INDUS Holding AG

Bergisch Gladbach

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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in TEUR Anhang 2012 2011*
Umsatzerlöse [1] 1.105.271 1.097.125
Sonstige betriebliche Erträge [2] 22.454 20.279
Aktivierte Eigenleistungen [3] 7.185 5.160
Bestandsveränderung [3] 384 21.138
Materialaufwand [4] -523.555 -544.840
Personalaufwand [5] -306.528 -292.128
Abschreibungen [6] -45.818 -46.759
Sonstiger betrieblicher Aufwand [7] -154.256 -148.447
Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen   189 184
Finanzergebnis [8] 346 1.501
Operatives Ergebnis (EBIT)   105.672 113.213
Zinserträge   1.498 1.463
Zinsaufwendungen   -22.591 -24.424
Zinsergebnis [9] -21.093 -22.961
Ergebnis vor Steuern   84.579 90.252
Steuern [10] -29.735 -33.570
Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche [11] -2.568 -1.047
Ergebnis nach Steuern   52.276 55.635
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter   208 216
davon Anteile der INDUS-Aktionäre   52.068 55.419
Ergebnis je Aktie unverwässert in EUR [12] 2,46 2,75
Ergebnis je Aktie verwässert in EUR   2,46 2,75

* Vorjahreszahlen angepasst

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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in TEUR 2012 2011
Ergebnis nach Steuern 52.276 55.635
Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung 607 54
Veränderung der Marktwerte von Sicherungsinstrumenten (Cash Flow Hedge) -2.528 -1.999
Abgrenzung latenter Steuern 399 316
Sonstiges Ergebnis -1.522 -1.629
Gesamtergebnis 50.754 54.006
davon Anteile anderer nicht beherrschender Gesellschafter 208 216
davon Anteile der INDUS-Aktionäre 50.546 53.790

Die Abgrenzung latenter Steuern im Eigenkapital betrifft ausschließlich die Veränderung der Marktwerte derivativer Finanzinstrumente.

Konzernbilanz

AKTIVA

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in TEUR Anhang 31.12.2012 31.12.2011
Geschäftswert/Goodwill [13] 292.342 294.831
Immaterielle Vermögenswerte [13] 16.689 19.046
Sachanlagen [13] 248.829 245.453
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien [13] 6.152 0
Finanzanlagen [14] 8.535 9.268
At-Equity-bewertete Anteile [14] 4.151 1.508
Sonstige langfristige Vermögenswerte [15] 1.300 2.276
Latente Steuern [16] 2.649 2.956
Langfristige Vermögenswerte   580.647 575.338
Liquide Mittel   98.710 123.107
Forderungen [17] 137.054 108.422
Vorräte [18] 219.058 222.778
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte [15] 10.554 7.148
Laufende Ertragsteuern [16] 6.639 3.374
Kurzfristige Vermögenswerte   472.015 464.829
Bilanzsumme   1.052.662 1.040.167

Passiva

     
in TEUR Anhang 31.12.2012 31.12.2011
Eingezahltes Kapital   243.464 243.464
Erwirtschaftetes Kapital   165.406 137.088
Eigenkapital der INDUS-Aktionäre   408.870 380.552
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Kapital   1.241 1.543
Eigenkapital des Konzerns [19] 410.111 382.095
Langfristige Finanzschulden [20] 331.146 322.604
Pensionsrückstellungen [21] 16.839 16.281
Sonstige langfristige Rückstellungen [22] 2.457 2.256
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten [23] 7.628 12.899
Latente Steuern [16] 20.412 19.106
Langfristige Schulden   378.482 373.146
Kurzfristige Finanzschulden [20] 109.351 111.679
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   37.313 46.056
Sonstige kurzfristige Rückstellungen [22] 44.844 47.015
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten [23] 66.777 70.336
laufende Ertragsteuern [16] 5.784 9.840
Kurzfristige Schulden   264.069 284.926
Bilanzsumme   1.052.662 1.040.167

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

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in TEUR Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklage Gewinnrücklage Sonstiges
Ergebnis
Stand am 31.12.2010 52.538 153.791 106.969 -5.485
Ergebnis nach Steuern     55.419  
Sonstiges Ergebnis       -1.629
Gesamtergebnis     55.419 -1.629
Dividendenzahlung     -18.186  
Kapitalerhöhung 5.254 31.881    
Stand am 31.12.2011 57.792 185.672 144.202 -7.114
Ergebnis nach Steuern     52.068  
Sonstiges Ergebnis       -1.522
Gesamtergebnis     52.068 -1.522
Dividendenzahlung     -22.228  
Kapitalerhöhung        
Stand am 31.12.2012 57.792 185.672 174.042 -8.636
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in TEUR Eigenkapital der
INDUS-Aktionäre
Anteile nicht
beherrschender
Gesellschafter
Eigenkapital
des Konzerns
Stand am 31.12.2010 307.813 1.676 309.489
Ergebnis nach Steuern 55.419 216 55.635
Sonstiges Ergebnis -1.629   -1.629
Gesamtergebnis 53.790 216 54.006
Dividendenzahlung -18.186 -349 -18.535
Kapitalerhöhung 37.135   37.135
Stand am 31.12.2011 380.552 1.543 382.095
Ergebnis nach Steuern 52.068 208 52.276
Sonstiges Ergebnis -1.522   -1.522
Gesamtergebnis 50.546 208 50.754
Dividendenzahlung -22.228 -510 -22.738
Kapitalerhöhung 0   0
Stand am 31.12.2012 408.870 1.241 410.111

Im Rahmen der Kapitalerhöhung im Geschäftsjahr 2011 fielen Eigenkapitalbeschaffungskosten in Höhe von 46 TEUR an, die erfolgsneutral behandelt und von der Kapitalrücklage abgezogen wurden.

Die Dividendenausschüttung basiert auf einer Dividende von 1,00 EUR je Stückaktie mit WKN 620010/ISIN DE 0006200108 (22.227.737 Aktien).

Konzern-Kapitalflussrechnung

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in TEUR 2012 2011*
Ergebnis nach Steuern der fortgeführten Geschäftsbereiche 54.844 56.682
Abschreibungen/Zuschreibungen    
auf langfristige Vermögensgegenstände (ohne latente Steuern) 45.953 46.759
aufgrund von Gewinnen (-) bzw. Verlusten (+) aus dem Abgang von Anlagevermögen -128 -268
Steuern 29.735 33.570
Zinsergebnis 21.093 22.961
Cash Earnings aufgegebener Geschäftsbereiche -781 508
Ergebnis aus at-Equity-bilanzierten Unternehmen -189 -184
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge 1.459 188
Veränderungen der Rückstellungen -1.091 2.115
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -33.530 -26.598
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten und anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -21.919 19.127
Erhaltene/gezahlte Ertragsteuern -27.148 -24.733
Erhaltene Dividenden 130 31
Operativer Cashflow 68.428 130.158
Gezahlte Zinsen -24.007 -25.383
Erhaltene Zinsen 1.498 1.463
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 45.919 106.238
Auszahlungen für Investitionen in    
immaterielle Vermögenswerte -3.832 -3.948
Sachanlagen -49.459 -40.781
Finanzanlagen und at-Equity-bewertete Anteile -2.812 -988
Anteile vollkonsolidierter Gesellschaften 0 -13.180
Einzahlungen aus Abgängen von    
Anteilen vollkonsolidierter Gesellschaften 73 0
sonstigen Anlagen 2.562 2.050
Investitionstätigkeit aufgegebener Geschäftsbereiche -57 -82
Cashflow aus Investitionstätigkeit -53.525 -56.929
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in TEUR 2012 2011*
Einzahlungen Kapital (Erhöhung) 0 37.135
Auszahlungen Dividende -22.228 -18.186
Auszahlungen Minderheitsgesellschafter -509 -349
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 158.969 96.757
Auszahlung aus der Tilgung von Krediten -152.755 -138.706
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -16.523 -23.349
Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel -24.129 25.960
Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel -268 307
Liquide Mittel am Anfang der Periode 123.107 96.840
Liquide Mittel am Ende der Periode 98.710 123.107
Zahlungswirksame Vorgänge aus Veräußerung von Beteiligungen 100 0
zzgl. veräußerte Finanzschulden 0 0
abzgl. veräußerte Finanzmittel -27 0
Nettoveräußerungserlös 73 0
Zahlungswirksame Vorgänge aus Neuerwerben von Beteiligungen 0 -13.514
zzgl. übernommene Finanzschulden 0 -54
abzgl. erworbene Finanzmittel 0 388
Nettokaufpreis 0 -13.180

* Vorjahreszahlen angepasst

Die liquiden Mittel enthalten ein Konto mit eingeschränkter Verfügungsmacht in Höhe von 408 TEUR (Vorjahr: 442 TEUR). Investitions- und Finanzierungsvorgänge in Höhe von -446 TEUR (Vorjahr: 935 TEUR), welche nicht zu einer Veränderung der liquiden Mittel führten, sind nicht Bestandteil der Kapitalflussrechnung.

Konzernanhang

SEGMENTBERICHT

Die Gliederung der Segmente entspricht dem aktuellen Stand der internen Berichterstattung. Die Informationen beziehen sich auf die fortgeführten Aktivitäten. Die Zuordnung der Gesellschaften zu den Segmenten wird durch deren Absatzmärkte bestimmt, wenn der ganz überwiegende Sortimentsanteil in dem Marktumfeld abgesetzt wird (Fahrzeugtechnik, Medizin- und Gesundheitstechnik). Sonst wird auf gemeinsame Merkmale der Produktionsstruktur abgestellt (Bau/Infrastruktur, Maschinen- und Anlagenbau, Metalltechnik). Die Überleitungen enthalten die Werte der Holding, nicht operativer Einheiten ohne Segmentzuordnung sowie die Konsolidierungen. Hinsichtlich der den Segmentumsätzen zugrunde liegenden Produkte und Dienstleistungen verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht.

Die zentrale Steuerungsgröße der Segmente ist das operative Ergebnis (EBIT), entsprechend der Definition im Konzernabschluss. Die Segmentinformationen sind in Übereinstimmung mit den Ausweis- und Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses angewandt wurden, ermittelt. Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten beruhen auf Marktpreisen, soweit diese verlässlich bestimmbar sind, und werden im Übrigen auf Basis der Kostenzuschlagsmethode ermittelt.

SEGMENTINFORMATIONEN FÜR DIE GESCHÄFTSBEREICHE

SEGMENTBERICHT NACH IFRS 8 (IN TEUR)

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  Bau-/
Infrastruktur
Fahrzeugtechnik Maschinen- und
Anlagenbau
Medizin- und
Gesundheitstechnik
Metalltechnik Summe
Segmente
2012            
Umsatzerlöse mit externen Dritten 229.169 323.749 156.518 87.951 307.532 1.104.919
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften 8.845 38.318 7.217 3.975 30.576 88.931
Umsatzerlöse 238.014 362.067 163.735 91.926 338.108 1.193.850
Segmentergebnis (EBIT) 34.119 16.103 17.694 16.400 24.436 108.752
Ergebnis aus Equity-Bewertung 217 -71 0 0 0 146
Abschreibungen -5.107 -20.795 -3.759 -2.578 -13.362 -45.601
davon planmäßig -5.107 -20.364 -2.948 -2.578 -10.737 -41.734
davon außerplanmäßig 0 -431 -811 0 -2.625 -3.867
Investitionen 8.573 18.170 7.828 2.896 12.508 49.975
davon Unternehmenserwerbe 0 0 0 0 0 0
At-Equity-bewertete Anteile 1.596 2.555 0 0 0 4.151
Zusätzliche Information: EBITDA 39.226 36.898 21.453 18.978 37.798 154.353
Zusätzliche Information: Goodwill 100.246 68.180 50.985 43.485 29.446 292.342
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  Überleitung Konzernabschluss
2012    
Umsatzerlöse mit externen Dritten 352 1.105.271
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften -88.931 0
Umsatzerlöse -88.579 1.105.271
Segmentergebnis (EBIT) -3.080 105.672
Ergebnis aus Equity-Bewertung 43 189
Abschreibungen -217 -45.818
davon planmäßig -217 -41.951
davon außerplanmäßig 0 -3.867
Investitionen 3.951 53.926
davon Unternehmenserwerbe 0 0
At-Equity-bewertete Anteile 0 4.151
Zusätzliche Information: EBITDA -2.863 151.490
Zusätzliche Information: Goodwill 0 292.342
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  Bau-/
Infrastruktur
Fahrzeugtechnik Maschinen- und
Anlagenbau
Medizin- und
Gesundheitstechnik
Metalltechnik Summe
Segmente
2011            
Umsatzerlöse mit externen Dritten 234.644 327.092 145.595 84.810 304.825 1.096.966
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften 8.462 32.436 7.405 3.681 28.841 80.825
Umsatzerlöse 243.106 359.528 153.000 88.491 333.666 1.177.791
Segmentergebnis (EBIT) 37.372 13.789 17.016 12.926 37.170 118.273
Ergebnis aus Equity-Bewertung 184 0 0 0 0 184
Abschreibungen -5.230 -26.179 -2.211 -2.765 -10.104 -46.489
davon planmäßig -5.230 -20.353 -2.211 -2.765 -10.104 -40.663
davon außerplanmäßig 0 -5.826 0 0 0 -5.826
Investitionen 5.901 19.706 14.499 3.262 14.488 57.856
davon Unternehmenserwerbe 0 0 12.035 0 0 12.035
At-Equity-bewertete Anteile 1.508 0 0 0 0 1.508
Zusätzliche Information: EBITDA 42.602 39.968 19.227 15.691 47.274 164.762
Zusätzliche Information: Goodwill 100.246 68.180 50.985 43.485 31.935 294.831
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  Überleitung Konzernabschluss
2011    
Umsatzerlöse mit externen Dritten 159 1.097.125
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften -80.825 0
Umsatzerlöse -80.666 1.097.125
Segmentergebnis (EBIT) -5.060 113.213
Ergebnis aus Equity-Bewertung 0 184
Abschreibungen -270 -46.759
davon planmäßig -270 -40.933
davon außerplanmäßig 0 -5.826
Investitionen 403 58.259
davon Unternehmenserwerbe 0 12.035
At-Equity-bewertete Anteile 0 1.508
Zusätzliche Information: EBITDA -4.790 159.972
Zusätzliche Information: Goodwill 0 294.831

ÜBERLEITUNGSRECHNUNG (IN TEUR)

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  2012 2011
Segmentergebnis (EBIT) 108.752 118.273
Nicht zugeordnete Bereiche inkl. AG -2.996 -4.526
Konsolidierungen -84 -534
Zinsergebnis -21.093 -22.961
Ergebnis vor Steuern 84.579 90.252

SEGMENTINFORMATIONEN FÜR DIE REGIONEN

Die Regionalisierung des Umsatzes bezieht sich auf die Absatzmärkte. Aufgrund der vielfältigen Auslandsaktivitäten ist eine weitere Aufgliederung nach Ländern nicht sinnvoll, da außerhalb von Deutschland kein Land 10 % des Konzernumsatzes erreicht.

Die langfristigen Vermögenswerte, abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente, beziehen sich auf den Sitz der Gesellschaften. Eine weitere Differenzierung ist ebenfalls nicht sinnvoll, da sich der Sitz der Gesellschaften überwiegend in Deutschland befindet.

Aufgrund der Diversifikationspolitik von INDUS existieren weder einzelne Produkt- oder Dienstleistungsgruppen noch einzelne Kunden, die einen Anteil von größer als 10 % am Umsatz erreichen.

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in TEUR Konzern Inland EU Drittland
2012        
Umsatzerlöse mit externen Dritten 1.105.271 569.488 240.108 295.675
Langfristige Vermögenswerte abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente 568.163 494.032 12.031 62.100
2011        
Umsatzerlöse mit externen Dritten 1.097.125 592.907 237.273 266.945
Langfristige Vermögenswerte abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente 560.838 482.127 12.463 66.248

ALLGEMEINES

Die INDUS Holding Aktiengesellschaft mit Sitz in Bergisch Gladbach, Deutschland, eingetragen im Handelsregister Köln unter HRB 46360, hat ihren Konzernabschluss für das vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012 dauernde Geschäftsjahr 2012 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Sofern nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Der Konzernabschluss ist grundsätzlich auf der Basis historischer Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erstellt, mit Ausnahme der Bilanzierung von Bilanzpositionen, bei denen eine Bewertung zum Marktwert verpflichtend ist. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf den Bilanzstichtag der INDUS Holding AG erstellt und basieren auf einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Gemäß § 315a HGB ist die INDUS Holding AG verpflichtet, den Konzernabschluss nach IFRS-Standards zu erstellen. Grundlage ist die Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union. Nach HGB erforderliche Anhangangaben, die über die nach IFRS erforderlichen Angaben hinausgehen, werden ebenfalls im Konzernanhang dargestellt. Der Abschluss wurde am 15. März 2013 durch den Vorstand aufgestellt. Die Genehmigung durch den Aufsichtsrat erfolgte am 19. April 2013.

ANWENDUNG UND AUSWIRKUNG VON NEUEN UND GEÄNDERTEN STANDARDS

Alle zum 31. Dezember 2012 verpflichtend anzuwendenden Standards wurden berücksichtigt. Von der Möglichkeit, zukünftig verpflichtende Standards vorzeitig anzuwenden, wurde kein Gebrauch gemacht.

IM GESCHÄFTSJAHR 2012 ERSTMALS VERPFLICHTEND ANZUWENDENDE STANDARDS UND INTERPRETATIONEN

Erstmalig anzuwenden im Geschäftsjahr 2012 war folgender Standard:

IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben - Übertragung finanzieller Vermögenswerte (EU 1205/2012). Diese Änderungen sollen es den Abschlussadressaten erleichtern, die mit der Übertragung finanzieller Vermögenswerte verbundenen Risiken sowie die Auswirkungen dieser Risiken auf die Finanzlage eines Unternehmens zu bewerten. Sie sollen insbesondere bei Übertragungen, die mit einer Verbriefung finanzieller Vermögenswerte einhergehen, die Transparenz der Berichterstattung erhöhen.

Diese erstmalig anzuwendende Vorschrift erfordert erweiterte Anhangangaben.

Bis zum 31. Dezember 2012 durch die EU übernommene Standards, die im vorliegenden Abschluss nicht vorzeitig angewendet wurden:

Im Juni 2012 wurden per Verordnung 475/2012 die folgenden Änderungen in europäisches Recht übernommen:

IAS 1 Darstellung des Abschlusses - Darstellung von Posten des sonstigen Ergebnisses

IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer

IAS 1 führt zu einer geänderten Ergebnisdarstellung, IAS 19 zu einer veränderten Abbildung im Zahlenwerk und zu erweiterten Anhangangaben. Mit dem Wegfall der sogenannten "Korridormethode" sind die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste ergebnisneutral innerhalb des Eigenkapitals zu erfassen. Im aktuellen Abschluss würde sich die Höhe der Pensionsrückstellungen [21] um ca. 4,5 Mio. EUR erhöhen, gegenläufig würde sich das Eigenkapital unter Berücksichtigung der latenten Steuern verringern.

Im Dezember 2012 wurden per EU-Verordnung 1254, 1255 und 1256/2012 eine Reihe weiterer IASB-Verlautbarungen durch die EU in europäisches Recht übernommen, die verpflichtend in folgenden Abschlüssen anzuwenden sind. Die Auswirkungen auf den INDUS-Konzernabschluss werden aktuell ermittelt. Neben den erweiterten Anhangangaben sind wesentliche Auswirkungen auf den INDUS-Konzernabschluss daraus nicht zu erwarten.

KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Bei Unternehmenszusammenschlüssen sind Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden mit ihrem Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt zu bewerten. Der Goodwill wird ermittelt als Differenz zwischen den Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses und dem Anteil des Erwerbers an den Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. Ein positiver Goodwill wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens jährlich auf Wertminderungen geprüft. Eine negative Differenz wird sofort ergebniswirksam erfasst. Ein positiver Goodwill wird in der funktionalen Währung der erworbenen Beteiligung/Gruppe geführt.

Bei der erstmaligen Einbeziehung von erworbenen Gesellschaften in den Konsolidierungskreis werden deren Beteiligungsbuchwerte bei der Muttergesellschaft gegen die Vermögenswerte und Schulden verrechnet. In den Folgeperioden wird der Beteiligungsbuchwert der Muttergesellschaft gegen das fortgeführte Eigenkapital der Tochtergesellschaften aufgerechnet.

Bedingte Kaufpreisbestandteile werden im Erwerbszeitpunkt mit ihrem Zeitwert bewertet. Wertänderungen dieser Bestandteile werden in den Folgeperioden ergebniswirksam erfasst. Anschaffungsnebenkosten des Beteiligungserwerbs werden nicht in die Kaufpreisallokation einbezogen, sondern in der Periode des Erwerbs aufwandswirksam verrechnet.

Soweit zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung Minderheitsgesellschafter ein Andienungsrecht haben, dem sich INDUS nicht entziehen kann, werden die betreffenden Anteile nicht beherrschender Gesellschafter mit ihrem Zeitwert als Kaufpreisverbindlichkeit bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Vorräte und Anlagevermögen werden um Zwischenergebnisse bereinigt. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern abgegrenzt.

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

In den Einzelabschlüssen werden Fremdwährungsgeschäfte mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Am Bilanzstichtag erfolgt für monetäre Posten eine ergebniswirksame Bewertung zum Zeitwert mit dem Devisenkassamittelkurs.

Nach dem Konzept der funktionalen Währung erstellen die Gesellschaften außerhalb des Euroraums ihre Abschlüsse in der jeweiligen Landeswährung. Die Umrechnung dieser Abschlüsse in Euro erfolgt für Vermögenspositionen und Schulden mit dem Stichtagskurs. Das Eigenkapital wird mit Ausnahme der direkt im Eigenkapital erfassten Positionen zu historischen Kursen geführt. Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit Durchschnittskursen umgerechnet und die sich hieraus ergebenden Währungsdifferenzen werden bis zum Abgang der Tochtergesellschaft ergebnisneutral weiterentwickelt. Die verwendeten Kurse ergeben sich aus folgender Tabelle:

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    Stichtagskurs Durchschnittskurs
  1 EUR = 2012 2011 2012 2011
Brasilien BRL 2,704 2,416 2,508 2,327
Kanada CAD 1,314 1,322 1,284 1,376
Schweiz CHF 1,207 1,216 1,205 1,233
China CNY 8,221 8,159 8,105 8,996
Tschechien CZK 25,151 25,787 25,149 24,590
Großbritannien GBP 0,816 0,835 0,811 0,868
Mexiko MXN 17,185 18,051 16,903 17,288
Polen PLN 4,074 4,458 4,185 4,121
Serbien RSD 113,476 105,070 113,017 102,434
Türkei TRY 2,355 2,443 2,314 2,338
USA USD 1,319 1,294 1,285 1,392
Südafrika ZAR 11,173 10,483 10,551 10,097

In der Darstellung der Entwicklung der Sachanlagen, der Rückstellungen und des Eigenkapitals werden die Anfangs- und Endbestände mit Stichtagskursen umgerechnet, die innerjährlichen Bewegungen mit dem Durchschnittskurs. Daraus resultierende Währungsdifferenzen werden gesondert ausgewiesen und erfolgsneutral behandelt.

BILANZIERUNG UND BEWERTUNG

Goodwill wird aufgrund seiner unbestimmten Nutzungsdauer nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich auf Werthaltigkeit geprüft. Dabei wird grundsätzlich der höhere Wert aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten herangezogen. Der Nutzungswert basiert auf der vom Management erstellten aktuellen Planung. In die Planungsprämissen fließen sowohl aktuelle Erkenntnisse als auch historische Entwicklungen ein. Nach dem detaillierten Planungszeitraum von drei Jahren werden die zukünftigen Cashflows mit einer globalen Wachstumsrate von 1,0 % hochgerechnet.

Die so ermittelten Zahlungsreihen werden mit einem segmentspezifischen Vorsteuer-Kapitalkostensatz abgezinst. In den Segmenten wurden folgende Vorsteuer-Kapitalkostensätze verwendet: Bau/Infrastruktur 9,3 %, Fahrzeugtechnik 9,6 %, Maschinen- und Anlagenbau 8,3 %, Medizin- und Gesundheitstechnik 6,4 % und Metalltechnik 9,2 % (Vorjahr: 8,0 %).

Die Überprüfung der Werthaltigkeit des Goodwills erfolgt auf der Ebene, auf der unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten eine Zuordnung sinnvoll möglich ist. In den meisten Fällen wird der Goodwill der Beteiligungsgesellschaft einschließlich ihrer Tochtergesellschaften zugeordnet. Das entspricht den operativen Gesellschaften, wie sie im Anhang aufgelistet sind. In den wenigen Fällen, in denen eine enge Liefer- und Leistungsverknüpfung zwischen diesen Gesellschaften besteht, werden diese zu operativen Einheiten zusammengefasst und die Werthaltigkeit des Goodwills auf dieser Basis überprüft.

Der im Rahmen der Kaufpreisallokation entstandene Goodwill verteilt sich auf 32 Cash Generating Units. Dadurch ist kein einzelner Goodwill im Sinne des IAS 36.135 signifikant. Um ein Bild über die damit verknüpften Risiken zu vermitteln, wurde der Segmentbericht um die Berichtszeile Goodwill erweitert. Würde der WACC (Weighted Average Cost of Capital) um 0,5 % steigen, würden die außerplanmäßigen Goodwill-Abschreibungen im aktuellen Szenario um 0,8 Mio. EUR steigen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bewertet und - sofern bestimmbar - linear über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, die die Ansatzkriterien des IAS 38 erfüllen, werden zu Herstellungskosten aktiviert, sonst werden die Aufwendungen im Jahr ihrer Entstehung ergebniswirksam erfasst. Die Abschreibung erfolgt mit dem Beginn der Nutzung linear über fünf bis zehn Jahre.

Sachanlagen werden bewertet zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und gegebenenfalls auch außerplanmäßige Abschreibungen. In Abhängigkeit vom tatsächlichen Nutzungsverlauf kommen sowohl die lineare als auch die degressive Methode zur Anwendung. Investitionszuschüsse werden passiviert und über die wirtschaftliche Nutzungsdauer aufgelöst. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen umfassen Einzelkosten und anteilige Gemeinkosten, Zinsen werden nach IAS 23 einbezogen. Aufwendungen für Instandhaltungen und Reparaturen werden ergebniswirksam erfasst, soweit sie nicht aktivierungspflichtig sind. Den planmäßigen Abschreibungen liegen hauptsächlich folgende Nutzungsdauern zugrunde.

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  Jahre
Gebäude 20 bis 50
Grundstückseinrichtungen 8 bis 20
Maschinen und technische Anlagen 5 bis 15
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15

Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden gemäß IAS 36 vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus Nutzungswert und beizulegendem Wert abzüglich Veräußerungskosten. Bei Wegfall der Gründe für eine in der Vergangenheit durchgeführte außerplanmäßige Abschreibung wird eine Wertaufholung vorgenommen, maximal bis zu dem bei planmäßigem Abschreibungsverlauf anzusetzenden Buchwert.

Zur Erzielung von Mieterträgen und zum Zweck der Wertsteigerung gehaltene Grundstücke und Gebäude werden in die Kategorie als Finanzinvestition gehaltene Immobilien eingestuft. Die Bilanzierung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Abschreibungen und Nutzungsdauern entsprechen grundsätzlich denen selbst genutzter Immobilien. Der beizulegende Zeitwert wird als Nutzungswert durch interne Berechnungen als Vergleichsangabe ermittelt. Der Nutzungswert jeder Immobilie wird basierend auf fixierten Miet- und Pachtverträgen geplant, nach Auslauf der Verträge werden plausible Annahmen zur weiteren Nutzung getroffen.

Abhängig von der Verteilung der wesentlichen Chancen und Risiken werden Leasingverträge als Operating-Leasing oder Finanzierungsleasing klassifiziert, mit der Folge, dass Finanzierungsleasing als Vermögenswert zu bilanzieren ist. Im Rahmen des Finanzierungsleasings gemietetes Anlagevermögen wird zum Zeitwert oder zum niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert und planmäßig über die Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden diskontiert unter den Finanzschulden ausgewiesen.

Bei Sale-and-lease-back-Transaktionen ist das Ergebnis aus der Transaktion differenziert zu behandeln. Das Ergebnis wird über die Laufzeit verteilt, wenn das Grundgeschäft ein Finanzierungsleasing darstellt oder wenn bei einem Operating-Leasing der Verkaufswert über dem Marktwert liegt.

Fremdkapitalkosten werden auf qualifizierte Vermögenswerte aktiviert, mit deren Anschaffung nach dem 1. Januar 2009 begonnen wurde. Qualifizierte Vermögenswerte liegen vor, wenn für deren Herstellung mindestens ein Jahr erforderlich ist.

Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten und anteilige Gemeinkosten. Die zugerechneten Gemeinkosten werden überwiegend auf der Basis der Ist-Beschäftigung ermittelt, wenn diese im Wesentlichen der Normalauslastung entspricht.

Rohstoffe und Handelswaren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Bei erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit werden Vorräte auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert abgewertet.

Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden nach ihrem Leistungsfortschritt nach der Methode "Percentage of Completion" (PoC) bilanziert. Die Umsatzerlöse werden nach dem Leistungsfortschritt erfasst. Das Auftragsergebnis wird nicht erst bei Risikoübergang realisiert, sondern mit dem Grad der Fertigstellung. Grundlage sind die mit dem Kunden vereinbarten Auftragserlöse und die erwarteten Auftragskosten. Der Grad der Fertigstellung errechnet sich aus dem Anteil der angefallenen Kosten an den gesamten Auftragskosten.

Erwartete Verluste aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden bei Feststellung sofort als Aufwand erfasst. Dazu werden zunächst Vermögenswerte wertberichtigt und gegebenenfalls darüber hinaus Rückstellungen gebildet. Sofern das Ergebnis eines kundenspezifischen Fertigungsauftrags noch nicht hinreichend sicher ist, wird der Erlös nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst.

Finanzinstrumente sind Verträge, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder zu einem Eigenkapitalinstrument führen. Bei einem üblichen Kauf erfolgt die Bilanzierung von Finanzinstrumenten zum Erfüllungstag, also zu dem Tag, an dem der Vermögenswert geliefert wird. Die erstmalige Bewertung erfolgt zum Zeitwert. Die Folgebewertung von Vermögenswerten ist in den vier Kategorien "erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet", "gehalten bis zur Endfälligkeit", "ausgereichte Kredite und Forderungen" und "zur Veräußerung verfügbar" vorzunehmen. Finanzielle Schulden sind in den zwei Kategorien "erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet" oder "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" zu bilanzieren. Die Fair-Value-Option wird nicht angewendet.

Die Marktwerte von Finanzinstrumenten werden anhand der am Bilanzstichtag vorhandenen Marktinformationen oder durch anerkannte Bewertungsverfahren, z. B. Discounted-Cashflow -Methoden, ermittelt und durch Bestätigungen der Banken, die die Geschäfte abwickeln, überprüft. Die Zinssätze sind der Laufzeit und dem Risiko des zugrunde liegenden Finanzinstruments angepasst.

Originäre Finanzinstrumente: Ausgereichte Kredite, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden zum Zeitwert angesetzt. Die Änderung des Zeitwerts wird in der Folge unter Berücksichtigung latenter Steuern ergebnisneutral im Eigenkapital abgebildet. Änderungen des Zeitwerts von Finanzinstrumenten, die als "erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet" designiert sind, beeinflussen direkt das Periodenergebnis.

Die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Beteiligungen werden regelmäßig zu Anschaffungskosten bewertet, da für sie kein notierter Marktpreis auf einem aktiven Markt existiert und ein beizulegender Zeitwert mit vertretbarem Aufwand nicht verlässlich bestimmt werden kann. Assoziierte Unternehmen, auf die die INDUS-Gruppe einen maßgeblichen Einfluss (in der Regel bei einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 % und 50 %) ausübt, werden nach der Equity-Methode bilanziert. Die erstmalige Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten. In der Folgebewertung wird der Buchwert um die anteiligen Veränderungen des Eigenkapitals des assoziierten Unternehmens fortgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert; bei kurzfristigen Forderungen entspricht dieser Ansatz grundsätzlich dem Nennbetrag. Einzelrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Allgemeine Kreditrisiken werden durch portfoliobasierte Wertberichtigungen auf den Forderungsbestand berücksichtigt, die auf Erfahrungswerten der Vergangenheit oder aktuelleren Erkenntnissen beruhen. Wertberichtigungen auf Forderungen werden grundsätzlich auf separaten Konten erfasst.

Bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennbetrag bzw. dem Erfüllungsbetrag.

Derivative Finanzinstrumente werden bei INDUS zur Absicherung von auf zukünftigen Zahlungsströmen basierenden Grundgeschäften eingesetzt. Bei den als Sicherungsinstrumente eingesetzten Derivaten handelt es sich überwiegend um Swaps, aber auch um Termingeschäfte und geeignete Optionsgeschäfte. Voraussetzung für eine Bilanzierung als Sicherungsbeziehung ist, dass die Sicherung zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument effektiv ist und dies dokumentiert und laufend überwacht wird.

Die Bilanzierung dokumentierter Sicherungsbeziehungen ist abhängig von der Art der Beziehung. Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft werden bei Absicherungen des Zeitwerts von Bilanzpositionen ("Fair Value Hedge") mit gegenläufigen Effekten ergebniswirksam erfasst. Im Falle der Absicherung von Zahlungsströmen ("Cashflow Hedge") wird die Änderung des Zeitwerts unter Berücksichtigung latenter Steuern ergebnisneutral im Eigenkapital fortgeführt. Eine ergebniswirksame Auflösung dieser Position erfolgt entweder mit Realisierung des Grundgeschäfts oder mit Feststellung einer Ineffektivität der Sicherung.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte werden als solche klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch Veräußerung und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden soll. Dies ist dann der Fall, wenn die Veräußerung hoch wahrscheinlich ist und durch objektive Merkmale bereits konkretisiert ist. Die Bilanzierung erfolgt zum niedrigeren Ansatz aus Buchwert und Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Planmäßige Abschreibungen werden nicht weiter vorgenommen.

Bei einem aufgegebenen Geschäftsbereich handelt es sich um abgrenzbare Geschäftsbereiche, die entweder bereits veräußert wurden oder zur Veräußerung vorgesehen sind. Bis zum Abschluss des Verkaufs werden Vermögen und Schulden in der Bilanz als zum Verkauf stehende Aktiva und Passiva umgegliedert. Die Bewertung erfolgt nach den gleichen Prinzipien, wie bei den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten. Das Ergebnis dieser Bewertung, das laufende Ergebnis und das Veräußerungsergebnis werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als "Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche" ausgewiesen. Die Vorjahreswerte der Gewinn- und Verlustrechnung werden entsprechend angepasst.

Pensionen: Es existieren mehrere Versorgungspläne in unterschiedlicher Ausgestaltung, teilweise für ehemalige Gesellschafter. Alle bilanzierten Versorgungspläne sind geschlossen.

Aufwand aus beitragsorientierten Plänen ("Defined Contribution Plans") betrifft Zahlungen von INDUS an externe Einrichtungen, ohne mit der Zahlung eine darüber hinausgehende Verpflichtung gegenüber dem Begünstigten einzugehen.

Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen ("Defined Benefit Obligation") werden Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren berechnet ("Projected Unit Credit Method"). Die künftigen Verpflichtungen werden auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet und zeigen somit den Teil der Versorgungsverpflichtungen, der bis zum Bilanzstichtag erfolgswirksam erfasst wurde. Die Bewertung berücksichtigt Annahmen über die zukünftige Entwicklung verschiedener Parameter, insbesondere Steigerungen der Gehälter und Renten.

Für jeden Pensionsplan wird der Anwartschaftsbarwert um den Zeitwert eines qualifizierten Planvermögens vermindert. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden nicht erfasst, wenn sich die kumulierten Werte innerhalb eines sogenannten "Korridors" bewegen. Dieser Korridor wird pro Pensionsplan ermittelt als 10 % des höheren Betrags aus leistungsorientierter Verpflichtung oder Zeitwert des qualifizierten Planvermögens. Die versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste, die außerhalb des Korridors liegen, werden prospektiv über die erwartete durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der vom Plan erfassten Arbeitnehmer erfolgswirksam verteilt. Dabei kommen Zeiträume von 1 bis 15 Jahren zur Anwendung.

Sonstige Rückstellungen werden berechnet für gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten, resultierend aus einem Ereignis der Vergangenheit, die wahrscheinlich zu einem Ressourcenabfluss führen und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Der Erfüllungsbetrag wird auf Basis einer bestmöglichen Schätzung berechnet. Rückstellungen werden abgezinst, wenn der Ressourcenabfluss als langfristig klassifiziert wird und der Effekt hieraus wesentlich ist. Für bekannte Schäden werden Einzelrückstellungen gebildet. Gewährleistungsrückstellungen werden für den gewährleistungsbehafteten Umsatz und den relevanten Gewährleistungszeitraum auf der Basis von gesicherten Erfahrungswerten berechnet. Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, drohende Verluste aus Aufträgen und übrige Verpflichtungen aus dem Absatzgeschäft sind auf der Basis der zu erbringenden Leistungen berechnet.

Erfolgsunsicherheiten (Eventualschulden und -forderungen) sind im Wesentlichen mögliche Verpflichtungen oder Vermögenswerte, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren und deren Existenz durch unsichere künftige Ereignisse begründet wird, die nicht vollständig von INDUS beeinflusst werden können. Sofern ein Abfluss von wirtschaftlichem Nutzen nicht völlig unwahrscheinlich ist, werden im Anhang Angaben zu Eventualschulden gemacht.

Latente Steuern werden auf alle temporären Unterschiede zwischen dem Wertansatz in der IFRS-Bilanz und dem entsprechenden steuerlichen Wert nach dem bilanzorientierten Konzept ermittelt. Temporäre Differenzen entstehen, wenn die Realisierung des Vermögenswerts oder die Erfüllung der Schuld zu steuerlich abweichenden Erträgen oder Aufwendungen führt. Latente Steuern auf einen Goodwill werden nur in dem Maße, in dem dieser steuerlich abzugsfähig ist, gebildet. Das ist bei deutschen Personengesellschaften grundsätzlich der Fall. Latente Steuern müssen auch dann berechnet werden, wenn die Realisierung dieses Goodwills, zum Beispiel über die Veräußerung der zugehörigen Personengesellschaft, nicht geplant ist. Dies führt zu einem dauerhaften Aufbau an passiven latenten Steuern bei INDUS.

Aktive latente Steuern werden angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz verrechnet werden kann. Bei steuerlichen Verlustvorträgen ist das der Fall, wenn es entweder wahrscheinlich ist, dass in einem Planungshorizont von fünf Jahren ausreichend zu versteuerndes Ergebnis verfügbar ist, oder in entsprechender Höhe saldierungsfähige passive latente Steuern existieren.

Latente Steuern sind mit dem Steuersatz zu bewerten, der in der Periode, in der sich die Differenzen voraussichtlich umkehren werden, gültig sein wird. Unabhängig von der Fristigkeit sind latente Steuern nicht abzuzinsen. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze gebildet, die nach der derzeitigen Rechtslage in den verschiedenen Ländern gültig bzw. verabschiedet sind. Aufgrund des überwiegend langfristigen Charakters der latenten Steuern bei INDUS werden kurzfristige vorübergehende Änderungen von Steuersätzen nicht berücksichtigt. Mit der Unternehmenssteuerreform 2008 gilt in Deutschland ein Körperschaftsteuersatz von 15 %. Unter Berücksichtigung eines durchschnittlichen Gewerbesteuer-Hebesatzes von 370 % sowie des Solidaritätszuschlags von 5,5 % errechnet sich für inländische Unternehmen ein Ertragsteuersatz von 28,8 %. Die ausländischen Steuersätze liegen zwischen 10 % und 40 %.

Aufwands- und Ertragsrealisierung:

Die Erfassung von Umsatzerlösen erfolgt - mit Ausnahme der Erlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen (s. o.) -, wenn die Leistungen erbracht beziehungsweise die Waren oder Erzeugnisse geliefert worden sind und somit der Gefahrenübergang an den Kunden stattgefunden hat. Umsatzerlöse sind gekürzt um Erlösschmälerungen. Allgemeine Voraussetzung ist, dass die Höhe der Erträge verlässlich bestimmbar ist und eine hinreichende Wahrscheinlichkeit besteht, dass INDUS ein wirtschaftlicher Nutzen hieraus zufließen wird. Die Erfassung aller Ertrags- und Aufwandspositionen erfolgt in Übereinstimmung mit dem Prinzip der Periodenabgrenzung im IAS-Rahmenkonzept.

Anteilsbasierte Vergütungen:

Die im Rahmen des Long-Term-Incentive-Programms gewährten virtuellen Aktienoptionen (Stock Appreciation Rights) sind als "anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich" klassifiziert. Für diese werden ratierliche, mit dem beizulegenden Zeitwert der eingegangenen Verpflichtungen bewertete Rückstellungen gebildet. Der ratierliche Aufbau der Rückstellungen erfolgt erfolgswirksam als Personalaufwand über die jeweilige Laufzeit bis zum voraussichtlichen Ausübungszeitpunkt.

Die Kapitalflussrechnung ist in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des IAS 7 in die Bereiche Cashflow aus Geschäftstätigkeit, aus Investitionstätigkeit und aus Finanzierungstätigkeit aufgeteilt. Zinsen und erhaltene Dividenden sind dem Cashflow aus Geschäftstätigkeit zugeordnet. Der Finanzmittelbestand entspricht der Bilanzposition liquide Mittel und enthält Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände. Die Ermittlung des Cashflows aus Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Im Cashflow aus Geschäftstätigkeit sind die nicht zahlungswirksamen operativen Aufwendungen und Erträge eliminiert.

Schätzungen und Annahmen:

Die Erstellung des Konzernabschlusses ist beeinflusst von Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie Annahmen und Schätzungen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden sowie Aufwendungen und Erträge auswirken. Wenn Zukunftserwartungen abzubilden sind, können die tatsächlichen Werte von den Schätzungen abweichen. Verändert sich die ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die Bilanzierung der entsprechenden Positionen erfolgswirksam angepasst.

Die Realisierung von Bilanzpositionen kann durch zukünftige Ereignisse, die nicht kontrolliert werden können, beeinflusst werden. Dies kann Forderungsausfälle, Nutzungsdauern von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen oder ähnliche Sachverhalte betreffen - all dies Risiken, die grundsätzlich eng mit unternehmerischer Tätigkeit verbunden sind. Die Bilanzierung solcher Positionen beruht auf langjähriger Erfahrung und der Beurteilung des aktuellen Umfelds.

Systembedingte Unsicherheiten resultieren aus Bilanzpositionen, bei denen erwartete zukünftige Zahlungsreihen diskontiert werden. Der Verlauf der Zahlungsreihen ist von zukünftigen Ereignissen abhängig, über deren Entwicklung Annahmen getroffen werden müssen. Weiterhin kann die Höhe der zukünftigen Zinssätze einen berechneten Cashflow erheblich beeinflussen. Das ist insbesondere der Fall bei der Prüfung auf Wertminderungen von Vermögenswerten und zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mittels Nutzungswert sowie der Berechnung der Pensionsrückstellungen nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren. Auch die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern basiert auf der Prognose zukünftiger Cashflows.

Relevante Unsicherheiten resultieren auch aus Positionen, die aus einer Bandbreite möglicher zukünftiger Ausprägungen zu ermitteln sind, und betreffen insbesondere die sonstigen Rückstellungen und vergleichbaren Verpflichtungen. Auch hier ist langjährige Erfahrung bei der Bilanzierung von hoher Bedeutung; trotzdem sind regelmäßig Über- oder Unterdotierungen von Rückstellungen in den folgenden Abschlüssen anzupassen.

Bei der Ermittlung von Zeitwerten fehlen oft aktive Märkte mit beobachtbaren Werten. Bei der Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen muss der Zeitwert der erworbenen Bilanzpositionen dann durch übliche Bewertungsmodelle ermittelt werden, die wiederum Annahmen über direkt beobachtbare und ggf. nicht beobachtbare Bewertungsprämissen erfordern.

Dem aktuellen Abschluss liegen Schätzungen und Annahmen zugrunde, die auf dem letzten Kenntnisstand des Managements beruhen. Da sich eine Vielzahl relevanter Bewertungsparameter aber der Kontrolle des Managements entziehen, lassen sich auch größere Buchwertanpassungen in der Zukunft nicht ausschließen.

Für das Geschäftsjahr 2013 rechnet INDUS insgesamt mit einer stabilen Entwicklung, die den Ansatz der Bilanzpositionen entsprechend dem aktuellen Abschluss nicht wesentlich gefährdet. Die zugrunde liegenden Annahmen zur generellen konjunkturellen Entwicklung und der Entwicklung der relevanten Märkte im Speziellen werden ausführlich im Prognosebericht erläutert.

