![]() INDUS Holding AktiengesellschaftBergisch GladbachKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018NACHHALTIGKEITSBERICHTKENNZAHLEN 2018scroll
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Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte und Sachanlagen PORTFOLIOSTRUKTUR NACH JAHREN(in % / Anzahl der Beteiligungen) ![]() UMSATZVERTEILUNG 2018 NACH SEGMENTEN (in % / Mio. EUR)![]() INDUS... ist führender Spezialist für nachhaltige Unternehmensbeteiligung und -entwicklung im deutschsprachigen Mittelstand. Wir erwerben überwiegend inhabergeführte Gesellschaften und unterstützen sie mit langfristiger Ausrichtung in ihrer unternehmerischen Entwicklung. Unsere Töchter zeichnen sich besonders durch ihre starke Stellung in speziellen Nischenmärkten aus. Als wachstumsorientierter Finanzinvestor stellen wir sicher, dass unsere Unternehmen ihre besondere Stärke, ihre mittelständische Identität, bewahren. ZIELE![]() WERTSCHÖPFUNGUNTERNEHMENSLEISTUNG (in Mio. EUR)scroll
ENTWICKLUNG DER WERTSCHÖPFUNG (in Mio. EUR)![]() WERTSCHÖPFUNG (in Mio. EUR)scroll
VERWENDUNG DER NETTOWERTSCHÖPFUNG 2018 (in % / Mio. EUR)![]()
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Ausschüttung und Thesaurierung NACHHALTIGKEIT BEI INDUSGRUNDLAGENNachhaltiges Handeln erzeugt Wettbewerbsvorteile, erhöht den Unternehmenswert und stärkt die Unternehmenskultur. Auf Grundlage dieser Überzeugung arbeitet die INDUS-Gruppe kontinuierlich an der Optimierung ihres Nachhaltigkeitsengagements. NACHHALTIGKEIT: FÜR INDUS NICHTS NEUESDas Thema Nachhaltigkeit bedeutet für uns die langfristig gleichrangige Behandlung von ökonomischen, sozialen und ökologischen Zielen: Wir wollen dauerhafte Werte schaffen, dabei gute Arbeit ermöglichen und gleichzeitig sorgsam mit der Umwelt umgehen. Wir sind davon überzeugt, dass unsere Entwicklung nur dann nachhaltig ist, wenn wir die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigen und gleichzeitig darauf achten, dass dies nicht auf Kosten der Zukunft geschieht. Die Beteiligungsgesellschaften der INDUS Holding AG nehmen ihre Verantwortung für nachhaltigkeitsorientierte Unternehmensentwicklung eigenständig wahr. Sie setzen sich eigenständig Ziele, entwickeln Maßnahmen und bewerten die Zielerreichung. Die Holding leistet umfassende Informationsarbeit, indem sie nachhaltigkeitsbezogene Daten erhebt, diese in die Gruppenunternehmen hineinträgt und somit ein Feedback über die Zielerreichung ermöglicht. Darüber hinaus berät die INDUS Holding AG ihre Beteiligungen bei Bedarf und hilft ihnen so, ihre "Nachhaltigkeitsbilanz" wirksam zu verbessern. Ferner erstrecken sich die Aufgaben der INDUS Holding AG auf die dauerhafte Begleitung der Beteiligungsgesellschaften sowie die Neuakquisition von weiteren Portfoliounternehmen. So gesehen agiert die Holding wie ein interner Dienstleister für ihre Beteiligungen. Der Ressourcenverbrauch der Holding entlang der Wertschöpfungskette beschränkt sich auf den Einkauf, die Nutzung und Entsorgung von Energie, Büromaterialien und -ausstattung sowie sonstige notwendige Geschäftsausstattung. Die Überprüfung der relevanten Nachhaltigkeitskriterien in der Wertschöpfungskette der Beteiligungen liegt zwar in deren operativer Verantwortung, jedoch hat jede Beteiligung über einen Due-Diligence-Prozess ihren Weg in die INDUS-Gruppe (im Folgenden auch: INDUS) gefunden. Im Rahmen dieses Prozesses wurden u. a. auch die Wertschöpfungstiefe und die damit verbundenen Nachhaltigkeitsrisiken geprüft. Innovationen schaffen neue Produkte, Dienstleistungen und sogar Ansätze für neue Geschäftsmodelle und damit Wettbewerbsvorteile gegenüber Marktbegleitern unserer Beteiligungen. Ständige technologische Weiterentwicklungen in Herstellprozessen bei unseren Beteiligungen sowie durch technologische Fortschritte bei Herstellern von Maschinen und Anlagen erhöhen die Qualität der Produkte, führen zu Energieeinsparungen und damit zu geringeren Emissionen und Kosten. Die jeweils laufenden und eingeleiteten Maßnahmen zur Unterstützung der Nachhaltigkeitsstrategie der Holding werden in den nachfolgenden Kapiteln beschrieben. Die Arbeit auf dem Feld der Nachhaltigkeit stößt sowohl im Geschäfts- als auch im Kapitalmarktumfeld auf positive Resonanz. Dies spiegelt sich auch in entsprechenden Nachhaltigkeitsratings wider: Beim CDP Climate Scoring wurde INDUS im Januar 2019 erneut mit der Spitzen-Note "A" ausgezeichnet. Auch beim Nachhaltigkeitsrating der ISS-oekom/oekom research AG konnte INDUS den Status "Prime" erfolgreich verteidigen. STAKEHOLDER: INTERESSEN KENNEN, DIALOG PFLEGENDie Basis für eine erfolgreiche Arbeit an Nachhaltigkeitsthemen und damit für den langfristigen Unternehmenserfolg ist die Kenntnis unserer Stakeholder und deren Interessen. Nur so können wir die richtigen Entscheidungen treffen und unser Verhalten entsprechend ausrichten. Die Auswahl der wesentlichen Stakeholder folgte einem strukturierten Prozess. Dabei wurden potenziell relevante Stakeholder u. a. unter Berücksichtigung der Wertschöpfungskette identifiziert und anhand ihres jeweiligen Einflusses auf die INDUS-Gruppe sowie anhand des Einflusses der INDUS-Gruppe auf den jeweiligen Stakeholder priorisiert. Die strukturierte Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen unserer Stakeholder ergab für uns fünf relevante Gruppen. scroll
Mit allen fünf Stakeholder-Gruppen stehen die Holding und die Portfoliounternehmen, jeweils soweit zutreffend, in regelmäßigem Austausch. Dabei nutzen sie unterschiedliche Kommunikationsformen bzw. -kanäle. Im Geschäftsjahr 2016 wurden die aus interner Sicht identifizierten Handlungsfelder und Kernthemen im informativen Austausch mit der Sichtweise ausgewählter Beteiligungsgesellschaften abgeglichen. Im Geschäftsjahr 2017 wurde der Stakeholder-Dialog mit institutionellen Investoren und Familienunternehmern intensiviert. Beide Stakeholder-Gruppen wurden in strukturierten Interviews zu ihrer Sichtweise und Wahrnehmung der Nachhaltigkeitsstrategie und -berichterstattung von INDUS befragt. Ziel war hierbei u. a. die Verifizierung der im Rahmen der bisherigen Analysen und Betrachtungen als wesentlich identifizierten Nachhaltigkeitsaspekte. Im Geschäftsjahr 2018 stand die Sichtweise der internen Stakeholder-Gruppe "Beteiligungen" im Fokus des Dialogs. Zur Verifizierung der Vollständigkeit der aktuell adressierten Handlungsfelder und deren Wesentlichkeitseinschätzung wurde eine Befragung der Geschäftsführungen der Beteiligungsgesellschaften durchgeführt. Als Ergebnis dieser Befragung wurde die Wesentlichkeitsmatrix aktualisiert (siehe Seite 26). KERNTHEMEN: DREI PLUS VIERZur Identifizierung der für INDUS relevanten Nachhaltigkeitsaspekte führten wir 2016 unter Beteiligung des Vorstands eine Wesentlichkeitsanalyse durch. Wesentlich sind dabei die Themen, die für INDUS und ihre externen und internen Stakeholder unter Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit eine hohe Bedeutung für die Geschäftstätigkeit, den Geschäftsverlauf und das Geschäftsergebnis haben (Outside-I n-Betrachtung) bzw. Themen, bei denen durch die Geschäftstätigkeit von INDUS Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsaspekte erwartet werden (Inside-Out-Betrachtung). Die Ergebnisse dieser Analyse wurden im Rahmen des zuvor angeführten Stakeholder-Dialogs sowohl aus der externen (2017) als auch aus der internen Stakeholder-Perspektive (2018) verifiziert. Die bereits identifizierten sieben Kernthemen konnten so bestätigt werden: 1. Investitionen: der Einsatz wirtschaftlicher Mittel zur erfolgreichen Entwicklung der Beteiligungen bzw. der Gruppe 2. Innovation: die Weiterentwicklung der von den Beteiligungen angebotenen Produkte und Dienstleistungen sowie die Entwicklung neuer, ggf. sogar disruptiver Lösungen 3. Internationalisierung: die Expansion der Beteiligungen (Produktion, Absatzmärkte) in die relevanten internationalen Regionen zur langfristigen Begleitung der Kunden vor Ort 4. Gesellschafterrolle der INDUS Holding AG: die wirtschaftliche und beratende Unterstützung der Beteiligungen bei der Entwicklung ihres Geschäfts im Rahmen der gegebenen Spielräume durch die Holding 5. Personal: die Mitarbeiter als zentrale Triebkraft der Unternehmensentwicklung sowohl in der INDUS Holding AG als auch unternehmensindividuell bei den Beteiligungen 6. Ressourceneffizienz: die Berücksichtigung der ökologischen Folgen bei unternehmerischen Entscheidungen und die Minimierung der ökologischen Auswirkungen der operativen Tätigkeit durch die Beteiligungsgesellschaften 7. Soziales Engagement: die Übernahme von Verantwortung für gesellschaftliche Aufgaben seitens der Beteiligungsgesellschaften und der INDUS Holding AG WESENTLICHKEITSMATRIX![]()
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INVESTITIONEN Die drei Kernthemen Investitionen, Innovation und Internationalisierung stehen im strategischen Fokus der Holding und können für den Erfolg der Einzelgesellschaft wie auch für den Erfolg der Gruppe als Ganzes eine große Hebelwirkung entfalten. Die vier übrigen Themen beziehen sich auf ebenso wichtige Grundsatzfelder, die sich unmittelbar aus dem Aufgaben- und Werteverständnis eines gesunden mittelständisch orientierten bzw. geführten Unternehmens ergeben. Die Arbeit an Fortschritten in den Kernthemen durch die Umsetzung von Maßnahmen und Konzepten erfolgt kontinuierlich. Für die Berichterstattung werden jährlich rotierend einzelne Kernthemen hervorgehoben. Für das Geschäftsjahr 2018 werden im Rahmen der Berichterstattung Projektbeispiele zum Kernthema Ressourceneffizienz exemplarisch dargestellt. WESENTLICHKEITSMATRIX MIT KONKRETEN HANDLUNGSFELDERNDie identifizierten Kernthemen sind mit Handlungsfeldern unterlegt, aus denen sich wiederum konkrete Maßnahmen ableiten lassen. Die Handlungsfelder wurden in eine klassische Wesentlichkeitsmatrix übertragen. Diese spiegelt wider, welche Bedeutung das jeweilige Handlungsfeld, konsolidiert betrachtet, für die internen bzw. externen Stakeholder der INDUS Holding AG und der Beteiligungsgesellschaften besitzt. Die Einordnung der Handlungsfelder in die Matrix erfolgte initial über Einschätzungen des Nachhaltigkeitsteams sowie des Vorstands und wurde anschließend mit Einschätzungen interner und externer Stakeholder abgeglichen. Im Jahr 2018 wurde eine Befragung der Beteiligungen (repräsentiert durch deren Geschäftsführungen) durchgeführt. Die Befragung ergab, dass das Schärfen des Akquisitionsprofils, das Managen des Risikos bei Akquisitionen, das Stärken der Innovationsfähigkeit, das Definieren der Verantwortung in der Wertschöpfungskette, das Sichern der finanziellen Stabilität, das Fördern des Nachwuchses, das effiziente Nutzen der Rohstoffe sowie das effiziente Nutzen von Energie als Handlungsfelder im Vergleich zur vorherigen Einschätzung höher zu priorisieren sind. Die Wesentlichkeitsmatrix wurde entsprechend überarbeitet und durch den Vorstand genehmigt. NICHTFINANZIELLER BERICHT DER INDUS-GRUPPELaut CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RLUG) ist die INDUS Holding AG seit dem Geschäftsjahr 2017 verpflichtet, zu Nachhaltigkeitsaspekten zu berichten. Neben allgemeinen Angaben zum Geschäftsmodell (vgl. Lagebericht, Kapitel "Grundlagen des Konzerns") sind in diesem Kontext Angaben zu gesetzlich vorgegebenen Aspekten von Relevanz, die inhaltlich von den im Rahmen des Stakeholder-Dialogs identifizierten und verifizierten Kernthemen wie folgt abgedeckt werden: Der Aspekt Umweltschutz findet sich im Kernthema Ressourceneffizienz wieder, der Aspekt Sozialbelange im Kernthema soziales Engagement. Die Aspekte Arbeitnehmerbelange sowie Achtung der Menschenrechte werden durch das Kernthema Personal abgedeckt. Der Aspekt Bekämpfung von Korruption und Bestechung ist Teil des Kernthemas Gesellschafterrolle. Nachhaltigkeit ist bei der INDUS Holding AG auf höchster Ebene angesiedelt. Das heißt: Der Vorstand steuert die Weiterentenwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie der Holding. Verantwortlich für das Nachhaltigkeitsmanagement ist der Vorstandsvorsitzende. Relevante Nachhaltigkeitsaspekte, die aktuelle Positionierung aus Innen- und Außensicht, nichtfinanzielle Leistungsindikatoren und die Erreichung der gesetzten Ziele der Beteiligungen sind Gegenstand des Austauschs zwischen Vorstand und den Geschäftsführern der Beteiligungen. Darüber hinaus werden im Rahmen der jährlich stattfindenden Unternehmertagung regelmäßig Themen aus dem CSR-Umfeld beleuchtet und diskutiert. Die INDUS Holding AG hat seit 2016 eine Incentivierung für Fortschritte im Bereich Nachhaltigkeit in das Vergütungssystem des Vorstands integriert. Im Rahmen der jährlichen Fortschreibung der Unternehmensplanungen werden durch das Management der Beteiligungen Risiken und Chancen mithilfe eines Risikomanagement-Reporting-Tools nach Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglicher Schadenshöhe bis auf Anlagen-/ Betriebsebene bewertet, dokumentiert sowie Maßnahmen zur Verminderung der Risiken abgeleitet. Nachhaltigkeitsrisiken werden dabei als separate Risikokategorie erfasst, sind aber vollständig in das bestehende Risikomanagementsystem integriert. Gegenmaßnahmen werden soweit erforderlich auf Holdingebene für die Holding oder unabhängig von der Holding auf Ebene der Beteiligungsgesellschaften für die Beteiligungen eingeleitet. Wesentliche Risiken aus Geschäftsbeziehungen, Produkten und Dienstleistungen sowie aus eigener Geschäftstätigkeit i. S. § 289c Abs. 3 Nr. 3 und 4 HGB und der Umgang mit diesen werden - soweit berichtspflichtig - im Chancen- und Risikobericht (vgl. Lagebericht, Kapitel "Chancen- und Risikobericht") dargestellt. Im Berichtsjahr sind keine Einzelrisiken mit Bezug zu Nachhaltigkeitsaspekten zu berichten, die die Wesentlichkeitsschwelle überschreiten. Unser Nachhaltigkeitsbericht wurde in Übereinstimmung mit den Kriterien erstellt, die der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) formuliert hat. Wir berichten die EFFAS (European Federation of Financial Analyst Societies)-Leistungsindikatoren gemäß den Anforderungen von DNK. Von 16 Kennzahlen werden unter Berücksichtigung von Wesentlichkeit, Aussagekraft und Anwendbarkeit für INDUS vier nicht berichtet. Die näheren Erläuterungen dazu befinden sich am Ende der Kennzahlenübersicht. Wir berücksichtigen die von uns berichteten Kennzahlen gemäß EFFAS auch standardisiert im Due-Diligence-Prozess bei Neuakquisitionen. Die erhobenen Kennzahlen beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2018 und ziehen zum Vergleich das Vorjahr heran. Zur Datenerfassung der nichtfinanziellen Leistungskennzahlen wurde das bestehende interne Finanzdaten-Reporting-System der INDUS Holding AG genutzt, das um entsprechende Abfragen erweitert wurde. Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich folgende wesentliche Änderungen bei den Systemgrenzen und inhaltlichen Definitionen der Kennzahlen:
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz hat den nichtfinanziellen Bericht für die INDUS-Gruppe und die gemäß DNK berichteten EFFAS-Kennzahlen (in der Kennzahlenübersicht entsprechend gekennzeichnet) einer prüferischen Durchsicht unterzogen. UMWELTSCHUTZEINORDNUNGDirekte Umweltauswirkungen bzgl. Ressourcenverbrauch, Immissionen, Abfall, Transport sowie der Energieverbrauch und die damit verbundenen direkten und indirekten Treibhausgasemissionen der Beteiligungen sind verglichen mit rohstoff- und energieintensiven Industriesektoren als vergleichsweise gering einzustufen. Als rohstoff- bzw. energieintensive Sektoren gelten für INDUS Industrien, welche gesetzlich verpflichtend am Emissionshandel der Europäischen Union teilnehmen. Hierzu gehören z. B. die chemische Industrie, die Papierindustrie oder die Zementindustrie. Den rohstoff- bzw. energieintensiven Industriesektoren kann keine der INDUS-Beteiligungen zugeordnet werden. Die Beteiligungen sind zum Großteil im verarbeitenden Gewerbe mit mechanischen Bearbeitungsprozessen angesiedelt. Die Beteiligungen haben ihre Produktionsstandorte überwiegend in der EU und der Schweiz. Sie unterliegen daher hohen Standards und gesetzlichen Auflagen bzgl. Anlagensicherheit und Umweltschutz. Die wenigen Beteiligungen mit Produktionsprozessen mit einer potentiell relevanten Umweltbelastung wie etwa Galvanik- oder Lackierprozessen unterliegen entsprechenden gesetzlichen Regelungen und Überwachungsprozessen. Direkte Umweltauswirkungen durch die INDUS Holding AG als Organisationseinheit sind vernachlässigbar. ZIELE/MASSNAHMEN Der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen hat innerhalb der INDUS-Gruppe einen hohen Stellenwert. Die Geschäftsführer der Beteiligungen entwickeln -mit Blick auf das spezifische Umfeld und im Einklang mit der jeweiligen Unternehmensphilosophie - eigenständig Regelungen und Maßnahmen zur Ressourcenschonung. Dies betrifft nicht nur Produktionsprozesse selbst, sondern auch die Produktentwicklung. Beispielhaft sind diesbezüglich Optimierungsmaßnahmen im Bereich der Druckluftversorgung bei OFA und BILSTEIN &SIEKERMANN anzuführen, die zu Energieeinsparungen geführt haben. Die INDUS Holding AG stellt im Rahmen standardisierter Due-Diligence-Prozesse bei ihren Akquisitionsprozessen sicher, dass mindestens die gesetzlichen Anforderungen eingehalten und durch entsprechende Managementsysteme Vorkehrungen zur Vermeidung von umweltrelevanten Ereignissen getroffen werden. Durch die unmittelbare und enge Begleitung des Due-Diligence-Prozesses durch den Vorstand werden strategische Nachhaltigkeitsaspekte aktiv eingebracht. Das Akquisitionsprofil der INDUS Holding AG wurde - auch unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten - im Geschäftsjahr 2017 überarbeitet und geschärft. Es werden grundsätzlich keine Investitionen in energie- und emissionsintensive Unternehmen (definiert durch die verpflichtende Teilnahme am Emissionshandel der Europäischen Union) und Unternehmen, die ihren Fokus in der Rüstungsindustrie haben, getätigt. scroll
Risiken in den Bereichen von Elementarschäden, Betriebsunterbrechungen, Haftpflicht, Produkthaftung und Transportschäden werden von der Holding für alle Beteiligungen durch den Abschluss entsprechender Verträge abgesichert. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Bedürfnisse und Randbedingungen arbeiten die Beteiligungen intern mit einem Genehmigungsmanagement sowie definierten und dokumentierten Ablaufprozessen mit Vorschriften und Regeln. Darüber hinaus haben die Beteiligungen teilweise zertifizierte Managementsysteme implementiert. Hiermit erfüllen die Gesellschaften nicht nur die behördlichen Auflagen, sondern leisten auch einen Beitrag, um die Sicherheit und Gesundheit der eigenen Mitarbeiterschaft, der Zulieferer, Dienstleister vor Ort und der unmittelbaren Nachbarschaft zu gewährleisten. Energieeffizienz und damit einhergehend Emissionseinsparungen sind ein Querschnittsthema. Die Notwendigkeit, dem Klimawandel entgegenzuwirken, hat INDUS klar erkannt. Vor diesem Hintergrund hat sich die INDUS Holding AG das Ziel gesetzt, ihre direkten und indirekten Emissionen (Scope 1 &2) absolut um 12 % bis 2020 und um 42,5 % bis 2040 zu reduzieren (jeweils bezogen auf das Basisjahr 2014, für das Scope-1&2-Emissionen i. H. v. 184 to CO2e berechnet wurden). ERGEBNISGemäß DNK bzgl. Umweltaspekten zu berichtende Indikatoren sind der Gesamtenergieverbrauch (EFFAS E01-01), die Treibhausgasemissionen (Scope 1 und 2, EFFAS E02-01), das gesamte Abfallaufkommen (EFFAS E04-01) sowie der Anteil des recycelten Abfalls (EFFAS E05-01). Die Treibhausgasemissionen berichten wir nach den Vorgaben des Greenhouse Gas Protocols (GHG Protocol). Dabei weisen wir gemäß GHG Protocol Treibhausgasemissionen für Scope 2 sowohl nach der standort- als auch nach der marktbasierten Methode aus. Sofern nachfolgend nicht weiter auf eine Methode Bezug genommen wird, handelt es sich stets um die marktbasierte Methode. Im Berichtsjahr sind angesichts des weiteren Aufbaus von Ressourcen in der Holding die Scope-1&2-Emissionen (EFFAS E02-01, dem Operational-Control-Ansatz gem. GHG Protocol entsprechend sind hierdurch ausschließlich Emissionen der Holding abgedeckt) im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Bezogen auf die für das Jahr 2020 angestrebte Reduzierung befindet sich die Holding jedoch weiterhin auf Zielerreichungskurs. Die Holding hat 2018 erneut ihre verbleibenden Emissionen vollständig durch die Investition in Emissionsminderungsprojekte kompensiert. Der Gesamtenergieverbrauch der Gruppe (EFFAS E01-01) ist hingegen wachstumsbedingt trotz zahlreicher Energieeinsparmaßnahmen gestiegen. Das absolute Abfallaufkommen der Gruppe hat sich hingegen im Vergleich zum Vorjahr verringert (EFFAS E04-01). Gleichzeitig ist eine höhere Recyclingquote der Gruppe (EFFAS E05-01) zu verzeichnen. Zukünftig werden wir in der Gruppe weiterhin intensiv an der Erhöhung der Ressourceneffizienz arbeiten, um damit die Umweltbelastungen nicht nur an den eigenen Standorten und bei den eigenen Produkten, sondern auch in den vor- und nachgelagerten Prozessen zu reduzieren. SOZIALBELANGEEINORDNUNGDie lokale Nachbarschaft beeinträchtigende Luft- und Lärmimmissionen verursachen die Beteiligungen nur in sehr begrenztem Umfang, sodass Folgerisiken aus potenziellen Beschwerden gering sind. Die Beteiligungen nehmen ihre Produktverantwortung wahr und minimieren entsprechend ihrer Einflussmöglichkeiten Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltrisiken entlang des gesamten Lebenszyklus von der Produktentwicklung, Produktion, der Weiterverarbeitung beim Kunden bis zur Nutzung beim Endkunden und zur Entsorgung. ZIELE/MASSNAHMENDie Unternehmen der INDUS-Gruppe nehmen ihre Verantwortung als Teil der Gesellschaft aktiv und mit Bezug zu ihrem regionalen Kontext eigenständig wahr. Sie unterstützen mit ihrem Engagement kulturelle, wissenschaftliche und soziale Projekte in der Nachbarschaft. Viele Beteiligungen arbeiten bspw. mit Werkstätten für behinderte Menschen zusammen. Die ASS hat inspiriert durch die erfolgreiche Zusammenarbeit darüber hinaus unter der Marke Auxilio Systems ein Baukastensystem entwickelt, mit dem Montageabläufe in Werkstätten für behinderte Menschen effizienter und prozesssicherer gestaltet werden können. Weitere Beteiligungen engagieren sich durch Stipendien für Studenten, aber auch Spenden an Schulen und Kindergärten (vgl. Kapitel "Soziales Engagement"). Spenden an politische Parteien werden hingegen nicht getätigt. Entsprechend der jeweiligen rechtlichen Rahmenbedingungen haben die Beteiligungen ein Beschwerdemanagement mit angemessenem Formalisierungsgrad. Auf diese Weise werden relevante Beschwerden erfasst und bewertet, um geeignete Maßnahmen zu ergreifen und kontinuierlich Verbesserungen bei den Prozessen und Produkten zu erreichen. Im Rahmen jährlicher Reportings findet ein Monitoring über berechtigte Beschwerden aus dem lokalen Umfeld statt. Gleiches gilt für eventuell notwendige Rückstellungen für Gewährleistungen. ERGEBNISDie Beteiligungen stehen u. a. über Tage der offenen Tür, Schülerpraktika und Werksführungen mit den kommunalen und regionalen Stakeholdern im regelmäßigen Dialog. Im Berichtsjahr waren zahlreiche derartige Aktivitäten zu verzeichnen. Im gleichen Zeitraum gab es keine berechtigte Beschwerde aus dem lokalen Umfeld. Zukünftig wird die INDUS Holding AG den Austausch in der Gruppe zu diesem Aspekt etwa durch die Thematisierung auf den jährlichen Unternehmertagungen und durch das interne nichtfinanzielle Reporting weiter fördern. Das Spendenvolumen ist 2018 im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. scroll
ARBEITNEHMERBELANGE UND ACHTUNG DER MENSCHENRECHTEEINORDNUNGDie Beteiligungsunternehmen und die INDUS Holding AG achten im Geschäftsalltag die Menschenrechte der Mitarbeiter, Lieferanten, Geschäftspartner und der übrigen Stakeholder. Sie arbeiten größtenteils mit qualifizierten Fachkräften im deutschsprachigen Markt, dem europäischen und außereuropäischen Ausland. Risiken einer nicht marktüblichen Entlohnung, unangemessene Arbeitszeiten, die Einschränkung der Vereinigungsfreiheit oder der Gleichberechtigung werden innerhalb der INDUS-Gruppe durch entsprechende Regelungen in den unternehmensspezifischen Verhaltenskodizes entgegengewirkt. Auch bei den direkten Lieferanten der INDUS Holding AG liegen derartige Risiken nicht vor. Qualifizierte und engagierte Mitarbeiter sind für die Beteiligungen und die Holding eine wichtige Voraussetzung für einen langfristigen Unternehmenserfolg. Daher stellt die Gewinnung, Bindung und Weiterbildung von Fachkräften insbesondere für die Beteiligungen, aber auch für die INDUS Holding AG eine wichtige Aufgabe dar. ZIELE/MASSNAHMENZur Erfüllung dieser Aufgabe setzen sich die Beteiligungen individuelle Ziele. Diese umfassen z. B.:
Die Beteiligungen bieten ihren Mitarbeitern bedarfsorientiert Weiterbildungsmöglichkeiten, zum Teil auch die Möglichkeit zur Absolvierung eines dualen Studiums und zur Entsendung an ausländische Unternehmensstandorte. Parallel dazu pflegen die Beteiligungen einen allgemeinen Austausch mit Schulen (z. B. Girls' Days), Fachhochschulen und Universitäten (z. B. über Praktika und Abschlussarbeiten). Innerhalb der Unternehmen werden die Mitarbeiter über kontinuierliche Verbesserungsprozesse (KVP) oder das betriebliche Vorschlagswesen in die Verbesserung betrieblicher Abläufe integriert. Beispielweise wurde MBN 2018 von der IHK Dresden als vorbildlicher Ausbildungsbetrieb ausgezeichnet. Die Holding prüft im Rahmen der Due-Diligence-Prozesse bei Neuakquisitionen, ob soziale und ethische Grundlagen, insbesondere auch die Einhaltung angemessener Arbeitsstandards, von den zu akquirierenden Unternehmen geachtet werden. Die Anforderungen der Holding und der Beteiligungen, u. a. auch bzgl. Arbeitnehmerbelangen, sind in den unternehmensspezifischen Verhaltenskodizes dokumentiert. Diese enthalten u. a. grundlegende Selbstverpflichtungen in Bezug auf Arbeitnehmerrechte und zur Sicherstellung der Rechte auf menschenwürdige Arbeit im Innen- und Außenverhältnis, d. h. auch bei Lieferanten. Darüber hinaus wird jede direkte Beteiligung durch einen Vorstand der INDUS Holding AG direkt betreut. Die Betreuung umfasst neben der engen Begleitung der wirtschaftlichen und strategischen Unternehmensentwicklung auch regelmäßige Besuche aller Standorte (inkl. Enkelgesellschaften). Auf diese Weise bekommt der Vorstand über formalisierte Berichte hinaus einen unmittelbaren Eindruck von den Arbeitsbedingungen vor Ort. scroll
ERGEBNISGemäß DNK sind bzgl. Arbeitnehmerbelangen und Achtung der Menschenrechte als Indikatoren durchschnittliche Weiterbildungsausgaben je Mitarbeiter (EFFAS S02-02), die Altersstruktur (EFFAS S03-01), die Anzahl nach SA 8000 zertifizierter Standorte (EFFAS S07-02 II) sowie der Anteil weiblicher Mitarbeiter (EFFAS S10-01) und weiblicher Führungskräfte (EFFAS S10-02) zu berichten. Die Altersstruktur in den Beteiligungen (EFFAS S03-01) hat sich ggü. dem Vorjahr nur geringfügig verändert. Die durchschnittlichen Weiterbildungsausgaben pro Mitarbeiter (EFFAS S02-02) sind hingegen leicht gesunken. Der Anteil von Frauen an der Gesamtbelegschaft (EFFAS S10-01) ist ebenso wie der Anteil weiblicher Führungskräfte (EFFAS S10-02) auf Vorjahresniveau. Einige Beteiligungen sind nach OHSAS 18001 (ein internationaler Standard für Arbeitsschutzmanagementsysteme) zertifiziert bzw. auf dem Weg der Erstzertifizierung, es verfügt jedoch keine Beteiligung über eine Zertifizierung nach SA 8000 (EFFAS S07-02 II). SA 8000 ist ein internationaler Standard für Arbeitsbedingungen, jedoch im Branchenumfeld der INDUS-Beteiligungen eine eher unübliche Zertifizierung. Die INDUS Holding AG wird 2019 den Austausch der Beteiligungsgesellschaften zu Best-Practice-Lösungen im Bereich der Personalaktivitäten weiter fördern. BEKÄMPFUNG VON KORRUPTION UND BESTECHUNGEINORDNUNGDer Umsatzanteil in der INDUS-Gruppe außerhalb Europas wächst, damit nimmt auch der Anteil geschäftlicher Aktivitäten in Ländern mit erhöhtem Korruptionsrisiko zu. Dies resultiert im Wesentlichen aus Umsätzen in China, Mexiko, Russland, Südafrika und der Türkei. ZIELE/MASSNAHMENKorrektes Verhalten im Geschäftsverkehr sehen wir, die INDUS Holding AG, und die Geschäftsführungen unserer Beteiligungen als unternehmerische Grundpflicht. Die Verantwortung für gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten und ebenso für die konsequente Einleitung und Verfolgung von ggf. erforderlichen Gegenmaßnahmen bei Fehlverhalten obliegt der jeweiligen Geschäftsführung. Nicht gesetzes- oder richtlinienkonformes Verhalten wird im Rahmen des Compliance Reporting der INDUS Holding AG erfasst. Durch die jeweilige Geschäftsführung eingeleitete Gegenmaßnahmen werden durch die Holding begleitet. Die Grundlagen dafür sind für die INDUS Holding AG in unserem Verhaltenskodex und für die Beteiligungen in deren individuellen Kodizes beschrieben und beziehen sich auf das Handeln innerhalb der jeweiligen Organisation und gegenüber externen Anspruchsgruppen. Diese Kodizes regeln auch, dass monetäre Zuwendungen von Dritten weder angenommen noch gewährt werden dürfen. Politische Spenden oder Zuwendungen an Regierungen werden nicht getätigt. Dieses Ziel ist Resultat einer Selbstverpflichtung von Holding und Beteiligungen. Die Einhaltung des Ziels wird durch eine entsprechende Datenabfrage überwacht. Die INDUS Holding AG hat 2018 für sich selbst und einige Beteiligungen eine Gruppenmitgliedschaft im Verband der Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) abgeschlossen. Darüber hinaus ist die INDUS Holding AG in keinen Industrieverbänden und sonstigen relevanten Organisationen Mitglied und nimmt keinen direkten oder indirekten Einfluss auf jegliche Gesetzgebungsverfahren. Seitens der Holding werden außerdem regelmäßig Compliance-Schulungen und -Informationen für die Führungskräfte der Beteiligungsunternehmen angeboten (vgl. Kapitel "Gesellschafterrolle"). 2018 standen dabei insb. die Themen Datenschutz, Cyberkriminalität und Außenwirtschaft im Fokus. Darüber hinaus bietet die Holding den Beteiligungen auch regelmäßig Schulungen zum Themenkomplex Wettbewerbs- und Kartellrecht an. Ein jährliches und anlassbezogenes Compliance Reporting dokumentiert die Korrektheit der geschäftlichen Tätigkeit. Die Holding stellt in ihren Akquisitionsprozessen für den Erwerb von Portfoliounternehmen auf erster Ebene über standardisierte Due-Diligence-Prozesse sicher, dass die in ihrem Verhaltenskodex festgehaltenen Compliance-Anforderungen eingehalten werden. Durch die unmittelbare und enge Begleitung des Due-Diligence-Prozesses durch den Vorstand werden strategische Nachhaltigkeitsaspekte aktiv eingebracht. ERGEBNISGemäß DNK bzgl. Compliance zu berichtender Indikator sind Zahlungen an politische Parteien (EFFAS G01-01). Derartige Zahlungen gab es im Berichtsjahr nicht. Darüber hinaus sind gemäß DNK als Indikatoren bzgl. der Bekämpfung von Korruption und Bestechung Ausgaben und Strafen nach Klagen und Prozessen wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens, Kartell- und Monopolverstößen (EFFAS V01-01) sowie Umsatz nach Ländern mit einem erhöhten Korruptionsrisiko (EFFAS V02-01). Für das Berichtsjahr wurden keine relevanten Ausgaben, Bußgeldzahlungen und keine nichtmonetären Strafen wegen der Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften bzgl. Vorfällen von Korruption festgestellt. Ausgaben und/oder Strafen nach Klagen oder Prozessen wegen wettbewerbswidrigem Verhaltens sind in Höhe von rd. 1,4 TEUR, d. h. ebenfalls nicht in relevantem Umfang, angefallen (EFFAS V01-01). Bei diesen Ausgaben handelt es sich um Rechtsberatungsaufwendungen, die bei einer Beteiligung im Kontext eines Rechtsstreits mit einem Wettbewerber angefallen sind. Der Umsatz in Ländern mit erhöhtem Korruptionsrisiko (Transparency International Korruptionsindex größer 60) ist im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen (EFFAS V02-01). Für 2019 plant INDUS ein fortgesetztes Schulungsangebot für die Gesellschaften in den Bereichen Governance, Risk &Compliance. scroll
