HORNBACH Baumarkt AG

Bornheim bei Landau/Pfalz

Konzernabschluss zum 28.2.2018

AN DIE AKTIONÄRE

Brief des Vorstandsvorsitzenden

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der HORNBACH Baumarkt AG Konzern hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 in seinem europaweiten Verbreitungsgebiet erfolgreich im Wettbewerb behauptet und die digitale Transformation des Geschäftsmodells weiter energisch vorangetrieben.

Mir ist es wichtig, diese beiden Punkte im Zusammenhang zu nennen, weil nach meiner Überzeugung in den Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung aller Lebensbereiche das Eine ohne das Andere nicht mehr möglich ist. Daraus erwächst naturgemäß - zumindest in der kurzfristigen Perspektive - ein Zielkonflikt. Auf der einen Seite gilt es, Umsatz- und Gewinnprognosen zu formulieren, die auch am Kapitalmarkt salonfähig sind. Dass der Erwartungshorizont von Investoren und Unternehmern hierbei nicht immer deckungsgleich ist, ist keine Überraschung. Auf der anderen Seite müssen wir beträchtliche Vorleistungen und die damit verbundenen Kosten stemmen, damit wir unser Unternehmen zukunftsfähig machen. Beides muss in einer gesunden Balance stehen. Die Umsatz- und Ertragsziele, die wir uns vor einem Jahr gesetzt hatten, trugen diesem ökonomischen Zielkonflikt Rechnung.

Unsere Ziele für das Geschäftsjahr 2017/18 haben wir erreicht. Das sind die wesentlichen Highlights:

Nach Neueröffnungen im niederländischen Den Haag und Halle (Saale) sowie der Schließung in Hanau betreiben wir zum Bilanzstichtag 28. Februar 2018 konzernweit 156 Einzelhandelsfilialen, davon 98 in Deutschland sowie 58 im übrigen Europa. Neben dem stationären Filialgeschäft nahmen wir in der zweiten Jahreshälfte die noch ausstehenden Onlineshops in der Slowakei, Schweden und Rumänien in Betrieb.

Den Konzernumsatz, d. h. die gesamten Nettoumsätze im In- und Ausland, steigerten wir um 4,9 % auf 3.891 Mio. €. Dies ist nicht nur der soliden Performance unserer stationären Bau- und Gartenmärkte zu verdanken, sondern auch der erfreulichen Umsatzdynamik unserer Onlineshops. Sieht man sich die einschlägige Branchenstatistik an, so ist HORNBACH unter den zehn größten deutschen Baumarktbetreibern im vergangenen Jahr mit Abstand am stärksten gewachsen. Die durchschnittliche Wachstumsrate (ohne HORNBACH) betrug 1,4 %.

Wir sind unangefochten der produktivste Baumarktbetreiber der deutschen Top 10. Der Nettoumsatz pro Markt stieg in den letzten zehn Jahren um ein Fünftel von 20,6 Mio. € auf zuletzt 24,9 Mio. €. Die Flächenproduktivität (ohne Mehrwertsteuer) verbesserten wir im gleichen Zeitraum um gut 16 % von 1.839 € je qm Verkaufsfläche auf nunmehr 2.135 € je qm. Zum Vergleich: Die anderen Top 10-Wettbewerber erreichten im Jahr 2017 in ihrem internationalen Einzelhandelsgeschäft einen Flächenumsatz von durchschnittlich knapp 1.350 € je qm. Das waren lediglich 4 % mehr als zehn Jahre zuvor und immerhin 37 % weniger als HORNBACH.

Flächen- und währungskursbereinigt erhöhten wir die Nettoumsätze im Geschäftsjahr 2017/18 um 3,6 %, nach einem Plus von 3,0 % ein Jahr zuvor. Zu diesem Wachstum haben sowohl die Region Deutschland als auch die Region übriges Europa beigetragen. In Deutschland steigerten wir trotz einer geringeren Anzahl an Verkaufstagen die flächenbereinigten Umsätze kumuliert um 1,5 %. Die größte Umsatzdynamik erzielten wir erneut im übrigen Europa, wo die flächen- und währungskursbereinigten Umsätze um 6,1 % zulegten.

Ertragsseitig haben sich unsere Erwartungen ebenfalls erfüllt. Das bereinigte EBIT, das als Gradmesser für unsere operative Ertragskraft dient, wuchs auf Basis des erfreulichen Umsatzwachstums, einer stabilen Handelsspanne sowie einer verbesserten Filialkostenquote um 7,0 % auf 110 Mio. €. Die bereinigte EBIT-Spanne haben wir mit 2,8 % konstant gehalten. Konzernjahresüberschuss und Ergebnis je Aktie stiegen um rund 11 %.

Auch im Geschäftsjahr 2017/18 versetzte die stabile operative Ertragskraft uns weiterhin in die Lage, erhebliche Mittel für die Digitalisierung unseres Geschäftsmodells im Rahmen unserer Mehrkanalstrategie zur Verfügung zu stellen. Wir verstehen unter Mehrkanalhandel das kundenorientierte Zusammenspiel unserer europaweit 156 leistungsfähigen stationären Märkte mit E-Commerce.

Bei aller Energie, die wir in die digitale Transformation stecken, verlieren wir bewährte Tugenden nicht aus den Augen: Unsere Dauertiefpreisstrategie bleibt ein elementarer Baustein unseres Erfolgs - das gilt offline genauso wie online. Wir bieten auf allen Kanälen die gleichen Preise und verzichten konsequent auf Rabatte und Aktionspreise. Das schafft Vertrauen und stärkt unsere Position gegenüber reinen Onlinehändlern, gerade wenn es darum geht, größere DIY-Projekte jederzeit kostengünstig umzusetzen. Als Projektbaumarkt haben wir außerdem den Anspruch, bei der Beratung die Nr. 1 der Kunden zu sein. Hierzu braucht es gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die auch bei kniffligen Vorhaben über alle Sortimente hinweg kompetent beraten. Video-Anleitungen sind hier eine sinnvolle Ergänzung, die von unseren Kunden gut angenommen wird, aber sicherlich kein Ersatz.

Dass uns der Spagat zwischen traditionellen Stärken und neuen Angeboten gelingt, zeigt unser gutes Abschneiden bei renommierten Kundenbefragungen. Insbesondere bei den Aspekten Produktangebot, Preise und fachliche Beratung lag HORNBACH 2017 in allen europäischen Ländern, für die uns Ergebnisse vorliegen, wie schon in den Vorjahren auf den vordersten Plätzen.

Insofern blicken wir zuversichtlich in die Zukunft. In unserem angestammten stationären Handelsgeschäft sind wir erfolgreich und ertragsstark. Deswegen werden wir auch weiterhin neue stationäre HORNBACH-Märkte eröffnen. Im ersten Quartal 2018/19 haben bereits zwei Bau- und Gartenmärkte im niederländischen Zwolle und in Affoltern in der Schweiz den Betrieb aufgenommen. Gleichzeitig investieren wir auch künftig in den weiteren Ausbau des Mehrkanalhandels in allen HORNBACH-Regionen.

Ich bin dankbar und stolz, dass sich unsere konzernweit fast 19.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den neuen Herausforderungen jeden Tag mit Begeisterung und Engagement stellen. Ihnen, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, danke ich für Ihr Vertrauen, das sie uns entgegenbringen.

 

HORNBACH Baumarkt AG

Steffen Hornbach, Vorsitzender des Vorstands

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 haben wir uns eingehend mit der Lage, den Perspektiven und der strategischen Ausrichtung der Gesellschaft befasst. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und seine Geschäftsführung entsprechend den nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben überwacht. Der Vorstand hat uns in unseren Sitzungen durch schriftliche und mündliche Berichte regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen unterrichtet. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat eingebunden. Darüber hinaus habe ich als Vorsitzender des Aufsichtsrats auch außerhalb der Sitzungen regelmäßigen Kontakt mit dem Vorstand und insbesondere mit dem Vorstandsvorsitzenden in wichtigen Fragen gepflegt und wiederholt Arbeitsgespräche geführt.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2017/18 fanden insgesamt vier Aufsichtsratssitzungen und fünf Finanz- und Prüfungsausschusssitzungen statt. Im Berichtsjahr haben außer mit der im folgenden Satz genannten Ausnahme alle Mitglieder an mehr als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats bzw. der Ausschüsse, denen sie angehören, teilgenommen. Herr Martin Fischer konnte krankheitsbedingt nur an zwei Sitzungen des Aufsichtsrats teilnehmen, hat durch Stimmbotschaften aber an allen Beschlussfassungen mitgewirkt. Die durchschnittliche Präsenz bei den Sitzungen des Aufsichtsrats bzw. seiner Ausschüsse lag bei rund 95 % bzw. 98 %. Eine individualisierte Offenlegung der Sitzungsteilnahme der Aufsichtsratsmitglieder ist im Corporate Governance Bericht enthalten. Interessenkonflikte traten im Berichtsjahr nicht auf.

In unseren Sitzungen haben wir uns anhand mündlicher und schriftlicher Berichte des Vorstands ausführlich mit der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens, dem Geschäftsverlauf, der Unternehmensstrategie und Unternehmensplanung, der Investitions- und Finanzpolitik, der Chancen- und Risikolage und dem Risikomanagement sowie Corporate Governance befasst und darüber auch mit dem Vorstand beraten. Der Vorstand berichtete darüber hinaus regelmäßig schriftlich und mündlich über die Situation der Gesellschaft sowie über die Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage im Vergleich zum Vorjahr und zur Planung. Planabweichungen wurden erörtert und begründet.

In der Bilanzaufsichtsratssitzung im Mai 2017 wie auch im Mai 2018 haben wir uns in Anwesenheit des Abschlussprüfers intensiv mit dem Jahres- und Konzernabschluss befasst. Ferner wurde über die Arbeit und die Ergebnisse der Prüfung des Finanz- und Prüfungsausschusses berichtet. Alle Fragen von Aufsichtsratsmitgliedern wurden von den Wirtschaftsprüfern erschöpfend beantwortet. In dieser Sitzung wurden außerdem der Bericht des Aufsichtsrats, der gemeinsame Corporate Governance Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat, der Risikobericht und Compliance Bericht beraten bzw. verabschiedet. Die Tagesordnung der Hauptversammlung einschließlich der Vorschläge zur Beschlussfassung wurde verabschiedet. Weiterhin wurde in der Sitzung im Mai 2017 die Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand zum 28. Februar 2022 festgelegt.

In der Sitzung unmittelbar vor der Hauptversammlung im Juli 2017 berichtete der Vorstand über die aktuelle Lage des Konzerns. Weitere Themen waren die Sitzungstermine und diverse Corporate Governance Themen. Sowohl Arbeitnehmer- als auch Anteilseignervertreter sprachen sich für die Getrennterfüllung der Geschlechterquote für die Wahl des Aufsichtsrats in 2018 aus.

Im Dezember 2017 wurden die aktuelle Geschäftslage, der Risikobericht und der Compliance Bericht erörtert. Weiterhin wurde auf Empfehlung des Finanz- und Prüfungsausschusses der vorzeitigen Verlängerung und Erhöhung eines Konsortialkredits auf 350 Millionen Euro zugestimmt. Der Aufsichtsrat beschloss ferner Anpassungen der Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat, wählte die Mitglieder des neu gegründeten Nominierungsausschusses und legte nach intensiver Beratung Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium fest. In der gleichen Sitzung prüfte der Aufsichtsrat die Effizienz der Aufsichtsratstätigkeit und beschloss die aktualisierte Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG. Letztere wurde auf den Internetseiten der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. Die HORNBACH Baumarkt AG entsprach und entspricht weitgehend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex mit wenigen Ausnahmen. Weitere Informationen zur Corporate Governance bei der HORNBACH Baumarkt AG sind im gemeinsamen Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat im Kapitel "Corporate Governance" zu finden.

In der letzten Sitzung des Aufsichtsrats im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 im Februar 2018 wurde die aktuelle Geschäftslage besprochen sowie die Unternehmensplanung für die Geschäftsjahre 2018/19 bis 2022/23 erörtert und verabschiedet. Außerdem wurde jeweils ein Diversitätskonzept für Vorstand und Aufsichtsrat festgelegt.

Ausschüsse und deren Sitzungen

Der Aufsichtsrat hat vier Ausschüsse gebildet. Die derzeitige Zusammensetzung der Ausschüsse finden Sie im Kapitel "Organe der Gesellschaft" des Geschäftsberichts.

Der Finanz- und Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr fünfmal getagt. Die Sitzungen fanden in den Monaten Mai, Juni, September, Dezember und Februar statt.

Im Mai 2017 hat der Finanz- und Prüfungsausschuss in Gegenwart des Abschlussprüfers sowie den Vorstandsmitgliedern den Jahresabschluss der HORNBACH Baumarkt AG und den Konzernabschluss, die Lageberichte, den Gewinnverwendungsvorschlag und die Prüfungsberichte einschließlich Abhängigkeitsbericht erörtert. Schwerpunkte seiner Beratung waren in dieser Sitzung weiterhin Risiko- und Compliance Berichte des Vorstands, Berichte der Konzernrevision, Berichte des Vorstands zur Finanzlage sowie der Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers.

In der Juni-Sitzung wurde die Mitteilung zum ersten Quartal und im September 2017 in Anwesenheit der Abschlussprüfer der Halbjahresfinanzbericht erörtert. Der Ausschuss ließ sich vom Vorstand zu wesentlichen Projekten des Technologiebereichs unterrichten. Im Dezember 2017 wurden mit den Abschlussprüfern Prüfungsschwerpunkte für die Konzernabschlussprüfung festgelegt. Intensiv erörterte der Ausschuss den Vorschlag zur vorzeitigen Verlängerung und Erhöhung eines Konsortialkredits auf 350 Millionen Euro. In derselben Sitzung wurde die Mitteilung zum Dreivierteljahr besprochen sowie der Risikobericht, der Compliance-Bericht und die Finanzlage erörtert. Im Februar 2018 wurden die Unternehmensplanung für die Geschäftsjahre 2018/19 bis 2022/23 sowie Logistikthemen ausführlich behandelt. In derselben Sitzung wurde die Revisionsplanung für das Geschäftsjahr 2018/19 festgelegt.

Der Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses hat in der jeweiligen Plenumssitzung ausführlich über die Arbeit des Ausschusses berichtet.

Der Personalausschuss kam im Berichtsjahr zu keiner Sitzung zusammen.

Der Nominierungsausschuss trat im abgelaufenen Geschäftsjahr einmal zusammen. Er wählte in dieser Sitzung Albrecht Hornbach zum Ausschussvorsitzenden und beriet über Kandidaten des Aufsichtsrats auf der Anteilseignerseite für die turnusmäßig anstehenden Aufsichtsratswahlen der Hauptversammlung im Juli 2018. Bei der Auswahl der Kandidaten berücksichtigte der Ausschuss die vom Aufsichtsrat am 19. Dezember 2017 für seine Zusammensetzung beschlossenen Ziele und strebt die Ausfüllung des vom Aufsichtsrat beschlossenen Kompetenzprofils für das Gesamtgremium an. Auch außerhalb dieser Sitzung befassten sich die Mitglieder des Nominierungsausschusses mit der Sichtung von potentiellen Aufsichtsratskandidaten und führten entsprechende Gespräche.

Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz musste nicht einberufen werden.

Personalia des Aufsichtsrats

Wir bedauern den Verlust unseres Aufsichtsratsmitglieds, Herrn Hans Kroha, der am 5. April 2017 nach schwerer Krankheit verstorben ist. Er gehörte seit Juli 2013 dem Aufsichtsrat als Vertreter der Gewerkschaft ver.di an. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Frau Monika Di Silvestre ist als Ersatzmitglied von Herrn Hans Kroha am 5. April 2017 in den Aufsichtsrat der Gesellschaft nachgerückt.

Jahres- und Konzernabschluss

Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin (KPMG), hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der HORNBACH Baumarkt AG zum 28. Februar 2018 sowie den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht des Geschäftsjahres 2017/18 der HORNBACH Baumarkt AG geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Die KPMG bestätigte ferner, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen, insbesondere zur Einrichtung eines Überwachungssystems, in geeigneter Weise getroffen hat und dass das Überwachungssystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen.

Prüfungsschwerpunkte im Geschäftsjahr 2017/18 waren bezüglich des Konzernabschlusses die Bewertung der Vorräte und die Werthaltigkeit von Märkten sowie bezüglich des Jahresabschlusses die Bewertung der Vorräte.

Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugestellt. Sie waren Gegenstand intensiver Beratung in der Sitzung des Finanz- und Prüfungsausschusses am 17. Mai 2018 sowie in der anschließenden Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am gleichen Tag. An diesen Erörterungen nahm der Abschlussprüfer teil. Er berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und stand für ergänzende Auskünfte sowie für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Nach dem Ergebnis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss und aufgrund unserer eigenen Prüfung der vom Vorstand und Abschlussprüfer vorgelegten Unterlagen erheben wir keine Einwände und schließen uns dem Ergebnis der Abschlussprüfung durch die KPMG an. Wir billigen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss der HORNBACH Baumarkt AG zum 28. Februar 2018; der Jahresabschluss der HORNBACH Baumarkt AG ist damit festgestellt. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands stimmen wir zu.

Der Aufsichtsrat hat außerdem den Bericht des Vorstands gemäß § 312 AktG über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Diese Prüfung und auch die Prüfung durch die KPMG haben keinen Anlass zur Beanstandung gegeben. KPMG hat dazu den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,

3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss seines Berichts gem. § 312 AktG.

Der HORNBACH Baumarkt AG Konzern hat sich in einem anhaltend preis- und wettbewerbsintensiven Branchenumfeld im In- und Ausland gut behauptet und seinen Marktanteil verteidigt bzw. ausgebaut. Hierzu beigetragen haben nicht zuletzt auch die Online-Aktivitäten in allen Regionen. Die hohen Aufwendungen für die Digitalisierung des Geschäftsmodells beginnen sich zu amortisieren. Das nicht-operative Ergebnis war wiederum belastet durch Wertberichtigungen und Rückstellungszuführungen. Insgesamt konnten jedoch die Umsatz- und Ertragsziele in vollem Umfang erreicht werden.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im In- und Ausland für ihr großes Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr.

 

Bornheim, im Mai 2018

Der Aufsichtsrat

Albrecht Hornbach, Vorsitzender

Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

Albrecht Hornbach

Vorsitzender

Vorsitzender des Vorstands

HORNBACH Management AG

Kay Strelow *

Stellvertretender Vorsitzender

Teilbereichsleiter Markt Berlin-Marzahn

Dr. Wolfgang Rupf

Weiterer stellvertretender Vorsitzender

Geschäftsführender Gesellschafter Rupf Industries GmbH,

Rupf Engineering GmbH und Rupf ATG Casting GmbH

Monika Di Silvestre* (seit 5. April 2017)

Landesfachbereichsleiterin Handel bei ver.di

Rheinland-Pfalz-Saarland

Mohamed Elaouch*

Teilbereichsleiter Markt Mainz

Dr. John Feldmann

Vorsitzender des Aufsichtsrats der KION Group AG

Ehem. Mitglied des Vorstands BASF SE

Martin Fischer*

Profikundenbetreuer Markt Kempten

Christian Garrecht*

Operativer Leiter Arbeitssicherheit und Brandschutz

Erich Harsch

Vorsitzender der Geschäftsführung

dm-drogerie markt GmbH & Co. KG

Kerstin Holfert*

Teilbereichsleiterin Markt Dresden

Georg Hornbach

Leiter der Stabsabteilung Controlling und

Leiter Ressort Finanzen und Beschaffung

Universitätsklinikum Köln

Martin Hornbach

Geschäftsführender Gesellschafter

Corivus Gruppe GmbH

Hans Kroha* (t 5. April 2017)

Landesfachbereichsleiter Handel bei ver.di

Rheinland-Pfalz-Saarland

Brigitte Mauer*

Teilbereichsleiterin Markt Tübingen

Michael Reiland*

Verkaufsleiter HORNBACH Compact und Bezirksleiter

Joerg Walter Sost

Geschäftsführender Gesellschafter

J. S. Consulting GmbH

Prof. Dr.-Ing. Jens P. Wulfsberg

Ordentlicher Professor für Fertigungstechnik

Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr

Hamburg

* Arbeitnehmervertreter

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Finanz- und Prüfungsausschuss (Audit Committee)

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Dr. Wolfgang Rupf Vorsitzender
Dr. John Feldmann
Erich Harsch
Albrecht Hornbach
Martin Hornbach
Michael Reiland
Joerg Walter Sost
Kay Strelow

Personalausschuss

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Dr. Wolfgang Rupf Vorsitzender
Christian Garrecht
Erich Harsch
Michael Reiland
Joerg Walter Sost

Vermittlungsausschuss

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Dr. Wolfgang Rupf Vorsitzender
Kerstin Holfert
Albrecht Hornbach
Kay Strelow

Nominierungsausschuss (seit 19. Dezember 2017)

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Albrecht Hornbach Vorsitzender (seit 22. Februar 2018)
Dr. John Feldmann
Martin Hornbach
Dr. Wolfgang Rupf

Vorstand

Die Vorstandsmitglieder und ihre Zuständigkeitsbereiche

Steffen Hornbach

Vorsitzender

Strategische Entwicklung; Operating Märkte,

Verkauf und Services

Roland Pelka

Stellvertretender Vorsitzender

Finanzen, Rechnungswesen, Steuern, Controlling,

Risikomanagement, Loss Prevention, Group Communications

Susanne Jäger

Einkauf, Import, Marktplanung, Store Development,

Qualitätssicherung, Umweltfragen

Wolfger Ketzler

Arbeitsdirektor

Personal, Immobilien, Bau, Technischer Einkauf, Revision,

Recht, Compliance

Karsten Kühn

Marketing, Marktforschung, Interne Kommunikation

Ingo Leiner

Logistik

Dr. Andreas Schobert

Technologie

Lebensläufe der Organmitglieder

Über die Lebensläufe der Mitglieder des Vorstands sowie des Aufsichtsrats informieren wir auf unserer Internetseite unter "Investor Relations" in der Rubrik "Corporate Governance" (siehe "Vorstand" bzw. "Aufsichtsrat" in der Artikelübersicht).

Corporate Governance Bericht mit Erklärung zur Unternehmensführung

Unser Handeln wird von den Grundsätzen einer verantwortungsvollen und transparenten Unternehmensführung und -kontrolle (Corporate Governance) geprägt. Gute Corporate Governance hat bei HORNBACH seit jeher einen hohen Stellenwert: Sie ist das Fundament für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg und hilft uns, das Vertrauen der Kunden, Geschäftspartner, Investoren, Mitarbeiter und der Finanzmärkte in unser Unternehmen zu stärken. Die Anforderungen und Richtlinien, die wir unternehmensintern über die gesetzlichen Vorschriften hinaus befolgen, werden nachfolgend in der Erklärung der Gesellschaft zur Unternehmensführung (§ 289a HGB), die den Corporate Governance Bericht (Ziffer 3.10 Deutscher Corporate Governance Kodex) von Vorstand und Aufsichtsrat einschließt, zusammengefasst.

1. Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG vom Dezember 2017

Vorstand und Aufsichtsrat der HORNBACH Baumarkt AG erklären hiermit gemäß § 161 AktG Folgendes:

I. Zukunftsbezogener Teil

Den Empfehlungen des "Deutschen Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 7. Februar 2017 - bekannt gemacht im Bundesanzeiger am 24. April 2017 - wird zukünftig grundsätzlich entsprochen. Nicht angewandt werden die Empfehlungen aus den Ziffern 3.8 Absatz 3, 4.2.3 Absatz 2 Satz 3, 4.2.5 Absatz 3, 5.4.2 Satz 3 sowie 5.4.6 Absatz 3 Satz 1. Die genannten Abweichungen von den Empfehlungen beruhen auf folgenden Gründen:

a) Ziffer 3.8 Absatz 3:

Der Kodex empfiehlt in Ziffer 3.8 Absatz 3, in einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat einen bestimmten Selbstbehalt zu vereinbaren. Ein solcher Selbstbehalt zu Lasten der Aufsichtsratsmitglieder ist nicht vereinbart. Er mindert die Attraktivität der Aufsichtsratstätigkeit und damit auch die Chancen der Gesellschaft im Wettbewerb um qualifizierte Kandidaten. Er trifft zudem Arbeitnehmervertreter unbotmäßig. Der Empfehlung aus Ziffer 3.8 Absatz 3 wird daher nicht entsprochen.

b) Ziffer 4.2.3 Absatz 2 Satz 3:

Die variablen Vergütungsbestandteile der Vorstandsvergütung sollen gemäß Ziffer 4.2.3 Absatz 2 Satz 3 grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben, die im Wesentlichen zukunftsbezogen sein soll. Von dieser neu in den Kodex aufgenommenen Empfehlung wird auf der Grundlage der bestehenden Anstellungsverträge abgewichen. Die Anpassung der Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder, die erforderlich ist, um der Empfehlung zu einem späteren Zeitpunkt entsprechen zu können, wird aber vorbereitet.

c) Ziffer 4.2.5 Absatz 3:

Die Vorstandsvergütung wird nicht für jedes Vorstandsmitglied gesondert dargestellt. Die Hauptversammlung hat am 7. Juli 2016 die Fortführung der zurückhaltenden Berichtspraxis zur Vergütung des Vorstands beschlossen. Aus diesem Grunde werden auch die "Mustertabellen" des "Deutschen Corporate Governance Kodex" nicht genutzt.

d) Ziffer 5.4.2 Satz 3:

Der Kodex empfiehlt in Ziffer 5.4.2 Satz 3, dass dem Aufsichtsrat nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören sollen. Hierdurch soll die Unabhängigkeit der Beratung und Überwachung des Vorstands durch den Aufsichtsrat sichergestellt werden. Der Kodex bestimmt jedoch keine Frist, nach wie vielen Jahren nach dem Ausscheiden aus dem Vorstand ein ehemaliges Vorstandsmitglied unter diesem Gesichtspunkt nicht mehr als solches verhindert ist. Höchst vorsorglich wird daher, obwohl Herr Dr. Wolfgang Rupf bereits am 31. Oktober 1996, Herr Albrecht Hornbach bereits am 31. Oktober 2001 und Herr Martin Hornbach bereits am 31. Dezember 2001 aus dem Vorstand der HORNBACH Baumarkt AG ausgeschieden sind, eine Abweichung von Ziffer 5.4.2 Satz 3 erklärt.

e) Ziffer 5.4.6 Absatz 3 Satz 1:

Der Kodex empfiehlt in Ziffer 5.4.6 Absatz 3 Satz 1, die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder im Anhang oder im Lagebericht individualisiert, aufgegliedert nach Bestandteilen, auszuweisen. Aufgrund der in der Satzung selbst geregelten Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats halten wir eine individualisierte Angabe für nicht notwendig.

II. Vergangenheitsbezogener Teil

1. Zeitraum seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom Dezember 2016 bis zur Bekanntgabe der neuen Kodexfassung am 24. April 2017

Den Empfehlungen des "Deutschen Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 5. Mai 2015 - bekannt gemacht im Bundesanzeiger am 12. Juni 2015 - wurde im Zeitraum seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom Dezember 2016 bis zur Bekanntgabe der neuen Fassung des Kodex am 24. April 2017 bis auf nachstehend aufgeführte Abweichungen grundsätzlich entsprochen. Nicht angewandt wurden die Empfehlungen aus den Ziffern 3.8 Absatz 3 a.F., 4.1.5 Satz 1 a.F., 4.2.3 Absätze 4 und 5 a.F., 4.2.5 Absatz 3 a.F., 4.3.3 Satz 4 a.F., 5.3.3 a.F., 5.4.1 Absätze 2 und 3 a.F., 5.4.2 Satz 3 a.F. sowie 5.4.6 Absatz 3 Satz 1 a.F. Die genannten Abweichungen von den Empfehlungen beruhten auf folgenden Gründen:

a) Ziffer 3.8 Absatz 3 a.F.:

Der Kodex empfahl in Ziffer 3.8 Absatz 3 a.F., in einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat einen bestimmten Selbstbehalt zu vereinbaren. Ein solcher Selbstbehalt zu Lasten der Aufsichtsratsmitglieder war nicht vereinbart. Er mindert die Attraktivität der Aufsichtsratstätigkeit und damit auch die Chancen der Gesellschaft im Wettbewerb um qualifizierte Kandidaten. Er trifft zudem Arbeitnehmervertreter unbotmäßig. Der Empfehlung aus Ziffer 3.8 Absatz 3 a.F. wurde daher nicht entsprochen.

b) Ziffer 4.2.3 Absätze 4 und 5 a.F.:

Des Weiteren wurden die Empfehlungen aus Ziffer 4.2.3 Absatz 4 a.F. ("Abfindungs- Caps") und Ziffer 4.2.3 Absatz 5 a.F. ("Change of Control Abfindungs-Cap") des Kodex nicht angewandt. Die Abweichung erfolgte aus Wettbewerbserwägungen.

c) Ziffer 4.2.5 Absatz 3 a.F.:

Die Vorstandsvergütung wurde nicht für jedes Vorstandsmitglied gesondert dargestellt. Die Hauptversammlung hat am 7. Juli 2016 die Fortführung der zurückhaltenden Berichtspraxis zur Vergütung des Vorstands beschlossen. Aus diesem Grunde wurden auch die "Mustertabellen" des "Deutschen Corporate Governance Kodex" nicht genutzt.

d) Ziffer 4.3.3 Satz 4 a.F.:

Zu der Empfehlung aus Ziffer 4.3.3 a.F. wurde in der letzten Entsprechenserklärung vorsorglich eine Abweichung erklärt. Durch die Anwendung des Rechnungslegungsstandards IAS 24 seit vielen Jahren war hinsichtlich solcher Geschäfte aber schon zuvor Transparenz hergestellt.

e) Ziffer 5.3.3 a.F.:

Nach der Empfehlung in Ziffer 5.3.3 a.F. sollte der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hatte einen solchen Ausschuss nicht gebildet. Die Bildung erschien uns nach den bisherigen Erfahrungen nicht erforderlich.

f) 5.4.1 Absätze 2 und 3 a.F. sowie Ziffer 4.1.5 Satz 1 a.F.:

Von den Empfehlungen aus Ziffer 5.4.1 Absätze 2 und 3 a.F. wurde insgesamt abgewichen. Für die HORNBACH Baumarkt AG kam es bei der Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat im Unternehmensinteresse vorrangig auf die Erfahrungen, Fähigkeiten und Kenntnisse des Einzelnen an; gleiches galt für die Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen durch den Vorstand (Ziffer 4.1.5 Satz 1 a.F.).

g) Ziffer 5.4.2 Satz 3 a.F.:

Der Kodex empfahl in Ziffer 5.4.2 Satz 3 a.F., dass dem Aufsichtsrat nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören sollten. Hierdurch sollte die Unabhängigkeit der Beratung und Überwachung des Vorstands durch den Aufsichtsrat sichergestellt werden. Der Kodex bestimmte jedoch keine Frist, nach wie vielen Jahren nach dem Ausscheiden aus dem Vorstand ein ehemaliges Vorstandsmitglied unter diesem Gesichtspunkt nicht mehr als solches verhindert ist. Höchst vorsorglich wurde daher, obwohl Herr Dr. Wolfgang Rupf bereits am 31. Oktober 1996, Herr Albrecht Hornbach bereits am 31. Oktober 2001 und Herr Martin Hornbach bereits am 31. Dezember 2001 aus dem Vorstand der HORNBACH Baumarkt AG ausgeschieden sind, eine Abweichung von Ziffer 5.4.2 Satz 3 erklärt.

h) 5.4.6 Abs. 3 Satz 1 a.F.:

Der Kodex empfahl in Ziffer 5.4.6 Absatz 3 Satz 1 a.F., die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder im Anhang oder im Lagebericht individualisiert, aufgegliedert nach Bestandteilen, auszuweisen. Aufgrund der in der Satzung selbst geregelten Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats hielten wir eine individualisierte Angabe für nicht notwendig.

2. Zeitraum seit Bekanntgabe der neuen Kodexfassung am 24. April 2017

Den Empfehlungen des "Deutschen Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 7. Februar 2017 - bekannt gemacht im Bundesanzeiger am 24. April 2017 - wurde mit den oben unter Ziffer I. bereits für die Zukunft genannten und begründeten Abweichungen grundsätzlich entsprochen. Nicht entsprochen wurde darüber hinaus den Empfehlungen aus den Ziffern 4.1.5 Satz 1, 4.2.3 Absätze 4 und 5, 4.3.3 Satz 4, 5.3.3 sowie 5.4.1 Absätze 2 bis 4. Die genannten Abweichungen von den Empfehlungen beruhten auf folgenden Gründen:

a) Ziffer 4.2.3 Absätze 4 und 5:

Die Empfehlungen aus Ziffer 4.2.3 Absatz 4 ("Abfindungs-Caps") und Ziffer 4.2.3 Absatz 5 ("Change of Control Abfindungs-Cap") wurden nicht angewandt. Die Abweichung erfolgte aus Wettbewerbserwägungen.

b) Ziffer 4.3.3 Satz 4:

Zu der unverändert gebliebenen Empfehlung aus Ziffer 4.3.3 Satz 4 wurde in der letzten Entsprechenserklärung vorsorglich eine Abweichung erklärt. Durch die Anwendung des Rechnungslegungsstandards IAS 24 seit vielen Jahren war hinsichtlich solcher Geschäfte aber schon zuvor Transparenz hergestellt.

c) Ziffer 5.3.3:

Nach der Empfehlung in Ziffer 5.3.3 soll der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hatte einen solchen Ausschuss bisher nicht gebildet. Die Bildung erschien uns nach den bisherigen Erfahrungen nicht erforderlich.

d) Ziffer 5.4.1 Absätze 2 bis 4 sowie Ziffer 4.1.5 Satz 1:

Von den Empfehlungen aus Ziffer 5.4.1 Absätze 2 bis 4 wurde insgesamt abgewichen. Für die HORNBACH Baumarkt AG kam es bei der Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat im Unternehmensinteresse vorrangig auf die Erfahrungen, Fähigkeiten und Kenntnisse des Einzelnen an; gleiches galt für die Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen durch den Vorstand (Ziffer 4.1.5 Satz 1).

 

Bornheim bei Landau, im Dezember 2017

HORNBACH Baumarkt AG

Der Aufsichtsrat

Der Vorstand

Die vorstehende Entsprechenserklärung vom Dezember 2017 ist zusammen mit allen früheren Entsprechens-erklärungen auf unserer Webseite veröffentlicht und als Download verfügbar.

2. Grundkapital und Ausgestaltung der Aktien

Das Grundkapital der HORNBACH Baumarkt AG beträgt 95.421.000 € und ist eingeteilt in 31.807.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital in Höhe von 3,00 € je Stückaktie.

3. Struktur und Arbeitsweisen der Organe der Gesellschaft

Die HORNBACH Baumarkt AG mit Sitz in Bornheim bei Landau unterliegt den Vorschriften des deutschen Rechts sowie den Bestimmungen der eigenen Satzung. Entsprechend besteht bei der HORNBACH Baumarkt AG eine dualistische Führungsstruktur, die dem Vorstand die Leitung und dem Aufsichtsrat die Überwachung des Unternehmens zuweist.

3.1 Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der HORNBACH Baumarkt AG hat sechzehn Mitglieder und setzt sich nach dem deutschen Mitbestimmungsgesetz zu gleichen Teilen aus Aktionärs- und Arbeitnehmervertretern zusammen. Die Lebensläufe der Aufsichtsratsmitglieder sind auf unserer Webseite veröffentlicht. Die Vertreter der Anteilseigner werden durch die Hauptversammlung gewählt.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats koordiniert die Arbeit des Aufsichtsrats und nimmt die Belange des Aufsichtsrats nach außen wahr. Bei Abstimmung im Aufsichtsrat hat bei Stimmengleichheit im Falle einer erneuten Stimmengleichheit in einer zweiten Abstimmung der Vorsitzende des Aufsichtsrats die ausschlaggebende Stimme.

Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten im Interesse des Unternehmens eng zusammen. Der Aufsichtsrat überwacht die Geschäftsführung und begleitet den Vorstand beratend. Er bestellt die Mitglieder des Vorstands, beruft sie ab und ist zuständig für den Abschluss, die Änderung und Beendigung der Anstellungsverträge mit den Mitgliedern des Vorstands. Maßnahmen des Vorstands, die die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens grundlegend beeinflussen, bedürfen der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats. Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat enthält hierzu einen Katalog mit zustimmungspflichtigen Geschäften oder Maßnahmen. Der Kreis der zustimmungsbedürftigen Geschäfte kann durch Beschluss des Aufsichtsrats jederzeit erweitert oder eingeschränkt werden.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind allein auf die Wahrung des Unternehmensinteresses verpflichtet. Sie sind weder an Aufträge noch an Weisungen gebunden. Sie dürfen bei ihren Entscheidungen weder persönliche Interessen verfolgen noch Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen. Die Aufsichtsratsmitglieder sollen Interessenkonflikte, insbesondere solche, die aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen könnten, dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats gegenüber offenlegen. Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte in der Person eines Mitglieds des Aufsichtsrats sollen zur Beendigung des Mandats führen. Interessenkonflikte sind im Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Berater- und sonstige Dienstleistungs- und Werkverträge eines Aufsichtsratsmitglieds mit der Gesellschaft bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Im Geschäftsjahr 2017/18 lagen keine zustimmungspflichtigen Verträge mit Aufsichtsratsmitgliedern der HORNBACH Baumarkt AG vor.

Der Aufsichtsrat hat folgende Ausschüsse gebildet:

Vermittlungsausschuss

Personalausschuss

Finanz- und Prüfungsausschuss (Audit Committee)

Nominierungsausschuss

Die Besetzung der Ausschüsse und die Beschreibung ihrer Arbeitsweisen sind detailliert in den Kapiteln "Organe der Gesellschaft" und "Bericht des Aufsichtsrats" dargestellt.

3.1.1 Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats, Kompetenzprofil und Diversitätskonzept sowie Art und Weise der Umsetzung

Der Aufsichtsrat hat am 19. Dezember 2017 unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß Ziff. 5.4.1 die Ziele für seine Zusammensetzung einschließlich eines Kompetenzprofils für das Gesamtgremium beschlossen. Der entsprechende Beschluss des Aufsichtsrats enthält zugleich das Diversitätskonzept für den Aufsichtsrat, dessen Ziel es ist, Platz für jüngere Aufsichtsratsmitglieder zu schaffen, ohne erfahrene Mitglieder zu verlieren und durch die im Konzept angelegte Vielfalt in der Zusammensetzung sicherzustellen, dass der Aufsichtsrat durch die damit verbundenen verschiedenen Blickwinkel und Sichtweisen seine Aufgaben bestmöglich erfüllen kann.

Gemäß dem Kompetenzprofil muss der Aufsichtsrat der HORNBACH Baumarkt AG die erforderliche Sachkunde zur Wahrnehmung der Kontrollfunktion sowie zur Beurteilung und Überwachung der Geschäfte, die die Gesellschaft betreibt, besitzen. Dazu müssen die Mitglieder des Aufsichtsrats in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor vertraut sein, in dem die Gesellschaft tätig ist. Dazu gehören insbesondere Kenntnisse, Fähigkeiten und fachliche Erfahrungen im Bereich des Betriebs von großflächigen Verkaufsmärkten, insbesondere Baumärkten und Heimwerkerzentralen, mit oder ohne Gartencenter, Fachmärkten und anderen Facheinzelhandelsgeschäften und E-Commerce. Außerdem gehören dazu Sachverstand auf den Gebieten Digitalisierung und Technologie sowie Rechnungslegung, Abschlussprüfung, Finanzierungen und entsprechende Rechtskenntnisse einschließlich steuerrechtlicher Expertise.

Vor diesem Hintergrund und zur Ausfüllung des Kompetenzprofils hat der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung folgende konkreten und auf die Unternehmenssituation abgestimmten Ziele benannt:

Die Mitglieder des Aufsichtsrats müssen zuverlässig sein, die erforderliche Sachkunde zur Wahrnehmung der Kontrollfunktion sowie zur Beurteilung und Überwachung der Geschäfte, die die HORNBACH Baumarkt AG betreibt, besitzen und in der Lage sein, ihren Aufgaben als Aufsichtsratsmitglied ausreichend Zeit zu widmen.

Der Aufsichtsrat muss insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen, insbesondere sollen im Aufsichtsrat auch Kenntnisse zu Fragen im Zusammenhang mit dem Betrieb eines Handelsunternehmens sowie Führungserfahrung, Erfahrung in Führung und Organisation von Unternehmen und Erfahrung in Aufsichtsräten vorhanden sein.

Der Aufsichtsrat muss und wird auch künftig darauf achten, potentielle Interessenkonflikte zu vermeiden.

Dem Aufsichtsrat sollen keine Mitglieder angehören, die Organfunktionen oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern ausüben.

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats trägt dem Kriterium der Vielfalt (Diversity), insbesondere hinsichtlich Alter, Geschlecht, Bildungs- und Berufshintergrund, Rechnung.

Dem Aufsichtsrat sollen in der Regel nur solche Personen angehören, die zum Zeitpunkt ihrer Wahl nicht älter als 70 Jahre sind.

Dem Aufsichtsrat sollen in der Regel nur solche Personen angehören, die dem Aufsichtsrat zum Zeitpunkt ihrer Wahl nicht schon vier volle Amtszeiten angehört haben.

Dem Aufsichtsrat soll eine angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder angehören. Nach Auffassung des Aufsichtsrats reicht es aus, wenn mindestens die Hälfte der Anteilseignervertreter unabhängig ist.

Anteilseignervertreter, die dem Aufsichtsrat länger als drei Amtszeiten angehören, werden nicht mehr als unabhängig angesehen.

Vorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung sollen und werden diese Ziele und das Diversitätskonzept berücksichtigen und gleichzeitig die Ausfüllung des Kompetenzprofils für das Gesamtgremium anstreben.

3.1.2 Stand der Umsetzung (i) der Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats, (ii) des Diversitätskonzepts und (iii) des Kompetenzprofils sowie Angaben zur Unabhängigkeit der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat

Vorbehaltlich des Frauenanteils (vgl. dazu auch nachstehenden Abschnitt "2.3 Frauenanteil in hohen Führungspositionen") wird die gegenwärtige Besetzung des Aufsichtsrats den vorgenannten Zielsetzungen für seine Besetzung gerecht, entspricht dem Diversitätskonzept und füllt das Kompetenzprofil aus. Die Mitglieder des Aufsichtsrats ergänzen sich im Hinblick auf Alter, Bildungs- und Berufshintergrund, Erfahrung und Kenntnisse so, dass das Gesamtgremium auf einen vielfältigen Erfahrungsfundus und ein breites Kompetenzspektrum zurückgreifen kann Kein Mitglied des Aufsichtsrats der HORNBACH Baumarkt AG übt Organfunktionen oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern aus. Die Regelzugehörigkeitsdauer und die Regelaltersgrenzen sind in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats niedergelegt und als Regeldauer bzw. -grenze eingehalten.

Unter der Annahme, dass allein die Ausübung des Aufsichtsratsmandats als Arbeitnehmervertreter keine Zweifel an der Erfüllung der Unabhängigkeitskriterien im Sinn von Ziffer 5.4.2 des Kodex begründet, gehören dem Aufsichtsrat aktuell zwölf unabhängige Mitglieder an, davon vier Anteilseignervertreter. Dies sind Herr Dr. John Feldmann, Herr Erich Harsch, Herr Joerg Walter Sost und Herr Prof. Dr. Jens Wulfsberg.

3.1.3 Individualisierte Offenlegung der Sitzungsteilnahme

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Aufsichtsrat Sitzungsanwesenheit Anwesenheit
in %
Albrecht Hornbach, Vorsitzender 4/4 100,00
Dr. Wolfgang Rupf, stellv. Vorsitzender 4/4 100,00
Kay Strelow, stellv. Vorsitzender 4/4 100,00
Dr. John Feldmann 4/4 100,00
Erich Harsch 4/4 100,00
Martin Hornbach 4/4 100,00
Michael Reiland 4/4 100,00
Joerg Walter Sost 4/4 100,00
Mohamed Elaouch 4/4 100,00
Martin Fischer 2/4 50,00
Christian Garrecht 4/4 100,00
Kerstin Holfert 4/4 100,00
Georg Hornbach 4/4 100,00
Monika Di Silvestre 3/4 75,00
Brigitte Mauer 4/4 100,00
Prof. Dr. Jens Wulfsberg 4/4 100,00
Gesamt 95,31
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Finanz- und Prüfungsausschuss Sitzungsanwesenheit Anwesenheit
in %
Dr. Wolfgang Rupf, Vorsitzender 5/5 100,00
Dr. John Feldmann 4/5 80,00
Erich Harsch 5/5 100,00
Albrecht Hornbach 5/5 100,00
Martin Hornbach 5/5 100,00
Michael Reiland 5/5 100,00
Joerg Walter Sost 5/5 100,00
Kay Strelow 5/5 100,00
Gesamt 97,5
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Nominierungsausschuss Sitzungsanwesenheit Anwesenheit
in %
Albrecht Hornbach, Vorsitzender 1/1 100,00
Dr. John Feldmann 1/1 100,00
Martin Hornbach 1/1 100,00
Dr. Wolfgang Rupf 1/1 100,00
Gesamt 100,00

3.2 Vorstand

Der Vorstand der HORNBACH Baumarkt AG hat einen Vorsitzenden sowie einen Stellvertreter und bestand zum Ende des Geschäftsjahres 2017/18 aus sieben Mitgliedern. Der Vorstand hat sich eine Geschäftsordnung gegeben. Er führt die Geschäfte der Gesellschaft in gemeinschaftlicher Verantwortung aller seiner Mitglieder. Die Einhaltung von Recht, Gesetz und unternehmensinternen Richtlinien bildet dabei eine wesentliche Leitungsaufgabe. Der Vorstand tritt gewöhnlich einmal pro Woche oder bei Bedarf ad hoc zusammen.

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Unternehmensstrategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Finanz- und Ertragslage sowie der Risikolage und des Risikomanagements. Er legt dem Aufsichtsrat außerdem die Investitions-, Finanz- und Ertragsplanung für den Konzern für das kommende Geschäftsjahr sowie die Mittelfristplanung (fünf Jahre) vor. Über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind, unterrichtet der Vorsitzende des Vorstands den Aufsichtsratsvorsitzenden unverzüglich. Geschäfte und Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, werden dem Aufsichtsrat rechtzeitig vorgelegt. Die Vorstandsmitglieder sind verpflichtet, Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen zu legen und die anderen Vorstandsmitglieder hierüber zu informieren. Nebentätigkeiten, insbesondere Aufsichtsratsmandate außerhalb des Konzerns, dürfen Vorstandsmitglieder nur mit Zustimmung des Vorsitzenden des Aufsichtsrats übernehmen. Die Lebensläufe der Vorstandsmitglieder sind auf unserer Webseite veröffentlicht.

Ziele für die Zusammensetzung des Vorstands, Diversitätskonzept sowie Art, Weise und Stand der Umsetzung

Der Aufsichtsrat hat am 19. Dezember 2017 die Ziele für die Zusammensetzung des Vorstands und ein Diversitätskonzept für den Vorstand beschlossen. Danach hat die Zusammensetzung des Vorstands den Herausforderungen der konkreten Situation des Unternehmens und einer langfristigen Nachfolgeplanung Rechnung zu tragen. Kriterien sind insbesondere neben der allgemeinen fachlichen Qualifikation von Kandidaten deren Führungsqualitäten und bisherige Leistungen. Es ist auf Vielfalt (Diversity) zu achten, insbesondere hinsichtlich Bildungs- und Berufshintergrund, Geschlecht und Alter:

Die Mitglieder des Vorstands sollen in ihrer Gesamtheit über langjährige Erfahrung auf den Gebieten Operating Märkte, Finanzen, Einkauf, Personalführung, Logistik, Marketing und Technologie verfügen und Erfahrungen aus unterschiedlichen Berufen mitbringen.

Der Aufsichtsrat hat eine Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand festgelegt, die eingehalten werden soll.

Die Regelaltersgrenze für die Mitglieder des Vorstands beträgt 65 Jahre.

Das Diversitätskonzept zielt darauf ab, einerseits erfahrene Vorstandsmitglieder zu halten, andererseits Platz für Jüngere zu schaffen und durch die im Konzept angelegte Vielfalt in der Zusammensetzung sicherzustellen, dass durch die damit verbundenen unterschiedlichen Blickwinkel und Sichtweisen das Unternehmen bestmöglich geführt wird.

Bei seiner Entscheidung über die Bestellung von Vorstandsmitgliedern soll und wird der Aufsichtsrat diese Ziele berücksichtigen und das Diversitätskonzept umsetzen.

Nach unserer Überzeugung sind vorstehend aufgeführte Zielsetzungen im Berichtsjahr vollumfänglich erfüllt und ist das Diversitätskonzept umgesetzt.

Insgesamt verfügt der Vorstand, dem eine Frau angehört, über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung seiner Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen. Kein Vorstandsmitglied überschreitet die angestrebte Regelaltersgrenze.

3.3 Frauenanteil in hohen Führungspositionen

Das "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" verpflichtet die HORNBACH Baumarkt AG dazu, Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand sowie in den nächsten beiden Führungsebenen zu bestimmen. Im Sommer 2015 wurden erstmals Zielgrößen formuliert, die bis zum 30. Juni 2017 erfüllt werden sollten. Zwischenzeitlich wurden die Zielvorgaben überprüft und bis zum 28. Februar 2022 fortgeschrieben. Bezüglich des Frauenanteils im Aufsichtsrat der HORNBACH Baumarkt AG kommen, da die HORNBACH Baumarkt AG voll mitbestimmt und börsennotiert ist, die gesetzlichen Vorgaben der fixen Mindestquote von 30 % zur Anwendung. Im Einzelnen:

3.3.1 Frauen im Vorstand und im Aufsichtsrat

In seiner Sitzung am 23. Mai 2017 hat der Aufsichtsrat der Gesellschaft durch Beschluss gemäß § 111 Abs. 5 AktG die am 8. Juli 2015 festgesetzte, zum 30. Juni 2017 zu erreichende und tatsächlich erreichte Zielgröße des Frauenanteils im Vorstand von mindestens 1/7 zum 28. Februar 2022 statuswahrend mit mindestens 1/7 bestätigt.

Dem Aufsichtsrat gehören derzeit (Stand: Mai 2018) drei weibliche Mitglieder an, womit das Mindestanteils-gebot gemäß § 96 Abs. 2 Aktiengesetz aktuell in Ermangelung hinreichender Neubesetzungsanlässe noch nicht erfüllt ist, jedoch bei den nächsten Aufsichtsratswahlen im Juli 2018 unter Berücksichtigung der dafür getroffenen Entscheidung zur Getrennterfüllung erreicht werden soll.

3.3.2 Frauen in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands

Im Mai 2017 hat der Vorstand der HORNBACH Baumarkt AG durch Beschluss gemäß § 76 Abs. 4 AktG die Zielgrößen des Frauenanteils in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands zum 28. Februar 2022 statuswahrend mit mindestens 9 % in der ersten Führungsebene sowie mindestens 13 % in der zweiten Führungsebene festgelegt. Die am 31. August 2015 festgelegte Zielgröße des Frauenanteils für die erste Führungsebene von 6 % wurde zum 30. Juni 2017 erreicht. Die festgelegte Zielgröße für die zweite Führungsebene von 14 % zum 30. Juni 2017 wurde verfehlt. Dies war jedoch ausschließlich darauf zurückzuführen, dass der auch für die Bestimmung des Frauenanteils herangezogene Ordnungsrahmen mit Wirkung ab dem 1. März 2016 geändert worden ist. Das bis dahin gültige Funktionsstufenmodell wurde aufgehoben. Für die Führungskräfte erfolgt nunmehr eine Differenzierung nach dem Managementlevel.

3.4 Die Hauptversammlung

Die Aktionäre der HORNBACH Baumarkt AG nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Jede Stammaktie der HORNBACH Baumarkt AG gewährt eine Stimme. Die Hauptversammlung entscheidet insbesondere über die Gewinnverwendung, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat und wählt die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat sowie den Abschlussprüfer. Die Aktionäre werden regelmäßig mit einem Finanzkalender, der im Geschäftsbericht, in den Quartalsfinanzberichten sowie auf der Homepage der Gesellschaft veröffentlicht wird, über wesentliche Termine unterrichtet. Den Vorsitz der Hauptversammlung führt grundsätzlich der Vorsitzende des Aufsichtsrats. Die HORNBACH Baumarkt AG bietet den Aktionären den Service eines weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreters.

4. Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Die Rechnungslegung des HORNBACH Baumarkt Konzerns erfolgt nach den Internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind. Der Einzelabschluss der HORNBACH Baumarkt AG wird nach dem Deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) aufgestellt. Die Wahl des Abschlussprüfers erfolgt gemäß den gesetzlichen Bestimmungen durch die Hauptversammlung. Der Finanz- und Prüfungsausschuss bereitet den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers vor. Der Abschlussprüfer ist unabhängig. Er übernimmt neben der Prüfung des Konzern- und Einzelabschlusses auch die prüferische Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts des Konzerns. Die HORNBACH Baumarkt AG verfügt über ein Risikomanagementsystem, das kontinuierlich weiterentwickelt und an die sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst wird. Die Einrichtung des Risikofrüherkennungssystems wird von den Abschlussprüfern geprüft.

5. Transparenz

Die Aktionäre, sämtliche Teilnehmer am Kapitalmarkt, Finanzanalysten, Investoren, Aktionärsvereinigungen und Medien werden regelmäßig und aktuell über die Lage, die Ergebnisse sowie über wesentliche geschäftliche Veränderungen des Unternehmens informiert. Die Berichterstattung des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns erfolgt durch

Quartalsfinanzberichte,

Halbjahresfinanzbericht,

Geschäftsbericht,

Bilanzpressekonferenz,

Telefonkonferenzen mit internationalen Finanzanalysten und Investoren

sowie Veranstaltungen mit Finanzanalysten und Investoren im In- und Ausland.

Die entsprechenden Dokumente sowie die Termine der regelmäßigen Finanzberichterstattung sind auf unserer Webseite veröffentlicht. Neben dieser regelmäßigen Berichterstattung werden nicht öffentlich bekannte Informationen, die bei der HORNBACH Baumarkt AG eingetreten sind und die geeignet sind, den Börsenkurs der HORNBACH Baumarkt-Aktie erheblich zu beeinflussen, im Rahmen der Ad-hoc-Publizität gemäß Artikel 17 der Marktmissbrauchsverordnung (MAR) als Insiderinformation veröffentlicht. Alle Personen, die für das Unternehmen tätig sind und bestimmungsgemäß Zugang zu Insiderinformationen haben, werden über die sich aus dem Insiderrecht ergebenden Pflichten informiert.

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der HORNBACH Baumarkt AG sowie die mit diesen in enger Beziehung stehenden Personen haben Transaktionen mit Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten nach Maßgabe von Artikel 19 der Marktmissbrauchsverordnung (MMVO/MAR) mitzuteilen. Im Berichtsjahr wurden der Gesellschaft keine Transaktionen von Führungspersonen bzw. von Personen, die in enger Beziehung zu den Führungspersonen stehen, gemeldet.

6. Relevante Unternehmensführungspraktiken

Wir orientieren unser unternehmerisches Handeln an den Rechtsordnungen der verschiedenen Länder, aus denen sich für den Konzern der HORNBACH Baumarkt AG und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im In- und Ausland vielfältige Pflichten ergeben. Über die verantwortungsvolle Unternehmensführung in Übereinstimmung mit den Gesetzen, Verordnungen und sonstigen Richtlinien hinaus haben wir konzerninterne Regelungen aufgestellt, die das Wertesystem und die Führungsprinzipien innerhalb des Konzerns widerspiegeln. Die nachfolgend genannten Informationen haben wir auf unserer Webseite veröffentlicht.

