INDUS Holding AG

Bergisch Gladbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2014

AKTIVA

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31.12.2014
EUR
31.12.2013
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 222.968,00 188.246,00
  222.968,00 188.246,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.190.738,00 2.277.325,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 596.594,00 408.279,00
  2.787.332,00 2.685.604,00
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 672.948.819,44 628.612.104,16
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 272.886.975,45 238.064.638,16
3. Sonstige Ausleihungen 1.229.931,41 1.244.346,60
  947.065.726,30 867.921.088,92
  950.076.026,30 870.794.938,92
B. UMLAUFVERMÖGEN    
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 237.641.016,52 199.643.628,14
2. Sonstige Vermögensgegenstände 3.592.210,23 1.499.565,65
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 1.500,00 (Vorjahr: EUR 1.500,00)    
  241.233.226,75 201.143.193,79
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 6.334.027,74 17.180.576,18
  247.567.254,49 218.323.769,97
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 326.115,00 176.435,77
  1.197.969.395,79 1.089.295.144,66

Passiva

   
31.12.2014
EUR
31.12.2013
EUR
A. EIGENKAPITAL    
I. Gezeichnetes Kapital 63.571.323,62 63.571.323,62
II. Kapitalrücklage 240.054.751,60 240.054.751,60
III. Gewinnrücklagen    
1. Gesetzliche Rücklage 1.022.583,76 1.022.583,76
2. Andere Gewinnrücklagen 354.500.000,00 325.000.000,00
  355.522.583,76 326.022.583,76
IV. Bilanzgewinn    
1. Gewinnvortrag 1.045.679,31 902.963,22
2. Jahresüberschuss 62.016.197,64 56.538.275,99
  63.061.876,95 57.441.239,21
  722.210.535,93 687.089.898,19
B. RÜCKSTELLUNGEN    
1. Steuerrückstellungen 139.000,00 189.000,00
2. Sonstige Rückstellungen 4.050.000,00 3.717.000,00
  4.189.000,00 3.906.000,00
C. VERBINDLICHKEITEN    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 397.186.180,19 328.009.802,07
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 447.348,36 433.730,94
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.044.138,04 34.632,18
4. Sonstige Verbindlichkeiten 23.092.193,27 27.878.081,28
- davon aus Steuern: EUR 314.525,01 (Vorjahr: EUR 325.233,50)    
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 5.681,26 (Vorjahr: EUR 6.238,95)    
  427.769.859,86 356.356.246,47
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 43.800.000,00 41.943.000,00
  1.197.969.395,79 1.089.295.144,66

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2014

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2014
EUR
2013
EUR
1. Umsatzerlöse 5.674.311,03 5.791.179,64
2. Sonstige betriebliche Erträge 12.284.533,44 11.273.158,09
- davon aus der Währungsumrechnung: EUR 329.905,86 (Vorjahr: EUR 11.411,06)    
3. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -4.404.678,05 -4.377.944,96
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -272.967,70 -265.159,23
- davon für Altersversorgung: EUR 29.601,89 (Vorjahr: EUR 33.066,47)    
  -4.677.645,75 -4.643.104,19
4. Abschreibungen    
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -477.431,10 -435.784,64
  -477.431,10 -435.784,64
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.044.142,13 -5.990.552,42
- davon aus der Währungsumrechnung: EUR 1.694,93 (Vorjahr: EUR 1.130.397,47)    
6. Betriebsergebnis 6.759.625,49 5.994.896,48
7. Erträge aus Beteiligungen 40.301.196,08 43.577.104,62
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 40.301.196,08 (Vorjahr: EUR 43.577.104,62)    
8. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 42.266.658,84 45.766.746,02
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 42.222.927,47 (Vorjahr: EUR 45.723.196,29)    
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.834.653,70 8.959.219,19
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 8.516.441,72 (Vorjahr: EUR 8.519.911,31)    
- davon aus der Abzinsung: EUR 50.886,00 (Vorjahr: EUR 63.000,00)    
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -9.032.149,00 -11.216.129,84
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme -3.413.429,32 -12.194.117,65
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -15.051.299,04 -17.468.573,84
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 264.866,36 (Vorjahr: EUR 306.323,49)    
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 70.665.256,75 63.419.144,98
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -8.137.074,90 -6.880.868,99
- davon aus latenten Steuern: EUR 1.857.000,00 (Vorjahr: EUR 1.758.000,00)    
15. Sonstige Steuern -511.984,21 0,00
16. Jahresüberschuss 62.016.197,64 56.538.275,99
17. Gewinnvortrag 1.045.679,31 902.963,22
18. Bilanzgewinn 63.061.876,95 57.441.239,21

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2014

I. Gliederung sowie Ansatz, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Der Jahresabschluss entspricht den Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 bis 256a HGB sowie der §§ 264 bis 288 HGB in Anwendung der Vorschriften für große Kapitalgesellschaften, sowie den rechtsformspezifischen Rechnungslegungsvorschriften des Aktiengesetzes (§ 150 ff. AktG) .

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind gegenüber dem Vorjahr unverändert angewendet worden. Der Ausweis der Zinsabgrenzungen hat sich gegenüber dem Vorjahr geändert. Erstmalig wurden die Zinsabgrenzungen unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen (Vorjahr: Sonstige Verbindlichkeiten) . Die Vergleichbarkeit ist daher in diesen Bilanzposten nur eingeschränkt möglich.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Soweit erforderlich erfolgt eine Abschreibung auf den am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden planmäßig ausschließlich linear abgeschrieben. Bei der Bemessung der Nutzungsdauer stellen wir auf die betrieblichen Erfahrungen ab.

Für abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungs- und Herstellungskosten EUR 150,00 aber nicht EUR 1.000,00 übersteigen, ist im Jahre des Zugangs ein Sammelposten gebildet worden. Der Sammelposten wird im Geschäftsjahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst.

Die Finanzanlagen werden mit Anschaffungskosten einschließlich der angefallenen Anschaffungsnebenkosten aktiviert. Abschreibungen erfolgen nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB, soweit am Abschlussstichtag eine voraussichtliche dauernde Wertminderung vorliegt. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots werden bis zu den Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für eine dauernde Wertminderung entfallen sind.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Werten am Bilanzstichtag angesetzt.

Die Verpflichtungen aus Altersversorgungsverträgen werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB im Rahmen einer Bewertungseinheit mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen dienen, verrechnet.

Die Steuerbelastungen und -entlastungen aus temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögenswerten, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten werden berechnet. Verlustvorträge, soweit vorhanden, werden bei den aktiven latenten Steuern in Höhe der in den nächsten fünf Jahren zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt. Das Wahlrecht des § 274 Abs.1 Satz 2 HGB zur Aktivierung einer sich im Saldo ergebenden Steuerentlastung wird grundsätzlich ausgeübt. Die im Saldo bestehende Steuerbelastung oder -entlastung wird gemäß § 274 Abs.1 HGB als passive oder aktive latente Steuer ausgewiesen.

Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Insgesamt sind die Rückstellungen so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken Rechnung tragen.

Alle Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung im Jahresabschluss erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren im Sinne des § 275 Abs. 2 HGB.

Das Unternehmen hat aufgrund bestehender Grundgeschäfte Risiken aus der Änderung von Zinssätzen. Diese Risiken werden für die gesamte Laufzeit der Grundgeschäfte durch derivative Finanzgeschäfte abgesichert (Zinsswaps) , die mit den jeweiligen Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst sind. Die Grund- und Sicherungsgeschäfte stimmen jeweils in allen relevanten Parametern überein. Die Sicherungsbeziehungen sind damit in vollem Umfang wirksam und werden nach der Einfrierungsmethode abgebildet. Zum 31. Dezember 2014 wiesen die zinsbezogenen Sicherungsgeschäfte mit einem Nominalvolumen von EUR 193,0 Mio. (im Vorjahr EUR 188,5 Mio.) insgesamt einen negativen Marktwert von EUR 7,6 Mio. (im Vorjahr EUR 6,4 Mio.) aus. Die Zeitwerte der derivaten Finanzgeschäfte wurden anhand der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt und mit vorhandenen Marktinformationen verprobt.

II. Anmerkungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Einzelnen im Anlagespiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage 1 beigefügt ist.

1. Finanzanlagen

Bei den Zugängen der Anteile an verbundenen Unternehmen handelt es sich um die Anschaffungskosten der in 2014 erworbenen Beteiligungsgesellschaften, der hinzuerworbenen Anteile an bereits bestehenden Beteiligungen und um nachträgliche Anschaffungskosten durch Kapitalmaßnahmen bei bereits bestehenden Beteiligungen. Zu den Abschreibungen wird auf die Anmerkung zur Gewinn- und Verlustrechnung verwiesen. Die Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB enthält die Anteilsbesitzliste, die dem Anhang als Anlage 2 beigefügt ist.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen beinhalten langfristige Darlehen sowie partiarische Darlehen an Beteiligungsgesellschaften.

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Es handelt sich um laufende Verrechnungskonten, denen die Bewegungen aus dem Finanzverkehr gutgeschrieben und belastet werden. Die Gutschriften der Gewinnansprüche aus dem Anteilsbesitz erfolgen ebenfalls über diese Konten.

3.Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände im Jahresabschluss enthalten antizipative Beträge in Höhe von EUR 16.063,06 (Vorjahr EUR: 15.711,58) .

4. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Im Vorjahresabschluss war ein Konto in Höhe von EUR 160.040,17 in der Verfügungsmacht eingeschränkt. Das Konto weist im Jahresabschluss einen Saldo von EUR 0,00 auf.

5. Eigenkapital

Das Grundkapital der INDUS Holding Aktiengesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag EUR 63.571.323,62 (Vorjahr: EUR 63.571.323,62) .

Die Zusammensetzung der Kapitalrücklage stellt sich - wie im Vorjahr - wie folgt dar:

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Beträge i. S. d. § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB: EUR 222.159.535,76
Beträge i. S. d. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB: EUR 17.895.215,84
Zusammen: EUR 240.054.751,60

Die anderen Gewinnrücklagen entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:

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Stand am 1. Januar 2014: EUR 325.000.000,00
Einstellung aus dem Bilanzgewinn gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Juni 2014: EUR 29.500.000,00
Stand 31. Dezember 2014: EUR 354.500.000,00

6. Altersversorgungsverpflichtungen

Die INDUS Holding Aktiengesellschaft hat zum 31. Dezember 2014 für die Verpflichtungen aus Altersvorsorgeverträgen ein versicherungsmathematisches Gutachten von Dipl.-Math. Helmut Auhagen erstellen lassen. Als Berechnungsverfahren wurde die Anwartschaftsbarwertmethode angewendet. Dabei wurde die "Richttafel 2005G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet und ein Zinssatz von 4,54 % (Vorjahr 4,91 %) sowie ein erwarteter Rententrend von 1,75 % (Vorjahr 1,75 %) zugrunde gelegt. Die Zusagen sind nicht einkommensabhängig.

Der Rückstellungsbedarf für die Altersversorgungsverpflichtungen wurde unter Berücksichtigung der leistungskongruenten Rückdeckungsversicherungen mit einem Betrag von EUR 459.932,00 (Vorjahr EUR 448.599,00) berechnet. Für die Ansprüche aus den Rückdeckungsversicherungen wurde auf der Basis der von der Versicherung mitgeteilten Aktivwerte ein beizulegender Zeitwert von EUR 459.932,00 (Vorjahr EUR 448.599,00) ermittelt.

Durch die insolvenzfeste Abtretung der Ansprüche aus den Rückdeckungsversicherungen liegen die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB vor, so dass die Bilanzposten und Posten der Gewinn- und Verlustrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB jeweils miteinander zu verrechnen waren.

7. Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen enthalten eine Rückstellung für Körperschaftsteuer für die periodengleich vereinnahmten Gewinnausschüttungen der Tochtergesellschaften in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft sowie eine Gewerbesteuerrückstellung.

8. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten wesentliche Beträge für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses, für Urlaub, für Bonusverpflichtungen, für die Kosten der Hauptversammlung und Veröffentlichung, sowie für Steuerrisiken aus laufender Betriebsprüfung.

9. Verbindlichkeiten

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    Davon mit einer Restlaufzeit  
  31.12.2014
EUR
bis zu einem Jahr
EUR
zwischen einem und fünf Jahren
EUR
von mehr als fünf Jahren
EUR
31.12.2013
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 397.186.180,19 81.495.538,29 251.290.389,08 64.400.252,82 328.009.802,07
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 447.348,36 447.348,36 0,00 0,00 433.730,94
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.044.138,04 7.044.138,04 0,00 0,00 34.632,18
Sonstige Verbindlichkeiten 23.092.193,27 3.092.193,27 8.900.000,00 11.100.000,00 27.878.081,28
  427.769.859,86 92.079.217,96 260.190.389,08 75.500.252,82 356.356.246,47

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten per 31.12.2013 in Höhe von EUR 328.009.802,07 besitzen mit EUR 79.862.029,60 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, mit EUR 216.778.812,75 eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren und mit EUR 31.368.959,72 eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (EUR 433.730,94) und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (EUR 34.632,18) per 31.12.2013 besitzen alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten per 31.12.2013 in Höhe von EUR 27.878.081,28 besitzen mit EUR 7.878.081,28 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, mit EUR 6.675.000,00 eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren und mit EUR 13.325.000,00 eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

10. Latente Steuern

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  01.01.2014
EUR
Ertrag
EUR
Aufwand
EUR
31.12.2014
EUR
Aktive latente Steuern        
Ansatz Rückstellungen bei Personengesellschaften 944.000,00 0,00 -43.000,00 901.000,00
Pensionsrückstellung INDUS Holding Aktiengesellschaft 18.000,00 0,00 -1.000,00 17.000,00
  962.000,00 0,00 -44.000,00 918.000,00
Passive latente Steuern        
Anteile verbundene Unternehmen -42.905.000,00 0,00 -1.813.000,00 -44.718.000,00
Überhang passive latente Steuern -41.943.000,00 0,00 -1.857.000,00 -43.800.000,00

Den latenten Steuern liegt ein Steuersatz von 15,825 % zugrunde. Der Saldo der Steuerbelastungen und -entlastungen wurde nach § 274 Abs. 1 HGB als passive latente Steuern ausgewiesen.

III. Anmerkungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse der INDUS Holding Aktiengesellschaft beinhalten Honorare für die erbrachten Beratungsleistungen gegenüber den Tochterunternehmen sowie Provisionsumsätze für die Abwicklung des Forderungsverkaufs für einige Tochterunternehmen.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge, die sich im Berichtsjahr auf TEUR 12.285 (Vorjahr: TEUR 11.273) belaufen, betreffen im Wesentlichen Zuschreibungen auf Beteiligungsbuchwerte, Erträge aus Belastungen an Tochtergesellschaften und Gewinne aus Kursdifferenzen.

3. Erträge aus Beteiligungen

Hier werden die der INDUS Holding Aktiengesellschaft direkt zufließenden Erträge aus den Personengesellschaften und die Dividendenansprüche gegenüber den Kapitalgesellschaften einschließlich der darauf entfallenden anrechenbaren Steuerbeträge ausgewiesen.

4. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens enthalten ergebnisabhängige Zinserträge aus partiarischen Darlehen in Höhe von TEUR 33.645 (Vorjahr: TEUR 37.051) .

5. Abschreibungen auf Finanzanlagen

Die Abschreibungen der Finanzanlagen auf den niedrigeren beizulegenden Wert wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung betragen TEUR 9.032 (Vorjahr: TEUR 11.216) .

6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Es handelt sich im Wesentlichen um Zinsaufwendungen für mittel- und langfristige Bankverbindlichkeiten.

7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten aperiodische Erträge in Höhe von TEUR 271 (Vorjahr: TEUR 911) .

IV. Sonstige Angaben

1. Durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter

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  2014 2013
Vorstand 3 3
Angestellte 20 19
Zusammen: 23 22

2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die INDUS Holding Aktiengesellschaft haftet im Zusammenhang mit einer Avalkreditzusage an verbundene Unternehmen für Anzahlungs-, Vertragserfüllungs- und Mängelgewährleistungsbürgschaften gegenüber einem Kreditversicherer als Gesamtschuldnerin. Zum Bilanzstichtag ergeben sich hieraus Haftungsverhältnisse in Höhe von EUR 10.971.779,48 (Vorjahr: EUR 6.538.776,46) .

Des Weiteren hat die INDUS Holding Aktiengesellschaft gegenüber der Deutschen Leasing für Sparkassen und Mittelstand GmbH sowie der VR-Leasing AG die Mit-Leasing-Nehmerschaften für verbundene Unternehmen übernommen. Zum Bilanzstichtag ergeben sich hieraus Haftungsverhältnisse in Höhe von EUR 7.366.145,72 (Vorjahr: EUR 9.233.983,86) .

Zudem hat die INDUS Holding Aktiengesellschaft gegenüber der WGZ Bank AG eine Bürgschaft zur Absicherung der Anschubfinanzierung für Umstrukturierungsmaßnahmen eines verbundenen Unternehmens übernommen. Zum Bilanzstichtag ergeben sich hieraus Haftungsverhältnisse in Höhe von EUR 545.000,00.

Weiterhin hat die INDUS Holding Aktiengesellschaft gegenüber der Landesbank Baden-Württemberg eine Bürgschaft zur Absicherung der Mietansprüche für ein verbundenes Unternehmen übernommen. Zum Bilanzstichtag ergeben sich hieraus Haftungsverhältnisse in Höhe von EUR 200.000,00.

Die verbundenen Unternehmen können die eingegangenen Verbindlichkeiten aus heutiger Sicht erfüllen. Mit einer Inanspruchnahme der INDUS Holding Aktiengesellschaft ist daher nicht zu rechnen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen bei der INDUS Holding Aktiengesellschaft:

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• aus Leasingverpflichtungen in Höhe von insgesamt EUR 120.542,49
• sowie aus Erbbaurechten. Die wertgesicherte Erbbauzinsverpflichtung beträgt bis zum 31. Dezember 2053 jährlich: EUR 116.665,08

Die INDUS Holding Aktiengesellschaft hat die vertragliche Verpflichtung übernommen, auf Verlangen der Verkäufer restliche Anteile von bestehenden Tochtergesellschaften zu erwerben. Der Gesamtbetrag der hieraus resultierenden sonstigen finanziellen Verpflichtung beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 32.641.

3. Beteiligungen der INDUS Holding Aktiengesellschaft

Die Zusammenstellung des gesamten Beteiligungsbesitzes zeigt die als eine Anlage dem Anhang beigefügte Aufstellung des Anteilsbesitzes. Die Aufstellung ist Bestandteil des Anhangs.

In der Anteilsbesitzliste sind ebenfalls diejenigen Beteiligungsgesellschaften aufgeführt, die von der Befreiung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses gemäß § 291 Abs. 1 bzw. zur Offenlegung eines Jahresabschlusses gemäß § 264 Abs. 3 bzw. § 264 b HGB Gebrauch machen.

4. Aufsichtsrat der INDUS Holding Aktiengesellschaft

Helmut Späth, Kaufmann (Dipl.-Kfm.) , Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Versicherungskammer Bayern Versicherungsanstalt des öffentlichen Rechts, München
Vorsitzender (seit 11. Juni 2014 Vorsitzender)
Weitere Mandate im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:
Bayerische Beamtenkasse AG, München
Saarland Feuerversicherung AG, Saarbrücken
Saarland Lebensversicherung AG, Saarbrücken
Landesbank Berlin AG, Berlin
DIC Deutsche Immobilien Chancen AG & Co. KGaA, Frankfurt am Main (bis 30. Juni 2014)
ifb AG, Köln, Vorsitzender des Aufsichtsrates
Die Bayerische Beamtenkasse AG, die Saarland Feuerversicherung AG und die Saarland Lebensversicherung AG sind Konzerngesellschaften des Konzerns Versicherungskammer Bayern.

Dipl.-Ing. Burkhard Rosenfeld, Ingenieur (Dipl.-Ing.) , Bergisch Gladbach
Vorsitzender (bis 11. Juni 2014)
Weitere Mandate im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:
MS Schramberg Holding GmbH & Co. KG, Schramberg
Erichsen Beteiligungs GmbH, Hemer

Dr. Jürgen Allerkamp, Volljurist, Vorsitzender des Vorstands Investitionsbank Berlin, Hamburg,
Stellvertretender Vorsitzender
Weitere Mandate im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:
Neue Dorint GmbH, Köln, Vorsitzender des Aufsichtsrates
GAGFAH S.A., Luxemburg, Vice Chairman (bis 31. Dezember 2014)
HSH Nordbank AG (1. Juni 2014 bis 31.12.2014)

Dr. Ralf Bartsch, Volljurist, Sprecher der Geschäftsführung der Unternehmensgruppe SCHLAU/HAMMER, Porta Westfalica
Weitere Mandate im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:
Meffert AG, Farbwerke, Bad Kreuznach, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Dr. Dorothee Becker, Diplom-Ökonomin, Sprecherin der Geschäftsführung der Unternehmensgruppe Gebrüder Becker, Wuppertal (seit 11. Juni 2014)

Hans Joachim Selzer, Ingenieur (Dipl.-Wirtschafts-Ing.) , Driedorf
Weitere Mandate im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:
Herborner Pumpenfabrik J.H. Hoffmann GmbH & Co. KG, Herborn

Carl Martin Welcker, Ingenieur (Dipl.-Ing.) , geschäftsführender Gesellschafter der Alfred H. Schütte GmbH & Co. KG, Köln

5. Vorstand der INDUS Holding Aktiengesellschaft

Jürgen Abromeit, Georgsmarienhütte
Vorstandsvorsitzender
Weitere Mandate in Beratungsgremien:
Wirtschaftsbeirat NORD/LB, Hannover
Wirtschaftsbeirat Börse Düsseldorf

Dr.-Ing. Johannes Schmidt, Bergisch Gladbach

Rudolf Weichert, Erkrath

6. Gesamtbezüge des Vorstandes und des Aufsichtsrates

Die gewährten Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes der INDUS Holding Aktiengesellschaft setzen sich für das Geschäftsjahr 2014 aus dem festen Grundgehalt (einschließlich steuerpflichtiger geldwerter Vorteile) , der ergebnisabhängigen variablen Vergütung (Short-Term-Incentive-Programm) und der aktienorientierten Vergütung in Form von virtuellen Aktienoptionen (Long-Term-Incentive-Programm) zusammen.

Insgesamt sind an die Vorstände TEUR 2.151 (Vorjahr: TEUR 2.007) gewährt worden. Hiervon entfallen TEUR 1.261 auf die feste Vergütung (Vorjahr: TEUR 1.237) , TEUR 610 auf die variable Vergütung (TEUR 490) und TEUR 280 auf die virtuellen Aktienoptionen (Vorjahr: TEUR 280) . Zu den individualisierten Vorstandsvergütungen verweisen wir auf die Ausführungen zum Corporate Governance Kodex innerhalb des Lageberichtes.

Auf ehemalige Vorstandsmitglieder entfallen Aufwendungen für virtuelle Aktienoptionen in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 382) . Im Geschäftsjahr 2014 wurden keine Aktienoptionen an ehemalige Vorstandsmitgliedern ausgegeben.

Die Anwartschaftsbarwerte der durch Gehaltsumwandlung von ehemaligen Vorständen bis zum Bilanzstichtag erworbenen Altersversorgungsansprüche sowie die Inanspruchnahmen im Geschäftsjahr betrugen (Vorjahreswerte in Klammern) :

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  Anwartschaftsbarwert
TEUR
Inanspruchnahme
TEUR
Zuführung
TEUR
Helmut Ruwisch 460 (449) 0 (150) 11 (0)
  460 (449) 0 (150) 11 (0)

Die Altersversorgungsansprüche sind durch wertkongruente Rückdeckungsversicherungen gedeckt. Infolge der insolvenzfesten Abtretung an die Anspruchsberechtigten waren die Aktiv- und Passivpositionen im Jahresabschluss als Bewertungseinheit zu verrechnen.

Ab dem 1. Januar 2010 besteht das Long-Term-Incentive-Programm als langfristige Anreizwirkung in Form von virtuellen Aktienoptionen (Stock Appreciation Rights) . Als Stock Appreciation Right (SAR) wird die Zusage der INDUS Holding AG bezeichnet, den Berechtigten eine Zahlung zu leisten, deren Höhe sich nach der Differenz zwischen dem Basispreis und dem aktuellen Börsenkurs bei Ausübung der Option bemisst. Der Basispreis der SAR entspricht dem Mittelwert der Schlusskurse im Xetra Handel für die Aktie der Gesellschaft während der letzten zwanzig Handelstage vor dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option. Nach den Optionsbedingungen ist die Zahlung des Wertzuwachses für den Berechtigten nach oben begrenzt (Deckelung) . Die SAR können nur ausgeübt werden, wenn der Aktienkurs zum Zeitpunkt der Ausübung, gemessen am Basispreis der Option, um einen bestimmten Prozentsatz gestiegen ist (Erfolgshürde) . Wird die Erfolgshürde nicht überschritten, kommt es zu keiner Auszahlung an die Vorstandsmitglieder. Die SAR unterliegen der gesetzlichen Sperrfrist von vier Jahren ab dem Tag der Zuteilung der Tranche. Innerhalb der Sperrfrist ist eine Ausübung nicht möglich.

Dem Vorstand werden in jährlichen Tranchen virtuelle Aktienoptionen gewährt, deren Stückzahl durch den Optionspreis im Ausgabezeitpunkt und den vertraglich bestimmten Zielwert bestimmt wird. Im Geschäftsjahr 2014 wurden 77.200 SAR (Vorjahr 85.523) ausgegeben. Zum Zeitpunkt ihrer Gewährung betrug der beizulegende Zeitwert der SAR insgesamt TEUR 280 (Vorjahr TEUR 280) . Der ermittelte zeitanteilige beizulegende Zeitwert der bisher insgesamt gewährten SAR betrug zum Bilanzstichtag TEUR 1.436 (Vorjahr TEUR 1.596) . In dieser Höhe wurde im Jahresabschluss eine Rückstellung gebildet. Im Personalaufwand ist die Veränderung des Zeitwertes vor Abzinsung mit TEUR 408 (Vorjahr TEUR 804) enthalten. Die Zeitwertermittlung erfolgte mit einem anerkannten finanzmathematischen Optionspreismodell unter Berücksichtigung der Deckelung der Auszahlungsansprüche.

Für den Fall, dass sich die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und das unternehmerische Konzept der Gesellschaft wesentlich verändert (Change of Control) , sind die Vorstandsmitglieder innerhalb eines Jahres zur außerordentlichen Kündigung des Anstellungsvertrages berechtigt. In diesem Fall zahlt die Gesellschaft dem Vorstandsmitglied eine Abfindung in Höhe der Gesamtvergütung, die das Vorstandsmitglied bis zum vorgesehenen Beendigungszeitpunkt erhalten hätte, mindestens jedoch die Gesamtvergütung von einem Geschäftsjahr, einschließlich aller festen und variablen Vergütungsbestandteile und geldwerten Vorteile. Erfolgt eine Abberufung des Vorstandes innerhalb eines Jahres nach dem Change of Control, ohne dass ein wichtiger Grund im Sinne des § 626 BGB vorliegt, zahlt die Gesellschaft dem Vorstandsmitglied eine Abfindung in Höhe der Gesamtvergütung, die das Vorstandsmitglied bis zum vorgesehenen Beendigungszeitpunkt erhalten hätte, mindestens jedoch die Gesamtvergütung von zwei Geschäftsjahren, einschließlich aller festen und variablen Vergütungsbestandteile und geldwerten Vorteile.

Die Gesamtvergütungen des Aufsichtsrates der INDUS Holding Aktiengesellschaft betrugen für das Geschäftsjahr 2014 TEUR 322 (Vorjahr: TEUR 315) .

7. Zahl der Aktien je Gattung

Das Grundkapital der INDUS Holding Aktiengesellschaft beträgt am Bilanzstichtag EUR 63.571.323,62. Es ist eingeteilt in 24.450.509 auf den Inhaber lautende Stückaktien.

8. Das Genehmigte Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 10. Juni 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von bis zu 12.225.254 neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt EUR 31.785.660,51 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2014) . Den Aktionären ist bei der Kapitalerhöhung ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats in bestimmten Fällen das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

Die Gesamtzahl der unter Ausschluss des Bezugsrechts aufgrund einer dieser Ermächtigungen auszugebender und ausgegebenen Aktien darf 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung nicht überschreiten.

9. Bedingtes Kapital

Auf der Hauptversammlung am 24. Juni 2013 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 11.700.000,04, eingeteilt in 4.500.000 auf den Inhaber oder - sofern die Satzung der Gesellschaft im Zeitpunkt der Anleihebegebung auch die Ausgabe von Namensaktien zulässt - auf den Namen lautende neue Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2013) . Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie

die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen (oder einer Kombination dieser Instrumente) , die von der Gesellschaft oder deren Konzerngesellschaften aufgrund der Ermächtigung des Vorstandes durch die ordentliche Hauptversammlung vom 24. Juni 2013 bis zum 23. Juni 2018 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Wandlungs- bzw. Optionsrechten Gebrauch machen oder

die aus von der Gesellschaft oder deren Konzerngesellschaften aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch die ordentliche Hauptversammlung vom 24. Juni 2013 bis zum 23. Juni 2018 ausgegebenen oder garantierten Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen Verpflichteten ihre Wandlungs- bzw. Optionspflicht erfüllen und

das Bedingte Kapital nach Maßgabe der Bedingungen der Wandel- bzw. Optionsschuldverschreibungen benötigt wird.

10. Honorar des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr 2014 als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer setzt sich wie folgt zusammen:

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a) für die Abschlussprüfung:    
Jahresabschluss und Konzernabschluss: EUR 190.000,00
b) andere Bestätigungsleistungen EUR 5.000,00
c) Steuerberatungsleistungen EUR 0,00
d) sonstige Leistungen: EUR 0,00

11. Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben im Dezember 2014 gemäß § 161 AktG eine Erklärung zum Corporate Governance Kodex abgegeben und diese den Aktionären auf der Webseite der INDUS Holding Aktiengesellschaft (http://www.indus.de) zugänglich gemacht.

12. Meldungen nach § 21 Abs. 1 WpHG

Herr Hans Joachim Selzer, Deutschland, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der INDUS Holding Aktiengesellschaft, Bergisch Gladbach (ISIN: DE0006200108, WKN: 620010) , am 28. Februar 2011 die Schwelle von 3 % und 5 % überschritten hat und zu diesem Tag 8,53 % (das entspricht 1.723.808 Stimmrechten) beträgt. Davon sind ihm 8,53 % (das entspricht 1.723.808 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Von diesen Stimmrechten sind ihm zudem 1,83 % (das entspricht 370.033 Stimmrechten) ebenfalls nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Die Versicherungskammer Bayern Versicherungsanstalt des öffentlichen Rechts, München, Deutschland, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21. November 2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der INDUS Holding Aktiengesellschaft, Bergisch Gladbach, Deutschland, am 11. November 2011 die Schwelle von 10 % und 15 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 17,36 % (das entspricht 3.857.704 Stimmrechten) betragen hat. Von diesen Stimmrechten waren gemäß der Mitteilung der Bayrischer Versicherungsverband Versicherungsaktiengesellschaft, München, Deutschland, vom 30. November 2011 am 25. November 2011 2,34 % der Stimmrechte (das entspricht 520.702 Stimmrechten) dieser Gesellschaft zuzurechnen.

13. Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns

Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2014 in Höhe von EUR 63.061.876,95 wie folgt zu verwenden:

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Zahlung einer Dividende von EUR 1,20 je Stückaktie (24.450.509)    
auf das Grundkapital von EUR 63.571.323,62, EUR 29.340.610,80
Einstellung in andere Gewinnrücklagen EUR 32.000.000,00
Gewinnvortrag EUR 2.230.712,82
Bilanzgewinn EUR 63.571.323,62

 

Bergisch Gladbach, den 15. April 2015

Der Vorstand

Jürgen Abromeit

Rudolf Weichert

Dr.-Ing. Johannes Schmidt

Anteilsbesitzliste zum 31. Dezember 2014

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Firma Sitz Beteiligungsquote
%
  gezeichnetes Kapital
T €
Eigenkapital
T €
A. Verbundene Unternehmen im Konzernabschluss nach IFRS 10 konsolidiert          
I. Operative Gesellschaften          
1. ASS Maschinenbau GmbH* Overath 100 %   500,0 4.989,9
2. ->ASS< End of Arm Tooling, Inc. Plymouth / USA 90% bei Nr. 1. 44,1** 613,8**
3. - KNUR Maschinenbau GmbH Regensburg 75 % bei Nr. 1. 25,0 1.772,9
4. Ancotech AG Dielsdorf/ Schweiz 100% bei Nr. 103. 62,2** 7.576,8**
5. Ancotech GmbH Köln 100% bei Nr. 103. 225,0 246,1
6. AURORA Konrad G. Schulz GmbH & Co. KG* Mudau 100 %   2.564,0 9.494,5
7. - AURORA İsı Araçları San. ve Tic. Ltd. Şti. Istanbul / Türkei 99 % bei Nr. 6. 565,1** 404,0**
8. - Heavac B. V. Nuenen / Niederlande 100% bei Nr. 6. 182,1 3.422,7
9. Aurora North America Llc. Caledonia / USA 76 % bei Nr. 105. 183,6** 483,1**
10. Bacher AG Reinach / Schweiz 100 %   2.052,9** 6.400,5**
11. Betek GmbH & Co. KG* Aichhalden 100 %   1.534,0 1.547,3
12. -Betek Tools Inc. Buford / USA 100% bei Nr. 11. 0,8** 925,8**
13. BETOMAX systems GmbH & Co. KG* Neuss 100 %   2.000,0 5.493,0
14. Bilstein & Siekermann GmbH + Co. KG* Hillesheim 100 %   1.000,0 3.885,0
15. M. Braun Inertgas-Systeme GmbH* Garching b. München 100 %   1.000,0 5.677,7
16. - M.Braun Inertgas Systems (Shanghai) Co.,Ltd. Shanghai / China 100% bei Nr. 15. 147,1** 427,2**
17. - M. Braun Inc. Stratham / USA 100% bei Nr. 15. 76,3** 2.188,2**
18. - M. BRAUN UK LTD Mansfield / Großbritannien 100% bei Nr. 15. 0,0** 0,0**
19. - Mecalab - M.Braun AG Wittenbach / Schweiz 100% bei Nr. 15. 62,2** -311,9**
20. Budde Fördertechnik GmbH* Bielefeld 75%   105,0 11.594,8
21. - COMSORT GmbH Kamen 100% bei Nr. 20. 205,0 1.209,9
22. - PROVIS Steuerungstechnik GmbH Delmenhorst 75 % bei Nr. 20. 25,6 866,3
23. Budde Fördertechnik GmbH* Schmalkalden 75%   26,0 1.157,4
24. eltherm GmbH* Burbach 100 %   52,5 2.558,4
25. - eltherm Asia-Pacific Pte. Ltd. Singapur 100% bei Nr. 24. 307,2** 1.154,4**
26. - eltherm (Shanghai) Co., Ltd Shanghai / China 100% bei Nr. 25. 314,2** 247,7**
27. - eltherm Canada Inc. Toronto / Kanada 100% bei Nr. 24. 19,0** -295,9**
28. - eltherm UK Ltd. Newbury/ Großbritannien 75 % bei Nr. 24. 117,6** 466,4**
29. eltherm production GmbH* Burbach 100 %   105,0 10.325,9
30. Emil Fichthorn, Metallwarenfabrik GmbH & Co KG* Schwelm 100 %   623,0 623,0
31. FS Kunststofftechnologie GmbH & Co. KG* Reichshof-Hahn 100 %   514,0 997,0
32. - B & F Formulier- und Abfüll GmbH & Co. KG* Drolshagen 100% bei Nr. 31. 54,0 74,8
33. - EVT Dichtstoffe GmbH Stuttgart 85,25 % bei Nr. 31. 102,3 102,3
34. GSR Ventiltechnik GmbH & Co. KG* Vlotho 100 %   514,0 618,3
35. - Buschjost Magnetventile GmbH & Co. KG* Vlotho 90% bei Nr. 34. 5,2 5,2
36. GW Grevener Vermietungs- und Verpachtungs-GmbH & Co. KG* Bergisch Gladbach 100 %   515,0 563,2
37. - ISC IT Service & Consulting GmbH Bergisch Gladbach 100% bei Nr. 36. 50,0 0,0
38. HAKAMA AG Bättwil / Schweiz 100 %   3.370,2** 1.617,0**
39. HAUFF-TECHNIK GmbH & Co. KG* Hermaringen 100 %   1.550,0 1.550,0
40. Horn GmbH & Co. KG* Flensburg 100 %   1.024,0 7.024,0
41. - PNEUMATIC COMPONENTS LIMITED Sheffield / Großbritannien 100% bei Nr. 40. 2.753,5** 4.767,3**
42. - PCL Air technology (Shanghai) Co., Ltd. Shanghai / China 100% bei Nr. 40. 218,1** -84,0**
43. - PCLTrading (Shanghai) Co., Ltd. Shanghai / China 100% bei Nr. 40. 135,8** 157,4**
44. imeco GmbH & Co. KG* Hösbach 100 %   565,0 982,6
45. -IMAKON Sp. Z.o.o. Lubarń / Polen 100% bei Nr. 44. 155,4** 462,6**
46. IPETRONIK GmbH & Co. KG* Baden-Baden 100 %   515,0 720,8
47. - IPETRONIK Eichstätt GmbH Eichstätt 100% bei Nr. 46. 25,0 588,7
48. - Ipetronik Inc. Farmington Hills / USA 100% bei Nr. 46. 4,1** 150,4**
49. - Savvy Telematic Systems AG Schaffhausen / Schweiz 60% bei Nr. 46. 1.039,6** 400,0**
50. Kieback GmbH & Co. KG* Osnabrück 100 %   514,0 993,7
51. - KSG Service, Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH Osnabrück 50 %/50 % bei Nr. 50./73. 50,0 41,7
52. Anneliese Köster GmbH & Co. KG* Ennepetal 100 %   100,0 7.410,7
53. - Köster & Co. GmbH* Ennepetal 100% bei Nr. 52. 275,0 2.583,6
54. - Köster CZ s.r.o. Žacléř / Tschechien 100% bei Nr. 53. 167,4** 187,0**
55. - Keramos Žacléř s.r.o. Žacléř / Tschechien 99 % bei Nr. 53. 3,6** -2,9**
56. M.B.N.- Maschinenbaubetriebe Neugersdorf GmbH* Ebersbach-Neugersdorf 75 % bei Nr. 100. 160,0 14.210,9
57. MEWESTA Hydraulik GmbH & Co.KG* Münsingen 100 %   514,0 540,0
58. MIGUA 1. Beteiligungsgesellschaft mbH* Wülfrath 100 %   1.636,4 5.859,1
59. - MIGUA Fugensysteme GmbH & Co. KG* Wülfrath 100% bei Nr. 58. 153,4 543,5
60. Mikrop AG Wittenbach / Schweiz 100 %   205,7** 652,0**
61. - Mikrotec Optika d.o.o. Kać / Serbien 100% bei Nr. 60. 507,5** 1.258,9**
62. Nisterhammer Maschinenbau GmbH & Co. KG* Nister 100 %   774,0 774,0
63. OBUK Haustürfüllungen GmbH & Co. KG* Oelde 100 %   260,0 4.258,6
64. - OBUK Slovakia s.r.o. Malacky / Slowakei 100% bei Nr. 63. 6,6 63,3
65. Ofa Bamberg GmbH* Bamberg 100 %   1.500,0 8.973,0
66. planetroll GmbH & Co. KG* Munderkingen 100 %   515,0 515,0
67. REMKO GmbH & Co. KG Klima- und Wärmetechnik* Lage 100 %   1.534,0 4.558,0
68. Rolko Kohlgrüber GmbH* Borgholzhausen 75%   51,1 5.377,6
69. - Rolko Nederland bv Houten / Niederlande 55 % bei Nr. 68. 20,0 1.485,7
70. - Rolko Scandinavia ApS Silkeborg / Dänemark 100% bei Nr. 68. 16,8** 859,8**
71. - Rolko Xiamen Wheels & Components Ltd. Xiamen / China 70% bei Nr. 68. 238,9** 2.532,5**
72. Helmut Rübsamen GmbH &Co. KG, Metalldrückerei-Umformtechnik* Bad Marienberg 90%   500,0 750,8
73. Konrad Schäfer GmbH* Osnabrück 100 %   400,0 3.097,4
74. - D.M.S. GmbH Design Modell-Studien Reichertshofen 70% bei Nr. 73. 26,1 1.008,4
75. - KS Pollmann GmbH Gaimersheim 100% bei Nr. 73. 25,0 7,1
76. - Schäfer Modell- und Formenbau GmbH & Co KG* Mühlhausen 100% bei Nr. 73. 1.024,0 1.205,1
77. Schuster Klima Lüftung GmbH & Co. KG* Friedberg 100 %   1.024,0 1.158,0
78. Selzer Fertigungstechnik GmbH & Co. KG* Driedorf 85%   6.000,0 13.000,0
79. - Selzer Automotiva do Brasil Ltda Vinhedo / Brasilien 100% bei Nr. 78. 1.275,2** 2.219,6**
80. - Selzer Systemtechnik GmbH* Driedorf 100% bei Nr. 78. 200,0 241,3
81. Semet Maschinenbau GmbH & Co. Kommanditgesellschaft* Brackenheim 100 %   774,0 774,0
82. - Rl MAC Maschinen & Anlagen GmbH Mauer 100% bei Nr. 81. 26,0 0,0
83. Karl Simon GmbH & Co. KG* Aichhalden 100 %   2.100,0 3.520,3
84. - Siku GmbH Rickenbach / Schweiz 100% bei Nr. 83. 458,1** 0,0**
85. Sitek-Spikes GmbH & Co.KG* Aichhalden 100 %   1.023,0 6.248,7
86. S.M.A. Metalltechnik GmbH & Co. KG* Backnang 100 %   1.005,0 2.573,0
87. - SDI Service Design Innovation GmbH Brackenheim 100% bei Nr. 86. 26,0 52,1
88. - SMA ENGINEERING SOUTH AFRICA East London / Südafrika 100% bei Nr. 86. 0,0** 4.180,0**
89. Turmbau Steffens & Nolle GmbH* Berlin 100 %   500,0 3.040,3
90. VULKAN INOX GmbH* Hattingen 100 %   770,0 9.546,9
91. - Vulkan Harex Steelfiber (North America) Inc. Brantford, Ontario / Kanada 100% bei Nr. 90. 302,1** 1.251,1**
92. Weigand Bau GmbH* Bad Königshofen i. Grabfeld 80%   1.000,0 1.750,1
93. Weinisch GmbH & Co. KG* Oberviechtach 100 %   500,0 500,0
94. Wiesauplast Deutschland GmbH & Co. KG* Wiesau 100% bei Nr. 138. 4.000,0 7.088,2
95. Wiesauplast de México S.de R.L. de C.V. San José Iturbide / Mexiko 100% bei Nr. 138. 4.987,0** 2.463,4**
96. Wiesauplast Servicios S. de R.L. de C.V. San José Iturbide / Mexiko 100% bei Nr. 138. 6,8** 27,7**
97. MID-TRONIC Wiesauplast GmbH Wiesau 90% bei Nr. 138. 300,0 0,0
II. Komplementär GmbH's und andere nicht operative Gesellschaften          
98. INDUS Alpha GmbH Bergisch Gladbach 100 %   25,0 25,3
99. INDUS Beta GmbH Bergisch Gladbach 100 %   26,0 27,2
100. INDUS Epsilon GmbH & Co. KG Bergisch Gladbach 100 %   0,1 1.000,0
101. INDUS Epsilon Verwaltungs GmbH Bergisch Gladbach 100% bei Nr. 100. 25,0 23,6
102. INDUS Gamma GmbH Bergisch Gladbach 100 %   26,0 29,1
103. Ancotech Holding KG Köln 100 %   3.074,0 6.117,2
104. - ancotech Verwaltungs GmbH Köln 100% bei Nr. 103. 26,0 27,4
105. Aurora North America Holding Inc. Delaware / USA 100% bei Nr. 6. 0,7** 341,2**
106. AURORA Verwaltungs-GmbH Mudau 100% bei Nr. 6. 26,0 31,7
107. Betek Verwaltungs-GmbH Aichhalden 100% bei Nr. 11. 26,0 30,0
108. BETOMAX Komplementär GmbH Neuss 100% bei Nr. 13. 25,0 25,5
109. Bilstein & Siekermann Verwaltungsgesellschaft mbH Hillesheim 100% bei Nr. 14. 26,0 31,3
110. Emil Fichthorn Verwaltungs GmbH Schwelm 100% bei Nr. 30. 27,0 29,0
111. FS Verwaltungs GmbH Reichshof-Hahn 100% bei Nr. 31. 26,0 35,0
112. B&F Verwaltungs GmbH Drolshagen 100% bei Nr. 32. 26,0 30,6
113. GSR Ventiltechnik Verwaltungs-GmbH Vlotho 100% bei Nr. 34. 26,0 33,5
114. Buschjost Magnetventile Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Vlotho 100% bei Nr. 34. 25,6 31,0
115. GW Verwaltungs-GmbH Bergisch Gladbach 100% bei Nr. 36. 26,0 29,6
116. Hauff Verwaltungs GmbH Hermaringen 100% bei Nr. 39. 26,0 26,9
117. Horn Verwaltungs GmbH Flensburg 100% bei Nr. 40. 26,0 28,3
118. imeco Besitz- und Verwaltungsgesellschaft mbH Hösbach 100% bei Nr. 44. 27,0 28,5
119. IPETRONIK Verwaltungs GmbH Baden-Baden 100% bei Nr. 46. 25,0 29,6
120. Kieback Verwaltungsgesellschaft mbH Osnabrück 100% bei Nr. 50. 26,0 28,5
121. Anneliese Köster Verwaltungs GmbH Ennepetal 100% bei Nr. 52. 26,0 29,7
122. MEWESTA Hydraulik Verwaltungs GmbH Münsingen 100% bei Nr. 57. 26,0 29,5
123. MIGUA Verwaltungsgesellschaft mbH Wülfrath 100% bei Nr. 59. 26,0 29,1
124. Nisterhammer Maschinenbau Verwaltungs GmbH Nister 100% bei Nr. 62. 26,0 28,6
125. OBUK Beteiligungsgesellschaft mbH Oelde 100% bei Nr. 63. 25,0 33,1
126. planetroll Verwaltungs GmbH Munderkingen 100% bei Nr. 66. 25,0 25,0
127. REMKO Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Lage 100% bei Nr. 67. 26,0 27,6
128. Helmut Rübsamen Verwaltungs GmbH Bad Marienberg 100% bei Nr. 72. 26,0 27,0
129. Schäfer Modell- und Formenbau Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH Mühlhausen 100% bei Nr. 76. 26,0 36,7
130. Schuster Verwaltungs GmbH Friedberg 100% bei Nr. 77. 26,0 27,6
131. Selzer Verwaltungsgesellschaft mbH Driedorf 100% bei Nr. 78. 60,0 60,0
132. Semet Maschinenbau Verwaltungs-GmbH Brackenheim 100% bei Nr. 81. 26,0 30,5
133. Simon Beteiligungsgesellschaft mbH Aichhalden 100% bei Nr. 83. 140,0 140,0
134. Sitek-Spikes Beteiligungs-GmbH Aichhalden 100% bei Nr. 85. 27,0 29,2
135. S.M.A. Metalltechnikverwaltungs GmbH Backnang 100% bei Nr. 86. 26,0 29,3
136. Weinisch Verwaltungsgesellschaft mbH Oberviechtach 100% bei Nr. 93. 26,0 27,3
137. Wiesauplast Deutschland Verwaltungs GmbH Wiesau 100% bei Nr. 94. 26,0 29,1
138. Wiesauplast GmbH & Co. KG Wiesau 100 %   564,0 3.717,7
139. Wiesauplast Verwaltungs GmbH Wiesau 100% bei Nr. 138. 26,0 27,3
B. Assoziierte Unternehmen          
im Konzernabschluss nach IAS 28 bilanziert          
140. Betomax Polska S.A. Kónskie / Polen 27 % bei Nr. 13. 313,6** 8.202,0**
141. Tecalemit Inc. Houston / USA 50% bei Nr. 40. 0,0** 2.657,3**
142. TKI Automotive GmbH Gaimersheim 49 % bei Nr. 47. 25,0 7.411,8
143. Wiesauplast PMC de México S.de R.L. Mexico 45 % bei Nr. 95. 153,9** 433,3**
C. Sonstige Beteiligungen          
I. im Konzernabschluss nach IFRS 10 konsolidiert          
144. Akor Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG Wiesbaden 94% bei Nr. 83. 4,8 0,0
145. Farlos Beteiligungs GmbH & Co. Vermietungs-KG* Pullach i. Isartal 94% bei Nr. 65. 25,0 0,0
146. MESIL Beteiligungs GmbH & Co. Vermietungs-KG* Pullach i. Isartal 94% bei Nr. 36. 25,4 2,6
II. im Konzernabschluss nach IAS 39 bilanziert          
147. Betomax Austria GmbH Linz / Österreich 100% bei Nr. 13. 35,0 25,9
148. M. Braun Inertgas-Systems Korea Ltd. Seoul / Südkorea 100% bei Nr. 15. 75,5** 199,5**
149. eltherm North Africa SARLAU Casablanca / Marokko 100% bei Nr. 24. 0,9** -5,8**
150. eltherm South Africa (Pty) Ltd. Foreshore / Südafrika 70% bei Nr. 24. 27,8** -28,9**
151. KAC Automotive Parts (Taicang) Co., Ltd. Taicang /China 100% bei Nr. 50. 22,4** 14,5**
152. OOO Köster RUS Moskau / Russland 100% bei Nr. 53. 48,4** 2,9**
153. Mapotrix Dehnfugen GmbH & Co. KG Schwarzenbek 10% bei Nr. 59. 61,6 86,6
154. MBN Automotive INC Montgomery / USA 100% bei Nr. 56. 0,8** 0,8**
155. MBN Mechanical Manufacturing Co. Ltd. Changchun / China 100% bei Nr. 56. 443,1** 1.450,8**
156. PCL-SU MO Air Technology Pvt Ltd. Mumbai / Indien 50% bei Nr. 40. 143,4** 90,2**
157. Polartherm Group Oy Luvia / Finnland 18 % bei Nr. 67. 170,0 3.134,4
158. TRIBO Hartstoff GmbH Barchfeld-Immelborn 13 % bei Nr. 11. 500,0 8.479,0
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Firma Jahresergebnis
T €
letzter Jahresabschluss
A. Verbundene Unternehmen im Konzernabschluss nach IFRS 10 konsolidiert    
I. Operative Gesellschaften    
1. ASS Maschinenbau GmbH* 1.496,5 31.12.2014
2. ->ASS< End of Arm Tooling, Inc. 421,4** 31.12.2014
3. - KNUR Maschinenbau GmbH 405,4 31.12.2014
4. Ancotech AG 4.394,3** 31.12.2014
5. Ancotech GmbH 14,6 31.12.2014
6. AURORA Konrad G. Schulz GmbH & Co. KG* 2.121,5 31.12.2014
7. - AURORA İsı Araçları San. ve Tic. Ltd. Şti. 85,8** 31.12.2014
8. - Heavac B. V. 460,3 31.12.2014
9. Aurora North America Llc. 475,1** 31.12.2014
10. Bacher AG 314,9** 31.12.2014
11. Betek GmbH & Co. KG* 5.231,4 31.12.2014
12. -Betek Tools Inc. 359,3** 31.12.2014
13. BETOMAX systems GmbH & Co. KG* 1.026,1 31.12.2014
14. Bilstein & Siekermann GmbH + Co. KG* 912,3 31.12.2014
15. M. Braun Inertgas-Systeme GmbH* 728,8 31.12.2014
16. - M.Braun Inertgas Systems (Shanghai) Co.,Ltd. 720,0** 31.12.2014
17. - M. Braun Inc. 681,2** 31.12.2014
18. - M. BRAUN UK LTD 144,2** 31.12.2014
19. - Mecalab - M.Braun AG 141,9** 31.12.2014
20. Budde Fördertechnik GmbH* 7.231,6 31.12.2014
21. - COMSORT GmbH 6,9 31.12.2014
22. - PROVIS Steuerungstechnik GmbH 558,2 31.12.2014
23. Budde Fördertechnik GmbH* 482,3 31.12.2014
24. eltherm GmbH* 711,4 31.12.2014
25. - eltherm Asia-Pacific Pte. Ltd. 24,2** 31.12.2014
26. - eltherm (Shanghai) Co., Ltd 2,0** 31.12.2014
27. - eltherm Canada Inc. -108,9** 31.12.2014
28. - eltherm UK Ltd. 77,4** 31.12.2014
29. eltherm production GmbH* 1.923,5 31.12.2014
30. Emil Fichthorn, Metallwarenfabrik GmbH & Co KG* 463,0 31.12.2014
31. FS Kunststofftechnologie GmbH & Co. KG* 2.125,5 31.12.2014
32. - B&F Formulier- und Abfüll GmbH & Co. KG* 650,7 31.12.2014
33. - EVT Dichtstoffe GmbH 0,0 31.12.2014
34. GSR Ventiltechnik GmbH & Co. KG* 1.566,1 31.12.2014
35. - Buschjost Magnetventile GmbH & Co. KG* 387,6 31.12.2014
36. GW Grevener Vermietungs- und Verpachtungs-GmbH & Co. KG* -61,5 31.12.2014
37. - ISC IT Service & Consulting GmbH 74,1 31.12.2014
38. HAKAMA AG -2.212,8** 31.12.2014
39. HAUFF-TECHNIK GmbH & Co. KG* 1.823,6 31.12.2014
40. Horn GmbH & Co. KG* 2.725,2 31.12.2014
41. - PNEUMATIC COMPONENTS LIMITED 1.829,4** 31.12.2014
42. - PCL Air technology (Shanghai) Co., Ltd. 10,8** 31.12.2014
43. - PCLTrading (Shanghai) Co., Ltd. 40,8** 31.12.2014
44. imeco GmbH & Co. KG* 317,6 31.12.2014
45. -IMAKON Sp. Z.o.o. 29,0** 31.12.2014
46. IPETRONIK GmbH & Co. KG* 862,8 31.12.2014
47. - IPETRONIK Eichstätt GmbH -127,5 31.12.2014
48. - Ipetronik Inc. 2,8** 31.12.2014
49. - Savvy Telematic Systems AG -633,2** 31.12.2014
50. Kieback GmbH & Co. KG* 118,8 31.12.2014
51. - KSG Service, Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH 3,5 31.12.2014
52. Anneliese Köster GmbH & Co. KG* 221,0 31.12.2014
53. - Köster & Co. GmbH* 202,1 31.12.2014
54. - Köster CZ s.r.o. 47,3** 31.12.2014
55. - Keramos Žacléř s.r.o. 8,2** 31.12.2014
56. M.B.N.- Maschinenbaubetriebe Neugersdorf GmbH* 7.042,2 31.12.2014
57. MEWESTA Hydraulik GmbH & Co.KG* 140,7 31.12.2014
58. MIGUA 1. Beteiligungsgesellschaft mbH* 1.458,7 31.12.2014
59. - MIGUA Fugensysteme GmbH & Co. KG* 1.824,4 31.12.2014
60. Mikrop AG 158,3** 31.12.2014
61. - Mikrotec Optika d.o.o. 360,1** 31.12.2014
62. Nisterhammer Maschinenbau GmbH & Co. KG* -3.552,0 31.12.2014
63. OBUK Haustürfüllungen GmbH & Co. KG* 612,0 31.12.2014
64. - OBUK Slovakia s.r.o. 8,1 31.12.2014
65. Ofa Bamberg GmbH* 4.133,6 31.12.2014
66. planetroll GmbH & Co. KG* 342,1 31.12.2014
67. REMKO GmbH & Co. KG Klima- und Wärmetechnik* 2.151,9 31.12.2014
68. Rolko Kohlgrüber GmbH* 2.742,6 31.12.2014
69. - Rolko Nederland bv 202,4 31.12.2014
70. - Rolko Scandinavia ApS 54,7** 31.12.2014
71. - Rolko Xiamen Wheels & Components Ltd. 264,7** 31.12.2014
72. Helmut Rübsamen GmbH &Co. KG, Metalldrückerei-Umformtechnik* 2.520,2 31.12.2014
73. Konrad Schäfer GmbH* 163,6 31.12.2014
74. - D.M.S. GmbH Design Modell-Studien 315,6 31.12.2014
75. - KS Pollmann GmbH -205,6 31.12.2014
76. - Schäfer Modell- und Formenbau GmbH & Co KG* 184,6 31.12.2014
77. Schuster Klima Lüftung GmbH & Co. KG* 266,3 31.12.2014
78. Selzer Fertigungstechnik GmbH & Co. KG* 1.506,4 31.12.2014
79. - Selzer Automotiva do Brasil Ltda 85,0** 31.12.2014
80. - Selzer Systemtechnik GmbH* 98,3 31.12.2014
81. Semet Maschinenbau GmbH & Co. Kommanditgesellschaft* -2.807,9 31.12.2014
82. - Rl MAC Maschinen & Anlagen GmbH 26,5 31.12.2014
83. Karl Simon GmbH & Co. KG* -1.295,7 31.12.2014
84. - Siku GmbH -218,3** 31.12.2014
85. Sitek-Spikes GmbH & Co.KG* 776,8 31.12.2014
86. S.M.A. Metalltechnik GmbH & Co. KG* 1.257,5 31.12.2014
87. - SDI Service Design Innovation GmbH 8,5 31.12.2014
88. - SMA ENGINEERING SOUTH AFRICA 3.109,2** 31.12.2014
89. Turmbau Steffens & Nolle GmbH* 807,9 31.12.2014
90. VULKAN INOX GmbH* 3.413,8 31.12.2014
91. - Vulkan Harex Steelfiber (North America) Inc. 282,9** 31.12.2014
92. Weigand Bau GmbH* 725,7 31.12.2014
93. Weinisch GmbH & Co. KG* 581,3 31.12.2014
94. Wiesauplast Deutschland GmbH & Co. KG* -477,2 31.12.2014
95. Wiesauplast de México S.de R.L. de C.V. 958,1** 31.12.2014
96. Wiesauplast Servicios S. de R.L. de C.V. -8,7** 31.12.2014
97. MID-TRONIC Wiesauplast GmbH -795,4 31.12.2014
II. Komplementär GmbH's und andere nicht operative Gesellschaften    
98. INDUS Alpha GmbH 0,0 31.12.2014
99. INDUS Beta GmbH 0,0 31.12.2014
100. INDUS Epsilon GmbH & Co. KG -40,7 31.12.2014
101. INDUS Epsilon Verwaltungs GmbH -1,4 31.12.2014
102. INDUS Gamma GmbH 0,0 31.12.2014
103. Ancotech Holding KG 3.479,4 31.12.2014
104. - ancotech Verwaltungs GmbH 1,4 31.12.2014
105. Aurora North America Holding Inc. 271,5** 31.12.2014
106. AURORA Verwaltungs-GmbH 2,0 31.12.2014
107. Betek Verwaltungs-GmbH 2,1 31.12.2014
108. BETOMAX Komplementär GmbH 0,5 31.12.2014
109. Bilstein & Siekermann Verwaltungsgesellschaft mbH 1,7 31.12.2014
110. Emil Fichthorn Verwaltungs GmbH 2,0 31.12.2014
111. FS Verwaltungs GmbH 1,3 31.12.2014
112. B&F Verwaltungs GmbH 1,1 31.12.2014
113. GSR Ventiltechnik Verwaltungs-GmbH 1,3 31.12.2014
114. Buschjost Magnetventile Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung 1,0 31.12.2014
115. GW Verwaltungs-GmbH 0,7 31.12.2014
116. Hauff Verwaltungs GmbH 0,9 31.12.2014
117. Horn Verwaltungs GmbH 0,8 31.12.2014
118. imeco Besitz- und Verwaltungsgesellschaft mbH 1,4 31.12.2014
119. IPETRONIK Verwaltungs GmbH 2,4 31.12.2014
120. Kieback Verwaltungsgesellschaft mbH -0,3 31.12.2014
121. Anneliese Köster Verwaltungs GmbH 1,8 31.12.2014
122. MEWESTA Hydraulik Verwaltungs GmbH 1,2 31.12.2014
123. MIGUA Verwaltungsgesellschaft mbH -0,5 31.12.2014
124. Nisterhammer Maschinenbau Verwaltungs GmbH 1,5 31.12.2014
125. OBUK Beteiligungsgesellschaft mbH 0,0 31.12.2014
126. planetroll Verwaltungs GmbH 1,3 31.12.2014
127. REMKO Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung 1,6 31.12.2014
128. Helmut Rübsamen Verwaltungs GmbH 1,0 31.12.2014
129. Schäfer Modell- und Formenbau Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH 2,9 31.12.2014
130. Schuster Verwaltungs GmbH 0,9 31.12.2014
131. Selzer Verwaltungsgesellschaft mbH 3,2 31.12.2014
132. Semet Maschinenbau Verwaltungs-GmbH 1,7 31.12.2014
133. Simon Beteiligungsgesellschaft mbH 0,0 31.12.2014
134. Sitek-Spikes Beteiligungs-GmbH 2,2 31.12.2014
135. S.M.A. Metalltechnikverwaltungs GmbH 1,3 31.12.2014
136. Weinisch Verwaltungsgesellschaft mbH 0,7 31.12.2014
137. Wiesauplast Deutschland Verwaltungs GmbH -0,3 31.12.2014
138. Wiesauplast GmbH & Co. KG -810,2 31.12.2014
139. Wiesauplast Verwaltungs GmbH 0,7 31.12.2014
B. Assoziierte Unternehmen    
im Konzernabschluss nach IAS 28 bilanziert    
140. Betomax Polska S.A. 1.257,8** 31.12.2014
141. Tecalemit Inc. 207,1** 31.12.2014
142. TKI Automotive GmbH 1.255,8 31.12.2014
143. Wiesauplast PMC de México S.de R.L. 282,7** 31.12.2014
C. Sonstige Beteiligungen    
I. im Konzernabschluss nach IFRS 10 konsolidiert    
144. Akor Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG -516,5 31.12.2014
145. Farlos Beteiligungs GmbH & Co. Vermietungs-KG* 34,2 31.12.2014
146. MESIL Beteiligungs GmbH & Co. Vermietungs-KG* -7,3 31.12.2014
II. im Konzernabschluss nach IAS 39 bilanziert    
147. Betomax Austria GmbH -9,1 31.12.2014
148. M. Braun Inertgas-Systems Korea Ltd. -112,9** 31.12.2014
149. eltherm North Africa SARLAU -6,6** 31.12.2014
150. eltherm South Africa (Pty) Ltd. -55 9** 31.12.2014
151. KAC Automotive Parts (Taicang) Co., Ltd. -7,3** 31.12.2014
152. OOO Köster RUS 0,0** 31.12.2014
153. Mapotrix Dehnfugen GmbH & Co. KG 19,2 31.12.2013
154. MBN Automotive INC 0,0** 31.12.2014
155. MBN Mechanical Manufacturing Co. Ltd. 1.483,9** 31.12.2014
156. PCL-SU MO Air Technology Pvt Ltd. 2,0** 31.03.2014
157. Polartherm Group Oy 283,0 30.04.2014
158. TRIBO Hartstoff GmbH 559,9 31.03.2014

* Inanspruchnahme der Erleichterungen nach § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB
** Landeswährung umgerechnet zum Stichtagskurs 31.12.2014 bzw. Periodendurchschnittskurs 2014 beim Jahresergebnis

Zusammengefasster Lagebericht

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

INDUS hält ein Portfolio von 42 Unternehmen aus Schlüsselbranchen des deutschsprachigen Mittelstands. Als Spezialist für nachhaltige Unternehmensbeteiligung erwirbt unsere Gesellschaft überwiegend inhabergeführte Unternehmen und unterstützt sie bei ausschließlich langfristiger Ausrichtung in ihrer unternehmerischen Weiterentwicklung. Durch gezielte Zukäufe neuer Hidden Champions will der Vorstand das Portfolio in den kommenden Jahren kontinuierlich ausbauen und weiter entwickeln.

