HUGO BOSS AG

Metzingen

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 30.06.2022

HALBJAHRESFINANZBERICHT
JANUAR-JUNI
2022

Konzernkennzahlen

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(in Mio. EUR) Jan. - Juni 2022 Jan. - Juni 2021 Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in %
Konzernumsatz 1.650 1.126 47 42
Umsatz nach Segmenten
Europa inkl. Naher Osten/​Afrika 1.054 684 54 53
Amerika 334 203 65 49
Asien/​Pazifik 219 205 7 1
Lizenzen 42 34 23 23
Umsatz nach Vertriebskanälen
Stationärer Einzelhandel 891 565 58 52
Stationärer Großhandel 417 274 52 47
Digital 300 252 19 16
Lizenzen 42 34 23 23
Umsatz nach Marken
BOSS Menswear 1.305 886 47 43
BOSS Womenswear 104 77 34 31
HUGO 241 163 48 44
Ertragslage
Bruttoertrag 1.033 685 51
Bruttomarge in % 62,6 60,9 170 bp
EBIT 140 43 > 100
EBIT-Marge in % 8,5 3,8 460 bp
EBITDA 310 194 60
EBITDA-Marge in % 18,8 17,3 150 bp
Auf die Anteilseigner entfallendes Konzernergebnis 82 14 > 100
Vermögenslage und Kapitalstruktur zum 30. Juni
Kurzfristiges operatives Nettovermögen 507 517 -2 -11
Kurzfristiges operatives Nettovermögen in % vom Umsatz 1 13,8 23,6 -980 bp
Langfristige Vermögenswerte 1.472 1.482 -1
Eigenkapital 1.006 792 27
Eigenkapitalquote in % 35,3 30,8 450 bp
Bilanzsumme 2.847 2.571 11
Finanzlage
Investitionen 61 44 39
Free Cashflow 99 103 -4
Abschreibungen 170 151 13
Nettoverschuldung (zum 30. Juni) 687 973 -29
Weitere Erfolgsfaktoren
Mitarbeiter (zum 30. Juni) 2 15.411 13.381 15
Personalaufwand 383 285 34
Aktien (in EUR)
Ergebnis je Aktie 1,18 0,21 > 100
Schlusskurs (zum 30. Juni) 50,36 45,88 10
Aktienanzahl in Stück (zum 30. Juni) 70.400.000 70.400.000 0

1 Gleitender Durchschnitt der letzten vier Quartale.
2 Vollzeitäquivalent (Full-time equivalent, FTE).

KAPITEL 1
KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE LAGE UND BRANCHENENTWICKLUNG

Gesamtwirtschaftliche Lage

Die allgemeinen makroökonomischen Unsicherheiten haben im Laufe des ersten Halbjahres weiter zugenommen. Während sich die weltweite Erholung von der COVID-19-Pandemie in den meisten Regionen fortsetzte, belasteten steigende Rohstoffpreise infolge des Krieges in der Ukraine, anhaltende Engpässe in den globalen Lieferketten sowie eine Verlangsamung in China aufgrund erneuter pandemiebedingter Einschränkungen die allgemeine Wirtschaftslage. Aufgrund der weltweit hohen Inflation sehen sich politische Entscheidungsträger dazu gezwungen, die Zinssätze zu erhöhen, um den Preisanstieg zu bremsen. Dies birgt jedoch die Gefahr, dass die Volkswirtschaften in eine Rezession abgleiten. Darüber hinaus könnte eine weitere Unterbrechung der Erdgaslieferungen nach Europa das Rezessionsrisiko in mehreren wichtigen Volkswirtschaften erhöhen und eine globale Energiekrise auslösen.

Infolgedessen hat der Internationale Währungsfonds (IWF) im Juli seine Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum erneut gesenkt, das sich nun von geschätzten 6,1 % im Jahr 2021 auf 3,2 % in 2022 und 2,9% in 2023 abschwächen soll. In der Eurozone wird das Wirtschaftswachstum im Jahr 2022 nun voraussichtlich auf 2,6 % zurückgehen (2021: 5,4 %), während der IWF für Großbritannien ein Plus von 3,2 % voraussagt (2021: 7,4 %). Für die USA rechnet der IWF im Jahr 2022 mit einer Verlangsamung des Wachstums auf 2,3 % (2021: 5,7 %), was die zunehmend restriktive Geldpolitik der Fed widerspiegelt. Aufgrund der anhaltenden pandemiebedingten Einschränkungen in China hat der IWF seine Prognose für die chinesische Wirtschaft ebenfalls gesenkt. So ist dort nun mit einem Wachstum von 3,3 % in 2022 zu rechnen, deutlich weniger als noch im Vorjahr (2021: 8,1 %).

Branchenentwicklung

In der ersten Jahreshälfte 2022 setzte die weltweite Bekleidungsindustrie ihre Erholung von der COVID-19-Pandemie, die sich bereits während eines Großteils des Jahres 2021 bemerkbar gemacht hatte, weiter fort. Die Entwicklung verlief dabei je nach Region unterschiedlich. Zu den Herausforderungen zählten insbesondere die anhaltenden pandemiebedingten Produktionsverzögerungen, Engpässe in der Logistik, ein weiterer Anstieg der Material- und Frachtkosten sowie die andauernde Verknappung von Materialien. Dies führte in vielen Branchen zu einem starken Anstieg der Inputkosten und veranlasste die Unternehmen zu Preiserhöhungen für die Konsumenten in einer Zeit, in der das Verbrauchervertrauen auf den wichtigsten Märkten angesichts der steigenden Gesamtinflation abnimmt.

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2022 wurde das Branchenwachstum vor allem von der lokalen Nachfrage getragen, trotz anhaltender pandemiebedingter Unsicherheiten infolge der lang anhaltenden Omikron-Welle. Im Gegensatz dazu erholt sich das Geschäft mit internationalen Touristen vergleichsweise langsam, was zum Teil auf einige nach wie vor bestehende internationale Reisebeschränkungen zurückzuführen ist. Angesichts der lang anhaltenden pandemiebedingten Geschäftsschließungen in China, die sich über einen Großteil des ersten Halbjahres erstreckten, haben die für das Premium- und Luxussegment des globalen Bekleidungsmarktes besonders relevanten chinesischen Verbraucher ihre Ausgaben im ersten Halbjahr sowohl im Inland als auch im Ausland reduziert. Die meisten Branchenbeobachter erwarten jedoch eine schrittweise Normalisierung der chinesischen Konsumausgaben in der zweiten Jahreshälfte. Gleichzeitig blieb das Konsumklima in der ersten Jahreshälfte 2022 sowohl in Europa als auch in Amerika robust. Anhaltender Inflationsdruck und wachsende Rezessionsängste belasten das Verbrauchervertrauen jedoch seit Mitte des Jahres spürbar. Es wird daher erwartet, dass Unternehmen mit einer führenden Markenwahrnehmung und einer starken Umsatzdynamik auch in Zukunft vergleichsweise besser abschneiden werden.

ERTRAGSLAGE

Umsatzlage

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2022 erzielte HUGO BOSS dank der konsequenten Umsetzung seiner Wachstumsstrategie "CLAIM 5" deutliche Umsatz- und Ergebnisverbesserungen. Zu Beginn des Jahres setzte das Unternehmen seine umfassende Markenerneuerung erfolgreich um - von neuen Produkten über viel beachtete Marketingkampagnen bis hin zu dem Relaunch seines digitalen Flagships hugoboss.com und neuen Storekonzepten im stationären Einzelhandel - und steigerte so die Relevanz und Wahrnehmung seiner Marken deutlich. Infolgedessen legte der Konzernumsatz währungsbereinigt um 42 % zu, wobei alle Marken, Regionen und Kanäle zum Wachstum beitrugen. In Konzernwährung stieg der Umsatz um 47 % auf 1.650 Mio. EUR (H1 2021: 1.126 Mio. EUR) und markierte damit das umsatzstärkste erste Halbjahr in der Geschichte von HUGO BOSS.

Umsatz nach Marken

UMSATZ NACH MARKEN (IN MIO. EUR)

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2022 In % des Umsatzes Jan. - Juni 2021 In % des Umsatzes Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in %
BOSS Menswear 1.305 79 886 79 47 43
BOSS Womenswear 104 6 77 7 34 31
HUGO 241 15 163 14 48 44
Gesamt 1.650 100 1.126 100 47 42

Im ersten Halbjahr 2022 verzeichneten sowohl BOSS Menswear und BOSS Womenswear als auch HUGO stark zweistellige Umsatzverbesserungen. Angetrieben durch die Markenerneuerung sowie die erfolgreiche Umsetzung wichtiger Marken- und Produktinitiativen im Rahmen von "CLAIM 5" hat sich die Dynamik in der ersten Jahreshälfte 2022 sowohl bei BOSS als auch bei HUGO weiter beschleunigt. Mit starkem Wachstum entlang sämtlicher Trageanlässe hat das Unternehmen zudem weitere Fortschritte bei der Etablierung seines 24/​7-Markenimages erzielt. Beflügelt von diesem Erfolg stieg der währungsbereinigte Umsatz der BOSS Menswear im ersten Halbjahr 2022 um 43 %, während das Geschäft mit der BOSS Womenswear um 31 % zulegte. Bei HUGO lagen die währungsbereinigten Umsätze in den ersten sechs Monaten um 44 % über dem Vorjahr.

