![]() HUGO BOSS AGMetzingenHalbjahresfinanzbericht 2016HALBJAHRESFINANZBERICHT
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| Jan. - Juni 2016 |
Jan. - Juni 2015 |
Veränderung in % |
Veränderung in %3 |
2. Quartal 2016 |
2. Quartal 2015 |
|
| Konzernumsatz (in Mio. EUR) | 1.264,7 | 1.314,6 | -4 | -2 | 622,1 | 647,1 |
| Umsatz nach Segmenten | ||||||
| Europa inkl. Naher Osten/Afrika | 780,8 | 773,3 | 1 | 3 | 378,4 | 363,6 |
| Amerika | 271,3 | 315,2 | -14 | -11 | 141,5 | 172,0 |
| Asien/Pazifik | 182,8 | 198,8 | -8 | -6 | 88,1 | 97,9 |
| Lizenzen | 29,8 | 27,3 | 9 | 9 | 14,1 | 13,6 |
| Umsatz nach Vertriebskanälen | ||||||
| Konzerneigener Einzelhandel | 785,3 | 801,3 | -2 | 1 | 415,0 | 431,2 |
| Großhandel | 449,6 | 486,0 | -8 | -6 | 193,0 | 202,3 |
| Lizenzen | 29,8 | 27,3 | 9 | 9 | 14,1 | 13,6 |
| Ertragslage (in Mio. EUR) | ||||||
| Rohertrag | 832,2 | 867,3 | -4 | 420,3 | 430,4 | |
| Rohertragsmarge in % | 65,8 | 66,0 | -20 bp | 67,6 | 66,5 | |
| EBITDA | 142,9 | 254,9 | -44 | 56,6 | 124,9 | |
| EBITDA vor Sondereffekten | 201,2 | 254,8 | -21 | 107,7 | 123,3 | |
| Bereinigte EBITDA-Marge in %1 | 15,9 | 19,4 | -350 bp | 17,3 | 19,1 | |
| EBIT | 69,1 | 197,2 | -65 | 15,4 | 94,4 | |
| Auf die Anteilseigner entfallendes Konzernergebnis | 49,5 | 146,1 | -66 | 11,1 | 70,6 | |
| Vermögenslage und Kapitalstruktur zum 30. Juni (in Mio. EUR) | ||||||
| Kurzfristiges operatives Nettovermögen | 533,0 | 537,0 | -1 | 1 | ||
| Langfristige Vermögenswerte | 776,1 | 730,6 | 6 | |||
| Eigenkapital | 734,9 | 782,1 | -6 | |||
| Eigenkapitalquote in % | 42,4 | 46,6 | ||||
| Bilanzsumme | 1.734,0 | 1.677,8 | 3 | |||
| Finanzlage (in Mio. EUR) | ||||||
| Free Cashflow | 53,8 | 72,7 | -26 | 58,7 | 80,3 | |
| Nettoverschuldung (zum 30. Juni) | 281,0 | 214,3 | 31 | |||
| Investitionen | 79,1 | 87,4 | -9 | 41,5 | 47,8 | |
| Abschreibungen | 73,8 | 57,8 | 28 | 41,1 | 30,5 | |
| Finanzierungsstärke (zum 30. Juni)2 | 0,5 | 0,4 | ||||
| Weitere Erfolgsfaktoren | ||||||
| Mitarbeiter (zum 30. Juni) | 15.550 | 14.756 | 5 | |||
| Personalaufwand (in Mio. EUR) | 309,0 | 283,0 | 9 | 151,4 | 138,8 | |
| Anzahl konzerneigener Einzelhandelsgeschäfte | 1.122 | 1.088 | -6 | 28 | ||
| Aktien (in EUR) | ||||||
| Ergebnis je Aktie | 0,72 | 2,12 | -66 | 0,16 | 1,02 | |
| Schlusskurs (zum 30. Juni) | 50,90 | 100,25 | -49 | 50,90 | 100,25 | |
| Aktienanzahl in Stück (zum 30. Juni) | 70.400.000 | 70.400.000 | 70.400.000 | 70.400.000 |
| Veränderung in % |
Veränderung in %3 |
|
| Konzernumsatz (in Mio. EUR) | -4 | -1 |
| Umsatz nach Segmenten | ||
| Europa inkl. Naher Osten/Afrika | 4 | 7 |
| Amerika | -18 | -14 |
| Asien/Pazifik | -10 | -6 |
| Lizenzen | 4 | 4 |
| Umsatz nach Vertriebskanälen | ||
| Konzerneigener Einzelhandel | -4 | 0 |
| Großhandel | -5 | -1 |
| Lizenzen | 4 | 4 |
| Ertragslage (in Mio. EUR) | ||
| Rohertrag | -2 | |
| Rohertragsmarge in % | 110 bp | |
| EBITDA | -55 | |
| EBITDA vor Sondereffekten | -13 | |
| Bereinigte EBITDA-Marge in %1 | -180 bp | |
| EBIT | -84 | |
| Auf die Anteilseigner entfallendes Konzernergebnis | -84 | |
| Vermögenslage und Kapitalstruktur zum 30. Juni (in Mio. EUR) | ||
| Kurzfristiges operatives Nettovermögen | ||
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Eigenkapital | ||
| Eigenkapitalquote in % | ||
| Bilanzsumme | ||
| Finanzlage (in Mio. EUR) | ||
| Free Cashflow | -27 | |
| Nettoverschuldung (zum 30. Juni) | ||
| Investitionen | -13 | |
| Abschreibungen | 35 | |
| Finanzierungsstärke (zum 30. Juni)2 | ||
| Weitere Erfolgsfaktoren | ||
| Mitarbeiter (zum 30. Juni) | ||
| Personalaufwand (in Mio. EUR) | 9 | |
| Anzahl konzerneigener Einzelhandelsgeschäfte | ||
| Aktien (in EUR) | ||
| Ergebnis je Aktie | -84 | |
| Schlusskurs (zum 30. Juni) | -49 | |
| Aktienanzahl in Stück (zum 30. Juni) |
1
EBITDA vor Sondereffekten/Umsatz.
2
Nettoverschuldung/EBITDA vor Sondereffekten der letzten 12 Monate.
3
währungsbereinigt.
Zu Jahresbeginn schwächten sich viele Konjunkturindikatoren weltweit weiter ab. Dies
galt nicht nur für die Schwellenländer sondern auch für die Industrieländer. Dies
führte dazu, dass der IWF seine globale Wachstumsprognose für das Gesamtjahr im April
2016 von 3,4 % auf 3,2 % reduzierte. Steigende Rohstoffpreise sorgten jedoch zuletzt
für eine Verbesserung der Konjunkturindikatoren in einigen Schwellenländern. Auch
in den Industrieländern stabilisierten sich Indikatoren wie die Industrieproduktion
und die Einkaufsmanagerindizes zuletzt wieder.
Die europäische Wirtschaft profitierte in der ersten Jahreshälfte von einem positiven
Konsumklima und einer Ausweitung der expansiven Geld- und Fiskalpolitik der EZB. Dämpfend
wirkten die konjunkturelle Schwäche einiger Schwellenländer und die damit einhergehenden
negativen Effekte auf exportorientierte Unternehmen. Zusätzlich sorgten die Unsicherheiten
im Zusammenhang mit dem BREXIT Votum für eine hohe Volatilität an den Finanz- und
Devisenmärkten. In Deutschland verbesserte sich der IFO Geschäftsklimaindex nach den
Tiefstständen zu Jahresbeginn zuletzt wieder und die Wirtschaft profitierte von einer
starken lokalen Nachfrage.
Die US-amerikanische Wirtschaft wuchs im ersten Halbjahr weniger stark als erwartet.
Einige US-Konjunkturdaten wie die Einzelhandelsumsätze und die Industrieproduktion
enttäuschten. Insbesondere das verarbeitende Gewerbe litt unter der Aufwertung des
US-Dollars. Positive Impulse kamen vom privaten Konsum und den Investitionen im Immobiliensektor.
Die Wirtschaft in Lateinamerika stabilisierte sich vor dem Hintergrund steigender
Rohstoffpreise. Die anhaltende Rezession in Brasilien belastete jedoch weiterhin die
Region.
In Asien entwickelte sich die Wirtschaft uneinheitlich. Sorgten im Januar noch Börsenturbulenzen
am Aktienmarkt in China sowie schwache Konjunkturdaten für Verunsicherung, überraschten
stabile Indikatoren im zweiten Quartal positiv. Die chinesischen Einkaufsmanagerindices
für das verarbeitende Gewerbe und für den Dienstleistungssektor erholten sich zuletzt,
auch realwirtschaftliche Daten wie die Industrieproduktion oder die Exporte fielen
besser aus als erwartet. In Japan weitete die Notenbank die expansive Geldpolitik
weiter aus, um die Wirtschaftsentwicklung zu unterstützen. Schwache Frühindikatoren
sowie die Aufwertung des Yen signalisierten jedoch eine Zunahme der Rezessionswahrscheinlichkeit.
Die Verlangsamung des Wachstums der globalen Premium- und Luxusgüterbranche setzte
sich im ersten Halbjahr 2016 fort. Die Branche konnte somit nicht im gleichen Umfang
wie andere Sektoren von dem positiven Konsumklima profitierten. Branchenanalysten
im Bankenbereich erwarteten für die Periode ein bestenfalls geringes Wachstum der
Premium- und Luxusgüterbranche. Vielfach sorgte einzig die Ausweitung des Storeportfolios
für Wachstumsimpulse. Auf vergleichbarer Fläche wurden jedoch größtenteils Umsatzrückgänge
berichtet, was die Profitabilität der Unternehmen belastete. Konjunkturelle Unsicherheiten,
Aktienmarktturbulenzen, die Angst vor Terroranschlägen und die hohe Rabattintensität
in den USA hatten einen negativen Einfluss auf die Branchenkonjunktur. Darüber hinaus
schwächte sich die Nachfrage von Touristen den Erwartungen nach insgesamt ab, sorgte
aber weiter für eine regionale Verschiebung der Umsätze.
In Europa belastete vor allem die gegenüber dem Vorjahr schwächere Nachfrage asiatischer
Touristen die Umsatzentwicklung. Dies wurde ausgelöst von der zunehmenden Harmonisierung
der Preisarchitektur zwischen Europa und Asien, Angst vor Terrorismus und strengeren
Visabestimmungen. Zusätzliche belasteten die Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem
BREXIT Votum die Branche. Eine Verbesserung des Konsumklimas, insbesondere in den
südeuropäischen Ländern konnte diesen Effekt nur leicht dämpfen. Amerika litt weiter
unter dem schwierigen und rabattintensiven Marktumfeld in den USA. Dort profitierte
die Bekleidungsindustrie nicht wie andere Industrien von dem positiven Konsumklima.
Zusätzlich belastete der starke US Dollar und die nachlassende Nachfrage von Touristen
die Entwicklung in der Region. Südamerika profitierte von der wirtschaftlichen Erholung
und einer Wiederbelebung der lokalen Nachfrage. Kanada wuchs weiterhin solide. Asien
entwickelte sich im ersten Halbjahr uneinheitlich. Während auf dem chinesischen Festland
eine Stabilisierung des Marktes durch eine starke lokale Nachfrage zu beobachten war,
setzte sich die negative Entwicklung in Hongkong und Macau weiter fort. In Japan ließ
das Wachstum in Folge der Aufwertung des Yen und einem Rückgang des Tourismus aus
China leicht nach. Südkorea profitierte von einer starken lokalen Nachfrage und positiven
Tourismuseffekten aus China.
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 erzielte der HUGO BOSS Konzern
einen Konzernumsatz in Höhe von 1.265 Mio. EUR. Damit lag der Umsatz in Konzernwährung
um 4% unter dem Niveau des Vergleichszeitraums (Vorjahr: 1.315 Mio. EUR). Währungseffekte
hatten dabei im Berichtszeitraum einen negativen Einfluss auf die Konzernumsatzentwicklung.
So verzeichnete HUGO BOSS auf währungsbereinigter Basis einen Umsatzrückgang von 2%.
Haupttreiber für die rückläufige Umsatzentwicklung waren die schwierige Marktlage
und unternehmensspezifische Herausforderungen in den USA und China.
| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2016 |
In % des Umsatzes |
Jan. - Juni 2015 |
In % des Umsatzes |
Veränderung in % |
Währungsbereinigte Veränderung in % |
| Europa1 | 780,8 | 61,7 | 773,3 | 58,8 | 1 | 3 |
| Amerika | 271,3 | 21,4 | 315,2 | 24,0 | -14 | -11 |
| Asien/Pazifik | 182,8 | 14,5 | 198,8 | 15,1 | -8 | -6 |
| Lizenzen | 29,8 | 2,4 | 27,3 | 2,1 | 9 | 9 |
| GESAMT | 1.264,7 | 100,0 | 1.314,6 | 100,0 | -4 | -2 |
1
Inklusive Naher Osten und Afrika.
Der Umsatz in der Region Europa inklusive Naher Osten und Afrika konnte in den ersten
sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 in Berichtswährung um 1% auf 781 Mio. EUR gesteigert
werden (Vorjahr: 773 Mio. EUR). Dies entspricht einem Anstieg in lokalen Währungen
um 3%. Zuwächse in Großbritannien konnten dabei leichte Umsatzrückgänge in Deutschland
und Frankreich ausgleichen. Die Region Amerika verzeichnete einen Umsatzrückgang im
gleichen Zeitraum um 14% auf 271 Mio. EUR (Vorjahr: 315 Mio. EUR). Insbesondere die
negative Umsatzentwicklung in den USA trug zu einem Rückgang von 11% in lokalen Währungen
bei. Der Umsatz in der Region Asien/Pazifik lag in Berichtswährung mit 183 Mio. EUR
um 8% unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 199 Mio. EUR). Die rückläufige Marktentwicklung
in Hongkong und Macau sowie Preisanpassungen in China, die nicht vollständig über
Volumenanstiege kompensiert werden konnten, führten zu einem Umsatzrückgang von 6%
in lokalen Währungen.
| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2016 |
In % des Umsatzes |
Jan. - Juni 2015 |
In % des Umsatzes |
Veränderung in % |
Währungsbereinigte Veränderung in % |
| Konzerneigener Einzelhandel | 785,3 | 62,1 | 801,3 | 60,9 | -2 | 1 |
| DOS | 513,4 | 40,6 | 526,1 | 40,0 | -2 | 0 |
| Outlet | 233,1 | 18,4 | 234,2 | 17,8 | 0 | 1 |
| Online | 38,8 | 3,1 | 41,0 | 3,1 | -5 | -5 |
| Großhandel | 449,6 | 35,5 | 486,0 | 37,0 | -8 | -6 |
| Lizenzen | 29,8 | 2,4 | 27,3 | 2,1 | 9 | 9 |
| GESAMT | 1.264,7 | 100,0 | 1.314,6 | 100,0 | -4 | -2 |
Der konzerneigene Einzelhandel (Retail) entwickelte sich in den ersten sechs Monaten
des Geschäftsjahres 2016 rückläufig. Der Umsatz in diesem Vertriebskanal ging um 2%
auf 785 Mio. EUR zurück (Vorjahr: 801 Mio. EUR). Auf währungsbereinigter Basis konnte
hingegen ein Umsatzanstieg in Höhe von 1% verzeichnet werden. Auf vergleichbarer Fläche
lagen die Umsätze im konzerneigenen Einzelhandel in Konzernwährung 9% unter dem Niveau
der Vergleichsperiode. Währungsbereinigt belief sich der Rückgang auf 7%. Der Anteil
des konzerneigenen Einzelhandels am Konzernumsatz stieg weiter und lag im Berichtszeitraum
bei 62% (Vorjahr: 61%).
