HORNBACH Baumarkt AG

Bornheim bei Landau/Pfalz

Zwischenbericht zum Dreivierteljahr 2015/2016

ZWISCHENBERICHT
HORNBACH BAUMARKT AG KONZERN

DREIVIERTELJAHR
2015/2016
(1. MÄRZ - 30. NOVEMBER 2015)

Zwischenbericht zum Dreivierteljahr 2015/2016
(1. März - 30. November 2015)

scroll
Kennzahlen HORNBACH Baumarkt AG Konzern1)
(in Mio. € soweit nicht anders angegeben)
3. Quartal
2015/2016
3. Quartal
2014/2015
Veränderung
in %
Dreivierteljahr
2015/2016
Dreivierteljahr
2014/2015
Veränderung
in %
Nettoumsatz 863,0 814,9 5,9 2.796,4 2.669,8 4,7
davon im europäischen Ausland 382,5 337,5 13,3 1.199,9 1.108,9 8,2
Flächenbereinigtes Umsatzwachstum 2,9% 1,0%
1,8% 4,9%
Handelsspanne (in % vom Nettoumsatz) 36,6% 37,6%
37,6% 37,9%
EBITDA 20,1 33,3 -39,5 171,7 183,5 -6,5
Betriebsergebnis (EBIT) 5,0 19,4 -74,3 127,3 142,2 -10,4
Konzernergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1,3 15,5 -91,6 119,2 129,0 -7,6
Periodenüberschuss 1,2 11,4 -89,6 91,6 92,3 -0,8
Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert in €) 0,04 0,36 -88,8 2,88 2,90 -0,7
Investitionen 35,6 33,5 6,4 109,9 76,9 42,9


scroll
Sonstige Kennzahlen HORNBACH Baumarkt AG Konzern1)
(in Mio. € soweit nicht anders angegeben)
30. November 2015 28. Februar 2015 Veränderung in %
Bilanzsumme 1.845,0 1.731,0 6,6
Eigenkapital 993,2 922,4 7,7
Eigenkapital in % der Bilanzsumme 53,8% 53,3%
Anzahl der Filialen 153 146 4,8
Verkaufsfläche nach BHB (in Tqm) 1.772 1.704 4,0
Mitarbeiter (Anzahl) 16.533 15.684 5,4


Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. Prozentangaben sind auf Basis T€ gerechnet.

1) Vorjahreswerte wurden aufgrund IFRIC 21 angepasst, siehe Textziffer [1] im Anhang.


KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT

Überblick

Konzernumsatz der HORNBACH Baumarkt AG steigt im Dreivierteljahr 2015/2016 um 4,7% auf 2,8 Mrd. €

Flächen- und währungskursbereinigte Umsätze legen in den ersten neun Monaten konzernweit um 1,8% zu

Erfreuliche Wachstumsdynamik in den internationalen Hornbach-Filialen

Baumärkte in Deutschland halten Vorjahresniveau


Unbefriedigende Ergebnisentwicklung im dritten Quartal hinterlässt Bremsspuren im Dreivierteljahr

Negative Spanneneffekte und überproportionale Kostensteigerungen in Deutschland belasten im Herbst die Ertragslage

Konzern-EBIT gibt im Dreivierteljahr um 10,4% auf 127,3 Mio. € nach

Besseres Finanzergebnis und niedrigere Steuern heben Ergebnis je Aktie fast auf Vorjahresniveau


Jahresziel aktualisiert: EBIT liegt im Gesamtjahr 2015/2016 voraussichtlich unter dem Vorjahreswert

Expansionsprogramm 2015/2016 nach vier Neueröffnungen im dritten Quartal 2015/2016 abgeschlossen

Die Geschäftsentwicklung im HORNBACH Baumarkt AG Konzern hat im Verlauf des dritten Quartals 2015/2016 (1. September bis 30. November 2015) einen empfindlichen Dämpfer erhalten. Bei konzernweit wachsenden Umsätzen hat das Betriebsergebnis im dritten Quartal deutlich nachgegeben. Der Ergebnisrückgang betraf in erster Linie das Baumarktgeschäft in Deutschland. Dafür verantwortlich waren hauptsächlich eine rückläufige Rohertragsmarge sowie im Verhältnis zur Umsatzveränderung überproportionale Kostensteigerungen. Das unbefriedigende Abschneiden im dritten Quartal hinterließ Bremsspuren in der Ertragsentwicklung der ersten neun Monate 2015/2016. Zwar stieg der Konzernumsatz im Dreivierteljahr um 4,7% auf 2.796,4 Mio. € (Vj. 2.669,8 Mio. €), jedoch gab das Konzernbetriebsergebnis (EBIT) im gleichen Zeitraum um 10,4% auf 127,3 Mio. € (Vj. 142,2 Mio. €) nach. Wegen der Ergebnisentwicklung im dritten Quartal wurden die Ertragserwartungen für das Gesamtjahr gesenkt. Die Ziele für das Umsatzwachstum im HORNBACH Baumarkt AG Konzern wurden indes bestätigt.

Der Konzernumsatz erhöhte sich im Zeitraum 1. September bis 30. November 2015 um 5,9% auf 863,0 Mio. € (Vj. 814,9 Mio. €). Im Dreivierteljahr 2015/2016 steigerten die 153 HORNBACH Bau- und Gartenmärkte in neun europäischen Ländern den Konzernumsatz um 4,7% auf 2,8 Mrd. €. Flächenbereinigt sowie währungskursbereinigt konnte der Konzernumsatz im dritten Quartal um 2,9% zulegen. Dabei ist es uns gelungen, die verhaltene inländische Umsatzentwicklung durch eine starke Nachfrage im übrigen Europa mehr als auszugleichen. Kumuliert nach neun Monaten nahmen die flächen- und währungskursbereinigten Umsätze konzernweit um 1,8% zu.

Die Erträge im HORNBACH Baumarkt AG Konzern sind im Dreivierteljahr 2015/2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Dabei hat das flächenbereinigte Umsatzwachstum die ergebnisbelastenden Effekte durch die rückläufige Handelsspanne und den Kostenanstieg nicht ausgleichen können. Das Konzernbetriebsergebnis (EBIT) lag mit 127,3 Mio. € nach neun Monaten 10,4% unter dem Vorjahreswert. Dank niedrigerer Zinsbelastungen, positiver Währungseffekte und einer gesunkenen Steuerbelastung erreichte der Periodenüberschuss im Dreivierteljahr mit 91,6 Mio. € nahezu den Vorjahreswert (92,3 Mio. €). Dadurch blieb das Ergebnis je Aktie mit 2,88 € (Vj. 2,90 €) fast unverändert.

Im dritten Quartal 2015/2016 hat HORNBACH vier neue Standorte, davon zwei in den Niederlanden sowie jeweils einen in Österreich und Rumänien eröffnet. Damit ist das Expansionsprogramm für das Gesamtjahr 2015/2016 abgeschlossen. Zum 30. November 2015 betreibt der Konzern insgesamt 153 Einzelhandelsfilialen (28. Februar 2015: 146). Davon entfallen 99 Märkte auf Deutschland sowie 54 Märkte auf das übrige Europa.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft hat nach Einschätzung der Bundesbank im dritten Kalenderquartal 2015 verhalten expandiert. Eine spürbare Verlangsamung des Wirtschaftswachstums oder gar ein Einbruch der globalen Konjunktur, wie er in der öffentlichen Diskussion mit Blick auf die Entwicklung in einigen Schwellenländern gelegentlich befürchtet worden ist, zeichnete sich nicht ab.

