INDUS Holding AG

Bergisch Gladbach

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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TEUR Anhang 2011 2010
Umsatzerlöse [1] 1.104.716 971.585
Sonstige betriebliche Erträge [2] 20.366 19.598
Aktivierte Eigenleistungen [3] 5.160 2.959
Bestandsveränderung   21.198 18.254
Materialaufwand [4] -548.386 -461.988
Personalaufwand [5] -294.522 -265.128
Abschreibungen [6] -48.876 -43.596
Sonstiger betrieblicher Aufwand [7] -149.729 -139.971
Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen   184 155
Finanzergebnis [8] 1.501 -432
Operatives Ergebnis (EBIT)   111.612 101.436
Zinserträge   1.506 1.890
Zinsaufwendungen   -24.541 -29.279
Zinsergebnis [9] -23.035 -27.389
Ergebnis vor Steuern   88.577 74.047
Steuern [10] -32.942 -25.254
Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche [11] 0 -1.850
Ergebnis nach Steuern   55.635 46.943
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter   -216 -343
davon Anteile der INDUS-Aktionäre   55.419 46.600
Ergebnis je Aktie unverwässert in EUR   2,70 2,59
Ergebnis je Aktie verwässert in EUR   2,70 2,59

Gesamtergebnisrechnung

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TEUR 2011 2010
Ergebnis nach Steuern 55.635 46.943
Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung 54 -3.412
Veränderung der Marktwerte derivativer Finanzinstrumente -1.999 514
Abgrenzung latenter Steuern 316 -81
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen -1.629 -2.979
Insgesamt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 54.006 43.964
davon Anteile anderer nicht beherrschender Gesellschafter 216 343
davon Anteile der INDUS-Aktionäre 53.790 43.621

Die Abgrenzung latenter Steuern im Eigenkapital betrifft ausschließlich die Veränderung der Marktwerte derivativer Finanzinstrumente.

Konzernbilanz

AKTIVA

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TEUR Anhang 31.12.2011 31.12.2010
Geschäftswert/Goodwill [13] 294.831 289.573
Immaterielle Vermögenswerte [13] 19.046 17.071
Sachanlagen [13] 245.453 244.460
Finanzanlagen [14] 9.268 8.552
At-Equity-bewertete Anteile [14] 1.508 1.324
Sonstige langfristige Vermögenswerte [15] 2.276 1.415
Latente Steuern [16] 2.956 2.747
Langfristige Vermögenswerte   575.338 565.142
Liquide Mittel   123.107 96.840
Forderungen [17] 108.422 117.617
Vorräte [18] 222.778 178.756
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte [15] 7.148 7.944
Laufende Ertragsteuern [16] 3.374 6.790
Kurzfristige Vermögenswerte   464.829 407.947
Bilanzsumme   1.040.167 973.089

Passiva

     
TEUR Anhang 31.12.2011 31.12.2010
Eingezahltes Kapital   243.464 206.329
Erwirtschaftetes Kapital   137.088 101.484
Eigenkapital der INDUS-Aktionäre   380.552 307.813
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Kapital   1.543 1.676
Eigenkapital des Konzerns [19] 382.095 309.489
Langfristige Finanzschulden [20] 322.604 326.417
Pensionsrückstellungen [21] 16.281 15.541
Sonstige langfristige Rückstellungen [22] 2.256 2.788
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten [23] 12.899 14.784
Latente Steuern [16] 19.106 15.743
Langfristige Schulden   373.146 375.273
Kurzfristige Finanzschulden [20] 111.679 149.814
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   46.056 36.053
Sonstige kurzfristige Rückstellungen [22] 47.015 43.882
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten [23] 70.336 51.225
Laufende Ertragsteuern [16] 9.840 7.353
Kurzfristige Schulden   284.926 288.327
Bilanzsumme   1.040.167 973.089

Konzern-Kapitalflussrechnung

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TEUR 2011 2010
Ergebnis nach Steuern der fortgeführten Geschäftsbereiche 55.635 48.793
Abschreibungen/Zuschreibungen    
auf langfristige Vermögensgegenstände (ohne latente Steuern) 48.876 44.309
aufgrund von Gewinnen (-) bzw. Verlusten (+) aus dem Abgang von Anlagevermögen -268 347
Steuern 32.942 25.254
Zinsergebnis 23.035 27.389
Cash Earnings aufgegebener Geschäftsbereiche 0 -1.481
Ergebnis aus at-Equity-bilanzierten Unternehmen -184 -155
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge 188 -3.819
Veränderungen der Rückstellungen 2.157 14.383
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -26.598 -51.875
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten und anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 19.151 4.183
Erhaltene/gezahlte Ertragsteuern -24.733 -25.995
Erhaltene Dividenden 31 570
Operativer Cashflow 130.232 81.903
Gezahlte Zinsen -25.500 -29.496
Erhaltene Zinsen 1.506 1.890
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 106.238 54.297
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -3.948 -5.169
Sachanlagen -40.863 -34.159
Finanzanlagen -988 -456
Anteile vollkonsolidierter Gesellschaften -13.180 -4.199
Einzahlungen aus Abgängen von Anteilen vollkonsolidierter Gesellschaften 0 239
sonstigen Anlagen 2.050 5.325
Investitionstätigkeit aufgegebener Geschäftsbereiche 0 -6
Cashflow aus Investitionstätigkeit -56.929 -38.425
Einzahlungen Kapital (Erhöhung) 37.135 33.399
Auszahlungen Dividende -18.186 -9.185
Auszahlungen Minderheitsgesellschafter -349 -403
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 96.757 60.025
Auszahlung für die Tilgung von Krediten -138.706 -97.724
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -23.349 -13.888
Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel 25.960 1.984
Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel 307 1.350
Liquide Mittel am Anfang der Periode 96.840 93.506
Liquide Mittel am Ende der Periode 123.107 96.840
Zahlungswirksame Vorgänge aus Veräußerung von Beteiligungen 0 600
zzgl. veräußerte Finanzschulden 0 0
abzgl. veräußerte Finanzmittel 0 -361
Nettoveräußerungserlös 0 239
Zahlungswirksame Vorgänge aus Neuerwerben von Beteiligungen -13.514 -4.199
zzgl. übernommene Finanzschulden -54 0
abzgl. erworbene Finanzmittel 388 0
Nettokaufpreis -13.180 -4.199

Die liquiden Mittel enthalten ein Konto mit eingeschränkter Verfügungsmacht in Höhe von 442 TEUR (Vorjahr: 436 TEUR). Investitions- und Finanzierungsvorgänge in Höhe von 935 TEUR (Vorjahr: -886 TEUR), welche nicht zu einer Veränderung der liquiden Mittel führten, sind nicht Bestandteil der Kapitalflussrechnung.

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

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1.1.-31.12.2011
TEUR
Anfangsbestand 1.1.2011 Dividendenausschüttung Erfasste Aufwendungen und Erträge Kapitalerhöhung Endbestand 31.12.2011
Gezeichnetes Kapital 52.538 0 0 5.254 57.792
Kapitalrücklage 153.791 0 0 31.881 185.672
Eingezahltes Kapital 206.329 0 0 37.135 243.464
Angesammelte Gewinne 106.969 -18.186 55.419 0 144.202
Rücklage für Währungsumrechnung -1.332 0 54 0 -1.278
Rücklage für Marktbewertung von Finanzinstrumenten -4.153 0 -1.683 0 -5.836
Erwirtschaftetes Kapital 101.484 -18.186 53.790 0 137.088
Eigenkapital der INDUS-Aktionäre 307.813 -18.186 53.790 37.135 380.552
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 1.676 -349 216 0 1.543
Eigenkapital des Konzerns 309.489 -18.535 54.006 37.135 382.095
Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien 20.207.035 0 0 2.020.702 22.227.737
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1.1.-31.12.2010
TEUR
Anfangsbestand 1.1.2010 Dividendenausschüttung Erfasste Aufwendungen und Erträge Kapitalerhöhung Endbestand 31.12.2010
Gezeichnetes Kapital 47.762 0 0 4.776 52.538
Kapitalrücklage 125.168 0 0 28.623 153.791
Eingezahltes Kapital 172.930 0 0 33.399 206.329
Angesammelte Gewinne 69.554 -9.185 46.600 0 106.969
Rücklage für Währungsumrechnung 2.080 0 -3.412 0 -1.332
Rücklage für Marktbewertung von Finanzinstrumenten -4.586 0 433 0 -4.153
Erwirtschaftetes Kapital 67.048 -9.185 43.621 0 101.484
Eigenkapital der INDUS-Aktionäre 239.978 -9.185 43.621 33.399 307.813
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 1.736 -403 343 0 1.676
Eigenkapital des Konzerns 241.714 -9.588 43.964 33.399 309.489
Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien 18.370.033 0 0 1.837.002 20.207.035

Zu den Einzelheiten der Kapitalerhöhung verweisen wir auf [19]. Die im Rahmen der Kapitalerhöhung angefallenen Kapitalbeschaffungskosten in Höhe von 46 TEUR (Vorjahr: 41 TEUR) wurden erfolgsneutral als Abzug von der Kapitalrücklage behandelt.

Die Dividendenausschüttung basiert auf einer Dividende von 0,90 EUR je Stückaktie mit WKN 620010/ISIN DE 0006200108 (20.207.035 Aktien).

Die Rücklagen für die Währungsumrechnung und die Marktbewertung von Finanzinstrumenten enthalten noch nicht realisierte Gewinne und Verluste. Die Veränderung der Rücklage für die Marktbewertung von Finanzinstrumenten resultiert ausschließlich aus laufender Veränderung der Marktbewertung. Auswirkungen aus Umklassifizierungen existieren nicht.

Konzernanhang

Allgemeines

Die INDUS Holding Aktiengesellschaft mit Sitz in Bergisch Gladbach, Deutschland, eingetragen im Handelsregister Köln unter HRB 46360, hat ihren Konzernabschluss für das vom 1. Januar 2011 bis zum 31 Dezember 2011 dauernde Geschäftsjahr 2011 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Sofern nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Der Konzernabschluss ist grundsätzlich auf der Basis historischer Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erstellt, mit Ausnahme der Bilanzierung von Finanzinstrumenten, bei denen eine Bewertung zum Marktwert verpflichtend ist. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf den Bilanzstichtag der INDUS Holding AG erstellt und basieren auf einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Gemäß § 315a HGB ist die INDUS Holding AG verpflichtet, den Konzernabschluss nach IFRS-Standards zu erstellen. Grundlage ist die Verordnung Nr. 1 606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung Internationaler Rechungslegungsstandards in der Europäischen Union. Nach HGB erforderliche Anhangangaben, die über die nach IFRS erforderlichen Angaben hinausgehen, werden ebenfalls im Konzernanhang dargestellt. Der Abschluss wurde am 15. März 2012 durch den Vorstand aufgestellt. Die Genehmigung durch den Aufsichtsrat erfolgte am 19. April 2012.

Anwendung und Auswirkung von neuen und geänderten Standards

Alle zum 31. Dezember 2011 verpflichtend anzuwendenden Standards wurden berücksichtigt. Von der Möglichkeit, zukünftig verpflichtende Standards vorzeitig anzuwenden, wurde kein Gebrauch gemacht.

Im Geschäftsjahr 2011 erstmals verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen

Erstmalig anzuwenden im Geschäftsjahr 2011 waren folgende Standards und Interpretationen:

Verbesserungen der International Financial Reporting Standards 2010: Geringfügige Änderungen zu einer Vielzahl an IFRS (IFRS 1, IFRS 3, IFRS 7, IAS 1, IAS 18, IAS 27, IAS 34, IFRIC 13) und sich daraus ergebende Folgeänderungen (EU Verordnung: EU 149/2011)

IFRS 1: Begrenzte Befreiung erstmaliger Anwender von Vergleichsangaben nach IFRS (EU 574/2010)

IAS 24: Änderungen im Hinblick auf International Accounting Standard (IAS) 24 und International Financial Reporting Standard (IFRS) 8 (EU 632/2010)

IAS 32: Finanzinstrumente: Darstellung (EU 1293/2009)

IFRIC 14: Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen (EU 633/2010)

IFRIC 19: Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente (EU 662/2010)

Die im Geschäftsjahr 2011 erstmalig anzuwendenden Vorschriften haben für den Konzernabschluss der INDUS keinen nennenswerten Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Bis zum 31.12.2011 durch die EU übernommene Standards, die im vorliegenden Abschluss nicht vorzeitig angewendet wurden:

Im Jahr 2011 sind IASB-Verlautbarungen durch die EU in europäisches Recht übernommen worden, die verpflichtend in folgenden Abschlüssen anzuwenden sind. Die Auswirkungen auf den INDUS-Konzernabschluss werden zur Zeit noch ermittelt. Wesentliche Auswirkungen auf den INDUS-Konzernabschluss sind daraus nicht zu erwarten.

Relevante Änderungen könnten sich aus den anstehenden, aber noch nicht durch die EU übernommenen Änderungen an IAS 19, Leistungen an Arbeitnehmer, ergeben. Die Änderungen führen voraussichtlich ab dem Geschäftsjahr 2013 u. a. zum Wegfall der sogenannten "Korridormethode"; die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sind dann ergebnisneutral innerhalb des Eigenkapitals zu erfassen. Die Höhe der Auswirkung hängt wesentlich vom Marktzins zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses ab. Grundsätzlich verändert sich die Höhe der Pensionsrückstellungen auf den unter [21] "Nettoverpflichtungen" genannten Wert, während sich das Eigenkapital um die unter [21] aufgeführte Position "nicht erfasstes versicherungsmathematisches Ergebnis" unter Berücksichtigung der zuzurechnenden latenten Steuern verändert.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Bei Unternehmenszusammenschlüssen sind Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden mit ihrem Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt zu bewerten. Der Goodwill wird ermittelt als Differenz zwischen den Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses und dem Anteil des Erwerbers an den Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. Ein positiver Goodwill wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens jährlich auf Wertminderungen geprüft. Eine negative Differenz ist sofort ergebniswirksam zu erfassen.

Bei der erstmaligen Einbeziehung von erworbenen Gesellschaften in den Konsolidierungskreis werden deren Beteiligungsbuchwerte bei der Muttergesellschaft gegen die Vermögenswerte und Schulden verrechnet. In den Folgeperioden wird der Beteiligungsbuchwert der Muttergesellschaft gegen das fortgeführte Eigenkapital der Tochtergesellschaften aufgerechnet.

Bedingte Kaufpreisbestandteile werden im Erwerbszeitpunkt mit ihrem Zeitwert bewertet. Wertänderungen dieser Bestandteile werden in den Folgeperioden ergebniswirksam erfasst. Anschaffungsnebenkosten des Beteiligungserwerbs werden nicht in die Kaufpreisallokation einbezogen, sondern in der Periode des Erwerbs aufwandswirksam verrechnet.

Soweit zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung Minderheitsgesellschafter ein Andienungsrecht haben, dem sich INDUS nicht entziehen kann, werden die betreffenden Anteile nicht beherrschender Gesellschafter mit ihrem Zeitwert als Kaufpreisverbindlichkeit bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Vorräte und Anlagevermögen werden um Zwischenergebnisse bereinigt. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern abgegrenzt.

Währungsumrechnung

In den Einzelabschlüssen werden Fremdwährungsgeschäfte mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Am Bilanzstichtag erfolgt für monetäre Posten eine ergebniswirksame Bewertung zum Zeitwert mit dem Devisenkassamittelkurs.

Nach dem Konzept der funktionalen Währung erstellen die Gesellschaften außerhalb des Euroraums ihre Abschlüsse in der jeweiligen Landeswährung. Die Umrechnung dieser Abschlüsse in Euro erfolgt für Vermögenspositionen und Schulden mit dem Stichtagskurs. Das Eigenkapital wird mit Ausnahme der direkt im Eigenkapital erfassten Positionen zu historischen Kursen geführt. Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit Durchschnittskursen umgerechnet und die sich hieraus ergebenden Währungsdifferenzen werden ergebnisneutral weiterentwickelt. Die verwendeten Kurse ergeben sich aus folgender Tabelle:

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    Stichtagskurs Durchschnittskurs
  1 EUR= 2011 2010 2011 2010
Brasilien BRL 2,416 2,218 2,327 2,331
Kanada CAD 1,322 1,332 1,376 1,365
Schweiz CHF 1,216 1,250 1,233 1,380
China CNY 8,159 8,822 8,996 8,971
Tschechien CZK 25,788 25,061 24,590 25,284
Grossbritannien GBP 0,835 0,861 0,868 0,858
Mexiko MXN 18,051 16,548 17,288 16,737
Polen PLN 4,458 3,975 4,121 3,995
Serbien RSD 105,070 106,089 102,434 103,520
Türkei TRY 2,443 2,069 2,338 1,997
USA USD 1,294 1,336 1,392 1,326
Südafrika ZAR 10,483 8,863 10,097 9,698

In der Darstellung der Entwicklung der Sachanlagen, der Rückstellungen und des Eigenkapitals werden die Anfangs- und Endbestände mit Stichtagskursen umgerechnet, die innerjährlichen Bewegungen mit dem Durchschnittskurs. Daraus resultierende Währungsdifferenzen werden gesondert ausgewiesen und erfolgsneutral behandelt.

Bilanzierung und Bewertung

Goodwill wird aufgrund seiner unbestimmten Nutzungsdauer nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich auf Werthaltigkeit geprüft. Dabei wird grundsätzlich der Nutzungswert herangezogen, basierend auf der vom Management erstellten aktuellen Planung. In die Planungsprämissen fließen sowohl aktuelle Erkenntnisse als auch historische Entwicklungen ein. Nach dem Planungszeitraum von drei Jahren werden die zukünftigen Cashflows mit einer Wachstumsrate von 1,0 % hochgerechnet. Die so ermittelten Zahlungsreihen werden mit einem Vorsteuer-Kapitalkostensatz von 8,0 % abgezinst (Vorjahr: 8,0 %). Die Überprüfung der Werthaltigkeit des Goodwills erfolgt auf der Ebene, auf der unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten eine Zuordnung sinnvoll möglich ist. In den meisten Fällen wird der Goodwill der Beteiligungsgesellschaft einschließlich ihrer Tochtergesellschaften zugeordnet. Das entspricht den operativen Gesellschaften, wie sie im Anhang aufgelistet sind. In den wenigen Fällen, in denen eine enge Liefer- und Leistungsverknüpfung zwischen diesen Gesellschaften besteht, werden diese zu operativen Einheiten zusammengefasst und die Werthaltigkeit des Goodwills auf dieser Basis überprüft.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bewertet und - sofern bestimmbar - linear über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, die die Ansatzkriterien des IAS 38 erfüllen, werden zu Herstellungskosten aktiviert, sonst werden die Aufwendungen im Jahr ihrer Entstehung ergebniswirksam erfasst. Die Abschreibung erfolgt mit dem Beginn der Nutzung linear über fünf bis zehn Jahre.

Sachanlagen werden bewertet zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und gegebenenfalls auch außerplanmäßige Abschreibungen. In Abhängigkeit vom tatsächlichen Nutzungsverlauf kommen sowohl die lineare als auch die degressive Methode zur Anwendung. Bei Wegfall der Gründe für eine in der Vergangenheit durchgeführte außerplanmäßige Abschreibung wird eine Wertaufholung vorgenommen. Investitionszuschüsse werden passiviert und über die wirtschaftliche Nutzungsdauer aufgelöst. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen umfassen Einzelkosten und anteilige Gemeinkosten, Zinsen werden nach IAS 23 einbezogen. Aufwendungen für Instandhaltungen und Reparaturen werden ergebniswirksam erfasst, soweit sie nicht aktivierungspflichtig sind. Den planmäßigen Abschreibungen liegen hauptsächlich folgende Nutzungsdauern zugrunde.

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  Jahre
Gebäude 20 bis 50
Grundstückseinrichtungen 8 bis 20
Maschinen und technische Anlagen 5 bis 15
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15

Abhängig von der Verteilung der wesentlichen Chancen und Risiken werden Leasingverträge als Operating-Leasing oder Finanzierungsleasing klassifiziert, mit der Folge, dass Finanzierungsleasing als Vermögenswert zu bilanzieren ist. Im Rahmen des Finanzierungsleasings gemietetes Anlagevermögen wird zum Zeitwert oder zum niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert und planmäßig über die Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden diskontiert unter den Finanzschulden ausgewiesen.

Bei Sale-and-lease-back-Transaktionen ist das Ergebnis aus der Transaktion differenziert zu behandeln. Das Ergebnis wird über die Laufzeit verteilt, wenn das Grundgeschäft ein Finanzierungsleasing darstellt oder wenn bei einem Operating-Leasing der Verkaufswert über dem Marktwert liegt.

Fremdkapitalkosten werden seit dem 1. Januar 2009 ausschließlich auf qualifizierte Vermögenswerte aktiviert. Qualifizierte Vermögenswerte liegen vor, wenn für deren Herstellung mindestens ein Jahr erforderlich ist.

Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten und anteilige Gemeinkosten. Die zugerechneten Gemeinkosten werden überwiegend auf der Basis der Ist-Beschäftigung ermittelt, wenn diese im Wesentlichen der Normalauslastung entspricht.

Rohstoffe und Handelswaren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Bei erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit werden Vorräte auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert abgewertet.

Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden nach ihrem Leistungsfortschritt nach der Methode "Percentage of Completion" (POC) bilanziert. Die Umsatzerlöse werden nach dem Leistungsfortschritt erfasst. Das Auftragsergebnis wird nicht erst bei Risikoübergang realisiert, sondern mit dem Grad der Fertigstellung. Grundlage sind die mit dem Kunden vereinbarten Auftragserlöse und die erwarteten Auftragskosten. Der Grad der Fertigstellung errechnet sich aus dem Anteil der angefallenen Kosten an den gesamten Auftragskosten.

Erwartete Verluste aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden bei Feststellung sofort als Aufwand erfasst. Sofern das Ergebnis eines kundenspezifischen Fertigungsauftrags noch nicht hinreichend sicher ist, wird der Erlös nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst.

Finanzinstrumente sind Verträge, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder zu einem Eigenkapitalinstrument führen. Bei einem üblichen Kauf erfolgt die Bilanzierung von Finanzinstrumenten zum Erfüllungstag. Die erstmalige Bewertung erfolgt zum Zeitwert. Die Folgebewertung von Vermögenswerten ist in den vier Kategorien "erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet", "gehalten bis zur Endfälligkeit", "ausgereichte Kredite und Forderungen" und "zur Veräußerung verfügbar" vorzunehmen. Finanzielle Schulden sind in den zwei Kategorien "erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet" oder "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" zu bilanzieren. Die Fair-Value-Option wird nicht angewendet.

Die Marktwerte von Finanzinstrumenten werden anhand der am Bilanzstichtag vorhandenen Marktinformationen oder durch anerkannte Bewertungsverfahren, z. B. Discounted-Cashflow-Methoden, ermittelt und durch Bestätigungen der Banken, die die Geschäfte abwickeln, überprüft. Die Zinssätze sind der Laufzeit und dem Risiko des zugrunde liegenden Finanzinstruments angepasst.

Originäre Finanzinstrumente: Ausgereichte Kredite, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden zum Zeitwert angesetzt. Die Änderung des Zeitwerts wird in der Folge unter Berücksichtigung latenter Steuern ergebnisneutral im Eigenkapital abgebildet. Änderungen des Zeitwerts von Finanzinstrumenten, die als "erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet" designiert sind, beeinflussen direkt das Periodenergebnis.

Die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet, da für sie kein notierter Marktpreis auf einem aktiven Markt existiert und ein beizulegender Zeitwert mit vertretbarem Aufwand nicht verlässlich bestimmt werden kann. Assoziierte Unternehmen, auf die die INDUS-Gruppe einen maßgeblichen Einfluss (in der Regel bei einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 % und 50 %) ausübt, werden nach der Equity-Methode bilanziert. Die erstmalige Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten. In der Folgebewertung wird der Buchwert um die anteiligen Veränderungen des Eigenkapitals des assoziierten Unternehmens fortgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zum Nennwert bilanziert. Einzelrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Allgemeine Kreditrisiken werden durch Wertberichtigungen auf den Forderungsbestand berücksichtigt, die auf Erfahrungswerten der Vergangenheit oder aktuelleren Erkenntnissen beruhen. Wertberichtigungen auf Forderungen werden grundsätzlich auf separaten Konten erfasst.

Bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennbetrag bzw. dem Erfüllungsbetrag.

Derivative Finanzinstrumente werden bei INDUS zur Absicherung von auf zukünftigen Zahlungsströmen basierenden Grundgeschäften eingesetzt. Bei den als Sicherungsinstrumente eingesetzten Derivaten handelt es sich überwiegend um Swaps, aber auch um Termingeschäfte und geeignete Optionsgeschäfte. Voraussetzung für eine Bilanzierung als Sicherungsbeziehung ist, dass die Sicherung zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument effektiv ist und dies dokumentiert und laufend überwacht wird.

Die Bilanzierung dokumentierter Sicherungsbeziehungen ist abhängig von der Art der Beziehung. Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft werden bei Absicherungen des Zeitwerts von Bilanzpositionen ("Fair Value Hedge") mit gegenläufigen Effekten ergebniswirksam erfasst. Im Falle der Absicherung von Zahlungsströmen ("Cash Flow Hedge") wird die Änderung des Zeitwerts unter Berücksichtigung latenter Steuern ergebnisneutral im Eigenkapital fortgeführt. Eine ergebniswirksame Auflösung dieser Position erfolgt entweder mit Realisierung des Grundgeschäfts oder mit Feststellung einer Ineffektivität der Sicherung.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte werden als solche klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch Veräußerung und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden soll. Dies ist dann der Fall, wenn die Veräußerung hoch wahrscheinlich ist und durch objektive Merkmale bereits konkretisiert ist. Die Bilanzierung erfolgt zum niedrigeren Ansatz aus Buchwert und Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Planmäßige Abschreibungen werden nicht weiter vorgenommen.

Bei einem aufgegebenen Geschäftsbereich handelt es sich um abgrenzbare Geschäftsbereiche, die entweder bereits veräußert wurden oder zur Veräußerung vorgesehen sind. Bis zum Abschluss des Verkaufs werden Vermögen und Schulden in der Bilanz als zum Verkauf stehende Aktiva und Passiva umgegliedert. Die Bewertung erfolgt nach den gleichen Prinzipien, wie bei den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten. Das Ergebnis dieser Bewertung, das laufende Ergebnis und das Veräußerungsergebnis werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als "Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche" ausgewiesen. Die Vorjahreswerte der Gewinn- und Verlustrechnung werden entsprechend angepasst.

Pensionen

Es existieren mehrere Versorgungspläne in unterschiedlicher Ausgestaltung, teilweise für ehemalige Gesellschafter. Alle bilanzierten Versorgungspläne sind geschlossen.

Aufwand aus beitragsorientierten Plänen ("Defined Contribution Plans") betrifft Zahlungen von INDUS an externe Einrichtungen, ohne mit der Zahlung eine darüber hinausgehende Verpflichtung gegenüber dem Begünstigten einzugehen.

Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen ("Defined Benefit Obligations"] werden Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren berechnet ("Projected Unit Credit Method"). Die künftigen Verpflichtungen werden auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet und zeigen somit den Teil der Versorgungsverpflichtungen, der bis zum Bilanzstichtag erfolgswirksam erfasst wurde. Die Bewertung berücksichtigt Annahmen über die zukünftige Entwicklung verschiedener Parameter, insbesondere Steigerungen der Gehälter und Renten.

Für jeden Pensionsplan wird der Anwartschaftsbarwert um den Zeitwert eines qualifizierten Planvermögens vermindert. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden nicht erfasst, wenn sich die kumulierten Werte innerhalb eines sogenannten "Korridors" bewegen. Dieser Korridor wird pro Pensionsplan ermittelt als 10 % des höheren Betrages aus leistungsorientierter Verpflichtung oder Zeitwert des qualifizierten Planvermögens. Die versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste, die außerhalb des Korridors liegen, werden prospektiv über die erwartete durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der vom Plan erfassten Arbeitnehmer erfolgswirksam verteilt. Dabei kommen Zeiträume von 1 bis 15 Jahren zur Anwendung.

Sonstige Rückstellungen werden berechnet für gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten, resultierend aus einem Ereignis der Vergangenheit, die wahrscheinlich zu einem Ressourcenabfluss führen und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Der Erfüllungsbetrag wird auf Basis einer bestmöglichen Schätzung berechnet. Rückstellungen werden abgezinst, wenn der Ressourcenabfluss als langfristig klassifiziert wird und der Effekt hieraus wesentlich ist. Für bekannte Schäden werden Einzelrückstellungen gebildet. Gewährleistungsrückstellungen werden für den gewährleistungsbehafteten Umsatz und den relevanten Gewährleistungszeitraum auf der Basis von gesicherten Erfahrungswerten berechnet. Rückstellungen für ausstehende Kosten, drohende Verluste aus Aufträgen und übrige Verpflichtungen aus dem Absatzgeschäft sind auf der Basis der zu erbringenden Leistungen berechnet.

Erfolgsunsicherheiten (Eventualschulden und -forderungen) sind im Wesentlichen mögliche Verpflichtungen oder Vermögenswerte, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren und deren Existenz durch unsichere künftige Ereignisse begründet wird, die nicht vollständig von INDUS beeinflusst werden können. Sofern ein Abfluss von wirtschaftlichem Nutzen nicht völlig unwahrscheinlich ist, werden im Anhang Angaben zu Eventualschulden gemacht.

Latente Steuern werden auf alle temporären Unterschiede zwischen dem Wertansatz in der IFRS-Bilanz und dem entsprechenden steuerlichen Wert nach dem bilanzorientierten Konzept ermittelt. Temporäre Differenzen entstehen, wenn die Realisierung des Vermögenswerts oder die Erfüllung der Schuld zu steuerlich abweichenden Erträgen oder Aufwendungen führt. Latente Steuern auf einen Goodwill werden nur in dem Maße, in dem dieser steuerlich abzugsfähig ist, gebildet. Das ist bei deutschen Personengesellschaften grundsätzlich der Fall. Latente Steuern müssen auch dann berechnet werden, wenn die Realisierung dieses Goodwills, z. B. über die Veräußerung der zugehörigen Personengesellschaft, nicht geplant ist. Dies führt zu einem dauerhaften Aufbau an passiven latenten Steuern bei INDUS.

Aktive latente Steuern werden angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz verrechnet werden kann. Bei steuerlichen Verlustvorträgen ist das der Fall, wenn es entweder wahrscheinlich ist, dass in einem Planungshorizont von fünf Jahren ausreichend zu versteuerndes Ergebnis verfügbar ist oder in entsprechender Höhe saldierungsfähige passive latente Steuern existieren.

Latente Steuern sind mit dem Steuersatz zu bewerten, der in der Periode, in der sich die Differenzen voraussichtlich umkehren werden, gültig sein wird. Unabhängig von der Fristigkeit sind latente Steuern nicht abzuzinsen. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze gebildet, die nach der derzeitigen Rechtslage in den verschiedenen Ländern gültig bzw. verabschiedet sind. Aufgrund des überwiegend langfristigen Charakters der latenten Steuern bei INDUS werden kurzfristige vorübergehende Änderungen von Steuersätzen nicht berücksichtigt. Mit der Unternehmenssteuerreform 2008 gilt in Deutschland ein Körperschaftsteuersatz von 15 %. Unter Berücksichtigung eines durchschnittlichen Gewerbesteuer-Hebesatzes von 370 % sowie des Solidaritätszuschlags von 5,5 % errechnet sich für inländische Unternehmen ein Ertragsteuersatz von 28,8 % für alle Berichtsperioden. Die ausländischen Steuersätze liegen zwischen 10 % und 40 %.

Aufwands- und Ertragsrealisierung

Die Erfassung von Umsatzerlösen erfolgt - mit Ausnahme der Erlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen (s.o.) -, wenn die Leistungen erbracht bzw. die Waren oder Erzeugnisse geliefert worden sind und somit der Gefahrenübergang an den Kunden stattgefunden hat. Umsatzerlöse sind gekürzt um Erlösschmälerungen. Allgemeine Voraussetzung ist, dass die Höhe der Erträge verlässlich bestimmbar ist und eine hinreichende Wahrscheinlichkeit besteht, dass INDUS ein wirtschaftlicher Nutzen hieraus zufließen wird. Die Erfassung aller Ertrags- und Aufwandspositionen erfolgt in Übereinstimmung mit dem Prinzip der Periodenabgrenzung im IAS-Rahmenkonzept.

Anteilsbasierte Vergütungen

Die im Rahmen des Long-Term-Incentive-Programms gewährten virtuellen Aktienoptionen (Stock Appreciation Rights) sind als "anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich" klassifiziert. Für diese werden ratierliche, mit dem beizulegenden Zeitwert der eingegangenen Verpflichtungen bewertete Rückstellungen gebildet. Der ratierliche Aufbau der Rückstellungen erfolgt erfolgswirksam als Personalaufwand über die jeweilige Laufzeit bis zum voraussichtlichen Ausübungszeitpunkt.

Die Kapitalflussrechnung ist in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des IAS 7 in die Bereiche Cashflow aus Geschäftstätigkeit, aus Investitionstätigkeit und aus Finanzierungstätigkeit aufgeteilt. Zinsen und erhaltene Dividenden sind dem Cashflow aus Geschäftstätigkeit zugeordnet. Der Finanzmittelbestand entspricht der Bilanzposition liquide Mittel und enthält Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände. Die Ermittlung des Cashflows aus Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Im Cashflow aus Geschäftstätigkeit sind die nicht zahlungswirksamen operativen Aufwendungen und Erträge eliminiert.

Schätzungen und Annahmen

Die Erstellung des Konzernabschlusses ist beeinflusst von Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie Annahmen und Schätzungen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden sowie Aufwendungen und Erträge auswirken. Wenn Zukunftserwartungen abzubilden sind, können die tatsächlichen Werte von den Schätzungen abweichen. Verändert sich die ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die Bilanzierung der entsprechenden Positionen erfolgswirksam angepasst.

Die Realisierung von Bilanzpositionen kann durch zukünftige Ereignisse, die nicht kontrolliert werden können, beeinflusst werden. Dies kann Forderungsausfälle, Nutzungsdauern von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen oder ähnliche Sachverhalte betreffen sowie Risiken, die grundsätzlich eng mit unternehmerischer Tätigkeit verbunden sind. Die Bilanzierung solcher Positionen beruht auf langjähriger Erfahrung und der Beurteilung des aktuellen Umfelds.

Systembedingte Unsicherheiten resultieren aus Bilanzpositionen, bei denen erwartete zukünftige Zahlungsreihen diskontiert werden. Der Verlauf der Zahlungsreihen ist von zukünftigen Ereignissen abhängig, über deren Entwicklung Annahmen getroffen werden müssen. Das ist insbesondere der Fall bei der Prüfung auf Wertminderungen von Vermögenswerten und zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mittels Nutzungswert sowie der Berechnung der Pensionsrückstellungen nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren.

Relevante Unsicherheiten resultieren auch aus Positionen, die aus einer Bandbreite möglicher zukünftiger Ausprägungen zu ermitteln sind, und betreffen insbesondere die sonstigen Rückstellungen und vergleichbare Verpflichtungen.

Mit der nachhaltigen Erholung der Weltwirtschaft und der weiterhin verhalten optimistischen Konjunkturprognose sinkt die Unsicherheit der Prognosen im Vergleich zu den Vorjahren. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses lagen beim Management keine signifikanten neueren Erkenntnisse vor, die zu einer wesentlich geänderten Bewertung von Bilanzpositionen führen würden.

Konsolidierung und Konsolidierungskreis

Im Konzernabschluss werden alle Tochterunternehmen vollkonsolidiert, bei denen die INDUS-Gruppe mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, deren Finanz- und Geschäftspolitik zum Nutzen der INDUS-Gruppe zu bestimmen. Das ist grundsätzlich der Fall, wenn mehr als 50 % der Stimmrechte an einer Beteiligung von der INDUS-Gruppe gehalten werden oder aufgrund sonstiger vertraglicher Konstruktionen alle wesentlichen Chancen und Risiken an der Gesellschaft in der INDUS-Gruppe verbleiben. Assoziierte Unternehmen, auf deren Finanz- und Geschäftspolitik ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann, werden nach der Equity-Methode einbezogen. Gesellschaften, die im Laufe des Geschäftsjahres erworben wurden, sind ab dem Zeitpunkt des Übergangs der Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik einbezogen. Gesellschaften, die abgehen, sind ab dem Zeitpunkt des wirtschaftlichen Übergangs nicht mehr einbezogen. Ab dem Zeitpunkt des Beschlusses zur Veräußerung werden die Gesellschaften als "zur Veräußerung gehalten" klassifiziert.

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Anzahl der einbezogenen Unternehmen Inland Ausland Gesamt
Vollkonsolidierte Tochterunternehmen      
1. Januar 2010 93 23 116
Zugänge 1 2 3
Abgänge 3 1 4
31. Dezember 2010 91 24 115
Zugänge 2 2 4
Abgänge 0 2 2
31. Dezember 2011 93 24 117
At-Equity-bewertete Unternehmen      
1. Januar 2010 1 2 3
Zugänge 0 0 0
Abgänge 1 0 1
31. Dezember 2010 0 2 2
Zugänge 0 0 0
Abgänge 0 0 0
31. Dezember 2011 0 2 2

Diese Angaben enthalten am 31. Dezember 201 1 33 Komplementär-GmbHs, die mit der zugehörigen KG eine Einheitsgesellschaft bilden (31. Dezember 2010: 33 Komplementär-GmbHs).

Zugänge zum Konsolidierungskreis resultieren aus dem Erwerb oder aus der Neugründung von Unternehmungen oder der Aufnahme des operativen Geschäfts von bisher nicht konsolidierten Beteiligungen.

Abgänge aus dem Konsolidierungskreis resultieren aus konzerninternen Verschmelzungen sowie im Vorjahr außerdem aus der Veräußerung von Beteiligungen.

Acht Tochterunternehmen und ein assoziiertes Unternehmen, die wegen geringer Größe oder geringfügiger wirtschaftlicher Aktivität für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung sind, wurden gemäß IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, da kein aktiver Markt existiert und sich die Zeitwerte nicht mit vertretbarem Aufwand ermitteln lassen. Bei Einbeziehung dieser Gesellschaften in den Konzernabschluss würden sich sowohl Umsatz als auch Ergebnis um weniger als 0,5 % ändern.

Die wesentlichen operativen Gesellschaften sind im Anhang dargestellt. Die vollständige Anteilsbesitzliste wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht.

Bezüglich der Minderheitsanteile an vollkonsolidierten Gesellschaften existieren teilweise Call- und/oder Put-Optionen. In allen wesentlichen Fällen existieren Kaufpreismodelle, die unter Berücksichtigung der gesellschaftsspezifischen Risikostruktur eine objektivierte Bewertung der Anteile zulassen, die einen Austausch der Minderheitsanteile zum Fair Value gewährleistet. Die Ausübung der Rechte ist in der Regel durch beide Vertragsparteien möglich. In einigen Fällen existieren Regelungen zum erstmaligen Ausübungszeitpunkt der Call- und/oder Put-Option.

Unternehmenszusammenschlüsse

Angaben zur Erstkonsolidierung für das aktuelle Geschäftsjahr

Mit Wirkung zum 1. Oktober 2011 hat die HORN GmbH &Co. KG 100 % der Anteile der Pneumatic Components Limited (PCL) mit Sitz in Sheffield, Großbritannien, sowie deren drei Tochtergesellschaften übernommen. Die PCL wurde per Oktober 2011 erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen.

PCL ist weltweit Marktführer bei analogen und digitalen Systemen in der Reifenfülltechnik und in angrenzenden Gebieten; neben der Unternehmenszentrale in Sheffield existieren weitere Niederlassungen in den USA, Indien und China. Die Einheiten werden künftig unter dem Dach von HORN mit Sitz in Flensburg geführt. Der Standort Sheffield bleibt unverändert erhalten. PCL und HORN ergänzen sich hinsichtlich Produktprogramm, Marktauftritt und Marktzugang. Weitere erhebliche Potenziale ergeben sich zudem in den Bereichen Entwicklung, Einkauf sowie Produktionsoptimierung.