Der Umsatz über konzerneigene Einzelhandelsflächen (DOS) lag im ersten Halbjahr mit
513 Mio. EUR um 2% unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 526 Mio. EUR), verzeichnete
aber währungsbereinigt eine stabile Entwicklung. Darin enthalten sind die Umsätze
der eigenen freistehenden Einzelhandelsgeschäfte sowie die mit Konzessionspartnern
erwirtschafteten Umsätze. Im Konzessionsmodell bewirtschaftet der Konzern eigenständig
HUGO BOSS Shop-in-Shops auf der Fläche des Partners. Der Umsatz in den Outletgeschäften
lag mit 233 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahr (Vorjahr: 234 Mio. EUR). Dies entspricht
einem währungsbereinigten Anstieg von 1%. Der Umsatz im konzerneigenen Online-Einzelhandel
ging im ersten Halbjahr in Konzernwährung wie auch in lokalen Währungen um 5% auf
39 Mio. EUR zurück (Vorjahr: 41 Mio. EUR).
Die Umsätze im Großhandelskanal entwickelten sich in den ersten sechs Monaten des
Geschäftsjahres 2016 um 8% rückläufig und beliefen sich auf 450 Mio. EUR (Vorjahr:
486 Mio. EUR). Auf währungsbereinigter Basis ging der Umsatz um 6% zurück. Maßgeblich
für diese Entwicklung waren die global verhaltenen Nachfrage der Handelspartner sowie
Übernahmen bisher durch Großhandelspartner geführter Verkaufsflächen, die für eine
Umsatzverschiebung vom Großhandelsgeschäft hin zum konzerneigenen Einzelhandel sorgten.
Veränderte Auslieferungszyklen kompensierten diese Effekte teilweise. Das Replenishment,
mit dem HUGO BOSS auf kurzfristige Nachfragesteigerungen der Handelspartner reagieren
kann, entwickelte sich in den ersten sechs Monaten negativ. Der Anteil des Großhandelskanals
am Konzernumsatz verminderte sich von 37% in der Vergleichsperiode auf 36% im Berichtszeitraum.
Der Umsatz im Lizenzgeschäft erhöhte sich im ersten Halbjahr in Konzernwährung sowie
in lokaler Währung um 9% auf 30 Mio. EUR (Vorjahr: 27 Mio. EUR). Die von Partnern
hergestellten Produkte umfassen unter anderem Düfte, Brillen und Uhren. So konnten
insbesondere bei den Lizenzeinnahmen für Düfte zweistellige Umsatzsteigerungen verzeichnet
werden. Der Anteil des Lizenzgeschäfts am Konzernumsatz lag unverändert bei 2% (Vorjahr:
2 %).
Die in der Region Europa im Geschäftsjahr 2015 erfolgreich vollzogene Umstellung des
Kategoriegeschäfts im Großhandelskanal führte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres
2016 zu einer Umsatzverschiebung von der Kernmarke BOSS hin zu der Markenlinie BOSS
Green sowie zu HUGO. So verzeichnete die Kernmarke BOSS einen Umsatzrückgang von 13%
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 839 Mio. EUR (Vorjahr: 965 Mio. EUR). Währungsbereinigt
entspricht dies einem Rückgang von 11%. Die Markenlinie BOSS Green konnte den Umsatz
im selben Zeitraum um 29% auf 152 Mio. EUR (Vorjahr: 117 Mio. EUR) steigern, in lokalen
Währungen um 33%. Die Umsätze der Markenlinie BOSS Orange lagen mit 105 Mio. EUR um
3% unter dem Niveau des Vergleichszeitraums (Vorjahr: 109 Mio. EUR), währungsbereinigt
um 1%. Im Gegensatz dazu wies die Marke HUGO mit 169 Mio. EUR ein Umsatzwachstum von
37% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf (Vorjahr: 123 Mio. EUR). Auf währungsbereinigter
Basis wurde bei HUGO ein Anstieg von 39% verzeichnet.
Der Umsatz mit Herrenmode lag im Berichtszeitraum um 4% unter dem Niveau der Vergleichsperiode
und summierte sich auf 1.122 Mio. EUR (Vorjahr: 1.169 Mio. EUR). Auf währungsbereinigter
Basis wurde ein Umsatzrückgang von 2% verzeichnet. Der Anteil der Herrenmode am Gesamtumsatz
entspricht weiterhin 89%. Der Umsatz mit Damenmode ging in Berichtswährung um 2% auf
143 Mio. EUR zurück, während sich der Umsatz in lokalen Währungen stabil entwickelte
(Vorjahr: 145 Mio. EUR). Der Anteil der Damenmode am Gesamtumsatz belief sich weiterhin
auf 11%.
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 erhöhte sich die Anzahl der konzerneigenen
freistehenden Einzelhandelsgeschäfte um netto 13 auf 443 (31. Dezember 2015: 430).
Die Gesamtverkaufsfläche der eigenen Einzelhandelsgeschäfte stieg dabei um 2 % auf
rund 155.000 Quadratmeter (31. Dezember 2015: 152.000 Quadratmeter).
Zur Flächenexpansion trug neben 18 organischen Neueröffnungen auch die Übernahme von
sieben bisher von Franchisepartnern betriebenen freistehenden Einzelhandelsgeschäften
bei. Dem gegenüber stehen zwölf Schließungen von freistehenden Einzelhandelsgeschäften.
In den meisten Fällen nutzte der Konzern dabei auslaufende Mietverträge.
| 30. Juni 2016 | Freistehende Geschäfte | Shop-in-Shops | Outlets | GESAMT |
| Europa | 193 | 349 | 58 | 600 |
| Amerika | 93 | 96 | 47 | 236 |
| Asien/Pazifik | 157 | 97 | 32 | 286 |
| GESAMT | 443 | 542 | 137 | 1.122 |
| 31. Dez. 2015 | Freistehende Geschäfte | Shop-in-Shops | Outlets | GESAMT |
| Europa | 183 | 363 | 57 | 603 |
| Amerika | 92 | 86 | 48 | 226 |
| Asien/Pazifik | 155 | 100 | 29 | 284 |
| GESAMT | 430 | 549 | 134 | 1.113 |
Unter Einbezug von Shop-in-Shops und Outlets erhöhte sich die Gesamtzahl der weltweit
durch HUGO BOSS betriebenen Einzelhandelsgeschäfte um netto neun auf 1.122 (31. Dezember
2015: 1.113).
In der Region Europa erhöhte sich die Anzahl der freistehenden Einzelhandelsgeschäfte
um netto zehn auf 193 Geschäfte. Dabei baute der Konzern vor allem seine Präsenz in
Großbritannien, Italien, Polen und den Niederlanden durch die Eröffnung insgesamt
15 neuer Stores aus. Fünf freistehende Einzelhandelsgeschäfte wurden im Berichtszeitraum
geschlossen. Unter Berücksichtigung von Shop-in-Shops, deren Zahl sich aufgrund von
Konsolidierungen in Deutschland und den Beneluxstaaten verringerte, sowie Outlets
ergab sich in der Region Europa ein Nettorückgang um drei auf nunmehr 600 eigene Einzelhandelsgeschäfte
(31. Dezember 2015: 603).
In der Region Amerika stieg die Anzahl der freistehenden Einzelhandelsgeschäfte leicht.
Zwei Neueröffnungen in den USA stehen hierbei einer Schließung im gleichen Zeitraum
gegenüber. Insbesondere durch die Übernahme von neun BOSS Shop-in-Shops bei dem U.S.-amerikanischen
Department Store Macy's erhöhte sich die Gesamtzahl eigener Einzelhandelsgeschäfte
um zehn auf insgesamt 236 (31. Dezember 2015: 226).
Die Anzahl freistehender Einzelhandelsgeschäfte in der Region Asien/Pazifik erhöhte
sich um zwei auf 157 Geschäfte (31. Dezember 2015: 155). So wurden im Zuge der Expansion
drei freistehende Geschäfte in Malaysia sowie ein Store in Hong Kong übernommen. Vier
Neueröffnungen in Neuseeland, Australien und Korea stehen hierbei sechs Schließungen
in der Region gegenüber. Unter Einbezug aller Shop-in-Shops und Outlets ergibt sich
ein Nettoanstieg von zwei auf nunmehr 286 eigene Einzelhandelsgeschäfte in dieser
Region (31. Dezember 2015: 284).
| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2016 |
In % des Umsatzes |
Jan. - Juni 2015 |
In % des Umsatzes |
Veränderung in % |
| Umsatzerlöse | 1.264,7 | 100,0 | 1.314,6 | 100,0 | -4 |
| Umsatzkosten | -432,5 | -34,2 | -447,3 | -34,0 | 3 |
| Rohertrag | 832,2 | 65,8 | 867,3 | 66,0 | -4 |
| Vertriebs- und Marketingaufwendungen | -560,3 | -44,3 | -532,2 | -40,5 | -5 |
| Verwaltungsaufwendungen | -138,2 | -10,9 | -138,0 | -10,5 | 0 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge | -64,6 | -5,1 | 0,1 | <0,1 | <-100 |
| EBIT | 69,1 | 5,5 | 197,2 | 15,0 | -65 |
| Zinsergebnis | -1,2 | -0,1 | -3,8 | -0,3 | 68 |
| Übrige Finanzposten | -2,7 | -0,2 | -3,5 | -0,3 | 23 |
| Finanzergebnis | -3,9 | -0,3 | -7,3 | -0,6 | 46 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 65,2 | 5,2 | 189,9 | 14,4 | -66 |
| Ertragsteuern | -15,7 | -1,3 | -43,7 | -3,3 | 64 |
| Konzernergebnis | 49,5 | 3,9 | 146,2 | 11,1 | -66 |
| Davon entfallen auf: | |||||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | 49,5 | 3,9 | 146,1 | 11,1 | -66 |
| Nicht beherrschende Anteile | 0,0 | 0,0 | 0,1 | <0,1 | |
| Ergebnis je Aktie (in EUR)1 | 0,72 | 2,12 | -66 | ||
| EBITDA | 142,9 | 11,3 | 254,9 | 19,4 | -44 |
| EBITDA-relevante Sondereffekte | -58,3 | -4,6 | 0,1 | <0,1 | <-100 |
| EBITDA vor Sondereffekten | 201,2 | 15,9 | 254,8 | 19,4 | -21 |
| Ertragsteuerquote in % | 24 | 23 |
1
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie.
Der Konzern hat in den ersten sechs Monaten des Jahres 2016 Maßnahmen ergriffen, um
auf einen nachhaltig profitablen Wachstumskurs zurückzukehren. Im laufenden Geschäftsjahr
konzentrieren sich diese Maßnahmen insbesondere auf die Verbesserung seiner Marktposition
in den USA und Asien, die Erzielung operativer Kosteneinsparungen sowie die Sicherstellung
einer nachhaltig profitablen Ausrichtung des Storenetzes. In diesem Zusammenhang hat
HUGO BOSS solche Stores, die den Renditeerwartungen des Unternehmens in der Vergangenheit
nicht entsprochen haben, einer tiefgehenden Überprüfung unterzogen. Im Ergebnis hat
sich HUGO BOSS im Rahmen des Maßnahmenprogramms entschlossen, bis zum Ende des Jahres
2017 rund 20 freistehende Geschäfte zu schließen. HUGO BOSS erwartet aus den Schließungen
einen positiven Ergebniseffekt im Jahr 2017 und darüber hinaus. Im laufenden Geschäftsjahr
ergaben sich aus Rückstellungen und Wertminderungen im Zusammenhang mit den geplanten
Schließungen allerdings einmalige Aufwendungen in Höhe von 52 Mio. EUR, welche im
Posten "sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge" ausgewiesen sind.
Der Rohertrag lag nach Ablauf der ersten sechs Monate des Geschäftsjahrs 2016 mit
832 Mio. EUR um 4% unter dem Vorjahreswert (Vorjahr: 867 Mio. EUR). Die Rohertragsmarge
lag mit 65,8% um 20 Basispunkte unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 66,0%). Positive
Effekte aufgrund des steigenden Umsatzanteils im konzerneigenen Einzelhandel, in dem
HUGO BOSS eine höhere Rohertragsmarge als im Großhandelskanal erzielt, wurden durch
die mit der Frühjahrskollektion 2016 vorgenommene Preisanpassung in Asien kompensiert.
Die Vertriebs- und Marketingaufwendungen lagen in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres
2016 mit 560 Mio. EUR um 5% über dem Wert des Vorjahres (Vorjahr: 532 Mio. EUR). In
Relation zum Umsatz erhöhten sich die Vertriebs- und Marketingaufwendungen von 40,5%
auf 44,3%. Insbesondere der konzerneigene Einzelhandel trug zu einem Anstieg der Vertriebsaufwendungen
im Berichtszeitraum um 7% bei. Im Verhältnis zum Umsatz lagen die Vertriebsaufwendungen
bei 34,3% (Vorjahr: 31,0%). Die Umsatzentwicklung der ersten sechs Monate konnte den
Anstieg der Vertriebsaufwendungen nicht kompensieren. Die Marketingaufwendungen entwickelten
sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum stabil und lagen im Verhältnis zum Umsatz mit
6,8 % leicht über dem Vorjahreswert (Vorjahr: 6,6 %). Die Aufwendungen für Logistik
stiegen im Vorjahresvergleich um 2% und lagen relativ zum Umsatz mit 2,9% leicht über
dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 2,7 %). Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen Aufwendungen
im Zusammenhang mit dem im Frühsommer erfolgten Insourcing der Auftragsabwicklung
im europäischen Online-Geschäft.
Die Verwaltungsaufwendungen lagen in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres
2016 mit 138 Mio. EUR auf dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 138 Mio. EUR). In Relation
zum Umsatz beliefen sich die Verwaltungsaufwendungen auf 10,9% (Vorjahr: 10,5 %).
Die Aufwendungen der allgemeinen Verwaltung entwickelten sich stabil und lagen im
Verhältnis zum Umsatz mit 8,4% nur leicht über dem Niveau des Vergleichszeitraums
(Vorjahr: 8,1 %). Die im Rahmen der Kollektionserstellung anfallenden Forschungs-
und Entwicklungskosten sanken im Vorjahresvergleich um 1%, lagen jedoch im Verhältnis
zum Umsatz mit 2,5% leicht über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 2,4 %).
