INDUS Holding AG

Bergisch Gladbach

Zwischenbericht zum 30.06.2018

HIGHLIGHTS

INDUS setzt gute Entwicklung fort

Umsatz plus 5,1 % mit starkem organischen Wachstum

Ergebnis je Aktie wächst überproportional auf 1,76 Euro

KENNZAHLEN

scroll


(in Mio. EUR)

H1 2018 H1 2017
Umsatz 844,7 803,5
EBITDA 109,4 103,4
EBIT 76,2 72,7
EBIT-Marge (in %) 9,0 9,0
EBIT bereinigt 81,2 78,5
EBIT-Marge bereinigt (in %) 9,6 9,8
Konzern-Jahresüberschuss (Ergebnis nach Steuern) 43,7 39,0
Operativer Cashflow -22,4 9,8
Cashflow aus Geschäftstätigkeit -33,5 -1,1
Cashflow aus Investitionstätigkeit -28,2 -63,8
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 27,9 39,5


scroll

30.6.2018 31.12.2017
Bilanzsumme 1.717,8 1.653,2
Eigenkapital 681,3 673,8
Eigenkapitalquote (in %) 39,7 40,8
Nettoverschuldung 513,1 398,9
Liquide Mittel 102,1 135,9
Beteiligungen (Anzahl zum Stichtag) 45 45


KURSENTWICKLUNG DER INDUS-AKTIE JANUAR BIS JULI 2018 INKL. DIVIDENDE (in %)

BRIEF AN DIE AKTIONÄRE

Sehr geehrte Damen und Herren

in einem anhaltend günstigen konjunkturellen Umfeld entwickeln sich unsere Beteiligungen weiterhin gut im Rahmen der Erwartungen. Deshalb, und dies sei schon einmal vorweggenommen, bestätigt der Vorstand die wirtschaftlichen Zielwerte für das Gesamtjahr 2018.

Der Umsatz der Gruppe stieg gegenüber dem ersten Halbjahr 2017 um 5,1 % auf 844,7 Mio. EUR. Das Umsatzwachstum wurde weitgehend organisch erwirtschaftet und besonders von Zuwächsen in den Segmenten Bau/Infrastruktur und Metalltechnik getragen. Dieses starke organische Wachstum ist der Lohn der Investitionsoffensive der letzten Jahre.

Das EBIT stieg im Halbjahresvergleich um 4,8 % auf 76,2 Mio. EUR, was einer EBIT-Marge von 9,0 % entspricht. Um operative Effekte aus Unternehmenserwerben bereinigt erreichte die EBIT-Marge 9,6 %.

Mit Ausnahme des Segments Fahrzeugtechnik liegen zum Halbjahr alle Segmente mit ihren EBIT-Margen im Rahmen der Prognose. Auch im Segment Medizintechnik - hier spüren die Beteiligungen auf hohem Ertragsniveau gegenwärtig eine steigende Wettbewerbsintensität und regulatorische Anforderungen - gehen wir davon aus, dass die Marge im Jahresverlauf im Zielkorridor landen wird.

Unser langfristiges Ziel in der Gruppe bleibt eine EBIT-Marge von 10 % plus x. Dass die Marge zurzeit unterhalb dieses Wertes liegt, hängt im Wesentlichen mit der herausfordernden Situation im Segment Fahrzeugtechnik zusammen. Unsere Zulieferer in die Fahrzeugserie sind weiterhin mit extrem hohem Margendruck konfrontiert. Die laufende Repositionierung eines Serienzulieferers entwickelt sich -mit den entsprechenden Sonderbelastungen - gemäß Fahrplan. Dass wir in Summe mit dem Gesamtportfolio dennoch nahe an der Zielschwelle liegen, zeigt, wie gut das diversifizierte INDUS-Portfolio aufgestellt ist.

In Verbindung mit dem strukturellen Umbruch in der Fahrzeugbranche fragen wir uns verstärkt, inwieweit in diesem Segment in Einzelfällen ein Exit sinnvoll sein könnte. Neben der Frage, ob ein Unternehmen perspektivisch einen für INDUS attraktiven EBIT-Beitrag leisten kann, ist für uns auch immer die Frage zentral, ob ein anderer Eigentümer dem Unternehmen und dessen Mitarbeitern langfristig bessere Entwicklungsmöglichkeiten bieten könnte. So wie unsere Strategie es vorsieht, soll die Trennung von einem Unternehmen aber immer eine Ausnahme bleiben.

Verunsicherung verursachen weiterhin die rahmenpolitischen Unwägbarkeiten wie die noch immer ungeklärte Brexit-Frage und das handelspolitische Verhalten der US-Regierung. Im Moment gehen wir aber nicht davon aus, dass diese die Entwicklungen und damit auch die Internationalisierungsbestrebungen unserer Beteiligungen im laufenden Geschäftsjahr grundlegend beeinträchtigen werden.

Über ihre Innovationsarbeit nehmen unsere Beteiligungen einen sehr wichtigen Hebel für ihren zukünftigen Erfolg weiter mit Nachdruck in die eigenen Hände. Dies lässt sich auch an der wachsenden Zahl laufender Förderbankprojekte festmachen: Stand August 2018 werden 16 Projekte von INDUS unterstützt. Aus dem bereits bekannten eBus-Cluster erwachsen bereits Umsätze. Bei anderen Projekten zum Beispiel zur VR-Technologie oder zu Cloud-Lösungen für Tankstellen stehen Marktplatzierungen kurz bevor. Ein neues und aus unserer Sicht sehr vielversprechendes Projekt greift mit der Anschaffung einer großen Pilotanlage gerade den Metall-3D-Druck auf.

Zur weiteren Entwicklung des Potenzials unserer Gruppe als Ganzes bleiben wir aktiv auf der Suche nach passenden Zukäufen. Wir gehen davon aus, dass wir trotz des aktuell heiß gelaufenen M&A-Markts bis Ende dieses Jahres wieder ein bis zwei Unternehmen auf erster Ebene in unsere Gruppe aufnehmen können. Fokus für die Zukäufe bleiben Unternehmen, die in unseren definierten Zukunftsbranchen unterwegs sind.

An den Planungen für das Gesamtjahr halten wir fest: In einem voraussichtlich weiterhin günstigen Konjunkturumfeld erwarten wir exklusive Akquisitionen einen Umsatz zwischen 1,65 und 1,70 Mrd. EUR und ein EBIT zwischen 154 und 160 Mio. EUR. Gleichzeitig bleiben wir in Bezug auf das wirtschaftliche Umfeld sehr aufmerksam: Denn die Wirtschaft unterliegt nun einmal Zyklen. Und die laufende Hochkonjunktur währt bereits deutlich länger als in der Vergangenheit üblich.


Bergisch Gladbach im August 2018

scroll
Dr. Johannes Schmidt Axel Meyer
Rudolf Weichert


ZWISCHENLAGEBERICHT

GESCHÄFTSVERLAUF DER INDUS-GRUPPE IN DEN ERSTEN SECHS MONATEN 2018

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER INDUS HOLDING AG (in Mio. EUR)

scroll




DIFFERENZ

H1 2018 H1 2017 ABSOLUT IN %
Umsatz 844,7 803,5 41,2 5,1
Sonstige betriebliche Erträge 5,5 7,4 -1,9 -25,7
Aktivierte Eigenleistungen 2,1 2,2 -0,1 -4,5
Bestandsveränderung 29,7 8,4 21,3 >100
Gesamtleistung 882,0 821,5 60,5 7,4
Materialaufwand -407,2 -372,9 -34,3 -9,2
Personalaufwand -252,2 -235,2 -17,0 -7,2
Sonstiger betrieblicher Aufwand -113,2 -110,8 -2,4 -2,2
Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen -0,1 0,7 -0,8 <-100,0
Übriges Finanzergebnis 0,1 0,1 0,0 0,0
EBITDA 109,4 103,4 6,0 5,8
Abschreibungen -33,2 -30,7 -2,5 -8,1
Operatives Ergebnis (EBIT) 76,2 72,7 3,5 4,8
Zinsergebnis -9,2 -12,4 3,2 25,8
Ergebnis vor Steuern (EBT) 67,0 60,3 6,7 11,1
Steuern -23,3 -21,3 -2,0 -9,4
Ergebnis nach Steuern 43,7 39,0 4,7 12,1
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 0,6 0,3 0,3 100,0
davon Anteile der INDUS-Aktionäre 43,1 38,7 4,4 11,4


Die INDUS-Gruppe liegt zum Halbjahr 2018 auf Kurs. Umsatz und operatives Ergebnis (EBIT) entwickeln sich planmäßig. Das Segment Bau/Infrastruktur ist auf einem Top-Level. Das Segment Maschinen- und Anlagenbau läuft weiter gut. Darüber hinaus hat sich das Segment Metalltechnik gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Hierdurch konnten die rückläufigen Ergebnisse in der Fahrzeugtechnik kompensiert werden.

UMSATZ UM 5,1 % GEWACHSEN

Die INDUS-Gruppe erwirtschaftete im ersten Halbjahr einen Konzernumsatz in Höhe von 844,7 Mio. EUR. Dieser lag um 41,2 Mio. EUR bzw. 5,1 % höher als im Vorjahresvergleichszeitraum. Der Umsatzanstieg ist im Wesentlichen auf organisches Wachstum in den Segmenten Metalltechnik (Zuwachs im Bereich der Hartmetallfertigung) und Bau/Infrastruktur zurückzuführen. Der Konzernumsatz für das zweite Quartal 2018 erreichte 436,6 Mio. EUR (Vorjahr: 422,5 Mio. EUR), nach 408,2 Mio. EUR im ersten Quartal (Vorjahr: 381,0 Mio. EUR).

Die Materialaufwandsquote stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 46,4 % auf 48,2 %. Ursache hierfür sind höhere Einkaufspreise für Rohstoffe (Metalle) sowie der gestiegene Einsatz von Leiharbeitern (bezogene Leistungen) infolge der hohen Kapazitätsauslastungen. Die Personalaufwandsquote erhöhte sich unter anderem infolge im Vorjahr abgeschlossener Tarifverträge von 29,3 % auf 29,9 %.

Die Abschreibungen erhöhten sich um 8,1 % auf 33,2 Mio. EUR. Dies ist bedingt durch die gestiegenen Sachinvestitionen der vergangenen Jahre.

OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT) AUF KURS

Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 4,8 % von 72,7 Mio. EUR in den ersten sechs Monaten 2017 auf 76,2 Mio. EUR im Berichtszeitraum. Die EBIT-Marge ist mit 9,0 % exakt auf dem Vorjahreswert.

2. QUARTAL 2018 MIT EBIT-ANSTIEG UM 7,4 %

In der Einzelbetrachtung des zweiten Quartals ist eine operative Ergebnisverbesserung um 2,8 Mio. EUR von 38,0 Mio. EUR im zweiten Quartal 2017 im Vergleich zu 40,8 Mio. EUR im zweiten Quartal 2018 erzielt worden. Dies entspricht einem Anstieg um 7,4 %. Die EBIT-Marge für das Einzelquartal beträgt 9,3 % und liegt um 0,3 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahresvergleichszeitraums (9,0 %).

BEREINIGTE EBIT-MARGE BEI 9,6 %

Das bereinigte operative EBIT lag nach den ersten sechs Monaten 2018 bei 81,2 Mio. EUR nach 78,5 Mio. EUR im Vergleichszeitraum. Dies entspricht einem Anstieg von 3,4 %. Die bereinigte EBIT-Marge in den ersten sechs Monaten 2018 beträgt 9,6 % im Vergleich zu 9,8 % für den entsprechenden Zeitraum 2017. Im bereinigten operativen EBIT sind Ergebniseffekte aus Unternehmenserwerben eliminiert. Es handelt sich dabei um Abschreibungen auf Fair-Value-Anpassungen im Anlagevermögen und im Vorratsvermögen (Auftragsbestand) der erworbenen Unternehmen sowie um Anschaffungsnebenkosten aus den Unternehmenserwerben. Diese Belastungen sind derzeit rückläufig, da einige Ergebniseffekte aus vergangenen Akquisitionen ausgelaufen sind.

ÜBERLEITUNG (in Mio. EUR)

scroll



DIFFERENZ

H1 2018 H1 2017 ABSOLUT IN %
Operatives Ergebnis (EBIT) 76,2 72,7 3,5 4,8
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte aus Fair-Value-Anpassungen aus Erstkonsolidierungen*
4,3 3,9 0,4 10,3
Belastungen aus Fair-Value-Anpassungen im
Vorratsvermögen/Auftragsbestand aus Erstkonsolidierungen und Anschaffungsnebenkosten**
0,7 1,9 -1,2 -63,2
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT) 81,2 78,5 2,7 3,4


* Die Abschreibungen der Fair-Value-Anpassungen beziehen sich auf identifizierte Vermögenswerte zu Zeitwerten im Zusammenhang mit den Akquisitionen der INDUS-Gruppe.
** Die Belastungen aus Fair-Value-Anpassungen im Vorratsvermögen/Auftragsbestand beziehen sich auf identifizierte Mehrwerte, die im Rahmen der Kaufpreisallokation angesetzt werden und nach der Erstkonsolidierung aufwandswirksam werden.


