![]() Hornbach-Baumarkt-AktiengesellschaftBornheim bei Landau/PfalzJahresabschluss zum 28. Februar 2015Bilanz zum 28. Februar 2015Aktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. März 2014 bis 28. Februar 2015scroll
AnhangAnwendung des Handelsgesetzbuches und des AktiengesetzesDer Jahresabschluss der HORNBACH-Baumarkt-AG ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Im Anhang werden die zu einzelnen Posten vorgeschriebenen Vermerksangaben angegeben. Erklärung zum Corporate Governance Kodex:Im Dezember 2014 gaben Vorstand und Aufsichtsrat der HORNBACH-Baumarkt-AG gemäß § 161 des Aktiengesetzes die Entsprechenserklärung der Gesellschaft in Bezug auf den Deutschen Corporate Governance Kodex ab. Die Erklärung ist unter www.hornbach-holding.de. Rubrik Investor Relations, Menüpunkt "Corporate Governance" zugänglich. AnteilsbesitzlisteAnteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen der HORNBACH-Baumarkt-AG bestehen wie folgt: scroll
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Einschließlich Jahresergebnis 2014/2015 Die nachfolgende Tabelle zeigt die Devisenkurse für die Umrechnung der oben genannten Landeswährungen in EUR: scroll
Mit Gesellschafterbeschluss vom 16. September 2014 erfolgte rückwirkend zum 1. März 2014 die Verschmelzung der BM Immobilien Gamma GmbH sowie der BM Immobilien Lambda GmbH mit der HORNBACH-Baumarkt-AG. Die Eintragung im Handelsregister der HORNBACH-Baumarkt-AG erfolgte am 21. Oktober 2014. Hieraus resultierte ein Verschmelzungsverlust in Höhe von insgesamt T€ 10. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie bisherigen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Wesentlichen beibehalten. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer, bewertet. Die Nutzungsdauern betragen zwischen 3 und 8 Jahren. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bilanziert. Die Herstellungskosten umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie Sonderkosten der Fertigung und angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Darüber hinaus wird der Werteverzehr des Anlagevermögens, sofern dieser durch die Fertigung veranlasst ist, in den Herstellungskosten erfasst. Zinsen auf Fremdkapital werden nicht aktiviert. Gebäude werden degressiv oder linear mit einer Nutzungsdauer von längstens 33 Jahren abgeschrieben. Soweit steuerlich zulässig, wurde für Zugänge bis zum 28. Februar 2010 die degressive Abschreibung für Wirtschaftsgebäude in Anspruch genommen. Ferner werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Wert vorgenommen, soweit es sich um dauernde Wertminderungen handelt. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Die in Vorjahren vorgenommenen Abschreibungen gem. § 6b EStG wurden gem. Art. 67 Abs. 4 EGHGB beibehalten. Das bewegliche Sachanlagevermögen wird ausschließlich linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauern betragen zwischen 3 und 15 Jahren. Bei Zugängen des Geschäftsjahres erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis € 150 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und als Zu- und Abgänge ausgewiesen. Bis zum 28. Februar 2010 wurden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als € 150 bis zu € 1.000 in einen jahresbezogenen Sammelposten eingestellt und über die Dauer von 5 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als € 150, deren Anschaffung am bzw. nach dem 1. März 2010 liegt, werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer abgeschrieben. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten, bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen, bilanziert. Sollten die Gründe für in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Anschaffungskosten der Warenbestände werden auf Grund von gewogenen Durchschnittspreisen ermittelt. Ausgelistete Artikel werden auf den voraussichtlich erzielbaren Verkaufspreis abzüglich noch anfallender Verkaufskosten abgewertet. Die Herstellkosten der unfertigen Leistungen betreffen Kundenaufträge über Warenlieferungen inklusive Serviceleistungen mit den von HORNBACH beauftragten Handwerkern. Die unfertigen Leistungen umfassen im Wesentlichen direkt zurechenbare Materialkosten und abgerechnete Handwerkerleistungen. Aufgrund der überwiegend durch Wareneinsatz geprägten unfertigen Leistungen sowie aus Gründen der Wesentlichkeit wurden die entsprechenden Bestandsveränderungen im Materialaufwand gezeigt. Wertpapiere zur Deckung von Pensions- und Zeitwertkontenverpflichtungen (Deckungsvermögen) werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den entsprechenden Rückstellungen verrechnet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt; Einzelrisiken werden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko der Forderungen wird durch eine pauschale Wertberichtigung abgedeckt. Unverzinsliche Forderungen werden mit dem Barwert bilanziert. Für die Diskontierung wird ein fristenadäquater risikofreier Zinssatz verwendet. Die im Rahmen des unechten Factoring veräußerten Forderungen werden weiterhin unter den Forderungen ausgewiesen, solange das wirtschaftliche Risiko bei der Gesellschaft verbleibt. Korrespondierend hierzu werden in gleicher Höhe sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen. In Höhe des geschätzten Ausfallrisikos werden Wertberichtigungen gebildet. Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei längerfristigen Fremdwährungsforderungen bleiben Bewertungsgewinne unberücksichtigt. Latente Steuern werden für temporär abweichende Wertansätze zwischen Handels- und Steuerbilanz angesetzt. Aktive und passive latente Steuern werden gemäß § 274 Abs. 1 HGB verrechnet. Eine sich hieraus ergebende Steuerentlastung (Aktivüberhang) wird gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des Betrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist und unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Zinssatz abgezinst. Die Aufzinsungsbeträge sowie die Effekte aus Zinssatzänderungen werden in den Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen bzw. Zinsen und ähnliche Erträge ausgewiesen. Rückstellungen für Altersteilzeit werden gemäß der IDW-Stellungnahme zur Rechnungslegung - Bilanzierung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen (IDW RS HFA 3 bzw. IDW RS HFA 30) - von einem unabhängigen Gutachter unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G, Heubeck-Richttafeln-GmbH, ermittelt. Das Deckungsvermögen wird mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Altersteilzeitrückstellungen werden mit dem Deckungsvermögen aus Altersteilzeitkontenrückdeckung verrechnet. Die Erträge und die Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen werden innerhalb der Zinsen und ähnlichen Aufwendungen mit den Aufwendungen und Erträgen aus der korrespondierenden Anpassung der Verpflichtung verrechnet. Im Geschäftsjahr 2011/2012 hat die HORNBACH-Baumarkt-AG ihren Vorstandsmitgliedern eine einzelvertragliche Pensionszusage erteilt. Dieses Modell bietet die Chance zur Steigerung der Versorgungsansprüche, wobei die HORNBACH-Baumarkt-AG ihren Vorstandsmitgliedern gleichzeitig eine Mindestverzinsung in Höhe von 2% p.a. garantiert. Die durch die Gesellschaft bzw. zusätzlich durch die Vorstandsmitglieder eingebrachten Vermögensmittel werden treuhänderisch durch die Allianz Treuhand GmbH, Frankfurt am Main, in Fonds angelegt. Die treuhänderisch verwalteten Fondsanteile erfüllen die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 HGB als Deckungsvermögen und werden daher mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Die Erträge und die Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen werden mit den Aufwendungen und Erträgen aus der korrespondierenden Anpassung der Versorgungsverpflichtung verrechnet. Das Deckungsvermögen ist gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der Verpflichtungsumfang gegenüber den Versorgungsberechtigten wurde jeweils als Maximum des Fondsvermögens und des Barwerts der gezahlten Beiträge einschließlich der Garantieverzinsung angesetzt. Hierfür wurden die vom Arbeitgeber und Vorstand geleisteten Beiträge mit dem zugehörigen Fondsvermögen verglichen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sind gemäß § 253 Absatz 1 Satz 3 und Absatz 2 Satz 2 HGB unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens ermittelt worden. Für die Sterblichkeitsrate wurden die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck angewendet. Das verwendete Anwartschaftsbarwertverfahren entspricht der "Projected Unit Credit Method" gemäß IAS 19 (International Accounting Standards). Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei längerfristigen Fremdwährungsverbindlichkeiten bleiben Bewertungsgewinne unberücksichtigt. Erläuterungen zur Bilanz(1) AnlagevermögenDas Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr 2014/2015 wie folgt entwickelt: scroll
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(2) Immaterielle VermögensgegenständeDie immateriellen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus EDV-Programmen. Die Zugänge der immateriellen Vermögensgegenstände im Geschäftsjahr 2014/2015 betreffen den Erwerb von Software-Lizenzen. (3) FinanzanlagenDie Finanzanlagen der HORNBACH-Baumarkt-AG sind bei verbundenen Unternehmen und Beteiligungen auf Seite 3 aufgeführt. Die Zugänge der Finanzanlagen im Geschäftsjahr 2014/2015 betreffen in Höhe von T€ 37.206 drei Darlehen an drei niederländische Konzerngesellschaften sowie in Höhe von T€ 10.000 eine Erhöhung der Beteiligung an der HORNBACH International GmbH, Bornheim. Der Beteiligungsbuchwert für die HORNBACH International GmbH beträgt zum 28. Februar 2015 nunmehr T€ 131.069 (Vj. T€ 121.069). Die Beteiligungen an der BM Immobilien Gamma GmbH, Bornheim, sowie der BM Immobilien Lambda GmbH, Bornheim, wurden zum 1. März 2014 auf die HORNBACH-Baumarkt-AG verschmolzen. Hieraus resultierte ein Verschmelzungsverlust in Höhe von insgesamt T€ 10. Im Vorjahr wurde die Beteiligung an der Ollesch & Fitzner GmbH, Bornheim, auf die HORNBACH-Baumarkt-AG verschmolzen. Hieraus resultierte ein Verschmelzungsgewinn von T€ 150. Die in Vorjahren vorgenommenen Wertberichtigungen auf die Beteiligung an der HORNBACH Centrala SRL, Domnesti, Rumänien, in Höhe von T€ 1.332 bestehen fort. Der Beteiligungsbuchwert beträgt zum 28. Februar 2015 weiterhin T€ 0 (Vj. T€ 0). Im Geschäftsjahr 2008/2009 wurde eine Wertberichtigung auf die Beteiligung an der Hornbach Solar-, Licht- und Energiemanagement GmbH in Höhe von T€ 25 gebildet. Der Beteiligungsbuchwert beträgt unverändert T€ 0. (4) ForderungenDer Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Geschäftsjahr 2014/2015 resultiert im Wesentlichen aus der Rückführung von Festgeldanlagen von der Konzerngesellschaft HORNBACH Baumarkt Luxemburg SARL, Bertrange, Luxemburg. Die Mittel werden nunmehr von der Gesellschaft direkt bei Banken im Inland angelegt. Mit den Forderungen der HORNBACH-Baumarkt-AG gegen verbundene Unternehmen, die im Wesentlichen aus Konzernfinanzierung bestehen, sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 0 (Vj. T€ 5.387) saldiert. Alle Forderungen sind kurzfristig. (5) Sonstige VermögensgegenständeDie sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Steuererstattungsansprüchen, Forderungen gegen Kreditkartengesellschaften sowie Forderungen aus Pfandgeldern. In den Steuerforderungen sind -wie im Vorjahr- nach Saldierung Vorauszahlungen für Umsatzsteuer in Höhe von T€ 708 (Vj. T€ 633) enthalten. Garantieforderungen aus Altersteilzeitkontenrückdeckung in Höhe von T€ 699 (Vj. T€ 1.965) wurden zum Bilanzstichtag 28. Februar 2015 vollständig mit Altersteilzeitrückstellungen verrechnet. Der Anstieg der Steuerforderungen vom Einkommen und Ertrag in Höhe von T€ 9.051 resultiert im Wesentlichen aus zu hohen Steuervorauszahlungen im laufenden Geschäftsjahr (T€ 4.525), der Einbuchung von Steuerforderungen aus der im Geschäftsjahr beendeten Betriebsprüfung 2008 - 2011 inklusive Folgeanpassungen (T€ 3.119) sowie von Gewerbesteuerguthaben auf Auslandsdividenden (T€ 1.407). Im Geschäftsjahr 2006/2007 wurde ein auf Grund des SEStEG (Gesetz über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften) entstandener Auszahlungsanspruch für Körperschaftsteuerguthaben aktiviert. Zusätzlich wurde im Geschäftsjahr 2010/2011 aufgrund des Jahressteuergesetzes 2010 erstmals ein Körperschaftsteuerguthaben aktiviert, das bisher als verloren anzusehen war. Die Ansprüche werden bis zum Jahr 2017 in gleichen Jahresbeträgen ausgezahlt. Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2015 beträgt der aktivierte Auszahlungsanspruch T€ 4.904 (Vj. T€ 6.501). Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben T€ 3.260 (Vj. T€ 5.218) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. (6) RechnungsabgrenzungspostenDie Rechnungsabgrenzungsposten betreffen im Wesentlichen Vorauszahlungen für Werbekosten, Wartungsgebühren, Disagio im Zusammenhang mit der Aufnahme einer Anleihe, Mieten und Pachten sowie Beiträge und Gebühren. (7) Aktive latente SteuernDie aktiven latenten Steuern ergeben sich aus folgenden Sachverhalten: scroll
Die latenten Steuern wurden mit einem Steuersatz von 30 % ermittelt. (8) Gezeichnetes KapitalDas Grundkapital beträgt € 95.421.000,00. Es ist eingeteilt in 31.807.000 Stückaktien mit einem jeweiligen anteiligen Nennbetrag von € 3,00 je Aktie. Durch die Hauptversammlung vom 7. Juli 2011 wurde beschlossen, ein genehmigtes Kapital I und ein genehmigtes Kapital II unter folgenden Bestimmungen zu schaffen:
Insgesamt besteht damit ein genehmigtes Kapital von € 45.000.000,00; dies entspricht 47,16 % (Vj. 47,16 %) des gegenwärtigen Grundkapitals. Mit Beschluss des Vorstands vom 25. August 2014 wurden den Arbeitnehmern der HORNBACH-Baumarkt-AG und deren ausländischen Tochtergesellschaften Belegschaftsaktien angeboten. Insgesamt wurden über die Börse 41.850 Stück Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von € 33,42 erworben und anschließend zu einem Kurs von € 19,00 an die Arbeitnehmer überlassen. Die Differenz zwischen Erwerbskurs und dem Börsenkurs zum Zeitpunkt der Übertragung an die Mitarbeiter in Höhe von T€ 201 wurde im Eigenkapital erfasst; die Differenz zwischen Börsenkurs und Abgabepreis wurde erfolgswirksam erfasst. An die Mitarbeiter der HORNBACH-Baumarkt-AG wurden insgesamt 36.450 Stück Aktien abgegeben, an die Mitarbeiter der Tochtergesellschaften 5.400 Stück. Veröffentlichung von WpHG-StimmrechtsmitteilungenDie HORNBACH-Baumarkt-AG veröffentlichte am 20. April 2002 in der Börsen-Zeitung folgende Mitteilung gemäß § 41 Abs. 3 WpHG: Die HORNBACH HOLDING AG, Bornheim, Pfalz, hat uns gemäß § 41 Abs. 2 S. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr am 1. April 2002 80,29 % der Stimmrechte an der HORNBACH-Baumarkt-AG zustanden. Dabei handelte es sich ausschließlich um eigene Stimmrechte. Die HORNBACH-Baumarkt-AG veröffentlichte am 16. August 2002 in der Börsen-Zeitung folgende Mitteilung gemäß § 25 Abs. 1 WpHG: Die HORNBACH Familien-Treuhandgesellschaft mbH, Annweiler am Trifels, hat uns gemäß §§ 21 Abs. 1; 22 Abs. Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HORNBACH-Baumarkt-AG am 6. August 2002 die Schwelle von 5 % überschritten hat und nun 80,29 % beträgt. Dabei handelte es sich ausschließlich um nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnende Stimmrechte. Die HORNBACH-Baumarkt-AG veröffentlichte am 23. April 2009 auf elektronischem Wege folgende Stimmrechtsmitteilung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG: Die Platinum Investment Management ltd. (vormals Platinum Asset Management ltd.), Sydney/Australien, hat uns gemäß § 26 Abs. 1 WpHG (vormals § 25 Abs. 1 WpHG) mitgeteilt, dass die Mitteilung vom 30. Mai 2003 zurückgenommen wurde, da die Meldeschwelle von 5 % zum damaligen Zeitpunkt (und danach) nicht überschritten worden war. Die HORNBACH-Baumarkt-AG veröffentlichte am 31. März 2014 auf elektronischem Wege folgende Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 26 Abs. 1 WpHG: Die Kingfisher plc, 3 Sheldon Square, Paddington, London W2 6PX, United Kingdom, hat uns am 28. März 2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil von Kingfisher plc an der HORNBACH-Baumarkt-Aktiengesellschaft am 27. März 2014 die Schwellen von 5% und 3% unterschritten und zu diesem Tag 0% (das entspricht 0 Stimmrechten) betragen hat. Weiterhin teilte uns Kingfisher plc am 28. März 2014 mit, dass der Stimmrechtsanteil der Eijsvogel Finance Limited, 3 Sheldon Square, Paddington, London W2 6PX, United Kingdom, an der HORNBACH-Baumarkt-Aktiengesellschaft am 27. März 2014 die Schwellen von 5% und 3% unterschritten und zu diesem Tag 0% (das entspricht 0 Stimmrechten) betragen hat. Die HORNBACH-Baumarkt-AG veröffentlichte am 17. Juni 2014 auf elektronischem Wege folgende Stimmrechtsmitteilung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG: Die Invesco Canada Ltd (vormals AIM Funds Management Inc.), Toronto, Canada hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 16.06.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HORNBACH-Baumarkt-Aktiengesellschaft, Bornheim bei Landau/Pfalz, Deutschland am 12.09.2002 die Schwelle von 5% und 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0% (das entspricht 0 Stimmrechten) betragen hat. (9) KapitalrücklageZum 28. Februar 2015 beträgt die Kapitalrücklage unverändert € 142.602.328,83. (10) GewinnrücklagenVon den Gewinnrücklagen der HORNBACH-Baumarkt-AG sind unverändert € 1.022.583,76 gesetzliche Rücklagen. Im Geschäftsjahr 2014/2015 erhöhten sich die anderen Gewinnrücklagen um € 22.898.984,41 von € 248.253.160,79 auf nunmehr € 271.152.145,20. Es erfolgte eine Einstellung gemäß Beschluss des Vorstands vom 20. April 2015 in Höhe von € 23.100.000,00. Gegenläufig wirkte sich bei der Ausgabe von Belegschaftsaktien die Differenz zwischen Erwerbskurs und dem Börsenkurs zum Zeitpunkt der Übertragung an die Mitarbeiter in Höhe von € 201.015,59 aus. In den anderen Gewinnrücklagen sind ausschüttungsgesperrte Rücklagen aus der Aktivierung von aktiven latenten Steuern in Höhe von € 2.388.984,91 (Vj. € 3.488.548,87) enthalten. (11) RückstellungenDie Steuerrückstellungen wurden im Wesentlichen aufgrund der im Geschäftsjahr 2014/2015 abgeschlossenen steuerlichen Betriebsprüfung für die Jahre 2008 bis 2011 sowie für Grundsteuer gebildet. Die sonstigen Rückstellungen wurden in angemessenem Umfang für erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Sie enthalten im Wesentlichen Personalkosten, den Bedarf für ausstehende Rechnungen sowie Instandhaltungsverpflichtungen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2014/2015 bestanden bei der HORNBACH-Baumarkt-AG mit insgesamt 52 (Vj. 93) Mitarbeitern Altersteilzeitverträge. Die Altersteilzeit-Arbeit wird im Rahmen des sogenannten Blockmodells geleistet. Für den bis zum Bilanzstichtag entstandenen Erfüllungsrückstand sowie für die Aufstockungszahlungen wurden Rückstellungen in Höhe von T€ 980 (Vj. T€ 2.915) gebildet. Die Berechnung der Rückstellungen erfolgte mit einem Abzinsungssatz in Höhe von 2,74 % (Vj. 3,3 %) p.a. Die Altersteilzeitrückstellungen wurden mit Garantieforderungen aus Altersteilzeitkontenrückdeckung in Höhe von T€ 699 (Vj. T€ 1.965) verrechnet. Die Erträge aus Garantieforderungen wurden mit Aufwendungen aus der Anpassung der Altersteilzeitverpflichtung in Höhe von T€ 12 verrechnet. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Zeitwertkonten werden zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 2.475 (Vj. T€ 1.865) mit dem entsprechenden Deckungsvermögen aus Wertpapieren verrechnet. Die historischen Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen zum Geschäftsjahresende 2014/2015 T€ 2.310. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind mit einem Zinssatz von 4,48% (Vj. 4,86%) ermittelt worden. Bei den Berechnungen wurde wie im Vorjahr eine Gehaltssteigerung von 3% unterstellt. Die Pensionsverpflichtungen wurden mit dem entsprechenden Deckungsvermögen aus Wertpapieren in Höhe von T€ 4.712 (Vj. T€ 3.356) verrechnet. scroll
Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wurde anhand von Marktpreisen auf einem aktiven Markt bestimmt. Die Erträge und die Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen werden mit den Aufwendungen und Erträgen aus der korrespondierenden Anpassung der Versorgungsverpflichtung verrechnet. scroll
(12) Verbindlichkeitenscroll
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im üblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalt gesichert. Die Gesellschaft hat am 15. Februar 2013 eine siebenjährige Unternehmensanleihe über 250 Mio. € am Markt platziert. Bei einem Emissionskurs von 99,25% und einem Zinscoupon von 3,875% ergibt sich eine Rendite von 4% p.a. Die Anleihe ist an die Einhaltung bankenüblicher bindender Verpflichtungen (covenants) geknüpft, deren Nichteinhaltung die Pflicht zur vorzeitigen Rückzahlung zur Folge haben kann. Diese betreffen regelmäßig "pari passu"- und "negative pledge"-Erklärungen. Die HORNBACH International GmbH, Bornheim, garantiert mit ihrem Vermögen für die Rückzahlung. Das im Zusammenhang mit der Aufnahme der Anleihe fällige Disagio wird über die Laufzeit der Anleihe ratierlich verteilt. Es beträgt zum Bilanzstichtag T€ 1.328 (Vj. T€ 1.596). Zum 30. Juni 2011 hat die HORNBACH-Baumarkt-AG ein unbesichertes, variabel verzinstes Schuldscheindarlehen in Höhe von 80 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2016 aufgenommen, das zur Anschlussfinanzierung des zum 30. Juni 2011 fälligen Schuldscheindarlehens in gleicher Höhe diente. Die Vertragsvereinbarungen erfordern - wie bei der Anleihe - unter anderem die Einhaltung von covenants. Zusätzlich müssen bestimmte Finanzrelationen wie Eigenkapitalquote und Zinsdeckungsgrad eingehalten werden. Mit den Verbindlichkeiten der HORNBACH-Baumarkt-AG gegenüber verbundenen Unternehmen, die im Wesentlichen aus Konzernfinanzierung bestehen, sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 5.868 (Vj. T€ 3.633) saldiert. (13) RechnungsabgrenzungspostenDie passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen im Wesentlichen Ausgleichszahlungen im Zusammenhang mit Mietvertragsauflösungen oder -verlängerungen; die Auflösung des Postens erfolgt entsprechend der Restlaufzeit der betroffenen Verträge. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen in Höhe von T€ 788 (Vj. T€ 1.756) Ausgleichszahlungen von verbundenen Unternehmen. (14) Angaben zu sonstigen finanziellen Verpflichtungen, Haftungsverhältnissen und nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäftenscroll
Bei den Patronatserklärungen und Bürgschaften handelt es sich ausschließlich um Haftungsverhältnisse zugunsten von direkten und indirekten Tochterunternehmen der HORNBACH-Baumarkt-AG. Da die Tochtergesellschaften in der Regel stets mit ausreichend Eigenkapital ausgestattet werden, ist das Risiko einer Inanspruchnahme gering. scroll
Die Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen resultieren im Wesentlichen aus Sale & Leaseback-Transaktionen. Die betroffenen Objekte werden langfristig zurückgemietet. Wesentliche Chance der Sale & Leaseback-Transaktionen ist die Beschaffung von Liquidität, die zur Finanzierung der Expansionstätigkeit eingesetzt wird. Demgegenüber steht das Risiko des Liquiditätsabflusses aufgrund der langfristigen Bindung über die Grundmietzeit der Leasingverträge. Die HORNBACH-Baumarkt-AG hat mit der HORNBACH Immobilien AG, Bornheim, im Rahmen ihrer Expansionsstrategie eine Kreditlinie in Höhe von bis zu 50 Mio. € vereinbart. Der Vertrag wurde mit Vereinbarung vom 24. Juni 2013 um weitere 5 Jahre verlängert und hat nunmehr eine Laufzeit bis einschließlich 29. Juni 2018. Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2015 wurden keine Mittel abgerufen. (15) Derivative FinanzinstrumenteGemäß den Risikogrundsätzen der HORNBACH-Baumarkt-AG werden derivative Finanzinstrumente ausschließlich zu Sicherungszwecken gehalten. Im Geschäftsjahr 2014/2015 wurden wie im Vorjahr Zinsswaps zur Absicherung von Zinsrisiken eingesetzt. Im Zusammenhang mit der Absicherung von Zinsrisiken sind für handelsrechtliche Zwecke Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet, d.h. das Grundgeschäft (variabel verzinsliche Darlehen) und das Sicherungsgeschäft (Zinsswaps) werden zusammen betrachtet. Die Bilanzierung erfolgt nach der sogenannten Einfrierungsmethode. Die Marktwerte von Zinsswaps werden zum Bilanzstichtag von den Finanzinstituten ermittelt, bei denen diese abgeschlossen sind. Die Bewertung erfolgt unter Anwendung der Discounted-Cashflow-Methode. Für die gebildeten Bewertungseinheiten wird die prospektive Effektivität anhand der Critical Terms der jeweiligen Geschäfte sichergestellt. Als Critical Terms sind definiert:
Die Messung der retrospektiven Effektivität erfolgt nach der Dollar-Offset-Methode und wird in regelmäßigen Abständen vorgenommen. Sofern Ineffektivitäten bestehen, werden diese erfolgswirksam erfasst. Zum Geschäftsjahresende 2014/2015 besteht ein Volumen von Zinsswaps in Höhe von T€ 80.000 (Vj. T€ 80.000) mit einem Marktwert von T€ - 2.433 (Vj. T€ - 3.265). scroll
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Die nachfolgende Tabelle zeigt, wann der Cashflow des Grundgeschäftes und des korrespondierenden Sicherungsgeschäfts fällig wird: scroll
Da die wertbestimmenden Faktoren von Grund- und Sicherungsgeschäft übereinstimmen, werden sich die diesbezüglichen Cashflows in Zukunft ausgleichen. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(16) UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse der HORNBACH-Baumarkt-AG setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Umsatzerlöse mit Dritten werden im Wesentlichen im Inland erwirtschaftet. Die Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen werden überwiegend im Ausland erzielt. (17) Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge resultieren u. a. aus der Weiterbelastung von Kosten an verbundene Unternehmen und fremde Dritte, aus Währungs- und Veräußerungsgewinnen, aus Mieten und Pachten, aus der Auflösung von Rückstellungen, der Ausbuchung von Verbindlichkeiten sowie Schadensersatzleistungen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 6.617 (Vj. T€ 3.777) enthalten. Die periodenfremden Erträge umfassen im Wesentlichen Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 3.212 (Vj. T€ 77) sowie der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 2.069 (Vj. T€ 2.131). Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 3.363 (Vj. T€ 32). (18) PersonalaufwandDer Personalaufwand gliedert sich in: scroll
Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen T€ 2.111 (Vj. T€ 2.047). scroll
Im Jahresdurchschnitt und auf Vollzeit umgerechnet sowie um inaktive Mitarbeiter bereinigt, wurden in der HORNBACH-Baumarkt-AG -mit Aushilfen und Leihkräften- 8.277 (Vj. 8.019) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. (19) AbschreibungenDurch die in Vorjahren durchgeführten Abschreibungen gemäß § 6b EStG hat sich im Berichtsjahr eine um T€ 1.669 (Vj. T€ 1.670) geringere planmäßige Abschreibung ergeben. Auch in den Folgejahren wird es dadurch zu geringeren planmäßigen Abschreibungen kommen. Bei den Sachanlagen wurde im Vorjahr eine außerplanmäßige Abschreibung auf Grundstücke und Gebäude in Höhe von T€ 46 vorgenommen. (20) Sonstige betriebliche AufwendungenBei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden im Wesentlichen Raumkosten, Vertriebs- und Werbeaufwendungen, allgemeine Verwaltungs- und Betriebskosten, Beratungskosten, sonstige Personalaufwendungen, Kraftfahrzeugkosten sowie Verluste aus Schadensfällen ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 2.794 (Vj. T€ 427), die im Wesentlichen aus Wertberichtigungen bzw. der Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Verlusten aus Anlagenabgängen resultieren. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 103 (Vj. T€ 448). (21) BeteiligungsergebnisDas Beteiligungsergebnis betrifft ausschließlich verbundene Unternehmen und enthält im Geschäftsjahr 2014/2015 das übernommene Ergebnis aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der HORNBACH International GmbH, Bornheim; zudem erfolgte wie im Vorjahr eine Gewinnausschüttung der HORNBACH Versicherungs-Service GmbH, Bornheim. scroll
(22) Erträge aus Ausleihungen des FinanzanlagevermögensDie Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens betreffen ausschließlich verbundene Unternehmen und resultieren aus drei Darlehen an drei niederländische Konzerngesellschaften. (23) Sonstige Zinsen und ähnliche ErträgeVon den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen resultieren T€ 937 (Vj. T€ 1.771) aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die im Wesentlichen die kurzfristige Konzernfinanzierung betreffen. Im Geschäftsjahr 2014/2015 wurden Korrekturen für Avalgebühren für das Geschäftsjahr 2013/2014 in Höhe von T€ 355 verrechnet. Im Geschäftsjahr 2014/2015 sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 118 (Vj. T€ 0) enthalten, die aus der Verzinsung einer Gewerbesteuerforderung aus Vorjahren resultieren. (24) Zinsen und ähnliche AufwendungenVon den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen resultieren T€ 2.135 (Vj. T€ 2.149) aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen; davon im Rahmen der kurzfristigen Konzernfinanzierung in Höhe von T€ 689 (Vj. T€ 557). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten T€ 291 (Vj. T€ 245) aus der Aufzinsung von Rückstellungen. Im Geschäftsjahr 2014/2015 sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 223 (Vj. T€ 0) enthalten. (25) Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Ertragsteuern beinhalten im Geschäftsjahr 2014/2015 periodenfremde Erträge von T€ 169 (Vj. periodenfremde Aufwendungen T€ 267). Im Geschäftsjahr 2014/2015 beträgt der latente Steueraufwand T€ 1.100 (Vj. T€ 37). Die latenten Steuern wurden mit einem Steuersatz von 30 % ermittelt. (26) Sonstige SteuernDie sonstigen Steuern betreffen im Wesentlichen Grundsteuer und Kraftfahrzeugsteuer. Sonstige Angaben(27) VorstandMitglieder des Vorstands waren im Geschäftsjahr 2014/2015: scroll
Die Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2014/2015 betragen T€ 5.024. Dabei entfallen T€ 2.594 auf die feste Vergütung und T€ 2.430 auf erfolgsbezogene Komponenten. Für aktive Mitglieder des Vorstands sind im Geschäftsjahr 2014/2015 Leistungen nach Beendigung des Dienstverhältnisses (Dotierung Pensionsrückstellung) in Höhe von T€ 614 angefallen. Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands betragen im Geschäftsjahr 2014/2015 T€ 1.924 (Vj. T€ 739); die Pensionsrückstellungen der ehemaligen Vorstandsmitglieder belaufen sich auf insgesamt T€ 910 (Vj. T€ 623). Sämtlichen Pensionsrückstellungen stehen Wertguthaben gegenüber (Anmerkung 11). Auf eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsbezüge wird aufgrund eines bis einschließlich Geschäftsjahr 2015/2016 befristeten Aktionärsbeschlusses verzichtet. (28) AufsichtsratMitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2014/2015: Von Seiten der Anteilseigner scroll
Von Seiten der Arbeitnehmer scroll
Die Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2014/2015 beläuft sich auf insgesamt T€ 515. Dabei entfallen T€ 390 auf die Grundvergütung und T€ 125 auf die Ausschusstätigkeit. Die laufende Amtszeit sämtlicher Aufsichtsratsmitglieder endet mit Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2017/2018 beschließt. Mandate in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien(Angaben gemäß § 285 Nr. 10 HGB) Mitglieder des Aufsichtsrats
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Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden
Aufsichtsräten Albrecht Hornbacha) HORNBACH Immobilien AG (Vorsitzender) b) Inception Exploration Ltd. (Member of Board) Rheinland-Pfalz Bank (Mitglied des Beirats) Dr. Wolfgang Rupfa) HORNBACH HOLDING AG (Vorsitzender) IVA Valuation & Advisory AG (Stellvertretender Vorsitzender) b) Inception Exploration Ltd. (Member of Board) Dr. John Feldmanna) Bilfinger SE HORNBACH HOLDING AG KION Group AG (Vorsitzender) KION Material Handling GmbH (Vorsitzender, bis April 2014) Erich Harscha) HORNBACH HOLDING AG b) GS 1 Germany GmbH (Vorsitzender) Christoph Hornbacha) Corivus AG HORNBACH HOLDING AG (Stellvertretender Vorsitzender) Martin Hornbacha) Corivus AG (Vorsitzender seit Januar 2015) b) Corivus Swiss AG (Vorsitzender des Verwaltungsrats) Corivus GmbH (Vorsitzender des Beirats) Hans Krohaa) WASGAU Produktions & Handels AG Joerg Walter Sosta) HORNBACH HOLDING AG DUOPLAST AG b) Atreus GmbH (Mitglied des Beirats) Aurelius AG (Mitglied des Beirats) Bürger GmbH (Mitglied des Beirats) Deutsche Bank AG (Mitglied des Regionalbeirats) DUOPLAST Holding GmbH (Mitglied des Beirats) ZT Management Holding GmbH (Mitglied des Beirats) Mitglieder des Vorstands
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Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden
Aufsichtsräten Steffen Hornbacha) HORNBACH Immobilien AG Roland Pelkaa) HORNBACH Immobilien AG (Stellvertretender Vorsitzender) WASGAU Produktions & Handels AG b) Commerzbank AG (Mitglied des Regionalbeirats Mitte) Frank Brunner (bis 31. Oktober 2014)b) Hornbach Baumarkt GmbH, Österreich (Stellvertretender Vorsitzender) Wolfger Ketzlera) RNR AG (Vorsitzender) (29) BilanzgewinnNach Einstellung von € 23.100.000,00 aus dem Jahresüberschuss 2014/2015 in andere Gewinnrücklagen verbleibt ein Bilanzgewinn von € 23.140.495,04. Wir schlagen der Hauptversammlung folgende Gewinnverwendung vor: scroll
Die Gesellschaft erstellt einen Konzernabschluss, der im Bundesanzeiger offen gelegt wird. Ferner wird die HORNBACH-Baumarkt-AG in den Konzernabschluss der HORNBACH HOLDING Aktiengesellschaft, Neustadt/Weinstraße, einbezogen. Der Konzernabschluss der HORNBACH HOLDING Aktiengesellschaft wird im Bundesanzeiger offen gelegt.
