HORNBACH Baumarkt AGBornheim bei Landau/PfalzHalbjahresfinanzbericht Hornbach Baumarkt AGHORNBACH BAUMARKT AG KONZERN H1 2021/22 (1. MÄRZ - 31. AUGUST 2021)HORNBACH BAUMARKT AG KONZERNHalbjahresfinanzbericht 2021/22 (1. März - 31. August 2021)scrollen
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ÜberblickHalbjahres-Erträge dank starker Q2-Performance nahe Rekordniveau des Vorjahresscrollen
Der HORNBACH Baumarkt AG Konzern setzte auch im zweiten
Quartal 2021/22 (1. Juni bis 31. August 2021) seine
positive Geschäftsentwicklung fort. Die
Kundennachfrage nach Bau- und DIY-Projekten blieb in den
Sommermonaten weiter hoch, obwohl das Wetter sehr
unbeständig war und die Verbraucher wieder deutlich
mehr verreisten. Der Konzernumsatz übertraf im zweiten
Quartal 2021/22 das Rekordniveau des Vorjahresquartals um
3,6 %, nach einem Anstieg von 5,6 % in den ersten drei
Monaten des Geschäftsjahres 2021/22. Dank soliden
Wachstums im Heimatmarkt (plus 1,5%) und eines starken
Umsatzplus im europäischen Ausland (plus 8,2%) ergab
sich für das erste Halbjahr damit ein Umsatzwachstum
in Höhe von 4,6 % auf 3.085,2 Mio. € (Vj. 2.949,0
Mio. €).
Flächen- und währungskursbereinigt
erhöhte sich der Konzernumsatz im zweiten Quartal
2021/22 um 2,5 % bzw. im Halbjahr um 3,4 %. Mit seinen
Einzelhandelsaktivitäten in Deutschland erzielte
HORNBACH in den ersten sechs Monaten 2021/22 ein moderates
flächenbereinigtes Wachstum von 0,7 %- nach einem
Rekordwert von 24,3 % im Vorjahr - und konnte weitere
Marktanteile gewinnen. Im übrigen Europa legten die
Umsätze flächen- und währungskursbereinigt
im Halbjahr weiter um 6,4 % zu (Vj. 14,4 %).
Das Onlinegeschäft (Interconnected Retail; Abk.:
ICR), das auch nach der kompletten Aufhebung der
pandemiebedingten Verkaufsbeschränkungen in
Deutschland (7. Juni 2021) bzw. im übrigen Europa (10.
Mai 2021) eine hohe Nachfrage verzeichnete, wuchs im ersten
Halbjahr 2021/22 um 48,4 % auf 593 Mio. €. Der
ICR-Anteil am Gesamtumsatz belief sich damit nach den
ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres
2021/22 auf 19,2 % (Vj. 13,6 %).
Das um nicht-operative Ergebniseffekte bereinigte
Betriebsergebnis (EBIT) stieg im zweiten Quartal 2021/22 um
2,4 % auf 150,5 Mio. € (Vj. 147,0 Mio. €) und
erreichte im Halbjahr 2021/22 mit 304,3 Mio. € nahezu
den Vorjahresrekord (307,0 Mio. €). Die bereinigte
EBIT-Marge lag im Halbjahr 2021/22 bei 9,9 % (Vj. 10,4 %)
und somit stets deutlich über dem Vor-Corona-Halbjahr
2019/20 (7,0 %). Das Ergebnis je Baumarkt-Aktie wird nach
sechs Monaten mit 6,58 € (Vj. 6,62 €)
ausgewiesen.
Die Prognose des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns für
das Geschäftsjahr 2021/22 wird bestätigt und
präzisiert. Das Umsatzwachstum soll im oberen Drittel
des Prognosebandes von 1 % bis 5 % liegen. Bezüglich
der Ertragsprognose erwartet der Vorstand derzeit, dass das
bereinigte Konzernbetriebsergebnis (EBIT) im oberen Drittel
des Prognosekorridors von 240 Mio. € bis 278 Mio.
€ und damit unverändert leicht unter dem
Rekordniveau des Geschäftsjahres 2020/21 (278,8 Mio.
€) liegen wird.
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDas erste Kalenderquartal 2021 war geprägt von
hohen Infektionszahlen und den damit einhergehenden
Maßnahmen und Einschränkungen im Einzelhandel,
was vor allem den privaten Konsum stark belastete.
Gegenüber dem Vorjahresquartal sank das
Bruttoinlandsprodukt in der Europäischen Union (EU27)
und im Euroraum (ER19) um 1,2 %. Im zweiten Quartal zog das
Wachstumstempo mit zunehmenden Öffnungsschritten an.
In der EU27 wurde gegenüber dem Vorjahr ein Wachstum
von 13,8 % erreicht und im ER19 von 14,3 %.
Die kalenderbereinigte Produktion im Baugewerbe stieg im
ersten Quartal 2021 gegenüber dem Vorjahresquartal in
der EU27 um 2,2 % und im ER19 um 3,0 % sowie im zweiten
Quartal um 14,0 % bzw. 16,5 %.
Der Einzelhandel war in den Regionen des
Hornbach-Geschäftsgebiets wie schon im Vorjahr
unterschiedlich stark von Verkaufsbeschränkungen
betroffen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal stiegen die
Umsätze im Einzelhandel (ohne Handel mit
Kraftfahrzeugen) im ersten Quartal 2021 kalenderbereinigt
um 2,5 % in der EU27 bzw. 2,4 % im ER19. Im zweiten Quartal
verzeichnete der Einzelhandel ein Plus von 11,8 % bzw. 11,7
%. Die Bruttoumsätze des DIY-Einzelhandels sind nach
Angaben der GfK im ersten Kalenderhalbjahr 2021 im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum in Deutschland um 15,2 %
und in den Niederlanden um 24,7 % gesunken. Beide
Länder waren im Vorjahreszeitraum deutlich weniger von
Verkaufsbeschränkungen betroffen als im laufenden
Jahr. In Österreich stiegen die Bruttoumsätze um
8,3 %, in der Schweiz um 17,9 % (in lokaler Währung)
und in Tschechien um 1,9 %.
Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts im Verbreitungsgebiet der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte (Kalenderjahr)scrollen
In Deutschland sank das BIP im ersten Kalenderquartal -
preis und kalenderbereinigt - um 3,1 % gegenüber dem
Vorjahresquartal, im zweiten Quartal 2021 wuchs die
Wirtschaftsleistung um 9,4 %. Bedingt durch die zunehmenden
Lockerungen im Rahmen der Corona-Pandemie wurde im zweiten
Quartal 2021 deutlich mehr konsumiert als zu Beginn des
Jahres. Die privaten Konsumausgaben gingen im ersten
Quartal gegenüber dem Vorjahr um 9,1 % zurück und
stiegen im zweiten Quartal um 6,0 %. Die Bauinvestitionen
waren im ersten Quartal mit 2,1 % rückläufig, im
zweiten Quartal ergab sich ein Anstieg von 2,9 %
gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Nach Angaben von
Destatis stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen im ersten
Kalenderhalbjahr 2021 in Deutschland um 7,7 %
gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Auftragseingang
im Bauhauptgewerbe stieg im ersten Halbjahr um 4,8 %,
während der Umsatz im Vorjahresvergleich um 2,2 %
zurückging. Der Umsatz im Ausbaugewerbe stieg im
ersten Halbjahr 2021 um 3,3 %. Gebremst wurde die
Baukonjunktur teilweise von einer mangelnden
Verfügbarkeit und steigenden Preisen für
Baumaterialien wie Holz, Stahl und Dämmstoffe.
Der deutsche Einzelhandel wuchs im ersten
Kalenderhalbjahr 2021 preisbereinigt um 1,6 % und nominal
um 3,2 % gegenüber dem Vorjahr. Der Internet- und
Versandhandel legte um 26,1 % zu.
Umsatz der Bau- und Heimwerkermärkte in Deutschland (Kalenderjahr)scrollen
Der deutsche Do-it-yourself-Einzelhandel (DIY)
verzeichnete im ersten Kalenderhalbjahr 2021 nach Angaben
des Handelsverbands Heimwerken, Bauen und Garten e.V. (BHB)
einen Rückgang des Gesamtbruttoumsatzes im
Vorjahresvergleich um nominal 15,2 % auf 10,03 Mrd. €.
Grund dafür waren vor allem die bis zum 6. Juni
andauernde Lockdownphase sowie die ungünstigen
Witterungsbedingungen. Die Branche lag damit nahe dem
Niveau des Vor-Corona-Halbjahres 2019, in dem die
Rahmenbedingungen für den DIY-Einzelhandel deutlich
besser waren als im ersten Kalenderhalbjahr 2021.
Flächenbereinigt, das heißt ohne
Berücksichtigung von Neueröffnungen,
Schließungen oder wesentlichen Umbaumaßnahmen,
sanken die Umsätze der Branche im Zeitraum Januar bis
Juni 2021 um 15,9 %.
Ertrags-, Finanz- und VermögenslageAuswirkungen der Corona-Pandemie auf das DIY-EinzelhandelsgeschäftIm ersten Quartal (1. März bis 31. Mai 2021) waren
durchschnittlich nur rund die Hälfte der HORNBACH Bau-
und Gartenmärkte für private Kunden
vollständig geöffnet, wodurch die Nachfrage sich
auf die Onlineshops bzw. Click & Collect verlagerte. Am
7. Juni 2021 konnten in Deutschland alle
HORNBACH-Märkte wieder uneingeschränkt
öffnen. Im übrigen europäischen Ausland sind
seit dem 10. Mai 2021 alle Märkte im Normalbetrieb.
Das zweite Quartal (1. Juni bis 31. August 2021) war daher
von Verkaufsbeschränkungen nur marginal beeinflusst.
Entwicklung des HORNBACH-FilialnetzesIm zweiten Quartal 2021/22 wurden zwei neue Bau- und
Gartenmärkte in Trollhättan (Schweden) und Cluj
(Rumänien) eröffnet. Zum 31. August 2021 betreibt
der HORNBACH Baumarkt AG Konzern damit 165
Einzelhandelsfilialen mit insgesamt 1,94 Mio. qm
Verkaufsfläche, davon 98 in Deutschland und 67 im
übrigen Europa.
Saison- und kalenderbedingte EinflüsseWitterungseinflüsseIn großen Teilen des
HORNBACH-Geschäftsgebiets boten die Frühlings-
und Sommermonate mit niedrigen Temperaturen, wenig
Sonnenschein und viel Niederschlag insgesamt
ungünstigere Witterungsbedingungen für die
Umsetzung von Projekten im Haus und Garten als im Vorjahr:
Im Juli führten regional schwere Unwetter zu
katastrophalen Fluten in Teilen Deutschlands, den
Niederlanden, Österreich und Luxemburg.
HORNBACH-Standorte waren nicht unmittelbar betroffen, das
Unternehmen half jedoch in den Überflutungs-Gebieten
den Betroffenen mit Preisnachlässen sowie Geld- und
Materialspenden.
VerkaufstageIm ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/22 (1.
März bis 31. August 2021) standen durchschnittlich 1,5
Verkaufstage mehr zur Verfügung als im
Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der rechnerische
Kalendereffekt im Konzern betrug im Q1 plus 0,6
Verkaufstage und im Q2 plus 1,0 Verkaufstage. Da viele
unserer Märkte aufgrund der Coronakrise stark
beschränkt, aber nicht ganz geschlossen waren,
erfolgte keine Corona-bedingte Verkaufstagebereinigung.
Umsatzentwicklung2. Quartal 2021/22Der Konzernumsatz der HORNBACH Baumarkt AG stieg im
Zeitraum 1. Juni bis 31. August 2021 um 3,6 % auf 1.509,4
Mio. € (Vj. 1.456,8 Mio. €). In der Region
Deutschland, die noch bis zum 6. Juni 2021 durch
stationäre Verkaufsbeschränkungen
beeinträchtigt war, erhöhten sich die
Nettoumsätze um 2,2 % auf 764,8 Mio. € (Vj. 748,6
Mio. €). In der Region übriges Europa stiegen die
Nettoumsätze im Vergleich zum Vorjahresquartal um 5,1
% auf 744,6 Mio. € (Vj. 708,2 Mio. €).