Der sich in den ersten sechs Monaten aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen
und Erträge ergebende Nettoaufwand betrug 65 Mio. EUR (Vorjahr: 0 Mio. EUR). Einmalige
Aufwendungen ergaben sich hierbei insbesondere im Zusammenhang mit der Entscheidung
weltweit rund 20 freistehende Einzelhandelsgeschäfte zu schließen, die in der Vergangenheit
einen wesentlichen negativen Effekt auf das Ergebnis im eigenen Einzelhandel hatten.
Der sich aus der Bildung von Rückstellungen ergebende Aufwand beläuft sich auf 46
Mio. EUR und bezieht sich insbesondere auf zu erwartende Abstandszahlungen an Vermieter,
vorwiegend in der Region Asien. Zudem ergaben sich Wertminderungen auf Storeausstattung
in Höhe von 6 Mio. EUR, vorwiegend in den Regionen Asien und Europa. Weitere wesentliche
Sondereffekte in Höhe von 10 Mio. EUR ergaben sich im ersten Halbjahr aus den Veränderungen
im Vorstand.
Die interne Steuerungsgröße EBITDA vor Sondereffekten lag mit 201 Mio. EUR um 21%
unter dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 255 Mio. EUR). Die bereinigte EBITDA-Marge
lag mit 15,9% um 350 Basispunkte unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 19,4%). Dies
ist im Wesentlichen auf den rückläufigen Rohertrag und den Anstieg der operativen
Aufwendungen zurückzuführen. Die Abschreibungen lagen aufgrund der höheren Investitionstätigkeit
im Vorjahr sowie vorgenommenen Wertminderungen auf Sachanlagen für eigene Einzelhandelsgeschäfte
mit 74 Mio. EUR um 28% über dem Niveau des Vergleichsperiode (Vorjahr: 58 Mio. EUR).
Das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit (EBIT) lag somit nach Ablauf des
ersten Halbjahrs 2016 mit 69 Mio. EUR um 65% unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 197
Mio. EUR).
Das Finanzergebnis als Nettoaufwand der Positionen Zinsergebnis und übrige Finanzposten
verminderte sich in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 auf 4 Mio. EUR
(Vorjahr: 7 Mio. EUR). Ursächlich hierfür waren sowohl deutlich geringere Wechselkurseffekte
als auch Einsparungen im Zinsaufwand aufgrund der verbesserten Konditionen des im
vierten Quartal des Geschäftsjahres 2015 refinanzierten Konsortialkredits.
Das Ergebnis vor Steuern lag nach Ablauf des ersten Halbjahrs mit 65 Mio. EUR um 66%
unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 190 Mio. EUR). Die Konzernsteuerquote lag mit
24% leicht über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 23%). Das Konzernergebnis verringerte
sich nach Ablauf der ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 somit um 66% auf
50 Mio. EUR (Vorjahr: 146 Mio. EUR). Der auf Anteilseigner entfallende Konzerngewinn
verringerte sich dabei ebenfalls um 66% auf 50 Mio. EUR (Vorjahr: 146 Mio. EUR). Dementsprechend
verringerte sich das Ergebnis je Aktie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 66% auf
0,72 EUR (Vorjahr: 2,12 EUR).
Der Umsatz in der Region Europa inklusive Naher Osten und Afrika konnte in den ersten
sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 in Berichtswährung um 1% auf 781 Mio. EUR gesteigert
werden (Vorjahr: 773 Mio. EUR). Dies entspricht einem Anstieg in lokalen Währungen
von 3%.
Die Umsätze im konzerneigenen Einzelhandel stiegen in der Region Europa im Berichtszeitraum
um 1% auf 452 Mio. EUR (Vorjahr: 448 Mio. EUR). In lokalen Währungen konnte ein Anstieg
von 3% verzeichnet werden. Auch der Umsatz mit Kunden des Großhandels stieg im gleichen
Zeitraum in Berichtswährung um 1% auf 329 Mio. EUR (Vorjahr: 326 Mio. EUR), in lokaler
Währung um 3 %.
Der Umsatz in Deutschland lag mit 213 Mio. EUR 2 % unter dem Niveau des Vergleichszeitraums
(Vorjahr: 218 Mio. EUR). Maßgeblich hierfür war die rückläufige Umsatzentwicklung
im konzerneigenen Einzelhandel. Der Umsatz im Großhandelskanal entwickelte sich hingegen
positiv. In Großbritannien lag der Umsatz in Berichtswährung mit 145 Mio. EUR um 3%
über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 141 Mio. EUR). In lokaler Währung entspricht dies
einem Umsatzanstieg von 9%. Zu dieser positiven Entwicklung trugen beide Vertriebskanäle
bei. In Frankreich konnte die stabile Entwicklung im konzerneigenen Einzelhandel den
Umsatzrückgang im Großhandel teilweise kompensieren. So lag der Umsatz mit 86 Mio.
EUR um 2% unter dem Niveau des Vergleichszeitraums (Vorjahr: 88 Mio. EUR). Bedingt
durch die fortgesetzte Konsolidierung im Großhandelskanal lagen die Umsätze in den
Beneluxstaaten mit 62 Mio. EUR 8% unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums (Vorjahr:
68 Mio. EUR). Auch der konzerneigene Einzelhandel entwickelte sich im Berichtszeitraum
in diesem Markt negativ.
Das Segmentergebnis der Region Europa lag mit 231 Mio. EUR um 5% unter dem Niveau
des Vergleichszeitraums (Vorjahr: 244 Mio. EUR). Ursächlich für diese Entwicklung
waren höhere Vertriebs- und Marketingaufwendungen, insbesondere in Zusammenhang mit
dem konzerneigenen Einzelhandel. Die bereinigte EBITDA-Marge verringerte sich um 200
Basispunkte auf 29,6% (Vorjahr: 31,6%).
Die Region Amerika verzeichnete in Berichtswährung einen Umsatzrückgang um 14% im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 271 Mio. EUR (Vorjahr: 315 Mio. EUR). Währungsbereinigt
sank der Umsatz in dieser Region um 11%.
Der Umsatz im konzerneigenen Einzelhandel sank in Berichtswährung um 7% und belief
sich in den ersten sechs Monaten auf 168 Mio. EUR (Vorjahr: 180 Mio. EUR). Dies entspricht
einem währungsbereinigten Rückgang von 3%. Im Großhandelskanal wurden in den ersten
sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 103 Mio. EUR umgesetzt (Vorjahr: 135 Mio. EUR).
Der Umsatz in diesem Absatzkanal reduzierte sich in Konzernwährung um 24% und in lokalen
Währungen um 21%. Übernahmen von Shop-in-Shops, eine selektivere Distribution, insbesondere
der Kernmarke BOSS, sowie das allgemein schwierige Marktumfeld trugen zu dieser Entwicklung
bei.
In den USA sank der Umsatz in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 sowohl
in Berichtswährung als auch in lokaler Währung um 19% auf 206 Mio. EUR (Vorjahr: 254
Mio. EUR). In Kanada erhöhte sich der Umsatz in Berichtswährung um 2% auf 34 Mio.
EUR (Vorjahr: 33 Mio. EUR). Währungsbereinigt konnte ein Umsatzanstieg von 10% verzeichnet
werden. Vor dem Hintergrund eines schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfelds stiegen
die Umsätze in Mittel- und Südamerika um 13% in Berichtswährung auf 32 Mio. EUR (Vorjahr:
28 Mio. EUR). In lokaler Währung konnte ein Umsatzanstieg in Höhe von 36% erzielt
werden. Diese positive Entwicklung wurde sowohl durch Übernahmen im Zuge der Expansion
des konzerneigenen Einzelhandels im Geschäftsjahr 2015 als auch durch deutliche Umsatzanstiege
auf vergleichbarer Fläche gestützt.
Das Segmentergebnis der Region Amerika lag mit 60 Mio. EUR um 26% unter dem Niveau
des Vorjahres (Vorjahr: 82 Mio. EUR). Ursächlich hierfür waren die rückläufige Umsatzentwicklung
in den USA sowie eine erhöhte Rabattintensität. Nach Ablauf des ersten Halbjahrs lag
die bereinigte EBITDA-Marge mit 22,1% um 380 Basispunkte unter dem Vorjahr (Vorjahr:
25,9%).
Der Umsatz in der Region Asien/Pazifik lag in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres
2016 in Berichtswährung mit 183 Mio. EUR um 8% unter dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr:
199 Mio. EUR). Die rückläufige Marktentwicklung in Hongkong und Macau sowie Preisanpassungen
in China, die nicht vollständig über Volumenanstiege kompensiert werden konnten, führten
zu einem Umsatzrückgang von 6% in lokalen Währungen.
Im konzerneigenen Einzelhandel verzeichnete die Region einen Umsatzrückgang in Berichtswährung
von 5% auf 165 Mio. EUR (Vorjahr: 173 Mio. EUR). In lokalen Währungen entspricht dies
einem Rückgang von 2% gegenüber dem Vergleichszeitraum. Auch lag der Umsatz mit Kunden
des Großhandels in Konzernwährung mit 18 Mio. EUR um 30% unter dem Niveau des Vorjahres
(Vorjahr: 26 Mio. EUR). Währungsbereinigt gingen die Umsätze um 28 % zurück. Übernahmen
bisher durch Großhandelspartner geführter Verkaufsflächen trugen wesentlich zu dieser
Entwicklung bei.
Die Umsätze in China summierten sich auf 103 Mio. EUR und lagen in Berichtswährung
um 16% unter dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 123 Mio. EUR). Dies entspricht einem
währungsbereinigten Umsatzrückgang von 14%. Der Umsatz in Ozeanien lag mit 28 Mio.
EUR um 4% unter dem Niveau des Vergleichszeitraums (Vorjahr: 29 Mio. EUR). Währungsbereinigt
verzeichnete dieser Markt allerdings einen Anstieg um 2%. Auch die Umsätze in Japan
entwickelten sich positiv. So lag der Umsatz hier mit 23 Mio. EUR 9% über dem Niveau
des Vorjahres (Vorjahr: 21 Mio. EUR), was einem währungsbereinigten Umsatzanstieg
von 2% entspricht.
Das Segmentergebnis in der Region Asien/Pazifik lag mit 35 Mio. EUR um 35% unter dem
Niveau der Vergleichsperiode (Vorjahr: 53 Mio. EUR). Die rückläufige Umsatzentwicklung
trug maßgeblich zu dieser Entwicklung bei. So lag die bereinigte EBITDA-Marge mit
19,1 % deutlich unter dem Vorjahreswert (Vorjahr: 26,8%).
Der Umsatz im Lizenzgeschäft erhöhte sich im ersten Halbjahr in Konzernwährung sowie
in lokaler Währung um 9% auf 30 Mio. EUR (Vorjahr: 27 Mio. EUR). Die von Partnern
hergestellten Produkte umfassen unter anderem Düfte, Brillen und Uhren. So konnten
insbesondere bei den Lizenzeinnahmen für Düfte zweistellige Umsatzsteigerungen verzeichnet
werden.
Das Ergebnis des Segments Lizenzen lag mit 25 Mio. EUR um 13% über dem Niveau des
Vergleichszeitraums (Vorjahr: 22 Mio. EUR).
Die Bilanzsumme lag zum Ende des ersten Halbjahrs 2016 mit 1.734 Mio. EUR um 3% über
dem Wert der Vergleichsperiode (30. Juni 2015: 1.678 Mio. EUR). Der Anteil der kurzfristigen
Vermögenswerte lag dabei mit 55 % unter dem Niveau des Vorjahres (30. Juni 2015: 57
%). Entsprechend belief sich der Anteil der langfristigen Vermögenswerte zum 30. Juni
2016 auf 45 % (30. Juni 2015: 43 %).
Das Anlagevermögen lag zum Ende des Berichtszeitraums mit 619 Mio. EUR um 7% über
dem Vorjahresniveau (30. Juni 2015: 580 Mio. EUR). Ursächlich hierfür war insbesondere
das erhöhte Investitionsvolumen im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahrs 2015.
Die Vorräte lagen zum 30. Juni 2016 mit 566 Mio. EUR leicht über dem Vorjahresniveau
(30. Juni 2015: 563 Mio. EUR). Das strikte Management dieses Postens begrenzte den
währungsbereinigten Anstieg auf 2%.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken im Vergleich zum Vorjahr um
9% auf 192 Mio. EUR (30. Juni 2015: 211 Mio. EUR). Bereinigt um Wechselkurseffekte
entspricht dies einem Rückgang von 8%. Maßgeblich für diese Entwicklung war neben
dem rückläufigen Umsatz im Großhandelsgeschäft in der Berichtsperiode auch das strikte
Forderungsmanagement.
Die sonstigen Vermögenswerte erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 15% auf 307
Mio. EUR (30. Juni 2015: 268 Mio. EUR). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf
einen Anstieg der aktiven latenten Steuern aufgrund zusätzlicher temporärer Differenzen
sowie höheren Ertragsteuerforderungen zurückzuführen.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente lagen mit 50 Mio. EUR um 12% unter
dem Vorjahr (30. Juni 2015: 56 Mio. EUR). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf
die rückläufige Entwicklung des Free Cashflows zurückzuführen.
Das Eigenkapital verringerte sich zum Bilanzstichtag um 6% auf 735 Mio. EUR (30. Juni
2015: 782 Mio. EUR). Somit lag die Eigenkapitalquote bei 42% (30. Juni 2015: 47%).
Die Rückstellungen und latenten Steuern lagen mit 228 Mio. EUR um 18% über dem Vorjahresniveau
(30. Juni 2015: 194 Mio. EUR). Darin enthalten sind Rückstellungen für Pensionen und
andere Personalaufwendungen in Höhe von 97 Mio. EUR (30. Juni 2015: 96 Mio. EUR).
Sonstige Rückstellungen sind mit 121 Mio. EUR (30. Juni 2015: 89 Mio. EUR) und passive
latente Steuern mit 9 Mio. EUR (30. Juni 2015: 9 Mio. EUR) enthalten. Der Anstieg
der sonstigen Rückstellungen im Vergleich zum 30. Juni 2015 ergibt sich im Wesentlichen
aus der Rückstellung, die im Zusammenhang mit der Entscheidung, weltweit rund 20 freistehende
Einzelhandelsgeschäfte vorzeitig zu schließen, gebildet wurde.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich im Vergleich
zum Vorjahr volumenbedingt um 5% auf 225 Mio. EUR (30. Juni 2015: 237 Mio. EUR). Währungsbereinigt
betrug der Rückgang 3%.
Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 7% auf 203
Mio. EUR (30. Juni 2015: 191 Mio. EUR) und enthalten neben Umsatzsteuerschulden und
ausstehenden Sozialversicherungsbeiträgen im Wesentlichen abgegrenzte Schulden aus
Mietverpflichtungen für den konzerneigenen Einzelhandel sowie für Urlaubsansprüche,
Löhne und Gehälter. Die Veränderung zum Vorjahr ergibt sich hauptsächlich aus einer
Erhöhung der abgegrenzten Schulden aus Mietverpflichtungen im Rahmen der Expansion
im konzerneigenen Einzelhandel sowie höheren kurzfristigen Steuerverbindlichkeiten.
