![]() INDUS Holding AGBergisch GladbachZwischenbericht zum 30.09.2018ZWISCHENBERICHT 2018Q3HIGHLIGHTS
KENNZAHLEN (in Mio. EUR)scroll
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KURSENTWICKLUNG DER INDUS-AKTIE JANUAR BIS OKTOBER 2018 INKL. DIVIDENDE (in %)![]() Brief an die AktionäreSehr geehrte Damen und Herren,die Unternehmen der INDUS haben sich im vergangenen Quartal solide entwickelt und
erzielten weitere Umsatzzuwächse. Gleichzeitig müssen wir feststellen, dass der Druck
auf die Margen steigt. Aufgrund der weiterhin schwierigen Situation der Fahrzeugserienzulieferer,
einem negativen Einmaleffekt im Segment Maschinen- und Anlagenbau und weiteren Aufwendungen
für die laufenden Repositionierungen wird unser operatives Ergebnis für das Gesamtjahr
voraussichtlich am unteren Ende des Zielkorridors liegen. Die letzten Konjunkturdaten geben uns - etwa über zurückgehende Auftragseingänge -
Hinweise darauf, dass die allgemeinwirtschaftliche Wachstumsdynamik nachlassen wird.
Auch aus den Führungsetagen kommen deutliche Signale; in den ersten neun Monaten dieses
Jahres gaben fast 50 börsennotierte Unternehmen in Deutschland Gewinnwarnungen heraus.
Dass die politischen Risikofaktoren weiterhin schwelen, ist bekannt. Insbesondere
der chinesisch-amerikanische Handelskonflikt und die ungelöste Brexit-Frage bereiten
der Industrie zurzeit Sorgen. Trotzdem ist unsere Gruppe weiter erfolgreich unterwegs und auf gutem Kurs. Aber klar
ist auch: Die See wird rauer. Wir werden uns weiter ambitionierte Ziele setzen - um
diese zu erreichen, werden wir auf unseren strategischen Handlungsfeldern konsequent
weiterarbeiten. Der Umsatz der Gruppe stieg gegenüber den ersten neun Monaten des Vorjahrs um 4,4
% auf 1,27 Mrd. EUR. Der Anstieg beruht überwiegend auf organischem Wachstum. Das
operative Ergebnis (EBIT) legte um 1,4 % auf 116,1 Mio. EUR zu. Damit sank die EBIT-Marge
im Vergleich zum Neunmonatszeitraum 2017 um 0,3 Prozentpunkte auf 9,1 %. Um Sondereffekte
bereinigt lag sie bei 9,7 % (minus 0,4 Prozentpunkte). Auch wenn wir gerne noch bessere Werte berichten würden, müssen wir erkennen, dass
die Unternehmen auf der Kostenseite erhöhte Materialpreise und steigende Lohnkosten
spüren. Und in einer Hochkonjunktur sind auf dem Arbeitsmarkt Fachkräfte knapp. Mittelfristig
bleibt unsere Zielmarke ein EBIT von 10 % plus X. Beim Blick auf die Segmente fallen nach dem dritten Quartal zwei besonders ins Auge:
Das Segment Bau/Infrastruktur profitiert weiter sehr von der hohen Marktnachfrage.
Beinahe alle Unternehmen arbeiten unter Volllast und damit an ihrer Kapazitätsgrenze.
Für uns unerwartet noch einmal schwieriger geworden ist die Situation bei den Serienzulieferern
im Segment Fahrzeugtechnik. Die laufende Repositionierung eines Unternehmens schreitet
zwar voran, zwischenzeitlich hat sich aber bei einem weiteren Serienzulieferer infolge
des extremen Margendrucks und gleichzeitig gesunkener Abrufmengen eine Baustelle ergeben,
für die es eine Lösung zu finden gilt. Diese Entwicklungen richten unsere Aufmerksamkeit noch stärker auf die Frage, inwieweit
sich diese Serienzulieferer unter einem anderen Eigentümer besser entwickeln können.
Der aktuelle Konsolidierungsprozess in der Fahrzeugzulieferbranche macht deutlich:
Der Markt fordert Größe. Diese Größenerwartung könnte für unsere Serienzulieferer
ein kritischer Punkt sein - ein Handicap, das sie trotz ihrer Stärken Spezialisierung,
Qualität und dem exzellenten Zugang zum deutschen Markt nicht wettmachen können. Angesichts
der anhaltenden Schwierigkeiten werden wir hier verstärkt an einer Lösung arbeiten,
die sowohl den betroffenen Unternehmen als auch unserer Gruppe nützt. Auf der Akquisitionsseite bleiben wir weiter aktiv, wenngleich wir den Markt, wie
bereits zum Halbjahr erwähnt, zurzeit als überhitzt bewerten. Einen Zukauf im laufenden
Jahr erwarten wir nicht mehr. Damit sich unsere Unternehmen unter den verschärften Rahmenbedingungen gut weiterentwickeln
können, unterstützen wir sie noch stärker. Ein neuer Schwerpunkt ist das Thema "Operative
Exzellenz". Bei diesem Handlungsfeld geht es darum, die wertschöpfenden Kernprozesse
von der Produktentwicklung bis zur Auftragsabwicklung weiter zu verbessern. Die Schulungen
dazu sind bereits erfolgreich angelaufen und werden in den nächsten Monaten verstärkt.