Umsatz nach Regionen

UMSATZ NACH REGIONEN (IN MIO. EUR)

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Jan. - Juni 2022 In % des Umsatzes Jan. - Juni 2021 In % des Umsatzes Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in %
Europa 1 1.054 64 684 61 54 53
Amerika 334 20 203 18 65 49
Asien/​Pazifik 219 13 205 18 7 1
Lizenzen 42 3 34 3 23 23
Gesamt 1.650 100 1.126 100 47 42

1 Inklusive Naher Osten und Afrika.

Aus regionaler Sicht wurde das Wachstum im ersten Halbjahr 2022 von einer besonders starken Nachfrage in Europa und Amerika getragen. Der währungsbereinigte Umsatz in Europa, inklusive Naher Osten und Afrika, stieg im Berichtszeitraum um 53 %. Hoch zweistellige Zuwächse in allen wichtigen Märkten, darunter Großbritannien, Deutschland und Frankreich, trugen zu dieser Entwicklung bei. In Amerika legten die Umsätze dank Wachstum in sämtlichen Märkten währungsbereinigt um 49 % zu. In den USA, wo HUGO BOSS sein 24/​7-Markenimage erfolgreich vorantreibt, stieg der Umsatz ebenfalls deutlich zweistellig. Während das Geschäft in der Region Asien/​Pazifik ebenfalls einen vielversprechenden Start in das Jahr verzeichnete, lasteten erneute COVID-19-bedingte Restriktionen - einschließlich vorübergehender Storeschließungen und reduzierter Öffnungszeiten - auf der Verbraucherstimmung und den Besucherzahlen auf dem chinesischen Festland. Insgesamt lag der währungsbereinigte Umsatz in Asien/​Pazifik um 1 % über dem Vorjahresniveau, wobei zweistelliges Wachstum in Südostasien & Pazifik den Umsatzrückgang in China mehr als ausglich.

Umsatz nach Vertriebskanälen

UMSATZ NACH VERTRIEBSKANÄLEN (IN MIO. EUR)

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Jan. - Juni 2022 In % des Umsatzes Jan. - Juni 2021 In % des Umsatzes Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in %
Stationärer Einzelhandel 891 54 565 50 58 52
Stationärer Großhandel 417 25 274 24 52 47
Digital 300 18 252 22 19 16
Lizenzen 42 3 34 3 23 23
Gesamt 1.650 100 1.126 100 47 42

Auch aus Vertriebskanalsicht stand das Wachstum dank zweistelliger Zuwächse entlang sämtlicher Kundenkontaktpunkte auf breiter Basis. Der währungsbereinigte Umsatz im stationären Einzelhandel (einschließlich freistehender Stores, Shop-in-Shops und Outlets) legte im ersten Halbjahr 2022 um 52 % zu. Dies wurde durch deutliche Produktivitätssteigerungen unterstützt, die die erfolgreiche Umsetzung strategischer Initiativen zur weiteren Optimierung des globalen Storenetzwerkes sowie einen Anstieg der Besucherzahlen widerspiegeln. Gleichzeitig war der Vorjahreszeitraum von lang anhaltenden temporären Storeschließungen geprägt. So waren im ersten Halbjahr 2021 im Durchschnitt rund 25 % der eigenen Stores vorübergehend geschlossen. Im stationären Großhandel stiegen die Umsätze währungsbereinigt um 47 %. Diese Entwicklung reflektiert vor allem die starke Nachfrage der Handelspartner nach den neuesten BOSS und HUGO Kollektionen, die die Markenerneuerung vollständig reflektieren. Das digitale Geschäft des Konzerns (inklusive des digitalen Flagships hugoboss.com sowie der mit Partnern generierten digitalen Umsätze) verzeichnete ebenfalls zweistelliges Wachstum. Trotz einer besonders starken Vergleichsbasis im Vorjahreszeitraum stiegen die währungsbereinigten Umsätze um 16 %. Unterstützt wurde dies durch den erfolgreichen Relaunch von hugoboss.com im Januar 2022. Insgesamt belief sich der Anteil des digitalen Geschäfts am Konzernumsatz im ersten Halbjahr folglich auf 18 %. Der Umsatz im Lizenzgeschäft stieg währungsbereinigt um 23 %, was auf starkes zweistelliges Wachstum in wichtigen Produktgruppen wie Düfte, Uhren und Brillen zurückzuführen ist.

Netzwerk eigener Einzelhandelsgeschäfte

Zum 30. Juni 2022 blieb die Anzahl der eigenen freistehenden Einzelhandelsgeschäfte im Vergleich zum 31. Dezember 2021 weitgehend stabil. Im ersten Halbjahr wurden insgesamt zehn BOSS Stores eröffnet, darunter der neue BOSS Flagship Store in der Londoner Oxford Street sowie neue Stores in Dubai und Rom. Darüber hinaus öffnete HUGO einen Store in Abu Dhabi. Gleichzeitig wurden in der ersten Hälfte des Jahres 2022 zwölf Geschäfte mit auslaufenden Mietverträgen in Europa und Amerika geschlossen.

ANZAHL EIGENER EINZELHANDELSGESCHÄFTE

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30. Juni 2022 Europa Amerika Asien/​Pazifik Gesamt
Anzahl eigener Einzelhandelsverkaufspunkte 579 349 349 1.277
davon freistehende Einzelhandelsgeschäfte 203 97 150 450
31. Dez. 2021
Anzahl eigener Einzelhandelsverkaufspunkte 579 310 339 1.228
davon freistehende Einzelhandelsgeschäfte 206 98 147 451

Unter Einbezug von Shop-in-Shops und Outlets erhöhte sich die Gesamtzahl der zum 30. Juni 2022 durch HUGO BOSS betriebenen Einzelhandelsverkaufspunkte leicht auf 1.277.

Einschließlich der Shop-in-Shops und Outlets erhöhte sich die Gesamtverkaufsfläche im eigenen Einzelhandel um 2 % und lag Ende Juni bei rund 171.000 Quadratmeter. Die Flächenproduktivität im stationären Einzelhandel erhöhte sich um 21 % auf rund 11.100 EUR pro Quadratmeter und lag damit leicht über dem Vor-Pandemie-Niveau.

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

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(in Mio. EUR) Jan. - Juni 2022 1 Jan. - Juni 2021 Veränderung in %
Umsatzerlöse 1.650 1.126 47
Umsatzkosten -617 -440 -40
Bruttoertrag 1.033 685 51
In % vom Umsatz 62,6 60,9 170 bp
Operative Aufwendungen -894 -642 -39
In % vom Umsatz -54,2 -57,1 290 bp
davon Vertriebs- und Marketingaufwendungen -707 -501 -41
davon Verwaltungsaufwendungen -187 -142 -32
Operatives Ergebnis (EBIT) 140 43 > 100
In % vom Umsatz 8,5 3,8 460 bp
Finanzergebnis -19 -19 -2
Ergebnis vor Ertragsteuern 120 24 > 100
Ertragsteuern -34 -7 < -100
Konzernergebnis 86 17 > 100
Davon entfallen auf:
Anteilseigner des Mutterunternehmens 82 14 > 100
Nicht beherrschende Anteile 5 3 65
Ergebnis je Aktie (in EUR) 1 1,18 0,21 > 100
Ertragsteuerquote in % 28 28

1 Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie.

Die starke Entwicklung der Bruttomarge, die um 170 Basispunkte auf 62,6 % zulegte, ist vor allem auf einen Anstieg der zum vollen Preis verkauften Produkte zurückzuführen, der eine deutliche Steigerung der Markendynamik im Zuge der erfolgreichen Markenerneuerung widerspiegelt. Die anhaltend hohen Frachtkosten sowie negative Währungseffekte konnten dadurch mehr als kompensiert werden.

Die operativen Aufwendungen stiegen im ersten Halbjahr um 39 % auf 894 Mio. EUR, was vor allem auf höhere Miet- und Personalaufwendungen angesichts der starken Geschäftsentwicklung, aber auch auf lang anhaltende temporäre Storeschließungen im Vorjahreszeitraum zurückzuführen ist. Gleichzeitig hat HUGO BOSS im Rahmen von "CLAIM 5" die Investitionen in seine Marken und den Digitalbereich deutlich erhöht. Im Verhältnis zum Umsatz hingegen reduzierten sich die operativen Aufwendungen um 290 Basispunkte auf 54,2 %.

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Die Vertriebs- und Marketingaufwendungen stiegen um 41 %, was vor allem auf höhere Miet- und Personalaufwendungen im eigenen Einzelhandel angesichts der starken Umsatzdynamik zurückzuführen ist. Darüber hinaus verzeichnete HUGO BOSS einen spürbaren Anstieg der Marketinginvestitionen, ganz im Einklang mit der "CLAIM 5"-Strategie, die auf eine spürbare Steigerung der Markenrelevanz abzielt. Infolgedessen stiegen die Marketinginvestitionen um 61 % auf 138 Mio. EUR, was einem Anstieg von 80 Basispunkten auf 8,4 % des Konzernumsatzes entspricht. Darüber hinaus verzeichnete HUGO BOSS nicht zahlungswirksame Wertminderungen in Höhe von 17 Mio. EUR im Zusammenhang mit seinem Storenetzwerk in Russland. Insgesamt verringerten sich die Vertriebskosten in Relation zum Umsatz jedoch auf ein Niveau von 42,8 %.

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen um 32 % auf 187 Mio. EUR. Dies ist hauptsächlich auf höhere Personalaufwendungen zurückzuführen, unter anderem in Zusammenhang mit der Abgrenzung von Aufwendungen, die die aktuelle Geschäftsentwicklung gegenüber der ursprünglichen Erwartung widerspiegelt. Ein Anstieg der Investitionen in die Digitalisierung trug ebenfalls zu dieser Entwicklung bei. In Relation zum Umsatz sank der Verwaltungsaufwand hingegen auf 11,3 %.

Vor dem Hintergrund der starken Umsatzentwicklung, der Verbesserung der Bruttomarge sowie des unterproportionalen Anstiegs der operativen Aufwendungen erwirtschaftete HUGO BOSS in den ersten sechs Monaten des Jahres 2022 ein operatives Ergebnis (EBIT) von 140 Mio. EUR und damit deutlich mehr als im Vorjahreszeitraum. Die EBIT-Marge des Konzerns verbesserte sich dementsprechend deutlich um 460 Basispunkte auf 8,5 %. Folglich lag auch das Konzernergebnis mit 86 Mio. EUR spürbar über dem Vorjahresniveau.

Umsatz- und Ertragsentwicklung der Geschäftssegmente

Europa

Der währungsbereinigte Umsatz in Europa, einschließlich Naher Osten und Afrika, legte im ersten Halbjahr 2022 um 53 % zu. Dies ist insbesondere auf eine robuste lokale Nachfrage in den europäischen Kernmärkten zurückzuführen.

