![]() INDUS Holding AGBergisch GladbachZwischenbericht zum 30.09.2015Q3 | 2015Q1-Q3 2015KENNZAHLEN (in Mio. EUR)scroll
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UMSATZ IN DEN ERSTEN NEUN MONATEN 20151.035,0 Mio. EUR VERGLEICH Q1-Q3 2015 ZU Q1-Q3 2014scroll
ALS FÜHRENDER SPEZIALIST FÜR NACHHALTIGE UNTERNEHMENSBETEILIGUNG IM ERFOLGREICHEN
MITTELSTAND ERWIRBT INDUS VORZUGSWEISE INHABERGEFÜHRTE GESELLSCHAFTEN, UNTERNEHMERISCHEN
WEITERENTWICKLUNG. DABEI SORGEN WIR DAFÜR, DASS SIE IHRE BESONDERE STÄRKE BEWAHREN
KÖNNEN: IHRE MITTELSTÄNDISCHE IDENTITÄT, FLEXIBILITÄT UND INNOVATIONSKRAFT. BRIEF AN DIE AKTIONÄRESEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN,MITTEN IN DER ABSTIMMUNG DER LETZTEN DETAILS ZU UNSEREM QUARTALSBERICHT GESCHAHEN
DIE ATTENTATE VON PARIS. DIESE MORDE GALTEN UNS ALLEN. WIR KÖNNEN HEUTE NICHT EINFACH
ZUM TAGESGESCHÄFT ÜBERGEHEN. DAHER HABEN WIR BEWUSST AUF EIN TITELBILD FÜR UNSEREN
BERICHT VERZICHTET. UNSERE GEDANKEN SIND BEI DEN TOTEN, VERLETZTEN UND IHREN ANGEHÖRIGEN. INDUS IST EIN
EUROPÄISCHES UNTERNEHMEN. WIR FÜHLEN MIT UNSEREN GESCHÄFTSPARTNERN UND FREUNDEN IN
FRANKREICH. Unsere Pflicht ist es, Ihnen heute einen Zwischenstand zu liefern zu unserer wirtschaftlichen
Lage. Diesen finden Sie in gewohnter Form auf den folgenden Seiten. Anders als sonst möchten wir an dieser Stelle nur kurz zusammenfassen, wo die Unternehmen
von INDUS nach den ersten drei Quartalen 2015 stehen. Unsere Gruppe hat ihre Leistungsfähigkeit
unter Beweis gestellt - gerade in volatilen Zeiten wie diesen. Die Auftragsbestände
für die kommenden Monate bestätigen unseren positiven Ausblick. INDUS legt erneut
kräftig zu und steigert ihren Umsatz nach neun Monaten um mehr als 10 %. Operativ
sehen wir INDUS auf einem guten Weg. Auch unsere Akquisitionsbemühungen waren im dritten
Quartal erfolgreich. Im September ist es uns gelungen, weitere strategische Verstärkungen
durch den Zukauf zweier kleinerer Aktivitäten im Bereich Bautechnik zu realisieren;
aktuell verhandeln wir noch mit einigen Unternehmen, um bis zum Jahresende weitere
Verstärkungen gewinnen zu können. Schon heute haben wir mit über 75 Mio. Euro ein
Rekordbudget investiert und damit Optionen für weiteres Wachstum geschaffen. INDUS
ist damit in einem insgesamt nicht einfachen gesamtwirtschaftlichen Umfeld stabil
unterwegs und gut aufgestellt für die Zukunft. Bergisch Gladbach im November 2015 Ihr Vorstand scroll
EIN GUTES GRUPPENKLIMASeit einigen Jahren beteiligt sich die INDUS am Klima-Projekt CDP: Das bedeutet jedes
Jahr aufs Neue ein recht aufwendiges Verfahren: Datenerhebung, Datenanalyse, Scoringprozess,
Ergebnisanalyse, offene Impulse in die Gruppe. Die Arbeit der letzten Jahre hat sich
nun ausgezahlt: INDUS wurde als Sector Leader ausgezeichnet. INDUS geht aber noch
weiter: Aktuell unterzieht sich das Unternehmen seinem ersten Nachhaltigkeitsrating,
durchgeführt von einer der marktführenden Nachhaltigkeitsagenturen. Warum ist das
Thema Nachhaltigkeitsaspekte für INDUS überhaupt wichtig? Und inwiefern lohnt sich
das? Eine Antwort in drei Thesen: 1. WISSEN SENSIBILISIERT: KLIMADIALOG FÜHRT ZUM HEBEN VON POTENZIALENDer Einfluss der Unternehmen auf den Klimawandel ist gewaltig, und damit auch die
Verantwortung jedes einzelnen Unternehmens - unabhängig von potenziellen rechtlichen
Anforderungen. In der INDUS-Gruppe liegt diese Verantwortung klar bei den Einzelgesellschaften.
INDUS kann die Gesellschaften jedoch unterstützen, indem sie Transparenz schafft und
Potenziale aufzeigt. Denn als dezentral aufgestellter Verbund von mittelständischen
Unternehmen legt die Gruppe kein zentrales Energie- oder Emissionseinsparprogramm
auf. Dennoch sieht INDUS die Notwendigkeit, den Ausstoß von Treibhausgasen in der
Gruppe zu reduzieren. Daher sammelt sie Daten, berichtet in den Gesellschaften über
die Ergebnisse und setzt sich als Gruppe ein jährliches Ziel zur Reduzierung des Austoßes
von Treibhausgasen. Auf diese Weise entsteht ein Dialog, der sensibilisiert und Themen
aufdeckt, an denen die Beteiligungen arbeiten können. Maßnahmen zur Verminderung des
Energieeinsatzes, die gleichzeitig Kosten und den Emissionsausstoß reduzieren, werden
dezentral in der Verantwortung der Einzelgesellschaften definiert und umgesetzt. Die
dafür erforderlichen Investitionen stellt INDUS bereit. Die INDUS-Beteiligungen optimieren ihre "Ökobilanz" bereits aus Eigeninteresse: Weil
es sich wirtschaftlich rechnet, weil auch die Kunden Wert darauf legen und nicht zuletzt
auch, weil es ihre Reputation stärkt. Bei den Investitionen bezüglich Nachhaltigkeit innerhalb der Gruppe stand in den vergangenen
Jahren vor allem das Thema energieeffiziente Gebäude im Fokus. Mit guten Ergebnissen:
Heute werden beispielsweise die Neubauten von HAUFF und ASS energieeffizient mit Wärmepumpen
beheizt. SCHUSTER nutzt ein Nullenergiegebäude. Wo immer möglich und wirtschaftlich
darstellbar werden mittels Wärmerückgewinnung und/oder Prozessabwärmenutzung Produktions-
und Verwaltungsbereiche effizient und ohne Einsatz fossiler Brennstoffe beheizt. Die
Umsetzung derartiger Maßnahmen findet nicht nur bei Neu- sondern auch bei Erweiterungsbauten
und im Zuge von Ersatzinvestitionen statt. So hat z. B. AURORA seit letztem Jahr eine
Produktionserweiterung mit Kunststoffspritzgussmaschinen im Betrieb, deren Abwärme
große Teile der übrigen Produktion beheizt - ein Abwärme-Nutzungskonzept, das derzeit
ausgeweitet wird. Auch in den alltäglichen Bereichen haben die Beteiligungen ihr Energieverhalten verbessert:
So setzen geschäftsbedingt größere Stromverbraucher wie MBN, OFA, SMA und WIESAUPLAST