Konkrete Verbesserungsprojekte wurden außerdem bereits gestartet. Es gibt viel zu tun. Deshalb freuen wir uns, dass am 1. Januar 2019 als vierter Vorstand
Dr. Jörn Großmann zu unserem Führungsteam stößt. Ausgestattet mit umfassender Technologieerfahrung
wird er die Entwicklung unseres Förderbankmodells vorantreiben und verstärkt Innovationsimpulse
in die Unternehmen tragen. Auch im schwieriger werdenden Umfeld hat unser Portfolio in seiner Gesamtheit wieder
seine Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Problemfälle werden entschlossen angegangen
und unsere strategischen Initiativen in den Bereichen Innovation und operative Exzellenz
stärken unsere Unternehmen auf ihrem erfolgreichen Weg in die Zukunft. Bergisch Gladbach im November 2018 scroll
ZWISCHENLAGEBERICHTGESCHÄFTSVERLAUF DER INDUS-GRUPPE IN DEN ERSTEN NEUN MONATEN 2018KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER INDUS HOLDING AG (in Mio. EUR)scroll
In den ersten neun Monaten 2018 entwickelten sich die wirtschaftlichen Eckdaten der
INDUS-Gruppe solide. Der Umsatz verzeichnete weiter ein deutliches Wachstum. Das operative
Ergebnis (EBIT) stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht an, wobei sich im
dritten Quartal der zunehmende Kostendruck spürbar negativ auf das EBIT auswirkte.
Das Segment Bau/Infrastruktur entwickelte sich weiterhin auf hervorragendem Niveau.
In der Fahrzeugtechnik dagegen hat sich die Lage bei den Serienzulieferern durch verstärkten
Marktdruck in einer Beteiligung verschlechtert und belastete das Ergebnis zusätzlich. UMSATZ UM 4,4 % GESTIEGENDie INDUS-Gruppe erwirtschaftete in den ersten neun Monaten einen Konzernumsatz von
1.274,9 Mio. EUR. Das entspricht gegenüber dem Vergleichszeitraum einem Anstieg um
53,8 Mio. EUR bzw. 4,4 %. Der Umsatzanstieg ist im Wesentlichen auf organisches Wachstum
(+3,1 %) zurückzuführen. Der Konzernumsatz für das dritte Quartal 2018 betrug 430,2
Mio. EUR (Vorjahr: 417,6 Mio. EUR). Die Materialaufwandsquote stieg im Vergleich zum Neunmonatszeitraum des Vorjahres
von 46,5 % auf 48,1 %. Gründe hierfür sind höhere Einkaufspreise für Rohstoffe (Metalle)
sowie der gestiegene Einsatz von Leiharbeitern (bezogene Leistungen) im Zuge der hohen
Kapazitätsauslastungen. Die Personalaufwandsquote erhöhte sich unter anderem infolge
im Vorjahr abgeschlossener Tarifverträge von 29,1 % auf 29,6 %. Die Abschreibungen stiegen um 8,2 % auf 50,3 Mio. EUR. Ursache hierfür sind die vermehrten
Sachinvestitionen der vergangenen Jahre. LEICHTE STEIGERUNG DES EBIT TROTZ SCHWÄCHEREN DRITTEN QUARTALSDas operative Ergebnis (EBIT) stieg gegenüber den ersten neun Monaten 2017 leicht
um 1,4 %, von 114,5 Mio. EUR auf 116,1 Mio. EUR. Aufgrund der erhöhten Aufwandspositionen
sank die EBIT-Marge und lag mit 9,1 % etwas unter dem Vorjahreswert (9,4 %). Das dritte Quartal 2018 entwickelte sich gegenüber dem Vergleichsquartal 2017 deutlich
schwächer: Das operative Ergebnis sank von 41,8 Mio. EUR um 1,9 Mio. EUR auf 39,9
Mio. EUR. Das entspricht einer EBIT-Marge von 9,3 %, was um 0,7 Prozentpunkte unter
dem guten Wert für das dritte Quartal 2017 liegt (10,0 %). BEREINIGTE EBIT-MARGE BEI 9,7 %Das bereinigte operative EBIT lag nach den ersten neun Monaten bei 123,9 Mio. EUR
praktisch auf dem Vorjahreswert von 123,8 Mio. EUR. Die bereinigte EBIT-Marge beträgt
für die ersten neun Monate 9,7 %. Sie sank im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum
2017 um 0,4 Prozentpunkte. Im bereinigten operativen EBIT sind Ergebniseffekte aus
Unternehmenserwerben eliminiert. Es handelt sich dabei um Abschreibungen auf Fair-Value-Anpassungen
im Anlagevermögen und im Vorratsvermögen (Auftragsbestand) der erworbenen Unternehmen
sowie um Anschaffungsnebenkosten aus den Unternehmenserwerben. Diese Belastungen sind
derzeit rückläufig, da einige Ergebniseffekte aus vergangenen Akquisitionen ausgelaufen
sind. ÜBERLEITUNG (in Mio. EUR)scroll
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Die Abschreibungen der Fair-Value-Anpassungen beziehen sich auf identifizierte Vermögenswerte
zu Zeitwerten im Zusammenhang mit den Akquisitionen der INDUS-Gruppe. Das Zinsergebnis betrug -13,6 Mio. EUR und verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr
um 4,5 Mio. EUR. Im Zinsergebnis sind Zinsen für die Bewertung von Zinsswaps und Minderheitsanteilen
sowie Zinsen für das operative Geschäft ausgewiesen. Beide Zinspositionen sind nach
neun Monaten des Geschäftsjahres niedriger als im Vorjahreszeitraum. Für den Berichtszeitraum
betrug das operative Zinsergebnis -10,0 Mio. EUR; im Vorjahreszeitraum lag es bei
-10,8 Mio. EUR. Der Zinsaufwand für die Anteile von Minderheitsgesellschaftern sank
um 3,7 Mio. EUR auf 3,6 Mio. EUR. Ursache hierfür ist unter anderem der planmäßige
Erwerb von Minderheitsanteilen, deren Ergebnisanteil bisher das Zinsergebnis belastete. ERGEBNIS JE AKTIE 2,69 EURDas Ergebnis vor Steuern (EBT) verbesserte sich um erfreuliche 6,3 % auf 102,5 Mio.