FORTSCHRITTE 2018SOZIALES ENGAGEMENTEINEN ANGEMESSENEN GESELLSCHAFTLICHEN BEITRAG LEISTENDie Einzelgesellschaften der Gruppe übernehmen neben ihren unternehmerischen auch gesellschaftliche Aufgaben. Die INDUS Holding AG befürwortet und schätzt das freiwillige Engagement. Es entspricht dem Selbstverständnis der INDUS-Gruppe und stärkt die Reputation der Gruppe. STATUS QUO UND ZIELEDie Unternehmen der INDUS-Gruppe sind fest in ihren regionalen Kontext eingebunden. Die Menschen, die in den Gesellschaften arbeiten, kommen aus der Region. Die von den Unternehmen generierte Wertschöpfung erwirtschaften sie unter Nutzung der regionalen Infrastruktur. Deshalb ist es für die INDUS-Beteiligungen selbstverständlich, dass sie sich auch ihrerseits für ein intaktes Gemeinwesen einsetzen. Wichtige Ziele der Beteiligungen sind beispielsweise:
Die Beteiligungen engagieren sich regelmäßig über Spenden und Sponsoring in ihrem regionalen, aber auch im überregionalen Umfeld. Im Geschäftsjahr 2018 wurden insgesamt 280,9 TEUR für regionale (Vorjahr: 243,4 TEUR) und 201,1 TEUR für überregionale Zwecke (Vorjahr: 190,1 TEUR) gespendet. Das Spektrum der geförderten Einrichtungen und Projekte reicht von Sport und Bildung bis hin zu Kunst und Kultur. AUSBLICKSoziales Engagement bleibt auch in Zukunft in dezentraler Verantwortung der Beteiligungen. Einen gruppenübergreifenden Rahmen hinsichtlich Ausrichtung und Umfang des gesellschaftlichen Engagements streben wir ausdrücklich nicht an. Die Holding möchte vielmehr auch hier den Austausch guter Ansätze innerhalb der Gruppe stärken. SPENDEN UND SPONSORING (in TEUR)![]() GESELLSCHAFTERROLLEDIE INTERESSEN DER EIGENTÜMER VERTRETENIn ihrer Funktion als Finanzholding übernimmt die INDUS Holding AG die wirtschaftliche Konsolidierung und unterstützt die Beteiligungen mit Kapital und Beratung. Den Erfolg der Beteiligungen dokumentiert die Holding regelmäßig. ![]() STATUS QUO UND ZIELEAls Vertreterin mittelständischer Prinzipien legt die Holding großen Wert auf ihre Reputation. Ein guter Ruf erhöht die Attraktivität von INDUS für Unternehmensverkäufer und senkt die Finanzierungskosten. Und andersherum: Compliance-Verstöße, Bußgelder, die Formulierung realitätsferner Ziele oder unfaires Marktverhalten führen bei Investoren, Mitarbeitern und Unternehmenspartnern zu Vertrauensverlust. Über die besondere Überwachung der Themen Governance, Risk &Compliance (GRC) sichert die Holding den Ruf von INDUS mit Nachdruck ab. Abgesehen davon formuliert die INDUS Holding AG im Rahmen ihrer Gesellschafterrolle folgende Ziele:
Um den Beteiligungen Mittel zu attraktiven Konditionen zur Verfügung stellen zu können, pflegt die Holding einen breiten Finanzierungszugang: Dabei kooperiert sie mit einer Auswahl von soliden Geschäftsbanken. Darüber hinaus sorgt sie - unter anderem mithilfe kapitalmarktnaher Finanzierungsinstrumente - für langfristige Tilgungsstrukturen. Im regelmäßigen Dialog mit den Geschäftsführungen sensibilisiert der Vorstand für Nachhaltigkeitsthemen in der Gruppe. AUSBLICKAn ihrer dezentralen Führungsstruktur und der grundlegenden Strategie "Kaufen, halten &entwickeln" hält die INDUS Holding AG fest. RESSOURCENEFFIZIENZSCHONEND UND BEWUSST MIT RESSOURCEN UMGEHENDie INDUS Holding AG sensibilisiert ihre Beteiligungen für die ökologischen Folgen ihrer operativen Entscheidungen. Sie stellt Investitionsmittel für Effizienzmaßnahmen zur Verfügung und steht den Beteiligungen insbesondere beim Querschnittsthema Energieeffizienz beratend zur Seite. STATUS QUO UND ZIELEDer Ressourceneinsatz ist für die INDUS-Beteiligungen ein Faktor, der ihren wirtschaftlichen Erfolg spürbar beeinflusst: Das gilt in erster Linie für den Rohstoff- und Materialeinsatz, in unterschiedlicher Form auch für die Nutzung von Energie und Entsorgungsdienstleistungen. Dementsprechend groß ist das Interesse der Beteiligungen am schonenden Umgang mit den Ressourcen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen des Umfelds an die Unternehmen; der Gesetzgeber setzt den regulatorischen Rahmen zunehmend enger. Auch die Kunden wünschen sich eine ressourcenschonende Produktion bzw. entsprechende Produkte. Hieraus ergeben sich zum Teil große Veränderungen der Rahmenbedingungen für die Beteiligungen der INDUS Holding AG. Um daraus resultierende finanzielle Risiken zu erfassen und zu bewerten, hat die INDUS Holding AG den Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosure (TCFD) folgend 2018 erstmals eine klimabezogene Szenarioanalyse durchgeführt. Das Ziel der klimabezogenen Szenarioanalyse bestand darin, qualitativ die Auswirkungen verschiedener Szenarien auf INDUS zu untersuchen. Im Zuge der Szenarioanalyse wurden insbesondere die Beteiligungen im Fahrzeugtechniksegment betrachtet, da hier die größten Auswirkungen durch Gesetzgebung, technologische Entwicklungen (z. B. E-Mobilität) und verändertes Nutzerverhalten (z. B. Car Sharing) erwartet wurden. Für die Analyse wurde auf etablierte Szenarien verschiedener Organisationen zurückgegriffen. Die Basis bildete das 2DS-Szenario der Internationalen Energie Agentur (IEA). Es zeigt einen Weg zur Erreichung des 2-Grad-Celsius-Ziels des Paris-Abkommens durch industriesektorbezogene Dekarbonisierungspfade auf. Mithilfe ergänzender Informationen aus Szenariostudien von BDI, Greenpeace und BP wurden zwei konsistente Szenarien mit den Betrachtungszeitpunkten 2030 und 2050 entwickelt: ein hinsichtlich Infrastrukturausbau, Technologieentwicklung und -verbreitung sowie Regulierung ambitioniertes Szenario und ein konservatives Szenario, das von nahezu gleichbleibenden Strukturen ausgeht. Für das relevante Beteiligungsportfolio ergeben sich überwiegend Chancen durch das Eintreten des ambitionierten Szenarios, bspw. in Bezug auf E-Mobilität. Insbesondere dann, wenn Beteiligungen energieeffiziente Technologien anbieten (z. B. Wärmepumpen von AURORA für elektrisch angetriebene Busse), ergeben sich große Potenziale. Für einige Beteiligungen, die stark in die Wertschöpfungskette konventioneller Antriebsstränge eingebunden sind, ist darüber hinaus die Entwicklung und Verbreitung CO2-neutraler Kraftstoffe (synthetisch, bio-basiert oder H2) entscheidend. Da die Betrachtungszeitpunkte mehrere Produktlebenszyklen in der Zukunft liegen, ist das Analysieren entsprechender Entwicklungen im Automobil- bzw. Transportsektor sowie die Verbesserung der Anpassungsfähigkeit der INDUS-Unternehmen auf diese Entwicklungen entscheidend. Die INDUS Holding AG wird auch in Zukunft ihre Beteiligungsunternehmen bei dieser Aufgabe unterstützen. Die Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen erfolgt in vielfältiger Form in dezentraler Verantwortung der Beteiligungen. Die INDUS Holding AG unterstützt die Beteiligungen bei Bedarf, unter anderem durch kostenlose Energieberatung bei Neu- und Erweiterungsbauprojekten. Darüber hinaus arbeiten verschiedene Beteiligungen auf unterschiedliche Art und Weise daran, den Einsatz von Sekundärrohstoffen (Recycling) zu erhöhen. Außerdem nutzen die Beteiligungen, wo möglich, umweltfreundliche Substitutionsrohstoffe und vermeiden den Einsatz gesundheitsgefährdender Materialien. Die spezifischen Emissionen der Gruppe sind bezogen auf das Vorjahr in etwa konstant geblieben (Scope 1 &2 der Beteiligungen bezogen auf die Bruttowertschöpfung). AUSBLICKAuch 2019 wird die Gruppe intensiv an der Erhöhung der Ressourceneffizienz arbeiten. Die Holding bietet seit 2016 den Beteiligungen Unterstützung bei der Kompensation ihrer CO2-Emissionen an. In den Folgejahren wird sich die Gruppe darüber hinaus auch mit den sich aus internationalen und nationalen Klimaschutzplänen ergebenden Anforderungen auseinandersetzen. PROJEKTHIGHLIGHTNACHHALTIGE MOBILITÄT BEI INDUSNachhaltige Mobilität ist für INDUS ein wichtiges Anliegen. Elektro-Fahrzeuge werden bei INDUS dabei als ein wichtiger Hebel zur Senkung der Treibhausgasemissionen angesehen. Im Rahmen der 2019 durchzuführenden Energieaudits in der Gruppe wird der Einsatz von E- und Hybridfahrzeugen zur Senkung der direkten Emissionen daher als gesonderte Maßnahme betrachtet und wo sinnvoll vorgeschlagen. Auch die I NDUS Holding AG in Bergisch Gladbach baut die Infrastruktur für die Elektromobilität aus. Nachdem ein Mitarbeiter bereits seit Längerem ein vollelektrisches Dienstfahrzeug nutzt, hat sich INDUS 2018 dazu entschieden, eine Ladesäule auf dem INDUS-Gelände zu installieren und so das Aufladen vor Ort zu ermöglichen. INDUS-Beteiligungen schreiten beim Thema Elektromobilität ebenfalls voran. Als Unternehmen aus dem Bereich Klimatechnik setzt sich REMKO besonders für dieses Thema ein. Daher wurden im Jahr 2018 vier Dienstfahrzeuge mit Elektroantrieb beschafft, mit denen Mitarbeiter emissionsfrei zur Arbeit fahren. Die Bereitschaft der Mitarbeiter für den Wechsel wurde honoriert, indem REMKO Ladesäulen aufgestellt hat, an denen die Fahrzeuge kostenfrei geladen werden können. Elektromobilität hält bei INDUS aber nicht nur im Großen, sondern auch im Kleinen Einzug. So bieten die SIMON-GRUPPE sowie REMKO seit 2018 ihren Mitarbeitern über einen Leasingpartner die Möglichkeit, E-Bikes vergünstigt als Dienstfahrzeuge zu leasen. Die Idee fand schnell großen Anklang und so legen Mitarbeiter nun auch deutlich längere Distanzen als bisher mit dem Elektrofahrrad zur Arbeit zurück. PERSONALDIE ZENTRALE UNTERNEHMENSRESSOURCE SICHERNGemäß dem Geschäftsmodell der INDUS Holding AG werden Personalthemen der Beteiligungsgesellschaften ausschließlich dezentral bei diesen verantwortet. AUSZUBILDENDE (Anzahl)![]() STATUS QUO UND ZIELEDie INDUS Holding AG setzt auf ein Team aus spezialisierten Mitarbeitern, das mit festen Aufgabenzuordnungen ausschließlich die Zentralfunktionen in der Holding wahrnimmt. Die beiden grundlegenden Aufgaben des Teams liegen darin, die Interessen der Holding als Gesellschafterin zu wahren und die Gruppenunternehmen im Rahmen der Möglichkeiten optimal zu beraten und bei Bedarf zu unterstützen. Wichtige mittelständische Merkmale der dezentralen Unternehmenskultur sind kurze Entscheidungswege, eine starke Teamorientierung und flache Hierarchien. Der Vorstand steht im regelmäßigen Kontakt mit allen Mitarbeitern der Holding. Ein respektvoller Umgang - untereinander und mit den Geschäftspartnern - hat einen hohen Stellenwert. Im Alltag achten alle Teammitglieder auf eine hohe Professionalität und stabile Prozesse. Die INDUS Holding AG hat einen Verhaltenskodex für ihre Mitarbeiter formuliert, der verantwortungsvolle mittelständische Prinzipien formuliert, die für alle Mitarbeiter der Holding verbindlich sind. Die Geschäftsleitungen der Beteiligungen führen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihren Unternehmen nach verantwortungsvollen mittelständischen Prinzipien. Um diese Prinzipien zu unterstreichen, hat jede Beteiligungsgesellschaft einen unternehmensspezifischen Verhaltenskodex formuliert. Angesichts des zunehmenden Wettbewerbs um Führungs- und Fachkräfte gewinnt das Thema Arbeitgeberattraktivität auch in mittelständischen Unternehmen stark an Bedeutung. Gute Mitarbeiter bringen Ideen, Motivation und unternehmerisches Denken in das Unternehmen ein und sind elementar für den Unternehmenserfolg. Es zählt heute zu den zentralen Aufgaben eines Unternehmens, diese Ressource sorgsam zu pflegen und sie sich dauerhaft zu sichern. Die Beteiligungen verfolgen mit der Ausrichtung auf ihre individuellen Schwerpunkte eine Vielzahl unterschiedlicher Maßnahmen. Sie bilden entsprechend dem eigenen Bedarf aus, wenn möglich auch darüber hinaus. So setzt HAUFF seit mehreren Jahren auf ein strukturiertes Ausbildungsprogramm, das alle Ausbildungswege von der gewerblichen Ausbildung bis hin zu dualen Studiengängen abdeckt. Neben Ausbildung hat auch Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter eine hohe Bedeutung für die Beteiligungen. Zum Beispiel hat AURORA ein betriebsspezifisches Weiterbildungsprogramm konzipiert. AUSBLICKBei der Suche nach neuen Konzepten zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität orientiert sich die INDUS-Gruppe auch an Vorhaben der anwendungsorientierten Forschung. So haben z. B. die Beteiligungen der Gruppe über die Kooperation der Holding mit dem Kompetenzzentrum Industrie 4.0 an der Technischen Universität München Zugang zu einem aktuellen Forschungsprojekt, das Employer Branding im digitalen Raum untersucht. Die INDUS Holding AG setzt sich das Ziel, den Informationsaustausch dieser Art auch in Zukunft zu fördern. INTERNATIONALISIERUNGDEN WEG ZU WEITEREM WACHSTUM EBNENDie INDUS Holding AG stellt ihren Beteiligungsunternehmen Mittel für den Ausbau ihrer internationalen Marktpräsenz zur Verfügung, damit diese ihre bestehenden Kunden erfolgreich in die globalen Märkte begleiten und neue Wachstumsmärkte erschließen können. STATUS QUO UND ZIELEDie zunehmende Sättigung in den Heimatmärkten schränkt bei zahlreichen Beteiligungsunternehmen die Wachstumsmöglichkeiten in ebendiesen Märkten ein. Zudem erwarten größere Kunden von ihren Lieferanten, dass sie auch in den Auslandsmärkten an ihrer Seite präsent sind. Das legt für diese Unternehmen der Gruppe die zunehmende Erschließung internationaler Märkte nahe. 2018 betrug der Umsatzanteil außerhalb von Deutschland und Europa 26,2 % und ist damit gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen (Vorjahreswert: 27,3 %). Der Umsatzanteil im europäischen Ausland blieb nahezu unverändert (22,4 % im Jahr 2018 gegenüber 22,9 % im Jahr 2017). Über die starke internationale Präsenz konnten die Beteiligungsgesellschaften langjährige Kundenbeziehungen stabilisieren, neue Kundenbeziehungen aufbauen und in den lokalen Märkten zusätzliche Wertschöpfungspotenziale heben (local for local). Außerhalb Europas steht für die Beteiligungsunternehmen insbesondere der Ausbau der Vertriebskompetenz in den BRIC-Ländern (Brasilien, Russland, Indien und China) bei gleichzeitig hoher Wertschöpfung in Deutschland und Europa im Fokus. Beispiele für Internationalisierungsaktivitäten im Geschäftsjahr 2018 sind der Aufbau von Produktionsstandorten in China und Rumänien bei SELZER und SMA. Auf Wunsch des Managements einer Beteiligung kann die INDUS Holding AG bei ausländischen Expansionsaktivitäten die interessierte Beteiligung beraten, um das Risiko von Fehlinvestitionen - zum Beispiel durch falsche Markteinschätzung - zu reduzieren. Gegebenenfalls stellt die Holding dann auch den Kontakt zu lokalen Anwälten, Versicherungen und Banken oder Kontakte zu erfahrenen Ansprechpartnern innerhalb der Gruppe her. AUSBLICKDie Beratung bzw. Begleitung von Unternehmensakquisitionen im Ausland auf zweiter Ebene wird als Bestandteil des Angebots der Holding an ihre Beteiligungen weiter ausgebaut. Sie wird durch die Netzwerkbildung zwischen den Beteiligungen sowie die Bereitstellung externer Netzwerke unterstützt. ANTEIL MITARBEITER IN EUROPA (OHNE DEUTSCHLAND) UND AUSSERHALB EUROPAS (in %)![]() INNOVATIONDIE INNOVATIONSFÄHIGKEIT DER BETEILIGUNGEN FÖRDERNDie INDUS Holding AG unterstützt ihre Beteiligungen in ihrem Innovationsmanagement, sodass sie die Chancen des industriellen Wandels erfolgreich für sich nutzen können. Dazu stellt sie den Unternehmen zusätzliches Kapital zur Verfügung und berät sie bei ihrer innovationsstrategischen Ausrichtung und deren Operationalisierung. STATUS QUO UND ZIELEEine zentrale Voraussetzung für das organische Wachstum der Beteiligungen ist ihre Innovationsfähigkeit: Sie versetzt die Beteiligungen in die Lage, ihre Produkte und Dienstleistungen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Die Holding steht den Beteiligungen beratend zur Seite, wenn es darum geht, über derartige, inkrementell ausgerichtete Innovationsaktivitäten hinaus neue Technologien zu entwickeln sowie neue Märkte und Anwendungsfelder zu erschließen. Außerdem unterstützt die Holding F&E-Projekte der Beteiligungen mit größerer Innovationhöhe und größerem Investitionsrisiko durch zusätzliche Finanzmittel und agiert als Förderbank. Für derartige Projekte stehen den Beteiligungen zusätzlich zu ihrem bestehenden F&E-Budget bis zu 1,5 % des jährlichen Konzern-EBIT zur Verfügung. 