AUFGEGEBENE GESCHÄFTSBEREICHE

Die Bilanzierung aufgegebener Geschäftsbereiche nach IFRS 5.34 erfordert eine Anpassung der Vorjahreszahlen der Gewinn- und Verlustrechnung wie im Folgenden dargestellt. Die entsprechenden das Vorjahr betreffenden Detailinformationen und Anhangangaben wurden ebenfalls angepasst.

Die Änderungen nach IFRS 5 resultieren aus der Veräußerung der REBOPLASTIC GmbH.

ANPASSUNG DER VORJAHRESZAHLEN

ANPASSUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DES VORJAHRS (IN TEUR)

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  2011 veröffentlicht IFRS 5 2011 vergleichbar
Umsatzerlöse 1.104.716 -7.591 1.097.125
Sonstige betriebliche Erträge 20.366 -87 20.279
Aktivierte Eigenleistungen 5.160 0 5.160
Bestandsveränderung 21.198 -60 21.138
Materialaufwand -548.386 3.546 -544.840
Personalaufwand -294.522 2.394 -292.128
Abschreibungen -48.876 2.117 -46.759
Sonstiger betrieblicher Aufwand -149.729 1.282 -148.447
Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen 184 0 184
Finanzergebnis 1.501 0 1.501
Operatives Ergebnis (EBIT) 111.612 1.601 113.213
Zinserträge 1.506 -43 1.463
Zinsaufwendungen -24.541 117 -24.424
Zinsergebnis -23.035 74 -22.961
Ergebnis vor Steuern 88.577 1.675 90.252
Steuern -32.942 -628 -33.570
Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche 0 -1.047 -1.047
Ergebnis nach Steuern 55.635 0 55.635
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 216 0 216
davon Anteile der INDUS-Aktionäre 55.419 0 55.419
Ergebnis je Aktie unverwässert in EUR 2,70 0,05 2,75
Ergebnis je Aktie verwässert in EUR 2,70 0,05 2,75

KONSOLIDIERUNG UND KONSOLIDIERUNGSKREIS

Im Konzernabschluss werden alle Tochterunternehmen vollkonsolidiert, bei denen die INDUS-Gruppe mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, deren Finanz- und Geschäftspolitik zum Nutzen der INDUS -Gruppe zu bestimmen. Das ist grundsätzlich der Fall, wenn mehr als 50 % der Stimmrechte an einer Beteiligung von der INDUS-Gruppe gehalten werden oder aufgrund sonstiger vertraglicher Konstruktionen alle wesentlichen Chancen und Risiken an der Gesellschaft in der INDUS-Gruppe verbleiben. Assoziierte Unternehmen, auf deren Finanz- und Geschäftspolitik ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann, werden nach der Equity-Methode einbezogen. Gesellschaften, die im Laufe des Geschäftsjahrs erworben wurden, sind ab dem Zeitpunkt des Übergangs der Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik einbezogen. Gesellschaften, die abgehen, sind ab dem Zeitpunkt des wirtschaftlichen Übergangs nicht mehr einbezogen. Ab dem Zeitpunkt des Beschlusses zur Veräußerung werden die Gesellschaften als "zur Veräußerung gehalten" klassifiziert.

ANZAHL DER EINBEZOGENEN UNTERNEHMEN

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  Inland Ausland Gesamt
Vollkonsolidierte Tochterunternehmen      
1. Januar 2011 91 24 115
Zugänge 2 2 4
Abgänge 0 2 2
31. Dezember 2011 93 2 117
Zugänge 0 0 0
Abgänge 1 2 3
31. Dezember 2012 92 22 114
At-Equity-bewertete Unternehmen      
1. Januar 2011 0 2 2
Zugänge 0 0 0
Abgänge 0 0 0
31. Dezember 2011 0 2 2
Zugänge 1 1 2
Abgänge 0 0 0
31. Dezember 2012 1 3 4

Diese Angaben enthalten am 31. Dezember 2012 32 Komplementär-GmbHs, die mit der zugehörigen KG eine Einheitsgesellschaft bilden (31. Dezember 2011: 33 Komplementär-GmbHs).

Zugänge zum Konsolidierungskreis resultieren aus dem Erwerb oder der Neugründung von Unternehmungen oder der Aufnahme des operativen Geschäfts von bisher nicht konsolidierten Beteiligungen.

Abgänge aus dem Konsolidierungskreis resultieren aus Veräußerung von Beteiligungen sowie der Entkonsolidierung von Gesellschaften, deren operatives Geschäft eingestellt wird.

Zehn Tochterunternehmen, die wegen geringer Größe oder geringfügiger wirtschaftlicher Aktivität für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung sind, wurden gemäß IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, da kein aktiver Markt existiert und sich die Zeitwerte nicht mit vertretbarem Aufwand ermitteln lassen. Bei Einbeziehung dieser Gesellschaften in den Konzernabschluss würden sich sowohl Umsatz als auch Ergebnis um weniger als 0,5 % verändern.

Die wesentlichen operativen Gesellschaften sind im Anhang dargestellt. Die vollständige Anteilsbesitzliste wird beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht.

Bezüglich der Minderheitsanteile an vollkonsolidierten Gesellschaften existieren teilweise Call- und/oder Put-Optionen. In allen wesentlichen Fällen existieren Kaufpreismodelle, die unter Berücksichtigung der gesellschaftsspezifischen Risikostruktur eine objektivierte Bewertung der Anteile zulassen, die einen Austausch der Minderheitsanteile zum Fair Value gewährleistet. Die Ausübung der Rechte ist in der Regel durch beide Vertragsparteien möglich. In einigen Fällen existieren Regelungen zum erstmaligen Ausübungszeitpunkt der Call- und/oder Put-Option.

EREIGNISSE NACH BILANZSTICHTAG

Am 29. Januar 2013 wurde der Kauf von 75 % der Anteile an der mittelständischen BUDDE-Gruppe mit Sitz in Bielefeld mit deren Gesellschaftern vereinbart. Der Erwerb der BUDDE-Gruppe ermöglicht INDUS einen attraktiven Einstieg in das definierte Zielsegment Logistik. Für INDUS ist die Akquisition ein wichtiger Baustein in der konsequenten Umsetzung einer verstärkten Wachstumsstrategie mit dem Fokus auf industrielle Zukunftsmärkte. Für den Anteil von 75 % wurden zunächst 30 Mio. EUR gezahlt. Aufgrund der Gestaltung der Option für die verbleibenden 25 % ist die Kaufpreisallokation für 100 % der Anteile darzustellen. Die Kaufpreisallokation ist zurzeit in Arbeit, da zunächst ein nach IFRS bilanzierter, konsolidierter Abschluss für die Gruppe vorzubereiten ist. Im Abschluss für das erste Quartal 2013 wird darüber detailliert berichtet.

Die BUDDE-Gruppe mit den Standorten Bielefeld, Schmalkalden und Kamen ist einer der führenden Anbieter von Stückgut- und Schüttfördersystemen. Das Unternehmen liefert mechanische und vollautomatische Transportsysteme. 2012 erwirtschafteten die rund 170 Mitarbeiter der BUDDE-Gruppe einen Umsatz von rund 50 Mio. EUR. 80 % der Kunden stammen aus der Kurier-, Express- und Paketdienstbranche. Dieser Markt wächst aufgrund des Booms im E-Commerce-Geschäft sehr dynamisch. Weitere Kunden stammen aus der Getränke- und Automobilindustrie.

UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSE

Angaben zur Erstkonsolidierung für das aktuelle Geschäftsjahr

Im Geschäftsjahr 2012 wurden weder neue Beteiligungen erworben noch Anteile an Minderheitsbeteiligungen aufgestockt.

Angaben zum Vorjahr

Mit Wirkung zum 1. Oktober 2011 hat die HORN GmbH & Co. KG 100 % der Anteile der Pneumatic Components Limited (PCL), mit Sitz in Sheffield, Großbritannien, sowie deren drei Tochtergesellschaften übernommen. Die PCL wurde per Oktober 2011 erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Anschaffungskosten betrugen 11.842 TEUR und wurden in Barmitteln beglichen. Dabei wurden Finanzmittel in Höhe von 279 TEUR übernommen. Die langfristigen Vermögenswerte enthalten einen Goodwill von 5.982 TEUR, der steuerlich nicht abzugsfähig ist. Der Goodwill repräsentiert nicht separierbare Werte, wie das Know-how der Belegschaft, sowie positive Ertragserwartungen in der Zukunft und Synergieeffekte aus den oben beschriebenen Potenzialen. Im Geschäftsjahr 2011 trug die PCL mit einem Umsatz von 2.631 TEUR und einem Ergebnis von 133 TEUR zum Konzernumsatz bzw. -ergebnis bei. Wäre die Erstkonsolidierung bereits zum 1. Januar 2011 erfolgt, wäre die PCL mit einem Umsatz von 10.906 TEUR und einem Ergebnis von 1.884 TEUR in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 eingegangen. Der Bruttowert der übernommenen vertraglichen Forderungen entspricht im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert der Forderungen und beträgt 1.673 TEUR.

Weitere Details zur Erstkonsolidierung enthält die folgende Tabelle:

NEUERWERBE: PNEUMATIC COMPONENTS LTD. (in TEUR)

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  Buchwerte im Zugangszeitpunkt Mehrwerte aus Erstkonsolidierung Zugang Konzernbilanz
Langfristige Vermögenswerte 1.647 9.641 11.288
Kurzfristige Vermögenswerte 4.128 120 4.248
Summe Vermögenswerte 5.775 9.761 15.536
Langfristige Schulden 0 -1.058 -1.058
Kurzfristige Schulden -2.636 0 -2.636
Summe Schulden -2.636 -1.058 -3.694

Weiterhin wurden zur Abrundung des Portfolios mehrere kleinere Einheiten von Tochtergesellschaften jeweils vollständig erworben. Mit Wirkung zum 1. Juni 2011 hat die SEMET Maschinenbau GmbH & Co. KG die RI MAC Maschinen & Anlagen GmbH (RI MAC) mit Sitz in Mauer erworben. Zum 1. Dezember erwarb HORN den Geschäftsbereich Tankwagenmesstechnik der Bonndorfer Hectronic GmbH. Zum 1. Juli 2011 hat die KIEBACK-SCHÄFER-Gruppe das Designstudio Pollmann erworben.

Die Anschaffungskosten betrugen zusammen 1.671 TEUR und wurden in Barmitteln beglichen. Dabei wurden Finanzmittel in Höhe von 109 TEUR übernommen. Die langfristigen Vermögenswerte enthalten einen Goodwill von 850 TEUR, der steuerlich nicht abzugsfähig ist. Der Goodwill repräsentiert nicht separierbare Werte, wie das Know-how der Belegschaft sowie positive Ertragserwartungen in der Zukunft und Synergien aus Konstruktion und Produktion. Im Geschäftsjahr 2011 trugen diese Einheiten mit einem Umsatz von 3.495 TEUR und einem Ergebnis von -382 TEUR zum Konzernumsatz bzw. -ergebnis bei. Wäre die Erstkonsolidierung bereits zum 1. Januar 2011 erfolgt, wären die Gesellschaften mit einem Umsatz von 5.226 TEUR und einem Ergebnis von -574 TEUR in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 eingegangen. Der Bruttowert der übernommenen vertraglichen Forderungen entspricht im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert der Forderungen und beträgt 533 TEUR.

ÜBRIGE NEUERWERBE (in TEUR)

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  Buchwerte im Zugangszeitpunkt Mehrwerte aus Erstkonsolidierung Zugang Konzernbilanz
Langfristige Vermögenswerte 225 1.394 1.619
Kurzfristige Vermögenswerte 1.059 201 1.260
Summe Vermögenswerte 1.284 1.595 2.879
Langfristige Schulden 0 -58 -58
Kurzfristige Schulden -1.107 0 -1.107
Summe Schulden -1.107 -58 -1.165

UNTERNEHMENSABGÄNGE

Mit Wirkung zum 1. Juni 2012 wurde die dem Segment Fahrzeugtechnik zugeordnete REBOPLASTIC GmbH veräußert, da die Gesellschaft perspektivisch nicht mehr in das INDUS-Portfolio passte. Erworben wurde die Gesellschaft von Dr. Wolfgang Höper, der als ehemaliger Geschäftsführer der Gesellschaft und Vorstand der INDUS AG die REBOPLASTIC schon seit Jahren begleitet hat.

Die Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahrs wurde angepasst. Die Details können der vorgenannten Überleitungsrechnung entnommen werden (siehe Anpassung der Vorjahreszahlen).

Die Erlöse und Aufwendungen der aufgegebenen Geschäftsbereiche betrugen in den Geschäftsjahren 2012 und 2011:

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in TEUR 2012 2011*
Umsatzerlöse 2.794 7.591
Aufwendungen und sonstige Erlöse -2.994 -9.192
Operatives Ergebnis -200 -1.601
Zinsergebnis -30 -74
Ergebnis vor Steuern -230 -1.675
Steuern 29 628
Ergebnis nach Steuern, laufender Betrieb -201 -1.047
Ergebnis der Entkonsolidierung -2.367 0
Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche -2.568 -1.047
Steueraufwand (+) / -ertrag (-) aus der Veräußerung -117 0

* Vorjahreszahlen angepasst

Bei der Entkonsolidierung betrugen die langfristigen Vermögenswerte 720 TEUR, die kurzfristigen Vermögenswerte ohne die liquiden Mittel 1.433 TEUR und die kurzfristigen Schulden 577 TEUR.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

[1] Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen sind Erlöse für Dienstleistungen von 4.195 TEUR (Vorjahr: 2.835 TEUR) sowie Nutzungsentgelte von 174 TEUR enthalten (Vorjahr: 285 TEUR). Weiterhin sind in den Umsatzerlösen 87.833 TEUR Umsätze aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen enthalten (Vorjahr: 81.043 TEUR).

Im Jahr 2011 wurden -7.591 TEUR an Umsatzerlösen in das Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen umgegliedert. Dadurch verringerte sich der Umsatz im Vorjahr von 1.104.716 TEUR auf 1.097.125 TEUR.

Eine erweiterte Darstellung der Umsatzerlöse findet sich im Bereich der Segmentberichterstattung.

[2] Sonstige betriebliche Erträge

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in TEUR 2012 2011
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 7.906 7.504
Erträge aus der Währungsumrechnung 887 1.504
Auflösung von Wertberichtigungen 1.588 1.419
Versicherungsentschädigungen 922 620
Erträge aus Mieten und Pachten 766 791
Erträge aus Anlagenabgängen 459 560
Ertragszuschüsse/Auflösung passiver Abgrenzung 1.271 518
Erträge aus der Folgebewertung von Minderheitsanteilen 1.836 1.047
Übrige sonstige betriebliche Erträge 6.819 6.316
Summe 22.454 20.279

Den Erträgen aus Währungsumrechnung von 887 TEUR (Vorjahr: 1.504 TEUR) stehen Aufwendungen in Höhe von -953 TEUR gegenüber (Vorjahr: -1.134 TEUR). Der Betrag der Währungsumrechnungsdifferenzen, die im Ergebnis erfasst sind, beträgt somit -66 TEUR (Vorjahr: 370 TEUR). Den Erträgen aus der Folgebewertung von unter den Verbindlichkeiten ausgewiesenen Minderheitsanteilen stehen entsprechende Aufwendungen in Höhe von -391 TEUR gegenüber (Vorjahr: 0 TEUR). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 1,3 Mio. EUR aus dem Abschluss eines gerichtlichen Vergleichs enthalten. INDUS hat von seinem ehemaligen Großaktionär Dr. Winfried Kill die Dividenden für die Jahre 2007 und 2008, in denen er Stimmrechtsmeldungen unterlassen hat, zurückgefordert. Basis dafür ist § 26 des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG).

[3] Aktivierte Eigenleistungen

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in TEUR 2012 2011
Andere aktivierte Eigenleistungen 5.563 4.149
Aktivierte Eigenleistungen nach IAS 38 1.622 1.011
Summe 7.185 5.160

Weiterhin wurden Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von 8.807 TEUR im Periodenaufwand erfasst (Vorjahr: 7.747 TEUR).

[3] Bestandsveränderungen

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in TEUR 2012 2011
Unfertige Erzeugnisse -1.014 14.498
Fertige Erzeugnisse 1.398 6.640
Summe 384 21.138

[4] Materialaufwand

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in TEUR 2012 2011
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren -449.275 -469.349
Bezogene Leistungen -74.280 -75.491
Summe -523.555 -544.840

[5] Personalaufwand

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in TEUR 2012 2011
Löhne und Gehälter -258.620 -245.130
Soziale Abgaben -44.457 -43.920
Aufwendungen für Altersversorgung -3.451 -3.078
Summe -306.528 -292.128

Der Personalaufwand enthält nicht den Zinsanteil aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen. Dieser ist mit -933 TEUR im Zinsergebnis verarbeitet (Vorjahr: -868 TEUR).

[6] Abschreibungen auf Sachanlagen, immaterielle Vermögensgegenstände und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

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in TEUR 2012 2011
Planmäßige Abschreibungen -41.951 -40.933
Außerplanmäßige Abschreibungen -3.867 -5.826
Summe -45.818 -46.759

Aufgrund gesunkener Ertragskraft waren im Segment Metalltechnik außerplanmäßige Abschreibungen bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit BACHER AG vorzunehmen (Vorjahr: WIESAUPLAST-Gruppe und FICHTHORN im Segment Fahrzeugtechnik). Die Abschreibungen betreffen zum einen Wertminderungsaufwendungen bei Sachanlagen in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 4.237 TEUR), zum anderen Goodwill-Abschreibungen in Höhe von 2.489 TEUR (Vorjahr: 1.574 TEUR).

Weiterhin wurden außerplanmäßige Abschreibungen im Sachanlagevermögen in Höhe von 850 TEUR verbucht (Vorjahr: 15 TEUR). Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände fielen in Höhe von 528 TEUR an (Vorjahr: 0 TEUR).

Der Aufriss der außerplanmäßigen Abschreibung nach Segmenten erfolgt im Segmentbericht.

[7] Sonstiger betrieblicher Aufwand

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in TEUR 2012 2011
Betriebsaufwendungen -52.536 -50.226
Vertriebsaufwendungen -65.069 -60.493
Verwaltungsaufwendungen -29.151 -29.043
Übrige Aufwendungen -7.500 -8.685
Summe -154.256 -148.447

Betriebsaufwendungen

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in TEUR 2012 2011
Grundstücke und Gebäude: Miete und Raumkosten -16.515 -16.368
Maschinen und Anlagen: Mieten und Instandhaltung -18.317 -17.291
Energie, Betriebsstoffe, Werkzeuge -11.586 -10.776
Übrige Betriebsaufwendungen -6.118 -5.791
Summe -52.536 -50.226

Vertriebsaufwendungen

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in TEUR 2012 2011
Frachten, Verpackung, Provisionen -29.534 -30.186
Kfz, Reisen und Bewirtung -14.031 -12.836
Werbung und Messen -9.013 -8.640
Forderungen und Garantien -10.822 -7.034
Übrige Vertriebsaufwendungen -1.669 -1.797
Summe -65.069 -60.493

Verwaltungsaufwendungen

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in TEUR 2012 2011
Beratung und Gebühren -9.169 -9.251
EDV, Büro und Kommunikation -9.462 -9.706
Versicherung -3.772 -3.657
Personalverwaltung und -fortbildung -3.299 -3.493
Übrige Verwaltungsaufwendungen -3.449 -2.936
Summe -29.151 -29.043

Übrige Aufwendungen

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in TEUR 2012 2011
Aufwand aus der Währungsumrechnung -953 -1.134
Zuführung zu Rückstellungen -2.941 -1.998
Aufwand aus der Folgebewertung von Minderheitsanteilen -391 0
Anlagenabgänge -331 -292
Sonstige -2.884 -5.261
Summe -7.500 -8.685

[8] Finanzergebnis

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in TEUR 2012 2011
Abschreibungen auf Finanzanlagen -135 0
Erträge Finanzanlagen 481 1.501
Summe 346 1.501

[9] Zinsergebnis

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in TEUR 2012 2011
Zinsen und ähnliche Erträge 1.498 1.463
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -23.165 -24.332
Zinsen operatives Geschäft -21.667 -22.869
Sonstige: Marktwerte Zinsswaps 869 336
Sonstige: Minderheitsanteile -295 -428
Zinsen Sonstige 574 -92
Summe -21.093 -22.961

Obwohl bei einigen Zinsderivaten wirtschaftlich betrachtet eine hochgradig wirksame Sicherungsbeziehung existiert, werden diese aus rein formalen Gründen nicht als Sicherungsbeziehung bilanziert. In der Folge wird die Veränderung der Marktwerte dieser Zinsderivate ergebniswirksam in der Position "Sonstige: Marktwerte Zinsswaps" angepasst.

Die Position "Sonstige: Minderheitsanteile" beinhaltet die Nachsteuerergebnisse, die konzernfremden Gesellschaftern zustehen, deren Anteile nach IAS 32 zum Fair Value unter den Verbindlichkeiten bilanziert werden. Der Ausweis des Ergebnisanteils der nicht beherrschenden Gesellschafter erfolgt aus Konsistenzgründen im Zinsergebnis.

Im aktuellen Geschäftsjahr wurde der Zinsaufwand um aktivierte Fremdkapitalkosten in Höhe von 380 TEUR verringert (Vorjahr: 315 TEUR). Dabei wurde ein durchschnittlicher Finanzierungskostensatz von 4 % (Vorjahr: 5 %) zugrunde gelegt.

[10] Steuern

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in TEUR 2012 2011
Aperiodische Steuern -1.173 -1.666
Laufende Steuern -26.766 -29.168
Latente Steuern -1.796 -2.736
Summe -29.735 -33.570

Die aperiodischen Steuern resultieren im Wesentlichen aus Betriebsprüfungen.

STEUERLICHE BESONDERHEITEN

Das Geschäftsmodell der INDUS Holding AG beruht auf der Bündelung mittelständischer Nischenanbieter, die eine führende Position in ihrem jeweiligen Markt besitzen. Synergien spielen beim Erwerb von Tochtergesellschaften durch die INDUS Holding AG eine untergeordnete Rolle. Jede Gesellschaft steht eigenständig für ihren Erfolg ein, bedarfsweise unterstützt durch Ressourcen der Holding.

Erworben wurden insbesondere deutsche Personengesellschaften. Der Erwerb einer Personengesellschaft führt zu folgenden steuerlichen Konsequenzen:

Die Mehrwerte aus der steuerlichen Kaufpreisallokation sind in Form von Abschreibungen aus Ergänzungsbilanzen, verteilt auf die jeweilige Nutzungsdauer, abzugsfähig. Dies führt zu einer um die Abschreibungen geminderten steuerlichen Bemessungsgrundlage und kann auch bei ertragsstarken Gesellschaften dazu führen, dass ein steuerlicher Verlust mit entsprechenden Steuerersparnissen - Gewerbesteuer bei der Personengesellschaft und Körperschaftsteuer bei der INDUS Holding - entsteht. Positive Ergebniseffekte entstehen durch die Bilanzierung von latenten Steuern nach dem bilanzorientierten Temporary-Konzept nach IFRS nicht mehr. Eine Aktivierung von latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge erfolgt im Konzern nur, wenn im Fünf-Jahres-Planungszeitraum ausreichendes zu versteuerndes Einkommen unterstellt werden kann.

Gewerbesteuer fällt auf Ebene der Personengesellschaft an. Eine Ergebnisverrechnung steuerlicher Gewinne und Verluste für die Gewerbesteuer ist zwischen Personengesellschaften nicht möglich. Die steuerlichen Ergebnisse nach Gewerbesteuer werden der INDUS Holding AG zugerechnet und in Summe der Körperschaftsteuer unterworfen. Steuerliche Organschaftsverträge mit Kapitalgesellschaften existieren nicht für die operativen Gesellschaften. Diese Sachverhalte drücken sich in der Position "keine Ergebnisverrechnung aufgrund eigenständiger Tochtergesellschaften" aus.

ÜBERLEITUNG VOM ERWARTETEN ZUM TATSÄCHLICHEN STEUERAUFWAND (in TEUR)

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    2012 2011
Ergebnis vor Ertragsteuern   84.579 90.252
Erwarteter Steueraufwand 28,8 % 24.359 25.993
Überleitung      
Aperiodische Steuern   1.173 1.666
Equity-Bewertung von assoziierten Unternehmen   -55 -53
Abschreibung von Goodwill-Kapitalgesellschaften   717 0
Struktureffekte aus:      
abweichenden lokalen Steuersätzen   -103 -156
abweichenden nationalen Steuersätzen   53 166
Aktivierung oder Wertberichtigung von Verlustvorträgen latenter Steuern   24 867
Nutzung tatsächlicher steuerlicher Verlustvorträge   -295 -766
Keine Ergebnisverrechnung aufgrund eigenständiger Tochtergesellschaften   2.641 2.558
Auswirkung der Zinsschranke bei der INDUS Holding AG   556 1.027
Sonstige nicht abzugsfähige Aufwendungen oder steuerfreie Erträge   665 2.268
Tatsächlicher Steueraufwand   29.735 33.570
in % vom Ergebnis   35 37

Bei einem Körperschaftsteuersatz von 15 % errechnet sich für inländische Unternehmen unter Berücksichtigung eines durchschnittlichen Gewerbesteuer-Hebesatzes von 370 % sowie des Solidaritätszuschlags von 5,5 % ein Ertragsteuersatz von 28,8 %.

[11] Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche

Das Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche enthält in beiden Geschäftsjahren das der zum 1. Juni 2012 veräußerten REBOPLASTIC GmbH zuzurechnende Ergebnis.

[12] Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie beträgt 2,46 EUR je Aktie (Vorjahr: 2,75 EUR je Aktie). Die gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien betrug im aktuellen Jahr 22.227.737 Stück (Vorjahr: 20.543.819 Stück). Zu weiteren Details wird auf Textziffer [19] verwiesen.

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in TEUR 2012 2011
Ergebnis der INDUS-Aktionäre 52.068 55.419
Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche -2.568 -1.047
Ergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche 54.636 56.466
Im Umlauf befindliche Aktien (in Tsd. Stück) 22.228 20.544
Ergebnis je Aktie fortgeführte Geschäftsbereiche (in EUR) 2,46 2,75
Ergebnis je Aktie aufgegebene Geschäftsbereiche (in EUR) -0,12 -0,05

Das zugrunde gelegte Ergebnis ermittelt sich aus dem Ergebnis der INDUS-Aktionäre, bereinigt um das Ergebnis der aufgegebenen Geschäftsbereiche. Im Falle der Inanspruchnahme des bedingten/genehmigten Kapitals werden in Zukunft Verwässerungen eintreten.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

[13] Entwicklung des immateriellen und des Sachanlagevermögens

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  ANSCHAFFUNGS-/HERSTELLUNGSKOSTEN 2012
(in TEUR)
  Anfangsbestand
1.1.2012
Abgänge
Konsolidie-
rungskreis
Zugang Abgang Umbuchung Währungs-
differenz
Endbestand
31.12.2012
Geschäftswert/Goodwill 333.453 -2.574 0 0 0 0 330.879
Aktivierte Entwicklungskosten 15.249 0 1.733 0 0 0 16.982
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 97.427 -966 2.155 -356 0 0 98.260
Summe immaterielle Vermögenswerte 112.676 -966 3.888 -356 0 0 115.242
Grundstücke und Gebäude 180.899 -226 9.643 -26 125 0 190.415
Technische Anlagen und Maschinen 313.705 -3.857 14.781 -3.250 4.293 0 325.672
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 107.777 -873 10.828 -4.385 429 0 113.776
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.605 0 11.117 -1.677 -8.147 0 9.898
Summe Sachanlagen 610.986 -4.956 46.369 -9.338 -3.300 0 639.761
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0 0 3.699 0 3.300 0 6.969
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  ABSCHREIBUNGEN 2012
(in TEUR)
  Anfangsbestand
1.1.2012
Abgänge
Konsolidie-
rungskreis
Zugang Abgang und
Umbuchung
Wertaufholung Währungs-
differenz
Endbestand
31.12.2012
Geschäftswert/Goodwill 38.622 -2.574 2.489 0 0 0 38.537
Aktivierte Entwicklungskosten 5.929 0 2.843 0 0 0 8.772
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 87.701 -868 3.311 -337 0 -26 89.781
Summe immaterielle Vermögenswerte 93.630 -868 6.154 -337 0 -26 98.553
Grundstücke und Gebäude 59.162 -226 5.513 -718 0 -132 63.559
Technische Anlagen und Maschinen 228.328 -3.608 22.455 -2.841 0 -180 244.154
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 78.043 -700 9.076 -3.219 0 -21 83.179
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0 0
Summe Sachanlagen 365.533 -4.534 37.044 -6.778 0 -333 390.932
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0 0 131 686 0 0 817
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  ANSCHAFFUNGS-/HERSTELLUNGSKOSTEN 2011
(in TEUR)
  Anfangsbestand
1.1.2011
Abgänge
Konsolidie-
rungskreis
Zugang Abgang Umbuchung Währungs-
differenz
Endbestand
31.12.2011
Geschäftswert/Goodwill 326.621 6.832 0 0 0 0 333.453
Aktivierte Entwicklungs- kosten 14.084 0 1.165 0 0 0 15.249
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 92.660 2.068 3.218 -554 35 0 97.427
Summe immaterielle Vermögenswerte 106.744 2.068 4.383 -554 35 0 112.676
Grundstücke und Gebäude 175.738 1.452 4.098 -1.024 635 0 180.899
Technische Anlagen und Maschinen 296.412 1.275 19.286 -4.861 1.593 0 313.705
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 100.897 408 10.004 -3.845 313 0 107.777
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.295 0 8.453 -567 -2.576 0 8.605
Summe Sachanlagen 576.342 3.135 41.841 -10.297 -35 0 610.986
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0 0 0 0 0 0 0
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  ABSCHREIBUNGEN 2011
(in TEUR)
  Anfangsbestand
1.1.2011
Abgänge
Konsolidie-
rungskreis
Zugang Abgang und
Umbuchung
Wertaufholung Währungs-
differenz
Endbestand
31.12.2011
Geschäftswert/Goodwill 37.048 0 1.574 0 0 0 38.622
Aktivierte Entwicklungs- kosten 4.204 0 1.725 0 0 0 5.929
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 85.469 0 2.900 -554 -104 -10 87.701
Summe immaterielle Vermögenswerte 89.673 0 4.625 -554 -104 -10 93.630
Grundstücke und Gebäude 49.398 0 10.641 -753 -15 -109 59.162
Technische Anlagen und Maschinen 209.938 0 22.957 -4.529 0 -38 228.328
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 72.546 0 8.995 -3.460 -6 -32 78.043
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 84 -84 0 0 0
Summe Sachanlagen 331.882 0 42.677 -8.826 -21 -179 365.533
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0 0 0 0 0 0 0

Die immateriellen Wirtschaftsgüter haben bestimmbare Nutzungsdauern. Die Veränderung des Konsolidierungskreises betrifft Zugänge nach IFRS 3 und Abgänge nach IFRS 5.

Der Restbuchwert aktivierter Finanzierungsleasingverhältnisse beträgt bei Grundstücken und Gebäuden 10.120 TEUR (Vorjahr: 10.330 TEUR) und bei technischen Anlagen und Maschinen 1.515 TEUR (Vorjahr: 870 TEUR).

Bei der Abstimmung der Abschreibungen von Anlagenspiegel und Gewinn- und Verlustrechnung im Jahr 2011 ist die im Bereich "Anpassung der Vorjahreszahlen" ausgewiesene Umgliederung der Abschreibung mit einzubeziehen.

Nach der Veräußerung von Geschäftsbereichen verfügt INDUS über Grundstücke und Gebäude, die überwiegend von den Käufern der abgegangenen Bereiche genutzt werden. Die betreffenden Immobilien werden in einer Vermietungs- und Verpachtungsgesellschaft gebündelt und als "Finanzinvestition gehaltene Immobilien" kategorisiert. Das Geschäft ist von untergeordneter Bedeutung. Die Mieterträge aus diesen Immobilien betragen 520 TEUR (Vorjahr: 490 TEUR) und die damit im Zusammenhang stehenden Aufwendungen belaufen sich auf 425 TEUR (Vorjahr: 535 TEUR). Die Zeitwerte der Immobilien betragen 7,2 Mio. EUR.

[13] Restbuchwerte des Anlagevermögens

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in TEUR 31.12.2012 31.12.2011
Geschäftswert/Goodwill 292.342 294.831
Aktivierte Entwicklungskosten 8.210 9.320
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 8.479 9.726
Summe immaterielle Vermögenswerte 16.689 19.046
Grundstücke und Gebäude 126.816 121.737
Technische Anlagen und Maschinen 81.518 85.377
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 30.597 29.734
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.898 8.605
Sachanlagen 248.829 245.453
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 6.152 0

[14] Finanzanlagen und at-Equity-bewertete Anteile

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in TEUR 31.12.2012 31.12.2011
Andere Beteiligungen 735 648
Sonstige Ausleihungen 7.800 8.620
At-Equity-bewertete Anteile 4.151 1.508
Summe 12.686 10.776

Die Ausleihungen betreffen selbst ausgereichte Darlehen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden. Die Ausleihungen werden teilweise unverzinslich, überwiegend mit fristadäquaten Zinssätzen und mit langfristiger Zinsbindung abgerechnet. Leistungsstörungen traten in beiden Geschäftsjahren nicht auf.

Weitere Angaben zu assoziierten Unternehmen enthält die folgende Übersicht:

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in TEUR 2012 2011
Anschaffungskosten der assoziierten Unternehmen 2.908 17
Vereinnahmtes Ergebnis 189 184
Eckdaten der assoziierten Unternehmen:    
Vermögen 21.549 10.066
Schulden 11.299 5.949
Kapital 10.250 4.117
Erlöse 26.624 17.915
Ergebnis 347 885

Wertberichtigungen auf Forderungen gegen at-Equity-bewertete Unternehmen liegen nicht vor.

[15] Sonstige Vermögenswerte

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in TEUR 31.12.2012 31.12.2011
Abgrenzung periodenfremder Zahlungen 2.228 2.149
Übrige Steuererstattungsansprüche 1.984 1.614
Deckungskapital Rückdeckungsversicherung 1.059 1.025
Darlehen und andere Forderungen 270 272
Positive Marktwerte von Derivaten 199 215
Übrige Vermögenswerte 6.114 4.149
Summe 11.854 9.424
davon kurzfristig 10.554 7.148
davon langfristig 1.300 2.276

[16] Laufende Ertragsteuern

Die aktiven laufenden Ertragsteuern sind zu 488 TEUR langfristig (Vorjahr: 411 TEUR) und resultieren im Wesentlichen aus aktivierten Körperschaftsteuerguthaben. Von den passiven laufenden Ertragsteuern entfallen 801 TEUR auf Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern (Vorjahr: 703 TEUR) und 4.983 TEUR auf Rückstellungen für Ertragsteuern (Vorjahr: 9.136 TEUR).

Die Herkunft der aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen wird im Folgenden erläutert:

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in TEUR 2012 Aktiv Passiv Saldo
Goodwill Personengesellschaften 1.082 -23.576 -22.494
Immaterielle Vermögenswerte 27 -2.720 -2.693
Sachanlagen 2.678 -1.232 1.446
Sonstige langfristige Aktiva 479 -315 164
Forderungen und Vorräte 755 -787 -32
Sonstige kurzfristige Aktiva 7 -58 -51
Langfristige Rückstellung 2.469 -451 2.018
Sonstige kurzfristige Passiva 923 -102 821
Aktivierte Verlustvorträge 3.058 0 3.058
Saldierungen -8.829 8.829 0
Latente Steuern 2.649 -20.412 -17.763
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in TEUR 2011 Aktiv Passiv Saldo
Goodwill Personengesellschaften 3.808 -22.503 -18.695
Immaterielle Vermögenswerte 399 -3.369 -2.970
Sachanlagen 4.633 -4.851 -218
Sonstige langfristige Aktiva 526 -947 -421
Forderungen und Vorräte 1.092 -421 671
Sonstige kurzfristige Aktiva 35 -62 -27
Langfristige Rückstellung 2.590 -254 2.336
Sonstige kurzfristige Passiva 1.737 -1.807 -70
Aktivierte Verlustvorträge 3.244 0 3.244
Saldierungen -15.108 15.108 0
Latente Steuern 2.956 -19.106 -16.150

Die Saldierung erfolgt bei Ertragsteuern, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden. Im Wesentlichen betrifft das die Körperschaftsteuer der INDUS Holding AG und ihrer deutschen Tochtergesellschaften in der Rechtsform der Kapitalgesellschaft.

Die passiven latenten Steuern resultieren überwiegend aus der Berechnung latenter Steuern auf den steuerlich abzugsfähigen Goodwill von Personengesellschaften. Zu steuerlichen Zwecken erfolgt bei Personengesellschaften eine IFRS-ähnliche Kaufpreisallokation; die entstehenden Mehrwerte - auch der steuerliche Goodwill - sind steuerlich abzugsfähig. Da der Goodwill nach IFRS nicht planmäßig abgeschrieben wird, sind nach den Voraussetzungen des IAS 12.21B in der Folge mit der Abschreibung des steuerlichen Goodwills latente Steuern zu bilden. Die latenten Steuern müssen bis zur Veräußerung der Gesellschaft bilanziert werden. Da INDUS Tochterunternehmen grundsätzlich dauerhaft hält, wird diese Position permanent aufgebaut.

Die Veränderung des Saldos der latenten Steuern wird in den folgenden Tabellen erläutert:

ENTWICKLUNG DER LATENTEN STEUERN (in TEUR)

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  01.01.2012 GuV Sonstige 31.12.2012
Gewerbesteuer 3.032 -244 0 2.788
Körperschaftsteuer 212 58 0 270
Aktivierte Verlustvorträge 3.244 -186 0 3.058
Übrige Latente Steuern -19.394 -1.610 183 -20.821
Latente Steuern -16.150 -1.796 183 -17.763
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  01.01.2011 GuV Sonstige 31.12.2011
Gewerbesteuer 3.738 -706 0 3.032
Körperschaftsteuer 219 -7 0 212
Aktivierte Verlustvorträge 3.957 -713 0 3.244
Übrige Latente Steuern -16.953 -2.023 -418 -19.394
Latente Steuern -12.996 -2.736 -418 -16.150

Die sonstigen Veränderungen der latenten Steuern resultieren aus der Entwicklung des sonstigen Ergebnisses und dem Ergebnis der aufgegebenen Geschäftsbereiche.

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in TEUR 2012 2011
Rücklage für Marktbewertung von Sicherungsinstrumenten (Cash Flow Hedge) 399 316
Rücklage für Währungsumrechnung -41 -88
Veränderung Konsolidierungskreis -175 -1.077
Umgliederung Vorjahreszahlen nach IFRS 5 0 431
Summe 183 -418

Den aktivierten latenten Steuern liegen gewerbesteuerliche und körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 23.022 TEUR (Vorjahr: 24.375 TEUR) zugrunde.

Weitere Verlustvorträge in Höhe von zusammen 117.416 TEUR (Vorjahr: 128.885 TEUR), bei denen die Realisierungsmöglichkeit in den nächsten fünf Jahren unwahrscheinlich ist, wurden nicht aktiviert. Es handelt sich zum ganz überwiegenden Teil um gewerbesteuerliche Verlustvorträge, resultierend aus den steuerlichen Besonderheiten der INDUS-Gruppe, wie sie unter Ziffer [10] erläutert wurden. Zukünftige potenzielle Realisierungsmöglichkeiten sind dementsprechend durch den dann geltenden Gewerbesteuersatz bestimmt. Größte Einzelposition ist der gewerbesteuerliche Verlustvortrag der Holding. Die Verwertung dieser Verlustvorträge unterliegt keinen zeitlichen Beschränkungen.

Aufgrund geringer Realisierungsmöglichkeit wurden aktive latente Steuern in Höhe von 1.213 TEUR nicht angesetzt. (Vorjahr: 950 TEUR). Aktive latente Steuern in Höhe von 760 TEUR (Vorjahr: 1.036 TEUR) wurden bei Gesellschaften, die aktuell steuerliche Verluste erlitten haben, über die entsprechenden passiven latenten Steuern hinaus bilanziert.

[17] Forderungen

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in TEUR 31.12.2012 31.12.2011
Forderungen an Kunden 124.596 101.573
Zukünftige Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 8.092 6.397
Forderungen an assoziierte Unternehmen 4.366 452
Summe 137.054 108.422

Im aktuellen Berichtsjahr sind weiterhin 0 TEUR an Forderungen an Kunden aufgrund eines Zahlungsziels von mehr als einem Jahr in den langfristigen Vermögensgegenständen ausgewiesen (Vorjahr: 299 TEUR).

Die zukünftigen Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen sind in Höhe von 1.112 TEUR langfristig fällig (Vorjahr: 181 TEUR). Weitere Angaben zur Auftragsfertigung enthält die folgende Tabelle:

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in TEUR 2012 2011
Angefallene Kosten zuzüglich anteiliger Ergebnisse 29.214 29.363
Erhaltene Anzahlungen 26.402 33.713
Fertigungsaufträge mit aktivem Saldo 8.092 6.397
Fertigungsaufträge mit passivem Saldo 5.280 10.747

Die Fertigungsaufträge mit passivem Saldo werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Wesentliche Sicherheitseinbehalte existieren nicht.

Die Forderungen enthalten Wertberichtigungen in Höhe von 7.267 TEUR (Vorjahr: 4.637 TEUR). Die Entwicklung wird im Folgenden dargestellt:

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in TEUR 2012 2011
Stand Wertberichtigungen am 1. Januar 4.637 5.508
Währungsdifferenz 3 -1
Veränderung Konsolidierungskreis 0 65
Zuführungen 4.673 2.351
Verbrauch -458 -1.867
Auflösungen -1.588 -1.419
Stand Wertberichtigungen am 31. Dezember 7.267 4.637

[18] Vorräte

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in TEUR 31.12.2012 31.12.2011
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 77.122 83.076
In Arbeit befindliche Erzeugnisse 66.463 67.770
Fertige Erzeugnisse und Waren 73.349 69.668
Geleistete Anzahlungen 2.124 2.264
Summe 219.058 222.778

Die Buchwerte der Vorräte enthalten Abwertungen in Höhe von 11.803 TEUR (Vorjahr: 14.297 TEUR), davon fallen 4.984 TEUR auf den beizulegenden Zeitwert (Vorjahr: 5.998 TEUR). Der Bilanzansatz der auf den Nettoveräußerungswert abgeschriebenen Vorräte beträgt 8.372 TEUR (Vorjahr: 9.793 TEUR). Es wurden keine Vorräte als Sicherheiten für Verbindlichkeiten verpfändet.

[19] Eigenkapital des Konzerns

GEZEICHNETES KAPITAL

Das Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag 57.792.116,42 EUR. Das Grundkapital ist eingeteilt in 22.227.737 nennwertlose Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Inhaber und gewähren in der Hauptversammlung jeweils eine Stimme. Die Aktien sind in Düsseldorf und Frankfurt zum Geregelten Markt und in Berlin, Hamburg und Stuttgart zum Freiverkehr zugelassen.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Juli 2012 sind das bisherige Genehmigte Kapital II aufgehoben, ein neues Genehmigtes Kapital II geschaffen worden und Ziffer 4.4 (Grundkapital, Aktien) der Satzung geändert worden:

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 2. Juli 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats zusätzlich um bis zu 11.558.423,00 EUR durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Der Vorstand ist in bestimmten Fällen ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und hierbei auch den Beginn des Gewinnbezugsrechts der neuen Aktien festzulegen und das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:

wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung im Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich im Sinne von § 203 Abs. 1 und 2, § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet. Die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 203 Abs. 1, § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG aufgrund dieser Ermächtigung ausgegebenen Aktien dürfen insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft im Zeitpunkt des Wirksamwerdens oder - falls dieser Wert geringer ist - im Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung nicht überschreiten. Auf diesen Höchstbetrag für einen Bezugsrechtsausschluss ist der anteilige Betrag am Grundkapital von Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Bezugsrechtsausschluss ausgegeben oder veräußert werden; ebenfalls anzurechnen sind die während der Laufzeit dieser Ermächtigung ausgegebenen Schuldverschreibungen mit Wandlungsrechten, soweit dies in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG geschieht.

bei einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen. Die unter Ausschluss des Bezugsrechts aufgrund dieser Ermächtigung ausgegebenen Aktien dürfen insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft im Zeitpunkt des Wirksamwerdens oder - falls dieser Wert geringer ist - im Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung nicht überschreiten.

um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszuschließen.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 26.269.145,61 EUR, eingeteilt in 10.103.517 auf den Inhaber oder - sofern die Satzung der Gesellschaft im Zeitpunkt der Anleihebegebung auch die Ausgabe von Namensaktien zulässt - auf den Namen lautende neue Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie

die Inhaber von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen oder Wandelschuldverschreibungen, die von der INDUS Holding Aktiengesellschaft oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 5. Juli 2011 bis zum 4. Juli 2016 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen oder

die aus von der INDUS Holding Aktiengesellschaft oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 5. Juli 2011 bis zum 4. Juli 2016 ausgegebenen oder garantierten Options- oder Wandelschuldverschreibungen Verpflichteten ihre Options- bzw. Wandlungspflicht erfüllen und das Bedingte Kapital nach Maßgabe der Bedingungen der Options- bzw. Wandelschuldverschreibungen benötigt wird.