Das Zinsergebnis in Höhe von -9,2 Mio. EUR verbesserte sich um 3,2 Mio. EUR. Im Zinsergebnis sind Zinsen für die Bewertung von Zinsswaps und Minderheitsanteilen sowie Zinsen für das operative Geschäft ausgewiesen: Beide Zinspositionen sind nach sechs Monaten des Geschäftsjahres niedriger als im Vorjahreszeitraum. Für den Berichtszeitraum betrug das operative Zinsergebnis 6,1 Mio. EUR; im Vorjahreszeitraum lag es bei 7,2 Mio. EUR. Der Zinsaufwand für die Anteile von Minderheitsgesellschaftern sank um 2,2 Mio. EUR auf 3,0 Mio. EUR. Ursache hierfür ist unter anderem der Erwerb von Minderheitsanteilen, deren Aufwand bisher das Zinsergebnis belastet hat.

ERGEBNIS JE AKTIE 1,76 EUR

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verbesserte sich um erfreuliche 11,1 % auf 67,0 Mio. EUR. Die Steuerquote sank leicht von 35,3 % im Vorjahr auf 34,8 % im Berichtszeitraum. Vor Abzug der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter führte dies zu einem um 4,7 Mio. EUR verbesserten Periodenergebnis (Ergebnis nach Steuern) von 43,7 Mio. EUR (Vorjahr: 39,0 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich auf 1,76 EUR nach 1,58 EUR im Vorjahresvergleichszeitraum. Dies entspricht einem Anstieg von 11,4 %.

In den ersten sechs Monaten 2018 waren in den Unternehmen der INDUS-Gruppe durchschnittlich 10.579 Mitarbeiter (Vorjahr: 10.032 Mitarbeiter) beschäftigt.

INVESTITIONEN UND ZUKÄUFE 2018

2018 konnten bereits drei INDUS-Beteiligungen Zukäufe vermelden: AURORA erwarb im Januar den Elektronikspezialisten EE ELECTRONIC EQUIPMENT B.V. mit Sitz in Weert (NL). Die Gesellschaft produziert kundenindividuelle elektronische Steuerungskomponenten für Applikationen in der Automobil-, Beleuchtungs- und Verpackungsindustrie.

Im März 2018 unterzeichnete OFA Bamberg den Kaufvertrag zur Übernahme der Aktivitäten eines Handelsunternehmens für medizinische Hilfsmittel in Süddeutschland.

Ferner konnte im Juli eine weitere INDUS-Beteiligung einen namhaften Anbieter von hochwertigen Raumklimageräten erwerben. Das Portfoliounternehmen aus dem Segment Bau/Infrastruktur sichert sich mit diesem Zukauf eine strategische Vertriebserweiterung im margenstarken Geschäft des Kälte-/Klima-Fachhandwerks.

Ihrem mehrstufigen Transaktionsmodell entsprechend erwarb INDUS planmäßig die Restanteile an der ROLKO Kohlgrüber GmbH (25 %) sowie von IEF-Werner (25 %). Der Erwerb der Restanteile an RAGUSE (20 %) durch INDUS erfolgte im Juli 2018.

Darüber hinaus gingen die Restanteile der PROVIS Steuerungstechnik GmbH (25 %) an die INDUS-Beteiligung BUDDE Fördertechnik über. Das INDUS-Portfolio besteht aktuell aus 45 mittelständischen Beteiligungen.

SEGMENTBERICHT

Die INDUS Holding AG gliedert ihr Beteiligungsportfolio in fünf Segmente: Bau/Infrastruktur, Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Metalltechnik. Zum 30. Juni 2018 umfasste das Beteiligungsportfolio 45 operative Einheiten.

BAU/INFRASTRUKTUR

WACHSTUM HÄLT AN

Im Segment Bau/Infrastruktur verzeichneten die INDUS-Beteiligungen erneut einen Umsatz- und Ergebnisanstieg. Der Segmentumsatz konnte gegenüber dem Vorjahr um 10,1 Mio. EUR bzw. 6,2 % gesteigert werden und erreichte 172,0 Mio. EUR im Berichtszeitraum. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 7,0 % auf 23,0 Mio. EUR (Vorjahr: 21,5 Mio. EUR) an. Die EBIT-Marge erreichte mit 13,4 % einen sehr guten Wert und liegt um 0,1 Prozentpunkte über dem bereits hohen Vorjahreswert. Die Anstiege bei Umsatz und EBIT betrafen insbesondere den Bereich Versorgungsnetz-Infrastruktur und sind ausschließlich organisch erwirtschaftet worden.

Insgesamt bewegen sich die INDUS-Beteiligungen des Segments Bau/Infrastruktur auf höchstem Niveau. Dabei arbeiten sie an ihrer Kapazitätsgrenze. Einige Beteiligungen sind von der Knappheit im Bereich der Rohstoffe sowie den damit einhergehenden steigenden Rohstoffpreisen betroffen. Zudem kämpfen sie mit einem zunehmend enger werdenden Facharbeitermarkt.

Die Investitionen in Höhe von 5,9 Mio. EUR betrafen wie im Vorjahr ausschließlich Sachinvestitionen.

KENNZAHLEN BAU/INFRASTRUKTUR (in Mio. EUR)

scroll



DIFFERENZ

H1 2018 H1 2017 ABSOLUT IN %
Umsatzerlöse mit externen Dritten 172,0 161,9 10,1 6,2
EBITDA 27,9 25,7 2,2 8,6
Abschreibungen -4,9 -4,2 -0,7 -16,7
EBIT 23,0 21,5 1,5 7,0
EBIT-Marge in % 13,4 13,3 0,1 pp -
Investitionen 5,9 6,3 -0,4 -6,3
Mitarbeiter 1.773 1.672 101 6,0


FAHRZEUGTECHNIK

SERIENGESCHÄFT MIT RÜCKGÄNGEN

Der Umsatz im Bereich Fahrzeugtechnik stieg um 4,2 Mio. EUR bzw. 2,2 % auf 196,5 Mio. EUR an. Das Umsatzwachstum resultierte aus einem Anstieg im Bereich der Heiz- und Klimasysteme für Nutzfahrzeuge und der erstmaligen Einbeziehung der im Januar erworbenen Beteiligung EE ELECTRONIC EQUIPMENT. Bei den Serienzulieferern sind hingegen sinkende Umsatzerlöse aufgrund von auslaufenden Aufträgen und rückläufigen Abrufen zu verzeichnen. Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit 4,2 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahreswert (7,9 Mio. EUR). Hierfür sind die operativen Verluste bei der bekannten Beteiligung im Repositionierungsprozess, der stetig wachsende Margendruck bei den Serienzulieferern sowie die generellen Absatzrückgänge bei den Automobilzulieferern aufgrund von Dieselskandal und Abgasaffäre verantwortlich. Darüber hinaus wurden die Beteiligungen durch die gestiegenen Einstandspreise für Stahl belastet.

Die EBIT-Marge betrug für das erste Halbjahr 2,1 %, wobei wir für das Gesamtjahr 2018 eine leichte EBIT-Margenverbesserung erwarten.

Die Investitionen betrugen im ersten Halbjahr 11,0 Mio. EUR. Sie beinhalten neben Sachinvestitionen auch den Erwerb des Elektronikspezialisten EE ELECTRONIC EQUIPMENT durch die INDUS-Tochter AURORA.

KENNZAHLEN FAHRZEUGTECHNIK (in Mio. EUR)

scroll



DIFFERENZ

H1 2018 H1 2017 ABSOLUT IN %
Umsatzerlöse mit externen Dritten 196,5 192,3 4,2 2,2
EBITDA 15,7 18,7 -3,0 -16,0
Abschreibungen -11,5 -10,8 -0,7 -6,5
EBIT 4,2
7,9
-3,7 -46,8
EBIT-Marge in % 2,1 4,1 -2,0 pp -
Investitionen 11,0 13,0 -2,0 -15,4
Mitarbeiter 3.552 3.559 -7 -0,2


MASCHINEN- UND ANLAGENBAU

SOLIDER GESCHÄFTSVERLAUF

Der Segmentumsatz im Maschinen- und Anlagenbau stieg um 8,3 Mio. EUR auf 182,3 Mio. EUR an. Dies ist auf organisches Wachstum im Bereich Logistik und die Neuerwerbe des Vorjahres M+P INTERNATIONAL und PEISELER zurückzuführen, die erstmalig vollständig einbezogen wurden.

Das operative Ergebnis (EBIT) erreichte mit 22,6 Mio. EUR einen um 3,4 Mio. EUR geringeren Wert als im Vorjahr, verbleibt aber insgesamt auf einem sehr hohen Niveau. Bei zwei Beteiligungen aus dem Großanlagenbau konnte das Wachstum der letzten Jahre aufgrund einer normalisierten Auftragslage und damit einhergehender geringerer Ergebnisse nicht fortgeführt werden.

Die EBIT-Marge lag mit 12,4 % im Zielkorridor von 12 bis 14 %. Für das Gesamtjahr erwarten wir abermals ein Erreichen eines Werts innerhalb des Zielkorridors.

Die Investitionen betrugen 4,4 Mio. EUR und betrafen ausschließlich Sachinvestitionen. Die Investitionen des Vorjahres beinhalteten neben den Sachinvestitionen den Erwerb der M+P-Gruppe und PEISELER-Gruppe.

KENNZAHLEN MASCHINEN- UND ANLAGENBAU (in Mio. EUR)

scroll



DIFFERENZ

H1 2018 H1 2017 ABSOLUT IN %
Umsatzerlöse mit externen Dritten 182,3 174,0 8,3 4,8
EBITDA 28,5 31,0 -2,5 -8,1
Abschreibungen -5,9 -5,0 -0,9 -18,0
EBIT 22,6 26,0 -3,4 -13,1
EBIT-Marge in % 12,4 15,0 -2,6 pp -
Investitionen 4,4 35,6 -31,2 -87,6
Mitarbeiter 1.981 1.734 247 14,2


MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK

NACHFRAGE ETWAS RÜCKLÄUFIG

Im Bereich Medizin- und Gesundheitstechnik sank der Umsatz in den ersten sechs Monaten gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum leicht um 0,9 % auf 77,7 Mio. EUR.

Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit 8,4 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 9,3 Mio. EUR). Die EBIT-Marge liegt entsprechend mit 10,8 % um 1,1 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert (11,9 %). Ursache für den Rückgang bei Umsatz und EBIT sind die Produktbereiche der Vliesstoffe und OP-Sets. Diese Produktbereiche sind wettbewerbsintensiv und brachten im ersten Halbjahr unerwartete Kundenverluste mit sich. Eine Kompensation in diesen Bereichen wird sich voraussichtlich erst im nächsten Geschäftsjahr positiv bemerkbar machen. Weiterhin ist das Segment durch gestiegene Lohnkosten in ausländischen Produktionsstätten belastet.

Für das Gesamtjahr erwarten wir im Segment wieder steigende Umsätze und Ergebnisse, sodass die Zielmarge von 13 bis 15 % realistisch bleibt.

Die Investitionen lagen mit 3,2 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres (3,5 Mio. EUR).

KENNZAHLEN MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK (in Mio. EUR)

scroll



DIFFERENZ

H1 2018 H1 2017 ABSOLUT IN %
Umsatzerlöse mit externen Dritten 77,7 78,4 -0,7 -0,9
EBITDA 11,9 12,7 -0,8 -6,3
Abschreibungen -3,5 -3,4 -0,1 -2,9
EBIT 8,4 9,3 -0,9 -9,7
EBIT-Marge in % 10,8 11,9 -1,1 pp -
Investitionen 3,2 3,5 -0,3 -8,6
Mitarbeiter 1.662 1.511 151 10,0


METALLTECHNIK

DEUTLICHER AUFWÄRTSTREND

Das Segment Metalltechnik konnte eine Umsatzsteigerung um gute 9,9 % auf 216,3 Mio. EUR erzielen. Das Wachstum wurde insbesondere durch den Bereich der Hartmetallwerkzeuge erwirtschaftet.

Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit 22,5 Mio. EUR für die ersten sechs Monate 2018 um hervorragende 87,5 % über dem Vorjahreswert (12,0 Mio. EUR). Die EBIT-Marge betrug 10,4 % und konnte damit gegenüber der Marge zum ersten Halbjahr 2017 (6,1 %) um sehr gute 4,3 Prozentpunkte gesteigert werden. Der Repositionierungsprozess einer Beteiligung verläuft planmäßig, und die Sonderbelastungen des Vorjahres fallen weg. Dieses schlägt sich in besseren Ergebnissen nieder.

Für das Gesamtjahr wird voraussichtlich eine EBIT-Marge am oberen Ende des Korridors von 8 bis 10 % erreicht werden.

Das Investitionsvolumen lag mit 3,9 Mio. EUR auf Vorjahresniveau.