2018 wurden durch den Vorstand der Holding 3,0 Mio. EUR interne Fördermittel für Innovationsprojekte genehmigt. Zum Ende des Geschäftsjahrs 2018 fördert die Holding insgesamt 18 Innovationsprojekte. Im Jahr 2018 wurden darüber hinaus zwei geförderte Projekte abgeschlossen. Resultate der Projekte sind neue Produkte und Lösungen, die sich z. T. noch in der Validierung befinden, aber 2019 in den Markt kommen. Einige Projekte erwirtschafteten 2018, z. T. schon vor Projektabschluss, Umsatzbeiträge i. H. v. 5,3 Mio. EUR. ![]() Die Beteiligungen sollen ihre Innovationsfähigkeit strukturiert und effektiv ausbauen können. Dazu unterstützt die Holding sie in methodischer Hinsicht bei Wissensaustausch und Netzwerkbildung. Im Rahmen der methodischen Unterstützung befand sich die Holding auch 2018 mit mehreren Beteiligungen in beratender Zusammenarbeit. Neben der methodischen Begleitung bei der Erarbeitung innovationsstrategischer Ausrichtungen stand dabei auch die Operationalisierung von Innovation durch entsprechende Prozesse und Strukturen im Fokus. Ergebnisse dieser Aktivitäten münden u. a. in konkrete Innovationsprojekte der Beteiligungen, die durch die INDUS Holding AG finanziell gefördert werden. Aktivitäten zum Netzwerkaufbau bzw. zu dessen Stärkung -insbesondere auf F&E-Ebene - wurden ebenfalls fortgeführt und intensiviert. So fanden regelmäßige Arbeitskreistreffen zum Schwerpunktthema "Additive Fertigungsverfahren" (3D-Druck), zu aktuellen Trends in der Automobilbranche, aber auch zu IoT-basierten Geschäftsmodellen (IoT = Internet of Things) statt. Die Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München im Kontext des Kompetenzzentrums Digitalisierung/ Industrie 4.0, aber auch die Kooperation mit der EBS Universität für Wirtschaft und Recht wurde intensiviert. Eine weitere Kooperation wurde 2017 mit dem Institut für Dynamik und Schwingungen der Leibniz Universität Hannover initiiert. Ergebnisse dieser Kooperationen sind Studien und Projektarbeiten als flankierende Maßnahmen für Innovationsprojekte, aber auch die Einbindung von INDUS in die universitäre Lehre, u. a. durch Vorlesungen. AUSBLICKIm Jahr 2019 wird die Ausweitung des methodischen Unterstützungsangebots auf weitere Beteiligungsunternehmen im Fokus stehen. Des Weiteren strebt die INDUS Holding AG 2019 den weiteren themenspezifischen Ausbau der Netzwerk- und Kooperationsaktivitäten an. Im Rahmen der weiterentwickelten Strategie PARKOUR sollen auch die Mittel zur finanziellen Förderung von Innovationsprojekten (Förderbank) deutlich erhöht werden. INVESTITIONENDIE GRUPPE UND DIE BETEILIGUNGEN DURCH ZUKÄUFE STÄRKENFür den weiteren Ausbau der Gruppe sind die INDUS Holding AG und die Beteiligungsunternehmen stets auf der Suche nach wirtschaftlich gesunden mittelständischen Unternehmen, die sich in ihren Märkten langfristig erfolgreich entwickeln können. Auf Ebene der Holding folgen Vorstand und Akquisitionsteam dabei einem strukturierten Akquisitionsprozess. STATUS QUO UND ZIELEUnser Portfolio soll einen Querschnitt der erfolgreichen mittelständischen Produktionsbranchen abbilden. Dazu suchen wir insbesondere Unternehmen in Wirtschaftsfeldern, die wir als Zukunftsbranchen identifiziert haben, wie zum Beispiel die Medizin- und Gesundheitstechnik. Innerhalb der Zielbranchen beobachten wir die Marktentwicklungen eingehend und schärfen unser konkretes Akquisitionsprofil kontinuierlich, auch unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten. Im Rahmen der weiterentwickelten Strategie PARKOUR nimmt der Vorstand beispielsweise das Feld Energie- und Umwelttechnik als zusätzliche Zukunftsbranche verstärkt in den Fokus. Im Vorfeld des Unternehmenserwerbs betreiben wir ein aktives Risikomanagement: Dazu untersuchen wir neben den üblichen wirtschaftlichen, technologischen und marktbezogenen Risiken auch die Risikosituation in grundlegenden Bereichen wie Umwelt, Arbeitnehmerbelange und Compliance. Ein weiterer wichtiger Faktor beim Erwerb ist für uns die Reputation: Image, Kerngeschäft und Kultur des neuen Unternehmens sollen die INDUS-Gruppe werthaltig ergänzen und sich auf die Attraktivität von INDUS für Investoren und potenzielle Unternehmensverkäufer positiv auswirken. 2018 erwarb das Portfoliounternehmen AURORA mit der ELECTRONIC EQUIPMENT eine strategische Ergänzung auf zweiter Ebene. Als weitere strategische Ergänzungen erwarb OFA ein Handelsunternehmen für medizinische Hilfsmittel und ein anderes Beteiligungsunternehmen einen Hersteller von Raumklimageräten. In Summe haben wir 11,5 Mio. EUR in Unternehmenskäufe investiert. Weitere 90,9 Mio. EUR wurden in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte investiert. Die Akquisitionen trugen mit 1,13 % zum Umsatzwachstum bei. AUSBLICKIm Geschäftsjahr 2019 wollen wir den Akquisitionskurs der Holding der vergangenen Jahre erfolgreich fortsetzen. Das bedeutet den Erwerb von zwei bis drei Wachstumskäufen auf Ebene der Holding und von bis zu vier Unternehmen auf Enkeltochterebene. Dafür halten wir ein Investitionsbudget von mindestens 50 Mio. EUR vor. Wie bisher sollen die neuen Gruppenunternehmen auch unter Nachhaltigkeitsaspekten langfristig zukunftsfähig aufgestellt sein. INVESTITIONEN IN SACHANLAGEN UND IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE SOWIE UNTERNEHMENSKÄUFE (in Mio. EUR)![]() ANSPRECHPARTNERIN FÜR INHALTLICHE FRAGENJulia Pschribülla Manager Investor Relations Telefon: +49 (0)2204/40 00-66 E-Mail: nachhaltigkeit@indus.de KENNZAHLENscroll
2018 wurde der Konsolidierungskreis für die Nachhaltigkeitsberichterstattung auf den IFRS-Konsolidierungskreis erweitert. Soweit sich hieraus wesentliche Effekte auf einzelne Kennzahlen ergeben haben, wurde der Vorjahreswert angepasst. 1) Bei SA 8000 handelt es sich um einen internationalen Standard, der zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Arbeitnehmern führen soll und definiert Mindestanforderungen an Sozial- und Arbeitsstandards. | 2) Die Anzahl der Mitarbeiter wird in Vollzeitäquivalenten dargestellt, Teilzeitbeschäftigte werden dabei gemäß ihrer vertraglichen Arbeitszeit proportional berücksichtigt. | 3) Personalzahlen sind Stichtagswerte zum 31.12.2018 bzw. 31.12.2017. | 4) In die Berechnung werden neben CO2auch Lachgas (N2O), Methan (CH4) und teilfluorierte Kohlenwasserstoffe (HFCs) einbezogen. | 5) Die Wertschöpfung entspricht nicht der nicht konsolidierten Brutto-Wertschöpfung (Unternehmensleistung abzgl. Materialaufwand und sonstiger betrieblicher Aufwand). | 6) Die Wasserentnahme beinhaltet auch die Entnahmen für Grundwasserwärmepumpensysteme. Diese Entnahmemengen werden lokal wieder eingeleitet.
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Alter unter 20 Jahren / Alter zwischen 20 und 29 Jahren / Alter zwischen 30 und 39
Jahren GEMÄSS DNK VORGESEHENE EFFAS-INDIKATOREN, DIE INDUS NICHT BERICHTETscroll
Zusammengefasster LageberichtGRUNDLAGEN DES KONZERNSINDUS ist eine Finanzholding mit einem Portfolio von 45 Beteiligungsunternehmen aus dem deutschsprachigen Mittelstand. Als Spezialist für nachhaltige Unternehmensbeteiligung und -entwicklung erwirbt die Gesellschaft überwiegend inhabergeführte Unternehmen und begleitet sie mit langfristiger Ausrichtung in ihrer unternehmerischen Entwicklung. Über gezielte Zukäufe neuer Hidden Champions in Wachstumsmärkten soll das Portfolio in den kommenden Jahren weiter wachsen. Das UnternehmenAUFSTELLUNG UND GESCHÄFTSMODELLEINE DER FÜHRENDEN GESELLSCHAFTEN FÜR MITTELSTANDSBETEILIGUNG IN DEUTSCHLANDDie INDUS Holding AG (im Folgenden: INDUS) zählt zu den führenden Spezialisten für die Übernahme und langfristige Begleitung mittelständischer Produktionsunternehmen im deutschsprachigen Europa. Als langfristiger Investor richtet sie ihren Investitionsschwerpunkt auf den erfolgreichen Mittelstand. Seit Gründung des Unternehmens im Jahr 1989 ist die Zahl der Beteiligungen sukzessive gewachsen. Zum Bilanzstichtag umfasste das Portfolio 45 Beteiligungen (Vorjahr 45). Insgesamt gehören zur INDUS-Gruppe 189 vollkonsolidierte Unternehmen (Vorjahr 187). Alle direkten INDUS-Beteiligungen haben ihren Sitz in Deutschland (41) bzw. der Schweiz (4). Über Enkelgesellschaften, Niederlassungen, Beteiligungen und Repräsentanzen ist die INDUS-Gruppe weltweit in 30 Ländern auf 5 Kontinenten präsent. Sämtliche Auslandsgesellschaften werden von den Beteiligungen direkt geführt. Auch die direkten Beteiligungen in der Schweiz führen ihre Auslandsgesellschaften selbst. Details zu den Beteiligungen finden sich in der Anteilsbesitzliste. INDUS ist seit 1995 börsennotiert. Die Aktie wird an den Börsenplätzen Frankfurt und Düsseldorf im regulierten Markt gehandelt. In Berlin, Hamburg, Hannover, München und Stuttgart wird das Wertpapier im Freiverkehr gehandelt. Die INDUS-Aktie wird im Börsenindex SDAX geführt. In der Berichterstattung folgt INDUS den Transparenzanforderungen des Prime Standard. Im Wettbewerbsumfeld positioniert sich INDUS als langfristig orientierter Investor ohne Exit-Strategie. Damit grenzt sich das Unternehmen insbesondere von den Buy-and-Sell- sowie Turn-Around-Investoren ab, die ihr wirtschaftliches Engagement in der Regel auf kurze Zeiträume begrenzen. Unter den börsennotierten wie auch nicht-börsennotierten deutschen Beteiligungsgesellschaften sieht sich INDUS als eines der führenden Unternehmen. Unternehmenssitz von INDUS ist Bergisch Gladbach in Nordrhein-Westfalen. Die Holding wird von einem Vorstand aus vier Personen geführt. Zum 1. Juli 2018 gab der langjährige Vorstandsvorsitzende Jürgen Abromeit den Vorsitz an seinen Vorstandskollegen Dr. Johannes Schmidt ab und schied aus dem Vorstand aus. Seit dem 1. Januar 2019 verstärkt Dr. Jörn Großmann den Vorstand mit den Schwerpunktkompetenzen Technologie &Innovation. Damit besteht das Vorstandsquartett aus den Personen Dr. Johannes Schmidt (Vorsitzender), Dr. Jörn Großmann, Axel Meyer und Rudolf Weichert. Die Zahl der Mitarbeiter exklusive Vorstand betrug zum Stichtag 31 (Vorjahr 30). Die Mitarbeiter berichten unmittelbar an den Vorstand. Alle Mitarbeiter sind bei der INDUS Holding AG angestellt und am Sitz des Unternehmens beschäftigt. GESCHÄFTSMODELL: KAUFEN, HALTEN &ENTWICKELNINDUS geht ausschließlich mehrheitliche Beteiligungen ein. Die Unternehmen - Neuzugänge sowie Bestandsunternehmen - kommen ausschließlich aus dem Produktionssektor des deutschen und schweizerischen Mittelstands, sind bereits zum Zeitpunkt des Erwerbs überdurchschnittlich profitabel und verfügen über gute langfristige Entwicklungsperspektiven. INDUS erwirbt überwiegend inhabergeführte Gesellschaften. Mit dem Eigentumsübergang werden die Kontinuität und die mittelständische Identität der Unternehmen gesichert. Im Idealfall bleiben die bisherigen Inhaber für eine Übergangsphase dem Unternehmen noch als Geschäftsführer erhalten. Die kontinuierliche Portfolio-Erweiterung verbessert die Entwicklungsperspektiven der Gruppe und stellt über die Unternehmenszukäufe sicher, dass das Portfolio im Zeitverlauf einen aktuellen Querschnitt der relevanten zukunftsträchtigen Industrien abbildet. Das Geschäftsmodell von INDUS gibt vor, dass die Unternehmen in unterschiedlichen Geschäfts- und Technologiefeldern, Absatzmärkten und Branchenzyklen aktiv sind. Daraus ergibt sich für das Portfolio der Gruppe ein hoher Diversifizierungsgrad. Mit ihrer jeweiligen Kernkompetenz besetzen die Unternehmen in der Regel eine für ihre Industrie interessante Marktnische, in der sie eine führende Position einnehmen. Im Idealfall erfüllt eine INDUS-Beteiligung alle Kriterien eines "Hidden Champions". Als Mehrheitsgesellschafterin und Finanzholding unterstützt INDUS ihre Beteiligungen auf zwei Wegen: als "Förderbank" und als "Beraterin". Als Förderbank stellt INDUS den Beteiligungen Kapital zur Verfügung - für Sachinvestitionen und für Entwicklungsvorhaben, die starkes künftiges Wachstum bei den Tochtergesellschaften ermöglichen. Dazu fördert INDUS insbesondere Investitionen in Innovation, Internationalisierung und Unternehmenszukäufe auf Enkel-Ebene. Weitere Unterstützungsschwerpunkte liegen auf Projekten zum Ausbau der operativen Exzellenz. Der Vorstand berät die Geschäftsführungen in den Beteiligungen über ein strategisches Sparring und fördert einen Wissenstransfer durch Vernetzungen innerhalb der Gruppe sowie mit externen Partnern. Bei der Entwicklung des Gesamtportfolios agiert der Vorstand so letztlich wie ein Fondsmanager. Zusammengefasst lässt sich das Geschäftsmodell von INDUS als "Kaufen, halten &entwickeln" beschreiben. Diese Strategie impliziert ein langfristiges Halteversprechen an die Unternehmen bei gleichzeitiger Weiterentwicklung der Beteiligungen. Die Beteiligungsunternehmen können sich so an der Seite eines finanzstarken Partners in einem schnell wandelnden Marktumfeld langfristig und unter Wahrung ihrer gewachsenen mittelständischen Eigenidentität entwickeln. Die Aktionäre von INDUS können sich mit ihrer Aktienanlage in einem gemanagten Beteiligungsportfolio am ansonsten wenig zugänglichen Geschäftsfeld "Mittelstand" werthaltig beteiligen und profitieren von einer regelmäßigen Dividendenausschüttung. EXTERNE EINFLUSSFAKTORENAls überwiegend klassische Industrieunternehmen bewegen sich die Beteiligungen der INDUS-Gruppe unter dem Einfluss der allgemeinen Konjunktur - in Deutschland, in Europa und auch auf den Weltmärkten. Dabei unterliegen die Einzelgesellschaften bewusst gesteuert individuellen Branchenzyklen. Über die gesamte Gruppe gesehen ergibt sich über die diversifizierte Aufstellung eine konjunkturelle Risikostreuung, die das Portfolio als Ganzes ausbalanciert. Im Vergleich zu nicht diversifiziert aufgestellten Beteiligungsgesellschaften ist dies auf längere Sicht ein Wettbewerbsvorteil. Wichtig für den Erfolg der Beteiligungen sind auch die Kostenfaktoren. Im Zuge der Globalisierung stehen die mittelständischen Unternehmen zunehmend in einem unmittelbaren Preiswettbewerb zu ausländischen Wettbewerbern, die teilweise unter wirtschaftlich günstigeren Bedingungen produzieren können. Besonders relevante Kosteneinflussgrößen sind Material, Energie und Personal. Umso wichtiger ist in einem solchen Umfeld die klare Differenzierung durch Technologie- und Innovationsführerschaft, für die INDUS wichtige Unterstützungsleistungen für die Beteiligungen bereitstellt. Vor dem Hintergrund eines wachsenden Fachkräftemangels gewinnt die Personalgewinnung bei zugleich steigenden Lohnkosten an Bedeutung. INDUS stellt sich auf den globalen Wettbewerb und steigenden Kostendruck ein, indem sie die Beteiligungen dabei unterstützt, sich auch organisatorisch international optimiert aufzustellen. Ein weiterer relevanter Einflussfaktor für den Erfolg ist das Meistern des allgemeinen technologischen Wandels. Die digitale Transformation induziert in den Produktionsunternehmen gegenwärtig einen zusätzlichen intensiven Entwicklungsprozess. Dieser erfordert unter Umständen Geschäftsmodellanpassungen und in Verbindung damit einen spürbar erhöhten Investitionsbedarf. Aufgrund der hohen Bedeutung dieses externen Faktors stützt INDUS Investitionen in Innovationen über die INDUS-Förderbank. Wichtig für den Unternehmenserfolg von INDUS ist auch die Entwicklung auf den Kapitalmärkten: Die Situation an den Börsen und die allgemeine Zinsentwicklung bestimmen darüber, zu welchen Konditionen INDUS Eigen- und Fremdkapital beschaffen kann. Aufgrund der Größe, einem breiten Kapitalmarktzugang sowie der sehr soliden Bonität (Investment Grade) ist die Gesellschaft auf Schwankungen an den Kapitalmärkten gut vorbereitet. Die aktuellen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (u.a. eine drohende Eskalation des von den USA ausgehenden Handelskonfliktes, der Brexit, die bekannten Nahost-Brandherde, die wirtschaftliche Lage Italiens als relevantes EU-Mitglied) führen im Gesamtbild zu einer fragilen Situation mit zusätzlichen Risiken für das makroökonomische Umfeld. Die Gruppenunternehmen versuchen, diese Risiken zu reduzieren, indem sie ihre unternehmerischen Entscheidungen unter besonderer Berücksichtigung der gegebenenfalls betroffenen Märkte treffen. PORTFOLIO45 UNTERNEHMEN IN FÜNF SEGMENTENDas Portfolio der Gruppe umfasste zum Bilanzstichtag 45 Beteiligungen. Diese werden fünf Segmenten zugeordnet: Bau/Infrastruktur, Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Metalltechnik. Diese Unternehmensbereiche entsprachen im Geschäftsjahr 2018 unverändert den berichtspflichtigen Segmenten nach IFRS. SEGMENTE BASISDATEN (in Mio. EUR)scroll