großflächig LED-Beleuchtung ein. Die Verbesserungsambitionen mit Klimafokus reichen in der INDUS - Gruppe bis in den Produktbereich hinein. Klimaschonende und energieeffiziente Produkte werden von Kunden verstärkt nachgefragt: M. BRAUN zum Beispiel vertreibt seine Glove-Box-Systeme inzwischen in einer energiesparenden EcoMode-Version. ELTHERM hat ein Weichenbeheizungssystem auf den Markt gebracht, das einen optimierten Wärmeübergang von der Heizleitung zur Weichenschiene ermöglicht. REMKO entwickelt und vertreibt energieeffiziente Lösungen für Klima- und Wärmetechnik an, u. a. auch Wärmepumpen für die Beheizung von Industriegebäuden. Und VULKAN INOX bietet ein Strahlmittel aus gehärtetem Edelstahl an, mit dem Betreiber von Strahlmittelanlagen deutlich CO2 einsparen können. So entstehen durch die zunehmende Sensibilisierung für das Thema Klimawandel Chancen für den Absatz innovativer Produkte. "WIR VERSTEHEN INDUS ALS ERFOLGREICHE BETEILIGUNGSGESELLSCHAFT FÜR DEN MITTELSTAND,
DIE LANGFRISTIG DIE INTERESSEN SÄMTLICHER STAKEHOLDER IM BLICK HAT UND DARÜBER HINAUS
IHRE ROLLE IN DER GESELLSCHAFT AKTIV UND GESTALTEND WAHRNIMMT." JÜRGEN ABROMEIT, VORSITZENDER DES VORSTANDS (CEO), INDUS HOLDING AG OEKOM CORPORATE RATINGAls eine der weltweit führenden Rating-Agenturen untersucht die oekom research AG
seit 1993 jährlich die Nachhaltigkeitsleistungen mehrerer Tausend Unternehmen. Das
Rating bewertet die soziale und ökologische Performance eines Unternehmens anhand
von mehr als 100 branchenspezifischen Kriterien. Die Ergebnisse geben Investoren wichtige
Hinweise, welche Konzerne unter Nachhaltigkeitskriterien ein interessantes Investment
darstellen. Nach innen dienen die Ergebnisse als kritische Statusbetrachtung und zugleich
als Impulsgeber für die Integration ökologischer und sozialer Belange in die Unternehmensführung. 2. RATING QUALIFIZIERT: INVESTOREN SUCHEN BELEGEAuch Anleger legen heute ein großes Augenmerk auf das Thema Nachhaltigkeit. Bei zahlreichen
Investoren, privaten wie institutionellen, sind entsprechende Ratings sogar ein Entscheidungskriterium
für eine Eigenkapitalbeteiligung am Unternehmen. Als börsennotierte Gesellschaft ist
das für INDUS besonders wichtig. Aus diesem Grund hat INDUS ein Projekt zur Nachhaltigkeitsberichterstattung
gestartet. Schon heute können Aktionäre so deutlich erkennen: Bei INDUS hat das Thema
Verbesserung im Bereich Klima & Umwelt einen festen Platz. Zudem ist INDUS im Dialog
mit einschlägigen Rating-Agenturen. Bis Ende 2015 wird die Ratingagentur oekom ein
erstes Rating zur INDUS - Gruppe erstellen. Dieses Rating bewertet die Verantwortung
des Unternehmens gegenüber den von den Unternehmensaktivitäten betroffenen Menschen
(Sozialverträglichkeit) und der natürlichen Umwelt (Umweltverträglichkeit). Da die
sozialen und ökologischen Auswirkungen verschiedener Branchen unterschiedlich hoch
sind, wird jede untersuchte Branche entsprechend ihrer jeweiligen Relevanz in einer
Nachhaltigkeitsmatrix eingeordnet. Die Bewertung erfolgt auf einer zwölfstufigen Skala
von A+ bis D-. Die Unternehmen, die im Rahmen des Ratings zu den führenden Unternehmen
ihrer Branche zählen werden mit dem oekom Prime Status ausgezeichnet. 3. FORTSCHRITT MOTIVIERT: CDP KÜRT INDUS ALS SECTOR LEADER INDUSTRIALSDie kontinuierliche Klimaarbeit der Gruppe hat sich aktuell ausgezahlt: Das CDP zeichnete
INDUS für das Jahr 2015 gleich zweimal aus: zum einen als "Sector Leader Industrials"
im DACH-Raum, zum anderen als "Country Leader andere deutsche Unternehmen". Mit den Auszeichnungen testiert die NGO der INDUS ein hohes Maß an Transparenz und
belegt eine deutliche Entwicklung im Vergleich zu den Vorjahren: 2010 (Berichtsjahr
2009) startete INDUS mit einem CDP-Score von 53D. Bis 2015 (Berichtsjahr 2014) verbesserte
sich der Wert auf 95B. Der Score bewertet die Bereiche Disclosure (Transparenz und
Vollständigkeit des Reportings - von 0 bis 100) und Performance (Qualität des Reportings
und Wirksamkeit von Maßnahmen - von A bis E). Dieser Erfolg motiviert INDUS, den Weg weiterzugehen. Trotz der aktuellen Erfolge
und Auszeichnungen bleibt das Thema Klima bei INDUS auf der Agenda. Die Gruppe geht
noch einen Schritt weiter: 2016 wird das Unternehmen mit einer Berichterstattung zu
ersten Nachhaltigkeitsthemen starten, verbunden mit dem Ziel, einen Nachhaltigkeitsbericht
zu veröffentlichen. CDP-SCORINGDas CDP (vormals Carbon Disclosure Projekt) ist die weltgrößte unabhängige Investoreninitiative.
Der 2002 gegründeten gemeinnützigen Organisation haben sich inzwischen mehr als 820
internationale Großinvestoren angeschlossen, die zusammengerechnet 95 Billionen US-Dollar
Vermögen verwalten. CDP untersucht jährlich im Auftrag ihrer Mitglieder Tausende Unternehmen
und Organisationen auf allen Kontinenten auf ihr Klimaverhalten. Seit 2012 bezieht
das CDP-Scoring nicht mehr nur Emissionsdaten und Klimastrategien ein, sondern auch
einen verantwortlichen Umgang mit Wasser, den Schutz von Primärwäldern und das Management
von Umweltrisiken in der Zuliefererkette. CDP verwaltet die weltweit größte Datenbank
ihrer Art. "ALS SECTOR LEADER INDUSTRIALS 2015 GEHÖRT INDUS ZU DEN 10 BESTEN UNTERNEHMEN DER
BRANCHE IN DEUTSCHLAND, ÖSTERREICH UND DER SCHWEIZ." SUSAN DREYER, DIRECTOR CDP INDUS AM KAPITALMARKTÜBERBLICK INDUS-AKTIE*scroll
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Kursangaben nach XETRA, Umsätze lt. Deutsche Börse INDUS-AKTIE IM UMFELD VOLATILER MÄRKTESeit Mitte Juli 2015 gab die INDUS-Aktie sukzessive nach, trotz positiver Meldungen
zu Akquisitionen und erfolgreichen Geschäftszahlen der INDUS-Gruppe im Halbjahresbericht.