Angetrieben vom privaten und staatlichen Konsum, gebremst vom Außenbeitrag hat die europäische Wirtschaft im Zeitraum Juli bis September 2015 den moderaten Aufschwung fortgesetzt. Nach Angaben von Eurostat legten der Euroraum (ER19) um 0,3% und die EU28 um 0,4% im Vergleich zum Vorquartal zu. Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im internationalen Verbreitungsgebiet des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns zeigen im dritten Quartal 2015 nach den bis zum Abschluss dieses Berichts vorliegenden Konjunkturdaten - mit Ausnahme der Stagnation in der Schweiz - ausschließlich positive BIP-Veränderungsraten im Vergleich zum Vorquartal auf.

Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts im Verbreitungsgebiet der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte (Kalenderjahr)

scroll
Prozentuale BIP-Veränderung gegenüber dem Vorquartal
Quelle: Eurostat (Angaben bezogen auf Kalenderjahr)
4. Quartal 2014 1. Quartal 2015 2. Quartal 2015 3. Quartal 2015
Deutschland 0,6 0,3 0,4 0,3
Luxemburg 2,8 -0,3 -0,9 n.a.
Niederlande 0,9 0,6 0,1 0,1
Österreich -0,2 0,7 0,3 0,1
Rumänien 0,8 1,4 0,0 1,4
Schweden 1,1 0,8 1,0 0,8
Schweiz 0,7 -0,3 0,2 0,0
Slowakei 0,9 0,9 0,9 0,9
Tschechische Republik 0,4 2,5 1,0 0,5
Euroraum (ER19) 0,4 0,5 0,4 0,3
EU28 0,5 0,5 0,4 0,4


Auch die deutsche Wirtschaft setzte ihr gemäßigtes Wachstumstempo fort: Positive Impulse kamen hauptsächlich vom inländischen Konsum. Sowohl die privaten als auch die staatlichen Konsumausgaben konnten weiter zulegen. Die inländische Baubranche hat sich im dritten Vierteljahr 2015 nach Einschätzung der Bundesbank analog zur deutschen Gesamtwirtschaft und damit leicht positiv entwickelt. Von Januar bis September 2015 wurden insgesamt 4,8% oder 10.300 mehr Wohnungen genehmigt als im Vorjahreszeitraum. Die Zunahme resultierte vor allem aus einem Anstieg der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser (plus 5,6%).

Von Januar bis September 2015 setzte der deutsche Einzelhandel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nominal 2,7% und real 2,8% mehr um. In der gleichen Größenordnung legte die Branche der großflächigen Bau- und Gartenmärkte (DIY) in Deutschland zu und erhöhte den Gesamtbruttoumsatz kumuliert um 2,7% auf 13,8 Mrd. €. Flächenbereinigt, das heißt ohne Berücksichtigung von Neueröffnungen, Schließungen oder wesentlichen Umbaumaßnahmen in den letzten zwölf Monaten, hielt der deutsche Baumarkthandel mit einem Plus von 0,1% das Vorjahresniveau. In den Herbstmonaten stagnierte der Branchenumsatz in Deutschland. Vor dem Hintergrund des anhaltend starken Zustroms von Asylbewerbern und der öffentlichen Debatte über die Bewältigung der Flüchtlingskrise zeichnete sich eine Eintrübung des Konsumklimas ab. Der Konjunkturoptimismus und die Einkommenserwartungen mussten Einbußen hinnehmen. Allerdings hält sich die Anschaffungsneigung dank niedriger Inflation und Energiepreise ungeachtet dessen auf einem hohen Niveau.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage*

Entwicklung des HORNBACH-Filialnetzes

Im dritten Quartal 2015/2016 (1. September bis 30. November 2015) haben wir vier neue Standorte in Betrieb genommen:

scroll
Anzahl # Standort Land Verkaufsfläche in qm
(gewichtet nach BHB)
Eröffnungsdatum
150 Geleen Niederlande 13.200 02.09.2015
151 Klagenfurt Österreich 10.900 07.10.2015
152 Sibiu Rumänien 9.100 14.10.2015
153 Best (bei Eindhoven) Niederlande 13.800 04.11.2015


Damit wurde das Expansionsprogramm im Geschäftsjahr 2015/2016 abgeschlossen. Zum 30. November 2015 betreibt die HORNBACH Baumarkt AG konzernweit insgesamt 153 Einzelhandelsfilialen (28. Februar 2015: 146). Davon entfallen 99 Märkte auf Deutschland sowie 54 Märkte auf das übrige Europa. Die Gesamtverkaufsfläche im HORNBACH Baumarkt AG Konzern beläuft sich zum 30. November 2015 auf rund 1,77 Mio. qm (28. Februar 2015: 1,70 Mio. qm).

Umsatzentwicklung

3. Quartal 2015/2016

Der HORNBACH Baumarkt AG Konzern hat den Nettoumsatz im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2015/2016 um 5,9% auf 863,0 Mio. € (Vj. 814,9 Mio. €) gesteigert. Flächen- sowie währungskursbereinigt legte der Konzernumsatz im dritten Quartal um 2,9% zu. Einschließlich der Währungskurseffekte der Nicht-Euro-Länder Rumänien, Schweden, Schweiz und Tschechien lag der Zuwachs bei 3,9%.

Wachstumsmotor waren die Bau- und Gartenmärkte in unseren acht Ländern außerhalb Deutschlands. Hier erhöhten wir die Umsätze einschließlich Neueröffnungen im Zeitraum September bis November 2015 um 13,3% auf 382,5 Mio. € (Vj. 337,5 Mio. €). Flächen- sowie währungskursbereinigt stieg der Umsatz im übrigen Europa um 7,0%. Einschließlich Währungskurseffekten fiel das flächenbereinigte Umsatzwachstum mit 9,6% noch deutlicher aus.

In Deutschland verzeichneten wir im dritten Quartal eine deutlich schwächere Umsatzentwicklung als im übrigen Europa. So stiegen die Nettoumsätze im Inland um 0,6% auf 480,4 Mio. € (Vj. 477,4 Mio. €). Flächenbereinigt lagen die inländischen Umsätze mit minus 0,2% knapp unter dem Vorjahreswert.

Dreivierteljahr 2015/2016

Im Dreivierteljahr (1. März bis 30. November 2015) erhöhten wir den Konzernumsatz um 4,7% auf 2.796,4 Mio. € (Vj. 2.669,8 Mio. €). Flächen- und währungskursbereinigt stiegen die Umsätze kumuliert nach neuen Monaten um 1,8%. Unter Berücksichtigung der Währungskurseffekte lag das Umsatzplus konzernweit bei 3,0%. Dank der kräftigen Nachfrageerhöhung im übrigen Europa haben wir die verhaltene inländische Umsatzentwicklung überkompensiert.

