert. Kommunikationsmedium ist hierbei hauptsächlich das Internet. Alle Personen, die für das Unternehmen tätig sind und bestimmungsgemäß Zugang zu Insiderinformationen haben, werden über die sich aus dem Insiderrecht ergebenden Pflichten informiert. Die Berichterstattung über die Lage und die Ergebnisse der HORNBACH-Baumarkt-AG erfolgt durch
Die Termine der regelmäßigen Finanzberichterstattungen sind im Finanzkalender, der im Internet auf der Kommunikationsplattform der HORNBACH-Gruppe unter www.hornbach-gruppe.de zu finden ist, zusammengefasst. Neben dieser regelmäßigen Berichterstattung werden nicht öffentlich bekannte Informationen, die bei der HORNBACH-Baumarkt-AG eingetreten sind und die geeignet sind, den Börsenkurs der HORNBACH-Baumarkt-Aktie erheblich zu beeinflussen, im Rahmen von Ad-hoc-Mitteilungen bekannt gemacht. Directors' Dealings und BeteiligungsverhältnisseDie Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der HORNBACH-Baumarkt-AG sowie die mit diesen in enger Beziehung stehenden Personen haben Transaktionen mit Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten nach Maßgabe von § 15a WpHG und Ziffer 6.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex mitzuteilen. Im Berichtsjahr wurden der Gesellschaft gemäß § 15a WpHG (Directors' Dealings) keine Geschäfte von Führungspersonen bzw. von Personen, die in enger Beziehung zu den Führungspersonen stehen, gemeldet. VergütungsberichtDer Vergütungsbericht stellt die Grundzüge und die Struktur der Vergütungen des Vorstands und des Aufsichtsrats dar. Er ist Bestandteil des Konzernlageberichts (siehe Seite 73) und richtet sich mit Ausnahme der individualisierten Offenlegung der Vergütung nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Vergütung des VorstandsVergütungssystem der HORNBACH-Baumarkt-AGDie Vergütung der Mitglieder des Vorstands wird gemäß den aktienrechtlichen Anforderungen und gemäß den Anforderungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) unter Beachtung der marktüblichen Vergütung festgelegt. Die Gesamtvergütung für Mitglieder des Vorstands ergibt sich aus den Vergütungsbestandteilen jährliches Festgehalt und jährliche variable Vergütung zuzüglich markt- und konzernüblicher Nebenleistungen. Die Gesamtvergütung wird vom Aufsichtsrat regelmäßig auf ihre Angemessenheit hin überprüft.
Altersversorgung und RuhegehaltszusageDie Mitglieder des Vorstands der HORNBACH-Baumarkt-AG erhalten einzelvertragliche Ruhegehaltszusagen. Diese bestehen aus einer beitragsorientierten Altersversorgung in Höhe von 25% des Festgehalts, auszahlbar zu jeweils 50% zum 31. August bzw. 28. Februar des Jahres. Folgende wesentliche Einzelheiten liegen der beitragsorientierten Altersversorgung zugrunde:
Regelungen bei vorzeitigem Ausscheiden aus dem Unternehmen (Abfindungsregelungen)In den Anstellungsverträgen der Vorstandsmitglieder sind keine Abfindungsregelungen für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund und für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit in Folge eines Kontrollwechsels (change of control) enthalten. Insoweit weicht die HORNBACH-Baumarkt-AG von den Regelungen der Ziffer 4.2.3 Abs. 4 und 5 des Deutschen Corporate Governance Kodexes ab. Im Einzelfall können jedoch Zahlungen an ein vorzeitig ausscheidendes Vorstandsmitglied durch einen entsprechenden Beschluss des Aufsichtsrats insbesondere dann gewährt werden, wenn das Vorstandsmitglied sein vorzeitiges Ausscheiden nicht selbst zu vertreten hat. Weitere LeistungenDie Mitglieder des Vorstands der HORNBACH-Baumarkt-AG erhalten insbesondere die folgenden weiteren Leistungen in markt- und konzernüblicher Art und Weise, die zum Teil als geldwerte Vorteile angesehen und entsprechend versteuert werden:
Vorstandsbezüge für das Geschäftsjahr 2012/2013Die Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2012/2013 betragen T€ 5.505. Dabei entfallen T€ 2.653 auf die feste Vergütung und T€ 2.852 auf erfolgsbezogene Komponenten. Für aktive Mitglieder des Vorstands sind im Geschäftsjahr 2012/2013 Leistungen nach Beendigung des Dienstverhältnisses in Höhe von T€ 625 angefallen. Hierbei handelt es sich um Aufwendungen für die Dotierung von Pensionsrückstellungen. Es bestehen entsprechende Wertguthaben. Die Gesamtbezüge für ehemalige Organmitglieder betragen im Geschäftsjahr 2012/2013 T€ 631 (Vj. T€ 0). Die Mitglieder des Vorstands besitzen zum Bilanzstichtag 28. Februar 2013 zusammen 59.010 Aktien der HORNBACH-Baumarkt-AG. Mit Blick auf die Größe und Marktstellung des Unternehmens sind die Gesamtbezüge des Vorstands unseres Erachtens insgesamt angemessen. In der Hauptversammlung 2011 stimmten die Aktionäre mit Dreiviertelmehrheit dafür, bis einschließlich Geschäftsjahr 2015/2016 auf eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsbezüge zu verzichten (Opting- out-Klausel). Vergütung des AufsichtsratsDie Vergütung des Aufsichtsrats ist in Ziffer 15 der Satzung der HORNBACH-Baumarkt-AG geregelt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält ab dem Geschäftsjahr 2012/2013 neben dem Ersatz seiner Auslagen eine feste Vergütung von € 20.000, die am Tag nach der Hauptversammlung, die den Jahresabschluss für das betreffende Geschäftsjahr entgegennimmt, nachträglich zahlbar ist. Der Vorsitzende erhält das Zweieinhalbfache, sein Stellvertreter das Doppelte der festen Vergütung. Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss des Aufsichtsrats angehören, erhalten ab dem Geschäftsjahr 2012/2013 zusätzlich eine feste Ausschussvergütung, die für den Finanz- und Prüfungsausschuss € 9.000, für den Personalausschuss €6.000 und für den Vermittlungsausschuss, sofern dieser getagt hat, €4.000 beträgt, die zusammen mit der festen Vergütung nachträglich zahlbar ist. Aufsichtsratsmitglieder, die in einem Ausschuss des Aufsichtsrats den Vorsitz inne haben, erhalten das Zweieinhalbfache der jeweiligen Ausschussvergütung. Die Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2012/2013 beläuft sich auf insgesamt T€ 392. Dabei entfallen T€ 310 auf die Grundvergütung und T€ 82 auf die Ausschusstätigkeit. Die Mitglieder des Aufsichtsrats besitzen zum Bilanzstichtag zusammen 65.900 Aktien der HORNBACH-Baumarkt-AG. DIE HORNBACH-BAUMARKT-AKTIEKurschart 1. März 2012 bis 28. Februar 2013![]() Renditejagd treibt Anleger in Aktien2012 wird vielen Investoren als gutes Börsenjahr in Erinnerung bleiben. Im historischen Niedrigzinsumfeld sind selbst sehr defensiv ausgerichtete Anleger mehr und mehr gezwungen, in Aktien zu investieren und somit höhere Risiken zu akzeptieren. Die über Jahrzehnte erprobte Strategie, einen hohen Anteil des Vermögens in Staatsanleihen bester Bonität anzulegen, funktioniert in Zeiten der Schuldenkrise nicht mehr. Nur mit Festverzinslichen lassen sich keine auskömmlichen Renditen mehr erzielen. Auf der Jagd nach Renditen führt so kein Weg am Aktienmarkt vorbei. Diesen Rückenwind bekam der deutsche Aktienindex Dax im Kalenderjahr 2012 ordentlich zu spüren und kletterte um fast 30% auf 7.612 Punkte. Das war das größte Plus seit neun Jahren. Unterjährig gab es im Spannungsfeld von Konjunktursorgen und Staatsschuldenkrise gleichwohl die eine oder andere Zitterpartie. Zur Jahresmitte 2012 war der Dax wieder auf ein Niveau von 6.000 zurückgekehrt, als Investoren um die Zukunft des Euro bangten. Im Juli 2012 setzte der Index zu einer markanten Rally an, nachdem EZB-Chef Mario Draghi ein verbindliches Signal zum Erhalt des Währungsraums gegeben hatte. Im Frühjahr 2013 marschierte der deutsche Leitindex - trotz zwischenzeitlichen Störfeuers durch die drohende Staatspleite Zyperns - in Richtung eines neuen Allzeithochs im Mai 2013. Der Dax stand zum Ende unseres Geschäftsjahres (28. Februar 2013) bei 7.742 Punkten und legte somit binnen Jahresfrist um 11,5% zu. Noch besser schnitten die deutschen Nebenwerte ab. So erreichte der SDax ein Plus von 16,5%, der MDax stieg sogar um 26,3%. Mit dieser Performance konnte die Aktie der HORNBACH-Baumarkt-AG (ISIN DE0006084403) leider nicht mithalten. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass die Baumarkt-Aktie gerade in Zeiten hoher Unsicherheit an den Finanzmärkten relativ krisenresistent ist, jedoch umgekehrt von Kurseuphorie des Gesamtmarktes weniger mitgerissen wird. Dieses Muster war auch im Verlauf des vergangenen Geschäftsjahres zu erkennen. Stabile SeitwärtsbewegungDie Baumarkt-Aktie notierte am 1. März 2012 mit einem Xetra-Kurs von 25,20 €. Während die Angst um das Auseinanderbrechen der Eurozone die Börsen bis Juni 2012 auf Talfahrt schickten, tendierte sie weiter unbeeindruckt seitwärts. Das spiegelt das Vertrauen der Anleger in unsere Aktie wider. Luft nach oben war für den weiteren Kursverlauf jedoch mit Blick auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns im Geschäftsjahr 2012/2013 nicht zu erwarten. Wie im Konzernlagebericht (siehe Seite 36 ff.) ausführlich dargestellt wird, stemmte sich HORNBACH vor allem im dritten und vierten Geschäftsquartal gegen die Rezession in weiten Teilen Europas. Am 27. November 2012 senkte das Unternehmen wegen der sich immer mehr eintrübenden konjunkturellen Rahmenbedingungen seine Umsatz- und Ertragsprognose für das Gesamtjahr 2012/2013. Die Öffentlichkeit wurde ad-hoc darüber informiert, dass aller Voraussicht nach der Konzernumsatz auf Vorjahresniveau von 3,0 Mrd. € liegen und das Betriebsergebnis den Wert des Rekordjahres 2011/2012 in Höhe von 128 Mio. € unterschreiten werde. Im Gefolge dieser Gewinnwarnung gab der Kurs der Baumarkt-Aktie leicht nach und markierte am 10. Dezember 2012 sein Jahrestief beim Stand von 24,20 €. Erschwerend hinzu kam die allgemein pessimistischere Einschätzung der Investoren bezüglich der Wachstumschancen innerhalb der europäischen Do-it-yourself-Branche. Die ungünstigen Witterungsverhältnisse im Winter 2012/2013, die die Kundennnachfrage in den Bau- und Gartenmärkten deutlich beeinträchtigten, taten ein Übriges, um das Anlegerinteresse stärker auf andere Sektoren zu lenken. Damit fehlten der Baumarkt-Aktie Impulse, um aus der Seitwärtsbewegung auszuscheren. Das Jahreshoch wurde am 5. Februar 2013 bei 26,40 € erreicht. Am Bilanzstichtag 28. Februar 2013 schloss die Aktie mit einem Kurs von 26,00 €. Das war ein Kursplus von 3,2% innerhalb von zwölf Monaten. Eine deutlich attraktivere Performance ließ sich mit dem Papier der HORNBACH-Baumarkt-AG bei einem langfristigen Anlagehorizont erzielen. Wer beispielsweise die Aktie Anfang März 2003 gekauft hatte und zehn Jahre im Depot behielt, konnte sich über einen durchschnittlichen jährlichen Kursanstieg von 9,9% freuen. Bei Reinvestition der Dividende war der Wert der Baumarkt-Aktie pro Jahr um 15,2% gestiegen. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass unsere Aktie überwiegend im Portfolio sogenannter Value-Investoren zu finden ist. Diese Investorengruppe begleitet unser Unternehmen zum Teil über Jahrzehnte. Sie vertrauen insbesondere in das Management, die Qualität und Nachhaltigkeit des unverwechselbaren Geschäftsmodells sowie unsere Marktposition in Deutschland und acht weiteren europäischen Ländern. Zudem verfügt HORNBACH über eine stabile Finanzstruktur, eine nochmals gestiegene Eigenkapitalquote sowie einen hohen Cashbestand, was den Anlagebedürfnissen der auf Sicherheit und Stabilität bedachten Investoren entgegenkommt. Erfolgreiche Anleiheplatzierung im Februar 2013HORNBACH nutzte Anfang 2013 das Niedrigzinsumfeld für die Refinanzierung von langfristigen Finanzschulden. So wurde am 15. Februar 2013 eine siebenjährige Unternehmensanleihe (ISIN DE000A1R02E0) mit einem Volumen von 250 Mio. € mit großem Erfolg am Markt platziert. Aufgrund hoher Nachfrage von Seiten privater und institutioneller Anleger war die Emission mehrfach überzeichnet. Die Anleihe wurde mit einem Zinscoupon von 3,875% ausgestattet. Das war zum Zeitpunkt der Begebung der niedrigste Coupon für einen Emittenten dieser Ratingklasse (Standard & Poor's: BB+; Moody's: Ba2). Zum Emissionskurs von 99,25% errechnete sich eine Rendite von 4,00% p.a.. Mit dem Emissionserlös wurde die im November 2004 platzierte, zehnjährige High-Yield-Anleihe (ISIN XS0205954778) mit einem Zinssatz von 6,125% am 25. Februar 2013 vorzeitig zurückgezahlt. Damit konnte das Fälligkeitsprofil der Finanzverbindlichkeiten maßgeblich verbessert werden. Aufgrund des großen Interesses am neuen Euro-Bond vor allem seitens der Privatanleger erreichte der Anleihekurs innerhalb weniger Wochen ein Niveau von mehr als 104%, was einer Rendite von rund 3,2% entsprach. Die Anleiheemission bietet HORNBACH langfristige Sicherheit für das weitere Wachstum des Konzerns. scroll
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2012/2013: vorbehaltlich des Beschlusses
der Hauptversammlung Finanzkommunikation mit hoher Transparenzim Rahmen unserer Investor-Relations-Arbeit haben wir im zurückliegenden Geschäftsjahr Aktionäre, Analysten, die Finanzmedien und die Öffentlichkeit zeitnah über die Geschäftsentwicklung der HORNBACH-Baumarkt-AG informiert. Alle Quartalsberichte, Geschäftsberichte, Pressemitteilungen und weitere Finanzinformationen haben wir im Internet auf der Kommunikationsplattform der HORNBACH-Gruppe (www.hornbach-gruppe.com) veröffentlicht. Dort haben wir insbesondere für Aktionäre und Pressevertreter unser Informations- und Serviceangebot gebündelt. Wir flankieren damit seitens der Unternehmenskommunikation den produkt- und marketingorientierten Internetauftritt von HORNBACH unter www.hornbach.com. In der Hauptversammlung, der Bilanzpressekonferenz, in Analystenkonferenzen sowie in Investorengesprächen im In- und Ausland führen wir den Dialog mit dem Kapitalmarkt. Ferner wird auch der persönliche Kontakt zu den Anlegern und Medien genutzt, um die Ziele und Strategie unseres Unternehmens zu erläutern. Dabei erörtern wir neben den aktuellen Geschäftszahlen auch die Besonderheiten unseres Konzepts, unsere Marktposition sowie die künftigen Wachstumsperspektiven des Konzerns. Dividende auf VorjahresniveauVorstand und Aufsichtsrat der HORNBACH-Baumarkt-AG schlagen der Hauptversammlung am 4. Juli 2013 eine im Vergleich zum Vorjahr unveränderte Dividendenausschüttung vor. Das entspricht einer Dividende von 0,50 € je gewinnberechtigter Stückaktie. Damit schafft die Gesellschaft einen fairen Ausgleich zwischen den Aktionärsinteressen einerseits und der Wachstumsfinanzierung des Unternehmens andererseits. Die Aktie der HORNBACH-Baumarkt-AG (ISIN DE0006084403) ist eine solide Langfristanlage mit hohem Substanzwert. Von den rund 31,8 Millionen Stammaktien der HORNBACH-Baumarkt-AG werden zum Bilanzstichtag 28. Februar 2013 von der Muttergesellschaft HORNBACH HOLDING AG unverändert 76,4% gehalten, während 18,4% im Besitz freier Aktionäre sind. Der britische Handelskonzern Kingfisher plc hält 5,2% der Anteile. Die HORNBACH-Baumarkt-AG ist gemäß der Indexsystematik der Deutschen Börse zum Prime Standard zugelassen. Die Zugehörigkeit zum Prime Standard setzt unter anderem die Erfüllung hoher Transparenzstandards voraus. Stammdaten zur HORNBACH-Baumarkt-Aktiescroll
Investor Relations Axel Müller Telefon (+49) 0 63 48 / 60 - 24 44 Telefax (+49) 0 63 48 / 60 - 42 99 Invest@hornbach.com Internet: www.hornbach-gruppe.com FINANZTERMINKALENDER 2013scroll
KonzernlageberichtGesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenWeltwirtschaft schaltet einen Gang zurückDen Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge ist die Weltwirtschaft im Jahr 2012 mit einer Rate von 3,2% deutlich schwächer gewachsen als in den beiden Jahren zuvor und im Durchschnitt des letzten Jahrzehnts. Nach einer Konjunkturbelebung im ersten Kalenderquartal schwächte sich das globale Wachstum in den beiden Folgequartalen wieder spürbar ab. Über weite Strecken war dafür insbesondere die Schuldenkrise im Euroraum verantwortlich. Bis in den Herbst 2012 hinein war aber auch in den großen Schwellenländern die gesamtwirtschaftliche Expansion sehr verhalten. Erst zum Jahresende hin mehrten sich wieder die Hinweise auf eine allmählich anziehende Dynamik der Weltwirtschaft. Regional betrachtet hat die Gruppe der Schwellenländer im vierten Quartal 2012 ihre Gangart nach Angaben der Deutschen Bundesbank wohl spürbar erhöht. Demgegenüber ist das zuvor geringe Wachstum in den Industriestaaten in einen Produktionsrückgang umgeschlagen, der auch in Europa kräftige Bremsspuren hinterlassen hat. Europa in der RezessionDas statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) errechnete für das Kalenderjahr 2012 für die gesamte Europäische Union (EU27) einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,3% und für den Euroraum sogar von 0,6%. Die seit Herbst 2011 andauernde Rezession hat sich im vierten Quartal 2012 deutlich verstärkt. Das reale BIP ging im Vergleich zum relativ stabilen Vorquartal saisonbereinigt um 0,5% bzw. 0,6% zurück. Die ungünstige Wirtschaftsentwicklung im Euroraum dehnte sich bis zum Jahreswechsel 2012/2013 auf immer mehr Länder aus. So haben sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch in den neun europäischen Ländern des HORNBACH-Filialnetzes im vierten Quartal 2012 zusehends eingetrübt. Nach den bis zum Abschluss dieses Berichts vorliegenden Konjunkturdaten musste Deutschland, das in den ersten neun Monaten des Jahres 2012 wie ein Fels in der europäischen Brandung stand, einen spürbaren Einbruch der Wirtschaftsleistung hinnehmen. In den Niederlanden und in der Tschechischen Republik bremste sich der wirtschaftliche Abschwung im Vergleich zum dritten Quartal zwar ab, allerdings litten beide Volkswirtschaften aus Sicht des Gesamtjahres 2012 mit BIP-Rückgängen von 1,0% bzw. 1,3% unter einer ausgeprägten Konjunkturabschwächung. Dem stand in den übrigen Ländern unseres Verbreitungsgebiets ein überwiegend leichtes Wirtschaftswachstum im Jahr 2012 in einer Bandbreite zwischen 0,2% bis 1,0%, das heißt deutlich besser als im EU-Durchschnitt, gegenüber. Die Slowakei erreichte sogar ein Plus von 2,0%. Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Verbreitungsgebiet der HORNBACH Bau- und Gartenmärktescroll
Das schlechte Abschneiden der europäischen Wirtschaft im Jahresverlauf 2012 ist neben der sinkenden Nachfrage aus Drittländern wesentlich auf die hausgemachten Probleme im Euroraum zurückzuführen, wobei das Vertrauen der Konsumenten, Unternehmen und Investoren deutlich unter der Zuspitzung der Krise im Sommer 2012 gelitten hat. Das ist unter anderem an den von der Europäischen Kommission ermittelten Stimmungsindikatoren abzulesen. So gingen sowohl das Konsumentenvertrauen als auch der Geschäftsklimaindex ab dem Frühjahr bis in den Herbst 2012 hinein auf Tauchfahrt. Ins Bild passt dazu die schwache Inlandsnachfrage, die in erster Linie für die Rezession verantwortlich ist. Die Bruttoanlageinvestitionen sind im Euroraum kräftig gesunken, im Quartalschnitt um rund vier Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Hier machte sich insbesondere der starke Produktionsrückgang im europäischen Baugewerbe von mehr als fünf Prozent bemerkbar. Bezogen auf das HORNBACH-Verbreitungsgebiet war der Einbruch in der Tschechischen Republik (minus 6,6%), den Niederlanden (minus 8,6%) und der Slowakei (minus 12,3%) besonders gravierend. Dahinter stehen nicht nur Einschränkungen der Wohnungsbautätigkeit oder Unsicherheiten über die steuerliche Immobilienförderung, sondern auch Kürzungen bei den öffentlichen und gewerblichen Bauinvestitionen. Zudem übten sich die privaten Haushalte angesichts steigender Abgabenbelastungen, schrumpfender Reallöhne, einer rasch zunehmenden Arbeitslosigkeit sowie eines generell ausgeprägten Unsicherheitsgefühls weiterhin in Kaufzurückhaltung. Die privaten Konsumausgaben schrumpften binnen Jahresfrist um gut ein Prozent. Dementsprechend gingen im Jahr 2012 die realen Einzelhandelsumsätze in der Europäischen Union um 0,9% und im Euroraum sogar um 1,8% zurück. In fünf der neun Länder des HORNBACH-Filialnetzes - Deutschland, den Niederlanden, Österreich, Tschechien und in der Slowakei - nahmen die realen Einzelhandelsumsätze ab. In Luxemburg, Rumänien, Schweden und der Schweiz weisen die Zahlen von Eurostat Zuwachsraten auf. Die auf Basis von Verbandsumfragen verfügbaren Indikatoren deuten daraufhin, dass sich im Jahr 2012 die Nachfrage in der Branche der Bau- und Gartenmärkte, das heißt des Do-it-yourself-Einzelhandels (DIY), in den meisten europäischen Ländern ungünstiger entwickelte als im Einzelhandel insgesamt. Deutsche Wirtschaft erweist sich als widerstandsfähigÜber weite Strecken des Jahres 2012 hat die deutsche Wirtschaft der Rezession in Europa erfolgreich die Stirn geboten und verzeichnete unter schwierigen konjunkturellen Vorzeichen ein moderates Wirtschaftswachstum. Nach den Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) war das reale Bruttoinlandsprodukt um 0,7% (kalenderbereinigt: 0,9%) höher als im Vorjahr. Allerdings ging der größten europäischen Volkswirtschaft zum Jahresende 2012 die Puste aus. Im vierten Quartal schrumpfte das reale BIP saison- und kalenderbereinigt um 0,6% gegenüber dem Vorquartal. In den ersten drei Quartalen 2012 war die deutsche Wirtschaft noch jeweils gewachsen, die Dynamik ließ jedoch stetig nach. Die für die Beurteilung der Rahmenbedingungen der deutschen Bau- und Gartenmärkte sowie des Baustoffhandels zentralen Einflussfaktoren der Binnennachfrage haben sich im Jahr 2012 unterschiedlich entwickelt. Die jährliche Inflationsrate erhöhte sich nach dem harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) um 2,1%. Da die Reallohnzuwächse im Jahr 2012 wie in den beiden Jahren zuvor höher waren als die Teuerungsrate, erhöhte sich der Ausgabenspielraum der Haushalte. Die privaten Konsumausgaben stiegen inflationsbereinigt um 0,6%. Damit gingen von der Verbrauchskonjunktur nur verhaltene Impulse aus. Das Konsumklima blieb den Umfragen der GfK zufolge aber überaus positiv. Ausschlaggebend dafür waren die robuste Arbeitsmarktsituation und kräftige Verdienstzuwächse. Dagegen wurde 2012 in Deutschland wesentlich weniger investiert als ein Jahr zuvor. Das gilt nicht nur für die Ausrüstungsinvestitionen (real minus 4,8%), sondern auch für die Bauinvestitionen, die nach einem kräftigen Plus von preisbereinigt 5,8% im Vorjahr um 1,5% schrumpften. Insgesamt zeigte sich die Baukonjunktur in Deutschland gespalten. Die realen Wohnungsbauinvestitionen stiegen im Jahr 2012 im Vorjahresvergleich um 1,5%, während der Nichtwohnungsbau um real fast fünf Prozent rückläufig war. Wohnungsbau weiterhin Stütze der BauwirtschaftDie Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau wie das unverändert niedrige Zinsniveau, der Reallohnanstieg und der stabile Arbeitsmarkt waren auch im Schlussquartal 2012 günstig. Die Expansion hat aber nicht mehr das hohe Tempo der Jahre 2010 und 2011 erreicht. Dies liegt zu einem erheblichen Teil an der Gewichtsverschiebung der Neubauaktivitäten vom Eigenheim- zum Geschosswohnungsbau, zum anderen Teil auch an dem im Vorjahr erreichten hohen Niveau. Nach der amtlichen Statistik für das Jahr 2012 wurden laut Destatis 13,3% mehr Anträge für Mehrfamilienhäuser gestellt. Die Baugenehmigungen für Zweifamilienhäuser stiegen um 3,6%, bei den Einfamilienhäusern gingen sie dagegen um 5,8% zurück. Im Jahr 2012 wurden insgesamt rund 239.500 Wohnungen genehmigt. Das entspricht einem Plus von 4,8% und ist angesichts des Sprungs von fast 22% im Vorjahr immer noch bemerkenswert. Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe erhöhten sich im Jahr 2012 um 4,2%. Dies ist im Besonderen auf die Wachstumsdynamik im deutschen Wohnungsbau zurückzuführen. Die Bauwirtschaft ist im Jahr 2012 leicht gewachsen. Allerdings verhagelte der frühe und heftige Wintereinbruch im Dezember, der feiertagsbedingt vier Arbeitstage weniger zählte als im Vorjahr, die Jahresbilanz im Bauhauptgewerbe. So lag der Branchenumsatz im Gesamtjahr 2012 mit 93,8 Mrd. € nur um nominal 0,4% über dem Niveau des Vorjahres. Im Dezember 2012 brach der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresmonat witterungsbedingt ein (minus 10%), nachdem er im Dezember 2011 um 24% gestiegen war. Licht und Schatten im HandelDie deutschen Baustoffhändler schlossen das Jahr 2012 mit leichten nominalen Umsatzzuwächsen ab. Nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) meldeten die Mitgliedsunternehmen ein Umsatzplus von 2,5%. Das Wachstum ist vorrangig auf ein besseres Geschäft mit gewerblichen Kunden im Wohnungsneubau sowie im Bereich der energetischen Modernisierung zurückzuführen. Der Umsatz mit privaten Kunden sank dagegen um 3,6%. Der BDB führte die Zurückhaltung vieler privater Wohnungseigentümer, ihr Haus energetisch auf Vordermann zu bringen, auf das Scheitern des Gesetzgebers bei der steuerlichen Förderung von Sanierungsmaßnahmen zurück. Bund und Länder hatten sich im Dezember 2012 nach mehr als einjährigem Vermittlungsverfahren nicht auf einen Kompromiss verständigen können. Nach den Angaben von Destatis setzte der deutsche Einzelhandel (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen) im Jahr 2012 nominal 2,0% mehr um. Damit kam ein Teil des erhöhten Ausgabenspielraums der privaten Haushalte auch im Handel an. Preisbereinigt erreichte das Umsatzvolumen des Einzelhandels das Vorjahresniveau (plus 0,1%). Im Lebensmitteleinzelhandel wurden real 0,3% und nominal 3,0% mehr umgesetzt. Der Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln erreichte preisbereinigt das Vorjahresniveau (nominal plus 1,3%). Wie die tiefer gegliederte amtliche Statistik zu Tage fördert, hat sich die Flucht der deutschen Verbraucher in bleibende Sachwerte im Vergleich zum Vorjahr deutlich abgeschwächt. So erhöhten sich beispielsweise die Umsatzzuwächse bei Möbeln, Einrichtungsgegenständen und sonstigem Hausrat nur noch um real 1,2% und nominal 2,0%, nach Steigerungsraten von 4,5% bzw. 5,3% im Vorjahr. Bei Kunstgegenständen, Münzen oder auch Antiquitäten gaben die Verbraucher zum Teil deutlich weniger aus. Auch die Einzelhandelsumsätze bei Anstrichmitteln sowie Bau- und Heimwerkerbedarf gingen real um 1,8% zurück (nominal plus 0,7%). Dagegen verzeichneten die Händler beim Verkauf von Vorhängen, Teppichen, Bodenbelägen und Tapeten real 2,0% und nominal 1,7% höhere Umsätze. Online-Handel boomt weiterDer Versand- und Internethandel zählte im Jahr 2012 erneut zu den Gewinnern des deutschen Einzelhandels. Nach Angaben des Bundesverbands des Deutschen Versandhandels (bvh) stiegen die Umsätze um 15,6% auf 39,3 Mrd. €, das entspricht einem Anteil an den Gesamtumsätzen des Einzelhandels von 9,2% (Vj. 8,2%). Wachstumsmotor ist der Internethandel (E-Commerce), der seine Umsätze im Jahr 2012 um 27,2% auf 27,6 Mrd. € erhöhte. Bau- und Gartenmärkte knapp auf VorjahresniveauDie deutschen Bau- und Gartenmärkte konnten im Jahr 2012 nicht an die Erfolgsserie der drei vorangegangenen Jahre anknüpfen. Nach den Angaben des BHB - Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V. lagen die Umsätze der DIY-Branche in Deutschland im Jahr 2012 knapp unter dem Niveau des Vorjahres. So verbuchten die großflächigen Baumärkte mit einer überdachten Verkaufsfläche von mindestens 1.000 qm je Outlet laut BHB/GfK-Report einen leichten Umsatzrückgang von nominal 0,6% auf 18,6 Mrd. € (Vj. 18,7 Mrd. €) brutto. Flächenbereinigt - das heißt ohne Berücksichtigung von Neueröffnungen, Schließungen oder wesentlichen Umbaumaßnahmen im Berichtsjahr - hat die DIY-Branche in Deutschland das Umsatzniveau des Vorjahres um 0,8% unterschritten. Die Umsatzentwicklung des Gesamtjahres weist laut BHB eine Zweiteilung auf: So konnten die in den Monaten Januar bis August grundsätzlich zufriedenstellenden Umsatzzahlen die seit September 2012 aufgetretene Kaufzurückhaltung der Kunden nicht aufwiegen. Auffallend waren dabei wetterbedingte Umsatzverluste, insbesondere im April und Spätherbst 2012, die aus der mangelnden Nachfrage jahreszeitlich passender Sortimente resultierten. Insbesondere die Warengruppen des Gartenbereichs entwickelten sich 2012 deutlich schlechter als noch im Vorjahr. Die Bruttoumsätze der kleinflächigen Baumärkte mit Verkaufsflächen unter 1.000 qm (Baumarktshops) hielten im Kalenderjahr 2012 mit 3,8 Mrd. € das Vorjahresniveau. Das Marktvolumen aller Bau- und Heimwerkermärkte in Deutschland, das sich laut der harmonisierten Branchenberechnung aus den Umsätzen der großflächigen Bau- und Gartenmärkte und der Baumarktshops errechnet, ging 2012 um 0,5% auf 22,4 Mrd. € (Vj. 22,5 Mrd. €) zurück. Auf Wachstumskurs steuerte die deutsche Baumarktbranche 2012 mit ihren Online-Shops. Über ihre E-Commerce-Aktivitäten erzielten die stationär tätigen Baumarktunternehmen nach Angaben des BHB und des Marktforschungsunternehmens IFH Retail Consultants einen neuen Umsatzrekord von rund 343 Mio. €. Damit erwirtschaftete die DIY-Branche online ein Umsatzwachstum von rund 33% gegenüber dem Vorjahreswert. Neben den Webshops der stationären DIY-Betreiber partizipieren aber auch weitere Vertriebskanäle am Online-Boom. Laut IFH-Berechnungen summierte sich der Internetumsatz mit DIY-Kernsortimenten im Jahr 2012 in Deutschland auf 1,3 Mrd. € und kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 22%. UmsatzentwicklungUmsatzverteilung nach Regionen![]() Konzernumsatz leicht über dem VorjahreswertDie Umsätze im Konzern der HORNBACH-Baumarkt-AG werden primär im Segment Baumärkte erzielt (siehe Segmentberichterstattung im Anhang). Bei den Umsätzen im Segment Immobilien handelt es sich in erster Linie um Mieterträge aus der konzerninternen Vermietung von Baumarktimmobilien an die Operative des Segments Baumärkte. Diese werden als "Mieterlöse mit verbundenen Unternehmen" in der Segmentberichterstattung vollständig konsolidiert. Aus diesem Grund beziehen sich die nachfolgenden Kommentierungen ausschließlich auf die Umsatzentwicklung des Segments Baumärkte. Zur Kommentierung der Umsatzentwicklung segmentieren wir überdies in geografischer Hinsicht "Deutschland" und "übriges Europa", in dem die Aktivitäten der acht Länder außerhalb Deutschlands zusammengefasst werden (siehe auch Segmentberichterstattung im Anhang). Der HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern hat im vergangenen Geschäftsjahr (1. März 2012 bis 28. Februar 2013) den Nettoumsatz trotz des sich europaweit zunehmend eintrübenden Konjunkturumfelds leicht um 0,6% auf 3.020 Mio. € (Vj. 3.001 Mio. €) gesteigert. Damit wurde die zum Dreivierteljahr aktualisierte Prognose voll erfüllt. Die Nettoumsätze in Deutschland erhöhten sich im Geschäftsjahr 2012/2013 um 0,7% auf 1.741 Mio. € (Vj. 1.729 Mio. €). Außerhalb Deutschlands (übriges Europa) verzeichneten wir einschließlich der Eröffnung von drei neuen Märkten ein Umsatzplus von 0,6% auf 1.279 Mio. € (Vj. 1.272 Mio. €). Der Anteil der Auslandsfilialen am Konzernumsatz blieb unverändert bei 42,4%. Wie erwartet, bekam der HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern in der zweiten Geschäftsjahreshälfte und besonders im Schlussquartal 2012/2013 die Rezession in Europa zu spüren. Das schlug sich vor allem in der flächenbereinigten Umsatzentwicklung der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte nieder. Deutschlandgeschäft robust - Europa schwächeltDie nachfolgenden Ausführungen beziehen sich auf die Entwicklung der flächenbereinigten Umsätze im Konzern der HORNBACH-Baumarkt-AG, bei der Neueröffnungen oder Schließungen in den zurückliegenden zwölf Monaten unberücksichtigt bleiben. Aus geografischer Sicht verlief die flächenbereinigte Umsatzentwicklung innerhalb des Konzerns im Geschäftsjahr 2012/2013 wie bereits im Vorjahr uneinheitlich. Jedoch haben sich im Vergleich zu 2011/2012 die bremsenden Faktoren in den DIY-Märkten außerhalb Deutschlands in der zweiten Jahreshälfte deutlich verstärkt und Länder erfasst, die im vergangenen Geschäftsjahr noch positive Wachstumsraten auf vergleichbarer Verkaufsfläche gemeldet hatten. Flächenbereinigte Umsatzentwicklung* nach Quartalen (in Prozent)scroll
Konzernweit verringerten sich die flächenbereinigten Umsätze im Geschäftsjahr 2012/2013 ohne Berücksichtigung von Währungskurseffekten um 1,4%, nachdem im Vorjahr ein Wachstum von 2,8% erzielt worden war. Die Währungskurseffekte waren im kumulierten Zwölfmonatszeitraum insgesamt vernachlässigbar. Im Berichtsjahr standen konzernweit im Mittel drei Verkaufstage weniger zur Verfügung als ein Jahr zuvor. In der Darstellung nach Quartalen (siehe Tabelle oben) werden der saisonale Einfluss auf die Umsatzentwicklung und die Basiseffekte der Vorperioden deutlich. Im ersten Quartal (März bis Mai) 2012/2013 lag der Konzernumsatz flächenbereinigt 1,1% unter dem Vorjahreswert. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im ersten Quartal 2011/2012 die flächenbereinigten Umsätze im Konzern mit einem Plus von 7,7% so stark gestiegen waren, wie noch nie in einem ersten Quartal seit dem Beginn der Expansion im europäischen Ausland im Jahr 1996. Zum anderen beeinträchtigte die kühle und regnerische Witterung insbesondere im April 2012 die Umsatzentwicklung in der für das Gesamtjahr wichtigen Frühjahrssaison. Dank der leichten Umsatzzuwächse im zweiten Quartal erreichten wir im ersten Halbjahr 2012/2013 mit minus 0,2% nahezu das Umsatzvolumen des Vorjahres. Im zweiten Halbjahr (September bis Februar) gewannen die negativen Effekte der an Tiefe und Breite gewinnenden Rezession in Europa immer mehr die Oberhand und bremsten den Umsatzverlauf in weiten Teilen unseres Verbreitungsgebietes. Nach einem flächenbereinigten Umsatzminus von 2,0% im dritten Quartal bescherte die europaweit auf Talfahrt befindliche Konsum- und Baukonjunktur Umsatzrückgänge im vierten Quartal von 3,9%. Außerdem litt die Kundennachfrage in allen Ländern unter dem frühen und heftigen Wintereinbruch im Dezember 2012. DeutschlandDie HORNBACH-Standorte in Deutschland entwickelten sich im Berichtsjahr wie bereits in den drei vorangegangenen Geschäftsjahren deutlich besser als unser Filialnetz im europäischen Ausland. Die bereinigten Veränderungsraten verliefen in den Monaten März bis Mai 2012 stark gegensätzlich. Auf das kräftige Wachstum im März folgte im April ein witterungsbedingter Umsatzrückgang im hohen einstelligen Prozentbereich. Die erfreuliche Performance im Mai trug zu einem nahezu ausgeglichenen Quartalswert (minus 0,1%) bei, nachdem die Inlandsumsätze ein Jahr zuvor einen Sprung von 11,9% geschafft hatten. Im zweiten Quartal 2012/2013 zeigte die Umsatzentwicklung der inländischen Filialen eine große Schwankungsbreite. Dies war zu einem Großteil auf den unbeständigen und teilweise zu nassen "Schaukelsommer" zurückzuführen, unter dem gerade die Umsätze mit Gartensortimenten litten. Insgesamt erreichten wir aber mit einem flächenbereinigten Plus von 2,8% im zweiten Quartal ein erfreuliches Umsatzwachstum. Kumuliert nach sechs Monaten lagen wir 1,3% über dem Rekordwert des Vorjahres. In der zweiten Geschäftsjahreshälfte war die Kundennachfrage im Vergleich zu den kräftigen Steigerungsraten ein Jahr zuvor verhaltener. Darin kommt auch das seit Juni 2012 rückläufige Konsumentenvertrauen zum Ausdruck, mit dem es erst mit Beginn des Jahres 2013 wieder aufwärts ging. Die Hiobsbotschaften rund um die Euro-Staatsschuldenkrise sowie die gesamtkonjunkturelle Abkühlung ging an der im Europavergleich robusten Konsumlaune der Deutschen nicht spurlos vorüber. Im Zeitraum Dezember 2012 bis Februar 2013 belasteten obendrein der Kalendereffekt - unsere Märkte hatten drei Verkaufstage weniger als im Vorjahr - sowie der früh einsetzende und zähe Winter unsere flächenbereinigte Umsatzentwicklung in Deutschland. Im Gesamtjahr 2012/2013 gelang es uns trotzdem, das im Vorjahr kräftig gewachsene Umsatzniveau zu behaupten. HORNBACH setzte sich abermals signifikant vom Wettbewerb in Deutschland ab. Laut BHB verlor die DIY-Branche im Zeitraum Januar bis Dezember 2012 flächenbereinigt 0,8% Umsatz. Im Gegensatz dazu verzeichneten unsere inländischen Filialen im Kalenderjahr 2012 leichte Umsatzzuwächse und schnitten rund eineinhalb Prozentpunkte besser ab als der Branchendurchschnitt in Deutschland. HORNBACH baute dadurch seine Marktposition weiter aus. In Bezug auf die Gesamtumsätze aller deutschen Bau- und Gartenmärkte (22,4 Mrd. €) stieg der Marktanteil von 9,2% auf 9,3%. Betrachtet man nur die Bau- und Gartenmärkte mit mehr als 1.000 qm Verkaufsfläche in Deutschland (Marktvolumen 18,6 Mrd. €), so verbesserte sich der Marktanteil in diesem Segment von 11,0% auf 11,1%. Insgesamt konnten wir dank unseres Handelskonzepts, das sich insbesondere auf die Bedürfnisse von Projektkunden konzentriert, erneut überdurchschnittlich von der Nachfrage im deutschen Wohnungsbau und Renovierungsgeschäft profitieren. Zu diesem Erfolg trug auch der HORNBACH-Onlineshop (www.hornbach.de) bei, der die Markenbildung und Kundenbindung positiv beeinflusst hat. Übriges EuropaAußerhalb Deutschlands gaben die flächenbereinigten Umsätze im Geschäftsjahr 2012/2013 um 3,2% (einschließlich Währungskurseffekten: 3,3%) nach. Der wesentliche Grund für die erwartete Umsatzabschwächung war die wegen der Schuldenkrise in weiten Teilen Europas lahmende Konjunktur. Die Verunsicherung der Verbraucher in der zweiten Geschäftsjahreshälfte war deutlich ausgeprägter als in Deutschland. Die privaten Haushalte traten in etlichen europäischen Ländern im Verlauf des Jahres 2012 kräftig auf die Konsumbremse. Hinzu kamen Einschränkungen im Wohnungsbau und Immobiliensektor, was auch die Do-it-yourself-Branche in Mitleidenschaft zog. So rutschten beispielsweise die Niederlande, wo Hypothekenzinsen künftig nicht mehr vollständig von der Steuer absetzbar sind, in eine tiefe Immobilienkrise. Vom allgemein rückläufigen Umsatztrend abkoppeln konnten sich unsere Filialen in Österreich, wo wir flächenbereinigt das im Vorjahr erfreulich erhöhte Umsatzniveau gehalten haben. In Rumänien gelang uns im Berichtsjahr erfolgreich die Trendwende: Erstmals seit dem Geschäftsjahr 2008/2009 erzielten wir hier wieder flächenbereinigte Umsatzzuwächse, und zwar gegen den negativen Markttrend. Von großer Bedeutung ist neben der eigenen Umsatzperformance überdies der Vergleich mit der Branchenentwicklung. Nach den uns vorliegenden Informationen hat HORNBACH im Berichtsjahr in fünf von sieben Ländern außerhalb Deutschlands signifikant besser abgeschnitten als der Wettbewerb und unter schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen weiter Marktanteile hinzugewonnen. In zwei Ländern bewegten wir uns im Branchendurchschnitt. Filial- und Flächenentwicklung HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern![]() Entwicklung des HORNBACH-FilialnetzesIm Berichtsjahr 2012/2013 hat HORNBACH fünf neue großflächige Bau- und Gartenmärkte in Betrieb genommen. Im Mai 2012 wurde in Sundbyberg bei Stockholm (Schweden) ein neuer HORNBACH Bau- und Gartenmarkt eröffnet. Damit umfasst unser schwedisches Filialnetz nunmehr vier Standorte. Im Juli 2012 eröffneten wir in Timisoara einen neuen großflächigen Markt, unseren fünften Standort in Rumänien. Im August 2012 bauten wir mit einem neuen Markt in Riddes (Kanton Wallis) unser Filialnetz in der Schweiz auf sechs HORNBACH Bau- und Gartenmärkte aus. Im vierten Quartal standen zwei Neueröffnungen in Deutschland an. Im Dezember 2012 ging eine neue HORNBACH-Filiale in Oberhausen an den Start. Im Februar 2013 wurde das Expansionsprogramm des Geschäftsjahres mit der Eröffnung eines Neubaus am Standort Bremen abgeschlossen. Dieser Markt ersetzte den in der Nähe befindlichen Altstandort. Unter Berücksichtigung der vier Neueröffnungen sowie eines Ersatzstandorts betreiben wir zum 28. Februar 2013 konzernweit 138 Einzelhandelsfilialen (29. Februar 2012: 134). Die Verkaufsfläche der 92 Filialen in Deutschland beläuft sich auf rund 988.000 qm. Die 46 Bau- und Gartenmärkte im übrigen Europa haben eine Verkaufsfläche von rund 610.000 qm. Die internationalen Märkte verteilen sich auf die Länder Österreich (11), Niederlande (9), Luxemburg (1), Tschechische Republik (8), Schweiz (6), Schweden (4), Slowakei (2) und Rumänien (5). Die Gesamtverkaufsfläche im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern beläuft sich zum 28. Februar 2013 auf rund 1.598.000 qm. Die Durchschnittsgröße eines HORNBACH Bau- und Gartenmarktes beträgt wie im Vorjahr rund 11.600 qm. ErtragslageErtragskennzahlen HORNBACH-Baumarkt-AG Konzernscroll