EUR. Die Steuerquote liegt nahezu unverändert bei 34,9 % (Vorjahr: 35,1 %). Vor Abzug
der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter führte dies zu einem um 4,1 Mio. EUR
verbesserten Periodenergebnis (Ergebnis nach Steuern) von 66,7 Mio. EUR (Vorjahr:
62,6 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich auf 2,69 EUR nach 2,52 EUR
im Vorjahresvergleichszeitraum. Das entspricht einem Anstieg von 6,7 %. Für das dritte
Quartal betrug das Ergebnis je Aktie 0,93 EUR und lag damit etwas unterhalb des Vorjahres
(0,94 EUR). In den ersten neun Monaten 2018 waren in den Unternehmen der INDUS-Gruppe durchschnittlich
10.622 Mitarbeiter (Vorjahr: 10.155 Mitarbeiter) beschäftigt. INVESTITIONEN UND ZUKÄUFE 20182018 konnten drei INDUS-Beteiligungen Zukäufe vermelden: AURORA erwarb im Januar den
Elektronikspezialisten ELECTRONIC EQUIPMENT B.V. mit Sitz in Weert (NL). Die Gesellschaft
produziert kundenindividuelle elektronische Steuerungskomponenten für Applikationen
in der Automobil-, Beleuchtungs- und Verpackungsindustrie. Mit Wirkung zum 1. August 2018 konnte OFA Bamberg die Aktivitäten eines Handelsunternehmens
für medizinische Hilfsmittel in Süddeutschland übernehmen. Ferner erwarb im Juli eine weitere INDUS-Beteiligung einen namhaften Anbieter von
hochwertigen Raumklimageräten. Das Portfoliounternehmen aus dem Segment Bau/Infrastruktur
sichert sich mit diesem Zukauf eine strategische Vertriebserweiterung im margenstarken
Geschäft des Kälte-Klima-Fachhandwerks. Ihrem mehrstufigen Transaktionsmodell entsprechend erwarb INDUS planmäßig die Restanteile
an der ROLKO Kohlgrüber GmbH (25 %) sowie von IEF-Werner (25 %). Der Erwerb der Restanteile
an RAGUSE (20 %) durch INDUS erfolgte im Juli 2018. Darüber hinaus gingen die Restanteile der PROVIS Steuerungstechnik GmbH (25 %) an
die INDUS-Beteiligung BUDDE Fördertechnik über. Das INDUS-Portfolio besteht aktuell aus 45 mittelständischen Beteiligungen. SEGMENTBERICHTDie INDUS Holding AG gliedert ihr Beteiligungsportfolio in fünf Segmente: Bau/Infrastruktur,
Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie
Metalltechnik. Zum 30. September 2018 umfasste das Beteiligungsportfolio 45 operative
Einheiten. BAU/INFRASTRUKTUREBIT-MARGE STEIGT WEITER AUF 14,9 %Im Segment Bau/Infrastruktur verzeichneten die INDUS-Beteiligungen im Berichtszeitraum
einen Umsatzanstieg um 22,9 Mio. EUR bzw. 9,2 % auf 271,4 Mio. EUR. Das operative
Ergebnis (EBIT) stieg um 10,7 % auf 40,4 Mio. EUR (Vorjahr: 36,5 Mio. EUR). Die EBIT-Marge
erreichte mit 14,9 % einen sehr guten Wert und liegt 0,2 Prozentpunkte über dem bereits
hohen Vorjahreswert. Die Zuwächse kamen insbesondere aus dem Bereich Versorgungsnetz-Infrastruktur.
Für das Gesamtjahr wird das Segment Bau/Infrastruktur sein hohes Niveau halten können
und voraussichtlich am oberen Ende des Zielkorridors von 13 % bis 15 % landen. Insgesamt bewegen sich die INDUS-Beteiligungen des Segments Bau/Infrastruktur auf
höchstem Niveau. Dabei arbeiten sie an ihrer Kapazitätsgrenze. Einige Beteiligungen
kämpfen verstärkt mit der Rohstoffverknappung sowie den damit einhergehenden steigenden
Rohstoffpreisen. Eine weitere Herausforderung ist der zunehmend enger werdende Facharbeitermarkt. Im Geschäftsjahr konnte im Segment Bau/Infrastruktur ein Anbieter von Raumklimageräten
erworben werden. Die Investitionen in Höhe von 18,8 Mio. EUR (Vorjahr: 7,6 Mio. EUR)
betrafen diesen Erwerb und Sachinvestitionen in Höhe von 8,9 Mio. EUR. KENNZAHLEN BAU/INFRASTRUKTUR (in Mio. EUR)scroll
FAHRZEUGTECHNIKDRUCK AUF SERIENZULIEFERER STEIGT WEITERDer Umsatz im Segment Fahrzeugtechnik stieg im Berichtszeitraum um 4,2 Mio. EUR bzw.
1,4 % auf 294,8 Mio. EUR. Das Umsatzwachstum resultierte aus einem Anstieg im Bereich
der Heiz- und Klimasysteme für Nutzfahrzeuge, aus der erstmaligen Einbeziehung der
im Januar erworbenen Beteiligung ELECTRONIC EQUIPMENT und aus dem gut laufenden Geschäft
eines Engineering-Unternehmens. Die Serienzulieferer verzeichneten dagegen im Zuge
auslaufender Aufträge und rückläufiger Abrufzahlen sinkende Umsätze. Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit 5,4 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahreswert
(10,4 Mio. EUR). Hier sind der generell hohe Margendruck bei den Serienzulieferern
sowie die anhaltenden Absatzrückgänge bei den Automobilherstellern und -zulieferern
aufgrund des Dieselskandals bzw. der Abgasaffäre in zunehmendem Maße zu spüren. Ein
unerwarteter starker Ergebniseinbruch bei einem der Serienzulieferer belastet das
Segmentergebnis zusätzlich. Darüber hinaus wirken sich die Aufwendungen für die bekannte
Repositionierung einer Beteiligung noch weiter negativ auf das Segmentergebnis aus. Die EBIT-Marge betrug 1,8 %. Für das Gesamtjahr 2018 erwarten wir eine leichte Erhöhung
der EBIT-Marge. Die Investitionen betrugen in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs 16,9 Mio.