Bornheim, den 4. Mai 2015 HORNBACH-Baumarkt-AG Der Vorstand Steffen Hornbach Roland Pelka Susanne Jäger Wolfger Ketzler Karsten Kühn Ingo Leiner Dr. Andreas Schobert ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHTGRUNDLAGEN DES KONZERNSDer Konzern im ÜberblickDer HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern ist eines der führenden Do-it-yourself (DIY) Einzelhandelsunternehmen in Europa. Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2015 betreibt der Konzern 146 großflächige Bau- und Gartenmärkte mit einem einheitlichen Marktauftritt in neun Ländern. 97 Standorte befinden sich in Deutschland. 49 weitere Standorte liegen im übrigen Europa und verteilen sich auf die Länder Österreich (11), Niederlande (9), Luxemburg (1), Tschechien (9), Schweiz (6), Schweden (5), Slowakei (3) und Rumänien (5). Bei einer Gesamtverkaufsfläche von rund 1,7 Mio. qm beträgt die Durchschnittsgröße eines HORNBACH Bau- und Gartenmarktes fast 11.700 qm. Im Geschäftsjahr 2014/2015 (1. März 2014 bis 28. Februar 2015) erzielte der HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern einen Nettoumsatz von rund 3,36 Mrd. €. Damit ist HORNBACH der drittgrößte Handelskonzern der deutschen DIY-Branche und europaweit die Nummer fünf. Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2015 arbeiten 15.684 (Vj. 15.293) Beschäftigte im Konzern, davon 6.320 (Vj. 6.331) außerhalb Deutschlands. Die Grafik auf Seite 6 zeigt die aktuelle Konzernstruktur und gibt einen Überblick über die wichtigsten Beteiligungen der HORNBACH-Baumarkt-AG. Die vollständigen Details zum Konsolidierungskreis und den konsolidierten Beteiligungen werden im Konzernanhang dargestellt. Die HORNBACH-Baumarkt-AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft. Von den rund 31,8 Mio. Stammaktien der Gesellschaft (ISIN DE0006084403, Prime Standard) hält die Muttergesellschaft HORNBACH HOLDING AG 76,4%. 23,6% der Aktien befinden sich im Streubesitz (Stand: 28. Februar 2015). Das Unternehmen wurde im Jahr 1877 gegründet und ist inzwischen in der fünften Generation familiengeführt. Geschäftsmodell des KonzernsHandelsaktivitätenBei HORNBACH steht der Projektkunde im Mittelpunkt. Das sind einerseits leidenschaftliche Heimwerker und professionelle Kunden, die in Eigenregie umfangreiche Renovierungs- und Bauvorhaben im Haus, in der Wohnung oder im Garten verwirklichen (Do-it-yourself). Das sind andererseits Kunden, die ihre Produkte selbst auswählen, die komplette Abwicklung ihres Projekts einschließlich aller Dienstleistungen jedoch einem leistungsfähigen Partner anvertrauen (Do-it-for-me). Auf diese Zielgruppen sind alle Aktivitäten des Unternehmens ausgerichtet. So bietet HORNBACH seinen Kunden leicht zu erreichende Standorte, ein breites und tiefes Sortiment in ausreichend großen Mengen und anspruchsvoller Qualität, verlässliche und transparente Dauertiefpreise sowie professionelle Beratung und projektbezagene Services. Nicht zuletzt dank der innovativen Werbung hat sich HORNBACH bei den DIY-Kunden erfolgreich als Marke etabliert und erzielt in renommierten Verbraucherbefragungen regelmäßig Bestnoten in der Kundenzufriedenheit. Die Produktpalette der HORNBACH-Filialen umfasst im Durchschnitt rund 50.000 vorrätige Artikel aus den fünf Warenbereichen Eisenwaren / Elektro, Farben / Tapeten / Bodenbeläge, Baustoffe / Holz / Baufertigteile, Sanitär / Fliesen sowie Garten. HORNBACH hat eine jahrzehntelange Erfahrung im Betreiben von großflächigen Bau- und Gartenmärkten in großen regionalen Einzugsgebieten. Das Unternehmen vertraut dabei auf die Stärken des organischen Wachstums. Das Portfolio der 146 Standorte (28. Februar 2015) im In- und Ausland ist sehr homogen. Die meisten Märkte im Konzern haben Verkaufsflächen von mehr als 10.000 qm. Dadurch profitiert HORNBACH von Größenvorteilen (Economies of Scale) im Betrieb und der konzeptionellen Weiterentwicklung der Märkte sowie in der Konzernlogistik. Dabei setzt das Unternehmen nicht nur auf das stationäre Einzelhandelsgeschäft, sondern auch auf das Entwicklungspotenzial im E-Commerce. Der HORNBACH-Onlineshop als leistungsfähiger virtueller Bau- und Gartenmarkt wird sukzessive in alle Länder ausgerollt, in denen HORNBACH Filialen betreibt. Der Leitgedanke dahinter: Der Kunde findet bei HORNBACH alle Kanäle, über die er sein Projekt umsetzen kann. ImmobilienaktivitätenDer HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern verfügt über einen erheblichen Immobilienbesitz. Hierbei handelt es sich überwiegend um selbst genutzte Einzelhandelsimmobilien. Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2015 standen 25,4% der Verkaufsflächen im Eigentum des Konzerns. Die HORNBACH Immobilien AG und ihre Tochtergesellschaften halten weitere 29,3% der DIY-Verkaufsflächen im Eigentum. Die übergeordnete Strategie ist es, mindestens die Hälfte der für betriebliche Zwecke genutzten Immobilien, gemessen an der Verkaufsfläche, im Eigentum des Gesamtkonzerns HORNBACH HOLDING AG zu halten. BerichtssegmenteDie Einteilung der Geschäftsfelder (Segmente) entspricht dem innerbetrieblichen Berichtswesen, das von Vorstand und Management des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns zur Steuerung des Unternehmens genutzt wird. Das Segment "Baumärkte" umfasst die 146 (Vj. 141) im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern zusammengefassten Bau- und Gartenmärkte. Die Umsätze im Konzern der HORNBACH-Baumarkt-AG werden primär im Segment Baumärkte, das heißt im operativen Handelsgeschäft generiert. Das Segment "Immobilien" umfasst die vom HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern gehaltenen Einzelhandelsimmobilien. In diesem Segment werden konzernintern kalkulatorische Mieten zu marktüblichen Konditionen weiterverrechnet. Die Erträge aus der kalkulatorischen Weiterverrechnung von Mieten werden als "Mieterlöse mit verbundenen Unternehmen" in der Segmentberichterstattung vollständig konsolidiert. In der Oberleitungsspalte "Zentralbereiche und Konsolidierung" sind die nicht den Segmenten zugeordneten Posten der Verwaltungen sowie Konsolidierungspositionen zusammengefasst. SteuerungssystemDie im Folgenden beschriebenen Steuerungskennzahlen werden sowohl für Zwecke der Steuerung des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns als auch der HORNBACH-Baumarkt-AG verwendet. Bedeutsamste SteuerungskennzahlenDas Umsatzwachstum ist für ein Handelsunternehmen wie den HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern die zentrale Steuerungsgröße des operativen Geschäfts. Der Umsatz ist der unmittelbare Gradmesser für unseren Erfolg beim Kunden. Die Umsatzentwicklung wird zum einen als Netto-Gesamtumsatz in Euro berichtet. Zum anderen wird die Veränderungsrate auf Basis der flächen- und währungskursbereinigten Umsätze dargestellt, wobei Neueröffnungen, Schließungen oder wesentliche Umbaumaßnahmen im Berichtsjahr unberücksichtigt bleiben. In der Ertragslage informieren wir zusätzlich über die Veränderungsrate der flächenbereinigten Umsatzentwicklung unter Berücksichtigung von Währungskurseffekten. Auskunft über den warenwirtschaftlichen Erfolg gibt die Entwicklung der Handelsspanne (Rohertragsmarge). Sie ist definiert als der warenwirtschaftliche Rohertrag (Saldo aus Umsatzerlösen und Kosten der umgesetzten Handelsware) in Prozent vom Nettoumsatz. Diese wichtige Steuerungsgröße wird maßgeblich beeinflusst von der Entwicklung der Einkaufs- und Verkaufspreise, von Veränderungen im Sortimentsmix sowie Währungskurseffekten im Zuge des internationalen Einkaufs. Stellschrauben für die Ertragskraft des Konzerns sind die Filial-, Voreröffnungs- und Verwaltungskosten. Als Steuerungsgrößen und zugleich Trendindikatoren für die Kostenentwicklung verwenden wir die in Prozent vom Nettoumsatz errechneten Kostenquoten. Zu den wichtigsten Steuerungskennzahlen des Konzerns zählt ferner das Betriebsergebnis (EBIT), das heißt das Ergebnis unbeeinflusst von Zinsen und Steuern. Es errechnet sich in der Gewinn- und Verlustrechnung aus dem Rohertrag in Euro abzüglich der Kosten (Filial-, Voreröffnungs- und Verwaltungskosten) plus sonstiges Ergebnis (Saldo aus sonstigen Erträgen und sonstigen Aufwendungen). Das EBIT ist die zentrale Kennzahl für die Planung, Messung und Steuerung der operativen Ertragsentwicklung des Konzerns. Soweit Sonderfaktoren das EBIT im Berichts- bzw. Vergleichszeitraum maßgeblich beeinflussen, berichten wir in der Darstellung der Ertragslage zur besseren Vergleichbarkeit der Ergebnisse zwischen den Berichtszeiträumen über das um Sonderfaktoren bereinigte EBIT. Weitere SteuerungskennzahlenDie Steuerung der Finanz- und Vermögenslage des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns verfolgt das Ziel, die Liquidität des Konzerns jederzeit sicherzustellen sowie den Finanzierungsbedarf für das nachhaltige Wachstum des Konzerns möglichst kostengünstig zu decken. Zu den weiteren Steuerungsgrößen gehören die zahlungswirksamen Investitionen in Grundstücke, Gebäude, Betriebs- und Geschäftsausstattung für neue und bestehende Bau- und Gartenmärkte sowie in immaterielle Vermögenswerte. Dabei streben wir ein ausgewogenes Verhältnis zwischen dem operativen Cashflow und den geplanten Investitionen an. Für Handelsunternehmen ist die Lagerumschlagshäufigkeit ein wichtiger Indikator für die Effizienz der Warenwirtschaft. Wir definieren den Lagerumschlag als Verhältnis von Materialeinsatz zu den durchschnittlichen Vorräten. Dabei entspricht der Durchschnittsbestand der Vorräte dem arithmetischen Mittel aus Periodenanfangs- und Periodenendbestand. Je höher der Lagerumschlag liegt, umso niedriger sind die Vorratsbestände und dadurch die Liquiditätsbindung. Unser Ziel ist daher, den Lagerumschlag auf einem im Vergleich zum Wettbewerb überdurchschnittlich hohen Niveau nachhaltig zu verbessern und dabei gleichzeitig die Warenverfügbarkeit sicherzustellen. Bezüglich des Eigenkapitals verfolgt der Konzern keinen definierten Zielwert. Vielmehr streben wir zur Absicherung unserer finanziellen Stabilität und Unabhängigkeit grundsätzlich eine dauerhaft stabile, hohe bilanzielle Eigenkapitalquote an. Mitarbeiterentwicklung (Jahresdurchschnitt auf Vollzeitbeschäftigte umgerechnet)![]() ![]() WIRTSCHAFTSBERICHTGESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGENInternationale RahmenbedingungenWeltwirtschaftNach der Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom Januar 2015 hat die Weltwirtschaft mit einem Plus von 3,3% im Kalenderjahr 2014 das moderate Expansionstempo des Vorjahres fortgesetzt. Dabei haben sich die Wachstumskräfte insofern verlagert, als sich der Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Produktion in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften leicht beschleunigt hat, während die Schwellen- und Entwicklungsländer etwas langsamer vorankamen. EuropaNach einem schwungvollen Jahresbeginn folgte für die europäische Wirtschaft zunächst ein enttäuschendes Sommerhalbjahr, von dem sie sich aber ab Herbst 2014 allmählich wieder erholen konnte. Nichtsdestotrotz ging die europäische Konjunkturerholung auf das Gesamtjahr gesehen eher schleppend voran. Dies war Insbesondere auch auf die zeitweise hohe Verunsicherung bei den Verbrauchern aufgrund der Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten zurückzuführen. Nach Angaben des statistischen Amts der Europäischen Union (Eurostat) erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Kalenderjahr 2014 in der gesamten Europäischen Union (EU28) - besonders dank eines starken Auftakts- und Schlussquartals-um 1,3% (Vj. 0,0%). Im Euroraum ER18 ist das BIP im vergangenen Jahr um 0,9% gestiegen, nachdem es 2013 noch um 0,5% geschrumpft war. Hinter der Wachstumsrate für den Euroraum insgesamt stehen weiterhin große Unterschiede auf der Länderebene. Positiv zu werten ist jedoch, dass von den 18 Euroländern im Jahr 2014 wohl nur noch drei einen Rückgang zu verzeichnen hatten, verglichen mit zehn beziehungsweise acht Ländern in den Jahren 2012 und 2013. In den neun europäischen Ländern des HORNBACH-Verbreitungsgebiets stellten sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Kalenderjahr 2014 positiv dar. Die 2014 erzielten Wachstumsraten des BIP lagen - soweit die Daten bis zur Veröffentlichung dieses Berichts Vorlagen - größtenteils deutlich über den Vorjahresraten. Trotz eines Durchhängers Im Sommer Ist die deutsche Wirtschaft Im Jahr 2014 mit 1,6% so schnell gewachsen wie seit 2011 nicht mehr. Die Niederlande und die Tschechische Republik ließen die Rezessionsjahre 2012 und 2013 hinter sich und kehrten 2014 mit einem BIP-Anstieg von 0,9% bzw. 2,0% auf den Wachstumspfad zurück. In den übrigen Ländern, in denen HORNBACH europaweit aktiv ist, bewegte sich das gesamtwirtschaftliche Wachstum in einer Bandbreite zwischen 0,3% (Österreich) und 2,9% (Rumänien). Bauwirtschaft, Konsum und HandelDie Bruttoanlageinvestitionen sind Im Jahr 2014 In der EU28 um 3,3% und im Euroraum um 1,4% gestiegen. Das erste Kalenderquartal verzeichnete dabei im Vergleich zum Vorjahresquartal die höchste Wachstumsrate, was Insbesondere auf das milde Frühjahrswetter zurückzuführen ist. Zu diesem Anstieg hat in weiten Teilen Europas auch die Bauwirtschaft beigetragen. So erhöhte sich die durchschnittliche Produktion Im Baugewerbe Im Jahr 2014 gegenüber 2013 In der EU28 um 3,0% und im Euroraum um 2,0%. Mit Blick auf das HORNBACH-Verbreitungsgebiet verbuchten sechs der insgesamt neun Länder einen Produktionszuwachs. Nur in Rumänien (minus 6,7%), der Slowakei (minus 4,2%) und Österreich (minus 2,0%) schrumpfte die Bauproduktion. Das größte Wachstum verzeichnete Schweden mit plus 9,3%. Die restlichen Länder lagen mit Zuwächsen zwischen 1,1% und 3,2% Im europäischen Durchschnitt. Nach Einschätzung der Euroconstruct-Gruppe ist das europäische Bauvolumen in deren 19 Partnerländern im Jahr 2014 insgesamt um rund 1% auf gut 1,3 Billionen € gewachsen. Davon sind rund 45% (590 Mrd. €) in Wohnungsbauprojekte geflossen. Der Löwenanteil davon wiederum entfiel mit 360 Mrd. € bzw. 61% auf die Erhaltung und Modernisierung am Gebäudebestand. Knapp 230 Mrd. € oder 39% flössen in den Neubau. Im Jahr 2006 dominierte noch der Wohnungsneubau mit einem Anteil von rund 55%. Demnach gewinnen Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen - vor allem hinsichtlich der Energieeffizienz - in Europa immer mehr an Bedeutung. Für das Gesamtjahr 2014 ergab sich für den Euroraum eine durchschnittliche Teuerungsrate (HVPl-Rate) von nur 0,4%. Die niedrige Inflation ist insbesondere auf den kräftigen Rückgang des Ölpreises zurückzuführen, der sich 2014 in etwa halbierte. Die Kombination aus gesunkenen Energiepreisen sowie einem anhaltenden Niedrigzinsumfeld erhöhte das verfügbare Einkommen und versetzte die privaten Verbraucher in Kauflaune. Dies kam auch beim europäischen Handel an. Die realen Einzelhandelsumsätze (ohne Kfz-Handel) erhöhten sich in der EU28 um 1,9% (Vj. minus 0,1%) und im Euroraum um 1,3% (Vj. minus 0,8%). Bezogen auf das HORNBACH-Verbreitungsgebiet erzielten alle neun Länder im Jahr 2014 positive Wachstumszahlen. Deutschland, Luxemburg, Rumänien, die Slowakei, Schweden und die Tschechische Republik bewegten sich im oder über dem europäischen Durchschnitt. Die auf Basis von Verbandsumfragen verfügbaren Indikatoren deuten auch auf ein erfolgreiches Jahr 2014 in der Branche der Bau- und Gartenmärkte hin. In den meisten europäischen Ländern, für die Daten verfügbar waren, sind die Umsätze des Do-it-yourself-Einzelhandels (DIY) im Vergleich zum Jahr 2013 zum Teil deutlich gestiegen. Rahmenbedingungen in DeutschlandDie für die Beurteilung der Rahmenbedingungen der deutschen Bau- und Gartenmärkte zentralen konjunkturellen Einflussfaktoren der Binnennachfrage haben sich im Jahr 2014 weiterhin insgesamt positiv entwickelt. Ein kräftiger Impuls für das BIP-Wachstum in Deutschland ging dabei im Jahr 2014 vom privaten Konsum aus. Dank sinkender Inflation blieb den Verbrauchern mehr Geld im Portemonnaie. So halbierte sich die mit Hilfe des harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) ermittelte jährliche durchschnittliche Inflationsrate von 1,6% auf 0,8% vor allem aufgrund deutlich niedrigerer Energiepreise. Zusätzlich profitierten die Ausgabenspielräume der privaten Haushalte von der guten Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes gepaart mit höheren Lohnsummen. Im Ergebnis stieg der private Konsum preisbereinigt um 1,1%. Damit galt er - wie bereits im Jahr 2013 - als der wichtigste Wachstumsmotor der deuschen Wirtschaft. Die weiter rekordtiefen Zinsen und daraus hervorgehende günstige Finanzierungsbedingungen kurbelten nicht nur den privaten Konsum, sondern auch die Bauwirtschaft an. Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Verbreitungsgebiet der HORNBACH Bau- und Gartenmärktescroll
Bautätigkeit und BaugewerbeDie Konjunkturdaten für die Bauwirtschaft zeichnen ein insgesamt freundliches Bild für das Jahr 2014. Treibende Kraft war einmal mehr der deutsche Wohnungsbau. Die Baugenehmigungen haben erneut kräftig zugelegt. Im Kalenderjahr 2014 wurde der Bau von knapp 285.000 Wohnungen genehmigt. Laut Statistischem Bundesamt waren das 5,4% oder rund 14.500 Wohnungen mehr als im Vorjahr. Das Plus resultierte ausschließlich aus dem Anstieg von Baugenehmigungen für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (plus 8,8%) und für Wohnungen in Wohnheimen (plus 31,6%). Dagegen gab es Rückgänge bei den Genehmigungen für Einfamilienhäuser (minus 1,4%) und Zweifamilienhäuser (minus 5,8%). Die Wohnbaufertigstellungen konnten im Jahr 2014 mit plus 14% überproportional zu den Baugenehmigungen wachsen. Der baugewerbliche Umsatz stieg im Jahr 2014 nominal um 4,1% auf 99,4 Mrd. €. Dabei war die Dynamik im Wohnungsbau mit einem Plus von 6,3% auf 35,8 Mrd. € am größten, während der Umsatzanstieg im Wirtschaftsbau mit 3,6% sowie der Öffentliche Bau mit 2,1% flacher verlief. Ins positive Bild der baukonjunkturellen Entwicklung passt auch der preisbereinigte Anstieg der Bauinvestitionen in Höhe von 3,4% im Jahr 2014. Die Ausgaben für Renovierungen haben nach Schätzungen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) um 10% zugelegt. Einzelhandel und DIYDie gute Konsumstimmung und höhere Kaufkraft der Privathaushalte begünstigten auch die Umsatzentwicklung im deutschen Einzelhandel im Kalenderjahr 2014. Nach den Angaben des Statistischen Bundesamts setzte der Einzelhandel (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen) real 1,4% sowie nominal 1,7% mehr um als im Vorjahr 2013. Die stärksten Wachstumsraten verzeichnete der deutsche Online-Handel. So verbesserten sich die Umsätze im E-Commerce im Jahr 2014 nach Verbandsangaben um 7,2% auf 41,9 Mrd. €. Zusammen mit den Umsätzen des klassischen Versandhandels (2014: minus 21,7% auf 7,2 Mrd. €) hatte der Interaktive Handel wie bereits im Vorjahr einen Anteil an den Gesamtumsätzen des deutschen Einzelhandels von 11,1%. Auch die deutsche DIY-Branche blickt nach Angaben des BHB - Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Zwar verzeichneten die großflächigen Baumärkte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 1.000 qm wegen des vollständigen Marktaustritts der Praktiker-Gruppe einen Umsatzrückgang von 6,2% auf brutto 17,63 Mrd. € (Vj. 18,79 Mrd. €). Ohne Berücksichtigung von Praktiker und Max Bahr erzielten die Unternehmen im Jahr 2014 aber einen Umsatzzuwachs von 8,8%. Flächenbereinigt - das heißt ohne Berücksichtigung von Neueröffnungen, Schließungen oder wesentlichen Umbaumaßnahmen im Berichtsjahr - stieg der Branchenumsatz auch dank der guten Frühjahrssaison um 5,0%. Die Bruttoumsätze der kleinflächigen Baumärkte (Baumarktshops, bis 1.000 qm Verkaufsfläche) erhöhten sich leicht um 0,2% auf 3,69 Mrd. € (Vj. 3,68 Mrd. €). Das Marktvolumen aller Bau- und Heimwerkermärkte schrumpfte 2014 wegen des Ausscheidens der Praktiker-Gruppe um 5,1% auf rund 21,3 Mrd. €. Die Online-Shops der deutschen Baumarktbranche konnten abermals kräftig zulegen. Über ihre E-Commerce-Aktivitäten erzielten die stationär tätigen Baumarktunternehmen nach Angaben der IFH Retail Consultants ein Umsatzwachstum von 5,2% auf 426 Mio. €. Neben den Webshops der stationären DIY-Betreiber partizipieren aber auch weitere Vertriebskanäle am Online-Boom. Laut IFH-Berechnungen kletterte der Internetumsatz in Deutschland mit DIY-Kernsortimenten - über sämtliche Vertriebskanäle betrachtet - im Jahr 2014 um 14% auf 2,3 Mrd. €. GESCHÄFTSENTWICKLUNGAuswirkungen der Rahmenbedingungen auf den Geschäftsverlauf des KonzernsMit dem Geschäftsverlauf 2014/2015 sind wir insgesamt sehr zufrieden. Die HORNBACH Bau- und Gartenmärkte haben sich im Berichtsjahr 2014/2015 nachhaltig positiv entwickelt und sich in den meisten Ländern unseres europäischen Verbreitungsgebiets besser entwickelt als die DIY-Branche. Dank unserer über Jahrzehnte aufgebauten Wettbewerbsvorteile und der hohen Beliebtheit bei den Bau- und Heimwerkerkunden haben wir uns erfolgreich gegen eine Reihe anspruchsvoller Basiseffekte behauptet, mit denen der Vergleich zum Vorjahr 2013/2014 gespickt war. Dies äußerte sich auch in einer relativ hohen Volatilität der unterjährigen Umsatz- und Ertragsentwicklung. Das erste Quartal war von Witterungsbedingungen gekennzeichnet, die nicht gegensätzlicher hätten ausfallen können. Während der außergewöhnlich lange Winter das Auftaktquartal des Vorjahres 2013/2014 im gesamten Verbreitungsgebiet empfindlich beeinträchtigt hatte, profitierte die Umsatz- und Ertragsentwicklung in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres (1. März bis 31. Mai 2014) von der milden Witterung. Im Ergebnis haben die rekordhohen flächen- und währungskursbereinigten Umsatzsteigerungen im ersten Quartal 2014/2015 in Höhe von 14,6% das witterungsbedingte Umsatzminus des Vergleichsquartals 2013/2014 in Höhe von 5,9% mehr als wettmachen können. Ertragsseitig konnten wir nach drei Monaten die Einbußen des Vorjahresquartals nicht nur kompensieren, sondern signifikant übertreffen und somit den Grundstock für den Erfolg des Gesamtjahres 2014/2015 legen. Die Umsatz- und Ertragsdelle in der Geschäftsentwicklung des zweiten Quartals, die allein dem Aufeinandertreffen ungünstiger Basiseffekte - dies waren weniger Verkaufstage im Berichtsquartal sowie witterungsbedingte Nachholeffekte im Vorjahresquartal - geschuldet war, war daher gut zu verkraften. Der Lackmustest für die Wettbewerbsfitness unseres Geschäftsmodells war insbesondere der Verlauf der zweiten Geschäftsjahreshälfte in Deutschland. Die Hürden des Vorjahres lagen hier besonders hoch: Die massive Marktbereinigung nach der Praktiker-Insolvenz erzeugte im dritten und vierten Quartal des Vorjahres 2013/2014 ein Vakuum in der Branche, das wir in den betroffenen Einzugsgebieten unserer Märkte erfolgreich für uns nutzen konnten. Hinzu kam noch, dass die Bautätigkeit wegen der ungewöhnlich milden Witterung im vierten Quartal 2013/2014 nicht die sonst übliche Winterpause hatte einlegen müssen. Auf die flächenbereinigten Umsatzsprünge von 7,0% (Q3) bzw. 14,1% (Q4) konnten wir im Berichtsjahr 2014/2015 nochmals draufsatteln, obwohl sich nach der Umflaggungswelle der Wettbewerbsdruck in der deutschen DIY-Branche wieder spürbar erhöhte. Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2014/2015 haben sich im HORNBACH-Verbreitungsgebiet im Vergleich zum Vorjahr günstiger entwickelt. Dies spiegelte sich in der Umsatzentwicklung des übrigen Europas noch stärker wider als in Deutschland. In den Ländern außerhalb Deutschlands stellten wir im Jahrestrend eine deutliche Niveauverbesserung wichtiger Konjunkturindikatoren fest. Höhere Einkommen und eine Aufhellung der Konsumlaune in weiten Teilen unseres internationalen Verbreitungsgebiets waren ein tragendes Fundament für die Trendwende in unserer flächen- und währungskursbereinigten Umsatzentwicklung: So steuerte das übrige Europa nach drei Jahren mit rückläufigen Umsätzen wieder deutlich in die Wachstumszone. International haben wir die Umsatzdynamik in allen Regionen erhöht. Dies gelang insbesondere auch im vierten Quartal 2014/2015, in dem die bereinigten Umsätze auf der Basis des kräftigen Anstiegs im Vorjahr (plus 5,9%) abermals um 3,4% zulegen konnten. Unter diesen Rahmenbedingungen hat der HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern im Geschäftsjahr 2014/2015 den Nettoumsatz um 6,5% auf 3.357 Mio. € (Vj. 3.152 Mio. €) sowie den flächen- und währungskursbereinigten Umsatz um 4,4% erhöht. Das Konzernbetriebsergebnis (EBIT) stieg im gleichen Betrachtungszeitraum ebenfalls um 4,4% auf 109,8 Mio. € (Vj. 105,1 Mio. €). Entwicklung des HORNBACH-FilialnetzesIm Berichtsjahr 2014/2015 hat HORNBACH insgesamt acht neue Bau- und Gartenmärkte eröffnet (davon ein Ersatzstandort) sowie einen bestehenden Markt umfangreich erweitert. Des Weiteren wurde ein Markt zu vorübergehenden Umbauzwecken geschlossen. Im ersten Quartal 2014/2015 (1. März bis 31. Mai 2014) feierten wir zwei Neueröffnungen. Im März 2014 eröffneten wir in Lübeck unseren 93. Standort in Deutschland. Im gleichen Monat ging in Prag-Cestlice der dritte HORNBACH Bau- und Gartenmarkt in der tschechischen Hauptstadt an den Start. Damit umfasst unser Filialnetz in der Tschechischen Republik nunmehr neun Standorte mit einer Verkaufsfläche von rund 125.000 qm. Das weitere Expansionsprogramm im Geschäftsjahr 2014/2015 fand ausschließlich in Deutschland statt. So nahmen wir im zweiten Quartal 2014/2015 die ersten zwei der insgesamt sechs von uns übernommenen Praktiker-/Max-Bahr-Standorte in Betrieb. Nach mehrmonatigem Umbau eines ehemaligen Max-Bahr-Standorts eröffneten wir in Trier Anfang Juni 2014 einen großflächigen HORNBACH Bau- und Gartenmarkt, der unseren kleineren Altstandort aus dem Jahr 1990 ersetzte. Anfang Juli 2014 verstärkten wir unsere Präsenz im Großraum Nürnberg mit der Eröffnung des umgeflaggten Standorts in Schwabach (ehemals Max Bahr). Ende Juli 2014 eröffneten wir im rheinland-pfälzischen Bad Bergzabern einen kleinflächigen Baumarkt (HORNBACH Compact), mit dem wir in diesem ländlichen Einzugsgebiet eine regionale Versorgungslücke geschlossen haben. Darüber hinaus schlossen wir im August 2014 in den Niederlanden unseren Gartenmarkt in Geleen, den wir nach Umbau zu einem großflächigen Bau- und Gartenmarkt voraussichtlich im Sommer 2015 wiedereröffnen werden. Im dritten Geschäftsquartal 2014/2015 haben wir in Deutschland drei weitere der von uns übernommenen Praktiker-/Max-Bahr-Standorte in Betrieb genommen. In Ulm eröffneten wir nach Umbau eines ehemaligen Praktiker-Standorts Anfang September 2014 einen großflächigen HORNBACH Bau- und Gartenmarkt. Anschließend erweiterten wir Ende September durch die Neueröffnung eines ehemaligen Max-Bahr-Standortes in Lüneburg unser Filialnetz in Deutschland. Nach mehrmonatiger Umbauzeit eines vorherigen Max-Bahr-Marktes ging Ende Oktober 2014 der Bau- und Gartenmarkt in Kamen unter neuer HORNBACH-Flagge an den Start. Filial- und Flächenentwicklung HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern![]() Im Dezember 2014 wurde der alleinstehende Gartenmarkt in Lohfelden bei Kassel geschlossen und im benachbarten alten HORNBACH Baumarkt mit der Umgestaltung zu einem kombinierten Bau- und Gartenmarkt begonnen. Unter Berücksichtigung der Neueröffnungen und Schließungen im Berichtsjahr betreiben wir zum 28. Februar 2015 konzernweit 146 Einzelhandelsfilialen (28. Februar 2014: 141). Die Verkaufsfläche der 97 Filialen in Deutschland beläuft sich auf rund 1.039.000 qm. Die 49 Bau- und Gartenmärkte im übrigen Europa haben eine Verkaufsfläche von rund 665.000 qm. Die internationalen Märkte verteilen sich auf die Länder Österreich (11), Niederlande (9), Tschechische Republik (9), Schweiz (6), Rumänien (5), Schweden (5), Slowakei (3) und Luxemburg (1). Die Gesamtverkaufsfläche im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern beläuft sich zum 28. Februar 2015 auf rund 1.704.000 qm. Die Durchschnittsgröße eines HORNBACH-Bau- und Gartenmarktes beträgt damit fast 11.700 qm. Vergleich des tatsächlichen Geschäftsverlaufs mit dem prognostizierten GeschäftsverlaufExpansionIm Ausblick des Geschäftsberichts 2013/2014 hatten wir angekündigt, dass sich der Schwerpunkt der Expansionstätigkeiten im Geschäftsjahr 2014/2015 wegen der Übernahme ehemaliger Standorte aus dem zerschlagenen Praktiker-Konzern - im Gegensatz zu den Vorjahren - ins Inland verlagern wird. Geplant waren insgesamt acht Neueröffnungen, von denen sieben auf Deutschland entfallen sollten (davon zwei Ersatzstandorte). Die Zahl der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte sollte unter Berücksichtigung der Ersatzstandorte von 141 auf bis zu 147 steigen, davon bis zu 97 in Deutschland und 50 im übrigen Europa. Diese Marschroute haben wir im Wesentlichen eingehalten. Planmäßig eröffnet wurden im März 2014 Filialen in Prag als einzige internationale Neueröffnung sowie Lübeck. Im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres sollten alle sechs übernommenen, ehemaligen Praktiker bzw. Max-Bahr-Filialen im Prognosezeitraum ans HORNBACH-Filialnetz angeschlossen werden. Tatsächlich wurden die fünf Mietstandorte in Trier, Schwabach, Ulm, Lüneburg und Kamen wiedereröffnet. Die ursprünglich bis Ende Februar 2015 geplante Inbetriebnahme des von der HORNBACH Immobilien AG erworbenen Praktiker-Standorts in Saarbrücken verschob sich in die erste Märzhälfte 2015 und damit in das neue Geschäftsjahr 2015/2016 (erster Bauabschnitt). Der Umbau des unmittelbar benachbarten HORNBACH-Areals zu einem modernen Drive-in mit direktem Anschluss an den neuen Bau- und Gartenmarkt (zweiter Bauabschnitt) findet wie geplant im Geschäftsjahr 2015/2016 statt. Zusätzlich in das Expansionsprogramm 2014/2015 mit aufgenommen wurde die Eröffnung eines HORNBACH-Marktes in Bad Bergzabern (Juli 2014) sowie die umbaubedingte Schließung unseres Gartenmarktes im niederländischen Geleen (August 2014). Überdies reduzierte die Zusammenlegung des alleinstehenden HORNBACH-Gartenmarktes in Lohfelden bei Kassel mit unserem in der Nachbarschaft angesiedelten Baumarkt die Filialzahl um einen Standort. Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2015 beträgt die Zahl der HORNBACH-Filialen 146 (Vj. 141). InvestitionenFür das Geschäftsjahr 2014/2015 wurde ein Investitionsvolumen zwischen 100 und 120 Mio. € budgetiert. Mit einem tatsächlichen Investitionsvolumen von 99,9 Mio. € lagen wir damit am unteren Rand der avisierten Bandbreite. Umsatz- und ErtragsentwicklungDie im Ausblick des Geschäftsberichts 2013/2014 formulierte und auch unterjährig nicht revidierte Umsatzprognose für den HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern sah ein Wachstum des Nettoumsatzes im mittleren einstelligen Prozentbereich sowie eine höhere Steigerungsrate als im Geschäftsjahr 2013/2014 (4,4%) vor. Mit einem Anstieg des Konzernumsatzes um 6,5% haben wir die Vorgabe deutlich erfüllt. Für die flächen- und währungskursbereinigten Umsätze prognostizierten wir konzernweit ein Wachstum im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Tatsächlich verbesserten wir die bereinigten Umsätze im Geschäftsjahr um 4,4%. Damit lagen wir am oberen Rand des Zielkorridors. Auch in der geografischen Segmentierung haben wir im vergangenen Geschäftsjahr 2014/2015 alle Ziele erreicht.
Weitere Kennzahlen nach Segmenten
Konzernbetriebsergebnis (EBIT)Zusammenfassend für den HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern hatten wir im vorangegangenen Geschäftsbericht ursprünglich prognostiziert, dass das Betriebsergebnis (EBIT) im Geschäftsjahr 2014/2015 überproportional zum Umsatzanstieg wachsen wird. Im Zwischenbericht zum Dreivierteljahr 2014/2015, den wir am 22. Dezember 2014 veröffentlichten, schwächten wir die Ergebnisprognose graduell ab, da wir die Prognoseunsicherheit aufgrund gesamtwirtschaftlicher Risikofaktoren, tendenziell ungünstigerer operativer Kostenquoten im Segment Baumärkte sowie größer als erwartet ausgefallener Kostensteigerungen im Segment Immobilien für die Integration der umgeflaggten Praktiker-/Max-Bahr-Standorte höher einstuften als zuvor. Daher gingen wir nach drei Quartalen davon aus, dass das EBIT im Konzern im Geschäftsjahr 2014/2015 über dem Niveau des Vorjahres (105,1 Mio. €) liegen wird, und schlossen die Möglichkeit eines überproportional zum Umsatzanstieg wachsenden EBIT-Anstiegs mit ein. Tatsächlich übertraf das Konzernbetriebsergebnis im Geschäftsjahr 2014/2015 mit einem Anstieg von 4,4% auf 109,8 Mio. € den Vorjahreswert in Höhe von 105,1 Mio. €. Das ursprüngliche Ziel eines zum Umsatzwachstum überproportionalen Ergebnisanstiegs haben wir jedoch nicht erreicht. Soll-Ist-Abgleich für den Einzelabschluss nach HGBIm Einzelabschluss der HORNBACH-Baumarkt-AG, der durch die Geschäftsentwicklung der deutschen HORNBACH Bau- und Gartenmärkte geprägt wird, rechneten wir in unserer Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2014/2015 mit einer Zunahme der Umsätze im mittleren einstelligen Prozentbereich. Dieses Ziel haben wir mit einem Anstieg von 7,2% auf 2.220,5 Mio. € übertroffen. Wir gingen ferner davon aus, dass die Voreröffnungs- und Verwaltungskosten im Vergleich zu 2013/2014 stark zunehmen und ergebnisbelastend wirken werden. Dagegen sollte sich der Basiseffekt der Beteiligungsabschreibung im Vorjahr 2013/2014 in Höhe von 26,5 Mio. € deutlich ergebnissteigernd im Prognosejahr 2014/2015 auswirken. Entsprechend unserer Ergebnisprognose für den Einzelabschluss lag das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Berichtsjahr 2014/2015 in Höhe von 55,6 Mio. € signifikant über dem Wert des Geschäftsjahres 2013/2014 (42,8 Mio. €). ErtragslageUmsatzverteilung nach Regionen![]() UmsatzentwicklungDie Umsätze im Konzern der HORNBACH-Baumarkt-AG werden primär im Segment Baumärkte erzielt (siehe Segmentberichterstattung im Anhang). Bei den Umsätzen im Segment Immobilien handelt es sich in erster Linie um Mieterträge aus der konzerninternen Vermietung von Baumarktimmobilien an das Segment Baumärkte. Diese werden als "Mieterlöse mit verbundenen Unternehmen" in der Segmentberichterstattung vollständig konsolidiert. Aus diesem Grund beziehen sich die nachfolgenden Kommentierungen ausschließlich auf die Umsatzentwicklung des Segments Baumärkte. Zur Kommentierung der Umsatzentwicklung segmentieren wir überdies in geografischer Hinsicht die Regionen "Deutschland" und "übriges Europa", in dem im Wesentlichen die Aktivitäten der acht Länder außerhalb Deutschlands zusammengefasst werden. Der HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern hat im vergangenen Geschäftsjahr (1. März 2014 bis 28. Februar 2015) den Nettoumsatz um 6,5% auf 3.357 Mio. € (Vj. 3.152 Mio. €) erhöht. Die Nettoumsätze in Deutschland stiegen im gleichen Zeitraum um 7,6% auf 1.966 Mio. € (Vj. 1.827 Mio. €). Darin sind die Umsätze von sieben Neueröffnungen und einer Standorterweiterung im Berichtszeitraum enthalten. Außerhalb Deutschlands (übriges Europa) verzeichneten wir einschließlich einer Neueröffnung einen Umsatzzuwachs von 5,0% auf 1.390 Mio. € (Vj. 1.325 Mio. €). Der Anteil der Auslandsfilialen am Konzernumsatz ermäßigte sich wegen des relativ stärkeren Wachstums in Deutschland von 42,0% auf 41,4%. Der insgesamt sehr erfreuliche Geschäftsverlauf 2014/2015 zeigte unterjährig eine relativ hohe Schwankungsbreite, die insbesondere an der flächenbereinigten Umsatzentwicklung ablesbar ist. Verursacht wurde die Volatilität der Quartalsumsätze im Wesentlichen durch witterungsbedingte Basiseffekte während der ersten Geschäftsjahreshälfte. Im deutschen DIY-Markt, in dem wir fast 60% unserer Konzernumsätze erwirtschaften, lag zudem die Messlatte für die Performance in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2014/2015 aufgrund der starken Konsolidierungseffekte im Vergleichszeitraum des Vorjahres sehr hoch. Trotzdem gelang es dem HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern, die ehrgeizigen Vorgaben des vorangegangenen Geschäftsjahres zu übertreffen und in den meisten Ländermärkten besser abzuschneiden als der Durchschnitt der Branche. Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich auf die Entwicklung der flächenbereinigten Umsätze im Konzern der HORNBACH-Baumarkt-AG, bei der Neueröffnungen oder Schließungen in den zurückliegenden zwölf Monaten unberücksichtigt bleiben. Flächenhereinigte Umsatzentwicklung* nach Quartalen (in Prozent)scroll
Aus geografischer Sicht entwickelten sich die flächenbereinigten Umsätze innerhalb des Konzerns im Geschäftsjahr 2014/2015 im Gegensatz zu den drei vorangegangenen Geschäftsjahren gleichläufig positiv. Dabei haben wir die Umsatzdynamik sowohl in der Region Deutschland als auch in der Region übriges Europa gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert. Konzernweit erhöhten wir die flächenbereinigten Umsätze im Geschäftsjahr 2014/2015 ohne Berücksichtigung von Währungskurseffekten um 4,4% (Vj. 2,7%). Einschließlich der Währungskurseffekte legten die bereinigten Umsätze im Konzern um 4,1% (Vj. 2,3%) zu. Die durchschnittliche Anzahl der Verkaufstage war im Gesamtjahr 2014/2015 konzernweit im Wesentlichen gleich. Dabei wurde die geringere Anzahl von Verkaufstagen im zweiten Quartal durch eine höhere Anzahl in den übrigen Quartalen kompensiert. In der Darstellung nach Quartalen (siehe Tabelle oben) werden der saisonale Einfluss auf die Umsatzentwicklung und die Basiseffekte der Vorperioden deutlich. Das erste Quartal (1. März bis 31. Mai 2014) war gekennzeichnet durch die extrem gegensätzlichen Witterungsbedingungen im Berichts- und Vorjahresquartal. Während das Gartengeschäft im Frühjahr 2013 in den Monaten März und April durch den langen Winter massiv beeinträchtigt worden war, wurde die Frühjahrssaison 2014 durch die milde Witterung begünstigt. Insbesondere im März 2014 ist in unserem konzernweiten Verbreitungsgebiet die Kundennachfrage nach Produkten und Services rund um die Themen Bauen, Renovieren und Garten regelrecht explodiert. Auch die Monate April und Mai 2014 zeigten eine sehr erfreuliche Umsatzperformance. Das erste Quartal 2014/2015 schloss mit einem flächen- und währungskursbereinigten Plus von 14,6% (Vj. minus 5,9%). Im zweiten Quartal blieben die bereinigten Umsätze dann 1,0% hinter den Vergleichswerten des Vorjahresquartals zurück. Der wesentliche Grund für die leichte Umsatzabschwächung war zum einen, dass im zweiten Quartal 2014/2015 (1. Juni bis 31. August 2014) in den meisten Regionen drei Verkaufstage weniger zur Verfügung standen als ein Jahr zuvor. Zum anderen war das Ausgangsniveau des Vorjahresquartals mit bereinigt plus 4,6% aufgrund wetterbedingter Nachholeffekte sehr hoch. Überdies schwächte sich während der Fußballweltmeisterschaft 2014 im Zeitraum Mitte Juni bis Mitte Juli die Nachfrage in unseren Märkten punktuell ab. In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres gelang es uns, die flächen- und währungskursbereinigte Umsatzdynamik auf Basis sehr anspruchsvoller Wachstumsraten der Vorjahresquartale nochmals zu steigern. So stiegen die bereinigten Umsätze im dritten Quartal 2014/2015 um 1,0% (Vj. 4,6%) und im Schlussquartal um 2,4% (Vj. 10,6%). Zu dieser erfreulichen Entwicklung trugen sowohl unsere Märkte in Deutschland als auch im übrigen Europa bei. ■ DeutschlandDie HORNBACH-Standorte in Deutschland verzeichneten im Geschäftsjahr 2014/2015 abermals einen sehr erfreulichen Umsatzanstieg. Sie entwickelten sich im sechsten Jahr in Folge besser als unser Filialnetz im europäischen Ausland. Der Grundstein für den Erfolg wurde im ersten Quartal gelegt. Die flächenbereinigten Umsätze machten in den Monaten März bis Mai 2014 einen Sprung von 19,4%. Damit wurden die witterungsbedingten Umsatzverluste des Vorjahresquartals (minus 5,8%) mehr als ausgeglichen. Im zweiten Quartal 2014/2015 verhinderte das Aufeinandertreffen der negativen Basiseffekte sowie das bisweilen ungünstige Sommerwetter 2014 auch im Inlandsgeschäft ein besseres Abschneiden. Der Umsatz unserer Einzelhandelsfilialen in Deutschland ging in diesem Zeitraum flächenbereinigt leicht um 1,0% zurück, nach einem Plus von 7,7% ein Jahr zuvor. Das tat dem grundsätzlich positiven Umsatztrend jedoch keinen Abbruch. Im Gegenteil: Im dritten und vierten Quartal 2014/2015 übertrafen wir das flächenbereinigte Umsatzniveau des Vorjahres um 1,4% bzw. 1,8%. Dies ist insofern bemerkenswert, als sich ein Jahr zuvor unser Umsatzwachstum unter anderem auch wegen positiver Effekte aus der Branchenkonsolidierung (Stichwort: Exit der Praktiker-Gruppe in Deutschland) mit 7,0% im dritten Quartal und 14,1% im vierten Quartal 2013/2014 beschleunigt hatte. Kumuliert erzielten wir im Geschäftsjahr 2014/2015 in Deutschland ein flächenbereinigtes Umsatzwachstum von 5,5% (Vj. 4,9%). Damit haben wir den Performanceabstand zur DIY-Gesamtbranche erneut ausgeweitet. Die Umsatzperformance der deutschen Bau- und Gartenmärkte ermittelt die GfK im Auftrag des Branchenverbands BHB im Rahmen des DIY-Total-Store-Reports (bis 2013: BHB/GfK-Panel). Danach stiegen die Umsätze der DIY-Branche im Zeitraum Januar bis Dezember 2014 flächenbereinigt um 5,0%. In diesem von unserem Geschäftsjahrabweichenden Vergleichszeitraum haben sich unsere inländischen Umsätze flächenbereinigt um fast drei Prozentpunkte besser entwickelt als der Branchendurchschnitt in Deutschland. HORNBACH baute dadurch seine Marktposition weiter aus. In Bezug auf die Gesamtumsätze aller deutschen Bau- und Gartenmärkte (2014: 21,3 Mrd. €) stieg der Marktanteil von 10,0% auf 11,0%. Betrachtet man nur das Marktvolumen der Bau- und Gartenmärkte mit mehr als 1.000 qm Verkaufsfläche in Deutschland (2014: 17,6 Mrd. €), so erhöhte sich der Marktanteil in diesem Segment von 12,0% auf 13,3%. Die nachhaltig positive Entwicklung hat sich in unserem Heimatmarkt auch im Geschäftsjahr 2014/2015 fortgesetzt. Dies ist in erster Linie auf die Wettbewerbsvorteile unseres unverwechselbaren Handelsformats zurückzuführen. Unsere attraktiven Einzelhandelsstandorte und der leistungsfähige HORNBACH Onlineshop haben sich bei den privaten und professionellen Kunden etabliert. Dank der konsequenten Ausrichtung auf Projektkunden waren wir in der Lage, überdurchschnittlich von der Nachfrage im deutschen Wohnungsbau und Renovierungsmarkt zu profitieren. Überdies haben wir im Berichtszeitraum im Zuge der maßgeblich durch die Praktiker-Insolvenz verursachten Marktbereinigung neue Kunden für uns begeistern können und so zusätzliche Marktanteile gewonnen. Die Beliebtheit von HORNBACH bei den deutschen Verbrauchern wird insbesondere durch das sehr erfreuliche Abschneiden im Kundenmonitor Deutschland, der renommiertesten Verbraucherstudie für den deutschen Einzelhandel, unterstrichen. Nach den Ergebnissen des Kundenmonitors 2014 belegte HORNBACH in der Branche der Bau- und Heimwerkermärkte - wie bereits im Vorjahr - den ersten Platz in der Globalzufriedenheit und erzielte in 34 weiteren Bewertungskategorien 19mal die Bestnote. ■ Übriges EuropaAußerhalb Deutschlands gelang uns im Geschäftsjahr 2014/2015 die Trendwende bei der flächenbereinigten Umsatzentwicklung. Nach Umsatzrückgängen in drei aufeinander folgenden Jahren erzielten wir im Berichtsjahr ein deutliches flächen- und währungskursbereinigtes Wachstum von 2,8% (Vj. minus 0,1%). Einschließlich der Währungskurseffekte legte der bereinigte Umsatz um 2,2% zu. In diesen Zahlen für das übrige Europa spiegeln sich auch die im Vergleich zum Vorjahr insgesamt verbesserten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen außerhalb Deutschlands wider, insbesondere im Bereich Konsum und Bautätigkeit. Wichtige Stimmungsindikatoren wie beispielsweise das von der Europäischen Kommission ermittelte Vertrauen von Konsumenten und Unternehmen haben sich im Jahr 2014 im Vergleich zu 2013 in den meisten Ländern unseres Verbreitungsgebiets spürbar verbessert. In allen Regionen unseres internationalen Filialnetzes haben wir die Umsatzdynamik im Vergleich zum Vorjahr zum Teil erheblich verbessert. Im Geschäftsjahr 2014/2015 verzeichneten - bis auf eine Ausnahme - alle Länder im übrigen Europa bereinigte Umsatzzuwächse, die sich in einer Bandbreite von knapp einem bis mehr als neun Prozent bewegten. Im Gegensatz dazu hatten noch im Geschäftsjahr 2013/2014 fünf der acht Länder im übrigen Europa bereinigte Umsatzrückgänge zu verkraften. In den Niederlanden und in der Slowakei, wo die hartnäckigen Ausläufer der Finanz- und Wirtschaftskrise noch vor Jahresfrist für eine rückläufige Nachfrage der Konsumenten und Bauherren in unseren Märkten gesorgt hatten, drehten unsere flächen- und währungskursbereinigten Umsätze im Berichtsjahr wie der in den Wachstumsbereich. Unsere Filialen in Tschechien haben nach einer mehrjährigen Schwächeperiode, in der sich HORNBACH deutlich besser behaupten konnte als der Branchenschnitt, offenbar die Talsohle in der bereinigten Umsatzentwicklung erreicht. In der Quartalsbetrachtung zeigte das übrige Europa einen ähnlichen Umsatztrend wie in Deutschland. Die flächen- und währungskursbereinigten Umsätze erreichten im ersten Quartal 2014/2015 mit plus 8,2% (Vj. minus 6,1%) den kräftigsten Anstieg seit dem Frühjahr 2007. Mit einem leichten Minus von 1,0% (Vj. 0,5%) bremste sich die Entwicklung wegen der bereits geschilderten Basiseffekte im zweiten Quartal vorübergehend ab. Im zweiten Halbjahr 2014/2015 bewegten sich unsere Filialen außerhalb Deutschlands wieder in der Wachstumszone. Nach einem bereinigten Umsatzanstieg im dritten Quartal von 0,6% (Vj. 1,5%) legte die Nachfrage außerhalb Deutschlands noch einen Gang zu und wuchs mit einem flächen- und währungskursbereinigten Plus von 3,4% (Vj. 5,9%) im vierten Quartal 2014/2015 schneller als in Deutschland. Von großer Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Märkte ist neben der eigenen Umsatzperformance der relative Vergleich mit der Branchenentwicklung. Nach den uns vorliegenden Indikationen für die flächenbereinigten Umsätze in sechs Ländern unseres Verbreitungsgebiets außerhalb Deutschlands sind wir - bezogen auf das Kalenderjahr 2014 - größtenteils deutlich schneller gewachsen als der jeweilige Durchschnitt der DIY-Branche. Eine Reihe von Verbraucherstudien, wie beispielsweise der Kundenmonitor Österreich und sein Pendant für die Schweiz oder auch die Branchenstudie von INCOMA GfK für den tschechischen DIY-Markt, belegen erneut, dass HORNBACH mit seinem europaweit einheitlichen Marktauftritt auch außerhalb Deutschlands hoch in der Gunst der Baumarktkunden steht. Ertragskennzahlen HORNBACH-Baumarkt-AG Konzernscroll
(Differenzen durch Rundung in Mio. €) Ertragsentwicklung im HORNBACH-Baumarkt-AG KonzernIm Geschäftsjahr 2014/2015 haben wir die Erträge im Konzern der HORNBACH-Baumarkt-AG im Vergleich zum Vorjahr erwartungsgemäß gesteigert. Dies ist im Wesentlichen auf die erfreulichen flächenbereinigten Umsatzsteigerungen der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte in Verbindung mit einer verbesserten Handelsspanne zurückzuführen. Dadurch konnten wir den Anstieg der Filial-, Voreröffnungs- und Verwaltungskosten, der insbesondere verursacht war durch die beschleunigte Expansion sowie Mehraufwendungen für strategische Zukunftsprojekte, mehr als ausgleichen. Das Ergebnis unbeeinflusst von Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) erhöhte sich im Konzern um 3,9% auf 167,2 Mio. € (Vj. 161,0 Mio. €). Die EBITDA-Marge (in Prozent vom Nettoumsatz) gab leicht von 5,1% im Vorjahr auf 5,0% nach. Das Konzernbetriebsergebnis (EBIT) nahm um 4,4% auf 109,8 Mio. € (Vj. 105,1 Mio. €) zu. Die EBIT-Marge als Gradmesser für die operative Ertragskraft blieb mit 3,3% konstant. Überproportional zum Umsatzwachstum (plus 6,5%) verbesserte sich das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) mit einem Plus von 8,8% auf 95,0 Mio. € (Vj. 87,3 Mio. €). Grund dafür war im Wesentlichen die Veränderung der Währungseffekte, die von minus 1,9 Mio. € im Geschäftsjahr 2013/2014 auf plus 0,5 Mio. € im Berichtsjahr drehten. Ein Großteil des positiven Ergebniseffekts war bedingt durch die Aufwertung unserer im Zusammenhang mit dem internationalen Einkauf benötigten US-Dollar-Bestände. In Verbindung mit einem leicht verbesserten Zinsergebnis rückte so das Finanzergebnis um 16,8% auf minus 14,8 Mio. € (Vj. minus 17,8 Mio. €) vor. Deutlich kräftiger als die Vorsteuerergebnisse stieg der Konzernjahresüberschuss. Er machte einen Sprung von 23,4% auf 69,5 Mio. € (Vj. 56,4 Mio. €). Die Konzernsteuerquote verringerte sich deutlich von 35,5% auf 26,8%. Während die Steuerquote des Vorjahres durch die Abschreibung aktivierter latenter Steuern auf Verlustvorträge in Schweden belastet war, wirkten sich im Berichtsjahr höhere kurzfristige Steuerforderungen vom Einkommen und vom Ertrag positiv auf die Ergebnisentwicklung aus. Die Umsatzrendite nach Steuern stieg von 1,8% auf 2,1%. Das Ergebnis je Aktie (siehe Anmerkung 9 im Konzernanhang) erhöhte sich von 1,77 € auf 2,19 €. Ertragskennzahlen Segment Baumärktescroll