Die Anschaffungskosten betrugen 1 1.842 TEUR und wurden in Barmitteln beglichen. Dabei wurden Finanzmittel in Höhe von 279 TEUR übernommen. Die langfristigen Vermögenswerte enthalten einen Goodwill von 5.982 TEUR, der steuerlich nicht abzugsfähig ist. Der Goodwill repräsentiert nicht separierbare Werte, wie das Know-how der Belegschaft, sowie positive Ertragserwartungen in der Zukunft und Synergieeffekte aus den oben beschriebenen Potenzialen. Im Geschäftsjahr 2011 trug die PCL mit einem Umsatz von 2.631 TEUR und einem Ergebnis von 133 TEUR zum Konzernumsatz bzw. -ergebnis bei. Wäre die Erstkonsolidierung bereits zum 1. Januar 2011 erfolgt, wäre die PCL mit einem Umsatz von 10.906 TEUR und einem Ergebnis von 1.884 TEUR in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 eingegangen. Der Bruttowert der übernommenen vertraglichen Forderungen entspricht im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert der Forderungen und beträgt 1.673 TEUR.

Weitere Details zur Erstkonsolidierung enthält die folgende Tabelle:

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Neuerwerbe: Pneumatic Components Ltd.
TEUR
Buchwerte im Zugangszeitpunkt Mehrwerte aus Erstkonsolidierung Zugang Konzernbilanz
Langfristige Vermögenswerte 1.647 9.641 11.288
Kurzfristige Vermögenswerte 4.128 120 4.248
Summe Vermögenswerte 5.775 9.761 15.536
Langfristige Schulden 0 -1.058 -1.058
Kurzfristige Schulden -2.636 0 -2.636
Summe Schulden -2.636 -1.058 -3.694

Weiterhin wurden zur Abrundung des Portfolios mehrere kleinere Einheiten von Tochtergesellschaften jeweils vollständig erworben. Mit Wirkung zum 1. Juni 2011 hat die Semet Maschinenbau GmbH &Co. KG die RI MAC Maschinen &Anlagen GmbH (RI MAC) mit Sitz in Mauer erworben. Beim Erwerb der Gesellschaft spielten bei grundsätzlich anderen Absatzmärkten überwiegend Synergien im Konstruktions- und Produktionsbereich eine Rolle. Zum 1. Dezember erwarb HORN den Geschäftsbereich Tankwagenmesstechnik der Bonndorfer Hectronic GmbH. Dieser Geschäftsbereich ergänzt das Produktportfolio um Systeme zur eichgenauen, temperaturkompensierten Abgabe von flüssigen Stoffen aus Tankwagen. Zum 1. Juli 2011 hat die Kieback-Schäfer Gruppe zudem das Designstudio Pollmann erworben, um die Designkompetenz der Gruppe weiter zu stärken.

Die Anschaffungskosten betrugen zusammen 1.671 TEUR und wurden in Barmitteln beglichen. Dabei wurden Finanzmittel in Höhe von 109 TEUR übernommen. Die langfristigen Vermögenswerte enthalten einen Goodwill von 850 TEUR, der steuerlich nicht abzugsfähig ist. Der Goodwill repräsentiert nicht separierbare Werte, wie das Know-how der Belegschaft, sowie positive Ertragserwartungen in der Zukunft und Synergien aus Konstruktion und Produktion. Im Geschäftsjahr 2011 trugen diese Einheiten mit einem Umsatz von 3.495 TEUR und einem Ergebnis von -382 TEUR zum Konzernumsatz bzw. -ergebnis bei. Wäre die Erstkonsolidierung bereits zum 1. Januar 2011 erfolgt, wären die Gesellschaften mit einem Umsatz von 5.226 TEUR und einem Ergebnis von -574 TEUR in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 eingegangen. Der Bruttowert der übernommenen vertraglichen Forderungen entspricht im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert der Forderungen und beträgt 533 TEUR.

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Übrige Neuerwerbe
TEUR
Buchwerte im Zugangszeitpunkt Mehrwerte aus Erstkonsolidierung Zugang Konzernbilanz
Langfristige Vermögenswerte 225 1.394 1.619
Kurzfristige Vermögenswerte 1.059 201 1.260
Summe Vermögenswerte 1.284 1.595 2.879
Langfristige Schulden 0 -58 -58
Kurzfristige Schulden -1.107 0 -1.107
Summe Schulden -1.107 -58 -1.165

Angaben zum Vorjahr

Mit Wirkung zum 1. Januar 2010 hat sich die INDUS Holding AG mit 60 % Kapital- und Stimmrechtsanteil an der HAKAMA AG in Bättwil bei Basel/Schweiz beteiligt und hat damit ihre Geschäftsaktivitäten in der Schweiz ausgebaut. Die bisherigen Eigentümer bleiben mit 40 % Anteilsbesitz weiterhin als Geschäftsführer der HAKAMA AG tätig. Im Zusammenhang mit dem Kauf der 60 % Anteile an der HAKAMA AG wurden wechselseitige Call-/Put-Optionsvereinbarungen über die restlichen 40 % der Anteile zu für beide Seiten im Wesentlichen gleichen Ausübungsbedingungen geschlossen. Die Optionen können beiderseits erstmalig zum 31. Dezember 2014 bzw. im Falle eines früheren Ausscheidens der Minderheitsgesellschafter aus der Geschäftsführung zum Zeitpunkt des Ausscheidens ausgeübt werden. Die Kombination beider Optionen führte zu einem sofortigen Übergang des wirtschaftlichen Eigentums an den optionsgegenständlichen Anteilen. Der Unternehmenserwerb wurde dementsprechend so dargestellt, als seien 100 % der Anteile übernommen worden.

Der beizulegende Zeitwert der gesamten übertragenen Gegenleistung für den Erwerb der HAKAMA AG betrug zum Erwerbszeitpunkt 5.631 TEUR, wovon 4.199 TEUR auf Zahlungsmittel und 1.432 TEUR auf bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten entfallen. Letztere resultieren aus den oben beschriebenen wechselseitigen Call-/Put-Optionsvereinbarungen. Die Bewertung der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten erfolgte zum Barwert des zu zahlenden Optionspreises, der zu einem wesentlichen Teil aus einer Festpreiskomponente besteht.

Der Unternehmenserwerb umfasste langfristige Vermögenswerte von 14.749 TEUR und kurzfristige Vermögenswerte von 3.559 TEUR. Finanzmittel wurden dabei nicht übernommen. Die bei dem Unternehmenserwerb übernommenen langfristigen Schulden betrugen 10.822 TEUR und die übernommenen kurzfristigen Schulden 1.855 TEUR. Die langfristigen Schulden betreffen überwiegend Finanzierungsleasing.

Die bedingte Kaufpreisverbindlichkeit wurde nach dem Erwerbszeitpunkt entsprechend der Optionspreisregelung an die aktuellen Verhältnisse angepasst und zum Bilanzstichtag um 769 TEUR erhöht. Zum Konzernabschluss trug die HAKAMA AG im gesamten Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 20.607 TEUR und einem positiven Ergebnis von 1.886 TEUR bei.

Unternehmensabgänge

Im Vorjahr hat INDUS das operative Geschäft der Maschinenfabrik BERNER GmbH &Co. KG mit Wirkung zum 1. Mai 2010 veräußert. Die Gesellschaft war dem Segment Maschinen- und Anlagenbau zugeordnet.

Die Erlöse und Aufwendungen der aufgegebenen Geschäftsbereiche betrugen in den Geschäftsjahren 2011 und 2010 wie folgt:

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TEUR 2011 2010
Umsatzerlöse 0 1.052
Aufwendungen und sonstige Erlöse 0 -1.370
Operatives Ergebnis 0 -318
Zinsergebnis 0 0
Ergebnis vor Steuern 0 -318
Steuern 0 50
Ergebnis nach Steuern, laufender Betrieb 0 -268
Ergebnis der Entkonsolidierung 0 -1.582
Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche 0 -1.850
Steueraufwand (+) / -ertrag (-) aus der Veräußerung 0 -274

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

[1] Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen enthalten sind Erlöse für Dienstleistungen von 2.835 TEUR (Vorjahr: 4.948 TEUR) sowie Nutzungsentgelte von 285 TEUR (Vorjahr: 346 TEUR). Weiterhin sind in den Umsatzerlösen 81.043 TEUR Umsätze aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen enthalten (Vorjahr: 69.418 TEUR).

Eine erweiterte Darstellung der Umsatzerlöse findet sich im Bereich der Segmentberichterstattung.

[2] Sonstige Erträge

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TEUR 2011 2010
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 7.517 3.356
Erträge aus der Währungsumrechnung 1.504 2.391
Auflösung von Wertberichtigungen 1.419 1.226
Versicherungsentschädigungen 620 1.726
Erträge aus Mieten und Pachten 791 852
Erträge aus Anlagenabgängen 560 813
Ertragszuschüsse / Auflösung passiver Abgrenzung 518 570
Erträge aus der Folgebewertung von Minderheitsanteilen 1.047 333
Übrige sonstige betriebliche Erträge 6.390 8.331
summe 20.366 19.598

Den Erträgen aus Währungsumrechnung von 1.504 TEUR (Vorjahr: 2.391 TEUR) stehen Aufwendungen in Höhe von -1.134 TEUR gegenüber (Vorjahr: -2.164 TEUR). Der Betrag der Währungsumrechnungsdifferenzen, die im Ergebnis erfasst sind, beträgt somit 370 TEUR (Vorjahr: 227 TEUR). Den Erträgen aus der Folgebewertung von unter den Verbindlichkeiten ausgewiesenen Minderheitsanteilen stehen entsprechende Aufwendungen in Höhe von 0 TEUR gegenüber (Vorjahr: -414 TEUR).

[3] Aktivierte Eigenleistungen

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TEUR 2011 2010
Andere aktivierte Eigenleistungen 4.149 1.715
Aktivierte Eigenleistungen nach IAS 38 1.011 1.244
Summe 5.160 2.959

Weiterhin wurden Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von 7.747 TEUR im Periodenaufwand erfasst (Vorjahr: 7.103 TEUR).

Bestandsveränderung

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TEUR 2011 2010
Unfertige Erzeugnisse 14.580 14.128
Fertige Erzeugnisse 6.618 4.126
Summe 21.198 18.254

[4] Materialaufwand

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TEUR 2011 2010
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren -472.310 -399.958
Bezogene Leistungen -76.076 -62.030
Summe -548.386 -461.988

[5] Personalaufwand

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TEUR 2011 2010
Löhne und Gehälter -247.127 -222.308
Soziale Abgaben -44.301 -39.697
Aufwendungen für Altersversorgung -3.094 -3.123
Summe -294.522 -265.128

Der Personalaufwand enthält nicht den Zinsanteil der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen. Dieser ist mit -868 TEUR im Zinsergebnis enthalten (Vorjahr: -888 TEUR).

[6] Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände

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TEUR 2011 2010
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände -38.010 -37.095
Planmäßige Abschreibungen aus Erstkonsolidierung -3.255 -4.843
Außerplanmäßige Abschreibungen aus Erstkonsolidierung -7.611 -1.658
Summe -48.876 -43.596

Aufgrund gesunkener Ertragskraft waren außerplanmäßige Abschreibungen bei zahlungsmittelgenerierenden Einheiten im Segment Fahrzeugkomponenten/-engineering vorzunehmen (WIESAUPLAST-Gruppe, FICHTHORN und REBOPLASTIC, Vorjahr: WIESAUPLAST-Gruppe). Die Abschreibungen betreffen zum einen Wertminderungsaufwendungen bei Sachanlagen in Höhe von -6.037 TEUR (Vorjahr: -1.658 TEUR) und im Übrigen Goodwill-Abschreibungen.

[7] Sonstiger betrieblicher Aufwand

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TEUR 2011 2010
Betriebsaufwendungen -50.992 -46.191
Vertriebsaufwendungen -60.798 -55.462
Verwaltungsaufwendungen -29.252 -26.783
Übrige Aufwendungen -8.687 -11.535
Summe -149.729 -139.971

Betriebsaufwendungen

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TEUR 2011 2010
Grundstücke und Gebäude: Miete und Raumkosten -16.661 -16.496
Maschinen und Anlagen: Mieten und Instandhaltung -17.418 -14.607
Energie, Betriebsstoffe, Werkzeuge -11.119 -9.716
Übrige Betriebsaufwendungen -5.794 -5.372
Summe -50.992 -46.191

Vertriebsaufwendungen

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TEUR 2011 2010
Frachten, Verpackung, Provisionen -30.375 -25.934
KFZ, Reisen und Bewirtung -12.881 -11.430
Werbung und Messen -8.642 -9.250
Forderungen und Garantien -7.104 -7.268
Übrige Vertriebsaufwendungen -1.796 -1.580
Summe -60.798 -55.462

Verwaltungssaufwendungen

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TEUR 2011 2010
Beratung und Gebühren -9.326 -9.482
EDV, Büro und Kommunikation -9.739 -8.606
Versicherung -3.696 -3.453
Personal -3.512 -2.670
Übrige Verwaltungsaufwendungen -2.979 -2.572
Summe -29.252 -26.783

Übrige Aufwendungen

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TEUR 2011 2010
Aufwand aus der Währungsumrechnung -1.134 -2.164
Zuführung zu Rückstellungen -1.998 -2.502
Folgebewertung Kaufpreis Personengesellschaften 0 -414
Anlagenabgänge -292 -1.160
Sonstige -5.263 -5.295
Summe -8.687 -11.535

[8] Finanzergebnis

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TEUR 2011 2010
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 -713
Erträge Finanzanlagen 1.501 281
Summe 1.501 -432

[9] Zinsergebnis

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TEUR 2011 2010
Zinsen und ähnliche Erträge 1.506 1.890
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -24.449 -28.754
Zinsen operatives Geschäft -22.943 -26.864
Zinsen IFRS: Marktwerte Zinsswaps 336 839
Zinsen IFRS: Minderheitsanteile -428 -1.364
Zinsen IFRS -92 -525
Summe -23.035 -27.389

Obwohl bei einigen Zinsderivaten wirtschaftlich betrachtet eine hochgradig wirksame Sicherungsbeziehung existiert, werden diese aus rein formalen Gründen nicht als Sicherungsbeziehung bilanziert. In der Folge wird die Veränderung der Marktwerte dieser Zinsderivate ergebniswirksam in der Position "Zinsen IFRS: Marktwerte Zinsswaps" angepasst.

Die Position "Zinsen IFRS: Minderheitsanteile" beinhaltet die Nachsteuerergebnisse, die konzernfremden Gesellschaftern von Personengesellschaften zustehen, deren Anteile nach IAS 32 zum Fair Value unter den Verbindlichkeiten bilanziert werden. Der Ausweis des Ergebnisanteils der nicht beherrschenden Gesellschafter erfolgt aus Konsistenzgründen im Zinsergebnis.

Im aktuellen Geschäftsjahr wurde der Zinsaufwand um aktivierte Fremdkapitalkosten in Höhe von 315 TEUR verringert (Vorjahr: 241 TEUR). Dabei wurde ein durchschnittlicher Finanzierungskostensatz von 5 % zugrunde gelegt.

[10] Steuern

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TEUR 2011 2010
Aperiodische Steuern -1.666 -3.790
Laufende Steuern -28.971 -23.599
Latente Steuern -2.305 2.135
summe -32.942 -25.254

Die aperiodischen Steuern resultieren im Wesentlichen aus Betriebsprüfungen. Die latenten Steuern enthalten -866 TEUR für aktivierte Verlustvorträge (Vorjahr: -1.582 TEUR) und -1.439 TEUR aus temporären Differenzen (Vorjahr: 3.717 TEUR).

Die temporären Differenzen des Jahres 2010 enthalten in Höhe von 3.418 TEUR Folgeänderungen aus den steuerlichen Betriebsprüfungen (im Wesentlichen durch Verlängerung der steuerlichen Nutzungsdauern für die Mehrwerte in den Ergänzungsbilanzen), die die aperiodischen Steuern nahezu kompensieren.

Steuerliche Besonderheiten

Das Geschäftsmodell der INDUS Holding AG beruht auf der Bündelung mittelständischer Nischenanbieter, die eine führende Position in ihrem jeweiligen Markt besitzen. Synergien spielen beim Erwerb von Tochtergesellschaften durch die INDUS Holding AG eine untergeordnete Rolle. Jede Gesellschaft steht eigenständig für ihren Erfolg ein, bedarfsweise unterstützt durch Ressourcen der Holding.

Erworben wurden insbesondere deutsche Personengesellschaften. Der Erwerb einer Personengesellschaft führt zu folgenden steuerlichen Konsequenzen:

Die Mehrwerte aus der steuerlichen Kaufpreisallokation sind in Form von Abschreibungen aus Ergänzungsbilanzen, verteilt auf die jeweilige Nutzungsdauer, abzugsfähig. Dies führt zu einer um die Abschreibungen geminderten steuerlichen Bemessungsgrundlage und kann auch bei ertragsstarken Gesellschaften dazu führen, dass ein steuerlicher Verlust mit entsprechenden Steuerersparnissen - Gewerbesteuer bei der Personengesellschaft und Körperschaftsteuer bei der INDUS Holding - entsteht. Positive Ergebniseffekte entstehen durch die Bilanzierung von latenten Steuern nach dem bilanzorientierten Temporary-Konzept nach IFRS nicht mehr. Eine Aktivierung von latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge erfolg nur, wenn im Fünf-Jahres-Planungszeitraum ausreichendes zu versteuerndes Einkommen unterstellt werden kann.

Gewerbesteuer fällt auf Ebene der Personengesellschaft an. Eine Ergebnisverrechnung steuerlicher Gewinne und Verluste für die Gewerbesteuer ist zwischen Personengesellschaften nicht möglich. Die steuerlichen Ergebnisse nach Gewerbesteuer werden der INDUS Holding AG zugerechnet und in Summe der Körperschaftsteuer unterworfen. Steuerliche Organschaftsverträge mit Kapitalgesellschaften existieren nicht für die operativen Gesellschaften. Diese Sachverhalte drücken sich in der nachfolgenden Übersicht in der Position "keine Ergebnisverrechnung aufgrund eigenständiger Tochtergesellschaften" aus.

Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Steueraufwand

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TEUR   2011 2010
Ergebnis vor Ertragsteuern   88.577 74.047
Erwarteter Steueraufwand 28,8 % 25.510 21.326
Überleitung      
Aktivierung oder Wertberichtigung von Verlustvorträgen latenter Steuern   867 1.477
Aperiodische tatsächliche und latente Steuern   1.665 372
Equity-Bewertung von assoziierten Unternehmen   -53 -45
Struktureffekte aus:      
abweichenden lokalen Steuersätzen   -156 -307
abweichenden nationalen Steuersätzen   166 144
Steuerliche Verluste INDUS Holding AG   -198 -1.332
Keine Ergebnisverrechnung aufgrund eigenständiger Tochtergesellschaften   2.558 2.214
Ausländische Quellensteuer auf steuerfreie Dividenden   0 0
Auswirkung der Zinsschranke bei der INDUS Holding AG   1.027 1.356
Sonstige nicht abzugsfähige Aufwendungen oder steuerfreie Erträge   2.322 736
Tatsächliche Nutzung steuerlicher Verlustvorträge   -766 -687
Tatsächlicher Steueraufwand   32.942 25.254
in % vom Ergebnis   37,2 34,1

Bei einem Körperschaftsteuersatz von 15 % errechnet sich für inländische Unternehmen unter Berücksichtigung eines durchschnittlichen Gewerbesteuer-Hebesatzes von 370 % sowie des Solidaritätszuschlags von 5,5 % ein Ertragsteuersatz von 28,8 %.

[11] Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche

Das Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche enthält im Vorjahr das der zum 1. Mai 2010 veräußerten Maschinenfabrik BERNER GmbH &Co. KG zuzurechnende Ergebnis.

[12] Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie beträgt 2,70 EUR je Aktie (Vorjahr: 2,59 EUR je Aktie). Die gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien betrug im aktuellen Jahr 20.543.819 Stück (Vorjahr: 18.676.200 Stück). Zu weiteren Details verweisen wir auf Textziffer [19].

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TEUR 2011 2010
Ergebnis der INDUS Aktionäre 55.419 46.600
- Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche 0 -1.850
Ergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche 55.419 48.450
Im Umlauf befindliche Aktien (in Tsd. Stück) 20.544 18.676
Ergebnis je Aktie fortgeführte Geschäftsbereiche (in EUR) 2,70 2,59
Ergebnis je Aktie aufgegebene Geschäftsbereiche (in EUR) - 0,10

Das zugrunde gelegte Ergebnis ermittelt sich aus dem Ergebnis der INDUS-Aktionäre, bereinigt um das Ergebnis der aufgegebenen Geschäftsbereiche. Im Falle der Inanspruchnahme des bedingten/genehmigten Kapitals werden in Zukunft Verwässerungen eintreten.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

[13] Entwicklung des immateriellen und des Sachanlagevermögens

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Anschaffungs-/ Herstellungskosten 2011
TEUR
Anfangsbestand 1.1.2011 Zugänge Konsolidierungskreis Zugang Abgang Umbuchung Währungsdifferenz Endbestand 31.12.2011
Geschäftswert/Goodwill 326.621 6.832 0 0 0 0 333.453
Aktivierte Entwicklungskosten 14.084 0 1.165 0 0 0 15.249
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 92.660 2.068 3.218 -554 35 0 97.427
Summe immaterielle Vermögenswerte 106.744 2.068 4.383 -554 35 0 112.676
Grundstücke und Gebäude 175.738 1.452 4.098 -1.024 635 0 180.899
Technische Anlagen und Maschinen 296.412 1.275 19.286 -4.861 1.593 0 313.705
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 100.897 408 10.004 -3.845 313 0 107.777
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.295 0 8.453 -567 -2.576 0 8.605
Summe Sachanlagen 576.342 3.135 41.841 -10.297 -35 0 610.986
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Anschaffungs-/ Herstellungskosten 2010
TEUR
Anfangsbestand 1.1.2010 Zugänge Konsolidierungskreis Abgänge Konsolidierungskreis Zugang Abgang
Geschäftswert/Goodwill 328.851 0 -2.230 0 0
Aktivierte Entwicklungskosten 12.638 0 0 1.446 0
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 86.623 540 -442 3.183 -456
Summe immaterielle Vermögenswerte 99.261 540 -442 4.629 -456
Grundstücke und Gebäude 162.592 10.751 -2.509 2.761 -470
Technische Anlagen und Maschinen 286.844 2.650 -7.820 18.158 -5.001
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 98.106 997 -1.935 8.104 -2.267
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.472 0 0 4.251 -278
Summe Sachanlagen 552.014 14.398 -12.264 33.274 8.016
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Anschaffungs-/ Herstellungskosten 2010
TEUR
Umbuchung Währungsdifferenz Endbestand 31.12.2010
Geschäftswert/Goodwill 0 0 326.621
Aktivierte Entwicklungskosten 0 0 14.084
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 3.212 0 92.660
Summe immaterielle Vermögenswerte 3.212 0 106.744
Grundstücke und Gebäude 2.613 0 175.738
Technische Anlagen und Maschinen 1.581 0 296.412
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -2.108 0 100.897
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -5.298 148 3.295
Summe Sachanlagen 3.212 148 576.342
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Abschreibungen 2011
TEUR
Anfangsbestand 1.1.2011 Zugang Abgang und Umbuchung Wertaufholung
Geschäftswert/Goodwill 37.048 1.574 0 0
Aktivierte Entwicklungskosten 4.204 1.725 0 0
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 85.469 2.900 -554 -104
Summe immaterielle Vermögenswerte 89.673 4.625 -554 -104
Grundstücke und Gebäude 49.398 10.641 -753 -15
Technische Anlagen und Maschinen 209.938 22.957 -4.529 0
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 72.546 8.995 -3.460 -6
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 84 -84 0
summe Sachanlagen 331.882 42.677 -8.826 -21
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Abschreibungen 2011
TEUR
Währungsdifferenz Endbestand 31.12.2011
Geschäftswert/Goodwill 0 38.622
Aktivierte Entwicklungskosten 0 5.929
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte -10 87.701
Summe immaterielle Vermögenswerte -10 93.630
Grundstücke und Gebäude -109 59.162
Technische Anlagen und Maschinen -38 228.328
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -32 78.043
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0
summe Sachanlagen -179 365.533
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Abschreibungen 2010
TEUR
Anfangsbestand 1.1.2010 Abgänge Konsolidierungskreis Zugang Abgang und Umbuchung
Geschäftswert/Goodwill 39.278 -2.230 0 0
Aktivierte Entwicklungskosten 2.815 0 1.389 0
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 79.330 -441 3.860 2.751
Summe immaterielle Vermögenswerte 82.145 -441 5.249 2.751
Grundstücke und Gebäude 44.126 -1.394 7.189 -318
Technische Anlagen und Maschinen 198.602 -7.339 22.589 -4.192
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 70.398 -1.840 8.569 -4.577
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
Summe Sachanlagen 313.126 10.573 38.347 9.087
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Abschreibungen 2010
TEUR
Wertaufholung Währungsdifferenz Endbestand 31.12.2010
Geschäftswert/Goodwill 0 0 37.048
Aktivierte Entwicklungskosten 0 0 4.204
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte -11 -20 85.469
Summe immaterielle Vermögenswerte -11 -20 89.673
Grundstücke und Gebäude -174 -31 49.398
Technische Anlagen und Maschinen 0 278 209.938
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 -4 72.546
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0
Summe Sachanlagen -174 243 331.882

Die immateriellen Wirtschaftsgüter haben bestimmbare Nutzungsdauern. Die Veränderung des Konsolidierungskreises betrifft Zugänge nach IFRS 3 und Abgänge nach IFRS 5.

Der Restbuchwert aktivierter Finanzierungsleasingverhältnisse beträgt bei Grundstücken und Gebäuden 10.330 TEUR (Vorjahr: 10.540 TEUR) und bei technischen Anlagen und Maschinen 870 TEUR (Vorjahr: 1.180 TEUR).

Die Restbuchwerte des Anlagevermögens entwickelten sich wie folgt:

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TEUR 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2009
Geschäftswert/ Goodwill 294.831 289.573 289.573
Aktivierte Entwicklungskosten 9.320 9.880 9.823
Schutzrechte, Konzessionen, sonst. immaterielle Vermögenswerte 9.726 7.191 7.293
Summe immaterielle Vermögenswerte 19.046 17.071 17.116
Grundstücke und Gebäude 121.737 126.340 118.466
Technische Anlagen und Maschinen 85.377 86.474 88.242
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.734 28.351 27.708
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.605 3.295 4.472
Sachanlagen 245.453 244.460 238.888

[14] Finanzanlagen und at-Equity-bewertete Anteile

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TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Andere Beteiligungen 648 200
Sonstige Ausleihungen 8.620 8.352
At-Equity-bewertete Anteile 1.508 1.324
Summe 10.776 9.876

Die Ausleihungen betreffen selbst ausgereichte Darlehen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden. Die Ausleihungen werden teilweise unverzinslich, überwiegend mit fristadäquaten Zinssätzen und mit langfristiger Zinsbindung abgerechnet. Leistungsstörungen traten in beiden Geschäftsjahren nicht auf.

Weitere Angaben zu assoziierten Unternehmen enthält die folgende Übersicht:

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TEUR 2011 2010
Anschaffungskosten der assoziierten Unternehmen 17 17
Vereinnahmtes Ergebnis 184 155
Eckdaten der assoziierten Unternehmen:    
Vermögen 10.066 7.154
Schulden 5.949 3.559
Kapital 4.117 3.595
Erlöse 17.915 14.081
Ergebnis 885 394
Beziehungen zu assoziierten Unternehmen:    
Forderungen 452 511
Umsatz 1.215 1.048
Warenbezug 0 0

Wertberichtigungen auf Forderungen gegen at-Equity-bewertete Unternehmen liegen nicht vor.

[15] Sonstige Vermögenswerte

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TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Übrige Steuererstattungsansprüche 1.614 1.450
Abgrenzung periodenfremder Zahlungen 2.149 2.281
Deckungskapital Rückdeckungsversicherung 1.025 896
Darlehen und andere Forderungen 272 247
Positive Marktwerte von Derivaten 215 871
Übrige Vermögenswerte 4.149 3.614
Summe 9.424 9.359
davon kurzfristig 7.148 7.944
davon langfristig 2.276 1.415

[16] Laufende Ertragsteuern

Die aktiven laufenden Ertragsteuern sind zu 411 TEUR langfristig (Vorjahr: 482 TEUR) und resultieren im Wesentlichen aus aktivierten Körperschaftsteuerguthaben. Von den passiven laufenden Ertragsteuern entfallen 703 TEUR auf Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern (Vorjahr: 731 TEUR) und 9.136 TEUR auf Rückstellungen für Ertragsteuern (Vorjahr: 6.622 TEUR).

Die Herkunft der aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen wird im Folgenden erläutert:

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2011
TEUR
Aktiv Passiv Saldo
Goodwill Personengesellschaften 3.808 -22.503 -18.695
Immaterielle Vermögenswerte 399 -3.369 -2.970
Sachanlagen 4.633 -4.851 -218
Sonstige langfristige Aktiva 526 -947 -421
Forderungen und Vorräte 1.092 -421 671
Sonstige kurzfristige Aktiva 35 -62 -27
Langfristige Rückstellung 2.590 -254 2.336
Sonstige kurzfristige Passiva 1.737 -1.807 -70
Aktivierte Verlustvorträge 3.244 0 3.244
Saldierungen -15.108 15.108 0
Latente Steuern 2.956 -19.106 -16.150
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2010
TEUR
Aktiv Passiv Saldo
Goodwill Personengesellschaften 1.839 -21.092 -19.253
Immaterielle Vermögenswerte 236 -2.401 -2.165
Sachanlagen 2.027 -1.309 718
Sonstige langfristige Aktiva 651 0 651
Forderungen und Vorräte 1.299 -1.016 283
Sonstige kurzfristige Aktiva 23 -251 -228
Langfristige Rückstellung 2.858 -288 2.570
Sonstige kurzfristige Passiva 1.932 -1.461 471
Aktivierte Verlustvorträge 3.957 0 3.957
Saldierungen -12.075 12.075 0
Latente Steuern 2.747 -15.743 -12.996

Die Saldierung erfolgt bei Ertragsteuern, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden. Im Wesentlichen betrifft das die Körperschaftsteuer der INDUS Holding AG und ihrer deutschen Tochtergesellschaften in der Rechtsform der Kapitalgesellschaft.

Die passiven latenten Steuern resultieren überwiegend aus der Berechnung latenter Steuern auf den steuerlich abzugsfähigen Goodwill von Personengesellschaften. Zu steuerlichen Zwecken erfolgt bei Personengesellschaften eine IFRS-ähnliche Kaufpreisallokation; die entstehenden Mehrwerte - auch der steuerliche Goodwill - sind steuerlich abzugsfähig. Da der steuerliche Goodwill nach IFRS nicht planmäßig abgeschrieben wird, sind nach den Voraussetzungen des IAS 12.21B in der Folge mit der Abschreibung des steuerlichen Goodwills latente Steuern zu bilden. Die latenten Steuern müssen bis zur Veräußerung der Gesellschaft bilanziert werden. Da INDUS Tochterunternehmen grundsätzlich dauerhaft hält, wird diese Position permanent aufgebaut.

Die Veränderung des Saldos der latenten Steuern wird in den folgenden Tabellen erläutert:

Entwicklung der latenten Steuern

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TEUR 1.1.2011 GUV Neutral 31.12.2011 1.1.2010 GUV Neutral 31.12.2010
Gewerbesteuer 3.738 -706 0 3.032 4.208 -470 0 3.738
Körperschaftsteuer 219 -7 0 212 1.226 -1.007 0 219
Aktivierte Verlustvorträge 3.957 -713 0 3.244 5.434 -1.477 0 3.957
Übrige latente Steuern -16.953 -1.592 -849 -19.394 -20.344 3.612 -221 -16.953
Latente Steuern -12.996 -2.305 -849 -16.150 -14.910 2.135 -221 -12.996

Neutrale Veränderungen der latenten Steuern

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TEUR 2011 2010
Rücklage für Marktbewertung von Finanzinstrumenten 316 -81
Rücklage für Währungsumrechnung -88 -120
Veränderung Konsolidierungskreis -1.077 -20
Summe -849 -221

Den aktivierten latenten Steuern liegen gewerbesteuerliche und körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 24.375 TEUR (Vorjahr: 28.513 TEUR) zugrunde.

Weitere Verlustvorträge in Höhe von zusammen 128.885 TEUR (Vorjahr: 114.307 TEUR), bei denen die Realisierungsmöglichkeit in den nächsten fünf Jahren unwahrscheinlich ist, wurden nicht aktiviert. Es handelt sich zum ganz überwiegenden Teil um gewerbesteuerliche Verlustvorträge, resultierend aus den steuerlichen Besonderheiten der INDUS-Gruppe, wie sie unter [10] erläutert wurden. Zukünftige potenzielle Realisierungsmöglichkeiten sind dementsprechend durch den dann geltenden Gewerbesteuersatz bestimmt. Größte Einzelposition ist der gewerbesteuerliche Verlustvortrag der Holding. Die Verwertung dieser Verlustvorträge unterliegt keinen zeitlichen Beschränkungen.

Aufgrund geringer Realisierungsmöglichkeit wurden aktive latente Steuern in Höhe von 950 TEUR nicht angesetzt (Vorjahr: 136 TEUR). Aktive latente Steuern in Höhe von 1.036 TEUR (Vorjahr: 1.216 TEUR) wurden bei Gesellschaften, die aktuell steuerliche Verluste erlitten haben, über die entsprechenden passiven latenten Steuern hinaus bilanziert.

[17] Forderungen

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TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Forderungen an Kunden 101.573 112.172
Zukünftige Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 6.397 4.934
Forderungen an assoziierte Unternehmen 452 511
Summe 108.422 117.617

Im aktuellen Berichtsjahr sind weiterhin 299 TEUR an Forderungen an Kunden aufgrund eines Zahlungsziels von mehr als einem Jahr in den langfristigen Vermögensgegenständen ausgewiesen (Vorjahr: 287 TEUR).

Die zukünftigen Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen sind in Höhe von 181 TEUR langfristig fällig (Vorjahr: 138 TEUR). Weitere Angaben zur Auftragsfertigung enthält die folgende Tabelle:

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TEUR 2011 2010
Angefallene Kosten zuzüglich anteiliger Ergebnisse 29.363 30.361
Erhaltene Anzahlungen 33.713 29.441
Fertigungsaufträge mit aktivem Saldo 6.397 4.934
Fertigungsaufträge mit passivem Saldo 10.747 4.014

Die Fertigungsaufträge mit passivem Saldo werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Wesentliche Sicherheitseinbehalte existieren nicht.

Die Forderungen enthalten Wertberichtigungen in Höhe von -4.637 TEUR (Vorjahr: -5.508 TEUR). Die Entwicklung wird im Folgenden dargestellt:

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TEUR 2011 2010
Stand Wertberichtigungen am 1. Januar 5.508 4.884
Währungsdifferenz -1 31
Veränderung Konsolidierungskreis 65 -20
Zuführungen 2.351 2.144
Verbrauch -1.867 -304
Auflösungen -1.419 -1.227
Stand Wertberichtigungen am 31. Dezember 4.637 5.508

[18] Vorräte

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TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 83.076 63.455
In Arbeit befindliche Erzeugnisse 67.770 57.100
Fertige Erzeugnisse und Waren 69.668 56.488
Geleistete Anzahlungen 2.264 1.713
Summe 222.778 178.756

Die Buchwerte der Vorräte enthalten Abwertungen in Höhe von 14.297 TEUR (Vorjahr: 12.046 TEUR), davon fallen 5.998 TEUR auf den beizulegenden Zeitwert (Vorjahr: 5.393 TEUR). Es wurden keine Vorräte als Sicherheiten für Verbindlichkeiten verpfändet.

[19] Eigenkapital des Konzerns

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag 57.792.1 16,42 EUR. Das Grundkapital ist eingeteilt in 22.227.737 nennwertlose Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Inhaber und gewähren in der Hauptversammlung jeweils eine Stimme. Die Aktien sind in Düsseldorf und Frankfurt zum Geregelten Markt und in Berlin, Hamburg und Stuttgart zum Freiverkehr zugelassen.

Der Vorstand ist nach Ziffer 4.3 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 30. Juni 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 14.328.626,00 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Den Aktionären ist bei der Kapitalerhöhung ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Der Vorstand ist weiterhin ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung festzulegen.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 5. Juli 2011 ist der Vorstand nach Ziffer 4.4 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 4.Juli 2016 (einschließlich) mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 1 1.940.519,61 EUR durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlage und/oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung festzulegen und das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:

wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung im Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich im Sinne von § 203 Abs. 1 und 2, § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet. Die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 203 Abs. 1, § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG aufgrund dieser Ermächtigung ausgegebenen Aktien dürfen insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft im Zeitpunkt des Wirksamwerdens oder - falls dieser Wert geringer ist - im Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung nicht überschreiten. Auf diesen Höchstbetrag für einen Bezugsrechtsausschluss ist der anteilige Betrag am Grundkapital von Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Bezugsrechtsausschluss ausgegeben oder veräußert werden; ebenfalls anzurechnen sind die während der Laufzeit dieser Ermächtigung ausgegebenen Schuldverschreibungen mit Wandlungsrechten, soweit dies in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG geschieht.

bei einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen. Die unter Ausschluss des Bezugsrechts aufgrund dieser Ermächtigung ausgegebenen Aktien dürfen insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft im Zeitpunkt des Wirksamwerdens oder - falls dieser Wert geringer ist - im Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung nicht überschreiten.

um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszuschließen.

Unter teilweiser Ausnutzung des Genehmigten Kapitals II hat der Vorstand am 3. November 2011 beschlossen, das Grundkapital unter Ausschluss des Bezugsrechts um 5.253.825,20 EUR auf 57.792.1 16,42 EUR durch Ausgabe von 2.020.702 auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu einem Ausgabebetrag von 18,40 EUR je Aktie zu erhöhen. Der Aufsichtsrat hat mit Beschluss vom 3. November 2011 zugestimmt. Die Kapitalerhöhung ist durchgeführt und wurde am 11. November 2012 in das Handelsregister eingetragen. Durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 3. November 2011 ist Ziffer 4 (Grundkapital und Aktien) der Satzung entsprechend geändert.

Das Genehmigte Kapital II beträgt somit noch EUR 6.686.694,41.

Des Weiteren hat die Hauptversammlung vom 1. Juli 2010 die Gesellschaft ermächtigt, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 30. Juni 2015 eigene Aktien bis zu einer Anzahl von 1.837.003 Stück, was einem Anteil von annähernd 10 % der derzeitigen Zahl der Stückaktien und damit einem Anteil von annähernd 10 % des derzeitigen Grundkapitals entspricht, zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen sowie einmal oder mehrmals ausgeübt werden. Insgesamt dürfen jedoch auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien nicht mehr als 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals entfallen, wobei andere Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und besitzt, sowie Aktien, die der Gesellschaft nach §§ 71d Satz 3 und 71e Abs. 1 Satz 1 AktG zugerechnet werden, anzurechnen sind.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 26.269.145,61 EUR, eingeteilt in 10.103.517 auf den Inhaber oder, sofern die Satzung der Gesellschaft im Zeitpunkt der Anleihebegebung auch die Ausgabe von Namensaktien zulässt, auf den Namen lautende neue Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen oder Wandelschuldverschreibungen, die von INDUS Holding Aktiengesellschaft oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 5. Juli 2011 bis zum 4. Juli 2016 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen oder die aus von der INDUS Holding Aktiengesellschaft oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 5. Juli 2011 bis zum 4. Juli 2016 ausgegebenen oder garantierten Options- oder Wandelschuldverschreibungen Verpflichteten ihre Options- bzw. Wandlungspflicht erfüllen und das Bedingte Kapital nach Maßgabe der Bedingungen der Options- bzw. Wandelschuldverschreibungen benötigt wird.

Rücklagen und Konzernbilanzgewinn

Die Entwicklung der Rücklagen ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt und beinhaltet die Kapitalrücklage der INDUS Holding Aktiengesellschaft. Für den Bilanzstichtag ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 36,7 % (Vorjahr: 31,8 %).

Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter umfassen im Wesentlichen die Minderheitsanteile an den Kapitalgesellschaften WEIGAND Bau GmbH sowie SELZER Automotiva do Brasil. Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter von Personengesellschaften sowie von Kapitalgesellschaften, bei denen aufgrund wechselseitiger Optionsvereinbarungen bereits zum Erwerbszeitpunkt der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums der betreffenden Minderheitsanteile vorlag, werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen [23]. Dies betrifft im Wesentlichen die SELZER Fertigungstechnik GmbH &Co. KG, die Helmut Rübsamen GmbH &Co. KG und die HAKAMA AG.