KENNZAHLEN METALLTECHNIK (in Mio. EUR)

scroll



DIFFERENZ

H1 2018 H1 2017 ABSOLUT IN %
Umsatzerlöse mit externen Dritten 216,3 196,8 19,5 9,9
EBITDA 29,5 19,0 10,5 55,3
Abschreibungen -7,0 -7,0 0,0 -
EBIT 22,5 12,0 10,5 87,5
EBIT-Marge in % 10,4 6,1 4,3 pp -
Investitionen 3,9 4,1 -0,2 -4,9
Mitarbeiter 1.575 1.526 49 3,2


FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG, VERKÜRZT (in Mio. EUR)

scroll



DIFFERENZ

H1 2018 H1 2017 ABSOLUT IN %
Operativer Cashflow -22,4 9,8 -32,2 <-100
Zinsen -11,1 -10,9 -0,2 -1,8
Cashflow aus Geschäftstätigkeit -33,5 -1,1 -32,4 <-100
Auszahlungen für Investitionen -28,9 -64,1 35,2 54,9
Einzahlungen aus Abgängen von Vermögenswerten 0,7 0,3 0,4 >100
Cashflow aus Investitionstätigkeit -28,2 -63,8 35,6 -55,8
Auszahlung Dividende -36,7 -33,0 -3,7 -11,2
Auszahlungen Minderheitsgesellschafter -0,3 -0,4 0,1 -25,0
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 129,0 122,9 6,1 5,0
Auszahlung aus der Tilgung von Krediten -48,4 -50,0 1,6 3,2
Auszahlungen aus der Tilgung bedingter Kaufpreisverbindlichkeiten -15,7 0,0 -15,7 -
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 27,9 39,5 -11,6 -29,4
Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel -33,8 -25,4 -8,4 -33,1
Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel 0,0 -0,6 0,6 100,0
Liquide Mittel am Anfang der Periode 135,9 127,2 8,7 6,8
Liquide Mittel am Ende der Periode 102,1 101,2 0,9 0,9


KAPITALFLUSSRECHNUNG: OPERATIVER CASHFLOW WEITER DEUTLICH UNTER VORJAHRESNIVEAU

Ausgehend von einem Ergebnis nach Steuern von 43,7 Mio. EUR (Vorjahr: 39,0 Mio. EUR) wurde im Berichtszeitraum ein operativer Cashflow in Höhe von -22,4 Mio. EUR (Vorjahr: 9,8 Mio. EUR) erzielt. Ursache hierfür ist der Anstieg des Working Capital um 87,3 Mio. EUR. Insbesondere in Erwartung weiter steigender Materialeinkaufspreise haben einzelne Gesellschaften ihr Vorratsvermögen, im Wesentlichen den Bestand an Rohstoffen, erhöht. Darüber hinaus haben ein bewusster Aufbau der unfertigen Erzeugnisse und ein gestiegener Forderungsbestand das Working Capital anwachsen lassen. Wir gehen davon aus, dass sich das Working Capital bis zum Jahresende verringert, aber auf einem deutlich höheren Niveau als im Vorjahr verbleibt. Der Mittelabfluss für gezahlte Zinsen lag mit -11,1 Mio. EUR auf Vorjahresniveau (-10,9 Mio. EUR). Insgesamt sank der Cashflow aus Geschäftstätigkeit um -32,4 Mio. EUR auf -33,5 Mio. EUR.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit betrug im Berichtszeitraum -28,2 Mio. EUR und lag damit deutlich unter dem Vorjahreswert (-63,8 Mio. EUR). Die Sachinvestitionen sind gegenüber dem Vorjahr um 3,8 Mio. EUR gesunken. Die Ausgaben für den Erwerb von Tochtergesellschaften betrugen mit -1,6 Mio. EUR deutlich weniger als im Vorjahr (-32,4 Mio. EUR). Im Vorjahreszeitraum wurden die M+P-Gruppe und PEISELER-Gruppe zugekauft. Im aktuellen Berichtsjahr wurde EE ELECTRONIC EQUIPMENT als strategische Ergänzung von AURORA erworben.

Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit betrug 27,9 Mio. EUR. Dieser resultierte aus einer Nettokreditaufnahme in Höhe von 80,6 Mio. EUR (Vorjahr: 72,9 Mio. EUR) abzüglich der Zahlung der Dividende in Höhe von -36,7 Mio. EUR (Vorjahr: -33,0 Mio. EUR) und der Auszahlung aus der Tilgung von bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten in Höhe von -15,7 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR). Die liquiden Mittel lagen mit 102,1 Mio. EUR deutlich unter dem Bestand zum 31. Dezember 2017 (135,9 Mio. EUR).

KONZERNBILANZ, VERKÜRZT (in Mio. EUR)

scroll



DIFFERENZ

30.6.2018 31.12.2017 ABSOLUT IN %
AKTIVA



Langfristige Vermögenswerte 948,2 953,6 -5,4 -0,6
Anlagevermögen 937,2 942,2 -5,0 -0,5
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 11,0 11,4 -0,4 -3,5
Kurzfristige Vermögenswerte 769,6 699,6 70,0 10,0
Vorräte 398,1 339,2 58,9 17,4
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 269,4 224,5 44,9 20,0
Liquide Mittel 102,1 135,9 -33,8 -24,9
Bilanzsumme 1.717,8 1.653,2 64,6 3,9
PASSIVA



Langfristige Finanzierungsmittel 1.345,8 1.234,8 111,0 9,0
Eigenkapital 681,3 673,8 7,5 1,1
Fremdkapital 664,5 561,0 103,5 18,4
davon Rückstellungen 45,6 46,3 -0,7 -1,5
davon Verbindlichkeiten und latente Steuern 618,9 514,7 104,2 20,2
Kurzfristige Finanzierungsmittel 372,0 418,4 -46,4 -11,1
davon Rückstellungen 81,8 72,4 9,4 13,0
davon Verbindlichkeiten 290,2 346,0 -55,8 -16,1
Bilanzsumme 1.717,8 1.653,2 64,6 3,9


BILANZ: DEUTLICHER ANSTIEG VON VORRÄTEN UND FORDERUNGEN

Die Konzernbilanzsumme der INDUS-Gruppe lag zum Stichtag mit 1.717,8 Mio. EUR um 3,9 % höher als zum 31. Dezember 2017. Hierfür sind insbesondere der Aufbau von Vorräten (+58,9 Mio. EUR) sowie Forderungen und sonstige Vermögenswerte (+44,9 Mio. EUR) verantwortlich. Der Gesamtbetrag des Working Capital zum 30. Juni 2018 belief sich auf 490,2 Mio. EUR und war damit um 87,3 Mio. EUR bzw. 21,7 % höher als zum Jahresende 2017 (402,9 Mio. EUR). Wie bereits vorne beschrieben und näher erläutert, sind die Ursachen für das gestiegene Working Capital die ausgeweitete Geschäftstätigkeit (Gesamtleistung +7,4 %) sowie der Aufbau von Vormaterialien, unfertigen Erzeugnissen und Forderungen.

Das Eigenkapital stieg um 1,1 % an. Die Eigenkapitalquote zum 30. Juni 2018 betrug 39,7 % und lag damit etwas niedriger als zum Jahresende 2017 (40,8 %) und leicht unter unserer Zielquote von 40,0 %. Der Aufbau der langfristigen Verbindlichkeiten um 104,2 Mio. EUR ist zum einen auf einen erhöhten Finanzierungsbedarf und zum anderen auf eine Verschiebung von kurzfristigen Verbindlichkeiten hin zu langfristigen Verbindlichkeiten zurückzuführen.

WORKING CAPITAL (in Mio. EUR)

scroll



DIFFERENZ

30.6.2018 31.12.2017 ABSOLUT IN %
Vorräte 398,1 339,2 58,9 17,4
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 237,1 197,5 39,6 20,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -85,6 -66,2 -19,4 -29,3
Erhaltene Anzahlungen -22,8 -18,6 -4,2 -22,6
Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo -36,6 -49,0 12,4 25,3
Working Capital 490,2 402,9 87,3 21,7


Die Nettofinanzverbindlichkeiten betrugen 513,1 Mio. EUR zum 30. Juni 2018 und lagen um 114,2 Mio. EUR höher als zum 31. Dezember 2017. Die Veränderung ist auf eine Verringerung der liquiden Mittel (-33,8 Mio. EUR) und eine Erhöhung der Finanzschulden (+80,4 Mio. EUR) zurückzuführen. Die Erhöhung der Finanzschulden steht in direktem Zusammenhang mit dem Abbau der kurzfristigen Verbindlichkeiten.

NETTOFINANZVERBINDLICHKEITEN (in Mio. EUR)

scroll



DIFFERENZ

30.6.2018 31.12.2017 ABSOLUT IN %
Langfristige Finanzschulden 528,2 439,5 88,7 20,2
Kurzfristige Finanzschulden 87,0 95,3 -8,3 -8,7
Liquide Mittel -102,1 -135,9 33,8 24,9
Nettofinanzverbindlichkeiten 513,1 398,9 114,2 28,6


CHANCEN UND RISIKEN

Für den Chancen- und Risikobericht der INDUS Holding AG wird auf den Geschäftsbericht 2017 verwiesen. Zur frühzeitigen Erkennung, zur umfassenden Analyse und zum konsequenten Umgang mit Risiken betreibt die Gesellschaft ein effizientes Risikomanagementsystem. Die Ausgestaltung des Risikomanagements sowie die Bedeutung der einzelnen Risiken werden im Geschäftsbericht erläutert. Darin wird festgehalten, dass sich das Unternehmen keinen Risiken ausgesetzt sieht, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.

AUSBLICK

Die erfolgreiche Geschäftstätigkeit der INDUS-Beteiligungen wird im zweiten Halbjahr voraussichtlich weiter von einer starken Konjunktur gestützt. Trotz anhaltender Risikofaktoren wie dem chinesisch-amerikanischen Handelskonflikt oder der steigenden Unsicherheit im Brexit-Prozess sowie in Summe rückläufigen Konjunkturerwartungen bleiben die Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft und die INDUS-Beteiligungen positiv. Die Unternehmen der INDUS-Gruppe werden nach Einschätzung des Vorstandes deshalb ihre Geschäfte insgesamt gut weiterentwickeln können.

Die INDUS-Gruppe als Ganzes hat sich bei Umsatz und Ertrag in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2018 entsprechend der Planung entwickelt. Die Tendenz erhöhter Materialpreise, insbesondere für Rohstoffe, sowie steigender Lohnkosten bei hoher Kapazitätsauslastung wird anhalten und damit Druck auf das operative Ergebnis (EBIT) ausüben.

Insbesondere die Segmente Bau/Infrastruktur sowie Maschinen- und Anlagenbau werden auch in den kommenden Monaten tragende Ertragsstützen sein. Hinzu kommt ein deutlicher Aufwärtstrend im Segment Metalltechnik. Die Unternehmen im Segment Medizintechnik sehen sich auf einem hohen Ertragsniveau mit einer wachsenden Wettbewerbsintensität und steigenden regulatorischen Anforderungen konfrontiert. Im Segment Fahrzeugtechnik werden der marktbedingt hohe Margendruck und teilweise Umsatzrückgänge die Unternehmen im Seriengeschäft unter Handlungsdruck halten.

Trotz der Herausforderungen im Segment Fahrzeugtechnik bestätigt der Vorstand die Ziele für das Gesamtjahr 2018: einen Umsatz im Korridor zwischen 1,65 und 1,70 Mrd. EUR und ein EBIT zwischen 154 und 160 Mio. EUR (vor Einbeziehung der anteiligen Umsatz- und Ergebnisbeiträge der im Jahresverlauf getätigten Akquisitionen).

VERKÜRZTER KONZERNZWISCHENABSCHLUSS

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

FÜR DAS 1. HALBJAHR UND DAS 2. QUARTAL 2018

scroll
in TEUR ANHANG H1 2018 H1 2017 02 2018 02 2017
UMSATZERLÖSE
844.733 803.499 436.568 422.527
Sonstige betriebliche Erträge
5.479 7.353 2.809 3.765
Aktivierte Eigenleistungen
2.110 2.252 983 1.146
Bestandsveränderung
29.673 8.396 10.671 -6.566
Materialaufwand [3] -407.196 -372.862 -209.248 -190.479
Personalaufwand [4] -252.277 -235.278 -127.872 -120.008
Abschreibungen
-33.219 -30.672 -16.786 -15.635
Sonstiger betrieblicher Aufwand [5] -113.184 -110.773 -56.443 -57.133
Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen
-62 691 16 303
Finanzergebnis
133 117 65 58
OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT)
76.190 72.723 40.763 37.978
Zinserträge
38 55 22 21
Zinsaufwendungen
-9.205 -12.453 -4.010 -6.300
ZINSERGEBNIS [6] -9.167 -12.398 -3.988 -6.279
ERGEBNIS VOR STEUERN (EBT)
67.023 60.325 36.775 31.699
Steuern
-23.303 -21.279 -13.005 -11.248
ERGEBNIS NACH STEUERN
43.720 39.046 23.770 20.451
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
579 333 485 174
davon Anteile der INDUS-Aktionäre
43.141 38.713 23.285 20.277
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) in EUR [7] 1,76 1,58 0,95 0,83


KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

FÜR DAS 1. HALBJAHR UND DAS 2. QUARTAL 2018

scroll
in TEUR H1 2018 H1 2017 02 2018 02 2017
ERGEBNIS NACH STEUERN 43.720 39.046 23.770 20.451
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 1.164 482 178 966
Latente Steuern -284 -143 -37 -286
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden 880 339 141 680
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung 22 -2.771 212 -3.416
Veränderung der Marktwerte von Sicherungsinstrumenten (Cash Flow Hedge) -256 25 -846 -398
Latente Steuern 72 -4 206 63
Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden -162 -2.750 -428 -3.751
SONSTIGES ERGEBNIS 718 -2.411 -287 -3.071
GESAMTERGEBNIS 44.438 36.635 23.483 17.380
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 579 333 485 174
davon Anteile der INDUS-Aktionäre 43.859 36.302 22.998 17.206


Die im sonstigen Ergebnis erfolgsneutral erfassten Erträge und Aufwendungen enthalten versicherungsmathematische Gewinne aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von 1.164 TEUR (Vorjahr: 482 TEUR). Diese resultieren in erster Linie aus der Anhebung des Zinssatzes für inländische Verpflichtungen von 1,8 % zum 31. Dezember 2017 auf 1,9 % zum 30. Juni 2018. Der Zinssatz für ausländische Pensionen (Schweiz) hat sich um 0,17 % erhöht.