(Differenzen durch Rundung in Mio. €) Ertragsentwicklung im HORNBACH-Baumarkt-AG KonzernIm Geschäftsjahr 2012/2013 lagen die Erträge im Konzern der HORNBACH-Baumarkt-AG erwartungsgemäß unter den Rekordergebnissen des Vorjahres. Dies ist im Wesentlichen auf die in der zweiten Jahreshälfte beschleunigte, flächenbereinigte Umsatzabschwächung des Segments Baumärkte und dadurch schlechtere Kostenquoten zurückzuführen. Das Ergebnis unbeeinflusst von Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) ging im Konzern um 15,5% auf 155,8 Mio. € (Vj. 184,3 Mio. €) zurück. Die EBITDA-Marge (in Prozent vom Nettoumsatz) sank von 6,1% im Vorjahr auf 5,2%. Das Konzernbetriebsergebnis (EBIT) lag mit 99,3 Mio. € entsprechend unserer Prognose zum Dreivierteljahr unter dem Vorjahreswert in Höhe von 128,4 Mio. € (minus 22,7%). Die EBIT-Marge wird mit 3,3 % (Vj. 4,3 %) ausgewiesen. Ergebniswirksam verbucht wurde im Geschäftsjahr 2012/2013 ein positiver operativer Sondereffekt im sonstigen Ergebnis in Höhe von 5,5 Mio. € im Zusammenhang mit der Stromsteuer in Deutschland (siehe Kommentierung innerhalb des Segments Baumärkte). Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) verringerte sich um 30,1% auf 74,4 Mio. € (Vj. 106,5 Mio. €). Ursache für den prozentual stärkeren Rückgang als beim EBIT war in erster Linie die Verschlechterung des Zinsergebnisses von minus 19,3 Mio. € auf minus 24,0 Mio. €. Dieses verringerte sich im Wesentlichen wegen der im Vorjahresvergleich niedrigeren Zinserträge sowie wegen des zusätzlichen Zinsaufwands für die per 25. Februar 2013 vorzeitig zurückgezahlte Unternehmensanleihe (ISIN XS0205954778, WKN: A0C4RP) mit einer ursprünglich vereinbarten Laufzeit bis 15. November 2014. Dem stand eine Verbesserung der negativen Währungseffekte (inklusive Devisentermingeschäften) von minus 2,5 Mio. € auf minus 0,9 Mio. € gegenüber. Insgesamt verschlechterte sich das Finanzergebnis von minus 22,0 Mio. € auf minus 24,9 Mio. €. Der Konzernjahresüberschuss gab um 32,4% auf 52,3 Mio. € (Vj. 77,4 Mio. €) nach. Die Konzernsteuerquote erhöhte sich von 27,3% auf 29,7%. Die Umsatzrendite nach Steuern ermäßigte sich von 2,6% auf 1,7%. Das Ergebnis je Aktie (siehe Anmerkung 9) wird mit 1,64 € (Vj. 2,43 €) ausgewiesen. Ertragskennzahlen Segment Baumärktescroll
(Differenzen durch Rundung in Mio. €) Ertragsentwicklung im Segment BaumärkteDas Segment Baumärkte umfasst das operative Einzelhandelsgeschäft der großflächigen HORNBACH Bau- und Gartenmärkte innerhalb des Konzerns. Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2013 betreiben wir europaweit 138 (Vj. 134) DIY-Einzelhandelsfilialen. Die Nettoumsätze des Segments erhöhten sich im Berichtsjahr 2012/2013 leicht um 0,6% auf 3.019 Mio. € (Vj. 3.000 Mio. €) Im Geschäftsjahr 2012/2013 lagen die operativen Ertragskennziffern im Segment Baumärkte signifikant unter den hohen Vorjahreswerten. Dies ist im Wesentlichen auf die flächenbereinigte Umsatzabschwächung insbesondere außerhalb Deutschlands zurückzuführen. Im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr 2011/2012 bremste das die Umsatzdynamik im Segment Baumärkte insgesamt spürbar ab. Dadurch stellten sich die Kostenquoten deutlich ungünstiger dar, obwohl die Filial-, Voreröffnungs- und Verwaltungskosten in Summe sogar unter dem Budgetansatz blieben. RohertragsmargeDie Handelsspanne hat im Berichtsjahr 2012/2013 fast das Vorjahresniveau erreicht. Der warenwirtschaftliche Rohertrag in Prozent vom Nettoumsatz lag bei 37,3% (Vj. 37,4%). Dabei konnten wir Erhöhungen der Einkaufspreise mit Hilfe von durchschnittlich leicht gestiegenen Verkaufspreisen sowie Veränderungen im Sortimentsmix fast ausgleichen. Währungskurseffekte beim internationalen Einkauf waren im Berichtsjahr vernachlässigbar. Filial-, Voreröffnungs- und VerwaltungskostenDie Filialkosten im Segment Baumärkte erhöhten sich um 3,3% auf 940,1 Mio. € (Vj. 909,7 Mio. €) und wiesen damit einen moderaten Anstieg auf. Die Personalaufwendungen (einschließlich Prämien), der größte Kostenblock innerhalb der Filialkosten, entwickelten sich mit plus 2,3% unterdurchschnittlich. Im Vergleich zum Vorjahr höheren, jedoch geringer als geplant ausfallenden Mieten und Betriebskosten standen ferner absolute Kosteneinsparungen in der Werbung gegenüber. Die Versorgungskosten und Abschreibungen bewegten sich in etwa auf Vorjahresniveau. In Prozent vom Nettoumsatz stiegen die Filialkosten von 30,3 % auf 31,1 %. Die Voreröffnungskosten (siehe auch Anmerkung 4) nahmen im Geschäftsjahr 2012/2013 wegen der höheren Zahl an Neueröffnungen von 6,2 Mio. € auf 9,6 Mio. € zu. Nach drei neuen Märkten im Geschäftsjahr 2011/2012 gingen im Berichtsjahr fünf neue HORNBACH-Standorte an den Start. Die Voreröffnungskostenquote erhöhte sich dadurch von 0,2% auf 0,3%. Die Verwaltungskosten erhöhten sich im Berichtsjahr um 16,2% auf 123,2 Mio. € (Vj. 106,1 Mio. €). Der Anstieg ist - wie bereits im Vorjahr - zu einem großen Teil auf wichtige Zukunftsprojekte in den Verwaltungen zurückzuführen. Dazu zählen unter anderem der Auf- und Ausbau unserer Aktivitäten im Online-Handel und im Kundenservice sowie Innovationen zur weiteren Optimierung operativer Betriebsabläufe. Die Verwaltungskostenquote erhöhte sich vor diesem Hintergrund von 3,5% auf 4,1%. Sonstiges ErgebnisDas sonstige Ergebnis erhöhte sich im Berichtsjahr deutlich von 15,7 Mio. € auf 20,5 Mio. €. Der wesentliche Grund für die Erhöhung war die abschließende Klärung ausstehender Sachverhalte aus der Lieferung von Nutzenergien in Deutschland durch den von uns beauftragten Energiedienstleister. Auf dieser Grundlage konnten die in den Vorjahren gebildeten Rückstellungen in Höhe von 3,9 Mio. € aufgelöst werden. Weiterhin sind im sonstigen Ergebnis 1,6 Mio. € nach Abzug von Servicebeträgen aus bisher nicht abgerechneten Vergütungen berücksichtigt. Ein weiterer Grund für den Anstieg des sonstigen Ergebnisses sind die von 3,6 Mio. € auf 4,1 Mio. € gestiegenen Erträge aus der Konzernumlage. Positiv auf das sonstige Ergebnis wirkte sich überdies ein Basiseffekt im sonstigen nicht operativen Ergebnis aus: Im Geschäftsjahr 2011/2012 führten außerplanmäßige Abschreibungen in Rumänien hauptursächlich zu einem negativen, sonstigen nicht operativen Ergebnis in Höhe von minus 1,4 Mio. €; demgegenüber gab es im Berichtsjahr im Wesentlichen keine nicht operativen Effekte im Segmentergebnis. EBITDA und EBITDas EBITDA des Segments Baumärkte reduzierte sich im Geschäftsjahr 2012/2013 um 29,1% auf 107,7 Mio. € (Vj. 152,0 Mio. €). Das entspricht einer EBITDA-Marge von 3,6% (Vj. 5,1%). Das Betriebsergebnis (EBIT) sank um 35,9% auf 74,2 Mio. € (Vj. 115,7 Mio. €). In Prozent vom Nettoumsatz stand das EBIT im Berichtsjahr bei 2,5% (Vj. 3,9%). Ertragsentwicklung im Segment ImmobilienIm Segment Immobilien sind sämtliche Immobilienaktivitäten des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns gebündelt. Hauptgeschäft ist der Bau und die anschließende konzerninterne Vermietung von Baumarktimmobilien, die entweder im Eigentum von Gesellschaften des Konzerns stehen oder nach der Errichtung an einen externen Investor verkauft und zurückgemietet wurden. Dem Segment Baumärkte werden die jeweiligen Baumarktimmobilien zu einem vergleichbaren Mietzins und zu marktüblichen Konditionen weiterverrechnet. Die Erträge im Segment Immobilien lagen im Geschäftsjahr 2012/2013 deutlich über den Vergleichswerten des Vorjahres. Ertragskennzahlen Segment Immobilienscroll
Ergebnis aus VermietungDie Mieterträge im Segment Immobilien, die zu 99% aus internen Mieterträgen bestehen, haben sich im Berichtsjahr um 8,4% auf 143,6 Mio. € (Vj. 132,5 Mio. €) erhöht. Die Immobilienkosten stiegen im gleichen Zeitraum im Wesentlichen bedingt durch höhere Betriebskosten und Abschreibungen unterproportional um 5,5% auf 97,8 Mio. € (Vj. 92,7 Mio. €). Das Ergebnis aus Vermietung erhöhte sich im Berichtsjahr um 15,1% auf 45,8 Mio. € (Vj. 39,8 Mio. €). Veräußerungsgewinne/-verluste und ImmobilienergebnisIm Berichtsjahr verzeichneten wir geringfügige Veräußerungsgewinne in Höhe von 0,3 Mio. €. Dem standen im Geschäftsjahr 2011/2012 Veräußerungsverluste aus Immobilientransaktionen in Höhe von 0,5 Mio. € gegenüber. Das Immobilienergebnis erhöhte sich um 17,4% auf 46,1 Mio. € (Vj. 39,2 Mio. €). Sonstiges ErgebnisDas sonstige Ergebnis (ohne Veräußerungsgewinne bzw. -Verluste) wird im Geschäftsjahr 2012/2013 mit minus 1,4 Mio. € (Vj. minus 1,7 Mio. €) ausgewiesen. Ergebnismindernd wirkten sich im Berichtsjahr sonstige Aufwendungen und Rückstellungen für die Sanierung von Baumarktimmobilien sowie außerplanmäßige Abschreibungen auf Grundstücke aus. EBITDA und EBITDank höherer Mieterträge in Verbindung mit unterproportional gestiegenen Immobilienkosten sowie im Vergleich zum Vorjahr geringerer Ergebnisbelastungen aus der Immobilienentwicklung verzeichneten wir im Berichtszeitraum 1. März 2012 bis 28. Februar 2013 ein erfreuliches Ertragswachstum im Segment Immobilien. So erhöhten sich das EBITDA um 22,8% auf 57,7 Mio. € (Vj. 47,0 Mio. €) und das EBIT um 19,2% auf 42,8 Mio. € (Vj. 35,9 Mio. €). Ertragsentwicklung nach geografischen RegionenUnser Handelsgeschäft in Deutschland hat im Geschäftsjahr 2012/2013 für die Ertragsentwicklung des Konzerns weiter an Bedeutung hinzugewonnen. Wie in der Segmentberichterstattung in der Abgrenzung nach geografischen Regionen zu erkennen ist, hat sich das Gewicht der Ergebnisbeiträge zugunsten des Segments Deutschland verlagert. Dies ist das Spiegelbild der robusten flächenbereinigten Umsatzperformance im Inland, die im Vergleich zum übrigen Europa zu einer deutlich stabileren Ergebnisentwicklung beigetragen hat. Das EBITDA in Deutschland gab um 3,6% von 68,2 Mio. € auf 65,8 Mio. € nach, während auf Konzernebene ein Rückgang des EBITDA von 15,5% ausgewiesen wird. Der inländische Anteil am EBITDA des Konzerns stieg von 37% auf 42%. Das EBIT des Segments Deutschland ging von 33,9 Mio. € auf 29,6 Mio. € zurück. Der Inlandsanteil auf Ebene des Betriebsergebnisses verbesserte sich im Geschäftsjahr 2012/2013 von 26% auf 30%. Die EBIT-Marge erreichte in Deutschland 1,7% nach 2,0% im Jahr zuvor. Der inländische Anteil am Betriebsergebnis beinhaltete auch im Geschäftsjahr 2012/2013 signifikante Aufwendungen für die nachhaltige Innovationsarbeit. Ein Großteil der projektgetriebenen Verwaltungskosten in Höhe von rund 22 Mio. € (Vj. rund 13 Mio. €) entfiel auf den weiteren Ausbau unseres Online-Shops, der seit seinem Start im Dezember 2010 immer mehr Artikel, Bestellmöglichkeiten und Serviceinformationen bietet. Die auf den geplanten internationalen Rollout des Online-Handels entfallenden Kosten wurden im Rahmen der Konzernumlage weiterverrechnet. Ferner setzten wir den Aufbau des Kundenservicecenters für die deutschen Märkte fort. Daneben gab es eine Reihe weiterer Entwicklungsprojekte für den Einkauf, die Logistik und den Betrieb der Bau- und Gartenmärkte, mit denen wir das künftige Wachstum des Konzerns vorantreiben wollen. Die Verwaltungskosten im Segment Deutschland nahmen vor diesem Hintergrund im Berichtsjahr um 9,0% zu. Bereinigt man die Kosten der zentralen Zukunftsprojekte, bleiben die Verwaltungskosten auf Vorjahresniveau, wodurch das bereinigte inländische EBIT im Geschäftsjahr 2012/2013 um rund zehn Prozent über dem Vorjahreswert liegt. Die Ergebnisbeiträge der internationalen Aktivitäten, die auf Ebene des Teilkonzerns HORNBACH International GmbH zusammengefasst werden, haben sich im Zuge der flächenbereinigten Umsatzabkühlung gegenüber dem Vorjahr verringert. Auf das Ausland entfielen im Berichtszeitraum mit 90,1 Mio. € (Vj. 116,1 Mio. €) rund 58% (Vj. 63%) des EBITDA im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern. Das EBIT ging im Ausland von 94,5 Mio. € auf 69,8 Mio. € zurück. Der Auslandsanteil am EBIT sank dadurch von 74% auf 70%. Mit einer EBIT-Marge von 5,5% (Vj. 7,4%) ist die Profitabilität im übrigen Europa nach wie vor höher als in Deutschland. DividendenvorschlagVorstand und Aufsichtsrat der HORNBACH-Baumarkt-AG werden der Hauptversammlung am 4. Juli 2013 eine im Vergleich zum Vorjahr unveränderte Dividende von 0,50 € je gewinnberechtigter Stückaktie (ISIN: DE0006084403) vorschlagen. EBIT nach Segmenten (in Mio. €)![]() EBIT nach Regionen (Anteil in %)![]() ![]() FinanzlageGrundsätze und Ziele des FinanzmanagementsFinanzierungsmaßnahmen werden durch das Konzerntreasury der HORNBACH-Baumarkt-AG getroffen. Durch die zentrale Organisation des Finanzmanagements sind ein einheitlicher Auftritt der HORNBACH-Gruppe an den Finanzmärkten und ein konzerneinheitliches Liquiditätsmanagement gewährleistet. Finanzierungshilfen in Form von Garantien und Patronatserklärungen werden von der HORNBACH-Baumarkt-AG nur für Tochtergesellschaften gewährt. Die für ein effizientes Liquiditätsmanagement erforderlichen Informationen werden durch eine alle relevanten Gesellschaften berücksichtigende, monatlich aktualisierte, rollierende Konzernfinanzplanung mit einem Planungshorizont von zwölf Monaten sowie einer täglich aktualisierten kurzfristigen Finanzvorschau sichergestellt. Auf Basis der zur Verfügung stehenden Informationen wird zunächst der Finanzierungsbedarf einzelner Konzerneinheiten durch Liquiditätsüberschüsse anderer Konzerngesellschaften in Form eines Cash Poolings ausgeglichen und auf Basis konzerninterner Darlehensverträge marktgerecht verzinst. Der externe Finanzierungsbedarf wird durch Kreditaufnahmen bei Banken und am Kapitalmarkt gedeckt. Weiterhin wurden bisher Baumarktimmobilien nach ihrer Fertigstellung an Investoren verkauft und die Nutzung durch Mietverträge sichergestellt (Sale & Leaseback). Hierbei wurde die Klassifizierung als "Operating Lease" gemäß IAS 17 angestrebt. Aufgrund der zu erwartenden Neuerungen bei der Leasingbilanzierung nach IAS 17 und dem voraussichtlichen Wegfall der Klassifizierung "Operating Lease" werden zukünftige Transaktionen auf Vorteilhaftigkeit überprüft. Externe Finanzierungen erfolgen üblicherweise in Form nicht besicherter Kredite sowie durch Immobilienverkäufe (Sale & Leaseback). Aufgrund der vorausschauenden Finanzpolitik von HORNBACH werden fällige Finanzverbindlichkeiten möglichst frühzeitig refinanziert. Gemäß den internen Risikogrundsätzen werden derivative Finanzinstrumente ausschließlich zu Sicherungszwecken gehalten. Im Anhang sind in den Erläuterungen zur Konzern-Bilanz die Nominalwerte sowie die Bewertungen der bestehenden derivativen Finanzinstrumente dargestellt. FinanzschuldenZum Bilanzstichtag 28. Februar 2013 bestehen im Konzern Nettofinanzschulden in Höhe von 64,9 Mio. € (Vj. 27,7 Mio. €). Diese setzen sich wie folgt zusammen: scroll
(Differenzen durch Rundung in Mio. €)
1)
Finanzierungen mit einer Nominallaufzeit
von weniger als einem Jahr (Kontokorrent und kurzfristige Zwischenfinanzierungen)
sowie Zinsabgrenzungen. Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2013 bestehen im Konzern keine kurzfristigen Finanzierungen. Die kurzfristigen Finanzschulden (bis 1 Jahr) in Höhe von 8,6 Mio. € (Vj. 24,6 Mio. €) setzen sich aus Zinsabgrenzungen in Höhe von 1,1 Mio. € (Vj. 5,7 Mio. €), Verbindlichkeiten aus der Bewertung derivativer Finanzinstrumente in Höhe von 0,2 Mio. € (Vj. 5,7 Mio. €) sowie aus dem kurzfristig fälligen Anteil langfristiger Finanzierungen in Höhe von 7,3 Mio. € (Vj. 13,3 Mio. €) zusammen. Solide KapitalstrukturBei Finanzierungen genießt HORNBACH große Flexibilität und nutzt ein breites Spektrum von unterschiedlichen Finanzierungsinstrumenten. So hat die HORNBACH-Baumarkt-AG Anfang 2013 das günstige Kapitalmarktumfeld genutzt und am 15. Februar 2013 eine siebenjährige Unternehmensanleihe mit einem Volumen von 250 Mio. € am Markt platziert. Mit dem Emissionserlös wurde die seit November 2004 bestehende Anleihe mit einem Zinscoupon von 6,125% am 25. Februar 2013 vorzeitig zurückgeführt. Damit konnte das Fälligkeitsprofil der Finanzverbindlichkeiten maßgeblich verbessert werden. Aufgrund hoher Nachfrage von Seiten privater und institutioneller Anleger war die Emission mehrfach überzeichnet. Die neue Anleihe ist mit einem Zinscoupon von 3,875% ausgestattet. Zum Emissionskurs von 99,25% ergibt sich eine Rendite von 4,00% p.a. Zum 30. Juni 2011 hat die HORNBACH-Baumarkt-AG ein unbesichertes Schuldscheindarlehen in Höhe von 80,0 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2016 aufgenommen. Mit dem Mittelzufluss wurde das zum 30. Juni 2011 fällige Schuldscheindarlehen in gleicher Höhe abgelöst. Außerdem besteht weiterhin der Schuldschein der HORNBACH Baumarkt CS spol s.r.o. aus dem Geschäftsjahr 2010/2011 über ursprünglich 20 Mio. € in CZK mit einer Laufzeit bis zum 31. August 2015. Das Schuldscheindarlehen der HORNBACH (Schweiz) AG über ursprünglich 20 Mio. € in CHF wurde aufgrund der guten Liquiditätssituation zum 31. Dezember 2012 vorzeitig zurückgeführt. Der dazugehörige Swap wurde zum gleichen Termin zu Marktwerten abgelöst. Die Valutierung der grundbuchlich besicherten Finanzierungen beträgt zum Bilanzstichtag 28,4 Mio. € (Vj. 50,7 Mio. €). Als Sicherheit für Hypothekendarlehen bestehen zum 28. Februar 2013 Grundschulden in Höhe von 85,5 Mio. € (Vj. 146,5 Mio. €). Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2013 verfügt der HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern über 300,2 Mio. € (Vj. 313,8 Mio. €) freie Kreditlinien zu marktüblichen Konditionen. Diese beinhalten eine syndizierte Kreditlinie über 250 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 14. Dezember 2016. Die Kreditlinie kann in Höhe von bis zu 25 Mio. € auch in Fremdwährungen, insbesondere in CHF, SEK und CZK, in Anspruch genommen werden. Daneben können innerhalb des Kreditrahmens ergänzende bilaterale Darlehensverträge in Höhe von bis zu 50 Mio. € (auch in Fremdwährungen) abgeschlossen werden. Bei Inanspruchnahme der Kreditlinie erfolgt die Verzinsung auf Basis des 3-oder 6-Monats-Euribors bzw. des entsprechenden Ibors zuzüglich einer Zinsmarge. Die anzuwendende Zinsmarge wird in Abhängigkeit des von einer international anerkannten Rating Agentur an die HORNBACH-Baumarkt-AG vergebenen Unternehmensratings festgelegt. Bei Ausnutzungsquoten oberhalb definierter Schwellenwerte oder bei Ausnutzung in Fremdwährung erfolgen Margenaufschläge. Für den ungenutzten Teil der Kreditlinie wird eine Bereitstellungsprovision in Abhängigkeit der jeweiligen Zinsmarge berechnet. Zwecks Gewährleistung einer möglichst umfangreichen Flexibilität verfügen alle wesentlichen Konzerngesellschaften über Kreditlinien in lokaler Währung, in der Regel bei lokalen Banken. Bei den Kreditlinien, den Schuldscheindarlehen sowie der Anleihe sind keine Sicherheiten in Form von Vermögenswerten eingebunden. Die Vertragsvereinbarungen erfordern aber die Einhaltung banküblicher Verpflichtungen (Covenants), deren Nichteinhaltung die Pflicht zur vorzeitigen Rückzahlung zur Folge haben kann. Diese betreffen regelmäßig "pari passu" - und "negative pledge" - Erklärungen sowie bei wesentlichen Finanzierungen auch "cross default" - Vereinbarungen. Bei der syndizierten Kreditlinie der HORNBACH-Baumarkt-AG sowie den Schuldscheindarlehensvereinbarungen des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns müssen zusätzlich bestimmte Finanzrelationen eingehalten werden. Diese Finanzkennzahlen werden auf Basis des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns ermittelt und erfordern einen Zinsdeckungsgrad in Höhe von mindestens 2,25-fach und eine Eigenkapitalquote in Höhe von mindestens 25%. Außerdem wurden Höchstgrenzen grundbuchlich besicherter Finanzierungen sowie Finanzierungen durch Tochterunternehmen vereinbart. Im Rahmen des internen Risikomanagements werden regelmäßig der Zinsdeckungsgrad, der dynamische Verschuldungsgrad, die Eigenkapitalquote, die vereinbarten Finanzierungshöchstgrenzen sowie die Unternehmensliquidität (flüssige Mittel plus freie bestätigte Kreditlinien) überwacht. Quartalsweise werden weitere Kennzahlen berechnet. Bei Unterschreitung bestimmter Sollgrößen werden frühzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen getroffen. Sämtliche Covenants wurden im Berichtsjahr stets eingehalten. Weitere Informationen zu den Finanzschulden finden sich im Anhang in den Erläuterungen zur Konzern-Bilanz unter Anmerkung (22). Der Finanzmittelbestand beträgt zum Bilanzstichtag 317,2 Mio. € (Vj. 404,3 Mio. €). Die Liquiditätsdisposition erfolgt, wie in der Vergangenheit, in Form von Festgeldern am Geldmarkt mit einem Anlagehorizont von maximal drei Monaten. Im Zuge der Finanzkrise wurden Anlagehöchstgrenzen je Bank definiert, um durch eine breitere Streuung der flüssigen Mittel die Sicherheit zu erhöhen. Finanzkennzahlen HORNBACH-Baumarkt-AG Konzernscroll
Investitionen in Höhe von 116,6 Mio. €Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden im Konzern der HORNBACH-Baumarkt-AG insgesamt 116,6 Mio. € (Vj. 103,8 Mio. €) überwiegend in Grundstücke, Gebäude sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung für bestehende sowie im Bau befindliche Bau- und Gartenmärkte investiert. Die Mittel für die zahlungswirksamen Investitionen in Höhe von 116,6 Mio. € (Vj. 103,8 Mio. €) konnten im Wesentlichen aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 94,9 Mio. € (Vj. 103,8 Mio. €) gewonnen werden. Die Abdeckung des Restbetrages erfolgte durch den Abbau der liquiden Mittel. Für neue Immobilien einschließlich im Bau befindlicher Objekte wurden rund 53% der Investitionssumme ausgegeben. Rund 47% der Investitionssumme wurden im Wesentlichen für Ersatz und Erweiterung der Betriebs- und Geschäftsausstattung aufgebracht. Die bedeutendsten Investitionsprojekte betrafen die im Geschäftsjahr 2012/2013 eröffneten Bau- und Gartenmärkte in Oberhausen (Deutschland), Riddes (Schweiz) und Timisoara (Rumänien), Bauleistungen für Bau- und Gartenmärkte, die in den folgenden Geschäftsjahren eröffnet werden, den Umbau und die Erweiterung bestehender Märkte, den Erwerb von Grundstücken für die weitere Expansion, Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie in immaterielle Vermögenswerte, insbesondere Software. Kapitalflussrechnungscroll
(Differenzen durch Rundung in Mio. €)
1)
Konzernergebnis nach Steuern plus Abschreibungen
auf Gegenstände des Anlagevermögens plus Veränderungen der Rückstellungen
minus Gewinne/plus Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen plus/minus
sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit verringerte sich im Geschäftsjahr 2012/2013 gegenüber dem Vorjahr von 103,8 Mio. € auf 94,9 Mio. €. Dabei verringerten sich die Mittelzuflüsse aus dem operativen Geschäft ("Funds from operations") von 144,0 Mio. € auf 108,0 Mio. €. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die flächenbereinigte Umsatzabschwächung und dadurch schlechtere Kostenquoten zurückzuführen. Aus der Veränderung des Working Capitals (Veränderungen der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger Aktiva plus Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger Passiva) ergab sich ein Mittelabfluss von 13,1 Mio. € nach einem Mittelabfluss in Höhe von 40,2 Mio. € im Vorjahr. Der Mittelabfluss in Höhe von 13,1 Mio. € stammt im Wesentlichen aus dem Abbau anderer Passiva sowie einem expansionsbedingten Vorratsaufbau. Der erhöhte Mittelabfluss im Vorjahr war im Wesentlichen Folge eines Stichtagseffekts aus der früheren Begleichung von Lieferantenverbindlichkeiten. Der Zahlungsmittelabfluss aus der Investitionstätigkeit erhöhte sich von 92,7 Mio. € auf 113,3 Mio. €. Dabei standen den um 12,8 Mio. € auf 116,6 Mio. € gestiegenen Investitionen geringere Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens in Höhe von 3,3 Mio. € (Vj. 11,1 Mio. €) gegenüber. Wie im Vorjahr wurde im Geschäftsjahr 2012/2013 kein Bau- und Gartenmarkt im Rahmen einer Sale & Leaseback-Transaktion veräußert. Der Zahlungsmittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit summierte sich im Geschäftsjahr 2012/2013 auf 68,6 Mio. € nach einem Abfluss in Höhe von 30,7 Mio. € im Vorjahr. Dabei wurden durch planmäßige und vorzeitige Tilgungen langfristige Finanzschulden in Höhe von 45,5 Mio. € zurückgeführt. Die kurzfristigen Finanzkredite reduzierten sich um 4,8 Mio. € (Vorjahr Mittelabfluss von 0,02 Mio. €). Die Brutto-Finanzschulden reduzierten sich von 431,9 Mio. € im Vorjahr auf 382,1 Mio. € im Berichtsjahr. RatingSeit 2004 wird die Bonität des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns von den international führenden Ratingagenturen Standard & Poor's und Moody's Investors Service bewertet. Bis zum Abschluss dieses Berichts bestätigten beide Agenturen ihre Ratings in den letztaktuellen Publikationen mit "BB+" und einem stabilen Ausblick bei Standard & Poor's sowie "Ba2" und einem positiven Ausblick bei Moody's. VermögenslageEigenkapitalquote steigt auf 51,4%Bilanz HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern (Kurzfassung)scroll
(Differenzen durch Rundung in Mio. €) Die Konzernbilanzsumme fällt im Vergleich zum Vorjahr um 30,7 Mio. € oder minus 1,9% auf 1.597,4 Mio. €. Die Verminderung der Bilanzsumme ist im Wesentlichen auf die Verringerung der flüssigen Mittel von 404,3 Mio. € auf 317,2 Mio. € zurückzuführen, die hauptsächlich aus der Expansion und der Rückführung von Finanzschulden resultiert. Dem stand vor allem die expansionsbedingte Zunahme des Sachanlagevermögens sowie der Vorräte gegenüber. Das bilanzielle Eigenkapital im Konzern wird zum Ende des Geschäftsjahres mit 821,7 Mio. € (Vj. 792,0 Mio. €) ausgewiesen. Die Eigenkapitalquote hat sich von 48,6% im Vorjahr auf 51,4% erhöht. Langfristiges und kurzfristiges VermögenDas langfristige Vermögen beträgt zum Bilanzstichtag 740,5 Mio. € (Vj. 686,9 Mio. €) und damit rund 46% (Vj. 42%) der Bilanzsumme. Die Sachanlagen und fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke steigen um 57,8 Mio. € (8,9%) von 650,3 Mio. € auf 708,1 Mio. €. Dabei stehen den Sachanlagezugängen in Höhe von 113,9 Mio. € Abschreibungen in Höhe von 50,4 Mio. € sowie Anlageabgänge in Höhe von 0,9 Mio. € gegenüber. Durch Währungskursanpassung vermindern sich die Sachanlagen und fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke um 3,5 Mio. €. Außerdem wurden in Anwendung des IFRS 5 Immobilien, die zur Veräußerung bestimmt sind, per Saldo in Höhe von 1,3 Mio. € vom Sachanlagevermögen sowie den fremdvermieteten Immobilien und Vorratsgrundstücken ins kurzfristige Vermögen umgegliedert. Die langfristigen Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen einen aufgrund des SEStEG in den Geschäftsjahren 2007/2008 sowie 2010/2011 aktivierten Auszahlungsanspruch für Körperschaftsteuerguthaben zum Barwert in Höhe von 6,4 Mio. € (Vj. 8,0 Mio. €). Das kurzfristige Vermögen verringerte sich um 8,9% von 941,2 Mio. € auf 857,0 Mio. € bzw. rund 54% (Vj. 58%) der Bilanzsumme. Dabei steht dem wachstumsbedingten Aufbau der Vorräte ein Abbau der flüssigen Mittel gegenüber. Zwar erhöhen sich die Vorräte von 475,7 Mio. € auf 481,6 Mio. €. Durch weitere Maßnahmen zur Optimierung der Kapitalbindung konnte aber der Lagerumschlag mit 4,0 konstant hoch gehalten werden. Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte (einschließlich Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag) liegen bei 57,1 Mio. € (Vj. 61,2 Mio. €). Langfristige und kurzfristige SchuldenDie Verbindlichkeiten inklusive der Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag 775,7 Mio. € gegenüber 836,1 Mio. € im Vorjahr. Die langfristigen Schulden verminderten sich von 471,6 Mio. € auf 438,6 Mio. €. Der Rückgang der langfristigen Schulden um 33,0 Mio. € ist im Wesentlichen auf die vorzeitige Rückführung eines Schuldscheindarlehens in der Schweiz in Höhe von 21,9 Mio. € sowie diverser Sondertilgungen von Darlehen in Höhe von rund 9,2 Mio. € zurückzuführen. In den langfristigen Schulden sind passive latente Steuern in Höhe von 33,5 Mio. € (Vj. 35,7 Mio. €) enthalten. Die kurzfristigen Schulden verringerten sich von 364,5 Mio. € auf 337,1 Mio. €. Dabei reduzierten sich die kurzfristigen Finanzschulden im Wesentlichen bedingt durch die Rückführung bestehender Finanzverbindlichkeiten um 16,0 Mio. € auf 8,6 Mio. € (Vj. 24,6 Mio. €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige Verbindlichkeiten belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 248,8 Mio. € gegenüber 244,4 Mio. € im Vorjahr. Die sonstigen Rückstellungen und abgegrenzten Schulden verringerten sich um 9,3 Mio. € von 67,6 Mio. € auf 58,3 Mio. €. Die Nettoverschuldung im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern, das heißt die Finanzschulden abzüglich der flüssigen Mittel, stieg zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr von 27,7 Mio. € auf 64,9 Mio. €. Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente und MietverpflichtungenNeben den im Eigentum des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns stehenden Bau- und Gartenmärkten und im Rahmen von Finance Lease genutzten Bau- und Gartenmärkten sind 42 Märkte sowie ein Logistikzentrum von der Schwestergesellschaft HORNBACH Immobilien AG oder deren Tochtergesellschaften sowie 57 Bau- und Gartenmärkte von fremden Dritten gemietet. Außerdem bestehen in geringerem Umfang weitere Erbpacht-, Pacht- und Mietverträge für Grundstücke. Bei den Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Erbbaurechts- und Leasingverträgen handelt es sich ausschließlich um solche Mietverträge, bei denen die Unternehmen des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns nach den IFRS-Rechnungslegungsstandards nicht der wirtschaftliche Eigentümer der gemieteten Vermögenswerte sind (Operating Lease). Mietverträge bestehen im Wesentlichen für Bau- und Gartenmärkte im In- und Ausland. Die Laufzeit der Mietverträge beträgt üblicherweise zwischen 15 und 20 Jahren, mit anschließenden Mietverlängerungsoptionen. Es bestehen Mietanpassungsklauseln. Bilanzkennzahlen HORNBACH-Baumarkt-AG Konzernscroll
1)
"Net operating profit after tax", definiert
als EBIT minus standardisierte Steuerquote im HORNBACH-Konzern von
unverändert 30% Zum 28. Februar 2013 betragen die Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Erbbaurechts- und Leasingverträgen 1.125,0 Mio. € (Vj. 1.122,8 Mio. €). Die leichte Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus diversen im Berichtsjahr vorgenommenen Mietanpassungen und Mietverlängerungen. Gesamtbeurteilung der Ertrags-, Finanz- und VermögenslageDer HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern hat sich im Geschäftsjahr 2012/2013 zufriedenstellend entwickelt und seine Marktposition gestärkt. Der Konzernumsatz wurde trotz des europaweit zunehmend eingetrübten Konjunkturumfelds und der schlechten Witterungsverhältnisse im vierten Quartal leicht gesteigert. Als erfreulich einzuordnen ist, dass wir die Umsätze der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte in Deutschland flächenbereinigt auf dem hohen Vorjahresniveau halten und unseren Marktanteil erneut erhöhen konnten. Unsere internationalen Aktivitäten, die ihren Anteil am Umsatz behaupteten, entwickelten sich vor dem Hintergrund der Rezession in Europa zufriedenstellend. Im Geschäftsjahr 2012/2013 lagen die Erträge im Teilkonzern insbesondere wegen der flächenbereinigten Umsatzabschwächung und ungünstigerer Kostenrelationen entsprechend der Prognose unter den Rekordergebnissen des Vorjahres. HORNBACH setzte im Berichtsjahr ungeachtet der kurzfristigen Ertragslage die nachhaltige Innovationsarbeit fort. Ein Großteil der projektgetriebenen Verwaltungskosten entfiel dabei auf den konsequenten Ausbau unseres E-Commerce. Darüber hinaus haben wir mit weiteren Entwicklungsprojekten die Grundlage für das langfristige Wachstum des Konzerns verbessert. Die Eigenkapitalquote hat sich auf 51,4% erhöht. Die Kapitalstruktur und die Liquidität liegen weiterhin auf einem guten Niveau. Angesichts des breiten Spektrums an Finanzierungsquellen verfügen wir über ein hohes Maß an Sicherheit und Flexibilität für die weitere Wachstumsfinanzierung. In der Gesamtschau stellt sich die wirtschaftliche Lage des Konzerns zufriedenstellend dar. Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenKein normaler Baumarkt - Fokus auf das Projekt"Wir sind kein normaler Baumarkt. Wir sind ein Projektbaumarkt." - Entsprechend diesem Selbstverständnis steht bei HORNBACH der Projektkunde im Mittelpunkt. Zu uns kommen Menschen, die Großes Vorhaben: Bau- und Renovierungsprojekte im Haus, in der Wohnung oder im Garten. Menschen mit Leidenschaft für das Heimwerken. Dabei vertrauen sie auf einen Partner, der ihnen ein umfassendes Spektrum an Leistungen rund um ihr Projekt bietet: leicht zu erreichende Standorte, eine hohe Sortimentstiefe und -breite, die Bevorratung in projektrelevanten Mengen, eine einfache und übersichtliche Warenpräsentation, verlässliche Dauertiefpreise sowie professionelle Beratung. Dabei setzen wir nicht nur auf ein leistungsfähiges Filialnetz im stationären Einzelhandel, sondern auch auf unser umfangreiches Online-Angebot. So ist in Deutschland und sukzessive weiteren Ländern der bequeme Einkauf über unseren Webshop möglich. Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden in allen HORNBACH Ländern im Internet inspirierende Projektideen, Produktinformationen sowie Planungs- und Umsetzungshilfen. HORNBACH-Konzept europaweit erfolgreichDie klare Positionierung als Nr. 1 für Projekte ist im vergangenen Geschäftsjahr erneut in verschiedenen Verbraucherbefragungen und Branchenstudien gewürdigt worden. In der von der ServiceBarometer AG seit dem Jahr 1992 herausgegebenen Studie "Kundenmonitor", einer der renommiertesten Kundenzufriedenheitsbefragungen Deutschlands, wurden auch im Jahr 2012 wieder fast 6.000 Baumarktkunden zu ihrem Stammbaumarkt befragt. HORNBACH erzielte dabei unter den zehn großen ausgewerteten Baumarktketten in vielen bedeutenden Einzelkategorien die beste Durchschnittsnote. Unter anderem konnten wir für Projektkunden besonders wichtige Aspekte wie zum Beispiel das "Produktangebot im Vergleich zum Wettbewerb", die "Qualität der Waren und Produkte", das "Preis-Leistungs-Verhältnis", die "Preise im Vergleich zum Wettbewerb" und den "Service im Vergleich zum Wettbewerb" für uns entscheiden. Auch international bestätigten die Verbraucher, dass HORNBACH mit seiner konsequenten Projektorientierung Kundenvorteile und eine deutliche Differenzierung vom Wettbewerb geschaffen hat. So belegten wir in Österreich und der Schweiz beim - analog zum deutschen Pendant durchgeführten - "Kundenmonitor 2012" beim "Produktangebot", der "Auswahl und Angebotsvielfalt" und den "Preisen im Vergleich zum Wettbewerb" jeweils den ersten Platz. In Österreich haben wir darüber hinaus in Kategorien wie dem "Preis-Leistungs-Verhältnis" gepunktet, in der Schweiz wurde bei der "Produktqualität" die Bestnote erzielt. Zum fünften Mal in Folge erhielt HORNBACH in der jährlichen Kundenzufriedenheitsmessung des Schwedischen Qualitätsindex (SKI) die beste Beurteilung und hat den bereits in 2011 sehr hohen Zufriedenheitsindex nochmals verbessert. Entsprechend gut wurden auch die Einzelkategorien bewertet. Auch die niederländischen Kunden waren im Jahr 2012 besonders zufrieden und wählten HORNBACH zum "Händler des Jahres" innerhalb der Baumarktbranche. In Tschechien hat HORNBACH bei der GfK-Erhebung "Do it yourself 2012" mit sehr guten Werten bei den Preisen und beim Sortiment abgeschnitten. Auch bei der "fachlichen Beratung" erzielte HORNBACH Spitzenwerte. Europaweit homogenes FilialnetzHORNBACH verfügt über eine jahrzehntelange Erfahrung im Betreiben von großflächigen Bau- und Gartenmärkten. Das europaweite Filialnetz von 138 Märkten in neun Ländern ist das stationäre Fundament für die Umsetzung des Projektgedankens. Das Portfolio unserer Standorte im In- und Ausland ist sehr homogen. 