Von dem Einbruch Ende August, als aufgrund der negativen Konjunkturdaten aus China
der gesamte Aktienmarkt panikartig reagierte, hat sich die INDUS-Aktie inzwischen
wieder erholen können. Zum 30. September 2015 ist die Aktie rund 8 % im Plus gegenüber
dem Schlusskurs des Jahres 2014 (SDAX +16 %, DAX -1,5 %). Aktuelle Kurseinschätzungen
der Analysten für die INDUS-Aktie bewegen sich zwischen 51 und 60 EUR und beinhalten
ausnahmslos Kaufempfehlungen. KURSENTWICKLUNG DER INDUS-AKTIE JANUAR BIS NOVEMBER 2015 (in %)![]() ZWISCHENLAGEBERICHTGESCHÄFTSVERLAUF DER INDUS-GRUPPE IN DEN ERSTEN NEUN MONATEN 2015KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (in Mio. EUR)scroll
Die ersten neun Monate 2015 verliefen insgesamt sehr zufriedenstellend, trotz einiger
ergebnisbelastender Effekte. Der Konzernumsatz der INDUS Holding AG wuchs deutlich
um rund 12 % und erreichte zu Ende September 2015 1.035,0 Mio. EUR (Vorjahr: 926,9
Mio. EUR). Der Materialaufwand stieg wachstumsbedingt von 443,5 Mio. EUR auf 503,7
Mio. EUR. Die Materialaufwandsquote blieb mit 48,7 % wie erwartet stabil auf niedrigem
Niveau (Vorjahr: 47,8 %). Ebenso stieg der Personalaufwand etwas an und erreichte
288,5 Mio. EUR (Vorjahr: 256,6 Mio. EUR). Die Personalaufwandsquote entsprach mit
27,9 % nahezu dem Vorjahr mit 27,7 %. Die Abschreibungen erhöhten sich auf insgesamt
37,2 Mio. EUR (Vorjahr: 33,0 Mio. EUR). Der Anstieg reflektiert die anhaltend hohe
Investitionstätigkeit der Gruppe aber auch die ansteigenden Abschreibungen auf aufgedeckte
Mehrwerte im Rahmen der Kaufpreisallokation der in den letzten Jahren erworbenen Unternehmen. BEREINIGTES EBIT DEUTLICH ANGESTIEGENDer Wachstumskurs der INDUS und die anhaltenden Akquisitionen bedingen nicht operative
Ergebnisbelastungen, die im Wesentlichen durch Abschreibungen auf den Ansatz von Vermögenswerten
zum Zeitwert im Rahmen der Kaufpreisallokation und Anschaffungsnebenkosten entstehen.
Das um diese Einflüsse bereinigte operative EBIT (nach Effekten aus Unternehmenserwerben)
ist deutlich angestiegen und liegt mit 106,3 Mio. EUR 11,7 % über dem Vorjahreswert
von 95,2 Mio. EUR. Der Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (+11,7 %) verläuft
analog zum Anstieg des Umsatzes (+11,7 %). ÜBERLEITUNG (in Mio. EUR)scroll
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Die Abschreibungen der Fair-Value Anpassungen beziehen sich auf die identifizierten
Vermögenswerte zu Zeitwerten im Zusammenhang mit den Akquisitionen der INDUS-Gruppe. Detaillierte Angaben zur Ertragslage inklusive Erläuterungen finden sich im Segmentbericht. Das operative Ergebnis (EBIT) der ersten neun Monate 2015 betrug 98,9 Mio. EUR und
lag damit rund 8 % über dem Vorjahresniveau. Aufgrund der erwähnten Effekte aus der
Erstkonsolidierung und ergebnisbelastender Faktoren (problematische Situation zweier
Schweizer Unternehmen, Schließung der Beteiligung SEMET; Prozessprobleme bei Serienanläufen)
erreichte die EBIT-Marge der INDUS-Gruppe 9,6 % (Vorjahr: 9,9 %). Bezogen auf das
bereinigte EBIT beträgt die EBIT-Marge 10,3 % (Vorjahr: 10,3 %). Das Zinsergebnis stieg aufgrund erhöhter Ergebnisanteile der Minderheitsgesellschafter,
die ausschließlich durch die Erwerbsstruktur der letzten Unternehmenskäufe bedingt
sind, von -15,6 Mio. EUR auf -19,6 Mio. EUR. Bereinigt um diesen Effekt ist der Zinsaufwand
für das operative Geschäft nahezu unverändert und liegt bei 13,2 Mio. EUR (Vorjahr:
13,0 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verbesserte sich auf 79,3 Mio. EUR
(Vorjahr: 75,9 Mio. EUR). Der Steueraufwand lag mit -27,8 Mio. EUR nahezu auf dem
Niveau des Vorjahres von -25,7 Mio. EUR; das entspricht einer Steuerquote von 35,1
% (Vorjahr: 33,9 %). Nach Abzug der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter ergab
sich ein Periodenergebnis von 51,5 Mio. EUR (Vorjahr: 46,3 Mio. EUR). Das Ergebnis
je Aktie der fortgeführten Geschäftsbereiche erreichte 2,10 EUR (Vorjahr: 2,03 EUR). WEITERE INVESTITIONEN IN ERWEITERUNGEN FÜR DEN BEREICH BAUTECHNIKDie INDUS-Beteiligung OBUK hat im September 2015 die Übernahme des Unternehmens EUMATIC/FROHMASCO
mit Sitz in Sittensen, Deutschland und Chociwel, Polen beschlossen. OBUK fertigt in
Deutschland und der Slowakei mit 165 Mitarbeitern hochwertige Kunststoff- und Aluminiumfüllungen
für Haustüren und gehört seit 2007 zu INDUS. Die Firmengruppe EUMATIC/FROHMASCO beliefert
ihre Kunden sowohl mit Rohlingen für Füllungen als auch mit allen Teilprodukten, wie
zum Beispiel Ornamentrahmen oder Verbundelementen. Gefertigt wird in einem eigenen
Werk in Polen. Die Gruppe beliefert Kunden in Deutschland, Schweden und Norwegen und
erzielte in den letzten Jahren einen Umsatz von rund 5,5 Mio. Euro. OBUK hat bereits
in der Vergangenheit Produkte von EUMATIC/FROHMASCO bezogen. Mit der Übernahme erweitert
die INDUS-Beteiligung ihre Produktpalette und erschließt sich neue Zielgruppen sowie
zusätzliche Auslandsmärkte. Weiterhin hat die schweizerische INDUS-Beteiligung ANCOTECH Anfang September das Unternehmen
MURINOX mit Sitz in Lenk (nahe Fribourg in der Schweiz) erworben. Die Gruppe mit ihren
beiden Unternehmungen ANCOTECH AG in der Schweiz und ANCOTECH GmbH in Deutschland
gehört seit 2006 zu INDUS. Das Unternehmen ist auf Bewehrungs- und Verankerungstechnik
spezialisiert und produziert mit rund 100 Mitarbeitern Spezialbewehrungen für den
europäischen Markt. MURINOX produziert und vertreibt Verankerungssysteme für gemauerte
Fassaden. Das Produktprogramm ergänzt dasjenige von ANCOTECH. MURINOX erzielte 2014
einen Umsatz von rund 1,1 Mio. CHF. Derzeit abgeschlossen wird das Genehmigungsverfahren für die Auslandsgesellschaften