6.1 Unser Wertesystem: das HORNBACH-Fundament

HORNBACH ist ein zukunftsorientiertes familiengeführtes Unternehmen und wird geprägt durch ein klares und eindeutiges Wertesystem. Die Eckpfeiler sind Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit, Verlässlichkeit, Klarheit und Vertrauen in die Menschen. Aus diesem über Jahrzehnte gelebten Wertesystem wurde im Jahr 2004 das sogenannte HORNBACH-Fundament abgeleitet. Dieses Leitbild ist die Richtschnur für die Konzernstrategie, für unser tägliches Handeln und unsere unternehmerische Verantwortung. Fest verankert sind darin die Grundwerte für den Umgang mit unseren Kunden, aber auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter untereinander. Darüber hinaus verdeutlicht das Fundament Aktionären, Kunden, der Öffentlichkeit und den Beschäftigten, was die Basis unseres unternehmerischen Erfolges ist.

6.2 Compliance

Im Wettbewerb sind nur solche Unternehmen dauerhaft erfolgreich, die ihre Kunden durch Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit, Verlässlichkeit und Fairness nachhaltig überzeugen. Nach unserem Verständnis ist dafür die Einhaltung der gesetzlichen Regeln sowie der unternehmensinternen Richtlinien und ethischen Grundsätze (Compliance) unverzichtbar. Die HORNBACH-Unternehmenskultur ist auf diese Prinzipien ausgerichtet.

Bei HORNBACH besteht ein werteorientiertes Compliance-System. Dabei wird vorrangig das Ziel verfolgt, Compliance-Verstöße möglichst im Ansatz zu vermeiden. Das "HORNBACH-Fundament" ist die Grundlage des HORNBACH-Wertesystems. Die im "HORNBACH-Fundament" genannten Leitsätze werden durch die "HORNBACH-Werte" konkretisiert. Dort sind, bezogen auf die Anspruchsgruppen "Staat und Gesellschaft", "Führungskräfte und Mitarbeiter", "Kunden, Lieferanten und Wettbewerber" sowie "Eigen- und Fremdkapitalgeber", Verhaltensmaßstäbe für Führungskräfte und Mitarbeiter niedergeschrieben. Diese betreffen unter anderem das Wahrnehmen der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung, das wertschätzende Miteinander, das Beachten eines fairen Wettbewerbs, das integre Verhalten sowie die Finanzberichterstattung. Die "HORNBACH-Werte" sind in alle konzernweit relevanten Sprachen übersetzt und sämtlichen Mitarbeitern zur Verfügung gestellt worden.

In den Verhaltensgrundsätzen "Annehmen und Gewähren von Zuwendungen" sind Leitsätze formuliert, in denen deutlich gemacht wird, was HORNBACH von den Führungskräften und Mitarbeitern in diesem Zusammenhang erwartet. Die Verhaltensgrundsätze wurden top-down kommuniziert und in Form eines Flyers in der jeweiligen Landessprache an die Mitarbeiter verteilt.

Unsere Mitarbeiter werden beim Eintritt ins Unternehmen mit Hilfe der HORNBACH-Werte und der Verhaltensgrundsätze über Compliance-Themen informiert.

Compliance liegt in der Gesamtverantwortung des Vorstands. Eine wesentliche Komponente des Compliance-Systems bei HORNBACH ist das Compliance-Komitee, das als oberstes Beratungsgremium der Compliance-Organisation fungiert. Für die Koordinierung der konzernweiten Compliance-Aktivitäten ist der Chief Compliance Officer verantwortlich. Dieser berichtet an den Vorstand und ist verantwortlich für die fortlaufende Optimierung der Compliance-Organisation und -Strukturen im Konzern. Der Chief Compliance Officer wird dabei von dezentral, in allen HORNBACH-Regionen und Fachbereichen tätigen Compliance-Beauftragten unterstützt. Das Compliance-System von HORNBACH wird regelmäßig überprüft und weiterentwickelt.

Die Compliance-Aktivitäten sind insbesondere auf die Risiken "Unlauteres Verhalten/Korruption" oder "Kartellrechtsverstöße" ausgerichtet. Die Entwicklung dieser Risiken sowie das eventuelle Auftreten neuer Risiken wird in einem halbjährlichen Turnus bei den Compliance-Beauftragten abgefragt. Zur Reduzierung der Risiken sind entsprechende Maßnahmen festgelegt

Das Compliance-System wird seit Mitte 2017 durch ein internetbasiertes Hinweisgebersystem ergänzt. Es bietet Mitarbeitern, Dienstleistern und Lieferanten in allen Ländern, in denen HORNBACH vertreten ist, die Möglichkeit, in einen Dialog mit dem Chief Compliance Officer zu treten. So können Meldungen zu möglichen Compliance-Verstößen, auf Wunsch auch anonym, abgegeben werden.

Meldungen aus dem Hinweisgebersystem werden durch den Chief Compliance Officer laufend ausgewertet. Besteht der begründete Verdacht eines Compliance-Verstoßes, ermittelt die Konzernrevision den Sachverhalt. Liegt tatsächlich ein Compliance-Verstoß vor, werden arbeits-, straf- und zivilrechtliche Maßnahmen ergriffen.

Im Berichtsjahr gab es in der HORNBACH-Gruppe eine niedrige einstellige Anzahl bestätigter Compliance-Verstöße.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht stellt die Grundzüge und die Struktur der Vergütungen des Vorstands und des Aufsichtsrats dar. Er ist Bestandteil des Konzernlageberichts und richtet sich mit Ausnahme der individualisierten Offenlegung der Vergütung nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.

1. Vergütung des Vorstands

1.1 Vergütungssystem der HORNBACH Baumarkt AG

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands wird gemäß den aktienrechtlichen Anforderungen und gemäß den Anforderungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) unter Beachtung der marktüblichen Vergütung festgelegt. Die Gesamtvergütung für Mitglieder des Vorstands ergibt sich aus den Vergütungsbestandteilen jährliches Festgehalt und jährliche variable Vergütung zuzüglich markt- und konzernüblicher Nebenleistungen. Die Gesamtvergütung wird vom Aufsichtsrat regelmäßig auf ihre Angemessenheit hin überprüft.

Jährliches Festgehalt:

Die Mitglieder des Vorstands erhalten ein jeweils einzelvertraglich festgelegtes jährliches Festgehalt in zwölf gleichen Teilbeträgen jeweils am Ende eines Kalendermonats ausgezahlt. Die Festgehälter sind abgestuft für den Vorsitzenden, den stellvertretenden Vorsitzenden und die ordentlichen Vorstandsmitglieder unterschiedlich festgelegt.

Variable Vergütung:

Die Mitglieder des Vorstands erhalten über das jährliche Festgehalt hinaus eine an der nachhaltigen Unternehmensentwicklung orientierte jährliche variable Vergütung. Diese ist sowohl an Unternehmenszielen als auch an individuellen Zielen der Mitglieder des Vorstands orientiert. Als wesentlicher Erfolgsparameter für die Festlegung der variablen Vergütung dient der durchschnittliche Konzernjahresüberschuss (IFRS) der HORNBACH Baumarkt AG. Der Berechnung der variablen Vergütung liegt dabei der dreijährige Durchschnitt der Konzernjahresüberschüsse (IFRS) der HORNBACH Baumarkt AG zu Grunde.

Die individuelle Höhe der variablen Vergütung ist jeweils abgestuft für den Vorsitzenden, den stellvertretenden Vorsitzenden und jedes ordentliche Vorstandsmitglied unterschiedlich festgelegt. Sie liegt für kein einzelnes Vorstandsmitglied höher als 1 % vom dreijährigen Durchschnitt der Konzernjahresüberschüsse (IFRS) der HORNBACH Baumarkt AG. Die aus dem durchschnittlichen Konzernjahresüberschuss (IFRS) errechnete variable Vergütung wird in Höhe von bis zu 25 % nach der Erreichung der für das jeweilige Geschäftsjahr individuell für jedes Vorstandsmitglied vereinbarten Ziele in mehreren Stufen ermittelt und festgelegt. Dem liegen im Vorhinein vereinbarte individuelle Ziele für jedes einzelne Vorstandsmitglied zu Grunde. Zur Festlegung dieser Ziele treffen der Aufsichtsrat der HORNBACH Baumarkt AG und das jeweilige Vorstandsmitglied jeweils vor Beginn eines Geschäftsjahres eine Zielvereinbarung, in der die individuellen Ziele, deren prozentuale Gewichtung und der jeweilige Grad der Zielerreichung durch das Aufsichtsratsplenum festgelegt werden. Nach Abschluss des Geschäftsjahres stellt das Aufsichtsratsplenum den Grad der Zielerreichung der individuellen Ziele des jeweiligen Vorstandsmitglieds fest.

Die Festlegung des weiteren 75 %-Anteils der variablen Vergütung erfolgt ausschließlich am durchschnittlichen Konzernjahresüberschuss (IFRS) der HORNBACH Baumarkt AG der letzten drei Jahre. Für alle Mitglieder des Vorstands ist die variable Vergütung begrenzt auf maximal 150 % des jeweiligen Festgehalts des einzelnen Vorstandsmitglieds. Eine darüber hinaus gehende variable Vergütung wird nicht gewährt.

1.2 Verhältnis der Vergütungsbestandteile untereinander:

Das Verhältnis zwischen dem Festgehalt und den variablen Vergütungsbestandteilen ist nicht fest vorgegeben. Insbesondere besteht - mit Ausnahme der höhenmäßigen Begrenzung auf maximal 150 % des Festgehalts - keine betragsmäßige Verknüpfung zwischen dem jährlichen Festgehalt und der jährlichen variablen Vergütung.

Im Rahmen der jährlichen variablen Vergütung ist sichergestellt, dass der überwiegende Teil der variablen Vergütung (75 %) langfristig orientiert ist und somit der vom Gesetzgeber geforderten überwiegenden Mehrjährigkeit entspricht. Im Einzelfall kann das Vergütungssystem vom Aufsichtsratsplenum unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben angepasst werden, sofern dies unter Berücksichtigung der Aufgaben und der Leistungen des Vorstandsmitglieds für erforderlich erachtet wird.

1.3 Altersversorgung und Ruhegehaltszusage

Die Mitglieder des Vorstands der HORNBACH Baumarkt AG erhalten einzelvertragliche Ruhegehaltszusagen. Diese bestehen aus einer beitragsorientierten Altersversorgung in Höhe von 25 % des Festgehalts, auszahlbar zu jeweils 50 % zum 31. August bzw. 28/29. Februar des Jahres. Folgende wesentliche Einzelheiten liegen der beitragsorientierten Altersversorgung zugrunde:

Unmittelbare, beitragsorientierte Kapitalzusage im Durchführungsweg Direktzusage,

Aufbau eines Deckungskapitals und bilanzielle Saldierung mit den Pensionsrückstellungen,

Altersleistung nach Ausscheiden ab Alter 65 oder gegebenenfalls früher, jedoch mindestens ab Alter 60 nach Beschluss des Aufsichtsrats als Einmalzahlung, in mehreren Jahresraten oder als Rente, bei Tod oder Invalidität Einmalzahlung in Höhe des gebildeten Versorgungskapitals,

Garantieverzinsung des Versorgungskapitals in Höhe von 2 % p. a. zuzüglich einer Überschussrendite aus der Kapitalzusage,

Unverfallbarkeit der Ansprüche für alle heutigen Vorstandsmitglieder,

Insolvenzsicherung über den Pensions-Sicherungs-Verein, Köln, mit zusätzlicher Absicherung über die Bildung eines Treuhandvermögens aus den Versorgungsbeiträgen,

Jährliche Anpassung von 1 % der laufenden Renten,

Freiwillige Beiträge des Vorstandsmitglieds aus zukünftig fälligen fixen und variablen Vergütungsbestandteilen in beliebiger Höhe bis maximal einer gesamten Jahresvergütung.

1.4 Regelungen bei vorzeitigem Ausscheiden aus dem Unternehmen (Abfindungsregelungen)

In den Anstellungsverträgen der Vorstandsmitglieder werden bei Neuverträgen bzw. Vertragsverlängerungen ab Januar 2018 Abfindungsbegrenzungen für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit vorgesehen. Der Empfehlung des Corporate Governance Kodex in Ziffer 4.2.3 Absatz 4 wird damit künftig entsprochen.

1.5 Weitere Leistungen

Die Mitglieder des Vorstands der HORNBACH Baumarkt AG erhalten insbesondere die folgenden weiteren Leistungen in markt- und konzernüblicher Art und Weise, die zum Teil als geldwerte Vorteile angesehen und entsprechend versteuert werden:

Erstattung von Reisekosten und sonstigen im Interesse der HORNBACH Baumarkt AG getätigten Aufwendungen nach Aufwand,

Zuschüsse zur privaten Krankenversicherung, zur freiwilligen Rentenversicherung bzw. alternativ zu Beiträgen für eine private Lebensversicherung,

Unfallversicherung für den Todes- und Invaliditätsfall,

befristete Fortzahlung der Bezüge im Krankheits- sowie Todesfall,

Anspruch auf Stellung eines Dienstwagens zur dienstlichen und privaten Nutzung bzw. auf eine Ausgleichszahlung nach Maßgabe der durchschnittlichen monatlichen Kosten einer Dienstwagenstellung.

1.6 Vorstandsbezüge für das Geschäftsjahr 2017/18

Die Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2017/18 betragen 5.535 T€. Dabei entfallen 2.828 T€ auf die feste Vergütung und 2.707 T€ auf erfolgsbezogene Komponenten. Für aktive Mitglieder des Vorstands sind im Geschäftsjahr 2017/18 Leistungen nach Beendigung des Dienstverhältnisses (Dotierung Pensionsrückstellung) in Höhe von 663 T€ angefallen. Die Pensionsrückstellungen der ehemaligen Vorstandsmitglieder belaufen sich auf insgesamt 1.246 T€. Sämtlichen Pensionsrückstellungen stehen Wertguthaben gegenüber.

Mit Blick auf die Größe und Marktstellung des Unternehmens sind die Gesamtbezüge des Vorstands unseres Erachtens insgesamt angemessen. In der Hauptversammlung 2016 stimmten die Aktionäre mit Dreiviertelmehrheit dafür, bis einschließlich Geschäftsjahr 2020/2021 auf eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsbezüge zu verzichten (Opting-out-Klausel).

2. Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 15 der Satzung der HORNBACH Baumarkt AG geregelt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen eine feste Vergütung von 20.000 €, die am Tag nach der Hauptversammlung, die den Jahresabschluss für das betreffende Geschäftsjahr entgegennimmt, nachträglich zahlbar ist. Der Vorsitzende erhält das Zweieinhalbfache, sein Stellvertreter das Doppelte der festen Vergütung.

Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss des Aufsichtsrats angehören, erhalten zusätzlich eine feste Ausschussvergütung, die für den Finanz- und Prüfungsausschuss 9.000 €, für den Personalausschuss 6.000 € und für den Vermittlungsausschuss, sofern dieser getagt hat, 4.000 € beträgt, die zusammen mit der festen Vergütung nachträglich zahlbar ist. Aufsichtsratsmitglieder, die in einem Ausschuss des Aufsichtsrats den Vorsitz innehaben, erhalten das Zweieinhalbfache der jeweiligen Ausschussvergütung.

Die Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2017/18 beläuft sich auf insgesamt 515 T€. Dabei entfallen 390 T€ auf die Grundvergütung und 125 T€ auf die Ausschusstätigkeit. Die Vergütungen für weitere Aufsichtsratmandate in der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA bzw. in der HORNBACH Management AG belaufen sich für das Geschäftsjahr 2017/18 auf insgesamt 362 T€ (Grundvergütungen 245 T€, Ausschussvergütungen 117 T€).

Die HORNBACH Baumarkt-Aktie

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Kennzahlen der HORNBACH Baumarkt-Aktie 2017/18 2016/17 2015/16 2014/15 2013/14
Jahresschlusskurs1) 30,50 29,72 25,77 32,60 30,50
Höchstkurs1) 33,32 31,50 38,60 34,98 31,10
Tiefstkurs1) 28,90 23,69 24,51 26,56 24,00
Ausgegebene Aktien Stück 31.807.000 31.807.000 31.807.000 31.807.000 31.807.000
Marktkapitalisierung T€ 970.114 945.304 819.666 1.036.908 970.114
Ergebnis je Aktie 1,84 1,66 2,28 2,19 1,77
Kurs-Gewinn-Verhältnis2) 16,6 13,0 11,3 14,9 17,2
Buchwert je Aktie 32,97 30,59 30,59 29,02 27,10
Kurs-Buchwert-Verhältnis3) 0,9 1,0 0,8 1,1 1,1
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit je Aktie 4,22 3,62 3,35 3,38 4,54
Kurs-Cashflow-Verhältnis4) 7,2 8,2 7,7 9,7 6,7
Dividende je Aktie5) 0,68 0,68 0,68 0,60 0,60
Ausschüttungssumme5) T€ 21.629 21.629 21.629 19.084 19.084
Ausschüttungsquote5)6) % 37,0 41,0 29,8 27,4 33,9
Dividendenrendite7) % 2,2 2,3 2,6 1,8 2,0
Performance mit Dividende % 4,8 18,6 -19,5 8,9 19,7
Performance ohne Dividende % 2,6 15,3 -21,0 6,9 17,3
Durchschnittliches Handelsvolumen pro Tag1) Stück 5.399 8.201 10.246 10.476 2.968

1) im Xetra-Handel
2) Jahresschlusskurs ÷ Ergebnis je Aktie
3) Jahresschlusskurs ÷ Buchwert je Aktie
4) Jahresschlusskurs ÷ Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit je Aktie
5) 2017/18: Vorschlag an die Hauptversammlung 2018
6) Dividende je Aktie ÷ Ergebnis je Aktie
7) Dividende je Aktie ÷ Jahresschlusskurs

Das Börsenjahr 2017/18

Katerstimmung nach Rekordhoch

Das Kalenderjahr 2017 verlief für Aktieninvestoren erfreulicher als erwartet. Getrieben von einem weiterhin günstigen Zinsumfeld, einem robusten weltweiten Wirtschaftswachstum und steigenden Unternehmensgewinnen konnten alle großen Aktienindizes deutlich zulegen. Die Volatilitäten sanken auf historische Tiefstände, trotz ausgeprägter politischer Risiken durch Wahlen in Europa, die Brexit-Verhandlungen sowie der Unsicherheit über den künftigen politischen Kurs der USA. Der deutsche Leitindex DAX markierte im November einen Rekordstand von über 13.500 Punkten, musste jedoch zum Jahresende wieder leichte Verluste hinnehmen. Das Jahr 2018 begann zunächst vielversprechend mit einem starken Aufwärtstrend an den globalen Aktienmärkten und neuen Rekordständen im Januar. Im Februar folgte ein deutlicher Kursrutsch. Der DAX stürzte von 13.560 Punkten auf 12.107 Punkte um rund 11 % ab und schloss Ende Februar mit 12.436 Punkten.

Kursentwicklung der HORNBACH Baumarkt-Aktie

Die HORNBACH Baumarkt-Aktie verzeichnete Im Verlauf des Geschäftsjahres 2017/18 (1. März 2017 bis 28. Februar 2018) ein Kursplus von 2,6 %. Unter Berücksichtigung der Auszahlung und Reinvestition der Dividende ergab sich ein Zuwachs von 4,8 %. Damit blieb die Aktie hinter den Vergleichsindizes DAX (+5,1 %), SDAX (+21,0 %) und dem DAXSector All Retail Performance Index (+14,5 %) zurück.

Kurschart 1. März 2017 bis 28. Februar 2018

Index(100= Schlusskurs 28.Februar 2017)

Zu Beginn des Geschäftsjahres entwickelte sich die Aktie der HORNBACH Baumarkt AG zunächst schwächer als der der deutsche Aktienmarkt und markierte am 13. April einen Jahrestiefstkurs von 28,90 €. In den Sommermonaten konnte die Aktie aufholen und erreichte am 1. September ihren Jahreshöchststand bei 33,32 €. Nach einer leichten Abwärtsbewegung in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres, die zum Teil auch dem schwierigen Marktumfeld geschuldet war, schloss die Aktie zum Stichtag am 28. Februar 2018 bei 30,50 € im Xetra-Handel (Vj. 29,72 €). Die Marktkapitalisierung betrug damit zum Geschäftsjahresende 970 Mio. € (Vj. 945 Mio. €'.

Interesse von Value-Investoren

Von den rund 31,8 Millionen ausgegebenen Stammaktien werden nach wie vor 76,4 % von der Muttergesellschaft HORNBACH Holding AG & Co. KGaA gehalten. Der Streubesitz gemäß der Definition der Deutschen Börse lag zum Geschäftsjahresende bei 23,6 %. Diese Anteile sind insbesondere in der Hand internationaler, institutioneller Investoren. Vor allem langfristig orientierte Value-Investoren haben Interesse an der HORNBACH-Aktie, weil sie in dem Geschäftsmodell weiteres nachhaltiges Wachstumspotenzial sehen.

Aktienrückkauf für Belegschaftsaktienprogramm

Die jährliche Ausgabe von Belegschaftsaktien hat bei HORNBACH Tradition: Seit dem Geschäftsjahr des Börsenganges 1993/94 wird bezugsberechtigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angeboten, durch den Erwerb von kaufpreisbegünstigten HORNBACH Baumarkt-Aktien an der nachhaltigen Geschäftsentwicklung und dem langfristigen Erfolg teilzuhaben. Am letztjährigen Belegschaftsaktienprogramm haben sich insgesamt 2.459 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der HORNBACH-Gruppe beteiligt. Insgesamt wurden 46.960 Aktien übertragen.

Analysteneinstufungen

Die HORNBACH Baumarkt-Aktie wird zum Bilanzstichtag 28. Februar 2018 von vier (Vj. fünf) Finanzanalysten in Form von Research-Berichten und Studien regelmäßig kommentiert. Zum Stichtag empfahlen zwei Analysten zum Kauf, und zwei Analysten zum Halten. Das durchschnittliche Kursziel lag bei 35,50 €, das im Vergleich zum Schlusskurs unseres Geschäftsjahres 2017/18 ein Aufwärtspotenzial von 16 % impliziert. Die aktuelle Aufstellung der Bank- und Research-Häuser, die regelmäßig über HORNBACH berichten, sowie die jeweiligen Empfehlungen der Aktie sind auf der Website der HORNBACH-Gruppe einsehbar.

Dividendenpolitik

HORNBACH verfolgt eine auf Kontinuität ausgerichtete Dividendenpolitik, deren Ziel es ist, einen fairen Ausgleich zwischen den Aktionärsinteressen einerseits und der Wachstumsfinanzierung des Unternehmens andererseits zu schaffen. Vorstand und Aufsichtsrat der HORNBACH Baumarkt AG schlagen der Hauptversammlung am 5. Juli 2018 eine Dividende auf Vorjahresniveau von 0,68 € je gewinnberechtigter Stückaktie vor. Die Ausschüttungssumme von 21.629 T€ entspricht einer Ausschüttungsquote von 37,0 % (Vj. 41,0 %) des Ergebnisses je Aktie.

Finanzkommunikation

Im Rahmen unserer Investor-Relations-Arbeit haben wir im zurückliegenden Geschäftsjahr Aktionäre, Analysten, die Finanzmedien und die Öffentlichkeit zeitnah über die Geschäftsentwicklung des HORNBACH Baumarkt Konzerns informiert. Alle Quartalsmitteilungen, Geschäftsberichte, Pressemitteilungen und weitere Finanzinformationen haben wir auf der Webseite der HORNBACH-Gruppe veröffentlicht. In der Hauptversammlung, der Bilanzpressekonferenz, in Analystenkonferenzen sowie in Investorengesprächen führen wir den Dialog mit dem Kapitalmarkt. Ferner wird auch der persönliche Kontakt zu den Anlegern und Medien genutzt, um die Ziele und Strategie unseres Unternehmens zu erläutern.

Stammdaten der HORNBACH Baumarkt-Aktie

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Aktienart Inhaber-Stückstammaktien
Börsenplätze Frankfurt, Xetra
Marktsegment Prime Standard
Wertpapierkennnummer 608440
ISIN DE0006084403
Börsenkürzel HBM
Bloomberg HBM GY
Reuters (Xetra) HBMG.DE
Geschäftsjahr 1. März bis 28. (29.) Februar
Erstemission 15.11.1993
Anzahl der Aktien 31.807.000
Grundkapital 95.421.000 €

FINANZTERMINKALENDER 2018

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24. Mai 2018 Bilanzpressekonferenz 2017/18 Veröffentlichung Geschäftsbericht DVFA-Analystenkonferenz
22. Juni 2018 Mitteilung 1. Quartal 2018/19 zum 31. Mai 2018
5. Juli 2018 Hauptversammlung Festhalle Landau, Landau/Pfalz
27. September 2018 Halbjahresfinanzbericht 2018/19 zum 31. August 2018
20. Dezember 2018 Mitteilung 3. Quartal 2018/19 zum 30. November 2018

Investor Relations

Axel Müller

Telefon (+49) 0 63 48 / 60 - 24 44

Telefax (+49) 0 63 48 / 60 - 42 99

invest@hornbach.com

Internet: www.hornbach-holding.de

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

Grundlagen des Konzerns

1. Der Konzern im Überblick

Der HORNBACH Baumarkt AG Konzern (im Folgenden "HORNBACH") ist eines der führenden Do-it-yourself (DIY) Einzelhandelsunternehmen in Europa.

Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2018 betreibt der Konzern 156 großflächige Bau- und Gartenmärkte mit einem einheitlichen Marktauftritt in neun Ländern. 98 Standorte befinden sich in Deutschland. 58 weitere Standorte liegen im übrigen Europa und verteilen sich auf die Länder Österreich (14), Niederlande (13), Luxemburg (1), Tschechien (10), Schweiz (6), Schweden (5), Slowakei (3) und Rumänien (6). Bei einer Gesamtverkaufsfläche von mehr als 1,8 Mio. qm beträgt die Durchschnittsgröße eines HORNBACH Bau- und Gartenmarktes rund 11.700 qm. HORNBACH verbindet sein stationäres Einzelhandelsgeschäft in allen Ländern seines Verbreitungsgebiets mit seinen Onlineshops (E-Commerce) zum DIY-Mehrkanalhandel, den wir auch als Interconnected Retail bezeichnen.

Im Geschäftsjahr 2017/18 (1. März 2017 bis 28. Februar 2018) erzielte der HORNBACH Baumarkt AG Konzern einen Nettoumsatz von rund 3,9 Mrd. €. Damit ist HORNBACH der drittgrößte Handelskonzern der deutschen DIY-Branche und europaweit die Nummer fünf. Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2018 beschäftigt der HORNBACH Baumarkt AG Konzern europaweit 18.721 (Vj. 18.002) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (einschließlich passiver Beschäftigungsverhältnisse), davon 8.201 (Vj. 7.693) außerhalb Deutschlands.

Die Grafik auf Seite 35 zeigt die aktuelle Konzernstruktur und gibt einen Überblick über die wichtigsten Beteiligungen der HORNBACH Baumarkt AG. Die vollständigen Details zum Konsolidierungskreis und den konsolidierten Beteiligungen werden im Konzernanhang dargestellt.

Die HORNBACH Baumarkt AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft. Von den rund 31,8 Mio. Stammaktien der Gesellschaft (ISIN DE0006084403, Prime Standard) hält die Muttergesellschaft HORNBACH Holding AG & Co. KGaA 76,4 %. 23,6 % der Aktien befinden sich im Streubesitz (Stand: 28. Februar 2018). Das Unternehmen wurde im Jahr 1877 gegründet und ist inzwischen in der fünften Generation familiengeführt.

2. Geschäftsmodell des Konzerns

2.1 Handelsaktivitäten

HORNBACH hat eine jahrzehntelange Erfahrung im Betreiben von großflächigen Bau- und Gartenmärkten in großen regionalen Einzugsgebieten. Das Unternehmen vertraut dabei auf die Stärken des organischen Wachstums. Das Standortportfolio im In- und Ausland ist sehr homogen. Die meisten Märkte im Konzern haben Verkaufsflächen von mehr als 10.000 qm. Dadurch profitiert HORNBACH von Größenvorteilen (Economies of Scale) im Betrieb und der konzeptionellen Weiterentwicklung der Märkte sowie in der Konzernlogistik. Dabei setzt das Unternehmen nicht nur auf das stationäre Einzelhandelsgeschäft, sondern auch auf das Entwicklungspotenzial im E-Commerce. Seit Januar 2018 ist der HORNBACH-Onlineshop als leistungsfähiger virtueller Bau- und Gartenmarkt in alle Länder ausgerollt, in denen wir stationären DIY-Einzelhandel betreiben.

* zuzüglich weiterer Beteiligungsgesellschaften gemäß vollständiger Übersicht im Anhang. Stand: 28. Februar 2018

Bei HORNBACH stehen die Projektkunden im Mittelpunkt. Dies sind einerseits leidenschaftliche Heimwerker und professionelle Kunden, die in Eigenregie umfangreiche Renovierungs- und Bauvorhaben im Haus, in der Wohnung oder im Garten verwirklichen (Do-it-yourself). Das sind andererseits Kunden, die ihre Produkte selbst auswählen, die komplette Abwicklung ihres Projekts einschließlich aller Dienstleistungen jedoch einem leistungsfähigen Partner anvertrauen (Do-it-for-me). Auf diese Zielgruppen sind alle stationären und Online-Aktivitäten des Unternehmens ausgerichtet. So bietet HORNBACH seinen Kunden insbesondere ein breites und tiefes Sortiment in ausreichend großen Mengen und anspruchsvoller Qualität, verlässliche und transparente Dauertiefpreise sowie professionelle Beratung und projektbezogene Services. Nicht zuletzt dank der innovativen Werbung hat sich HORNBACH bei den DIY-Kunden erfolgreich als Marke etabliert und erzielt in Verbraucherbefragungen regelmäßig Bestnoten in der Kundenzufriedenheit. Die Produktpalette der HORNBACH-Filialen umfasst im Durchschnitt rund 50.000 stationär vorrätige Artikel sowie bis zu 150.000 online verfügbare Artikel aus den fünf Warenbereichen Eisenwaren / Elektro, Farben / Tapeten / Bodenbeläge, Baustoffe / Holz / Baufertigteile, Sanitär / Fliesen sowie Garten.

2.2 Immobilienaktivitäten

Der HORNBACH Baumarkt AG Konzern verfügt über einen erheblichen Immobilienbesitz. Hierbei handelt es sich überwiegend um selbst genutzte Einzelhandelsimmobilien. Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2018 standen 29 % der Verkaufsflächen im Eigentum des Konzerns. Die HORNBACH Immobilien AG und ihre Tochtergesellschaften halten weitere 28 % der DIY-Verkaufsflächen im Eigentum. Die übergeordnete Strategie ist es, mindestens die Hälfte der für betriebliche Zwecke genutzten Immobilien, gemessen an der Verkaufsfläche, im Eigentum des Gesamtkonzerns HORNBACH Holding AG & Co. KGaA zu halten.

2.3 Berichtssegmente

Die Einteilung der Geschäftsfelder (Segmente) entspricht dem innerbetrieblichen Berichtswesen, das von Vorstand und Management des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns zur Steuerung des Unternehmens genutzt wird. Das Segment "Handel" umfasst die 156 (Vj. 155) im HORNBACH Baumarkt AG Konzern zusammengefassten Bau- und Gartenmärkte sowie unsere Handelsaktivitäten im E-Commerce. Die Umsätze im Konzern der HORNBACH Baumarkt AG werden primär im Segment Handel, das heißt im operativen Handelsgeschäft generiert. Das Segment "Immobilien" umfasst die vom HORNBACH Baumarkt AG Konzern gehaltenen Einzelhandelsimmobilien. In diesem Segment werden konzernintern kalkulatorische Mieten zu marktüblichen Konditionen weiterverrechnet. Die Erträge aus der kalkulatorischen Weiterverrechnung von Mieten werden als "Mieterlöse mit verbundenen Unternehmen" in der Segmentberichterstattung vollständig konsolidiert. In der Überleitungsspalte "Zentralbereiche und Konsolidierung" sind die nicht den Segmenten zugeordneten Posten der Verwaltungen sowie Konsolidierungspositionen zusammengefasst.

3. Steuerungssystem

Die im Folgenden beschriebenen Steuerungskennzahlen werden sowohl für Zwecke der Steuerung des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns als auch der HORNBACH Baumarkt AG verwendet.

3.1 Bedeutsamste Steuerungskennzahlen

Der Umsatz ist für ein Handelsunternehmen wie den HORNBACH Baumarkt AG Konzern die zentrale Steuerungsgröße des operativen Geschäfts. Dieser ist der unmittelbare Gradmesser für unseren Erfolg beim Kunden. Die Umsatzentwicklung wird als Netto-Gesamtumsatz in Euro berichtet.

Das Betriebsergebnis (EBIT) ist bis einschließlich des Geschäftsjahres 2017/18 die zentrale Ertragskennzahl des Konzerns. Es ist das Ergebnis unbeeinflusst von Zinsen und Steuern. Berechnet wird es in der Gewinn- und Verlustrechnung aus dem Rohertrag in Euro abzüglich der Kosten (Filial-, Voreröffnungs- und Verwaltungskosten) plus sonstiges Ergebnis. Das EBIT beinhaltet auch Ergebniseffekte, die HORNBACH entweder nicht prognostizieren oder nicht direkt beeinflussen kann. So können nicht-operative, außerplanmäßige Sondereffekte zu erheblichen Schwankungen der Kennzahl im Periodenvergleich führen. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund der Werthaltigkeitstests (Impairments). Die Aussagekraft der Kennzahl EBIT für Zwecke der Konzernsteuerung wird dadurch in Bezug auf das Berichtsjahr mitunter stark eingeschränkt. Das EBIT wird mit Beginn des Geschäftsjahres 2018/19 (1. März 2018 bis 28. Februar 2019) in der Darstellung der Ertragslage als alternative Leistungskennzahl kommentiert, jedoch nicht mehr als Steuerungsgröße in der Unternehmensplanung und als zentrale Berichtsgröße für Soll-Ist-Vergleiche sowie für Ertragsprognosen auf Jahresbasis verwendet.

Für die interne Steuerung und zugleich externe Kommunikation der aktuellen und zukünftigen Ergebnisentwicklung des Konzerns kommt der steuerrelevanten operativen Geschäftstätigkeit besondere Bedeutung zu. Zur Planung, Messung und Steuerung der operativen Ertragsentwicklung des Konzerns nutzen wir als bedeutsamste Leistungskennzahl das bereinigte EBIT (adjusted EBIT oder operatives Betriebsergebnis). Bei der Berechnung wird das EBIT um nicht-operative Ergebniseffekte bereinigt. Nicht-operative Aufwendungen werden dem EBIT hinzugerechnet (Beispiele: außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögenswerte, Zuführung zu Rückstellungen für belastende Verträge). Nicht-operative Erträge werden vom EBIT abgezogen (Beispiele: Erträge aus der Veräußerung von Immobilien, Erträge aus Zuschreibungen auf in Vorjahren wertberichtigte Vermögenswerte). Dadurch eignet sich das bereinigte EBIT besonders für Steuerungszwecke und den Vergleich der operativen Ertragsentwicklung im Zeitablauf sowie für Prognosen.

3.2 Alternative Leistungskennzahlen

Im vorliegenden Geschäftsbericht verwenden wir zur Erläuterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zudem alternative Leistungskennzahlen, die nicht nach IFRS definiert sind.

Bezogen auf die Bau- und Gartenmärkte (DIY) wird die Veränderungsrate der flächen- und währungskursbereinigten Umsätze als alternative Leistungskennzahl dargestellt. Sie dient zur Performancemessung des operativen Geschäfts und als Indikator für das organische Wachstum unserer Einzelhandelsaktivitäten (stationäre Filialen und Onlineshops).

Bei der Berechnung der flächenbereinigten Umsätze werden alle Bau- und Gartenmärkte zugrunde gelegt, die mindestens ein volles Jahr in Betrieb sind. Neueröffnungen, Schließungen und Märkte mit wesentlichen Umbaumaßnahmen in den zurückliegenden zwölf Monaten werden dagegen nicht berücksichtigt. Die flächenbereinigten Umsätze werden ohne Mehrwertsteuer (netto) und auf Basis lokaler Währung für den zu vergleichenden Berichtszeitraum ermittelt (währungskursbereinigt). Die flächen- und währungskursbereinigte Veränderungsrate ist somit ein Performanceindikator, unabhängig von Währungseinflüssen. Auf Euro-Basis werden zusätzlich die flächenbereinigten Umsätze einschließlich der Währungskurseffekte in den Nicht-Euro-Ländern unseres europaweiten Filialnetzes ermittelt.

Stellschrauben für die Ertragskraft des Konzerns sind die Filial-, Voreröffnungs- und Verwaltungskosten. Als Steuerungsgrößen und zugleich Trendindikatoren für die Kostenentwicklung verwenden wir die in Prozent vom Nettoumsatz errechneten Kostenquoten als alternative Leistungskennzahlen. Seit dem Berichtsjahr 2016/17 werden in den Funktionskosten die zuordenbaren nicht-operativen Erträge und Aufwendungen ausgewiesen (zuvor: Ausweis im sonstigen Ergebnis). Bei Bedarf berichten wir zur Kommentierung der operativen Ertragsentwicklung über die um nicht-operative Ergebniseffekte bereinigten Funktionskosten.

Die Filialkostenquote ist der Quotient aus Filialkosten und Nettoumsatz. Die Filialkosten beinhalten Kosten, die im Zusammenhang mit dem Betrieb der stationären Bau- und Gartenmärkte sowie der Onlineshops stehen. Sie beinhalten im Wesentlichen Personal-, Raum- und Werbekosten sowie Abschreibungen und allgemeine Betriebskosten wie beispielsweise Transportkosten, Wartung und Instandhaltung.

Die Voreröffnungsquote ist der Quotient aus Voreröffnungskosten und Nettoumsatz. Als Voreröffnungskosten werden Kosten, die im zeitlichen Zusammenhang mit der Errichtung eines neuen stationären Bau- und Gartenmarktes bis zur Neueröffnung stehen, ausgewiesen. Die Voreröffnungskosten bestehen im Wesentlichen aus Personalkosten, Raumkosten und Verwaltungsaufwand.

Die Verwaltungskostenquote ist der Quotient aus Verwaltungskosten und Nettoumsatz. In den Verwaltungskosten werden sämtliche Kosten der Verwaltung ausgewiesen, die im Zusammenhang mit dem Betrieb oder der Einrichtung von stationären Bau- und Gärtenmärkten sowie dem Aufbau und Betrieb des Onlinehandels (E-Commerce) stehen und diesen nicht direkt zugeordnet werden können. Sie beinhalten im Wesentlichen Personalkosten, Rechts- und Beratungskosten, Abschreibungen, Raumkosten sowie IT-, Reise- und Kraftfahrzeugkosten. Neben den rein administrativen Verwaltungskosten sind darin auch projektbezogene Aufwendungen sowie insbesondere Kosten für die zunehmende Digitalisierung unseres Geschäftsmodells enthalten.

Das EBITDA dient als alternative Leistungskennzahl zur Kommentierung der Ertragsentwicklung im Berichtszeitraum. EBITDA steht für "Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization", das heißt das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Das EBITDA hat Kapitalfluss-(Cashflow-) Charakter, da die liquiditätsunwirksamen Abschreibungen zum Betriebsergebnis (EBIT) addiert werden.

Zur Kommentierung der Vermögenslage verwenden wir die Eigenkapitalquote. Sie ist der Quotient aus bilanziellem Eigenkapital und Gesamtkapital (Bilanzsumme). Bezüglich des Eigenkapitals steuert der Konzern keinen definierten Zielwert an. Vielmehr streben wir zur Absicherung unserer finanziellen Stabilität und Unabhängigkeit grundsätzlich eine dauerhaft stabile, hohe bilanzielle Eigenkapitalquote an.

Eine alternative Leistungskennzahl zur Kommentierung der Finanzlage sind die Nettofinanzschulden. Berechnet werden sie als Summe der kurzfristigen und langfristigen Finanzschulden abzüglich der flüssigen Mittel und - soweit vorhanden - abzüglich kurzfristiger finanzieller Vermögenswerte (Finanzanlagen). Zur Vermeidung von Negativzinsen bei Geldeinlagen wurde mit Beginn des Geschäftsjahres 2016/17 ein Teil der flüssigen Mittel in liquiditätsnahe kurzfristige Finanzanlagen mit einer Laufzeit von mehr als drei bis maximal zwölf Monaten umgeschichtet. Zum 30. November 2017 wurden diese Festgeldanlagen komplett zurückgeführt. Durch die Berücksichtigung der kurzfristigen Finanzanlagen in der Berechnung der Nettofinanz-schulden wird eine bessere Vergleichbarkeit mit der Vorperiode hergestellt.

3.3 Weitere Steuerungskennzahlen

Auskunft über den warenwirtschaftlichen Erfolg gibt die Entwicklung der Handelsspanne (Rohertragsmarge). Sie ist definiert als der warenwirtschaftliche Rohertrag (Saldo aus Umsatzerlösen und Kosten der umgesetzten Handelsware) in Prozent vom Nettoumsatz. Diese Steuerungsgröße wird maßgeblich beeinflusst von der Entwicklung der Einkaufs- und Verkaufspreise, von Veränderungen im Sortimentsmix sowie Währungskurseffekten im Zuge des internationalen Einkaufs.

Die Steuerung der Finanz- und Vermögenslage des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns verfolgt das Ziel, die Liquidität des Konzerns jederzeit sicherzustellen sowie den Finanzierungsbedarf für das nachhaltige Wachstum des Konzerns möglichst kostengünstig zu decken. Zu den weiteren Steuerungsgrößen gehören vor diesem Hintergrund die zahlungswirksamen Investitionen in Grundstücke, Gebäude, Betriebs- und Geschäftsausstattung für neue und bestehende Bau- und Gartenmärkte sowie in immaterielle Vermögenswerte. Dabei streben wir ein ausgewogenes Verhältnis zwischen dem operativen Cashflow und den geplanten Investitionen an.

Für Handelsunternehmen ist die Lagerumschlagshäufigkeit ein wichtiger Indikator für die Effizienz der Warenwirtschaft. Wir definieren den Lagerumschlag als Verhältnis von Materialeinsatz zu den durchschnittlichen Vorräten. Dabei entspricht der Durchschnittsbestand der Vorräte dem arithmetischen Mittel aus Periodenanfangs- und Periodenendbestand. Je höher der Lagerumschlag liegt, umso niedriger sind die Vorratsbestände und dadurch die Liquiditätsbindung. Unser Ziel ist daher, den Lagerumschlag auf einem im Vergleich zum Wettbewerb überdurchschnittlich hohen Niveau nachhaltig zu verbessern und dabei gleichzeitig die Warenverfügbarkeit sicherzustellen.

Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

1.1 Internationale Rahmenbedingungen

Die europäische Wirtschaft ist im Kalenderjahr 2017 stärker gewachsen als im Vorjahr. Nach Angaben des statistischen Amts der Europäischen Union (Eurostat) erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der gesamten Europäischen Union (EU28) um 2,4 % und im Euroraum um 2,3 %. Ein einheitlich positives Bild zeigt auch die wirtschaftliche Entwicklung der neun europäischen Länder des HORNBACH-Verbreitungsgebiets. Die 2017 erzielten Wachstumsraten des BIP lagen - soweit die Daten bis zur Erstellung dieses Berichts vorlagen - über den Werten des Vorjahres. Der private Konsum in der EU28 und im Euroraum wuchs um real 2,0 % bzw. 1,7 %. Die jährliche Euroraum-HVPl-Inflationsrate fiel mit 1,4 % im Dezember 2017 deutlich höher aus als im Vorjahr (+1,1 %), wozu vor allem gestiegene Energiepreise beitrugen.

Die europäische Bauwirtschaft befindet sich auf einem soliden Wachstumspfad. Die Produktion im Baugewerbe erhöhte sich nach einer Schätzung von Eurostat um 3,5 % in der EU28 bzw. um 2,4 % im Euroraum. Nach Einschätzung der Euroconstruct-Gruppe ist das europäische Bauvolumen in deren 19 Partnerländern im Jahr 2017 um 3,5 % gestiegen, wobei im Hochbau eine Wachstumsrate von 3,9 % erreicht wurde. Wie schon im Vorjahr kamen die stärksten Impulse aus dem Wohnungsneubau. Das Volumen bei den Bestandsmaßnahmen, die für das DIY-Handelsgeschäft eine bedeutendere Rolle spielen als die Neubauaktivitäten, wuchs dagegen in den vergangenen drei Jahren deutlich unterproportional mit Raten zwischen ein und zwei Prozent.

Das Einzelhandelsvolumen im Nicht-Nahrungsmittelsektor nahm im Jahr 2017 in der EU28 um 3,7 % und im Euroraum um 2,7 % zu. Bezogen auf das HORNBACH-Verbreitungsgebiet erzielte der Einzelhandel in allen Ländern mit Ausnahme von Luxemburg und der Schweiz Umsatzzuwächse. Rumänien, die Tschechische Republik und die Slowakei bewegten sich deutlich über dem europäischen Durchschnitt. Die auf Basis von Verbandsumfragen verfügbaren Indikatoren deuten auch auf ein erfolgreiches Jahr 2017 in der Branche der Bau- und Gartenmärkte hin. In den meisten europäischen Ländern, für die Daten verfügbar waren, sind die nominalen und flächenbereinigten Umsätze des Do-it-yourself-Einzelhandels (DIY) im Vergleich zum Jahr 2016 zum Teil deutlich gestiegen.

Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Verbreitungsgebiet der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte

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Prozentuale BIP-Veränderung gegenüber dem Vorquartal Quelle: Eurostat (Angaben bezogen auf Kalenderjahr) 1. Quartal 2017 2. Quartal 2017 3. Quartal 2017 4. Quartal 2017 Kalenderjahr 2017 vs. 2016
Deutschland 0,9 0,6 0,7 0,6 2,2
Luxemburg -0,9 0,9 1,8 -0,1 2,3
Niederlande 0,7 1,5 0,4 0,8 3,1
Österreich 1,2 0,7 0,8 0,8 2,9
Rumänien 2,0 1,7 2,4 0,6 7,0
Slowakei 0,8 1,0 0,8 0,9 3,4
Schweden 0,4 1,2 0,8 0,9 2,4
Schweiz 0,2 0,5 0,7 0,6 1,0
Tschechische Republik 1,5 2,4 0,7 0,8 4,4
Euroraum (ER19) 0,6 0,7 0,7 0,6 2,3
EU28 0,6 0,7 0,7 0,6 2,4

1.2 Rahmenbedingungen in Deutschland

1.2.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld

In Deutschland zog das Wirtschaftswachstum im Jahr 2017 nochmals an. Den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge erhöhte sich das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahresdurchschnitt 2017 um 2,2 % (Vj. +1,9 %). Getragen wurde der Aufschwung sowohl von einer starken Binnennachfrage als auch von einer gestiegenen Nachfrage nach deutschen Gütern aus dem Ausland. Der private Konsum (+1,9 %) profitierte von der günstigen Arbeitsmarktlage, wobei die Arbeitseinkommen nur moderat zulegen konnten. Die real verfügbaren Einkommen erhöhten sich um 3,9 %.

1.2.2 Bautätigkeit und Baugewerbe

Die insgesamt positiven gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die starke Nachfrage nach Immobilien und niedrige Kreditzinsen haben im vergangenen Jahr den Bausektor weiter angetrieben. Wachstumsmotor war angesichts des anhaltend günstigen Zinsumfelds weiterhin der private Wohnungsneubau. Nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) stieg das Wohnungsbauvolumen im Jahr 2017 nominal um 7,4 %, wobei das Neubauvolumen mit 12,9 % deutlich überproportional zunahm. Die für die Baumarktbranche relevanteren Sanierungs-, Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen im Gebäudebestand wuchsen dagegen nur um 4,7 %. Insgesamt ist der Anteil der Bauleistungen an bestehenden Gebäuden von 75 % im Jahr 2011 kontinuierlich auf 66 % im Jahr 2017 zurückgegangen, während das Neubauvolumen von 25 % auf 34 % zulegte.

Die hohe Auslastung der Bauwirtschaft schlug sich in steigenden Preisen für Bauleistungen nieder, so dass die realen Steigerungsraten deutlich niedriger ausfielen. Für das Bauhauptgewerbe ergab sich im Jahr 2017 eine reale Wachstumsrate von 3,3 %, während das Ausbaugewerbe um 2,2 % zulegte. Der Neubauboom in Deutschland scheint seinen Zenit im Jahr 2017 überschritten zu haben. Ein Indiz dafür ist unter anderem, dass die Zahl der Baugenehmigungen in dieser Zeit um 7,3 % zurückging.

1.2.3 Einzelhandel und DIY

Gestützt von der guten Konjunkturentwicklung sind die Umsätze der deutschen Einzelhändler 2017 weiter gestiegen. Nach den Angaben des Handelsverbandes Deutschland (HDE) wuchs der Netto-Gesamtumsatz auf 512,8 Mrd. € an. Damit setzte die Branche nominal 4,1 % bzw. real 2,6 % mehr um als im Jahr 2016. Der Onlinehandel (E-Commerce) wuchs weiterhin kräftig um 10,2 % auf 48,7 Mrd. € (Vj. 44,2 Mrd. €). Damit hatten die Onlineumsätze im Jahr 2017 einen Anteil von 9,5 % (Vj. 9,0 %) am gesamten Einzelhandelsvolumen.

Die deutsche DIY-Branche konnte nur teilweise von der positiven Entwicklung profitieren. Nach Angaben des BHB - Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten steigerten die großflächigen Baumärkte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 1.000 qm im Kalenderjahr 2017 die Bruttoumsätze um nominal 1,1 % auf 18,45 Mrd. € (Vj. 18,24 Mrd. €). Flächenbereinigt - das heißt ohne Berücksichtigung von Neueröffnungen, Schließungen oder wesentlichen Umbaumaßnahmen im Berichtsjahr - verzeichnete die Branche mit 0,7 % ein leichtes Wachstum. Die Bruttoumsätze der kleinflächigen Baumärkte (Baumarktshops, bis 1.000 qm Verkaufsfläche) erhöhten sich um 2,0 % auf 3,92 Mrd. € (Vj. 3,84 Mrd. €). Damit stieg das Marktvolumen aller Bau- und Heimwerkermärkte 2017 um 1,3 % auf 22,37 Mrd. €.

Wesentlich dynamischer wuchs der E-Commerce mit Heimwerker-, Baustoff- und Gartensortimenten. 2017 setzten die Onlineshops der stationären Händler, der Versandhandel und die reinen Onlinehändler in Deutschland nach Angaben der Marktforscher von Teipel Research & Consulting brutto 3,27 Mrd. € (Vj. 2,87 Mrd. €) mit DIY-Sortimenten um. Das bedeutet eine Steigerung gegenüber 2016 um 14,1 %. Zu den Wachstumstreibern zählten hier insbesondere die stationär tätigen Baumarktunternehmen, die ihre Onlineumsätze mit einem Wachstum von rund 25 % auf mehr als 600 Mio. € überproportional steigerten.

2. Überblick über den Geschäftsverlauf 2017/18

2.1 Gesamtbeurteilung der wirtschaftlichen Lage des Konzerns

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen entwickelten sich im Geschäftsjahr 2017/18 (1. März 2017 bis 28. Februar 2018) insgesamt positiv und begünstigten die Geschäftstätigkeit im europaweiten Verbreitungsgebiet des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns. Das branchenbezogene Wettbewerbsumfeld war weiterhin anspruchsvoll und tendenziell stärker als in der Vergangenheit von der zunehmenden Digitalisierung bzw. Onlinekonkurrenz im DIY-Einzelhandel geprägt. Vor diesem Hintergrund blickt der Konzern auf ein insgesamt positives Geschäftsjahr 2017/18 zurück, in dem wir die Prognosen für die Umsatz- und Ertragsentwicklung erfüllten.

So erhöhten wir den Konzernumsatz (netto) im Geschäftsjahr 2017/18 um 4,9 % auf 3.891 Mio. €. Flächen- und währungskursbereinigt lag die Zuwachsrate mit 3,6 % über dem Vorjahresniveau. Zu diesem Wachstum haben sowohl die Region Deutschland als auch die Region übriges Europa beigetragen. In Deutschland haben wir trotz einer geringeren Anzahl an Verkaufstagen die flächenbereinigten Umsätze in allen Quartalen gesteigert und kumuliert den Vorjahreswert leicht übertroffen. Die größte Umsatzdynamik erzielten wir erneut im übrigen Europa, wo die flächen- und währungskursbereinigten Umsätze die hohe Vorjahresbasis nochmals erheblich übertrafen. Der Anteil der Auslandsfilialen am Konzernumsatz nahm deutlich von 45,0 % auf 46,8 % zu.

Die Schlagkraft in unserem operativen Kerngeschäft haben wir weiter erhöht. Ein HORNBACH Bau- und Gartenmarkt erreichte im Durchschnitt einen Jahresumsatz von 24,9 Mio. € (Vj. 24,1 Mio. €). Die Flächenproduktivität, das heißt der gewichtete Nettoumsatz je Quadratmeter Verkaufsfläche, stieg von 2.068 auf 2.135 Euro je qm (+ 3,2 %). Der Onlinehandel, den wir mit unserem stationären Handel eng verknüpfen, trug mit Wachstumsraten im deutlich zweistelligen Prozentbereich zur Gesamtperformance im Konzern bei. Im Geschäftsjahr 2017/18 haben wir die zukunftsorientierten Digitalisierungsaufwendungen nochmals erheblich gesteigert, um unsere strategische Wettbewerbsposition im europäischen DIY-Markt mit der Onlinepräsenz in nunmehr allen HORNBACH-Regionen nachhaltig zu stärken.

Das um nicht-operative Sondereffekte bereinigte EBIT - der Gradmesser für die operative Ertragskraft - erhöhte sich um 7,0 % auf 110,0 Mio. €. Grund für den Anstieg sind vor allem das erfreuliche flächenbereinigte Umsatzwachstum in Verbindung mit einer stabilen Handelsspanne, verbesserte Kostenrelationen im Filialbetrieb und bei den Voreröffnungskosten sowie ein höheres sonstiges Ergebnis. Die Erhöhung der Digitalisierungsaufwendungen wurden dadurch überkompensiert.

Das Konzernbetriebsergebnis nahm um 5,1 % auf 102,5 Mio. € zu. Im Betriebsergebnis enthalten sind nichtoperative, außerplanmäßige Ergebnisbelastungen im Zusammenhang mit Wertberichtigungen nach IAS 36 bzw. Rückstellungen für belastende Verträge, die von 5,0 Mio. € im Geschäftsjahr 2016/17 auf 7,7 Mio. € im Berichtsjahr 2017/18 gestiegen sind. Der Konzernjahresüberschuss erhöhte sich um 11,0 % auf 58,7 Mio. €, im Wesentlichen wegen einer niedrigeren Steuerbelastung als im Vorjahr.

Die Eigenkapitalquote ist zum Bilanzstichtag von 51,6 % auf 52,5 % gestiegen und liegt damit weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Nettofinanzschulden verringerten sich zum Bilanzstichtag leicht von 339,9 auf 321,9 Mio. €. Angesichts des breiten Spektrums an Finanzierungsquellen verfügen wir weiterhin über ein hohes Maß an Sicherheit und Flexibilität für die künftige Wachstumsfinanzierung.

In der Gesamtschau stellt sich die wirtschaftliche Lage des Konzerns im Geschäftsjahr 2017/18 zufriedenstellend dar.

2.2 Wesentliche Ereignisse

2.2.1 Entwicklung des stationären HORNBACH-Filialnetzes

Im April 2017 eröffneten wir einen neuen großflächigen Bau- und Gartenmarkt in Den Haag mit einer Verkaufsfläche von rund 12.300 qm. Dies ist der insgesamt 13. HORNBACH-Standort in den Niederlanden. Wie geplant beendeten wir den Geschäftsbetrieb in unserem Markt in Hanau Ende Oktober 2017, da die Voraussetzungen für die Erweiterung und Modernisierung des rund 5.000 qm großen Altstandorts gefehlt hatten. Im November 2017 nahmen wir in Deutschland einen neuen Standort mit knapp 8.000 qm Verkaufsfläche in Halle (Saale) in Betrieb; es ist unser zweiter Standort in Sachsen-Anhalt.

