HUGO BOSS AGMetzingenHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 30.06.2022
HALBJAHRESFINANZBERICHT
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| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2022 | Jan. - Juni 2021 | Veränderung in % | Währungsbereinigte Veränderung in % |
| Konzernumsatz | 1.650 | 1.126 | 47 | 42 |
| Umsatz nach Segmenten | ||||
| Europa inkl. Naher Osten/Afrika | 1.054 | 684 | 54 | 53 |
| Amerika | 334 | 203 | 65 | 49 |
| Asien/Pazifik | 219 | 205 | 7 | 1 |
| Lizenzen | 42 | 34 | 23 | 23 |
| Umsatz nach Vertriebskanälen | ||||
| Stationärer Einzelhandel | 891 | 565 | 58 | 52 |
| Stationärer Großhandel | 417 | 274 | 52 | 47 |
| Digital | 300 | 252 | 19 | 16 |
| Lizenzen | 42 | 34 | 23 | 23 |
| Umsatz nach Marken | ||||
| BOSS Menswear | 1.305 | 886 | 47 | 43 |
| BOSS Womenswear | 104 | 77 | 34 | 31 |
| HUGO | 241 | 163 | 48 | 44 |
| Ertragslage | ||||
| Bruttoertrag | 1.033 | 685 | 51 | |
| Bruttomarge in % | 62,6 | 60,9 | 170 bp | |
| EBIT | 140 | 43 | > 100 | |
| EBIT-Marge in % | 8,5 | 3,8 | 460 bp | |
| EBITDA | 310 | 194 | 60 | |
| EBITDA-Marge in % | 18,8 | 17,3 | 150 bp | |
| Auf die Anteilseigner entfallendes Konzernergebnis | 82 | 14 | > 100 | |
| Vermögenslage und Kapitalstruktur zum 30. Juni | ||||
| Kurzfristiges operatives Nettovermögen | 507 | 517 | -2 | -11 |
| Kurzfristiges operatives Nettovermögen in % vom Umsatz 1 | 13,8 | 23,6 | -980 bp | |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.472 | 1.482 | -1 | |
| Eigenkapital | 1.006 | 792 | 27 | |
| Eigenkapitalquote in % | 35,3 | 30,8 | 450 bp | |
| Bilanzsumme | 2.847 | 2.571 | 11 | |
| Finanzlage | ||||
| Investitionen | 61 | 44 | 39 | |
| Free Cashflow | 99 | 103 | -4 | |
| Abschreibungen | 170 | 151 | 13 | |
| Nettoverschuldung (zum 30. Juni) | 687 | 973 | -29 | |
| Weitere Erfolgsfaktoren | ||||
| Mitarbeiter (zum 30. Juni) 2 | 15.411 | 13.381 | 15 | |
| Personalaufwand | 383 | 285 | 34 | |
| Aktien (in EUR) | ||||
| Ergebnis je Aktie | 1,18 | 0,21 | > 100 | |
| Schlusskurs (zum 30. Juni) | 50,36 | 45,88 | 10 | |
| Aktienanzahl in Stück (zum 30. Juni) | 70.400.000 | 70.400.000 | 0 |
1 Gleitender Durchschnitt der letzten vier
Quartale.
2 Vollzeitäquivalent (Full-time equivalent,
FTE).
Die allgemeinen makroökonomischen Unsicherheiten
haben im Laufe des ersten Halbjahres weiter zugenommen.
Während sich die weltweite Erholung von der
COVID-19-Pandemie in den meisten Regionen fortsetzte,
belasteten steigende Rohstoffpreise infolge des Krieges in
der Ukraine, anhaltende Engpässe in den globalen
Lieferketten sowie eine Verlangsamung in China aufgrund
erneuter pandemiebedingter Einschränkungen die
allgemeine Wirtschaftslage. Aufgrund der weltweit hohen
Inflation sehen sich politische Entscheidungsträger
dazu gezwungen, die Zinssätze zu erhöhen, um den
Preisanstieg zu bremsen. Dies birgt jedoch die Gefahr, dass
die Volkswirtschaften in eine Rezession abgleiten.
Darüber hinaus könnte eine weitere Unterbrechung
der Erdgaslieferungen nach Europa das Rezessionsrisiko in
mehreren wichtigen Volkswirtschaften erhöhen und eine
globale Energiekrise auslösen.
Infolgedessen hat der Internationale Währungsfonds
(IWF) im Juli seine Prognose für das weltweite
Wirtschaftswachstum erneut gesenkt, das sich nun von
geschätzten 6,1 % im Jahr 2021 auf 3,2 % in 2022 und
2,9% in 2023 abschwächen soll. In der Eurozone wird
das Wirtschaftswachstum im Jahr 2022 nun voraussichtlich
auf 2,6 % zurückgehen (2021: 5,4 %), während der
IWF für Großbritannien ein Plus von 3,2 %
voraussagt (2021: 7,4 %). Für die USA rechnet der IWF
im Jahr 2022 mit einer Verlangsamung des Wachstums auf 2,3
% (2021: 5,7 %), was die zunehmend restriktive Geldpolitik
der Fed widerspiegelt. Aufgrund der anhaltenden
pandemiebedingten Einschränkungen in China hat der IWF
seine Prognose für die chinesische Wirtschaft
ebenfalls gesenkt. So ist dort nun mit einem Wachstum von
3,3 % in 2022 zu rechnen, deutlich weniger als noch im
Vorjahr (2021: 8,1 %).
In der ersten Jahreshälfte 2022 setzte die
weltweite Bekleidungsindustrie ihre Erholung von der
COVID-19-Pandemie, die sich bereits während eines
Großteils des Jahres 2021 bemerkbar gemacht hatte,
weiter fort. Die Entwicklung verlief dabei je nach Region
unterschiedlich. Zu den Herausforderungen zählten
insbesondere die anhaltenden pandemiebedingten
Produktionsverzögerungen, Engpässe in der
Logistik, ein weiterer Anstieg der Material- und
Frachtkosten sowie die andauernde Verknappung von
Materialien. Dies führte in vielen Branchen zu einem
starken Anstieg der Inputkosten und veranlasste die
Unternehmen zu Preiserhöhungen für die
Konsumenten in einer Zeit, in der das Verbrauchervertrauen
auf den wichtigsten Märkten angesichts der steigenden
Gesamtinflation abnimmt.
In den ersten sechs Monaten des Jahres 2022 wurde das
Branchenwachstum vor allem von der lokalen Nachfrage
getragen, trotz anhaltender pandemiebedingter
Unsicherheiten infolge der lang anhaltenden Omikron-Welle.
Im Gegensatz dazu erholt sich das Geschäft mit
internationalen Touristen vergleichsweise langsam, was zum
Teil auf einige nach wie vor bestehende internationale
Reisebeschränkungen zurückzuführen ist.
Angesichts der lang anhaltenden pandemiebedingten
Geschäftsschließungen in China, die sich
über einen Großteil des ersten Halbjahres
erstreckten, haben die für das Premium- und
Luxussegment des globalen Bekleidungsmarktes besonders
relevanten chinesischen Verbraucher ihre Ausgaben im ersten
Halbjahr sowohl im Inland als auch im Ausland reduziert.
Die meisten Branchenbeobachter erwarten jedoch eine
schrittweise Normalisierung der chinesischen Konsumausgaben
in der zweiten Jahreshälfte. Gleichzeitig blieb das
Konsumklima in der ersten Jahreshälfte 2022 sowohl in
Europa als auch in Amerika robust. Anhaltender
Inflationsdruck und wachsende Rezessionsängste
belasten das Verbrauchervertrauen jedoch seit Mitte des
Jahres spürbar. Es wird daher erwartet, dass
Unternehmen mit einer führenden Markenwahrnehmung und
einer starken Umsatzdynamik auch in Zukunft vergleichsweise
besser abschneiden werden.
In den ersten sechs Monaten des Jahres 2022 erzielte
HUGO BOSS dank der konsequenten Umsetzung seiner
Wachstumsstrategie "CLAIM 5" deutliche Umsatz- und
Ergebnisverbesserungen. Zu Beginn des Jahres setzte das
Unternehmen seine umfassende Markenerneuerung erfolgreich
um - von neuen Produkten über viel beachtete
Marketingkampagnen bis hin zu dem Relaunch seines digitalen
Flagships hugoboss.com und neuen Storekonzepten im
stationären Einzelhandel - und steigerte so die
Relevanz und Wahrnehmung seiner Marken deutlich.
Infolgedessen legte der Konzernumsatz
währungsbereinigt um 42 % zu, wobei alle Marken,
Regionen und Kanäle zum Wachstum beitrugen. In
Konzernwährung stieg der Umsatz um 47 % auf 1.650 Mio.
EUR (H1 2021: 1.126 Mio. EUR) und markierte damit das
umsatzstärkste erste Halbjahr in der Geschichte von
HUGO BOSS.
| 2022 | In % des Umsatzes | Jan. - Juni 2021 | In % des Umsatzes | Veränderung in % | Währungsbereinigte Veränderung in % | |
| BOSS Menswear | 1.305 | 79 | 886 | 79 | 47 | 43 |
| BOSS Womenswear | 104 | 6 | 77 | 7 | 34 | 31 |
| HUGO | 241 | 15 | 163 | 14 | 48 | 44 |
| Gesamt | 1.650 | 100 | 1.126 | 100 | 47 | 42 |
Im ersten Halbjahr 2022 verzeichneten sowohl BOSS
Menswear und BOSS Womenswear als auch HUGO stark
zweistellige Umsatzverbesserungen. Angetrieben durch die
Markenerneuerung sowie die erfolgreiche Umsetzung wichtiger
Marken- und Produktinitiativen im Rahmen von "CLAIM 5" hat
sich die Dynamik in der ersten Jahreshälfte 2022
sowohl bei BOSS als auch bei HUGO weiter beschleunigt. Mit
starkem Wachstum entlang sämtlicher Trageanlässe
hat das Unternehmen zudem weitere Fortschritte bei der
Etablierung seines 24/7-Markenimages erzielt.
