![]() HORNBACH Baumarkt AGBornheim/PfalzJahresabschluss zum 28. Februar 2017Bilanz zum 28. Februar 2017Aktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. März 2016 bis 28. Februar 2017scroll
AnhangAngaben zu dem UnternehmenDie HORNBACH Baumarkt AG mit Sitz in Bornheim bei Landau/Pfalz ist beim Amtsgericht Landau/Pfalz im Handelsregister unter der Nummer HRB 2311 eingetragen. Anwendung des Handelsgesetzbuches und des AktiengesetzesDer Jahresabschluss der HORNBACH Baumarkt AG ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Im Anhang werden die zu einzelnen Posten vorgeschriebenen Vermerksangaben angegeben. Umstellung auf die Vorschriften des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG)Am 23. Juli 2015 trat das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) in Kraft. Die Vorschriften des Gesetzes sind verpflichtend für Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2015 beginnen, anzuwenden und wurden im Jahresabschluss der HORNBACH Baumarkt AG erstmals zum 28. Februar 2017 umgesetzt. Im vorliegenden Jahresabschluss betrifft dies im Wesentlichen Umsatzerlöse, bezogene Leistungen und sonstige betriebliche Erträge sowie die Darstellung des Anlagespiegels. Darüber hinaus wurde die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung aufgrund der durch das BilRUG geänderten Vorschriften angepasst. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde auf eine Anpassung der Vorjahreswerte unter Ausübung des bestehenden Wahlrechts verzichtet (vgl. 246. Sitzung des HFA vom 23/24.11.2016). Die Vorjahreszahlen sind deshalb nur bedingt vergleichbar. Erklärung zum Corporate Governance Kodex:Im Dezember 2016 gaben Vorstand und Aufsichtsrat der HORNBACH Baumarkt AG gemäß § 161 des Aktiengesetzes die Entsprechenserklärung der Gesellschaft in Bezug auf den Deutschen Corporate Governance Kodex ab. Die Erklärung ist unter www.hornbach-holding.de, Rubrik Investor Relations, Menüpunkt "Corporate Governance" zugänglich. AnteilsbesitzlisteAnteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen der HORNBACH Baumarkt AG bestehen wie folgt: scroll
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Einschließlich Jahresergebnis 2016/2017 Die nachfolgende Tabelle zeigt die Devisenkurse für die Umrechnung der oben genannten Landeswährungen in EUR: scroll
Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie bisherigen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Wesentlichen beibehalten. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer, bewertet. Die Nutzungsdauern betragen zwischen 3 und 8 Jahren. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bilanziert. Die Herstellungskosten umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie Sonderkosten der Fertigung und angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Darüber hinaus wird der Werteverzehr des Anlagevermögens, sofern dieser durch die Fertigung veranlasst ist, in den Herstellungskosten erfasst. Zinsen auf Fremdkapital werden nicht aktiviert. Gebäude werden degressiv oder linear mit einer Nutzungsdauer von längstens 33 Jahren abgeschrieben. Soweit steuerlich zulässig, wurde für Zugänge bis zum 28. Februar 2010 die degressive Abschreibung für Wirtschaftsgebäude in Anspruch genommen. Ferner werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Wert vorgenommen, soweit es sich um dauernde Wertminderungen handelt. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Die in Vorjahren vorgenommenen Abschreibungen gem. § 6b EStG wurden gem. Art. 67 Abs. 4 EGHGB beibehalten. Das bewegliche Sachanlagevermögen wird ausschließlich linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauern betragen zwischen 3 und 15 Jahren. Bei Zugängen des Geschäftsjahres erfolgt die Abschreibung pro rata tempo. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis € 150 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und als Zu- und Abgänge ausgewiesen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als € 150 werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer abgeschrieben. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten, bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen, bilanziert. Sollten die Gründe für in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Anschaffungskosten der Warenbestände werden auf Grund von gewogenen Durchschnittspreisen ermittelt. Ausgelistete Artikel werden auf den voraussichtlich erzielbaren Verkaufspreis abzüglich noch anfallender Verkaufskosten abgewertet. Die Herstellkosten der unfertigen Leistungen betreffen Kundenaufträge über Warenlieferungen inklusive Serviceleistungen mit den von HORNBACH beauftragten Handwerkern. Die unfertigen Leistungen umfassen im Wesentlichen direkt zurechenbare Materialkosten und abgerechnete Handwerkerleistungen. Aufgrund der überwiegend durch Wareneinsatz geprägten unfertigen Leistungen sowie aus Gründen der Wesentlichkeit werden die entsprechenden Bestandsveränderungen im Materialaufwand gezeigt. Wertpapiere zur Deckung von Pensions- und Zeitwertkontenverpflichtungen (Deckungsvermögen) werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den entsprechenden Rückstellungen verrechnet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt; Einzelrisiken werden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko der Forderungen wird durch eine pauschale Wertberichtigung abgedeckt. Unverzinsliche Forderungen werden mit dem Barwert bilanziert. Für die Diskontierung wird ein fristenadäquater risikofreier Zinssatz verwendet. Die im Rahmen des unechten Factoring veräußerten Forderungen werden weiterhin unter den Forderungen ausgewiesen, solange das wirtschaftliche Risiko bei der Gesellschaft verbleibt. Korrespondierend hierzu werden in gleicher Höhe sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen. In Höhe des geschätzten Ausfallrisikos werden Wertberichtigungen gebildet. Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei längerfristigen Fremdwährungsforderungen werden Kursverluste zum Bilanzstichtag berücksichtigt, Bewertungsgewinne bleiben unberücksichtigt. Gemäß § 250 Abs. 3 HGB wird der Unterschiedsbetrag zwischen Ausgabebetrag und Erfüllungsbetrag einer Verbindlichkeit in den Rechnungsabgrenzungsposten aufgenommen. Der Unterschiedsbetrag wird auf die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt und in jährlich gleichbleibenden Beträgen getilgt. Latente Steuern werden für temporär abweichende Wertansätze zwischen Handels- und Steuerbilanz und für Verlustvorträge angesetzt. Aktive und passive latente Steuern werden gemäß § 274 Abs. 1 HGB verrechnet. Eine sich hieraus ergebende Steuerentlastung (Aktivüberhang) wird gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des Betrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist und unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Zinssatz abgezinst. Die Aufzinsungsbeträge sowie die Effekte aus Zinssatzänderungen werden in den Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen bzw. Zinsen und ähnliche Erträge ausgewiesen. Rückstellungen für Altersteilzeit werden gemäß der IDW-Stellungnahme zur Rechnungslegung - Bilanzierung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen (IDW RS HFA 3 bzw. IDW RS HFA 30) - von einem unabhängigen Gutachter unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G, Heubeck-Richttafeln-GmbH, ermittelt. Das Deckungsvermögen wird mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Altersteilzeitrückstellungen werden mit dem Deckungsvermögen aus Altersteilzeitkontenrückdeckung verrechnet. Die Erträge und die Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen werden innerhalb der Zinsen und ähnlichen Aufwendungen mit den Aufwendungen und Erträgen aus der korrespondierenden Anpassung der Verpflichtung verrechnet. Im Geschäftsjahr 2011/2012 hat die HORNBACH Baumarkt AG ihren Vorstandsmitgliedern eine einzelvertragliche Pensionszusage erteilt. Dieses Modell bietet die Chance zur Steigerung der Versorgungsansprüche, wobei die HORNBACH Baumarkt AG ihren Vorstandsmitgliedern gleichzeitig eine Mindestverzinsung in Höhe von 2% p.a. garantiert. Die durch die Gesellschaft bzw. zusätzlich durch die Vorstandsmitglieder eingebrachten Vermögensmittel werden treuhänderisch durch die Allianz Treuhand GmbH, Frankfurt am Main, in Fonds angelegt. Die treuhänderisch verwalteten Fondsanteile erfüllen die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 HGB als Deckungsvermögen und werden daher mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Die Erträge und die Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen werden mit den Aufwendungen und Erträgen aus der korrespondierenden Anpassung der Versorgungsverpflichtung verrechnet. Das Deckungsvermögen ist gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der Verpflichtungsumfang gegenüber den Versorgungsberechtigten wurde jeweils als Maximum des Fondsvermögens und des Barwerts der gezahlten Beiträge einschließlich der Garantieverzinsung angesetzt. Hierfür wurden die vom Arbeitgeber und Vorstand geleisteten Beiträge mit dem zugehörigen Fondsvermögen verglichen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sind gemäß § 253 Absatz 1 Satz 3 und Absatz 2 Satz 1 HGB unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens ermittelt worden. Für die Sterblichkeitsrate wurden die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck angewendet. Das verwendete Anwartschaftsbarwertverfahren entspricht der "Projected Unit Credit Method" gemäß IAS 19 (International Accounting Standards). Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei längerfristigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden Kursverluste zum Bilanzstichtag berücksichtigt, Bewertungsgewinne bleiben unberücksichtigt. Erläuterungen zur Bilanz(1) AnlagevermögenDas Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr 2016/2017 wie folgt entwickelt: scroll
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(2) Immaterielle VermögensgegenständeDie immateriellen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus EDV-Programmen. Die Zugänge der immateriellen Vermögensgegenstände im Geschäftsjahr 2016/2017 betreffen Programmierleistungen für in der Entwicklung befindliche Software sowie den Erwerb von Software-Lizenzen. (3) FinanzanlagenDie Finanzanlagen der HORNBACH Baumarkt AG sind bei verbundenen Unternehmen und Beteiligungen auf Seite 3 aufgeführt. Die Zugänge der Finanzanlagen im Geschäftsjahr 2016/2017 betreffen in Höhe von insgesamt T€ 20.139 je ein Darlehen an eine niederländische sowie eine rumänische Konzerngesellschaft. Zum Bilanzstichtag bestehen nunmehr sieben Darlehen an sechs niederländische und eine rumänische Konzerngesellschaft in Höhe von insgesamt T€ 84.873 (Vj. T€ 69.730). Die in Vorjahren vorgenommenen Wertberichtigungen auf die Beteiligung an der HORNBACH Centrala SRL, Domnesti, Rumänien, in Höhe von T€ 1.332 bestehen fort. Der Beteiligungsbuchwert beträgt zum 28. Februar 2017 weiterhin T€ 0 (Vj. T€ 0). Im Geschäftsjahr 2008/2009 wurde eine Wertberichtigung auf die Beteiligung an der Hornbach Solar-, Licht- und Energiemanagement GmbH in Höhe von T€ 25 gebildet. Der Beteiligungsbuchwert beträgt unverändert T€ 0. (4) ForderungenDie Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus Konzernfinanzierung. Die Zunahme der Forderungen im Geschäftsjahr 2016/2017 resultiert im Wesentlichen aus der gestiegenen Expansionstätigkeit von niederländischen Konzerngesellschaften. Alle Forderungen sind kurzfristig. (5) Sonstige VermögensgegenständeDie sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Pfandgeldern, Forderungen gegen Kreditkartengesellschaften sowie Forderungen aus Steuererstattungsansprüchen. In den Steuerforderungen sind nach Saldierung Vorauszahlungen für Umsatzsteuer in Höhe von T€ 1.439 (Vj. T€ 1.834) enthalten. Im Vorjahr waren zudem Garantieforderungen aus Altersteilzeitkontenrückdeckung in Höhe von T€ 109 enthalten, die vollständig mit Altersteilzeitrückstellungen verrechnet wurden. Die Steuerforderungen vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von T€ 2.394 (Vj. T€ 16.842) beinhalten im Wesentlichen einen auf Grund des SEStEG (Gesetz über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften) entstandenen Auszahlungsanspruch für Körperschaftsteuerguthaben in Höhe von T€ 1.665 (Vj. T€ 3.329). Die im Vorjahr gebuchten Steuerforderungen für zu hohe Steuervorauszahlungen der Veranlagungsjahre 2015 und 2016 (T€ 11.222) sowie Gewerbesteuerguthaben auf Auslandsdividenden (T€ 1.710) wurden im laufenden Geschäftsjahr abgewickelt. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben T€ 0 (Vj. T€ 1.673) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. (6) RechnungsabgrenzungspostenDie Rechnungsabgrenzungsposten betreffen im Wesentlichen Vorauszahlungen für Wartungsgebühren sowie ein Disagio im Zusammenhang mit der Aufnahme einer Anleihe (siehe Anmerkung (12)). (7) Aktive latente SteuernDie aktiven latenten Steuern ergeben sich aus folgenden Sachverhalten: scroll
Die latenten Steuern werden mit einem Steuersatz von 30 % ermittelt. (8) Gezeichnetes KapitalDas Grundkapital beträgt € 95.421.000,00. Es ist eingeteilt in 31.807.000 Stückaktien mit einem jeweiligen anteiligen Nennbetrag von € 3,00 je Aktie. Die Hauptversammlung vom 7. Juli 2011 fasste den Beschluss, ein genehmigtes Kapital I und ein genehmigtes Kapital II zu schaffen. Diese beiden bis zum 7. Juli 2016 genehmigten Kapitalien I und II sind im Geschäftsjahr 2016/2017 ausgelaufen. Durch die Hauptversammlung vom 7. Juli 2016 wurde nunmehr beschlossen, ein genehmigtes Kapital I und ein genehmigtes Kapital II unter folgenden Bestimmungen zu schaffen:
Insgesamt besteht damit ein genehmigtes Kapital von € 45.000.000,00; dies entspricht - wie im Vorjahr - 47,16 % des gegenwärtigen Grundkapitals. Mit Beschluss des Vorstands vom 5. September 2016 wurden den Arbeitnehmern der HORNBACH Baumarkt AG und deren ausländischen Tochtergesellschaften Belegschaftsaktien angeboten. Insgesamt wurden über die Börse 47.860 Stück Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von € 27,06 erworben und anschließend zu einem Preis von € 15,50 an die Arbeitnehmer überlassen. Die Differenz zwischen Erwerbskurs und dem Börsenkurs zum Zeitpunkt der Übertragung an die Mitarbeiter in Höhe von T€ 85 wurde im Eigenkapital erfasst; die Differenz zwischen Börsenkurs zum Zeitpunkt der Übertragung und Abgabepreis an die Mitarbeiter wurde erfolgswirksam erfasst. An die Mitarbeiter der HORNBACH Baumarkt AG wurden insgesamt 40.920 Stück Aktien abgegeben, an die Mitarbeiter der Tochtergesellschaften 6.940 Stück. WpHG-Stimmrechtsmitteilungenscroll
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über HORNBACH Holding AG & Co. KGaA,
Neustadt a. d. Weinstraße (9) KapitalrücklageZum 28. Februar 2017 beträgt die Kapitalrücklage unverändert T€ 142.602. (10) GewinnrücklagenVon den Gewinnrücklagen der HORNBACH Baumarkt AG sind unverändert T€ 1.023 gesetzliche Rücklagen. Im Geschäftsjahr 2016/2017 erhöhten sich die anderen Gewinnrücklagen um T€ 40.256 von T€ 310.174 auf nunmehr T€ 350.430. Einstellungen erfolgten gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 7. Juli 2016 in Höhe von T€ 13.352 und gemäß Beschluss des Vorstands vom 24. April 2017 in Höhe von T€ 26.818. Zudem wirkte sich bei der Ausgabe von Belegschaftsaktien die Differenz zwischen Erwerbskurs und dem Börsenkurs zum Zeitpunkt der Übertragung an die Mitarbeiter in Höhe von T€ 85 erhöhend In den anderen Gewinnrücklagen sind ausschüttungsgesperrte Rücklagen aus der Aktivierung von aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ 4.350 (Vj. T€ 4.323) enthalten. (11) RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen wurden in angemessenem Umfang für erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Sie enthalten im Wesentlichen Personalkosten, den Bedarf für ausstehende Rechnungen sowie Instandhaltungsverpflichtungen. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Zeitwertkonten werden zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 3.207 (Vj. T€ 2.866) mit dem entsprechenden Deckungsvermögen aus Wertpapieren verrechnet. Die historischen Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen zum Geschäftsjahresende 2016/2017 T€ 3.177 (Vj. T€ 2.824). Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind gem § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz von 3,96% (Vj. 4,27%) ermittelt worden. Der Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren in Höhe von 3,16% (Vj. 3,76%) hätte zu einem um T€ 11 (Vj. T€ 3) höheren Verpflichtungsumfang geführt. Es wurde wie im Vorjahr eine Gehaltssteigerung von 3% unterstellt. Die Pensionsverpflichtungen wurden mit dem entsprechenden Deckungsvermögen aus Wertpapieren in Höhe von T€ 7.706 (Vj. T€ 6.393) verrechnet. scroll
Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wurde anhand von Marktpreisen auf einem aktiven Markt bestimmt. Die Erträge und die Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen werden mit den Aufwendungen und Erträgen aus der korrespondierenden Anpassung der Versorgungsverpflichtung verrechnet. scroll
Die zum Ende des Geschäftsjahres 2015/2016 mit 16 Mitarbeitern bestandenen Altersteilzeitverträge sind im Geschäftsjahr 2016/2017 ausgelaufen. Die Altersteilzeit-Arbeit wurde im Rahmen des sogenannten Blockmodells geleistet. Die Rückstellungen für Erfüllungsrückstände sowie Aufstockungszahlungen in Höhe von T€ 158 wurden im Geschäftsjahr 2016/2017 vollständig abgewickelt. Die Garantieforderungen aus Altersteilzeitkontenrückdeckung in Höhe von T€ 109, die mit den Altersteilzeitrückstellungen verrechnet waren, wurden ebenfalls vollständig zurückgeführt. (12) Verbindlichkeitenscroll
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im üblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalt gesichert. Die Gesellschaft hat am 15. Februar 2013 eine siebenjährige Unternehmensanleihe über 250 Mio. € am Markt platziert. Bei einem Emissionskurs von 99,25% und einem Zinscoupon von 3,875% ergibt sich eine Rendite von 4% p.a. Die Anleihe ist an die Einhaltung bankenüblicher bindender Verpflichtungen (covenants) geknüpft, deren Nichteinhaltung die Pflicht zur vorzeitigen Rückzahlung zur Folge haben kann. Diese betreffen regelmäßig "pari passu"- und "negative pledge"-Erklärungen. Die HORNBACH International GmbH, Bornheim, garantiert mit ihrem Vermögen für die Rückzahlung. Das im Zusammenhang mit der Aufnahme der Anleihe fällige Disagio wird über die Laufzeit der Anleihe ratierlich verteilt. Es beträgt zum Bilanzstichtag T€ 792 (Vj. T€ 1.060). Das zum 30. Juni 2011 aufgenommene Schuldscheindarlehen in Höhe von 80 Mio. € wurde vertragsgemäß zum 30. Juni 2016 zurückgeführt. Die Vertragsvereinbarungen erforderten - wie bei der Anleihe - unter anderem die Einhaltung von covenants. Zusätzlich mussten bestimmte Finanzrelationen wie Eigenkapitalquote und Zinsdeckungsgrad eingehalten werden. Mit den Verbindlichkeiten der HORNBACH Baumarkt AG gegenüber verbundenen Unternehmen, die im Wesentlichen aus Konzernfinanzierung bestehen, sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 2.937 (Vj. T€ 2.260) saldiert. (13) RechnungsabgrenzungspostenDie passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen im Wesentlichen Ausgleichszahlungen im Zusammenhang mit Mietvertragsauflösungen oder -verlängerungen; die Auflösung des Postens erfolgt entsprechend der Restlaufzeit der betroffenen Verträge Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen in Höhe von T€ 63 (Vj. T€ 341) Ausgleichszahlungen von verbundenen Unternehmen. (14) Angaben zu sonstigen finanziellen Verpflichtungen, Haftungsverhältnissen und nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäftenscroll
Bei den Patronatserklärungen und Bürgschaften handelt es sich ausschließlich um Haftungsverhältnisse zugunsten von direkten und indirekten Tochterunternehmen der HORNBACH Baumarkt AG. Da die Tochtergesellschaften in der Regel stets mit ausreichend Eigenkapital ausgestattet werden, ist das Risiko einer Inanspruchnahme gering. scroll
Die Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen resultieren im Wesentlichen aus Sale & Leaseback-Transaktionen. Die betroffenen Objekte werden langfristig zurückgemietet. Wesentliche Chance der Sale & Leaseback-Transaktionen ist die Beschaffung von Liquidität, die zur Finanzierung der Expansionstätigkeit eingesetzt wird. Demgegenüber steht das Risiko des Liquiditätsabflusses aufgrund der langfristigen Bindung über die Grundmietzeit der Leasingverträge. Die HORNBACH Baumarkt AG hat mit der HORNBACH Immobilien AG, Bornheim, im Rahmen ihrer Expansionsstrategie eine Kreditlinie in Höhe von bis zu 50 Mio. € vereinbart. Der Vertrag wurde mit Vereinbarung vom 24. Juni 2013 um weitere 5 Jahre verlängert und hat nunmehr eine Laufzeit bis einschließlich 29. Juni 2018. Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2017 wurden keine Mittel abgerufen. (15) Derivative FinanzinstrumenteZur Absicherung von Wechselkurs- und Zinsrisiken werden derivative Finanzinstrumente wie Devisentermingeschäfte und Zinsswaps eingesetzt. Gemäß den Risiko-Grundsätzen der HORNBACH-Baumarkt-AG werden derivative Finanzinstrumente ausschließlich zu Sicherungszwecken gehalten. Im Zusammenhang mit der Absicherung von Zinsrisiken sind für handelsrechtliche Zwecke Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet, d.h. das Grundgeschäft (variabel verzinsliche Darlehen) und das Sicherungsgeschäft (Zinsswaps) werden zusammen betrachtet. Die Bilanzierung erfolgt nach der sogenannten Einfrierungsmethode. Die Marktwerte von Zinsswaps werden zum Bilanzstichtag von den Finanzinstituten ermittelt, bei denen diese abgeschlossen sind. Die Bewertung erfolgt unter Anwendung der Discounted-Cashflow-Methode. Für die gebildeten Bewertungseinheiten wird die prospektive Effektivität anhand der Critical Terms der jeweiligen Geschäfte sichergestellt. Als Critical Terms sind definiert:
Die Messung der retrospektiven Effektivität erfolgt nach der Dollar-Offset-Methode und wird in regelmäßigen Abständen vorgenommen. Sofern Ineffektivitäten bestehen, werden diese erfolgswirksam erfasst. Zum Geschäftsjahresende 2016/2017 bestehen keine Zinsswaps (Vj. T€ 80.000 mit einem Marktwert von T€ - 875). scroll
Das zum 30.6.2011 aufgenommene Schuldscheindarlehen in Höhe von 80 Mio. € wurde vertragsgemäß zum 30. Juni 2016 zurückgeführt. Die Devisentermingeschäfte dienen im Wesentlichen zur Absicherung von Währungsrisiken aus erwarteten Transaktionen in fremder Währung. Hier werden keine Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet. Die Marktwerte von Devisentermingeschäften werden auf Basis der Marktbedingungen zum Bilanzstichtag ermittelt. Positive Marktwerte werden nicht bilanziert. Für negative Marktwerte wird eine Drohverlustrückstellung erfasst. Die nachstehende Tabelle gibt eine Übersicht über die zum Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente, die nicht in einer Bewertungseinheit enthalten sind: scroll
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(16) UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse der HORNBACH Baumarkt AG setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Umsatzerlöse mit Dritten werden im Wesentlichen im Inland erwirtschaftet. Die Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen werden überwiegend im Ausland erzielt. Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2015/2016 wären unter Anwendung der Regelungen des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) um T€ 39.423 auf T€ 2.357.244 gestiegen. (17) Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge resultieren u.a. aus Währungs- und Veräußerungsgewinnen, aus der Auflösung von Rückstellungen, aus der Weiterbelastung von Kosten an fremde Dritte, aus Schadensersatzleistungen sowie der Ausbuchung von Verbindlichkeiten. Durch die Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) hätten sich durch die Umklassifizierung von sonstigen betrieblichen Erträgen in Umsatzerlöse die sonstigen betrieblichen Erträge des Geschäftsjahres 2015/2016 um T€ 39.423 auf T€ 13.168 verringert. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 3.898 (Vj. T€ 4.839) enthalten. Die periodenfremden Erträge umfassen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 2.325 (Vj. T€ 2.784) sowie aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 790 (Vj. T€ 1.257). Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 175 (Vj. T€ 1.447). (18) Aufwendungen für bezogene LeistungenDurch die Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) hätten sich die Aufwendungen für bezogene Leistungen des Geschäftsjahres 2015/2016 um T€ 12.239 auf T€ 68.201 erhöht, bedingt durch die Notwendigkeit, Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Erzielung von Umsatzerlösen stehen, aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in die Aufwendungen für bezogene Leistungen umzugliedern. (19) PersonalaufwandDer Personalaufwand gliedert sich in: scroll
Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen T€ 2.216 (Vj. T€ 2.181). scroll
Im Jahresdurchschnitt und auf Vollzeit umgerechnet sowie um inaktive Mitarbeiter bereinigt, wurden in der HORNBACH Baumarkt AG -mit Aushilfen und Leihkräften- 8.513 (Vj. 8.478) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. (20) AbschreibungenDurch die in Vorjahren durchgeführten Abschreibungen gemäß § 6b EStG hat sich im Berichtsjahr eine um T€ 1.669 (Vj. T€ 1.669) geringere planmäßige Abschreibung ergeben. Auch in den Folgejahren wird es dadurch zu geringeren planmäßigen Abschreibungen kommen. Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurden bei den Sachanlagen außerplanmäßige Abschreibungen auf Grundstücke und Gebäude in Höhe von T€ 7.500 vorgenommen. (21) Sonstige betriebliche AufwendungenBei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden im Wesentlichen Raumkosten, Vertriebs- und Werbeaufwendungen, allgemeine Verwaltungs- und Betriebskosten, Beratungskosten, sonstige Personalaufwendungen, Kraftfahrzeugkosten sowie Verluste aus Schadensfällen ausgewiesen. Durch die Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) hätten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2015/2016 um T€ 12.239 verringert und hätten T€ 351.661 betragen, bedingt durch die Notwendigkeit Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Erzielung von Umsatzerlösen stehen, in die Aufwendungen für bezogene Leistungen umzugliedern. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 1.514 (Vj. T€ 751), die im Wesentlichen aus Verlusten aus Anlagenabgängen sowie Wertberichtigungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 261 (Vj. T€ 115). (22) BeteiligungsergebnisDas Beteiligungsergebnis betrifft ausschließlich verbundene Unternehmen und enthält im Geschäftsjahr 2016/2017 das übernommene Ergebnis aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der HORNBACH International GmbH, Bornheim; zudem erfolgte wie im Vorjahr eine Gewinnausschüttung der HORNBACH Versicherungs-Service GmbH, Bornheim. scroll
(23) Erträge aus Ausleihungen des FinanzanlagevermögensDie Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens betreffen ausschließlich verbundene Unternehmen und resultieren aus sieben Darlehen an sechs niederländische und eine rumänische Konzerngesellschaft. (24) Sonstige Zinsen und ähnliche ErträgeVon den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen resultieren T€ 653 (Vj. T€ 720) aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen; davon im Rahmen der kurzfristigen Konzernfinanzierung in Höhe von T€ 129 (Vj. T€ 138). Im Geschäftsjahr 2016/2017 sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 189 (Vj. T€ 74) enthalten, die aus der Verzinsung einer Gewerbesteuerforderung aus Vorjahren resultieren. (25) Zinsen und ähnliche AufwendungenVon den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen resultieren T€ 1.427 (Vj. T€ 1.843) aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen; davon im Rahmen der kurzfristigen Konzernfinanzierung in Höhe von T€ 145 (Vj. T€ 322). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten T€ 303 (Vj. T€ 241) aus der Aufzinsung von Rückstellungen. Im Geschäftsjahr 2016/2017 sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 0 (Vj. T€ 1) enthalten. (26) Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Ertragsteuern beinhalten im Geschäftsjahr 2016/2017 periodenfremde Erträge von T€ 487 (Vj. T€ 445). Zum Stichtag 28. Februar 2017 betragen die latenten Steuern auf Verlustvorträge T€ 655 (Vj. T€ 1.562). Insgesamt beträgt der latente Steuerertrag im Geschäftsjahr 2016/2017 T€ 28 (Vj. T€ 1.934). Die latenten Steuern wurden mit einem Steuersatz von 30% ermittelt. (27) Sonstige SteuernDie sonstigen Steuern betreffen im Wesentlichen Grundsteuer und Kraftfahrzeugsteuer. Sonstige Angaben(28) VorstandMitglieder des Vorstands waren im Geschäftsjahr 2016/2017: scroll
Die Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016/2017 betragen T€ 5.687. Dabei entfallen T€ 2.805 auf die feste Vergütung und T€ 2.882 auf erfolgsbezogene Komponenten. Für aktive Mitglieder des Vorstands sind im Geschäftsjahr 2016/2017 Leistungen nach Beendigung des Dienstverhältnisses (Dotierung Pensionsrückstellung) in Höhe von T€ 663 angefallen. Die Pensionsrückstellungen der ehemaligen Vorstandsmitglieder betragen im Geschäftsjahr 2016/2017 insgesamt T€ 1.268 (Vj. T€ 1.247). Sämtlichen Pensionsrückstellungen stehen Wertguthaben gegenüber (Anmerkung 11). Auf eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsbezüge wird aufgrund eines bis einschließlich Geschäftsjahr 2020/2021 befristeten Aktionärsbeschlusses verzichtet. (29) AufsichtsratMitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2016/2017: Von Seiten der Anteilseigner scroll
Von Seiten der Arbeitnehmer scroll
Die Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2016/2017 beläuft sich auf insgesamt T€ 515. Dabei entfallen T€ 390 auf die Grundvergütung und T€ 125 auf die Ausschusstätigkeit. Die laufende Amtszeit sämtlicher Aufsichtsratsmitglieder endet mit Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2017/2018 beschließt. Mandate in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien (Angaben gemäß § 285 Nr. 10 HGB)Mitglieder des Aufsichtsratsa) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten b) Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien Albrecht Hornbacha) HORNBACH Immobilien AG (Vorsitzender) b) Inception Exploration Ltd. (Member of Board) Rheinland-Pfalz Bank (Mitglied des Beirats) Dr. Wolfgang Rupfa) HORNBACH Holding AG & Co. KGaA (Vorsitzender) HORNBACH Management AG (Vorsitzender) IVA Valuation & Advisory AG (Stellvertretender Vorsitzender) b) Inception Exploration Ltd. (Member of Board) Monika Di Silvestre (seit 5. April 2017)a) WASGAU Produktions & Handels AG Dr. John Feldmanna) Bilfinger SE (bis Mai 2016) HORNBACH Holding AG & Co. KGaA HORNBACH Management AG KION Group AG (Vorsitzender) Erich Harscha) HORNBACH Holding AG & Co. KGaA HORNBACH Management AG Georg Hornbacha) HORNBACH Management AG Martin Hornbacha) Corivus AG (Vorsitzender) HORNBACH Holding AG & Co. KGaA (stellvertretender Vorsitzender) b) Corivus Swiss AG (Vorsitzender des Verwaltungsrats) Hans Kroha († 5. April 2017)a) WASGAU Produktions & Handels AG Joerg Walter Sosta) DUOPLAST AG HORNBACH Holding AG & Co. KGaA HORNBACH Management AG b) Atreus GmbH (Mitglied des Beirats) Bürger GmbH (Vorsitzender des Beirats) DUOPLAST Holding GmbH (Mitglied des Beirats) ECF GmbH (Vorsitzender des Beirats) Norafin Industries GmbH (Vorsitzender des Beirats seit September 2016) VR Equitypartner GmbH (Vorsitzender des Beirats seit November 2016) Weisshaar GmbH (Mitglied des Beirats seit Juni 2016) ZT Management Holding GmbH (Mitglied des Beirats) Prof. Dr.-Ing. Jens P. Wulfsberga) HORNBACH Management AG Mitglieder des Vorstandsa) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten b) Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien Steffen Hornbacha) HORNBACH Immobilien AG Roland Pelkaa) HORNBACH Immobilien AG (Stellvertretender Vorsitzender) WASGAU Produktions & Handels AG b) Commerzbank AG (Mitglied des Regionalbeirats Mitte) Susanne Jägera) VR Bank Südliche Weinstraße eG Wolfger Ketzlera) Med 360° AG (vormals firmierend als RNR AG) (Vorsitzender) (30) BilanzgewinnNach Einstellung von € 26.818.000,00 aus dem Jahresüberschuss 2016/2017 in andere Gewinnrücklagen verbleibt ein Bilanzgewinn von € 26.819.871,49. Wir schlagen der Hauptversammlung folgende Gewinnverwendung vor: scroll
Die Gesellschaft erstellt für den kleinsten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss, der im Bundesanzeiger offen gelegt wird. Ferner wird die HORNBACH Baumarkt AG in den Konzernabschluss der HORNBACH Management AG, Annweiler am Trifels, (größter Kreis von Unternehmen) einbezogen. Der Konzernabschluss der HORNBACH Management AG wird im Bundesanzeiger offen gelegt.