Unter Berücksichtigung der Neueröffnungen und Schließungen im Berichtsjahr betreiben wir zum 28. Februar 2018 konzernweit 156 Einzelhandelsfilialen (28. Februar 2017: 155), davon 98 (98) in Deutschland sowie 58 (57) im übrigen Europa. Die Gesamtverkaufsfläche im HORNBACH Baumarkt AG Konzern beläuft sich zum 28. Februar 2018 auf mehr als 1,82 Mio. qm (28. Februar 2017: rund 1,81 Mio. qm).

2.2.2 Entwicklung der HORNBACH-Onlineshops

Im Geschäftsjahr 2017/18 hat HORNBACH die geplanten Onlineshops in der Slowakei (August 2017), Schweden (Oktober 2017) und Rumänien (Januar 2018) in Betrieb genommen. Damit wurde der Mehrkanalhandel wie geplant bis zum Ende des Geschäftsjahres 2017/18 im gesamten europäischen Verbreitungsgebiet des Konzerns ausgerollt.

2.2.3 Entwicklung der Infrastruktur

Im Geschäftsjahr 2017/18 haben wir unser Logistiknetzwerk weiter ausgebaut. So nahmen wir im Januar 2018 unser erstes Logistikzentrum außerhalb Deutschlands in der Nähe von Wien in Betrieb. Aus dem neuen Cross-Docking-Center in Enzersdorf an der Fischa werden HORNBACH-Märkte in Österreich, Rumänien, Tschechien und der Slowakei mit Ware beliefert. Dadurch sollen die Lieferwege und -zeiten für die Märkte in Mittel- und Osteuropa erheblich verkürzt werden. Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2018 nutzt HORNBACH für die Belieferung der Märkte damit konzernweit acht Logistikzentren.

Im Berichtsjahr wurde zudem das Logistikzentrum in Vilshofen bei Passau um ein Cross-Docking-Center für Massen- und Sperrgüter erweitert. Die 10.000 Quadratmeter große Halle samt 7.000 Quadratmetern Außenfläche wurde auf dem Gelände des 2005 eröffneten Logistikzentrums erbaut. Von hier aus werden seit Februar 2018 HORNBACH-Märkte in Süddeutschland und angrenzenden Ländern mit schweren und sperrigen Waren beliefert, die nicht auf der üblichen Europalette Platz finden - beispielsweise Küchenarbeitsplatten mit einer Länge von bis zu sechs Metern.

2.3 Zielerreichung 2017/18

Der HORNBACH Baumarkt AG Konzern hat die für das Geschäftsjahr 2017/18 gesteckten Ziele erreicht. Der Vergleich des tatsächlichen Geschäftsverlaufs mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf ist in der nachfolgenden Tabelle zusammengefasst.

2.3.1 Ziele und Ergebnisse des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns im Geschäftsjahr 2017/18

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Ziele 2017/18 Ergebnisse 2017/18
Expansion Stationäres DIY-Geschäft: Stationäres DIY-Geschäft:
-2 Neueröffnungen -Den Haag (Niederlande) und Halle (Saale) eröffnet
-1 Schließung -Hanau geschlossen
HORNBACH-Onlineshops: Start in Slowakei, Schweden und Rumänien Rollout der Onlineshops in alle Länder des Verbreitungsgebiets abgeschlossen
Investitionen zwischen 120 und 140 Mio. € 129 Mio. €
Umsatzentwicklung
Konzernumsatz Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich + 4,9 % auf 3,89 Mrd. €
Flächen- und währungskursbereinigter Umsatz -Konzernwachstum im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich -Umsatzplus im übrigen Europa höher als in Deutschland -Konzern: + 3,6 % -Deutschland: + 1,5 % -Übriges Europa: + 6,1 %
Ertragsentwicklung
EBIT leicht über Vorjahresniveau 2016/17 (97,5 Mio. €) + 5,1 % auf 102,5 Mio. €
Bereinigtes EBIT in etwa auf Vorjahresniveau 2016/17 (102,8 Mio. €) + 7,0 % auf 110,0 Mio. €

Hinweis: Beim Umsatz bezeichnet "auf Vorjahresniveau" eine Veränderung von -1 % bis +1 %, während wir als "leicht" Veränderungen von 2-5 % betrachten. Zur besseren Differenzierung innerhalb der Kategorie "leicht" verwenden wir zudem "im unteren einstelligen Prozentbereich" bei Veränderungen von 2-3 % sowie "im mittleren einstelligen Prozentbereich" bei Veränderungen von 4-5 %. "Deutlich" entspricht Veränderungen ab 6 %. Bei Ergebnisgrößen bezeichnet "auf Vorjahresniveau" eine Veränderung von -1 % bis +1 %. "Leicht" entspricht Veränderungen von 2-10 %, während "deutlich" gleichbedeutend für Veränderungsraten ab 11 % ist.

2.3.2 Soll-Ist-Abgleich für den Einzelabschluss nach HGB

Im Einzelabschluss der HORNBACH Baumarkt AG, der durch die Geschäftsentwicklung der deutschen HORNBACH Bau- und Gartenmärkte geprägt wird, rechneten wir in unserer Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2017/18 mit einer Zunahme der Umsätze im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Dieses Ziel haben wir mit einem Anstieg von 3,2 % auf 2.514 Mio. € erreicht. Unter der Annahme einer konstanten Ergebnisabführung der HORNBACH International GmbH gingen wir auf Ebene der HORNBACH Baumarkt AG davon aus, dass der Jahresüberschuss im Prognosezeitraum 2017/18 in etwa das Vorjahresniveau erreichen wird. Tatsächlich lag der Jahresüberschuss mit 14,0 Mio. € deutlich unter dem vergleichbaren Wert des Geschäftsjahres 2016/17 in Höhe von 53,6 Mio. €. Grund dafür war ein erheblicher Rückgang des Beteiligungsergebnisses im Wesentlichen bedingt durch die Abschreibung des Beteiligungsbuchwerts einer schwedischen Tochtergesellschaft der HORNBACH International GmbH.

3. Ertragslage

Umsatzerlöse und Wachstum nach Quartalen

(in Mio.€/ in %)

3.1 Umsatzentwicklung

Die Umsätze im Konzern der HORNBACH Baumarkt AG werden primär im Segment Handel erzielt (siehe Segmentberichterstattung im Anhang). Bei den Umsätzen im Segment Immobilien handelt es sich in erster Linie um Mieterträge aus der konzerninternen Vermietung von Baumarktimmobilien an das Segment Handel. Diese werden als "Mieterlöse mit verbundenen Unternehmen" in der Segmentberichterstattung vollständig konsolidiert. Aus diesem Grund beziehen sich die nachfolgenden Kommentierungen ausschließlich auf die Umsatzentwicklung des Segments Handel. Zur Kommentierung der Umsatzentwicklung segmentieren wir überdies in geografischer Hinsicht die Regionen "Deutschland" und "übriges Europa", in dem im Wesentlichen die Aktivitäten der acht Länder außerhalb Deutschlands zusammengefasst werden.

3.1.1 Saison- und kalenderbedingte Schwankungen

Im Berichtsjahr 2017/18 standen durchschnittlich 3,2 Verkaufstage weniger zur Verfügung. Der rechnerische Kalendereffekt verteilte sich auf die Quartale wie folgt:

1. Quartal (Q1): plus 0,7 Verkaufstage

2. Quartal (Q2): minus 1,4 Verkaufstage

3. Quartal (Q3): minus 0,9 Verkaufstage

4. Quartal (Q4): minus 1,6 Verkaufstage

Die Witterungseffekte waren im Berichtsjahr 2017/18 im europaweiten Verbreitungsgebiet von HORNBACH uneinheitlich. Im Q1 (März bis Mai 2017) waren die Witterungsbedingungen für das DIY-Einzelhandelsgeschäft in Deutschland sowie in den acht Ländern der Region übriges Europa - dank eines rekordwarmen März und eines sommerlichen Mai im Jahr 2017 - überwiegend günstig. Dagegen präsentierte sich das Wetter im Q2 (Juni bis August 2017) durchwachsen: Auf einen zeitweise sehr trockenen Juni 2017 mit Hitzerekorden folgten viele Gewitter mit örtlichem Rekordregen. Die regionalen Unterschiede waren sehr groß. Stabiles, für umfangreiche Bau- und Renovierungsprojekte förderliches Sommerwetter war 2017 die Ausnahme. Im Q3 (September bis November 2017) fiel in weiten Teilen Europas mehr Niederschlag als im Vorjahr und im langjährigen Mittel. Auch das Q4 (Dezember 2017 bis Februar 2018) war im Rückblick sehr wechselhaft: Nach einem schneereichen und rekordtrüben Dezember folgte ein nasser und sehr milder Januar. Der Februar brachte dann viel Sonne und einen eisigen Abschluss.

3.1.2 Nettoumsätze

Der HORNBACH Baumarkt AG Konzern erhöhte den Nettoumsatz im Geschäftsjahr 2017/18 um 4,9 % auf 3.891 Mio. € (Vj. 3.710 Mio. €). Die Nettoumsätze in der Region Deutschland stiegen im Berichtszeitraum um 1,5 % auf 2.071 Mio. € (Vj. 2.040 Mio. €). Außerhalb Deutschlands (Region übriges Europa) verzeichneten wir einschließlich der Neueröffnung eines großflächigen Baumarkts einen Umsatzzuwachs von 9,0 % auf 1.820 Mio. € (Vj. 1.670 Mio. €). Der Anteil der Auslandsfilialen am Konzernumsatz nahm wegen des im Vergleich zu Deutschland stärkeren Wachstums von 45,0 % auf 46,8 % zu.

3.1.3 Flächenbereinigte Umsätze

Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich auf die Entwicklung der flächen- und währungskursbereinigten Umsätze im HORNBACH Baumarkt AG Konzern, bei der Neueröffnungen oder Schließungen in den zurückliegenden zwölf Monaten unberücksichtigt bleiben. Bezüglich der Vorjahreswerte verweisen wir auf die tabellarische Quartalsübersicht.

Im Geschäftsjahr 2017/18 stieg der flächen- und währungskursbereinigte Konzernumsatz um 3,6 % (mit Währungskurseffekten: 3,3 %). Wie in der nachfolgenden Tabelle zu erkennen ist, setzten das erste und vierte Quartal die stärksten saisonalen Wachstumsimpulse. Aus geografischer Sicht haben sowohl die Region Deutschland als auch die Region übriges Europa die flächenbereinigten Umsätze weiter gesteigert. Die kräftigsten Wachstumsimpulse kamen wie im Vorjahr aus unserem Filialnetz außerhalb Deutschlands.

Flächenbereinigte Umsatzentwicklung* nach Quartalen

(in Prozent)

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Geschäftsjahr 2017/18 Geschäftsjahr 2016/17 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal Gesamt
Konzern 5,4 2,6 2,7 3,3 3,6
4,4 4,5 3,0 -0,7 3,0
Deutschland 3,8 0,3 0,5 0,9 1,5
2,7 2,2 2,2 -2,3 1,4
Übriges Europa 7,5 5,3 5,4 6,2 6,1
6,6 7,7 3,9 1,3 5,1

* ohne Währungskurseffekte

Deutschland

Im Geschäftsjahr 2017/18 steigerten die HORNBACH Bau- und Gartenmärkte die flächenbereinigten Umsätze in der Region Deutschland - nach Zuwachsraten in allen Quartalen - um 1,5 %. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Berichtsjahr rund vier Verkaufstage weniger zur Verfügung standen als im Jahr zuvor.

HORNBACH hat im Geschäftsjahreszeitraum (März 2017 bis Februar 2018) nach unseren Berechnungen erneut besser abgeschnitten als der Durchschnitt der Do-it-yourself-Branche in Deutschland. Die Umsatzperformance der deutschen Bau- und Gartenmärkte bezogen auf den Kalenderjahreszeitraum ermittelt die GfK im Auftrag des Branchenverbands BHB im Rahmen des DIY-Total-Store-Reports. Danach stiegen die flächenbereinigten Umsätze der DIY-Branche im Zeitraum Januar bis Dezember 2017 im Durchschnitt um 0,7 %. Im direkten Vergleich erzielte HORNBACH eine Zuwachsrate von 0,9 %, allerdings von einer deutlich höheren Vergleichsbasis aus. Setzt man das Kalenderjahr 1998 als Indexwert 100 %, so steigerte HORNBACH die flächenbereinigten Umsätze in Deutschland bis 2017 auf 136 %. Demgegenüber erreichte die Gesamtbranche im Jahr 2017 einen Indexstand von 89 %.

Die langjährige Outperformance ist zunehmend auf die Bedeutung unseres DIY-Mehrkanalhandels zurückzuführen. Ziel ist es, den Kunden an jedem Punkt ihrer Customer Journey das zu bieten, was sie für ihre Bau- oder Renovierungsprojekte gerade suchen und benötigen. Sie können sich beispielsweise online über Artikel, deren Preise und Verfügbarkeit informieren sowie Artikel vergleichen. Überdies können sie sich ihre Artikel per Direktversand nach Hause liefern lassen und den Service "Online reservieren und abholen im Markt" nutzen. Insbesondere Profikunden sehen es als Vorteil, dass spätestens zwei Stunden nach der Reservierung alle im Markt gelagerten Artikel zum Abholen in der gewünschten HORNBACH-Filiale bereitstehen.

Zur positiven Umsatzentwicklung trägt weiterhin die große Beliebtheit der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte bei den deutschen Heimwerkern und Bauprofis bei. Beim Kundenmonitor Deutschland, der renommiertesten Verbraucherstudie für den deutschen Einzelhandel, hat HORNBACH im Jahr 2017 erneut Spitzenergebnisse erzielt und belegte in insgesamt 46 Bewertungskategorien zwölfmal den ersten Platz und 14-mal den zweiten Platz. Bestnoten gaben uns die Kunden unter anderem in den Einzelkriterien "Auswahl und Angebotsvielfalt", "Qualität der Waren", "Verständlichkeit der fachlichen Beratung" sowie "Mediale Hilfestellungen zur Verwendung gekaufter Materialien/Werkzeuge". Mit Blick auf den Wettbewerbsvergleich sehen die deutschen Baumarktkunden bei den Kriterien "Produktangebot", "Preise", "Fachliche Beratung" sowie "Werbung" ebenfalls HORNBACH ganz vorne.

Unsere Marktposition in Bezug auf die Bruttoumsätze der Baumarktbranche in Deutschland (inklusive der Onlineumsätze des stationären DIY-Wettbewerbs) haben wir im Kalenderjahr 2017 behauptet, obwohl wir im Gegensatz zur Gesamtbranche ein geringeres Verkaufsflächenwachstum verzeichneten. Nach Eröffnung unseres neuen Standorts in Halle (Sachsen-Anhalt) und Schließung des Standorts in Hanau stieg unsere Verkaufsfläche in Deutschland um 0,3 %; die Anzahl der Filialen blieb konstant.

Unseren Marktanteil in Deutschland hielten wir konstant. In Bezug auf die Gesamtumsätze aller Bau- und Gartenmärkte (2017: rund 22,4 Mrd. €) lag er bei 11,0 %. Im Segment der Bau- und Gartenmärkte mit mehr als 1.000 qm Verkaufsfläche in Deutschland (2017: 18,4 Mrd. €) haben wir einen Marktanteil in Höhe von 13,4 %.

Flächenbereinigte Umsatzperformance in Deutschland

(Index: 1998 = 100%, Kalenderjahr)

Übriges Europa

In unserem internationalen Verbreitungsgebiet schloss die Umsatzentwicklung im Berichtsjahr 2017/18 nahtlos an die Performance der beiden vorangegangenen Geschäftsjahre an. Die Zuwachsraten der Region übriges Europa waren weiterhin signifikant höher als in der Region Deutschland und übertrafen zudem das hohe Vorjahresniveau. So steigerten die HORNBACH Bau- und Gartenmärkte in den acht Ländern außerhalb Deutschlands die flächen- und währungskursbereinigten Umsätze im Geschäftsjahr 2017/18 um 6,1 % (Vj. 5,1 %). Einschließlich der Währungskurseffekte stiegen die flächenbereinigter Umsätze um 5,6 % (Vj. 4,6 %).

HORNBACH hat im abgelaufenen Geschäftsjahr seine Marktposition im übrigen Europa weiter verbessert. Dies wird im Vergleich unserer Umsatzentwicklung mit der Branchenperformance auf Landesebene deutlich. Nach den uns vorliegenden Umsatzindikationen für fünf Länder unseres Verbreitungsgebiets außerhalb Deutschlands schnitten wir im Kalenderjahr 2017 größtenteils deutlich besser ab als der jeweilige Durchschnitt der DIY-Branche.

Verantwortlich dafür sind inzwischen neben unseren etablierten stationären Bau- und Gartenmärkten auch in zunehmendem Umfang unsere E-Commerce-Aktivitäten. Im Geschäftsjahr 2017/18 sind wir mit dem erfolgreichen Start der HORNBACH-Onlineshops in der Slowakei, in Schweden und Rumänien nunmehr flächendeckend im gesamten Verbreitungsgebiet des Konzerns im DIY-Mehrkanalhandel tätig.

Dank unseres Handelsformats partizipierten wir auch 2017 am Wachstum im europäischen Bausektor, das maßgeblich vom Wohnungsbau getragen wurde. Vor allem bei größeren Bestandsmaßnahmen bzw. Renovierungsvorhaben rund um Haus, Wohnung und Garten genießt HORNBACH als Projektpartner in seinem internationalen Verbreitungsgebiet ein hohes Ansehen bei den Kunden. Eine Reihe internationaler Verbraucherstudien, wie beispielsweise der Kundenmonitor Österreich und sein Pendant für die Schweiz, dokumentieren auch für das abgelaufene Geschäftsjahr 2017/18 das hohe Maß an Kundenzufriedenheit mit der Marke HORNBACH. Dabei ziehen sich beispielsweise Spitzenbewertungen bei den Beurteilungskriterien "Globalzufriedenheit", "Auswahl und Angebotsvielfalt", "Preise im Vergleich zum Wettbewerb" oder auch "Preis-Leistungs-Verhältnis" oder "fachliche Beratung" wie ein roter Faden durch die Studienergebnisse der letzten Jahre.

Ertragskennzahlen HORNBACH Baumarkt AG Konzern

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Kennzahl (Mio. €, sofern nicht anders angegeben) 2017/18 2016/17 Veränderung
Nettoumsatz 3.891 3.710 4,9 %
EBITDA 182,7 173,6 5,2 %
EBIT 102,5 97,5 5,1 %
Bereinigtes EBIT 110,0 102,8 7,0 %
Konzernergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 80,9 79,3 2,0 %
Konzernjahresüberschuss 58,7 52,9 11,0 %
EBITDA-Marge 4,7 % 4,7 %
EBIT-Marge 2,6 % 2,6 %
Steuerquote 27,5 % 33,3 %

(Differenzen durch Rundung in Mio. €)

3.2 Ertragsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2017/18 haben wir die Erträge im HORNBACH Baumarkt AG Konzern im Vergleich zum Vorjahr gesteigert und die operative Ertragskraft verbessert.

Das bereinigte EBIT, das heißt das Betriebsergebnis vor nicht-operativen Sondereinflüssen, erhöhte sich leicht überproportional zum Umsatzwachstum um 7,0 % auf 110,0 Mio. €. Maßgeblich für diesen Anstieg waren die erfreulichen flächenbereinigten Umsatzsteigerungen der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte (währungsbereinigt plus 3,6 %) in Verbindung mit einer stabilen Handelsspanne. Überdies haben günstigere operative Kostenrelationen bei den Filialkosten und Voreröffnungskosten sowie ein höheres sonstiges Ergebnis zur positiven Ertragsentwicklung beigetragen. Dadurch wurde der überproportionale Anstieg der Verwaltungskosten, der durch nochmals erhöhte zukunftsorientierte Aufwendungen für die Digitalisierung geprägt war, mehr als ausgeglichen. Das Betriebsergebnis (EBIT) einschließlich nicht-operativer Ergebniseffekte nahm im Berichtsjahr um 5,1 % auf 102,5 Mio. € zu. Dank einer gesunkenen Steuerbelastung erhöhten sich der Konzernjahresüberschuss sowie das Ergebnis je Baumarkt-Aktie im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 10 %.

3.2.1 Ertragsentwicklung im HORNBACH Baumarkt AG Konzern

Das Ergebnis unbeeinflusst von Abschreibungen bzw. Zuschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) stieg im Konzern um 5,2 % auf 182,7 Mio. € (Vj. 173,6 Mio. €). Die EBITDA-Marge (in Prozent vom Nettoumsatz) blieb mit 4,7 % auf Vorjahresniveau. Das um nicht-operative Sondereinflüsse bereinigte EBIT erhöhte sich um 7,0 % auf 110,0 Mio. € (Vj. 102,8 Mio. €). Die bereinigte EBIT-Marge wird konstant mit 2,8 % ausgewiesen. Das EBIT wuchs im Geschäftsjahr 2017/18 trotz höherer außerplanmäßiger, nicht-operativer Ergebniseffekte um 5,1 % auf 102,5 Mio. € (Vj. 97,5 Mio. €). Die EBIT-Marge blieb unverändert bei 2,6 %.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung vom Konzernbetriebsergebnis (EBIT) auf das um nicht-operative Sondereinflüsse bereinigte EBIT (siehe auch Anmerkung 10).

Überleitung vom Konzernbetriebsergebnis (EBIT) auf das bereinigte EBIT nach Segmenten

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2017/18 in Mio. € 2016/17
in Mio. €
Segment Handel Segment Immobilien Zentralbereiche und Konsolidierung HORNBACH Baumarkt AG Konzern
Betriebsergebnis (EBIT) 40,4 74,3 -12,2 102,5
41,1 67,3 -10,9 97,5
Nicht-operative Ergebniseffekte 7,6 -0,1 0,0 7,5
5,0 0,3 0,0 5,3
Bereinigtes EBIT 48,0 74,3 -12,2 110,0
46,2 67,6 -10,9 102,8

(Differenzen durch Rundung in Mio. €)

Das Finanzergebnis verringerte sich im Geschäftsjahr 2017/18 von minus 18,2 Mio. € im Vorjahr auf minus 21.6Mio. € im Berichtsjahr. Ausschlaggebend hierfür waren im Wesentlichen negative Währungseffekte, die sich von minus 0,5 Mio. € auf minus 4,8 Mio. € erhöhten. Demgegenüber verbesserte sich das Zinsergebnis nur leicht um 4,9 % auf minus 16,8 Mio. € (Vj. minus 17,7 Mio. €). Das Ergebnis vor Steuern ist daher mit plus 2,0 % nur unterproportional zum Umsatzwachstum auf 80,9 Mio. € (Vj. 79,3 Mio. €) gestiegen.

Demgegenüber verzeichnete der Konzernjahresüberschuss einen überproportionalen Anstieg um 11,0 % auf 58.7Mio. € (Vj. 52,9 Mio. €). Die Steuern vom Einkommen und Ertrag verringerten sich deutlich vor 26,4 Mio. € auf 22,2 Mio. €. Der effektive Steuersatz auf Konzernebene ermäßigte sich dadurch von 33,3 % auf 27,5 %. Maßgeblicher Grund dafür war, dass die latenten Steuern von minus 4,7 Mio. € im Vorjahr auf plus 2,7 Mio. € drehten, im Wesentlichen bedingt durch die Abschreibungen von latenten Steuern auf Verlustvorträge im Vorjahr. Die Umsatzrendite nach Steuern stieg von 1,4 % auf 1,5 %. Das Ergebnis je Baumarkt-Aktie wird mit 1,84 € (Vj. 1,66 €) ausgewiesen.

3.2.2 Ertragsentwicklung im Segment Handel

Das Segment Handel umfasst das operative Einzelhandelsgeschäft innerhalb des Konzerns. Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2018 betreiben wir insgesamt 156 (Vj. 155) DIY-Einzelhandelsfilialen sowie Onlinehandel in den neun Ländern unseres europaweiten Verbreitungsgebiets.

Die Nettoumsätze des Segments erhöhten sich im Geschäftsjahr 2017/18 um 4,9 % auf 3.889 Mio. € (Vj. 3.708 Mio. €). Die Ertragskennzahlen vor außerplanmäßigen, nicht-operativen Ergebnisbelastungen in Höhe von insgesamt 7,6 Mio. € entwickelten sich positiv. Einschließlich dieser Sondereffekte waren die Gewinne des Segments Handel im gleichen Zeitraum leicht rückläufig.

Rohertragsmarge:

Der warenwirtschaftliche Rohertrag erhöhte sich im Geschäftsjahr 2017/18 um 5,0 % und damit proportional zum Umsatzanstieg auf 1.448,7 Mio. € (Vj. 1.379,6 Mio. €). Die Rohertragsmarge (Handelsspanne) blieb somit konstant bei 37,2 %. Hierbei hielten sich ertragsbelastende und -steigernde Faktoren die Waage. Bremsend wirkten unter anderem ungünstigere Einkaufskonditionen und höhere Abschriften. Positiv wirkten sich vor allem Veränderungen im Sortimentsmix, Margenvorteile aus dem steigenden Umsatzanteil von Eigenmarken sowie Verkaufspreisanpassungen aus.

Ertragskennzahlen Segment Handel

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Kennzahl
(Mio. €, sofern nicht anders angegeben)
2017/18 2016/17 Veränderung
Nettoumsatz 3.889 3.708 4,9 %
davon in Deutschland 2.071 2.041 1,5 %
davon im europäischen Ausland 1.818 1.668 9,0 %
Umsatzwachstum vergleichbare Fläche 3,6 % 3,0 %
EBITDA 79,9 80,7 -1,0 %
EBIT 40,4 41,1 -1,9 %
Bereinigtes EBIT 48,0 46,2 3,9 %
EBIT-Marge 1,0 % 1,1 %
Bereinigte EBIT-Marge 1,2 % 1,2 %
Handelsspanne 37,2 % 37,2 %
Filialkosten in % vom Nettoumsatz 31,4 % 31,6 %
Voreröffnungskosten in % vom Nettoumsatz 0,1 % 0,2 %
Verwaltungskosten in % vom Nettoumsatz 5,0 % 4,7 %

(Differenzen durch Rundung in Mio. €)

Filial-, Voreröffnungs- und Verwaltungskosten:

Die Filialkosten im Segment Handel stiegen leicht unterproportional zum Umsatzwachstum um 4,5 % auf 1.222,6 Mio. € (Vj. 1.170,3 Mio. €). Die Filialkostenquote sank von 31,6 % auf 31,4 %. Dies lag im Wesentlichen am überproportionalen Anstieg der Betriebskosten, während die Kosten für Personal (ohne Prämien), Mieten sowie Werbung nur unterproportional zulegten und die Versorgungskosten absolut leicht rückläufig waren. In den Filialkosten enthalten sind nicht-operative Ergebniseffekte in Höhe von rund 7,7 Mio. € (Vj. 5,0 Mio. €). Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen für belastende Verträge sowie außerplanmäßige Abschreibungen (Wertberichtigungen nach IAS 36). Die um diese Effekte bereinigte Filialkostenquote verminderte sich im Geschäftsjahr 2017/18 von 31,4 % auf 31,2 %.

Die Voreröffnungskosten bewegten sich im Geschäftsjahr 2017/18 mit 5,5 Mio. € leicht unter dem Vorjahreswert in Höhe von 5,7 Mio. €. Die Voreröffnungskostenquote sank von 0,2 % auf 0,1 %. In den Voreröffnungskosten des Vorjahres waren außerplanmäßige, nicht-operative Aufwendungen in Höhe von 0,3 Mio. € enthalten. Die bereinigte Voreröffnungskostenquote lag unverändert bei 0,1 %.

Die Verwaltungskosten erhöhten sich um 10,2 % von 174,7 Mio. € auf 192,6 Mio. €. Die Verwaltungskostenquote nahm deutlich von 4,7 % auf 5,0 % zu. Ausschlaggebend für diesen Anstieg sind insbesondere die im Berichtsjahr nochmals signifikant erhöhten zukunftsbezogenen Aufwendungen für die Digitalisierung unseres Geschäftsmodells sowie weitere Innovationsprojekte. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Kosten für den Betrieb des Onlinehandels und die für den Mehrkanalhandel notwendige Infrastruktur einschließlich Kundenservicecenter.

EBITDA, bereinigtes EBIT und EBIT:

Das EBITDA des Segments Handel erreichte im Geschäftsjahr 2017/18 mit einem Wert von 79,9 Mio. € nahezu den Vorjahreswert (Vj. 80,7 Mio. €). Das entspricht einer EBITDA-Marge von 2,1 % (Vj. 2,2 %). Das um nicht-operative Ergebniseffekte bereinigte EBIT des Segments wird mit 48,0 Mio. € (Vj. 46,2 Mio. €) ausgewiesen. Die bereinigte EBIT-Marge belief sich auf unverändert 1,2 %. Das Betriebsergebnis (EBIT) gab um 1,9 % auf 40,4 Mio. € (Vj. 41,1 Mio. €) nach. Die EBIT-Marge lag bei 1,0 % (Vj. 1,1 %).

Ertragskennzahlen Segment Immobilien

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Kennzahl
(Mio. €, sofern nicht anders angegeben)
2017/18 2016/17 Veränderung
Mieterträge 172,8 167,6 3,1 %
Immobilienkosten 99,0 99,3 -0,2 %
Ergebnis aus Vermietung 73,7 68,4 7,9 %
Immobilienergebnis 73,7 68,3 7,9 %
EBITDA 106,0 97,1 9,2 %
EBIT 74,3 67,3 10,4 %
Bereinigtes EBIT 74,3 67,6 9,9 %

(Differenzen durch Rundung in Mio. €)

3.2.3 Ertragsentwicklung im Segment Immobilien

Im Segment Immobilien sind sämtliche Immobilienaktivitäten des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns gebündelt. Hauptgeschäft ist der Bau und die anschließende konzerninterne Vermietung von Baumarktimmobilien, die entweder im Eigentum von Gesellschaften des Konzerns stehen oder nach der Errichtung an einen externen Investor verkauft und zurückgemietet wurden. Dem Segment Handel werden die jeweiligen Baumarktimmobilien zu einem vergleichbaren Mietzins und zu marktüblichen Konditionen weiterverrechnet. Die Erträge im Segment Immobilien haben sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht. Ausschlaggebend für den Gewinnanstieg waren im Wesentlichen höhere Mieten bei konstanten Immobilienkosten.

Ergebnis aus Vermietung und Immobilienergebnis:

Die Mieterträge im Segment Immobilien, die zu 99 % aus internen Mieterträgen bestehen, haben sich im Berichtsjahr expansionsbedingt um 3,1 % auf 172,8 Mio. € (Vj. 167,6 Mio. €) erhöht, während die Immobilienkosten mit 99,0 Mio. € nahezu konstant blieben (Vj. 99,3 Mio. €). Das Ergebnis aus Vermietung stieg im Geschäftsjahr 2017/18 um 7,9 % auf 73,7 Mio. € (Vj. 68,4 Mio. €). Bei vernachlässigbaren Verlusten aus Immobilienveräußerungen verbesserte sich das Immobilienergebnis um 7,9 % auf 73,7 Mio. € (Vj. 68,3 Mio. €).

EBITDA, bereinigtes EBIT und EBIT:

Das Ergebnis unbeeinflusst von Abschreibungen bzw. Zuschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) stieg im Berichtszeitraum 1. März 2017 bis 28. Februar 2018 um 9,2 % auf 106,0 Mio. € (Vj. 97,1 Mio. €). Das um nicht-operative Sondereffekte bereinigte EBIT erhöhte sich um 9,9 % auf 74,3 Mio. € (Vj. 67,6 Mio. €). Das EBIT im Segment Immobilien wuchs um 10,4 % auf 74,3 Mio. € (Vj. 67,3 Mio. €).

3.2.4 Ertragsentwicklung nach geografischen Regionen

Im Geschäftsjahr 2017/18 hat sich die Gewinnentwicklung in den Regionen Deutschland und übriges Europa unterschiedlich entwickelt. In Deutschland waren das EBIT sowie das bereinigte EBIT im Vergleich zum Vorjahr deutlich rückläufig. Demgegenüber legten die Kennzahlen im übrigen Europa signifikant zu; die Bedeutung der internationalen Aktivitäten für die Gewinnentwicklung im Konzern ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen.

Das EBITDA in Deutschland ging um 10,1 % auf 51,5 Mio. € (Vj. 57,3 Mio. €) zurück. Der inländische Anteil am EBITDA des Konzerns gab von 33 % auf 28 % nach. Das EBIT der Region Deutschland reduzierte sich von 12,2 Mio. € auf 3,9 Mio. €. Maßgeblich verantwortlich für diesen Rückgang sind nicht-operative Ergebnisbelastungen im Wesentlichen durch Rückstellungen für belastende Verträge bzw. Wertberichtigungen nach IAS 36 in Höhe von 7,5 Mio. € (Vj. 4,1 Mio. €), die im Berichtsjahr ausschließlich zu Lasten der inländischen Gewinnentwicklung gingen. Der Inlandsanteil auf Ebene des Betriebsergebnisses gab somit von 13 % auf 4 % nach. Die EBIT-Marge in Deutschland wird mit 0,2 % (Vj. 0,6 %) ausgewiesen. Das um nicht-operative Ertragsfaktoren bereinigte EBIT der Region Deutschland hat sich im Geschäftsjahr 2017/18 von 16,3 Mio. € auf 11,4 Mio. € verringert. Die bereinigte EBIT-Marge in Deutschland erreichte 0,6 % (Vj. 0,8 %).

Auf das übrige Europa entfielen im Berichtszeitraum mit 131,1 Mio. € (Vj. 116,5 Mio. €) rund 72 % (Vj. 67 %) des EBITDA im HORNBACH Baumarkt AG Konzern. Das EBIT außerhalb Deutschlands stieg um 15,3 % auf 98,5 Mio. € (Vj. 85,4 Mio. €). Der Auslandsanteil am EBIT erhöhte sich von 87 % auf 96 %. Die EBIT-Marge im übrigen Europa wird mit 5,4 % (Vj. 5,1 %) ausgewiesen. Die nicht-operativen Ergebniseffekte, die die Erträge des Vorjahres noch in Höhe von 1,2 Mio. € belastet hatten, waren im Geschäftsjahr 2017/18 vernachlässigbar. Das bereinigte EBIT der Region übriges Europa lag bei 98,5 Mio. € (Vj. 86,7 Mio. €). Somit erreichte die bereinigte EBIT-Marge außerhalb Deutschlands im Geschäftsjahr 2017/18 einen Wert von 5,4 % (Vj. 5,2 %).

3.3 Dividendenvorschlag

Vorstand und Aufsichtsrat der HORNBACH Baumarkt AG werden der Hauptversammlung am 5. Juli 2018 eine gleichbleibende Dividende in Höhe von 0,68 € je gewinnberechtigter Stückaktie vorschlagen. Es wird damit -unter Beachtung der Leistungsfähigkeit des Unternehmens - am Grundsatz der Dividendenkontinuität festgehalten. Vorbehaltlich des Beschlusses der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns erreicht die Ausschüttungsquote (Ausschüttungssumme im Verhältnis zum Konzernjahresüberschuss) im Geschäftsjahr 2017/18 dann 37 % (Vj. 41 %). Die Gesellschaft leistet damit einen Beitrag zu der Ausschüttungspolitik auf Ebene der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA, in der die Zielmarke einer Ausschüttungsquote von 30 % gilt.

4. Finanzlage

4.1 Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Finanzierungsmaßnahmen werden durch das Konzerntreasury der HORNBACH Baumarkt AG, in enger Abstimmung mit der jeweils finanzierenden Konzerngesellschaft, verantwortet. Durch die zentrale Organisation des Finanzmanagements sind ein einheitlicher Auftritt der HORNBACH-Gruppe an den Finanzmärkten und ein konzerneinheitliches Liquiditätsmanagement gewährleistet. Finanzierungshilfen in Form von Garantien und Patronatserklärungen werden von der HORNBACH Baumarkt AG nur für Tochtergesellschaften gewährt.

Die für ein effizientes Liquiditätsmanagement erforderlichen Informationen werden durch eine alle relevanten Gesellschaften berücksichtigende, monatlich aktualisierte, rollierende Konzernfinanzplanung mit einem Planungshorizont von zwölf Monaten sowie einer täglich aktualisierten kurzfristigen Finanzvorschau sichergestellt. Auf Basis der zur Verfügung stehenden Informationen wird zunächst der Finanzierungsbedarf einzelner Konzerneinheiten durch Liquiditätsüberschüsse anderer Konzerngesellschaften in Form eines Cash Poolings ausgeglichen und auf Basis konzerninterner Verrechnungsvereinbarungen marktgerecht verzinst. Soweit langfristiger Finanzierungsbedarf intern bereitgestellt wird, erfolgt dies auf Basis langfristiger interner Darlehensverträge, mit einer markt- und fristgerechten Verzinsung.

Der externe Finanzierungsbedarf wird durch Kreditaufnahmen bei Banken und am Kapitalmarkt gedeckt. Weiterhin wurden bisher Baumarktimmobilien nach ihrer Fertigstellung an Investoren verkauft und die Nutzung durch Mietverträge sichergestellt (Sale & Leaseback). Hierbei wurde die Klassifizierung als "Operating Lease" gemäß IAS 17 angestrebt. In Folge von Vertragsverlängerungen bestehender Sale & Leaseback-Verträge wurden in den Geschäftsjahren 2015/16 und 2016/17 einzelne Standorte in "Finance Lease" Verträge umklassifiziert. Aufgrund der bevorstehenden Neuerungen bei der Leasingbilanzierung nach IFRS 16 und dem Wegfall der Klassifizierung "Operating Lease" werden Leasinggeschäfte zukünftig, spätestens ab dem Geschäftsjahr 2019/20, grundsätzlich vergleichbar mit den Finance Lease-Verhältnissen gemäß IAS 17 ausgewiesen.

Externe Finanzierungen erfolgen üblicherweise in Form nicht besicherter Kredite sowie gegebenenfalls durch Immobilienverkäufe (Sale & Leaseback). Aufgrund der vorausschauenden Finanzpolitik von HORNBACH werden fällige Finanzverbindlichkeiten bei Bedarf frühzeitig refinanziert.

Gemäß den internen Risikogrundsätzen werden derivative Finanzinstrumente ausschließlich zu Sicherungszwecken gehalten. Im Anhang sind in den Erläuterungen zur Konzernbilanz die Nominalwerte sowie die Bewertungen der bestehenden derivativen Finanzinstrumente dargestellt.

4.2 Finanzschulden

Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2018 bestehen im HORNBACH Baumarkt AG Konzern Finanzschulden in Höhe von 424,1 Mio. € (Vj. 452,9 Mio. €). Die Reduzierung ist Folge von Schuldentilgungen und dem Verzicht auf die Aufnahme neuer Finanzmittel. Die Nettofinanzschulden sind ebenfalls von 339,9 Mio. € auf 321,9 Mio. € gesunken. Dabei reduzierten sich die flüssigen Mittel, insbesondere durch die Mittelverwendung für die Expansion, von 113,0 Mio. € im Vorjahr auf 102,1 Mio. € im Berichtsjahr. Die detaillierte Zusammensetzung der Finanzschulden zeigt die nachfolgende Tabelle.

Finanzschulden HORNBACH Baumarkt AG Konzern

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Art der Finanzierung Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten
in Mio. € bis 1 Jahr 1-2 Jahre 2-3 Jahre 3-4 Jahre 4-5 Jahre über 5 Jahre
Kurzfristige Bankverbindlich- keiten1) 0,4 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Hypothekendarlehen 0,6 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Anleihen2) 0,0 248,8 0,0 0,0 0,0 0,0
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 0,1 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Finanzierungsleasing 10,3 10,8 11,3 11,7 12,3 117,7
Summe Finanzschulden 11,4 259,6 11,3 11,7 12,3 117,7
Flüssige Mittel
Nettofinanzschulden
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Art der Finanzierung
in Mio. €
28.2.2018 Gesamt 28.2.2017 Gesamt
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten1) 0,4 13,9
Hypothekendarlehen 0,6 3,6
Anleihen2) 248,8 248,2
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 0,1 1,4
Finanzierungsleasing 174,1 185,7
Summe Finanzschulden 424,1 452,9
Flüssige Mittel 102,1 113,0
Nettofinanzschulden 321,9 339,9

(Differenzen durch Rundung in Mio. €)

1) Finanzierungen mit einer Nominallaufzeit von weniger als einem Jahr sowie Zinsabgrenzungen
2) Die Kosten im Zusammenhang mit der Aufnahme der Unternehmensanleihe werden anteilig auf deren Laufzeit verteilt.

Die kurzfristigen Finanzschulden (bis 1 Jahr) in Höhe von 11,4 Mio. € (Vj. 28,6 Mio. €) setzen sich aus dem kurzfristig fälligen Anteil langfristiger Finanzierungen in Höhe von 10,9 Mio. € (Vj. 13,3 Mio. €), Zinsabgrenzungen in Höhe von 0,4 Mio. € (Vj. 0,4 Mio. €), aus der Bewertung derivativer Finanzinstrumente in Höhe vor 0,1 Mio. € (Vj. 1,4 Mio. €) sowie kurzfristigen Finanzierungen in Höhe von 0,0 Mio. € (Vj. 13,5 Mio. €) zusammen.

Bei Finanzierungen genießt HORNBACH große Flexibilität und nutzt bei Bedarf ein breites Spektrum von unterschiedlichen Finanzierungsinstrumenten. Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2018 besteht als wesentliche Finanzierung die Unternehmensanleihe der HORNBACH Baumarkt AG über 250 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 15. Februar 2020 und einem Zinssatz von 3,875 %.

Daneben existiert im Konzern nur noch eine grundbuchlich besicherte Finanzierung in Höhe von 0,6 Mio. € (Vj. 3,6 Mio. €). Als Sicherheit hierfür bestehen Grundschulden in Höhe von 12,5 Mio. € (Vj. 36,6 Mio. €).

4.2.1 Kreditlinien

Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2018 verfügt der HORNBACH Baumarkt AG Konzern über 418,1 Mio. € (Vj. 321,0 Mio. €) freie Kreditlinien zu marktüblichen Konditionen. Diese beinhalten eine im Dezember 2017 abgeschlossene, bisher ungenutzte syndizierte Kreditlinie der HORNBACH Baumarkt AG in Höhe von 350 Mio. €, mit einer Laufzeit bis zum 22. Dezember 2022. Der Neuabschluss diente der vorzeitigen Refinanzierung des bisherigen Konsortialkredits in Höhe von 250 Mio. €, mit einer regulären Laufzeit bis zum 15. April 2019, zu verbesserten Konditionen. Die noch abgegrenzten Kosten der gekündigten alten Kreditlinie wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr ergebniswirksam erfasst.

Zwecks Gewährleistung einer möglichst umfangreichen Flexibilität verfügen alle wesentlichen Konzerngesellschaften über Kreditlinien in lokaler Währung, in der Regel bei lokalen Banken.

4.2.2 Verpflichtungsvereinbarungen

Bei den Kreditlinien sowie der Anleihe sind keine Sicherheiten in Form von Vermögenswerten eingebunden. Die Vertragsvereinbarungen erfordern aber die Einhaltung banküblicher Verpflichtungen (Covenants), deren Nichteinhaltung die Pflicht zur vorzeitigen Rückzahlung zur Folge haben kann. Diese betreffen regelmäßig "pari passu"- und "negative pledge"-Erklärungen sowie bei wesentlichen Finanzierungen auch "cross default"-Vereinbarungen.

Bei der syndizierten Kreditlinie der HORNBACH Baumarkt AG müssen zusätzlich bestimmte Finanzrelationen eingehalten werden. Diese Finanzkennzahlen werden auf Basis des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns ermittelt und erfordern einen Zinsdeckungsgrad in Höhe von mindestens 2,25 und eine Eigenkapitalquote in Höhe von mindestens 25 %. Außerdem wurden Höchstgrenzen grundbuchlich besicherter Finanzierungen sowie Finanzierungen durch Tochterunternehmen vereinbart. Beim oben genannten Neuabschluss des Konsortialkredits wurden die bevorstehenden Neuerungen bei der Leasingbilanzierung nach IFRS 16 und der Wegfall der Klassifizierung "Operating Lease" berücksichtigt. Entsprechend der Definition im Konsortialvertrag werden Leasingverbindlichkeiten, deren Klassifizierung gemäß den vor dem 1. Januar 2019 geltenden IFRS Grundsätzen als "Operating Lease" erfolgt, nicht als Finanzverbindlichkeiten behandelt. Dadurch bleiben diese Verpflichtungen, unter anderem bei der Berechnung der Finanzkennzahlen, für die Laufzeit der Kreditlinie, unberücksichtigt.

Im Rahmen des internen Risikomanagements werden regelmäßig der Zinsdeckungsgrad, der dynamische Verschuldungsgrad, die Eigenkapitalquote, die vereinbarten Finanzierungshöchstgrenzen sowie die Unternehmensliquidität (flüssige Mittel plus freie bestätigte Kreditlinien) überwacht. Quartalsweise werden weitere Kennzahlen berechnet. Bei Unterschreitung bestimmter Sollgrößen werden frühzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen getroffen. Sämtliche Covenants wurden im Berichtsjahr stets eingehalten. Weitere Informationen zu den Finanzschulden finden sich im Anhang.

4.3 Flüssige Mittel

Die Aufrechthaltung eines umfangreichen Liquiditätsspielraums in Form von flüssigen Mitteln sowie freier Kreditlinien hat weiterhin einen hohen Stellenwert. In Folge der fortschreitenden expansiven Zinspolitik der EZB ist es aber zunehmend schwieriger, bei einer für den Ausweis von flüssigen Mitteln erforderlichen Begrenzung der Anlagedauer auf maximal drei Monate, negative Einlagezinsen zu vermeiden.

Zur Entschärfung der Anlageproblematik wurden die flüssigen Mittel von 113,0 Mio. € im Vorjahr auf 102,1 Mio. € zum Bilanzstichtag weiter reduziert. Dazu wurden, unter Verwendung der liquiden Mittel des Konzerns, Investitionen ohne externe Finanzierung abgedeckt und bestehende externe Finanzierungen bei Fälligkeit ohne Refinanzierung zurückgeführt. Die im Vorjahr in kurzfristige Finanzanlagen investierten Finanzmittel in Höhe von 30 Mio. € wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgelöst und den flüssigen Mitteln zugeführt. In der Kapitalflussrechnung wird die Umschichtung als Mittelzufluss aus Investitionstätigkeit unter der Position "Einzahlungen/Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition" ausgewiesen.

Finanzkennzahlen HORNBACH Baumarkt AG Konzern

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Kennzahl Definition 28.2.2018 28.2.2017
Nettofinanzschulden Kurzfristige Finanzschulden + langfristige Finanzschulden - Flüssige Mittel Mio. € 321,9 339,9
Zinsdeckungsgrad Adjusted* EBITDA / Bruttozinsaufwand 11,0 9,8
Dynamischer Verschuldungsgrad Nettofinanzschulden / Adjusted* EBITDA 1,7 1,9

* Herausrechnung der Veränderung langfristiger Rückstellungen (provisions) sowie der Gewinne/Verluste aus dem Verkauf von Anlagevermögen gemäß Kapitalflussrechnung

Durch die breite Streuung der Unternehmensliquidität und den dargestellten Abbau der flüssigen Mittel konnten bisher die am Geldmarkt vorherrschenden negativen Anlagesätze oder auch relevante "Verwahrentgelte" auf laufenden Konten - ohne Änderung der sicherheitsorientierten Anlagestrategie - vermieden werden.

Da im Rahmen des Finanzmanagements die Reduzierung der flüssigen Mittel um 10,9 Mio. € mit einer Erhöhung der syndizierten Kreditlinie um 100 Mio. € auf 350 Mio. € als reine Backup-Linie einherging, konnte die erforderliche Liquiditätssicherheit auf hohem Niveau gehalten werden.

4.4 Kapitalflussrechnung und Investitionen

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Kapitalflussrechnung (verkürzt)
in Mio. €
2017/18 2016/17
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 134,1 115,2
davon "Funds from Operations"1) 145,3 144,3
davon Veränderung Working Capital2) -11,2 -29,1
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -96,2 -185,4
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -47,7 -100,1
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands -9,8 -170,4

(Differenzen durch Rundung in Mio. €)

1) Konzernergebnis nach Steuern plus Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens plus Veränderungen der Rückstellungen minus Gewinne/plus Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen plus/minus sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge
2) Differenz aus "Veränderungen der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva" und "Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva"

Im Geschäftsjahr 2017/18 wurden im Konzern der HORNBACH Baumarkt AG insgesamt 128,7 Mio. € (Vj. 157,0 Mio. €) überwiegend in Grundstücke, Gebäude sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung für bestehende sowie im Bau befindliche Bau- und Gartenmärkte investiert. Die Mittel für die zahlungswirksamen Investitionen in Höhe von 128,7 Mio. € (Vj. 157,0 Mio. €) konnten vollständig aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 134,1 Mio. € (Vj. 115,2 Mio. €) gewonnen werden. Für neue Immobilien einschließlich in Bau befindlicher Objekte wurden rund 56 % der Investitionssumme ausgegeben. Rund 44 % der Investitionssumme wurden im Wesentlichen für Ersatz und Erweiterung der Betriebs- und Geschäftsausstattung aufgebracht. Dabei entfielen auf das Segment Handel 43,8 Mio. € (Vj. 37,6 Mio. €) im Wesentlichen für Ersatz und Erweiterung der Betriebs- und Geschäftsausstattung, auf das Segment Immobilien 71,1 Mio. € (Vj. 94,1 Mio. €) für neue Immobilien einschließlich in Bau befindlicher Objekte sowie auf die Zentralbereiche und Konsolidierung 13,7 Mio. € (Vj. 25,4 Mio. €).

Die bedeutendsten Investitionsprojekte betrafen Bauleistungen für Bau- und Gartenmärkte, die im abgelaufenen Geschäftsjahr eröffnet wurden oder in den folgenden Geschäftsjahren eröffnet werden, den Umbau und die Erweiterung bestehender Märkte, den Erwerb von Grundstücken für die weitere Expansion, Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie in immaterielle Vermögenswerte, insbesondere Software.

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich im Geschäftsjahr 2017/18 gegenüber dem Vorjahr von 115,2 Mio. € auf 134,1 Mio. €. Der Mittelzufluss aus dem operativen Geschäft ("Funds from operations") blieb mit 145,3 Mio. € nahezu konstant (Vj. 144,3 Mio. €). Erhöhten Mittelzuflüssen in Folge von flächenbereinigten Umsatzsteigerungen sowie günstigeren operativen Kostenrelationen stand eine Verminderung in Höhe von 2,3 Mio. € aus sonstigen nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträgen gegenüber (Vj. Zufluss in Höhe von 6,9 Mio. €). Aus der Veränderung des Working Capitals ergab sich ein Mittelabfluss von 11,2 Mio. € (Vj. minus 29,1 Mio. €). Dieser resultiert im Wesentlichen aus dem expansionsbedingten Aufbau der Vorräte, der durch eine Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nur teilweise ausgeglichen wurde.

Der Zahlungsmittelabfluss aus der Investitionstätigkeit reduzierte sich von 185,4 Mio. € auf 96,2 Mio. €. Den um 28,3 Mio. € auf 128,7 Mio. € gesunkenen Investitionen standen dabei Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens in Höhe von 2,4 Mio. € (Vj. 1,6 Mio. €) gegenüber. Dagegen wurden im Berichtszeitraum kurzfristige Finanzanlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von mehr als drei Monaten in Höhe von 30 Mio. € in flüssige Mittel umgeschichtet und als Mittelzufluss aufgrund von Finanzanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition ausgewiesen. Wie im Vorjahr wurde im Geschäftsjahr 2017/18 kein Bau- und Gartenmarkt im Rahmen einer Sale & Leaseback-Transaktion veräußert.

Der Zahlungsmittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit summierte sich im Geschäftsjahr 2017/18 auf 47,7 Mio. € nach einem Abfluss in Höhe von 100,1 Mio. € im Vorjahr. Dabei stand den planmäßigen Tilgungen langfristiger Finanzschulden in Höhe von 3,1 Mio. € keine Neuaufnahme von langfristigen Krediten gegenüber. Die kurzfristigen Finanzkredite und Finanzierungsleasing-Verbindlichkeiten reduzierten sich um 23,0 Mio. €, nach einer Zunahme in Höhe von 5,1 Mio. € im Vorjahr. Die gezahlten Dividenden an Gesellschafter in Höhe von 21,6 Mio. € blieben auf Vorjahresniveau.

4.5 Rating

Seit 2004 wird die Bonität des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns von den international führenden Ratingagenturen Standard & Poor's und Moody's Investors Service bewertet. Bis zum Abschluss dieses Berichts bestätigten beide Agenturen ihre Ratings in den letztaktuellen Publikationen mit "BB+" und einem stabilen Ausblick bei Standard & Poor's sowie "Ba1" und einem stabilen Ausblick bei Moody's.

5. Vermögenslage

Bilanz HORNBACH Baumarkt AG Konzern (Kurzfassung)

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Mio. € 28.2.2018 28.2.2017 Veränderung
Langfristiges Vermögen 1.173,2 1.131,7 3,7 %
Kurzfristiges Vermögen 824,5 828,2 -0,4 %
Vermögenswerte 1.997,7 1.959,9 1,9 %
Eigenkapital 1.048,8 1.010,6 3,8 %
Langfristige Schulden 496,3 503,4 -1,4 %
Kurzfristige Schulden 452,6 445,8 1,5 %
Eigen- und Fremdkapital 1.997,7 1.959,9 1,9 %

(Differenzen durch Rundung in Mio. €)

Die Konzernbilanzsumme erhöht sich im Vergleich zum Vorjahr leicht um 37,9 Mio. € auf 1.997,7 Mio. € (+1,9 %). Das bilanzielle Eigenkapital im Konzern wird zum Ende des Geschäftsjahres mit 1.048,8 Mio. € (Vj. 1.010,6 Mio. €) ausgewiesen. Die Eigenkapitalquote steigt von 51,6 % im Vorjahr auf 52,5 % zum Ende des Geschäftsjahres 2017/18.

5.1 Langfristiges und kurzfristiges Vermögen

Das langfristige Vermögen beträgt zum Bilanzstichtag 1.173,2 Mio. € (Vj. 1.131,7 Mio. €) und damit rund 59 % (Vj. 58 %) der Bilanzsumme. Die Sachanlagen und fremdvermieteten Immobilien und Vorratsgrundstücke steigen um 35,8 Mio. € von 1.103,3 Mio. € auf 1.139,1 Mio. € (plus 3,2 %). Dabei stehen den Sachanlagezugängen in Höhe von 120,9 Mio. € Abschreibungen in Höhe von 76,2 Mio. €, Umbuchungen in Höhe von minus 0,3 Mio. € sowie Anlageabgänge in Höhe von 2,0 Mio. € gegenüber. Durch Währungskursanpassung vermindern sich die Sachanlagen und fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke um 6,6 Mio. €.

Die übrigen langfristigen Forderungen und Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen Kautionen zur Sicherung möglicher Kaufpreisminderungsansprüche. Die Veränderung der aktiven latenten Steuern resultiert im Wesentlichen aus der Anpassung temporärer Bewertungsunterschiede bei der Bildung von Rückstellungen und bei Finance Lease.

Das kurzfristige Vermögen vermindert sich um 0,4 % von 828,2 Mio. € auf 824,5 Mio. € bzw. rund 41 % (Vj. 42 %) der Bilanzsumme. Dabei steigen die Vorräte expansionsbedingt von 626,1 Mio. € auf 657,8 Mio. €. Demgegenüber verringern sich die flüssigen Mittel von 113,0 Mio. € im Vorjahr auf 102,1 Mio. € im Berichtsjahr. Trotz des Anstiegs der Vorräte konnte der Lagerumschlag mit 3,84 nahezu auf unverändert hohem Vorjahresniveau (3,87) gehalten werden. Die kurzfristigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte (einschließlich Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, ohne kurzfristige finanzielle Vermögenswerte) erhöhen sich um 5,5 Mio. € auf 64,6 Mio. €. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der sonstigen Forderungen. Dem stehen niedrigere kurzfristige Steuerforderungen vom Einkommen und vom Ertrag gegenüber.