UMSATZENTWICKLUNG EUROPA (IN MIO. EUR)

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Jan. - Juni 2022 In % des Umsatzes Jan. - Juni 2021 In % des Umsatzes Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in %
Stationärer Einzelhandel 480 46 255 37 88 89
Stationärer Großhandel 333 32 217 32 54 51
Digital 241 23 213 31 13 12
Gesamt 1.054 100 684 100 54 53

In Großbritannien war das Wachstum mit einem währungsbereinigten Umsatzplus von 65 % im ersten Halbjahr 2022 besonders stark. Die Dynamik in Deutschland und Frankreich hat sich mit einem währungsbereinigten Umsatzplus von 48 % bzw. 46 % ebenfalls deutlich beschleunigt. Auch in Osteuropa und dem Nahen Osten blieb die Dynamik robust, was sich in einem Wachstum im mittleren zweistelligen Prozentbereich widerspiegelt.

Das Segmentergebnis in Europa hat sich mit 239 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt (H1 2021: 113 Mio. EUR). Dies entspricht einer EBIT-Marge von 22,7 % (H1 2021: 16,6 %), die auf den Umsatzanstieg, die Verbesserung der Bruttomarge und den unterproportionalen Anstieg der operativen Aufwendungen zurückzuführen ist.

Amerika

Auch in der Region Amerika stieg der Umsatz mit einem währungsbereinigten Plus von 49 % deutlich.

Sämtliche wichtigen Märkte trugen mit starkem Wachstum dazu bei.

UMSATZENTWICKLUNG AMERIKA (IN MIO. EUR)

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Jan. - Juni 2022 In % des Umsatzes Jan. - Juni 2021 In % des Umsatzes Veiändeiung in % Wähiungsbeieinigte Veiändeiung in %
Stationärer Einzelhandel 225 67 134 66 68 51
Stationärer Großhandel 70 21 42 21 66 50
Digital 40 12 26 13 51 36
Gesamt 334 100 203 100 65 49

Auf dem US-Markt, in dem HUGO BOSS weiterhin erfolgreich sein 24/​7-Markenimage stärkt, legte der Umsatz währungsbereinigt um 38 % zu. Während der Umsatz in Lateinamerika um 59 % stieg, konnte HUGO BOSS den Umsatz in Kanada mehr als verdoppeln, was teilweise auf die lang anhaltenden temporären Storeschließungen im Vorjahr zurückzuführen ist.

Das Segmentergebnis in der Region Amerika belief sich auf 56 Mio. EUR und lag damit deutlich über dem Vorjahresniveau (H1 2021: 11 Mio. EUR). Dies entspricht einer EBIT-Marge von 16,7 % (H1 2021: 5,4 %) und ist auf die starke Beschleunigung des Umsatzwachstums, die Verbesserung der Bruttomarge sowie den unterproportionalen Anstieg der operativen Aufwendungen zurückzuführen.

Asien/​Pazifik

Der Umsatz in der Region Asien/​Pazifik lag währungsbereinigt um 1 % über dem Vorjahresniveau. Während HUGO BOSS auch in dieser Region einen vielversprechenden Start in das Jahr 2022 verzeichnete, belasteten insbesondere während des zweiten Quartals erneute COVID-19-bedingte Restriktionen - darunter vorübergehende Storeschließungen und reduzierte Öffnungszeiten - die Verbraucherstimmung und die Besucherzahlen auf dem chinesischen Festland.

UMSATZENTWICKLUNG ASIEN/​PAZIFIK (IN MIO. EUR)

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Jan. - Juni 2022 In % des Umsatzes Jan. - Juni 2021 In % des Umsatzes Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in %
Stationärer Einzelhandel 186 85 176 86 6 0
Stationärer Großhandel 13 6 15 7 -12 -17
Digital 20 9 13 6 52 43
Gesamt 219 100 205 100 7 1

Auf dem chinesischen Festland ging der währungsbereinigte Umsatz um 24 % zurück, was vor allem auf die COVID-19-bedingten temporären Storeschließungen im Berichtszeitraum zurückzuführen ist. Gleichzeitig verzeichnete HUGO BOSS zweistelliges Wachstum in Südostasien & Pazifik und konnte damit den Rückgang in China mehr als ausgleichen.

Das Segmentergebnis in der Region Asien/​Pazifik lag mit 37 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahresniveau (H1 2021: 40 Mio. EUR), was einer EBIT-Marge von 16,8 % entspricht (H1 2021: 19,7 %). Verbesserungen beim Umsatz wurden durch einen leichten Rückgang der Bruttomarge sowie höhere operative Aufwendungen, insbesondere im Bereich Marketing, mehr als ausgeglichen.

Lizenzen

Der Umsatz im Lizenzgeschäft stieg währungsbereinigt um 23 %, was auf starkes zweistelliges Wachstum in wichtigen Produktgruppen wie Düfte, Uhren und Brillen zurückzuführen ist.

Folglich stieg das Ergebnis des Segments Lizenzen um 31 % auf 35 Mio. EUR (H1 2021: 27 Mio. EUR).

VERMÖGENSLAGE

VERKÜRZTE KONZERNBILANZ (IN MIO. EUR)

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30. Juni 2022 30. Juni 2021 31. Dezember 2021
Sachanlagen, Immaterielle Vermögenswerte und Nutzungsrechte an Leasingobjekten 1.293 1.287 1.277
Vorräte 760 609 606
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 228 208 235
Sonstige Vermögenswerte 323 329 334
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 243 138 285
Aktiva 2.847 2.571 2.736
Eigenkapital 1.006 792 940
Rückstellungen und latente Steuern 1 244 213 212
Leasingverbindlichkeiten 810 835 795
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 482 300 464
Sonstige Verbindlichkeiten 1 159 141 190
Finanzverbindlichkeiten 146 289 135
Passiva 2.847 2.571 2.736

1 Die dargestellten Beträge weichen aufgrund vorgenommener Umgliederungen von den im Vorjahr berichteten Werten ab.

Zum Ende des Berichtszeitraums lag die Bilanzsumme um 4 % über dem Wert vom 31. Dezember 2021. Im Vergleich zum 30. Juni 2021 legte die Bilanzsumme um 11 % zu, hauptsächlich aufgrund eines Anstiegs der Vorräte zur Sicherstellung der Produktverfügbarkeit für die kommende Saison sowie aufgrund höherer Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte erhöhte sich zum 30. Juni 2022 leicht auf 48 % (31. Dezember 2021: 47 %). Entsprechend verringerte sich der Anteil der langfristigen Vermögenswerte zum 30. Juni 2022 auf 52 % (31. Dezember 2021: 53 %). Die Eigenkapitalquote des Konzerns erhöhte sich zum Ende des ersten Halbjahres 2022 leicht auf 35 % (31. Dezember 2021: 34 %).

KURZFRISTIGES OPERATIVES NETTOVERMÖGEN (IN MIO. EUR)

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30. Juni 2022 30. Juni 2021 Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in %
Vorräte 760 609 25 17
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 228 208 10 4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -482 -300 60 54
TNWC 507 517 -2 -11

Währungsbereinigt lag das kurzfristige operative Nettovermögen (Trade Net Working Capital, TNWC) um 11 % unter dem Vorjahresniveau. Diese Entwicklung ist auf höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen vor dem Hintergrund einer verstärkten Inanspruchnahme des Supplier-Financing-Programms von HUGO BOSS zurückzuführen. Ein Anstieg der Vorräte sowie höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden dadurch mehr als ausgeglichen. Erstere stiegen zur Sicherstellung der Produktverfügbarkeit für die kommende Saison währungsbereinigt um 17 %. Der gleitende Durchschnitt des kurzfristigen operativen Nettovermögens im Verhältnis zum Umsatz auf Basis der letzten vier Quartale betrug 13,8 % und lag damit deutlich unter dem Vorjahresniveau (Q2 2021: 23,6 %).

FINANZLAGE

Kapitalflussrechnung

KAPITALFLUSSRECHNUNG (IN MIO. EUR)

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Jan. - Juni 2022 Jan. - Juni 2021
Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit 162 146
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -63 -43
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -157 -94
Veränderung Finanzmittelbestand -42 13
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 285 125
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 243 138

Durch die währungsbereinigte Darstellung im Cashflow lassen sich die oben dargestellten Werte nicht aus der Bilanz ableiten.

Der Free Cashflow, der sich als Summe des Mittelzuflusses aus betrieblicher Tätigkeit und des Mittelabflusses aus Investitionstätigkeit ermittelt, belief sich im Berichtszeitraum auf 99 Mio. EUR (H1 2021: 103 Mio. EUR).

Der Anstieg des Mittelzuflusses aus betrieblicher Tätigkeit spiegelt vor allem das starke Umsatz-und Ergebniswachstum im ersten Halbjahr 2022 wider, das teilweise durch den Anstieg der Vorräte ausgeglichen wurde. Die Entwicklung des Mittelabflusses aus Investitionstätigkeit reflektiert vor allem die im Vergleich zum Vorjahr höheren Investitionen. Die Entwicklung des Mittelabflusses aus Finanzierungstätigkeit ist auf die höhere Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2021 zurückzuführen.

Nettoverschuldung

Ohne Berücksichtigung der Auswirkungen des IFRS 16 lag die Nettofinanzposition von HUGO BOSS zum Ende des zweiten Quartals 2022 bei plus 123 Mio. EUR (30. Juni 2021: minus 138 Mio. EUR). Haupttreiber dieser Verbesserung waren die starke Free-Cashflow-Entwicklung in den letzten zwölf Monaten sowie eine damit verbundene geringere Inanspruchnahme von Kreditlinien. Einschließlich der Auswirkungen des IFRS 16 belief sich die Nettofinanzposition auf minus 687 Mio. EUR, was einem Rückgang von 29 % gegenüber dem Vorjahresniveau entspricht (30. Juni 2021: minus 973 Mio. EUR).

Investitionen

Im ersten Halbjahr 2022 beliefen sich die Investitionen auf 61 Mio. EUR (H1 2021: 44 Mio. EUR). Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit lag erneut auf der weiteren Optimierung und Modernisierung des eigenen Einzelhandelsnetzwerks sowie auf dem Ausbau der digitalen Kompetenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

PROGNOSE

Nachtrag

Zwischen dem Ende des ersten Halbjahres 2022 und der Veröffentlichung dieses Berichts gab es keine weiteren wesentlichen gesamtwirtschaftlichen, sozialpolitischen, branchenbezogenen oder unternehmensspezifischen Veränderungen, die sich nach den Erwartungen des Managements maßgeblich auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens auswirken könnten.