GESCHÄFTSMODELL

AUFSTELLUNG UND ORGANISATIONSSTRUKTUR: INDUS - DIE FÜHRENDE BÖRSENNOTIERTE BETEILIGUNGSGESELLSCHAFT MIT FOKUS MITTELSTAND

Die INDUS Holding AG hat sich seit ihrer Gründung 1989 als größter Spezialist für die Übernahme mittelständischer Produktionsunternehmen im deutschsprachigen Europa etabliert. Heute umfasst das Portfolio 42 Unternehmen. Seit 1995 ist die Gesellschaft börsennotiert. Die Aktien werden im Marktsegment mit den höchsten Transparenzanforderungen, dem Prime Standard, gehandelt und sind in den Index SDax einbezogen. Die Beteiligungen sind in fünf Segmenten gebündelt: Bau/Infrastruktur, Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Metalltechnik. Diese Unternehmensbereiche bildeten im Geschäftsjahr 2014 unverändert die berichtspflichtigen Segmente nach IFRS. Für die Übersicht der zur Gruppe gehörenden Unternehmen wird auf die Anteilsbesitzliste im Anhang verwiesen.1

Unternehmenssitz ist Bergisch Gladbach; die Tochtergesellschaften haben ihren Sitz in Deutschland beziehungsweise in der Schweiz. Zwischen den Unternehmen und INDUS besteht eine klare Aufgabenteilung: Die Tochtergesellschaften entwickeln ihr Geschäft wirtschaftlich eigenständig und die Führungsgesellschaft konzentriert sich auf Kernfunktionen wie Finanzierung, Controlling und Rechnungslegung. Sie stellt zudem über einen regelmäßigen Dialog mit den Geschäftsführungen sicher, dass ihre Interessen als Gesellschafterin gewahrt bleiben. Die strategischen Ziele und Meilensteine entwickeln die Beteiligungen eigenständig im Rahmen der mit der Holding vereinbarten erfolgsorientierten Grundsatzvereinbarungen. Der Vorstand pflegt einen regelmäßigen Austausch mit den Beteiligungen. Details zur Organisation der Leitung und Kontrolle finden sich in der Erklärung zur Unternehmensführung.2

1 Anteilsbesitz siehe Anhang

2 Erklärung auch unter www.indus.de

GESCHÄFTSFELDER UND WETTBEWERBSPOSITIONEN: DIVERSIFIZIERTE AKTIVITÄTEN

INDUS beteiligt sich ausschließlich an wirtschaftlich gesunden Produktionsunternehmen mit guten Entwicklungsperspektiven für einen langfristigen Zeitraum. Die Unternehmen sind in unterschiedlichen Geschäftsfeldern und Absatzmärkten aktiv. Der hohe Diversifizierungsgrad des Portfolios ist zentraler Bestandteil der INDUS-Strategie. Die Risikostreuung soll zur Risikominimierung beitragen. Informationen zu den Unternehmen bzw. zu den Unternehmensbereichen, denen diese zugeordnet werden, sowie Informationen zu den jeweiligen Branchenentwicklungen finden sich in den Kapiteln Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und im Segmentbericht. Unter regionalen Gesichtspunkten spielt der inländische Markt für viele Beteiligungsunternehmen immer noch eine wichtige Rolle; die Bedeutung der Auslandsmärkte hat jedoch in den letzten Jahren zugenommen. Rund 48 % ihres Umsatzes erzielt die Gruppe außerhalb Deutschlands. Indirekte Auslandsumsätze sind hierbei nicht erfasst. Im Zuge ihrer Internationalisierung haben viele Beteiligungsunternehmen Auslandsstandorte aufgebaut. Wichtige Produktionsstätten befinden sich in Südafrika, Mexiko, China, Nordamerika und Brasilien.

AKQUISITIONEN: PORTFOLIO 2014 DURCH FÜNF NEUE UNTERNEHMEN VERSTÄRKT

INDUS setzt sich das Ziel, für ihre Eigentümer eine dauerhafte und kontinuierliche Wertsteigerung des Portfolios zu erreichen. INDUS wächst, indem ihre Hidden Champions ihre Entwicklungsstrategien unter Rückgriff auf die Unterstützung der Holding erfolgreich umsetzen. Darüber hinaus akquiriert die Holding gezielt weitere erfolgreiche Unternehmen für das Portfolio, die zum Geschäftsmodell von INDUS und zu den dadurch definierten wirtschaftlichen Kriterien passen.

2014 hat INDUS zwei neue Beteiligungen erworben; hinzu kamen drei Zukäufe durch die Töchter. Insgesamt wurden in der Gruppe dafür rund 56 Mio. EUR investiert.

Mit ROLKO wurde im Mai 2014 eine Akquisition im, als solchen definierten, Zielmarkt Medizin- und Gesundheitstechnik getätigt. ROLKO ist ein Spezialist für Rehabilitationszubehör. Zum Lieferprogramm gehören Rollen und Räder für Rollstühle und Rollatoren sowie Zubehör wie etwa Rollstuhlrampen, Schlupfsäcke, höhenverstellbare Schiebegriffe und Kopfstützen. Weiterhin vertreibt ROLKO medizintechnische Produkte wie Aufrichtgriffe und Abweisrollen für Krankenhausbetten. Das Geschäft ist aufgrund der zunehmenden Alterung insbesondere westlicher Gesellschaften und einer parallel damit einhergehenden verbesserten medizinischen Versorgung ein Wachstumsmarkt. ROLKO verfügt über eigene Tochtergesellschaften in Silkeborg (Dänemark) und den Niederlanden (Houten) sowie über eine Fertigungsstätte in Xiamen (China) .

Zum Ende des Jahres wurde MBN übernommen, ein Spezialmaschinenbauer aus dem Bereich Automatisierungstechnik; auch dieser ist ein strategischer Zielmarkt für INDUS. Das Unternehmen entwickelt und fertigt in Sachsen automatisierte Anlagen und Maschinen für die Fahrzeugendmontage. Die Kernkompetenz von MBN liegt in der Fahrwerk- bzw. Aggregatemontage, der sogenannten "Hochzeit" (dieser Begriff steht für das Zusammenführen von Fahrwerk und Motor mit der Karosserie) sowie dem Cockpit- und Frontendeinbau. MBN profitiert von dem anhaltenden Trend hin zu immer mehr Modellvarianten und parallel sich verkürzenden Modellzyklen in der Autobranche. Die Automobilwirtschaft ist aufgrund des globalen Wettbewerbs und des anhaltenden Kostendrucks gezwungen, auch in den nächsten Jahrzehnten erhebliche Investitionen in Fertigung und Montage zu tätigen. MBN fertigt Montageanlagen für alle namhaften Automobilhersteller und ist weltweit präsent. In Alabama (USA) und Changchun (China) bestehen Vertriebs- und Servicegesellschaften.

Die weiteren Akquisitionen 2014 bestanden aus strategischen Ergänzungen für INDUS-Töchter: Seit Mai 2014 gehört die schweizerische SAVVY AG, ein Anbieter von Telematik-Lösungen für die Logistikbranche, zur Beteiligung IPETRONIK. Im Juni 2014 erwarb die Beteiligung RÜBSAMEN die TR Metalltechnik GmbH, Eichenstruth, einen Spezialisten für Laser- und Schweißtechnik. Seit September 2014 verstärkt der Anlagenbauer KNUR Maschinenbau GmbH die INDUS-Beteiligung ASS. KNUR arbeitet schwerpunktmäßig im Bereich der Kunststoffklebetechnik und CFK-Fertigung (carbonfaserverstärkter Kunststoff) und liefert u.a. Maschinen und Anlagen für die Fertigung von Fahrzeugteilen, speziell Kunststoff-Leichtbauteilen und Carbon-Dachkonstruktionen.

RECHTLICHE UND WIRTSCHAFTLICHE EINFLUSSFAKTOREN: DIVERSIFIKATION SORGT FÜR RISIKOSTREUUNG

Der Erfolg der INDUS-Unternehmen hängt aufgrund der diversifizierten Aktivitäten der Portfoliounternehmen von sehr unterschiedlichen Faktoren ab. Bedingt durch die langfristig steigende Exportquote vieler Tochterunternehmen ist das Wachstumstempo der Weltwirtschaft ein zunehmend relevanter Einflussfaktor. Mit einem Anteil von nahezu 50 % am Umsatz sind die Preise für verschiedenste Ausgangsmaterialien ebenfalls ein wesentlicher Faktor. Anpassungen der Löhne und Gehälter an die allgemeine Marktentwicklung in den relevanten Branchen und Regionen beeinflussen zudem die Kostenseite.

ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN

ANGABEN NACH § 315 ABS. 4 HGB: GRUNDKAPITAL, STIMMRECHTE UND ÜBERTRAGUNG VON AKTIEN

Das Grundkapital der INDUS Holding AG betrug zum 31. Dezember 2014 insgesamt 63.571.323,62 EUR. Es ist eingeteilt in 24.450.509 nennwertlose Inhaber-Stammaktien. Dabei gewährt jede Aktie eine Stimme. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

BETEILIGUNGEN VON MEHR ALS 10 %

Laut der letzten Stimmrechtsmitteilung von November 2011 hält die Versicherungskammer Bayern, Versicherungskammer des öffentlichen Rechts, München, 17,36 % der Stimmrechte an der INDUS Holding AG. Nach Informationen von INDUS hält die Versicherungskammer nach ihrer Beteiligung an der im Dezember 2013 erfolgten Kapitalerhöhung zum Stichtag 19,4 % der Aktien.

SONDERRECHTE UND STIMMRECHTSKONTROLLE

Es existieren keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital der INDUS Holding AG beteiligt sind und diese ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, ist dem Vorstand nicht bekannt.

ERNENNUNG UND ABBERUFUNG VON VORSTANDSMITGLIEDERN

Die Mitglieder des Vorstands werden nach den gesetzlichen Vorschriften, geregelt in den § § 84, 85 AktG, bestellt und abberufen. Die Satzung enthält hierzu keine Sonderregelungen. Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder für höchstens fünf Jahre, wobei eine wiederholte Bestellung durch den Aufsichtsrat zulässig ist. Nach Punkt 5.1 der Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Der Aufsichtsrat kann nach Punkt 5.2 der Satzung ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstands und ein weiteres Mitglied zum stellvertretenden Vorsitzenden bestellen.

WESENTLICHE VEREINBARUNGEN BEI KONTROLLWECHSEL

Für den Fall, dass sich die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und das unternehmerische Konzept der Gesellschaft wesentlich verändern (Change of Control) , sind die Vorstandsmitglieder innerhalb eines Jahres zur außerordentlichen Kündigung des Anstellungsvertrags berechtigt. In diesem Fall zahlt die Gesellschaft dem Vorstandsmitglied eine Abfindung in Höhe der Gesamtvergütung, die das Vorstandsmitglied bis zum vorgesehenen Beendigungszeitpunkt erhalten hätte, mindestens jedoch die Gesamtvergütung von einem Geschäftsjahr, einschließlich aller festen und variablen Vergütungsbestandteile und geldwerten Vorteile. Erfolgt eine Abberufung des Vorstands innerhalb eines Jahres nach dem Change of Control, ohne dass ein wichtiger Grund im Sinne des § 626 BGB vorliegt, zahlt die Gesellschaft dem Vorstandsmitglied eine Abfindung in Höhe der Gesamtvergütung, die das Vorstandsmitglied bis zum vorgesehenen Beendigungszeitpunkt erhalten hätte, höchstens jedoch die Gesamtvergütung von zwei Geschäftsjahren, einschließlich aller festen und variablen Vergütungsbestandteile und geldwerten Vorteile.

SATZUNGSÄNDERUNGEN

Satzungsänderungen erfolgen gemäß § 179 AktG durch Beschluss der Hauptversammlung. Grundsätzlich ist für eine Satzungsänderung die Zustimmung von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals notwendig. Der Aufsichtsrat ist gemäß Punkt 7.12 der Satzung dazu ermächtigt, Änderungen der Satzung, die lediglich die Fassung betreffen, vorzunehmen sowie gemäß Punkt 4.5 der Satzung den Wortlaut der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals zu ändern.3

3 Satzung siehe unter www.indus.de

BEFUGNISSE DES VORSTANDS ZU AKTIENAUSGABE UND AKTIENRÜCKKAUF

Der Vorstand ist gemäß Punkt 4.3 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 10. Juni 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 31.785.660,51 EUR gegen Bar- und/oder Sacheinlagen (einschließlich sogenannter gemischter Sacheinlagen) zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2014) und dabei einem vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnbeteiligung, auch rückwirkend auf ein bereits abgelaufenes Geschäftsjahr, soweit über den Gewinn dieses abgelaufenen Geschäftsjahres noch kein Beschluss gefasst wurde, zu bestimmen. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht) . Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

zur Vermeidung von Spitzenbeträgen;

bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen neuen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten und zwar weder zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch zum Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind;

bei einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere zum Zweck des Erwerbs eines Unternehmens, von Unternehmensteilen, einer Beteiligung an einem Unternehmen oder sonstigen wesentlichen Betriebsmitteln; sowie

um den Inhabern von Wandlungs- oder Optionsrechten auf Aktien der Gesellschaft bzw. entsprechender Wandlungs- oder Optionspflichten zum Ausgleich von Verwässerungen ein Bezugsrecht in dem Umfang einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung dieser Rechte bzw. Erfüllung dieser Pflichten als Aktionär zustehen würde.

Die Gesamtzahl der unter Ausschluss des Bezugsrechts aufgrund einer dieser Ermächtigungen auszugebenden und ausgegebenen Aktien darf 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung nicht überschreiten; dabei sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung aufgrund anderer Ermächtigungen unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe einschließlich des Ausgabebetrags, festzulegen. Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der jeweiligen Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital zu ändern.

Des Weiteren hat die Hauptversammlung vom 1. Juli 2010 die Gesellschaft ermächtigt, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 30. Juni 2015 eigene Aktien bis zu einer Anzahl von 1.837.003 Stück, was einem Anteil von 7,5 % der derzeitigen Zahl der Stückaktien und damit einem Anteil von 7,5 % des derzeitigen Grundkapitals entspricht, zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen sowie ein- oder mehrmals ausgeübt werden. Insgesamt dürfen jedoch auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien nicht mehr als 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals entfallen, wobei andere Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und besitzt, sowie Aktien, die der Gesellschaft nach §§ 71d Satz 3 und 71e Abs. 1 Satz 1 AktG zugerechnet werden, anzurechnen sind.

Darüber hinaus ist das Grundkapital um bis zu 11.700.00,04 EUR, eingeteilt in 4.500.000 auf den Inhaber oder, sofern die Satzung der Gesellschaft im Zeitpunkt der Anleihebegebung auch die Ausgabe von Namensaktien zulässt, auf den Namen lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2013) . Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Options- oder Wandelanleihen aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 24. Juni 2013 bis zum 23. Juni 2018 ausgegeben bzw. garantiert werden und die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten von ihrem Recht zur Wandlung Gebrauch machen bzw. die zur Wandlung/ Optionsausübung Verpflichteten ihre Verpflichtung erfüllen.

Zu den Details der Ermächtigungen wird auch auf die Satzung der Gesellschaft, die auf der Website der INDUS Holding AG dauerhaft verfügbar ist, verwiesen.4

4 www.indus.de

ZIELE UND STRATEGIE

ZIEL: WERTSTEIGERUNG DES PORTFOLIOS UND BETEILIGUNG DER AKTIONÄRE AM ERFOLG

INDUS hat sich als börsennotierte Beteiligungsgesellschaft für den Mittelstand positioniert. Ziel ist es, in der Gruppe eine nachhaltige EBIT-Marge von "10 % plus" zu erwirtschaften. Die erwirtschaftete Rendite bildet die Basis für regelmäßige Ausschüttungen an die Aktionäre. Den operativen Erfolg ihrer Unternehmen gibt INDUS regelmäßig über die Auszahlung einer Dividende -der Zielwert liegt bei bis zu 50 % vom Bilanzgewinn - an ihre Eigentümer weiter. Damit bietet die Gesellschaft einem breiten Kreis an Investoren Zugang zur wertstabilen Anlageklasse "Mittelstand".

Das Portfolio soll zudem durch den Kauf weiterer profitabler mittelständischer Industrieunternehmen und durch Unterstützung der unternehmerischen Weiterentwicklung der bestehenden Beteiligungen wachsen. Dazu prüft INDUS beständig passende Kaufobjekte. Für das Portfolio interessant sind Unternehmen, die in zukunftsorientierten industriellen Nischenmärkten aktiv und innerhalb ihrer Märkte führend sind. In erster Linie ist INDUS als Ansprechpartner für Nachfolgeregelungen im deutschsprachigen Mittelstand anerkannt. Dieser Fokus bleibt unverändert. In speziellen Fällen können zudem Ausgliederungen aus einem Konzern für INDUS interessante Investitionsmöglichkeiten darstellen, allerdings nur, wenn sich diese Einheit als selbstständiges und nach mittelständischen Prinzipien agierendes Unternehmen am Markt etablieren kann.

Ausgewählt werden Unternehmen, die als erfolgreiche Produktionsunternehmen über ein stabiles Geschäftsmodell mit wachstumsstarken Produkten verfügen. Dementsprechend schließt INDUS den Erwerb von Start-up-Unternehmen und ein Engagement in Restrukturierungsfällen aus. Gleiches gilt für "reife" Unternehmen, die sich bereits in einer Abschwungphase befinden.

Exit-Strategien spielen bei den Kaufentscheidungen keine Rolle, da das Prinzip "buy and hold" zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie bzw. -philosophie ist. Zu den Geschäftszielen von INDUS gehören aber auch das Erhalten einer stabilen Portfolio-Performance sowie deren permanente Verbesserung durch zukunftsträchtige Investments. Daher ist in Sonderfällen auch eine Trennung denkbar - zum Beispiel, wenn sich die ursprünglichen Rahmen- und Marktbedingungen für ein Portfoliounternehmen gravierend ändern und eine wirtschaftliche Fortführung in der Gruppe nicht mehr sinnvoll wäre.

INVESTITIONSKRITERIEN UND PORTFOLIOZUSAMMENSETZUNG: IDENTIFIZIEREN VON HIDDEN CHAMPIONS

Für INDUS haben Unternehmen eine optimale Größe, wenn sie jährlich einen Umsatz zwischen 20 und 100 Mio. EUR erzielen und dabei eine nachhaltige operative Rendite (EBIT-Marge) von mehr als 10 % erwirtschaften. Vor Erwerb eines Unternehmens analysiert INDUS die jeweilige Branchensituation mit besonderer Aufmerksamkeit. Entscheidend ist die dauerhafte Stabilität des Geschäftsmodells. Innerhalb einer attraktiven Nische sollten sowohl das jeweilige Unternehmen als auch die Branche über langfristiges Wachstumspotenzial verfügen. INDUS verfolgt bei ihren Akquisitionen stets das Ziel, die Mehrheit der Anteile zu übernehmen. Gleichzeitig legt die Gesellschaft Wert auf eine enge Bindung der geschäftsführenden Unternehmer sowie der Führungskräfte über den Kaufzeitpunkt hinaus. Dies soll die Kontinuität sichern. Diese Bindung kann durch entsprechende Beteiligungsmodelle für Geschäftsführer gezielt unterstützt werden.

STRATEGIE: KONTROLLIERTE ENTWICKLUNG DES PORTFOLIOS IM RAHMEN VON "KOMPASS 2020"

Im Rahmen des 2012 vom Vorstand vorgelegten Strategieprogramms "KOMPASS 2020" hat sich INDUS das Ziel gesetzt, das Portfolio wertsteigernd zu entwickeln und auszubauen. Dieser Ausbau hat drei Facetten: Herstellen einer ausgewogenen Portfoliostruktur leistungsfähiger Beteiligungen, Wertsteigerung des Portfolios durch Bereitstellen von Investitionen sowie Wachstum durch gezielte Zukäufe.

Um die Marktpositionen einzelner Tochtergesellschaften zu stärken, unterstützt INDUS bei Bedarf ihre Beteiligungen mit Kapital. Dabei geht die Holding mit dem Selbstverständnis einer Förderbank vor. Das bedeutet, dass die Mittelvergabe von der Plausibilität der durch die Geschäftsführungen vorgelegten Pläne abhängig gemacht wird. INDUS stellt ihre Mittel bevorzugt für folgende Zwecke zur Verfügung: für Zukäufe auf der 2. Ebene (Enkel-Gesellschaften) , die grundsätzlich der Expansion oder Geschäftsentwicklung dienen, für Zukäufe oder Investitionen zum Zweck der Internationalisierung, für "Forschung & Entwicklung" zur Festigung der bestehenden Marktposition bzw. Erschließung neuer Ertragsfelder und für klassische Projekt- oder Wachstums/Erweiterungsfinanzierungen (z. B. in Maschinen oder Anlagen) . Darüber hinaus fließen Mittel in den Erhalt der Anlagenbasis und für Rationalisierungsinvestitionen.

Ein weiteres Ziel von "KOMPASS 2020" ist das Wachsen durch gezielte Zukäufe für das Portfolio. Daher hat der Vorstand industrielle Wachstumsmärkte definiert, in denen INDUS verstärkt zukaufen wird. Dies sind die Bereiche Infrastruktur/Verkehr/Logistik, Medizin- und Gesundheitstechnik, Automatisierungs-, Mess- und Regeltechnik sowie Energie- und Umwelttechnik. 2013 wurden mit den Unternehmen BUDDE und ELTHERM zwei Unternehmen aus den Zielbranchen Logistik sowie Energietechnik erworben. 2014 hat INDUS die Unternehmen ROLKO und MBN akquiriert, zwei Unternehmen aus den Zielbranchen Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Automatisierungstechnik.

STEUERUNGSSYSTEM

UNTERNEHMENSINTERNES STEUERUNGSSYSTEM: OPERATIVE EIGENSTÄNDIGKEIT DER EINZELGESELLSCHAFTEN, HOLDING NIMMT EIGENTÜMERROLLE WAHR

Zur Sicherung des stabilen wirtschaftlichen Fundaments von INDUS legt der Vorstand ein besonderes Augenmerk darauf, im Rahmen seiner Holdingfunktion sowie als Gesellschafter über die wirtschaftliche Entwicklung und Situation in den Unternehmen informiert zu sein. Diese Information holt sich INDUS über verschiedene Berichte zu einzelnen Fragestellungen ein, aber auch über den unmittelbaren Austausch mit den Geschäftsführern der Beteiligungen. Zudem setzt sich die INDUS Holding AG konkrete Ziele bezüglich ihrer künftigen wirtschaftlichen Entwicklung bzw. trifft Einschätzungen zu dieser Entwicklung. Diese Ziele setzt sie sich selbst bzw. diese Einschätzungen trifft sie sowohl aus unternehmerischen Gründen als auch im Rahmen der Kapitalmarkterwartungen/Kapitalmarktpflichten.

Parallel zu den obligatorischen Informationsflüssen im Rahmen der Konsolidierung tauschen sich Vorstand und Geschäftsführungen informell (Informationsgespräche) und mindestens einmal im Jahr formell (Eigentümergespräche) zu den Entwicklungen aus. Aus diesen Informationen aus allen Unternehmen gewinnt die Holding ein Gesamtbild der Erwartungen und Planungen, das sie zum einen für die Planung der erforderlichen Finanzierungsmittel nutzt und zum anderen an ihre Eigen-wie Fremdkapitalgeber kommuniziert. Ausgangspunkt für die unternehmerischen Zielsetzungen der INDUS Holding AG ist somit im Wesentlichen die jährliche Planung der Unternehmen.

Auf der Grundlage der Monatszahlen verfolgt INDUS die Entwicklung der Unternehmen im Vergleich zum jeweiligen Budget. Dabei werden weitere Kennzahlen einbezogen wie Auftragseingang und -bestand sowie Auftragsreichweite und -qualität. Das Controlling-System liefert bei Planabweichungen frühzeitig Hinweise. Darüber hinaus beobachten und analysieren die Geschäftsführer der Beteiligungen ihre jeweiligen Märkte und ihr spezifisches Wettbewerbsumfeld und berichten über wesentliche Veränderungen. Zentrale Kennzahlen für die Führungsgesellschaft sind vor allem Umsatz, EBIT und EBIT-Marge.

FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

INDUS BETREIBT WISSENSPLATTFORM FÜR INNOVATIONS- UND TECHNOLOGIEMANAGEMENT, TÖCHTER STEUERN F&E-AKTIVITÄTEN EIGENSTÄNDIG

Als Finanzinvestor betreibt INDUS keine eigene Forschung und Entwicklung. Entsprechende Aktivitäten erfolgen direkt in den Unternehmen. Diese Aktivitäten sind derzeit noch im Wesentlichen auf die Weiterentwicklung bestehender Produktprogramme ausgerichtet. Besonders erfolgreiche Unternehmen zeigen aber, dass die systematische Befassung mit Innovationen und entsprechende Vorleistungen bei der Entwicklung neuer Produkt- und Dienstleistungsangebote nachhaltig überdurchschnittliche Renditen sichern. Daher will INDUS den Ausbau der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten deutlich fördern, unterstützen und verstärkt finanzieren.

Zusätzlich hat INDUS eine Wissensplattform zum Innovations- und Technologiemanagement aufgebaut. Denn trotz einer großen Projektvielfalt in der Gruppe ergeben sich Querschnittsthemen, die sich innerhalb einzelner Segmente, aber teilweise auch segmentübergreifend ausprägen. Dazu stellt INDUS ihren Beteiligungen ein Informations- und Instrumentenangebot bereit, auf das sie, soweit es nicht kundenspezifische vertragliche Exklusivität berührt, bei Bedarf zugreifen können. Hervorzuheben sind in diesem Kontext Entwicklungsprojekte in den Bereichen Leichtbau, Energie- und Ressourceneffizienz, Elektromobilität sowie im Bereich der Entwicklung innovativer Werkstoffe.

Die ausgewiesenen Aufwendungen im Konzernabschluss der INDUS-Gruppe für F&E-Investitionen lagen 2014 bei 9,7 Mio. EUR (Vorjahr: 9,2 Mio. EUR) .5 Die aktuellen F&E-Investitionen in der Gruppe liegen im Branchendurchschnitt. Für die nächsten Jahre hat der Vorstand sich das Ziel gesetzt, deutlich mehr Mittel für F&E-Aktivitäten bereit zu stellen und es den Unternehmen so zu ermöglichen, nicht nur bestehende Produktprogramme und Leistungen weiterzuentwickeln, sondern auch neue Produkte und Dienstleistungen auf den Markt zu bringen. Vor diesem Hintergrund erarbeitet INDUS ein F&E-Kennzahlensystem. Es soll die Transparenz erhöhen und F&E-Investitionen zukünftig noch stärker als bisher auf Innovationen und die damit verbundenen Ertragschancen ausrichten.

Ein zunehmender Anteil der Beteiligungsgesellschaften positioniert sich als Systemlieferanten und Entwicklungspartner am Markt. Dies bedingt neben einer höheren Wertschöpfungstiefe auch ein zunehmendes Maß an Forschungs- und Entwicklungskompetenz. Es bestehen sowohl kunden- wie auch lieferantenseitig erfolgreiche Entwicklungspartnerschaften. Außerdem werden in Verbindung mit den Entwicklungsaktivitäten bei den Gesellschaften auch die Kooperationen mit Forschungseinrichtungen und Hochschulen weiter ausgebaut. Schon heute arbeitet ein Teil der Gesellschaften intensiv mit namhaften Einrichtungen zusammen. Die Formen der Zusammenarbeit erstrecken sich von klassischen Kunden-Lieferanten-Beziehungen über die Auftragsforschung bis hin zur Mitarbeit einzelner Gesellschaften in öffentlich geförderten Forschungsvorhaben.

5 Siehe Konzernhang, Ziffer 9

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

VORSTAND UND AUFSICHTSRAT VERPFLICHTEN SICH DEN PRINZIPIEN DES DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX MIT ZWEI BEGRÜNDETEN ABWEICHUNGEN

Die Prinzipien verantwortungsbewusster und guter Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Leitungs- und Kontrollgremien der INDUS Holding AG. Der Vorstand berichtet in dieser Erklärung gemeinsam mit dem Aufsichtsrat - gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie gemäß § 289a Abs. 1 HGB - über die Unternehmensführung. Das Handeln von INDUS ist auf nachhaltigen Erfolg ausgerichtet. Vorstand und Aufsichtsrat handeln daher bereits seit Jahren nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex hat 2014 am Kodex weder Änderungen noch Ergänzungen vorgenommen. Vorstand und Aufsichtsrat haben im Berichtsjahr gemäß § 161 Abs. 1 AktG am 18. Dezember 2014 eine gemeinsame Entsprechenserklärung abgegeben. Sie steht auf der Internetseite der Gesellschaft zur Verfügung.6

Die INDUS Holding AG entspricht bis auf zwei Ausnahmen sämtlichen Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex und wird diesen auch zukünftig entsprechen.

6 www.indus.de

AUFSICHTSRAT

Der Aufsichtsrat der INDUS Holding AG bestellt den Vorstand, berät ihn bei der Leitung des Unternehmens und überwacht dessen Geschäftsführung. Informationen über die Schwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit im vergangenen Jahr sind im Bericht des Aufsichtsrats abgedruckt.7 Der Aufsichtsrat bestand im Berichtsjahr aus sechs Personen. Der nächste Wahltermin steht zur Hauptversammlung im Jahr 2015 an.

Kein Aufsichtsratsmitglied übte und übt Organfunktionen oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern von INDUS aus. Beachtet wird die Empfehlung aus dem Kodex, dass dem Aufsichtsrat nicht mehr als zwei ehemalige Vorstandsmitglieder angehören sollen; im Aufsichtsrat war bis zum Juni 2014 mit Herrn Burkhard Rosenfeld ein ehemaliges Vorstandsmitglied vertreten. Er schied mit Ablauf der Hauptversammlung vom 11. Juni 2014 aus dem Aufsichtsrat aus.