der RAGUSE-Gruppe, sodass INDUS hier von einem zeitnahen Closing des Unternehmenserwerbs
ausgeht. Inklusive der beiden jüngsten Zukäufe hat INDUS im Geschäftsjahr 2015 fünf Unternehmen
erworben; hinzu kamen die Anteilsaufstockung von 90 % auf 100 % bei der brasilianischen
Selzer Automotiva do Brasil und der Erwerb eines Produktionsstandortes im sächsischen
Glauchau durch die INDUS-Beteiligung OFA Bamberg im Rahmen eines Asset Deals. SEGMENTBERICHTDie INDUS Holding AG gliedert ihr Beteiligungsportfolio in fünf Segmente: Bau/Infrastruktur,
Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie
Metalltechnik. Zum 30. September 2015 umfasste das Beteiligungsportfolio 43 operative
Einheiten. INDUS-SEGMENT BAU/INFRASTRUKTURERWARTETE ERTRAGSVERBESSERUNGEN IM DRITTEN QUARTAL
UMSATZ +0,6 % EBIT-MARGE 13,1 %> UMSATZ LEICHT ÜBER VORJAHR> EBIT IN GEWOHNTEM ERTRAGSKORRIDORDie stabile Auftragslage im Baubereich hält auch 2015 an. Der Segmentumsatz lag nach
den ersten neun Monaten 2015 mit 172,0 Mio. EUR wie prognostiziert leicht über dem
hohen Niveau von 2014 (Vorjahr: 170,9 Mio. EUR). Das operative Ergebnis vor Zinsen
und Steuern (EBIT) hat sich im dritten Quartal abrechnungsbedingt gegenüber den Vorquartalen
deutlich verbessert. Mit 22,6 Mio. EUR liegt das operative Ergebnis zwar noch leicht
unter dem Vorjahreswert von 23,4 Mio. EUR, aber die EBIT-Marge erreichte mit 13,1
% (Vorjahr: 13,7 %) wieder den für dieses INDUS-Segment erwarteten Wert. Die für das
Segment Bau/Infrastruktur im laufenden Geschäftsjahr angestrebte Marge im Korridor
von 12 bis 14 % ist damit innerhalb der ersten neun Monate erreicht. Auch für das
vierte Quartal geht INDUS von einer guten Auftragslage aus. In den Investitionen von 7,7 Mio. EUR (Vorjahr 9,0 Mio. EUR) sind der Kauf der beiden
strategischen Ergänzungen EUMATIC & FROHMASCO für die Beteiligung OBUK und MURINOX
für die Beteiligung ANCOTECH enthalten. In den Investitionen des Vorjahres war ein
Großteil der Kosten für den neuen Standort der HAUFF-Technik enthalten. Details zu
den Unternehmenserwerben finden sich im Anhang. KENNZAHLEN BAU/INFRASTRUKTUR (in Mio. EUR)scroll
INDUS-SEGMENT FAHRZEUGTECHNIKSTABILES GESCHÄFT, ABER ERGEBNISBELASTENDE EFFEKTE
UMSATZ +7,9 % EBIT-MARGE 5,5 %> AUTOMOBILKONJUNKTUR STABIL> MARGE UNTER ZIELKORRIDORDie Segmentunternehmen haben ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr wie erwartet von 256,1
Mio. EUR auf 276,3 Mio. EUR weiter gesteigert. Das operative Ergebnis gab aber gegenüber
dem Vorjahr deutlich nach und enttäuschte mit 15,2 Mio. EUR (Vorjahr: 17,9 Mio. EUR).
Dies ist im Wesentlichen durch die bereits im Halbjahresbericht beschriebenen Anlaufprobleme
zur Fertigung einer neuen Kühlleitung bei einem der Serienzulieferer verursacht. Die
Anlaufprobleme sind zwar inzwischen behoben, aber die weitere notwendige Prozessoptimierung
verursacht (mit absteigender Tendenz) weiterhin erhebliche Zusatzkosten. Dies wirkt
sich deutlich auf die Margensituation der Beteiligung aus und bedeutet zudem auch
eine "Bremsspur" für das Segmentergebnis. Die weiteren Beteiligungen operieren allesamt
zufriedenstellend. Der für 2015 angestrebte Wert für die EBIT-Marge im Zielkorridor
zwischen 6 % bis 8 % ist daher zum Jahresende nur am unteren Rand zu erreichen bzw.
wird eventuell sogar knapp unter 6 % liegen. Von der Abgasaffäre beim Volkswagenkonzern
sind die INDUS-Unternehmen derzeit nicht betroffen; keines der Segmentunternehmen
liefert Technik oder Zubehör im Bereich der Abgastechnik. Auch die Abrufzahlen sind
unverändert. KENNZAHLEN FAHRZEUGTECHNIK (in Mio. EUR)scroll
INDUS-SEGMENT MASCHINEN- UND ANLAGENBAUERTRAGSSTÄRKSTES SEGMENT AUCH DANK ATTRAKTIVER ZUKÄUFE
UMSATZ +48,4 % EBIT-MARGE 13,3 %> STARKER UMSATZZUWACHS INFOLGE DER ZUKÄUFE> VERBESSERTE MARGEDer Segmentumsatz legte von 1 42,8 Mio. EUR auf 211,9 Mio. EUR zu und wuchs damit
prozentual um rund 48 %. Der Umsatzzuwachs beruht sowohl auf der erstmaligen vollen
Einbeziehung der neuen Beteiligungen MBN Neugersdorf und KNUR Maschinenbau als auch
auf der anteiligen Einbeziehung der IEF-Werner. Hinzu kam die insgesamt sehr gute
Auftragslage. Dementsprechend entwickelte sich auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern
(EBIT) erfreulich: Es stieg von 17,3 Mio. EUR auf 28,1 Mio. EUR und damit um rund
62 %. Erfreulich ist die gegenüber dem Vorjahr nochmals verbesserte EBIT-Marge von
13,3 % (Vorjahr: 12,1 %). In den Investitionen ist der Zukauf der IEF-Werner enthalten;
Details zu dieser Akquisition finden sich im Anhang; wie bereits berichtet, wurde
das Geschäft von SEMET zu Mitte des Jahres eingestellt. KENNZAHLEN MASCHINEN- UND ANLAGENBAU (in Mio. EUR)scroll
INDUS-SEGMENT MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIKUMSATZSPRUNG DANK NEUAKQUISITIONEN
UMSATZ +17,2 % EBIT-MARGE 13,8 %> UMSATZZUWACHS DURCH NEU-AKQUISITION ROLKO UND NEA> INTEGRATIONSKOSTEN UND ERHÖHTE ABSCHREIBUNGEN WIRKEN AUF DIE MARGEDas Segment Medizin- und Gesundheitstechnik entwickelt sich wie geplant positiv. Der
Segmentumsatz legte in den ersten neun Monaten um rund 17 % auf 98,6 Mio. EUR (Vorjahr:
84,1 Mio. EUR) zu; dies ist vorrangig durch die erstmals vollständige Einbeziehung
von ROLKO für das laufende Geschäftsjahr 2015 bedingt. Das Ergebnis vor Zinsen und
Steuern (EBIT) lag mit 13,6 Mio. EUR über dem Vorjahr mit 13,1 Mio. EUR. Im operativen
Segmentergebnis sind sowohl Einmalaufwendungen für die Integration des im Januar erworbenen
Standortes in Glauchau bei OFA als auch erhöhte Abschreibungen aufgrund der Erstkonsolidierung
der NEA International enthalten. Zudem ist die im Sommer erworbene RAGUSE-Gruppe noch
nicht konsolidiert, der Vollzug des Erwerbs wird erst im vierten Quartal stattfinden.