84% der Verkaufsflächen im Konzern entfallen zum Bilanzstichtag auf Märkte, die größer als 10.000 qm sind. Das erleichtert uns die zügige Übertragung von universellen bzw. innovativen Konzepten auf die alte und neue Fläche. Die Kombination aus Homogenität und Großfläche bringt uns überdies erhebliche logistische Vorteile, mit denen wir uns einen Wettbewerbsvorsprung sichern. Des Weiteren arbeiten wir kontinuierlich daran, ältere Filialen nach und nach konzeptionell auf den modernsten Stand zu bringen bzw. Betriebsabläufe weiter so zu verbessern, dass die Kundenwünsche noch besser erfüllt werden. Das schließt Beschilderungen, Regalierungen, Anpassungen im Grundriss der Filiale bis hin zu Erweiterungen und die Weiterentwicklung des Sortiments mit ein. Neben unserem stationären Einzelhandelsgeschäft haben wir im Dezember 2010 mit dem zügigen Auf- und Ausbau unseres Online-Einzelhandels begonnen. Der Leitgedanke dahinten Der Kunde entscheidet, ob er stationär im Markt vor Ort, oder lieber über das Internet mit HORNBACH zu tun haben will, oder eine Kombination aus beidem bevorzugt. Deshalb bieten wir unseren Kunden alle Kanäle an, die er für die Umsetzung seines Projekts benötigt. Der virtuelle Bau- und Gartenmarkt unter www.hornbach.deDie intensive Vorbereitung von Bau- oder Renovierungsvorhaben im Internet ist für unsere Projektkunden inzwischen eine Selbstverständlichkeit. Seit dem Start hat sich der HORNBACH-Onlineshop (www.hornbach.de) zu einem leistungsfähigen virtuellen Bau- und Gartenmarkt gemausert. Unsere Kunden können sich online inzwischen über mehr als 50.000 Artikeln und deren Preise informieren. Umfangreiche Zusatzinformationen erleichtern den Vergleich der Artikel. Eine Vielzahl von Anleitungen in Schrift und Bild sowie mehr als 40 Meisterschmiede-Videos bieten Anregung und Hilfestellung bei der Vorbereitung und Umsetzung der Projekte. Zentrales Element für den Webauftritt ist dabei die direkte Beziehung unserer Kunden zu ihrer bevorzugten HORNBACH-Filiale. Standortabhängig erfolgt die Darstellung des Leistungsspektrums des jeweiligen Marktes. Unsere Kunden können sich so im Internet über aktuelle Schulungen, Vorführungen im Rahmen der monatlich wechselnden Projektschau und Öffnungszeiten genauso informieren, wie auch über die Verfügbarkeit der Artikel im ausgewählten Markt. Überdies finden sie online Informationen zu unseren Services wie beispielsweise dem Handwerkerservice, dem Farbmischservice, dem Baustoffzentrum-Drive-In oder dem Mietservice. Selbstverständlich gehört zur Webshopfunktion unserer Märkte die Möglichkeit, Artikel direkt nach Hause liefern zu lassen. Und wenn es einmal besonders schnell gehen muss, können unsere Kunden den Service "Online reservieren und abholen im Markt" nutzen. Bereits ab vier Stunden nach der Reservierung stehen alle Artikel zum Abholen in der gewünschten HORNBACH-Filiale bereit. Gerade für unsere Profikunden ist dieser Service ein echter Zeitsparer. Konsequente DauertiefpreisstrategieWir setzen seit Jahren auf eine kompromisslose und glaubwürdige Dauertiefpreis-Strategie. Sie gilt durchgängig für alle unsere Geschäftstätigkeiten, das heißt die Verkaufspreise in unseren Märkten und im HORNBACH-Onlineshop sind identisch. Damit unterscheiden wir uns von den Rabattaktionen und Preisdifferenzierungen, die Wettbewerber zwischen Online-Geschäft und stationärem DIY-Handel häufig machen. Wir sehen darin die beste Basis für nachhaltiges, überdurchschnittliches Wachstum sowie langfristig hohe Ertragskraft. Unser Ziel ist es, mit größtmöglicher Transparenz, Verlässlichkeit und Ehrlichkeit bei der Preisgestaltung die Kunden dauerhaft an HORNBACH zu binden. Eine an die Dauertiefpreise gekoppelte Preisgarantie soll unseren Kunden die Gewissheit geben, dass sie sich zu jedem Zeitpunkt voll und ganz auf die Lösung ihres Projektes konzentrieren können. HORNBACH Handwerkerservice in allen LändernHORNBACH-Kunden achten bei ihren Einkäufen vermehrt auf ergänzende Serviceleistungen rund um ihre Vorhaben. Für unsere Kunden, die bei uns zwar ihre Produkte auswählen, die erforderlichen Arbeiten aber versierten Fachleuten anvertrauen möchten (Do-it-for-me), haben wir den HORNBACH Handwerkerservice im Geschäftsjahr 2012/2013 noch attraktiver gemacht. Lohn dieser Arbeit ist einer internen Umfrage zufolge höchste Kundenzufriedenheit, die sich im Berichtsjahr auch an einer sehr hohen Weiterempfehlungsrate ablesen lässt. Besonders gefragt waren im vergangenen Geschäftsjahr aufwändige Gewerke, wie Haustür-, Innentür- und Fenstermontagen. Beim Service Fliesenverlegen kam uns die starke Nachfrage nach Badsanierungen zugute. Der HORNBACH Handwerkerservice bot im Berichtsjahr 23 Gewerke an, darunter Pflasterverlegung, Terrassenbau und Malerservice. Die Stärke von HORNBACH, frühzeitig Trends zu erkennen, spiegelt sich auch im "Haus des Bades" und im "Küchencenter" wider. Erfolgen Planung und Beratung im Markt, so geht die Montage Hand in Hand mit unseren Partnern im Handwerksbereich. Der Vorteil für unsere Kunden: Sie erhalten bei uns Ware und Handwerksleistung aus einer Hand. Das erleichtert beispielsweise älteren Kunden die Entscheidung, ihr Bad seniorengerecht umbauen zu lassen. Der wesentliche Kundennutzen liegt in der Vereinfachung von Renovierungsprojekten. HORNBACH übernimmt Organisation und Koordination und ist auch bei eventuell auftretenden Komplikationen der unmittelbare Ansprechpartner. Auch für unsere Handwerker-Partner ergeben sich eine Reihe von Vorteilen: pünktliche und schnelle Zahlungsabwicklung durch unser Unternehmen, keine Vorfinanzierung von Ware sowie die Übernahme der Gewährleistung für die Produkte durch HORNBACH. Überdies werden unsere Partner von administrativen Arbeiten entlastet. Sie können zusätzliche Kunden ohne zeitaufwändige Akquise gewinnen und Weiterbildungsmöglichkeiten nutzen. HORNBACH hat sich mit seinem alleinstehenden Konzept einen Wettbewerbsvorteil in der Branche erarbeitet. Der Handwerkerservice ist seit dem Berichtsjahr in allen Regionen installiert. Markenkommunikation mit viel GefühlIm Geschäftsjahr 2012/2013 stellte die Markenkommunikation das sensitive Erleben von Heimwerker-Projekten in den Mittelpunkt. Spüren, Sehen, Hören, Erleben, an die eigenen Grenzen gehen, stolz sein auf das, was man mit den eigenen Händen geschaffen hat, Brennen für etwas - Gefühle und Empfindungen, die zunehmend seltener werden. Das Glücksgefühl, das Heimwerker beim Anpacken eigener Projekte empfinden, wurde in der Kampagne "Keiner spürt es so wie Du." auf übersteigerte Art und Weise sichtbar. In der ersten Jahreshälfte geschah das durch zwei sehr unterschiedliche Spots. In "Festival" setzt ein ganz in sein Projekt vertiefter Heimwerker zum Hammerschlag an und spürt, dass er diesen Nagel perfekt treffen wird. Dieses positive Gefühl durchlebt er in seiner eigenen Welt. Er fühlt sich wie im Paradies, wie im siebten Himmel, als Star in (s)einer ausverkauften Arena mit jubelnden Fans. Um den Klang des Projektes drehte sich der Spot "Symphony". Ein Presslufthammer klingt in den Ohren des Heimwerkers wie ein Schlagzeug, eine Farbrolle wie eine Posaune und aus einer Säge strömen die sanften Töne eines Cellos. Im Herbst zeigte der Spot "Riss" die innige Verbundenheit eines Heimwerkers mit seinem Zuhause. Dies wird durch die Geschichte eines Mannes dargestellt, der mitten im Alltag die Symptome seines "kränkelnden" Zuhauses hautnah spürt. Parallel zur Imagewerbung wurden unter dem Motto "Alles fürs Projekt." konkrete Projektvorteile, die HORNBACH seinen Kunden bietet, auf einprägsame und gewohnt ungewöhnliche Weise dargestellt. In Deutschland lag dabei der Fokus auf der Bewerbung der Online-Services "Bestellen & liefern lassen" sowie "Online reservieren & abholen im Markt", in den ausländischen Regionen dagegen auf dem Thema Preis. Die Kampagnen wurden mit begleitender Onlinewerbung unterstützt, insbesondere Werbebannern, Bewegtbildwerbung und Suchmaschinenmarketing. Weitere Marketingaktivitäten wie Printanzeigen, Outdoorwerbung, Events und die Präsenz auf den Social Media-Plattformen Facebook und Twitter rundeten die Kampagnen ab. Zur Schärfung unseres Markenprofils im In- und Ausland leisteten auch im Geschäftsjahr 2012/2013 unsere Werbehefte sowie die in den Märkten stattfindenden Projektschauen einen wichtigen Beitrag. HORNBACH Werbung kommt an und trifft den "Nerv" der Heimwerker. Das zeigen unter anderem das Werbetracking, mit dem wir auch die Stärke unserer Markenkommunikation messen, sowie das Echo in Fachkreisen. Hervorzuheben ist im Jahr 2012 das Ergebnis einer Umfrage des Instituts "Batten & Company". Danach war HORNBACH eines von zehn Unternehmen, das seit 2009 die größten Zuwächse bei der Markenstärke erzielt hat. HORNBACH gehört zu den 25 stärksten Handelsmarken Deutschlands. Aber auch aus der Werbebranche kommt Anerkennung. Wie bereits in den Vorjahren, konnten wir mit unseren Kampagnen zahlreiche nationale und internationale Preise gewinnen. Personalwesen schafft Nachhaltigkeit560 neue JobsZum Bilanzstichtag 28. Februar 2013 stehen 14.222 (Vj. 13.662) Beschäftigte in einem aktiven festen Arbeitsverhältnis mit der HORNBACH-Baumarkt-AG bzw. einem ihrer Tochterunternehmen. Das ist ein Zuwachs von 4,1%. In Deutschland stieg die Mitarbeiterzahl von 8.093 auf 8.434 (plus 4,2%), im übrigen Europa um 3,9% auf 5.788 (Vj. 5.569). Im Jahresdurchschnitt und auf Vollzeit umgerechnet arbeiteten 12.674 (Vj. 12.188) Personen im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern. Rund 44% der konzernweit Beschäftigten sind Frauen. Insgesamt haben Frauen 17% der Führungspositionen im Konzern inne. Einheitlicher Rekrutierungs- und EinarbeitungsprozessUm international als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden und die richtigen Mitarbeiter gewinnen zu können, arbeiten wir in Deutschland, Österreich und den Niederlanden mit einem zentralisierten und elektronisch unterstützten Bewerbungsverfahren (eRecruiting-System). Darüber können Interessenten länderübergreifend die passenden Stellen schnell und unkompliziert finden und sich online bewerben. Für einen gelungenen Einstieg neuer Mitarbeiter im Verkauf haben wir in diesen Ländern außerdem einen standardisierten Einarbeitungsprozess implementiert. Dessen Kernelemente sind der Einsatz ausgebildeter Einarbeitungspaten und die intensive Nutzung von Selbstlernmedien. Kontinuierliche Qualifizierung und AusbildungWir setzen auf eine kontinuierliche Weiterentwicklung unseres Personals. Im Berichtsjahr nutzten in Deutschland rund 7.600 Teilnehmer unsere Seminarangebote zur Erweiterung ihrer Sortiments-, System- und Beratungskompetenz. 124 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nahmen an HORNBACH-eigenen Weiterbildungsprogrammen wie etwa zum Bad- und Küchenfachberater (IHK-Zertifikatslehrgang) teil. Als wesentlicher Baustein zur Nachwuchssicherung bilden wir in Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz in insgesamt 23 Berufen aus. Darüber hinaus absolvierten 61 Jugendliche im Rahmen eines Pilotprojektes in Rumänien eine duale Berufsausbildung bei HORNBACH. Zudem bieten wir neun duale Studiengänge an, wobei die Praxisphasen in allen europäischen Filialen durchgeführt werden können. Zum Bilanzstichtag befinden sich konzernweit 756 (Vj. 799) junge Menschen in einem aktiven Ausbildungsverhältnis. Gezielte Führungskräfteentwicklung und NachfolgeplanungIm zurückliegenden Geschäftsjahr schlossen 122 Teilnehmer unsere Nachwuchsprogramme zum Teilbereichsleiter, Assistent Manager und Marktmanager erfolgreich ab. Die Programme werden einheitlich in Deutschland, Österreich, Luxemburg, der Schweiz, Schweden und Rumänien angeboten und sollen weiter ausgerollt werden. Mitarbeiterentwicklung (Jahresdurchschnitt auf Vollzeitbeschäftigte umgerechnet)![]() Unsere Führungskräfteentwicklung baut auf einem strukturierten Nachfolgeprozess auf, der im Geschäftsjahr 2012/2013 erstmalig konzernweit installiert wurde. Dieser ermöglicht es, den Bedarf an operativen Nachwuchsführungskräften besser und schneller zu erkennen. Dank der Mitarbeiterqualifizierung können freie Stellen zügig intern besetzt werden. Als Basis dient der konzernweit einheitliche Mitarbeiterbeurteilungsprozess. Neu eingeführt wurde im Berichtsjahr überdies ein Funktionsstufenmodell. Es verfolgt das Ziel, sämtliche Stellenprofile im Unternehmen nach objektiven Kriterien zu strukturieren und somit Themen wie Vergütung, Nebenleistungen und Karrierechancen nachvollziehbar und gerecht zu regeln. IT managt erfolgreich umfangreichen ReleasewechselSeit dem 21. Januar 2013 arbeiten sämtliche Märkte, Verwaltungen und Logistikzentren im HORNBACH-Konzern mit einem neuen Release unserer Warenwirtschafts- und Logistik-Software. Die Informationstechnologie (IT) bewältigte zur Vorbereitung dieses Umstiegs mehr als 12.000 Testfälle. Damit hat HORNBACH die Basis gelegt, um an den technischen Weiterentwicklungen des Software-Herstellers teilhaben zu können. Insbesondere fiskalische Änderungen können damit direkt eingesetzt werden und müssen nicht durch Eigenentwicklung nachprogrammiert werden. Durch den Wechsel ist der Wartungszeitraum bis mindestens 2020 verlängert. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt der IT im Geschäftsjahr 2012/2013 war die Fortsetzung des Roll-outs des neuen Kassensystems "FastPOS". Nach Deutschland, Schweden, Österreich und der Schweiz sind im Berichtszeitraum die Märkte in Luxemburg und den Niederlanden umgestellt worden. Bei FastPOS wird die Kassentastatur durch einen berührungssensitiven Monitor ersetzt. In der Praxis hat sich das auf Java-Technologie basierende System bestens bewährt: Die deutlich verkürzte Einlernphase und verbesserte Benutzerführung vereinfachen die tägliche Arbeit unserer Kassenkräfte. Im Bereich der Personalsysteme wurden wichtige Prozesse mit Hilfe der IT optimiert. So wurde Mitte des Jahres 2012 ein browserbasiertes System zur Mitarbeiterbefragung eingeführt. Gegenüber der früheren Vorgehensweise hat dies den Bearbeitungsaufwand deutlich verringert und die Mitarbeiterakzeptanz erhöht. Das im Sommer 2011 in Deutschland eingeführte eRecruiting-System hat sich bestens bewährt und wurde im Berichtszeitraum in Österreich und in den Niederlanden ausgerollt. Das System führt zu einer spürbaren Entlastung in den Märkten. In Tschechien wurde die Mehrwertsteuer zum 1. Januar 2013 um jeweils einen Prozentpunkt auf 15% bzw. 21% angehoben. Die damit verbundenen Anpassungen in den IT-Systemen verliefen problemlos. Konzernlogistik sichert WettbewerbsvorteileEin wichtiger Erfolgsfaktor für den europaweiten Betrieb von großflächigen Bau- und Gartenmärkten ist eine ausgeklügelte Warenwirtschaft im Zusammenspiel mit einem homogenen Filialnetz. Mit dem Betrieb einer eigenen Konzernlogistik sichern wir uns über Jahre Wettbewerbsvorteile hinsichtlich Servicelevel für die Märkte oder beim Einkauf von Transportdienstleistungen. Die Logistik kombiniert die Direktbelieferung der Märkte, indirekte Belieferungen über Zentrallager und CrossDocking. Zu Beginn des Kalenderjahres 2013 haben wir in Soltau (Niedersachsen) einen vierten Logistikstandort in Betrieb genommen. Damit erweitern wir insbesondere für den Bereich Import und Zentrallager unsere Logistikkapazitäten. Corporate ResponsibilityDie HORNBACH-Gruppe hat ihr unternehmerisches Handeln im Sinne der Corporate Responsibility in einem Regelwerk geordnet. Dort wird sichergestellt, dass das Unternehmen seiner Verantwortung für die Umwelt, für seine Mitarbeiter und für die Gesellschaft nachkommt. Verantwortung für die UmweltNur Holz aus verantwortungsvoller WaldwirtschaftGanz besonders im Fokus stand weiterhin die Kommunikation im Kampf gegen illegal geschlagenes Holz, unterstrichen durch die Übernahme einer Garantie für die Herkunft der Hölzer aus zertifizierten Beständen. Wir machen uns dafür stark, die Aufmerksamkeit der Kunden auf Hölzer mit dem Gütesiegel des Forest Stewardship Council® (FSC®) zu lenken. Bereits 1996 hatte sich unser Unternehmen freiwillig gegenüber dem WWF und Greenpeace verpflichtet, keine unzertifizierten Tropenhölzer zu importieren. Im Februar 2002 entstand eine eigene Abteilung Qualitätsmanagement und Umwelt. Einer ihrer Tätigkeitsschwerpunkte ist der Einsatz zum Schutz der Tropenwälder und für eine verantwortungsvolle Forstwirtschaft, in der zudem die Sozial- und Arbeitsschutz-Standards eingehalten werden. Das Bewusstsein dafür in der Öffentlichkeit wächst. Auch auf politischer Seite nimmt die Bedeutung des FSC-Siegels zu. So lassen sich inzwischen auch in Deutschland kommunale Wälder zertifizieren und erhöhen damit die Möglichkeit, eine steigende Nachfrage nach zertifizierten Holzprodukten zu befriedigen. Durch diese Ausrichtung war und ist HORNBACH auf die zum 3. März 2013 in Kraft getretene europäische Holzhandelsverordnung (995/2010) vorbereitet, die unter anderem eine Sorgfaltspflicht für alle von außerhalb der Europäischen Union und in die EU importierten Hölzer und Holzprodukte beinhaltet sowie den Import von illegal geschlagenen Hölzern verbietet. Umfangreichstes FSC-AngebotViele Verbraucher achten beim Kauf von Holzprodukten darauf, ob das Holz aus verantwortungsvoller Forstwirtschaft stammt. Sie sehen Baumärkte in einer besonderen Verantwortung, ausschließlich Produkte aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft anzubieten. Um dem Wunsch der Kunden und gleichzeitig unserem nachhaltigen Selbstverständnis gerecht zu werden, erhielt HORNBACH 2007 als erste international tätige Baumarktkette das FSC-Handelskettenzertifikat GFA-COC-002007. Es gewährleistet eine kontrollierte Lieferkette vom Ursprungsort des Holzes bis zum Endprodukt. Die jährliche Auditierung durch ein unabhängiges Prüfinstitut stellt die Berechtigung zum Tragen des Zertifikats sicher. Im Jahr 2012 hat HORNBACH erfolgreich die Rezertifizierung absolviert. In allen HORNBACH-Filialen können selbst zertifizierte Handwerksbetriebe und alle umweltbewussten Heimwerker aus einem Angebot von mittlerweile rund 4.500 Holzprodukten mit dem FSC-Warenzeichen auswählen. Das ist das umfangreichste Angebot in der europäischen Baumarktbranche überhaupt. Im Rahmen unseres Engagements für den Schutz der Wälder beteiligte sich HORNBACH beim Aufbau einer Informationsplattform über die rationelle Nutzung der Wälder. Kooperationspartner sind das Schweizer Unternehmen Papiliorama sowie der FSC-Schweiz. Innerhalb dieser Zusammenarbeit beteiligt sich HORNBACH auch als offizieller Sponsor für das Papiliorama-Naturreservat Shipstern in Belize (Zentralamerika) und deckt so einen großen Teil des notwendigen Budgets. HORNBACH setzt auf Qualitätssiegel "Gesundes Wohnen"Die Sensibilität der Konsumenten gegenüber Schadstoffen in der Luft und in Produkten hat stark zugenommen. Immer häufiger gibt es allergische Reaktionen auf bestimmte Stoffe, so dass mittlerweile Heimwerker und Bauherren verstärkt auf die Zusammensetzung der eingesetzten Materialien achten. Beim Neubau und der Sanierung von Wohnhäusern steht spätestens seit der Energieeinsparungsverordnung die Energieeffizienz an oberster Stelle. Das Problem dabei: Durch Dämmung und entsprechend konstruierte Fenster werden die Räume nahezu luftdicht abgeschlossen. So bleibt zwar das Raumklima konstant, doch Schadstoffe in der Luft können kaum noch abtransportiert werden. Das Projekt "Gesundes Wohnen" ist der Ansatz, beim Bau und der Gestaltung von Innenräumen Schadstoffbelastungen zu vermeiden. Damit unsere Kunden auf den ersten Blick erkennen, welche Produkte besonders schadstoffarm sind, hat HORNBACH ein eigenes Prüfsiegel eingeführt. Die Qualität der zertifizierten Artikel wird in einem sorgfältigen Prüfverfahren von unabhängigen Instituten wie dem Sentinel-Haus Institut in Freiburg und dem Kölner eco-Institut, untersucht und im Anschluss mit dem "Gesundes Wohnen" - Prüfsiegel ausgezeichnet. Diese Produkte stehen für weniger schadstoffbelastete Raumluft und eine dauerhaft bessere Wohnqualität. Die schadstoffgeprüften Produkte sind in unseren Märkten an Hand des Siegels gut zu finden. Eine eigene Website zum Thema gibt grundlegende Informationen und Antworten auf häufig gestellte Fragen. Die Palette der "Gesundes Wohnen" - Produkte werden wir in den nächsten Jahren kontinuierlich ausbauen. Ganzheitliches Abfallkonzept mit KundenserviceUmweltengagement ist heute, auch unter dem Gesichtspunkt knapper werdender Ressourcen, nicht mehr denkbar ohne Recycling. Um die Anzahl der Transporte so gering wie möglich zu halten, werden in den HORNBACH-Märkten für die volumenstarken Fraktionen Papier und Kunststoff Ballenpressen eingesetzt. Ein ganzheitliches Abfallkonzept fördert das Trennen und damit die Wiederverwertung der Wertstoffe als Sekundärrohstoffe sowie die Verringerung der nicht verwertbaren Stoffe. Seit dem Geschäftsjahr 2012/2013 haben Kunden in Deutschland die Möglichkeit, kaputte Energiesparlampen, LEDs und Leuchtstoffröhren in entsprechenden Sammelboxen im Markt kostenlos abzugeben Mit dieser freiwilligen Leistung erleichtert HORNBACH den Konsumenten künftig die Entsorgung zu den üblichen Öffnungszeiten, die wesentlich großzügiger sind als die der kommunalen Sammelstellen. Als weitere freiwillige Dienstleistung nimmt HORNBACH kaputte Elektrokleingeräte wie Bohrmaschinen, Stichsägen, Akkubohrer zurück. Ziel ist es, auch damit einen Beitrag zum Schutz der Umwelt zu leisten und zu verhindern, dass solche Produkte widerrechtlich über den Hausmüll entsorgt werden. Logistik: Weniger Kilometer, weniger VerpackungHORNBACH leistet mit seinen Logistikzentren einen nachhaltigen Beitrag zum Umweltschutz. So wurde in der Konzernlogistik auch in diesem Jahr weiter an der Reduzierung des CO2 -Ausstoßes gearbeitet. Durch eine verbesserte Tourenplanung und eine optimierte Frachtraumauslastung werden die zurückzulegenden Kilometer und somit auch der LKW-Bedarf reduziert. Dies geht mit einer Reduktion der Emissionen pro Ladeeinheit einher. Auch wird darauf geachtet, dass die Frachtführer Motoren der Euro-5-Norm aufweisen, in der seit 2009 die Emissionsrichtlinie für den Schadstoffausstoß festgelegt ist. Die Konzernlogistik setzt indessen aber nicht nur auf den Transport durch LKW. So wird beispielsweise für den Alpentransit schwerer Güter wie Fliesen, die Bahn genutzt. Ebenso wird der Container-Nachlauf aus den Importhäfen Rotterdam nicht per LKW, sondern durch Binnenschiffe und Bahn abgewickelt. Ein weiteres Handlungsfeld ist es, die Warenanlieferungen von unnötigem Verpackungsmaterial zu befreien. Dies erfolgt zum Beispiel durch den Einsatz von mehrwegfähigen langlebigen Transportbehältern in Kreisläufen zwischen den Lieferanten, unseren Märkten und den Logistikzentren. Durch konsequente Zeitfenstersteuerung an den Wareneingangstoren der Logistikzentren konnte die LKW-Wartezeit reduziert werden. Dies führt zu verbesserten Arbeitsbedingungen für Fahrer und Mitarbeiter. Weitere Senkung der CO2-Werte im FuhrparkUm den ökologischen und ökonomischen Aspekten auch weiterhin Rechnung zu tragen, wurde der max. C02-Grenzwert von 180 auf 170 g/km gesenkt. Fahrzeuge oberhalb des Grenzwertes werden nicht gelistet. Bei den Fahrzeugen, die im Berichtsjahr bestellt wurden, konnten der Durchschnittsverbrauch und der CO2 -Ausstoß zum Vorjahr weiter gesenkt werden: Der Durchschnittsverbrauch der bestellten Fahrzeuge liegt aktuell bei 4,6 Liter auf 100 Kilometer, der durchschnittliche CO2 -Ausstoß bei 120,8 g/km. Durch die Berücksichtigung des Kraftstoffverbrauchs bei der Berechnung der monatlichen Mobilitätsrate, ist für den Fahrer ein Anreiz geschaffen, ein verbrauchsärmeres Fahrzeug auszuwählen. Zusätzlich wurde ein erstes Hybridfahrzeug in das Fahrzeugportfolio aufgenommen und im Zuge der Einführung einer neuen Dienstwagenrichtlinie die Möglichkeit geschaffen, auch Fahrzeuge aus einer niedrigeren als der zustehenden Fahrzeugklasse zu bestellen. Energieeinsparung in den MärktenAuch beim Bau und Betrieb der Märkte kommt aktiver Umweltschutz zum Tragen. Von der 2009 eingeführten neuen Beleuchtungstechnik profitieren nicht nur alle neuen Märkte. Im Berichtsjahr wurden weitere bestehende Märkte aufgerüstet, so dass mittlerweile 117 (Vj. 84) Filialen über die neue Technik verfügen. Kernstück der nachhaltigen Beleuchtungstechnologie ist die Einführung von elektronischen Vorschaltgeräten beim Betrieb der Halogenmetalldampflampen. Durch eine übergeordnete Beleuchtungssteuerung besteht nun die Möglichkeit, die Leuchten zu dimmen und nur so viel Licht abzurufen, wie in dem jeweiligen Bereich benötigt wird. Zudem wird die Beleuchtungsanlage optimal auf das Tageslicht abgestimmt. Der Einbau großer Lichtkuppeln bzw. langer Lichtbänder in den Dächern der neuen Märkte unterstützt die Nutzung natürlichen Lichts. Die neue Beleuchtungstechnik erhöht nicht nur die Betriebsdauer der Leuchtmittel um rund 50%, sondern reduziert auch die jährlichen Energiekosten. Überdies verbessert sie sichtbar die Lichtqualität an den Regalen. Einen weiteren Beitrag zur Energieeinsparung leistet die Gebäudeleittechnik (GLT), die wir im Jahr 2008 in den Neubaustandard übernommen haben. Die GLT steuert die Betriebszeiten der Verbrauchsanlagen bedarfsgerecht und optimiert somit den Energieverbrauch. Sie wurde bisher in 16 Neubaumärkten sowie im Roll-out in 89 Bestandsmärkten installiert. Damit sind insgesamt 105 (Vj. 88) unserer Filialen mit dem neuesten Stand der Technik ausgerüstet. Im Geschäftsjahr 2013/2014 sollen 17 weitere bereits bestehende Märkte umgerüstet werden. Der Effizienzgedanke steht auch bei der Heizenergie im Vordergrund. Dort sorgt eine konsequente Wärmerückgewinnung der Lüftungsanlagen für einen geringeren Verbrauch. Diese Technik kommt beim Bau neuer Märkte ebenso zum Tragen wie eine verbesserte Wärmedämmung durch ein neues Fassadensystem. Die im Berichtsjahr eröffneten neuen Märkte profitieren davon. Jeder HORNBACH-Markt hat die Möglichkeit, sich anhand der wöchentlichen Verbrauchsstatistik ein genaues Bild über die Energieeffizienz der Filiale zu machen. Mit Hilfe der verschiedenen Energieeinspartechnologien konnten wir den jährlichen CO2 -Ausstoß unseres konzernweiten Filialnetzes im Berichtsjahr weiter verringern. Verantwortung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter68 Nationen unter einem DachChancengleichheit und die Ablehnung jeglicher Form von Diskriminierung sind oberstes Prinzip für uns beim Umgang mit unseren Mitarbeitern. Ethnische Herkunft, Geschlecht, Alter, körperliche Einschränkungen oder Religionszugehörigkeit spielen bei der Beurteilung von Bewerbern keine Rolle. Ausschlaggebend sind allein fachliche Kompetenz, Lernbereitschaft und Teamgeist. Mit der Unterzeichnung der "Charta der Vielfalt" im Jahr 2008 hat sich das Unternehmen deutlich zu einem vorurteilsfreien Arbeitsumfeld bekannt. In den neun Ländern, in denen HORNBACH tätig ist, arbeiten Menschen aus insgesamt 68 Nationen und vier Erdteilen. Der Unternehmenserfolg ist eng an die Kompetenz und den Leistungswillen seiner Mitarbeiter geknüpft. Ihre Bereitschaft, die Ärmel hochzukrempeln, um dadurch das Konzernergebnis zu verbessern, wird durch unser Prämienmodell honoriert. Ein weiterer Baustein, Mitarbeiter am Unternehmenserfolg zu beteiligen, ist die Möglichkeit, Belegschaftsaktien zu erwerben. Mitarbeiterzufriedenheit im MittelpunktUm das Betriebsklima und die Zufriedenheit der Mitarbeiter zu erfragen, hat HORNBACH im Geschäftsjahr 2012/2013 eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt. Diese Ergebnisse und die daraus resultierenden Veränderungen im Unternehmen werden genutzt, um stetig auf die Wünsche und Ideen der Mitarbeiter einzugehen. Die positive Bilanz zeigt der erfreulich hohe Wert beim Index "Identifizierung mit dem Unternehmen". Selbst in einem positiven Arbeitsumfeld sind Konflikte zwischen Mitarbeitern oder mit den Vorgesetzten nicht vermeidbar. Um nun eine neutrale Anlaufstelle zu haben, die zunächst ohne Einbeziehung des Konfliktgegners aufgesucht werden kann, wurde im Unternehmen die Stelle eines Ombudsmannes geschaffen. Seine Aufgabe ist es, beide Seiten zu hören, zu moderieren und den Konflikt im besten Fall zu lösen, ohne dass dadurch dem Mitarbeiter ein Nachteil entsteht. Diese Anlaufstelle wird von den Mitarbeitern konzernweit genutzt und genießt hohe Akzeptanz. Verantwortung für die GesellschaftKinder und Jugend im MittelpunktEin besonderes Zeichen sozialer Verantwortung für unsere Mitarbeiter wurde 2002 durch die Gründung der HORNBACH Stiftung "Menschen in Not" gesetzt. Die Stiftung hilft seitdem in Todesfällen, bei Unfällen oder schwerer Krankheit. Ihre Solidarität mit der Stiftung dokumentieren die Mitarbeiter unternehmensweit selbst durch die Aktion "Mitarbeiter helfen Mitarbeitern", deren eingehende Spenden zusätzlich von der HORNBACH-Baumarkt-AG verdoppelt werden. Die Stiftung ist aber auch für Personen außerhalb des Unternehmens Anlaufstelle in extremen Notsituationen. Insgesamt hat die Stiftung im Berichtsjahr 106 Menschen mit einer Gesamtsumme in Höhe von mehr als 155.000 € unterstützt. Unser gesellschaftliches Engagement beschränkt sich jedoch nicht allein auf die Stiftung. HORNBACH fördert die Arbeit vieler lokaler Vereine und Einrichtungen an unseren Standorten. Bei der Auswahl der Projekte stehen generell Vorhaben zum Nutzen von Kindern und Jugendlichen im Vordergrund. Umweltschutz und Denkmalpflege sind weitere Bereiche, in denen sich das Unternehmen zum Nutzen der Gesellschaft engagiert. Als Mitglied der europäischen Metropolregion Rhein-Neckar stärkt unsere Unternehmensgruppe die wissenschaftliche Exzellenz der Region. So förderte die HORNBACH-Baumarkt-AG weiterhin ein Forschungsprojekt des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg mit jährlich 100.000 €. In gleicher Höhe unterstützte die HORNBACH Immobilien AG das Projekt. Damit wird unter anderem die Forschungsarbeit einer jungen Wissenschaftlerin von internationalem Rang ermöglicht. Sicherstellung der sozialen MindeststandardsHORNBACH stellt seit nun mehr als zehn Jahren auf freiwilliger Basis sicher, dass in den für HORNBACH produzierenden Fabriken die sozialen Mindeststandards eingehalten werden. Dafür setzt HORNBACH unabhängige Prüfinstitute ein, die in regelmäßigen Abständen die Fabriken nach internationalen Standards überprüfen und bewerten. Dabei sind Inhalte wie Kinderarbeit, menschenunwürdige Arbeitsplätze, nicht ausreichende Sicherheitsstandards wie z.B. zu kleine Fluchtwege und zu geringer Brandschutz genauso Prüf- und Bewertungspunkte wie die Einhaltung der lokalen Gesetzgebung und angemessene Unterkünfte. Keine Produkte aus KinderarbeitZu den Grundregeln sozialer Verantwortung zählt für uns überdies die Anerkennung internationaler Standards, die in den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) aufgestellt sind. Gekauft wird daher nur in Fabriken, die Mindesterfordernisse erfüllen wie: den Ausschluss von Kinder- und Zwangsarbeit, keine Einschüchterung von Arbeitern durch Misshandlungen oder verbale Drohungen, kein Hinterlegen von Ausweispapieren beim Arbeitgeber, die Beachtung von Regeln der Arbeitssicherheit, Einhaltung der Umweltgesetzgebung. Falls Unterkünfte bereitgestellt werden, müssen diese außerhalb der Produktions- und Materiallagerstätten liegen. Die Lieferanten müssen diese Standards auch bei ihren Vorlieferanten sicherstellen. Mit Hilfe von jährlichen Fabrik-Audits wird die Einhaltung dieser Regeln überwacht. RisikoberichtRisikomanagement im KonzernJedes unternehmerische Handeln ist unmittelbar mit Chancen und Risiken verbunden. Daher ist ein wirksames Management der Chancen und Risiken ein bedeutender Erfolgsfaktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmenswertes. Der Vorstand der HORNBACH-Baumarkt-AG bekennt sich in diesem Zusammenhang zu einer risikobewussten Unternehmensführung, bei der die Sicherung des Fortbestands des Gesamtunternehmens und seiner Beteiligungsgesellschaften immer höchste Priorität hat. Durch das vom Vorstand implementierte Risikomanagementsystem (RMS) soll die Risikofrüherkennung mit dem Ziel der proaktiven Risikosteuerung kontinuierlich verbessert sowie eine stetige Optimierung des Chancen-Risiko-Profils erreicht werden. Davon abgeleitet hat der Vorstand die folgenden Grundsätze verabschiedet: Risikopolitische GrundsätzeDie Erzielung eines wirtschaftlichen Erfolgs ist zwangsweise mit Risiken verbunden. Keine Handlung oder Entscheidung darf aber ein existenzielles Risiko, das heißt ein den Fortbestand des Unternehmens oder eines Teilbetriebs gefährdendes Risiko nach sich ziehen. Risiken, die sich weder auf Kern- noch auf Unterstützungsprozesse beziehen, werden vom Konzern grundsätzlich nicht eingegangen. Kernprozesse sind hierbei die Entwicklung und Umsetzung der jeweiligen Geschäftsmodelle, die Beschaffung der Waren und Dienstleistungen, Standortentscheidungen, die Sicherstellung der Liquidität sowie die Entwicklung von Fach- und Führungskräften. Eingegangene Ertragsrisiken müssen durch die erwartete Rendite angemessen prämiert werden. Maßgebliche Kennziffern hierbei basieren auf der Verzinsung des eingesetzten Kapitals. Nicht vermeidbare Risiken sind - soweit wirtschaftlich sinnvoll - zu versichern. Restrisiken müssen mit dem Instrumentarium des Risikomanagements gesteuert werden. Organisation und ProzessDas im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern bestehende Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Es setzt sich dabei aus den zentralen Bestandteilen Risikofrüherkennung, Controlling- und Planungsprozesse, dem Berichtswesen sowie einem Internen Kontrollsystem (IKS) zusammen. Es wird kontinuierlich weiterentwickelt und optimiert. Die Verantwortung für die Einrichtung, Ausgestaltung und Aufrechterhaltung eines angemessenen und zielgerichteten Risikomanagementsystems und insbesondere des Internen Kontrollsystems liegt beim Vorstand. Bei der Ausgestaltung und Aufrechterhaltung des Systems wird er durch den Leiter Konzerncontrolling/Risikomanagement unterstützt. Die Risikoverantwortlichen in den in- und ausländischen Teilbereichen des Konzerns haben die Aufgabe, Risiken ihres Verantwortungsbereiches durch geeignete Maßnahmen zu steuern. Bei der Risikoidentifikation, Risikobewertung und auch der Festlegung geeigneter Maßnahmen zur Steuerung der Risiken werden die Risikoverantwortlichen von einem zentralen Risikocontroller unterstützt, dem die Koordination des Risikomanagementprozesses und die Aggregation der gemeldeten Risiken obliegt. Risiken werden nach Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet und in sogenannte Risikoklassen eingestuft, die die Risiken als insgesamt "hoch", "mittel" oder "niedrig" klassifizieren. Soweit sie nicht quantitativ messbar sind, werden sie hinsichtlich ihrer Auswirkung qualitativ eingeschätzt. Als Bezugsgrößen dienen dabei die im Konzern verwendeten Zielgrößen (u. a. EBIT). Entsprechende Grundsätze und Festlegungen zum Risikomanagementsystem sind in einem Risikomanagementhandbuch dokumentiert. Die notwendigen aufbau- und ablauforganisatorischen Grundlagen für die Risikofrüherkennung sind darin konzernweit festgelegt. Zur Unterstützung des Risikomanagementprozesses ist eine konzernweit implementierte Standard-Softwarelösung im Einsatz, mit deren Hilfe Risiken und zugehörige Steuerungsmaßnahmen erfasst und dokumentiert werden. Die Risiken werden vierteljährlich aktualisiert und an den Vorstand berichtet. Der Aufsichtsrat sowie sein Finanz- und Prüfungsausschuss beraten im halbjährlichen Rhythmus die aktuelle Risikolage. Neben dieser turnusmäßigen Berichterstattung ist auch ein Ad-hoc-Meldeverfahren für unerwartet auftretende Risiken definiert und im Risikomanagementprozess implementiert. Das derzeitige Interne Kontrollsystem basiert auf einer konzerneinheitlich strukturierten Dokumentation der Kontrollen bei Prozessen und der damit verbundenen Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Finanzberichterstattung haben könnten. Als Basis für das Interne Kontrollsystem stehen die entsprechenden Arbeitsanweisungen und Handbücher im Intranet des Konzerns zur Verfügung. Die Konzernrevision kontrolliert im Rahmen ihrer Tätigkeit regelmäßig die Funktionsfähigkeit des bestehenden Risikomanagementsystems. Der Abschlussprüfer beurteilt im Rahmen seiner Jahresabschlussprüfung, ob das Risikofrüherkennungssystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess (Bericht und Erläuterungen gemäß § 315 Absatz 2 Nr. 5 HGB)Ziel des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse ist die Identifizierung und Bewertung von Risiken, die dem Ziel der Regelungskonformität des Konzernabschlusses entgegenstehen können. Den identifizierten Risiken sind entsprechende Kontrollschritte und klare Verantwortlichkeiten zugeordnet. Dies soll eine hinreichende Sicherheit gewährleisten, so dass trotz der identifizierten Risiken regelkonforme Abschlüsse für den Gesamtkonzern und die zu konsolidierenden Tochtergesellschaften erstellt werden können. Der HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern hatte in den Vorjahren damit begonnen, das bestehende rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem zu strukturieren und konzernweit einheitlich in einer Risikomatrix zu dokumentieren. Im Laufe des Geschäftsjahres 2012/2013 wurde diese Dokumentation der mit den wesentlichen konzerneinheitlichen Prozessen einhergehenden Kontrollen kontinuierlich ergänzt. Der Status quo wurde den ausländischen Tochtergesellschaften zur Verfügung gestellt, um die Risiko- und Kontrollbeschreibungen zu überprüfen und gegebenenfalls zu ergänzen. Wesentliche Elemente des Internen Kontrollsystems sind neben definierten Kontrollmechanismen, wie z. B. systemtechnischen und manuellen Abstimmprozessen, die Trennung von Funktionen sowie das Vorhandensein bzw. die Einhaltung der Richtlinien und Arbeitsanweisungen. Im gesamten Rechnungslegungsprozess wird das Vier-Augen-Prinzip angewandt, wobei entsprechende Freigabeprozesse durchlaufen werden müssen. Eine klare Unternehmens- und Führungsstruktur, die klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten und adäquate Zugriffsregelungen auf Basis eines konzerneinheitlichen Berechtigungskonzepts in den abschlussrelevanten Informations- und Rechnungslegungssystemen dienen der weiteren Risikosteuerung und Kontrolle. Diese wesentlichen Kontrollen sind in die rechnungslegungsbezogenen Prozesse integriert. Die Konzerngesellschaften erstellen ihre Abschlüsse lokal. Sie sind für die Beachtung lokaler Vorschriften und die Einhaltung der konzernweit gültigen Richtlinien in Form von Arbeitsanweisungen und Bilanzierungs- und Organisationshandbüchern ebenso verantwortlich wie für die korrekte Oberleitung der lokalen Einzelabschlüsse zu den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellten IFRS-Abschlüssen. Insbesondere das Bilanzierungshandbuch soll durch eindeutige Vorgaben den Ermessensspielraum der Mitarbeiter bei Ansatz, Bewertung und Ausweis von Vermögenswerten und Schulden einschränken und somit das Risiko konzernuneinheitlicher Rechnungslegungspraktiken verringern. Die für die Bilanzierung und Bewertung der Sachverhalte Verantwortlichen der einzelnen Konzerngesellschaften bestätigen vierteljährlich im Rahmen einer konzerninternen Vollständigkeitserklärung die Ordnungsmäßigkeit und Vollständigkeit des jeweiligen Einzelabschlusses. Auf Konzernebene werden innerhalb des Konzernrechnungswesens und des Konzerncontrollings die in die Abschlüsse eingegangenen Buchungsdaten nochmals plausibilisiert und auf ihre Ordnungsmäßigkeit überprüft. Der Prozess der Konzernabschlusserstellung wird zentral über einen vorgegebenen Termin- und Aktivitätenplan koordiniert und sowohl zentral als auch dezentral überwacht. Im gesamten Rechnungslegungsprozess werden die Tochtergesellschaften durch zentrale Ansprechpartner unterstützt. Wesentliche Änderungen der Rechnungslegungsprozesse aufgrund von neuen Gesetzen, Gesetzesänderungen oder Änderungen der internen Prozesse werden im Rahmen von internationalen Finanzkonferenzen mit allen wesentlich am Konzernrechnungslegungsprozess Beteiligten vor Umsetzungsbeginn besprochen. Spezielle Bilanzierungs- und Rechnungslegungsfragen oder komplexe Sachverhalte, die entweder besondere Risiken betreffen oder besonderes Know-how erfordern, werden zentral überwacht und bearbeitet. Externe Experten wie z. B. sachverständige Gutachter werden insbesondere zur Beurteilung der Verkehrswerte von Immobilien im Rahmen von Impairment- bzw. Werthaltigkeitsüberprüfungen oder bei der Bewertung von Pensionsrückstellungen hinzugezogen. Alle für die Rechnungslegung wesentlichen Prozesse sind konzernweit einheitlich in einem gemeinsamen konzernweiten IT-System abgebildet. Durch diese vollständige Integration aller wesentlichen Finanzsysteme in einem einheitlichen IT-System ist die Datenintegrität bezogen auf die Einzelabschlüsse und den Konzernabschluss sichergestellt. Durch Verwendung eines konzernweit gültigen, einheitlichen Kontenplans und die zentrale Pflege des Kontenrahmens wird in Zusammenhang mit dem konzernweit gültigen Bilanzierungshandbuch eine einheitliche Bilanzierung gleichartiger Geschäftsvorfälle gewährleistet. Dies dient auch als Basis für eine regelungskonforme Konzernkonsolidierung. Die Konsolidierungsmaßnahmen und notwendigen Abstimmtätigkeiten erfolgen zentral durch eine Konsolidierungsabteilung. Die in den Konsolidierungsprozessen