Das Ergebnis der Währungsumrechnung resultiert aus der Umrechnung der Abschlüsse einbezogener ausländischer Konzerngesellschaften. Die Veränderung der Marktwerte derivativer Finanzinstrumente resultiert aus den zur Zinsabsicherung abgeschlossenen Zinsswaps.

KONZERN-BILANZ

ZUM 30. JUNI 2018

AKTIVA

scroll
in TEUR ANHANG 30.6.2018 31.12.2017
Geschäfts- und Firmenwert
429.319 428.590
Sonstige immaterielle Vermögenswerte
84.020 86.454
Sachanlagen
394.335 397.008
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
5.127 5.220
Finanzanlagen
13.470 13.995
At-Equity-bewertete Anteile
10.841 10.903
Sonstige langfristige Vermögenswerte
2.424 2.594
Latente Steuern
8.664 8.862
Langfristige Vermögenswerte
948.200 953.626
Vorräte [8] 398.090 339.154
Forderungen [9] 237.101 197.528
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte
24.671 18.247
Laufende Ertragsteuern
7.603 8.750
Liquide Mittel
102.085 135.881
Kurzfristige Vermögenswerte
769.550 699.560
BILANZSUMME
1.717.750 1.653.186


PASSIVA

scroll
in TEUR ANHANG 30.6.2018 31.12.2017
Gezeichnetes Kapital
63.571 63.571
Kapitalrücklage
239.833 239.833
Übrige Rücklagen
374.693 367.509
Eigenkapital der INDUS-Aktionäre
678.097 670.913
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital
3.175 2.900
Eigenkapital
681.272 673.813
Pensionsrückstellungen
43.320 43.969
Sonstige langfristige Rückstellungen
2.270 2.377
Langfristige Finanzschulden
528.186 439.545
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten [10] 44.383 29.174
Latente Steuern
46.283 45.956
Langfristige Schulden
664.442 561.021
Sonstige kurzfristige Rückstellungen
81.807 72.384
Kurzfristige Finanzschulden
86.980 95.301
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
85.602 66.162
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten [10] 109.848 174.081
Laufende Ertragsteuern
7.799 10.424
Kurzfristige Schulden
372.036 418.352
BILANZSUMME
1.717.750 1.653.186


KONZERN-EIGENKAPITAL-VERÄNDERUNGSRECHNUNG

VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2018

scroll
in TEUR GEZEICHNETES
KAPITAL
KAPITAL-
RÜCKLAGE
GEWINN-
RÜCKLAGE
SONSTIGE
RÜCKLAGEN
EIGENKAPITAL
DER INDUS-
AKTIONÄRE
ANTEILE NICHT
BEHERRSCHENDER
GESELLSCHAFTER
STAND AM 31.12.2016 63.571 239.833 341.561 -3.027 641.938 2.630
Ergebnis nach Steuern

38.713
38.713 333
Sonstiges Ergebnis


-2.411 -2.411
Gesamtergebnis

38.713 -2.411 36.302 333
Dividendenzahlung

-33.008
-33.008 -404
STAND AM 30.6.2017 63.571 239.833 347.266 -5.438 645.232 2.559
STAND AM 31.12.2017 63.571 239.833 390.890 -23.381 670.913 2.900
Ergebnis nach Steuern

43.141
43.141 579
Sonstiges Ergebnis


718 718
Gesamtergebnis

43.141 718 43.859 579
Dividendenzahlung

-36.675
-36.675 -304
STAND AM 30.6.2018 63.571 239.833 397.356 -22.663 678.097 3.175


scroll
in TEUR EIGENKAPITAL
DES KONZERNS
STAND AM 31.12.2016 644.568
Ergebnis nach Steuern 39.046
Sonstiges Ergebnis -2.411
Gesamtergebnis 36.635
Dividendenzahlung -33.412
STAND AM 30.6.2017 647.791
STAND AM 31.12.2017 673.813
Ergebnis nach Steuern 43.720
Sonstiges Ergebnis 718
Gesamtergebnis 44.438
Dividendenzahlung -36.979
STAND AM 30.6.2018 681.272


Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter umfassen im Wesentlichen die Minderheitsanteile an der WEIGAND Bau GmbH sowie Tochtergesellschaften der ROLKO-Gruppe. Die Minderheitsanteile von Personengesellschaften sowie von Kapitalgesellschaften, bei denen aufgrund wechselseitiger Optionsvereinbarungen bereits zum Erwerbszeitpunkt der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums der betreffenden Minderheitsanteile vorlag, werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert.

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

FÜR DAS 1. HALBJAHR 2018

scroll
in TEUR H1 2018 H1 2017
Ergebnis nach Steuern 43.720 39.046
Abschreibungen/Zuschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 33.219 30.672
Steuern 23.303 21.279
Zinsergebnis 9.167 12.398
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge 578 -1.691
Veränderungen der Rückstellungen 8.668 11.400
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen sowie anderer Aktiva -101.540 -68.015
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten und anderer Passiva -14.459 -9.281
Erhaltene/gezahlte Ertragsteuern -25.076 -26.010
Operativer Cashflow -22.420 9.798
Gezahlte Zinsen -11.148 -10.910
Erhaltene Zinsen 38 55
Cashflow aus Geschäftstätigkeit -33.530 -1.057
Auszahlungen für Investitionen in

Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -27.123 -30.944
Finanzanlagen -203 -707
Anteile vollkonsolidierter Gesellschaften -1.626 -32.414
Einzahlungen aus Abgängen von sonstigen Anlagen 728 306
Cashflow aus Investitionstätigkeit -28.224 -63.759
Auszahlung Dividende -36.675 -33.008
Auszahlungen Minderheitsgesellschafter -304 -404
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 128.974 122.904
Auszahlung aus der Tilgung von Krediten -48.363 -50.038
Auszahlung aus der Tilgung von bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten -15.693 0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 27.939 39.454
Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel -33.815 -25.362
Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel 19 -660
Liquide Mittel am Anfang der Periode 135.881 127.180
Liquide Mittel am Ende der Periode 102.085 101.158


KONZERN-ANHANG

GRUNDLAGEN DES KONZERNABSCHLUSSES

[1] ALLGEMEINES

Die INDUS Holding AG mit Sitz in Bergisch Gladbach, Deutschland, hat ihren verkürzten Konzernzwischenabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar 2018 bis 30. Juni 2018 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Sofern nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben.

Dieser Zwischenabschluss wird in Übereinstimmung mit IAS 34 in verkürzter Form erstellt. Der Zwischenbericht ist nicht testiert und wurde auch keiner prüferischen Durchsicht unterzogen.

Über verpflichtend neu anzuwendende Standards wird gesondert im Bereich "Änderungen von Rechnungslegungsvorschriften" berichtet. Ansonsten werden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017 angewendet, die dort detailliert erläutert sind. Da der vorliegende Zwischenabschluss nicht den vollen Informationsumfang des Jahresabschlusses aufweist, ist dieser Abschluss im Kontext mit dem vorangegangenen Jahresabschluss zu betrachten.

Aus Sicht des Vorstands enthält der vorliegende Quartalsbericht alle üblichen, laufend vorzunehmenden Anpassungen, die für eine angemessene Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns notwendig sind. Die im ersten Halbjahr 2018 erzielten Ergebnisse lassen nicht notwendigerweise Vorhersagen über die Entwicklung des weiteren Geschäftsverlaufs zu.

Die Erstellung des Konzernabschlusses ist beeinflusst von Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie Annahmen und Schätzungen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden sowie Aufwendungen und Erträge auswirken. Wenn Zukunftserwartungen abzubilden sind, können die tatsächlichen Werte von den Schätzungen abweichen. Verändert sich die ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die Bilanzierung der entsprechenden Positionen erfolgswirksam angepasst.

[2] ÄNDERUNGEN VON RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN

Alle ab dem Geschäftsjahr 2018 verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsnormen sind in dem vorliegenden Zwischenabschluss umgesetzt.

Die neuen Standards haben keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzernabschlusses der INDUS Holding AG.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

[3] MATERIALAUFWAND

scroll
in TEUR H1 2018 H1 2017
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren -344.580 -305.217
Bezogene Leistungen -62.616 -67.645
Summe -407.196 -372.862


[4] PERSONALAUFWAND

scroll
in TEUR H1 2018 H1 2017
Löhne und Gehälter -213.961 -199.755
Soziale Abgaben -36.050 -33.348
Aufwendungen für Altersversorgung -2.266 -2.175
Summe -252.277 -235.278


[5] SONSTIGER BETRIEBLICHER AUFWAND

scroll
in TEUR H1 2018 H1 2017
Vertriebsaufwendungen -43.748 -42.932
Betriebsaufwendungen -40.638 -37.003
Verwaltungsaufwendungen -24.897 -24.585
Übrige Aufwendungen -3.901 -6.253
Summe -113.184 -110.773


[6] ZINSERGEBNIS

scroll
in TEUR H1 2018 H1 2017
Zinsen und ähnliche Erträge 38 55
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.167 -7.213
Zinsen operatives Geschäft -6.129 -7.158
Sonstige: Marktwerte Zinsswaps 7 7
Sonstige: Minderheitsanteile -3.045 -5.247
Zinsen Sonstige -3.038 -5.240
Summe -9.167 -12.398


Die Position "Sonstige: Minderheitsanteile" beinhaltet die Ergebnisauswirkung aus der Folgebewertung der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten (Call-/Put-Optionen) in Höhe von 659 TEUR (Vorjahr: 775 TEUR) sowie die Nachsteuerergebnisse, die Konzernfremden aus Anteilen von Personengesellschaften sowie Kapitalgesellschaften mit Call-/Put-Optionen zustehen. Der Ausweis erfolgt aus Konsistenzgründen im Zinsergebnis.

[7] ERGEBNIS JE AKTIE

scroll
in TEUR H1 2018 H1 2017
Ergebnis der INDUS-Aktionäre 43.141 38.713
Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Tsd. Stück) 24.451 24.451
Ergebnis je Aktie (in EUR) 1,76 1,58


ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

[8] VORRÄTE

scroll
in TEUR 30.6.2018 31.12.2017
Roh-, Hilfs- und Betriebstoffe 146.880 125.146
In Arbeit befindliche Erzeugnisse 114.172 88.205
Fertige Erzeugnisse und Waren 113.852 109.340
Geleistete Anzahlungen 23.186 16.463
Summe 398.090 339.154


[9] FORDERUNGEN

scroll
in TEUR 30.6.2018 31.12.2017
Forderungen an Kunden 211.231 180.138
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 23.774 15.693
Forderungen an assoziierte Unternehmen 2.096 1.697
Summe 237.101 197.528


[10] VERBINDLICHKEITEN

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten mit 50.860 TEUR (31.12.2017: 64.275 TEUR) bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert, soweit die Minderheitsgesellschafter durch Kündigung des Gesellschaftsvertrages oder aufgrund von Optionsvereinbarungen ihre Anteile INDUS andienen können.

SONSTIGE ANGABEN

[11] SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

SEGMENTINFORMATIONEN FÜR DIE GESCHÄFTSBEREICHE FÜR DAS 1. HALBJAHR 2018

SEGMENTBERICHT NACH IFRS 8 (in TEUR)

scroll

BAU/
INFRASTRUKTUR
FAHRZEUG-
TECHNIK
MASCHINEN-
UND
ANLAGENBAU
MEDIZIN- UND
GESUNDHEITS-
TECHNIK
METALL-
TECHNIK
SUMME
SEGMENTE
H1 2018





Umsatzerlöse mit externen Dritten 172.004 196.502 182.320 77.723 216.341 844.890
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften 15.918 38.992 29.479 9.141 27.316 120.846
Umsatzerlöse 187.922 235.494 211.799 86.864 243.657 965.736
Segmentergebnis (EBIT) 22.970 4.240 22.636 8.382 22.530 80.758
Ergebnis aus Equity-Bewertung -18 -167 123 0 0 -62
Abschreibungen -4.909 -11.431 -5.930 -3.516 -7.031 -32.817
Segment-EBITDA 27.879 15.671 28.566 11.898 29.561 113.575
Investitionen 5.926 11.026 4.393 3.193 3.931 28.469
davon Unternehmenserwerbe 0 1.626 0 0 0 1.626


scroll

ÜBERLEITUNG KONZERNABSCHLUSS
H1 2018

Umsatzerlöse mit externen Dritten -157 844.733
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften -120.846 0
Umsatzerlöse -121.003 844.733
Segmentergebnis (EBIT) -4.568 76.190
Ergebnis aus Equity-Bewertung 0 -62
Abschreibungen -402 -33.219
Segment-EBITDA -4.166 109.409
Investitionen 483 28.952
davon Unternehmenserwerbe 0 1.626


SEGMENTBERICHT NACH IFRS 8 (in TEUR)

scroll

BAU/
INFRASTRUKTUR
FAHRZEUG-
TECHNIK
MASCHINEN-
UND
ANLAGENBAU
MEDIZIN- UND
GESUNDHEITS-
TECHNIK
METALL-
TECHNIK
SUMME
SEGMENTE
H1 2017