Im Dreivierteljahr stiegen die Nettoumsätze im übrigen Europa um 8,2% auf 1.199,9 Mio. € (Vj. 1.108,9 Mio. €). Der Umsatzanteil der internationalen Aktivitäten am Konzernumsatz der HORNBACH Baumarkt AG hat sich wegen des relativ stärker gestiegenen Auslandsumsatzes im Neunmonatszeitraum auf 42,9% (Vj. 41,5%) erhöht. Flächen- und währungskursbereinigt verbesserten wir die Umsätze im übrigen Europa um 3,7%, mit Währungskurseffekten um 6,7%. Vor dem Hintergrund der durch den privaten Konsum positiv beeinflussten gesamtkonjunkturellen Entwicklung in unserem internationalen Verbreitungsgebiet haben wir damit eine sehr erfreuliche Performance erzielt und die Wachstumsdynamik von Quartal zu Quartal erhöht. In allen Ländern, für die uns Indikationen für die durchschnittliche flächenbereinigte Umsatzperformance des DIY-Wettbewerbs vorliegen, haben wir uns im Berichtszeitraum besser entwickelt als die Gesamtbranche.

* Soweit nicht anders vermerkt, beziehen sich die HORNBACH-bezogenen Zeitangaben auf das Geschäftsjahr (März bis Februar).


In Deutschland stiegen die Nettoumsätze im Berichtszeitraum der ersten neun Monate expansionsbedingt um 2,3% auf 1.596,5 Mio. € (Vj. 1.560,9 Mio. €). Flächenbereinigt blieben die Inlandsumsätze mit einem Plus von 0,4% nahezu konstant. Dabei ist der anspruchsvolle Basiseffekt des Vorjahres durch das Neunmonatsplus 2014/2015 von flächenbereinigt 6,5% zu berücksichtigen. Nach den verfügbaren Informationen des Branchenverbandes BHB und nach unseren Schätzungen haben wir im Berichtszeitraum März bis November 2015 kumuliert leicht besser abgeschnitten als der Durchschnitt der DIY-Branche in Deutschland.

Ertragslage

Die nachfolgenden Kommentierungen beziehen sich auf die Ertragsentwicklung im Konzern der HORNBACH Baumarkt AG. Für die Darstellung der Segmente "Baumärkte" und "Immobilien" verweisen wir auf die Segmentberichterstattung im Anhang (Seite 20).

3. Quartal 2015/2016

Die Ertragslage des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns hat sich im Verlauf des dritten Quartals eingetrübt. Dafür verantwortlich war vor allem ein empfindlicher Ergebnisrückgang des Baumarktgeschäfts in Deutschland, der wiederum zu einem Großteil einer unerwartet schwachen Geschäftsentwicklung im November 2015 geschuldet war. Es gab mehrere Ursachen:

• Umsatzentwicklung

Im November 2015 gaben die flächenbereinigten Umsätze der Baumarktbranche in Deutschland auch unter dem Einfluss einer für das Saisongeschäft mit Wintersortimenten zu milden Witterung und des gedämpften Konsumklimas nach. Das beeinträchtigte auch die Umsatzentwicklung unserer Baumärkte in Deutschland stärker, als wir es erwartet hatten. Das im Monat November 2015 und im Quartal erreichte Umsatzniveau war nicht ausreichend, um das Zusammenwirken der nachfolgend beschriebenen negativen Ergebniseffekte aufzufangen.

• Spannenentwicklung

Auf die Umsatzabschwächung traf eine in dem Ausmaß nicht vorhergesehene Verschlechterung der Handelsspanne insbesondere in Deutschland. Dies lag an dem Zusammenwirken teils struktureller, teils temporärer Spanneneffekte. So verstärkten punktuell forcierte Rabattaktionen anderer Wettbewerbsteilnehmer den Druck auf die Verkaufspreise in der DIY-Branche über das Maß hinaus, das wir wegen der zunehmenden Preissensitivität durch das Internet bereits als dauerhaft in unseren Zukunftserwartungen berücksichtigt haben. Überdies erhöhten sich die Anteile aus den stark wachsenden Onlineumsätzen, bei denen wir jedoch im Vergleich zu den stationären Umsätzen eine geringere Rohmarge erzielen. Negativ wirkten sich zudem signifikant niedrigere Handelsspannen in den von uns übernommenen ehemaligen Praktiker/Max Bahr Standorten aus. Dabei handelt es sich um einmalige Basiseffekte durch Einstandskonditionen, die uns von Lieferantenseite zu den Neueröffnungen unter HORNBACH-Flagge im vorigen Geschäftsjahr gewährt wurden.

• Kostenentwicklung

Im Rahmen der Jahresplanung für das Geschäftsjahr 2015/2016 wurden Kostensteigerungen für den Filialbetrieb und die Verwaltung budgetiert, die ganz wesentlich mit der zunehmenden Digitalisierung unseres Geschäftsmodells (strategische Zukunftsprojekte), forcierten Marketingaktivitäten sowie einem höheren Instandhaltungsbedarf unserer stationären Märkte in Verbindung stehen. Die zur Verfügung gestellten Budgeterhöhungen in Deutschland wurden zwar im Monat November und auch im dritten Quartal 2015/2016 nicht ausgeschöpft. In Relation zum niedriger als erwartet ausgefallenen Umsatzniveau wirkte sich jedoch in Summe der deutlich überproportionale Anstieg der Filial- und Verwaltungskosten negativ auf die Gewinnentwicklung in Deutschland aus.

Im Gegensatz dazu stellte sich die Ertragslage der ausländischen Regionen im dritten Quartal 2015/2016 erfreulich dar. Dank der signifikanten flächenbereinigten Umsatzsteigerungen und des unterproportionalen Anstiegs der Filial- und Verwaltungskosten konnten wir die im Vergleich zum Deutschlandgeschäft moderat rückläufige Handelsspanne sowie die expansionsbedingt erhöhten Voreröffnungskosten zu einem Großteil ausgleichen. Wie im Vorjahr erzielten wir im übrigen Europa ein deutlich positives Betriebsergebnis im dritten Quartal 2015/2016. Es reichte jedoch nicht aus, um den Gewinnrückgang in Deutschland wettzumachen und auf Konzernebene ein Betriebsergebnis auf Vorjahresniveau auszuweisen.

Im Konzern der HORNBACH Baumarkt AG gab die Handelsspanne im Quartal - insbesondere beeinflusst durch die beschriebenen Effekte aus dem inländischen Baumarktgeschäft - von 37,6% auf 36,6% nach. Die Filialkosten erhöhten sich um 7,8% leicht überproportional zum Konzernumsatzwachstum (plus 5,9%). Deutlich stärker als der Umsatz zogen die Verwaltungskosten mit einem Wachstum von 21,5% an, was im Wesentlichen durch die weiter hohen Aufwendungen für strategische Zukunftsprojekte wie den weiteren internationalen Rollout unserer Internetaktivitäten begründet ist. Die Voreröffnungskosten blieben im Quartal konzernweit nahezu konstant.

Das Konzernbetriebsergebnis (EBIT) der HORNBACH Baumarkt AG verringerte sich im dritten Quartal 2015/2016 gegenüber dem Vorjahresquartal von 19,4 Mio. € auf 5,0 Mio. € (minus 74,3%). Bei einem leicht verbesserten Finanzergebnis unterschritt das Ergebnis vor Steuern in Höhe von 1,3 Mio. € den Vergleichswert des Vorjahres um 14,2 Mio. €. Der Periodenüberschuss gab von 11,4 Mio. € auf 1,2 Mio. € nach. Die prozentualen Veränderungsraten fallen aufgrund der im dritten Quartal saisonüblich niedrigen absoluten Ergebnisvolumen hoch aus.