Gewinnverwendung

Der Vorstand wird der Hauptversammlung folgende Dividendenzahlungen vorschlagen:

Zahlung einer Dividende von 1,00 EUR je Stückaktie. Dies entspricht bei 22.227.737 Aktien einer Zahlung von 22.227.737 EUR. Der vollständige Gewinnverwendungsvorschlag ist separat veröffentlicht.

Kapitalmanagement

Die INDUS Holding AG steuert ihr Kapital mit dem Ziel, die Kapitalrendite zu erhöhen. In diesem Zusammenhang steht auch die fortlaufende Optimierung des Verhältnisses von Eigenkapital zum verzinslichen Gesamtkapital, bestehend aus verzinslichem Fremdkapital und Eigenkapital. Das verzinsliche Fremdkapital umfasst die Pensionsrückstellungen und die Finanzschulden vermindert um die liquiden Mittel und beträgt 327.457 TEUR (Vorjahr: 394.932 TEUR). Unter Berücksichtigung des bilanziellen Eigenkapitals ergibt sich das Gesamtkapital in Höhe von 709.552 TEUR (Vorjahr: 704.421 TEUR). Bezogen auf das eingesetzte verzinsliche Gesamtkapital beträgt der Anteil des Eigenkapitals 53,9 % (Vorjahr: 43,9 %).

Die INDUS Holding AG unterliegt mit Ausnahme der aktienrechtlichen Regelungen zum Mindestkapital keinen weiteren rechtlich vorgegebenen Kapitalerfordernissen. Darüber hinaus ist die INDUS Holding AG im Rahmen von Kreditverträgen Verpflichtungen zur Einhaltung einer Mindest-Eigenkapitalquote in der AG eingegangen, um damit weiterhin Finanzmittel zu angemessenen Konditionen erhalten zu können. Die geforderte Mindest-Eigenkapitalquote wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich übertroffen.

[20] Finanzschulden

Angaben zu Finanzschulden und zugeordneten Derivaten enthalten die folgenden Tabellen:

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Angaben zu vertraglichen 31.12.2011 Rückzahlungsverpflichtung
Tilgungsvereinbarungen/Restlaufzeiten
TEUR
Buchwert Berichtsperiode 1 Jahr über ein bis 5 Jahre über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten        
in Konzernwährung Euro 386.146 95.085 227.713 63.348
in Schweizer Franken 13.127 8.148 3.307 1.672
in übrigen Währungen 5.285 331 4.677 277
Finanzierungsleasing* 12.725 1.615 5.434 5.676
ABS-Finanzierung 0 0 0 0
Schuldscheindarlehen 17.000 6.500 10.500 0
Summe Finanzschulden 434.283 111.679 251.631 70.973
Derivate/Zinsswaps - Nennwerte 196.269 36.324 129.685 30.260
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Angaben zu vertraglichen 31.12.2010 Rückzahlungsverpflichtung
Tilgungsvereinbarungen/Restlaufzeiten
TEUR
Buchwert Berichtsperiode 1 Jahr über ein bis 5 Jahre über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten        
in Konzernwährung Euro 378.247 93.498 221.496 63.253
in Schweizer Franken 11.182 3.972 5.544 1.666
in übrigen Währungen 5.593 308 4.561 724
Finanzierungsleasing* 13.817 1.644 4.952 7.221
ABS-Finanzierung 43.892 43.892 0 0
Schuldscheindarlehen 23.500 6.500 17.000 0
Summe Finanzschulden 476.231 149.814 253.553 72.864
Derivate/Zinsswaps - Nennwerte 191.684 37.624 121.725 32.335

* Unter den Finanzschulden werden auch Finanzierungsleasingverträge betreffend Immobilien und Maschinen ausgewiesen, die im Wesentlichen im Rahmen des als Asset Deal erfolgten Erwerbs von HAKAMA entstanden sind.

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Restzinsbindungsfrist     Finanzschulden Derivate: Zinsswaps Derivate: Zinsswaps
TEUR Risikoloser Marktzins des Buchwerts gewichteter Zinssatz Nominal volumen/ historische AHK Buchwert zum 31.12.2011 Buchwert zum 31.12.2010 Nennwert zum 31.12.2011 Nennwert zum 31.12.2010
< 1 Jahr 0,00 % 3,06 % 361.936 227.885 252.571 3.692 33.418
1 bis <2 Jahre 0,14 % 5,51 % 60.196 20.303 28.957 7.983 4.405
2 bis <3 Jahre 0,36 % 5,38 % 82.208 43.645 27.001 20.888 10.700
3 bis <4 Jahre 0,61 % 4,27 % 28.407 12.908 53.522 19.783 24.710
4 bis <5 Jahre 0,87 % 4,86 % 37.113 26.151 14.912 59.036 24.717
> 5 Jahre 1,99 % 4,76 % 126.614 103.391 99.268 84.887 93.734
Summe     696.474 434.283 476.231 196.269 191.684
Marktwerte der originären und derivativen Finanzinstrumente       413.310 456.978 -10.251 -9.378

Im Rahmen der ABS-Finanzierung wurden zum Stichtag Forderungen in Höhe von 0 TEUR transferiert (Vorjahr: 49.251 TEUR), die wegen eines verbleibenden Ausfallrisikos nicht für eine Ausbuchung infrage kommen. In diesem Zusammenhang wurden Finanzierungen von 0 TEUR (Vorjahr: 43.892 TEUR) bilanziert, die im Konzernabschluss als besicherter Kredit eingestuft wurden.

Der Finanzmittelzufluss aus dem Forderungsverkauf wird in den Finanzschulden mit kurzfristiger Fälligkeit und Zinsanpassung ausgewiesen.

[21] Angaben nach IAS 19: Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

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Gewinn- und Verlustrechnung
TEUR
2011 2010 Veränderung
Laufender Dienstzeitaufwand 287 238 49
Zinsaufwand 868 888 -20
Erträge aus Planvermögen -89 -70 -19
Erfasster versicherungsmathematischer Gewinn oder Verlust 91 98 -7
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 0 0
Aufwand für DBO-Versorgungszusagen 1.157 1.154 3
+ Aufwand aus beitragsorientierten Plänen 2.805 2.676 129
= GuV-Periodenaufwand für Pensionszusagen 3.962 3.830 132
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Bilanzansatz
TEUR
2011 2010 Veränderung
Barwert der rückstellungsfinanzierten Versorgungsansprüche 17.120 17.273 -153
Barwert der fondsfinanzierten Versorgungsansprüche 1.996 2.451 -455
DBO: Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen 19.116 19.724 -608
Fondsvermögen zu Marktwerten -1.996 -2.451 455
Nettoverpflichtungen 17.120 17.273 -153
Nicht erfasstes versicherungsmathematisches Ergebnis -839 -1.732 893
Endbestand: Bilanzwert zum 31.12. 16.281 15.541 740
Aufwendungen aus Pensionsverpflichtungen 1.157 1.154 3
Rentenzahlungen -872 -743 -129
Veränderung Konsolidierungskreis/Saldierungen 455 -864 1.319
Anfangsbestand: Bilanzwert zum 1.1. 15.541 15.994  
Zugrunde liegende Annahmen:      
Abzinsungsfaktor 5,00 % 4,50 %  
Gehaltstrend 2,50 % 2,00 %  
Rententrend 1,75 % 1,50 %  
Erwartete Erträge aus Planvermögen 4,00 % 4,00 %  

Der Zinsaufwand ist unter der Position Zinsergebnis erfasst. Die erwarteten Erträge aus Planvermögen entsprechen im Wesentlichen den tatsächlichen Erträgen.

Die Veränderungen aus Saldierungen resultieren aus Verpfändungen von Rückdeckungsversicherungen bzw. gegenläufig dem Verzicht von Berechtigten zugunsten der Gesellschaft.

Das Fondsvermögen besteht ausschließlich aus Rückdeckungsversicherungen. Die Entwicklung des Fondsvermögens stellt sich folgendermaßen dar:

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TEUR 2011 2010
Vermögenswerte zum 1. Januar 2.451 1.587
Erwartete Erträge des Planvermögens 89 70
Laufende Beiträge durch die Arbeitgeber 46 238
Pensionszahlungen -139 -176
Saldierungen/Sonstiges -451 732
Vermögenswerte zum 31. Dezember 1.996 2.451

Darüber hinaus sind in der Bilanz weitere Erstattungsforderungen in Höhe von 1.025 TEUR (Vorjahr: 740 TEUR) bilanziert. Aufgrund der Begrenzung des IAS 19.58(b) wurden 543 TEUR nicht als Vermögenswert angesetzt (Vorjahr: 508 TEUR).

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Entwicklung der Beträge für das laufende Jahr und die vier Vorjahre für Pensionsverpflichtungen, den beizulegenden Zeitwert des Planvermögens und die das Vermögen übersteigende Leistungsverpflichtung. Wesentliche erfahrungsbedingte Anpassungen von Pensionsverpflichtungen und Vermögenswerten, die nicht aus einer Änderung der versicherungsmathematischen Prämissen resultieren, existieren nicht.

Entwicklung der Eckzahlen

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TEUR 2011 2010 2009 2008 2007 2006
Pensionsverpflichtungen (DBO) 19.116 19.724 17.352 17.776 16.497 16.565
Fondsvermögen zu Marktwerten -1.996 -2.451 -1.587 -1.565 -1.587 -1.375
Leistungsverpflichtung 17.120 17.273 15.765 16.211 14.910 15.190
Nicht erfasstes versicherungsmathematisches Ergebnis -839 -1.732 229 -47 214 -397
Endbestand: Bilanzwert zum 31. Dezember 16.281 15.541 15.994 16.164 15.124 14.793

[22] Rückstellungen

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2011
TEUR
Anfangsbestand 1.1.2011 Veränderung Konsolidierungskreis Verbrauch Auflösung Zuführung/ Neubildung Währungsdifferenz Endbestand 31.12.2011
Verpflichtungen aus Absatz und Beschaffung 16.289 229 -11.165 -2.432 17.863 31 20.815
Kosten der Belegschaft 12.528 193 -9.406 -269 10.843 31 13.920
Übrige Rückstellungen 17.853 183 -8.551 -4.865 9.955 -39 14.536
Summe 46.670 605 -29.122 -7.566 38.661 23 49.271
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2010
TEUR
Anfangsbestand 1.1.2010 Veränderung Konsolidierungskreis Verbrauch Auflösung Zuführung/ Neubildung Währungsdifferenz Endbestand 31.12.2010
Verpflichtungen aus Absatz und Beschaffung 10.676 -5 -7.114 -1.330 13.940 122 16.289
Kosten der Belegschaft 9.545 316 -7.489 -217 10.207 166 12.528
Übrige Rückstellungen 11.779 -926 -5.667 -1.875 14.486 56 17.853
Summe 32.000 -615 -20.270 -3.422 38.633 344 46.670

Die Zuführung zu den Pensionsrückstellungen [21] enthält Aufzinsungen von 868 TEUR (Vorjahr: 888 TEUR). Darüber hinaus sind 405 TEUR an Zinsen in den Rückstellungen berücksichtigt worden (Vorjahr: 561 TEUR).

Die Verpflichtungen aus Absatz und Beschaffung enthalten Rückstellungen für Gewährleistungen aufgrund rechtlicher oder faktischer Verpflichtungen, Verpflichtungen für Kundenboni und Erlösschmälerungen sowie geschätzte Werte für erwartete Rechnungen. Die Kosten der Belegschaft werden gebildet für Zeitguthaben der Belegschaft, Jubiläen, Altersteilzeit, Abfindungen und ähnliche Verpflichtungen. Die übrigen Rückstellungen betreffen eine Vielzahl von möglichen Einzelrisiken, die hinsichtlich ihres wahrscheinlichen Eintritts bewertet wurden. Nennenswerte zu erwartende Erstattungen im Zusammenhang mit nach IAS 37 bilanzierten Verpflichtungen liegen nicht vor.

[23] Sonstige Verbindlichkeiten

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TEUR 31.12.2011 kurzfristig langfristig 31.12.2010 kurzfristig langfristig
Verbindlichkeiten gegen Fremdgesellschafter 13.043 4.994 8.049 13.567 4.534 9.033
Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich 12.450 12.450   10.729 10.729  
Sonstige Steuerverbindlichkeiten 7.946 7.946   5.788 5.788  
Abgrenzung periodenfremder Zahlungen 4.058 2.570 1.488 5.453 2.974 2.479
Erhaltene Anzahlungen 5.947 5.947   3.193 3.193  
Fertigungsaufträge mit passivem Saldo 10.747 10.747   4.014 4.014  
Investitionszuschüsse 3.016 270 2.746 2.536 282 2.254
Derivative Finanzinstrumente 10.153 10.153   8.029 8.029  
Kundengutschriften 4.608 4.608   3.231 3.231  
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 11.267 10.651 616 9.469 8.451 1.018
Summe 83.235 70.336 12.899 66.009 51.225 14.784

Die Verbindlichkeiten gegen Fremdgesellschafter beinhalten mit 8.049 TEUR (Vorjahr: 9.033 TEUR) Abfindungsansprüche nicht beherrschender Gesellschafter, die durch Kündigung des Gesellschaftsvertrags oder aufgrund von Optionsvereinbarungen ihre Anteile INDUS andienen können.

Informationen zur Bedeutung von Finanzinstrumenten

Finanzinstrumente: AKTIVA

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TEUR 2011 bewertet nach anderen Standards* Finanzinstrumente IFRS 7 2010 bewertet nach anderen Standards* Finanzinstrumente IFRS 7
Finanzanlagen 9.268   9.268 8.552   8.552
Liquide Mittel 123.107   123.107 96.840   96.840
Forderungen 108.422 6.229 102.193 117.617 4.934 112.683
Sonstige Vermögenswerte 9.424 1.614 7.810 9.359 1.450 7.909
Summe     242.378     225.984

* IAS 11, IAS 12

Finanzinstrumente: PASSIVA

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TEUR 2011 bewertet nach anderen Standards* Finanzinstrumente IFRS 7 2010 bewertet nach anderen Standards* Finanzinstrumente IFRS 7
Finanzschulden 434.283   434.283 476.231   476.231
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 46.056   46.056 36.053   36.053
Sonstige Verbindlichkeiten 83.235 21.709 61.526 66.009 12.338 53.671
Summe     541.865     565.955

* IAS 11, IAS 12 und IAS 20

Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien

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2011
TEUR
Buchwert Marktwert Nettogewinne/ -verluste
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet      
zu Handelszwecken 215 215 -656
Designiertes Instrument - - -
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen - - -
Kredite und Forderungen 241.515 242.872 -1.165
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente 648 648 1.282
Finanzinstrumente: AKTIVA 242.378 243.735 -539
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet      
zu Handelszwecken 10.153 10.153 -2.124
Designiertes Instrument - - -
Finanzielle Verbindlichkeiten zum Restbuchwert 531.712 510.727 115
Finanzinstrumente: PASSIVA 541.865 520.880 -2.009
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2010
TEUR
Buchwert Marktwert Nettogewinne/ -verluste
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet      
zu Handelszwecken 871 871 100
Designiertes Instrument - - -
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen - - -
Kredite und Forderungen 224.913 225.259 -1.377
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente 200 200 -672
Finanzinstrumente: AKTIVA 225.984 226.330 -1.949
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet      
zu Handelszwecken 8.029 8.029 -1.102
Designiertes Instrument - - -
Finanzielle Verbindlichkeiten zum Restbuchwert 557.926 538.453 55
Finanzinstrumente: PASSIVA 565.955 546.482 -1.047

Die zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente betreffen grundsätzlich langfristig gehaltene Finanzbeteiligungen, für die kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann. Diese werden nach IAS 39.46c mit Anschaffungskosten bewertet.

Nettogewinne und -verluste von Krediten und Forderungen sowie finanzielle Verbindlichkeiten zum Restbuchwert resultieren im Wesentlichen aus Wertberichtigungen (-1.640 TEUR; Vorjahr: -1.789 TEUR), Erträgen aus Zahlungseingängen und Währungsumrechnungen. Nettogewinne und -verluste von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten entsprechen dem Beitrag dieser Finanzbeteiligungen zum Konzern-Ergebnis.

Nettogewinne und -verluste von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten enthalten die Veränderung der Marktwerte von Zins- und Währungs- und Rohstoffsicherungen, für die die formalen Voraussetzungen des Hedge Accounting nicht erfüllt sind.

Bei der Berechnung der Marktwerte von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Derivaten wurden in beiden Geschäftsjahren ausschließlich marktbezogene Bewertungsverfahren herangezogen. Das entspricht den Verfahren der Stufe 2 nach IFRS 7.27A.b. Auswirkungen aus dem Wechsel von Bewertungsverfahren nach Stufe 1 (Marktpreise) oder Stufe 3 (Bewertungsverfahren ohne beobachtbare Marktdaten) existieren daher nicht.

Die Gesamtzinserträge und Gesamtzinsaufwendungen für Finanzinstrumente, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, betragen -21.986 TEUR (Vorjahr: -26.073 TEUR).

Art und Ausmaß von Risiken, die sich aus Finanzinstrumenten ergeben

Grundsätze des finanziellen Risikomanagements

Entsprechend der Philosophie der INDUS Holding AG wird die Finanzierung der Gesellschaften zentral gesteuert, während die Einschätzung und das Management der operativen Risiken in der Verantwortung der einzelnen Gesellschaften und ihrer Geschäftsführer liegen. Grundsätzlich werden die Risiken besichert, die Auswirkungen auf den Cashflow des Konzerns haben. Die Sicherung erfolgt durch originäre und derivative Finanzinstrumente; letztere werden ausschließlich zu Sicherungszwecken abgeschlossen.

Risikomanagement und Finanzderivate

Die INDUS-Gruppe unterhält ein leistungsfähiges Risikomanagementsystem zur Früherkennung wirtschaftlicher Risiken, deren Schwerpunkt auf den substanziellen Problemstellungen eines diversifizierten Beteiligungsportfolios beruht. Darin eingebettet sind die spezifischen Fragestellungen des finanziellen Risikomanagements gemäß der Definition nach IFRS 7. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht.

Liquiditätsrisiko

Die einzelnen Beteiligungen finanzieren sich grundsätzlich selbst aus ihren operativen Ergebnissen. Je nach Liquiditätssituation erfolgen Transfers zwischen der INDUS Holding AG und den Beteiligungen. Die INDUS-Gruppe verfügt über ausreichende liquide Mittel als strategische Reserve, die die Handlungsfähigkeit zu jedem Zeitpunkt sicherstellt (aktuelles Jahr: 123,1 Mio. EUR, Vorjahr: 96,8 Mio. EUR). Darüber hinaus existieren nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von 27,3 Mio. EUR (Vorjahr: 22,4 Mio. EUR).

Die breit diversifizierte Fremdfinanzierung verhindert eine Abhängigkeit von einzelnen Kreditgebern. Durch vorhandene Liquidität und feste Finanzierungszusagen können sich bietende Chancen jederzeit wahrgenommen werden. Die langfristig und in Tranchen angelegte Finanzierung mit revolvierender Neufinanzierung begrenzt das Finanzierungsrisiko.

Unter Berücksichtigung der am Abschlussstichtag fixierten Konditionen für Finanzinstrumente wurden folgende Zahlungsmittelabflüsse ermittelt, die in die langfristig angelegte Finanzplanung der INDUS-Gruppe eingehen:

Zahlungsmittelabfluss

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TEUR 1 Jahr über 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Finanzschulden 131.301 316.662 109.496
Zinsderivate 3.454 6.457 782
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 46.056 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 59.913 10.153 0
Summe Finanzinstrumente 240.724 333.272 110.278

Die Zahlungsströme bestehen aus Tilgungszahlungen und den entsprechenden Zinsen. Sie enthalten auch Zinszahlungen von Derivaten mit positivem Marktwert, die in einer wirtschaftlichen Sicherungsbeziehung zu den Finanzschulden stehen. Die summierten Zahlungsströme von Finanzschulden und Zinsderivaten ergeben den Zahlungsstrom von entsprechenden Festzinskrediten.

Ausfallrisiko

Im Finanzierungsbereich werden nur Kontrakte mit Kontrahenten erster Bonität abgeschlossen. Im operativen Bereich erfolgt eine dezentrale laufende Überwachung durch die Beteiligungen. Ausfallrisiken wird durch adäquate Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das maximale Ausfallrisiko entspricht dem Bilanzansatz der selbst ausgereichten Kredite und Forderungen, bei Derivaten der Summe deren positiver Marktwerte.

Durch die Eigenständigkeit der Unternehmen der INDUS-Gruppe, die ihre Aktivitäten auf verschiedenen Märkten und mit unterschiedlichen Produkten entfalten, wird eine breite Streuung des unternehmerischen Risikos erreicht.

Eine Konzentration von Ausfallrisiken aus Geschäftsbeziehungen resultiert aus der oligopolistischen Struktur der Kunden im Segment Fahrzeugkomponenten/Engineering. Bezogen auf den Gesamtbestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen existieren 12 Kunden (Vorjahr: 8) mit einem Anteil von jeweils mehr als 1 %. Das entspricht einem Anteil von ca. 40 % an den Offenen Posten im Konzernabschluss (Vorjahr: 30 %). Der Umsatzanteil der TOP-10-Kunden betrug ca. 27 % am Konzernumsatz. (Vorjahr: 30 %)

Weiterhin bestehen Forderungen an Kunden und assoziierte Unternehmen, die überfällig sind, aber nicht einzeln wertberichtigt wurden. Im Laufzeitband bis drei Monate treten in der Regel keine wesentlichen Zahlungsausfälle ein, da die Überfälligkeiten überwiegend auf zeitlichen Buchungsunterschieden beruhen. Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten am Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Forderungen an Kunden und assoziierte Unternehmen

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TEUR 2011 2010
Buchwert Bilanz* 102.324 112.969
+ darin enthaltene Wertberichtigungen 4.637 5.508
= Bruttowert der Forderungen vor Wertberichtigungen 106.961 118.477
Davon zum Abschlusstichtag    
- weder wertgemindert noch überfällig 75.894 87.203
- nicht wertgemindert und in folgenden Zeitbändern überfällig:    
weniger als 3 Monate 20.768 21.896
zwischen 3 und 6 Monaten 1.866 1.380
zwischen 6 und 9 Monaten 1.267 614
zwischen 9 und 12 Monaten 382 599
mehr als 12 Monate 773 520

* ohne Forderungen aus Fertigungsaufträgen nach IAS 11

Zinsrisiko

Die INDUS Holding AG sichert und koordiniert die Finanzierung und Liquidität der Gruppe. Im Vordergrund steht die Finanzierung des langfristig ausgerichteten Beteiligungsportfolios. Dementsprechend wird mit dem Erwerb von Beteiligungen eine fristenadäquate Finanzierung abgeschlossen. Zum Einsatz gelangen festverzinsliche Finanzierungen oder variabel verzinsliche Finanzierungen, die per Zinsswaps in festverzinsliche Finanzierungen transferiert werden.

Änderungen der Zinssätze könnten Marktwert und Cashflow von Finanzinstrumenten beeinflussen. Die Berechnung dieser Auswirkungen erfolgt durch eine Sensitivitätsanalyse, bei der die relevanten Zinsstrukturkurven jeweils um 100 Basispunkte parallel verschoben werden. Die Auswirkungen werden ermittelt für die fixierten Konditionen des am Abschlussstichtag vorliegenden Bestands an Finanzinstrumenten.

Die Veränderung von Marktwerten hat Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, abhängig von den Bewertungskategorien der zugrunde liegenden Finanzinstrumente. Mit Veränderung des Zinsniveaus um +/- 100 Basispunkte verändern sich die Marktwerte aller Finanzinstrumente um ca. +15,5 bzw. -7,9 Mio. EUR. (Vorjahr: +/-11,9 Mio. EUR). Die Marktwerte der Zinsderivate verändern sich um ca. +/-5,6 Mio. EUR (Vorjahr: +/- 4,0 Mio. EUR), davon würden aufgrund geschlossener Sicherungsbeziehungen +/-4,6 Mio. EUR (Vorjahr: +/-1,4 Mio. EUR) erfolgsneutral im Eigenkapital verarbeitet. Die Auswirkung auf das Zinsergebnis würde +/-1,0 Mio. EUR (Vorjahr: +/-2,6 Mio. EUR) betragen. Die Auswirkungen auf Ergebnis und Eigenkapital kehren sich in Folgeperioden bis zur Endfälligkeit der Derivate um.

Da wirtschaftlich betrachtet die Zinsänderungsrisiken fast vollständig abgesichert sind, würden sich Veränderungen des Zinsniveaus bei variabel verzinslichen Finanzschulden und derivativen Finanzinstrumenten kompensieren. Wesentliche Auswirkungen auf den zukünftigen Cashflow existieren somit nicht.

Währungsrisiko

Die Währungsrisiken resultieren im Wesentlichen aus der operativen Tätigkeit der Konzernunternehmen sowie aus Finanztransaktionen zwischen den ausländischen Beteiligungsunternehmen und der jeweiligen Muttergesellschaft. Die Risikoanalyse erfolgt auf Nettobasis, die Absicherung entsprechend der unternehmerischen Eigenverantwortung fallweise durch die Beteiligungen. Als Instrumente werden Devisentermingeschäfte und geeignete Optionsgeschäfte eingesetzt.

Auswirkungen von Währungsrisiken auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entstehen, wenn Finanzinstrumente in einer anderen Währung als der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft notieren. Wechselkursbedingte Risiken aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Da Währungssicherungen nicht formal als Sicherungsbeziehungen bilanziert werden, ergeben sich hieraus keine Auswirkungen auf die Rücklagen für Marktbewertungen von Finanzinstrumenten.

Unter der Annahme, dass am Abschlussstichtag die Umrechnungskurse aller Fremdwährungen gegenüber dem Euro um 10 % höher lägen, würde das Nettoergebnis aus der Währungsumrechnung um 0,6 Mio. EUR steigen (Vorjahr: +3,1 Mio. EUR). Hauptursache sind in Schweizer Franken aufgenommene Darlehen bei der INDUS Holding AG mit +0,5 Mio. EUR (Vorjahr: +2,3 Mio. EUR) sowie die Termingeschäfte in US-Dollar mit +0,1 Mio. EUR (Vorjahr: +0,4 Mio. EUR).

Bilanzierung von Sicherungsgeschäften

Sicherungsmaßnahmen

Zu den Abschlussstichtagen liegen Währungssicherungen, fast ausschließlich auf USD und CHF, mit einem Nominalvolumen von 17,6 Mio. EUR vor (Vorjahr: 13,0 Mio. EUR). Diese Sicherungskontrakte weisen einen Marktwert von -95 TEUR auf (Vorjahr: +139 TEUR).

Rohstoffsicherungen liegen mit einem Nominalvolumen von 1,4 Mio. EUR vor (Vorjahr: 1,8 Mio. EUR). Diese Sicherungskontrakte weisen einen Marktwert von - 254 TEUR auf (Vorjahr: +665 TEUR).

Zinssicherungen existieren mit einem Nominalvolumen von 196.269 TEUR (Vorjahr: 191.684 TEUR). Die Marktwerte betragen -10.251 TEUR (Vorjahr: -9.378 TEUR). Weitere Details zu Fälligkeiten und Laufzeiten finden sich bei der Berichterstattung zu Finanzschulden.

Segmentberichterstattung

Die Gliederung der Segmente entspricht dem aktuellen Stand der internen Berichterstattung. Die Informationen beziehen sich auf die fortgeführten Aktivitäten.

Die Zuordnung der Gesellschaften zu den Segmenten wird durch deren Absatzmärkte bestimmt, wenn der ganz überwiegende Sortimentsanteil in dem Marktumfeld abgesetzt wird (Fahrzeugkomponenten/Engineering, Medizintechnik/Life Science). Sonst wird auf gemeinsame Merkmale der Produktionsstruktur abgestellt (Bau/Infrastruktur, Maschinen- und Anlagenbau, Metall/Metallverarbeitung). Die Überleitungen enthalten die Werte der Holding, der nicht operativen Einheiten ohne Segmentzuordnung sowie die Konsolidierungen.

Die zentrale Steuerungsgröße der Segmente bleibt das operative Ergebnis (EBIT), entsprechend der Definition im Konzernabschluss. Die Segmentinformationen sind in Übereinstimmung mit den Ausweis- und Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses angewandt wurden, ermittelt.

Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten beruhen auf Marktpreisen, soweit diese verlässlich bestimmbar sind, und werden im Übrigen auf Basis der Kostenzuschlagsmethode ermittelt.

Primäres Berichtsformat: nach Geschäftsbereichen

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Segmentbericht nach IFRS 8 2011
TEUR
Fahrzeugkomp./ Engineering Medizintechnik/ Life Science Bau/ Infrastruktur Maschinen-u. Anlagenbau Metall/ Metallverarbeitung
Umsatzerlöse mit externen Dritten 334.683 84.810 234.644 145.595 304.825
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften 32.436 3.681 8.462 7.405 28.841
Umsatzerlöse 367.119 88.491 243.106 153.000 333.666
Segmentergebnis (EBIT) 12.188 12.926 37.372 17.016 37.170
Ergebnis aus Equity-Bewertung 0 0 184 0 0
Abschreibungen -28.296 -2.765 -5.230 -2.211 -10.104
davon planmäßige AFA aus Erstkonsolidierung -2.265 -56 -451 -172 -311
davon außerplanmäßige AFA aus Erstkonsolidierung -7.611 0 0 0 0
Investitionen 19.706 3.262 5.901 14.499 14.488
davon Unternehmenserwerbe 0 0 0 12.035 0
At-Equity-bewertete Anteile 0 0 1.508 0 0
Zusätzliche Information: EBITDA 40.484 15.691 42.602 19.227 47.274
Zusätzliche Information: Goodwill 68.180 43.485 100.246 50.985 31.935
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Segmentbericht nach IFRS 8 2011
TEUR
Summe Segmente Überleitung Konzernabschluss
Umsatzerlöse mit externen Dritten 1.104.557 159 1.104.716
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften 80.825 -80.825 0
Umsatzerlöse 1.185.382 -80.666 1.104.716
Segmentergebnis (EBIT) 116.672 -5.060 111.612
Ergebnis aus Equity-Bewertung 184 0 184
Abschreibungen -48.606 -270 -48.876
davon planmäßige AFA aus Erstkonsolidierung -3.255 0 -3.255
davon außerplanmäßige AFA aus Erstkonsolidierung -7.611 0 -7.611
Investitionen 57.856 403 58.259
davon Unternehmenserwerbe 12.035 0 12.035
At-Equity-bewertete Anteile 1.508 0 1.508
Zusätzliche Information: EBITDA 165.278 -4.790 160.488
Zusätzliche Information: Goodwill 294.831 0 294.831
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Segmentbericht nach IFRS 8 2010
TEUR
Fahrzeugkomp./ Engineering Medizintechnik/ Life Science Bau/ Infrastruktur Maschinen-u. Anlagenbau Metall/ Metallverarbeitung
Umsatzerlöse mit externen Dritten 284.766 81.570 205.472 128.956 270.582
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften 22.492 3.568 7.740 7.076 23.663
Umsatzerlöse 307.258 85.138 213.212 136.032 294.245
Segmentergebnis (EBIT) 14.355 12.395 27.870 14.310 39.640
Ergebnis aus Equity-Bewertung 0 0 155 0 0
Abschreibungen -22.951 -3.100 -4.977 -1.930 -10.336
davon planmäßige AFA aus Erstkonsolidierung -3.198 -50 -740 -31 -823
davon außerplanmäßige AFA aus Erstkonsolidierung -1.658 0 0 0 0
Investitionen 19.164 2.359 6.276 1.145 23.015
davon Unternehmenserwerbe 0 0 0 0 14.139
At-Equity-bewertete Anteile 0 0 1.324 0 0
Zusätzliche Information: EBITDA 37.306 15.495 32.847 16.240 49.976
Zusätzliche Information: Goodwill 69.638 43.485 100.246 44.269 31.935
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Segmentbericht nach IFRS 8 2010
TEUR
Summe Segmente Überleitung Konzernabschluss
Umsatzerlöse mit externen Dritten 971.346 239 971.585
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften 64.539 -64.539 0
Umsatzerlöse 1.035.885 -64.300 971.585
Segmentergebnis (EBIT) 108.570 -7.134 101.436
Ergebnis aus Equity-Bewertung 155 0 155
Abschreibungen -43.294 -302 -43.596
davon planmäßige AFA aus Erstkonsolidierung -4.842 0 -4.842
davon außerplanmäßige AFA aus Erstkonsolidierung -1.658 0 -1.658
Investitionen 51.959 83 52.042
davon Unternehmenserwerbe 14.139 0 14.139
At-Equity-bewertete Anteile 1.324 0 1.324
Zusätzliche Information: EBITDA 151.864 -6.832 145.032
Zusätzliche Information: Goodwill 289.573 0 289.573

Überleitungsrechnung

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TEUR 2011 2010
Segmentergebnis (EBIT) 116.672 108.570
Nicht zugeordnete Bereiche inklusive AG -4.526 -6.991
Konsolidierungen -534 -143
Zinsergebnis -23.035 -27.389
Ergebnis vor Steuern 88.577 74.047

Sekundäres Berichtsformat: nach Regionen

Die Regionalisierung des Umsatzes bezieht sich auf die Absatzmärkte. Aufgrund der vielfältigen Auslandsaktivitäten ist eine weitere Aufgliederung nach Ländern nicht sinnvoll, da außerhalb von Deutschland kein Land 10 % des Konzernumsatzes erreicht.

Die langfristigen Vermögenswerte, abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumenten, beziehen sich auf den Sitz der Gesellschaften. Eine weitere Differenzierung ist ebenfalls nicht sinnvoll, da sich der Sitz der Gesellschaften überwiegend in Deutschland befindet.

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2011
TEUR
Inland Ausland Konzern
Umsatzerlöse mit externen Dritten 599.894 504.822 1.104.716
Langfristige Vermögenswerte, abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumenten 482.127 78.711 560.838
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2010
TEUR
Inland Ausland Konzern
Umsatzerlöse mit externen Dritten 537.708 433.877 971.585
Langfristige Vermögenswerte, abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumenten 485.758 66.669 552.427

Aufgrund der Diversifikationspolitik von INDUS existieren weder einzelne Produkt- oder Dienstleistungsgruppen noch einzelne Kunden, die einen Anteil von größer als 10 % am Umsatz erreichen.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen sind gesondert im Bereich Forderungen und Vorräte aufgeführt. Gestellte Sicherheiten für Finanzschulden sind in der folgenden Tabelle dargestellt.

Verpfändete Vermögenswerte

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TEUR 2011 2010
Grundschulden 34.735 32.377
Verpfändete Forderungen (ABS-Finanzierung) 0 49.251
Sonstige Sicherungen 1.094 387
Summe Sicherungen 35.829 82.015

Eventualverbindlichkeiten

Verpflichtungen aus Bürgschaften existieren in Höhe von 15.422 TEUR (Vorjahr: 14.577 TEUR). Dabei handelt es sich überwiegend um Außenverpflichtungen der INDUS Holding AG, die diese im Zusammenhang mit den Geschäftsaktivitäten der Beteiligungen übernommen hat. Eine Inanspruchnahme der Bürgschaften durch die Begünstigten ist aus aktueller Sicht sehr unwahrscheinlich.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Operating-Leasing-Verträgen werden mit der Summe der Beträge ausgewiesen, die bis zum frühesten Kündigungstermin anfallen:

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TEUR 2011 2010
Bis 1 Jahr 13.698 11.113
Zwischen 1 und 5 Jahren 32.645 26.707
Über 5 Jahre 34.004 37.933
Summe 80.347 75.753

Die Verpflichtungen aus dem Bestellobligo für das Anlagevermögen belaufen sich auf 13.320 TEUR (Vorjahr: 6.459 TEUR), davon für Sachanlagen 13.230 TEUR (Vorjahr: 5.969 TEUR) und für immaterielle Vermögenswerte auf 90 TEUR (Vorjahr: 490 TEUR).

Immobilienleasingverträge werden mit Mietanpassungsklauseln, die auf der Entwicklung von Preisindizes beruhen, abgeschlossen. Die Verträge beinhalten regelmäßig Kaufoptionen. Der Ausübungspreis der Option am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses liegt erwartungsgemäß nicht deutlich niedriger als der Marktwert.

Die Operating-Leasing-Zahlungen des aktuellen Jahres betrugen 14.578 TEUR (Vorjahr: 13.113 TEUR).

Zukünftig fällige Zahlungen aus Finanzierungsleasing zeigt die folgende Übersicht.

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2011
TEUR
bis 1 Jahr zwischen 1 und 5 Jahren Über 5 Jahre Summe
Leasingzahlungen 1.950 6.283 6.185 14.418
Zinsanteil 350 965 372 1.687
Buchwert/Barwert 1.600 5.318 5.813 12.731
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2010
TEUR
bis 1 Jahr zwischen 1 und 5 Jahren Über 5 Jahre Summe
Leasingzahlungen 1.895 6.475 7.480 15.850
Zinsanteil 393 1.096 544 2.033
Buchwert/Barwert 1.502 5.379 6.936 13.817

Für die entsprechenden Vermögenswerte (Sachanlagen) bestehen in der Regel günstige Kaufoptionen, die nach heutigem Kenntnisstand auch ausgeübt werden. Die Kaufpreise sind fixiert, Preisanpassungsklauseln existieren

nicht. Die den Verträgen zugrunde liegenden Zinssätze liegen zwischen 2,5 % und 5,8 %. Es existieren weder Eventualmietzahlungen noch Mietzahlungen aus Untermietverhältnissen.

Mitarbeiter im Durchschnitt des Geschäftsjahres

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Region 2011 2010
Inland 5.330 4.775
Ausland 1.403 1.261
Gesamt 6.733 6.036
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Bereich 2011 2010
Gewerbliche 4.646 4.141
Angestellte 2.087 1.895
Gesamt 6.733 6.036

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen und nahestehende Personen

Entsprechend der Struktur der INDUS-Gruppe zählen zu den Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen der Aufsichtsrat (6 Mitglieder in 2011 und 6 Mitglieder in 2010), der Vorstand der INDUS Holding AG (2011: 4 Personen, Vorjahr: 4 Personen) sowie die Geschäftsführer der operativen Einheiten (2011: 64 Personen, Vorjahr: 57 Personen). In 2011 besitzen 7 Geschäftsführer Minderheitsanteile an der entsprechenden Gesellschaft (Vorjahr: 5). Diese Ergebnisbestandteile sind im Anteil von Minderheitsgesellschaftern am Ergebnis enthalten.

Bilanzierungspflichtige Pensionszusagen der INDUS Holding AG für Mitglieder des Vorstands existieren nicht. Im Rahmen eines beitragsorientierten Versorgungsplans für Mitglieder des Vorstands wurden im Geschäftsjahr Beiträge von 54 TEUR geleistet (Vorjahr: 54 TEUR).

Übersicht Vergütungen

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2011
TEUR
Aufwand der Periode davon Gehälter davon SAR* davon Abfindung davon Pensionen
INDUS Holding AG          
Aufsichtsrat 374 374 0 0 0
Vorstand 2.981 2.747 234 0 0
Tochterunternehmen 0 0 0 0 0
Geschäftsführer 11.839 11.828 0 11 0
Familienmitglieder 558 558 0 0 0
Summe 15.752 15.507 234 11 0
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2010
TEUR
Aufwand der Periode davon Gehälter davon SAR* davon Abfindung davon Pensionen
INDUS Holding AG          
Aufsichtsrat 212 212   0 0
Vorstand 2.995 2.859 136 0 0
Tochterunternehmen          
Geschäftsführer 11.146 10.840   306 0
Familienmitglieder 314 254   0 60
Summe 14.667 14.165 136 306 60

* SAR = stock appreciation rights = virtuelle Aktienoptionen

In 2011 waren 10 Familienmitglieder von Gesellschaftern oder Geschäftsführern in den operativen Beteiligungsgesellschaften beschäftigt (Vorjahr: 6 Personen).

Vergütungen des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats wurde von der Hauptversammlung der INDUS Holding AG im Juli 2010 neu festgelegt. Sie ist in Punkt 6.16 der Satzung geregelt. Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält außer dem Ersatz seiner Auslagen für seine Tätigkeit im jeweils abgelaufenen Geschäftsjahr eine Grundvergütung in Höhe von 30.000 EUR sowie ein Sitzungsgeld von 3.000 EUR pro Sitzung. Der Vorsitzende erhält das Doppelte der beiden vorgenannten Beträge, der Stellvertreter das Eineinhalbfache. Den Aufsichtsratsmitgliedern wird die Mehrwertsteuer erstattet, soweit sie bei der Gesellschaft als Vorsteuer abzugsfähig ist. Für den Aufsichtsrat bestehen keine Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme. Der Aufsichtsrat tagte in 2011 fünf Mal und in 2010 vier Mal.