Bornheim bei Landau/Pfalz, den 15. Mai 2017 HORNBACH Baumarkt AG Der Vorstand Steffen Hornbach Roland Pelka Susanne Jäger Wolfger Ketzler Karsten Kühn Ingo Leiner Dr. Andreas Schobert ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHTGRUNDLAGEN DES KONZERNSDer Konzern im ÜberblickDer HORNBACH Baumarkt AG Konzern (im Folgenden "HORNBACH") ist eines der führenden Do-it-yourself (DIY) Einzelhandelsunternehmen in Europa. Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2017 betreibt der Konzern 155 großflächige Bau- und Gartenmärkte mit einem einheitlichen Marktauftritt in neun Ländern. 98 Standorte befinden sich in Deutschland. 57 weitere Standorte liegen im übrigen Europa und verteilen sich auf die Länder Österreich (14), Niederlande (12), Luxemburg (1), Tschechien (10), Schweiz (6), Schweden (5), Slowakei (3) und Rumänien (6). Bei einer Gesamtverkaufsfläche von mehr als 1,8 Mio. qm beträgt die Durchschnittsgröße eines HORNBACH Bau- und Gartenmarktes rund 11.700 qm. Im Geschäftsjahr 2016/2017 (1. März 2016 bis 28. Februar 2017) erzielte der HORNBACH Baumarkt AG Konzern einen Nettoumsatz von rund 3,71 Mrd. €. Damit ist HORNBACH der drittgrößte Handelskonzern der deutschen DIY-Branche und europaweit die Nummer fünf. Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2017 arbeiten 16.929 (Vj. 16.600) Beschäftigte im HORNBACH Baumarkt AG Konzern, davon 7.340 (Vj. 7.034) außerhalb Deutschlands. Die Grafik auf Seite 7 zeigt die aktuelle Konzernstruktur und gibt einen Überblick über die wichtigsten Beteiligungen der HORNBACH Baumarkt AG. Die vollständigen Details zum Konsolidierungskreis und den konsolidierten Beteiligungen werden im Konzernanhang dargestellt. Die HORNBACH Baumarkt AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft. Von den rund 31,8 Mio. Stammaktien der Gesellschaft (ISIN DE0006084403, Prime Standard) hält die Muttergesellschaft HORNBACH Holding AG & Co. KGaA 76,4%. 23,6% der Aktien befinden sich im Streubesitz (Stand: 28. Februar 2017). Das Unternehmen wurde im Jahr 1877 gegründet und ist inzwischen in der fünften Generation familiengeführt. Geschäftsmodell des KonzernsHandelsaktivitätenBei HORNBACH steht der Projektkunde im Mittelpunkt. Das sind einerseits leidenschaftliche Heimwerker und professionelle Kunden, die in Eigenregie umfangreiche Renovierungs- und Bauvorhaben im Haus, in der Wohnung oder im Garten verwirklichen (Do-it-yourself). Das sind andererseits Kunden, die ihre Produkte selbst auswählen, die komplette Abwicklung ihres Projekts einschließlich aller Dienstleistungen jedoch einem leistungsfähigen Partner anvertrauen (Do-it-for-me). Auf diese Zielgruppen sind alle Aktivitäten des Unternehmens ausgerichtet. So bietet HORNBACH seinen Kunden leicht zu erreichende Standorte, ein breites und tiefes Sortiment in ausreichend großen Mengen und anspruchsvoller Qualität, verlässliche und transparente Dauertiefpreise sowie professionelle Beratung und projektbezogene Services. Nicht zuletzt dank der innovativen Werbung hat sich HORNBACH bei den DIY-Kunden erfolgreich als Marke etabliert und erzielt in renommierten Verbraucherbefragungen regelmäßig Bestnoten in der Kundenzufriedenheit. Die Produktpalette der HORNBACH-Filialen umfasst im Durchschnitt rund 50.000 stationär vorrätige Artikel aus den fünf Warenbereichen Eisenwaren / Elektro, Farben / Tapeten / Bodenbeläge, Baustoffe / Holz / Baufertigteile, Sanitär / Fliesen sowie Garten. HORNBACH hat eine jahrzehntelange Erfahrung im Betreiben von großflächigen Bau- und Gartenmärkten in großen regionalen Einzugsgebieten. Das Unternehmen vertraut dabei auf die Stärken des organischen Wachstums. Das Portfolio der 155 Standorte (28. Februar 2017) im In- und Ausland ist sehr homogen. Die meisten Märkte im Konzern haben Verkaufsflächen von mehr als 10.000 qm. Dadurch profitiert HORNBACH von Größenvorteilen (Economies of Scale) im Betrieb und der konzeptionellen Weiterentwicklung der Märkte sowie in der Konzernlogistik. Dabei setzt das Unternehmen nicht nur auf das stationäre Einzelhandelsgeschäft, sondern auch auf das Entwicklungspotenzial im E-Commerce. Der HORNBACH-Onlineshop als leistungsfähiger virtueller Bau- und Gartenmarkt wird sukzessive in alle Länder ausgerollt, in denen HORNBACH Filialen betreibt. Der Leitgedanke dahinter: Der Kunde findet bei HORNBACH alle Kanäle, über die er sein Projekt umsetzen kann. ImmobilienaktivitätenDer HORNBACH Baumarkt AG Konzern verfügt über einen erheblichen Immobilienbesitz. Hierbei handelt es sich überwiegend um selbst genutzte Einzelhandelsimmobilien. Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2017 standen 29% der Verkaufsflächen im Eigentum des Konzerns. Die HORNBACH Immobilien AG und ihre Tochtergesellschaften halten weitere 28% der DIY-Verkaufsflächen im Eigentum. Die übergeordnete Strategie ist es, mindestens die Hälfte der für betriebliche Zwecke genutzten Immobilien, gemessen an der Verkaufsfläche, im Eigentum des Gesamtkonzerns HORNBACH Holding AG & Co. KGaA zu halten. BerichtssegmenteDie Einteilung der Geschäftsfelder (Segmente) entspricht dem innerbetrieblichen Berichtswesen, das von Vorstand und Management des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns zur Steuerung des Unternehmens genutzt wird. Das Segment "Handel" umfasst die 155 (Vj. 153) im HORNBACH Baumarkt AG Konzern zusammengefassten Bau- und Gartenmärkte sowie unsere Handelsaktivitäten im E-Commerce. Die Umsätze im Konzern der HORNBACH Baumarkt AG werden primär im Segment Handel, das heißt im operativen Handelsgeschäft generiert. Das Segment "Immobilien" umfasst die vom HORNBACH Baumarkt AG Konzern gehaltenen Einzelhandelsimmobilien. In diesem Segment werden konzernintern kalkulatorische Mieten zu marktüblichen Konditionen weiterverrechnet. Die Erträge aus der kalkulatorischen Weiterverrechnung von Mieten werden als "Mieterlöse mit verbundenen Unternehmen" in der Segmentberichterstattung vollständig konsolidiert. In der Überleitungsspalte "Zentralbereiche und Konsolidierung" sind die nicht den Segmenten zugeordneten Posten der Verwaltungen sowie Konsolidierungspositionen zusammengefasst. SteuerungssystemDie im Folgenden beschriebenen Steuerungskennzahlen werden sowohl für Zwecke der Steuerung des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns als auch der HORNBACH Baumarkt AG verwendet. Bedeutsamste SteuerungskennzahlenDer Umsatz ist für ein Handelsunternehmen wie den HORNBACH Baumarkt AG Konzern die zentrale Steuerungsgröße des operativen Geschäfts. Dieser ist der unmittelbare Gradmesser für unseren Erfolg beim Kunden. Die Umsatzentwicklung wird als Netto-Gesamtumsatz in Euro berichtet. Das Betriebsergebnis (EBIT) ist die zentrale Kennzahl für die Planung, Messung und Steuerung der Ertragsentwicklung des Konzerns. Es ist das Ergebnis unbeeinflusst von Zinsen und Steuern. Berechnet wird es in der Gewinn- und Verlustrechnung aus dem Rohertrag in Euro abzüglich der Kosten (Filial-, Voreröffnungs- und Verwaltungskosten) plus sonstiges Ergebnis. Zur Steuerung der operativen Ertragsentwicklung verwenden wir als bedeutsamste Leistungskennzahl das bereinigte EBIT (adjusted EBIT oder operatives Betriebsergebnis). Bei der Berechnung wird das EBIT um nicht-operative Ergebniseffekte bereinigt. Nicht-operative Aufwendungen werden dem EBIT hinzugerechnet (Beispiele: außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögenswerte, Zuführung zu Rückstellungen für belastende Verträge). Nicht-operative Erträge werden vom EBIT abgezogen (Beispiele: Erträge aus der Veräußerung von Immobilien, Erträge aus Zuschreibungen auf in Vorjahren wertberichtigte Vermögenswerte). Dadurch eignet sich das bereinigte EBIT besonders für den Vergleich der operativen Ertragsentwicklung im Zeitablauf sowie für Prognosen. Alternative LeistungskennzahlenIm vorliegenden Geschäftsbericht verwenden wir zur Erläuterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zudem alternative Leistungskennzahlen, die nicht nach IFRS definiert sind. Bezogen auf die Bau- und Gartenmärkte (DIY) wird die Veränderungsrate der flächen- und währungskursbereinigten Umsätze als alternative Leistungskennzahl dargestellt. Sie dient zur Performancemessung des operativen Geschäfts und als Indikator für das organische Wachstum unserer Einzelhandelsaktivitäten (stationäre Filialen und Online-Shops). Bei der Berechnung der flächenbereinigten Umsätze werden alle Bau- und Gartenmärkte zugrunde gelegt, die mindestens ein volles Jahr in Betrieb sind. Neueröffnungen, Schließungen und Märkte mit wesentlichen Umbaumaßnahmen in den zurückliegenden zwölf Monaten werden dagegen nicht berücksichtigt. Die flächenbereinigten Umsätze werden ohne Mehrwertsteuer (netto) und auf Basis lokaler Währung für den zu vergleichenden Berichtszeitraum ermittelt (währungskursbereinigt). Die flächen- und währungskursbereinigte Veränderungsrate ist somit ein Performanceindikator, unabhängig von Währungseinflüssen. Auf Euro-Basis werden zusätzlich die flächenbereinigten Umsätze einschließlich der Währungskurseffekte in den Nicht-Euro-Ländern unseres europaweiten Filialnetzes ermittelt. Stellschrauben für die Ertragskraft des Konzerns sind die Filial-, Voreröffnungs- und Verwaltungskosten. Als Steuerungsgrößen und zugleich Trendindikatoren für die Kostenentwicklung verwenden wir die in Prozent vom Nettoumsatz errechneten Kostenquoten als alternative Leistungskennzahlen. Seit dem Berichtsjahr 2016/2017 werden in den Funktionskosten die zuordenbaren nicht-operativen Erträge und Aufwendungen ausgewiesen (zuvor: Ausweis im sonstigen Ergebnis). Bei Bedarf berichten wir zur Kommentierung der operativen Ertragsentwicklung über die um nicht-operative Ergebniseffekte bereinigten Funktionskosten. Die Filialkostenquote ist der Quotient aus Filialkosten und Nettoumsatz. Die Filialkosten beinhalten Kosten, die im Zusammenhang mit dem Betrieb der stationären Bau- und Gartenmärkte sowie der Onlineshops stehen. Sie beinhalten im Wesentlichen Personal-, Raum- und Werbekosten sowie Abschreibungen und allgemeine Betriebskosten wie beispielsweise Transportkosten, Wartung und Instandhaltung. Die Voreröffnungsquote ist der Quotient aus Voreröffnungskosten und Nettoumsatz. Als Voreröffnungskosten werden Kosten, die im zeitlichen Zusammenhang mit der Errichtung eines neuen stationären Bau- und Gartenmarktes bis zur Neueröffnung stehen, ausgewiesen. Die Voreröffnungskosten bestehen im Wesentlichen aus Personalkosten, Raumkosten und Verwaltungsaufwand. Die Verwaltungskostenquote ist der Quotient aus Verwaltungskosten und Nettoumsatz. In den Verwaltungskosten werden sämtliche Kosten der Verwaltung ausgewiesen, die im Zusammenhang mit dem Betrieb oder der Einrichtung von stationären Bau- und Gärtenmärkten sowie dem Aufbau und Betrieb des Onlinehandels (E-Commerce) stehen und diesen nicht direkt zugeordnet werden können. Sie beinhalten im Wesentlichen Personalkosten, Rechts- und Beratungskosten, Abschreibungen, Raumkosten sowie IT-, Reise- und Kraftfahrzeugkosten. Neben den rein administrativen Verwaltungskosten sind darin auch projektbezogene Aufwendungen sowie insbesondere Kosten für die zunehmende Digitalisierung unseres Geschäftsmodells (Interconnected Retail) enthalten. Das EBITDA dient als alternative Leistungskennzahl zur Kommentierung der Ertragsentwicklung im Berichtszeitraum. EBITDA steht für "Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization", das heißt das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Das EBITDA hat Kapitalfluss-(Cashflow-) Charakter, da die liquiditätsunwirksamen Abschreibungen zum Betriebsergebnis (EBIT) addiert werden. Zur Kommentierung der Vermögenslage verwenden wir die Eigenkapitalquote. Sie ist der Quotient aus bilanziellem Eigenkapital und Gesamtkapital (Bilanzsumme). Bezüglich des Eigenkapitals steuert der Konzern keinen definierten Zielwert an. Vielmehr streben wir zur Absicherung unserer finanziellen Stabilität und Unabhängigkeit grundsätzlich eine dauerhaft stabile, hohe bilanzielle Eigenkapitalquote an. Eine alternative Leistungskennzahl zur Kommentierung der Finanzlage sind die Netto-Finanzschulden. Berechnet werden sie als Summe der kurzfristigen und langfristigen Finanzschulden abzüglich der flüssigen Mittel und - soweit vorhanden - abzüglich kurzfristiger finanzieller Vermögenswerte (Finanzanlagen). Zur Vermeidung von Negativzinsen bei Geldeinlagen wurde mit Beginn des Geschäftsjahres 2016/2017 ein Teil der flüssigen Mittel in liquiditätsnahe kurzfristige Finanzanlagen mit einer Laufzeit von mehr als drei bis maximal zwölf Monaten umgeschichtet. Durch die Berücksichtigung der kurzfristigen Finanzanlagen in der Berechnung der Netto-Finanzschulden wird eine bessere Vergleichbarkeit mit der Vorperiode hergestellt. Weitere SteuerungskennzahlenAuskunft über den warenwirtschaftlichen Erfolg gibt die Entwicklung der Handelsspanne (Rohertragsmarge). Sie ist definiert als der warenwirtschaftliche Rohertrag (Saldo aus Umsatzerlösen und Kosten der umgesetzten Handelsware) in Prozent vom Nettoumsatz. Diese wichtige Steuerungsgröße wird maßgeblich beeinflusst von der Entwicklung der Einkaufs- und Verkaufspreise, von Veränderungen im Sortimentsmix sowie Währungskurseffekten im Zuge des internationalen Einkaufs. Die Steuerung der Finanz- und Vermögenslage des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns verfolgt das Ziel, die Liquidität des Konzerns jederzeit sicherzustellen sowie den Finanzierungsbedarf für das nachhaltige Wachstum des Konzerns möglichst kostengünstig zu decken. Zu den weiteren Steuerungsgrößen gehören vor diesem Hintergrund die zahlungswirksamen Investitionen in Grundstücke, Gebäude, Betriebs- und Geschäftsausstattung für neue und bestehende Bau- und Gartenmärkte sowie in immaterielle Vermögenswerte. Dabei streben wir ein ausgewogenes Verhältnis zwischen dem operativen Cashflow und den geplanten Investitionen an. Für Handelsunternehmen ist die Lagerumschlagshäufigkeit ein wichtiger Indikator für die Effizienz der Warenwirtschaft. Wir definieren den Lagerumschlag als Verhältnis von Materialeinsatz zu den durchschnittlichen Vorräten. Dabei entspricht der Durchschnittsbestand der Vorräte dem arithmetischen Mittel aus Periodenanfangs- und Periodenendbestand. Je höher der Lagerumschlag liegt, umso niedriger sind die Vorratsbestände und dadurch die Liquiditätsbindung. Unser Ziel ist daher, den Lagerumschlag auf einem im Vergleich zum Wettbewerb überdurchschnittlich hohen Niveau nachhaltig zu verbessern und dabei gleichzeitig die Warenverfügbarkeit sicherzustellen. Mitarbeiterentwicklung(Jahresdurchschnitt auf Vollzeitbeschäftigte umgerechnet) ![]() ![]() WIRTSCHAFTSBERICHTGESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGENInternationale RahmenbedingungenWeltwirtschaftIm Jahr 2016 ist die globale Wirtschaftsleistung laut Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Vergleich zum Vorjahr um 3,1% gewachsen. Eine Reihe von Indikatoren wies auf eine Aufhellung des weltweiten Konjunkturbildes hin. EuropaDie europäische Wirtschaft hat ihren langsamen, aber soliden Erholungskurs fortgesetzt. Nach Angaben des statistischen Amts der Europäischen Union (Eurostat) erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Kalenderjahr 2016 in der gesamten Europäischen Union (EU28) - wie bereits im Vorjahr - um 1,9%. Im Euroraum ER19 ergibt sich für das Jahr 2016 insgesamt ein Anstieg des realen BIP von 1,7%. Ein einheitlich positives Bild zeigt auch die wirtschaftliche Entwicklung der neun europäischen Länder des HORNBACH-Verbreitungsgebiets. Die 2016 erzielten Wachstumsraten des BIP lagen - soweit die Daten bis zur Erstellung dieses Berichts vorlagen - größtenteils über den Werten des Vorjahres. Spitzenreiter war Rumänien mit einem BIP-Wachstum von 4,8%, gefolgt von Luxemburg, das an sein starkes Wachstum aus den Vorjahren anknüpfen konnte und 2016 ein Plus von 4,2% erzielte. Schweden und die Slowakei haben sich mit einer Wachstumsrate von jeweils 3,3% gut entwickelt. Die Tschechische Republik (2,4%), die Niederlande (2,2%) und Deutschland (1,9%) liegen im Mittelfeld und nur Österreich und die Schweiz schneiden mit plus 1,5% bzw. plus 1,3% leicht unter dem europäischen Durchschnitt ab. Bauwirtschaft, Konsum und HandelDie europäische Bauwirtschaft befindet sich - nach der Trendwende im Jahr 2014 - inzwischen wieder auf einem soliden Wachstumspfad. Nach Einschätzung der Euroconstruct-Gruppe ist das europäische Bauvolumen in deren 19 Partnerländern im Jahr 2016 um 2,0% auf insgesamt 1,44 Billionen € gestiegen. Die Impulse kamen vor allem aus dem Wohnungsbau, der im zurückliegenden Jahr um fast 4,0% zugelegt hat. Mit 671 Mrd. € schnitten sich die Maßnahmen für die Erstellung, Werterhöhung und die Erhaltung von Wohnungen auch nominal das größte Stück des Kuchens ab. Der zweitgrößte Bereich ist der Nichtwohnungsbau mit 462 Mrd. €, gefolgt vom Tiefbau mit 308 Mrd. €. In das Bild passt, dass auch die Baugenehmigungen mit 10,3% in der EU28 und 11,7% im Euroraum zugelegt haben. Deutschland, Schweden und die Slowakei übertreffen diese Werte sogar noch. Im Jahresdurchschnitt 2016 wirkten die Energiepreise immer noch stark dämpfend auf die Teuerungsrate, sodass der Anstieg der Euroraum-HVPI-Inflationsrate insgesamt mit 0,2% nur wenig höher ausfiel als im Jahr 2015 (0,0%). In Kombination mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit stiegen die realen verfügbaren Einkommen spürbar an und versetzten die privaten Verbraucher in Kauflaune. So verzeichnete der private Konsum in der EU28 und im Euroraum ein solides Wachstum um real 2,3% bzw. 2,0% und trug wesentlich zum europäischen