Dreivierteljahr 2015/2016

Das unbefriedigende Abschneiden im dritten Quartal hinterließ Bremsspuren in der Ertragsentwicklung der ersten neun Monate 2015/2016, nachdem das Konzernbetriebsergebnis EBIT noch im Halbjahr dank eines erfolgreichen Aufholprozesses im zweiten Quartal fast wieder zum Vorjahreswert aufgeschlossen hatte. Insgesamt hat das flächenbereinigte Umsatzwachstum im Neunmonatszeitraum die ergebnisbelastenden Effekte durch die im dritten Quartal beeinträchtigte Handelsspanne und die verschlechterten Kostenrelationen nicht ausgleichen können.

Die Rohertragsmarge ermäßigte sich Dreivierteljahr im Vergleich zum Vorjahr von 37,9% auf 37,6%. Dies ist im Wesentlichen auf im Vorjahresvergleich niedrigere Verkaufspreise, höhere Frachtkosten (B2C), den Basiseffekt der Einstandskonditionen für die transformierten Praktiker-/Max Bahr-Baumärkte sowie Veränderungen im Sortimentsmix unter anderem durch den wachsenden Umsatzanteil des durchschnittlich margenschwächeren E-Commerce zurückzuführen. Diese Einflussfaktoren konnten durch gegenläufige positive Effekte aus der Veränderung der Einkaufspreise und Währungskurseffekte nicht ausgeglichen werden.

Die Filialkosten erhöhten sich im Wesentlichen bedingt durch höhere Werbeaufwendungen und gestiegene Betriebskosten um 6,0% auf 794,3 Mio. € (749,4 Mio. €). Aufgrund des im Vergleich zum Umsatzwachstum von 4,7% überproportionalen Kostenanstiegs legte die Filialkostenquote von 28,1% auf 28,4% zu. Positiv auf die Ertragslage wirkte sich der Rückgang der Voreröffnungskosten um knapp ein Drittel auf 8,4 Mio. € aus. Die Voreröffnungskostenquote verringerte sich von 0,5% auf 0,3%. Die Verwaltungskosten nahmen kumuliert um 13,8% auf 128,6 Mio. € (Vj. 113,0 Mio. €) zu. In Prozent vom Nettoumsatz stiegen sie von 4,2% auf 4,6%. Dieser Kostenanstieg wurde vor allem durch höhere Aufwendungen für Technologie, E-Commerce einschließlich Kundenservicecenter sowie strategische Projekte verursacht.

Das Konzernbetriebsergebnis (EBIT) lag mit 127,3 Mio. € nach neun Monaten 10,4% unter dem Vorjahreswert. Die Ergebnissituation nach Zinsen bzw. nach Steuern stellt sich positiver dar. Dank der kumuliert um 1,7 Mio. € niedrigeren Zinsaufwendungen sowie positiven Währungseffekte in Höhe von per saldo 3,3 Mio. € verbesserte sich das Finanzergebnis von minus 13,1 Mio. € auf minus 8,1 Mio. €. Das Konzernergebnis vor Steuern ging nach neun Monaten um 7,6% auf 119,2 Mio. € (Vj. 129,0 Mio. €) zurück. Aufgrund des veränderten Ländermixes verringerte sich die Steuerquote im Dreivierteljahr signifikant von 28,5% auf 23,2%.

Dadurch erreichte der Periodenüberschuss kumuliert mit 91,6 Mio. € nahezu den Vorjahreswert (92,3 Mio. €). Somit blieb das Ergebnis je Aktie mit 2,88 € (Vj. 2,90 €) fast unverändert.

Finanz- und Vermögenslage

Im Dreivierteljahr 2015/2016 nahmen die Investitionen expansionsbedingt von 76,9 Mio. € auf 109,9 Mio. € zu. In Grundstücke und Gebäude flossen rund 67% der Mittel, der Rest in Betriebs- und Geschäftsausstattung neuer und bestehender Märkte sowie in immaterielle Vermögenswerte (vorwiegend EDV-Software). Die Investitionen wurden vollständig aus dem operativen Cashflow in Höhe von 168,9 Mio. € (Vj. 164,8 Mio. €) finanziert. Auskunft über die Finanzierungs- und Investitionstätigkeit des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns gibt die Kapitalflussrechnung auf Seite 14.

Die Bilanzsumme des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns ist zum 30. November 2015 im Vergleich zum Bilanzstichtag 28. Februar 2015 um 6,6% 1.845,0 Mio. € gestiegen. Wesentliche Gründe dafür sind die um 62,5 Mio. € auf 820,2 Mio. € erhöhten Sachanlagen sowie der Anstieg der flüssigen Mittel um 47,3 Mio. € auf 382,1 Mio. €. Das bilanzielle Eigenkapital wächst im Stichtagsvergleich um 7,7% bzw. 70,8 Mio. € auf 993,2 Mio. €. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 53,8% (28. Februar 2015: 53,3%). Zum 30. November 2015 übersteigen die flüssigen Mittel die Finanzschulden (349,8 Mio. €) um 32,3 Mio. € Zum 28. Februar 2015 bestanden Nettofinanzschulden in Höhe von 9,6 Mio. €.

Mitarbeiter

Zum 30. November 2015 stehen konzernweit 16.533 (28. Februar 2015: 15.684) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem festen Arbeitsverhältnis der HORNBACH Baumarkt AG bzw. eines ihrer Tochterunternehmen, davon 6.939 (28. Februar 2015: 6.320) außerhalb Deutschlands.

Nachtragsbericht

Zwischen dem Abschluss des Dreivierteljahres zum 30. November 2015 und der Veröffentlichung dieses Zwischenberichts sind keine Ereignisse eingetreten, die für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns von wesentlicher Bedeutung sind.

Risiko- und Chancenbericht

Über Risiken und Chancen für die künftige Geschäftstätigkeit des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns haben wir im Risikobericht sowie im Chancenbericht des Geschäftsberichts 2014/2015 (ab Seite 75) ausführlich berichtet. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Zwischenberichts hat sich an diesen grundsätzlichen Einschätzungen zu den mittel- und langfristigen Entwicklungspotenzialen nichts Wesentliches geändert.

Prognosebericht

Im Geschäftsbericht des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns 2014/2015 haben wir auf den Seiten 89 bis 92 ausführlich die Prognose der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen sowie die Erwartungen für die Geschäftsentwicklung 2015/2016 im Konzern dargelegt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Zwischenberichts haben unsere grundsätzlichen Einschätzungen hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung und der Geschäftsaussichten für die DIY-Branche in unserem europaweiten Verbreitungsgebiet im Wesentlichen weiterhin Bestand. Aufgrund der schwachen Ergebnisentwicklung unseres Baumarktgeschäfts im dritten Quartal in Deutschland haben wir jedoch die Ertragsziele für die Geschäftsentwicklung des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns im Gesamtjahr 2015/2016 angepasst. Diese vorausschauenden Aussagen sind an die Annahme geknüpft, dass es im Verlauf des vierten Quartals 2015/2016 (1. Dezember 2015 bis 29. Februar 2016) weder zu einem unerwarteten Konjunktureinbruch, noch zu einer erheblichen Verschlechterung des Konsumklimas kommt.

Expansion

Bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres 2015/2016 sind keine weiteren Eröffnungen von HORNBACH Bau- und Gartenmärkten geplant. Unser Filialnetz wird somit zum Geschäftsjahresende 29. Februar 2016 konzernweit unverändert 153 Standorte umfassen.