Beflügelt von diesem Erfolg stieg der
währungsbereinigte Umsatz der BOSS Menswear im ersten
Halbjahr 2022 um 43 %, während das Geschäft mit
der BOSS Womenswear um 31 % zulegte. Bei HUGO lagen die
währungsbereinigten Umsätze in den ersten sechs
Monaten um 44 % über dem Vorjahr.
| Jan. - Juni 2022 | In % des Umsatzes | Jan. - Juni 2021 | In % des Umsatzes | Veränderung in % | Währungsbereinigte Veränderung in % | |
| Europa 1 | 1.054 | 64 | 684 | 61 | 54 | 53 |
| Amerika | 334 | 20 | 203 | 18 | 65 | 49 |
| Asien/Pazifik | 219 | 13 | 205 | 18 | 7 | 1 |
| Lizenzen | 42 | 3 | 34 | 3 | 23 | 23 |
| Gesamt | 1.650 | 100 | 1.126 | 100 | 47 | 42 |
1 Inklusive Naher Osten und Afrika.
Aus regionaler Sicht wurde das Wachstum im ersten
Halbjahr 2022 von einer besonders starken Nachfrage in
Europa und Amerika getragen. Der währungsbereinigte
Umsatz in Europa, inklusive Naher Osten und Afrika, stieg
im Berichtszeitraum um 53 %. Hoch zweistellige
Zuwächse in allen wichtigen Märkten, darunter
Großbritannien, Deutschland und Frankreich, trugen zu
dieser Entwicklung bei. In Amerika legten die Umsätze
dank Wachstum in sämtlichen Märkten
währungsbereinigt um 49 % zu. In den USA, wo HUGO BOSS
sein 24/7-Markenimage erfolgreich vorantreibt, stieg der
Umsatz ebenfalls deutlich zweistellig. Während das
Geschäft in der Region Asien/Pazifik ebenfalls einen
vielversprechenden Start in das Jahr verzeichnete, lasteten
erneute COVID-19-bedingte Restriktionen -
einschließlich vorübergehender
Storeschließungen und reduzierter Öffnungszeiten
- auf der Verbraucherstimmung und den Besucherzahlen auf
dem chinesischen Festland. Insgesamt lag der
währungsbereinigte Umsatz in Asien/Pazifik um 1 %
über dem Vorjahresniveau, wobei zweistelliges Wachstum
in Südostasien & Pazifik den Umsatzrückgang
in China mehr als ausglich.
| Jan. - Juni 2022 | In % des Umsatzes | Jan. - Juni 2021 | In % des Umsatzes | Veränderung in % | Währungsbereinigte Veränderung in % | |
| Stationärer Einzelhandel | 891 | 54 | 565 | 50 | 58 | 52 |
| Stationärer Großhandel | 417 | 25 | 274 | 24 | 52 | 47 |
| Digital | 300 | 18 | 252 | 22 | 19 | 16 |
| Lizenzen | 42 | 3 | 34 | 3 | 23 | 23 |
| Gesamt | 1.650 | 100 | 1.126 | 100 | 47 | 42 |
Auch aus Vertriebskanalsicht stand das Wachstum dank
zweistelliger Zuwächse entlang sämtlicher
Kundenkontaktpunkte auf breiter Basis. Der
währungsbereinigte Umsatz im stationären
Einzelhandel (einschließlich freistehender Stores,
Shop-in-Shops und Outlets) legte im ersten Halbjahr 2022 um
52 % zu. Dies wurde durch deutliche
Produktivitätssteigerungen unterstützt, die die
erfolgreiche Umsetzung strategischer Initiativen zur
weiteren Optimierung des globalen Storenetzwerkes sowie
einen Anstieg der Besucherzahlen widerspiegeln.
Gleichzeitig war der Vorjahreszeitraum von lang anhaltenden
temporären Storeschließungen geprägt. So
waren im ersten Halbjahr 2021 im Durchschnitt rund 25 % der
eigenen Stores vorübergehend geschlossen. Im
stationären Großhandel stiegen die Umsätze
währungsbereinigt um 47 %. Diese Entwicklung
reflektiert vor allem die starke Nachfrage der
Handelspartner nach den neuesten BOSS und HUGO
Kollektionen, die die Markenerneuerung vollständig
reflektieren. Das digitale Geschäft des Konzerns
(inklusive des digitalen Flagships hugoboss.com sowie der
mit Partnern generierten digitalen Umsätze)
verzeichnete ebenfalls zweistelliges Wachstum. Trotz einer
besonders starken Vergleichsbasis im Vorjahreszeitraum
stiegen die währungsbereinigten Umsätze um 16 %.
Unterstützt wurde dies durch den erfolgreichen
Relaunch von hugoboss.com im Januar 2022. Insgesamt belief
sich der Anteil des digitalen Geschäfts am
Konzernumsatz im ersten Halbjahr folglich auf 18 %. Der
Umsatz im Lizenzgeschäft stieg währungsbereinigt
um 23 %, was auf starkes zweistelliges Wachstum in
wichtigen Produktgruppen wie Düfte, Uhren und Brillen
zurückzuführen ist.
Zum 30. Juni 2022 blieb die Anzahl der eigenen
freistehenden Einzelhandelsgeschäfte im Vergleich zum
31. Dezember 2021 weitgehend stabil. Im ersten Halbjahr
wurden insgesamt zehn BOSS Stores eröffnet, darunter
der neue BOSS Flagship Store in der Londoner Oxford Street
sowie neue Stores in Dubai und Rom. Darüber hinaus
öffnete HUGO einen Store in Abu Dhabi. Gleichzeitig
wurden in der ersten Hälfte des Jahres 2022 zwölf
Geschäfte mit auslaufenden Mietverträgen in
Europa und Amerika geschlossen.
| 30. Juni 2022 | Europa | Amerika | Asien/Pazifik | Gesamt |
| Anzahl eigener Einzelhandelsverkaufspunkte | 579 | 349 | 349 | 1.277 |
| davon freistehende Einzelhandelsgeschäfte | 203 | 97 | 150 | 450 |
| 31. Dez. 2021 | ||||
| Anzahl eigener Einzelhandelsverkaufspunkte | 579 | 310 | 339 | 1.228 |
| davon freistehende Einzelhandelsgeschäfte | 206 | 98 | 147 | 451 |
Unter Einbezug von Shop-in-Shops und Outlets
erhöhte sich die Gesamtzahl der zum 30. Juni 2022
durch HUGO BOSS betriebenen Einzelhandelsverkaufspunkte
leicht auf 1.277.
Einschließlich der Shop-in-Shops und Outlets
erhöhte sich die Gesamtverkaufsfläche im eigenen
Einzelhandel um 2 % und lag Ende Juni bei rund 171.000
Quadratmeter. Die Flächenproduktivität im
stationären Einzelhandel erhöhte sich um 21 % auf
rund 11.100 EUR pro Quadratmeter und lag damit leicht
über dem Vor-Pandemie-Niveau.
| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2022 | 1 Jan. - Juni 2021 | Veränderung in % |
| Umsatzerlöse | 1.650 | 1.126 | 47 |
| Umsatzkosten | -617 | -440 | -40 |
| Bruttoertrag | 1.033 | 685 | 51 |
| In % vom Umsatz | 62,6 | 60,9 | 170 bp |
| Operative Aufwendungen | -894 | -642 | -39 |
| In % vom Umsatz | -54,2 | -57,1 | 290 bp |
| davon Vertriebs- und Marketingaufwendungen | -707 | -501 | -41 |
| davon Verwaltungsaufwendungen | -187 | -142 | -32 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 140 | 43 | > 100 |
| In % vom Umsatz | 8,5 | 3,8 | 460 bp |
| Finanzergebnis | -19 | -19 | -2 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 120 | 24 | > 100 |
| Ertragsteuern | -34 | -7 | < -100 |
| Konzernergebnis | 86 | 17 | > 100 |
| Davon entfallen auf: | |||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | 82 | 14 | > 100 |
| Nicht beherrschende Anteile | 5 | 3 | 65 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) 1 | 1,18 | 0,21 | > 100 |
| Ertragsteuerquote in % | 28 | 28 |
1 Verwässertes und unverwässertes
Ergebnis je Aktie.
Die starke Entwicklung der Bruttomarge, die um 170
Basispunkte auf 62,6 % zulegte, ist vor allem auf einen
Anstieg der zum vollen Preis verkauften Produkte
zurückzuführen, der eine deutliche Steigerung der
Markendynamik im Zuge der erfolgreichen Markenerneuerung
widerspiegelt. Die anhaltend hohen Frachtkosten sowie
negative Währungseffekte konnten dadurch mehr als
kompensiert werden.
Die operativen Aufwendungen stiegen im ersten Halbjahr
um 39 % auf 894 Mio. EUR, was vor allem auf höhere
Miet- und Personalaufwendungen angesichts der starken
Geschäftsentwicklung, aber auch auf lang anhaltende
temporäre Storeschließungen im Vorjahreszeitraum
zurückzuführen ist. Gleichzeitig hat HUGO BOSS im
Rahmen von "CLAIM 5" die Investitionen in seine Marken und
den Digitalbereich deutlich erhöht. Im Verhältnis
zum Umsatz hingegen reduzierten sich die operativen
Aufwendungen um 290 Basispunkte auf 54,2 %.
| ― |
Die Vertriebs- und Marketingaufwendungen stiegen um 41 %, was vor allem auf höhere Miet- und Personalaufwendungen im eigenen Einzelhandel angesichts der starken Umsatzdynamik zurückzuführen ist. Darüber hinaus verzeichnete HUGO BOSS einen spürbaren Anstieg der Marketinginvestitionen, ganz im Einklang mit der "CLAIM 5"-Strategie, die auf eine spürbare Steigerung der Markenrelevanz abzielt. Infolgedessen stiegen die Marketinginvestitionen um 61 % auf 138 Mio. EUR, was einem Anstieg von 80 Basispunkten auf 8,4 % des Konzernumsatzes entspricht. Darüber hinaus verzeichnete HUGO BOSS nicht zahlungswirksame Wertminderungen in Höhe von 17 Mio. EUR im Zusammenhang mit seinem Storenetzwerk in Russland. Insgesamt verringerten sich die Vertriebskosten in Relation zum Umsatz jedoch auf ein Niveau von 42,8 %. |
| ― |
Die Verwaltungsaufwendungen stiegen um 32 % auf 187 Mio. EUR. Dies ist hauptsächlich auf höhere Personalaufwendungen zurückzuführen, unter anderem in Zusammenhang mit der Abgrenzung von Aufwendungen, die die aktuelle Geschäftsentwicklung gegenüber der ursprünglichen Erwartung widerspiegelt. Ein Anstieg der Investitionen in die Digitalisierung trug ebenfalls zu dieser Entwicklung bei. In Relation zum Umsatz sank der Verwaltungsaufwand hingegen auf 11,3 %. |
Vor dem Hintergrund der starken Umsatzentwicklung, der
Verbesserung der Bruttomarge sowie des unterproportionalen
Anstiegs der operativen Aufwendungen erwirtschaftete HUGO
BOSS in den ersten sechs Monaten des Jahres 2022 ein
operatives Ergebnis (EBIT) von 140 Mio. EUR und damit
deutlich mehr als im Vorjahreszeitraum. Die EBIT-Marge des
Konzerns verbesserte sich dementsprechend deutlich um 460
Basispunkte auf 8,5 %. Folglich lag auch das
Konzernergebnis mit 86 Mio. EUR spürbar über dem
Vorjahresniveau.
Der währungsbereinigte Umsatz in Europa,
einschließlich Naher Osten und Afrika, legte im
ersten Halbjahr 2022 um 53 % zu. Dies ist insbesondere auf
eine robuste lokale Nachfrage in den europäischen
Kernmärkten zurückzuführen.
| Jan. - Juni 2022 | In % des Umsatzes | Jan. - Juni 2021 | In % des Umsatzes | Veränderung in % | Währungsbereinigte Veränderung in % | |
| Stationärer Einzelhandel | 480 | 46 | 255 | 37 | 88 | 89 |
| Stationärer Großhandel | 333 | 32 | 217 | 32 | 54 | 51 |
| Digital | 241 | 23 | 213 | 31 | 13 | 12 |
| Gesamt | 1.054 | 100 | 684 | 100 | 54 | 53 |
In Großbritannien war das Wachstum mit einem
währungsbereinigten Umsatzplus von 65 % im ersten
Halbjahr 2022 besonders stark. Die Dynamik in Deutschland
und Frankreich hat sich mit einem währungsbereinigten
Umsatzplus von 48 % bzw. 46 % ebenfalls deutlich
beschleunigt. Auch in Osteuropa und dem Nahen Osten blieb
die Dynamik robust, was sich in einem Wachstum im mittleren
zweistelligen Prozentbereich widerspiegelt.