wie z. B. der Schulden- oder der Aufwands- und Ertragskonsolidierung durchzuführenden Kontrollen erfolgen sowohl automatisch durch das System als auch manuell. Durch die zentrale Steuerung und Überwachung aller wesentlichen rechnungslegungsrelevanten IT-Systeme und regelmäßigen Systemsicherungen wird das Risiko von Systemausfällen bzw. Datenverlust minimiert. Die interne Revision als integraler Bestandteil des Internen Kontrollsystems überprüft auf Basis eines risikoorientierten Prüfungsplans im Rahmen ihrer Prüftätigkeiten regelmäßig stichprobenartig die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen Internen Kontrollsystems. Neben der Konzernrevision nimmt auch der Abschlussprüfer im Rahmen seiner Prüfungstätigkeit eine Beurteilung hinsichtlich der Wirksamkeit von internen Kontrollen im Hinblick auf die Rechnungslegung vor. Dennoch können auch angemessene und funktionsfähige Systeme keine absolute Sicherheit zur Identifikation und Steuerung der Risiken gewährleisten. Finanzwirtschaftliche RisikenDie finanzwirtschaftlichen Risiken im Konzern bestehen aus Währungskurs-, Zinsänderungs- sowie Liquiditäts- und Kreditrisiken. Die Steuerung dieser Risiken obliegt der Abteilung Treasury. WährungsrisikenGrundsätzlich unterliegt HORNBACH durch seine Tätigkeit in Ländern, in denen eine andere Währung als der Euro existiert, dem Risiko von Währungskursänderungen. Hierbei handelt es sich um die Währungen Schweizer Franken, Tschechische Kronen, Schwedische Kronen und Rumänische Lei. Die Abwertung einer ausländischen Währung gegenüber dem Euro kann bei der Umrechnung einzelner Abschlüsse ausländischer Tochtergesellschaften in die Konzernwährung Euro zu einem niedrigeren Konzernergebnis führen. Eine Absicherung dieser Risiken im Konzern erfolgt nicht. Darüber hinaus führt die zunehmende internationale Geschäftstätigkeit des Konzerns zu einem steigenden Devisenbedarf sowohl bei der Abwicklung des internationalen Wareneinkaufs als auch bei der Finanzierung von Investitionsobjekten in Fremdwährung. Aus einer Veränderung des Wechselkurses der jeweiligen Landeswährung gegenüber den Einkaufswährungen (hauptsächlich gegenüber dem EUR und dem USD) können direkte negative Ergebniseffekte resultieren. Offene Fremdwährungspositionen in USD werden durch Hedginggeschäfte (Devisentermingeschäfte und USD-Festgelder) zu großen Teilen abgesichert. Investitionen werden nach Möglichkeit in der funktionalen Währung der jeweiligen Landesgesellschaft finanziert (Natural Hedging). Eine Absicherung der im Konzern entstehenden offenen EUR-Fremdwährungspositionen, die im Wesentlichen durch die in EUR abgewickelten konzerninternen Lieferungen und Leistungen und konzerninternen EUR-Darlehen entstehen, erfolgt nicht. ZinsänderungsrisikenZur Absicherung des Zinsniveaus von langfristigen Finanzierungen werden Festzinsvereinbarungen oder Zinstauschvereinbarungen (Zinsswaps) abgeschlossen. Durch die Zinsswaps werden variable Darlehenszinsen in feste Zinsen getauscht und somit Zinszahlungen von Krediten abgesichert, die einen erheblichen Einfluss auf das Jahresergebnis des Konzerns haben könnten. LiquiditätsrisikenDie Akquisition von Grundstücken, Investitionen in Bau- und Gartenmärkte sowie der Einkauf großer Warenmengen erfordern die jederzeitige Bereithaltung einer hohen Liquiditätsverfügbarkeit. Bilaterale Bankkredite und -kreditlinien, eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 250 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 14. Dezember 2016, ein Schuldscheindarlehen der HORNBACH-Baumarkt-AG in Höhe von 80 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2016, ein durch eine Tochtergesellschaft der HORNBACH-Baumarkt-AG aufgenommenes Schuldscheindarlehen im Gegenwert von 20 Mio. € in lokaler Währung mit einer Laufzeit bis zum 31. August 2015 und nicht zuletzt die im Februar 2013 emittierte Anleihe der HORNBACH-Baumarkt-AG in Höhe von 250 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 15. Februar 2020 sichern neben den Mittelzuflüssen aus dem operativen Cashflow und bedarfsabhängigen Sale & Leaseback-Transaktionen die Finanzierung der weiteren Expansion. Risiken, längerfristige Finanzierungen von neuen Standorten über Banken oder Sale & Leaseback-Transaktionen aufgrund der Finanzierungsbedingungen an den Kapitalmärkten nicht mehr tätigen zu können, begegnet HORNBACH durch eine flexible Anpassung der Investitionen, Bereithaltung eines hohen Liquiditätspolsters sowie durch kurz- bis mittelfristige Finanzierungen auf Basis bestehender Kreditlinien. Im Zusammenhang mit der Anleihe und der syndizierten Kreditlinie der HORNBACH-Baumarkt AG sowie den Schuldscheindarlehen im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern sind keine Sicherheiten in Form von Vermögenswerten eingebunden. Die Vertragsvereinbarungen erfordern aber die Einhaltung bestimmter banküblicher Verpflichtungen (Covenants), andernfalls droht unter Umständen die sofortige Rückzahlung der aufgenommenen Mittel. Im Ergebnis wäre eine Anschlussfinanzierung erforderlich, die lediglich unter erschwerten Refinanzierungsbedingungen durchgeführt werden könnte. Bei den Schuldscheindarlehen sowie bei der syndizierten Kreditlinie wurden neben allgemeinen Verpflichtungen, wie zum Beispiel "pari passu", "negative pledge" sowie "cross default", zusätzlich sogenannte "financial covenants" vereinbart. Diese erfordern die Einhaltung einer auf Basis des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns ermittelten Eigenkapitalquote von mindestens 25% und einen Zinsdeckungsgrad (adjusted EBITDA/Bruttozinsaufwand) von mindestens 2,25. Daneben wurden Höchstgrenzen zu grundbuchlich besicherten Finanzverbindlichkeiten und Finanzverbindlichkeiten von Tochtergesellschaften vereinbart. Bei der Anleihe bestehen nur allgemeine Verpflichtungen wie zum Beispiel "pari passu", "negative pledge" und "cross default" aber keine "financial covenants". Die Überprüfung dieser Covenants erfolgt kontinuierlich. Während des Geschäftsjahres 2012/2013 wurden sämtliche Verpflichtungen stets eingehalten. Zum 28. Februar 2013 betragen die Eigenkapitalquote 51,4% (Vj. 48,6%) und der Zinsdeckungsgrad 6,0 (Vj. 7,6). Die für ein effizientes Liquiditätsmanagement erforderlichen Informationen werden durch eine monatlich aktualisierte, rollierende Konzern-Finanzplanung mit einem Planungshorizont von zwölf Monaten sowie durch eine tägliche Finanzvorschau sichergestellt. Im Konzern bestehen zurzeit keine Risiken im Zusammenhang mit einer eventuell notwendigen Anschlussfinanzierung für fällig werdende Finanzverbindlichkeiten. Derzeit sind keine Liquiditätsrisiken erkennbar. KreditrisikenDurch Auswahl von Vertragspartnern mit ausschließlich guter Bonität bzw. durch Auswahl von Banken, für die Einlagensicherungseinrichtungen bestehen, werden bei Finanzanlagen und derivativen Finanzinstrumenten die Risiken eines finanziellen Verlustes begrenzt. Zudem wurden Bankeinlagen auf mehrere Kreditinstitute verteilt, um das im Zuge der Finanzmarktkrise und der darauf folgenden europäischen Kredit- und Staatsschuldenkrise gestiegene Ausfallrisiko von Bankeinlagen zu reduzieren. Diese Vorgehensweise wurde auch im Geschäftsjahr 2012/2013 beibehalten. Das Risiko von Forderungsausfällen im operativen Bereich ist aufgrund des Handelsformats (cash & carry) bereits erheblich reduziert. Weitere Detailinformationen und Sensitivitätsanalysen zu den finanzwirtschaftlichen Risiken werden im Konzernanhang unter Anmerkung (33) dargestellt. Externe RisikenGesamtwirtschaftliche und branchenspezifische RisikenDie Abhängigkeit der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte von der allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und dem verfügbaren Einkommen der Haushalte kann sich in Phasen mit geringem Wirtschaftswachstum durch eine Kaufzurückhaltung der Kunden äußern. Insbesondere die unterschiedlich lange Dauer der Nachwirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise und der darauf folgenden europäischen Schuldenkrise auf Konjunktur und Arbeitsplätze innerhalb Europas weist darauf hin, dass Risiken hinsichtlich stagnierender oder rückläufiger DIY-Umsätze in den europäischen Ländern, in denen HORNBACH tätig ist, weiter vorhanden sind. Ungeachtet dessen ist eine wesentliche Abhängigkeit von der Konjunkturentwicklung in Deutschland festzustellen. Mit der weiteren Expansion in das europäische Ausland soll eine stetige Risikodiversifizierung erfolgen. Darüber hinaus wird ein wesentlicher Teil der Umsätze mit saisonalen Artikeln erzielt, deren Absatz stark von externen Faktoren wie z. B. den Witterungsbedingungen beeinflusst wird. ElementarrisikenDer weltweit festzustellende Klimawandel hat auch direkten Einfluss auf HORNBACH-Standorte in Deutschland und dem europäischen Ausland. Neben möglichen Naturkatastrophen (z. B. Hochwasser) ist der Konzern auch Risiken durch Feuer und Explosionen ausgesetzt. Durch konzernweite Versicherungen sind die wesentlichen versicherbaren Elementarrisiken und eine damit möglicherweise verbundene Betriebsunterbrechung abgedeckt. Operative RisikenStandort- und AbsatzrisikenInvestitionen in nicht geeignete Standorte können erheblichen negativen Einfluss auf die Ertragskraft des Konzerns haben. Zur Risikominimierung werden deshalb Investitionen in neue Standorte auf der Grundlage von detaillierten Marktforschungsanalysen vorbereitet und Investitionsentscheidungen auf der Basis von dynamischen Investitionsrechnungen und Sensitivitätsanalysen getroffen. Dennoch kann das Risiko einer nicht zufriedenstellenden Umsatzentwicklung aufgrund zusätzlich existierender Einflussfaktoren wie dem Kundenverhalten und der lokalen Wettbewerbssituation nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Insbesondere in Ländern mit geringem Marktwachstum und starkem Wettbewerb müssen zur Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit daher kontinuierlich Investitionen in Standorte und den Ausbau des Kundenservice sowie neuer Konzepte getätigt werden. BeschaffungsrisikenUm den Ausfall von bedeutenden Lieferanten zu vermeiden, wurde ein effizientes Frühwarnsystem entwickelt, das die Lieferanten auf Basis von verschiedenen quantitativen und qualitativen Kriterien kontinuierlich bewertet. Durch frühzeitige Sondierung des Marktes hinsichtlich alternativer Ersatzquellen werden die Auswirkungen eines möglichen Lieferantenausfalls weiter reduziert. Bei einer Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Situation kann allerdings nicht immer ausgeschlossen werden, dass Lieferanten ausfallen, deren Produkte kurzfristig nicht anderweitig beschafft werden können. Zur Senkung des Risikos einer Unterbrechung der Logistikkette und zur Optimierung der Warenversorgung stehen insgesamt vier Zentralläger für den Gesamtkonzern zur Verfügung. Bei der Beschaffung der Ware unterliegt HORNBACH unter anderem dem Risiko steigender Einkaufspreise für Artikel mit einem hohen Anteil an Rohöl, Kupfer oder Stahl aufgrund der auf den internationalen Rohstoffmärkten volatilen Preise. Daneben könnten Preissteigerungen für eher energieintensiv hergestellte Artikel zu weiteren insgesamt höheren Beschaffungskosten führen, die unter Umständen nur teilweise oder zeitverzögert an die Kunden weitergegeben werden können. Rechtliche RisikenGesetzliche und regulatorische RisikenDer HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern unterliegt aufgrund seiner Geschäftstätigkeit in verschiedenen Ländern diversen nationalen Gesetzen und Bestimmungen. Änderungen von Gesetzen können deshalb zu höheren Compliance-Kosten führen. Neben den hier beispielhaft genannten Risiken von Schadenersatzklagen aufgrund von Patent- und Schutzrechtsverletzungen oder Umwelt- und Produkthaftungsschäden könnte speziell auch eine Verschärfung der nationalen Baugesetze oder Vorschriften zum Erwerb von Grundstücken negative Auswirkungen auf die künftige Ertragslage des Konzerns haben. Zur Vermeidung doloser Handlungen wurde bereits im Geschäftsjahr 2010/11 eine konzernweite Corporate Compliance Policy durch den Vorstand verabschiedet. Risiken aus RechtsstreitigkeitenDie Gesellschaften des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns müssen sich im Zuge ihres Geschäftsbetriebes naturgemäß mit gerichtlichen und außergerichtlichen Ansprüchen Dritter auseinandersetzen. Für bestehende Risiken aus Rechtsstreitigkeiten wird daher bilanzielle Vorsorge durch Bildung von entsprechenden Rückstellungen getroffen. Zurzeit ist HORNBACH in keine laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren involviert, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben könnten. Führungs- und OrganisationsrisikenIT-RisikenDie Steuerung des Konzerns ist maßgeblich von einer leistungsfähigen Informationstechnologie (IT) abhängig. Die ständige Aufrechterhaltung und Optimierung der IT-Systeme erfolgt durch hochqualifizierte interne und externe Experten. Unberechtigtem Datenzugriff, Datenmissbrauch und Datenverlust wird durch Einsatz entsprechender aktueller Virensoftware, Firewalls, adäquater Zugangs- und Zugriffskonzepte und vorhandener Back-up-Systeme vorgebeugt. Für unerwartete IT-Systemausfälle existieren entsprechende Notfallpläne. PersonalrisikenDer Einsatz hochmotivierter und -qualifizierter Mitarbeiter ist eine der Grundlagen für den Erfolg von HORNBACH. Dieser Pfeiler der Unternehmenskultur hat deshalb großen Stellenwert für den Gesamtkonzern. Die Aufrechterhaltung der Mitarbeiterzufriedenheit wird daher durch extern durchgeführte Mitarbeiterbefragungen regelmäßig evaluiert, die Mitarbeiterqualifikation durch geeignete Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen ständig verbessert. Leistungsbasierte Prämienmodelle unterstützen dabei die Erreichung dieses Zieles. Allerdings ist HORNBACH bei der Rekrutierung und Mitarbeiterbindung von hochqualifiziertem Fach- und Führungspersonal von vielfältigen externen Faktoren wie z. B. der allgemeinen Arbeitsmarkt- und Branchenentwicklung abhängig und unterliegt ebenfalls den jeweiligen länderspezifischen Effekten des demografischen Wandels. Gesamtbeurteilung der RisikosituationIm Geschäftsjahr 2012/2013 bestanden für den HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern keine bestandsgefährdenden Risiken. Auch für die Zukunft sind aus heutiger Sicht keine Risiken zu erkennen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden oder die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage nachhaltig beeinträchtigen könnten. Sonstige AngabenAngaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB und erläuternder BerichtDie HORNBACH-Baumarkt-AG als das Mutterunternehmen des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns nimmt einen organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) durch die von ihr ausgegebenen stimmberechtigten Aktien in Anspruch und berichtet daher gemäß §315 Abs. 4 HGB. Zusammensetzung des gezeichneten KapitalsDas Grundkapital der HORNBACH-Baumarkt-AG in Höhe von € 95.421.000 ist eingeteilt in 31.807.000 auf den Inhaber lautende Stück-Stammaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von € 3,00 je Aktie. Jede Stück-Stammaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Zu den weiteren Rechten und Pflichten der Stammaktien wird auf die entsprechenden Regelungen des Aktiengesetzes verwiesen. Direkte oder indirekte Beteiligungen am KapitalÜber mehr als 10% der Stimmrechte verfügt die HORNBACH HOLDING AG mit Sitz in Le Quartier Hornbach 19, 67433 Neustadt an der Weinstraße, Deutschland. Ihr Anteilsbesitz und damit ihr Stimmrechtsanteil belaufen sich zum 28. Februar 2013 auf 76,4%. Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über SatzungsänderungenFür die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands (§§ 84, 85 AktG) sowie für die Änderung der Satzung (§§ 133, 179 AktG) sind die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften des Aktiengesetzes maßgeblich. "Change of Control"Wesentliche Vereinbarungen zwischen der HORNBACH-Baumarkt-AG und Dritten, die bei einem Kontrollwechsel ("Change of Control") wirksam werden, bestehen hinsichtlich der Verträge zur langfristigen Finanzierung des Konzerns. Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe von AktienGemäß § 4 der Gesellschaftssatzung (Grundkapital) ist der Vorstand ermächtigt, mit jeweiliger Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 7. Juli 2016 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Stückaktien um bis zu insgesamt € 15.000.000,00 gegen Bareinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Die neuen Aktien können jeweils als stimmberechtigte Stammaktien oder als Vorzugsaktien ohne Stimmrecht ausgegeben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen festzulegen. Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist aber ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:
Der Vorstand ist ermächtigt, mit jeweiliger Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 7. Juli 2016 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe von neuen Stückaktien um bis zu insgesamt € 30.000.000,00 gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital II). Die neuen Aktien können jeweils als stimmberechtigte Stammaktien oder als Vorzugsaktien ohne Stimmrecht ausgegeben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen festzulegen. Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist aber ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, sofern die Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen erfolgen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in dem Umfang auszuschließen, in dem es erforderlich ist, Inhabern von durch die Gesellschaft oder unmittelbare oder mittelbare einhundertprozentige Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen oder noch auszugebenden Wandlungs- oder Optionsrechten ein Bezugsrecht einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechts zustehen würde. Ferner können Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre ausgenommen werden. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, den Wortlaut der Satzung entsprechend dem jeweiligen Bestand und der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals und eines bedingten Kapitals anzupassen. AbhängigkeitsberichtFür das Geschäftsjahr 2012/2013 wurde nach § 312 AktG ein Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Zu den berichtspflichtigen Vorgängen wird darin erklärt: "Unsere Gesellschaft hat bei allen hier berichtspflichtigen Rechtsgeschäften mit verbundenen Unternehmen nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch nicht benachteiligt worden. Berichtspflichtige Maßnahmen haben im Geschäftsjahr nicht vorgelegen." NachtragsberichtNach dem Bilanzstichtag 28. Februar 2013 sind bis zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Geschäftsberichts keine Ereignisse eingetreten, die für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der HORNBACH-Baumarkt-AG sowie des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns von wesentlicher Bedeutung wären. VergütungsberichtDer Vergütungsbericht stellt die Grundzüge und die Struktur der Vergütungen des Vorstands und des Aufsichtsrats dar. Er ist Bestandteil des Konzernlageberichts und wird innerhalb des Abschnitts Corporate Governance ab Seite 25 des Geschäftsberichts dargestellt. PrognoseberichtDie europäische Do-it-yourself-Branche bietet HORNBACH auch in Zukunft Wachstumschancen, die im Zusammenhang mit den im Risikobericht geschilderten Risiken zu beurteilen sind. Die Einschätzungen der künftigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Handelsaktivitäten des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns sind zum Abschluss dieses Berichts weiterhin mit großen Unsicherheiten verbunden, die im Kern der weiter schwelenden Euro-Krise geschuldet sind. Die Chancen sind dabei eng gekoppelt an die zukünftige Entwicklung der Staatsfinanzen, Arbeitsmärkte, Realeinkommen und Konsumstimmung in Europa. Auf die Geschäftsentwicklung der Bau- und Gartenmärkte können sich in den nächsten Jahren überdies eine Reihe von branchenspezifischen Entwicklungstrends (Megatrends) auswirken. Vor diesem Hintergrund entwickelt das Unternehmen sein Handelsformat und die Unternehmensstrategie mit dem Anspruch auf Kontinuität, Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit konsequent weiter, um die potenziellen Chancen für künftiges Wachstum bestmöglich zu nutzen. Gesamtwirtschaftliche ChancenWeltwirtschaft schaut auf Euro-KriseDie Weltwirtschaft nimmt im zweijährigen Prognosezeitraum bis 2014 kontinuierlich Fahrt auf, blickt aber angespannt auf die Entwicklung der Schuldenkrise im Euroraum. Dort wird die Konjunktur zögerlicher vorankommen als ursprünglich erwartet worden war. Dieses Konjunkturbild lässt sich aus den im Frühjahr 2013 vorliegenden Puzzlestücken zur Beurteilung der künftigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zusammenfügen. Die Unsicherheiten bezüglich der Wachstumsaussichten haben jedoch gegenüber Herbst 2012 wieder deutlich zugenommen. Der Grund liegt darin, dass die Prognosen der Bankenvolkswirte und Wirtschaftsinstitute zum Teil von der aktuellen Nachrichtenlage überholt worden sind. So fanden beispielsweise das politische Patt nach der Parlamentswahl in Italien im Februar 2013 und die schlagartige Verschärfung der Euro-Krise durch die drohende Staatspleite Zyperns im März 2013 noch keinen Niederschlag im weltwirtschaftlichen Ausblick des Internationalen Währungsfonds. Dieser korrigierte im Januar 2013 die Herbstprognose für den Zweijahreszeitraum bis 2014 leicht nach unten. Danach rechnete der IWF zuletzt mit einer globalen Wachstumsrate von 3,5% (zuvor 3,6%) im Jahr 2013 mit einem Anstieg von 4,1% (zuvor 4,2%) im Jahr 2014. Deutlicher wurden jedoch die Prognosen für den Euroraum revidiert. Hier erwartete der IWF im Jahr 2013 statt eines leichten Plus nun eine Kontraktion von 0,2% und erst 2014 die Rückkehr auf den Wachstumspfad (plus 1,0%). Laut IWF gilt der Euroraum wegen der Unsicherheit in Bezug auf eine nachhaltige Lösung der Schuldenkrise weiter als großes Abwärtsrisiko für die globalen Konjunkturaussichten. Wachstum in Europa nur in kleinen SchrittenAuch nach der erstmalig erstellten, im Februar 2013 veröffentlichten Winterprognose 2013 der Europäischen Kommission kehrt das Wirtschaftswachstum entgegen früheren Erwartungen nur schrittweise zurück. Nach einer enttäuschenden zweiten Jahreshälfte 2012 bleiben die Aussichten für 2013 gedämpft. Für das Jahr 2013 wird in der EU ein geringes Wachstum von nur 0,1% erwartet. Im Euroraum dürfte sich die Wirtschaftsleistung um 0,3% abschwächen. Allerdings schätzte die Kommission, dass das Wachstum langsam zurückkehren und im Jahr 2014 in der EU 1,6% und im Euroraum 1,4% erreichen dürfte. Wichtige Frühindikatoren wie der Einkaufsmanagerindex, die ZEW-Konjunkturerwartungen, der Ifo-Geschäftsklimaindex oder der Stimmungsindikator für den Euroraum führten im März 2013 vor Augen, dass eine zügige und nachhaltige Stabilisierung der EU-Wirtschaft im Gefolge der Auseinandersetzungen um das Rettungspaket für Zypern erst einmal vertagt wurde. Es ist anzunehmen, dass der europäische Arbeitsmarkt vor dem skizzierten Hintergrund die Talsohle nicht vor 2014 durchschreiten wird. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den Bauinvestitionen. Weil der Immobilienmarkt in etlichen Ländern in der Krise steckt und auch keine rasche Stabilisierung bei den Baugenehmigungen erkennbar ist, wird eine Trendwende im Wohnungsbau sowohl in der EU27 als auch im Euroraum erst nach 2013 erwartet. Einen Lichtblick hingegen bieten die europäischen Verbraucher. Das Konsumklima konnte sich trotz immer weiter steigender Arbeitslosigkeit und der wieder akuter gewordenen Euro-Krise gut behaupten. Die leichte Aufhellung seit Herbst 2012 deutet darauf hin, dass der Privatkonsum der europäischen Konjunktur - gestützt von einer niedrigen Inflation - allmählich wieder Auftrieb verleihen wird. Die Kommission rechnet ab 2014 mit deutlichen Wachstumsimpulsen durch die dann wieder ansteigende Binnennachfrage. Die Spreizung bei den Wachstumsprognosen für die Länder der Europäischen Union ist erneut groß. Während die von der Schuldenkrise besonders gebeutelten Peripherieländer in Südeuropa auch 2013 mit einer deutlich schrumpfenden Wirtschaftsleistung konfrontiert werden, darf der Großteil der Staaten im Norden und Osten Europas auf eine Stabilisierung oder gar positive Wachstumsraten im Jahr 2013 hoffen. Deutlich positiver als im EU-Durchschnitt fallen die Prognosen für die meisten Länder aus, in denen HORNBACH mit seinen Bau- und Gartenmärkten vertreten ist. Nach den Angaben von Eurostat für das Jahr 2013 wird lediglich in den Niederlanden mit einem Rückgang des realen BIP (minus 0,6%) gerechnet. In Tschechien soll die Wirtschaftskraft das Vorjahresniveau halten. Die Schätzungen für Deutschland, Luxemburg und Österreich bewegen sich zwischen 0,5% und 0,7%. Das obere Ende der Erwartungen für 2013 markieren die Slowakei (plus 1,1%), Schweden (plus 1,3%), die Schweiz (plus 1,4%) sowie Rumänien (plus 1,6%). In der Projektion von Eurostat für das Jahr 2014 soll das BIP in den Niederlanden um 1,1 % zulegen. Alle anderen HORNBACH-Länder liegen mit Wachstumsprognosen in einer Spannbreite zwischen 1,6% (Luxemburg) und 2,9% (Slowakei) deutlich über den Erwartungen für den Euroraum (plus 1,4%). Deutsche Wirtschaft nimmt Fahrt aufDie deutsche Wirtschaft setzt im Jahr 2013 nach Einschätzung von Banken und Forschungsinstituten zur Aufholjagd an. Nach der Medianprognose des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) wird für 2013 ein Zuwachs des realen BIP in Deutschland von 0,7% vorhergesagt. Dabei soll der Privatkonsum mit einem prognostizierten Plus von 1,0% eine tragende Rolle spielen, während die Investitionen noch auf der Stelle treten. Im Jahr 2014 soll der private Verbrauch seine Schlagzahl mit plus 1,0% beibehalten. Die Investitionen sollen der Prognose zufolge dann kräftig anspringen und mit einer Zuwachsrate von 4,3% zum beschleunigten Anstieg der Wirtschaftsleistung in Höhe von 1,8% beitragen. Im ersten Quartal 2013 ist die deutsche Wirtschaft laut Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ein halbes Prozent im Vergleich zum schwachen vierten Quartal 2012 gewachsen. Die anhaltend gute Lage auf dem Arbeitsmarkt nährt die Hoffnung, dass die größte europäische Volkswirtschaft wieder an Tempo gewonnen hat. Die Zahl der Erwerbstätigen dürfte in den kommenden Monaten weiter anziehen und die Löhne beflügeln. Nach Einschätzung des DIW werden die Einkommen der privaten Haushalte und damit letztlich der Konsum das Wachstum anschieben. Die Bundesbürger dokumentierten zuletzt hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland Gelassenheit. Das bestätigte das von der GfK gemessene, stabile Konsumklima im März 2013. Danach legte die Konjunkturerwartung trotz des Themas Euro-Krise zum dritten Mal in Folge zu, während Einkommenserwartungen und Anschaffungsneigung auf einem nach wie vor hohen Niveau leicht zurückgenommen wurden. In den ersten beiden Monaten des Jahres 2013 wurde im deutschen Einzelhandel nach Angaben des Statistischen Bundesamts nominal 1,6% und real 0,2% mehr als im Zeitraum Januar bis Februar 2012 umgesetzt. Trotz Rekordbeschäftigung und steigender Löhne erwarten die deutschen Einzelhändler aber auf Sicht des Gesamtjahres 2013 eher Stagnation. So rechnet der Handelsverband Deutschland (HDE) nur mit einem kleinen nominalen Umsatzplus von einem Prozent auf rund 432 Mrd. €. Preisbereinigt (real) jedoch wird der Umsatz bei einer erwarteten Teuerungsrate von rund zwei Prozent nach der HDE-Prognose niedriger sein als im Jahr 2012. Im Boom befindet sich wie in den vergangenen Jahren der Online-Handel. Der HDE rechnet für das Jahr 2013 damit, dass der E-Commerce nach einem Wachstum von 13% im Vorjahr um weitere 12% auf mehr als 33 Mrd. € zulegen wird. Europäischer Wohnungsbau erwartet Ende der DurststreckeDie Rahmenbedingungen für die europäische Bauwirtschaft sehen Experten aufgrund der Auswirkungen der Euro-Krise auf die Einkommenssituation und Investitionsbereitschaft der privaten Haushalte weiterhin als ungünstig an. Jedoch ist für den Wohnungsbau ein Ende der Durststrecke in Sicht. Zu diesem Ergebnis kam das Forschungs- und Beratungsnetzwerk Euroconstruct in seiner Prognose im Dezember 2012. Nachdem die Wohnungsbauleistungen in 19 analysierten EU-Ländern 2012 um 3,5% zurückgegangen waren, dürfte sich der Schrumpfungsprozess 2013 auf rund minus 1% verlangsamen oder bestenfalls stabilisieren. Die Bauexperten sind zuversichtlich, dass der Wohnungsbau 2014 mit einem Plus von rund 2,5% wieder ein Wachstum aufweisen wird. In der mittelfristigen Prognose für den Zeitraum 2012 bis 2015 zeichnen die Forscher von Euroconstruct für sieben zum Verbreitungsgebiet von HORNBACH zählende Länder ein überwiegend positives Bild. Danach wird dem Wohnungsbau in Deutschland ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 2,5% zugetraut, das europaweit nur von Norwegen (plus 4,9% p. a.) übertroffen wird. In Österreich und der Schweiz soll das Volumen im Wohnungsbau jährlich um gut ein Prozent zunehmen, in der Slowakei und in Schweden um 0,5% bzw. 0,3%. In den von der Immobilienkrise geplagten Niederlanden sehen die Bauexperten in den Jahren 2013 bis 2015 einen leichten jährlichen Rückgang der Wohnungsbauleistungen von durchschnittlich 0,3%. Mit einem Minus von 2% p. a. dürfte sich der Bau neuer Wohnungen in Tschechien merklich unterdurchschnittlich entwickeln. Dafür verantwortlich sind insbesondere steigende Verbraucherpreise, sinkende Realeinkommen, Steuerbelastungen und die erhöhte Arbeitsplatzunsicherheit. Die deutsche Bauwirtschaft bleibt auch vor dem Hintergrund des fragilen gesamtwirtschaftlichen Umfelds positiv gestimmt. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes erwarten für das Jahr 2013 ein nominales Wachstum der baugewerblichen Umsätze von 2%. Wachstumsmotor für das Bauhauptgewerbe wird erneut der Wohnungsbau mit einem Umsatzplus von 3,5% bleiben. Der Wirtschaftsbau und der öffentliche Bau werden nach der Verbandsprognose mit nominalen Umsatzzuwächsen von 1,0% bzw. 1,5% moderat zulegen. Branchenspezifische ChancenDie mittelfristigen konjunkturellen Rahmenbedingungen sowie die Perspektiven für die Bauwirtschaft und den Einzelhandel eröffnen auch der DIY-Branche in unserem Verbreitungsgebiet insgesamt positive Entwicklungschancen. Darüber hinaus können die Betreiber von Bau- und Gartenmärkten künftig von Megatrends profitieren, die in den einzelnen Ländermärkten in unterschiedlicher Ausprägung Potenzial für eine steigende Nachfrage nach Produkten und Serviceleistungen rund um das Thema Bauen, Renovieren und Garten bieten. Entscheidend für die weitere Entwicklung ist, dass sowohl die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen als auch die Stimmung bei den Konsumenten und Unternehmen stabil bleiben. Daher kommt den Abwärtsrisiken durch eine mögliche weitere Eskalation der europäischen Staatsschuldenkrise eine besondere Bedeutung bei der Einschätzung der künftigen branchenspezifischen Chancen zu. Abgeleitet von den geschilderten wesentlichen Einflussgrößen wie Beschäftigung, Einkommen, Konsumklima und Baukonjunktur stützt die DIY-Branche in Europa ihre Hoffnungen darauf, dass die Kundennachfrage nach dem konjunkturellen Dämpfer der zweiten Jahreshälfte 2012 im Verlauf der Jahre 2013 und 2014 nach und nach wieder auf den Wachstumskurs zurückschwenkt. Die IFH Retail Consultants gehen davon aus, dass das Marktvolumen aller Bau- und Gartenmärkte in der EU27 im Jahr 2013 zwischen 0,5% und 0,7% zunehmen wird (2012: minus 0,5%). Etwas optimistischer beurteilt die deutsche Branche die Aussichten für 2013. So erwartet der Branchenverband BHB ein geringes nominales Umsatzwachstum in einer Bandbreite zwischen 1,0% und 2,0%. Potenzial für Umsatzzuwächse sah der Branchenverband grundsätzlich bei den Gartensortimenten, die 2012 wetterbedingt weniger nachgefragt wurden als sonst üblich. Ferner versprach sich der BHB Wachstumsimpulse vom privaten Wohnungsbau. Da der Winter weite Teile Europas und Deutschlands bis in den April hinein fest im Griff hatte, ist der Aufholprozess durch ein kräftig anspringendes Saisongeschäft im zweiten und dritten Kalenderquartal entscheidend für die Jahresperformance 2013. Bei der Suche nach Wachstumsfaktoren zieht sich der große Bedarf an Lösungen für energiesparende Gebäudetechnik bzw. Energieeffizienz und den zeitgemäßen Innenausbau wie ein roter Faden durch den europäischen Neubau- und Modernisierungssektor. Insgesamt stehen nach unserer Auffassung die Chancen für steigende Umsätze und Erträge der DIY-Branche im In- und Ausland günstig. Begründen lassen sich die Wachstumsperspektiven unter anderem mit den nachfolgend skizzierten Megatrends. Chancen durch NachhaltigkeitDas Bauen im Bestand (Modernisierungs- bzw. Renovierungsmarkt) hat in den letzten Jahren für die Geschäftsentwicklung der Bau- und Gartenmärkte stetig an Bedeutung gewonnen. Dagegen ist der Neubauanteil am Wohnungsbau europaweit rückläufig und macht zuletzt deutlich weniger als die Hälfte der gesamten Wohnungsbauinvestitionen aus. In Deutschland übersteigt der Umsatz am Modernisierungsmarkt seit 1998 das Neubauvolumen. Im Jahr 2011 entfielen mehr als drei Viertel des gesamten Bauvolumens in Höhe von rund 166 Mrd. € auf Modernisierungsvorhaben. Drei wesentliche Trends sind dafür verantwortlich:
Diese drei Megatrends lassen sich auch unter der Überschrift "Nachhaltigkeit" zusammenfassen. Die ökologische, ökonomische und soziale Dimension des nachhaltigen Bauens spielt als Wettbewerbsfaktor nicht nur auf dem Immobilienmarkt eine immer wichtigere Rolle. Sie bietet gleichzeitig leistungsfähigen Akteuren in Industrie, Handel und Handwerk über das passende Sortiments- und Serviceangebot wachsende Umsatzpotenziale. Chancen durch VerbrauchertrendsDie Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen, dass sich Menschen gerade in unsicheren Zeiten stärker als sonst ins Private zurückziehen (Homing). Die Verbraucher verbringen wieder mehr Zeit zu Hause und sind bereit, in die Verschönerung und Ausstattung ihrer Wohnungen zu investieren. Dies ist nicht nur ein deutsches Phänomen, sondern auch international Motivation für das Heimwerken als beliebte Freizeitaktivität. Dies gilt umso mehr, als die Verbraucher in vielen Regionen Europas von niedrigen Bauzinsen profitieren und ihr Geld lieber in den privaten Hausbau oder in Renovierungsprojekte als in alternative, zunehmend als unsicher oder unattraktiv erachtete Kapitalanlagen stecken. Die Verwirklichung von Wohnwelten spielt bei Modernisierungsprojekten von Haus, Wohnung und Garten eine immer größere Rolle. Bei den Verbrauchern ist ein wachsendes Bewusstsein für Einflüsse aus Mode, Kunst, Architektur und Medien festzustellen. Die Übertragung dieser Wohntrends auf die eigenen vier Wände ist gesellschaftlich motiviert durch den Wunsch nach dauerhaften Werten, (Lebens-) Qualität, Individualität und Emotionalität. Die Baumarktbranche hat bei der emotionalen Ansprache ihrer Zielgruppen, bei der Präsentation von Wohnwelten und der Beratung komplexer innenarchitektonischer Projekte gegenüber dem spezialisierten Fachhandel noch erhebliches Entwicklungs- und somit Chancenpotenzial. Chancen durch neue MarktpotenzialeEine Vielzahl unterschiedlicher Vertriebsformen konkurriert im europäischen DIY-Markt um die Gunst der Heimwerker, Bauherren und Gartenliebhaber. Durch entsprechende Kundenorientierung und Fachhandelskonzepte können Baumarktbetreiber zusätzliche Marktanteile zu Lasten der anderen Vertriebsformen gewinnen. Die Potenziale sind umso größer, je geringer der Anteil der Baumärkte am DIY-Gesamtmarkt in einem Land ist. Deutschland ist der größte europäische Do-it-yourself-Markt. Jedoch haben die Bau- und Heimwerkermärkte in Deutschland ihr Kundenpotenzial erst zum Teil ausgeschöpft. Dieser Vertriebsweg deckt in Deutschland nur rund die Hälfte des DIY-Kernmarktes ab, der ein Marktvolumen von rund 44 Mrd. € erreicht. Die andere Hälfte des Marktvolumens erzielen Fachmärkte (wie zum Beispiel Fliesen-, Raumausstattungs-, Leuchten- oder Sanitärfachmärkte), der Baustoff- oder Holzfachhandel. In anderen europäischen Ländern liegt der Baumarkt-Anteil zum Teil deutlich höher. Neben den Aktivitäten zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit im stationären Einzelhandel setzt die Branche der Bau- und Gartenmärkte seit 2010 verstärkt auf den Vertriebskanal Internet. Der Online-Handel weist innerhalb des gesamten Einzelhandels die mit Abstand stärksten Wachstumsraten auf. Überdurchschnittlich entwickelte sich dabei bislang der E-Commerce mit DIY-Sortimenten. In Deutschland sollen die Online-Umsätze der typischen Baumarktproduktgruppen nach Prognosen der IFH Retail Consultants in den Jahren 2013 und 2014 um 19% bzw. 17% zulegen. Die Experten rechnen damit, dass sich die Online-Umsätze aller im stationären Handel tätigen Bau- und Heimwerkermarktformate mit prognostizierten Zuwachsraten von 26% bzw. 21% noch dynamischer entwickeln. Als einen der zukunftsträchtigsten Vertriebstypen innerhalb des E-Commerce sehen Fachleute den Mehr-Kanal-Handel, das sogenannte Multi-Channel-Retailing, bei dem das stationäre Geschäft eng mit dem Online-Handel verzahnt wird. Der E-Commerce wird sich zudem noch stärker sozialisieren. Social Media bieten unzählige Plattformen für den Austausch von Erfahrungsberichten über Projekte, Produkte, Preise und auch über die Anbieter und deren Leistungen bei Service und Qualität. Mit diesen Netzwerken beschäftigen sich immer mehr Unternehmen der DIY-Branche intensiv und treten in einen aktiven Dialog mit ihren Kunden. Chancen durch InternationalisierungÜber die Chancen im deutschen DIY-Markt hinaus bietet die Expansion ins Ausland zusätzliche Wachstumsperspektiven. Zu diesem grenzüberschreitenden Schritt haben sich zahlreiche führende deutsche Baumarktanbieter schon vor Jahren entschieden. Sie versprechen sich außerhalb Deutschlands größere Umsatzpotenziale und eine höhere Rentabilität als im gesättigten deutschen Markt. Ferner hilft die Internationalisierung bei der Verteilung von Marktrisiken. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Reifegrad regionaler DIY-Märkte zunimmt und manche Länder der EU sich nur schleppend von den nachlaufenden Effekten der Finanz- und Staatsschuldenkrise auf Beschäftigung und Einkommen erholen. Das erhöht die strategischen, aber auch die Eigenkapitalanforderungen an den DIY-Einzelhandel, um auch auf lange Sicht international attraktive Umsatz- und Ertragssteigerungen realisieren zu können. Strategische ChancenUnser Ziel ist es, die Marktposition von HORNBACH im europäischen Do-it-yourself-Markt durch organisches Wachstum kontinuierlich auszubauen. Umsatz und Profitabilität sollen durch die Expansion eines international erfolgreichen Handelsformats nachhaltig gesteigert werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die strategische Weiterentwicklung unseres Konzepts und der Ausbau unseres Filialnetzes an Standorten mit überdurchschnittlichem Wachstumspotenzial im In- und Ausland.