ARBEITSWEISE UND ZUSAMMENSETZUNG DES AUFSICHTSRATS UND DER AUSSCHÜSSE

Seitens des Aufsichtsrats der INDUS Holding AG bestehen ein Personal- und ein Prüfungsausschuss. Der Prüfungsausschuss besteht aus zwei Mitgliedern. Der Personalausschuss besteht aus drei Mitgliedern. Seine Aufgaben bestehen darin, Vorstandspersonalien, insbesondere die Anstellungsverträge und sonstige Verträge mit Vorstandsmitgliedern zu behandeln. Entscheidungen werden nur dann im Gesamtgremium des Aufsichtsrats getroffen, wenn dies kraft Gesetzes zuständig ist. Dies gilt besonders für die Entscheidungen des Aufsichtsrats zur Struktur der Vergütungen für Vorstandsmitglieder und, seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) , auch für die Festsetzung der Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder. Der Ausschuss hat hierzu Vorschläge zu erarbeiten und dem Gesamtplenum zur Beratung und Beschlussfassung zu unterbreiten.

Sitzungen der Ausschüsse finden regelmäßig als Präsenzsitzungen statt. Außerhalb von Sitzungen sind Beschlussfassungen schriftlich zulässig, sofern der Vorsitzende des Aufsichtsrats dies anordnet. Wie auch im Aufsichtsrat bedürfen Beschlüsse des Ausschusses, soweit gesetzlich nicht anderweitig geregelt, der einfachen Mehrheit. Der Vollzug von Beschlüssen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse obliegt dem Aufsichtsratsvorsitzenden.

VORSTAND

Der Vorstand der INDUS Holding AG leitet das Unternehmen und führt dessen Geschäfte. Er entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt diese mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Darüber hinaus bestimmt der Vorstand die unternehmerischen Ziele, die Jahres- und Mehrjahresplanung, das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem und das Controlling der einzelnen Geschäftssegmente. Eine weitere Pflicht des Vorstands liegt in der Aufstellung der Quartals-, Halbjahres- und Jahresabschlüsse für die INDUS Holding AG und die INDUS-Gruppe. Der Vorstand bestand 2014 aus drei Personen. Ihm gehören Jürgen Abromeit (Vorstandsvorsitzender) , Dr.-Ing. Johannes Schmidt und Rudolf Weichert an. Die vom Aufsichtsrat getroffene Festlegung zur Altersgrenze für Vorstandsmitglieder, die eine Beendigung des Mandats mit Vollendung des 67. Lebensjahres vorsieht, wurde eingehalten.

ZUSAMMENWIRKEN VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Die Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie der Ausschüsse ist in der Rubrik Organe dargestellt. Ausschüsse des Vorstands bestehen nicht. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend insbesondere über sämtliche relevanten Fragen zur Unternehmensplanung, Strategieentwicklung, Ertrags- und Finanzlage sowie Risikolage, das Risikomanagement und die Compliance. Insbesondere werden auch Ziel- und Planabweichungen des Geschäftsverlaufs sowie die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung der Gruppe erläutert. Entscheidungen, die für den Konzern wesentlich sind, bedürfen nach den Bestimmungen der Geschäftsordnung der Zustimmung des Aufsichtsrats.

VERMEIDUNG VON INTERESSENKONFLIKTEN

Dienstleistungs- und Werkverträge zwischen einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft bestanden nicht. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind, traten im Berichtsjahr nicht auf. Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bzw. vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen, die von den Vorstands- und Aufsichtsräten wahrgenommen werden, können dem Kapitel "Weitere Informationen" entnommen werden. Die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Konzernanhang dargestellt.

SELBSTBEHALT BEI DER D&O-VERSICHERUNG

Die Gesellschaft hat für die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung) mit einem angemessenen Selbstbehalt gemäß § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG (Vorstand) bzw. gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex (Aufsichtsrat) abgeschlossen.

MELDEPFLICHTIGE WERTPAPIERGESCHÄFTE SOWIE AKTIENBESITZ VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Im Jahr 2014 wurde von den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats und deren meldepflichtigen Angehörigen kein meldepflichtiges Erwerbsgeschäft mitgeteilt. Alle mitgeteilten Wertpapiergeschäfte werden auf der Internetseite8 der Gesellschaft veröffentlicht. Der Gesamtbesitz der durch alle Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder gehaltenen Aktien überstieg zum 31. Dezember 2014 in der Summe den Schwellenwert von 1 % der ausgegebenen Aktien und erreichte 1,54 %. Davon hält der Aufsichtsrat Hans Joachim Selzer 385.033 Aktien (entspricht 1,5 %) , der Aufsichtsrat Dr. Jürgen Allerkamp 4.000 Aktien und der Vorstandsvorsitzende Jürgen Abromeit 2.000 Aktien.

8 www.indus.de/investor-relations/meldungen.html

TRANSPARENZ

INDUS informiert Aktionäre, Aktionärsvereinigungen, Analysten, Medien und die interessierte Öffentlichkeit regelmäßig und zeitnah über die aktuelle Geschäftsentwicklung und die Lage des Unternehmens. Die Gesellschaft behandelt die verschiedenen Personengruppen gleichberechtigt und informiert sie gleichzeitig. Aus diesem Grund werden alle wesentlichen Informationen, insbesondere Geschäfts- und Quartalsberichte, Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen, Analysteneinschätzungen und ein Finanzkalender, auf der Internetseite des Unternehmens veröffentlicht. Um eine Erstellung des Konzernabschlusses und der Quartalsberichte mit der notwendigen Sorgfalt zu gewährleisten, werden der Geschäftsbericht vier Monate nach Ende des Geschäftsjahrs und die Quartalsberichte jeweils zwei Monate nach Quartalsende veröffentlicht. Wichtige Neuigkeiten über das Unternehmen werden aktuell über Pressemitteilungen verbreitet.

AKTIONÄRE UND HAUPTVERSAMMLUNG

Aktionäre und potenzielle Anleger können sich jederzeit im Internet über die aktuelle Lage des Unternehmens informieren. Die Aktionäre nehmen zudem ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Jede Aktie besitzt eine Stimme. Sämtliche für die Entscheidungsfindung notwendigen Unterlagen veröffentlicht INDUS rechtzeitig auf ihrer Internetseite. INDUS unterstützt die Aktionäre bei der Wahrnehmung ihres Stimmrechts durch die Benennung eines Stimmrechtsvertreters, der auf der Hauptversammlung gemäß den Weisungen der Aktionäre abstimmt. Die Aktionäre haben zudem die Möglichkeit, ihre Stimmen, ohne Bevollmächtigung eines Vertreters, per Briefwahl abzugeben. Im vergangenen Jahr fand die Hauptversammlung mit rund 500 Teilnehmern am 11. Juni 2014 in Köln statt.

RECHNUNGSLEGUNG UND ABSCHLUSSPRÜFUNG

Der Konzernabschluss wird seit Beginn des Jahres 2005 nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Auf den Einzelabschluss der INDUS Holding AG finden unverändert die Vorschriften des HGB Anwendung. Die Abschlussprüfung wurde für den Konzern und den Einzelabschluss von der Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Köln, durchgeführt. Die entsprechende Unabhängigkeitserklärung gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde vom Aufsichtsrat eingeholt. Die Erteilung des Prüfungsauftrags für den Einzel- und Konzernabschluss erfolgt durch den Aufsichtsrat im Anschluss an den Beschluss der Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat vereinbarte mit dem Abschlussprüfer, dass der Aufsichtsratsvorsitzende unverzüglich über Ausschluss- und Befangenheitsgründe während der Prüfung unterrichtet wird. Darüber hinaus soll der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse umgehend berichten.

VERGÜTUNGSBERICHT

Das Gesetz über die Offenlegung der Vorstandsvergütungen (VorstOG) sieht die individualisierte Veröffentlichung der Bezüge der Vorstandsmitglieder vor. Diese sollen nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten sowie Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung aufgeschlüsselt werden.

VERGÜTUNGSSYSTEM ENTSPRICHT DEM GESETZ ZUR ANGEMESSENHEIT DER AKTUELLEN VORSTANDSVERGÜTUNG (VORSTAG)

Das Vergütungssystem für den Vorstand wurde 2009 überprüft und auf der Hauptversammlung 2010 durch den Aufsichtsrat vorgestellt. Die Neuerungen beinhalten auch eine Nachhaltigkeitskomponente. Das Vergütungssystem besteht gesetzeskonform aus drei Elementen: Festgehalt, Short Term Incentive und Long Term Incentive. Die variablen Anteile machen zusammen rund 40 % der Bezüge aus; Komponenten mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage und kurzfristig variable Elemente sind angemessen gewichtet.

Der Short Term Incentive bemisst sich am bereinigten Ergebnis vor Steuern und Zinsen des Konzerns (bereinigtes Konzern-EBIT) . Die Zielmarke wird jährlich im Rahmen der Unternehmensplanung mit dem Aufsichtsrat festgelegt. Bei einer 100 %igen Zielerreichung entspricht der Bonusfaktor ebenfalls 100 %. Liegt die Zielerreichung unter 50 %, ergibt sich für den Bonusfaktor ein Wert von 0. Bei einer Zielerreichung zwischen 100 % und 125 % erhöht sich der Bonusfaktor um 2 Prozentpunkte je Prozentpunkt Zuwachs. Ab einer Zielerreichung von über 125 % besteht ein Cap (maximale Obergrenze) .

Der Long Term Incentive besteht aus sogenannten virtuellen Aktienoptionen (SAR, Stock Appreciation Rights) . Dazu wird zum Ausgabezeitpunkt ein Basispreis der Wertsteigerungsrechte festgestellt. Auf Basis des vertraglich vereinbarten Zielwertes ergibt sich die Anzahl der virtuellen Aktienoptionen. Eine Auszahlung kann nur erfolgen, wenn der Aktienkurs im Ausübungszeitraum über diesem Basispreis liegt und definierte Erfolgshürden erreicht wurden (Mindestkurssteigerung von 12 %) . Der frühestmögliche Zeitpunkt der Auszahlung wird von einer Sperrfrist (4 Jahre) abhängig gemacht; es besteht eine Obergrenze (Cap) bei Erreichen von 200 % des Zielbonus. Dem Vorstand werden in jährlichen Tranchen virtuelle Aktienoptionen gewährt, deren Stückzahl durch den Optionspreis im Ausgabezeitpunkt und den vertraglich bestimmten Zielwert bestimmt wird.

Im Geschäftsjahr 2014 wurden 77.200 SAR (Vorjahr: 85.523) ausgegeben. Zum Zeitpunkt ihrer Gewährung betrug der beizulegende Zeitwert der SAR insgesamt 280 TEUR (Vorjahr: 280 TEUR) . Der ermittelte zeitanteilige beizulegende Zeitwert der bisher insgesamt gewährten SAR betrug zum Bilanzstichtag 1.436 TEUR (Vorjahr: 1.596 TEUR) . In dieser Höhe wurde im Jahresabschluss eine Rückstellung gebildet. Im Personalaufwand ist die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts vor Abzinsung mit 408 TEUR (Vorjahr: 804 TEUR) enthalten. Die Zeitwertermittlung erfolgte mit einem anerkannten finanzmathematischen Optionspreismodell unter Berücksichtigung der Deckelung der Auszahlungsansprüche.

Der Ausweis der Vergütung des Vorstands in individualisierter Form erfolgt für die Geschäftsjahre 2013 und 2014 erstmals auf Grundlage der im Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlenen einheitlichen Mustertabellen in der am 30. September 2014 veröffentlichten Fassung. Wesentliches Merkmal dieser Mustertabellen ist der getrennte Ausweis der gewährten Zuwendungen (Tabelle 1) und des tatsächlich erfolgten Zuflusses (Tabelle 2) . Bei den Zuwendungen werden zudem die Zielwerte (Auszahlung bei 100 % Zielerreichung) sowie die erreichbaren Minimal- und Maximalwerte angegeben.

Vorstandsbezüge - Gewährte Zuwendungen

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  Abromeit
  Vorstandsvorsitzender
  (seit 2012; seit 2008 Vorstand)
  2013 2014 2014 (Min.) 2014 (Max.)
Festvergütung 504 528 528 528
Nebenleistungen 17 17 17 17
Summe 521 545 545 545
Einjährige variable Vergütung 230 270 0 405
Mehrjährige variable Vergütung        
Tranche 20131) 140 0 0 0
Tranche 20142) 0 140 0 280
Summe 370 410 0 685
Versorgungsaufwand 0 0 0 0
Gesamtvergütung 891 955 545 1.230
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  Dr. Schmidt
  Vorstand
  (seit 2006)
  2013 2014 2014 (Min.) 2014 (Max.)
Festvergütung 370 370 370 370
Nebenleistungen 15 15 15 15
Summe 385 385 385 385
Einjährige variable Vergütung 130 170 0 255
Mehrjährige variable Vergütung        
Tranche 20131) 70 0 0 0
Tranche 20142) 0 70 0 140
Summe 200 240 0 395
Versorgungsaufwand 0 0 0 0
Gesamtvergütung 585 625 385 780
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  Weichert
  Vorstand
  (seit 2012)
  2013 2014 2014 (Min.) 2014 (Max.)
Festvergütung 300 300 300 300
Nebenleistungen 31 31 31 31
Summe 331 331 331 331
Einjährige variable Vergütung 130 170 0 255
Mehrjährige variable Vergütung        
Tranche 20131) 70 0 0 0
Tranche 20142) 0 70 0 140
Summe 200 240 0 395
Versorgungsaufwand 0 0 0 0
Gesamtvergütung 531 571 331 726

1) Tranche 2013: Virtuelle Aktienoptionen (1.1.2013-31.12.2018)
2) Tranche 2014: Virtuelle Aktienoptionen (1.1.2014-31.12.2019)

Den Vorstandsmitgliedern flossen 2014 folgende Bezüge zu:

Vorstandsbezüge - Zufluss im Berichtsjahr

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  Abromeit Vorstandsvorsitzender Dr. Schmidt Weichert
  (seit 2012; Vorstand seit 2008) Vorstand (seit 2006) Vorstand (seit 2012)
  2013 2014 2013 2014 2013 2014
Festvergütung 504 528 370 370 300 300
Nebenleistungen 17 17 15 15 31 31
Summe 521 545 385 385 331 331
Einjährige variable Vergütung (Jahrestantieme) 302 296 182 183 165 183
Mehrjährige variable Vergütung            
Tranche 20103) 0 140 0 140 0 0
Summe 302 436 182 323 165 183
Versorgungsaufwand 0 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung 823 981 567 708 496 514

3) Tranche 2010: Virtuelle Aktienoptionen (1.1.2010-31.12.2015)

Die Nebenleistungen beinhalten die steuerpflichtigen geldwerten Vorteile, im Wesentlichen die Gewährung von Dienstwagen. Durch Gehaltsumwandlung wurden von ehemaligen Vorstandsmitgliedern Altersversorgungsansprüche erworben; sie sind durch wertkongruente Rückdeckungsversicherungen gedeckt.

HÖCHSTGRENZEN DER VERGÜTUNG

Gemäß der Empfehlung in Ziff. 4.2.3 Abs. 2 des Deutschen Corporate Governance Kodex soll die Vergütung des Vorstands insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen. Die maximale Vergütung für den Vorstand kann der Tabelle "Gewährte Zuwendungen" entnommen werden.

AUFSICHTSRAT

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in Punkt 6.16 der Satzung geregelt. Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält außer dem Ersatz seiner Auslagen für seine Tätigkeit im jeweils abgelaufenen Geschäftsjahr eine Grundvergütung in Höhe von 30 TEUR sowie ein Sitzungsgeld von 3 TEUR pro Sitzung. Der Vorsitzende erhält das Doppelte der beiden vorgenannten Beträge, der Stellvertreter das Eineinhalbfache. Sitzungen von Ausschüssen, die am gleichen Tag wie Aufsichtsratssitzungen stattfinden, werden für die Ausschussmitglieder nicht eigens vergütet. Auch Beschlussfassungen im Umlaufverfahren führen nicht zu einem Sitzungsgeld. Der Vorsitz beziehungsweise stellvertretende Vorsitz im Nominierungsausschuss und Prüfungsausschuss wird nicht eigens vergütet. Aufsichtsratsmitglieder, die nur einen Teil des Geschäftsjahrs dem Aufsichtsrat angehören, erhalten eine im Verhältnis geringere Vergütung. Nimmt ein Aufsichtsratsmitglied an einer Sitzung des Plenums oder einer Ausschusssitzung nicht teil, reduziert sich die Vergütung für die Aufsichtsrats-bzw. Ausschusstätigkeit anteilig.

Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden wie in den Vorjahren weder Kredite noch Vorschüsse gewährt, noch wurden zu ihren Gunsten Haftungsverhältnisse eingegangen.

Für den Aufsichtsrat bestehen keine Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme. Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder belief sich im Geschäftsjahr 2014 insgesamt auf 322 TEUR (Vorjahr: 315 TEUR) . Für persönlich erbrachte Beratungsleistungen an Konzerngesellschaften erhielten Aufsichtsratsmitglieder im Berichtsjahr 0 TEUR (Vorjahr: 43 TEUR) . Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bzw. vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen, die von den Vorstands- und den Aufsichtsratsmitgliedern wahrgenommen werden, können den gleichnamigen Kapiteln unter "Weitere Informationen" entnommen werden. Die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Anhang des Konzernabschlusses dargestellt.

Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten im Berichtsjahr folgende Vergütungen:

Aufsichtsratsvergütungen

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in TSD. EUR Fixe Vergütung Sitzungsgeld Gesamt
  2014 2013 2014 2013 2014 2013
Burkhard Rosenfeld (bis 11. Juni 2014) 30 60 12 24 42 84
Dr. Jürgen Allerkamp 45 45 22 18 67 63
Dr. Dorothee Becker (ab 11. Juni 2014) 15 0 6 0 21 0
Dr. Ralf Bartsch 30 30 15 12 45 42
Hans Joachim Selzer 30 30 12 12 42 42
Helmut Späth 45 30 18 12 63 42
Carl Martin Welcker 30 30 12 12 42 42
Gesamt 225 225 97 90 322 315

WIRTSCHAFTSBERICHT

2014 war für Deutschland in der Gesamtschau trotz einigem Auf und Ab wirtschaftlich ein zufriedenstellendes Jahr. Allerdings ließ die Dynamik im Jahresverlauf spürbar nach, unter anderem durch die geopolitischen Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten.

GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZU DEN RAHMENBEDINGUNGEN 2014

Das für 2014 erhoffte Anziehen der weltweiten Wachstumsdynamik blieb größtenteils aus. Die Krisen in der Ukraine, auf der Krim, im Irak, in Israel und Syrien und die massiven Auswirkungen des IS-Terrors bremsten die Entwicklung ab Jahresmitte erheblich. Der Ölpreis stürzte ab, nicht nur infolge schwacher Nachfrage im Umfeld einer schwachen Wirtschaft, sondern auch durch ein erhöhtes Angebot: So drosselten die OPEC-Staaten nicht, wie früher, ihre Förderung. Hinzu kamen der Fracking-Boom in den USA und erhöhte Kapazitäten für alternative Energien. In Europa dauerte die Eurokrise an und die Erholung der meisten Volkswirtschaften verlief schleppend. Während Spanien, Portugal, Irland und teilweise auch Griechenland Fortschritte bei ihren Reformen verzeichneten, standen Frankreich und Italien deutlich unter Druck und kamen mit ihren Reformprogrammen nicht voran. Leichte Wachstumsimpulse für die Weltwirtschaft kamen 2014 vorrangig aus China und den USA. Die deutsche Wirtschaft konnte 2014 noch leicht expandieren, aber das Wachstum wurde in erster Linie von einer stabilen Binnennachfrage getragen.

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

WELTWIRTSCHAFT WUCHS 2014 SCHWACH, DEUTSCHLAND VERKRAFTET RÜCKSCHLÄGE DANK STABILER BINNENKONJUNKTUR

In den Industrieländern kam es im letzten Jahr zu einem leichten Produktionsanstieg; dabei verstärkte sich die weltwirtschaftliche Expansion im Jahresverlauf 2014. Nachdem das weltweite Bruttoinlandsprodukt im ersten Halbjahr nur sehr verhalten zunahm, legte es im dritten Quartal kräftiger zu. Auch der Welthandel zog spürbar an. Gemessen am mittelfristigen Trend ist die Zuwachsrate allerdings nach wie vor moderat. Im Jahresdurchschnitt dürfte die Weltproduktion mit einer Rate von 3,4 % nur wenig rascher zugenommen haben als im Vorjahr.9 Während die USA sich zunehmend erholt, unter anderem getrieben von einem robusten Arbeitsmarkt, blieb die Grundtendenz in den Schwellenländern nach wie vor gedämpft. China und Indien verzeichneten nur moderate Wachstumsraten.

In der Eurozone stellte sich eine leichte konjunkturelle Trendwende ein. Nach einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts 2013 von -0,4 % schätzen die Experten, dass die Wirtschaft im Gesamtjahr 2014 unterm Strich um 0,8 % gewachsen ist.10 Das Bild bleibt aber gemischt. Während Spanien und Großbritannien um 1,3 bzw. 3,0 % wuchsen, blieben Frankreich und Italien mit einem Wachstum von 0,4 % bzw. einem Rückgang von -0,4 % schwach. Hier fehlen weiterhin tiefere Strukturreformen und die hohe Arbeitslosigkeit hält an.

9 Institut für Weltwirtschaft, Kiel, Weltkonjunktur im Winter 2014, Dezember 2014, Tabelle S. 4
10 Institut für Weltwirtschaft, Kiel, Weltkonjunktur im Frühjahr 2014, März 2014, Tabelle S. 29

Nach aktuellen Schätzungen für Deutschland wuchs das BIP im Jahr 2014 um bis zu 1,5 %.11 Noch im Frühling 2014 waren die Prognosen optimistischer und sahen ein Wachstum von bis zu 1,9 % voraus.12 Gerade im ersten Quartal gab es infolge des milden Winters einen starken Konjunkturanschub. Doch das Phänomen blieb temporär. Zur Jahresmitte wirkten sich die geopolitischen Krisen dann stark dämpfend aus, sodass die Konjunktur Deutschlands im dritten Quartal stagnierte. Das gute Konsumklima, der niedrige Ölpreis und ein erneut steigender Beschäftigtenstand stützten die heimische Wirtschaft und sorgten trotzdem über das Gesamtjahr gesehen für ein insgesamt wachsendes Bruttoinlandsprodukt.

BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

In den für INDUS relevanten Branchen verlief die wirtschaftliche Entwicklung über alle Geschäftsbereiche mehrheitlich stabil.

BAU/INFRASTRUKTUR

DEUTSCHE BAUWIRTSCHAFT VERZEICHNETE INSGESAMT EIN PLUS

Der überaus milde Winter zu Beginn des Jahres sorgte für einen guten Auftakt in der Baubranche. Diese Dynamik ließ zwar im Jahresverlauf nach, aber aufgrund der hohen Auftragsbestände verzeichnete die Bauwirtschaft in den ersten elf Monaten dennoch ein Umsatzplus von 5 % gegenüber dem Vorjahr.13 Die Bauwirtschaft spürte aber das Fehlen zusätzlicher Nachfrage von Seiten der Öffentlichen Hand. Aufgrund dieser Investitionszurückhaltung lagen die kumulierten Aufträge von Januar bis November 2014 um real 1,6 % unter dem Niveau des Vorjahres. Positive Signale kamen aus dem Wohnungsbau. Der Umsatz stieg von Januar bis November um 8,6 %.

FAHRZEUGTECHNIK

WACHSTUM DER FAHRZEUGBRANCHE BASIERT AUF CHINA UND USA

Die gute Lage der beiden großen Märkte USA und China prägte auch 2014 die Fahrzeugkonjunktur.14 Die Verkäufe in Ländern wie Japan und Indien stagnierten, in Russland und Brasilien brach der Absatz um rund 10 % bzw. 7 % ein. Aber diese Entwicklungen wurden von der guten Nachfrage in USA und China kompensiert. Der US-Markt hat zum Jahresschluss die Drehzahl nochmals deutlich erhöht: Der Absatz wuchs insgesamt um circa 6 % auf gut 16,4 Mio. Einheiten und erreichte damit wieder das Vorkrisenniveau. Ebenfalls dynamisch entwickelte sich der chinesische Pkw-Markt: Im Gesamtjahr 2014 wurde das Vorjahresvolumen um fast 13 % übertroffen - der Neufahrzeugabsatz erreichte somit 18,4 Mio. Einheiten. In Westeuropa lagen die Pkw-Neuzulassungen mit 12,1 Mio. Einheiten knapp 5 % über dem Vorjahresniveau, nachdem der Markt in den vorangegangenen vier Jahren rückläufig war. In Deutschland legte der Absatz um 3 %15 zu. Das Ergebnis des Autojahres 2014 fiel damit etwas besser aus als erwartet.

11 Institut für Weltwirtschaft, Kiel, Weltkonjunktur im Winter 2014, Dezember 2014, Tabelle S. 15.
12 Institut für Weltwirtschaft, Kiel, Weltkonjunktur im Frühling 2014, März 2014, Tabellen S. 29
13 Pressemitteilung des Hauptverbandes der Deutschen Bauwirtschaft vom 23.01.2015, Bauhauptgewerbe im November 2014
14 Pressemitteilung des Verbandes der Automobilhersteller vom 16.01.2015
15 Pressemitteilung des VDA vom 05.01.2015, Inlandsmarkt, Produktion und Export legen 2014 zu

MASCHINEN- UND ANLAGENBAU

REINDUSTRIALISIERUNG DER USA UND STABILER INLANDSMARKT SORGEN FÜR LEICHTEN ZUWACHS

Der deutsche Maschinenbau ist mit dem Jahresverlauf 2014 im Großen und Ganzen zufrieden. Der Produktionsanstieg fiel mit einem Zuwachs um 1 % allerdings gering aus.16 Die Stabilisierung des Marktes ist jedoch (anders als nach der Krise 2009) nicht primär auf den Export in Schwellenländer, sondern auf ein stabiles Geschäft in den traditionellen Märkten zurückzuführen, allen voran in den USA. Insgesamt lagen die Exporte in den ersten neun Monaten leicht über dem Vorjahreswert. Positiv entwickelten sich einige Märkte der EU-Partnerländer, China, USA und Südostasien. Große Märkte wie Australien, Brasilien, Indien oder die Türkei ließen demgegenüber nach. Der Inlandsmarkt zeigte sich stabil und ist weiter auf Wachstumskurs. Für die Monate von Januar bis Oktober verzeichnete die Branche hier ein Umsatzplus von 3 %.

MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK

TREND IM GESUNDHEITSSEKTOR BLEIBT POSITIV

Nach überdurchschnittlich hohen Wachstumsraten in den letzten Jahren macht sich im Bereich Medizin- und Gesundheitstechnik insgesamt ein steigender Preisdruck bemerkbar: So stieg nach der Herbstumfrage des Bundesverbandes Medizintechnologie (BWMed) 17 der Inlandsumsatz 2014 zwar um 3,4 %, die Margen sanken jedoch angesichts eines wachsenden Drucks von Seiten der Krankenhäuser und Einkaufsgemeinschaften sowie ausgelöst durch geringere Versorgungspauschalen im Hilfsmittelbereich. Diese Tendenz hatte sich bereits 2013 angekündigt. Bürokratisierte Prozesse bei den Krankenkassen und niedrige Erstattungspreise senkten die Innovationsbereitschaft zusätzlich. Diese verhaltene Stimmung dürfte vor allem in innovationsintensiven Bereichen wie der Kardiologie, Onkologie und Neurologie nicht ohne Konsequenz bleiben. Trotz dieser verhaltenen Gesamtbewertung bleibt der Bereich Medizin- und Gesundheitstechnik stabil und die Aussichten sind gerade im Vergleich zu anderen Branchen gut.

METALLTECHNIK

GEOPOLITISCHE KRISEN DÄMPFEN GESCHÄFT IM JAHRESVERLAUF

Die Erholung der Abnehmermärkte sorgte nach Rückschlägen zur Jahresmitte 2014 für eine Stabilisierung. In Summe rechnet die Metall- und Elektrobranche nach zwei Jahren mit Rückgängen für 2014 mit einem Produktionswachstum von 1,5 bis 2 %.18 Noch zu Jahresbeginn war die Branche optimistischer und erwartete einen Zuwachs von bis zu 3 %.19 Aber die Konjunkturaussichten in der Metall- und Elektro-Industrie hatten sich aufgrund der Schwächephase in wichtigen Euro-Ländern sowie der Krisen in Nahost und in der Ukraine eingetrübt. Zudem belasten immer noch Überkapazitäten den Markt. Insbesondere in der Stahlindustrie erscheint angesichts zunehmender Importe von Baustahl eine europaweite Kapazitätsreduzierung notwendig. Die Beschäftigung liegt deutlich über dem Vorkrisenniveau. Allerdings ist nach den Plänen der Unternehmen für die kommenden Monate kaum mehr mit einem Beschäftigungszuwachs zu rechnen.

16 Pressemitteilung des VDMA vom 18.12.2014, Maschinenbau erwirtschaftet 2014 Produktionsrekord von 199 Mrd. Euro
17 Pressemitteilung des Bundesverbands Medizintechnologie v. 5.11. 2014, Herbstumfrage: MedizintechnikBranche wächst im Ausland und bleibt Jobmotor
18 Die Welt vom 25.12.2014, Metallindustrie geht skeptisch ins neue Jahr
19 Pressemitteilung des Verbandes Gesamtmetall vom 04.02.2014, Die wirtschaftliche Lage der M+E-Industrie 2013

GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE DER GESELLSCHAFT

Das Geschäftsjahr 2014 verlief für INDUS trotz einer deutlichen Eintrübung der deutschen Konjunktur im dritten Quartal erfolgreich. INDUS erwirtschaftete einen Umsatz von rund 1,26 Mrd. EUR und ein EBIT von 127,2 Mio. EUR. Damit wurden die Wachstumsziele für Umsatz und operatives Ergebnis übertroffen. Trotz einiger ergebnisschmälernder Effekte aus der Erstkonsolidierung von neuen Beteiligungen hat INDUS ihre operative Marge auf 10,1 % verbessert. Beiden weiteren kommunizierten Kennzahlen für die Segmente, die Investitionen, Abschreibungen sowie für wesentliche bilanzielle Eckdaten erfüllte die Gruppe ihre Prognosen bzw. lag teilweise darüber.