RÜCKLAGEN UND KONZERNBILANZGEWINN

Die Entwicklung der Rücklagen ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt und beinhaltet die Kapitalrücklage der INDUS Holding AG. Für den Bilanzstichtag ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 39,0 % (Vorjahr: 36,7 %).

ANTEILE NICHT BEHERRSCHENDER GESELLSCHAFTER

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter umfassen im Wesentlichen die Minderheitsanteile an den Kapitalgesellschaften WEIGAND Bau GmbH sowie SELZER Automotiva do Brasil. Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter von Personengesellschaften sowie von Kapitalgesellschaften, bei denen aufgrund wechselseitiger Optionsvereinbarungen bereits zum Erwerbszeitpunkt der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums der betreffenden Minderheitsanteile vorlag, werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen [23]. Dies betrifft im Wesentlichen die SELZER Fertigungstechnik GmbH & Co. KG, die Helmut RÜBSAMEN GmbH & Co. KG und die HAKAMA AG.

GEWINNVERWENDUNG

Der Vorstand wird der Hauptversammlung folgende Dividendenzahlungen vorschlagen:

Zahlung einer Dividende von 1,00 EUR je Stückaktie. Dies entspricht bei 22.227.737 Aktien einer Zahlung von 22.227.737 EUR. Der vollständige Gewinnverwendungsvorschlag ist separat veröffentlicht. Die vorgeschlagenen Dividenden wurden bilanziell nicht erfasst und es ergeben sich keine steuerlichen Konsequenzen.

ENTWICKLUNG DER SONSTIGEN RÜCKLAGEN (in TEUR)

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  31.12.2010 Sonstiges Ergebnis 2011 31.12.2011 Sonstiges Ergebnis 2012 31.12.2012
Rücklage für Währungsumrechnung -1.332 54 -1.278 607 -671
Rücklage für Cash Flow Hedges -4.932 -1.999 -6.931 -2.528 -9.459
Latente Steuern für Cash Flow Hedges 779 316 1.095 399 1.494
Summe sonstige Rücklagen -5.485 -1.629 -7.114 -1.522 -8.636

Die Rücklage für die Währungsumrechnung und die Rücklage für Cash Flow Hedges enthalten noch nicht realisierte Gewinne und Verluste. Die Veränderung der Rücklage für die Cash Flow Hedges resultiert ausschließlich aus laufender Veränderung der Marktbewertung. Auswirkungen aus Umklassifizierungen existieren nicht.

KAPITALMANAGEMENT

Die INDUS Holding AG steuert ihr Kapital mit dem Ziel, die Kapitalrendite zu erhöhen sowie die Liquidität und Kreditwürdigkeit der INDUS-Gruppe sicherzustellen. In diesem Zusammenhang steht auch die fortlaufende Optimierung des Verhältnisses von Eigenkapital zum verzinslichen Gesamtkapital, bestehend aus verzinslichem Fremdkapital und Eigenkapital. Das verzinsliche Fremdkapital umfasst die Pensionsrückstellungen und die Finanzschulden vermindert um die liquiden Mittel und beträgt 358.626 TEUR (Vorjahr: 327.457 TEUR). Unter Berücksichtigung des bilanziellen Eigenkapitals ergibt sich das Gesamtkapital in Höhe von 768.737 TEUR (Vorjahr: 709.552 TEUR). Bezogen auf das eingesetzte verzinsliche Gesamtkapital beträgt der Anteil des Eigenkapitals 53,3 % (Vorjahr: 53,9 %).

Der Anstieg des Gesamtkapitals um 59.185 TEUR resultiert in etwa zu gleichen Teilen aus dem Anstieg von Eigen- und Fremdkapital. Das thesaurierte Eigenkapital steigert die solide Kapitalausstattung von INDUS weiter. Das Fremdkapital stieg an, da zum einen die Liquiditätsreserve aktiv reduziert wurde, zum anderen aus dem laufenden Cashflow weniger Mittel zur Verfügung standen als im Vorjahr.

Die INDUS Holding AG unterliegt mit Ausnahme der aktienrechtlichen Regelungen zum Mindestkapital keinen weiteren rechtlich vorgegebenen Kapitalerfordernissen. Darüber hinaus ist die INDUS Holding AG im Rahmen von Kreditverträgen Verpflichtungen zur Einhaltung einer Mindest-Eigenkapitalquote in der AG eingegangen, um damit weiterhin Finanzmittel zu angemessenen Konditionen erhalten zu können. Die geforderte Mindest-Eigenkapitalquote wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich übertroffen.

[20] Finanzschulden

Angaben zu Finanzschulden und zugeordneten Derivaten enthalten die folgenden Tabellen:

ANGABEN ZU VERTRAGLICHEN TILGUNGSVEREINBARUNGEN/RESTLAUFZEITEN (in TEUR)

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  31.12.2012 Rückzahlungsverpflichtung
  Buchwert Berichtsperiode 1 Jahr über ein bis 5 Jahre über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten        
in Konzernwährung Euro 388.902 73.256 254.847 60.799
in Schweizer Franken 2.880 2.669 211 0
in übrigen Währungen 1.881 357 1.524 0
Finanzierungsleasing* 11.203 1.438 5.178 4.587
ABS-Finanzierung 25.131 25.131 0 0
Schuldscheindarlehen 10.500 6.500 4.000 0
Summe Finanzschulden 440.497 109.351 265.760 65.386
Derivate/Zinsswaps Nennwerte 202.516 41.577 133.114 27.825
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  31.12.2011  
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Buchwert Berichtsperiode      
in Konzernwährung Euro 386.146 95.085 227.713 63.348
in Schweizer Franken 13.127 8.148 3.307 1.672
in übrigen Währungen 5.285 331 4.677 277
Finanzierungsleasing* 12.725 1.615 5.434 5.676
ABS-Finanzierung 0 0 0 0
Schuldscheindarlehen 17.000 6.500 10.500 0
Summe Finanzschulden 434.283 111.679 251.631 70.973
Derivate/Zinsswaps Nennwerte 196.269 36.324 129.685 30.260

* Unter den Finanzschulden werden auch Finanzierungsleasingverträge betreffend Immobilien und Maschinen ausgewiesen, die im Wesentlichen im Rahmen des als Asset Deal erfolgten Erwerbs von HAKAMA entstanden sind.

RESTZINSBINDUNGSFRIST (in TEUR)

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      Finanzschulden Derivate: Zinsswaps
  Risikoloser
Marktzins
inkl. Marge
Auf Basis des
Buchwerts
gewichteter
Zinssatz
Nominal-
volumen/
historische
AHK
Buchwert zum
31.12.2012
Buchwert zum
31.12.2011
Nennwert zum
31.12.2012
Nennwert zum 31.12.2011
< 1 Jahr 1,50 % 2,01 % 401.158 233.682 227.885 5.267 3.692
1 bis < 2 Jahre 1,53 % 5,24 % 81.968 33.954 20.303 17.065 7.983
2 bis < 3 Jahre 1,55 % 4,29 % 29.057 11.134 43.645 17.421 20.888
3 bis < 4 Jahre 1,70 % 4,75 % 38.362 24.614 12.908 46.701 19.783
4 bis < 5 Jahre 1,89 % 4,72 % 36.164 28.172 26.151 34.838 59.036
> 5 Jahre 2,50 % 4,28 % 134.569 108.942 103.391 81.224 84.887
Summe     721.277 440.497 434.283 202.516 196.269
Marktwerte der originären und derivativen Finanzinstrumente       420.501 413.310 -12.294 -10.251

Zur Verbreiterung der Refinanzierungsbasis haben bestimmte Tochtergesellschaften im Geschäftsjahr 2012 einen Rahmenvertrag über den revolvierenden Verkauf von Kundenforderungen (ABS-Finanzierung) an ein anderes Unternehmen (Forderungsankäufer) mit einem Gesamtfinanzierungsrahmen von maximal 50 Mio. EUR und einer Laufzeit von fünf Jahren abgeschlossen. Da der INDUS -Konzern nicht die wesentlichen Chancen und Risiken im Zusammenhang mit diesen Forderungen übertragen hat, werden die betroffenen Forderungen weiterhin in voller Höhe bilanziert und die erhaltenen Barmittel als besichertes Darlehen bilanziert.

Die Chancen und Risiken aus den übertragenen, aber nicht ausgebuchten Forderungen entsprechen im Wesentlichen denen nicht übertragener Forderungen. Zum Transaktionsstichtag betrug der Buchwert der übertragenen, aber nicht ausgebuchten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 27.840 TEUR. Zum Bilanzstichtag reduzierte sich der Buchwert der übertragenen Forderungen durch Zahlungseingänge auf 10.351 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Der Buchwert der diesen Forderungen gegenüberstehenden Verbindlichkeiten beträgt 25.131 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR).

Der Finanzmittelzufluss aus dem Forderungsverkauf wird in den Finanzschulden mit kurzfristiger Fälligkeit und Zinsanpassung ausgewiesen.

[21] Angaben nach IAS 19: Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (in TEUR)

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  2012 2011 Veränderung
Laufender Dienstzeitaufwand 275 287 -12
Zinsaufwand 933 868 65
Erträge aus Planvermögen -103 -89 -14
Erfasster versicherungsmathematischer Gewinn oder Verlust 287 91 196
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 0 0
Aufwand für DBO-Versorgungszusagen 1.392 1.157 235
+ Aufwand aus beitragsorientierten Plänen 2.992 2.789 203
= GuV-Periodenaufwand für Pensionszusagen 4.384 3.946 438

BILANZANSATZ (in TEUR)

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  2012 2011 Veränderung
Barwert der rückstellungsfinanzierten Versorgungsansprüche 20.928 17.120 3.808
Barwert der fondsfinanzierten Versorgungsansprüche 2.315 1.996 319
DBO: Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen 23.243 19.116 4.127
Fondsvermögen zu Marktwerten -2.315 -1.996 -319
Nettoverpflichtungen 20.928 17.120 3.808
Nicht erfasstes versicherungsmathematisches Ergebnis -4.089 -839 -3.250
Endbestand: Bilanzwert zum 31.12. 16.839 16.281 558
Aufwendungen aus Pensionsverpflichtungen 1.392 1.157 235
Rentenzahlungen -834 -872 38
Veränderung Konsolidierungskreis/Saldierungen 0 455 -455
Anfangsbestand: Bilanzwert zum 1.1. 16.281 15.541  
Zugrunde liegende Annahmen in %:      
Abzinsungsfaktor 3,75 5,00  
Gehaltstrend 2,50 2,50  
Rententrend 1,75 1,75  
Erwartete Erträge aus Planvermögen 4,00 4,00  

Der Zinsaufwand ist unter der Position Zinsergebnis erfasst. Die erwarteten Erträge aus Planvermögen entsprechen im Wesentlichen den tatsächlichen Erträgen.

Die Veränderungen aus Saldierungen resultieren aus Verpfändungen von Rückdeckungsversicherungen beziehungsweise gegenläufig dem Verzicht von Berechtigten zugunsten der Gesellschaft.

Das Fondsvermögen besteht ausschließlich aus Rückdeckungsversicherungen. Die Entwicklung des Fondsvermögens stellt sich folgendermaßen dar:

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in TEUR 2012 2011
Vermögenswerte zum 1. Januar 1.996 2.451
Erwartete Erträge des Planvermögens 103 89
Laufende Beiträge durch die Arbeitgeber 46 46
Pensionszahlungen -149 -139
Saldierungen/Sonstiges 319 -451
Vermögenswerte zum 31. Dezember 2.315 1.996

Darüber hinaus sind in der Bilanz weitere Erstattungsforderungen in Höhe von 1.059 TEUR (Vorjahr: 1.025 TEUR) bilanziert. Aufgrund der Begrenzung des IAS 19.58(b) wurden 234 TEUR nicht als Vermögenswert angesetzt (Vorjahr: 543 TEUR).

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Entwicklung der Beträge für das laufende Jahr und die vier Vorjahre für Pensionsverpflichtungen, den beizulegenden Zeitwert des Planvermögens und die das Vermögen übersteigende Leistungsverpflichtung. Die erfahrungsbedingten Anpassungen, die nicht aus Änderung der versicherungsmathematischen Prämissen resultieren, bewegen sich für den Zeitraum der laufenden Berichtsperiode und der vier vorangegangenen Berichtsperioden in der Bandbreite von -47 TEUR bis +191 TEUR pro Jahr.

ENTWICKLUNG DER ECKZAHLEN (in TEUR)

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  2012 2011 2010 2009 2008
Pensionsverpflichtungen (DBO) 23.243 19.116 19.724 17.352 17.776
Fondsvermögen zu Marktwerten -2.315 -1.996 -2.451 -1.587 -1.565
Leistungsverpflichtung 20.928 17.120 17.273 15.765 16.211
Nicht erfasstes versicherungsmathematisches Ergebnis -4.089 -839 -1.732 229 -47
Endbestand: Bilanzwert zum 31. Dezember 16.839 16.281 15.541 15.994 16.164

[22] Rückstellungen

RÜCKSTELLUNGEN 2012 (in TEUR)

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  Anfangsbestand
1.1.2012
Veränderung
Konsolidie-
rungskreis
Verbrauch Auflösung Zuführung/
Neubildung
Währungs-
differenz
Endbestand
31.12.2012
Verpflichtungen aus Absatz und Beschaffung 20.815 0 -14.297 -3.265 15.970 18 19.241
Kosten der Belegschaft 13.920 0 -10.905 -317 10.565 2 13.265
Übrige Rückstellungen 14.536 0 -8.369 -3.192 11.798 22 14.795
Summe 49.271 0 -33.571 -6.774 38.333 42 47.301

Die Zuführung zu den Pensionsrückstellungen [21] enthält Aufzinsungen von 933 TEUR (Vorjahr: 868 TEUR). Darüber hinaus sind 82 TEUR an Zinsen in den Rückstellungen berücksichtigt worden (Vorjahr: 405 TEUR).

Die Verpflichtungen aus Absatz und Beschaffung enthalten Rückstellungen für Gewährleistungen aufgrund rechtlicher oder faktischer Verpflichtungen, Verpflichtungen für Kundenboni und Erlösschmälerungen sowie geschätzte Werte für erwartete Rechnungen. Die Kosten der Belegschaft werden gebildet für Zeitguthaben der Belegschaft, Jubiläen, Altersteilzeit, Abfindungen und ähnliche Verpflichtungen. Die übrigen Rückstellungen betreffen eine Vielzahl von möglichen Einzelrisiken, die hinsichtlich ihres wahrscheinlichen Eintritts bewertet wurden. Nennenswerte zu erwartende Erstattungen im Zusammenhang mit nach IAS 37 bilanzierten Verpflichtungen liegen nicht vor.

[23] Sonstige Verbindlichkeiten

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in TEUR 31.12.2012 kurzfristig langfristig 31.12.2011 kurzfristig langfristig
Verbindlichkeiten gegen Fremdgesellschafter 12.180 8.000 4.180 13.043 4.994 8.049
Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich 11.741 11.741 0 12.450 12.450 0
Derivative Finanzinstrumente 11.281 11.281 0 10.153 10.153 0
Erhaltene Anzahlungen 10.736 10.736 0 5.947 5.947 0
Fertigungsaufträge mit passivem Saldo 5.280 5.280 0 10.747 10.747 0
Sonstige Steuerverbindlichkeiten 6.191 6.191 0 7.946 7.946 0
Abgrenzung periodenfremder Zahlungen 3.249 2.435 814 4.058 2.570 1.488
Investitionszuschüsse 2.593 332 2.261 3.016 270 2.746
Kundengutschriften 3.426 3.426 0 4.608 4.608 0
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 7.728 7.355 373 11.267 10.651 616
Summe 74.405 66.777 7.628 83.235 70.336 12.899

Die Verbindlichkeiten gegen Fremdgesellschafter beinhalten mit 6.684 TEUR (Vorjahr: 8.049 TEUR) Abfindungsansprüche nicht beherrschender Gesellschafter, die durch Kündigung des Gesellschaftsvertrags oder aufgrund von Optionsvereinbarungen ihre Anteile INDUS andienen können.

INFORMATIONEN ZUR BEDEUTUNG VON FINANZINSTRUMENTEN

FINANZINSTRUMENTE 2012 (in TEUR)

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  Bilanzansatz Nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 Finanzinstrumente IFRS 7 zum Zeitwert bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
        Buchwert Buchwert Marktwert
Finanzanlagen 8.535   8.535   8.535 9.700
Liquide Mittel 98.710   98.710   98.710 98.710
Forderungen 137.054   137.054   137.054 137.014
Sonstige Vermögenswerte 11.854 1.984 9.870 199 9.671 9.567
Summe Aktiva     254.169 199 253.970 254.990
Finanzschulden 440.497   440.497   440.497 420.501
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 37.313   37.313   37.313 37.313
Sonstige Verbindlichkeiten 74.405 10.160 64.245 11.281 52.964 52.473
Summe Passiva     542.055 11.281 530.774 510.287

FINANZINSTRUMENTE 2011 (in TEUR)

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  Bilanzansatz Nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 Finanzinstrumente IFRS 7 zum Zeitwert bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
        Buchwert Buchwert Marktwert
Finanzanlagen 9.268   9.268   9.268 10.642
Liquide Mittel 123.107   123.107   123.107 123.107
Forderungen 108.422   108.422   108.422 108.422
Sonstige Vermögenswerte 9.424 1.614 7.810 215 7.595 7.578
Summe Aktiva     248.607 215 248.392 249.749
Finanzschulden 434.283   434.283   434.283 413.310
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 46.056   46.056   46.056 46.056
Sonstige Verbindlichkeiten 83.235 10.962 72.273 10.153 62.120 62.108
Summe Passiva     552.612 10.153 542.459 521.474

FINANZINSTRUMENTE NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN DES IAS 39 (in TEUR)

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  Buchwerte Nettogewinne/-verluste
  2012 2011 2012 2011
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet        
zu Handelszwecken 199 215 -16 -656
Designiertes Instrument - - - -
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen - - - -
Kredite und Forderungen 245.463 241.515 -3.251 -1.149
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente 735 648 138 1.282
Finanzinstrumente: AKTIVA 246.397 242.378 -3.129 -523
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet        
zu Handelszwecken 11.281 10.153 -1.128 -2.124
Designiertes Instrument - - - -
Finanzielle Verbindlichkeiten zum Restbuchwert 525.494 533.005 -14 115
Finanzinstrumente: PASSIVA 536.775 543.158 -1.142 -2.009

Die zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente betreffen grundsätzlich langfristig gehaltene Finanzbeteiligungen, für die kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann. Diese werden nach IAS 39.46c mit Anschaffungskosten bewertet.

Nettogewinne und -verluste von Krediten und Forderungen sowie finanzielle Verbindlichkeiten zum Restbuchwert resultieren im Wesentlichen aus Wertberichtigungen (-3.406 TEUR; Vorjahr: -1.624 TEUR), Erträgen aus Zahlungseingängen und Währungsumrechnungen. Nettogewinne und -verluste von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten entsprechen dem Beitrag dieser Finanzbeteiligungen zum Konzern-Ergebnis.

Nettogewinne und -verluste von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten enthalten die Veränderung der Marktwerte von Zins-, Währungs- und Rohstoffsicherungen, für die die formalen Voraussetzungen des Hedge Accounting nicht erfüllt sind.

Bei der Berechnung der Marktwerte von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Derivaten wurden in beiden Geschäftsjahren ausschließlich marktbezogene Bewertungsverfahren herangezogen. Das entspricht den Verfahren der Stufe 2 nach IFRS 7.27b. Auswirkungen aus dem Wechsel von Bewertungsverfahren nach Stufe 1 (Marktpreise) oder Stufe 3 (Bewertungsverfahren ohne beobachtbare Marktdaten) existieren daher nicht.

Die Gesamtzinserträge und Gesamtzinsaufwendungen für Finanzinstrumente, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, betragen -21.368 TEUR (Vorjahr: -21.912 TEUR).

ART UND AUSMASS VON RISIKEN, DIE SICH AUS FINANZINSTRUMENTEN ERGEBEN

GRUNDSÄTZE DES FINANZIELLEN RISIKOMANAGEMENTS

Entsprechend der Philosophie der INDUS Holding AG wird die Finanzierung der Gesellschaften zentral gesteuert, während die Einschätzung und das Management der operativen Risiken in der Verantwortung der einzelnen Gesellschaften und ihrer Geschäftsführer liegen. Grundsätzlich werden die Risiken besichert, die Auswirkungen auf den Cashflow des Konzerns haben. Die Sicherung erfolgt durch originäre und derivative Finanzinstrumente; Letztere werden ausschließlich zu Sicherungszwecken abgeschlossen.

RISIKOMANAGEMENT UND FINANZDERIVATE

Die INDUS -Gruppe unterhält ein leistungsfähiges Risikomanagementsystem zur Früherkennung wirtschaftlicher Risiken, dessen Schwerpunkt auf den substanziellen Problemstellungen eines diversifizierten Beteiligungsportfolios beruht. Darin eingebettet sind die spezifischen Fragestellungen des finanziellen Risikomanagements gemäß der Definition nach IFRS 7. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Zu weiteren Details wird auf die Ausführungen im Lagebericht verwiesen.

LIQUIDITÄTSRISIKO

Die einzelnen Beteiligungen finanzieren sich grundsätzlich selbst aus ihren operativen Ergebnissen. Je nach Liquiditätssituation erfolgen Transfers zwischen der INDUS Holding AG und den Beteiligungen. Die INDUS -Gruppe verfügt über ausreichende liquide Mittel als strategische Reserve, die die Handlungsfähigkeit zu jedem Zeitpunkt sicherstellen (2012: 98,7 Mio. EUR, Vorjahr: 123,1 Mio. EUR). Darüber hinaus existieren nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von 32,2 Mio. EUR (Vorjahr: 27,3 Mio. EUR).

Die breit diversifizierte Fremdfinanzierung verhindert eine Abhängigkeit von einzelnen Kreditgebern. Durch vorhandene Liquidität und feste Finanzierungszusagen können sich bietende Chancen jederzeit wahrgenommen werden. Die langfristig und in Tranchen angelegte Finanzierung mit revolvierender Neufinanzierung begrenzt das Finanzierungsrisiko.

Unter Berücksichtigung der am Abschlussstichtag fixierten Konditionen für Finanzinstrumente wurden folgende Zahlungsmittelabflüsse ermittelt, die in die langfristig angelegte Finanzplanung der INDUS-Gruppe eingehen:

ZAHLUNGSMITTELABFLUSS (in TEUR)

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  31.12.2012 31.12.2011
  1 Jahr über 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 1 Jahr über 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Zinsderivate 4.661 7.969 856 3.454 6.457 782
Summe Derivative Finanzinstrumente 4.661 7.969 856 3.454 6.457 782
Finanzschulden 125.286 290.988 70.191 131.301 316.662 109.496
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 37.313 0 0 46.056 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 55.164 5.367 0 59.913 10.153 0
Summe Finanzinstrumente 217.763 296.355 70.191 237.270 326.815 109.496

Die Zahlungsströme bestehen aus Tilgungszahlungen und den entsprechenden Zinsen. Sie enthalten auch Zinszahlungen von Derivaten mit positivem Marktwert, die in einer wirtschaftlichen Sicherungsbeziehung zu den Finanzschulden stehen. Die summierten Zahlungsströme von Finanzschulden und Zinsderivaten ergeben den Zahlungsstrom von entsprechenden Festzinskrediten.

AUSFALLRISIKO

Im Finanzierungsbereich werden nur Kontrakte mit Kontrahenten erster Bonität abgeschlossen. Im operativen Bereich erfolgt eine dezentrale laufende Überwachung durch die Beteiligungen. Ausfallrisiken wird durch adäquate Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das maximale Ausfallrisiko entspricht dem Bilanzansatz der selbst ausgereichten Kredite und Forderungen, bei Derivaten der Summe deren positiver Marktwerte.

Durch die Eigenständigkeit der Unternehmen der INDUS-Gruppe, die ihre Aktivitäten auf verschiedenen Märkten und mit unterschiedlichen Produkten entfalten, wird eine breite Streuung des unternehmerischen Risikos erreicht.

Eine Konzentration von Ausfallrisiken aus Geschäftsbeziehungen resultiert aus der oligopolistischen Struktur der Kunden im Segment Fahrzeugtechnik. Bezogen auf den Gesamtbestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen existieren elf Kunden (Vorjahr: zwölf) mit einem Anteil von jeweils mehr als 1 %. Das entspricht einem Anteil von ca. 31 % an den Offenen Posten im Konzernabschluss (Vorjahr: 40 %). Der Umsatzanteil der TOP-10-Kunden betrug ca. 25 % am Konzernumsatz (Vorjahr: 27 %).

Weiterhin bestehen Forderungen an Kunden und assoziierte Unternehmen, die überfällig sind, aber nicht einzeln wertberichtigt wurden. Im Laufzeitband bis drei Monate treten in der Regel keine wesentlichen Zahlungsausfälle ein, da die Überfälligkeiten überwiegend auf zeitlichen Buchungsunterschieden beruhen. Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten am Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

FORDERUNGEN AN KUNDEN UND ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN (in TEUR)

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  2012 2011
Buchwert Bilanz* 128.962 102.324
+ darin enthaltene Wertberichtigungen 7.267 4.637
= Bruttowert der Forderungen vor Wertberichtigungen 136.229 106.961
davon zum Abschlussstichtag    
weder einzelwertgemindert noch überfällig 98.984 75.894
nicht einzelwertgemindert und in folgenden Zeitbändern überfällig:    
weniger als 3 Monate 22.394 20.768
zwischen 3 und 6 Monaten 3.297 1.866
zwischen 6 und 9 Monaten 576 1.267
zwischen 9 und 12 Monaten 610 382
mehr als 12 Monate 1.066 773

* ohne Forderungen aus Fertigungsaufträgen nach IAS 11

ZINSRISIKO

Die INDUS Holding AG sichert und koordiniert die Finanzierung und Liquidität der Gruppe. Im Vordergrund steht die Finanzierung des langfristig ausgerichteten Beteiligungsportfolios. Dementsprechend wird mit dem Erwerb von Beteiligungen eine fristenadäquate Finanzierung abgeschlossen. Zum Einsatz gelangen festverzinsliche Finanzierungen oder variabel verzinsliche Finanzierungen, die per Zinsswaps in festverzinsliche Finanzierungen transferiert werden.

Änderungen der Zinssätze könnten Marktwert und Cashflow von Finanzinstrumenten beeinflussen. Die Berechnung dieser Auswirkungen erfolgt durch eine Sensitivitätsanalyse, bei der die relevanten Zinsstrukturkurven jeweils um 100 Basispunkte parallel verschoben werden. Die Auswirkungen werden ermittelt für die fixierten Konditionen des am Abschlussstichtag vorliegenden Bestands an Finanzinstrumenten.

Die Veränderung von Marktwerten hat Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, abhängig von den Bewertungskategorien der zugrunde liegenden Finanzinstrumente. Die folgende Tabelle zeigt die Zinssensitivität bei einer parallelen Verschiebung der Zinsstrukturkurve um 100 Basispunkte (BP):

SENSITIVITÄTSANALYSE MARKTWERTRISIKO (in Mio. EUR)

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  31.12.2012 31.12.2011
  + 100 BP -100 BP + 100 BP -100 BP
Marktwerte Derivate 5,1 -3,2 5,6 -5,6
davon Eigenkapital/Hedges 0,5 -0,2 1,0 -1,0
davon GuV-Zinsaufwand 4,6 -3,0 4,6 -4,6
Marktwerte Kredite 8,8 -2,2 10,0 -2,2
Summe Marktwerte 13,9 -5,4 15,5 -7,9

Da wirtschaftlich betrachtet die Zinsänderungsrisiken fast vollständig abgesichert sind, würden sich Veränderungen des Zinsniveaus bei variabel verzinslichen Finanzschulden und derivativen Finanzinstrumenten kompensieren. Wesentliche Auswirkungen auf den zukünftigen Cashflow existieren somit nicht.

WÄHRUNGSRISIKO

Die Währungsrisiken resultieren im Wesentlichen aus der operativen Tätigkeit der Konzernunternehmen sowie aus Finanztransaktionen zwischen den ausländischen Beteiligungsunternehmen und der jeweiligen Muttergesellschaft. Die Risikoanalyse erfolgt auf Nettobasis, die Absicherung entsprechend der unternehmerischen Eigenverantwortung fallweise durch die Beteiligungen. Als Instrumente werden Devisentermingeschäfte und geeignete Optionsgeschäfte eingesetzt.

Auswirkungen von Währungsrisiken auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entstehen, wenn Finanzinstrumente in einer anderen Währung als der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft notieren. Wechselkursbedingte Risiken aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Da Währungssicherungen nicht formal als Sicherungsbeziehungen bilanziert werden, ergeben sich hieraus keine Auswirkungen auf die Rücklagen für Marktbewertungen von Finanzinstrumenten.

Unter der Annahme, dass am Abschlussstichtag die Umrechnungskurse aller Fremdwährungen gegenüber dem Euro um 10 % höher lägen, würde sich das Nettoergebnis aus der Währungsumrechnung um -0,3 Mio. EUR verändern (Vorjahr: +0,6 Mio. EUR).

Haupteinfluss im aktuellen Jahr sind Netto-Forderungen in US-Dollar, während im Vorjahr in Schweizer Franken aufgenommene Darlehen bei der INDUS Holding AG mit +0,5 Mio. EUR die wesentliche Fremdwährungsposition darstellten.

BILANZIERUNG VON SICHERUNGSGESCHÄFTEN

Sicherungsmaßnahmen

Zu den Abschlussstichtagen liegen Währungssicherungen, fast ausschließlich auf USD und CHF, mit einem Nominalvolumen von 6,8 Mio. EUR vor (Vorjahr: 17,6 Mio. EUR). Diese Sicherungskontrakte weisen einen Marktwert von 101 TEUR auf (Vorjahr: -95 TEUR).

Rohstoffsicherungen liegen mit einem Nominalvolumen von 0,5 Mio. EUR vor (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR). Diese Sicherungskontrakte weisen einen Marktwert von 64 TEUR auf(Vorjahr: -254 TEUR).

Zinssicherungen existieren mit einem Nominalvolumen von 202.516 TEUR (Vorjahr: 196.269 TEUR). Die Marktwerte betragen -12.294 TEUR (Vorjahr: -10.251 TEUR). Weitere Details zu Fälligkeiten und Laufzeiten finden sich bei der Berichterstattung zu Finanzschulden.

SONSTIGE ANGABEN

Gestellte Sicherheiten für Finanzschulden sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

VERPFÄNDETE VERMÖGENSWERTE (in TEUR)

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  2012 2011
Grundschulden 29.627 34.735
Übertragene Forderungen (ABS-Finanzierung) 27.840 0
Sonstige Sicherungen 1.796 1.094
Summe Sicherungen 59.263 35.829

Eventualverbindlichkeiten

Verpflichtungen aus Bürgschaften existieren in Höhe von 23.612 TEUR (Vorjahr: 15.422 TEUR). Dabei handelt es sich überwiegend um Außenverpflichtungen der INDUS Holding AG, die diese im Zusammenhang mit den Geschäftsaktivitäten der Beteiligungen übernommen hat. Eine Inanspruchnahme der Bürgschaften durch die Begünstigten ist aus aktueller Sicht sehr unwahrscheinlich.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Operating-Leasing-Verträgen werden mit der Summe der Beträge ausgewiesen, die bis zum frühesten Kündigungstermin anfallen:

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in TEUR 2012 2011
Bis 1 Jahr 14.809 13.698
Zwischen 1 und 5 Jahren 34.240 32.645
Über 5 Jahre 26.853 34.004
Summe 75.902 80.347

Die Verpflichtungen aus dem Bestellobligo für das Anlagevermögen belaufen sich auf 4.983 TEUR (Vorjahr: 13.320 TEUR), davon für Sachanlagen 4.311 TEUR (Vorjahr: 13.230 TEUR) und für immaterielle Vermögenswerte 672 TEUR (Vorjahr: 90 TEUR).

Immobilienleasingverträge werden mit Mietanpassungsklauseln, die auf der Entwicklung von Preisindizes beruhen, abgeschlossen. Die Verträge beinhalten regelmäßig Kaufoptionen. Der Ausübungspreis der Option am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses liegt erwartungsgemäß nicht deutlich niedriger als der Marktwert.

Die Operating-Leasing-Zahlungen des aktuellen Jahrs betrugen 15.241 TEUR (Vorjahr: 14.578 TEUR).

Zukünftig fällige Zahlungen aus Finanzierungsleasing zeigt die folgende Übersicht:

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in TEUR Bis 1 Jahr Zwischen 1 und 5 Jahren Über 5 Jahre Summe
2012        
Leasingzahlungen 1.698 5.963 4.793 12.454
Zinsanteil 299 820 217 1.336
Buchwert/Barwert 1.399 5.143 4.576 11.118
2011        
Leasingzahlungen 1.950 6.283 6.185 14.418
Zinsanteil 350 965 372 1.687
Buchwert/Barwert 1.600 5.318 5.813 12.731

Für die entsprechenden Vermögenswerte (Sachanlagen) bestehen in der Regel günstige Kaufoptionen, die nach heutigem Kenntnisstand auch ausgeübt werden. Die Kaufpreise sind fixiert, Preisanpassungsklauseln existieren nicht. Die den Verträgen zugrunde liegenden Zinssätze liegen zwischen 2,5 % und 5,8 %. Es existieren weder Eventualmietzahlungen noch Mietzahlungen aus Untermietverhältnissen.

MITARBEITER IM DURCHSCHNITT DES GESCHÄFTSJAHRS

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  2012 2011
Mitarbeiter nach Regionen    
Deutschland 5.372 5.330
Europa (EU & Schweiz) 561 557
Übrige Welt 926 846
Gesamt 6.859 6.733
Mitarbeiter nach Segmenten    
Bau/Infrastruktur 1.043 998
Fahrzeugtechnik 3.053 3.061
Maschinen- und Anlagenbau 814 785
Medizin- und Gesundheitstechnik 696 685
Metalltechnik 1.232 1.185
Übrige 21 19
Gesamt 6.859 6.733

BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen und nahestehende Personen

Entsprechend der Struktur der INDUS-Gruppe zählen zu den Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen der Aufsichtsrat (8 Mitglieder in 2012 und 6 Mitglieder in 2011), der Vorstand der INDUS Holding AG (2012: 5 Personen, Vorjahr: 4 Personen) sowie die Geschäftsführer der operativen Einheiten (2012: 56 Personen, Vorjahr: 64 Personen). In 2012 besitzen 7 Geschäftsführer Minderheitsanteile an der entsprechenden Gesellschaft (Vorjahr: 7). Diese Ergebnisbestandteile sind im Anteil von Minderheitsgesellschaftern am Ergebnis enthalten.

Bilanzierungspflichtige Pensionszusagen der INDUS Holding AG für Mitglieder des Vorstands existieren nicht. Im Rahmen eines beitragsorientierten Versorgungsplans für Mitglieder des Vorstands wurden im aktuellen Geschäftsjahr Beiträge von 53 TEUR geleistet (Vorjahr: 54 TEUR).

ÜBERSICHT VERGÜTUNGEN (in TEUR)

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  Aufwand der Periode davon Gehälter davon SAR* davon Abfindung davon Pensionen
2012          
INDUS Holding AG          
Aufsichtsrat 348 348 0 0 0
Vorstand 3.553 2.598 579 376 0
Tochterunternehmen          
Geschäftsführer 12.914 12.363 0 520 31
Familienmitglieder 435 435 0 0 0
Summe 17.250 15.744 579 896 31
2011          
INDUS Holding AG          
Aufsichtsrat 374 374 0 0 0
Vorstand 2.981 2.747 234 0 0
Tochterunternehmen          
Geschäftsführer 11.839 11.828 0 11 0
Familienmitglieder 558 558 0 0 0
Summe 15.752 15.507 234 11 0

* SAR = Stock Appreciation Rights = virtuelle Aktienoptionen

In 2012 waren 10 Familienmitglieder von Gesellschaftern oder Geschäftsführern in den operativen Beteiligungsgesellschaften beschäftigt (Vorjahr: 10 Personen).

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats wurde von der Hauptversammlung der INDUS Holding AG im Juli 2010 neu festgelegt. Sie ist in Punkt 6.16 der Satzung geregelt. Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält außer dem Ersatz seiner Auslagen für seine Tätigkeit im jeweils abgelaufenen Geschäftsjahr eine Grundvergütung in Höhe von 30.000 EUR sowie ein Sitzungsgeld von 3.000 EUR pro Sitzung. Der Vorsitzende erhält das Doppelte der beiden vorgenannten Beträge, der Stellvertreter das Eineinhalbfache. Den Aufsichtsratsmitgliedern wird die Mehrwertsteuer erstattet, soweit sie bei der Gesellschaft als Vorsteuer abzugsfähig ist. Für den Aufsichtsrat bestehen keine Aktienoptionsprogramme und ähnlichen wertpapierorientierten Anreizsysteme. Der Aufsichtsrat tagte in 2012 sechsmal und in 2011 fünfmal.

Vergütung des Vorstands

Durch die Einführung des Vorstandsvergütungsgesetzes im August 2009 sollen von börsennotierten Gesellschaften bei der Festsetzung der Vergütung von Vorständen künftig verstärkt Anreize für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung gesetzt werden. Hierdurch ist die INDUS Holding AG gehalten, die variablen Vergütungsanteile für die Mitglieder des Vorstands neu zu regeln.

Ab dem 1. Januar 2010 besteht das Long-Term-Incentive-Programm als langfristige Anreizwirkung in Form von virtuellen Aktienoptionen (Stock Appreciation Rights). Als Stock Appreciation Right (SAR) wird die Zusage der INDUS Holding AG bezeichnet, den Berechtigten eine Zahlung zu leisten, deren Höhe sich nach der Differenz zwischen dem Basispreis und dem aktuellen Börsenkurs bei Ausübung der Option bemisst. Der Basispreis der SAR entspricht dem Mittelwert der Schlusskurse im XETRA-Handel für die Aktie der Gesellschaft während der letzten 20 Handelstage vor dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option. Nach den Optionsbedingungen ist die Zahlung des Wertzuwachses für den Berechtigten nach oben begrenzt (Deckelung). Die SAR können nur ausgeübt werden, wenn der Aktienkurs zum Zeitpunkt der Ausübung, gemessen am Basispreis der Option, um einen bestimmten Prozentsatz gestiegen ist (Erfolgshürde). Wird die Erfolgshürde nicht überschritten, kommt es zu keiner Auszahlung an die Vorstandsmitglieder. Die SAR unterliegen der gesetzlichen Sperrfrist von vier Jahren ab dem Tag der Zuteilung der Tranche. Innerhalb der Sperrfrist ist eine Ausübung nicht möglich.

Dem Vorstand werden in jährlichen Tranchen virtuelle Aktienoptionen gewährt, deren Stückzahl durch den Optionspreis im Ausgabezeitpunkt und den vertraglich bestimmten Zielwert bestimmt wird. Im Geschäftsjahr 2012 wurden 142.605 SAR (Vorjahr: 116.475) ausgegeben. Zum Zeitpunkt ihrer Gewährung betrug der beizulegende Zeitwert der SAR insgesamt 433 TEUR (Vorjahr: 350 TEUR). Der ermittelte zeitanteilige beizulegende Zeitwert der bisher insgesamt gewährten SAR betrug zum Bilanzstichtag 855 TEUR (Vorjahr: 326 TEUR). In dieser Höhe wurde im Jahresabschluss eine Rückstellung gebildet. Im Personalaufwand ist die Veränderung des Zeitwerts vor Abzinsung mit 574 TEUR enthalten. Die Zeitwertermittlung erfolgte mit einem anerkannten finanzmathematischen Optionspreismodell unter Berücksichtigung der Deckelung der Auszahlungsansprüche.

Für den Fall, dass sich die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und das unternehmerische Konzept der Gesellschaft wesentlich verändert (Change of Control), sind die Vorstandsmitglieder innerhalb eines Jahres zur außerordentlichen Kündigung des Anstellungsvertrags berechtigt. In diesem Fall zahlt die Gesellschaft dem Vorstandsmitglied eine Abfindung in Höhe der Gesamtvergütung, die das Vorstandsmitglied bis zum vorgesehenen Beendigungszeitpunkt erhalten hätte, mindestens jedoch die Gesamtvergütung von einem Geschäftsjahr, einschließlich aller festen und variablen Vergütungsbestandteile und geldwerten Vorteile. Erfolgt eine Abberufung des Vorstands innerhalb eines Jahres nach dem Change of Control, ohne dass ein wichtiger Grund im Sinne des § 626 BGB vorliegt, zahlt die Gesellschaft dem Vorstandsmitglied eine Abfindung in Höhe der Gesamtvergütung, die das Vorstandsmitglied bis zum vorgesehenen Beendigungszeitpunkt erhalten hätte, mindestens jedoch die Gesamtvergütung von zwei Geschäftsjahren, einschließlich aller festen und variablen Vergütungsbestandteile und geldwerten Vorteile.

Die gewährten Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands der INDUS Holding AG setzen sich für das Geschäftsjahr 2012 aus dem festen Grundgehalt (einschließlich steuerpflichtiger geldwerter Vorteile), der ergebnisabhängigen variablen Vergütung (Short-Term-Incentive-Programm) und der aktienorientierten Vergütung in Form von virtuellen Aktienoptionen (Long-Term-Incentive-Programm) zusammen. Dabei entfallen folgende Beträge auf die einzelnen Vorstandsmitglieder:

VERGÜTUNG DES VORSTANDS 2012 (in TEUR)

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  feste Vergütung variable Vergütung virtuelle Aktienoptionen Abfindung Gesamtbetrag
Zum 31.12.2012 amtierende Vorstandsmitglieder          
Jürgen Abromeit 414 252 59 0 725
Rudolf Weichert 220 121 10 0 351
Dr. Johannes Schmidt 327 182 52 0 561
Ehemalige Vorstandsmitglieder          
Helmut Ruwisch 291 429 193 242 1.155
Dr. Wolfgang Höper 180 182 265 134 761
Gesamtbetrag 1.432 1.166 579 376 3.553

Die Anwartschaftsbarwerte der durch Gehaltsumwandlung bis zum Bilanzstichtag erworbenen Altersversorgungsansprüche sowie die Zuführungen im Geschäftsjahr zeigt die folgende Tabelle:

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in TEUR Anwartschaftsbarwert Zuführung
  2012 2011 2012 2011
Helmut Ruwisch 599 574 25 21
Dr. Wolfgang Höper 409 342 67 60
Summe 1.008 916 92 81

Die Altersversorgungsansprüche sind durch wertkongruente Rückdeckungsversicherungen gedeckt. Infolge der insolvenzfesten Abtretung an die Anspruchsberechtigten wurden die Aktiv- und Passivpositionen im Jahresabschluss saldiert.

SONSTIGE BEZIEHUNGEN

Nach dem Standard IAS 24 müssen Personen oder Unternehmen, die die INDUS-Gruppe beherrschen oder von ihr beherrscht werden, angegeben werden, soweit sie nicht bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen wurden. Nahestehende assoziierte Unternehmen sind die im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanzierten Gesellschaften. Die weiteren Kategorien betreffen die Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen und deren Familienmitglieder. Mit Ausnahme des unter dem Punkt Unternehmensabgänge dargestellten Sachverhalts lagen in beiden Geschäftsjahren keine Geschäftsbeziehungen zu Vorständen sowie deren Familienmitgliedern vor. An Beratungsleistungen von Aufsichtsräten wurden im aktuellen Jahr 55 TEUR vergütet.

BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN (in TEUR)

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  Umsatz und sonst. betriebl. Erträge Warenbezug Sonstiger Bezug* Offene Posten Gewährte Darlehen
2012          
Assoziierte Unternehmen 12.279 0 291 4.356 0
Familienmitglieder von Geschäftsführern und Gesellschaftern 3.951 0 193 33 291
Nicht beherrschende Gesellschafter 0 0 432 0 0
Geschäftsführer von Beteiligungen 1.827 2.194 0 514 0
Summe nahestehende Unternehmen und Personen 18.057 2.194 916 4.903 291
2011          
Assoziierte Unternehmen 1.215 0 0 452 0
Familienmitglieder von Geschäftsführern und Gesellschaftern 10 0 180 0 0
Nicht beherrschende Gesellschafter 0 36 452 0 0
Geschäftsführer von Beteiligungen 2.088 1.619 0 529 294
Summe nahestehende Unternehmen und Personen 3.313 1.655 632 981 294

* Zinsen, Mieten, Beratungsleistungen

Offene Posten in Höhe von 10 TEUR wurden in beiden Geschäftsjahren als uneinbringlich wertberichtigt.

KOSTEN DER JAHRESABSCHLUSS- UND KONZERNABSCHLUSSPRÜFUNG

Das Honorar der Treuhand- und Revisions-AG Niederrhein für die Abschlussprüfungen betrug 251 TEUR (Vorjahr: 210 TEUR), für sonstige Bestätigungen oder Bewertungsleistungen 5 TEUR (Vorjahr: 5 TEUR), für Steuerberatungsleistungen 0 TEUR (Vorjahr: 22 TEUR) und für sonstige Leistungen 54 TEUR (Vorjahr: 45 TEUR).

DEUTSCHER CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben im Dezember 2012 gemäß § 161 AktG eine Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und diese den Aktionären auf der Webseite der INDUS Holding Aktiengesellschaft (http://www.indus.de) zugänglich gemacht.

INANSPRUCHNAHME DER ERLEICHTERUNGEN NACH § 264 ABS. 3 BZW. § 264B HGB

In der beim elektronischen Handelsregister hinterlegten Aufstellung des Anteilsbesitzes sind die Tochtergesellschaften bezeichnet, die die Befreiung von der Offenlegungspflicht nach § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB zum 31. Dezember 2012 in Anspruch nehmen.

 

Bergisch Gladbach, den 19. April 2013

INDUS Holding AG

Der Vorstand

Jürgen Abromeit

Dr. Johannes Schmidt

Rudolf Weichert

Anteilsbesitzliste zum 31. Dezember 2012

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  Firma Sitz Beteiligungsquote
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gezeichnetes
Kapital
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Eigenkapital
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Jahresergebnis
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A. Verbundene Unternehmen          
  im Konzernabschluss nach IAS 27 i.V.m. IFRS 3 konsolidiert          
I. Operative Gesellschaften          
1. ASS Maschinenbau GmbH1 Overath-Untereschbach 100,00 % 500,0 3.401,9 1.171,9
2. - ASS End of Arm Tooling Inc. Livonia/USA 90,00% bei Nr. 1 * 42,1 * 533,4 * 446,6
3. AURORA Konrad G. Schulz GmbH & Co. KG1 Mudau 100,00 % 2.564,0 2.694,5 1.274,7
4. - AURORA ISI Araclari Sanayi Ve Ticaret Limited Sirketi Istanbul/Türkei 99,00% bei Nr. 3 * 424,6 * 481,2 * 12,3
5. Bacher AG Reinach/Schweiz 100,00 % * 2.650,7 * 5.653,9 * 667,3
6. Betek GmbH & Co. KG1 Aichhalden 100,00 % 1.534,0 1.547,3 5.460,8
7. - Betek Tools Inc. Burford, Georgia, USA 100,00% bei Nr. 6 * 0,8 * 107,3 * 91,9
8. Betomax GmbH & Co. KG1 Neuss 100,00 % 3.074,0 3.630,2 2.850,2
9. - Ancotech AG Dielsdorf/Schweiz 100,00% bei Nr. 8 * 82,8 * 6.320,7 * 3.291,6
10. - Ancotech GmbH Köln 100,00% bei Nr. 8 25,0 191,4 -71,3
11. Bilstein & Siekermann GmbH + Co. KG1 Hillesheim 100,00 % 1.000,0 3.885,0 864,9
12. M. Braun Inertgas-Systeme GmbH1 Garching 100,00 % 1.000,0 4.543,7 3.369,1
13. - M. Baun Inertgas-Systeme (Shanghai) Co. Ltd. Shanghai/China 100,00% bei Nr. 12 * 202,4 * 379,5 * 724,2
14. - M. Baun Inc. Stratham/USA 100,00% bei Nr. 12 * 91,2 * 1.576,3 * 1.414,8
15. - Mecalab - M. Braun AG Grenchen/Schweiz 100,00% bei Nr. 12 * 82,8 * -478,0 * 104,3
16. Emil Fichthorn Metallwarenfabrik GmbH & Co. KG1 Schwelm 100,00 % 623,0 623,0 -945,1
17. FS Kunststofftechnologie GmbH & Co. KG1 Reichshof-Hahn 100,00 % 514,0 997,0 1.606,4
18. - B & F Formulier- und Abfüll GmbH & Co. KG1 Drolshagen-Iseringhausen 100,00% bei Nr. 17 54,0 74,8 330,0
19. - EVT Dichtstoffe GmbH Stuttgart 85,25% bei Nr. 17 102,3 102,3 0,0
20. GSR Ventiltechnik GmbH & Co. KG1 Vlotho 100,00 % 514,0 618,3 610,4
21. - Buschjost Magnetventile GmbH & Co. KG1 Vlotho 90,00% bei Nr. 20 5,2 5,2 294,7
22. GVV Grevener Vermietungs- und Verpachtungsgesellschaft mbH & Co. KG1 Greven 100,00 % 515,0 563,2 368,3
23. - ISC IT Service & Consulting GmbH Greven 100,00% bei Nr. 22 50,0 -1.866,5 46,3
24. HAKAMA AG Bättwil/Schweiz 60,00 % * 4.141,8 * 4.739,5 * 470,8
25. HAUFF-TECHNIK GmbH & Co. KG1 Herbrechtingen 100,00 % 1.550,0 1.550,0 2.261,3
26. Horn GmbH & Co. KG1 Flensburg 100,00 % 1.024,0 7.024,0 305,9
27. - Pneumatic Components Limited Sheffield/Großbitannien 100,00% bei Nr. 26 * 2.818,3 * 3.932,5 * 896,9
28. imeco GmbH & Co. KG1 Hösbach 100,00 % 565,0 982,6 282,1
29. - IMAKON Sp Z.o.o. Luban/Polen 100,00% bei Nr. 28 * 174,3 * 450,8 * 12,2
30. - apos GmbH & Co. KG1 Hösbach 100,00% bei Nr. 28 100,0 100,0 200,0
31. IPETRONIK GmbH & Co. KG1 Baden-Baden 100,00 % 515,0 720,8 1.228,8
32. - IPETRONIK Eichstätt GmbH Eichstätt 100,00% bei Nr. 31 25,0 762,9 -262,1
33. - IPETRONIK Inc. Livonia, Michigan/ USA 100,00% bei Nr. 31 * 4,5 * 127,0 * 77,2
34. Kieback GmbH & Co. KG1 Osnabrück 100,00 % 514,0 993,7 189,4
35. - KSG Service, Vertriebs- und Verwaltungs- GmbH Osnabrück je 50 % bei Nr. 34 und 51 50,0 38,0 0,4
36. Anneliese Köster GmbH & Co. KG1 Ennepetal 100,00 % 100,0 6.713,7 -56,7
37. - Köster & Co. GmbH1 Ennepetal 100,00% bei Nr. 36 275,0 1.472,2 590,7
38. - Köster CZ s r.o. Zacler/Tschechien 100,00% bei Nr. 37 * 178,9 * 242,4 * 49,0
39. MEWESTA Hydraulik GmbH & Co. KG1 Münsingen 100,00 % 514,0 540,0 132,6
40. MIGUA 1. Beteiligungsgesellschaft mbH1 Wülfrath 100,00 % 1.636,4 3.828,0 2.178,6
41. - MIGUA Fugensysteme GmbH & Co. KG1 Wülfrath 100,00% bei Nr. 40 153,4 543,5 2.776,3
42. Mikrop AG Kronbühl/Schweiz 100,00 % * 248,5 * 615,2 * 215,5
43. - Microtec Optica d.o.o. Kac´/Serbien 100,00% bei Nr. 42 * 431,5 * 1.085,2 * 656,4
44. Nisterhammer-Maschinenbau GmbH & Co. KG1 Nister 100,00 % 774,0 811,3 784,5
45. OBUK Haustürfüllungen GmbH & Co. KG1 Oelde 100,00 % 260,0 4.258,6 1.290,2
46. - OBUK Slovakia s.r.o. Malacky/Slowakei 100,00% bei Nr. 45 6,6 -134,6 28,2
47. Ofa Bamberg GmbH1 Bamberg 100,00 % 1.500,0 6.337,7 3.551,3
48. planetroll GmbH & Co. KG1 Munderkingen 100,00 % 515,0 515,0 0,0
49. REMKO GmbH & Co. KG Klima- und Wärmetechnik1 Lage 100,00 % 1.534,0 4.558,0 2.956,4
50. Helmut Rübsamen GmbH & Co. KG1 Bad Marienberg 88,89 % 500,0 750,8 1.643,5
51. Konrad Schäfer GmbH1 Osnabrück 100,00 % 400,0 2.674,6 280,2
52. - Schäfer Modell- und Formenbau GmbH & Co. KG1 Mühlhausen 100,00% bei Nr. 51 1.024,0 1.205,1 132,1
53. - KS Pollmann GmbH Osnabrück 100,00% bei Nr. 51 25,0 40,8 9,5
54. Schuster Klima Lüftung GmbH & Co. KG1 Friedberg 100,00 % 1.024,0 1.158,0 344,5
55. Selzer Fertigungstechnik GmbH & Co. KG1 Driedorf-Roth 85,00 % 6.000,0 13.000,0 58,9
56. - Selzer Automotiva do Brasil Ltda. Vinhedo/Brasilien 90,00% bei Nr. 55 * 1.331,6 * 2.919,8 * 616,4
57. - Selzer Systemtechnik GmbH1 Driedorf-Roth 100,00% bei Nr. 55 200,0 241,3 32,1
58. Semet Maschinenbau GmbH & Co. KG1 Brackenheim 100,00 % 774,0 774,0 221,6
59. - RI MAC Maschinen & Anlagen GmbH Mauer 100,00% bei Nr. 58 26,0 -1.465,2 -716,5
60. Karl Simon GmbH & Co. KG1 Aichhalden 100,00 % 2.100,0 2.520,3 -3.455,8
61. - Siku GmbH Rickenbach/Schweiz 100,00% bei Nr. 60 * 662,7 * -335,4 * -774,2
62. Sitek-Spikes GmbH & Co. KG1 Aichhalden 100,00 % 1.023,0 1.248,7 336,5
63. S.M.A. Metalltechnik GmbH & Co. KG1 Backnang 100,00 % 1.005,0 2.573,0 1.685,9
64. - SDI Service Design Inovation GmbH Brackenheim 100,00% bei Nr. 63 26,0 41,6 16,4
65. - SMA Engineering South Africa (PTY) Ltd. East London/Südafrika 100,00% bei Nr. 63 * 0,0 * 2.547,1 * 1.077,7
66. Turmbau Steffens & Nölle GmbH1 Berlin 100,00 % 500,0 2.330,2 288,3
67. - tomcast GmbH Antennenanlagen Essenbach-Altheim 100,00% bei Nr. 66 25,0 3,5 0,0
68. VULKAN INOX GmbH1 Hattingen 100,00 % 770,0 8.368,1 2.278,5
69. - VULKAN Harex Steelfiber (North America) Inc. Brantford, Ontario/Kanada 100,00% bei Nr. 68 * 380,6 * 804,4 * 141,8
70. Weigand Bau GmbH1 Bad Königshofen 80,00 % 1.000,0 4.365,8 751,7
71. Weinisch GmbH & Co. KG1 Oberviechtach 100,00 % 500,0 500,0 859,1
72. Wiesauplast Kunststoff und Formenbau GmbH & Co. KG1 Wiesau 100,00 % 564,0 582,9 -1.971,0
73. - Wiesauplast de Mexico S. de R. L. de C.V. Santiago de Queretaro/ Mexico 100,00% bei Nr. 72 * 4.991,8 * 1.991,4 * 888,9
74. - Wiesauplast Servicios S. de R. L. de C.V. Santiago de Queretaro/ Mexico 100,00% bei Nr. 72 * 5,7 * 20,0 * -4,3
75. - MID-TRONIC Wiesauplast GmbH Wiesau 90,00% bei Nr. 72 300,0 -804,2 -670,9
II. Komplementär GmbH's und andere nicht operative Gesellschaften          
76. INDUS Alpha GmbH Bergisch Gladbach 100,00% 25,0 25,3 0,0
77. INDUS Beta GmbH Bergisch Gladbach 100,00% 26,0 27,2 0,0
78. INDUS Gamma GmbH Bergisch Gladbach 100,00% 26,0 29,1 0,0
79. INDUS Delta GmbH Kalletal 100,00% 26,0 28,8 -0,4
80. AURORA Verwaltungs-GmbH Mudau 100,00% bei Nr. 3 26,0 28,1 2,1
81. Betek Verwaltungs-GmbH Aichhalden 100,00% bei Nr. 6 26,0 26,0 2,4
82. Betomax Verwaltungs-GmbH Neuss 100,00% bei Nr. 8 26,0 30,9 2,5
83. Bilstein & Siekermann Verwaltungs GmbH Hillesheim 100,00% bei Nr. 11 26,0 27,8 1,8
84. Emil Fichthorn Verwaltungs-GmbH Schwelm 100,00% bei Nr. 16 27,0 31,2 2,2
85. FS Verwaltungs GmbH Reichshof-Hahn 100,00% bei Nr. 17 26,0 32,3 1,2
86. B & F Verwaltungs GmbH Drolshagen-Iseringhausen 100,00% bei Nr. 18 26,0 28,3 1,0
87. GSR Ventiltechnik Verwaltungs-GmbH Vlotho 100,00% bei Nr. 20 26,0 31,2 1,2
88. Buschjost Magnetventile Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Vlotho 100,00% bei Nr. 20 25,6 29,1 1,4
89. GVV Verwaltungs-GmbH Greven 100,00% bei Nr. 22 26,0 28,7 0,8
90. HAUFF-Verwaltungs GmbH Herbrechtingen 100,00% bei Nr. 25 26,0 29,5 1,6
91. Horn Verwaltungs GmbH Flensburg 100,00% bei Nr. 26 26,0 27,0 0,2
92. imeco Besitz- und Verwaltungs GmbH Hösbach 100,00% bei Nr. 28 27,0 32,9 1,9
93. IPETRONIK Verwaltungs GmbH Baden-Baden 100,00% bei Nr. 31 25,0 25,0 2,5
94. Kieback Verwaltungsgesellschaft mbH Osnabrück 100,00% bei Nr. 34 26,0 28,2 0,1
95. Anneliese Köster Verwaltungs GmbH Ennepetal 100,00% bei Nr. 36 26,0 32,7 1,9
96. MEWESTA Hydraulik Verwaltungs GmbH Münsingen 100,00% bei Nr. 39 26,0 27,1 1,1
97. MIGUA Verwaltungsgesellschaft mbH Wülfrath 100,00% bei Nr. 41 26,0 30,6 0,4
98. Nisterhammer Maschinenbau Verwaltungs GmbH Nister 100,00% bei Nr. 44 26,0 26,0 1,4
99. OBUK Beteiligungsgesellschaft mbH Oelde 100,00% bei Nr. 45 25,0 33,0 0,3
100. planetroll Verwaltungs GmbH Munderkingen 100,00% bei Nr. 48 25,0 28,7 0,9
101. REMKO Verwaltungs-GmbH Lage 100,00% bei Nr. 49 26,0 29,3 1,5
102. Helmut Rübsamen Verwaltungs GmbH Bad Marienberg 100,00% bei Nr. 50 26,0 30,7 1,1
103. Schäfer Modell- und Formenbau Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH Mühlhausen 100,00% bei Nr. 52 26,0 30,5 2,4
104. Schuster Verwaltungs GmbH Friedberg 100,00% bei Nr. 54 26,0 26,0 1,2
105. Selzer Verwaltungsgesellschaft mbH Driedorf-Roth 100,00% bei Nr. 55 60,0 60,0 3,6
106. Semet Maschinenbau Verwaltungs-GmbH Brackenheim 100,00% bei Nr. 58 26,0 27,6 0,5
107. Simon Beteiligungsgesellschaft mbH Aichhalden 100,00% bei Nr. 60 140,0 140,0 12,5
108. Sitek-Spikes Beteiligungs-GmbH Aichhalden 100,00% bei Nr. 62 27,0 31,6 2,4
109. S.M.A. Metalltechnikverwaltungs GmbH Backnang 100,00% bei Nr. 63 26,0 26,7 0,7
110. Weinisch Verwaltungsgesellschaft mbH Oberviechtach 100,00% bei Nr. 71 26,0 26,0 0,9
111. Wiesauplast Kunststoff und Formenbau Verwaltungs GmbH Wiesau 100,00% bei Nr. 72 26,0 31,3 1,2
B. Assoziierte Unternehmen          
  im Konzernabschluss nach IAS 28 bilanziert          
112. Betomax Austria GmbH Linz/Osterreich 48,00% bei Nr. 8 35,0 80,0 -135,6
113. Betomax Polska Sp. z.o.o. Konskie/Polen 36,00% bei Nr. 8 * 245,5 * 4.326,3 * 431,6
114. TKI Automotive GmbH Gaimersheim 49,00% bei Nr. 32 25,0 5.660,2 -167,8
115. Wiesauplast PMC de Mexico, S. De R.L. de C.V Santiago de Queretaro/ Mexico 45,00% bei Nr. 73 * 160,0 * 184,3 * 211,4
C. Sonstige Beteiligungen          
I. im Konzernabschluss nach IAS 27 i.V.m. Sic 12 konsolidiert          
116. MESIL Beteiligungs GmbH & Co. Vermietungs-KG1 Pullach i. Isartal 94,00% bei Nr. 22 25,4 19,2 20,3
117. Farlos Beteiligungs GmbH & Co. Vermietungs-KG1 Pullach i. Isartal 94,00% bei Nr. 47 25,0 -806,6 93,2
118. Akor Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG Wiesbaden 94,00% bei Nr. 60 5,1 -74,9 2,2
II. im Konzernabschluss nach IAS 39 bilanziert          
119. AURORA North America Inc. Michigan, Grand Rapids, USA 76,00% bei Nr. 3 * 37,9 * 84,3 * 93,3
120. TRIBO Hartstoff GmbH Immelborn 13,00% bei Nr. 6 500,0 5.544,0 -
121. M. Braun UK Ltd. Mansfield, Großbritannien 100,00% bei Nr. 12 * 0,0 * 0,0 * 237,7
122. Tecalemit Inc. Houston, Texas, USA 100,00% bei Nr. 26 * 0,0 * -498,2 * -314,9
123. PCL Trading Co. Ltd. Shanghai/China 100,00% bei Nr. 27 * 124,4 * -61,5 * -56,6
124. PCL AIR Technology Co. Ltd. Shanghai/China 100,00% bei Nr. 27 * 199,9 * -80,0 * -179,5
125. PCL-Sumo Air Technology PVT Ltd. Mumbai/Indien 50,00% bei Nr. 27 * 110,3 * 82,5 * 11,4
126. Ipetronik S.A.R.L. Voisins Le-Bretonneux/Frankreich 100,00% bei Nr. 31 15,0 -566,1 -275,4
127. Köster ITALIA S.r.l. Lucca/Italien 100,00% bei Nr. 37 20,4 -4,4 -73,6
128. Keramos Zacler s.r.o. Zacler/Tschechien 100,00% bei Nr. 37 * 4,0 * 17,8 * -6,5
129. OOO Köster Rus Moskau/Russland 99% bei Nr. 37; 1% bei Nr. 38 * 86,8 * 45,0 * -42,3
130. MAPOTRIX Dehnfugen GmbH & Co. KG Schwarzenbek 10,00% bei Nr. 41 100,0 42,4 -
131. Polartherm Oy Luvia/Finnland 18,00% bei Nr. 49 170,0 4.440,3 -
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  Firma Sitz letzter
Jahresabschluss
A. Verbundene Unternehmen    
  im Konzernabschluss nach IAS 27 i.V.m. IFRS 3 konsolidiert    
I. Operative Gesellschaften    
1. ASS Maschinenbau GmbH1 Overath-Untereschbach 31.12.2012
2. - ASS End of Arm Tooling Inc. Livonia/USA 31.12.2012
3. AURORA Konrad G. Schulz GmbH & Co. KG1 Mudau 31.12.2012
4. - AURORA ISI Araclari Sanayi Ve Ticaret Limited Sirketi Istanbul/Türkei 31.12.2012
5. Bacher AG Reinach/Schweiz 31.12.2012
6. Betek GmbH & Co. KG1 Aichhalden 31.12.2012
7. - Betek Tools Inc. Burford, Georgia, USA 31.12.2012
8. Betomax GmbH & Co. KG1 Neuss 31.12.2012
9. - Ancotech AG Dielsdorf/Schweiz 31.12.2012
10. - Ancotech GmbH Köln 31.12.2012
11. Bilstein & Siekermann GmbH + Co. KG1 Hillesheim 31.12.2012
12. M. Braun Inertgas-Systeme GmbH1 Garching 31.12.2012
13. - M. Baun Inertgas-Systeme (Shanghai) Co. Ltd. Shanghai/China 31.12.2012
14. - M. Baun Inc. Stratham/USA 31.12.2012
15. - Mecalab - M. Braun AG Grenchen/Schweiz 31.12.2012
16. Emil Fichthorn Metallwarenfabrik GmbH & Co. KG1 Schwelm 31.12.2012
17. FS Kunststofftechnologie GmbH & Co. KG1 Reichshof-Hahn 31.12.2012
18. - B & F Formulier- und Abfüll GmbH & Co. KG1 Drolshagen-Iseringhausen 31.12.2012
19. - EVT Dichtstoffe GmbH Stuttgart 31.12.2012
20. GSR Ventiltechnik GmbH & Co. KG1 Vlotho 31.12.2012
21. - Buschjost Magnetventile GmbH & Co. KG1 Vlotho 31.12.2012
22. GVV Grevener Vermietungs- und Verpachtungsgesellschaft mbH & Co. KG1 Greven 31.12.2012
23. - ISC IT Service & Consulting GmbH Greven 31.12.2012
24. HAKAMA AG Bättwil/Schweiz 31.12.2012
25. HAUFF-TECHNIK GmbH & Co. KG1 Herbrechtingen 31.12.2012
26. Horn GmbH & Co. KG1 Flensburg 31.12.2012
27. - Pneumatic Components Limited Sheffield/Großbitannien 31.12.2012
28. imeco GmbH & Co. KG1 Hösbach 31.12.2012
29. - IMAKON Sp Z.o.o. Luban/Polen 31.12.2012
30. - apos GmbH & Co. KG1 Hösbach 31.12.2012
31. IPETRONIK GmbH & Co. KG1 Baden-Baden 31.12.2012
32. - IPETRONIK Eichstätt GmbH Eichstätt 31.12.2012
33. - IPETRONIK Inc. Livonia, Michigan/ USA 31.12.2012
34. Kieback GmbH & Co. KG1 Osnabrück 31.12.2012
35. - KSG Service, Vertriebs- und Verwaltungs- GmbH Osnabrück 31.12.2012
36. Anneliese Köster GmbH & Co. KG1 Ennepetal 31.12.2012
37. - Köster & Co. GmbH1 Ennepetal 31.12.2012
38. - Köster CZ s r.o. Zacler/Tschechien 31.12.2012
39. MEWESTA Hydraulik GmbH & Co. KG1 Münsingen 31.12.2012
40. MIGUA 1. Beteiligungsgesellschaft mbH1 Wülfrath 31.12.2012
41. - MIGUA Fugensysteme GmbH & Co. KG1 Wülfrath 31.12.2012
42. Mikrop AG Kronbühl/Schweiz 31.12.2012
43. - Microtec Optica d.o.o. Kac´/Serbien 31.12.2012
44. Nisterhammer-Maschinenbau GmbH & Co. KG1 Nister 31.12.2012
45. OBUK Haustürfüllungen GmbH & Co. KG1 Oelde 31.12.2012
46. - OBUK Slovakia s.r.o. Malacky/Slowakei 31.12.2012
47. Ofa Bamberg GmbH1 Bamberg 31.12.2012
48. planetroll GmbH & Co. KG1 Munderkingen 31.12.2012
49. REMKO GmbH & Co. KG Klima- und Wärmetechnik1 Lage 31.12.2012
50. Helmut Rübsamen GmbH & Co. KG1 Bad Marienberg 31.12.2012
51. Konrad Schäfer GmbH1 Osnabrück 31.12.2012
52. - Schäfer Modell- und Formenbau GmbH & Co. KG1 Mühlhausen 31.12.2012
53. - KS Pollmann GmbH Osnabrück 31.12.2012
54. Schuster Klima Lüftung GmbH & Co. KG1 Friedberg 31.12.2012
55. Selzer Fertigungstechnik GmbH & Co. KG1 Driedorf-Roth 31.12.2012
56. - Selzer Automotiva do Brasil Ltda. Vinhedo/Brasilien 31.12.2012
57. - Selzer Systemtechnik GmbH1 Driedorf-Roth 31.12.2012
58. Semet Maschinenbau GmbH & Co. KG1 Brackenheim 31.12.2012
59. - RI MAC Maschinen & Anlagen GmbH Mauer 31.12.2012
60. Karl Simon GmbH & Co. KG1 Aichhalden 31.12.2012
61. - Siku GmbH Rickenbach/Schweiz 31.12.2012
62. Sitek-Spikes GmbH & Co. KG1 Aichhalden 31.12.2012
63. S.M.A. Metalltechnik GmbH & Co. KG1 Backnang 31.12.2012
64. - SDI Service Design Inovation GmbH Brackenheim 31.12.2012
65. - SMA Engineering South Africa (PTY) Ltd. East London/Südafrika 31.12.2012
66. Turmbau Steffens & Nölle GmbH1 Berlin 31.12.2012
67. - tomcast GmbH Antennenanlagen Essenbach-Altheim 31.12.2012
68. VULKAN INOX GmbH1 Hattingen 31.12.2012
69. - VULKAN Harex Steelfiber (North America) Inc. Brantford, Ontario/Kanada 31.12.2012
70. Weigand Bau GmbH1 Bad Königshofen 31.12.2012
71. Weinisch GmbH & Co. KG1 Oberviechtach 31.12.2012
72. Wiesauplast Kunststoff und Formenbau GmbH & Co. KG1 Wiesau 31.12.2012
73. - Wiesauplast de Mexico S. de R. L. de C.V. Santiago de Queretaro/Mexico 31.12.2012
74. - Wiesauplast Servicios S. de R. L. de C.V. Santiago de Queretaro/Mexico 31.12.2012
75. - MID-TRONIC Wiesauplast GmbH Wiesau 31.12.2012
II. Komplementär GmbH's und andere nicht operative Gesellschaften    
76. INDUS Alpha GmbH Bergisch Gladbach 31.12.2012
77. INDUS Beta GmbH Bergisch Gladbach 31.12.2012
78. INDUS Gamma GmbH Bergisch Gladbach 31.12.2012
79. INDUS Delta GmbH Kalletal 31.12.2013
80. AURORA Verwaltungs-GmbH Mudau 31.12.2012
81. Betek Verwaltungs-GmbH Aichhalden 31.12.2012
82. Betomax Verwaltungs-GmbH Neuss 31.12.2012
83. Bilstein & Siekermann Verwaltungs GmbH Hillesheim 31.12.2012
84. Emil Fichthorn Verwaltungs-GmbH Schwelm 31.12.2012
85. FS Verwaltungs GmbH Reichshof-Hahn 31.12.2012
86. B & F Verwaltungs GmbH Drolshagen-Iseringhausen 31.12.2012
87. GSR Ventiltechnik Verwaltungs-GmbH Vlotho 31.12.2012
88. Buschjost Magnetventile Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Vlotho 31.12.2012
89. GVV Verwaltungs-GmbH Greven 31.12.2012
90. HAUFF-Verwaltungs GmbH Herbrechtingen 31.12.2012
91. Horn Verwaltungs GmbH Flensburg 31.12.2012
92. imeco Besitz- und Verwaltungs GmbH Hösbach 31.12.2012
93. IPETRONIK Verwaltungs GmbH Baden-Baden 31.12.2012
94. Kieback Verwaltungsgesellschaft mbH Osnabrück 31.12.2012
95. Anneliese Köster Verwaltungs GmbH Ennepetal 31.12.2012
96. MEWESTA Hydraulik Verwaltungs GmbH Münsingen 31.12.2012
97. MIGUA Verwaltungsgesellschaft mbH Wülfrath 31.12.2012
98. Nisterhammer Maschinenbau Verwaltungs GmbH Nister 31.12.2012
99. OBUK Beteiligungsgesellschaft mbH Oelde 31.12.2012
100. planetroll Verwaltungs GmbH Munderkingen 31.12.2012
101. REMKO Verwaltungs-GmbH Lage 31.12.2012
102. Helmut Rübsamen Verwaltungs GmbH Bad Marienberg 31.12.2012
103. Schäfer Modell- und Formenbau Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH Mühlhausen 31.12.2012
104. Schuster Verwaltungs GmbH Friedberg 31.12.2012
105. Selzer Verwaltungsgesellschaft mbH Driedorf-Roth 31.12.2012
106. Semet Maschinenbau Verwaltungs-GmbH Brackenheim 31.12.2012
107. Simon Beteiligungsgesellschaft mbH Aichhalden 31.12.2012
108. Sitek-Spikes Beteiligungs-GmbH Aichhalden 31.12.2012
109. S.M.A. Metalltechnikverwaltungs GmbH Backnang 31.12.2012
110. Weinisch Verwaltungsgesellschaft mbH Oberviechtach 31.12.2012
111. Wiesauplast Kunststoff und Formenbau Verwaltungs GmbH Wiesau 31.12.2012
B. Assoziierte Unternehmen    
  im Konzernabschluss nach IAS 28 bilanziert    
112. Betomax Austria GmbH Linz/Österreich 31.12.2012
113. Betomax Polska Sp. z.o.o. Konskie/Polen 31.12.2012
114. TKI Automotive GmbH Gaimersheim 31.12.2012
115. Wiesauplast PMC de Mexico, S. De R.L. de C.V Santiago de Queretaro/Mexico 31.12.2012
C. Sonstige Beteiligungen    
I. im Konzernabschluss nach IAS 27 i.V.m. Sic 12 konsolidiert    
116. MESIL Beteiligungs GmbH & Co. Vermietungs-KG1 Pullach i. Isartal 31.12.2012
117. Farlos Beteiligungs GmbH & Co. Vermietungs-KG1 Pullach i. Isartal 31.12.2012
118. Akor Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG Wiesbaden 31.12.2012
II. im Konzernabschluss nach IAS 39 bilanziert    
119. AURORA North America Inc. Michigan, Grand Rapids, USA 31.12.2012
120. TRIBO Hartstoff GmbH Immelborn 31.03.2012
121. M. Braun UK Ltd. Mansfield, Großbritannien 31.12.2012
122. Tecalemit Inc. Houston, Texas, USA 31.12.2012
123. PCL Trading Co. Ltd. Shanghai/China 31.12.2012
124. PCL AIR Technology Co. Ltd. Shanghai/China 31.12.2012
125. PCL-Sumo Air Technology PVT Ltd. Mumbai/Indien 31.03.2012
126. Ipetronik S.A.R.L. Voisins-Le-Bretonneux/Frankreich 31.12.2012
127. Köster ITALIA S.r.l. Lucca/Italien 31.12.2012
128. Keramos Zacler s.r.o. Zacler/Tschechien 31.12.2012
129. OOO Köster Rus Moskau/Russland 31.12.2012
130. MAPOTRIX Dehnfugen GmbH & Co. KG Schwarzenbek 31.12.2012
131. Polartherm Oy Luvia/Finnland 30.04.2012

1 Inanspruchnahme der Erleichterungen nach § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB
* Landeswährung umgerechnet zum Stichtagskurs 31.12.2012 bzw. Periodendurchschnittskurs 2012 beim Jahresergebnis

Zusammengefasster Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2012

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

Unternehmen

INDUS hat als Finanzinvestor in 2012 ein Portfolio aus 38 Unternehmen gehalten. Sie bilden ein Portfolio aus den wichtigen Schlüsselbranchen des deutschsprachigen Mittelstands. Ziel von INDUS ist es, dieses Portfolio in den kommenden Jahren kontinuierlich weiterzuentwickeln.

STRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Aufstellung: INDUS - die börsennotierte Beteiligungsgesellschaft mit Fokus Mittelstand

Die INDUS Holding AG ist ein langfristig orientierter Finanzinvestor. Seit ihrer Gründung 1985 hat sich INDUS als Spezialist für die Übernahme mittelständischer Produktionsunternehmen im deutschsprachigen Europa etabliert. Die AG ist seit 1995 an der Frankfurter Börse notiert. Die Aktie des Unternehmens wird im Marktsegment Prime Standard gehandelt und ist Teil des Index SDAX. Darüber hinaus wird das Wertpapier im Freiverkehr auch an den Regionalbörsen von Stuttgart und Düsseldorf gehandelt. Die operativen Unternehmen sind fünf Unternehmensbereichen zugeordnet: Bau/Infrastruktur, Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik und Metalltechnik. Diese Unternehmensbereiche bildeten im Geschäftsjahr 2012 unverändert auch die berichtspflichtigen Segmente nach IFRS.

Die Gesellschaft wird von einem Vorstand mit drei Mitgliedern geführt. Die AG beschäftigt zum Stichtag ohne Vorstand 18 Personen am Sitz der Gesellschaft in Bergisch Gladbach. Der Aufsichtsrat besteht aus sechs Personen. Er berät und beaufsichtigt den Vorstand in der Leitung des Unternehmens. Im Aufsichtsrat bestehen ein Personal- und ein Prüfungsausschuss. Details zur Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat und zur Corporate Governance der INDUS Holding AG finden sich im Bericht des Aufsichtsrats und im Kapitel Corporate Governance.

Rechtliche Struktur: Führungsgesellschaft hält Mehrheitsbeteiligungen an mittelständischen Unternehmen

INDUS hat 2012 direkte Beteiligungen an 38 mittelständischen Produktionsunternehmen gehalten. Alle Tochtergesellschaften haben ihren Unternehmenssitz in Deutschland beziehungsweise in der Schweiz. Der rechtliche Firmensitz der INDUS Holding AG ist Bergisch Gladbach. Zwischen den Unternehmen und der Führungsgesellschaft besteht eine dezentral ausgerichtete Aufgabenverteilung. Die Verantwortung für die operative Entwicklung liegt vollständig bei den Geschäftsführern der einzelnen Gesellschaften. Das umfasst die zentralen Bereiche Produktion und Vertrieb, Marketing und Verwaltung sowie Forschung und Entwicklung. Die Führungsgesellschaft konzentriert sich auf das Wahrnehmen von Querschnittsfunktionen wie Finanzierung, Controlling und Bilanzierung. Die strategischen Ziele und Meilensteine der operativen Entwicklung werden im Rahmen der Jahresplanung zwischen den verantwortlichen Geschäftsführern vor Ort und den Experten der Führungsgesellschaft diskutiert und mit dem Vorstand festgelegt. Für Details zur Organisation der Leitung und Kontrolle in der AG wird auf die Erklärung zur Unternehmensführung verwiesen.

Organisationsstruktur: Gruppe ist dezentral aufgestellt

Die Tochtergesellschaften handeln operativ selbstständig und finanzieren ihr operatives Geschäft aus eigenen Mitteln, bei Bedarf auch mit Unterstützung der Führungsgesellschaft. Die Führungsgesellschaft begleitet strategische und langfristige Investitionen und übernimmt im Wesentlichen eine Beratungs- und Coaching-Funktion gegenüber der lokalen Geschäftsführung. Für die komplette Übersicht der zur Gruppe gehörenden Unternehmen wird auf die Anteilsbesitzliste im Anhang verwiesen.

Geschäftsfelder und Wettbewerbspositionen: Diversifizierte Aktivitäten

INDUS beteiligt sich an wirtschaftlich gesunden Produktionsunternehmen mit guten Entwicklungsperspektiven für einen langfristigen Zeitraum. Die Unternehmen der Gruppe sind in sehr unterschiedlichen Geschäftsfeldern und Absatzmärkten aktiv. Die Diversifizierung des Portfolios ist ein zentraler Teil der Strategie der INDUS-Gruppe. Durch Investments in unterschiedliche Aktivitäten wird eine Risikostreuung erreicht und damit das Ziel einer Risikominimierung. Wesentliche Informationen zu den Unternehmen bzw. den Unternehmensbereichen, denen sie zugeordnet werden, und zu den einzelnen Branchenentwicklungen werden in den Kapiteln Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und im Segmentbericht gegeben.

Unter regionalen Gesichtspunkten spielt der inländische Markt für viele Beteiligungsunternehmen eine bedeutende Rolle. Dank zunehmender Exporte erreichte der Auslandsanteil am Umsatz der gesamten INDUS-Gruppe im Berichtsjahr 2012 inzwischen 48,5 % (2011: 46 %). Entsprechend der dezentralen Aufstellung der Gruppe sind die Standorte der selbstständigen Konzerngesellschaften über das ganze Bundesgebiet, die Schweiz und Europa verteilt. Im Zuge ihrer Internationalisierung haben einige Beteiligungsunternehmen auch außereuropäische Auslandsstandorte aufgebaut. Wichtige Produktionsstätten befinden sich in Brasilien, Südafrika, China, Nordamerika, Mexiko und Indien.

Akquisitionen: Im Berichtsjahr keine Zukäufe getätigt

2012 hat die INDUS Holding AG keine Einzelakquisitionen zur Portfolioerweiterung vorgenommen.

Rechtliche und wirtschaftliche Einflussfaktoren: Diversifikation sorgt für Risikostreuung

Der Erfolg der INDUS-Unternehmen hängt aufgrund der diversifizierten Aktivitäten der Portfoliounternehmen von vielfältigen Faktoren ab. Bedingt durch die steigende Exportquote vieler Tochterunternehmen ist das Wachstumstempo der Weltwirtschaft ein zunehmend relevanter Einflussfaktor. Mit einem Anteil von nahezu 50 % am Umsatz kommt den Preisen für verschiedenste Ausgangsmaterialien eine sehr wesentliche Bedeutung zu. Anpassungen der Löhne und Gehälter an die allgemeine Marktentwicklung in den relevanten Branchen und Regionen beeinflussen die Kostenseite.

Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB: Grundkapital, Stimmrechte und Übertragung von Aktien

Das Grundkapital der INDUS Holding AG betrug zum 31. Dezember 2012 insgesamt 57.792.116,42 EUR. Es ist eingeteilt in 22.227.737 nennwertlose Inhaber-Stammaktien. Dabei gewährt jede Aktie eine Stimme. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

Beteiligungen von mehr als 10 %

Laut einer Stimmrechtsmitteilung von November 2011 hält die Versicherungskammer Bayern, Versicherungskammer des öffentlichen Rechts, München, 17,36 % der Stimmrechte an der INDUS Holding AG.

Sonderrechte und Stimmrechtskontrolle

Es existieren keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital der INDUS Holding AG beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, ist dem Vorstand nicht bekannt.

Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern

Die Mitglieder des Vorstands werden nach den gesetzlichen Vorschriften, geregelt in den §§ 84, 85 AktG, bestellt und abberufen. Die Satzung enthält hierzu keine Sonderregelungen. Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder für höchstens fünf Jahre, wobei eine wiederholte Bestellung durch den Aufsichtsrat zulässig ist. Nach Punkt 5.1 der Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Der Aufsichtsrat kann nach Punkt 5.2 der Satzung ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstands und ein weiteres Mitglied zum stellvertretenden Vorsitzenden bestellen.

Satzungsänderungen

Satzungsänderungen erfolgen gemäß § 179 AktG durch Beschluss der Hauptversammlung. Grundsätzlich ist für eine Satzungsänderung die Zustimmung von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals notwendig. Der Aufsichtsrat ist gemäß Punkt 7.12 der Satzung dazu ermächtigt, Änderungen der Satzung, die lediglich die Fassung betreffen, vorzunehmen sowie gemäß Punkt 4.5 der Satzung den Wortlaut der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals zu ändern.

Befugnisse des Vorstands zu Aktienausgabe und Aktienrückkauf

Der Vorstand ist gemäß Punkt 4.3 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 30. Juni 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 14.328.626 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Den Aktionären ist bei der Kapitalerhöhung ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Der Vorstand ist weiterhin ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung festzulegen.

Der Vorstand ist gemäß Punkt 4.4 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis einschließlich zum 2. Juli 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats zusätzlich um bis zu 11.558.423 EUR durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung festzulegen und das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

Des Weiteren hat die Hauptversammlung vom 1. Juli 2010 die Gesellschaft ermächtigt, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 30. Juni 2015 eigene Aktien bis zu einer Anzahl von 1.837.003 Stück, was einem Anteil von 8,3 % der derzeitigen Zahl der Stückaktien und damit einem Anteil von 8,3 % des derzeitigen Grundkapitals entspricht, zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen sowie ein- oder mehrmals ausgeübt werden. Insgesamt dürfen jedoch auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien nicht mehr als 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals entfallen, wobei andere Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und besitzt, sowie Aktien, die der Gesellschaft nach §§ 71d Satz 3 und 71e Abs. 1 Satz 1 AktG zugerechnet werden, anzurechnen sind.

Darüber hinaus ist das Grundkapital um bis zu 26.269.145,61 EUR, eingeteilt in 10.103.517 auf den Inhaber oder, sofern die Satzung der Gesellschaft im Zeitpunkt der Anleihebegebung auch die Ausgabe von Namensaktien zulässt, auf den Namen lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Options- oder Wandelanleihen aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 5. Juli 2011 bis zum 4. Juli 2016 ausgegeben bzw. garantiert werden und die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten von ihrem Recht zur Wandlung Gebrauch machen bzw. die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten ihre Verpflichtung erfüllen.

Zu den Details der Ermächtigungen wird auch auf die Satzung der Gesellschaft, die auf der Website der INDUS Holding AG dauerhaft verfügbar ist, verwiesen.

Wesentliche Vereinbarungen bei Kontrollwechsel

Für den Fall, dass sich die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und das unternehmerische Konzept der Gesellschaft wesentlich verändern (Change of Control), sind die Vorstandsmitglieder innerhalb eines Jahres zur außerordentlichen Kündigung des Anstellungsvertrags berechtigt. In diesem Fall zahlt die Gesellschaft dem Vorstandsmitglied eine Abfindung in Höhe der Gesamtvergütung, die das Vorstandsmitglied bis zum vorgesehenen Beendigungszeitpunkt erhalten hätte, mindestens jedoch die Gesamtvergütung von einem Geschäftsjahr, einschließlich aller festen und variablen Vergütungsbestandteile und geldwerten Vorteile. Erfolgt eine Abberufung des Vorstands innerhalb eines Jahres nach dem Change of Control, ohne dass ein wichtiger Grund im Sinne des § 626 BGB vorliegt, zahlt die Gesellschaft dem Vorstandsmitglied eine Abfindung in Höhe der Gesamtvergütung, die das Vorstandsmitglied bis zum vorgesehenen Beendigungszeitpunkt erhalten hätte, mindestens jedoch die Gesamtvergütung von zwei Geschäftsjahren, einschließlich aller festen und variablen Vergütungsbestandteile und geldwerten Vorteile.

ZIELE UND STRATEGIE

Ziel: Aufbau eines werthaltigen Portfolios durch Investition in industrielle Hidden Champions

INDUS ist die deutsche börsennotierte Beteiligungsgesellschaft für den Mittelstand: solide, diversifiziert und profitabel. INDUS hat als anspruchsvolles Ziel, in der Gruppe eine nachhaltige EBIT-Marge von "10 % plus" zu erwirtschaften und ihre Aktionäre mit regelmäßigen Ausschüttungen am Erfolg zu beteiligen. Ziel ist es, den Wert des Beteiligungsportfolios kontinuierlich zu steigern und dauerhaft eine angemessene Rendite zu erzielen. In Krisenzeiten sorgen die breit diversifizierten Aktivitäten für einen Risikoausgleich. Die Grundlage bilden der mehrheitliche Erwerb von rentablen mittelständischen Industrieunternehmen und deren kontinuierliche Weiterentwicklung. INDUS kauft ausschließlich Unternehmen, die in interessanten Nischenmärkten aktiv und innerhalb ihrer Märkte führend sind.