(Differenzen durch Rundung in Mio. €) Ertragsentwicklung im Segment BaumärkteDas Segment Baumärkte umfasst das operative Einzelhandelsgeschäft der großflächigen HORNBACH Bau- und Gartenmärkte innerhalb des Konzerns. Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2015 betreiben wir europaweit 146 (Vj. 141) DIY-Einzelhandelsfilialen. Die Nettoumsätze des Segments erhöhten sich im Berichtsjahr 2014/2015 um 6,5% auf 3.355 Mio. € (Vj. 3.151 Mio. €). Im Geschäftsjahr 2014/2015 haben wir die operative Ertragskraft im Segment Baumärkte signifikant gesteigert. Die Ertragskennziffern erhöhten sich deutlich überproportional zum Umsatzanstieg. RohertragsmargeDie Handelsspanne hat sich im Berichtsjahr 2014/2015 weiter verbessert. Der warenwirtschaftliche Rohertrag in Prozent vom Nettoumsatz stieg von 37,4% auf 38,0%. Der Anstieg der Handelsspanne ist in erster Linie auf günstigere Einkaufskonditionen bei gleichbleibenden Verkaufspreisen sowie auf Veränderungen im Sortimentsmix zurückzuführen. Währungskurseffekte beim internationalen Einkauf waren im Berichtsjahr erneut vernachlässigbar. Filial-, Voreröffnungs- und VerwaltungskostenDie Filialkosten im Segment Baumärkte stiegen leicht überproportional zum Umsatzwachstum um 7,3% auf 1.048,3 Mio. € (Vj. 976,8 Mio. €). Die Personalaufwendungen (ohne Prämien), der größte Kostenblock innerhalb der Filialkosten, nahmen expansionsbedingt um 7,5% zu. Zudem erhöhten sich die Personalkosten aufgrund im Vorjahresvergleich deutlich höherer Prämienrückstellungen. Kräftiger als die Umsätze stiegen die allgemeinen Betriebskosten, was im Wesentlichen auf höhere Instandhaltungskosten zurückzuführen ist. Die übrigen Positionen innerhalb der Filialkosten entwickelten sich unterproportional zum Umsatzanstieg. In Prozent vom Nettoumsatz nahmen die Filialkosten von 31,0% auf 31,2% zu. Die Voreröffnungskosten (siehe auch Anmerkung 4) nahmen im Geschäftsjahr 2014/2015 von 10,0 Mio. € auf 14,5 Mio. € zu. Der Anstieg hängt mit der deutlich erhöhten Schlagzahl der HORNBACH-Expansion zusammen. Dabei standen acht Neueröffnungen und eine große Standorterweiterung im Berichtsjahr lediglich vier Neueröffnungen im Geschäftsjahr 2013/2014 gegenüber. Zudem beinhalteten die Voreröffnungskosten des Geschäftsjahres 2014/2015 bereits Aufwendungen für die Standorte Saarbrücken und Regau, die zu Beginn des Geschäftsjahres 2015/2016 eröffnet worden sind. Ergebnismindernd wirkte sich die deutlich überproportionale Erhöhung der Verwaltungskosten von 124,3 Mio. € auf 141,1 Mio. € (plus 13,5%) aus. Die Verwaltungskostenquote stieg von 3,9% auf 4,2%. Dafür verantwortlich waren im Wesentlichen höhere projektgetriebene Personalaufwendungen einschließlich Prämien sowie die gestiegene Verwaltungskostenumlage. Die rein administrativen Verwaltungskosten, das heißt ohne Berücksichtigung der projektgetriebenen Aufwendungen, stiegen dagegen unterproportional zum Umsatzwachstum. Sonstiges ErgebnisDas sonstige Ergebnis nahm im Berichtsjahr von 5,2 Mio. € auf 11,2 Mio. € zu. Zu diesem Wachstum haben in erster Linie periodenfremde sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 4,2 Mio. € aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten und der Auflösung von Rückstellungen sowie die von 3,3 Mio. € auf 5,6 Mio. € gestiegenen Erträge aus der Konzernumlage beigetragen. Überdies profitierte das sonstige Ergebnis im Berichtsjahr vom Rückgang der nicht operativen Ergebnisbelastungen von minus 5,2 Mio. € auf minus 4,1 Mio. €. Grund hierfür waren im Wesentlichen geringere Rückstellungen für belastende Verträge sowie deutlich gesunkene sonstige Aufwendungen im Zusammenhang mit der Immobilienentwicklung. EBITDA und EBITDas EBITDA des Segments Baumärkte verbesserte sich im Geschäftsjahr 2014/2015 um 11,7% auf 118,3 Mio. € (Vj. 105,9 Mio. €). Das entspricht einer EBITDA-Marge von 3,5% (Vj. 3,4%). Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 15,8% auf 82,4 Mio. € (Vj. 71,2 Mio. €). In Prozent vom Nettoumsatz erreichte das EBIT im Berichtsjahr 2,5% (Vj. 2,3%). Ertragsentwicklung im Segment ImmobilienIm Segment Immobilien sind sämtliche Immobilienaktivitäten des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns gebündelt. Hauptgeschäft ist der Bau und die anschließende konzerninterne Vermietung von Baumarktimmobilien, die entweder im Eigentum von Gesellschaften des Konzerns stehen oder nach der Errichtung an einen externen Investor verkauft und zurückgemietet wurden. Dem Segment Baumärkte werden die jeweiligen Baumarktimmobilien zu einem vergleichbaren Mietzins und zu marktüblichen Konditionen weiterverrechnet. Im Gegensatz zum Vorjahr war die Ertragsentwicklung im Segment Immobilien aufgrund des einmaligen Praktiker-Sondereffekts in Deutschland im Geschäftsjahr 2014/2015 leicht rückläufig. Ertragskennzahlen Segment Immobilienscroll
(Differenzen durch Rundung in Mio. €) Ergebnis aus VermietungDie Mieterträge im Segment Immobilien, die zu 99% aus internen Mieterträgen bestehen, haben sich im Berichtsjahr im Zuge der Expansion um 4,7% auf 153,1 Mio. € (Vj. 146,2 Mio. €) erhöht. Deutlich kräftiger gestiegen waren im gleichen Zeitraum dagegen die Immobilienkosten. Der Anstieg um 10,3% auf 102,5 Mio. € (Vj. 92,9 Mio. €) wurde im Wesentlichen durch deutlich höhere Betriebskosten verursacht, die sich um 7,6 Mio. € auf 12,5 Mio. € mehr als verdoppelten. Hintergrund dafür waren ganz wesentlich die Umbaukosten für die im Geschäftsjahr 2014/2015 neueröffneten, ehemaligen Praktiker- bzw. Max-Bahr-Standorte, die das Ergebnis einmalig mit 7,2 Mio. € belasteten. Im Berichtsjahr reduzierte sich das Ergebnis aus Vermietung vor diesem Hintergrund um 5,2% auf 50,6 Mio. € (Vj. 53,3 Mio. €). Veräußerungverluste und ImmobilienergebnisIm Berichtsjahr verzeichneten wir geringfügig höhere Veräußerungsverluste in Höhe von 0,8 Mio. € (Vj. 0,7 Mio. €). Das Immobilienergebnis ermäßigte sich um 5,3% auf 49,8 Mio. € (Vj. 52,6 Mio. €). Sonstiges ErgebnisDas sonstige Ergebnis (ohne Veräußerungsverluste) verringerte sich im Geschäftsjahr 2014/2015 im Wesentlichen aufgrund leicht höherer Ergebnisbelastungen aus der Immobilienentwicklung von minus 0,2 Mio. € im Vorjahr auf minus 0,4 Mio. €. EBITDA und EBITIm Berichtszeitraum 1. März 2014 bis 28. Februar 2015 lagen die Ertragskennzahlen im Segment Immobilien in erster Linie wegen des niedrigeren Ergebnisses aus Vermietung unter den Vorjahreswerten. So gaben das EBITDA um 3,2% auf 64,3 Mio. € (Vj. 66,4 Mio. €) und das EBIT um 5,3% auf 48,5 Mio. € (Vj. 51,3 Mio. €) nach. Ertragsentwicklung nach geografischen RegionenDie operative Schlagkraft unseres Handelsgeschäfts in Deutschland haben wir im Geschäftsjahr 2014/2015 durch die Integration der übernommenen Standorte aus dem Praktiker-Konzern in unser deutsches Filialnetz nachhaltig erhöhen können. Allerdings spiegelte sich dies noch nicht adäquat in der Ertragsentwicklung wider, da für den Umbau erhebliche Einmalaufwendungen geschultert werden mussten, die die Ergebnisse der Region Deutschland im Berichtszeitraum entsprechend belasteten. Auf der anderen Seite hat sich die Profitabilität unserer internationalen Aktivitäten dank der erfreulichen flächenbereinigten Umsatzperformance merklich verbessert. Wie in der Abgrenzung nach geografischen Regionen innerhalb der Segmentberichterstattung zu erkennen ist, hat sich dadurch das Gewicht der Ergebnisbeiträge - trotz der höheren bereinigten Umsatzdynamik im Inland - zugunsten der Region übriges Europa verschoben. EBIT nach Segmenten (in Mio. €)![]() EBIT nach Regionen (Anteil in %)![]() Das EBITDA in Deutschland ging um 9,1% von 70,6 Mio. € auf 64,2 Mio. € zurück. Der inländische Anteil am EBITDA des Konzerns verringerte sich von 44% auf 38%. Das EBIT der Region Deutschland gab von 36,7 Mio. € auf 29,6 Mio. € (minus 19,3%) nach. Der Inlandsanteil auf Ebene des Betriebsergebnisses reduzierte sich im Geschäftsjahr 2014/2015 von 35% auf 27%. Die EBIT-Marge in Deutschland wird mit 1,5% ausgewiesen, nach 2,0% im Vorjahr. Die Ergebnisbeiträge der internationalen Aktivitäten, die auf Ebene des Teilkonzerns HORNBACH International GmbH zusammengefasst werden, sind im Geschäftsjahr 2014/2015 insbesondere wegen der im Vorjahresvergleich verbesserten flächenbereinigten Umsatzentwicklung deutlich gewachsen. Auf das übrige Europa entfielen im Berichtszeitraum mit 103,5 Mio. € (Vj. 90,2 Mio. €) rund 62% (Vj. 56%) des EBITDA im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern. Das EBIT außerhalb Deutschlands erhöhten wir um 18,1% auf 80,6 Mio. € (Vj. 68,3 Mio. €). Der Auslandsanteil am EBIT stieg dank der verbesserten Ertragskraft von 65% auf 73%. Mit einer EBIT-Marge von 5,8% (Vj. 5,2%) ist die Profitabilität im übrigen Europa weiterhin deutlich höher als in Deutschland. DividendenvorschlagVorstand und Aufsichtsrat der HORNBACH-Baumarkt-AG werden der Hauptversammlung am 8. Juli 2015 eine im Vergleich zum Vorjahr unveränderte Dividende von 0,60 € je gewinnberechtigter Stückaktie (ISIN: DE0006084403) vorschlagen. FinanzlageGrundsätze und Ziele des FinanzmanagementsFinanzierungsmaßnahmen werden vom Konzerntreasury der HORNBACH-Baumarkt-AG in enger Abstimmung mit den ausländischen Tochtergesellschaften koordiniert. Durch die zentrale Organisation des Finanzmanagements sind ein einheitlicher Auftritt der HORNBACH-Gruppe an den Finanzmärkten und ein konzerneinheitliches Liquiditätsmanagement gewährleistet. Finanzierungshilfen in Form von Garantien und Patronatserklärungen werden von der HORNBACH-Baumarkt-AG nur für Tochtergesellschaften gewährt. Die für ein effizientes Liquiditätsmanagement erforderlichen Informationen werden durch eine alle relevanten Gesellschaften berücksichtigende, monatlich aktualisierte, rollierende Konzernfinanzplanung mit einem Planungshorizont von zwölf Monaten sowie einer täglich aktualisierten kurzfristigen Finanzvorschau sichergestellt. Auf Basis der zur Verfügung stehenden Informationen wird zunächst der Finanzierungsbedarf einzelner Konzerneinheiten durch Liquiditätsüberschüsse anderer Konzerngesellschaften in Form eines Cash Poolings ausgeglichen und auf Basis konzerninterner Darlehensverträge marktgerecht verzinst. Der externe Finanzierungsbedarf wird durch Kreditaufnahmen bei Banken und am Kapitalmarkt gedeckt. Weiterhin wurden bisher Baumarktimmobilien nach ihrer Fertigstellung an Investoren verkauft und die Nutzung durch Mietverträge sichergestellt (Sale & Leaseback). Hierbei wurde die Klassifizierung als "Operating Lease" gemäß IAS 17 angestrebt. Aufgrund der zu erwartenden Neuerungen bei der Leasingbilanzierung nach IAS 17 und dem voraussichtlichen Wegfall der Klassifizierung "Operating Lease" werden zukünftige Transaktionen auf Vorteilhaftigkeit überprüft. Externe Finanzierungen erfolgen üblicherweise in Form nicht besicherter Kredite sowie durch Immobilienverkäufe (Sale & Leaseback). Aufgrund der vorausschauenden Finanzpolitik von HORNBACH werden fällige Finanzverbindlichkeiten möglichst frühzeitig refinanziert. Gemäß den internen Risikogrundsätzen werden derivative Finanzinstrumente ausschließlich zu Sicherungszwecken gehalten. Im Anhang sind in den Erläuterungen zur Konzernbilanz die Nominalwerte sowie die Bewertungen der bestehenden derivativen Finanzinstrumente dargestellt. FinanzschuldenZum Bilanzstichtag 28. Februar 2015 bestehen im Konzern Nettofinanzschulden in Höhe von 9,6 Mio. € (Vj. 0,6 Mio. €). Diese setzen sich wie folgt zusammen: scroll
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(Differenzen durch Rundung in Mio. €)
1)
Finanzierungen mit einer Nominallaufzeit
von weniger als einem Jahr sowie Zinsabgrenzungen Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2015 bestehen im Konzern keine kurzfristigen Finanzierungen. Die kurzfristigen Finanzschulden (bis 1 Jahr) in Höhe von 6,9 Mio. € (Vj. 7,1 Mio. €) setzen sich aus Zinsabgrenzungen in Höhe von 0,8 Mio. € (Vj. 1,0 Mio. €), aus dem kurzfristig fälligen Anteil langfristiger Finanzierungen in Höhe von 4,4 Mio. € (Vj. 6,1 Mio. €) sowie der Bewertung derivativer Finanzinstrumente in Höhe von 1,7 Mio. € (Vj. 0,0 Mio. €) zusammen. Solide KapitalstrukturBei Finanzierungen genießt HORNBACH große Flexibilität und nutzt ein breites Spektrum von unterschiedlichen Finanzierungsinstrumenten. Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2015 bestehen weiterhin folgende wesentliche Finanzierungen:
Daneben existieren grundbuchlich besicherte Finanzierungen im Gesamtkonzern über 11,4 Mio. € (Vj. 21,0 Mio. €). Als Sicherheit hierfür bestehen Grundschulden in Höhe von 46,7 Mio. € (Vj. 66,3 Mio. €). Das Schuldscheindarlehen der HORNBACH Baumarkt CS spol s.r.o. über 496,6 Mio. CZK wurde aufgrund der guten Liquiditätssituation zum 30. Juni 2014 vorzeitig zurückgeführt. Der dazugehörige Swap wurde zu Marktwerten abgelöst. Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2015 verfügt der HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern über 286,9 Mio. € (Vj. 289,5 Mio. €) freie Kreditlinien zu marktüblichen Konditionen. Diese beinhalten eine syndizierte Kreditlinie über 250 Mio. €, die im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2014/2015 bis zum 15. April 2019 verlängert wurde. Mit der Verlängerung konnten Konditionsverbesserungen vereinbart werden. Zwecks Gewährleistung einer möglichst umfangreichen Flexibilität verfügen alle wesentlichen Konzerngesellschaften über Kreditlinien in lokaler Währung, in der Regel bei lokalen Banken. Bei den Kreditlinien, dem Schuldscheindarlehen sowie der Anleihe sind keine Sicherheiten in Form von Vermögenswerten eingebunden. Die Vertragsvereinbarungen erfordern aber die Einhaltung banküblicher Verpflichtungen (Covenants), deren Nichteinhaltung die Pflicht zur vorzeitigen Rückzahlung zur Folge haben kann. Diese betreffen regelmäßig "pari passu"- und "negative pledge"-Erklärungen sowie bei wesentlichen Finanzierungen auch "cross default"-Vereinbarungen. Bei der syndizierten Kreditlinie und dem Schuldscheindarlehen der HORNBACH-Baumarkt-AG müssen zusätzlich bestimmte Finanzrelationen eingehalten werden. Diese Finanzkennzahlen werden auf Basis des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns ermittelt und erfordern einen Zinsdeckungsgrad in Höhe von mindestens 2,25 und eine Eigenkapitalquote in Höhe von mindestens 25%. Außerdem wurden Höchstgrenzen grundbuchlich besicherter Finanzierungen sowie Finanzierungen durch Tochterunternehmen vereinbart. Im Rahmen des internen Risikomanagements werden regelmäßig der Zinsdeckungsgrad, der dynamische Verschuldungsgrad, die Eigenkapitalquote, die vereinbarten Finanzierungshöchstgrenzen sowie die Unternehmensliquidität (flüssige Mittel plus freie bestätigte Kreditlinien) überwacht. Quartalsweise werden weitere Kennzahlen berechnet. Bei Unterschreitung bestimmter Sollgrößen werden frühzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen getroffen. Sämtliche Covenants wurden im Berichtsjahr stets eingehalten. Weitere Informationen zu den Finanzschulden finden sich im Anhang in den Erläuterungen zur Konzernbilanz unter Anmerkung (22). Der Finanzmittelbestand beträgt zum Bilanzstichtag 334,8 Mio. € (Vj. 371,1 Mio. €). Die Liquiditätsdisposition erfolgt, wie in der Vergangenheit, in Form von Fest- und Tagesgeldern am Geldmarkt mit einem Anlagehorizont von maximal drei Monaten. Zur Erhöhung der Sicherheit wurden zudem Anlagehöchstgrenzen je Bank definiert. Finanzkennzahlen HORNBACH-Baumarkt-AG Konzernscroll
Investitionen in Höhe von 99,9 Mio. €Im Geschäftsjahr 2014/2015 wurden im Konzern der HORNBACH-Baumarkt-AG insgesamt 99,9 Mio. € (Vj. 72,0 Mio. €) überwiegend in Grundstücke, Gebäude sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung für bestehende sowie im Bau befindliche Bau- und Gartenmärkte investiert. Die Mittel für die zahlungswirksamen Investitionen in Höhe von 99,9 Mio. € (Vj. 72,0 Mio. €) konnten vollständig aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 107,4 Mio. € (Vj. 144,4 Mio. €) gewonnen werden. Dabei entfielen auf das Segment Immobilien 45,5 Mio. € (Vj. 28,4 Mio. €) Investitionen für neue Immobilien einschließlich im Bau befindlicher Objekte. Auf das Segment Baumärkte entfielen 47,5 Mio. € (Vj. 41,1 Mio. €) im Wesentlichen für Ersatz und Erweiterung der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die bedeutendsten Investitionsprojekte betrafen Bauleistungen für Bau- und Gartenmärkte, die in den folgenden Geschäftsjahren eröffnet werden, den Umbau und die Erweiterung bestehender Märkte, den Erwerb von Grundstücken für die weitere Expansion, Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie in immaterielle Vermögenswerte, insbesondere Software. Kapitalflussrechnungscroll
(Differenzen durch Rundung in Mio. €)
1)
Konzernergebnis nach Steuern plus Abschreibungen
auf Gegenstände des Anlagevermögens plus Veränderungen der Rückstellungen
minus Gewinne/plus Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen plus/minus
sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit reduzierte sich im Geschäftsjahr 2014/2015 gegenüber dem Vorjahr von 144.4 Mio. € auf 107,4 Mio. €. Dabei erhöhten sich die Mittelzuflüsse aus dem operativen Geschäft ("Funds from operations") leicht von 125,0 Mio. € auf 128,2 Mio. €. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf flächenbereinigte Umsatzzuwächse sowie eine verbesserte Handelsspanne zurückzuführen. Aus der Veränderung des Working Capitals ergab sich ein Mittelabfluss von 20,8 Mio. € nach einem Mittelzufluss in Höhe von 19,4 Mio. € im Vorjahr. Der Mittelabfluss resultiert im Wesentlichen aus dem expansionsbedingten Aufbau der Vorräte. Der Zahlungsmittelabfluss aus der Investitionstätigkeit erhöhte sich von 66,9 Mio. € auf 98,5 Mio. €. Dabei standen den um 27,9 Mio. € auf 99,9 Mio. € gestiegenen Investitionen geringere Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens in Höhe von 1,4 Mio. € (Vj. 5,1 Mio. €) gegenüber. Wie im Vorjahr wurde im Geschäftsjahr 2014/2015 kein Bau- und Gartenmarkt im Rahmen einer Sale & Leaseback-Transaktion veräußert. Der Zahlungsmittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit summierte sich im Geschäftsjahr 2014/2015 auf 45,9 Mio. € nach einem Abfluss in Höhe von 23,2 Mio. € im Vorjahr. Dabei wurden durch planmäßige und vorzeitige Tilgungen langfristige Finanzschulden in Höhe von 27,7 Mio. € zurückgeführt. Die kurzfristigen Finanzkredite erhöhten sich um 1,3 Mio. € (Vorjahr Mittelabfluss von 0,5 Mio. €). Die Brutto-Finanzschulden reduzierten sich von 371,7 Mio. € im Vorjahr auf 344,5 Mio. € im Berichtsjahr. RatingSeit 2004 wird die Bonität des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns von den international führenden Ratingagenturen Standard & Poor's und Moody's Investors Service bewertet. Bis zum Abschluss dieses Berichts bestätigten beide Agenturen ihre Ratings in den letztaktuellen Publikationen mit "BB+" und einem stabilen Ausblick bei Standard & Poor's sowie "Ba2" und einem positiven Ausblick bei Moody's. VermögenslageEigenkapitalquote erhöht sich auf 53,3%Bilanz HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern (Kurzfassung)scroll
(Differenzen durch Rundung in Mio. €) Die Konzernbilanzsumme steigt im Vergleich zum Vorjahr um 60,7 Mio. € oder plus 3,6% auf 1.731,0 Mio. €. Die Erhöhung der Bilanzsumme ist im Wesentlichen auf die expansionsbedingte Zunahme des Sachanlagevermögens sowie der Vorräte zurückzuführen. Darüber hinaus resultiert die Erhöhung aus der Zunahme von kurzfristigen Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Das bilanzielle Eigenkapital im Konzern wird zum Ende des Geschäftsjahres mit 923,1 Mio. € (Vj. 862,0 Mio. €) ausgewiesen. Die Eigenkapitalquote hat sich von 51,6% im Vorjahr auf 53,3% erhöht. Langfristiges und kurzfristiges VermögenDas langfristige Vermögen beträgt zum Bilanzstichtag 796,9 Mio. € (Vj. 740,4 Mio. €) und damit rund 46% (Vj. 44%) der Bilanzsumme. Die Sachanlagen und fremdvermieteten Immobilien und Vorratsgrundstücke steigen um 55,4 Mio. € (7,7%) von 717,7 Mio. € auf 773,1 Mio. €. Dabei stehen den Sachanlagezugängen in Höhe von 96,9 Mio. € Abschreibungen in Höhe von 54,4 Mio. € sowie Anlageabgänge in Höhe von 1,7 Mio. € gegenüber. Durch Währungskursanpassung erhöhten sich die Sachanlagen und fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke um 14,4 Mio. €. Die langfristigen Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen einen aufgrund des SEStEG in den Geschäftsjahren 2007/2008 sowie 2010/2011 aktivierten Auszahlungsanspruch für Körperschaftsteuerguthaben zum Barwert in Höhe von 3,2 Mio. € (Vj. 4,8 Mio. €). Das kurzfristige Vermögen erhöht sich um 0,4% von 929,9 Mio. € auf 934,1 Mio. € bzw. rund 54% (Vj. 56%) der Bilanzsumme. Dies resultiert aus einem wachstumsbedingten Aufbau der Vorräte von 504,6 Mio. € auf 532,7 Mio. €. Demgegenüber steht eine Verringerung der flüssigen Mittel von 371,1 Mio. € im Vorjahr auf 334,8 Mio. € im Berichtsjahr. Durch weitere Maßnahmen zur Optimierung der Kapitalbindung konnte der Lagerumschlag von 4,0 auf 4,1 verbessert werden. Die kurzfristigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte (einschließlich Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag) liegen bei 66,5 Mio. € (Vj. 54,2 Mio. €). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus höheren kurzfristigen Steuerforderungen vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 14,9 Mio. € (Vj. 5,3 Mio. €), bedingt durch zu hohe Steuervorauszahlungen, der Einbuchung von Steuerforderungen aus der im Geschäftsjahr beendeten Betriebsprüfung 2008 - 2011 inklusive deren Folgeanpassungen sowie von Gewerbesteuerguthaben auf Auslandsdividenden. Langfristige und kurzfristige SchuldenDie Verbindlichkeiten inklusive der Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag 807,8 Mio. € gegenüber 808,2 Mio. € im Vorjahr. Die langfristigen Schulden vermindern sich von 425,3 Mio. € auf 407,8 Mio. €. Der Rückgang der langfristigen Schulden um 17,5 Mio. € ist im Wesentlichen auf zwei vorgenommene Sondertilgungen und durch weitere planmäßige Tilgungen der Finanzschulden zurückzuführen. Gegenläufig führten versicherungsmathematische Verluste Infolge negativer Zinsentwicklung zu einer Erhöhung der Rückstellungen für Pensionen. In den langfristigen Schulden sind darüber hinaus passive latente Steuern in Höhe von 31,0 Mio. € (Vj. 33,4 Mio. €) enthalten. Die kurzfristigen Schulden erhöhen sich von 382,9 Mio. € auf 400,0 Mio. €. Dabei reduzieren sich die kurzfristigen Finanzschulden im Wesentlichen bedingt durch die Rückführung bestehender Finanzverbindlichkeiten um 0,2 Mio. € auf 6,9 Mio. € (Vj. 7,1 Mio. €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige Verbindlichkeiten belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 287,9 Mio. € gegenüber 285,2 Mio. € im Vorjahr. Die sonstigen Rückstellungen und abgegrenzten Schulden erhöhen sich um 13,6 Mio. € von 69,4 Mio. € auf 83,0 Mio. € im Wesentlichen bedingt durch höhere Prämienrückstellungen. Die Nettoverschuldung Im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern, das heißt die Finanzschulden abzüglich der flüssigen Mittel, Ist im Vergleich zum Vorjahr mit 0,6 Mio. € um 9,0 Mio. € auf 9,6 Mio. € angestiegen. Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente und MietverpflichtungenNeben den Im Eigentum des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns stehenden Bau- und Gartenmärkten und einem im Rahmen von Finance Lease genutzten Bau- und Gartenmarkt sind 43 Märkte sowie ein Logistikzentrum von der Schwestergesellschaft HORNBACH Immobilien AG oder deren Tochtergesellschaften sowie 61 Bau- und Gartenmärkte von fremden Dritten gemietet. Außerdem bestehen in geringerem Umfang weitere Erbpacht-, Pacht- und Mietverträge für Grundstücke. Bei den Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Erbbaurechts- und Leasingverträgen handelt es sich ausschließlich um solche Mietverträge, bei denen die Unternehmen des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns nach den IFRS-Rechnungslegungsstandards nicht der wirtschaftliche Eigentümer der gemieteten Vermögenswerte sind (Operating Lease). Mietverträge bestehen im Wesentlichen für Bau- und Gartenmärkte im In- und Ausland. Die Laufzeit der Mietverträge beträgt üblicherweise zwischen 15 und 20 Jahren, mit anschließenden Mietverlängerungsoptionen. Es bestehen Mietanpassungsklauseln. Zum 28. Februar 2015 betragen die Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Erbbaurechts- und Leasingverträgen 1.160,2 Mio. € (Vj. 1.246,6 Mio. €). Bilanzkennzahlen HORNBACH-Baumarkt-AG Konzernscroll
1)
"Net operating profit after tax", definiert
als EBIT minus standardisierte Steuerquote im HORNBACH-Konzern von