ZUSAMMENFASSENDE BEWERTUNG DES VORSTANDS ZUR WIRTSCHAFTLICHEN ENTWICKLUNG UND ZIELERFÜLLUNG

Soll-Ist Vergleich

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Ist 2013* Prognose Lagebericht 2013* Ist 2014
Umsatzerlöse 1.195,2 Mio. EUR Organisches Umsatzwachstum INDUS> 3 %, stärker als BIP Dtld. (BIP 2014 + 1,6%) Umsatzwachstum INDUS + 5,8 % (davon 1,1 % organisches Wachstum) Umsatzerlöse 1.255,7 Mio. EUR
Operatives Ergebnis (EBIT) 114,2 Mio. EUR Operatives Ergebnis (EBIT) mindestens 118 Mio. EUR Operatives Ergebnis (EBIT) 123,2 Mio. EUR einschl. aufgegebener Geschäftsbereiche
Materialaufwandsquote 47,4 %, Personalaufwandsquote 27,2 % Materialaufwandsquote wie Vorjahr, Personalaufwandsquote leicht steigend Materialaufwandsquote 47,7 %, Personalaufwandsquote 27,8 %
Segment Bau/Infrastruktur: Umsatz 2012: 229,2 Mio. EUR, EBIT 2012: 34,1 EUR, EBIT-Marge 2012: 13,6 % Segment Bau/Infrastruktur: Umsatz und Ergebnisniveau wie 2012, EBIT-Marge zwischen 12 bis 14%. Segment Bau/Infrastruktur: Umsatz 225,1 Mio. EUR, EBIT 33,0 Mio. EUR, EBIT-Marge 14,7 %
Segment Fahrzeugtechnik: Umsatz 349,5 Mio. EUR, EBIT 27,0 EUR, EBIT-Marge 7,7 % Segment Fahrzeugtechnik: Umsatz und Ergebnis auf Vorjahresniveau, EBIT- Marge erreicht 6% plus. Segment Fahrzeugtechnik: Umsatz 351,7 Mio. EUR, EBIT 24,3 Mio. EUR, EBIT-Marge 6,9 %
Segment Maschinen- und Anlagenbau: Umsatz 206,2 Mio. EUR, EBIT 19,8 Mio. EUR, EBIT-Marge 9,6 % Segment Maschinen- und Anlagenbau: Leichtes Umsatzwachstum und verbesserte Ertragslage, EBIT-Marge erreicht wieder 10%. Segment Maschinen- und Anlagenbau: Umsatz 221,2 Mio. EUR, EBIT 26,4 Mio. EUR, EBIT-Marge 11,9 %
Segment Medizin- und Gesundheitstechnik: Umsatz 95,8 Mio. EUR, EBIT 16,2 Mio. EUR, EBIT-Marge 16,9 %. Segment Medizin- und Gesundheitstechnik: Leicht steigender Umsatz, proportionales Ergebniswachstum, EBIT-Marge wieder über 15%. Segment Medizin- und Gesundheitstechnik: Umsatz 114,4 Mio. EUR, EBIT 18,8 Mio. EUR, EBIT-Marge 16,4 %
Segment Metalltechnik: Umsatz 319,3 Mio. EUR, EBIT 27,6 Mio. EUR, EBIT-Marge 8,6 % Segment Metalltechnik: Leicht steigendes Umsatz- und Ertragsniveau, EBIT-Marge erreicht 9 bis 10%. Segmentergebnis Metalltechnik: Umsatz 342,9 Mio. EUR, EBIT 31,4 Mio. EUR, Marge 9,2 %
Kauf von 2 Unternehmen, 4 zusätzliche strateg. Ergänzungen, Investition von 49,2 Mio. EUR in Zukäufe Zukauf von 1 bis 2 Unternehmen, zusätzliche strateg. Ergänzungen, Investition von rd. 50 Mio. EUR in Zukäufe Zukauf von 2 Unternehmen, zusätzlich 3 strategische Ergänzungen, Investition von 56,4 Mio. EUR in Zukäufe
Planmäßige Abschreibungen 42, 7 Mio. EUR Planmäßige Abschreibungen leicht über Vorjahresniveau Planmäßige Abschreibungen: 45,7 Mio. EUR
Investitionen in Sachanlagen/immat. Vermögenswerte von 52,1 Mio. EUR Investitionen in Sachanlagen/immat. Vermögenswerte von mind. 50 Mio. EUR Investitionen in Sachanlagen/immat. Vermögenswerte von 65,8 Mio. EUR
EK-Quote 43,6 % EK-Quote auf Vorjahresniveau EK-Quote 42,0 %
Verhältnis Nettoverschuldung/EBITDA 1,9 Verhältnis Nettoverschuldung/EBITDA im Korridor zw. 2 und 2,5 Jahren Verhältnis Nettoverschuldung/EBITDA 2,0 Jahre

* gemäß Veröffentlichung im Geschäftsbericht zum 31. Dezember 201 3

Der Vorstand der INDUS Holding AG beurteilt den Verlauf des Berichtsjahres positiv. Trotz einer allgemeinen Eintrübung der deutschen Konjunktur im 2. und 3. Quartal 2014 ist es INDUS gelungen, ihre Jahresziele zu übertreffen. Im Rahmen der Wachstumsstrategie "KOMPASS 2020" wurden im Jahresverlauf zwei neue Beteiligungen und drei strategische Ergänzungen für bestehende Beteiligungen erworben. Bei den beiden Neuzugängen für das Portfolio handelt es sich um Unternehmen mit den von INDUS definierten Schwerpunkten Medizin- und Automatisierungstechnik. Der Umsatzzuwachs der INDUS-Gruppe betrug rund 69 Mio. EUR, das entspricht einem Plus von 5,8 %.

Die Kostenseite blieb sowohl in Bezug auf die Material- als auch die Personalkosten weitgehend stabil. Wie zu erwarten war, hat sich die Personalaufwandsquote leicht erhöht. Die planmäßigen Abschreibungen stiegen aufgrund der Investitionstätigkeit von INDUS wie geplant gegenüber dem Vorjahr an. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte entwickelten sich plangemäß.

Das operative Ergebnis (EBIT) der fortgeführten Geschäftsbereiche wuchs absolut um 8,6 Mio. EUR auf 127,2 Mio. EUR (Vorjahr: 118,6 Mio. EUR) . Auch unter Berücksichtigung des Ergebnisses aus aufgegebenem Geschäftsbereich wurde die Zielmarke der Prognose 2013 von mindestens 118 Mio. EUR EBIT für das Geschäftsjahr 2014 überschritten.

Auch in den Segmenten wurden die meisten Zielmarken erreicht bzw. überschritten. Im Bereich Bau sollte das sehr gute Ergebnis des Jahres 2012 wieder erreicht werden, was in Bezug auf den Umsatz nur knapp nicht gelang: das Segment erbrachte rund 4 Mio. EUR weniger Umsatz. Trotzdem verbesserte sich die Profitabilität (EBIT-Marge) stärker als erwartet auf über 14 % und war somit auf dem Niveau von 2012. Im Fahrzeugbereich erreichten die Unternehmen wie geplant das Umsatzniveau des Vorjahres. Zwar wies das Segment rund 2,7 Mio. EUR weniger EBIT aus als 2013, allerdings war das Vorjahr durch eine Zuschreibung von 3,5 Mio. EUR beeinflusst. Für das Segment hatte INDUS vorsichtiger geplant und eine Margenverschlechterung auf 6 % plus anstatt 7,7 % wie 2013 angenommen; erreicht wurden im letzten Geschäftsjahr 6,9 %. Die Unternehmen im Bereich Maschinen- und Anlagenbau entwickelten sich deutlich besser als geplant. Umsatz und Ergebnis wuchsen stark. Absolut im Rahmen der Erwartung lagen die Resultate im Bereich der Medizin- und der Metalltechnik.

Die Bilanzrelationen der INDUS-Gruppe haben sich 2014 trotz Wachstum und einer anhaltend hohen Investitionstätigkeit nicht signifikant verändert. Die Entschuldungsdauer (Verhältnis Nettoverschuldung/EBITDA) erreicht mit 2,0 einen Wert im Zielkorridor von 2 bis 2,5 Jahren. Das Eigenkapital verbesserte sich absolut um rund 35 Mio. EUR auf 549,9 Mio. EUR, die Eigenkapitalquote lag leicht unter 2013.

In Summe hat INDUS ihre Ziele für 2014 erreicht. Im Wesentlichen misst der Vorstand den Erfolg an finanziellen Kennzahlen. Gruppenweit werden keine nicht-finanziellen Leistungsindikatoren als Steuerungsgrößen ermittelt bzw. genutzt. Umsatz und Ertrag des Portfolios sind die wesentlichen Kennziffern zur Bestimmung des Geschäftserfolgs. Diese operativen Kennzahlen wurden im Laufe des Jahres anlässlich der Vorlage der Quartalszahlen bestätigt.

HINWEIS ZUR BILANZIERUNG BEZIEHUNGSWEISE ZU DEN AUSGEWIESENEN FINANZDATEN

Sämtliche Geschäftszahlen in diesem Lagebericht sind auch im Zeitverlauf vollständig miteinander vergleichbar. Das EBIT versteht sich als Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern. Die Grafiken und Tabellen im Lagebericht zeigen IFRS-Werte für die Jahre 2012, 2013 und 2014. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben seit 2004 im Wesentlichen unverändert und wurden lediglich der jeweils aktuellen Rechtslage angepasst. In den Abschluss einbezogen sind 142 vollkonsolidierte Tochterunternehmen und vier at-Equity-bewertete Unternehmen.

ERTRAGSLAGE

UMSATZENTWICKLUNG

Nach einem überraschend starken Jahresauftakt verzeichnete die INDUS-Gruppe im zweiten und dritten Quartal 2014 ein kontinuierliches Geschäft. Während das BIP-Wachstum in Deutschland im 3. Quartal 2014, auch bedingt durch die zahlreichen geopolitischen Krisen, nachließ, verlief das Geschäft in der INDUS-Gruppe stabil. Im vierten Quartal verzeichnete INDUS sogar das beste Ergebnis im Jahresdurchschnitt. Der Umsatz erreicht 328,9 Mio. EUR nach 326,6 Mio. EUR im dritten Quartal. Das operative Ergebnis (EBIT) für das vierte Quartal liegt mit 35,7 Mio. EUR nochmals deutlich über dem Wert für das 3. Quartal von 33,0 Mio. EUR. Auch die EBIT-Marge hat sich im Laufe des Geschäftsjahres kontinuierlich gesteigert: von 9,8 % in Q1 auf 11,6 % in Q4 2014. Der Geschäftsverlauf war in allen Bereichen stabil bzw. in einzelnen Unternehmen über bzw. auch unter den Erwartungen. Details dazu finden sich auch in den Erläuterungen zum Segmentbericht.

UMSATZ 2012/2014 NACH ABSATZREGIONEN (in Mio. EUR)

Der Konzernumsatz der INDUS Holding AG legt 2014 absolut um rund 69 Mio. EUR zu. Das bedeutet einen Zuwachs um 5,8 % auf 1.255,8 Mio. EUR (Vorjahr: 1.186,8 Mio. EUR) . Davon werden wie im Vorjahr rund 48 % im Ausland erzielt. Betrachtet man den Auslandsumsatz nach Regionen, so erzielt die Gruppe rund 21 % des Gesamtumsatzes mit Kunden innerhalb der EU (+4,7 % gegenüber dem Vorjahr) und rund 27 % außerhalb der EU (+4,1 % gegenüber dem Vorjahr) .

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (in Mio. EUR)

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  2014 2013*
Umsatz 1.255,7 1.186,8
Sonstige betriebliche Erträge 21,9 21,9
Aktivierte Eigenleistungen 7,4 3,7
Bestandsveränderung 9,5 2,0
Gesamtleistung 1.294,5 1.214,4
Materialaufwand -598,2 -562,8
Personalaufwand -349,0 -322,6
Sonstiger betrieblicher Aufwand -173,7 -167,1
Ergebnis aus at-Equity-bewerteten-Anteilen 1,4 0,1
Übriges Finanzergebnis 0,2 0,3
EBITDA 175,2 162,3
Abschreibungen -48,0 -43,7
Operatives Ergebnis (EBIT) 127,2 118,6
Zinsergebnis -26,5 -19,9
Ergebnis vor Steuern (EBT) 100,7 98,7
Steuern -33,4 -30,8
Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche -4,0 -3,9
Ergebnis nach Steuern 63,3 64,0
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 0,2 0,1
davon Anteile der INDUS-Aktionäre 63,1 63,9

* Vorjahreszahlen angepasst; EBITDA inkl. Zuschreibungen

Der Materialaufwand wächst von 562,8 Mio. EUR auf 598,2 Mio. EUR. Die Materialaufwandsquote liegt mit 47,7 % leicht über dem Vorjahr mit 47,4 %. Auch der Personalaufwand steigt absolut von 322,6 Mio. EUR auf 349,0 Mio. EUR, vorrangig bedingt durch die gewachsene Stammbelegschaft infolge der Akquisitionen; die Personalaufwandsquote von 27,8% (Vorjahr: 27,2 %) hat sich kaum verändert.

Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) liegt mit 175,2 Mio. EUR um 12,9 Mio. EUR über dem Vorjahreswert von 162,3 Mio. EUR. Die Abschreibungen erhöhen sich auf insgesamt 48,0 Mio. EUR (Vorjahr: 43,7 Mio. EUR) . Die planmäßigen Abschreibungen entwickelten sich mit einem leichten Zuwachs auf 46,3 Mio. EUR (Vorjahr: 42,7 Mio. EUR) erwartungsgemäß. Im Bereich Fahrzeugtechnik war eine außerplanmäßige Abschreibung von 1,7 Mio. EUR vorzunehmen; gegenläufig wirkten sich Zuschreibungen in den Bereichen Fahrzeug- und Metalltechnik in Summe von 1,5 Mio. EUR aus (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR außerplanmäßige Abschreibung im Bereich Maschinen- und Anlagenbau, 3,5 Mio. EUR Zuschreibung in der Fahrzeugtechnik) .

Das operative Ergebnis (EBIT) 2014 übersteigt mit 127,2 Mio. EUR deutlich das Vorjahresniveau. Die EBIT-Marge erreicht insgesamt 10,1 % (Vorjahr: 10,0 %) . Detaillierte Angaben zur Ertragslage in den einzelnen INDUS-Branchen finden sich im Segmentbericht.

Das Zinsergebnis stieg auf -26,5 Mio. EUR (Vorjahr: -19,9 Mio. EUR) . Diese Position gliedert sich auf in zwei weitere Positionen: In "Zinsen operatives Geschäft" sind sowohl die Zinszahlungen für Kredite als auch die Erträge aus der vorübergehenden Kapitalanlage ausgewiesen. Wie schon 2013 hat sich der Aufwand hier von 19,7 Mio. EUR auf 18,2 Mio. EUR weiter verringert.

In der Position "Zinsen Sonstige" sind unter "Marktwerte Zinsswaps" die Veränderungen der Marktwerte derjenigen Zinsderivate erfasst, die, obwohl wirtschaftlich betrachtet eine wirksame Sicherungsbeziehung existiert, aus formalen Gründen ergebniswirksam bilanziert werden. Die Position "Sonstige: Minderheitsanteile" beinhaltet die Ergebnisauswirkung aus der Folgebewertung der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten sowie die Nachsteuerergebnisse, die Konzernfremden aus Anteilen an Personengesellschaften sowie Kapitalgesellschaften mit Call-Put-Optionen zustehen. Der Ausweis erfolgt aus Konsistenzgründen im Zinsergebnis. Insgesamt stieg diese Position von -0,2 Mio. EUR auf -8,3 Mio. EUR.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verbessert sich auf 100,7 Mio. EUR (Vorjahr: 98,7 Mio. EUR) . Der Steueraufwand liegt mit -33,4 Mio. EUR über dem Niveau des Vorjahres von -30,8 Mio. EUR; das entspricht einer Steuerquote von 33,2 % (Vorjahr: 31,2 %) .

Das Ergebnis nach Steuern ist aufgrund der Aufgabe des Geschäftsbereichs NISTERHAMMER mit einem Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen von -4,0 Mio. EUR belastet (Vorjahr: -3,9 Mio. EUR) . Mit dem 31. Dezember 2014 sind alle Geschäftsaktivitäten dieser Beteiligung eingestellt; weitere Ergebnisbelastungen sind nicht mehr zu erwarten. Nach Abzug der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter ergibt sich ein Ergebnis nach Steuern der INDUS-Aktionäre von 63,1 Mio. EUR (Vorjahr: 63,9 Mio. EUR) . Das Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäften sinkt aufgrund der Ende 2013 erhöhten Aktienanzahl infolge der Kapitalerhöhung auf 2,74 EUR (Vorjahr: 3,02 EUR) .

SEGMENTBERICHT

Das Portfolio der INDUS Holding AG gliedert sich in die fünf Segmente Bau/Infrastruktur, Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Metalltechnik. Details zur wirtschaftlichen Entwicklung in den einzelnen Branchen finden sich in den Kapiteln Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenbezogene Rahmenbedingungen.

UMSATZVERTEILUNG 2014 NACH SEGMENTEN (In Mio. EUR)

EBIT 2014 NACH SEGMENTEN (In Mio. EUR)

BAU/INFRASTRUKTUR

STABILER UMSATZ BEI DEUTLICH VERBESSERTER MARGE

Das Segment umfasst nunmehr zehn Einheiten; sie repräsentieren eine große Bandbreite an Zulieferbetrieben für die Bauwirtschaft - von Bewehrung über Baustoffe, Klima- und Wärmetechnik bis hin zu Zubehör für den privaten Wohnungsbau. Klassische Bauunternehmen des Hoch- oder Tiefbaus sind im Segment nicht vertreten. 2014 wurde mit der Abspaltung des operativen Geschäftsbetriebes der BETOMAX GmbH & Co. KG eine neue Gesellschaft gegründet; die bisherige BETOMAX-Tochter ANCOTECH wird nun als eigenständige Einheit im Portfolio von INDUS geführt.

Kennzahlen Bau/Infrastruktur (in Mio. EUR)

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  2014 2013 2012
Umsatzerlöse mit externen Dritten 225,1 224,2 229,2
EBITDA 38,9 36,1 39,3
Abschreibungen -5,9 -5,5 -5,1
EBIT 33,0 30,6 34,1
EBIT-Marge in % 14,7 13,6 14,9
Investitionen 11,0 15,3 8,6
Mitarbeiter 1.104 1.074 1.043

Der Segmentumsatz liegt 2014 mit 225,1 Mio. EUR knapp über dem Vorjahresniveau von 224,2 Mio. EUR. Das Ziel (Umsatz wie 2012) wurde fast (zu 98 %) erreicht. Das relative Ertragsziel einer EBIT-Marge von mehr als 14 % wurde deutlich übertroffen. Die Baubranche war aufgrund des milden Winters sehr gut ins Jahr gestartet. Im Jahresverlauf verlief das Geschäft insgesamt sehr gleichmäßig und die anhaltend positive deutsche Baukonjunktur lieferte dem Segment kontinuierlich gute Geschäftsimpulse.

Die Abschreibungen liegen mit 5,9 Mio. EUR leicht über dem Niveau von 2013 mit 5,5 Mio. EUR infolge einer weiterhin hohen Investitionstätigkeit. Die Investitionen erreichen 11,0 Mio. EUR (Vorjahr 15,3 Mio. EUR) . Darin enthalten sind u.a. Investitionen für einen Neubau bei der INDUSBeteiligung HAUFF-Technik. 2014 wurde dort ein komplett neu erbautes Werk auf eigenem Grundstück bezogen, das die bisher gemieteten Büro- und Produktionsflächen an drei Standorten ersetzt. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Segment übertrifft mit 33,0 Mio. EUR (Vorjahr: 30,6 Mio. EUR) deutlich den Wert aus 2013. Die EBIT-Marge erreicht mit 14,7 % einen absoluten Spitzenwert.

FAHRZEUGTECHNIK

SEHR GUTE OPERATIVE MARGE IM BRANCHENVERGLEICH

Das Segment umfasst zehn Einheiten, die mit ihren Lösungen die gesamte Wertschöpfungskette in der Automobilindustrie abbilden: vom Design und der Entwicklung sowie dem Modell- und Prototypenbau über Vor- und Kleinserienfertigung, Test- und Messlösungen bis hin zu Lösungen für Spezialfahrzeuge und der Serienfertigung von Bauteilen für große Fahrzeughersteller von Automobilen, Nutz- und Sonderfahrzeugen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr verstärkte sich die INDUS-Beteiligung IPETRONIK durch den Kauf eines Anbieters für Telematik-Lösungen: Das Unternehmen SAVVY AG mit Sitz in Schaffhausen.

Kennzahlen Fahrzeugtechnik (in Mio. EUR)

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  2014 2013 2012
Umsatzerlöse mit externen Dritten 351,7 349,5 323,7
EBITDA 43,1 41,7 37,1
Abschreibungen -19,9 -18,2 -20,8
Zuschreibungen 1,1 3,5 0,0
EBIT 24,3 27,0 16,3
EBIT-Marge in % 6,9 7,7 5,0
Investitionen 27,6 24,4 18,2
Mitarbeiter 3.160 3.163 3.053

Der Umsatz im Segment Fahrzeugtechnik lag in 2014 mit 351,7 Mio. EUR auf dem Niveau von 2013 (349,5 Mio. EUR) . Das Geschäft in Europa entwickelte sich zwar erwartungsgemäß schwach, aber durch die Fokussierung auf deutsche Premiumhersteller und deren Erfolg in Asien und in den USA verzeichneten die Beteiligungen ein relativ stabiles Geschäft. Alle Unternehmen haben ihre Ertragslage gegenüber dem Vorjahr stabil halten können; hier war INDUS in ihrer Prognose 2014 vorsichtiger und hatte ein Nachgeben der operativen Marge auf unter 7 % erwartet. Dennoch erreichen die Segmentunternehmen damit einen sehr guten Wert im Branchenvergleich; gemäß einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger aus 2013 erreichten Automobilzulieferer im Durchschnitt eine EBIT-Marge von 6,5 %.20

Die Abschreibungen von 19,9 Mio. EUR liegen über dem Vorjahresniveau; darin enthalten sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 1,7 Mio. EUR (Vorjahr: 0 Mio. EUR) . Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) liegt demzufolge mit 24,3 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 27,0 Mio. EUR. Bereinigt um die außerplanmäßigen Effekte ergäbe sich für 2013 eine EBIT-Marge von 6,7 % und für 2014 von 7,4 %. Dessen ungeachtet hat INDUS die angestrebte Stabilisierung der Ertragslage im Korridor von 6 % bis 8 % EBIT-Marge halten können.

20 Global Automotive Supplier Study 2013, Roland Berger Strategy Consultants, Lazard

MASCHINEN- UND ANLAGENBAU

AKQUISITIONSBEDINGTER UMSATZZUWACHS UND WIEDER SEHR GUTE MARGE

Das Segment umfasst neun Einheiten, die in verschiedenen Teilmärkten aktiv sind: Dazu zählen unter anderem die Bereiche Entwicklung von Robotergreifsystemen, Ventiltechnik, Anlagen für Reinraumsysteme oder die Errichtung von Sendemasten. Wesentliche Veränderungen in der Zusammensetzung des Segments fanden durch den Erwerb der MBN-Gruppe21 , den Kauf von KNUR durch die Beteiligung ASS und die Stilllegung der defizitären NISTERHAMMER statt.

21 Details zu den Akquisitionen finden sich im Kapitel Geschäftsmodell und Strategie und im Konzernanhang unter Ziffer 5

Kennzahlen Maschinen- und Anlagenbau (in Mio. EUR)

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  2014 2013 2012
Umsatzerlöse mit externen Dritten 221,2 197,8 156,5
EBITDA 32,8 29,9 21,5
Abschreibungen -6,4 -5,7 -3,8
EBIT 26,4 24,2 17,7
EBIT-Marge in % 11,9 12,2 11,3
Investitionen 16,9 46,5 7,8
Mitarbeiter 1.150 1.030 814

Allgemein verzeichnete der Maschinen- und Anlagenbau eine gute, weltweite Nachfrage. INDUS ging in ihrer Planung im Bereich Maschinen und Anlagenbau für 2014 von einem Umsatzzuwachs und einer verbesserten Ertragslage aus. Der Umsatz im Segment Maschinen- und Anlagenbau wuchs wie erwartet 2014 deutlich, vor allem aufgrund der erwähnten Zukäufe, von 197,8 Mio. EUR auf 221,2 Mio. EUR. Aufgrund der Erstkonsolidierung der MBN-Gruppe im November 2014 flossen aus dieser Beteiligung anteilige Umsätze und Ergebnisse ein. Die Abschreibungen lagen mit 6,4 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau. Das EBIT stieg absolut von 24,2 Mio. EUR auf 26,4 Mio. EUR und die EBIT-Marge liegt mit 11,9 % nur knapp unter dem Vorjahreswert von 12,2 %. In den Investitionen von 16,9 Mio. EUR (Vorjahr: 46,5 Mio. EUR) sind die Zukäufe von KNUR und MBN enthalten (Barzahlung abzüglich übernommener Kassenbestände) .

Das Segmentergebnis ist aufgrund der im Februar 2014 beschlossenen Stilllegung von NISTERHAMMER für das aktuelle Geschäftsjahr als auch das Vorjahr adjustiert. Die Aktivitäten werden als aufgegebener Geschäftsbereich außerhalb des Segmentergebnisses dargestellt.

MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK

KONSTANTE UMSATZENTWICKLUNG UND GEWOHNTE HOHE MARGE

Der Geschäftsbereich Medizin- und Gesundheitstechnik wird durch vier Unternehmen repräsentiert. Sie fertigen Orthesen und medizinische Kompressionsstrümpfe, entwickeln Linsen und Optiken, produzieren Rehabilitationstechnik sowie Hygieneprodukte sowohl für medizinische Anwendungen als auch für den Haushalt. 2014 hat INDUS den Rehabilitationsspezialisten ROLKO Kohlgrüber GmbH erworben. Das Unternehmen mit Sitz in Borgholzhausen entwickelt und fertigt Komponenten und Zubehör insbesondere für Rollstühle und Rollatoren.

Kennzahlen Medizin- und Gesundheitstechnik (in Mio. EUR)

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  2014 2013 2012
Umsatzerlöse mit externen Dritten 114,4 95,8 88,0
EBITDA 22,3 18,7 19,0
Abschreibungen -3,5 -2,5 -2,6
EBIT 18,8 16,2 16,4
EBIT-Marge in % 16,4 16,9 18,6
Investitionen 23,8 3,6 2,9
Mitarbeiter 759 697 696

Der kleinste Geschäftsbereich von INDUS verzeichnet 2014 einen erneuten Umsatzzuwachs von 95,8 Mio. EUR auf 114,4 Mio. EUR. Alle Bereiche, ob medizinische Orthesen, Optiken, Vliesstoffe oder Rehabilitationstechnik, entwickelten sich stabil. Der Umsatzsprung von nahezu 20 % ist zum großen Teil akquisitionsbedingt, da der Zukauf der ROLKO-Gruppe seit Mai 2014 Teil der Ergebnisrechnung ist. Details zu dieser Akquisition finden sich im Konzernanhang.22

Die Abschreibungen stiegen infolge der Akquisitionen und des erhöhten Geschäftsvolumens leicht an von 2,5 Mio. EUR auf 3,5 Mio. EUR. Das operative Ergebnis lag bei 18,8 Mio. EUR. Das Ertragsniveau liegt mit einer EBIT-Marge von 16,4 % nur knapp unter dem Spitzenwert des Vorjahres von 16,9 %. Hier machen sich Abschreibungen als Folge der Erstkonsolidierung ROLKO bemerkbar. Das Segmentergebnis entspricht absolut den Erwartungen: Im langjährigen Mittel erzielt der Bereich Medizintechnik eine operative Marge größer 15 %. Die Investitionen legten 2014 von 3,6 Mio. EUR auf 23,8 Mio. EUR zu; hier ist der Kauf der Mehrheitsanteile an ROLKO ursächlich für den Anstieg.

Nicht in den Investitionen enthalten ist der Kauf einer Produktionsstätte in Glauchau, Sachsen, durch die Beteiligung OFA Bamberg im Dezember 2014, da der Kaufpreis erst im Februar 2015 geflossen ist; OFA plant mit dem Erwerb die Rückholung von verlängerten Werkbänken aus Osteuropa und möchte durch die Produktion in Sachsen schneller auf veränderte Marktgegebenheiten reagieren und die Lieferzeiten weiter verkürzen.

22 Siehe dazu Konzernanhang Ziffer 5

METALLTECHNIK

UMSATZZUWACHS UND ÜBERPROPORTIONALE VERBESSERUNG DER MARGE

Das Segment umfasst neun Einheiten und bedient viele Spezialkunden. Die Bandbreite der Lösungen ist groß und beinhaltet die Zulieferung für Bahntechnik, die Fertigung von Hartmetallwerkzeugen für Straßen- und Bergbau, den Gehäusebau für die Labordiagnostik, die Herstellung von Strahlmitteln für die Stahlindustrie und die Bolzenschweißtechnik beispielsweise für Brückenverbindungen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich die Beteiligung RÜBSAMEN durch den Kauf der TR Metalltechnik, eines Spezialisten für Laserschweißen, verstärkt. Strategisches Ziel ist die Verlängerung der Wertschöpfungskette.

Kennzahlen Metalltechnik (in Mio. EUR)

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  2014 2013 2012
Umsatzerlöse mit externen Dritten 342,9 319,3 307,5
EBITDA 42,6 38,8 37,9
Abschreibungen -11,6 -11,2 -13,4
Zuschreibungen 0,4 0,0 0,0
EBIT 31,4 27,6 24,5
EBIT-Marge in % 9,2 8,6 8,0
Investitionen 17,6 10,7 12,5
Mitarbeiter 1.323 1.275 1.232

Der Segmentumsatz wuchs mit 342,9 Mio. EUR (Vorjahr: 319,3 Mio. EUR) um rund 7 % gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) stieg dagegen mit rund 14 % deutlich stärker an. Die Anlaufschwierigkeiten in einer neu errichteten galvanischen Fertigungseinheit sind mittlerweile abgearbeitet und die Prozesse laufen stabil, lediglich die Auslastung ist noch nicht zufriedenstellend. Insgesamt stellt sich die Nachfragesituation bei den Beteiligungsunternehmen unterschiedlich dar. Vor allem die zwei schweizerischen Unternehmen leiden unter erhöhtem Wettbewerbsdruck. Hier sind bereits Maßnahmen eingeleitet, um die Kostenstrukturen weiter zu verbessern.

Die Abschreibungen sind mit 11,6 Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Das EBIT liegt bei 31,4 Mio. EUR (Vorjahr: 27,6 Mio. EUR) , die EBIT-Marge liegt bei 9,2 % (Vorjahr: 8,6 %) . Damit hat sich die Margensituation wie geplant verbessert und erreicht den angestrebten Korridor von 9 bis 10 %. Die Investitionen stiegen deutlich an auf 17,6 Mio. EUR (Vorjahr: 10,7 Mio. EUR) . Dies ist vorrangig durch Investitionen in technische Anlagen und Maschinen bedingt.

FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

GRUNDSÄTZE UND ZIELE DES FINANZ- UND LIQUIDITÄTSMANAGEMENTS

Das Finanzmanagement der INDUS Holding AG umfasst primär die Liquiditätssteuerung, die Beschaffung von Fremdkapital sowie das Management von Zins- und Währungsrisiken. Als vermögensverwaltende Finanzholding betreibt INDUS kein Cash-Pooling. Im Rahmen des Finanzmanagements setzt INDUS im Wesentlichen auf lang laufende Bankkredite und Schuldscheindarlehen. Zwei bestehende ABS-Programme (Asset Backed Securities) wurden zum Jahresende 2014 abgelöst.

Auf Basis einer komfortablen Liquiditätsausstattung im Zusammenspiel mit Finanzierungszusagen der Banken kann INDUS jederzeit flexibel investieren. Bei der Finanzierung nutzt INDUS die langjährige, partnerschaftliche Verbindung zu einer Reihe solider deutscher Finanzinstitute. Stabilisierende Faktoren bei der langfristigen Finanzierung sind eine breite Verteilung des Kreditvolumens sowie eine ausgewogene Tilgungsstruktur bei gleichzeitiger Nutzung eines Fächers alternativer Finanzierungsinstrumente. Zur Steuerung der Marktpreisrisiken setzt die Gruppe Zins- und Währungsderivate ein, die ausschließlich der Risikosicherung dienen.

Das Finanz- und Liquiditätsmanagement verfolgt drei Ziele: Sicherung ausreichender Liquiditätsreserven, Risikobegrenzung und eine Ertrags- und Kostenoptimierung. Die Liquiditätssicherung besitzt dabei einen besonderen Stellenwert: Sie ist die Voraussetzung dafür, dass INDUS jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen und zugleich bankenunabhängig Akquisitionschancen ergreifen kann.

Die Risikobegrenzung erstreckt sich über alle finanzwirtschaftlichen Risiken, die den Bestand von INDUS gefährden könnten. Die wichtigste Finanzierungsquelle sind die Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow) . Der Bereich Konzern-Treasury überwacht die Verwendung der Mittel gegenüber den Tochtergesellschaften sowie die Anlage der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sorgfältig.