Das Segmentergebnis in Europa hat sich mit 239 Mio. EUR
gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt (H1 2021:
113 Mio. EUR). Dies entspricht einer EBIT-Marge von 22,7 %
(H1 2021: 16,6 %), die auf den Umsatzanstieg, die
Verbesserung der Bruttomarge und den unterproportionalen
Anstieg der operativen Aufwendungen
zurückzuführen ist.
Auch in der Region Amerika stieg der Umsatz mit einem
währungsbereinigten Plus von 49 % deutlich.
Sämtliche wichtigen Märkte trugen mit starkem
Wachstum dazu bei.
| Jan. - Juni 2022 | In % des Umsatzes | Jan. - Juni 2021 | In % des Umsatzes | Veiändeiung in % | Wähiungsbeieinigte Veiändeiung in % | |
| Stationärer Einzelhandel | 225 | 67 | 134 | 66 | 68 | 51 |
| Stationärer Großhandel | 70 | 21 | 42 | 21 | 66 | 50 |
| Digital | 40 | 12 | 26 | 13 | 51 | 36 |
| Gesamt | 334 | 100 | 203 | 100 | 65 | 49 |
Auf dem US-Markt, in dem HUGO BOSS weiterhin erfolgreich
sein 24/7-Markenimage stärkt, legte der Umsatz
währungsbereinigt um 38 % zu. Während der Umsatz
in Lateinamerika um 59 % stieg, konnte HUGO BOSS den Umsatz
in Kanada mehr als verdoppeln, was teilweise auf die lang
anhaltenden temporären Storeschließungen im
Vorjahr zurückzuführen ist.
Das Segmentergebnis in der Region Amerika belief sich
auf 56 Mio. EUR und lag damit deutlich über dem
Vorjahresniveau (H1 2021: 11 Mio. EUR). Dies entspricht
einer EBIT-Marge von 16,7 % (H1 2021: 5,4 %) und ist auf
die starke Beschleunigung des Umsatzwachstums, die
Verbesserung der Bruttomarge sowie den unterproportionalen
Anstieg der operativen Aufwendungen
zurückzuführen.
Der Umsatz in der Region Asien/Pazifik lag
währungsbereinigt um 1 % über dem
Vorjahresniveau. Während HUGO BOSS auch in dieser
Region einen vielversprechenden Start in das Jahr 2022
verzeichnete, belasteten insbesondere während des
zweiten Quartals erneute COVID-19-bedingte Restriktionen -
darunter vorübergehende Storeschließungen und
reduzierte Öffnungszeiten - die Verbraucherstimmung
und die Besucherzahlen auf dem chinesischen Festland.
| Jan. - Juni 2022 | In % des Umsatzes | Jan. - Juni 2021 | In % des Umsatzes | Veränderung in % | Währungsbereinigte Veränderung in % | |
| Stationärer Einzelhandel | 186 | 85 | 176 | 86 | 6 | 0 |
| Stationärer Großhandel | 13 | 6 | 15 | 7 | -12 | -17 |
| Digital | 20 | 9 | 13 | 6 | 52 | 43 |
| Gesamt | 219 | 100 | 205 | 100 | 7 | 1 |
Auf dem chinesischen Festland ging der
währungsbereinigte Umsatz um 24 % zurück, was vor
allem auf die COVID-19-bedingten temporären
Storeschließungen im Berichtszeitraum
zurückzuführen ist. Gleichzeitig verzeichnete
HUGO BOSS zweistelliges Wachstum in Südostasien &
Pazifik und konnte damit den Rückgang in China mehr
als ausgleichen.
Das Segmentergebnis in der Region Asien/Pazifik lag mit
37 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahresniveau (H1 2021: 40
Mio. EUR), was einer EBIT-Marge von 16,8 % entspricht (H1
2021: 19,7 %). Verbesserungen beim Umsatz wurden durch
einen leichten Rückgang der Bruttomarge sowie
höhere operative Aufwendungen, insbesondere im Bereich
Marketing, mehr als ausgeglichen.
Der Umsatz im Lizenzgeschäft stieg
währungsbereinigt um 23 %, was auf starkes
zweistelliges Wachstum in wichtigen Produktgruppen wie
Düfte, Uhren und Brillen zurückzuführen ist.
Folglich stieg das Ergebnis des Segments Lizenzen um 31
% auf 35 Mio. EUR (H1 2021: 27 Mio. EUR).
| 30. Juni 2022 | 30. Juni 2021 | 31. Dezember 2021 | |
| Sachanlagen, Immaterielle Vermögenswerte und Nutzungsrechte an Leasingobjekten | 1.293 | 1.287 | 1.277 |
| Vorräte | 760 | 609 | 606 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 228 | 208 | 235 |
| Sonstige Vermögenswerte | 323 | 329 | 334 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 243 | 138 | 285 |
| Aktiva | 2.847 | 2.571 | 2.736 |
| Eigenkapital | 1.006 | 792 | 940 |
| Rückstellungen und latente Steuern 1 | 244 | 213 | 212 |
| Leasingverbindlichkeiten | 810 | 835 | 795 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 482 | 300 | 464 |
| Sonstige Verbindlichkeiten 1 | 159 | 141 | 190 |
| Finanzverbindlichkeiten | 146 | 289 | 135 |
| Passiva | 2.847 | 2.571 | 2.736 |
Zum Ende des Berichtszeitraums lag die Bilanzsumme um 4
% über dem Wert vom 31. Dezember 2021. Im Vergleich
zum 30. Juni 2021 legte die Bilanzsumme um 11 % zu,
hauptsächlich aufgrund eines Anstiegs der Vorräte
zur Sicherstellung der Produktverfügbarkeit für
die kommende Saison sowie aufgrund höherer
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.
Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte
erhöhte sich zum 30. Juni 2022 leicht auf 48 % (31.
Dezember 2021: 47 %). Entsprechend verringerte sich der
Anteil der langfristigen Vermögenswerte zum 30. Juni
2022 auf 52 % (31. Dezember 2021: 53 %). Die
Eigenkapitalquote des Konzerns erhöhte sich zum Ende
des ersten Halbjahres 2022 leicht auf 35 % (31. Dezember
2021: 34 %).
| 30. Juni 2022 | 30. Juni 2021 | Veränderung in % | Währungsbereinigte Veränderung in % | |
| Vorräte | 760 | 609 | 25 | 17 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 228 | 208 | 10 | 4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -482 | -300 | 60 | 54 |
| TNWC | 507 | 517 | -2 | -11 |
Währungsbereinigt lag das kurzfristige operative
Nettovermögen (Trade Net Working Capital, TNWC) um 11
% unter dem Vorjahresniveau. Diese Entwicklung ist auf
höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen vor dem Hintergrund einer verstärkten
Inanspruchnahme des Supplier-Financing-Programms von HUGO
BOSS zurückzuführen. Ein Anstieg der Vorräte
sowie höhere Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen wurden dadurch mehr als ausgeglichen. Erstere
stiegen zur Sicherstellung der Produktverfügbarkeit
für die kommende Saison währungsbereinigt um 17
%. Der gleitende Durchschnitt des kurzfristigen operativen
Nettovermögens im Verhältnis zum Umsatz auf Basis
der letzten vier Quartale betrug 13,8 % und lag damit
deutlich unter dem Vorjahresniveau (Q2 2021: 23,6 %).
| Jan. - Juni 2022 | Jan. - Juni 2021 | |
| Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit | 162 | 146 |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | -63 | -43 |
| Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit | -157 | -94 |
| Veränderung Finanzmittelbestand | -42 | 13 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 285 | 125 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 243 | 138 |
Durch die währungsbereinigte Darstellung im
Cashflow lassen sich die oben dargestellten Werte nicht aus
der Bilanz ableiten.
Der Free Cashflow, der sich als Summe des
Mittelzuflusses aus betrieblicher Tätigkeit und des
Mittelabflusses aus Investitionstätigkeit ermittelt,
belief sich im Berichtszeitraum auf 99 Mio. EUR (H1 2021:
103 Mio. EUR).
Der Anstieg des Mittelzuflusses aus betrieblicher
Tätigkeit spiegelt vor allem das starke Umsatz-und
Ergebniswachstum im ersten Halbjahr 2022 wider, das
teilweise durch den Anstieg der Vorräte ausgeglichen
wurde. Die Entwicklung des Mittelabflusses aus
Investitionstätigkeit reflektiert vor allem die im
Vergleich zum Vorjahr höheren Investitionen. Die
Entwicklung des Mittelabflusses aus
Finanzierungstätigkeit ist auf die höhere
Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2021
zurückzuführen.
Ohne Berücksichtigung der Auswirkungen des IFRS 16
lag die Nettofinanzposition von HUGO BOSS zum Ende des
zweiten Quartals 2022 bei plus 123 Mio. EUR (30. Juni 2021:
minus 138 Mio. EUR). Haupttreiber dieser Verbesserung waren
die starke Free-Cashflow-Entwicklung in den letzten
zwölf Monaten sowie eine damit verbundene geringere
Inanspruchnahme von Kreditlinien. Einschließlich der
Auswirkungen des IFRS 16 belief sich die
Nettofinanzposition auf minus 687 Mio. EUR, was einem
Rückgang von 29 % gegenüber dem Vorjahresniveau
entspricht (30. Juni 2021: minus 973 Mio. EUR).
Im ersten Halbjahr 2022 beliefen sich die Investitionen
auf 61 Mio. EUR (H1 2021: 44 Mio. EUR). Der Schwerpunkt der
Investitionstätigkeit lag erneut auf der weiteren
Optimierung und Modernisierung des eigenen
Einzelhandelsnetzwerks sowie auf dem Ausbau der digitalen
Kompetenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Zwischen dem Ende des ersten Halbjahres 2022 und der
Veröffentlichung dieses Berichts gab es keine weiteren
wesentlichen gesamtwirtschaftlichen, sozialpolitischen,
branchenbezogenen oder unternehmensspezifischen
Veränderungen, die sich nach den Erwartungen des
Managements maßgeblich auf die Ertrags-,
Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens auswirken
könnten.
Vor dem Hintergrund der starken
Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal hebt HUGO BOSS
seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende
Geschäftsjahr an. Dabei berücksichtigt das
Unternehmen sowohl die laufenden Investitionen in das
Geschäft im Rahmen von "CLAIM 5" als auch die
anhaltend hohen makroökonomischen Unsicherheiten.
Letztere schließen den Krieg in der Ukraine,
COVID-19-bedingte Unsicherheiten, die anhaltend hohen
globalen Frachtkosten, die allgemeine Kosteninflation sowie
eine mögliche Rationierung der Gasversorgung ein.