Prognose

Vor dem Hintergrund der starken Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal hebt HUGO BOSS seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr an. Dabei berücksichtigt das Unternehmen sowohl die laufenden Investitionen in das Geschäft im Rahmen von "CLAIM 5" als auch die anhaltend hohen makroökonomischen Unsicherheiten. Letztere schließen den Krieg in der Ukraine, COVID-19-bedingte Unsicherheiten, die anhaltend hohen globalen Frachtkosten, die allgemeine Kosteninflation sowie eine mögliche Rationierung der Gasversorgung ein.

Das Unternehmen prognostiziert nunmehr, den Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2022 zwischen 20 % und 25 % auf ein Rekordniveau von 3,3 Mrd. EUR bis 3,5 Mrd. EUR steigern zu können (bisherige Prognose: Anstieg zwischen 10 % und 15 % auf ein Niveau zwischen 3,1 Mrd. EUR und 3,2 Mrd. EUR). Für Europa rechnet HUGO BOSS in diesem Zusammenhang mit einem Umsatzwachstum zwischen 20 % und 30 % (bisher: Anstieg im niedrigen bis mittleren Zehnprozentbereich). Auch für die Region Amerika erwartet das Unternehmen nunmehr ein Wachstum in einer Spanne von 20 % bis 30 % (bisher: Anstieg im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich). Für die Region Asien/​Pazifik rechnet HUGO BOSS fortan mit einem Umsatzwachstum in einer Spanne von 10 % bis 20 % (bisher: Anstieg im mittleren bis hohen Zehnprozentbereich).

Vor dem Hintergrund der erwarteten Umsatzverbesserungen im Geschäftsjahr 2022 erwartet HUGO BOSS fortan einen Anstieg des EBIT zwischen 25 % und 35 % auf einen Betrag zwischen 285 Mio. EUR und 310 Mio. EUR (bisher: Anstieg zwischen 10 % und 25 % auf einen Betrag zwischen 250 Mio. EUR und 285 Mio. EUR). Infolgedessen geht das Unternehmen für das Konzernergebnis nun von einer Verbesserung auf ein Niveau zwischen 170 Mio. EUR und 200 Mio. EUR aus (bisher: 150 Mio. EUR bis 180 Mio. EUR).

Das kurzfristige operative Nettovermögen im Verhältnis zum Umsatz wird sich voraussichtlich auf ein Niveau zwischen 15 % und 16 % verbessern (bisher: 18 % bis 19 %). Die Investitionen werden sich im Jahr 2022 voraussichtlich auf einen Betrag zwischen 180 Mio. EUR und 210 Mio. EUR summieren (bisherige Prognose: 200 Mio. EUR bis 230 Mio. EUR).

AUSBLICK FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

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Ergebnis 2021 Angepasste Prognose 2022
Konzernumsatz 2.786 Mio. EUR Anstieg in einer Spanne
von 20 % bis 25 % (auf 3,3 Mrd. EUR bis 3,5 Mrd. EUR)
Umsatzentwicklung nach Regionen
Europa 1.742 Mio. EUR Anstieg in einer Spanne
von 20 % bis 30 %
Amerika 543 Mio. EUR Anstieg in einer Spanne
von 20 % bis 30 %
Asien/​Pazifik 423 Mio. EUR Anstieg in einer Spanne
von 10 % bis 20 %
Operatives Ergebnis (EBIT) 228 Mio. EUR Anstieg in einer Spanne
von 25 % bis 35 % (auf 285 Mio. EUR bis 310 Mio. EUR)
Konzernergebnis 144 Mio. EUR Anstieg auf einen Betrag zwischen
170 Mio. EUR und 200 Mio. EUR
Kurzfristiges operatives Nettovermögen im Verhältnis zum Umsatz 17,2 % Rückgang auf ein Niveau
zwischen 15 % und 16 %
Investitionen 104 Mio. EUR Anstieg auf einen Betrag zwischen
180 Mio. EUR und 210 Mio. EUR

RISIKEN UND CHANCEN

HUGO BOSS verfügt über ein umfassendes Risikomanagementsystem, das es dem Management ermöglicht, Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen, zu analysieren und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Im Berichtszeitraum hat der Konzern neben den im Geschäftsbericht 2021 dargestellten Risiken und Chancen keine weiteren wesentlichen Risiken und Chancen identifiziert. Die dort enthaltenen Aussagen zu Risiken und Chancen behalten ihre Gültigkeit. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt wurden keine Risiken identifiziert, die entweder einzeln oder in Verbindung mit anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

ZUSAMMENFASSENDE AUSSAGE ÜBER DIE ERTRAGS-, VERMÖGENSUND FINANZLAGE

Vor dem Hintergrund seiner gesunden Bilanzstruktur und der auch für die Zukunft erwarteten starken Free-Cashflow-Entwicklung befindet sich der Konzern weiterhin in einer äußerst soliden wirtschaftlichen Lage.

Metzingen, 19. Juli 2022

HUGO BOSS AG
Der Vorstand

Daniel Grieder
Yves Müller
Oliver Timm

KAPITEL 2
KONZERNZWISCHENABSCHLUSS

KONZERN-GEWINN-UND-VERLUSTRECHNUNG
für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2022

KONZERN-GEWINN-UND-VERLUSTRECHNUNG (IN MIO. EUR)

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2022 2021
Umsatzerlöse 1.650 1.126
Umsatzkosten -617 -440
Rohertrag 1.033 685
In % vom Umsatz 62,6 60,9
Vertriebs- und Marketingaufwendungen -707 -501
Verwaltungsaufwendungen -187 -142
Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit 140 43
Zinsergebnis -11 -11
Übrige Finanzposten -9 -8
Finanzergebnis -19 -19
Ergebnis vor Ertragsteuern 120 24
Ertragsteuern -34 -7
Konzernergebnis 86 17
Davon entfallen auf:
Anteilseigner des Mutterunternehmens 82 14
Nicht beherrschende Anteile 5 3
Ergebnis je Aktie (EUR) 1 1,18 0,21

1 Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie.

KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG
für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2022

KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG (IN MIO. EUR)

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2022 2021
Konzernergebnis 86 17
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen 13 4
Posten, die anschließend in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Unterschiede aus der Währungsumrechnung 22 14
Netto-(Verluste) /​-Gewinne aus Marktbewertung von Sicherungsgeschäften 1 0
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 37 18
Gesamtergebnis 123 35
Davon entfallen auf:
Anteilseigner des Mutterunternehmens 117 32
Nicht beherrschende Anteile 6 3
Gesamtergebnis 123 35

KONZERNBILANZ
zum 30. Juni 2022

KONZERNBILANZ (IN MIO. EUR)

Aktiva

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30. Juni 2022 30. Juni 2021 31. Dez. 2021
Sachanlagen 1 427 404 418
Immaterielle Vermögenswerte 167 168 164
Nutzungsrechte an Leasingobjekten 1 699 715 695
Aktive latente Steuern 152 176 160
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 26 19 20
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1 0 1
Langfristige Vermögenswerte 1.472 1.482 1.458
Vorräte 760 609 606
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 228 208 235
Kurzfristige Ertragsteuerforderungen 19 22 15
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 14 19 27
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 111 93 111
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 243 138 285
Kurzfristige Vermögenswerte 1.375 1.089 1.278
Gesamt 2.847 2.571 2.736

Passiva

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30.Juni 2022 30. Juni 2021 31. Dez. 2021
Gezeichnetes Kapital 70 70 70
Eigene Aktien -42 -42 -42
Kapitalrücklage 0 0 0
Gewinnrücklagen 897 721 850
Kumuliertes übriges Eigenkapital 69 34 47
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital 994 783 925
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 12 9 14
Konzerneigenkapital 1.006 792 940
Langfristige Rückstellungen 86 91 102
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 105 203 103
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 611 629 601
Passive latente Steuern 15 9 11
Sonstige langfristige Schulden 0 2 1
Langfristige Schulden 817 934 818
Kurzfristige Rückstellungen 1 113 77 99
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 42 86 32
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 199 206 193
Ertragsteuerschulden 29 35 28
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 482 300 464
Sonstige kurzfristige Schulden 1 159 140 161
Kurzfristige Schulden 1.024 845 978
Gesamt 2.847 2.571 2.736

1 Die dargestellten Beträge weichen aufgrund vorgenommener Umgliederungen von den im Vorjahr berichteten Werten ab.

KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2022

EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG (IN MIO. EUR)

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Gewinnrücklagen Kumuliertes übriges Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital Eigene Aktien Kapitalrücklage Gesetzliche Rücklage Sonstige Gewinnrücklagen Unterschiede aus der Währungs umrechnung
1. Januar 2021 70 -42 0 7 700 21
Konzernergebnis 14
Sonstiges Ergebnis 4 -14
Gesamtergebnis 18 -14
Dividendenzahlung -3
30. Juni 2021 70 -42 0 7 715 35
1. Januar 2022 70 -42 0 7 843 51
Erstanwendung IAS 29 0
1. Januar 2022 70 -42 0 7 843 51
Konzernergebnis 82
Sonstiges Ergebnis 13 20
Gesamtergebnis 95 20
Dividendenzahlung -48
30. Juni 2022 70 -42 0 7 890 71
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Kumuliertes übriges Eigenkapital Konzerneigenkapital
Marktbewertung Sicherungsgeschäfte Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital Konzerneigenkapital
1. Januar 2021 -2 754 6 760
Konzernergebnis 14 3 17
Sonstiges Ergebnis 0 18 0 18
Gesamtergebnis -2 32 3 35
Dividendenzahlung -3 -3
30. Juni 2021 -2 783 9 792
1. Januar 2022 -3 925 14 940
Erstanwendung IAS 29 0 0
1. Januar 2022 -3 925 14 939
Konzernergebnis 82 5 86
Sonstiges Ergebnis 1 35 1 37
Gesamtergebnis 1 117 6 123
Dividendenzahlung -48 -8 -57
30. Juni 2022 -2 994 12 1.006

KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG
für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2022

KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG (IN MIO. EUR)