Ein weiteres Ziel des Finanz- und Liquiditätsmanagements ist die Optimierung des Nettoumlaufvermögens (Working Capital) . Dadurch werden flüssige Mittel freigesetzt, wird die Verschuldung gering gehalten und werden Kennzahlen zur Bilanzstruktur (z. B. Eigenkapitalquote) und Kapitalrentabilität optimiert. INDUS berät die Gesellschaften hinsichtlich ihrer jeweiligen Working Capital-Ausstattung. Das Management des Working Capitals obliegt den Unternehmen in Eigenverantwortung.

FINANZIERUNGSANALYSE

INDUS deckt ihren Kapitalbedarf aus dem operativen Cashflow und der Aufnahme von kurz- und langfristigen Finanzierungsmitteln. Die wesentlichen Bestandteile sind lang laufende unbesicherte Kreditverträge, Schuldscheindarlehen sowie in geringerem Umfang außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente wie Operating Leases. Diese Instrumente stehen bei INDUS in einem angemessenen Verhältnis zum Geschäftsvolumen.

Insgesamt haben sich die außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente und Verpflichtungen im Jahr 2014 nur wenig verändert. Als außerbilanzielle Finanzierungsformen nutzt INDUS vor allem Miet- und Pachtleasing insbesondere auch für EDV-Zubehör und Firmenfahrzeuge. Die zukünftigen Operating-Leasingverpflichtungen lagen zum 31. Dezember 2014 bei 72,5 Mio. EUR (Vorjahr: 77,3 Mio. EUR) .

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 381,3 Mio. EUR (Vorjahr: 362,1 Mio. EUR) ; überwiegend (zu 98 %) sind sie in Euro abgeschlossen. Das Volumen an Krediten in weiteren Fremdwährungen ist gering und besteht nur aus Schweizer Franken. Es umfasst zum Jahresende Verbindlichkeiten über 6,1 Mio. EUR (Vorjahr: 4,1 Mio. EUR) . Unter den Finanzschulden werden Verbindlichkeiten in Höhe von 11,0 Mio. EUR (Vorjahr: 12,6 Mio. EUR) aus Finanzierungsleasing, betreffend Immobilien und Maschinen ausgewiesen, die im Wesentlichen im Rahmen des als Asset Deal erfolgten Erwerbs von HAKAMA im Jahr 2010 entstanden sind.

Im Bereich der Finanzschulden hatten verschiedene Unternehmen der INDUS-Gruppe 2014 rollierende Verkäufe von Forderungen durchgeführt und dazu ABS-Finanzierungen vereinbart (2013: 24,8 Mio. EUR) . Diese wurden zum Jahresende 2014 vollständig abgelöst. Weiterhin bestehen Schuldscheindarlehen über insgesamt 70,0 Mio. EUR. Darüber hinaus existieren nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von 24,7 Mio. EUR (Vorjahr: 28,8 Mio. EUR) .

Im Rahmen von Kreditverträgen ist INDUS Verpflichtungen zur Einhaltung einer Mindest-Eigenkapitalquote in der AG eingegangen; die geforderte Quote wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich übertroffen.

RATING

INDUS verzichtet auf eine Beurteilung ihrer Bonität durch Ratingagenturen, da bis dato die Vorlage solcher Ratings für die Kreditgeber nicht relevant ist. Zudem entfallen durch den Verzicht erhebliche Kosten und zeitlicher Aufwand. Die Hausbanken bewerten INDUS aktuell mit "Investment Grade".

KAPITALFLUSSRECHNUNG

Konzern-Kapitalflussrechnung, verkflüzt (in Mio. EUR)

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  2014 2013 2012
Operativer Cashflow 104,4 117,4 68,4
Zinsen -17,4 -19,9 -22,5
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 87,0 97,5 45,9
Auszahlungen für Investitionen -98,1 -102,9 -56,1
Einzahlungen aus Abgängen von Vermögenswerten 2,8 3,3 2,6
Cashflow aus Investitionstätigkeit -95,3 -99,6 -53,5
Einzahlungen Kapital 0,0 59,9 0,0
Auszahlungen Dividende -26,9 -22,2 -22,2
Auszahlungen Minderheitsgesellschafter -0,1 -0,7 -0,5
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 158,3 125,3 159,0
Auszahlung aus der Tilgung von Krediten -123,1 -142,3 -152,8
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 8,2 20,0 -16,5
Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel -0,1 17,9 -24,1
Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel 0,6 -0,7 -0,3
Liquide Mittel am Anfang der Periode 115,9 98,7 123,1
Liquide Mittel am Ende der Periode 116,4 115,9 98,7

TROTZ HOHER INVESTITIONSTÄTIGKEIT VERBLEIBT LIQUIDITÄT AUF VORJAHRESNIVEAU

Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit (Mittelzufluss) ist im Vergleich zum Vorjahr um 10,5 Mio. EUR von 97,5 Mio. EUR auf 87,0 Mio. EUR gefallen. Ursächlich hierfür ist zum einen der höhere Mittelabfluss aus der Abnahme der Verbindlichkeiten und anderer Passiva von -22,9 Mio. EUR gegenüber-15,2 Mio. EUR im Vorjahr, im Wesentlichen verursacht durch die stichtagsbedingte Abnahme erhaltener Anzahlungen. Zum anderen ist gegenüber dem Vorjahr ebenfalls stichtagsbedingt ein deutlich höherer Abfluss gezahlter Ertragsteuern zu verzeichnen (-36,9 Mio. EUR gegenüber -20,6 Mio. EUR im Vorjahr) .

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit (Mittelabfluss) sank leicht um 4,3 Mio. EUR auf -95,3 Mio. EUR (Vorjahr: -99,6 Mio. EUR) . Dies ist bei unvermindert hoher Investitionstätigkeit vor allem auf deutlich niedrigere (Netto-) Mittelabflüsse für Akquisitionen zurückzuführen. Im Berichtsjahr wurden abzüglich erworbener Kassenbestände 31,4 Mio. EUR für den Erwerb von Anteilen aufgewendet (Vorjahr: 49,2 Mio. EUR) . Die Investitionen in Sachanlagen stiegen um 12,0 Mio. EUR von 46,3 auf 58,3 Mio. EUR. Die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte lagen bei 7,5 Mio. EUR (Vorjahr: 5,4 Mio. EUR) , für Finanzanlagen wurden 0,8 Mio. EUR verwendet nach 2,0 Mio. EUR im Vorjahr. Weitere Einzelheiten dazu finden sich im Kapitel "Investitionen".

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit war im Vorjahr gekennzeichnet durch einen hohen Mittelzufluss aufgrund der im Dezember 2013 erfolgten Kapitalerhöhung. Im Berichtsjahr erfolgte hingegen eine Nettokreditaufnahme in Höhe von 35, 2 Mio. EUR. Die Dividendenausschüttung im Geschäftsjahr 2014 betrug 26,9 Mio. EUR (Vorjahr: 22,2 Mio. EUR) . Insgesamt ergab sich demzufolge ein geringerer Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit von 8,2 Mio. EUR (Vorjahr: Mittelzufluss 20,0 Mio. EUR) .

Innerhalb der Gesamtfinanzierung verfügte INDUS zum Jahresende 2014 trotz der Zukäufe über eine leicht erhöhte Liquidität. Der Bestand an flüssigen Mitteln zum Bilanzstichtag betrug 116,5 Mio. EUR (Vorjahr: 115,9 Mio. EUR) . Die ausführliche Cashflow-Rechnung findet sich im Konzernabschluss.

VERMÖGENSLAGE

Konzernbilanz, verkürzt (in Mio. EUR)

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  31.12.2014 31.12.2013
Aktiva    
Langfristige Vermögenswerte 748,0 658,1
Anlagevermögen 742,8 652,9
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 5,2 5,2
Kurzfristige Vermögenswerte 560,4 522,8
Vorräte 265,7 236,1
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 178,2 170,8
Liquide Mittel 116,5 115,9
Bilanzsumme 1.308,4 1.180,9
Passiva    
Langfristige Finanzierungsmittel 1.029,6 890,7
Eigenkapital 549,9 515,3
Fremdkapital 479,7 375,4
davon Rückstellungen 28,7 23,6
davon Verbindlichkeiten und latente Steuern 451,0 351,8
Kurzfristige Finanzierungsmittel 278,8 290,2
davon Rückstellungen 52,0 51,0
davon Verbindlichkeiten 226,8 239,2
Bilanzsumme 1.308,4 1.180,9

Die Vermögens- und Kapitalstruktur der INDUS-Gruppe blieb 2014 stabil. Die Bilanzsumme erhöhte sich im Wesentlichen bedingt durch die Zukäufe und Ausweitung des Geschäftsvolumens auf 1.308,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1.180,9 Mio. EUR) .

AKTIVA: LIQUIDE MITTEL TROTZ STARKER INVESTITIONEN STABIL

Die langfristigen Vermögenswerte lagen Ende 2014 um 89,9 Mio. EUR höher als im Vorjahr, wesentlich bedingt durch die stark erhöhten Investitionen in neue Beteiligungen. Der Goodwill und die anderen immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich daher um 51,8 Mio. EUR, ebenso die Sachanlagen (+35,3 Mio. EUR) . Die Finanzanlagen veränderten sich wenig (+1,7 Mio. EUR) , ebenso die at-Equity bewerteten Anteile (+1,3 Mio. EUR) . Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte verminderten sich auf 1,7 Mio. EUR (-1,2 Mio. EUR) .

Auch die kurzfristigen Vermögenswerte legten zu und wuchsen um 37,6 Mio. EUR. Vorräte und Forderungen stiegen um 35,5 Mio. EUR an, im Wesentlichen aufgrund der erstmaligen Einbeziehung der neu erworbenen Unternehmen in die Konzernbilanz. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte zeigen sich mit 12,3 Mio. EUR kaum verändert (Vorjahr: 12,1 Mio. EUR) . Der Bestand an liquiden Mitteln blieb trotz der hohen Investitionstätigkeit stabil auf Vorjahresniveau (+ 0,6 Mio. EUR) .

PASSIVA: EIGENKAPITALQUOTE WEITERHIN DEUTLICH ÜBER 40%

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital absolut um 34,6 Mio. EUR auf 549,9 Mio. EUR (Vorjahr: 515,3 Mio. EUR) . Die Eigenkapitalquote sank im Verhältnis leicht ab auf 42,0 % (Vorjahr: 43,6 %) . Diese Entwicklung ist in Summe durch drei Zunahmen bedingt: eine erhöhte Dividendenausschüttung von 26,9 Mio. EUR (+4,7 Mio. EUR) , leicht erhöhte Pensionsrückstellungen aufgrund des aktuell niedrigen Zinsniveaus und nicht zuletzt eine hohe Akquisitionstätigkeit.

Eine größere bilanzielle Veränderung zeigt sich zum Ende des Geschäftsjahres bei den Schulden: Die langfristigen Schulden stiegen von 375,4 Mio. EUR auf 479,7 Mio. EUR an. Der Zuwachs resultiert aus veränderten Finanzschulden, höheren sonstigen Verbindlichkeiten, erhöhten Pensionsrückstellungen und latenten Steuern.

INDUS hat 2014 eine teilweise Neustrukturierung ihrer Finanzschulden vorgenommen und ihr Fälligkeitenprofil zugunsten der langfristigen Verbindlichkeiten verändert. Dazu wurden die beiden ABS-Programme abgelöst und zwei neue Schuldscheindarlehen mit Laufzeiten von vier bzw. sieben Jahren vereinbart. Das bedeutet einen Zuwachs bei den langfristigen Finanzschulden (+63,1 Mio. EUR) . Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich durch das Einfließen bilanzierter, bedingter Kaufpreisverbindlichkeiten der noch nicht übertragenen Anteile an den neu erworbenen Unternehmen, u.a. ROLKO und MBN (+28,5 Mio. EUR) . Die weiteren langfristigen Passiva stiegen ebenfalls leicht an: die Pensionsrückstellungen infolge der anzupassenden Bewertung (+5,4 Mio. EUR) und die latenten Steuern (+7,4 Mio. EUR) aufgrund der Akquisitionen.

Die kurzfristigen Schulden gingen im Gegenzug um 11,3 Mio. EUR zurück auf-278,8 Mio. EUR (Vorjahr: -290,2 Mio. EUR) . Im Rückgang der kurzfristigen Finanzschulden zeigt sich abermals die Ablösung der ABS-Programme (-24,4 Mio. EUR) . Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten veränderten sich wenig: die Rückstellungen sind auf Vorjahresniveau (+1,0 Mio. EUR) und die Zunahme bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist ebenfalls gering (+2,4 Mio. EUR) .

WORKING CAPITAL

Working Capital (in Mio. EUR)

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  31.12.2014 31.12.2013
Vorräte 265,7 236,1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 162,1 156,2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -47,9 -45,6
Erhaltene Anzahlungen -5,8 -15,2
Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo -24,5 -6,8
Working Capital 349,6 324,7

Das Working Capital ermittelt INDUS aus den Vorräten zuzüglich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der erhaltenen Anzahlungen und der Fertigungsaufträge mit passivem Saldo. Zum 31. Dezember 2014 lag das Working Capital bei 349,6 Mio. EUR (Vorjahr: 324,7 Mio. EUR) .

NETTOFINANZVERBINDLICHKEITEN

Nettofinanzverbindlichkeiten (in Mio. EUR)

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  31.12.2014 31.12.2013
Langfristige Finanzschulden 367,9 304,8
Kurzfristige Finanzschulden 94,4 118,7
Liquide Mittel -116,5 -115,9
Nettofinanzverbindlichkeiten 345,8 307,6

ENTSCHULDUNGSDAUER ERREICHT BESTMARKE UNTER ZWEI JAHREN

Die Nettoverschuldung, berechnet aus der Differenz von lang- und kurzfristigen Finanzschulden zu den liquiden Mitteln, lag zum 31. Dezember 2014 bei 345,8 Mio. EUR (31.Dezember 2013: 307,6 Mio. EUR) . Das Verhältnis von Nettoverschuldung zum Eigenkapital (Gearing) beträgt 63 % (Vorjahr: 60 %) . Das Verhältnis Nettoverschuldung/EBITDA beträgt 2,0 (Vorjahr: 1,9) . Damit liegt INDUS im definierten Zielkorridor einer Entschuldungsdauer von 2 bis 2,5 Jahren.

INVESTITIONEN

INVESTITIONEN UND ABSCHREIBUNGEN der INDUS-Gruppe (in Mio. EUR)

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  2014 2013 2012
Investitionen 97,2 100,9 53,9
davon in:      
Unternehmenserwerbe 31,4 49,2 0,0
Immaterielle Vermögenswerte 7,5 5,4 3,9
Sachanlagen 58,3 46,3 46,4
davon in:      
Grundstücke und Gebäude 7,8 4,0 9,7
Technische Anlagen und Maschinen 21,7 12,2 14,8
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12,3 10,1 10,8
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16,5 20,0 11,1
Als Finanzinvestitionen gehaltete Immobilien 0,0 0,0 3,6
Abschreibungen -48,0 -43,7 -45,8

Die Investitionen betrugen im Berichtsjahr 97,2 Mio. EUR (Vorjahr: 100,9 Mio. EUR) . Hiervon entfielen 31,4 Mio. EUR auf Unternehmenserwerbe (Vorjahr: 49,2 Mio. EUR) , 58,3 Mio. EUR auf Investitionen in Sachanlagen (Vorjahr: 46,3 Mio. EUR) sowie 7,5 Mio. EUR auf Investitionen in immaterielles Anlagevermögen (Vorjahr: 5,4 Mio. EUR) . Trotz der im Jahresverlauf eher verhaltenen Konjunktur hat INDUS damit auf einem sehr hohen Niveau in seine Beteiligungen investiert. Insgesamt hat INDUS für den Erwerb der Anteile an den fünf neuen Gesellschaften Zahlungsmittel in Höhe von 56,4 Mio. EUR aufgewendet; hiervon sind zum Kaufzeitpunkt erworbene Kassenbestände abzuziehen, sodass sich aus der Investitionsrechnung ein Nettomittelabfluss von 31,4 Mio. EUR für die Akquisitionen ergibt.

Den Schwerpunkt der Investitionen bildeten Investitionen in Sachanlagen. Sie betrafen insbesondere technische Anlagen und Maschinen mit 21,7 Mio. EUR, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung mit 12,3 Mio. EUR sowie Grundstücke und Gebäude mit 7,8 Mio. EUR. Die Abschreibungen lagen insgesamt bei 48,0 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr mit 43,7 Mio. EUR.

NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

NACHHALTIGKEIT

WERTEKANON

INDUS bekennt sich zu den Prinzipien nachhaltigen Wirtschaftens: Die Führungsgesellschaft und die Portfoliounternehmen pflegen einen fairen und respektvollen Umgang mit Mitarbeitern, Lieferanten und Geschäftspartnern. Sie unterstützen den Schutz von Umwelt und Ressourcen und nehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr. Die Mitarbeiter sind dem Grundsatz verpflichtet, gesetzliche Regelungen und ethische Standards verbindlich einzuhalten. Die einzelnen Gesellschaften der INDUS-Gruppe und die Holding haben sich eigene Verhaltenskodizes gegeben. Sie unterstützen die Mitarbeiter mit ethischen Leitlinien in ihrem Handeln.

Eine verantwortungsvolle Unternehmensführung besitzt für INDUS einen hohen Stellenwert. Sie ist Teil des Selbstverständnisses. Auch hier orientiert sich INDUS an den wirtschaftsethischen Grundsätzen der Stetigkeit und Nachhaltigkeit. Die Beteiligungen von INDUS nehmen ihre Verantwortung als Teil der Gesellschaft eigenständig wahr - aktiv und mit Bezug zu ihrem regionalen Kontext. Sie unterstützen mit ihrem Engagement kulturelle und soziale Projekte in der Nachbarschaft. Auch der verantwortungsvolle Umgang mit den natürlichen Ressourcen ist für INDUS von hoher Bedeutung. Grundlagen für das Handeln der INDUS-Beteiligungen sind detaillierte Regelungen und Maßnahmen, die von den Geschäftsführern der einzelnen Beteiligungsgesellschaften mit Blick auf das spezifische Umfeld im Einklang mit der Unternehmensphilosophie entwickelt und umgesetzt werden.

AKTIVER KLIMASCHUTZ

Als Basis für einen aktiven Klimaschutz erfasst INDUS jährlich die weltweit durch die Beteiligungsgesellschaften emittierte Menge von Treibhausgasen. Bei der Bilanzierung der Emissionen orientiert sich INDUS am Greenhouse Gas Protocol und weist Emissionen infolge des Verbrauchs von Brennstoffen (Scope 1) sowie durch eingekaufte Energie verursachte Emissionen (Scope 2) aus. Die INDUS-Gruppe strebt seit 2011 für die spezifischen Treibhausgasemissionen (gemessen in Tonnen CO2 pro Mio. EUR Rohertrag) eine jährliche Einsparung von 2 % an. Die Berechnung des Basisjahres erfolgt dabei rollierend und unter Berücksichtigung der im jeweiligen Berichtsjahr getätigten Zu- und Verkäufe von Beteiligungsgesellschaften. Der emissionsmindernd wirkende Einfluss des vergleichsweise milden Winters 2014 in Deutschland wurde zudem durch eine Bereinigung der Scope 1 Emissionen um Witterungseinflüsse berücksichtigt.

Auf dieser Basis wurden für 2014 Emissionen in Höhe von 116,6 Tonnen CO2 pro Mio. EUR Rohertrag ermittelt. Bezogen auf das Vorjahr (121,2 Tonnen CO2 pro Mio. EUR Rohertrag) ist eine Reduzierung der Emissionen um 3,8 % zu verzeichnen. Das jährliche Einsparziel wurde somit übertroffen. Dies ist zum einen auf Investitionsmaßnahmen in den Bereichen Wärmedämmung, Gebäude- und Anlagentechnik zurückzuführen. Zum anderen wirkt sich auch die kontinuierliche Modernisierung der Dienstwagenflotte emissionsmindernd aus.

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  2012 2013 2014
Tonnen CO2 pro Mio. EUR Rohertrag 100,7* 121,2 116,6

* Veränderungen des Beteiligungsportfolios bei der Berechnung nicht berücksichtigt

Für 2015 setzt sich INDUS erneut eine Reduzierung des CO2 -Ausstoßes um 2 % zum Ziel. Außerdem erweitert INDUS im Jahr 2015 ihre CO2 -Bilanz auf Emissionen aus erworbenen Vorleistungen und aus durch Dritte erbrachte Dienstleistungen (Scope 3 Emissionen) . Im Zuge der systematischen und transparenten Auseinandersetzung mit dem Klimaschutz beteiligt sich INDUS zudem seit 2009 am Carbon Disclosure Project (CDP) , einer im Auftrag institutioneller Anleger jährlich durchgeführten Erhebung zu Fragen des Klimawandels (www.cdp.net) . In diesem Rahmen berichtet INDUS über Chancen und Risiken infolge des Klimawandels, legt ihre Treibhausgasemissionen offen und stellt Maßnahmen zur Emissionsreduzierung dar.

Die offengelegten Informationen werden durch das CDP hinsichtlich Transparenz und Vollständigkeit (Disclosure Scoring von 0 bis 100 Punkte) und hinsichtlich der Qualität und Wirksamkeit von Maßnahmen zur Emissionsreduzierung (Performance Band von A bis E) bewertet. Mit einer Disclosure Bewertung von 89 Punkten konnte INDUS für das Berichtsjahr 2013 eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (70 Punkte) erzielen und erhielt von den am CDP teilnehmenden Unternehmen des S-DAX die beste Bewertung. Auch in der Wirksamkeitsbewertung konnte sich INDUS steigern (Performance Band C in 2013 gegenüber Performance Band D in 2012) . Für das Berichtsjahr 2014 nimmt INDUS erneut am CDP teil. Die Ergebnisse und die entsprechende Bewertung der Klimawandelberichterstattung werden im Herbst 2015 von CDP veröffentlicht.

MITARBEITER

TEAM AUS SPEZIALISTEN IN DER FÜHRUNGSGESELLSCHAFT

INDUS setzt auf ein kleines Team von Spezialisten, die explizite Zentralfunktionen in der Holding wahrnehmen und die Interessen von INDUS als Gesellschafter wahren. Da INDUS sich auf wesentliche Kernaufgaben beschränkt, ist der Spezialisierungsgrad der Mitarbeiter hoch. Wichtigstes Merkmal der Unternehmenskultur sind kurze Entscheidungswege, eine starke Teamorientierung und flache Hierarchien. Der Vorstand steht im regelmäßigen Kontakt mit allen Mitarbeitern. INDUS legt großen Wert auf einen respektvollen Umgang - untereinander und mit ihren Geschäftspartnern. Im Alltag achten alle Teammitglieder auf eine hohe Professionalität und stabile Prozesse. Zum Ende des Geschäftsjahrs 2014 beschäftigte die INDUS Holding AG (ohne die Mitglieder des Vorstands) 21 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

PERSONALMANAGEMENT DER TÖCHTER ERFOLGT DEZENTRAL

Die fachlichen und sozialen Kompetenzen der Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital eines Unternehmens. Zur Förderung dieses Kapitals bieten die Beteiligungen von INDUS eine Reihe von Weiterbildungsmaßnahmen an; sie sind abgestimmt auf die individuellen Fähigkeiten der einzelnen Mitarbeiter. Die dezentrale Organisation des Weiterbildungsprogramms durch die einzelnen Beteiligungsgesellschaften in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern gewährleistet einen eng an den spezifischen Anforderungen ausgerichteten Ausbau des Know-hows. Die Beteiligungsunternehmen steuern ihre Personalarbeit quantitativ wie auch qualitativ eigenständig. Hier sind an erster Stelle die Geschäftsführer verantwortlich. Im Rahmen der allgemeinen Planung zwischen INDUS und den Portfoliounternehmen gibt INDUS ihren Beteiligungen lediglich Empfehlungen hinsichtlich der Flexibilität in den Produktions- und Personalkosten. Im Jahresdurchschnitt waren bei den Unternehmen aus dem INDUS-Portfolio 7.586 Mitarbeiter (Vorjahr: 7.259) beschäftigt.

INTEGRITÄT

GUTE REPUTATION STÜTZT VERTRAUEN DER GESCHÄFTSPARTNER

Für den Geschäftserfolg der Gruppe sind die Integrität des Managements und damit die Vertrauenswürdigkeit von INDUS als Geschäftspartner enorm wichtig. Mittelständische Unternehmen, die einen langfristig orientierten Käufer für ihr Unternehmen suchen, vertrauen INDUS, die aufgrund ihres langjährigen Bestehens die Geschäftsstrategie des Kaufens, Haltens und Entwickelns von mittelständischen Hidden Champions unter Beweis gestellt hat. Auch bei ihren Kapitalgebern ist INDUS als verlässlicher Partner bekannt. Diese schätzen zudem die hohe Transparenz von INDUS, die aufgrund der Notierung im Prime Standard sowie im Indexsegment SDAX der Deutschen Börse besteht. Das Managementteam verfügt über langjährige Erfahrungen durch das Ausüben von Führungsfunktionen in der Industrie, in Prüfungs- und Beratungsgesellschaften sowie im Bankwesen.

JAHRESABSCHLUSS DER INDUS HOLDING AG (KURZFORM)

Der Jahresabschluss der INDUS Holding AG ist als Kurzform in den nachfolgenden Tabellen dargestellt. Der vollständige Jahresabschluss und der Lagebericht liegen separat vor.

ERTRAGSLAGE

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER INDUS Holding AG (in Mio. EUR)

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  2014 2013 2012
Umsatz 5,7 5,8 5,5
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen 6,2 5,3 5,7
Personalaufwand -4,7 -4,6 -5,1
Erträge aus Beteiligungen 40,3 43,5 32,2
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 42,3 45,7 50,3
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8,8 9,0 8,9
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -0,5 -0,4 -0,3
Abschreibungen auf Finanzanlagen -9,0 -11,2 -20,8
Aufwendungen aus Verlustübernahme -3,4 -12,2 -6,2
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -15,1 -17,5 -18,4
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 70,7 63,4 51,8
Außerordentliche Erträge 0,0 0,0 1,3
Steuern -8,6 -6,9 -6,9
Jahresüberschuss 62,1 56,5 46,2
Gewinnvortrag 1,1 0,9 1,9
Bilanzgewinn 63,1 57,4 48,1

Das Ergebnis der INDUS Holding AG ist im Wesentlichen bestimmt von den Erträgen aus Beteiligungen und den Ausleihungen des Finanzanlagevermögens. Die Umsatzerlöse lagen in der AG 2014 mit 5,7 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahr. Sie umfassen von der Führungsgesellschaft erbrachte Dienstleistungen für die Beteiligungsgesellschaften. Der Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen stieg von 5,3 Mio. EUR auf 6,2 Mio. EUR. In dieser Position sind auch Zuschreibungen aus Wertaufholungen aus in Vorjahren vorgenommenen Abschreibungen auf Finanzanlagen enthalten. Der Personalaufwand erreicht mit 4,7 Mio. EUR nahezu den Vorjahreswert.

Die Erträge aus Beteiligungen sanken auf 40,3 Mio. EUR (Vorjahr: 43,5 Mio. EUR) . Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens verminderten sich ebenfalls leicht und erreichten 42,3 Mio. EUR nach 45,7 Mio. EUR im Vorjahr. Auch die Zinserträge lagen mit 8,8 Mio. EUR geringfügig unter dem Vorjahresniveau von 9,0 Mio. EUR.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen blieben nahezu unverändert bei 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR) . Die Abschreibungen auf Finanzanlagen waren mit 9,0 Mio. EUR geringer als im Vorjahr mit 11,2 Mio. EUR. In dieser Position sind Wertminderungen aus der Überprüfung der Werthaltigkeit der Beteiligungsbuchwerte enthalten. Die Aufwendungen aus Verlustübernahme sanken auf 3,4 Mio. EUR (Vorjahr: 12,2 Mio. EUR) . Die Zinsaufwendungen gingen von 17,5 Mio. EUR auf 15,1 Mio. EUR nochmals zurück.

Insgesamt verbesserte sich damit das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 63,4 Mio. EUR auf 70,7 Mio. EUR. Nach Steuern führt die Gewinn- und Verlustrechnung daher zu einem Jahresüberschuss von 62,1 Mio. EUR (Vorjahr: 56,5 Mio. EUR) . Dies entspricht einem gewichteten Ergebnis je Aktie von 2,54 EUR (Vorjahr: 2,52 EUR) .

FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

BILANZ DER INDUS HOLDING AG (in Mio. EUR)

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  31.12.2014 31.12.2013
Aktiva    
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,2 0,2
Sachanlagen 2,8 2,7
Finanzanlagen 947,1 867,9
Anlagevermögen 950,1 870,8
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 241,3 201,1
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 6,3 17,2
Umlaufvermögen 247,6 218,3
Rechnungsabgrenzungsposten 0,3 0,2
Bilanzsumme 1.198,0 1.089,3
Passiva    
Eigenkapital 722,2 687,1
Rückstellungen 4,2 3,9
Verbindlichkeiten 427,8 356,4
Passive latente Steuern 43,8 41,9
Bilanzsumme 1.198,0 1.089,3

Die Bilanzsumme der INDUS Holding AG hat sich im Berichtsjahr aufgrund der Zukäufe nochmals erhöht und beträgt 1.198,0 Mio. EUR (Vorjahr: 1.089,3 Mio. EUR) . Das Anlagevermögen stieg um 79,3 Mio. EUR auf 950,1 Mio. EUR (Vorjahr: 870,8 Mio. EUR) im Wesentlichen aufgrund höherer Finanzanlagen (d.h. Anteile an Beteiligungsgesellschaften) . Innerhalb des Umlaufvermögens stiegen die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ebenfalls deutlich um 40,2 Mio. EUR auf 241,3 Mio. EUR (Vorjahr: 201,1 Mio. EUR) . Im Wesentlichen ist dieser Aufbau durch höhere Forderungen gegen verbundene Unternehmen verursacht. Die liquiden Mittel betrugen 6,3 Mio. EUR (Vorjahr: 17,2 Mio. EUR) . Damit lag das Umlaufvermögen mit 247,6 Mio. EUR insgesamt um 29,3 Mio. EUR über dem entsprechenden Vorjahresniveau von 218,3 Mio. EUR. Das Eigenkapital betrug 722,2 Mio. EUR (Vorjahr: 687,1 Mio. EUR) . Damit verfügt die INDUS Holding AG über eine Eigenkapitalquote von 60,3 % (Vorjahr: 63,1 %) . Die Verbindlichkeiten stiegen vorrangig infolge erhöhter Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf427,8 Mio. EUR (Vorjahr: 356,4 Mio. EUR) .

MITARBEITER

In der AG beschäftigte INDUS zum 31. Dezember 2014 insgesamt 21 Mitarbeiter ohne Vorstand (Vorjahr: 20 Mitarbeiter) .

NACHTRAGSBERICHT

WESENTLICHE EREIGNISSE NACH BILANZSTICHTAG

Der Vorstand hat im Februar 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrates beschlossen, den anhaltend defizitären Geschäftsbereich SEMET nicht mehr fortzuführen und die Gesellschaft stillzulegen. Von der Maßnahme sind rund 35 Mitarbeiter betroffen. Wesentliche Effekte aus der Einstellung des operativen Geschäftsbetriebs auf die Vermögens- und Ertragslage sind nicht zu erwarten.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

INDUS betreibt und pflegt ein professionelles Chancen- und Risikomanagement als Instrument, das die Führung dabei unterstützt, die Unternehmensziele zu erreichen. Zentrale Aufgabe des Systems ist es, Chancen frühzeitig erkennen und nach angemessener Chancen-Risiko-Abwägung nutzen zu können. Gleichzeitig soll es sich erstellen, dass das Unternehmen auf den Eintritt von Risiken zu jeder Zeit vorbereitet ist und angemessen auf sie reagieren kann.