EUR (Vorjahr: 18,9 Mio. EUR). Sie beinhalten neben Sachinvestitionen auch den Erwerb
des Elektronikspezialisten ELECTRONIC EQUIPMENT durch die INDUS-Tochter AURORA. KENNZAHLEN FAHRZEUGTECHNIK (in Mio. EUR)scroll
MASCHINEN- UND ANLAGENBAUSTEIGENDE UMSÄTZE UND SOLIDE ERGEBNISSEIm Maschinen- und Anlagenbau stieg der Segmentumsatz um 4,3 Mio. EUR auf 274,9 Mio.
EUR. Das Wachstum ist auf organisches Wachstum im Bereich Logistik und auf die Neuerwerbe
des Vorjahrs M+P INTERNATIONAL und PEISELER zurückzuführen, die erstmalig vollständig
konsolidiert wurden. Das operative Ergebnis (EBIT) erreichte mit 33,2 Mio. EUR einen soliden Wert, auch
wenn es 5,6 Mio. EUR unter dem Vorjahr liegt. Die EBIT-Marge verbleibt mit 12,1 %
(Vorjahr: 14,3 %) auf hohem Niveau. Für das Gesamtjahr erwarten wir mit Blick auf
die Marge weiterhin einen Wert innerhalb des Zielkorridors von 12 % bis14 %. Bei zwei Beteiligungen aus dem Großanlagenbau konnte das Wachstum der letzten Jahre
nicht fortgeführt werden. Grund war eine sich wieder normalisierende Auftragslage
auch vor dem Hintergrund einer Investitionszurückhaltung in der Fahrzeugindustrie
und damit einhergehend geringere Umsätze und Erträge. Zudem ergab sich aus einem Großauftrag
ein Einmaleffekt, der das Segmentergebnis belastete. Die Investitionen betrugen 6,9 Mio. EUR (Vorjahr: 37,6 Mio. EUR) und betrafen ausschließlich
Sachinvestitionen. Die Investitionen des Vorjahrs beinhalteten neben den Sachinvestitionen
den Erwerb der M+P-Gruppe und PEISELER. KENNZAHLEN MASCHINEN- UND ANLAGENBAU (in Mio. EUR)scroll
MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIKSTEIGENDE WETTBEWERBSINTENSITÄTDer Umsatz im Segment Medizin- und Gesundheitstechnik sank in den ersten neun Monaten
gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,9 % auf 115,4 Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit 12,6 Mio. EUR unter dem Vorjahr (14,6 Mio. EUR).
Die EBIT-Marge hat sich im dritten Quartal wieder leicht erhöht, sie lag mit 10,9
% aber um 1,6 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert (12,5 %). Für das Gesamtjahr erwarten
wir im Segment wieder steigende Umsätze und Ergebnisse. Wir rechnen mit einer Marge
von ungefähr 12 %. Die Ursache für den Rückgang bei Umsatz und EBIT liegt im Produktbereich der Vliesstoffe
und OP-Sets. Die Produktbereiche sind grundsätzlich sehr wettbewerbsintensiv und waren
überdies im ersten Halbjahr von unerwarteten Kundenabgängen betroffen. Eine Kompensation
in diesen Bereichen wird sich voraussichtlich erst im nächsten Geschäftsjahr einstellen.
Weiterhin ist das Segment durch gestiegene Lohnkosten in ausländischen Produktionsstätten
sowie durch zunehmende Regulierungsanforderungen vor dem Hintergrund der EU-Medizinprodukteverordnung
(MDR) belastet. Die Investitionen lagen mit 5,5 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahrs (5,3 Mio. EUR). KENNZAHLEN MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK (in Mio. EUR)scroll
METALLTECHNIKERGEBNISANSTIEG IM VORJAHRESVERGLEICHIm Segment Metalltechnik konnten die Beteiligungen eine Umsatzsteigerung um 8,0 %
auf 318,6 Mio. EUR erwirtschaften. Das Wachstum wurde insbesondere vom Bereich Hartmetallwerkzeuge
getragen. Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit 28,5 Mio. EUR um 36,4 % bzw. 7,6 Mio. EUR über
dem Vorjahreswert (20,9 Mio. EUR). Die EBIT-Marge betrug 8,9 % und konnte gegenüber
der Marge des Vorjahrs um 1,8 Prozentpunkte gesteigert werden. Die EBIT-Marge des dritten Quartals ist im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2018
rückläufig. Sie sank von 10,4 % auf 5,8 %. Hier fällt eine deutliche Erhöhung der
Materialpreise bei einer großen Beteiligung ins Gewicht. Dieser Kostenanstieg konnte
kurzfristig nicht durch eine Anpassung der Verkaufspreise weitergegeben werden. Der
bekannte Repositionierungsprozess einer Beteiligung verläuft insgesamt langsamer als
erwartet und belastet noch das Segmentergebnis. Für das vierte Quartal erwarten wir einen stabilen Geschäftsverlauf, sodass das Segment
Metalltechnik im Gesamtjahr voraussichtlich eine EBIT-Marge innerhalb des Korridors
von 8 % bis10 % erzielen wird. Das Investitionsvolumen lag mit 11,0 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahr (4,4 Mio.