Vergütungen des Vorstands

Durch die Einführung des Vorstandsvergütungsgesetzes im August 2009 sollen von börsennotierten Gesellschaften bei der Festsetzung der Vergütung von Vorständen künftig verstärkt Anreize für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung gesetzt werden. Hierdurch ist die INDUS Holding AG gehalten, die variablen Vergütungsanteile für die Mitglieder des Vorstands neu zu regeln. Ab dem 1. Januar 2010 wurde daher das Long-Term-Incentive-Programm als langfristige Anreizwirkung in Form von virtuellen Aktienoptionen aufgelegt. Die Mitglieder des Vorstands erhalten aufgrundlage eines festgelegten Zielwertes jährlich eine bestimmte Anzahl von virtuellen Aktienoptionen (Stock Appreciation Rights). Als Stock Appreciation Right (SAR) wird die Zusage der INDUS Holding AG bezeichnet, den Berechtigten eine Zahlung zu leisten, deren Höhe sich nach der Differenz zwischen dem Basispreis und dem aktuellen Börsenkurs bei Ausübung der Option bemisst. Der Basispreis der SAR entspricht dem Mittelwert der Schlusskurse im Xetra-Handel für die Aktie der Gesellschaft während der letzten zwanzig Handelstage vor dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option. Die Ausübungshürde beträgt 112 % des Basispreises. Die Zahlung des Wertzuwachses für den Berechtigten ist gleichzeitig bei maximal dem Zweifachen des ursprünglich vereinbarten Zielwertes begrenzt (Deckelung). Die SAR unterliegen der gesetzlichen Sperrfrist von vier Jahren ab dem Zeitpunkt der Zuteilung der Tranche. Der Ausübungszeitraum beträgt für jede Tranche ab dem ersten Jahr nach Ablauf der Sperrfrist maximal zwei Jahre.

Im Geschäftsjahr 2011 wurden 116.475 SAR (Vorjahr: 169.160) mit einem Basispreis von jeweils 23,35 EUR (Vorjahr: 12,13 EUR) ausgegeben. Die Auszahlungsansprüche aller Berechtigten aus dieser Tranche sind auf den Betrag von insgesamt 630 TEUR begrenzt (Vorjahr: 630 TEUR). Zum Zeitpunkt ihrer Gewährung betrug der beizulegende Zeitwert der SAR insgesamt 350 TEUR (Vorjahr: 350 TEUR). Der ermittelte zeitanteilige beizulegende Zeitwert der bisher insgesamt gewährten SAR betrug zum Bilanzstichtag 326 TEUR (Vorjahr: 136 TEUR). In dieser Höhe wurde im Jahresabschluss eine Rückstellung gebildet. Im Personalaufwand ist die Veränderung des Zeitwertes vor Abzinsung mit 234 TEUR enthalten (Vorjahr: 136 TEUR). Die Zeitwertermittlung erfolgte mit einem anerkannten finanzmathematischen Optionspreismodell unter Berücksichtigung der Deckelung der Auszahlungsansprüche. Ein SAR entspricht einem virtuellem Bezugsrecht auf eine Aktie der INDUS Holding AG, ist aber kein Anteilsrecht und somit keine (echte) Option auf den Erwerb von Aktien der INDUS Holding AG.

Die gewährten Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands der INDUS Holding AG setzen sich für das Geschäftsjahr 2011 aus dem festen Grundgehalt (einschließlich steuerpflichtiger geldwerter Vorteile), der ergebnisabhängigen variablen Vergütung (Short-Term-Incentive-Programm) und der aktienorientierten Vergütung in Form von virtuellen Aktienoptionen (Long-Term-Incentive-Programm) zusammen. Dabei entfallen folgende Beträge auf die einzelnen Vorstandsmitglieder.

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TEUR feste Vergütung variable Vergütung virtuelle Aktienoptionen Gesamtbetrag
Helmut Ruwisch 522 448 114 1.084
Jürgen Abromeit 330 303 40 673
Dr. Wolfgang Höper 261 253 40 554
Dr. Johannes Schmidt 327 303 40 670
Gesamtbetrag 1.440 1.307 234 2.981
Vorjahr 1.379 1.480 136 2.995

Sonstige Beziehungen

An Mitglieder des Aufsichtsrats wurden im Geschäftsjahr 2011 für persönlich erbrachte Beratungsleistungen an Konzerngesellschaften Zahlungen in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 7 TEUR) geleistet.

Es bestanden Geschäftsbeziehungen zu Minderheitsgesellschaftern und deren Angehörigen hinsichtlich Beratung (111 TEUR, Vorjahr: 200 TEUR), Miete von Grundstücken und Gebäuden (112 TEUR, Vorjahr: 112 TEUR) sowie aus Warenlieferungen und Dienstleistungen (3.753 TEUR, Vorjahr: 2.671 TEUR). Zum Bilanzstichtag bestanden offene Forderungen gegen nahestehende Unternehmen in Höhe von 529 TEUR (Vorjahr: 272 TEUR). Weiterhin existieren Ausleihungen in Höhe von 294 TEUR (Vorjahr: 450 TEUR), die marktüblich verzinst werden. Minderheitsgesellschafter bezogen Zinsen in Höhe von 409 TEUR (Vorjahr: 582 TEUR).

Die Angaben zu Geschäftsvorgängen mit assoziierten Unternehmen erfolgen aus Gründen der Übersichtlichkeit im Bereich der entsprechenden Eckdaten [14, 17].

Kosten der Jahresabschluss- und Konzernabschlussprüfung

Das Honorar der Treuhand- und Revisions-AG Niederrhein für die Abschlussprüfungen betrug 210 TEUR (Vorjahr: 187 TEUR), für sonstige Bestätigungen oder Bewertungsleistungen 5 TEUR (Vorjahr: 5 TEUR), für Steuerberatungsleistungen 22 TEUR (Vorjahr: 5 TEUR) und für sonstige Leistungen 45 TEUR (Vorjahr: 9 TEUR).

Deutscher Corporate Governance Kodex

Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben im Dezember 2011 gemäß § 161 AktG eine Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und diese den Aktionären auf der Webseite der INDUS Holding Aktiengesellschaft (http://www.indus.de) zugänglich gemacht.

Meldungen nach § 21 Abs. 1 WpHG

Herr Hans Joachim Selzer, Deutschland, hat gemäß § 21 Abs.1 WpHG am 1. März 2011 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der INDUS Holding AG, Bergisch Gladbach, Deutschland, am 28. Februar 2011 die Schwellen von 3 % und 5 % der Stimmrechte überschritten und zu diesem Tag 8,53 % (das entspricht 1.723.808 Stimmrechten) betragen hat. Davon sind ihm 8,53 % (das entspricht 1.723.808 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Von diesen Stimmrechten sind ihm zudem 1,83 % (das entspricht 370.033 Stimmrechten) ebenfalls nach § 22 Abs.1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Die Versicherungskammer Bayern Versicherungsanstalt des öffentlichen Rechts, München, Deutschland, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21. November 2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der INDUS Holding AG, Bergisch Gladbach, Deutschland, am 11. November 2011 die Schwelle von 10 % und 15 % der Stimmrechte überschritten und an diesem Tag 17,36 % (das entspricht 3.857.704 Stimmrechten) betragen hat.

Von diesen Stimmrechten waren gemäß der Mitteilung der Bayerischen Versicherungsverband Versicherungsaktiengesellschaft, München, Deutschland, vom 30.1 1.201 1 am 25.1 1.201 1 2,34 % der Stimmrechte (das entspricht 520.702 Stimmrechten) dieser Gesellschaft zuzurechnen.

Inanspruchnahme der Erleichterungen nach § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB

In der beim elektronischen Handelsregister hinterlegten Aufstellung des Anteilsbesitzes sind die Tochtergesellschaften bezeichnet, die die Befreiung von der Offenlegungspflicht nach § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB zum 31. Dezember 2011 in Anspruch nehmen.

 

Bergisch Gladbach, den 19. April 2012

INDUS Holding AG

Der Vorstand

Helmut Ruwisch

Jürgen Abromeit

Dr. Wolfgang Höper

Dr. Johannes Schmidt

Anteilsbesitzliste zum 31. Dezember 2011

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Firma Sitz Beteiligungsquote
%
gezeichnetes Kapital
T€
Eigenkapital
T€
A. Verbundene Unternehmen im Konzernabschluss nach IFRS 3 konsolidiert        
I. Operative Gesellschaften        
1. ASS Maschinenbau GmbH1 Overath-Untereschbach 100,00 % 500,0 2.230,0
2. - ASS End of Arm Tooling Inc. Livonia/USA 90,00% bei Nr. 1 * 42,9 * 324,5
3. AURORA Konrad G. Schulz GmbH &Co. KG1 Mudau 100,00 % 2.564,0 2.694,5
4. - AURORA ISI Araclari Sanayi Ve Ticaret Limited Sirketi Istanbul/Türkei 99,00% bei Nr. 3 * 409,3 * 452,2
5. Bacher AG Reinach/Schweiz 100,00 % * 2.632,4 * 4.953,2
6. Betek GmbH &Co. KG1 Aichhalden 100,00 % 1.534,0 1.547,3
7. - Betek Tools Inc. Burford, Georgia, USA 100,00% bei Nr. 6 * 0,8 * 18,2
8. Betomax Kunststoff- und Metallwarenfabrik GmbH &Co. KG1 Neuss 100,00 % 3.074,0 3.630,2
9. - Ancotech AG Dielsdorf/Schweiz 100,00% bei Nr. 8 * 82,3 * 6.468,3
10. - Ancotech GmbH Köln 100,00% bei Nr. 8 25,0 262,7
11. Bilstein &Siekermann GmbH + Co. KG1 Hillesheim 100,00 % 1.000,0 3.885,0
12. M. Braun Inertgas-Systeme GmbH1 Garching 100,00 % 1.000,0 5.934,6
13. - M. Baun Inertgas-Systeme (Shanghai) Co. Ltd. Shanghai/China 100,00% bei Nr. 12 * 203,9 * 392,2
14. - M. Baun Inc. Stratham/USA 100,00% bei Nr. 12 * 93,0 * 1.207,2
15. - Mecalab - M. Braun AG Grenchen/Schweiz 100,00% bei Nr. 12 * 82,3 * -578,1
16. Emil Fichthorn Metallwarenfabrik GmbH &Co. KG1 Schwelm 100,00 % 623,0 623,0
17. FS Kunststofftechnologie GmbH &Co. KG1 Reichshof-Hahn 100,00 % 514,0 997,0
18. - B &F Formulier- und Abfüll GmbH &Co. KG1 Drolshagen-Iseringhausen 100,00% bei Nr. 17 54,0 74,8
19. - EVT Dichtstoffe GmbH Stuttgart 85,25% bei Nr. 17 102,3 102,3
20. GSR Ventiltechnik GmbH &Co. KG1 Vlotho 100,00 % 514,0 618,3
21. - Buschjost Magnetventile GmbH &Co. KG1 Vlotho 90,00% bei Nr. 20 5,2 5,2
22. GVV Grevener Vermietungs- und Verpachtungsgesellschaft mbH &Co. KG1 Greven 100,00 % 515,0 563,2
23. - ISC IT Service &Consulting GmbH Greven 100,00% bei Nr. 22 50,0 -1.912,8
24. HAKAMA AG Bättwil/Schweiz 60,00 % * 4.113,2 * 4.651,3
25. HAUFF-TECHNIK GmbH &Co. KG1 Herbrechtingen 100,00 % 1.550,0 1.550,0
26. Horn GmbH &Co. KG1 Flensburg 100,00 % 1.024,0 1.024,0
27. - Pneumatic Components Limited Sheffield/Großbitannien 100,00% bei Nr. 26 * 2.753,5 * 3.450,3
28. imeco Einwegprodukte GmbH &Co. KG Vliesstoffvertrieb1 Hösbach 100,00 % 565,0 982,6
29. - IMAKON Sp Z.o.o. Luban/Polen 100,00% bei Nr. 28 * 159,3 * 400,5
30. - apos GmbH &Co. KG1 Hösbach 100,00% bei Nr. 28 100,0 100,0
31. IPETRONIK GmbH &Co. KG1 Baden-Baden 100,00 % 515,0 720,8
32. - IPETRONIK Inc. Livonia, Michigan/ USA 100,00% bei Nr. 31 * 4,6 * 52,9
33. - Ipetronik S.A.R.L. Voisins-Le-Bretonneux/Frankreich 100,00% bei Nr. 31 15,0 -290,8
34. Kieback GmbH &Co. KG1 Osnabrück 100,00 % 514,0 993,7
35. - KSG Service, Vertriebs- und Verwaltungs- GmbH Osnabrück je 50 % bei Nr. 34 und 53 50,0 37,6
36. Anneliese Köster GmbH &Co. KG1 Ennepetal 100,00 % 100,0 770,4
37. - Köster &Co. GmbH1 Ennepetal 100,00% bei Nr. 36 275,0 2.561,9
38. - Köster CZ s r.o. Zacler/Tschechien 100,00% bei Nr. 37 * 174,5 * 315,7
39. - Köster ITALIA S.r.l. Lucca/Italien 100,00% bei Nr. 37 20,4 69,2
40. MEWESTA Hydraulik GmbH &Co. KG1 Münsingen 100,00 % 514,0 540,0
41. MIGUA 1. Beteiligungsgesellschaft mbH1 Wülfrath 100,00 % 1.636,4 3.814,5
42. - MIGUA Fugensysteme GmbH &Co. KG1 Wülfrath 100,00% bei Nr. 41 153,4 543,5
43. Mikrop AG Kronbühl/Schweiz 100,00 % * 246,8 * 561,8
44. - Microtec Optica d.o.o. Kac'/Serbien 100,00% bei Nr. 43 * 466,0 * 959,1
45. Nisterhammer-Maschinenbau GmbH &Co. KG1 Nister 100,00 % 774,0 811,3
46. OBUK Haustürfüllungen GmbH &Co. KG1 Oelde 100,00 % 260,0 4.258,6
47. - OBUK Slovakia s.r.o. Malacky/Slowakei 100,00% bei Nr. 46 6,6 -162,8
48. Ofa Bamberg GmbH1 Bamberg 100,00 % 1.500,0 6.306,4
49. planetroll GmbH &Co. KG1 Munderkingen 100,00 % 515,0 515,0
50. Rebo Plastic GmbH &Co. KG1 Kalletal-Erder 100,00 % 774,0 902,3
51. REMKO GmbH &Co. KG Klima- und Wärmetechnik1 Lage 100,00 % 1.534,0 4.558,0
52. Helmut Rübsamen GmbH &Co. KG1 Bad Marienberg 88,89 % 500,0 750,8
53. Konrad Schäfer GmbH1 Osnabrück 100,00 % 400,0 2.394,4
54. - Schäfer Modell- und Formenbau GmbH &Co. KG1 Mühlhausen 100,00% bei Nr. 53 1.024,0 1.205,1
55. - KS Pollmann GmbH Osnabrück 100,00% bei Nr. 53 25,0 31,3
56. Schuster Klima Lüftung GmbH &Co. KG1 Friedberg 100,00 % 1.024,0 1.158,0
57. Selzer Fertigungstechnik GmbH &Co. KG1 Driedorf-Roth 85,00 % 6.000,0 13.000,0
58. - Selzer Automotiva do Brasil Ltda. Vinhedo/Brasilien 90,00% bei Nr. 57 * 1.490,1 * 3.118,8
59. - Selzer Systemtechnik GmbH1 Driedorf-Roth 100,00% bei Nr. 57 200,0 241,3
60. Semet Maschinenbau GmbH &Co. KG1 Brackenheim 100,00 % 774,0 963,9
61. - RI MAC Maschinen &Anlagen GmbH Mauer 100,00% bei Nr. 60 26,0 -748,8
62. Karl Simon GmbH &Co. KG1 Aichhalden 100,00 % 2.100,0 2.520,3
63. - Siku GmbH Rickenbach/Schweiz 100,00% bei Nr. 62 * 658,1 * 434,5
64. Sitek-Spikes GmbH &Co. KG1 Aichhalden 100,00 % 1.023,0 1.248,7
65. S.M.A. Metalltechnik GmbH &Co. KG1 Backnang 100,00 % 1.005,0 2.573,0
66. - SMA Engineering South Africa (PTY) Ltd. East London/Südafrika 100,00% bei Nr. 65 * 0,0 * 3.364,3
67. Turmbau Steffens &Nölle GmbH1 Berlin 100,00 % 500,0 2.041,9
68. - tomcast GmbH Antennenanlagen Essenbach-Altheim 100,00% bei Nr. 67 25,0 -66,5
69. VULKAN INOX GmbH1 Hattingen 100,00 % 770,0 6.089,6
70. - VULKAN Harex Steelfiber (North America) Inc. Brantford, Ontario/Kanada 100,00% bei Nr. 69 * 378,4 * 661,9
71. Weigand Bau GmbH1 Bad Königshofen 80,00 % 1.000,0 4.514,2
72. Weinisch GmbH &Co. KG1 Oberviechtach 100,00 % 500,0 500,0
73. Wiesauplast Kunststoff und Formenbau GmbH &Co. KG1 Wiesau 100,00 % 564,0 853,7
74. - Wiesauplast de Mexico S. de R. L. de C.V. Santiago de Queretaro/Mexico 100,00% bei Nr. 73 * 4.752,1 * 1.063,5
75. - Wiesauplast Servicios S. de R. L. de C.V. Santiago de Queretaro/Mexico 100,00% bei Nr. 73 * 5,4 * 23,1
76. - MID-TRONIC Wiesauplast GmbH Wiesau 90,00% bei Nr. 73 300,0 -133,3
II. Komplementär GmbH's und andere nicht operative Gesellschaften        
77. INDUS Alpha GmbH Bergisch Gladbach 100,00% 25,0 25,3
78. INDUS Beta GmbH Bergisch Gladbach 100,00% 26,0 27,2
79. INDUS Gamma GmbH Bergisch Gladbach 100,00% 26,0 29,1
80. AURORA Verwaltungs-GmbH Mudau 100,00% bei Nr. 3 26,0 31,2
81. Betek Verwaltungs-GmbH Aichhalden 100,00% bei Nr. 6 26,0 30,2
82. Betomax Kunststoff- und Metallwarenfabrik Verwaltungs-GmbH Neuss 100,00% bei Nr. 8 26,0 28,4
83. Bilstein &Siekermann Verwaltungs GmbH Hillesheim 100,00% bei Nr. 11 26,0 26,0
84. Emil Fichthorn Verwaltungs-GmbH Schwelm 100,00% bei Nr. 16 27,0 29,0
85. FS Verwaltungs GmbH Reichshof-Hahn 100,00% bei Nr. 17 26,0 31,1
86. B &F Verwaltungs GmbH Drolshagen-Iseringhausen 100,00% bei Nr. 18 26,0 27,3
87. GSR Ventiltechnik Verwaltungs-GmbH Vlotho 100,00% bei Nr. 20 26,0 30,0
88. Buschjost Magnetventile Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Vlotho 100,00% bei Nr. 20 25,6 27,7
89. GVV Verwaltungs-GmbH Greven 100,00% bei Nr. 22 26,0 27,9
90. HAUFF-Verwaltungs GmbH Herbrechtingen 100,00% bei Nr. 25 26,0 27,9
91. ALUCOLOR Dr. Ing. Richard Heim GmbH Bergisch Gladbach 100,00% bei Nr. 25 26,0 25,2
92. Horn Verwaltungs GmbH Flensburg 100,00% bei Nr. 26 26,0 26,1
93. Deutsche Tecalemit Verwaltungs GmbH Bergisch Gladbach 100,00% bei Nr. 26 25,0 25,0
94. imeco Einwegprodukte GmbH Hösbach 100,00% bei Nr. 28 27,0 31,0
95. IPETRONIK Verwaltungs GmbH Baden-Baden 100,00% bei Nr. 31 25,0 29,4
96. Kieback Verwaltungsgesellschaft mbH Osnabrück 100,00% bei Nr. 34 26,0 28,0
97. Anneliese Köster Verwaltungs GmbH Ennepetal 100,00% bei Nr. 36 26,0 30,9
98. MEWESTA Hydraulik Verwaltungs GmbH Münsingen 100,00% bei Nr. 40 26,0 26,0
99. MIGUA Verwaltungsgesellschaft mbH Wülfrath 100,00% bei Nr. 41 26,0 30,2
100. Nisterhammer Maschinenbau Verwaltungs GmbH Nister 100,00% bei Nr. 45 26,0 29,9
101. OBUK Beteiligungsgesellschaft mbH Oelde 100,00% bei Nr. 46 25,0 32,7
102. planetroll Verwaltungs GmbH Munderkingen 100,00% bei Nr. 49 25,0 27,8
103. Rebo-Plastic Gesellschaft mit beschränkter Haftung Kalletal-Erder 100,00% bei Nr. 50 26,0 29,2
104. REMKO Verwaltungs-GmbH Lage 100,00% bei Nr. 51 26,0 27,8
105. Helmut Rübsamen Verwaltungs GmbH Bad Marienberg 100,00% bei Nr. 52 26,0 29,6
106. Schäfer Modell- und Formenbau Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH Mühlhausen 100,00% bei Nr. 54 26,0 28,2
107. Schuster Verwaltungs GmbH Friedberg 100,00% bei Nr. 56 26,0 29,9
108. Selzer Verwaltungsgesellschaft mbH Driedorf-Roth 100,00% bei Nr. 57 60,0 63,6
109. Semet Maschinenbau Verwaltungs-GmbH Brackenheim 100,00% bei Nr. 60 26,0 27,1
110. Simon Beteiligungsgesellschaft mbH Aichhalden 100,00% bei Nr. 62 140,0 140,0
111. Sitek-Spikes Beteiligungs-GmbH Aichhalden 100,00% bei Nr. 64 27,0 29,2
112. S.M.A. Metalltechnikverwaltungs GmbH Backnang 100,00% bei Nr. 65 26,0 34,8
113. Weinisch Verwaltungsgesellschaft mbH Oberviechtach 100,00% bei Nr. 72 26,0 30,1
114. Wiesauplast Kunststoff und Formenbau Verwaltungs GmbH Wiesau 100,00% bei Nr. 73 26,0 30,1
B. Assoziierte Unternehmen im Konzernabschluss nach IAS 28 bilanziert        
115. Betomax Austria GmbH Linz/Osterreich 48,00% bei Nr. 8 35,0 215,6
116. Betomax Polska Sp. z.o.o. Konskie/Polen 36,00% bei Nr. 8 * 224,3 * 3.901,5
C. Sonstige Beteiligungen        
I. im Konzernabschluss nach IFRS 3 i.V.m. Sic 12 konsolidiert        
117. Farlos Beteiligungs GmbH &Co. Vermietungs-KG1 Pullach i. Isartal 94,00% bei Nr. 48 25,0 -899,8
118. MESIL Beteiligungs GmbH &Co. Vermietungs-KG1 Pullach i. Isartal 94,00% bei Nr. 50 25,4 -1,1
119. Akor Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH &Co. Vermietungs KG Wiesbaden 94,00% bei Nr. 62 5,1 -77,1
II. im Konzernabschluss nach IAS 39 bilanziert        
120. AURORA North America Inc. Michigan, Grand Rapids, USA 76,00% bei Nr. 3 * 38,6 * 9,3
121. TRIBO Hartstoff GmbH Immelborn 13,00% bei Nr. 6 500,0 3.530,5
122. M. Braun UK Ltd. Mansfield, Großbritannien 100,00% bei Nr. 12 * 0,0 * 0,0
123. Tecalemit Inc. Houston, Texas, USA 100,00% bei Nr. 26 * 0,0 * -194,9
124. PCL Trading Co. Ltd. Shanghai/China 100,00% bei Nr. 27 * 201,4 * 97,7
125. PCL AIR Technology Co. Ltd. Shanghai/China 100,00% bei Nr. 27 * 125,4 * -5,8
126. PCL-Sumo Air Technology PVT Ltd. Mumbai/Indien 50,00% bei Nr. 27 * 116,4 * 75,7
127. MAPOTRIX Dehnfugen GmbH &Co. KG Schwarzenbek 10,00% bei Nr. 42 93,6 93,6
128. Polartherm Oy Luvia/Finnland 18,00% bei Nr. 51 170,0 4.270,4
129. Selzer Automotive Inc. Auburn, Alabama/USA 100,00% bei Nr. 57 Angaben liegen nicht vor
130. Selzer Automotive LP. Auburn, Alabama/USA 100,00% bei Nr. 57 Angaben liegen nicht vor
131. Wiesauplast PMC de Mexico, S. De R.L. de C.V Santiago de Queretaro/Mexico 45,00% bei Nr. 74 * 152,3 * -22,4
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Firma Jahresergebnis
T€
letzter Jahresabschluss
A. Verbundene Unternehmen im Konzernabschluss nach IFRS 3 konsolidiert    
I. Operative Gesellschaften    
1. ASS Maschinenbau GmbH1 868,2 31.12.2011
2. - ASS End of Arm Tooling Inc. * 231,2 31.12.2011
3. AURORA Konrad G. Schulz GmbH &Co. KG1 1.837,6 31.12.2011
4. - AURORA ISI Araclari Sanayi Ve Ticaret Limited Sirketi * 133,3 31.12.2011
5. Bacher AG * 575,5 31.12.2011
6. Betek GmbH &Co. KG1 6.142,2 31.12.2011
7. - Betek Tools Inc. * 10,4 31.12.2011
8. Betomax Kunststoff- und Metallwarenfabrik GmbH &Co. KG1 2.827,9 31.12.2011
9. - Ancotech AG * 4.312,6 31.12.2011
10. - Ancotech GmbH -47,3 31.12.2011
11. Bilstein &Siekermann GmbH + Co. KG1 1.125,8 31.12.2011
12. M. Braun Inertgas-Systeme GmbH1 4.763,6 31.12.2011
13. - M. Baun Inertgas-Systeme (Shanghai) Co. Ltd. * 717,5 31.12.2011
14. - M. Baun Inc. * 1.038,0 31.12.2011
15. - Mecalab - M. Braun AG * 50,4 31.12.2011
16. Emil Fichthorn Metallwarenfabrik GmbH &Co. KG1 -373,6 31.12.2011
17. FS Kunststofftechnologie GmbH &Co. KG1 1.583,0 31.12.2011
18. - B &F Formulier- und Abfüll GmbH &Co. KG1 170,1 31.12.2011
19. - EVT Dichtstoffe GmbH 0,0 31.12.2011
20. GSR Ventiltechnik GmbH &Co. KG1 760,5 31.12.2011
21. - Buschjost Magnetventile GmbH &Co. KG1 324,1 31.12.2011
22. GVV Grevener Vermietungs- und Verpachtungsgesellschaft mbH &Co. KG1 119,4 31.12.2011
23. - ISC IT Service &Consulting GmbH 123,0 31.12.2011
24. HAKAMA AG * 483,1 31.12.2011
25. HAUFF-TECHNIK GmbH &Co. KG1 2.447,2 31.12.2011
26. Horn GmbH &Co. KG1 0,0 31.12.2011
27. - Pneumatic Components Limited * 2.213,9 31.12.2012
28. imeco Einwegprodukte GmbH &Co. KG Vliesstoffvertrieb1 0,0 31.12.2011
29. - IMAKON Sp Z.o.o. * -23,8 31.12.2011
30. - apos GmbH &Co. KG1 0,0 31.12.2011
31. IPETRONIK GmbH &Co. KG1 897,7 31.12.2011
32. - IPETRONIK Inc. * 46,7 31.12.2011
33. - Ipetronik S.A.R.L. -122,4 31.12.2011
34. Kieback GmbH &Co. KG1 117,1 31.12.2011
35. - KSG Service, Vertriebs- und Verwaltungs- GmbH 5,8 31.12.2011
36. Anneliese Köster GmbH &Co. KG1 1.015,7 31.12.2011
37. - Köster &Co. GmbH1 1.680,4 31.12.2011
38. - Köster CZ s r.o. * 133,3 31.12.2011
39. - Köster ITALIA S.r.l. 2,2 31.12.2011
40. MEWESTA Hydraulik GmbH &Co. KG1 346,9 31.12.2011
41. MIGUA 1. Beteiligungsgesellschaft mbH1 2.166,1 31.12.2011
42. - MIGUA Fugensysteme GmbH &Co. KG1 2.912,7 31.12.2011
43. Mikrop AG * 167,7 31.12.2011
44. - Microtec Optica d.o.o. * 389,7 31.12.2011
45. Nisterhammer-Maschinenbau GmbH &Co. KG1 0,4 31.12.2011
46. OBUK Haustürfüllungen GmbH &Co. KG1 1.809,8 31.12.2011
47. - OBUK Slovakia s.r.o. 35,6 31.12.2011
48. Ofa Bamberg GmbH1 3.519,7 31.12.2011
49. planetroll GmbH &Co. KG1 0,0 31.12.2011
50. Rebo Plastic GmbH &Co. KG1 36,3 31.12.2011
51. REMKO GmbH &Co. KG Klima- und Wärmetechnik1 4.559,1 31.12.2011
52. Helmut Rübsamen GmbH &Co. KG1 1.507,3 31.12.2011
53. Konrad Schäfer GmbH1 294,7 31.12.2011
54. - Schäfer Modell- und Formenbau GmbH &Co. KG1 149,1 31.12.2011
55. - KS Pollmann GmbH 6,3 31.12.2011
56. Schuster Klima Lüftung GmbH &Co. KG1 154,3 31.12.2011
57. Selzer Fertigungstechnik GmbH &Co. KG1 2.781,8 31.12.2011
58. - Selzer Automotiva do Brasil Ltda. * 766,0 31.12.2011
59. - Selzer Systemtechnik GmbH1 75,5 31.12.2011
60. Semet Maschinenbau GmbH &Co. KG1 -443,8 31.12.2011
61. - RI MAC Maschinen &Anlagen GmbH -625,9 31.12.2011
62. Karl Simon GmbH &Co. KG1 -1.790,5 31.12.2011
63. - Siku GmbH * -581,7 31.12.2011
64. Sitek-Spikes GmbH &Co. KG1 398,6 31.12.2011
65. S.M.A. Metalltechnik GmbH &Co. KG1 1.020,2 31.12.2011
66. - SMA Engineering South Africa (PTY) Ltd. * 1.456,6 31.12.2011
67. Turmbau Steffens &Nölle GmbH1 253,7 31.12.2011
68. - tomcast GmbH Antennenanlagen 0,0 31.12.2011
69. VULKAN INOX GmbH1 1.747,8 31.12.2011
70. - VULKAN Harex Steelfiber (North America) Inc. * 41,3 31.12.2011
71. Weigand Bau GmbH1 880,3 31.12.2011
72. Weinisch GmbH &Co. KG1 892,8 31.12.2011
73. Wiesauplast Kunststoff und Formenbau GmbH &Co. KG1 -1.500,0 31.12.2011
74. - Wiesauplast de Mexico S. de R. L. de C.V. * -205,4 31.12.2011
75. - Wiesauplast Servicios S. de R. L. de C.V. * 23,7 31.12.2011
76. - MID-TRONIC Wiesauplast GmbH -366,4 31.12.2011
II. Komplementär GmbH's und andere nicht operative Gesellschaften    
77. INDUS Alpha GmbH 0,0 31.12.2011
78. INDUS Beta GmbH 0,0 31.12.2011
79. INDUS Gamma GmbH 0,0 31.12.2011
80. AURORA Verwaltungs-GmbH 0,3 31.12.2011
81. Betek Verwaltungs-GmbH 2,2 31.12.2011
82. Betomax Kunststoff- und Metallwarenfabrik Verwaltungs-GmbH 2,4 31.12.2011
83. Bilstein &Siekermann Verwaltungs GmbH 2,2 31.12.2011
84. Emil Fichthorn Verwaltungs-GmbH 2,0 31.12.2011
85. FS Verwaltungs GmbH 1,2 31.12.2011
86. B &F Verwaltungs GmbH 1,2 31.12.2011
87. GSR Ventiltechnik Verwaltungs-GmbH 0,3 31.12.2011
88. Buschjost Magnetventile Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung 2,1 31.12.2011
89. GVV Verwaltungs-GmbH 0,7 31.12.2011
90. HAUFF-Verwaltungs GmbH 1,9 31.12.2011
91. ALUCOLOR Dr. Ing. Richard Heim GmbH 0,8 31.12.2011
92. Horn Verwaltungs GmbH 0,7 31.12.2011
93. Deutsche Tecalemit Verwaltungs GmbH 0,0 31.12.2011
94. imeco Einwegprodukte GmbH 2,2 31.12.2011
95. IPETRONIK Verwaltungs GmbH 2,2 31.12.2011
96. Kieback Verwaltungsgesellschaft mbH 0,0 31.12.2011
97. Anneliese Köster Verwaltungs GmbH 1,8 31.12.2011
98. MEWESTA Hydraulik Verwaltungs GmbH 1,4 31.12.2011
99. MIGUA Verwaltungsgesellschaft mbH -0,1 31.12.2011
100. Nisterhammer Maschinenbau Verwaltungs GmbH 0,7 31.12.2011
101. OBUK Beteiligungsgesellschaft mbH -0,3 31.12.2011
102. planetroll Verwaltungs GmbH 1,2 31.12.2011
103. Rebo-Plastic Gesellschaft mit beschränkter Haftung -1,6 31.12.2011
104. REMKO Verwaltungs-GmbH 1,8 31.12.2011
105. Helmut Rübsamen Verwaltungs GmbH 0,9 31.12.2011
106. Schäfer Modell- und Formenbau Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH 2,2 31.12.2011
107. Schuster Verwaltungs GmbH 0,6 31.12.2011
108. Selzer Verwaltungsgesellschaft mbH 3,6 31.12.2011
109. Semet Maschinenbau Verwaltungs-GmbH 0,0 31.12.2011
110. Simon Beteiligungsgesellschaft mbH 12,5 31.12.2011
111. Sitek-Spikes Beteiligungs-GmbH 2,2 31.12.2011
112. S.M.A. Metalltechnikverwaltungs GmbH 1,4 31.12.2011
113. Weinisch Verwaltungsgesellschaft mbH 0,8 31.12.2011
114. Wiesauplast Kunststoff und Formenbau Verwaltungs GmbH 1,3 31.12.2011
B. Assoziierte Unternehmen im Konzernabschluss nach IAS 28 bilanziert    
115. Betomax Austria GmbH -34,4 31.12.2011
116. Betomax Polska Sp. z.o.o. * 994,6 31.12.2011
C. Sonstige Beteiligungen    
I. im Konzernabschluss nach IFRS 3 i.V.m. Sic 12 konsolidiert    
117. Farlos Beteiligungs GmbH &Co. Vermietungs-KG1 -5,9 31.12.2011
118. MESIL Beteiligungs GmbH &Co. Vermietungs-KG1 15,3 31.12.2011
119. Akor Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH &Co. Vermietungs KG -9,8 31.12.2011
II. im Konzernabschluss nach IAS 39 bilanziert    
120. AURORA North America Inc. * 51,1 31.12.2011
121. TRIBO Hartstoff GmbH - 31.03.2011
122. M. Braun UK Ltd. * 161,0 31.12.2011
123. Tecalemit Inc. * -181,2 31.12.2011
124. PCL Trading Co. Ltd. * -94,0 31.12.2011
125. PCL AIR Technology Co. Ltd. * -39,2 31.12.2011
126. PCL-Sumo Air Technology PVT Ltd. * 0,7 31.03.2011
127. MAPOTRIX Dehnfugen GmbH &Co. KG - 31.12.2011
128. Polartherm Oy - 30.04.2011
129. Selzer Automotive Inc. Angaben liegen nicht vor Angaben liegen nicht vor
130. Selzer Automotive LP. Angaben liegen nicht vor Angaben liegen nicht vor
131. Wiesauplast PMC de Mexico, S. De R.L. de C.V * -61,9 31.12.2011

1 Inanspruchnahme der Erleichterungen nach § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB
* Landeswährung umgerechnet zum Stichtagskurs 31.12.2011 bzw. Periodendurchschnittskurs 2011 beim Jahresergebnis

Zusammengefasster Konzernlagebericht

der INDUS Holding AG

Unternehmen

Struktur und Geschäftstätigkeit

Unternehmenssteuerung, Ziele und Strategie

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren: Forschung und Entwicklung, Nachhaltigkeit, Mitarbeiter'

Corporate Governance

INDUS-Aktie

Rahmenbedingungen

Gesamtaussage des Vorstandes zu den Rahmenbedingungen 2011

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Ertrags- Finanz- und Vermögenslage

Zusammenfassende Bewertung des Vorstands zur wirtschaftlichen Entwicklung und Zielerfüllung

Umsatz- und Ertragslage

Segmentbericht

Finanz- und Vermögenslage

Investitionen

Jahresabschluss der INDUS Holding AG (Kurzform)

Nachtragsbericht

Chancen- und Risikobericht

Chancen- und Risikomanagementsystem

Erläuterung der Einzelrisiken

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess

Gesamteinschätzung des Vorstands zur Chancen- und Risikosituation

Prognosebericht

Künftige Rahmenbedingungen

Gesamtaussage des Vorstands zur künftigen Geschäftsentwicklung

Unternehmen

INDUS hält als Finanzinvestor ein Portfolio aus 39 erfolgreichen Unternehmen. Sie bilden ein Portfolio aus den wichtigen Schlüsselbranchen des deutschsprachigen Mittelstands. Ziel von INDUS ist es, dieses Portfolio in den kommenden Jahren kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Struktur und Geschäftstätigkeit

Aufstellung: INDUS - die börsennotierte Beteiligungsgesellschaft mit Fokus Mittelstand

Die INDUS Holding AG ist ein langfristig orientierter Finanzinvestor. Seit ihrer Gründung 1985 hat sich INDUS als Spezialist für die Übernahme mittelständischer Produktionsunternehmen im deutschsprachigen Europa etabliert. Die AG ist seit 1995 an der Frankfurter Börse notiert. Die Aktie wird im Marktsegment Prime Standard gehandelt und ist Teil des Index SDAX. Darüber hinaus wird das Wertpapier im Freiverkehr auch an den Regionalbörsen von Stuttgart und Düsseldorf gehandelt. Die operativen Unternehmen sind fünf Unternehmensbereichen zugeordnet: Bau/Infrastruktur, Fahrzeugkomponenten/Engineering, Maschinen- und Anlagenbau, Medizintechnik/Life Science und Metall/Metallverarbeitung. Diese Unternehmensbereiche bildeten im Geschäftsjahr 2011 auch die berichtspflichtigen Segmente nach IFRS.

Die Gesellschaft wird von einem vierköpfigen Vorstand geführt. Die AG beschäftigt zum Stichtag 19 Personen mit Dienstsitz Bergisch Gladbach. Der Aufsichtsrat besteht aus sechs Personen. Er berät und beaufsichtigt den Vorstand in der Leitung des Unternehmens. Der Aufsichtsrat hat einen Personalausschuss gebildet. Weitere Einzelheiten zur Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat und zur Corporate Governance der INDUS Holding AG finden sich im Bericht des Aufsichtsrats und im Kapitel Corporate Governance.

Rechtliche Struktur: Holding hält Mehrheitsbeteiligungen an mittelständischen Unternehmen

INDUS hält direkte Beteiligungen an 39 mittelständischen Produktionsunternehmen. Alle Gesellschaften haben ihren Unternehmenssitz in Deutschland beziehungsweise in der Schweiz. Der rechtliche Firmensitz der INDUS Holding AG ist Bergisch Gladbach. Zwischen den Unternehmen und der Holding besteht eine dezentral ausgerichtete Aufgabenverteilung. Die Verantwortung für die operative Entwicklung liegt vollständig bei den Geschäftsführern der einzelnen Gesellschaften. Das umfasst die zentralen Bereiche Produktion und Vertrieb, Marketing und Verwaltung sowie Forschung und Entwicklung. Die Führungsgesellschaft konzentriert sich auf das Wahrnehmen von Querschnittsfunktionen wie Finanzierung, Controlling und Bilanzierung. Die strategischen Ziele und Meilensteine der operativen Entwicklung werden im Rahmen der Jahresplanung zwischen den verantwortlichen Geschäftsführern vor Ort und den Experten der Holding festgelegt. Für Details zur Organisation der Leitung und Kontrolle in der AG wird auf die Erklärung zur Unternehmensführung verwiesen.