5.2 Langfristige und kurzfristige Schulden

Die Verbindlichkeiten inklusive der Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag 948,9 Mio. € gegenüber 949,2 Mio. € im Vorjahr. Die langfristigen Schulden verminderten sich von 503,4 Mio. € auf 496,3 Mio. €. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der langfristigen Finanzschulden von 424,3 Mio. € auf 412,6 Mio. € bedingt durch die Verminderung der Leasingverbindlichkeiten gemäß IAS 17. Langfristige Schulden gegenüber Kreditinstituten bestehen zum Bilanzstichtag nicht mehr (Vj. 0,6 Mio. €). Die Rückstellungen für Pensionen sinken von 15,2 Mio. € im Vorjahr auf 10,8 Mio. €. In den langfristigen Schulden sind darüber hinaus passive latente Steuern in Höhe von 26,0 Mio. € (Vj. 27,5 Mio. €) enthalten. Gegenläufig entwickeln sich die sonstigen langfristigen Schulden, die im Stichtagsvergleich von 36,4 Mio. € auf 46,9 Mio. € steigen. Die kurzfristigen Schulden erhöhen sich von 445,8 Mio. € auf 452,6 Mio. €. Die kurzfristigen Finanzschulden verringern sich im Wesentlichen bedingt durch den Rückgang der laufenden Bankverbindlichkeiten von 28,6 Mio. € auf 11,4 Mio. €. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige Verbindlichkeiten belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 341,7 Mio. € gegenüber 327,1 Mio. € im Vorjahr. Die sonstigen Rückstellungen und abgegrenzten Schulden nehmen um 11,1 Mio. € von 76,7 Mio. € auf 87,8 Mio. € zu, in erster Linie wegen höherer Rückstellungen für Mitarbeiterprämien und sonstiger Personalrückstellungen für Resturlaube, Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Die Nettoverschuldung im HORNBACH Baumarkt AG Konzern, das heißt die Finanzschulden abzüglich der flüssigen Mittel, sinkt von 339,9 Mio. € auf 321,9 Mio. €.

5.3 Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente und Mietverpflichtungen

Neben den im Eigentum des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns stehenden Bau- und Gartenmärkten und 11 (Vj. 12) im Rahmen von Finance Lease genutzten Bau- und Gartenmärkten sind 43 (Vj. 43) Märkte sowie ein Logistikzentrum von der Schwestergesellschaft HORNBACH Immobilien AG oder deren Tochtergesellschaften sowie 57 (Vj. 56) Bau- und Gartenmärkte von fremden Dritten gemietet. Außerdem bestehen in geringerem Umfang weitere Erbpacht-, Pacht- und Mietverträge für Grundstücke.

Bei den Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Erbbaurechts- und Leasingverträgen handelt es sich ausschließlich um solche Mietverträge, bei denen die Unternehmen des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns nach den IFRS-Rechnungslegungsstandards nicht der wirtschaftliche Eigentümer der gemieteten Vermögenswerte sind (Operating Lease). Mietverträge bestehen im Wesentlichen für Bau- und Gartenmärkte im In- und Ausland. Die Laufzeit der Mietverträge beträgt üblicherweise zwischen 15 und 20 Jahre, mit anschließenden Mietverlängerungsoptionen. Es bestehen Mietanpassungsklauseln.

Zum 28. Februar 2018 betragen die Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Erbbaurechts- und Leasingverträgen 985,0 Mio. € (Vj. 1.013,1 Mio. €).

Bilanzkennzahlen HORNBACH Baumarkt AG Konzern

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Kennzahl Definition 28.2.2018 28.2.2017
Eigenkapitalquote Eigenkapital / Bilanzsumme % 52,5 51,6
Eigenkapitalrendite Jahresüberschuss / durchschnittliches Eigenkapital % 5,7 5,3
Gesamtkapitalrendite NOPAT1) / durchschnittliches Gesamtkapital2) % 5,3 5,4
Verschuldungskoeffizient (Gearing) Nettoverschuldung / Eigenkapital % 30,7 33,6
Zugänge Anlagevermögen inklusive Anzahlungen auf Grundstücke Zugänge Anlagevermögen inklusive Anzahlungen auf Grundstücke Mio. € 128,7 176,1
Net Working Capital Vorräte und Forderungen abzgl. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Mio. € 468,7 470,7
Lagerumschlagshäufigkeit Materialeinsatz / durchschnittliche Vorräte 3,8 3,9

1) "Net operating profit after tax", definiert als EBIT minus standardisierte Steuerquote im HORNBACH-Konzern von unverändert 30 %
2) Durchschnittliches Gesamtkapital definiert als durchschnittliches Eigenkapital plus durchschnittliche Nettoverschuldung

6. Erläuterungen zum Jahresabschluss

der HORNBACH Baumarkt AG (gemäß HGB)

Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB (Kurzfassung)

HORNBACH Baumarkt AG

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T€ 2017/18 2016/17
Umsatzerlöse 2.514.096 2.436.132
Andere aktivierte Eigenleistungen 622 378
Sonstige betriebliche Erträge 14.090 12.144
Materialaufwand 1.702.936 1.649.262
Rohergebnis 825.872 799.392
Personalaufwand 414.974 395.720
Abschreibungen 37.630 34.870
Sonstige betriebliche Aufwendungen 370.823 355.521
Betriebliches Ergebnis 2.445 13.281
Finanzergebnis 15.180 44.572
Steuern 2.592 3.280
Ergebnis nach Steuern 15.033 54.573
Sonstige Steuern 1.004 935
Jahresüberschuss 14.029 53.638
Entnahme aus (Vj. Einstellung in) Gewinnrücklagen 7.600 -26.818
Bilanzgewinn 21.629 26.820

(Differenzen durch Rundung in Mio. €)

Die HORNBACH Baumarkt AG mit Sitz in Bornheim bei Landau (Pfalz) stellt ihren Jahresabschluss nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) auf. Sie ist das Mutterunternehmen des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns. Die HORNBACH Baumarkt AG enthält das operative Einzelhandelsgeschäft der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte in Deutschland sowie die Zentralfunktionen des Konzerns wie zum Beispiel Finanz- und Rechnungswesen, Informationstechnologie, Steuern, Recht und Personal.

6.1 Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen für unser operatives Geschäft in Deutschland sind im Kapitel 1. "Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen" dieses Wirtschaftsberichts ausführlich beschrieben.

6.2 Entwicklung des Filialnetzes

Im Berichtsjahr 2017/18 hat HORNBACH in Deutschland einen neuen Bau- und Gartenmarkt in Halle (Sachsen-Anhalt) in Betrieb genommen. Der Standort Hanau (Hessen) wurde planmäßig wegen fehlender Erweiterungsperspektiven geschlossen. Damit betreiben wir zum 28. Februar 2018 deutschlandweit 98 Einzelhandelsfilialen (28. Februar 2017: 98). Die Verkaufsfläche in Deutschland beläuft sich auf rund 1.052.000 qm (Vj. 1.049.000 qm).

6.3 Ertragslage

6.3.1 Umsatzentwicklung

Der Nettoumsatz (ohne Umsatzsteuer) der HORNBACH Baumarkt AG stieg im Berichtsjahr 2017/18 vor 2.436 Mio. € um 3,2 % auf 2.514 Mio. €. In den Umsatzerlösen sind 378 Mio. € (Vj. 349 Mio. €) aus Lieferungen der HORNBACH-Logistikzentren an unsere ausländischen Tochtergesellschaften enthalten. Maßgeblich für den Geschäftsverlauf der HORNBACH Baumarkt AG war die Entwicklung der inländischen flächenbereinigten Umsätze, die wir im Kapitel "3.1.3 Flächenbereinigte Umsätze" im Detail erläutern.

6.3.2 Ertragsentwicklung

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen sonstigen betrieblichen Erträge, die hauptsächlich Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Währungsgewinne umfassen, sind um 2,0 Mio. € auf 14,1 Mio. € (Vj. 12,1 Mio. €) gestiegen.

Der Materialaufwand ist um 3,3 % auf 1.702,9 Mio. € (Vj. 1.649,3 Mio. €) gewachsen. Das Rohergebnis betrug 825,9 Mio. € bzw. 32,8 % der Nettoumsätze im Vergleich zu 799,4 Mio. € bzw. 32,8 % im Vorjahr. Die Personalaufwendungen sind überproportional zum Nettoumsatz im Wesentlichen wachstumsbedingt und durch höhere Prämienrückstellungen von 395,7 Mio. € um 4,9 % auf 415,0 Mio. € gestiegen. Die Abschreibungen lagen mit 37,6 Mio. € um 7,9 % über dem Niveau des Vorjahres (34,9 Mio. €).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von 355,5 Mio. € im Vorjahr auf 370,8 Mio. € erhöht. Dies resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Kursverlusten, höheren externen Beratungskosten sowie gestiegenen Instandhaltungsaufwendungen.

Das betriebliche Ergebnis lag mit 2,4 Mio. € deutlich unter dem Vorjahresniveau (13,3 Mio. €). Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen höhere Personalkosten (plus 19,3 Mio. €) sowie gestiegene sonstige betriebliche Aufwendungen (plus 15,3 Mio. €) und höhere Abschreibungen (plus 2,8 Mio. €).

Das Finanzergebnis (inklusive Beteiligungsergebnis) ist um 29,4 Mio. € auf 15,2 Mio. € im Berichtsjahr gesunken (Vj. 44,6 Mio. €). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus einem von 55,5 Mio. € auf 24,6 Mio. € gesunkenen Beteiligungsergebnis infolge einer niedrigeren Ergebnisabführung der HORNBACH International GmbH.

Im Geschäftsjahr 2017/18 haben die HORNBACH Baumarkt (Schweiz) AG, Schweiz, die HORNBACH Baumarkt CS spol s.r.o., Tschechien, sowie die HORNBACH Baumarkt Luxemburg SARL, Luxemburg, Gewinnausschüttungen in Höhe von insgesamt 49,1 Mio. € (Vj. 54,1 Mio. €) an die HORNBACH International GmbH vorgenommen.

Darüber hinaus war die HORNBACH International GmbH im Berichtsjahr 2017/18 von der ertragswirksamen Abschreibung des Beteiligungsbuchwerts an der schwedischen Tochtergesellschaft HORNBACH Byggmarknad AB in Höhe von 25,7 Mio. € belastet, was die Ergebnisabführung an die HORNBACH Baumarkt AG entsprechend verminderte.

Die Zinserträge und Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens stiegen von 2,9 Mio. € auf 3,2 Mio. €. Die Zinsaufwendungen des Berichtsjahres lagen mit 12,7 Mio. € um 8,6 % unter dem Wert des Vorjahres (13,9 Mio. €).

Vor dem Hintergrund der beschriebenen Einflussfaktoren sank der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2017/18 von 53,6 Mio. € auf 14,0 Mio. €.

Bilanz nach HGB (Kurzfassung)

HORNBACH Baumarkt AG

Aktiva

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28.2.2018
T€
28.2.2017
T€
Immaterielle Vermögensgegenstände 13.935 11.276
Sachanlagen 291.338 288.492
Finanzanlagen 277.922 223.564
Anlagevermögen 583.195 523.332
Vorräte 416.903 401.122
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 143.042 165.362
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 58.159 93.540
Umlaufvermögen 618.104 660.024
Rechnungsabgrenzungsposten 5.295 5.422
Aktive latente Steuern 5.421 4.350
Bilanzsumme 1.212.015 1.193.128

Passiva

Eigenkapital 608.639 616.296
Rückstellungen 66.842 57.679
Verbindlichkeiten 527.300 510.202
Rechnungsabgrenzungsposten 9.234 8.951
Bilanzsumme 1.212.015 1.193.128

6.4 Vermögenslage

Mit 1.212,0 Mio. € liegt die Bilanzsumme zum 28. Februar 2018 um 18,9 Mio. € bzw. 1,6 % über dem Vorjahreswert (1.193,1 Mio. €).

Das Anlagevermögen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 583,2 Mio. € bzw. 48,1 % der Bilanzsumme (Vj. 523,3 Mio. € bzw. 43,9 %). Die Sachanlagen steigen im Wesentlichen durch Investitionen in Höhe von 37,0 Mio. € bei gleichzeitigen Abschreibungen in Höhe von 33,0 Mio. € und Buchwertabgängen in Höhe von 1,2 Mio. € auf 291,3 Mio. € (Vj. 288,5 Mio. €).

Die Finanzanlagen erhöhen sich bedingt durch langfristige Darlehen an zwei niederländische Konzerngesellschaften per saldo um 44,4 Mio. € sowie in Höhe von 10,0 Mio. € durch einen Anstieg der Beteiligung an der HORNBACH International GmbH von 223,6 Mio. € auf 277,9 Mio. €.

Das Umlaufvermögen beträgt zum Bilanzstichtag 618,1 Mio. € (Vj. 660,0 Mio. €). Die Vorräte steigen expansionsbedingt um 3,9 % bzw. 15,8 Mio. € auf 416,9 Mio. € (Vj. 401,1 Mio. €). Der Lagerumschlag liegt im Geschäftsjahr 2017/18 mit 4,2 auf dem Vorjahresniveau. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen vermindern sich um 30,0 Mio. € auf 100,0 Mio. € (Vj. 130,1 Mio. €). Der Rückgang der Forderungen im Geschäftsjahr 2017/18 resultiert im Wesentlichen aus der im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen kurzfristigen Finanzierung der Konzerngesellschaften. Die flüssigen Mittel gehen insbesondere infolge der Gewährung von langfristigen Darlehen an zwei Konzerngesellschaften um 35,4 Mio. € auf 58,2 Mio. € (Vj. 93,5 Mio. €) zurück.

Die aktiven latenten Steuern bewegen sich mit 5,4 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres (Vj. 4,4 Mio. €).

Das Eigenkapital liegt zum 28. Februar 2018 mit 608,6 Mio. € um 1,2 % unter dem Niveau des Vorjahres (616,3 Mio. €). Die Eigenkapitalquote wird mit 50,2 % (Vj. 51,7 %) ausgewiesen. Die Rückstellungen erhöhten sich zum Bilanzstichtag von 57,7 Mio. € auf 66,8 Mio. €. Dies ist im Wesentlichen auf höhere Rückstellungen für Prämien zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtag mit 527,3 Mio. € um 17,1 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres (510,2 Mio. €) ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gehen bedingt durch planmäßige Tilgung von 13,7 Mio. € im Vorjahr auf 0,4 Mio. € zurück. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen mit 174,9 Mio. € auf Vorjahresniveau. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die im Wesentlichen aus der Konzernfinanzierung resultieren, haben sich im Geschäftsjahr 2017/18 von 33,2 Mio. € auf 60,1 Mio. € erhöht.

6.5 Finanzlage

Hinsichtlich der Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements, der Erläuterung der Finanzschulden und Kapitalstruktur verweisen wir auf Kapitel 4.1.

Das Eigenkapital (nach avisierter Dividendenausschüttung) deckt rund 104 % des Anlagevermögens. Im Geschäftsjahr 2017/18 wurden in der HORNBACH Baumarkt AG insgesamt 44,3 Mio. € (Vj. 58,0 Mio. €) in immaterielle Vermögensgegenstände, Grundstücke, Gebäude sowie in Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert. Die Investitionen in Grundstücke und Gebäude beliefen sich auf 12,0 Mio. €. Weitere 25,0 Mio. € wurden für Ersatz und Erweiterung der Betriebs- und Geschäftsausstattung verwendet. 7,3 Mio. € (Vj. 6,5 Mio. €) des Investitionsvolumens entfielen auf entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände. Darüber hinaus erhöhten sich die Finanzanlagen im Wesentlichen durch langfristige Darlehensgewährung an zwei Konzerngesellschaften sowie eine Kapitalerhöhung.

6.6 Gesamtbeurteilung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der HORNBACH Baumarkt AG

Trotz einer positiven Umsatzperformance ist das betriebliche Ergebnis der HORNBACH Baumarkt AG im Geschäftsjahr 2017/18 deutlich zurückgegangen. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem überproportionalen Anstieg der Personalkosten, der Abschreibungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Der markante Rückgang des Jahresüberschusses von 53,6 Mio. € auf 14,0 Mio. € ist maßgeblich geprägt durch die stark rückläufige Ergebnisabführung der HORNBACH International GmbH an die HORNBACH Baumarkt AG, bedingt durch die Abschreibung des Beteiligungsbuchwerts einer schwedischen Tochtergesellschaft in Höhe von 25,7 Mio. €. Das Anlagevermögen und rund 45 % des Umlaufvermögens sind langfristig durch Eigenkapital (nach avisierter Dividendenausschüttung) sowie langfristiges Fremdkapital finanziert. In der Gesamtschau stellt sich die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft insgesamt zufriedenstellend dar.

6.7 Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns der HORNBACH Baumarkt AG

Die HORNBACH Baumarkt AG hat das Geschäftsjahr 2017/18 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 14.028.890,30 € abgeschlossen.

Der Vorstand schlägt nach Entnahme von 7.599.869,70 € aus den anderen Gewinnrücklagen vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 21.628.760,00 € wie folgt zu verwenden:

0,68 € Dividende je Aktie mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 3,00 € auf 31.807.000 Stammaktien

Dividendenausschüttung: 21.628.760,00 €

Nichtfinanzielle Erklärung

Die HORNBACH Baumarkt AG macht von der Möglichkeit Gebrauch, sich nach §§ 289b Absatz 2, 315b Absatz 2 HGB von der Pflicht zur Erweiterung des zusammengefassten Lageberichts um eine zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung zu befreien. Die HORNBACH Baumarkt AG wird in den Konzernlagebericht des Mutterunternehmens HORNBACH Holding AG & Co. KGaA einbezogen. Die HORNBACH Holding AG & Co. KGaA gibt für das Geschäftsjahr 2017/18 eine nichtfinanzielle Konzernerklärung nach § 315b HGB ab, die zeitgleich mit dem Geschäftsbericht als gesonderter nichtfinanzieller Konzernbericht auf der Unternehmenswebseite veröffentlicht wird (www.hornbach-gruppe.de/NFE).

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag 28. Februar 2018 bis zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Geschäftsberichts sind keine Ereignisse eingetreten, die für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der HORNBACH Baumarkt AG sowie des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns von wesentlicher Bedeutung wären.

Risikobericht

1. Risikomanagement im Konzern

Jedes unternehmerische Handeln ist unmittelbar mit Chancen und Risiken verbunden. Daher ist ein wirksames Management der Chancen und Risiken ein bedeutender Erfolgsfaktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmenswertes. Der Vorstand der HORNBACH Baumarkt AG bekennt sich in diesem Zusammenhang zu einer risikobewussten Unternehmensführung, bei der die Sicherung des Fortbestands des Gesamtunternehmens und seiner Beteiligungsgesellschaften immer höchste Priorität hat. Durch das vom Vorstand implementierte Risikomanagementsystem (RMS) soll die Risikofrüherkennung mit dem Ziel der proaktiven Risikosteuerung kontinuierlich verbessert sowie eine stetige Optimierung des Chancen-Risiko-Profils erreicht werden. Davon abgeleitet hat der Vorstand Grundsätze verabschiedet.

2. Risikopolitische Grundsätze

Die Erzielung eines wirtschaftlichen Erfolgs ist zwangsweise mit Risiken verbunden. Keine Handlung oder Entscheidung darf aber ein existenzielles Risiko, das heißt ein den Fortbestand des Unternehmens oder eines Teilbetriebs gefährdendes Risiko nach sich ziehen. Risiken, die sich weder auf Kern- noch auf Unterstützungsprozesse beziehen, werden vom Konzern grundsätzlich nicht eingegangen. Kernprozesse sind hierbei die Entwicklung und Umsetzung der jeweiligen Geschäftsmodelle, die Beschaffung der Waren und Dienstleistungen, Standortentscheidungen, die Sicherstellung der Liquidität sowie die Entwicklung von Fach- und Führungskräften. Eingegangene Ertragsrisiken müssen durch die erwartete Rendite angemessen prämiert werden. Maßgebliche Kennziffern hierbei basieren auf der Verzinsung des eingesetzten Kapitals. Nicht vermeidbare Risiken sind - soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll - zu versichern. Restrisiken müssen mit dem Instrumentarium des Risikomanagements gesteuert werden.

3. Organisation und Prozess

Das im HORNBACH Baumarkt AG Konzern bestehende Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Es setzt sich dabei aus den zentralen Bestandteilen Risikofrüherkennung, Controlling- und Planungsprozesse, dem Berichtswesen sowie einem Internen Kontrollsystem (IKS) zusammen. Es wird kontinuierlich weiterentwickelt und optimiert. Die Verantwortung für die Einrichtung, Ausgestaltung und Aufrechterhaltung eines angemessenen und zielgerichteten Risikomanagementsystems und insbesondere des Internen Kontrollsystems liegt beim Vorstand. Bei der Ausgestaltung und Aufrechterhaltung des Systems wird er durch den Leiter Konzerncontrolling/Risikomanagement unterstützt.

Der Vorstand hat in den in- und ausländischen Teilbereichen des Konzerns Risikoverantwortliche benannt, die die Aufgabe haben, Risiken ihres Verantwortungsbereiches zu identifizieren, zu melden und durch geeignete Maßnahmen zu steuern. Diese Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten sind im Konzern eindeutig geregelt und spiegeln unsere Unternehmensstruktur wider. Bei der Risikoidentifikation, Risikobewertung und auch der Festlegung geeigneter Maßnahmen zur Steuerung der Risiken werden die Risikoverantwortlicher von einem zentralen Risikocontroller unterstützt, dem die Koordination des Risikomanagementprozesses obliegt.

Bewertungskategorien der Unternehmensrisiken in aufsteigender Reihenfolge

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Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche Auswirkung
(in €)
unwahrscheinlich < 1 % gering < 5,0 Mio.
selten > 1 % - < 5 % moderat > 5,0 Mio. - < 10,0 Mio.
gelegentlich > 5 % - < 20 % spürbar > 10,0 Mio. - < 50,0 Mio.
möglich > 20 % - < 50 % schwerwiegend > 50,0 Mio. - < 100,0 Mio.
häufig > 50 % kritisch > 100,0 Mio.

Die Ergebnisrisiken werden mit Hilfe einer Risikomatrix analysiert. Dabei werden zum einen die Eintrittswahrscheinlichkeit und zum anderen die potenzielle Schadenshöhe erfasst. So können wir ableiten, ob und in welchem Umfang Handlungsbedarf besteht. Soweit die Risiken nicht quantitativ messbar sind, werden sie hinsichtlich ihrer Auswirkung qualitativ eingeschätzt. Entsprechende Grundsätze und Festlegungen zum Risikomanagementsystem sind in einem Risikomanagementhandbuch dokumentiert. Die notwendigen aufbau- und ablauforganisatorischen Grundlagen für die Risikofrüherkennung sind darin konzernweit festgelegt. Zur Unterstützung des Risikomanagementprozesses ist eine konzernweit implementierte Standard-Softwarelösung im Einsatz, mit deren Hilfe Risiken und zugehörige Steuerungsmaßnahmen erfasst und dokumentiert werden.

Die Risiken werden vierteljährlich aktualisiert und an den Vorstand berichtet. Der Aufsichtsrat sowie sein Finanz- und Prüfungsausschuss beraten im halbjährlichen Rhythmus die aktuelle Risikolage. Neben dieser turnusmäßigen Berichterstattung ist auch ein Ad-hoc-Meldeverfahren für unerwartet auftretende Risiken definiert und im Risikomanagementprozess implementiert.

Das derzeitige Interne Kontrollsystem basiert auf einer konzerneinheitlich strukturierten Dokumentation der Kontrollen bei Prozessen und der damit verbundenen Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Finanzberichterstattung haben könnten. Als Basis für das Interne Kontrollsystem stehen die entsprechenden Arbeitsanweisungen und Handbücher im Intranet des Konzerns zur Verfügung.

Die Konzernrevision kontrolliert im Rahmen ihrer Tätigkeit regelmäßig die Funktionsfähigkeit des bestehenden Risikomanagementsystems. Der Abschlussprüfer beurteilt im Rahmen seiner Jahresabschlussprüfung, ob das Risikofrüherkennungssystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können, frühzeitig zu erkennen.

4. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess (Bericht gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)

Ziel des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse ist die Identifizierung und Bewertung von Risiken, die dem Ziel der Regelungskonformität des Konzernabschlusses entgegenstehen können. Den identifizierten Risiken sind entsprechende Kontrollschritte und klare Verantwortlichkeiten zugeordnet. Dies soll eine hinreichende Sicherheit gewährleisten, so dass trotz der identifizierten Risiken regelkonforme Abschlüsse für den Gesamtkonzern und die Tochtergesellschaften erstellt werden können.

Im HORNBACH Baumarkt AG Konzern ist das bestehende rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem und die dazugehörige Risikomatrix konzernweit dokumentiert. Von Konzernprozessen abweichende länderspezifische Besonderheiten werden jeweils durch die Tochtergesellschaften beschrieben und in der Dokumentation ergänzt. Durch die in den Landesgesellschaften und in der Muttergesellschaft benannten IKS-Verantwortlichen wird sichergestellt, dass wesentliche Prozessänderungen dokumentiert und entsprechende Kontrollen implementiert werden. Hierüber wird eine jährliche Entsprechenserklärung durch die IKS-Verantwortlichen abgegeben. Das bestehende IKS wird hierbei ständig weiterentwickelt.

Wesentliche Elemente des Internen Kontrollsystems sind neben definierten Kontrollmechanismen, wie z. B. systemtechnischen und manuellen Abstimmprozessen, die Trennung von Funktionen sowie das Vorhandensein bzw. die Einhaltung der Richtlinien und Arbeitsanweisungen. Im gesamten Rechnungslegungsprozess wird das Vier-Augen-Prinzip angewandt, wobei entsprechende Freigabeprozesse durchlaufen werden müssen. Eine klare Unternehmens- und Führungsstruktur, die klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten und adäquate Zugriffsregelungen auf Basis eines konzerneinheitlichen Berechtigungskonzepts in den abschlussrelevanten Informations- und Rechnungslegungssystemen dienen der weiteren Risikosteuerung und Kontrolle. Diese wesentlichen Kontrollen sind in die rechnungslegungsbezogenen Prozesse integriert.

Die Konzerngesellschaften erstellen ihre Abschlüsse lokal. Sie sind für die Beachtung lokaler Vorschriften und die Einhaltung der konzernweit gültigen Richtlinien in Form von Arbeitsanweisungen und Bilanzierungs- und Organisationshandbüchern ebenso verantwortlich wie für die korrekte Überleitung der lokalen Einzelabschlüsse zu den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellten IFRS-Abschlüssen. Insbesondere das Bilanzierungshandbuch soll durch eindeutige Vorgaben den Ermessensspielraum der Mitarbeiter bei Ansatz, Bewertung und Ausweis von Vermögenswerten und Schulden einschränken und somit das Risiko konzernuneinheitlicher Rechnungslegungspraktiken verringern.

Die für die Bilanzierung und Bewertung der Sachverhalte Verantwortlichen der einzelnen Konzerngesellschaften bestätigen vierteljährlich im Rahmen einer konzerninternen Vollständigkeitserklärung die Ordnungsmäßigkeit und Vollständigkeit des jeweiligen Einzelabschlusses. Auf Konzernebene werden innerhalb des Konzernrechnungswesens und des Konzerncontrollings die in die Abschlüsse eingegangenen Buchungsdaten nochmals plausibilisiert und auf ihre Ordnungsmäßigkeit überprüft. Der Prozess der Konzernabschlusserstellung wird zentral über einen vorgegebenen Termin- und Aktivitätenplan koordiniert und sowohl zentral als auch dezentral überwacht. Im gesamten Rechnungslegungsprozess werden die Tochtergesellschaften durch zentrale Ansprechpartner unterstützt.

Wesentliche Änderungen der Rechnungslegungsprozesse aufgrund von neuen Gesetzen, Gesetzesänderungen oder Änderungen der internen Prozesse werden im Rahmen von u. a. internationalen Finanzkonferenzen mit allen wesentlich am Konzernrechnungslegungsprozess Beteiligten vor Umsetzungsbeginn besprochen. Spezielle Bilanzierungs- und Rechnungslegungsfragen oder komplexe Sachverhalte, die entweder besondere Risiken betreffen oder besonderes Know-how erfordern, werden zentral überwacht und bearbeitet. Externe Experten wie z. B. sachverständige Gutachter werden insbesondere zur Beurteilung der Verkehrswerte von Immobilien im Rahmen von Werthaltigkeitsüberprüfungen oder bei der Bewertung von Pensionsrückstellungen hinzugezogen.

Alle für die Rechnungslegung wesentlichen Prozesse sind konzernweit einheitlich in einem gemeinsamen IT-System abgebildet. Durch diese vollständige Integration aller wesentlichen Finanzsysteme in einem einheitlichen IT-System ist die Datenintegrität bezogen auf die Einzelabschlüsse und den Konzernabschluss sichergestellt. Durch Verwendung eines konzernweit gültigen, einheitlichen Kontenplans und die zentrale Pflege des Kontenrahmens wird in Zusammenhang mit dem konzernweit gültigen Bilanzierungshandbuch eine einheitliche Bilanzierung gleichartiger Geschäftsvorfälle gewährleistet. Dies dient auch als Basis für eine regelungskonforme Konzernkonsolidierung. Die Konsolidierungsmaßnahmen und notwendigen Abstimmtätigkeiten erfolgen zentral durch das Konzernrechnungswesen. Die in den Konsolidierungsprozessen wie z. B. der Schulden- oder der Aufwands- und Ertragskonsolidierung durchzuführenden Kontrollen erfolgen sowohl automatisch durch das IT-System als auch manuell.

Durch die zentrale Steuerung und Überwachung aller wesentlichen rechnungslegungsrelevanten IT-Systeme und regelmäßigen Systemsicherungen wird das Risiko von Systemausfällen bzw. Datenverlust minimiert. Die interne Revision als integraler Bestandteil des Internen Kontrollsystems überprüft auf Basis eines risikoorientierten Prüfungsplans im Rahmen ihrer Prüfungstätigkeiten regelmäßig stichprobenartig die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen Internen Kontrollsystems. Dennoch können auch angemessene und funktionsfähige Systeme keine absolute Sicherheit zur Identifikation und Steuerung der Risiken gewährleisten.

Übersicht der Gesamtrisiken*

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Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche Auswirkung
Finanzwirtschaftliche Risiken
Währungsrisiken möglich moderat
Liquiditätsrisiken selten kritisch
Kreditrisiken selten moderat
Externe Risiken
Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Risiken häufig spürbar
Elementarrisiken unwahrscheinlich schwerwiegend
Operative Risiken
Standort- und Absatzrisiken möglich spürbar
Beschaffungsrisiken gelegentlich moderat
Rechtliche Risiken
Gesetzliche und regulatorische Risiken gelegentlich schwerwiegend
Risiken aus Rechtsstreitigkeiten möglich gering
Führungs- und Organisationsrisiken
IT Risiken unwahrscheinlich kritisch
Personalrisiken möglich gering

* Die aufgeführten Risiken gelten - soweit nicht anders angegeben - sowohl für das Segment Baumärkte als auch das Segment Immobilien.

5. Finanzwirtschaftliche Risiken

Die finanzwirtschaftlichen Risiken im Konzern bestehen aus Währungskurs-, Liquiditäts- und Kreditrisiken. Die Steuerung dieser Risiken obliegt der Abteilung Treasury.

5.1 Währungsrisiken

Grundsätzlich unterliegt HORNBACH durch seine Tätigkeit in Ländern, in denen eine andere Währung als der Euro existiert, dem Risiko von Währungskursänderungen. Hierbei handelt es sich um die Währungen Schweizer Franken, Tschechische Kronen, Schwedische Kronen und Rumänische Lei sowie Hong Kong Dollar. Die Abwertung einer ausländischen Währung gegenüber dem Euro kann bei der Umrechnung einzelner Abschlüsse ausländischer Tochtergesellschaften in die Konzernwährung Euro zu einem niedrigeren Konzernergebnis führen. Eine Absicherung dieser Risiken im Konzern erfolgt nicht. Darüber hinaus führt die zunehmende internationale Geschäftstätigkeit des Konzerns zu einem steigenden Devisenbedarf sowohl bei der Abwicklung des internationalen Wareneinkaufs als auch bei der Finanzierung von Investitionsobjekten in Fremdwährung. Aus einer Veränderung des Wechselkurses der jeweiligen Landeswährung gegenüber den Einkaufswährungen (hauptsächlich gegenüber dem EUR und dem USD) können direkte negative Ergebniseffekte resultieren. Offene Fremdwährungspositionen in USD werden durch Hedginggeschäfte (USD-Fest- und Termingelder) zu großen Teilen abgesichert. Die externe langfristige Finanzierung von Investitionen erfolgt nach Möglichkeit in der funktionalen Währung der jeweiligen Landeswährung (Natural Hedging). Eine Absicherung der im Konzern entstehenden offenen EUR-Fremdwährungspositionen, die im Wesentlichen durch die in EUR abgewickelten konzerninternen Lieferungen und Leistungen und konzerninternen EUR-Darlehen entstehen, erfolgt nicht.

5.2 Liquiditätsrisiken

Die Akquisition von Grundstücken, Investitionen in Bau- und Gartenmärkte sowie der Einkauf großer Warenmengen erfordern die jederzeitige Bereithaltung einer hohen Liquiditätsverfügbarkeit. Bilaterale Bankkredite und -kreditlinien, eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 350 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 22. Dezember 2022 und die im Februar 2013 emittierte Anleihe der HORNBACH Baumarkt AG in Höhe von 250 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 15. Februar 2020 sichern neben den Mittelzuflüssen aus dem operativen Cashflow die Finanzierung der weiteren Expansion.

Risiken, längerfristige Finanzierungen von neuen Standorten über Banken oder Sale & Leaseback-Transaktionen aufgrund der Finanzierungsbedingungen an den Kapitalmärkten nicht mehr tätigen zu können, begegnet HORNBACH durch eine flexible Anpassung der Investitionen sowie Bereithaltung eines hohen Liquiditätsspielraums in Form von flüssigen Mitteln und freien Kreditlinien. Im Zusammenhang mit der Anleihe und der syndizierten Kreditlinie der HORNBACH Baumarkt AG sind keine Sicherheiten in Form von Vermögenswerten eingebunden. Die Vertragsvereinbarungen erfordern aber die Einhaltung bestimmter banküblicher Verpflichtungen (Covenants), andernfalls droht unter Umständen die sofortige Rückzahlung der aufgenommenen Mittel. Im Ergebnis wäre eine Anschlussfinanzierung erforderlich, die lediglich unter erschwerten Refinanzierungsbedingungen durchgeführt werden könnte.

Bei der syndizierten Kreditlinie der HORNBACH Baumarkt AG wurden neben allgemeinen Verpflichtungen, wie zum Beispiel "pari passu", "negative pledge" sowie "cross default", zusätzlich sogenannte "financial covenants" vereinbart. Diese erfordern die Einhaltung einer auf Basis des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns ermittelten Eigenkapitalquote von mindestens 25 % und einen Zinsdeckungsgrad (adjusted EBITDA/ Bruttozinsaufwand) von mindestens 2,25. Daneben wurden Höchstgrenzen für grundbuchlich besicherte Finanzverbindlichkeiten und Finanzverbindlichkeiten von Tochtergesellschaften vereinbart.

Bei der Anleihe bestehen nur allgemeine Verpflichtungen wie zum Beispiel "pari passu", "negative pledge" und "cross default" aber keine "financial covenants". Zum 28. Februar 2018 betragen die Eigenkapitalquote 52,5 % (Vj. 51,6 %) und der Zinsdeckungsgrad 10,9 (Vj. 9,8).

Die Überprüfung dieser Covenants erfolgt kontinuierlich. Während des Geschäftsjahres 2017/18 wurden sämtliche Verpflichtungen stets eingehalten.

Die für ein effizientes Liquiditätsmanagement erforderlichen Informationen werden durch eine monatlich aktualisierte, rollierende Konzern-Finanzplanung mit einem Planungshorizont von zwölf Monaten sowie durch eine tägliche Finanzvorschau sichergestellt. Im Konzern bestehen zurzeit keine Risiken im Zusammenhang mit einer eventuell notwendigen Anschlussfinanzierung für fällig werdende Finanzverbindlichkeiten. Derzeit sind keine Liquiditätsrisiken erkennbar.

5.3 Kreditrisiken

Durch Auswahl von Vertragspartnern mit ausschließlich guter Bonität bzw. durch Auswahl von Banken, für die Einlagensicherungseinrichtungen bestehen, werden bei Finanzanlagen und derivativen Finanzinstrumenten die Risiken eines finanziellen Verlustes begrenzt. Zudem wurden Bankeinlagen auf mehrere Kreditinstitute verteilt, um das Ausfallrisiko von Bankeinlagen zu reduzieren. Diese Vorgehensweise wurde auch im Geschäftsjahr 2017/18 beibehalten. Das Risiko von Forderungsausfällen im operativen Bereich ist aufgrund des Handelsformats (cash & carry) bereits erheblich reduziert.

Weitere Detailinformationen und Sensitivitätsanalysen zu den finanzwirtschaftlichen Risiken werden im Konzernanhang dargestellt.

6. Externe Risiken

6.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Risiken

Die Abhängigkeit der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte von der allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und dem verfügbaren Einkommen der Haushalte kann sich in Phasen mit geringem Wirtschaftswachstum durch eine Kaufzurückhaltung der Kunden äußern. Es könnten sich aber auch die Konjunkturaussichten in Europa unter dem Einfluss von weltweiten sich negativ entwickelnden politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schlechter als erwartet darstellen.

Ungeachtet dessen ist eine wesentliche Abhängigkeit von der Konjunkturentwicklung in Deutschland festzustellen. Mit der weiteren Expansion in das europäische Ausland soll eine stetige Risikodiversifizierung erfolgen. Darüber hinaus wird ein wesentlicher Teil der Umsätze mit saisonalen Artikeln erzielt, deren Absatz stark von externen Faktoren wie z. B. den Witterungsbedingungen beeinflusst wird. So könnte die Frühjahrssaison durch einen lang anhaltenden Winter zeitlich kurz ausfallen und sich in niedrigeren Umsätzen innerhalb des Gartenbereichs im wichtigen ersten Quartal des Geschäftsjahres niederschlagen.

Der Wandel des Konsumverhaltens insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung birgt Risiken in sich. Um hier zukunftsorientiert aufgestellt zu sein und diesem Risiko entgegenzuwirken, haben wir unsere Onlineaktivitäten im Sinne einer integrierten Mehrkanalstrategie sukzessive ausgebaut.

6.2 Elementarrisiken

Der weltweit festzustellende Klimawandel hat auch direkten Einfluss auf HORNBACH-Standorte in Deutschland und dem europäischen Ausland. Neben möglichen Naturkatastrophen (z. B. Stürme, Hochwasser) ist der Konzern auch Risiken durch Feuer und Explosionen ausgesetzt. Durch konzernweite Versicherungen sind die wesentlichen versicherbaren Elementarrisiken und eine damit möglicherweise verbundene Betriebsunterbrechung abgedeckt.

7. Operative Risiken

7.1 Standort- und Absatzrisiken

Investitionen in nicht geeignete Standorte können erheblichen negativen Einfluss auf die Ertragskraft des Konzerns haben. Zur Risikominimierung werden deshalb Investitionen in neue Standorte auf der Grundlage von detaillierten Marktforschungsanalysen vorbereitet und Investitionsentscheidungen auf der Basis von dynamischen Investitionsrechnungen und Sensitivitätsanalysen getroffen. Dennoch kann das Risiko einer nicht zufriedenstellenden Umsatzentwicklung aufgrund zusätzlich existierender Einflussfaktoren wie dem Kundenverhalten und der lokalen Wettbewerbssituation nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Insbesondere in Ländern mit geringem Marktwachstum und starkem Wettbewerb müssen zur Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit daher kontinuierlich Investitionen in Standorte und den Ausbau des Kundenservice sowie neuer Konzepte getätigt werden.

7.2 Beschaffungsrisiken

HORNBACH ist als Handelsunternehmen auf externe Lieferanten und Hersteller angewiesen. Bei der Auswahl dieser Lieferanten gehen wir mit größter Sorgfalt vor. Insbesondere bei der Selektion unserer Eigenmarkenlieferanten achten wir auf die Verlässlichkeit in Bezug auf hohe Produktqualität und die stete Einhaltung von Sicherheits- und Sozialstandards in den jeweiligen Unternehmen. Um den Ausfall von bedeutenden Lieferanten zu vermeiden, wurde ein effizientes Frühwarnsystem entwickelt, das die Lieferanten auf Basis von verschiedenen quantitativen und qualitativen Kriterien kontinuierlich bewertet. Durch eine frühzeitige Sondierung des Marktes hinsichtlich alternativer Ersatzquellen und einer Mehrlieferantenstrategie werden die Auswirkungen eines möglichen Lieferantenausfalls weiter reduziert. Bei einer Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Situation kann allerdings nicht immer ausgeschlossen werden, dass Lieferanten ausfallen, deren Produkte kurzfristig nicht anderweitig beschafft werden können.

Zur Senkung des Risikos einer Unterbrechung der Logistikkette und zur Optimierung der Warenversorgung stehen mehrere Verteilzentren für den Gesamtkonzern zur Verfügung. Bei der Beschaffung der Ware unterliegt HORNBACH unter anderem dem Risiko steigender Einkaufspreise für Artikel mit einem hohen Anteil an Rohöl, Kupfer oder Stahl aufgrund der auf den internationalen Rohstoffmärkten volatilen Preise. Daneben könnten Preissteigerungen für eher energieintensiv hergestellte Artikel zu weiteren insgesamt höheren Beschaffungskosten führen, die unter Umständen nur teilweise oder zeitverzögert an die Kunden weitergegeben werden können.

8. Rechtliche Risiken

8.1 Gesetzliche und regulatorische Risiken

Der HORNBACH Baumarkt AG Konzern unterliegt aufgrund seiner internationalen Geschäftstätigkeit diversen nationalen Gesetzen und Bestimmungen. Änderungen von Gesetzen können deshalb zu höheren Kosten führen. Neben den hier beispielhaft genannten Risiken von Schadenersatzklagen aufgrund von Patent- und Schutzrechtsverletzungen oder Umwelt- und Produkthaftungsschäden könnte speziell auch eine Verschärfung der nationalen Baugesetze oder Vorschriften zum Erwerb von Grundstücken negative Auswirkungen auf die künftige Ertragslage des Konzerns haben. Zur Vermeidung etwaiger Vertragsverletzungen und unvorteilhafter Vereinbarungen überwachen wir fortlaufend die Einhaltung unserer vertraglichen Verpflichtungen und ziehen bei Vertragsangelegenheiten interne und externe Rechtsexperten hinzu.

8.2 Risiken aus Rechtsstreitigkeiten

Die Gesellschaften des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns müssen sich im Zuge ihres Geschäftsbetriebes naturgemäß mit gerichtlichen und außergerichtlichen Ansprüchen Dritter auseinandersetzen. Für bestehende Risiken aus Rechtsstreitigkeiten wird daher bilanzielle Vorsorge durch Bildung von entsprechenden Rückstellungen getroffen. Zurzeit ist HORNBACH in keine laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren involviert, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben könnten.

9. Führungs- und Organisationsrisiken

9.1 IT-Risiken

Die Steuerung des Konzerns ist maßgeblich von einer leistungsfähigen Informationstechnologie (IT) abhängig. Die ständige Aufrechterhaltung und Optimierung der IT-Systeme erfolgt durch hochqualifizierte interne und externe Experten. Unberechtigtem Datenzugriff, Datenmissbrauch und Datenverlust wird durch Einsatz entsprechender aktueller Virensoftware, Firewalls, adäquater Zugangs- und Zugriffskonzepte und vorhandener Back-up-Systeme vorgebeugt. Für unerwartete IT-Systemausfälle existieren entsprechende Notfallpläne.

9.2 Personalrisiken

Der Einsatz hochmotivierter und -qualifizierter Mitarbeiter ist eine der Grundlagen für den Erfolg von HORNBACH. Dieser Pfeiler der Unternehmenskultur hat deshalb einen großen Stellenwert für den Gesamtkonzern. Die Aufrechterhaltung der Mitarbeiterzufriedenheit wird durch extern durchgeführte Mitarbeiterbefragungen regelmäßig evaluiert, die Mitarbeiterqualifikation durch geeignete Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen ständig verbessert. Leistungsbasierte Prämienmodelle unterstützen dabei die Erreichung dieses Zieles. Darüber hinaus führen alle Führungskräfte jährlich individuelle Jahresgespräche mit ihren Mitarbeitern, in denen die vergangene Leistung bewertet und zukünftige Entwicklungsmaßnahmen vereinbart werden. Allerdings ist HORNBACH bei der Rekrutierung und Mitarbeiterbindung von hochqualifiziertem Fach- und Führungspersonal von vielfältigen externen Faktoren wie z. B. der allgemeinen Arbeitsmarkt- und Branchenentwicklung abhängig und unterliegt ebenfalls den jeweiligen länderspezifischen Effekten des demografischen Wandels.

10. Gesamtbeurteilung der Risikosituation

Die Beurteilung der Gesamtrisikosituation hat ergeben, dass im Geschäftsjahr 2017/18 keine für den HORNBACH Baumarkt AG Konzern bestandsgefährdenden Risiken existierten. Auch für die Zukunft sind aus heutiger Sicht keine Risiken zu erkennen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden oder die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage nachhaltig beeinträchtigen könnten.

Chancenbericht

Die europäische Do-it-yourself-Branche bietet HORNBACH auch in Zukunft Wachstumschancen, die im Zusammenhang mit den im Risikobericht geschilderten Risiken sowie den im Prognosebericht erläuterten Einschätzungen der künftigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu beurteilen sind. Vor diesem Hintergrund entwickelt das Unternehmen sein Handelsformat und die Unternehmensstrategie mit dem Anspruch auf Kontinuität, Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit konsequent weiter, um die potenziellen Chancen für künftiges Wachstum bestmöglich zu nutzen.

1. Branchenspezifische Chancen

Für die Betreiber von Bau- und Gartenmärkten spielen der wachsende Modernisierungsbedarf und Verbrauchertrends eine bedeutende Rolle, die in den einzelnen Ländermärkten in unterschiedlicher Ausprägung Potenzial für eine steigende Nachfrage nach Produkten und Serviceleistungen rund um das Thema Bauen, Renovieren und Garten bieten. Insbesondere in wettbewerbsintensiven Regionen wie Deutschland und Österreich bestehen zudem kurzfristige Chancen durch die Konsolidierung des Marktes.

1.1 Bauen im Bestand

Das Bauen im Bestand (Sanierungs-, Modernisierungs- bzw. Renovierungsmarkt) ist für die Geschäftsentwicklung der Bau- und Gartenmärkte von herausgehobener Bedeutung. Mehr als die Hälfte der gesamten Wohnungsbauinvestitionen entfällt auf diesen Sektor. Zwar hat der Neubauanteil am europaweiten Wohnungsbau vor dem Hintergrund der robusten wirtschaftlichen Entwicklung in Europa sowie aufgrund der niedrigen Zinsen, der Zu- und Binnenwanderung und des seit der Finanzkrise vielerorts aufgelaufenen Investitionsrückstands in den Jahren 2015 bis 2017 ein spürbares Zwischenhoch erlebt. Aber die Bestandsmaßnahmen bleiben für die Umsätze der DIY-Branche weiterhin die treibende Kraft. Das europäische Forschungs- und Beratungsnetzwerk Euroconstruct rechnet damit, dass das Bauen im Bestand in den kommenden drei Jahren relativ zum Wohnungsneubau wieder an Gewicht gewinnen wird.

In Deutschland übersteigt der Umsatz durch Bestandsmaßnahmen seit 1998 das Neubauvolumen. Im Jahr 2017 entfielen nach Hochrechnungen des DIW zwei Drittel des Wohnungsbauvolumens in Höhe von rund 215 Mrd. € auf Bauleistungen an bestehenden Gebäuden. Die nachlassende Dynamik bei den Wohnungsneubauten erlaubt künftig wieder vermehrt Sanierungs- und Modernisierungsaktivitäten von Wohnungseigentümern. Laut DIW blieben trotz der regen Transaktionen auf dem Markt für gebrauchte Immobilien stärkere Zuwächse im Bestandssegment zunächst aus. Typischerweise werden jedoch bei oder kurz nach Eigentumsübergang grundlegende Modernisierungen in Angriff genommen. Bestandsmaßnahmen sind häufig kleinteiliger und für die Bauwirtschaft weniger lukrativ als Neubauaufträge. Es dürfte sich deshalb in den vergangenen Jahren ein Modernisierungsstau aufgebaut haben, der bei wieder freiwerdenden Kapazitäten im Wohnungsneubau nach und nach abgebaut werden könnte. Folgende Wachstumstreiber sollten die Geschäftsentwicklung der DIY-Branche positiv beeinflussen:

Die Altersstruktur der Immobilien signalisiert einen steigenden Instandhaltungs- und Modernisierungsbedarf. So sind beispielsweise in Deutschland mehr als 80 % der Wohnungen älter als 30 Jahre. Fast jedes dritte Einfamilienhaus in Deutschland ist renovierungsbedürftig. Jedes zweite der zwischen 1949 und 1960 errichteten Eigenheime ist bislang nicht umfassend saniert worden und entspricht mit Blick auf die Energieeffizienz nicht mehr dem heutigen Stand der Technik. Da ohne Renovierungsmaßnahmen der Immobilienwert und die Attraktivität auf dem Wohnungsmarkt sinken, wird der Bedarf an Bauleistungen und Baumaterialien tendenziell zunehmen. Die im langjährigen Vergleich immer noch niedrigen Bauzinsen begünstigen weiterhin die finanziellen Spielräume der Privathaushalte.

Impulse dürften auch wieder verstärkt von energetischen Sanierungsmaßnahmen ausgehen. Diese gewinnen vor dem Hintergrund langfristig steigender Energiekosten und des Klimaschutzes nachhaltig an Bedeutung - nicht zuletzt auch angeschoben durch eine Vielzahl von Gesetzen, Richtlinien, Verordnungen oder Fördermaßnahmen auf europäischer und nationaler Ebene. Durch energieeffizientes Bauen und Sanieren lassen sich bis zu drei Viertel der Energiekosten eines Wohngebäudes einsparen und die Betriebskosten über den Lebenszyklus einer Immobilie hinweg nachhaltig senken. Gleichzeitig leistet die energetische Sanierung einen wichtigen Beitrag zur Senkung des CO2-Ausstoßes. Energieeffizienz gehört daher zu den Topthemen der europäischen DIY-Branche.

Barrierefreies Bauen ist angesichts der demografischen Entwicklungen in Europa eine Herausforderung für die Anpassung bestehenden Wohnraums und der städtischen Infrastruktur, damit ältere Menschen möglichst lange unabhängig und selbstbestimmt in ihrer vertrauten Umgebung leben können. Der Bedarf an Lösungen für das altersgerechte Bauen wie etwa barrierefreie Gebäude- und Wohnungszugänge, Einbau von Aufzügen, Türverbreiterungen oder der Umbau von Sanitärräumen wird immer mehr zunehmen.

1.2 Verbrauchertrends

Die Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen, dass sich Menschen gerade in unsicheren Zeiten stärker als sonst ins Private zurückziehen (Homing). Die Verbraucher verbringen wieder mehr Zeit zu Hause und sind bereit, in die Verschönerung und Ausstattung ihrer Wohnungen zu investieren. Dies ist nicht nur ein deutsches Phänomen, sondern auch internationale Motivation für das Heimwerken als beliebte Freizeitaktivität. Dies gilt umso mehr, als die Verbraucher in vielen Regionen Europas von niedrigen Bauzinsen profitieren und ihr Geld lieber in den privaten Hausbau oder in Renovierungsprojekte als in alternative, zunehmend als unsicher oder unattraktiv erachtete Kapitalanlagen investieren.

Die Verwirklichung von Wohnwelten spielt bei Modernisierungsprojekten von Haus, Wohnung und Garten eine immer größere Rolle. Bei den Verbrauchern ist ein wachsendes Bewusstsein für Einflüsse aus Mode, Kunst, Architektur und Medien festzustellen. Die Übertragung dieser Wohntrends auf die eigenen vier Wände ist gesellschaftlich motiviert durch den Wunsch nach dauerhaften Werten, (Lebens-) Qualität, Individualität und Emotionalität. Die Baumarktbranche hat bei der emotionalen Ansprache ihrer Zielgruppen, bei der Präsentation von Wohnwelten und der Beratung komplexer innenarchitektonischer Projekte gegenüber dem spezialisierten Fachhandel noch erhebliches Entwicklungs- und somit Chancenpotenzial.

Zusätzliche Chancen bieten die Veränderungen der Lebens- und Konsumgewohnheiten durch die Megatrends Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Handel und Industrie befinden sich in einem tiefgreifenden Wandel. Geschäftsmodelle werden weiter- oder neuentwickelt, um den künftigen Anforderungen der Verbraucher und Gesellschaft gerecht zu werden. Die Baumarktbranche kann hier durch entsprechende Konzepte, neue Technologien und innovative Produkte neue Marktchancen nutzen. Ein Beispiel dafür ist das deutlich ausgebaute Produkt- und Beratungsangebot im Bereich Smart Home. Laut einer Studie von eco -Verband der Internetwirtschaft und Arthur D. Little soll die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate des deutschen Smart-Home-Marktes in den kommenden fünf Jahren bei rund 26 % liegen.

Gerade gegenüber den reinen Internetanbietern (Pure Playern) haben die auch im Onlinehandel aktiven stationären Baumarktbetreiber den Vorteil, den Kunden ein breiteres und tieferes DIY-Sortiment, "analoge" Beratungsleistungen und ein vor Ort erlebbares Einkaufserlebnis bieten zu können.

1.3 Wettbewerb und Konsolidierung

Eine Vielzahl unterschiedlicher Vertriebsformen konkurriert im europäischen DIY-Markt um die Gunst der Heimwerker, Bauherren und Gartenliebhaber. Durch entsprechende Kundenorientierung und Fachhandelskonzepte können Baumarktbetreiber zusätzliche Marktanteile zu Lasten der anderen Vertriebsformen gewinnen. Die Potenziale sind umso größer, je geringer der Anteil der Baumärkte am DIY-Gesamtmarkt in einem Land ist.

Deutschland ist der größte europäische Do-it-yourself-Markt. Jedoch haben die Bau- und Heimwerkermärkte in Deutschland ihr Kundenpotenzial erst zum Teil ausgeschöpft. Dieser Vertriebsweg deckt in Deutschland nur rund die Hälfte des DIY-Kernmarktes ab, der ein Marktvolumen von rund 45 Mrd. € erreicht. Die andere Hälfte des Marktvolumens erzielen Fachmärkte (wie zum Beispiel Fliesen-, Raumausstattungs-, Leuchten- oder Sanitärfachmärkte), der Baustoff- oder Holzfachhandel. In anderen europäischen Ländern liegt der Baumarkt-Anteil zum Teil deutlich höher. Hinzu kommt eine wachsende Konkurrenz von reinen Onlinehändlern, die kontinuierlich Marktanteile im DIY-Segment gewinnen und den Wettbewerbsdruck erhöhen. Vor diesem Hintergrund ist eine weitere Konsolidierung zu erwarten, von der vor allem diejenigen Unternehmen profitieren dürften, die einen leistungsfähigen stationären Handel mit dem E-Commerce zum Mehrkanalhandel verknüpfen.