Umsatzerwartungen für den HORNBACH Baumarkt AG Konzern

Der Vorstand bestätigt die im Geschäftsbericht 2014/2015 auf der Seite 90 veröffentlichte Einschätzung hinsichtlich der Umsatzerwartungen im Geschäftsjahr 2015/2016. Vor diesem Hintergrund streben wir weiterhin an, den Konzernumsatz, das heißt den Nettoumsatz einschließlich Neueröffnungen, Schließungen und Erweiterungsmaßnahmen, im Geschäftsjahr 2015/2016 im mittleren einstelligen Prozentbereich zu steigern. Für die flächen- und währungskursbereinigten Umsätze im Konzern erwarten wir weiterhin ein Wachstum im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich.

Ertragserwartungen für den HORNBACH Baumarkt AG Konzern

Wie bereits im Rahmen einer Ad-hoc-Mitteilung am 9. Dezember 2015 veröffentlicht, haben wir hingegen die zuletzt im Halbjahresfinanzbericht veröffentlichten Ertragserwartungen für den HORNBACH Baumarkt AG Konzern wegen der unbefriedigenden Ergebnisentwicklung im dritten Quartal 2015/2016 aktualisiert.

Wir rechnen damit, dass das Konzernbetriebsergebnis (EBIT) im Gesamtjahr 2015/2016 nicht mehr in etwa auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2014/2015 liegen wird. Vielmehr halten wir es für wahrscheinlicher, dass das EBIT den Vorjahreswert von 109,8 Mio. € um höchstens 20% unterschreiten wird.

KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

Gewinn- und Verlustrechnung

scroll
Mio. €1) 3. Quartal
2015/2016
3. Quartal
2014/2015
Veränderung in % Dreivierteljahr
2015/2016
Dreivierteljahr
2014/2015
Veränderung
in %
Umsatzerlöse 863,0 814,9 5,9
2.796,4 2.669,8 4,7
Kosten der umgesetzten Handelsware 547,2 508,9 7,5 1.745,4 1.656,8 5,3
Rohertrag 315,8 306,0 3,2
1.051,0 1.013,0 3,7
Filialkosten 267,1 247,7 7,8 794,3 749,4 6,0
Voreröffnungskosten 3,1 3,2 -2,6 8,4 12,1 -30,9
Verwaltungskosten 43,1 35,5 21,5 128,6 113,0 13,8
Sonstiges Ergebnis 2,5 -0,2
- 7,6 3,6 108,5
Betriebsergebnis (EBIT) 5,0 19,4 -74,3 127,3 142,2 -10,4
Zinsen und ähnliche Erträge 0,2 0,2
-4,2 0,6 0,7 -9,8
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3,5
3,7 -4,2 10,6 12,4 -14,1
Übriges Finanzergebnis -0,3
-0,4 -18,7 1,9 -1,4 -236,6
Finanzergebnis -3,7 -3,9 -5,7 -8,1 -13,1 -38,0
Konzernergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1,3 15,5 -91,6 119,2 129,0 -7,6
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,1 4,1 -96,9 27,6 36,8 -24,9
Periodenüberschuss 1,2 11,4 -89,6 91,6 92,3 -0,8
Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert in €) 0,04 0,36 -88,8 2,88 2,90 -0,7


1) Vorjahreswerte wurden aufgrund IFRIC 21 angepasst, siehe Textziffer [1] des Konzernanhangs.


Gesamtergebnisrechnung

scroll
Mio. €1) 3. Quartal
2015/2016
3. Quartal
2014/2015
Dreivierteljahr
2015/2016
Dreivierteljahr
2014/2015
Periodenüberschuss 1,2 11,4 91,6 92,3
Versicherungsmathematische Veränderung aus Pensionszusagen -1,1 -7,4 -0,6 -7,4
Latente Steuern auf versicherungsmathematische Veränderung aus Pensionszusagen 0,2 1,4 0,1 1,4
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen, die nicht reklassifiziert werden -0,9 -5,9 -0,5 -5,9
Bewertung derivativer Finanzinstrumente (Cashflow-Hedge)



direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen derivativer Sicherungsinstrumente -0,1 -0,1 -0,1 -1,1
erfolgswirksame Realisierung von Wertänderungen derivativer Sicherungsinstrumente 0,5 0,5 1,4 2,3
Bewertung zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte 0,0 0,0 0,4 0,0
Währungsanpassungen aus der Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen -0,7 0,4 -2,5 0,8
Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen -0,1 -0,1 -0,4 -0,3
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen, die reklassifiziert werden -0,4 0,7 -1,2 1,7
Gesamtergebnis -0,1 6,1 89,9 88,0


1) Vorjahreswerte wurden aufgrund IFRIC 21 angepasst, siehe Textziffer [1] des Konzernanhangs.


Bilanz

Aktiva1)

scroll

30. November 2015 28. Februar 2015

Mio. € % Mio. € %
Langfristiges Vermögen



Immaterielle Vermögenswerte 12,0 0,6 11,2 0,6
Sachanlagen 820,2 44,5 757,7 43,8
Fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke 14,7 0,8 15,4 0,9
Finanzanlagen 2,4 0,0 2,0 0,0
Sonstige langfristige Forderungen und Vermögenswerte 3,3 0,2 3,2 0,2
Langfristige Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1,6 0,1 3,2 0,2
Latente Steueransprüche 3,8 0,2 4,3 0,2

858,0 46,5 796,9 46,0
Kurzfristiges Vermögen



Vorräte 536,5 29,1 532,7 30,8
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 58,6 3,2 51,6 3,0
Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 9,9 0,5 14,9 0,9
Flüssige Mittel 382,1 20,7 334,8 19,3

987,0 53,5 934,1 54,0

1.845,0 100,0 1.731,0 100,0


Passiva1)

scroll

30. November 2015 28. Februar 2015

Mio. € % Mio. € %
Eigenkapital



Gezeichnetes Kapital 95,4 5,2 95,4 5,5
Kapitalrücklage 143,6 7,8 143,6 8,3
Gewinnrücklagen 754,2 40,9 683,4 39,5

993,2 53,8 922,4 53,3
Langfristige Schulden



Finanzschulden 252,6 13,7 337,6 19,5
Rückstellungen für Pensionen 12,9 0,7 11,1 0,6
Latente Steuerschulden 30,6 1,7 30,8 1,8
Sonstige langfristige Schulden 29,6 1,6 28,1 1,6

325,8 17,7 407,6 23,5
Kurzfristige Schulden



Finanzschulden 97,2 5,3 6,9 0,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige Verbindlichkeiten 340,3 18,4 288,8 16,7
Schulden aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 24,3 1,3 22,2 1,3
Sonstige Rückstellungen und abgegrenzte Schulden 64,3 3,5 83,1 4,8

526,0 28,5 401,0 23,2

1.845,0 100,0 1.731,0 100,0


1) Vorjahreswerte wurden aufgrund IFRIC 21 angepasst, siehe Textziffer [1] des Konzernanhangs.