Die Summe der kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten erhöhte sich zum Bilanzstichtag
um 25% auf 343 Mio. EUR (30. Juni 2015: 275 Mio. EUR). Wesentlicher Treiber dieser
Entwicklung war die Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr. Aufgrund günstiger Zinskonditionen
wurden zum Bilanzstichtag neben der Inanspruchnahme des Konsortialkredits in Höhe
von 178 Mio. EUR (30. Juni 2015: 178 Mio. EUR) vermehrt auch kurzfristige, bilaterale
Kreditlinien zur Finanzierung herangezogen.
Das kurzfristige operative Nettovermögen (Trade Net Working Capital) stellt die zentrale
Steuerungsgröße des HUGO BOSS Konzerns zur Messung eines effizienten Kapitaleinsatzes
dar. Als Komponenten gehen dabei ausschließlich die drei operativen Bestandsgrößen
Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen in die Berechnung dieser Kennzahl ein. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte
sich das kurzfristige operative Nettovermögen um 1% auf 533 Mio. EUR (30. Juni 2015:
537 Mio. EUR). Dies entspricht einem Anstieg in lokalen Währungen von 1%. Der Rückgang
der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde dabei durch die leichte Erhöhung
des Vorratsvermögens sowie die reduzierten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
kompensiert. Der gleitende Durchschnitt des kurzfristigen operativen Nettovermögens
im Verhältnis zum Umsatz auf Basis der letzten vier Quartale lag mit 19,6 % um 20
Basispunkte unter dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 19,8 %).
Der Free Cashflow, der sich aus dem Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit und
aus dem Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit ermittelt, summierte sich im Berichtszeitraum
auf 54 Mio. EUR (Vorjahr: 73 Mio. EUR).
Der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit lag mit 131 Mio. EUR um 20% unter dem
Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 165 Mio. EUR). Ursächlich hierfür war insbesondere
das rückläufige Konzernergebnis. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit lag mit
77 Mio. EUR um 16% unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 92 Mio. EUR). Schwerpunkt der
Investitionen bildete auch im ersten Halbjahr 2016 der konzerneigene Einzelhandel.
Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit summierte sich im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2016 auf insgesamt 85 Mio. EUR (Vorjahr: 148 Mio. EUR). Diese Entwicklung
ist auf eine gegenüber dem Vorjahreszeitraum erhöhte Aufnahme kurz- und langfristiger
Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen.
Durch die währungsbereinigte Darstellung im Cashflow lassen sich diese Werte nicht
aus der Bilanz ableiten.
Der Zahlungsmittelbestand belief sich zum Bilanzstichtag auf 50 Mio. EUR (30. Juni
2015: 56 Mio. EUR).
Die Nettoverschuldung als Summe aller Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
abzüglich der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erhöhte sich im Vergleich
zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres auf 281 Mio. EUR (Vorjahr: 214 Mio. EUR).
Maßgeblich war hierbei vor allem die Entwicklung des Free Cashflows.
Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände des HUGO BOSS
Konzerns betrugen in den ersten sechs Monaten 2016 79 Mio. EUR und lagen damit 9 %
unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 87 Mio. EUR).
Mit einem Anteil von 69 % am Gesamtinvestitionsvolumen bildete der konzerneigene Einzelhandel
weiterhin den Schwerpunkt der Investitionstätigkeit im Berichtszeitraum (Vorjahr:
62%). Dies entspricht einer im Vergleich zum Vorjahr nahezu unveränderten Investitionssumme
von 55 Mio. EUR (Vorjahr: 54 Mio. EUR). Dabei stand die Renovierung und Modernisierung
bestehender Einzelhandelsstandorte mit 29 Mio. EUR im Vordergrund (Vorjahr: 19 Mio.
EUR). Die Investitionen entfielen insbesondere auf die Region Europa, wo unter anderem
in die Modernisierung von Stores in Hamburg, London und Rom investiert wurde. Die
Investitionen in Neueröffnungen konzerneigener Einzelhandelsgeschäfte beliefen sich
in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 auf 26 Mio. EUR (Vorjahr: 35
Mio. EUR).
Investitionen in die Produktions-, Logistik- und Vertriebsstruktur sowie in den Forschungs-
und Entwicklungsbereich beliefen sich auf 7 Mio. EUR (Vorjahr: 14 Mio. EUR). Die Investitionen
in den Verwaltungsbereich lagen in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016
bei 17 Mio. EUR (Vorjahr: 19 Mio. EUR) und enthalten im Wesentlichen Investitionen
in den Ausbau der IT-Infrastruktur, insbesondere im Zusammenhang mit der im Frühsommer
2016 erfolgten Übernahme wesentlicher Teile der E-Commerce Wertschöpfungskette in
Europa sowie weiteren Maßnahmen zur geplanten Einführung von Omnichannel-Services.
HUGO BOSS verfügt über ein umfassendes Risikomanagement-System, das es dem Management
ermöglicht, Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen, zu analysieren und entsprechende
Maßnahmen zu ergreifen. Die Risikolage hat sich gegenüber dem Berichtsjahr 2015 nicht
wesentlich verändert. Eine detaillierte Darstellung der Risiken und Chancen von HUGO
BOSS kann dem Geschäftsbericht 2015 entnommen werden.
Aus dem Ergebnis des Referendums in Großbritannien, das ein Ausscheiden des Landes
aus der Europäischen Union vorsieht, haben sich für HUGO BOSS Risiken aus einer potenziellen
Abschwächung der Konsumneigung sowohl in Großbritannien als auch im restlichen Europa
ergeben. Für weitere Informationen wird auf den Prognosebericht verwiesen.
Im Jahr 2016 werden die in Kernmärkten rückläufige Branchenentwicklung und unternehmensspezifische
Herausforderungen die Finanzergebnisse von HUGO BOSS belasten. Für den Konzernumsatz
wird eine stabile bis leicht negative Entwicklung auf währungsbereinigter Basis erwartet.
Das operative Ergebnis (EBITDA vor Sondereffekten) wird voraussichtlich zwischen 17%
und 23% zurückgehen. Das disziplinierte Kostenmanagement des Konzerns wird dabei die
Ergebnisauswirkung der flächenbereinigt rückläufigen Umsatzentwicklung im eigenen
Einzelhandel dämpfen.
Zwischen dem Ende des ersten Halbjahrs 2016 und der Veröffentlichung dieses Berichts
gab es keine wesentlichen gesamtwirtschaftlichen, sozialpolitischen, branchenbezogenen
oder unternehmensspezifischen Veränderungen, die sich nach den Erwartungen des Managements
maßgeblich auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens auswirken
könnten.
Der folgende Bericht gibt die Prognosen des HUGO BOSS Managements hinsichtlich des
künftigen Geschäftsverlaufs wieder und beschreibt die erwartete Entwicklung der maßgeblichen
volkswirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen. Er entspricht dem Kenntnisstand
des Managements zum Zeitpunkt der Berichterstellung. Hierbei wird berücksichtigt,
dass die tatsächliche Entwicklung aufgrund des Eintretens von Risiken und Chancen,
wie im Risiko- und Chancenbericht des Geschäftsberichts 2015 beschrieben, positiv
wie negativ wesentlich von diesen Prognosen abweichen kann. Der HUGO BOSS Konzern
übernimmt außerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Veröffentlichungsvorschriften
keine Verpflichtung, die in diesem Bericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.
Konjunkturelle und branchenspezifische Entwicklungen beeinflussen maßgeblich die operative
und finanzwirtschaftliche Entwicklung von HUGO BOSS. Der Konzern muss dementsprechend
seine Prognosen zum erwarteten Geschäftsverlauf auf Annahmen hinsichtlich der Entwicklung
von Weltwirtschaft und Branche basieren. Diese Annahmen sind im Folgenden dargestellt.
Im Jahresverlauf überwacht der Konzern fortlaufend die Entwicklung dieser Rahmenbedingungen,
um möglichst schnell und umfassend auf eventuelle Veränderungen reagieren zu können.
Im April 2016 reduzierte der IWF seine Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft
für das Gesamtjahr 2016 bereits zum zweiten Mal auf nun 3,2 %. Die reduzierte Prognose
basiert vor allem auf der Annahme einer Verlangsamung des Wachstums der Schwellenländer
und eines schwächeren Ausblicks für die USA. Der IWF prognostiziert für die europäische
Wirtschaft ein Wachstum von 1,5 % im Jahr 2016 trotz der Rezession in Russland, die
auch einen negativen Einfluss auf weitere Länder der Region haben sollte. Niedrige
Energiepreise sowie eine expansive Geld- und Fiskalpolitik sollten eine schwächere
Auslandsnachfrage überkompensieren. Für die USA erwartet der IWF ein Wachstum von
2,4 % und damit nicht länger eine Beschleunigung des Wachstums gegenüber 2015. Der
starke Dollar sowie niedrigere Investitionen im Ölsektor sind dafür die Hauptfaktoren.
Für Lateinamerika erwartet der IWF ein Schrumpfen der Wirtschaft um 0,5 %. Besonders
der südliche Teil der Region leidet unter dem niedrigen Ölpreis und die anhaltende
Rezession in Brasilien belastet die gesamte Region. Das Wachstum der asiatischen Wirtschaft
wird sich laut dem IWF im Jahr 2016 leicht auf 6,4 % verlangsamen. Das Wachstum in
China sollte weiter nachlassen, vor allem getrieben von einem Rückgang der Produktion
im Industriesektor. Der Dienstleistungssektor sollte hingegen stabiles Wachstum zeigen.
In Japan wird mit einem moderaten Wachstum gerechnet. Die Aufwertung des Yen sowie
eine schwächere Nachfrage aus den Schwellenländern sollten allerdings das Wirtschaftswachstum
belasten. Die Ausweitung der expansiven Geldpolitik sowie niedrigere Energiepreise
sollten die negativen Effekte dämpfen. Indien und kleinere aufstrebende Länder Asiens
werden voraussichtlich weiterhin von einer starken Inlandsnachfrage profitieren und
kräftig wachsen.
Branchenanalysten im Bankenbereich erwarten im Durchschnitt ein bestenfalls verhaltenes
Wachstum der Umsätze in der Premium- und Luxusgüterbranche im Jahr 2016. Insgesamt
ist der Ausblick aber mit großen Unsicherheiten behaftet und hat sich im ersten Halbjahr,
insbesondere durch die möglichen negativen Auswirkungen des BREXIT Votum auf das Konsumklima,
weiter eingetrübt. Die Unternehmen im Sektor reduzieren die Expansion eigener Einzelhandelsflächen
und passen sich damit den niedrigeren Wachstumsraten in der Branche an. Der Fokus
liegt nun vielerorts auf der Steigerung der Profitabilität bestehender Einzelhandelsflächen.
Der Ausbau von Online-Angeboten und deren Verknüpfung mit dem stationären Handel wird
eine wichtigere Rolle spielen. Im Großhandelskanal wird sich die hohe Rabattintensität
vor dem Hintergrund rückläufiger Kundenfrequenzen und erhöhter Lagerbestände voraussichtlich
weiter fortsetzen. Umsatzrückgänge auf vergleichbarer Fläche, Investitionen in den
Ausbau von Onlineangeboten und die zunehmende Harmonisierung globaler Preisarchitekturen
dürften sich belastend auf die Margenentwicklung in der Branche auswirken.
In der Region Europa ist die Branchenentwicklung im Jahr 2016 von hohen Unsicherheiten
geprägt. Insbesondere die Effekte aus einer Verschiebung der Touristenströme von Europa
nach Asien sowie die gestiegene Angst vor Terrorismus trüben die Aussichten der Branche.
Zusätzlich belasten die Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem BREXIT Votum und die
möglichen negativen Auswirkungen auf das Konsumklima. In der Region Amerika dürfte
das Branchenwachstum im Jahr 2016 auf unverändert niedrigem Niveau bleiben. In den
USA wird die Nachfrage voraussichtlich weiter schwach bleiben. Im Großhandelsbereich
wird dementsprechend eine weiterhin hohe Rabattintensität erwartet. Die volatilen
Aktienmärkte, Unsicherheiten im Zusammenhang mit der anstehenden Präsidentenwahl und
der starke US-Dollar werden die Branchenentwicklung den Erwartungen nach weiter dämpfen.
Die lateinamerikanischen Märkte sollten sich jedoch leicht erholen und von einer Wiederbelebung
der lokalen Nachfrage profitieren. Der asiatische Premium- und Luxusgütermarkt sollte
sich stabil entwickeln. Die stärkere Angleichung der Preisarchitektur in der Region
an das Niveau in Europa und den USA, strengere Visabestimmungen für Reisen nach Europa
und die Ausweitung von Zollkontrollen werden voraussichtlich zu einer Verlagerung
der Nachfrage chinesischer Konsumenten zurück in den Heimatmarkt führen. Südkorea
sollte von zunehmendem Tourismus und einer starken lokalen Nachfrage profitieren.
Japan sollte jedoch aufgrund des starken Yen und einem Rückgang des Tourismus weniger
stark als 2015 wachsen und auch für Hongkong und Macau werden weiter deutliche Umsatzrückgänge
erwartet.
HUGO BOSS erwartet, dass die in vielen Märkten herausfordernde konjunkturelle und
branchenspezifische Lage die Geschäftsentwicklung des Konzerns negativ beeinflussen
wird. Unter Einbezug der beschriebenen Annahmen für die Entwicklung der Gesamtwirtschaft
und der Branche im Jahr 2016 erwartet der Konzern, dass sich der Umsatz auf währungsbereinigter
Basis stabil oder um bis zu 3% rückläufig entwickeln wird. Damit wird die Umsatzentwicklung
im Vergleich zur Weltwirtschaft und der Branche insgesamt schwächer ausfallen.
| UMSATZENTWICKLUNG (WÄHRUNGSBEREINIGT) | Zwischen 0% und -3% |
| ENTWICKLUNG DES EBITDA VOR SONDEREFFEKTEN | Rückgang zwischen 17% und 23% |
| INVESTITIONEN | 160 Mio. EUR bis 180 Mio. EUR |
| FREE CASHFLOW | Leichter Rückgang |
Im Jahr 2016 wird die Entwicklung des Konzernumsatzes voraussichtlich von Rückgängen
in Amerika und Asien belastet. In der Region Amerika hat die schwierige, von einer
hohen Rabattintensität geprägte Marktlage einen negativen Einfluss auf den Konzern.
HUGO BOSS adressiert dies vor allem mit einer Veränderung seiner Distributionsstrategie
im Großhandelsgeschäft. Diese beinhaltet insbesondere die Limitierung des Vertriebs
der BOSS Kernmarke. In Asien wird sich der Umsatz voraussichtlich vor allem aufgrund
der Herausforderungen im chinesischen Markt negativ entwickeln. Vor allem in Hongkong
und Macau werden deutliche Rückgänge erwartet. Im Zuge der Angleichung seiner globalen
Preisarchitektur passt HUGO BOSS im Jahr 2016 die Verkaufspreise in Asien weitgehender
als bislang an die Niveaus in Europa und Amerika an. Trotz der erwarteten Stärkung
der Nachfrage wird sich dies kurzfristig negativ in der Umsatzentwicklung niederschlagen.
Für die größte Region des Konzerns, Europa, werden hingegen weiterhin Zuwächse erwartet.