2. Strategische Chancen

Unser Ziel ist es, die Marktposition von HORNBACH im europäischen Do-it-yourself-Markt durch organisches Wachstum kontinuierlich auszubauen. Umsatz und Profitabilität sollen durch die Expansion eines international erfolgreichen Handelsformats nachhaltig gesteigert werden. Im Mittelpunkt stehen dabei einerseits die strategische Weiterentwicklung unseres Konzepts und der Ausbau unseres Filialnetzes an Standorten mit überdurchschnittlichem Wachstumspotenzial im In- und Ausland. Andererseits soll der Onlinehandel in Deutschland und im übrigen Europa weiter forciert werden, um so unsere Wettbewerbsposition als Multichannel Retailer nachhaltig zu stärken.

2.1 Unverwechselbares Konzept

Die Unternehmensstrategie konzentriert sich auf den Projektgedanken. HORNBACH kann sich mit diesem Ansatz, der sich in der Sortiments-, Service- und Preispolitik widerspiegelt, zunehmend von seinen Wettbewerbern differenzieren. Die gute Finanzausstattung, das öffentliche Unternehmensrating und die Flexibilität bei der Refinanzierung über den Kapitalmarkt versetzen uns in die Lage, auch in Zukunft in die Differenzierung des HORNBACH-Formats erhebliche Mittel investieren zu können.

Unverrückbarer Bestandteil unserer konzernweit einheitlichen Strategie ist eine verlässliche Dauertiefpreispolitik. Wir glauben, dass wir Kunden auf lange Sicht besser an HORNBACH binden können, wenn wir diesen dauerhaft über das komplette Sortiment den besten Marktpreis garantieren, der sowohl stationär als auch in unserem Onlineshop identisch ist. Unsere Dauertiefpreisstrategie gilt nicht nur für Preise stationärer Wettbewerber, sondern auch für Online-Angebote. Gerade unsere Hauptzielgruppe der Projektkunden, die oft größere Renovierungsarbeiten durchführen, will langfristig kalkulieren. Mit zeitlich befristeten Rabattaktionen ist dies nicht möglich.

2.2 Fokus auf Nachhaltigkeit

Wir sehen HORNBACH als Partner für Renovierungs- und Modernisierungsprojekte auch mit Blick auf die gestiegenen gesetzlichen Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden erstklassig in der Branche positioniert. Auch in Zukunft werden wir komplexe Projekte wie die Fassadendämmung, den Austausch von Fenstern und Türen oder Smart-Home-Konzepte als Projektschau in den Märkten präsentieren. Über unsere Onlineshops stellen wir zudem ausführliche Anleitungen bereit, die Heimwerkerprojekte Schritt für Schritt erklären. Durch unser Sortimentsangebot haben die Kunden die Möglichkeit, beim Bauen und Renovieren auf emissionsarme Produkte zurückzugreifen, um so Schadstoffbelastungen im Wohn- und Lebensumfeld möglichst gering zu halten. Überdies bieten wir Produkte zum Energie- und Wassersparen. Weitere Umsatzimpulse können überdies die öffentlichen Förderprogramme für die energiesparende oder seniorengerechte Altbausanierung auslösen. Vor diesem Hintergrund bieten wir auf unserer Internetseite eine umfangreiche Fördermittel-Datenbank an.

Unsere Kunden legen zunehmend Wert auf ökologisch und ökonomisch nachhaltige Produkte. Eine entsprechende Sortimentsauswahl, die Zertifizierung von Produkten und transparente Produktinformationen und Beratung sind hier ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Vor allem die lifestyleorientierte Zielgruppe der Kunden, die ihren Lebensstil an Gesundheit und Nachhaltigkeit ausrichten, gewinnt in diesem Zusammenhang an Bedeutung. Diese sogenannten "LOHAS" (Lifestyle of Health and Sustainability) verfügen meist über ein überdurchschnittliches Einkommen, konsumieren bewusst und kritisch. Sie legen großen Wert auf Qualität, Marke und Design. Mit unserer Fokussierung auf Qualität und Nachhaltigkeit der Sortimente in Verbindung mit professioneller Beratung können wir den hohen Anforderungen dieser Zielgruppen besonders gerecht werden. So sind wir zum Beispiel in der DIY-Branche führend beim Handel mit FSC-zertifizierten Holzprodukten.

2.3 Erschließung neuer Kundengruppen

Unser Service-, Informations- und Beratungsangebot bauen wir kontinuierlich aus, um neue Kundengruppen für HORNBACH zu begeistern. Dazu zählen Heimwerkervorführungen in den Märkten, die zum Selbermachen animieren sollen, oder spezielle Frauenworkshops (Women at Work). Unterstützt werden diese Maßnahmen durch die fachliche Förderung des Marktpersonals mit dem Ziel, das Produkt-Know-how sowie die Beratungskompetenz und damit die Kundenzufriedenheit weiter zu erhöhen. Zunehmend interessanter werden unsere großen Bau- und Gartenmärkte auch für professionelle Kunden. Dank großzügiger Öffnungszeiten, der Bevorratung auch großer Mengen und der schnellen Abwicklung in unseren Drive-in-Märkten bzw. Baustoffzentren oder der unbürokratischen Rücknahme von Restmengen ist HORNBACH eine attraktive Alternative zu den traditionellen Bezugsquellen des Facheinzelhandels oder Großhandels.

Vielversprechende Wachstumschancen sehen wir im Marktsegment des sogenannten Buy-it-yourself (BIY) oder Do-it-for-me. Darunter versteht man jene Zielgruppe der Kunden, die nach Lösungen für ihre Heimwerkerprojekte suchen, die dazugehörenden Sortimente selbst einkaufen, die Arbeiten aber lieber einem Fachmann überlassen wollen. Wir sehen dieses Marktsegment auch im Zusammenhang mit der alternden Bevölkerung in Deutschland und anderen Teilen Europas. Unser Handwerkerservice zielt auf dieses Potenzial.

2.4 Digitalisierung des Geschäftsmodells

Der Onlinehandel weist innerhalb des gesamten Einzelhandels die mit Abstand stärksten Wachstumsraten auf, wobei sich DIY-Sortimente überdurchschnittlich entwickeln. In Deutschland sollen die Onlineumsätze der typischen Baumarktproduktgruppen nach Expertenschätzungen im Jahr 2018 um fast 12 % auf rund 3,6 Mrd. € zulegen, während der Branchenverband BHB für die Baumarktbranche ein Umsatzwachstum von 1,3 % prognostizierte.

In den vergangenen neun Jahren hat der HORNBACH Baumarkt AG Konzern einen signifikanten dreistelligen Millionenbetrag für die Digitalisierung des Geschäftsmodells sowie den Aufbau des Onlinehandels gestemmt. Dank dieser Anstrengungen haben wir unsere Wettbewerbsposition innerhalb der DIY-Branche nachhaltig gestärkt und das gesamte Unternehmen zukunftsfest ausgerichtet. Gemessen am Onlineumsatz der stationären Baumarktketten sehen wir uns in Deutschland als Marktführer im DIY-Onlinehandel. Seit dem Start im Dezember 2010 in Deutschland (www.hornbach.de) haben wir unseren Onlineshop zu einem leistungsfähigen virtuellen Bau- und Gartenmarkt entwickelt, den wir mit unserem stationären Einzelhandelsgeschäft zum sogenannten Interconnected Retail verknüpfen. Inzwischen haben wir unsere E-Commerce-Aktivitäten über Deutschland hinaus auch in Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, der Tschechischen Republik, in Luxemburg sowie seit 2017 in der Slowakei und Schweden ausgerollt. Der Onlineshop in Rumänien ist im Januar 2018 gestartet. Damit haben die Kunden im gesamten HORNBACH-Verbreitungsgebiet die Möglichkeit, ihre Projekte kanalübergreifend umzusetzen.

Zentrales Element für den Webauftritt ist die direkte Beziehung unserer Kunden zu ihrer bevorzugten HORNBACH-Filiale. Unsere Kunden können sich online über Artikel, deren Preise und Verfügbarkeit informieren sowie Artikel vergleichen. Eine Vielzahl von Anleitungen in Schrift und Bild bieten Anregung und Hilfestellung bei der Vorbereitung und Umsetzung der Projekte. Überdies können sie sich ihre Artikel per Direktversand nach Hause liefern lassen und den Service "Online reservieren und abholen im Markt" nutzen. Bereits ab zwei Stunden nach der Reservierung stehen alle im Markt gelagerten Artikel zum Abholen in der gewünschten HORNBACH-Filiale bereit. Gerade für unsere Profikunden ist dieser Service ein echter Zeitsparer. Dank unseres Internetauftritts können wir zudem auch außerhalb des Einzugsgebiets unseres Filialnetzes neue Kunden gewinnen und für die Marke HORNBACH begeistern. Die Verknüpfung mit Social Media ist ein weiterer Baustein für die Intensivierung der Kundenbeziehungen, beispielsweise über den Austausch von Erfahrungsberichten über Projekte, Produkte, Preise oder auch Leistungen bei Service und Qualität. Die Digitalisierung ermöglicht überdies eine zunehmend personalisierte Kundenansprache, die sich sowohl auf die Kundenzufriedenheit als auch auf die Nachfrage positiv auswirken kann. Darüber hinaus versprechen wir uns von der Digitalisierung der Marktorganisation, im Verkauf sowie der Verzahnung mit dem Einkauf und der Logistik nachhaltig positive Effekte für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Konzern.

2.5 Internationalisierung

Die Expansion ins Ausland bietet uns auch in Zukunft zusätzliche Wachstumsperspektiven durch ein höheres Umsatzpotenzial, eine höhere Rentabilität als im gesättigten deutschen Markt sowie eine bessere Streuung von regionalen Marktrisiken. Die Internationalisierung des Konzerneinkaufs sichert uns einen breiten Zugang zu den globalen Beschaffungsmärkten sowie die strategische und langfristige Partnerschaft mit den Lieferanten und der Industrie. Von dieser Partnerschaft profitieren beide Seiten. Wir bieten jedem Lieferanten die Chance, jeden unserer Märkte so effizient wie möglich zu beliefern. Es sind sowohl große logistische Direktbelieferungen an jedem Standort möglich als auch die indirekte Belieferung über unsere zentralen Umschlagsplätze. So bieten wir auch regionalen Herstellern die Chance, über ihr bisheriges Vertriebsgebiet hinaus zu wachsen und in weitere Länder zu liefern. Da wir mit unserem Handelsformat auch zunehmend Profikunden an HORNBACH binden, können wir auch Hersteller für uns gewinnen, die sonst nur den professionellen Fachhandel beliefern.

Die flexible Verzahnung unserer Lieferanten mit der Unternehmenslogistik optimiert unsere Wertschöpfungskette und sichert uns einen signifikanten Wettbewerbsvorteil: Durch die Nähe unserer Lieferanten zu den Einkaufsorganisationen in den Ländern können wir die Produktauswahl bestmöglich auf die regionalen Bedürfnisse in den Ländern anpassen und über Größenvorteile Margenverbesserungen erzielen. Zusätzliche Ertragspotenziale heben wir durch die zunehmende partnerschaftliche Entwicklung von Eigenmarken, mit denen wir unseren Kunden ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis bieten und uns gleichzeitig vom Wettbewerb differenzieren.

3. Erläuterungen zum Risiko- und Chancenbericht der HORNBACH Baumarkt AG

Die im HORNBACH Baumarkt AG Konzern dargestellten Risiken und Chancen entsprechen im Wesentlichen denen der HORNBACH Baumarkt AG.

Prognosebericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Von zentraler Bedeutung für die Geschäftsaussichten im HORNBACH Baumarkt AG Konzern ist die künftige Entwicklung der Konsumnachfrage sowie der Bau- und Renovierungstätigkeit in den Ländern, in denen wir operativ tätig sind. Der private Konsum wird entscheidend geprägt von der Entwicklung der Beschäftigung, der Inflation sowie der verfügbaren Einkommen. Auf die Zukunft gerichtete Parameter wie die Konjunktur- und Einkommenserwartung oder auch die Anschaffungsneigung der Verbraucher laufen als Stimmungsindikatoren für das Konsumklima den realwirtschaftlichen Daten voraus. Chancen und Risiken für Konjunktur und Konsumneigung bergen insbesondere politische Veränderungen. Überdies können sich außergewöhnliche Witterungsverhältnisse empfindlich auf das Konsumverhalten und unser Saisongeschäft auswirken, wenngleich diese Einflussgröße in der Vorausplanung nicht abgebildet werden kann.

1.1 Rahmenbedingungen in Europa

Nach Einschätzung der Europäischen Kommission im Januar 2018 wird sich das Wirtschaftswachstum in der EU28 und im Euroraum in Höhe von jeweils 2,3 % im Kalenderjahr 2018 nahezu auf dem Niveau des Vorjahres bewegen. Positiv wirken sich eine bessere Situation an den Arbeitsmärkten sowie eine starke Weltwirtschaft und ein wachsender Welthandel aus. Risiken bestehen durch eine restriktivere Zinspolitik, geopolitische Konflikte, die mögliche Einführung bzw. Ausweitung weltweiter Handelsbarrieren sowie die ungewissen Wirtschaftsbeziehungen nach Abschluss der Brexit-Verhandlungen.

Die Wachstumsprognosen der EU-Kommission für die Länder, in denen HORNBACH mit seinen Bau- und Gartenmärkten vertreten ist, liegen alle auf oder über dem durchschnittlichen Wachstum in der EU28.

Das Forschungs- und Beratungsnetzwerk Euroconstruct rechnet in seiner Prognose vom November 2017 mit einem Anstieg des europäischen Bauvolumens um 2,6 % im Kalenderjahr 2018. Die Zuwachsraten im Wohnungsbau und im übrigen Hochbau dürften sich in den kommenden Jahren etwas abschwächen, insbesondere im Neubausektor. Für den Bestandssektor erwartet Euroconstruct stabile Zuwachsraten.

In weiten Teilen Europas bescherte ein spätwinterlicher März der Baumarktbranche einen deutlich unterkühlten Start in die Frühjahrssaison 2018. Es ist im weiteren Verlauf des Jahres mit Nachholeffekten zu rechnen, die sich positiv auf die Jahresperformance des DIY-Wettbewerbs auswirken sollten.

1.2 Rahmenbedingungen in Deutschland

Für Deutschland erwartet die Bundesregierung im Kalenderjahr 2018 ein solides Wachstum von 2,4 %. Frühindikatoren, wie zum Beispiel die ZEW-Konjunkturerwartungsindizes und der Ifo-Geschäftsklimaindex, signalisierten eine positive Stimmung bei Unternehmen und Finanzmarktexperten zum Jahresstart. Die Arbeitslosenquote dürfte nach Einschätzung der Bundesregierung im Jahr 2018 weiter fallen und die Arbeitseinkommen moderat steigen. Daraus resultieren höhere - auch reale - Lohnzuwächse. Für die privaten Konsumausgaben wird ein Wachstum nominal 3,6 % bzw. real 1,9 % erwartet.

Positive wirtschaftliche Rahmenbedingungen und die anhaltend gute Konsumlaune in Deutschland werden sich laut Konjunkturexperten auch 2018 in weiteren steigenden Einzelhandelsumsätzen niederschlagen. Für das laufende Jahr erwartet der Handelsverband Deutschland (HDE) ein Umsatzwachstum von nominal 2,0 % auf insgesamt netto 523,1 Mrd. €. Wachstumstreiber soll der Onlinehandel bleiben, der nach HDE-Prognose um 9,7 % auf 53,4 Mrd. € zulegen wird, was einem Anteil am Gesamthandelsumsatz von 10,2 % entspricht.

Das Wachstum im Wohnungsbau wird sich nach Einschätzung des DIW in den kommenden Jahren fortsetzen. Im Jahr 2018 erwarten die Wirtschaftsforscher eine nominale Steigerung von 6,7 %. Jedoch dürfte sich das Gewicht vom Neubau zunehmend in Richtung Bestandsleistungen verschieben. Für 2018 wird im Modernisierungsmarkt ein Wachstum von 6,0 % (Vj. 4,7 %) erwartet, während die Zuwächse beim Neubauvolumen mit 8.0% hinter den hohen Steigerungsraten der vergangenen Jahre zurückbleiben. Für das Folgejahr rechnet das DIW mit einer Wachstumsrate von nur noch 4,0 % im Neubausektor und 7,4 % bei Bestandsleistungen.

Insbesondere vom Anstieg der Bestandsmaßnahmen dürften auch das Handwerk und der DIY-Einzelhandel profitieren. Der BHB prognostiziert für 2018 eine nominale Umsatzsteigerung in der deutschen Baumarktbranche von 1,3 %. Bei flächenbereinigter Betrachtung wird mit einem Umsatzwachstum von 1,0 % gerechnet. Potenzial für Umsatzzuwächse sieht der BHB vor allem beim privaten Renovierungs- und Wohnungsbau sowie dem starken Privatkonsum, bedingt durch eine gute Arbeitsmarktsituation mit sicheren Jobs und Löhnen. Eine deutlich höhere Wachstumsdynamik ist bei den E-Commerce-Umsätzen mit DIY-Sortimenten (Heimwerker-, Baustoff- und Gartensortimente) zu erwarten. Marktforscher rechnen hier mit einem Zuwachs von 11,6 % auf mehr als 3,6 Mrd. €.

Die Umsatzentwicklung der Baumarktbranche in den ersten drei Monaten 2018 fiel jedoch aufgrund der langen Wintersaison zunächst schwach aus. Auf den frostigen Februar folgte ein ebenfalls stark unterkühlter März. Der erste Frühlingsmonat war sogar kälter als der Januar, gebietsweise fiel eine Menge Schnee. Außenprojekte an Gebäuden und im Garten wurden angesichts dieser Witterungsbedingungen in vielen Fällen auf später verschoben. Laut BHB/GfK verzeichnete die DIY-Branche im ersten Kalenderquartal ein flächenbereinigtes Umsatzminus in Höhe von 7,4 %.

1.3 Gesamtbeurteilung der zu erwartenden Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf des Konzerns

Die für das Jahr 2018 europaweit prognostizierten gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen werden sich im Geschäftsjahr 2018/19 nach unserer Einschätzung positiv auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung im Konzern der HORNBACH Baumarkt AG auswirken. Sollte es jedoch im Verlauf des Prognosezeitraums beispielsweise durch politische und handelspolitische Krisen, Terrorgefahr oder durch Preisschocks an den Rohstoff- und Energiemärkten zu erheblichen konjunkturellen Verwerfungen kommen und sich das Konsumklima spürbar eintrüben, drohen Abwärtsrisiken für die Umsatz- und Ertragsentwicklung.

2. Prognose der Geschäftsentwicklung 2018/19

Die Aussagen zur erwarteten Entwicklung des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns im Geschäftsjahr 2018/19 werden aus der mittelfristigen Unternehmensplanung abgeleitet, die einen Planungshorizont von fünf Jahren hat und jährlich fortgeschrieben wird. Die Planung für die Geschäftsjahre 2018/19 bis 2022/23 und die darin integrierte Jahresplanung 2018/19 wurden vom Vorstand Ende Januar 2018 verabschiedet und fanden Ende Februar 2018 die Zustimmung des Aufsichtsrats.

2.1 Expansion

Im einjährigen Prognosezeitraum setzen wir weiterhin auf den Ausbau und die Modernisierung unseres Filialnetzes im bisherigen Verbreitungsgebiet. Je nach Fortschritt in der Baugenehmigungs- und Bauplanungsphase sind Verschiebungen zwischen den Jahren möglich.

Angesichts der Branchenherausforderungen im E-Commerce konzentrieren wir uns im stationären Einzelhandelsgeschäft noch stärker als in der Vergangenheit auf selektives Wachstum an Premiumstandorten. Das gilt insbesondere für Neueröffnungen in Deutschland. Hier wird auf Sicht der nächsten fünf Jahre die Zahl der HORNBACH Baumärkte, auch aufgrund geplanter Schließungen für neue Ersatzstandorte, nur geringfügig steigen. Unser mittelfristiger Expansions- und Investitionsschwerpunkt liegt außerhalb Deutschlands.

Im Geschäftsjahr 2018/19 sind drei Neueröffnungen geplant. Im ersten Quartal des Prognosezeitraums wurden in Zwolle (Niederlande) und in Affoltern (Schweiz) großflächige Bau- und Gartenmärkte in Betrieb genommen. Damit wächst die Zahl der Standorte in den Niederlanden auf 14 und in der Schweiz auf sieben. Voraussichtlich im dritten Quartal 2018/19 steht die Eröffnung unseres sechsten schwedischen Marktes in Boras an.

Ende April 2018 wurde ein Baumarkt in Deutschland (Alzey) mangels Entwicklungsperspektive geschlossen. Weitere Schließungen sind im Geschäftsjahr 2018/19 nicht geplant. Per Saldo wird die Anzahl der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte bis 28. Februar 2019 konzernweit auf bis zu 158 (28. Februar 2018: 156) steigen, davon 61 im übrigen Europa.

2.2 Investitionen

Das geplante Bruttoinvestitionsvolumen im Konzern der HORNBACH Baumarkt AG wird im Geschäftsjahr 2018/19 voraussichtlich zwischen 150 und 170 Mio. € liegen. Der überwiegende Teil der Mittel wird in den Bau neuer Märkte, die Geschäftsausstattung neuer und bestehender Filialen, den Umbau und die Erweiterung bestehender Märkte sowie in IT-Infrastruktur fließen. Rund die Hälfte des geplanten Investitionsbudgets entfällt auf Vorleistungen für Grundstücke, Gebäude sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung neuer HORNBACH Baumärkte, die erst nach dem Geschäftsjahr 2018/19 geplant sind.

Bei der Finanzierung der Investitionen genießt HORNBACH große Flexibilität. Neben dem frei verfügbaren operativen Cashflow ist dank der flüssigen Mittel und freier Kreditlinien ein hohes Maß an verfügbarer Liquidität vorhanden. Im einjährigen Prognosezeitraum wie auch in der mittelfristigen Unternehmensplanung wird der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit das Investitionsvolumen übersteigen. Sale & Leaseback-Transaktionen sind im Geschäftsjahr 2018/19 nicht vorgesehen.

2.3 Umsatzprognose für den HORNBACH Baumarkt AG Konzern

Im Planjahr 2018/19 gehen wir davon aus, dass der Konzernumsatz aufgrund der Expansion, Wachstumssteigerungen der bestehenden Filialen sowie wachsender Onlineumsätze - unter anderem auch durch den im Januar 2018 abgeschlossenen Rollout unserer Onlineshops in alle Länder des HORNBACH-Verbreitungsgebiets - den Wert des Berichtsjahres 2017/18 (3.891 Mio. €) übertreffen wird. Der Umsatzanteil der ausländischen Regionen (Vj. 46,8 %) steigt durch das überproportionale organische Wachstum und die Neueröffnungen weiter an. Wir rechnen damit, dass der Nettoumsatz einschließlich Neueröffnungen, Schließungen und Erweiterungsmaßnahmen im Geschäftsjahr 2018/19 im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen wird.

Vor dem Hintergrund der geschilderten gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen erwarten wir für die flächen- und währungskursbereinigten Umsätze des Konzerns ein Wachstum im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich. In geografischer Hinsicht gehen wir davon aus, dass sich im Geschäftsjahr 2018/19 die flächenbereinigten Umsatzzuwächse in Deutschland erneut unterhalb des Konzerndurchschnitts bewegen, während die Wachstumsraten der flächen- und währungskursbereinigten Umsätze im übrigen Europa voraussichtlich über dem Konzerndurchschnitt liegen werden.

2.4 Ertragsentwicklung im HORNBACH Baumarkt AG Konzern

2.4.1 Segment Handel

Im Segment Handel wird die operative Ergebnisentwicklung wesentlich von der Veränderungsrate der flächenbereinigten Umsätze, der Handelsspanne und der Kostenentwicklung geprägt.

Die Handelsspanne wird sich nach unseren Erwartungen im Geschäftsjahr 2018/19 leicht verringern. Die Entwicklung der Rohertragsmarge ist durch den hart umkämpften Wettbewerb im stationären DIY-Einzelhandel und Onlinehandel geprägt. Der E-Commerce gewinnt in unserem gesamten europaweiten Verbreitungsgebiet sukzessiv an Bedeutung und bietet den Konsumenten eine größtmögliche Preistransparenz. HORNBACH positioniert sich hier mit einer konsequent umgesetzten Dauertiefpreisstrategie und bietet den Kunden sowohl online als auch stationär identische Artikelpreise. Aufgrund des abweichenden Sortimentsmix erzielen wir im Onlinehandel im Vergleich zum stationären Handelsgeschäft eine geringere Rohmarge. Zudem wird die Spanne im Onlinehandel dadurch belastet, dass die Frachtkosten nur zum Teil durch Frachterlöse gedeckt sind. Um die Handelsspanne langfristig zu stabilisieren, wollen wir unter anderem unseren Eigenmarkenanteil am Umsatz kontinuierlich erhöhen. Überdies setzen wir auf den weiteren Ausbau des Importvolumens, um weltweit die preisgünstigsten Einkaufsquellen zu nutzen.

Die Filialkosten werden entsprechend der Jahresplanung 2018/19 voraussichtlich unterproportional zum Umsatz ansteigen. Bedingt durch erwartete Tarifsteigerungen und den Fachkräftemangel auf den regionalen Arbeitsmärkten innerhalb des HORNBACH-Verbreitungsgebiets ist erneut mit höheren Personalkosten zu rechnen, der Anstieg soll aber flacher verlaufen als das Umsatzwachstum. Bei den Mieten und Versorgungskosten erwarten wir einen unterproportionalen Kostenanstieg. Die budgetierten Werbeaufwendungen sollen im Planjahr 2018/2019 durch Marketingmaßnahmen für neue Märkte und die neu hinzugekommenen Onlineshops überproportional zum Umsatzwachstum steigen. Bei den allgemeinen Betriebskosten rechnen wir aufgrund von verstärkten Instandhaltungsmaßnahmen für Grundstücke und Gebäude mit einem leicht überproportionalen Anstieg. Im Sinne der Substanzerhaltung und gleichzeitig mit dem Anspruch einer attraktiven Gestaltung der Märkte ist es notwendig, kontinuierlich Mittel für die Renovierung älterer Immobilien sowie für die Modernisierung der Verkaufsflächen und Warenpräsentation bereitzustellen.

Die Voreröffnungskosten werden sich 2018/19 trotz der drei geplanten Neueröffnungen voraussichtlich unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums bewegen, da anteilige Kosten für diese Eröffnungen bereits im Geschäftsjahr 2017/18 angefallen waren.

In der Planung für 2018/19 ist eine im Vergleich zum Umsatzwachstum deutlich überproportionale Erhöhung der Verwaltungskosten berücksichtigt. Der Kostenanstieg ist weiterhin eng an Mehraufwendungen für die zunehmende Digitalisierung unseres Geschäftsmodells und strategische Zukunftsprojekte gekoppelt. Ein Großteil dieser Aufwendungen sind Personalkosten für das E-Business und den im Zuge der internationalen Onlineshop-Expansion erweiterten Kundenservice sowie Kosten für Technologie-Entwicklungen, die im Zusammenhang mit unserem Interconnected Retail stehen.

Im einjährigen Prognosezeitraum wird das um nicht-operative Ergebniseffekte bereinigte EBIT im Segment Handel (Vj. 48,0 Mio. €) wegen der niedrigeren Handelsspanne und erhöhter Verwaltungskosten voraussichtlich leicht sinken.

2.4.2 Segment Immobilien

Im Segment Immobilien werden die Mieterträge nach unseren Erwartungen expansionsbedingt weiterhin einen stabilen Anstieg im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich verzeichnen. Die für 2018/19 budgetierten Immobilienkosten sollen leicht unter dem Vorjahresniveau liegen, so dass die in Prozent der Mieterträge gemessene Immobilienkostenquote rückläufig sein wird. Hierzu tragen vor allem niedrigere Mietkosten bei. Die Voreröffnungskosten werden entsprechend der Planung für das Geschäftsjahr 2018/19 den Vorjahreswert unterschreiten. Insgesamt erwarten wir im Segment Immobilien im Geschäftsjahr 2018/19 einen im Vergleich zur Erhöhung der Mieterträge deutlich überproportionalen Anstieg des bereinigten EBIT (Vj. 74,3 Mio. €).

2.4.3 Segment Zentralbereiche und Konsolidierung

Die zentralen Verwaltungskosten werden im Geschäftsjahr 2018/19 hauptsächlich wegen erhöhter Budgets für die Entwicklung der Informationstechnologie deutlich steigen. Entwicklungsprojekte wie beispielsweise für das Artikeldatenmanagement, die Lagerverwaltung und IT-Sicherheit, aber auch die Aktualisierung von Office-Anwendungen, der Telefonanlage oder auch die Umsetzung der Anforderungen der Datenschutzgrundverordnung sind die Voraussetzung für eine zukunftsfähige IT-Gesamtinfrastruktur. Ferner sind im Planjahr Kosten für die umfassende Sanierung und Modernisierung des alten Verwaltungsgebäudes am Standort Bornheim berücksichtigt; die Maßnahmen sollen voraussichtlich im Jahr 2020 abgeschlossen werden. Im Segment ist mit einem deutlichen Rückgang des bereinigten EBIT (2017/18: minus 12,2 Mio. €) zu rechnen.

2.4.4 Ertragsprognose für den HORNBACH Baumarkt AG Konzern

Wir gehen davon aus, dass das um nicht-operative Ergebniseffekte bereinigte EBIT im einjährigen Prognosezeitraum 2018/19 in etwa auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2017/18 (110,0 Mio. €) liegen wird.

2.5 Umsatz und Ertragsprognose für die HORNBACH Baumarkt AG (Einzelabschluss nach HGB)

Im Einzelabschluss der HORNBACH Baumarkt AG, der durch die Geschäftsentwicklung der deutschen HORNBACH Bau- und Gartenmärkte geprägt wird, rechnen wir im Geschäftsjahr 2018/19 mit einer Zunahme der Umsätze im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Unter der Annahme einer im Vergleich zum Vorjahr 2017/18 deutlich höheren Ergebnisabführung der HORNBACH International GmbH gehen wir auf Ebene der HORNBACH Baumarkt AG im Prognosezeitraum 2018/19 von einem signifikanten Anstieg des Jahresüberschusses aus.

Sonstige Angaben

1. Angaben gemäß § 315a Abs. 4 und § 289a Abs. 4 HGB sowie erläuternder Bericht des Vorstands

Die HORNBACH Baumarkt AG als das Mutterunternehmen des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns nimmt einen organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) durch die von ihr ausgegebenen stimmberechtigten Aktien in Anspruch und berichtet daher gemäß § 315a Abs. 4 und § 289a Abs. 4 HGB.

1.1 Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das Grundkapital der HORNBACH Baumarkt AG in Höhe von 95.421.000 € ist eingeteilt in 31.807.000 auf den Inhaber lautende Stück-Stammaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 3,00 € je Aktie. Jede Stück-Stammaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Zu den weiteren Rechten und Pflichten der Stammaktien wird auf die entsprechenden Regelungen des Aktiengesetzes verwiesen.

1.2 Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital

Über mehr als 10 % der Stimmrechte verfügt die HORNBACH Holding AG & Co. KGaA mit Sitz in Le Quartier Hornbach 19, 67433 Neustadt an der Weinstraße, Deutschland. Ihr Anteilsbesitz und damit ihr Stimmrechtsanteil belaufen sich zum 28. Februar 2018 auf unverändert 76,4 %.

1.3 Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über Satzungsänderungen

Für die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands (§§ 84, 85 AktG) sowie für die Änderung der Satzung (§§ 133, 179 AktG) sind die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften des Aktiengesetzes maßgeblich.

1.4 "Change of Control"

Wesentliche Vereinbarungen zwischen der HORNBACH Baumarkt AG und Dritten, die bei einem Kontrollwechsel ("Change of Control") wirksam werden, bestehen hinsichtlich der Verträge zur langfristigen Finanzierung des Konzerns.

1.5 Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe von Aktien

Gemäß § 4 der Gesellschaftssatzung (Grundkapital) ist der Vorstand ermächtigt, mit jeweiliger Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 7. Juli 2021 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Stückaktien um bis zu insgesamt 15.000.000,00 € gegen Bareinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Die neuen Aktien können jeweils als stimmberechtigte Stammaktien oder als Vorzugsaktien ohne Stimmrecht ausgegeben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen festzulegen. Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist aber ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:

zum Ausgleich von Spitzenbeträgen,

soweit es erforderlich ist, um Inhabern von durch die Gesellschaft oder unmittelbare oder mittelbare einhundertprozentige Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen oder noch auszugebenden Wandlungs- oder Optionsrechten ein Bezugsrecht einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechts zustehen würde,

um Arbeitnehmern der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften neue Aktien bis zu einem Gesamtvolumen von 1.500.000,00 € als Belegschaftsaktien zum Bezug anzubieten,

soweit der Anteil am Grundkapital der neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt zehn vom Hundert des vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Beschlusses dieser Ermächtigung noch im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung oder im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung, und der Ausgabebetrag der neuen Aktien jeweils den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet. Auf die Begrenzung auf zehn vom Hundert des Grundkapitals sind gegebenenfalls diejenigen Aktien anzurechnen, die aufgrund anderweitiger unmittelbarer oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert wurden oder auszugeben sind. Dies betrifft insbesondere die Veräußerung eigener Aktien, die aufgrund einer Ermächtigung zur Veräußerung eigener Aktien gemäß §§ 71, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG erfolgt, ferner Aktien, die zur Bedienung von Schuldverschreibungen mit Wandlungs- und/oder Optionsrechten ausgegeben bzw. auszugeben sind, wenn die Schuldverschreibungen aufgrund einer Ermächtigung gemäß §§ 221 Abs. 4, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG begeben wurden.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit jeweiliger Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 7. Juli 2021 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe von neuen Stückaktien um bis zu insgesamt 30.000.000,00 € gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital II). Die neuen Aktien können jeweils als stimmberechtigte Stammaktien oder als Vorzugsaktien ohne Stimmrecht ausgegeben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen festzulegen. Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist aber ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, sofern die Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen erfolgen.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in dem Umfang auszuschließen, in dem es erforderlich ist, Inhabern von durch die Gesellschaft oder unmittelbare oder mittelbare einhundertprozentige Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen oder noch auszugebenden Wandlungs- oder Optionsrechten ein Bezugsrecht einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechts zustehen würde. Ferner können Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre ausgenommen werden.

Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, den Wortlaut der Satzung entsprechend dem jeweiligen Bestand und der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals und eines bedingten Kapitals anzupassen.

2. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB

Die nach § 289f HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung steht auf unserer Webseite zur Verfügung. Gemäß § 317 Absatz 2 Satz 3 HGB sind die Angaben nach § 289f HGB nicht in die Prüfung durch den Abschlussprüfer einbezogen.

3. Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht stellt die Grundzüge und die Struktur der Vergütungen des Vorstands und des Aufsichtsrats dar. Er ist Bestandteil des Konzernlageberichts und wird innerhalb des Abschnitts Corporate Governance dargestellt.

4. Abhängigkeitsbericht

Für das Geschäftsjahr 2017/18 wurde nach § 312 AktG ein Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Zu den berichtspflichtigen Vorgängen wird darin erklärt: "Unsere Gesellschaft hat bei allen hier berichtspflichtigen Rechtsgeschäften mit dem beherrschenden Unternehmen oder einem mit ihm verbundenen Unternehmen oder auf Veranlassung oder im Interesse dieser Unternehmen nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Es sind keine Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens getroffen oder unterlassen worden."

DISCLAIMER

Unser zusammengefasster Lagebericht sollte im Kontext mit den geprüften Finanzdaten des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns und den Konzernanhangsangaben gelesen werden, die an anderer Stelle des Geschäftsberichtsstehen. Er enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen des Vorstands von HORNBACH beruhen. Zukunftsaussagen sind immer nur für den Zeitpunkt gültig, an dem sie gemacht werden. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen dieser prognostizierten Aussagen realistisch sind, kann die Gesellschaft nicht dafür garantieren, dass die Erwartungen sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, insbesondere im Konsumverhalten und im Wettbewerbsumfeld in den für HORNBACH relevanten Handelsmärkten. Fernerzählen dazu die mangelnde Akzeptanz neuer Vertriebsformate und neuer Sortimente sowie Änderungen der Unternehmensstrategie. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch HORNBACH ist weder geplant, noch übernimmt HORNBACH die Verpflichtung dazu.

Konzernabschluss

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. März 2017 bis 28. Februar 2018

HORNBACH Baumarkt AG Konzern

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Anhang 2017/18
T€
2016/17
T€
Veränderung
%
Umsatzerlöse 1 3.890.704 3.710.097 4,9
Kosten der umgesetzten Handelsware 2 2.440.777 2.328.851 4,8
Rohertrag 1.449.927 1.381.246 5,0
Filialkosten 3/10 1.150.778 1.104.263 4,2
Voreröffnungskosten 4/10 5.118 6.012 -14,9
Verwaltungskosten 5/10 206.654 186.336 10,9
Sonstiges Ergebnis 6/10 15.111 12.888 17,2
Betriebsergebnis (EBIT) 102.489 97.522 5,1
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 740 904 -18,1
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 17.562 18.595 -5,6
Übriges Finanzergebnis -4.784 -538 >-100
Finanzergebnis 7 -21.605 -18.229 18,5
Konzernergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 80.884 79.293 2,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 8 22.217 26.429 -15,9
Konzernjahresüberschuss 58.667 52.864 11,0
Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert in €) 9 1,84 1,66 10,8

Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. März 2017 bis 28. Februar 2018

HORNBACH Baumarkt AG Konzern

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Anhang 2017/18
T€
2016/17
T€
Konzernjahresüberschuss 58.667 52.864
Versicherungsmathematische Veränderung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen 24/25 4.042 1.974
Latente Steuern auf versicherungsmathematische Veränderung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen -780 -367
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen, die nicht reklassifiziert werden 3.262 1.607
Bewertung derivativer Finanzinstrumente (Cashflow-Hedge)
direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen derivativer Sicherungsinstrumente1) -1 -8
erfolgswirksame Realisierung von Wertänderungen derivativer Sicherungsinstrumente 33 733
Bewertung zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte 13/33 883 1.788
Währungsanpassungen aus der Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen -2.988 2.565
Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 8 -21 -237
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen, die reklassifiziert werden -2.094 4.841
Gesamtergebnis 59.835 59.312

1) Stellt den Residualwert aus Marktwertänderungen und realisierten Wertänderungen korrespondierender Sicherungsinstrumente der Berichtsperiode dar.

Bilanz Konzern zum 28. Februar 2018

HORNBACH Baumarkt AG

Aktiva

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Anhang 28.2.2018
T€
28.2.2017
T€
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 11 18.892 15.235
Sachanlagen 12 1.120.408 1.087.101
Fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke 12 18.692 16.226
Finanzanlagen 13/33 6.543 5.659
Übrige langfristige Forderungen und Vermögenswerte 14/24 4.151 3.632
Latente Steueransprüche 15 4.531 3.848
1.173.217 1.131.701
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 16 657.821 626.086
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 17 0 30.009
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18 8.913 8.221
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 18 53.417 43.129
Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 27 2.235 7.706
Flüssige Mittel 19 102.138 113.033
824.524 828.184
1.997.740 1.959.885

Passiva

Anhang 28.2.2018
T€
28.2.2017
T€
Eigenkapital 21
Gezeichnetes Kapital 95.421 95.421
Kapitalrücklage 143.623 143.623
Gewinnrücklagen 809.759 771.601
1.048.802 1.010.645
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzschulden 23 412.637 424.320
Rückstellungen für Pensionen 24 10.820 15.216
Latente Steuerschulden 15 25.951 27.455
Sonstige langfristige Schulden 25/28 46.936 36.410
496.344 503.401
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzschulden 23 11.435 28.575
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26 253.711 244.468
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 26 88.000 82.626
Schulden aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 27 11.608 13.441
Sonstige Rückstellungen und abgegrenzte Schulden 28 87.839 76.729
452.594 445.839
1.997.740 1.959.885

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

HORNBACH Baumarkt AG Konzern

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Geschäftsjahr 2016/17
in T€
Anhang Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Hedging-Reserve Kumulierte Währungsumrechnung Sonstige Gewinnrücklagen
Stand 1.März 2016 95.421 143.623 -538 36.767 697.605
Konzernjahresüberschuss 52.864
Versicherungsmathematische Veränderung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen, netto nach Steuern 24/25 1.607
Bewertung derivativer Finanzinstrumente (Cashflow-Hedge), netto nach Steuern 515
Bewertung zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, netto nach Steuern 33 1.761
Währungsumrechnung 2.565
Gesamtergebnis 515 2.565 56.232
Dividendenausschüttung 22 -21.629
Transaktionen eigene Anteile 21 85
Stand 28. Februar 2017 95.421 143.623 -24 39.332 732.293
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Geschäftsjahr 2016/17
in T€
Summe Eigenkapital
Stand 1.März 2016 972.878
Konzernjahresüberschuss 52.864
Versicherungsmathematische Veränderung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen, netto nach Steuern 1.607
Bewertung derivativer Finanzinstrumente (Cashflow-Hedge), netto nach Steuern 515
Bewertung zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, netto nach Steuern 1.761
Währungsumrechnung 2.565
Gesamtergebnis 59.312
Dividendenausschüttung -21.629
Transaktionen eigene Anteile 85
Stand 28. Februar 2017 1.010.645
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Geschäftsjahr 2017/18
in T€
Anhang Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Hedging- Reserve Kumulierte Währungsumrechnung Sonstige Gewinnrücklagen
Stand 1.März 2017 95.421 143.623 -24 39.332 732.293
Konzernjahresüberschuss 58.667
Versicherungsmathematische Veränderung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen, netto nach Steuern 24/25 3.262
Bewertung derivativer Finanzinstrumente (Cashflow-Hedge), netto nach Steuern 24
Bewertung zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, netto nach Steuern 33 870
Währungsumrechnung -2.988
Gesamtergebnis 24 -2.988 62.799
Dividendenausschüttung 22 -21.629
Transaktionen eigene Anteile 21 -50
Stand 28. Februar 2018 95.421 143.623 0 36.344 773.414
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Geschäftsjahr 2017/18
in T€
Summe Eigenkapital
Stand 1. März 2017 1.010.645
Konzernjahresüberschuss 58.667
Versicherungsmathematische Veränderung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen, netto nach Steuern 3.262
Bewertung derivativer Finanzinstrumente (Cashflow-Hedge), netto nach Steuern 24
Bewertung zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, netto nach Steuern 870
Währungsumrechnung -2.988
Gesamtergebnis 59.835
Dividendenausschüttung -21.629
Transaktionen eigene Anteile -50
Stand 28. Februar 2018 1.048.802

Kapitalflussrechnung

HORNBACH Baumarkt AG Konzern

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Anhang 2017/18
T€
2016/17
T€
Konzernjahresüberschuss 58.667 52.864
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 10 80.363 76.122
Veränderung der Rückstellungen 9.040 7.760
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen sowie von zur Veräußerung vorgesehenen langfristigen Vermögenswerten -401 679
Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -40.626 -17.951
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 29.394 -11.128
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge -2.331 6.870
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 134.106 115.217
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens sowie von zur Veräußerung vorgesehenen langfristigen Vermögenswerten 2.438 1.555
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -120.859 -150.424
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -7.824 -6.578
Ein-/Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 30.000 -30.000
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -96.245 -185.447
Gezahlte Dividenden 22 -21.629 -21.629
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten 23 -3.111 -83.659
Einzahlungen aus Konzernfinanzierung 0 35
Veränderung der kurzfristigen Finanzkredite und der Finanzierungsleasing-Verbindlichkeiten -22.958 5.128
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -47.698 -100.125
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands -9.837 -170.355
Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelbestands -1.059 390
Finanzmittelbestand 1. März 113.033 282.998
Finanzmittelbestand am Bilanzstichtag 102.138 113.033

Der Finanzmittelbestand beinhaltet Geldbestände und Bankguthaben sowie andere kurzfristige Geldanlagen.

Der Posten sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge enthält im Wesentlichen latente Steuern sowie unrealisierte Fremdwährungseffekte.

Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde durch Ertragsteuerzahlungen um T€ 21.310 (Vj. T€ 11.102) und durch Zinszahlungen um T€20.011 (Vj. T€ 21.279) gemindert sowie durch erhaltene Zinsen um T€ 740 (Vj. T€ 1.133) erhöht.

Anhang

HORNBACH BAUMARKT AG KONZERN

Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

Angaben zu dem Unternehmen

Die HORNBACH Baumarkt AG mit Sitz in Bornheim bei Landau/Pfalz und ihre Tochtergesellschaften entwickeln und betreiben international großflächige Bau- und Gartenmärkte. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Landau/Pfalz unter der Nummer HRB 2311 eingetragen. Die Aktien der HORNBACH Baumarkt AG werden im Prime Standard an den Börsenplätzen Xetra und Frankfurt am Main unter ISIN DE0006084403 gehandelt.

Die HORNBACH Baumarkt AG ist mit ihren Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA einbezogen. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA werden im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Grundlagen der Rechnungslegung

Die HORNBACH Baumarkt AG stellt einen Konzernabschluss in Übereinstimmung mit § 315e Abs. 1 HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) auf, wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind. Neue IFRS werden erst nach deren Anerkennung durch die Europäische Union angewandt. Alle für das Geschäftsjahr 2017/18 verbindlichen IFRS und Verlautbarungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) wurden angewandt.

Das Geschäftsjahr der HORNBACH Baumarkt AG und damit des Konzerns umfasst den Zeitraum vom 1. März eines jeden Jahres bis zum letzten Tag des Februars des Folgejahres.

Im Konzernabschluss werden die Gewinn- und Verlustrechnung, die Gesamtergebnisrechnung, die Bilanz, die Kapitalflussrechnung sowie die Eigenkapitalveränderungsrechnung gesondert ausgewiesen. In der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz sind einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen. Nach IAS 1 "Presentation of Financial Statements" wird beim Ausweis in der Bilanz zwischen lang- und kurzfristig unterschieden. Als kurzfristig werden Sachverhalte angesehen, die innerhalb eines Jahres fällig sind.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Dabei handelt es sich um die funktionale Währung der HORNBACH Baumarkt AG. Die Werte werden in Tausend bzw. Millionen Euro gerundet. Bei den verschiedenen Darstellungen können gegebenenfalls Rundungsdifferenzen auftreten.

Der Vorstand der HORNBACH Baumarkt AG hat den Konzernabschluss am 14. Mai 2018 aufgestellt und zur Veröffentlichung freigegeben. Mit diesem Zeitpunkt endet der Wertaufhellungszeitraum.

Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgrund neuer Rechnungslegungsvorschriften

Die im Geschäftsjahr 2017/18 erstmalig verpflichtend anzuwendenden neuen Standards sowie Änderungen von Standards und Interpretationen hatten mit Ausnahme der in der nachfolgenden Tabelle genannten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der HORNBACH Baumarkt AG.

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Standard und Interpretation Anwendungszeitpunkt1) Auswirkung
Amendments to IAS 7 -Disclosure Initiative 1. Januar 2017 Erweiterung der Anhangangaben um eine Oberleitungsrechnung, die die Veränderung zwischen dem Anfangs- und Endbestand der betroffenen Finanzverbindlichkeiten darstellt.

1) Für Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Zeitpunkt beginnen

Nicht vorzeitig angewandte Standards und Interpretationen

Das IASB und das IFRS IC haben neue Standards sowie Änderungen zu bestehenden Standards und Interpretationen herausgegeben, die verpflichtend erst in späteren Geschäftsjahren anzuwenden sind und die vom HORNBACH Baumarkt AG Konzern auch nicht vorzeitig angewandt wurden. Für alle in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Standards werden die erwarteten Auswirkungen aus der verpflichtenden Erstanwendung qualitativ bzw. quantitativ beschrieben. Für alle nicht aufgeführten Standards und Interpretationen erwartet der HORNBACH Baumarkt AG Konzern keine wesentlichen Auswirkungen.

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Standard und Interpretation Anwendungszeitpunkt1)
IFRS 9 Financial Instruments 1. Januar 2018
IFRS 15 Revenue from Contracts with Customers 1. Januar 2018
Amendments to IFRS 15 Clarifications to IFRS 15 1. Januar 2018
IFRS 16 Leases 1. Januar 2019

1) Für Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Zeitpunkt beginnen

IFRS 9 - Financial Instruments:

Der im Juli 2014 herausgegebene IFRS 9 ersetzt die bestehenden Vorschriften in IAS 39. IFRS 9 enthält überarbeitete Leitlinien zur Einstufung und Bewertung von Finanzinstrumenten, darunter ein neues Modell der erwarteten Kreditausfälle zur Berechnung der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten sowie die neuen allgemeinen Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsbeziehungen. Er übernimmt auch Vorschriften zur Erfassung und Ausbuchung von Finanzinstrumenten aus IAS 39. Mit IFRS 9 wird der Umfang der Anhangangaben, die aus der Anpassung von IFRS 7 "Financial Instruments: Disclosures" resultieren, deutlich erhöht.

Auswirkungen ergeben sich hauptsächlich daraus, dass die neuen Wertminderungsvorschriften auch erwartete, zukünftige Verluste mit einbeziehen, während IAS 39 nur die Erfassung von bereits eingetretenen Wertminderungen vorsieht.

Weitere Änderungen betreffen insbesondere gehaltene Eigenkapitalinstrumente, die nunmehr nicht der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" zuzuordnen sind, sondern grundsätzlich erfolgswirksam bzw. erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Beim Verkauf dieser Instrumente werden die zuvor erfolgsneutral erfassten Wertänderungen nicht mehr in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Weiterhin sind einzelne Fremdkapitalinstrumente duch die neuen Klassifizierungsvorgaben des IFRS 9 erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu erfassen.

Die Änderungen betreffend "Hedge Accounting" werden zu Erleichterungen bei der Beurteilung der Wirksamkeit von Sicherungsbeziehungen und der Designation von Grund- und Sicherungsgeschäften führen. Da durch IFRS 9 die allgemeinen Grundsätze für die Bilanzierung effektiver Sicherungsgeschäfte nicht geändert werden, wird die Anwendung neuer Hedge Accounting Vorschriften keine wesentlichen Auswirkungen haben.

Der Konzern wird, in Einklang mit den Übergangsvorschriften, auf die Anpassung der Vorjahreszahlen verzichten und den kumulierten Effekt aus der Erstanwendung zum 1. März 2018 in den Gewinnrücklagen ausweisen.

Die Finanzinstrumente des Konzerns wurden inventarisiert, den Geschäftsmodellen zugeordnet und die Bewertungskategorien nach IFRS 9 determiniert. Durch das neue Klassifizierungsmodell ergeben sich geringfügige Änderungen, die keine erheblichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben werden. Die Änderungen betreffen insbesondere sämtliche Factoringforderungen, die nunmehr nicht der Kategorie Loans and Receivables zuzuordnen sind, sondern erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Desweiteren wird der Konzern von der Möglichkeit einer freiwilligen Designation in die Kategorie der erfolgsneutral zu bewertenden Eigenkapitalinstrumente Gebrauch machen und sämtliche Eigenkapitalinstrumente weiterhin erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerten.

Nach IFRS 9 sind vom Konzern erwartete Kreditverluste aus allen seinen Schuldtiteln, Krediten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entweder auf der Grundlage von 12-Monats Expected-Credit-Loss (ECL) oder der Gesamtlaufzeit-ECL zu bemessen. Der Konzern wird den vereinfachten Ansatz anwenden und die Gesamtlaufzeit-ECL aus allen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfassen.

Wir erwarten aus der Anwendung von IFRS 9 eine Veränderung der Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von weniger als 0,5 Mio.€. Diese wird zu einem korrespondierenden Effekt in gleicher Höhe im Eigenkapital führen.

Die Bestimmung der Wertminderungen für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie sonstige Forderungen und Vermögenswerte erfolgt anhand der erwarteten 12-Monats-ECL. Wir erwarten daraus keine nennenswerten Effekte.

Bei der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 übt der Konzern das Bilanzierungswahlrecht aus, Sicherungsbeziehungen weiterhin nach IAS 39 anstatt nach IFRS 9 zu bilanzieren.

IFRS 15 - Revenue from Contracts with Customers:

Durch den neuen Standard erfolgt eine Neuregelung der Vorschriften zur Erlöserfassung. Infolgedessen ersetzt IFRS 15 die bisher relevanten Standards (IAS 18, IAS 11 und IFRIC 13) zur Erlöserfassung sowie relevante Interpretationen. Fortan wird anhand eines 5-Stufen-Modells bestimmt, zu welchem Zeitpunkt bzw. in welchem Zeitraum Umsatzerlöse erfasst werden. Ferner wird durch das Modell die Höhe der Umsatzerlöse determiniert. Grundsätzlich gilt, dass die Umsatzerlöse zum Zeitpunkt/Zeitraum des Übergangs der Kontrolle an Gütern und Dienstleistungen zu bilanzieren sind. Ebenso beinhaltet der Standard Leitlinien zu Mehrkomponentengeschäften sowie neue Vorschriften zur Behandlung von Dienstleistungsverträgen und Vertragsanpassungen. Zugleich wurde der Umfang der Anhangangaben erweitert.

Der Konzern hat sein Projekt zur Bestimmung der Auswirkungen, die sich aus der IFRS 15 Erstanwendung ergeben, abgeschlossen. Der weit überwiegende Anteil der Umsatzerlöse wird durch einfach strukturierte Warenverkaufsverträge generiert, welche keine langfristigen Charakteristika aufweisen und die Verfügungsgewalt zu einem bestimmten Zeitpunkt auf den Kunden übergeht. Der Konzern hat sich dazu entschieden, IFRS 15 gemäß der modifiziert retrospektiven Methode einzuführen. Der kumulierte Effekt aus der Erstanwendung wird zum 1. März 2018 im Eigenkapital erfasst. Ungeachtet der nachstehend aufgeführten Auswirkungen erwartet der Konzern grundsätzlich keine wesentlichen Effekte gegenüber der bisherigen Bilanzierung gemäß IAS 18.

Infolge vorliegender Mehrkomponentenverträge und Bonusvereinbarungen mit Kunden, finden in der Eröffnungsbilanz zum 1. März 2018 Ausweisumgliederungen zwischen Vermögenswerten und vertraglichen Vermögenswerten sowie Verbindlichkeiten und vertraglichen Verbindlichkeiten statt.

Durch IFRS 15 erfolgt künftig ein Bruttoausweis von gewährten Rückgaberechten. Abweichend zum bisherigen Bilanzansatz einer Rückstellung wird künftig ein Vermögenswert für erwartete Retouren sowie eine Rückerstattungsverbindlichkeit gegenüber dem Kunden ausgewiesen. In der Eröffnungsbilanz zum 1. März 2018 erwarten wir eine Reduzierung der Rückstellungen sowie einen Anstieg der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Die Bilanzsumme steigt um circa 2,7 Mio. EUR.

HORNBACH ist durch die im IFRS 15 enthaltenen Regelungen zur Nichtinanspruchnahme von Guthaben (breakage) in Hinblick auf veräußerte Gutscheinkarten betroffen. Durch die Neuregelung erfolgt künftig eine frühere ergebniswirksame Vereinnahmung nicht genutzter Guthaben. In der Eröffnungsbilanz zum 1. März 2018 erwarten wir eine Reduzierung der Verbindlichkeiten um circa 2,4 Mio. EUR sowie einen Anstieg des Eigenkapitals in gleicher Höhe.

Die Möglichkeit einer nachträglichen Rabattgewährung (Dauertiefpreisgarantie) führt prospektiv zu einer Erhöhung der Rückerstattungsverbindlichkeiten. Da relevante Verträge zum Zeitpunkt der Erstanwendung als erfüllt gelten, wirkt sich diese Neuerung ausschließlich auf Verträge aus, die nach dem Erstwendungszeitpunkt abgeschlossen werden. Zum 1. März 2018 entsteht kein Umstellungseffekt.

IFRS 16 - Leases:

Der Standard ersetzt die bisherigen Vorschriften zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen und ändert die Berücksichtigung beim Leasingnehmer grundlegend. Die bisherige Klassifizierungsprüfung, ob ein Operating oder Finance Lease vorliegt, entfällt beim Leasingnehmer. Mit Ausnahme von kurzfristigen Verträgen bzw. Verträgen mit niedrigem Wert sind fortan alle Leasingverträge ähnlich der bisher gültigen Finance Lease Methodik abzubilden, d.h. neben einem Nutzungsrecht wird im Rahmen der Initialerfassung ebenso eine korrespondierende Leasing-Schuld erfasst. Beide Posten werden entsprechend fortgeschrieben. Im Rahmen der Leasinggeberbilanzierung ist weiterhin eine Klassifizierungsprüfung vorzunehmen und das Leasingverhältnis dementsprechend als Operating oder Finance Lease zu erfassen.