Voraussetzung für den langfristigen Erfolg von INDUS ist es, Chancen frühzeitig zu erkennen und zu nutzen. Gleichzeitig ist das Unternehmen Risiken ausgesetzt, die das Erreichen seiner kurz- und mittelfristigen Ziele oder die Umsetzung langfristiger Strategien erschweren können. Zum Teil muss INDUS Risiken sogar bewusst eingehen, um Chancen gezielt nutzen zu können. Als Risiken versteht INDUS aus der Ungewissheit über zukünftige Entwicklungen resultierende interne oder externe Ereignisse, die sich negativ auf das Erreichen der Unternehmensziele auswirken können. Als Chancen versteht INDUS mögliche Erfolge, die über die festgelegten Ziele hinausgehen und die Geschäftsentwicklung auf diese Weise begünstigen. Risiken und Chancen sind für INDUS untrennbar miteinander verbunden. Damit unterstützen die weiter unten im Risikobericht erläuterten Strukturen und Prozesse zum Risikomanagementsystem in der Rückkopplung auch das Chancenmanagement.

CHANCENBERICHT

CHANCENMANAGEMENT: STRATEGISCHER DIALOG IDENTIFIZIERT KÜNFTIGES POTENTIAL

Das Chancenmanagement bei INDUS besteht in einem systematischen Umgang mit den unternehmerischen Potenzialen in der Gruppe. Dazu nutzt der Vorstand das sogenannte Instrument des "Strategischen Dialogs". Damit verbindet sich ein strukturierter Prozess, in dem mindestens einmal pro Jahr alle Beteiligungsunternehmen Chancen aus relevanten Markt- und Techniktrends systematisch aufbereiten und mit dem Vorstand diskutieren.

Zeitlich nachgelagert zum strategischen Dialog erfassen alle Unternehmen in der operativen Planung und in der monatlichen Berichterstattung Chancen und Risiken, um die aktuelle Ergebnis- und Liquiditätssituation der einzelnen Geschäfte noch besser einschätzen und beurteilen zu können. Bei der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns orientiert sich INDUS an den aktuellen globalen Wachstumstreibern wie Mobilität, Infrastruktur oder Gesundheit.

Im Rahmen des bestehenden Portfolios werden die Chancen für strategische Ergänzungen auf Tochtergesellschaftsebene und die strategische Weiterentwicklung durch die jeweils verantwortlichen Vorstandsmitglieder gemeinsam mit der jeweiligen Geschäftsführung beurteilt. Auf operativer Ebene werden die Chancen von den Geschäftsführern vor Ort analysiert und gesteuert. Grundlage hierfür sind Analysen der relevanten Märkte und Wettbewerber sowie unterschiedliche Entwicklungsszenarien von entscheidenden Kostentreibern und Erfolgsfaktoren.

Chancen ergeben sich insbesondere durch die stetige Entwicklung von neuen Produkten. Das hilft den Unternehmen, ihre starke Marktstellung in ihren jeweiligen Nischenmärkten auszubauen. Sie analysieren im Dialog mit Kunden und Lieferanten, welche neuen Einsatzmöglichkeiten sich kurz-, mittel- und langfristig für ihre Technologien eröffnen. Wichtiger Ansatzpunkt für die Weiterentwicklung ihres Geschäfts sind dabei Produktinnovationen ihrer Kunden. Häufig erfordern neue Produkte auch innovative Produktionsprozesse, bei denen die Beteiligungen ihr Know-how einbringen können.

Als Führungsgesellschaft unterstützt und berät INDUS das Chancenmanagement der Beteiligungsunternehmen in zweifacher Hinsicht: Gemeinsam mit den Geschäftsführern analysiert sie jährlich neue Geschäftschancen im Rahmen der Jahresplanung sowie bedarfsorientiert innerhalb eines Jahres; zudem sichert sie die Finanzierung für die Wahrnehmung der identifizierten Chancen.

ERLÄUTERUNG DER CHANCEN

STRATEGISCHE CHANCEN FÜR DIE INDUS-GRUPPE

Die Geschäftspolitik der Führungsgesellschaft ist darauf ausgerichtet, den Wert des Portfolios kontinuierlich zu steigern. Die wesentlichen strategischen Chancen für das Geschäft von INDUS ergeben sich daher aus dem Erwerb, dem Halten und der Finanzierung von Entwicklungsmöglichkeiten von Beteiligungen. Damit kommt den M&A-Aktivitäten von INDUS eine zentrale Bedeutung zu. Um Akquisitionschancen systematisch zu nutzen, hat INDUS in seinem Strategieprogramm "KOMPASS 2020" Zielmärkte definiert, in denen durch aktive Suche potentielle neue Beteiligungen gefunden werden sollen. Das Investitionsteam der INDUS Holding AG identifiziert dazu permanent potenzielle Zielunternehmen und analysiert sie sorgfältig. Zusätzlich zu ihren fünf Segmentmärkten untersucht INDUS verstärkt die Bereiche Infrastruktur, Verkehr und Logistik, Energie- und Umwelttechnik sowie Automatisierungs-, Mess- und Regeltechnik, um weitere interessante Akquisitionsmöglichkeiten zu identifizieren.

Zur Wahrnehmung dieser Chancen setzt INDUS sowohl auf einen kontinuierlichen Ausbau ihres Netzwerks als auch verstärkt auf externe Branchenexperten, da der Markt für mittelständische Unternehmen in der Umsatzgrößenklasse <100 Mio. EUR Jahresumsatz breit und enorm diversifiziert ist; diese Berater arbeiten exklusiv für INDUS und identifizieren passende Portfolioergänzungen nach einem detaillierten Anforderungsprofil.

INDUS sieht sich aufgrund ihrer Positionierung als langjähriger Käufer von mittelständischen Hidden Champions in einer besonderen Marktposition. Da INDUS Unternehmen kauft, um sie langfristig zu erhalten und in ihrer unternehmerischen Weiterentwicklung zu unterstützen und nicht, um sie weiter zu veräußern, verfügt die Gesellschaft über einen ausgezeichneten Ruf in der mittelständischen Industrie. Potenzielle Verkäufer wenden sich oftmals exklusiv an INDUS, um ihr Unternehmen in eine zukunftsfeste Nachfolge zu überführen.

Aufgrund der langjährig gewachsenen Erfolgs- und Erfahrungsgeschichte, des stetigen Geschäftsverlaufs und der soliden Finanzierungspolitik verfügt INDUS zuverlässig und bankenunabhängig über die erforderlichen Finanzierungsmittel zum Kauf neuer Unternehmen. Dies und ein bewährter Akquisitionsablauf versetzt die Gruppe in die Lage, sich im Akquisitionsmarkt bietende Chancen effektiv zu nutzen und Verkaufsverhandlungen ohne die Beteiligung Dritter in wenigen Wochen abzuschließen.

OPERATIVE CHANCEN DER BETEILIGUNGSUNTERNEHMEN

Die Unternehmen im INDUS-Portfolio profitieren in erster Linie von einer positiven Entwicklung der Gesamtkonjunktur in der produzierenden Industrie. Wesentliche Wachstumsimpulse dürften künftig China, USA und die Schwellenländer liefern. Die globale Präsenz der Unternehmen im INDUS-Portfolio bzw. deren Verstärkung tragen zur Nutzung dieser Chancen in den relevanten Märkten bei. Dabei gehen die Unternehmen teilweise bei der Erschließung neuer regionaler Märkte auch gemeinsam vor.

Die Hidden Champions in der INDUS-Gruppe verfügen über eine hohe Entwicklungskompetenz. Die Zukunftsthemen Umweltschutz und Energieeffizienz sind in allen industriellen Branchen relevant. Energiepreise und Umweltstandards werden langfristig weiter steigen. Daher erwartet INDUS verstärkte Investitionen in nachhaltige und energiesparende Produktionsprozesse. Hier sieht INDUS derzeit insbesondere für die Unternehmen aus den Segmenten Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau und Metalltechnik nutzbare Chancen.

Das Segment Bau/Infrastruktur wird sowohl kurz- als auch mittelfristig von der starken inländischen Baunachfrage profitieren, ausgelöst durch Inflationsängste und eine vermehrte Investitionsneigung in Immobilieneigentum. In Deutschland besitzen im internationalen Vergleich weniger Personen Wohneigentum, sodass hier mit einem deutlichen und langjährig anhaltenden Nachholeffekt zu rechnen ist.

Für den Bereich Medizin- und Gesundheitstechnik sieht INDUS mittel- und langfristig kontinuierlich gute Wachstumschancen aufgrund der demografischen Entwicklung und des anhaltend hohen Bedarfs an Medizin- und Gesundheitstechnik und Anwendungen.

RISIKOBERICHT

RISIKOMANAGEMENTSYSTEM: INTENSIVE BESTANDSAUFNAHME UND WEITERENTWICKLUNG

Die INDUS Holding AG und ihre Beteiligungsgesellschaften sind im Rahmen ihrer internationalen Aktivitäten einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Der Eintritt von Risiken könnte nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Die INDUS Holding AG hat daher in Übereinstimmung mit branchenüblichen Standards und gesetzlichen Bestimmungen ein Risikomanagementsystem eingerichtet, um potenzielle Risiken zu erkennen und über alle Funktionen hinweg beobachten und beurteilen zu können.

Das Risikomanagementsystem ist als integraler Bestandteil der Geschäfts-, Planungs-, Rechnungslegungs- und Kontrollprozesse in das Informations- und Kommunikationssystem der INDUS Holding AG eingebunden; es ist wesentlicher Bestandteil des Führungssystems. Die Verantwortung für die Gestaltung des Risikomanagementsystems liegt beim Vorstand, der ein aktives Management der Risiken sicherstellt. Das Risikomanagementsystem der INDUS Holding AG ist im Risikomanagement-Handbuch der Gesellschaft dokumentiert.

Ziel des Risikomanagementsystems ist es, Risiken systematisch zu identifizieren, zu inventarisieren, zu analysieren, zu bewerten, zu steuern und zu überwachen. Der Vorstand überprüft und überarbeitet dazu im regelmäßigen Turnus sowie anlassbezogen das Risikokataster der Gesellschaft. Auf dieser Basis werden die erforderlichen Maßnahmen zur Risikosteuerung definiert, dokumentiert und deren Wirksamkeit ebenfalls mit dem Risikokataster überwacht. Der Aufsichtsrat wird regelmäßig über die Risikolage der Gesellschaft informiert.

Die Struktur und die Funktionsweise des Risikomanagementsystems werden in regelmäßigen Abständen sowie anlassbezogen vom Vorstand überprüft. Die Ergebnisse dieser Prüfung ebenso wie die Anmerkungen des Abschlussprüfers im Rahmen der Jahresabschlussprüfung fließen dann in die systematische Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems ein. Die unterjährige Überwachung der Risikolage, die Überprüfung der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems sowie eingeleitete Maßnahmen zu seiner Verbesserung werden einmal jährlich im Risikomanagement-Jahresbericht der Gesellschaft dokumentiert.

BERICHTSPROZESSE: ENGE VERZAHNUNG MIT DEN BETEILIGUNGSGESELLSCHAFTEN

Zu den Grundelementen des Risikomanagementsystems zählen die organisatorische Einbindung der Chancen- und Risikoprozesse in das operative Tagesgeschäft, eine adäquate Managementstruktur, ein abgestimmtes Planungssystem sowie detaillierte Berichts- und Informationssysteme. Dementsprechend berichten die Beteiligungsgesellschaften im Rahmen des Risikomanagementsystems den Status und die Veränderung bedeutender Risiken an die Führungsgesellschaft. Dies führt zu einer regelmäßigen Neubewertung der Chancen- und Risikosituation durch den Vorstand von INDUS. Dabei werden sowohl unternehmensspezifische als auch externe Ereignisse und Entwicklungen analysiert. Unabhängig von den normalen Berichtswegen werden kurzfristig auftretende Risiken von Bedeutung direkt von den einzelnen Geschäftsführern der Beteiligungsgesellschaften an den entsprechenden Verantwortlichen in der Führungsgesellschaft kommuniziert.

VERSICHERUNGEN: PROFESSIONELLES MANAGEMENT DURCH DIE FÜHRUNGSGESELLSCHAFT

Risiken in den Bereichen von Elementarschäden, Betriebsunterbrechungen, Haftpflicht, Management-Haftpflicht (D&O) , Produkthaftung und Transportschäden werden zentral von der Führungsgesellschaft für alle Beteiligungsunternehmen durch den Abschluss entsprechender Verträge abgesichert. Das zentrale Management dieser Versicherungen garantiert den Unternehmen einheitlich hohe Versicherungsumfänge bei niedrigen Prämien.

ERLÄUTERUNG DER EINZELRISIKEN

ÜBERBLICK

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Unternehmensrisiken (nach Einschätzung des Vorstandes)    
  Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkung Risikolage für 2015 im Vergleich zum Vorjahr
Umfeld- und Branchenrisiken möglich bedeutsam gleich
Unternehmensstrategische Risiken möglich bedeutsam gleich
Leistungswirtschaftliche Risiken möglich bedeutsam gleich
Personalrisiken unwahrscheinlich gering gleich
Informationstechnische Risiken unwahrscheinlich gering besser
Finanzwirtschaftliche Risiken möglich bedeutsam gleich
Rechtliche Risiken möglich bedeutsam gleich
Sonstige Risiken möglich bedeutsam gleich

* Ausprägungen der Eintrittswahrscheinlichkeit: unwahrscheinlich, möglich, wahrscheinlich
Ausprägung der möglichen finanziellen Auswirkung: gering, bedeutsam, kritisch

UMFELD- UND BRANCHENRISIKEN

Die Geschäftstätigkeit der Beteiligungen bedingt vom Grundsatz her einen engen Zusammenhang zwischen der Geschäftsentwicklung und der Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds. Neben den konjunkturellen Risiken stellen Erhöhungen der Energie- und Rohstoffpreise Risiken für die Entwicklung der einzelnen Beteiligungsgesellschaften und der Gruppe dar. Mit einem ausgewogenen Beteiligungsportfolio, bestehend aus fünf Segmenten, vermeidet INDUS eine überproportionale Abhängigkeit von einzelnen Branchen. Durch eine hohe Spezialisierung und eine starke Position innerhalb einer attraktiven Marktnische werden sowohl das Branchenrisiko als auch das allgemeine konjunkturelle Risiko für die Beteiligungsunternehmen gemindert. Ein grundsätzliches konjunkturelles und branchenspezifisches Risiko ist von Natur aus nicht zu vermeiden.

INDUS konzentriert sich auf den Erwerb von mittelständischen Produktionsunternehmen in Deutschland und im deutschsprachigen Ausland. Derzeit werden 52 % der Gesamtumsätze im Inland erzielt (Vorjahr: 51,4 %) . Somit ist die Entwicklung des Konzerns noch stark durch die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland beeinflusst. Die Abhängigkeit vom deutschen Markt ist in den vergangenen Jahren aufgrund des strategischen Ausbaus des internationalen Geschäfts stark gesunken. Diese regionale Diversifikation des operativen Geschäfts streut das Geschäftsrisiko für INDUS. Im Zuge der weiteren Internationalisierung wird die Fokussierung auf das Inland sukzessive abnehmen.

UNTERNEHMENSSTRATEGISCHE RISIKEN

Unternehmensstrategische Risiken bestehen hauptsächlich in der Fehleinschätzung der künftigen Markt- bzw. Geschäftsentwicklung der akquirierten Beteiligungsgesellschaften. Der langfristige Erfolg von INDUS hängt im Wesentlichen von der sorgfältigen Analyse potenzieller neuer Portfoliounternehmen und der Entwicklung des Beteiligungsportfolios ab. Um Risiken auf dem Feld "unternehmensstrategische Risiken" zu minimieren, setzt die Führungsgesellschaft auf eine umfangreiche Marktanalyse der jeweiligen Branche sowie eigene Analysen. Diese eigenen Analysen werden zudem einer externen, unabhängigen Begutachtung unterzogen. Die Entscheidung für eine Neuakquisition wird nach intensiver Prüfung und durch einstimmigen Beschluss des Vorstands getroffen.

Den möglichen Risiken aus Fehleinschätzungen in der strategischen Positionierung der Beteiligungsunternehmen begegnet INDUS durch eigene intensive Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen und regelmäßige Informationsgespräche mit den Geschäftsführern der Beteiligungsgesellschaften. Sämtliche Beteiligungsunternehmen stellen monatlich Daten über ihre aktuelle Geschäftsentwicklung und die individuelle Risikolage zur Verfügung. Ihre kurz- und mittelfristigen Planungen werden auf Ebene der Führungsgesellschaft aggregiert. Dies gewährleistet, dass INDUS als Eigentümerin stets einen umfassenden Überblick über die Risikolage des einzelnen Unternehmens und des Konzerns hat.

LEISTUNGSWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

Neben den unternehmensstrategischen Risiken bestehen für INDUS und die Tochterunternehmen leistungswirtschaftliche Risiken. Dazu zählen insbesondere Beschaffungsrisiken, Produktionsrisiken und Absatzrisiken.

Die Beteiligungsunternehmen benötigen für die Herstellung ihrer Produkte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die von unterschiedlichen Lieferanten bezogen werden. Aufgrund der breiten Diversifikation innerhalb des Gesamtportfolios von INDUS sind Beschaffungsrisiken im Hinblick auf die Auswirkungen auf den Konzern von untergeordneter Bedeutung. Grundsätzlich sind die Unternehmen bestrebt, die Lieferung von wichtigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen durch langfristige Kontrakte abzusichern. Die Einkaufspreise für Rohstoffe und Energieträger können stark schwanken. Abhängig von der jeweiligen Marktsituation ist es den Beteiligungsgesellschaften daher nicht immer möglich, die daraus entstehenden Belastungen an die Kunden zeitnah und vollumfänglich weiterzugeben. Die operativ Verantwortlichen stehen im kontinuierlichen Kontakt mit Lieferanten und Kunden. So können sie frühzeitig auf eventuell auftretende Preis- und Mengenrisiken reagieren. Zusätzlich begrenzen die Beteiligungsunternehmen, wo notwendig, mit dem Abschluss von Rohstoffsicherungen das Risiko. Zum 31. Dezember 2014 lagen keine Rohstoffsicherungen vor (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR) .

Produktions- und Absatzrisiken sind aufgrund der breiten Diversifikation innerhalb des Gesamtportfolios von INDUS im Hinblick auf die Auswirkungen auf den Konzern von untergeordneter Bedeutung. INDUS analysiert dazu regelmäßig die Kundenstruktur in der Gruppe; es existieren weder einzelne Produkt- oder Dienstleistungsgruppen noch einzelne Kunden, die einen Anteil von größer als 10 % am Umsatz erreichen.

Auch aufgrund von Tarifabschlüssen ergeben sich weitere leistungswirtschaftliche Risiken, da die Belastungen oft nicht vollumfänglich an Kunden weitergegeben werden können, sondern durch Produktivitätserhöhungen kompensiert werden müssen.

PERSONALRISIKEN

Der langfristige Erfolg der Holding hängt maßgeblich vom Wissen und von der Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter ab. Mögliche Risiken ergeben sich im Wesentlichen bei der Personalbeschaffung und Personalentwicklung sowie durch die Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen. INDUS begrenzt diese Risiken durch zielgerichtete Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie eine leistungsgerechte Vergütung. Die Mitarbeiter schätzen die positive Unternehmenskultur. Ausdruck dieser Wertschätzung ist eine geringe Fluktuation. Die Gesamtheit aller Maßnahmen macht die Gesellschaft zu einem attraktiven Arbeitgeber, sodass den Risiken aus Fluktuation, demografischer Entwicklung und Kompetenzverlust aktiv begegnet wird.

Die Töchter der INDUS-Gruppe steuern ihr Personalmanagement eigenständig; sie sind in sehr vielen Branchen und Regionen angesiedelt, sodass die Risiken der Personalbeschaffung und Personalentwicklung sehr breit gestreut sind. Im Rahmen ihres Reportings an INDUS erfassen sie monatlich ihre personellen Kapazitäten und planen Reserven, um ihre Flexibilität in den Produktions- und Personalkosten zu erhalten. Individuelles Ziel ist es, flexible Kapazitäten von 10 % bis 30 % vorzuhalten. Dazu nutzen sie das Programm "Kapaflex". Es sichert durch die Koppelung verschiedener Maßnahmen wie Zeitkonten, Überstundengutschriften, befristete Arbeitsverträge und Leiharbeit sowie steuerbare In- und Outsourcing-Potenziale die notwendige Reaktionsfähigkeit.

INFORMATIONSTECHNISCHE RISIKEN

Grundlage einer modernen Arbeitsumgebung ist eine sichere und effektive informationstechnische Infrastruktur. Die wachsende Vernetzung der Informationssysteme und die Notwendigkeit der permanenten Verfügbarkeit stellen hohe Anforderungen an die eingesetzte Informationstechnologie. Möglichen Risiken aus dem Ausfall von Rechnersystemen und Netzwerken, unberechtigten Datenzugriffen oder Datenmissbrauch begegnet die Gesellschaft mit regelmäßigen Investitionen in Hard- und Software, dem Einsatz von Virenscannern und Firewall-Systemen sowie effektiven Zugangs- und Zugriffskontrollen. Eine permanente Kontrolle dieser Maßnahmen erfolgt durch interne und externe Experten. Aus heutiger Sicht bestehen keine wesentlichen informationstechnischen Risiken.

FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

Zu den finanzwirtschaftlichen Risiken zählen vor allem das Liquiditätsrisiko, das Zinsrisiko und das Währungsrisiko sowie das Ausfallrisiko. Grundsätzlich finanzieren sich die einzelnen Beteiligungsgesellschaften selbst aus ihren operativen Ergebnissen. Je nach Liquiditätssituation unterstützt INDUS die Beteiligungsgesellschaften bei der Finanzierung und stellt bei Bedarf Finanzmittel zur Verfügung. Um die jederzeitige Handlungsfähigkeit der Führungsgesellschaft sowie eine ausreichende Finanzierung der Beteiligungsgesellschaften sicherzustellen, verfügt die Führungsgesellschaft über entsprechende Liquiditätsreserven.

Eine breit diversifizierte Finanzierungsstruktur, verteilt auf zehn Kernbanken, verhindert eine Abhängigkeit von einzelnen Kreditgebern, sodass aus heutiger Sicht bankenseitige Ausfallrisiken begrenzt sind. Das größte Einzelobligo liegt bei rund 15 %. Die Finanzierung des langfristig ausgerichteten Beteiligungsportfolios erfolgt durch eine revolvierende, langfristige Mittelaufnahme der Führungsgesellschaft. Kreditbesicherungen bestehen nicht. Die vereinbarten Covenants stellen aus heutiger Sicht kein wirtschaftliches Risiko dar. Bei der Finanzierung setzt INDUS auf einen Mix aus festverzinslicher und variabler Finanzierung; letztere werden teilweise per Zinsswaps besichert. Eine Veränderung des Zinsniveaus hätte durch die damit fast vollständig abgesicherten Zinsänderungsrisiken während der Laufzeit keine Auswirkungen auf die Ertragslage, da sich die Veränderungen des Zinsniveaus bei variabel verzinslichen Finanzschulden und derivativen Finanzinstrumenten kompensieren. Das Nominalvolumen der Zinsabsicherungen betrug zum 31. Dezember 2014 insgesamt 193,9 Mio. EUR (Vorjahr: 249,5 Mio. EUR) .

Das debitorenseitige Ausfallrisiko ist durch das diversifizierte Portfolio und die Eigenständigkeit der Beteiligungsunternehmen, die ihre Aktivitäten auf verschiedene Märkte und mit unterschiedlichen Produkten konzentrieren, deutlich begrenzt. Zudem unterhalten die Beteiligungen selbst wirksame Systeme zur Überwachung der Debitorenrisiken, schlossen nach eigenem Ermessen Warenkreditversicherungen ab und berichten der Führungsgesellschaft monatlich über etwaige Risiken.

Aufgrund der zunehmenden internationalen Aktivitäten der Beteiligungsgesellschaften bestehen Währungsrisiken. Diesen begegnet INDUS mit der kongruenten Absicherung der Geschäftsvorfälle durch Devisentermingeschäfte und geeignete Optionsgeschäfte. Das Nominalvolumen der Währungsabsicherungen betrug zum 31. Dezember 2014 insgesamt 12,7 Mio. EUR (Vorjahr: 6,2 Mio. EUR) ; es lag im Wesentlichen bei den Beteiligungen. Weitere Erläuterungen zur Finanzierung finden sich im Konzernanhang unter den Informationen zur Bedeutung von Finanzinstrumenten.23

23 Siehe Konzernanhang, Ziffer 34

RECHTLICHE RISIKEN

Die INDUS Holding AG und ihre Beteiligungsunternehmen sind einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Diese Risiken ergeben sich insbesondere in den Bereichen Wettbewerbs- und Kartellrecht, Außenwirtschafts- und Zollrecht sowie Steuerrecht. Aus dem operativen Geschäft der einzelnen Beteiligungsgesellschaften resultieren darüber hinaus Risiken aus Gewährleistungs- und Produkthaftungsansprüchen aufgrund von Kundenreklamationen. Ein effizientes Vertrags- und Qualitätsmanagement minimiert dieses Risiko zwar, kann aber keinen grundsätzlichen Ausschluss garantieren. Von Seiten der Führungsgesellschaft werden die Unternehmen im Segment Fahrzeugtechnik durch ein entsprechendes Beratungsangebot zum Vertragsmanagement unterstützt. Zur ausreichenden Risikovorsorge wurden 2014 Rückstellungen in Höhe von 53,6 Mio. EUR bilanziert (Vorjahr: 52,8 Mio. EUR) . In den Rückstellungen sind Gewährleistungen für Verpflichtungen aus Absatz und Beschaffung, Verpflichtungen für Kundenboni und Erlösschmälerungen, geschätzte Werte für erwartete Rechnungen sowie Rückstellungen für Kosten der Belegschaft und übrige Rückstellungen enthalten.

Risiken aus dem Ausgang von Gerichts- oder Schiedsverfahren, die nach heutiger Einschätzung einen erheblichen nachteiligen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Gruppe haben könnten, bestehen weder für die INDUS Holding AG noch für die einzelnen Beteiligungsgesellschaften.

Rechtliche Risiken können sich aus Ansprüchen und Klagen gegen Tochterunternehmen sowie behördlichen Verfahren ergeben. Geltend gemachte Ansprüche Dritter prüft INDUS sorgfältig auf ihre Begründetheit. Gerichtliche und außergerichtliche Rechtsstreitigkeiten werden bei Bedarf von externen Anwälten begleitet. Die in diesem Bereich identifizierten Einzelrisiken sind gering oder mittel ausgeprägt. INDUS bildet Rückstellungen, sofern Zahlungsverpflichtungen als wahrscheinlich angesehen werden und die jeweilige Höhe zuverlässig geschätzt werden kann.

SONSTIGE RISIKEN

Eine wichtige Rolle für die INDUS Holding AG spielt der verantwortungsbewusste Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Die Produktionsprozesse in den einzelnen Beteiligungsunternehmen werden kontinuierlich auch dahin gehend optimiert, die Belastung für die Umwelt und hier insbesondere den Energieverbrauch zu minimieren. Darüber hinaus sind sämtliche Mitarbeiter der Gruppe dazu angehalten, in ihrem Bereich die entsprechenden Bestimmungen des Umweltschutzes zu beachten und Verbesserungsvorschläge, die über die etablierten Normen hinausgehen, einzureichen. Eventuelle Schäden aus potenziell eintretenden Umweltrisiken sind durch eine Versicherung in ausreichender Höhe abgedeckt. Aktuell sind weder in der Führungsgesellschaft noch in den einzelnen Beteiligungsgesellschaften Umweltrisiken erkennbar.

Der Konzern hat aufgrund seiner Unternehmensstrategie, die Diversifikation durch einen kontinuierlichen Ausbau des Beteiligungsportfolios voranzutreiben, Firmenwerte in Höhe von 368,2 Mio. EUR bilanziert (Vorjahr: 331,6 Mio. EUR) . Diese müssen gemäß IAS 36 mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment) unterzogen werden. Sollten dabei Wertminderungen festgestellt werden, sind die entsprechenden Firmenwerte außerplanmäßig abzuschreiben. Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 1,7 Mio. EUR vorgenommen (Vorjahr: 1,6 Mio. EUR) .

INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM BEZOGEN AUF DEN (KONZERN-) RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS

(BERICHT GEMÄß §§ 289 ABS. 5, 315 ABS. 2 NR. 5 HGB)

Umfang und Ausgestaltung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems (IKS) der INDUS Holding AG liegen im Ermessen und in der Verantwortung des Vorstands. Der Aufsichtsrat überwacht den Rechnungslegungsprozess und die Wirksamkeit des IKS. Die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des IKS bei den Beteiligungsgesellschaften wird durch die Abschlussprüfer der Konzerngesellschaften geprüft. Für die INDUS Holding AG selbst obliegt die Prüfung der Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des IKS direkt dem Vorstand.

Das IKS beinhaltet die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sicherzustellen, und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Das IKS ist so gestaltet, dass der Konzernabschluss der INDUS Holding AG nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) , wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach § 315a Abs. 1 HGB ergänzend zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt wird. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt nach den handelsrechtlichen Vorschriften des HGB. Die Struktur des IKS bietet eine möglichst hohe Sicherheit in Bezug auf die Zielerreichung. Unabhängig von seiner Ausgestaltung kann das IKS dennoch keine absolute Sicherheit dahin gehend liefern, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.

Die Prozesse zur Konzernrechnungslegung und Lageberichtserstellung werden von den zuständigen Mitarbeitern im Controlling der INDUS Holding AG gesteuert. Änderungen der Gesetze, Rechnungslegungsstandards und anderer Verlautbarungen werden hinsichtlich ihrer Relevanz und Auswirkungen für die Rechnungslegung geprüft. Die sich daraus ergebenden Änderungen der Rechnungslegungsprozesse werden in zentral verfügbaren Verfahrensanweisungen und in den bei der Rechnungslegung verwendeten Systemen abgebildet. Die jeweils aktuelle KonzernBilanzierungsrichtlinie wird an alle mit der Rechnungslegung befassten Mitarbeiter der INDUS Holding AG und der Beteiligungsgesellschaften kommuniziert. Zusammen mit dem konzernweit gültigen Abschlusskalender bilden diese Elemente die Basis für den Abschlusserstellungsprozess.

Die Beteiligungsgesellschaften erstellen ihre Abschlüsse gemäß den Vorgaben der KonzernBilanzierungsrichtlinie. Die Reporting- und Konsolidierungsprozesse erfolgen für alle Beteiligungsgesellschaften über ein einheitliches IT-System, das zentral von der INDUS Holding AG zur Verfügung gestellt wird. Verfahrensanweisungen und standardisierte Meldeformate unterstützen dabei den Prozess der einheitlichen und ordnungsgemäßen Konzernrechnungslegung. Teilweise werden zusätzlich externe Dienstleister, z. B. für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen, beauftragt.

Zur Vermeidung von Risiken im Rechnungslegungsprozess umfasst das IKS präventive und aufdeckende interne Kontrollen. Dazu gehören insbesondere IT-gestützte und manuelle Abstimmungen, die Funktionstrennung und das Vier-Augen-Prinzip. Diese Kontrollen und Instrumente werden fortlaufend weiter entwickelt, um auch künftige Risiken ausschließen zu können, wenn Schwachstellen identifiziert wurden.