Diese werden von der zunehmenden Ausrichtung der Region auf den eigenen Einzelhandel
getragen. Auch der Umsatz im Segment Lizenzen sollte sich positiv entwickeln.
Der Umsatz im eigenen Einzelhandel wird sich im Jahr 2016 im Vergleich zum Gesamtkonzern
voraussichtlich überdurchschnittlich positiv entwickeln. Die enge Verzahnung des stationären
Einzelhandelsgeschäfts mit den digitalen Angeboten des Konzerns bildet einen wichtigen
Schwerpunkt im Einzelhandelsmanagement, um den Konsumenten ein nahtloses, integriertes
Einkaufserlebnis zu bieten. Insbesondere übernimmt der Konzern im Jahr 2016 wesentliche
Teile der eCommerce-Wertschöpfungskette in Europa, um zukünftig Omnichannel-Services
anbieten zu können. Darüber hinaus bilden die Intensivierung des Kundenbeziehungsmanagements,
die nachfrageorientierte Optimierung des Warenangebots und die Verbesserung von Systemen
und Prozessen im Einzelhandelsmanagement Potenziale, um die Flächenproduktivität zu
steigern.
Außerdem wird der Konzern sein Store-Netz durch Renovierungen und die vorzeitige Schließung
solcher Stores optimieren, die einen verwässernden Effekt auf die operative Marge
haben. Selektive Neueröffnungen werden sich auf solche Projekte konzentrieren, die
mit hoher Wahrscheinlichkeit einen unmittelbaren positiven Margeneffekt generieren
werden. Darüber hinaus weitet der Konzern seine Kontrolle über die Distribution der
BOSS Kernmarke im amerikanischen Großhandelsgeschäft durch die Übernahme von Shop-in-Shops
bei Handelspartnern aus. Insgesamt sollten der Ausbau des eigenen Store-Netzes und
Übernahmen einen Wachstumsbeitrag zur Umsatzentwicklung im konzerneigenen Einzelhandel
im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich leisten. Ein wesentlicher Teil
davon steht dabei im Zusammenhang mit Ganzjahreseffekten aus der Eröffnung neuer Stores
und Übernahmen im Vorjahr.
Für den Großhandelsbereich wird ein Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr von bis
zu 10% prognostiziert. Dies ist vor allem eine Folge der Veränderung der Distributionsstrategie
im US-Markt. Im US-Großhandelsgeschäft schränkt HUGO BOSS insbesondere die Distribution
der Kernmarke BOSS ein und übernimmt Shop-in-Shops von Handelspartnern, um die Qualität
der Markenpräsentation zu verbessern. Der in übernommenen Verkaufspunkten erzielte
Umsatz wird statt dem Großhandelsbereich dem Einzelhandelsbereich zugerechnet. Auch
die global verhaltene Nachfrage der Handelspartner, die angesichts des eingetrübten
Marktausblicks und vielfach hoher Vorratsbestände ihre Ordertätigkeit reduzieren,
wird voraussichtlich einen negativen Einfluss auf die Umsatzentwicklung in diesem
Kanal haben.
Der wachsende Umsatzanteil des eigenen Einzelhandels wird die Entwicklung der Konzernrohertragsmarge
im Jahr 2016 voraussichtlich unterstützen. Die in diesem Vertriebskanal erwirtschaftete
Rohertragsmarge liegt über der des Großhandelsgeschäfts. Die Preisanpassungen in Asien
werden diesen Effekt allerdings kompensieren. Effekte aus dem Vorratsmanagement und
dem Rabattmanagement sollten einen insgesamt neutralen Effekt auf die Margenentwicklung
haben. Der Konzern geht somit von einer insgesamt stabilen Rohertragsmargenentwicklung
im Gesamtjahr aus.
Die fortgesetzte Transformation zu einem konsequent kundenorientierten Geschäftsmodell
wird die Entwicklung der operativen Aufwendungen im Jahr 2016 beeinflussen. HUGO BOSS
stärkt in diesem Zusammenhang die Qualität seiner Systeme und Prozesse im eigenen
Einzelhandel. Insbesondere nimmt der Konzern die Auftragsabwicklung in seinem Online-Geschäft
in Europa in die eigenen Hände. Darüber hinaus wird HUGO BOSS in ähnlichem Umfang
wie im Vorjahr in Markenkommunikationsaktivitäten investieren, um die Kundennachfrage
zu unterstützen. Gleichzeitig hat der Konzern ein Programm initiiert, um seine Kosteneffizienz
zu verbessern. Die Maßnahmen beinhalten insbesondere die Nachverhandlung von Mietverträgen
im eigenen Einzelhandel, Kosteneinsparungen im Gemeinkostenbereich und die vorzeitige
Schließung verlustbringender Stores in der zweiten Jahreshälfte. Der Konzern erwartet
somit, das Wachstum der operativen Aufwendungen auf eine gegenüber dem Vorjahr deutlich
geringere Steigerungsrate begrenzen zu können.
Das operative Ergebnis (EBITDA vor Sondereffekten) wird im Jahr 2016 voraussichtlich
zwischen 17% und 23% zurückgehen. Darin spiegeln sich vor allem Effekte aus der stärkeren
Angleichung regional unterschiedlicher Preisarchitekturen und der Transformation des
Geschäftsmodells wieder. Diese Prognose basiert auf der Annahme einer rückläufigen
Umsatzentwicklung auf vergleichbarer Fläche im eigenen Einzelhandel. Die Rückgänge
sollen dabei im Gesamtjahr das Niveau der ersten Jahreshälfte nicht übersteigen. Der
Abschreibungsaufwand wird infolge der höheren Investitionstätigkeit im Vorjahr deutlich
zunehmen. Aufgrund von Sondereffekten vor allem im Zusammenhang mit geplanten Storeschließungen
wird die Entwicklung des Konzernergebnisses und des Ergebnisses je Aktie schwächer
als die Entwicklung des EBITDA vor Sondereffekten ausfallen. Das Finanzergebnis sollte
sich jedoch aufgrund geringerer Währungseffekte, die im Vorjahr einen wesentlichen,
negativen Effekt hatten, verbessern.
Das strikte Management des kurzfristigen operativen Nettovermögens (Trade Net Working
Capital) genießt hohe Priorität, um Verbesserungen des operativen Cashflows zu unterstützen.
Im Jahr 2016 strebt der Konzern an, das kurzfristige operative Nettovermögen im Verhältnis
zum Umsatz zu reduzieren. Verbesserungspotenzial wird insbesondere bei der Verringerung
der Vorratsreichweite gesehen. Eine optimierte Planung des Warenbedarfs sowie die
erhöhte Flexibilität und Geschwindigkeit in der Warensteuerung werden eine Verringerung
der Vorratsreichweite vor allem im eigenen Einzelhandel unterstützen.
Der Konzern strebt im Jahr 2016 eine Verringerung seiner Investitionsaufwendungen
gegenüber dem Vorjahr an, ohne dabei seine mittel- und langfristigen Wachstumsaussichten
zu beeinträchtigen. Der eigene Einzelhandel wird auch im Jahr 2016 den Schwerpunkt
der Investitionstätigkeit des Konzerns bilden. Die Renovierung bestehender Einzelhandelsgeschäfte
wird dabei im Vordergrund stehen. Darüber hinaus wird der Konzern seine operative
Infrastruktur vor allem in den Bereichen IT und Logistik stärken. Besonderes Augenmerk
liegt dabei auf der Umsetzung von Maßnahmen zur Einführung von Omnichannel-Services.
Aufgrund des Wegfalls von Kosten im Zusammenhang mit einmaligen Investitionsaufwendungen
im Vorjahr, einer im Vergleich zu den Vorjahren geringeren Expansion des eigenen Einzelhandels
und der strikten Fokussierung auf Projekte mit dem größten positiven Beitrag zum Unternehmenswert
wird das Investitionsvolumen aber im Jahr 2016 auf 160 Mio. EUR bis 180 Mio. EUR sinken.
Im Jahr 2016 erwartet der Konzern einen leichten Rückgang des Free Cashflow gegenüber
dem Vorjahr. Positive Effekte aus dem strikten Management des kurzfristigen operativen
Nettovermögens und der Verringerung der Investitionen werden dabei den Ergebnisrückgang
voraussichtlich nicht vollständig kompensieren. Der Free Cashflow soll im Wesentlichen
zur Finanzierung der Dividendenausschüttung verwendet werden. Der Konzern geht davon
aus, dass die Nettofinanzverbindlichkeiten zum Jahresende leicht über dem Niveau des
Vorjahres liegen werden. Vor dem Hintergrund seiner starken Innenfinanzierungskraft
und der im Jahr 2015 erfolgten Refinanzierung des Konsortialkredits, der den Liquiditätsbedarf
des Unternehmens langfristig zu vorteilhaften Konditionen sichert, plant der Konzern
keine wesentlichen Finanzierungsaktivitäten im Jahr 2016.
Der Konzern plant, mittelfristig auf einen profitablen Wachstumskurs zurückzukehren.
Fortgesetzt ungünstige gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Marktentwicklungen
in wichtigen Absatzmärkten, Kosteninflation in den Beschaffungsprozessen und unerwartete
Nachfrageschwankungen im eigenen Einzelhandel könnten allerdings negative finanzielle
Auswirkungen nach sich ziehen. Der Konzern hat Vorkehrungen getroffen, um die Wahrscheinlichkeit
und die Auswirkungen eines Eintritts dieser und weiterer Risiken zu begrenzen. Einzelheiten
sind dem Risikobericht des Geschäftsberichts 2015 zu entnehmen.
Zusammengefasst zeigt die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, dass sich der HUGO
BOSS Konzern zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichts für die ersten sechs Monate
des Geschäftsjahres 2016 weiterhin in einer soliden wirtschaftlichen Lage befand.
Metzingen, den 21. Juli 2016
HUGO BOSS AG
Der Vorstand
Mark Langer
Bernd Hake
| (in Mio. EUR) | 2016 | 2015 |
| Umsatzerlöse | 1.264,7 | 1.314,6 |
| Umsatzkosten | -432,5 | -447,3 |
| Rohertrag | 832,2 | 867,3 |
| In % vom Umsatz | 65,8 | 66,0 |
| Vertriebs- und Marketingaufwendungen | -560,3 | -532,2 |
| Verwaltungsaufwendungen | -138,2 | -138,0 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge | -64,6 | 0,1 |
| Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit | 69,1 | 197,2 |
| Zinsergebnis | -1,2 | -3,8 |
| Übrige Finanzposten | -2,7 | -3,5 |
| Finanzergebnis | -3,9 | -7,3 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 65,2 | 189,9 |
| Ertragsteuern | -15,7 | -43,7 |
| Konzernergebnis | 49,5 | 146,2 |
| Davon entfallen auf: | ||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | 49,5 | 146,1 |
| Nicht beherrschende Anteile | 0,0 | 0,1 |
| Ergebnis je Aktie (EUR)1 | 0,72 | 2,12 |
1
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie.