Die EBIT-Marge von 13,8 % (Vorjahr: 15,6 %) liegt daher erwartungsgemäß noch unter
dem Vorjahresniveau. KENNZAHLEN MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK (in Mio. EUR)scroll
INDUS-SEGMENT METALLTECHNIKGESCHÄFT INSGESAMT STABIL, ABER BELASTET DURCH WÄHRUNGSEFFEKTE AUS DEM FRANKEN
UMSATZ +4,7 % EBIT-MARGE 8,7 %> STABILE UMSATZ-ENTWICKLUNG> ERHÖHTE KOSTEN DURCH RESTRUKTURIERUNGSPROJEKTEDas Segment Metalltechnik verzeichnete 2015 einen Umsatzanstieg von 263,8 Mio. EUR
auf 276,3 Mio. EUR. Das Segment erzielt damit das erwartete Umsatzplus von rund 5
%, das Ergebnis vor Steuern und Zinsen aber fiel um 0,4 %. Wesentlichen Anteil haben
daran die beiden Schweizer Feinblechverarbeiter. Die Aufwertung des Schweizer Frankens
gegenüber dem Euro spielt für diese in den Euroraum fakturierenden Unternehmen eine
wichtige und nachteilige Rolle. Die Geschäftsführung hat hier bereits Restrukturierungsprojekte
aufgesetzt, die Wirkung zeigen. Hinzu kommen Qualitätsprobleme im Bereich Sintertechnik,
die bei einer deutschen Beteiligung zu erheblichen Mehrbelastungen geführt haben.
Auch hier wurden Maßnahmen zur Qualitäts- und Prozessoptimierung initiiert, die zusätzliche
Kosten verursachen. Dass die Maßnahmen greifen, zeigen erste leichte Ergebnisverbesserungen
gegenüber dem Stand zum Halbjahr 2015. Die Marge lag mit 8,7 % deutlich unter dem
Vorjahreswert von 9,5 %. Daher wird der für 2015 geplante Zielwert von mehr als 9
% für die EBIT-Marge aus heutiger Sicht voraussichtlich nicht ganz erreicht werden. KENNZAHLEN METALLTECHNIK (in Mio. EUR)scroll
MITARBEITERDie Unternehmen der INDUS-Gruppe halten zu Beginn des Jahres die Zahl ihrer Beschäftigten
entsprechend der Auftragslage stabil. Die Personalquote liegt mit 27,9 % (bezogen
auf den Umsatz) auf dem Niveau des Vergleichszeitraums 2014 (Vorjahr: 27,7 %). Im
Durchschnitt der ersten neun Monate 2015 wurden in den Unternehmen 8.213 Mitarbeiter
(Vorjahr: 7.523 Mitarbeiter) beschäftigt. FINANZ- UND VERMÖGENSLAGEKONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG, VERKÜRZT (in Mio. EUR)scroll
KAPITALFLUSSRECHNUNG: STARK VERBESSERTER OPERATIVER CASHFLOW SICHERT HOHES INVESTITIONSBUDGETAusgehend von einem Ergebnis nach Steuern der fortgeführten Aktivitäten von 51,5 Mio.
EUR (Vorjahr: 50,2 Mio. EUR) hat sich der operative Cashflow in den ersten neun Monaten
2015 mit 69,3 Mio. EUR gegenüber der Vergleichsperiode deutlich erhöht (Vorjahr: 53,0
Mio. EUR). Aufgrund der stabilen Konjunktur erfolgte ein leichter Aufbau bei den Vorräten
und Forderungen. Kompensierend wirkten höhere Rückstellungen, höhere Abschreibungen
sowie weitere noch nicht zahlungswirksame, abgegrenzte Zinsaufwendungen. Der Cashflow für gezahlte Zinsen lag in den ersten neun Monaten mit -12,0 Mio. EUR
leicht unter dem Vorjahr mit -12,4 Mio. EUR. Demzufolge stieg der Cashflow aus Geschäftstätigkeit
auf 57,3 Mio. EUR (Vorjahr: 40,6 Mio. EUR). Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit betrug bis Ende September 2015 -75,3 Mio.
EUR (Vorjahr: -64,5 Mio. EUR); in dieser Position sind der Erwerb der Fertigungsstätte
in Glauchau durch OFA Bamberg, die Zukäufe NEA International, EUMATIC/FROHMASCO als
auch IEF-Werner enthalten sowie erhöhte Investitionen im Zuge der verstärkten Internationalisierung. Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit geht von 6,7 Mio. EUR auf 2,2 Mio. EUR
zurück, aufgrund einer im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Aufnahme von Krediten
und der erhöhten Dividende. Die liquiden Mittel liegen mit 101,3 Mio. EUR zum Stichtag
leicht über dem Vorjahr. KONZERNBILANZ, VERKÜRZT (in Mio. EUR)scroll
BILANZ: EIGENKAPITALQUOTE OBERHALB ZIELKORRIDOR VON 40 %Die Konzernbilanzsumme der INDUS-Gruppe ist vornehmlich infolge des angestiegenen
Nettoumlaufvermögens ("Working Capital") gewachsen und betrug zum 30. September diesen
Jahres 1.398,9 Mio. EUR (31. Dezember 2014: 1.308,4 Mio. EUR). Der Anstieg der langfristigen
Vermögenswerte spiegelt die Investitionstätigkeit und ist im Wesentlichen durch den
Zuwachs bei den Geschäfts- und Firmenwerten, den immateriellen Vermögenswerten sowie
den Sachanlagen bedingt. Das Eigenkapital des Konzerns ist infolge der Erhöhung der übrigen Rücklagen durch
die Zuführung des Bilanzgewinns unter Berücksichtigung der Dividende auf 577,3 Mio.
EUR erhöht (31. Dezember 2014: 549,9 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten im langfristigen
Bereich stiegen um 18,8 Mio. EUR, vorrangig bedingt durch erhöhte langfristige Finanzschulden
(+ 10,2 Mio. EUR) und gestiegene Kaufpreisverpflichtungen (+ 2,1 Mio. EUR) für Anteile
nicht beherrschender Gesellschafter. Im kurzfristigen Bereich stiegen die Finanzierungsmittel um 43,5 Mio. EUR, im Wesentlichen
bedingt durch erhöhte Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie erhöhte
kurzfristige Finanzschulden. Die um 25,0 Mio. EUR erhöhten sonstigen Rückstellungen
reflektieren im Wesentlichen den unterjährigen Aufbau personalbezogener Rückstellungen.
Die Eigenkapitalquote lag trotz der starken Investitionstätigkeit mit 41,3 % über
der von INDUS angestrebten Zielquote von 40 % (Stand 31. Dezember 2014: 42,0 %). Die Finanzschulden sind nach dem dritten Quartal 2015 mit 493,9 Mio. EUR gegenüber
dem Jahresende um 31,6 Mio. EUR erhöht (Stand zum 31. Dezember 2014; 462,3 Mio. EUR).
Die Nettoverschuldung im Konzern stieg aufgrund der starken Wachstumsinvestitionen
auf 392,6 Mio. EUR (31. Dezember 2014: 345,9 Mio. EUR). CHANCEN UND RISIKENDie INDUS Holding AG und ihre Beteiligungsgesellschaften sind im Rahmen ihrer internationalen
Aktivitäten einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Unternehmerisches Handeln ist untrennbar
mit dem Eingehen von Risiken verbunden. Es ermöglicht aber zugleich auch das Ergreifen
neuer Chancen, um damit die Sicherung und den Ausbau der Marktposition der Beteiligungsgesellschaften
zu gewährleisten. Zur frühzeitigen Erkennung, zur umfassenden Analyse und zum konsequenten
Umgang mit Risiken betreibt die Gesellschaft ein effizientes Risikomanagementsystem.