Wirtschaftswachstum bei. Dies kam auch beim europäischen Einzelhandel an. Das durchschnittliche Einzelhandelsvolumen 2016 (ohne Kfz-Handel, kalenderbereinigt) nahm gegenüber 2015 in der EU28 um 2,8% und im Euroraum um 1,9% zu. Bezogen auf das HORNBACH-Verbreitungsgebiet erzielte der Einzelhandel in allen Ländern mit Ausnahme der Schweiz Umsatzzuwächse. Luxemburg, Rumänien und die Tschechische Republik bewegten sich mit deutlichen - teilweise zweistelligen Wachstumsraten - über dem europäischen Durchschnitt. Die auf Basis von Verbandsumfragen verfügbaren Indikatoren deuten auch auf ein erfolgreiches Jahr 2016 in der Branche der Bau- und Gartenmärkte hin. In den meisten europäischen Ländern, für die Daten verfügbar waren, sind die nominalen und flächenbereinigten Umsätze des Do-it-yourself-Einzelhandels (DIY) im Vergleich zum Jahr 2015 zum Teil deutlich gestiegen. Rahmenbedingungen in DeutschlandDie konjunkturelle Lage in Deutschland war auch im Jahr 2016 gekennzeichnet durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum. Den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge erhöhte sich das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahresdurchschnitt 2016 um 1,9%. Damit war der Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Leistung etwas kräftiger als im Vorjahr (plus 1,7%). Getragen wurde der BIP-Zuwachs vor allem von der starken Binnennachfrage. Sie zählt zu den bedeutsamsten konjunkturellen Einflussfaktoren für die Beurteilung der Rahmenbedingungen der deutschen Bau- und Gartenmärkte. Der private Konsum profitierte von der günstigen Arbeitsmarktlage und den aufgrund der gedrückten Teuerung hohen Zuwächsen der realen verfügbaren Einkommen. Die privaten Konsumausgaben stiegen, wie schon im Vorjahr, preisbereinigt um 2,0%. Bautätigkeit und BaugewerbeDie Konjunkturdaten für die Bauwirtschaft zeichnen ein insgesamt freundliches Bild für das Jahr 2016. Die starke Nachfrage nach Immobilien und niedrige Kreditzinsen haben im vergangenen Jahr insbesondere den Wohnungsbau weiter angetrieben. Die Bauinvestitionen in Deutschland sind 2016 um 3,0% gestiegen. Sowohl der Wohnungsbau (plus 4,2%), der öffentliche Bau (plus 2,6%) und der gewerbliche Bau (plus 0,4%) lieferten Wachstumsimpulse. Alles in allem haben die Baugenehmigungen erneut kräftig zugelegt. In 2016 wurde der Bau von insgesamt 375.400 Wohnungen genehmigt. Laut Statistischem Bundesamt waren das 21,6% oder rund 66.700 Wohnungen mehr als im Vorjahr. Die im Jahr 2009 begonnene positive Entwicklung setzte sich somit auch im Jahr 2016 fort. Eine höhere Zahl an genehmigten Wohnungen hatte es zuletzt im Jahr 1999 gegeben (440.800). Angesichts der positiven Nachfrage befindet sich das Baugewerbe auf Expansionskurs. Der Umsatz stieg im Jahr 2016 nominal um 6,3% auf 107 Mrd. €. Dabei war die Dynamik im Wohnungsbau mit einem Plus von 8,5% auf 40 Mrd. € am größten, während der Umsatzanstieg im Öffentlichen Bau mit 6,5% sowie im Wirtschaftsbau mit 4,0% flacher verlief. Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Verbreitungsgebiet der HORNBACH Bau- und GartenmärkteWachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Verbreitungsgebiet der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte scroll
Einzelhandel und DIYGestützt von der stabilen Arbeitsmarktlage und Einkommenszuwächsen der Privathaushalte sind die Umsätze der deutschen Einzelhändler 2016 weiter gestiegen. Nach den Angaben des Handelsverbandes Deutschland (HDE) wuchs der Netto-Gesamtumsatz auf 482,2 Mrd. € an. Damit setzte die Branche nominal 2,3% bzw. real 1,6% mehr um als im Jahr 2015. Wachstumstreiber blieb auch 2016 der Online-Handel (E-Commerce). Der Nettoumsatz lag hier zuletzt bei 44,0 Mrd. € (Vj. 39,8 Mrd. €). Dies entspricht einem Plus von 10,6%. Damit hatten die Online-Umsätze im Jahr 2016 einen Anteil von 9,1% (Vj. 8,3%) am gesamten Einzelhandelsvolumen. Auch die deutsche DIY-Branche blickt nach Angaben des BHB - Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten - auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Die großflächigen Baumärkte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 1.000 qm steigerten im Gesamtjahr 2016 die Bruttoumsätze entsprechend der Verbandsprognose um nominal 1,5% auf 18,24 Mrd. € (Vj. 17,97 Mrd. €). Auch flächenbereinigt - das heißt ohne Berücksichtigung von Neueröffnungen, Schließungen oder wesentlichen Umbaumaßnahmen im Berichtsjahr - verzeichnete die Branche mit 0,8% ein leichtes Wachstum. Die Bruttoumsätze der kleinflächigen Baumärkte (Baumarktshops, bis 1.000 qm Verkaufsfläche) erhöhten sich um 1,3% auf 3,80 Mrd. € (Vj. 3,75 Mrd. €). Damit stieg das Marktvolumen aller Bau- und Heimwerkermärkte 2016 um 1,5% auf rund 22,0 Mrd. €. Der Trend zum E-Commerce ist auch bei den Heimwerker-, Baustoff- und Gartensortimenten ungebrochen: 2016 setzten der stationäre Handel, der Versandhandel und die reinen Onlinehändler in Deutschland nach Angaben der Marktforscher von Teipel Research & Consulting brutto 2,77 Mrd. € (Vj. 2,43 Mrd. €) mit DIY-Sortimenten um. Das bedeutet eine Steigerung gegenüber 2015 um 14,0% und entspricht rund 5,8% des erweiterten DIY-Kernmarktes (Bau- und Heimwerkermärkte, Fachmärkte, Kleinbetriebsformen und Distanzhandel), der zuletzt bei 47,9 Mrd. € lag. Filial- und Flächenentwicklung HORNBACH Baumarkt AG Konzern(Anzahl der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte) ![]() (Gesamtverkaufsfläche in Tqm) ![]() GESCHÄFTSENTWICKLUNGAuswirkungen der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen auf den Geschäftsverlauf des KonzernsDie gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen entwickelten sich im Geschäftsjahr 2016/2017 (1. März 2016 bis 28. Februar 2017) insgesamt positiv. Insbesondere der von einer freundlichen Konsumstimmung getragene private Verbrauch und der Bauboom bildeten ein solides Fundament für die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen im DIY-Einzelhandel. Dies begünstigte auch die Geschäftsentwicklung im europaweiten Verbreitungsgebiet des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns. Beurteilung der Geschäftsentwicklung 2016/2017 im HORNBACH Baumarkt AG KonzernIm Berichtsjahr 2016/2017 kehrte die Geschäftsentwicklung im HORNBACH Baumarkt AG Konzern - nach den Untiefen einer hohen Ergebnisvolatilität im vorangegangenen Geschäftsjahr 2015/2016 - in ruhigeres Fahrwasser zurück. Das vorgelegte Zahlenwerk rückte die operative Stabilität unseres Geschäftsmodells wieder stärker in den Fokus. Die Prognosen für die Umsatz- und Ertragsentwicklung im Konzern der HORNBACH Baumarkt AG haben wir erfüllt. So erhöhten wir den Konzernumsatz um 5,0% auf 3,71 Mrd. € (Vj. 3,53 Mrd. €). Das Konzernbetriebsergebnis (EBIT) stieg um 8,1% auf 97,5 Mio. € (Vj. 90,2 Mio. €). Das um nichtoperative Ergebniseffekte bereinigte EBIT erreichte 102,8 Mio. € und lag somit 3,5% über dem Vorjahreswert (99,3 Mio. €).
Dies alles sorgte im HORNBACH Baumarkt AG Konzern - nach der deutlichen Verschlechterung der Profitabilität im Geschäftsjahr 2015/2016 -für eine Stabilisierung der Ertragskraft, während wir die Digitalisierung unserer Geschäftstätigkeit mit nochmals forcierten Mehraufwendungen in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe konsequent vorantrieben. Damit haben wir unsere strategische Marktposition im europäischen DIY-Markt im zurückliegenden Geschäftsjahr 2016/2017 erheblich gestärkt und das Fundament für nachhaltiges Ertragswachstum der HORNBACH-Gruppe in den kommenden Jahren verbreitert. Vergleich des tatsächlichen Geschäftsverlaufs mit dem prognostizierten GeschäftsverlaufExpansionIm Ausblick des Geschäftsberichts 2015/2016 hatten wir angekündigt, dass wir im Berichtsjahr 2016/2017 die Schlagzahl in der Expansion im Vergleich zu den beiden Vorjahren 2014/2015 und 2015/2016 spürbar verringern und den Investitionsschwerpunkt außerhalb Deutschlands legen. Geplant waren bis zu drei Neueröffnungen großflächiger Baumärkte außerhalb Deutschlands sowie die Schließung eines nicht mehr erweiterungsfähigen Standorts im Inland. Diese Vorgaben wurden eingehalten. Eröffnet wurden neue großflächige Baumärkte in Prag (Velká Chuchle, Tschechische Republik), Rum bei Innsbruck (Österreich) sowie in Amsterdam (Niederlande). Ende April 2016 wurde die fast 25 Jahre alte Filiale in Mannheim (rund 4.000 qm Verkaufsfläche) aufgrund fehlender Erweiterungsperspektiven geschlossen. Damit stieg die Anzahl der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte im Teilkonzern bis 28. Februar 2017 planmäßig auf 155 (29. Februar 2016: 153), davon 98 (99) in Deutschland und 57 (54) im übrigen Europa. Ziele und Ergebnisse des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns im Geschäftsjahr 2016/2017scroll
InvestitionenFür das Geschäftsjahr 2016/2017 hatten wir Investitionen zwischen 100 und 130 Mio. € avisiert. Expansionsbedingt wurde der Erwerb von Vorratsgrundstücken in das Berichtsjahr zeitlich vorgezogen und somit der ursprüngliche Budgetrahmen mit einem tatsächlichen Investitionsvolumen von 157 Mio. € deutlich überschritten. UmsatzentwicklungDie im Ausblick des Geschäftsberichts 2015/2016 formulierte und auch unterjährig nicht revidierte Umsatzprognose für den HORNBACH Baumarkt AG Konzern sah ein Wachstum des Nettoumsatzes im mittleren einstelligen Prozentbereich vor. Mit einem Anstieg des Konzernumsatzes im vergangenen Geschäftsjahr 2016/2017 um 5,0% auf 3.710 Mio. € haben wir die Vorgabe erfüllt. Für die flächen- und währungskursbereinigten Umsätze prognostizierten wir konzernweit ein Wachstum im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Tatsächlich verbesserten wir die bereinigten Umsätze im Geschäftsjahr um 3,0%. In der Region Deutschland erwarteten wir 2016/2017 ein flächenbereinigtes Umsatzplus. Mit einer Wachstumsrate von 1,4% (Vj. 0,8%) haben wir dieses Ziel erreicht. In der Region übriges Europa gingen wir von einem im Vergleich zu Deutschland stärkeren Anstieg der flächen- und währungskursbereinigten Umsätze über dem Konzerndurchschnitt aus. Tatsächlich haben wir die Vorgaben mit einem bereinigten Plus von 5,1% (Vj. 4,9%) klar erfüllt. ErtragsentwicklungIm Segment Handel erwarteten wir für das Geschäftsjahr 2016/2017, dass sowohl das EBIT als auch das bereinigte EBIT voraussichtlich in etwa den Vorjahreswert in Höhe von jeweils 57,8 Mio. € erreichen. Tatsächlich lagen beide Ertragsgrößen deutlich unter den Zielwerten. So ging das EBIT - im Wesentlichen aufgrund einer niedrigeren Rohertragsmarge, höherer Filial- und Verwaltungskosten sowie nicht-operativer Ergebnisbelastungen durch außerplanmäßige Abschreibungen und Rückstellungen für belastende Verträge - um 28,8% auf 41,1 Mio. € zurück. Das bereinigte EBIT wird mit 46,2 Mio. € ausgewiesen. Im Segment Immobilien rechneten wir im Geschäftsjahr 2016/2017 mit einem signifikanten Anstieg des EBIT (Vj. 47,7 Mio. €) sowie des um nicht-operative Ergebniseffekte bereinigten EBIT (Vj. 56,6 Mio. €). Mit einem EBIT von 67,3 Mio. € und einem bereinigten EBIT von 67,6 Mio. € wurden die Ertragsziele im Segment Immobilien erreicht. Für den HORNBACH Baumarkt AG Konzern gingen wir in unserer Ertragsprognose davon aus, dass das Betriebsergebnis (EBIT) den Wert des Vorjahres 2015/2016 (90,2 Mio. €) deutlich übersteigen wird. Tatsächlich erhöhten wir das EBIT überproportional zum Umsatzanstieg um 8,1% auf 97,5 Mio. €. Hinsichtlich des um nicht-operative Ergebniseffekte bereinigten EBIT erwarteten wir einen Wert auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2015/2016 (99,3 Mio. €). Mit einem Ist-Wert von 102,8 Mio. € haben wir die Vorgaben erfüllt. Soll-Ist-Abgleich für den Einzelabschluss nach HGBIm Einzelabschluss der HORNBACH Baumarkt AG, der durch die Geschäftsentwicklung der deutschen HORNBACH Bau- und Gartenmärkte geprägt wird, rechneten wir in unserer Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2016/2017 mit einer Zunahme der Umsätze im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Dieses Ziel haben wir mit einem Anstieg von 5,1% auf 2.436 Mio. € erreicht. Hinsichtlich der Ertragsprognose unterstellten wir eine konstante Ergebnisabführung der HORNBACH International GmbH. Bereinigt um den negativen Basiseffekt der Zuschreibung des Beteiligungsbuchwerts ihrer schwedischen Tochtergesellschaft in 2015/2016 in Höhe von 25,7 Mio. € gingen wir von einem deutlichen Anstieg des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit aus (Prognoseaussage vor Wirksamwerden des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes [BilRUG]). Tatsächlich lag es mit 57,9 Mio. € deutlich über dem vergleichbaren Wert des Geschäftsjahres 2015/2016 in Höhe von 43,2 Mio. €. ErtragslageUmsatzverteilung nach Regionen![]() UmsatzentwicklungDie Umsätze im Konzern der HORNBACH Baumarkt AG werden primär im Segment Handel erzielt (siehe Segmentberichterstattung im Anhang). Bei den Umsätzen im Segment Immobilien handelt es sich in erster Linie um Mieterträge aus der konzerninternen Vermietung von Baumarktimmobilien an das Segment Handel. Diese werden als "Mieterlöse mit verbundenen Unternehmen" in der Segmentberichterstattung vollständig konsolidiert. Aus diesem Grund beziehen sich die nachfolgenden Kommentierungen ausschließlich auf die Umsatzentwicklung des Segments Handel. Zur Kommentierung der Umsatzentwicklung segmentieren wir überdies in geografischer Hinsicht die Regionen "Deutschland" und "übriges Europa", in dem im Wesentlichen die Aktivitäten der acht Länder außerhalb Deutschlands zusammengefasst werden. Saison- und kalenderbedingte SchwankungenIm Berichtsjahr 2016/2017 standen durchschnittlich drei Verkaufstage mehr zur Verfügung. Der rechnerische Kalendereffekt, der insbesondere das erste Halbjahr begünstigte, verteilte sich auf die Quartale wie folgt:
Die Witterungseffekte waren im Berichtsjahr im europaweiten Verbreitungsgebiet von HORNBACH uneinheitlich. So lasteten im Jahr 2016 der winterliche März und der unwetterträchtige Frühsommer sowie der durch den sehr kalten Januar geprägte Winter 2016/2017 auf der Umsatzperformance. Demgegenüber sorgten etwa ein frühsommerlicher April 2016 oder der sehr warme Spätsommer für eine überdurchschnittliche Nachfrage in unseren Standorten. NettoumsätzeIm HORNBACH Baumarkt AG Konzern erhöhten wir den Nettoumsatz im Geschäftsjahr 2016/2017 um 5,0% auf 3.710 Mio. € (Vj. 3.535 Mio. €). Die Nettoumsätze in der Region Deutschland stiegen im Berichtszeitraum um 1,5% auf 2.040 Mio. € (Vj. 2.011 Mio. €). Außerhalb Deutschlands (Region übriges Europa) verzeichneten wir einschließlich der Neueröffnung von drei großflächigen Baumärkten einen Umsatzzuwachs von 9,6% auf 1.670 Mio. € (Vj. 1.524 Mio. €). Der Anteil der Auslandsfilialen am Konzernumsatz nahm wegen des im Vergleich zu Deutschland stärkeren Wachstums von 43,1% auf 45,0% zu. Flächenbereinigte UmsätzeDie nachfolgenden Ausführungen beziehen sich auf die Entwicklung der flächen- und währungskursbereinigten Umsätze im HORNBACH Baumarkt AG Konzern, bei der Neueröffnungen oder Schließungen in den zurückliegenden zwölf Monaten unberücksichtigt bleiben. Bezüglich der Vorjahreswerte verweisen wir auf die tabellarische Quartalsübersicht. In Klammern nennen wir zusätzlich die Veränderungsraten auf Euro-Basis, das heißt einschließlich der Währungskurseffekte der Nicht-Euro-Länder Rumänien, Schweden, Schweiz und Tschechien. Im Geschäftsjahr 2016/2017 stieg der flächen- und währungskursbereinigte Konzernumsatz um 3,0% (mit Währungskurseffekten: 2,8%). Das Wachstum konzentrierte sich auf die ersten drei Quartale, während es das Schlussquartal schwer hatte, sich gegen den starken Basiseffekt des Vorjahres zu behaupten.
Aus geografischer Sicht haben wir im Berichtsjahr 2016/2017 sowohl in der Region Deutschland als auch in der Region übriges Europa die flächenbereinigten Umsätze weiter gesteigert. Wie bereits im Geschäftsjahr 2015/2016 kamen dabei die kräftigsten Wachstumsimpulse aus unserem Filialnetz außerhalb Deutschlands. Flächenbereinigte Umsatzentwicklung* nach Quartalen(in Prozent) scroll
Flächenbereinigte Umsatzperformance in Deutschland(Index: 1998 = 100%, Kalenderjahr) ![]()
Ertragskennzahlen HORNBACH Baumarkt AG Konzernscroll
(Differenzen durch Rundung in Mio. €) ErtragsentwicklungÜberblickIm Geschäftsjahr 2016/2017 haben die Vorsteuerergebnisse im HORNBACH Baumarkt AG Konzern die Kennzahlen des Vorjahres übertroffen. Zum einen ging von den rückläufigen nicht-operativen Sonderbelastungen ein positiver EBIT-Effekt von 3,8 Mio. € aus. Zum anderen stieg das operative Betriebsergebnis, das heißt das bereinigte EBIT, um 3,5 Mio. €. Dies ist vorrangig auf die erfreulichen flächenbereinigten Umsatzsteigerungen der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte (währungsbereinigt plus 3,0%) sowie günstigere operative Kostenrelationen im Konzern zurückzuführen. Dadurch wurde die erwartungsgemäß niedrigere Handelsspanne überkompensiert. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2015/2016 haben wir dadurch die operative Ertragskraft trotz weiter erhöhter zukunftsorientierter Aufwendungen für die Digitalisierung bzw. E-Commerce konstant gehalten. Aufgrund einer signifikant höheren Steuerbelastung sind jedoch der Konzernjahresüberschuss und somit auch das Ergebnis je Baumarkt-Aktie im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen. Strukturelle Veränderungen innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung und Auswirkungen auf die ErtragslageIm Rahmen des Konzernabschlusses 2016/2017 haben wir zwei wesentliche strukturelle Veränderungen innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung vorgenommen.