Entwicklung des Konzerneigenkapitals

scroll
Dreivierteljahr 2014/2015
Mio. €
Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklage Hedging-Reserve Kumulierte
Währungsumrechnung
Sonstige
Gewinnrücklagen
Summe
Eigenkapital
Stand 1. März 2014 95,4 143,6 -3,0 22,8 603,1 862,0
Änderungen der Bilanzierung aufgrund IFRIC 21



-0,7 -0,7
Stand 1. März 2014 (angepasst) 95,4 143,6 -3,0 22,8 602,4 861,3
Periodenüberschuss1)



92,3 92,3
Versicherungsmathematische Veränderung
aus Pensionszusagen, netto nach Steuern




-5,9 -5,9
Bewertung derivativer Finanzinstrumente
(Cashflow-Hedge), netto nach Steuern


0,9

0,9
Währungsumrechnung


0,8
0,8
Gesamtergebnis

0,9 0,8 86,3 88,0
Dividendenausschüttung



-19,1 -19,1
Transaktionen eigene Anteile



-0,2 -0,2
Stand 30. November 2014 95,4 143,6 -2,0 23,6 669,4 930,0


scroll
Dreivierteljahr 2015/2016 Mio. € Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklage Hedging-Reserve Kumulierte
Währungsumrechnung
Sonstige
Gewinnrücklagen
Summe
Eigenkapital
Stand 1. März 20151) 95,4 143,6 -1,8 39,6 645,6 922,4
Periodenüberschuss



91,6 91,6
Versicherungsmathematische Veränderung aus Pensionszusagen, netto nach Steuern



-0,5 -0,5
Bewertung derivativer Finanzinstrumente (Cashflow-Hedge), netto nach Steuern

0,9

0,9
Bewertung zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, netto nach Steuern



0,4 0,4
Währungsumrechnung


-2,5
-2,5
Gesamtergebnis

0,9 -2,5 91,5 89,9
Dividendenausschüttung



-19,1 -19,1
Stand 30. November 2015 95,4 143,6 -0,9 37,1 717,9 993,2


1) Vorjahreswerte wurden aufgrund IFRIC 21 angepasst, siehe Textziffer [1] des Konzernanhangs.


Kapitalflussrechnung

scroll
Mio. €1) Dreivierteljahr
2015/2016
Dreivierteljahr
2014/2015
Periodenüberschuss 91,6 92,3
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 44,3 41,3
Veränderung der Rückstellungen (provisions) 2,5 -0,4
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen
sowie von zur Veräußerung vorgesehenen langfristigen Vermögenswerten
-0,3 -0,3
Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -4,6 2,2
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 38,2 31,0
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge -2,7 -1,4
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 168,9 164,8
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens
sowie von zur Veräußerung vorgesehenen langfristigen Vermögenswerten
1,3 1,0
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -106,9 -76,1
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -3,0 -0,8
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -108,6 -75,9
Gezahlte Dividenden -19,1 -19,1
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten -3,3 -26,4
Auszahlungen für Transaktionskosten 0,0 -0,5
Veränderung der kurzfristigen Finanzkredite 9,4 9,7
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -13,0 -36,2
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands 47,3 52,7
Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelbestands -0,1 -0,1
Finanzmittelbestand 1. März 334,8 371,1
Finanzmittelbestand 30. November 382,1 423,7


1) Vorjahreswerte wurden aufgrund IFRIC 21 angepasst, siehe Textziffer [1] des Konzernanhangs.


In den Finanzmittelbestand einbezogen werden Geldbestände und Bankguthaben sowie andere kurzfristige Geldanlagen.

Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde durch Ertragsteuerzahlungen um 18,7 Mio. € (Vj. 28,3 Mio. €) und durch Zinszahlungen um 3,7 Mio. € (Vj. 5,0 Mio. €) gemindert sowie durch erhaltene Zinsen um 0,6 Mio. € (Vj. 0,7 Mio. €) erhöht.

Der Posten sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge enthält im Wesentlichen latente Steuern, die Fortschreibung der nach der Effektivzinsmethode abgegrenzten Finanzierungskosten sowie nicht realisierte Währungsdifferenzen.

KONZERNANHANG

Erläuterungen zum Konzern-Zwischenbericht zum 30. November 2015

(1) Rechnungslegungsgrundsätze

Der nicht geprüfte Konzern-Zwischenbericht der HORNBACH Baumarkt AG (bis 3. August 2015: Hornbach-Baumarkt-Aktiengesellschaft) und ihrer Tochtergesellschaften für das Dreivierteljahr zum 30. November 2015 wird in Übereinstimmung mit § 315a HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind. Der verkürzte Zwischenbericht ist in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt.

Die Ermittlung des Ertragsteueraufwands für das Dreivierteljahr erfolgt gemäß IAS 34 "Zwischenberichterstattung" auf Basis des für das gesamte Geschäftsjahr erwarteten durchschnittlichen jährlichen Steuersatzes.

Der Zwischenbericht ist im Zusammenhang mit dem Konzernjahresabschluss der HORNBACH Baumarkt AG für das Geschäftsjahr 2014/2015 zu lesen. Wegen weiterer Informationen zu den im Einzelnen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wird auf diesen Abschluss verwiesen. Die dort enthaltenen Anmerkungen gelten, soweit nicht explizit auf Änderungen eingegangen wird, auch für diesen Zwischenbericht. Ferner steht dieser Zwischenbericht im Einklang mit dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 16 (DRS 16) - Zwischenberichterstattung - des Deutschen Rechnungslegungs Standards Comittee e.V. (DRSC).

Die Werte werden in Millionen Euro gerundet. Bei den verschiedenen Darstellungen können gegebenenfalls Rundungsdifferenzen auftreten. Prozentangaben sind auf Basis Tausend Euro gerechnet.

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Neue Standards, Änderungen von Standards und Interpretationen, die im Geschäftsjahr 2015/2016 erstmalig anzuwenden sind, wurden im Konzernjahresabschluss 2014/2015 beschrieben. Diese Beschreibung umfasste neben der grundsätzlichen Erläuterung ebenso die Darstellung der voraussichtlichen Auswirkungen aus der Erstanwendung.

Änderungen und Neuregelungen, die im Geschäftsjahr 2015/2016 erstmalig verpflichtend anzuwenden sind, haben mit Ausnahme der im folgenden genannten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern-Zwischenbericht der HORNBACH Baumarkt AG.

IFRIC 21 - Levies: Die Interpretation bezieht sich auf die Bilanzierung von öffentlichen Abgaben. Es wird klargestellt, wann derartige Verpflichtungen im Abschluss als Rückstellung oder Verbindlichkeit zu erfassen sind. Nicht in den Anwendungsbereich der Interpretation fallen insbesondere Strafzahlungen und Abgaben, die aus öffentlich-rechtlichen Verträgen resultieren oder in den Regelungsbereich eines anderen IFRS fallen, zum Beispiel IAS 12 Ertragsteuern. Gemäß der EU-Übernahme ist die Interpretation erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 17. Juni 2014 beginnen.

Die Interpretation hat Auswirkungen auf die Bilanzierung von Grundsteuerverpflichtungen des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns.