Das Unternehmen prognostiziert nunmehr, den
Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2022 zwischen 20 % und
25 % auf ein Rekordniveau von 3,3 Mrd. EUR bis 3,5 Mrd. EUR
steigern zu können (bisherige Prognose: Anstieg
zwischen 10 % und 15 % auf ein Niveau zwischen 3,1 Mrd. EUR
und 3,2 Mrd. EUR). Für Europa rechnet HUGO BOSS in
diesem Zusammenhang mit einem Umsatzwachstum zwischen 20 %
und 30 % (bisher: Anstieg im niedrigen bis mittleren
Zehnprozentbereich). Auch für die Region Amerika
erwartet das Unternehmen nunmehr ein Wachstum in einer
Spanne von 20 % bis 30 % (bisher: Anstieg im mittleren bis
hohen einstelligen Prozentbereich). Für die Region
Asien/Pazifik rechnet HUGO BOSS fortan mit einem
Umsatzwachstum in einer Spanne von 10 % bis 20 % (bisher:
Anstieg im mittleren bis hohen Zehnprozentbereich).
Vor dem Hintergrund der erwarteten Umsatzverbesserungen
im Geschäftsjahr 2022 erwartet HUGO BOSS fortan einen
Anstieg des EBIT zwischen 25 % und 35 % auf einen Betrag
zwischen 285 Mio. EUR und 310 Mio. EUR (bisher: Anstieg
zwischen 10 % und 25 % auf einen Betrag zwischen 250 Mio.
EUR und 285 Mio. EUR). Infolgedessen geht das Unternehmen
für das Konzernergebnis nun von einer Verbesserung auf
ein Niveau zwischen 170 Mio. EUR und 200 Mio. EUR aus
(bisher: 150 Mio. EUR bis 180 Mio. EUR).
Das kurzfristige operative Nettovermögen im
Verhältnis zum Umsatz wird sich voraussichtlich auf
ein Niveau zwischen 15 % und 16 % verbessern (bisher: 18 %
bis 19 %). Die Investitionen werden sich im Jahr 2022
voraussichtlich auf einen Betrag zwischen 180 Mio. EUR und
210 Mio. EUR summieren (bisherige Prognose: 200 Mio. EUR
bis 230 Mio. EUR).
| Ergebnis 2021 | Angepasste Prognose 2022 | |
| Konzernumsatz | 2.786 Mio. EUR | Anstieg in einer Spanne
von 20 % bis 25 % (auf 3,3 Mrd. EUR bis 3,5 Mrd. EUR) |
| Umsatzentwicklung nach Regionen | ||
| Europa | 1.742 Mio. EUR | Anstieg in einer Spanne
von 20 % bis 30 % |
| Amerika | 543 Mio. EUR | Anstieg in einer Spanne
von 20 % bis 30 % |
| Asien/Pazifik | 423 Mio. EUR | Anstieg in einer Spanne
von 10 % bis 20 % |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 228 Mio. EUR | Anstieg in einer Spanne
von 25 % bis 35 % (auf 285 Mio. EUR bis 310 Mio. EUR) |
| Konzernergebnis | 144 Mio. EUR | Anstieg auf einen Betrag
zwischen
170 Mio. EUR und 200 Mio. EUR |
| Kurzfristiges operatives Nettovermögen im Verhältnis zum Umsatz | 17,2 % | Rückgang auf ein
Niveau
zwischen 15 % und 16 % |
| Investitionen | 104 Mio. EUR | Anstieg auf einen Betrag
zwischen
180 Mio. EUR und 210 Mio. EUR |
HUGO BOSS verfügt über ein umfassendes
Risikomanagementsystem, das es dem Management
ermöglicht, Chancen und Risiken frühzeitig zu
erkennen, zu analysieren und entsprechende Maßnahmen
zu ergreifen. Im Berichtszeitraum hat der Konzern neben den
im Geschäftsbericht 2021 dargestellten Risiken und
Chancen keine weiteren wesentlichen Risiken und Chancen
identifiziert. Die dort enthaltenen Aussagen zu Risiken und
Chancen behalten ihre Gültigkeit. Zum
gegenwärtigen Zeitpunkt wurden keine Risiken
identifiziert, die entweder einzeln oder in Verbindung mit
anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens
gefährden könnten.
Vor dem Hintergrund seiner gesunden Bilanzstruktur und
der auch für die Zukunft erwarteten starken
Free-Cashflow-Entwicklung befindet sich der Konzern
weiterhin in einer äußerst soliden
wirtschaftlichen Lage.
Metzingen, 19. Juli 2022
HUGO BOSS AG
Der Vorstand
Daniel Grieder
Yves Müller
Oliver Timm
| 2022 | 2021 | |
| Umsatzerlöse | 1.650 | 1.126 |
| Umsatzkosten | -617 | -440 |
| Rohertrag | 1.033 | 685 |
| In % vom Umsatz | 62,6 | 60,9 |
| Vertriebs- und Marketingaufwendungen | -707 | -501 |
| Verwaltungsaufwendungen | -187 | -142 |
| Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit | 140 | 43 |
| Zinsergebnis | -11 | -11 |
| Übrige Finanzposten | -9 | -8 |
| Finanzergebnis | -19 | -19 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 120 | 24 |
| Ertragsteuern | -34 | -7 |
| Konzernergebnis | 86 | 17 |
| Davon entfallen auf: | ||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | 82 | 14 |
| Nicht beherrschende Anteile | 5 | 3 |
| Ergebnis je Aktie (EUR) 1 | 1,18 | 0,21 |
1 Verwässertes und unverwässertes
Ergebnis je Aktie.
| 2022 | 2021 | |
| Konzernergebnis | 86 | 17 |
| Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | ||
| Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen | 13 | 4 |
| Posten, die anschließend in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | ||
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung | 22 | 14 |
| Netto-(Verluste) /-Gewinne aus Marktbewertung von Sicherungsgeschäften | 1 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 37 | 18 |
| Gesamtergebnis | 123 | 35 |
| Davon entfallen auf: | ||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | 117 | 32 |
| Nicht beherrschende Anteile | 6 | 3 |
| Gesamtergebnis | 123 | 35 |
| 30. Juni 2022 | 30. Juni 2021 | 31. Dez. 2021 | |
| Sachanlagen 1 | 427 | 404 | 418 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 167 | 168 | 164 |
| Nutzungsrechte an Leasingobjekten 1 | 699 | 715 | 695 |
| Aktive latente Steuern | 152 | 176 | 160 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 26 | 19 | 20 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 1 | 0 | 1 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.472 | 1.482 | 1.458 |
| Vorräte | 760 | 609 | 606 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 228 | 208 | 235 |
| Kurzfristige Ertragsteuerforderungen | 19 | 22 | 15 |
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 14 | 19 | 27 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 111 | 93 | 111 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 243 | 138 | 285 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.375 | 1.089 | 1.278 |
| Gesamt | 2.847 | 2.571 | 2.736 |
| 30.Juni 2022 | 30. Juni 2021 | 31. Dez. 2021 | |
| Gezeichnetes Kapital | 70 | 70 | 70 |
| Eigene Aktien | -42 | -42 | -42 |
| Kapitalrücklage | 0 | 0 | 0 |
| Gewinnrücklagen | 897 | 721 | 850 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | 69 | 34 | 47 |
| Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | 994 | 783 | 925 |
| Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | 12 | 9 | 14 |
| Konzerneigenkapital | 1.006 | 792 | 940 |
| Langfristige Rückstellungen | 86 | 91 | 102 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 105 | 203 | 103 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 611 | 629 | 601 |
| Passive latente Steuern | 15 | 9 | 11 |
| Sonstige langfristige Schulden | 0 | 2 | 1 |
| Langfristige Schulden | 817 | 934 | 818 |
| Kurzfristige Rückstellungen 1 | 113 | 77 | 99 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 42 | 86 | 32 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 199 | 206 | 193 |
| Ertragsteuerschulden | 29 | 35 | 28 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 482 | 300 | 464 |
| Sonstige kurzfristige Schulden 1 | 159 | 140 | 161 |
| Kurzfristige Schulden | 1.024 | 845 | 978 |
| Gesamt | 2.847 | 2.571 | 2.736 |
| Gewinnrücklagen | Kumuliertes übriges Eigenkapital | |||||
| Gezeichnetes Kapital | Eigene Aktien | Kapitalrücklage | Gesetzliche Rücklage | Sonstige Gewinnrücklagen | Unterschiede aus der Währungs umrechnung | |
| 1. Januar 2021 | 70 | -42 | 0 | 7 | 700 | 21 |
| Konzernergebnis | 14 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | 4 | -14 | ||||
| Gesamtergebnis | 18 | -14 | ||||
| Dividendenzahlung | -3 | |||||
| 30. Juni 2021 | 70 | -42 | 0 | 7 | 715 | 35 |
| 1. Januar 2022 | 70 | -42 | 0 | 7 | 843 | 51 |
| Erstanwendung IAS 29 | 0 | |||||
| 1. Januar 2022 | 70 | -42 | 0 | 7 | 843 | 51 |
| Konzernergebnis | 82 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | 13 | 20 | ||||
| Gesamtergebnis | 95 | 20 | ||||
| Dividendenzahlung | -48 | |||||
| 30. Juni 2022 | 70 | -42 | 0 | 7 | 890 | 71 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | Konzerneigenkapital | |||
| Marktbewertung Sicherungsgeschäfte | Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | Konzerneigenkapital | |
| 1. Januar 2021 | -2 | 754 | 6 | 760 |
| Konzernergebnis | 14 | 3 | 17 | |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 18 | 0 | 18 |
| Gesamtergebnis | -2 | 32 | 3 | 35 |
| Dividendenzahlung | -3 | -3 | ||
| 30. Juni 2021 | -2 | 783 | 9 | 792 |
| 1. Januar 2022 | -3 | 925 | 14 | 940 |
| Erstanwendung IAS 29 | 0 | 0 | ||
| 1. Januar 2022 | -3 | 925 | 14 | 939 |
| Konzernergebnis | 82 | 5 | 86 | |
| Sonstiges Ergebnis | 1 | 35 | 1 | 37 |
| Gesamtergebnis | 1 | 117 | 6 | 123 |
| Dividendenzahlung | -48 | -8 | -57 | |
| 30. Juni 2022 | -2 | 994 | 12 | 1.006 |
| 2022 | 2021 | |
| Konzernergebnis | 86 | 17 |
| Abschreibungen/Zuschreibungen | 170 | 151 |
| Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29 | 0 | 0 |
| Unrealisierte Währungsgewinne/-verluste, netto | -21 | 0 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge | 12 | 1 |
| Ertragsteueraufwand/-erstattungen | 34 | 7 |
| Zinserträge und -aufwendungen | 11 | 11 |
| Veränderung der Vorräte | -140 | 14 |
| Veränderung der Forderungen sowie anderer Aktiva | 22 | -23 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 1 | 0 | -10 |
| Ergebnis aus dem Verkauf von Anlagevermögen | -2 | -1 |
| Veränderung Pensionsrückstellungen 1 | 1 | -1 |
| Veränderung übrige Rückstellungen | 12 | 3 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -24 | -23 |
| Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit | 162 | 146 |
| Investitionen in Sachanlagen | -45 | -34 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | -15 | -7 |
| Erwerb von Tochtergesellschaften und sonstigen Geschäftseinheiten | 0 | -2 |
| Investitionen in Finanzanlagen 2 | -2 | 0 |
| Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit | -63 | -43 |
| An die Anteilseigner des Mutterunternehmens gezahlte Dividenden | -48 | -3 |
| An die Inhaber der Anteile ohne beherrschenden Einfluss gezahlte Dividenden | -8 | 0 |
| Veränderung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten | -4 | -4 |
| Aufnahme von langfristigen Finanzverbindlichkeiten | 8 | 13 |
| Tilgung von kurz- und langfristigen Leasingverbindlichkeiten | -94 | -90 |
| Gezahlte Zinsen | -11 | -11 |
| Erhaltene Zinsen | 1 | 0 |
| Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -157 | -94 |
| Wechselkursbedingte Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 16 | 4 |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -42 | 13 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode | 285 | 125 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode | 243 | 138 |
1 Die dargestellten Beträge weichen
aufgrund vorgenommener Umgliederungen von den im Vorjahr
berichteten Werten ab.