Flächen- und währungskursbereinigt H
Kurz-Glossar S. 12] stieg der Konzernumsatz im zweiten
Quartal 2021/22 um 2,5 % (Vj. 21,4 %), was in etwa dem
langfristigen Durchschnitt der Jahre 2000/01 bis 2019/20
entspricht (2,7%). Einschließlich der
Währungskurseffekte der Nicht-Euro-Länder
Rumänien, Schweden, Schweiz und Tschechien
verbesserten wir die flächenbereinigten Umsätze
im Q2 2021/22 konzernweit um weitere 2,7 %. In Deutschland
erhöhten sich die flächenbereinigten Umsätze
im zweiten Quartal 2021/22 um 1,7 % (Vj. 24,1 %), im
übrigen Europa um 3,4 % (Vj. 18,6 %),
einschließlich der Währungskurseffekte um 3,7 %
(Vj. 18,8 %).
Flächenbereinigte Umsatzentwicklung1)(in Prozent)scrollen
1. Halbjahr 2021/22Der Konzern-Nettoumsatz erhöhte sich im
Berichtszeitraum 1. März bis 31. August 2021 um 4,6 %
auf 3.085,2 Mio. € (Vj. 2.949,0 Mio. €). In
Deutschland stieg der Nettoumsatz kumuliert um 1,5 % auf
1.579,7 Mio. € (Vj. 1.557,0 Mio. €). Im
übrigen Europa erzielten wir im ersten Halbjahr ein
Umsatzplus von 8,2 % auf 1.505,5 Mio. € (Vj. 1.391,9
Mio. €). Der Auslandsanteil erhöhte sich dadurch
von 47,2 % auf 48,8 %. Flächen- und
währungskursbereinigt verbesserte sich der
Konzernumsatz im Halbjahr um 3,4 % (Vj. 19,4 %),
einschließlich der Währungskurseffekte um 3,6 %.
Das Onlinegeschäft (inklusive Click & Collect)
verzeichnete im ersten Halbjahr 2021/22 ein Umsatzplus von
48,4 % auf 593 Mio. € und erreichte mit einem
rollierenden Zwölf-Monatsumsatz von 1,05 Mrd. €
einen Anteil von 20,0 % (Vj. 11,8 %) am Konzernumsatz.
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Die erfreuliche Geschäftsentwicklung im
Berichtszeitraum spiegelt auch die Popularität bei
unseren Bau- und Heimwerkerkunden wider. Beim Kundenmonitor
Deutschland, der renommiertesten Verbraucherstudie für
den deutschen Einzelhandel, hat HORNBACH im Jahr 2021 bei
der Globalzufriedenheit wie schon in den Vorjahren den
ersten Platz erreicht. Bestnoten gaben uns die Kunden
außerdem in wichtigen Einzelkriterien wie zum
Beispiel "Preis-Leistungsverhältnis", "Auswahl und
Angebotsvielfalt", "Qualität der Waren und Produkte",
"Qualität der Eigenmarken", "Angebotene Services"
sowie bei allen Kriterien rund um die Webseite und den
Onlineshop. Im Wettbewerbsvergleich sehen die deutschen
Baumarktkunden HORNBACH unter anderem bei den Kriterien
"Produktangebot", "Preise", "Fachliche Beratung" und
"Service" als führend.
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ErtragslageDie nachfolgenden Kommentierungen beziehen sich auf die
Ertragsentwicklung im Konzern der HORNBACH Baumarkt AG.
Für die Darstellung der Segmente "Handel" und
"Immobilien" verweisen wir auf die Segmentberichterstattung
im Anhang (Seite 23).
2. Quartal 2021/22Die Ergebniskennzahlen (Erträge) lagen im
Sommerquartal 2021/22 leicht über dem Rekordwert des
Vorjahres. Wesentlicher Grund dafür waren die auf
hohem Niveau nochmals gesteigerten, flächenbereinigten
Umsätze in Verbindung mit einer stabilen Handelsspanne
und einer gegenüber dem Vorquartal verbesserten
Filialkostenquote. Dies sind die wesentlichen Daten zur
Ertragslage im zweiten Quartal 2021/22:
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1. Halbjahr 2021/22Die starke Umsatzentwicklung sowie die
Ertragssteigerungen im zweiten Quartal haben dazu
geführt, dass die Ertragskennzahlen des HORNBACH
Baumarkt AG Konzerns im ersten Halbjahr (1. März bis
31. August 2021) nahezu die Bestmarken des
Vorjahreszeitraums erreichten. Dies sind die wesentlichen
Eckdaten zur Ertragslage im ersten Halbjahr 2021/22:
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Finanz- und VermögenslageFinanzlageDer operative Cashflow verringerte sich im ersten
Halbjahr 2021/22 von 508,6 Mio. € auf 384,0 Mio.
€. Verantwortlich dafür war in erster Linie der
deutlich geringere Mittelzufluss aus der Veränderung
des Working Capital, der von 182,1 Mio. € auf 50,4
Mio. € zurückging. In den ersten sechs Monaten
des Vorjahres 2020/21 waren die Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva um 134,7
Mio. € gestiegen. Dies war im Wesentlichen auf den
coronabedingten Boom der Bestellungen bei den Lieferanten
zurückzuführen; ferner stiegen die
Verbindlichkeiten für höhere
Prämienausschüttungen an die Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter. Im Vergleich dazu wurden im ersten Halbjahr
2021/22 Lieferantenverbindlichkeiten zur Vermeidung von
Negativzinsen früher beglichen als in der
Vergangenheit. Zudem reduzierten sich die Verbindlichkeiten
wegen des im Vorjahresvergleich niedrigeren
Prämienniveaus. Im Berichtszeitraum ergab die
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sowie anderer Passiva einen Mittelabfluss in
Höhe von 3,2 Mio. €. Im Berichtszeitraum sind
Abschreibungen auf Nutzungsrechte aus
Leasingverhältnissen in Höhe von 78,5 Mio. €
(Vj. 75,8 Mio. €) enthalten.
Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit
erhöhte sich von minus 56,3 Mio. € auf minus
149,7 Mio. €. Im ersten Halbjahr 2021/22 stiegen die
Investitionen in Grundstücke und Gebäude,
Betriebs- und Geschäftsausstattung neuer und
bestehender Märkte sowie in immaterielle
Vermögenswerte (hauptsächlich Software) im
Wesentlichen expansionsbedingt von 57,4 Mio. € auf
91,4 Mio. €; davon entfielen rund 62 % auf
Grundstücke und Gebäude. Zusätzlich wurde im
Berichtszeitraum zur Vermeidung von Negativzinsen
Liquidität in Höhe von 60 Mio. € in
kurzfristige Wertpapiere und Geldanlagen investiert (Vj.:
keine).
Im Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in
Höhe von minus 102,5 Mio. € (Vj. minus 92,0 Mio.
€) beinhaltet Auszahlungen für die Tilgung von
kurz- und langfristigen Leasingschulden in Höhe von
77,6 Mio. € (Vj. 70,4 Mio. €),
Dividendenzahlungen in Höhe von 28,6 Mio. € (Vj.
21,6 Mio. €), Einzahlungen aus der Aufnahme von
Finanzkrediten in Höhe von 50,0 Mio. € (Vj.
keine) sowie Auszahlungen für die Tilgung von
Finanzkrediten in Höhe von 46,3 Mio. € (Vj.
keine). Auskunft über die Finanzierungs- und
Investitionstätigkeit des HORNBACH Baumarkt AG
Konzerns gibt die Kapitalflussrechnung auf Seite 17.
VermögenslageDie Bilanzsumme des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns
beläuft sich zum 31. August 2021 auf 3.998,6 Mio.
€ (28. Februar 2021: 3.765,2 Mio. €).
Wesentlicher Grund für den Anstieg sind die um 133
Mio. € höheren flüssigen Mittel, die zur
Zinsoptimierung vorgenommenen kurzfristigen Finanzanlagen
in Höhe von 60 Mio. € (Vj. 0 Mio. €) sowie
die Zunahme der Sachanlagen um 55 Mio. € und leicht
höhere Nutzungsrechte an Leasingobjekten (plus 33 Mio.
€) bei niedrigeren Vorräten (minus 35 Mio.
€). Das bilanzielle Eigenkapital steigt im
Stichtagsvergleich um 15,1 % auf 1.443,9 Mio. €. Die
Eigenkapitalquote [^ Kurz-Glossar S.13] erhöht sich
deutlich auf 36,1 % (28. Februar 2021: 33,3 %). Die
Nettofinanzschulden [^ Kurz-Glossar S.13] verringern sich
unter Berücksichtigung der kurzfristigen finanziellen
Vermögenswerte von 1.525,2 Mio. € auf 1.378,2
Mio. €. Exklusive kurz- und langfristiger
Leasingschulden gemäß IFRS 16 weist der Konzern
zum 31. August 2021 Nettofinanzschulden von 75,7 Mio.
€ aus (28. Februar 2021: 256,5 Mio. €).
Sonstige ErläuterungenMitarbeiterZum Stichtag 31. August 2021 stehen europaweit 23.114
(28. Februar 2021: 22.136) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
in einem festen Arbeitsverhältnis der HORNBACH
Baumarkt AG bzw. eines ihrer Tochterunternehmen.
ZahlenangabenDie Werte werden in Millionen Euro gerundet. Bei den
verschiedenen Darstellungen können gegebenenfalls
Rundungsdifferenzen auftreten. Prozentangaben sind auf
Basis Tausend Euro gerechnet.
Risiko- und ChancenberichtÜber Risiken und Chancen für die künftige
Geschäftstätigkeit des HORNBACH Baumarkt AG
Konzerns haben wir im Risikobericht sowie im Chancenbericht
des Geschäftsberichts 2020/21 (ab Seite 68)
ausführlich berichtet. Zum Zeitpunkt der
Veröffentlichung dieses Halbjahresfinanzberichts hat
sich an den grundsätzlichen Einschätzungen zu den
mittel- und langfristigen Entwicklungspotenzialen nichts
Wesentliches geändert.
In Bezug auf die Risiken und Chancen der
Coronavirus-Pandemie fällt die aktuelle
Einschätzung nach den ersten sechs Monaten des
Geschäftsjahres 2021/22 gegenüber den
Ausführungen im Geschäftsbericht 2020/21 (Seite
73) aufgrund des Impffortschritts tendenziell positiver
aus. Bis zum Abschluss dieses Halbjahresfinanzberichts
zeichnete sich ab, dass ein wiederholter
flächendeckender Lockdown weiter Teile des
öffentlichen Lebens und der Wirtschaft im
HORNBACH-Verbreitungsgebiet nicht zu erwarten ist.
Erhebliche Verkaufsbeschränkungen - zumindest für
Geimpfte oder Genesene (2 G)- oder gar
Marktschließungen, die unser
DIY-Einzelhandelsgeschäft noch im Frühjahr 2021
in einigen Ländern bzw. Bundesländern
spürbar beeinträchtigt hatten, werden als wenig
wahrscheinlich eingestuft.
Damit fokussiert sich die Risikoeinschätzung im
Zusammenhang mit der Coronakrise im Wesentlichen auf
konjunkturelle Risiken, die allerdings noch ein hohes
Maß an Prognoseunsicherheit mit sich bringen. Dies
gilt insbesondere auch für die weiter bestehenden
großen Unsicherheiten bezüglich
Rohstoffpreissteigerungen und Lieferengpässen auf den
weltweiten Beschaffungsmärkten. Unverändert
rechnen wir damit, dass sich die seit Ausbruch der Pandemie
gestiegene Kundennachfrage nach Bau- und DIY-Sortimenten in
unserem europäischen Geschäftsgebiet auch in den
kommenden Quartalen auf einem signifikant höheren
Niveau bewegen wird als vor der Pandemie.
PrognoseberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenIm Geschäftsbericht des HORNBACH Baumarkt AG
Konzerns 2020/21 haben wir auf den Seiten 83 und 84 die
Prognose der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen
Rahmenbedingungen dargelegt. Im Zuge der Verbesserung der
Gesundheitslage, die im zweiten Quartal zu einer rascheren
Lockerung der Pandemiekontrollbeschränkungen
geführt hat, stellt sich die gesamtwirtschaftliche
Lage etwas besser dar als zunächst angenommen. Nach
der Anfang Juli 2021 vorgestellten Sommerprognose hat die
Europäische Kommission ihre Wachstumserwartung
für die EU und den Euroraum im laufenden Jahr auf 4,8
% angehoben. Auch die Inflationsprognose für die EU im
Jahr 2021 wurde um 0,3 Prozentpunkte auf 2,2 % nach oben
korrigiert. Gleichzeitig hat die Europäische
Zentralbank (EZB) am 9. September darauf hingewiesen, dass
sie den Umfang des Nettoerwerbs von Vermögenswerten im
Rahmen des Pandemie-Notfallankaufprogramms (Pandemic
Emergency Purchase Programme - PEPP) gegenüber den
beiden Vorquartalen fortsetzen, wenn auch moderat
reduzieren wird. Steigende Energie- und Rohstoffpreise,
Produktionsengpässe aufgrund von
Kapazitätsproblemen und die Knappheit bei einigen
Baukomponenten und Rohstoffen dürften bei der
gleichzeitig starken Nachfrage im laufenden Jahr für
weiterhin steigende Verbraucherpreise sorgen.
Für Deutschland sehen die Ökonomen mit 3,6 %
ebenfalls ein etwas stärkeres Wachstum als
zunächst angenommen. Die Inflationsrate wird für
Deutschland von der EU-Kommission derzeit mit 2,8 %
für das Gesamtjahr 2021 geschätzt.
Nach einer Verbesserung im zweiten Kalenderquartal hat
sich die Stimmung bei Unternehmen und Verbrauchern im
Verlauf des dritten Kalenderquartals eingetrübt. Das
HDE-Konsumbarometer zeigte im August und September 2021
einen Rückgang, der insbesondere auf einer sinkenden
Anschaffungsneigung, pessimistischeren
Konjunkturerwartungen sowie anziehenden Preisen basiert.
Zusätzlich sehen wir derzeit in all unseren
Geschäftsgebieten einen tendenziellen Anstieg der
Corona-Inzidenzen und einen Trend zu staatlichen
2G-Regelungen (genesen oder geimpft), so dass eine gewisse
Unsicherheit hinsichtlich Öffnungsmodalitäten des
Handels und Konsumentenverhalten auch für dieses
Winterhalbjahr herrscht.
Der DIY-Branchenverband BHB rechnet in der zweiten
Jahreshälfte mit einer Stabilisierung der
Umsatzentwicklung auf hohem Niveau und geht davon aus, dass
sich der in der Pandemie neu belebte Trend zum Gestalten
des eigenen Zuhauses fortsetzt. Auch die verstärkte
Homeoffice Nutzung dürfte der Branche zugutekommen.
Prognose der Geschäftsentwicklung 2021/22Im Geschäftsbericht des HORNBACH Baumarkt AG
Konzerns 2020/21 haben wir auf Seite 85 die Prognose der
Geschäftsentwicklung 2021/22 erläutert. An den
grundsätzlichen Einschätzungen zur weiteren
Geschäftsentwicklung im zweiten Halbjahr hat sich zum
Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Zwischenberichts
nichts Wesentliches geändert. Aufgrund des
erfreulichen Geschäftsverlaufs im zweiten Quartal
2021/22 schätzen wir jedoch die Umsatz- und
Ertragsentwicklung im Gesamtjahr 2021/22 etwas positiver
ein als zuvor.
ExpansionIm zweiten Geschäftsjahres-Halbjahr sind
Neueröffnungen von zwei Bau- und Gartenmärkten in
Apeldoorn (Niederlande) und Sirnach (Schweiz) geplant. In
Paderborn (Deutschland) wird ein Altstandort durch eine
Neueröffnung ersetzt. Die Anzahl der
HORNBACH-Standorte soll somit bis Ende des
Geschäftsjahres am 28. Februar 2022 auf 167 steigen
(28. Februar 2021: 163), von denen sich 69 Standorte im
übrigen Europa befinden.
Umsatz- und ErtragsprognoseDie am 25. Juni 2021 in der Mitteilung zum ersten
Quartal 2021/22 veröffentlichte Jahresprognose wird
zum Halbjahr 2021/22 bestätigt und präzisiert.
Hinsichtlich der Umsatzprognose halten wir es für
wahrscheinlich, dass das Umsatzwachstum des HORNBACH
Baumarkt AG Konzerns im oberen Drittel des Prognosebandes
von 1 % bis 5 % liegen wird (Geschäftsjahr 2020/21:
5.117 Mio. €).
Bezüglich der Ertragsprognose gehen wir derzeit
davon aus, dass das bereinigte Konzernbetriebsergebnis
(EBIT) im oberen Drittel des Prognosekorridors von 240 Mio.
€ bis 278 Mio. € und damit unverändert
leicht unter dem Rekordniveau des Geschäftsjahres
2020/21 (278,8 Mio. €) liegen wird. Angestrebt wird
somit eine bereinigte EBIT-Marge 2021/22 im oberen Bereich
der Bandbreite von 4,6 % bis 5,2 %, die damit den Wert des
Vor-Corona-Geschäftsjahres 2019/20 (4,1 %) und den
Mittelwert der letzten 20 Jahre (3,6 %) signifikant
übertreffen soll.
Kurz-Glossar zu LeistungskennzahlenIm vorliegenden Halbjahresfinanzbericht verwenden wir
zur Erläuterung der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage auch die folgenden alternativen
Leistungskennzahlen, die nicht nach IFRS definiert sind.