| (in Mio. EUR) | 2016 | 2015 |
| Konzernergebnis | 49,5 | 146,2 |
| Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | ||
| Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen | -4,9 | 1,1 |
| Posten, die anschließend in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | ||
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung | -17,0 | 41,6 |
| Netto-(Verluste) /-Gewinne aus Marktbewertung von Sicherungsgeschäften | 0,8 | -0,8 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -21,1 | 41,9 |
| Gesamtergebnis | 28,4 | 188,1 |
| Davon entfallen auf: | ||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | 28,4 | 188,0 |
| Nicht beherrschende Anteile | 0,0 | 0,1 |
| Gesamtergebnis | 28,4 | 188,1 |
| (in Mio. EUR) | 30. Juni 2016 | 30. Juni 2015 | 31. Dez. 2015 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 180,5 | 165,5 | 182,6 |
| Sachanlagen | 438,8 | 414,4 | 439,8 |
| Aktive latente Steuern | 129,7 | 117,5 | 115,2 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 23,1 | 22,9 | 22,4 |
| Langfristige Ertragsteuerforderungen | 0,6 | 1,2 | 0,7 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 3,4 | 9,1 | 3,9 |
| Langfristige Vermögenswerte | 776,1 | 730,6 | 764,6 |
| Vorräte | 565,5 | 563,4 | 559,5 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 192,1 | 210,5 | 239,6 |
| Kurzfristige Ertragsteuerforderungen | 29,6 | 13,4 | 21,1 |
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 31,7 | 18,3 | 29,0 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 89,4 | 85,3 | 104,6 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 49,6 | 56,3 | 81,4 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 0,0 | 0,0 | 0,5 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 957,9 | 947,2 | 1.035,7 |
| GESAMT | 1.734,0 | 1.677,8 | 1.800,3 |
| (in Mio. EUR) | 30. Juni 2016 | 30. Juni 2015 | 31. Dez. 2015 |
| Gezeichnetes Kapital | 70,4 | 70,4 | 70,4 |
| Eigene Aktien | -42,3 | -42,3 | -42,3 |
| Kapitalrücklage | 0,4 | 0,4 | 0,4 |
| Gewinnrücklagen | 667,2 | 698,7 | 873,2 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | 38,4 | 55,4 | 54,6 |
| Auf die Anteilseigner des Mutternunternehmens entfallendes Eigenkapital | 734,1 | 782,6 | 956,3 |
| Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | 0,8 | -0,5 | -0,6 |
| Konzerneigenkapital | 734,9 | 782,1 | 955,7 |
| Langfristige Rückstellungen | 79,9 | 75,3 | 72,1 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 237,4 | 232,5 | 135,0 |
| Passive latente Steuern | 9,1 | 9,1 | 7,8 |
| Sonstige langfristige Schulden | 44,8 | 46,8 | 42,2 |
| Langfristige Schulden | 371,2 | 363,7 | 257,1 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 138,7 | 109,2 | 102,8 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 106,1 | 42,1 | 41,5 |
| Ertragsteuerschulden | 25,3 | 41,3 | 46,3 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 224,6 | 236,9 | 271,5 |
| Sonstige kurzfristige Schulden | 133,2 | 102,5 | 125,4 |
| Kurzfristige Schulden | 627,9 | 532,0 | 587,5 |
| GESAMT | 1.734,0 | 1.677,8 | 1.800,3 |
| (in Mio. EUR) | Gewinnrücklagen | Kumuliertes übriges Eigenkapital |
||||
| Gezeichnetes Kapital |
Eigene Aktien |
Kapital- rücklage |
Gesetzliche Rücklage |
Sonstige Gewinnrücklagen |
Unterschiede aus der Währungs- umrechnung |
|
| 1. Januar 2015 | 70,4 | -42,3 | 0,4 | 6,6 | 794,7 | 15,3 |
| Konzernergebnis | 146,1 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | 1,1 | 41,6 | ||||
| Gesamtergebnis | 147,2 | 41,6 | ||||
| Dividendenzahlung | -249,8 | |||||
| Akquisition nicht beherrschender Anteile | -0,1 | |||||
| 30. Juni 2015 | 70,4 | -42,3 | 0,4 | 6,6 | 692,1 | 56,9 |
| 1. Januar 2016 | 70,4 | -42,3 | 0,4 | 6,6 | 866,5 | 54,4 |
| Konzernergebnis | 49,5 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | -4,9 | -17,0 | ||||
| Gesamtergebnis | 44,6 | -17,0 | ||||
| Veränderung Konsolidierungskreis | -0,7 | |||||
| Dividendenzahlung | -249,8 | |||||
| 30. Juni 2016 | 70,4 | -42,3 | 0,4 | 6,6 | 660,6 | 37,4 |
| (in Mio. EUR) | Kumuliertes übriges Eigenkapital |
Konzerneigenkapital | ||
| Marktbewertung Sicherungsgeschäfte |
Auf die Anteilseigner des Mutter- unternehmens entfallendes Eigenkapital |
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital |
Konzern- eigenkapital |
|
| 1. Januar 2015 | -0,7 | 844,4 | -0,5 | 843,9 |
| Konzernergebnis | 146,1 | 0,1 | 146,2 | |
| Sonstiges Ergebnis | -0,8 | 41,9 | 0,0 | 41,9 |
| Gesamtergebnis | -0,8 | 188,0 | 0,1 | 188,1 |
| Dividendenzahlung | -249,8 | -249,8 | ||
| Akquisition nicht beherrschender Anteile | -0,1 | -0,1 | ||
| 30. Juni 2015 | -1,5 | 782,6 | -0,5 | 782,1 |
| 1. Januar 2016 | 0,2 | 956,2 | -0,5 | 955,7 |
| Konzernergebnis | 49,5 | 0,0 | 49,5 | |
| Sonstiges Ergebnis | 0,8 | -21,1 | 0,0 | -21,1 |
| Gesamtergebnis | 0,8 | 28,4 | 0,0 | 28,4 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | -0,7 | 1,3 | 0,6 | |
| Dividendenzahlung | -249,8 | -249,8 | ||
| 30. Juni 2016 | 1,0 | 734,1 | 0,8 | 734,9 |
| (in Mio. EUR) | 2016 | 2015 |
| Konzernergebnis | 49,5 | 146,2 |
| Abschreibungen/Zuschreibungen | 73,8 | 57,8 |
| Unrealisierte Währungsgewinne/-verluste, netto | -5,0 | 0,6 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge | 6,7 | -0,4 |
| Ertragsteueraufwand/-erstattungen | 15,7 | 43,7 |
| Zinserträge und -aufwendungen | 1,2 | 3,8 |
| Veränderung der Vorräte | -8,9 | -21,9 |
| Veränderung der Forderungen sowie anderer Aktiva | 51,4 | 56,1 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva | -31,5 | -21,1 |
| Ergebnis aus dem Verkauf von Anlagevermögen | -2,2 | -2,1 |
| Veränderung Pensionsrückstellungen | 1,3 | 2,3 |
| Veränderung übrige Rückstellungen | 36,1 | -12,2 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -56,3 | -86,8 |
| Operativer Mittelzufluss | 131,8 | 166,0 |
| Gezahlte Zinsen | -1,1 | -2,1 |
| Erhaltene Zinsen | 0,4 | 0,7 |
| Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit | 131,1 | 164,6 |
| Investitionen in Sachanlagen | -66,5 | -65,8 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | -10,2 | -6,2 |
| Erwerb von Tochtergesellschaften und sonstigen Geschäftseinheiten abzüglich erworbener flüssiger Mittel | -2,9 | -20,8 |
| Erlöse aus Abgängen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 2,3 | 0,9 |
| Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit | -77,3 | -91,9 |
| An die Anteilseigner des Mutterunternehmens gezahlte Dividenden | -249,8 | -249,8 |
| Veränderung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten | 64,2 | 24,0 |
| Aufnahme von langfristigen Finanzverbindlichkeiten | 100,8 | 79,1 |
| Tilgung von langfristigen Finanzverbindlichkeiten | 0,0 | -0,9 |
| Erwerb von zusätzlichen Anteilen an Tochterunternehmen | 0,0 | -0,1 |
| Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -84,8 | -147,7 |
| Wechselkursbedingte Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -0,8 | 2,7 |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -31,8 | -72,3 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode | 81,4 | 128,6 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode | 49,6 | 56,3 |
Der Zwischenabschluss der HUGO BOSS AG zum 30. Juni 2016 wurde gemäß § 37w WpHG in
Übereinstimmung mit den zum Stichtag gültigen International Financial Reporting Standards
(IFRS) und deren Interpretationen aufgestellt. Insbesondere die Regelungen des IAS
34 zur Zwischenberichterstattung wurden angewendet.
Der vorliegende Zwischenlagebericht und der verkürzte Abschluss wurden weder entsprechend
§ 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch eine zur Abschlussprüfung
befähigte Person unterzogen. Durch Beschluss vom 21. Juli 2016 wurden der verkürzte
Zwischenabschluss und der Zwischenlagebericht durch den Vorstand zur Weiterleitung
an den Aufsichtsrat freigegeben. Vor seiner Veröffentlichung wurden der Zwischenlagebericht
und der verkürzte Zwischenabschluss außerdem mit dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats
erörtert.
Alle Zwischenabschlüsse der in den Konzernzwischenabschluss einbezogenen Unternehmen
wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Eine
detaillierte Beschreibung der angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden
ist im Anhang des Konzernabschlusses 2015 zu finden.
Der Konzernzwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag
gültigen IFRS, wie sie vom IASB veröffentlicht wurden und in der EU anzuwenden sind,
aufgestellt.
Die Anwendung der Neuerungen der Standards IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 11 "Gemeinsame
Vereinbarungen", IFRS 12 "Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen", IAS 1
"Darstellung des Abschlusses", IAS 16 "Sachanlagen", IAS 27 "Einzelabschlüsse", IAS
28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen", sowie IAS 38
"Immaterielle Vermögenswerte" führten zu keinen Änderungen in der Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage des Konzerns.
Die im Rahmen der jährlichen Verbesserungen an den IFRS vorgenommenen Änderungen,
die den Zyklus 2012 - 2014 betreffen, sind ab dem 1. Januar 2016 verpflichtend anzuwenden.
Betroffen sind die Standards IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte
und aufgegebene Geschäftsbereiche", IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben", IAS 19 "Leistungen
an Arbeitnehmer" und IAS 34 "Zwischenberichterstattung". Es ergeben sich hierdurch
keine Änderungen auf den Halbjahresfinanzbericht.
Anteilsbasierte Vergütungsprogramme werden im Einklang mit IFRS 2 bilanziert. Bei
dem im HUGO BOSS Konzern mit Wirkung zum 1. Januar 2016 ausgegebenen Long-Term-Incentive-Programm
(LTI) für Vorstände und bezugsberechtigte Führungskräfte handelt es sich um eine anteilsbasierte
Vergütung mit Barausgleich (cash-settled share-based payment transaction). Die aus
dem LTI resultierenden Aufwendungen respektive Schulden zur Abgeltung dieser Leistungen
werden über den erwarteten Erdienungszeitraum erfasst. Dieser Betrag wird zu jedem
Bilanzstichtag neu bemessen und grundsätzlich mittels eines Optionspreismodells bewertet.
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst. Der entstandene
Aufwand wird in den Personalaufwendungen ausgewiesen, die Schuld als Rückstellung
für Personalaufwendungen.
Die wichtigsten, im Zwischenabschluss angewandten Kurse haben sich in Relation zum
Euro wie folgt entwickelt:
| Währung | Durchschnittskurs | |||
| Land | 1 EUR = | Juni 2016 | Juni 2015 | Dez. 2015 |
| Australien | AUD | 1,5195 | 1,4536 | 1,5025 |
| China | CNY | 7,3943 | 6,9582 | 7,0179 |
| Großbritannien | GBP | 0,7877 | 0,7210 | 0,7253 |
| Hongkong | HKD | 8,7112 | 8,6922 | 8,4311 |
| Japan | JPY | 118,7137 | 138,8083 | 132,3842 |
| Schweiz | CHF | 1,0899 | 1,0454 | 1,0826 |
| USA | USD | 1,1222 | 1,1212 | 1,0878 |
| Währung | Bilanzstichtagskurs | |||
| Land | 1 EUR = | 30. Juni 2016 | 30. Juni 2015 | 31. Dez. 2015 |
| Australien | AUD | 1,4911 | 1,4526 | 1,4897 |
| China | CNY | 7,3680 | 6,9121 | 7,0608 |
| Großbritannien | GBP | 0,8255 | 0,7085 | 0,7340 |
| Hongkong | HKD | 8,6041 | 8,6306 | 8,4376 |
| Japan | JPY | 113,8500 | 136,8100 | 131,0700 |
| Schweiz | CHF | 1,0854 | 1,0376 | 1,0835 |
| USA | USD | 1,1090 | 1,1133 | 1,0887 |
Als weltweit tätiges Unternehmen ist der HUGO BOSS Konzern unterschiedlichen konjunkturellen
Entwicklungen ausgesetzt. Branchenbedingte saisonale Schwankungen sind bei HUGO BOSS
üblich. Jedoch hat sich das Geschäft von HUGO BOSS in den vergangenen Jahren grundlegend
geändert. Das ehemals von zwei Vorordersaisons (Frühjahr / Sommer und Herbst / Winter)
dominierte Geschäft mit einer entsprechend früh vorliegenden Auftragslage ist zunehmend
komplexer geworden. So werden nunmehr pro Jahr vier Saison-Vorverkäufe durchgeführt.
Darüber hinaus verringert sich die Bedeutung saisonaler Einflüsse durch den weltweiten
Ausbau der eigenen Einzelhandelsaktivitäten. Zudem ist HUGO BOSS bestrebt, die Effizienz
zu erhöhen, indem die weniger modeabhängigen Artikel stärker aus dem Lagergeschäft
bedient werden. Auch die Zahl monatlicher themenorientierter Auslieferungen steigt
kontinuierlich an. Aufgrund dieser Einflüsse nimmt die Saisonalität im Geschäftsverlauf
von HUGO BOSS stetig ab.
Im Berichtszeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2016 erhöhte sich die Anzahl der konsolidierten
Gesellschaften gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 von 57 auf 60.
Im ersten Quartal wurde die HUGO BOSS Malaysia Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia,
als 100 % Tochtergesellschaft erstmalig konsolidiert.
Zum 1. Januar 2016 wurde die HUGO BOSS Middle East FZ-LLC, Dubai, V.A.E., als 100
% Tochtergesellschaft erstmalig konsolidiert.
Zum 1. Januar 2016 erfolgte die erstmalige Einbeziehung der im vierten Quartal 2015
zusammen mit der AL FUTTAIM Group in Dubai gegründeten HUGO BOSS AL FUTTAIM UAE TRADING
L.L.C., Dubai, V.A.E., an der die HUGO BOSS Middle East FZ-LLC, Dubai, V.A.E. 49 %
der Anteile hält.
Unverändert zum 31. Dezember 2015 werden zum 30. Juni 2016 zwei Unternehmen, bei denen
HUGO BOSS und eine weitere Partei gemeinschaftlich die Führung ausüben, nach der Equity-Methode
bilanziert.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 hat der HUGO BOSS Konzern insgesamt vier
Stores und die damit verbundenen Anlagewerte und Vorräte im Rahmen von Asset Deals
von ehemaligen Franchise-Partnern in Malaysia und Hongkong übernommen. Der Erwerb
dreier Stores in Malaysia zum 1. Januar 2016 erfolgte über die im Geschäftsjahr 2015
gegründete und in 2016 erstmalig konsolidierte HUGO BOSS Malaysia Sdn. Bhd., Kuala
Lumpur, Malaysia. Der Erwerb eines Stores in Hongkong zum 1. Mai 2016 erfolgte über
die HUGO BOSS Hong Kong Ltd., Hongkong, China. Die Unternehmenserwerbe erfolgten zur
Unterstützung des Ausbaus des konzerneigenen Einzelhandels in der Region Asien/Pazifik.
Folgende Übersicht zeigt die vorläufige Allokation des Kaufpreises auf das übernommene
Nettovermögen sowie den sich daraus ergebenden Geschäfts- oder Firmenwert:
| (in Mio. EUR) | 30. Juni 2016 |
| Übertragene Gegenleistung | |
| Vereinbarter Kaufpreis | 2,9 |
| Übernommene Schulden | 0,0 |
| Summe Kaufpreiszahlung | 2,9 |
| Beizulegende Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 0,0 |
| Sachanlagen | 0,9 |
| Vorräte | 0,7 |
| Summe Vermögenswerte | 1,6 |
| Summe Verbindlichkeiten | 0,0 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 1,3 |
Die Beherrschung über die Vermögenswerte wird durch die Zahlung des vereinbarten Kaufpreises
erlangt. Die Geschäfts- oder Firmenwerte entfallen auf das Segment Asien/Pazifik und
enthalten nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte und erwartete Synergieeffekte.
Sie unterliegen gemäß IAS 36 einem jährlichen Impairmenttest und werden daher nicht
planmäßig abgeschrieben. Es entstanden Transaktionskosten in unwesentlicher Höhe,
welche sofort erfolgswirksam in der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden.
Der durch die Übernahmen zusätzlich generierte Konzernumsatz in den ersten sechs Monaten
des Geschäftsjahrs 2016 betrug 1,8 Mio. EUR.
Für die im Geschäftsjahr 2015 von einem ehemaligen Franchisenehmer erworbenen Stores
in China erfolgte die Übernahme auf Basis einer zunächst vorläufigen Kaufpreisallokation,
da im Geschäftsjahr 2015 noch nicht alle für eine vollständige Bilanzierung des Unternehmenserwerb
notwendigen Informationen vorlagen. Die Kaufpreisallokation wurde im ersten Quartal
des Geschäftsjahrs 2016 und damit innerhalb von zwölf Monaten nach dem Erwerbszeitpunkt
abgeschlossen. Die Finalisierung der Kaufpreisallokation wirkte sich nur unwesentlich
auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des HUGO BOSS Konzerns im ersten Halbjahr
2016 wie auch im Geschäftsjahr 2015 aus.
Der Konzern hat in den ersten sechs Monaten des Jahres 2016 Maßnahmen ergriffen, um
auf einen nachhaltig profitablen Wachstumskurs zurückzukehren. Im laufenden Geschäftsjahr
konzentrieren sich diese Maßnahmen insbesondere auf die Verbesserung seiner Marktposition
in den USA und Asien, die Erzielung operativer Kosteneinsparungen sowie die Sicherstellung
einer nachhaltig profitablen Ausrichtung des Storenetzes. In diesem Zusammenhang hat
HUGO BOSS solche Stores, die den Renditeerwartungen des Unternehmens in der Vergangenheit
nicht entsprochen haben, einer tiefgehenden Überprüfung unterzogen. Im Ergebnis hat
sich HUGO BOSS im Rahmen des Maßnahmenprogramms entschlossen, bis zum Ende des Jahres
2017 rund 20 freistehende Geschäfte zu schließen. HUGO BOSS erwartet aus den Schließungen
einen positiven Ergebniseffekt im Jahr 2017 und darüber hinaus. Im laufenden Geschäftsjahr
ergaben sich aus Rückstellungen und Wertminderungen im Zusammenhang mit den geplanten
Schließungen allerdings einmalige Aufwendungen in Höhe von 52 Mio. EUR, welche im
Posten "sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge" ausgewiesen sind.
| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2016 | Jan. - Juni 2015 |
| Anschaffungskosten für bezogene Waren | 370,0 | 385,4 |
| Herstellungskosten für Eigenfertigung | 62,5 | 61,9 |
| GESAMT | 432,5 | 447,3 |
Die Anschaffungskosten enthalten den Materialaufwand, der dem Betrag der Vorräte entspricht,
der im Geschäftsjahr als Aufwand erfasst wurde. Daneben enthält der Posten im Wesentlichen
Eingangsfracht- und Zollkosten.