Ertragsentwicklung im HORNBACH Baumarkt AG KonzernDas Ergebnis unbeeinflusst von Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) stieg im Konzern um 6,9% auf 173,6 Mio. € (Vj. 162,4 Mio. €). Die EBITDA-Marge (in Prozent vom Nettoumsatz) erhöhte sich von 4,6% auf 4,7%. Das Konzernbetriebsergebnis (EBIT) wuchs im Geschäftsjahr 2016/2017 um 8,1% auf 97,5 Mio. € (Vj. 90,2 Mio. €). Die EBIT-Marge blieb unverändert bei 2,6%. Das um nicht-operative Sondereinflüsse bereinigte EBIT erhöhte sich um 3,5% auf 102,8 Mio. € (Vj. 99,3 Mio. €). Die bereinigte EBIT-Marge wird wie im Vorjahr mit 2,8% ausgewiesen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung vom Konzernbetriebsergebnis (EBIT) auf das um nicht-operative Sondereinflüsse bereinigte EBIT (siehe auch Anmerkung 10). Überleitung vom Konzernbetriebsergebnis (EBIT) auf das bereinigte EBIT nach Segmentenscroll
(Differenzen durch Rundung in Mio. €) Das Finanzergebnis verschlechterte sich von minus 11,8 Mio. € im Vorjahr auf minus 18,2 Mio. € im Berichtsjahr. Dies wurde einerseits durch den Rückgang des Zinsergebnisses um 3,4 Mio. € auf minus 17,7 Mio. verursacht. Dabei führten die verlängerten bzw. neu abgeschlossenen Mietverträge, die nunmehr als Finance-Lease-Verhältnisse ausgewiesen werden, zu einem Anstieg der Zinsaufwendungen um 7,3 Mio. €. Andererseits belasteten negative Währungseffekte in Höhe von minus 0,5 Mio. € (Vj. plus 2,5 Mio. €) die Gewinnentwicklung im Berichtsjahr. Das Ergebnis vor Steuern lag daher mit 79,3 Mio. € nur um 1,2% über dem Vorjahreswert von 78,4 Mio. €. Im Gegensatz dazu gab das Ergebnis nach Steuern im Geschäftsjahr 2016/2017 deutlich nach. So sank der Konzernjahresüberschuss um 27,0% auf 52,9 Mio. € (Vj. 72,4 Mio. €). Die Steuern vom Einkommen und Ertrag erhöhten sich signifikant von 6,0 Mio. € auf 26,4 Mio. €. Der effektive Steuersatz auf Konzernebene kletterte dadurch von 7,6% auf 33,3%. Grund dafür war in erster Linie die Erhöhung periodenfremder latenter Steuern per Saldo um insgesamt 17,5 Mio. €, im Wesentlichen wegen der Wertberichtigung von latenten Steueransprüchen auf Verlustvorträge in Schweden. Diese werden entgegen der Einschätzung vor Jahresfrist nunmehr als nicht werthaltig angesehen (siehe Anmerkung 8). Die Umsatzrendite nach Steuern ging von 2,0% auf 1,4% zurück. Das Ergebnis je Baumarkt-Aktie wird mit 1,66 € (2,28 €) ausgewiesen (siehe Anmerkung 9). Ertragskennzahlen Segment Handelscroll
(Differenzen durch Rundung in Mio. €) Ertragsentwicklung im Segment HandelDas Segment Handel umfasst das operative Einzelhandelsgeschäft innerhalb des Konzerns. Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2017 betreiben wir insgesamt 155 (Vj. 153) DIY-Einzelhandelsfilialen sowie Onlineshops in sechs der neun Länder unseres europaweiten Verbreitungsgebiets. Die Nettoumsätze des Segments erhöhten sich im Geschäftsjahr 2016/2017 um 5,0% auf 3.708 Mio. € (Vj. 3.533 Mio. €). Demgegenüber waren die Gewinne im gleichen Zeitraum rückläufig. Wesentliche Gründe dafür waren die niedrigere Rohertragsmarge sowie überproportional zum Umsatzwachstum gestiegene Filial- und Verwaltungskosten. RohertragsmargeDer warenwirtschaftliche Rohertrag erhöhte sich im Geschäftsjahr 2016/2017 um 3,8% bzw. 50,1 Mio. € auf 1.379,6 Mio. €. Die Rohertragsmarge ermäßigte sich von 37,6% auf 37,2% (minus 40 Basispunkte). Grund für die rückläufige Handelsspanne waren im Wesentlichen strukturell bedingte Veränderungen im Sortimentsmix, die mit dem wachsenden Umsatzanteil sowie höheren Frachtkosten bei der Kundenbelieferung (Business-to-Consumer, abgekürzt: B2C) unseres Onlinegeschäfts zusammenhängen. Im Vergleich zum durchschnittlichen Warenkorb unserer Kunden im stationären DIY-Geschäft beinhaltet der durchschnittliche Warenkorb im E-Commerce einen größeren Anteil an Artikeln mit niedriger Rohertragsmarge. Zu einem geringeren Teil trugen niedrigere Verkaufspreise zur rückläufigen Handelsspanne bei. Diese ertragsbelastenden Effekte konnten wir zum Teil durch günstigere Einkaufskonditionen und Margenvorteile aus dem steigenden Umsatzanteil von Eigenmarken ausgleichen. Filial-, Voreröffnungs- und VerwaltungskostenDie Filialkosten im Segment Handel stiegen leicht überproportional zum Umsatzwachstum um 5,1% auf 1.170,3 Mio. € (Vj. 1.114,0 Mio. €). Die Filialkostenquote erhöhte sich von 31,5% auf 31,6%. Dies lag im Wesentlichen am überproportionalen Anstieg der Betriebskosten und Abschreibungen. Darin enthalten sind nicht-operative Ergebniseffekte in Höhe von rund 5,0 Mio. € (Vj. 0,0 Mio. €) durch die Zuführung zu Rückstellungen für belastende Verträge sowie außerplanmäßige Abschreibungen (Wertberichtigungen nach IAS 36). Die um diese Effekte bereinigte Filialkostenquote verminderte sich im Geschäftsjahr 2016/2017 von 31,5% auf 31,4%. Die Voreröffnungskosten (siehe auch Anmerkung 4 im Konzernanhang) haben sich im Geschäftsjahr 2016/2017 auf 5,7 Mio. € nahezu halbiert. Der Rückgang hängt mit der geringeren Anzahl der DIY-Neueröffnungen zusammen. Im Berichtsjahr wurden drei neue großflächige Baumärkte eröffnet, während im Geschäftsjahr 2015/2016 sechs neue großflächige Baumärkte (davon ein Ersatzstandort) und zwei kleinflächige Filialen eröffnet worden waren. Die Voreröffnungskostenquote sank von 0,3% auf 0,2%. Die Verwaltungskosten erhöhten sich überproportional zum Umsatzwachstum von 158,5 Mio. € auf 174,7 Mio. €. Die Verwaltungskostenquote nahm von 4,5% auf 4,7% zu. Die zukunftsbezogenen Aufwendungen für die Digitalisierung unseres Geschäftsmodells sowie weitere Innovationsprojekte stiegen deutlich überproportional zum Umsatzplus. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Kosten für E-Commerce und die dafür notwendige Infrastruktur einschließlich Kundenservicecenter. Dieser Kostenanstieg wurde weitestgehend durch die im Verhältnis zum Umsatz degressive Entwicklung der rein administrativen und operativ beeinflussten Verwaltungskosten ausgeglichen. Sonstiges Ergebnis, EBITDA und EBITDas sonstige Ergebnis erhöhte sich im Berichtsjahr um 5,2% auf 12,2 Mio. € (Vj. 11,6 Mio. €). Das EBITDA des Segments Handel ging im Geschäftsjahr 2016/2017 um 16,7% auf 80,7 Mio. € (Vj. 96,9 Mio. €) zurück. Das entspricht einer EBITDA-Marge von 2,2% (Vj. 2,7%). Das Betriebsergebnis (EBIT) sank um 28,7% auf 41,1 Mio. € (Vj. 57,7 Mio. €). In Prozent vom Nettoumsatz erreichte das EBIT des Segments im Berichtsjahr 1,1% (Vj. 1,6%). Das bereinigte EBIT des Segments wird mit 46,2 Mio. € (Vj. 57,7 Mio. €) ausgewiesen. Die bereinigte EBIT-Marge belief sich auf 1,2% (Vj. 1,6%). Ertragsentwicklung im Segment ImmobilienIm Segment Immobilien sind sämtliche Immobilienaktivitäten des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns gebündelt. Hauptgeschäft ist der Bau und die anschließende konzerninterne Vermietung von Baumarktimmobilien, die entweder im Eigentum von Gesellschaften des Konzerns stehen oder nach der Errichtung an einen externen Investor verkauft und zurückgemietet wurden. Dem Segment Handel werden die jeweiligen Baumarktimmobilien zu einem vergleichbaren Mietzins und zu marktüblichen Konditionen weiterverrechnet. Das Betriebsergebnis im Segment Immobilien entwickelte sich spiegelbildlich zur Gewinnentwicklung im Segment Handel. Ertragskennzahlen Segment Immobilienscroll
(Differenzen durch Rundung in Mio. €) Ergebnis aus Vermietung und ImmobilienergebnisDie Mieterträge im Segment Immobilien, die zu 99% aus internen Mieterträgen bestehen, haben sich im Berichtsjahr expansionsbedingt um 3,5% auf 167,6 Mio. € (Vj. 162,1 Mio. €) erhöht. Demgegenüber verringerten sich die Immobilienkosten absolut um 14,3 Mio. € bzw. 12,6% auf 99,3 Mio. € (Vj. 113,6 Mio. €). Der wesentliche Grund dafür war zum einen der Rückgang der Mietaufwendungen um 17,0 Mio. €, der maßgeblich durch die Umklassifizierung von Operating-Lease-Verhältnissen in Finance-Lease-Verträge verursacht wurde. Zum anderen kommt ein positiver nicht-operativer Basiseffekt in den Abschreibungen zum Tragen: So hatten im Wesentlichen außerplanmäßige Abschreibungen auf eine Baumarktimmobilie im Zusammenhang mit den Werthaltigkeitstests nach IAS 36 die Gewinnentwicklung des Segments Immobilien im Vorjahr in Höhe von 8,8 Mio. € belastet. Das Ergebnis aus Vermietung stieg im Geschäftsjahr 2016/2017 um 40,9% auf 68,4 Mio. € (Vj. 48,5 Mio. €). Bei vernachlässigbaren Verlusten aus Immobilienveräußerungen verbesserte sich das Immobilienergebnis um 41,4% auf 68,3 Mio. € (Vj. 48,3 Mio. €). EBITDA und EBITDas Ergebnis unbeeinflusst von Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) stieg im Berichtszeitraum 1. März 2016 bis 28. Februar 2017 um 31,4% auf 97,1 Mio. € (Vj. 73,9 Mio. €). Das EBIT im Segment Immobilien wuchs um 41,1% auf 67,3 Mio. € (Vj. 47,7 Mio. €). Das um nicht-operative Sondereffekte bereinigte EBIT erhöhte sich um 19,5% auf 67,6 Mio. € (Vj. 56,6 Mio. €). Ertragsentwicklung nach geografischen RegionenIm Geschäftsjahr 2016/2017 hat sich die Gewinnentwicklung in den Regionen Deutschland und übriges Europa unterschiedlich entwickelt. In Deutschland haben wir das Betriebsergebnis sowie das bereinigte EBIT im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Im übrigen Europa waren die Kennzahlen auf hohem Niveau moderat rückläufig. Das EBITDA in Deutschland erhöhte sich um 31,4% auf 57,3 Mio. € (Vj. 43,6 Mio. €). Der inländische Anteil am EBITDA des Konzerns stieg von 27% auf 33%. Das EBIT der Region Deutschland hat sich von minus 4,8 Mio. € auf 12,2 Mio. € verbessert. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass in der Vorjahreskennzahl nicht-operative Ergebnisbelastungen - hauptsächlich verursacht durch Impairmentaufwendungen - in Höhe von 12,5 Mio. € enthalten waren, während im Berichtsjahr die negativen nicht-operativen Effekte in Deutschland mit 4,1 Mio. € deutlich geringer ausfielen. Der Inlandsanteil auf Ebene des Betriebsergebnisses kletterte im Geschäftsjahr 2016/2017 von minus 5% auf 13%. Die EBIT-Marge in Deutschland wird mit 0,6% ausgewiesen, nach minus 0,2% im Vorjahr. Das um nicht-operative Ertragsfaktoren bereinigte EBIT der Region Deutschland hat sich im Geschäftsjahr 2016/2017 von 7,7 Mio. € auf 16,3 Mio. € mehr als verdoppelt. Die bereinigte EBIT-Marge in Deutschland verbesserten wir von 0,4% auf 0,8%. Auf das übrige Europa entfielen im Berichtszeitraum mit 116,5 Mio. € (Vj. 118,8 Mio. €) rund 67% (Vj. 73%) des EBITDA im HORNBACH Baumarkt AG Konzern. Das EBIT außerhalb Deutschlands ging um rund ein Zehntel auf 85,4 Mio. € (Vj. 95,0 Mio. €) zurück. Der Auslandsanteil am EBIT ermäßigte sich aufgrund des relativ starken Ergebnisanstiegs in Deutschland von 105% auf 87%. Die EBIT-Marge im übrigen Europa wird mit 5,1% (Vj. 6,2%) ausgewiesen. Im Betriebsergebnis sind nicht-operative Ergebniseffekte berücksichtigt, die sich im Jahresvergleich gegenläufig entwickelten. Hierbei standen den Ergebnisbelastungen in Höhe von 1,2 Mio. € im Geschäftsjahr 2016/2017 ergebnisverbessernde Effekte in Höhe von 3,4 Mio. € im Geschäftsjahr 2015/2016 gegenüber. Das bereinigte EBIT der Region übriges Europa lag bei 86,7 Mio. € (Vj. 91,6 Mio. €). Somit erreichte die bereinigte EBIT-Marge außerhalb Deutschlands im Geschäftsjahr 2016/2017 einen Wert von 5,2% (Vj. 6,0%). DividendenvorschlagVorstand und Aufsichtsrat der HORNBACH Baumarkt AG werden der Hauptversammlung am 6. Juli 2017 eine gleichbleibende Dividende in Höhe von 0,68 € je gewinnberechtigter Stückaktie vorschlagen. Es wird damit - unter Beachtung der Leistungsfähigkeit des Unternehmens - am Grundsatz der Dividendenkontinuität festgehalten. Vorbehaltlich des Beschlusses der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns erreicht die Ausschüttungsquote (Ausschüttungssumme im Verhältnis zum Konzernjahresüberschuss) im Geschäftsjahr 2016/2017 dann 41% (Vj. 30%). Die Gesellschaft leistet damit einen Beitrag zu der Ausschüttungspolitik auf Ebene der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA, in der die Zielmarke einer Ausschüttungsquote von 30% gilt. FinanzlageGrundsätze und Ziele des FinanzmanagementsFinanzierungsmaßnahmen werden durch das Konzerntreasury der HORNBACH Baumarkt AG, in enger Abstimmung mit der jeweils finanzierenden Konzerngesellschaft, verantwortet. Durch die zentrale Organisation des Finanzmanagements sind ein einheitlicher Auftritt der HORNBACH-Gruppe an den Finanzmärkten und ein konzerneinheitliches Liquiditätsmanagement gewährleistet. Finanzierungshilfen in Form von Garantien und Patronatserklärungen werden von der HORNBACH Baumarkt AG nur für Tochtergesellschaften gewährt. Die für ein effizientes Liquiditätsmanagement erforderlichen Informationen werden durch eine alle relevanten Gesellschaften berücksichtigende, monatlich aktualisierte, rollierende Konzernfinanzplanung mit einem Planungshorizont von zwölf Monaten sowie einer täglich aktualisierten kurzfristigen Finanzvorschau sichergestellt. Auf Basis der zur Verfügung stehenden Informationen wird zunächst der Finanzierungsbedarf einzelner Konzerneinheiten durch Liquiditätsüberschüsse anderer Konzerngesellschaften in Form eines Cash Poolings ausgeglichen und auf Basis konzerninterner Verrechnungsvereinbarungen marktgerecht verzinst. Soweit langfristiger Finanzierungsbedarf intern bereitgestellt wird, erfolgt dies auf Basis langfristiger interner Darlehensverträge, mit einer markt- und fristgerechten Verzinsung. Der externe Finanzierungsbedarf wird durch Kreditaufnahmen bei Banken und am Kapitalmarkt gedeckt. Weiterhin wurden bisher Baumarktimmobilien nach ihrer Fertigstellung an Investoren verkauft und die Nutzung durch Mietverträge sichergestellt (Sale & Leaseback). Hierbei wurde die Klassifizierung als "Operating Lease" gemäß IAS 17 angestrebt. In Folge von Vertragsverlängerungen und Neuabschlüssen bestehender Sale & Leaseback-Verträge wurden in den Geschäftsjahren 2015/2016 und 2016/2017 einzelne Standorte in "Finance Lease" Verträge umklassifiziert. Wie verweisen hierzu auf die Anhangsangabe (12) "Sachanlagevermögen sowie fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke". Aufgrund der bevorstehenden Neuerungen bei der Leasingbilanzierung nach IFRS 16 und dem Wegfall der Klassifizierung "Operating Lease" werden Leasinggeschäfte zukünftig, spätestens ab dem Geschäftsjahr 2019/2020, grundsätzlich vergleichbar mit den Finance Lease-Verhältnissen gemäß IAS 17 ausgewiesen. Externe Finanzierungen erfolgen üblicherweise in Form nicht besicherter Kredite sowie gegebenenfalls durch Immobilienverkäufe (Sale & Leaseback). Aufgrund der vorausschauenden Finanzpolitik von HORNBACH werden fällige Finanzverbindlichkeiten bei Bedarf frühzeitig refinanziert. Gemäß den internen Risikogrundsätzen werden derivative Finanzinstrumente ausschließlich zu Sicherungszwecken gehalten. Im Anhang sind in den Erläuterungen zur Konzernbilanz die Nominalwerte sowie die Bewertungen der bestehenden derivativen Finanzinstrumente dargestellt. FinanzschuldenZum Bilanzstichtag 28. Februar 2017 bestehen im HORNBACH Baumarkt AG Konzern Finanzschulden in Höhe von 452,9 Mio. € (Vj. 513,0 Mio. €). Die trotz der Umklassifizierung eines weiteren Standortes von "Operating Lease" in "Finance Lease" erfolgte Reduzierung ist Folge von Schuldentilgungen und des Verzichts auf die Aufnahme neuer Finanzmittel. Die Nettofinanzschulden sind hingegen von 230,0 Mio. € auf 339,9 Mio. € gestiegen. Dies liegt an der deutlichen Reduzierung der flüssigen Mittel von 283,0 Mio. € im Vorjahr auf 113,0 Mio. € im Berichtsjahr. Dabei erfolgte neben der Mittelverwendung für die Expansion auch ein Finanzmittelabfluss aus der Investition von flüssigen Mitteln in kurzfristige Finanzanlagen. Wir verweisen hierzu auch auf die Kommentierung unter "Flüssige Mittel". Unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag investierten Liquiditätsposition in Höhe von 30,0 Mio. € sind die angepassten Nettofinanzschulden von 230,0 Mio. € im Vorjahr auf 309,9 Mio. €. im Berichtsjahr gestiegen. Die detaillierte Zusammensetzung der Finanzschulden zeigt die nachfolgende Tabelle. Finanzschulden HORNBACH Baumarkt AG Konzernscroll
(Differenzen durch Rundung in Mio. €)
1)
Finanzierungen mit einer Nominallaufzeit
von weniger als einem Jahr sowie Zinsabgrenzungen Die kurzfristigen Finanzschulden (bis 1 Jahr) in Höhe von 28,6 Mio. € (Vj. 94,5 Mio. €) setzen sich aus Finanzierungen in Höhe von 13,5 Mio. € (Vj. 0,0 Mio. €), Zinsabgrenzungen in Höhe von 0,4 Mio. € (Vj. 0,8 Mio. €), aus dem kurzfristig fälligen Anteil langfristiger Finanzierungen in Höhe von 13,3 Mio. € (Vj. 92,5 Mio. €) sowie der Bewertung derivativer Finanzinstrumente in Höhe von 1,4 Mio. € (Vj. 1,2 Mio. €) zusammen. Bei Finanzierungen genießt HORNBACH große Flexibilität und nutzt bei Bedarf ein breites Spektrum von unterschiedlichen Finanzierungsinstrumenten. Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2017 besteht als wesentliche Finanzierung die Unternehmensanleihe der HORNBACH Baumarkt AG über 250 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 15. Februar 2020 und einem Zinssatz von 3,875%. Das seit dem 30. Juni 2011 bestehende, variabel verzinsliche Schuldscheindarlehen der HORNBACH Baumarkt AG über 80 Mio. € und einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2016 wurde am Fälligkeitstag planmäßig ohne Anschlussfinanzierung zurückgeführt. Daneben existieren im Konzern grundbuchlich besicherte Finanzierungen in Höhe von 3,6 Mio. € (Vj. 7,3 Mio. €). Als Sicherheit hierfür bestehen Grundschulden in Höhe von 36,6 Mio. € (Vj. 36,6 Mio. €). KreditlinienZum Bilanzstichtag 28. Februar 2017 verfügt der HORNBACH Baumarkt AG Konzern über 321,0 Mio. € (Vj. 282,3 Mio. €) freie Kreditlinien zu marktüblichen Konditionen. Diese beinhalten eine syndizierte Kreditlinie über 250 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 15. April 2019. Zwecks Gewährleistung einer möglichst umfangreichen Flexibilität verfügen alle wesentlichen Konzerngesellschaften über Kreditlinien in lokaler Währung, in der Regel bei lokalen Banken. VerpflichtungsvereinbarungenBei den Kreditlinien sowie der Anleihe sind keine Sicherheiten in Form von Vermögenswerten eingebunden. Die Vertragsvereinbarungen erfordern aber die Einhaltung banküblicher Verpflichtungen (Covenants), deren Nichteinhaltung die Pflicht zur vorzeitigen Rückzahlung zur Folge haben kann. Diese betreffen regelmäßig "pari passu"- und "negative pledge"-Erklärungen sowie bei wesentlichen Finanzierungen auch "cross default"-Vereinbarungen. Bei der syndizierten Kreditlinie der HORNBACH Baumarkt AG müssen zusätzlich bestimmte Finanzrelationen eingehalten werden. Diese Finanzkennzahlen werden auf Basis des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns ermittelt und erfordern einen Zinsdeckungsgrad in Höhe von mindestens 2,25 und eine Eigenkapitalquote in Höhe von mindestens 25%. Außerdem wurden Höchstgrenzen grundbuchlich besicherter Finanzierungen sowie Finanzierungen durch Tochterunternehmen vereinbart. Im Rahmen des internen Risikomanagements werden regelmäßig der Zinsdeckungsgrad, der dynamische Verschuldungsgrad, die Eigenkapitalquote, die vereinbarten Finanzierungshöchstgrenzen sowie die Unternehmensliquidität (flüssige Mittel plus freie bestätigte Kreditlinien) überwacht. Quartalsweise werden weitere Kennzahlen berechnet. Bei Unterschreitung bestimmter Sollgrößen werden frühzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen getroffen. Sämtliche Covenants wurden im Berichtsjahr stets eingehalten. Weitere Informationen zu den Finanzschulden finden sich im Anhang in den Erläuterungen zur Konzernbilanz unter Anmerkung 23. Flüssige MittelDie Aufrechthaltung eines umfangreichen Liquiditätsspielraums in Form von flüssigen Mitteln sowie freier Kreditlinien hat weiterhin einen hohen Stellenwert. Allerdings ist es - in Folge der fortschreitenden expansiven Zinspolitik der EZB -, zunehmend schwieriger, bei einer für den Ausweis von flüssigen Mitteln erforderlichen Begrenzung der Anlagedauer auf maximal drei Monate negative Einlagezinsen zu vermeiden. Zur Entschärfung der Anlageproblematik wurden die flüssigen Mittel von 283,0 Mio. € im Vorjahr auf 113,0 Mio. € zum Bilanzstichtag deutlich reduziert. Dazu wurden, unter Verwendung der liquiden Mittel des Konzerns, Investitionen ohne externe Finanzierung abgedeckt und bestehende externe Finanzierungen bei Fälligkeit ohne Refinanzierung zurückgeführt. Ebenso wurden flüssige Mittel in kurzfristige Finanzanlagen am Geldmarkt umgeschichtet. Diese haben eine ursprüngliche Laufzeit von mehr als drei Monaten und werden in der Kapitalflussrechnung als Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit unter der Position "Einzahlungen/Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition" ausgewiesen. Die in dieser Form investierten Finanzmittel betragen zum Bilanzstichtag 30 Mio. €. Durch die breite Streuung der Unternehmensliquidität und der dargestellten teilweisen Verlängerung des Anlagehorizonts konnten bisher die am Geldmarkt vorherrschenden negativen Anlagesätze oder auch relevante "Verwahrentgelte" auf laufenden Konten, ohne Änderung der sicherheitsorientierten Anlagestrategie, vermieden werden. Finanzkennzahlen HORNBACH Baumarkt AG Konzernscroll
Kapitalflussrechnungscroll
(Differenzen durch Rundung in Mio. €)
1)
Konzernergebnis nach Steuern plus Abschreibungen
auf Gegenstände des Anlagevermögens plus Veränderungen der Rückstellungen
minus Gewinne/plus Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen plus/minus
sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge Investitionen in Höhe von 157,0 Mio. €Im Geschäftsjahr 2016/2017 wurden im Konzern der HORNBACH Baumarkt AG insgesamt 157,0 Mio. € (Vj. 138,8 Mio.€) überwiegend in Grundstücke, Gebäude sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung für bestehende sowie im Bau befindliche Bau- und Gartenmärkte investiert. Die Mittel für die zahlungswirksamen Investitionen in Höhe von 157,0 Mio. € (Vj. 138,8 Mio. €) konnten zu einem großen Teil aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 115,2 Mio. € (Vj. 106,6 Mio. €) gewonnen werden. Für neue Immobilien einschließlich in Bau befindlicher Objekte wurden rund 68% der Investitionssumme ausgegeben. Rund 32% der Investitionssumme wurden im Wesentlichen für Ersatz und Erweiterung der Betriebs- und Geschäftsausstattung aufgebracht. Dabei entfielen auf das Segment Handel, im Wesentlichen für Ersatz und Erweiterung der Betriebs- und Geschäftsausstattung, 37,6 Mio. € (Vj. 48,8 Mio. €), auf das Segment Immobilien, für neue Immobilien einschließlich in Bau befindlicher Objekte, 94,1 Mio. € (Vj. 78,5 Mio. €) und auf die Zentralbereiche und Konsolidierung 25,4 Mio. € (Vj. 11,5 Mio. €). Die bedeutendsten Investitionsprojekte betrafen Bauleistungen für Bau- und Gartenmärkte, die im abgelaufenen Geschäftsjahr eröffnet wurden oder in den folgenden Geschäftsjahren eröffnet werden, den Umbau und die Erweiterung bestehender Märkte, den Erwerb von Grundstücken für die weitere Expansion, Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie in immaterielle Vermögenswerte, insbesondere Software. Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich im Geschäftsjahr 2016/2017 gegenüber dem Vorjahr von 106,6 Mio. € auf 115,2 Mio. €. Dabei erhöhten sich die Mittelzuflüsse aus dem operativen Geschäft ("Funds from operations") leicht von 133,0 Mio. € auf 144,3 Mio. €. Die Zunahme ist im Wesentlichen auf flächenbereinigte Umsatzsteigerungen sowie günstige operative Kostenrelationen zurückzuführen. Aus der Veränderung des Working Capitals ergab sich ein Mittelabfluss von 29,1 Mio. € nach einem Mittelabfluss in Höhe von 26,4 Mio. € im Vorjahr. Der Mittelabfluss resultiert im Wesentlichen aus dem expansionsbedingten Aufbau der Vorräte. Der Zahlungsmittelabfluss aus der Investitionstätigkeit erhöhte sich von 137,1 Mio. € auf 185,4 Mio. €. Dabei standen den um 18,2 Mio. € auf 157,0 Mio. € gestiegenen Investitionen Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens in Höhe von 1,6 Mio. € (Vj. 1,7 Mio. €) gegenüber. Darüber hinaus wurden im Berichtszeitraum flüssige Mittel in Höhe von 30 Mio. € in kurzfristige Finanzanlagen mit einer Laufzeit von mehr als drei Monaten umgeschichtet und als Mittelabfluss aufgrund von Finanzanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition ausgewiesen. Wie im Vorjahr wurde im Geschäftsjahr 2016/2017 kein Bau- und Gartenmarkt im Rahmen einer Sale & Leaseback-Transaktion veräußert. Der Zahlungsmittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit summierte sich im Geschäftsjahr 2016/2017 auf 100,1 Mio. € nach einem Abfluss in Höhe von 21,2 Mio. € im Vorjahr. Dabei standen den planmäßigen Tilgungen langfristiger Finanzschulden in Höhe von 83,7 Mio. € keine Neuaufnahmen von langfristigen Krediten gegenüber. Die kurzfristigen Finanzkredite erhöhten sich um 5,1 Mio. €, nach einer Zunahme in Höhe von 2,1 Mio. € im Vorjahr. Ebenso erhöhten sich die gezahlten Dividenden an Gesellschafter von 19,1 Mio. € auf 21,6 Mio. €. RatingSeit 2004 wird die Bonität des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns von den international führenden Ratingagenturen Standard & Poor's und Moody's Investors Service bewertet. Bis zum Abschluss dieses Berichts bestätigten beide Agenturen ihre Ratings in den letztaktuellen Publikationen mit "BB+" und einem stabilen Ausblick bei Standard & Poor's sowie "Ba1" und einem stabilen Ausblick bei Moody's. VermögenslageEigenkapitalquote steigt auf 51,6%Bilanz HORNBACH Baumarkt AG Konzern (Kurzfassung)scroll