PORTFOLIOSTRUKTUR NACH JAHREN DER GRUPPENZUGEHÖRIGKEITDrei Viertel der Beteiligungen gehören der INDUS-Gruppe länger als 10 Jahre an. Drei Beteiligungen sind zwischen fünf und zehn Jahren im INDUS-Portfolio und sieben der 45 Beteiligungen wurden in den vergangenen fünf Jahren erworben. PORTFOLIOSTRUKTUR NACH JAHREN (in %/Anzahl der Beteiligungen)![]() PORTFOLIOSTRUKTUR NACH UMSATZDie jährliche Umsatzgröße der Beteiligungen liegt in einer Bandbreite von knapp unter 10 Mio. EUR bis über 100 Mio. EUR. Rund 60 % der Beteiligungen erzielen einen Jahresumsatz von mindestens 25 Mio. EUR. Lediglich ein Fünftel erreicht einen Jahresumsatz unter 15 Mio. EUR. PORTFOLIOSTRUKTUR NACH UMSATZ (in %)![]() ABSATZMÄRKTE AUF FÜNF KONTINENTENRegional gesehen konzentrieren sich alle Portfoliounternehmen auf Absatzgebiete mit politisch und wirtschaftlich stabilem Hintergrund. Größter Absatz- und damit Umsatzmarkt der Beteiligungen ist Deutschland mit 51 %. In der EU ohne Deutschland setzen die Unternehmen weitere 23 % um und im übrigen Ausland werden 26 % der Umsatzerlöse erwirtschaftet. Gemäß der INDUS-Strategie soll der Auslandumsatzanteil in den kommenden Jahren weiter steigen. PORTFOLIOSTRUKTUR NACH REGIONEN (in %)![]() PORTFOLIOVERÄNDERUNGEN 2018Im vergangenen Geschäftsjahr konnten zwei INDUS-Beteiligungen Ergänzungsakquisitionen vermelden und eine weitere INDUS-Beteiligung zusätzliche Geschäftsaktivitäten erwerben: AURORA erwarb im Januar den Elektronikspezialisten ELECTRONIC EQUIPMENT B.V. mit Sitz in Weert (NL). Die Gesellschaft produziert kundenindividuelle elektronische Steuerungskomponenten für Applikationen in der Automobil-, Beleuchtungs- und Verpackungsindustrie. Mit Wirkung zum 1. August 2018 konnte OFA Bamberg die Aktivitäten eines Handelsunternehmens für medizinische Hilfsmittel in Süddeutschland übernehmen. Ferner erwarb im Juli eine weitere INDUS-Beteiligung einen namhaften Anbieter von hochwertigen Raumklimageräten. Das Portfoliounternehmen aus dem Segment Bau/Infrastruktur sichert sich mit diesem Zukauf eine strategische Vertriebserweiterung im margenstarken Geschäft des Kälte-Klima-Fachhandwerks. Ihrem mehrstufigen Transaktionsmodell entsprechend erwarb INDUS im Geschäftsjahr 2018 planmäßig die Restanteile an der ROLKO Kohlgrüber GmbH (25 %), an IEF-Werner (25 %) sowie an RAGUSE (20 %). Darüber hinaus gingen die Restanteile der PROVIS Steuerungstechnik GmbH (25 %) an die INDUS-Beteiligung BUDDE Fördertechnik über. Unternehmensabgaben oder Geschäftsaufgaben fanden im Geschäftsjahr nicht statt. ZIELE UND STRATEGIEZIELEWACHSTUM UND WERTENTWICKLUNG DER BETEILIGUNGENDie INDUS-Gruppe soll organisch aus dem operativen Erfolg ihrer Beteiligungsunternehmen heraus wachsen. Im Durchschnitt der letzten Jahre hat die Gruppe ihr Ergebnis stetig ausgebaut. Ziel ist es, mittelfristig eine EBIT-Marge von 10 % plus x zu erreichen. Ein erheblicher Teil der erwirtschafteten Erträge steht den Beteiligungen für weiteres Wachstum zur Verfügung. Mit der Entwicklung der einzelnen Beteiligung soll sich auch deren Wert erhöhen, was in Summe zu einer Werterhöhung des gesamten Portfolios führt. Dafür stellt INDUS ihren Beteiligungsunternehmen gezielt Kapital zur Verfügung, das sie für ihre Weiterentwicklung nutzen können. INDUS berät die operativ eigenständigen Portfoliounternehmen aktiv bei strategischen Entscheidungen, vermittelt Methodenwissen und fördert Netzwerke nach innen und außen. AUSGEWOGENE PORTFOLIOSTRUKTURAnorganisch soll die INDUS-Gruppe insbesondere durch direkte Akquisitionen in definierten Zukunftsbranchen wachsen: Dazu prüft INDUS laufend Kaufoptionen für weitere profitable mittelständische Industrieunternehmen. Für das Portfolio interessant sind Unternehmen, die in zukunftsorientierten industriellen Nischenmärkten aktiv und innerhalb ihrer Märkte führend sind. Über den Fokus auf Unternehmen, die in Zukunftsbranchen positioniert sind, will INDUS sicherstellen, dass das Beteiligungsportfolio auch in Zukunft eine ausgewogene - und damit stabile - Struktur aufweist. Bei dem Erwerb von Unternehmen auf erster Ebene legt INDUS feste Investment-Kriterien an: Im Fokus liegen erfolgreiche Produktionsunternehmen im deutschsprachigen Mittelstand, die über ein stabiles Geschäftsmodell mit wachstumsstarken Produkten verfügen. Die Unternehmen erzielen einen Jahresumsatz zwischen 20 und 100 Mio. EUR und erwirtschaften eine nachhaltige Umsatzrendite (EBIT-Marge) von 10 % und mehr. Sie bewegen sich in einem attraktiven Nischenmarkt mit Entwicklungspotenzial national und international. Sie sind frei von wirtschaftlichen Altlasten und sind auch unter Nachhaltigkeitsaspekten vorbildlich aufgestellt. Bei den Zukäufen schaut INDUS vor allem auf Nachfolgeregelungen in Unternehmerfamilien. In Einzelfällen sind auch Ausgliederungen aus einem Konzern für INDUS interessant - sofern diese sich später als selbstständige und nach mittelständischen Prinzipien agierende Unternehmen am Markt etablieren können. Bei ihren Akquisitionen ist die Mehrheitsübernahme der Anteile im ersten Schritt wesentlicher Faktor. Dabei legt INDUS Wert auf eine enge Bindung der geschäftsführenden Unternehmer sowie der Führungskräfte an die jeweilige Beteiligungsgesellschaft über den Kaufzeitpunkt hinaus. Die Kaufverträge werden dabei so gestaltet, dass INDUS nach dem Ausscheiden des Unternehmers aus der Geschäftsführung den Zugriff auf die bis dahin beim Unternehmer verbliebenen Restanteile zu vorab klar definierten Konditionen erhält. Den direkten Erwerb von Restrukturierungsfällen schließt INDUS aus. Ausgeschlossen sind zudem Engagements in subventionierten Branchen sowie Investitionen in kriegstechnologische und waffenproduzierende Bereiche. Neben Wachstumsakquisitionen auf erster Ebene strebt INDUS Ergänzungsakquisitionen durch einzelne Beteiligungsunternehmen zu deren Stärkung an. Bei strategischen Ergänzungen auf Enkeltochterebene sind die Investitionsentscheidungen an die individuellen Investmentstrategien der Beteiligungen gekoppelt, wobei INDUS verstärkt innovationsorientierte Käufe fördert. Gegebenenfalls erwirbt INDUS auf Enkeltochterebene auch Unternehmen in frühen Wachstumsphasen, sofern sie aufgrund ihrer Innovations- bzw. Technologiekompetenz das Beteiligungsunternehmen besonders unterstützen können und die Tragfähigkeit ihres Geschäftsmodells bereits bewiesen haben. Exit-Strategien spielen zum Zeitpunkt der Kaufentscheidungen von INDUS keine Rolle, da das Prinzip "halten" zentraler Bestandteil der Unternehmensphilosophie ist. Um die stabile Performance zu sichern und die angestrebten Einzel- und Gruppenwachstumsziele zu erreichen, ist im Ausnahmefall allerdings auch eine Trennung möglich - etwa, wenn sich die ursprünglichen Rahmen- und Marktbedingungen für ein Portfoliounternehmen gravierend ändern und eine wirtschaftliche Fortführung in einer anderen Konstellation für das Unternehmen und dessen Mitarbeiter sinnvoller erscheint. INDUS ZIELE![]() EINE BERECHENBARE DIVIDENDEDie Aktionäre als Eigentümer sollen über berechenbare Ausschüttungen am Erfolg ihrer Unternehmen teilhaben. Dazu sieht INDUS die regelmäßige Auszahlung einer Dividende vor. Der durchschnittliche Zielwert des Dividendenvorschlags von Vorstand und Aufsichtsrat liegt zwischen 40 % und 50 % des Bilanzgewinns. Mindestens 50 % des Bilanzgewinns werden in der Gruppe zur Sicherung weiteren profitablen Wachstums thesauriert. DIVIDENDE JE AKTIE* MIT AUSSCHÜTTUNGSQUOTE 201fr BIS 2018 (in EUR/in %)![]()
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Dividendenzahlung für das jeweilige Geschäftsjahr STRATEGIE"PARKOUR" GLOBALE HÜRDEN ERFOLGREICH NEHMENUnter dem 2012 vom Vorstand aufgesetzten Strategieprogramm KOMPASS 2020 konnte sich die INDUS-Gruppe sehr gut weiterentwickeln. Alle maßgeblichen Ziele wurden erreicht oder übererfüllt. Das neue Strategieprogramm PARKOUR entwickelt die erfolgreichen Elemente von KOMPASS 2020 weiter, greift die veränderten Rahmenbedingungen auf und richtet den Blick auf die weitere Entwicklung der INDUS-Gruppe bis zum Jahr 2025. Die Kernaufgabe von INDUS als Portfoliomanager liegt auch in der Zukunft auf der zielgerichteten Weiterentwicklung eines diversifizierten Gesamtportfolios. Vor dem Hintergrund zunehmend komplexerer globaler Rahmenbedingungen, einem weltweit wachsenden Wettbewerb und der Herausforderung der digitalen Transformation wird INDUS ihre Beteiligungen verstärkt mit Know-how und Kapital bei der Sicherung ihrer Wettbewerbsfähigkeit unterstützen. Um die INDUS-Beteiligungen fit für den aktuellen und zukünftigen Aufgaben-PARKOUR zu machen, legt INDUS den Fokus noch stärker auf die Förderung von Innovationskraft und operativer Exzellenz. Die Begleitung der zunehmenden Internationalisierung der Gesellschaften bleibt außerdem zentraler Bestandteil der INDUS-Strategie. Dazu setzt INDUS anspruchsvolle Ziele, fördert die Zusammenarbeit und vermittelt die richtigen Methoden. Die Strategie setzt im Wesentlichen an drei Hebeln an: 1. Portfoliostruktur stärken 2. Innovation treiben 3. Leistung steigern 1. PORTFOLIOSTRUKTUR STÄRKENDamit INDUS auch zukünftig ihre angestrebten Rentabilitätsziele erreichen kann, strebt der Vorstand eine "Modernisierung" der Portfoliostruktur an. Ziel ist es, mit dem INDUS-Portfolio einen Querschnitt der für die Gruppe relevanten Zukunftsindustrien abzubilden. Dazu hat der Vorstand sechs Zukunftsbranchen definiert, die bei Zukäufen bevorzugt im Fokus stehen: DIE BEVORZUGTEN SECHS ZUKUNFTSBRANCHEN FÜR UNTERNEHMENSZUKAUFE1 AUTOMATISIERUNGS-. MESS- UND REGELTECHNIK 2 BAUTECHNIK 3 SICHERHEITSTECHNIK 4 MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK 5 TECHNIK FÜR INFRASTRUKTUR UND LOGISTIK 6 ENERGIE- UND UMWELTTECHNIK Alle sechs Branchen verfügen gemäß einschlägigen Experteneinschätzungen über überdurchschnittliche bis sehr gute Entwicklungsaussichten. PARKOUR sieht weiterhin vor, dass INDUS jährlich zwei bis drei Unternehmenszukäufe auf erster Ebene tätigt. Dabei rücken auch größere Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 50 bis 80 Millionen Euro stärker in den Akquisitionsfokus. Angesichts des strukturellen Umbruchs in der Fahrzeugbranche, der mit einem hohen Margendruck einhergeht, werden die Serienzulieferunternehmen des Segments Fahrzeugtechnik die Margen-Ziele von INDUS auf absehbare Zeit nicht erreichen können. Neben der Frage, ob ein Unternehmen perspektivisch einen für INDUS attraktiven EBIT-Beitrag leisten kann, ist für uns die Frage zentral, ob ein anderer Eigentümer dem Unternehmen und seinen Mitarbeitern langfristig bessere Entwicklungsmöglichkeiten bieten kann. Deshalb prüft INDUS, inwieweit in diesem Segment in Einzelfällen ein Exit sinnvoll sein könnte. Gemäß der INDUS-Strategie bleibt die Trennung von einem Unternehmen aber weiterhin eine Ausnahme und wird nicht Teil des Geschäftsmodells. Die Investmentstrategien der Beteiligungen bezüglich des Zukaufs von strategischen Ergänzungen auf Enkeltochterebene sind individuell und gekoppelt an die jeweilige Beteiligungsgesellschaft. PARKOUR sieht den Erwerb von jährlich drei bis vier strategischen Ergänzungen auf Beteiligungsebene vor. 2. INNOVATION TREIBENDer rasante Technologiewandel und die digitale Transformation sind gerade für mittelständische Unternehmen zentrale Herausforderungen der heutigen Zeit. Als Spezialisten und Marktführer in ihren Nischen sind die INDUS-Unternehmen aufgefordert, ihre Geschäftsmodelle zu überdenken, damit sie die Chancen aus dem Wandel frühzeitig ergreifen, ihre Marktposition behaupten und neue Märkte erschließen können. INDUS unterstützt ihre Beteiligungen dabei, die Schwelle in die digitale Industrie erfolgreich zu überschreiten und die neuen Möglichkeiten für sich zu nutzen. Der bisherige Innovationskurs zeigt bereits erfolgreiche Ergebnisse. Da sich der Wandel in den Märkten gegenwärtig weiter beschleunigt, fördert INDUS Innovation in den kommenden Jahren auf verschiedenen Ebenen noch stärker: Förderbank: INDUS unterstützt aussichtsreiche Innovationsprojekte, die neue Technologien und oder neue Märkte erschließen sollen, finanziell. Die Fördermittel umfassen 50-80 % des jeweiligen Projektvolumens. Dafür wird die Holding das jährliche Budget auf bis zu 3 % des Konzern-EBIT verdoppeln. Neben Produktinnovationen nimmt INDUS auch Dienstleistungen und Geschäftsprozesse verstärkt in den Blick. Innovation Toolbox: Durch die Vermittlung von Methodenwissen unterstützt INDUS die Beteiligungen gezielt bei der Entwicklung ihrer Innovationsstrategien bzw. der systematischen Erschließung von Zukunftsfeldern. Das Beratungs- und Schulungsangebot zielt darauf ab, das Innovationsmanagement der Beteiligungen weiter zu professionalisieren. Gleichzeitig stellt die Holding Methodenwissen bereit, um die Beteiligungen auf Herausforderungen wie die digitale Transformation von Geschäftsmodellen vorzubereiten. Know-how-Transfer und Vernetzung: INDUS stellt den Unternehmen Erfahrungen, Trendeinschätzungen und Wissen zur Verfügung. Darüber stellt sie für die Beteiligungen Verbindungen zu anderen Gruppenunternehmen sowie externen Institutionen und Einrichtungen her, die ihnen bei Fragen der grundsätzlichen Erschließung von Innovationsfeldern oder im Rahmen von Kooperationen bei konkreten Innovationsprojekten weiterhelfen. Erwerb innovativer Unternehmen: Derzeit wachsen in unmittelbarer Nachbarschaft zu unseren Märkten und mit attraktiven Schnittstellen zu INDUS-Beteiligungen innovative Unternehmen in Zukunftsbranchen heran. Solche Unternehmen mit neuen, jüngeren Geschäftsmodellen nimmt INDUS in ihr Akquisitionsprofil für Enkeltochterunternehmen mit auf. 3. LEISTUNG STEIGERNDem wachsenden globalen Wettbewerb und steigendem Margendruck begegnen die INDUS-Unternehmen mit dem Ausbau ihrer operativen Exzellenz, das heißt der kontinuierlichen Verbesserung aller Geschäftsprozesse. INDUS begleitet ihre Beteiligungen gezielt bei der Optimierung der wertschöpfenden Kernprozesse von der Auftragsentstehung bis zur Auftragsabwicklung. Dabei stehen die Ansätze des Lean Managements im Zentrum der Aktivitäten - bei allen Tätigkeiten gilt es, Verschwendung zu vermeiden und sich auf die eigentliche Wertschöpfung zu konzentrieren. Auftragsentstehung: INDUS berät und begleitet den Prozess zur Gewinnung von Kundenaufträgen im strategischen Marketing sowie im Vertrieb. Das Unterstützungsangebot umfasst Markt- und Wettbewerbsanalysen, Beratung bei der Gestaltung der Vertriebsorganisation oder der Optimierung der Preisgestaltung von Produkten und Dienstleistungen sowie die Durchführung von Vertriebstrainings. Auftragsabwicklung: INDUS begleitet die Portfoliogesellschaften dabei, Produktivitätspotenziale in den Bereichen Beschaffung, Produktion sowie Logistik zu heben. Ein wesentliches Element hierbei ist die Unterstützung der Beteiligungen bei der Implementierung von Lean Management, um so verschwendungsfreie, schlanke Unternehmensprozesse zu erreichen. Das Unterstützungsangebot umfasst ein übergreifendes Schulungsprogramm zum Thema Lean Management sowie individuelle Workshops mit den Beteiligungen zur Vermittlung von spezifischem Methodenwissen. Konkrete Optimierungsprojekte werden direkt durch INDUS oder durch externe, von der Holding vermittelte Partner begleitet. UNTERSTÜTZUNG DER INTERNATIONALISIERUNG:PARKOUR wird den erfolgreichen Weg der Internationalisierung fortsetzen. Zentrale Stoßrichtungen bleiben insbesondere Asien und Nordamerika, ergänzend zu Europa. Die Internationalisierung der Beteiligungen unterstützt INDUS insbesondere über folgende Wege:
UNTERNEHMENSSTEUERUNGGEZIELTE BERATUNG UND AKTIVE VERTRETUNG DER EIGENTÜMERINTERESSENAls Finanzholding vertritt INDUS ihre Interessen als Eigentümerin aktiv durch Beratung und Begleitung der Weiterentwicklung in den Unternehmen. Die wichtigsten Ziele sind, bestehende Chancen zu nutzen, neue Chancen zu generieren und Schäden für die Gruppe zu verhindern sowie das Vermögen zu sichern und langfristig zu entwickeln. INDUS wird von den Beteiligungen laufend über die wirtschaftliche Entwicklung in den Unternehmen informiert. Dazu übermitteln die Unternehmen der Holding monatlich Berichte über ihre wirtschaftliche Situation. Darüber hinaus erhält INDUS gezielte Informationen zu spezifischen Themen. Auf dieser Grundlage erhält das Management der Holding einen Einblick über die Situation der Beteiligungen und damit einen Überblick über die Gesamtsituation der Gruppe. Die in der Holding zur Bewertung der Situation herangezogenen wirtschaftlichen Kenngrößen entsprechen den für Produktionsunternehmen üblichen wirtschaftlich-operativen Kennzahlen. Sie werden ergänzt um wirtschaftlich-strategische Kennzahlen für die direkten Investitionsentscheidungen. INFORMATIONS- UND STEUERUNGSGRUNDLAGE![]() Auf Grundlage der Monatszahlen verfolgt INDUS die Entwicklung der Unternehmen im Abgleich mit dem jeweiligen Budget. Das Controlling-System liefert frühzeitig Hinweise auf Planabweichungen. Die Tochtergesellschaften nutzen individuelle Steuerungsmechanismen und aufgrund der Individualität auch eigene Kennzahlen. Die Geschäftsführer der Beteiligungen beobachten und analysieren ihre jeweiligen Märkte und ihr spezifisches Wettbewerbsumfeld und berichten INDUS über wesentliche Veränderungen. Der Soll-Ist-Abgleich, den INDUS im Rahmen der regelmäßigen Finanzberichterstattung für das vergangene Geschäftsjahr vornimmt, findet sich im Wirtschaftsbericht. REGELMÄSSIGER MANAGEMENTDIALOGParallel zu den obligatorischen Informationsflüssen für die Konsolidierung tauschen sich der Vorstand und die jeweiligen Geschäftsführungen auch informell regelmäßig über die Entwicklung in den Beteiligungen aus. Einmal im Jahr führen der Gesamtvorstand und die jeweiligen Geschäftsführungen ein formelles Gespräch. INDUS agiert hier insbesondere als strategischer Sparringspartner. Über den Informationsfluss und aus dem Austausch mit den Geschäftsführern macht sich der INDUS-Vorstand ein Gesamtbild der zu erwartenden Geschäftsentwicklung. Daraus leitet er die Planung der erforderlichen Finanzierungsmittel ab und kommuniziert die konsolidierten Planungen bzw. Erwartungen an die Eigen- wie Fremdkapitalgeber von INDUS. Ausgangspunkt für die unternehmerischen Zielsetzungen der INDUS Holding AG sind somit im Wesentlichen die jährlichen Planungen der Beteiligungen. NICHT FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATORENMITARBEITERIN DER FINANZHOLDING: TEAM AUS SPEZIALISTEN FÜR EINE EFFIZIENTE BEGLEITUNG DER BETEILIGUNGENZum Ende des Geschäftsjahrs 2018 beschäftigte die Holding ohne die Mitglieder des Vorstands 31 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr 30). Es liegt im Interesse von INDUS, die Leistungskraft der Mitarbeiter zu bewahren und sie langfristig an das Unternehmen zu binden. Dazu bietet INDUS ihren Mitarbeitern in den Bereichen Gesundheit, Weiterbildung und Einkommen die Rahmenbedingungen eines modernen, attraktiven Arbeitgebers. MITARBEITER IN DER HOLDING (Anzahl)![]() IN DER GRUPPE: PFLEGE EINER MITTELSTÄNDISCH GEPRÄGTEN KULTURIn der INDUS-Gruppe waren im Jahresdurchschnitt 10.714 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 10.210). Die Führung der Mitarbeiter in den Gruppenunternehmen liegt allein in der Verantwortung der Geschäftsleitungen der Beteiligungen. Dementsprechend steuern die Beteiligungsunternehmen ihre Personalarbeit quantitativ wie auch qualitativ eigenständig. Mittelständische Unternehmen nehmen eine starke Verantwortung im Bereich der Ausbildung wahr; dies gilt besonders für die Unternehmen der INDUS-Gruppe. 2018 waren in der gesamten Gruppe 433 Auszubildende beschäftigt (Vorjahr: 434); das entspricht einer Ausbildungsquote von 4,0 % (Vorjahr: 4,3 %). MITARBEITER IN DEN EINZELGESELLSCHAFTEN DER GRUPPE (Anzahl)![]() ENTWICKLUNG UND INNOVATIONF&E-UNTERSTÜTZUNG DER BETEILIGUNGENAls reiner Finanzinvestor betreibt INDUS keine Forschungs- und Entwicklungsarbeit im klassischen Sinne. Alle Aktivitäten und die Verantwortung dafür, dass die Beteiligungen mit ihren Produkten technologisch am Puls der Zeit und strategisch gut auf ihre Märkte eingestellt sind, liegen in den Händen der Tochterunternehmen. Zugleich hat INDUS ein hohes Interesse am langfristigen wirtschaftlichen Erfolg der Beteiligungen. In diesem Zusammenhang betrachtet der INDUS-Vorstand das Thema Innovation als einen der zentralen Schlüssel für eine gesunde Weiterentwicklung der Unternehmen. Deshalb hat der Vorstand in den vergangenen Jahren verstärkt Angebote initiiert, auf die die Beteiligungen zurückgreifen können. Diese sind: Finanzmittel für digitale Transformation: INDUS hält für ihre Beteiligungen umfassende Mittel bereit, die diese für das Vorantreiben neuer Ideen nutzen können. Dabei fördert INDUS im Besonderen sogenannte disruptive Innovationsaktivitäten. Diese zielen auf die Erschließung grundlegend neuer, im Branchen- und Marktumfeld noch nicht genutzter Technologien ab. Disruptive Innovationen versprechen tendenziell überdurchschnittliche Ertragschancen. Wissensplattform &Methodenunterstützung: Viele der INDUS-Beteiligungen fokussieren ihre Entwicklungsressourcen auf die laufende (inkrementelle) Weiterentwicklung ihrer bestehenden Produktprogramme. Um auch diese Säule der Entwicklungsarbeit zu stützen, pflegt INDUS eine Wissensplattform zum Innovations- und Technologiemanagement. Auf diese können die Beteiligungsgesellschaften entsprechend ihrem individuellen Bedarf zurückgreifen. So bietet INDUS ihren Beteiligungen eine sogenannte "Tool Box" an. Dahinter verbirgt sich das Konzept einer methodischen Begleitung bei dem Aufspüren von Innovationschancen. Sensibilisierung &Vernetzung: Das Management der Holding beobachtet die Trends und Entwicklungen der Märkte branchenübergreifend und trägt das Wissen im Rahmen eines aktiven Dialogs mit den jeweiligen Geschäftsführungen in die Gruppenunternehmen. Dabei fördert INDUS auch den Austausch zwischen den Beteiligungen, um das Entstehen von Innovationen durch Perspektivenwechsel und gegenseitige Befruchtung zu erleichtern. INDUS stellt auch für ihre Beteiligungen hilfreiche Verbindungen zu externen Partnern und Institutionen her und sucht selbst laufend die Zusammenarbeit mit Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft. INNOVATIONSAKTIVITÄT DER UNTERNEHMEN WEITER GESTIEGENIn den Zahlen bilden sich die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der INDUS-Gruppe wie folgt ab: Die ausgewiesenen Aufwendungen im Konzernabschluss der INDUS-Gruppe für F&E-Aktivitäten lagen 2018 bei 17,3 Mio. EUR (Vorjahr: 16,4 Mio. EUR). Damit steigt der Mitteleinsatz für dieses Feld kontinuierlich, was sich auch in den kommenden Jahren so fortsetzen soll. Dies ist auch deshalb besonders wichtig, weil ein zunehmender Anteil der Beteiligungsgesellschaften sich als Systemlieferanten und Entwicklungspartner am Markt positioniert. Dies bedingt neben einer größeren Wertschöpfungstiefe auch ein wachsendes Maß an eigener, individueller F&E-Kompetenz. Mit ihrem eigenen Potenzial sind die Beteiligungen gegenwärtig gut aufgestellt: Es bestehen sowohl kunden- wie auch lieferantenseitig erfolgreiche Entwicklungspartnerschaften. Zudem werden in Verbindung mit den Entwicklungsaktivitäten bei den Gesellschaften auch die Kooperationen mit Forschungseinrichtungen und Hochschulen weiter ausgebaut. Schon heute arbeitet ein Teil der Gesellschaften intensiv mit namhaften Einrichtungen zusammen. Die Formen der Zusammenarbeit erstrecken sich von klassischen Kunden-Lieferanten-Beziehungen über die Auftragsforschung bis hin zur Mitarbeit einzelner Gesellschaften in öffentlich geförderten Forschungsvorhaben. Eine besondere Bedeutung hat die Zusammenarbeit mit externen Partnern über die durch die INDUS-Förderbank unterstützten Innovationsprojekte gewonnen. NACHHALTIGKEITNACHHALTIGKEIT IST INTEGRALER BAUSTEIN DES INDUS-GESCHÄFTSMODELLSBeim Thema Nachhaltigkeit teilen die Holding und die Beteiligungen einen Wertekanon. Nach gemeinsamer Überzeugung fördert nachhaltiges Verhalten direkt und indirekt den Unternehmenserfolg. Die Eckpunkte der INDUS-Überzeugung lassen sich wie folgt formulieren:
Wirtschaftlich orientiert sich INDUS an klassischen betriebswirtschaftlichen Kennzahlen und damit bewusst an konservativen/stabilitätsorientierten Maßstäben. Ziel ist es, den Unternehmenserfolg im Sinne der Gruppe, der Aktionäre sowie der übrigen Stakeholder dauerhaft zu sichern. Dazu sorgt die Holding für eine stabile Bilanz, ein adäquates Liquiditätspolster und eine flexible Finanzierungsbasis. Sozial orientieren sich alle Mitglieder der INDUS-Gruppe an den Maßstäben des klassischen Mittelstands. In dessen Zentrum steht das Prinzip "Verantwortung" - für den Unternehmensbestand, aber vor allem auch für die Menschen, mit denen dieser gesichert wird. Dies findet Ausdruck in entsprechenden Verpflichtungen im Rahmen von unternehmensspezifischen Verhaltenskodizes sowie in konkreten Maßnahmen zur Pflege und Verbesserung sozialer Aspekte. Ökologisch baut INDUS seit einigen Jahren Schritt für Schritt die Transparenz aus und unterstützt die Beteiligungen bei ihrem Engagement zum Schutz von Ressourcen. So etwa ganz konkret durch die Bereitstellung von Investitionsmitteln für Effizienzmaßnahmen. Hinsichtlich der Themen Governance und Compliance fühlen sich Vorstand und Aufsichtsrat seit jeher einer verantwortungsvollen, transparenten und nachhaltigen Wertschöpfung verpflichtet. So erkennen sie seit Einführung des Deutschen Corporate Governance Kodex die Empfehlungen und Anregungen des Kodex nahezu vollständig an und folgen damit den Regeln einer guten Unternehmensführung und -überwachung. INDUS gibt zum 31. Dezember 2018 erneut einen nichtfinanziellen Bericht für die INDUS-Gruppe ab. Dieser wird im Rahmen des Nachhaltigkeitsberichtes (siehe Bestandteil des Geschäftsberichtes) veröffentlicht. CORPORATE GOVERNANCEERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNGVorstand und Aufsichtsrat von INDUS bekennen sich umfassend zu den Prinzipien einer guten Corporate Governance. Dazu geben die beiden Leitungs- und Kontrollgremien jährlich eine entsprechende "Erklärung zur Unternehmensführung" ab. Die aktuelle Erklärung ist im vollständigen Wortlaut auf der INDUS-Website unter der Rubrik Verantwortung/Corporate Governance einsehbar. Die Angaben entsprechen den Anforderungen aus Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex und § 289f Abs. 1 HGB und § 315d HGB. Teil der Erklärung zur Unternehmensführung ist die jährlich abzulegende Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG. Diese haben Vorstand und Aufsichtsrat am 29. November 2018 abgegeben. Darin stellen sie fest, dass die INDUS Holding AG bis auf zwei Ausnahmen sämtlichen Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entspricht. Die Ausnahmen beziehen sich auf die Möglichkeit des Whistleblowings mit Hinweisgeberschutz sowie die geforderte Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer der Aufsichtsräte. Die Entsprechenserklärung ist im vollständigen Wortlaut abrufbar auf der INDUS-Website unter der Rubrik Verantwortung/Corporate Governance. WIRTSCHAFTSBERICHTINDUS hat 2018 eine solide Geschäftsentwicklung mit punktuellen Schwächen verzeichnet. Der Umsatz stieg um 4,3 % auf 1,71 Mrd. EUR an. Das operative Ergebnis wurde durch Wertminderungen im Wesentlichen auf Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 16,1 Mio. EUR und einer bekannten Schwäche im Segment Fahrzeugtechnik belastet. Insgesamt ergibt sich daher ein operatives Ergebnis inklusive Wertminderungen in Höhe von 134,7 Mio. EUR. Vor Wertminderungen beträgt das operative Ergebnis 150,8 Mio. EUR und liegt damit leicht unter dem Vorjahreswert von 152,9 Mio. EUR. Die Gruppe erreichte eine operative EBIT-Marge von 7,9 % und von 8,8 % ohne Berücksichtigung der Wertminderungen. Bei den Segmenten ist insbesondere die weiter sehr gute Performance in den Segmenten Bau/Infrastruktur sowie Maschinen- und Anlagenbau hervorzuheben. In der Fahrzeugtechnik kämpften die Unternehmen mit dem zunehmenden Margendruck innerhalb der Automobilbranche und einem Ergebniseinbruch eines Serienzulieferers im zweiten Halbjahr 2018. ENTWICKLUNG DES WIRTSCHAFTLICHEN UMFELDSENTWICKLUNG DER GESAMTWIRTSCHAFTEXPANSION DER WELTKONJUNKTUR VERLANGSAMT SICH IM JAHRESVERLAUF2018 verlor das Wachstum der Weltwirtschaft an Fahrt. Die Zuwachsrate lag mit 3,7 % in Summe zwar auf Vorjahresniveau (2017: 3,7 %1), in der zweiten Jahreshälfte verlor die globale Konjunktur jedoch an Dynamik. Zwei wesentliche Ursachen waren die zunehmenden handelspolitischen Konflikte und die Straffung der Geldpolitik in den USA. Letztere führte zu einem Umschwung bei den internationalen Kapitalströmen, der vor allem die Expansion in den Schwellenländern bremste. Die globale Produktion legte nach einem moderaten Auftaktquartal zum Sommer hin nochmals kräftig zu. Ab dem dritten Quartal schwächte sie sich aber erneut ab. Dazu trug auch die Verschlechterung der wirtschaftlichen Aussichten in China bei.2 War das Vorjahr noch von einem konjunkturellen Gleichlauf der Länder weltweit geprägt, stellte sich das Konjunkturbild 2018 differenzierter dar: Während das Expansionstempo in den USA fiskalpolitisch getrieben noch einmal anzog, verlor die Konjunktur im Euroraum und in Japan an Schwung. Gleiches gilt für die Schwellenländer: Während die Produktionsausweitung in vielen Ländern Asiens, in Russland und in Teilen Lateinamerikas nur wenig nachließ, rutschten Argentinien und die Türkei in eine Rezession.3 In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften gab das Wachstumstempo 2018 über das Jahr gesehen nach, was insbesondere auf das verringerte Expansionstempo im zweiten Halbjahr zurückzuführen ist. Dabei zeigte sich die US-Konjunktur angesichts einer weiter steigenden Konsumnachfrage vergleichsweise robust. In Japan schwächte sich sowohl die Binnen- als auch die Außenkonjunktur wider Erwarten ab. Die Konjunktur im Euroraum war unter anderem belastet durch den Rückgang der Automobilproduktion, bedingt durch die Einführung neuer Standards für die Abgasmessung. In Großbritannien ging die Produktion gegenüber dem bereits im Vorjahr mäßigen Niveau weiter zurück.4
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httDs://www.ifw-kiel.de/Dub/kieler-koniunkturberichte/2017/kkb 33 2017-a3 weit de.Ddf.