AusblickDie Prognosebasis ist seit der Finanzkrise 2009 stärker als in der Vergangenheit durch konjunkturelle Unsicherheiten bestimmt, in deren Zentrum die Frage steht, wie die Industriestaaten die Probleme der überbordenden Staatsverschuldung in den Griff bekommen. Die Finanzmärkte reagierten im Frühjahr 2013 sehr empfindlich auf den Wahlausgang in Italien und die drohende Staatspleite Zyperns, was erneut den Nährboden für die Sorge um eine Verschärfung der Euro-Krise, aber auch für grundlegende Zweifel am internationalen politischen Reformwillen bereitete. So bleibt weiterhin ein hohes Maß an Risikofaktoren bestehen. Die Volatilität an den Märkten hat generell zugenommen. Die kurz- und mittelfristigen Entwicklungen der Absatz-, Beschaffungs- und Refinanzierungsmärkte sind schwer vorhersehbar. Von zentraler Bedeutung für die Geschäftsaussichten im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern ist die künftige Entwicklung der Konsumnachfrage in den Ländern, in denen wir operativ tätig sind. Der private Konsum wird entscheidend geprägt von der Entwicklung der Beschäftigung sowie der verfügbaren Einkommen, auf die nicht zuletzt die Entwicklung der Inflation, Sparmaßnahmen zur Konsolidierung der Staatsfinanzen oder auch Reformen im Sozial- und Gesundheitswesen Einfluss nehmen. Auf die Zukunft gerichtete Parameter wie die Konjunktur- und Einkommenserwartung oder auch die Anschaffungsneigung der Verbraucher laufen als Stimmungsindikatoren für das Konsumklima den realwirtschaftlichen Daten voraus. Überdies können sich außergewöhnliche Witterungsverhältnisse empfindlich auf das Konsumverhalten und unser Saisongeschäft auswirken, wenngleich diese Einflussgröße in der Vorausplanung nicht abgebildet werden kann. Die Aussagen zum zweijährigen Prognosezeitraum gründen sich auf die mittelfristige Unternehmensplanung, die einen Planungshorizont von fünf Jahren hat und jährlich fortgeschrieben wird. Die Planung für die Geschäftsjahre 2013/2014 bis 2017/2018 und die darin integrierte Jahresplanung 2013/2014 fanden Ende Februar 2013 die Zustimmung des Aufsichtsrats. ExpansionIm zweijährigen Prognosezeitraum planen wir weiterhin keinen Markteintritt in ein neues Land, sondern setzen auf den Ausbau und die Modernisierung unseres Filialnetzes im bisherigen Verbreitungsgebiet, also in Deutschland und den acht Ländern des übrigen Europas. Je nach Fortschritt in der Baugenehmigungs- und Bauplanungsphase kann es Verschiebungen zwischen den Jahren geben. Ein Teil der geplanten Neueröffnungen dient dazu, nicht mehr zeitgemäße Altstandorte zu ersetzen. Die Mehrheit der Neueröffnungen soll außerhalb Deutschlands realisiert werden. Im Geschäftsjahr 2013/2014 beabsichtigen wir, konzernweit bis zu vier neue HORNBACH Bau- und Gartenmärkte zu eröffnen. Außerhalb Deutschlands sind drei Standorte geplant. Die Standorte in der Slowakei, Schweden und den Niederlanden waren zum Abschluss dieses Berichts im Bau. In Deutschland wollen wir Ende des Geschäftsjahres einen neuen Markt in Heidelberg eröffnen, der die seit 1985 betriebene, nur knapp 4.000 qm große Filiale ersetzen wird. Im Geschäftsjahr 2014/2015 sind europaweit bis zu sechs Neueröffnungen geplant. Davon entfallen bis zu vier auf das übrige Europa. In Deutschland steht eine Neueröffnung auf der Agenda. Außerdem sollen der Baumarkt und das alleinstehende Gartencenter am Standort Kassel durch den Neubau eines kombinierten HORNBACH Bau- und Gartenmarkts ersetzt werden. Unter Berücksichtigung von Ersatzstandorten bzw. Schließungen soll sich die Anzahl der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte bis 28. Februar 2015 aufgrund der Expansionsplanung für das laufende und kommende Geschäftsjahr konzernweit insgesamt auf bis zu 145 (28. Februar 2013: 138) erhöhen. InvestitionenDas geplante Bruttoinvestitionsvolumen im Konzern der HORNBACH-Baumarkt-AG wird sich in den Geschäftsjahren 2013/2014 sowie 2014/2015 voraussichtlich in einer Bandbreite zwischen 120 und 150 Mio. € bewegen. Der überwiegende Teil der Mittel wird in den Bau neuer Märkte, Geschäftsausstattung neuer und bestehender Filialen, den Umbau und die Erweiterung bestehender Märkte sowie in IT-Infrastruktur fließen. Bei der Finanzierung der Investitionen genießt HORNBACH größtmögliche Flexibilität. Neben dem frei verfügbaren operativen Cashflow ist dank der flüssigen Mittel und freier Kreditlinien ein hohes Maß an verfügbarer Liquidität vorhanden. Darüber hinaus besteht bei Bedarf die Möglichkeit, Investitionsvorhaben beispielsweise durch Aufnahme zusätzlicher Schuldscheindarlehen zu finanzieren. Sale & Leaseback-Transaktionen sind im Prognosezeitraum nicht vorgesehen. UmsatzentwicklungDer Projektion für das Geschäftsjahr 2013/2014 haben wir ursprünglich das Basisszenario zugrunde gelegt, dass der Konzernumsatz eine höhere Steigerungsrate erreicht als im Berichtsjahr 2012/2013. Dazu beitragen sollte eine Trendwende beim flächenbereinigten Umsatz im Konzern, der 2013/2014 wieder positive Zuwachsraten erzielen sollte. Darin spiegelt sich auch die Annahme einer schrittweisen gesamtkonjunkturellen Erholung in den Ländern unseres europaweiten Vertriebsgebiets im Jahr 2013 wider. Der Start in das Geschäftsjahr 2013/2014, das nach Abschluss des Planungsprozesses am 1. März 2013 begann, stand allerdings unter keinem guten Stern. Europaweit wurde die Kundennachfrage im DIY-Einzelhandel durch den ungewöhnlich langen Winter bis in den April hinein buchstäblich auf Eis gelegt. Nach der Monatsumfrage des Branchenverbandes BHB büßten die deutschen Baumarktbetreiber allein im Monat März 2013 flächenbereinigt fast ein Viertel ihrer Umsätze ein. HORNBACH entwickelte sich zwar weiterhin positiver als die DIY-Branche, jedoch war zum Abschluss dieses Berichts erkennbar, dass das erste Quartal 2013/2014 (1. März bis 31. Mai 2013) witterungsbedingt sowohl in Deutschland als auch im übrigen Europa deutlich schlechter ausfallen dürfte als im Vorjahr. Vor diesem Hintergrund revidierte der Vorstand im April 2013 das Basisszenario für 2013/2014 und schätzte den Umsatzverlauf im Konzern der HORNBACH-Baumarkt-AG nunmehr vorsichtiger ein. Als unsicher galt insbesondere, wie viel des Umsatzrückgangs der ersten sechs Wochen im Verlauf des Gesamtjahres 2013/2014 aufgeholt werden kann. Weiterhin optimistisch gestimmt sind wir für unser Geschäftsjahr 2014/2015 unter der Voraussetzung, dass sich das extrem langanhaltende Winterwetter nicht im Frühjahr 2014 wiederholt. Die für das Jahr 2014 prognostizierte Belebung von Bruttoinlandsprodukt und Konsumnachfrage sollte im Geschäftsjahr 2014/2015 in Verbindung mit der größeren Zahl an Neueröffnungen für eine Verbesserung der Umsatzdynamik im Konzern der HORNBACH-Baumarkt-AG sorgen. Mit einer Vielzahl von Maßnahmen und Konzepten wollen wir die Betriebsabläufe im Verkauf und bei unseren Dienstleistungen stetig verbessern. Unser Ziel ist es, die Kundenzufriedenheit mit dem kompetenten Ausbau unseres Beratungs- und Betreuungsangebots im stationären Geschäft sowie im Online-Shop kontinuierlich zu steigern.
UmsatzprognoseWir rechnen damit, dass der Konzernumsatz, das heißt der Nettoumsatz einschließlich Neueröffnungen, Schließungen und Erweiterungsmaßnahmen, im Geschäftsjahr 2013/2014 leicht über dem Wert des Geschäftsjahres 2012/2013 liegen und im Folgejahr 2014/2015 eine höhere Wachstumsrate als 2013/2014 erreichen wird. ErtragsentwicklungDie künftige Ertragsentwicklung basiert im Wesentlichen auf den erwarteten Ergebnisbeiträgen der Segmente "Baumärkte" und "Immobilien".
ErtragsprognoseDie Ertragsprognose ist an die Annahme geknüpft, dass es innerhalb des zweijährigen Prognosezeitraums nicht zu einem unerwarteten Konjunktureinbruch wie beispielsweise durch eine Eskalation der europäischen Staatsschuldenkrise kommt. Die Ergebnisentwicklung im Konzern wird in den Geschäftsjahren 2013/2014 und 2014/2015 von der Ertragslage des Segments Baumärkte geprägt. Wir erwarten, dass das Betriebsergebnis (EBIT) im Konzern der HORNBACH-Baumarkt-AG im Geschäftsjahr 2013/2014 den Wert des Geschäftsjahres 2012/2013 (99,3 Mio. €) nicht erreichen wird. Im Geschäftsjahr 2014/2015 soll die Ertragskraft wieder signifikant verbessert werden. Das EBIT soll dann deutlich überproportional zum Umsatzanstieg wachsen. DISCLAIMERDieser Geschäftsbericht sollte im Kontext mit den geprüften Finanzdaten des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns und den Konzernanhangsangaben gelesen werden, die an anderer Stelle des Geschäftsberichts stehen. Er enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen des Vorstands von HORNBACH beruhen. Zukunftsaussagen sind immer nur für den Zeitpunkt gültig, an dem sie gemacht werden. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen dieser prognostizierten Aussagen realistisch sind, kann die Gesellschaft nicht dafür garantieren, dass die Erwartungen sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, insbesondere im Konsumverhalten und im Wettbewerbsumfeld in den für HORNBACH relevanten Handelsmärkten. Ferner zählen dazu die mangelnde Akzeptanz neuer Vertriebsformate und neuer Sortimente sowie Änderungen der Unternehmensstrategie. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch HORNBACH ist weder geplant, noch übernimmt HORNBACH die Verpflichtung dazu. KonzernabschlussGewinn- und Verlustrechnung HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern
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| Anhang | 2012/2013 T€ |
2011/2012 T€ |
Veränderung % |
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| Umsatzerlöse | 1 | 3.019.959 | 3.001.049 | 0,6 |
| Kosten der umgesetzten Handelsware | 2 | 1.892.307 | 1.878.131 | 0,8 |
| Rohertrag | 1.127.652 | 1.122.918 | 0,4 | |
| Filialkosten | 3 | 896.251 | 870.819 | 2,9 |
| Voreröffnungskosten | 4 | 9.896 | 7.172 | 38,0 |
| Verwaltungskosten | 5 | 140.615 | 129.414 | 8,7 |
| Sonstiges Ergebnis | 6 | 18.422 | 12.900 | 42,8 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 99.312 | 128.413 | -22,7 | |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 2.100 | 5.983 | -64,9 | |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 26.119 | 25.245 | 3,5 | |
| Übriges Finanzergebnis | -928 | -2.699 | -65,6 | |
| Finanzergebnis | 7 | -24.947 | -21.961 | 13,6 |
| Konzernergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 74.365 | 106.452 | -30,1 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 8 | 22.066 | 29.074 | -24,1 |
| Konzernjahresüberschuss | 52.299 | 77.378 | -32,4 | |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert in €) | 9 | 1,64 | 2,43 | -32,5 |
| Anhang | 2012/2013 T€ |
2011/2012 T€ |
|
| Konzernjahresüberschuss | 52.299 | 77.378 | |
| Versicherungsmathematische Veränderung aus Pensionszusagen | 23 | -4.267 | 1.322 |
| Bewertung derivativer Finanzinstrumente (Cashflow-Hedge) | |||
| direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen derivativer Sicherungsinstrumente | -2.604 | -8.785 | |
| erfolgswirksame Realisierung von Wertänderungen derivativer Sicherungsinstrumente | 1.798 | 1.650 | |
| Währungsanpassungen aus der Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen | -2.739 | 4.845 | |
| Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | 8 | 1.134 | 1.646 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | -6.678 | 678 | |
| Gesamtergebnis | 45.621 | 78.056 |
Aktiva
| Anhang | 28.2.2013 T€ |
29.2.2012 T€ |
|
| Langfristiges Vermögen | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 11 | 12.949 | 16.291 |
| Sachanlagen | 12 | 702.110 | 644.437 |
| Fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke | 12 | 6.005 | 5.824 |
| Finanzanlagen | 13 | 1.278 | 1.229 |
| Sonstige langfristige Forderungen und Vermögenswerte | 14/23 | 3.822 | 3.821 |
| Langfristige Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 26 | 6.422 | 7.985 |
| Latente Steueransprüche | 15 | 7.870 | 7.337 |
| 740.456 | 686.924 | ||
| Kurzfristiges Vermögen | |||
| Vorräte | 16 | 481.584 | 475.659 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 17 | 51.795 | 57.179 |
| Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 26 | 5.340 | 4.070 |
| Flüssige Mittel | 18 | 317.178 | 404.250 |
| Zur Veräußerung vorgesehene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | 19 | 1.076 | 0 |
| 856.973 | 941.158 | ||
| 1.597.429 | 1.628.082 | ||
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Passiva |
|||
| Anhang | 28.2.2013 T€ |
29.2.2012 T€ |
|
| Eigenkapital | 20 | ||
| Gezeichnetes Kapital | 95.421 | 95.421 | |
| Kapitalrücklage | 143.623 | 143.623 | |
| Gewinnrücklagen | 582.661 | 552.961 | |
| 821.705 | 792.005 | ||
| Langfristige Schulden | |||
| Finanzschulden | 22 | 373.442 | 407.304 |
| Rückstellungen für Pensionen | 23 | 3.884 | 0 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 15 | 33.479 | 35.668 |
| Sonstige langfristige Schulden | 24/27 | 27.826 | 28.636 |
| 438.631 | 471.608 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Finanzschulden | 22 | 8.620 | 24.601 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige Verbindlichkeiten | 25 | 248.764 | 244.434 |
| Schulden aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 26 | 21.459 | 27.848 |
| Sonstige Rückstellungen und abgegrenzte Schulden | 27 | 58.250 | 67.586 |
| 337.093 | 364.469 | ||
| 1.597.429 | 1.628.082 |
| Geschäftsjahr 2011/2012 in T€ |
Anhang | Gezeichnetes Kapital |
Kapital- rücklage |
Hedging- Reserve |
Kumulierte Währungs- umrechnung |
Sonstige Gewinn- rücklagen |
Summe
Eigenkapital |
| Stand 1. März 2011 | 47.710 | 143.623 | 1.457 | 25.131 | 511.951 | 729.872 | |
| Konzernjahresüberschuss | 77.378 | 77.378 | |||||
| Versicherungsmathematische Veränderung aus Pensionszusagen, netto nach Steuern | 23 | 1.063 | 1.063 | ||||
| Bewertung derivativer Finanzinstrumente (Cashflow-Hedge), netto nach Steuern | -5.230 | -5.230 | |||||
| Währungsumrechnung | 4.845 | 4.845 | |||||
| Gesamtergebnis | -5.230 | 4.845 | 78.441 | 78.056 | |||
| Dividendenausschüttung | 21 | -15.904 | -15.904 | ||||
| Transaktionen eigene Anteile | 20 | -19 | -19 | ||||
| Ausgabe von Berichtigungsaktien | 20 | 47.711 | -47.711 | 0 | |||
| Stand 29. Februar 2012 | 95.421 | 143.623 | -3.773 | 29.976 | 526.758 | 792.005 |
| Geschäftsjahr 2012/2013 in T€ |
Anhang | Gezeichnetes Kapital |
Kapital- rücklage |
Hedging- Reserve |
Kumulierte Währungs- umrechnung |
Sonstige Gewinn- rücklagen |
Summe
Eigenkapital |
| Stand 1. März 2012 | 95.421 | 143.623 | -3.773 | 29.976 | 526.758 | 792.005 | |
| Konzernjahresüberschuss | 52.299 | 52.299 | |||||
| Versicherungsmathematische Veränderung aus Pensionszusagen, netto nach Steuern | 23 | -3.430 | -3.430 | ||||
| Bewertung derivativer Finanzinstrumente (Cashflow-Hedge), netto nach Steuern | -509 | -509 | |||||
| Währungsumrechnung | -2.739 | -2.739 | |||||
| Gesamtergebnis | -509 | -2.739 | 48.869 | 45.621 | |||
| Dividendenausschüttung | 21 | -15.904 | -15.904 | ||||
| Transaktionen eigene Anteile | 20 | -17 | -17 | ||||
| Stand 28. Februar 2013 | 95.421 | 143.623 | -4.282 | 27.237 | 559.706 | 821.705 |
| Anhang | 2012/2013 T€ |
2011/2012 T€ |
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| Konzernjahresüberschuss | 52.299 | 77.378 | |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 10 | 56.493 | 57.104 |
| Veränderung der Rückstellungen (provisions) | 2.058 | 7.477 | |
| Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen sowie von zur Veräußerung vorgesehenen langfristigen Vermögenswerten | -861 | -159 | |
| Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva | -5.762 | -15.157 | |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva | -7.370 | -25.046 | |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge | -1.977 | 2.181 | |
| Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 94.880 | 103.778 | |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens sowie von zur Veräußerung vorgesehenen langfristigen Vermögenswerten | 3.346 | 11.118 | |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -113.324 | -93.008 | |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | -2.729 | -2.621 | |
| Auszahlungen für den Erwerb von Beteiligungen und sonstigen Geschäftseinheiten | -545 | -8.148 | |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | -113.252 | -92.659 | |
| Gezahlte Dividenden | 21 | -15.904 | -15.904 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten sowie Begebung der Anleihe | 22 | 248.125 | 80.000 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten und der Anleihe | -293.657 | -93.100 | |
| Auszahlungen/Einzahlungen aus Konzernfinanzierung | -76 | -62 | |
| Auszahlungen für Transaktionskosten | -2.304 | -1.591 | |
| Veränderung der kurzfristigen Finanzkredite | -4.779 | -21 | |
| Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit | -68.595 | -30.678 | |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands | -86.967 | -19.559 | |
| Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelbestands | -105 | 1.219 | |
| Finanzmittelbestand 1. März | 404.250 | 422.590 | |
| Finanzmittelbestand am Bilanzstichtag | 317.178 | 404.250 |
Der Finanzmittelbestand beinhaltet Geldbestände und Bankguthaben sowie andere kurzfristige Geldanlagen.
Der Posten sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge enthält im Wesentlichen latente Steuern, unrealisierte Fremdwährungseffekte sowie anteilige Auflösungen abgegrenzter Kosten für Finanzverbindlichkeiten.
Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde durch Ertragsteuerzahlungen um T€ 29.469 (Vj. T€ 30.461) und durch Zinszahlungen um T€ 30.206 (Vj. T€ 26.513) gemindert sowie durch erhaltene Zinsen um T€ 2.100 (Vj. T€ 5.983) erhöht.
In den Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens sowie von zur Veräußerung vorgesehenen langfristigen Vermögenswerten sind Einzahlungen aus Abgängen der Vorjahre in Flöhe von T€ 1.348 (Vj. T€ 2.718) enthalten.
Die HORNBACH-Baumarkt-AG stellt einen Konzernabschluss in Übereinstimmung mit § 315a HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) auf, wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind. Die HORNBACH-Baumarkt-AG ist mit ihren Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss der HORNBACH HOLDING AG einbezogen. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der HORNBACH HOLDING AG werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Die HORNBACH-Baumarkt-AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in Bornheim, Deutschland. Die HORNBACH-Baumarkt-AG und ihre Tochtergesellschaften entwickeln und betreiben international großflächige Bau- und Gartenfachmärkte.
Das Geschäftsjahr der HORNBACH-Baumarkt-AG und damit des Konzerns umfasst den Zeitraum vom 1. März eines jeden Jahres bis zum letzten Tag des Februars des Folgejahres.
In der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz sind einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen. Nach IAS 1 "Presentation of Financial Statements" wird beim Ausweis in der Bilanz zwischen lang- und kurzfristigem Fremdkapital unterschieden. Als kurzfristig werden Schulden angesehen, die innerhalb eines Jahres fällig sind. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Dabei handelt es sich um die funktionale Währung der HORNBACH-Baumarkt-AG. Die Werte werden in Tausend bzw. Millionen Euro gerundet. Bei den verschiedenen Darstellungen können gegebenenfalls Rundungsdifferenzen auftreten.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen worden, die sich auf die Bilanzierung und/oder Bewertung der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden sowie der Erträge und Aufwendungen ausgewirkt haben. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, die Ermittlung von Verkehrswerten sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Die wesentlichen Annahmen und Schätzungen, die aufgrund ihrer Unsicherheit zu einer Abweichung vom derzeitigen Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden führen können, werden in den Erläuterungen zu den jeweiligen Posten aufgeführt. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.
Der Vorstand der HORNBACH-Baumarkt-AG hat den Konzernabschluss am 2. Mai 2013 aufgestellt und zur Veröffentlichung freigegeben. Mit diesem Zeitpunkt endet der Wertaufhellungszeitraum.
Es werden alle zum Bilanzstichtag gültigen und verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards und Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) - soweit für den HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern von Bedeutung - berücksichtigt.
Im Geschäftsjahr 2012/2013 waren folgende neue Standards, Änderungen von Standards und Interpretationen erstmalig anzuwenden:
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Amendments to IFRS 7 - Disclosures - Transfer of Financial Assets - Die Änderungen an IFRS 7 betreffen erweiterte Angabepflichten bei der Übertragung finanzieller Vermögenswerte. Damit sollen die Beziehungen zwischen finanziellen Vermögenswerten, die nicht vollständig auszubuchen sind, und den korrespondierenden finanziellen Verbindlichkeiten verständlicher werden. Weiterhin sollen die Art sowie insbesondere die Risiken eines anhaltenden Engagements (continuing involvement) bei ausgebuchten finanziellen Vermögenswerten besser beurteilt werden können. Mit den Änderungen werden auch zusätzliche Angaben gefordert, wenn eine unverhältnismäßig große Anzahl von Übertragungen mit "continuing involvement" z.B. rund um das Ende einer Berichtsperiode auftritt. Die Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der HORNBACH-Baumarkt-AG. |
Das IASB hat nachfolgende für den HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern relevante Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, die verpflichtend erst in späteren Geschäftsjahren anzuwenden sind und die vom HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern auch nicht vorzeitig angewandt wurden:
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Amendments to IAS 1 - Presentation of Items of Other Comprehensive Income: Diese Änderung betrifft die Darstellung des sonstigen Ergebnisses in der Gesamtergebnisrechnung. Die Posten des sonstigen Ergebnisses, die später in die Gewinn- und Verlustrechnung reklassifiziert werden ("recycling"), sind künftig separat von den Posten des sonstigen Ergebnisses darzustellen, die niemals reklassifiziert werden. Sofern die Posten brutto, d.h. ohne Saldierung mit Effekten aus latenten Steuern ausgewiesen werden, sind die latenten Steuern nunmehr nicht mehr in einer Summe auszuweisen, sondern den beiden Gruppen von Posten zuzuordnen. Die Änderung ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen. Die Änderungen des Standards werden einem dem Standard angepassten Ausweis der entsprechenden Sachverhalte in den künftigen Konzernabschlüssen der HORNBACH-Baumarkt-AG zur Folge haben. |
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Amendments to IAS 12 - Recovery of underlying assets: Bei als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien ist es oftmals schwierig zu beurteilen, ob sich bestehende temporäre steuerliche Differenzen im Rahmen der fortgeführten Nutzung oder im Zuge einer Veräußerung umkehren. Mit der Änderung des IAS 12 wird nun klargestellt, dass die Bewertung der latenten Steuern auf Basis der widerlegbaren Vermutung zu erfolgen hat, dass die Umkehrung durch Veräußerung erfolgt. Die Änderung ist erstmals anzuwenden in geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Die Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der HORNBACH-Baumarkt-AG. |
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IAS 19 - Employee Benefits (revised 2011): Neben umfangreicheren
Angabepflichten zu Leistungen an Arbeitnehmer ergeben sich insbesondere
folgende Änderungen aus dem überarbeiteten Standard: Derzeit gibt
es ein Wahlrecht, wie unerwartete Schwankungen der Pensionsverpflichtungen,
die sogenannten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste,
im Abschluss dargestellt werden können. Diese können entweder (a)
ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung, (b) im sonstigen
Ergebnis (OCI) oder (c) zeitverzögert nach der sogenannten Korridormethode
erfasst werden. Mit der Neufassung des IAS 19 wird dieses Wahlrecht
für eine transparentere und vergleichbarere Abbildung abgeschafft,
so dass künftig nur noch eine unmittelbare und vollumfängliche Erfassung
im sonstigen Ergebnis zulässig ist. Außerdem ist nachzuverrechnender
Dienstzeitaufwand nunmehr im Jahr der Entstehung direkt im Gewinn
oder Verlust zu erfassen. Zudem werden derzeit zu Beginn der Rechnungsperiode
die erwarteten Erträge des Planvermögens anhand der subjektiven Erwartungen
des Managements über die Wertentwicklung des Anlageportfolios ermittelt.
Mit Anwendung des IAS 19 (revised 2011) ist nur noch eine typisierende
Verzinsung des Planvermögens in Höhe des aktuellen Diskontierungszinssatzes
der Pensionsverpflichtungen zu Periodenbeginn zulässig. |
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Amendments to IAS 27 - Separate Financial Statements: Im Rahmen der Verabschiedung des IFRS 10 - Consolidated Financial Statements - werden die Regelungen für das Kontrollprinzip und die Anforderungen an die Erstellung von Konzernabschlüssen aus dem IAS 27 ausgelagert und abschließend im IFRS 10 behandelt (siehe Ausführungen zu IFRS 10). Im Ergebnis enthält IAS 27 künftig nur die Regelungen zur Bilanzierung von Tochtergesellschaften, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen in IFRS Einzelabschlüssen. Die Änderung ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Aus den Änderungen des IAS 27 werden sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns ergeben. |
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Amendments to IAS 28 - Investments in Associates and Joint
Ventures: Im Rahmen der Verabschiedung des IFRS 11 Joint Arrangements
erfolgten auch Anpassungen an IAS 28. IAS 28 regelt - wie bislang
auch - die Anwendung der Equity-Methode. Allerdings wird der Anwendungsbereich
durch die Verabschiedung des IFRS 11 erheblich erweitert, da zukünftig
nicht nur Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, sondern auch
an Joint Ventures (siehe IFRS 11) nach der Equity-Methode bewertet
werden müssen. Die Anwendung der quotalen Konsolidierung für Gemeinschaftsunternehmen
entfällt mithin. Künftig sind auch potenzielle Stimmrechte und andere
derivative Finanzinstrumente bei der Beurteilung, ob ein Unternehmen
maßgeblichen Einfluss hat, bzw. bei der Bestimmung des Anteils des
Investors am Vermögen der Gesellschaft zu berücksichtigen. |
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Amendments to IAS 32 und IFRS 7 - Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities: Diese Ergänzung zum IAS 32 stellt klar, welche Voraussetzungen für die Saldierung von Finanzinstrumenten bestehen. In der Ergänzung wird die Bedeutung des gegenwärtigen Rechtsanspruchs zur Aufrechnung erläutert und klargestellt, welche Verfahren mit Bruttoausgleich als Nettoausgleich im Sinne des Standards angesehen werden können. Einhergehend mit diesen Klarstellungen wurden auch die Vorschriften zu den Anhangangaben im IFRS 7 erweitert. Die Änderung des IAS 32 ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Die Änderung des IFRS 7 ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass die erstmalige Anwendung des geänderten Standards eine Auswirkung auf die künftigen Konzernabschlüsse der HORNBACH-Baumarkt-AG haben wird. |
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IFRS 10 - Consolidated Financial Statements: Mit diesem Standard wird der Begriff der Beherrschung ("control") neu und umfassend definiert. Beherrscht ein Unternehmen ein anderes Unternehmen, hat das Mutterunternehmen das Tochterunternehmen zu konsolidieren. Nach dem neuen Konzept ist Beherrschung gegeben, wenn das potenzielle Mutterunternehmen die Entscheidungsgewalt aufgrund von Stimmrechten oder anderer Rechte über das potenzielle Tochterunternehmen inne hat, es an positiven oder negativen variablen Rückflüssen aus dem Tochterunternehmen partizipiert und diese Rückflüsse durch seine Entscheidungsgewalt beeinflussen kann. Aus diesem neuen Standard können Auswirkungen auf den Umfang des Konsolidierungskreises, u.a. für Zweckgesellschaften, entstehen. Wenn für ein Investment die Qualifizierung als Tochterunternehmen zwischen IAS 27/SIC-12 und IFRS 10 abweichend festgestellt wird, ist IFRS 10 retrospektiv anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung ist nur zeitgleich mit IFRS 11 und IFRS 12 sowie mit den in 2011 geänderten IAS 27 und IAS 28 zulässig. Der neue Standard ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass die erstmalige Anwendung des geänderten Standards eine Auswirkung auf die künftigen Konzernabschlüsse der HORNBACH-Baumarkt-AG haben wird. |
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IFRS 11 - Joint Arrangements: Mit IFRS 11 wird die Bilanzierung von gemeinschaftlich geführten Aktivitäten (Joint Arrangements) neu geregelt. Nach dem neuen Konzept ist zu entscheiden, ob eine gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation) oder ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) vorliegt. Eine gemeinschaftliche Tätigkeit liegt vor, wenn die gemeinschaftlich beherrschenden Parteien unmittelbare Rechte an den Vermögenswerten und Verpflichtungen für die Verbindlichkeiten haben. Die einzelnen Rechte und Verpflichtungen werden anteilig im Konzernabschluss bilanziert. In einem Gemeinschaftsunternehmen haben die gemeinschaftlich beherrschenden Parteien dagegen Rechte am Reinvermögensüberschuss. Dieses Recht wird durch Anwendung der Equity-Methode im Konzernabschluss abgebildet, das Wahlrecht zur quotalen Einbeziehung in den Konzernabschluss entfällt somit. Der neue Standard ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Für den Übergang z.B. von der Quotenkonsolidierung auf die Equity-Methode bestehen spezifische Übergangsvorschriften. Eine vorzeitige Anwendung ist nur zeitgleich mit IFRS 10 und IFRS 12 sowie mit den in 2011 geänderten IAS 27 und IAS 28 zulässig. Die erstmalige Anwendung des geänderten Standards hat keine Auswirkung auf die künftigen Konzernabschlüsse der HORNBACH-Baumarkt-AG. |
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IFRS 12 - Disclosure of Interests in Other Entities: Dieser Standard regelt die Angabepflichten in Bezug auf Anteile an anderen Unternehmen. Die erforderlichen Angaben sind erheblich umfangreicher gegenüber den bisher in IAS 27, IAS 28 und IAS 31 vorzunehmenden Angaben. Der neue Standard ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass die erstmalige Anwendung des geänderten Standards zu erweiterten Anhangsangaben im Konzernabschluss der HORNBACH-Baumarkt-AG führen wird. |
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IFRS 13 - Fair Value Measurement: Mit diesem Standard wird die Fair Value-Bewertung in IFRS-Abschlüssen einheitlich geregelt. Alle nach anderen Standards geforderten Fair Value-Bewertungen haben zukünftig den einheitlichen Vorgaben des IFRS 13 zu folgen; lediglich für IAS 17 und IFRS 2 wird es weiter eigene Regelungen geben. Der Fair Value nach IFRS 13 ist als exit price definiert, d.h. als Preis, der durch den Verkauf eines Vermögenswertes erzielt werden würde bzw. als Preis, der gezahlt werden müsste, um eine Schuld zu übertragen. Wie derzeit aus der Fair Value-Bewertung finanzieller Vermögenswerte bekannt, wird ein 3-stufiges Hierarchiesystem eingeführt, das bezüglich der Abhängigkeit von beobachtbaren Marktpreisen abgestuft ist. Die neue Fair Value-Bewertung kann gegenüber den bisherigen Vorschriften zu abweichenden Werten führen. Der neue Standard ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass die erstmalige Anwendung des geänderten Standards wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der HORNBACH-Baumarkt-AG haben wird. |
Folgende Regelungen wurden bis zum Bilanzstichtag vom IASB und vom IFRIC in englischer Sprache veröffentlicht und noch nicht von der EU anerkannt.
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IFRS 9 - Financial Instruments: Die Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9 wird IAS 39 ersetzen. Finanzielle Vermögenswerte werden zukünftig nur noch in zwei Gruppen klassifiziert und bewertet: Zu fortgeführten Anschaffungskosten und zum Fair Value. Die Gruppe der finanziellen Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten besteht aus solchen finanziellen Vermögenswerten, die nur den Anspruch auf Zins- und Tilgungszahlungen an vorgegebenen Zeitpunkten vorsehen und die zudem im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Zielsetzung das Halten von Vermögenswerten ist. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte bilden die Gruppe zum Fair Value. Unter bestimmten Voraussetzungen kann für finanzielle Vermögenswerte der ersten Kategorie - wie bisher - eine Designation zur Kategorie zum Fair Value ("Fair Value Option") vorgenommen werden. Wertänderungen der finanziellen Vermögenswerte der Kategorie zum Fair Value sind grundsätzlich im Gewinn oder Verlust zu erfassen. Für bestimmte Eigenkapitalinstrumente jedoch kann vom Wahlrecht Gebrauch gemacht werden, Wertänderungen im sonstigen Ergebnis zu erfassen; Dividendenansprüche aus diesen Vermögenswerten sind jedoch im Gewinn oder Verlust zu erfassen. Die Vorschriften für finanzielle Verbindlichkeiten werden grundsätzlich aus IAS 39 übernommen. Der wesentlichste Unterschied betrifft die Erfassung von Wertänderungen von zum Fair Value bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten. Zukünftig sind diese aufzuteilen: der auf das eigene Kreditrisiko entfallende Teil ist im sonstigen Ergebnis zu erfassen, der verbleibende Teil der Wertänderung ist im Gewinn oder Verlust zu erfassen. IFRS 9 ist - vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. |
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Amendments to IFRS 9 and IFRS 7 - Mandatory Effective Date and Transition Disclosures: Die Änderungen ermöglichen einen Verzicht auf angepasste Vorjahreszahlen bei der Erstanwendung von IFRS 9. Ursprünglich war diese Erleichterung nur bei vorzeitiger Anwendung von IFRS 9 vor dem 1. Januar 2012 möglich. Die Erleichterung bringt zusätzliche Anhangangaben nach IFRS 7 im Übergangzeitpunkt mit sich. Diese Änderungen sind analog zu den Regelungen des IFRS 9 - vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. |
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Amendments to IFRS 10, IFRS 12 and IAS 27 - Investment Entities: Die Änderungen enthalten eine Begriffsdefinition für Investmentgesellschaften und nehmen derartige Gesellschaften aus dem Anwendungsbereich des IFRS 10 Consolidated Financial Statements aus. Investmentgesellschaften konsolidieren danach die von ihnen beherrschten Unternehmen nicht in ihrem IFRS-Konzernabschluss; dabei ist diese Ausnahme von den allgemeinen Grundsätzen nicht als Wahlrecht zu verstehen. Statt einer Vollkonsolidierung bewerten sie die zu Investitionszwecken gehaltenen Beteiligungen zum beizulegenden Zeitwert und erfassen periodische Wertschwankungen im Gewinn oder Verlust. Die Änderungen haben keine Auswirkungen für einen Konzernabschluss, der Investmentgesellschaften umfasst, sofern nicht die Konzernmutter selbst eine Investmentgesellschaft ist. Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. |
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Amendments to IFRS 10, IFRS 11 and IFRS 12 - Transition Guidance: Die Änderungen beinhalten eine Klarstellung und zusätzliche Erleichterungen beim Übergang auf IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12. So werden angepasste Vergleichsinformationen lediglich für die vorhergehende Vergleichsperiode verlangt. Darüber hinaus entfällt im Zusammenhang mit Anhangangaben zu nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen (structured entities) die Pflicht zur Angabe von Vergleichsinformationen für Perioden, die vor der Erstanwendung von IFRS 12 liegen. Die Änderungen der IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 sind - vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. |
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Improvements to IFRS 2009-2011 - Im Rahmen des annual improvement project wurden Änderungen an fünf Standards vorgenommen. Mit der Anpassung von Formulierungen in einzelnen IFRS soll eine Klarstellung der bestehenden Regelungen erreicht werden. Daneben gibt es Änderungen mit Auswirkungen auf die Bilanzierung, den Ansatz, die Bewertung sowie auf Anhangangaben. Betroffen sind die Standards IAS 1, IAS 16, IAS 32, IAS 34 und IFRS 1. |
Die Auswirkungen auf den Konzernabschluss durch den voraussichtlich ab 2015 anzuwendenden IFRS 9 werden derzeit untersucht. Durch die übrigen neuen Regelungen werden aus heutiger Sicht keine wesentlichen Auswirkungen erwartet.
Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde.
Die Einzelabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für Akquisitionen mit Vertragsabschluss vor dem 31. März 2004 nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem anteilig neu bewerteten Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs des Tochterunternehmens. Verbleibende aktivische Unterschiedsbeträge wurden nach Zuordnung von stillen Reserven und stillen Lasten als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und - entsprechend ihrem wirtschaftlichen Nutzen - bis zum Geschäftsjahresende 2004/2005 linear ergebniswirksam abgeschrieben. Verbleibende passivische Unterschiedsbeträge ergaben sich zum Geschäftsjahresende 2004/2005 nicht.
Für Akquisitionen mit Vertragsabschluss nach dem 31. März 2004 werden die Standards IFRS 3 "Business Combinations", IAS 36 (überarbeitet 2004) "Impairment of Assets" und IAS 38 (überarbeitet 2004) "Intangible Assets" angewandt. Danach erfolgt die Kapitalkonsolidierung für diese Akquisitionen nach der Erwerbsmethode. Ein sich ergebender Firmenwert sowie die Restbuchwerte zum 1. März 2005 der Firmenwerte aus Akquisitionen vor dem 31. März 2004 werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern es erfolgt mindestens eine jährliche Werthaltigkeitsprüfung ("Impairmenttest") gemäß IAS 36.
Zwischenergebnisse im Anlagevermögen und in den Vorräten werden ergebniswirksam eliminiert. Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegenseitig aufgerechnet.
In den Konzernabschluss sind neben der HORNBACH-Baumarkt-AG 9 inländische und 25 ausländische Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen.
An den konsolidierten Beteiligungsgesellschaften stehen der HORNBACH-Baumarkt-AG als Alleingesellschafterin der HORNBACH International GmbH direkt oder indirekt 100% der Stimmrechte zu.
Im Geschäftsjahr 2012/2013 sind - wie im Vorjahr - alle direkten und indirekten Tochterunternehmen der HORNBACH-Baumarkt-AG in den Konzernabschluss einbezogen.
Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurde die Immobiliengesellschaft HORNBACH Real Estate Best B.V., Nieuwegein, Niederlande, erstmalig in den Konzernabschluss der HORNBACH-Baumarkt-AG einbezogen.
Die Entwicklung des Konsolidierungskreises stellt sich wie folgt dar:
| 2012/2013 | 2011/2012 | |
| 1. März | 34 | 32 |
| Erstkonsolidierte Unternehmen | 1 | 2 |
| 28./29. Februar | 35 | 34 |
Die Konsolidierungskreisveränderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung.
Die Veränderungen des laufenden Geschäftsjahres 2012/2013 führten bei zusammengefasster Betrachtung zu folgenden Veränderungen bei den einzelnen Vermögenswerten und Schulden.
| T€ | Zugänge 2012/2013 | Zugänge 2011/2012 |
| Sachanlagen | 566 | 7.952 |
| Sonstiges Vermögen | 1 | 847 |
| Langfristige Schulden | 0 | 621 |
| Kurzfristige Schulden | 551 | 4.395 |
| Name und Sitz der Gesellschaft | Anteil am Kapital in % |
Eigenkapital1) in Tsd. Landeswährung | Landeswährung |
| Deutschland2) | |||
| HORNBACH International GmbH, Bornheim | 100 | 106.019 | EUR |
| AWV-Agentur für Werbung und Verkaufsförderung GmbH, Bornheim | 100 | 265 | EUR |
| Ollesch & Fitzner GmbH, Bornheim | 100 | 554 | EUR |
| BM Immobilien Gamma GmbH, Bornheim | 100 | -4 | EUR |
| BM Immobilien Lambda GmbH, Bornheim | 100 | 19 | EUR |
| HB Reisedienst GmbH, Bornheim | 100 | 7.272 | EUR |
| HB Services GmbH, Bornheim | 100 | 19 | EUR |
| HORNBACH Versicherungs-Service GmbH, Bornheim | 100 | 109 | EUR |
| HORNBACH Solar-, Licht- und Energiemanagement GmbH, Bornheim | 100 | -34 | EUR |
| Übriges Europa | |||
| HORNBACH Baumarkt CS spol s.r.o., Prag, Tschechien | 1004) | 1.627.377 | CZK |
| HORNBACH Baumarkt GmbH, Wiener Neudorf, Österreich | 100 | 69.076 | EUR |
| EZ Immobilien Beta GmbH, Wiener Neudorf, Österreich | 100 | 6.689 | EUR |
| HL Immobilien Lambda GmbH, Wiener Neudorf, Österreich | 100 | -167 | EUR |
| HS Immobilien Sigma GmbH, Wiener Neudorf, Österreich | 100 | -736 | EUR |
| HORNBACH Baumarkt Luxemburg SARL, Bertrange, Luxemburg | 100 | 10.306 | EUR |
| HORNBACH Baumarkt (Schweiz) AG, Oberkirch, Schweiz | 100 | 100.221 | CHF |
| HORNBACH Byggmarknad AB, Göteborg, Schweden | 100 | 82.579 | SEK |
| HIAG Fastigheter i Sisjön AB, Göteborg, Schweden | 100 | 500 | LU |
| HORNBACH Holding B.V., Amsterdam, Niederlande | 100 | 79.685 | EUR |
| HORNBACH Bouwmarkt (Nederland) B.V., Driebergen-Rijsenburg, Niederlande | 100 | 12.555 | EUR |
| HORNBACH Real Estate Breda B.V., Breda, Niederlande | 100 | 2.192 | EUR |
| HORNBACH Real Estate Best B.V., Nieuwegein, Niederlande | 100 | 15 | EUR |
| HORNBACH Real Estate Amsterdam-Sloterdijk B.V., Amsterdam, Niederlande | 100 | -28 | EUR |
| HORNBACH Real Estate Tilburg B.V., Tilburg, Niederlande | 100 | 534 | EUR |
| HORNBACH Real Estate Groningen B.V., Groningen, Niederlande | 100 | 487 | EUR |
| HORNBACH Real Estate Wateringen B.V., Wateringen, Niederlande | 100 | 929 | EUR |
| HORNBACH Real Estate Alblasserdam B.V., Alblasserdam, Niederlande | 100 | -334 | EUR |
| HORNBACH Real Estate Nieuwegein B.V., Nieuwegein, Niederlande | 100 | 1.017 | EUR |
| HORNBACH Real Estate Nieuwerkerk B.V., Nieuwerkerk, Niederlande | 100 | -2 | EUR |
| HORNBACH Real Estate Geleen B.V., Geleen, Niederlande | 100 | 77 | EUR |
| HORNBACH Reclame Activiteiten B.V., Nieuwegein, Niederlande | 100 | -24 | EUR |
| HORNBACH Baumarkt SK spol s.r.o., Bratislava, Slowakei | 100 | 18.849 | EUR |
| HORNBACH Centrala SRL, Domnesti, Rumänien | 1003) | 5.430 | RON |
| TIM HB SRL, Timisoara Bd., Rumänien | 100 | 3.501 | RON |
1)
Das Eigenkapital stellt das landesrechtliche
Eigenkapital dar; bei der HORNBACH Centrala SRL und der TIM HB SRL
handelt es sich um das Eigenkapital nach IFRS.
2)
Davon 100% direkte Beteiligung.
3)
Davon 4,0193% direkte Beteiligung.
4)
Davon 0,0033% direkte Beteiligung.
Zwischen der HORNBACH-Baumarkt-AG einerseits und der HORNBACH International GmbH sowie der 01-lesch & Fitzner GmbH andererseits bestehen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge.
In den Einzelabschlüssen der HORNBACH-Baumarkt-AG und der einbezogenen Tochterunternehmen werden Transaktionen in einer Währung, die nicht die funktionale Währung der jeweiligen Gesellschaft darstellt, mit dem Transaktionskurs in die jeweilige funktionale Währung umgerechnet. Sämtliche Forderungen und Schulden in einer Währung, die nicht die funktionale Währung der jeweiligen Gesellschaft darstellt, werden - unabhängig von einer eventuellen Kurssicherung - mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Die sich hieraus ergebenden Kursgewinne und -Verluste sind grundsätzlich in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Devisentermingeschäfte werden zu ihren jeweiligen Zeitwerten (Fair Value) angesetzt.
Die Jahresabschlüsse ausländischer Konzerngesellschaften werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Das ist bei allen Gesellschaften die jeweilige Landeswährung, da die ausländischen Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Dementsprechend werden das Anlagevermögen, die übrigen Vermögenswerte sowie die Schulden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Aufwendungen und Erträge werden zu Durchschnittskursen umgerechnet. Wechselkursdifferenzen aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen ausländischer Tochterunternehmen werden erfolgsneutral behandelt und unter den Gewinnrücklagen gesondert ausgewiesen.
Die wichtigsten Devisenkurse, die angewandt wurden, sind:
| Land | Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||
| 28.2.2013 | 29.2.2012 | 2012/2013 | 2011/2012 | |
| RON Rumänien | 4,3588 | 4,3486 | 4,46426 | 4,25397 |
| SEK Schweden | 8,4475 | 8,8088 | 8,66173 | 9,02505 |
| CHF Schweiz | 1,2209 | 1,2051 | 1,20870 | 1,22086 |
| CZK Tschechien | 25,6370 | 24,8430 | 25,18442 | 24,74297 |
| USD USA | 1,3129 | 1,3443 | 1,28992 | 1,38438 |
Die Bewertung der Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich auf Basis fortgeführter Anschaffungskosten. Derivative Finanzinstrumente und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende Vermögenswerte sind zu Marktwerten bilanziert. Erlöse wie z. B. Mieteinnahmen, Zinserträge oder Dividenden werden abgegrenzt.
Geschäfts- oder Firmenwerte werden jährlich einer Werthaltigkeitsprüfung ("Impairmenttest") unterzogen. Falls Ereignisse oder veränderte Umstände Hinweise auf eine mögliche Wertminderung geben, ist die Werthaltigkeitsprüfung häufiger durchzuführen. Gemäß IAS 36 werden den Buchwerten der kleinsten zahlungsmittelgenerierenden Einheit ("Cash Generating Unit"), inklusive der auf sie entfallenden Geschäfts- oder Firmenwerte, die höheren Werte aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert (sogenannter erzielbarer Betrag) gegenübergestellt.
Sofern der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit höher ist als der erzielbare Betrag, liegt ein Abwertungsbedarf vor. Der Wertminderungsaufwand für eine zahlungsmittelgenerierende Einheit wird zuerst dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet. Ein verbleibender Wertminderungsaufwand wird im Anschluss bei den übrigen Vermögenswerten der zahlungsmittelgenerierenden Einheit erfasst. Abschreibungen werden jedoch maximal bis zum erzielbaren Betrag des einzeln identifizierbaren Vermögenswertes vorgenommen. Zuschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht vorgenommen.