Durch IFRS 16 sind künftig grundsätzlich alle Leasingverhältnisse bilanzwirksam zu erfassen. Dies betrifft bei HORNBACH insbesondere die bisher als "operating lease" klassifizierten Immobilien-Mietverträge. Infolge der bilanziellen Berücksichtigung werden sich künftig das Anlagevermögen sowie die Finanzschulden wesentlich erhöhen. Darüber hinaus ergeben sich Veränderungen innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung. Bisher waren die Mietzahlungen aus "operating lease" Verträgen im Wesentlichen als Aufwand in den Filialkosten enthalten. Künftig werden Abschreibungen auf das Nutzungsrecht sowie Zinsaufwendungen für die Finanzschuld ausgewiesen. Aufgrund der Abschreibungen auf das Nutzungsrecht, anstelle der aktuellen Erfassung eines Mietaufwandes, wird das EBIT durch die Anwendung von IFRS 16 wesentlich steigen. In diesem Zusammenhang findet durch die künftige Erfassung von Zinsaufwendungen eine wesentliche Belastung des Finanzergebnisses statt.

Der Konzern beabsichtigt, IFRS 16 gemäß der modifiziert retrospektiven Methode anzuwenden. Kumulative Umstellungseffekte werden als Anpassung der Eröffnungsbilanzwerte in den Gewinnrücklagen zum 1. März 2019 erfasst. Vergleichsinformationen sind nicht anzupassen. Darüber hinaus beabsichtigt der Konzern derzeit, die Erleichterungsvorschriften in Bezug auf kurzfristige und geringwertige Leasingverhältnisse in Anspruch zu nehmen.

Zur Bestimmung der Auswirkungen aus der Erstanwendung findet im Rahmen des Implementierungsprojektes derzeit eine konzernübergreifende Vertragsinventur statt. Diese ist für wesentliche Verträge abgeschlossen, bei denen der Konzern als Leasingnehmer auftritt. Bei diesen Verträgen handelt es sich hauptsächlich um Immobilienmietverträge.

Auf Basis der aktuell vorliegenden Informationen werden die im Konzern vorhandenen Immobilienverträge, bei denen HORNBACH als Leasingnehmer fungiert, zu einem Anstieg des Anlagevermögens sowie der Finanzschulden um jeweils voraussichtlich 1,1 Mrd. EUR führen.

Dieser Schätzung liegt die Anwendung eines einheitlichen Grenzfremdkapitalzinssatzes zugrunde. Ferner wurden die Ausübungen von Verlängerungsoptionen auf Basis aktueller wirtschaftlicher und unternehmensspezifischer Rahmenbedingungen, welche sich bis zum Erstwendungszeitpunkt ändern können, eingeschätzt. Weiterführende Auswirkungen auf den Konzernabschluss können zum aktuellen Zeitpunkt nicht eingeschätzt werden, da die Vertragsinventur für Mietverhältnisse, die Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie intermediäre Mietverhältnisse betreffen, nicht abgeschlossen ist. Gleiches gilt für mögliche Wertberichtigungen zum Erstanwendungszeitpunkt aus der Anwendung von IFRS 16.C8 (c), da zum jetzigen Zeitpunkt die zukünftigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht bekannt sind.

Konsolidierungsgrundsätze

Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde.

Die Einzelabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Ein sich aus dem Erwerb ergebender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Dieser wird anlassbezogen, mindestens jedoch einmal jährlich, auf dessen Werthaltigkeit überprüft.

Eine Veränderung der Beteiligungshöhe an einem vollkonsolidierten Unternehmen, welche keinen Statuswechsel zufolge hat, wird als Eigenkapitaltransaktion bilanziert.

Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegenseitig eliminiert. Zwischenergebnisse wurden - soweit wesentlich - eliminiert.

Konsolidierungskreis

Zur Beurteilung, ob ein Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der HORNBACH Baumarkt AG voll einbezogen wird, werden die für die Beherrschung relevanten Faktoren beurteilt. Beherrschung über ein Tochterunternehmen liegt vor, wenn HORNBACH direkt bzw. indirekt auf die maßgeblichen Tätigkeiten des Tochterunternehmens Einfluss nehmen kann und schwankenden Renditen ausgesetzt ist oder ein Anrecht auf diese hat. Durch die Verfügungsgewalt kann ferner die Höhe der Renditen beeinflusst werden. Dieses Recht erlangt HORNBACH grundsätzlich, wenn es die Mehrheit der Stimmrechte hält. Liegt keine Mehrheit der Stimmrechte vor, können andere vertragliche Vereinbarungen dazu führen, dass Beherrschung erlangt wird. Die Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der HORNBACH Baumarkt AG erfolgt ab dem Tag, an dem Beherrschung erlangt wird. Weisen Umstände und Tatsachen auf eine Änderung des Beherrschungsverhältnisses hin, erfolgt eine Neubeurteilung. Anteile an Unternehmen, die nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen werden, werden gemäß IAS 39 bilanziert.

In den Konzernabschluss sind neben der HORNBACH Baumarkt AG 6 inländische und 30 ausländische Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. An den konsolidierten Beteiligungsgesellschaften stehen der HORNBACH Baumarkt AG als Alleingesellschafterin der HORNBACH International GmbH direkt oder indirekt 100% der Stimmrechte zu. Im Geschäftsjahr 2017/18 sind - wie im Vorjahr - alle direkten und indirekten Tochterunternehmen der HORNBACH Baumarkt AG in den Konzernabschluss einbezogen.

Änderungen des Konsolidierungskreises

Im Geschäftsjahr 2017/18 wurde die HORNBACH Real Estate Apeldoorn B.V. (Niederlande) sowie die HORNBACH Real Estate Enschede B.V. (Niederlande) erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen. Beide Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2017/18 gegründet.

Die Entwicklung des Konsolidierungskreises stellt sich wie folgt dar:

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2017/18 2016/17
1. März 35 36
Erstkonsolidierte Unternehmen 2 1
Verschmelzungen 0 2
28. Februar 37 35

Die Konsolidierungskreisveränderungen des Geschäftsjahrs 2017/18 haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz und Ertragslage des Konzerns.

Konsolidierte Beteiligungen

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Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital1)in Tsd. Landeswährung Landeswährung
Deutschland2)
HORNBACH International GmbH, Bornheim 100 106.019 EUR
AWV-Agentur für Werbung und Verkaufsförderung GmbH, Bornheim 100 329 EUR
HB Reisedienst GmbH, Bornheim 100 7.285 EUR
HB Services GmbH, Bornheim 100 18 EUR
HORNBACH Versicherungs-Service GmbH, Bornheim 100 141 EUR
HORNBACH Solar-, Licht- und Energiemanagement GmbH, Bornheim 100 -36 EUR
Ausland
HORNBACH Baumarkt CS spol s.r.o., Prag, Tschechien 1004) 2.626.342 CZK
HORNBACH Baumarkt GmbH, Wiener Neudorf, Österreich 100 75.336 EUR
HL Immobilien Lambda GmbH, Wiener Neudorf, Österreich 100 11.238 EUR
G.N.E. Global Grundstücksverwertung GmbH, Wiener Neudorf, Österreich 100 768 EUR
HORNBACH Baumarkt Luxemburg SARL, Bertrange, Luxemburg 100 9.603 EUR
HORNBACH Baumarkt (Schweiz) AG, Oberkirch, Schweiz 100 125.283 CHF
HORNBACH Byggmarknad AB, Göteborg, Schweden 100 75.349 SEK
HIAG Fastigheter i Sisjön AB, Göteborg, Schweden 100 667 SEK
HORNBACH Holding B.V., Amsterdam, Niederlande 100 119.675 EUR
HORNBACH Bouwmarkt (Nederland) B.V., Driebergen-Rijsenburg, Niederlande 100 14.221 EUR
HORNBACH Real Estate Apeldoorn B.V., Apeldoorn, Niederlande 100 20 EUR
HORNBACH Real Estate Enschede B.V., Enschede, Niederlande 100 20 EUR
HORNBACH Real Estate Breda B.V., Breda, Niederlande 100 1.905 EUR
HORNBACH Real Estate Best B.V., Nieuwegein, Niederlande 100 1.411 EUR
HORNBACH Real Estate Amsterdam-Sloterdijk B.V., Amsterdam, Niederlande 100 1.235 EUR
HORNBACH Real Estate Den Haag B.V., Den Haag, Niederlande 100 1.888 EUR
HORNBACH Real Estate Zwolle B.V., Zwolle, Niederlande 100 245 EUR
HORNBACH Real Estate Almelo B.V., Almelo, Niederlande 100 12 EUR
HORNBACH Real Estate Duiven B.V., Duiven, Niederlande 100 -1.124 EUR
HORNBACH Real Estate Tilburg B.V., Tilburg, Niederlande 100 948 EUR
HORNBACH Real Estate Groningen B.V., Groningen, Niederlande 100 914 EUR
HORNBACH Real Estate Wateringen B.V., Wateringen, Niederlande 100 1.480 EUR
HORNBACH Real Estate Alblasserdam B.V., Alblasserdam, Niederlande 100 825 EUR
HORNBACH Real Estate Nieuwegein B.V., Nieuwegein, Niederlande 100 1.456 EUR
HORNBACH Real Estate Nieuwerkerk B.V., Nieuwerkerk, Niederlande 100 1.456 EUR
HORNBACH Real Estate Geleen B.V., Geleen, Niederlande 100 733 EUR
HORNBACH Reclame Activiteiten B.V., Nieuwegein, Niederlande 100 -12 EUR
HORNBACH Baumarkt SK spol s.r.o., Bratislava, Slowakei 100 27.171 EUR
HORNBACH Centrala SRL, Domnesti, Rumänien 1003) 101.258 RON
HORNBACH Asia Ltd., Kowloon, Hong Kong 100 6.394 HKD

1) Das Eigenkapital stellt das landesrechtliche Eigenkapital dar; bei der HORNBACH Centrala SRL handelt es sich um das Eigenkapital nach IFRS.
2) Davon 100 % direkte Beteiligung.
3) Davon 1,6854 % direkte Beteiligung.
4) Davon 0,0033 % direkte Beteiligung.

Zwischen der HORNBACH Baumarkt AG und der HORNBACH International GmbH besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

Währungsumrechnung

In den Einzelabschlüssen der HORNBACH Baumarkt AG und der einbezogenen Tochterunternehmen werden Transaktionen in einer Währung, die nicht die funktionale Währung der jeweiligen Gesellschaft darstellt, mit dem Transaktionskurs in die jeweilige funktionale Währung umgerechnet. Sämtliche Forderungen und Schulden in einer Währung, die nicht die funktionale Währung der jeweiligen Gesellschaft darstellt, werden - unabhängig von einer eventuellen Kurssicherung - mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Die sich hieraus ergebenden Kursgewinne und -Verluste sind grundsätzlich in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Eingebettete Devisentermingeschäfte werden zu ihren jeweiligen beizulegenden Zeitwerten (Fair Value) angesetzt.

Die Jahresabschlüsse ausländischer Konzerngesellschaften werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Das ist bei allen Gesellschaften die jeweilige Landeswährung, da die ausländischen Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Dementsprechend werden das Anlagevermögen, die übrigen Vermögenswerte sowie die Schulden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Aufwendungen und Erträge werden zu Durchschnittskursen umgerechnet. Wechselkursdifferenzen aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen ausländischer Tochterunternehmen werden erfolgsneutral behandelt und unter den Gewinnrücklagen gesondert ausgewiesen.

Die wichtigsten Devisenkurse, die angewandt werden, sind:

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Land Stichtagskurs Durchschnittskurs
28.2.2018 28.2.2017 2017/18 2016/17
RON Rumänien 4,6630 4,5202 4,59266 4,49100
SEK Schweden 10,0923 9,5675 9,69801 9,49182
CHF Schweiz 1,1520 1,0648 1,12731 1,08530
CZK Tschechien 25,4180 27,0210 26,05696 27,03226
USD USA 1,2214 1,0597 1,15673 1,10080
HKD Hongkong 9,5595 8,2252 9,02700 8,54064

Bilanzierung und Bewertung

Allgemeine Grundlagen

Die folgende Tabelle enthält die für den Konzern wichtigsten Bewertungsgrundsätze, die bei der Erstellung des Konzernabschlusses angewandt wurden.

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Bilanzposten Bewertungsgrundsatz
Aktiva
Geschäfts- oder Firmenwerte Impairment-only-Approach
Immaterielle Vermögenswerte
Mit unbestimmter Nutzungsdauer Impairment-only-Approach
Mit bestimmter Nutzungsdauer Fortgeführte Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Sachanlagen Fortgeführte Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke Fortgeführte Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Finanzanlagen
Zur Veräußerung verfügbar Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert und zu fortgeführten Anschaffungskosten
Vorräte Niedrigerer Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte Fortgeführte Anschaffungskosten
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Fortgeführte Anschaffungskosten
Übrige kurzfristige Vermögenswerte
Kredite und Forderungen Fortgeführte Anschaffungskosten
Zu Handelszwecken gehalten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
Flüssige Mittel Nennwert
Zur Veräußerung vorgesehene langfristige Vermögenswerte Niedrigerer Wert aus Buchwert und beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten
Passiva
Finanzschulden
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet Fortgeführte Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode
Zu Handelszwecken gehalten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
Rückstellungen
Pensionsrückstellungen Barwert der zukünftigen Verpflichtung ("Projected-Unit-Credit"-Methode)
Sonstige Rückstellungen Erwarteter Erfüllungsbetrag
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Fortgeführte Anschaffungskosten
Sonstige Schulden und übrige Verbindlichkeiten Fortgeführte Anschaffungskosten
Abgegrenzte Schulden Fortgeführte Anschaffungskosten

Von der Möglichkeit der Neubewertung immaterieller Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzanlage gehaltener Immobilien (fremdvermieteter Immobilien) macht die Gesellschaft keinen Gebrauch. Erträge und Aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt.

Geschäfts- oder Firmenwerte.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden jährlich einer Werthaltigkeitsprüfung ("Impairmenttest") unterzogen. Falls Ereignisse oder veränderte Umstände Hinweise auf eine mögliche Wertminderung geben, ist die Werthaltigkeitsprüfung häufiger durchzuführen. Gemäß IAS 36 werden den Buchwerten der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ("Cash Generating Unit"), inklusive der auf sie entfallenden Geschäfts- oder Firmenwerte, die höheren Werte aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert (sogenannter erzielbarer Betrag) gegenübergestellt.

Liegt ein Abwertungsbedarf vor, wird der Wertminderungsaufwand für eine zahlungsmittelgenerierende Einheit zuerst dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet. Ein verbleibender Wertminderungsaufwand wird im Anschluss bei den übrigen Vermögenswerten der zahlungsmittelgenerierenden Einheit erfasst. Abschreibungen werden jedoch maximal bis zum erzielbaren Betrag des einzeln identifizierbaren Vermögenswertes vorgenommen. Zuschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht vorgenommen.

Immaterielle Vermögenswerte (außer Geschäfts- oder Firmenwerte)

Immaterielle Vermögenswerte mit einer zeitlich bestimmten Nutzungsdauer werden zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode unter Berücksichtigung nachfolgender wirtschaftlicher Nutzungsdauern ermittelt:

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Jahre
Software und Lizenzen 3 bis 8
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 3 bis 8

Wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen und der erzielbare Betrag ("Recoverable Amount") den Buchwert unterschreitet, wird eine Wertminderung vorgenommen. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene Wertminderung entfallen, werden Zuschreibungen bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.

Immaterielle Vermögenswerte mit einer zeitlich unbestimmten Nutzungsdauer liegen nicht vor.

Sachanlagen sowie fremd vermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke

Das Sachanlagevermögen sowie die fremdvermieteten Immobilien und Vorratsgrundstücke sind zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear. Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag ("Recoverable Amount") unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen, die fremdvermieteten Immobilien oder die Vorratsgrundstücke wertgemindert. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene Wertminderung entfallen, werden Zuschreibungen bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zugrunde:

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Jahre
Gebäude und Außenanlagen (einschließlich fremdvermieteter Objekte) 15 bis 33
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15

Finanzierungskosten, die im Rahmen der Immobilienentwicklung aufgewendet werden ("Bauzeitzinsen") und direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von Grundstücken und Gebäuden ("qualifizierte Vermögenswerte") zugeordnet werden können, werden gemäß IAS 23 "Borrowing Costs" als Bestandteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert.

Wertminderung langfristiger nicht-finanzieller Vermögenswerte

Die Höhe der Wertminderung bemisst sich aus der wertmäßigen Unterschreitung des erzielbaren Betrags ("Recoverable Amount") eines Vermögenswertes und dessen fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert.

Sofern kein erzielbarer Betrag für einen einzelnen Vermögenswert ermittelt werden kann, wird dieser für die zahlungsmittelgenerierende Einheit bestimmt, welche den Vermögenswert beinhaltet. Als zahlungsmittelgenerierende Einheit gilt die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten, die eigenständig Mittelzuflüsse erzeugt. Eine zahlungsmittelgenerierende Einheit innerhalb des Konzerns ist grundsätzlich ein einzelner Standort.

Der Nutzungswert eines einzelnen Vermögenswertes oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ergibt sich aus den diskontierten erwarteten zukünftigen Cashflows einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf Basis der detaillierten Finanzplanung im Rahmen der strategischen Fünfjahresplanung; für darüber hinausgehende Betrachtungszeiträume wird eine ewige Rente unter Berücksichtigung von Wachstumsfaktoren in Höhe von 1,0 bis 1,5% (Vj. 1,0 bis 1,5%) ermittelt. Die strategische Fünfjahresplanung orientiert sich im Wesentlichen an den Konsumerwartungen, die aus Konjunkturgutachten von Wirtschaftsforschungsinstituten abgeleitet werden, sowie aus aktuellen und zukünftig erwarteten Einkaufskonditionen.

Die Diskontierung erfolgt auf Basis eines Durchschnitts von Eigen- und Fremdkapitalkosten nach Steuern (WACC = Weighted Average Cost of Capital). Die Ermittlung der Eigenkapitalkosten basiert auf den Renditeerwartungen einer langfristigen risikolosen Bundesanleihe zuzüglich einer unternehmensspezifischen Risikoprämie. Die Fremdkapitalkosten werden aus dem vorgenannten Basiszinssatz unter Berücksichtigung eines Risikoaufschlags abgeleitet. Der Risikoaufschlag berücksichtigt eine dem Rating der HORNBACH Baumarkt AG bzw. einer Vergleichsgruppe adäquate Risikoprämie. Die angewandten Diskontierungssätze für die jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten berücksichtigen die Eigenkapitalstrukturen einer Vergleichsgruppe und das Länderrisiko. Insofern finden bei der Bestimmung des Nutzungswertes grundsätzlich Stufe 3 Inputdaten Anwendung. Die zur Diskontierung verwendeten Zinssätze werden auf Basis von Marktdaten ermittelt. Diese liegen länder- und tätigkeitsabhängig zwischen 4,9 und 9,4% nach Steuer (Vj. 4,6 bis 10,0%) beziehungsweise 6,2 und 11,1% vor Steuer (Vj. 5,8 bis 11,9%). Wird die Wertminderung aus dem Nutzungswert abgeleitet, ist der sachverhaltsspezifische Zinssatz, der herangezogen wurde, dem jeweiligen Kapitel des Anhangs zu entnehmen.

Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten (Nettoveräußerungswert) eines einzelnen Vermögenswertes oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit erfolgt anhand von externen Gutachten sowie Einschätzungen auf Basis historischer Erfahrungen.

Bei im Eigentum befindlichen Standortimmobilien sowie bei fremdvermieteten Immobilien und Vorratsgrundstücken wird der Nettoveräußerungswert durch externe unabhängige Gutachter bestimmt. Diese ermitteln den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten auf Basis von Stufe 3 Inputdaten anhand nachstehend erläuterten Bewertungstechniken. So wird einerseits das kapitalwertorientierte Verfahren, i.d.R. die Discounted-Cash-Flow-Methode, angewendet. Dabei wird aus künftigen (Miet)-Erträgen unter Anwendung eines Diskontierungssatzes ein Barwert abgeleitet. Andererseits werden marktpreisorientierte Verfahren in Ausprägung der Analogiemethode angewendet. Dabei wird auf Bodenrichtwerte zurückgegriffen, die durch Preisvergleiche geeigneter Vergleichsgrundstücke ermittelt oder durch Gutachterausschüsse anhand von entsprechenden Grundstücksverkäufen festgestellt werden. Zudem kommt das Multiplikatorverfahren zur Anwendung, bei dem die Mietüberschüsse mit grundstückspezifischen Faktoren multipliziert werden. Neben den bereits genannten Inputdaten werden von den Gutachtern zusätzliche Zu- bzw. Abschläge berücksichtigt, um den individuellen objektspezifischen Gegebenheiten (z.B. Größe, Lage, noch anfallende Umbau- oder Abrisskosten) Rechnung zu tragen.

Die Bestimmung des Nettoveräußerungswertes anderer Vermögenswerte, die in der zahlungsmittelgenerierenden Einheit enthalten sind, erfolgt ebenso auf Basis von Stufe 3 Inputdaten. Hierbei werden auf Basis von Erfahrungen der Vergangenheit sowie aufgrund der Einschätzung aktueller Marktgegebenheiten Cashflows bestimmt, welche aus der Veräußerung der aktuell in der zahlungsmittelgenerierenden Einheit befindlichen Vermögenswerte erzielt werden können.

Leasingverträge

Gemietete Sachanlagen, die wirtschaftlich als Anlagenkäufe mit langfristiger Finanzierung anzusehen sind (Finanzierungsleasing), werden in Übereinstimmung mit IAS 17 "Leases" zu Beginn des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, soweit die Barweite der Leasingzahlungen nicht niedriger sind. Die betreffenden Vermögenswerte werden planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer oder über die kürzere Laufzeit des Leasingvertrages mit der Abschreibungsmethode, die auch für vergleichbare erworbene bzw. hergestellte Vermögenswerte Anwendung findet, abgeschrieben. Zudem wird eine entsprechende finanzielle Verbindlichkeit in entsprechender Höhe des aktivierten Vermögenswertes bzw. des niedrigeren Barwerts der Min-destleasingzahlungen passiviert. In der Folge werden diese in die Finanzierungskosten und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt. Führen wesentliche Vertragsänderungen zu einem Umklassifizierungsbedarf, wird das Leasingverhältnis prospektiv als Finanzierungsleasing bilanziert. Soweit Konzerngesellschaften als Leasingnehmer in einem Operating-Leasingverhältnis auftreten, d.h. alle wesentlichen Chancen und Risiken beim Leasinggeber verbleiben, wird der Mietaufwand linear in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Als Nettoveräußerungswerte werden dabei die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten angesetzt. Die Anschaffungskosten der Warenbestände werden aufgrund von gewogenen Durchschnittspreisen ermittelt. Die Herstellungskosten der unfertigen Leistungen betreffen Kundenaufträge über Warenlieferungen inklusive Serviceleistungen mit den von HORNBACH beauftragten Handwerkern. Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen umfassen im Wesentlichen direkt zurechenbare Materialkosten und abgerechnete Handwerkerleistungen. Lieferantenvergütungen, die als Anschaffungskostenminderung zu bewerten sind, werden innerhalb der Vorräte entsprechend erfasst.

Steuern

Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden die von den jeweiligen Ländern auf das steuerpflichtige Einkommen erhobenen Steuern sowie die Veränderungen der latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die Ermittlung erfolgt auf Basis der zum Bilanzstichtag nach dem jeweiligen Landesrecht gültigen bzw. in Kürze gültigen Steuersätzen.

Sonstige Steuern werden den jeweiligen Funktionsbereichen zugeordnet und in den entsprechenden Funktionskosten ausgewiesen.

Die Bilanzierung und Bewertung der latenten Steuern folgt gemäß IAS 12 der bilanzorientierten Methode auf der Grundlage des zum Zeitpunkt der Realisation voraussichtlich gültigen Steuersatzes. Für die erwarteten steuerlichen Vorteile aus zukünftig realisierbaren Verlustvorträgen werden aktive latente Steuern angesetzt. Aktive latente Steuern aus abzugsfähigen temporären Unterschieden und steuerlichen Verlustvorträgen werden nur in dem Maße angesetzt, in dem mit hinreichender Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann, dass das jeweilige Unternehmen ausreichend steuerpflichtiges Einkommen in der Zukunft erzielen wird. Die Einschätzung hierfür basiert auf der strategischen Fünfjahresplanung. Angesetzte und nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag dahingehend überprüft, ob eine Anpassung der aktuellen Wertansätze erforderlich ist.

Latente Steueransprüche und -schulden, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

Aktive und passive latente Steuern werden pro Gesellschaft bzw. pro Organschaft saldiert, sofern diese gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen und ein einklagbarer Anspruch auf Aufrechnung besteht.

Zur Veräußerung vorgesehene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen

Grundstücke, Gebäude und andere langfristige Vermögenswerte sowie Veräußerungsgruppen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit im nächsten Geschäftsjahr veräußert werden, sind zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt, falls dieser niedriger ist als der Buchwert.

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Bei Konzerngesellschaften der HORNBACH Baumarkt AG bestehen gemäß den gesetzlichen Bestimmungen der jeweiligen Länder sowie Einzelzusagen an Vorstandsmitglieder Verpflichtungen aus beitragsorientierten und leistungsorientierten Vorsorgeplänen.

Für leistungsorientierte Pläne werden Rückstellungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") in Übereinstimmung mit IAS 19 (revised 2011) "Employee Benefits" ermittelt. Dieses Verfahren berücksichtigt bei der Ermittlung der Versorgungsverpflichtung nach versicherungsmathematischen Grundsätzen neben den zum Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Ansprüchen auch zukünftige zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten. Das Planvermögen wird zum beizulegenden Zeitwert von den Verpflichtungen abgesetzt. Führt dies im Saldo zu einem Vermögenswert, wird dieser angesetzt, soweit er den Barwert zukünftiger Beitragsreduzierungen oder Rückzahlungen und nachzuverrechnende Dienstzeitaufwendungen nicht übersteigt.

Der laufende Dienstzeitaufwand sowie ggf. nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen. Das Nettozinsergebnis wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste betreffend der Pensionsverpflichtung bzw. des Planvermögens werden unter Berücksichtigung von latenten Steuern ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst. Die Auswirkungen werden in der Gesamtergebnisrechnung gesondert dargestellt.

Für beitragsorientierte Leistungspläne werden die Beiträge bei Fälligkeit im Personalaufwand erfasst. Gemeinschaftliche Pläne mehrerer Arbeitgeber werden analog den beitragsorientierten Leistungsplänen bilanziert.

Rückstellungen und abgegrenzte Schulden

Rückstellungen werden für ungewisse Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, wenn diese Verpflichtungen aus vergangenen Ereignissen resultieren und wahrscheinlich zu einer zukünftigen Vermögensbelastung führen werden. Sie werden unter Berücksichtigung aller daraus erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Hierunter fallen auch Rückstellungen für Abfertigungsleistungen, für die versicherungsmathematische Gutachten eingeholt werden. Langfristige Rückstellungen werden, sofern der Effekt wesentlich ist, mit ihrem laufzeitadäquat abgezinsten Barwert angesetzt.

Rückstellungen für drohende Verluste und belastende Verträge werden berücksichtigt, wenn die vertraglichen Verpflichtungen höher sind als der erwartete wirtschaftliche Nutzen. Zur Bestimmung dieser Rückstellung wird auf die Annahmen der strategischen Fünfjahresplanung zurückgegriffen. Weisen Verträge eine längere Laufzeit auf, werden die Planannahmen bis zum nächstmöglichen Vertragsende fortentwickelt und für die Rückstellungsbewertung herangezogen.

Sofern Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und Gerichtsverfahren vorliegen, werden diese bei Vorliegen der Voraussetzungen gemäß IAS 37 unter den Rückstellungen bilanziert. Die Rückstellungshöhe bemisst sich auf Basis der Einschätzung der sachverhaltsrelevanten Umstände und stellt die wahrscheinliche Verpflichtung einschließlich der geschätzten Rechtskosten dar. Zur Bestimmung der Verpflichtung analysiert das Management regelmäßig aktuell vorliegende Informationen zu Rechtsstreitigkeiten und Gerichtsverfahren. In die Beurteilung werden interne und externe Rechtsanwälte einbezogen. Bei der Entscheidung über die Notwendigkeit einer Rückstellung berücksichtigt das Management die Wahrscheinlichkeit eines ungünstigen Ausgangs und die Möglichkeit, die Höhe der Verpflichtung ausreichend verlässlich zu schätzen.

Rückstellungen für Instandhaltungsverpflichtungen an Dach und Fach werden dann erfasst, wenn das Unternehmen vertraglich hierzu verpflichtet wurde. Zur Bestimmung der Rückstellungshöhe wird auf historische Informationen von Vergleichsobjekten sowie auf die vorhandene Expertise von Immobilienspezialisten zurückgegriffen. Zuführungen zur Rückstellung erfolgen grundsätzlich linear über die Vertragslaufzeit, um somit dem Abnutzungsmuster des zugrundliegenden Mietgegenstands Rechnung zu tragen.

Bei abgegrenzten Schulden sind der Zeitpunkt oder die Höhe der Verpflichtung nicht mehr ungewiss.

Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu finanziellen Vermögenswerten und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Hierzu gehören einerseits originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder auch Finanzforderungen und Finanzschulden. Andererseits gehören hierzu auch derivative Finanzinstrumente wie Optionen, Devisentermingeschäfte sowie Zins- und Währungsswaps. Derivative Finanzinstrumente werden zum Handelstag mit ihrem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Originäre Finanzinstrumente werden grundsätzlich dann angesetzt, wenn das Unternehmen Vertragspartei wird. Diese werden beim erstmaligen Ansatz mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser entspricht grundsätzlich dem Transaktionspreis. Liegen Hinweise vor, die darauf hindeuten, dass der beizulegende Zeitwert vom Transaktionspreis abweicht, wird der beizulegende Zeitwert entsprechend der unter "Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts" beschriebenen Logik ermittelt und für den erstmaligen Ansatz herangezogen.

Finanzielle Vermögenswerte werden grundsätzlich ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlung erloschen sind. Weiterhin werden finanzielle Vermögenswerte ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlung und damit einhergehend alle wesentlichen Chancen und Risiken oder die Verfügungsmacht über diese Vermögenswerte übertragen werden. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn sie getilgt sind, d.h. die Verpflichtung beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen ist.

Originäre Finanzinstrumente

Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" zu designieren, hat der HORNBACH Baumarkt AG Konzern bislang keinen Gebrauch gemacht.

Finanzanlagen werden gemäß IAS 39 als "zur Veräußerung verfügbar" ("Available-for-Sale Financial Assets") klassifiziert, da diese keiner der anderen Kategorien des IAS 39 zugeordnet werden können. Sie werden zu beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Beteiligungen und Anzahlungen auf Finanzanlagen (Eigenkapitalinstrumente) werden dann zu Anschaffungskosten bilanziert, wenn für diese kein aktiver Markt existiert und die jeweiligen beizulegenden Zeitwerte nicht mit vertretbarem Aufwand verlässlich ermittelt werden können.

Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte umfassen im Wesentlichen Festgeldanlagen, die nicht den flüssigen Mitteln zugeordnet werden. Diese werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Barwerten bilanziert. Allen erkennbaren Risiken wird durch Wertminderungen Rechnung getragen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige Vermögenswerte (ausgenommen Derivate) werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Barwerten bilanziert. Allen erkennbaren Risiken wird durch Wertminderungen Rechnung getragen. Diese werden auf Basis individueller Risikoeinschätzungen sowie in Abhängigkeit von der Altersstruktur überfälliger Forderungen ermittelt. Konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der Forderung.

Für kurzfristige finanzielle Vermögenswerte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die in den übrigen Vermögenswerten ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte werden Wertminderungskonten geführt. Beträge aus Wertberichtigungskonten werden gegen den Buchwert wertgeminderter Vermögenswerte ausgebucht, wenn z.B. das Insolvenzverfahren des Schuldners abgeschlossen ist oder die Forderung endgültig als verloren anzusehen ist.

Flüssige Mittel beinhalten Barmittel und kurzfristige Anlagen mit Fälligkeiten von weniger als drei Monaten. Diese werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Nennwert) bewertet.

Finanzschulden (ausgenommen Derivate) werden in Höhe des Darlehensbetrages abzüglich Transaktionskosten erfasst und anschließend zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Differenz zum Rückzahlungsbetrag wird mittels der Effektivzinsmethode über die Laufzeit der Anleihe bzw. der jeweiligen Finanzschuld als Aufwand erfasst. Alle anderen Schulden werden ebenfalls zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Diese entsprechen im Wesentlichen dem Rückzahlungsbetrag.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasst. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind überwiegend als kurzfristig einzustufen. Gleiches gilt für die übrigen Verbindlichkeiten. Insofern entsprechen die Buchwerte grundsätzlich den beizulegenden Zeitwerten.

Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiken werden derivative Finanzinstrumente wie Devisentermingeschäfte und Zinsswaps eingesetzt. Gemäß den Risikogrundsätzen des Konzerns werden keine derivativen Finanzinstrumente zu Spekulationszwecken gehalten. Derivative Finanzinstrumente werden in der Bilanz mit Zugang zu beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Soweit Transaktionskosten entstehen, werden diese unmittelbar aufwandswirksam erfasst.

Derivate, die nicht in eine effektive Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden sind, sind zwingend als "zu Handelszwecken gehalten" zu kategorisieren ("Financial Assets/Liabilities Held for Trading") und werden damit erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die beizulegenden Zeitwerte von Devisentermingeschäften (einschließlich der eingebetteten Devisentermingeschäfte) werden auf Basis der Marktbedingungen zum Bilanzstichtag ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Zins- und Zinswährungsswaps wird von den Finanzinstituten ermittelt, bei denen diese abgeschlossen sind. Die Finanzinstitute verwenden hierzu marktübliche Bewertungsmodelle (z.B. Discounted-Cash-Flow-Methode) unter Verwendung von am Markt verfügbaren Zins- und Währungsinformationen, die den Inputfaktoren der Stufe 2 der Fair Value Hierarchie entsprechen.

Zum Zeitpunkt des Abschlusses eines Sicherungsgeschäftes klassifiziert der HORNBACH Baumarkt AG Konzern bestimmte Derivate als Sicherung künftiger Cashflows bzw. einer geplanten Transaktion ("Cashflow Hedge"). Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Cashflow-Hedgegeschäften, die als effektiv anzusehen sind, werden bis zur Erfassung des Ergebnisses aus dem Grundgeschäft unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst; nicht effektive Wertänderungen werden erfolgswirksam erfasst.

Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts

Der beizulegende Zeitwert stellt den Preis an einem Bewertungsstichtag dar, den ein Unternehmen für den Verkauf eines Vermögenswerts erhalten bzw. für die Übertragung einer Schuld zahlen würde (exit price). Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts richtet sich nach der Drei-Stufen-Bemessungshierarchie des IFRS 13. Entsprechend der Verfügbarkeit der Informationen wird der beizulegende Zeitwert gemäß der folgenden Hierarchie ermittelt.

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Level 1 Informationen - aktuelle Marktpreise in einem aktiven Markt für identische Finanzinstrumente
Level 2 Informationen - aktuelle Marktpreise in einem aktiven Markt für vergleichbare Finanzinstrumente oder durch Bewertungsmodelle bestimmt, deren wesentliche Inputfaktoren auf beobachtbare Marktdaten zurückzuführen sind
Level 3 Informationen - Inputfaktoren, die auf nicht beobachtbaren Marktpreisen basieren

Eine Erläuterung zum Level der verwendeten Informationen bzw. zu den angewandten Bewertungstechniken bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts der Vermögenswerte und der Schulden wird im jeweiligen Kapitel des Anhangs vorgenommen.

Erträge

Die Erfassung von Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt gemäß IAS 18 zum Zeitpunkt der Leistungserbringung, sofern die Ertragshöhe verlässlich bestimmt werden kann und der Nutzenzufluss als wahrscheinlich gilt.

Beim Verkauf von Waren gilt als Leistungserbringung grundsätzlich der Zeitpunkt, in dem der Eigentumsübergang, d.h. der Übergang der mit dem Eigentum verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken, stattgefunden hat. Die Höhe der erfassten Umsatzerlöse bemisst sich nach dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung unter Berücksichtigung von Erlösschmälerungen und erwarteten Retouren.

Mieterträge aus Operating-Leasingverträgen werden linear über die Mietdauer vereinnahmt und unter den Umsatzerlösen ausgewiesen.

Öffentliche Zuschüsse, die für angefallene Aufwendungen und zum Zwecke der Unterstützung gewährt werden, sind als Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Zuwendungen für langfristige Vermögenswerte mindern deren Anschaffungskosten.

Aufwendungen

Die Kosten der umgesetzten Handelsware umfassen, neben direkten Anschaffungskosten für die Handelswaren, Anschaffungsnebenkosten wie Frachten, Zölle und sonstige bezogene Leistungen sowie Wertberichtigungen auf Warenbestände.

Mietaufwendungen aus Operating-Leasingverträgen werden linear über die Laufzeit des Mietvertrages als Aufwand erfasst.

Ausgaben für Werbekampagnen und Maßnahmen für Verkaufsförderung werden zum Zeitpunkt der Erlangung der Verfügungsmacht bzw. des Erhalts der Dienstleistung als Aufwand erfasst.

Die Auflösung von Rückstellungen und abgegrenzten Schulden wird grundsätzlich aufwandsmindernd in den Funktionskosten erfasst, in denen der ursprüngliche Aufwand für die Bildung der entsprechenden Rückstellung bzw. der abgegrenzten Schuld gezeigt wurde.

Zinsaufwendungen und Zinserträge werden entsprechend dem Zeitablauf der Finanzschulden erfasst. Finanzierungskosten, die im Rahmen der Immobilienentwicklung aufgewendet werden ("Bauzeitzinsen") und direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von Grundstücken und Gebäuden ("qualifizierte Vermögenswerte") zugeordnet werden können, werden gemäß IAS 23 "Borrowing Costs" als Bestandteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert.

Der Steueraufwand beinhaltet laufende und latente Steuern, soweit diese nicht auf Sachverhalte entfallen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden.

Ermessensentscheidungen

Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, welche einen wesentlichen Einfluss auf die im Konzernabschluss erfassten Beträge haben, beziehen sich hauptsächlich auf die Klassifizierung von Leasingverhältnissen als Finanzierungs-Leasing oder Operatingleasing. Anhand der Vertragsbedingung wird bei Vertragsabschluss bzw. einer Vertragsanpassung überprüft, ob die mit dem Eigentum des Leasinggegenstands verbundenen Chancen und Risiken der HORNBACH Baumarkt AG oder der Gegenpartei zuzurechnen sind. Weiterführende Informationen werden innerhalb der Anmerkungen (23) und (30) genannt.

Annahmen und Schätzungen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen worden, die sich auf die Bilanzierung und/oder Bewertung der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden sowie der Erträge und Aufwendungen ausgewirkt haben. Annahmen und Schätzungen werden auf Basis der zum Stichtag verfügbaren Informationen getroffen. In der Zukunft realisierte Beträge können von den bilanziell berücksichtigten Beträgen abweichen, wenn sich die Rahmenbedingungen divergent zu den Annahmen und Schätzungen entwickeln.

Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern (Anmerkungen (10), (11) und (12)), die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen (Anmerkungen (24), (25) und (28)), die Ermittlung des erzielbaren Betrags zur Bestimmung der Höhe etwaiger Wertminderungen langfristiger nicht finanzieller Vermögenswerte (Anmerkungen (10), (11) und (12)), die Bestimmung der Nettoveräußerungspreise des Vorratsvermögens (Anmerkung (16)) sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen (Anmerkungen (8), (15) und (27)). Weiterführende Informationen sind den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum jeweiligen Themenkomplex sowie den o.g. Anmerkungen zu entnehmen.

Die für die Erstellung des Konzernabschlusses relevanten Annahmen und Schätzungen werden fortlaufend überprüft. Änderungen von Schätzungen werden in der Periode der Änderung und in zukünftigen Perioden berücksichtigt, sofern die Änderung die Berichtsperiode als auch zukünftige Perioden betrifft.

Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung erfolgt in Übereinstimmung mit den Bilanzansatz- und Bewertungsmethoden des Konzernabschlusses (IFRS). Bei den Verkaufserlösen mit fremden Dritten handelt es sich um Nettoverkaufserlöse. Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten entsprechen denen unter fremden Dritten.

Segmentabgrenzung

Die Einteilung der Geschäftsfelder (Segmente) entspricht dem innerbetrieblichen Berichtswesen, das von Vorstand und Management des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns zur Steuerung des Unternehmens genutzt wird. Das Segment "Handel" umfasst die 156 (Vj. 155) im HORNBACH Baumarkt AG Konzern zusammengefassten großflächigen Bau- und Gartenmärkte sowie die Onlineshops der neun Länder unseres europaweiten Verbreitungsgebiets. Das Segment "Immobilien" umfasst die vom HORNBACH Baumarkt AG Konzern gehaltenen Einzelhandelsimmobilien, die konzernintern zu marktüblichen Konditionen an die jeweiligen Bau- und Gartenmärkte vermietet sind bzw. weiterverrechnet werden. In der Überleitungsspalte "Zentralbereiche und Konsolidierung" sind die nicht den Segmenten zugeordneten Posten der Verwaltungen sowie Konsolidierungspositionen zusammengefasst.

Segmentergebnis

Segmentergebnis ist das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT).

Segmentvermögen und -schulden

Die Vermögens- und Schuldposten der Konzernbilanz - mit Ausnahme der Forderungen und Schulden aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie latenter Steuern - werden den einzelnen Segmenten, soweit möglich, direkt zugeordnet. Verbleibende Vermögens- und Schuldposten werden sachgerecht zugeordnet. Dabei werden in den Einzelsegmenten die Schulden der Konzernbilanz um die aufgenommenen Verbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen erhöht und verursachungsgerecht auf die einzelnen Segmente verteilt. Die sich daraus ergebenden Korrekturen werden in der Überleitungsspalte "Zentralbereiche und Konsolidierung" eliminiert. Die Investitionen betreffen das dem Segment zugeordnete Anlagevermögen.

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2017/18 in Mio. € 2016/17
in Mio. €
Handel Immobilien Zentralbereiche und Konsolidierung HORNBACH Baumarkt AG Konzern
Segmenterlöse 3.889,4 172,8 -171,5 3.890,7
3.708,5 167,6 -166,0 3.710,1
Verkaufserlöse mit fremden Dritten 3.889,4 0,0 0,0 3.889,4
3.708,5 0,0 0,0 3.708,5
Mieterlöse mit fremden Dritten 0,0 1,3 0,0 1,3
0,0 1,6 0,0 1,6
Mieterlöse mit verbundenen Unternehmen 0,0 171,5 -171,5 0,0
0,0 166,0 -166,0 0,0
Segmentergebnis (EBIT) 40,4 74,3 -12,2 102,5
41,1 67,3 -10,9 97,5
darin enthaltene Abschreibungen/Zuschreibungen 39,5 31,7 9,0 80,2
39,5 29,8 6,8 76,1
Segmentvermögen 929,0 972,3 89,7 1.991,0
893,7 937,2 117,4 1.948,3
darin enthaltene Guthaben bei Kreditinstituten 52,5 0,0 29,0 81,6
58,6 0,0 32,4 91,0
Investitionen1) 43,8 71,1 13,7 128,7
37,6 113,1 25,4 176,1
Segmentschulden 409,9 208,5 292,9 911,4
405,6 215,1 287,6 908,3
darin enthaltene Finanzschulden 0,0 175,1 249,0 424,1
13,5 189,7 249,6 452,9

1) Die Investitionen im Segment "Immobilien" enthalten Zugänge aus der Aktivierung von Finanzierungsleasingverhältnissen in Höhe von 0,0 Mio. € (Vj. 19,0 Mio.€).

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Überleitungsrechnung
in Mio. €
2017/18 2016/17
Segmentergebnis (EBIT) vor "Zentralbereiche und Konsolidierung" 114,7 108,4
Zentralbereiche -12,2 -10,9
Finanzergebnis -21,6 -18,2
Konzernergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 80,9 79,3
Segmentvermögen 1.991,0 1.948,3
Latente Steueransprüche 4,5 3,8
Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2,2 7,7
Gesamtbetrag der Vermögenswerte 1.997,7 1.959,9
Segmentschulden 911,4 908,3
Latente Steuerschulden 26,0 27,5
Schulden aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 11,6 13,4
Gesamtbetrag der Schulden 949,0 949,2

Geografische Informationen

Die geografischen Pflichtangaben zu den Umsatzerlösen mit fremden Dritten und den langfristigen Vermögenswerten werden zum besseren Verständnis des Abschlusses freiwillig um weitere Informationen ergänzt.

Die geografischen Informationen sind nach den Regionen "Deutschland" und "Übriges Europa" unterteilt. Die Region "Übriges Europa" umfasst die Länder Tschechien, Österreich, Niederlande, Luxemburg, Schweiz, Schweden, Slowakei und Rumänien.

Die Umsätze werden der geografischen Region zugewiesen, in der die Umsätze realisiert werden. Die Vermögenswerte - mit Ausnahme der Forderungen und Schulden aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie latenter Steuern - werden der Region zugewiesen, in der sie gelegen sind. Investitionen betreffen das der Region zugeordnete Anlagevermögen. Bei der Überleitungsspalte handelt es sich um Konsolidierungspositionen.

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2017/18 in Mio. € 2016/17
in Mio. €
Deutschland Übriges Europa Überleitung HORNBACH Baumarkt AG Konzern
Umsatzerlöse 2.418,1 1.819,7 -347,1 3.890,7
2.361,0 1.669,9 -320,8 3.710,1
Verkaufserlöse mit fremden Dritten 2.071,3 1.818,1 0,0 3.889,4
2.040,5 1.668,0 0,0 3.708,5
Verkaufserlöse mit verbundenen Unternehmen 346,7 0,4 -347,1 0,0
320,4 0,4 -320,8 0,0
Mieterlöse mit fremden Dritten 0,1 1,2 0,0 1,3
0,0 1,6 0,0 1,6
EBIT 3,9 98,5 0,1 102,5
12,2 85,4 -0,1 97,5
Abschreibungen/Zuschreibungen 47,6 32,6 0,0 80,2
45,1 31,0 0,0 76,1
EBITDA 51,5 131,1 0,1 182,7
57,3 116,5 -0,1 173,6
Vermögenswerte 1.412,6 1.008,6 -430,2 1.991,0
1.408,9 917,1 -377,7 1.948,3
davon langfristige Vermögenswerte*) 519,3 640,4 -0,1 1.159,5
522,7 596,9 -0,1 1.119,5
Investitionen1) 54,8 73,9 0,0 128,7
58,4 117,7 0,0 176,1

*) Dabei handelt es sich um Sachanlagevermögen, fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke, immaterielle Vermögenswerte sowie langfristige Rechnungsabgrenzungsposten.
1) Die Investitionen enthalten Zugänge aus der Aktivierung von Finanzierungsleasingverhältnissen in Höhe von 0,0 Mio. € (Vj. 19,0 Mio. €).

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse beinhalten im Wesentlichen die Erlöse aus dem Segment Handel. Weiterhin sind in den Umsatzerlösen Erträge aus der Vermietung von Immobilien in Höhe von T€ 1.298 (Vj. T€ 1.626) ausgewiesen.

Die Umsatzerlöse des Konzerns sind - unterteilt nach Geschäftsbereichen und Regionen - im Rahmen der Segmentberichterstattung dargestellt.

(2) Kosten der umgesetzten Handelsware

Die Kosten der umgesetzten Handelswaren stellen den zur Erzielung des Umsatzes erforderlichen Aufwand dar und setzen sich wie folgt zusammen:

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2017/18
T€
2016/17
T€
Aufwendungen für Hilfsstoffe und bezogene Waren 2.375.587 2.270.314
Aufwendungen für bezogene Leistungen 65.190 58.537
2.440.777 2.328.851

(3) Filialkosten

Die Filialkosten beinhalten Kosten, die im Zusammenhang mit dem Betrieb der Bau- und Gartenmärkte stehen. Sie enthalten im Wesentlichen Personal-, Raum- und Werbekosten sowie Abschreibungen. Weiterhin sind in diesem Posten allgemeine Betriebskosten wie Transportkosten, Verwaltungsaufwendungen, Wartung und Instandhaltung ausgewiesen.

(4) Voreröffnungskosten

Als Voreröffnungskosten werden Kosten, die im zeitlichen Zusammenhang mit der Errichtung und bis zur Eröffnung eines neuen Bau- und Gartenmarktes stehen, ausgewiesen. Die Voreröffnungskosten bestehen im Wesentlichen aus Personalkosten, Raumkosten und Verwaltungsaufwand.

(5) Verwaltungskosten

In den Verwaltungskosten werden sämtliche Kosten der Verwaltung, die im Zusammenhang mit dem Betrieb oder der Einrichtung von Bau- und Gartenmärkten stehen und diesen nicht direkt zugeordnet werden können, ausgewiesen. Sie beinhalten im Wesentlichen Personalkosten, Rechts- und Beratungskosten, Abschreibungen, Raumkosten sowie IT-, Reise- und Kraftfahrzeugkosten.

(6) Sonstiges Ergebnis

Das sonstige Ergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

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2017/18
T€
2016/17
T€
Sonstige betriebliche Erträge aus operativer Tätigkeit
Erträge aus Werbekostenzuschüssen und sonstigen Lieferantengutschriften 1.565 2.193
Erträge aus Umlagen an den HORNBACH HOLDING Konzern 1.770 1.692
Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 876 859
Erträge aus Schadensfällen 1.555 1.472
Erträge aus Zahlungsdifferenzen 1.267 899
Übrige Erträge 14.794 13.103
21.827 20.218
Sonstige betriebliche Erträge aus nicht operativer Tätigkeit
Erträge aus der Zuschreibung von Sachanlagevermögen sowie fremdvermieteten Immobilien und Vorratsgrundstücken 121 0
121 0
Sonstige Erträge 21.948 20.218

Die übrigen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Nebenerlösen der Bau- und Gartenmärkte, Erträge aus Entsorgung, Verbindlichkeitsausbuchungen, Erträge aus Personalzuschüssen sowie Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen.

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2017/18
T€
2016/17
T€
Sonstiger betrieblicher Aufwand aus operativer Tätigkeit
Verluste aus Schadensfällen 2.273 2.041
Wertberichtigungen und Forderungsausfälle 1.440 1.161
Verluste aus Abgängen des Anlagevermögens 422 1.473
Aufwand aus Zahlungsdifferenzen 40 471
Übrige Aufwendungen 2.663 2.185
Sonstiger Aufwand B.837 7.330
Ertragssaldo aus sonstigen Erträgen und sonstigen Aufwendungen 15.111 12.888

(7) Finanzergebnis

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2017/18
T€
2016/17
T€
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Zinserträge aus Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden 473 483
Sonstige 267 421
davon aus verbundenen Unternehmen 75 150
740 904
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Zinsaufwendungen aus Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden 16.365 16.720
Zinsaufwendungen aus Finanzinstrumenten, die als Sicherungsinstrument eingesetzt werden 33 733
Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen 180 196
Sonstige 984 946
davon an verbundene Unternehmen 45 50
17.562 18.595
Zinsergebnis -16.822 -17.691
Übriges Finanzergebnis
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten 1.195 -1.055
Währungsergebnis -5.978 517
-4.783 -538
Finanzergebnis -21.605 -18.229

Die sonstigen Zinserträge enthalten Zinserträge aus Steuererstattungsansprüchen in Höhe von T€ 192 (Vj. T€ 271).

Aufgrund von IAS 17 "Leases" werden Finance-Lease-Verträge unter den Sachanlagen und der in den Leasingraten enthaltene Zinsanteil in Höhe von T€ 7.764 (Vj. T€ 8.173) unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen. Nicht im Zinsergebnis ausgewiesen sind Zinsen, die im Rahmen der Immobilienentwicklung zur Finanzierung der Bauphase aufgewendet werden. Sie beliefen sich im Geschäftsjahr auf T€ 2.637 (Vj. T€ 2.880) und sind als Bestandteil der Anschaffungs- und Herstellungskosten der betreffenden Sachanlagen aktiviert. Bei der Bestimmung der aktivierbaren Fremdkapitalkosten wurde der durchschnittliche Finanzierungskostensatz von 4,2% (Vj. 4,2%) verwendet.

(Abgegrenzte) Zinszahlungen aus Zinsswaps, die als Sicherungsinstrument in einen Cashflow-Hedge gemäß IAS 39 eingebunden sind, werden pro Swapkontrakt saldiert und entsprechend ihrem Nettoergebnis entweder als Zinsertrag oder -aufwand erfasst.

Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten beinhaltet Gewinne und Verluste aus derivativen Währungsinstrumenten in Höhe von T€ 1.195 (Vj. T€ -1.055).

Das Währungsergebnis des Geschäftsjahres 2017/18 resultiert im Wesentlichen aus der Fremdwährungsbewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten. Hierbei handelt es sich um einen Aufwandssaldo in Höhe von T€ 1.827 (Vj. T€ 1.840). Weiterhin beinhaltet das Währungsergebnis realisierte Kursgewinne in Höhe von T€ 5.670 (Vj. T€ 8.692) und realisierte Kursverluste in Höhe von T€ 9.821 (Vj. T€ 6.335).

(8) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.

Die deutschen Gesellschaften des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns unterliegen einer durchschnittlichen Gewerbeertragsteuer von ca. 14,7% (Vj. 14,7%) des Gewerbeertrags. Der Körperschaftsteuersatz für Gewinne beträgt unverändert 15% zuzüglich 5,5% Solidaritätszuschlag.

Alle inländischen latenten Steuerpositionen werden - wie im Vorjahr - mit einem durchschnittlichen Steuersatz von 30% bewertet. Die Berechnung ausländischer Ertragsteuern basiert auf den in den einzelnen Ländern gültigen Gesetzen und Verordnungen. Die angewandten Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften variieren von 16% bis 28% (Vj. 16% bis 29%).

Der tatsächliche Ertragsteueraufwand von T€ 22.217 (Vj. T€ 26.429) ist um T€ 2.048 geringer (Vj. T€ 2.641 höher) als der erwartete Steueraufwand von T€ 24.265 (Vj. T€ 23.788), der sich bei Anwendung des durchschnittlichen Steuersatzes der HORNBACH Bau markt AG in Höhe von 30% (Vj. 30%) auf das Vorsteuerergebnis in Höhe von T€ 80.884 (Vj. T€ 79.293) des Konzerns ergeben würde.

Auf Verlustvorträge in Höhe von T€ 4.764 (Vj. T€ 4.737) werden aktive latente Steuern angesetzt. Die HORNBACH Baumarkt AG geht davon aus, dass die in einzelnen Ländern entstandenen steuerlichen Verlustvorträge vollständig durch zukünftige Gewinne genutzt werden können.

Auf Verlustvorträge in Höhe von T€ 35.330 (Vj. T€ 30.623) sind keine aktiven latenten Steuern angesetzt, da von einer zukünftigen Realisierung nicht ausgegangen wird. Alle übrigen Verlustvorträge, für die keine latenten Steuern angesetzt werden, sind zeitlich unbegrenzt nutzbar. In Höhe von T€ 8 (Vj. T€ 2.908) wurden Verlustvorträge genutzt, für die keine latente Steuer gebildet wurde.

Im Vorjahr wurden aktive latente Steuern in Höhe von T€ 6.237 für Verlustverträge, deren Nutzung nicht mehr als wahrscheinlich angesehen wurde, ausgebucht.