Die Gesellschaft betrachtet sich als führenden Ansprechpartner für Nachfolgeregelungen im deutschsprachigen Mittelstand. Dieser Fokus bleibt auch weiterhin bestehen. Nach Einschätzung des Vorstands wird das Thema Nachfolge im deutschsprachigen Mittelstand in den kommenden Jahren weiterhin hochaktuell sein. Darüber hinaus wird der Filter auch auf andere Übernahmesituationen erweitert. Hierzu zählen beispielsweise Ausgliederungen aus einem Konzern, soweit sich diese Einheit als selbstständig unternehmerisch und nach mittelständischen Prinzipien agierendes Unternehmen am Markt etablieren kann.

Gesucht sind Unternehmen, die als erfolgreiche Produktionsunternehmen über ein stabiles Geschäftsmodell mit wachstumsstarken Produkten verfügen. Dementsprechend schließt INDUS den Erwerb von Start-up-Unternehmen und ein Engagement in Restrukturierungsfällen aus ihren Überlegungen aus. Gleiches gilt für "reife" Unternehmen, die sich bereits in der Abschwungphase befinden.

Exit-Strategien spielen bei den Kaufentscheidungen keine Rolle, da das Prinzip "buy and hold and develop" zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie und -philosophie ist. Zu den Geschäftszielen von INDUS gehört aber auch das Erhalten einer stabilen Portfolio-Performance sowie deren permanente Verbesserung durch zukunftsträchtige Investments. Daher ist in begründeten Einzelfällen eine spätere Trennung denkbar - zum Beispiel, wenn sich die ursprünglichen Rahmen- und Marktbedingungen für ein Portfoliounternehmen nach erfolgreichen Jahren gravierend ändern und eine wirtschaftliche Fortführung in der Gruppe nicht mehr sinnvoll wäre.

Investitionskriterien und Portfoliozusammensetzung: Identifizieren von Hidden Champions

Die Entscheidung für eine Investition in ein neues Unternehmen trifft der Vorstand nach einer detaillierten quantitativen und qualitativen Analyse. Für INDUS haben Unternehmen eine optimale Größe, wenn sie jährlich einen Umsatz zwischen 20 und 100 Mio. EUR erzielen und dabei eine Rendite (EBIT-Marge) von "10 % plus" erwirtschaften. Bei einem Kauf eines Unternehmens analysiert INDUS die jeweilige Branchensituation mit besonderer Aufmerksamkeit. Entscheidend ist die nachhaltige Stabilität des Geschäftsmodells. Innerhalb einer attraktiven Nische sollten sowohl das jeweilige Unternehmen als auch die Branche über langfristiges Wachstumspotenzial verfügen. INDUS verfolgt bei ihren Akquisitionen stets das Ziel, die Mehrheit der Anteile zu halten. Gleichzeitig legt die Gesellschaft Wert auf eine enge Bindung der geschäftsführenden Unternehmer über den Kaufzeitpunkt hinaus. Dies soll die Kontinuität im Geschäftserfolg sichern. Diese Bindung kann gezielt durch entsprechende Beteiligungsmodelle für Geschäftsführer unterstützt werden.

Akquisitionskriterien der INDUS Holding AG

Stabiles Geschäftsmodell mit erfolgreichem Produktprogramm

Breite Abnehmerstruktur

Nischenpositionierung

Umsatz zwischen 20 und 100 Mio. EUR

EBIT-Marge von rd. 10 % und mehr

Nachweislich positiver Netto-Cashflow

Eigenkapitalquote über 30 %

Geringe Bankverbindlichkeiten

INDUS-Aktionäre investieren in ein breit gestreutes Unternehmensportfolio, das Marktschwankungen abfedert. Auf dieser Grundlage strebt INDUS nachhaltiges Wachstum, eine kontinuierliche EBIT-Marge von "10 % plus" und die Steigerung des Unternehmenswerts an. Den operativen Erfolg ihrer Unternehmen gibt INDUS regelmäßig über die Auszahlung einer Dividende - der Zielwert liegt bei 50 % vom Bilanzgewinn - an ihre Eigentümer weiter.

Strategie: Kontrollierte Entwicklung des Portfolios

Das erklärte Ziel von INDUS ist es, profitabel zu wachsen. Dieses Ziel soll erreicht werden, indem der Vorstand den strategischen Fokus für die nächsten Jahre auf eine verstärkte Portfolioentwicklung legt. Um das Potenzial jeder Beteiligung auszuloten und die jeweilige Leistung nachhaltig zu erhöhen, wird INDUS ihre Beteiligungen künftig aktiv begleiten. Im Rahmen eines Strategiedialogs werden sich Geschäftsführung und Vorstand explizit über die jeweilige strategische Ausrichtung austauschen. Ziel des Dialogs ist es, verbindliche Maßnahmen mit klaren Meilensteinen für die erfolgreiche Weiterentwicklung zu vereinbaren.

Für die mittelständischen Spezialisten der INDUS-Gruppe ist aus Sicht des Vorstands weiteres organisches Wachstum vor allem über verstärkte Internationalisierung erreichbar. Nach dem Aufschwung der BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China beobachtet INDUS aktuell das Aufkommen der MIST-Länder Mexiko, Indonesien, Südkorea und Türkei. Die INDUS -Beteiligungen suchen sich daher gezielt Länder, die eine stabile Wachstumsperspektive versprechen, und bauen dort lokale Aktivitäten auf; die Führungsgesellschaft begleitet sie auf diesem anspruchsvollen Weg. Die Gruppe ist derzeit mit Aktivitäten in Nord-, Süd- und Mittelamerika vertreten und auch in Asien und Südafrika sowie Osteuropa präsent. In den nächsten Jahren will INDUS die Internationalisierung vorrangig mit Zielrichtung Amerika und Asien weiter vorantreiben.

Zudem will INDUS den Ausbau der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Gruppe fördern und die systematische Befassung mit Innovationen gruppenweit ausbauen. Um die Marktpositionen der Tochtergesellschaften zu stärken, unternimmt INDUS weitere Investitions- bzw. Akquisitionsanstrengungen über strategische Ergänzungskäufe auf Ebene der Enkelgesellschaften.

Der Vorstand verfolgt das Ziel, einen repräsentativen Querschnitt der für die Gruppe relevanten Industrien abzubilden. Dazu hat er industrielle Wachstumsmärkte definiert, in denen verstärkt zugekauft werden soll. Interessante Investitionschancen sieht INDUS im bestehenden Geschäftsfeld Medizin- und Gesundheitstechnik sowie in den in den Geschäftsfeldern Infrastruktur, Verkehr und Logistik, Energie- und Umwelttechnik sowie Automatisierungs-, Mess- und Regeltechnik.

Unternehmensinternes Steuerungssystem: Weitgehende Eigenverantwortung der Einzelgesellschaften

Das Steuerungssystem der INDUS Holding AG basiert auf regelmäßigen strategischen Diskussionen auf Basis einer mehrjährigen Perspektive innerhalb des Vorstands sowie mit den Geschäftsführern der Gesellschaften. Darüber hinaus führen der Vorstand und die einzelnen Geschäftsführer unterjährig detaillierte Budget- und Planungsgespräche. In diesen Gesprächen werden auf Basis fortgeschriebener Einzelstrategien kurz- und mittelfristige Planungsszenarien inklusive individueller Rentabilitätsziele vereinbart. Basis für die unternehmerischen Zielsetzungen der INDUS Holding AG ist somit im Wesentlichen die jährliche Planung der einzelnen Unternehmen.

Auf der Grundlage der Monatszahlen verfolgt INDUS die Entwicklung der einzelnen Unternehmen im Vergleich zum jeweiligen Budget. Dabei werden weitere Kennzahlen einbezogen wie Auftragseingang, Auftragsqualität und Auftragsbestand. Ein effizientes Controllingsystem überprüft die Einhaltung dieser Szenarien und Ziele, sodass Planabweichungen frühzeitig erkannt und bei Bedarf entsprechende Maßnahmen mit den Geschäftsführern vor Ort erörtert werden können. Darüber hinaus beobachten und analysieren die Geschäftsführer der Beteiligungen ihre jeweiligen Märkte und ihr spezifisches Wettbewerbsumfeld und berichten dem Vorstand über wesentliche Veränderungen.

Zentrale Kennzahlen für die Führungsgesellschaft zur Steuerung der Gruppe sind vor allem die EBIT-Marge, Umsatz und Gesamtkapitalrendite sowie der Netto-Cashflow.

NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

INTEGRITÄT

Gute Reputation stützt Vertrauen der Geschäftspartner

Für den Geschäftserfolg der Gruppe spielen nichtfinanzielle Leistungsindikatoren eine große Rolle. Vor allem die Integrität des Managements und damit die Vertrauenswürdigkeit als Geschäftspartner sind enorm wichtig. Mittelständische Unternehmensgründer, die einen langfristig orientierten Käufer für ihr Unternehmen suchen, vertrauen INDUS, die aufgrund ihres über 25-jährigen Bestehens die Geschäftsstrategie des Kaufens, Haltens und Entwickelns von mittelständischen Hidden Champions unter Beweis gestellt hat. Auch bei ihren Kapitalgebern ist INDUS als verlässlicher Partner bekannt. Diese schätzen zudem die hohe Transparenz von INDUS, die aufgrund der Notierung im Prime Standard SDAX der Deutschen Börse besteht. Das Managementteam verfügt über langjährige Erfahrungen durch das Ausüben von Führungsfunktionen in der Industrie und im Bankwesen. So ist INDUS in der Lage, die Geschäftsentwicklungen in den für sie relevanten Branchen mit eigener Expertise zu beurteilen und die Geschäftsführer vor Ort als Sparringspartner zu begleiten.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Töchter betreiben F&E eigenständig

Als Finanzinvestor betreibt INDUS keine eigene Forschung und Entwicklung. Entsprechende Aktivitäten erfolgen direkt in den Einzelunternehmen der Gruppe. INDUS betrachtet es als ihre Aufgabe, bei den Beteiligungsunternehmen entsprechende Aktivitäten zu stimulieren und deren Umsetzung zu unterstützen. Die systematische Befassung mit Innovationen und Vorleistungen bei der Entwicklung neuer Produkte und Prozesse sichert nachhaltig die Rendite und liefert eine wichtige Grundlage für die gute Marktposition der Beteiligungsgesellschaften in ihren jeweiligen Nischenmärkten.

Ziel der von den einzelnen Beteiligungsgesellschaften eigenständig gesteuerten F&E-Aktivitäten ist es, die vorhandenen Produkte weiterzuentwickeln, innovative Produkte bis zur Marktreife zu führen und sie erfolgreich im Markt zu platzieren. Ein weiteres Ziel ist die Optimierung der Produktionsprozesse: Sämtliche eingesetzten Verfahren werden kontinuierlich weiterentwickelt. Neue Technologien und Materialien werden auf Verbesserungspotenziale für die Prozesskette geprüft. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten berücksichtigen sowohl die Frage des Mehrwerts der einzelnen Produkte für den Kunden als auch ökologische Aspekte.

Die ausgewiesenen Aufwendungen in der Konzernrechnungslegung der INDUS -Gruppe für F&E-Investitionen lagen 2012 bei 8,8 Mio. EUR (Vorjahr: 7,7 Mio. EUR).

Die aktuellen F&E-Investitionen der Gruppe liegen im Branchendurchschnitt. Für die nächsten Jahre hat der Vorstand das Ziel gesetzt, mehr in F&E-Aktivitäten zu investieren und sich an den Top-Innovatoren der jeweiligen Branchen zu orientieren. Die Unternehmen sollen sich bei ihren Entwicklungsaktivitäten nicht nur auf die Weiterentwicklung der bestehenden Produktprogramme und Leistungen beschränken, sondern auch neue Produkte und Dienstleistungen auf den Markt bringen. Mit der Akzentuierung der F&E-Aktivitäten geht einher, dass die Gruppe ihre Investitionen künftig noch stärker abwägt. Sie werden sich tendenziell dorthin verlagern, wo höhere Ertragserwartungen bestehen.

In Verbindung mit den Entwicklungsaktivitäten wird in der Gruppe auch das Thema Kooperation weiter ausgebaut. Schon heute arbeitet ein Teil der Unternehmen intensiv mit Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen zusammen - auf Kundenseite, aber auch mit F&E-Einheiten innerhalb der klassischen Hochschulforschung.

NACHHALTIGKEIT

Verhaltenskodex definiert ethische Leitplanken

INDUS bekennt sich zu den Prinzipien nachhaltigen Wirtschaftens: Die Führungsgesellschaft und die Portfoliounternehmen pflegen einen fairen und respektvollen Umgang mit Mitarbeitern, Lieferanten und Geschäftspartnern. Sie unterstützen den Schutz von Umwelt und Ressourcen und nehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr. Die Mitarbeiter sind dem Grundsatz verpflichtet, gesetzliche Regelungen und ethische Standards verbindlich einzuhalten.

Seit 2011 besteht für die Gruppe ein Verhaltenskodex. Er unterstützt die Mitarbeiter der AG und der Beteiligungsunternehmen mit ethischen Leitlinien in ihrem Handeln. Die Richtlinie findet sich auf der Unternehmenswebsite von INDUS (www.indus.de/investoren_und_presse-corporate_ governance.html).

Eine verantwortungsvolle Unternehmensführung besitzt für die INDUS Holding AG einen hohen Stellenwert. Sie ist Teil des Selbstverständnisses. Auch hier orientiert sich INDUS an den wirtschaftsethischen Grundsätzen der Stetigkeit und Nachhaltigkeit. Die Beteiligungen von INDUS nehmen ihre Verantwortung als Teil der Gesellschaft eigenständig wahr - aktiv und mit Bezug zu ihrem regionalen Kontext. Sie unterstützen mit ihrem Engagement kulturelle und soziale Projekte in der Nachbarschaft.

Auch der verantwortungsvolle Umgang mit den natürlichen Ressourcen ist für INDUS zentral. Grundlagen für das Handeln sind detaillierte Regelungen und Maßnahmen, die von den Geschäftsführern der einzelnen Beteiligungsgesellschaften mit Blick auf das spezifische Umfeld im Einklang mit der Unternehmensphilosophie entwickelt und umgesetzt werden.

Ziel für CO2 -Reduktion formuliert

Für das Berichtsjahr 2012 beteiligt sich INDUS zum vierten Mal am Carbon Disclosure Project (www.cdproject.com). Im Rahmen des CDP-Projekts erfolgt eine systematische Auseinandersetzung mit den Chancen und Risiken infolge des Klimawandels und den daraus abgeleiteten konkreten Maßnahmen, die sich für die berichtenden Unternehmen aus den Folgen des Klimawandels ergeben. Außerdem wird die Gesamtmenge von global emittiertem CO2 bilanziert (CO2 -Footprint).

Nachdem für die Geschäftsjahre 2009 und 2010 lediglich die CO2 -Emmissionen der INDUS-Gruppe bilanziert wurden, wurde für das Jahr 2011 und die Folgejahre erstmals ein konkretes jährliches Einsparziel von 2 % für die spezifischen CO2 -Emissionen der INDUS -Gruppe (gemessen in Tonnen CO2 pro Mio. EUR Rohertrag) formuliert. Dieses Ziel hat die gesamte INDUS-Gruppe mehr als erreicht: 2010 lag der ermittelte Wert bei 104,4 Tonnen CO2 pro Mio. EUR Rohertrag, 2011 konnte er auf 100,6 Tonnen CO2 pro Mio. EUR Rohertrag reduziert werden; das entspricht einem Rückgang von 3,6 % und liegt damit über dem avisierten Einsparziel. Für 2012 hat sich INDUS erneut eine Reduzierung des CO2 -Ausstoßes um 2 % zum Ziel gesetzt.

MITARBEITER

Hohe Identifikation, flache Hierarchien und verantwortungsvolles Handeln

Der Erfolg der INDUS Holding AG hängt maßgeblich ab von den fachlichen und persönlichen Qualifikationen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Aufgrund des kleinen Teams sind daher fächerübergreifende Qualifikationen und Teamorientierung sehr wichtig. INDUS überträgt frühzeitig Verantwortung und Kompetenzen an ihre Mitarbeiter. Kurze Entscheidungswege und flache Hierarchien kennzeichnen die Struktur. Zum Ende des Geschäftsjahrs beschäftigte die INDUS Holding AG (ohne die Mitglieder des Vorstands) 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese Konzeption ist eng verbunden mit einer klaren Aufgabenteilung: INDUS agiert als Führungsgesellschaft und die Tochtergesellschaften agieren operativ unabhängig. Diese dezentrale Organisation und Aufgabenteilung ist Kernelement der Geschäftsphilosophie von INDUS.

Förderung der Mitarbeiterkompetenzen wird in den Unternehmen gepflegt

Die fachlichen und sozialen Kompetenzen der Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital eines Unternehmens. Zur Förderung dieses Kapitals bieten die Beteiligungsgesellschaften eine Reihe von Weiterbildungsmaßnahmen an; sie sind abgestimmt auf die individuellen Fähigkeiten der einzelnen Mitarbeiter. Die dezentrale Organisation des Weiterbildungsprogramms durch die einzelnen Beteiligungsgesellschaften in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern gewährleistet einen eng an den spezifischen Anforderungen ausgerichteten Ausbau des Know-hows.

Die Beteiligungsunternehmen steuern ihre Personalarbeit quantitativ wie auch qualitativ eigenständig; Im Rahmen der allgemeinen Planung zwischen INDUS und den Portfoliounternehmen achtet INDUS allein darauf, dass - in Abhängigkeit vom jeweiligen Unternehmen - Flexibilität in den Produktions- und Personalkosten erhalten bleibt. Durchschnittlich sollten die Unternehmen flexible Kapazitäten von ca. 20 % vorhalten. Im Jahresdurchschnitt waren bei den Unternehmen aus dem INDUS-Portfolio 6.859 Mitarbeiter (Vorjahr: 6.733) beschäftigt.

CORPORATE GOVERNANCE

Vorstand und Aufsichtsrat verpflichten sich den Prinzipien des Deutschen Corporate Governance Kodex mit vier begründeten Abweichungen

Die Prinzipien verantwortungsbewusster und guter Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Leitungs- und Kontrollgremien der INDUS Holding AG. Der Vorstand berichtet in dieser Erklärung gemeinsam mit dem Aufsichtsrat - gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie gemäß § 289a Abs. 1 HGB - über die Unternehmensführung.

Das Handeln von INDUS ist auf nachhaltigen Erfolg ausgerichtet. Vorstand und Aufsichtsrat handeln daher bereits seit Jahren nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Sie haben im Dezember 2012 gemeinsam die nach § 161 AktG erforderliche Entsprechenserklärung abgegeben und den Aktionären auf der Internetpräsenz unter www.indus.de dauerhaft zugänglich gemacht. In der Entsprechenserklärung wird erläutert, warum INDUS in Einzelfällen von den Empfehlungen abweicht.

Entsprechenserklärung

Vorstand und Aufsichtsrat erklären, dass die INDUS Holding AG seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Dezember 2012 den vom Bundesministerium der Justiz veröffentlichten Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") in der Fassung vom 15. Mai 2012 entspricht und in der Vergangenheit entsprochen hat. Auch in Zukunft beabsichtigen Vorstand und Aufsichtsrat, die Empfehlungen zu beachten. Dabei gelten folgende Ausnahmen:

Kodex Ziffer 3.8 Abs. 3: Für die Mitglieder des Aufsichtsrats wurde und wird beim Abschluss einer D&O-Versicherung kein Selbstbehalt vereinbart.

Der Kodex empfiehlt, bei Abschluss von Haftpflichtversicherungen für Aufsichtsratsmitglieder (sogenannte Directors and Officers Liability Insurance - D&O-Versicherung) einen Selbstbehalt vorzusehen. Eine gesetzliche Verpflichtung zur Vereinbarung eines D&O-Selbstbehalts für Aufsichtsratsmitglieder besteht jedoch nicht. Die INDUS Holding AG ist der Auffassung, dass die Vereinbarung eines Selbstbehalts nicht geeignet wäre, die Motivation und Verantwortungsbereitschaft zu verbessern, mit denen die Mitglieder des Aufsichtsrats die ihnen übertragenen Aufgaben und Funktionen wahrnehmen; der Empfehlung wurde und wird daher nicht entsprochen.

Kodex Ziffer 5.3.2 Satz 1: Der Aufsichtsrat soll einen Prüfungsausschuss einrichten.

Dem Kodex wurde bis zum 3. Juli 2012 insoweit nicht entsprochen, dass der Aufsichtsrat der INDUS Holding AG keinen nach Ziffer 5.3.2 Satz 1 des Kodex empfohlenen Prüfungsausschuss eingerichtet hatte, da sich der gesamte Aufsichtsrat möglichst mit allen Themen befassen sollte. Der Aufsichtsrat hat zur weiteren Steigerung der Effizienz der Aufsichtsratsarbeit am 3. Juli 2012 die Einrichtung eines Prüfungsausschusses beschlossen. Am gleichen Tag hat der Prüfungsausschuss die Arbeit aufgenommen. Die bisher erklärte Abweichung von der Empfehlung entfällt seitdem.

Kodex Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1 und Satz 2 und Abs. 3 Satz 1 und Satz 2: Benennung konkreter Ziele bezüglich der Zusammensetzung des Aufsichtsrats.

Der Aufsichtsrat der INDUS Holding AG hat keine konkreten Ziele für seine Zusammensetzung benannt. Die INDUS Holding AG ist der Auffassung, dass die mit dem Kodex verfolgte Intention auch ohne die Benennung konkreter Ziele erreicht werden kann und dass die Festlegung solcher Ziele den Aufsichtsrat bei der Auswahl geeigneter Mitglieder sogar beschränken würde. Der Aufsichtsrat wird bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung jedoch auch künftig die Empfehlungen des Kodex, etwa zur Vielfalt, berücksichtigen und - unabhängig vom Geschlecht -die Kenntnisse, Fähigkeiten, Erfahrungen und fachlichen Qualifikationen infrage kommender Personen in den Vordergrund stellen. Zudem hat die INDUS Holding AG seit etwa zwei Jahren für die Mitgliedschaft in ihren Organen Altersgrenzen festgelegt. Danach dürfen die Mitglieder des Vorstands ein Alter von 67 Jahren und die Mitglieder des Aufsichtsrats zum Zeitpunkt ihrer Wahl ein Alter von 70 Jahren nicht überschreiten.

Kodex Ziffer 7.1.2 Satz 4: Die INDUS Holding AG veröffentlicht den Geschäftsbericht nicht binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende und die Zwischenberichte nicht binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums.

Die INDUS Holding AG hat bisher den Geschäftsbericht nicht binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende und die Zwischenberichte nicht binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums veröffentlicht. Sie wird auch in Zukunft diese Fristen nicht einhalten, sondern die Fristen der Börsenordnung für die Frankfurter Wertpapierbörse und die gesetzlichen Regeln beachten, wonach der Konzernabschluss binnen vier Monaten nach Ablauf des Geschäftsjahrs bzw. Zwischenberichte binnen zwei Monaten nach dem Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich sein sollen. Vor dem Hintergrund des Geschäftsmodells der INDUS Holding AG ist insbesondere zur abgesicherten und qualifizierten Ermittlung der Abschlüsse aller Tochter- und Enkelgesellschaften ein entsprechender Zeitkorridor erforderlich. Eine frühere Abschlusspublizität würde zu Lasten der Qualität der Abschlüsse gehen.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der INDUS Holding AG bestellt den Vorstand, berät ihn bei der Leitung des Unternehmens und überwacht dessen Geschäftsführung. Informationen über die Schwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit im vergangenen Jahr sind im Bericht des Aufsichtsrats abgedruckt. Der Aufsichtsrat bestand im Berichtsjahr aus sechs Personen. Der nächste Wahltermin steht zur Hauptversammlung im Jahr 2014 an.

Kein Aufsichtsratsmitglied übte und übt Organfunktionen oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern von INDUS aus. Beachtet ist zudem die Empfehlung aus dem Kodex, dass dem Aufsichtsrat nicht mehr als zwei ehemalige Vorstandsmitglieder angehören sollen; im Aufsichtsrat ist mit Herrn Burkhard Rosenfeld als Aufsichtsratsvorsitzendem derzeit ein ehemaliges Vorstandsmitglied vertreten. Er schied 2005 aus dem Vorstand aus und wurde 2008 in den Aufsichtsrat berufen.

Arbeitsweise und Zusammensetzung des Aufsichtsrats und der Ausschüsse

Seitens des Aufsichtsrats der INDUS Holding AG bestehen ein Personal- und ein Prüfungsausschuss. Der Prüfungsausschuss wurde Anfang Juli 2012 eingerichtet und besteht aus zwei Mitgliedern. Der Personalausschuss besteht aus vier Mitgliedern. Seine Aufgaben bestehen darin, Vorstandspersonalien, insbesondere die Anstellungsverträge und sonstige Verträge mit Vorstandsmitgliedern, sowie Zustimmungen zur Ausübung von Nebentätigkeiten durch Mitglieder des Vorstands zu behandeln. Entscheidungen werden nur dann im Gesamtgremium des Aufsichtsrats getroffen, wenn dies kraft Gesetzes zuständig ist. Dies gilt besonders für die Entscheidungen des Aufsichtsrats zur Struktur der Vergütungen für Vorstandsmitglieder und, seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG), auch für die Festsetzung der Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder. Der Ausschuss hat hierzu Vorschläge zu erarbeiten und dem Gesamtplenum zur Beratung und Beschlussfassung zu unterbreiten.

Sitzungen der Ausschüsse finden regelmäßig als Präsenzsitzungen statt. Außerhalb von Sitzungen sind Beschlussfassungen schriftlich zulässig, sofern der Vorsitzende des Aufsichtsrats dies anordnet. Wie auch im Aufsichtsrat bedürfen Beschlüsse des Ausschusses, soweit gesetzlich nicht anderweitig geregelt, der einfachen Mehrheit. Der Vollzug von Beschlüssen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse obliegt dem Aufsichtsratsvorsitzenden.

Vorstand

Der Vorstand der INDUS Holding AG leitet das Unternehmen und führt dessen Geschäfte. Er entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt diese mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Darüber hinaus bestimmt der Vorstand die unternehmerischen Ziele, die Jahres- und Mehrjahresplanung, das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem und das Controlling der einzelnen Beteiligungsgesellschaften. Eine weitere Pflicht des Vorstands liegt in der Aufstellung der Quartals-, Halbjahres- und Jahresabschlüsse. Der Vorstand bestand bis zum Sommer 2012 aus vier, seit dem 4. Juli 2012 aus drei Personen. Ihm gehören Jürgen Abromeit (Vorstandsvorsitzender), Dr.-Ing. Johannes Schmidt und Rudolf Weichert an. Helmut Ruwisch, Vorstandsvorsitzender bis zum 3. Juli 2012, schied am 4. Juli aus. Ebenfalls schied das Vorstandsmitglied Dr. Wolfgang Höper im Mai 2012 aus. Die vom Aufsichtsrat getroffene Festlegung zur Altersgrenze für Vorstandsmitglieder, die eine Beendigung des Mandats mit Vollendung des 67. Lebensjahres vorsieht, wurde eingehalten.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Die Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie der Ausschüsse ist in der Rubrik Organe dargestellt. Zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat wird auf den Corporate-Governance-Bericht (s. o.) verwiesen. Ausschüsse des Vorstands bestehen nicht. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend insbesondere über sämtliche relevanten Fragen zur Unternehmensplanung, Strategieentwicklung, Ertrags- und Finanzlage sowie Risikolage, das Risikomanagement und die Compliance. Der Vorstand leitet dem Aufsichtsrat die Halbjahres- und Quartalsberichte zu, um diese vor der Veröffentlichung zu erörtern. Insbesondere werden auch Ziel- und Planabweichungen des Geschäftsverlaufs sowie die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung der Gruppe erläutert. Entscheidungen, die für den Konzern wesentlich sind, bedürfen nach den Bestimmungen der Geschäftsordnung der Zustimmung des Aufsichtsrats.

Vermeidung von Interessenkonflikten

Im vergangenen Berichtsjahr bestand ein Beratervertrag zwischen dem Aufsichtsratsmitglied Hans Joachim Selzer und der Beteiligungsgesellschaft SELZER. Sonstige Dienstleistungs- und Werkverträge zwischen einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft bestanden nicht. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind, traten im Berichtsjahr nicht auf.

Vergütungsbericht

Der nachfolgende Vergütungsbericht ist gleichzeitig Bestandteil des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts. Das Gesetz über die Offenlegung der Vorstandsvergütungen (VorstOG) sieht die individualisierte Veröffentlichung der Bezüge der Vorstandsmitglieder vor. Diese sollen nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten sowie Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung aufgeschlüsselt werden.

Vergütungssystem entspricht dem Gesetz zur Angemessenheit der aktuellen Vorstandsvergütung (VorstAG)

Das Vergütungssystem für den Vorstand wurde im Jahr 2009 überprüft und auf der Hauptversammlung 2010 durch den Aufsichtsrat vorgestellt. Die Neuerungen beinhalten auch eine Nachhaltigkeitskomponente. Für das Jahr 2010 wurde das Vergütungssystem für alle Vorstandsverträge bereits angewendet. Das System enthält keine zusätzlichen Pensionszusagen. Das Vergütungssystem besteht nun gesetzeskonform aus drei Elementen: Festgehalt, Short Term Incentive und Long Term Incentive. Die variablen Anteile machen zusammen rund 40 % der Bezüge aus; Komponenten mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage und kurzfristig variable Elemente sind angemessen gewichtet.

Das Short Term Incentive bemisst sich am Ergebnis vor Steuern und Zinsen des Konzerns (Konzern-EBIT). Die Zielmarke wird jährlich im Rahmen der Unternehmensplanung mit dem Aufsichtsrat festgelegt. Bei einer 100 %igen Zielerreichung entspricht der Bonusfaktor ebenfalls 100 %. Liegt die Zielerreichung unter 50 %, ergibt sich für den Bonusfaktor ein Wert von 0. Bei einer Zielerreichung zwischen 100 % und 125 % erhöht sich der Bonusfaktor um 2 Prozentpunkte je Prozentpunkt Zuwachs. Ab einer Zielerreichung von über 125 % besteht ein Cap (maximale Obergrenze).

Das Long Term Incentive besteht aus sogenannten virtuellen Aktienoptionen (SAR, Stock Appreciation Rights). Dazu wird zum Ausgabezeitpunkt ein Basispreis der Wertsteigerungsrechte festgestellt. Auf Basis des vertraglich vereinbarten Zielwerts ergibt sich die Anzahl der virtuellen Aktienoptionen. Eine Auszahlung kann nur erfolgen, wenn der Aktienkurs im Ausübungszeitraum über diesem Basispreis liegt und definierte Erfolgshürden erreicht wurden (Mindestkurssteigerung von 12 %). Der frühestmögliche Zeitpunkt der Auszahlung wird von einer Sperrfrist (4 Jahre) abhängig gemacht; es besteht eine Obergrenze (Cap) bei Erreichen von 200 % des Zielbonus.

Dem Vorstand werden in jährlichen Tranchen virtuelle Aktienoptionen gewährt, deren Stückzahl durch den Optionspreis im Ausgabezeitpunkt und den vertraglich bestimmten Zielwert bestimmt wird. Im Geschäftsjahr 2012 wurden 142.605 SAR (Vorjahr: 116.475) ausgegeben. Zum Zeitpunkt ihrer Gewährung betrug der beizulegende Zeitwert der SAR insgesamt 433 TEUR (Vorjahr: 350 TEUR). Der ermittelte zeitanteilige beizulegende Zeitwert der bisher insgesamt gewährten SAR betrug zum Bilanzstichtag 855 TEUR (Vorjahr: 326 TEUR). In dieser Höhe wurde im Jahresabschluss eine Rückstellung gebildet. Im Personalaufwand ist die Veränderung des Zeitwerts vor Abzinsung mit 574 TEUR enthalten. Die Zeitwertermittlung erfolgte mit einem anerkannten finanzmathematischen Optionspreismodell unter Berücksichtigung der Deckelung der Auszahlungsansprüche.

Die Vorstandsmitglieder erhielten folgende direkte Vergütungen:

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in Tsd. EUR Feste Vergütung Variable Vergütung Virtuelle Aktienoptionen
  2012 2011 2012 2011 2012 2011
Helmut Ruwisch 533 522 429 448 193 114
Jürgen Abromeit 414 330 252 303 59 40
Dr. Wolfgang Höper 314 261 182 253 265 40
Dr. Johannes Schmidt 327 327 182 303 52 40
Rudolf Weichert 220 0 121 0 10 0
Gesamt 1.808 1.440 1.166 1.307 579 234
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in Tsd. EUR Gesamt
  2012 2011
Helmut Ruwisch 1.155 1.084
Jürgen Abromeit 725 673
Dr. Wolfgang Höper 761 554
Dr. Johannes Schmidt 561 670
Rudolf Weichert 351 0
Gesamt 3.553 2.981

Durch Gehaltsumwandlung wurden 53 TEUR zur Gewährung von Pensionsansprüchen verwendet (Vorjahr: 54 TEUR). Sonstige irgendwie geartete Leistungs- oder Pensionszusagen bestanden und bestehen nicht; die feste Vergütung beinhaltet auch die steuerpflichtigen geldwerten Vorteile. Durch Gehaltsumwandlung wurden von ehemaligen Vorständen Altersversorgungsansprüche erworben; sie sind durch wertkongruente Rückdeckungsversicherungen gedeckt.

Aufsichtsrat

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in Punkt 6.16 der Satzung geregelt. Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält außer dem Ersatz seiner Auslagen für seine Tätigkeit im jeweils abgelaufenen Geschäftsjahr eine Grundvergütung in Höhe von 30.000 EUR sowie ein Sitzungsgeld von 3.000 EUR pro Sitzung. Der Vorsitzende erhält das Doppelte der beiden vorgenannten Beträge, der Stellvertreter das Eineinhalbfache. Sitzungen von Ausschüssen, die am gleichen Tag wie Aufsichtsratssitzungen stattfinden, werden für die Ausschussmitglieder nicht eigens vergütet. Auch Beschlussfassungen im Umlaufverfahren führen nicht zu einem Sitzungsgeld. Der Vorsitz beziehungsweise stellvertretende Vorsitz im Nominierungsausschuss und Prüfungsausschuss wird nicht eigens vergütet. Aufsichtsratsmitglieder, die nur einen Teil des Geschäftsjahrs dem Aufsichtsrat angehören, erhalten eine im Verhältnis geringere Vergütung. Nimmt ein Aufsichtsratsmitglied an einer Sitzung des Plenums oder einer Ausschussitzung nicht teil, reduziert sich die Vergütung für die Aufsichtsrats- bzw. Ausschusstätigkeit anteilig.

Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden wie in den Vorjahren weder Kredite noch Vorschüsse gewährt noch wurden zu ihren Gunsten Haftungsverhältnisse eingegangen.

Den Aufsichtsratsmitgliedern wird die Mehrwertsteuer erstattet, soweit sie bei der Gesellschaft als Vorsteuer abzugsfähig ist. Für den Aufsichtsrat bestehen keine Aktienoptionsprogramme und ähnlichen wertpapierorientierten Anreizsysteme. Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder belief sich im Geschäftsjahr 2012 insgesamt auf 348 TEUR (Vorjahr: 373,5 TEUR). Für persönlich erbrachte Beratungsleistungen an Konzerngesellschaften erhielten Aufsichtsratsmitglieder im Berichtsjahr 55 TEUR (Vorjahr: 0 EUR).

Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten im Berichtsjahr folgende Vergütungen:

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in Tsd. EUR Fixe Vergütung Sitzungsgeld Gesamt
  2012 2011 2012 2011 2012 2011
Burkhard Rosenfeld 60 60 30 48 90 108
Dr. Jürgen Allerkamp 45 45 27 31,5 72 76,5
Dr. Ralf Bartsch 30 30 18 15 48 45
Dr. Uwe Jens Petersen 15 30 9 15 24 45
Dr. Egon Schlütter 15 30 9 24 24 54
Hans Joachim Selzer 15 0 9 0 24 0
Helmut Späth 15 0 6 0 21 0
Carl Martin Welcker 30 30 15 15 45 45
Gesamt 225 225 123 148,5 348 373,5

Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte von Führungspersonen

Im Jahr 2012 wurde von den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats und deren meldepflichtigen Angehörigen ein meldepflichtiges Erwerbsgeschäft mit einer Stückzahl von 4.000 INDUS-Aktien mitgeteilt. Der Preis pro Stück lag bei 18,77 EUR, das Volumen bei rund 75.000 EUR. Die mitgeteilten Wertpapiergeschäfte sind auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht (www.indus.de/investoren_und_presse-directors_dealing.html).

Der direkte und indirekte Besitz von Aktien oder sich auf Aktien beziehenden Derivaten von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern hat nach den vorliegenden Meldungen in keinem Einzelfall und auch nicht in der Summe den Schwellenwert von 1 % der ausgegebenen Aktien überschritten.

Transparenz

INDUS informiert Aktionäre, Aktionärsvereinigungen, Analysten, Medien und die interessierte Öffentlichkeit regelmäßig und zeitnah über die aktuelle Geschäftsentwicklung und die Lage des Unternehmens. Die Gesellschaft behandelt die verschiedenen Personengruppen gleichzeitig und gleichberechtigt. Aus diesem Grund werden alle wesentlichen Informationen, insbesondere Geschäfts- und Quartalsberichte, Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen, Analysteneinschätzungen und ein Finanzkalender, auf der Internetseite des Unternehmens veröffentlicht. Um eine Erstellung des Konzernabschlusses und der Quartalsberichte mit der notwendigen Sorgfalt zu gewährleisten, werden der Geschäftsbericht vier Monate nach Ende des Geschäftsjahrs und die Quartalsberichte jeweils zwei Monate nach Quartalsende veröffentlicht. Im Berichtsjahr veröffentlichte INDUS eine Ad-hoc-Mitteilung gemäß § 15 WpHG. Sie betraf die Ankündigung des Vorstandswechsels. Wichtige Neuigkeiten über das Unternehmen wurden aktuell über Pressemitteilungen verbreitet.

Aktionäre und Hauptversammlung

Aktionäre und potenzielle Anleger können sich jederzeit im Internet über die aktuelle Lage des Unternehmens informieren. Die Aktionäre nehmen zudem ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Jede Aktie besitzt eine Stimme. Sämtliche für die Entscheidungsfindung notwendigen Unterlagen veröffentlicht INDUS rechtzeitig auf ihrer Internetseite. INDUS unterstützt die Aktionäre bei der Wahrnehmung ihres Stimmrechts durch die Benennung eines Stimmrechtsvertreters, der auf der Hauptversammlung gemäß den Weisungen der Aktionäre abstimmt. Im vergangenen Jahr fand die Hauptversammlung mit rund 500 Teilnehmern am 3. Juli 2012 in Köln statt.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Der Konzernabschluss wird seit Beginn des Jahres 2005 nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Auf den Einzelabschluss der INDUS Holding AG finden unverändert die Vorschriften des HGB Anwendung. Die Abschlussprüfung wurde für den Konzern und den Einzelabschluss von der Treuhand- und Revisions AG Niederrhein, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Krefeld, durchgeführt. Die entsprechende Unabhängigkeitserklärung gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde vom Aufsichtsrat eingeholt. Die Erteilung des Prüfungsauftrags für den Einzel- und Konzernabschluss erfolgt durch den Aufsichtsrat im Anschluss an den Beschluss der Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat vereinbarte mit dem Abschlussprüfer, dass der Aufsichtsratsvorsitzende unverzüglich über Ausschluss- und Befangenheitsgründe während der Prüfung unterrichtet wird. Darüber hinaus soll der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse umgehend berichten.

INDUS-AKTIE

Aktienkurs: Andauernde Eurokrise und schwacher Aktienmarkt überlagern Wertpotenzial

Für die Entwicklung der INDUS-Aktie waren die Schuldenkrise sowie die ungelöste Situation der Banken insbesondere in Europa und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wesentliche Einflussfaktoren; sie überlagerten weitgehend die positiven Aspekte aus der stabilen wirtschaftlichen Entwicklung der Gruppe. Trotz eines sehr guten Geschäftsverlaufs und der mehrfachen Bestätigung der Umsatz- und Ergebnisprognose im Jahresverlauf verzeichnete die INDUS-Aktie 2012 im Jahresverlauf lediglich ein leichtes Kursplus von rund 3 %.

Die Kursentwicklung der INDUS-Aktie verlief 2012 zunächst parallel zum Vergleichsindex SDAX und auch gleichlaufend zum DAX. Im Frühjahr lieferten die Vorstellung des Jahresergebnisses und der stabile Ausblick für 2012 für einige Anleger zunächst zusätzliche Impulse, sodass die Aktie sich besser als der Index entwickelte. Der Jahreshöchstkurs wurde am 27. März 2012 mit 23,72 EUR erreicht. Die Entwicklung im dritten und vierten Quartal spiegelte die zunehmende Eintrübung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds wider, obwohl die Zwischenberichte sowohl zum 30. Juni als auch zum 30. September von Analysten und Investoren sehr positiv aufgenommen wurden. Gegen Jahresende erholte sich der Kurs. Am 28. Dezember 2012 notierte die Aktie schließlich bei 20,26 EUR und damit rund 3 % über dem Vorjahresschlusskurs.

Liquidität der Aktie: Schwache Handelstätigkeit in der INDUS-Aktie analog zum Gesamtmarkt

Der Börsenhandel in der INDUS-Aktie entwickelte sich 2012 sehr schwach; dies entsprach dem allgemeinen Trend. Durchschnittlich wurden im Geschäftsjahr nach den Statistiken der Deutschen Börse nur 24.792 Aktien pro Tag gehandelt (Jahresdurchschnitt 2011: 40.168 Stück). Für den Börsenhandel sind die deutschen Regionalbörsen immer noch wichtig: Rund 17 % der Umsätze - das entspricht rund 1 Mio. Aktien im Jahr 2012 - liefen über diese Plattformen.

Darüber hinaus fanden weitere, größere Umsätze auch außerhalb der Börsen statt. Laut dem Informationssystem Bloomberg wurden zusätzlich zu den rund 4,8 Mio. über die Börsen gehandelten Aktien weitere rund 2 Mio. Aktien direkt zwischen Käufer und Verkäufer bzw. über alternative Handelsplattformen gehandelt. Die Marktkapitalisierung der INDUS Holding AG zum Jahresende 2012 erreichte 450,3 Mio. EUR (Vorjahr: 419,2 Mio. EUR).

KURSENTWICKLUNG DER INDUS-AKTIE 2012 INKL. DIVIDENDE (in %)

KURSENTWICKLUNG DER INDUS-AKTIE SEIT BÖRSENGANG INKL. DIVIDENDE (in %)

Stabile Aktionärsstruktur mit zwei Ankerinvestoren

Größter Aktionär der INDUS Holding AG ist die Versicherungskammer Bayern in München. Sie hält im Rahmen ihrer langfristig ausgerichteten Kapitalanlagestrategie 17,4 % (Stimmrechtsmitteilung vom November 2011) des Grundkapitals. Hinzu kommt ein Kreis aus mehreren Privataktionären, die ihre gegenseitige Vertretung in einer Gruppe beschlossen haben. Für den Kreis dieser sogenannten Legitimationsaktionäre spricht Hans Joachim Selzer, Driedorf. Der Kreis hält nach der letzten Stimmrechtsmitteilung vom März 2011 (bezogen auf das aktuelle Eigenkapital) rund 7,8 % der INDUS-Anteile. Daneben ist das Aktienkapital der Gesellschaft breit gestreut. Institutionelle Anleger aus dem In- und Ausland halten rund 55 % des Grundkapitals, Privatanleger nach Kenntnisstand von INDUS rund 45 %. Aktuell besitzt die INDUS Holding AG keine eigenen Aktien. Der Freefloat oder Streubesitz, der in der Regel zur Gewichtung der INDUS-Aktie in Aktienindizes herangezogen wird, beträgt 74,8 % vom Grundkapital.

KENNZAHLEN ZUR AKTIE (IN EUR)

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  2012 2011 2010 2009 2008
Ergebnis je Aktie Konzern 2,46 2,75 2,59 0,77 1,78
Cashflow je Aktie Konzern* 2,07 5,17 2,91 4,20 4,39
Dividende je Aktie 1,00** 1,00 0,90 0,50 0,80
Dividendenrendite*** in % 4,9 5,3 4,1 4,2 6,0
Ausschüttungssumme in Mio. EUR 22,2 22,2 18,2 9,2 14,7
Jahreshöchstkurs 23,72 24,90 24,39 13,54 25,18
Jahrestiefstkurs 18,69 16,85 11,98 7,90 10,10
Jahresschlusskurs 20,26 18,86 21,99 12,00 13,37
Marktkapitalisierung am 31.12. in Mio. EUR 450,3 419,2 444,5 220,4 245,6
Durchschnittlicher Tagesumsatz in Stück 24.792 40.168 38.479 39.282 57.419
Freefloat-Kapitalisierung in % 74,8 74,8 91,0 100 100

* Einzelheiten zur Kapitalflussrechnung finden sich Im Kapitel Finanz- und Vermögenslage
** Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung am 24. Juni 2013
*** Basis: Schlusskurse XETRA-Handel zum Bilanzstichtag 2012

Ausschüttung: Dividendenvorschlag von 1,00 EUR je Aktie

INDUS verfolgt eine nachhaltige Dividendenpolitik: Das Unternehmen will seine Aktionäre mit einer möglichst kontinuierlichen Dividendenausschüttung am Geschäftserfolg angemessen beteiligen. Die ausgeschüttete Dividende orientiert sich vom Grundsatz her am Jahreserfolg. Aber auch in schlechten Jahren - sofern wirtschaftlich vertretbar - soll eine Dividende nicht vollständig ausfallen. Notwendige Voraussetzung dafür ist, dass der Jahresabschluss der INDUS Holding AG einen Bilanzgewinn ausweist.