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2022 2021
Konzernergebnis 86 17
Abschreibungen/​Zuschreibungen 170 151
Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29 0 0
Unrealisierte Währungsgewinne/​-verluste, netto -21 0
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge 12 1
Ertragsteueraufwand/​-erstattungen 34 7
Zinserträge und -aufwendungen 11 11
Veränderung der Vorräte -140 14
Veränderung der Forderungen sowie anderer Aktiva 22 -23
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 1 0 -10
Ergebnis aus dem Verkauf von Anlagevermögen -2 -1
Veränderung Pensionsrückstellungen 1 1 -1
Veränderung übrige Rückstellungen 12 3
Gezahlte Ertragsteuern -24 -23
Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit 162 146
Investitionen in Sachanlagen -45 -34
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -15 -7
Erwerb von Tochtergesellschaften und sonstigen Geschäftseinheiten 0 -2
Investitionen in Finanzanlagen 2 -2 0
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -63 -43
An die Anteilseigner des Mutterunternehmens gezahlte Dividenden -48 -3
An die Inhaber der Anteile ohne beherrschenden Einfluss gezahlte Dividenden -8 0
Veränderung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten -4 -4
Aufnahme von langfristigen Finanzverbindlichkeiten 8 13
Tilgung von kurz- und langfristigen Leasingverbindlichkeiten -94 -90
Gezahlte Zinsen -11 -11
Erhaltene Zinsen 1 0
Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit -157 -94
Wechselkursbedingte Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 16 4
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -42 13
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode 285 125
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode 243 138

1 Die dargestellten Beträge weichen aufgrund vorgenommener Umgliederungen von den im Vorjahr berichteten Werten ab.
2 In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2022 ist HUGO BOSS eine langfristige strategische Partnerschaft mit HeiQ AeoniQ LLC, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft des Schweizer Innovationsunternehmens HeiQ Plc, in Höhe von 4 Mio. EUR eingegangen, wobei zum 30. Juni 2022 noch 2 Mio. EUR ausstehen. Die Investition wird ergänzt durch zusätzliche Gebühren bei Erreichen vereinbarter Meilensteine sowie durch ein vertragliches Recht (Kaufoption), bis Dezember 2023 weitere Anteile des Unternehmens zu einem vereinbarten Ausübungspreis zu erwerben .

VERKÜRZTER KONZERNANHANG

1| Allgemeine Angaben

Der Zwischenabschluss der HUGO BOSS AG zum 30. Juni 2022 wurde gemäß § 115 WpHG in Übereinstimmung mit den zum Stichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen aufgestellt. Insbesondere wurden die Regelungen des IAS 34 zur Zwischenberichterstattung angewendet.

Der vorliegende Zwischenlagebericht und der verkürzte Abschluss wurden weder entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch eine zur Abschlussprüfung befähigte Person unterzogen. Durch Beschluss vom 19. Juli 2022 wurden der verkürzte Zwischenabschluss und der Zwischenlagebericht durch den Vorstand zur Weiterleitung an den Aufsichtsrat freigegeben. Vor seiner Veröffentlichung wurden der Zwischenlagebericht und der verkürzte Zwischenabschluss außerdem mit dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats erörtert.

2| Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Alle Zwischenabschlüsse der in den Konzernzwischenabschluss einbezogenen Unternehmen wurden in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen IFRS, wie sie vom IASB veröffentlicht wurden und in der EU anzuwenden sind, nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Die angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden entsprechen denen des vorherigen Geschäftsjahres.

Auswirkungen von COVID-19

Im ersten halben Jahr 2022 verzeichnete HUGO BOSS wesentliche Verbesserungen hinsichtlich Umsatz und Ertrag, bedingt durch die gründliche Umsetzung der Unternehmensstrategie "CLAIM 5". Das Wachstum kann in erster Linie auf einen starken wirtschaftlichen Auftrieb in Europa und Amerika zurückgeführt werden. Während Aktivitäten des Konzerns in Asien/​Pazifik ebenfalls einen vielversprechenden Start in das Jahr verzeichneten, haben die erneuten COVID-19-bedingten Restriktrionen - einschließlich vorübergehender Ladenschließungen und eingeschränkter Öffnungszeiten - die Verbraucherstimmung und Kundenfrequenz auf dem chinesischen Festland beeinflusst. Die temporären Ladenschließungen hatten jedoch keinen wesentlichen Einfluss auf die Werthaltigkeit der Vermögenswerte.

Auswirkungen des Krieges in der Ukraine

HUGO BOSS hat infolge des anhaltenden Konfliktes das eigene Retail- und Onlinegeschäft in Russland seit Anfang März vorübergehend eingestellt sowie Werbe- und Marketingaktivitäten ausgesetzt. Zusammen mit der Ukraine machte Russland im Geschäftsjahr 2021 rund 3 % des Konzernumsatzes aus. Das Unternehmen beobachtet die Situation sehr genau und bewertet die Entwicklungen entsprechend. Dabei hat die Sicherheit der Menschen und der Partner weiterhin stets oberste Priorität.

Bei der Erstellung des Konzernzwischenabschlusses wurden Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen, welche sich auf die Offenlegung und die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie der Erträge und Aufwendungen auswirken. Schätzungen und zugrundeliegende Annahmen mit wesentlicher Auswirkung wurden insbesondere in Bezug auf die folgenden Aspekte getroffen:

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Überprüfung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten mit bestimmter und unbestimmter Nutzungsdauer einschließlich Geschäfts- oder Firmenwert

Bewertung der Vorratsbestände

Einbringbarkeit von Forderungen - insbesondere solche aus Lieferungen und Leistungen

Obwohl diese Schätzungen und Annahmen mit großer Sorgfalt vorgenommen wurden, können die tatsächlichen Maßnahmen im Einzelfall abweichen, insbesondere unter Berücksichtigung der weiteren Entwicklung der Situation und der entsprechenden Sanktionen.

Einschätzungen und Annahmen

Im Zuge der COVID-19-Pandemie wurden sämtliche Mietzugeständnisse, die den Anforderungen der IASB Änderungen "COVID-19-Related Rent Concessions - Amendment to IFRS 16 Leases" entsprachen, nicht als Lease Modification, sondern als negative variable Leasingzahlung behandelt. Der erfolgswirksam erfasste Betrag zur Berücksichtigung von Mietzugeständnissen infolge der COVID-19-Pandemie belief sich für das erste Halbjahr 2022 auf 4 Mio. EUR (2021: 18 Mio. EUR). Davon entfallen 0 Mio. EUR (2021: 1 Mio. EUR) auf Zuwendungen der öffentlichen Hand, die an keine weiteren Bedingungen geknüpft sind.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte unter Berücksichtigung einer dem aktuellen Geschäftsumfeld angemessenen Risikovorsorge. Dabei wurden konzerneinheitliche, systemgestützte Gängigkeits-, Reichweiten- und Nettoveräußerungswertanalysen angewandt.

Die Einbringlichkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird in einem ersten Schritt beurteilt, indem die nicht überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit dem erwarteten Ausfallrisiko bewertet werden. Außerdem wird die Werthaltigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Grundlage der geschätzten Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsverzugs bewertet. Die Berechnung des erwarteten Ausfallrisikos basiert sowohl auf vergangenen, aktuellen sowie zukünftigen Ausfallrisiken. In einem zweiten Schritt werden - basierend auf der Altersstruktur und der individuellen Bewertung der Werthaltigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - für fällige und nicht fällige Forderungen Einzelwertberichtigungen zwischen 1 % und 100 % gebildet. Alle Konzerngesellschaften sind dazu verpflichtet, eine Altersstruktur ihrer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu führen. Hierdurch wird gewährleistet, dass eine risikoadjustierte Abwertung möglich ist.

Die Überprüfung der Buchwerte der einzelnen CGUs (Cash Generating Units) ergab keine zusätzlichen pandemiebedingten Wertminderungen. In Anbetracht der Kriegssituation wurden für die HUGO BOSS Rus LLC, Moskau, zur Schätzung des erzielbaren Betrags die erwarteten Cashflows unter Verwendung eines Erwartungswerts von wahrscheinlichkeitsgewichteten Szenarien ermittelt. Infolgedessen wurden zum 30. Juni 2022 Wertminderungen in Höhe von 17 Mio. EUR vorgenommen.

Hyperinflation

Die Türkei wird als Hochinflationsland eingestuft und daher gilt für unsere Tochtergesellschaft in der Türkei IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern". Dementsprechend wurde der Zwischenabschluss der HUGO BOSS Magazacilik Ltd. Sti., Izmir, Türkei, der die Türkische Lira als funktionale Währung hat, rückwirkend ab dem 1. Januar 2022 an die Änderung der allgemeinen Kaufkraft angepasst. Für die Umrechnung in die Darstellungswährung (Euro) werden alle Beträge mit dem Stichtagskurs zum 31. Dezember 2021 umgerechnet. Gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" Absatz 42 wurden die Vergleichsbeträge des vorangegangenen Berichtszeitraums nicht angepasst.

Um die Änderungen der Kaufkraft am Bilanzstichtag widerzuspiegeln, werden die Buchwerte der nicht monetären Vermögenswerte und Schulden, des Eigenkapitals und des Gesamtergebnisses bei Tochterunternehmen in Hochinflationsländern auf der Grundlage einer am Bilanzstichtag geltenden Maßeinheit angepasst. Diese werden anhand eines allgemeinen Preisindexes gemäß IAS 29 indexiert. Für monetäre Vermögenswerte und Schulden, die zu den am Bilanzstichtag geltenden Beträgen ausgewiesen werden, wie z. B. dem Nettoveräußerungswert oder dem beizulegenden Zeitwert, sowie für monetäre Posten ist jedoch keine Anpassung erforderlich, da sie im Besitz befindliche, zu erhaltende oder zu zahlende Gelder darstellen. Alle Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung müssen in der am Bilanzstichtag geltenden Maßeinheit ausgedrückt werden.

Nicht monetäre Vermögenswerte, die gemäß den Leitlinien in IAS 29 angepasst wurden, unterliegen weiterhin einer Wertminderungsbeurteilung in Übereinstimmung mit den Leitlinien in den relevanten IFRS.

Die Anwendung von IAS 29 ist für die Rentabilität, die Liquidität, die Kapitalausstattung und die Finanzlage des Konzern für das Halbjahr zum 30. Juni 2022 unwesentlich.