(Differenzen durch Rundung in Mio. €) Die Konzernbilanzsumme sinkt im Vergleich zum Vorjahr leicht um 26,5 Mio. € (minus 1,3%) auf 1.959,9 Mio. €. Die Verminderung der Bilanzsumme spiegelt bei anhaltender Expansion des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns und der fortschreitenden expansiven Zinspolitik der EZB die damit einhergehende veränderte Anlagestrategie zur Entschärfung der Anlageproblematik im HORNBACH Baumarkt AG Konzern wider. Das bilanzielle Eigenkapital im Konzern wird zum Ende des Geschäftsjahres mit 1.010,6 Mio. € (Vj. 972,9 Mio. €) ausgewiesen. Die Eigenkapitalquote steigt von 49,0% im Vorjahr auf 51,6% zum Ende des Geschäftsjahres 2016/2017. Die kurzfristigen Schulden reduzierten sich im Wesentlichen bedingt durch die Rückzahlung eines Schuldscheindarlehens. Langfristiges und kurzfristiges VermögenDas langfristige Vermögen beträgt zum Bilanzstichtag 1.131,7 Mio. € (Vj. 1.038,6 Mio. €) und damit rund 58% (Vj. 52%) der Bilanzsumme. Die Sachanlagen und fremdvermieteten Immobilien und Vorratsgrundstücke steigen um 96,7 Mio. € von 1.006,6 Mio. € auf 1.103,3 Mio. € (plus 9,6%). Dabei stehen den Sachanlagezugängen in Höhe von 161,3 Mio. € Abschreibungen in Höhe von 73,5 Mio. €, Umbuchungen in Höhe von 0,2 Mio. € sowie Anlageabgänge in Höhe von 1,2 Mio. € gegenüber. Durch Währungskursanpassung erhöhen sich die Sachanlagen und fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke um 2,2 Mio. €. Darüber hinaus werden Zugänge in Höhe von 8,2 Mio. €. durch die erstmalige Konsolidierung einer Immobiliengesellschaft ausgewiesen. Die langfristigen Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des Vorjahres betreffen einen aufgrund des SEStEG in den Geschäftsjahren 2007/2008 sowie 2010/2011 aktivierten Auszahlungsanspruch für Körperschaftsteuerguthaben zum Barwert in Höhe von 1,7 Mio. €. Im Geschäftsjahr 2016/2017 bestehen keine langfristigen Auszahlungsansprüche mehr. Die Verminderung der aktiven latenten Steuern resultiert im Wesentlichen aus der Wertberichtigung von latenten Steueransprüchen auf Verlustvorträge in Höhe von 6,2 Mio. €, die im Planungshorizont als nicht nutzbar eingestuft werden. Das kurzfristige Vermögen vermindert sich um 12,6% von 947,8 Mio. € auf 828,2 Mio. € bzw. rund 42% (Vj. 48%) der Bilanzsumme. Dabei steigen die Vorräte expansionsbedingt von 588,4 Mio. € auf 626,1 Mio. €. Demgegenüber verringern sich die flüssigen Mittel von 283,0 Mio. € im Vorjahr auf 113,0 Mio. € im Berichtsjahr. Dieser Rückgang ist zum Teil bedingt durch die Umschichtung von liquiden Mitteln in Höhe von 30,0 Mio. € in kurzfristige Festgeldanlagen, die unter den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen werden. Trotz des Anstiegs der Vorräte konnte der Lagerumschlag mit 3,9 (Vj. 4,0) auf weiterhin hohem Niveau gehalten werden. Die kurzfristigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte (einschließlich Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, ohne kurzfristige finanzielle Vermögenswerte) verringern sich um 17,3 Mio. € auf 59,1 Mio. €. Dies resultiert vor allem aus niedrigeren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie niedrigeren kurzfristigen Steuerforderungen vom Einkommen und vom Ertrag, verursacht durch niedrigere Steuervorauszahlungen sowie Erstattungen aus Veranlagungen. Langfristige und kurzfristige SchuldenDie Verbindlichkeiten inklusive der Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag 949,2 Mio. € gegenüber 1.013,5 Mio. € im Vorjahr. Die langfristigen Schulden erhöhen sich im Wesentlichen durch die Erhöhung der langfristigen Finanzschulden von 493,7 Mio. € auf 503,4 Mio. €. Deren Anstieg ist hauptsächlich auf die Verlängerung eines Mietvertrags zurückzuführen, der nunmehr als Finance-Lease-Verhältnis zu klassifizieren ist. Durch die Passivierung der Leasingverbindlichkeiten gemäß IAS 17 erhöhen sich die langfristigen Verbindlichkeiten aus Finance Lease von 167,0 Mio. € auf 175,5 Mio. €. Die langfristigen Schulden gegenüber Kreditinstituten verringerten sich von 3,6 Mio. € auf 0,6 Mio. €. Die Rückstellungen für Pensionen erhöhen sich von 14,6 Mio. € im Vorjahr auf 15,2 Mio. €. In den langfristigen Schulden sind darüber hinaus passive latente Steuern in Höhe von 27,5 Mio. € (Vj. 28,6 Mio. €) enthalten. Die kurzfristigen Schulden reduzierten sich von 519,8 Mio. € auf 445,8 Mio. €. Dabei sind die kurzfristigen Finanzschulden im Wesentlichen bedingt durch die Rückzahlung eines Schuldscheindarlehens in Höhe von 80,0 Mio. € zum 30. Juni 2016 gesunken. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige Verbindlichkeiten belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 327,1 Mio. € gegenüber 335,6 Mio. € im Vorjahr. Die sonstigen Rückstellungen und abgegrenzten Schulden erhöhten sich um 1,4 Mio. € von 75,3 Mio. € auf 76,7 Mio. €, im Wesentlichen bedingt durch höhere Rückstellungen für belastende Verträge bei gegenläufigen niedrigeren Prämienrückstellungen. Die Nettoverschuldung im HORNBACH Baumarkt AG Konzern, das heißt die Finanzschulden abzüglich der flüssigen Mittel, steigt von 230,0 Mio. € auf 339,9 Mio. €. Dies ist im Wesentlichen bedingt durch die veränderte Anlagestrategie, mit der der HORNBACH Baumarkt AG Konzern die Anlageproblematik aufgrund der fortschreitend expansiven Zinspolitik der EZB entschärft. Unter der Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag in kurzfristige Finanzanlagen investierten Mittel in Höhe von 30 Mio. € beträgt die Nettoverschuldung 309,9 Mio. €. Bilanzkennzahlen HORNBACH Baumarkt AG Konzernscroll
1)
"Net operating profit after tax", definiert
als EBIT minus standardisierte Steuerquote im HORNBACH-Konzern von
unverändert 30 % Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente und MietverpflichtungenNeben den im Eigentum des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns stehenden Bau- und Gartenmärkten und 12 (Vj. 11) im Rahmen von Finance Lease genutzten Bau- und Gartenmärkten sind 43 (Vj. 44) Märkte sowie ein Logistikzentrum von der Schwestergesellschaft HORNBACH Immobilien AG oder deren Tochtergesellschaften sowie 56 (Vj. 54) Bau- und Gartenmärkte von fremden Dritten gemietet. Außerdem bestehen in geringerem Umfang weitere Erbpacht-, Pacht- und Mietverträge für Grundstücke. Bei den Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Erbbaurechts- und Leasingverträgen handelt es sich ausschließlich um solche Mietverträge, bei denen die Unternehmen des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns nach den IFRS-Rechnungslegungsstandards nicht der wirtschaftliche Eigentümer der gemieteten Vermögenswerte sind (Operating Lease). Mietverträge bestehen im Wesentlichen für Bau- und Gartenmärkte im In- und Ausland. Die Laufzeit der Mietverträge beträgt üblicherweise zwischen 15 und 20 Jahre, mit anschließenden Mietverlängerungsoptionen. Es bestehen Mietanpassungsklauseln. Zum 28. Februar 2017 betragen die Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Erbbaurechts- und Leasingverträgen 1.013,1 Mio. € (Vj. 1.016,8 Mio. €). GESAMTBEURTEILUNG DER ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE IM KONZERNDer HORNBACH Baumarkt AG Konzern blickt auf ein herausforderndes Geschäftsjahr 2016/2017 zurück, das im Vergleich zur volatileren Entwicklung im Vorjahr eine Normalisierung des Geschäftsverlaufs und eine Stabilisierung der operativen Ertragskraft mit sich brachte. So erhöhten wir den Nettoumsatz im Geschäftsjahr 2016/2017 um 5,0% auf 3.710 Mio. €. Flächen- und währungskursbereinigt lag die Zuwachsrate mit 3,0% im Konzern über dem Vorjahresniveau. Zu diesem Wachstum haben sowohl die Region Deutschland als auch die Region übriges Europa beigetragen. Erneut sind wir am stärksten außerhalb Deutschlands gewachsen, wodurch der Anteil der Auslandsfilialen am Konzernumsatz deutlich von 43,1% auf 45,0% zunahm. Die Ertragsprognose haben wir im Geschäftsjahr 2016/2017 erfüllt. Das Konzernbetriebsergebnis stieg um 8,1% auf 97,5 Mio. €. Dabei profitierte die Gewinnentwicklung im Konzern vom deutlichen Rückgang nicht-operativer Ergebnisbelastungen durch Impairmentaufwendungen bzw. Drohverlustrückstellungen. Das um nicht-operative Ergebniseffekte bereinigte EBIT erreichte 102,8 Mio. € und lag somit vor allem dank des flächenbereinigten Umsatzwachstums und verbesserter Kostenrelationen am Ende über dem Vorjahreswert. Die EBIT-Marge haben wir auf Ebene des Konzerns - trotz weiter erhöhter zukunftsorientierter Aufwendungen für die Digitalisierung bzw. E-Commerce- konstant gehalten und in der Region Deutschland im Vergleich zum Vorjahr, als wir vor allem wegen nicht-operativer Sondereinflüsse in die Verlustzone gerieten, sichtbar verbessern können. Wermutstropfen im Geschäftsjahr 2016/2017 war der Rückgang des Konzernjahresüberschusses aufgrund einer signifikant höheren Steuerbelastung als im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote ist zum Bilanzstichtag von 49,0% auf 51,6% gestiegen und liegt damit weiterhin auf einem hohen Niveau. Zur Entschärfung der Anlageproblematik wurden die flüssigen Mittel von 283,0 Mio. € im Vorjahr auf 113,0 Mio. € zum Bilanzstichtag deutlich reduziert. Dazu wurden, unter Verwendung der liquiden Mittel des Konzerns, Investitionen ohne externe Finanzierung abgedeckt und bestehende externe Finanzierungen bei Fälligkeit ohne Refinanzierung zurückgeführt. Ebenso wurden flüssige Mittel in kurzfristige Finanzanlagen am Geldmarkt umgeschichtet. Angesichts des breiten Spektrums an Finanzierungsquellen verfügen wir über ein hohes Maß an Sicherheit und Flexibilität für die weitere Wachstumsfinanzierung. In der Gesamtschau stellt sich die wirtschaftliche Lage des Konzerns im Geschäftsjahr 2016/2017 zufriedenstellend dar. Erläuterungen zum Jahresabschluss der HORNBACH Baumarkt AG (gemäß HGB)Gewinn- und Verlustrechnung HORNBACH Baumarkt AG nach HGB (Kurzfassung)scroll
Die HORNBACH Baumarkt AG mit Sitz in Bornheim bei Landau (Pfalz) stellt ihren Jahresabschluss nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) auf. Sie ist das Mutterunternehmen des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns. Die HORNBACH Baumarkt AG enthält das operative Einzelhandelsgeschäft der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte in Deutschland sowie die Zentralfunktionen des Konzerns wie zum Beispiel Finanz- und Rechnungswesen, Informationstechnologie, Steuern, Recht und Personal. RahmenbedingungenDie gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen für unser operatives Geschäft in Deutschland sind im Wirtschaftsbericht ab Seite 8 ausführlich beschrieben. Entwicklung des FilialnetzesIm Berichtsjahr 2016/2017 hat HORNBACH in Deutschland keine neuen Bau- und Gartenmärkte in Betrieb genommen. Ein Standort wurde planmäßig wegen fehlender Erweiterungsperspektiven geschlossen. Damit betreiben wir zum 28. Februar 2017 deutschlandweit 98 Einzelhandelsfilialen (29. Februar 2016: 99). Die Verkaufsfläche in Deutschland beläuft sich auf rund 1.049.000 qm (Vj. 1.052.000 qm). ErtragslageUmstellung auf die Vorschriften des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG)Am 23. Juli 2015 trat das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) in Kraft. Die Vorschriften des Gesetzes sind verpflichtend für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2016 anzuwenden und wurden im Jahresabschluss der HORNBACH Baumarkt AG erstmals zum 28. Februar 2017 umgesetzt. Im vorliegenden Jahresabschluss betrifft dies im Wesentlichen Umsatzerlöse, bezogene Leistungen und sonstige betriebliche Erträge sowie die Darstellung des Anlagespiegels. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde auf eine Anpassung der Vorjahreswerte unter Ausübung des bestehenden Wahlrechts verzichtet. Die Vorjahreszahlen sind daher nur bedingt vergleichbar. UmsatzentwicklungIm Einzelabschluss der HORNBACH Baumarkt AG stieg der Nettoumsatz (ohne Umsatzsteuer) im Berichtsjahr 2016/2017 von 2.318 Mio. € um 5,0% auf 2.436 Mio. €. In den Umsatzerlösen sind 349 Mio. € (Vj. 307 Mio. €) aus Lieferungen der HORNBACH-Logistikzentren an unsere ausländischen Tochtergesellschaften enthalten. Maßgeblich für den Geschäftsverlauf der HORNBACH Baumarkt AG war die Entwicklung der inländischen flächenbereinigten Umsätze, die wir im Wirtschaftsbericht ab Seite 16 im Detail erläutern. Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2015/2016 wären um 39,4 Mio. € höher und hätten 2.357,2 Mio. € betragen, wenn das BilRUG bereits zum 29. Februar 2016 hätte angewendet werden müssen. ErtragsentwicklungDie in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen sonstigen betrieblichen Erträge, die hauptsächlich Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Währungsgewinne umfassen, sind um 40,5 Mio. € auf 12,1 Mio. € (Vj. 52,6 Mio. €) gesunken. Bei Anwendung des BilRUG bereits zum 29. Februar 2016 hätten sich durch die Umklassifizierung von sonstigen Erträgen in Umsatzerlöse die sonstigen betrieblichen Erträge des Geschäftsjahres 2015/2016 um 39,4 Mio. € auf 13,2 Mio. € verringert. Der Materialaufwand ist unterproportional zum Umsatzanstieg um 4,4% auf 1.649,3 Mio. € (Vj. 1.579,5 Mio. €) gewachsen. Das Rohergebnis betrug 799,4 Mio. € bzw. 32,8% der Nettoumsätze im Vergleich zu 791,1 Mio. € bzw. 34,1% im Vorjahr. Durch die Anwendung des BilRUG bereits zum 29. Februar 2016 hätten sich die Aufwendungen für bezogene Leistungen des Geschäftsjahres 2015/2016 um 12,2 Mio. € erhöht und 68,2 Mio. € betragen. Dies ist bedingt durch die Notwendigkeit, Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Erzielung von Umsatzerlösen stehen, aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in die Aufwendungen für bezogene Leistungen umzugliedern. Das Rohergebnis hätte 779,0 Mio. € oder 33,0% der Nettoumsätze betragen. Die Personalaufwendungen sind unterproportional zum Nettoumsatz von 386,1 Mio. € um 2,5% auf 395,7 Mio. € gestiegen. Die Abschreibungen lagen mit 34,9 Mio. € um 16,9% unter dem Niveau des Vorjahres (42,0 Mio. €). Dies ist im Wesentlichen auf im Vorjahr vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen auf eine Baumarktimmobilie in Höhe von 7,5 Mio. € zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von 363,9 Mio. € im Vorjahr auf 355,5 Mio. € verringert. Durch die Anwendung des BilRUG bereits zum 29. Februar 2016 hätten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2015/2016 um 12,2 Mio. € auf 351,7 Mio. € verringert. Das betriebliche Ergebnis lag mit 13,3 Mio. € über dem Vorjahresniveau (minus 0,9 Mio. €). Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen niedrigere sonstige betriebliche Aufwendungen (minus 8,4 Mio. €) und niedrigere Abschreibungen (minus 7,1 Mio. €) bei gegenläufig höheren Personalkosten (plus 9,6 Mio. €). Das Finanzergebnis (inklusive Beteiligungsergebnis) ist von 69,8 Mio. € um 25,2 Mio. € auf 44,6 Mio. € im Berichtsjahr gesunken. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus einem von 84,4 Mio. € auf 55,5 Mio. € gesunkenen Beteiligungsergebnis infolge einer niedrigeren Ergebnisabführung der HORNBACH International GmbH. Im Geschäftsjahr 2016/2017 haben die HORNBACH Baumarkt (Schweiz) AG, Schweiz, die HORNBACH Holding B. V., Niederlande, die HORNBACH Baumarkt Luxemburg SARL, Luxemburg, Gewinnausschüttungen in Höhe von insgesamt 54,1 Mio. € (Vj. 57,0 Mio. €) an die HORNBACH International GmbH vorgenommen. Zusätzlich profitierte die HORNBACH International GmbH im Berichtsjahr 2015/2016 von der ertragswirksamen Zuschreibung des Beteiligungsbuchwerts an der schwedischen Tochtergesellschaft HORNBACH Byggmarknad AB in Höhe von 25,7 Mio. €, was die Ergebnisabführung an die HORNBACH Baumarkt AG entsprechend erhöhte. Die Zinserträge und Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens in Höhe von 2,9 Mio. € stiegen leicht im Vergleich zum Vorjahr (Vj. 2,4 Mio. €). Die Zinsaufwendungen des Berichtsjahres lagen mit 13,9 Mio. € um 18,2 % unter dem Wert des Vorjahres (17,0 Mio. €). Vor dem Hintergrund der beschriebenen Einflussfaktoren sank der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2016/2017 von 70,0 Mio. € auf 53,6 Mio. €. VermögenslageMit 1.193,1 Mio. € liegt die Bilanzsumme zum 28. Februar 2017 56,6 Mio. € bzw. 4,5 J unter dem Vorjahreswert (1.249,7 Mio. €). Das Anlagevermögen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 523,3 Mio. € bzw. 43,9 % der Bilanzsumme (Vj. 486,8 Mio. € bzw. 39,0 J). Die Sachanlagen steigen durch Investitionen in Höhe von 51,5 Mio. € sowie Umbuchungen in Höhe von 0,2 Mio. € bei gleichzeitigen Abschreibungen in Höhe von 31,5 Mio. € und Buchwertabgängen in Höhe von 0,9 Mio. € auf 288,5 Mio. € (Vj. 269,6 Mio. €). Bilanz nach HGB (Kurzfassung)HORNBACH Baumarkt AGAktiva scroll
Die Finanzanlagen erhöhen sich bedingt durch langfristige Darlehen an eine niederländische sowie eine rumänische Konzerngesellschaft um insgesamt 15,2 Mio. € von 208,4 Mio. € auf 223,6 Mio. €. Das Umlaufvermögen nimmt zum Bilanzstichtag von 753,1 Mio. € im Vorjahr auf 660,0 Mio. € ab. Dabei steigen die Vorräte expansionsbedingt um 7,0% bzw. 26,2 Mio. € von 374,9 Mio. € im Vorjahr auf 401,1 Mio. €. Der Lagerumschlag liegt im Geschäftsjahr 2016/2017 mit 4,2 unter dem Vorjahr (4,4). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich um 29,2 Mio. € auf 130,1 Mio. € (Vj. 100,9 Mio. €). Die Zunahme der Forderungen im Geschäftsjahr 2016/2017 resultiert im Wesentlichen aus der im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen kurzfristigen Finanzierung der Konzerngesellschaften. Die flüssigen Mittel sinken insbesondere infolge der verstärkten Konzernfinanzierung und der im Berichtsjahr erfolgten planmäßigen Tilgung des Schuldscheindarlehens (80 Mio. €) um 127,7 Mio. € von 221,2 Mio. € im Vorjahr auf 93,5 Mio. €. Die aktiven latenten Steuern liegen mit 4,4 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres (Vj. 4,3 Mio. €). Das Eigenkapital liegt zum 28. Februar 2017 mit 616,3 Mio. € um 5,5% über dem Niveau des Vorjahres (584,2 Mio. €). Die Eigenkapitalquote wird mit 51,7% (Vj.46,7%) ausgewiesen. Die Rückstellungen erhöhten sich zum Bilanzstichtag leicht von 56,7 Mio. € auf 57,7 Mio. €. Dies ist im Wesentlichen auf höhere Steuerrückstellungen zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten liegen zum Bilanzstichtag mit 510,2 Mio. € im Vergleich zu 600,7 Mio. € mit 90,5 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gehen bedingt durch planmäßige Tilgung von 81,1 Mio. € im Vorjahr auf 13,7 Mio. € zurück. Darüber hinaus haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 183,2 Mio. € auf 175,0 Mio. € stichtagsbedingt reduziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die im Wesentlichen aus Konzernfinanzierung bestehen, haben sich im Geschäftsjahr 2016/2017 von 49,9 Mio. € auf 33,2 Mio. € verringert. FinanzlageHinsichtlich der Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements, der Erläuterung der Finanzschulden und Kapitalstruktur verweisen wir auf die Ausführungen in der Finanzlage des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns (Seite 24 ff.). Das Eigenkapital (nach avisierter Dividendenausschüttung) deckt rund 114% des Anlagevermögens. Im Geschäftsjahr 2016/2017 wurden in der HORNBACH Baumarkt AG insgesamt 58,0 Mio. € (Vj. 33,3 Mio. €) in immaterielle Vermögensgegenstände, Grundstücke, Gebäude sowie in Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert. Die Investitionen in Grundstücke und Gebäude belaufen sich auf 29,1 Mio. €. Weitere 22,4 Mio. € wurden für Ersatz und Erweiterung der Betriebs- und Geschäftsausstattung verwendet. 6,5 Mio. € (Vj. 4,9 Mio. €) des Investitionsvolumens entfallen auf entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände. Darüber hinaus erhöhten sich die Finanzanlagen im Wesentlichen durch langfristige Darlehensgewährung an zwei Konzerngesellschaften. Gesamtbeurteilung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der HORNBACH Baumarkt AGAuf der Basis einer positiven Umsatzperformance hat die HORNBACH Baumarkt AG das betriebliche Ergebnis im Geschäftsjahr 2016/2017 im Gegensatz zum Vorjahr verbessern können. Dabei wurde der Rückgang der Handelsspanne durch die niedrigere Personalaufwandsquote sowie niedrigere Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen überkompensiert. Der Jahresüberschuss lag mit 53,6 Mio. € um 23,3% unter dem Vorjahreswert. Bereinigt um den negativen Basiseffekt durch die Zuschreibung des Beteiligungsbuchwerts ihrer schwedischen Tochtergesellschaft im Geschäftsjahr 2015/2016 liegt der Jahresüberschuss jedoch deutlich über dem Vorjahreswert. Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag konnte von 46,7% auf 51,7% erneut gesteigert werden. Das Anlagevermögen und rund 49% des Umlaufvermögens sind langfristig durch Eigenkapital (nach avisierter Dividendenausschüttung) und langfristiges Fremdkapital finanziert. In der Gesamtschau stellt sich die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft unverändert zufriedenstellend dar. Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns der HORNBACH Baumarkt AGDie HORNBACH Baumarkt AG schließt das Geschäftsjahr 2016/2017 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 53.637.871,49 € ab. Der Vorstand schlägt nach Einstellung von 26.818.000,00 € in die Gewinnrücklagen vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 26.819.871,49 € wie folgt zu verwenden:
NACHTRAGSBERICHTNach dem Bilanzstichtag 28. Februar 2017 bis zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Geschäftsberichts sind keine Ereignisse eingetreten, die für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der HORNBACH Baumarkt AG sowie des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns von wesentlicher Bedeutung wären. RISIKOBERICHTRisikomanagement im KonzernJedes unternehmerische Handeln ist unmittelbar mit Chancen und Risiken verbunden. Daher ist ein wirksames Management der Chancen und Risiken ein bedeutender Erfolgsfaktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmenswertes. Der Vorstand der HORNBACH Baumarkt AG bekennt sich in diesem Zusammenhang zu einer risikobewussten Unternehmensführung, bei der die Sicherung des Fortbestands des Gesamtunternehmens und seiner Beteiligungsgesellschaften immer höchste Priorität hat. Durch das vom Vorstand implementierte Risikomanagementsystem (RMS) soll die Risikofrüherkennung mit dem Ziel der proaktiven Risikosteuerung kontinuierlich verbessert sowie eine stetige Optimierung des Chancen-Risiko-Profils erreicht werden. Davon abgeleitet hat der Vorstand die folgenden Grundsätze verabschiedet: Risikopolitische GrundsätzeDie Erzielung eines wirtschaftlichen Erfolgs ist zwangsweise mit Risiken verbunden. Keine Handlung oder Entscheidung darf aber ein existenzielles Risiko, das heißt ein den Fortbestand des Unternehmens oder eines Teilbetriebs gefährdendes Risiko nach sich ziehen. Risiken, die sich weder auf Kern- noch auf Unterstützungsprozesse beziehen, werden vom Konzern grundsätzlich nicht eingegangen. Kernprozesse sind hierbei die Entwicklung und Umsetzung der jeweiligen Geschäftsmodelle, die Beschaffung der Waren und Dienstleistungen, Standortentscheidungen, die Sicherstellung der Liquidität sowie die Entwicklung von Fach- und Führungskräften. Eingegangene Ertragsrisiken müssen durch die erwartete Rendite angemessen prämiert werden. Maßgebliche Kennziffern hierbei basieren auf der Verzinsung des eingesetzten Kapitals. Nicht vermeidbare Risiken sind - soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll - zu versichern. Restrisiken müssen mit dem Instrumentarium des Risikomanagements gesteuert werden. Organisation und ProzessDas im HORNBACH Baumarkt AG Konzern bestehende Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Es setzt sich dabei aus den zentralen Bestandteilen Risikofrüherkennung, Controlling- und Planungsprozesse, dem Berichtswesen sowie einem Internen Kontrollsystem (IKS) zusammen. Es wird kontinuierlich weiterentwickelt und optimiert. Die Verantwortung für die Einrichtung, Ausgestaltung und Aufrechterhaltung eines angemessenen und zielgerichteten Risikomanagementsystems und insbesondere des Internen Kontrollsystems liegt beim Vorstand. Bei der Ausgestaltung und Aufrechterhaltung des Systems wird er durch den Leiter Konzerncontrolling/Risikomanagement unterstützt. Der Vorstand hat in den in- und ausländischen Teilbereichen des Konzerns Risikoverantwortliche benannt, die die Aufgabe haben, Risiken ihres Verantwortungsbereiches zu identifizieren, zu melden und durch geeignete Maßnahmen zu steuern. Diese Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten sind im Konzern eindeutig geregelt und spiegeln unsere Unternehmensstruktur wider. Bei der Risikoidentifikation, Risikobewertung und auch der Festlegung geeigneter Maßnahmen zur Steuerung der Risiken werden die Risikoverantwortlichen von einem zentralen Risikocontroller unterstützt, dem die Koordination des Risikomanagementprozesses obliegt. Bewertungskategorien der Unternehmensrisiken in aufsteigender Reihenfolgescroll