Organisationsstruktur: Gruppe ist dezentral aufgestellt

Die Tochtergesellschaften handeln operativ selbstständig und finanzieren ihr operatives Geschäft aus eigenen Mitteln und gegebenenfalls mit Unterstützung der Holding. Die Holding begleitet strategische und langfristige Investitionen und übernimmt im Wesentlichen eine Coachingfunktion gegenüber der lokalen Geschäftsführung. Für die komplette Übersicht der zur Gruppe gehörenden Unternehmen wird auf die Anteilsbesitzliste im Anhang verwiesen.

Geschäftsfelder und Wettbewerbspositionen: Diversifizierte Aktivitäten

INDUS beteiligt sich an wirtschaftlich gesunden Produktionsunternehmen mit guten Entwicklungsperspektiven für einen langfristigen Zeitraum. Die Unternehmen der Gruppe sind in sehr unterschiedlichen Geschäftsfeldern und Absatzmärkten aktiv. Das ist Teil der Strategie der INDUS-Gruppe. Durch Investments in unterschiedliche Aktivitäten soll eine größtmögliche Risikostreuung erreicht werden. Wesentliche Informationen zu den Unternehmen bzw. den Unternehmensbereichen, denen sie zugeordnet werden, und zu den einzelnen Branchenentwicklungen werden in den Kapiteln Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und im Segmentbericht gegeben.

Regional betrachtet spielt der inländische Markt für die meisten Beteiligungsunternehmen nach wie vor eine bedeutende Rolle. Dank zunehmender Exporte erreichte der Auslandsanteil am Umsatz der gesamten INDUS-Gruppe im Berichtsjahr 2011 inzwischen 45,7 % (2010: 44,7 %). Entsprechend der dezentralen Aufstellung der Gruppe sind die Standorte der selbständigen Beteiligungen über das ganze Bundesgebiet, die Schweiz und vornehmlich Westeuropa verteilt. Im Zuge ihrer Internationalisierung haben einige Beteiligungsunternehmen auch außereuropäische Auslandsstandorte aufgebaut. Wichtige Produktionsstätten befinden sich in Brasilien, Südafrika, China, Indien, Nordamerika und Mexiko.

Akquisitionen: Im Berichtsjahr strategische Ergänzungserwerbe mit Gesamtumsatz von ca. 20 Mio. EUR getätigt

2011 hat die INDUS Holding AG keine größeren Einzelakquisitionen zur Portfolioerweiterung vorgenommen, da die Preisvorstellungen für interessante Objekte nicht akzeptabel waren. Anders auf der Ebene der Tochtergesellschaften: Hier wurden insgesamt vier strategische Akquisitionen getätigt, um die gute Position der Beteiligungsunternehmen abzusichern bzw. weiter auszubauen. Die hier akquirierten Geschäftsfelder erhöhen die Kompetenz in den Bereichen Mess- und Regeltechnik, Prototypendesign und Anlagenbau. Die von den INDUS-Beteiligungen HORN, SCHÄFER und SEMET erworbenen Gesellschaften repräsentieren einen Gesamtumsatz von rund 17 Mio. EUR. Einzelheiten zu den Akquisitionen finden sich im Konzernanhang im Kapitel Unternehmenszusammenschlüsse.

Rechtliche und wirtschaftliche Einflussfaktoren: Diversifikation sorgt für Risikostreuung

Der Erfolg der INDUS-Unternehmen hängt aufgrund der breiten Gruppenstruktur von vielfältigen Faktoren ab. Aufgrund der hohen Exportquote vieler Tochterunternehmen spielen die Emerging Markets, und hier insbesondere die BRIC-Staaten, eine zunehmend wichtigere Rolle für deren Geschäft. Auch das Wachstumstempo der Weltwirtschaft ist ein relevanter Einflussfaktor. Mit einem Anteil von nahezu 50 % am Umsatz kommt den Kosten für verschiedenste Ausgangsmaterialien eine sehr wesentliche Bedeutung zu. Auf der Kostenseite übt auch die Entwicklung von Löhnen und Gehältern großen Einfluss auf die Unternehmen der INDUS-Gruppe aus. Kostensteigerungen resultieren in der Regel aus Tarifabschlüssen und der Anpassung der Gehälter an die allgemeine Marktentwicklung.

Angaben nach 315 Abs. 4 HGB: Grundkapital, Stimmrechte und Übertragung von Aktien

Das Grundkapital der INDUS Holding AG betrug zum 31. Dezember 2011 insgesamt 57.792.116,42 Euro. Es ist eingeteilt in 22.227.737 nennwertlose Inhaber-Stammaktien. Dabei gewährt jede Aktie eine Stimme. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

Beteiligungen von mehr als 10 %

Seit November 2011 hält die Versicherungskammer Bayern, Versicherungskammer des öffentlichen Rechts, München, 17,36 % der Stimmrechte an der INDUS Holding AG.

Sonderrechte und Stimmrechtskontrolle

Es existieren keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital der INDUS Holding AG beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, ist dem Vorstand nicht bekannt.

Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern

Die Mitglieder des Vorstands werden nach den gesetzlichen Vorschriften, geregelt in den §§ 84, 85 AktG, bestellt und abberufen. Die Satzung enthält hierzu keine Sonderregelungen. Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder auf höchstens fünf Jahre, wobei eine wiederholte Bestellung durch den Aufsichtsrat zulässig ist. Nach Punkt 5.1 der Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Der Aufsichtsrat kann nach Punkt 5.2 der Satzung ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstands und ein weiteres Mitglied zum stellvertretenden Vorsitzenden bestellen.

Satzungsänderungen

Satzungsänderungen erfolgen gemäß § 179 AktG durch Beschluss der Hauptversammlung. Grundsätzlich ist für eine Satzungsänderung die Zustimmung von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals notwendig. Der Aufsichtsrat ist gemäß Punkt 7.12 der Satzung dazu ermächtigt, Änderungen der Satzung, die lediglich die Fassung betreffen, vorzunehmen sowie gemäß Punkt 4.5 der Satzung den Wortlaut der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals zu ändern.

Befugnisse des Vorstands zu Aktienausgabe und Aktienrückkauf

Der Vorstand ist gemäß Punkt 4.3 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 30. Juni 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 14.328.626,00 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Den Aktionären ist bei der Kapitalerhöhung ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Der Vorstand ist weiterhin ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung festzulegen.

Der Vorstand ist gemäß Punkt 4.4 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis einschließlich zum 4. Juli 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats zusätzlich um bis zu 11.940.519,61 EUR durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung festzulegen und das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Diese Ermächtigung wird in Punkt 4.4 der Satzung geregelt. Gemäß Ad-hoc-Mitteilung vom 3. November 2011 hat der Vorstand von dieser Ermächtigung Gebrauch gemacht und eine Barkapitalerhöhung um 5.253.825,20 EUR unter Ausschluss des Bezugsrechts durchgeführt (nähere Erläuterungen dazu finden sich im Kapitel Finanz- und Vermögenslage). Das Genehmigte Kapital II beträgt somit noch 6.686.694,41 EUR.

Des Weiteren hat die Hauptversammlung vom 1. Juli 2010 die Gesellschaft ermächtigt, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 30. Juni 2015 eigene Aktien bis zu einer Anzahl von 1.837.003 Stück, was einem Anteil von 8,3 % der derzeitigen Zahl der Stückaktien und damit einem Anteil von 8,3 % des derzeitigen Grundkapitals entspricht, zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen sowie ein- oder mehrmals ausgeübt werden. Insgesamt dürfen jedoch auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien nicht mehr als 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals entfallen, wobei andere Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und besitzt, sowie Aktien, die der Gesellschaft nach §§ 71d Satz 3 und 71e Abs. 1 Satz 1 AktG zugerechnet werden, anzurechnen sind.

Darüber hinaus ist das Grundkapital um bis zu 26.269.145,61 EUR, eingeteilt in 10.103.517 auf den Inhaber oder, sofern die Satzung der Gesellschaft im Zeitpunkt der Anleihebegebung auch die Ausgabe von Namensaktien zulässt, auf den Namen lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Options- oder Wandelanleihen aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 5. Juli 2011 bis zum 4. Juli 2016 ausgegeben bzw. garantiert werden und die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten von ihrem Recht zur Wandlung Gebrauch machen bzw. die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten ihre Verpflichtung erfüllen.

Zu den Details der Ermächtigungen wird auch auf die Satzung der Gesellschaft, die auf der Website der INDUS Holding AG dauerhaft verfügbar ist, verwiesen.

Wesentliche Vereinbarungen bei Kontrollwechsel

Für den Fall, dass sich die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und das unternehmerische Konzept der Gesellschaft wesentlich verändert (Change of Control), sind die Vorstandsmitglieder innerhalb eines Jahres zur außerordentlichen Kündigung des Anstellungsvertrages berechtigt. In diesem Fall zahlt die Gesellschaft dem Vorstandsmitglied eine Abfindung in Höhe der Gesamtvergütung, die das Vorstandsmitglied bis zum vorgesehenen Beendigungszeitpunkt erhalten hätte, mindestens jedoch die Gesamtvergütung von einem Geschäftsjahr, einschließlich aller festen und variablen Vergütungsbestandteile und geldwerten Vorteile. Erfolgt eine Abberufung des Vorstandes innerhalb eines Jahres nach dem Change of Control, ohne dass ein wichtiger Grund im Sinne des § 626 BGB vorliegt, zahlt die Gesellschaft dem Vorstandsmitglied eine Abfindung in Höhe der Gesamtvergütung, die das Vorstandsmitglied bis zum vorgesehenen Beendigungszeitpunkt erhalten hätte, mindestens jedoch die Gesamtvergütung von zwei Geschäftsjahren, einschließlich aller festen und variablen Vergütungsbestandteile und geldwerten Vorteile.

Unternehmenssteuerung, Ziele und Strategie

Unternehmensinternes Steuerungssystem: Weitgehende Eigenverantwortung der Einzelgesellschaften

Das Steuerungssystem der INDUS Holding AG basiert auf regelmäßigen strategischen Diskussionen auf Basis einer mehrjährigen Perspektive innerhalb des Vorstands sowie mit den Geschäftsführern der Gesellschaften. Darüber hinaus führen der Vorstand und die einzelnen Geschäftsführer unterjährig detaillierte Budget- und Planungsgespräche. In diesen Gesprächen werden auf Basis fortgeschriebener Einzelstrategien kurz- und mittelfristige Planungsszenarien inklusive individueller Rentabilitätsziele vereinbart. Basis für die unternehmerischen Zielsetzungen der INDUS Holding AG ist somit im Wesentlichen die jährliche Planung der einzelnen Unternehmen. In einem Bottom-up-Prozess wird aus den Einzelplanungen der Beteiligungen die Gesamtplanung der Gruppe aggregiert.

Auf der Grundlage der Monatszahlen verfolgt INDUS die Entwicklung des jeweiligen Unternehmens im Vergleich zum Budget. Dabei werden weitere Kennzahlen einbezogen wie Auftragseingang und Auftragsbestand. Ein effizientes Controllingsystem überprüft die Einhaltung dieser Szenarien und Ziele, sodass Planabweichungen frühzeitig erkannt und bei Bedarf entsprechende Maßnahmen mit den Geschäftsführern vor Ort erörtert werden können. Darüber hinaus beobachten und analysieren die Geschäftsführer der Beteiligungen ihre jeweiligen Märkte und ihr spezifisches Wettbewerbsumfeld und berichten dem Vorstand über wesentliche Veränderungen.

Zentrale Kennzahlen für die Holding zur Steuerung der AG sind vor allem die EBIT-Marge, Umsatz-, Eigenkapital- und Gesamtkapitalrendite sowie der Netto-Cashflow.

Ziele und Strategie: Aufbau eines werthaltigen Portfolios durch Investition in industrielle Hidden Champions

INDUS investiert langfristig in mittelständische Produktionsunternehmen. Dabei wird vor allem in Branchen investiert, in denen INDUS ein hohes Maß an Erfahrung besitzt. Ziel ist es, den Wert des Beteiligungsportfolios kontinuierlich zu steigern und dauerhaft eine angemessen Rendite zu erzielen. In Krisenzeiten sorgen die breit diversifizierten Aktivitäten für einen Risikoausgleich. Die Grundlage bilden der mehrheitliche Erwerb von erfolgreichen mittelständischen Industrieunternehmen und deren kontinuierliche Weiterentwicklung. INDUS kauft ausschließlich Unternehmen, die in interessanten Nischenmärkten aktiv und innerhalb ihrer Märkte führend sind. Die Gesellschaft betrachtet sich als führenden Ansprechpartner für Nachfolgeregelungen im deutschsprachigen Mittelstand.

Im Fokus der Akquisitionen liegen Unternehmen, die beweisen können, dass sie als erfolgreiche Produktionsunternehmen über ein stabiles Geschäftsmodell mit wachstumsstarken Produkten verfügen. Dementsprechend schließt INDUS den Erwerb von Start-up-Unternehmen und ein Engagement in Restrukturierungsfällen, aber auch "reife" Unternehmen, die sich bereits in der Abschwungphase befinden, aus ihren Überlegungen aus.

Exit-Strategien spielen bei den Kaufentscheidungen keine Rolle, da das Prinzip "buy and hold" zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie und -philosophie ist. Zu den Geschäftszielen von INDUS gehört aber auch das Erzielen einer möglichst konstanten Portfolioperformance.

Daher ist in begründeten Einzelfällen eine spätere Trennung denkbar - zum Beispiel, wenn sich die ursprünglichen Rahmen- und Marktbedingungen für ein Portfoliounternehmen nach erfolgreichen Jahren gravierend ändern und eine wirtschaftliche Fortführung nicht mehr sinnvoll wäre.

INDUS strebt eine größtmögliche Diversifikation innerhalb ihrer aktuell fünf Segmente an. Auf diese Weise werden Risiken minimiert. Wenn INDUS sich an Unternehmen aus der gleichen Industrie beteiligt, achtet die Gesellschaft darauf, dass diese Unternehmen unterschiedliche Märkte bedienen bzw. unterschiedliche Kunden beliefern.

Investitionskriterien und Portfoliozusammensetzung: Identifizieren von Hidden Champions

Die Entscheidung für eine Investition in ein neues Unternehmen trifft der Vorstand nach einer detaillierten quantitativen und qualitativen Analyse. Für INDUS haben Unternehmen, die Umsätze zwischen 20 und 100 Mio. EUR jährlich erzielen und dabei ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zwischen 2 und 10 Mio. EUR erwirtschaften, die optimale Größe. Damit wird gewährleistet, dass innerhalb des Beteiligungsportfolios keine Klumpenrisiken entstehen und das ausgewogene Chancen-Risiko-Profil nicht beeinträchtigt wird.

Bei einem Kauf eines Unternehmens analysiert INDUS die jeweilige Branchensituation mit besonderer Aufmerksamkeit. Entscheidend ist die nachhaltige Stabilität des Geschäftsmodells. Innerhalb einer attraktiven Nische sollten sowohl das jeweilige Unternehmen als auch die Branche über langfristiges Wachstumspotenzial verfügen. INDUS verfolgt bei ihren Akquisitionen stets das Ziel, die Mehrheit der Anteile zu halten. Gleichzeitig legt die Gesellschaft Wert auf eine enge Bindung der geschäftsführenden Unternehmer über den Kaufzeitpunkt hinaus - um den kontinuierlichen Geschäftserfolg zu wahren. Diese Bindung kann durch entsprechende Beteiligungsmodelle für einzelne Geschäftsführer unterstützt werden.

Akquisitionskriterien der INDUS Holding AG

Stabiles Geschäftsmodell mit erfolgreichem Produktprogramm

Breite Abnehmerstruktur

Nischenpositionierung

Umsatz zwischen 20 und 100 Mio. EUR

EBIT-Marge von rd. 10 % und mehr

Nachweislich positiver Netto-Cashflow

Eigenkapitalquote über 30 %

Geringe Bankverbindlichkeiten

INDUS-Aktionäre investieren in ein breit gestreutes Unternehmensportfolio, das kaum anfällig ist für Marktschwankungen. Auf dieser Grundlage strebt INDUS ein nachhaltiges Wachstum, eine regelmäßige EBIT-Marge zwischen 10 und 12 % und die Steigerung des Unternehmenswerts an. Den operativen Erfolg ihrer Unternehmen gibt INDUS regelmäßig über die Auszahlung einer Dividende (Zielwert: 50 % des AG-Gewinns) an ihre Anleger weiter.

Unternehmenssteuerung: INDUS setzt auf internes und externes Wachstum

Das erklärte Ziel von INDUS ist es, weiter zu wachsen. Dazu setzt die Gesellschaft zum einen auf internes organisches Wachstum aus dem bestehenden Portfolio. INDUS begleitet ihre Beteiligungen bei deren unternehmerischer Entwicklung und unterstützt deren Wachstumspläne, sei es durch Erschließen neuer Märkte als auch neuer Zielgruppen. Um die Positionen der Tochtergesellschaften weiter nachhaltig auszubauen, unternimmt INDUS zusätzlich Investitions- bzw. Akquisitionsanstrengungen über strategische Ergänzungskäufe auf Ebene der Enkelgesellschaften.

Zum anderen nimmt die Gesellschaft gezielt Zukäufe von weiteren so genannten Hidden Champions aus industriellen Wachstumsmärkten in den Blick. Interessante Investitionschancen sieht INDUS in den Geschäftsfeldern Infrastruktur, Logistik und Verkehr, Medizin- und Gesundheitstechnik, Energie- und Umwelttechnik sowie Automatisierungs-, Mess- und Regeltechnik. Die Identifikation solcher "Marktführer in der Nische" sieht der Vorstand von INDUS als seine wesentlichste strategische Aufgabe.

Die INDUS-Gruppe hat sich in ihrer über 20-jährigen Unternehmensgeschichte ein breites Netzwerk aufgebaut. Ihre Kontakte zu Banken, Versicherungen, M&A-Häusern, Beratungsgesellschaften, Rechtsanwälten und Wirtschaftsprüfern sichern einen steten Zufluss an potenziellen Akquisitionsobjekten. INDUS legt sehr viel Wert auf eine gute Reputation. Die Gesellschaft genießt als Finanzinvestor im industriellen Mittelstand ein hohes Ansehen, da sie ihre Beteiligungen als verlässlichen Partner langjährig begleitet und entwickelt.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Für den geschäftlichen Erfolg spielen nicht finanzielle Leistungsindikatoren eine große Rolle. Insbesondere die Vertrauenswürdigkeit als Geschäftspartner ist dabei enorm wichtig. Mittelständische Unternehmensgründer, die einen langfristig orientierten Käufer für ihr Unternehmen suchen, vertrauen INDUS, die aufgrund ihres über 25jährigen Bestehens die Geschäftsstrategie des Kaufen, Haltens und Entwickelns von mittelständischen Hidden Champions unter Beweis gestellt hat. Ebenso ist INDUS als verlässlicher Partner bei ihren Kapitalgebern bekannt. Diese schätzen zudem die hohe Transparenz von INDUS, die aufgrund der Notierung im Prime Standard SDAX der Deutschen Börse besteht. Das Managementteam verfügt über langjährige Erfahrungen durch das Ausüben von Führungsfunktionen in der Industrie und im Bankwesen. So ist INDUS in der Lage, die Geschäftsentwicklungen in den für sie relevanten Branchen mit eigener Expertise beurteilen zu können und für die Geschäftsführer vor Ort als Sparringspartner zu fungieren.

Forschung und Entwicklung

Töchter betreiben F&E eigenständig

Da INDUS als Finanzinvestor selbst keine F&E-Aktivitäten betreibt und die Einzelunternehmen der INDUS-Gruppe in sehr unterschiedlichen Märkten und Branchen agieren, ist ein Bericht über die Forschung und Entwicklungstätigkeit der gesamten Gruppe wenig zielführend. Kontinuierliche Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind aber natürlich die Basis für die gute Marktposition der Beteiligungsgesellschaften in ihren jeweiligen Nischenmärkten.

Ziel der von den einzelnen Beteiligungsgesellschaften eigenständig gesteuerten F&E-Aktivitäten ist es, die vorhandenen Produkte weiterzuentwickeln, innovative Produkte bis zur Marktreife zu führen und erfolgreich im Markt zu platzieren sowie die Produktionsprozesse zu optimieren. Sämtliche eingesetzten Verfahren werden kontinuierlich weiterentwickelt. Neue Technologien und Materialien werden auf Verbesserungspotenziale für die Prozesskette geprüft. Im Mittelpunkt der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten stehen sowohl die Frage des Mehrwertes der einzelnen Produkte für den Kunden als auch ökologische Aspekte.

Die ausgewiesenen Aufwendungen in der Konzernrechnungslegung der INDUS-Gruppe für F&E-Investitionen lagen 2011 bei 7,7 Mio. EUR (Vorjahr: 7,1 Mio. EUR).

Nachhaltigkeit

Code of Conduct verabschiedet

INDUS bekennt sich zu den Prinzipien nachhaltigen Wirtschaftens: Die Führungsgesellschaft und die Portfoliounternehmen pflegen einen fairen und respektvollen Umgang mit Mitarbeitern, Lieferanten und Geschäftspartnern. Sie unterstützen den Schutz von Umwelt und Ressourcen und nehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr. Die Mitarbeiter sind dem Grundsatz verpflichtet, gesetzliche Regelungen und ethische Standards unbedingt einzuhalten. Anfang 2011 hat INDUS daher erstmals einen Code of Conduct für die Gruppe verabschiedet. Er unterstützt die Mitarbeiter der AG und der Beteiligungsunternehmen mit ethischen Leitlinien in ihrem Handeln. Die Richtlinie findet sich auf der Unternehmenswebsite von INDUS (www.indus.de/investoren_und_presse-corporate_governance.html)

Eine verantwortungsvolle Unternehmensführung besitzt für die INDUS Holding AG einen hohen Stellenwert. Sie ist Teil des Selbstverständnisses. Auch hier orientiert sich INDUS an den wirtschaftsethischen Grundsätzen der Stetigkeit und Nachhaltigkeit. Die Beteiligungen von INDUS nehmen ihre Verantwortung als Teil der Gesellschaft eigenständig wahr - aktiv und mit Bezug zu ihrem regionalen Kontext. Sie unterstützen mit ihrem Engagement kulturelle und soziale Projekte in der Nachbarschaft.

Auch der verantwortungsvolle Umgang mit den natürlichen Ressourcen ist für INDUS zentral. Grundlagen für das Handeln sind detaillierte Regelungen und Maßnahmen, die von den Geschäftsführern der einzelnen Beteiligungsgesellschaften mit Blick auf das spezifische Umfeld im Einklang mit der Unternehmensphilosophie entwickelt und umgesetzt werden.

Ziel für CO2-Reduktion formuliert

Für das Berichtsjahr 2011 wird sich INDUS erneut am von den großen institutionellen Investoren initiierten Carbon Disclosure Project (CDP 2012) beteiligen (www.cdproject.com). Im Rahmen des CDP-Projekts erfolgt eine systematische Auseinandersetzung mit den Chancen und Risiken infolge des Klimawandels und den daraus abgeleiteten konkreten Maßnahmen, die sich für die berichtenden Unternehmen aus den Folgen des Klimawandels ergeben. Außerdem wird die Gesamtmenge von global emittiertem CO2 bilanziert (CO2 -Footprint). Nachdem für die Geschäftsjahre 2009 und 2010 lediglich die CO2 -Emmissionen der INDUS-Gruppe bilanziert wurden, wurde für das Jahr 2011 und die Folgejahre erstmals ein konkretes jährliches Einsparziel von 2 % für die spezifischen CO2 -Emissionen der INDUS-Gruppe (gemessen in Tonnen CO2 pro Mio. EUR Rohertrag) formuliert. Daten zur Zielerreichung 2011 wird das CDP 2012 liefern, dessen Auswertung allerdings erst zur Jahresmitte 2012 vorliegen wird.

Mitarbeiter

Hohe Identifikation, flache Hierarchien und schnelle Verantwortungsübernahme

Der Erfolg der INDUS Holding AG hängt maßgeblich ab von den fachlichen und persönlichen Qualifikationen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Aufgrund des kleinen Teams sind daher fächerübergreifende Qualifikationen und Teamorientierung sehr wichtig. INDUS überträgt frühzeitig Verantwortung und Kompetenzen an ihre Mitarbeiter. Kurze Entscheidungswege und flache Hierarchien kennzeichnen die Struktur. Zum Ende des Geschäftsjahrs beschäftigte die INDUS Holding AG (ohne die Mitglieder des Vorstandes) 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Von den Angestellten waren 12 Personen in Vollzeit und drei in Teilzeit beschäftigt.

Förderung der Mitarbeiterkompetenzen wird in den Unternehmen gepflegt

Die fachlichen und sozialen Kompetenzen der Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital eines Unternehmens. Zur Förderung dieses Kapitals bieten die Beteiligungsgesellschaften eine Reihe an Weiterbildungsmaßnahmen an; sie sind abgestimmt auf die individuellen Fähigkeiten der einzelnen Mitarbeiter. Die dezentrale Organisation des Weiterbildungsprogramms durch die einzelnen Beteiligungsgesellschaften in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern gewährleistet einen eng an den spezifischen Anforderungen ausgerichteten Ausbau des Know-hows.

Die Beteiligungsunternehmen steuern ihre Personalarbeit quantitativ wie auch qualitativ eigenständig; Im Rahmen der allgemeinen Planung zwischen INDUS und den Portfoliounternehmen achtet INDUS allein darauf, dass - in Abhängigkeit vom jeweiligen Unternehmen - Flexibilität in den Produktions- und Personalkosten erhalten bleibt. Durchschnittlich sollten die Unternehmen flexible Kapazitäten von ca. 20 % vorhalten.

Im Jahresdurchschnitt waren bei den Unternehmen aus dem INDUS-Portfolio 6.733 Mitarbeiter (Vorjahr: 6.036) beschäftigt.

Corporate Governance

Vorstand Und Aufsichtsrat verpflichten sich den Prinzipien, vier begründete Abweichungen

Die Prinzipien verantwortungsbewusster und guter Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Leitungs- und Kontrollgremien der INDUS Holding AG. Der Vorstand berichtet in dieser Erklärung - zugleich auch für den Aufsichtsrat - gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie gemäß § 289a Abs. 1 HGB über die Unternehmensführung.

Das Handeln von INDUS ist auf nachhaltigen Erfolg ausgelegt. Diese Verhaltensmaxime prägt INDUS seit ihrer Gründung. Die Unternehmens- und Portfoliostrategie ist darauf ausgerichtet. Der Deutsche Corporate Governance Kodex dokumentiert die Grundsätze für eine wertorientierte, transparente Unternehmensführung und -kontrolle. Auch diese sind auf eine nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtet. Vorstand und Aufsichtsrat der INDUS Holding AG handeln daher im Sinne der Empfehlungen des Kodex und folgen bereits seit Jahren den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Sie haben im Dezember 2011 gemeinsam die nach § 161 AktG erforderliche Entsprechenserklärung abgegeben und den Aktionären auf der Internetpräsenz unter www.indus.de dauerhaft zugänglich gemacht. In der Entsprechenserklärung wird erläutert, warum INDUS in vier Einzelfällen von den Empfehlungen abweicht.

Entsprechenserklärung

Vorstand und Aufsichtsrat erklären, dass das Unternehmen den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) in der Fassung vom 26. Mai 2010 in wesentlichen Punkten entspricht und in der Vergangenheit entsprochen hat. Auch in Zukunft beabsichtigen Vorstand und Aufsichtsrat, die Empfehlungen zu beachten. Dabei gelten folgende Ausnahmen:

Kodex Ziffer 3.8 Für die Mitglieder des Aufsichtsrates wurde und wird beim Abschluss einer D &O-Versicherung kein Selbstbehalt vereinbart.

Der Kodex empfiehlt, bei Abschluss von Haftpflichtversicherungen für Aufsichtsratsmitglieder (sogenannte Directors and Officers Liability Insurance - D&O-Versicherung) einen Selbstbehalt vorzusehen, während der Selbstbehalt bei Abschluss einer D&O-Versicherung für Vorstandsmitglieder gesetzlich vorgeschrieben ist. Die INDUS Holding AG ist der Auffassung, dass die Vereinbarung eines Selbstbehalts nicht geeignet wäre, die Motivation und Verantwortungsbereitschaft zu verbessern, mit denen die Mitglieder des Aufsichtsrats die ihnen übertragenen Aufgaben und Funktionen wahrnehmen.

Kodex Ziffer 5.3.2: Ein Prüfungsausschuss im Aufsichtsrat bestand und besteht nicht.

Die bisherige Praxis, dass sich der gesamte Aufsichtsrat mit allen sechs Mitgliedern möglichst mit allen Themen befasst, soll beibehalten werden. Dies gilt auch hinsichtlich der Einrichtung eines Prüfungsausschusses (Audit Committee). Ein spezielles Audit Committee ist nicht eingerichtet worden, da sich der gesamte Aufsichtsrat in einer eigenen Sitzung mit dem Prüfungsbericht über den Jahresabschluss befasst.

Kodex Ziffer 5.4.6: Die Mitglieder des Aufsichtsrates sollen neben einer festen eine erfolgsorientierte Vergütung erhalten. Die erfolgsorientierte Vergütung sollte auch auf den langfristigen Unternehmenserfolg orientierte Bestandteile enthalten.

Unserer Auffassung nach ist die Qualität der Arbeit der Aufsichtsräte unabhängig vom Geschäftserfolg zu sehen. Daher enthält die Aufsichtsratsvergütung einen angemessenen fixen Part und einen aufwandsbezogenen, variablen Part. Gerade in schwierigen Zeiten entsteht bei der Wahrnehmung einer intensiven Aufsichtsratstätigkeit erheblicher Mehraufwand; diesen Mehraufwand vergütet INDUS in Form eines Sitzungsgeldes.

Kodex Ziffer 7.1.2: Eine Veröffentlichung des Konzernabschluss binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende und des Zwischenberichts 45 Tage nach Ende des Berichtszeitraums war und ist mit der notwendigen Sorgfalt nicht durchführbar.

Wir halten uns an die gesetzlichen Regeln bzw. die Regeln der Frankfurter Wertpapierbörse, wonach der Konzernabschluss binnen vier Monaten nach Ablauf des Geschäftsjahres bzw. Zwischenberichte binnen zwei Monaten nach dem Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich sein sollen. Vor dem Hintergrund des Geschäftsmodells der INDUS Holding AG ist insbesondere zur abgesicherten und qualifizierten Ermittlung der Abschlüsse aller Tochter- und Enkelgesellschaften ein entsprechender Zeitkorridor erforderlich. Eine frühere Abschlusspublizität würde zu Lasten der Qualität der Abschlüsse gehen.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der INDUS Holding AG bestellt den Vorstand, berät ihn bei der Leitung des Unternehmens und überwacht dessen Geschäftsführung. Informationen über die Schwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit im vergangenen Jahr sind im Bericht des Aufsichtsrats abgedruckt. Der Aufsichtsrat bestand im Berichtsjahr aus sechs Personen. Der nächste Wahltermin für vier Mitglieder des Aufsichtsrates ist die Hauptversammlung im Jahr 2012, in der über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2011 beschlossen wird.

Kein Aufsichtsratsmitglied übte und übt Organfunktionen oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern von INDUS aus. Beachtet ist zudem die Empfehlung aus dem Kodex, dass dem Aufsichtsrat nicht mehr als zwei ehemalige Vorstandsmitglieder angehören sollen; im Aufsichtsrat ist mit Herrn Burkhard Rosendfeld als Aufsichtsratsvorsitzender derzeit ein ehemaliges Vorstandsmitglied vertreten. Er schied 2005 aus dem Vorstand aus und wurde 2008 in den Aufsichtsrat berufen.

Gemäß aktuellem Corporate Governance Kodex soll sich der Aufsichtsrat für seinen Zusammensetzung konkrete Ziele setzen und diese Ziele bei künftigen Wahlvorschlägen berücksichtigen. Diese Ziele sollen die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, eine Altersgrenze und die angemessene Beteiligung von Frauen berücksichtigen. Der Aufsichtsrat von INDUS hat sich daher folgende Ziele hinsichtlich seiner künftigen Zusammensetzung gesetzt:

Altersgrenze

Bei der Bestellung von Aufsichtsratsmitgliedern besteht eine Regelaltersgrenze von 70 Jahren.

Potentielle Interessenkonflikte

Bei Vorschlägen des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien wird besonders darauf geachtet, potenzielle Interessenkonflikte zu vermeiden. Dies betrifft insbesondere Kandidaten, die für Wettbewerber tätig waren oder sind oder die in einer Geschäftsbeziehung mit der INDUS Holding AG standen oder stehen.

Internationale Tätigkeit

Die INDUS Holding AG vereint derzeit ausschließlich Gesellschaften mit Sitz im deutschsprachigen Raum unter dem Dach der Holding; diese Gesellschaften verfügen zum Teil über Auslandstöchter und dort sind mehrheitlich nationale Führungskräfte beschäftigt. Für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats besteht derzeit unter Verweis auf dieses Geschäftsmodell der INDUS Holding AG kein Handlungsbedarf in Richtung Internationalisierung.

Diversity, angemessene Beteiligung von Frauen

Bei den Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern wird auf die zur Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen sowie auf Vielfalt bei der Zusammensetzung (Diversity) geachtet und dieses im Unternehmensinteresse abgewogen. Der Aufsichtsrat begrüßt die Zielsetzung der DCGK-Kommission zur Förderung von Frauen in Führungspositionen und Aufsichtsräten und hat sich zum Ziel gesetzt, mehr qualifizierte Frauen für diese Positionen zu gewinnen. Der Aufsichtsrat verpflichtet sich, bei künftigen Wahlvorschlägen stets explizit nach geeigneten Kandidatinnen zu suchen. Grundsätzlich achtet der Aufsichtsrat auf die fachliche Mischung, auf die Mischung aus Vertretern aus Industrie und Finanzkreisen und auf die Mischung verschiedener Altersgruppen in seinem Kreis.

Arbeitsweise und Zusammensetzung des Aufsichtsrats und der Ausschüsse

Vom Aufsichtsrat der INDUS Holding AG wurde der Personalausschuss gebildet. Dieser Ausschuss besteht aus drei Mitgliedern. Seine Aufgaben bestehen darin, Vorstandspersonalien, insbesondere die Anstellungsverträge und sonstige Verträge mit Vorstandsmitgliedern sowie Zustimmungen zur Ausübung von Nebentätigkeiten durch Mitglieder des Vorstands zu behandeln. Entscheidungen werden nur dann delegiert, wenn das Gesamtgremium des Aufsichtsrats kraft Gesetz zuständig ist. Dies gilt besonders für die Entscheidungen des Aufsichtsrats zur Struktur der Vergütungen für Vorstandsmitglieder und, seit Inkrafttreten des VorstAG, auch für die Festsetzung der Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder. Der Ausschuss hat hierzu Vorschläge zu erarbeiten und dem Gesamtplenum zur Beratung und Beschlussfassung zu unterbreiten.

Sitzungen des Ausschusses finden regelmäßig als Präsenzsitzungen statt. Außerhalb von Sitzungen sind Beschlussfassungen schriftlich zulässig, sofern der Vorsitzende des Aufsichtsrats dies anordnet. Wie auch im Aufsichtsrat bedürfen Beschlüsse des Ausschusses, soweit gesetzlich nicht anderweitig geregelt, der einfachen Mehrheit. Der Vollzug von Beschlüssen des Aufsichtsrats und seines Ausschusses obliegt dem Aufsichtsratsvorsitzenden.

Vorstand

Der Vorstand der INDUS Holding AG leitet das Unternehmen und führt dessen Geschäfte. Er entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt diese mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Darüber hinaus bestimmt der Vorstand die unternehmerischen Ziele, die Jahres- und Mehrjahresplanung, das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem und das Controlling der einzelnen Beteiligungsgesellschaften. Eine weitere Pflicht des Vorstands liegt in der Aufstellung der Quartals-, Halbjahres- und Konzernabschlüsse. Der Vorstand bestand im Berichtsjahr aus vier Personen. Unverändert gehörten ihm Helmut Ruwisch (Vorstandsvorsitzender), Jürgen Abromeit, Dr. Wolfgang E. Höper und Dr.-Ing. Johannes Schmidt an. Die vom Aufsichtsrat getroffene Festlegung zur Altersgrenze für Vorstandsmitglieder, die eine Beendigung des Mandats mit Vollendung des 67. Lebensjahrs vorsieht, wurde eingehalten.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Die Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie des Personalausschusses ist in der Rubrik Organe dargestellt. Zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat wird auf den Corporate Governance Bericht (s. o.) verwiesen. Ausschüsse des Vorstands bestehen nicht. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend insbesondere über sämtliche relevante Fragen zur Unternehmensplanung, Strategieentwicklung, Ertrags- und Finanzlage sowie Risikolage, das Risikomanagement und die Compliance. Der Vorstand leitet dem Aufsichtsrat die Halbjahres- und Quartalsberichte zu, um diese vor der Veröffentlichung zu erörtern. Insbesondere werden auch Ziel- und Planabweichungen des Geschäftsverlaufs sowie die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung der Gruppe erläutert. Entscheidungen, die für den Konzern wesentlich sind, bedürfen nach den Bestimmungen der Geschäftsordnung der Zustimmung des Aufsichtsrats.

Vermeidung von Interessenkonflikten

Berater- und sonstige Dienstleistungs- und Werkverträge zwischen einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft bestanden im vergangenen Berichtsjahr nicht. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind, traten im Berichtsjahr nicht auf.

Vergütungsbericht

Der nachfolgende Vergütungsbericht ist gleichzeitig Bestandteil des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts. Das Gesetz über die Offenlegung der Vorstandsvergütungen (VorstOG) sieht die individualisierte Veröffentlichung der Bezüge der Vorstandsmitglieder vor. Diese sollen nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten sowie Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung aufgeschlüsselt werden.

Vergütungssystem entspricht seit 2010 dem Gesetze zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG)

Das Vergütungssystem für den Vorstand wurde in 2009 überprüft und auf der Hauptversammlung 2010 durch den Aufsichtsrat vorgestellt. Die Neuerungen beinhalten nun auch eine Nachhaltigkeitskomponente. Für 2010 wurde das neue Vergütungssystem für alle Vorstandsverträge bereits angewendet. Das System enthält keine zusätzlichen Pensionszusagen. Das Vergütungssystem besteht nun gesetzeskonform aus drei Elementen: Festgehalt, Short Term Incentive und Long Term Incentive. Die variablen Anteile machen zusammen rund 40 % der Bezüge aus; Komponenten mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage und kurzfristig variable Elemente sind angemessen gewichtet. Mit einer höheren Grundvergütung wurde zudem ein marktübliches Vergütungsniveau erreicht und ein Ausgleich für eine fehlende arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersversorgung geschaffen.

Das Short Term Incentive bemisst sich am Konzern-EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen). Die Zielmarke wird jährlich im Rahmen der Unternehmensplanung festgelegt. Bei einer 100 %igen Zielerreichung entspricht der Bonusfaktor ebenfalls 100 %. Liegt die Zielerreichung unter 50 %, ergibt sich für den Bonusfaktor ein Wert von 0. Bei einer Zielerreichung zwischen 50 % und 125 % erhöht sich der Bonusfaktor um 2 Prozentpunkte je Prozentpunkt Zuwachs. Ab einer Zielerreichung von über 125 % besteht ein Cap (maximale Obergrenze).

Das Long Term Incentive besteht aus sogenannten virtuellen Aktienoptionen (Stock Appreciation Rights). Dazu wird zum Ausgabezeitpunkt ein Basispreis der Wertsteigerungsrechte festgestellt. Auf Basis des vertraglich vereinbarten Zielwertes ergibt sich die Anzahl der virtuellen Aktienoptionen. Eine Auszahlung kann nur erfolgen, wenn der Aktienkurs im Ausübungszeitraum über diesem Basispreis liegt und definierte Erfolgshürden erreicht wurden (Mindestkurssteigerung von 12 %). Der frühestmögliche Zeitpunkt der Auszahlung wird von einer Sperrfrist (4 Jahre) abhängig gemacht; es besteht eine Obergrenze (Cap) bei Erreichen von 200 % des Zielbonus. Im Geschäftsjahr 2011 wurden insgesamt 116.475 Stock Appreciation Rights (SAR) zum Basispreis von jeweils EUR 23,35 gewährt (Tranche 2011). Die Auszahlungsansprüche aller Berechtigten aus dieser Tranche sind auf insgesamt TEUR 630 begrenzt. Zum Zeitpunkt ihrer Gewährung betrug der beizulegende Zeitwert der SAR insgesamt TEUR 350. Der ermittelte zeitanteilige beizulegende Zeitwert der gewährten SAR betrug zum Bilanzstichtag TEUR 326 (Vorjahr: TEUR 136) und ist unter Berücksichtigung der Abzinsung in den Personalaufwendungen enthalten.