Umsatzerlöse mit externen Dritten 161.929 192.272 174.039 78.372 196.833 803.445
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften 16.877 38.985 24.229 7.969 27.360 115.420
Umsatzerlöse 178.806 231.257 198.268 86.341 224.193 918.865
Segmentergebnis (EBIT) 21.494 7.913 26.038 9.305 11.956 76.706
Ergebnis aus Equity-Bewertung 373 182 136 0 0 691
Abschreibungen -4.215 -10.767 -4.923 -3.380 -7.055 -30.340
Segment-EBITDA 25.709 18.680 30.961 12.685 19.011 107.046
Investitionen 6.262 12.967 35.597 3.519 4.059 62.404
davon Unternehmenserwerbe 0 0 32.414 0 0 32.414


scroll

ÜBERLEITUNG KONZERNABSCHLUSS
H1 2017

Umsatzerlöse mit externen Dritten 54 803.499
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften -115.420 0
Umsatzerlöse -115.366 803.499
Segmentergebnis (EBIT) -3.983 72.723
Ergebnis aus Equity-Bewertung 0 691
Abschreibungen -332 -30.672
Segment-EBITDA -3.651 103.395
Investitionen 1.661 64.065
davon Unternehmenserwerbe 0 32.414


SEGMENTINFORMATIONEN FÜR DIE GESCHÄFTSBEREICHE FÜR DAS 2. QUARTAL 2018

SEGMENTBERICHT NACH IFRS 8 (in TEUR)

scroll

BAU/
INFRASTRUKTUR
FAHRZEUG-
TECHNIK
MASCHINEN-
UND
ANLAGENBAU
MEDIZIN- UND
GESUNDHEITS-
TECHNIK
METALL-
TECHNIK
SUMME
SEGMENTE
Q2 2018





Umsatzerlöse mit externen Dritten 95.126 98.389 93.491 38.764 110.639 436.409
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften 8.783 20.375 14.166 4.995 14.037 62.356
Umsatzerlöse 103.909 118.764 107.657 43.759 124.676 498.765
Segmentergebnis (EBIT) 15.185 1.859 10.144 4.629 11.169 42.986
Ergebnis aus Equity-Bewertung 105 -177 88 0 0 16
Abschreibungen -2.626 -5.722 -2.908 -1.767 -3.559 -16.582
Segment-EBITDA 17.811 7.581 13.052 6.396 14.728 59.568
Investitionen 2.635 4.055 2.149 2.271 2.688 13.798
davon Unternehmenserwerbe 0 0 0 0 0 0


scroll

ÜBERLEITUNG KONZERNABSCHLUSS
Q2 2018

Umsatzerlöse mit externen Dritten 159 436.568
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften -62.356 0
Umsatzerlöse -62.197 436.568
Segmentergebnis (EBIT) -2.223 40.763
Ergebnis aus Equity-Bewertung 0 16
Abschreibungen -204 -16.786
Segment-EBITDA -2.019 57.549
Investitionen 219 14.017
davon Unternehmenserwerbe 0 0


SEGMENTBERICHT NACH IFRS 8 (in TEUR)

scroll

BAU/
INFRASTRUKTUR
FAHRZEUG-
TECHNIK
MASCHINEN-
UND
ANLAGENBAU
MEDIZIN- UND
GESUNDHEITS-
TECHNIK
METALL-
TECHNIK
SUMME
SEGMENTE
Q2 2017





Umsatzerlöse mit externen Dritten 90.175 96.125 96.617 39.469 99.962 422.348
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften 8.947 20.523 13.052 4.387 13.912 60.821
Umsatzerlöse 99.122 116.648 109.669 43.856 113.874 483.169
Segmentergebnis (EBIT) 14.423 3.233 14.191 5.483 2.916 40.246
Ergebnis aus Equity-Bewertung 67 153 83 0 0 303
Abschreibungen -2.110 -5.472 -2.637 -1.696 -3.556 -15.471
Segment-EBITDA 16.533 8.705 16.828 7.179 6.472 55.717
Investitionen 2.656 6.262 22.303 2.630 1.851 35.702
davon Unternehmenserwerbe 0 0 20.702 0 0 20.702


scroll

ÜBERLEITUNG KONZERNABSCHLUSS
Q2 2017

Umsatzerlöse mit externen Dritten 179 422.527
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften -60.821 0
Umsatzerlöse -60.642 422.527
Segmentergebnis (EBIT) -2.268 37.978
Ergebnis aus Equity-Bewertung 0 303
Abschreibungen -164 -15.635
Segment-EBITDA -2.104 53.613
Investitionen 1.066 36.768
davon Unternehmenserwerbe 0 20.702


Die folgende Tabelle leitet die Summe der operativen Ergebnisse der Segmentberichterstattung über zum Ergebnis vor Steuern der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung:

ÜBERLEITUNGSRECHNUNG (in TEUR)

scroll

H1 2018 H1 2017 Q2 2018 Q2 2017
Segmentergebnis (EBIT) 80.758 76.706 42.986 40.246
Nicht zugeordnete Bereiche inkl. AG -4.568 -3.817 -2.237 -2.293
Konsolidierungen 0 -166 14 25
Zinsergebnis -9.167 -12.398 -3.988 -6.279
Ergebnis vor Steuern 67.023 60.325 36.775 31.699


Die Gliederung der Segmente entspricht unverändert dem aktuellen Stand der internen Berichterstattung. Die Informationen zu den Segmenten beziehen sich auf die fortgeführten Aktivitäten. Die Zuordnung der Gesellschaften zu den Segmenten wird durch deren Absatzmärkte bestimmt, wenn der ganz überwiegende Sortimentsanteil in dem Marktumfeld abgesetzt wird (Fahrzeugtechnik, Medizin- und Gesundheitstechnik). Sonst wird auf gemeinsame Merkmale der Produktionsstruktur abgestellt (Bau/Infrastruktur, Maschinen- und Anlagenbau, Metalltechnik).

Die Überleitungen enthalten die Werte der Holding, nicht operativer Einheiten ohne Segmentzuordnung sowie die Konsolidierungen. Hinsichtlich der den Segmentumsätzen zugrunde liegenden Produkte und Dienstleistungen verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht.

Die zentrale Steuerungsgröße der Segmente ist das operative Ergebnis (EBIT), entsprechend der Definition im Konzernabschluss. Die Segmentinformationen sind in Übereinstimmung mit den Ausweis- und Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses angewandt wurden, ermittelt. Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten beruhen auf Marktpreisen, soweit diese verlässlich bestimmbar sind, und werden im Übrigen auf Basis der Kostenzuschlagsmethode ermittelt.

SEGMENTINFORMATIONEN FÜR DIE REGIONEN

Die Regionalisierung des Umsatzes bezieht sich auf die Absatzmärkte. Aufgrund der vielfältigen Auslandsaktivitäten ist eine weitere Aufgliederung nach Ländern nicht sinnvoll, da außerhalb von Deutschland kein Land 10 % des Konzernumsatzes erreicht.

Die langfristigen Vermögenswerte, abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumenten, beziehen sich auf den Sitz der Gesellschaften. Eine weitere Differenzierung ist ebenfalls nicht sinnvoll, da sich der Sitz der Gesellschaften überwiegend in Deutschland befindet.

Aufgrund der Diversifikationspolitik von INDUS existieren weder einzelne Produkt- oder Dienstleistungsgruppen noch einzelne Kunden, die einen Anteil von größer als 10 % am Umsatz erreichen.

scroll
in TEUR KONZERN INLAND EU DRITTLAND
Umsatzerlöse mit externen Dritten



1. Halbjahr 2018 844.733 430.919 188.789 225.025
2. Quartal 2018 436.568 220.647 99.812 116.109
Langfristige Vermögenswerte abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente



30.6.2018 923.642 784.872 46.208 92.562
Umsatzerlöse mit externen Dritten



1. Halbjahr 2017 803.499 406.036 180.376 217.087
2. Quartal 2017 422.527 219.782 89.841 112.904
Langfristige Vermögenswerte abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente



31.12.2017 928.175 790.057 46.343 91.775


[12] INFORMATIONEN ZUR BEDEUTUNG VON FINANZINSTRUMENTEN

Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte der Finanzinstrumente dar. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde.

FINANZINSTRUMENTE (in TEUR)

scroll

BILANZANSATZ NICHT IM
ANWENDUNGS-
BEREICH
DES IFRS 7
FINANZ-
INSTRUMENTE
IFRS 7
DAVON ZUM
BEIZULEGENDEN
ZEITWERT
BEWERTET
DAVON ZU
FORTGEFÜHRTEN
ANSCHAFFUNGS-
KOSTEN BEWERTET
30.6.2018




Finanzanlagen 13.470 0 13.470 0 13.470
Liquide Mittel 102.085 0 102.085 0 102.085
Forderungen 237.101 23.774 213.327 0 213.327
Sonstige Vermögenswerte 27.095 15.120 11.975 99 11.876
Finanzinstrumente: Aktiva 379.751 38.894 340.857 99 340.758
Finanzschulden 615.166 0 615.166 0 615.166
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 85.602 0 85.602 0 85.602
Sonstige Verbindlichkeiten 154.232 73.530 80.702 55.313 25.389
Finanzinstrumente: Passiva 855.000 73.530 781.470 55.313 726.157


scroll

BILANZANSATZ NICHT IM
ANWENDUNGS-
BEREICH
DES IFRS 7
FINANZ-
INSTRUMENTE
IFRS 7
DAVON ZUM
BEIZULEGENDEN
ZEITWERT
BEWERTET
DAVON ZU
FORTGEFÜHRTEN
ANSCHAFFUNGS-
KOSTEN BEWERTET
31.12.2017




Finanzanlagen 13.995 0 13.995 0 13.995
Liquide Mittel 135.881 0 135.881 0 135.881
Forderungen 197.528 15.693 181.835 0 181.835
Sonstige Vermögenswerte 20.841 10.246 10.595 99 10.496
Finanzinstrumente: Aktiva 368.245 25.939 342.306 99 342.207
Finanzschulden 534.846 0 534.846 0 534.846
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 66.162 0 66.162 0 66.162
Sonstige Verbindlichkeiten 203.255 85.623 117.632 68.622 49.010
Finanzinstrumente: Passiva 804.263 85.623 718.640 68.622 650.018


Die zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente betreffen grundsätzlich langfristig gehaltene Finanzbeteiligungen, für die kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann. Diese werden mit Anschaffungskosten bewertet.

FINANZINSTRUMENTE NACH GESCHÄFTSMODELL GEM. IFRS 9 (in TEUR)

scroll

30.6.2018 31.12.2017
Handel und Derivate 99 99
Halten 338.246 339.616
Halten und Verkauf 2.512 2.591
Finanzinstrumente: Aktiva 340.857 342.306
Handel und Derivate 55.313 68.622
Finanzielle Verbindlichkeiten zum Restbuchwert 726.157 650.018
Finanzinstrumente: Passiva 781.470 718.640


[13] FREIGABE DER VERÖFFENTLICHUNG

Der Vorstand der INDUS Holding AG hat den vorliegenden IFRS-Zwischenabschluss am 13. August 2018 zur Veröffentlichung freigegeben.

[14] ERKLÄRUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.


Bergisch Gladbach, den 13. August 2018

INDUS Holding AG

Der Vorstand

scroll
Dr. Johannes Schmidt Axel Meyer Rudolf Weichert


KONTAKT

ANSPRECHPARTNERINNEN


Nina Wolf

Senior Manager
Unternehmenskommunikation
Telefon: +49 (0)2204/40 00-73
E-Mail: presse@indus.de


Julia Pschribülla

Manager

Investor Relations
Telefon: +49 (0)2204/40 00-66
E-Mail: investor.relations@indus.de

INDUS HOLDING AG

Kölner Straße 32
51429 Bergisch Gladbach

Postfach 10 03 53
51403 Bergisch Gladbach

Telefon: +49 (0)2204/40 00-0
Telefax: +49 (0)2204/40 00-20
E-Mail: indus@indus.de

www.indus.de

FINANZKALENDER

scroll
DATUM EVENT
14. August 2018 Veröffentlichung des Zwischenberichts zum ersten Halbjahr 2018
14. November 2018 Veröffentlichung des Zwischenberichts zu den ersten neun Monaten 2018
29. November 2018 Außerordentliche Hauptversammlung 2018


IMPRESSUM

VERANTWORTLICHES VORSTANDSMITGLIED

Dr. Johannes Schmidt

DATUM DER VERÖFFENTLICHUNG

14. August 2018

HERAUSGEBER

INDUS Holding AG, Bergisch Gladbach

KONZEPT/GESTALTUNG

Berichtsmanufaktur GmbH, Hamburg

DRUCK

Gutenberg Beuys Feindruckerei GmbH, Langenhagen

Dieser Zwischenbericht ist auch in englischer Sprache erhältlich. Im Zweifelsfall ist die deutsche Version maßgeblich.

WICHTIGER HINWEIS:

Dieser Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen des Vorstands der INDUS Holding AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, unterliegen sie gewissen Risiken und Unsicherheiten. Die künftigen tatsächlichen Ergebnisse können aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich von diesen Annahmen und Schätzungen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören unter anderem Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, der Wechselkurse und Zinssätze sowie der Gesetzeslage. Die INDUS Holding AG übernimmt keinerlei Gewährleistung und Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Geschäftsbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen. Die in diesem Bericht getroffenen Annahmen und Schätzungen werden nicht aktualisiert.

[IN] spiring progress Magazin 02/2018
INDUS Holding AG

EDITORIAL

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn Sie in die Suchmaschine von Google den Begriff "Mut" eingeben, werden Sie auf ungefähr 72 Millionen Treffer stoßen. Die Eingabe keiner anderen Tugend kommt auch nur annähernd auf einen so hohen Wert. Ähnlich verhält es sich, wenn Sie nach Wörtern suchen, bei denen der Begriff Mut gefragt ist: So übertrifft das Suchergebnis für "Risiko" den des Mutes noch einmal um etwa zweieinhalb Millionen Treffer. Für mich ist das kein Zufall.