unverändert 30% Gesamtbeurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage im KonzernDer HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern blickt auf ein insgesamt erfreuliches Geschäftsjahr 2014/2015 zurück. Die HORNBACH Bau- und Gartenmärkte haben sich im Berichtsjahr nachhaltig positiv und in den meisten Ländern unseres europäischen Verbreitungsgebiets besser entwickelt als der Branchendurchschnitt. Auf der Basis unseres unverwechselbaren Handelsformats, einer leistungsfähigen Infrastruktur und nicht zuletzt der weiter hohen Beliebtheit bei den Bau- und Heimwerkerkunden konnten wir uns erfolgreich gegen eine Reihe anspruchsvoller saisonaler und konsolidierungsbedingter Basiseffekte behaupten. Der Konzernumsatz erhöhte sich im Zeitraum 1. März 2014 bis 28. Februar 2015 um 6,5% auf 3.357 Mio. €. Flächen- und währungskursbereinigt hat der Konzern die Schlagzahl gegenüber dem Vorjahr nochmals erhöht. So erreichten die bereinigten Umsätze im Berichtsjahr eine Wachstumsrate von 4,4%, nach plus 2,7% im Geschäftsjahr 2013/2014. Zu diesem sehr erfreulichen Wachstum haben sowohl die Filialen in Deutschland als auch im übrigen Europa beigetragen. Die stärksten Wachstumsimpulse kamen erneut aus Deutschland. Der Inlandsumsatz (einschließlich Neueröffnungen) stieg um 7,6%, flächenbereinigt erreichte das Plus 5,5%. Unseren Marktanteil im Inland bauten wir im Jahr 2014 von 10% auf 11% aus. Da das Vergleichsjahr aufgrund der Konsolidierungseffekte nach der Praktiker-Insolvenz und wegen des milden Winters 2013/2014 sehr positiv geprägt war, lag die Messlatte vor allem in der zweiten Hälfte des Vorjahres sehr hoch. Auch in den acht Ländern außerhalb Deutschlands sind die Umsätze der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte im Geschäftsjahr 2014/2015 erfreulich gewachsen. Der Auslandsumsatz einschließlich einer Neueröffnung erhöhte sich im übrigen Europa um 5,0%. Flächen- und währungskursbereinigt gelang die Trendwende: Nach Umsatzrückgängen in drei aufeinander folgenden Jahren erzielten unsere internationalen Filialen im Berichtsjahr ein deutliches bereinigtes Umsatzwachstum von 2,8%. HORNBACH setzte im Berichtsjahr die nachhaltige Innovationsarbeit konsequent fort. Ein Großteil der projektgetriebenen Verwaltungskosten entfiel dabei auf den konsequenten Ausbau unseres E-Commerce. Darüber hinaus haben wir mit weiteren Entwicklungsprojekten die Grundlage für das langfristige Wachstum des Konzerns verbessert. Mit der Ertragslage des Konzerns sind wir zufrieden. Im Geschäftsjahr 2014/2015 haben wir die Erträge im Vergleich zum Vorjahr erwartungsgemäß gesteigert. Dank der erfreulichen flächenbereinigten Umsatzsteigerungen in Verbindung mit einer verbesserten Handelsspanne konnten wir den Anstieg der Filial-, Voreröffnungs- und Verwaltungskosten, der insbesondere verursacht war durch die beschleunigte Expansion sowie Mehraufwendungen für strategische Zukunftsprojekte, mehr als ausgleichen. Die Eigenkapitalquote hat sich auf 53,3% erhöht. Die Kapitalstruktur und die Liquidität liegen weiterhin auf einem guten Niveau. Angesichts des breiten Spektrums an Finanzierungsquellen verfügen wir über ein hohes Maß an Sicherheit und Flexibilität für die weitere Wachstumsfinanzierung. In der Gesamtschau stellt sich die wirtschaftliche Lage des Konzerns erfreulich dar. Erläuterungen zum Jahresabschluss der HORNBACH-Baumarkt-AG (gemäß HGB)Die HORNBACH-Baumarkt-AG mit Sitz in Bornheim (Pfalz) stellt ihren Jahresabschluss nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) auf. Sie ist das Mutterunternehmen des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns. Die HORNBACH-Baumarkt-AG enthält das operative Einzelhandelsgeschäft der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte in Deutschland sowie die Zentralfunktionen des Konzerns wie zum Beispiel Finanz- und Rechnungswesen, Steuern, Recht und Personal. RahmenbedingungenDie gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen für unser operatives Geschäft in Deutschland sind im Wirtschaftsbericht ab Seite 8 ausführlich beschrieben. ErtragslageEntwicklung des FilialnetzesIm zweiten Quartal 2014/2015 nahmen wir die ersten zwei der insgesamt sechs von uns übernommenen Praktiker-/Max-Bahr-Standorte in Betrieb. Nach mehrmonatigem Umbau eines ehemaligen Max-Bahr-Standorts eröffneten wir in Trier Anfang Juni 2014 einen großflächigen HORNBACH Bau- und Gartenmarkt, der unseren kleineren Altstandort aus dem Jahr 1990 ersetzte. Anfang Juli 2014 verstärkten wir unsere Präsenz im Großraum Nürnberg mit der Eröffnung des umgeflaggten Standorts in Schwabach (ehemals Max Bahr). Ende Juli 2014 eröffneten wir im rheinland-pfälzischen Bad Bergzabern einen kleinflächigen Baumarkt (HORNBACH Compact), mit dem wir in diesem ländlichen Einzugsgebiet eine regionale Versorgungslücke geschlossen haben. Im dritten Geschäftsquartal 2014/2015 haben wir drei weitere der von uns übernommenen Praktiker-/Max-Bahr-Standorte in Betrieb genommen. In Ulm eröffneten wir nach Umbau eines ehemaligen Praktiker-Standorts Anfang September 2014 einen großflächigen HORNBACH Bau- und Gartenmarkt. Anschließend erweiterten wir Ende September durch die Neueröffnung eines ehemaligen Max-Bahr-Standortes in Lüneburg unser Filialnetz in Deutschland. Nach mehrmonatiger Umbauzeit eines vorherigen Max-Bahr-Marktes ging Ende Oktober 2014 der Bau- und Gartenmarkt in Kamen unter neuer HORN-BACH-Flagge an den Start. Im Dezember 2014 wurde der alleinstehende Gartenmarkt in Lohfelden bei Kassel geschlossen und im benachbarten alten HORNBACH Baumarkt mit der Umgestaltung zu einem kombinierten Bau- und Gartenmarkt begonnen. Unter Berücksichtigung der Neueröffnungen und Schließungen im Berichtsjahr betreiben wir zum 28. Februar 2015 deutschlandweit 97 Einzelhandelsfilialen (28. Februar 2014: 92). Die Verkaufsfläche in Deutschland beläuft sich auf rund 1.039.000 qm. UmsatzentwicklungIm Einzelabschluss der HORNBACH-Baumarkt-AG stieg der Nettoumsatz (ohne Umsatzsteuer) im Berichtsjahr 2014/2015 von 2.072 Mio. € um 7,2% auf 2.221 Mio. €. In den Umsatzerlösen sind 254 Mio. € (Vj. 244 Mio. €) aus Lieferungen der HORNBACH-Logistikzentren an unsere ausländischen Tochtergesellschaften enthalten. Maßgeblich für den Geschäftsverlauf der HORNBACH-Baumarkt-AG war die Entwicklung der inländischen flächenbereinigten Umsätze, die wir im Wirtschaftsbericht ab Seite 17 im Detail erläutern. ErtragsentwicklungDie in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen sonstigen betrieblichen Erträge, die hauptsächlich Erträge aus der Konzernumlage, der Auflösung von Rückstellungen und Währungsgewinne umfassen, sind um 13,5 Mio. € von 39,8 Mio. € auf 53,3 Mio. € gestiegen. Diese Entwicklung resultierte im Wesentlichen aus höheren Kursgewinnen und Erträgen aus Währungsumrechnung, gestiegenen Erträgen aus der Konzernumlage und aus Weiterbelastungen sowie aus periodenfremden Erträgen aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten. Gewinn- und Verlustrechnung HORNBACH-Baumarkt-AG nach HGB (Kurzfassung)scroll
Der Materialaufwand ist unterproportional zum Umsatzanstieg um 6,2% auf 1.480,7 Mio. € (Vj. 1.394,7 Mio. €) gewachsen. Das Rohergebnis betrug 793,2 Mio. € bzw. 35,7% der Nettoumsätze im Vergleich zu 716,9 Mio. € bzw. 34,6% im Vorjahr. Das betriebliche Ergebnis lag mit 38,0 Mio. € leicht unter Vorjahresniveau (39,8 Mio. €). Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen gestiegene Personalkosten (plus 35,7 Mio. €) sowie um 41,5 Mio. € höhere sonstige betriebliche Aufwendungen, die den Rohergebnisanstieg (76,3 Mio. €) überkompensierten. Die Personalaufwendungen sind überproportional zum Nettoumsatz von 344,7 Mio. € um 10,3% auf 380,3 Mio. € gestiegen. Die Abschreibungen lagen mit 32,1 Mio. € leicht über dem Niveau des Vorjahres (31,1 Mio. €). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände erreichten mit 2,8 Mio. € nahezu das Niveau des Vorjahres (2,6 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von 301,3 Mio. € im Vorjahr auf 342,8 Mio. € erhöht. Der Anstieg ist im Wesentlichen bedingt durch die im Zuge der Umbaumaßnahmen für die ehemaligen Max-Bahr-Standorte angefallenen Instandhaltungsaufwendungen. Neben höheren Aufwendungen für Personaldienstleister und sonstige externe Dienstleistungen sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen periodenfremde Aufwendungen im Wesentlichen aus Wertberichtigungen bzw. der Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Das Finanzergebnis (inklusive Beteiligungsergebnis) ist um 14,7 Mio. € von plus 2,9 Mio. € auf plus 17,6 Mio. € im Berichtsjahr gestiegen. Der Zuwachs resultierte im Wesentlichen aus einem von 18,6 Mio. € auf 33,1 Mio. € gestiegenen Beteiligungsergebnis, das bedingt war durch im Geschäftsjahr 2013/2014 vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen zweier Beteiligungen der HORNBACH International GmbH in Höhe von 26,5 Mio. €. Dies hatte im Vorjahr eine Reduzierung der Ergebnisabführung an die HORNBACH-Baumarkt-AG zur Folge. Im Geschäftsjahr 2014/2015 haben die HORNBACH Baumarkt (Schweiz) AG, die HORNBACH Baumarkt GmbH, Österreich, sowie die HORNBACH Baumarkt Luxemburg SARL, Luxemburg, Gewinnausschüttungen in Höhe von insgesamt 31,3 Mio. € (Vj. 43,3 Mio. €) an die HORNBACH International GmbH vorgenommen. Die Zinserträge und Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens in Höhe von 2,2 Mio. € (Vj. 2,1 Mio. €) bewegten sich im Wesentlichen auf Vorjahresniveau. Die Zinsaufwendungen des Berichtsjahres blieben mit 17,7 Mio. € nahezu unverändert. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird mit 55,6 Mio. € um rund 30% über dem Vorjahreswert von 42,7 Mio. € ausgewiesen. Vor dem Hintergrund der beschriebenen Einflussfaktoren stieg der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2014/2015 von 31,0 Mio. € auf 46,2 Mio. €. VermögenslageMit 1.205,6 Mio. € liegt die Bilanzsumme zum 28. Februar 2015 44,6 Mio. € bzw. 3,8% über dem Vorjahreswert (1.161,0 Mio. €). Das Anlagevermögen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 464,0 Mio. € bzw. 38,5% der Bilanzsumme (Vj. 404,2 Mio. € bzw. 34,8%). Die Sachanlagen steigen durch Investitionen in Höhe von 42,6 Mio. € bei gleichzeitigen Abschreibungen von 29,3 Mio. € und Buchwertabgängen in Höhe von 0,8 Mio. € auf 281,0 Mio. € (Vj. 268,5 Mio. €). Bilanz HORNBACH-Baumarkt-AG nach HGB (Kurzfassung)Aktiva scroll
Die Finanzanlagen erhöhten sich bedingt durch langfristige Darlehen an drei niederländische Konzerngesellschaften sowie durch eine Erhöhung der Beteiligung an der HORNBACH International GmbH, Bornheim, um insgesamt 47,2 Mio. € auf 175,9 Mio. €. Darüber hinaus waren geringfügige Abgänge durch die Verschmelzung der Beteiligungen an der BM Immobilien Gamma GmbH, Bornheim, sowie der BM Immobilien Lambda GmbH, Bornheim, zu verzeichnen. Das Umlaufvermögen ohne Rechnungsabgrenzungsposten und latente Steuern sinkt zum Bilanzstichtag von 746,6 Mio. € im Vorjahr auf 733,0 Mio. €. Dabei steigen die Vorräte wachstumsbedingt um 9,4% bzw. 29,4 Mio. € von 313,9 Mio. € im Vorjahr auf 343,3 Mio. €. Der Lagerumschlag liegt wie im Vorjahr bei 4,5. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen verringerten sich um 282,5 Mio. € auf 41,9 Mio. € (Vj. 324,4 Mio. €). Der Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultiert im Wesentlichen aus der Rückführung von Festgeldanlagen von der Konzerngesellschaft HORNBACH Baumarkt Luxemburg SARL, Bertrange, Luxemburg. Die Mittel werden aufgrund der aktuellen Zinssituation von der HORNBACH-Baumarkt-AG direkt bei Banken im Inland angelegt. Gleichzeitig erhöhten sich hierdurch die flüssigen Mittel von 69,7 Mio. € im Vorjahr auf 299,1 Mio. €. Die aktiven latenten Steuern liegen mit 2,4 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres (Vj. 3,5 Mio. €). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Veränderung von zeitlichen Buchungsunterschieden bei den immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen infolge der im Berichtsjahr abgeschlossenen steuerlichen Betriebsprüfung. Das Eigenkapital liegt zum 28. Februar 2015 mit 533,3 Mio. € um 5,3% über dem Niveau des Vorjahres (506,4 Mio. €). Die Eigenkapitalquote wird mit 44,2% (Vj. 43,6%) ausgewiesen. Die Rückstellungen erhöhten sich zum Bilanzstichtag von 62,6 Mio. € auf 69,3 Mio. €. Dies ist im Wesentlichen auf höhere Rückstellungen im Personalbereich zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten betragen zum Bilanzstichtag 600,6 Mio. € gegenüber 589,2 Mio. € im Vorjahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus langfristigen Darlehen gehen bedingt durch planmäßige Tilgung von 82,6 Mio. € im Vorjahr auf 81,6 Mio. € zurück. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen steigen wachstumsbedingt von 155,0 Mio. € auf 160,5 Mio. €. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen steigen im Rahmen des konzernweiten Cash-Poolings um 9,6 Mio. € von 64,7 Mio. € auf 74,3 Mio. €. FinanzlageHinsichtlich der Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements, der Erläuterung der Finanzschulden und Kapitalstruktur verweisen wir auf die Ausführungen in der Finanzlage des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns (Seite 24 ff.). Das Eigenkapital (nach avisierter Dividendenausschüttung) deckt rund 111% des Anlagevermögens. Im Geschäftsjahr 2014/2015 wurden in der HORNBACH-Baumarkt-AG insgesamt 45,6 Mio. € (Vj. 34,4 Mio. €) in immaterielle Vermögensgegenstände, Grundstücke, Gebäude sowie in Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert. Die Investitionen in Grundstücke und Gebäude belaufen sich auf 5,8 Mio. €. Weitere 36,8 Mio. € wurden für Ersatz und Erweiterung der Betriebs- und Geschäftsausstattung verwendet. 3,0 Mio. € (Vj. 1,5 Mio. €) des Investitionsvolumens entfallen auf entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände. Darüber hinaus erhöhten sich die Finanzanlagen im Wesentlichen durch langfristige Darlehensgewährung an drei niederländische Konzerngesellschaften. Der Zahlungsmittelzufluss resultiert im Wesentlichen aus der Rückführung diverser Festgeldanlagen von einer Konzerngesellschaft. Die Mittel werden aufgrund der aktuellen Zinssituation von der HORNBACH-Baumarkt-AG direkt bei Banken im Inland angelegt. Gesamtbeurteilung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der HORNBACH-Baumarkt-AGDas in der HORNBACH-Baumarkt-AG gebündelte operative Geschäft der inländischen Bau- und Gartenmärkte hat sich im Berichtsjahr 2014/2015 erneut positiv entwickelt. Die 97 HORNBACH-Standorte schnitten mit ihrer Umsatzperformance signifikant besser ab als der Durchschnitt der DIY-Branche in Deutschland. Den positiven Ertragseffekten aus dem erfreulichen Handelsgeschäft in Deutschland und dem gestiegenen Beteiligungsergebnis standen expansionsbedingt höhere Aufwendungen sowie Sondereinflüsse für Umbaumaßnahmen der ehemaligen Praktiker- bzw. Max-Bahr-Standorte gegenüber. Ungeachtet dessen konnte jedoch die Ertragskraft der HORNBACH-Baumarkt-AG im Berichtszeitraum abermals gesteigert werden. Die Eigenkapitalquote ist trotz des hohen Vorjahresniveaus erneut leicht gestiegen. Das Anlagevermögen und rund 52% des Umlaufvermögens sind langfristig durch Eigenkapital (nach avisierter Dividendenausschüttung) und langfristiges Fremdkapital finanziert. In der Gesamtschau stellt sich die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft unverändert zufriedenstellend dar. NACHTRAGSBERICHTNach dem Bilanzstichtag 28. Februar 2015 bis zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Geschäftsberichts sind keine Ereignisse eingetreten, die für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der HORNBACH-Baumarkt-AG sowie des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns von wesentlicher Bedeutung wären. Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns der HORNBACH-Baumarkt-AGDie HORNBACH-Baumarkt-Aktiengesellschaft schließt das Geschäftsjahr 2014/2015 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 46.240.495,04 € ab. Der Vorstand schlägt nach Einstellung von 23.100.000,00 € in die Gewinnrücklagen vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 23.140.495,04 € wie folgt zu verwenden:
RISIKOBERICHTRisikomanagement im KonzernJedes unternehmerische Handeln ist unmittelbar mit Chancen und Risiken verbunden. Daher ist ein wirksames Management der Chancen und Risiken ein bedeutender Erfolgsfaktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmenswertes. Der Vorstand der HORNBACH-Baumarkt-AG bekennt sich in diesem Zusammenhang zu einer risikobewussten Unternehmensführung, bei der die Sicherung des Fortbestands des Gesamtunternehmens und seiner Beteiligungsgesellschaften immer höchste Priorität hat. Durch das vom Vorstand implementierte Risikomanagementsystem (RMS) soll die Risikofrüherkennung mit dem Ziel der proaktiven Risikosteuerung kontinuierlich verbessert sowie eine stetige Optimierung des Chancen-Risiko-Profils erreicht werden. Davon abgeleitet hat der Vorstand die folgenden Grundsätze verabschiedet: Risikopolitische GrundsätzeDie Erzielung eines wirtschaftlichen Erfolgs ist zwangsweise mit Risiken verbunden. Keine Handlung oder Entscheidung darf aber ein existenzielles Risiko, das heißt ein den Fortbestand des Unternehmens oder eines Teilbetriebs gefährdendes Risiko nach sich ziehen. Risiken, die sich weder auf Kern- noch auf Unterstützungsprozesse beziehen, werden vom Konzern grundsätzlich nicht eingegangen. Kernprozesse sind hierbei die Entwicklung und Umsetzung der jeweiligen Geschäftsmodelle, die Beschaffung der Waren und Dienstleistungen, Standortentscheidungen, die Sicherstellung der Liquidität sowie die Entwicklung von Fach- und Führungskräften. Eingegangene Ertragsrisiken müssen durch die erwartete Rendite angemessen prämiert werden. Maßgebliche Kennziffern hierbei basieren auf der Verzinsung des eingesetzten Kapitals. Nicht vermeidbare Risiken sind - soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll - zu versichern. Restrisiken müssen mit dem Instrumentarium des Risikomanagements gesteuert werden. Organisation und ProzessDas im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern bestehende Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Es setzt sich dabei aus den zentralen Bestandteilen Risikofrüherkennung, Controlling- und Planungsprozesse, dem Berichtswesen sowie einem Internen Kontrollsystem (IKS) zusammen. Es wird kontinuierlich weiterentwickelt und optimiert. So wurden Im Geschäftsjahr 2014/2015 im Zuge dieser kontinuierlichen Verbesserung des Risikomanagements die Auswirkungs- und Eintrittswahrscheinlichkeitsintervalle neu definiert, um noch sachgerechter die HORNBACH-spezifischen Anforderungen abbilden zu können. Die Verantwortung für die Einrichtung, Ausgestaltung und Aufrechterhaltung eines angemessenen und zielgerichteten Risikomanagementsystems und insbesondere des Internen Kontrollsystems liegt beim Vorstand. Bei der Ausgestaltung und Aufrechterhaltung des Systems wird er durch den Leiter Konzerncontrolling/Risikomanagement unterstützt. Der Vorstand hat in den in- und ausländischen Teilbereichen des Konzerns Risikoverantwortliche benannt, die die Aufgabe haben, Risiken ihres Verantwortungsbereiches zu identifizieren, zu melden und durch geeignete Maßnahmen zu steuern. Diese Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten sind im Konzern eindeutig geregelt und spiegeln unsere Unternehmensstruktur wider. Bei der Risikoidentifikation, Risikobewertung und auch der Festlegung geeigneter Maßnahmen zur Steuerung der Risiken werden die Risikoverantwortlichen von einem zentralen Risikocontroller unterstützt, dem die Koordination des Risikomanagementprozesses obliegt. Die Ergebnisrisiken werden mit Hilfe einer Risikomatrix analysiert. Dabei werden zum einen die Eintrittswahrscheinlichkeit und zum anderen die potenzielle Schadenshöhe erfasst. So können wir ableiten, ob und in welchem Umfang Handlungsbedarf besteht. Soweit die Risiken nicht quantitativ messbar sind, werden sie hinsichtlich ihrer Auswirkung qualitativ eingeschätzt. Bewertungskategorien der Unternehmensrisiken in aufsteigender Reihenfolgescroll
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Entsprechende Grundsätze und Festlegungen zum Risikomanagementsystem sind in einem Risikomanagementhandbuch dokumentiert. Die notwendigen aufbau- und ablauforganisatorischen Grundlagen für die Risikofrüherkennung sind darin konzernweit festgelegt. Zur Unterstützung des Risikomanagementprozesses ist eine konzernweit implementierte Standard-Softwarelösung im Einsatz, mit deren Hilfe Risiken und zugehörige Steuerungsmaßnahmen erfasst und dokumentiert werden. Die Risiken werden vierteljährlich aktualisiert und an den Vorstand berichtet. Der Aufsichtsrat sowie sein Finanz- und Prüfungsausschuss beraten im halbjährlichen Rhythmus die aktuelle Risikolage. Neben dieser turnusmäßigen Berichterstattung ist auch ein Ad-hoc-Meldeverfahren für unerwartet auftretende Risiken definiert und im Risikomanagementprozess implementiert. Das derzeitige Interne Kontrollsystem basiert auf einer konzerneinheitlich strukturierten Dokumentation der Kontrollen bei Prozessen und der damit verbundenen Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Finanzberichterstattung haben könnten. Als Basis für das Interne Kontrollsystem stehen die entsprechenden Arbeitsanweisungen und Handbücher im Intranet des Konzerns zur Verfügung. Die Konzernrevision kontrolliert im Rahmen ihrer Tätigkeit regelmäßig die Funktionsfähigkeit des bestehenden Risikomanagementsystems. Der Abschlussprüfer beurteilt im Rahmen seiner Jahresabschlussprüfung, ob das Risikofrüherkennungssystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können, frühzeitig zu erkennen. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess (Bericht gemäß § 315 Absatz 2 Nr. 5 HGB)Ziel des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse ist die Identifizierung und Bewertung von Risiken, die dem Ziel der Regelungskonformität des Konzernabschlusses entgegenstehen können. Den identifizierten Risiken sind entsprechende Kontrollschritte und klare Verantwortlichkeiten zugeordnet. Dies soll eine hinreichende Sicherheit gewährleisten, so dass trotz der identifizierten Risiken regelkonforme Abschlüsse für den Gesamtkonzern und die Tochtergesellschaften erstellt werden können. Im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern ist das bestehende rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem und die dazugehörige Risikomatrix konzernweit dokumentiert. Von Konzernprozessen abweichende länderspezifische Besonderheiten werden jeweils durch die Tochtergesellschaften beschrieben und in der Dokumentation ergänzt. Durch die in den Landesgesellschaften und in der Muttergesellschaft benannten IKS-Verantwortlichen wird sichergestellt, dass wesentliche Prozessänderungen dokumentiert und entsprechende Kontrollen implementiert werden. Hierüber wird eine jährliche Entsprechenserklärung durch die IKS-Verantwortlichen abgegeben. Das bestehende IKS wird hierbei ständig weiterentwickelt. Wesentliche Elemente des Internen Kontrollsystems sind neben definierten Kontrollmechanismen, wie z. B. systemtechnischen und manuellen Abstimmprozessen, die Trennung von Funktionen sowie das Vorhandensein bzw. die Einhaltung der Richtlinien und Arbeitsanweisungen. Im gesamten Rechnungslegungsprozess wird das Vier-Augen-Prinzip angewandt, wobei entsprechende Freigabeprozesse durchlaufen werden müssen. Eine klare Unternehmens- und Führungsstruktur, die klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten und adäquate Zugriffsregelungen auf Basis eines konzerneinheitlichen Berechtigungskonzepts in den abschlussrelevanten Informations- und Rechnungslegungssystemen dienen der weiteren Risikosteuerung und Kontrolle. Diese wesentlichen Kontrollen sind in die rechnungslegungsbezogenen Prozesse integriert. Die Konzerngesellschaften erstellen ihre Abschlüsse lokal. Sie sind für die Beachtung lokaler Vorschriften und die Einhaltung der konzernweit gültigen Richtlinien in Form von Arbeitsanweisungen und Bilanzierungs- und Organisationshandbüchern ebenso verantwortlich wie für die korrekte Oberleitung der lokalen Einzelabschlüsse zu den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellten IFRS-Abschlüssen. Insbesondere das Bilanzierungshandbuch soll durch eindeutige Vorgaben den Ermessensspielraum der Mitarbeiter bei Ansatz, Bewertung und Ausweis von Vermögenswerten und Schulden einschränken und somit das Risiko konzernuneinheitlicher Rechnungslegungspraktiken verringern. Die für die Bilanzierung und Bewertung der Sachverhalte Verantwortlichen der einzelnen Konzerngesellschaften bestätigen vierteljährlich im Rahmen einer konzerninternen Vollständigkeitserklärung die Ordnungsmäßigkeit und Vollständigkeit des jeweiligen Einzelabschlusses. Auf Konzernebene werden innerhalb des Konzernrechnungswesens und des Konzerncontrollings die in die Abschlüsse eingegangenen Buchungsdaten nochmals plausibilisiert und auf ihre Ordnungsmäßigkeit überprüft. Der Prozess der Konzernabschlusserstellung wird zentral über einen vorgegebenen Termin- und Aktivitätenplan koordiniert und sowohl zentral als auch dezentral überwacht. Im gesamten Rechnungslegungsprozess werden die Tochtergesellschaften durch zentrale Ansprechpartner unterstützt. Wesentliche Änderungen der Rechnungslegungsprozesse aufgrund von neuen Gesetzen, Gesetzesänderungen oder Änderungen der internen Prozesse werden im Rahmen von u. a. internationalen Finanzkonferenzen mit allen wesentlich am Konzernrechnungslegungsprozess Beteiligten vor Umsetzungsbeginn besprochen. Spezielle Bilanzierungs- und Rechnungslegungsfragen oder komplexe Sachverhalte, die entweder besondere Risiken betreffen oder besonderes Know-how erfordern, werden zentral überwacht und bearbeitet. Externe Experten wie z. B. sachverständige Gutachter werden insbesondere zur Beurteilung der Verkehrswerte von Immobilien im Rahmen von Werthaltigkeitsüberprüfungen oder bei der Bewertung von Pensionsrückstellungen hinzugezogen. Alle für die Rechnungslegung wesentlichen Prozesse sind konzernweit einheitlich in einem gemeinsamen konzernweiten IT-System abgebildet. Durch diese vollständige Integration aller wesentlichen Finanzsysteme in einem einheitlichen IT-System ist die Datenintegrität bezogen auf die Einzelabschlüsse und den Konzernabschluss sichergestellt. Durch Verwendung eines konzernweit gültigen, einheitlichen Kontenplans und die zentrale Pflege des Kontenrahmens wird in Zusammenhang mit dem konzernweit gültigen Bilanzierungshandbuch eine einheitliche Bilanzierung gleichartiger Geschäftsvorfälle gewährleistet. Dies dient auch als Basis für eine regelungskonforme Konzernkonsolidierung. Die Konsolidierungsmaßnahmen und notwendigen Abstimmtätigkeiten erfolgen zentral durch eine Konsolidierungsabteilung. Die in den Konsolidierungsprozessen wie z. B. der Schulden- oder der Aufwands- und Ertragskonsolidierung durchzuführenden Kontrollen erfolgen sowohl automatisch durch das IT-System als auch manuell. Durch die zentrale Steuerung und Überwachung aller wesentlichen rechnungslegungsrelevanten IT-Systeme und regelmäßigen Systemsicherungen wird das Risiko von Systemausfällen bzw. Datenverlust minimiert. Die interne Revision als integraler Bestandteil des Internen Kontrollsystems überprüft auf Basis eines risikoorientierten Prüfungsplans im Rahmen ihrer Prüfungstätigkeiten regelmäßig stichprobenartig die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen Internen Kontrollsystems. Neben der Konzernrevision nimmt auch der Abschlussprüfer im Rahmen seiner Prüfungstätigkeit eine Beurteilung hinsichtlich der Wirksamkeit von internen Kontrollen im Hinblick auf die Rechnungslegung vor. Dennoch können auch angemessene und funktionsfähige Systeme keine absolute Sicherheit zur Identifikation und Steuerung der Risiken gewährleisten. Übersicht der Gesamtrisiken*scroll