Die Ausgestaltung des Risikomanagements sowie die Bedeutung der einzelnen Risiken
wurden detailliert im Geschäftsbericht 2014 auf den Seiten 122 ff. erläutert. Darin
wird festgehalten, dass sich das Unternehmen keinen Risiken ausgesetzt sieht, die
den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. Der Geschäftsbericht der INDUS
Holding AG steht kostenlos unter www.indus.de zum Herunterladen bereit. AUSBLICK> UMSATZ WIRD 2015 ÜBER 1,3 MRD. EUR ERREICHEN> OPERATIVES ERGEBNIS VON 125 BIS 130 MIO. EUR ERWARTET
Der Konjunkturausblick für 2015 hat sich im Verlauf der letzten Monate aus Sicht von
INDUS nicht verbessert. So hat die Bundesregierung ihre Konjunkturschätzung leicht
nach unten revidiert und geht nun von einem BIP-Zuwachs von 1,7 % für 2015 in Deutschland
aus; einzelne Institute liegen mit ihren Schätzungen noch darüber, aber die akute
eher enttäuschende Entwicklung der chinesischen Wirtschaft, die andauernde Russlandkrise
und die Folgen des Abgasskandals bei Volkswagen stützen die Annahme eines nur moderaten
Wirtschaftswachstums. Trotzdem läuft es für die deutsche Wirtschaft insgesamt recht zufriedenstellend. Der
unverändert schwache Euro und die unverändert niedrigen Zinsen verbessern zum einen
die Wettbewerbsfähigkeit der exportorientierten deutschen Wirtschaft, zum anderen
stützen die niedrige Inflation und niedrige Energiekosten das gute Konsumklima. Diese
positiven Randbedingungen sorgen in den einzelnen INDUS-Branchen für stabile Geschäfte:
Der Baubereich und die Gesundheitstechnik profitieren vom positiven Konsumklima und
den niedrigen Zinsen während die exportstarken Bereiche Fahrzeugtechnik, Maschinenbau
und Metalltechnik eine gute internationale Nachfrage verzeichnen. INDUS hat daher
in den ersten neun Monaten einen deutlichen Umsatzzuwachs verbucht und ein gutes operatives
Ergebnis erzielt. Trotz der beschriebenen Sonderbelastungen in den Segmenten Fahrzeug-
und Metalltechnik entspricht die Geschäftsentwicklung der Planung und belegt damit
die Leistungsfähigkeit des Gesamtportfolios. INDUS bekräftigt daher ihre Prognose von einem Umsatz von mehr als 1,3 Mrd. EUR und
einem EBIT von 125 bis 130 Mio. EUR vor Einbeziehung der anteiligen Umsatz- und Ergebnisbeiträge
der im Jahresverlauf getätigten Akquisitionen. KONZERNZWISCHENABSCHLUSSKONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGFÜR DAS 1.-3. QUARTAL 2015 (in TEUR)scroll
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGFÜR DAS 1.-3. QUARTAL 2015 (in TEUR)scroll
Die im sonstigen Ergebnis erfolgsneutral erfassten Erträge und Aufwendungen in Höhe
von 5.358 TEUR (Vorjahr: -3.405 TEUR) enthalten für die ersten drei Quartale 2015
keine versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste aus Pensionen und ähnlichen
Verpflichtungen (Vorjahr: -4.042 TEUR), da der Zinssatz für inländische Verpflichtungen
in Höhe von 2,40 % (30. September 2015) unverändert zum 31. Dezember 2014 ist. Das Ergebnis der Währungsumrechnung in Höhe von 3.699 TEUR (Vorjahr: 991 TEUR) resultiert
aus der Umrechnung der Abschlüsse einbezogener ausländischer Konzerngesellschaften.
Die Veränderung der Marktwerte derivativer Finanzinstrumente in Höhe von 1.971 TEUR
(Vorjahr: -1.803 TEUR) resultiert aus den bei der Holding zur Zinsabsicherung abgeschlossenen
Zinsswaps. KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGFÜR DAS 3. QUARTAL 2015 (in TEUR)scroll
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGFÜR DAS 3. QUARTAL 2015 (in TEUR)scroll
KONZERN-BILANZ
AKTIVA
scroll
PASSIVAscroll
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGscroll
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Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter umfassen im Wesentlichen die Minderheitsanteile
an der WEIGAND Bau GmbH sowie Tochtergesellschaften der ROLKO-Gruppe. Die Minderheitsanteile
von Personengesellschaften sowie von Kapitalgesellschaften, bei denen aufgrund wechselseitiger
Optionsvereinbarungen bereits zum Erwerbszeitpunkt der Übergang des wirtschaftlichen
Eigentums der betreffenden Minderheitsanteile vorlag, werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten
bilanziert. KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
KONZERNANHANGGRUNDLAGEN[1] ALLGEMEINESDie INDUS Holding AG mit Sitz in Bergisch Gladbach, Deutschland, hat ihren Konzernabschluss
für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2015 in Übereinstimmung mit den International
Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das International
Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC), wie sie in der
Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Der Konzernabschluss ist in Euro
aufgestellt. Sofern nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR)
angegeben. Dieser Zwischenabschluss wird in Übereinstimmung mit IAS 34 in verkürzter Form erstellt.