Die Anforderung an uns, in unserem Alltag die Komfortzone zu verlassen, ist hochaktuell. Wir müssen heute immer schneller entscheiden und das in immer unüberschaubareren Situationen. Das erfordert Mut - bei uns in der Holding, in den Führungsteams unserer 45 Beteiligungen und auch an den mehr als 10.000 Arbeitsplätzen in den Unternehmen der INDUS-Gruppe.

Deshalb ermuntern meine Vorstandskollegen und ich unsere Beteiligungen, aufmerksam zu bleiben und couragiert neue Wege für ihren Erfolg zu suchen - nicht aus bloßem Drang zum Aktionismus und auch nicht, weil die Managementliteratur es uns gerade anträgt. Wir tun es, weil es für sie und damit für unsere Gruppe überlebenswichtig ist.

Der technologische Wandel gibt uns einen rasanten Takt vor. Das haben wir alle längst verinnerlicht. Was uns trotz dieser Erkenntnis aber immer wieder ein gehöriges Maß an Überwindung kostet, ist konsequentes Handeln.

Dabei gibt es unzählige Beispiele dafür, dass es sich lohnt, den mutigen Schritt zu wagen. Auch in unserer INDUS-Gruppe. Ein paar davon greifen die folgenden Seiten auf.


Ich wünsche Ihnen eine angenehme Lektüre!

Ihr Johannes Schmidt

DR. JOHANNES SCHMIDT

Vorstandsvorsitzender der INDUS Holding AG

NUR MUT!

"WER NICHT MIT DER ZEIT GEHT, GEHT MIT DER ZEIT."

Carl Josef Neckermann

Die Digitalisierung revolutioniert die medizinischen Berufsbilder. Beispiel Radiologie: Neue Bildgebungsverfahren ermöglichen mit ihren komplexen, multiparametrischen Analysen sehr viel zuverlässigere Ergebnisse, als das menschliche Auge sie je liefern kann. Das bedeutet für die Radiologen: Sie müssen lernen, mit Big Data umzugehen und Schnittstellenkompetenzen zu benachbarten medizinischen Disziplinen aufzubauen.

EINFACH MAL MACHEN!

Je häufiger wir anderen bei etwas zusehen, desto eher denken wir uns: "Das schaffe ich auch!" - und überschätzen dabei unsere Fähigkeiten in den meisten Fällen erheblich. Das ist das Fazit einer Untersuchung der University of Chicago aus dem vergangenen Herbst.

Die Wissenschaftler baten knapp 200 Probanden, im Labor ihre Darts-Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Dabei zeigte sich, dass Teilnehmer, die sich zuvor gleich 20 Mal ein kurzes Video von einem Darts-Profi angesehen hatten, sehr viel optimistischer waren, eine hohe Punktzahl zu erzielen, als Versuchspersonen, die den Film nur einmal ansehen durften. In der anschließenden echten Partie Darts schnitten aber beide Gruppen gleich gut ab.

Fazit: Lange zuschauen macht nicht besser. Es hilft nur: Einfach mal machen!

"MAN MUSS AUS LIEBE ZUM SIEG SPIELEN UND NICHT AUS ANGST ZU VERLIEREN."

Mexikos Trainer Juan Carlos vor dem WM-Gruppenduell gegen Deutschland

Die Leidenschaft hat (leider) gewonnen.

DARAUF VERTRAUEN, DASS DAS WAGNIS GELINGT.

Die bahnbrechende Erfindung, wenn sie niemand mehr erwartet. Das entscheidende Tor in der letzten Sekunde. Das couragierte Eingreifen in der kritischen Alltagssituation. Wer von uns hat nicht schon davon geträumt, ein Held zu sein? Die Bereitschaft, ein Wagnis einzugehen in dem Wissen, dass es auch schiefgehen kann, zählt seit Jahrtausenden zum Grundkanon menschlicher Tugenden. Wir orientieren uns an ihnen, weil wir die Erfahrung machen: Wenn wir uns an diesen Tugenden ausrichten, kommen wir gut durchs Leben.

Für den ehemaligen britischen Premierminister Winston Churchill war Mut sogar die Mutter aller Tugenden. Dies vielleicht auch, weil der Nutzen mutigen Handelns für Dritte in der Regel deutlich größer ist als für denjenigen, der das Risiko eingeht. Das ist ehrenhaft.

Doch Mut ist mehr als eine Frage der Ehre. Wir leben heute in einer dynamischen Zeit, die uns ungewohnt häufig dazu zwingt, mutige Entscheidungen zu treffen. Sie führen uns immer wieder auf Neuland. Oft stellt sich für uns dabei schon nicht mehr die Frage nach dem "Ob", sondern nur noch die nach dem "Wie".

Ob unsere Entscheidung die richtige war? Wir wissen es erst im Rückblick.

Gerade für mittelständische Unternehmen ist der Begriff Mut gewissermaßen ein Chromosom im genetischen Erbgut. Ein Mittelständler zu sein bedeutet, permanent den Aufbruch zu suchen.

Und das nicht erst, wenn die digitale Revolution an die Werkstore klopft. "Etablieren einer lernenden Organisation", "Pflege einer konstruktiven Fehlerkultur", "Aufsetzen von Resilienztrainings" - so mancher Konzern nimmt zurzeit Nachhilfeunterricht, um sich für den Erfolg in der Zukunft zu qualifizieren.

Aber auch für den Mittelstand bleiben die Herausforderungen weiter groß. Wenn es für den Mut einen natürlichen Feind gibt, dann ist es die Selbstüberschätzung. Und deshalb will auch in der INDUS-Gruppe die Tugend Mut gut gepflegt sein.

Unternehmerischer Mut bedeutet, die Aufgabe anzunehmen, um die Potenziale zu erschließen

Unternehmerischer Mut zeigt sich häufig das erste Mal in einem entscheidenden Moment einer persönlichen Lebensgeschichte. Diesem folgen Stück für Stück weitere Entscheidungen, die die Menschen zu echten Unternehmern heranreifen lassen. Solche Persönlichkeiten dienen uns dann als Vorbilder, die uns zeigen, dass es sich lohnt, Risiken kontrolliert einzugehen.

Von diesen Unternehmertypen gibt es in der INDUS-Gruppe viele. Jürgen Budde zum Beispiel: Der heute 61-jährige Geschäftsführer der BUDDE Fördertechnik wuchs in Bielefeld auf, wo sein Vater Heribert Budde in den 50er-Jahren ein Unternehmen für Transportanlagen von Schüttgut wie z. B. Kohle aufgebaut hatte. Nachdem sein Vater das Geschäft unerwartet nicht mehr fortführen konnte, unterbrach Jürgen Budde sein Studium und stieg - anders als geplant - sofort in den elterlichen Betrieb ein. "Handle entschlossen und vorausschauend", nach diesem Prinzip ging der aufstrebende Unternehmer auch in den Folgejahren vor.

Als sich Ende der 1990er-Jahre abzeichnete, dass der Internethandel stark an Bedeutung gewinnen würde, erweiterte Jürgen Budde Anfang der 2000er-Jahre seine Förderanlagen auf den Produktbereich Paket. Eine zukunftsträchtige Entscheidung. Heute zählt BUDDE zu den führenden internationalen Anbietern von Anlagentechnik im Paketdienstbereich.

Vor Entscheidungen ähnlicher Tragweite stand Ernst Lieb: Der Sohn eines Landwirts wuchs im niedersächsischen Wahrenholz auf. Hier musste er bereits früh auf dem Traktor sitzen, während die anderen Jungs Fußball spielten. Später führte ihn sein Weg zum Diakonischen Werk in Gifhorn. Dass er später einmal ein Vorzeigeunternehmen mit mehr als 200 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 60 Millionen Euro führen würde, war nicht einmal im Ansatz absehbar.

Dass es aber genau dazu kam, entschied sich, als ihm ein Diakonie-Kollege aus Neugersdorf in der Lausitz 1990 seine Heimat zeigte. Lieb entdeckte Textima, ein Rumpf-Kombinat, das Textilmaschinen zusammenschraubte, und ergriff die Gelegenheit beim Schopfe. Gemeinsam mit Partnern vor Ort baute er innerhalb weniger Jahre den Automatisierungsspezialisten MBN auf. Die MBN Maschinenbaubetriebe Neugersdorf sind heute ein international erfolgreicher Automobilzulieferer, der regelmäßig auch Auszeichnungen für vorbildliche Unternehmensleistungen erhält.

Den unternehmerischen Geist legt man nicht ab, wenn man Teil der INDUS wird

BUDDE und MBN sind heute Teile der INDUS-Gruppe. Aber die Unternehmer sind geblieben. Die Entscheidung dafür fiel Jürgen Budde und Ernst Lieb nicht schwer. Auch wenn sie jetzt als Geschäftsführer in Unternehmen handeln, die mehrheitlich zu INDUS gehören: Ihre unternehmerischen Freiräume sind erhalten geblieben. Hinzugewonnen haben sie die wirtschaftliche Kraft einer starken Holding im Hintergrund.

Dies gilt für alle Beteiligungen, in denen die Führungskräfte als eigene Unternehmer agieren. Sie sind es gewohnt, Verantwortung zu übernehmen und die Initiative zu ergreifen.

Im besten Fall führt diese Initiative für ein Unternehmen auf die nächste Entwicklungsstufe. So wie bei der INDUS-Beteiligung WEIGAND Bau. Als Anbieter von Planungs- und Bauleistungen war das Unternehmen bis vor zwei Jahren auf den regionalen Telekommunikationsmarkt fokussiert. Dann ergab es sich, dass der Geschäftsführer Marco Weigand als digital affiner Mensch von einem geplanten Breitbandausbau im Großraum Kassel erfuhr. 570 Ortsteile in fünf hessischen Landkreisen sollten mit leistungsfähigen Glasfaserleitungen erschlossen werden. Marco Weigand war überzeugt, auch diese neue und sehr große Aufgabe stemmen zu können. Und so machte er sich auf zu INDUS nach Bergisch Gladbach und sicherte sich die Unterstützung des Vorstands für die Bewerbung. Mut und Tatendrang haben sich ausgezahlt: WEIGAND bekam den Zuschlag und plant und errichtet heute als Generalunternehmer schlüsselfertig das europaweit größte Breitbandausbauprojekt.

Was für den einen der Großauftrag auf einem neuen Gebiet ist, ist für den anderen ein gewichtiger Unternehmenszukauf. Dazu entschloss sich im Frühjahr 2015 Dr. Hartwig Frinke. Er ist seit 1988 Geschäftsführer von OFA Bamberg, einem führenden Hersteller von medizinischen Kompressionsstrümpfen und Bandagen, und kennt seinen Markt sehr genau. Mit dem Zukauf der niederländischen NEA International vor drei Jahren hat sich OFA ein Schwergewicht an seine Seite geholt: Das Unternehmen aus Maastricht ergänzt das Portfolio von OFA ideal und hat zudem eine hohe internationale Reichweite. Für INDUS war die Transaktion der größte Zukauf auf zweiter Ebene. Doch die Geschäftsentwicklung der letzten Jahre zeigt: Die Initiative von Hartwig Frinke war die richtige.

Der Alltag führt regelmäßig in Situationen, in denen mutige Entscheidungen getroffen werden müssen

Im unternehmerischen Alltag gibt es immer wieder wegweisende und damit mutige Entscheidungen zu treffen. Sie führen manchmal zu grundlegenden Repositionierungen, so wie bei der OBUK im westfälischen Oelde. Der Hersteller von Haustürfüllungen hat sich in den letzten Jahren unter der Führung von Thomas Althaus gewissermaßen "neu erfunden". Mit der Umsetzung umfangreicher Maßnahmen wie zum Beispiel der Neuausrichtung des Produktportfolios, dem Start strategischer Projekte in den Bereichen Automatisierung und Digitalisierung, dem Eintritt in neue Märkte oder der Integration passender Zukäufe ergaben sich neue Entwicklungsmöglichkeiten für das mittelständische Unternehmen.

Manchmal geht es auch um eine Stabübergabe, wie bei der IEF-Werner aus Furtwangen im Schwarzwald: Bei dem Automatisierungsspezialisten ging kürzlich die charismatische Unternehmerpersönlichkeit Manfred Bär von Bord. Mit der Stabübergabe verbindet sich in der Regel für beide Seiten ein mutiger Schritt. Für die eine heißt er: "Loslassen und darauf vertrauen, dass der Nächste gut weitermacht." Für die andere: "Zuversichtlich weitermachen in dem Wissen, dass man nun ein eigenes starkes Profil aufbauen muss." Stefan Deck und Manfred Meyer, die heutigen Geschäftsführer von IEF-Werner, lassen keinen Zweifel daran, dass ihnen dies gelingen wird.

Mut kann man nicht erben. Für den, der die richtigen Momente nutzt, führt der Weg in die Verantwortung

Nicht jeder Unternehmersohn ist von Natur aus ein Unternehmer. Aber auch nicht jeder Unternehmer muss ein Eigentümer sein. Und so führen in den Beteiligungen der INDUS-Gruppe die Wege immer wieder aus der "Linie" an die Firmenspitze. Zu den Unternehmeraufstiegen "aus dem eigenen Haus" zählt der Weg von Hannes Wolf. Er ist heute Geschäftsführer der INDUS-Beteiligung AURORA, einem Hersteller von Heiz- und Klimasystemen für Nutzfahrzeuge. Das Unternehmen ist mit seinen Produkten zurzeit sehr erfolgreich. Das liegt auch daran, dass der Chef genau weiß, worüber er spricht. Hannes Wolf kam 1989 zu AURORA; er war dann einige Jahre technischer Leiter, bevor er - nach einer kurzen Periode in einer anderen Gesellschaft - im Jahr 2000 die Geschäftsführung übernahm. Sein tief gehendes Know-how hilft ihm dabei, in technologischen Fragen die richtigen Weichen zu stellen.