Die Ergebnisrisiken werden mit Hilfe einer Risikomatrix analysiert. Dabei werden zum einen die Eintrittswahrscheinlichkeit und zum anderen die potenzielle Schadenshöhe erfasst. So können wir ableiten, ob und in welchem Umfang Handlungsbedarf besteht. Soweit die Risiken nicht quantitativ messbar sind, werden sie hinsichtlich ihrer Auswirkung qualitativ eingeschätzt. Entsprechende Grundsätze und Festlegungen zum Risikomanagementsystem sind in einem Risikomanagementhandbuch dokumentiert. Die notwendigen aufbau- und ablauforganisatorischen Grundlagen für die Risikofrüherkennung sind darin konzernweit festgelegt. Zur Unterstützung des Risikomanagementprozesses ist eine konzernweit implementierte Standard-Softwarelösung im Einsatz, mit deren Hilfe Risiken und zugehörige Steuerungsmaßnahmen erfasst und dokumentiert werden. Die Risiken werden vierteljährlich aktualisiert und an den Vorstand berichtet. Der Aufsichtsrat sowie sein Finanz- und Prüfungsausschuss beraten im halbjährlichen Rhythmus die aktuelle Risikolage. Neben dieser turnusmäßigen Berichterstattung ist auch ein Ad-hoc-Meldeverfahren für unerwartet auftretende Risiken definiert und im Risikomanagementprozess implementiert. Das derzeitige Interne Kontrollsystem basiert auf einer konzerneinheitlich strukturierten Dokumentation der Kontrollen bei Prozessen und der damit verbundenen Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Finanzberichterstattung haben könnten. Als Basis für das Interne Kontrollsystem stehen die entsprechenden Arbeitsanweisungen und Handbücher im Intranet des Konzerns zur Verfügung. Die Konzernrevision kontrolliert im Rahmen ihrer Tätigkeit regelmäßig die Funktionsfähigkeit des bestehenden Risikomanagementsystems. Der Abschlussprüfer beurteilt im Rahmen seiner Jahresabschlussprüfung, ob das Risikofrüherkennungssystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können, frühzeitig zu erkennen. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess (Bericht gemäß §315 Absatz 2 Nr. 5 HGB)Ziel des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse ist die Identifizierung und Bewertung von Risiken, die dem Ziel der Regelungskonformität des Konzernabschlusses entgegenstehen können. Den identifizierten Risiken sind entsprechende Kontrollschritte und klare Verantwortlichkeiten zugeordnet. Dies soll eine hinreichende Sicherheit gewährleisten, so dass trotz der identifizierten Risiken regelkonforme Abschlüsse für den Gesamtkonzern und die Tochtergesellschaften erstellt werden können. Im HORNBACH Bau markt AG Konzern ist das bestehende rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem und die dazugehörige Risikomatrix konzernweit dokumentiert. Von Konzernprozessen abweichende länderspezifische Besonderheiten werden jeweils durch die Tochtergesellschaften beschrieben und in der Dokumentation ergänzt. Durch die in den Landesgesellschaften und in der Muttergesellschaft benannten IKS-Verantwortlichen wird sichergestellt, dass wesentliche Prozessänderungen dokumentiert und entsprechende Kontrollen implementiert werden. Hierüber wird eine jährliche Entsprechenserklärung durch die IKS-Verantwortlichen abgegeben. Das bestehende IKS wird hierbei ständig weiterentwickelt. Wesentliche Elemente des Internen Kontrollsystems sind neben definierten Kontrollmechanismen, wie z. B. systemtechnischen und manuellen Abstimmprozessen, die Trennung von Funktionen sowie das Vorhandensein bzw. die Einhaltung der Richtlinien und Arbeitsanweisungen. Im gesamten Rechnungslegungsprozess wird das Vier-Augen-Prinzip angewandt, wobei entsprechende Freigabeprozesse durchlaufen werden müssen. Eine klare Unternehmens- und Führungsstruktur, die klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten und adäquate Zugriffsregelungen auf Basis eines konzerneinheitlichen Berechtigungskonzepts in den abschlussrelevanten Informations- und Rechnungslegungssystemen dienen der weiteren Risikosteuerung und Kontrolle. Diese wesentlichen Kontrollen sind in die rechnungslegungsbezogenen Prozesse integriert. Die Konzerngesellschaften erstellen ihre Abschlüsse lokal. Sie sind für die Beachtung lokaler Vorschriften und die Einhaltung der konzernweit gültigen Richtlinien in Form von Arbeitsanweisungen und Bilanzierungs- und Organisationshandbüchern ebenso verantwortlich wie für die korrekte Überleitung der lokalen Einzelabschlüsse zu den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellten IFRS-Abschlüssen. Insbesondere das Bilanzierungshandbuch soll durch eindeutige Vorgaben den Ermessensspielraum der Mitarbeiter bei Ansatz, Bewertung und Ausweis von Vermögenswerten und Schulden einschränken und somit das Risiko konzernuneinheitlicher Rechnungslegungspraktiken verringern. Die für die Bilanzierung und Bewertung der Sachverhalte Verantwortlichen der einzelnen Konzerngesellschaften bestätigen vierteljährlich im Rahmen einer konzerninternen Vollständigkeitserklärung die Ordnungsmäßigkeit und Vollständigkeit des jeweiligen Einzelabschlusses. Auf Konzernebene werden innerhalb des Konzernrechnungswesens und des Konzerncontrollings die in die Abschlüsse eingegangenen Buchungsdaten nochmals plausibilisiert und auf ihre Ordnungsmäßigkeit überprüft. Der Prozess der Konzernabschlusserstellung wird zentral über einen vorgegebenen Termin- und Aktivitäten plan koordiniert und sowohl zentral als auch dezentral überwacht. Im gesamten Rechnungslegungsprozess werden die Tochtergesellschaften durch zentrale Ansprechpartner unterstützt. Wesentliche Änderungen der Rechnungslegungsprozesse aufgrund von neuen Gesetzen, Gesetzesänderungen oder Änderungen der internen Prozesse werden im Rahmen von u. a. internationalen Finanzkonferenzen mit allen wesentlich am Konzernrechnungslegungsprozess Beteiligten vor Umsetzungsbeginn besprochen. Spezielle Bilanzierungs- und Rechnungslegungsfragen oder komplexe Sachverhalte, die entweder besondere Risiken betreffen oder besonderes Know-how erfordern, werden zentral überwacht und bearbeitet. Externe Experten wie z. B. sachverständige Gutachter werden insbesondere zur Beurteilung der Verkehrswerte von Immobilien im Rahmen von Werthaltigkeitsüberprüfungen oder bei der Bewertung von Pensionsrückstellungen hinzugezogen. Alle für die Rechnungslegung wesentlichen Prozesse sind konzernweit einheitlich in einem gemeinsamen konzernweiten IT-System abgebildet. Durch diese vollständige Integration aller wesentlichen Finanzsysteme in einem einheitlichen IT-System ist die Datenintegrität bezogen auf die Einzelabschlüsse und den Konzernabschluss sichergestellt. Durch Verwendung eines konzernweit gültigen, einheitlichen Kontenplans und die zentrale Pflege des Kontenrahmens wird in Zusammenhang mit dem konzernweit gültigen Bilanzierungshandbuch eine einheitliche Bilanzierung gleichartiger Geschäftsvorfälle gewährleistet. Dies dient auch als Basis für eine regelungskonforme Konzernkonsolidierung. Die Konsolidierungsmaßnahmen und notwendigen Abstimmtätigkeiten erfolgen zentral durch eine Konsolidierungsabteilung. Die in den Konsolidierungsprozessen wie z. B. der Schulden- oder der Aufwands- und Ertragskonsolidierung durchzuführenden Kontrollen erfolgen sowohl automatisch durch das IT-System als auch manuell. Durch die zentrale Steuerung und Überwachung aller wesentlichen rechnungslegungsrelevanten IT-Systeme und regelmäßigen Systemsicherungen wird das Risiko von Systemausfällen bzw. Datenverlust minimiert. Die interne Revision als integraler Bestandteil des Internen Kontrollsystems überprüft auf Basis eines risikoorientierten Prüfungsplans im Rahmen ihrer Prüfungstätigkeiten regelmäßig stichprobenartig die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen Internen Kontrollsystems. Dennoch können auch angemessene und funktionsfähige Systeme keine absolute Sicherheit zur Identifikation und Steuerung der Risiken gewährleisten. Übersicht der Gesamtrisiken*scroll
Finanzwirtschaftliche RisikenDie finanzwirtschaftlichen Risiken im Konzern bestehen aus Währungskurs-, Liquiditäts- und Kreditrisiken. Die Steuerung dieser Risiken obliegt der Abteilung Treasury. WährungsrisikenGrundsätzlich unterliegt HORNBACH durch seine Tätigkeit in Ländern, in denen eine andere Währung als der Euro existiert, dem Risiko von Währungskursänderungen. Hierbei handelt es sich um die Währungen Schweizer Franken, Tschechische Kronen, Schwedische Kronen und Rumänische Lei sowie Hong Kong Dollar. Die Abwertung einer ausländischen Währung gegenüber dem Euro kann bei der Umrechnung einzelner Abschlüsse ausländischer Tochtergesellschaften in die Konzernwährung Euro zu einem niedrigeren Konzernergebnis führen. Eine Absicherung dieser Risiken im Konzern erfolgt nicht. Darüber hinaus führt die zunehmende internationale Geschäftstätigkeit des Konzerns zu einem steigenden Devisenbedarf sowohl bei der Abwicklung des internationalen Wareneinkaufs als auch bei der Finanzierung von Investitionsobjekten in Fremdwährung. Aus einer Veränderung des Wechselkurses der jeweiligen Landeswährung gegenüber den Einkaufswährungen (hauptsächlich gegenüber dem EUR und dem USD) können direkte negative Ergebniseffekte resultieren. Offene Fremdwährungspositionen in USD werden durch Hedginggeschäfte (USD-Fest- und Termingelder) zu großen Teilen abgesichert. Die externe langfristige Finanzierung von Investitionen erfolgt nach Möglichkeit in der funktionalen Währung der jeweiligen Landeswährung (Natural Hedging). Eine Absicherung der im Konzern entstehenden offenen EUR-Fremdwährungspositionen, die im Wesentlichen durch die in EUR abgewickelten konzerninternen Lieferungen und Leistungen und konzerninternen EUR-Darlehen entstehen, erfolgt nicht. LiquiditätsrisikenDie Akquisition von Grundstücken, Investitionen in Bau- und Gartenmärkte sowie der Einkauf großer Warenmengen erfordern die jederzeitige Bereithaltung einer hohen Liquiditätsverfügbarkeit. Bilaterale Bankkredite und -kreditlinien, eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 250 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 15. April 2019 und nicht zuletzt die im Februar 2013 emittierte Anleihe der HORNBACH Baumarkt AG in Höhe von 250 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 15. Februar 2020 sichern neben den Mittelzuflüssen aus dem operativen Cashflow die Finanzierung der weiteren Expansion. Risiken, längerfristige Finanzierungen von neuen Standorten über Banken oder Sale & Leaseback-Transaktionen aufgrund der Finanzierungsbedingungen an den Kapitalmärkten nicht mehr tätigen zu können, begegnet HORNBACH durch eine flexible Anpassung der Investitionen, Bereithaltung eines hohen Liquiditätspolsters sowie durch kurz- bis mittelfristige Finanzierungen auf Basis bestehender Kreditlinien. Im Zusammenhang mit der Anleihe und der syndizierten Kreditlinie der HORNBACH Baumarkt AG sind keine Sicherheiten in Form von Vermögenswerten eingebunden. Die Vertragsvereinbarungen erfordern aber die Einhaltung bestimmter banküblicher Verpflichtungen (Covenants), andernfalls droht unter Umständen die sofortige Rückzahlung der aufgenommenen Mittel. Im Ergebnis wäre eine Anschlussfinanzierung erforderlich, die lediglich unter erschwerten Refinanzierungsbedingungen durchgeführt werden könnte. Bei der syndizierten Kreditlinie der HORNBACH Baumarkt AG wurden neben allgemeinen Verpflichtungen, wie zum Beispiel "pari passu", "negative pledge" sowie "cross default", zusätzlich sogenannte "financial covenants" vereinbart. Diese erfordern die Einhaltung einer auf Basis des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns ermittelten Eigenkapitalquote von mindestens 25% und einen Zinsdeckungsgrad (adjusted EBITDA/Bruttozinsaufwand) von mindestens 2,25. Daneben wurden Höchstgrenzen für grundbuchlich besicherte Finanzverbindlichkeiten und Finanzverbindlichkeiten von Tochtergesellschaften vereinbart. Bei der Anleihe bestehen nur allgemeine Verpflichtungen wie zum Beispiel "pari passu", "negative pledge" und "cross default" aber keine "financial covenants". Zum 28. Februar 2017 betragen die Eigenkapitalquote 51,6% (Vj. 49,0%) und der Zinsdeckungsgrad 9,8 (Vj. 10,6). Die Überprüfung dieser Covenants erfolgt kontinuierlich. Während des Geschäftsjahres 2016/2017 wurden sämtliche Verpflichtungen stets eingehalten. Die für ein effizientes Liquiditätsmanagement erforderlichen Informationen werden durch eine monatlich aktualisierte, rollierende Konzern-Finanzplanung mit einem Planungshorizont von zwölf Monaten sowie durch eine tägliche Finanzvorschau sichergestellt. Im Konzern bestehen zurzeit keine Risiken im Zusammenhang mit einer eventuell notwendigen Anschlussfinanzierung für fällig werdende Finanzverbindlichkeiten. Derzeit sind keine Liquiditätsrisiken erkennbar. KreditrisikenDurch Auswahl von Vertragspartnern mit ausschließlich guter Bonität bzw. durch Auswahl von Banken, für die Einlagensicherungseinrichtungen bestehen, werden bei Finanzanlagen und derivativen Finanzinstrumenten die Risiken eines finanziellen Verlustes begrenzt. Zudem wurden Bankeinlagen auf mehrere Kreditinstitute verteilt, um das Ausfallrisiko von Bankeinlagen zu reduzieren. Diese Vorgehensweise wurde auch im Geschäftsjahr 2016/2017 beibehalten. Das Risiko von Forderungsausfällen im operativen Bereich ist aufgrund des Handelsformats (cash & carry) bereits erheblich reduziert. Weitere Detailinformationen und Sensitivitätsanalysen zu den finanzwirtschaftlichen Risiken werden im Konzernanhang unter Anmerkung 34 dargestellt. Externe RisikenGesamtwirtschaftliche und branchenspezifische RisikenDie Abhängigkeit der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte von der allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und dem verfügbaren Einkommen der Haushalte kann sich in Phasen mit geringem Wirtschaftswachstum durch eine Kaufzurückhaltung der Kunden äußern. Es könnten sich aber auch die Konjunkturaussichten in Europa unter dem Einfluss von weltweiten sich negativ entwickelnden politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schlechter als erwartet darstellen. Ungeachtet dessen ist eine wesentliche Abhängigkeit von der Konjunkturentwicklung in Deutschland festzustellen. Mit der weiteren Expansion in das europäische Ausland soll eine stetige Risikodiversifizierung erfolgen. Darüber hinaus wird ein wesentlicher Teil der Umsätze mit saisonalen Artikeln erzielt, deren Absatz stark von externen Faktoren wie z. B. den Witterungsbedingungen beeinflusst wird. So könnte die Frühjahrssaison durch einen lang anhaltenden Winter zeitlich kurz ausfallen und sich in niedrigeren Umsätzen innerhalb des Gartenbereichs im wichtigen I. Quartal des Geschäftsjahres niederschlagen. Der Wandel des Konsumverhaltens insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung birgt Risiken in sich. Um hier zukunftsorientiert aufgestellt zu sein und diesem Risiko entgegenzuwirken, haben wir unsere Onlineaktivitäten im Sinne einer integrierten Mehrkanalstrategie sukzessive ausgebaut. ElementarrisikenDer weltweit festzustellende Klimawandel hat auch direkten Einfluss auf HORNBACH-Standorte in Deutschland und dem europäischen Ausland. Neben möglichen Naturkatastrophen (z. B. Stürme, Hochwasser) ist der Konzern auch Risiken durch Feuer und Explosionen ausgesetzt. Durch konzernweite Versicherungen sind die wesentlichen versicherbaren Elementarrisiken und eine damit möglicherweise verbundene Betriebsunterbrechung abgedeckt. Operative RisikenStandort- und AbsatzrisikenInvestitionen in nicht geeignete Standorte können erheblichen negativen Einfluss auf die Ertragskraft des Konzerns haben. Zur Risikominimierung werden deshalb Investitionen in neue Standorte auf der Grundlage von detaillierten Marktforschungsanalysen vorbereitet und Investitionsentscheidungen auf der Basis von dynamischen Investitionsrechnungen und Sensitivitätsanalysen getroffen. Dennoch kann das Risiko einer nicht zufriedenstellenden Umsatzentwicklung aufgrund zusätzlich existierender Einflussfaktoren wie dem Kundenverhalten und der lokalen Wettbewerbssituation nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Insbesondere in Ländern mit geringem Marktwachstum und starkem Wettbewerb müssen zur Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit daher kontinuierlich Investitionen in Standorte und den Ausbau des Kundenservice sowie neuer Konzepte getätigt werden. BeschaffungsrisikenHORNBACH ist als Handelsunternehmen auf externe Lieferanten und Hersteller angewiesen. Bei der Auswahl dieser Lieferanten gehen wir mit größter Sorgfalt vor. Insbesondere bei der Selektion unserer Eigenmarkenlieferanten achten wir auf die Verlässlichkeit in Bezug auf hohe Produktqualität und die stete Einhaltung von Sicherheits- und Sozialstandards in den jeweiligen Unternehmen. Um den Ausfall von bedeutenden Lieferanten zu vermeiden, wurde ein effizientes Frühwarnsystem entwickelt, das die Lieferanten auf Basis von verschiedenen quantitativen und qualitativen Kriterien kontinuierlich bewertet. Durch eine frühzeitige Sondierung des Marktes hinsichtlich alternativer Ersatzquellen und einer Mehrlieferantenstrategie werden die Auswirkungen eines möglichen Lieferantenausfalls weiter reduziert. Bei einer Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Situation kann allerdings nicht immer ausgeschlossen werden, dass Lieferanten ausfallen, deren Produkte kurzfristig nicht anderweitig beschafft werden können. Zur Senkung des Risikos einer Unterbrechung der Logistikkette und zur Optimierung der Warenversorgung stehen mehrere Verteilzentren für den Gesamtkonzern zur Verfügung. Bei der Beschaffung der Ware unterliegt HORNBACH unter anderem dem Risiko steigender Einkaufspreise für Artikel mit einem hohen Anteil an Rohöl, Kupfer oder Stahl aufgrund der auf den internationalen Rohstoffmärkten volatilen Preise. Daneben könnten Preissteigerungen für eher energieintensiv hergestellte Artikel zu weiteren insgesamt höheren Beschaffungskosten führen, die unter Umständen nur teilweise oder zeitverzögert an die Kunden weitergegeben werden können. Rechtliche RisikenGesetzliche und regulatorische RisikenDer HORNBACH Baumarkt AG Konzern unterliegt aufgrund seiner internationalen Geschäftstätigkeit diversen nationalen Gesetzen und Bestimmungen. Änderungen von Gesetzen können deshalb zu höheren Kosten führen. Neben den hier beispielhaft genannten Risiken von Schadenersatzklagen aufgrund von Patent- und Schutzrechtsverletzungen oder Umwelt- und Produkthaftungsschäden könnte speziell auch eine Verschärfung der nationalen Baugesetze oder Vorschriften zum Erwerb von Grundstücken negative Auswirkungen auf die künftige Ertragslage des Konzerns haben. Zur Vermeidung etwaiger Vertragsverletzungen und unvorteilhafter Vereinbarungen überwachen wir fortlaufend die Einhaltung unserer vertraglichen Verpflichtungen und ziehen bei Vertragsangelegenheiten interne und externe Rechtsexperten hinzu. Risiken aus RechtsstreitigkeitenDie Gesellschaften des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns müssen sich im Zuge ihres Geschäftsbetriebes naturgemäß mit gerichtlichen und außergerichtlichen Ansprüchen Dritter auseinandersetzen. Für bestehende Risiken aus Rechtsstreitigkeiten wird daher bilanzielle Vorsorge durch Bildung von entsprechenden Rückstellungen getroffen. Zurzeit ist HORNBACH in keine laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren involviert, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben könnten. Führungs- und OrganisationsrisikenIT-RisikenDie Steuerung des Konzerns ist maßgeblich von einer leistungsfähigen Informationstechnologie (IT) abhängig. Die ständige Aufrechterhaltung und Optimierung der IT-Systeme erfolgt durch hochqualifizierte interne und externe Experten. Unberechtigtem Datenzugriff, Datenmissbrauch und Datenverlust wird durch Einsatz entsprechender aktueller Virensoftware, Firewalls, adäquater Zugangs- und Zugriffskonzepte und vorhandener Back-up-Systeme vorgebeugt. Für unerwartete IT-Systemausfälle existieren entsprechende Notfallpläne. PersonalrisikenDer Einsatz hochmotivierter und -qualifizierter Mitarbeiter ist eine der Grundlagen für den Erfolg von HORNBACH. Dieser Pfeiler der Unternehmenskultur hat deshalb einen großen Stellenwert für den Gesamtkonzern. Die Aufrechterhaltung der Mitarbeiterzufriedenheit wird durch extern durchgeführte Mitarbeiterbefragungen regelmäßig evaluiert, die Mitarbeiterqualifikation durch geeignete Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen ständig verbessert. Leistungsbasierte Prämienmodelle unterstützen dabei die Erreichung dieses Zieles. Darüber hinaus führen alle Führungskräfte jährlich individuelle Jahresgespräche mit ihren Mitarbeitern, in denen die vergangene Leistung bewertet und zukünftige Entwicklungsmaßnahmen vereinbart werden. Allerdings ist HORNBACH bei der Rekrutierung und Mitarbeiterbindung von hochqualifiziertem Fach- und Führungspersonal von vielfältigen externen Faktoren wie z. B. der allgemeinen Arbeitsmarkt- und Branchenentwicklung abhängig und unterliegt ebenfalls den jeweiligen länderspezifischen Effekten des demografischen Wandels. Gesamtbeurteilung der RisikosituationDie Beurteilung der Gesamtrisikosituation hat ergeben, dass im Geschäftsjahr 2016/2017 keine für den HORNBACH Baumarkt AG Konzern bestandsgefährdenden Risiken existierten. Auch für die Zukunft sind aus heutiger Sicht keine Risiken zu erkennen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden oder die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage nachhaltig beeinträchtigen könnten. CHANCENBERICHTDie europäische Do-it-yourself-Branche bietet HORNBACH auch in Zukunft Wachstumschancen, die im Zusammenhang mit den im Risikobericht geschilderten Risiken sowie den im Prognosebericht erläuterten Einschätzungen der künftigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu beurteilen sind. Auf die Geschäftsentwicklung der Bau- und Gartenmärkte können sich in den nächsten Jahren eine Reihe von branchenspezifischen Entwicklungstrends (Megatrends) auswirken. Vor diesem Hintergrund entwickelt das Unternehmen sein Handelsformat und die Unternehmensstrategie mit dem Anspruch auf Kontinuität, Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit konsequent weiter, um die potenziellen Chancen für künftiges Wachstum bestmöglich zu nutzen. Branchenspezifische ChancenFür die Betreiber von Bau- und Gartenmärkten spielen Megatrends eine bedeutende Rolle, die in den einzelnen Ländermärkten in unterschiedlicher Ausprägung Potenzial für eine steigende Nachfrage nach Produkten und Serviceleistungen rund um das Thema Bauen, Renovieren und Garten bieten. Bei der Suche nach Wachstumsfaktoren zieht sich der große Bedarf an Lösungen für energiesparende Gebäudetechnik bzw. Energieeffizienz und den zeitgemäßen Innenausbau wie ein roter Faden durch den europäischen Neubau- und Modernisierungssektor. Insgesamt stehen nach unserer Auffassung die Chancen für steigende Umsätze und Erträge der DIY-Branche im In- und Ausland günstig. Begründen lassen sich die Wachstumsperspektiven unter anderem mit den nachfolgend skizzierten Chancen. Chancen durch NachhaltigkeitDas Bauen im Bestand (Modernisierungs- bzw. Renovierungsmarkt) hat in den letzten Jahren für die Geschäftsentwicklung der Bau- und Gartenmärkte stetig an Bedeutung gewonnen. Dagegen ist der Neubauanteil am Wohnungsbau europaweit rückläufig und machte zuletzt deutlich weniger als die Hälfte der gesamten Wohnungsbauinvestitionen aus. In Deutschland übersteigt der Umsatz am Modernisierungsmarkt seit 1998 das Neubauvolumen. Zwar ist aufgrund der günstigen Finanzierungsbedingungen der Anteil der Neubautätigkeit seit dem Jahr 2011 wieder leicht gestiegen. Jedoch entfielen zuletzt immer noch mehr als zwei Drittel des gesamten Bauvolumens in Höhe von rund 189 Mrd. € auf Modernisierungsvorhaben. Drei wesentliche Trends sind dafür verantwortlich:
Diese Trends lassen sich auch unter der Überschrift "Nachhaltigkeit" zusammenfassen. Die ökologische, ökonomische und soziale Dimension des nachhaltigen Bauens spielt als Wettbewerbsfaktor nicht nur auf dem Immobilienmarkt eine immer wichtigere Rolle. Sie bietet gleichzeitig leistungsfähigen Akteuren in Industrie, Handel und Handwerk über das passende Sortiments- und Serviceangebot wachsende Umsatzpotenziale. Chancen durch VerbrauchertrendsDie Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen, dass sich Menschen gerade in unsicheren Zeiten stärker als sonst ins Private zurückziehen (Homing). Die Verbraucher verbringen wieder mehr Zeit zu Hause und sind bereit, in die Verschönerung und Ausstattung ihrer Wohnungen zu investieren. Dies ist nicht nur ein deutsches Phänomen, sondern auch international Motivation für das Heimwerken als beliebte Freizeitaktivität. Dies gilt umso mehr, als die Verbraucher in vielen Regionen Europas von niedrigen Bauzinsen profitieren und ihr Geld lieber in den privaten Hausbau oder in Renovierungsprojekte als in alternative, zunehmend als unsicher oder unattraktiv erachtete Kapitalanlagen stecken. Die Verwirklichung von Wohnwelten spielt bei Modernisierungsprojekten von Haus, Wohnung und Garten eine immer größere Rolle. Bei den Verbrauchern ist ein wachsendes Bewusstsein für Einflüsse aus Mode, Kunst, Architektur und Medien festzustellen. Die Übertragung dieser Wohntrends auf die eigenen vier Wände ist gesellschaftlich motiviert durch den Wunsch nach dauerhaften Werten, (Lebens-) Qualität, Individualität und Emotionalität. Die Baumarktbranche hat bei der emotionalen Ansprache ihrer Zielgruppen, bei der Präsentation von Wohnwelten und der Beratung komplexer innenarchitektonischer Projekte gegenüber dem spezialisierten Fachhandel noch erhebliches Entwicklungs- und somit Chancenpotenzial. Chancen durch neue MarktpotenzialeEine Vielzahl unterschiedlicher Vertriebsformen konkurriert im europäischen DIY-Markt um die Gunst der Heimwerker, Bauherren und Gartenliebhaber. Durch entsprechende Kundenorientierung und Fachhandelskonzepte können Baumarktbetreiber zusätzliche Marktanteile zu Lasten der anderen Vertriebsformen gewinnen. Die Potenziale sind umso größer, je geringer der Anteil der Baumärkte am DIY-Gesamtmarkt in einem Land ist. Deutschland ist der größte europäische Do-it-yourself-Markt. Jedoch haben die Bau- und Heimwerkermärkte in Deutschland ihr Kundenpotenzial erst zum Teil ausgeschöpft. Dieser Vertriebsweg deckt in Deutschland nur rund die Hälfte des DIY-Kernmarktes ab, der ein Marktvolumen von rund 45 Mrd. € erreicht. Die andere Hälfte des Marktvolumens erzielen Fachmärkte (wie zum Beispiel Fliesen-, Raumausstattungs-, Leuchten- oder Sanitärfachmärkte), der Baustoff- oder Holzfachhandel. In anderen europäischen Ländern liegt der Baumarkt-Anteil zum Teil deutlich höher. Neben den Aktivitäten zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit im stationären Einzelhandel setzt die Branche der Bau- und Gartenmärkte seit 2010 verstärkt auf den Vertriebskanal Internet. Der Online-Handel weist innerhalb des gesamten Einzelhandels die mit Abstand stärksten Wachstumsraten auf. Überdurchschnittlich entwickelte sich dabei bislang der E-Commerce mit DIY-Sortimenten. In Deutschland sollen die Online-Umsätze der typischen Baumarktproduktgruppen nach Expertenschätzungen im Jahr 2017 um 10% auf rund 3,1 Mrd. € zulegen. Bei einem prognostizierten Bruttoumsatzvolumen des erweiterten DIY-Kernmarktes (Bau- und Heimwerkermärkte, Fachmärkte, Kleinbetriebsformen und Distanzhandel) für das Jahr 2017 von rund 48,4 Mrd. € entspricht dies einem Online-Anteil von 6,4%. Dieser soll sich laut Branchenverband BHB bis 2020 auf rund 10% und laut einer gemeinsamen Studie mit Roland Berger im Jahr 2030 auf bis zu 25% der Gesamtumsätze erhöhen. Als einen der zukunftsträchtigsten Vertriebstypen innerhalb des E-Commerce sehen Fachleute den Mehr-Kanal-Handel, das sogenannte Multi-Channel-Retailing, bei dem das stationäre Geschäft eng mit dem Online-Handel verbunden wird. Der E-Commerce wird sich zudem noch stärker sozialisieren. Social Media bieten unzählige Plattformen für den Austausch von Erfahrungsberichten über Projekte, Produkte, Preise und auch über die Anbieter und deren Leistungen bei Service und Qualität. Mit diesen Netzwerken beschäftigen sich immer mehr Unternehmen der DIY-Branche intensiv und treten in einen aktiven Dialog mit ihren Kunden. Chancen durch InternationalisierungÜber die Chancen im deutschen DIY-Markt hinaus bietet die Expansion ins Ausland zusätzliche Wachstumsperspektiven. Zu diesem grenzüberschreitenden Schritt haben sich zahlreiche führende deutsche Baumarktanbieter schon vor Jahren entschieden. Sie versprechen sich außerhalb Deutschlands größere Umsatzpotenziale und eine höhere Rentabilität als im gesättigten deutschen Markt. Ferner hilft die Internationalisierung bei der Verteilung von Marktrisiken. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Reifegrad regionaler DIY-Märkte zunimmt und manche Länder der EU sich nur schleppend von den nachlaufenden Effekten der Finanz- und Staatsschuldenkrise auf Beschäftigung und Einkommen erholen. Das erhöht die strategischen, aber auch die Eigenkapitalanforderungen an den DIY-Einzelhandel, um auch auf lange Sicht international attraktive Umsatz- und Ertragssteigerungen realisieren zu können. Strategische ChancenUnser Ziel ist es, die Marktposition von HORNBACH im europäischen Do-it-yourself-Markt durch organisches Wachstum kontinuierlich auszubauen. Umsatz und Profitabilität sollen durch die Expansion eines international erfolgreichen Handelsformats nachhaltig gesteigert werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die strategische Weiterentwicklung unseres Konzepts und der Ausbau unseres Filialnetzes an Standorten mit überdurchschnittlichem Wachstumspotenzial im In- und Ausland.
Erläuterungen zum Risiko- und Chancenbericht der HORNBACH Baumarkt AGDie im HORNBACH Baumarkt AG Konzern dargestellten Risiken und Chancen entsprechen im Wesentlichen denen der HORNBACH Baumarkt AG. PROGNOSEBERICHTPROGNOSE DER GESAMTWIRTSCHAFTLICHEN UND BRANCHENBEZOGENEN RAHMENBEDINGUNGENVon zentraler Bedeutung für die Geschäftsaussichten im HORNBACH Baumarkt AG Konzern ist die künftige Entwicklung der Konsumnachfrage sowie der Neubau- und Renovierungstätigkeit in den Ländern, in denen wir operativ tätig sind. Der private Konsum wird entscheidend geprägt von der Entwicklung der Beschäftigung, der Inflation sowie der verfügbaren Einkommen. Auf die Zukunft gerichtete Parameter wie die Konjunktur- und Einkommenserwartung oder auch die Anschaffungsneigung der Verbraucher laufen als Stimmungsindikatoren für das Konsumklima den realwirtschaftlichen Daten voraus. Chancen und Risiken für Konjunktur und Konsumneigung bergen insbesondere politische Veränderungen. Überdies können sich außergewöhnliche Witterungsverhältnisse empfindlich auf das Konsumverhalten und unser Saisongeschäft auswirken, wenngleich diese Einflussgröße in der Vorausplanung nicht abgebildet werden kann. Rahmenbedingungen in EuropaNach Einschätzung der Europäischen Kommission wird die europäische Wirtschaft auch im Jahr 2017 mit moderatem Tempo wachsen. Hauptwachstumsmotor dürfte der Privatkonsum bleiben, der durch die Erwartung weiter steigender Beschäftigungszahlen und leichter Lohnsteigerungen begünstigt wird. Doch politische Unwägbarkeiten, das verhaltene Wachstum außerhalb der Europäischen Union und der schwache Welthandel wirken sich negativ auf die Wachstumsaussichten aus. Ungeachtet der globalen politischen Unsicherheiten hat sich die Stimmung in Europa und Deutschland unter den Unternehmensentscheidern zuletzt verbessert. Dies spiegelte sich auch in einer Reihe von Expertenschätzungen wider, die bis zur Aufstellung dieses Berichts bekannt wurden. So signalisierten Frühindikatoren, wie zum Beispiel die ZEW-Konjunkturerwartungsindizes und der Ifo-Geschäftsklimaindex, dass eine Konjunktursteigerung bzw. -stabilität in Europa und Deutschland wahrscheinlicher geworden ist. Volkswirte und Bankenökonomen erwarten im Jahr 2017 nach der Medianprognose des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ein im Vergleich zum Jahr 2016 leicht niedrigere Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Euroraum von 1,5% (Vj. 1,6%). Die Europäische Kommission rechnet mit einem Wachstum von 1,6%. Deutlich positiver als im Euroraum-Durchschnitt fallen die Prognosen der Kommission für die meisten Länder aus, in denen HORNBACH mit seinen Bau- und Gartenmärkten vertreten ist. Die Schätzungen bewegen sich zwischen plus 1,5% und plus 4,4%. In Deutschland und Österreich soll das reale BIP im Jahr 2017 um 1,6% und in den Niederlanden um 2,0% zulegen. Luxemburg, der Slowakei, der Tschechischen Republik, Rumänien und Schweden werden Wachstumsraten von 2,4% bis 4,4% zugetraut. Nur in der Schweiz fällt der prognostizierte BIP-Anstieg mit plus 1,5% etwas geringer aus als im Euroraum. Im Gleichklang mit einem anhaltend positiven Wirtschaftswachstum und europaweit sinkender Arbeitslosigkeit, geht die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) davon aus, dass der private Konsum auch 2017 eine wichtige Stütze für die Konjunktur in Europa bleibt. Laut GfK-Prognose werden die Konsumausgaben der privaten Haushalte in der Europäischen Union im laufenden Jahr real zwischen 1,0% und 1,5% steigen. Das ZEW rechnet in der Eurozone mit einer Wachstumsrate von 1,4%. Zu den Risiken für die Konsumprognose zählen die GfK-Experten eine deutlich anziehende Inflation, die bevorstehenden Brexit-Verhandlungen mit Großbritannien, der ungewisse Ausgang der Wahlen in Frankreich und Deutschland sowie die künftige politische und ökonomische Ausrichtung der neuen US-Regierung. Das europäische Bauvolumen soll im Jahr 2017 voraussichtlich - mit einer ähnlichen Rate wie im Vorjahr - um gut 2,0% steigen. Zu diesem Ergebnis kam das Forschungs- und Beratungsnetzwerk Euroconstruct in seiner Prognose im November 2016. Die tragende Säule des Wachstums ist und bleibt der Wohnungsbau: Während der Tiefbau in Europa 2017 um rund 1,8% und der Nichtwohnhochbau um knapp 1,5% expandieren dürften, wird für den Wohnungsbau ein Plus von fast 3,0% prognostiziert. Rahmenbedingungen in DeutschlandDie vom ZEW im Februar 2017 befragten Ökonomen gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaft auch in diesem Jahr mit einem soliden Wachstum von 1,6% aufwarten wird. Die Gründe für den ausgeprägten Konjunkturoptimismus liegen auf der Hand. Aufgrund der ausgezeichneten Beschäftigungsentwicklung sehen Volkswirte einen deutlichen Spielraum für Einkommenszuwächse bei den Arbeitnehmern. Aufgrund der zuletzt gestiegenen Inflation in Deutschland droht jedoch verstärkt Gegenwind für die realen Einkommen. Für das Gesamtjahr geht das Marktforschungsunternehmen GfK davon aus, dass die realen privaten Konsumausgaben in Deutschland um 1,5% steigen werden. Das ZEW rechnet mit einer Steigerungsrate von 1,4%. Positive wirtschaftliche Rahmenbedingungen und die anhaltend gute Konsumlaune in Deutschland werden sich laut Konjunkturexperten auch 2017 in weiteren steigenden Einzelhandelsumsätzen niederschlagen. Für das laufende Jahr erwartet der Handelsverband Deutschland (HDE) ein Umsatzwachstum von nominal 2,0% auf insgesamt netto 491,9 Mrd. €. Wachstumstreiber soll der Online-Handel bleiben, der nach HDE-Prognose um 11,0% auf 48,8 Mrd. € zulegen wird. Damit würde sein Umsatzanteil 2017 knapp ein Zehntel am gesamten Einzelhandelsumsatz ausmachen. Bis 2020 könnte der Anteil nach Einschätzung der Branchenexperten auf bis zu 20% steigen. Im laufenden Jahr stehen die Signale für die Baukonjunktur weiter auf grün. So sind die Frühindikatoren wie Baugenehmigungen und Auftragseingang im Bauhauptgewerbe deutlich im Plus. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes prognostizieren gemeinsam für das Jahr 2017 ein Umsatzwachstum im Bauhauptgewerbe von 5,0% auf rund 112,2 Mrd. €. Treiber der Entwicklung soll - wie schon im vergangenen Jahr - der Wohnungsbau mit einem erwarteten Umsatzplus von nominal 7,0% bleiben. In Summe könnten etwa 310.000 bis 320.000 Wohnungen neu auf den Markt kommen. Auch wenn die Flüchtlingszahlen nach Deutschland deutlich zurückgegangen sind, machen weiterhin sowohl eine hohe Nettozuwanderung als auch eine anhaltende Binnenwanderung, die Fertigstellung von jährlich mindestens 350.000 Wohnungen erforderlich. Dieses Niveau sollte aber nur sukzessive zu erreichen sein. Der Branchenverband BHB prognostiziert für 2017 einen nominalen Umsatzzuwachs im deutschen DIY-Einzelhandel von 1,3%. Bei flächenbereinigter Betrachtung wird mit einem Umsatzwachstum von 1,0% gerechnet. Potenzial für Umsatzzuwächse sieht der BHB insbesondere auf dem Gebiet des privaten Renovierungs- und Wohnungsbaus sowie in der prosperierenden Bauwirtschaft. Dass die Umsatzschätzung des Branchenverbandes für 2017 nicht höher ausfällt, dürfte auf den verhaltenen Start ins Kalenderjahr 2017 zurückzuführen sein. Aufgrund von Witterungs- und Kalendereffekten verliefen die Monate Januar und Februar 2017 für die DIY-Branche im Vergleich zum Vorjahr umsatzschwach und zeigen Nachholbedarf gerade in der Frühjahrssaison auf. Für 2017 erwarten Marktforscher einen Zuwachs der E-Commerce-Umsätze mit DIY-Sortimenten (Heimwerker-, Baustoff- und Gartensortimente) um rund 10% auf rund 3,1 Mrd. €. Bei einem prognostizierten Bruttoumsatzvolumen des DIY-Kernmarktes (Bau- und Heimwerkermärkte, Fachmärkte, Kleinbetriebsformen und Distanzhandel) für das Jahr 2017 von rund 48,4 Mrd. € entspricht dies einem Online-Anteil von 6,4%. Gesamtbeurteilung der zu erwartenden Auswirkungen der Rahmenbedingungen auf den Geschäftsverlauf des KonzernsDie für das Jahr 2017 europaweit prognostizierten gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen - insbesondere die Belebung der Konsumnachfrage und Wohnungsbauaktivitäten - werden sich im Geschäftsjahr 2017/2018 nach unserer Einschätzung positiv auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung im Konzern der HORNBACH Baumarkt AG auswirken. PROGNOSE DER GESCHÄFTSENTWICKLUNG 2017/2018 IM HORNBACH BAUMARKT AG KONZERNDie Aussagen zur erwarteten Entwicklung des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns im Geschäftsjahr 2017/2018 werden aus der mittelfristigen Unternehmensplanung abgeleitet, die einen Planungshorizont von fünf Jahren hat und jährlich fortgeschrieben wird. Die Planung für die Geschäftsjahre 2017/2018 bis 2021/2022 und die darin integrierte Jahresplanung 2017/2018 wurden vom Vorstand Ende Januar 2017 verabschiedet und fanden Ende Februar 2017 die Zustimmung des Aufsichtsrats. ExpansionIm einjährigen Prognosezeitraum planen wir weiterhin keinen Markteintritt in ein neues Land, sondern setzen auf den Ausbau und die Modernisierung unseres Filialnetzes im bisherigen Verbreitungsgebiet. Je nach Fortschritt in der Baugenehmigungs- und Bauplanungsphase sind Verschiebungen zwischen den Jahren möglich. Angesichts der Branchenherausforderungen im E-Commerce konzentrieren wir uns im stationären Einzelhandelsgeschäft noch stärker als in der Vergangenheit auf selektives Wachstum an Premiumstandorten. Das gilt insbesondere für Neueröffnungen in Deutschland. Hier wird auf Sicht der nächsten fünf Jahre die Zahl der HORNBACH Baumärkte im Wesentlichen konstant bleiben, weil sich geplante Neueröffnungen - zum Teil von Ersatzstandorten - und geplante Schließungen die Waage halten. Unser mittelfristiger Expansions- und Investitionsschwerpunkt liegt außerhalb Deutschlands. Im Geschäftsjahr 2017/2018 sind zwei Neueröffnungen geplant. Im ersten Quartal des Prognosezeitraums wurde im niederländischen Den Haag ein großflächiger Bau- und Gartenmarkt in Betrieb genommen. Dies ist der insgesamt 13. in den Niederlanden. Voraussichtlich im dritten Quartal 2017/2018 steht eine Markteröffnung in Halle (Sachsen-Anhalt) an. Dies ist unser zweiter Standort in Sachsen-Anhalt. Bis spätestens Ende Dezember 2017 planen wir überdies die Schließung unserer 1988 eröffneten, rund 5.000 qm großen Filiale in Hanau, da an dem Standort Möglichkeiten zur Erweiterung und Modernisierung fehlen. Per Saldo wird die Anzahl der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte bis 28. Februar 2018 konzernweit auf bis zu 156 (28. Februar 2017: 155) steigen, davon 58 im übrigen Europa. InvestitionenDas geplante Bruttoinvestitionsvolumen im Konzern der HORNBACH Baumarkt AG wird im Geschäftsjahr 2017/2018 voraussichtlich zwischen 120 und 140 Mio. € liegen. Der überwiegende Teil der Mittel wird in den Bau neuer Märkte, die Geschäftsausstattung neuer und bestehender Filialen, den Umbau und die Erweiterung bestehender Märkte sowie in IT-Infrastruktur fließen. Knapp die Hälfte des geplanten Investitionsbudgets entfällt auf Vorleistungen in Form von Grundstückskäufen für neue HORNBACH Baumärkte, die erst nach dem Geschäftsjahr 2017/2018 geplant sind, sowie Logistik-Infrastruktur. Bei der Finanzierung der Investitionen genießt HORNBACH große Flexibilität. Neben dem frei verfügbaren operativen Cashflow ist dank der flüssigen Mittel und freier Kreditlinien ein hohes Maß an verfügbarer Liquidität vorhanden. Im einjährigen Prognosezeitraum wie auch in der mittelfristigen Unternehmensplanung wird der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit das Investitionsvolumen übersteigen. Sale & Leaseback-Transaktionen sind im Geschäftsjahr 2017/2018 nicht vorgesehen. UmsatzentwicklungIm Planjahr 2017/2018 gehen wir davon aus, dass der Konzernumsatz aufgrund der Expansion, Wachstumssteigerungen der bestehenden Filialen sowie wachsender Onlineumsätze -unter anderem auch durch den abschließenden Rollout unserer Onlineshops in alle Länder des HORNBACH-Verbreitungsgebiets - den Wert des Berichtsjahres 2016/2017 (3.710 Mio. €) übertreffen wird. Vor dem Hintergrund der geschilderten gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen gehen wir davon aus, dass die flächen- und währungskursbereinigten Umsätze im Konzern im Geschäftsjahr 2017/2018 leicht über dem im Vorjahr erreichten Niveau liegen werden. In geografischer Hinsicht gehen wir von folgenden Prämissen aus:
Umsatzprognose für den HORNBACH Baumarkt AG KonzernWir rechnen damit, dass der Nettoumsatz einschließlich Neueröffnungen, Schließungen und Erweiterungsmaßnahmen, im Geschäftsjahr 2017/2018 im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen wird. Für die flächen- und währungskursbereinigten Umsätze im Teilkonzern erwarten wir ein Wachstum im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich. ErtragsentwicklungDie künftige Ertragsentwicklung basiert im Wesentlichen auf den erwarteten Ergebnisbeiträgen der Segmente "Handel" und "Immobilien". Segment HandelIm Segment Handel wird die operative Ergebnisentwicklung wesentlich von der Veränderungsrate der flächenbereinigten Umsätze, der Handelsspanne und der Kostenentwicklung geprägt. Die Handelsspanne wird sich nach unseren Erwartungen im Geschäftsjahr 2017/2018 in ähnlicher Größenordnung verringern wie im Geschäftsjahr 2016/2017 (minus 0,4 Prozentpunkte). Die Entwicklung der Rohertragsmarge ist unverändert durch den harten Wettbewerb im stationären DIY-Einzelhandel und Onlinehandel geprägt. Der E-Commerce gewinnt in unserem gesamten europaweiten Verbreitungsgebiet sukzessiv an Bedeutung. Das Internet bietet den Konsumenten eine größtmögliche Preistransparenz. HORNBACH positioniert sich hier mit einer konsequent umgesetzten Dauertiefpreisstrategie und bietet den Kunden sowohl online als auch stationär identische Artikelpreise. Der überproportional steigende Onlineanteil am Konzernumsatz geht allerdings mit einem strukturellen Spanneneffekt einher: Aufgrund des anderen Sortiments-Mixes erzielen wir im Onlinehandel im Vergleich zum stationären Handelsgeschäft eine geringere Rohmarge; zudem wird die Spanne im Onlinehandel durch Frachtkosten belastet, die nur zum Teil durch Frachterlöse gedeckt sind. Um die Handelsspanne langfristig zu stabilisieren, wollen wir unter anderem unseren Eigenmarkenanteil am Umsatz kontinuierlich erhöhen. Während der Eigenmarkenanteil vor zehn Jahren noch unter zehn Prozent lag, hat er sich bis Ende des Geschäftsjahres 2016/2017 mehr als verdoppelt und soll im Planjahr 2017/2018 weiter steigen. Überdies setzen wir auf den weiteren Ausbau des Importvolumens, um so weltweit die preisgünstigsten Einkaufsquellen zu nutzen. Die Filialkosten werden entsprechend der Jahresplanung 2017/2018 voraussichtlich unterproportional zum Umsatz ansteigen. So soll die Filialkostenquote unter das Niveau des Geschäftsjahres 2016/2017 sinken, in dem nicht-operative Ergebnisbelastungen in Höhe von 5,0 Mio. € in den Filialkosten enthalten waren. Bedingt durch erwartete Tarifsteigerungen und den Fachkräftemangel auf den regionalen Arbeitsmärkten innerhalb des HORNBACH-Verbreitungsgebiets ist erneut mit höheren Personalkosten zu rechnen, der Anstieg soll aber flacher verlaufen als das Umsatzwachstum. Bei den Mieten erwarten wir einen unterproportionalen Kostenanstieg. Die Versorgungskosten sollen in der Planung für das Geschäftsjahr 2017/2018 nahezu konstant bleiben. Die budgetierten Werbeaufwendungen sollen im Planjahr 2017/2018 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2016/2017 unterproportional zum Umsatzwachstum steigen. Die höheren Aufwendungen sind unter anderem bedingt durch Marketingmaßnahmen für neue Märkte und die neu hinzugekommenen Onlineshops. Bei den allgemeinen Betriebskosten rechnen wir im einjährigen Prognosezeitraum mit einem im Vergleich zum Umsatzwachstum proportionalen Anstieg. Weiterhin spielen dabei Instandhaltungsmaßnahmen für Grundstücke und Gebäude eine zentrale Rolle. Im Sinne der Substanzerhaltung und gleichzeitig mit dem Anspruch einer attraktiven Gestaltung der Märkte ist es notwendig, kontinuierlich Mittel für die Renovierung älterer Immobilien sowie für die Modernisierung der Verkaufsflächen und Warenpräsentation bereitzustellen. Die Voreröffnungskosten werden sich 2017/2018 voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums bewegen. Zwar stehen den Aufwendungen für drei Neueröffnungen im Geschäftsjahr 2016/2017 lediglich zwei geplante Eröffnungen im Prognosezeitraum 2017/2018 gegenüber, jedoch fallen aber bereits anteilige Kosten für Markteröffnungen zu Beginn des Folgejahres 2018/2019 an. In der Planung für 2017/2018 ist eine im Vergleich zum Umsatzwachstum deutlich überproportionale Erhöhung der Verwaltungskosten berücksichtigt. Der Kostenanstieg ist weiterhin eng an Mehraufwendungen für die zunehmende Digitalisierung unseres Geschäftsmodells und strategische Zukunftsprojekte gekoppelt. Ein Großteil dieser Aufwendungen sind Personalkosten. Im Prognosezeitraum 2017/2018 wollen wir den Rollout unserer Onlineshops in alle Länder des HORNBACH-Verbreitungsgebiets abschließen. So planen wir in der zweiten Geschäftsjahreshälfte die Live-Schaltung der Webshops in Rumänien, Schweden und der Slowakei. Im Bereich Kundenservice werden gerade auch für den Onlinehandel in den neu hinzugekommenen Regionen weiter