Die Vorstandsmitglieder erhielten im Berichtsjahr 2011 folgende direkte Vergütungen:

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in Tsd. EUR Feste Vergütung Variable Vergütung virtuelle Aktienoptionen Gesamt
Helmut Ruwisch 522 448 114 1.084
Jürgen Abromeit 330 303 40 673
Dr. Wolfgang Höper 261 253 40 554
Dr. Johannes Schmidt 327 303 40 670
Gesamt 1.440 1.307 234 2.981
Vorjahr 1.379 1.480 136 2.995

Durch Gehaltsumwandlung wurden 54 TEUR zur Gewährung von Pensionsansprüchen verwendet (Vorjahr: 54 TEUR). Sonstige irgendwie geartete Leistungs- oder Pensionszusagen bestanden und bestehen nicht; die feste Vergütung beinhaltet auch die steuerpflichtigen geldwerten Vorteile. Es existieren keine Pensionsverpflichtungen für ehemalige Organmitglieder oder deren Hinterbliebene.

Aufsichtsrat

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in Punkt 6.16 der Satzung geregelt. Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält außer dem Ersatz seiner Auslagen für seine Tätigkeit im jeweils abgelaufenen Geschäftsjahr eine Grundvergütung in Höhe von 30.000 EUR sowie ein Sitzungsgeld von 3.000 EUR pro Sitzung. Der Vorsitzende erhält das Doppelte der beiden vorgenannten Beträge, der Stellvertreter das Eineinhalbfache. Den Aufsichtsratsmitgliedern wird die Mehrwertsteuer erstattet, soweit sie bei der Gesellschaft als Vorsteuer abzugsfähig ist. Für den Aufsichtsrat bestehen keine Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme. Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder belief sich im Geschäftsjahr 2011 insgesamt auf 374 TEUR (Vorjahr: 212 TEUR). Für persönlich erbrachte Beratungsleistungen an Konzerngesellschaften erhielten Aufsichtsratsmitglieder im Berichtsjahr 0 TEUR (Vorjahr: 7 TEUR).

Die Aufsichtsratmitglieder erhielten im Berichtsjahr 2011 folgende Vergütungen:

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  Fixe Vergütung Sitzungsgeld MWst Gesamt
Burkhard Rosenfeld 60.000 48.000 20.520 128.520
Dr. Jürgen Allerkamp 45.000 31.500 14.535 91.035
Dr. Ralf Bartsch 30.000 15.000 8.550 53.550
Dr. Uwe Jens Petersen 30.000 15.000 8.550 53.550
Dr. Egon Schlütter 30.000 24.000 10.260 64.260
Carl Martin Welcker 30.000 15.000 8.550 53.550
Gesamt 225.000 148.500 70.965 444.465

Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte

Meldungen über Geschäfte von Führungspersonen (Directors' Dealings) gemäß § 15a WpHG lagen 2011 nicht vor. Sofern entsprechende Ereignisse eintreten, werden sie über zeitnahe Meldungen auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht. Der direkte und indirekte Besitz von Aktien oder sich auf Aktien beziehenden Derivaten von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern hat nach den vorliegenden Meldungen in keinem Einzelfall und auch nicht in der Summe den Schwellenwert von 1 % der ausgegebenen Aktien überschritten.

Transparenz

INDUS informiert Aktionäre, Aktionärsvereinigungen, Analysten, Medien und die interessierte Öffentlichkeit regelmäßig und zeitnah über die aktuelle Geschäftsentwicklung und die Lage des Unternehmens. Die Gesellschaft behandelt die verschiedenen Personengruppen gleichzeitig und gleichberechtigt. Aus diesem Grund werden alle wesentlichen Informationen, insbesondere Geschäfts- und Quartalsberichte, Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen, Analysteneinschätzungen und ein Finanzkalender auf der Internetseite des Unternehmens veröffentlicht. Um eine Erstellung des Konzernabschlusses und der Quartalsberichte mit der notwendigen Sorgfalt zu gewährleisten, werden der Geschäftsbericht vier Monate nach Ende des Geschäftsjahres und die Quartalsberichte jeweils zwei Monate nach Quartalsende veröffentlicht. Im Berichtsjahr veröffentlichte INDUS zwei Ad-hoc-Mitteilungen gemäß § 15 WpHG. Sie betrafen die Ankündigung einer Kapitalerhöhung. Wichtige Neuigkeiten über das Unternehmen wurden über aktuelle Pressemitteilungen verbreitet.

Aktionäre und Hauptversammlung

Aktionäre und potenzielle Anleger können sich jederzeit im Internet über die aktuelle Lage des Unternehmens informieren. Die Aktionäre nehmen zudem ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Jede Aktie besitzt eine Stimme. Sämtliche für die Entscheidungsfindung notwendigen Unterlagen veröffentlicht INDUS rechtzeitig auf ihrer Internetseite. INDUS unterstützt die Aktionäre bei der Wahrnehmung ihres Stimmrechts durch die Benennung eines Stimmrechtsvertreters, der auf der Hauptversammlung gemäß den Weisungen der Aktionäre abstimmt. Im vergangenen Jahr fand die Hauptversammlung mit rund 500 Teilnehmern am 5. Juli 2011 in Köln statt.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Der Konzernabschluss wird seit Beginn des Jahres 2005 nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Auf den Einzelabschluss der INDUS Holding AG finden unverändert die Vorschriften des HGB Anwendung. Die Abschlussprüfung wurde für den Konzern und den Einzelabschluss von der Treuhand- und Revisions AG Niederrhein, Krefeld, durchgeführt. Die entsprechende Unabhängigkeitserklärung gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde vom Aufsichtsrat eingeholt. Die Erteilung des Prüfungsauftrags für den Einzel- und Konzernabschluss erfolgt durch den Aufsichtsrat im Anschluss an den Beschluss der Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat vereinbarte mit dem Abschlussprüfer, dass der Aufsichtsratsvorsitzende unverzüglich über Ausschluss- und Befangenheitsgründe während der Prüfung unterrichtet wird. Darüber hinaus soll der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse umgehend berichten.

INDUS-Aktie

Die Kursentwicklung der INDUS-Aktie verlief im vergangenen Geschäftsjahr nahezu parallel zu den Vergleichsindizes SDAX und DAX. Trotz eines sehr guten Geschäftsjahres und der Anhebung der Umsatz- und Ergebnisprognose zur Jahresmitte verzeichnete die INDUS-Aktie 2011 insgesamt ein Kursminus von 15,8 % (DAX -15,6 %, SDAX -15,7 %).

Aktienkurs: Volatiler Kursverlauf aufgrund politischer Unruhen und Eurokrise

Das Jahr 2011 war durch eine Reihe von Krisen gekennzeichnet. Bestimmten im ersten Halbjahr noch die möglichen Folgen der japanischen Atomkatastrophe und die politischen Unruhen in Nordafrika die Kapitalmärkte, so wurde ab Sommer 2011 die Schuldenkrise im Euroraum zum beherrschenden Thema. Infolge dieser Ereignisse reagierten die Kapitalmärkte mit Kursabschlägen auf breiter Front. Den Kurseinbruch aufgrund der japanischen Tsunamikatastrophe im ersten Halbjahr 2011 machte die INDUS-Aktie zur Jahresmitte wieder wett und erreichte zum 5. Juli den Jahreshöchststand von 24,90 EUR. Hier dürften die zuversichtlichen Aussagen auf der Hauptversammlung über den Verlauf des Geschäftsjahrs und die Bestätigung der Umsatz- und Gewinnprognosen kursstimulierend gewirkt haben. Infolge der Verunsicherung der Märkte durch die europäische Schuldenkrise gaben die allgemeinen Kurse im zweiten Halbjahr erneut nach. Auch INDUS konnte sich dieser Entwicklung nicht entziehen trotz der Bekräftigung ihrer positiven wirtschaftlichen Prognose. Zum Jahresende 2011 lag der Kurs bei 18,86 EUR.

Liquidität der Aktie: Rund 2,6 Mio. Aktien über Regionalbörsen und OTC gehandelt

Der Börsenhandel in der INDUS-Aktie entwickelte sich 2011 wieder leicht nach oben. Durchschnittlich wurden im Geschäftsjahr 40.168 Aktien pro Tag gehandelt (Jahresdurchschnitt 2010: 38.479 Stück). Für den Börsenhandel sind die deutschen Regionalbörsen nach wie vor wichtig: Rund 14 % der Umsätze (das entspricht rund 1,5 Mio. Aktien im Jahr 2011) liefen über diese Plattformen. Darüber hinaus fanden weitere Umsätze auch außerhalb der Börsen statt. Laut dem Informationssystem Bloomberg wurden neben den rund 9,4 Mio. über die Börsen gehandelte Aktien weitere rund 1,1 Mio. Aktien direkt zwischen Käufer und Verkäufer gehandelt. Im gemeinsamen Ranking von SDAX und MDAX der Deutschen Börse Frankfurt liegt die Aktie zum Stichtag bei der freien Marktkapitalisierung auf Platz 58 und beim Börsenumsatz auf Platz 67 (Vorjahr: Plätze 56 und 70). Die Marktkapitalisierung der INDUS Holding AG zum Jahresende 2011 erreichte 419,2 Mio. EUR (Vorjahr: 444,35 Mio. EUR).

Kursentwicklung der INDUS-Aktie 2011

Kapitalmaßnahmen: Kapitalerhöhung von 10 % durchgeführt

Am 3. November 2011 beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat eine Kapitalerhöhung von 10 % des Grundkapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts und veröffentlichten die entsprechenden Beschlüsse per Ad-hoc-Meldung. Grundlage für diese Erhöhung war ein Hauptversammlungsbeschluss von 2011. Der Bezugspreis der rund 2 Mio. neuen Aktien ergab sich aus dem gewichteten Durchschnittskurs der letzten fünf Handelstage vor der Ad-hoc-Meldung und einem darauf gewährten Paketabschlag von 2,5 %. Im Gegenzug dazu verpflichtete sich die Versicherungskammer Bayern (VKB), alle neuen Aktien zu einem Ausgabebetrag von 18,40 EUR je Aktie zu zeichnen. Die neuen Aktien sind für das Geschäftsjahr 2011 voll gewinnberechtigt und wurden prospektfrei zum Handel im regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse und der Börse Düsseldorf zugelassen. Einzelheiten der Kapitalerhöhung finden sich auch im Kapitel Vermögenslage.

Aktionärsstruktur: Ankeraktionär VKB stockt Anteilsbesitz über Kapitalerhöhung auf

Mit der Zeichnung der neuen Aktien im Rahmen ihrer langfristig orientierten Kapitalanlagestrategie erhöhte die VKB ihren Anteil an der INDUS Holding AG von rund 9,1 % auf nunmehr rund 17,4%. Der Vorstand ist überzeugt, dass die mit der Kapitalerhöhung vorgenommene Stärkung der Eigenkapital- und Liquiditätsbasis die weitere Unternehmensentwicklung fördert. Das eröffnet der INDUS Holding AG zusätzliche Chancen für die Akquisition neuer Beteiligungsunternehmen.

Zum Bilanzstichtag lag neben der Meldung der Versicherungskammer Bayern eine weitere Meldung eines Investors vor, der eine meldepflichtige Schwelle überschritt. Vorstand und Aufsichtsrat der INDUS Holding AG wurden am 3. März 2011 darüber unterrichtet, dass mehrere Privataktionäre ihre gegenseitige Vertretung in einer Gruppe beschlossen haben. Für den Kreis dieser sogenannten Legitimationsaktionäre spricht Hans Joachim Selzer, Driedorf. Der Kreis hält nach eigenen Angaben bezogen auf das aktuelle Eigenkapital rund 7,8 % der INDUS-Anteile.

Inklusive der neuen Aktien sind nunmehr 22.227.737 Aktien im Umlauf. Der Freefloat der Aktie beträgt zum Jahresende rund 74,8 %; die Aktien sind breit gestreut und liegen nach Kenntnisstand zu 45 % bei privaten und zu 55 % bei institutionellen Anlegern.

Kennzahlen zur Aktie

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in EUR 2009 2010 2011
Ergebnis je Aktie Konzern 0,89 2,59 2,70
Cashflow je Aktie Konzern 4,20 2,69 4,78
Dividende je Aktie 0,50 0,90 1,00*
Dividendenrendite** 4,2 % 4,1% 5,3**
Ausschüttungssumme in Mio. EUR 9,2 18,2 22,2
Jahreshöchstkurs 13,54 24,39 24,90
Jahrestiefstkurs 7,90 11,98 16,85
Jahresschlusskurs 12,00 21,99 18,86
Marktkapitalisierung am 31.12. in Mio. EUR 220,44 444,5 419,2
Durchschnittlicher Tagesumsatz in Stück 39.282 38.479 40.168
Freefloat-Kapitalisierung in % 100 % 91 % 74,8 %

* Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung am 5. Juli 2012
** Basis: Schlusskurse XETRA-Handel zum Bilanzstichtag 2011

Ausschüttung: Dividendenvorschlag von 1,00 EUR je Aktie

Für die Ausschüttung einer Dividende ist der nach HGB ermittelte Bilanzgewinn der INDUS Holding AG maßgeblich. Der Bilanzgewinn der AG zum 31. Dezember 2011 beträgt 47,6 Mio. EUR und ermöglicht somit die Ausschüttung einer Dividende. INDUS verfolgt eine nachhaltige Dividendenpolitik; das Unternehmen will seine Aktionäre mit einer möglichst kontinuierlichen Dividendenausschüttung am Geschäftserfolg angemessen beteiligen. Die Ausschüttungspolitik sieht vor, in der Regel 50 % der Gewinne an die Aktionäre auszuschütten und 50 % zu thesaurieren. Auch in diesem Jahr folgt INDUS mit dem Ausschüttungsvorschlag an die Hauptversammlung dieser Regel, so dass die Ausschüttungssumme voraussichtlich bei 22,2 Mio. EUR liegt.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung eine Dividende von 1,00 EUR je Aktie vor. Mit der Anhebung um 0,10 Cent (plus 11 % gegenüber Vorjahr) tragen Vorstand und Aufsichtsrat der sehr guten Ertragsentwicklung Rechnung. Die Dividendenrendite liegt erneut im langjährigen Niveaudurchschnitt von 4 bis 6 %.

Dividende je Aktie mit Dividendenrendite 2002 bis 2011

Research: Analysten empfehlen INDUS-Aktie zum Kauf

Die zurzeit fünf Banken bzw. Investmenthäuser, die die INDUS-Aktie regelmäßig beobachten, empfahlen die Aktie im Verlauf des gesamten Jahres durchweg zum Kauf. Zum Jahresende lauteten alle Empfehlungen auf "Buy" oder "Add". Das Kursziel nach der Veröffentlichung der vorläufigen Ergebnisse zum Geschäftsjahr 2011 im März 2012 lag in einer Bandbreite von 24 EUR bis 27 EUR. Damit beurteilen alle Analysten die Aussichten positiv. Die aktuelle Bewertung finden Investoren und die interessierte Öffentlichkeit auf der Investor Relations-Internetseite der INDUS Holding AG.

Analysten-Coverage der INDUS Holding AG

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Bankhaus Lampe März 2012 Kaufen Kursziel 24 EUR
Commerzbank März 2012 Add Kursziel 25 EUR
Independent Research März 2012 Kaufen Kursziel 27 EUR
West LB März 2012 Buy Kursziel 26 EUR
WGZ März 2012 Kaufen Kursziel 27 EUR

Dialog mit dem Kapitalmarkt: Umfangreiche Investor-Relations-Aktivitäten

Das Ziel der Investor-Relations-Aktivitäten der INDUS Holding AG ist eine transparente, zeitnahe und umfassende Information der Adressaten über alle kapitalmarktrelevanten Ereignisse des Unternehmens. Die Dialogbemühungen richten sich vor allem an die Aktionäre, Analysten, Wirtschaftsjournalisten und Aktionärsvereinigungen. Im Berichtszeitraum suchte der Vorstand den kontinuierlichen Austausch mit bereits investierten und potenziellen Anlegern im In- und Ausland. Zu diesem Zweck war die INDUS Holding AG auch auf ausgewählten Roadshows in den europäischen Finanzzentren präsent.

Kapitalmarktveranstaltungen im Geschäftsjahr 2011

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13. Januar Roadshow Wien
17. März Roadshow Frankfurt am Main
22. März Roadshow Zürich
29. März Roadshow Frankfurt am Main
12. April Roadshow Düsseldorf
29. April Bilanzpressekonferenz Vorlage des Geschäftsberichts 2010, Düsseldorf
3. Mai Analystenkonferenz, Frankfurt am Main
10. und 11. Mai Roadshow Hamburg, München
6. September Züricher Kapitalmarktkonferenz
16. November West LB Deutschlandkonferenz, Frankfurt am Main
22. November Deutsches Eigenkapitalforum, Frankfurt am Main
24. November Roadshow Wien
28. November Kölner Anlegerforum
30. November Roadshow Köln
1.und 2. Dezember Roadshow Stuttgart und Zürich

Neben der regelmäßigen Veröffentlichung aktueller Informationen zu INDUS - unter anderem über die Zwischenberichterstattung - führte der Vorstand eine Vielzahl von Einzelgesprächen durch. Zudem stand er regelmäßig bei der Veröffentlichung der Quartalsabschlüsse für Interviews und Anfragen zur Verfügung.

Zentrales Dialogforum mit den Privatanlegern war auch im vergangenen Jahr wieder die Hauptversammlung in Köln. Darüber hinaus beantwortete die Investor Relations-Abteilung zahlreiche schriftliche und mündliche Anfragen.

Interessierte Anleger können sich neben den Pflichtveröffentlichungen auch mittels eines elektronischen Newsletters über die aktuellen Ereignisse informieren lassen.

Seit 2009 ist INDUS Mitglied im Deutschen Investor Relations Verband e.V. (DIRK) und unterstreicht damit ihr Interesse an einer transparenten und kontinuierlichen Kommunikation. Der Finanzkalender im Umschlag des Geschäftsberichts liefert eine Übersicht der wichtigsten Termine im laufenden Geschäftsjahr 2012.

Stammdaten zur INDUS-Aktie

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WKN / ISIN 620010 / DE0006200108
Börsenkürzel INH.DE
Aktiengattung Nennwertlose Inhaber-Stückaktien
Handelsplätze XETRA, Frankfurt (Regulierter Markt), Düsseldorf (Freiverkehr), Stuttgart (Freiverkehr)
Marktsegment Prime Standard
Indizes SDAX, DAX International Mid 100, DAXsector Financial Services, DAXsubsector Diversified Financial Services, Classic All Share, Prime All Share, CDAX
Designated Sponsors Commerzbank, WestLB
Grundkapital 57.792.116,42 EUR
Anzahl der Aktien 31.12. 22.227.737
Erstnotiz 13. September 1995
Letzte Kapitalerhöhung 3. November 2011

Rahmenbedingungen

Nur zwei Jahre nach der großen Wirtschaftskrise hat sich die deutsche Wirtschaft 2011 in nahezu allen Bereichen wieder auf Vorkrisenniveau gesteigert. Aber angesichts der Zuspitzung der europäischen und US-amerikanischen Schuldenkrise fürchten viele Unternehmen für 2012 einen erneuten Einbruch.

Gesamtaussage des Vorstandes zu den Rahmenbedingungen 2011

Die Erholung der Weltwirtschaft setzte sich im Kalenderjahr 2011 fort. Allerdings ließ die Wachstumsdynamik im Jahresverlauf nach, besonders spürbar im vierten Quartal. Diese Abschwächung war zum einen zyklisch bedingt, also eine normale Reaktion auf den kräftigen Aufholprozess im vergangenen Jahr. Zum anderen ist sie dem eingeschlagenen Spar- und Konsolidierungskurs in den meisten Industrieländern geschuldet. Die zunehmende Verunsicherung durch die sich ausweitende Staatsschuldenkrise in einer Reihe von Industrienationen sowie mögliche Auswirkungen auf den Bankensektor haben sich Ende 2011 bereits dämpfend ausgewirkt.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Realwirtschaft entwickelte sich 2011 insgesamt positiv

Die positive weltweite Konjunkturdynamik ließ im Verlauf des Jahres 2011 nach. Der Rückgang ist vor allem auf das langsamere Wachstum in den Industrieländern zurückzuführen. Dagegen zeigen die meisten Schwellenländer nach wie vor ein relativ solides Wachstum. Laut der europaweiten Expertengruppe European Economic Advisory Group at CESifo (EEAG) wuchs das Welt-Bruttoinlandsprodukt 2011 um 3,8 %.

Im Euroraum lag der BIP-Zuwachs im Jahresdurchschnitt 2011 bei 1,6 %. Während zu Beginn des Jahres kräftige Unternehmensinvestitionen noch ein hohes Plus mit sich brachten, schwächte sich die Konjunktur im weiteren Jahresverlauf deutlich ab.

In den USA zeigte sich die Konjunktur abgekühlt: Die anhaltend schwierige Lage auf dem Arbeitsmarkt, der weiterhin schwache Immobiliensektor sowie die Konsolidierungszwänge bei den öffentlichen Haushalten belasteten die wirtschaftliche Entwicklung spürbar. 2011 lag das Wachstum lediglich bei 1,7 %. Die Entwicklung in Japan war deutlich von der Naturkatastrophe und deren Folgen gezeichnet. Die BRIC-Länder dagegen wiesen auch 2011 überwiegend ein hohes Wachstum aus.

Im Vergleich zum Euroraum oder zu den USA wuchs die deutsche Wirtschaft 2011 laut Statistischem Bundesamt mit 3,0 % deutlich stärker. Hierzu trug vor allem die gute Auftragslage in der Industrie bei. Die deutschen Industrieunternehmen profitierten maßgeblich von der starken Auslandsnachfrage; sie wurde zudem flankiert von einer stabilen Binnenkonjunktur. Die Unsicherheiten auf den Finanzmärkten dürften aber auch in Deutschland das Konsum- und Investitionsverhalten beeinträchtigt und damit den Ausweis noch besserer Werte verhindert haben.

Bruttoinlandsprodukt in Deutschland Reale Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %

Finanzmärkte: Große Verunsicherung durch Verschärfung der Schuldenkrise

Im August 2011 brachen die Aktienkurse weltweit ein und das Bankensystem geriet nach der Krise Ende 2008 abermals unter Druck. Die Verschärfung der weltweiten Staatsschuldenkrise führt seitdem zu einer anhaltenden Verunsicherung des Kapitalmarkts. Nachdem auf einige Staatsanleihen in der Folge hohe Abschreibungen vorgenommen werden mussten, litt das Eigenkapital der Banken. Infolgedessen sank das Kreditangebot und die Kreditvergabe wurde wieder restriktiver gehandhabt.

Der deutsche Beteiligungsmarkt zeigte sich trotz dieser Turbulenzen stabil. Die sehr gute wirtschaftliche Verfassung der mittelständischen Unternehmen, die bei INDUS im Zielfokus stehen, führte aber zu einem aus Sicht von INDUS recht hohen Preisniveau. Daher wurden 2011 nur vereinzelt einige kleinere strategische Kaufchancen genutzt, die sich auf der Ebene der Töchter ergaben.

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

In den für INDUS relevanten Branchen verlief die wirtschaftliche Entwicklung über alle Geschäftsbereiche positiv, wenn auch in Abstufungen: Am stärksten wirkte die Dynamik in der Bauwirtschaft gefolgt von der Metallbranche.

Bau/Infrastruktur: Hohe Nachfrage nach Wohn- und Gewerbeimmobilien

Die deutsche Bauwirtschaft entwickelte sich 2011 weiterhin sehr erfreulich. Für das Gesamtjahr ergibt sich laut Hauptverband ein Umsatzplus von nominal 12,5 % - das ist das beste Ergebnis seit Anfang der 90er Jahre. Ausnehmend positiv entwickelten sich die Aufträge im Wirtschafts- und vor allem im Wohnungsbau; die Lage im öffentlichen Bau war schwächer (2011: Umsatz +5,8 %, Auftragseingang -3,9 %). Der Wohnungsbau profitierte von der Unsicherheit auf den Finanzmärkten. Unterstützt von den niedrigen Zinsen ziehen es die Anleger weiterhin vor, ihr Kapital lieber in Sachwerte anzulegen. Sowohl der baugewerbliche Umsatz als auch der Auftragseingang legten kräftig zu (2011: 17,7 % bzw. 20,9 %). Auch im Wirtschaftsbau wurde weiter investiert: Umsatz und Auftragseingang verzeichneten ein starkes Plus (2011: 13,9 % bzw. 13,0 %).

Fahrzeugkomponenten/Engineering: Automobilbau lief weltweit hoch

Die weltweite Automobilproduktion stieg 2011 insgesamt um 6 % auf mehr als 65 Mio. Einheiten. In den USA, China, Russland und Brasilien wuchs der Markt teilweise sogar mit zweistelligen Zuwachsraten. In Westeuropa entwickelte sich der Markt nahezu stabil und ging nur leicht um 1 % auf 12,8 Mio. Einheiten zurück. Der weltweite Zuwachs geht zum größten Teil auf das Konto der deutschen Automobilhersteller, die mit einer Stückzahl von 5,9 Mio. Fahrzeugen die Vorjahresproduktion nochmals um 6 % übertrafen. Sie profitierten dabei von gestiegenen Exporten und höheren Neuzulassungen.

Maschinen- und Anlagenbau: Wieder nahezu das Vorkrisenniveau erreicht

Im Maschinenbau führen 2011 gestiegene Ausrüstungsinvestitionen nahezu weltweit zu hohen Wachstumsraten. Lediglich in Japan dürfte die Produktion wegen der Naturkatastrophe und deren Folgen leicht zurückgehen. In China stieg die Produktion voraussichtlich um 15 % und in den USA um 13 %. Die deutschen Maschinenbauer erzielten 2011 hohe Auftragseingänge. Die Bestellungen aus dem In- und Ausland zogen zunächst kräftig, seit den Sommermonaten etwas leichter an. Insgesamt nahm die Maschinenbauproduktion 2011 um 12 % zu; die ursprüngliche Prognose von 14 % Wachstum wurde aufgrund eines schwachen Dezembers verfehlt. Die Kapazitätsauslastung lag zuletzt wieder über dem langfristigen Durchschnitt. Auch die Lage beim deutschen Großanlagenbau hat sich verbessert.

Medizintechnik/Life Sciences: Konsumgüternachfrage

Das Umsatzwachstum in der Medizintechnik lag nach einer Umfrage des Branchenverbandes BVmed bei seinen Mitgliedern in 2011 bei stabilen 5,3 %. Die Branchenentwicklung in diesem Bereich ist stark von der gesetzlichen Gesundheitspolitik und der demografischen Entwicklung beeinflusst, aber gerade im nicht verschreibungspflichtigen Bereich auch von der allgemeinen Konsumneigung. Die Konsumausgaben in Deutschland stiegen 2011 preisbereinigt um 1,4 % (Vorjahr +0,6%). Hierzu trug allerdings insbesondere auch die starke Nachfrage nach Kraftfahrzeugen bei. Ge- und Verbrauchsgüter konnten nur in bescheidenem Maße profitieren. Die Verbraucherstimmung war somit weitgehend intakt, insbesondere aufgrund des guten Arbeitsmarktes und der positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Das verfügbare Einkommen stieg im letzten Jahr um 3,3 %. Die Sparquote sank nach vorläufigen Ergebnissen von 11,3 % des verfügbaren Einkommens auf 10,9 % in 2011. Auch der Handel bestätigt die positive Verbraucherstimmung: Für das Jahr 2011 meldet der Hautverband des deutschen Einzelhandels ein Umsatzplus von 2,4 % im Vergleich zum Vorjahr.

Metall/Metallverarbeitung:

Das Wachstum der Metall- und Elektro-Industrie hat zum Jahresende 2011 spürbar an Schwung verloren. Laut Arbeitgeberverband Gesamtmetall sank die Produktion im vierten Quartal 2011 sogar um 2,9 % gegenüber dem dritten Quartal. Für das Gesamtjahr 2011 ergibt sich nach Angaben von Gesamtmetall damit ein Produktionszuwachs von 13,2 %, nach 15,3 % im Jahr 2010. Die Unternehmen stockten ihre Stammbelegschaften weiter kräftig auf: Bis Dezember waren 196.000 Stammarbeitsplätze von verlorenen 216.000 zurück gewonnen. Auch die Erträge verbesserten sich 2011 spürbar, haben das Vorkrisenniveau aber noch nicht erreicht.

Ertrags- ,Finanz- und Vermögenslage

INDUS ist 2011 im operativen Geschäft aus eigener Kraft stark gewachsen. Der Umsatz stieg um rund 14 % auf 1,1 Mrd. EUR. Nahezu proportional zum Umsatz wuchs auch der Ertrag. Das EBIT legte um rund 10 Mio. EUR und damit 10 % auf 111,6 Mio. EUR zu. Das Ziel, erneut eine EBIT-Rendite von mehr als 10 % zu erwirtschaften, hat INDUS erreicht.

Zusammenfassende Bewertung des Vorstands zur wirtschaftlichen Entwicklung und Zielerfüllung

Die gute Konjunktur in für INDUS wichtigen Branchen und Märkten sowie die effiziente Aufstellung ihrer Beteiligungen nach der Wirtschaftskrise waren die Basis für eine Fortsetzung der sehr guten operativen Entwicklung im Berichtsjahr 2011. Die Gesamtleistung, der Umsatz und das EBIT der INDUS Holding AG sind mit zweistelligen Raten gewachsen. Parallel wurde die Bilanzstruktur weiter deutlich verbessert. Die Nettoverschuldung sank auf 311,2 Mio. EUR; zum Ende des Vorjahres betrug sie noch 379,4 Mio. EUR. Das Eigenkapital stieg um 72,9 Mio. EUR auf 382,1 Mio. EUR. Damit wurde die Eigenkapitalquote, wie bereits in den Vorjahren, noch einmal ausgebaut und erreicht mit 36,7 % (Vorjahr: 31,8 %) einen neuen Höchststand.

Einen weiteren Nachweis der Stärke und Stabilität von INDUS liefert die Kapitalflussrechnung: Der operative Cashflow stieg 2011 gegenüber dem Vorjahr um nahezu 50 Mio. EUR von 81,9 Mio. EUR auf 130,2 Mio. EUR. Noch stärker stieg der Cashflow aus Geschäftstätigkeit: er hat sich von 54,3 Mio. EUR in 2010 auf 106,2 Mio. EUR nahezu verdoppelt.

Die INDUS-Gruppe hat damit die Ziele, die sie sich für das Jahr 2011 gesetzt hatte, nicht nur erreicht, sondern übertroffen. Im Wesentlichen misst INDUS ihren Erfolg an finanziellen Zielen. Daher sind Ertrag und Cashflow des Portfolios für den Vorstand wesentlich zur Bestimmung des Geschäftserfolgs. Die operativen Kennzahlen, die 2011 dem Kapitalmarkt kommuniziert wurden konnten zu den Pflichtveröffentlichungen im Jahresverlauf mehrfach bestätigt bzw. sogar leicht nach oben korrigiert werden. Die Prognose, den Umsatz in der Gruppe über dem Wert von 1 Mrd. EUR zu verstetigen, wurde 2011 umgesetzt. Die EBIT-Marge soll im Gruppendurchschnitt dauerhaft im Zielkorridor von 10 bis 12 % liegen. Auch dieses Ziel wurde 2011 erreicht.

Der Vorstand achtete darauf, dass die Gruppe operativ wettbewerbsfähig aufgestellt bleibt. Deshalb hat INDUS 2011 einige strategische Investitionen auf Ebene der Beteiligungsgesellschaften getätigt, um Wachstumschancen im Portfolio zu nutzen. Über diese Zukäufe konnte die Gruppe einen zusätzlichen Umsatz von rund 17 Mio. EUR akquirieren.

Diesen Gesamtkurs wird der Vorstand - unter dem Vorbehalt der erheblichen Unsicherheiten bezüglich der weiteren deutschen als auch der weltweiten Konjunkturentwicklung - auch 2012 fortsetzen.

Hinweis zur Bilanzierung bzw. zu den ausgewiesenen Finanzdaten

Sämtliche Geschäftszahlen in diesem Lagebericht sind auch im Zeitverlauf vollständig miteinander vergleichbar. Das EBIT versteht sich als Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern. Die Grafiken und Tabellen zeigen IFRS-Werte für die Jahre 2010 und 2011. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben seit 2004 im Wesentlichen unverändert und wurden lediglich der jeweils aktuellen Rechtslage angepasst. In den Abschluss einbezogen sind 118 voll konsolidierte Tochterunternehmen und 2 at equity bewertete Unternehmen.

Änderungen der IFRS hatten keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der wirtschaftlichen Lage. Die IFRS räumen vergleichsweise wenige Wahlrechte ein, ihre Nutzung hat nur geringen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bei INDUS. Bei wichtigen Bilanzpositionen nimmt INDUS Wahlrechte so wahr, dass größtmögliche Bewertungskontinuität gewährleistet ist. Im Geschäftsjahr 2011 wurden sämtliche Wahlrechte unverändert wahrgenommen, sodass ein vollständiger Periodenvergleich möglich ist. Zu den Konsolidierungsgrundsätzen finden sich weitere Ausführungen im Konzernanhang.

Umsatz- und Ertragslage

Umsatz

Das Geschäft der INDUS Holding AG hat sich 2011 überaus gut entwickelt. In den ersten drei Quartalen 2011 stiegen durch die ungebrochen hohe Nachfrage die Umsätze kräftig an: von 255,6 Mio. EUR im ersten Quartal auf 283,4 Mio. EUR im zweiten Quartal und auf 287,6 Mio. EUR im dritten Quartal 2011. Im vierten Quartal wurde, analog zur abnehmenden Konjunkturdynamik, mit 278,1 Mio. EUR ein etwas schwächerer Umsatz erzielt.

Umsätze INDUS Holding AG im Quartalsvergleich 2010 und 2011 in Mio. EUR

Der Konzernumsatz der INDUS Holding AG stieg 2011 um rund 14 % auf 1.104,7 Mio. EUR (Vorjahr: 971,6 Mio. EUR). Mit dem Überschreiten der Umsatzmilliarde hat INDUS ihre zum Jahresbeginn kommunizierte Prognose für das Geschäftsjahr 2011 erreicht. Die Auslandsumsätze stiegen auf 504,8 Mio. EUR (Vorjahr: 433,9 Mio. EUR) die Inlandsumsätze beliefen sich auf 599,9 Mio. EUR (Vorjahr: 537,7 Mio. EUR). Demzufolge betrug der Auslandsanteil am Umsatz im Berichtsjahr 45,7 % (Vorjahr: 44,7 %).

Ertragslage

Konzern Gewinn- und Verlustrechnung

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in Mio. Euro 2011 2010
Umsatz 1.104,7 971,6
Sonstige betriebliche Erträge 20,4 19,6
Aktivierte Eigenleistungen 5,2 2,9
Bestandsveränderungen 21,2 18,2
Materialaufwand -548,4 -462,0
Personalaufwand -294,5 -265,1
Abschreibungen -48,9 -43,6
Sonstiger betrieblicher Aufwand -149,8 -140,0
Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen 0,2 0,1
Übriges Finanzergebnis 1,5 -0,4
Operatives Ergebnis (EBIT) 111,6 101,4
Zinsergebnis -23,0 -27,4
Ergebnis vor Steuern (EBT) 88,6 74,0
Steuern -33 -25,3
Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche 0 -1,8
Ergebnis nach Steuern 55,6 46,9
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter -0,2 -0,3
davon Anteile der INDUS-Aktionäre 55,4 46,6

Zum Berichtsjahr entwickelte sich die Ertragslage wie folgt: Die sonstigen betrieblichen Erträge blieben mit 20,4 Mio. EUR auf dem gleichen Niveau wie 2010 (Vorjahr: 19,6 Mio. EUR). Dieser Posten setzt sich im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen, Währungsumrechnungen, Auflösung von Wertberichtigungen, erhaltenen Versicherungsleistungen sowie Erträgen aus Mieten und Pachten zusammen. Die aktivierten Eigenleistungen erreichten 5,2 Mio. EUR (Vorjahr: 3,0 Mio. EUR). Die leicht erhöhte Bestandsveränderung folgte mit 21,2 Mio. EUR (Vorjahr: 18,3 Mio. EUR) dem im Vergleich zu 2010 höheren Geschäftsvolumen.

Der Materialaufwand stieg mit der Auftragslage erneut an und erreichte 548,4 Mio. EUR (Vorjahr: 462,0 Mio. EUR). Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand/Gesamtumsatz) liegt mit 49,6 % (Vorjahr: 47,6 %) über dem Vorjahreswert, im Wesentlichen eine Folge stark gestiegener Rohstoffpreise. Diese Position enthält auch bezogene Leistungen - unter anderem Zeitarbeit - in Höhe von 76,1 Mio. EUR (Vorjahr: 62,0 Mio. EUR). Der Personalaufwand wuchs zwar absolut um 29,4 Mio. EUR von 265,1 Mio. EUR auf 294,5 Mio. EUR, die Personalaufwandsquote (Personalaufwand/Gesamtumsatz) war aber mit 26,7 % (Vorjahr: 27,3 %) rückläufig. Das zeigt, dass die Beteiligungen nach der Krise weiterhin konsequent auf ihre Personalfixkosten achten.

Das EBITDA (Earnings Before Interest, Tax, Depreciation and Amortisation) betrug im Gesamtjahr 160,5 Mio. EUR (Vorjahr: 145,0 Mio. EUR).

Die Abschreibungen beliefen sich auf 48,9 Mio. EUR (Vorjahr: 43,6 Mio. EUR). Darin enthalten sind außerplanmäßige Abschreibungen infolge der Impairment-Tests von 7,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1,7 Mio. EUR). Sie betreffen das Segment Fahrzeugkomponenten/Engineering. Der sonstige betriebliche Aufwand legte um 6,9 % auf 149,7 Mio. EUR zu (Vorjahr: 140,0 Mio. EUR), im Wesentlichen bedingt durch variable umsatzabhängige Aufwände wie Verpackungs- und Lieferkosten.

Das operative Ergebnis (Earnings Before Interest and Tax, EBIT) stieg insgesamt um 10 % auf 111,6 Mio. EUR (Vorjahr: 101,4 Mio. EUR). Die auf Basis des Umsatzes ermittelte Ergebnismarge (EBIT/Gesamtumsatz) betrug 10,1 % (Vorjahr: 10,4 %).

Das Zinsergebnis hat sich 2011 deutlich verbessert und betrug -23,0 Mio. EUR nach -27,4 Mio. EUR für 2010; die darin enthaltenen tatsächlich gezahlten Zinsen (entsprechen der Position "Zinsen operatives Geschäft") sanken abermals: von -26,9 Mio. EUR in 2010 auf -22,9 Mio. EUR in 2011. Ursächlich ist hierfür zum einen die reduzierte Verschuldung, zum anderen die in den letzten Jahren erarbeitete gute Bonität von INDUS. Dies ermöglichte langfristig vereinbarte günstigen Kreditzinsen. Die Position "Zinsen IFRS" zeigt nicht Cash-wirksame Marktbewertungen von Zinsswaps und Minderheitsanteilen (zu den Details siehe Ziffer 9 im Konzernanhang).

Als Folge des verbesserten operativen Ergebnisses sowie des ebenfalls deutlich erhöhten Finanzergebnisses wurde das Ergebnis vor Steuern (Earnings Before Tax, EBT) um rund 20 % auf 88,6 Mio. EUR gesteigert (Vorjahr: 74,0 Mio. EUR).

Die Steuerquote betrug inklusive aperiodischer und latenter Steuern 37,1 % (Vorjahr: 34,2 %), der absolute Steueraufwand lag bei 33,0 Mio. EUR (Vorjahr: 25,3 Mio. EUR). Die Quote der entrichteten laufenden Steuern blieb mit 32,7 % (entspricht 29,0 Mio. EUR) nahezu auf dem Vorjahresniveau mit 31,9 % (entsprach 23,6 Mio. EUR). Zu den steuerlichen Besonderheiten und Details zum tatsächlichen Steueraufwand finden sich weitere Erläuterungen im Konzernanhang unter Ziffer 10.

Das Konzernergebnis nach Steuern stieg um rund 19 % von 46,9 Mio. EUR in 2010 auf 55,6 Mio. EUR. Davon stehen den Aktionären der INDUS Holding AG 55,4 Mio. EUR (Vorjahr: 46,6 Mio. EUR) zu. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich auf 2,70 EUR (Vorjahr: 2,59 EUR).