Aus der erstmaligen Anwendung ergeben sich folgende Effekte:

scroll
Mio. € 30.11.2014 30.11.2014 30.11.2014 28.2.2015 28.2.2015 28.2.2015

(alt) (Änderung) (neu) (alt) (Änderung) (neu)
Aktiva





Langfristiges Vermögen





Latente Steueransprüche 3,3 0,0 3,3 4,2 0,1 4,3
Kurzfristiges Vermögen





Forderungen und sonstige Vermögenswerte 58,4 -0,1 58,4 51,6 0,0 51,6
Passiva





Eigenkapital





Gewinnrücklagen 691,1 -0,1 690,9 684,1 -0,7 683,4
Langfristige Schulden





Latente Steuerschulden 31,5 0,0 31,5 31,0 -0,2 30,8
Kurzfristige Schulden





Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige Verbindlichkeiten 306,9 0,0 307,0 287,9 0,9 288,8
Sonstige Rückstellungen und abgegrenzte Schulden 65,5 0,0 65,5 83,0 0,1 83,1


scroll
Mio. € Dreivierteljahr
2014/2015
Dreivierteljahr
2014/2015
Dreivierteljahr
2014/2015

(alt) (Änderung) (neu)
Filialkosten -750,2 0,8 -749,4
Betriebsergebnis (EBIT) 141,4 0,8 142,2
Konzernergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 128,2 0,8 129,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -36,5 -0,2 -36,8
Periodenüberschuss 91,7 0,6 92,3


Die sich innerhalb des Geschäftsjahres 2014/2015 in der Gewinn- und Verlustrechnung ergebenden Anpassungen kehren sich bis zum Ende der Vergleichsperiode am 28. Februar 2015 vollständig um. Das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je Aktie erhöht sich zum 30. November 2014 um 0,02 EUR auf 2,90 EUR.

Ohne die Anwendung von IFRIC 21 hätten sich folgende Änderungen in den ersten neun Monaten zum 30. November 2015 ergeben:

Verringerung des Periodenüberschusses um 0,7 Mio. €

Erhöhung der Gewinnrücklagen um 0,1 Mio. €

Erhöhung sonstiger Aktiva um 0,1 Mio. €

(2) Saisonale Einflüsse

Im Allgemeinen verzeichnet der HORNBACH Baumarkt AG Konzern witterungsbedingt im Herbst und Winter eine schwächere Geschäftsentwicklung als in den Frühjahres- und Sommermonaten. Die saisonbedingten Schwankungen spiegeln sich in den Zahlen des Dreivierteljahres wider. Die Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten zum 30. November 2015 ist nicht zwangsläufig ein Indikator für das Gesamtjahr.

(3) Sonstiges Ergebnis

Das sonstige Ergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

scroll
Mio. € 3. Quartal
2015/2016
3. Quartal
2014/2015
Veränderung in %
Sonstige Erträge 3,8 4,6 -19,0
Sonstiger Aufwand 1,2 4,8 -74,7
Sonstiges Ergebnis 2,5 -0,2 -


scroll
Mio. € Dreivierteljahr
2015/2016
Dreivierteljahr
2014/2015
Veränderung in %
Sonstige Erträge 11,6 13,3 -12,5
Sonstiger Aufwand 4,1 9,7 -58,0
Sonstiges Ergebnis 7,6 3,6 108,5


Die sonstigen Erträge des Dreivierteljahres 2015/2016 resultieren im Wesentlichen aus operativen Erträgen und betreffen überwiegend Nebenerlöse der Bau- und Gartenmärkte, Erträge aus Schadensersatzleistungen, Werbekostenzuschüsse sowie Erträge aus Umlagen an den HORNBACH Holding AG & Co. KGaA Konzern (bis zum 8. Oktober 2015 HORNBACH HOLDING AG Konzern).

Die sonstigen Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus operativen Aufwendungen im Zusammenhang mit Verlusten aus Schadensfällen sowie Wertberichtigungen auf Forderungen.

(4) Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 (Earnings per Share) als Quotient aus dem den Aktionären der HORNBACH Baumarkt AG zustehenden Ergebnis des Berichtszeitraums und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der in Umlauf befindlichen Aktien ermittelt. Verwässernde Effekte auf das Ergebnis je Aktie ergaben sich - wie im Vorjahr - nicht.

Unverwässertes Ergebnis je Aktie

scroll

3. Quartal
2015/2016
3. Quartal
2014/20151)
Anzahl der ausgegebenen Stückaktien 31.807.000 31.807.000
Den Aktionären der HORNBACH Baumarkt AG zustehender Periodenüberschuss in Mio. € 1,2 11,4
Ergebnis je Aktie in € 0,04 0,36


scroll

Dreivierteljahr
2015/2016
Dreivierteljahr
2014/20151)
Anzahl der ausgegebenen Stückaktien 31.807.000 31.807.000
Den Aktionären der HORNBACH Baumarkt AG zustehender Periodenüberschuss in Mio. € 91,6 92,3
Ergebnis je Aktie in € 2,88 2,90


1) Vorjahreswerte wurden aufgrund IFRIC 21 angepasst, siehe Textziffer [1] des Konzernanhangs.


(5) Sonstige Angaben

Zum Ende des Dreivierteljahres am 30. November 2015 betragen die Personalaufwendungen des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns 473,7 Mio. € (Vj. 452,5 Mio. €).

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015/2016 wurden im HORNBACH Baumarkt AG Konzern Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von insgesamt 44,3 Mio. € (Vj. 41,3 Mio. €) vorgenommen.

(6) Eigenkapital

Der Vorstand der HORNBACH Baumarkt AG hat am 10. August 2015 beschlossen, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 2 AktG bis zu 50.000 Stück eigene Aktien zu erwerben. Die Aktien sollen für die Ende des Jahres 2015 geplante jährliche Ausgabe von Belegschaftsaktien erworben werden. Der Aktienrückkauf hat am 11. August 2015 begonnen und ist bis zum 29. Februar 2016 befristet. Am 11. November 2015 wurden an die Mitarbeiter 43.560 Aktien ausgegeben. Mit der Ausgabe der Mitarbeiteraktien gilt der Aktienrückkauf als abgeschlossen.

Der Rückkauf von Aktien nach diesem Vorstandsbeschluss erfolgt nach Maßgabe der Safe-Harbour-Regelungen gemäß § 20a Abs. 3 WpHG i.V.m. der Verordnung (EG) Nr. 2273/2003 der Kommission vom 22. Dezember 2003.

(7) Dividende

Wie vom Vorstand und Aufsichtsrat der HORNBACH Baumarkt AG vorgeschlagen, wurde mit Zustimmung durch die Hauptversammlung am 8. Juli 2015 eine Dividende von 0,60 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2014/2015 an die Aktionäre ausgeschüttet.

(8) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Erbbaurechts- und Leasingverhältnissen, bei denen die Unternehmen des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns nach den IFRS-Vorschriften nicht wirtschaftliche Eigentümer der gemieteten Vermögenswerte sind (Operating Lease). Zum Ende des Berichtszeitraums betragen diese 1.107,4 Mio. € (28. Februar 2015: 1.160,2 Mio. €).

In den oben genannten Werten sind Verpflichtungen aus Mietverträgen, die zu Beginn des Leasingverhältnisses als Finanzierungsleasingvertrag identifiziert wurden und erst mit Anspruch auf die Ausübung des Nutzungsrechts als Finanzierungsleasing erfasst werden, nicht enthalten. Zum Stichtag weisen diese Mietverpflichtungen einen Nominalbetrag von 65,5 Mio. € auf und werden in Folgeperioden als Finanzierungsleasing erfasst.

(9) Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen steht die HORNBACH Baumarkt AG unmittelbar oder mittelbar in Ausübung der normalen Geschäftstätigkeit mit verbundenen Unternehmen in Beziehung. Hierzu gehören neben der Muttergesellschaft HORNBACH Holding AG & Co. KGaA (bis zum 8. Oktober 2015 HORNBACH HOLDING AG) und ihrer Komplementärin (HORNBACH Management AG) ebenso deren direkte und indirekte Tochtergesellschaften. Über die im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit vorgenommenen und zum Jahresabschluss berichteten Transaktionen hinaus sind im Berichtszeitraum keine wesentlichen Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen erfolgt.