2 In der ersten Hälfte des
Geschäftsjahres 2022 ist HUGO BOSS eine langfristige
strategische Partnerschaft mit HeiQ AeoniQ LLC, einer
hundertprozentigen Tochtergesellschaft des Schweizer
Innovationsunternehmens HeiQ Plc, in Höhe von 4 Mio.
EUR eingegangen, wobei zum 30. Juni 2022 noch 2 Mio. EUR
ausstehen. Die Investition wird ergänzt durch
zusätzliche Gebühren bei Erreichen vereinbarter
Meilensteine sowie durch ein vertragliches Recht
(Kaufoption), bis Dezember 2023 weitere Anteile des
Unternehmens zu einem vereinbarten Ausübungspreis zu
erwerben
.
Der Zwischenabschluss der HUGO BOSS AG zum 30. Juni 2022
wurde gemäß § 115 WpHG in
Übereinstimmung mit den zum Stichtag gültigen
International Financial Reporting Standards (IFRS) und
deren Interpretationen aufgestellt. Insbesondere wurden die
Regelungen des IAS 34 zur Zwischenberichterstattung
angewendet.
Der vorliegende Zwischenlagebericht und der
verkürzte Abschluss wurden weder entsprechend §
317 HGB geprüft noch einer prüferischen
Durchsicht durch eine zur Abschlussprüfung
befähigte Person unterzogen. Durch Beschluss vom 19.
Juli 2022 wurden der verkürzte Zwischenabschluss und
der Zwischenlagebericht durch den Vorstand zur
Weiterleitung an den Aufsichtsrat freigegeben. Vor seiner
Veröffentlichung wurden der Zwischenlagebericht und
der verkürzte Zwischenabschluss außerdem mit dem
Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats erörtert.
Alle Zwischenabschlüsse der in den
Konzernzwischenabschluss einbezogenen Unternehmen wurden in
Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag
gültigen IFRS, wie sie vom IASB veröffentlicht
wurden und in der EU anzuwenden sind, nach einheitlichen
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.
Die angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und
Konsolidierungsmethoden entsprechen denen des vorherigen
Geschäftsjahres.
Im ersten halben Jahr 2022 verzeichnete HUGO BOSS
wesentliche Verbesserungen hinsichtlich Umsatz und Ertrag,
bedingt durch die gründliche Umsetzung der
Unternehmensstrategie "CLAIM 5". Das Wachstum kann in
erster Linie auf einen starken wirtschaftlichen Auftrieb in
Europa und Amerika zurückgeführt werden.
Während Aktivitäten des Konzerns in Asien/Pazifik
ebenfalls einen vielversprechenden Start in das Jahr
verzeichneten, haben die erneuten COVID-19-bedingten
Restriktrionen - einschließlich vorübergehender
Ladenschließungen und eingeschränkter
Öffnungszeiten - die Verbraucherstimmung und
Kundenfrequenz auf dem chinesischen Festland beeinflusst.
Die temporären Ladenschließungen hatten jedoch
keinen wesentlichen Einfluss auf die Werthaltigkeit der
Vermögenswerte.
HUGO BOSS hat infolge des anhaltenden Konfliktes das
eigene Retail- und Onlinegeschäft in Russland seit
Anfang März vorübergehend eingestellt sowie
Werbe- und Marketingaktivitäten ausgesetzt. Zusammen
mit der Ukraine machte Russland im Geschäftsjahr 2021
rund 3 % des Konzernumsatzes aus. Das Unternehmen
beobachtet die Situation sehr genau und bewertet die
Entwicklungen entsprechend. Dabei hat die Sicherheit der
Menschen und der Partner weiterhin stets oberste
Priorität.
Bei der Erstellung des Konzernzwischenabschlusses wurden
Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen, welche
sich auf die Offenlegung und die Höhe der bilanzierten
Vermögenswerte und Schulden sowie der Erträge und
Aufwendungen auswirken. Schätzungen und
zugrundeliegende Annahmen mit wesentlicher Auswirkung
wurden insbesondere in Bezug auf die folgenden Aspekte
getroffen:
| ― |
Überprüfung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten mit bestimmter und unbestimmter Nutzungsdauer einschließlich Geschäfts- oder Firmenwert |
| ― |
Bewertung der Vorratsbestände |
| ― |
Einbringbarkeit von Forderungen - insbesondere solche aus Lieferungen und Leistungen |
Obwohl diese Schätzungen und Annahmen mit
großer Sorgfalt vorgenommen wurden, können die
tatsächlichen Maßnahmen im Einzelfall abweichen,
insbesondere unter Berücksichtigung der weiteren
Entwicklung der Situation und der entsprechenden
Sanktionen.
Im Zuge der COVID-19-Pandemie wurden sämtliche
Mietzugeständnisse, die den Anforderungen der IASB
Änderungen "COVID-19-Related Rent Concessions -
Amendment to IFRS 16 Leases" entsprachen, nicht als Lease
Modification, sondern als negative variable Leasingzahlung
behandelt. Der erfolgswirksam erfasste Betrag zur
Berücksichtigung von Mietzugeständnissen infolge
der COVID-19-Pandemie belief sich für das erste
Halbjahr 2022 auf 4 Mio. EUR (2021: 18 Mio. EUR). Davon
entfallen 0 Mio. EUR (2021: 1 Mio. EUR) auf Zuwendungen der
öffentlichen Hand, die an keine weiteren Bedingungen
geknüpft sind.
Die Bewertung der Vorräte erfolgte unter
Berücksichtigung einer dem aktuellen
Geschäftsumfeld angemessenen Risikovorsorge. Dabei
wurden konzerneinheitliche, systemgestützte
Gängigkeits-, Reichweiten- und
Nettoveräußerungswertanalysen angewandt.
Die Einbringlichkeit von Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen wird in einem ersten Schritt beurteilt, indem
die nicht überfälligen Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen mit dem erwarteten Ausfallrisiko
bewertet werden. Außerdem wird die Werthaltigkeit der
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Grundlage
der geschätzten Wahrscheinlichkeit eines
Zahlungsverzugs bewertet. Die Berechnung des erwarteten
Ausfallrisikos basiert sowohl auf vergangenen, aktuellen
sowie zukünftigen Ausfallrisiken. In einem zweiten
Schritt werden - basierend auf der Altersstruktur und der
individuellen Bewertung der Werthaltigkeit der Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen - für fällige und
nicht fällige Forderungen Einzelwertberichtigungen
zwischen 1 % und 100 % gebildet. Alle Konzerngesellschaften
sind dazu verpflichtet, eine Altersstruktur ihrer
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu führen.
Hierdurch wird gewährleistet, dass eine
risikoadjustierte Abwertung möglich ist.
Die Überprüfung der Buchwerte der einzelnen
CGUs (Cash Generating Units) ergab keine zusätzlichen
pandemiebedingten Wertminderungen. In Anbetracht der
Kriegssituation wurden für die HUGO BOSS Rus LLC,
Moskau, zur Schätzung des erzielbaren Betrags die
erwarteten Cashflows unter Verwendung eines Erwartungswerts
von wahrscheinlichkeitsgewichteten Szenarien ermittelt.
Infolgedessen wurden zum 30. Juni 2022 Wertminderungen in
Höhe von 17 Mio. EUR vorgenommen.
Die Türkei wird als Hochinflationsland eingestuft
und daher gilt für unsere Tochtergesellschaft in der
Türkei IAS 29 "Rechnungslegung in
Hochinflationsländern". Dementsprechend wurde der
Zwischenabschluss der HUGO BOSS Magazacilik Ltd. Sti.,
Izmir, Türkei, der die Türkische Lira als
funktionale Währung hat, rückwirkend ab dem 1.
Januar 2022 an die Änderung der allgemeinen Kaufkraft
angepasst. Für die Umrechnung in die
Darstellungswährung (Euro) werden alle Beträge
mit dem Stichtagskurs zum 31. Dezember 2021 umgerechnet.
Gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen
der Wechselkurse" Absatz 42 wurden die
Vergleichsbeträge des vorangegangenen
Berichtszeitraums nicht angepasst.
Um die Änderungen der Kaufkraft am Bilanzstichtag
widerzuspiegeln, werden die Buchwerte der nicht
monetären Vermögenswerte und Schulden, des
Eigenkapitals und des Gesamtergebnisses bei
Tochterunternehmen in Hochinflationsländern auf der
Grundlage einer am Bilanzstichtag geltenden
Maßeinheit angepasst. Diese werden anhand eines
allgemeinen Preisindexes gemäß IAS 29 indexiert.
Für monetäre Vermögenswerte und Schulden,
die zu den am Bilanzstichtag geltenden Beträgen
ausgewiesen werden, wie z. B. dem
Nettoveräußerungswert oder dem beizulegenden
Zeitwert, sowie für monetäre Posten ist jedoch
keine Anpassung erforderlich, da sie im Besitz befindliche,
zu erhaltende oder zu zahlende Gelder darstellen. Alle
Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung müssen in der
am Bilanzstichtag geltenden Maßeinheit
ausgedrückt werden.
Nicht monetäre Vermögenswerte, die
gemäß den Leitlinien in IAS 29 angepasst wurden,
unterliegen weiterhin einer Wertminderungsbeurteilung in
Übereinstimmung mit den Leitlinien in den relevanten
IFRS.
Die Anwendung von IAS 29 ist für die
Rentabilität, die Liquidität, die
Kapitalausstattung und die Finanzlage des Konzern für
das Halbjahr zum 30. Juni 2022 unwesentlich.
In der nachstehenden Tabelle sind die spezifischen
Faktoren aufgeführt, die zur Anwendung von IAS 29
für die ersten sechs Monate bis zum 30. Juni 2022
verwendet wurden.
| Einzelheiten | Türkei |
| Datum der Erstanwendung von IAS 29 | 1. Januar 2022 |
| Konsumentenpreisindex | Tüketici fiyat endeks rakamlari |
| Index zum 30. Juni 2022 | 977,90 |
| Index zum 31. Dezember 2021 | 686,95 |
| Anpassungsfaktor | 1,4235 |
Darüber hinaus verfügt der Konzern über
eine Produktionsstätte in der Türkei, die HUGO
BOSS Textile Industry Ltd.. Die funktionale Währung
dieser Tochtergesellschaft lautet in Euro, so dass IAS 29
"Rechnungslegung in Hochinflationsländern" nicht auf
diese Tochtergesellschaft in der Türkei anwendbar ist.