EUR). Hier macht sich unter anderem eine Erweiterung der Kapazitäten bei einer großen
Beteiligung des Segments bemerkbar. KENNZAHLEN METALLTECHNIK (in Mio. EUR)scroll
FINANZ- UND VERMÖGENSLAGEKONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG, VERKÜRZT (in Mio. EUR)scroll
KAPITALFLUSSRECHNUNG: WORKING-CAPITAL-AUFBAU BELASTET WEITER OPERATIVEN CASHFLOWAusgehend von einem Ergebnis nach Steuern von 66,7 Mio. EUR (Vorjahr: 62,6 Mio. EUR)
wurde im Berichtszeitraum ein operativer Cashflow in Höhe von 14,8 Mio. EUR (Vorjahr:
56,1 Mio. EUR) erzielt. Ursache hierfür ist der Anstieg des Working Capital um 110,5
Mio. EUR. In Erwartung weiter steigender Materialeinkaufpreise haben mehrere INDUS-Beteiligungen
ihr Vorratsvermögen, im Wesentlichen den Bestand an Rohstoffen, erhöht. Darüber hinaus
haben ein planmäßiger Aufbau der unfertigen Erzeugnisse und ein gestiegener Forderungsbestand
das Working Capital anwachsen lassen. In den letzten drei Monaten des Geschäftsjahres
soll das Working Capital bei den Gesellschaften der INDUS-Gruppe reduziert werden.
Insgesamt wird es aber auf einem deutlich höheren Niveau als im Vorjahr verbleiben.
Der Mittelabfluss für gezahlte Zinsen lag mit -14,0 Mio. EUR auf Vorjahresniveau (-14,8
Mio. EUR). Insgesamt sank der Cashflow aus Geschäftstätigkeit um 40,5 Mio. EUR auf
0,8 Mio. EUR. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit betrug im Berichtszeitraum -58,6 Mio.
EUR und lag deutlich unter dem Vorjahreswert (-75,4 Mio. EUR). Die Sachinvestitionen
sind gegenüber dem Vorjahr um 4,9 Mio. EUR gestiegen. Die Ausgaben für den Erwerb
von Tochtergesellschaften waren mit -11,5 Mio. EUR deutlich geringer als im Vorjahr
(-32,4 Mio. EUR). Im Vorjahreszeitraum wurden die M+P-Gruppe und die PEISELER-Gruppe
zugekauft. Im aktuellen Berichtsjahr wurden ELECTRONIC EQUIPMENT als strategische
Ergänzung von AURORA und ein Anbieter für Raumklimageräte im Segment Bau/Infrastruktur
erworben. Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit betrug 29,4 Mio. EUR. Dieser resultierte
aus einer Nettokreditaufnahme in Höhe von 91,4 Mio. EUR (Vorjahr: 70,1 Mio. EUR) abzüglich
der Zahlung der Dividende in Höhe von -36,7 Mio. EUR (Vorjahr: -33,0 Mio. EUR) und
der Auszahlung aus der Tilgung von bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten in Höhe von
-25,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR). Die liquiden Mittel lagen mit 107,5 Mio. EUR
deutlich unter dem Bestand zum 31. Dezember 2017 (135,9 Mio. EUR). KONZERNBILANZ, VERKÜRZT (in Mio. EUR)scroll
BILANZ: EIGENKAPITALQUOTE WIEDER ÜBER 40 %Die Konzernbilanzsumme der INDUS-Gruppe lag zum Stichtag mit 1.745,4 Mio. EUR um 5,6
% über dem Wert zum 31. Dezember 2017. Hierfür sind insbesondere der Aufbau von Vorräten
(+77,8 Mio. EUR) sowie Forderungen und sonstige Vermögenswerte (+35,3 Mio. EUR) verantwortlich.
Der Gesamtbetrag des Working Capital zum 30. September 2018 belief sich auf 513,4
Mio. EUR und lag um 110,5 Mio. EUR bzw. 27,4 % über dem Wert zum Jahresende 2017 (402,9
Mio. EUR). Wie bereits oben erläutert sind die Ursachen für das gestiegene Working
Capital die ausgeweitete Geschäftstätigkeit (Gesamtleistung +6,2 %) sowie der Aufbau
von Vormaterialien, unfertigen Erzeugnissen und Forderungen. Das Eigenkapital stieg um 4,5 % an. Die Eigenkapitalquote betrug 40,3 % zum 30. September
2018 und lag leicht unter dem Wert zum Jahresende 2017 (40,8 %). Der Aufbau der langfristigen
Verbindlichkeiten um 100,7 Mio. EUR ist zum einen auf einen erhöhten Finanzierungsbedarf
und zum anderen auf eine Verschiebung von kurzfristigen Verbindlichkeiten hin zu langfristigen
Verbindlichkeiten zurückzuführen. WORKING CAPITAL (in Mio. EUR)scroll
Die Nettofinanzverbindlichkeiten betrugen zum 30. September 519,4 Mio. EUR und lagen
um 120,5 Mio. EUR über dem Wert zum 31. Dezember 2017. Die Veränderung ist auf eine
Verringerung der liquiden Mittel (-28,4 Mio. EUR) und eine Erhöhung der Finanzschulden
(+92,1 Mio. EUR) zurückzuführen. Die Erhöhung der Finanzschulden steht in direktem
Zusammenhang mit dem Abbau der kurzfristigen Verbindlichkeiten. NETTOFINANZVERBINDLICHKEITEN (in Mio. EUR)scroll
CHANCEN UND RISIKENFür den Chancen- und Risikobericht der INDUS Holding AG verweisen wir auf den Geschäftsbericht
2017. Zur frühzeitigen Erkennung, zur umfassenden Analyse und zum konsequenten Umgang
mit Risiken betreibt die Gesellschaft ein effizientes Risikomanagementsystem. Die
Ausgestaltung des Risikomanagements sowie die Bedeutung der einzelnen Risiken werden
im Geschäftsbericht erläutert. Darin wird festgehalten, dass sich das Unternehmen
keinen Risiken ausgesetzt sieht, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. AUSBLICKErste Anzeichen einer nachlassenden konjunkturellen Dynamik wirken auch auf die wirtschaftliche
Entwicklung der INDUS-Beteiligungen. Zuletzt schwächere Auftragseingänge in der deutschen
Industrie lassen darauf schließen, dass der Hochpunkt beim Wachstum überschritten