Segmentbericht

Das Portfolio der INDUS Holding AG gliedert sich in die fünf Segmente Bau/Infrastruktur, Fahrzeugkomponenten/Engineering, Maschinen- und Anlagenbau, Medizintechnik/Life Science, Metall/Metallverarbeitung. Details zur wirtschaftlichen Entwicklung in den einzelnen Branchen finden sich im Kapitel Wirtschaftliche Rahmenbedingungen.

Umsatzverteilung 2011 nach Segmenten

EBIT 2010 und 2011 nach Segmenten

BAU/INFRASTRUKTUR Privater Wohnungsbau und öffentlicher Bau bleiben Treiber

Das Segment umfasst neun operative Einheiten; Sie repräsentieren die große Bandbreite an Zuliefererbetrieben für die Bauwirtschaft - ob Bewehrung, Baustoffe, Klima- und Wärmetechnik oder Zubehör für den privaten Wohnungsbau. Klassische Bauunternehmen sind nicht vertreten.

Die INDUS-Beteiligungen im Segment Bau konnten dank ihrer guten Positionierung bei ihren Kunden und der sehr guten Baukonjunktur in Deutschland beim Umsatz deutlich zulegen; sie erzielten 234,6 Mio. EUR und damit rund 14 % mehr als im Vorjahreszeitraum (Vorjahr: 205,5 Mio. EUR). Alle Segmentunternehmen steigerten ihre Erlöse. Auch der schon zur Jahresmitte erkennbare Trend der Margenverbesserung hielt weiter an: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich um 34 % von 27,9 Mio. EUR in 2010 auf aktuell 37,4 Mio. EUR. Die EBIT-Marge im Segment erreicht 2011 den absoluten Spitzenwert von 15,9 % nach 13,6 % in 2010. Dieses sehr gute Ergebnis ist aber teilweise auch durch Einmaleffekte aufgrund der Abrechnung einiger Großprojekte beeinflusst.

KENNZAHLEN BAU/INFRASTRUKTUR

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Mio. Euro 2011 2010
Umsatz 234,6 205,5
EBIT 37,4 27,9
EBIT-Marge (in %) 15,9 13,6
Abschreibungen 5,2 5,0

FAHRZEUGKOMPONENTEN/ENGINEERING Hohe Auftragslage und viele Neuprojekte

Das Segment umfasst elf operative Einheiten, die mit ihren Lösungen die gesamte Wertschöpfungskette in der Automobilindustrie abbilden: Von der Designentwicklung und dem Modellbau über Vor- und Kleinserienfertigung, Test- und Messlösungen hin zu Lösungen für Spezialfahrzeuge und der Serienfertigung von Bauteilen für große deutsche Automobilhersteller, unter anderem mit drei großen Auslandsstandorten.

Die Unternehmen des Segments Fahrzeugkomponenten/Engineering profitieren im vergangenen Jahr von der anhaltend hohen Nachfrage nach deutschen Premiummarken sowie von deren Exportstärke und konnten ihre Umsätze steigern. Alle Beteiligungen setzen nach 284,8 Mio. EUR im Jahr 2010 im Berichtsjahr zusammen 334,7 Mio. EUR um. Dieser starke Anstieg ist teilweise das Ergebnis vieler neuer Projekte im Rahmen der Auftragsvergabe zur Entwicklung umweltfreundlicherer Autos als auch Ergebnis der weltweit hohen Nachfrage.

Dies führte zum einen zu hohen Anlaufkosten, zum anderen verursachte die teilweise Überauslastung einiger Unternehmen Zusatzkosten und Qualitätsprobleme. Aufgrund einer zurückhaltenden Beurteilung zukünftiger Ertragserwartungen in diesem Segment hat INDUS hier vorsorglich außerplanmäßige Impairmentabschreibungen in Höhe von 7,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1,7 Mio. EUR) vorgenommen. Diese Abschreibungen betreffen neben dem Goodwill auch Wertminderungsaufwendungen bei Sachanlagen infolge gesunkener zukünftig geplanter Ertragskraft bei der Beteiligung WIESAUPLAST. Demzufolge ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit 12,2 Mio. EUR rückläufig (Vorjahr: 14,4 Mio. EUR). Die EBIT-Marge sinkt gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 5,1 % auf 3,6 %. Ohne die Berücksichtigung der ergebnismindernden Impairments hätte das EBIT 19,8 Mio. EUR betragen und die operative EBIT-Marge hätte 5,9 % erreicht.

KENNZAHLEN FAHRZEUGKOMPONENTEN/ENGINEERING

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Mio. Euro 2011 2010
Umsatz 334,7 284,8
EBIT 12,2 14,4
EBIT-Marge (in %) 3,6 5,1
Abschreibungen 28,3 23,0

MASCHINEN- UND ANLAGENBAU Höhepunkt der wirtschaftlichen Entwicklung zum Jahresende erreicht

Das Segment umfasst sieben operative Einheiten, die in sehr verschiedenen Teilmärkten aktiv sind: ob Entwicklung von Robotergreifsystemen, Ventiltechnik, Anlagen für Reinraumsysteme oder die Errichtung von Funktürmen.

Das Segment Maschinen- und Anlagenbau entwickelte sich 2011 analog zum Trend in der Gesamtindustrie. Das Geschäft zog in den ersten drei Quartalen deutlich an, ließ aber zum Jahresende bereits eine leichte Nachfrageschwäche erkennen. Insgesamt wuchs der Umsatz gegenüber 2010 aber nochmals deutlich um rund 13 % auf 145,6 Mio. EUR (Vorjahr: 129,0 Mio. EUR). Auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte zu und wuchs überproportional um 19 % auf 17,0 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 14,3 Mio. EUR). Die EBIT-Rendite verbesserte sich auf 11,7 % (Vorjahr: 11,1 %).

KENNZAHLEN MASCHINEN- UND ANLAGENBAU

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Mio. Euro 2011 2010
Umsatz 145,6 129,0
EBIT 17,0 14,3
EBIT-Marge (in %) 11,7 11,1
Abschreibungen 2,2 1,9

MEDIZINTECHNIK/LIFE SCIENCE Stabile Entwicklung dank eines guten Konsumklimas

Der Geschäftsbereich Medizintechnik/Life Science wird durch drei Unternehmen gebildet. Sie fertigen Orthesen und medizinische Kompressionsstrümpfe, entwickeln Linsen und Optiken und vertreiben Vliesstoffprodukte für den OP-Bereich.

Das Segment Medizintechnik/Life Science erzielte dank des guten Konsumklimas mit 84,8 Mio. EUR 2011 einen um rund 4 % erhöhten Umsatz gegenüber dem Vergleichszeitraum (Vorjahr: 81,6 Mio. EUR). Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichten die Segmentunternehmen mit 12,9 Mio. EUR ein Plus von ebenfalls 4 % gegenüber 12,4 Mio. EUR im Vorjahr. Die EBIT-Marge erreichte 2011mit 15,2 % exakt das Niveau des Vorjahres.

KENNZAHLEN MEDIZINTECHNIK/LIFE SCIENCE

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Mio. Euro 2011 2010
Umsatz 84,8 81,6
EBIT 12,9 12,4
EBIT-Marge (in %) 15,2 15,2
Abschreibungen 2,8 3,1

METALL/METALLVERARBEITUNG Hohe Auslastung produziert stabile Erträge

Das Segment umfasst neun operative Einheiten und bedient viele Spezialkunden. Ob Zulieferung für Bahntechnik, Fertigung von Hartmetallwerkzeugen für Straßen- und Bergbau, Gehäusebau für die Labordiagnostik, Strahlmittel für die Stahlindustrie oder Bolzenschweißtechnik für beispielsweise Brückenverbindungen, die Spannbreite der Lösungen ist sehr groß.

Die Segmentunternehmen im Bereich Metall/Metallverarbeitung entwickelten sich 2011 zunächst sehr erfolgreich, spürten aber bereits im vierten Quartal 2011 die nachlassende Dynamik. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2011 wuchs gegenüber dem Vergleichszeitraum um rund 13 % auf 304,8 Mio. EUR (Vorjahr: 270,6 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) entwickelte sich allerdings rückläufig und lag mit 37,2 Mio. EUR um 6 % unter dem Vorjahreswert von 39,6 Mio. EUR. Die EBIT-Marge erreichte 12,2 %; sie liegt damit immer noch oberhalb des INDUS-Zielkorridor von 10 bis 12 %, aber erreicht nicht mehr das außerordentlich starke Niveau von 2010 mit 14,6 %. Die Ertragssituation zeigt auch Auswirkungen der seit Jahresanfang stark gestiegenen Einkaufspreise für Rohstoffe.

KENNZAHLEN METALL/METALLVERARBEITUNG

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Mio. Euro 2011 2010
Umsatz 304,8 270,6
EBIT 37,2 39,6
EBIT-Marge (in %) 12,2 14,6
Abschreibungen 10,1 10,3

Finanz- und Vermögenslage

Grundsätze und Ziele des Finanz- und Liquiditätsmanagements

Die Steuerung des Finanzmanagements innerhalb der INDUS-Gruppe erfolgt zentral durch die Führungsgesellschaft. Das Finanzmanagement umfasst primär die Liquiditätssteuerung, die Beschaffung von Fremdkapital sowie das Management von Zins- und Währungsrisiken. Sowohl bei der Auswahl der Finanzinstrumente als auch bei der Zusammenarbeit mit Finanzinstituten setzt die Holding auf eine breite Verteilung. Auf diese Weise werden Risiken gestreut und Kosten optimiert. Als Verbund unabhängiger Unternehmen betreibt INDUS kein Cash-Pooling.

Im Rahmen des Finanzmanagements setzt die Gruppe unter Führung der Holding unterschiedliche Instrumente wie lang laufende Bankkredite, Schuldscheindarlehen, ABS-Programme (Asset Backed Securities) und Forderungsverkäufe ein. Diese sind auf diverse Institute verteilt.

Auf Basis einer komfortablen Liquiditätsausstattung im Zusammenspiel mit Finanzierungszusagen der Banken kann INDUS jederzeit flexibel investieren. Bei der Finanzierung nutzt INDUS die langjährige, partnerschaftliche Verbindung zu einer Reihe solider deutscher Finanzinstitute. Stabilisierende Faktoren bei der langfristigen Finanzierung der Gruppe sind eine breite Verteilung des Kreditvolumens sowie eine ausgewogene Tilgungsstruktur bei gleichzeitiger Nutzung eines möglichst breiten Fächers alternativer Finanzierungsinstrumente. Zur Steuerung der Marktpreisrisiken setzt die Gruppe Zins- und Währungsderivate ein, die ausschließlich der Risikosicherung dienen.

Das Finanz- und Liquiditätsmanagement verfolgt drei Ziele: Ertrags- und Kostenoptimierung, Risikobegrenzung und Sicherung ausreichender Liquiditätsreserven. Die Liquiditätssicherung besitzt dabei einen besonderen Stellenwert: Sie ist die Voraussetzung dafür, dass die Gruppe jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen und zugleich bankenunabhängig Akquisitionschancen ergreifen kann (siehe auch Kapitel Risikobericht).

Die Risikobegrenzung erstreckt sich über alle finanzwirtschaftlichen Risiken, die den Bestand von INDUS gefährden könnten. Die wichtigste Finanzierungsquelle sind die Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit, also der operative Cashflow. Fremdmittel werden grundsätzlich nur von der INDUS Holding AG aufgenommen. Das Konzern-Treasury steuert die Verwendung der Mittel gegenüber den Tochtergesellschaften sowie die Anlage der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sorgfältig.

Ein weiteres wichtiges Ziel des Finanz- und Liquiditätsmanagements ist die Optimierung des Nettoumlaufvermögens (Working Capital). Dadurch werden flüssige Mittel freigesetzt, die Verschuldung gering gehalten und Kennzahlen wie Bilanzstruktur und Kapitalrentabilität optimiert. Bei allen Bemühungen zur Working-Capital-Optimierung in den Beteiligungsgesellschaften stellt INDUS sicher, dass das operative Geschäft nicht beeinträchtigt wird. Die INDUS Holding AG formuliert mit den einzelnen Gesellschaften unternehmensindividuelle Vorgaben und berät die Beteiligungsunternehmen bei der Zielerreichung. Die operative Umsetzung und das Management des Working-Capitals obliegt den Portfoliounternehmen.

Finanzierungsanalyse

INDUS deckt ihren Kapitalbedarf aus dem operativen Cashflow und der Aufnahme von kurz- und langfristigen Finanzierungsmitteln. Die wesentlichen Bestandteile sind lang laufende unbesicherte Kreditverträge, Schuldscheindarlehen sowie Forderungsverkaufsprogramme. Ferner nutzt die Gruppe in geringerem Umfang außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente wie Operating Leases. Ihr Gesamtumfang steht bei INDUS in einem angemessenen Verhältnis zum Geschäftsvolumen.

Insgesamt haben sich die außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente und Verpflichtungen im Jahr 2011 nur geringfügig verändert. Als außerbilanzielle Finanzierungsformen nutzt INDUS vor allem Miet- und Pachtleasing sowie Finanzleasing für EDV-Zubehör und Firmenfahrzeuge. Die Leasingverpflichtungen lagen zum 31. Dezember 2011 bei 80,3 Mio. Euro (Vorjahr: 75,8 Mio. Euro).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 404,6 Mio. EUR (Vorjahr: 395,6 Mio. EUR); überwiegend (zu rund 95 %) sind sie in Euro abgeschlossen. Rund 3 % des Kreditvolumens entfallen auf Kredite in Schweizer Franken. Das Volumen an Krediten in weiteren Fremdwährungen ist gering und besteht vornehmlich aus US-Dollar; es umfasst zum Jahresende Verbindlichkeiten über 5,3 Mio. EUR (Vorjahr: 5,6 Mio. EUR). Unter den Finanzschulden werden Verträge in Höhe von 12,7 Mio. EUR (Vorjahr: 13,8 Mio. EUR) zum Finanzierungsleasing betreffend Immobilien und Maschinen ausgewiesen, die im Wesentlichen im Rahmen des als Asset Deal erfolgten Erwerbs von HAKAMA entstanden sind.

Im Bereich der Finanzschulden führt INDUS zur breiteren Diversifizierung der Finanzierungsinstrumente rollierende Verkäufe von Forderungen durch. Das mit der WestLB vereinbarte Vertragswerk ist zum April 2011 ausgelaufen, daher sind die Finanzschulden aus ABS-Finanzierung von 43,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 0 EUR gesunken. Ein neues Instrument mit ähnlichen Bedingungen ist in 2012 mit der Helaba angelaufen. Zum Ultimo wurde zeitlich begrenzt ein gesonderter Forderungsverkauf mit einem Volumen von 23,6 Mio. EUR durchgeführt, der auf Grund der Bewertung von Chancen und Risiken zu einer Off-Balance-Bilanzierung führte.

Weiterhin bestehen Schuldscheindarlehen über insgesamt 17,0 Mio. EUR, die jährlich in gleichmäßigen Tranchen von rund 6,5 Mio. EUR fällig werden. Darüber hinaus existieren nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von 27,3 Mio. EUR (Vorjahr: 22,4 Mio. EUR).

Im Rahmen von Kreditverträgen ist INDUS Verpflichtungen zur Einhaltung einer Mindest-Eigenkapitalquote in der AG eingegangen; die geforderte Quote wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich übertroffen.

Rating

Die INDUS Holding AG verzichtet auf eine Beurteilung ihrer Bonität durch Ratingagenturen wie Standard &Poor's und Moody's. Bis dato war die Vorlage solcher Ratings für die Kreditgeber nicht relevant. Zudem entfallen durch den Verzicht erhebliche Kosten und zeitlicher Aufwand. Die deutliche Mehrheit der finanzierenden Banken bewertet INDUS mit "Investment Grade".

Kapitalflussrechnung

Konzern-Kapitalflussrechnung (verkürzt)

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in Mio. Euro 2011 2010
Operativer Cashflow 130,2 81,9
Zinsen -24,0 -27,6
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 106,2 54,3
Auszahlungen für Investitionen 59,0 -44,0
Einzahlungen aus dem Abgang von Vermögenswerten 2,1 5,6
Cashflow aus Investitionstätigkeit -56,9 -38,4
Einzahlungen Kapital 37,1 33,4
Auszahlungen Dividende -18,2 -9,2
Auszahlungen Minderheitsgesellschafter -0,3 -0,4
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 96,8 60,0
Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten -138,7 -97,7
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -23,3 -13,9
Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel 26,0 2,0
Wechselkursbedingte Veränderung der liquiden Mittel 0,3 1,3
Liquide Mittel zum Anfang der Periode 96,8 93,5
Liquide Mittel am Ende der Periode 123,1 96,8

Operativer Cashflow steigt um 60 %, Cashflow aus Geschäftstätigkeit um 95%

Die Finanzlage der Gruppe entwickelte sich im Berichtsjahr sehr positiv. Ausgehend von dem Ergebnis nach Steuern der fortgeführten Geschäftsbereiche von 55,6 Mio. EUR (Vorjahr 48,8 Mio. EUR) stieg der Cashflow insbesondere infolge des starken Ergebnisses und eines dazu unterproportional gestiegenen Umlaufvermögens deutlich an. Der Zahlungsmittelzufluss aus Abschreibungen nahm von 44,3 Mio. EUR auf 48,9 Mio. EUR in 2011 zu. Die Finanzierung von zusätzlichem Umlaufvermögen erforderte 2011 nur noch 26,6 Mio. EUR an flüssigen Mitteln, im Vorjahr waren es noch 51,9 Mio. EUR. Dieser reduzierte Anstieg der Mittelbindung verbunden mit einem gestiegenen Volumen an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 19,2 Mio. EUR (Vorjahr: 4,2 Mio. EUR) wirkte sich positiv auf den operativen Cashflow aus: er belief sich auf 130,2 Mio. EUR nach 81,9 Mio. EUR in 2010 und verbesserte sich somit um rund 60 %. Der Aufwand für gezahlte Zinsen verminderte sich 2011 erneut. Er lag bei 25,5 Mio. EUR (Vorjahr: 29,5 Mio. EUR); die erhaltenen Zinsen beliefen sich auf 1,5 Mio. EUR (Vorjahr: 1,9 Mio. EUR).

Demzufolge erreichte der Cashflow aus Geschäftstätigkeit (Mittelzufluss) im Berichtsjahr mit 106,2 Mio. EUR einen Bestwert (Vorjahr: 54,3 Mio. EUR).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit (Mittelabfluss) stieg um 18,5 Mio. EUR auf -56,9 Mio. EUR (Vorjahr: -38,4 Mio. EUR), insbesondere aufgrund vermehrter Investitionen in Sachanlagen und dem Erwerb einiger kleinerer Enkelgesellschaften. Die Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte lagen nahezu unverändert bei 3,9 Mio. EUR (Vorjahr: 5,2 Mio. EUR), die in Sachanlagen erreichten 40,9 Mio. EUR (Vorjahr: 34,2 Mio. EUR); für Finanzanlagen wurden 1,0 Mio. EUR verwendet nach 0,5 Mio. EUR im Vorjahr. In den Erwerb von Anteilen flossen 13,2 Mio. (Vorjahr: 4,2 Mio. EUR). Weitere Einzelheiten dazu finden sich im Kapitel Investitionen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (Mittelabfluss) lag bei -23,3 Mio. EUR (Vorjahr: -13,9 Mio. EUR) und ergab sich im Wesentlichen aus einer erhöhten Rückführung von Finanzverbindlichkeiten von -138,7 Mio. EUR (Vorjahr: -97,7 Mio. EUR) und der Dividendenausschüttung im Geschäftsjahr 2011 (-18,2 Mio. EUR in 2011, -9,2 Mio. EUR in 2010).

Innerhalb der Gesamtfinanzierung verfügt INDUS zum Jahresende 2011 über eine hohe Liquidität. Der Bestand an flüssigen Mitteln betrug 123, 1 Mio. EUR (Vorjahr: 96,8 Mio. EUR). Die ausführliche Cashflow-Rechnung findet sich im Konzernabschluss.

Vermögenslage

Konzern-Bilanz

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in Mio. Euro 31.12.2011 31.12.2010
Aktiva    
Langfristige Vermögenswerte 575,3 565,1
Anlagevermögen 570,1 560,9
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 5,2 4,2
Kurzfristige Vermögenswerte 464,8 407,9
Liquide Mittel 123,1 96,8
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 118,9 132,3
Vorräte 222,8 178,8
Bilanzsumme 1.040,2 973,1
Passiva    
Langfristige Finanzierungsmittel 755,2 684,8
Eigenkapital 382,1 309,5
Fremdkapital 373,1 375,3
davon Rückstellungen 18,5 18,3
davon Verbindlichkeiten und latente Steuern 354,6 357,0
Kurzfristige Finanzierungsmittel 284,9 288,3
davon Rückstellungen 47,0 43,9
davon Verbindlichkeiten 237,9 244,4
Bilanzsumme 1.040,2 973,1

Die Vermögens- und Kapitalstruktur der INDUS-Gruppe hat sich 2011 erneut deutlich zugunsten des Eigenkapitals verändert. Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 1.040,2 Mio. EUR (Vorjahr: 973,1 Mio. EUR). Die wesentliche Veränderung auf der Aktivseite ergibt sich aus dem konjunkturbedingten Anstieg der Vorräte (+ 44 Mio. EUR) und den erhöhten liquiden Mitteln (+26,3 Mio. EUR). Auf der Passivseite spiegelt sich die Ausweitung der Bilanzsumme fast vollständig im Eigenkapital (+ 72,6 Mio. EUR) wider.

Aktiva: Hoher Bestand an liquiden Mitteln und Vorräten

Die langfristigen Vermögenswerte lagen zum Stichtag 2011 um 10,2 Mio. EUR höher als im Vorjahr, bedingt durch den um 5,2 Mio. EUR erhöhten Goodwill und erhöhte Immaterielle Vermögenswerte (+2,0 Mio. EUR) aufgrund der 2011 vorgenommenen Zukäufe. Die Sachanlagen blieben mit 245,5 Mio. EUR nahezu auf dem Vorjahresniveau von 244,5 Mio. EUR. Leicht erhöht haben sich die Finanzanlagen (+0,7 Mio. EUR). Die at equity bewerteten Anteile nahmen etwas zu (+0,2 Mio. EUR). Auch die sonstigen langfristigen Vermögenswerte veränderten sich nur unwesentlich (+ 0,9 Mio. EUR), wie auch die latenten Steuern (+0,2 Mio. EUR).

Die kurzfristigen Vermögenswerte legten insgesamt um 56,9 Mio. EUR zu. Der starke Anstieg ist vor allem durch vermehrte liquide Mittel (+26,3 Mio. EUR) und höhere Vorräte (+44,0 Mio. EUR) bedingt. Die Forderungen gingen von 117,6 Mio. EUR auf 108,4 Mio. EUR zurück, ein Zeichen für die im vierten Quartal teilweise einsetzende Nachfrageberuhigung. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte bleiben mit 7,1 Mio. EUR nahezu unverändert (Vorjahr: 7,9 Mio. EUR), die Forderungen aus laufenden Ertragssteuern lagen bei 3,4 Mio. EUR (Vorjahr: 6,8 Mio. EUR).

Passiva: Eigenkapitalquote steigt auf historischen Höchstwert von 36,7 %

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um 72,6 Mio. EUR beziehungsweise rund 24% auf 382,1 Mio. EUR (Vorjahr: 309,5 Mio. EUR) Die Eigenkapitalquote verbesserte sich damit zum siebten mal in Folge auf nunmehr 36,7 % (Vorjahr: 31,8 %). Zu dieser Entwicklung trug neben dem guten Jahresergebnis auch die Kapitalmaßnahme im Herbst 2011 bei.

Mit Wirkung vom 3. November 2011 beschloss der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Barkapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts der Altaktionäre. Ausgegeben wurden 2.020.702 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von gerundet 2,60 EUR je Aktie zu einem Ausgabebetrag von 18,40 EUR je Aktie. Damit wurde das Grundkapital der Gesellschaft von 52.538.291,22 EUR um 5.253.825,20 EUR auf 57.792.116,42 EUR erhöht. Die neuen Aktien sind für das Geschäftsjahr 2011 voll dividendenberechtigt. Aus dieser Kapitalerhöhung flossen der INDUS Holding AG 37,1 Mio. EUR zu. Die neuen Aktien wurden komplett von der Versicherungskammer Bayern Versicherungsanstalt des öffentlichen Rechts übernommen, die die Anteile im Rahmen ihrer langfristig orientierten Kapitalanlagestrategie zeichnete.

Die langfristigen Schulden sanken 2011 in Summe leicht von 375,3 Mio. EUR auf 373,1 Mio. EUR. Die kurzfristigen Schulden verminderten sich ebenfalls von 288,3 Mio. EUR auf 284,9 Mio. EUR. Zwar gingen die kurzfristigen Finanzschulden zum Stichtag 2011 deutlich auf 111,7 Mio. EUR zurück (Vorjahr: 149,8 Mio. EUR), aber dieser positive Effekt von rund 38 Mio. EUR wurde von den Entwicklungen bei den weiteren Verbindlichkeiten größtenteils kompensiert. Dies verteilt sich wie folgt: höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+10,0 Mio. EUR), höhere kurzfristige Rückstellungen (+3,1 Mio. EUR), gestiegene sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (+19,1 Mio. EUR) und erhöhte laufende Ertragssteuern (+2,4 Mio. Mio. EUR)

Weitere Bilanzkennzahlen: Nettoverschuldung um rund 68 Mio. EUR abgebaut

Das Working Capital ermittelt INDUS aus den Vorräten zuzüglich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der erhaltenen Anzahlungen inklusive der Fertigungsaufträge mit passivem Saldo. Zum 31. Dezember 2011 lag das Working Capital bei 268,5 Mio. EUR (Vorjahr: 253,1 Mio. EUR).

Die Nettoverschuldung, berechnet aus der Differenz von lang- und kurzfristigen Finanzschulden zu den liquiden Mitteln, lag zum 31. Dezember 2011 bei 311,2 Mio. EUR und somit um 68,2 Mio. EUR unter dem Vorjahr (31.12.2010: 379,4 Mio. EUR). Bei 11,7 Mio. EUR handelt es sich im Wesentlichen um einen langfristigen Miet-Kauf-Vertrag für Immobilien, der gemäß den Rechnungslegungsvorschriften als Finanzierungsleasing-Vertrag zu klassifizieren ist.

Das Verhältnis von Nettoverschuldung zum Eigenkapital (Gearing) hat sich auf 81 % verbessert (Vorjahr: 122 %). INDUS hat damit, trotz eines vermehrten Kapitalbedarfs infolge der guten Auftragslage und trotz der Zukäufe in der Gruppe ihre Bilanzrelationen verbessern können.

Das Verhältnis Netto-Verschuldung/EBITDA beträgt 1,9 (Vorjahr: 2,6).

Investitionen

Die Investitionen betrugen im Berichtsjahr 58,3 Mio. EUR (Vorjahr: 52,0 Mio. EUR). Hiervon entfielen 12,0 Mio. EUR auf Unternehmenserwerbe, 41,9 Mio. EUR auf Investitionen in Sachanlagen und 4,4 Mio. EUR auf Investitionen in immaterielles Anlagevermögen. Trotz einer im Jahresverlauf nachlassenden Wachstumsdynamik hat INDUS ihr zum Jahresbeginn angekündigtes Investitionsprogramm zu großen Teilen umgesetzt.

Den Schwerpunkt der Investitionen bildeten Investitionen in Sachanlagen. Sie betrafen insbesondere technische Anlagen und Maschinen mit 19,3 Mio. EUR, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung mit 10,0 Mio. EUR sowie Grundstücke und Gebäude mit 4,1 Mio. EUR.

Die Abschreibungen lagen insgesamt bei 48,9 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr mit 43,6 Mio. EUR. Dabei stiegen die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände aufgrund der gesteigerten Investitionstätigkeit auf 38,0 Mio. EUR nach 37,1 Mio. EUR im Vorjahr.

Investitionen und Abschreibungen der INDUS-Gruppe

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in Mio. Euro 2011 2010
Investitionen 58,3 52,0
davon in:    
Unternehmenserwerbe 12,0 14,1
Investition in immaterielle Vermögenswerte 4,4 4,6
Investition in Sachanlagen 41,8 33,3
davon in:    
Grundstücke und Gebäude 4,1 2,8
Technische Anlagen und Maschinen 19,3 18,2
And. Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 10,0 8,1
Geleistete Anzahlungen u. Anlagen im Bau 8,5 4,2
Abschreibungen 48,9 43,6
davon in:    
Planmäßige Abschreibungen auf Mehrwerte 3,3 4,8
Außerplanmäßige Abschreibungen auf Mehrwerte 7,6 1,7
Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte 38,0 37,1

Jahresabschluss der INDUS Holding AG (Kurzform)

Der Jahresabschluss der INDUS Holding AG ist als Kurzform in den nachfolgenden Tabellen dargestellt. Der vollständige Jahresabschluss einschließlich Lagebericht liegt als separater Bericht vor.

Ertragslage

Gewinn- und Verlustrechnung der INDUS Holding AG (verkürzt)

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in Mio. Euro 2011 2010
Umsatz 4,3 4,3
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen 2,9 -2,3
Personalaufwand -4,8 -4,7
Erträge aus Beteiligungen 43,3 43,7
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 54,2 49,1
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8,0 5,6
Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -0,3 -0,3
Abschreibungen auf Finanzanlagen -30,3 -28,7
Aufwendungen aus Verlustübernahme -3,4 -4,0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -19,5 -22,4
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 54,5 40,1
Steuern -8,0 -7,7
Jahresüberschuss 46,5 32,4
Gewinnvortrag 1,1 0,8
Bilanzgewinn 47,6 33,2

Das Ergebnis der INDUS Holding AG ist im Wesentlichen bestimmt von den Erträgen aus den Finanzanlagen und den Ausleihungen des Finanzanlagevermögens.

Die Umsatzerlöse erreichten in der AG 2011 mit 4,3 Mio. Euro den gleichen Wert wie im Vorjahr. Sie umfassen ausschließlich von der Führungsgesellschaft erbrachte Beratungsleistungen für einzelne Beteiligungsgesellschaften. Geschäftsbeziehungen mit außen stehenden Dritten bestanden wie in den Vorjahren nicht. Der Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen stieg von -2,3 Mio. Euro auf 2,9 Mio. EUR. In dieser Position sind auch Zuschreibungen aus Wertaufholungen infolge der jährlich vorzunehmenden Impairment-Tests enthalten. Der Personalaufwand war mit 4,8 Mio. EUR leicht erhöht gegenüber 2010 infolge höherer leistungsbezogener Vergütungen.

Die Erträge aus Beteiligungen blieben mit 43,7 Mio. EUR stabil (Vorjahr: 43,3 Mio. EUR). Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzvermögens entwickelten sich stärker und erreichten 54,2 Mio. EUR nach 49, 1 Mio. EUR im Vorjahr. Auch die Zinserträge lagen mit 8,0 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau von 5,6 Mio. EUR.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen blieben unverändert bei 0,3 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR). Die Abschreibungen auf Finanzanlagen waren mit 30,3 Mio. EUR leicht erhöht gegenüber 2010 mit 28,7 Mio. EUR. In dieser Position sind die Wertminderungen aus Impairment-Tests enthalten. Die Aufwendungen aus Verlustübernahme reduzierten sich auf 3,4 Mio. EUR (Vorjahr: 4,0 Mio. EUR). Die Zinsaufwendungen gingen von 22,4 Mio. EUR auf 19,5 Mio. EUR nochmals deutlich zurück.

Insgesamt verbesserte sich damit das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um rund 36 % von 40,1 Mio. EUR auf 54,5 Mio. EUR. Nach Steuern führt die Gewinn- und Verlustrechnung daher zu einem Gewinn von 46,5 Mio. EUR (Vorjahr: 32,4 Mio. EUR). Dies entspricht einem gewichteten Ergebnis je Aktie von 2,26 EUR (Vorjahr: 1,74 EUR).

Finanz- und Vermögenslage

Bilanz der INDUS Holding AG (verkürzt)

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in Mio. Euro 31.12.2011 31.12.2010
Aktiva    
Immaterielle Vermögenswerte 0,2 0,0
Sachanlagen 2,4 2,7
Finanzanlagen 753,0 757,3
Anlagevermögen 755,6 760,0
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 224,7 140,7
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 28,6 21,6
Umlaufvermögen 253,3 162,3
Rechnungsabgrenzungsposten 0,1 0,1
Bilanzsumme 1.009,0 922,4
Passiva    
Eigenkapital 568,7 503,2
Rückstellungen 5,0 8,1
Verbindlichkeiten 395,3 371,2
Passive latente Steuern 40,0 39,9
Bilanzsumme 1.009,0 922,4

Die Bilanzsumme der INDUS Holding AG stieg um 86,6 Mio. Euro auf 1.009,0 Mio. Euro (Vorjahr: 922,4 Mio. Euro). Das Anlagevermögen reduzierte sich um 4,4 Mio. Euro auf 755,6 Mio. Euro (Vorjahr: 760,0 Mio. Euro) aufgrund vorgenommener Abschreibungen im Sach- und Finanzanlagevermögen. Innerhalb des Umlaufvermögens stiegen die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 84 Mio. Euro auf 224,7 Mio. Euro (Vorjahr: 140,7 Mio. EUR). Im Wesentlichen ist der Anstieg durch erhöhte Forderungen an verbundene Unternehmen verursacht. Die liquiden Mittel betrugen 28,6 Mio. Euro (Vorjahr: 21,6 Mio. Euro). Damit lag das Umlaufvermögen mit 253,3 Mio. Euro insgesamt um 91,0 Mio. Euro über dem entsprechenden Vorjahresniveau von 162,3 Mio. Euro.

Das Eigenkapital betrug 568,7 Mio. Euro (Vorjahr: 503,2Mio. Euro). Damit verfügt INDUS über eine nochmals stark verbesserte Eigenkapitalquote von 56,4% (Vorjahr: 54,6 %), die einen langjährigen Höchststand erreicht. Die Verbindlichkeiten stiegen auf 395,3 Mio. Euro (Vorjahr: 371,2 Mio. Euro).

MITARBEITER

In der AG beschäftigte INDUS zum 31. Dezember 2011 insgesamt 19 Mitarbeiter (Vorjahr: 18 Mitarbeiter).

Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse nach Bilanzstichtag

Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2011 sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der INDUS Holding AG von wesentlicher Bedeutung sind.

Chancen- und Risikobericht

Über ein professionelles Chancen- und Risikomanagement strebt INDUS an, die Chancen frühzeitig zu erkennen und zu nutzen, ohne die Risiken außer Acht zu lassen. Ein systematisches Chancen- und Risikomanagement ist seit Jahren fester Bestandteil der Unternehmensführung von INDUS.

Chancen und Risikomanagement

Chancenmanagement: Holding unterstützt Portfoliounternehmen durch Einbringen von Know-how

Die Geschäftspolitik der INDUS Holding AG ist vorrangig darauf ausgerichtet, durch die Akquisition sogenannter Hidden Champions und deren Weiterentwicklung den Wert des Portfolios kontinuierlich zu steigern. Die Gesellschaft nutzt Chancen zum Kauf von profitablen Unternehmen mit Zukunft. Zur Wahrnehmung dieser Chancen setzt INDUS ein effektives Chancenmanagement ein und beobachtet kontinuierlich die für sie relevanten bzw. interessanten Märkte und analysiert ihre Wachstumsmöglichkeiten. Besonderes Augenmerk legt INDUS auf die Erweiterung des Portfolios um wachstumsstarke und renditestabile Unternehmen in Zukunftsmärkten.

Auf operativer Ebene werden die Chancen von den Geschäftsführern der einzelnen Beteiligungsgesellschaften analysiert und gesteuert. Grundlage hierfür sind umfangreiche Analysen der relevanten Märkte und Wettbewerber sowie unterschiedlicher Entwicklungsszenarien von entscheidenden Kostentreibern und Erfolgsfaktoren. Chancen ergeben sich insbesondere durch die stetige Entwicklung von neuen Produkten. Das hilft den Unternehmen, ihre starke Marktstellung in den jeweiligen Nischenmärkten auszubauen. Sie analysieren im Dialog mit Kunden und Lieferanten, welche neuen Einsatzmöglichkeiten sich kurz-, mittel- und langfristig für ihre Technologien eröffnen. Wichtiger Ansatzpunkt für die Weiterentwicklung ihres Geschäfts sind dabei Produktinnovationen ihrer Kunden. Häufig erfordern neue Produkte auch innovative Produktionsprozesse, bei denen die Beteiligungen ihr Know-how einbringen können.

Als Holding-Gesellschaft unterstützt die INDUS Holding AG das Chancenmanagement der Beteiligungsunternehmen in zweifacher Hinsicht: Gemeinsam mit den Geschäftsführern analysiert und definiert sie jährlich neue Geschäftschancen im Rahmen der strategischen Jahresplanung; zudem sichert sie die Finanzierung für die Wahrnehmung der identifizierten Chancen.

Gesamtwirtschaftliche Chancen: Emerging Markets von hoher Bedeutung

Die Unternehmen im INDUS-Portfolio profitieren in erster Linie von einer positiven Entwicklung der Gesamtkonjunktur in der produzierenden Industrie. Da die Beteiligungen im Wesentlichen Investitionsgüter herstellen, ist die private Nachfrage von nachrangiger Bedeutung. Angesichts des gruppenweiten Exportanteils von 45,7 % sind zwar die Umsätze in den Inlandsmärkten noch etwas stärker zu gewichten, wesentliche Wachstumsimpulse dürften aber künftig vor allem die Emerging Markets liefern. Die globale Präsenz der Unternehmen im INDUS-Portfolio bzw. deren Verstärkung tragen zur Nutzung dieser Chancen in den relevanten Märkten bei. Dabei gehen die Unternehmen teilweise bei der Erschließung neuer regionaler Märkte auch gemeinsam vor.

Branchenspezifische Chancen: Themen wie Nachhaltigkeit und demografischer Wandel öffnen Unternehmen neue Potenziale

Die Hidden Champions in der INDUS-Gruppe verfügen über eine hohe Entwicklungskompetenz und ein breites Service-Level. Die Zukunftsthemen Umweltschutz und Energieeffizienz sind in allen industriellen Branchen relevant. Energiepreise und Umweltstandards werden langfristig weiter steigen. Daher erwartet INDUS verstärkte Investitionen in nachhaltige und energiesparende Produktionsprozesse. Hier sieht INDUS insbesondere für die Unternehmen aus den Segmenten Fahrzeugkomponenten/Engineering, Maschinen- und Anlagenbau und Metallverarbeitung nutzbare Chancen. Das Segment Bau/Infrastruktur wird auch mittelfristig von einer starken inländischen Baunachfrage profitieren, ausgelöst durch Inflationsängste und einer vermehrten Investitionsneigung in Immobilieneigentum. In Deutschland besitzen im internationalen Vergleich wenig Bürger Wohneigentum, sodass hier mit einem deutlichen und langjährig anhaltenden Nachholeffekt zu rechnen ist. Für den Bereich Medizintechnik/Life Science sieht INDUS mittel- und langfristig kontinuierlich gute Wachstumschancen aufgrund der demografischen Entwicklung und der anhaltend hohen Nachfrage der Menschen nach Gesundheitsprodukten.

Unternehmensstrategische Chancen: INDUS nimmt auch neue industrielle Bereiche in die Beobachtung auf

Die wesentlichen strategischen Chancen für das Geschäft von INDUS ergeben sich aus dem Erwerb und dem Halten von Beteiligungen. Das Investment-Team der INDUS Holding AG identifiziert dazu permanent potenzielle Investments und analysiert sie sorgfältig. Zusätzlich zu ihren fünf Segmenten analysiert INDUS verstärkt die Bereiche Infrastruktur, Logistik und Verkehr, Medizin- und Gesundheitstechnik, Energie- und Umwelttechnik sowie Automatisierungs-, Mess- und Regeltechnik, um für uns zusätzlich zu den bestehenden Märkten interessante Akquisitionsmöglichkeiten zu identifizieren.

INDUS sieht sich aufgrund ihrer Positionierung als langjähriger Käufer von mittelständischen Hidden Champions in einer besonderen Marktposition. Da INDUS Unternehmen kauft, um sie zu entwickeln und nicht exit-getrieben ist, verfügt die Gesellschaft über einen ausgezeichneten Ruf in der mittelständischen Industrie. Potenzielle Käufer wenden sich oftmals exklusiv an INDUS, um ihr Unternehmen in eine zukunftsfeste Nachfolge zu überführen.