Der Zwischenbericht ist nicht testiert und wurde auch keiner prüferischen Durchsicht
unterzogen. Über verpflichtend neu anzuwendende Standards wird gesondert im Bereich "Änderungen
von Rechnungslegungsvorschriften" berichtet. Ansonsten werden die gleichen Bilanzierungs-
und Bewertungsgrundsätze wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014 angewendet,
die dort detailliert erläutert sind. Da der vorliegende Zwischenabschluss nicht den
vollen Informationsumfang des Jahresabschlusses aufweist, ist dieser Abschluss im
Kontext mit dem vorangegangenen Jahresabschluss zu betrachten. Aus Sicht des Vorstands enthält der vorliegende Quartalsbericht alle üblichen, laufend
vorzunehmenden Anpassungen, die für eine angemessene Darstellung der Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage des Konzerns notwendig sind. Die im ersten bis dritten Quartal 2015
erzielten Ergebnisse lassen nicht notwendigerweise Vorhersagen über die Entwicklung
des weiteren Geschäftsverlaufs zu. Die Erstellung des Konzernabschlusses ist beeinflusst von Ansatz- und Bewertungsmethoden
sowie Annahmen und Schätzungen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte,
Schulden und Eventualschulden sowie Aufwendungen und Erträge auswirken. Wenn Zukunftserwartungen
abzubilden sind, können die tatsächlichen Werte von den Schätzungen abweichen. Verändert
sich die ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die Bilanzierung der entsprechenden
Positionen erfolgswirksam angepasst. [2] ÄNDERUNGEN VON RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTENAlle ab dem Geschäftsjahr 2015 verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsnormen
sind in dem vorliegenden Zwischenabschluss umgesetzt. Die neuen Standards haben keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage des Konzernabschlusses der INDUS Holding AG. [3] KONSOLIDIERUNGSKREISIm Konzernabschluss werden alle wesentlichen Tochterunternehmen vollkonsolidiert,
bei denen die INDUS-Gruppe mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt,
deren Finanz- und Geschäftspolitik zum Nutzen der INDUS-Gruppe zu beherrschen. Beherrschung
liegt vor, wenn eine Gesellschaft Verfügungsmacht über die Tochtergesellschaften ausüben
kann, variablen Rückflüssen ausgesetzt ist und die Möglichkeit hat, ihre Verfügungsmacht
zu nutzen, um die Höhe der Rückflüsse zu beeinflussen. Assoziierte Unternehmen, auf
deren Finanz- und Geschäftspolitik ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann,
werden nach der Equity-Methode einbezogen. Gesellschaften, die im Laufe des Geschäftsjahres
erworben wurden, sind ab dem Zeitpunkt des Übergangs der Kontrolle über die Finanz-
und Geschäftspolitik einbezogen. Gesellschaften, die abgehen, sind ab dem Zeitpunkt
des wirtschaftlichen Übergangs nicht mehr einbezogen. Ab dem Zeitpunkt des Beschlusses
zur Veräußerung werden die Gesellschaften als "zur Veräußerung gehalten" klassifiziert. [4] UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSENEAMit Vertrag vom 13. Mai 2015 hat die OFA Bamberg GmbH, Bamberg, 100 % der Anteile
an der NEA International B.V. (NEA), Maastricht, erworben. NEA entwickelt orthopädische
Bandagen und Orthesen zur spezifischen Anwendung im Bereich der Behandlung von Gelenkverletzungen
und chronischen Erkrankungen. Die NEA wird dem Bereich Medizin- und Gesundheitstechnik
zugeordnet. Die Anschaffungskosten für den Erwerb der NEA betrugen 21.224 TEUR und wurden mittels
Barzahlung beglichen. Der im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelte Geschäfts- und Firmenwert in Höhe
von 10.601 TEUR ist steuerlich nicht abzugsfähig. Der Geschäfts- und Firmenwert repräsentiert
nicht separierbare Werte wie das Know-how der Belegschaft sowie positive Ertragserwartungen
für die Zukunft und Synergien aus Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Marketing. In der vorläufigen Kaufpreisallokation wurden die erworbenen Vermögenswerte und Schulden
wie folgt ermittelt: NEUERWERB NEA (in TEUR)scroll
*
Sonstige Aktiva: Sonstige langfristige Vermögenswerte, Sonstige kurzfristige Vermögenswerte,
Latente Steuern, Laufende Ertragsteuern Die Erstkonsolidierung der NEA erfolgte im Mai 2015. Zum Ergebnis vom 1.1.-30.9.2015
trägt die NEA einen Umsatz in Höhe von 2.444 TEUR und ein operatives Ergebnis (EBIT)
in Höhe von 421 TEUR bei. Die ertragswirksamen Aufwendungen aus der Erstkonsolidierung
der NEA belasten das operative Ergebnis in Höhe von 661 TEUR. Die Anschaffungsnebenkosten des Erwerbs wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung
erfasst. IEF-WERNERAm 30. Juli 2015 hat die INDUS Holding AG 75 % der Anteile an der IEF-Werner GmbH,
Furtwangen, erworben. Die IEF-Werner GmbH stellt Komponenten für die Automatisierungstechnik
her. Das Unternehmen deckt mit seinem Produktportfolio im Wesentlichen fünf Bereiche
der Automatisierung ab: Transfersysteme, Mikromontage, Semiconductor, Radmessmaschinen
sowie Komponenten. Die IEF-Werner GmbH wird dem Bereich Maschinen- und Anlagenbau
zugeordnet. Der beizulegende Zeitwert der gesamten Gegenleistung für den Erwerb der IEF-Werner
betrug zum Erwerbszeitpunkt 20.604 TEUR. Dieser setzt sich zusammen aus einer Barzahlung
in Höhe von 16.314 TEUR sowie einer im Wesentlichen bedingten Kaufpreisverbindlichkeit
in Höhe von 4.290 TEUR, die zum beizulegenden Zeitwert einbezogen wurde und aus einer
symmetrischen Call-/Put-Option über die 25 % Minderheitsanteile resultiert. Die Ermittlung
der Höhe der bedingten Kaufpreisverbindlichkeit erfolgt im Wesentlichen auf Basis
von EBIT-Multiples und einer Prognose über das zukünftig relevante EBIT. Der im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelte Geschäfts- und Firmenwert in Höhe
von 9.790 TEUR ist steuerlich nicht abzugsfähig. Der Geschäfts- und Firmenwert repräsentiert
nicht separierbare Werte wie das Know-how der Belegschaft sowie positive Ertragserwartungen
für die Zukunft. In der vorläufigen Kaufpreisallokation wurden die erworbenen Vermögenswerte und Schulden
wie folgt ermittelt: NEUERWERB IEF-WERNER (in TEUR)scroll
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Sonstige Aktiva: Sonstige langfristige Vermögenswerte, Sonstige kurzfristige Vermögenswerte,
Latente Steuern, Laufende Ertragsteuern Die Erstkonsolidierung der IEF-Werner erfolgte im August 2015. Zum Ergebnis vom 1.1.-30.9.2015
trägt die IEF-Werner einen Umsatz in Höhe von 3.692 TEUR und ein operatives Ergebnis
(EBIT) in Höhe von 593 TEUR bei. Die ertragswirksamen Aufwendungen aus der Erstkonsolidierung der IEF-Werner belasten
das operative Ergebnis in Höhe von 684 TEUR. Die Anschaffungsnebenkosten des Erwerbs
wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. ÜBRIGE ERWERBEAm 22. September 2015 hat die INDUS-Beteiligung OBUK die Übernahme des Unternehmens
EUMATIC/FROHMSACO mit Sitz in Sittensen beschlossen. EUMATIC/FROHMASCO beliefert Kunden
in Deutschland, Schweden und Norwegen sowohl mit Rohlingen für Haustürfüllungen als
auch mit allen Teilprodukten, wie zum Beispiel Ornamentrahmen oder Verbundelementen.