(10) Angaben zum beizulegenden Zeitwert

Die angewandten Methoden und Prinzipien zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts sind gegenüber dem Konzernjahresabschluss grundsätzlich unverändert. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte der Finanzinstrumente pro Bewertungskategorie des IAS 39 sowie deren Fair Values, aufgegliedert nach den Klassen der Bilanz:

scroll
Mio. € Kategorie Buchwert Marktwert Buchwert Marktwert


30.11.2015 30.11.2015 28.2.2015 28.2.2015
Aktiva




Finanzanlagen AfS 2,4 2,4 2,0 2,0
Forderungen und sonstige Vermögenswerte




Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR 51,6 51,6 40,2 40,2
Flüssige Mittel LaR 382,1 382,1 334,8 334,8
Passiva




Finanzschulden




Anleihen FLAC 247,5 271,5 247,0 274,8
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 96,8 97,0 92,1 92,4
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen n.a. 0,6 0,6 0,8 0,8
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 2,0 2,0 2,9 2,9
Derivate ohne Hedge-Beziehung FLHfT 2,8 2,8 1,7 1,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige/sonstige Verbindlichkeiten FLAC 266,6 266,6 239,1 239,1
Abgegrenzte Schulden FLAC 22,5 22,5 17,9 17,9


Nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 7 fallen Forderungen und sonstige Vermögenswerte in Höhe von 10,3 Mio. € (28. Februar 2015: 14,5 Mio. €), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige/sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 103,3 Mio. € (28. Februar 2015: 77,9 Mio. €; vor IFRIC 21 Anpassung 77,0 Mio. €) und abgegrenzte Schulden in Hohe von 32,8 Mio. € (28. Februar 2015: 55,8 Mio. €; vor IFRIC 21 Anpassung 55,7 Mio. €).

scroll
Mio. € 30.11.2015 28.2.2015
Aktiva

Bewertung erfolgt anhand von Inputdaten der Stufe 3

Available-for-Sale Financial Assets 2,4 2,0
Passiva

Bewertung erfolgt anhand von Inputdaten der Stufe 2

Derivate mit Hedge-Beziehung 2,0 2,9
Financial Liabilities Held for Trading 2,8 1,7


Bei den in der Bilanz innerhalb von Sicherungsbeziehungen angesetzten derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um Zinssicherungsgeschäfte (Zinsswaps). Derivative Finanzinstrumente außerhalb von Sicherungsbeziehungen beinhalten Fremdwährungseffekte aus offenen Bestellungen.

Hinsichtlich der Bewertung der Finanzanlagen, bei denen Stufe 3 Inputdaten zur Anwendung kommen, verweisen wir auf die Ausführungen im Konzernjahresabschluss 2014/2015. Im 2. Quartal 2015/2016 ergab sich eine erfolgsneutral zu erfassende Bewertungsänderung, welche im Wesentlichen auf eine Veränderung des relevanten Zinssatzes (WACC) zurrückzuführen war. Dieser reduzierte sich von 7,45% auf 7,09%. Im 3. Quartal 2015/2016 ergab sich keine wesentliche Bewertungsänderung.

scroll
Entwicklung der Finanzanlagen der Stufe 3 in Mio. € 2015/2016 2014/2015
Stand 1. März 2,0 0,0
Bewertungsänderung (OCI) 0,4 0,0
Stand 30. November 2,4 0,0


In der folgenden Übersicht werden die Sensitivitäten der wesentlichsten Inputfaktoren zum 30. November 2015 dargestellt:

scroll
Mio. € Fair Value

Anstieg Rückgang
Marktmiete (5%-Punkte Veränderung) 0,6 -0,6
Diskontierungszinssatz (50 Basispunkte Veränderung) -0,8 0,4


(11) Segmentberichterstattung

scroll
Dreivierteljahr 2015/2016 in Mio. €
Dreivierteljahr 2014/2015 in Mio. €1)
Baumärkte Immobilien Zentralbereiche
und Konsolidierung
HORNBACH Baumarkt AG Konzern
Segmenterlöse 2.795,1 120,8 -119,5 2.796,4

2.668,9 113,5 -112,6 2.669,8
Verkaufserlöse mit fremden Dritten 2.795,1 0,0 0,0 2.795,1

2.668,8 0,0 0,0 2.668,8
Mieterlöse mit fremden Dritten 0,0 1,3 0,0 1,3

0,0 0,9 0,0 0,9
Mieterlöse mit verbundenen Unternehmen 0,0 119,5 -119,5 0,0

0,0 112,6 -112,6 0,0
Segmentergebnis (EBIT) 102,7 42,7 -18,1 127,3

124,5 34,7 -17,0 142,2
Abschreibungen 27,0 12,5 4,9 44,3

25,8 11,3 4,3
41,3
EBITDA 129,7 55,2 -13,2 171,7

150,3 46,0 -12,7 183,5
Segmentvermögen 823,4 695,7 310,6 1.829,8

744,2 612,0 383,3 1.739,5
darin enthaltene Guthaben bei Kreditinstituten 80,7 0,0 275,9 356,6

33,5 0,0 350,8 384,2


scroll
Überleitungsrechnung in Mio.€1) Dreivierteljahr Dreivierteljahr

2015/2016 2014/2015
Segmentergebnis (EBIT) vor "Zentralbereiche und Konsolidierung" 145,4 159,2
Zentralbereiche -18,1 -17,0
Finanzergebnis -8,1 -13,1
Konzernergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 119,2 129,0


1) Vorjahreswerte wurden aufgrund IFRIC 21 angepasst, siehe Textziffer [1] des Konzernanhangs.


Bornheim, den 21. Dezember 2015

HORNBACH Baumarkt AG
Der Vorstand

FINANZTERMINKALENDER 2016

scroll
22. März 2016 Trading Statement 2015/2016
24. Mai 2016 Bilanzpressekonferenz 2015/2016
Veröffentlichung Geschäftsbericht
DVFA-Analystenkonferenz
24. Juni 2016 Mitteilung 1. Quartal 2016/2017 zum 31. Mai 2016
7. Juli 2016 Hauptversammlung HORNBACH Baumarkt AG
Festhalle Landau, Landau/Pfalz
29. September 2016 Halbjahresfinanzbericht 2016/2017 zum 31. August 2016
22. Dezember 2016 Mitteilung 3. Quartal 2016/2017 zum 30. November 2016


Investor Relations
Axel Müller
Telefon (+49) 0 63 48 / 60 - 24 44
Telefax (+49) 0 63 48 / 60 - 42 99
invest@hornbach.com
Internet: www.hornbach-gruppe.com

DISCLAIMER

Dieser Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen des Vorstands von HORNBACH beruhen. Zukunftsaussagen sind immer nur für den Zeitpunkt gültig, an dem sie gemacht werden. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen dieser prognostizierten Aussagen realistisch sind, kann die Gesellschaft nicht dafür garantieren, dass die Erwartungen sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, insbesondere im Konsumverhalten und im Wettbewerbsumfeld in den für HORNBACH relevanten Handelsmärkten. Ferner zählen dazu die mangelnde Akzeptanz neuer Vertriebsformate und neuer Sortimente sowie Änderungen der Unternehmensstrategie. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch HORNBACH ist wedergeplant, noch übernimmt HORNBACH die Verpflichtung dazu.