Zukünftig anfallende Ertragsteuern für geplante Gewinnausschüttungen von Tochterunternehmen werden als passive latente Steuern erfasst. Hierbei wird ein Planungshorizont von einem Jahr unterstellt. Die Ausschüttungen, für die im HORNBACH Baumarkt AG Konzern passive latente Steuern erfasst werden, unterliegen mit 5% der deutschen Besteuerung. Für einbehaltene Gewinne von Tochterunternehmen in Höhe von T€ 351.644 (Vj. T€ 323.634) wurden keine passiven latenten Steuern erfasst, weil diese entweder keiner Besteuerung unterliegen oder aus heutiger Sicht auf unbestimmte Zeit reinvestiert werden sollen.

Zusammensetzung des Steueraufwands:

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2017/18
T€
2016/17
T€
Laufende Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Deutschland 3.716 3.373
Übrige Länder 21.233 18.312
24.949 21.685
Latenter Steueraufwand/-ertrag
aus der Veränderung temporärer Differenzen -2.713 -2.318
aus der Veränderung von Steuersätzen -47 -4
aus Verlustvorträgen 28 7.066
-2.732 4.744
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 22.217 26.429

Vom erwarteten zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand ist wie folgt überzuleiten:

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2017/18 2016/17
T€ % T€ %
Erwarteter Ertragsteueraufwand 24.265 100 23.788 100
Differenz zwischen lokalem Steuersatz und Konzernsteuersatz -8.179 -34 -7.398 -31
Steuerfreie Erträge -249 -1 -413 -2
Steuerminderung/-erhöhung aufgrund von Steuersatzänderungen -47 0 -4 0
Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen 4.603 19 3.850 16
Steuereffekte auf Verlustvorträge 1.339 6 -133 -1
Periodenfremde laufende und latente Steuern 485 2 6.739 28
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 22.217 91,6 26.429 111,1
Effektiver Steuersatz in % 27,5 33,3

Der periodenfremde laufende Steueraufwand in Höhe von T€ 694 (Vj. T€ 338) resultiert im Wesentlichen aus der Veränderung von Rückstellungen für vergangene Veranlagungen (T€ 714 Steueraufwand).

Der periodenfremde latente Steuerertrag in Höhe von T€ 209 (Vj. T€ 6.401 Steueraufwand) resultiert im Wesentlichen aus der Aktivierung von latenten Steueransprüchen aufgrund der Steuersatzänderung in der Schweiz. Der Vorjahresbetrag resultierte im Wesentlichen aus der Ausbuchung von latenten Steueransprüchen auf die Verlustvorträge in Schweden.

Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Steuern des Geschäftsjahres ergeben sich wie folgt:

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2017/18
T€
2016/17
T€
Versicherungsmathematische Veränderung aus Pensionszusagen
Versicherungsmathematische Veränderung aus Pensionszusagen vor Steuern 4.042 1.974
Veränderung latente Steuern -780 -367
3.262 1.607
Bewertung derivativer Finanzinstrumente (Cashflow-Hedge)
Wertänderungen derivativer Finanzinstrumente vor Steuern 32 725
Veränderung latente Steuern -8 -210
24 515
Bewertung Finanzanlagen
Wertänderung zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 883 1.788
Veränderung latente Steuern -13 -27
870 1.761
Währungsanpassungen aus der Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen -2.988 2.565
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen, netto nach Steuern 1.168 6.448
davon direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen vor Steuern 1.969 7.052
davon Veränderung latente Steuern -801 -604

(9) Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 (Earnings per Share) als Quotient aus dem den Aktionären der HORNBACH Bau markt AG zustehenden Konzernjahresüberschuss und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktien ermittelt. Verwässernde Effekte ergeben sich-wie im Vorjahr-nicht.

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2017/18 2016/17
Gewichtete Anzahl der ausgegebenen Stückaktien 31.807.000 31.807.000
Den Aktionären der HORNBACH Baumarkt AG zustehender Konzernjahresüberschuss in € 58.666.925 52.863.504
Ergebnis je Aktie in € 1,84 1,66

(10) Sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Nicht operative Effekte

In den einzelnen Funktionskosten sind folgende nicht operative Effekte enthalten:

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Geschäftsjahr 2017/18
in T€
Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund Werthaltigkeitstest nach IAS 36 Wertaufholungen aufgrund Werthaltigkeitstest nach IAS 36 Zuführung zu Rückstellungen für belastende Verträgen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für belastende Verträgen Projektaufgaben Gesamt
Filialkosten -350 0 -7.383 118 0 -7.615
Voreröffnungskosten 0 0 0 0 -54 -54
Sonstiges Ergebnis 0 121 0 0 0 121
-350 121 -7.383 118 -54 -7.547
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Geschäftsjahr 2016/17
in T€
Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund Werthaltigkeitstest nach IAS 36 Wertaufholungen aufgrund Werthaltigkeitstest nach IAS 36 Zuführung zu Rückstellungen für belastende Verträgen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für belastende Verträgen Projektaufgaben Gesamt
Filialkosten -1.338 0 -3.664 0 0 -5.003
Voreröffnungskosten 0 0 0 0 -312 -312
-1.338 0 -3.6B4 0 -312 -5.315

Personalaufwand

In den einzelnen Funktionskosten sind folgende Personalaufwendungen enthalten:

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2017/18
T€
2016/17
T€
Löhne und Gehälter 573.671 541.558
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 126.635 118.620
700.306 660.178

Abschreibungen

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2017/18
T€
2016/17
T€
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen sowie fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke 80.013 74.784
Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen sowie fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke 350 1.338
80.363 76.122

Die außerplanmäßigen Abschreibungen des Geschäftsjahres 2017/18 entfallen auf Gebäude. Im Vorjahr entfielen die außerplanmäßigen Abschreibungen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung. Zudem wird auf die Ausführungen zu den immateriellen Vermögenswerten und dem Sachanlagevermögen in den Anmerkungen (11) und (12) verwiesen.

Die Abschreibungen sind in folgenden Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten:

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Geschäftsjahr 2017/18
in T€
Immaterielle Vermögenswerte Sachanlagevermögen sowie fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke Gesamt
Filialkosten 157 68.780 68.937
Voreröffnungskosten 0 37 37
Verwaltungskosten 3.987 7.403 11.389
4.143 76.220 80.363
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Geschäftsjahr 2016/17
in T€
Immaterielle Vermögenswerte Sachanlagevermögen sowie fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke Gesamt
Filialkosten 204 66.820 67.024
Voreröffnungskosten 0 20 20
Verwaltungskosten 2.457 6.620 9.078
2.662 73.461 76.122

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

(11) Immaterielle Vermögenswerte

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in T€ Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Geschäfts- oder Firmenwerte Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand 1. März 2016 85.350 3.271 2.818 91.439
Zugänge 2.678 0 3.901 6.579
Abgänge 247 0 939 1.186
Umbuchungen 233 0 -21 212
Währungsumrechnung 2 0 0 2
Stand 28. Februar/1. März 2017 88.01 B 3.271 5.759 97.046
Zugänge 5.911 0 1.913 7.824
Abgänge 495 0 0 495
Umbuchungen 5.226 0 -5.245 -19
Währungsumrechnung -2 0 0 -2
Stand 28. Februar 2018 98.656 3.271 2.427 104.354
Abschreibungen
Stand 1. März 2016 79.394 0 0 79.394
Zugänge 2.662 0 0 2.662
Abgänge 247 0 0 247
Währungsumrechnung 2 0 0 2
Stand 28. Februar/1. März 2017 81.811 0 0 81.811
Zugänge 4.143 0 0 4.143
Abgänge 490 0 0 490
Währungsumrechnung -2 0 0 -2
Stand 28. Februar 2018 85.462 0 0 85.462
Buchwert 28. Februar 2018 13.194 3.271 2.427 18.892
Buchwert 28. Februar 2017 6.205 3.271 5.759 15.235

Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich in den Geschäftsjahren 2016/17 und 2017/18 wie folgt:

Die Zugänge bei den Konzessionen, gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten und den Anlagen im Bau betreffen überwiegend den Erwerb von Software-Lizenzen sowie die Aufwendungen, um die Software in den beabsichtigten nutzungsfähigen Zustand zu versetzen.

Wesentliche Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen liegen - wie im Vorjahr - nicht vor.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte betreffen zwei Gartenmärkte in den Niederlanden und sind zu jeweils ca. 50% diesen zuzuordnen. Die verpflichtende jährliche Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes führte im Geschäftsjahr 2017/18 - wie im Vorjahr-zu keinem Wertminderungsbedarf. Die erzielbaren Beträge beider zahlungsmittelgenerierender Einheiten basieren jeweils auf deren Nutzungswert. Dieser wird anhand von Stufe 3 Inputdaten durch die Discounted-Cash-Flow-Methode ermittelt.

Im Geschäftsjahr 2017/18 betragen die Diskontierungszinssätze 9,1 und 6,6% (Vj. 9,3 und 6,2%) vor Steuer.

Für möglich gehaltene Änderungen wesentlicher Annahmen (Anstieg Diskontierungszinssatz bzw. Rückgang des Rohertrags) würden bei beiden Standorten - wie im Vorjahr - zu keinen Wertberichtigungen führen.

(12) Sachanlagevermögen sowie fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke

Die Sachanlagen haben sich in den Geschäftsjahren 2016/17 und 2017/18 wie folgt entwickelt:

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in T€ Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke gemäß IAS 40 "Investment Property" Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand 1. März 2016 1.049.255 18.464 595.884 29.580 1.693.183
Veränderung Konsolidierungskreis 8.189 0 0 0 8.189
Zugänge 98.870 1.390 37.273 23.773 161.306
Abgänge 24 0 27.554 101 27.679
Umbuchungen 17.934 0 6.683 -24.829 -212
Währungsumrechnung 2.537 0 165 31 2.733
Stand 28. Februar/1. März 2017 1.176.761 19.854 612.451 28.454 1.837.520
Umbuchungen in/aus zur Veräußerung vorgesehene langfristige Vermögenswerte 0 -754 0 0 -754
Zugänge 28.036 2.770 43.516 46.537 120.859
Abgänge 101 0 25.738 827 26.666
Umbuchungen 16.509 0 5.736 -22.226 19
Währungsumrechnung -5.760 0 -2.291 -227 -8.278
Stand 28. Februar 2018 1.215.445 21.870 633.674 51.711 1.922.700
Abschreibungen
Stand 1. März 2016 228.032 3.569 454.993 0 686.594
Zugänge 31.033 59 42.369 0 73.461
Abgänge 24 0 26.361 0 26.385
Umbuchungen -29 0 29 0 0
Währungsumrechnung 300 0 223 0 523
Stand 28. Februar/1. März 2017 259.312 3.628 471.253 0 734.193
Umbuchungen in/aus zur Veräußerung vorgesehene langfristige Vermögenswerte 0 -432 0 0 -432
Zugänge 33.600 -18 42.638 0 76.220
Zuschreibungen -121 0 0 0 -121
Abgänge 67 0 24.567 0 24.634
Umbuchungen 14 0 -14 0 0
Währungsumrechnung 361 0 -1.987 0 -1.626
Stand 28. Februar 2018 293.099 3.178 487.323 0 783.600
Buchwert 28. Februar 2018 922.346 18.692 146.351 51.711 1.139.100
Buchwert 28. Februar 2017 917.449 16.226 141.198 28.454 1.103.327

Die in den Abschreibungen enthaltenen außerplanmäßigen Abschreibungen betreffen Vermögenswerte, deren Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Diese Abschreibungen werden den entsprechenden Funktionskosten zugeordnet (vgl. hierzu Anmerkung (10)).

Sofern der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren Nutzungswert übersteigt, wurde zusätzlich der Nettoveräußerungswert der der CGU zuzurechnenden Immobilien anhand von externen Immobiliengutachten bestimmt. Die Wertbestimmung erfolgte entsprechend dem Ertragswertverfahren gemäß ImmoWertV. Im laufenden Geschäftsjahr 2017/18 wurde kein Wertminderungsbedarf auf Immobilien festgestellt.

Als Ergebnis des WerthaItigkeitstests wurden im Geschäftsjahr 2017/18 in der Region Deutschland bei einem Markt, welcher zugleich eine zahlungsmittelgenerierende Einheit darstellt, außerplanmäßiger Abwertungsbedarf bei einem Gebäude identifiziert. Es erfolgte eine Abschreibung in Höhe von T€ 350 auf den Nutzungswert. Dieser wurde anhand von Stufe 3 Inputdaten durch die Discounted-Cash-Flow-Methode ermittelt. Der zur Ermittlung des Nutzenwerts verwendete Diskontierungszinssatz beträgt 9,8% vor Steuer. Der erzielbare Betrag für diesen Standort beträgt T€ 2.706.

Im Vorjahr wurden in der Region Deutschland bei drei Märkten, welche zugleich zahlungsmittelgenerierende Einheiten darstellen, sowie in Österreich bei zwei Märkten außerplanmäßiger Abwertungsbedarf bei marktorientierter und verkaufsfördernder Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Immobilien identifiziert. Es erfolgte eine Abschreibung in Höhe von T€ 1.338 auf den Nettoveräußerungswert. Der erzielbare Betrag für diese Standorte betrug T€ 28.773.

Im Geschäftsjahr 2017/18 wurden - wie im Vorjahr - keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf den Netto-veräußerungspreis von fremdvermieteten Immobilien bzw. noch nicht für eine bestimmte Nutzung vorgesehenen Objekte vorgenommen.

Die außerplanmäßigen Abschreibungen im Anlagevermögen sind in den entsprechenden Segmenten wie folgt erfasst:

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in T€ 2017/18 2016/17
Segment Handel
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 1.338
0 1.338
Segment Immobilien
Gebäude 350 0
350 0
Gesamt 350 1.338

Bezüglich der aktivierten Finanzierungskosten wird auf Anmerkung (7) verwiesen.

Das Immobilienvermögen wird überwiegend von der HORNBACH Baumarkt AG oder eigens dafür gegründeten Immobiliengesellschaften gehalten.

Die anderen Anlagen sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung sind für den inländischen Konzernteilbereich überwiegend bei der HORNBACH Baumarkt AG und für den ausländischen Konzernteilbereich bei der HORNBACH Baumarkt GmbH, der HORNBACH Baumarkt Luxemburg SARL, der HORNBACH Baumarkt CS spol s.r.o., der HORNBACH Bouwmarkt (Nederland) B.V., der HORNBACH Baumarkt (Schweiz) AG, der HORNBACH Baumarkt SK spol s.r.o., der HORNBACH Byggmarknad AB und der HORNBACH Centrala SRL bilanziert.

Die fremdvermieteten Immobilien und noch nicht für eine bestimmte Nutzung vorgesehenen Vorratsgrundstücke betreffen im Wesentlichen Einzelhandelsimmobilien an verschiedenen Standorten in Deutschland. Die Mietverträge haben eine Grundmietzeit von 1 bis 15 Jahren und beinhalten teilweise Verlängerungsoptionen für den Mieter. Die fremdvermieteten Immobilien sind zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Als Nutzungsdauer werden 33 Jahre zugrunde gelegt. Der beizulegende Zeitwert (Fair Value) der fremdvermieteten Immobilien einschließlich der Vorratsgrundstücke beträgt rund 21,2 Mio. € (Vj. 18,5 Mio. €). Die beizulegenden Zeitwerte werden von unabhängigen externen Gutachtern bestimmt. Hierzu wird in der Regel ein Ertragswert gemäß ImmoWertV ermittelt. Die Ermittlung berücksichtigt Inputdaten der Stufe 3. Als wesentliche Inputfaktoren gelten künftige Mieterträge, der Liegenschaftszins sowie die Bewirtschaftungskosten. Ungeachtet dessen kommt ebenso die Vergleichswertmethode zur Anwendung. Hierbei wird auf Basis von Transaktionen mit vergleichbaren Immobilien (Inputdaten der Stufe 2) der beizulegende Zeitwert ermittelt.

Aus fremdvermieteten Immobilien werden im Geschäftsjahr Mieterträge in Höhe von T€ 759 (Vj. T€ 1.545) erzielt. Für den Unterhalt der fremdvermieteten Objekte sind Aufwendungen in Höhe von T€ 406 (Vj. T€ 469) angefallen, für alle anderen als Finanzinvestition gehaltenen Grundstücke und Gebäude werden T€ 28 (Vj. T€ 35) aufgewandt.

Die Immobilien dienen zur Besicherung von Bankdarlehen mit eingetragenen Grundpfandrechten in Höhe von 12,5 Mio. €(Vj. 36,6 Mio. €).

Im Geschäftsjahr 2017/18 wurden - wie im Vorjahr - für mehrere bereits existierende Standorte Vertragsanpassungen bzw. neue Mietverträge verhandelt. Die Mietverhältnisse wurden ausschließlich als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert. Der zum Stichtag innerhalb der Anlagenklasse "Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken" enthaltene Nettobuchwert der Finanzierungs-Leasingverhältnisse beträgt T€ 161.756 (Vj. T€ 176.385).

Die Leasingverhältnisse beziehen sich im Wesentlichen auf angemietete Grundstücke und Gebäude und weisen eine Grundmietzeit von 15 Jahren auf. Darüber hinaus beinhalten die Leasingverhältnisse bis zu drei Optionen, die Vertragslaufzeit um jeweils fünf Jahre zu verlängern, und marktübliche Indexierungen, die sich auf die Entwicklung der Verbraucherpreisindizes beziehen.

Die folgende Tabelle enthält Angaben zu Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing. Weiterführende Informationen zu den Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen werden innerhalb der Anmerkungen (30) und (31) genannt.

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Geschäftsjahr 2017/18
in T€
Kurzfristig bis 1 Jahr Langfristig 1-5 Jahre Langfristig über 5 Jahre
Nominalbetrag der Mindestleasingzahlungen 17.565 70.260 138.693
Abzinsung -7.243 -24.215 -20.945
Barwert 10.322 46.045 117.748
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Geschäftsjahr 2016/17
in T€
Kurzfristig bis 1 Jahr Langfristig 1-5 Jahre Langfristig über 5 Jahre
Nominalbetrag der Mindestleasingzahlungen 18.004 70.806 157.475
Abzinsung -7.772 -26.362 -26.417
Barwert 10.232 44.444 131.057

(13) Finanzanlagen

Die Finanzanlagen entwickeln sich in den Geschäftsjahren 2016/17 und 2017/18 wie folgt:

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in T€ Beteiligungen Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 1. März 2016 3.871 3.871
Bewertung zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte 1.788 1.788
Stand 28. Februar/1. März 2017 5.659 5.659
Bewertung zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte 884 884
Stand 28. Februar 2018 6.543 6.543
Buchwert 28. Februar 2018 6.543 6.543
Buchwert 28. Februar 2017 5.659 5.659

In den Finanzanlagen ist ein zehnprozentiger Anteil an der HORNBACH Immobilien H.K. s.r.o., Tschechien, enthalten, welcher als zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswert klassifiziert und zum beizulegenden Zeitwert bewertet ist. Zu den Bewertungsannahmen wird auf die Ausführung zu den Finanzinstrumenten in Anmerkung (33) verwiesen. Die weiteren Finanzanlagen in Höhe von T€ 1 (Vj. T€ 1) beziehen sich auf Beteiligungen an nicht operativ tätigen Gesellschaften. Sie werden zu Anschaffungskosten bewertet, da hierfür kein aktiver Markt existiert bzw. deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann.

Derzeit besteht keine Absicht zur Veräußerung der Finanzanlagen.

(14) Sonstige langfristige Forderungen und Vermögenswerte

Die sonstigen langfristigen Forderungen und Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Kautionen in Höhe von T€ 2.259 (Vj. T€ 2.254), die zur Sicherung möglicher nachträglicher Kaufpreisminderungsansprüche des Erwerbers geleistet werden. Die Kautionen haben eine Restlaufzeit von maximal 3 Jahren.

(15) Latente Steuern

Die latenten Steuern ergeben sich aus folgenden Sachverhalten:

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28.2.2018 28.2.2017
aktivisch
T€
passivisch
T€
aktivisch
T€
passivisch
T€
Immaterielle Vermögenswerte und
Sachanlagen 567 31.401 528 31.248
Finanzierungsleasing 1.935 0 1.275 0
Vorräte 684 3.783 639 4.341
Sonstige Rückstellungen 10.606 26 9.027 35
Verbindlichkeiten 34 379 411 458
Übriges Vermögen und Schulden 507 936 660 899
Verlustvorträge 772 0 834 0
15.105 36.525 13.374 36.981
Saldierung -10.574 -10.574 -9.526 -9.526
Gesamt 4.531 25.951 3.848 27.455

(16) Vorräte

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28.2.2018
T€
28.2.2017
T€
Hilfs- und Betriebsstoffe 1.850 1.693
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.460 1.439
Fertige Erzeugnisse und Waren 664.130 631.966
Vorräte (brutto) 667.440 635.098
abzüglich Wertberichtigungen 9.619 9.012
Vorräte (netto) 657.821 626.086
Buchwert der Vorräte, die zum Nettoveräußerungswert bewertet sind 33.644 28.748

Im Geschäftsjahr 2017/18 wurden für Handelswaren sowie für Hilfs- und Betriebsstoffe Aufwendungen in Höhe von T€ 2.365.968 (Vj. T€ 2.261.303) als Wareneinsatz erfasst.

(17) Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

In dem Posten wurden im Vorjahr kurzfristige Festgeldanlagen ausgewiesen, die nicht den flüssigen Mitteln zugeordnet waren.

(18) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übrige kurzfristige Vermögenswerte

Der Posten setzt sich wie folgt zusammen:

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28.2.2018
T€
28.2.2017
T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.957 6.767
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 957 1.454
Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 578 29
Übrige Forderungen und Vermögenswerte 52.838 43.100
62.330 51.350

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten im Rahmen von Factoring-Vereinbarungen übertragene Forderungen in Höhe von T€ 1.485 (Vj.TC 1.414), die nicht ausgebucht werden, da das Kreditrisiko vollständig im HORNBACH Baumarkt AG Konzern verbleibt. Es wurde eine korrespondierende Verbindlichkeit in gleicher Höhe erfasst. Aufgrund der Kurzfristigkeit der betroffenen Forderungen und der korrespondierenden Verbindlichkeit entspricht der Fair Value grundsätzlich dem Buchwert.

Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über Factoring-Vereinbarungen, die eine vollständige Ausbuchung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zur Folge haben, jedoch gemäß IFRS 7 ein anhaltendes Engagement beinhalten. Das anhaltende Engagement ergibt sich dadurch, dass mit Übertragung der Forderung neue Pflichten für HORNBACH entstehen. Fallen übertragene Forderungen aus, haftet HORNBACH für eine vertraglich definierte Quote. Den übertragenen und vollständig ausgebuchten Forderungen steht eine Rückstellung in Höhe von T€ 26 (Vj. T€ 22) gegenüber, welche das wahrscheinliche Haftungsrisiko darstellt. Die Abwicklung etwaiger Haftungssachverhalte findet in der Regel kurzfristig nach Übertragung der Forderung statt. Das maximale Verlustrisiko beträgt zum 28. Februar 2018 T€ 1.669 (Vj. T€ 1.499) und unterstellt den Totalausfall aller relevanten Forderungen. Es bemisst sich aus der Multiplikation der übertragenen Forderungssalden mit der jeweiligen Haftungsquote. Zum Zeitpunkt der Übertragung der Forderung entsteht der Gesellschaft kein Gewinn oder Verlust. Der im Geschäftsjahr 2017/18 erfasste Aufwand für Forderungen, die übertragen und vollständig ausgebucht wurden, jedoch ausgefallen sind, beträgt T€ 244 (Vj. T€ 278).

Die übrigen Forderungen und Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Pfandgeldern, Forderungen gegen Kreditkartengesellschaften, Rechnungsabgrenzungsposten, Forderungen aus Warengutschriften und Bonusvereinbarungen sowie Steuererstattungsansprüche.

Für die ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte bestehen - wie im Vorjahr - keine wesentlichen Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen.

Die folgenden Tabellen zeigen eine Analyse der in den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten enthaltenen finanziellen Vermögenswerte. Dabei werden nur die einzelwertberichtigten Forderungen als wertberichtigt bezeichnet. Der HORNBACH Baumarkt AG Konzern berücksichtigt Kreditrisiken zudem durch die Bildung von Portfolio-Wertberichtigungen.

scroll
28.2.2018
in T€
Buchwert davon: weder wertgemindert noch überfällig davon: nicht einzelwertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig in Tagen
bis 60 61-90 91-180 ab 181
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.957 4.674 2.278 253 321 107
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 957 957
Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 578 578
Übrige Forderungen und Vermögenswerte 34.720 31.414 2.409 114 140 161
44.212 37.623 4.687 367 462 268
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28.2.2017
in T€
Buchwert davon: weder wertgemindert noch überfällig davon: nicht einzelwertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig in Tagen
bis 60 61-90 91-180 ab 181
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.767 2.832 2.523 229 308 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.454 1.454
Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 29 29
Übrige Forderungen und Vermögenswerte 31.316 28.738 1.112 99 130 85
39.566 33.054 3.635 328 438 85

Für finanzielle Vermögenswerte, die weder wertgemindert noch überfällig sind, liegen zum Stichtag keine Hinweise auf eine geminderte Werthaitigkeit vor.

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie auf die übrigen Forderungen und Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:

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in T€ Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Übrige Forderungen und Vermögenswerte
2017/18 2016/17 2017/18 2016/17
Stand der Wertberichtigungen am 1. März 689 516 1.976 2.003
Verbrauch 89 46 58 81
Auflösung 190 178 107 215
Zuführung 610 397 443 269
Währungsumrechnung -5 0 -3 0
Stand der Wertberichtigungen am 28. Februar 1.015 689 2.251 1.976

Aus der vollständigen Ausbuchung von Forderungen resultieren Aufwendungen in Höhe von T€ 474 (Vj. T€ 572). Aus dem Eingang bereits ausgebuchter Forderungen werden Erträge in Höhe von T€ 32 (Vj. T€ 231) realisiert.

(19) Flüssige Mittel

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28.2.2018
T€
28.2.2017
T€
Guthaben bei Kreditinstituten 81.551 90.977
Schecks und Kassenbestand 20.586 22.057
102.138 113.033

(20) Zur VeräuBerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

In dem Posten werden Vermögenswerte ausgewiesen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit im folgenden Geschäftsjahr veräußert werden.

Im Geschäftsjahr 2017/18 wurde ein Grundstück in Höhe von T€ 321 aus dem Bilanzposten "fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke" umgegliedert und zum Buchwert veräußert. Das Grundstück war dem Segment "Immobilien" zugeordnet.

Im Vorjahr erfolgte keine Umgliederung in die Kategorie "zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte".

(21) Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns ist für das Geschäftsjahr 2016/17 und das Geschäftsjahr 2017/18 in der Entwicklung des Konzerneigenkapitals dargestellt.

Gezeichnetes Kapital

Die Hauptversammlung vom 7. Juli 2016 fasste den Beschluss, ein genehmigtes Kapital I und ein genehmigtes Kapital II unter folgenden Bestimmungen zu schaffen:

Der Vorstand wird ermächtigt, mit jeweiliger Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 7. Juli 2021 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Stückaktien - stimmberechtigte Stammaktien oder Vorzugsaktien ohne Stimmrecht - um bis zu insgesamt € 15.000.000 gegen Bareinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Das Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten Voraussetzungen ausgeschlossen werden.

Der Vorstand wird ermächtigt, mit jeweiliger Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 7. Juli 2021 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Stückaktien - stimmberechtigte Stammaktien oder Vorzugsaktien ohne Stimmrecht - um bis zu €30.000.000 gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital II). Das Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten Voraussetzungen ausgeschlossen werden.

Insgesamt besteht damit ein genehmigtes Kapital von €45.000.000; dies entspricht - wie im Vorjahr -47,16% des gegenwärtigen Grundkapitals.

Mit Beschluss des Vorstands vom 4. September 2017 wurde den Arbeitnehmern der HORNBACH Baumarkt AG und deren ausländischen Tochtergesellschaften Belegschaftsaktien zu einem Vorzugskurs von € 21,00 pro Aktie angeboten. Insgesamt wurden 46.800 Stück Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von € 32,42 über die Börse erworben und an die Mitarbeiter übertragen. Die Differenz zwischen Erwerbskurs und dem Börsenkurs zum Zeitpunkt der Übertragung an die Mitarbeiter in Höhe von T€ 57 wurde im Eigenkapital erfasst. Die Differenz pro Aktie zwischen vergünstigter Abgabe und Börsenkurs (€ 10,20) wurde erfolgswirksam berücksichtigt.

WpHG-Stimmrechtsmitteilungen

Gemäß § 21 Abs. 1 WpHG sind Aktionäre verpflichtet, bei Erreichen, Über- oder Unterschreiten bestimmter Meldeschwellen die Höhe ihrer Stimmrechtsanteile innerhalb von vier Handelstagen zu melden. Die Meldeschwellen liegen bei 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% und 75%. Ähnliche Mitteilungspflichten gelten nach §§ 25, 25a WpHG für Inhaber von Finanzinstrumenten bei Erreichen, Über- oder Unterschreiten der genannten Meldeschwellen mit Ausnahme der Schwelle von 3 %.

Die HORNBACH Baumarkt AG ist gemäß § 26 WpHG verpflichtet, diese Mitteilungen unverzüglich, spätestens drei Handelstage nach Zugang der Mitteilung zu veröffentlichen. Im Geschäftsjahr 1. März 2017 bis 28. Februar 2018 haben wir keine Mitteilungen erhalten und veröffentlicht. Die Meldungen werden grundsätzlich auf der Unternehmenswebsite www.hornbach-gruppe.com in den "NEWS" (filterbar nach dem Schlagwort "Stimmrechtsmitteilung") hinterlegt.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beinhaltet die über den Nennbetrag der ausgegebenen Aktien im Rahmen der Emission erzielten Eigenkapitalbestandteile.

Gewinnrücklagen

Bei den Gewinnrücklagen handelt es sich um die "gesetzliche Rücklage", um "andere Gewinnrücklagen" sowie kumulierte Gewinne und erfolgsneutrale Eigenkapitalbestandteile.

Angaben zum Kapitalmanagement

Das Kapitalmanagement der HORNBACH Baumarkt AG verfolgt das Ziel, langfristig eine angemessene Eigenkapitalausstattung aufrechtzuerhalten. Die Eigenkapitalquote wird als eine wichtige Kenngröße gegenüber den Investoren, Analysten, Banken und Ratingagenturen angesehen. Dabei sollen einerseits die gesetzten Wachstumsziele unter Wahrung gesunder Finanzierungsstrukturen und einer stabilen Dividendenpolitik erreicht werden, andererseits sollen langfristig die Ratingkennzahlen verbessert werden. Als Instrument des Kapitalmanagements wird unter anderem ein aktives Fremdkapitalmanagement betrieben.

Gegenüber einigen Fremdkapitalgebern bestehen Verpflichtungsvereinbarungen (Covenants), die unter anderem eine Eigenkapitalquote von mindestens 25% fordern. Im Rahmen des internen Risikomanagements werden monatlich Eigenkapitalquote, Zinsdeckungsgrad, dynamischer Verschuldungsgrad sowie Unternehmensliquidität (flüssige Mittel plus freie bestätigte Kreditlinien) überwacht. Quartalsweise werden weitere Kennzahlen berechnet. Bei Unterschreitung bestimmter Sollgrößen werden frühzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen getroffen. Während des Geschäftsjahres 2017/18 wurden die Verpflichtungen stets eingehalten, zum 28. Februar 2018 beträgt die Eigenkapitalquote 52,5% (Vj. 51,6%).

Während des Geschäftsjahres ergaben sich keine Änderungen in der Vorgehensweise bezüglich des Kapitalmanagements.

(22) Ausschüttungsfähige Gewinne und Dividenden

Die ausschüttungsfähigen Beträge beziehen sich auf den Bilanzgewinn der HORNBACH Baumarkt AG, der gemäß deutschem Handelsrecht ermittelt wird.

Die HORNBACH Baumarkt AG schließt im Geschäftsjahr 2017/18 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von € 14.028.890,30 ab.

Nach Entnahme von € 7.599.869,70 aus den anderen Gewinnrücklagen ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von € 21.628.760,00.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der HORNBACH Baumarkt AG schlagen der Hauptversammlung vor, den zum 28. Februar 2018 ausgewiesenen Bilanzgewinn der HORNBACH Baumarkt AG wie folgt zu verwenden:

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Dividende von je € 0,68 für 31.807.000 Aktien 21.628.760,00
21.628.760,00

Im Geschäftsjahr 2017/18 wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Juli 2017 auf insgesamt 31.807.000 (Vj. 31.807.000) Stückaktien eine Dividende in Höhe von € 0,68 (Vj. € 0,68) je Aktie ausgeschüttet. Der ausgeschüttete Betrag beträgt somit insgesamt T€ 21.629 (Vj. T€ 21.629).

(23) Finanzschulden

Die Summe der kurz- und langfristigen Finanzschulden setzt sich wie folgt zusammen:

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in T€ Restlaufzeiten Buchwert
Kurzfristig bis 1 Jahr Langfristig 1-5 Jahre Langfristig über 5 Jahre 28.2.2018 Gesamt
Anleihen 0 248.844 0 248.844
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.001 0 0 1.001
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen 10.322 46.045 117.748 174.115
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 113 0 0 113
Summe 11.435 294.890 117.748 424.072
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in T€ Restlaufzeiten Buchwert
Kurzfristig bis 1 Jahr Langfristig 1-5 Jahre Langfristig über 5 Jahre 28.2.2017 Gesamt
Anleihen 0 248.231 0 248.231
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16.966 587 0 17.553
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen 10.232 44.444 131.057 185.733
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 1.378 0 0 1.378
Summe 28.575 293.262 131.057 452.895

Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2018 bestehen im HORNBACH Baumarkt AG Konzern kurzfristige Finanzschulden in Höhe von 11,4 Mio. € (Vj. 28,6 Mio. €). Diese resultieren aus dem kurzfristig fälligen Anteil langfristiger Finanzierungen in Höhe von 10,9 Mio. € (Vj. 13,3 Mio. €) sowie im Vorjahr aus kurzfristigen Finanzierungen in Höhe von 13,5 Mio. €, der Bewertung derivativer Finanzinstrumente in Höhe von 0,1 Mio. € (Vj. 1,4 Mio. €) sowie aus Zinsabgrenzungen in Höhe von 0,4 Mio. € (Vj. 0,4 Mio. €).

Die HORNBACH Baumarkt AG hat am 15. Februar 2013 eine siebenjährige Unternehmensanleihe in Höhe von 250 Mio.€ aufgenommen. Die Anleihe ist mit einem Zinscoupon von 3,875% ausgestattet. Zusammen mit dem Emissionskurs von 99,25% ergibt sich eine Rendite von 4,00% p.a. Die mit der Begebung entstandenen Kosten in Höhe von T€ 2.355 sowie das Disagio in Höhe von T€ 1.875 werden nach der Effektivzinsmethode über die Laufzeit verteilt. Die seit dem letzten Zinszahlungszeitpunkt aufgelaufenen Zinsabgrenzungen der Anleihe in Höhe von T€ 372 (Vj. T€ 372) sind im Buchwert der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen.

Neben der oben genannten Anleihe bestehen weitere i.d.R. hypothekenbesicherte langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die originär langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzen sich wie folgt zusammen:

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Geschäftsjahr 2017/18 Währung Zinsvereinbarung in % (einschließlich Swap) Laufzeitende Valuta 28.2.2018
T€
Hypothekendarlehen CZK 5.08 2018 624
624
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Geschäftsjahr 2016/17 Währung Zinsvereinbarung in % (einschließlich Swap) Laufzeitende Valuta 28.2.2017
T€
Hypothekendarlehen EUR 5,57 2017 1.864
CZK 5,08 2018 1.760
3.624

Die im Berichtsjahr verbliebene langfristige Verbindlichkeit gegenüber einem Kreditinstitut ist festverzinslich.

Im HORNBACH Baumarkt AG Konzern bestehen zum 28. Februar 2018 insgesamt Kreditlinien in Höhe von 422,6 Mio. € (Vj. 339,1 Mio. €) zu marktüblichen Konditionen. Die ungenutzten Kreditlinien belaufen sich auf 418,1 Mio. € (Vj. 321,0 Mio. €). Des Weiteren steht der HORNBACH Baumarkt AG eine Kreditlinie für Importakkreditive in Höhe von 40,0 Mio. USD (Vj. 40,0 Mio. USD) zur Verfügung. Diese wurde zum Bilanzstichtag in Höhe von 9,9 Mio. USD (Vj. 8,0 Mio. USD) ausgenutzt.

In den Kreditlinien des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns ist eine am 22. Dezember 2017 abgeschlossene syndizierte Kreditlinie der HORNBACH Bau markt AG in Höhe von 350 Mio. € und einer Laufzeit von fünf Jahren enthalten. Die Kreditlinie kann in Höhe von bis zu 25 Mio. € auch in Fremdwährungen - insbesondere in CHF, SEK und CZK - in Anspruch genommen werden. Daneben können innerhalb des Kreditrahmens ergänzende bilaterale Darlehensverträge in Höhe von bis zu 70 Mio. € (auch in Fremdwährungen) abgeschlossen werden. Bei Inanspruchnahme der Kreditlinie erfolgt die Verzinsung auf Basis des 3- oder 6-Monats-Euribors bzw. des entsprechenden Ibors zuzüglich einer Zinsmarge. Die anzuwendende Zinsmarge wird in Abhängigkeit von dem von einer international anerkannten Rating Agentur an die HORNBACH Baumarkt AG vergebenen Unternehmensrating festgelegt. Bei Ausnutzungsquoten oberhalb definierter Schwellenwerte erfolgen Margenaufschläge. Für den ungenutzten Teil der Kreditlinie wird eine Bereitstellungsprovision in Abhängigkeit von der jeweiligen Zinsmarge berechnet.

Als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 12,5 Mio. € (Vj. 36,6 Mio. €) Grundpfandrechte bestellt worden.

Bei den Kreditlinien sowie der Anleihe sind keine Sicherheiten in Form von Vermögenswerten eingebunden. Die Vertragsvereinbarungen erfordern aber die Einhaltung banküblicher Verpflichtungen (Covenants), deren Nichteinhaltung die Pflicht zur vorzeitigen Rückzahlung zur Folge haben kann. Diese betreffen regelmäßig "pari passu"- und "negative pledge"-Erklärungen sowie bei wesentlichen Finanzierungen auch "cross default"-Vereinbarungen. Bei der syndizierten Kreditlinie müssen zusätzlich bestimmte Finanzrelationen eingehalten werden. Diese Finanzkennzahlen werden auf Basis des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns ermittelt und betreffen den Zinsdeckungsgrad in Höhe von mindestens 2,25 und die Eigenkapitalquote in Höhe von mindestens 25%. Außerdem werden Höchstgrenzen grundbuchlich besicherter Finanzierungen sowie Finanzierungen durch Tochterunternehmen vereinbart. Im Rahmen des internen Risikomanagements werden regelmäßig der Zinsdeckungsgrad, der dynamische Verschuldungsgrad, die Eigenkapitalquote, die vereinbarten Finanzierungshöchstgrenzen sowie die Unternehmensliquidität (flüssige Mittel plus freie bestätigte Kreditlinien) überwacht. Bei Unterschreitung bestimmter Sollgrößen werden frühzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen getroffen. Sämtliche Vertragsverpflichtungen wurden im Berichtsjahr stets eingehalten.

Die Überleitung der zukünftigen Leasingzahlungen aus Finance-Lease-Verträgen ist der Anhangangabe (12) "Sachanlagevermögen sowie fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke" zu entnehmen.

Die folgende Überleitungsrechnung zeigt die Änderungen von Finanzverbindlichkeiten sowie derivativer Finanzinstrumente, die die Finanzierungstätigkeit betreffen.

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Überleitungsrechnung gemäß IAS 7
in T€
1.3.2017 davon im Cashflow
Zahlungswirksame Veränderungen aus laufender Geschäftstätigkeit erfasste Zinszahlungen
Anleihen 248.231 -9.688 9.688
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17.553 -16.771 114
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen 185.733 -17.176 7.764
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente aus Finanzierungstätigkeit 48 -48 48
Finanz- und ähnliche Verbindlichkeiten 451.565 -43.683 17.614
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Überleitungsrechnung gemäß IAS 7
in T€
Zahlungsunwirksame Veränderungen
Wechselkursänderungen Änderungen der beizulegenden Zeitwerte Sonstige Veränderungen
Anleihen 0 0 613
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 116 0 -11
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen -2.206 0 0
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente aus Finanzierungstätigkeit 0 0 0
Finanz- und ähnliche Verbindlichkeiten -2.090 0 602
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Überleitungsrechnung gemäß IAS 7
in T€
28.2.2018
Anleihen 248.844
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.001
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen 174.115
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente aus Finanzierungstätigkeit 0
Finanz- und ähnliche Verbindlichkeiten 423.959

(24) Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Im HORNBACH Baumarkt AG Konzern bestehen aufgrund gesetzlicher Vorschriften einzelner Länder sowie einzelvertraglicher Zusagen an Vorstandsmitglieder Verpflichtungen aus leistungsorientierten und beitragsorientierten Pensionsplänen.

Beitragsorientierte Pläne

Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen ("Defined Contribution Plans") bestehen über die Beiträge hinaus für den HORNBACH Baumarkt AG Konzern keine weiteren Verpflichtungen. Die Summe aller beitragsorientierten Pensionsaufwendungen betrug im Geschäftsjahr 2017/18 T€ 53.754 (Vj. T€ 50.312). Davon wurden in Deutschland Arbeitgeberanteile in Höhe von T€ 29.845 (Vj. T€ 29.025) für die gesetzliche Rentenversicherung geleistet.

Gemeinschaftliche leistungsorientierte Pläne mehrerer Arbeitgeber

Gemeinschaftliche Pläne liegen für die in den Niederlanden angestellten Mitarbeiter vor. Da der Versorgungsträger für diese Pläne die benötigten Informationen nicht in der Form zur Verfügung stellt, die erforderlich wären, um diese als leistungsorientierten Plan zu erfassen, werden diese als beitragsorientierter Versorgungsplan abgebildet. Die HORNBACH Baumarkt AG ist aufgrund der Bestimmungen dieses Plans nicht dazu verpflichtet, für Beitragszahlungen anderer am Plan teilnehmenden Arbeitgeber zu haften. Es sind keine wahrscheinlichen wesentlichen Risiken aus dem gemeinschaftlichen leistungsorientierten Plan mehrerer Arbeitgeber bekannt. Für das Geschäftsjahr 2018/19 rechnet die Gesellschaft mit Beitragszahlungen in Höhe von T€ 3.827.

Leistungsorientierte Pläne

Schweiz

Im HORNBACH Baumarkt AG Konzern existiert ein fondsfinanzierter Versorgungsplan, der über einen externen Versorgungsträger finanziert ist. Dieser Versorgungsplan besteht aufgrund gesetzlicher Vorschriften (Berufliches Vorsorgegesetz BVG) in der Schweiz und gewährt 840 Anspruchsberechtigten Alters-, Invaliditäts- sowie Todesfallleistungen.

Der Vorsorgeplan gewährt Leistungen, die die gesetzlichen Mindestanforderungen nach BVG übersteigen. Der Arbeitnehmer übernimmt rund 35% der für die Sparguthaben zu bezahlenden Prämien sowie weitere fest umschriebene Kosten. Die restlichen Kosten werden durch den Arbeitgeber getragen. Beiträge für die Altersleistung sind altersabhängig und steigen mit dem Alter. Die Risiko- und Kostenprämien werden von der Versicherung individuell berechnet und jährlich neu festgelegt. Das versicherungsmathematische Risiko dieses Plans wird von der HORNBACH Baumarkt AG getragen. Der Vorsorgeplan muss auf Basis einer statistischen Bewertung gemäß den Bestimmungen von BVG vollständig gedeckt sein. Im Fall der Unterdeckung muss die Vorsorgeeinrichtung Maßnahmen ergreifen, wie die Festlegung zusätzlicher Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge oder Leistungen anpassen.

Der Versorgungsträger stellt eine eigene juristische Person dar. Diese ist für die Verwaltung des Vorsorgeplans verantwortlich und hat hierfür ein Anlagereglement erlassen, welches die Anlagestrategie definiert. Als oberstes Organ des Versorgungsträgers gilt der Stiftungsrat. Dieser besteht aus einer gleichen Anzahl von Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern der am Plan angeschlossenen Unternehmen.

Deutschland

Die HORNBACH Baumarkt AG hat ihren Vorstandsmitgliedern seit dem Geschäftsjahr 2011/12 einen fondsfinanzierten Versorgungsplan zugesagt. Dieses Modell bietet die Chance zur Steigerung der Versorgungsansprüche, wobei die Gesellschaft ihren Vorstandsmitgliedern gleichzeitig eine Mindestverzinsung in Höhe von 2% p.a. garantiert. Die durch die Gesellschaft bzw. zusätzlich durch die Vorstandsmitglieder eingebrachten Vermögensmittel werden treuhänderisch durch die Allianz Treuhand GmbH, Frankfurt am Main, in diversifizierte Fonds angelegt. Die Fondsanlage richtet sich nach einem zwischen der HORNBACH Bau markt AG und der Allianz Treuhand GmbH definierten Kapitalanlagekonzept. Sofern eine Änderung des Kapitalanlagekonzepts nicht dem treuhänderischen Zweck widerspricht, kann die HORNBACH Baumarkt AG eine Änderung veranlassen. Das Risiko, dass das Treuhandvermögen keine Mindestverzinsung von 2% p.a. erzielt, obliegt der HORNBACH Baumarkt AG.

Als Verpflichtungsumfang gegenüber den Versorgungsberechtigten wird jeweils das Maximum aus Fondsvermögen und Barwert der gezahlten Beiträge einschließlich der Garantieverzinsung angesetzt. Hierfür werden die vom Arbeitgeber und Vorstand geleisteten Beiträge mit dem zugehörigen Fondsvermögen verglichen.

Weiterhin haben die Mitarbeiter der Gesellschaft die Möglichkeit zur Teilnahme an einem "Zeitwertkontenmodell". Entsprechend den Vorgaben des Mitarbeiters können Gehaltsansprüche in sogenannte Wertguthaben umgewandelt werden. Unmittelbar vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses aus Altersgründen wird dieses Wertguthaben dazu eingesetzt, dem Mitarbeitereinen vorgezogenen Ruhestand zu ermöglichen. Die nicht ausgezahlten Gehaltsansprüche können je nach Risikopräferenz des Mitarbeiters in verschiedene Anlagefonds investiert werden. Die HORNBACH Baumarkt AG garantiert den Werterhalt der in das Wertguthaben eingezahlten Beträge und übernimmt somit das Anlagerisiko. Die durch die Gesellschaft bzw. die Mitarbeiter eingebrachten Gehaltsbestandteile werden im Rahmen eines sogenannten doppelten Treuhandmodells durch die Allianz Treuhand GmbH, Frankfurt am Main, verwaltet. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Zeitwertkonten werden zum Bilanzstichtag mit dem entsprechenden Deckungsvermögen aus Fondsanteilen verrechnet.

Die Pensionen und ähnliche Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

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2017/18
T€
2016/17
T€
Barwert der Versorgungsverpflichtung 65.768 69.593
abzüglich Marktwert des Planvermögens -54.948 -54.377
Bilanzausweis Pensionszusagen 10.820 15.216
davon Pensionsrückstellung 10.820 15.216

Das Planvermögen setzt sich zum Stichtag wie folgt zusammen:

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28.2.2018
%
28.2.2017
%
Anleihen und sonstige Schuldtitel 76,8 79,8
Aktien 5,1 4,2
Immobilien 11,7 11,2
Andere 6,5 4,9
100,0 100,0

Veränderung der Versorgungsverpflichtung

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2017/18
T€
2016/17
T€
Barwert der Versorgungsverpflichtung am Anfang der Periode 69.593 62.643
Laufender Dienstzeitaufwand des Arbeitgebers 4.578 5.328
Arbeitnehmerbeiträge 2.831 2.709
Ausbezahlte Leistungen -2.152 -1.000
Zinsaufwand 384 502
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aufgrund von:
Änderungen demografischer Annahmen 0 -2.170
Änderungen finanzieller Annahmen -5.005 1.537
Erfahrungsbedingten Anpassungen 1.216 -246
Versicherungsprämien -1.168 -1.138
Währungsumrechnung -4.509 1.428
Barwert der Versorgungsverpflichtung am Ende der Periode 65.768 69.593

Veränderung des Planvermögens

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2017/18
T€
2016/17
T€
Planvermögen am Anfang der Periode 54.377 48.073
Arbeitgeberbeiträge 3.551 3.752
Arbeitnehmerbeiträge 2.831 2.709
Ausbezahlte Leistungen -2.152 -1.000
Zinsertrag 318 424
Erträge aus dem Planvermögen (nach Abzug des im Nettozinsergebnis erfassten Ertrags) 486 584
Versicherungsprämien -1.168 -1.138
Währungsumrechnung -3.294 974
Planvermögen am Ende der Periode 54.948 54.377

Die Verantwortung für die Anlagestrategie des Planvermögens für deutsche Pläne wurde der Allianz Treuhand GmbH bzw. für Schweizer Pläne dem obersten Führungsorgan (Stiftungsrat) der BVG-Sammelstiftung Swiss Life übertragen. Diese externen Vermögensverwalter führen entsprechend der konzeptionellen bzw. gesetzlichen Ausgestaltung der leistungsorientierten Pläne das Risikomanagement des Portfolios sowie die Synchronisierung der Entwicklung des Planvermögens und der Versorgungsverpflichtungen durch.

In regelmäßigen Abständen erfolgt durch die HORNBACH Bau markt AG eine Analyse der Portfoliostruktur sowie eine Analyse der Performance des Portfolios, um einen etwaigen Handlungsbedarf abzuleiten.

Im Folgenden werden die Kosten für die leistungsorientierten Pläne aufgeführt. Diese beinhalten neben Aufwendungen und Erträgen, die in den Personalkosten und im Finanzergebnis ergebniswirksam erfasst wurden, ebenso planbezogene Beträge, die erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst wurden.

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2017/18
T€
2016/17
T€
Laufender Dienstzeitaufwand des Arbeitgebers 4.578 5.328
Zinsaufwand 384 502
Zinsertrag -318 -424
Erfasst in der Gewinn- und Verlustrechnung 4.645 5.407
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aufgrund von:
Änderungen demografischer Annahmen 0 2.170
Änderungen finanzieller Annahmen 5.005 -1.537
Erfahrungsbedingten Anpassungen -1.216 246
Erträge aus dem Planvermögen (nach Abzug des im Nettozinsergebnis erfassten Ertrags) 486 584
Erfasst im sonstigen Ergebnis 4.276 1.463
Kosten für leistungsorientierte Pläne 369 3.944

Die ergebniswirksam erfassten Beträge sind in den Personalkosten der folgenden Funktionsbereiche sowie im Finanzergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten:

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2017/18
T€
2016/17
T€
Filialkosten 3.293 4.039
Voreröffnungskosten 48 0
Verwaltungskosten 1.237 1.290
Finanzergebnis (Nettozinsaufwand) 67 79
4.645 5.407

Versicherungsmathematische Annahmen

Der Berechnung liegen folgende versicherungsmathematische Annahmen zu Grunde. Diese variieren in Abhängigkeit des Landes, in dem der Plan besteht.

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28.2.2018 28.2.2017
Gewichteter Durchschnitt Spanne Gewichteter Durchschnitt Spanne
Diskontierungszinssatz 1,1% 1,0% bis 1,6% 0,7% 0,5% bis 1,6%
Zukünftige Gehaltserhöhungen 1,7% 1,5% bis 3,0% 1,7% 1,5% bis 3,0%
Zukünftige Rentenerhöhungen 0,3% 0,0% bis 2,0% 0,3% 0,0% bis 2,0%

Der verwendete Diskontierungssatz wurde auf der Grundlage der Rendite für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen ermittelt. Die Annahmen über die künftige Sterblichkeit beruhen auf veröffentlichten Statistiken und Sterbetafeln. Für Pläne in Deutschland werden die "Heubeck Richttafeln 2005 G" herangezogen. Schweizer Pläne unterliegen der "BVG 2015 Generationentafel".

Sensitivitätsanalyse

Der Einfluss der versicherungsmathematischen Annahmen, deren Änderungen sich wesentlich auf die Bewertung des Barwerts der Versorgungsverpflichtung auswirken würden, sind der folgenden Sensitivitätsanalyse zu entnehmen. Diese gibt die Veränderung des Barwerts der Versorgungsverpflichtung an, die sich ergeben würde, wenn am Stichtag abweichende Annahmen der versicherungsmathematischen Parameter zur Anwendung kommen würden. Andere wertbeeinflussende Parameter wurden konstant gehalten.

Veränderung des Barwerts der Versorgungsverpflichtung:

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T€ 28.2.2018 28.2.2017
Anstieg Rückgang Anstieg Rückgang
Diskontierungszinssatz (0,25%-Punkte Veränderung) -2.348 2.546 -2.741 2.982
Zukünftige Rentenveränderung (0,10%-Punkte Veränderung) 714 n/a 912 n/a
Lebenserwartung (+ 1 Jahr) 984 n/a 1.203 n/a

Künftige Zahlungsströme

Für das Geschäftsjahr 2018/19 werden Beitragszahlungen in Höhe von T€ 3.471 erwartet.

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Erwartete Leistungszahlungen 28.2.2018
T€
2018/19 408
2019/20 433
2020/21 496
2021/22 6.213
2022/23 4.027
2023 bis 2027 5.192
scroll
Erwartete Leistungszahlungen 28.2.2017
T€
2017/18 375
2018/19 508
2019/20 519
2020/21 594
2021/22 5.869
2022 bis 2026 8.468

(25) Sonstige langfristige Schulden

Die sonstigen langfristigen Schulden betreffen im Wesentlichen langfristige Rückstellungen in Höhe von T€ 38.029 (Vj. T€ 28.087). Diese beinhalten vertraglich übernommene Instandhaltungsverpflichtungen an Dach und Fach in Höhe von T€ 14.650 (Vj. T€ 12.732) sowie Personalrückstellungen in Höhe von T€ 11.573 (Vj. T€ 10.043). Die den Instandhaltungsverpflichtungen zugrunde liegenden Mietverträge haben eine Restlaufzeit zwischen 1 und 15 Jahren. Die Personalrückstellungen bestehen hauptsächlich für nach gesetzlichen Regelungen in Österreich zu bildende potenzielle Ansprüche von Mitarbeitern im Falle deren eventuellen Ausscheidens aus dem Unternehmen (Abfertigungsleistungen) sowie für Jubiläumsgeldansprüche und Altersteilzeitverpflichtungen. Ergänzende Angaben zur Verpflichtung aus Abfertigungsleistungen sind am Ende dieses Kapitels dargestellt. Des Weiteren sind hierin Drohverlustrückstellungen aus Mietverhältnissen sowie eine Rückstellung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen enthalten. Mietverhältnisse, für die eine Drohverlustrückstellung gebildet wurde, weisen unkündbare Restlaufzeiten zwischen 2 und 13 Jahren auf. Die Rückstellung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen resultiert im Wesentlichen aus gesetzlichen Aufbewahrungsfristen zwischen 7 und 11 Jahren.

Die Entwicklung der Rückstellungen ist in Anmerkung (28) dargestellt.

Die sonstigen langfristigen Schulden beinhalten zudem Rechnungsabgrenzungen in Höhe von T€ 7.755 (Vj. T€ 8.172). Diese betreffen im Wesentlichen erhaltene Anreizzahlungen, die im Zusammenhang mit Verlängerungen bzw. Anpassungen von Immobilienmietverträgen stehen, welche als Operating Lease klassifiziert sind. Die ergebniswirksame Vereinnahmung erfolgt ratierlich über die unkündbare Mietlaufzeit. Ferner sind in dem Posten Rechnungsabgrenzungen in Bezug auf Staffelmietvereinbarungen enthalten.