Und der kurze Ausflug zu einer anderen Arbeitsstelle? Auch das war für den Unternehmenslenker nicht die verkehrteste Entscheidung. Denn mutige Entscheidungen trifft man am besten mit etwas Abstand zu dem Schritt, den es zu gehen gilt.

EIN KLEINER QUANTEN - SPRUNG

TECHNOLOGIE & INNOVATION

Seit Juni 2018 steht die Avantgarde des Metall-3D-Drucks in Osnabrück. Genauer: bei der KIEBACK-SCHÄFER-Group (KSG). Das Unternehmen erstellt Prototypenteile und Kleinserien für die Fahrzeugindustrie und ist eine von fünf INDUS-Beteiligungen, die gerade mit Unterstützung durch die Förderbank der Holding ein 3D-Druck-Gemeinschaftsprojekt vorantreiben.

"MITHILFE DES METALL-3D-DRUCKS KÖNNEN WIR UNS WICHTIGE WETTBEWERBSVORTEILE ERARBEITEN."

JÖRG KIEBACK
GESCHÄFTSFÜHRER KIEBACK-SCHÄFER-GROUP (KSG)

Wenn man in den Medien über 3D-Druck liest, dann ist bereits heute alles möglich. Ob es um die Produktion eines Kleinstteils geht oder die Errichtung eines ganzen Hauses, es erscheint so einfach: Man braucht nur noch die jeweiligen Zutaten in eine Maschine zu füllen, und schon entsteht im Handumdrehen das Produkt - ohne Fließband, ohne große Logistik und natürlich ohne Abfall.

Das ist mitnichten so. Die Technologie ist zwar da und insbesondere im Kunststoffbereich bereits seit Jahrzehnten im industriellen Einsatz, auch in den Unternehmen der INDUS-Gruppe. Aber für eine umfassende Anwendung auf breiter industrieller Fläche sind noch einige Hürden zu nehmen.

Metall: die Königsdisziplin des 3D-Drucks

Dies gilt im Besonderen, wenn es um den Druck von Gegenständen aus Metall geht. Um Metallpulver zu einem Gegenstand zu verschmelzen, bedarf es eines sehr präzisen und zugleich intensiven Lasereinsatzes. Die dafür aufgewendete Energie führt unter anderem zu einer Entwicklung von viel Wärme, die wiederum kontrolliert abgeführt werden muss.

Deshalb erfordert die sichere Anwendung der Technologie in der Fertigung viel Erfahrung. Erfahrung, die sich am besten im innovativen Verbund erschließen lässt. Mit dabei im INDUS-Förderbankprojekt sind damit neben KSG auch der Hersteller von Verschleißwerkzeugen BETEK, die GSR Ventiltechnik, die MIGUA Fugensysteme und der Hersteller von Reha-Ausrüstung ROLKO. Für sie alle verbinden sich mit dem 3D-Druck von Metall gute Aussichten auf Wettbewerbsvorteile.

"EIN RISIKO WÄRE ES, DIE TECHNOLOGIE AN SICH VORBEIGEHEN ZU LASSEN."

TIM BUBLITZ
STELLVERTRETENDER BETRIEBS- UND PROJEKTLEITER KSG

Mehr Konstruktionsspielraum

Mit Hilfe des Metall-3D-Drucks lassen sich ohne separat zu entwickelnde Werkzeuge komplexe Bauteile in kurzer Zeit herstellen, deren Produktion bisher sehr aufwendig oder sogar unmöglich war. Komplexe Wasserzuführungen für Schleifsteine zum Beispiel, die sofort einsatzfähig sind, oder Gehäuse, in die gleich eine Kugel integriert wird. Der 3D-Druck ermöglicht die Realisierung ganz neuer Geometrien, er optimiert den Materialeinsatz und reduziert aufgrund der nahtfreien Herstellung die Zahl potenzieller Schwachstellen.

Für den Massendruck eignet sich der Metall-3D-Druck aber noch nicht. Der Preis für ein Kilo Edelstahlpulver beträgt 75 Euro. Anders sieht es aber für die Produktion kleinerer Serien aus. Und für die Produktion von Prototypen allemal. Dies ergeben die Analysen und Potenzialbetrachtungen, die die fünf Unternehmen seit dem gemeinsamen Projektstart Anfang 2017 vorgenommen haben. Dies ist ein Wettbewerbsvorteil für die INDUS-Unternehmen, die in der Kleinserie und Prototypenproduktion zu Hause sind.

Eine der ersten Maschinen in Europa

Ein Jahr lang haben sich die Projektpartner Zeit genommen, um zu Beginn dieses Jahres die Entscheidung für die richtige Maschine zu treffen. Dabei achteten sie darauf, dass die Lösung den Anforderungen aller am Projekt beteiligten Unternehmen entspricht und zu den Anforderungen weiterer Unternehmen aus der Gruppe passt, denn das Interesse ist inzwischen gewachsen.

Die Wahl fiel auf einen Drucker, der in ganz Europa zurzeit gerade einmal bei einer Handvoll Unternehmen im Einsatz ist. Das Besondere ist der sogenannte Bauraum: Mit einem Durchmesser von 300 Millimetern ermöglicht er die Herstellung besonders großer Bauteile. Marktüblich sind 100 Millimeter. Auch für den Hersteller Trumpf in Ditzingen, er ist Weltmarktführer auf diesem Feld, ist das Druckerprojekt ein herausragendes, sodass beide Seiten für die kommende Zeit einen engen Erfahrungsaustausch vereinbart haben.

Den Vorsprung nutzen

Schnell lernen, das ist die Aufgabe, die sich das Team um Projektleiter Tim Bublitz nun stellt. Im ersten Schritt sammelt es gerade Erfahrungen im Druck mit Edelstahl. Damit lassen sich bereits zahlreiche Anwendungsfälle aus dem Alltag abdecken wie Prüflehren, Werkzeuge oder Bauteile für Prototypen. Hier können sie zudem auf bereits bestehende Erfahrungen in der Prozessparameterentwicklung zurückgreifen. Später sollen dann schwierigere Metalle wie Aluminium und Titan folgen. Titan wird zum Beispiel in der Medizintechnik eingesetzt, etwa bei künstlichen Hüftgelenken.

Wenn alles plangemäß verläuft, ist Osnabrück bald ein wichtiges 3D-Druckzentrum für die Unternehmen aus der INDUS-Gruppe.

WUSSTEN SIE SCHON...

DEN ERSTEN FUNKTIONIERENDEN 3D-DRUCKER ENTWICKELTE 1984 CHARLES HULL, GRÜNDER DER FIRMA 3D SYSTEMS. WENIGE JAHRE SPÄTER KAMEN IN DER INDUSTRIE ERSTE DREIDIMENSIONALE DRUCKVERFAHREN ZUM EINSATZ.

GUTE AUSSICHTEN AM JANGTSEKIANG

MÄRKTE & TRENDS

"Award of Rapid Growth". Für die chinesische Produktionsniederlassung des Schwarzwälder Hartmetall-Werkzeugherstellers BETEK kann es im Moment kaum besser laufen: 300 Prozent Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2017. Und auch 2018 wächst die Nachfrage so stark, dass bereits zwei Jahre nach der Errichtung des chinesischen Fertigungswerks der weitere Ausbau ansteht.

Drei Jahre ist es gerade her, dass die BETEK-Geschäftsführung ihrem technischen Mitarbeiter Bernd Kopp die Aufgabe übertrug, die Produktion am chinesischen Standort in Taicang mitaufzubauen. Neben lokalen Kenntnissen und einer guten Vernetzung, die der chinesische Geschäftsführer Hao Zhang mitbrachte, sollte technisches Know-how direkt aus dem Firmenstammsitz Aichhalden in den Aufbau der neuen Fertigungsstätte einfließen.

Eine spannende Aufgabe, die für den im Schwarzwald beheimateten Bernd Kopp aber auch eine gehörige Portion Mut erforderte. Denn es ging dabei ja auch um einen Umzug in einen neuen Kulturkreis. Kurz entschlossen riss er in Deutschland die Zelte ab und verlegte seinen Lebensmittelpunkt 8.900 Luftkilometer weiter nach Osten.

Danach ging es ganz schnell: Nach nur 15 Monaten waren 3.500 Quadratmeter mit entsprechenden Produktions-, Lager- und Verwaltungsflächen bebaut, sodass die Belieferung der asiatischen Kunden bereits 2016 teilweise aus einer lokalen Fertigung heraus erfolgen konnte.

Die Ausgangsbedingungen für den neuen Standort waren sehr gut. Taicang hat etwa 800.000 Einwohner und liegt direkt am Fluss Jangtsekiang. Nur eine Autostunde von der Mega-City Shanghai entfernt beheimatet die Stadt auch mehr als 250 Niederlassungen anderer deutscher Unternehmen. Damit ist die BETEK Tools Taicang Ltd. in jeder Hinsicht gut angebunden. Die gute Infrastruktur unterstützt auch den weiteren Ausbau der Geschäftskontakte.

DIE INDUS-BETEILIGUNGEN IN CHINA

11 Unternehmen aus der INDUS-Gruppe haben inzwischen eine direkte Niederlassung in China. Dazu zählt auch BILSTEIN & SIEKERMANN, das zeitgleich mit BETEK in Taicang ein Werk errichtete und für BETEK ein wichtiger Partner für kaltumgeformte Stahlteile ist.

"DIE KUNDEN SCHÄTZEN UNSERE VOR-ORT-PRÄSENZ, SCHNELLE LIEFERZEITEN UND DIE PERSÖNLICHE BERATUNG."

BERND KOPP
TECHNICAL MANAGER BETEK

Was Bernd Kopp zu Beginn überraschte, waren die Qualitätsvorbehalte der Kunden: Made in Germany aus China? Wie sollte das gehen?

Die Antwort lautet: Über eine strenge Qualitätskontrolle in Deutschland. Schnell war die chinesische Produktion auf annähernd demselben Niveau wie in Aichhalden. Eine Stärke der lokalen Fertigung ist sogar, dass sie sich besonders gut auf die individuellen Anforderungen der lokalen Kunden einstellen kann.

Aber natürlich gibt es auch Herausforderungen beim Aufbau einer Produktion in China. Dazu zählt vor allem das Management der Arbeitskräfte. Neben den inzwischen 35 fest beschäftigten Mitarbeitern werden in der Fertigung auch Leihkräfte eingesetzt. Dabei kam es in der Vergangenheit immer wieder vor, dass diese trotz vertraglicher Vereinbarung einfach nicht mehr erschienen. So bleibt es für das Management weiter eine wichtige Aufgabe, Loyalität zum Unternehmen aufzubauen.

Die Kunden schätzen die Vor-Ort-Präsenz

Deutsche OEMs wie Wirtgen und Bauer, aber auch große chinesische Hersteller mit erhöhtem Kapazitätsbedarf können ihre Aufträge sehr kurzfristig platzieren. So werden viele Teile heute bereits nach 48 Stunden geliefert, weil sie nicht erst sechs Wochen über den Ozean transportiert werden müssen. Und auch die persönliche Beratung ist gewissermaßen eine "fußläufige Angelegenheit".

Weil es so gut läuft, ist Bernd Kopp bereits mit der Planung der nächsten Fertigungsanlage beauftragt. Sie soll in einem halben Jahr stehen und helfen, das enorme Nachfragewachstum aufzunehmen. Die laufende Produktion fährt sechs Tage drei Schichten. Das ist Volllast, denn auch die Wartung der Maschinen erfordert ihre Zeit. Außerdem ist der Ausbau der Lagerfläche geplant. Drittes Fokusthema ist die Schulung der Mitarbeiter. Sie steht den anderen beiden Vorhaben in der Bedeutung nicht nach, denn die beiden wichtigsten Wachstumstreiber sind bei BETEK guter Service und Qualität.

Wenn man Bernd Kopp heute fragt, ob seine Entscheidung vor drei Jahren die richtige war, ist die Antwort ganz klar: "Ja." Dazu beitragen zu können, dass sich etwas so erfolgreich entwickelt wie BETEK in China, macht stolz und motiviert. Außerdem hat sich der Weg an den Jangtsekiang auch privat sehr gelohnt. Denn inzwischen ist Bernd Kopp dort glücklich mit einer Chinesin verheiratet.

Die Unternehmen der INDUS-Gruppe setzen in China inzwischen jährlich mehr als 90 Millionen Euro um. Ein Drittel davon direkt über die Standorte vor Ort.

SOZIALES ENGAGEMENT RECHNET SICH

KULTUR & VERANTWORTUNG

Für die Unternehmen der INDUS ist soziales Engagement nicht mit Nutzenerwartungen verbunden, sondern schlicht Ausdruck der Firmenkultur. Es erfolgt aus dem Verantwortungsbewusstsein gegenüber Gesellschaft und Umwelt. Jetzt hat die Boston Consulting Group (BCG) herausgefunden, dass freiwilliges Engagement Unternehmen auch erfolgreicher macht.