Das Controlling der INDUS Holding AG stellt über entsprechende Prozesse sicher, dass die Vorgaben der Konzern-Bilanzierungsrichtlinie konzernweit und einheitlich eingehalten werden. Die in den Rechnungslegungsprozess einbezogenen Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. Im gesamten Rechnungslegungsprozess werden die Beteiligungsgesellschaften durch zentrale Ansprechpartner unterstützt.

Der Vorstand der INDUS Holding AG und die Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaften sind dafür verantwortlich, dass die konzernweit gültigen Richtlinien und Verfahren zum Rechnungslegungsprozess eingehalten werden. Weiterhin stellen sie den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme sicher.

GESAMTEINSCHÄTZUNG DES VORSTANDS ZUR CHANCEN- UND RISIKOSITUATION

KEINE BESTANDSGEFÄHRDENDEN RISIKEN ERKENNBAR, CHANCE AUF LEICHTES WACHSTUM FÜR 2015

Im Geschäftsjahr 2014 hat INDUS ihre langfristig ausgerichtete Unternehmensstrategie fortgesetzt. Die sehr gute Liquiditätssituation wurde genutzt, um zwei bzw. einschließlich der indirekten Beteiligungen fünf weitere mittelständische Hidden Champions zu erwerben. INDUS hat in ihrem Strategieprogramm "KOMPASS 2020" industrielle Wachstumsmärkte definiert, in denen der Vorstand verstärkt zukaufen will. Dies sind die Geschäftsfelder Verkehr und Logistik/Infrastruktur, Medizin- und Gesundheitstechnik, Automatisierungs-, Mess- und Regeltechnik sowie Energie- und Umwelttechnik. Für 2015 strebt INDUS weitere Verstärkungen in diesen Bereichen an. Der Vorstand sieht in möglichen Zukäufen sowohl auf Portfolioebene als auch Ebene der Töchter die größten Wachstumschancen für 2015.

Durch eine stärkere Internationalisierung der bestehenden Aktivitäten bieten sich ebenfalls Wachstumschancen im Portfolio, die durch geplante Investitionen von mehr als 50 Mio. EUR aktiv genutzt werden sollen. Die Umsatzerlöse lagen im Berichtsjahr rund 69 Mio. EUR über dem Vorjahr bei einer verbesserten operativen EBIT-Marge von 10,1 %. Die Finanzierungsstruktur blieb stabil. Die Nettoverschuldung lag bei 345,8 Mio. EUR nach 307,6 Mio. EUR in 2013. Die Eigenkapitalquote im Konzern beträgt zum Stichtag 42 % (Vorjahr: 43,6 %) , in der AG 60,3 % (Vorjahr: 63,1 %) . Insgesamt beurteilt der Vorstand daher die Ausgangslage für 2015 positiv. In diesem Umfeld strebt INDUS an, Umsatz und Ergebnis erneut zu steigern.

Die Gesamtrisikosituation des Konzerns setzt sich aus den aggregierten Einzelrisiken aller Risikokategorien zusammen. Zu den wesentlichen potenziellen Risiken der zukünftigen Entwicklung der INDUS Holding AG gehören die schwer einschätzbare konjunkturelle Gesamtentwicklung, die viele der Beteiligungsunternehmen gleichzeitig betreffen könnte, sowie finanzwirtschaftliche Unwägbarkeiten durch potenzielle Probleme im Bankensektor. Für den Konzern waren im abgelaufenen Geschäftsjahr aus Sicht des Vorstands keine Risiken erkennbar, die einzeln oder in Kombination mit anderen Risiken einen wesentlichen Einfluss auf den Fortbestand des Unternehmens haben könnten. Diese drohen aus heutiger Sicht auch in absehbarer Zukunft nicht.

PROGNOSEBERICHT

Die Rahmenbedingungen bleiben 2015 weitgehend unverändert. Trotz der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine und der damit verbundenen Sanktionen, den andauernden Kriegen und terroristischen Anschlägen im Nahen Osten, der Ebola-Epidemie in Afrika und der wirtschaftlichen Schwäche im Euroraum zeigen aber die Frühindikatoren Zuversicht bei den Unternehmen. Die Dynamik in den USA und solide Wachstumschancen in Asien stimmen positiv. Das BIP wird 2015 in Deutschland nach Einschätzung der Konjunkturexperten wachsen. INDUS geht nach derzeitiger Planung für 2015 von einer weiterhin positiven Geschäftslage aus.

ERWARTETE RAHMENBEDINGUNGEN

FRÜHINDIKATOREN ZEIGEN FÜR 2015 ALLGEMEINE ZUVERSICHT

Die unsichere makroökonomische Grundsituation spiegelt sich in allgemein verhaltenen Wirtschaftserwartungen wider. Zum Jahresende 2014 war die Stimmung merklich eingetrübt. Der ifo-Index für die Weltwirtschaft sank im vierten Quartal 2014 auf 95 Punkte nach 105 Punkten im Vorquartal. Das ist der schlechteste Wert seit dem dritten Quartal 2013.24 Er liegt nun leicht unter seinem langfristigen Durchschnittswert von 95,5. Die Einschätzungen zur aktuellen Lage haben sich leicht verschlechtert und die Konjunkturerwartungen wurden dementsprechend nach unten korrigiert. Der Blick in die einzelnen Märkte zeigt aber sehr unterschiedliche Szenarien und heterogene Entwicklungen.

Ausnahmslos positiv sehen alle Konjunkturexperten den US-amerikanischen Markt. Der hohe Stand des ifo-Indexes für die USA - er liegt über seinem 15-Jahresdurchschnitt25 - lässt sich durch aufeinander aufbauende Einflüsse erklären, wie den Abbau privater Schulden, einer höheren Kreditvergabe, einer steigenden Konsumbereitschaft und der Erholung des Immobilien- und Arbeitsmarktes. Angesichts der starken US-Konjunktur gehen viele Beobachter von einer Zinserhöhung der Fed in 2015 aus und damit einhergehend von einer Aufwertung des US-Dollar. Die Erwartung für das Wirtschaftswachstum 2015 in Nordamerika liegt bei einem Plus von 3,2 %.26

In Asien bleibt China der Wachstumstreiber, auch wenn manche Experten einige Risikofaktoren sehen (unter anderem warnen sie vor einer Immobilienblase) . Unabhängig davon wird ein Wachstum von 7 % für 2015 erwartet. In den GUS-Staaten und in Lateinamerika ist das Wirtschaftsklima in der Fünfjahres-Perspektive auf einem Tiefstand. Hauptursachen sind die Russland-Krise und die schwache Entwicklung Brasiliens. Angesichts einer unverändert schlechten Lage wird für Russland ein Rückgang von -0,5 % erwartet. Im Schwellenland Brasilien wird für 2015 nur ein Wachstum von 1,5 % vorhergesagt, wobei insbesondere der industrielle Sektor und mangelnde Investitionen den Aufschwung belasten. Positiver sieht die Prognose für Mexiko mit 3,0 % Wirtschaftswachstum aus. Der für einzelne Beteiligungen von INDUS relevante südafrikanische Markt soll 2015 um 2,7 % wachsen.

24 CESifo World Economic Survey, November 2014
25 Veröffentlichung vom 13.11.2014 zum IFO-Weltwirtschaftsklima vom 4. Quartal 2014, ifo Weltwirtschaftsklima stark eingetrübt
26 Institut für Weltwirtschaft, Kiel, Weltkonjunktur im Winter 2014, S. 5 und S. 9

Die Wachstumsprognose für den Euroraum erreicht nur 1,2 % bei einer Inflation von unter 1 %. Nach wie vor ist keine ausschlaggebende Erholung in Sicht: Hohe Arbeitslosigkeit, mangelnde Nachfrage im Binnenmarkt und den Emerging Markets sowie öffentliche Haushaltsdefizite belasten weiterhin die Wirtschaft. Die Unsicherheiten aus der Ukraine-Krise hemmen zusätzlich die Entwicklung.

Zum Jahresbeginn 2015 haben sich zudem die Erwartungen für die Schweizer Wirtschaft deutlich eingetrübt. Die Entscheidung der Schweizer Notenbank, die feste Koppelung an den Euro aufzugeben, hat den Franken um rund 15 % aufwerten lassen. Das wird 2015 spürbare Auswirkungen auf die schweizerische Konjunkturentwicklung haben.

Nach aktuellen Schätzungen des Instituts für Weltwirtschaft, Kiel, soll das BIP in Deutschland im Jahr 2014 um 1,5 % und in 2015 um 1,7 % wachsen. Angesichts des Konjunktureinbruchs im dritten Quartal 2014 ist Deutschland nur knapp einer Rezession entgangen. Für 2015 sind die Konjunkturschätzungen daher verhalten positiv. Die Bundesregierung plant für 2015 ein BIP-Wachstum von 1,5 %. Die allgemeinen Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft sind derzeit gut: Niedrige Zinsen, die angesichts der aktuellen Anleihenkäufe der EZB noch lange niedrig bleiben werden, ein sehr guter Arbeitsmarkt, eine hohe Binnennachfrage und nicht zuletzt ein sehr niedriger Ölpreis sollten die Chancen für eine Erholung deutlich verbessern.

Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts BIP

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Wirtschaftsräume 2014 (Prognose Vorjahr) 2014 (vorläufige Berechnung) 2015 (Prognose) 2016 Prognose)
Weltwirtschaft 3,7 3,4 3,7 3,9
Euroraum 0,9 0,8 1,2 1,5
Ausgewählte Länder        
USA 2,3 2,2 3,2 3,5
China 7,5 7,4 7,0 6,7
Indien 5,0 5,9 6,5 6,5
Japan 1,5 0,2 0,8 1,2
Deutschland 1,7 1,5 1,7 1,9

ERWARTETE ENTWICKLUNG DER FÜR INDUS RELEVANTEN BRANCHEN: CHINA UND USA WERDEN AUCH FÜR DEN DEUTSCHEN MITTELSTAND ZENTRALE WACHSTUMSTREIBER

Die einzelnen Branchenverbände rechnen in den für die INDUS-Gruppe relevanten Teilmärkten mit einer stabilen oder meist positiven Entwicklung.

Die Geschäftserwartungen im Bauhauptgewerbe27 sind trotz der Unsicherheiten insgesamt positiv. Die Branche erwartet 2015 einen Umsatzzuwachs von 2 %. Der insbesondere zur Jahreswende deutlich verringerte Auftragseingang bei Bauaufträgen der öffentlichen Hand und der Wirtschaft resultiert in einer vorsichtigen Planung. Daher sind die Erwartungen der Investoren im Wirtschaftsbau eher niedrig (prognostiziertes Umsatzplus von 1,5 %) . Auch die Nachfrage im Öffentlichen Bau ist gering - und das trotz hoher Steuereinnahmen und im Grunde dringend erforderlicher Infrastrukturinvestitionen (prognostiziertes Umsatzplus von 1,0 %) . Der private Wohnungsbau soll dagegen im Umsatz um 3 % wachsen. Er wird verlässlich von mehreren Faktoren angetrieben: einer anhaltend hohen Zuwanderung, einem stabilen Arbeitsmarkt, niedrigen Hypothekenzinsen und der Suche nach sicheren Anlagen. Etwas mehr Dynamik im europäischen Markt verspricht das geplante Konjunkturprogramm der europäischen Kommission im Bereich Infrastruktur, das ein Ausgleich für die Zurückhaltung im Wirtschaftsbau darstellen könnte.

27 www.baulinks, Artikel vom 14.1. 2015, Bauwirtschaft erwartet 2 % Umsatzplus und will 100 Mrd. Euro Marke wieder reißen

Der weltweite Automobilmarkt wächst auch 2015. China und die USA werden weiter zulegen. Für die USA rechnen die Hersteller mit einem erneuten Zuwachs von 2 % bei den Absatzzahlen für Neufahrzeuge.28 Der niedrige Benzinpreis und eine steigende Beschäftigung sollten positiv auf die Kaufkraft wirken. Auch der westeuropäische Markt erholt sich, allerdings geht es nur langsam voran. Für Westeuropa erwartet die Branche, ausgehend von einem niedrigen Niveau, lediglich ein Plus von 2 %.29 Immer noch wächst der internationale Absatzmarkt und gewinnt damit weiter an Bedeutung. 60 % der deutschen Pkw-Produktion finden mittlerweile im Ausland statt, Tendenz steigend. Rund 20 % aller weltweit verkauften Autos zählen zu deutschen Konzernmarken. In einem konjunkturell unsicheren Fahrwasser hält die deutsche Automobilindustrie bisher Kurs. Aufgrund der politischen Spannungen in einigen Teilen der Welt haben die Unsicherheiten für die Automobilkonjunktur allerdings zugenommen.

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau erwartet für 2015 ein etwas stärkeres Wachstum als im vergangenen Jahr und prognostiziert ein Wachstum von 2 %.30 Der Produktionswert könnte damit erstmals die Schwelle von 200 Mrd. EUR übertreffen. Dennoch sieht die Branche nach wie vor unkalkulierbare Risiken, denn die ungelöste Krise in Russland und der Ukraine lassen weitere Rückgänge erwarten. Auch aus Europa werden nur wenige Impulse erwartet; allerdings könnten der niedrigere Eurokurs und gesunkene Rohstoffpreise die preisliche Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Wie schon im Vorjahr setzen die deutschen Maschinenbauer auf Nachfrageeffekte vorrangig aus den USA, aber auch aus Asien. Neben der verbesserten Exportkonjunktur sollte der Maschinenbau 2015 von einer stärkeren Binnennachfrage profitieren.

Das Umsatzwachstum der Medizintechnik-Branche hat sich 2014 leicht abgeschwächt.31 Die Unternehmen beklagen den zunehmenden Preisdruck durch Einkaufsgemeinschaften, kritisieren die innovationsfeindliche Politik der Krankenkassen und das insgesamt zu niedrige Erstattungsniveau in Deutschland. Die Diskussionen über Sparmöglichkeiten im Gesundheitssystem werden auch 2015 anhalten und die Hersteller zu einem hohen Innovationstempo treiben. Allgemein wird der Markt für Gesundheits- und Medizinprodukte wachsen. Dafür sorgen der zunehmende Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung, die steigende Lebenserwartung und eine wachsende Konsumneigung.

Die deutsche Metall- und Elektroindustrie geht skeptisch ins Jahr 2015. Die aktuelle Beurteilung der weiteren Aussichten ist verhalten, auch wenn sich das Geschäftsklima nach seinem Absturz in den Monaten zuvor im Dezember 2014 wieder stabilisiert hat. Ein steigender Auftragseingang deutet allerdings auf ein erstes Hoffnungszeichen für die Produktion 2015 hin. Da vor allem der Automobil-und der Maschinenbau gute Langfristperspektiven sehen, bleiben auch hier die Branchenaussichten insgesamt stabil.32 Zudem dürften die sinkenden Einkaufspreise bei Rohstoffen wie Eisenerz, Mineralöl, Gas und Kohle für eine Entspannung auf der Kostenseite sorgen, denn für 2015 rechnet die Branche mit keinen deutlichen Preiserhöhungen. Die jüngst verbesserten Exporterwartungen könnten sich für das Segment der Metallerzeugung und -verarbeitung ebenfalls positiv auswirken: Die ifo-Exporterwartung stieg im November 2014 auf den höchsten Stand seit April 2011.33

28 Pressemitteilung des VDA v. 12.1.2015, Deutsche Hersteller steigern US-Absatz auf knapp 1,4 Mio. Light Vehicles
29 Pressemitteilung des VDA v. 15.1.2015, China und USA legten 2014 rasanten Schlussspurt hin
30 Pressemitteilung des VDMA v. 18.12. 2014, Maschinenbau erwirtschaftet 2014 Produktionsrekord von 199 Mrd. Euro
31 Pressemitteilung des Bundesverbands Medizintechnologie v. 5.11. 2014, Herbstumfrage: MedizintechnikBranche wächst im Ausland und bleibt Jobmotor
32 Pressemitteilung des Verbands Gesamtmetall v. 18.12. 2014, Die wirtschaftliche Lage der M+E-Industrie im Herbst/Winter 2014/2015
33 Pressemitteilung v. 27.11.2014, Ergebnisse des ifo Konjunkturtests im November 2014, Aufkeimende Hoffnung für das deutsche Auslandsgeschäft

GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZUR KÜNFTIGEN GESCHÄFTSENTWICKLUNG

ZIELE UND AUSRICHTUNG 2015 UND 2016: PORTFOLIO-WACHSTUM UND ZUSÄTZLICHES ORGANISCHES WACHSTUM BEI DEN BETEILIGUNGEN

In den Geschäftsjahren 2015 und 2016 wird INDUS noch einmal verstärkt Augenmerk auf die Performance des Portfolios und dessen Ausbau durch zusätzliche Akquisitionen legen. Die 2012 gestartete Wachstumsstrategie "KOMPASS 2020" wird daher konsequent fortgesetzt. Das Portfolio soll sowohl organisch wachsen als auch durch Zukäufe kontinuierlich ausgebaut werden. Die Messlatte für das organische Wachstum bildet das BIP-Wachstum in Deutschland.

Unverändert sieht der Vorstand die größten Chancen für organisches Wachstum in einer verstärkten Internationalisierung (insbesondere mit Zielrichtung Asien und Amerika) und der erhöhten Bereitstellung von Finanzmitteln für Zukunfts- und F&E-Investitionen.

Das Portfolio soll auch 2015 um weitere wachstumsstarke Hidden Champions ergänzt werden; dazu beabsichtigt der Vorstand den Kauf von mehreren mittelständischen Unternehmen pro Jahr. Voraussetzung ist aber, dass die Unternehmen die INDUS-Zielkriterien erfüllen. Zusätzlich werden gezielt weitere strategische Ergänzungen für die Töchter akquiriert. Im Zielfokus bleiben zukunftsorientierte Industrieunternehmen.

Die Geschäftsentwicklung der INDUS-Gruppe hängt 2015 in wesentlichem Maße von der weltweiten Konjunktur ab. Derzeit deuten alle Indikatoren auf ein leichtes Wachstum hin. Europa soll 2015 die Trendwende schaffen, aber die Lage bleibt aufgrund der ungelösten Verschuldungssituation instabil. Ein Indiz dafür ist die erneute Verschärfung der Griechenlandkrise und die starke Abwertung des Euro.

ERWARTETE GESCHÄFTSLAGE: ERNEUTES UMSATZ- UND ERGEBNISWACHSTUM

Für die Geschäftsentwicklung der Gruppe 2015 liefert der Euroraum aus heutiger Sicht keine Wachstumsimpulse. Maßgeblich dürften die guten Konjunkturaussichten in den USA und China sowie die stabile deutsche Konjunktur sein. In Deutschland haben sich die Stimmungsindikatoren Anfang 2015 aufgrund der zwar hohen Tarifabschlüsse, die aber ohne Arbeitskämpfe zustande kamen, und der anhaltend niedrigen Energiepreise verbessert. Der derzeit schwache Euro erhöht zudem die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie im Ausland. Der Vorstand beurteilt die Perspektiven für das Geschäft daher als stabil bis gut. Diese Einschätzungen basieren auf den individuellen Planungen der Beteiligungsunternehmen.

Noch nicht abschließend einzuschätzen ist die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Schweiz. Die Aufwertung des Franken im Januar 2015 hat die Wettbewerbsfähigkeit der schweizerischen Industrie verschlechtert. INDUS besitzt vier schweizerische Gesellschaften, die davon in unterschiedlichem Maße betroffen sind. Bei den beiden exportorientierten Gesellschaften HAKAMA und BACHER wurden bereits vor zwei Jahren Maßnahmen eingeleitet, um die Kostenstrukturen zu verbessern. Diese werden nun intensiviert (im Wesentlichen durch Verlagerung von Wertschöpfung in den Euroraum) . Für das Medizintechnikunternehmen MIKROP sind die Auswirkungen eher gering, da das Unternehmen bereits eine starke Auslandsfertigung besitzt; die Beteiligung ANCOTECH beliefert rein den inländischen Markt und ist von der Währungsproblematik daher nicht unmittelbar betroffen. Hier könnte sich eine eventuell eintretende Abschwächung der schweizerischen Baukonjunktur auswirken. Das hat ANCOTECH in seiner Planung für 2015 bereits antizipiert.

Die aktuelle Russland-Ukraine-Krise tangiert das Geschäft der Gruppe nur wenig. Bisher ist lediglich ein Unternehmen mit einer direkten Tochter stärker im russischen Markt involviert, alle anderen Beteiligungen pflegen ausschließlich Lieferbeziehungen. Ein nennenswertes Geschäft verzeichnen Sitek, ein Hersteller von Spikes, und die AURORA-Tochter HEAVAC mit Klimaanlagen für Busse. In der Summe umfasst das Russlandgeschäft (direkt wie indirekt) über alle Beteiligungen gesehen weniger als 5 % des Konzernumsatzes - und Gefährdungen ergeben sich aktuell eher aus dem schwachen Rubel als aus dem Embargo der westlichen Staaten. In der Planung für das Jahr 2015 sind diese Entwicklungen berücksichtigt.

Für 2015 setzt sich INDUS erneut das Ziel, stärker als der Markt zu wachsen. Für das aktuelle Jahr liegt die BIP-Prognose nach Annahme der Bundesregierung34 bei 1,5 %. INDUS plant demzufolge für 2015 ein organisches Umsatzwachstum von mehr als 1,5 %. Akquisitionen sind in der Umsatz- und Ergebnisplanung nicht berücksichtigt. Insgesamt erwartet die Gruppe einen Umsatz von rund 1,3 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) soll sich proportional entwickeln und in einem Korridor von 125 bis 130 Mio. EUR liegen. Die Auftragslage nach den beiden ersten Monaten 2015 stützt diese Erwartungen. Die Preise für Rohstoffe und Energie dürften im Jahresverlauf unverändert bleiben. Unsicherheiten sieht INDUS bei der Entwicklung des Ölpreises; dieser ist derzeit auf einem sehr niedrigen Niveau und dürfte mittelfristig wieder anziehen. Daher geht INDUS von einer ähnlichen Materialaufwandsquote aus. Für die Personalkosten werden sich aufgrund der Tarifabschlüsse in der Metall- und Elektrobranche und noch anstehender weiterer Tarifverhandlungen allerdings signifikante Erhöhungen von teilweise mehr als 3 % ergeben. Der Vorstand geht davon aus, dass sich diese Lohnsteigerungen nicht voll kompensieren lassen werden. Die Abschreibungen werden für 2015 voraussichtlich abermals leicht ansteigen.

34 Jahreswirtschaftsbericht 2015, Investieren in Deutschlands und Europas Zukunft, BMWI, Berlin, S.7

ERWARTETE ENTWICKLUNG DER SEGMENTE 2015: MEHRHEITLICH GUTE GESCHÄFTSERWARTUNGEN

Angesichts einer stabilen Nachfrage in der Baubranche erwartet INDUS für das Segment Bau/Infrastruktur ein Umsatzniveau wie 2014; die Schwäche bei den öffentlichen Investitionen und wenige Impulse aus dem Wirtschaftsbau lassen erwarten, dass die im Vorjahr sehr gute Margensituation leicht nachgibt. Für das Segment wird eine operative Marge von 12 % bis 14 % erwartet.

Im Bereich Fahrzeugtechnik hat sich die Ertragslage nach den Maßnahmen der letzten Jahre deutlich verbessert. Dennoch bleibt auch das laufende Jahr herausfordernd. Die Schwäche des europäischen Marktes belastet noch das Segment der Mitteklassefahrzeuge. Aufgrund der guten Nachfrage im Premiumsegment, vorrangig aus den USA und Asien, wird aber ein Umsatz auf dem aktuellen Niveau erwartet. Das langfristige Margenziel von 6 % bis 8 % sieht INDUS auch für 2015 als erreichbar an.

Auch für das Segment Maschinen- und Anlagenbau bleibt das Jahr 2015 herausfordernd. Im aktuellen Jahr haben die Segment-Unternehmen in Summe wieder eine Marge von nahezu 12 % erreicht, eine Entwicklung, die im Wesentlichen durch die neuen Portfoliounternehmen getragen wurde. Negative Effekte bei zwei Beteiligungen werden aber kontraproduktiv wirken: zum einen die geplante Stilllegung des Geschäftsbereichs SEMET, zum anderen die schwache Auftragslage im Bereich der Anlagen zur OLED-Fertigung. Die Umsätze und Ergebnisse der neuen Beteiligung MBN waren im Berichtsjahr teilweise schon enthalten. Das Unternehmen wird 2015 voll konsolidiert, allerdings ergeben sich hohe Belastungen aus der Erstkonsolidierung. Die Umsatz- und Ertragslage soll sich trotz dieser Effekte nicht verschlechtern. Eine EBIT-Marge von mehr als 10 % bleibt daher erneutes Ziel.

In der Medizin- und Gesundheitstechnik erwartet INDUS keine wesentlichen Veränderungen. Der Bereich geht von einer leicht steigenden Nachfrage aus und sich proportional entwickelnden Ergebnissen. Aufgrund der vollständigen Einbeziehung unseres Neuerwerbs ROLKO dürfte der Umsatz etwas stärker steigen und damit proportional das operative Ergebnis. Die hohe EBIT-Marge von größer 15 % soll auch 2015 erzielt werden.

Im Segment Metalltechnik rechnet INDUS 2015 mit einem stabilen Geschäft. Die Anlaufverluste in der Neuanlage zur Kunststoffgalvanik sind verarbeitet; allerdings ist der Wettbewerbsdruck insbesondere bei den beiden Schweizer Gesellschaften hoch, sodass hier zu Beginn des Jahres 2015 Maßnahmen zur Kostenreduktion eingeleitet wurden. Hinzu kommen Qualitätsprobleme bei einem Unternehmen in der Sintertechnik. Im Gegenzug plant INDUS aber ein solide wachsendes Geschäft mit Hartmetallwerkzeugen und Strahlmitteln. INDUS geht daher von einem leicht steigenden Umsatz aus und erwartet eine EBIT-Marge zwischen 9 und 10 %.

ERWARTETE FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE: STABILE BASIS

Für 2015 rechnet INDUS auf Basis stabiler Einnahmen und Erträge mit einem guten operativen Cashflow. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sollen 2015 rund 60 Mio. EUR betragen (ohne Akquisitionen) . Die Mittel werden größtenteils für Innovations- und Rationalisierungsinvestitionen sowie für den weiteren Ausbau von Auslandsstandorten verwendet. Dieses Niveau plant INDUS auch mittelfristig in den Folgejahren beizubehalten. Darüber hinaus hält die Gesellschaft weiter nach interessanten Akquisitionsmöglichkeiten Ausschau, um das Portfolio strategisch auszubauen und weitere Zukunftsbranchen erschließen zu können. Hierfür sind, passende Akquisitionsobjekte vorausgesetzt, Investitionen in Höhe von bis zu 50 Mio. EUR vorgesehen.

Die Liquidität von über 116 Mio. EUR und der erwartete operative Cash Flow versetzen INDUS in die Lage, ihre Wachstumsstrategie auch 2015 größtenteils bankenunabhängig zu finanzieren. Sachinvestitionen und Dividendenauszahlung sollen aus dem laufenden Cashflow beziehungsweise aus bereitstehender Liquidität finanziert werden. Die Eigenkapitalquote soll 2015 und 2016 stabil bei rund 40 % gehalten werden. Je nach Intensität der sich bietenden Marktchancen bei Zukäufen wird INDUS zusätzliche Fremdmittel aufnehmen und die Eigenkapitalquote kann daher in 2015 wieder leicht sinken. Die Entschuldungsdauer auf Basis EBITDA soll auch 2015 einen Korridor von 2,0 bis 2,5 Jahren erreichen. Die im Jahresverlauf anstehenden Tilgungen sind bereits heute durch vereinbarte Neukredite mit einem Volumen von rund 90 Mio. EUR abgedeckt; alle Kredite sind mit ausschließlich lang laufenden Verträgen (d. h. im Mittel sieben bis acht Jahre Laufzeit) abgeschlossen. Weitere Linien mit einem Volumen von rund 30 Mio. EUR sind vereinbart. INDUS beabsichtigt, langfristig die aktuellen Bilanzrelationen beizubehalten.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den zusammengefassten Lagebericht zur Lage der Gesellschaft und des Konzerns der INDUS Holding Aktiengesellschaft, Bergisch Gladbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen und aktienrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft Der zusammengefasste Lagebericht zur Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

 

Köln, 15. April 2015

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

(Bilanzeid)

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der INDUS Holding Aktiengesellschaft vermittelt und im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014 der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie wesentliche Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

 

Bergisch Gladbach, den 15. April 2015

Der Vorstand

Jürgen Abromeit

Dr. Johannes Schmidt

Rudolf Weichert

Entsprechenserklärung 2014

Vorstand und Aufsichtsrat erklären, dass die INDUS Holding AG seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Dezember 2013 den vom Bundesministerium der Justiz veröffentlichten Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") in der Fassung vom 24. Juni 2014 entspricht und in der Vergangenheit entsprochen hat. Auch in Zukunft beabsichtigen Vorstand und Aufsichtsrat, die Empfehlungen zu beachten. Dabei gelten folgende Ausnahmen:

Kodex Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1 und Satz 2 und Abs. 3 Satz 1 und Satz 2: Benennung konkreter Ziele bezüglich der Zusammensetzung des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat der INDUS Holding AG hat keine konkreten Ziele für seine Zusammensetzung benannt. Die INDUS Holding AG ist der Auffassung, dass die mit dem Kodex verfolgte Intention auch ohne die Benennung konkreter Ziele erreicht werden kann und dass die Festlegung solcher Ziele den Aufsichtsrat bei der Auswahl geeigneter Mitglieder sogar beschränken würde. Der Aufsichtsrat wird bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung jedoch auch künftig die Empfehlungen des Kodex, etwa zur Vielfalt, berücksichtigen und - unabhängig vom Geschlecht - die Kenntnisse, Fähigkeiten, Erfahrungen und fachlichen Qualifikationen infrage kommender Personen in den Vordergrund stellen. Zudem hat die INDUS Holding AG seit etwa 4 Jahren für die Mitgliedschaft in ihren Organen Altersgrenzen festgelegt. Danach dürfen die Mitglieder des Vorstandes ein Alter von 67 Jahren und die Mitglieder des Aufsichtsrates zum Zeitpunkt ihrer Wahl ein Alter von 70 Jahren nicht überschreiten.

Kodex Ziffer 7.1.2 Satz 4: Die INDUS Holding AG veröffentlicht den Geschäftsbericht nicht binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende und die Zwischenberichte nicht binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums.

Die INDUS Holding AG hat bisher den Geschäftsbericht nicht binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende und die Zwischenberichte nicht binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums veröffentlicht. Sie wird auch in Zukunft diese Fristen nicht einhalten, sondern die Fristen der Börsenordnung für die Frankfurter Wertpapierbörse und die gesetzlichen Regeln beachten, wonach der Konzernabschluss binnen vier Monaten nach Ablauf des Geschäftsjahres bzw. Zwischenberichte binnen zwei Monaten nach dem Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich sein sollen. Vor dem Hintergrund des Geschäftsmodells der INDUS Holding AG ist insbesondere zur abgesicherten und qualifizierten Ermittlung der Abschlüsse aller Tochter- und Enkelgesellschaften ein entsprechender Zeitkorridor erforderlich. Eine frühere Abschlusspublizität würde überproportional zu Lasten der Qualität der Abschlüsse gehen.

 

Bergisch Gladbach, den 18. Dezember 2014

Für den Vorstand

Jürgen Abromeit

Rudolf Weichert

Für den Aufsichtsrat

Helmut Späth