Als zahlungsmittelgenerierende Einheiten werden im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern die einzelnen Baumärkte angesehen. Der Nutzungswert ergibt sich aus den diskontierten erwarteten zukünftigen Cashflows einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf Basis der detaillierten Finanzplanung des nächsten Geschäftsjahres und einer strategischen Fünfjahresplanung; darüber hinausgehende Betrachtungszeiträume berücksichtigen einen Wachstumsfaktor in Höhe 1,0% von (Vj. 1,0%). Die strategische Fünfjahresplanung orientiert sich im Wesentlichen an den Konsumerwartungen, die aus Konjunkturgutachten von Wirtschaftsforschungsinstituten abgeleitet werden. Darauf aufbauend wird eine detaillierte Finanzplanung für das nächste Geschäftsjahr erstellt.
Die Diskontierung erfolgt auf Basis eines Durchschnitts von Eigen- und Fremdkapitalkosten nach Steuern (WACC = Weighted Average Cost of Capital). Die Ermittlung der Eigenkapitalkosten basiert auf den Renditeerwartungen einer langfristigen risikolosen Bundesanleihe. Die Fremdkapitalkosten werden aus dem vorgenannten Basiszinssatz unter Berücksichtigung eines Risikoaufschlags abgeleitet. Der Risikoaufschlag berücksichtigt eine dem Rating der HORNBACH-Baumarkt-AG bzw. einer Vergleichsgruppe adäquate Risikoprämie. Die angewandten Diskontierungssätze für die jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten berücksichtigen die Eigenkapitalstrukturen einer Vergleichsgruppe und das Länderrisiko. Im Geschäftsjahr 2012/2013 beträgt der Diskontierungssatz 5,1 bis 7,2% (Vj. 5,8 bis 7,6%).
Immaterielle Vermögenswerte mit einer zeitlich bestimmten Nutzungsdauer werden zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert.
Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode unter Berücksichtigung nachfolgender wirtschaftlicher Nutzungsdauern ermittelt:
| Jahre | |
| Software und Lizenzen | 3 bis 8 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 3 bis 8 |
Wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen und der erzielbare Betrag ("Recoverable Amount") den Buchwert unterschreitet, wird eine Wertminderung (außerplanmäßige Abschreibung) vorgenommen. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene Wertminderung entfallen, werden entsprechende Wertaufholungen (Zuschreibungen) vorgenommen.
Immaterielle Vermögenswerte mit einer zeitlich unbestimmten Nutzungsdauer liegen nicht vor.
Das Sachanlagevermögen sowie die fremdvermieteten Immobilien und Vorratsgrundstücke sind zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert.
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear. Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag ("Recoverable Amount") unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen wertgemindert. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene Wertminderung entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.
Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zugrunde:
| Jahre | |
| Gebäude und Außenanlagen (einschließlich fremdvermieteter Objekte) | 15 bis 33 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 15 |
Haben wesentliche Bestandteile des Sachanlagevermögens unterschiedliche Nutzungsdauern, werden sie als separate Bestandteile bilanziert und bewertet.
Finanzierungskosten, die im Rahmen der Immobilienentwicklung aufgewendet werden ("Bauzeitzinsen") und direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von Grundstücken und Gebäuden ("qualifizierte Vermögenswerte") zugeordnet werden können, werden gemäß IAS 23 "Borrowing Costs (revised)" als Bestandteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert.
Gemietete Sachanlagen, die wirtschaftlich als Anlagenkäufe mit langfristiger Finanzierung anzusehen sind (Finanzierungsleasing), werden in Übereinstimmung mit IAS 17 "Leases" zu Beginn des Leasingverhältnisses zu Marktwerten bilanziert, soweit die Barwerte der Leasingzahlungen nicht niedriger sind. Die betreffenden Vermögenswerte werden planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer oder über die kürzere Laufzeit des Leasingvertrages mit der Abschreibungsmethode, die auch für vergleichbare erworbene bzw. hergestellte Vermögenswerte Anwendung findet, abgeschrieben. Zudem wird eine entsprechende finanzielle Verbindlichkeit in Höhe des Marktwertes des Vermögenswertes bzw. des niedrigeren Barwertes der Mindestleasingzahlungen passiviert. Soweit Konzerngesellschaften als Leasingnehmer in einem Operating-Leasingverhältnis auftreten, d.h. wenn alle wesentlichen Chancen und Risiken beim Leasinggeber verbleiben, wird der Mietaufwand linear in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Als Nettoveräußerungswerte werden dabei die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten angesetzt. Die Anschaffungskosten der Warenbestände werden aufgrund von gewogenen Durchschnittspreisen ermittelt. Die Herstellkosten der unfertigen Leistungen betreffen Kundenaufträge über Warenlieferungen inklusive Serviceleistungen mit den von HORNBACH beauftragten Handwerkern. Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen umfassen im Wesentlichen direkt zurechenbare Materialkosten und abgerechnete Handwerkerleistungen.
Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden die von den jeweiligen Ländern auf das steuerpflichtige Einkommen erhobenen Steuern sowie die Veränderungen der latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die Ermittlung erfolgt auf Basis der zum Bilanzstichtag nach dem jeweiligen Landesrecht gültigen bzw. in Kürze gültigen Steuersätze.
Sonstige Steuern werden den jeweiligen Funktionsbereichen zugeordnet und in den entsprechenden Funktionskosten ausgewiesen.
Die Bilanzierung und Bewertung der latenten Steuern folgt gemäß IAS 12 der bilanzorientierten Methode auf der Grundlage des zum Zeitpunkt der Realisation voraussichtlich gültigen Steuersatzes. Für die erwarteten steuerlichen Vorteile aus zukünftig realisierbaren Verlustvorträgen werden aktive latente Steuern angesetzt. Aktive latente Steuern aus abzugsfähigen temporären Unterschieden und steuerlichen Verlustvorträgen, die die zu versteuernden temporären Unterschiede übersteigen, werden nur in dem Maße angesetzt, in dem mit hinreichender Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann, dass das jeweilige Unternehmen ausreichend steuerpflichtiges Einkommen in der Zukunft erzielen wird.
Aktive und passive latente Steuern werden pro Gesellschaft bzw. pro Organschaft saldiert, sofern diese gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen.
Grundstücke, Gebäude und andere langfristige Vermögenswerte sowie Veräußerungsgruppen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit im nächsten Geschäftsjahr veräußert werden, sind zum Marktwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt, falls dieser niedriger ist als der Buchwert.
Bei Konzerngesellschaften der HORNBACH-Baumarkt-AG bestehen gemäß den gesetzlichen Bestimmungen der jeweiligen Länder sowie aus Einzelzusagen an Vorstandsmitglieder Verpflichtungen aus beitragsorientierten und leistungsorientierten Pensionsplänen. Für leistungsorientierte Pläne werden Rückstellungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") in Übereinstimmung mit IAS 19 "Employee Benefits" ermittelt. Dieses Verfahren berücksichtigt bei der Ermittlung der Versorgungsverpflichtung nach versicherungsmathematischen Grundsätzen neben den zum Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Ansprüchen auch zukünftige zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten. Das Planvermögen wird zu Marktwerten von den Verpflichtungen abgesetzt. Führt dies im Saldo zu einem Vermögenswert, wird dieser angesetzt, soweit er den Barwert zukünftiger Beitragsreduzierungen oder Rückzahlungen und nachzuverrechnende Dienstzeitaufwendungen nicht übersteigt. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden unter Berücksichtigung von latenten Steuern ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst. Für beitragsorientierte Leistungspläne werden die Beiträge bei Fälligkeit als Aufwand erfasst.
Rückstellungen werden für ungewisse Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, wenn diese Verpflichtungen wahrscheinlich zu einer zukünftigen Vermögensbelastung führen werden. Sie werden unter Berücksichtigung aller daraus erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Langfristige Rückstellungen werden, sofern der Effekt wesentlich ist, mit ihrem laufzeitadäquat abgezinsten Barwert angesetzt. Rückstellungen für drohende Verluste und belastende Verträge werden berücksichtigt, wenn die vertraglichen Verpflichtungen bei fremdgemieteten Märkten höher sind als der aus diesen erwartete wirtschaftliche Nutzen. Bei abgegrenzten Schulden ist der Zeitpunkt oder die Höhe der Verpflichtung nicht mehr ungewiss.
Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu finanziellen Vermögenswerten und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Hierzu gehören einerseits originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder auch Finanzforderungen und Finanzschulden. Andererseits gehören hierzu auch derivative Finanzinstrumente wie Optionen, Termingeschäfte sowie Zins- und Währungsswaps. Marktübliche Käufe und Verkäufe von Devisen werden grundsätzlich zum Handelstag bilanziert. Marktübliche Käufe und Verkäufe aller anderen finanziellen Vermögenswerte werden grundsätzlich zum Erfüllungstag, d. h. an dem Tag, an dem der Vermögenswert geliefert wird, bilanziert. Beim erstmaligen Ansatz werden Finanzinstrumente mit ihren Anschaffungskosten bewertet. Diese entsprechen dem beizulegenden Zeitwert.
Finanzielle Vermögenswerte werden grundsätzlich ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlung erloschen sind. Weiterhin werden finanzielle Vermögenswerte ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlung und damit einhergehend alle wesentlichen Chancen und Risiken oder die Verfügungsmacht über diese Vermögenswerte übertragen wurden. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn sie getilgt sind, d. h. wenn die Verpflichtung beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen ist.
In der Folgebewertung werden finanzielle Vermögenswerte - gemäß IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" - zu fortgeführten Anschaffungskosten, Anschaffungskosten oder zu Marktwerten bilanziert. Originäre Finanzinstrumente, die Schulden darstellen, werden zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt ("Financial Liabilities Measured at Amortized Cost"). Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" zu designieren, hat der HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern bislang keinen Gebrauch gemacht.
Finanzanlagen werden gemäß IAS 39 als "zur Veräußerung verfügbar" ("Available-for-Sale Financial Assets") kategorisiert. Sie werden zu Marktwerten angesetzt, soweit diese verlässlich ermittelt werden können, ansonsten zu Anschaffungskosten. Beteiligungen und Anzahlungen auf Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert, da für diese kein aktiver Markt existiert und die jeweiligen Zeitwerte nicht mit vertretbarem Aufwand verlässlich ermittelbar sind. Hierbei handelt es sich ausschließlich um Eigenkapitalinstrumente.
Forderungen und sonstige Vermögenswerte (ausgenommen Derivate) werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Barwerten bilanziert. Allen erkennbaren Risiken wird durch Wertminderungen Rechnung getragen. Diese werden auf Basis individueller Risikoeinschätzungen sowie in Abhängigkeit von der Altersstruktur überfälliger Forderungen ermittelt. Konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der Forderung. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die in den übrigen Forderungen und Vermögenswerten ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte werden Wertminderungskonten geführt. Beträge aus Wertberichtigungskonten werden gegen den Buchwert wertgeminderter Vermögenswerte ausgebucht, wenn z. B. das Insolvenzverfahren des Schuldners abgeschlossen ist oder wenn die Forderung endgültig als verloren anzusehen ist.
Flüssige Mittel beinhalten Barmittel und kurzfristige Anlagen mit Fälligkeiten von weniger als drei Monaten. Diese werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Finanzschulden (Bankdarlehen, Anleihen) werden in Höhe des Darlehensbetrages abzüglich Transaktionskosten erfasst und anschließend zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Differenz zum Rückzahlungsbetrag wird mittels der Effektivzinsmethode über die Laufzeit der Anleihe und der Schuldscheindarlehen als Aufwand erfasst. Alle anderen Schulden werden ebenfalls zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Diese entsprechen im Wesentlichen dem Rückzahlungsbetrag.
Zur Absicherung von Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiken werden derivative Finanzinstrumente wie Devisentermingeschäfte und Zinsswaps eingesetzt. Gemäß den Risikogrundsätzen des Konzerns werden keine derivativen Finanzinstrumente zu Spekulationszwecken gehalten. Derivative Finanzinstrumente werden in der Bilanz mit Zugang zu Marktwerten angesetzt. Soweit Transaktionskosten entstehen, werden diese unmittelbar aufwandswirksam erfasst.
Derivate, die nicht in eine effektive Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden sind, sind zwingend als "zu Handelszwecken gehalten" zu kategorisieren ("Financial Assets/Liabilities Held for Trading") und werden damit erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Marktwerte von Devisentermingeschäften (einschließlich der eingebetteten Devisentermingeschäfte) werden auf Basis der Marktbedingungen zum Bilanzstichtag ermittelt. Der Marktwert von Zinsswaps wird von den Finanzinstituten ermittelt, bei denen diese abgeschlossen sind.
Zum Zeitpunkt des Abschlusses eines Sicherungsgeschäftes klassifiziert der HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern bestimmte Derivate als Sicherung künftiger Cashflows bzw. einer geplanten Transaktion ("Cashflow Hedge"). Marktwertänderungen von Cashflow-Hedgegeschäften, die als effektiv anzusehen sind, werden bis zur Erfassung des Ergebnisses aus dem Grundgeschäft unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst; nicht effektive Wertänderungen werden erfolgswirksam erfasst.
Umsätze aus dem Verkauf von Waren werden im Zeitpunkt des Eigentumsübergangs unter Berücksichtigung von erwarteten Retouren erfasst.
Die Kosten der umgesetzten Handelsware umfassen, neben direkten Anschaffungskosten für die Handelswaren, Anschaffungsnebenkosten wie Frachten, Zölle und sonstige bezogene Leistungen sowie Wertberichtigungen auf Warenbestände.
Mieterträge aus Operating-Leasingverträgen werden linear über die Mietdauer vereinnahmt und unter den Umsatzerlösen ausgewiesen.
Öffentliche Zuschüsse, die für angefallene Aufwendungen und zum Zwecke der Unterstützung gewährt wurden, sind als Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Zuwendungen für langfristige Vermögenswerte mindern deren Anschaffungskosten.
Mietaufwendungen aus Operating-Leasingverträgen werden linear über die Laufzeit des Mietvertrages als Aufwand erfasst.
Ausgaben für Werbekampagnen und Maßnahmen für Verkaufsförderung werden zum Zeitpunkt der Erlangung der Verfügungsmacht bzw. des Erhalts der Dienstleistung als Aufwand erfasst.
Die Auflösung von Rückstellungen und abgegrenzten Schulden wird grundsätzlich aufwandsmindernd in den Funktionskosten erfasst, in denen der ursprüngliche Aufwand für die Bildung der entsprechenden Rückstellung bzw. der abgegrenzten Schuld gezeigt wurde.
Zinsaufwendungen und Zinserträge werden entsprechend dem Zeitablauf der Finanzschulden erfasst.
Der Steueraufwand beinhaltet laufende und latente Steuern, soweit diese nicht auf Sachverhalte entfallen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden.
Die Segmentberichterstattung erfolgt in Übereinstimmung mit den Bilanzansatz- und Bewertungsmethoden des Konzernabschlusses (IFRS). Bei den Verkaufserlösen mit fremden Dritten handelt es sich um Nettoverkaufserlöse. Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten entsprechen denen unter fremden Dritten.
Die Einteilung der Geschäftsfelder (Segmente) entspricht dem innerbetrieblichen Berichtswesen, das von Vorstand und Management des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns zur Steuerung des Unternehmens genutzt wird. Das Segment "Baumärkte" umfasst die 138 (Vj. 134) im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern zusammengefassten großflächigen Bau- und Gartenmärkte. Das Segment "Immobilien" umfasst die vom HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern gehaltenen Einzelhandelsimmobilien, die konzernintern zu marktüblichen Konditionen an die jeweiligen Bau- und Gartenmärkte vermietet sind bzw. weiterverrechnet werden. In der Überleitungsspalte "Zentralbereiche und Konsolidierung" sind die nicht den Segmenten zugeordneten Posten der Verwaltungen sowie Konsolidierungspositionen zusammengefasst.
Segmentergebnis ist das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT).
Die Vermögens- und Schuldposten der Konzernbilanz - mit Ausnahme der Forderungen und Schulden aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie latenter Steuern - wurden den einzelnen Segmenten, soweit möglich, direkt zugeordnet. Verbleibende Vermögens- und Schuldpositionen wurden sachgerecht zugeordnet. Dabei wurden in den Einzelsegmenten die Schulden der Konzernbilanz um die aufgenommenen Verbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen erhöht und verursachungsgerecht auf die einzelnen Segmente verteilt. Die sich daraus ergebenden Korrekturen werden in der Überleitungsspalte "Zentralbereiche und Konsolidierung" eliminiert. Die Investitionen betreffen das dem Segment zugeordnete Anlagevermögen.
| 2012/2013 in Mio. € 2011/2012 in Mio. € |
Baumärkte | Immobilien | Zentralbereiche und Konsolidierung | HORNBACH- Baumarkt-AG Konzern |
| Segmenterlöse | 3.019,0 | 143,6 | -142,6 | 3.020,0 |
| 3.000,1 | 132,5 | -131,6 | 3.001,0 | |
| Verkaufserlöse mit fremden Dritten | 3.018,9 | 0,0 | 0,0 | 3.018,9 |
| 3.000,0 | 0,0 | 0,0 | 3.000,0 | |
| Verkaufserlöse mit verbundenen Unternehmen | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,1 |
| 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,1 | |
| Mieterlöse mit fremden Dritten | 0,0 | 1,0 | 0,0 | 1,0 |
| 0,0 | 0,9 | 0,0 | 0,9 | |
| Mieterlöse mit verbundenen Unternehmen | 0,0 | 142,6 | -142,6 | 0,0 |
| 0,0 | 131,6 | -131,6 | 0,0 | |
| Segmentergebnis (EBIT) | 74,2 | 42,8 | -17,7 | 99,3 |
| 115,7 | 35,9 | -23,2 | 128,4 | |
| darin enthaltene Abschreibungen/Zuschreibungen | 33,5 | 14,9 | 8,1 | 56,5 |
| 36,2 | 11,1 | 8,6 | 55,9 | |
| Segmentvermögen | 711,4 | 580,1 | 286,3 | 1.577,8 |
| 734,3 | 512,6 | 361,8 | 1.608,7 | |
| darin enthaltene Guthaben bei Kreditinstituten | 54,6 | 0,0 | 246,2 | 300,8 |
| 62,4 | 0,0 | 324,3 | 386,7 | |
| Investitionen | 45,4 | 60,0 | 11,2 | 116,6 |
| 36,6 | 54,6 | 12,5 | 103,7 | |
| Segmentschulden | 298,5 | 70,1 | 352,2 | 720,8 |
| 295,0 | 121,4 | 356,2 | 772,6 | |
| darin enthaltene Finanzschulden | 7,3 | 49,0 | 325,8 | 382,1 |
| 5,7 | 99,2 | 327,1 | 431,9 |
| Oberleitungsrechnung in Mio. € |
2012/2013 | 2011/2012 |
| Segmentergebnis (EBIT) vor "Zentralbereiche und Konsolidierung" | 117,0 | 151,6 |
| Zentralbereiche | -17,7 | -23,2 |
| Finanzergebnis | -24,9 | -22,0 |
| Konzernergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 74,4 | 106,5 |
| Segmentvermögen | 1.577,8 | 1.608,7 |
| Latente Steueransprüche | 7,9 | 7,3 |
| Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 11,7 | 12,1 |
| Gesamtbetrag der Vermögenswerte | 1.597,4 | 1.628,1 |
| Segmentschulden | 720,8 | 772,6 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 33,5 | 35,7 |
| Schulden aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 21,5 | 27,8 |
| Gesamtbetrag der Schulden | 775,7 | 836,1 |
Die geografischen Pflichtangaben zu den Umsatzerlösen mit fremden Dritten und den langfristigen Vermögenswerten werden zum besseren Verständnis des Abschlusses freiwillig um weitere Informationen ergänzt.
Die geografischen Informationen sind nach den Regionen "Deutschland" und "Übriges Europa" unterteilt. Die Region "Übriges Europa" umfasst die Länder Tschechien, Österreich, Niederlande, Luxemburg, Schweiz, Schweden, Slowakei und Rumänien.
Die Umsätze werden der geografischen Region zugewiesen, in der die Umsätze realisiert werden. Die Vermögenswerte - mit Ausnahme der Forderungen und Schulden aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie latenter Steuern - werden der Region zugewiesen, in der sie gelegen sind. Investitionen betreffen das der Region zugeordnete Anlagevermögen. Bei der Überleitungsspalte handelt es sich um Konsolidierungspositionen.
| 2012/2013 in Mio. € 2011/2012 in Mio. € |
Deutschland | Übriges Europa | Überleitung | HORNBACH- Baumarkt-AG Konzern |
| Umsatzerlöse | 1.950,1 | 1.279,4 | -209,5 | 3.020,0 |
| 1.927,9 | 1.272,1 | -199,0 | 3.001,0 | |
| Verkaufserlöse mit fremden Dritten | 1.740,6 | 1.278,3 | 0,0 | 3.018,9 |
| 1.728,9 | 1.271,1 | 0,0 | 3.000,0 | |
| Verkaufserlöse mit verbundenen Unternehmen | 209,4 | 0,2 | -209,5 | 0,1 |
| 199,0 | 0,1 | -199,0 | 0,1 | |
| Mieterlöse mit fremden Dritten | 0,1 | 0,9 | 0,0 | 1,0 |
| 0,0 | 0,9 | 0,0 | 0,9 | |
| EBIT | 29,6 | 69,8 | 0,0 | 99,3 |
| 33,9 | 94,5 | 0,0 | 128,4 | |
| Abschreibungen/Zuschreibungen | 36,2 | 20,3 | 0,0 | 56,5 |
| 34,3 | 21,6 | 0,0 | 55,9 | |
| EBITDA | 65,8 | 90,1 | 0,0 | 155,8 |
| 68,2 | 116,1 | 0,0 | 184,3 | |
| Vermögenswerte | 1.188,4 | 833,8 | -444,4 | 1.577,8 |
| 1.217,6 | 929,3 | -538,2 | 1.608,7 | |
| davon langfristige Vermögenswerte*) | 361,2 | 360,6 | 0,0 | 721,8 |
| 341,9 | 333,7 | -8,0 | 667,6 | |
| Investitionen | 65,3 | 51,4 | -0,1 | 116,6 |
| 44,5 | 59,3 | -0,1 | 103,7 |
Die Umsatzerlöse beinhalten im Wesentlichen die Erlöse aus dem Segment Baumärkte. Weiterhin sind in den Umsatzerlösen Erträge aus der Vermietung von Immobilien in Höhe von T€ 1.037 (Vj. T€ 959) ausgewiesen.
Die Umsatzerlöse des Konzerns sind - unterteilt nach Geschäftsbereichen und Regionen - im Rahmen der Segmentberichterstattung dargestellt.
Die Kosten der umgesetzten Handelswaren stellen den zur Erzielung des Umsatzes erforderlichen Aufwand dar und setzen sich wie folgt zusammen:
| 2012/2013 T€ |
2011/2012 T€ |
|
| Aufwendungen für Hilfsstoffe und bezogene Waren | 1.864.434 | 1.855.359 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 27.873 | 22.772 |
| 1.892.307 | 1.878.131 |
Die Filialkosten beinhalten Kosten, die im Zusammenhang mit dem Betrieb der Bau- und Gartenmärkte stehen. Sie beinhalten im Wesentlichen Personal-, Raum- und Werbekosten sowie Abschreibungen. Weiterhin sind in diesem Posten allgemeine Betriebskosten wie Verwaltungsaufwendungen, Transportkosten, Wartung und Instandhaltung sowie Mieten für Betriebs- und Geschäftsausstattung ausgewiesen.
Als Voreröffnungskosten werden Kosten, die im zeitlichen Zusammenhang mit der Errichtung und bis zur Eröffnung eines neuen Bau- und Gartenmarktes stehen, ausgewiesen. Die Voreröffnungskosten bestehen im Wesentlichen aus Personalkosten, Beratungskosten, Raumkosten, Werbekosten, Verwaltungsaufwand sowie sonstigen Personalkosten und Abschreibungen.
In den Verwaltungskosten werden sämtliche Kosten der Verwaltung, die im Zusammenhang mit dem Betrieb oder der Einrichtung von Bau- und Gartenmärkten stehen und diesen nicht direkt zugeordnet werden können, ausgewiesen. Sie beinhalten im Wesentlichen Personalkosten, Rechts- und Beratungskosten, Abschreibungen, Raumkosten sowie übrige Verwaltungsaufwendungen wie IT-, Reise- und Kraftfahrzeugkosten.
Das sonstige Ergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
| 2012/2013 T€ |
2011/2012 T€ |
|
| Sonstige betriebliche Erträge aus operativer Tätigkeit | ||
| Erträge aus Werbekostenzuschüssen und sonstigen Lieferantengutschriften | 3.683 | 6.248 |
| Erträge aus Umlagen an den HORNBACH HOLDING Konzern | 2.414 | 2.572 |
| Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 867 | 1.065 |
| Erträge aus Schadensfällen | 941 | 942 |
| Erträge aus Zahlungsdifferenzen | 330 | 667 |
| Übrige Erträge | 16.775 | 9.622 |
| 25.010 | 21.116 | |
| Sonstige betriebliche Erträge aus nicht operativer Tätigkeit | ||
| Erträge aus der Veräußerung von Immobilien | 532 | 73 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für belastende Verträge | 55 | 210 |
| Erträge aus der Zuschreibung von Sachanlagevermögen sowie fremdvermieteten Immobilien und Vorratsgrundstücken | 0 | 1.196 |
| Sonstige nicht operative Erträge | 101 | 169 |
| 688 | 1.648 | |
| Sonstige Erträge | 25.698 | 22.764 |
Die übrigen Erträge aus operativer Tätigkeit beinhalten in Höhe von 6,1 Mio. € Erträge im Zusammenhang mit Energiesteuervergütungen, die aus der Auflösung von im Geschäftsjahr 2010/2011 gebildeten Rückstellungen in Höhe von 3,9 Mio. € sowie aus bisher noch nicht abgerechneten Vergütungen in Höhe von 2,2 Mio. € resultieren. Darüber hinaus beinhalten die übrigen Erträge im Wesentlichen Nebenerlöse der Bau- und Gartenmärkte, Erträge aus Entsorgung, sonstige Erträge aus Personalzuschüssen sowie Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen.
| 2012/2013 T€ |
2011/2012 T€ |
|
| Sonstiger betrieblicher Aufwand aus operativer Tätigkeit | ||
| Verluste aus Schadensfällen | 1.311 | 1.122 |
| Wertberichtigungen und Forderungsausfälle | 1.007 | 1.154 |
| Verluste aus Abgängen des Anlagevermögens | 376 | 298 |
| Aufwand aus Zahlungsdifferenzen | 198 | 144 |
| Übrige Aufwendungen | 2.432 | 1.792 |
| 5.324 | 4.510 | |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand aus nicht operativer Tätigkeit | ||
| Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen sowie fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke | 514 | 1.704 |
| Verluste aus Abgängen des Anlagevermögens | 263 | 681 |
| Zuführung zu Rückstellungen für belastende Verträge | 190 | 370 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen auf zur Veräußerung vorgesehene langfristige Vermögenswerte | 0 | 100 |
| Sonstige nicht operative Aufwendungen | 985 | 2.499 |
| 1.952 | 5.354 | |
| Sonstiger Aufwand | 7.276 | 9.864 |
| Ertragssaldo aus sonstigen Erträgen und sonstigen Aufwendungen | 18.422 | 12.900 |
Die übrigen Aufwendungen beinhalten in Höhe von 1,0 Mio. € Ausgleichszahlungen zu bestehenden und potenziellen Rechtsansprüchen. Darüber hinaus sind Servicepauschalen in Höhe von 0,6 Mio. € enthalten, die im Zusammenhang mit Energiesteuervergütungen fällig waren.
Die sonstigen nicht operativen Aufwendungen enthalten in Höhe von 0,8 Mio. € (Vj. 1,5 Mio. €) die Zuführung zu einer Rückstellung für die Sanierungsverpflichtung einer veräußerten und zurückgemieteten Baumarktimmobilie.
| 2012/2013 T€ |
2011/2012 T€ |
|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | ||
| Zinserträge aus Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden | 1.950 | 5.833 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 23 | 23 |
| Sonstige | 150 | 150 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 150 | 150 |
| 2.100 | 5.983 | |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen | ||
| Zinsaufwendungen aus Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden | 22.982 | 21.737 |
| davon an verbundene Unternehmen | 1 | 0 |
| Zinsaufwendungen aus Finanzinstrumenten, die als Sicherungsinstrument eingesetzt werden | 1.798 | 1.650 |
| Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen | 16 | 753 |
| Sonstige | 1.323 | 1.105 |
| davon an verbundene Unternehmen | 160 | 187 |
| 26.119 | 25.245 | |
| Zinsergebnis | -24.019 | -19.262 |
| Übriges Finanzergebnis | ||
| Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten | -576 | 238 |
| Währungsergebnis | -352 | -2.937 |
| -928 | -2.699 | |
| Finanzergebnis | -24.947 | -21.961 |
Aufgrund von IAS 17 "Leases" werden Finance-Lease-Verträge unter den Sachanlagen und der in den Leasingraten enthaltene Zinsanteil in Höhe von T€ 93 (Vj. T€ 107) unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen. Nicht im Zinsergebnis ausgewiesen sind Zinsen, die im Rahmen der Immobilienentwicklung zur Finanzierung der Bauphase aufgewendet wurden. Sie beliefen sich im Geschäftsjahr auf T€ 2.637 (Vj. T€ 2.432) und sind als Bestandteil der Anschaffungs- und Herstellungskosten der betreffenden Sachanlagen aktiviert. Bei der Bestimmung der aktivierbaren Fremdkapitalkosten wurde - wie im Vorjahr - der durchschnittliche Finanzierungskostensatz von 5,9% verwendet.
(Abgegrenzte) Zinszahlungen aus Zinsswaps, die als Sicherungsinstrument in einen Cashflow-Hedge gemäß IAS 39 eingebunden sind, werden pro Swapkontrakt saldiert und entsprechend ihrem Nettoergebnis entweder als Zinsertrag oder -aufwand erfasst.
Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten beinhaltet Gewinne und Verluste aus derivativen Währungsinstrumenten in Höhe von T€ -576 (Vj. T€ 405). Der Vorjahreswert beinhaltet zudem den ineffektiven Teil der Wertänderung eines Zinsswaps in Höhe von T€ -167, der als Sicherungsinstrument in einer Hedge-Beziehung gemäß IAS 39 eingesetzt war. Das Grund- und das Sicherungsgeschäft sind zum 30. Juni 2011 ausgelaufen.
Das Währungsergebnis des Geschäftsjahres 2012/2013 resultiert im Wesentlichen aus der Fremdwährungsbewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten. Hierbei handelt es sich um einen Ertragssaldo in Höhe von T€ 4.265 (Vj. Aufwand T€ 3.444). Weiterhin beinhaltet das Währungsergebnis realisierte Kursgewinne in Höhe von T€ 3.629 (Vj. T€ 7.555) und realisierte Kursverluste in Höhe von T€ 8.246 (Vj. T€ 7.048).
Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.
Die deutschen Gesellschaften des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns unterliegen - wie im Vorjahr - einer durchschnittlichen Gewerbeertragsteuer von ca. 14% des Gewerbeertrags. Der Körperschaftsteuersatz für Gewinne beträgt unverändert 15% zuzüglich 5,5% Solidaritätszuschlag.
Alle inländischen latenten Steuerpositionen werden - wie im Vorjahr - mit einem durchschnittlichen Steuersatz von 30% bewertet. Die Berechnung ausländischer Ertragsteuern basiert auf den in den einzelnen Ländern gültigen Gesetzen und Verordnungen. Die angewandten Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften variieren von 16% bis 31%.
Der tatsächliche Ertragsteueraufwand von T€ 22.066 (Vj. T€ 29.074) ist um T€ 244 (Vj. T€ 2.862) niedriger als der erwartete Steueraufwand von T€ 22.310 (Vj. T€ 31.936), der sich bei Anwendung des durchschnittlichen Steuersatzes der HORNBACH-Baumarkt-AG in Höhe von 30% (Vj. 30%) auf das Vorsteuerergebnis in Höhe von T€ 74.365 (Vj. T€ 106.452) des Konzerns ergeben würde.
Für bisher nicht genutzte Verlustvorträge in Höhe von T€ 23.918 (Vj. T€ 19.524) werden aktive latente Steuern angesetzt. Die HORNBACH-Baumarkt-AG geht davon aus, dass die teilweise aus Anlaufverlusten in einzelnen Ländern entstandenen steuerlichen Verlustvorträge vollständig durch zukünftige Gewinne genutzt werden können.
Auf Verlustvorträge in Höhe von T€ 4.330 (Vj. T€ 7.120) wurden keine aktiven latenten Steuern angesetzt, da von einer zukünftigen Realisierung nicht ausgegangen wird. Davon verfallen Verlustvorträge in Höhe T€ 3.481 innerhalb der nächsten 6 Jahre. Im Vorjahreswert sind Verlustvorträge enthalten, deren Nutzung in Höhe von T€ 1.663 auf 5 Jahre und in Höhe von T€ 4.808 auf 7 Jahre begrenzt ist. Alle übrigen Verlustvorträge des laufenden Geschäftsjahres, für die keine latenten Steuern angesetzt wurden, sind zeitlich unbegrenzt nutzbar.
Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden keine aktive latente Steuern für Verlustvorträge, deren Nutzung bisher nicht als wahrscheinlich angesehen wurde, erstmals angesetzt (Vj. T€ 163). Außerdem wurden im Geschäftsjahr 2012/2013 keine aktive latente Steuern für Verlustvorträge, deren Nutzung nicht mehr als wahrscheinlich angesehen wird, ausgebucht (Vj. T€ 182). Im Vorjahr waren der Ertrag aus dem erstmaligen Ansatz sowie der Aufwand aus der Ausbuchung dieser latenten Steuern im latenten Steuerertrag enthalten.
Zusammensetzung des Steueraufwands:
| 2012/2013 T€ |
2011/2012 T€ |
|
| Laufende Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | ||
| Deutschland | 5.741 | 7.425 |
| Übrige Länder | 17.633 | 21.905 |
| 23.374 | 29.330 | |
| Latenter Steueraufwand/-ertrag | ||
| aus der Veränderung temporärer Differenzen | -1.412 | -1.144 |
| aus der Veränderung von Steuersätzen | 859 | -8 |
| aus Verlustvorträgen | -755 | 896 |
| -1.308 | -256 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 22.066 | 29.074 |
Vom erwarteten zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand ist wie folgt überzuleiten:
| 2012/2013 | 2011/2012 | |||
| T€ | % | T€ | % | |
| Erwarteter Ertragsteueraufwand | 22.310 | 100,0 | 31.936 | 100,0 |
| Differenz zwischen lokalem Steuersatz und Konzernsteuersatz | -5.205 | -23,3 | -6.420 | -20,1 |
| Steuerfreie Erträge | -320 | -1,4 | -345 | -1,1 |
| Steuerminderung/-erhöhung aufgrund von Steuersatzänderungen | 859 | 3,9 | -8 | 0 |
| Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen | 4.551 | 20,4 | 3.533 | 11,1 |
| Steuermehrungen aufgrund nicht angesetzter Verlustvorträge | 50 | 0,2 | 793 | 2,5 |
| Periodenfremde laufende und latente Steuern | -179 | -0,8 | -415 | -1,3 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 22.066 | 99,0 | 29.074 | 91,1 |
| Effektiver Steuersatz in % | 29,7 | 27,3 | ||
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten einen periodenfremden laufenden Steuerertrag in Höhe von T€ 251 (Vj. T€ 1.399) sowie periodenfremde latente Steuern in Höhe von T€ 72 (Vj. T€ 984). Der periodenfremde laufende Steuerertrag beinhaltet einen Steuerertrag in Höhe von T€ 104 aus der Veränderung des Barwerts von Körperschaftsteuererstattungsansprüchen.
Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Steuern des Geschäftsjahres ergeben sich wie folgt:
| 2012/2013 T€ |
2011/2012 T€ |
|
| Versicherungsmathematische Veränderung aus Pensionszusagen | ||
| Versicherungsmathematische Veränderung aus Pensionszusagen vor Steuern | -4.267 | 1.322 |
| Veränderung latente Steuern | 837 | -259 |
| -3.430 | 1.063 | |
| Bewertung derivativer Finanzinstrumente (Cashflow-Hedge) | ||
| Wertänderungen derivativer Finanzinstrumente vor Steuern | -807 | -7.135 |
| Veränderung latente Steuern | 298 | 1.905 |
| -509 | -5.230 | |
| Währungsanpassungen aus der Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen | -2.739 | 4.845 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen, netto nach Steuern | -6.678 | 678 |
| davon direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen vor Steuern | -7.813 | -968 |
| davon Veränderung latente Steuern | 1.135 | 1.646 |
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 (Earnings per Share) als Quotient aus dem den Aktionären der HORNBACH-Baumarkt-AG zustehenden Konzernjahresüberschuss und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktien ermittelt. Verwässernde Effekte ergaben sich - wie im Vorjahr - nicht.
Am 29. Juli 2011 wurden an alle Aktionäre der HORNBACH-Baumarkt-AG Berichtigungsaktien im Verhältnis 1:1 ausgegeben. Dadurch hat sich die Anzahl der Aktien von 15.903.500 Stück auf 31.807.000 verdoppelt.
| 2012/2013 | 2011/2012 | |
| Gewichtete Anzahl der ausgegebenen Stückaktien | 31.807.000 | 31.807.000 |
| Den Aktionären der HORNBACH-Baumarkt-AG zustehender Konzernjahresüberschuss in € | 52.299.112 | 77.377.911 |
| Ergebnis je Aktie in € | 1,64 | 2,43 |
n den einzelnen Funktionskosten sind folgende Personalaufwendungen enthalten:
| 2012/2013 T€ |
2011/2012 T€ |
|
| Löhne und Gehälter | 428.470 | 413.037 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | 92.358 | 88.208 |
| 520.828 | 501.245 |
Die Löhne und Gehälter beinhalten auch Aufwendungen für Leihkräfte.
| 2012/2013 T€ |
2011/2012 T€ |
|
| Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen sowie fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke | 55.979 | 55.400 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen sowie fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke | 514 | 1.704 |
| 56.493 | 57.104 |
Die außerplanmäßigen Abschreibungen des Geschäftsjahres 2012/2013 betreffen nicht betrieblich genutzte Grundstücke. Im Vorjahr entfielen die außerplanmäßigen Abschreibungen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung. Zudem wird auf die Ausführungen zu den immateriellen Vermögenswerten und dem Sachanlagevermögen in den Anmerkungen (11) und (12) verwiesen.
Die Abschreibungen sind in folgenden Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten:
| Geschäftsjahr 2012/2013 in T€ |
Immaterielle Vermögenswerte | Sachanlagevermögen sowie fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke | Gesamt |
| Filialkosten | 925 | 44.920 | 45.845 |
| Voreröffnungskosten | 0 | 75 | 75 |
| Verwaltungskosten | 5.186 | 4.873 | 10.059 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 514 | 514 |
| 6.111 | 50.383 | 56.493 |
| Geschäftsjahr 2011/2012 in T€ |
Immaterielle Vermögenswerte | Sachanlagevermögen sowie fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke | Gesamt |
| Filialkosten | 873 | 43.680 | 44.553 |
| Voreröffnungskosten | 0 | 356 | 356 |
| Verwaltungskosten | 5.919 | 4.572 | 10.491 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 1.704 | 1.704 |
| 6.792 | 50.312 | 57.104 |
Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich in den Geschäftsjahren 2011/2012 und 2012/2013 wie folgt:
| in T€ | Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | Geschäfts- oder Firmenwerte | Anlagen im Bau | Gesamt |
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | ||||
| Stand 1. März 2011 | 75.195 | 3.860 | 81 | 79.136 |
| Zugänge | 2.582 | 0 | 39 | 2.621 |
| Abgänge | 186 | 589 | 0 | 775 |
| Umbuchungen | 94 | 0 | -80 | 14 |
| Währungsumrechnung | 7 | 0 | 0 | 7 |
| Stand 29. Februar/1. März 2012 | 77.692 | 3.271 | 40 | 81.003 |
| Zugänge | 2.483 | 0 | 246 | 2.729 |
| Abgänge | 1.095 | 0 | 4 | 1.099 |
| Umbuchungen | 60 | 0 | -16 | 44 |
| Währungsumrechnung | -6 | 0 | 0 | -6 |
| Stand 28. Februar 2013 | 79.134 | 3.271 | 266 | 82.671 |
| Abschreibungen | ||||
| Stand 1. März 2011 | 58.096 | 589 | 0 | 58.685 |
| Zugänge | 6.792 | 0 | 0 | 6.792 |
| Abgänge | 187 | 589 | 0 | 776 |
| Umbuchungen | 3 | 0 | 0 | 3 |
| Währungsumrechnung | 8 | 0 | 0 | 8 |
| Stand 29. Februar/1. März 2012 | 64.712 | 0 | 0 | 64.712 |
| Zugänge | 6.111 | 0 | 0 | 6.111 |
| Abgänge | 1.094 | 0 | 0 | 1.094 |
| Währungsumrechnung | -7 | 0 | 0 | -7 |
| Stand 28. Februar 2013 | 69.722 | 0 | 0 | 69.722 |
| Buchwert 28. Februar 2013 | 9.412 | 3.271 | 266 | 12.949 |
| Buchwert 29. Februar 2012 | 12.980 | 3.271 | 40 | 16.291 |
Die Zugänge bei den Konzessionen, gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten und den Anlagen im Bau betreffen überwiegend den Erwerb von Software-Lizenzen sowie die Aufwendungen, um die Software in den beabsichtigten nutzungsfähigen Zustand zu versetzen.
Die Geschäfts- oder Firmenwerte betreffen Gartenmärkte in den Niederlanden. Die Abgänge im Vorjahr betreffen die im Geschäftsjahr 2010/2011 erfolgte Schließung eines HORNBACH-Gartenmarkts im Segment Baumarkt.
Wesentliche Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen liegen - wie im Vorjahr - nicht vor.
Die Sachanlagen haben sich in den Geschäftsjahren 2011/2012 und 2012/2013 wie folgt entwickelt:
| in T€ | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | Fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke gemäß IAS 40 "Investment Property" | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Anlagen im Bau | Gesamt |
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | |||||
| Stand 1. März 2011 | 617.120 | 9.741 | 488.374 | 20.719 | 1.135.954 |
| Umbuchungen in/aus zur Veräußerung vorgesehene langfristige Vermögenswerte | -1.370 | 0 | 0 | 0 | -1.370 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 7.948 | 0 | 0 | 4 | 7.952 |
| Zugänge | 36.315 | 0 | 38.173 | 18.614 | 93.102 |
| Abgänge | 19 | 694 | 27.696 | 742 | 29.151 |
| Umbuchungen | 14.426 | 0 | 2.000 | -16.440 | -14 |
| Währungsumrechnung | 2.268 | 0 | 613 | -98 | 2.783 |
| Stand 29. Februar/ 1. März 2012 | 676.688 | 9.047 | 501.464 | 22.057 | 1.209.256 |
| Umbuchungen in/aus zur Veräußerung vorgesehene langfristige Vermögenswerte | 0 | -1.639 | 0 | 0 | -1.639 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 566 | 566 |
| Zugänge | 53.047 | 0 | 47.934 | 12.343 | 113.324 |
| Abgänge | 102 | 0 | 29.091 | 269 | 29.462 |
| Umbuchungen IAS 40 | -2.257 | 2.257 | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 16.885 | 0 | 589 | -17.518 | -44 |
| Währungsumrechnung | -3.526 | 0 | -740 | -137 | -4.403 |
| Stand 28. Februar 2013 | 740.735 | 9.665 | 520.156 | 17.042 | 1.287.598 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 1. März 2011 | 141.349 | 3.776 | 391.720 | 0 | 536.845 |
| Zugänge | 14.113 | 88 | 36.111 | 0 | 50.312 |
| Zuschreibungen | -555 | -641 | 0 | 0 | -1.196 |
| Abgänge | 8 | 0 | 27.156 | 0 | 27.164 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | -3 | 0 | -3 |
| Währungsumrechnung | -236 | 0 | 437 | 0 | 201 |
| Stand 29. Februar/ 1. März 2012 | 154.663 | 3.223 | 401.109 | 0 | 558.995 |
| Umbuchungen in/aus zur Veräußerung vorgesehene langfristige Vermögenswerte | 0 | -320 | 0 | 0 | -320 |
| Zugänge | 15.213 | 602 | 34.568 | 0 | 50.383 |
| Abgänge | 46 | 0 | 28.546 | 0 | 28.592 |
| Umbuchungen IAS 40 | -156 | 156 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsumrechnung | -579 | 0 | -404 | 0 | -983 |
| Stand 28. Februar 2013 | 169.095 | 3.661 | 406.727 | 0 | 579.483 |
| Buchwert 28. Februar 2013 | 571.640 | 6.005 | 113.429 | 17.042 | 708.115 |
| Buchwert 29. Februar 2012 | 522.025 | 5.824 | 100.355 | 22.057 | 650.261 |
Die in den Abschreibungen enthaltenen außerplanmäßigen Abschreibungen betreffen Vermögenswerte, deren Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Diese Abschreibungen werden als sonstiger betrieblicher Aufwand aus nicht operativer Tätigkeit ausgewiesen.
Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf den Nettoveräußerungspreis von fremdvermieteten Immobilien bzw. noch nicht für eine bestimmte Nutzung vorgesehene Objekte in Höhe von T€ 514 (Vj. T€ 0) vorgenommen. Der Nettoveräußerungspreis dieser Vermögenswerte wurde auf Basis von Verkehrswertgutachten sowie Kaufangeboten ermittelt.
Im Vorjahr konnten die Erwartungen an die mittelfristige Umsatz- und Ertragsentwicklung in der Region Rumänien nicht aufrecht erhalten werden. Der daraufhin durchgeführte Wertminderungstest hat im Geschäftsjahr 2011/2012 bei marketingorientierter und verkaufsfördernder Betriebs- und Geschäftsausstattung gemäß IAS 36.105 i.V.m. IAS 36.104 zu außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von T€ 1.704 auf einen Wert in Höhe von Null geführt.
Die außerplanmäßigen Abschreibungen im Anlagevermögen sind wie folgt erfasst:
| 2012/2013 | 2011/2012 | |
| Segment Baumärkte | ||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 0 | 1.704 |
| 0 | 1.704 | |
| Segment Immobilien | ||
| Grundstücke | 514 | 0 |
| 514 | 0 | |
| Gesamt | 514 | 1.704 |
Zuschreibungen erfolgten im Geschäftsjahr 2012/2013 nicht (Vj. T€ 1.196). Die Zuschreibungen des Vorjahres betrafen die Wertaufholungen von in Vorjahren vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen auf nicht betrieblich genutzte bzw. ursprünglich zur Erweiterung eines Baumarkts vorgesehene Grundstücke. Die Zuschreibungen basierten auf Kaufangeboten sowie abgeschlossenen Kaufverträgen und wurden in den sonstigen betrieblichen Erträgen aus nicht operativer Tätigkeit im Segment Immobilien ausgewiesen.
Die Umbuchungen aus den Vorratsgrundstücken in die zur Veräußerung vorgesehenen langfristigen Vermögenswerte betreffen drei nicht betriebsnotwendige Grundstücke, von denen ein Grundstück bereits im Geschäftsjahr 2012/2013 veräußert wurde.
Bezüglich der aktivierten Finanzierungskosten wird auf Anmerkung (7) verwiesen.
Das Immobilienvermögen wird überwiegend von der HORNBACH-Baumarkt-AG oder eigens dafür gegründeten Immobiliengesellschaften gehalten.
Die anderen Anlagen sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung sind für den inländischen Konzernteilbereich überwiegend bei der HORNBACH-Baumarkt-AG und für den ausländischen Konzernteilbereich bei der HORNBACH Baumarkt GmbH, der HORNBACH Baumarkt Luxemburg SARL, der HORNBACH Baumarkt CS spol s.r.o., der HORNBACH Bouwmarkt (Nederland) B.V., der HORNBACH Baumarkt (Schweiz) AG, der HORNBACH-Baumarkt SK spol s.r.o., der HORNBACH Byggmarknad AB und der HORNBACH Centrala SRL bilanziert.
Die fremdvermieteten Immobilien und noch nicht für eine bestimmte Nutzung vorgesehenen Vorratsgrundstücke betreffen im Wesentlichen Einzelhandelsimmobilien an verschiedenen Standorten in Deutschland. Die Mietverträge haben eine Grundmietzeit von 1 bis 15 Jahren und beinhalten teilweise Verlängerungsoptionen für den Mieter. Die fremdvermieteten Immobilien sind zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Als Nutzungsdauer wurden 33 Jahre zugrunde gelegt. Der Marktwert der fremdvermieteten Immobilien einschließlich der Vorratsgrundstücke beträgt rund 8,5 Mio. € (Vj. 8,0 Mio. €). Die Marktwerte wurden in den überwiegenden Fällen von unabhängigen Gutachtern ermittelt. Diese Wertermittlung erfolgt auf Basis der Ertragswerte der einzelnen Liegenschaften auf dem freien Markt. In einzelnen Fällen werden den Marktwerten vorliegende Kaufangebote zugrunde gelegt.
Aus fremdvermieteten Immobilien wurden im Geschäftsjahr Mieterträge in Höhe von T€ 429 (Vj. T€ 421) erzielt. Für den Unterhalt der fremdvermieteten Objekte sind Aufwendungen in Höhe von T€ 236 (Vj. T€ 299) angefallen, für alle anderen als Finanzinvestition gehaltenen Grundstücke und Gebäude wurden T€ 39 (Vj. T€ 21) aufgewandt.
Die Immobilien dienen zur Besicherung von Bankdarlehen mit eingetragenen Grundpfandrechten in Höhe von 85,5 Mio. € (Vj. 146,5 Mio. €).
Das Sachanlagevermögen beinhaltet ein Gebäude mit einem Buchwert in Höhe von T€ 831 (Vj. T€ 997), das wegen der Gestaltung des zugrundeliegenden Leasingvertrages (Finanzierungsleasing) dem Konzern als wirtschaftlicher Eigentümer zuzurechnen ist. Der Finanzierungsleasingvertrag ist über eine Grundmietzeit von 20 Jahren abgeschlossen. Nach Ablauf der Grundmietzeit besteht die Option, den Vertrag mindestens einmal für 5 Jahre zu verlängern. Außerdem besteht eine indexbasierte Mietanpassungsklausel sowie ein Vorkaufsrecht zu marktüblichen Konditionen. Der Leasinggegenstand dient der Leasingverpflichtung als Sicherheit.
Die Finanzanlagen entwickelten sich in den Geschäftsjahren 2011/2012 und 2012/2013 wie folgt:
| in T€ | Beteiligungen | Anzahlungen auf Finanzanlagen | Gesamt |
| Anschaffungskosten | |||
| Stand 1. März 2011 | 94 | 1.144 | 1.238 |
| Währungsumrechnung | 0 | -9 | -9 |
| Stand 29. Februar/1. März 2012 | 94 | 1.135 | 1.229 |
| Währungsumrechnung | 0 | 49 | 49 |
| Stand 28. Februar 2013 | 94 | 1.184 | 1.278 |
| Buchwert 28. Februar 2013 | 94 | 1.184 | 1.278 |
| Buchwert 29. Februar 2012 | 94 | 1.135 | 1.229 |
Alle Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt, da verlässliche Marktwerte nicht ermittelt werden können.
Die sonstigen langfristigen Forderungen und Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Kautionen in Flöhe von T€ 2.188 (Vj. T€ 2.171), die zur Sicherung möglicher nachträglicher Kaufpreisminderungsansprüche des Erwerbers geleistet wurden. Die Kautionen haben eine Laufzeit von maximal 7 Jahren.
Weiterhin beinhaltet der Posten zum 28. Februar 2013 Forderungen an die Bundesarbeitsagentur für Arbeit für die Gewährung von Leistungen nach dem Altersteilzeitgesetz in Höhe von T€ 874 (Vj. T€ 538).
Die sonstigen langfristigen Forderungen und Vermögenswerte beinhalten zudem abgegrenzte Aufwendungen in Höhe von T€ 760 (Vj. T€ 1.038), die im Zusammenhang mit einer im Geschäftsjahr 2011/2012 abgeschlossenen, bis dato noch nicht in Anspruch genommenen syndizierten Kreditlinie über 250 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 14. Dezember 2016 stehen.
Im Geschäftsjahr 2011/2012 wird darüberhinaus der Saldo aus dem Marktwert des Planvermögens und dem Barwert der Versorgungsverpflichtung für die gesetzlich vorgeschriebene Altersvorsorge in der Schweiz in Höhe von T€ 66 ausgewiesen. Einzelheiten hierzu und die Entwicklung sind in Anmerkung (23) dargestellt.
Die latenten Steuern ergeben sich aus folgenden Sachverhalten:
| 28.2.2013 | 29.2.2012 | |||
| aktivisch T€ |
passivisch T€ |
aktivisch T€ |
passivisch T€ |
|
| Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 810 | 35.121 | 772 | 35.182 |
| Vorräte | 436 | 2.128 | 383 | 3.288 |
| Übriges Vermögen und Schulden | 1.110 | 49 | 1.129 | 78 |
| Sonstige Rückstellungen | 4.883 | 1.589 | 3.960 | 1.637 |
| Verbindlichkeiten | 1.704 | 836 | 1.451 | 983 |
| Steuerfreie Rücklagen | 0 | 129 | 0 | 0 |
| Verlustvorträge | 5.300 | 0 | 5.142 | 0 |
| 14.243 | 39.852 | 12.837 | 41.168 | |
| Saldierung | -6.373 | -6.373 | -5.500 | -5.500 |
| Gesamt | 7.870 | 33.479 | 7.337 | 35.668 |
| 28.2.2013 T€ |
29.2.2012 T€ |
|
| Hilfs- und Betriebsstoffe | 1.555 | 1.278 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 1.320 | 1.088 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 486.503 | 480.425 |
| Vorräte (brutto) | 489.378 | 482.791 |
| abzüglich Wertberichtigungen | 7.794 | 7.132 |
| Vorräte (netto) | 481.584 | 475.659 |
| Buchwert der Vorräte, die zum Nettoveräußerungswert bewertet sind | 24.653 | 23.875 |
Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden für Handelswaren sowie für Hilfs- und Betriebsstoffe Aufwendungen in Höhe von T€ 1.856.016 (Vj. T€ 1.848.227) als Wareneinsatz erfasst.
Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte des Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:
| 28.2.2013 T€ |
29.2.2012 T€ |
|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6.128 | 6.973 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 1.622 | 859 |
| Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente | 146 | 2 |
| Übrige Forderungen und Vermögenswerte | 43.899 | 49.345 |
| 51.795 | 57.179 |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten im Rahmen von Factoring-Vereinbarungen übertragene Forderungen in Höhe von T€ 1.090 (Vj. T€ 1.100), die nicht ausgebucht wurden, da das Kreditrisiko beim HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern verbleibt. Es wurde eine korrespondierende Verbindlichkeit in gleicher Höhe erfasst.
Die übrigen Forderungen und Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Pfandgeldern, Forderungen gegen Kreditkartengesellschaften, Forderungen aus Warengutschriften und Bonusvereinbarungen sowie Rechnungsabgrenzungen.
Für die ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte bestehen - wie im Vorjahr - keine wesentlichen Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen.
Die folgenden Tabellen zeigen eine Analyse der in den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten enthaltenen finanziellen Vermögenswerte. Dabei werden nur die einzelwertberichtigten Forderungen als wertberichtigt bezeichnet. Der HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern berücksichtigt Kreditrisiken zudem durch die Bildung von Portfolio-Wertberichtigungen.
| 28.2.2013 in T€ |
Buchwert | davon: weder wertgemindert noch überfällig | davon: nicht einzelwertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig in Tagen | |||
| bis 60 | 61-90 | 91-180 | ab 181 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6.128 | 3.530 | 1.192 | 189 | 233 | 60 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 1.622 | 1.622 | ||||
| Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente | 146 | 146 | ||||
| Übrige Forderungen und Vermögenswerte | 26.959 | 25.566 | 910 | 37 | 238 | 97 |
| 34.855 | 30.864 | 2.102 | 226 | 471 | 157 | |
| 29.2.2012 in T€ |
Buchwert | davon: weder wertgemindert noch überfällig | davon: nicht einzelwertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig in Tagen | |||
| bis 60 | 61-90 | 91-180 | ab 181 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6.973 | 5.182 | 996 | 190 | 335 | 49 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 859 | 859 | ||||
| Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente | 2 | 2 | ||||
| Übrige Forderungen und Vermögenswerte | 35.400 | 33.142 | 1.372 | 165 | 78 | 185 |
| 43.234 | 39.185 | 2.368 | 355 | 413 | 234 | |
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie auf die übrigen Forderungen und Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:
| in T€ | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Übrige Forderungen und Vermögenswerte | ||
| 2012/2013 | 2011/2012 | 2012/2013 | 2011/2012 | |
| Stand der Wertberichtigungen am 1. März | 521 | 322 | 728 | 911 |
| Verbrauch | 123 | 175 | 192 | 444 |
| Auflösung | 99 | 62 | 374 | 122 |
| Zuführung | 264 | 433 | 462 | 381 |
| Währungsumrechnung | -3 | 3 | -2 | 2 |
| Stand der Wertberichtigungen zum Ende des Geschäftsjahres | 560 | 521 | 622 | 728 |
Aus der vollständigen Ausbuchung von Forderungen resultieren Aufwendungen in Höhe von T€ 494 (Vj. T€ 336). Aus dem Eingang bereits ausgebuchter Forderungen wurden Erträge in Höhe von T€ 55 (Vj. T€ 74) realisiert.
| 28.2.2013 T€ |
29.2.2012 T€ |
|
| Guthaben bei Kreditinstituten | 300.749 | 386.651 |
| Schecks und Kassenbestand | 16.429 | 17.599 |
| 317.178 | 404.250 |
In dem Posten werden Vermögenswerte ausgewiesen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit im nächsten Geschäftsjahr veräußert werden.
Im Geschäftsjahr 2012/2013 sind aus dem Sachanlagevermögen drei Grundstücke von insgesamt T€ 1.319 umgegliedert worden, wovon ein Objekt bereits im laufenden Geschäftsjahr veräußert wurde.
Der Gewinn aus dem im Geschäftsjahr veräußerten Grundstück ist unter den sonstigen betrieblichen Erträgen aus nicht operativer Tätigkeit ausgewiesen. Im Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr auf zur Veräußerung vorgesehene langfristige Vermögenswerte keine Wertminderungen erfasst.
Die Entwicklung des Eigenkapitals des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns ist für das Geschäftsjahr 2012/2013 und das Geschäftjahr 2011/2012 in der Entwicklung des Konzerneigenkapitals dargestellt.
Im Geschäftsjahr 2011/2012 hat die ordentliche Hauptversammlung der HORNBACH-Baumarkt-AG am 7. Juli 2011 unter anderem beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft aus Gesellschaftsmitteln durch Ausgabe von Gratisaktien (Berichtigungsaktien) zu erhöhen. Durch die Ausgabe von Berichtigungsaktien im Verhältnis 1:1 hat sich die Anzahl der HORNBACH-Baumarkt-AG Aktien verdoppelt. Durch Umwandlung eines Teilbetrags in Höhe von €47.710.500 der in der Jahresbilanz der Gesellschaft zum 28. Februar 2011 ausgewiesenen Gewinnrücklage in Grundkapital hat sich das Grundkapital auf € 95.421.000 verdoppelt. Es ist eingeteilt in 31.807.000 Stückaktien mit einem jeweiligen anteiligen Nennbetrag von € 3,00 je Aktie. Die Berichtigungsaktien sind ab dem 1. März 2011 gewinnanteilberechtigt.
Durch die Hauptversammlung vom 7. Juli 2011 wurde beschlossen, ein genehmigtes Kapital I und ein genehmigtes Kapital II unter folgenden Bestimmungen zu schaffen:
| ― |
Der Vorstand wird ermächtigt, mit jeweiliger Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 7. Juli 2016 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Stückaktien - stimmberechtigte Stammaktien oder Vorzugsaktien ohne Stimmrecht - um bis zu insgesamt € 15.000.000 gegen Bareinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Das Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten Voraussetzungen ausgeschlossen werden. |
| ― |
Der Vorstand wird ermächtigt, mit jeweiliger Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 7. Juli 2016 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Stückaktien - stimmberechtigte Stammaktien oder Vorzugsaktien ohne Stimmrecht - um bis zu € 30.000.000 gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital II). Das Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten Voraussetzungen ausgeschlossen werden. |
Insgesamt besteht damit ein genehmigtes Kapital von € 45.000.000; dies entspricht 47,16% (Vj. 47,16%) des gegenwärtigen Grundkapitals.
Mit Beschluss des Vorstands vom 13. August 2012 wurden den Arbeitnehmern der HORNBACH-Baumarkt-AG und deren ausländischen Tochtergesellschaften Belegschaftsaktien zu einem Vorzugskurs von € 13,00 pro Aktie angeboten. Insgesamt wurden 37.360 Stück Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von € 24,67 über die Börse erworben und an die Mitarbeiter übertragen. Die Differenz (€ 0,47) zwischen Erwerbskurs und dem Börsenkurs zum Zeitpunkt der Übertragung an die Mitarbeiter in Höhe von T€ 18 wurde im Eigenkapital erfasst. Die Differenz pro Aktie zwischen vergünstigter Abgabe und Börsenkurs (€ 11,67) wurde erfolgswirksam berücksichtigt.
Die HORNBACH-Baumarkt-AG veröffentlichte am 20. April 2002 in der Börsen-Zeitung folgende Mitteilung gemäß § 41 Abs. 3 WpHG: Die HORNBACH HOLDING AG, Bornheim, Pfalz, hat uns gemäß § 41 Abs. 2 S. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr am 1. April 2002 80,29% der Stimmrechte an der HORNBACH-Baumarkt-AG zustanden. Dabei handelte es sich ausschließlich um eigene Stimmrechte.
Die HORNBACH-Baumarkt-AG veröffentlichte am 16. August 2002 in der Börsen-Zeitung folgende Mitteilung gemäß § 25 Abs. 1 WpHG: Die HORNBACH Familien-Treuhandgesellschaft mbH, Annweiler am Trifels, hat uns gemäß §§ 21 Abs. 1 und 22 Abs. 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HORNBACH-Baumarkt-AG am 6. August 2002 die Schwelle von 5% überschritten hat und nun 80,29% beträgt. Dabei handelte es sich ausschließlich um nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnende Stimmrechte.
Ferner veröffentlichte die HORNBACH-Baumarkt-AG am 16. Oktober 2002 in der Börsen-Zeitung folgende Mitteilung gemäß § 25 Abs. 1 WpHG: Kingfisher plc., London/Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HORNBACH-Baumarkt-AG, Bornheim bei Landau/Pfalz, am 11. Oktober 2002 die Schwelle von 5% überschritten hat. Kingfisher plc. stehen nun rund 5,5% (826.924 Stück Stammaktien) der Stimmrechte unserer Gesellschaft zu. Dabei handelt es sich ausschließlich um eigene Stimmrechte. Vor dem Erwerb der 826.924 Stimmrechte hielt Kingfisher keinerlei Stimmrechte der HORNBACH-Baumarkt-AG.
Die HORNBACH-Baumarkt-AG veröffentlichte am 30. Mai 2003 in der Börsen-Zeitung folgende Mitteilung gemäß § 25 Abs. 1 WpHG: Platinum Asset Management ltd., Sydney/Australien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HORNBACH-Baumarkt-AG, Bornheim bei Landau/Pfalz, am 27. Mai 2003 die Schwelle von 5% überschritten hat und nun rund 5,51% beträgt. Dabei handelt es sich ausschließlich um eigene Stimmrechte.
Die HORNBACH-Baumarkt-AG veröffentlichte am 23. April 2009 auf elektronischem Wege folgende Stimmrechtsmitteilung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG: Die Platinum Investment Management ltd. (vormals Platinum Asset Management ltd.), Sydney/Australien, hat uns gemäß § 26 Abs. 1 WpHG (vormals § 25 Abs. 1 WpHG) mitgeteilt, dass die Mitteilung vom 30. Mai 2003 zurückgenommen wurde, da die Meldeschwelle von 5 % zum damaligen Zeitpunkt (und danach) nicht überschritten worden war.
Die HORNBACH-Baumarkt-AG veröffentlichte am 14. Juni 2007 auf elektronischem Wege folgende Stimmrechtsmitteilung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung: Die Eijsvogel Finance Limited, 3 Sheldon Square, London W2 6PX, Großbritannien, hat uns am 14. Juni 2007 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Eijsvogel Finance Limited an der HORNBACH-Baumarkt-AG (ISIN DE0006084403) am 12. Juni 2007 die Schwellen von 3% und 5% überschritten hat und zu diesem Tag 5,33% (826.924 Stimmrechte) beträgt.
Die Kapitalrücklage beinhaltet die über den Nennbetrag der ausgegebenen Aktien im Rahmen der Emission erzielten Eigenkapitalbestandteile.
Bei den Gewinnrücklagen handelt es sich um die "gesetzliche Rücklage", um "andere Gewinnrücklagen" sowie kumulierte Gewinne und erfolgsneutrale Eigenkapitalbestandteile.
Im Geschäftsjahr 2011/2012 erfolgte mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der HORNBACH-Baumarkt-AG vom 7. Juli 2011 die Umwandlung von anderen Gewinnrücklagen in Grundkapital in Höhe von € 47.710.500 im Wege der Ausgabe von Gratisaktien (siehe gezeichnetes Kapital).
Das Kapitalmanagement der HORNBACH-Baumarkt-AG verfolgt das Ziel, langfristig eine angemessene Eigenkapitalausstattung aufrechtzuerhalten. Die Eigenkapitalquote wird als eine wichtige Kenngröße gegenüber den Investoren, Analysten, Banken und Ratingagenturen angesehen. Dabei sollen einerseits die gesetzten Wachstumsziele unter Wahrung gesunder Finanzierungsstrukturen und einer stabilen Dividendenpolitik erreicht werden, andererseits sollen langfristig die Ratingkennzahlen verbessert werden. Als Instrument des Kapitalmanagements wird unter anderem ein aktives Fremdkapitalmanagement betrieben.
Gegenüber einigen Fremdkapitalgebern bestehen Verpflichtungsvereinbarungen (Covenants), die unter anderem eine Eigenkapitalquote von mindestens 25% fordern. Im Rahmen des internen Risikomanagements werden monatlich Eigenkapitalquote, Zinsdeckungsgrad, dynamischer Verschuldungsgrad sowie Unternehmensliquidität (flüssige Mittel plus freie bestätigte Kreditlinien) überwacht. Quartalsweise werden weitere Kennzahlen berechnet. Bei Unterschreitung bestimmter Sollgrößen werden frühzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen getroffen. Während des Geschäftsjahres 2012/2013 wurden die Verpflichtungen stets eingehalten, die Eigenkapitalquote beträgt zum 28. Februar 2013 51,4% (Vj. 48,6%).
Während des Geschäftsjahres ergaben sich keine Änderungen in der Vorgehensweise bezüglich des Kapitalmanagements.
Die ausschüttungsfähigen Beträge beziehen sich auf den Bilanzgewinn der HORNBACH-Baumarkt-AG, der gemäß deutschem Handelsrecht ermittelt wird.
Die HORNBACH-Baumarkt-AG schließt im Geschäftsjahr 2012/2013 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von € 45.705.836,24 ab.
Nach Einstellung von € 22.802.336,24 in die anderen Gewinnrücklagen ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von € 22.903.500,00.
Der Vorstand und der Aufsichtsrat der HORNBACH-Baumarkt-AG schlagen der Hauptversammlung vor, den zum 28. Februar 2013 ausgewiesenen Bilanzgewinn der HORNBACH-Baumarkt-AG wie folgt zu verwenden:
| € | |
| Dividende von je € 0,50 für 31.807.000 Aktien | 15.903.500,00 |
| Weitere Einstellung in andere Gewinnrücklagen | 7.000.000,00 |
| 22.903.500,00 |
Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 5. Juli 2012 auf insgesamt 31.807.000 (Vj. 15.903.500) Stückaktien eine Dividende in Höhe von € 0,50 (Vj. € 1,00) je Aktie ausgeschüttet. Der ausgeschüttete Betrag beträgt somit insgesamt T€ 15.904 (Vj. T€ 15.904).
Die Summe der kurz- und langfristigen Finanzschulden setzt sich wie folgt zusammen:
| in T€ | Restlaufzeiten | Buchwert | ||
| Kurzfristig bis 1 Jahr | Langfristig 1-5 Jahre | Langfristig über 5 Jahre | 28.2.2013 Gesamt | |
| Anleihen | 0 | 0 | 245.794 | 245.794 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 8.170 | 118.464 | 1.858 | 128.492 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen | 223 | 1.059 | 0 | 1.282 |
| Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente | 227 | 6.267 | 0 | 6.494 |
| Summe | 8.620 | 125.790 | 247.652 | 382.062 |
| in T€ | Restlaufzeiten | Buchwert | ||
| Kurzfristig bis 1 Jahr | Langfristig 1-5 Jahre | Langfristig über 5 Jahre | 29.2.2012 Gesamt | |
| Anleihen | 0 | 247.080 | 0 | 247.080 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 18.757 | 152.297 | 6.645 | 177.699 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen | 192 | 989 | 293 | 1.474 |
| Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente | 5.652 | 0 | 0 | 5.652 |
| Summe | 24.601 | 400.366 | 6.938 | 431.905 |
Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2013 bestehen kurzfristige Finanzschulden (bis 1 Jahr) in Höhe von 8,6 Mio. € (Vj. 24,6 Mio. €.) Diese resultieren aus Zinsabgrenzungen in Höhe von 1,1 Mio. € (Vj. 5,7 Mio. €), dem kurzfristig fälligen Anteil langfristiger Finanzierungen in Höhe von 7,3 Mio. € (Vj. 13,3 Mio. €) sowie aus der Bewertung derivativer Finanzinstrumente in Höhe von 0,2 Mio. € (Vj. 5,7 Mio. €).
Die HORNBACH-Baumarkt-AG hat im Februar 2013 das günstige Kapitalmarktumfeld genutzt und am 15. Februar 2013 eine siebenjährige Unternehmensanleihe über 250 Mio. € am Markt platziert. Mit dem Emissionserlös wurde die seit November 2004 bestehende Anleihe mit einem Zinscoupon von 6,125% am 25. Februar 2013 vorzeitig zurückgeführt. Damit konnte das Fälligkeitsprofil der Finanzverbindlichkeiten maßgeblich verbessert werden. Aufgrund hoher Nachfrage von Seiten privater und institutioneller Anleger war die Emission mehrfach überzeichnet. Die neue Anleihe ist mit einem Zinscoupon von 3,875 % ausgestattet. Zusammen mit dem Emissionskurs von 99,25% ergibt sich eine Rendite von 4,00% p.a. Die mit der Unternehmensanleihe entstandenen Kosten in Höhe von insgesamt T€ 2.355 sowie das Disagio in Höhe von T€ 1.875 werden nach der Effektivzinsmethode über die Laufzeit verteilt.
Zum 30. Juni 2011 hat die HORNBACH-Baumarkt-AG ein unbesichertes, variabel verzinstes Schuldscheindarlehen in Höhe von 80 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2016 aufgenommen. Mit dem Mittelzufluss wurde das zum 30. Juni 2011 fällige Schuldscheindarlehen in gleicher Höhe abgelöst. Zur Absicherung des Zinsniveaus wurde bereits im Geschäftsjahr 2010/2011 ein Forward-Swap mit gleich lautenden Bedingungen abgeschlossen. Durch den Swap wurden die halbjährlich zu zahlenden Zinsen auf einem Niveau von 2,11% p.a. zuzüglich einer Bankmarge fest für die gesamte Laufzeit gesichert.
Daneben besteht noch das im Geschäftsjahr 2010/2011 abgeschlossene variabel verzinsliche Schuldscheindarlehen der HORNBACH Baumarkt CS spol s.r.o. über ursprünglich 20 Mio. € in CZK mit einer Laufzeit bis zum 31. August 2015. Die zu zahlenden Zinsen wurden über einen gleich lautenden Zinsswap abgesichert. Die über die Zinsswaps halbjährlich zu zahlenden Zinsen wurden in Höhe von 2,08% p. a. zuzüglich einer Bankmarge für die gesamte Laufzeit gesichert. Das Schuldscheindarlehen der HORNBACH (Schweiz) AG über ursprünglich 20 Mio. € in CHF wurde aufgrund der guten Liquiditätssituation zum 31. Dezember 2012 vorzeitig zurückgeführt. Der dazugehörige Swap wurde zu Marktwerten abgelöst.
Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2011/2012 hat die HORNBACH-Baumarkt-AG eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 250 Mio. € und einer Laufzeit bis zum 14. Dezember 2016 vereinbart. Mit dieser Kreditlinienvereinbarung wurde die bisherige syndizierte Kreditlinie in Höhe von 200 Mio. € und einer regulären Laufzeit bis Juni 2013 vorzeitig ersetzt. Die neue Kreditlinie kann in Höhe von bis zu 25 Mio. € auch in Fremdwährungen - insbesondere in CHF, SEK und CZK - in Anspruch genommen werden. Daneben können innerhalb des Kreditrahmens ergänzende bilaterale Darlehensverträge in Höhe von bis zu 50 Mio. € (auch in Fremdwährungen) abgeschlossen werden. Bei Inanspruchnahme der Kreditlinie erfolgt die Verzinsung auf Basis des 3- oder 6-Monats-Euribors bzw. des entsprechenden Ibors zuzüglich einer Zinsmarge. Die anzuwendende Zinsmarge wird in Abhängigkeit des von einer international anerkannten Rating Agentur an die HORNBACH-Baumarkt-AG vergebenen Unternehmensratings festgelegt. Bei Ausnutzungsquoten oberhalb definierter Schwellenwerte oder bei Ausnutzung in Fremdwährung erfolgen Margenaufschläge. Für den ungenutzten Teil der Kreditlinie wird eine Bereitstellungsprovision in Abhängigkeit der jeweiligen Zinsmarge berechnet.
Im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern bestehen zum 28. Februar 2013 insgesamt Kreditlinien in Höhe von 302,2 Mio. € (Vj. 315,3 Mio. €). Die ungenutzten Kreditlinien belaufen sich auf 300,2 Mio. € (Vj. 313,8 Mio. €). Des Weiteren steht der HORNBACH-Baumarkt-AG eine Kreditlinie für Importakkreditive in Höhe von 40,0 Mio. USD (Vj. 40,0 Mio. USD) zur Verfügung. Diese wurde zum Bilanzstichtag in Höhe von 8,9 Mio. USD (Vj. 23,4 Mio. USD) ausgenutzt.
Als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 85,5 Mio. € (Vj. 146,5 Mio. €) Grundpfandrechte bestellt worden.
Bei den Kreditlinien, den oben genannten Schuldscheindarlehen sowie der Anleihe sind keine Sicherheiten in Form von Vermögenswerten eingebunden. Die Vertragsvereinbarungen erfordern aber die Einhaltung banküblicher Verpflichtungen (Covenants), deren Nichteinhaltung die Pflicht zur vorzeitigen Rückzahlung zur Folge haben kann. Diese betreffen regelmäßig "pari passu" - und "negative pledge" - Erklärungen sowie bei wesentlichen Finanzierungen auch "cross default" - Vereinbarungen. Bei der syndizierten Kreditlinie der HORNBACH-Baumarkt-AG sowie den Schuldscheindarlehensvereinbarungen im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern müssen zusätzlich bestimmte Finanzrelationen eingehalten werden. Diese Finanzkennzahlen werden auf Basis des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns ermittelt und betreffen den Zinsdeckungsgrad in Höhe von mindestens 2,25-fach und die Eigenkapitalquote in Höhe von mindestens 25%. Außerdem wurden Höchstgrenzen grundbuchlich besicherter Finanzierungen sowie Finanzierungen durch Tochterunternehmen vereinbart. Im Rahmen des internen Risikomanagements werden regelmäßig der Zinsdeckungsgrad, der dynamische Verschuldungsgrad, die Eigenkapitalquote, die vereinbarten Finanzierungshöchstgrenzen sowie die Unternehmensliquidität (flüssige Mittel plus freie bestätigte Kreditlinien) überwacht. Bei Unterschreitung bestimmter Sollgrößen werden frühzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen getroffen. Sämtliche Vertragsverpflichtungen wurden im Berichtsjahr stets eingehalten.
Neben den zu üblichen Marktkonditionen bestehenden Kontokorrentverbindlichkeiten sowie der im Berichtsjahr begebenen Anleihe bestehen langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Diese setzen sich wie folgt zusammen:
| Geschäftsjahr 2012/2013 | Währung | Zinsvereinbarung in % (einschließlich Swap) | Laufzeitende | Valuta 28.2.2013 T€ |
| Darlehen | EUR | 4,86 | 2016 | 79.682 |
| CZK | 4,83 | 2015 | 19.306 | |
| Hypothekendarlehen | EUR | 4,70 bis 6,36 | 2013 bis 2019 | 21.647 |
| CZK | 5,08 | 2018 | 6.801 | |
| 127.436 |
| Geschäftsjahr 2011/2012 | Währung | Zinsvereinbarung in % (einschließlich Swap) | Laufzeitende | Valuta 29.2.2012 T€ |
| Darlehen | EUR | 4,86 | 2016 | 79.603 |
| CHF | 3,78 | 2015 | 21.821 | |
| CZK | 4,83 | 2015 | 19.896 | |
| Hypothekendarlehen | EUR | 4,56 bis 6,36 | 2013 bis 2019 | 42.428 |
| CZK | 5,08 | 2018 | 8.294 | |
| 172.042 |
Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind entweder festverzinslich oder werden variabel, mit einem kurzfristigen Euribor oder einem entsprechenden Fremdwährungs-Ibor zuzüglich einer Bankmarge von unverändert 0,45 bis 2,75 Prozentpunkten, verzinst. Zur Absicherung des Zinsniveaus der variabel verzinsten langfristigen Verbindlichkeiten werden Zinsswaps abgeschlossen. Damit werden Zinszahlungen von Krediten abgesichert, die einen maßgeblichen Einfluss auf das Jahresergebnis des Konzerns haben könnten.
Überleitung der zukünftigen Leasingzahlungen zu den Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen:
| in T€ | Restlaufzeiten | 28.2.2013 | ||
| Kurzfristig bis 1 Jahr | Langfristig 1-5 Jahre | Langfristig über 5 Jahre | Gesamt | |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen | 223 | 1.059 | 0 | 1.282 |
| Zinsanteil | 79 | 150 | 0 | 229 |
| Summe der zukünftig zu leistenden Leasingzahlungen | 302 | 1.209 | 0 | 1.511 |
| in T€ | Restlaufzeiten | 29.2.2012 | ||
| Kurzfristig bis 1 Jahr | Langfristig 1-5 Jahre | Langfristig über 5 Jahre | Gesamt | |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen | 192 | 989 | 293 | 1.474 |
| Zinsanteil | 85 | 219 | 9 | 313 |
| Summe der zukünftig zu leistenden Leasingzahlungen | 277 | 1.208 | 302 | 1.787 |
Im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern bestehen aufgrund gesetzlicher Vorschriften einzelner Länder sowie einzelvertraglichen Zusagen an Vorstandsmitglieder Verpflichtungen aus leistungsorientierten und beitragsorientierten Pensionsplänen.
Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen ("Defined Contribution Plans") bestehen über die Beiträge hinaus für den HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern keine weiteren Verpflichtungen. Die Summe aller beitragsorientierten Pensionsaufwendungen betrug im Geschäftsjahr 2012/2013 T€ 41.922 (Vj. T€ 39.126). Davon wurden in Deutschland Arbeitgeberanteile in Höhe von T€ 25.663 (Vj. T€ 23.878) für die gesetzliche Rentenversicherung geleistet.
Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen ("Defined Benefit Plans") wird zwischen rückstellungs- und fondsfinanzierten Versorgungssystemen unterschieden. Im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern existiert ein fondsfinanzierter Versorgungsplan, der über einen externen Versorgungsträger finanziert ist. Dieser Versorgungsplan besteht aufgrund gesetzlicher Vorschriften in der Schweiz und gewährt Alters-, Invaliditäts- sowie Todesfallleistungen. Der Arbeitnehmer übernimmt 35% der für die Sparguthaben zu bezahlenden Prämien sowie weitere fest umschriebene Kosten. Die restlichen Kosten werden durch den Arbeitgeber getragen. Die Risiko- und Kostenprämien werden von der Versicherung individuell berechnet und jährlich neu festgelegt.
Die HORNBACH-Baumarkt-AG hat ihren Vorstandsmitgliedern seit dem Geschäftsjahr 2011/2012 einen fondsfinanzierten Versorgungsplan zugesagt. Dieses Modell bietet die Chance zur Steigerung der Versorgungsansprüche, wobei die Gesellschaft ihren Vorstandsmitgliedern gleichzeitig eine Mindestverzinsung in Höhe von 2% p.a. garantiert. Die durch die Gesellschaft bzw. zusätzlich durch die Vorstandsmitglieder eingebrachten Vermögensmittel werden treuhänderisch durch die Allianz Treuhand GmbH, Frankfurt am Main, in Fonds angelegt. Der Verpflichtungsumfang gegenüber den Versorgungsberechtigten wurde jeweils als Maximum aus dem Fondsvermögen und der Summe der gezahlten Beiträge einschließlich der Garantieverzinsung angesetzt. Hierfür wurden die vom Arbeitgeber und Vorstand geleisteten Beiträge jeweils separat mit dem zugehörigen Fondsvermögen verglichen.
Rückstellungen für Verpflichtungen aus Zeitwertkonten werden zum Bilanzstichtag mit dem entsprechenden Deckungsvermögen aus Wertpapieren verrechnet. Das Deckungsvermögen wird von der Allianz Treuhand GmbH, Frankfurt am Main, treuhänderisch verwaltet.
Die Pensionen und ähnliche Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
| 2012/2013 T€ |
2011/2012 T€ |
|
| Barwert der Versorgungsverpflichtung | 36.476 | 27.854 |
| abzüglich Marktwert des Planvermögens | -32.592 | -27.920 |
| Bilanzausweis Pensionszusagen | 3.884 | -66 |
| davon Pensionsrückstellung | 3.884 | 0 |
| davon Planvermögenswerte | 0 | 66 |
Das Planvermögen setzte sich zum Stichtag wie folgt zusammen:
| 28.2.2013 % |
29.2.2012 % |
|
| Anleihen und sonstige Schuldtitel | 85,4 | 81,5 |
| Aktien | 2,3 | 3,0 |
| Immobilien | 10,1 | 10,0 |
| Andere | 2,2 | 5,5 |
| 100,0 | 100,0 |
| 2012/2013 T€ |
2011/2012 T€ |
|
| Barwert der Versorgungsverpflichtung Anfang der Periode | 27.854 | 24.687 |
| Laufender Dienstzeitaufwand des Arbeitgebers | 2.596 | 2.788 |
| Zinsaufwendungen | 672 | 767 |
| Arbeitnehmerbeiträge | 2.132 | 1.966 |
| Saldo eingebrachter und ausbezahlter Leistungen | -162 | -2.139 |
| Versicherungsprämien | -889 | -790 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste im Eigenkapital erfasst | 4.615 | -1.041 |
| Währungsumrechnung | -342 | 1.616 |
| 36.476 | 27.854 |
| 2012/2013 T€ |
2011/2012 T€ |
|
| Planvermögen am Anfang der Periode | 27.920 | 24.166 |
| Erwarteter Ertrag aus dem Planvermögen | 592 | 621 |
| Arbeitgeberbeiträge | 2.993 | 2.233 |
| Arbeitnehmerbeiträge | 2.132 | 1.966 |
| Saldo eingebrachter und ausbezahlter Leistungen | -162 | -2.139 |
| Versicherungsprämien | -889 | -790 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste im Eigenkapital erfasst | 348 | 281 |
| Währungsumrechnung | -342 | 1.582 |
| 32.592 | 27.920 |
Folgende Aufwendungen sind in den Personalkosten ergebniswirksam erfasst:
| 2012/2013 T€ |
2011/2012 T€ |
|
| Laufender Dienstzeitaufwand des Arbeitgebers | 2.596 | 2.788 |
| Zinsaufwendungen | 672 | 767 |
| Erwarteter Ertrag aus dem Planvermögen | -592 | -621 |
| 2.676 | 2.934 |
Die ergebniswirksam erfassten Beträge sind in den Personalkosten der folgenden Funktionsbereiche der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten:
| 2012/2013 T€ |
2011/2012 T€ |
|
| Filialkosten | 1.781 | 2.162 |
| Voreröffnungskosten | 55 | 1 |
| Verwaltungskosten | 840 | 771 |
| 2.676 | 2.934 |
Für das Geschäftsjahr 2013/2014 werden Beitragszahlungen in Flöhe von 2,6 Mio. € erwartet.
Aus der Änderung der Berechnungsparameter zur Ermittlung des Barwertes der Versorgungsverpflichtung und des Marktwertes des Planvermögens können sich versicherungsmathematische Gewinne und Verluste ergeben. Diese Veränderungen werden mit der darauf entfallenden latenten Steuer direkt im Eigenkapital erfasst.
Die im Eigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste (vor latenten Steuern) haben sich wie folgt entwickelt:
| 2012/2013 T€ |
2011/2012 T€ |
|
| Gewinne und Verluste zu Beginn der Periode | -3.116 | -4.438 |
| Während der Periode entstandene Gewinne und Verluste | -4.267 | 1.322 |
| Gewinne und Verluste zum Ende der Periode | -7.383 | -3.116 |
Der Berechnung liegen folgende versicherungsmathematische Annahmen zu Grunde:
| 28.2.2013 % |
29.2.2012 % |
|
| Diskontierungszinssatz | 2,0 | 2,5 |
| Erwartete langfristige Verzinsung der Altersguthaben | 1,8 | 2,5 |
| Erwartete Rendite des Planvermögens | 1,9 | 2,1 |
| Zukünftige Gehaltserhöhungen | 1,5 | 1,5 |
| Zukünftige Rentenerhöhungen | 0,0 | 0,0 |
Die erwartete Rendite des Planvermögens wird als gewichteter Durchschnitt der Anlagestrategie und der erwarteten Renditen je Anlagekategorie berechnet.
Die historische Entwicklung stellt sich wie folgt dar:
| 2012/2013 T€ |
2011/2012 T€ |
2010/2011 T€ |
2009/2010 T€ |
2008/2009 T€ |
|
| Barwert der Versorgungsverpflichtung | 36.476 | 27.854 | 24.687 | 18.432 | 14.410 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | -32.592 | -27.920 | 24.166 | 18.567 | 15.246 |
| Vermögensertrag des Plans | 940 | 902 | 463 | 222 | 355 |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen des Planvermögens | -348 | -281 | 112 | 253 | 184 |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen der Schulden des Plans | 704 | -89 | 301 | 769 | 1.713 |
Die sonstigen langfristigen Schulden betreffen im Wesentlichen langfristige Rückstellungen. Diese beinhalten Personalrückstellungen, Rückstellungen für vertraglich übernommene Instandhaltungsverpflichtungen an Dach und Fach sowie eine aufgrund gesetzlicher Vorschriften gebildete Rückstellung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen. Die den Instandhaltungsverpflichtungen zugrunde liegenden Mietverträge haben eine Restlaufzeit zwischen 1 und 23 Jahren. Die Rückstellung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen resultiert im Wesentlichen aus gesetzlichen Aufbewahrungsfristen zwischen 7 und 11 Jahren.
Die langfristigen Personalrückstellungen bestehen hauptsächlich für Altersteilzeit sowie für nach gesetzlichen Regelungen in Österreich zu bildende potenzielle Ansprüche von Mitarbeitern im Falle deren eventuellen Ausscheidens aus dem Unternehmen.
Die Rückstellungen für Altersteilzeit betreffen im Wesentlichen die in den Geschäftsjahren 2005/2006 und 2006/2007 von der HORNBACH-Baumarkt-AG abgeschlossenen Altersteilzeitverträge. Die Altersteilzeit-Arbeit wird im Rahmen des sogenannten Blockmodells geleistet. Für den bis zum Bilanzstichtag entstandenen Erfüllungsrückstand sowie für die Aufstockungszahlungen sind Rückstellungen in Höhe von T€ 1.810 (Vj. T€ 2.785) gebildet. Die Rückstellung wird sich mit dem Erreichen des regulären Rentenalters des letzten Anspruchsberechtigten voraussichtlich im Geschäftsjahr 2016/2017 abgewickelt haben. Die Ansprüche aus einer bestehenden Rückdeckungsversicherung wurden mit den bestehenden Verpflichtungen verrechnet. Die Berechnung der Rückstellungen ist von einem Gutachter unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G, Heubeck-Richttafeln-GmbH, und einem Abzinsungssatz in Höhe von 1,64% p. a. (Vj. 2,1%) ermittelt. Zudem sind für Altersteilzeitverpflichtungen in Österreich T€ 12 (Vj. T€ 24) zurückgestellt.