300 Unternehmen hat BCG im vergangenen Jahr nach ihrem sozialen und umweltpolitischen Engagement schriftlich befragt. Hinzu kamen 200 repräsentative Personen aus 20 Unternehmen im persönlichen Interview. Mit einem klaren Ergebnis: Die Unternehmen, die sich sozial engagieren, Umweltfragen beachten und mit NGOs zusammenarbeiten, erbringen auch wirtschaftlich bessere Leistungen, in Abhängigkeit von der Branche um bis zu 8 Prozent.

Ein zentraler und der zugleich wohl offensichtlichste Grund: Kunden belohnen engagierte Unternehmen mit Vertrauen und stabiler Kundenbindung.

Aber die Unternehmensberatung fand auch zahlreiche weitere, weniger offensichtliche Zusammenhänge heraus: So verringert sich für entsprechend engagierte Unternehmen das Risiko von Ereignissen, die dem Erfolg entgegenwirken, wie die Wahrscheinlichkeit von Produktionsunfällen oder imageschädigendem Verhalten. Die Unternehmen zeichnen sich zudem tendenziell durch bessere Möglichkeiten aus, neue Themenfelder und damit Absatzmöglichkeiten zu erschließen, und agieren im Allgemeinen flexibler und zukunftsorientierter. Dies wirkt sich auch auf die Attraktivität als Arbeitgeber aus: Die Chancen, talentierte Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten, steigen. Dies wiederum erhöht die unternehmerische Leistungsfähigkeit.

GESELLSCHAFTLICHER BEITRAG UND UNTERNEHMENSERFOLG

Unternehmerischer Erfolg wird durch die Wahrnehmung der gesellschaftlichen Verantwortung gefördert.

(Quelle: Boston Consulting Group: Total Lens for Strategy, 2017)

"BEI MIGUA GEHT DAS GESELLSCHAFTLICHE ENGAGEMENT BEREITS AUF DIE GRÜNDER DES UNTERNEHMENS ZURÜCK. ES WURDE KONTINUIERLICH VON DEN NACHFOLGENDEN GENERATIONEN WEITERGETRAGEN."

MARKUS SCHAUB-MANTHEI
MIGUA GESCHÄFTSFÜHRER

Markus Schaub-Manthei, Geschäftsführer der INDUS-Beteiligung, kann die positiven Wechselwirkungen aus dem Alltag seines Unternehmens heraus bestätigen. Er betont aber auch: Unternehmensengagement wird nicht den Erfolg stützen, wenn es Mittel zum Zweck ist. Allenfalls umgekehrt wird ein Schuh draus. Und auch dann kann es nicht um das Herstellen von messbaren Zusammenhängen gehen.

"Bei MIGUA geht das gesellschaftliche Engagement bereits auf die Gründer des Unternehmens zurück und es wurde kontinuierlich von den nachfolgenden Generationen weitergetragen", so der Geschäftsführer des Spezialisten für Fugensysteme.

Mit entsprechenden Resultaten: MIGUA verfügt über ein schriftlich ausgearbeitetes CSR-Konzept, das das Unternehmen mit einem festen jährlichen Budget "mit Leben füllt", und zwar genau in den Bereichen, in denen ein Unternehmensbezug besteht.

Zum Beispiel über die lokale Standortpräsenz: In Wuppertal unterstützt MIGUA seit 2015 ein Kinderhospiz. Oder aus der Geschäftstätigkeit heraus: Als Ausgleich für die aluminium- und damit energieintensive Produktion engagiert sich MIGUA für die "Schutzgemeinschaft Deutscher Wald". Auf internationaler Ebene beteiligt sich MIGUA aus seiner Rolle eines international tätigen mittelständischen Unternehmens heraus am OXFAM Netzwerk "Unternehmer für Unternehmer".

"Natürlich nehmen wir wahr, dass unser gesellschaftlicher Einsatz vieles positiv beeinflusst. Auch deshalb machen wir unser Engagement ja auch nach außen sichtbar." Das Wichtigere für Schaub-Manthei ist aber, dass einzelne Mitarbeiter aus Überzeugung einen Beitrag für etwas leisten, was nicht im Anforderungsprofil oder Arbeitsvertrag steht und mit Geld nicht zu bezahlen ist. So wie Sales Manager Dr. Kapil Singh im indischen Delhi, der 2011 gemeinsam mit seiner Frau die "Support Foundation" ins Leben rief, um Kinder mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen und deren Familien zu unterstützen.

So gesehen braucht es keine BCG-Studie, um zu dem Schluss zu kommen: Soziales Engagement rechnet sich. Aber es ist gut zu wissen, dass es auch wirtschaftlich nicht schadet.

Sauer macht mutig

Wissenschaftler Chi Thanh Vi von der britischen Universität Sussex untersuchte im vergangenen Jahr mit seinen Kollegen den Zusammenhang zwischen dem Geschmack eines Getränks und der Risikobereitschaft des Trinkers. Das erstaunliche Ergebnis: Die Probanden, die eine Lösung mit Zitronensäure getrunken hatten, trafen danach die mutigsten Entscheidungen.

Fifty-fifty

Forschung bedeutet, den Mut zu haben zu scheitern. Etwa die Hälfte der wissenschaftlichen Experimente bringt nicht das erwartete Ergebnis. Aber die anderen 50 % öffnen den Weg zum Fortschritt.

Quelle: Stuart Firestein: "Failure: Why Science is So Successful" (2015)

MUT IN FAKTEN

Gewagte Fahrt

Die Geschichte des Automobilpioniers Carl Benz und seinem Patent-Motorwagen Nummer 1 von 1885 setzte den Grundstein moderner Fahrzeugtechnik Dass es dazu kam, verdanken wir auch dem be-herzten Einsatz seiner Frau Bertha Benz: Nachdem das pferdelose Vehikel zwar ein Patent erhalten hatte, die Umsetzung aber an der Kritik der Öffentlichkeit zu scheitern drohte, wagte sie in einer Nacht- und-Nebel-Aktion die erste Überlandfahrt der Automobilgeschichte. Auf der 106 km langen Strecke von Mannheim nach Pforzheim bewies Bertha Benz die Leistungsfähigkeit des Fahrzeugs- und ermutigte so ihren Mann, trotz Widerständen weiter an seiner Entwicklung zu feilen.

Gesundheitstechnik unter Strom

Der Forschergeist Alessandro Voltas führte im Jahr 1800 zur ersten Batterie der Welt. Der Physikprofessor aus dem italienischen Padua legte in einem Selbstversuch ein Zinnstück und eine Silbermünze auf seine Zunge. Der dabei auftretende säuerliche Geschmack veranlasste ihn dazu, seine Forschungen zu vertiefen - und so erfand er die "Voltasche Säule".

Diese gilt als Vorläuferin der Batterie und wird heute noch in der Medizintechnik genutzt: z. B. für hochleistungsfähige, mikroelektronische Implantate im Ohr von Gehörlosen.

Mach was, Deutschland!

Gründungen in Deutschland

in 1.000

Quelle: IfM Bonn, 2017

Sturm und Drang-Jahre

2015 wurden in Deutschland 299.000 Unternehmen gegründet. Auffällig: Der Anteil der Unternehmensgründungen bei 25- bis 34-Jährigen liegt ganz wesentlich über ihrem Anteil an der Bevölkerung.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Täglich 20.000 mal

Mutige Entscheidungen stechen in unserem Alltag besonders heraus, weil wir sie bewusst treffen. Im Entscheiden sind wir aber viel trainierter als man denkt: Der Mensch trifft rund 20.000 Entscheidungen täglich.

Die meisten blitzschnell. Und gerne auch mal mutig.

»WENN ICH DIE LEUTE GEFRAGT HÄTTE, WAS SIE WOLLEN, HÄTTEN SIE GESAGT: ›SCHNELLERE PFERDE‹.«

HENRY FORD

STABÜBERGABE: "INDUS BLEIBT AUF EINEM GUTEN WEG"

[FRAGE] Herr Abromeit, nach 10 Jahren INDUS gehen Sie von Bord. Wie zufrieden sind Sie mit dem Erreichten?

JÜRGEN ABROMEIT Gemeinsam ist es uns gelungen, die INDUS-Geschichte erfolgreich weiterzuschreiben und das Unternehmen Jahr für Jahr wertvoller zu machen. Im Zuge dessen haben wir unsere Gruppe durch wichtige Zukäufe in Zukunftsbranchen gestärkt. Damit können wir sehr zufrieden sein. Gleichzeitig möchte ich nicht verhehlen, dass ich gerne das eine oder andere Unternehmen mehr an Bord geholt hätte.

[FRAGE] Was macht INDUS für Sie so besonders?

ABROMEIT INDUS ist im deutschen Mittelstand die ideale Anlaufstelle für die Fortschreibung erfolgreicher Unternehmer-Geschichten.

Hier erhalten die Mittelständler eine umfassende und langfristige Rückendeckung, ohne dass sie ihre Identität aufgeben müssen. Der Umgang in der Gruppe ist geprägt von einer starken Kultur des Vertrauens. Das ist in dieser Form in Deutschland einzigartig.

[FRAGE] Was wird Ihnen am meisten fehlen?

ABROMEIT Was mir fehlen wird, sind die Besuche bei den Gesellschaften und die zahlreichen intensiven Gespräche mit den Geschäftsführern. Ich fühle mich geehrt, dass ich ihr Vertrauen gewinnen konnte - gerade dort, wo wir durchaus auch mit unterschiedlichen Auffassungen unterwegs waren. Wir wussten immer, dass wir am selben Strang ziehen.

[FRAGE] Was wünschen Sie Ihrem Nachfolger Dr. Schmidt?

ABROMEIT Nur das Allerbeste. Dass INDUS heute dort steht, wo sie steht, verdanken wir zu einem sehr großen Teil seinem exzellenten Sachverstand. Von dieser Expertise wird INDUS in den kommenden Jahren sehr profitieren. Unter der Führung von Dr. Schmidt wird INDUS ihren guten Weg erfolgreich fortsetzen und weiter wachsen, davon bin ich überzeugt.

INDUS-TICKER 2018

Innovationen

Unterstützt durch die INDUS-Förderbank bearbeiteten Beteiligungen der Gruppe über alle Segmente hinweg Innovationsprojekte. Hier zwei Beispiele:

Additive Manufacturing:

Anfang Juni 2018 ging das Projekt Additive Manufacturing in die nächste Stufe: Bei der KIEBACK-SCHÄFER-Group in Osnabrück wurde der erste Metall-3D-Drucker in Betrieb genommen.

aiPRESS HS:

Das Kooperationsprojekt aiPRESS HS der Beteiligungen IEF-Werner und SITEK optimiert Technologie und Prozesse hochpräziser Fügeverbindungen bei minimalen Taktzeiten.

Akquisitionen auf zweiter Ebene

Die INDUS-Unternehmen verstärkten sich durch drei Zukäufe:

AURORA erwarb den Elektronikspezialisten EE ELECTRONIC EQUIPMENT.

Eine Beteiligung aus dem Segment Bau/Infrastruktur verstärkte sich mit einem Anbieter von hochwertigen Raumklimageräten.

OFA Bamberg unterzeichnete den Kaufvertrag für ein Handelsunternehmen für medizinische Hilfsmittel.

Hauptversammlung

Mit rund 600 Besuchern fand am 24. Mai 2018 im Congress-Centrum Nord Koelnmesse die INDUS-Hauptversammlung statt. Im Rahmen der begleitenden Ausstellung stellte sich das INDUS-Förderbankprojekt eBus-Cluster vor.

INDUS-Unternehmertagung und Sommerfest

Am 15. Juni 2018 fand zum 20. Mal die INDUS-Unternehmertagung statt. Diesmal tauschten sich die Führungskräfte der INDUS-Beteiligungen in informellem Ambiente in Dresden aus. Wie inzwischen üblich, lud die INDUS Holding im Anschluss zum jährlichen Sommerfest ein.

Vorstand

Mit Wirkung zum 1. Juli 2018 gab Jürgen Abromeit nach sechs Jahren den Vorstandsvorsitz an seinen Nachfolger Dr. Johannes Schmidt ab und schied aus dem Vorstand aus.

Auszeichnungen

Auch im ersten Halbjahr 2018 erhielten die INDUS-Beteiligungen wieder Auszeichnungen.

Die AURORA-Stiftung Joachim & Susanne Schulz Stiftung erhält zwei Awards:

von der Stiftung "Jugend forscht" und der Joachim Herz Stiftung den Award für "Beste Konzepte für Schülerforschungszentren"

von PHINEO das Gütesiegel "Wirkt!"


BILSTEIN & SIEKERMANN: "Innovator des Jahres" 2018

HAUFF-TECHNIK und Karl SIMON jeweils: "TOP 100" für ausgezeichnetes Innovationsmanagement

[IN] spiring progress Magazin 02/2018

IMPRESSUM

ANSPRECHPARTNERIN

Nina Wolf
Senior Manager
Unternehmenskommunikation
Telefon: +49 (0)2204/40 00-73
E-Mail: presse@indus.de

INDUS HOLDING AG

Kölner Straße 32
51429 Bergisch Gladbach

Postfach 10 03 53
51403 Bergisch Gladbach

Telefon: +49(0)2204/40 00-0
Telefax: +49 (0)2204/40 00-20
E-Mail: indus@indus.de
www.indus.de

HERAUSGEBER

INDUS Holding AG, Bergisch Gladbach

KONZEPT/GESTALTUNG

Berichtsmanufaktur GmbH, Hamburg

FOTOS

Catrin Moritz, fotolia, gettyimages, INDUS-Gruppe

ILLUSTRATIONEN

Christian Sommer

DRUCK

Gutenberg Beuys Feindruckerei GmbH, Langenhagen