Finanzwirtschaftliche RisikenDie finanzwirtschaftlichen Risiken im Konzern bestehen aus Währungskurs-, Liquiditäts- und Kreditrisiken. Die Steuerung dieser Risiken obliegt der Abteilung Treasury. WährungsrisikenGrundsätzlich unterliegt HORNBACH durch seine Tätigkeit in Ländern, in denen eine andere Währung als der Euro existiert, dem Risiko von Währungskursänderungen. Hierbei handelt es sich um die Währungen Schweizer Franken, Tschechische Kronen, Schwedische Kronen und Rumänische Lei sowie Hong Kong Dollar. Die Abwertung einer ausländischen Währung gegenüber dem Euro kann bei der Umrechnung einzelner Abschlüsse ausländischer Tochtergesellschaften in die Konzernwährung Euro zu einem niedrigeren Konzernergebnis führen. Eine Absicherung dieser Risiken im Konzern erfolgt nicht. Darüber hinaus führt die zunehmende internationale Geschäftstätigkeit des Konzerns zu einem steigenden Devisenbedarf sowohl bei der Abwicklung des internationalen Wareneinkaufs als auch bei der Finanzierung von Investitionsobjekten in Fremdwährung. Aus einer Veränderung des Wechselkurses der jeweiligen Landeswährung gegenüber den Einkaufswährungen (hauptsächlich gegenüber dem EUR und dem USD) können direkte negative Ergebniseffekte resultieren. Offene Fremdwährungspositionen in USD werden durch Hedginggeschäfte (USD-Festgelder) zu großen Teilen abgesichert. Investitionen werden nach Möglichkeit in der funktionalen Währung der jeweiligen Landesgesellschaft finanziert (Natural Hedging). Eine Absicherung der im Konzern entstehenden offenen EUR-Fremdwährungspositionen, die im Wesentlichen durch die in EUR abgewickelten konzerninternen Lieferungen und Leistungen und konzerninternen EUR-Darlehen entstehen, erfolgt nicht. LiquiditätsrisikenDie Akquisition von Grundstücken, Investitionen in Bau- und Gartenmärkte sowie der Einkauf großer Warenmengen erfordern die jederzeitige Bereithaltung einer hohen Liquiditätsverfügbarkeit. Bilaterale Bankkredite und -kreditlinien, eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 250 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 15. April 2019, ein Schuldscheindarlehen der HORNBACH-Baumarkt-AG in Höhe von 80 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2016, und nicht zuletzt die im Februar 2013 emittierte Anleihe der HORNBACH-Baumarkt-AG in Höhe von 250 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 15. Februar 2020 sichern neben den Mittelzuflüssen aus dem operativen Cashflow die Finanzierung der weiteren Expansion. Risiken, längerfristige Finanzierungen von neuen Standorten über Banken oder Sale & Leaseback-Transaktionen aufgrund der Finanzierungsbedingungen an den Kapitalmärkten nicht mehr tätigen zu können, begegnet HORNBACH durch eine flexible Anpassung der Investitionen, Bereithaltung eines hohen Liquiditätspolsters sowie durch kurz- bis mittelfristige Finanzierungen auf Basis bestehender Kreditlinien. Im Zusammenhang mit der Anleihe und der syndizierten Kreditlinie sowie dem Schuldscheindarlehen der HORNBACH-Baumarkt-AG sind keine Sicherheiten in Form von Vermögenswerten eingebunden. Die Vertragsvereinbarungen erfordern aber die Einhaltung bestimmter banküblicher Verpflichtungen (Covenants), andernfalls droht unter Umständen die sofortige Rückzahlung der aufgenommenen Mittel. Im Ergebnis wäre eine Anschlussfinanzierung erforderlich, die lediglich unter erschwerten Refinanzierungsbedingungen durchgeführt werden könnte. Bei dem Schuldscheindarlehen sowie bei der syndizierten Kreditlinie der HORNBACH-Baumarkt-AG wurden neben allgemeinen Verpflichtungen, wie zum Beispiel "pari passu", "negative pledge" sowie "cross default", zusätzlich sogenannte "financial covenants" vereinbart. Diese erfordern die Einhaltung einer auf Basis des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns ermittelten Eigenkapitalquote von mindestens 25% und einen Zinsdeckungsgrad (adjusted EBITDA/Bruttozinsaufwand) von mindestens 2,25. Daneben wurden Höchstgrenzen für grundbuchlich besicherte Finanzverbindlichkeiten und Finanzverbindlichkeiten von Tochtergesellschaften vereinbart. Bei der Anleihe bestehen nur allgemeine Verpflichtungen wie zum Beispiel "pari passu", "negative pledge" und "cross default" aber keine "financial covenants". Zum 28. Februar 2015 betragen die Eigenkapitalquote 53,3% (Vj. 51,6%) und der Zinsdeckungsgrad 10,6 (Vj. 10,0). Die Überprüfung dieser Covenants erfolgt kontinuierlich. Während des Geschäftsjahres 2014/2015 wurden sämtliche Verpflichtungen stets eingehalten. Die für ein effizientes Liquiditätsmanagement erforderlichen Informationen werden durch eine monatlich aktualisierte, rollierende Konzern-Finanzplanung mit einem Planungshorizont von zwölf Monaten sowie durch eine tägliche Finanzvorschau sichergestellt. Im Konzern bestehen zurzeit keine Risiken im Zusammenhang mit einer eventuell notwendigen Anschlussfinanzierung für fällig werdende Finanzverbindlichkeiten. Derzeit sind keine Liquiditätsrisiken erkennbar. KreditrisikenDurch Auswahl von Vertragspartnern mit ausschließlich guter Bonität bzw. durch Auswahl von Banken, für die Einlagensicherungseinrichtungen bestehen, werden bei Finanzanlagen und derivativen Finanzinstrumenten die Risiken eines finanziellen Verlustes begrenzt. Zudem wurden Bankeinlagen auf mehrere Kreditinstitute verteilt, um das im Zuge der Finanzmarktkrise und der darauf folgenden europäischen Kredit- und Staatsschuldenkrise gestiegene Ausfallrisiko von Bankeinlagen zu reduzieren. Diese Vorgehensweise wurde auch im Geschäftsjahr 2014/2015 beibehalten. Das Risiko von Forderungsausfällen im operativen Bereich ist aufgrund des Handelsformats (cash & carry) bereits erheblich reduziert. Weitere Detailinformationen und Sensitivitätsanalysen zu den finanzwirtschaftlichen Risiken werden im Konzernanhang unter Anmerkung (33) dargestellt. Externe RisikenGesamtwirtschaftliche und branchenspezifische RisikenDie Abhängigkeit der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte von der allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und dem verfügbaren Einkommen der Haushalte kann sich in Phasen mit geringem Wirtschaftswachstum durch eine Kaufzurückhaltung der Kunden äußern. Es könnten sich aber auch die Konjunkturaussichten in Europa unter dem Einfluss von weltweiten sich negativ entwickelnden politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schlechter als erwartet darstellen. Ungeachtet dessen ist eine wesentliche Abhängigkeit von der Konjunkturentwicklung in Deutschland festzustellen. Mit der weiteren Expansion in das europäische Ausland soll eine stetige Risikodiversifizierung erfolgen. Darüber hinaus wird ein wesentlicher Teil der Umsätze mit saisonalen Artikeln erzielt, deren Absatz stark von externen Faktoren wie z. B. den Witterungsbedingungen beeinflusst wird. So könnte die Frühjahrssaison durch einen lang anhaltenden Winter zeitlich kurz ausfallen und sich in niedrigeren Umsätzen innerhalb des Gartenbereichs im wichtigen I. Quartal des Geschäftsjahres niederschlagen. Der Wandel des Konsumverhaltens insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung birgt Risiken in sich. Um hier zukunftsorientiert aufgestellt zu sein und diesem Risiko entgegenzuwirken, haben wir unsere Onlineaktivitäten im Sinne einer integrierten Mehrkanalstrategie sukzessive ausgebaut. ElementarrisikenDer weltweit festzustellende Klimawandel hat auch direkten Einfluss auf HORNBACH-Standorte in Deutschland und dem europäischen Ausland. Neben möglichen Naturkatastrophen (z. B. Stürme, Hochwasser) ist der Konzern auch Risiken durch Feuer und Explosionen ausgesetzt. Durch konzernweite Versicherungen sind die wesentlichen versicherbaren Elementarrisiken und eine damit möglicherweise verbundene Betriebsunterbrechung abgedeckt. Operative RisikenStandort- und AbsatzrisikenInvestitionen in nicht geeignete Standorte können erheblichen negativen Einfluss auf die Ertragskraft des Konzerns haben. Zur Risikominimierung werden deshalb Investitionen in neue Standorte auf der Grundlage von detaillierten Marktforschungsanalysen vorbereitet und Investitionsentscheidungen auf der Basis von dynamischen Investitionsrechnungen und Sensitivitätsanalysen getroffen. Dennoch kann das Risiko einer nicht zufriedenstellenden Umsatzentwicklung aufgrund zusätzlich existierender Einflussfaktoren wie dem Kundenverhalten und der lokalen Wettbewerbssituation nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Insbesondere in Ländern mit geringem Marktwachstum und starkem Wettbewerb müssen zur Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit daher kontinuierlich Investitionen in Standorte und den Ausbau des Kundenservice sowie neuer Konzepte getätigt werden. BeschaffungsrisikenHORNBACH ist als Handelsunternehmen auf externe Lieferanten und Hersteller angewiesen. Bei der Auswahl dieser Lieferanten gehen wir mit größter Sorgfalt vor. Insbesondere bei der Selektion unserer Eigenmarkenlieferanten achten wir auf die Verlässlichkeit in Bezug auf hohe Produktqualität und die stete Einhaltung von Sicherheits- und Sozialstandards in den jeweiligen Unternehmen. Um den Ausfall von bedeutenden Lieferanten zu vermeiden, wurde ein effizientes Frühwarnsystem entwickelt, das die Lieferanten auf Basis von verschiedenen quantitativen und qualitativen Kriterien kontinuierlich bewertet. Durch eine frühzeitige Sondierung des Marktes hinsichtlich alternativer Ersatzquellen und einer Mehrlieferantenstrategie werden die Auswirkungen eines möglichen Lieferantenausfalls weiter reduziert. Bei einer Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Situation kann allerdings nicht immer ausgeschlossen werden, dass Lieferanten ausfallen, deren Produkte kurzfristig nicht anderweitig beschafft werden können. Zur Senkung des Risikos einer Unterbrechung der Logistikkette und zur Optimierung der Warenversorgung stehen mehrere Verteilzentren für den Gesamtkonzern zur Verfügung. Bei der Beschaffung der Ware unterliegt HORNBACH unter anderem dem Risiko steigender Einkaufspreise für Artikel mit einem hohen Anteil an Rohöl, Kupfer oder Stahl aufgrund der auf den internationalen Rohstoffmärkten volatilen Preise. Daneben könnten Preissteigerungen für eher energieintensiv hergestellte Artikel zu weiteren insgesamt höheren Beschaffungskosten führen, die unter Umständen nur teilweise oder zeitverzögert an die Kunden weitergegeben werden können. Rechtliche RisikenGesetzliche und regulatorische RisikenDer HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern unterliegt aufgrund seiner internationalen Geschäftstätigkeit diversen nationalen Gesetzen und Bestimmungen. Änderungen von Gesetzen können deshalb zu höheren Compliance-Kosten führen. Neben den hier beispielhaft genannten Risiken von Schadenersatzklagen aufgrund von Patent- und Schutzrechtsverletzungen oder Umwelt- und Produkthaftungsschäden könnte speziell auch eine Verschärfung der nationalen Baugesetze oder Vorschriften zum Erwerb von Grundstücken negative Auswirkungen auf die künftige Ertragslage des Konzerns haben. Zur Vermeidung etwaiger Vertragsverletzungen und unvorteilhafter Vereinbarungen überwachen wir fortlaufend die Einhaltung unserer vertraglichen Verpflichtungen und ziehen bei Vertragsangelegenheiten interne und externe Rechtsexperten hinzu. Darüber hinaus wurde auch zur Vermeidung doloser Handlungen eine konzernweite Corporate Compliance Policy durch den Vorstand verabschiedet. Risiken aus RechtsstreitigkeitenDie Gesellschaften des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns müssen sich im Zuge ihres Geschäftsbetriebes naturgemäß mit gerichtlichen und außergerichtlichen Ansprüchen Dritter auseinandersetzen. Für bestehende Risiken aus Rechtsstreitigkeiten wird daher bilanzielle Vorsorge durch Bildung von entsprechenden Rückstellungen getroffen. Zurzeit ist HORNBACH in keine laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren involviert, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben könnten. Führungs- und OrganisationsrisikenIT-RisikenDie Steuerung des Konzerns ist maßgeblich von einer leistungsfähigen Informationstechnologie (IT) abhängig. Die ständige Aufrechterhaltung und Optimierung der IT-Systeme erfolgt durch hochqualifizierte interne und externe Experten. Unberechtigtem Datenzugriff, Datenmissbrauch und Datenverlust wird durch Einsatz entsprechender aktueller Virensoftware, Firewalls, adäquater Zugangs- und Zugriffskonzepte und vorhandener Back-up-Systeme vorgebeugt. Für unerwartete IT-Systemausfälle existieren entsprechende Notfallpläne. PersonalrisikenDer Einsatz hochmotivierter und -qualifizierter Mitarbeiter ist eine der Grundlagen für den Erfolg von HORNBACH. Dieser Pfeiler der Unternehmenskultur hat deshalb einen großen Stellenwert für den Gesamtkonzern. Die Aufrechterhaltung der Mitarbeiterzufriedenheit wird durch extern durchgeführte Mitarbeiterbefragungen regelmäßig evaluiert, die Mitarbeiterqualifikation durch geeignete Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen ständig verbessert. Leistungsbasierte Prämienmodelle unterstützen dabei die Erreichung dieses Zieles. Darüber hinaus führen alle Führungskräfte jährlich individuelle Jahresgespräche mit ihren Mitarbeitern durch, in denen die vergangene Leistung bewertet und zukünftige Entwicklungsmaßnahmen vereinbart werden. Allerdings ist HORNBACH bei der Rekrutierung und Mitarbeiterbindung von hochqualifiziertem Fach- und Führungspersonal von vielfältigen externen Faktoren wie z. B. der allgemeinen Arbeitsmarkt- und Branchenentwicklung abhängig und unterliegt ebenfalls den jeweiligen länderspezifischen Effekten des demografischen Wandels. Gesamtbeurteilung der RisikosituationDie Beurteilung der Gesamtrisikosituation hat ergeben, dass im Geschäftsjahr 2014/2015 keine für den HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern bestandsgefährdenden Risiken existierten. Auch für die Zukunft sind aus heutiger Sicht keine Risiken zu erkennen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden oder die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage nachhaltig beeinträchtigen könnten. CHANCENBERICHTDie europäische Do-it-yourself-Branche bietet HORNBACH auch in Zukunft Wachstumschancen, die im Zusammenhang mit den im Risikobericht geschilderten Risiken sowie den Im Prognosebericht erläuterten Einschätzungen der künftigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu beurteilen sind. Auf die Geschäftsentwicklung der Bau- und Gartenmärkte können sich in den nächsten Jahren eine Reihe von branchenspezifischen Entwicklungstrends (Megatrends) auswirken. Vor diesem Hintergrund entwickelt das Unternehmen sein Handelsformat und die Unternehmensstrategie mit dem Anspruch auf Kontinuität, Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit konsequent weiter, um die potenziellen Chancen für künftiges Wachstum bestmöglich zu nutzen. Branchenspezifische ChancenFür die Betreiber von Bau- und Gartenmärkten spielen Megatrends eine bedeutende Rolle, die in den einzelnen Ländermärkten in unterschiedlicher Ausprägung Potenzial für eine steigende Nachfrage nach Produkten und Serviceleistungen rund um das Thema Bauen, Renovieren und Garten bieten. Bei der Suche nach Wachstumsfaktoren zieht sich der große Bedarf an Lösungen für energiesparende Gebäudetechnik bzw. Energieeffizienz und den zeitgemäßen Innenausbau wie ein roter Faden durch den europäischen Neubau- und Modernisierungssektor. Insgesamt stehen nach unserer Auffassung die Chancen für steigende Umsätze und Erträge der DIY-Branche im In- und Ausland günstig. Begründen lassen sich die Wachstumsperspektiven unter anderem mit den nachfolgend skizzierten Chancen. Chancen durch NachhaltigkeitDas Bauen im Bestand (Modernisierungs- bzw. Renovierungsmarkt) hat in den letzten Jahren für die Geschäftsentwicklung der Bau- und Gartenmärkte stetig an Bedeutung gewonnen. Dagegen ist der Neubauanteil am Wohnungsbau europaweit rückläufig und machte zuletzt deutlich weniger als die Hälfte der gesamten Wohnungsbauinvestitionen aus. In Deutschland übersteigt der Umsatz am Modernisierungsmarkt seit 1998 das Neubauvolumen. Zwar ist aufgrund der günstigen Finanzierungsbedingungen der Anteil der Neubautätigkeit seit dem Jahr 2011 wieder leicht gestiegen. Jedoch entfielen zuletzt Immer noch fast drei Viertel des gesamten Bauvolumens In Höhe von rund 175 Mrd. € auf Modernisierungsvorhaben. Drei wesentliche Trends sind dafür verantwortlich:
Diese Trends lassen sich auch unter der Überschrift "Nachhaltigkeit" zusammenfassen. Die ökologische, ökonomische und soziale Dimension des nachhaltigen Bauens spielt als Wettbewerbsfaktor nicht nur auf dem Immobilienmarkt eine immer wichtigere Rolle. Sie bietet gleichzeitig leistungsfähigen Akteuren in Industrie, Handel und Handwerk über das passende Sortiments- und Serviceangebot wachsende Umsatzpotenziale. Chancen durch VerbrauchertrendsDie Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen, dass sich Menschen gerade in unsicheren Zeiten stärker als sonst ins Private zurückziehen (Homing). Die Verbraucher verbringen wieder mehr Zeit zu Hause und sind bereit, in die Verschönerung und Ausstattung ihrer Wohnungen zu investieren. Dies ist nicht nur ein deutsches Phänomen, sondern auch international Motivation für das Heimwerken als beliebte Freizeitaktivität. Dies gilt umso mehr, als die Verbraucher in vielen Regionen Europas von niedrigen Bauzinsen profitieren und ihr Geld lieber in den privaten Hausbau oder in Renovierungsprojekte als in alternative, zunehmend als unsicher oder unattraktiv erachtete Kapitalanlagen stecken. Die Verwirklichung von Wohnwelten spielt bei Modernisierungsprojekten von Haus, Wohnung und Garten eine immer größere Rolle. Bei den Verbrauchern ist ein wachsendes Bewusstsein für Einflüsse aus Mode, Kunst, Architektur und Medien festzustellen. Die Übertragung dieser Wohntrends auf die eigenen vier Wände ist gesellschaftlich motiviert durch den Wunsch nach dauerhaften Werten, (Lebens-) Qualität, Individualität und Emotionalität. Die Baumarktbranche hat bei der emotionalen Ansprache ihrer Zielgruppen, bei der Präsentation von Wohnwelten und der Beratung komplexer innenarchitektonischer Projekte gegenüber dem spezialisierten Fachhandel noch erhebliches Entwicklungs- und somit Chancenpotenzial. Chancen durch neue MarktpotenzialeEine Vielzahl unterschiedlicher Vertriebsformen konkurriert im europäischen DIY-Markt um die Gunst der Heimwerker, Bauherren und Gartenliebhaber. Durch entsprechende Kundenorientierung und Fachhandelskonzepte können Baumarktbetreiber zusätzliche Marktanteile zu Lasten der anderen Vertriebsformen gewinnen. Die Potenziale sind umso größer, je geringer der Anteil der Baumärkte am DIY-Gesamtmarkt in einem Land ist. Deutschland ist der größte europäische Do-it-yourself-Markt. Jedoch haben die Bau- und Heimwerkermärkte in Deutschland ihr Kundenpotenzial erst zum Teil ausgeschöpft. Dieser Vertriebsweg deckt in Deutschland nur rund die Hälfte des DIY-Kernmarktes ab, der ein Marktvolumen von rund 43 Mrd. € erreicht. Die andere Hälfte des Marktvolumens erzielen Fachmärkte (wie zum Beispiel Fliesen-, Raumausstattungs-, Leuchten- oder Sanitärfachmärkte), der Baustoff- oder Holzfachhandel. In anderen europäischen Ländern liegt der Baumarkt-Anteil zum Teil deutlich höher. Neben den Aktivitäten zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit im stationären Einzelhandel setzt die Branche der Bau- und Gartenmärkte seit 2010 verstärkt auf den Vertriebskanal Internet. Der Online-Handel weist innerhalb des gesamten Einzelhandels die mit Abstand stärksten Wachstumsraten auf. Überdurchschnittlich entwickelte sich dabei bislang der E-Commerce mit DIY-Sortimenten. In Deutschland sollen die Online-Umsätze der typischen Baumarktproduktgruppen nach Prognosen der IFH Retail Consultants im Jahr 2015 um mehr als 10% auf rund 2,6 Mrd. € zulegen. Die Experten rechnen damit, dass sich die Online-Umsätze aller im stationären Handel tätigen Bau- und Heimwerkermarktformate mit einem Plus von 16% auf 495 Mio. € noch dynamischer entwickeln. Als einen der zukunftsträchtigsten Vertriebstypen innerhalb des E-Commerce sehen Fachleute den Mehr-Kanal-Handel, das sogenannte Multi-Channel-Retailing, bei dem das stationäre Geschäft eng mit dem Online-Handel verbunden wird. Der E-Commerce wird sich zudem noch stärker sozialisieren. Social Media bieten unzählige Plattformen für den Austausch von Erfahrungsberichten über Projekte, Produkte, Preise und auch über die Anbieter und deren Leistungen bei Service und Qualität. Mit diesen Netzwerken beschäftigen sich immer mehr Unternehmen der DIY-Branche intensiv und treten in einen aktiven Dialog mit ihren Kunden. Chancen durch InternationalisierungÜber die Chancen im deutschen DIY-Markt hinaus bietet die Expansion ins Ausland zusätzliche Wachstumsperspektiven. Zu diesem grenzüberschreitenden Schritt haben sich zahlreiche führende deutsche Baumarktanbieter schon vor Jahren entschieden. Sie versprechen sich außerhalb Deutschlands größere Umsatzpotenziale und eine höhere Rentabilität als im gesättigten deutschen Markt. Ferner hilft die Internationalisierung bei der Verteilung von Marktrisiken. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Reifegrad regionaler DIY-Märkte zunimmt und manche Länder der EU sich nur schleppend von den nachlaufenden Effekten der Finanz- und Staatsschuldenkrise auf Beschäftigung und Einkommen erholen. Das erhöht die strategischen, aber auch die Eigenkapitalanforderungen an den DIY-Einzelhandel, um auch auf lange Sicht international attraktive Umsatz- und Ertragssteigerungen realisieren zu können. Strategische ChancenUnser Ziel ist es, die Marktposition von HORNBACH im europäischen Do-it-yourself-Markt durch organisches Wachstum kontinuierlich auszubauen. Umsatz und Profitabilität sollen durch die Expansion eines international erfolgreichen Handelsformats nachhaltig gesteigert werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die strategische Weiterentwicklung unseres Konzepts und der Ausbau unseres Filialnetzes an Standorten mit überdurchschnittlichem Wachstumspotenzial im In- und Ausland.