Die den Herstellungskosten zugeordneten aktivierten Gemeinkosten enthalten die Kosten
der technischen Produktentwicklung in der dritten Phase der Kollektionserstellung
sowie die Gemeinkosten der Produktumsetzungs- und Beschaffungsphase.
| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2016 | Jan. - Juni 2015 |
| Aufwendungen für konzerneigenen Einzelhandel, Vertriebs- und Marketingorganisation | 437,2 | 409,5 |
| Marketingaufwendungen | 86,4 | 86,7 |
| Aufwendungen für Logistik | 36,7 | 36,0 |
| GESAMT | 560,3 | 532,2 |
Die Aufwendungen für den konzerneigenen Einzelhandel, die Vertriebs- und Marketingorganisation
umfassen im Wesentlichen Personal- und Mietaufwendungen für den Groß- und Einzelhandelsvertrieb.
Ferner sind in den Vertriebskosten umsatzabhängige Provisionen, Ausgangsfracht- und
Zollkosten, Kreditkartengebühren sowie Wertberichtigungen auf Forderungen enthalten.
| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2016 | Jan. - Juni 2015 |
| Verwaltungsaufwand | 106,4 | 105,9 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 31,8 | 32,1 |
| GESAMT | 138,2 | 138,0 |
Der Verwaltungsaufwand besteht überwiegend aus Raummieten, Instandhaltungskosten,
IT-Betriebskosten und Rechts- und Beratungskosten sowie dem Personalaufwand des Funktionsbereichs.
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung fallen im HUGO BOSS Konzern schwerpunktmäßig
im Rahmen der Kollektionserstellung an.
Der sich in den ersten sechs Monaten aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen
und Erträge ergebende Nettoaufwand betrug 65 Mio. EUR (Vorjahr: 0 Mio. EUR). Einmalige
Aufwendungen ergaben sich hierbei insbesondere im Zusammenhang mit der Entscheidung
weltweit rund 20 freistehende Einzelhandelsgeschäfte zu schließen, die in der Vergangenheit
einen wesentlichen negativen Effekt auf das Ergebnis im eigenen Einzelhandel hatten.
Der sich aus der Bildung von Rückstellungen ergebende Aufwand beläuft sich auf 46
Mio. EUR und bezieht sich insbesondere auf zu erwartende Abstandszahlungen an Vermieter,
vorwiegend in der Region Asien. Zudem ergaben sich Wertminderungen auf Storeausstattung
in Höhe von 6 Mio. EUR, vorwiegend in den Regionen Asien und Europa. Weitere wesentliche
Sondereffekte in Höhe von 10 Mio. EUR ergaben sich im ersten Halbjahr aus den Veränderungen
im Vorstand.
| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2016 | Jan. - Juni 2015 |
| Löhne und Gehälter | 264,3 | 239,2 |
| Soziale Abgaben | 40,8 | 40,2 |
| Aufwendungen und Erträge für Altersversorgung und für Unterstützung | 3,9 | 3,6 |
| GESAMT | 309,0 | 283,0 |
| 30. Juni 2016 | 31. Dez. 2015 | |
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 5.081 | 5.043 |
| Kaufmännische Arbeitnehmer | 10.469 | 10.263 |
| GESAMT | 15.550 | 15.306 |
| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2016 | Jan. - Juni 2015 |
| Anlagevermögen | ||
| Davon Sachanlagen | 62,0 | 49,0 |
| Davon immaterielle Vermögenswerte | 11,8 | 8,8 |
| GESAMT | 73,8 | 57,8 |
Im Zusammenhang mit der Entscheidung weltweit rund 20 freistehende Einzelhandelsgeschäfte
zu schließen, ergaben sich im abgelaufenen Halbjahr Wertminderungen auf Storeausstattung
in Höhe von 6 Mio. EUR (Vorjahr: 0 Mio. EUR).
In den ersten sechs Monaten 2016 betrug der Materialaufwand 358 Mio. EUR (2015: 331
Mio. EUR).
| Jan. - Juni 2016 | Jan. - Juni 2015 | |
| Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnendes Ergebnis (in Mio. EUR) | 49,5 | 146,1 |
| Durchschnittliche Zahl der ausgegebenen Aktien1 | 69.016.167 | 69.016.167 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR)2 | 0,72 | 2,12 |
1
Ohne Berücksichtigung eigener Anteile.
2
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie.
Das Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 als Quotient aus dem den Anteilseignern des
Mutterunternehmens zuzuordnenden Ergebnis und dem gewichteten Durchschnitt der während
der Berichtsperiode im Umlauf befindlichen Aktienzahl ermittelt. Weder zum 30. Juni
2016 noch zum 30. Juni 2015 standen Aktien aus, die das Ergebnis je Aktie verwässerten.
Im dritten Quartal 2015 hat HUGO BOSS die Schließung des Showrooms in Aix-en-Provence,
Frankreich beschlossen und kommuniziert. Zum 31. Dezember 2015 wurde Anlagevermögen
in Zusammenhang mit Grundstücken und Bauten sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung
in Höhe von 0,5 Mio. EUR der HUGO BOSS France SAS, Paris, Frankreich aufgrund der
Veräußerungsabsicht als "Zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswert" eingestuft.
Der Verkauf ist im ersten Quartal 2016 erfolgt.
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 hat die HUGO BOSS AG keine eigenen
Aktien zurückgekauft. Damit hält die HUGO BOSS AG weiterhin insgesamt 1.383.833 Stück
Stammaktien. Dies entspricht einem Anteil von 1,97 % bzw. 1.383.833 EUR am Grundkapital.
Im kumulierten übrigen Eigenkapital sind die Differenzen aus der erfolgsneutralen
Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen in Höhe von 37,4
Mio. EUR (31. Dezember 2015: 54,4 Mio. EUR) und die Effekte aus der erfolgsneutralen
Bewertung von Cashflow-Hedges nach Steuern ausgewiesen.
Hinsichtlich der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen wird auf
die Konzerngesamtergebnisrechnung verwiesen.
Die im ersten Halbjahr 2016 im Zusammenhang mit den geplanten Schließungen gebildeten
Rückstellungen belaufen sich auf 46,3 Mio. EUR und beziehen sich insbesondere auf
zu erwartende Abstandszahlungen an Vermieter, vorwiegend in der Region Asien.
Für die geplanten Storeschließungen wurden vom Management Annahmen zur Ermittlung
der Höhe der diesbezüglich zum Ende der Berichtsperiode ausgewiesenen Rückstellung
getroffen. Wesentliche Annahmen betreffen die Art der Schließung (Beendigung Mietvertrag
gegen Abstandszahlung) oder Erfüllung des Mietvertrags mit Untervermietung unter Mietpreis.
Die gebildeten Rückstellungen basieren auf der bestmöglichen Schätzung für Abstandszahlungen
beziehungsweise Erlöse aus Untervermietung. Grundsätzlich ist es möglich, dass sich
Abweichungen zwischen den tatsächlich zu leistenden Abstandszahlungen beziehungsweise
den erzielten Erlösen aus Untervermietung und den getroffenen Annahmen ergeben. Etwaige
Unterschiede zwischen der ursprünglichen Einschätzung und dem tatsächlichen Ausgang
können in der jeweiligen Periode Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
des Konzerns haben.
Rückstellungen für Personalaufwendungen betreffen überwiegend Rückstellungen für kurz-
und mittelfristige Tantiemen und Boni, Abfindungsansprüche, Altersteilzeit sowie Überstunden.
Das zu Beginn des Geschäftsjahrs 2016 ausgegebene "Long-Term-Incentive-Programm (LTI)"
für den Vorstand und bezugsberechtigte Führungskräfte wird zum Bilanzstichtag zum
beizulegenden Zeitwert bewertet. Zum 30. Juni 2016 belief sich die in diesem Zusammenhang
gebildete Rückstellung auf 0,5 Mio. EUR. Die durchschnittliche Restlaufzeit des LTI
beträgt 3,5 Jahre.
Die Rückstellungen für Pensionen erhöhten sich von 39 Mio. EUR zum 31. Dezember 2015
auf 47 Mio. EUR zum 30. Juni 2016. Für die Ermittlung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen
werden neben dem Dienstzeitaufwand sowie dem Nettozinsaufwand auch relevante sonstige
Einflussgrößen in die versicherungsmathematischen Berechnungen mit einbezogen.
Folgende Prämissen wurden zugrunde gelegt:
| Parameter | 30. Juni 2016 | 31. Dez. 2015 |
| Rechnungszins | ||
| Deutschland | 1,75% | 2,50% |
| Schweiz | 0,19% | 0,90% |
| Türkei | 10,20% | 10,00% |
| Rententrend | ||
| Deutschland | 1,75% | 1,75% |
| Schweiz | 0,00% | 0,00% |
| Türkei | 0,00% | 0,00% |
| Gehaltssteigerungstrend | ||
| Deutschland | 2,50% | 2,50% |
| Schweiz | 3,00% | 3,00% |
| Türkei | 5,00% | 5,00% |
Im Vergleich zum 31. Dezember 2015 ist der Parameter Rechnungszins in Deutschland
und der Schweiz gesunken. In der Türkei ist der Parameter Rechnungszins im gleichen
Zeitraum gestiegen. Die Parameter Rententrend und Gehaltssteigerungstrend blieben
in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 unverändert.
| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2016 | Jan. - Juni 2015 |
| Dienstzeitaufwand der Periode | 2,6 | 3,6 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 0,0 | 0,0 |
| Nettozinsaufwand | 0,5 | 0,6 |
| In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Pensionsaufwendungen | 3,1 | 4,2 |
| Ertrag aus Fondsvermögen (ohne Zinseffekt aus Fondsvermögen) | 0,0 | -1,5 |
| Erfasste versicherungsmathematische (Gewinne)/Verluste | 6,3 | -0,5 |
| Asset Ceiling (ohne Zinseffekt aus Asset Ceiling) | 0,0 | 0,0 |
| In der Konzerngesamtergebnisrechnung erfasste Neubewertungen | 6,3 | -2,0 |
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte sämtlicher
im Konzernabschluss erfasster Finanzinstrumente.
| (in Mio. EUR) | 30. Juni 2016 | 31. Dez. 2015 | |||
| Aktiva | Bewertungs- kategorie nach IAS 39 |
Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | LaR | 49,6 | 49,6 | 81,4 | 81,4 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 192,1 | 192,1 | 239,6 | 239,6 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 54,8 | 54,8 | 51,4 | 51,4 | |
| Davon: | |||||
| Available-for-sale | AfS | 0,1 | 0,1 | 0,5 | 0,5 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FAHfT | 0,2 | 0,2 | 5,9 | 5,9 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n.a. | 1,0 | 1,0 | 0,7 | 0,7 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | LaR | 53,5 | 53,5 | 44,3 | 44,3 |
| Passiva | |||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | FLAC | 330,7 | 333,8 | 163,6 | 165,5 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 224,6 | 224,6 | 271,5 | 271,5 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 12,8 | 12,8 | 12,8 | 12,8 | |
| Davon: | |||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FLHfT | 4,5 | 4,5 | 3,3 | 3,3 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n.a. | 0,1 | 0,1 | 0,5 | 0,5 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen | n.a. | 8,2 | 8,2 | 9,0 | 9,0 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Summe pro Bewertungskategorie nach IAS 39: | |||||
| Loans and Receivables | LaR | 295,2 | 295,2 | 365,3 | 365,3 |
| Available-for-Sale | AfS | 0,1 | 0,1 | 0,5 | 0,5 |
| Financial Assets Held for Trading | FAHfT | 0,2 | 0,2 | 5,9 | 5,9 |
| Financial Liabilities Measured at Amortised Cost | FLAC | 555,3 | 558,4 | 435,1 | 437,0 |
| Financial Liabilities Held for Trading | FLHfT | 4,5 | 4,5 | 3,3 | 3,3 |
Der beizulegende Zeitwert der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten
ist mit dem Betrag angegeben, zu dem das betreffende Instrument in einer gegenwärtigen
Transaktion zwischen vertragswilligen Geschäftspartnern getauscht werden könnte. Die
zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte angewandten Methoden und Annahmen stellen
sich wie folgt dar:
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen,
sonstige finanzielle Vermögenswerte, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten kommen hauptsächlich aufgrund der kurzen
Laufzeiten dieser Instrumente ihrem Buchwert sehr nahe.
Der beizulegende Zeitwert von Bankdarlehen und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten,
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen sowie sonstigen langfristigen
finanziellen Verbindlichkeiten wird durch Diskontierung der künftigen Cashflows unter
Verwendung von derzeit für Fremdkapital zu vergleichbaren Konditionen, Kreditrisiken
und Restlaufzeiten verfügbaren Zinssätzen ermittelt.
Der Konzern schließt derivative Finanzinstrumente mit verschiedenen Parteien ab, mehrheitlich
mit Finanzinstituten mit sehr guter bis guter Bonität (Investment Grade). Finanzgeschäfte
mit Parteien niedrigerer Bonität bedürfen der Genehmigung des Vorstands und werden
nur begrenzt abgeschlossen. Unter Anwendung eines Bewertungsverfahrens mit am Markt
beobachtbaren Input-Parametern bewertete Derivate sind hauptsächlich Zinsswaps und
Devisenterminkontrakte. Zu den am häufigsten angewandten Bewertungsverfahren gehören
die Forward-Preis- und Swap-Modelle unter Verwendung von Barwertberechnungen. Die
Modelle beziehen verschiedene Größen mit ein, wie zum Beispiel die Bonität der Geschäftspartner,
Devisen-Kassa- und Termin-Kurse, Zinsstrukturkurven und Forward-Sätze der zugrunde
liegenden Basiswerte.
Zum 30. Juni 2016 versteht sich die zum Marktwert bewertete Derivatposition (Mark-to-Market)
exklusive der Bonitätswertberichtigung, die auf das Ausfallrisiko der Gegenseite des
Derivats zurückzuführen ist. Das Ausfallrisiko der Gegenseite brachte keine wesentlichen
Effekte mit sich.
Der Konzern verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender
Zeitwerte von Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren:
| Stufe 1: | Notierte (unangepasste) Preise auf aktiven Märkten für gleichartige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten |
| Stufe 2: | Verfahren, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten
beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind |
| Stufe 3: | Verfahren, die Input-Parameter verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden
Zeitwert auswirken und nicht auf beobachteten Marktdaten basieren |
Zum 30. Juni 2016 sind wie im Vorjahr alle zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente
der Kategorien FAHfT, FLHfT sowie die Derivate mit Hedge-Beziehungen der Stufe 2 zuzuordnen.