In der nachstehenden Tabelle sind die spezifischen Faktoren aufgeführt, die zur Anwendung von IAS 29 für die ersten sechs Monate bis zum 30. Juni 2022 verwendet wurden.

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Einzelheiten Türkei
Datum der Erstanwendung von IAS 29 1. Januar 2022
Konsumentenpreisindex Tüketici fiyat endeks rakamlari
Index zum 30. Juni 2022 977,90
Index zum 31. Dezember 2021 686,95
Anpassungsfaktor 1,4235

Darüber hinaus verfügt der Konzern über eine Produktionsstätte in der Türkei, die HUGO BOSS Textile Industry Ltd.. Die funktionale Währung dieser Tochtergesellschaft lautet in Euro, so dass IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern" nicht auf diese Tochtergesellschaft in der Türkei anwendbar ist.

3| Währungsumrechnung

Die wichtigsten, im Zwischenabschluss angewandten Währungskurse haben sich in Relation zum Euro wie folgt entwickelt:

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Währung Durchschnittskurs Bilanzstichtagskurs
1 EUR = Juni 2022 Juni 2021 Dez. 2021 30. Juni 2022 30. Juni 2021
Australien AUD 1,5022 1,5759 1,5797 1,5256 1,5811
China CNY 7,0806 7,7382 7,2012 7,0382 7,6814
Großbritannien GBP 0,8565 0,8586 0,8494 0,8646 0,8595
Japan JPY 141,3230 132,6523 128,6455 143,5300 131,5400
Russia RUB 61,3456 87,4170 83,3883 55,5195 86,4662
Schweiz CHF 1,0249 1,0938 1,0411 1,0005 1,0965
Türkei TRY 17,9866 10,3630 16,5761 17,5221 10,3645
USA USD 1,0580 1,2051 1,1305 1,0517 1,1888
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Bilanzstichtagskurs
31. Dez. 2021
Australien 1,5615
China 7,1947
Großbritannien 0,8403
Japan 130,3800
Russia 85,3004
Schweiz 1,0331
Türkei 15,0867
USA 1,1326

4| Konsolidierungskreis

Im Berichtszeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2022 beträgt die Anzahl der konsolidierten Gesellschaften 65 und ist damit gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 unverändert geblieben.

In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2022 wurde die HUGO BOSS Stiftung gGmbH gegründet. Da in diesem Zeitraum kein Geschäftsbetrieb stattfand, wurde die Gesellschaft nicht konsolidiert.

5| Unternehmenserwerbe/​ Erwerbe von sonstigen Geschäftseinheiten

In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2022 wurden keine Unternehmenszusammenschlüsse oder Erwerbe von sonstigen Geschäftseinheiten durchgeführt.

6| Ausgewählte Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Umsatzerlöse

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(in Mio. EUR) Jan. - Juni 2022 Jan. - Juni 2021
Stationärer Einzelhandel 891 565
Stationärer Großhandel 417 274
Digital 300 252
Lizenzen 42 34
Gesamt 1.650 1.126

Umsatzkosten

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(in Mio. EUR) Jan. - Juni 2022 Jan. - Juni 2021
Anschaffungskosten für bezogene Waren 565 394
Davon Materialaufwand 559 362
Herstellungskosten für Eigenfertigung 52 46
Gesamt 617 440

Die in den Umsatzkosten berücksichtigten Anschaffungskosten für bezogene Waren enthalten im Wesentlichen den Materialaufwand der verkauften Waren sowie Eingangsfracht- und Zollkosten.

Vertriebs- und Marketingaufwendungen

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(in Mio. EUR) Jan.-Juni 2022 Jan. - Juni 2021
Aufwendungen für eigenen Einzelhandel 396 287
Aufwendungen für Vertriebs- und Marketingorganisation 120 87
Marketingaufwendungen 138 86
Aufwendungen für Logistik 53 41
Gesamt 707 501

Die Aufwendungen für den eigenen Einzelhandel sowie für die Vertriebs- und Marketingorganisation umfassen im Wesentlichen Personal- und Mietaufwendungen für den Groß- und Einzelhandel sowie Wertminderungsaufwendungen im Zusammenhang mit Russland. Zudem sind umsatzabhängige Provisionen, Ausgangsfracht- und Zollkosten, Kreditkartengebühren sowie Wertminderungen auf Forderungen enthalten.

Verwaltungsaufwendungen

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(in Mio. EUR) Jan. - Juni 2022 Jan. - Juni 2021
Verwaltungsaufwand 149 116
Forschungs- und Entwicklungskosten 38 26
Gesamt 187 142

Der Verwaltungsaufwand besteht überwiegend aus Raummieten, Instandhaltungskosten, IT-Kosten, Rechts- und Beratungskosten sowie dem Personalaufwand des Funktionsbereichs. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung fallen schwerpunktmäßig im Rahmen der Kollektionserstellung an.

Personalaufwand

(in Mio. EUR)

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(in Mio. EUR) Jan. - Juni 2022 Jan. - Juni 2021
Löhne und Gehälter 328 243
Soziale Abgaben 52 41
Aufwendungen und Erträge für Altersversorgung und für Unterstützung 3 1
Gesamt 383 285

Mitarbeiter

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30. Juni 2022 31. Dez. 2021
Gewerbliche Arbeitnehmer 4.607 4.340
Kaufmännische Arbeitnehmer 11.767 11.290
Gesamt 16.374 15.630

Abschreibungen

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(in Mio. EUR) Jan. - Juni 2022 Jan. - Juni 2021
Anlagevermögen
Davon Sachanlagen 40 39
Davon immaterielle Vermögenswerte 13 12
Davon Nutzungsrecht an Leasingobjekten 103 100
Gesamt 156 151

Wertminderungen

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(in Mio. EUR) Jan. - Juni 2022 Jan. - Juni 2021
Directly operated stores 2 0
Immaterielle Vermögenswerte/​ Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
Nutzungsrecht an Leasingobjekten 12 1
Gesamt 14 1

Die Wertminderungsverluste bestehen aus Wertminderungsaufwendungen im Zusammenhang mit Russland sowie aus Wertaufholungen.

7| Erläuterungen zur Konzernbilanz

Leasingverhältnisse

Leasingverhältnisse in der Bilanz

Zugänge, Abschreibungen und Veränderungen der Nutzungsrechte von Leasingobjekten werden wie folgt auf die den Leasingverhältnissen zugrundeliegenden Vermögenswerte zum 30. Juni 2022 aufgeteilt:

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(in Mio. EUR) Einzelhandels geschäfte Lagerflächen Verwaltungsg ebäude & Sonstiges Gesamt
Buchwert zum 1. Januar 2022 584 40 71 695
Zugänge 86 9 5 100
Abschreibungen -89 -5 -9 -103
Wertminderung -12 0 0 -12
Abgänge 0 0 0 0
Währungsunterschiede 16 1 2 19
Buchwert zum 30. Juni 2022 585 45 69 699
Buchwert zum 1. Januar 2021 644 30 74 748
Zugänge 124 17 12 153
Abschreibungen -179 -8 -17 -204
Wertminderungen -11 0 0 -11
Writeup 1 0 0 1
Abgänge -18 0 -1 -19
Währungsunterschiede 23 1 3 27
Buchwert zum 31. Dezember 2021 584 40 71 695

Die zum 30. Juni 2022 auf die Leasingverhältnisse entfallenden Beträge aus der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

Leasingverhältnisse in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung

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(in Mio. EUR) Jan. - Juni 2022 1 Jan. - Juni 2021
Abschreibungen Nutzungsrechte -103 -100
Wertminderungen Nutzungsrechte -12 -1
Nettoertrag aus Anlageabgängen von RoU Assets 2 1
Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten -8 -8
Nettoertrag aus der Währungsumrechnung von Leasingverbindlichkeiten 6 -1
Aufwand aus variablen Leasingzahlungen -75 -55
Aufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse -4 -2
Leasingaufwand für Software und Aufwand für Leasingverhältnisse von geringwertigen Vermögenswerten -14 -9
Erträge aus Unterleasingverhältnissen 0 1
Sonstige Aufwendungen (Servicekosten) -7 -6
Gesamtaufwand aus Leasingverhältnissen -215 -180

Die Zahlungsmittelabflüsse aus Leasingverbindlichkeiten betrugen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022 201 Mio. EUR (30. Juni 2021: 168 Mio. EUR), davon betreffen 94 Mio. EUR die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten (30. Juni 2021: 90 Mio. EUR).

Vorräte

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(in Mio. EUR) Jan. - Juni 2022 Dez 21
Fertige Erzeugnisse und Waren 701 564
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 51 36
Unfertige Erzeugnisse 9 1 6
Gesamt 760 606

Der Buchwert der zum Nettoveräußerungswert angesetzten Vorräte beträgt 109 Mio. EUR (2021: 108 Mio. EUR). Für die Vorräte wurden folgende wesentliche Schätzungen vorgenommen: Abschreibungen werden für Vorrats- und Bestandsrisiken vorgenommen, die sich aus der Lagerdauer und der damit teilweise verminderten Verwendbarkeit ergeben. Für Rohstoffe werden über Reichweiten- und Gängigkeitsanalysen Abschläge vorgenommen. Für unfertige Erzeugnisse, Fertigerzeugnisse und Handelswaren orientiert sich die Bewertung am noch zu erzielenden Nettoveräußerungspreis über die konzerneigenen Absatzkanäle. Zur Ermittlung des Nettoveräußerungspreises verwendet der Konzern für Handelswaren und Fertigerzeugnisse Analysen über die Lagerdauer.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

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(in Mio. EUR) Jan. - Juni 2022 Dez. 2021
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, brutto 247 250
Kumulierte Wertberichtigung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -18 -16
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto 228 234

Finanzverbindlichkeiten

Unter den Finanzverbindlichkeiten werden alle verzinslichen und unverzinslichen Verpflichtungen ausgewiesen, die zum jeweiligen Bilanzstichtag bestanden. Sie teilen sich wie folgt auf:

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(in Mio. EUR) Jan. - Juni 2022 Davon Restlaufzeit unter einem Jahr Dez. 2021 Davon Restlaufzeit unter einem Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 120 15 118 15
Leasingverbindlichkeiten 810 199 795 193
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 26 26 18 18
Davon: nicht IFRS 16 relevante Mietverpflichtungen für den konzerneigenen Einzelhandel 13 13 13 13
Gesamt 956 240 930 225

In den sonstigen Finanzverbindlichkeiten sind negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten in Höhe von 13 Mio. EUR (2021: 4 Mio. EUR) enthalten.