Die wichtigsten, im Zwischenabschluss angewandten
Währungskurse haben sich in Relation zum Euro wie
folgt entwickelt:
| Währung | Durchschnittskurs | Bilanzstichtagskurs | ||||
| 1 EUR = | Juni 2022 | Juni 2021 | Dez. 2021 | 30. Juni 2022 | 30. Juni 2021 | |
| Australien | AUD | 1,5022 | 1,5759 | 1,5797 | 1,5256 | 1,5811 |
| China | CNY | 7,0806 | 7,7382 | 7,2012 | 7,0382 | 7,6814 |
| Großbritannien | GBP | 0,8565 | 0,8586 | 0,8494 | 0,8646 | 0,8595 |
| Japan | JPY | 141,3230 | 132,6523 | 128,6455 | 143,5300 | 131,5400 |
| Russia | RUB | 61,3456 | 87,4170 | 83,3883 | 55,5195 | 86,4662 |
| Schweiz | CHF | 1,0249 | 1,0938 | 1,0411 | 1,0005 | 1,0965 |
| Türkei | TRY | 17,9866 | 10,3630 | 16,5761 | 17,5221 | 10,3645 |
| USA | USD | 1,0580 | 1,2051 | 1,1305 | 1,0517 | 1,1888 |
| Bilanzstichtagskurs | |
| 31. Dez. 2021 | |
| Australien | 1,5615 |
| China | 7,1947 |
| Großbritannien | 0,8403 |
| Japan | 130,3800 |
| Russia | 85,3004 |
| Schweiz | 1,0331 |
| Türkei | 15,0867 |
| USA | 1,1326 |
Im Berichtszeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2022
beträgt die Anzahl der konsolidierten Gesellschaften
65 und ist damit gegenüber dem Konzernabschluss zum
31. Dezember 2021 unverändert geblieben.
In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2022
wurde die HUGO BOSS Stiftung gGmbH gegründet. Da in
diesem Zeitraum kein Geschäftsbetrieb stattfand, wurde
die Gesellschaft nicht konsolidiert.
In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2022
wurden keine Unternehmenszusammenschlüsse oder Erwerbe
von sonstigen Geschäftseinheiten durchgeführt.
| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2022 | Jan. - Juni 2021 |
| Stationärer Einzelhandel | 891 | 565 |
| Stationärer Großhandel | 417 | 274 |
| Digital | 300 | 252 |
| Lizenzen | 42 | 34 |
| Gesamt | 1.650 | 1.126 |
| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2022 | Jan. - Juni 2021 |
| Anschaffungskosten für bezogene Waren | 565 | 394 |
| Davon Materialaufwand | 559 | 362 |
| Herstellungskosten für Eigenfertigung | 52 | 46 |
| Gesamt | 617 | 440 |
Die in den Umsatzkosten berücksichtigten
Anschaffungskosten für bezogene Waren enthalten im
Wesentlichen den Materialaufwand der verkauften Waren sowie
Eingangsfracht- und Zollkosten.
| (in Mio. EUR) | Jan.-Juni 2022 | Jan. - Juni 2021 |
| Aufwendungen für eigenen Einzelhandel | 396 | 287 |
| Aufwendungen für Vertriebs- und Marketingorganisation | 120 | 87 |
| Marketingaufwendungen | 138 | 86 |
| Aufwendungen für Logistik | 53 | 41 |
| Gesamt | 707 | 501 |
Die Aufwendungen für den eigenen Einzelhandel sowie
für die Vertriebs- und Marketingorganisation umfassen
im Wesentlichen Personal- und Mietaufwendungen für den
Groß- und Einzelhandel sowie
Wertminderungsaufwendungen im Zusammenhang mit Russland.
Zudem sind umsatzabhängige Provisionen,
Ausgangsfracht- und Zollkosten, Kreditkartengebühren
sowie Wertminderungen auf Forderungen enthalten.
| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2022 | Jan. - Juni 2021 |
| Verwaltungsaufwand | 149 | 116 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 38 | 26 |
| Gesamt | 187 | 142 |
Der Verwaltungsaufwand besteht überwiegend aus
Raummieten, Instandhaltungskosten, IT-Kosten, Rechts- und
Beratungskosten sowie dem Personalaufwand des
Funktionsbereichs. Aufwendungen für Forschung und
Entwicklung fallen schwerpunktmäßig im Rahmen
der Kollektionserstellung an.
(in Mio. EUR)
| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2022 | Jan. - Juni 2021 |
| Löhne und Gehälter | 328 | 243 |
| Soziale Abgaben | 52 | 41 |
| Aufwendungen und Erträge für Altersversorgung und für Unterstützung | 3 | 1 |
| Gesamt | 383 | 285 |
| 30. Juni 2022 | 31. Dez. 2021 | |
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 4.607 | 4.340 |
| Kaufmännische Arbeitnehmer | 11.767 | 11.290 |
| Gesamt | 16.374 | 15.630 |
| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2022 | Jan. - Juni 2021 |
| Anlagevermögen | ||
| Davon Sachanlagen | 40 | 39 |
| Davon immaterielle Vermögenswerte | 13 | 12 |
| Davon Nutzungsrecht an Leasingobjekten | 103 | 100 |
| Gesamt | 156 | 151 |
| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2022 | Jan. - Juni 2021 |
| Directly operated stores | 2 | 0 |
| Immaterielle Vermögenswerte/ Geschäfts- oder Firmenwert | 0 | 0 |
| Nutzungsrecht an Leasingobjekten | 12 | 1 |
| Gesamt | 14 | 1 |
Die Wertminderungsverluste bestehen aus
Wertminderungsaufwendungen im Zusammenhang mit Russland
sowie aus Wertaufholungen.
Zugänge, Abschreibungen und Veränderungen der
Nutzungsrechte von Leasingobjekten werden wie folgt auf die
den Leasingverhältnissen zugrundeliegenden
Vermögenswerte zum 30. Juni 2022 aufgeteilt:
| (in Mio. EUR) | Einzelhandels geschäfte | Lagerflächen | Verwaltungsg ebäude & Sonstiges | Gesamt |
| Buchwert zum 1. Januar 2022 | 584 | 40 | 71 | 695 |
| Zugänge | 86 | 9 | 5 | 100 |
| Abschreibungen | -89 | -5 | -9 | -103 |
| Wertminderung | -12 | 0 | 0 | -12 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsunterschiede | 16 | 1 | 2 | 19 |
| Buchwert zum 30. Juni 2022 | 585 | 45 | 69 | 699 |
| Buchwert zum 1. Januar 2021 | 644 | 30 | 74 | 748 |
| Zugänge | 124 | 17 | 12 | 153 |
| Abschreibungen | -179 | -8 | -17 | -204 |
| Wertminderungen | -11 | 0 | 0 | -11 |
| Writeup | 1 | 0 | 0 | 1 |
| Abgänge | -18 | 0 | -1 | -19 |
| Währungsunterschiede | 23 | 1 | 3 | 27 |
| Buchwert zum 31. Dezember 2021 | 584 | 40 | 71 | 695 |
Die zum 30. Juni 2022 auf die Leasingverhältnisse
entfallenden Beträge aus der
Gewinn-und-Verlust-Rechnung sind in der folgenden Tabelle
dargestellt:
| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2022 | 1 Jan. - Juni 2021 |
| Abschreibungen Nutzungsrechte | -103 | -100 |
| Wertminderungen Nutzungsrechte | -12 | -1 |
| Nettoertrag aus Anlageabgängen von RoU Assets | 2 | 1 |
| Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten | -8 | -8 |
| Nettoertrag aus der Währungsumrechnung von Leasingverbindlichkeiten | 6 | -1 |
| Aufwand aus variablen Leasingzahlungen | -75 | -55 |
| Aufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse | -4 | -2 |
| Leasingaufwand für Software und Aufwand für Leasingverhältnisse von geringwertigen Vermögenswerten | -14 | -9 |
| Erträge aus Unterleasingverhältnissen | 0 | 1 |
| Sonstige Aufwendungen (Servicekosten) | -7 | -6 |
| Gesamtaufwand aus Leasingverhältnissen | -215 | -180 |
Die Zahlungsmittelabflüsse aus
Leasingverbindlichkeiten betrugen im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2022 201 Mio. EUR (30. Juni 2021: 168
Mio. EUR), davon betreffen 94 Mio. EUR die Tilgung von
Leasingverbindlichkeiten (30. Juni 2021: 90 Mio. EUR).
| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2022 | Dez 21 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 701 | 564 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 51 | 36 |
| Unfertige Erzeugnisse | 9 | 1 6 |
| Gesamt | 760 | 606 |
Der Buchwert der zum Nettoveräußerungswert
angesetzten Vorräte beträgt 109 Mio. EUR (2021:
108 Mio. EUR). Für die Vorräte wurden folgende
wesentliche Schätzungen vorgenommen: Abschreibungen
werden für Vorrats- und Bestandsrisiken vorgenommen,
die sich aus der Lagerdauer und der damit teilweise
verminderten Verwendbarkeit ergeben. Für Rohstoffe
werden über Reichweiten- und Gängigkeitsanalysen
Abschläge vorgenommen. Für unfertige Erzeugnisse,
Fertigerzeugnisse und Handelswaren orientiert sich die
Bewertung am noch zu erzielenden
Nettoveräußerungspreis über die
konzerneigenen Absatzkanäle. Zur Ermittlung des
Nettoveräußerungspreises verwendet der Konzern
für Handelswaren und Fertigerzeugnisse Analysen
über die Lagerdauer.
| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2022 | Dez. 2021 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, brutto | 247 | 250 |
| Kumulierte Wertberichtigung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -18 | -16 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto | 228 | 234 |
Unter den Finanzverbindlichkeiten werden alle
verzinslichen und unverzinslichen Verpflichtungen
ausgewiesen, die zum jeweiligen Bilanzstichtag bestanden.
Sie teilen sich wie folgt auf:
| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2022 | Davon Restlaufzeit unter einem Jahr | Dez. 2021 | Davon Restlaufzeit unter einem Jahr |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 120 | 15 | 118 | 15 |
| Leasingverbindlichkeiten | 810 | 199 | 795 | 193 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 26 | 26 | 18 | 18 |
| Davon: nicht IFRS 16 relevante Mietverpflichtungen für den konzerneigenen Einzelhandel | 13 | 13 | 13 | 13 |
| Gesamt | 956 | 240 | 930 | 225 |
In den sonstigen Finanzverbindlichkeiten sind negative
Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten in Höhe
von 13 Mio. EUR (2021: 4 Mio. EUR) enthalten.
Im Geschäftsjahr 2021 hat HUGO BOSS einen
revolvierenden Konsortialkredit in Höhe von 600 Mio.
EUR abgeschlossen und sich damit zusätzlichen
finanziellen Spielraum für die erfolgreiche Umsetzung
der Unternehmensstrategie "CLAIM 5" gesichert. Der Kredit
hat eine Laufzeit von drei Jahren und beinhaltet zwei
Optionen zur Laufzeitverlängerung um jeweils ein Jahr
sowie eine Option zur Erhöhung des Kreditvolumens um
bis zu 300 Mio. EUR. Der bisherige Konsortialkredit von
HUGO BOSS über 633 Mio. EUR wurde im
Geschäftsjahr 2021 vollständig
zurückgeführt.