Die Entwicklung der Rückstellungen ist in Anmerkung (27) dargestellt.
Der Posten beinhaltet zudem Rechnungsabgrenzungen, die für von der HORNBACH Immobilien AG gezahlte Beträge zum Ausgleich der Nachteile gebildet worden sind, die die HORNBACH-Baumarkt-AG aus der Auflösung bestehender Mietverträge und dem Abschluss neuer Mietverträge mit erhöhtem Mietzins und der Übernahme von Instandhaltungsaufwendungen erleidet. Die so entstandenen Rechnungsabgrenzungen werden über die Restlaufzeit der ursprünglichen Mietverhältnisse von 18 Jahren ergebniswirksam vereinnahmt.
| 28.2.2013 T€ |
29.2.2012 T€ |
|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 198.253 | 188.752 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 715 | 769 |
| davon gegenüber Gesellschaftern | 289 | 217 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 49.796 | 54.913 |
| davon aus sonstigen Steuern | 15.116 | 14.833 |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | 2.650 | 2.688 |
| 248.764 | 244.434 |
Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die übrigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im üblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalt gesichert.
Die Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern enthalten die Beträge, für die die Konzerngesellschaften Steuerschuldner sind. Als Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit sind insbesondere die noch abzuführenden Beiträge an Sozialversicherungsträger enthalten. Die übrigen Verbindlichkeiten umfassen neben den zuvor genannten Beträgen im Wesentlichen Kautionen und Pfandgelder, noch nicht eingelöste Warengutscheine sowie Verbindlichkeiten für ausstehende Rechnungen.
Die Forderungen und Schulden für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen laufende Steuerschulden/-forderungen sowie Steuern und Steuerrisiken aus früheren Geschäftsjahren. Laufende Ertragsteuerrückstellungen werden - vorausgesetzt, sie bestehen in demselben Steuerhoheitsgebiet und sind hinsichtlich Art und Fristigkeit gleichartig - mit entsprechenden Steuererstattungsansprüchen saldiert. Die Steuerrückstellungen für laufende Ertragsteuern betreffen im Wesentlichen Körperschaftsteuer (einschließlich Solidaritätszuschlag) und Gewerbesteuer.
Am 13. Dezember 2006 trat das "Gesetz über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften (SEStEG)" in Kraft. Das Gesetz sieht unter anderem vor, die Erstattung von Körperschaftsteuerguthaben, die infolge des früher anzuwendenden Körperschaftsteuerrechts aus der Thesaurierung von Gewinnen entstanden waren, nicht mehr an eine Gewinnausschüttung zu knüpfen. Aufgrund des Jahressteuergesetzes 2010 wurden im Geschäftsjahr 2010/2011 zudem Körperschaftsteueransprüche in Höhe von - abgezinst - 3,0 Mio. € aktiviert, die bis dahin als verloren anzusehen waren. Die Körperschaftsteuerguthaben werden bis zum Jahr 2017 jeweils zum 30. September in gleichen Jahresbeträgen ausgezahlt. Zum 28. Februar 2013 bestehen im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern Körperschaftsteuererstattungsansprüche in Höhe von insgesamt 8,3 Mio. € (Vj. 10,0 Mio. €), die mit einem Barwert von 8,1 Mio. € (Vj. 9,7 Mio. €) als langfristige bzw. kurzfristige Steuerforderungen aktiviert sind.
Hinsichtlich der unter dem langfristigen Vermögen und den langfristigen Schulden ausgewiesenen aktiven und passiven latenten Steuern wird auf die Ausführungen zu Latente Steuern in Anmerkung (15) verwiesen.
Die sonstigen Rückstellungen und abgegrenzten Schulden haben sich im Geschäftsjahr 2012/2013 wie folgt entwickelt:
| in T€ | Anfangsbestand 1.3.2012 |
Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Aufzinsung | Währungsumrechnung |
| Sonstige Rückstellungen | ||||||
| Personal | 7.740 | 2.583 | 126 | 2.505 | 116 | 0 |
| Übrige | 20.169 | 6.429 | 1.158 | 7.231 | 15 | -16 |
| 27.909 | 9.012 | 1.284 | 9.736 | 131 | -16 | |
| Abgegrenzte Schulden | ||||||
| Sonstige Steuern | 842 | 46 | 12 | 100 | 0 | -9 |
| Personal | 43.283 | 41.718 | 450 | 35.055 | 0 | 47 |
| Übrige | 18.570 | 11.462 | 5.703 | 13.886 | 0 | -7 |
| 62.695 | 53.226 | 6.165 | 49.041 | 0 | 31 | |
| Gesamt | 90.604 | 62.238 | 7.449 | 58.777 | 131 | 15 |
| in T€ | Endbestand 28.2.2013 | davon langfristig |
| Sonstige Rückstellungen | ||
| Personal | 7.652 | 7.652 |
| Übrige | 19.812 | 13.938 |
| 27.464 | 21.590 | |
| Abgegrenzte Schulden | ||
| Sonstige Steuern | 875 | 0 |
| Personal | 36.217 | 0 |
| Übrige | 15.284 | 0 |
| 52.376 | 0 | |
| Gesamt | 79.840 | 21.590 |
Die übrigen sonstigen kurzfristigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für die erwartete Inanspruchnahme von Rückgaberechten unserer Kunden in Höhe von T€ 1.605 (Vj. T€ 1.590), belastende Verträge in Höhe von T€ 1.169 (Vj. T€ 1.305), Sanierungsvereinbarungen in Höhe von T€ 1.020 (Vj. T€ 780) und Prozessrisiken in Höhe von T€ 926 (Vj. T€ 496).
Hinsichtlich der Einzelheiten zu den langfristigen Rückstellungen wird auf die Ausführungen unter Anmerkung (24) verwiesen.
Die sonstigen Steuern betreffen im Wesentlichen die Abgrenzung für Grundsteuer.
Die abgegrenzten Schulden für Personalverpflichtungen betreffen im Wesentlichen Resturlaubsansprüche, Überstunden, Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Mitarbeiterprämien.
Die übrigen abgegrenzten Schulden betreffen insbesondere Gas, Wasser, Strom und Grundbesitzabgaben sowie Werbung, Jahresabschluss- und Rechtsberatungskosten.
Zum 28. Februar 2013 bestehen - wie im Vorjahr - keine Haftungsverhältnisse.
| in Mio. € | Restlaufzeiten | 28.2.2013 | ||
| Kurzfristig bis 1 Jahr | Langfristig 1-5 Jahre | Langfristig über 5 Jahre | Gesamt | |
| Bestellobligo für Investitionen | 52,5 | 0,0 | 0,0 | 52,5 |
| Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Erbbaurechts- und Leasingverträgen | 151,4 | 527,2 | 446,5 | 1.125,0 |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | 10,0 | 0,6 | 0,0 | 10,6 |
| 213,9 | 527,8 | 446,5 | 1.188,2 | |
| in Mio. € | Restlaufzeiten | 29.2.2012 | ||
| Kurzfristig bis 1 Jahr | Langfristig 1-5 Jahre | Langfristig über 5 Jahre | Gesamt | |
| Bestellobligo für Investitionen | 54,8 | 0,0 | 0,0 | 54,8 |
| Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Erbbaurechts- und Leasingverträgen | 145,4 | 496,5 | 480,9 | 1.122,8 |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | 10,5 | 0,5 | 0,0 | 11,0 |
| 210,7 | 497,0 | 480,9 | 1.188,6 | |
Die HORNBACH-Baumarkt-AG greift zum Ausgleich von saisonalem oder krankheitsbedingtem Personalbedarf auf Dienstleistungen verschiedener Zeitarbeits- und Personalagenturen zurück. Einige in der Vergangenheit eingesetzte Dienstleister waren in der Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen organisiert, deren Tariffähigkeit durch Beschluss des Bundesarbeitsgerichts (BAG) vom 14. Dezember 2010 nicht anerkannt wurde. Hieraus resultiert für die HORNBACH-Baumarkt-AG ein geringes Risiko, im Falle der Insolvenz der entsprechenden Zeitarbeits- und Personalagenturen für den noch nicht verjährten Anspruch der Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von maximal 0,9 Mio. € in Regress genommen zu werden.
Die HORNBACH-Baumarkt-AG hat mit der HORNBACH Immobilien AG im Rahmen ihrer Expansionsstrategie eine Kreditlinie in Höhe von bis zu 50 Mio. € vereinbart. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis einschließlich 26. Juni 2013. Bis zum Bilanzstichtag 28. Februar 2013 sind keine Mittel abgerufen worden.
Bei den Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Erbbaurechts- und Leasingverträgen handelt es sich ausschließlich um solche Mietverträge, bei denen die Unternehmen des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns nach den IFRS-Vorschriften nicht die wirtschaftlichen Eigentümer der gemieteten Vermögenswerte sind (Operating Lease). Mietverträge bestehen im Wesentlichen für Baumärkte im In- und Ausland. Die Laufzeit der Mietverträge liegt im Wesentlichen zwischen 15 und 20 Jahren, mit Mietverlängerungs- und Kaufoptionen zu Marktwerten. Es bestehen Mietanpassungsklauseln.
Als Mietaufwand aus Operating-Lease-Verträgen exklusive der Nebenkosten wurden im Geschäftsjahr 2012/2013 T€ 149.225 (Vj. T€ 144.684) erfasst.
Weiterhin bestehen aus Sanierungsverpflichtungen an einem im Rahmen von Sale & Leaseback gemieteten Bau- und Gartenmarkt Regressansprüche in Höhe von ca. 2,8 Mio. € (Vj. 3,0 Mio. €), die gerichtlich geltend gemacht wurden.
Die zukünftigen Erlöse aus Miet- und Pachtverträgen stellen sich wie folgt dar:
| Mieterlöse mit fremden Dritten | Restlaufzeiten | Gesamt | ||
| in T€ | Kurzfristig bis 1 Jahr | Langfristig 1-5 Jahre | Langfristig über 5 Jahre | |
| 28. Februar 2013 | 2.968 | 5.255 | 292 | 8.515 |
| 29. Februar 2012 | 1.849 | 4.662 | 604 | 7.115 |
Die Mieterträge resultieren aus vermieteten Einzelhandelsimmobilien. Die Mietverträge haben überwiegend eine Laufzeit zwischen 5 und 15 Jahren.
Für Mietverträge mit unbestimmter Vertragsdauer werden Mieterträge lediglich bis zu einem Jahr ausgewiesen.
Die HORNBACH-Baumarkt-AG geht nicht davon aus, dass sie oder eine ihrer Konzern-Gesellschaften an laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt sind, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage haben könnten. Daneben sind für eventuelle finanzielle Belastungen aus anderen Gerichts- oder Schiedsverfahren bei der jeweiligen Konzern-Gesellschaft in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet worden bzw. werden entsprechend ausreichende Versicherungsleistungen erwartet. Derartige Belastungen werden daher voraussichtlich keinen wesentlichen Einfluss auf die finanzielle Lage des Konzerns haben.
Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Buchwerte der Finanzinstrumente pro Bewertungskategorie des IAS 39 sowie deren Fair Values, aufgegliedert nach den Klassen der Bilanz:
| in T€ | Kategorie | Buchwert 28.2.2013 | Marktwert 28.2.2013 | Buchwert 29.2.2012 | Marktwert 29.2.2012 |
| Aktiva | |||||
| Finanzanlagen | AfS | 1.278 | 1.278 | 1.229 | 1.229 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | |||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FAHfT | 146 | 146 | 2 | 2 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | LaR | 37.780 | 37.780 | 45.941 | 45.941 |
| Flüssige Mittel | LaR | 317.178 | 317.178 | 404.250 | 404.250 |
| Passiva | |||||
| Finanzschulden | |||||
| Anleihen | FLAC | 245.794 | 259.500 | 247.080 | 264.375 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | FLAC | 128.493 | 129.515 | 177.699 | 179.023 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen | n.a. | 1.282 | 1.314 | 1.474 | 1.556 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n.a. | 6.267 | 6.267 | 5.284 | 5.284 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FLHfT | 227 | 227 | 368 | 368 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige/sonstige Verbindlichkeiten | FLAC | 210.238 | 210.238 | 206.044 | 206.044 |
| Abgegrenzte Schulden | FLAC | 15.284 | 15.284 | 18.570 | 18.570 |
| Aggregiert nach Bewertungskategorie: in T€ |
Kategorie | Buchwert 28.2.2013 | Buchwert 29.2.2012 |
| Loans and Receivables | LaR | 354.958 | 450.191 |
| Available-for-Sale Financial Assets | AfS | 1.278 | 1.229 |
| Financial Assets Held for Trading | FAHfT | 146 | 2 |
| Financial Liabilities Measured at Amortized Cost | FLAC | 599.808 | 649.393 |
| Financial Liabilities Held for Trading | FLHfT | 227 | 368 |
Die derivativen Finanzinstrumente sind in der Bilanz zu Marktwerten (Fair Value) angesetzt. Die Fair-Value-Bewertung basiert auf am Markt beobachtbaren Daten und ist dementsprechend in die Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie gemäß IFRS 7 einzuordnen.
Die flüssigen Mittel, die zur Veräußerung vorgesehenen finanziellen Vermögenswerte, die sonstigen finanziellen Vermögenswerte, die abgegrenzten Schulden sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrigen Verbindlichkeiten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value).
Der beizulegende Zeitwert der börsennotierten Anleihe entspricht dem Nominalwert multipliziert mit dem Kurswert zum Bilanzstichtag.
Die beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und aus Finanzierungsleasingverträgen werden als Barwerte ermittelt.
Die Barwerte finanzieller Vermögenswerte und Schulden wurden anhand des aktuellen Kapitalmarktzinses unter Berücksichtigung der Restlaufzeitstruktur und der jeweiligen Kreditmarge ermittelt.
| Nettoergebnis nach Bewertungskategorien | 2012/2013 T€ |
2011/2012 T€ |
| Loans and Receivables (LaR) | -619 | -1.090 |
| Financial Instruments Held for Trading (FAHfT und FLHfT) | -54 | 406 |
| Financial Liabilities Measured at Amortized Cost (FLAC) | -501 | -2.054 |
Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie "Financial Instruments Held for Trading" resultiert aus derivativen Finanzinstrumenten. Die Nettoergebnisse der Bewertungskategorien "Loans and Receivables" sowie der "Financial Liabilities Measured at Amortized Cost" betreffen Währungsumrechnungseffekte, Abgangserfolge und Wertberichtigungen.
Der HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern unterliegt hinsichtlich seiner Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Finanztransaktionen insbesondere Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen.
Ziel des Risikomanagements ist es daher, diese Marktrisiken durch geeignete finanzmarktorientierte Absicherungsaktivitäten zu minimieren. Zum Erreichen dieses Ziels werden derivative Finanzinstrumente zur Begrenzung von Zinsänderungs- und Währungsrisiken eingesetzt. Grundsätzlich werden allerdings nur Risiken abgesichert, die bedeutende Auswirkungen auf das Finanzergebnis haben.
Entscheidungen hierzu dürfen nur unter Berücksichtigung der strategischen Vorgaben des Finanzvorstandes getroffen werden. Dabei steht die Absicherung der Zinsänderungs- und Währungsrisiken im Mittelpunkt. Finanzgeschäfte zu Spekulationszwecken werden gemäß diesen Vorgaben nicht vorgenommen. Bestimmte Transaktionen bedürfen darüber hinaus der vorherigen Genehmigung durch den Aufsichtsrat.
Eine regelmäßige Kontrolle und Überwachung der laufenden und zukünftigen Zinsbelastung und des benötigten Devisenbedarfs des Gesamtkonzerns wird durch die Abteilung Treasury durchgeführt. Der Vorstand wird regelmäßig darüber informiert.
Zur Darstellung der Marktrisiken verlangt IFRS 7.40 "Financial Instruments: Disclosures", dass anhand von Sensitivitätsanalysen die hypothetischen Auswirkungen auf den Gewinn und Verlust sowie auf das Eigenkapital gezeigt werden, die sich ergeben hätten, wenn Änderungen der relevanten Risikovariablen (z. B. Marktzinssätze oder Wechselkurse) eingetreten wären, die zum Bilanzstichtag nach vernünftigem Ermessen möglich gewesen wären. Die Marktrisiken des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns bestehen aus Währungs- und Zinsänderungsrisiken. Andere Preisrisiken bestehen nicht.
Währungsrisiken, d. h. potenzielle Wertminderungen eines Finanzinstruments oder künftiger Cashflows aufgrund von Änderungen des Wechselkurses, bestehen insbesondere dort, wo monetäre Finanzinstrumente, wie z. B. Forderungen oder Schulden, in einer anderen als der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen bzw. bei planmäßigem Geschäftsverlauf entstehen werden. Die Währungsrisiken des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns resultieren im Wesentlichen aus Finanzierungsmaßnahmen und der operativen Geschäftstätigkeit. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung (Translation) stellen kein Währungsrisiko im Sinne des IFRS 7 dar.
Die Konzerngesellschaften werden weitgehend durch externe Finanzierungsmaßnahmen in der funktionalen Währung der entsprechenden Konzerngesellschaft finanziert (Natural Hedging). Daneben bestehen konzerninterne Darlehen in EUR, welche bei Konzerngesellschaften, deren funktionale Währung vom EUR abweicht, zu Fremdwährungsrisiken führen. Diese Risiken werden grundsätzlich nicht abgesichert.
Im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern bestehen in der operativen Geschäftstätigkeit Fremdwährungsrisiken im Wesentlichen im Zusammenhang mit Wareneinkäufen in Fernost in USD sowie aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen, die grundsätzlich in EUR abgewickelt werden. Das USD-Währungsrisiko wird durch Devisentermingeschäfte und USD-Festgelder abgesichert.
Unter Berücksichtigung von Sicherungsmaßnahmen bestehen zum Bilanzstichtag im Wesentlichen folgende offenen Fremdwährungspositionen:
| in T€ | 28.2.2013 | 29.2.2012 |
| EUR | -31.057 | -19.969 |
| USD | 7.250 | 5.457 |
| CZK | -519 | -428 |
Die wichtigsten Umrechnungskurse werden auf Seite 101 dargestellt.
Für die im Folgenden dargestellte Sensitivitätsanalyse der Währungsrisiken wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.
Wenn der Euro am Bilanzstichtag gegenüber den wesentlichen im Konzern vertretenen Währungen um 10% aufgewertet gewesen wäre und gleichzeitig alle anderen Variablen unverändert geblieben wären, wäre das Konzernergebnis vor Steuern um T€ 3.236 (Vj. T€ 2.599) niedriger gewesen. Wäre umgekehrt der Euro am Bilanzstichtag gegenüber den wesentlichen im Konzern vertretenen Währungen um 10% abgewertet gewesen und gleichzeitig alle anderen Variablen unverändert geblieben, wäre das Konzernergebnis vor Steuern um T€ 3.236 (Vj. T€ 2.599) höher gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung von T€ +3.236 (Vj. T€ +2.599) ergibt sich aus folgenden Sensitivitäten: EUR/RON T€ 3.659 (Vj. T€ 3.613), EUR/CHF T€ -432 (Vj. T€ -2.055), EUR/USD T€ 288 (Vj. T€ 546), EUR/CZK T€ -499 (Vj. T€ 299) und EUR/SEK T€ 220 (Vj. T€ 196).
Zum Jahresende finanzierte sich der Konzern hauptsächlich durch eine EUR-Anleihe in Höhe von nominal T€ 250.000 sowie durch unbesicherte Schuldscheindarlehen im Gegenwert (nominal) von insgesamt rund T€ 100.000 (Vj. T€ 120.000). Weiterhin bestehen langfristige festverzinsliche EUR-Darlehen in Höhe von T€ 21.647 (Vj. T€ 42.428) und langfristige CZK-Darlehen in Höhe von T€ 6.801 (Vj. T€ 8.294). Die wesentlichen langfristigen variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeiten wurden durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten in festverzinsliche Finanzschulden transformiert.
Der nachfolgenden Sensitivitätsanalyse liegen folgende Annahmen zugrunde:
Bei festverzinslichen originären Finanzinstrumenten wirken sich Marktzinssatzänderungen nur dann auf die Gewinn- und Verlustrechnung oder das Eigenkapital aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Somit unterliegen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete originäre Finanzinstrumente keinem Zinsänderungsrisiko gemäß IFRS 7. Dazu zählen auch die ursprünglich variabel verzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten, die im Rahmen eines Cashflow-Hedges in festverzinsliche Finanzschulden transformiert wurden.
Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten, die im Rahmen eines Cashflow-Hedges zur Absicherung variabel verzinslicher originärer Finanzinstrumente designiert wurden, wirken sich auf die Hedging-Reserve im Eigenkapital aus und werden daher in der eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsanalyse berücksichtigt.
Marktzinssatzänderungen von variabel verzinslichen originären Finanzinstrumenten wirken sich auf die Gewinn- und Verlustrechnung aus und werden daher in der Sensititivitätsanalyse berücksichtigt.
Für die Sensitivitätsanalyse der Zinsänderungsrisiken wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Es wird von einer parallelen Verschiebung der Zinsstrukturkurve ausgegangen.
Wenn das Marktzinsniveau am Bilanzstichtag um 100 Basispunkte höher gewesen wäre und alle anderen Variablen unverändert geblieben wären, wäre das Konzernergebnis vor Steuern um T€ 3.007 (Vj. T€ 3.868) und das Eigenkapital vor latenten Steuern um T€ 2.678 (Vj. T€ 4.783) höher gewesen. Wenn umgekehrt das Marktzinsniveau am Bilanzstichtag um 100 Basispunkte niedriger gewesen wäre und alle anderen Variablen unverändert geblieben wären, wäre das Konzernergebnis vor Steuern um T€ 3.007 (Vj. T€ 3.868) und das Eigenkapital vor latenten Steuern um T€ 2.812 (Vj. T€ 5.044) niedriger gewesen.
Kreditrisiko ist das Risiko, dass eine Vertragspartei ihre bei Abschluss eines Finanzinstruments vertraglich zugesagten Verpflichtungen ganz oder teilweise nicht erfüllt. Das Kreditrisiko des Konzerns ist insofern eng begrenzt, als Finanzanlagen und derivative Finanzinstrumente möglichst nur mit Vertragsparteien guter Bonität getätigt werden. Weiterhin werden Geschäfte mit einzelnen Vertragspartnern jeweils auf ein Limit begrenzt. Das Risiko von Forderungsausfällen im operativen Bereich ist aufgrund des Handelsformats (cash & carry) bereits erheblich reduziert. Das maximale Kreditrisiko entspricht im Wesentlichen den Buchwerten der finanziellen Aktiva.
Die nachfolgenden Tabellen zeigen die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären und derivativen finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Vermögenswerte.
| in T€ | Buchwert | Cashflows | ||
| 28.2.2013 | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Anleihen | 245.794 | 10.000 | 40.000 | 269.616 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 128.493 | 12.238 | 127.780 | 1.928 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen | 1.282 | 302 | 1.209 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige/sonstige Verbindlichkeiten | 210.238 | 209.904 | 335 | 0 |
| Abgegrenzte Schulden | 15.284 | 15.284 | 0 | 0 |
| 601.090 | 247.728 | 169.324 | 271.545 | |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung | 227 | 227 | 0 | 0 |
| Zinsderivate in Verbindung mit Cashflow-Hedges | 6.267 | 2.234 | 5.924 | 0 |
| 6.494 | 2.461 | 5.924 | 0 | |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung | 146 | -146 | 0 | 0 |
| 146 | -146 | 0 | 0 | |
| 250.043 | 175.248 | 271.545 | ||
| in T€ | Buchwert | Cashflows | ||
| 29.2.2012 | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Anleihen | 247.080 | 15.313 | 280.625 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 177.699 | 25.710 | 172.532 | 6.949 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen | 1.474 | 277 | 1.208 | 302 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige/sonstige Verbindlichkeiten | 206.044 | 205.961 | 83 | 0 |
| Abgegrenzte Schulden | 18.570 | 18.570 | 0 | 0 |
| 650.867 | 265.831 | 454.448 | 7.251 | |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung | 368 | 368 | 0 | 0 |
| Zinsderivate in Verbindung mit Cashflow-Hedges | 5.284 | 1.294 | 4.344 | 372 |
| 5.652 | 1.662 | 4.344 | 372 | |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung | 2 | -2 | 0 | 0 |
| 2 | -2 | 0 | 0 | |
| 267.491 | 458.792 | 7.623 | ||
Einbezogen wurden alle finanziellen Verbindlichkeiten und derivative Vermögenswerte, die am Bilanzstichtag im Bestand waren. Planzahlen für künftige neue Verbindlichkeiten und derivative Vermögenswerte wurden nicht berücksichtigt. Die variablen Zinszahlungen wurden unter Zugrundelegung der am Bilanzstichtag geltenden Zinssätze ermittelt. Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden jeweils mit dem Stichtagskurs umgerechnet.
Bezüglich der Steuerung des Liquiditätsrisikos verweisen wir auf die Ausführungen in Anmerkung (22).
Hedgegeschäfte dienen der Absicherung von Zins- und Währungsrisiken, die mit einem Grundgeschäft verbunden sind.
Für wesentliche variabel verzinsliche langfristige Finanzschulden werden zur Absicherung des Zinsniveaus Payer-Zinsswaps abgeschlossen, durch die variable Darlehenszinsen in feste Zinssätze transformiert werden. Bonitätsrisiken werden nicht abgesichert.
Zum 30. Juni 2011 hat die HORNBACH-Baumarkt-AG ein unbesichertes, variabel verzinstes Schuldscheindarlehen in Höhe von 80 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2016 aufgenommen. Die Mittel dienten der Anschlussfinanzierung des zum 30. Juni 2011 fälligen Schuldscheindarlehens in gleicher Höhe. Zur Absicherung des Zinsniveaus wurde bereits im Geschäftsjahr 2010/2011 ein Forward-Swap mit gleich lautenden Bedingungen abgeschlossen. Durch den Swap wurden die halbjährlich zu zahlenden Zinsen auf einem Niveau von 2,11 % p. a. zuzüglich einer Bankmarge fest für die gesamte Laufzeit gesichert.
Im Geschäftsjahr 2010/2011 wurden zwei variabel verzinsliche Schuldscheindarlehen im Gegenwert von je 20 Mio. € in CHF bzw. CZK mit einer Laufzeit bis zum 31. August 2015 aufgenommen. Die zu zahlenden Zinsen wurden über gleich lautende Zinsswaps abgesichert. Die über die Zinsswaps halbjährlich zu zahlenden Zinsen wurden beim CHF-Schuldscheindarlehen auf einem Niveau von 1,03 % p. a. und beim CZK-Schuldscheindarlehen in Höhe von 2,08 % p. a. zuzüglich einer Bankmarge für die gesamte Laufzeit gesichert.
Zum Geschäftsjahresende 2012/2013 besteht im Konzern ein Volumen an Zinsswaps in Höhe von T€ 111.177 (Vj. T€ 139.070), mit dem eine Transformation von variabler in feste Zinsbindung erreicht wird. Der Marktwert der Zinsswaps beträgt zum 28. Februar 2013 T€ -6.267 (Vj. T€ -5.284) und ist mit T€ 6.267 (Vj. T€ 5.284) unter den Finanzschulden ausgewiesen.
Sämtliche Zinsswaps erfüllen zum 28. Februar 2013 die Voraussetzungen zum Hedge Accounting. Die Marktwertänderungen werden bis zur Erfassung des Ergebnisses aus dem gesicherten Grundgeschäft erfolgsneutral im Eigenkapital in der Hedging-Reserve erfasst.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die vertraglichen Fälligkeiten der Zahlungen, d. h. wann das Grundgeschäft erfolgswirksam wird:
| Beginn | Ende | Nominalwert zum 28.2.2013 in T€ |
Nominalwert zum 29.2.2012 in T€ |
Referenzzins |
| 30.6.2011 | 30.6.2016 | 80.000 | 80.000 | 6-Monats Euribor |
| 30.9.2002 | 30.9.2017 | 7.030 | 8.510 | 3-Monats Euribor |
| 30.9.2002 | 30.9.2017 | 4.777 | 5.783 | 3-Monats Euribor |
| 30.12.1999 | 22.2.2013 | 0 | 1.841 | 6-Monats Euribor |
| 30.12.1998 | 22.2.2013 | 0 | 1.023 | 3-Monats Eurolibor |
| Beginn | Ende | Nominalwert zum 28.2.2013 in TCHF | Nominalwert zum 29.2.2012 in TCHF | Referenzzins |
| 31.8.2010 | 30.12.2012 | 0 | 26.420 | 6-Monats CHF-Libor |
| Beginn | Ende | Nominalwert zum 28.2.2013 in TCZK | Nominalwert zum 29.2.2012 in TCZK | Referenzzins |
| 31.8.2010 | 31.8.2015 | 496.600 | 496.600 | 6-Monats CZK-Pribor |
Die Anforderung des IAS 39 an die Anwendung des Hedge Accountings erfüllt der HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern, indem bereits zu Beginn einer Sicherungsmaßnahme die Beziehung zwischen dem als Sicherungsinstrument eingesetzten derivativen Finanzinstrument und dem Grundgeschäft sowie das Ziel und die Strategie der Absicherung dokumentiert werden. Dazu zählt auch die Einschätzung der Effektivität der eingesetzten Sicherungsinstrumente. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird prospektiv mit der Critical-Terms-Match-Methode durchgeführt. Die retrospektive Effektivität wird zu jedem Bilanzstichtag unter Anwendung der Dollar-Offset-Methode ermittelt. Als Grundgeschäft dient ein hypothetisches Derivat. Eine Sicherungsbeziehung wird dann als effektiv bezeichnet, wenn sich die Wertänderungen des Sicherungsinstruments und des hypothetischen Derivats zu 80-125 % kompensieren. Sobald eine Sicherungsbeziehung ineffektiv wird, wird diese umgehend aufgelöst.
Der HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern führt zudem auch Sicherungsmaßnahmen durch, die nicht die Anforderungen des IAS 39 zum Hedge Accounting erfüllen, jedoch nach den Grundsätzen des Risikomanagements effektiv zur Sicherung des finanziellen Risikos beitragen. Der HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern sichert beispielsweise das Währungsrisiko ausgewählter (geplanter) Transaktionen einschließlich der gegebenenfalls aus solchen Transaktionen resultierenden eingebetteten Fremdwährungsderivate, wie z. B. aus dem Kauf von Waren in Fernost in USD, durch Devisentermingeschäfte oder die Anlage von Fremdwährungs-Festgeldern in Form von Makro-Hedges ab.
Der Marktwert der Devisentermingeschäfte einschließlich der eingebetteten Devisentermingeschäfte beträgt zum 28. Februar 2013 T€ -81 (Vj. T€ -366) und ist mit T€ 226 (Vj. T€ 368) unter den Finanzschulden sowie mit T€ 146 (Vj. T€ 2) unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen.
Fair-Value-Hedges und Net-Investment-in-a-Foreign-Operation-Hedges werden bisher nicht vorgenommen.
Die nachstehende Tabelle gibt eine Übersicht über die zum Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente mit ihren Nominal- und Marktwerten. Dabei werden die Werte gegenläufiger Transaktionen wie Devisenterminkäufe bzw. -Verkäufe saldiert dargestellt. In der Zeile Nominalwerte werden Nominalwertsummen ohne Aufrechnung gegenläufiger Transaktionen ausgewiesen.
| 28. Februar 2013 | Devisentermingeschäfte | Zinsswaps | Summe |
| Nominalwert in T€ | 33.297 | 111.177 | 144.474 |
| Marktwert in T€ (vor latenten Steuern) | -81 | -6.267 | -6.348 |
| 29. Februar 2012 | Devisentermingeschäfte | Zinsswaps | Summe |
| Nominalwert in T€ | 33.737 | 139.070 | 172.807 |
| Marktwert in T€ (vor latenten Steuern) | -366 | -5.284 | -5.650 |
Da sämtliche Zinsswaps in eine effektive Sicherungsbeziehung einbezogen sind, werden die Wertänderungen abzüglich latenter Steuern grundsätzlich erfolgsneutral in der Hedging-Reserve erfasst. Der ineffektive Teil wird erfolgswirksam im Finanzergebnis ausgewiesen.
Der durchschnittliche Personalstand stellt sich wie folgt dar:
| 2012/2013 | 2011/2012 | |
| Angestellte | 13.892 | 13.234 |
| Auszubildende | 766 | 775 |
| 14.658 | 14.009 | |
| davon Teilzeitmitarbeiter | 2.832 | 2.819 |
Nach geografischen Gesichtspunkten gegliedert waren im Geschäftsjahr 2012/2013 vom durchschnittlichen Personalstand im Inland 8.740 Mitarbeiter (Vj. 8.398) und im europäischen Ausland 5.918 Mitarbeiter (Vj. 5.611) beschäftigt.
Die für das Geschäftsjahr berechneten Honorare des Abschlussprüfers des Jahres- und Konzernabschlusses der HORNBACH-Baumarkt-AG, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, setzen sich wie folgt zusammen:
| 2012/2013 T€ |
2011/2012 T€ |
|
| Abschlussprüfungsleistungen | 439 | 393 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 410 | 155 |
| Steuerberatungsleistungen | 38 | 61 |
| Sonstige Leistungen | 24 | 42 |
| 911 | 651 |
Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene jährliche Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ist am 19. Dezember 2012 vom Vorstand und Aufsichtsrat der HORNBACH-Baumarkt-AG abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht worden.
Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen steht die HORNBACH-Baumarkt-AG unmittelbar oder mittelbar in Ausübung der normalen Geschäftstätigkeit mit verbundenen Unternehmen in Beziehung. Hierzu gehören neben der Muttergesellschaft HORNBACH HOLDING AG deren direkte und indirekte Tochtergesellschaften.
HORNBACH-Familien-Treuhandgesellschaft mbH
HORNBACH HOLDING AG
HORNBACH Immobilien AG
Hornbach Baustoff Union GmbH
Union Bauzentrum Hornbach GmbH
Ruhland-Kallenborn & Co. GmbH
Ruhland-Kallenborn Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH
Robert Röhlinger GmbH
Etablissements Camille Holtz et Cie S.a., Phalsbourg
Saar-Lor Immobilière S.C.I., Phalsbourg
HIAG Immobilien Beta GmbH
HIAG Immobilien Gamma GmbH
HIAG Immobilien Delta GmbH
HIAG Immobilien Jota GmbH
HIAG Fastigheter i Göteborg AB
HIAG Fastigheter i Helsingborg AB
HIAG Fastigheter i Stockholm AB
HIAG Fastigheter i Göteborg Syd AB
HIAG Fastigheter i Botkyrka AB
HO Immobilien Omega GmbH
HR Immobilien Rho GmbH
HC Immobilien Chi GmbH
HM Immobilien My GmbH
Hornbach Real Estate Nederland B.V.
HORNBACH Immobilien HK s.r.o.
Hornbach Immobilien SK-BW s.r.o.
Hornbach Imobiliare SRL
HB Immobilien Bad Fischau GmbH
SULFAT GmbH & Co. Objekt Bamberg KG
SULFAT GmbH & Co. Objekt Düren KG
SULFAT GmbH & Co. Objekt Saarbrücken KG
Mit den verbundenen Unternehmen wurden im Wesentlichen folgende Transaktionen getätigt:
| 2012/2013 T€ |
2011/2012 T€ |
|
| Miete und Nebenkosten für angemietete Bau- und Gartenmärkte und sonstige Immobilien | 69.401 | 65.945 |
| Zinsbelastungen für Konzernfinanzierungen | 160 | 187 |
| Zinserträge für Konzernfinanzierungen | 173 | 173 |
| Geleistete Umlagen für Verwaltungskosten | 385 | 413 |
| Erhaltene Umlagen für Verwaltungskosten | 2.414 | 2.572 |
| Kauf von Gegenständen des Anlagevermögens | 14.022 | 0 |
| Lieferungen und Leistungen an die HORNBACH HOLDING AG und ihre Tochtergesellschaften | 138 | 242 |
| Lieferungen und Leistungen von der HORNBACH HOLDING AG und ihren Tochtergesellschaften | 805 | 838 |
Zum 28. Februar 2013 bestehen Forderungen in Höhe von T€ 1.622 (Vj. T€ 859) und Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 715 (Vj. T€ 769) gegen die HORNBACH HOLDING AG und ihre Tochtergesellschaften. Sämtliche Transaktionen werden zu marktüblichen Preisen und Lieferbedingungen getätigt.
Die HORNBACH HOLDING AG hat für Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 30.800 (Vj. T€ 40.236) des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns Bürgschaftserklärungen abgegeben. Hierfür wurden im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern im Geschäftsjahr Avalprovisionen in Höhe von T€ 160 (Vj. T€ 187) als Aufwand erfasst.
Das ehemals langjährige Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglied Herr Otmar Hornbach stellt seine große Erfahrung auch weiterhin der Gesellschaft im Rahmen eines Beratervertrages zur Verfügung. Die Beratungsleistungen werden mit einem symbolischen Betrag in Höhe von einem Euro pro Monat vergütet.
Einige in den Konzernabschluss der HORNBACH-Baumarkt-AG einbezogene Gesellschaften nutzen für Seminare und Tagungen das Kurhaus Trifels Seminarhotel GmbH, Annweiler. Die Gesellschaft wird durch die Geschäftsführerin Frau Bettina Hornbach, Ehefrau von Herrn Albrecht Hornbach, vertreten. Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden Leistungen durch das Seminarhotel in Höhe von T€ 33 (Vj. T€ 9) erbracht. Die Leistungen wurden zu den üblichen Preisen abgerechnet. Zum Bilanzstichtag am 28. Februar 2013 waren Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 0 (Vj. T€ 4) offen.
Der Konzernabschluss der HORNBACH-Baumarkt-AG für das Geschäftsjahr 2012/2013 wurde am 2. Mai 2013 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.
| Steffen Hornbach Strategische Entwicklung, Neue Vertriebskanäle, After Sales Services, Marketing, Marktforschung, Interne Kommunikation, Public Relations, Umweltfragen, Projektschau/Verkaufsförderung | Vorsitzender |
| Roland Pelka Finanzen, Rechnungswesen und Steuern, Konzerncontrolling, Risikomanagement, Loss Prevention, Informationstechnologie, Investor Relations | Stellvertretender Vorsitzender |
| Frank Brunner Operating Märkte, Verkauf und Services | |
| Susanne Jäger Strategischer und operativer Einkauf, Marktplanung, Store Development, Import, Qualitätssicherung | |
| Wolfger Ketzler Personal, Immobilienentwicklung, Revision und Recht Bauwesen und Technischer Einkauf | |
| Ingo Leiner Logistik, Unternehmensentwicklung, Inhouse Consulting | |
| Jürgen Schröcker Marketing, Marktforschung, Interne Kommunikation, Public Relations, Umweltfragen, Projektschau/Verkaufsförderung | bis 31. März 2013 |
Für das Geschäftsjahr 2012/2013 betragen die Gesamtbezüge des Vorstands der HORNBACH-Baumarkt-AG für die Wahrnehmung seiner Aufgaben für den Konzern T€ 5.505 (Vj. T€ 4.629). Davon entfallen T€ 2.653 (Vj. T€ 2.131) auf die feste Vergütung sowie T€ 2.852 (Vj. T€ 2.498) auf erfolgsbezogene Komponenten. Für aktive Mitglieder des Vorstands sind im Geschäftsjahr 2012/2013 Leistungen nach Beendigung des Dienstverhältnisses in Höhe von T€ 625 (Vj. T€ 505) angefallen. Hierbei handelt es sich um Aufwendungen für die Dotierung von Pensionsrückstellungen, denen entsprechende Wertguthaben gegenüber stehen (Anmerkung (23)). Die Gesamtbezüge für ehemalige Organmitglieder betragen im Geschäftsjahr 2012/2013 T€ 631 (Vj. T€ 0).
Die Mitglieder des Vorstands besitzen zum Bilanzstichtag 28. Februar 2013 zusammen 59.010 (Vj. 70.610) Aktien der HORNBACH-Baumarkt-AG.
Von Seiten der Anteilseigner
| Albrecht Hornbach Vorsitzender des Vorstands HORNBACH HOLDING AG | Vorsitzender |
| Dr. Wolfgang Rupf Geschäftsführer Rupf Industries GmbH und Rupf Engineering GmbH | Stellvertretender Vorsitzender |
| Martin Hornbach Vorstand Corivus AG | |
| Véronique Laury CEO Castorama France Kingfisher France S.A.S. | |
| Joerg Sost Geschäftsführender Gesellschafter J.S. Consulting GmbH | |
| Prof. Dr.-Ing. Jens P. Wulfsberg Ordentlicher Professor für Fertigungstechnik Universität der Bundeswehr Hamburg |
Von Seiten der Arbeitnehmer
| Kay Strelow Teilbereichsleiter | Stellvertretender Vorsitzender für die Gewerkschaften |
| Jörg Heine Leiter Wareneingang | für die Angestellten |
| Rudolf Helfer Leitende Fachkraft für Arbeitssicherheit | für die Angestellten |
| Sabine Hoffmann Mitarbeiterin Kundenservice | für die Angestellten |
| Christian Lilie Bezirksleiter | für die leitenden Angestellten |
| Johannes Otto Marktleiterassistent | für die Gewerkschaften |
Die Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2012/2013 beläuft sich auf insgesamt T€ 392 (Vj. T€ 231). Dabei entfallen T€ 310 (Vj. T€ 96) auf die Grundvergütung und T€ 82 (Vj. T€ 38) auf die Ausschusstätigkeit. Im Vorjahr sind darüber hinaus noch erfolgsbezogene Vergütungen in Höhe von T€ 97 enthalten. Die Mitglieder des Aufsichtsrats besitzen zum Bilanzstichtag zusammen 65.900 (Vj. 65.825) Aktien der HORNBACH-Baumarkt-AG.
a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
b) Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien
a) HORNBACH Immobilien AG (Vorsitzender)
b) Rheinland-Pfalz Bank (Mitglied des Beirats)
a) HORNBACH HOLDING AG (Vorsitzender)
IVA Valuation & Advisory AG (Stellvertretender Vorsitzender)
b) Corivus Swiss AG
Corivus GmbH (Vorsitzender des Beirats)
a) HORNBACH HOLDING AG (seit 6. Juli 2012)
b) Atreus GmbH (Mitglied des Beirats)
Aurelius AG (Mitglied des Beirats) (seit Ende Juni 2012)
Bürger Glas- und Fasertechnik GmbH (Vorsitzender des Beirats) (bis Ende Januar 2013)
Bürger GmbH (Mitglied des Beirats)
Deutsche Bank AG (Mitglied des Beirats Mannheim)
Freudenberg Schwab Vibration Control AG (Mitglied des Beirats)
Spirella AG (Mitglied des Verwaltungsrats)
Spirella Holding AG (Mitglied des Verwaltungsrats)
a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
b) Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien
a) HORNBACH Immobilien AG
a) HORNBACH Immobilien AG (Stellvertretender Vorsitzender)
WASGAU Produktions & Handels AG
b) Commerzbank AG (Mitglied des Regionalbeirats Mitte)
b) Hornbach Baumarkt GmbH, Österreich (Stellvertretender Vorsitzender) (seit 18. Dezember 2012)
a) RNR AG (Vorsitzender)
Bornheim bei Landau, den 2. Mai 2013
HORNBACH-Baumarkt-Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Steffen Hornbach
Roland Pelka
Frank Brunner
Susanne Jäger
Wolfger Ketzler
Ingo Leiner
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Bornheim bei Landau, den 2. Mai 2013
HORNBACH-Baumarkt-Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Steffen Hornbach
Roland Pelka
Frank Brunner
Susanne Jäger
Wolfger Ketzler
Ingo Leiner
Wir haben den von der Hornbach-Baumarkt-AG, Bornheim bei Landau/Pfalz, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Entwicklung des Konzerneigenkapitals, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. März 2011 bis 29. Februar 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 2. Mai 2013
KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Bertram, Wirtschaftsprüfer
Palm, Wirtschaftsprüfer