Während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2016 gab es keine Transfers zwischen
Level 1 und Level 2 sowie aus Level 3 heraus. Die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Finanzinstrumente bestanden aus Devisentermingeschäften, Devisenswaps und Zinsderivaten.
Sie waren den Kategorien FAHfT, FLHfT sowie den Derivaten mit Hedge-Beziehung zuzuordnen.
Die Vermögenswerte beliefen sich auf 1,2 Mio. EUR, die Verbindlichkeiten auf 4,6 Mio.
EUR. Bei Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten in der Bilanz
geführt werden, ist die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte ebenfalls über das
Verfahren der Stufe 2 erfolgt.
Zur Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken setzt der HUGO BOSS Konzern teilweise
Sicherungsgeschäfte zur Reduzierung des Risikos ein. Zum Bilanzstichtag waren 10 Mio.
EUR (31. Dezember 2015: 10 Mio. EUR) variabel verzinste Finanzverbindlichkeiten abgesichert.
Davon waren 0 Mio. EUR (31. Dezember 2015: 0 Mio. EUR) in eine wirksame Sicherungsbeziehung
eingebunden. Des Weiteren waren zum Bilanzstichtag zukünftige Zahlungsströme in Fremdwährung
in Höhe von 20 Mio. EUR (31. Dezember 2015: 24 Mio. EUR) abgesichert und in vollem
Umfang in eine wirksame Sicherungsbeziehung eingebunden. Die Veränderung der unrealisierten
Gewinne aus der Marktbewertung von Sicherungsgeschäften im sonstigen Gesamtergebnis
belief sich auf 0,8 Mio. EUR (30. Juni 2015: unrealisierte Verluste in Höhe von 0,8
Mio. EUR).
| (in Mio. EUR) | Angesetzte Bruttobeträge Aktiva |
Saldierte Bruttobeträge Passiva |
Ausgewiesene Nettobeträge Aktiva in der Bilanz |
Nicht in der Bilanz saldierte Passiva |
Nicht in der Bilanz saldierte erhaltene Barsicherheiten |
Nettobeträge |
| 30. Juni 2016 | ||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 49,6 | 0,0 | 49,6 | 0,0 | 0,0 | 49,6 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 213,5 | -21,4 | 192,1 | 0,0 | 0,0 | 192,1 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 54,8 | 0,0 | 54,8 | -0,3 | 0,0 | 54,5 |
| Available-for-sale | 0,1 | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,1 |
| Davon Derivate | 1,2 | 0,0 | 1,2 | -0,3 | 0,0 | 0,9 |
| Davon übrige finanzielle Vermögenswerte | 53,5 | 0,0 | 53,5 | 0,0 | 0,0 | 53,5 |
| GESAMT | 317,9 | -21,4 | 296,5 | -0,3 | 0,0 | 296,2 |
| 31. Dez. 2015 | ||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 81,4 | 0,0 | 81,4 | 0,0 | 0,0 | 81,4 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 252,9 | -13,3 | 239,6 | 0,0 | 0,0 | 239,6 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 51,4 | 0,0 | 51,4 | -0,9 | 0,0 | 50,5 |
| Available-for-sale | 0,5 | 0,0 | 0,5 | 0,0 | 0,0 | 0,5 |
| Davon Derivate | 6,6 | 0,0 | 6,6 | -0,9 | 0,0 | 5,7 |
| Davon übrige finanzielle Vermögenswerte | 44,3 | 0,0 | 44,3 | 0,0 | 0,0 | 44,3 |
| GESAMT | 385,7 | -13,3 | 372,4 | -0,9 | 0,0 | 371,5 |
| (in Mio. EUR) | Angesetzte Bruttobeträge Passiva |
Saldierte Bruttobeträge Aktiva |
Ausgewiesene Nettobeträge Passiva in der Bilanz |
Nicht in der Bilanz saldierte Aktiva |
Nicht in der Bilanz saldierte erhaltene Barsicherheiten |
Nettobeträge |
| 30. Juni 2016 | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 330,7 | 0,0 | 330,7 | 0,0 | 0,0 | 330,7 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 232,9 | -8,3 | 224,6 | 0,0 | 0,0 | 224,6 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 12,8 | 0,0 | 12,8 | -0,3 | 0,0 | 12,5 |
| Davon Derivate | 4,6 | 0,0 | 4,6 | -0,3 | 0,0 | 4,3 |
| Davon übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 8,2 | 0,0 | 8,2 | 0,0 | 0,0 | 8,2 |
| GESAMT | 576,4 | -8,3 | 568,1 | -0,3 | 0,0 | 567,8 |
| 31. Dez. 2015 | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 163,6 | 0,0 | 163,6 | 0,0 | 0,0 | 163,6 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 277,9 | -6,4 | 271,5 | 0,0 | 0,0 | 271,5 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 12,8 | 0,0 | 12,8 | -0,9 | 0,0 | 11,9 |
| Davon Derivate | 3,8 | 0,0 | 3,8 | -0,9 | 0,0 | 2,9 |
| Davon übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 9,0 | 0,0 | 9,0 | 0,0 | 0,0 | 9,0 |
| GESAMT | 454,3 | -6,4 | 447,9 | -0,9 | 0,0 | 447,0 |
Die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen saldierten Passiva in Höhe von
21,4 Mio. EUR (31. Dezember 2015: 13,3 Mio. EUR) stellen zum Bilanzstichtag offene
Gutschriften an Kunden dar. Die saldierten Aktiva innerhalb der Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen in Form von Gutschriften des HUGO
BOSS Konzerns an Lieferanten. Sie betrugen 8,3 Mio. EUR (31. Dezember 2015: 6,4 Mio.
EUR).
Für die Saldierung der Derivate bestehen Standardrahmenverträge für Finanztermingeschäfte
zwischen dem HUGO BOSS Konzern und seinen Kontrahenten. In ihnen ist definiert, dass
derivative Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit einem Kontrahenten zu einer einheitlichen
Ausgleichsforderung zusammengefasst werden können.
Gegenüber dem 31. Dezember 2015 haben sich keine Veränderungen der Eventualverbindlichkeiten
ergeben.
Die Kapitalflussrechnung des HUGO BOSS Konzerns zeigt anhand zahlungswirksamer Vorgänge
die Veränderung der flüssigen Mittel im Laufe der Berichtsperiode. Gemäß IAS 7 werden
die Zahlungsströme getrennt ausgewiesen nach Herkunft und Verwendung aus dem operativen
Bereich sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Die Mittelzu- und
-abflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit werden, ausgehend vom Jahresüberschuss
des Konzerns, indirekt abgeleitet. Die Zahlungsströme aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit
werden demgegenüber direkt aus Ein- und Auszahlungen ermittelt. Die Veränderungen
der Bilanzpositionen, die in der Kapitalflussrechnung dargestellt werden, lassen sich
aufgrund von Wechselkursumrechnungen nicht unmittelbar aus der Bilanz ableiten.
| (in Mio. EUR) | Europa1 | Amerika | Asien/Pazifik | Lizenzen | Gesamt berichtspflichtige Segmente |
| Jan. - Juni 2016 | |||||
| Gesamtumsatz | 780,8 | 271,3 | 182,8 | 29,8 | 1.264,7 |
| Segmentergebnis | 231,3 | 60,0 | 35,0 | 24,7 | 351,0 |
| In % des Umsatzes | 29,6 | 22,1 | 19,1 | 82,8 | 27,8 |
| Segmentvermögen | 239,6 | 210,0 | 94,9 | 13,2 | 557,7 |
| Investitionen | 34,7 | 15,6 | 9,7 | 0,0 | 60,0 |
| Wertminderungen | -2,0 | -0,3 | -4,0 | 0,0 | -6,3 |
| Davon Sachanlagevermögen | -1,6 | -0,3 | -4,0 | 0,0 | -5,9 |
| Davon immaterielle Vermögenswerte | -0,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | -0,4 |
| Abschreibungen | -22,8 | -12,3 | -12,9 | 0,0 | -48,0 |
1
Inklusive Naher Osten und Afrika.
| (in Mio. EUR) | Europa1 | Amerika | Asien/Pazifik | Lizenzen | Gesamt berichtspflichtige Segmente |
| Jan. - Juni 2015 | |||||
| Gesamtumsatz | 773,3 | 315,2 | 198,8 | 27,3 | 1.314,6 |
| Segmentergebnis | 244,1 | 81,6 | 53,4 | 21,9 | 401,0 |
| In % des Umsatzes | 31,6 | 25,9 | 26,8 | 80,2 | 30,5 |
| Segmentvermögen | 224,8 | 250,9 | 118,6 | 12,2 | 606,5 |
| Investitionen | 22,6 | 19,4 | 24,5 | 0,0 | 66,5 |
| Wertminderungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Davon Sachanlagevermögen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Davon immaterielle Vermögenswerte | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Abschreibungen | -18,0 | -12,0 | -12,3 | 0,0 | -42,3 |
1
Inklusive Naher Osten und Afrika.
| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2016 | Jan. - Juni 2015 |
| Umsatz - berichtspflichtige Segmente | 1.264,7 | 1.314,6 |
| Corporate Units | 0,0 | 0,0 |
| Konsolidierung | 0,0 | 0,0 |
| GESAMT | 1.264,7 | 1.314,6 |
| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2016 | Jan. - Juni 2015 |
| Segmentergebnis - berichtspflichtige Segmente | 351,0 | 401,0 |
| Abschreibungen - berichtspflichtige Segmente | -48,0 | -42,3 |
| Wertminderungen - berichtspflichtige Segmente | -6,3 | 0,0 |
| Sondereffekte - berichtspflichtige Segmente | -47,2 | 0,9 |
| Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit - berichtspflichtige Segmente | 249,5 | 359,6 |
| Corporate Units | -181,7 | -162,4 |
| Konsolidierung | 1,3 | 0,0 |
| Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit HUGO BOSS Konzern | 69,1 | 197,2 |
| Zinsergebnis | -1,2 | -3,8 |
| Übrige Finanzpositionen | -2,7 | -3,5 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern HUGO BOSS Konzern | 65,2 | 189,9 |
| (in Mio. EUR) | 30. Juni 2016 | 30. Juni 2015 | 31. Dez. 2015 |
| Investitionen - berichtspflichtige Segmente | 60,0 | 66,5 | 154,0 |
| Corporate Units | 19,1 | 20,9 | 66,4 |
| Konsolidierung | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| GESAMT | 79,1 | 87,4 | 220,4 |
| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2016 | Jan. - Juni 2015 |
| Abschreibungen - berichtspflichtige Segmente | 48,0 | 42,3 |
| Corporate Units | 19,5 | 15,5 |
| Konsolidierung | 0,0 | 0,0 |
| GESAMT | 67,5 | 57,8 |
| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2016 | Jan. - Juni 2015 |
| Wertminderungen - berichtspflichtige Segmente | 6,3 | 0,0 |
| Corporate Units | 0,0 | 0,0 |
| Konsolidierung | 0,0 | 0,0 |
| GESAMT | 6,3 | 0,0 |
| (in Mio. EUR) | 30. Juni 2016 | 30. Juni 2015 | 31. Dez. 2015 |
| Segmentvermögen - berichtspflichtige Segmente | 557,7 | 606,5 | 631,5 |
| Corporate Units | 199,9 | 167,4 | 167,6 |
| Konsolidierung | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Kurzfristige Ertragsteuerforderungen | 29,6 | 13,4 | 21,1 |
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 31,7 | 18,3 | 29,0 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 89,4 | 85,3 | 104,6 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 49,6 | 56,3 | 81,4 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 0,0 | 0,0 | 0,5 |
| Kurzfristige Vermögenswerte HUGO BOSS Konzern | 957,9 | 947,2 | 1.035,7 |
| Langfristige Vermögenswerte | 776,1 | 730,6 | 764,6 |
| Aktiva, gesamt HUGO BOSS Konzern | 1.734,0 | 1.677,8 | 1.800,3 |
| (in Mio. EUR) | Umsatzerlöse mit Dritten | Langfristige Vermögenswerte | ||
| Jan. - Juni 2016 | Jan. - Juni 2015 | 30. Juni 2016 | 31. Dez. 2015 | |
| Deutschland | 213,1 | 217,9 | 205,7 | 203,8 |
| Andere europäische Märkte | 567,7 | 555,3 | 220,1 | 218,3 |
| USA | 206,2 | 254,3 | 71,7 | 68,9 |
| Andere Märkte Nord- und Lateinamerika | 65,1 | 60,9 | 17,2 | 18,4 |
| China | 102,6 | 122,7 | 34,4 | 42,0 |
| Andere asiatische Märkte | 80,2 | 76,2 | 59,2 | 61,1 |
| Lizenzen | 29,8 | 27,3 | 15,0 | 15,0 |
| GESAMT | 1.264,7 | 1.314,6 | 623,3 | 627,5 |
Nahestehende Personen umfassen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats.
In Zusammenhang mit der Beendigung der Vorstandstätigkeit von Herrn Claus-Dietrich
Lahrs zum 29.02.2016 und Herrn Christoph Auhagen zum 22.04.2016 ergaben sich Aufwendungen
für Leistungen aus Anlass der Beendigung der Arbeitsverhältnisse in Höhe von 10,2
Mio. EUR. Die Abfindungen wurden um Vorauszahlungen der Vorjahre in Höhe von 3,4 Mio.
EUR gekürzt. Der angegebene Betrag wurde in der Berichtsperiode unter dem Posten "Sonstige
betriebliche Aufwendungen und Erträge" erfasst.
Zwischen dem Ende des ersten Halbjahres 2016 und der Veröffentlichung dieses Berichts
gab es keine wesentlichen gesamtwirtschaftlichen, sozialpolitischen, branchenbezogenen
oder unternehmensspezifischen Veränderungen, die sich nach den Erwartungen des Managements
maßgeblich auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens auswirken
könnten.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind.
Metzingen, den 21. Juli 2016
HUGO BOSS AG
Der Vorstand
Mark Langer
Bernd Hake
Dieses Dokument enthält vorausschauende Aussagen über zukünftige Entwicklungen, die
auf aktuellen Einschätzungen des Managements beruhen. Wörter wie "antizipieren", "annehmen",
"glauben", "einschätzen", "erwarten", "beabsichtigen", "können/könnten", "planen",
"projizieren", "sollten" und ähnliche Begriffe kennzeichnen solche vorausschauenden
Aussagen. Solche Aussagen sind gewissen Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Sollte
einer dieser Unsicherheitsfaktoren oder andere Unwägbarkeiten eintreten oder sich
die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen
Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen genannten oder implizit zum Ausdruck
gebrachten Ergebnissen abweichen. Wir haben weder die Absicht noch übernehmen wir
eine Verpflichtung, vorausschauende Aussagen laufend zu aktualisieren, da diese ausschließlich
von den Umständen am Tag ihrer Veröffentlichung ausgehen.
Veröffentlichung des Neunmonatsberichts 2016
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