Zum Ende des zweiten Quartals 2022 belief sich die
Inanspruchnahme des Konsortialkredits auf 101 Mio. EUR,
davon wurden 18 Mio. EUR für Bürgschaften und 75
Mio. EUR für das Lieferantenfinanzierungsprogramm
genutzt. (2021: Der Konsortialkredit ist durch
Bürgschaftsfazilitäten in Höhe von 18 Mio.
EUR in Anspruch genommen und durch das
Lieferantenfinanzierungsprogramm in Höhe von 63 Mio.
EUR nicht in Anspruch genommen worden.)
Weder zum 30. Juni 2022 noch zum 30. Juni 2021 standen
Aktien aus, die das Ergebnis je Aktie verwässern
könnten.
| Jan. - Juni 2022 | Jan. - Juni 2021 | |
| Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnendes Ergebnis (in Mio. EUR) | 82 | 14 |
| Durchschnittliche Zahl der ausgegebenen Aktien 1 | 69.016.167 | 69.016.167 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) 2 | 1,18 | 0,21 |
1 Ohne Berücksichtigung eigener Anteile.
2 Verwässertes und unverwässertes
Ergebnis je Aktie.
Die Rückstellungen für Personalaufwendungen
betreffen überwiegend Rückstellungen für
kurz- und mittelfristige Tantiemen und Boni,
Abfindungsansprüche, Altersteilzeit sowie
Überstunden.
Einen Großteil der Personalrückstellungen
bildet das zu Beginn des Geschäftsjahres 2016
implementierte "Long-Term-Incentive-Programm (LTI)"
für Vorstand und Führungskräfte des HUGO
BOSS Konzerns, das zum Bilanzstichtag zum beizulegenden
Zeitwert bewertet wird. Zurzeit gibt es vier Tranchen des
Programms: Die vierte Tranche wurde am 1. Januar 2022
ausgegeben.
Jede Tranche hat eine Gesamtlaufzeit von vier Jahren,
die sich in eine Performancelaufzeit von drei Jahren und
eine Wartezeit von einem Jahr aufteilt. Die im
Geschäftsjahr 2019 ausgegebene Tranche kommt somit im
Geschäftsjahr 2023 zur Auszahlung und ist demzufolge
zum 30. Juni 2022 unter den kurzfristigen
Personalrückstellungen in Höhe von 4 Mio. EUR
ausgewiesen. Für die anderen drei Tranchen
beläuft sich die zum 30. Juni 2022 gebildete
langfristige Rückstellung auf insgesamt 18 Mio. EUR.
Die Rückstellungen für Pensionen reduzierten
sich von 46 Mio. EUR zum 31. Dezember 2021 auf 31 Mio. EUR
zum 30. Juni 2022. Die versicherungsmathematische
Berechnung des Barwerts der leistungsorientierten
Verpflichtung umfasst Dienstzeitaufwand, Nettozinsaufwand
und andere relevante Parameter.
Folgende Prämissen wurden zugrunde gelegt:
| Parameter | 30. Juni 2022 | 31. Dez. 2021 |
| Rechnungszins | ||
| Deutschland | 3,45% | 1,40% |
| Schweiz | 2,40% | 0,35% |
| Rententrend | ||
| Deutschland | 1,75% | 1,75% |
| Schweiz | 0,00% | 0,00% |
| Gehaltssteigerungstrend | ||
| Deutschland | 2,50% | 2,50% |
| Schweiz | 2,00% | 2,00% |
Im Vergleich zum 31. Dezember 2021 hat sich der
Parameter Rechnungszins in Deutschland und der Schweiz
erhöht. Die Parameter Rententrend und
Gehaltssteigerungstrend blieben in den ersten sechs Monaten
des Geschäftsjahres 2022 unverändert.
| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2022 | Jan. - Juni 2021 |
| Dienstzeitaufwand der Periode | 3 | 2 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 0 | 0 |
| Nettozinsaufwand | 1 | 1 |
| In der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasste Pensionsaufwendungen | 3 | 3 |
| Ertrag aus Fondsvermögen (ohne Zinseffekt aus Fondsvermögen) | 0 | 0 |
| Erfasste versicherungsmathematische (Gewinne)/Verluste | -17 | -5 |
| Asset Ceiling (ohne Zinseffekt aus Asset Ceiling) | 0 | 0 |
| In der Konzerngesamtergebnisrechnung erfasste Neubewertungen | -17 | -5 |
| (in Mio. EUR) | 30. Juni 2022 | 31. Dez. 2021 | |||
| Aktiva | Bewertungskategorie nach IFRS 9 | Buchwert | Beizulegender Zeitwert | Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | AC | 243 | 243 | 285 | 285 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | 228 | 228 | 235 | 235 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 40 | 40 | 47 | 47 | |
| Davon: | |||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FVTPL | 2 | 2 | 1 | 1 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | Hedge Accounting | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | AC | 38 | 38 | 46 | 46 |
| Passiva | |||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | AC | 120 | 122 | 118 | 120 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | AC | 482 | 482 | 464 | 464 |
| davon Reverse Factoring | AC | 75 | 75 | 63 | 63 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | n.a. | 810 | 810 | 795 | 795 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 26 | 26 | 17 | 17 | |
| Davon: | |||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FVTPL | 11 | 11 | 1 | 1 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | Hedge Accounting | 2 | 2 | 3 | 3 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | AC | 13 | 13 | 13 | 13 |
HUGO BOSS nutzt zur Unterstützung seiner
Lieferanten ein sogenanntes "Reverse Factoring Programm".
Hierbei werden offene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen bereits vor Fälligkeit durch ein
Kreditinstitut an den Lieferanten ausgeglichen. Innerhalb
des Programms bleibt die ursprüngliche Verbindlichkeit
des Lieferanten aufgrund eines unveränderten
Schuldeingeständnisses inhaltlich unberührt und
wird als Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen
ausgewiesen. In diesem Zusammenhang zahlt HUGO BOSS den
gesamten Rechnungsbetrag bei Fälligkeit laut Rechnung.
Das Kreditinstitut zahlt den Rechnungsbetrag an den
Lieferanten abzüglich eines Disagios aus. Da durch die
Reverse Factoring Vereinbarungen dem Konzern keine
zusätzliche Finanzierungsmöglichkeit gewährt
wird und der zu zahlende Betrag sich nicht ändert, ist
HUGO BOSS der Ansicht, dass die Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen im Rahmen des Reverse Factoring
Programms nicht in Finanzverbindlichkeiten umzugliedern
sind. Es liegt im Ermessen von HUGO BOSS die Beträge
aus dem Reverse Factoring Programm in das Working Capital
miteinzubeziehen.
Die zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte
angewandten Methoden und Annahmen stellen sich wie folgt
dar:
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente,
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige
finanzielle Vermögenswerte, Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige
Verbindlichkeiten kommen hauptsächlich aufgrund der
kurzen Laufzeiten dieser Instrumente ihrem Buchwert sehr
nahe.
Der beizulegende Zeitwert von Bankdarlehen und sonstigen
finanziellen Verbindlichkeiten, Verpflichtungen aus
Finanzierungsleasingverhältnissen sowie sonstigen
langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten wird durch
Diskontierung der künftigen Cashflows unter Verwendung
von derzeit für Fremdkapital zu vergleichbaren
Konditionen, Kreditrisiken und Restlaufzeiten
verfügbaren Zinssätzen ermittelt.
Zum 30. Juni 2022 versteht sich die zum Marktwert
bewertete Derivatposition (Market-to-Market) exklusive der
Bonitätswertberichtigung, die auf das Ausfallrisiko
der Gegenseite des Derivats zurückzuführen ist.
Das Ausfallrisiko der Gegenseite brachte keine wesentlichen
Effekte mit sich.
Der Konzern verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung
und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von
Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren:
Stufe 1: Notierte (unangepasste) Preise auf aktiven
Märkten für gleichartige Vermögenswerte oder
Verbindlichkeiten
Stufe 2: Verfahren, bei denen sämtliche
Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten
beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder
indirekt beobachtbar sind
Stufe 3: Verfahren, die Input-Parameter verwenden, die
sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert
auswirken und nicht auf beobachteten Marktdaten basieren
Zum 30. Juni 2022 sind wie im Vorjahr alle zum
beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente der
Kategorie FVTPL sowie die Derivate mit Hedge-Beziehungen
der Stufe 2 zuzuordnen. Während der ersten sechs
Monate des Geschäftsjahres 2022 gab es keine Transfers
zwischen Level 1 und Level 2 sowie aus Level 3 heraus. Die
zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente
bestanden aus Devisentermingeschäften, Devisenswaps
und Zinsderivaten. Die Vermögenswerte beliefen sich
auf 2 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 1 Mio. EUR), die
Verbindlichkeiten auf 13 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 4
Mio. EUR). Bei Finanzinstrumenten, die zu
fortgeführten
Anschaffungskosten in der Bilanz geführt werden,
ist die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte ebenfalls
über das Verfahren der Stufe 2 erfolgt.
Zur Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken
setzt der HUGO BOSS Konzern teilweise
Sicherungsgeschäfte zur Reduzierung des Risikos ein.
Zum Bilanzstichtag waren 5 Mio. EUR (31. Dezember 2021:
6 Mio. EUR) variabel verzinste Finanzverbindlichkeiten
abgesichert. Des Weiteren waren zum Bilanzstichtag
zukünftige Zahlungsströme in Fremdwährung in
Höhe von 6 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 12 Mio. EUR)
abgesichert und in vollem Umfang in eine wirksame
Sicherungsbeziehung eingebunden. Die Veränderung der
unrealisierten Gewinne/Verluste aus der Marktbewertung von
Sicherungsgeschäften im sonstigen Gesamtergebnis
belief sich auf 2 Mio. EUR (30. Juni 2021: 0 Mio. EUR).
| (in Mio. EUR) | Angesetzte Bruttobeträge Aktiva | Saldierte Bruttobeträge Passiva | Ausgewiesene Nettobeträge Aktiva in der Bilanz | Nicht in der Bilanz saldierte Passiva | Nicht in der Bilanz saldierte erhaltene Barsicherheiten | Nettobeträge |
| 30. Juni 2022 | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 241 | -13 | 228 | 0 | 0 | 228 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 40 | 0 | 40 | -1 | 0 | 39 |
| Davon Derivate | 2 | 0 | 2 | -1 | 0 | 1 |
| Gesamt | 281 | -13 | 268 | -1 | 0 | 267 |
| 31. Dez. 2021 | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 246 | -11 | 235 | 0 | 0 | 235 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 47 | 0 | 47 | -1 | 0 | 46 |
| Davon Derivate | 1 | 0 | 1 | -1 | 0 | 0 |
| Gesamt | 293 | -11 | 282 | -1 | 0 | 281 |
| (in Mio. EUR) | Angesetzte Bruttobeträge Passiva | Saldierte Bruttobeträge Aktiva | Ausgewiesene Nettobeträge Passiva in der Bilanz | Nicht in der Bilanz saldierte Aktiva | Nicht in der Bilanz saldierte erhaltene Barsicherheiten | Nettobeträge |
| 30. Juni 2022 | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 173 | -53 | 120 | 0 | 0 | 120 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 482 | 0 | 482 | -1 | 0 | 481 |
| Davon Derivate | 26 | 0 | 26 | -1 | 0 | 25 |
| Gesamt | 655 | -53 | 602 | -1 | 0 | 601 |
| 31. Dez. 2021 | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 500 | -36 | 464 | 0 | 0 | 464 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 18 | 0 | 18 | -1 | 0 | 17 |
| Davon Derivate | 4 | 0 | 4 | -1 | 0 | 3 |
| Gesamt | 518 | -36 | 482 | -1 | 0 | 481 |
Die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
saldierten Passiva in Höhe von 13 Mio. EUR (31.