S. 3 ff. Auch wenn die Wirtschaft in den Schwellenländern 2018 unter Druck geriet, zeigte sie sich dort weiter verhältnismäßig stabil. Ihre Produktion verringerte sich - mit Ausnahme Argentiniens und der Türkei - nur leicht. In den asiatischen Ländern blieben die Zuwachsraten trotz leichter Rückgänge insgesamt weiter hoch. In Indien stieg die Rate sogar an. Die Produktion in Russland blieb deutlich aufwärtsgerichtet. In Brasilien zog die Produktion zuletzt wieder an, wenn auch von einem niedrigen Niveau aus.5 DEUTSCHE WIRTSCHAFT WÄCHST LANGSAMERDie deutsche Wirtschaft setzte 2018 ihre Aufschwungsphase der Vorjahre fort. Das Wachstum geriet aber zunehmend ins Stocken. Im dritten Quartal ging die Wirtschaftsleistung erstmals seit drei Jahren wieder zurück. Die Gründe, Produktionsstörungen in dem für Deutschland besonders wichtigen Fahrzeugbau und Transportschwierigkeiten auf den Binnengewässern, waren zwar nur temporärer Natur, angesichts der hohen Kapazitätsauslastung fällt es den Unternehmen aber zusehends schwerer, ihre Produktion weiter in hohem Tempo auszuweiten. Besonders augenscheinlich ist dies in der Baubranche. Über das Gesamtjahr betrachtet stieg das Bruttoinlandsprodukt kalenderbereinigt um 1,5 % und damit 0,7 Prozentpunkte geringer als im Vorjahr.6 Die gedrosselte Fahrzeugproduktion strahlte nicht nur auf die vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereiche aus, sondern auch auf die binnen- und außenwirtschaftlichen Verwendungskomponenten Konsum, Investitionen und Exporte. Die privaten Haushalte hielten sich trotz steigender Einkommen zurück. Ihre Ausgaben stiegen um 1,1 % (Vorjahr: 1,8 %). Auch die Unternehmen weiteten ihre Investitionen mit 2,3 % immer noch aus, agierten aber leicht zögerlicher als im Vorjahr aus (2017: 2,9 %). Die Ausfuhren stiegen 2018 um 2,0 % (Vorjahr: 4,6 %). Dabei gingen die Exporte nach Großbritannien und Russland merklich zurück, während sich die Warenlieferungen in die USA und nach China kräftig entwickelten. Die Einfuhren erhöhten sich mit einer Rate von 3,3 % ebenfalls geringer als im Vorjahr (4,8 %).7 Die Arbeitslosenquote sank 2018 erneut und reduzierte sich auf 5,2 % (Vorjahr: 5,7 %) mit weiterer Tendenz nach unten. Dabei nahm die Zahl der inländischen Erwerbstätigen um 565.000 zu. Die Verbraucherpreise stiegen jahresdurchschnittlich um 1,9 % (Vorjahr 1,8 %).8
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IfW: Kieler Konjunkturberichte Nr.49 (2018/Q4). S. 3 f.. 19 KONJUNKTURTENDENZEN: ENTWICKLUNG DES BRUTTOINLANDPRODUKTS (BIP), JÄHRLICHES WACHSTUM (2016-2018) (in %)![]() Quelle: Institut für Weltwirtschaft, Kiel; Angaben für Deutschland kalender- und saisonbereinigt FINANZMÄRKTE STABIL, AKTIENMÄRKTE ZUNEHMEND VOLATILDie etwas geringere wirtschaftliche Dynamik schlug sich seit Jahresmitte in den Entwicklungen der Finanzmärkte nieder. Auch politische Faktoren beeinflussten die Finanzmärkte zuletzt wieder stärker: Dazu zählten in Europa die Missachtung der Fiskalregeln durch die italienische Regierung, die schwierige Situation in der Türkei und die wachsenden handelspolitischen Spannungen mit den USA. Nach wie vor zeigte sich das globale Finanzsystem aber auch 2018 robust.9Die amerikanische Notenbank Fed setzte ihren Ende 2015 gestarteten Zinskurs fort und erhöhte im vergangenen Jahr weiter ihre Leitzinsen in vier Stufen auf ein Leitzinsintervall von zuletzt 2,25 % bis 2,50 %.10Die Europäische Zentralbank EZB hielt währenddessen an der Fortsetzung der Niedrigzinsphase fest. Die Einlagefazilität lag über das Jahr hinweg weiter bei - 0,4 %.11 An den internationalen Kapitalmärkten, hier insbesondere an den Aktienmärkten, spiegelten sich wirtschaftspolitische Unsicherheiten in starken Volatilitäten wider. Über das Jahr gesehen gaben die wesentlichen Indizes teilweise stark nach. Der Dow Jones sank im Jahresverlauf um 6,2 % und der DAX sackte deutlich um 18,3 % ab. Der MSCI World Index, der die wichtigsten Börsen einbezieht, ging über das Jahr gesehen um 11,4 % zurück.12 Der Eurokurs gab im Jahresverlauf von 1,20 Dollar auf 1,14 Dollar nach. Dabei belasteten vor allem die Leitzinserhöhungen in den USA, die Konjunkturabschwächung in der Eurozone und die italienische Haushaltspolitik die Währung.13Die Rendite für 10-jährige Bundesanleihen schwankte 2018 stark zwischen 0,76 % im Februar und 0,15 % zum Jahresende.14
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https 7/www bi indesbank de/re=;oi]rce/blob/7R7332/d832c19855d020R0ff290b1b24b33088/ml
/2018-11-monatsbencht-data pdf Seite 6 ENTWICKLUNG DES BRANCHENUMFELDSDEUTSCHE INDUSTRIEPRODUKTION: AUFWÄRTSGERICHTET, STIMMUNG TRÜBT SICH ABER EINDie deutsche Industrie setzte ihr Wachstum auch 2018 fort, entwickelte sich aber aufgrund des schwierigen außenwirtschaftlichen Umfelds und der temporären Sondereffekte in der Automobilindustrie gedämpft. So stieg der Auftragseingang in der Industrie im Laufe des Jahres nicht mehr so dynamisch an wie 2017. Die Nachfrage aus dem Inland und aus der Eurozone entwickelte sich etwas schwächer als die aus Drittländern. Im dritten Quartal ging der Auftragseingang gegenüber dem Vorquartal saison- und kalenderbereinigt sogar um 1 % zurück. Damit fiel er auch im Vorjahresvergleich mit 1,6 % erstmals seit zwei Jahren negativ aus.15Bei den einzelnen Hauptindustriegütergruppen erhielten die Hersteller von Vorleistungsgütern im dritten Quartal 1,6 % weniger Aufträge als im Vorjahresvergleichsquartal. Trotz dieser Eintrübungen erwartet der BDI für 2018 einen Anstieg der Produktion im verarbeitenden Gewerbe in Deutschland um 2,5 %.16 BAU UND INFRASTRUKTUR: DIE BRANCHE SETZT IHR WACHSTUM FORTDie Hochkonjunktur im Baugewerbe hielt 2018 weiter an. Nach Einschätzung des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie HDI stiegen die Umsätze im Bauhauptgewerbe 2018 um gut 2 % (nominal 6,5 bis 7 %). Dabei machte die Branche über alle Quartale hinweg keine Pause: Von Januar bis August legte der Auftragseingang preisbereinigt um 3 % zu, das Gesamtvolumen erteilter Baugenehmigungen (veranschlagte Baukosten) stieg im gleichen Zeitraum gegenüber dem Vorjahr um nominal 10,6 %. Gleichzeitig gab es zur Jahresmitte mit 48 Mrd. EUR den höchsten jemals verzeichneten Auftragsbestand.17Im Herbst setzte sich diese Entwicklung nahtlos fort. Nach langen Jahren der Investitionszurückhaltung zeigte sich auch bei Bund, Ländern und Gemeinden wieder ein deutliches Wachstum der Bautätigkeit. Vorreiter war der Bund, der von 2014 bis 2017 die Investitionen bzw. Investitionszuschüsse in Bundesfernstraßen, Eisenbahnen des Bundes, Bundeswasserstraßen und in den kombinierten Verkehr von 10,3 auf 13,3 Mrd. EUR gesteigert hat. Die Zahl der Beschäftigten lag im Jahresdurchschnitt bei rund 832.000. Das waren 20.000 oder 2,5 % mehr als im Vorjahr. Dabei wird die Luft auf dem Bauarbeitsmarkt dünner. In den ersten drei Quartalen 2018 kamen nur noch 1,3 arbeitslose Baufacharbeiter auf eine offene Stelle, bei den Bauingenieuren kamen sogar auf jeden Arbeitslosen zwei offene Stellen. Die Unternehmen des Bauhauptgewerbes weichen bereits seit Längerem auf den europäischen Bauarbeitsmarkt aus.18 FAHRZEUGMARKT: DEUTSCHE HERSTELLER MIT STABILER ABSATZENTWICKLUNGDie deutschen Hersteller konnten ihre weltweite Produktion in den ersten neun Monaten um 1 % auf 12,4 Mio. Pkw ausweiten. Dies gilt trotz der Umstellung des Messverfahrens für die Abgasemissionen (WLTP-Umstellung) für alle in der EU neu zugelassenen Pkw am 1. August 2018 und daraus resultierender Lieferschwierigkeiten. Diesen Zuwachs verdanken sie in erster Linie der Fertigung im Ausland, die in diesem Zeitraum um 6 % anstieg. Die einheimische Produktion ging zwischen Januar und September dagegen um 8 % zurück.19Für das Gesamtjahr 2018 verzeichnete die deutsche Automobilbranche bei der Pkw-Inlandsfertigung einen Rückgang um 9 %. Der deutsche Pkw-Export brach um 20 % auf 4,0 Mio. Pkw ein. Die Auswirkungen der Dieselkrise auf den deutschen Pkw-Markt blieben dahingegen begrenzt; wie im Vorjahr erreichte der Pkw-Absatz 3,4 Mio. Fahrzeuge. Dabei war jede dritte Pkw-Neuzulassung ein modernes Euro-6-Diesel-Fahrzeug.20Weltweit entwickelten sich die Automobilmärkte 2018 unterschiedlich: Der europäische Pkw-Markt (EU28+EFTA) hielt sein hohes Vorjahresniveau (+/- 0 %), die USA verzeichneten sogar ein leichtes Plus (+0,5 %). Die
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https //bdi ei]/themenfelder/industnepolitik/a/publikation/newq/nuartalsbencht-deutschland-iv9018/
S 7 Märkte Brasilien und Russland erzielten kräftige Wachstumsraten (+13,8 % und +12,8 %). Indien legte ebenfalls zu (+5,1 %). In China gab es bei hohem Marktvolumen erstmals einen Rückgang (-3,8 %).21 MASCHINEN- UND ANLAGENBAU: BRANCHE LEGT WEITER ZUEntsprechend der Erwartungen zum Jahresbeginn konnte der deutsche Maschinen- und Anlagenbau auch 2018 weiter wachsen. Nach Angaben des Branchenverbands VDMA baute die Branche ihren Umsatz im Jahresverlauf um 5 % auf 228 Mrd. EUR aus. Damit war 2018 das zweite Wachstumsjahr in Folge. Nach zehn Monaten wies der Maschinenbau ein Produktionsplus von 3,7 % auf. Die Auftragseingänge im Maschinenbau erreichten bis Oktober im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 7 %. Der Maschinenbauexport aus Deutschland legte in den ersten neun Monaten gegenüber dem Vorjahr um nominal 5,2 % auf 131,9 Mrd. EUR zu. Zum Jahresende hin konnten im Besonderen die ostdeutschen Maschinenbauunternehmen einen Jahresendspurt einlegen. Die wichtigsten Exportmärkte blieben China und die USA. Die Zahl der Beschäftigten in der Branche stieg 2018 weiter auf mehr als 1,3 Mio. Personen, womit Maschinen- und Anlagenbau weiterhin der größte industrielle Arbeitgeber in Deutschland blieb. Sorgen bereiteten den Unternehmen weiterhin die Engpässe in der Lieferkette und auf dem Fachkräftemarkt.22 MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK: WACHSTUM SETZT SICH FORT, PLUS IN DEUTSCHLAND STEIGTNach Angaben des BVMed - Bundesverband Medizintechnologie baute die Medizintechnikbranche ihren Umsatz 2018 weltweit erneut um durchschnittlich knapp 6 % aus. Der inländische Markt entwickelte sich mit einem Plus von 4,2 % (Vorjahr +2,8 %). Damit knüpfte er wieder an die besseren Entwicklungsraten der Jahre 2015 und 2016 an. Die Gewinnsituation der Unternehmen blieb dabei aufgrund sinkender Preise (niedriges Erstattungsniveau) und höherer Kosten (strengere regulatorische Vorgaben) weiter angespannt. Insbesondere die EU-Medizinprodukte-Verordnung MDR stellt mit ihren gestiegenen Anforderungen viele Unternehmen vor die Überlegung, zahlreiche Produkte aus ökonomischen Gründen vom Markt zu nehmen bzw. die geplante Markteinführung abzubrechen. Trotz des anhaltenden Preisdrucks investierten die Unternehmen weiterhin verstärkt in ihre deutschen Produktionsstandorte. Auch in die Forschung flossen wieder erhöhte Mittel. Damit stärkten die Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit. Standortvorteil für Deutschland blieben die gute Qualifikation der Beschäftigten und das hohe Versorgungsniveau im Land. Dem gegenüber standen das niedrige Erstattungsniveau und eine geringe Forschungsförderung.23 METALLTECHNIK: BRANCHE LEGT MIT VERMINDERTER RATE WEITER ZUDie Metall- und Elektroindustrie setzte 2018 ihr Wachstum fort. Nach vorläufigen Branchenangaben stieg die Produktion real um 2,0 bis 2,5 %. Damit lag der Anstieg aber um mindestens einen Prozentpunkt unter dem Vorjahr.24Grund für den nachlassenden Anstieg waren die zwischenzeitlichen Eintrübungen im dritten Quartal. Im Oktober zogen Auftragseingänge und Produktion wieder an und versprachen für das vierte Quartal eine Stabilisierung. Bezogen auf die Einzelbranchen verlief die Erholung aber uneinheitlich: Während die Auftragseingänge im Bereich Fahrzeugbau im Oktober wieder deutlich anzogen, entwickelten sich die Aufträge in der Metallverarbeitung und im Maschinenbau weiter rückläufig. Die Beschäftigung blieb weiter intakt. Die Lohnstückkosten stiegen von Januar bis September 2018 gegenüber dem Vorjahr um 3,6 % an. Auch die Arbeitskosten erhöhten sich weiter. Auf der Absatzseite stiegen die Preise geringer, so dass sich die Ertragskraft der Unternehmen leicht verschlechterte.25