Erläuterungen zum Risiko- und Chancenbericht der HORNBACH-Baumarkt-AGDie im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern dargestellten Risiken und Chancen entsprechen im Wesentlichen denen der HORNBACH-Baumarkt-AG. PROGNOSEBERICHTPROGNOSE DER GESAMTWIRTSCHAFTLICHEN UND BRANCHENBEZOGENEN RAHMENBEDINGUNGENDie Prognosen zu den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Handelsaktivitäten des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns sind zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichts nach wie vor mit Unsicherheiten verbunden. Den Konjunkturoptimismus förderten im Frühjahr 2015 insbesondere die im März 2015 gestarteten Wertpapier-Aufkäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie die Kombination aus niedrigen Ölpreisen und einem schwachen Euro. Dem stand jedoch die konjunkturelle Verunsicherung wegen der anhaltenden geopolitischen Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten sowie der verschärften Diskussion um einen möglichen Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone ("Grexit") gegenüber. So bleibt weiterhin ein hohes Maß an Risikofaktoren bestehen. Die Volatilität an den Märkten hat generell zugenommen. Die kurz- und mittelfristigen Entwicklungen der Absatz-, Beschaffungs- und Refinanzierungsmärkte sind schwer vorhersehbar. Von zentraler Bedeutung für die Geschäftsaussichten im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern ist die künftige Entwicklung der Konsumnachfrage in den Ländern, in denen wir operativ tätig sind. Der private Konsum wird entscheidend geprägt von der Entwicklung der Beschäftigung sowie der verfügbaren Einkommen, auf die nicht zuletzt die Entwicklung der Inflation, Sparmaßnahmen zur Konsolidierung der Staatsfinanzen oder auch Reformen im Sozial- und Gesundheitswesen Einfluss nehmen. Auf die Zukunft gerichtete Parameter wie die Konjunktur- und Einkommenserwartung oder auch die Anschaffungsneigung der Verbraucher laufen als Stimmungsindikatoren für das Konsumklima den realwirtschaftlichen Daten voraus. Überdies können sich außergewöhnliche Witterungsverhältnisse empfindlich auf das Konsumverhalten und unser Saisongeschäft auswirken, wenngleich diese Einflussgröße in der Vorausplanung nicht abgebildet werden kann. Rahmenbedingungen in EuropaTrotz der Erwartung positiver globaler Impulse des Ölpreisrückgangs hat der IWF im Januar 2015 seine Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft im laufenden Kalenderjahr um 0,3% auf 3,5% herabgesetzt. Wachstumsimpulse kommen dabei hauptsächlich von den Industrieländern. Wichtige Schwellenländer wie China und Brasilien dürften hingegen an Schwung verlieren. Der Euroraum kann die Staatsschuldenkrise nur allmählich hinter sich lassen und wird daher nur moderat wachsen. Zum Jahresbeginn 2015 wurden sowohl die kommende konjunkturelle Entwicklung als auch die zukünftige Geschäftslage der Unternehmen anhand der bedeutenden Frühindikatoren zuletzt sukzessive positiver eingeschätzt. Volkswirte und Bankenökonomen erwarten im Jahr 2015 nach der Medianprognose des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) einen Anstieg des Bruttoinlandprodukts (BIP) im Euroraum von 1,2%, wonach sich das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr (plus 0,9%) nochmals beschleunigen soll. Die Europäische Kommission geht für das laufende Kalenderjahr von einem Wachstum von Plus 1,3% aus. Der Privatkonsum im Währungsgebiet soll laut ZEW mit einer ähnlichen Wachstumsrate zulegen. Für die gesamte Europäische Union EU28 erwartet die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) einen Anstieg der realen Privatkonsumausgaben zwischen 1,0 und 1,5 Prozent. Deutlich positiver als im Euroraum-Durchschnitt fallen die Prognosen der Kommission für die meisten Länder aus, in denen HORNBACH mit seinen Bau- und Gartenmärkten vertreten ist. Die Schätzungen bewegen sich zwischen plus 0,8% und plus 2,7%. In Deutschland soll das reale BIP im Jahr 2015 um 1,5% und in den Niederlanden um 1,4% zulegen. Luxemburg, der Slowakei, der Tschechischen Republik, Rumänien und Schweden werden Wachstumsraten von 2,3% bis 2,7% zugetraut. Nur in Österreich fällt der prognostizierte BIP-Anstieg mit plus 0,8% etwas geringer aus als im Durchschnitt des Euroraums. Nach den Angaben von Eurostat verzeichnete der Einzelhandel im Euroraum (ER19) in den Monaten Januar und Februar 2015 preisbereinigte Umsatzsteigerungen im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat von 3,2% bzw. 3,0%, in der EU28 von 3,7% bzw. 3,6%, und damit einen vielversprechenden Start ins neue Kalenderjahr. Das europäische Bauvolumen wird im Jahr 2015 voraussichtlich um fast 2% steigen, nachdem es 2014 um knapp 1% zugenommen hat. Zu diesem Ergebnis kam das Forschungs- und Beratungsnetzwerk Euroconstruct in seiner Prognose im Februar 2015. Regional rechnen die Experten jedoch weiterhin mit einem starken Gefälle. Während Euroconstruct beispielsweise für Schweden, Deutschland, die Slowakei, die Niederlande und Österreich eine spürbare Belebung des Wohnungsbaus prognostiziert, wird für die Tschechische Republik und die Schweiz im Jahr 2015 mit weniger Wohnungsfertigstellungen gerechnet als im Vorjahr. Es bleibt abzuwarten, wie sich die geopolitischen Krisen sowie die Verhandlungen über den Verbleib Griechenlands in der Eurozone im Jahresverlauf 2015 auf die Stimmungsindikatoren auswirken werden. Rahmenbedingungen in DeutschlandDie vom ZEW im März befragten Ökonomen erwarteten für das Kalenderjahr 2015 in Deutschland ein Wirtschaftswachstum von 1,5%. Nach Ansicht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) soll das BIP sogar um 2,2% steigen. Die kräftigsten Impulse für die heimische Wirtschaft sollen wie schon im Jahr zuvor von den Ausgaben der privaten Verbraucher ausgehen, gestützt durch kräftige Einkommenszuwächse und günstige Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt. Die GfK geht davon aus, dass 2015 der reale Privatkonsum in Deutschland um 1,5% steigen wird (2014: plus 1,1%). Für die Anlageinvestitionen wurde im Mittel ein Anstieg von 2,1% vorhergesagt, nach einem starken Plus von 3,4% im Jahr 2014. Das von der GfK im März 2015 gemessene Konsumklima in Deutschland blieb auf Rekordniveau. Dabei ließen sich die deutschen Verbraucher von den Krisen im Ausland kaum beeindrucken. Vielmehr sahen die Konsumenten die deutsche Wirtschaft - gestützt durch einen schwachen Euro, der die Exporte stimulieren soll, sowie niedrigere Energiekosten - klar im Aufwärtstrend. Die deutsche Bauwirtschaft prognostiziert für das Jahr 2015 ein nominales Umsatzplus von 2,0%. Als treibende Kraft der Baukonjunktur sieht die Branche weiterhin den Wohnungsbau mit einem erwarteten Umsatzplus von nominal 3,0%. Aber auch der Wirtschaftsbau und der öffentliche Bau werden sich nach Verbandsprognosen mit nominalen Umsatzzuwächsen von 1,5% bzw. 1,0% positiv entwickeln. Die zuletzt kräftigen Bauinvestitionen werden nach Einschätzungen des DIW, vor allem aufgrund sich eintrübender Renditechancen im Wohnungsbau, 2015 an Schwung verlieren. Im deutschen Einzelhandel wurde nach Angaben des Statistischen Bundesamts in den ersten beiden Monaten des Jahres 2015 real 4,3% und nominal 3,3% mehr als im Zeitraum Januar bis Februar 2014 umgesetzt. Für das Kalenderjahr 2015 erwartet der Handelsverband Deutschland (HDE) wegen guter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen ein nominales Umsatzplus von 1,5% auf rund 466 Mrd. €. Wachstumstreiber soll auch in diesem Jahr der Online-Handel bleiben. Hier rechnet der HDE 2014 mit einem Plus von 12% auf rund 47 Mrd. €. Der Branchenverband BHB ist für den DIY-Einzelhandel im laufenden Kalenderjahr "vorsichtig optimistisch, auch mit Blick auf anstehende Eröffnungen in ehemaligen Praktiker- und Max-Bahr-Standorten". Er prognostiziert für 2015 einen flächenbereinigten Umsatzzuwachs von 1,5% bis 2,5%. Potenzial dafür sieht der BHB im privaten Renovierungs- und Wohnungsbau, der weiterhin von rekordniedrigen Finanzierungskosten und der Unsicherheit in puncto Sinnhaftigkeit alternativer Kapitalanlagen profitieren sollte. Gesamtbeurteilung der zu erwartenden Auswirkungen der Rahmenbedingungen auf den Geschäftsverlauf des KonzernsDie für das Jahr 2015 europaweit prognostizierten gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen - insbesondere die Belebung der Konsumnachfrage und Wohnungsbauaktivitäten - werden sich im Geschäftsjahr 2015/2016 nach unserer Einschätzung positiv auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung im Konzern der HORNBACH-Baumarkt-AG auswirken. PROGNOSE DER GESCHÄFTSENTWICKLUNG 2015/2016 IM HORNBACH-BAUMARKT-AG KONZERNDie Aussagen zur erwarteten Entwicklung im Geschäftsjahr 2015/2016 gründen sich auf die mittelfristige Unternehmensplanung, die einen Planungshorizont von fünf Jahren hat und jährlich fortgeschrieben wird. Die Planung für die Geschäftsjahre 2015/2016 bis 2019/2020 und die darin integrierte Jahresplanung 2015/2016 fanden Ende Februar 2015 die Zustimmung des Aufsichtsrats. ExpansionIm einjährigen Prognosezeitraum planen wir weiterhin keinen Markteintritt in ein neues Land, sondern setzen auf den Ausbau und die Modernisierung unseres Filialnetzes im bisherigen Verbreitungsgebiet, also in Deutschland und den acht Ländern des übrigen Europas. Je nach Fortschritt in der Baugenehmigungs- und Bauplanungsphase sind Verschiebungen zwischen den Jahren möglich. Im Geschäftsjahr 2015/2016 verlagert sich unser Expansions- und Investitionsschwerpunkt wieder zurück ins Ausland, nachdem dieser vor dem Hintergrund der Übernahme ehemaliger Standorte aus dem deutschen Filialnetz des zerschlagenen Praktiker-Konzerns im vorherigen Geschäftsjahr im Inland lag. So sind 2015/2016 bis zu sechs Neueröffnungen großflächiger Bau- und Gartenmärkte geplant (einschließlich zweier Ersatzstandorte). Davon entfallen fünf Neueröffnungen auf Standorte in den Niederlanden (2), Österreich (2) und Rumänien (1) sowie eine Neueröffnung auf Deutschland. Bereits im März 2015 sind die geplanten großflächigen Bau- und Gartenmärkte in Saarbrücken (Ersatzstandort nach Umbau einer ehemaligen Praktiker-Filiale) sowie im oberösterreichischen Regau in Betrieb gegangen. Darüber hinaus beinhaltet die Jahresplanung 2015/2016 die Eröffnung von bis zu fünf kleinflächigen Baumärkten des neuen Marktformats HORNBACH Compact, das über eine Verkaufsfläche von rund 800 qm verfügt. Nach der Eröffnung des Pilotmarktes in Bad Bergzabern Ende Juli 2014 soll ab dem Geschäftsjahr 2015/2016 das Kleinflächenkonzept intensiv getestet werden. Insgesamt wollen wir die Anzahl der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte bis 29. Februar 2016 konzernweit auf bis zu 156 (28. Februar 2015:146) erhöhen, davon bis zu 102 in Deutschland und 54 im übrigen Europa. InvestitionenDas geplante Bruttoinvestitionsvolumen im Konzern der HORNBACH-Baumarkt-AG wird im Geschäftsjahr 2015/2016 voraussichtlich zwischen 170 und 190 Mio. € liegen. Der überwiegende Teil der Mittel wird in den Bau neuer Märkte, Geschäftsausstattung neuer und bestehender Filialen, den Umbau und die Erweiterung bestehender Märkte sowie in IT-Infrastruktur fließen. Für den im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014/2015 (100 Mio. €) deutlichen Anstieg der Investitionen ist im Wesentlichen die stark unterschiedliche Eigentumsstruktur der Neueröffnungen des jeweiligen Vergleichszeitraums verantwortlich. Märkte im Eigentum des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns erfordern erhebliche Investitionen in Grundstücke und Gebäude. Dagegen beschränkt sich das Investitionsvolumen bei Märkten, die im Eigentum des Schwesterkonzerns HORNBACH Immobilien AG (Miete) oder externer Dritter (Sale & Leaseback oder Miete) stehen, überwiegend auf die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Während alle im Geschäftsjahr 2014/2015 neueröffneten Filialen Mietstandorte sind, beinhaltet das Expansionsprogramm für 2015/2016 vier großflächige Bau- und Gartenmärkte im Eigentum des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns. Ein Teil der dafür benötigten Immobilieninvestitionen fiel als Vorleistung bereits im Geschäftsjahr 2014/2015 an. Im einjährigen Prognosezeitraum 2015/2016 werden sich die Investitionen in Grundstücke und Gebäude vor diesem Hintergrund voraussichtlich mehr als verdoppeln (Vj. 46 Mio. €). In Betriebs- und Geschäftsausstattung neuer und bestehender Filialen sowie immaterielle Vermögenswerte wird voraussichtlich deutlich mehr investiert als im Vorjahr (54 Mio. €). Bei der Finanzierung der Investitionen genießt HORNBACH größtmögliche Flexibilität. Neben dem frei verfügbaren operativen Cashflow ist dank der flüssigen Mittel und freier Kreditlinien ein hohes Maß an verfügbarer Liquidität vorhanden. Im Prognosezeitraum wird das Investitionsvolumen Voraussichtlich den Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit übersteigen. Die Finanzierung soll zu einem geringen Teil Uber Fremdwährungs-Hypothekendarlehen sichergestellt werden, um Währungsvorteile auszunutzen. Der überwiegende Teil des zusätzlichen Finanzierungsbedarfs soll über die freie Liquidität gedeckt werden. Sale & Leaseback-Transaktionen sind im Geschäftsjahr 2015/2016 nicht vorgesehen. UmsatzentwicklungIm Planjahr 2015/2016 gehen wir davon aus, dass der Konzernumsatz dank der künftigen Expansion und Wachstumssteigerungen der bestehenden Filialen den Wert des Berichtsjahres 2014/2015 (3.357 Mio. €) deutlich übertreffen wird. Vor dem Hintergrund der geschilderten gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen wird davon ausgegangen, dass die flächen- und währungskursbereinigten Umsätze im Konzern im Geschäftsjahr 2015/2016 moderat über dem im Vorjahr erreichten anspruchsvollen Niveau liegen werden. Darin kommt auch die Annahme einer breit angelegten Konjunkturerholung mit einer weiteren Verbesserung des Konsumklimas in den Ländern unseres europaweiten Vertriebsgebiets im Jahr 2015 zum Ausdruck. Der Start in das Geschäftsjahr 2015/2016 lag im Rahmen unserer Vorausschau. Wegen außergewöhnlicher Wetterkontraste in den Frühjahrsmonaten 2013 und 2014 mussten bei den zurückliegenden Prognosen wie auch bei der aktuellen Prognose für das Geschäftsjahr 2015/2016 starke Basiseffekte berücksichtigt werden. Die hohe Umsatzvolatilität verdeutlicht der Vergleich der Monatsumsätze für März: Während der Konzernumsatz im März 2013 witterungsbedingt um 18,5% nachgab, machte er im März 2014 einen Sprung von 34,5%. Erwartungsgemäß pendelte sich der Umsatz im März 2015 auf einem hohen Niveau unter dem Rekordwert des Vorjahres ein. Bis zum Abschluss dieses Berichts zeichnete sich wie erwartet ab, dass die Umsätze im ersten Quartal 2015/2016 (1. März bis 31. Mai 2015) im einstelligen Prozentbereich unter dem Vorjahreswert (plus 16,4% auf 977 Mio. €) liegen dürften. Wir gehen davon aus, dass wir die schwächere Umsatzentwicklung des ersten Quartals in den Folgequartalen mehr als ausglei-chen können.