Sie sollten auch in der Gesamtschau der im
Geschäftsbericht veröffentlichten Informationen
zum Steuerungssystem des Konzerns gelesen werden.
scrollen
KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSSGewinn- und Verlustrechnungscrollen
Gesamtergebnisrechnungscrollen
BilanzAktivascrollen
Passivascrollen
Entwicklung des Konzerneigenkapitalsscrollen
scrollen
Kapitalflussrechnungscrollen
In den Finanzmittelbestand einbezogen werden
Geldbestände und Bankguthaben sowie andere
kurzfristige Geldanlagen.
Der Mittelzufluss aus der laufenden
Geschäftstätigkeit wurde durch
Ertragsteuerzahlungen um 26,8 Mio. € (Vj. 16,6 Mio.
€) und durch Zinszahlungen um 22,6 Mio. € (Vj.
21,2 Mio. €) gemindert sowie durch erhaltene Zinsen um
0,1 Mio. € (Vj. 0,2 Mio. €) erhöht. Aus den
Zinszahlungen entfallen 21,7 Mio. € (Vj. 20,4 Mio.
€) auf gezahlte Zinsen aus Leasingverhältnissen.
Der Posten sonstige nicht zahlungswirksame
Aufwendungen/Erträge enthält im Wesentlichen
Zinsabgrenzungen, die Fortschreibung der nach der
Effektivzinsmethode abgegrenzten Finanzierungskosten,
latente Steuern sowie nicht realisierte
Währungsdifferenzen.
KONZERNANHANGErläuterungen zum Konzern-Zwischenbericht zum 31. August 2021(1) RechnungslegungsgrundsätzeDer Konzern-Zwischenbericht der HORNBACH Baumarkt AG und
ihrer Tochtergesellschaften für das 1. Halbjahr zum
31. August 2021 wird in Übereinstimmung mit §
315e Abs.1 HGB nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der
Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind. Der
verkürzte Zwischenbericht ist in Übereinstimmung
mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt.
Die Ermittlung des Ertragsteueraufwands für das
erste Halbjahr erfolgt gemäß IAS 34
"Zwischenberichterstattung" auf Basis des für das
gesamte Geschäftsjahr erwarteten durchschnittlichen
jährlichen Steuersatzes.
Der Zwischenbericht ist im Zusammenhang mit dem
Konzernabschluss der HORNBACH Baumarkt AG für das
Geschäftsjahr 2020/21 zu lesen. Wegen weiterer
Informationen zu den im Einzelnen angewandten
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wird auf diesen
Abschluss verwiesen. Die dort enthaltenen Anmerkungen
gelten, soweit nicht explizit auf Änderungen
eingegangen wird, auch für diesen Zwischenbericht.
Ferner steht dieser Zwischenbericht im Einklang mit dem
Deutschen Rechnungslegungs Standard Nr. 16 (DRS 16) -
Halbjahresfinanzberichterstattung - des Deutschen
Rechnungslegungs Standards Comittee e.V. (DRSC).
Die Werte werden in Millionen Euro gerundet. Bei den
verschiedenen Darstellungen können gegebenenfalls
Rundungsdifferenzen auftreten. Prozentangaben sind auf
Basis Tausend Euro gerechnet.
Änderungen der Bilanzierungs- und BewertungsmethodenNeue Standards, Änderungen von Standards und
Interpretationen, die im Geschäftsjahr 2021/22
erstmalig anzuwenden sind, wurden im Konzernabschluss
2020/21 beschrieben. Es ergeben bzw. ergaben sich aus
Neuerungen keine wesentlichen Auswirkungen auf den
Konzern-Zwischenbericht.
IFRS 16 (2021) "Auf die Coronavirus-Pandemie bezogene Mietzugeständnisse nach dem 30. Juni 2021"Im ersten Quartal 2021 veröffentlichte das
International Accounting Standards Board (IASB) eine
Änderung zu IFRS 16. Das EU-Endorsement ist zum 30.
August 2021 erfolgt. Durch diese Regelung gelten die
Vereinfachungsregeln aus der Änderung zu IFRS 16
(2020) "Auf die Coronavirus-Pandemie bezogene
Mietzugeständnisse" über den 30. Juni 2021
hinaus.
Die Anwendung dieser Änderung hat keine
Auswirkungen auf den Konzern-Zwischenbericht, da der
Konzern im ersten Halbjahr 2021/22 keine
Mietzugeständnisse erhalten hat.
(2) Auswirkungen von COVID-19Die Geschäftstätigkeit des Konzerns war im
Berichtszeitraum in begrenztem Maße von der
weltweiten Ausbreitung der COVID-19-Pandemie betroffen.
Zwar war ein großer Teil der Vertriebsstandorte bis
zum 6. Juni 2021 von temporären
Verkaufsbeschränkungen betroffen, jedoch konnte ein
wesentlicher Teil des Geschäftsvolumens über
Click & Collect bzw. den Onlinehandel abgewickelt
werden. Für weitere Ausführungen hierzu wird auf
den Konzern-Zwischenlagebericht verwiesen.
Die im Rahmen der Aufstellung des verkürzten
Konzern-Zwischenberichts getroffenen
Ermessensausübungen und Schätzungen des
Managements wirken sich auf die Bewertung der bilanzierten
Vermögenswerte und Schulden sowie auf die für den
Berichtszeitraum ausgewiesenen Erträge und
Aufwendungen aus. Bei den Ermessensausübungen und
Schätzungen des Managements wurden alle
verfügbaren Informationen zu den erwarteten
wirtschaftlichen Entwicklungen sowie länderspezifische
staatliche Gegenmaßnahmen einbezogen. Aufgrund der
derzeit unvorhersehbaren globalen Folgen der
COVID-19-Pandemie unterliegen diese
Ermessensaus-Übungen und Schätzungen des
Managements jedoch einer erhöhten Unsicherheit. Die
tatsächlichen Beträge können von den
Beurteilungen und Schätzungen des Managements
abweichen. Änderungen dieser Beträge können
wesentliche Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss
haben.