Der Bilanzgewinn der AG zum 31. Dezember 2012 beträgt 48,1 Mio. EUR und ermöglicht die Ausschüttung einer Dividende. Die Ausschüttungspolitik sieht vor, etwa 50 % der Gewinne an die Aktionäre auszuschütten und rund 50 % zu thesaurieren. Auch in diesem Jahr folgt INDUS mit dem Ausschüttungsvorschlag an die Hauptversammlung dieser Maßgabe: Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von 1,00 EUR je Aktie vor. Das entspricht einer Ausschüttungssumme von 22,2 Mio. EUR. Die Dividendenrendite liegt mit 4,9 % bezogen auf den Jahresschlusskurs erneut innerhalb des langjährigen Durchschnittskorridors von 4 bis 6 %.

Aktienanalyse: Analysten empfehlen INDUS-Aktie zum Kauf

Zurzeit beobachten vier Banken bzw. Investmenthäuser die INDUS-Aktie regelmäßig. Alle empfahlen die Aktie im Verlauf des gesamten Jahres zum Kauf. Auch zum Jahresende lauteten die Empfehlungen "Buy" oder "Add". Das Kursziel nach der Veröffentlichung der vorläufigen Ergebnisse zum Geschäftsjahr 2012 im März 2013 lag in einer Bandbreite von 27 EUR bis 28 EUR. Damit beurteilen alle Analysten die Aussichten positiv. Die aktuelle Bewertung finden Investoren und die interessierte Öffentlichkeit auf der Internetseite für Investoren- und Presse der INDUS Holding AG.

DIVIDENDE JE AKTIE MIT DIVIDENDENRENDITE 2003 BIS 2012 (in EUR/in %)

Analystenreports zur INDUS Holding AG

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■ Bankhaus Lampe > März 2013 > Kaufen, Kursziel 27 EUR
■ Commerzbank > März 2013 > Add, Kursziel 28 EUR
■ Independent Research > März 2013 > Kaufen, Kursziel 28 EUR
■ WGZ > März 2013 > Kaufen, Kursziel 28 EUR

Dialog mit dem Kapitalmarkt: Neue Strategie im Fokus der Investor-Relations-Aktivitäten

Bedingt durch den Wechsel im Vorstandsvorsitz im Sommer waren die strategische Weiterentwicklung der Gruppe und eine damit zusammenhängende neu formulierte Strategie des "kontrollierten Wachstums" im Geschäftsjahr zentrale Themen im Dialog mit dem Kapitalmarkt. Die Dialogbemühungen richteten sich vor allem an die Aktionäre, Analysten, Wirtschaftsjournalisten und Aktionärsvereinigungen. Im Berichtszeitraum suchte der Vorstand den kontinuierlichen Austausch mit bereits investierten und potenziellen Anlegern im In- und Ausland. Zu diesem Zweck war die INDUS Holding AG auf ausgewählten Kapitalmarktveranstaltungen in den europäischen Finanzzentren präsent.

KAPITALMARKTVERANSTALTUNGEN IM GESCHÄFTSJAHR 2012

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24. April Bilanzpressekonferenz - Vorlage des Geschäftsberichts 2011, Düsseldorf
25. April Analystenkonferenz, Frankfurt am Main
2. Mai Roadshow Frankfurt am Main
3. Mai Roadshow Zürich
10. Mai Roadshow Wien
7. November Roadshow Hamburg
14. November Deutsches Eigenkapitalforum, Frankfurt am Main
30. November Roadshow Zürich
10. Dezember Kölner Anlegerforum

Neben der regelmäßigen Veröffentlichung aktueller Informationen zu INDUS - unter anderem über die Zwischenberichterstattung - führte der Vorstand eine Vielzahl von Einzelgesprächen durch. Zudem stand er regelmäßig, so auch bei der Veröffentlichung der Quartalsabschlüsse, für Interviews und Anfragen zur Verfügung. Zentrales Dialogforum mit den Privatanlegern war im vergangenen Jahr auch wieder die Hauptversammlung in Köln. Darüber hinaus beantwortete die Investor-Relations-Abteilung zahlreiche schriftliche und mündliche Anfragen.

Interessierte Anleger können sich neben den Pflichtveröffentlichungen auch mittels elektronischer Benachrichtigung über die aktuellen Ereignisse informieren lassen. Seit 2009 ist INDUS Mitglied im Deutschen Investor Relations Verband e. V. (DIRK).

Über die aktive Kapitalmarktarbeit unterstreicht INDUS ihr Interesse an einer transparenten und kontinuierlichen Kommunikation. Der Finanzkalender im Umschlag des Geschäftsberichts liefert eine Übersicht der wichtigsten Termine im laufenden Geschäftsjahr.

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Wenn Sie Kontakt zu uns aufnehmen möchten oder sich über die geplanten Termine 2013 informieren wollen, finden Sie alle notwendigen Informationen auf der letzten Seite dieses Geschäftsberichts oder im Internet unter www.indus.de unter der Rubrik Investoren und Presse.

STAMMDATEN ZUR INDUS-AKTIE

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WKN/ISIN 620010/ DE0006200108
Börsenkürzel INH.DE
Aktiengattung Nennwertlose Inhaber-Stückaktien
Handelsplätze XETRA, Frankfurt (Regulierter Markt), Düsseldorf (Freiverkehr), Stuttgart (Freiverkehr)
Marktsegment Prime Standard
Indizes SDAX, DAX International Mid 100, DAXsector, Financial Services, DAXsubsector Diversified, Financial Services, Classic All Share, Prime All Share, CDAX
Designated Sponsors Commerzbank, Bankhaus Lampe
Grundkapital 57.792.116,42 EUR
Anzahl der Aktien zum 31.12. 22.227.737
Erstnotiz 13. September 1995
Letzte Kapitalerhöhung 3. November 2011

Rahmenbedingungen

Nach dem wirtschaftlichen Boom 2011 traten 2012 einmal mehr die Probleme der ungelösten Staatsschuldenkrise in den Vordergrund. Nur durch massive Intervention an den Finanzmärkten gelang es der Politik, die Lage zu stabilisieren. Die deutsche Wirtschaft wurde wieder einmal getragen von der Nachfrage aus den Schwellenländern.

GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZU DEN RAHMENBEDINGUNGEN 2012

Nach der starken Wachstumsdynamik des Jahres 2011 beruhigte sich die Konjunktur 2012. Die Sorge vor einem möglichen Auseinanderbrechen des Euroraums und eine anziehende Rezession in den südlichen Ländern der Eurozone trübten die wirtschaftliche Stimmung. Der Jahresauftakt verlief schwach. Durch die Maßnahmen zur Begrenzung der Staatsschuldenkrise stabilisierte sich die Lage an den Finanzmärkten im Jahresverlauf. Dies konnte aber nicht verhindern, dass die Wirtschaft der Eurozone schrumpfte. Europa steckt in einer Rezession. Deutschland konnte dagegen aufgrund seiner industriellen Stärke und hoher Exporte abermals ein leichtes Wachstum erzielen.

WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Weltwirtschaft entwickelte sich 2012 schwächer, Deutschland konnte sich von schwacher Entwicklung in Europa noch absetzen

Die Weltkonjunktur entwickelte sich 2012 schwächer als 2011. Nachdem das Wachstum des Welt-Bruttoinlandsprodukts (BIP) 2011 bereits um 0,6 Prozentpunkte auf 3,3 % nachgegeben hatte, verlangsamte es sich 2012 weiter. Laut der europaweiten Expertengruppe European Economic Advisory Group at CESifo (EEAG) wuchs das Welt-Bruttoinlandsprodukt 2012 um 3,0 %. Auch die USA verzeichneten 2012 lediglich eine moderate Konjunkturentwicklung. Die sich nur langsam bessernde Lage auf dem Arbeitsmarkt sowie die Konsolidierungszwänge bei den öffentlichen Haushalten belasten die Wirtschaft weiter. Aber die leicht steigenden Konsumausgaben und hohen Unternehmensinvestitionen führten zu einem Wachstum von 2,1 %. Auch in den Schwellenländern verlor die bisher hohe Wachstumsdynamik an Tempo. In diesem Umfeld konnten China und Indien mit 7,8 % und 3,7 % immerhin noch relativ kräftig expandieren.

Im Euroraum enttäuschte die wirtschaftliche Entwicklung am stärksten. Die noch zum Jahresbeginn von vielen Unternehmen geäußerte Erwartung, der Wachstumskurs von 2011 werde sich nahtlos fortsetzen, bewahrheitete sich nicht. Im Gegenteil: Die gesamtwirtschaftliche Leistung gab 2012 um 0,3 % nach. Durch die anhaltende Schuldenkrise befindet sich insbesondere Südeuropa in einer tiefen Rezession. Die deutsche Wirtschaft konnte gegen den Trend wachsen, wenn auch merklich schwächer als 2011. Hohe Exporte und ein steigender privater Verbrauch im Zuge der positiven Arbeitsmarktentwicklung ließen das deutsche BIP 2012 um 0,7 % steigen.

BRUTTOINLANDSPRODUKT IN DEUTSCHLAND - REALE VERÄNDERUNG GEGENÜBER DEM VORJAHR IN %

Finanzmärkte: Verunsicherung aufgrund der schwelenden Schuldenkrise eingedämmt

Die im Jahresverlauf immer wieder aufflammende Staatsschuldenkrise hielt auch 2012 die Finanzmärkte in Bewegung. Die Schuldenkrise der Vereinigten Staaten blieb, nicht zuletzt aufgrund des Wahlkampfs, ohne Lösung. Durch die Ankündigung der Europäischen Zentralbank, im Bedarfsfall Anleihen der Peripherieländer unbegrenzt aufzukaufen, sank aber die Sorge vor einem möglichen Auseinanderbrechen des Euroraums. Dies zeigte sich auch in geringeren Renditeaufschlägen für Anleihen der Peripherieländer. Die Aussicht auf eine Stabilisierung des Status quo trug auch über die Jahreswende 2012/2013 hinaus. So konnte Portugal im Januar 2013 erstmals wieder neue Staatsanleihen mit einem Volumen von 2 Mrd. EUR zu einem Zins von knapp 5 % platzieren. Seit der Flucht unter den Euro-Rettungsschirm hatte das Land keine längerfristigen Kredite mehr von privaten Investoren erhalten.

Markt für Unternehmensbeteiligungen: Gute Kaufgelegenheiten, aber erschwerte Einwerbung von Finanzierungsmitteln

Die Beteiligungsgesellschaften in Deutschland verspürten auch 2012 eine gute Nachfrage nach Beteiligungskapital von interessanten Unternehmen. Attraktive wachstumsstarke Unternehmensgründungen und Mittelständler wurden weiterhin finanziert. Der gesamtwirtschaftliche Ausblick für Europa und die anhaltende Euro-Schuldenkrise schlugen sich aber auch auf die Stimmung im Beteiligungsmarkt nieder. Zudem wurden die Gesellschaften mit nicht unerheblichen Einschnitten hinsichtlich der Fundraising-Situation und ihrer Exit-Möglichkeiten konfrontiert. Dies konnten auch Faktoren wie die im europäischen Vergleich immer noch positive Konjunkturentwicklung in Deutschland nicht kompensieren.

BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGEN

In den für INDUS relevanten Branchen verlief die wirtschaftliche Entwicklung über alle Geschäftsbereiche mehrheitlich stabil; dabei war die Nachfrage in den Bereichen Metalltechnik sowie Maschinen- und Anlagenbau etwas schwächer als in den Bereichen Bau, Fahrzeug- und Medizintechnik.

BAU/INFRASTRUKTUR

Bauboom in Deutschland, hohe Nachfrage in Schwellenländern, Industriestaaten schwach

Die Bauwirtschaft entwickelte sich 2012 in den Industrieländern überwiegend schwach. Während sich der US-Immobilienmarkt im Verlauf des Jahres auf niedrigem Niveau stabilisierte, gab es in den südeuropäischen Ländern weitere Rückgänge. Ein höheres Wachstum der Bauproduktion erzielte die Bauwirtschaft in den Schwellenländern China und Indien. Dagegen zeigte sich die deutsche Bauwirtschaft in sehr guter Verfassung. Für das Gesamtjahr ergab sich laut Hauptverband ein Umsatzplus von nominal 12,5 % - das ist das beste Ergebnis seit Anfang der 90er-Jahre. Hohe Zuwächse erzielte insbesondere der Wohnungsbau, der von der Unsicherheit auf den Finanzmärkten profitierte. Unterstützt von niedrigen Zinsen zieht es die Anleger in Sachwerte. Hinzu kommt die starke Nachfrage nach Wohnimmobilien in Ballungsräumen. Auch im Wirtschaftsbau wurde weiter investiert: Umsatz und Auftragseingang verzeichneten ein starkes Plus.

FAHRZEUGTECHNIK

Automobilbranche trotz Krise einiger Firmen insgesamt weltweit stabil

Die weltweite Automobilproduktion stieg 2012 um 6 % auf knapp 79 Mio. Personenkraftwagen und leichte Nutzfahrzeuge. Die internationalen Automobilmärkte präsentierten sich im Gesamtjahr 2012 in stabiler Verfassung: Sowohl die USA als auch Brasilien, Russland, Indien und China verzeichneten solide Zuwächse. Der japanische Pkw-Markt meldete mit rund 4,6 Mio. Neuwagen sogar das beste Neuzulassungsniveau seit 2006. Die Verkäufe in Westeuropa hingegen verbuchten ein Minus von 8 %. Bedingt durch die Schuldenkrise ist vor allem der Absatz in den südlichen Ländern stark rückläufig. In Deutschland blieben die Neuzulassungen und das Produktionsniveau nahezu unverändert; durch statistische Änderungen wurde allerdings ein Produktionsrückgang um 6 % auf 5,7 Mio. Fahrzeuge ausgewiesen.

MASCHINEN- UND ANLAGENBAU

In 2012 absolutes Vorkrisenniveau erreicht

Die Branche konnte im vergangenen Jahr das hohe Expansionstempo aus 2011 nicht halten; ein Grund lag in der konjunkturell bedingt verhaltenen Investitionsneigung vieler Länder. In den USA ließ das Wachstum der Maschinenbauproduktion nach und erreichte nur noch 6 %, in China erreichte es immerhin noch 12 %. Die deutschen Maschinenbauer weiteten 2012 die Produktion dank eines hohen Auftragsbestands aus dem Vorjahr nochmals leicht aus. Im Dezember fand der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau wieder zu den Plusraten der Monate September und Oktober zurück. Gegen Ende des Jahres profitierte die Branche von einer Belebung des Geschäfts im Heimatmarkt Deutschland. Der Schwung der Auslandsbestellungen kam diesmal hauptsächlich aus den Euro-Partnerländern. Im Berichtsjahr erreichte die Branche damit wieder das absolute Vorkrisenniveau.

MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK

Weiter mit steigender Nachfrage

Im Berichtsjahr lag der Umsatz der gesamten Medizintechnikbranche nach Angaben des deutschen Branchenverbands BVMed bei über 22 Mrd. EUR. Die Wachstumsbranche Medizintechnologien hat weltweit Zuwachsraten von rund 5 % jährlich (siehe Studie des Bundeswirtschaftsministeriums "Innovationsimpulse in der Gesundheitswirtschaft" von 2011). Die Medizin- und Gesundheitsbranche ist stark von der gesetzlichen Gesundheitspolitik und der demografischen Entwicklung beeinflusst, im nicht verschreibungspflichtigen Bereich auch von der allgemeinen Konsumneigung. Die Konsumausgaben in Deutschland stiegen von 2000 bis 2012 preisbereinigt um 7,2 %. Die Verbraucherstimmung war somit weitgehend intakt, insbesondere aufgrund des weiterhin stabilen Arbeitsmarkts und einer guten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

METALLTECHNIK

Auftragslage zeigt Bremsspuren

Die Produktion wuchs 2011 noch um rund 13 %, ab dem vierten Quartal legte aber das Wachstum bereits eine Pause ein. 2012 verzeichnete die Metall- und Elektroindustrie insgesamt ein deutlich abgeschwächtes Produktionswachstum: Ihr Volumen nahm im Jahresdurchschnitt nur um 0 bis 0,2 % zu. Zwar hat sich der Auftragseingang zum Jahresende gegenüber dem schwachen dritten Quartal etwas erholt, allerdings wird die Zunahme stark von Auslandsaufträgen gespeist. Die Inlandsaufträge sind immer noch rückläufig. Auch bei der Ertragslage geht die Branche von einem Rückgang gegenüber 2011 aus. Aufgrund der Tarifabschlüsse erhöhten sich die Lohnstückkosten teilweise stärker als erwartet. Ungemach kommt weiter von der Material- und Energieseite. Zwar zeichnet sich aufgrund der nachlassenden Konjunktur weiterhin eine Entspannung bei den Stahlpreisen ab. Dafür stiegen die Energiepreise stark: Heizöl war 2012 um 9,8 % teurer als im Vorjahr, Erdgas um 13,8 % und Strom um 4,1 %.

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Das Geschäftsjahr 2012 verlief im Rahmen der Planung. INDUS erreichte mit einem Umsatz von über 1,1 Mrd. EUR und einem EBIT von 105,7 Mio. EUR ihre definierten Ziele. Im Wesentlichen angesichts verschärften Kostendrucks auf der Personalseite konnten Preiserhöhungen im schwieriger werdenden wirtschaftlichen Umfeld aber nicht in gleichem Maße an die Kunden weitergegeben werden; darunter litt die operative Marge. Sie erreichte mit 9,6 % dennoch einen zufriedenstellenden Wert.

ZUSAMMENFASSENDE BEWERTUNG DES VORSTANDS ZUR WIRTSCHAFTLICHEN ENTWICKLUNG UND ZIELERFÜLLUNG

Angesichts eines schwachen vierten Quartals 2011 und eines ebenso mageren Jahresauftakts 2012 hat INDUS im Frühjahr 2012 eine in den Augen des Kapitalmarkts konservative Planung vorgelegt und von einem "herausfordernden Jahr" gesprochen. Das erste Halbjahr verlief dann auch recht verhalten. In den Folgemonaten erholte sich zwar die Konjunktur und in den für INDUS wichtigen Branchen und Märkten verlief die Entwicklung größtenteils stabil. Der Umsatz der INDUS Holding AG ist daher nochmals ganz leicht gewachsen. Aber auf der Kostenseite machten sich hohe Tarifabschlüsse und Margendruck bemerkbar; das EBIT gab leicht nach und lag bei 105,7 Mio. EUR nach 113,2 Mio. EUR im Vorjahr.

Die Bilanzrelationen der INDUS-Gruppe sind weiterhin stabil und ausgewogen. Die Nettoverschuldung stieg nur leicht an auf rund 342 Mio. EUR, aber parallel stieg auch das Eigenkapital um um 28,0 Mio. EUR auf 410,1 Mio. EUR. Damit wurde die Eigenkapitalquote im achten Jahr in Folge ausgebaut und erreichte 39,0 % (Vorjahr: 36,7 %).

Im Wesentlichen aufgrund der Umstellung der Forderungsfinanzierung und der Rückführung kurzfristiger, operativer Verbindlichkeiten im Berichtsjahr, gegenüber einem Aufbau im Vorjahr, erreichte der Cashflow aus Geschäftstätigkeit (Mittelzufluss) im Berichtsjahr 45,9 Mio. EUR gegenüber 106,2 Mio. EUR im Vorjahr.

Die INDUS-Gruppe hat ihre Ziele für das Jahr 2012 erreicht. Im Wesentlichen misst INDUS ihren Erfolg an finanziellen Zielen. Daher sind Ertrag und Cashflow des Portfolios für den Vorstand bedeutend zur Bestimmung des Geschäftserfolgs. Die operativen Kennzahlen, die 2012 dem Kapitalmarkt kommuniziert wurden, konnten zu den Pflichtveröffentlichungen im Jahresverlauf mehrfach bestätigt werden. Das Ziel eines Gruppenumsatzes von mehr als 1 Mrd. EUR wurde erreicht; die Zielmarke für den operativen Gewinn setzte der Vorstand auf mehr als 100 Mio. EUR. Diese Planung wurde mit dem Ergebnis von 105,7 Mio. EUR ebenfalls erfüllt.

Der Vorstand achtete darauf, dass die Gruppe wettbewerbsfähig aufgestellt bleibt. Deshalb hat INDUS 2012 einige strategische Repositionierungen bei Beteiligungsgesellschaften durchgeführt, um hier nachhaltig die Leistung zu verbessern. Im Zuge der neuen Strategie "Kompass 2020" wird das Portfolio von INDUS zudem verstärkt in Richtung Wachstum entwickelt. Ergänzend soll die Gruppe wieder vermehrt durch externe Zukäufe wachsen. Die Weichen für diesen Kurs hat der Vorstand im zweiten Halbjahr 2012 gestellt und erste Maßnahmen eingeleitet. Diesen Gesamtkurs wird der Vorstand auch 2013 fortsetzen.

Hinweis zur Bilanzierung bzw. zu den ausgewiesenen Finanzdaten

Sämtliche Geschäftszahlen in diesem Lagebericht sind auch im Zeitverlauf vollständig miteinander vergleichbar. Das EBIT versteht sich als Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern. Die Grafiken und Tabellen im Lagebericht zeigen IFRS-Werte für die Jahre 2010, 2011 und 2012. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben seit 2004 im Wesentlichen unverändert und wurden lediglich der jeweils aktuellen Rechtslage angepasst. In den Abschluss einbezogen sind 114 vollkonsolidierte Tochterunternehmen und vier at-Equity-bewertete Unternehmen.

Änderungen der IFRS hatten keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der wirtschaftlichen Lage. Die IFRS gewähren vergleichsweise wenig Wahlrechte. Ihre Nutzung hat nur geringen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Bei wichtigen Bilanzpositionen nimmt INDUS Wahlrechte so wahr, dass eine größtmögliche Bewertungskontinuität gewährleistet ist. Im Geschäftsjahr 2012 wurden sämtliche Wahlrechte unverändert wahrgenommen, sodass ein vollständiger Periodenvergleich möglich ist. Zu den Konsolidierungsgrundsätzen finden sich weitere Ausführungen im Konzernanhang.

UMSATZ- UND ERGEBNISENTWICKLUNG

Das Geschäft der INDUS Holding AG hat sich 2012 erwartungsgemäß stabil entwickelt. Nach einem zunächst moderaten Jahresauftakt 2012 und hoher Kostenbelastung insbesondere im Bereich Personal hat sich die Geschäftslage in den Folgemonaten stabilisiert. Insgesamt lag der Umsatz leicht über dem Vorjahr. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte nicht zuletzt aufgrund der zusätzlichen Belastungen aus den Tariferhöhungen, die in diesem Umfeld erwartungsgemäß nicht an die Kunden weitergegeben werden konnten, nicht mehr den Vorjahreswert.

Umsätze und operatives Ergebnis INDUS Holding AG im Quartalsvergleich

UMSÄTZE 2010 BIS 2012 (in Mio. EUR)

Der Konzernumsatz der INDUS Holding AG stieg 2012 um 0,7 % auf 1.105,3 Mio. EUR (Vorjahr: 1.097,1 Mio. EUR). Mit dem deutlichen Überschreiten der Umsatzmilliarde hat INDUS ihre zum Jahresbeginn kommunizierte Prognose für das Geschäftsjahr 2012 voll erreicht. Die Auslandsumsätze stiegen mit einem Plus von 6 % deutlich an auf 535,8 Mio. EUR (Vorjahr: 504,2 Mio. EUR). Die Inlandsumsätze gingen auf 569,5 Mio. EUR zurück (Vorjahr: 592,9 Mio. EUR). Der erfreuliche Zuwachs im Auslandsgeschäft ist ein erster Beleg für die Internationalisierung der Gruppe; insbesondere das Geschäft mit Kunden außerhalb Europas hat 2012 stark zugelegt (plus rund 11 %). Rund 22 % des Gesamtumsatzes erzielte die Gruppe mit Kunden innerhalb der EU, nahezu 27 % außerhalb der EU. Hier sind die drei größten Absatzmärkte die USA, Schweiz und Südafrika. Demzufolge betrug der gesamte Auslandsanteil am Umsatz im Berichtsjahr 48,5 % (Vorjahr: 46 %).

ERTRAGSLAGE

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (in Mio. EUR)

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  2012 2011 2010
Umsatz 1.105,3 1.097,1 971,6
Sonstige betriebliche Erträge 22,5 20,3 19,6
Aktivierte Eigenleistungen 7,2 5,2 2,9
Bestandsveränderung 0,4 21,1 18,2
Gesamtleistung 1.135,4 1.143,7 1.012,3
Materialaufwand -523,6 -544,8 -462,0
Personalaufwand -306,5 -292,1 -265,1
Sonstiger betrieblicher Aufwand -154,3 -148,4 -140,0
Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen 0,2 0,1 0,1
Übriges Finanzergebnis 0,3 1,5 -0,4
EBITDA 151,5 160,0 145,0
Abschreibungen -45,8 -46,8 -43,6
Operatives Ergebnis (EBIT) 105,7 113,2 101,4
Zinsergebnis -21,1 -22,9 -27,4
Ergebnis vor Steuern (EBT) 84,6 90,3 74,0
Steuern -29,7 -33,6 -25,3
Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche -2,6 -1,0 -1,8
Ergebnis nach Steuern 52,3 55,6 46,9
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 0,2 -0,2 -0,3
davon Anteile der INDUS-Aktionäre 52,1 55,4 46,6

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen leicht auf 22,5 Mio. EUR (Vorjahr: 20,3 Mio. EUR). Der Zuwachs von rund 11 % resultiert unter anderem aus der Vereinnahmung von 1,3 Mio. EUR aus einer Einigung im Rahmen einer gerichtlichen Auseinandersetzung. Im Wesentlichen beinhaltet dieser Posten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Währungsumrechnungen, Auflösung von Wertberichtigungen, Erträge aus der Folgebewertung von Minderheitsanteilen sowie erhaltene Versicherungsleistungen und Erträge aus Mieten und Pachten.

Aktivierte Eigenleistungen wurden in Höhe von 7,2 Mio. EUR (Vorjahr: 5,2 Mio. EUR) erzielt. In der stark gesunkenen Bestandsveränderung von 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 21,1 Mio. EUR) zeigt sich das verlangsamte Wachstum 2012 am deutlichsten; ein weiterer Bestandsaufbau des Vorratsvermögens hat nicht stattgefunden, die Vorratsbestände sanken geringfügig auf 219,1 Mio. EUR (Vorjahr: 222,8 Mio. EUR). Demzufolge ist die Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken und beträgt 1.135,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1.143,7 Mio. EUR).

Der Materialaufwand sank erwartungsgemäß einerseits aufgrund günstiger Einstandspreise als Folge der schwächeren Weltkonjunktur und andererseits aufgrund der gesunkenen Gesamtleistung und lag mit 523,6 Mio. EUR um rund 4 % unter 2011 (Vorjahr: 544,8 Mio. EUR). Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand/Gesamtumsatz) erreichte 47,4 % (Vorjahr: 49,7 %). Bezogen auf die Gesamtleistung gab die Materialaufwandsquote um 1,5 Prozentpunkte nach. Dies ist ein Indikator für entsprechend gesunkene Einstandspreise.

Diese spürbare Entspannung auf der Materialkostenseite wurde von der bereits erwähnten, zum Teil erheblichen Kostensteigerung auf der Personalseite überkompensiert. Der Personalaufwand stieg um rund 5 % auf 306,5 Mio. EUR (Vorjahr: 292,1 Mio. EUR), die Personalaufwandsquote (Personalaufwand/Gesamtumsatz) lag demzufolge bei 27,7 % (Vorjahr: 26,6 %). Bezogen auf die Gesamtleistung stieg die Personalaufwandsquote um 1,5 Prozentpunkte. Der gestiegene Personalaufwand ist vornehmlich durch die hohen Tarifabschlüsse bedingt und zu einem deutlich geringeren Anteil Folge eines Personalaufbaus. Ein Personalaufbau hat beispielsweise in Mexiko aufgrund der dortigen guten Beschäftigungslage stattgefunden.

Der leichte Anstieg des sonstigen betrieblichen Aufwands auf 154,3 Mio. EUR (Vorjahr: 148,4 Mio. EUR) resultiert unter anderem aus gestiegenen Betriebs- und Vertriebsaufwendungen. Die Verwaltungsaufwendungen konnten nahezu konstant gehalten werden. Im Betriebsbereich machten sich gestiegene operative Leasingaufwendungen, Entsorgungskosten und leicht höhere Energiekosten bemerkbar. Im Vertriebsbereich sind deutliche Rückstellungszuführungen insbesondere für drohende Verluste aus nicht kostendeckenden Aufträgen im Segment Fahrzeugtechnik und im Segment Metalltechnik maßgeblich.

Das EBITDA (Earnings before Taxes, Depreciation, and Amortisation) betrug für das Berichtsjahr demzufolge 151,5 Mio. EUR (Vorjahr: 160,0 Mio. EUR).

Die Abschreibungen lagen mit 45,8 Mio. EUR knapp unter dem Niveau von 2011 (Vorjahr: 46,8 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung außerplanmäßiger Abschreibungen in Höhe von 3,9 Mio. EUR (Vorjahr: 5,8 Mio. EUR) sind die planmäßigen Abschreibungen erwartungsgemäß aufgrund der hohen Investitionstätigkeit leicht um 1,0 Mio. EUR angestiegen. Die außerplanmäßigen Abschreibungen betrafen vorrangig das Segment Metalltechnik sowie geringfügig die Segmente Fahrzeugtechnik und Maschinen- und Anlagenbau.

Das operative Ergebnis EBIT (Earnings before Interest and Taxes) lag mit 105,7 Mio. EUR (Vorjahr: 113,2 Mio. EUR) leicht unter dem Rekordwert des Vorjahrs, aber deutlich über der in der Jahresprognose kommunizierten Zielmarke von über 100 Mio. EUR. Die auf Basis des Umsatzes ermittelte operative Rendite (EBIT/Gesamtumsatz) betrug 9,6 % (Vorjahr: 10,3 %). Das Zinsergebnis hat sich 2012, wie angekündigt, weiter verbessert auf 21,1 Mio. EUR (Vorjahr: 23,0 Mio. EUR). Infolge des immer noch niedrigen Zinsniveaus konnten neue Kredite zu günstigeren Konditionen vereinbart werden, sodass der Aufwand 1,9 Mio. EUR niedriger lag als im Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern (Earnings before Taxes, EBT) erreichte 84,6 Mio. EUR nach 90,3 Mio. EUR im Vorjahr.

Die Steuerquote liegt mit 35,2 % (Vorjahr: 37,2 %) im INDUS-typischen Durchschnitt. Inklusive der aperiodischen und latenten Steuern verzeichnete die INDUS-Gruppe einen Steueraufwand von 29,7 Mio. EUR (Vorjahr: 33,6 Mio. EUR). Zu den steuerlichen Besonderheiten und Details zum tatsächlichen Steueraufwand finden sich weitere Erläuterungen im Konzernanhang unter Ziffer 10. Das Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche in Höhe von -2,6 Mio. EUR (Vorjahr: -1,0 Mio. EUR) resultiert aus dem Verkauf der Beteiligung REBOPLASTIC zum Juni 2012.

Das Konzernergebnis nach Steuern liegt trotz erhöhter Kosten mit einem leichten Rückgang von rund 6 % auf einem guten Niveau und erreicht 52,3 Mio. EUR (Vorjahr: 55,6 Mio. EUR). Davon stehen den Aktionären der INDUS Holding AG 52,1 Mio. EUR (Vorjahr: 55,4 Mio. EUR) zu. Das Ergebnis je Aktie ging auf 2,46 EUR (Vorjahr: 2,75 EUR) zurück.

SEGMENTBERICHT

Das Portfolio der INDUS Holding AG gliedert sich in die fünf Segmente Bau/Infrastruktur, Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik und Metalltechnik. Details zur wirtschaftlichen Entwicklung in den einzelnen Branchen finden sich im Kapitel Wirtschaftliche Rahmenbedingungen.

UMSATZVERTEILUNG 2012 NACH SEGMENTEN (in Mio. EUR)

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1 > Bau/Infrastruktur (20,7 %) 229,2
2 > Fahrzeugtechnik (29,3 %) 323,7
3 > Maschinen- und Anlagenbau (14,2 %) 156,5
4 > Medizin- und Gesundheitstechnik (8,0 %) 88,0
5 > Metalltechnik (27,8 %) 307,5

EBIT 2012 NACH SEGMENTEN (in Mio. EUR)

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1 > Bau/Infrastruktur (31,4 %) 34,1
2 > Fahrzeugtechnik (14,8 %) 16,1
3 > Maschinen- und Anlagenbau (16,3 %) 17,7
4 > Medizin- und Gesundheitstechnik (15,1 %) 16,4
5 > Metalltechnik (22,4 %) 24,4

BAU/INFRASTRUKTUR

Trotz marginalen Umsatzrückgangs überproportionale Rendite erzielt

Das Segment umfasst neun operative Einheiten; sie repräsentieren die große Bandbreite an Zuliefererbetrieben für die Bauwirtschaft - ob Bewehrung, Baustoffe, Klima- und Wärmetechnik oder Zubehör für den privaten Wohnungsbau. Klassische Bauunternehmen des Hoch- oder Tiefbaus sind im Segment nicht vertreten.

Der Segmentumsatz lag 2012 mit 229,2 Mio. EUR nur leicht unter 2011 (Vorjahr: 234,6 Mio. EUR); immer noch treibt besonders der private Wohnungsbau die deutsche Baukonjunktur. Zu Beginn des Jahres führte der (aber nur kurze) Wintereinbruch im Februar zu einem kleinen negativen Effekt bei den Personalkosten, da aufgrund der kurzen Frostperiode keine Schlechtwettergeldregelungen in Anspruch genommen wurden. Das zweite Quartal verlief dann dynamischer, im dritten Quartal ließ das Geschäft wieder etwas nach. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreicht mit 34,1 Mio. EUR immer noch einen sehr guten Wert (Vorjahr: 37,4 Mio. EUR). Demzufolge weist der Baubereich mit einer EBIT-Marge von 14,9 % wieder eine deutlich über dem Branchendurchschnitt liegende Rendite aus.

KENNZAHLEN BAU/INFRASTRUKTUR (in Mio. EUR)

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  2012 2011 2010
Umsatz 229,2 234,6 205,5
EBIT 34,1 37,4 27,9
EBIT-Marge in % 14,9 15,9 13,6
Abschreibung 5,1 5,2 5,0

FAHRZEUGTECHNIK

Margendruck bleibt weiter hoch

Das Segment umfasst zehn operative Einheiten, die mit ihren Lösungen die gesamte Wertschöpfungskette in der Automobilindustrie abbilden: von der Designentwicklung und dem Modell- und Prototypenbau über Vor- und Kleinserienfertigung, Test- und Messlösungen hin zu Lösungen für Spezialfahrzeuge und der Serienfertigung von Bauteilen für große Fahrzeughersteller von Automobilen, Nutz- und Sonderfahrzeugen.

Mit Wirkung zum 1. Juni 2012 hat INDUS die Beteiligung REBOPLASTIC verkauft, da die Gesellschaft perspektivisch nicht mehr in das INDUS-Portfolio passte. Das Unternehmen gehörte seit 1985 zur INDUS -Gruppe. Käufer war Dr. Wolfgang Höper, der als ehemaliger Vorstand der INDUS Holding AG die Gesellschaft langjährig betreute. Mit thermogefertigten Kunststoffteilen für die Automobil- und Zuliefererindustrie wurde 2011 ein Umsatz von rund 8 Mio. EUR erzielt.

Die Unternehmen des Segments Fahrzeugtechnik konnten das hohe Umsatzniveau des Vorjahrs aufgrund der noch guten Auftragslage im Automobilsektor in Summe nahezu halten. Absolut erzielten sie einen Umsatz mit externen Dritten von 323,7 Mio. EUR (Vorjahr: 327,1 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) liegt mit 16,1 Mio. EUR um rund 17 % über dem Vorjahreswert von 13,8 Mio. EUR. Die Verbesserung des operativen Ergebnisses ist das Resultat der Repositionierung einiger Segmentunternehmen. Insbesondere im seriennahen Zuliefergeschäft hat INDUS bei Beteiligungen (im Wesentlichen bei WIESAUPLAST, FICHTHORN, SELZER) erhebliche Restrukturierungsanstrengungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette initiiert und begleitet. Auch der Verkauf der Beteiligung REBOPLASTIC war Teil dieser Repositionierungsmaßnahmen.

Diese Maßnahmen zeigen eine erste ergebnissteigernde Wirkung. Die zukünftigen, nachhaltigen Ertragsaussichten haben sich dadurch wieder verbessert, sodass im Geschäftsjahr im Gegensatz zum Vorjahr keine außerplanmäßige Wertberichtigung auf Firmenwerte oder Sachanlagen notwendig war. Gegenläufig wirkten sich Rückstellungszuführungen für drohende Verluste aus nicht kostendeckenden (Serien-)Aufträgen aus. Die EBIT-Marge verbesserte sich daher auf 5,0 %. Weiterhin setzt sich INDUS zum Ziel, für dieses Segment eine deutliche Verbesserung der EBIT-Marge auf ein Niveau deutlich oberhalb von 6 % zu erreichen.

KENNZAHLEN FAHRZEUGTECHNIK (in Mio. EUR)

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  2012 2011 2010
Umsatz 323,7 327,1 284,8
EBIT 16,1 13,8 14,4
EBIT-Marge in % 5,0 4,2 5,1
Abschreibung 20,8 26,2 23,0

MASCHINEN- UND ANLAGENBAU

Trotz schwachen ersten Halbjahrs Ziele voll erreicht

Das Segment umfasst sieben operative Einheiten, die in sehr verschiedenen Teilmärkten aktiv sind: ob Entwicklung von Robotergreifsystemen, Ventiltechnik, Anlagen für Reinraumsysteme oder die Errichtung von Sendemasten.

Die Entwicklung im Segment Maschinen- und Anlagenbau im Jahresverlauf war uneinheitlich. Die Unternehmen konnten zwar 2012 insgesamt beim Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum zulegen, die Ertragslage hielt damit aber nicht Schritt. Der Segmentumsatz wuchs auf 156,5 Mio. EUR und lag somit um 7,5 % über dem Vorjahr mit 145,6 Mio. EUR. Der leichte Zuwachs resultiert aus dem besser als erwartet gelaufenen zweiten Halbjahr. Noch zur Jahresmitte wurde das Umsatzniveau des Vorjahrs unterschritten. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern zeigt sich, dass die Sonderkonjunktur der Vorjahre spürbar abflaut. Das EBIT konnte absolut nur noch leicht zulegen und erreichte mit 17,7 Mio. EUR den Wert aus 2011 (Vorjahr: 17,0 Mio. EUR). Darin enthalten ist ein Betrag von 0,5 Mio. EUR für eine außerplanmäßige Abschreibung für aktivierte Entwicklungskosten aufgrund fehlender Marktakzeptanz des Produkts.

Die EBIT-Marge liegt aktuell bei 11,3 %; die außerordentlich gute Ertragslage des Vorjahrs hat sich somit wie erwartet nicht mehr ganz wiederholen lassen. Die aktuellen Ergebnisse entsprechen aber vollständig den zu Jahresbeginn geäußerten INDUS-Erwartungen und liegen sogar über Budget. Der momentane Auftragseingang bzw. -bestand zeigt zudem, dass sich das Geschäft im spätzyklischen Maschinen- und Anlagenbau in den nächsten Monaten voraussichtlich weiterhin stabil entwickeln wird.

KENNZAHLEN MASCHINEN- UND ANLAGENBAU (in Mio. EUR)

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  2012 2011 2010
Umsatz 156,5 145,6 129,0
EBIT 17,7 17,0 14,3
EBIT-Marge in % 11,3 11,7 11,1
Abschreibung 3,8 2,2 1,9

MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK

Stabile Entwicklung dank eines guten Konsumklimas

Der Geschäftsbereich Medizin- und Gesundheitstechnik wird durch drei Unternehmen gebildet. Sie fertigen Orthesen und medizinische Kompressionsstrümpfe, entwickeln Linsen und Optiken und vertreiben Hygieneprodukte für medizinische Anwendungen und für den Haushalt.

Wie schon in den Vorjahren verzeichnet der Geschäftsbereich Medizin- und Gesundheitstechnik angesichts der erstaunlich stabilen Konsumneigung und der wachsenden Bedeutung des Gesundheitsmarkts in Deutschland eine kontinuierlich positive Geschäftslage. Der Umsatz wuchs um rund 4 % auf 88,0 Mio. EUR (Vorjahr: 84,8 Mio. EUR). Beim operativen Ergebnis erzielten die Segmentunternehmen mit 16,4 Mio. EUR sogar eine deutliche Verbesserung (Vorjahr: 12,9 Mio. EUR), sodass die EBIT-Marge 2012 mit 18,6 % eine neue Höchstmarke erreicht (Vorjahr: 15,2 %).

KENNZAHLEN MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK (in Mio. EUR)

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  2012 2011 2010
Umsatz 88,0 84,8 81,6
EBIT 16,4 12,9 12,4
EBIT-Marge in % 18,6 15,2 15,2
Abschreibung 2,6 2,8 3,1

METALLTECHNIK

Hohe Auslastung generiert stabile Erträge

Das Segment umfasst neun operative Einheiten und bedient viele Spezialkunden. Ob Zulieferung für Bahntechnik, Fertigung von Hartmetallwerkzeugen für Straßen- und Bergbau, Gehäusebau für die Labordiagnostik, Strahlmittel für die Stahlindustrie oder Bolzenschweißtechnik für beispielsweise Brückenverbindungen, die Spannbreite der Lösungen ist sehr groß.

Parallel zur starken Auftragslage in der Automobilindustrie erlebte das INDUS-Segment Metalltechnik zum Jahresbeginn 2012 eine positive Entwicklung, die sich allerdings im Jahresverlauf abschwächte. Der Umsatz 2012 stieg gegenüber dem Vorjahr zwar leicht an von 304,8 Mio. EUR auf 307,5 Mio. EUR. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) litt aber deutlich unter den hohen Tarifabschlüssen mit entsprechend negativer Auswirkung auf die Personalkosten. Belastend wirkten zudem hohe Anlaufverluste in einer neu errichteten galvanischen Fertigungseinheit. Aufgrund noch nicht erreichter Ausschussquoten und somit erhöhter Produktionskosten waren in diesem Bereich ebenfalls Rückstellungszuführungen für drohende Verluste aus nicht kostendeckenden Aufträgen notwendig. Den Schweizer Unternehmen machte zeitweilig der Wechselkurs zwischen Schweizer Franken und Euro zu schaffen, ebenso war auf bestimmten Märkten ein starker Preiswettbewerb zu verzeichnen.

Das Ergebnis wurde zusätzlich durch außerplanmäßige Abschreibungen auf Basis des jährlichen Impairment-Tests in Höhe von 2,5 Mio. EUR belastet. Aufgrund dieser Einflussgrößen verfehlte das EBIT im Segment die Zielvorgabe und lag bei 24,4 Mio. EUR nach 37,2 Mio. EUR im Vorjahr. Insgesamt betrachtet INDUS die Ertragslage im Segment Metalltechnik als nicht zufriedenstellend. Die EBIT-Marge liegt mit 7,9 % (Vorjahr: 12,2 %) deutlich unterhalb des definierten Zielkorridors. Auch hier hat der Vorstand erhebliche Restrukturierungsanstrengungen gestartet, um die Ertragslage im Geschäftsjahr 2013 wieder auf das INDUS -Zielniveau von 10 % EBIT-Marge zu verbessern.

KENNZAHLEN METALLTECHNIK (in Mio. EUR)

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  2012 2011 2010
Umsatz 307,5 304,8 270,6
EBIT 24,4 37,2 39,6
EBIT-Marge in % 7,9 12,2 14,6
Abschreibung 13,4 10,1 10,3

FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Grundsätze und Ziele des Finanz- und Liquiditätsmanagements

Die Steuerung des Finanzmanagements innerhalb der INDUS-Gruppe erfolgt zentral durch die Führungsgesellschaft. Das Finanzmanagement umfasst primär die Liquiditätssteuerung, die Beschaffung von Fremdkapital sowie das Management von Zins- und Währungsrisiken. Als Verbund unabhängiger Unternehmen betreibt INDUS kein Cash-Pooling.