Abfertigungsleistungen

Die Mitarbeiter österreichischer Tochtergesellschaften haben mit Erreichen des Pensionsalters (bzw. wenn diesen gekündigt wird) einen Anspruch auf Abfertigungsleistung, sofern diese bis zum 31. Dezember 2002 in das Unternehmen eingetreten sind. Die Höhe des Abfertigungsanspruchs bemisst sich nach der Anzahl der Dienstjahre sowie der Höhe der letzten Bezüge des Arbeitsverhältnisses. Die Höhe der Verpflichtung wird jährlich anhand eines externen Gutachtens überprüft und entsprechend angepasst. Die versicherungsmathematischen Risiken dieses Plans trägt die HORNBACH Baumarkt AG.

Die Abfertigungsleistungen stellen andere leistungsorientierte Verpflichtungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses an Arbeitnehmer dar und werden insofern unter den sonstigen langfristigen Schulden ausgewiesen. Die Bewertung der Abfertigungsrückstellung erfolgt zum Barwert der Versorgungsverpflichtung.

Veränderung der Versorgungsverpflichtung; und Kosten des Plans

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2017/18
T€
2016/17
T€
Barwert der Versorgungsverpflichtung am Anfang der Periode 5.649 6.061
Laufender Dienstzeitaufwand des Arbeitgebers 327 360
Ausbezahlte Leistungen -170 -358
Zinsaufwand 97 98
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aufgrund von:
Änderungen demografischer Annahmen 0 38
Änderungen finanzieller Annahmen 548 -448
Erfahrungsbedingten Anpassungen -315 -102
Barwert der Versorgungsverpflichtung am Ende der Periode 6.137 5.649
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2017/18
T€
2016/17
T€
Laufender Dienstzeitaufwand des Arbeitgebers 327 360
Zinsaufwand 97 98
Erfasst in der Gewinn- und Verlustrechnung 425 458
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aufgrund von:
Änderungen demografischer Annahmen 0 -38
Änderungen finanzieller Annahmen -548 448
Erfahrungsbedingten Anpassungen 315 102
Erfasst im sonstigen Ergebnis -234 512
Gesamtkosten des Plans 658 -54

Die durchschnittliche Restlaufzeit der Verpflichtung beträgt 13,5 Jahre (Vj. 14,5 Jahre).

Versicherungsmathematische Annahmen und Sensitivitätsanalyse

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28.2.2018 28.2.2017
Diskontierungszinssatz 1,6% 1,7%
Zukünftige Gehaltserhöhungen 3,0% 2,3%

Der verwendete Diskontierungssatz wurde auf der Grundlage der Rendite für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlage dient AVÖ 2008 P - Rechnungsgrundlage für die Pensionsversicherungen.

Der Einfluss der versicherungsmathematischen Annahmen, deren Änderungen sich wesentlich auf die Bewertung des Barwerts der Versorgungsverpflichtung auswirken würden, sind der folgenden Sensitivitätsanalyse zu entnehmen. Diese gibt die Veränderung des Barwerts der Versorgungsverpflichtung an, die sich ergeben würde, wenn am Stichtag abweichende Annahmen der versicherungsmathematischen Parameter zur Anwendung kommen würden. Andere wertbeeinflussende Parameter wurden konstant gehalten.

Veränderung des Barwerts der Versorgungsverpflichtung

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T€ 28.2.2018 28.2.2017
Anstieg Rückgang Anstieg Rückgang
Diskontierungszinssatz (0,5%-Punkte Veränderung) -390 429 -380 420
Zukünftige Lohn- oder Gehaltssteigerungen (0,25%-Punkte Veränderung) 203 -195 222 -213

(26) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

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28.2.2018
T€
28.2.2017
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 269.806 260.262
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 472 34
Übrige Verbindlichkeiten 71.433 66.798
davon aus sonstigen Steuern 23.437 23.008
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 4.277 4.064
341.711 327.094

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im üblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalt gesichert.

Die Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern enthalten die Beträge, für die die Konzerngesellschaften Steuerschuldner sind. In den Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit sind insbesondere die noch abzuführenden Beiträge an Sozialversicherungsträger enthalten. Die übrigen Verbindlichkeiten umfassen neben den zuvor genannten Beträgen im Wesentlichen Kautionen und Pfandgelder, noch nicht eingelöste Warengutscheine sowie Verbindlichkeiten für ausstehende Rechnungen.

(27) Forderungen und Schulden aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Forderungen und Schulden für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen laufende Steuerschulden/-forderungen sowie Steuern aus früheren Geschäftsjahren. Laufende Ertragsteuerrückstellungen werden - vorausgesetzt, sie bestehen in demselben Steuerhoheitsgebiet und sind hinsichtlich Art und Fristigkeit gleichartig - mit entsprechenden Steuererstattungsansprüchen saldiert. Die Steuerrückstellungen für laufende Ertragsteuern betreffen im Wesentlichen Körperschaftsteuer (einschließlich Solidaritätszuschlag) und Gewerbesteuer.

Die Steuerforderungen vom Einkommen und vom Ertrag resultieren im Wesentlichen aus Vorauszahlungen aus Gewerbesteuer. Im Vorjahr war ein auf Grund des SEStEG (Gesetz über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften) und des Jahressteuergesetzes 2010 entstandener Auszahlungsanspruch für Körperschaftsteuerguthaben in Höhe von 1,7 Mio. € enthalten, der im laufenden Geschäftsjahr abgewickelt wurde.

Hinsichtlich der unter dem langfristigen Vermögen und den langfristigen Schulden ausgewiesenen aktiven und passiven latenten Steuern wird auf die Ausführungen zu latenten Steuern in Anmerkung (15) verwiesen.

(28) Sonstige Rückstellungen und abgegrenzte Schulden

Die sonstigen Rückstellungen und abgegrenzten Schulden haben sich im Geschäftsjahr 2017/18 wie folgt entwickelt:

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in T€ Anfangsbestand 1.3.2017 Verbrauch Auflösung Zuführung Aufzinsung Währungsumrechnung
Sonstige Rückstellungen
Personal 10.043 1.367 39 2.819 97 20
Übrige 26.246 6.582 1.420 14.741 16 -135
36.289 7.948 1.460 17.559 113 -115
Abgegrenzte Schulden
Sonstige Steuern 1.176 679 61 425 0 -28
Personal 46.133 44.343 793 57.679 0 -238
Übrige 21.218 16.793 2.802 20.690 0 -157
68.527 61.815 3.656 78.794 0 -422
104.816 69.763 5.115 96.354 113 -538
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in T€ Endbestand 28.2.2018 davon langfristig
Sonstige Rückstellungen
Personal 11.573 11.573
Übrige 32.866 26.457
44.438 38.029
Abgegrenzte Schulden
Sonstige Steuern 834 0
Personal 58.438 0
Übrige 22.157 0
81.430 0
125.868 38.029

Die übrigen sonstigen kurzfristigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für belastende Verträge in Höhe von T€ 2.565 (Vj. T€ 3.914), die erwartete Inanspruchnahme von Rückgaberechten unserer Kunden in Höhe von T€ 1.500 (Vj. T€ 1.554) sowie Prozessrisiken in Höhe von T€ 621 (Vj. T€ 730).

Hinsichtlich der Details zu den langfristigen Rückstellungen wird auf die Ausführungen unter Anmerkung (25) verwiesen.

Die abgegrenzten Schulden für Personalverpflichtungen betreffen im Wesentlichen Resturlaubsansprüche, Mitarbeiterprämien, Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Beiträge zur Berufsgenossenschaft.

Die übrigen abgegrenzten Schulden betreffen insbesondere Gas, Wasser, Strom und Grundbesitzabgaben sowie Werbung und Jahresabschluss- und Rechtsberatungskosten.

Sonstige Erläuterungen

(29) Haftungsverhältnisse

Zum 28. Februar 2018 bestehen - wie im Vorjahr - keine Haftungsverhältnisse.

(30) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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in Mio. € Restlaufzeiten 28.2.2018
Kurzfristig bis 1 Jahr Langfristig 1-5 Jahre Langfristig über 5 Jahre Gesamt
Bestellobligo für Investitionen 106,1 11,8 0,0 117,9
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Erbbaurechts- und Leasingverträgen 156,6 463,3 365,1 985,0
Sonstige finanzielle Verpflichtungen 8,1 0,5 0,0 8,6
270,8 475,6 365,1 1.111,5
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in Mio. € Restlaufzeiten 28.2.2017
Kurzfristig bis 1 Jahr Langfristig 1-5 Jahre Langfristig über 5 Jahre Gesamt
Bestellobligo für Investitionen 90,3 25,3 0,0 115,6
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Erbbaurechts- und Leasingverträgen 152,2 457,4 403,5 1.013,1
Sonstige finanzielle Verpflichtungen 13,2 0,0 0,0 13,2
255,7 482,7 403,5 1.141,9

Die HORNBACH Baumarkt AG hat mit der HORNBACH Immobilien AG, Bornheim, im Rahmen ihrer Expansionsstrategie eine Kreditlinie in Höhe von bis zu 50 Mio. € vereinbart. Der Vertrag vom 24. Juni 2013 mit einer Laufzeit von 5 Jahren wurde vorzeitig zum 31. August 2017 aufgehoben. Es sind keine Mittel abgerufen worden.

Bei den Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Erbbaurechts- und Leasingverträgen handelt es sich ausschließlich um solche Mietverträge, bei denen die Unternehmen des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns nach den IFRS-Vorschriften nicht die wirtschaftlichen Eigentümer der gemieteten Vermögenswerte sind (Operating Lease). Mietverträge bestehen im Wesentlichen für Baumärkte im In- und Ausland. Die Laufzeit der Mietverträge liegt im Wesentlichen bei 15 Jahren. Hinzu kommen Mietverlängerungs- und Kaufoptionen zu Marktwerten. Es bestehen Mietanpassungsklauseln.

Als Mietaufwand aus Operating-Lease-Verträgen exklusive der Nebenkosten werden im Geschäftsjahr 2017/18 T€ 151.918 (Vj. T€ 151.685) erfasst.

(31) Zukünftige Erlöse aus Miet- und Pachtverträgen

Die zukünftigen Erlöse aus Miet- und Pachtverträgen stellen sich wie folgt dar:

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Mieterlöse mit fremden Dritten Restlaufzeiten Gesamt
in T€ Kurzfristig bis 1 Jahr Langfristig 1-5 Jahre Langfristig über 5 Jahre
28. Februar 2018 3.689 3.662 351 7.702
28. Februar 2017 3.134 4.688 194 8.016

Die Mieterträge resultieren aus fremd vermieteten Einzelhandelsimmobilien. Die Mietverträge haben überwiegend eine Laufzeit zwischen 5 und 15 Jahren.

Für Mietverträge mit unbestimmter Vertragsdauer werden Mieterträge lediglich bis zu einem Jahr ausgewiesen.

(32) Rechtsstreitigkeiten

Die HORNBACH Baumarkt AG geht nicht davon aus, dass sie oder eine ihrer Konzern-Gesellschaften an laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt sind, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage haben könnten. Daneben sind für eventuelle finanzielle Belastungen aus anderen Gerichts- oder Schiedsverfahren bei der jeweiligen Konzern-Gesellschaft in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet worden. Derartige Belastungen werden daher voraussichtlich keinen wesentlichen Einfluss auf die finanzielle Lage des Konzerns haben.

(33) Ergänzende Angaben zu den Finanzinstrumenten

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Buchwerte der Finanzinstrumente pro Bewertungskategorie des IAS 39 sowie deren Fair Values, aufgegliedert nach den Klassen der Bilanz:

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in T€ Kategorie Buchwert 28.2.2018 Marktwert 28.2.2018 Buchwert 28.2.2017 Marktwert 28.2.2017
Aktiva
Finanzanlagen AfS 6.543 6.543 5.659 5.659
kurzfristige finanzielle Vermögenswerte LaR 0 0 30.009 30.009
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 8.913 8.913 8.221 8.221
Übrige kurz- und langfristige Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung FAHfT 578 578 29 29
Übrige Vermögenswerte LaR 37.367 37.367 33.994 33.994
Flüssige Mittel LaR 102.138 102.138 113.033 113.033
Passiva
Finanzschulden
Anleihen FLAC 248.844 266.080 248.231 272.310
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 1.001 1.013 17.553 17.641
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen n.a. 174.115 200.354 185.733 215.260
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 0 0 48 48
Derivate ohne Hedge-Beziehung FLHfT 113 113 1.329 1.329
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 253.711 253.711 244.468 244.468
Übrige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten FLAC 29.584 29.584 25.538 25.538
Abgegrenzte Schulden FLAC 22.156 22.156 21.218 21.218

Die seit dem letzten Zinszahlungszeitpunkt aufgelaufenen Zinsabgrenzungen der Anleihe in Höhe von T€ 372 (Vj. T€ 372) sind im Buchwert der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen.

Nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 7 fallen übrige kurz- und langfristige Vermögenswerte in Höhe von T€ 19.623 (Vj. T€ 12.738), übrige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 105.352 (Vj. T€ 93.498) und abgegrenzte Schulden in Höhe von T€ 59.272 (Vj. T€ 47.310).

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Aggregiert nach Bewertungskategorie
in T€
Kategorie Buchwert 28.2.2018 Buchwert 28.2.2017
Loans and Receivables LaR 148.418 185.257
Available-for-Sale Financial Assets AfS 6.543 5.659
Financial Assets Held for Trading FAHfT 578 29
Financial Liabilities Measured at Amortized Cost FLAC 555.297 557.008
Financial Liabilities Held for Trading FLHfT 113 1.329

Die flüssigen Mittel, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die übrigen Vermögenswerte, die abgegrenzten Schulden, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die übrigen Verbindlichkeiten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag grundsätzlich dem beizulegenden Zeitwert (FairValue).

Die zur Veräußerung vorgesehenen finanziellen Vermögenswerte beinhalten Beteiligungen, die mangels eines verfügbaren beizulegenden Zeitwerts zu Anschaffungskosten bilanziert sind. Hiervon ausgenommen ist eine zehnprozentige Unternehmensbeteiligung an der HORNBACH Immobilien H.K. s.r.o., Tschechien. Die Gesellschaft vermietet mehrere Baumarktimmobilien und ist nicht börsennotiert. Der Fair Value bestimmt sich im Wesentlichen aus Stufe 3 Inputdaten. Für die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts wurde die Discounted-Cash-Flow-Methode angewandt. Hierzu wurden die Cashflows, die sich aus der unternehmensspezifischen Planung ergeben, mit einem risikoadjustierten Zinssatz (WACC) abgezinst. Im Geschäftsjahr 2017/18 beträgt der Diskontierungszinssatz nach Steuern 5,7% (Vj. 5,6%). Darüber hinaus wurde ein Wachstumsfaktor in Höhe von 1,0% berücksichtigt. Die sich aus der unternehmensspezifischen Planung ergebenden Cashflows resultieren im Wesentlichen aus Mieten aus langfristigen Mietverhältnissen sowie aus Cashflows bezüglich des operativen Betriebs der Gesellschaft.

In der folgenden Darstellung wird die Entwicklung der Available-for-Sale Finanzanlagen aufgezeigt, die anhand von Level 3 Inputdaten zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden.

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Entwicklung der Finanzanlagen der Stufe 3 2017/18 2016/17
Stand 1. März 5.658 3.870
Bewertungsänderung (OCI) 883 1.788
Stand 28. Februar 6.541 5.658

Der Anstieg des Beteiligungsansatzes resultiert im Wesentlichen aus der Reduzierung von Finanzschulden sowie der Wechselkursänderung CZK/EUR.

In Bezug auf die wesentlichsten Inputfaktoren sind der folgenden Sensitivitätsanalyse die Veränderung der beizulegenden Zeitwerte zum jeweiligen Stichtag zu entnehmen.

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in T€ 28.2.2018 28.2.2017
Anstieg Rückgang Anstieg Rückgang
Marktmiete (5%-Punkte Veränderung) 903 -903 853 -853
Diskontierungszinssatz (50 Basispunkte Veränderung) -1.038 1.288 -990 1.232

Derivative Finanzinstrumente beinhalten Fremdwährungseffekte aus offenen Bestellungen bzw. Bewertungseffekte aus offenen Devisentermingeschäften. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt anhand marktüblicher Bewertungsmodelle (z.B. Discounted-Cash-Flow-Methode) unter Verwendung von am Markt verfügbaren, laufzeitadäquaten Zinskurven sowie Devisenkursen, die den Inputfaktoren der Stufe 2 der Fair Value Hierarchie entsprechen. Analog bemessen sich der beizulegende Zeitwert der festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie der beizulegende Zeitwert aus Finanzierungsleasingverträgen. Bei den zuvor genannten Finanzinstrumenten wird das Kreditrisiko anhand von am Markt verfügbaren Risikozuschlägen berücksichtigt. Der beizulegende Zeitwert der börsennotierten Anleihe entspricht dem Nominalwert multipliziert mit dem Kurswert zum Bilanzstichtag. Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt somit anhand von Daten der Stufe 1 der Fair Value Hierarchie.

In der Bilanz bzw. im Anhang werden folgende Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesen, bei deren Bewertung Inputdaten der Fair Value Hierarchie zur Anwendung kommen:

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in T€ 28.2.2018 28.2.2017
Vermögenswerte
Bewertung erfolgt anhand von Inputdaten der Stufe 2
Derivate ohne Hedge-Beziehung FAHfT 578 29
Bewertung erfolgt anhand von Inputdaten der Stufe 3
Finanzanlagen AfS 6.541 5.658
Schulden
Bewertung erfolgt anhand von Inputdaten der Stufe 1
Anleihen FLAC 266.080 272.310
Bewertung erfolgt anhand von Inputdaten der Stufe 2
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 1.013 17.641
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen n.a. 200.354 215.260
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 0 48
Derivate ohne Hedge-Beziehung FLHfT 113 1.329

In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Nettoergebnisse erfasst:

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Nettoergebnis nach Bewertungskategorien 2017/18
T€
2016/17
T€
Loans and Receivables (LaR) -6.177 878
Financial Instruments Held for Trading (FAHfT und FLHfT) 85 -1.055
Financial Liabilities Measured at Amortized Gost (FLAC) 812 34

Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie "Financial Instruments Held for Trading" resultiert aus derivativen Finanzinstrumenten. Die Nettoergebnisse der Bewertungskategorien "Loans and Receivables" sowie der "Financial Liabilities Measured at Amortized Cost" betreffen Währungsumrechnungseffekte, Abgangsergebnisse und Wertberichtigungen. Im Geschäftsjahr 2017/18 wurden zudem Bewertungsänderungen von "Available-for-Sale Financial Assets" in Höhe von T€ 883 (Vj. T€ 1.788) erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

In der Bilanz werden keine Finanzinstrumente saldiert ausgewiesen. Ergänzende Vereinbarungen, die eine wirtschaftliche Aufrechnung von bilanzierten Finanzinstrumenten ermöglichen, bestehen im Bereich der abgeschlossenen Devisentermingeschäfte. Diese unterliegen dem deutschen Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte. Aktuell bestehen keine saldierungsfähigen Devisentermingeschäfte. Im Vorjahr bestanden saldierungsfähige Devisentermingeschäfte in Höhe von T€ 29.

(34) Risikomanagement und Finanzderivate

Grundsätze des Risikomanagements

Der HORNBACH Baumarkt AG Konzern unterliegt hinsichtlich seiner Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Finanztransaktionen insbesondere Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen.

Ziel des Risikomanagements ist es daher, diese Marktrisiken durch geeignete finanzmarktorientierte Absicherungsaktivitäten zu minimieren. Zum Erreichen dieses Ziels werden derivative Finanzinstrumente zur Begrenzung von Zinsänderungs- und Währungsrisiken eingesetzt. Grundsätzlich werden allerdings nur Risiken abgesichert, die bedeutende Auswirkungen auf das Finanzergebnis haben.

Entscheidungen hierzu dürfen nur unter Berücksichtigung der strategischen Vorgaben des Finanzvorstands getroffen werden. Dabei steht die Absicherung der Zinsänderungs- und Währungsrisiken im Mittelpunkt. Finanzgeschäfte zu Spekulationszwecken werden gemäß diesen Vorgaben nicht vorgenommen. Bestimmte Transaktionen bedürfen darüber hinaus der vorherigen Genehmigung durch den Aufsichtsrat.

Eine regelmäßige Kontrolle und Überwachung der laufenden und zukünftigen Zinsbelastung und des benötigten Devisenbedarfs des Gesamtkonzerns wird durch die Abteilung Treasury durchgeführt. Der Vorstand wird regelmäßig darüber informiert.

Marktrisiken

Zur Darstellung der Marktrisiken verlangt IFRS 7.40 "Financial Instruments: Disclosures", dass anhand von Sensitivitätsanalysen die hypothetischen Auswirkungen auf den Gewinn und Verlust sowie auf das Eigenkapital gezeigt werden, die sich ergeben hätten, wenn Änderungen der relevanten Risikovariablen (z. B. Marktzinssätze oder Wechselkurse) eingetreten wären, die zum Bilanzstichtag nach vernünftigem Ermessen möglich gewesen wären. Die Marktrisiken des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns bestehen aus Währungs- und Zinsänderungsrisiken. Andere Preisrisiken bestehen nicht.

Währungsrisiko

Währungsrisiken, d.h. potenzielle Wertminderungen eines Finanzinstruments oder künftiger Cashflows aufgrund von Änderungen des Wechselkurses, bestehen insbesondere dort, wo monetäre Finanzinstrumente, wie z. B. Forderungen oder Schulden, in einer anderen als der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen bzw. bei planmäßigem Geschäftsverlauf entstehen werden. Die Währungsrisiken des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns resultieren im Wesentlichen aus Finanzierungsmaßnahmen und der operativen Geschäftstätigkeit. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung (Translation) stellen kein Währungsrisiko im Sinne des IFRS 7 dar.

Die Konzerngesellschaften werden weitgehend durch externe Finanzierungsmaßnahmen in der funktionalen Währung der entsprechenden Konzerngesellschaft finanziert (Natural Hedging), sofern es sich um einen langfristigen Finanzierungsbedarf handelt. Daneben bestehen konzerninterne Darlehen in EUR, welche bei Konzerngesellschaften, deren funktionale Währung vom EUR abweicht, zu Fremdwährungsrisiken führen. Diese Risiken werden grundsätzlich nicht abgesichert.

Im HORNBACH Baumarkt AG Konzern bestehen in der operativen Geschäftstätigkeit Fremdwährungsrisiken im Wesentlichen im Zusammenhang mit Wareneinkäufen in Fernost in USD sowie aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen, die grundsätzlich in EUR abgewickelt werden. Das USD-Währungsrisiko wird durch USD-Fest-gelder sowie Devisentermingeschäfte abgesichert. Unter Berücksichtigung von Sicherungsmaßnahmen bestehen zum Bilanzstichtag im Wesentlichen folgende offenen Fremdwährungspositionen:

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in T€ 28.2.2018 28.2.2017
EUR -69.489 -47.083
USD 3.214 17.324
CZK -518 -627

Die oben aufgeführte EUR-Währungsposition ergibt sich aus den Währungspaaren CHF/EUR T€ -29.332 (Vj. T€ 5.991), RON/EUR T€ -16.764 (Vj. T€ -18.758), SEK/EUR T€-15.622 (Vj. T€ -23.201), CZK/EUR T€ -7.769 (Vj. T€ -10.116) und USD/EUR T€ 0 (Vj. T€ -999).

Die wichtigsten Umrechnungskurse werden im Abschnitt Währungsumrechnung dargestellt.

Für die im Folgenden dargestellte Sensitivitätsanalyse der Währungsrisiken wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Wenn der Euro am Bilanzstichtag gegenüber den wesentlichen im Konzern vertretenen Währungen um 10% aufgewertet gewesen wäre und gleichzeitig alle anderen Variablen unverändert geblieben wären, wäre das Konzernergebnis vor Steuern um T€ 7.340 (Vj. T€ 6.206) niedriger gewesen. Wäre umgekehrt der Euro am Bilanzstichtag gegenüber den wesentlichen im Konzern vertretenen Währungen um 10% abgewertet gewesen und gleichzeitig alle anderen Variablen unverändert geblieben, wäre das Konzernergebnis vor Steuern um T€ 7.340 (Vj. T€ 6.206) höher gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung von T€ +7.340 (Vj. T€ +6.206) ergibt sich aus folgenden Sensitivitäten: EUR/CHF T€ 2.998 (Vj. T€ -589), EUR/RON T€ 1.702 (Vj. T€ 1.888), EUR/SEK T€ 1.614 (Vj. T€ 2.327), EUR/CZK T€ 706 (Vj. T€ 948) und EUR/USD T€ 320 (Vj. T€ 1.632).

Zinsänderungsrisiko

Zum Jahresende finanzierte sich der Konzern hauptsächlich durch eine EUR-Anleihe in Höhe von nominal T€ 250.000. Weiterhin bestehen CZK-Darlehen in Höhe von T€ 624 (Vj. T€ 1.760). Zum Geschäftsjahresende 2017/18 bestehen keine kurz- und langfristige EUR-Darlehen (Vj. T€ 1.864) sowie kurzfristige Bankverbindlichkeiten (Vj. T€ 13.541).

Für die Sensitivitätsanalyse der Zinsänderungsrisiken wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Es wird von einer parallelen Verschiebung der Zinsstrukturkurve ausgegangen.

Wenn das Marktzinsniveau am Bilanzstichtag um 100 Basispunkte höher gewesen wäre und alle anderen Variablen unverändert geblieben wären, wäre das Konzernergebnis vor Steuern um T€ 814 (Vj. T€ 774) und das Eigenkapital vor latenten Steuern um T€ 0 (Vj. T€ 5) höher gewesen. Aufgrund des aktuell niedrigen Zinsniveaus führt eine Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve um 100 Basispunkte nach unten teilweise zu negativen Zinssätzen. Dies schränkt die Aussagekraft solch einer Simulation stark ein. Daher wird im laufenden Geschäftsjahr stattdessen der hypothetische Ergebniseffekt einer Verschiebung der Zinsstrukturkurve um 10 Basispunkte nach unten simuliert. Wäre das Marktzinsniveau am Bilanzstichtag um 10 Basispunkte niedriger gewesen und wären alle anderen Variablen unverändert geblieben, wäre das Konzernergebnis vor Steuern um T€ 82 (Vj. T€ 78) und das Eigenkapital vor latenten Steuern um T€ 0 (Vj. T€ 0) niedriger gewesen.

Kreditrisiko

Kreditrisiko ist das Risiko, dass eine Vertragspartei ihre bei Abschluss eines Finanzinstruments vertraglich zugesagten Verpflichtungen ganz oder teilweise nicht erfüllt. Das Kreditrisiko des Konzerns ist insofern eng begrenzt, als Finanzanlagen und derivative Finanzinstrumente möglichst nur mit Vertragsparteien guter Bonität getätigt werden. Weiterhin werden Geschäfte mit einzelnen Vertragspartnern jeweils auf ein Limit begrenzt. Das Risiko von Forderungsausfällen im operativen Bereich ist aufgrund des Handelsformats (cash & carry) bereits erheblich reduziert. Das maximale Kreditrisiko entspricht im Wesentlichen den Buchwerten der finanziellen Aktiva, die keine wesentlichen Risikokonzentrationen aufweisen.

Liquiditätsrisiko

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Cash-Outflows der originären und derivativen finanziellen Verbindlichkeiten:

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in T€ Buchwert Cash-Outflows
28.2.2018 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Anleihen 248.844 9.688 259.714 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.001 636 0 0
Verbindlichkeiten aus
Finanzierungsleasingverträgen 174.115 17.565 70.260 138.693
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen 253.711 253.711 0 0
Übrige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten 29.584 28.433 1.152 0
Abgegrenzte Schulden 22.156 22.156 0 0
729.412 332.188 331.126 138.693
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung 113 113 0 0
113 113 0 0
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung 578 3.202 0 0
578 3.202 0 0
335.503 331.126 138.693
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in T€ Buchwert Cash-Outflows
28.2.2017 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Anleihen 248.231 9.688 269.401 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17.553 16.651 598 0
Verbindlichkeiten aus
Finanzierungsleasingverträgen 185.733 18.004 70.806 157.475
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen 244.468 244.468 0 0
Übrige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten 25.538 25.386 152 0
Abgegrenzte Schulden 21.218 21.218 0 0
742.741 335.414 340.957 157.475
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung 1.329 10.749 0 0
Zinsderivate in Verbindung mit Cashflow-
Hedges 48 48 0 0
1.378 10.796 0 0
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung 29 5.627 0 0
29 5.627 0 0
351.837 340.957 157.475

Einbezogen werden alle finanziellen Verbindlichkeiten, die am Bilanzstichtag im Bestand waren. Planzahlen für künftige neue Verbindlichkeiten werden nicht berücksichtigt. Ferner sind in der Darstellung finanzielle Vermögenswerte enthalten, die zu einem Cash-Outflow führen. Die variablen Zinszahlungen werden unter Zugrundelegung der am Bilanzstichtag geltenden Zinssätze ermittelt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden jeweils mit dem Stichtagskurs umgerechnet.

Die seit dem letzten Zinszahlungszeitpunkt aufgelaufenen Zinsabgrenzungen der Anleihe in Höhe von T€ 372 (Vj. T€ 372) sind im Buchwert der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen. Die korrespondierenden Cash-Outflows sind im Bereich der Anleihe enthalten.

Bezüglich der Steuerung des Liquiditätsrisikos verweisen wir auf die Ausführungen in Anmerkung (23) sowie auf die Angaben zur Finanzlage im Lagebericht.

Sicherungsmaßnahmen

Hedgegeschäfte dienen der Absicherung von Zins- und Währungsrisiken, die mit einem Grundgeschäft verbunden sind.

Cashfiow-Hedge - Zinsänderungsrisiko

Die zum Geschäftsjahresende 2016/17 bestandenen Zinswaps sind planmäßig am 30.09.2017 ausgelaufen.

Sonstige Sicherungsmaßnahmen - Währungsrisiko

Der HORNBACH Baumarkt AG Konzern führt zudem auch Sicherungsmaßnahmen durch, die nicht die Anforderungen des IAS 39 zum Hedge Accounting erfüllen, jedoch nach den Grundsätzen des Risikomanagements effektiv zur Sicherung des finanziellen Risikos beitragen. Der HORNBACH Baumarkt AG Konzern sichert beispielsweise das Währungsrisiko ausgewählter (geplanter) Transaktionen einschließlich der gegebenenfalls aus solchen Transaktionen resultierenden eingebetteten Fremdwährungsderivate, wie z. B. aus dem Kauf von Waren in Fernost in USD, durch Devisentermingeschäfte oder die Anlage von Fremdwährungs-Festgeldern in Form von Makro-Hedges ab.

Der Marktwert der Devisentermingeschäfte einschließlich der eingebetteten Devisentermingeschäfte beträgt T€465 (Vj. T€-1.300) und ist mit T€ 578 (Vj. T€29) unter den sonstigen Vermögenswerten sowie mit T€-113 (Vj. T€-1.329) unter den Finanzschulden ausgewiesen.

Fair-Value-Hedges und Net-lnvestment-in-a-Foreign-Operation-Hedges werden bisher nicht vorgenommen.

Derivate

Die nachstehende Tabelle gibt eine Übersicht über die zum Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente mit ihren Nominal- und Marktwerten. Dabei werden die Marktwerte gegenläufiger Transaktionen wie Devisenterminkäufe bzw. -Verkäufe saldiert dargestellt. In der Zeile Nominalwerte werden Nominalwertsummen ohne Aufrechnung gegenläufiger Transaktionen ausgewiesen.

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28.2.2018 Devisentermingeschäfte Eingebettete Devisentermingeschäfte Zinsswaps Summe
Nominalwert in T€ 4.000 29.469 0 33.469
Marktwert in T€ (vor latenten Steuern) 65 400 0 465
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28.2.2017 Devisentermingeschäfte Eingebettete Devisentermingeschäfte Zinsswaps Summe
Nominalwert in T€ 17.000 37.182 1.864 56.046
Marktwert in T€ (vor latenten Steuern) -64 -1.236 -48 -1.348

(35) Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Der durchschnittliche Personalstand stellt sich wie folgt dar:

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2017/18 2016/17
Angestellte 17.608 16.997
Auszubildende 858 836
18.466 17.833
davon Teilzeitmitarbeiter 5.313 4.981

Nach geografischen Gesichtspunkten gegliedert waren im Geschäftsjahr 2017/18 vom durchschnittlichen Personalstand im Inland 10.440 Mitarbeiter (Vj. 10.280) und im Ausland 8.026 Mitarbeiter (Vj. 7.553) beschäftigt.

Honorar für Dienstleistungen der Wirtschaftsprüfer

Die für das Geschäftsjahr berechneten Honorare des Abschlussprüfers des Jahres- und Konzernabschlusses der HORNBACH Baumarkt AG, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, setzen sich wie folgt zusammen:

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2017/18
T€
2016/17
T€
Abschlussprüfungsleistungen 589 508
Andere Bestätigungsleistungen 7 7
Steuerberatungsleistungen 27 44
Sonstige Leistungen 0 6
624 565

Der Jahres- und der Konzernabschluss der HORNBACH Baumarkt AG werden beginnend mit dem Geschäftsjahr 1997/98 von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft. Seit dem Geschäftsjahr 2017/18 ist Herr Lars Bertram (Partner) der verantwortliche Wirtschaftsprüfer.

Informationen zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene jährliche Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ist im Dezember 2017 vom Vorstand und Aufsichtsrat der HORNBACH Baumarkt AG abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht worden.

(36) Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen steht die HORNBACH Baumarkt AG unmittelbar oder mittelbar in Ausübung der normalen Geschäftstätigkeit mit verbundenen Unternehmen in Beziehung. Hierzu gehören neben der Muttergesellschaft HORNBACH Holding AG & Co. KGaA deren direkte und indirekte Tochtergesellschaften.

Verbundene Unternehmen sind:

HORNBACH-Familien-Treuhandgesellschaft mbH HORNBACH Management AG

Muttergesellschaft

HORNBACH Holding AG & Co. KGaA

Schwestergesellschaften

HORNBACH Immobilien AG HORNBACH Baustoff Union GmbH

Tochtergesellschaften und Enkelgesellschaften der Schwestergesellschaften

Union Bauzentrum Hornbach GmbH

Ruhland-Kallenborn & Co. GmbH

Ruhland-Kallenborn Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH

Robert Röhlinger GmbH

Etablissements Camille Holtz et Cie S.a.

Saar-Lor Immobilère S.C.I.

HORNBACH Baustoff Union Grundstücksentwicklungs GmbH

HIAG Immobilien Jota GmbH

HIAG Fastigheter i Göteborg AB

HIAG Fastigheter i Heisingborg AB

HIAG Fastigheter i Stockholm AB

HIAG Fastigheter i Göteborg Syd AB

HIAG Fastigheter i Botkyrka AB

HO Immobilien Omega GmbH

HR Immobilien Rho GmbH

HC Immobilien Chi GmbH

HM Immobilien My GmbH

HORNBACH Real Estate Nederland B.V.

HORNBACH Immobilien HKs.r.o.

HORNBACH Immobilien SK-BW s.r.o.

HORNBACH Imobiliare SRL

HB Immobilien Bad Fischau GmbH

Mit den verbundenen Unternehmen werden im Wesentlichen folgende Transaktionen getätigt:

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2017/18
T€
2016/17
T€
Miete und Nebenkosten für angemietete Bau- und Gartenmärkte und sonstige Immobilien 76.903 76.290
Zinsbelastungen für Konzernfinanzierungen 45 50
Zinserträge für Konzernfinanzierungen 75 150
Geleistete Umlagen für Verwaltungskosten 925 897
Erhaltene Umlagen für Verwaltungskosten 2.552 2.292
Lieferungen und Leistungen an die HORNBACH Holding AG & Co. KGaA und ihre Tochtergesellschaften 176 195
Lieferungen und Leistungen von der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA und ihren Tochtergesellschaften 317 680

Zum 28. Februar 2018 bestehen Forderungen in Höhe von T€ 957 (Vj. T€ 1.454) und Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 472 (Vj. T€ 34) gegen die HORNBACH Holding AG & Co. KGaA und ihre Tochtergesellschaften. Sämtliche Transaktionen werden zu marktüblichen Preisen und Lieferbedingungen getätigt.

Die HORNBACH Holding AG & Co. KGaA hat für Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 9.012 (Vj. T€ 10.022) des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns Bürgschaftserklärungen abgegeben. Hierfür werden im HORNBACH Baumarkt AG Konzern im Geschäftsjahr Avalprovisionen in Höhe von T€ 45 (Vj. T€ 50) als Aufwand erfasst.

Einige in den Konzernabschluss der HORNBACH Baumarkt AG einbezogene Gesellschaften nutzen für Seminare und Tagungen die Kurhaus Trifels Seminarhotel GmbH, Annweiler am Trifels. Die Gesellschaft wird durch die Geschäftsführerin Frau Bettina Hornbach, Ehefrau von Herrn Albrecht Hornbach, vertreten. Im Geschäftsjahr 2017/18 werden Leistungen durch das Seminarhotel in Höhe von T€ 6 (Vj. T€ 13) erbracht. Die Leistungen werden zu den üblichen Preisen abgerechnet. Zum Bilanzstichtag am 28. Februar 2018 waren - wie im Vorjahr -keine Verbindlichkeiten offen.

(37) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Der Konzernabschluss der HORNBACH Baumarkt AG für das Geschäftsjahr 2017/18 wurde am 14. Mai 2018 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

(38) Aufsichtsrat und Vorstand

Mitglieder des Vorstands sind:

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Steffen Hornbach Vorsitzender
Strategische Entwicklung; Operating Märkte, Verkauf und Services Erstbestellung: 1. Februar 1992; Vorsitzender seit 1. November 2001 Bestellt bis: 26. August 2022
Roland Pelka Stellvertretender Vorsitzender
Finanzen, Rechnungswesen, Steuern, Controlling, Risikomanagement, Loss Prevention, Group Communications Erstbestellung: 1. Oktober 1996; Stellv. Vorsitzender seit 16. Dezember 2008 Bestellt bis: 30. September 2021
Susanne Jäger Erstbestellung: 1. Dezember 2006
Einkauf, Import, Marktplanung, Store Development, Qualitätssicherung, Umweltfragen Bestellt bis: 30. November 2021
Wolfger Ketzler Erstbestellung: 1. März 2012
Arbeitsdirektor Personal, Immobilien, Bau, Technischer Einkauf, Revision, Recht, Compliance Bestellt bis: 28. Februar 2022
Karsten Kühn Marketing, Marktforschung, Interne Kommunikation Erstbestellung: 1. Oktober 2014 Bestellt bis: 30. September 2019
Ingo Leiner Logistik Erstbestellung: 1. März 2012 Bestellt bis: 28. Februar 2022
Dr. Andreas Schobert Technologie Erstbestellung: 1. Januar 2015 Bestellt bis: 31. Dezember 2022

Die Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2017/18 betragen T€ 5.535 (Vj. T€ 5.687). Dabei entfallen T€ 2.828 (Vj. T€ 2.805) auf die feste Vergütung und T€ 2.707 (Vj. T€ 2.882) auf erfolgsbezogene Komponenten. Für aktive Mitglieder des Vorstands sind im Geschäftsjahr 2017/18 Leistungen nach Beendigung des Dienstverhältnisses (Dotierung Pensionsrückstellung) in Höhe von T€ 663 (Vj. T€ 663) angefallen.

Die Pensionsrückstellungen der ehemaligen Vorstandsmitglieder betragen im Geschäftsjahr 2017/18 insgesamt T€ 1.246 (Vj. T€ 1.268).

Sämtlichen Pensionsrückstellungen stehen Wertguthaben gegenüber (Anmerkung 11).

Auf eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsbezüge wird aufgrund eines bis einschließlich Geschäftsjahr 2020/21 befristeten Aktionärsbeschlusses verzichtet.

Mitglieder des Aufsichtsrats sind:

Von Seiten der Anteilseigner

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Albrecht Hornbach Vorsitzender
Vorsitzender des Vorstands HORNBACH Management AG Aufsichtsratsmitglied seit: 25. April 2002; Vorsitzender seit: 1. März 2009 Bestellt bis: Ende HV 2018
Dr. Wolfgang Rupf weiterer stellvertretender Vorsitzender
Geschäftsführender Gesellschafter Rupf Industries GmbH, Rupf Engineering GmbH und Rupf ATG Casting GmbH Aufsichtsratsmitglied seit: 27. August 1998 Bestellt bis: Ende HV 2018
Dr. John Feldmann Aufsichtsratsmitglied seit: 4. Juli 2013
Vorsitzender des Aufsichtsrats der KION Group AG Ehem. Mitglied des Vorstands BASF SE Bestellt bis: Ende HV 2018
Erich Harsch Aufsichtsratsmitglied seit: 4. Juli 2013
Vorsitzender der Geschäftsführung dm-drogerie markt GmbH & Co. KG Bestellt bis: Ende HV 2018
Georg Hornbach Leiter Stabsabteilung Controlling und Leiter Ressort Finanzen und Beschaffung Aufsichtsratsmitglied seit: 9. Juli 2015 Bestellt bis: Ende HV 2018
Universtitätsklinikum Köln
Martin Hornbach Aufsichtsratsmitglied seit: 13. Juli 2006
Geschäftsführender Gesellschafter Corivus Gruppe GmbH Bestellt bis: Ende HV 2018
Joerg Walter Söst Aufsichtsratsmitglied seit: 1. März 2012
Geschäftsführender Gesellschafter J.S. Consulting GmbH Bestellt bis: Ende HV 2018
Prof. Dr.-Ing. Jens P. Wulfsberg Aufsichtsratsmitglied seit: 1. September 2005
Ordentlicher Professor für Fertigungstechnik Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg Bestellt bis: Ende HV 2018

Von Seiten der Arbeitnehmer

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Kay Strelow Teilbereichsleiter Stellvertretender Vorsitzender für die Gewerkschaften
Markt Berlin-Marzahn Aufsichtsratsmitglied seit: 10. Juli 2008 Bestellt bis: Ende HV 2018
Monika Di Silvestre (seit 5. April 2017) für die Gewerkschaften
Landesfachbereichsleiterin Handel bei ver.di Rheinland-Pfalz-Saarland Aufsichtsratsmitglied seit: 5. April 2017 Bestellt bis: Ende HV 2018
Mohamed Elaouch für die Angestellten
Teilbereichsleiter Markt Mainz Aufsichtsratsmitglied seit: 4. Juli 2013 Bestellt bis: Ende HV 2018
Martin Fischer für die Angestellten
Profikundenbetreuer Markt Kempten Aufsichtsratsmitglied seit: 4. Juli 2013 Bestellt bis: Ende HV 2018
Christian Garrecht für die Angestellten
Operativer Leiter Arbeitssicherheit und Brandschutz Aufsichtsratsmitglied seit: 4. Juli 2013 Bestellt bis: Ende HV 2018
Kerstin Holfert für die Angestellten
Teilbereichsleiterin Markt Dresden Aufsichtsratsmitglied seit: 4. Juli 2013 Bestellt bis: Ende HV 2018
Hans Kroha (t 5. April 2017) für die Gewerkschaften
Landesfachbereichsleiter Handel bei ver.di Rheinland-Pfalz-Saarland Aufsichtsratsmitglied vom 4. Juli 2013 bis 5. April 2017
Brigitte Mauer für die Angestellten
Teilbereichsleiterin Markt Tübingen Aufsichtsratsmitglied seit: 4. Juli 2013 Bestellt bis: Ende HV 2018
Michael Reiiand für die leitenden Angestellten
Verkaufsleiter HORNBACH Compact Aufsichtsratsmitglied seit: 4. Juli 2013 Bestellt bis: Ende HV 2018

Die Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2017/18 beläuft sich auf insgesamt T€ 515 (Vj. T€ 515). Dabei entfallen T€ 390 (Vj. T€ 390) auf die Grundvergütung und T€ 125 (Vj. T€ 125) auf die Ausschusstätigkeit.

Mandate in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien (Angaben gemäß § 285 Nummer 10 HGB)

Mitglieder des Aufsichtsrats

a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

b) Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien

Albrecht Hornbach

a) HORNBACH Immobilien AG (Vorsitzender)

b) Rheinland-Pfalz Bank (Mitglied des Beirats bis Dezember 2017)

Dr. Wolfgang Rupf

a) HORNBACH Holding AG & Co. KGaA (Vorsitzender)

HORNBACH Management AG (Vorsitzender)

IVA Valuation & Advisory AG (Stellvertretender Vorsitzender)

b) Inception Exploration Ltd. (Member of Board)

Monika Di Silvestre

(seit 5. April 2017) a) WASGAU Produktions & Handels AG

Dr. John Feldmann

a) HORNBACH Holding AG & Co. KGaA HORNBACH Management AG KION Group AG (Vorsitzender)

Erich Harsch

a) HORNBACH Holding AG & Co. KGaA HORNBACH Management AG

b) dm drogerie markt GmbH, Wals/Österreich (seit Februar 2018)

Georg Hornbach

a) HORNBACH Management AG

b) Evangelisches Klinikum Köln Weyertal GmbH (Mitglied des Aufsichtsrats seit Februar 2018)

Martin Hornbach

a) Corivus AG (Vorsitzender)

HORNBACH Holding AG & Co. KGaA (Stellvertretender Vorsitzender)

b) Corivus Swiss AG (Vorsitzender des Verwaltungsrats)

Hans Kroha (t 5. April 2017)

a) WASGAU Produktions & Handels AG

Joerg Walter Söst

a) DUOPLAST AG (Vorsitzender seit Mai 2017)

HORNBACH Holding AG & Co. KGaA

HORNBACH Management AG

b) Atreus GmbH (Mitglied des Beirats)

Bürger GmbH (Vorsitzender des Beirats)

DUOPLAST Holding GmbH (Vorsitzender des Beirats)

ECF GmbH (Vorsitzender des Beirats)

Leuna Tenside Holding GmbH (Vorsitzender des Beirats seit März 2017)

Norafin Industries GmbH (Vorsitzender des Beirats)

VR Equitypartner GmbH (Vorsitzender des Beirats)

Weisshaar GmbH (Mitglied des Beirats bis März 2017)

ZT Management Holding GmbH (Mitglied des Beirats bis Januar 2018)

Prof. Dr.-Ing. Jens P. Wulfsberg

a) HORNBACH Management AG

Mitglieder des Vorstands

a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

b) Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien

Steffen Hornbach

a) HORNBACH Immobilien AG (bis August 2017)

Roland Pelka

a) HORNBACH Immobilien AG (Stellvertretender Vorsitzender) WASGAU Produktions & Handels AG

b) Commerzbank AG (Mitglied des Regionalbeirats Mitte)

Susanne Jäger

a) VR Bank Südliche Weinstraße-Wasgau eG

Wolfger Ketzler

a) HORNBACH Immobilien AG (seit August 2017)

Med 360° AG (Vorsitzender)

 

Bornheim bei Landau/Pfalz, den 14. Mai 2018

HORNBACH Baumarkt AG

Der Vorstand

Steffen Hornbach

Roland Pelka

Susanne Jäger

Wolfger Ketzler

Karsten Kühn

Ingo Leiner

Dr. Andreas Schobert

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER (BILANZEID)

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Bornheim bei Landau/Pfalz, den 14. Mai 2018

HORNBACH Baumarkt Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Steffen Hornbach

Roland Pelka

Susanne Jäger

Wolfger Ketzler

Karsten Kühn

Ingo Leiner

Dr. Andreas Schobert

Bestätigungsvermerk DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die HORNBACH Baumarkt AG, Bornheim bei Landau/Pfalz

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der HORNBACH Baumarkt AG, Bornheim bei Landau/Pfalz, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Bilanz zum 28. Februar 2018, der Gewinn- und Verlustrechnung, der Gesamtergebnisrechnung, der Entwicklung des Konzerneigenkapitals und der Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2017 bis 28. Februar 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. März 2017 bis 28. Februar 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 28. Februar 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. März 2017 bis zum 28. Februar 2018 und

vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst, f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. März 2017 bis zum 28. Februar 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Die Bewertung der Vorräte

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Kapitel "Bilanzierung und Bewertung/Allgemeine Grundlagen" sowie "Bilanzierung und Bewertung/Vorräte" des Konzernanhangs.

DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS

In der Bilanz zum 28. Februar 2018 sind Vorräte in Höhe von EUR 657,8 Mio ausgewiesen; darin sind Wertminderungen in Höhe von EUR 9,6 Mio enthalten.

Die zunächst zu Anschaffungskosten (unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten sowie Anschaffungspreisminderungen) bewerteten Vorräte sind im Wert zu mindern, wenn sie beschädigt, ganz oder teilweise veraltet sind oder wenn ihre voraussichtlichen Nettoveräußerungswerte die Anschaffungskosten nicht mehr decken.

Die Ermittlung der Nettoveräußerungserlöse als Wertobergrenze ist ermessenbehaftet und erfordert teilweise zukunftsorientierte Schätzungen bezüglich der Beträge, die beim Verkauf der Vorräte voraussichtlich erzielt werden können. Es besteht das Risiko, dass die Vorräte aufgrund gegebenenfalls nicht erkanntem Wertminderungsbedarf überbewertet sind.

UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG

Zunächst haben wir auf Basis unseres erlangten Prozessverständnisses die Ausgestaltung, Einrichtung und Funktionsfähigkeit identifizierter interner Kontrollen insbesondere bezüglich der korrekten Ermittlung der Nettoveräußerungserlöse beurteilt.

Sodann haben wir uns kritisch mit der von der Gesellschaft angewendeten Systematik zur Berechnung von altersbedingt wertgeminderter Vorräte auseinandergesetzt. Wir haben die Reichweitenanalyse der Gesellschaft beurteilt und anhand von historischen Erfahrungswerten der Gesellschaft gewürdigt, ob die erfassten Abschläge ausreichend sind. Ferner haben wir uns von der rechnerischen Richtigkeit der Ermittlung überzeugt.

Anschließend haben wir die für die Ermittlung des Nettoveräußerungswerts angesetzten Veräußerungspreise auf Basis risikoorientiert ausgewählter Elemente anhand der am Abschlussstichtag geltenden Verkaufspreise beurteilt. In einem weiteren Schritt haben wir uns von der korrekten Erfassung solcher Wertminderungen überzeugt, welche die Gesellschaft auf Grund gesunkener Verkaufspreise erfasst hat.

UNSERE SCHLUSSFOLGERUNGEN

Die der Ermittlung des Nettoveräußerungswerts zugrunde gelegten Annahmen sowie das ausgeübte Ermessen der gesetzlichen Vertreter sind angemessen.

Die Werthaltigkeit von Standortimmobilien

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Kapitel "Bilanzierung und Bewertung/Allgemeine Grundlagen" sowie "Bilanzierung und Bewertung/Sachanlagen" des Konzernanhangs. Angaben zum durchgeführten Wertminderungstest befinden sich im Kapitel "Wertminderung langfristiger nicht-finanzieller Vermögenswerte".

DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS

Der HORNBACH Baumarkt AG-Konzern beurteilt die Werthaltigkeit der Sachanlagen auf Ebene der einzelnen Märkte, welche jeweils eine zahlungsmittelgenerierende Einheit ("Cash Generating Unit" bzw. "CGU") darstellen. Innerhalb des Sachanlagevermögens beträgt der Buchwert der "Grundstücke, grundstückgleichen Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken" (sog. "Standortimmobilien") EUR 922,3 Mio und hat mit 82,3 % des Sachanlagevermögens bzw. mit 46,2 % der Bilanzsumme eine erhebliche Bedeutung für die Vermögenslage des Konzerns. Im Geschäftsjahr 2017/2018 hat der Konzern insgesamt EUR 0,4 Mio Wertminderungen auf diese Vermögenswerte erfasst.

Sofern Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, berechnet die Gesellschaft im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung für jede CGU deren Nutzungswert. Liegt der Nutzungswert unterhalb des Buchwerts wird für die der CGU zuzurechnenden Immobilie deren beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (Netto-veräußerungswert) bestimmt.

Die Werthaltigkeitsprüfung im Sinne des IAS 36 ist komplex und beruht auf einer Reihe ermessensbehafteter Annahmen. Hierzu zählen insbesondere die prognostizierten Zahlungsmittelzuflüsse, welche zur Bestimmung des Nutzungswertes verwendet werden, die unterstellten langfristigen Wachstumsraten sowie die verwendeten Abzinsungssätze. Ferner hängt die Werthaltigkeit der Standortimmobilien von der jeweiligen Lage und den daraus resultierenden alternativen Verwendungsmöglichkeiten ab. Zur Bestimmung der Nettoveräußerungswerte von Standortimmobilien hat die Gesellschaft einen externen Sachverständigen hinzugezogen. Der Nettoveräußerungswert der Standortimmobilien hängt von der jeweiligen Lage und den daraus resultierenden alternativen Verwendungsmöglichkeiten ab. Es besteht das Risiko, dass die in den Märkten vorhandenen Immobilien überbewertet sind.

UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG

Wir haben uns durch Erläuterungen von Mitarbeitern des Rechnungswesens sowie Würdigung der Konzernbilanzierungsrichtlinie ein Verständnis über den Prozess des Konzerns zur Identifizierung von Anhaltspunkten auf Wertminderung sowie des Nutzungswertes und des Nettoveräußerungswertes verschafft. Die vom Konzern identifizierten Anhaltspunkte auf Wertminderung haben wir analysiert und anhand der im Rahmen unserer Prüfung gewonnenen Informationen beurteilt, ob weitere von der Gesellschaft nicht identifizierte Anhaltspunkte für eine Wertminderung bestehen.

Sodann haben wir neben der rechnerischen Richtigkeit und IFRS-Konformität des Bewertungsmodells der Gesellschaft die Angemessenheit der darin einfließenden wesentlichen Annahmen beurteilt. Dazu haben wir zunächst den Planungsprozess analysiert und uns von der Prognosegüte der Konzernplanung überzeugt, indem wir die Planung des vorangegangenen Geschäftsjahres mit den später tatsächlich realisierten Ergebnissen verglichen haben. Ferner haben wir eine Abstimmung der verwendeten Planung mit der vom Vorstand erstellten und vom Aufsichtsrat genehmigten Fünf-Jahres-Planung vorgenommen. Darüber hinaus haben wir die Konsistenz der Annahmen mit externen Markteinschätzungen beurteilt.

Die dem Abzinsungssatz zugrunde liegenden Annahmen und Parameter, insbesondere den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie und den Betafaktor, haben wir unter Einbeziehung von Bewertungsspezialisten mit öffentlich verfügbaren Daten verglichen.

Des Weiteren haben wir die Kompetenz, Fähigkeiten und Objektivität des vom Konzern beauftragten unabhängigen Sachverständigen zur Bestimmung der Nettoveräußerungswerte beurteilt und dessen Arbeitsergebnisse unter Einbeziehung unserer eigenen Bewertungsspezialisten gewürdigt.

UNSERE SCHLUSSFOLGERUNGEN

Die Vorgehensweise, die der Werthaltigkeitsprüfung für die Standortimmobilien zugrunde liegt, sowie das Bewertungsmodell stehen im Einklang mit den Bewertungsgrundsätzen. Die verwendeten Annahmen und Parameter der Gesellschaft sind angemessen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum zusammenfassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die

Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 6. Juli 2017 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 12. Dezember 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 1997/1998 als Konzernabschlussprüfer der HORNBACH Baumarkt AG tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Neben dem Konzernabschluss haben wir den Jahresabschluss der HORNBACH Baumarkt AG geprüft und die Jahresabschlussprüfung bei einem Tochterunternehmen der HORNBACH Baumarkt AG durchgeführt. Ferner haben wir den Halbjahresfinanzbericht der HORNBACH Baumarkt AG einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Andere Bestätigungsleistungen wurden insbesondere in Zusammenhang mit der Erteilung von Umsatzbescheinigungen erbracht. Des Weiteren haben wir Unterstützungsleistungen in Verbindung mit der Ersteinführung neuer Rechnungslegungsgrundsätze erbracht. Die im Rahmen der Steuerberatung erbrachten Leistungen betreffen im Wesentlichen die Unterstützung bei finanzgerichtlichen Verfahren.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Lars Erik Bertram.

 

Frankfurt am Main, den 14. Mai 2018

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bertram, Wirtschaftsprüfer

Palm, Wirtschaftsprüfer