Im Geschäftsjahr 2021 hat HUGO BOSS einen revolvierenden Konsortialkredit in Höhe von 600 Mio. EUR abgeschlossen und sich damit zusätzlichen finanziellen Spielraum für die erfolgreiche Umsetzung der Unternehmensstrategie "CLAIM 5" gesichert. Der Kredit hat eine Laufzeit von drei Jahren und beinhaltet zwei Optionen zur Laufzeitverlängerung um jeweils ein Jahr sowie eine Option zur Erhöhung des Kreditvolumens um bis zu 300 Mio. EUR. Der bisherige Konsortialkredit von HUGO BOSS über 633 Mio. EUR wurde im Geschäftsjahr 2021 vollständig zurückgeführt.

Zum Ende des zweiten Quartals 2022 belief sich die Inanspruchnahme des Konsortialkredits auf 101 Mio. EUR, davon wurden 18 Mio. EUR für Bürgschaften und 75 Mio. EUR für das Lieferantenfinanzierungsprogramm genutzt. (2021: Der Konsortialkredit ist durch Bürgschaftsfazilitäten in Höhe von 18 Mio. EUR in Anspruch genommen und durch das Lieferantenfinanzierungsprogramm in Höhe von 63 Mio. EUR nicht in Anspruch genommen worden.)

8| Ergebnis je Aktie

Weder zum 30. Juni 2022 noch zum 30. Juni 2021 standen Aktien aus, die das Ergebnis je Aktie verwässern könnten.

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Jan. - Juni 2022 Jan. - Juni 2021
Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnendes Ergebnis (in Mio. EUR) 82 14
Durchschnittliche Zahl der ausgegebenen Aktien 1 69.016.167 69.016.167
Ergebnis je Aktie (in EUR) 2 1,18 0,21

1 Ohne Berücksichtigung eigener Anteile.
2 Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie.

9| Rückstellungen

Rückstellungen für Personalaufwendungen

Die Rückstellungen für Personalaufwendungen betreffen überwiegend Rückstellungen für kurz- und mittelfristige Tantiemen und Boni, Abfindungsansprüche, Altersteilzeit sowie Überstunden.

Einen Großteil der Personalrückstellungen bildet das zu Beginn des Geschäftsjahres 2016 implementierte "Long-Term-Incentive-Programm (LTI)" für Vorstand und Führungskräfte des HUGO BOSS Konzerns, das zum Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird. Zurzeit gibt es vier Tranchen des Programms: Die vierte Tranche wurde am 1. Januar 2022 ausgegeben.

Jede Tranche hat eine Gesamtlaufzeit von vier Jahren, die sich in eine Performancelaufzeit von drei Jahren und eine Wartezeit von einem Jahr aufteilt. Die im Geschäftsjahr 2019 ausgegebene Tranche kommt somit im Geschäftsjahr 2023 zur Auszahlung und ist demzufolge zum 30. Juni 2022 unter den kurzfristigen Personalrückstellungen in Höhe von 4 Mio. EUR ausgewiesen. Für die anderen drei Tranchen beläuft sich die zum 30. Juni 2022 gebildete langfristige Rückstellung auf insgesamt 18 Mio. EUR.

10| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen reduzierten sich von 46 Mio. EUR zum 31. Dezember 2021 auf 31 Mio. EUR zum 30. Juni 2022. Die versicherungsmathematische Berechnung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung umfasst Dienstzeitaufwand, Nettozinsaufwand und andere relevante Parameter.

Versicherungsmathematische Annahmen zur Ermittlung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen zum 30. Juni 2022

Folgende Prämissen wurden zugrunde gelegt:

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Parameter 30. Juni 2022 31. Dez. 2021
Rechnungszins
Deutschland 3,45% 1,40%
Schweiz 2,40% 0,35%
Rententrend
Deutschland 1,75% 1,75%
Schweiz 0,00% 0,00%
Gehaltssteigerungstrend
Deutschland 2,50% 2,50%
Schweiz 2,00% 2,00%

Im Vergleich zum 31. Dezember 2021 hat sich der Parameter Rechnungszins in Deutschland und der Schweiz erhöht. Die Parameter Rententrend und Gehaltssteigerungstrend blieben in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2022 unverändert.

Zusammensetzung der Pensionsaufwendungen der Periode

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(in Mio. EUR) Jan. - Juni 2022 Jan. - Juni 2021
Dienstzeitaufwand der Periode 3 2
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 0
Nettozinsaufwand 1 1
In der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasste Pensionsaufwendungen 3 3
Ertrag aus Fondsvermögen (ohne Zinseffekt aus Fondsvermögen) 0 0
Erfasste versicherungsmathematische (Gewinne)/​Verluste -17 -5
Asset Ceiling (ohne Zinseffekt aus Asset Ceiling) 0 0
In der Konzerngesamtergebnisrechnung erfasste Neubewertungen -17 -5

11| Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Kategorien von Finanzinstrumenten

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(in Mio. EUR) 30. Juni 2022 31. Dez. 2021
Aktiva Bewertungskategorie nach IFRS 9 Buchwert Beizulegender Zeitwert Buchwert Beizulegender Zeitwert
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 243 243 285 285
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 228 228 235 235
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 40 40 47 47
Davon:
Derivate ohne Hedge-Beziehung FVTPL 2 2 1 1
Derivate mit Hedge-Beziehung Hedge Accounting 0 0 0 0
Übrige finanzielle Vermögenswerte AC 38 38 46 46
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten AC 120 122 118 120
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC 482 482 464 464
davon Reverse Factoring AC 75 75 63 63
Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen n.a. 810 810 795 795
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 26 26 17 17
Davon:
Derivate ohne Hedge-Beziehung FVTPL 11 11 1 1
Derivate mit Hedge-Beziehung Hedge Accounting 2 2 3 3
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten AC 13 13 13 13

HUGO BOSS nutzt zur Unterstützung seiner Lieferanten ein sogenanntes "Reverse Factoring Programm". Hierbei werden offene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bereits vor Fälligkeit durch ein Kreditinstitut an den Lieferanten ausgeglichen. Innerhalb des Programms bleibt die ursprüngliche Verbindlichkeit des Lieferanten aufgrund eines unveränderten Schuldeingeständnisses inhaltlich unberührt und wird als Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. In diesem Zusammenhang zahlt HUGO BOSS den gesamten Rechnungsbetrag bei Fälligkeit laut Rechnung. Das Kreditinstitut zahlt den Rechnungsbetrag an den Lieferanten abzüglich eines Disagios aus. Da durch die Reverse Factoring Vereinbarungen dem Konzern keine zusätzliche Finanzierungsmöglichkeit gewährt wird und der zu zahlende Betrag sich nicht ändert, ist HUGO BOSS der Ansicht, dass die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen des Reverse Factoring Programms nicht in Finanzverbindlichkeiten umzugliedern sind. Es liegt im Ermessen von HUGO BOSS die Beträge aus dem Reverse Factoring Programm in das Working Capital miteinzubeziehen.

Die zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte angewandten Methoden und Annahmen stellen sich wie folgt dar:

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten kommen hauptsächlich aufgrund der kurzen Laufzeiten dieser Instrumente ihrem Buchwert sehr nahe.

Der beizulegende Zeitwert von Bankdarlehen und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten, Verpflichtungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen sowie sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten wird durch Diskontierung der künftigen Cashflows unter Verwendung von derzeit für Fremdkapital zu vergleichbaren Konditionen, Kreditrisiken und Restlaufzeiten verfügbaren Zinssätzen ermittelt.

Zum 30. Juni 2022 versteht sich die zum Marktwert bewertete Derivatposition (Market-to-Market) exklusive der Bonitätswertberichtigung, die auf das Ausfallrisiko der Gegenseite des Derivats zurückzuführen ist. Das Ausfallrisiko der Gegenseite brachte keine wesentlichen Effekte mit sich.

Hierarchie beizulegender Zeitwerte

Der Konzern verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren:

Stufe 1: Notierte (unangepasste) Preise auf aktiven Märkten für gleichartige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten

Stufe 2: Verfahren, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind

Stufe 3: Verfahren, die Input-Parameter verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachteten Marktdaten basieren

Zum 30. Juni 2022 sind wie im Vorjahr alle zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente der Kategorie FVTPL sowie die Derivate mit Hedge-Beziehungen der Stufe 2 zuzuordnen. Während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2022 gab es keine Transfers zwischen Level 1 und Level 2 sowie aus Level 3 heraus. Die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente bestanden aus Devisentermingeschäften, Devisenswaps und Zinsderivaten. Die Vermögenswerte beliefen sich auf 2 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 1 Mio. EUR), die Verbindlichkeiten auf 13 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 4 Mio. EUR). Bei Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten

Anschaffungskosten in der Bilanz geführt werden, ist die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte ebenfalls über das Verfahren der Stufe 2 erfolgt.

Absicherung von Zins- und Währungsrisiken

Zur Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken setzt der HUGO BOSS Konzern teilweise Sicherungsgeschäfte zur Reduzierung des Risikos ein.

Zum Bilanzstichtag waren 5 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 6 Mio. EUR) variabel verzinste Finanzverbindlichkeiten abgesichert. Des Weiteren waren zum Bilanzstichtag zukünftige Zahlungsströme in Fremdwährung in Höhe von 6 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 12 Mio. EUR) abgesichert und in vollem Umfang in eine wirksame Sicherungsbeziehung eingebunden. Die Veränderung der unrealisierten Gewinne/​Verluste aus der Marktbewertung von Sicherungsgeschäften im sonstigen Gesamtergebnis belief sich auf 2 Mio. EUR (30. Juni 2021: 0 Mio. EUR).