Aufgrund des langjährig gewachsenen Track Records, des stetigen Geschäftsverlaufs und der soliden Finanzierungspolitik verfügt INDUS zuverlässig und bankenunabhängig über die erforderlichen Finanzierungsmittel zum Kauf neuer Unternehmen. Das versetzt die Gruppe in die Lage, sich im Akquisitionsmarkt bietende Chancen zu nutzen und Verkaufsverhandlungen ohne die Beteiligung Dritter in wenigen Wochen abzuschließen. Zu weitern Details zu der Finanzierungspolitik wird auf das Kapitel Finanzlage verwiesen.

Risikomanagementsystem: Von INDUS laufend gepflegt und weiterentwickelt

Die INDUS Holding AG und ihre Beteiligungsgesellschaften sind im Rahmen ihrer internationalen Aktivitäten einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Unternehmerisches Handeln ist untrennbar mit dem Eingehen von Risiken verbunden. Es ermöglicht aber auch das Ergreifen neuer Chancen, um damit die Sicherung und den Ausbau der Marktposition des Unternehmens und der Beteiligungsgesellschaften zu gewährleisten. Der Eintritt von Risiken könnte nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Die INDUS Holding AG hat daher in Übereinstimmung mit branchenüblichen Standards und gesetzlichen Bestimmungen ein Risikomanagementsystem eingerichtet, um potenzielle Risiken zu erkennen und über alle Funktionen hinweg beobachten und beurteilen zu können.

Das Risikomanagementsystem ist als integraler Bestandteil der Geschäfts-, Planungs-, Rechnungslegungs- und Kontrollprozesse in das Informations- und Kommunikationssystem der INDUS Holding AG eingebunden; es ist wesentlicher Bestandteil des Führungssystems der INDUS Holding AG. Die Verantwortung für die Gestaltung des Risikomanagementsystems liegt beim Vorstand, der ein aktives Management der Risiken sicherstellt. Das Risikomanagementsystem der INDUS Holding AG ist im Risikomanagement-Handbuch der Gesellschaft dokumentiert.

Ziel des Risikomanagementsystems ist es, Risiken systematisch zu identifizieren, zu inventarisieren, zu analysieren, zu bewerten, zu steuern und zu überwachen. Der Vorstand überprüft und überarbeitet dazu im regelmäßigen Turnus sowie anlassbezogen das Risikokataster der Gesellschaft. Auf dieser Basis werden die erforderlichen Maßnahmen zur Risikosteuerung definiert, dokumentiert und deren Wirksamkeit ebenfalls mit dem Risikokataster überwacht. Der Aufsichtsrat wird regelmäßig über die Risikolage der Gesellschaft informiert.

Die Struktur und die Funktionsweise des Risikomanagementsystems werden in regelmäßigen Abständen sowie anlassbezogen vom Vorstand überprüft. Die Ergebnisse dieser Prüfung ebenso wie die Anmerkungen des Abschlussprüfers im Rahmen der Jahresabschlussprüfung fließen dann in die systematische Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems ein. Die unterjährige Überwachung der Risikolage, die Überprüfung der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems sowie eingeleitete Maßnahmen zur Verbesserung der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems werden einmal jährlich im Risikomanagement-Jahresbericht der Gesellschaft dokumentiert.

Berichtsprozesse: Enge Verzahnung mit den Beteiligungsgesellschaften

Zu den Grundelementen des Risikomanagementsystems zählen die organisatorische Einbindung der Chancen- und Risikoprozesse in das operative Tagesgeschäft, eine adäquate Managementstruktur, ein abgestimmtes Planungssystem sowie detaillierte Berichts- und Informationssysteme. Dementsprechend berichten die Beteiligungsgesellschaften im Rahmen des Risikomanagementsystems den Status und die Veränderung bedeutender Risiken an die Holding. Dies führt zu einer regelmäßigen Neubewertung der Chancen- und Risikosituation durch den Vorstand von INDUS. Dabei werden sowohl unternehmensspezifische als auch externe Ereignisse und Entwicklungen analysiert und bewertet. Unabhängig von den normalen Berichtswegen werden kurzfristig auftretende Risiken mit Bedeutung für den Gesamtkonzern direkt von den einzelnen Geschäftsführern der Beteiligungsgesellschaften an den entsprechenden Verantwortlichen in der Holding kommuniziert.

Versicherungen: Professionelles Management durch die Holding

Risiken in den Bereichen von Elementarschäden, Betriebsunterbrechungen, Haftpflicht, Produkthaftung und Transportschäden werden zentral von der Holding für alle Beteiligungsunternehmen durch den Abschluss entsprechender Verträge abgesichert. Das zentrale Management dieser Versicherungen garantiert den Unternehmen niedrige Prämien bei großen Versicherungsumfängen.

Erläuterung der Einzelrisiken

Überblick

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Unternehmensrisiken (nach Einschätzung des Vorstands) Eintrittswahrscheinlichkeit mögliche finanzielle Auswirkung Risikolage für 2012 im Vergleich zum Vorjahr
Umfeld- und Branchenrisiken wahrscheinlich bedeutsam schlechter
Unternehmensstrategische Risiken möglich bedeutsam gleich
Leistungswirtschaftliche Risiken möglich bedeutsam gleich
Personalrisiken möglich moderat besser
Informationstechnische Risiken möglich moderat gleich
Finanzwirtschaftliche Risiken möglich bedeutsam schlechter
Rechtliche Risiken möglich moderat gleich
Sonstige Risiken möglich bedeutsam gleich

Umfeld- und Branchenrisiken

Die Geschäftstätigkeit der Beteiligungen bedingt vom Grundsatz her einen engen Zusammenhang zwischen der Geschäftsentwicklung und der Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds. Neben den konjunkturellen Risiken stellen Erhöhungen der Energie- und Rohstoffpreise Risiken für die Entwicklung der einzelnen Beteiligungsgesellschaften und der Gruppe dar. Mit einem ausgewogenen Beteiligungsportfolio, bestehend aus fünf Segmenten, vermeidet INDUS die Abhängigkeit von einzelnen Branchen. Durch eine hohe Spezialisierung und eine starke Position innerhalb einer attraktiven Marktnische werden sowohl das Branchenrisiko als auch das allgemeine konjunkturelle Risiko für die Beteiligungsunternehmen gemindert. Ein grundsätzliches konjunkturelles und branchenspezifisches Risiko verbleibt natürlich in Extremsituationen.

INDUS konzentriert sich auf den Erwerb von mittelständischen Produktionsunternehmen in Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland. 54,3 % der Gesamtumsätze werden dabei im Inland erzielt (Vorjahr: 55,3 %). Somit ist die Entwicklung des Konzerns stark durch die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland beeinflusst. Die Abhängigkeit vom deutschen Markt ist in den vergangenen Jahren aufgrund des strategischen Ausbaus des internationalen Geschäfts leicht gesunken. Die regionale Diversifikation des operativen Geschäfts streut das Geschäftsrisiko für INDUS also zusätzlich.

Unternehmensstrategische Risiken

Unternehmensstrategische Risiken bestehen hauptsächlich in der Fehleinschätzung der künftigen Markt- bzw. Geschäftsentwicklung der akquirierten Beteiligungsgesellschaften. Der langfristige Erfolg von INDUS hängt im Wesentlichen von der sorgfältigen Analyse potenzieller Akquisitionsunternehmen und der Steuerung des Beteiligungsportfolios der Holding ab. Um mögliche Risiken auf dem Feld "unternehmensstrategische Risiken" zu minimieren, setzt die Holding auf umfangreiche Instrumente zur Marktanalyse der jeweiligen Branche sowie eigene quantitative Analysetools.

Den möglichen Risiken aus Fehleinschätzungen in der strategischen Positionierung der Beteiligungsunternehmen begegnet INDUS durch eigene intensive Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen und regelmäßige Strategiegespräche mit den Geschäftsführern der Beteiligungsgesellschaften. Sämtliche Beteiligungsunternehmen berichten standardisiert auf monatlicher Basis über ihre aktuelle Geschäftsentwicklung und die individuelle Risikolage. Die kurz- und mittelfristigen Planungen für jedes Beteiligungsunternehmen und aggregiert für die Holding gewährleisten so stets einen umfassenden Überblick über die Risikolage des einzelnen Unternehmens und des Konzerns. Reengineering-Maßnahmen bei den Tochtergesellschaften werden durch die Holding begleitet und unterstützt.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Neben den unternehmensstrategischen Risiken bestehen für INDUS und die Tochterunternehmen leistungswirtschaftliche Risiken, wie insbesondere Beschaffungsrisiken, Produktionsrisiken und Absatzrisiken. Die Beteiligungsunternehmen benötigen für die Herstellung ihrer Produkte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die von unterschiedlichen Lieferanten bezogen werden. Aufgrund der breiten Diversifikation innerhalb des Gesamtportfolios von INDUS sind Lieferrisiken im Hinblick auf die Auswirkungen auf den Konzern von untergeordneter Bedeutung. Die Einkaufspreise für Rohstoffe und Energieträger können stark schwanken. Abhängig von der jeweiligen Marktsituation ist es den Beteiligungsgesellschaften nicht immer möglich, die daraus entstehenden Belastungen an die Kunden zeitnah und vollumfänglich weiterzugeben. Die operativ Verantwortlichen stehen im kontinuierlichen Kontakt mit Lieferanten und Kunden. So können sie frühzeitig auf eventuell auftretende Preis- und Mengenrisiken auf den Beschaffungs- und Absatzmärkten reagieren. Zusätzlich begrenzt INDUS mit dem Abschluss von Rohstoffsicherungen das Risiko. Das Nominalvolumen der Rohstoffsicherungen betrug zum 31. Dezember 2011 insgesamt 1,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1,8 Mio. EUR).

Die Produktionsanlagen der Beteiligungsgesellschaften werden in einem permanenten Prozess optimiert. Hierzu setzt INDUS vielfältige Überwachungs- und Kontrollsysteme ein. Auf diesem Weg können mögliche Produktionsrisiken frühzeitig erkannt und es kann entsprechend reagiert werden. Strategisches Ziel von INDUS ist es, die Produktion auf Basis einer Kosten-Nutzen-Analyse zu internationalisieren und damit mögliche weitere Kostenvorteile zu nutzen.

Personalrisiken

Der langfristige Erfolg von INDUS hängt maßgeblich vom Know-how und von der Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter ab. Mögliche Risiken ergeben sich im Wesentlichen bei der Personalbeschaffung und Personalentwicklung sowie durch die Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen. INDUS begrenzt diese Risiken durch ein umfassendes Angebot von zielgerichteten Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie eine leistungsgerechte Vergütung. Das überschaubare Team von 15 Mitarbeitern erlaubt es INDUS, Aufgaben und Entwicklungsmöglichkeiten auf die jeweiligen Bedürfnisse individuell zuzuschneiden. Die Gesellschaft bietet den Mitarbeitern flexible Arbeitszeitmodelle und die Möglichkeit von Home Office-Arbeitsplätzen, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern. Die Mitarbeiter schätzen diese positive Unternehmenskultur. Ausdruck dieser Wertschätzung ist die hohe durchschnittliche Betriebszugehörigkeit, in der AG lag sie zum Stichtag bei über acht Jahren. Die Gesamtheit aller Maßnahmen macht INDUS zu einem attraktiven Arbeitgeber, sodass den Risiken aus Fluktuation, demografischer Entwicklung und Kompetenzverlust aktiv begegnet wird.

Informationstechnische Risiken

Grundlage einer modernen Arbeitsumgebung ist eine sichere und effektive informationstechnische Infrastruktur. Die wachsende Vernetzung der Informationssysteme und die Notwendigkeit der permanenten Verfügbarkeit stellen hohe Anforderungen an die eingesetzte Informationstechnologie. Möglichen Risiken aus dem Ausfall von Rechnersystemen und Netzwerken, unberechtigten Datenzugriffen oder Datenmissbrauch begegnet INDUS mit regelmäßigen Investitionen in Hard- und Software, dem Einsatz von Virenscannern und Firewallsystemen sowie effektiven Zugangs- und Zugriffskontrollen. Eine permanente Kontrolle dieser Maßnahmen erfolgt durch interne und externe Experten. Aus heutiger Sicht bestehen keine wesentlichen informationstechnischen Risiken.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Zu den finanzwirtschaftlichen Risiken zählen vor allem das Liquiditätsrisiko, das Zinsrisiko und das Währungsrisiko sowie das Ausfallrisiko. Grundsätzlich finanzieren sich die einzelnen Beteiligungsgesellschaften selbst aus ihren operativen Ergebnissen. Je nach Liquiditätssituation erfolgen Transfers zur oder von der Holding. Um die jederzeitige Handlungsfähigkeit der Holding sowie eine ausreichende Finanzierung der Beteiligungsgesellschaften sicherzustellen, verfügt die Holding über entsprechende Liquiditätsreserven.

Eine breit diversifizierte Finanzierungsstruktur, verteilt auf über 10 Kreditinstitute, verhindert eine Abhängigkeit von einzelnen Kreditgebern, sodass aus heutiger Sicht bankenseitige Ausfallrisiken trotz der weiter anhaltenden Verwerfungen im Bankensektor begrenzt sind. Das größte Einzelobligo liegt bei rund 13 %. Die Finanzierung des langfristig ausgerichteten Beteiligungsportfolios erfolgt fristenkongruent durch die Holding durch revolvierende Mittelaufnahme. Kreditbesicherungen bestehen nicht. Die vereinbarten Covenants stellen aus heutiger Sicht kein wirtschaftliches Risiko dar. Bei der Finanzierung setzt INDUS auf einen Mix aus festverzinslicher und variabler Finanzierung, die per Zinsswaps als vollwirksame Microhedges wirtschaftlich in festverzinsliche Finanzierungen transferiert werden. Eine Veränderung des Zinsniveaus hätte durch die damit fast vollständig abgesicherten Zinsänderungsrisiken während der Laufzeit keine Auswirkungen auf die Ertragslage, da sich die Veränderungen des Zinsniveaus bei variabel verzinslichen Finanzschulden und derivativen Finanzinstrumenten kompensieren. Das Nominalvolumen der Zinsabsicherungen betrug zum 31. Dezember 2011 insgesamt 196,3 Mio. EUR (Vorjahr: 191,7 Mio. EUR).

Das debitorenseitige Ausfallrisiko ist durch das breit diversifizierte Portfolio und die Eigenständigkeit der Beteiligungsunternehmen, die ihre Aktivitäten auf verschiedene Märkte und mit unterschiedlichen Produkten konzentrieren, deutlich begrenzt. Zudem unterhalten die Beteiligungen selbst wirksame Systeme zur Überwachung der Debitorenrisiken und berichten der Holding monatlich über etwaige Risiken.

Aufgrund der zunehmenden internationalen Aktivitäten der Beteiligungsgesellschaften sowie aufgrund von Finanztransaktionen mit den schweizerischen Beteiligungsgesellschaften bestehen verstärkt Währungsrisiken. Diesen begegnet INDUS mit der kongruenten Absicherung der Geschäftsvorfälle durch Devisentermingeschäfte und geeignete Optionsgeschäfte. Das Nominalvolumen der Währungsabsicherungen betrug zum 31. Dezember 2011 insgesamt 14,8 Mio. EUR (Vorjahr: 13,0 Mio. EUR); es lag im Wesentlichen bei den Beteiligungen. Nähere Erläuterungen zu den Sicherungsbeziehungen finden sich im Konzernanhang.

Rechtliche Risiken

Die INDUS Holding AG und ihre Beteiligungsunternehmen sind einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Diese Risiken ergeben sich insbesondere in den Bereichen Wettbewerbs- und Kartellrecht sowie Steuerrecht. Aus dem operativen Geschäft der einzelnen Beteiligungsgesellschaften resultieren darüber hinaus Risiken aus Gewährleistungs- und Produkthaftungsansprüchen aufgrund von Kundenreklamationen. Ein effizientes Vertrags- und Qualitätsmanagement minimiert dieses Risiko zwar, kann aber keinen grundsätzlichen Ausschluss garantieren. Von Seiten der Holding werden die Unternehmen im Segment Fahrzeugbau/Engineering durch ein entsprechendes Beratungsangebot zum Vertragsmanagement unterstützt. Zur ausreichenden Risikovorsorge wurden 2011 Rückstellungen für Gewährleistungen für Verpflichtungen aus Absatz und Beschaffung, Verpflichtung für Kundenboni und Erlösschmälerungen sowie geschätzte Werte für erwartete Rechnungen in Höhe von 20,8 Mio. EUR bilanziert (Vorjahr: 16,3 Mio. EUR) gebildet.

Risiken aus dem Ausgang von Gerichts- oder Schiedsverfahren, die nach heutiger Einschätzung einen erheblichen nachteiligen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Gruppe haben könnten, bestehen weder für die INDUS Holding AG noch für die einzelnen Beteiligungsgesellschaften.

Sonstige Risiken

Eine wichtige Rolle für die INDUS Holding AG spielt der verantwortungsbewusste Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Die Produktionsprozesse in den einzelnen Beteiligungsunternehmen werden kontinuierlich auch dahin gehend optimiert, die Belastung für die Umwelt und hier insbesondere den Energieverbrauch zu minimieren. Darüber hinaus sind sämtliche Mitarbeiter der Gruppe dazu angehalten, in ihrem Bereich die entsprechenden Bestimmungen des Umweltschutzes zu beachten und Verbesserungsvorschläge, die über die etablierten Normen hinausgehen, einzureichen. Eventuelle Schäden aus potenziell eintretenden Umweltrisiken sind durch eine Versicherung in ausreichender Höhe abgedeckt. Aktuell sind weder in der Holding noch in den einzelnen Beteiligungsgesellschaften Umweltrisiken erkennbar.

Der Konzern hat aufgrund seiner Unternehmensstrategie, die Diversifikation durch einen kontinuierlichen Ausbau des Beteiligungsportfolios voranzutreiben, Firmenwerte in Höhe von 294,8 Mio. EUR bilanziert (Vorjahr: 289,6 Mio. EUR). Diese müssen gemäß IAS 36 mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment) unterzogen werden. Sollten Wertminderungen festgestellt werden, sind die entsprechenden Firmenwerte außerplanmäßig abzuschreiben. Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 7,6 Mio. EUR vorgenommen (Vorjahr: 1,7 Mio. EUR).

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess (Bericht gemäß §§ 289 Abs. 5, 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)

Umfang und Ausgestaltung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems (IKS) der INDUS Holding AG liegen im Ermessen und in der Verantwortung des Vorstands. Der Aufsichtsrat überwacht den Rechnungslegungsprozess und die Wirksamkeit des IKS.

Die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des IKS bei den Beteiligungsgesellschaften werden durch das Controlling bei der INDUS Holding AG und die Abschlussprüfer der Konzerngesellschaften geprüft. Für die INDUS Holding AG selbst obliegt die Prüfung der Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des IKS direkt dem Vorstand. Die jeweils Prüfenden haben dazu umfassende Informations-, Prüf- und Eintrittsrechte.

Das IKS beinhaltet die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sicherzustellen, und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Das IKS ist so gestaltet, dass der Konzernabschluss der INDUS Holding AG nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach § 315a Abs. 1 HGB ergänzend zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt wird. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt nach den handelrechtlichen Vorschriften des HGB. Die Struktur des IKS bietet eine möglichst hohe Sicherheit in Bezug auf die Zielerreichung. Unabhängig von seiner Ausgestaltung kann das IKS dennoch keine absolute Sicherheit dahingehend liefern, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.

Die Prozesse zur Konzernrechnungslegung und Lageberichtserstellung werden von den zuständigen Mitarbeitern im Controlling der INDUS Holding AG gesteuert. Änderungen der Gesetze, Rechnungslegungsstandards und anderer Verlautbarungen werden hinsichtlich ihrer Relevanz und Auswirkungen für die Rechnungslegung geprüft. Die sich daraus ergebenden Änderungen der Rechnungslegungsprozesse werden in zentral verfügbaren Verfahrensanweisungen und in den bei der Rechnungslegung verwendeten Systemen abgebildet. Die jeweils aktuelle Konzern-Bilanzierungsrichtlinie wird an alle mit der Rechnungslegung befassten Mitarbeiter der INDUS Holding AG und der Beteiligungsgesellschaften kommuniziert. Zusammen mit dem konzernweit gültigen Abschlusskalender bilden diese Elemente die Basis für den Abschlusserstellungsprozess.

Die Beteiligungsgesellschaften erstellen Ihre Abschlüsse gemäß den Vorgaben der Konzern-Bilanzierungsrichtlinie. Die Reporting- und Konsolidierungsprozesse erfolgen für alle Beteiligungsgesellschaften über ein einheitliches IT-System, das zentral von der INDUS Holding AG zur Verfügung gestellt wird. Verfahrensanweisungen und standardisierte Meldeformate unterstützen dabei den Prozess der einheitlichen und ordnungsgemäßen Konzernrechnungslegung. Teilweise werden zusätzlich externe Dienstleister, z.B. für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen, beauftragt.

Zur Vermeidung von Risiken im Rechnungslegungsprozess umfasst das IKS präventive und aufdeckende interne Kontrollen. Dazu gehören insbesondere IT-gestützte und manuelle Abstimmungen, die Funktionstrennung und das Vier-Augen-Prinzip. Diese Kontrollen und Instrumente werden fortlaufend weiter entwickelt, um auch künftige Risiken ausschließen zu können, wenn Schwachstellen identifiziert wurden.

Das Controlling der INDUS Holding AG stellt über entsprechende Prozesse sicher, dass die Vorgaben der Konzern-Bilanzierungsrichtlinie konzernweit und einheitlich eingehalten werden. Die in den Rechnungslegungsprozess einbezogenen Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. Im gesamten Rechnungslegungsprozess werden die Beteiligungsgesellschaften durch zentrale Ansprechpartner unterstützt.

Der Vorstand der INDUS Holding AG und die Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaften sind dafür verantwortlich, dass die konzernweit gültigen Richtlinien und Verfahren zum Rechnungslegungsprozess eingehalten werden. Weiterhin stellen sie den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme sicher.

Gesamteinschätzung des Vorstands zur Chancen- und Risikosituation

Keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar, Wachstumschancen für 2012

Im Geschäftsjahr 2011 hat INDUS ihre langfristig ausgerichtete und bewährte Unternehmensstrategie fortgesetzt. Die sehr gute Liquiditätssituation sowie die bestehenden Finanzierungszusagen verschiedener Banken sollen 2012 verstärkt genutzt werden, um das Portfolio weiter auszubauen. Im bestehenden Portfolio bieten sich attraktive Wachstumschancen, die durch geplante Investitionen von rund 60 Mio. EUR in die gehaltenen Beteiligungen im Jahr 2012 aktiv genutzt werden sollen. Darüber hinaus plant INDUS ergänzende und zielgerichtete Akquisitionen in den von ihr definierten Zielmärkten.

Die Umsatzerlöse lagen im Berichtsjahr mit 1.104,7 Mrd. EUR deutlich über dem Vorjahr. Infolgedessen erzielte die Gruppe eine operative EBIT-Marge von 10,1 % und lag im angestrebten Zielkorridor von 10 % bis 12 %. Zugleich hat sich die Finanzierungsstruktur erheblich verbessert: INDUS hat ihre Nettoverschuldung erheblich reduziert, von 379,4, Mio. EUR auf 311,2 Mio. EUR Ende 2011. Die Eigenkapitalquote im Konzern beträgt zum Stichtag 36,7 % (Vorjahr: 31,8 %), in der AG 56,4 % (Vorjahr: 54,6 %). Insgesamt beurteilt der Vorstand die Geschäftssituation für 2012 als stabil.

Die Gesamtrisikosituation des Konzerns setzt sich aus den aggregierten Einzelrisiken aller Risikokategorien zusammen. Zu den wesentlichen potenziellen Risiken der zukünftigen Entwicklung der INDUS Holding AG gehören insbesondere die Risiken aufgrund einer schwierigen konjunkturellen Gesamtentwicklung, die gleichzeitig viele der Beteiligungsunternehmen betreffen könnten sowie finanzwirtschaftliche Risiken durch eventuell mögliche weitere Probleme im Branchensektor. Für den Konzern waren im abgelaufenen Geschäftsjahr aus Sicht des Vorstands keine Risiken erkennbar, die einzeln oder in Kombination mit anderen Risiken einen wesentlichen Einfluss auf den Fortbestand des Unternehmens haben könnten. Diese drohen aus heutiger Sicht auch in absehbarer Zukunft nicht. Auch mittelfristig stehen INDUS sämtliche Möglichkeiten offen, die sich bietenden Chancen in einem konjunkturell guten Umfeld zu nutzen.

PROGNOSEBERICHT

INDUS ist zuversichtlich im aktuellen Geschäftsjahr. Auch wenn das konjunkturelle Umfeld schwieriger wird und mit Unsicherheiten behaftet ist, will INDUS 2012 den Umsatz aller Beteiligungen möglichst auf dem Niveau des Vorjahrs halten. Auch der Ausbau des Portfolios soll weiter voran getrieben werden.

Künftige Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaft entwickelt sich 2012 voraussichtlich weitgehend stabil

Die Erwartungen zur gesamt- und branchenwirtschaftlichen Entwicklung für 2012 sind mit hohen Unsicherheiten verbunden. Insbesondere für die Industrieländer hat sich das Risiko einer weiteren konjunkturellen Abschwächung erhöht, nachdem das konjunkturelle Klima im vierten Quartal 2011 bereits leicht nachgelassen hat. Ausschlaggebend dafür sind die anhaltenden Turbulenzen auf den Finanzmärkten und die Folgen der Staatsschuldenkrise. Andererseits zeigen die meisten Schwellenländer trotz mittlerweile spürbarer Abschwächungstendenzen noch eine relativ solide Wachstumsdynamik, was das Risiko einer globalen Rezession begrenzt.

Laut einer Schätzung der Weltbank soll das globale BIP im Jahr 2012 um 2,5% wachsen. Nach wie vor herrscht Einigkeit darüber, dass der Großteil des Weltwirtschaftswachstums auch künftig in den Schwellenländern, insbesondere in Asien, erzielt werden wird. Das BIP im Euroraum dürfte 2012 leicht rückläufig sein; hier wirken sich der Konsolidierungszwang der öffentlichen Haushalte und die zurückhaltenden Unternehmensinvestitionen aus. Für Deutschland erwartet INDUS 2012 lediglich ein Plus von 0,5 %; dabei kann es im 1. Quartal auch zu negativen Wachstumsraten kommen. Die Bundesregierung rechnet noch mit einem Plus von 0,7 %. In den USA könnte sich das gesamtwirtschaftliche Wachstum 2012 leicht erhöhen. Die Industriekonjunktur zeigt sich weiterhin relativ robust, und vom Arbeitsmarkt kommen erste positive Signale, die dem privaten Verbrauch verstärkt Impulse verleihen könnten. Wachstumsstützen der Weltwirtschaft bleiben auch 2012 die Schwellenländer. Für China wird ein BIP-Zuwachs von 8,4 % erwartet. Auch die übrigen BRIC-Länder werden voraussichtlich solide Zuwachsraten aufweisen.

Erwartete Entwicklung der für INDUS relevanten Branchen: Gemischtes Bild in der deutschen Industrie

Die einzelnen Branchenverbände prognostizieren für die INDUS-relevanten Teilmärkte teilweise unterschiedliche Dynamikgrade; insgesamt aber rechnen sie mit einer positiven Entwicklung: Die deutsche Bauwirtschaft, in die die Beteiligungen aus dem Segment Bau/Infrastruktur überwiegend liefert, wird sich auch 2012 in sehr guter Verfassung präsentieren. Der Hauptverband der deutschen Bauindustrie erwartet für 2012 ein Umsatzplus von 2,5 %.

Der globale Automobilmarkt wird 2012 auf moderatem Wachstumskurs bleiben können. Weltweit rechnet man mit einer leicht zu steigernden Produktion von Personen- und leichten Nutzfahrzeugen. In den USA könnte die Produktion leicht zulegen, und in Japan wird aufgrund des Nachholbedarfs eine überdurchschnittliche Expansionsrate erwartet. In China begrenzen staatliche Dämpfungsmaßnahmen das Wachstum. Die westeuropäische und die deutsche Automobilindustrie werden wahrscheinlich auf dem Produktionsniveau von 2011 stagnieren.

Der Maschinen- und Anlagenbau startete mit sehr guten Erwartungen in das Jahr 2011, verfehlte aber die Prognosen. Dieser zufolge sollte die Produktion um 14 % wachsen, es wurden aber lediglich 12,1 %. Das Volumen stieg um 24 Mrd. auf 187 Mrd. EUR. Ursachen sind neben einer schwächeren Nachfrage die Unsicherheit in Europa und die abflachende Konjunktur in China. Bereits im Dezember 2011 war die Produktion um 1,9 % gesunken. Zuletzt war die Nachfrage im Sog der Schuldenkrise merklich zurückgegangen. Getrübt wird sie aber auch in China, mit Abstand größter Auslandsmarkt der Zukunft. Damit ist nicht zu ignorieren, dass der Maschinenbau nach einem beispiellosen Aufholprozess Ende 2011 seinen zyklischen Höhepunk erreicht hat. Dieser Entwicklung tragen auch die Branchenvertreter Rechnung; sie gehen von einem Nullwachstum für 2012 aus. Allerdings werten sie die aktuelle Situation eher als Verschnaufpause und nicht als zyklischen Abschwung.

Der Markt für medizintechnische Produkte und Life Science wird von den Branchenvertretern vorsichtig optimistisch eingeschätzt. Die demografische Entwicklung schreitet voran und der Trend zu einer immer besseren gesundheitlichen Versorgung in den westlichen Ländern stützt diese Erwartung. Angesichts der Entwicklung des Konsumklimas in den ersten Monaten 2012 scheint diese Erwartung realistisch. Die Verbraucherstimmung zeigte sich im Februar 2012 im Großen und Ganzen stabil. Während die Konjunkturerwartung sowie die Anschaffungsneigung leichte Einbußen hinnehmen mussten, legte die Einkommenserwartung spürbar zu. In einer kürzlich veröffentlichten Jahresprognose geht die Gesellschaft für Konsumforschung davon aus, dass der Konsum real in diesem Jahr um ein Prozent zunehmen wird.

Für 2012 erwarten die Unternehmen der Metall- und Elektrobranche, dass sich das Wachstum der Produktion deutlich abschwächt und höchstens bis zu 4 % betragen wird. Bereits das vierte Quartal 2011 fiel um 2,9 % schwächer aus als 3. Quartal. Die hohen Material- und Energiepreise drückten zusätzlich aufs Ergebnis. Die Preise wichtiger Stahlsorten lagen im Jahresdurchschnitt 2011 um 5 bis 18 % über dem Niveau von 2010. Allerdings zeichnete sich aufgrund der nachlassenden Konjunktur zuletzt im vierten Quartal 2011 eine Entspannung für 2012 bei den Stahlpreisen ab. Ungebremst hingegen steigen die Energiepreise: Heizöl war im vierten Quartal um 28 % teurer als vor einem Jahr, Erdgas um knapp 18 % und Strom um knapp 8 %.

Gesamtaussage des Vorstands zur künftigen Geschäftsentwicklung

Ziele und Ausrichtung 2012 und 2013: Fortsetzen des bestehenden Kurses

In den Geschäftsjahren 2012 und 2013 verfolgt INDUS im Wesentlichen zwei Ziele: Zum einen soll die geschäftliche Entwicklung der Beteiligungen weiter unterstützt werden, zum anderen soll, gute Angebote vorausgesetzt, die Gruppe durch den Zukauf neuer Gesellschaften weiter ausgebaut werden. Dabei positioniert sich INDUS im Beteiligungsmarkt weiter als das führende Unternehmen für Mittelstandsbeteiligungen im deutschsprachigen Raum.

Die operative und wirtschaftliche Geschäftsentwicklung der INDUS Holding AG wird 2012 in wesentlichem Maße von den möglichen Auswirkungen der Finanzkrise auf die Kernmärkte in Europa und den Schwellenländern abhängen. Wie diese genau sein werden, lässt sich derzeit nicht verlässlich abschätzen. Auch eine Prognose bezüglich der konjunkturellen Entwicklung 2013 ist daher kaum verlässlich zu erstellen. Diese unsicheren Rahmenbedingungen berücksichtigt INDUS in den nachfolgenden Aussagen.

Erwartete Geschäftslage: Anspruchsvolles Ziel gesetzt mit Halten des hohen Niveaus von 2011

Der Vorstand beurteilt die Perspektiven für das Geschäft der mittelständischen Unternehmen in der Gruppe derzeit immer noch überwiegend positiv. Vor allem in den strategisch wichtigen Auslandsmärkten in Asien und den Schwellenländern ist 2012 und 2013 mit einer guten Nachfrage nach Investitionsgütern zu rechnen. Von der konjunkturellen Dynamik in den Emerging Markets dürfte INDUS auch mittel- und langfristig profitieren. Die deutsche Konjunktur hat aber bereits Ende 2011 merklich abgebremst; im vierten Quartal waren in einigen Teilbranchen bereits rückläufige Tendenzen erkennbar. Vor allem in den Bereichen Automobilbau und Metallverarbeitung hat sich die Nachfrage spürbar beruhigt. Für das erste Halbjahr 2012 geht INDUS in Deutschland von einem leichten konjunkturellen Rückgang aus, rechnet aber zur Jahresmitte bereits wieder mit einer leichten Erholung, sodass Deutschland beim Wirtschaftswachstum 2012 insgesamt nur gering wachsen dürfte.

In der Gruppe strebt INDUS (ohne Akquisitionen) abermals das Umsatzniveau von 2011 mit rund 1,1 Mrd. EUR an. Für das Realisieren dieses Werts spricht der hohe Auftragsbestand zum Jahresanfang. Der Materialaufwand dürfte weiter hoch bleiben, insbesondere aufgrund der immer noch steigenden Energiepreise; die Preise für Rohstoffe sollten zwar aufgrund der etwas nachlassenden Nachfrage leicht sinken, insgesamt geht INDUS aber weiter von einer Materialaufwandsquote von nahezu 50 % aus. Zusätzlich erwartet die Gesellschaft, dass aufgrund der aktuellen Lohnforderungen für 2012 die Personalkosten deutlich steigen. Das wird für 2012 wie auch 2013 Auswirkungen zeigen. INDUS geht derzeit davon aus, die nach ihrer Einschätzung um 2 bis 3 Prozentpunkte höhere Personalaufwandsquote teilweise in der Gruppe mit weiteren Rationalisierungen auffangen zu können.

Die Abschreibungen werden für 2012 voraussichtlich leicht über dem Niveau von 2011 liegen. Aufgrund des größeren Kostendrucks und einer nachlassenden Konjunktur erscheint die INDUS-Zielmarke von 10 % EBIT-Marge anspruchsvoll. Dieses Szenario unterstellt INDUS auch für 2013.

Dies ist aus Sicht der INDUS Holding AG ein best case-Szenario. Hierbei unterstellt der Vorstand, dass es zu keinen gravierenden Verwerfungen an den Kapitalmärkten durch die Staatsschuldenkrise kommt. Der wirtschaftliche Verlauf der ersten Monate 2012 stützt bisher diese Planung. Angesichts der unsicheren Prognosen bezüglich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung des Euroraums im Jahresverlauf bleibt aber der Verlauf des zweiten Halbjahres ungewiss. Einige Wirtschaftsinstitute gehen inzwischen sogar von einer leichten Rezession in Deutschland für 2012 aus; sollte dies eintreten, müsste INDUS seine Prognose anpassen.

Erwartete Entwicklung der Segmente 2012: Weitgehend stabile Geschäftserwartungen

Bei Umsatz und Ergebnis des Segments Bau/Infrastruktur erwartet INDUS 2012 keine Veränderung. Zwar sind die margenstarken Aufträge aus den Konjunkturprogrammen ausgelaufen und der öffentliche Bau läuft verhalten. Dafür boomt aber der Wohnungsbau. Daher erwartet INDUS Umsatzerlöse und EBIT auf dem hohen Niveau von 2011.

Für das Segment Fahrzeugkomponenten/Engineering ist 2012 von einem leichten Rückgang beim Umsatz auszugehen, auch nimmt der Preisdruck weiterhin zu. Insgesamt wird aber mit einer operativen EBIT-Rendite (ohne Impairments) auf Vorjahresniveau gerechnet. Das Segmentergebnis von 2011 sollte knapp erreichbar sein.

Im Bereich Maschinen- und Anlagenbau erwartet INDUS angesichts der Entwicklungen im letzten Quartal 2011 für das Gesamtjahr 2012 keinen weiteren Rückgang bei Umsatz und Ergebnis. Die Materialpreise dürften 2012 stabil bleiben bzw. leicht nachgeben, eventuell steigt der Aufwand für Löhne und Gehälter.

Für das Segment Medizintechnik/Life Science geht INDUS im Gegenzug von einer leicht steigenden Nachfrage aufgrund der demografischen Entwicklung aus. Hier sollte das gute Ergebnis leicht zu steigern sein und beim Umsatz dürften die Segmentunternehmen in der Größenordnung von 2011 wachsen.

Im Segment Metall/Metallverarbeitung erwartet INDUS für 2012 eine leichten Beruhigung der Nachfrage. Die Auftragslage zum Jahresbeginn signalisiert aber weiterhin ein gutes Umsatz- und Ertragsniveau.

Zur weiteren Entwicklung der einzelnen Segmente über das laufende Geschäftsjahr hinaus lassen sich nur bedingt zuverlässige Prognosen treffen. Grundsätzlich aber sind alle Segmente gesund aufgestellt, sodass die Unternehmen auch bei Eintreten von schwierigeren Rahmenbedingungen ertragreich wirtschaften können.

Erwartete Finanz- und Vermögenslage: Weiterhin sehr stabile Eckdaten

Für 2012 rechnet INDUS auf Basis stabiler Einnahmen und Erträge mit einem guten operativen Cashflow. Das Geschäftsvolumen wird leicht abnehmen, weshalb Vorräte abgebaut werden könnten. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sollen 2012 rund 60 Mio. EUR betragen (ohne Akquisitionen). Die Mittel werden größtenteils für Innovations- und Rationalisierungsinvestitionen verwendet. Dieses Niveau plant INDUS auch mittelfristig in den Folgejahren beizubehalten. Darüber hinaus hält die Gesellschaft weiter nach interessanten Akquisitionsmöglichkeiten Ausschau, um das Portfolio ausbauen und weitere Zukunftssegmente erschließen zu können.

Dazu wurde zum Ende des Geschäftjahres 2011 bewusst eine hohe Vorhalteliquidität geschaffen, die nunmehr, auch infolge der Kapitalerhöhung im November 2011, bei 123, 1Mio. EUR liegt. Die Eigenkapitalquote soll 2012 und 2013 stabil bleiben (derzeit 36,7%). Die beabsichtigten Akquisitionen, die Erhaltungsinvestitionen und die Zukäufe strategisch interessanter Aktivitäten auf Ebene der Beteiligungen sollen aus dem laufenden Cashflow beziehungsweise aus den vorhandenen liquiden Mitteln finanziert werden.

Die im Jahresverlauf anstehenden Tilgungen sind bereits heute durch kontrahierte Neukredite mit einem Volumen von 60 bis 70 Mio. EUR abgedeckt; alle Kredite sind mit ausschließlich lang laufenden Verträge (d. h. im Mittel sechs bis acht Jahre Laufzeit) abgeschlossen. INDUS beabsichtigt, langfristig die aktuellen Bilanzrelationen beizubehalten. Eine gesunde Bilanzstruktur erhöht die Flexibilität hinsichtlich der Realisierung wertschaffender mittel- und langfristiger Chancen im Interesse der Aktionäre.

 

Bergisch Gladbach, den 19. April 2012

Der Vorstand

Helmut Ruwisch

Jürgen Abromeit

Dr. Wolfgang E. Höper

Dr.-Ing. Johannes Schmidt

Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011 der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie wesentliche Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Bergisch Gladbach, den 19. April 2012

Der Vorstand

Helmut Ruwisch

Jürgen Abromeit

Dr. Wolfgang E. Höper

Dr.-Ing. Johannes Schmidt

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der INDUS Holding Aktiengesellschaft, Bergisch Gladbach, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Überleitung zum Gesamtergebnis, Konzernbilanz, Konzern-Kapitalflussrechnung, Entwicklung des Konzerneigenkapitals, und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht zum Jahresabschluss zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Krefeld, den 19. April 2012

Treuhand und Provisions-Aktiengesellschaft
Niederrhein
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Kuntze, Wirtschaftsprüfer

ppa. Oymanns, Wirtschaftsprüfer