Wertminderungsprüfung nicht-finanzieller Vermögenswerte (inkl. Nutzungsrechte)Im Berichtszeitraum wurde überprüft, inwieweit
aufgrund der Folgewirkungen der COVID-19-Pandemie
weiterführende Indikatoren für mögliche
Wertminderungen nicht-finanzieller Vermögenswerte
Vorlagen. In diese Analyse einbezogen wurden:
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Im Ergebnis wurde festgestellt, dass aktuell keine
weiteren Wertminderungsindikatoren vorliegen. Insofern hat
die im Konzernabschluss zum 28. Februar 2021
berücksichtigte Unternehmensplanung weiterhin Bestand.
Jedoch unterliegen die hierin getroffenen Annahmen und
Schätzungen erhöhten Unsicherheiten.
Künftige Veränderungen der erwarteten
Zahlungsmittelströme und Diskontierungszinssätze
können in Zukunft zu Wertminderungen bzw.
Wertaufholungen führen.
Sonstige COVID-19 bedingte AufwendungenDie zum Schutz unserer Kunden und Mitarbeiter sowie der
Aufrechterhaltung des stationären Verkaufs
erforderlichen Maßnahmen umfassen u.a. das Engagement
von Sicherheitsfirmen und zusätzlichen Leiharbeitern
sowie umfassende Desinfektions- und Hygienemaßnahmen.
Die sich hieraus ergebenden Aufwendungen betragen zum
Stichtag 4,3 Mio. € (Vj. 12,0 Mio. €). Diese
Aufwendungen wurden den jeweiligen Funktionskosten
zugeordnet.
(3) Saisonale EinflüsseIm Allgemeinen verzeichnet der HORNBACH Baumarkt AG
Konzern witterungsbedingt im Herbst und Winter eine
schwächere Geschäftsentwicklung als in den
Frühjahres- und Sommermonaten. Die saisonbedingten
Schwankungen spiegeln sich in den Zahlen des ersten
Halbjahres wider. Die Geschäftsentwicklung in den
ersten sechs Monaten zum 31. August 2021 ist nicht
zwangsläufig ein Indikator für das Gesamtjahr.
(4) Sonstiges ErgebnisDas sonstige Ergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
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Die sonstigen Erträge des ersten Halbjahres 2021/22
resultieren im Wesentlichen aus operativen Erträgen
und betreffen überwiegend Nebenerlöse der Bau-
und Gartenmärkte, Erträge aus Entsorgung und aus
Umlagen an den HORNBACH Holding AG & Co. KGaA Konzern
sowie Erträge aus Schadenersatzleistungen.
Die sonstigen Aufwendungen resultieren im Wesentlichen
aus Verlusten aus Schadensfällen und aus operativen
Aufwendungen im Zusammenhang mit Wertberichtigungen auf
Forderungen sowie aus Abgangsverlusten.
(5) Ergebnis je AktieDas unverwässerte Ergebnis je Aktie wird
gemäß IAS 33 (Earnings per Share) als Quotient
aus dem den Aktionären der HORNBACH Baumarkt AG
zustehenden Ergebnis des Berichtszeitraums und der
gewichteten durchschnittlichen Anzahl der in Umlauf
befindlichen Aktien ermittelt. Verwässernde Effekte
auf das Ergebnis je Aktie ergaben sich - wie im Vorjahr -
nicht.
Unverwässertes Ergebnis je Aktiescrollen
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(6) Sonstige AngabenIm ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/22
betrugen die Personalaufwendungen des HORNBACH Baumarkt AG
Konzerns 449,9 Mio. € (Vj. 440,4 Mio. €).
In den ersten sechs Monaten wurden im HORNBACH Baumarkt
AG Konzern planmäßige Abschreibungen auf
immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in
Höhe von insgesamt 37,9 Mio. € (Vj. 36,9 Mio.
€) vorgenommen. Auf planmäßige
Abschreibungen für Nutzungsrechte aus
Leasingverhältnissen entfallen 78,5 Mio. € (Vj.
75,8 Mio. €).
Im ersten Halbjahr 2021/22 wie auch im Vorjahreszeitraum
sind keine funktionsbereichsbezogenen nicht-operativen
Ergebniseffekte entstanden.
(7) EigenkapitalDer Vorstand der HORNBACH Baumarkt AG hat am 26. Juli
2021 beschlossen, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 2
AktG bis zu 55.000 Stück eigene Aktien zu erwerben.
Die Aktien sollen für die Ende des Jahres 2021
geplante jährliche Ausgabe von Belegschaftsaktien
erworben werden. Der Aktienrückkauf hat am 9. August
2021 begonnen und ist bis zum 28. Februar 2022 befristet.
Die HORNBACH Baumarkt AG hat bis zum 31. August 2021 35.000
Stück eigene Aktien erworben, deren Anschaffungskosten
(1,2 Mio. €) in der Entwicklung des
Konzerneigenkapitals als "Transaktionen in eigenen
Anteilen" ausgewiesen sind.
Der Rückkauf von Aktien nach diesem
Vorstandsbeschluss erfolgt nach Maßgabe der
Safe-Harbour-Regelungen gemäß Artikel 5 der
Verordnung (EU) Nr. 596/2014 des Europäischen
Parlaments und des Rates vom 14. April 2014 und
gemäß delegierten Verordnung (EU) 2016/1052 der
Kommission vom 8. März 2016.
(8) DividendeWie vom Vorstand und Aufsichtsrat der HORNBACH Baumarkt
AG vorgeschlagen, wurde mit Zustimmung durch die
Hauptversammlung am 7. Juli 2021 eine Dividende von 0,90
€ je Aktie für das Geschäftsjahr 2020/21 an
die Aktionäre ausgeschüttet.
(9) Eventualverbindlichkeiten, Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenEs bestehen im Wesentlichen finanzielle Verpflichtungen
aus Investitionsvorhaben sowie Miet-, Pacht-, Erbbaurechts-
und Leasingverhältnissen, bei denen die
Leasinggegenstände bis zum Stichtag noch nicht zur
Nutzung übergeben wurden oder nicht in den
Anwendungsbereich des IFRS 16 fallen. Zum Ende des
Berichtszeitraums betragen diese 163,8 Mio. € (28.
Februar 2021: 148,1 Mio. €).