Saldierung von Finanzinstrumenten

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(in Mio. EUR) Angesetzte Bruttobeträge Aktiva Saldierte Bruttobeträge Passiva Ausgewiesene Nettobeträge Aktiva in der Bilanz Nicht in der Bilanz saldierte Passiva Nicht in der Bilanz saldierte erhaltene Barsicherheiten Nettobeträge
30. Juni 2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 241 -13 228 0 0 228
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 40 0 40 -1 0 39
Davon Derivate 2 0 2 -1 0 1
Gesamt 281 -13 268 -1 0 267
31. Dez. 2021
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 246 -11 235 0 0 235
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 47 0 47 -1 0 46
Davon Derivate 1 0 1 -1 0 0
Gesamt 293 -11 282 -1 0 281
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(in Mio. EUR) Angesetzte Bruttobeträge Passiva Saldierte Bruttobeträge Aktiva Ausgewiesene Nettobeträge Passiva in der Bilanz Nicht in der Bilanz saldierte Aktiva Nicht in der Bilanz saldierte erhaltene Barsicherheiten Nettobeträge
30. Juni 2022
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 173 -53 120 0 0 120
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 482 0 482 -1 0 481
Davon Derivate 26 0 26 -1 0 25
Gesamt 655 -53 602 -1 0 601
31. Dez. 2021
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 500 -36 464 0 0 464
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 18 0 18 -1 0 17
Davon Derivate 4 0 4 -1 0 3
Gesamt 518 -36 482 -1 0 481

Die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen saldierten Passiva in Höhe von 13 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 11 Mio. EUR) stellen zum Bilanzstichtag offene Gutschriften an Kunden dar. Die saldierten Aktiva innerhalb der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen in Form von Gutschriften an Lieferanten. Sie betrugen 53 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 36 Mio. EUR).

Für die Saldierung der Derivate bestehen Standardrahmenverträge für Finanztermingeschäfte zwischen HUGO BOSS und seinen Kontrahenten. In ihnen ist definiert, dass derivative Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit einem Kontrahenten zu einer einheitlichen Ausgleichsforderung zusammengefasst werden können.

12| Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt anhand zahlungswirksamer Vorgänge die Veränderung der flüssigen Mittel im Laufe der Berichtsperiode. Gemäß IAS 7 werden die Herkunft und Verwendung der Zahlungsströme nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeiten unterschieden. Die Zahlungsströme aus betrieblicher Tätigkeit werden, ausgehend vom Jahresüberschuss des Konzerns, indirekt abgeleitet. Die Zahlungsströme aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden demgegenüber direkt aus Ein- und Auszahlungen ermittelt. Die Veränderungen der Bilanzpositionen, die in der Kapitalflussrechnung dargestellt werden, lassen sich aufgrund von Wechselkursumrechnungen nicht unmittelbar aus der Bilanz ableiten.

13| Segmentberichterstattung

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(in Mio. EUR) Europa 1 Amerika Asien/​Pazifik Lizenzen Gesamt berichtspflicht ige Segmente
Jan. - Juni 2022
Gesamtumsatz 1.054 334 219 42 1.650
Segmentergebnis 239 56 37 35 367
In % des Umsatzes 22,7 16,8 16,9 83,3 22,2
Segmentvermögen 294 233 181 18 726
Investitionen 18 4 11 0 33
Wertminderungen -14 0 0 0 -14
Davon Sachanlagevermögen -2 0 0 0 -2
Davon immaterielle Vermögenswerte -12 0 0 0 -12
Abschreibungen -73 -25 -32 0 -130
Jan. - Juni 2021
Gesamtumsatz 684 203 205 34 1.126
Segmentergebnis 113 11 40 27 191
In % des Umsatzes 16,5 5,4 19,5 79,4 17,0
Segmentvermögen 300 153 140 13 606
Investitionen 45 10 32 0 87
Wertminderungen -1 0 0 0 -1
Davon Sachanlagevermögen 0 0 0 0 0
Davon immaterielle Vermögenswerte -1 0 0 0 -1
Abschreibungen -69 -24 -33 0 -126

1 Inklusive Naher Osten und Afrika.

Überleitungsrechnungen

Umsatz

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(in Mio. EUR) Jan. - Juni 2022 Jan. - Juni 2021
Umsatz - berichtspflichtige Segmente 1.650 1.126
Corporate Units 0 0
Konsolidierung 0 0
Gesamt 1.650 1.126

Umsatz- und Ertragsentwicklung der Geschäftssegmente

UMSATZENTWICKLUNG EUROPA (IN MIO. EUR)

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Jan. - Juni 2022 In % des Umsatzes Jan. - Juni 2021 In % des Umsatzes Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in %
Stationärer Einzelhandel 480 46 255 37 88 89
Stationärer Großhandel 333 32 217 32 54 51
Digital 241 23 213 31 13 12
Gesamt 1.054 100 684 100 54 53

UMSATZENTWICKLUNG AMERIKA (IN MIO. EUR)

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Jan. - Juni 2022 In % des Umsatzes Jan. - Juni 2021 In % des Umsatzes Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in %
Stationärer Einzelhandel 225 67 134 66 68 51
Stationärer Großhandel 70 21 42 21 66 50
Digital 40 12 26 13 51 36
Gesamt 334 100 203 100 65 49

UMSATZENTWICKLUNG ASIEN/​PAZIFIK (IN MIO. EUR)

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Jan. - Juni 2022 In % des Umsatzes Jan. - Juni 2021 In % des Umsatzes Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in %
Stationärer Einzelhandel 186 85 176 86 6 0
Stationärer Großhandel 13 6 15 7 -12 -17
Digital 20 9 13 6 52 43
Gesamt 219 100 205 100 7 1

Umsatz nach Marken

UMSATZ NACH MARKEN (IN MIO. EUR)

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Jan. - Juni 2022 In % des Umsatzes Jan. - Juni 2021 In % des Umsatzes Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in %
BOSS Menswear 1.305 79 886 79 47 43
BOSS Womenswear 104 6 77 7 34 31
HUGO 241 15 163 14 48 44
Gesamt 1.650 100 1.126 100 47 42

Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit

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(in Mio. EUR) Jan.-Juni 2022 Jan. - Juni 2021
Segmentergebnis (EBIT) - berichtspflichtige Segmente 367 191
Corporate units -227 -148
Konsolidierung 0 0
EBIT HUGO BOSS 140 43
Zinsergebnis -11 -11
Übrige Finanzpositionen -9 -8
Ergebnis vor Ertragsteuern HUGO BOSS 120 24

Segmentvermögen

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(in Mio. EUR) 30. Juni 2022 30. Juni 2021 31. Dez. 2021
Segmentvermögen - berichtspflichtige Segmente 726 606 615
Corporate Units 262 211 225
Konsolidierung 0 0 0
Kurzfristige Ertragsteuerforderungen 19 22 15
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 14 19 27
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 111 93 111
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 243 138 285
Kurzfristige Vermögenswerte HUGO BOSS 1.375 1.089 1.278
Langfristige Vermögenswerte 1.472 1.482 1.458
Aktiva HUGO BOSS 2.847 2.571 2.736

Investitionen

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(in Mio. EUR) 30. Juni 2022 30. Juni 2021 31. Dez. 2021
Investitionen - berichtspflichtige Segmente 33 87 77
Corporate Units 43 12 28
Konsolidierung 0 0 0
Gesamt 76 99 105

Abschreibungen

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(in Mio. EUR) Jan. - Juni 2022 Jan. - Juni 2021
Abschreibungen - berichtspflichtige Segmente 130 126
Corporate Units 26 25
Konsolidierung 0 0
Gesamt 156 151

Wertminderungen

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(in Mio. EUR) Jan. - Juni 2022 Jan. - Juni 2021
Wertminderungen - berichtspflichtige Segmente 14 1
Corporate Units 0 0
Konsolidierung 0 0
Gesamt 14 1

Geografische Informationen

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(in Mio. EUR) Umsatzerlöse mit Dritten Langfristige Vermögenswerte
Jan. - Juni 2022 Jan. - Juni 2021 30. Juni 2022 31. Dez. 2021
Deutschland 218 147 420 412
Andere europäische Märkte 878 571 538 531
USA 227 148 157 152
Andere amerikanische Märkte 108 55 35 31
China 109 130 48 54
Andere asiatische Märkte 110 75 98 98
Gesamt 1.650 1.126 1.296 1.278

14| Angabe über Beziehungen und Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Berichtszeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2022 wurden folgende berichtspflichtige Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt:

Aus der Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit dem ehemaligen Vorstandsmitglied Ingo Wilts zum 1. März 2022 ergaben sich Abfindungszahlungen in Höhe von 4 Mio. EUR. Zudem resultieren Abfindungszahlungen aus der Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit dem ehemaligen Vorstandsmitglied Heiko Schäfer zum 31. Mai 2022 in Höhe von 3 Mio. EUR.

15| Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem Ende der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2022 und der Freigabe der Veröffentlichung dieses Berichts ergaben sich keine wesentlichen gesamtwirtschaftlichen, sozialpolitischen, branchenbezogenen oder unternehmensspezifischen Veränderungen, die sich nach den Erwartungen des Managements maßgeblich auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens auswirken können.

KAPITEL 3
WEITERE ANGABEN

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Metzingen, den 19. Juli 2022

HUGO BOSS AG
Der Vorstand

Daniel Grieder
Yves Müller
Oliver Timm

ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN

Dieses Dokument enthält vorausschauende Aussagen über zukünftige Entwicklungen, die auf aktu-eilen Einschätzungen des Managements beruhen. Wörter wie "antizipieren", "annehmen", "glauben", "einschätzen", "erwarten", "beabsichtigen", "können/​könnten", "planen", "projizieren", "sollten" und ähnliche Begriffe kennzeichnen solche vorausschauenden Aussagen. Solche Aussagen sind gewissen Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Sollte einer dieser Unsicherheitsfaktoren oder andere Unwägbarkeiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrundeliegenden Annahmen als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen genannten oder implizit zum Ausdruck gebrachten Ergebnissen abweichen. Wir haben weder die Absicht noch übernehmen wir eine Verpflichtung, vorausschauende Aussagen laufend zu aktualisieren, da diese ausschließlich von den Umständen am Tag ihrer Veröffentlichung ausgehen.

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FINANZKALENDER

3. November 2022
Ergebnisse des dritten Quartals 2022