Umsatzprognose für den HORNBACH-Baumarkt-AG KonzernWir rechnen damit, dass der Konzernumsatz, das heißt der Nettoumsatz einschließlich Neueröffnungen, Schließungen und Erweiterungsmaßnahmen, im Geschäftsjahr 2015/2016 im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen wird. Für die flächen- und währungskursbereinigten Umsätze erwarten wir konzernweit ein Wachstum im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich. ErtragsentwicklungDie künftige Ertragsentwicklung basiert im Wesentlichen auf den erwarteten Ergebnisbeiträgen der Segmente "Baumärkte" und "Immobilien". Segment BaumärkteIm Segment Baumärkte wird die operative Ergebnisentwicklung wesentlich von der Veränderungsrate der flächenbereinigten Umsätze, der Handelsspanne und der Kostenentwicklung geprägt. Die Handelsspanne soll nach unseren Erwartungen im Geschäftsjahr 2015/2016 in etwa auf Vorjahresniveau (38,0%) liegen. Weiterhin hoch bleibt nach unserer Auffassung der Preisdruck im stationären DIY-Wettbewerb. Durch die starke Zunahme des Online-Handels und dadurch immer größere Preistransparenz in der Baumarktbranche wird sich nach unserer Einschätzung der Margendruck in Zukunft tendenziell erhöhen. Den negativen Preiseffekten wollen wir im Wesentlichen mit positiven Mengeneffekten und dem gezielten Ausbau unseres Eigenmarkenanteils entgegenwirken. Die Filialkosten werden entsprechend der Jahresplanung 2015/2016 voraussichtlich leicht überproportional zum Umsatz wachsen. Demnach würde die Filialkostenquote leicht über dem Vorjahresniveau liegen. Innerhalb der Filialkosten gehen wir von teilweise unterschiedlichen Kostenentwicklungen aus. Bedingt durch erwartete Tarif-Steigerungen und den expansionsbedingten Aufbau der Belegschaft werden die Personalkosten leicht Uberproportional zum Umsatzwachstum steigen. Die budgetierten Werbeaufwendungen werden Im Prognosezeltraum - nach dem degressiven Verlauf im Geschäftsjahr 2014/2015 - wegen des verstärkten Einsatzes Innovativer Werbeformate ebenfalls leicht überproportional zulegen. Bei den allgemeinen Betriebskosten rechnen wir weiterhin mit einem überproportionalen Anstieg. Ein wesentlicher Grund dafür sind zum einen Aufwendungen für den innovativen Ausbau unserer Logistikinfrastruktur, denen erst in den Folgejahren nachhaltige Einsparungspotenziale in der Wertschöpfungskette gegenüberstehen. Zum anderen sind auch im Geschäftsjahr 2015/2016 Instandhaltungsmaßnahmen für Grundstücke und Gebäude auf einem weiterhin hohen Niveau geplant. Einige der für den DIY-Einzelhandel genutzten Immobilien sind bereits über 20 Jahre alt. Im Sinne der Substanzerhaltung und gleichzeitig mit dem Anspruch eines modernen Marktauftritts ist es notwendig, im Prognosezeitraum erneut beträchtliche Mittel für die Renovierung unserer Immobilien sowie für die Modernisierung der Verkaufsflächen und Warenpräsentation bereitzustellen. Schließlich ist ein Teil des geplanten Anstiegs der Betriebskosten auch expansionsbedingt. Demgegenüber erwarten wir bei den Mieten einen unterproportionalen Kostenanstieg. Überdies sollen die in den Vorjahren getroffenen Maßnahmen zur Energieoptimierung durch eine hochmoderne Gebäudeleit- und Beleuchtungstechnik dazu beitragen, dass die Versorgungskosten des Segments Baumärkte weniger stark zunehmen als die Umsätze. Die Voreröffnungskosten sollen 2015/2016 absolut sinken. Zwar stehen acht Neueröffnungen und einer umfangreichen Markterweiterung Im Geschäftsjahr 2014/2015 elf geplante Filialeröffnungen im Prognosezeitraum gegenüber, davon entfallen aber bis zu fünf Märkte auf das neue Kleinflächenkonzept "HORNBACH Compact", für das geringere Voreröffnungskosten anfallen als für die großflächigen HORNBACH Bau- und Gartenmärkte. Für Eröffnungen, die in den ersten Monaten des Folgejahres 2016/2017 anstehen, sind teilweise Voreröffnungskosten im Budget für den Prognosezeltraum eingestellt. Prozentual vom Nettoumsatz werden die Voreröffnungskosten leicht rückläufig sein. In der Planung für 2015/2016 ist ein deutlich überproportionaler Anstieg der Verwaltungskosten budgetiert. Eine zentrale Rolle spielen dabei weiterhin projektgetriebene Aufwendungen. So werden wir für strategische Zukunftsprojekte wie insbesondere den konsequenten weiteren Ausbau unserer Onlineaktivitäten In Deutschland und im übrigen Europa gezielt Ressourcen aufbauen. Darüber hinaus wird das Budget für Informationstechnologie, das eng mit den strategischen Projekten verwoben ist, angehoben. Aus diesem Grund wird die Verwaltungskostenquote im Jahr 2015/2016 signifikant zunehmen. Das EBIT im Segment Baumärkte wird im Prognosezeitraum 2015/2016 im Wesentlichen aufgrund der deutlich überproportionalen Kostensteigerungen für Infrastruktur und strategische Projekte voraussichtlich das Niveau des Geschäftsjahres 2014/2015 (82,4 Mio. €) deutlich unterschreiten. Segment ImmobilienIm Segment Immobilien rechnen wir im Geschäftsjahr 2015/2016 mit einer sehr erfreulichen Ertragsentwicklung. Zum einen werden die Mieterträge im Zuge der Expansion weiterhin einen stabilen Anstieg verzeichnen. Zum anderen liegen die für 2015/2016 geplanten Immobilienkosten aufgrund eines positiven Basiseffekts absolut unter dem Vorjahresniveau: Die allgemeinen Betriebskosten des Segments Immobilien hatten sich im Geschäftsjahr 2014/2015 wegen der Umbaumaßnahmen in den von HORNBACH übernommenen ehemaligen Praktiker- bzw. Max-Bahr-Standorten mehr als verdoppelt. Diese Sonderbelastung fällt im Prognosezeitraum weg. Daher rechnen wir im Segment Immobilien im Geschäftsjahr 2015/2016 mit einem signifikanten Anstieg des Betriebsergebnisses (Vj. 48,5 Mio. €). Ertragsprognose für den HORNBACH-Baumarkt-AG KonzernDie Ertragsprognose ist an die Annahme geknüpft, dass es innerhalb des Prognosezeitraums weder zu einem unerwarteten Konjunktureinbruch noch zu einer erheblichen Verschlechterung des Konsumklimas kommt. Die Ertragslage im Konzern wird im Prognosezeitraum 1. März 2015 bis 28. Februar 2016 von der gegenläufigen Ergebnisentwicklung in den Berichtssegmenten Baumärkte und Immobilien geprägt. Es wird erwartet, dass die Ergebnisverbesserung im Segment Immobilien die geplanten Ertragseinbußen des Segments Baumärkte im Prognosezeitraum überkompensieren wird. Wir gehen in unserer Ertragsprognose davon aus, dass das Betriebsergebnis (EBIT) im Konzern der HORNBACH-Baumarkt-AG im Geschäftsjahr 2015/2016 in etwa auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2014/2015 (109,8 Mio. €) liegen wird. Einzelabschluss nach HGBIm Einzelabschluss der HORNBACH-Baumarkt-AG, der durch die Geschäftsentwicklung der deutschen HORNBACH Bau- und Gartenmärkte geprägt wird, rechnen wir im Geschäftsjahr 2015/2016 mit einer Zunahme der Umsätze im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Hinsichtlich der Ertragsfaktoren gehen wir von einer nahezu konstanten Filialkostenquote aus. Aufgrund der Rückverlagerung des Expansionsschwerpunkts von Deutschland in das europäische Ausland werden die Voreröffnungskosten im Prognosezeitraum im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014/2015 signifikant zurückgehen. Die geplante Zunahme der projektbedingten Verwaltungskosten soll dadurch im Wesentlichen ausgeglichen werden. Nach unserer Einschätzung wird das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der HORNBACH-Baumarkt-AG im Prognosezeitraum 2015/2016 auf oder leicht über dem Niveau des Geschäftsjahres 2014/2015 liegen. SONSTIGE ANGABENAngaben gemäß § 315 Abs. 4 und § 289 Abs. 4 HGB sowie erläuternder Bericht des VorstandsDie HORNBACH-Baumarkt-AG als das Mutterunternehmen des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns nimmt einen organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) durch die von ihr ausgegebenen stimmberechtigten Aktien in Anspruch und berichtet daher gemäß § 315 Abs. 4 und § 289 Abs. 4 HGB. Zusammensetzung des gezeichneten KapitalsDas Grundkapital der HORNBACH-Baumarkt-AG in Höhe von 95.421.000 € ist eingeteilt in 31.807.000 auf den Inhaber lautende Stück-Stammaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 3,00 € je Aktie. Jede Stück-Stammaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Zu den weiteren Rechten und Pflichten der Stammaktien wird auf die entsprechenden Regelungen des Aktiengesetzes verwiesen. Direkte oder indirekte Beteiligungen am KapitalÜber mehr als 10% der Stimmrechte verfügt die HORNBACH HOLDING AG mit Sitz in Le Quartier Hornbach 19, 67433 Neustadt an der Weinstraße, Deutschland. Ihr Anteilsbesitz und damit ihr Stimmrechtsanteil belaufen sich zum 28. Februar 2015 auf 76,4%. Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über SatzungsänderungenFür die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands (§§ 84, 85 AktG) sowie für die Änderung der Satzung (§§ 133, 179 AktG) sind die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften des Aktiengesetzes maßgeblich. "Change of Control"Wesentliche Vereinbarungen zwischen der HORNBACH-Baumarkt-AG und Dritten, die bei einem Kontrollwechsel ("Change of Control") wirksam werden, bestehen hinsichtlich der Verträge zur langfristigen Finanzierung des Konzerns. Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe von AktienGemäß § 4 der Gesellschaftssatzung (Grundkapital) ist der Vorstand ermächtigt, mit jeweiliger Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 7. Juli 2016 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Stückaktien um bis zu insgesamt 15.000.000,00 € gegen Bareinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Die neuen Aktien können jeweils als stimmberechtigte Stammaktien oder als Vorzugsaktien ohne Stimmrecht ausgegeben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen festzulegen. Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist aber ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:
Der Vorstand ist ermächtigt, mit jeweiliger Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 7. Juli 2016 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe von neuen Stückaktien um bis zu insgesamt 30.000.000,00 € gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital II). Die neuen Aktien können jeweils als stimmberechtigte Stammaktien oder als Vorzugsaktien ohne Stimmrecht ausgegeben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen festzulegen. Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist aber ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, sofern die Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen erfolgen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in dem Umfang auszuschließen, in dem es erforderlich ist, Inhabern von durch die Gesellschaft oder unmittelbare oder mittelbare einhundertprozentige Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen oder noch auszugebenden Wandlungs- oder Optionsrechten ein Bezugsrecht einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechts zustehen würde. Ferner können Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre ausgenommen werden. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, den Wortlaut der Satzung entsprechend dem jeweiligen Bestand und der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals und eines bedingten Kapitals anzupassen. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGBDie nach § 289a HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung steht im Internet unter www.hornbach-gruppe.de, Rubrik Investor Relations, Menüpunkt Corporate Governance zur Verfügung. Gemäß § 317 Absatz 2 Satz 3 HGB sind die Angaben nach § 289a HGB nicht in die Prüfung durch den Abschlussprüfer einbezogen. AbhängigkeitsberichtFür das Geschäftsjahr 2014/2015 wurde nach § 312 AktG ein Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Zu den berichtspflichtigen Vorgängen wird darin erklärt: "Unsere Gesellschaft hat bei allen hier berichtspflichtigen Rechtsgeschäften und Maßnahmen mit dem beherrschenden Unternehmen oder einem mit ihm verbundenen Unternehmen oder auf Veranlassung oder im Interesse dieser Unternehmen nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen und Maßnahmen getroffen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist durch die getroffenen Maßnahmen nicht benachteiligt worden. Es sind keine Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens unterlassen worden." VergütungsberichtDer Vergütungsbericht stellt die Grundzüge und die Struktur der Vergütungen des Vorstands und des Aufsichtsrats dar. Er ist Bestandteil des Konzernlageberichts und richtet sich mit Ausnahme der individualisierten Offenlegung der Vergütung nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Vergütung des VorstandsVergütungssystem der HORNBACH-Baumarkt-AGDie Vergütung der Mitglieder des Vorstands wird gemäß den aktienrechtlichen Anforderungen und gemäß den Anforderungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) unter Beachtung der marktüblichen Vergütung festgelegt. Die Gesamtvergütung für Mitglieder des Vorstands ergibt sich aus den Vergütungsbestandteilen jährliches Festgehalt und jährliche variable Vergütung zuzüglich markt- und konzernüblicher Nebenleistungen. Die Gesamtvergütung wird vom Aufsichtsrat regelmäßig auf ihre Angemessenheit hin überprüft. ■ Jährliches Festgehalt:Die Mitglieder des Vorstands erhalten ein jeweils einzelvertraglich festgelegtes jährliches Festgehalt in zwölf gleichen Teilbeträgen jeweils am Ende eines Kalendermonats ausgezahlt. Die Festgehälter sind abgestuft für den Vorsitzenden, den stellvertretenden Vorsitzenden und die ordentlichen Vorstandsmitglieder unterschiedlich festgelegt. ■ Variable Vergütung:Die Mitglieder des Vorstands erhalten über das jährliche Festgehalt hinaus eine an der nachhaltigen Unternehmensentwicklung orientierte jährliche variable Vergütung. Diese ist sowohl an Unternehmenszielen als auch an individuellen Zielen der Mitglieder des Vorstands orientiert. Als wesentlicher Erfolgsparameter für die Festlegung der variablen Vergütung dient der durchschnittliche Konzernjahresüberschuss nach Steuern (IFRS) der HORNBACH-Baumarkt-AG. Der Berechnung der variablen Vergütung liegt dabei der dreijährige Durchschnitt der Konzernjahresüberschüsse nach Steuern (IFRS) der HORNBACH-Baumarkt-AG zu Grunde. Die individuelle Höhe der variablen Vergütung ist jeweils abgestuft für den Vorsitzenden, den stellvertretenden Vorsitzenden und jedes ordentliche Vorstandsmitglied unterschiedlich festgelegt. Sie liegt für kein einzelnes Vorstandsmitglied höher als 1% vom dreijährigen Durchschnitt der Konzernjahresüberschüsse nach Steuern (IFRS) der HORNBACH-Baumarkt-AG. Die aus dem durchschnittlichen Konzernjahresüberschuss nach Steuern (IFRS) errechnete variable Vergütung wird in Höhe von bis zu 25% nach der Erreichung der für das jeweilige Geschäftsjahr individuell für jedes Vorstandsmitglied vereinbarten Ziele in mehreren Stufen ermittelt und festgelegt. Dem liegen im Vorhinein vereinbarte individuelle Ziele für jedes einzelne Vorstandsmitglied zu Grunde. Zur Festlegung dieser Ziele treffen der Aufsichtsrat der HORNBACH-Baumarkt-AG und das jeweilige Vorstandsmitglied jeweils vor Beginn eines Geschäftsjahres eine Zielvereinbarung, in der die individuellen Ziele, deren prozentuale Gewichtung und der jeweilige Grad der Zielerreichung durch das Aufsichtsratsplenum festgelegt werden. Nach Abschluss des Geschäftsjahres stellt das Aufsichtsratsplenum den Grad der Zielerreichung der individuellen Ziele des jeweiligen Vorstandsmitglieds fest. Die Festlegung des weiteren 75% Anteils der variablen Vergütung erfolgt ausschließlich am durchschnittlichen Konzernjahresüberschuss nach Steuern (IFRS) der HORNBACH-Baumarkt-AG der letzten drei Jahre. Für alle Mitglieder des Vorstands ist die variable Vergütung begrenzt auf maximal 150% des jeweiligen Festgehalts des einzelnen Vorstandsmitglieds. Eine darüber hinaus gehende variable Vergütung wird nicht gewährt. ■ Verhältnis der Vergütungsbestandteile untereinander:Das Verhältnis zwischen dem Festgehalt und den variablen Vergütungsbestandteilen ist nicht fest vorgegeben. Insbesondere besteht - mit Ausnahme der höhenmäßigen Begrenzung auf maximal 150% des Festgehalts - keine betragsmäßige Verknüpfung zwischen dem jährlichen Festgehalt und der jährlichen variablen Vergütung. Im Rahmen der jährlichen variablen Vergütung ist sichergestellt, dass der überwiegende Teil der variablen Vergütung (75%) langfristig orientiert ist und somit der vom Gesetzgeber geforderten überwiegenden Mehrjährigkeit entspricht. Im Einzelfall kann das Vergütungssystem vom Aufsichtsratsplenum unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben angepasst werden, sofern dies unter Berücksichtigung der Aufgaben und der Leistungen des Vorstandsmitglieds für erforderlich erachtet wird. Altersversorgung und RuhegehaltszusageDie Mitglieder des Vorstands der HORNBACH-Baumarkt-AG erhalten einzelvertragliche Ruhegehaltszusagen. Diese bestehen aus einer beitragsorientierten Altersversorgung in Höhe von 25% des Festgehalts, auszahlbar zu jeweils 50% zum 31. August bzw. 28. Februar des Jahres. Folgende wesentliche Einzelheiten liegen der beitragsorientierten Altersversorgung zugrunde:
Regelungen bei vorzeitigem Ausscheiden aus dem Unternehmen (Abfindungsregelungen)In den Anstellungsverträgen der Vorstandsmitglieder sind keine Abfindungsregelungen für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund und für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit in Folge eines Kontrollwechsels (change of control) enthalten. Insoweit weicht die HORNBACH-Baumarkt-AG von den Regelungen der Ziffer 4.2.3 Abs. 4 und 5 des Deutschen Corporate Governance Kodexes ab. Im Einzelfall können jedoch Zahlungen an ein vorzeitig ausscheidendes Vorstandsmitglied durch einen entsprechenden Beschluss des Aufsichtsrats insbesondere dann gewährt werden, wenn das Vorstandsmitglied sein vorzeitiges Ausscheiden nicht selbst zu vertreten hat. Weitere LeistungenDie Mitglieder des Vorstands der HORNBACH-Baumarkt-AG erhalten insbesondere die folgenden weiteren Leistungen in markt- und konzernüblicher Art und Weise, die zum Teil als geldwerte Vorteile angesehen und entsprechend versteuert werden:
Vorstandsbezüge für das Geschäftsjahr 2014/2015Die Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2014/2015 betragen 5.024 T€. Dabei entfallen 2.594 T€ auf die feste Vergütung und 2.430 T€ auf erfolgsbezogene Komponenten. Für aktive Mitglieder des Vorstands sind im Geschäftsjahr 2014/2015 Leistungen nach Beendigung des Dienstverhältnisses (Dotierung Pensionsrückstellung) in Höhe von 614 T€ angefallen. Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands betragen im Geschäftsjahr 2014/2015 1.924 T€ (Vj. 739 T€); die Pensionsrückstellungen der ehemaligen Vorstandsmitglieder belaufen sich auf insgesamt 910 T€ (Vj. 623 T€). Sämtlichen Pensionsrückstellungen stehen Wertguthaben gegenüber. Mit Blick auf die Größe und Marktstellung des Unternehmens sind die Gesamtbezüge des Vorstands unseres Erachtens insgesamt angemessen. In der Hauptversammlung 2011 stimmten die Aktionäre mit Dreiviertelmehrheit dafür, bis einschließlich Geschäftsjahr 2015/2016 auf eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsbezüge zu verzichten (Opting-out-Klausel). Vergütung des AufsichtsratsDie Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 15 der Satzung der HORNBACH-Baumarkt-AG geregelt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen eine feste Vergütung von € 20.000, die am Tag nach der Hauptversammlung, die den Jahresabschluss für das betreffende Geschäftsjahr entgegennimmt, nachträglich zahlbar ist. Der Vorsitzende erhält das Zweieinhalbfache, sein Stellvertreter das Doppelte der festen Vergütung. Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss des Aufsichtsrats angehören, erhalten zusätzlich eine feste Ausschussvergütung, die für den Finanz- und Prüfungsausschuss € 9.000, für den Personalausschuss € 6.000 und für den Vermittlungsausschuss, sofern dieser getagt hat, €4.000 beträgt, die zusammen mit der festen Vergütung nachträglich zahlbar ist. Aufsichtsratsmitglieder, die in einem Ausschuss des Aufsichtsrats den Vorsitz inne haben, erhalten das Zweieinhalbfache der jeweiligen Ausschussvergütung. Die Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2014/2015 beläuft sich auf insgesamt 515 T€. Dabei entfallen 390 T€ auf die Grundvergütung und 125 T€ auf die Ausschusstätigkeit. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER (BILANZEID)Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Bornheim, den 4. Mai 2015 HORNBACH-Baumarkt-AG Der Vorstand Steffen Hornbach Roland Pelka Susanne Jäger Wolfger Ketzler Karsten Kühn Ingo Leiner Dr. Andreas Schobert Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung der Hornbach-Baumarkt-Aktiengesellschaft, Bornheim bei Landau/Pfalz, und ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. März 2014 bis 28. Februar 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Hornbach-Baumarkt-Aktiengesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 4. Mai 2015 KPMG AG Meurer, Wirtschaftsprüfer Pebler, Wirtschaftsprüfer BERICHT DES AUFSICHTSRATSSehr geehrte Damen und Herren,im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/2015 haben wir uns eingehend mit der Lage, den Perspektiven und der strategischen Ausrichtung der Gesellschaft befasst. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und seine Geschäftsführung entsprechend den nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben überwacht. Der Vorstand hat uns in unseren Sitzungen durch schriftliche und mündliche Berichte regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen unterrichtet. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat eingebunden. Darüber hinaus habe ich als Vorsitzender des Aufsichtsrats auch außerhalb der Sitzungen regelmäßigen Kontakt mit dem Vorstand und insbesondere mit dem Vorstandsvorsitzenden in wichtigen Fragen gepflegt und wiederholt Arbeitsgespräche geführt. Sitzungen des AufsichtsratsIm Geschäftsjahr 2014/2015 fanden insgesamt sechs Aufsichtsratssitzungen statt. Kein Mitglied des Aufsichtsrats hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Interessenkonflikte traten im Berichtsjahr nicht auf. In unseren Sitzungen haben wir uns anhand mündlicher und schriftlicher Berichte des Vorstands ausführlich mit der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens, dem Geschäftsverlauf, der Unternehmensstrategie und Unternehmensplanung, der Investitions- und Finanzpolitik, der Chancen- und Risikolage und dem Risikomanagement sowie Corporate Governance befasst und darüber auch mit dem Vorstand beraten. Der Vorstand berichtete darüber hinaus regelmäßig schriftlich und mündlich über die Situation der Gesellschaft sowie über die Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage im Vergleich zum Vorjahr und zur Planung. Planabweichungen wurden erörtert und begründet. Zustimmungspflichtige Maßnahmen des Vorstands wurden intensiv beraten. Nach gründlicher Prüfung und Erörterung der jeweiligen Anträge des Vorstands hat der Aufsichtsrat in seinen Sitzungen alle erforderlichen Zustimmungen erteilt. In der Aufsichtsratssitzung im März 2014 haben wir Karsten Kühn mit Wirkung zum 1. Oktober 2014 zum Mitglied des Vorstands bestellt. In der Bilanzaufsichtsratssitzung im Mai 2014 wie auch im Mai 2015 haben wir uns in Anwesenheit des Abschlussprüfers intensiv mit dem Jahres- und Konzernabschluss befasst. Aufgenommen wurde auch der Bericht des Finanz- und Prüfungsausschusses über seine Arbeit und die Ergebnisse seiner Prüfung. Alle Fragen von Aufsichtsratsmitgliedern wurden von den Wirtschaftsprüfern erschöpfend beantwortet. In dieser Sitzung wurden außerdem der Bericht des Aufsichtsrats, der gemeinsame Corporate Governance Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat, der Risikobericht und Compliancebericht beraten bzw. verabschiedet. Die Tagesordnung der Hauptversammlung einschließlich der Vorschläge zur Beschlussfassung wurde verabschiedet. Der vorzeitigen Verlängerung des Konsortialkredits über 250 Millionen Euro wurde auf Vorschlag des Finanz- und Prüfungsausschusses ebenfalls in der Sitzung im Mai 2014 zugestimmt. In der Sitzung unmittelbar vor der Hauptversammlung im Juli 2014 berichtete der Vorstand über die aktuelle Lage des Konzerns. Weiterhin wurden die turnusmäßigen Sitzungstermine bis einschließlich Geschäftsjahr 2015/2016 vereinbart. Im Oktober 2014 kam der Aufsichtsrat nach vorangegangener Personalausschusssitzung zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen. In dieser Sitzung wurde der Niederlegung des Vorstandsmandats von Frank Brunner zum 31. Oktober 2014 zugestimmt. Im Dezember 2014 wurde die Bestellung von Dr. Andreas Schobert zum Vorstandsmitglied mit Wirkung zum 1. Januar 2015 sowie daraus resultierend ein geänderter Geschäftsverteilungsplan des Vorstands beraten und beschlossen. Es wurden außerdem die aktuelle Geschäftslage, der Risikobericht und der Compliancebericht erörtert. In der gleichen Sitzung wurde die aktualisierte Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG beschlossen, die auf den Internetseiten der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht wurde. Die HORNBACH-Baumarkt-AG entsprach und entspricht weitgehend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex mit wenigen Ausnahmen. Weitere Informationen zur Corporate Governance bei der HORNBACH-Baumarkt-AG sind im gemeinsamen Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat ab Seite 20zu finden. In der letzten Sitzung des Aufsichtsrats im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/2015 im Februar 2015 wurde die aktuelle Geschäftslage besprochen sowie die Unternehmensplanung für die Geschäftsjahre 2015/2016 bis 2019/2020 erörtert und verabschiedet. Ausschüsse und deren SitzungenDer Aufsichtsrat hat drei Ausschüsse gebildet. Die derzeitige Zusammensetzung der Ausschüsse finden Sie auf Seite 17 des Geschäftsberichts. Der Finanz- und Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr fünfmal getagt. Die Sitzungen fanden in den Monaten Mai, Juni, September, Dezember und Februar statt. Im Mai 2014 hat der Finanz- und Prüfungsausschuss in Gegenwart des Abschlussprüfers sowie des Vorsitzenden des Vorstands und des Finanzvorstands den Jahresabschluss der HORNBACH-Baumarkt-AG und den Konzernabschluss, die Lageberichte, den Gewinnverwendungsvorschlag und die Prüfungsberichte einschließlich Abhängigkeitsbericht erörtert. Schwerpunkte seiner Beratung waren in dieser Sitzung weiterhin Risiko- und Complianceberichte des Vorstands, Berichte der Konzernrevision, Berichte des Vorstands zur Finanzlage sowie der Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers. In der gleichen Sitzung wurde der Vorschlag zur vorzeitigen Verlängerung des Konsortialkredits über 250 Millionen € eingehend beraten. In der Juni-Sitzung wurde der Finanzbericht zum ersten Quartal und im September 2014 in Anwesenheit der Abschlussprüfer der Halbjahresfinanzbericht erörtert. Im Dezember 2014 wurden mit den Abschlussprüfern Prüfungsschwerpunkte für die Jahresabschlussprüfung festgelegt. In derselben Sitzung wurde der Finanzbericht zum Dreivierteljahr besprochen sowie der Risikobericht, der Compliancebericht und die Finanzlage erörtert. Im Februar 2015 wurde die Unternehmensplanung für die Geschäftsjahre 2015/2016 bis 2019/2020 ausführlich behandelt. In derselben Sitzung wurde die Revisionsplanung für das Geschäftsjahr 2015/2016 festgelegt. Der Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses hat in der jeweiligen Plenumssitzung ausführlich über die Arbeit des Ausschusses berichtet. Der Personalausschuss kam im Berichtsjahr vier Mal zusammen. In den Sitzungen wurden Zielvereinbarungen mit dem Vorstand und über die Empfehlung zur Zustimmung zur Niederlegung des Vorstandsmandats durch Frank Brunner beraten. Gegenstand der Sitzung im Dezember 2014 war der Vorschlag an den Aufsichtsrat, Dr. Andreas Schobert als weiteres Vorstandsmitglied zu bestellen. Der Vermittlungsausschuss gemäß §27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz musste nicht einberufen werden. Personalia des VorstandsMit Wirkung zum 1. Oktober 2014 hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung im März 2014 Karsten Kühn zum Mitglied des Vorstands bestellt. Karsten Kühn übernimmt die Aufgabe als Marketingvorstand. Dieser Geschäftsbereich war nach dem Ausscheiden von Jürgen Schröcker zum 31. März 2013 temporär vom Vorstandsvorsitzenden Steffen Hornbach übernommen worden. Frank Brunner, zuständig für die operative Führung der Bau- und Gartenmärkte, legte sein Vorstandsmandat im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat der Gesellschaft mit Wirkung zum 31. Oktober 2014 nieder. Sein Ressort liegt nun in der Verantwortung des Vorstandsvorsitzenden Steffen Hornbach. Mit Wirkung zum 1. Januar 2015 bestellte der Aufsichtsrat in der Dezember-Sitzung Dr. Andreas Schobert zum Vorstandsmitglied. Er übernimmt die Verantwortung für das Ressort Technologie, in welchem Informationstechnologie und E-Business vereint sind. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Brunner für die engagierte Zusammenarbeit in seiner Vorstandsfunktion. Die neuen Vorstandsmitglieder heißt der Aufsichtsrat herzlich willkommen und wünscht ihnen viel Erfolg für ihre neuen Aufgaben. Jahres- und KonzernabschlussDie KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin (KPMG), hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der HORNBACH-Baumarkt-AG zum 28. Februar 2015 sowie den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht des Geschäftsjahres 2014/2015 der HORNBACH-Baumarkt-AG geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Die KPMG bestätigte ferner, dass der Vorstand die nach §91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen, insbesondere zur Einrichtung eines Überwachungssystems, in geeigneter Weise getroffen hat und dass das Überwachungssystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen. Prüfungsschwerpunkte im Geschäftsjahr 2014/2015 waren die Funktionsfähigkeit interner Kontrollen wesentlicher rechnungslegungsrelevanter Prozesse, die Werthaltigkeit des Anlagevermögens, die Existenz und Bewertung des Vorratsvermögens, die Bilanzierung von Umbaumaßnahmen, die Leasingbilanzierung, die Vollständigkeit und Richtigkeit der (Konzern-)Anhangsangaben und die Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben im zusammengefassten Lagebericht. Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugestellt. Sie waren Gegenstand intensiver Beratung in der Sitzung des Finanz- und Prüfungsausschusses am 21. Mai 2015 sowie in der anschließenden Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am gleichen Tag. An diesen Erörterungen nahm der Abschlussprüfer teil. Er berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und stand für ergänzende Auskünfte sowie für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Nach dem Ergebnis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss und aufgrund unserer eigenen Prüfung der vom Vorstand und Abschlussprüfer vorgelegten Unterlagen erheben wir keine Einwände und schließen uns dem Ergebnis der Abschlussprüfung durch die KPMG an. Wir billigen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der HORNBACH-Baumarkt-AG zum 28. Februar 2015; der Jahresabschluss der HORNBACH-Baumarkt-AG ist damit festgestellt. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands stimmen wir zu. Der Aufsichtsrat hat außerdem den Bericht des Vorstands gemäß §312 AktG über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Diese Prüfung und auch die Prüfung durch die KPMG haben keinen Anlass zur Beanstandung gegeben. KPMG hat dazu den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss seines Berichts gem. § 312 AktG. Die HORNBACH-Baumarkt-AG hat sich in einem durch die Insolvenz der Praktiker-Gruppe veränderten Wettbewerbsumfeld sehr gut behauptet und signifikant Marktanteile hinzugewonnen. Sowohl im Inland als auch im Ausland konnte die Ertragslage verbessert werden. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeitern im In- und Ausland für ihren großen Einsatz und die sehr erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Dank und seine Anerkennung aus.
Bornheim, im Mai 2015 Der Aufsichtsrat Albrecht Hornbach, Vorsitzender |
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