Zum Abschlussstichtag bestehen Eventualverbindlichkeiten
in Höhe von 78,3 Mio. € (28. Februar 2021: 112,4
Mio. €), die im Wesentlichen im Zusammenhang mit
aufschiebend bedingten Mietverhältnissen stehen. Der
Zeitpunkt der möglichen Zahlungsmittelabflüsse
für die Eventualverbindlichkeiten ist unsicher, da sie
von unterschiedlichen externen Faktoren abhängen, die
außerhalb des Einflussbereichs von HORNBACH liegen.
(10) Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und PersonenNeben den in den Konzernabschluss einbezogenen
Tochterunternehmen steht die HORNBACH Baumarkt AG
unmittelbar oder mittelbar in Ausübung der normalen
Geschäftstätigkeit mit verbundenen Unternehmen in
Beziehung. Hierzu gehören neben der Muttergesellschaft
HORNBACH Holding AG & Co. KGaA und ihrer
Komplementärin (HORNBACH Management AG) ebenso deren
direkte und indirekte Tochtergesellschaften. Über die
im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit
vorgenommenen und zum Jahresabschluss berichteten
Transaktionen hinaus sind im Berichtszeitraum keine
wesentlichen Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen
und Personen erfolgt.
(11) Angaben zum beizulegenden ZeitwertDie angewandten Methoden und Prinzipien zur Ermittlung
des beizulegenden Zeitwerts sind gegenüber dem
Konzernabschluss zum 28. Februar 2021 grundsätzlich
unverändert. Die nachfolgende Tabelle stellt die
Buchwerte und die Fair Values der einzelnen finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum 31. August
2021 nach IFRS 9 dar:
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Nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 7 fallen
übrige kurz- und langfristige Vermögenswerte in
Höhe von 27,1 Mio. € (28. Februar 2021: 32,5 Mio.
€), übrige kurz- und langfristige
Verbindlichkeiten in Höhe von 148,4 Mio. € (28.
Februar 2021: 102,3 Mio. €) und abgegrenzte Schulden
in Höhe von 83,6 Mio. € (28. Februar 2021: 96,3
Mio. €).
In der Bilanz bzw. im Anhang werden folgende
Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesen,
bei deren Bewertung Inputdaten der Fair Value Hierarchie
zur Anwendung kommen:
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Derivative Finanzinstrumente außerhalb von
Sicherungsbeziehungen beinhalten Fremdwährungseffekte
aus offenen Bestellungen.
Die Finanzanlagen beinhalten eine Beteiligung, die
anhand von Stufe 3 Inputdaten bewertet wird. Wir verweisen
hierzu auf die Ausführungen im Konzernabschluss
2020/21. Im ersten Halbjahr 2021/22 ergab sich für
diese Beteiligung eine erfolgsneutral zu erfassende
Bewertungsänderung, welche im Wesentlichen auf eine
Veränderung des relevanten Zinssatzes (WACC)
zurückzuführen war. Der Diskontierungssatz nach
Steuern reduzierte sich von 6,7 % auf 5,5 %. Die folgende
Darstellung zeigt die Entwicklung des beizulegenden
Zeitwerts:
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In der folgenden Übersicht werden die
Sensitivitäten der wesentlichen Inputfaktoren zum 31.
August 2021 dargestellt:
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(12) Segmentberichterstattungscrollen
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Die nachfolgende Tabelle enthält eine Aufteilung
der Außenumsätze nach Regionen und
Aktivitäten:
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Bornheim bei Landau/Pfalz, den 28. September 2021
HORNBACH Baumarkt Aktiengesellschaft
Der Vorstand
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VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER (BILANZEID)Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Bornheim bei Landau/Pfalz, den 28. September 2021
HORNBACH Baumarkt Aktiengesellschaft
Der Vorstand
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BESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHTAn die HORNBACH Baumarkt AG, Bornheim/PfalzWir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss -
bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung sowie
Gesamtergebnisrechnung für den Zeitraum vom 1.
März bis zum 31. August 2021, Bilanz zum 31. August
2021, Entwicklung des Konzerneigenkapitals,
Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten
erläuternden Anhangangaben - und den
Konzernzwischenlagebericht der HORNBACH Baumarkt AG,
Bornheim/Pfalz, für den Zeitraum vom 1. März bis
zum 31. August 2021, die Bestandteile des
Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer
prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung
des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den
International Financial Reporting Standards (IFRS) für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung
zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem
Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer
prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des
verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des
Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze für die prüferische
Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach haben
wir die prüferische Durchsicht so zu planen und
durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung
mit einer gewissen Sicherheit ausschließen
können, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, oder der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG aufgestellt worden ist. Eine prüferische
Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf
Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf
analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die
durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da
wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung
vorgenommen haben, können wir einen
Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu
der Annahme veranlassen, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss der HORNBACH Baumarkt AG,
Bornheim/Pfalz, in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in
wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den
für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
Mannheim, den 28. September 2021
Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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Telefon (+49) 0 63 48 / 60 - 2444 / -2558
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DISCLAIMERDieser Halbjahresfinanzbericht enthält in die
Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und
Schätzungen des Vorstands von HORNBACH beruhen.
Zukunftsaussagen sind immer nur für den Zeitpunkt
gültig, an dem sie gemacht werden. Obwohl wir
annehmen, dass die Erwartungen dieser prognostizierten
Aussagen realistisch sind, kann die Gesellschaft nicht
dafür garantieren, dass die Erwartungen sich auch als
richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und
Unsicherheiten bergen, die dazu führen können,
dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den
vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die
solche Abweichungen verursachen können, gehören
Veränderungen im wirtschaftlichen und
geschäftlichen Umfeld, insbesondere im Konsumverhalten
und im Wettbewerbsumfeld in den für HORNBACH
relevanten Handelsmärkten. Ferner zählen dazu
außergewöhnliche Witterungsverhältnisse,
die mangelnde Akzeptanz neuer Vertriebsformate und neuer
Sortimente sowie Änderungen der Unternehmensstrategie.
Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch
HORNBACH ist weder geplant, noch übernimmt HORNBACH
die Verpflichtung dazu.
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