Die Fertigung erfolgt in einem eigenen Werk in Polen. Die EUMATIC/ FROHMASCO wird
dem Segment Bau/Infrastruktur zugeordnet. Die schweizerische Beteiligung ANCOTECH hat Anfang September 2015 das Unternehmen
MURINOX mit Sitz in Lenk, Schweiz, erworben. MURINOX produziert und vertreibt Verankerungssysteme
für gemauerte Fassaden. Das Produktprogramm ergänzt dasjenige von ANCOTEC. Die MURINOX
wird dem Segment Bau/Infrastruktur zugeordnet. Der beizulegende Zeitwert der gesamten Gegenleistung für die übrigen Erwerbe betrug
zum Erwerbszeitpunkt 4.985 TEUR. Die Kaufpreise wurden bar bezahlt. Der im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelte Geschäfts- und Firmenwert in Höhe
von 820 TEUR ist steuerlich nicht abzugsfähig. Der Geschäfts- und Firmenwert repräsentiert
nicht separierbare Werte wie das Know-how der Belegschaft sowie positive Ertragserwartungen
für die Zukunft und Synergien aus Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Marketing. In der vorläufigen Kaufpreisallokation wurden die erworbenen Vermögenswerte und Schulden
wie folgt ermittelt: NEUERWERB ÜBRIGE (in TEUR)scroll
*
Sonstige Aktiva: Sonstige langfristige Vermögenswerte, Sonstige kurzfristige Vermögenswerte,
Latente Steuern, Laufende Ertragsteuern Die Erstkonsolidierung der übrigen Erwerbe erfolgte im September 2015. Die Anschaffungsnebenkosten des Erwerbs wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung
erfasst. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG[5] MATERIALAUFWANDscroll
[6] PERSONALAUFWANDscroll
[7] SONSTIGER BETRIEBLICHER AUFWANDscroll
[8] ZINSERGEBNISscroll
[9] STEUERNDer Ertragsteueraufwand wird im Zwischenabschluss auf Basis der Prämissen der jeweils
aktuellen Steuerplanung errechnet. [10] ERGEBNIS JE AKTIEscroll
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-BILANZ[11] SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTEscroll
[12] SACHANLAGENscroll
[13] VORRÄTEscroll
[14] FORDERUNGENscroll
SONSTIGE ANGABEN[15] SEGMENTBERICHTERSTATTUNGSEGMENTINFORMATIONEN FÜR DIE GESCHÄFTSBEREICHE (FORTGEFÜHRTE BEREICHE) FÜR DAS 1.-3. QUARTAL 2015SEGMENTBERICHT NACH IFRS 8 (in TEUR)scroll
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SEGMENTINFORMATIONEN FÜR DIE GESCHÄFTSBEREICHE (FORTGEFÜHRTE BEREICHE) FÜR DAS 3. QUARTAL 2015SEGMENTBERICHT NACH IFRS 8 (in TEUR)scroll
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Die folgende Tabelle leitet die Summe der operativen Ergebnisse der Segmentberichterstattung
über zum Ergebnis vor Steuern der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung: ÜBERLEITUNGSRECHNUNG (in TEUR)scroll
Die Gliederung der Segmente entspricht unverändert dem aktuellen Stand der internen
Berichterstattung. Die Informationen beziehen sich auf die fortgeführten Aktivitäten.
Die Zuordnung der Gesellschaften zu den Segmenten wird durch deren Absatzmärkte bestimmt,
wenn der ganz überwiegende Sortimentsanteil in dem Marktumfeld abgesetzt wird (Fahrzeugtechnik,
Medizin- und Gesundheitstechnik). Sonst wird auf gemeinsame Merkmale der Produktionsstruktur
abgestellt (Bau/Infrastruktur, Maschinen- und Anlagenbau, Metalltechnik). Die Überleitungen enthalten die Werte der Holding, nicht operativer Einheiten ohne
Segmentzuordnung sowie die Konsolidierungen. Hinsichtlich der den Segmentumsätzen
zugrunde liegenden Produkte und Dienstleistungen verweisen wir auf die entsprechenden
Ausführungen im Lagebericht. Die zentrale Steuerungsgröße der Segmente ist das operative Ergebnis (EBIT), entsprechend
der Definition im Konzernabschluss. Die Segmentinformationen sind in Übereinstimmung
mit den Ausweis- und Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses
angewandt wurden, ermittelt. Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten beruhen
auf Marktpreisen, soweit diese verlässlich bestimmbar sind, und werden im Übrigen
auf Basis der Kostenzuschlagsmethode ermittelt. SEGMENTINFORMATIONEN FÜR DIE REGIONENDie Regionalisierung des Umsatzes bezieht sich auf die Absatzmärkte. Aufgrund der
vielfältigen Auslandsaktivitäten ist eine weitere Aufgliederung nach Ländern nicht
sinnvoll, da außerhalb von Deutschland kein Land 10 % des Konzernumsatzes erreicht. Die langfristigen Vermögenswerte, abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente,
beziehen sich auf den Sitz der Gesellschaften. Eine weitere Differenzierung ist ebenfalls
nicht sinnvoll, da sich der Sitz der Gesellschaften überwiegend in Deutschland befindet. Aufgrund der Diversifikationspolitik von INDUS existieren weder einzelne Produkt-
oder Dienstleistungsgruppen noch einzelne Kunden, die einen Anteil von größer als
10 % am Umsatz erreichen. scroll
[16] INFORMATIONEN ZUR BEDEUTUNG VON FINANZINSTRUMENTENDie nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte der Finanzinstrumente dar. Der beizulegende
Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall
zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts
eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. FINANZINSTRUMENTE ZUM 30.9.2015 (in TEUR)scroll
FINANZINSTRUMENTE ZUM 31.12.2014 (in TEUR)scroll
FINANZINSTRUMENTE NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN DES IAS 39 (in TEUR)scroll
Die zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente betreffen grundsätzlich langfristig
gehaltene Finanzbeteiligungen, für die kein auf einem aktiven Markt notierter Preis
vorliegt und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann.
Diese werden mit Anschaffungskosten bewertet. [17] BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONENDie Beziehungen zu nahestehenden Personen betreffen im Wesentlichen die laufenden
Vergütungen von Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen, des Vorstands
und des Aufsichtsrats. Weiterhin bestehen Beraterverträge und Miet- oder Leasingverträge
zu Minderheitsgesellschaftern bzw. deren Angehörigen und Geschäftsvorgänge zu assoziierten
Unternehmen. Im Quartalsabschluss ist nicht über Veränderungen der Verhältnisse zu berichten, die
sich wesentlich von denen im Jahresabschluss 2014 unterscheiden. [18] FREIGABE DER VERÖFFENTLICHUNGDer Vorstand der INDUS Holding AG hat den vorliegenden IFRS-Zwischenabschluss am 16.
November 2015 zur Veröffentlichung freigegeben. Bergisch Gladbach, den 16. November 2015 INDUS Holding AG Der Vorstand scroll
KONTAKTINDUS Holding AGKölner Straße 32 51429 Bergisch Gladbach Postfach 10 03 53 51403 Bergisch Gladbach Telefon: +49 (0)2204/40 00-0 Telefax: +49 (0)2204/40 00-20 Internet: www.indus.de E-Mail: indus@indus.de FINANZKALENDER 2015/2016scroll
IMPRESSUMVerantwortliches Vorstandsmitglied:Jürgen Abromeit Ansprechpartnerin für Öffentlichkeitsarbeit & Investor Relations:Regina Wolter Telefon: +49 (0)2204/40 00-70 Telefax: +49 (0) 2204/40 00-20 E-Mail: wolter@indus.de Herausgeber:INDUS Holding AG, Bergisch Gladbach Konzept/Gestaltung:Berichtsmanufaktur GmbH, Hamburg Fotos:Seite 4: Dominik Pietsch Seite 5: REMKO Seite 6: HAUFF-Technik Martin Duckek (Architekt: Scherr&Klimke AG) Seite 7: SCHUSTER Dieser Zwischenbericht ist auch in englischer Sprache erhältlich. Im Zweifelsfall
ist die deutsche Version maßgeblich. Wichtiger Hinweis: Dieser Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen,
die auf Annahmen und Schätzungen des Vorstands der INDUS Holding AG beruhen. Auch
wenn der Vorstand der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend
sind, unterliegen sie gewissen Risiken und Unsicherheiten. Die künftigen tatsächlichen
Ergebnisse können aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich von diesen Annahmen und
Schätzungen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören unter anderem Veränderungen der
gesamtwirtschaftlichen Lage, der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation,
der Wechselkurse und Zinssätze sowie der Gesetzeslage. Die INDUS Holding AG übernimmt
keinerlei Gewährleistung und Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die
künftigen tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Zwischenbericht geäußerten Annahmen
und Schätzungen übereinstimmen. Die in diesem Bericht getroffenen Annahmen und Schätzungen
werden nicht aktualisiert. www.indus.de |
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