Im Rahmen des Finanzmanagements setzt die Gruppe unter Führung der Holding unterschiedliche Instrumente wie lang laufende Bankkredite, Schuldscheindarlehen, ABS-Programme (Asset Backed Securities) und Forderungsverkäufe ein. Diese sind auf diverse Institute verteilt.

Auf Basis einer komfortablen Liquiditätsausstattung im Zusammenspiel mit Finanzierungszusagen der Banken kann INDUS jederzeit flexibel investieren. Bei der Finanzierung nutzt INDUS die langjährige, partnerschaftliche Verbindung zu einer Reihe solider deutscher Finanzinstitute. Stabilisierende Faktoren bei der langfristigen Finanzierung der Gruppe sind eine breite Verteilung des Kreditvolumens sowie eine ausgewogene Tilgungsstruktur bei gleichzeitiger Nutzung eines möglichst breiten Fächers alternativer Finanzierungsinstrumente. Zur Steuerung der Marktpreisrisiken setzt die Gruppe Zins- und Währungsderivate ein, die ausschließlich der Risikosicherung dienen.

Das Finanz- und Liquiditätsmanagement verfolgt drei Ziele: Ertrags- und Kostenoptimierung, Risikobegrenzung und Sicherung ausreichender Liquiditätsreserven. Die Liquiditätssicherung besitzt dabei einen besonderen Stellenwert: Sie ist die Voraussetzung dafür, dass die Gruppe jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen und zugleich bankenunabhängig Akquisitionschancen ergreifen kann (siehe auch im Risikobericht).

Die Risikobegrenzung erstreckt sich über alle finanzwirtschaftlichen Risiken, die den Bestand von INDUS gefährden könnten. Die wichtigste Finanzierungsquelle sind die Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow). Fremdmittel werden grundsätzlich nur von der INDUS Holding AG aufgenommen. Der Bereich Konzern-Treasury steuert die Verwendung der Mittel gegenüber den Tochtergesellschaften sowie die Anlage der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sorgfältig.

Ein weiteres wichtiges Ziel des Finanz- und Liquiditätsmanagements ist die Optimierung des Nettoumlaufvermögens (Working Capital). Dadurch werden flüssige Mittel freigesetzt, die die Verschuldung gering halten und Kennzahlen wie Bilanzstruktur und Kapitalrentabilität optimieren. Bei allen Bemühungen zur Working-Capital-Optimierung in den Beteiligungsgesellschaften stellt INDUS sicher, dass das operative Geschäft nicht beeinträchtigt wird. Die INDUS Holding AG formuliert mit den einzelnen Gesellschaften unternehmensindividuelle Vorgaben und berät die Beteiligungsunternehmen bei der Zielerreichung. Die operative Umsetzung und das Management des Working Capitals obliegen den Portfoliounternehmen.

Finanzierungsanalyse

INDUS deckt ihren Kapitalbedarf aus dem operativen Cashflow und der Aufnahme von kurz- und langfristigen Finanzierungsmitteln. Die wesentlichen Bestandteile sind lang laufende unbesicherte Kreditverträge, Schuldscheindarlehen sowie Forderungsverkaufsprogramme. Ferner nutzt die Gruppe in geringerem Umfang außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente wie Operating Leases. Ihr Gesamtumfang steht bei INDUS in einem angemessenen Verhältnis zum Geschäftsvolumen.

Insgesamt haben sich die außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente und Verpflichtungen im Jahr 2012 nur wenig verändert. Als außerbilanzielle Finanzierungsformen nutzt INDUS vor allem Miet- und Pachtleasing sowie Finanzleasing für EDV-Zubehör und Firmenfahrzeuge. Die zukünftigen Leasingverpflichtungen (aus Miet-, Pacht- und Operating-Leasing) lagen zum 31. Dezember 2012 bei 75,9 Mio. EUR (Vorjahr: 80,3 Mio. EUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 413,7 Mio. EUR (Vorjahr: 404,6 Mio. EUR); überwiegend (zu nahezu 99 %) sind sie in Euro abgeschlossen. Das Volumen an Krediten in weiteren Fremdwährungen ist gering und besteht vornehmlich aus Schweizer Franken und US-Dollar; es umfasst zum Jahresende Verbindlichkeiten über 4,8 Mio. EUR (Vorjahr: 18,4 Mio. EUR). Der Rückgang der Verbindlichkeiten in Fremdwährung ist durch die Rückführung der Kredite in Schweizer Franken bedingt. Dies war eine der Maßnahmen, um die wirtschaftlichen Belastungen infolge der starken Aufwertung des Frankens abzufangen.

Unter den Finanzschulden werden Verträge in Höhe von 11,2 Mio. EUR (Vorjahr: 12,7 Mio. EUR) zum Finanzierungsleasing betreffend Immobilien und Maschinen ausgewiesen, die im Wesentlichen im Rahmen des als Asset Deal erfolgten Erwerbs von HAKAMA im Jahr 2010 entstanden sind.

Im Bereich der Finanzschulden führt INDUS zur breiteren Diversifizierung der Finanzierungsinstrumente rollierende Verkäufe von Forderungen durch. Nachdem die ABS-Finanzierung mit der WestLB im Jahr 2011 bestimmungsgemäß auslief, wurde 2012 ein ähnliches Instrument mit der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen vereinbart. Das Gesamtvolumen beträgt zum Bilanzstichtag 25,1 Mio. EUR.

Weiterhin bestehen Schuldscheindarlehen über insgesamt 10,5 Mio. EUR, die in zwei Tranchen von rund 6,5 bzw. 4,0 Mio. EUR fällig werden. Darüber hinaus existieren nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von rund 60 Mio. EUR (Vorjahr: 27,3 Mio. EUR).

Im Rahmen von Kreditverträgen ist INDUS Verpflichtungen zur Einhaltung einer Mindest-Eigenkapitalquote in der AG eingegangen; die geforderte Quote wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich übertroffen.

Rating

Die INDUS Holding AG verzichtet auf eine Beurteilung ihrer Bonität durch Ratingagenturen, da bis dato die Vorlage solcher Ratings für die Kreditgeber nicht relevant ist. Zudem entfallen durch den Verzicht erhebliche Kosten und zeitlicher Aufwand. Die Hausbanken bewerten INDUS aktuell mit "Investment Grade".

KAPITALFLUSSRECHNUNG

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG, VERKÜRZT (in Mio. EUR)

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  2012 2011 2010
Operativer Cashflow 68,4 130,2 81,9
Zinsen -22,5 -24,0 -27,6
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 45,9 106,2 54,3
Auszahlungen für Investitionen -56,1 -58,9 -44,0
Einzahlungen aus dem Abgang von Vermögenswerten 2,6 2,0 5,6
Cashflow aus Investitionstätigkeit -53,5 -56,9 -38,4
Einzahlungen Kapital 0,0 37,1 33,4
Auszahlungen Dividende -22,2 -18,2 -9,2
Auszahlungen Minderheitsgesellschafter -0,5 -0,3 -0,4
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 159,0 96,8 60,0
Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten -152,8 -138,7 -97,7
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -16,5 -23,3 -13,9
Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel -24,1 26,0 2,0
Wechselkursbedingte Veränderung der liquiden Mittel -0,3 0,3 1,3
Liquide Mittel zum Anfang der Periode 123,1 96,8 93,5
Liquide Mittel am Ende der Periode 98,7 123,1 96,8

Hoher Bestand an flüssigen Mitteln sichert erweiterte Strategie der forcierten Akquisitionen

Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 60,3 Mio. EUR von 106,2 Mio. EUR auf 45,9 Mio. EUR gesunken.

Während das Ergebnis nach Steuern der fortgeführten Geschäftsbereiche von 54,8 Mio. EUR (Vorjahr: 56,7 Mio. EUR) nur leicht gesunken ist, und ebenso der Zahlungsmittelzufluss aus Abschreibungen mit 46,0 Mio. EUR (Vorjahr: 46,8 Mio. EUR) nahezu konstant geblieben ist, ergeben sich im Bereich der Zahlungsmittelzuflüsse und -abflüsse aus Veränderungen der kurzfristigen Forderungen und Vermögensgegenstände einerseits und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen andererseits wesentliche Effekte.

Im Bereich des kurzfristig gebundenen operativen Vermögens war im Vorjahr ein signifikanter Mittelabfluss durch den Aufbau der Vorräte zu verzeichnen (-44,0 Mio. EUR), der durch einen Forderungsverkauf zum Stichtag nicht kompensiert werden konnte. Im Berichtsjahr hat sich der Aufbau der Vorräte nicht fortgesetzt. Allerdings erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deutlich durch die Umstellung der Forderungsfinanzierung (siehe hierzu die Erläuterungen zur Vermögenslage).

Im Bereich der kurzfristigen Verbindlichkeiten zeigt sich die wesentlichste Veränderung zum Vorjahr. Im Geschäftsjahr sind kurzfristige operative Verbindlichkeiten in Höhe von 21,9 Mio. EUR zurückgeführt worden (Mittelabfluss), wohingegen im Vorjahr ein deutlicher Aufbau (Mittelzufluss) der kurzfristigen Verbindlichkeiten (+19,1 Mio. EUR) stattgefunden hat. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich hierdurch der operative Cashflow um -41,0 Mio. EUR verringert.

Im Wesentlichen aufgrund der Umstellung der Forderungsfinanzierung und der Rückführung der kurzfristigen operativen Verbindlichkeiten im Berichtsjahr, gegenüber einem Aufbau im Vorjahr, erreichte der Cashflow aus Geschäftstätigkeit (Mittelzufluss) im Berichtsjahr 45,9 Mio. EUR gegenüber 106,2 Mio. EUR im Vorjahr.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit (Mittelabfluss) sank um 3,4 Mio. EUR auf -53,5 Mio. EUR (Vorjahr: -56,9 Mio. EUR). Bei weiterhin hohen und im Vergleich zum Vorjahr nochmals gesteigerten Investitionen in Sachanlagen wurden im Vorjahr 13,2 Mio. EUR für die Akquisition einer Enkelgesellschaft aufgewendet, sodass in Summe der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr zurückgegangen ist.

Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte lagen nahezu unverändert bei 3,8 Mio. EUR (Vorjahr: 3,9 Mio. EUR), die in Sachanlagen erreichten 49,5 Mio. EUR (Vorjahr: 40,8 Mio. EUR); für Finanzanlagen wurden 2,8 Mio. EUR verwendet nach 1,0 Mio. EUR im Vorjahr. In den Erwerb von Anteilen flossen 0 Mio. EUR (Vorjahr: 13,2 Mio. EUR). Weitere Einzelheiten dazu finden sich im Kapitel Investitionen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (Mittelabfluss) lag bei -16,5 Mio. EUR (Vorjahr: -23,3 Mio. EUR). Im Vorjahr betrug die Nettokredittilgung (Saldo aus Mittelabflüssen aufgrund der Tilgung von Krediten und Mittelzuflüssen aus der Aufnahme von Krediten) 41,9 Mio. EUR, diese hohe Tilgung stand im Zusammenhang mit Mittelzuflüssen in Höhe von 37,1 Mio. EUR aus einer Kapitalerhöhung. Im laufenden Geschäftsjahr ist der Saldo nahezu ausgeglichen und es ergab sich eine Nettokreditaufnahme in Höhe von 6,2 Mio. EUR. Beachtenswert im laufenden Geschäftsjahr ist dabei, dass rund 24 Mio. EUR Nettokreditaufnahme durch die Umstellung der Forderungsfinanzierung bedingt sind (siehe hierzu die Erläuterungen zur Vermögenslage).

Die Dividendenausschüttung im Geschäftsjahr 2012 betrug -22,2 Mio. EUR gegenüber -18,2 Mio. EUR in 2011. Innerhalb der Gesamtfinanzierung verfügte INDUS zum Jahresende 2012 weiterhin über eine hohe Liquidität, die bereits Anfang März beim Kauf von 75 % der BUDDE-Gruppe teilweise eingesetzt wurde. Der Bestand an flüssigen Mitteln zum Bilanzstichtag betrug 98,7 Mio. EUR (Vorjahr: 123,1 Mio. EUR). Im weiteren Jahresverlauf 2013 plant INDUS, aus dieser Liquidität weitere Zukäufe zu finanzieren. Die ausführliche Cashflow-Rechnung findet sich im Konzernabschluss.

VERMÖGENSLAGE

KONZERNBILANZ, VERKÜRZT (in Mio. EUR)

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  31.12.2012 31.12.2011
Aktiva    
Langfristige Vermögenswerte 580,6 575,3
Anlagevermögen 576,7 570,1
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 3,9 5,2
Kurzfristige Vermögenswerte 472,0 464,8
Liquide Mittel 98,7 123,1
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 154,2 118,9
Vorräte 219,1 222,8
Bilanzsumme 1.052,7 1.040,2
Passiva    
Langfristige Finanzierungsmittel 788,6 755,2
Eigenkapital 410,1 382,1
Fremdkapital 378,5 373,1
davon Rückstellungen 19,3 18,5
davon Verbindlichkeiten und latente Steuern 359,2 354,6
Kurzfristige Finanzierungsmittel 264,1 284,9
davon Rückstellungen 44,8 47,0
davon Verbindlichkeiten 219,3 237,9
Bilanzsumme 1.052,7 1.040,2

Die Vermögens- und Kapitalstruktur der INDUS-Gruppe hat sich 2012 erneut zugunsten des Eigenkapitals verändert. Die Bilanzsumme erhöhte sich leicht auf 1.052,7 Mio. EUR (Vorjahr: 1040,2 Mio. EUR).

Aktiva: Zunahme von langfristigen und kurzfristigen Vermögenswerten

Die langfristigen Vermögenswerte lagen Ende 2012 um 5,3 Mio. EUR höher als im Vorjahr, wesentlich bedingt durch die erhöhten Investitionen in Sachanlagen (+ 9,5 Mio. EUR). Goodwill und immaterielle Vermögenswerte verminderten sich insbesondere aufgrund der vorgenommenen Abwertungen um -4,8 Mio. EUR. Die Finanzanlagen veränderten sich nur leicht (-0,8 Mio. EUR), während die at-Equity-bewerteten Finanzanlagen im Wesentlichen durch die Gründung eines Joint Ventures im Segment Fahrzeugtechnik angestiegen sind. Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte verminderten sich auf 1,3 Mio. EUR (-1,0 Mio. EUR).

Auch die kurzfristigen Vermögenswerte legten zu und wuchsen um 7,2 Mio. EUR. Die Veränderungen bei den kurzfristigen Vermögenswerten sind insbesondere durch eine geänderte Finanzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen geprägt. Im Vorjahr wurden bilanzwirksam Liefer- und Leistungsforderungen zum Bilanzstichtag einmalig in Höhe von rund 24 Mio. EUR an ein Kreditinstitut rechtlich und wirtschaftlich veräußert und demzufolge nicht mehr in der Bilanz gezeigt. Korrespondierend hatte sich der Bestand an liquiden Mitteln zum Bilanzstichtag des Vorjahrs erhöht. Im laufenden Geschäftsjahr wurde zur Finanzierung der Forderungen wiederum, wie bereits in den Vorjahren praktiziert, ein revolvierendes Programm aufgelegt, bei dem Forderungen aus Lieferungen und Leistungen monatlich zur (Vor-)Finanzierung übertragen werden. Das Programm hat den Charakter eines Finanzierungsgeschäftes und führt nicht zum Abgang der Forderungen aus der Bilanz. In der Wirkung erhöht sich hierdurch der Bestand an liquiden Mitteln bei gleichzeitigem Ausweis von Finanzverbindlichkeiten. Zum Bilanzstichtag waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 27,8 Mio. EUR zur Finanzierung übertragen.

Der Anstieg der Forderungen (+28,7 Mio. EUR) ist nahezu ausschließlich durch die oben beschriebene Umstellung des Forderungsfinanzierungsprogrammes bedingt. Die Vorräte verminderten sich im Geschäftsjahr 2012 nur leicht (-3,7 Mio. EUR), auch die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte blieben mit 10,6 Mio. EUR wenig verändert (Vorjahr: 7,1 Mio. EUR). Die Forderungen aus laufenden Ertragsteuern betrugen 6,6 Mio. EUR (Vorjahr: 3,4 Mio. EUR). Die ausführliche Bilanz15 findet sich im Konzernabschluss.

15 > Siehe Seite 77

Die Veränderung der liquiden Mittel (-24,4 Mio. EUR) resultiert aus den vorstehend beschriebenen Veränderungen des operativen Cashflows sowie des Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit.

Passiva: Eigenkapitalquote steigt auf aktuellen Bestwert von 39 %

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um 28,0 Mio. EUR auf 410,1 Mio. EUR (Vorjahr: 382,1 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote verbesserte sich damit zum achten Mal in Folge auf nunmehr 39,0 % (Vorjahr: 36,7 %). Diese Entwicklung ist vornehmlich die Folge aus der sehr guten wirtschaftlichen Entwicklung der Gruppe, der kontinuierlichen Thesaurierung etwa der Hälfte des erwirtschafteten Kapitals sowie der Kapitalerhöhungen der letzten beiden Jahre.

Die langfristigen Schulden nahmen 2012 in Summe leicht zu von 373,1 Mio. EUR auf 378,5 Mio. EUR zum Ende des Geschäftsjahrs. Vornehmlich stiegen bei den langfristigen Schulden die Finanzschulden (+8,5 Mio. EUR) und die langfristigen Verbindlichkeiten (+5,3 Mio. EUR). Aufgrund der in 2013 wirksam werdenden Andienung der restlichen Anteile an HAKAMA wurden die Verbindlichkeiten aus der Kaufpreisoption von den langfristigen in die kurzfristigen Verbindlichkeiten umgegliedert. Die weiteren langfristigen Passiva veränderten sich nur wenig.

Die kurzfristigen Schulden verminderten sich dagegen deutlich um 20,8 Mio. EUR auf 264,1 Mio. EUR (Vorjahr: 284,9 Mio. EUR), im Wesentlichen bedingt durch Rückgänge bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-8,7 Mio. EUR), den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten (-3,5 Mio. EUR) und den laufenden Ertragsteuern (-4,0 Mio. EUR). Auch die kurzfristigen Finanzschulden gingen zum Stichtag 2012 leicht zurück auf 109,4 Mio. EUR (Vorjahr: 111,7 Mio. EUR). Der Rückgang der kurzfristigen Schulden steht auch im Zusammenhang mit dem Rückgang der liquiden Mittel zum Bilanzstichtag.

Weitere Bilanzkennzahlen: Nettoverschuldung steigt trotz schwächerer Ertragslage kaum, Working Capital operativ stabil

Das Working Capital ermittelt INDUS aus den Vorräten zuzüglich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der erhaltenen Anzahlungen inklusive der Fertigungsaufträge mit passivem Saldo. Zum 31. Dezember 2012 lag das Working Capital bei 302,8 Mio. EUR (Vorjahr: 268,5 Mio. EUR). Auch hier ist der wesentliche Effekt ursächlich in der Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund der Umstellung der Finanzierung zu sehen und ist nicht operativer Natur. Daneben sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag merklich geringer als im Vorjahr (-8,7 Mio. EUR).

Die Nettoverschuldung, berechnet aus der Differenz von lang- und kurzfristigen Finanzschulden zu den liquiden Mitteln, lag zum 31. Dezember 2012 bei 341,8 Mio. EUR und somit um 30,6 Mio. EUR über dem Vorjahr (31.12.2011: 311,2 Mio. EUR). Bei 11,2 Mio. EUR handelt es sich im Wesentlichen um einen langfristigen Miet-Kauf-Vertrag für Immobilien, der gemäß den Rechnungslegungsvorschriften als Finanzierungsleasing-Vertrag zu klassifizieren ist.

Das Verhältnis von Nettoverschuldung zum Eigenkapital (Gearing) beträgt 83 % (Vorjahr: 81 %). Das Verhältnis Nettoverschuldung/EBITDA beträgt 2,3 (Vorjahr: 1,9). Damit hat INDUS ihr langfristiges Ziel, die Entschuldungsdauer in einem Korridor von 2 bis 2,5 Jahren zu halten, trotz einer schwächeren Konjunktur erreicht.

INVESTITIONEN

INVESTITIONEN UND ABSCHREIBUNGEN DER INDUS-GRUPPE (in Mio. EUR)

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  2012 2011 2010
Investitionen 53,9 58,3 52,0
davon in:      
Unternehmenserwerbe 0 12,0 14,1
Investition in immaterielle Vermögenswerte 3,9 4,4 4,6
Investition in Sachanlagen 46,4 41,8 33,3
davon in:      
Grundstücke und Gebäude 9,6 4,1 2,8
Technische Anlagen und Maschinen 14,8 19,3 18,2
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10,8 10,0 8,1
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11,1 8,5 4,2
Als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 3,6 0 0
Abschreibungen 45,8 46,8 43,6

Die Investitionen betrugen im Berichtsjahr 53,9 Mio. EUR (Vorjahr: 58,3 Mio. EUR). Hiervon entfielen 0 Mio. EUR auf Unternehmenserwerbe (Vorjahr: 12,0 Mio. EUR), 46,4 Mio. EUR auf Investitionen in Sachanlagen (Vorjahr: 41,8 Mio. EUR) und 3,9 Mio. EUR auf Investitionen in immaterielles Anlagevermögen (Vorjahr: 4,4 Mio. EUR) sowie 3,6 Mio. EUR auf als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Vorjahr: 0 Mio. EUR). Trotz einer im Jahresverlauf nachlassenden Wachstumsdynamik hat INDUS damit weiterhin auf einem sehr hohen Niveau in ihre Beteiligungen investiert.

Den Schwerpunkt der Investitionen bildeten Investitionen in Sachanlagen. Sie betrafen insbesondere technische Anlagen und Maschinen mit 14,8 Mio. EUR, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung mit 10,8 Mio. EUR sowie Grundstücke und Gebäude mit 9,6 Mio. EUR. Bei einigen Konzerngesellschaften wurde durch kontinuierliches Wachstum die Grenze der Nutzung der vorhandenen Grundstücke und Gebäude erreicht, sodass zur Absicherung der zukünftigen Entwicklung größere Investitionen in Erweiterungen notwendig waren. Die wesentlichen Neubauprojekte betreffen die ASS Maschinenbau und IPETRONIK. Einige große Projekte, darunter der Neubau von Fabriken für HAUFF-Technik und REMKO, wurden in 2012 nur begonnen, was zu einem Zugang bei den geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau von 11,1 Mio. EUR führte.

Die Abschreibungen lagen insgesamt bei 45,8 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr mit 46,8 Mio. EUR.

JAHRESABSCHLUSS DER INDUS HOLDING AG (KURZFORM)

Der Jahresabschluss der INDUS Holding AG ist als Kurzform in den nachfolgenden Tabellen dargestellt. Der vollständige Jahresabschluss einschließlich Lagebericht liegt als separater Bericht vor.

Ertragslage

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER INDUS-GRUPPE (in Mio. EUR)

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  2012 2011 2010
Umsatz 5,5 4,3 4,3
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen 5,7 2,9 -2,3
Personalaufwand -5,1 -4,8 -4,7
Erträge aus Beteiligungen 32,2 43,3 43,7
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 50,3 54,2 49,1
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8,9 8,0 5,6
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -0,3 -0,3 -0,3
Abschreibungen auf Finanzanlagen -20,8 -30,3 -28,7
Aufwendungen aus Verlustübernahme -6,2 -3,4 -4,0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -18,4 -19,5 -22,4
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 51,8 54,5 40,1
Außerordentliche Erträge 1,3 0 0
Steuern -6,9 -8,0 -7,7
Jahresüberschuss 46,2 46,5 32,4
Gewinnvortrag 1,9 1,1 0,8
Bilanzgewinn 48,1 47,6 33,2

Das Ergebnis der INDUS Holding AG ist im Wesentlichen bestimmt von den Erträgen aus Beteiligungen und den Ausleihungen des Finanzanlagevermögens.

Die Umsatzerlöse lagen in der AG 2011 mit 5,5 Mio. EUR leicht über dem Wert des Vorjahrs. Sie umfassen von der Führungsgesellschaft erbrachte Dienstleistungen für einzelne Beteiligungsgesellschaften. Geschäftsbeziehungen mit außen stehenden Dritten bestanden wie in den Vorjahren nicht. Der Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen stieg von 2,9 Mio. EUR auf 5,7 Mio. EUR. In dieser Position sind auch Zuschreibungen aus Wertaufholungen aus in Vorjahren vorgenommenen Abschreibungen auf Finanzanlagen enthalten. Der Personalaufwand war mit 5,1 Mio. EUR leicht erhöht gegenüber 2011.

Die Erträge aus Beteiligungen blieben mit 32,2 Mio. EUR deutlich unter dem Wert des Vorjahrs mit 43,3 Mio. EUR zurück. Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens verminderten sich ebenfalls jedoch weniger deutlich und erreichten 50,3 Mio. EUR nach 54,2 Mio. EUR im Vorjahr. Die Zinserträge lagen mit 8,9 Mio. EUR leicht über dem Vorjahresniveau von 8,0 Mio. EUR.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen blieben unverändert bei 0,3 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR). Die Abschreibungen auf Finanzanlagen waren mit 20,8 Mio. EUR um 9,5 Mio. EUR geringer als im Vorjahr mit 30,3 Mio. EUR. In dieser Position sind Wertminderungen aus der Überprüfung der Werthaltigkeit der Beteiligungsbuchwerte enthalten. Die Aufwendungen aus Verlustübernahme erhöhten sich auf 6,2 Mio. EUR (Vorjahr: 3,4 Mio. EUR). Die Zinsaufwendungen gingen von 19,5 Mio. EUR auf 18,4 Mio. EUR nochmals zurück.

Insgesamt verringerte sich damit das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit leicht um rund 5 % von 54,5 Mio. EUR auf 51,8 Mio. EUR. Nach Steuern führt die Gewinn- und Verlustrechnung daher zu einem Jahresüberschuss von 46,2 Mio. EUR (Vorjahr: 46,5 Mio. EUR). Dies entspricht einem gewichteten Ergebnis je Aktie von 2,08 EUR (Vorjahr gewichtet: 2,26 EUR).

Finanz- und Vermögenslage

BILANZ DER INDUS HOLDING AG (in Mio. EUR)

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  31.12.2012 31.12.2011
Aktiva    
Immaterielle Vermögenswerte 0,2 0,2
Sachanlagen 2,4 2,4
Finanzanlagen 790,7 753,0
Anlagevermögen 793,3 755,6
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 200,5 224,7
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 12,7 28,6
Umlaufvermögen 213,2 253,3
Rechnungsabgrenzungsposten 0,2 0,1
Bilanzsumme 1.006,7 1.009,0
Passiva    
Eigenkapital 592,7 568,7
Rückstellungen 4,8 5,0
Verbindlichkeiten 369,0 395,3
Passive latente Steuern 40,2 40,0
Bilanzsumme 1.006,7 1.009,0

Die Bilanzsumme der INDUS Holding AG blieb nahezu konstant und beträgt 1.006,7 Mio. EUR (Vorjahr: 1.009,0 Mio. EUR). Das Anlagevermögen erhöhte sich um 37,7 Mio. EUR auf 793,3 Mio. EUR (Vorjahr: 755,6 Mio. EUR) im Wesentlichen aufgrund höherer Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Innerhalb des Umlaufvermögens sanken die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 24,2 Mio. EUR auf 200,5 Mio. EUR (Vorjahr: 224,7 Mio. EUR). Im Wesentlichen ist der Rückgang durch geringere Forderungen an verbundene Unternehmen verursacht. Die liquiden Mittel betrugen 12,7 Mio. EUR (Vorjahr: 28,6 Mio. EUR). Damit lag das Umlaufvermögen mit 213,2 Mio. EUR insgesamt um 40,1 Mio. EUR unter dem entsprechenden Vorjahresniveau von 253,3 Mio. EUR.

Das Eigenkapital betrug 592,7 Mio. EUR (Vorjahr: 568,7 Mio. EUR). Damit verfügt INDUS über eine nochmals stark verbesserte Eigenkapitalquote von 58,9 % (Vorjahr: 56,4 %), die einen langjährigen Höchststand erreicht. Die Verbindlichkeiten sanken auf 369,0 Mio. EUR (Vorjahr: 395,3 Mio. EUR).

Mitarbeiter

In der AG beschäftigte INDUS zum 31. Dezember 2012 insgesamt 18 Mitarbeiter ohne Vorstand (Vorjahr: 15 Mitarbeiter).

Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse nach Bilanzstichtag

Mit Datum vom 29. Januar 2013 erwarb INDUS 75 % der Anteile an der mittelständischen BUDDE-Gruppe mit Sitz in Bielefeld. Nach erfolgter kartellrechtlicher Genehmigung wurde die Transaktion am 7. März vollzogen. Der Erwerb der BUDDE-Gruppe ermöglicht INDUS einen attraktiven Einstieg in das definierte Zielsegment Logistik. Die BUDDE-Gruppe mit den Standorten Bielefeld, Schmalkalden und der Comsort GmbH in Kamen ist einer der führenden Anbieter von Stückgut- und Schüttfördersystemen. Das Unternehmen liefert mechanische und vollautomatische Transportsysteme. 2012 erwirtschafteten rund 170 Mitarbeiter einen Umsatz von rund 50 Mio. EUR. 80 % der Kunden stammen aus der Kurier-, Express - und Paketdienstbranche. Dieser Markt wächst aufgrund des Booms im E-Commerce-Geschäft sehr dynamisch. Weitere Kunden stammen aus der Getränke- und Automobilindustrie. Verkäufer sind die Familienmitglieder Jürgen und Wolf-Eckehard Budde. Jürgen Budde wird das Unternehmen als geschäftsführender Minderheitsgesellschafter fortführen. Für INDUS ist die Akquisition ein wichtiger Baustein in der Umsetzung einer verstärkten Wachstumsstrategie mit dem Fokus auf industrielle Zukunftsmärkte.

Chancen- und Risikobericht

Über ein professionelles Chancen- und Risikomanagement strebt INDUS an, die Chancen frühzeitig zu erkennen und zu nutzen, ohne die Risiken außer Acht zu lassen. Ein systematisches Chancen- und Risikomanagement ist seit Jahren fester Bestandteil der Unternehmensführung von INDUS.

CHANCEN- UND RISIKOMANAGEMENT

Chancenmanagement: Führungsgesellschaft unterstützt Portfoliounternehmen durch Einbringen von Know-how

Die Geschäftspolitik der INDUS Holding AG ist vorrangig darauf ausgerichtet, durch die Akquisition sogenannter Hidden Champions und deren Weiterentwicklung den Wert des Portfolios kontinuierlich zu steigern. Die Gesellschaft nutzt Chancen zum Kauf von profitablen Unternehmen mit Zukunft. Zur Wahrnehmung dieser Chancen setzt INDUS ein effektives Chancenmanagement ein und beobachtet kontinuierlich die für sie relevanten bzw. interessanten Märkte und analysiert ihre Wachstumsmöglichkeiten. Besonderes Augenmerk legt INDUS auf die Erweiterung des Portfolios um wachstumsstarke und renditestabile Unternehmen in Zukunftsmärkten.

Im Rahmen des bestehenden Portfolios werden die Chancen für strategische Ergänzungen auf Tochtergesellschaftsebene und die strategische Weiterentwicklung durch die jeweils verantwortlichen Vorstandsmitglieder im Wege eines aktiven Dialogs mit der jeweiligen Geschäftsführung beurteilt. Auf operativer Ebene werden die Chancen von den Geschäftsführern der einzelnen Beteiligungsgesellschaften analysiert und gesteuert. Grundlage hierfür sind Analysen der relevanten Märkte und Wettbewerber sowie unterschiedlicher Entwicklungsszenarien von entscheidenden Kostentreibern und Erfolgsfaktoren. Chancen ergeben sich insbesondere durch die stetige Entwicklung von neuen Produkten. Das hilft den Unternehmen, ihre starke Marktstellung in den jeweiligen Nischenmärkten auszubauen. Sie analysieren im Dialog mit Kunden und Lieferanten, welche neuen Einsatzmöglichkeiten sich kurz-, mittel- und langfristig für ihre Technologien eröffnen. Wichtiger Ansatzpunkt für die Weiterentwicklung ihres Geschäfts sind dabei Produktinnovationen ihrer Kunden. Häufig erfordern neue Produkte auch innovative Produktionsprozesse, bei denen die Beteiligungen ihr Know-how einbringen können.

Als Führungsgesellschaft unterstützt und berät INDUS das Chancenmanagement der Beteiligungsunternehmen in zweifacher Hinsicht: Gemeinsam mit den Geschäftsführern analysiert und definiert sie jährlich neue Geschäftschancen im Rahmen der strategischen Jahresplanung; zudem sichert sie die Finanzierung für die Wahrnehmung der identifizierten Chancen.

Gesamtwirtschaftliche Chancen: Schwellenländer von hoher Bedeutung

Die Unternehmen im INDUS-Portfolio profitieren in erster Linie von einer positiven Entwicklung der Gesamtkonjunktur in der produzierenden Industrie. Da die Beteiligungen im Wesentlichen Investitionsgüter herstellen, ist die private Nachfrage von nachrangiger Bedeutung. Angesichts des gruppenweiten Exportanteils von 48,5 % sind zwar die Umsätze in den Inlandsmärkten noch etwas stärker zu gewichten, wesentliche Wachstumsimpulse dürften aber künftig vor allem die Schwellenländer liefern. Die globale Präsenz der Unternehmen im INDUS-Portfolio bzw. deren Verstärkung tragen zur Nutzung dieser Chancen in den relevanten Märkten bei. Dabei gehen die Unternehmen teilweise bei der Erschließung neuer regionaler Märkte auch gemeinsam vor.

Branchenspezifische Chancen: Themen wie Nachhaltigkeit und demografischer Wandel öffnen Unternehmen neue Potenziale

Die Hidden Champions in der INDUS-Gruppe verfügen über eine hohe Entwicklungskompetenz. Die Zukunftsthemen Umweltschutz und Energieeffizienz sind in allen industriellen Branchen relevant. Energiepreise und Umweltstandards werden langfristig weiter steigen. Daher erwartet INDUS verstärkte Investitionen in nachhaltige und energiesparende Produktionsprozesse. Hier sieht INDUS insbesondere für die Unternehmen aus den Segmenten Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau und Metalltechnik nutzbare Chancen. Das Segment Bau/Infrastruktur wird auch mittelfristig von einer starken inländischen Baunachfrage profitieren, ausgelöst durch Inflationsängste und eine vermehrte Investitionsneigung in Immobilieneigentum. In Deutschland besitzen im internationalen Vergleich weniger Personen Wohneigentum, sodass hier mit einem deutlichen und langjährig anhaltenden Nachholeffekt zu rechnen ist. Für den Bereich Medizin- und Gesundheitstechnik sieht INDUS mittel- und langfristig kontinuierlich gute Wachstumschancen aufgrund der demografischen Entwicklung und des anhaltend hohen Bedarfs an Medizin- und Gesundheitstechnik und Anwendungen.

Unternehmensstrategische Chancen: INDUS nimmt neue industrielle Bereiche in die Beobachtung auf

Die wesentlichen strategischen Chancen für das Geschäft von INDUS ergeben sich aus dem Erwerb, dem Halten und dem Entwickeln von Beteiligungen. Das Investitionsteam der INDUS Holding AG identifiziert dazu permanent potenzielle Zielunternehmen und analysiert sie sorgfältig. Zusätzlich zu ihren fünf Segmenten untersucht INDUS verstärkt die Bereiche Infrastruktur, Verkehr und Logistik, Energie- und Umwelttechnik sowie Automatisierungs-, Mess- und Regeltechnik, um weitere interessante Akquisitionsmöglichkeiten zu identifizieren.

INDUS sieht sich aufgrund ihrer Positionierung als langjähriger Käufer von mittelständischen Hidden Champions in einer besonderen Marktposition. Da INDUS Unternehmen kauft, um sie zu entwickeln und nicht weiterzuveräußern, verfügt die Gesellschaft über einen ausgezeichneten Ruf in der mittelständischen Industrie. Potenzielle Käufer wenden sich oftmals exklusiv an INDUS, um ihr Unternehmen in eine zukunftsfeste Nachfolge zu überführen.

Aufgrund der langjährig gewachsenen Erfolgs- und Erfahrungsgeschichte, des stetigen Geschäftsverlaufs und der soliden Finanzierungspolitik verfügt INDUS zuverlässig und bankenunabhängig über die erforderlichen Finanzierungsmittel zum Kauf neuer Unternehmen. Das versetzt die Gruppe in die Lage, sich im Akquisitionsmarkt bietende Chancen zu nutzen und Verkaufsverhandlungen ohne die Beteiligung Dritter in wenigen Wochen abzuschließen. Zu weiteren Details zu der Finanzierungspolitik wird auf das Kapitel Finanz- und Vermögenslage verwiesen.

Risikomanagementsystem: Intensive Bestandsaufnahme und Weiterentwicklung

Die INDUS Holding AG und ihre Beteiligungsgesellschaften sind im Rahmen ihrer internationalen Aktivitäten einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Unternehmerisches Handeln ist untrennbar mit dem Eingehen von Risiken verbunden. Es ermöglicht aber auch das Ergreifen neuer Chancen, um damit die Sicherung und den Ausbau der Marktposition des Unternehmens und der Beteiligungsgesellschaften zu gewährleisten. Der Eintritt von Risiken könnte nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Die INDUS Holding AG hat daher in Übereinstimmung mit branchenüblichen Standards und gesetzlichen Bestimmungen ein Risikomanagementsystem eingerichtet, um potenzielle Risiken zu erkennen und über alle Funktionen hinweg beobachten und beurteilen zu können.

Das Risikomanagementsystem ist als integraler Bestandteil der Geschäfts-, Planungs-, Rechnungslegungs- und Kontrollprozesse in das Informations- und Kommunikationssystem der INDUS Holding AG eingebunden; es ist wesentlicher Bestandteil des Führungssystems der INDUS Holding AG. Die Verantwortung für die Gestaltung des Risikomanagementsystems liegt beim Vorstand, der ein aktives Management der Risiken sicherstellt. Das Risikomanagementsystem der INDUS Holding AG ist im Risikomanagement-Handbuch der Gesellschaft dokumentiert.

Ziel des Risikomanagementsystems ist es, Risiken systematisch zu identifizieren, zu inventarisieren, zu analysieren, zu bewerten, zu steuern und zu überwachen. Der Vorstand überprüft und überarbeitet dazu im regelmäßigen Turnus sowie anlassbezogen das Risikokataster der Gesellschaft. Auf dieser Basis werden die erforderlichen Maßnahmen zur Risikosteuerung definiert, dokumentiert und deren Wirksamkeit ebenfalls mit dem Risikokataster überwacht. Der Aufsichtsrat wird regelmäßig über die Risikolage der Gesellschaft informiert.

Die Struktur und die Funktionsweise des Risikomanagementsystems werden in regelmäßigen Abständen sowie anlassbezogen vom Vorstand überprüft. Die Ergebnisse dieser Prüfung ebenso wie die Anmerkungen des Abschlussprüfers im Rahmen der Jahresabschlussprüfung fließen dann in die systematische Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems ein. Die unterjährige Überwachung der Risikolage, die Überprüfung der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems sowie eingeleitete Maßnahmen zur Verbesserung der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems werden einmal jährlich im Risikomanagement-Jahresbericht der Gesellschaft dokumentiert.

Berichtsprozesse: Enge Verzahnung mit den Beteiligungsgesellschaften

Zu den Grundelementen des Risikomanagementsystems zählen die organisatorische Einbindung der Chancen- und Risikoprozesse in das operative Tagesgeschäft, eine adäquate Managementstruktur, ein abgestimmtes Planungssystem sowie detaillierte Berichts- und Informationssysteme. Dementsprechend berichten die Beteiligungsgesellschaften im Rahmen des Risikomanagementsystems den Status und die Veränderung bedeutender Risiken an die Führungsgesellschaft.

Dies führt zu einer regelmäßigen Neubewertung der Chancen- und Risikosituation durch den Vorstand von INDUS. Dabei werden sowohl unternehmensspezifische als auch externe Ereignisse und Entwicklungen analysiert und bewertet. Unabhängig von den normalen Berichtswegen werden kurzfristig auftretende Risiken von Bedeutung direkt von den einzelnen Geschäftsführern der Beteiligungsgesellschaften an den entsprechenden Verantwortlichen in der Führungsgesellschaft kommuniziert.

Versicherungen: Professionelles Management durch die Führungsgesellschaft

Risiken in den Bereichen von Elementarschäden, Betriebsunterbrechungen, Haftpflicht, Produkthaftung und Transportschäden werden zentral von der Führungsgesellschaft für alle Beteiligungsunternehmen durch den Abschluss entsprechender Verträge abgesichert. Das zentrale Management dieser Versicherungen garantiert den Unternehmen niedrige Prämien bei großen Versicherungsumfängen.

ERLÄUTERUNG DER EINZELRISIKEN

ÜBERBLICK

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Unternehmensrisiken (nach Einschätzung des Vorstands) Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkung Risikolage für 2013 im Vergleich zum Vorjahr
Umfeld- und Branchenrisiken wahrscheinlich moderat besser
Unternehmensstrategische Risiken möglich bedeutsam gleich
Leistungswirtschaftliche Risiken möglich bedeutsam gleich
Personalrisiken möglich moderat gleich
Informationstechnische Risiken möglich moderat gleich
Finanzwirtschaftliche Risiken möglich moderat besser
Rechtliche Risiken möglich moderat gleich
Sonstige Risiken möglich bedeutsam gleich

Umfeld- und Branchenrisiken

Die Geschäftstätigkeit der Beteiligungen bedingt vom Grundsatz her einen engen Zusammenhang zwischen der Geschäftsentwicklung und der Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds. Neben den konjunkturellen Risiken stellen Erhöhungen der Energie- und Rohstoffpreise Risiken für die Entwicklung der einzelnen Beteiligungsgesellschaften und der Gruppe dar. Mit einem ausgewogenen Beteiligungsportfolio, bestehend aus fünf Segmenten, vermeidet INDUS die Abhängigkeit von einzelnen Branchen. Durch eine hohe Spezialisierung und eine starke Position innerhalb einer attraktiven Marktnische werden sowohl das Branchenrisiko als auch das allgemeine konjunkturelle Risiko für die Beteiligungsunternehmen gemindert. Ein grundsätzliches konjunkturelles und branchenspezifisches Risiko verbleibt natürlich.

INDUS konzentriert sich auf den Erwerb von mittelständischen Produktionsunternehmen in Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland. Derzeit werden noch 51,5 % der Gesamtumsätze im Inland erzielt (Vorjahr: 54,3 %). Somit ist die Entwicklung des Konzerns noch stark durch die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland beeinflusst. Die Abhängigkeit vom deutschen Markt ist in den vergangenen Jahren aufgrund des strategischen Ausbaus des internationalen Geschäfts gesunken. Die regionale Diversifikation des operativen Geschäfts streut das Geschäftsrisiko für INDUS also zusätzlich. Im Zuge der weiteren Internationalisierung wird die Fokussierung auf das Inland sukzessive abnehmen.

Unternehmensstrategische Risiken

Unternehmensstrategische Risiken bestehen hauptsächlich in der Fehleinschätzung der künftigen Markt- bzw. Geschäftsentwicklung der akquirierten Beteiligungsgesellschaften. Der langfristige Erfolg von INDUS hängt im Wesentlichen von der sorgfältigen Analyse potenzieller neuer Portfoliounternehmen und der Steuerung des Beteiligungsportfolios der Führungsgesellschaft ab. Um Risiken auf dem Feld "unternehmensstrategische Risiken" zu minimieren, setzt die Führungsgesellschaft auf umfangreiche Instrumente zur Marktanalyse der jeweiligen Branche sowie eigene quantitative Analysetools. Die Entscheidung für eine Neuakquisition wird nach intensiver Prüfung und durch einstimmigen Beschluss des Vorstands getroffen.