ist. Auch politische Risikofaktoren wie der chinesisch-amerikanische Handelskonflikt
oder die ungelöste Brexit-Frage schwelen weiter. In Summe lässt dies eine Abschwächung
des Wachstums für die deutsche Wirtschaft und die INDUS-Beteiligungen erwarten. In den ersten neun Monaten 2018 hat sich die INDUS-Gruppe solide entwickelt. Bei einer
weiterhin erfreulichen Umsatzsteigerung wächst aber der Druck auf die operativen Ergebnisse
und die EBIT-Marge: Die Auswirkungen steigender Energie- und Materialpreise sowie
erhöhter Lohnkosten werden sich voraussichtlich auch in den kommenden Monaten spürbar
auf die Ertragslage auswirken. Daneben belasten ein negativer Einmaleffekt im Segment
Maschinen- und Anlagenbau sowie weitere Aufwendungen für die laufenden Repositionierungen
die Ertragslage. Während das Segment Bau/Infrastruktur weiterhin von einem boomenden Baugewerbe sowie
dem Infrastrukturausbau profitiert und Ergebnisse auf Rekordniveau erzielt, beeinträchtigen
die Auswirkungen der neuen Abgastestnorm WLTP zusätzlich die Fahrzeugserienzulieferer,
die bereits unter einem hohen Margendruck stehen. Der INDUS-Vorstand intensiviert
vor dem Hintergrund der sich verschärfenden Gemengelage die Repositionierungsmaßnahmen
in diesem Bereich und prüft weiter, ob sich für Serienzulieferer im Einzelfall unter
einem neuen Eigentümer eine bessere Perspektive bietet. Ertragsstütze auf solidem
Niveau wird auch perspektivisch das Segment Maschinen- und Anlagenbau bleiben. Die
Beteiligungen im Segment Medizin- und Gesundheitstechnik spüren weiter eine steigende
Wettbewerbsintensität. Die Aufwärtsbewegung in der Metalltechnik wird durch den noch
laufenden Repositionierungsprozess einer Beteiligung und deutlich gestiegene Materialpreise
begrenzt. Über alle Segmente hinweg wird in den kommenden Monaten die Steigerung der operativen
Exzellenz ein strategischer Schwerpunkt sein. Dem Erfolgsmodell zur Förderung der
Innovationskraft folgend, setzt der Vorstand hier auf ein umfassendes Beratungs- und
Begleitangebot. Dieses reicht von Wissens- und Methodenvermittlung bis hin zu konkreter
Projektunterstützung bei der Optimierung aller wertschöpfenden Prozesse in den Unternehmen
und wird so die Profitabilität der Beteiligungsunternehmen steigern. Für das Gesamtjahr 2018 hat INDUS einen Umsatz im Korridor zwischen 1,65 und 1,70
Mrd. EUR und ein operatives Ergebnis (EBIT) zwischen 154 und 160 Mio. EUR (vor Einbeziehung
der anteiligen Umsatz- und Ergebnisbeiträge der im Jahresverlauf getätigten Akquisitionen)
geplant. Vor dem Hintergrund der dargestellten Ergebnisbelastungen wird das Ergebnis
für das Gesamtjahr voraussichtlich am unteren Ende dieses EBIT-Korridors liegen. VERKÜRZTER KONZERNZWISCHENABSCHLUSSKONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS 1.-3. QUARTAL UND DAS 3. QUARTAL 2018scroll
KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DAS 1.-3. QUARTAL UND DAS 3. QUARTAL 2018scroll
Die im sonstigen Ergebnis erfolgsneutral erfassten Erträge und Aufwendungen enthalten
versicherungsmathematische Gewinne aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen in
Höhe von 2.321 TEUR (Vorjahr: 139 TEUR). Diese resultieren in erster Linie aus der
Anhebung des Zinssatzes für inländische Verpflichtungen von 1,8 % zum 31. Dezember
2017 auf 2,0 % zum 30. September 2018. Der Zinssatz für ausländische Pensionen (Schweiz)
hat sich um 0,33 % erhöht. Das Ergebnis der Währungsumrechnung resultiert aus der Umrechnung der Abschlüsse einbezogener
ausländischer Konzerngesellschaften. Die Veränderung der Marktwerte derivativer Finanzinstrumente
resultiert aus den zur Zinsabsicherung abgeschlossenen Zinsswaps. KONZERN-BILANZ ZUM 30. SEPTEMBER 2018AKTIVAscroll
PASSIVAscroll
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGVOM 1. JANUAR BIS 30. SEPTEMBER 2018scroll
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Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter umfassen im Wesentlichen die Minderheitsanteile
an der WEIGAND Bau GmbH sowie Tochtergesellschaften der ROLKO-Gruppe. Die Minderheitsanteile
von Personengesellschaften sowie von Kapitalgesellschaften, bei denen aufgrund wechselseitiger
Optionsvereinbarungen bereits zum Erwerbszeitpunkt der Übergang des wirtschaftlichen
Eigentums der betreffenden Minderheitsanteile vorlag, werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten
bilanziert. KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS 1.-3. QUARTAL 2018scroll
KONZERNANHANGGRUNDLAGEN DES KONZERNABSCHLUSSES[1] ALLGEMEINESDie INDUS Holding AG mit Sitz in Bergisch Gladbach, Deutschland, hat ihren verkürzten
Konzerzwischenabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar 2018 bis 30. September 2018
in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und
deren Auslegungen durch das International Financial Reporting Standards Interpretations
Committee (IFRS IC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.
Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Sofern nicht anders vermerkt, werden
alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Dieser Zwischenabschluss wird in Übereinstimmung mit IAS 34 in verkürzter Form erstellt.
Der Zwischenbericht ist nicht testiert und wurde auch keiner prüferischen Durchsicht
unterzogen. Über verpflichtend neu anzuwendende Standards wird gesondert im Bereich "Änderungen
von Rechnungslegungsvorschriften" berichtet. Ansonsten werden die gleichen Bilanzierungs-
und Bewertungsgrundsätze wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017 angewendet,
die dort detailliert erläutert sind. Da der vorliegende Zwischenabschluss nicht den
vollen Informationsumfang des Jahresabschlusses aufweist, ist dieser Abschluss im
Kontext mit dem vorangegangenen Jahresabschluss zu betrachten. Aus Sicht des Vorstands enthält der vorliegende Quartalsbericht alle üblichen, laufend
vorzunehmenden Anpassungen, die für eine angemessene Darstellung der Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage des Konzerns notwendig sind. Die in den ersten drei Quartalen 2018
erzielten Ergebnisse lassen nicht notwendigerweise Vorhersagen über die Entwicklung
des weiteren Geschäftsverlaufs zu. Die Erstellung des Konzernabschlusses ist beeinflusst von Ansatz- und Bewertungsmethoden
sowie Annahmen und Schätzungen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte,
Schulden und Eventualschulden sowie Aufwendungen und Erträge auswirken. Wenn Zukunftserwartungen
abzubilden sind, können die tatsächlichen Werte von den Schätzungen abweichen. Verändert
sich die ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die Bilanzierung der entsprechenden
Positionen erfolgswirksam angepasst. [2] ÄNDERUNGEN VON RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTENAlle ab dem Geschäftsjahr 2018 verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsnormen
sind in dem vorliegenden Zwischenabschluss umgesetzt. Die neuen Standards haben keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage des Konzernabschlusses der INDUS Holding AG. [3] UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSEDie INDUS-Beteiligung AURORA hat zum Jahresbeginn 2018 die ELECTRONIC EQUIPMENT B.V.,
Weert, Niederlande, erworben. ELECTRONIC EQUIPMENT wird dem Bereich Fahrzeugtechnik
zugeordnet. Mit Wirkung zum 1. Juli 2018 hat eine INDUS-Beteiligung einen namhaften Anbieter von
hochwertigen Raumklimageräten erworben. Die Gesellschaft wird dem Segment Bau/Infrastruktur
zugeordnet. Der beizulegende Zeitwert der gesamten Gegenleistung für die Erwerbe betrug 12.211
TEUR zum Erwerbszeitpunkt. Die Kaufpreise wurden bar bezahlt. Die im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelten Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe
von 4.100 TEUR sind steuerlich nicht abzugsfähig. Die Geschäfts- und Firmenwerte repräsentieren
nicht separierbare Werte wie das Know-how der Belegschaft sowie positive Ertragserwartungen
für die Zukunft und Synergien aus Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Marketing. In der Kaufpreisallokation wurden die erworbenen Vermögenswerte und Schulden wie folgt
ermittelt: NEUERWERBE (in TEUR)scroll
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Sonstige Aktiva: Sonstige langfristige Vermögenswerte, Sonstige kurzfristige Vermögenswerte,
Latente Steuern, Laufende Ertragsteuern Die Erstkonsolidierung der Unternehmenserwerbe erfolgte zwischen Januar und Juli 2018.
Zum INDUS-Ergebnis vom 1. Januar 2018 bis 30. September 2018 tragen die Neuerwerbe
einen Umsatz in Höhe von 5.641 TEUR und ein operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von
961 TEUR bei. Wären die Neuerwerbe bereits am 1. Januar 2018 einbezogen worden, beliefen
sich die Umsatzerlöse auf 10.516 TEUR und das EBIT auf 1.517 TEUR. Die ertragswirksamen Aufwendungen aus der Erstkonsolidierung der Erwerbe belasten
das operative Ergebnis in Höhe von 988 TEUR. Die Anschaffungsnebenkosten der Erwerbe
wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG[4] MATERIALAUFWANDscroll
[5] PERSONALAUFWANDscroll
[6] SONSTIGER BETRIEBLICHER AUFWANDscroll
[7] ZINSERGEBNISscroll
Die Position "Sonstige: Minderheitsanteile" beinhaltet die Ergebnisauswirkung aus
der Folgebewertung der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten (Call-/Put-Optionen) in
Höhe von 563 TEUR (Vorjahr: 972 TEUR) sowie die Nachsteuerergebnisse, die Konzernfremden
aus Anteilen von Personengesellschaften sowie Kapitalgesellschaften mit Call-/Put-Optionen
zustehen. Der Ausweis erfolgt aus Konsistenzgründen im Zinsergebnis. [8] ERGEBNIS JE AKTIEscroll
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ[9] VORRÄTEscroll
[10] FORDERUNGENscroll
[11] VERBINDLICHKEITENDie sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten mit 41.815 TEUR (31.12.2017: 64.275 TEUR)
bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert, soweit die
Minderheitsgesellschafter durch Kündigung des Gesellschaftsvertrages oder aufgrund
von Optionsvereinbarungen ihre Anteile INDUS andienen können. SONSTIGE ANGABEN[12] SEGMENTBERICHTERSTATTUNGSEGMENTINFORMATIONEN FUR DIE GESCHÄFTSBEREICHE FUR DAS 1.-3. QUARTAL 2018SEGMENTBERICHT NACH IFRS 8 (in TEUR)scroll
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SEGMENTBERICHT NACH IFRS 8 (in TEUR)scroll