Dezember 2021: 11 Mio. EUR) stellen zum Bilanzstichtag
offene Gutschriften an Kunden dar. Die saldierten Aktiva
innerhalb der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sind Forderungen in Form von Gutschriften an
Lieferanten. Sie betrugen 53 Mio. EUR (31. Dezember 2021:
36 Mio. EUR).
Für die Saldierung der Derivate bestehen
Standardrahmenverträge für
Finanztermingeschäfte zwischen HUGO BOSS und seinen
Kontrahenten. In ihnen ist definiert, dass derivative
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit einem
Kontrahenten zu einer einheitlichen Ausgleichsforderung
zusammengefasst werden können.
Die Kapitalflussrechnung zeigt anhand zahlungswirksamer
Vorgänge die Veränderung der flüssigen
Mittel im Laufe der Berichtsperiode. Gemäß IAS 7
werden die Herkunft und Verwendung der Zahlungsströme
nach Geschäfts-, Investitions- und
Finanzierungstätigkeiten unterschieden. Die
Zahlungsströme aus betrieblicher Tätigkeit
werden, ausgehend vom Jahresüberschuss des Konzerns,
indirekt abgeleitet. Die Zahlungsströme aus der
Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden
demgegenüber direkt aus Ein- und Auszahlungen
ermittelt. Die Veränderungen der Bilanzpositionen, die
in der Kapitalflussrechnung dargestellt werden, lassen sich
aufgrund von Wechselkursumrechnungen nicht unmittelbar aus
der Bilanz ableiten.
| (in Mio. EUR) | Europa 1 | Amerika | Asien/Pazifik | Lizenzen | Gesamt berichtspflicht ige Segmente |
| Jan. - Juni 2022 | |||||
| Gesamtumsatz | 1.054 | 334 | 219 | 42 | 1.650 |
| Segmentergebnis | 239 | 56 | 37 | 35 | 367 |
| In % des Umsatzes | 22,7 | 16,8 | 16,9 | 83,3 | 22,2 |
| Segmentvermögen | 294 | 233 | 181 | 18 | 726 |
| Investitionen | 18 | 4 | 11 | 0 | 33 |
| Wertminderungen | -14 | 0 | 0 | 0 | -14 |
| Davon Sachanlagevermögen | -2 | 0 | 0 | 0 | -2 |
| Davon immaterielle Vermögenswerte | -12 | 0 | 0 | 0 | -12 |
| Abschreibungen | -73 | -25 | -32 | 0 | -130 |
| Jan. - Juni 2021 | |||||
| Gesamtumsatz | 684 | 203 | 205 | 34 | 1.126 |
| Segmentergebnis | 113 | 11 | 40 | 27 | 191 |
| In % des Umsatzes | 16,5 | 5,4 | 19,5 | 79,4 | 17,0 |
| Segmentvermögen | 300 | 153 | 140 | 13 | 606 |
| Investitionen | 45 | 10 | 32 | 0 | 87 |
| Wertminderungen | -1 | 0 | 0 | 0 | -1 |
| Davon Sachanlagevermögen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Davon immaterielle Vermögenswerte | -1 | 0 | 0 | 0 | -1 |
| Abschreibungen | -69 | -24 | -33 | 0 | -126 |
1 Inklusive Naher Osten und Afrika.
| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2022 | Jan. - Juni 2021 |
| Umsatz - berichtspflichtige Segmente | 1.650 | 1.126 |
| Corporate Units | 0 | 0 |
| Konsolidierung | 0 | 0 |
| Gesamt | 1.650 | 1.126 |
| Jan. - Juni 2022 | In % des Umsatzes | Jan. - Juni 2021 | In % des Umsatzes | Veränderung in % | Währungsbereinigte Veränderung in % | |
| Stationärer Einzelhandel | 480 | 46 | 255 | 37 | 88 | 89 |
| Stationärer Großhandel | 333 | 32 | 217 | 32 | 54 | 51 |
| Digital | 241 | 23 | 213 | 31 | 13 | 12 |
| Gesamt | 1.054 | 100 | 684 | 100 | 54 | 53 |
| Jan. - Juni 2022 | In % des Umsatzes | Jan. - Juni 2021 | In % des Umsatzes | Veränderung in % | Währungsbereinigte Veränderung in % | |
| Stationärer Einzelhandel | 225 | 67 | 134 | 66 | 68 | 51 |
| Stationärer Großhandel | 70 | 21 | 42 | 21 | 66 | 50 |
| Digital | 40 | 12 | 26 | 13 | 51 | 36 |
| Gesamt | 334 | 100 | 203 | 100 | 65 | 49 |
| Jan. - Juni 2022 | In % des Umsatzes | Jan. - Juni 2021 | In % des Umsatzes | Veränderung in % | Währungsbereinigte Veränderung in % | |
| Stationärer Einzelhandel | 186 | 85 | 176 | 86 | 6 | 0 |
| Stationärer Großhandel | 13 | 6 | 15 | 7 | -12 | -17 |
| Digital | 20 | 9 | 13 | 6 | 52 | 43 |
| Gesamt | 219 | 100 | 205 | 100 | 7 | 1 |
| Jan. - Juni 2022 | In % des Umsatzes | Jan. - Juni 2021 | In % des Umsatzes | Veränderung in % | Währungsbereinigte Veränderung in % | |
| BOSS Menswear | 1.305 | 79 | 886 | 79 | 47 | 43 |
| BOSS Womenswear | 104 | 6 | 77 | 7 | 34 | 31 |
| HUGO | 241 | 15 | 163 | 14 | 48 | 44 |
| Gesamt | 1.650 | 100 | 1.126 | 100 | 47 | 42 |
| (in Mio. EUR) | Jan.-Juni 2022 | Jan. - Juni 2021 |
| Segmentergebnis (EBIT) - berichtspflichtige Segmente | 367 | 191 |
| Corporate units | -227 | -148 |
| Konsolidierung | 0 | 0 |
| EBIT HUGO BOSS | 140 | 43 |
| Zinsergebnis | -11 | -11 |
| Übrige Finanzpositionen | -9 | -8 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern HUGO BOSS | 120 | 24 |
| (in Mio. EUR) | 30. Juni 2022 | 30. Juni 2021 | 31. Dez. 2021 |
| Segmentvermögen - berichtspflichtige Segmente | 726 | 606 | 615 |
| Corporate Units | 262 | 211 | 225 |
| Konsolidierung | 0 | 0 | 0 |
| Kurzfristige Ertragsteuerforderungen | 19 | 22 | 15 |
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 14 | 19 | 27 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 111 | 93 | 111 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 243 | 138 | 285 |
| Kurzfristige Vermögenswerte HUGO BOSS | 1.375 | 1.089 | 1.278 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.472 | 1.482 | 1.458 |
| Aktiva HUGO BOSS | 2.847 | 2.571 | 2.736 |
| (in Mio. EUR) | 30. Juni 2022 | 30. Juni 2021 | 31. Dez. 2021 |
| Investitionen - berichtspflichtige Segmente | 33 | 87 | 77 |
| Corporate Units | 43 | 12 | 28 |
| Konsolidierung | 0 | 0 | 0 |
| Gesamt | 76 | 99 | 105 |
| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2022 | Jan. - Juni 2021 |
| Abschreibungen - berichtspflichtige Segmente | 130 | 126 |
| Corporate Units | 26 | 25 |
| Konsolidierung | 0 | 0 |
| Gesamt | 156 | 151 |
| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2022 | Jan. - Juni 2021 |
| Wertminderungen - berichtspflichtige Segmente | 14 | 1 |
| Corporate Units | 0 | 0 |
| Konsolidierung | 0 | 0 |
| Gesamt | 14 | 1 |
| (in Mio. EUR) | Umsatzerlöse mit Dritten | Langfristige Vermögenswerte | ||
| Jan. - Juni 2022 | Jan. - Juni 2021 | 30. Juni 2022 | 31. Dez. 2021 | |
| Deutschland | 218 | 147 | 420 | 412 |
| Andere europäische Märkte | 878 | 571 | 538 | 531 |
| USA | 227 | 148 | 157 | 152 |
| Andere amerikanische Märkte | 108 | 55 | 35 | 31 |
| China | 109 | 130 | 48 | 54 |
| Andere asiatische Märkte | 110 | 75 | 98 | 98 |
| Gesamt | 1.650 | 1.126 | 1.296 | 1.278 |
Im Berichtszeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2022
wurden folgende berichtspflichtige Geschäfte mit
nahestehenden Personen getätigt:
Aus der Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit dem
ehemaligen Vorstandsmitglied Ingo Wilts zum 1. März
2022 ergaben sich Abfindungszahlungen in Höhe von 4
Mio. EUR. Zudem resultieren Abfindungszahlungen aus der
Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit dem ehemaligen
Vorstandsmitglied Heiko Schäfer zum 31. Mai 2022 in
Höhe von 3 Mio. EUR.
Zwischen dem Ende der ersten sechs Monate des
Geschäftsjahres 2022 und der Freigabe der
Veröffentlichung dieses Berichts ergaben sich keine
wesentlichen gesamtwirtschaftlichen, sozialpolitischen,
branchenbezogenen oder unternehmensspezifischen
Veränderungen, die sich nach den Erwartungen des
Managements maßgeblich auf die Ertrags-,
Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens auswirken
können.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Metzingen, den 19. Juli 2022
HUGO BOSS AG
Der Vorstand
Daniel Grieder
Yves Müller
Oliver Timm
Dieses Dokument enthält vorausschauende Aussagen
über zukünftige Entwicklungen, die auf aktu-eilen
Einschätzungen des Managements beruhen. Wörter
wie "antizipieren", "annehmen", "glauben",
"einschätzen", "erwarten", "beabsichtigen",
"können/könnten", "planen", "projizieren",
"sollten" und ähnliche Begriffe kennzeichnen solche
vorausschauenden Aussagen. Solche Aussagen sind gewissen
Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Sollte einer dieser
Unsicherheitsfaktoren oder andere Unwägbarkeiten
eintreten oder sich die den Aussagen zugrundeliegenden
Annahmen als unrichtig erweisen, könnten die
tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen
Aussagen genannten oder implizit zum Ausdruck gebrachten
Ergebnissen abweichen. Wir haben weder die Absicht noch
übernehmen wir eine Verpflichtung, vorausschauende
Aussagen laufend zu aktualisieren, da diese
ausschließlich von den Umständen am Tag ihrer
Veröffentlichung ausgehen.
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3. November 2022
Ergebnisse des dritten Quartals 2022