Den möglichen Risiken aus Fehleinschätzungen in der strategischen Positionierung der Beteiligungsunternehmen begegnet INDUS durch eigene intensive Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen und regelmäßige Strategiegespräche mit den Geschäftsführern der Beteiligungsgesellschaften. Sämtliche Beteiligungsunternehmen berichten standardisiert auf monatlicher Basis über ihre aktuelle Geschäftsentwicklung und die individuelle Risikolage. Die kurz- und mittelfristigen Planungen für jedes Beteiligungsunternehmen und aggregiert für die Führungsgesellschaft gewährleisten so stets einen umfassenden Überblick über die Risikolage des einzelnen Unternehmens und des Konzerns. Reengineering-Maßnahmen bei den Tochtergesellschaften werden durch die Führungsgesellschaft begleitet und unterstützt.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Neben den unternehmensstrategischen Risiken bestehen für INDUS und die Tochterunternehmen leistungswirtschaftliche Risiken, wie insbesondere Beschaffungsrisiken, Produktionsrisiken und Absatzrisiken. Die Beteiligungsunternehmen benötigen für die Herstellung ihrer Produkte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die von unterschiedlichen Lieferanten bezogen werden. Aufgrund der breiten Diversifikation innerhalb des Gesamtportfolios von INDUS sind Lieferrisiken im Hinblick auf die Auswirkungen auf den Konzern von untergeordneter Bedeutung. Die Einkaufspreise für Rohstoffe und Energieträger können stark schwanken. Abhängig von der jeweiligen Marktsituation ist es den Beteiligungsgesellschaften nicht immer möglich, die daraus entstehenden Belastungen an die Kunden zeitnah und vollumfänglich weiterzugeben. Die operativ Verantwortlichen stehen im kontinuierlichen Kontakt mit Lieferanten und Kunden. So können sie frühzeitig auf eventuell auftretende Preis- und Mengenrisiken auf den Beschaffungs- und Absatzmärkten reagieren. Zusätzlich begrenzt INDUS mit dem Abschluss von Rohstoffsicherungen das Risiko. Das Nominalvolumen der Rohstoffsicherungen betrug zum 31. Dezember 2012 insgesamt 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR). Auch aufgrund hoher Tarifabschlüsse der Tarifparteien ergeben sich weitere leistungswirtschaftliche Risiken, da die Belastungen in der Regel nicht an Kunden weitergegeben werden können, sondern durch Produktivitätserhöhungen kompensiert werden müssen.

Die Produktionsanlagen der Beteiligungsgesellschaften werden in einem permanenten Prozess optimiert. Hierzu setzt INDUS vielfältige Überwachungs- und Kontrollsysteme ein. Auf diesem Weg können mögliche Produktionsrisiken frühzeitig erkannt und es kann entsprechend reagiert werden. Strategisches Ziel von INDUS ist es, die Produktion auf Basis einer Kosten-Nutzen-Analyse zu internationalisieren und damit mögliche weitere Kostenvorteile zu nutzen.

Personalrisiken

Der langfristige Erfolg von INDUS hängt maßgeblich vom Know-how und von der Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter ab. Mögliche Risiken ergeben sich im Wesentlichen bei der Personalbeschaffung und Personalentwicklung sowie durch die Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen. INDUS begrenzt diese Risiken durch ein umfassendes Angebot von zielgerichteten Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie eine leistungsgerechte Vergütung. Die Mitarbeiter schätzen die positive Unternehmenskultur. Ausdruck dieser Wertschätzung ist die hohe durchschnittliche Betriebszugehörigkeit; in der AG lag sie zum Stichtag bei über sieben Jahren. Die Gesamtheit aller Maßnahmen macht INDUS zu einem attraktiven Arbeitgeber, sodass den Risiken aus Fluktuation, demografischer Entwicklung und Kompetenzverlust aktiv begegnet wird.

Informationstechnische Risiken

Grundlage einer modernen Arbeitsumgebung ist eine sichere und effektive informationstechnische Infrastruktur. Die wachsende Vernetzung der Informationssysteme und die Notwendigkeit der permanenten Verfügbarkeit stellen hohe Anforderungen an die eingesetzte Informationstechnologie. Möglichen Risiken aus dem Ausfall von Rechnersystemen und Netzwerken, unberechtigten Datenzugriffen oder Datenmissbrauch begegnet INDUS mit regelmäßigen Investitionen in Hard- und Software, dem Einsatz von Virenscannern und Firewall-Systemen sowie effektiven Zugangs- und Zugriffskontrollen. Eine permanente Kontrolle dieser Maßnahmen erfolgt durch interne und externe Experten. Aus heutiger Sicht bestehen keine wesentlichen informationstechnischen Risiken.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Zu den finanzwirtschaftlichen Risiken zählen vor allem das Liquiditätsrisiko, das Zinsrisiko und das Währungsrisiko sowie das Ausfallrisiko. Grundsätzlich finanzieren sich die einzelnen Beteiligungsgesellschaften selbst aus ihren operativen Ergebnissen. Je nach Liquiditätssituation erfolgen Transfers zur oder von der Führungsgesellschaft. Um die jederzeitige Handlungsfähigkeit der Führungsgesellschaft sowie eine ausreichende Finanzierung der Beteiligungsgesellschaften sicherzustellen, verfügt die Führungsgesellschaft über entsprechende Liquiditätsreserven.

Eine breit diversifizierte Finanzierungsstruktur, verteilt auf zehn Kernbanken, verhindert eine Abhängigkeit von einzelnen Kreditgebern, sodass aus heutiger Sicht bankenseitige Ausfallrisiken trotz der weiter anhaltenden Verwerfungen im Bankensektor begrenzt sind. Das größte Einzelobligo liegt bei rund 17 %. Die Finanzierung des langfristig ausgerichteten Beteiligungsportfolios erfolgt durch revolvierende, langfristige Mittelaufnahme der Führungsgesellschaft. Kreditbesicherungen bestehen nicht. Die vereinbarten Covenants stellen aus heutiger Sicht kein wirtschaftliches Risiko dar. Bei der Finanzierung setzt INDUS auf einen Mix aus festverzinslicher und variabler Finanzierung; Letztere werden teilweise per Zinsswaps besichert. Eine Veränderung des Zinsniveaus hätte durch die damit fast vollständig abgesicherten Zinsänderungsrisiken während der Laufzeit keine Auswirkungen auf die Ertragslage, da sich die Veränderungen des Zinsniveaus bei variabel verzinslichen Finanzschulden und derivativen Finanzinstrumenten kompensieren. Das Nominalvolumen der Zinsabsicherungen betrug zum 31. Dezember 2012 insgesamt 202,5 Mio. EUR (Vorjahr: 196,3 Mio. EUR).

Das debitorenseitige Ausfallrisiko ist durch das breit diversifizierte Portfolio und die Eigenständigkeit der Beteiligungsunternehmen, die ihre Aktivitäten auf verschiedene Märkte und mit unterschiedlichen Produkten konzentrieren, deutlich begrenzt. Zudem unterhalten die Beteiligungen selbst wirksame Systeme zur Überwachung der Debitorenrisiken und berichten der Führungsgesellschaft monatlich über etwaige Risiken.

Aufgrund der zunehmenden internationalen Aktivitäten der Beteiligungsgesellschaften sowie aufgrund von Finanztransaktionen mit den schweizerischen Beteiligungsgesellschaften bestehen verstärkt Währungsrisiken. Diesen begegnet INDUS mit der kongruenten Absicherung der Geschäftsvorfälle durch Devisentermingeschäfte und geeignete Optionsgeschäfte. Das Nominalvolumen der Währungsabsicherungen betrug zum 31. Dezember 2012 insgesamt 6,8 Mio. EUR (Vorjahr: 17,6 Mio. EUR); es lag im Wesentlichen bei den Beteiligungen. Weitere Erläuterungen zur Finanzierung finden sich im Konzernanhang unter den Informationen zur Bedeutung von Finanzinstrumenten.

Rechtliche Risiken

Die INDUS Holding AG und ihre Beteiligungsunternehmen sind einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Diese Risiken ergeben sich insbesondere in den Bereichen Wettbewerbs- und Kartellrecht, Außenwirtschafts- und Zollrecht sowie Steuerrecht. Aus dem operativen Geschäft der einzelnen Beteiligungsgesellschaften resultieren darüber hinaus Risiken aus Gewährleistungs- und Produkthaftungsansprüchen aufgrund von Kundenreklamationen. Ein effizientes Vertrags- und Qualitätsmanagement minimiert dieses Risiko zwar, kann aber keinen grundsätzlichen Ausschluss garantieren. Vonseiten der Führungsgesellschaft werden die Unternehmen im Segment Fahrzeugtechnik durch ein entsprechendes Beratungsangebot zum Vertragsmanagement unterstützt. Zur ausreichenden Risikovorsorge wurden 2012 Rückstellungen für Gewährleistungen für Verpflichtungen aus Absatz und Beschaffung, Verpflichtungen für Kundenboni und Erlösschmälerungen sowie geschätzte Werte für erwartete Rechnungen in Höhe von 47,3 Mio. EUR bilanziert (Vorjahr: 49,3 Mio. EUR).

Risiken aus dem Ausgang von Gerichts- oder Schiedsverfahren, die nach heutiger Einschätzung einen erheblichen nachteiligen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Gruppe haben könnten, bestehen weder für die INDUS Holding AG noch für die einzelnen Beteiligungsgesellschaften.

Sonstige Risiken

Eine wichtige Rolle für die INDUS Holding AG spielt der verantwortungsbewusste Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Die Produktionsprozesse in den einzelnen Beteiligungsunternehmen werden kontinuierlich auch dahin gehend optimiert, die Belastung für die Umwelt und hier insbesondere den Energieverbrauch zu minimieren. Darüber hinaus sind sämtliche Mitarbeiter der Gruppe dazu angehalten, in ihrem Bereich die entsprechenden Bestimmungen des Umweltschutzes zu beachten und Verbesserungsvorschläge, die über die etablierten Normen hinausgehen, einzureichen. Eventuelle Schäden aus potenziell eintretenden Umweltrisiken sind durch eine Versicherung in ausreichender Höhe abgedeckt. Aktuell sind weder in der Führungsgesellschaft noch in den einzelnen Beteiligungsgesellschaften Umweltrisiken erkennbar.

Der Konzern hat aufgrund seiner Unternehmensstrategie, die Diversifikation durch einen kontinuierlichen Ausbau des Beteiligungsportfolios voranzutreiben, Firmenwerte in Höhe von 292,3 Mio. EUR bilanziert (Vorjahr: 294,8 Mio. EUR). Diese müssen gemäß IAS 36 mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment) unterzogen werden. Sollten dabei Wertminderungen festgestellt werden, sind die entsprechenden Firmenwerte außerplanmäßig abzuschreiben. Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 3,9 Mio. EUR vorgenommen, die vorrangig aus negativen Währungseffekten des Schweizer Franken bei der Beteiligung BACHER resultieren (Vorjahr: 5,8 Mio. EUR).

INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM BEZOGEN AUF DEN (KONZERN-)RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS

(Bericht gemäß §§ 289 Abs. 5, 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)

Umfang und Ausgestaltung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems (IKS) der INDUS Holding AG liegen im Ermessen und in der Verantwortung des Vorstands. Der Aufsichtsrat überwacht den Rechnungslegungsprozess und die Wirksamkeit des IKS.

Die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des IKS bei den Beteiligungsgesellschaften werden durch das Controlling bei der INDUS Holding AG und die Abschlussprüfer der Konzerngesellschaften geprüft. Für die INDUS Holding AG selbst obliegt die Prüfung der Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des IKS direkt dem Vorstand. Die jeweils Prüfenden haben dazu umfassende Informations-, Prüf- und Eintrittsrechte.

Das IKS beinhaltet die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sicherzustellen, und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Das IKS ist so gestaltet, dass der Konzernabschluss der INDUS Holding AG nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach § 315a Abs. 1 HGB ergänzend zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt wird. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt nach den handelsrechtlichen Vorschriften des HGB. Die Struktur des IKS bietet eine möglichst hohe Sicherheit in Bezug auf die Zielerreichung. Unabhängig von seiner Ausgestaltung kann das IKS dennoch keine absolute Sicherheit dahin gehend liefern, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.

Die Prozesse zur Konzernrechnungslegung und Lageberichtserstellung werden von den zuständigen Mitarbeitern im Controlling der INDUS Holding AG gesteuert. Änderungen der Gesetze, Rechnungslegungsstandards und anderer Verlautbarungen werden hinsichtlich ihrer Relevanz und Auswirkungen für die Rechnungslegung geprüft. Die sich daraus ergebenden Änderungen der Rechnungslegungsprozesse werden in zentral verfügbaren Verfahrensanweisungen und in den bei der Rechnungslegung verwendeten Systemen abgebildet. Die jeweils aktuelle Konzern-Bilanzierungsrichtlinie wird an alle mit der Rechnungslegung befassten Mitarbeiter der INDUS Holding AG und der Beteiligungsgesellschaften kommuniziert. Zusammen mit dem konzernweit gültigen Abschlusskalender bilden diese Elemente die Basis für den Abschlusserstellungsprozess.

Die Beteiligungsgesellschaften erstellen ihre Abschlüsse gemäß den Vorgaben der Konzern-Bilanzierungsrichtlinie. Die Reporting- und Konsolidierungsprozesse erfolgen für alle Beteiligungsgesellschaften über ein einheitliches IT-System, das zentral von der INDUS Holding AG zur Verfügung gestellt wird. Verfahrensanweisungen und standardisierte Meldeformate unterstützen dabei den Prozess der einheitlichen und ordnungsgemäßen Konzernrechnungslegung. Teilweise werden zusätzlich externe Dienstleister, z. B. für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen, beauftragt.

Zur Vermeidung von Risiken im Rechnungslegungsprozess umfasst das IKS präventive und aufdeckende interne Kontrollen. Dazu gehören insbesondere IT-gestützte und manuelle Abstimmungen, die Funktionstrennung und das Vier-Augen-Prinzip. Diese Kontrollen und Instrumente werden fortlaufend weiter entwickelt, um auch künftige Risiken ausschließen zu können, wenn Schwachstellen identifiziert wurden.

Das Controlling der INDUS Holding AG stellt über entsprechende Prozesse sicher, dass die Vorgaben der Konzern-Bilanzierungsrichtlinie konzernweit und einheitlich eingehalten werden. Die in den Rechnungslegungsprozess einbezogenen Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. Im gesamten Rechnungslegungsprozess werden die Beteiligungsgesellschaften durch zentrale Ansprechpartner unterstützt.

Der Vorstand der INDUS Holding AG und die Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaften sind dafür verantwortlich, dass die konzernweit gültigen Richtlinien und Verfahren zum Rechnungslegungsprozess eingehalten werden. Weiterhin stellen sie den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme sicher.

GESAMTEINSCHÄTZUNG DES VORSTANDS ZUR CHANCEN- UND RISIKOSITUATION

Keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar, Wachstumschancen für 2013

Im Geschäftsjahr 2012 hat INDUS ihre langfristig ausgerichtete und bewährte Unternehmensstrategie fortgesetzt. Die sehr gute Liquiditätssituation sowie bestehende Finanzierungszusagen verschiedener Banken sollen 2013 weiter genutzt werden, um das Portfolio durch Zukäufe zu erweitern. INDUS hat im Rahmen einer neuen Entwicklungsstrategie 2012 angekündigt, verstärkt und zielgerichtet in industriellen Zukunftsmärkten zu wachsen. INDUS sucht dazu gezielt Hidden Champions aus den industriellen Zukunftsfeldern Infrastruktur/Logistik, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Energie und Umwelttechnik. Ein erster Schritt auf diesem Entwicklungsweg wurde Anfang 2013 bereits vollzogen: In der definierten Zielbranche Logistik übernahm INDUS im Januar 2013 die Mehrheit der BUDDE-Gruppe (siehe Nachtragsbericht).

Durch eine stärkere Internationalisierung der bestehenden Aktivitäten bieten sich Wachstumschancen im Portfolio, die durch geplante Investitionen von rund 50 Mio. EUR aktiv genutzt werden sollen. Die Umsatzerlöse lagen im Berichtsjahr mit 1.105,3 Mio. EUR leicht über dem Vorjahr, bei einer operativen EBIT-Marge von 9,6 %. Die Finanzierungsstruktur blieb unverändert stabil: die Nettoverschuldung lag bei 341,8 Mio. EUR nach 311,2 in 2011. Die Eigenkapitalquote im Konzern beträgt zum Stichtag 39,0 % (Vorjahr: 36,7 %), in der AG 58,9 % (Vorjahr: 56,4 %). Insgesamt beurteilt der Vorstand die Geschäftssituation für 2013 als relativ stabil mit guten Chancen, ohne jedoch die Risiken aus der Schuldenkrise in der Eurozone aus dem Blick zu verlieren. In diesem Umfeld strebt INDUS bei Umsatz und Ergebnis an, zuzulegen.

Die Gesamtrisikosituation des Konzerns setzt sich aus den aggregierten Einzelrisiken aller Risikokategorien zusammen. Zu den wesentlichen potenziellen Risiken der zukünftigen Entwicklung der INDUS Holding AG gehören insbesondere die Risiken aufgrund einer schwierigen konjunkturellen Gesamtentwicklung, die gleichzeitig viele der Beteiligungsunternehmen betreffen könnten, sowie finanzwirtschaftliche Risiken durch eventuell mögliche weitere Probleme im Bankensektor. Für den Konzern waren im abgelaufenen Geschäftsjahr aus Sicht des Vorstands keine Risiken erkennbar, die einzeln oder in Kombination mit anderen Risiken einen wesentlichen Einfluss auf den Fortbestand des Unternehmens haben könnten. Diese drohen aus heutiger Sicht auch in absehbarer Zukunft nicht. Auch mittelfristig stehen INDUS sämtliche Möglichkeiten offen, die sich bietenden Chancen in einem konjunkturell guten Umfeld zu nutzen.

Prognosebericht

Die Rahmenbedingungen sind weiterhin geprägt von der anhaltenden Schuldenproblematik in den USA und der Europäischen Union. Dennoch zeigen viele Frühindikatoren zum Jahresbeginn 2013 auf ein allmähliches Auslaufen der Schwächephase hin. Auch INDUS geht nach derzeitigen Planungen für das laufende Jahr von einem insgesamt stabilen Geschäftsverlauf aus. Diese Erwartung wird durch die Einzelplanungen in den nunmehr 39 Töchtern gestützt.

ERWARTETE RAHMENBEDINGUNGEN

Weltwirtschaft stabilisiert sich langsam, USA und Europa bemühen sich um Lösung der Staatsschuldenkrise, Deutschland wächst etwas stärker als der Euroraum

Die US-Wirtschaft arbeitet sich derzeit Schritt für Schritt aus der Krise. Die Arbeitslosigkeit sinkt und der Immobilienmarkt ist wieder auf Wachstumskurs. Aber die Finanzpolitik sorgt für Unruhe, was die Unternehmensinvestitionen bremst. Die amerikanische Wirtschaft dürfte daher Anfang 2013 noch stagnieren und erst später wieder Tritt fassen. Gründe dafür sind die ungeklärten Haushaltsfragen, die auf Ausgabenkürzungen hinauslaufen und dadurch zu Unsicherheiten bei Steuer- und Finanzierungsmaßnahmen führen. Konjunkturexperten rechnen damit, dass die Wachstumsrate der US-Wirtschaft von 2,1 % im Jahr 2012 auf 1,6 % im laufenden Jahr absinkt. In China hat sich das Wirtschaftswachstum im vierten Quartal 2012 stabilisiert. Experten erwarten, dass es sich 2013 bei 7 bis 8 % einpendelt. Ein zweistelliges Wirtschaftswachstum dürfte aber auf längere Zeit der Vergangenheit angehören. Die chinesische Regierung plant nach Medienberichten mit einem durchschnittlichen Wachstum von 7 % pro Jahr. Dies würde ausreichen, das nominale Pro-Kopf-Einkommen, wie von der Regierung gewünscht, bis 2020 zu verdoppeln.

Die Rezession im Euroraum hat sich zum Jahresende 2012 noch einmal verschärft. Aber die Hoffnung ist ungebrochen, dass die wirtschaftliche Talfahrt Mitte 2013 endet, denn die Staatsschuldenkrise hat sich seit der massiven Intervention der EZB im Sommer entspannt. Allerdings zeigte die Zypernkrise im Frühling, wie fragil die Stimmungslage ist. Einige Stimmungsindikatoren signalisieren eine konjunkturelle Wende zum Besseren und haben in der Summe positiv überrascht. So stiegen die ZEW-Konjunkturerwartungen im Januar auf 31,5 Punkte; ein derart hoher Stand wurde zuletzt im Mai 2010 erreicht. Steigende Investitionen sollten zusammen mit anziehenden Exporten, die von der Erholung der globalen Nachfrage profitieren, den Grundstein für eine konjunkturelle Erholung in den Kernländern legen. Für den Durchschnitt des Jahres 2013 erwarten die Konjunkturexperten der Commerzbank eine Stagnation nach einem Schrumpfen um 0,3 % im Jahr 2012. Positivere Erwartungen wie die der CESifo-Gruppe sehen ein marginales Plus von 0,1 %.

Die wettbewerbsfähige deutsche Wirtschaft sollte sich etwas besser schlagen. Mit dem Abflauen der europäischen Staatsschuldenkrise dürfte der größte Bremsklotz für die deutsche Wirtschaft zur Seite geräumt werden. Damit wird die Konjunktur im neuen Jahr voraussichtlich immer mehr von den aufgrund der expansiven Geldpolitik sehr guten Rahmenbedingungen profitieren. Die Vorhersagen zum deutschen Wachstum sind aber, trotz der recht guten Stimmungslage, bisher noch verhalten, da im letzten Quartal 2012 das BIP mit 0,5 % sehr stark einbrach. Bundesregierung als auch Bundesbank rechnen aktuell für das laufende Jahr mit einem Plus von nur 0,4 %; andere Konjunkturexperten prognostizieren ein Wachstum von 0,7 %. Wir gehen davon aus, dass die Konjunktur im Jahresverlauf 2013 anzieht; 2014 dürfte die Wirtschaft dann wieder kräftiger wachsen.

Erwartete Entwicklung der für INDUS relevanten Branchen: Vorsichtiger Optimismus

Die einzelnen Branchenverbände rechnen in den für die INDUS-Gruppe relevanten Teilmärkten mit einer stabilen oder sogar positiven Entwicklung.

Die deutsche Bauwirtschaft bleibt auch vor dem Hintergrund des labilen gesamtwirtschaftlichen Umfelds positiv gestimmt. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie erwartet für das laufende Jahr ein Umsatzplus von 2 %. Wachstumsmotor für das Bauhauptgewerbe wird - wie bereits in den Vorjahren - der Wohnungsbau bleiben. Alle wichtigen Rahmenbedingungen senden unverändert positive Signale: Ein anhaltend hoher Beschäftigungsstand, steigende verfügbare Einkommen und historisch niedrige Hypothekenzinsen beflügeln vor allem den Mietwohnungsneubau; hinzu kommt die Attraktivität der deutschen Wohnimmobilien für Investoren auf der Suche nach wertbeständigen Kapitalanlagen.

Der globale Automobilmarkt wird auch 2013 wachsen. Das Wachstum wird dabei vor allem von den USA und China getragen. Im Gegensatz dazu dürfte das Automobilgeschäft in Westeuropa weiterhin schwierig bleiben. Der Verband der Automobilhersteller rechnet weltweit mit einem Marktvolumen von etwa 70 Mio. Pkw für das laufende Jahr. Die deutschen Hersteller wollen ihren hohen Anteil halten und wo möglich ausbauen - betonen aber auch, dass 2013 ein "forderndes Arbeitsjahr" für die deutsche Automobilindustrie werde.

Der Maschinen- und Anlagenbau startet auf einem guten Niveau in das Jahr 2013. Der Umsatz lag 2012 mit rund 209 Mrd. EUR sogar eine Milliarde über dem Jahreswert 2008 vor der Krise. Insgesamt lief damit das Jahr 2012 für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau deutlich besser als noch im Frühjahr erwartet. Aufgrund rückläufiger Auftragseingänge in 2012 und unverändert hoher Material-, Energie- und Personalkosten erwarten viele Unternehmen für 2013 aber keine starke Belebung. Die Branche geht insgesamt von einem Wachstum von 2 % aus.

Der Markt für medizintechnische Produkte und Gesundheit wird von den Branchenvertretern durchaus optimistisch eingeschätzt. Die Medizintechnikbranche bleibt ein Wachstumsmarkt. Dazu tragen unter anderem folgende Faktoren bei: der medizinisch-technische Fortschritt, der die Behandlung von Krankheitsbildern ermöglicht, die vor 10 oder 20 Jahren nicht behandelt werden konnten. Durch innovative schonendere Verfahren können immer mehr Operationen an immer älteren Patienten durchgeführt werden. Die demografische Entwicklung: Es gibt in Deutschland zunehmend mehr ältere und oftmals multimorbide Menschen. Der erweiterte Gesundheitsbegriff in Richtung mehr Lebensqualität: Patienten fragen Leistungen rund um ihre Gesundheit immer stärker selbst nach und sind bereit, für bessere Qualität und zusätzliche Dienstleistungen mehr zu bezahlen. Die Folge all dieser Faktoren: Der Bedarf an Gesundheitsleistungen wird weiter steigen. Angesichts der Entwicklung des Konsumklimas in den ersten Monaten 2013 scheint diese Erwartung realistisch.

Die Metall- und Elektroindustrie hat im vierten Quartal 2012 eine spürbare Schwächephase erlebt: Die Produktion lag rund 4 % unter dem Vorquartal. Im Jahresdurchschnitt 2012 reichte es damit nur zu einer roten Null in der Produktion. Während zu Jahresbeginn 2013 sich die Lage nur langsam bessern dürfte, sprechen leicht steigende Auftragseingänge und das spürbar bessere Geschäftsklima für eine Erholung im weiteren Jahresverlauf. Allerdings wird die Zunahme überwiegend von Auslandsaufträgen gespeist, die Inlandsaufträge sind noch rückläufig. Das Geschäftsklima hat sich im Januar weiter erholt: Die Unternehmen schätzen die Lage wieder leicht positiv ein und sind bei ihren Erwartungen für die nächsten sechs Monate deutlich weniger pessimistisch als noch in den Vormonaten. Nach dem deutlichen Zuwachs 2011 mit 13,3 % stagnierte die M+E-Produktion im Jahresdurchschnitt 2012 mit -0,1 %. Für 2013 erwartet die Branche wieder ein leichtes Wachstum von etwa 0,5 %.

GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZUR KÜNFTIGEN GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Ziele und Ausrichtung 2013 und 2014: Mehr organisches Wachstum bei den Beteiligungen, ergänzt durch gezielte Zukäufe

In den Geschäftsjahren 2013 und 2014 und darüber hinaus will sich INDUS insbesondere um die Optimierung des Portfolios und dessen Ausbau durch Akquisitionen kümmern. Dazu hat der Vorstand im Herbst 2012 das Strategiepapier "Kompass 2020" mit einer Mehrjahresperspektive vorgelegt. Ziel dieser Strategie ist es, das profitable, organische Wachstum des Portfolios abzusichern und durch gezielte Zukäufe zu forcieren. Der strategische Fokus der Portfoliostärkung wird dabei abgesichert durch begleitende Arbeitsfelder, die die Bereiche Finanzen, Organisation und Kommunikation umfassen.

Die Messlatte für das organische Wachstum bildet das BIP-Wachstum in Deutschland. INDUS hat sich das Ziel gesetzt, stärker als der Markt zu wachsen. Eckpunkte des Programms zur Forcierung des organischen Wachstums sind eine verstärkte Internationalisierung (insbesondere in Asien und Amerika), ein Vorrang von Zukunftsinvestitionen vor Erhaltungsinvestitionen, eine nachhaltige Steigerung der F&E-Investitionen, ein verstärktes strategisches Portfoliomanagement und damit einhergehend eine Repositionierung einzelner Beteiligungen.

Für das zusätzlich avisierte Wachstum durch Zukäufe plant der Vorstand, durchschnittlich ein bis zwei Unternehmen im Jahr unter Gewährleistung der finanziellen Stabilität der Gruppe zu erwerben. Anfang 2013 wurde mit der Akquisition der BUDDE-Gruppe der erste Schritt auf diesem Weg realisiert. Der Zielfokus für interessante Beteiligungen bleibt auf zukunftsorientierte Industrieunternehmen gerichtet. Die aktuelle Liquidität von INDUS sichert für das laufende Jahr einen ausreichenden Handlungsspielraum, ohne dass zusätzliche Fremdmittel benötigt würden. Der Vorstand will auch künftig das Wachstum vorrangig aus den erwirtschafteten Mitteln der Gesellschaft finanzieren; die stabilen Bilanzrelationen von INDUS sollen beibehalten werden.

Die weitere Geschäftsentwicklung der INDUS-Gruppe wird 2013 in wesentlichem Maße von der Konjunkturentwicklung in Europa und in den Schwellenländern abhängen. Derzeit deuten alle Indikatoren auf ein leichtes Wachstum in Deutschland und eine recht stabile Entwicklung der großen Volkswirtschaften wie USA und China hin; Sorgenkind bleibt Europa. Vorausgesetzt, die Konjunkturerwartungen für 2013 erfüllen sich, sagen die Konjunkturexperten dann für 2014 wieder ein stärkeres Wachstum der Weltwirtschaft voraus. Die strukturelle Krise im Süden Europas wird aber unseres Erachtens 2013 und auch 2014 noch anhalten. Daher wird sich INDUS bei ihren Auslandsaktivitäten verstärkt auf Märkte außerhalb Europas konzentrieren.

Erwartete Geschäftslage: Stabilität bei verhaltenem Optimismus

Der Vorstand beurteilt die Perspektiven für das Geschäft der mittelständischen Unternehmen in der Gruppe derzeit positiv. Die Auftragseingänge und die Stimmung bei vielen Kunden deuten auf eine gute Nachfrage nach Investitionsgütern hin. Gelingt es INDUS zudem, ihre Aktivitäten in den Auslandsmärkten zu steigern, dürfte die Gruppe davon mittel- und langfristig profitieren. Die deutsche Konjunktur dürfte sich 2013 insgesamt stabil entwickeln, aber in Summe nur wenig wachsen. Daher ist zunächst einmal das Umsatzniveau von 2012 mit rund 1,1 Mrd. EUR erklärtes Mindestziel. Ein zufriedenstellender Auftragsbestand zum Jahresanfang berechtigt zu vorsichtigem Optimismus. Die Preise für Rohstoffe sollten zumindest bis zur Jahresmitte auf dem relativ günstigen Niveau verbleiben. In Summe geht INDUS von einer unveränderten Materialaufwandsquote aus. Zusätzlich erwarten wir, dass aufgrund aktueller Lohnforderungen die Personalkosten weiter steigen. Die Kompensation dieser steigenden Personalkosten durch Produktivitätsverbesserungen und Kostenüberwälzung ist abermals eine deutliche Herausforderung in 2013. Die Abschreibungen werden für 2013 voraussichtlich leicht über dem Niveau von 2012 liegen. Trotz des anhaltenden Kostendrucks und einer nur moderat wachsenden Konjunktur setzt sich der Vorstand das Ziel, wiederum ein operatives Ergebnis von 100 Mio. EUR zu erreichen. Darauf aufbauend und bei einer angenommenen eintretenden konjunkturellen Belebung im zweiten Halbjahr 2013, die 2014 an Dynamik gewinnt, sollte sich die positive Entwicklung bei INDUS spürbar fortsetzen.

Erwartete Entwicklung der Segmente 2013: Weitgehend stabile Geschäftserwartungen

Bei Umsatz und Ergebnis des Segments Bau/Infrastruktur erwartet INDUS 2013 kein leichtes Jahr. Der öffentliche Bau bleibt eher schwach und die beiden letzten Jahre waren immer noch von den Investitionspaketen der Wirtschaftskrise getrieben. Die außerordentlich gute Entwicklung aus 2012 wird nach Meinung von INDUS in 2013 schwer zu erreichen sein. INDUS erwartet einen Umsatz leicht unter Vorjahresniveau und ein operatives Ergebnis in einem Margenkorridor von 11 bis 13 %.

Für das Segment Fahrzeugtechnik rechnet INDUS 2013 mit einem leichten Zuwachs beim Umsatz und einer Ergebnisverbesserung. Die anhaltend hohe Nachfrage nach den Produkten der deutschen Premiumhersteller dürfte für eine stabile Auftragslage bei den Beteiligungen sorgen; hinzu kommen ergebnisverbessernde Maßnahmen bei einigen Segmentunternehmen speziell im seriennahen Geschäft, sodass deren Repositionierung ab 2013 zu einer verbesserten Ertragslage führen sollte. Nach der zuletzt enttäuschenden EBIT-Marge von rund 5 % sieht INDUS hier eine Margenverbesserung mit Zielrichtung von "6 % plus" als mittelfristiges Ziel.

Im Bereich Maschinen- und Anlagenbau erwartet INDUS angesichts eines zuversichtlichen Jahresauftakts für das Gesamtjahr 2013 einen Zuwachs bei Umsatz und Ertrag. Die Materialpreise dürften 2013 stabil bleiben, eventuell steigt aber der Aufwand für Löhne und Gehälter. In Summe sollten diese Auswirkungen aber durch Produktivitätsverbesserungen zu kompensieren sein, sodass die Ertragslage mit 10 % EBIT-Rendite wieder das Zielniveau erreicht.

Für das Segment Medizin- und Gesundheitstechnik geht INDUS ebenfalls von einer leicht steigenden Nachfrage aufgrund der demografischen Entwicklung aus. Hier sollte das gute operative Ergebnis zu halten sein und beim Umsatz dürften die Segmentunternehmen in der Größenordnung von 2012 zulegen. Eine weiterhin hohe EBIT-Rendite größer 15 % bleibt das Ziel.

Im Segment Metalltechnik erwartet INDUS für 2013 eine spürbare Belebung. Die Auftragslage zum Jahresbeginn signalisiert ein leicht steigendes Umsatz- und Ertragsniveau. Das Segmentergebnis sollte 2013 damit zu steigern sein. Hier erwartet INDUS eine EBIT-Marge von 9 bis 10 %.

Zur weiteren Entwicklung der einzelnen Segmente über das laufende Geschäftsjahr hinaus lassen sich nur bedingt zuverlässige Prognosen treffen. Grundsätzlich aber sind alle Segmente gesund aufgestellt, sodass die Unternehmen auch bei Eintreten von schwierigeren Rahmenbedingungen ertragreich wirtschaften können.

Erwartete Finanz- und Vermögenslage: Beibehalten der stabilen Eckdaten

Für 2013 rechnet INDUS auf Basis stabiler Einnahmen und Erträge mit einem guten operativen Cashflow. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sollen 2013 rund 50 Mio. EUR betragen (ohne Akquisitionen). Die Mittel werden größtenteils für Innovations- und Rationalisierungsinvestitionen verwendet. Dieses Niveau plant INDUS auch mittelfristig in den Folgejahren beizubehalten. Darüber hinaus hält die Gesellschaft weiter nach interessanten Akquisitionsmöglichkeiten Ausschau, um das Portfolio ausbauen und weitere Zukunftsbranchen erschließen zu können.

Dazu bestand zum Ende des Geschäftsjahrs 2012 eine hohe Vorhalteliquidität, die nur teilweise zum Jahresbeginn 2013 durch den Kauf der 75 % Anteile an der BUDDE-Gruppe ausgeschöpft wurde. Die Eigenkapitalquote soll 2013 und 2014 stabil bleiben (derzeit rund 39 %). Die beabsichtigten Akquisitionen, die Erhaltungsinvestitionen und die Zukäufe strategisch interessanter Aktivitäten auf Ebene der Beteiligungen sollen aus dem laufenden Cashflow beziehungsweise aus den vorhandenen liquiden Mitteln finanziert werden.

Die im Jahresverlauf anstehenden Tilgungen sind bereits heute durch kontrahierte Neukredite mit einem Volumen von rund 60 Mio. EUR abgedeckt; alle Kredite sind mit ausschließlich lang laufenden Verträgen (d. h. im Mittel sechs bis acht Jahre Laufzeit) abgeschlossen. Weitere Linien mit einem Volumen von rund 50 Mio. EUR stehen zusätzlich zum Abruf bereit. INDUS beabsichtigt, langfristig die aktuellen Bilanzrelationen beizubehalten. Eine gesunde Bilanzstruktur erhöht die Flexibilität hinsichtlich der Realisierung wertschaffender mittel- und langfristiger Chancen im Interesse der Aktionäre.

 

Bergisch Gladbach, den 19. April 2013

INDUS Holding AG

Der Vorstand

Jürgen Abromeit

Dr. Johannes Schmidt

Rudolf Weichert

Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012 der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie wesentliche Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Bergisch Gladbach, den 19. April 2013

TREUHAND- UND REVISIONS-AKTIENGESELLSCHAFT NIEDERRHEIN
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT-STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT

Der Vorstand

Jürgen Abromeit

Rudolf Weichert

Dr.-Ing. Johannes Schmidt

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der INDUS Holding Aktiengesellschaft, Bergisch Gladbach, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Kapitalflussrechnung, Entwicklung des Konzerneigenkapitals, und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht zum Jahresabschluss zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den EFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Krefeld, den 19. April 2013

Treuhand- und Revisions-Aktiengesellschaft Niederrhein
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Kuntze, Wirtschaftsprüfer

ppa. Oymanns, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat alle Aufgaben wahrgenommen, die ihm nach Gesetz und Satzung obliegen. Er hat den Vorstand kontinuierlich beraten und die Leitung des Unternehmens überwacht. Dabei wurde er durch den Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Lage des Unternehmens sowie über alle wesentlichen Geschäftsvorgänge informiert. Auf diese Weise erhielt er laufend Einblick in die Geschäfts- und Vermögensentwicklung. Neben der Finanz-, Investitions- und Personalplanung galt die Aufmerksamkeit des Aufsichtsrats der Risikolage und dem Risikomanagement. Alle Informationen wurden mit der strategischen Planung des Unternehmens abgeglichen.

Besondere Aufmerksamkeit widmete der Aufsichtsrat im Berichtsjahr der Einhaltung der Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Auch außerhalb der turnusgemäßen Sitzungen wurden die für die INDUS Holding AG bedeutenden Geschäftsvorgänge mit dem Aufsichtsrat erörtert, sodass dieser stets in grundlegende Entscheidungen eingebunden war.

Im Jahr 2012 haben fünf turnusmäßige und eine außerordentliche Sitzung stattgefunden; drei Beschlussfassungen erfolgten zusätzlich im schriftlichen Umlaufverfahren. Mit Ausnahme der konstituierenden Sitzung am 3. Juli 2012 haben alle Mitglieder des Vorstands wie auch des Aufsichtsrats an allen Sitzungen teilgenommen. Die Ausschüsse tagten ebenfalls vollzählig.

Themenschwerpunkte der Sitzungen

Den Schwerpunkt der ersten Sitzung am 19. April bildeten die Vorlage und Erläuterung des Jahresabschlusses 2011 und die Beschlussfassung hierzu. Abzustimmen waren ebenfalls der Dividendenvorschlag des Vorstands und die Tagesordnung der Hauptversammlung 2011. Der Vorstand legte zudem die Jahresberichte zum Risikomanagement, zur Compliance und zu den Investitionen 2011 vor.

Am 7. Mai wurde nach ausführlicher Voruntersuchung und Beratung in der vorangegangenen Sitzung der Beschluss zum Verkauf der Beteiligung REBOPLASTIC im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst. Ebenfalls im Umlaufverfahren erfolgte am 14. Mai die Abstimmung über die Vertreter der Aktionäre, die der Hauptversammlung zur Neuwahl vorgeschlagen werden sollten.

Die zweite ordentliche Sitzung am 24. Mai konzentrierte sich auf die Geschäftsentwicklung und den Finanzstatus im ersten Quartal. Zudem stellte der Vorstand sein Konzept für eine intensivere Portfoliosteuerung im Bereich Fahrzeugtechnik vor.

Am Tage der Hauptversammlung bereitete sich der Aufsichtsrat in seiner ordentlichen Sitzung auf den aktuellen Stand der Antragslage vor. Nach Abschluss der Hauptversammlung fand die konstituierende Sitzung des neu zusammengesetzten Aufsichtsrats statt. Die Wahl des Vorsitzenden erfolgte ebenso einstimmig wie die Entscheidung über die Einrichtung und Besetzung des Prüfungsausschusses. Vor allem aber wurde der neu formierte Vorstand willkommen geheißen.

Zur vierten ordentlichen Sitzung am 10. Oktober legte der Vorstand eine aktualisierte Hochrechnung für das Gesamtjahr 2012 vor. Wichtigster Tagesordnungspunkt war jedoch die Vorstellung einer neuen umfassenden Unternehmensstrategie "Kompass 2020" durch den Vorstand. Hiermit verbunden sind Änderungen in der internen Organisation und die Umsetzung einer neuen Holding-IT-Struktur.

Die letzte Sitzung des Jahres am 14. Dezember beschäftigte sich mit den aktualisierten Eckdaten des Geschäftsjahrs 2012 sowie der Planung 2013. Der Vorstand legte für die geplante Akquisition der Budde-Gruppe die erforderliche Beschlussvorlage zur Genehmigung vor. Der Aufsichtsrat beschloss eine Insider Trading Policy, die Kauf- und Verkaufszeiträume (betreffend INDUS-Aktien) für die Betroffenen regelt. Zudem unterzeichneten der Aufsichtsratsvorsitzende sowie der Vorstandsvorsitzende und das für Corporate Governance zuständige Mitglied des Vorstands die aktuelle Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz. Die Entsprechenserklärung wurde mit der anschließenden Veröffentlichung auf der Internetseite der Gesellschaft der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich gemacht und ist Bestandteil des Corporate-Governance-Berichts für das Geschäftsjahr.

Arbeit der Ausschüsse

Der Aufsichtsrat besitzt seit Jahren einen Personalausschuss, welcher in Personalunion auch die Aufgaben des Nominierungsausschusses wahrnimmt. Zur Reduzierung der Abweichungen vom Corporate Governance Kodex hat der Aufsichtsrat 2012 auch einen Prüfungsausschuss eingerichtet.

Der Personalausschuss trat im Geschäftsjahr zweimal zusammen, um über Vorstandsstruktur und die damit verbundenen Verträge zu beraten. Die in der neuen Vorstandsstruktur heute sichtbaren positiven Veränderungen basieren auf einstimmigen Beschlüssen.

Der Prüfungssauschuss wurde im Juli 2012 konstituiert; er trat dreimal zusammen. Hauptthemen der Beratung waren die Überprüfung der Prüfungsstruktur auf Konzernebene sowie die Vorbereitung eines Verfahrens zur Auswahl eines neuen Konzernwirtschaftsprüfers.

Beratung der Jahresabschlüsse und Dividendenvorschlag

Die durch Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Juli 2012 zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer bestellte Treuhand- und Revisions-Aktiengesellschaft Niederrhein, Krefeld, hat gemäß Auftrag des Aufsichtsrats den Jahresabschluss und den Lagebericht des INDUS-Holding-Konzerns und der INDUS Holding AG geprüft. Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Darüber hinaus hat er festgestellt, dass das Risikomanagementsystem den gesetzlichen Vorschriften entspricht und bestandsgefährdende Risiken nicht erkennbar sind. Eine prüferische Durchsicht von Zwischenfinanzberichten wurde nicht durchgeführt.

Konzernabschluss und Konzernlagebericht, Jahresabschluss und Lagebericht sowie die Prüfungsberichte wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vorgelegt. Sie wurden in der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 19. April 2013 detailliert erörtert. An dieser Sitzung nahm auch der Abschlussprüfer teil, der über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtete und für zusätzliche Fragen zur Verfügung stand. Der Aufsichtsrat hat sämtliche Vorlagen und Prüfungsberichte eingehend erörtert.

Nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung der vorgelegten Unterlagen und der Empfehlung des Prüfungsausschusses erhebt der Aufsichtsrat keine Einwände und schließt sich dem Ergebnis des Konzernabschlussprüfers an. Er stellt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss fest und billigt den Konzernabschluss. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands schließt sich der Aufsichtsrat an.

Dank

Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeitern und Geschäftsführern der Beteiligungsunternehmen sowie den Mitarbeitern der Holding und ihrem Vorstand für ihr Engagement im vergangenen Geschäftsjahr.

Dem Aufsichtsrat ist bewusst, dass der Erfolg von INDUS nur das Ergebnis enger und vertrauensvoller Teamarbeit im Rahmen der langfristigen Ausrichtung unserer Gesellschaft sein kann. Die Geschäftsführer vor Ort führen dabei das operative Geschäft der Beteiligungen als Unternehmer und legen mit ihren Mitarbeitern die Basis für den Erfolg. Der Vorstand der INDUS Holding AG sorgt für die Wertsteigerung des Portfolios durch kompetente und sensible Personalentscheidungen, klare strategische Vorgaben und entschlossenes Handeln bei der Verfolgung einer konsequenten Wachstumsstrategie mit Augenmaß.

Wir sind uns sicher, dass unsere Aktionäre auf diese Weise für ihr Vertrauen in unser Unternehmen angemessen belohnt werden.

 

Bergisch Gladbach, den 19. April 2013

Für den Aufsichtsrat

Burkhard Rosenfeld, Vorsitzender