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SEGMENTINFORMATIONEN FUR DIE GESCHÄFTSBEREICHE FUR DAS 3. QUARTAL 2018SEGMENTBERICHT NACH IFRS 8 (in TEUR)scroll
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SEGMENTBERICHT NACH IFRS 8 (in TEUR)scroll
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Die folgende Tabelle leitet die Summe der operativen Ergebnisse der Segmentberichterstattung
über zum Ergebnis vor Steuern der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung: ÜBERLEITUNGSRECHNUNG (in TEUR)scroll
Die Gliederung der Segmente entspricht unverändert dem aktuellen Stand der internen
Berichterstattung. Die Informationen zu den Segmenten beziehen sich auf die fortgeführten
Aktivitäten. Die Zuordnung der Gesellschaften zu den Segmenten wird durch deren Absatzmärkte
bestimmt, wenn der ganz überwiegende Sortimentsanteil in dem Marktumfeld abgesetzt
wird (Fahrzeugtechnik, Medizin- und Gesundheitstechnik). Sonst wird auf gemeinsame
Merkmale der Produktionsstruktur abgestellt (Bau/Infrastruktur, Maschinen- und Anlagenbau,
Metalltechnik). Die Überleitungen enthalten die Werte der Holding, nicht operativer Einheiten ohne
Segmentzuordnung sowie die Konsolidierungen. Hinsichtlich der den Segmentumsätzen
zugrunde liegenden Produkte und Dienstleistungen verweisen wir auf die entsprechenden
Ausführungen im Lagebericht. Die zentrale Steuerungsgröße der Segmente ist das operative Ergebnis (EBIT), entsprechend
der Definition im Konzernabschluss. Die Segmentinformationen sind in Übereinstimmung
mit den Ausweis- und Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses
angewandt wurden, ermittelt. Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten beruhen
auf Marktpreisen, soweit diese verlässlich bestimmbar sind, und werden im Übrigen
auf Basis der Kostenzuschlagsmethode ermittelt. SEGMENTINFORMATIONEN FÜR DIE REGIONENDie Regionalisierung des Umsatzes bezieht sich auf die Absatzmärkte. Aufgrund der
vielfältigen Auslandsaktivitäten ist eine weitere Aufgliederung nach Ländern nicht
sinnvoll, da außerhalb von Deutschland kein Land 10 % des Konzernumsatzes erreicht. Die langfristigen Vermögenswerte, abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente,
beziehen sich auf den Sitz der Gesellschaften. Eine weitere Differenzierung ist ebenfalls
nicht sinnvoll, da sich der Sitz der Gesellschaften überwiegend in Deutschland befindet. Aufgrund der Diversifikationspolitik von INDUS existieren weder einzelne Produkt-
oder Dienstleistungsgruppen noch einzelne Kunden, die einen Anteil von größer als
10 % am Umsatz erreichen. scroll
[13] INFORMATIONEN ZUR BEDEUTUNG VON FINANZINSTRUMENTENDie nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte der Finanzinstrumente dar. Der beizulegende
Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall
zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts
eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. FINANZINSTRUMENTE (in TEUR)scroll
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Die zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente betreffen grundsätzlich langfristig
gehaltene Finanzbeteiligungen, für die kein auf einem aktiven Markt notierter Preis
vorliegt und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann.
Diese werden mit Anschaffungskosten bewertet. FINANZINSTRUMENTE NACH GESCHÄFTSMODELL GEM. IFRS 9 (in TEUR)scroll
[14] FREIGABE DER VERÖFFENTLICHUNGDer Vorstand der INDUS Holding AG hat den vorliegenden IFRS -Zwischenabschluss am
13. November 2018 zur Veröffentlichung freigegeben. Bergisch Gladbach, den 13. November 2018 INDUS Holding AG Der Vorstand scroll
WEITERE INFORMATIONENKONTAKTANSPRECHPARTNERINNENNina Wolf Julia Pschribülla INDUS HOLDING AGKölner Straße 32 Postfach 10 03 53 Telefon: +49 (0)2204/40 00-0 www.indus.de FINANZKALENDERscroll
IMPRESSUMVERANTWORTLICHES VORSTANDSMITGLIEDDr. Johannes Schmidt DATUM DER VERÖFFENTLICHUNG14. November 2018 HERAUSGEBERINDUS Holding AG, Bergisch Gladbach KONZEPT/GESTALTUNGBerichtsmanufaktur GmbH, Hamburg DRUCKGutenberg Beuys Feindruckerei GmbH, Langenhagen DIE INDUS-APP:kostenloser Download im App Store oder direkt über nebenstehenden QR-Code ![]() Dieser Zwischenbericht ist auch in englischer Sprache erhältlich. Im Zweifelsfall
ist die deutsche Version maßgeblich. WICHTIGER HINWEIS:Dieser Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen
und Schätzungen des Vorstands der INDUS Holding AG beruhen. Auch wenn der Vorstand
der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, unterliegen
sie gewissen Risiken und Unsicherheiten. Die künftigen tatsächlichen Ergebnisse können
aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich von diesen Annahmen und Schätzungen abweichen.
Zu diesen Faktoren gehören unter anderem Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen
Lage, der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, der Wechselkurse und
Zinssätze sowie der Gesetzeslage. Die INDUS Holding AG übernimmt keinerlei Gewährleistung und Haftung dafür, dass die
künftige Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem
Geschäftsbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen. Die in diesem
Bericht getroffenen Annahmen und Schätzungen werden nicht aktualisiert. www.indus.de |
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