Ressourcen aufgebaut. Darüber hinaus wird das Budget für Informationstechnologie, das Voraussetzung für eine zukunftsfähige IT-Gesamtinfrastruktur ist, erhöht. Ferner sind im Planjahr 2017/2018 Kosten für die umfassende Sanierung und Modernisierung des alten Verwaltungsgebäudes am Standort Bornheim budgetiert. Insgesamt wird die Verwaltungskostenquote im Vergleich zum Geschäftsjahr 2016/2017 deutlich zunehmen. Im einjährigen Prognosezeitraum sollen sowohl das EBIT als auch das um nicht-operative Ergebniseffekte bereinigte EBIT im Segment Handel überproportional zum Umsatzwachstum steigen. Segment ImmobilienIm Segment Immobilien werden die Mieterträge nach unseren Erwartungen expansionsbedingt weiterhin einen stabilen Anstieg im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich verzeichnen. Die für 2017/2018 budgetierten Immobilienkosten sollen in etwa auf Vorjahresniveau liegen. Zu der - in Prozent der Mieterträge gemessenen - rückläufigen Immobilienkostenquote sollen im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Betriebskosten für Umbaumaßnahmen beitragen. Die Voreröffnungskosten werden entsprechend der Planung für das Geschäftsjahr 2017/2018 den Vorjahreswert übersteigen. Insgesamt erwarten wir im Segment Immobilien im Geschäftsjahr 2017/2018 einen im Vergleich zur Erhöhung der Mieterträge überproportionalen Anstieg des EBIT sowie des bereinigten EBIT. Ertragsprognose für den HORNBACH Baumarkt AG KonzernDie auf das Betriebsergebnis bezogene Ertragsprognose ist an die Annahme geknüpft, dass es innerhalb des Prognosezeitraums weder zu einem unerwarteten Konjunktureinbruch noch zu einer erheblichen Verschlechterung des Konsumklimas kommt. Ferner legen wir der Prognose die Annahme im Wesentlichen gleichbleibender Wettbewerbsbedingungen zugrunde. Wir rechnen in unserer Ertragsprognose für das Geschäftsjahr 2017/2018 damit, dass - unter Berücksichtigung der im Vergleich zum Vorjahr höheren, nicht den Segmenten Handel und Immobilien zugeordneten Zentralkosten - das EBIT leicht über dem Vorjahresniveau liegen wird. Für das um nichtoperative Ergebniseffekte bereinigte EBIT erwarten wir im einjährigen Prognosezeitraum einen Wert in etwa auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2016/2017. Ertragsprognose für die HORNBACH Baumarkt AG (Einzelabschluss nach HGB)Im Einzelabschluss der HORNBACH Baumarkt AG, der durch die Geschäftsentwicklung der deutschen HORNBACH Bau- und Gartenmärkte geprägt wird, rechnen wir im Geschäftsjahr 2017/2018 mit einer Zunahme der Umsätze im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Unter der Annahme einer konstanten Ergebnisabführung der HORNBACH International GmbH gehen wir auf Ebene der HORNBACH Baumarkt AG im Prognosezeitraum 2017/2018 davon aus, dass der Jahresüberschuss in etwa auf dem Vorjahresniveau liegen wird. SONSTIGE ANGABENAngaben gemäß § 315 Abs. 4 und § 289 Abs. 4 HGB sowie erläuternder Bericht des VorstandsDie HORNBACH Baumarkt AG als das Mutterunternehmen des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns nimmt einen organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) durch die von ihr ausgegebenen stimmberechtigten Aktien in Anspruch und berichtet daher gemäß § 315 Abs. 4 und § 289 Abs. 4 HGB. Zusammensetzung des gezeichneten KapitalsDas Grundkapital der HORNBACH Baumarkt AG in Höhe von 95.421.000 € ist eingeteilt in 31.807.000 auf den Inhaber lautende Stück-Stammaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 3,00 € je Aktie. Jede Stück-Stammaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Zu den weiteren Rechten und Pflichten der Stammaktien wird auf die entsprechenden Regelungen des Aktiengesetzes verwiesen. Direkte oder indirekte Beteiligungen am KapitalÜber mehr als 10% der Stimmrechte verfügt die HORNBACH Holding AG & Co. KGaA mit Sitz in Le Quartier Hornbach 19, 67433 Neustadt an der Weinstraße, Deutschland. Ihr Anteilsbesitz und damit ihr Stimmrechtsanteil belaufen sich zum 28. Februar 2017 auf unverändert 76,4%. Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über SatzungsänderungenFür die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands (§§ 84, 85 AktG) sowie für die Änderung der Satzung (§§ 133, 179 AktG) sind die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften des Aktiengesetzes maßgeblich. "Change of Control"Wesentliche Vereinbarungen zwischen der HORNBACH Baumarkt AG und Dritten, die bei einem Kontrollwechsel ("Change of Control") wirksam werden, bestehen hinsichtlich der Verträge zur langfristigen Finanzierung des Konzerns. Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe von AktienGemäß § 4 der Gesellschaftssatzung (Grundkapital) ist der Vorstand ermächtigt, mit jeweiliger Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 7. Juli 2021 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Stückaktien um bis zu insgesamt 15.000.000,00 € gegen Bareinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Die neuen Aktien können jeweils als stimmberechtigte Stammaktien oder als Vorzugsaktien ohne Stimmrecht ausgegeben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen festzulegen. Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist aber ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:
Der Vorstand ist ermächtigt, mit jeweiliger Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 7. Juli 2021 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe von neuen Stückaktien um bis zu insgesamt 30.000.000,00 € gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital II). Die neuen Aktien können jeweils als stimmberechtigte Stammaktien oder als Vorzugsaktien ohne Stimmrecht ausgegeben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen festzulegen. Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist aber ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, sofern die Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen erfolgen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in dem Umfang auszuschließen, in dem es erforderlich ist, Inhabern von durch die Gesellschaft oder unmittelbare oder mittelbare einhundertprozentige Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen oder noch auszugebenden Wandlungs- oder Optionsrechten ein Bezugsrecht einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechts zustehen würde. Ferner können Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre ausgenommen werden. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, den Wortlaut der Satzung entsprechend dem jeweiligen Bestand und der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals und eines bedingten Kapitals anzupassen. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGBDie nach § 289a HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung steht im Internet unter www.hornbach-gruppe.de, Rubrik Investor Relations, Menüpunkt Corporate Governance zur Verfügung. Gemäß § 317 Absatz 2 Satz 3 HGB sind die Angaben nach § 289a HGB nicht in die Prüfung durch den Abschlussprüfer einbezogen. AbhängigkeitsberichtFür das Geschäftsjahr 2016/2017 wurde nach §312 AktG ein Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Zu den berichtspflichtigen Vorgängen wird darin erklärt: "Unsere Gesellschaft hat bei allen hier berichtspflichtigen Rechtsgeschäften mit dem beherrschenden Unternehmen oder einem mit ihm verbundenen Unternehmen oder auf Veranlassung oder im Interesse dieser Unternehmen nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Es sind keine Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens getroffen oder unterlassen worden." VERGÜTUNGSBERICHTDer Vergütungsbericht stellt die Grundzüge und die Struktur der Vergütungen des Vorstands und des Aufsichtsrats dar. Er richtet sich mit Ausnahme der individualisierten Offenlegung der Vergütung nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Vergütung des VorstandsVergütungssystem der HORNBACH Baumarkt AGDie Vergütung der Mitglieder des Vorstands wird gemäß den aktienrechtlichen Anforderungen und gemäß den Anforderungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) unter Beachtung der marktüblichen Vergütung festgelegt. Die Gesamtvergütung für Mitglieder des Vorstands ergibt sich aus den Vergütungsbestandteilen jährliches Festgehalt und jährliche variable Vergütung zuzüglich markt- und konzernüblicher Nebenleistungen. Die Gesamtvergütung wird vom Aufsichtsrat regelmäßig auf ihre Angemessenheit hin überprüft.
Altersversorgung und RuhegehaltszusageDie Mitglieder des Vorstands der HORNBACH Baumarkt AG erhalten einzelvertragliche Ruhegehaltszusagen. Diese bestehen aus einer beitragsorientierten Altersversorgung in Höhe von 25% des Festgehalts, auszahlbar zu jeweils 50% zum 31. August bzw. 28./29. Februar des Jahres. Folgende wesentliche Einzelheiten liegen der beitragsorientierten Altersversorgung zugrunde:
Regelungen bei vorzeitigem Ausscheiden aus dem Unternehmen (Abfindungsregelungen)In den Anstellungsverträgen der Vorstandsmitglieder sind keine Abfindungsregelungen für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund und für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit in Folge eines Kontrollwechsels (change of control) enthalten. Insoweit weicht die HORNBACH Baumarkt AG von den Regelungen der Ziffer 4.2.3 Abs. 4 und 5 des Deutschen Corporate Governance Kodexes ab. Im Einzelfall können jedoch Zahlungen an ein vorzeitig ausscheidendes Vorstandsmitglied durch einen entsprechenden Beschluss des Aufsichtsrats insbesondere dann gewährt werden, wenn das Vorstandsmitglied sein vorzeitiges Ausscheiden nicht selbst zu vertreten hat. Weitere LeistungenDie Mitglieder des Vorstands der HORNBACH Baumarkt AG erhalten insbesondere die folgenden weiteren Leistungen in markt- und konzernüblicher Art und Weise, die zum Teil als geldwerte Vorteile angesehen und entsprechend versteuert werden:
Vorstandsbezüge für das Geschäftsjahr 2016/2017Die Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016/2017 betragen 5.687 T€. Dabei entfallen 2.805 T€ auf die feste Vergütung und 2.882 T€ auf erfolgsbezogene Komponenten. Für aktive Mitglieder des Vorstands sind im Geschäftsjahr 2016/2017 Leistungen nach Beendigung des Dienstverhältnisses (Dotierung Pensionsrückstellung) in Höhe von 663 T€ angefallen. Die Pensionsrückstellungen der ehemaligen Vorstandsmitglieder belaufen sich auf insgesamt 1.268 T€ (Vj. 1.247 T€). Sämtlichen Pensionsrückstellungen stehen Wertguthaben gegenüber. Mit Blick auf die Größe und Marktstellung des Unternehmens sind die Gesamtbezüge des Vorstands unseres Erachtens insgesamt angemessen. In der Hauptversammlung 2016 stimmten die Aktionäre mit Dreiviertelmehrheit dafür, bis einschließlich Geschäftsjahr 2020/2021 auf eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsbezüge zu verzichten (Opting-out-Klausel). Vergütung des AufsichtsratsDie Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 15 der Satzung der HORNBACH Baumarkt AG geregelt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen eine feste Vergütung von 20.000 €, die am Tag nach der Hauptversammlung, die den Jahresabschluss für das betreffende Geschäftsjahr entgegennimmt, nachträglich zahlbar ist. Der Vorsitzende erhält das Zweieinhalbfache, sein Stellvertreter das Doppelte der festen Vergütung. Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss des Aufsichtsrats angehören, erhalten zusätzlich eine feste Ausschussvergütung, die für den Finanz- und Prüfungsausschuss 9.000 €, für den Personalausschuss 6.000 € und für den Vermittlungsausschuss, sofern dieser getagt hat, 4.000 € beträgt, die zusammen mit der festen Vergütung nachträglich zahlbar ist. Aufsichtsratsmitglieder, die in einem Ausschuss des Aufsichtsrats den Vorsitz inne haben, erhalten das Zweieinhalbfache der jeweiligen Ausschussvergütung. Die Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2016/2017 beläuft sich auf insgesamt 515 T€. Dabei entfallen 390 T€ auf die Grundvergütung und 125 T€ auf die Ausschusstätigkeit. Die Vergütungen für weitere Aufsichtsratmandate in der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA bzw. in der HORNBACH Management AG belaufen sich für das Geschäftsjahr 2016/2017 auf insgesamt 364 T€ (Grundvergütungen 245 T€, Ausschussvergütungen 119 T€). DISCLAIMERUnser zusammengefasster Lagebericht sollte im Kontext mit den geprüften Finanzdaten des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns und den Konzernanhangsangaben gelesen werden, die an anderer Stelle des Geschäftsberichts stehen. Er enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen des Vorstands von HORNBACH beruhen. Zukunftsaussagen sind immer nur für den Zeitpunkt gültig, an dem sie gemacht werden. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen dieser prognostizierten Aussagen realistisch sind, kann die Gesellschaft nicht dafür garantieren, dass die Erwartungen sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, insbesondere im Konsumverhalten und im Wettbewerbsumfeld in den für HORNBACH relevanten Handelsmärkten. Fernerzählen dazu die mangelnde Akzeptanz neuer Vertriebsformate und neuer Sortimente sowie Änderungen der Unternehmensstrategie. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch HORNBACH ist weder geplant, noch übernimmt HORNBACH die Verpflichtung dazu. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER (BILANZEID)Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Bornheim bei Landau/Pfalz, den 15. Mai 2017 HORNBACH Baumarkt AG Der Vorstand Steffen Hornbach Roland Pelka Susanne Jäger Wolfger Ketzler Karsten Kühn Ingo Leiner Dr. Andreas Schobert Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den zusammengefassten Lagebericht der HORNBACH Baumarkt AG, Bornheim bei Landau/Pfalz, für das Geschäftsjahr vom 1. März 2016 bis 28. Februar 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der HORNBACH Baumarkt AG. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 15. Mai 2017 KPMG AG Meurer, Wirtschaftsprüfer Palm, Wirtschaftsprüfer BERICHT DES AUFSICHTSRATSSehr geehrte Damen und Herren, im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/2017 haben wir uns eingehend mit der Lage, den Perspektiven und der strategischen Ausrichtung der Gesellschaft befasst. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und seine Geschäftsführung entsprechend den nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben überwacht. Der Vorstand hat uns in unseren Sitzungen durch schriftliche und mündliche Berichte regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen unterrichtet. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat eingebunden. Darüber hinaus habe ich als Vorsitzender des Aufsichtsrats auch außerhalb der Sitzungen regelmäßigen Kontakt mit dem Vorstand und insbesondere mit dem Vorstandsvorsitzenden in wichtigen Fragen gepflegt und wiederholt Arbeitsgespräche geführt. Sitzungen des AufsichtsratsIm Geschäftsjahr 2016/2017 fanden insgesamt vier Aufsichtsratssitzungen und fünf Finanz- und Prüfungsausschusssitzungen statt. Im Berichtsjahr haben außer mit den im folgenden Satz genannten Ausnahmen stets alle Mitglieder an mehr als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats bzw. der Ausschüsse, denen sie angehören, teilgenommen. Herr Dr. John Feldmann und Herr Hans Kroha haben jeweils an zwei Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen. Die durchschnittliche Präsenz bei den Sitzungen des Aufsichtsrats bzw. seiner Ausschüsse lag bei rund 91% bzw. 90%. Interessenkonflikte traten im Berichtsjahr nicht auf. In unseren Sitzungen haben wir uns anhand mündlicher und schriftlicher Berichte des Vorstands ausführlich mit der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens, dem Geschäftsverlauf, der Unternehmensstrategie und Unternehmensplanung, der Investitions- und Finanzpolitik, der Chancen- und Risikolage und dem Risikomanagement sowie Corporate Governance befasst und darüber auch mit dem Vorstand beraten. Der Vorstand berichtete darüber hinaus regelmäßig schriftlich und mündlich über die Situation der Gesellschaft sowie über die Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage im Vergleich zum Vorjahr und zur Planung. Planabweichungen wurden erörtert und begründet. In der Bilanzaufsichtsratssitzung im Mai 2016 wie auch im Mai 2017 haben wir uns in Anwesenheit des Abschlussprüfers intensiv mit dem Jahres- und Konzernabschluss befasst. Ferner wurde über die Arbeit und die Ergebnisse der Prüfung des Finanz- und Prüfungsausschusses berichtet. Alle Fragen von Aufsichtsratsmitgliedern wurden von den Wirtschaftsprüfern erschöpfend beantwortet. In dieser Sitzung wurden außerdem der Bericht des Aufsichtsrats, der gemeinsame Corporate Governance Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat, der Risikobericht und Compliance-Bericht beraten bzw. verabschiedet. Die Tagesordnung der Hauptversammlung einschließlich der Vorschläge zur Beschlussfassung wurde verabschiedet. Weiterhin wurden in der Sitzung im Mai 2016 auf Empfehlung des Personalausschusses die Vorstandsmitglieder Herr Wolfger Ketzler und Herr Ingo Leiner für eine weitere Amtsperiode von 5 Jahren bis zum 28. Februar 2022 bestellt. In dieser Sitzung wurde außerdem ausführlich vom Vorstand zur Logistikstrategie des Unternehmens berichtet. In der Sitzung unmittelbar vor der Hauptversammlung im Juli 2016 berichtete der Vorstand über die aktuelle Lage des Konzerns. Weitere Themen waren die Sitzungstermine und die Vorstandsvergütungsstruktur. Im Dezember 2016 wurden die aktuelle Geschäftslage, der Risikobericht und der Compliance-Bericht erörtert Weiterhin wurde auf Empfehlung des Personalausschusses der Vorstandsvorsitzende Herr Steffen Hornbach für eine weitere Amtsperiode von fünf Jahren bis zum 26. August 2022 bestellt. In der gleichen Sitzung wurde die Effizienzprüfung der Aufsichtsratstätigkeit behandelt und die aktualisierte Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG beschlossen Letztere wurde auf den Internetseiten der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. Die HORNBACH Baumarkt AG entsprach und entspricht weitgehend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex mit wenigen Ausnahmen. Weitere Informationen zur Corporate Governance bei der HORNBACH Baumarkt AG sind im gemeinsamen Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat ab Seite 13 zu finden. In der letzten Sitzung des Aufsichtsrats im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/2017 im Februar 2017 wurde die aktuelle Geschäftslage besprochen sowie die Unternehmensplanung für die Geschäftsjahre 2017/2018 bis 2021/2022 erörtert und verabschiedet. Außerdem wurde die Vorstandsbestellung von Herrn Dr. Andreas Schobert auf Empfehlung des Personalausschusses um 5 Jahre bis zum 31.12.2022 verlängert. Ausschüsse und deren SitzungenDer Aufsichtsrat hat drei Ausschüsse gebildet. Die derzeitige Zusammensetzung der Ausschüsse finden Sie auf Seite 12 des Geschäftsberichts. Der Finanz- und Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr fünfmal getagt. Die Sitzungen fanden in den Monaten Mai, Juni, September, Dezember und Februar statt. Im Mai 2016 hat der Finanz- und Prüfungsausschuss in Gegenwart des Abschlussprüfers sowie den Vorstandsmitgliedern den Jahresabschluss der HORNBACH Baumarkt AG und den Konzernabschluss, die Lageberichte, den Gewinnverwendungsvorschlag und die Prüfungsberichte einschließlich Abhängigkeitsbericht erörtert. Schwerpunkte seiner Beratung waren in dieser Sitzung weiterhin Risiko- und Compliance-Berichte des Vorstands, Berichte der Konzernrevision, Berichte des Vorstands zur Finanzlage sowie der Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers. In der Juni-Sitzung wurde die Mitteilung zum ersten Quartal und im September 2016 in Anwesenheit der Abschlussprüfer der Halbjahresfinanzbericht erörtert. Im Dezember 2016 wurden mit den Abschlussprüfern Prüfungsschwerpunkte für die Konzernabschlussprüfung und Leitlinien bezüglich der Billigung von Nichtprüfungsleistungen durch den Finanz- und Prüfungsausschuss festgelegt. In derselben Sitzung wurde die Mitteilung zum Dreivierteljahr besprochen sowie der Risikobericht, der Compliance-Bericht und die Finanzlage erörtert. Im Februar 2017 wurde die Unternehmensplanung für die Geschäftsjahre 2017/2018 bis 2021/2022 ausführlich behandelt. In derselben Sitzung wurde die Revisionsplanung für das Geschäftsjahr 2017/2018 festgelegt. Der Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses hat in der jeweiligen Plenumssitzung ausführlich über die Arbeit des Ausschusses berichtet. Der Personalausschuss kam im Berichtsjahr zu vier Sitzungen zusammen. Gegenstand der Sitzungen waren die anstehenden Vertragsverlängerungen dreier Vorstandsmitglieder und des Vorstandsvorsitzenden. Weitere Themenschwerpunkte waren die Vorstandsvergütungsstruktur, Talentförderung und Nachfolgeregelungen. Der Vermittlungsausschuss gemäß §27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz musste nicht einberufen werden. Personalia des AufsichtsratsWir bedauern den Verlust unseres Aufsichtsratsmitglieds, Herrn Hans Kroha, der am 5. April 2017 nach schwerer Krankheit verstorben ist. Er gehörte seit Juli 2013 dem Aufsichtsrat als Vertreter der Gewerkschaft ver.di an. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Frau Monika Di Silvestre ist als Ersatzmitglied von Herrn Hans Kroha am 5. April 2017 in den Aufsichtsrat der Gesellschaft nachgerückt. Jahres- und KonzernabschlussDie KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin (KPMG), hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der HORNBACH Baumarkt AG zum 28. Februar 2017 sowie den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht des Geschäftsjahres 2016/2017 der HORNBACH Baumarkt AG geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Die KPMG bestätigte ferner, dass der Vorstand die nach §91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen, insbesondere zur Einrichtung eines Überwachungssystems, in geeigneter Weise getroffen hat und dass das Überwachungssystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen. Prüfungsschwerpunkte im Geschäftsjahr 2016/2017 waren Bestand und Werthaltigkeit der Vorräte, Werthaltigkeit von Sachanlagen, Ansatz und Bewertung der Prämienrückstellungen und die Berichterstattung über alternative Leistungskennzahlen. Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugestellt. Sie waren Gegenstand intensiver Beratung in der Sitzung des Finanz- und Prüfungsausschusses am 23. Mai 2017 sowie in der anschließenden Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am gleichen Tag. An diesen Erörterungen nahm der Abschlussprüfer teil. Er berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und stand für ergänzende Auskünfte sowie für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Nach dem Ergebnis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss und aufgrund unserer eigenen Prüfung der vom Vorstand und Abschlussprüfer vorgelegten Unterlagen erheben wir keine Einwände und schließen uns dem Ergebnis der Abschlussprüfung durch die KPMG an. Wir billigen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss der HORNBACH Baumarkt AG zum 28. Februar 2017; der Jahresabschluss der HORNBACH Baumarkt AG ist damit festgestellt. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands stimmen wir zu. Der Aufsichtsrat hat außerdem den Bericht des Vorstands gemäß §312 AktG über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Diese Prüfung und auch die Prüfung durch die KPMG haben keinen Anlass zur Beanstandung gegeben. KPMG hat dazu den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war, 3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen." Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss seines Berichts gem. § 312 AktG. In einem in Deutschland und anderen Regionen preis- und wettbewerbsintensiven Branchenumfeld hat sich die HORNBACH Baumarkt AG gut behauptet und ihre Marktposition verteidigt bzw. ausgebaut. Hohe Aufwendungen für die weitere Digitalisierung des Geschäftsmodells sowie Sonderabschreibungen belasteten auch im letzten Geschäftsjahr die Ertragslage. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern im In- und Ausland für ihr großes Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Bornheim, im Mai 2017 Der Aufsichtsrat Albrecht Hornbach, Vorsitzender |
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