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https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/20190116-internationale-automobilkonjunktur-2018-mit-robuster-jahresbilanz.html ENTWICKLUNG DER INDUS-GRUPPEGESAMTBEWERTUNG DES VORSTANDSSOLIDE GESCHÄFTSENTWICKLUNG, PUNKTUELLE SCHWÄCHENIm Geschäftsjahr 2018 hat die INDUS-Gruppe ihre Umsatzziele klar erreicht. Der Umsatz stieg um gute 4,3 % auf 1,71 Mrd. EUR und lag damit innerhalb des Prognosekorridors von 1.65 - 1,70 Mrd. EUR. Das organische Umsatzwachstum lag bei 3,2 %. Hinter den Erwartungen zurück blieb das operative Ergebnis (EBIT) vor Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte. Es lag mit 150,8 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahreswert von 152,9 Mio. EUR. Hauptursache für die leichte Abweichung zur EBIT Prognose (vor Wertminderungen) ist die Schwäche im Bereich Fahrzeugtechnik, die im zweiten Halbjahr 2018 aufgrund auslaufender Aufträge und rückläufiger Abrufzahlen unerwartet hoch eintrat. Unter Berücksichtigung der Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte und in geringem Maße auf Sachanlagen in Höhe von 16,1 Mio. EUR in den Segmenten Fahrzeugtechnik und Metalltechnik lag das operative Ergebnis (EBIT) bei 134,7 Mio. EUR. Die nichtzahlungswirksamen Wertminderungen ergaben sich im Verlauf des innerjährlichen Planungsprozesses und spiegeln die gesunkenen Zukunftserwartungen bei drei INDUS-Beteiligungen wider. Die EBIT-Marge für die INDUS-Gruppe beträgt 8,8 % vor und 7,9 % nach Wertminderungen. Dies ist ein empfindlicher Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (9,3 %) und im Hinblick auf unsere Zielmarge von 10 % plus ein unbefriedigendes Resultat. In der Segmentbetrachtung weisen die Bereiche Bau/Infrastruktur und Metalltechnik Ergebnissteigerungen auf. Beide Segmente konnten ihre Zielmargen mit 13,9 % bzw. 8,3 % (vor Wertminderung) erreichen. Auch das Segment Maschinen- und Anlagenbau liegt mit einer Marge von 13,5 % für das abgelaufene Geschäftsjahr voll im Zielkorridor. An das hervorragende Ergebnis aus 2017 kam das Segment allerdings nicht ganz heran. Im Segment Medizin- und Gesundheitstechnik belasten auf weiterhin solidem Margenniveau (11,2 %) eine steigende Wettbewerbsintensität und die Regularien der EU-Medizinprodukte-Verordnung das Ergebnis. Im Segment Fahrzeugtechnik wurden die Zielgrößen für 2018 nicht erreicht. Der Margendruck der Automobilbranche und ein Ergebniseinbruch bei einem Serienzulieferer im zweiten Halbjahr drückten die operative Marge auf 1,3 % vor Wertminderungen herunter. Darüber hinaus ist in diesem Segment der noch nicht abgeschlossene Repositionierungsprozess einer Beteiligung wirtschaftlich zu spüren. Der dazu laufende operative Korrekturprozess verläuft ebenso wie die Repositionierung im Bereich Metalltechnik planmäßig. 2018 konnte INDUS zwei strategisch gute Ergänzungsakquisitionen realisieren: Im Januar erwarb AURORA den Elektronikspezialisten ELECTRONIC EQUIPMENT B.V. mit Sitz in Weert (NL) und im Juli erwarb eine weitere INDUS-Beteiligung einen namhaften Anbieter von Raumklimageräten. Darüber hinaus konnte die OFA Bamberg mit Wirkung zum 1. August 2018 die Aktivitäten eines Handelsunternehmens für medizinische Hilfsmittel in Süddeutschland übernehmen. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte wurden 2018 abermals gesteigert. Mit 90,9 Mio. EUR haben die INDUS-Beteiligungen im vergangenen Jahr so viel wie noch nie investiert. Die wirtschaftliche Aufstellung der Gruppe blieb auch 2018 sehr stabil. Die Eigenkapitalquote im Konzern liegt mit 41,3 % deutlich über der unteren Zielquote von 40 % und leicht über dem Vorjahreswert von 40,8 %. Die traditionell gute Liquidität lieferte INDUS zu jeder Zeit ausreichend wirtschaftliche Kraft, den durchgeführten bzw. intendierten Kapitaleinsatz vorzunehmen. Zu diesem Zweck hält die Gesellschaft Liquiditätspuffer und Vorsorgekreditlinien vor. Die Entschuldungsdauer (Nettoverschuldung/EBITDA) betrug 2,2 Jahre (Vorjahr: 1,9 Jahre) und lag innerhalb des vorgegebenen Zielbereichs von 2 bis 2,5 Jahren. Auch wenn das Gesamtergebnis der INDUS-Gruppe von den negativen Entwicklungen im Bereich Fahrzeugtechnik sichtbar beeinflusst wurde, steht der weitaus überwiegende Teil der INDUS-Beteiligungen gut bis sehr gut dar. Diese Unternehmen sind bestens für eine weiter erfolgreiche Entwicklung in 2019 gerüstet. Parallel zur Suche nach neuen Beteiligungsunternehmen wird sich der Vorstand von INDUS im Jahr 2019 auf die Steigerung der operativen Exzellenz in den Beteiligungsunternehmen und die Unterstützung bei der Entwicklung von Innovationen konzentrieren. Hierzu wurde das neue Strategieprogamm PARKOUR entwickelt, das in den kommenden Jahren umgesetzt werden wird. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren werden für die Gruppe nicht als Steuerungsgrößen verwendet. SOLL-IST-VERGLEICHscroll
ERTRAGSENTWICKLUNG DES KONZERNSKONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (IN MIO. EUR)scroll
UMSATZSTEIGERUNG UM 4,3%Der Umsatz der INDUS-Gruppe stieg im Geschäftsjahr um 4,3 % auf 1.710,8 Mio. EUR. Das Wachstum betrug organisch 3,2 % und anorganisch 1,1 %. Getragen wurde das Umsatzwachstum von rund 75 % der INDUS-Beteiligungen. Einige Unternehmen der Fahrzeugtechnik (Serienzulieferer) und zwei Großanlagenbauer konnten das hohe Umsatzniveau aus dem vergangenen Jahr nicht erreichen. Das anorganische Wachstum setzte sich aus den Umsätzen zweier Neuerwerbe auf Enkeltochterebene und aus dem anorganischen Umsatzanteil zweier Neuerwerbe aus 2017 (M+P INTERNATIONAL und PEISELER) zusammen. Der Materialaufwand entwickelte sich überproportional und stieg gegenüber dem Vorjahr um 8,8 % auf 811,9 Mio. EUR (Vorjahr: 745,9 Mio. EUR). Ursache sind gestiegene Aufwendungen für Roh-, Hilfs,- und Betriebsstoffe. Diese betreffen im Wesentlichen höhere Einkaufspreise für Rohstoffe, im Besonderen für Metalle. Die Materialaufwandsquote erhöhte sich um 2,0 Prozentpunkte auf 47,5 % (Vorjahr: 45,5 %). Der Personalaufwand entwickelte sich leicht überproportional zum Umsatz und erhöhte sich um 5,6 % auf 506,6 Mio. EUR. Ein Grund sind die Erhöhungen aus im Vorjahr abgeschlossenen Tarifverträgen. In Relation zum Umsatz erhöhte sich die Personalaufwandsquote lediglich um 0,4 Prozentpunkte auf 29,6 % (Vorjahr: 29,2 %). In Verbindung mit dem erhöhten Geschäftsvolumen stiegen auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 4,3 % auf 237,7 Mio. EUR an. Im Besonderen erhöhten sich hier die Frachten und die Instandhaltungskosten für Maschinen. Nach Abzug der Aufwandpositionen ergibt sich bis ein operatives Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) von 218,4 Mio. EUR. Gegenüber dem Vorjahr stieg das EBITDA um 3,1 Mio. EUR (1,4 %). Die Abschreibungen lagen mit 83,7 Mio. EUR um 21,3 Mio. EUR (34,1 %) über dem Vorjahr. Darin enthalten sind die planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 67,6 Mio. EUR (Vorjahr: 62,4 Mio. EUR). Der höhere Abschreibungsbedarf geht auf die anhaltend hohen Sachinvestitionen der vergangenen Jahre zurück. Neben den planmäßigen Abschreibungen wurden Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte und in geringem Maße auf Sachanlagen in Höhe von insgesamt 16,1 Mio. EUR gebucht. Davon entfallen 9,5 Mio. EUR auf das Segment Fahrzeugtechnik und 6,6 Mio. EUR auf das Segment Metalltechnik. Diese ergeben sich aus dem unterjährigen Planungsprozess und den daran anschließenden jährlichen Wertminderungstest. EBIT VOR WERTMINDERUNGEN MIT LEICHTEM RÜCKGANG; ZUSÄTZLICHE BELASTUNGEN DURCH WERTMINDERUNGENDaraus ergibt sich für 2018 ein operatives Ergebnis bzw. EBIT von 134,7 Mio. EUR. Damit liegt das EBIT um 11,9 % bzw. 18.2 Mio. EUR unter dem Vorjahr (152,9 Mio. EUR). Dies entspricht einer EBIT-Marge von 7,9 % im Vergleich zu 9,3 % im Vorjahr. Ohne Berücksichtigung der Wertminderungen erzielte die INDUS-Gruppe ein Ergebnis von 150,8 Mio. EUR, was lediglich 2,1 Mio. EUR unter dem Ergebnis von 2017 liegt. Die EBIT-Marge vor Wertminderungen beträgt 8,8 %. Das Zinsergebnis verbesserte sich um 3,7 Mio. EUR von -23,7 Mio. EUR auf -20,0 Mio. EUR. Dies ist auf geringere Zinsbelastungen aus dem operativen Bereich (-2,1 Mio. EUR) sowie auf gesunkene Zinsaufwendungen im Bereich "Zinsen Sonstige" (-1,6 Mio. EUR) zurückzuführen. Die um 2,1 Mio. EUR geringeren operativen Zinsen resultieren aus der deutlich geringeren Verzinsung der aktuellen Verschuldungen. Dieser Wert ist vor allem unter dem Blickwinkel des insgesamt erhöhten Volumens an Finanzschulden zu betrachten. Ursache für den um 1,6 Mio. EUR gesunkenen Aufwand ist unter anderem der planmäßige Erwerb von Minderheitsanteilen. Das Ergebnis vor Steuern bzw. EBT sank auf 114,7 Mio. EUR (Vorjahr: 129,2 Mio. EUR). Der Steueraufwand verringerte sich um 2,6 Mio. EUR auf 43,5 Mio. EUR und die Steuerquote stieg von 35,7 % auf 37,9 % an - im Wesentlichen bedingt durch die fehlende Steuerentlastung aufgrund der Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte sowie fehlende Verlustverrechnung innerhalb der Gruppe. INDUS bildet aufgrund ihres Geschäftsmodells keine steuerlichen Organschaften. Das Ergebnis nach Steuern erreichte 71,2 Mio. EUR (Vorjahr: 83,1 Mio. EUR). Dies entspricht einer Verminderung um - 14.3 % gegenüber dem Vorjahr. Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter betrugen 0,3 Mio. EUR (Vorjahr: 0,7 Mio. EUR). Das Ergebnis nach Steuern der INDUS-Aktionäre beträgt 70,9 Mio. EUR. Hieraus errechnet sich ein Ergebnis je Aktie von 2,90 EUR im Vergleich zu 3,37 EUR im Vorjahr. BAU/INFRASTRUKTUR UND MASCHINEN- UND ANLAGENBAU MIT ERHÖHTEN UMSATZ- UND ERGEBNISANTEILEN (EBIT)Die Umsatz- und Ergebnisanteile der einzelnen Segmente haben sich in ihren Relationen weiter verändert. Gewachsen ist der Umsatzbeitrag der Segmente Bau/Infrastruktur mit 21,0 % (Vorjahr: 20,1 %) und Metalltechnik mit 24,5 % (Vorjahr 23,5 %). Damit ist das Segment Metalltechnik nun das umsatzstärkste Segment und löst das Segment Fahrzeugtechnik ab, welches im Berichtsjahr einen Anteil von 22,9% (Vorjahr: 24,0 %) erwirtschaftete. Ebenso konnte das Segment Maschinen- und Anlagenbau einen Umsatzanteil von 22,6 % (Vorjahr 22,9 %) erwirtschaften. Diese vier Segmente sind mit Anteilen zwischen 21,0 % und 24,5 % nahezu gleich groß. Der Umsatzbeitrag des Segments Medizin- und Gesundheitstechnik mit 9,0 % ging etwas zurück (Vorjahr: 9,5 %). UMSATZVERTEILUNG NACH SEGMENTEN (in Mio. EUR)![]() Wie im Vorjahr erwirtschafteten die Segmente Maschinen- und Anlagenbau sowie Bau/Infrastruktur herausragende Ergebnisse. Das Segment Maschinen- und Anlagenbau konnte seinen hohen operativen Ergebnisbeitrag (EBIT) des Vorjahres (32,9 %) um 3,5 Prozentpunkte auf 36,4 % des INDUS-Ergebnisses steigern. Das Segment Bau/Infrastruktur nutzte die gute Branchenkonjunktur und erhöhte seinen Anteil auf 34,8 % (Vorjahr: 30,4 %). Das Segment Metalltechnik konnte den Ergebnisbeitrag von 14,9 % in 2017 auf gute 19,8 % steigern. Dies ist insbesondere wegen der im Berichtsjahr gebuchten Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte bemerkenswert. Bei dem Segment Medizin- und Gesundheitstechnik lag die Ergebnis-Beitragsquote mit 12,1 % (Vorjahr 12,8 %) leicht unter dem Vorjahr. Bei dem Segment Fahrzeugtechnik beträgt der Ergebnisanteil -3,0 % (Vorjahr 9,1 %). EBIT-VERTEILUNG NACH SEGMENTEN (in Mio. EUR)UMSATZBEITRAGE DER REGIONEN:Die Umsatzzuwächse der INDUS-Gruppe verteilen sich nahezu gleichmäßig auf das In- und Ausland. Relativ betrachtet erhöhte sich der Inlandsanteil gegenüber dem Vorjahr leicht um 1,7 Prozentpunkte auf 51,4 % (Vorjahr: 49,7 %). Insgesamt stieg der Inlandsumsatz gegenüber dem Vorjahr um 7,8 % auf 878,9 Mio. EUR. Der Auslandsumsatz nahm lediglich 0,8 % auf 831,9 Mio. EUR zu. UMSATZENTWICKLUNG 2016-2018 NACH ABSATZREGIONEN (in Mio. EUR)ERTRAGSENTWICKLUNG IN DEN SEGMENTENBAU/INFRASTRUKTURSegmentbeschreibungDie 11 Beteiligungsunternehmen des Segmentes Bau/Infrastruktur sind in verschiedenen Bereichen der Bauwirtschaft aktiv. Das Leistungsspektrum reicht von Bewehrung für Stahlbeton über Baustoffe, Klima- und Wärmetechnik sowie Netz- und Kabelleitungsbau bis hin zu Zubehör für den privaten Wohnungsbau. Klassische Bauunternehmen des Hoch- oder Tiefbaus befinden sich nicht im INDUS-Portfolio. Das Segment ist nach wie vor überdurchschnittlich profitabel und zukunftsstark aufgestellt. Strategisch zielt INDUS deshalb hier auf die Stärkung des Segments über den weiteren Zukauf von Unternehmen. Segmententwicklung: Hochkonjunktur auch bei INDUS-BeteiligungenMit der anhaltend guten Hochkonjunktur im Baugewerbe konnten auch die INDUS-Beteiligungen des Bereichs Bau/Infrastruktur im Geschäftsjahr 2018 steigende Umsätze und Ergebnisse erzielen. Der Segmentumsatz kletterte im Jahresvergleich um 8,6 % auf 358,7 Mio. EUR (Vorjahr: 330,4 Mio. EUR). Darin enthalten ist der Zugang eines Anbieters für Raumklimageräte. Bereinigt um diesen Zugang lag das (organische) Umsatzwachstum bei 6,9 %. Erfreulicherweise konnten nahezu alle Segmentunternehmen ihr Umsatzniveau aus dem Vorjahr nochmals steigern. Insgesamt arbeiten die Segmentunternehmen aufgrund der Hochkonjunktur seit mehr als einem Jahr an ihren Kapazitätsgrenzen. Als begrenzender Faktor macht sich insbesondere der Mangel an Fachpersonal bemerkbar. Daneben kämpfen einige Beteiligungen mit einer deutlichen Rohstoffverknappung und daraus resultierenden Rohstoffpreisanstiegen. Unabhängig davon konnten die Segmentunternehmen das operative Ergebnis (EBIT) auf 49,8 Mio. EUR ausbauen. Dies entspricht einem leichten Ergebniswachstum von 0,4 Mio. EUR bzw. 0,8 %. Die EBIT-Marge kam mit 13,9 % an den Vorjahreswert von 15,0 % nicht ganz heran, liegt aber weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Die Investitionen des Berichtsjahrs lagen mit 25,5 Mio. EUR um 12,1 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Die Mittel flossen im Besonderen in den Erwerb eines Anbieters von Raumklimageräten sowie in Sachinvestitionen. Die Sachinvestitionen des aktuellen Jahres liegen leicht über den Vorjahressachinvestitionen. KENNZAHLEN BAU/INFRASTRUKTUR (IN MIO. EUR)scroll
FAHRZEUGTECHNIKSegmentbeschreibungDas Segment Fahrzeugtechnik umfasst neun Einheiten (Vorjahr: neun). Die Unternehmen bilden mit ihren Lösungen die gesamte Wertschöpfungskette in der Automobilindustrie ab: Das Leistungsspektrum erstreckt sich vom Design, der Entwicklung sowie dem Modell- und Prototypenbau über die Vor- und Kleinserienfertigung, das Angebot von Test- und Messlösungen bis hin zu Lösungen für Spezialfahrzeuge und die Serienfertigung von Bauteilen für große Fahrzeughersteller von Automobilen, Nutz- und Sonderfahrzeugen. Die Segmentunternehmen bewegen sich in einem ausgesprochen wettbewerbsintensiven Umfeld, das sensibel auf die Entwicklungen auf dem Fahrzeugmarkt reagiert. Vor dem Hintergrund der schwierigen Ausgangslage für die Serienzulieferer prüft INDUS zurzeit, inwieweit sich im Einzelfall unter einem anderen Eigentümer bessere Perspektiven für Unternehmen und Mitarbeiter bieten. Segmententwicklung: Serienzuliefergeschäft mit erheblichem MargendruckIm Segment Fahrzeugtechnik war das Geschäftsjahr 2018 deutlich von den schwierigen externen Rahmenbedingungen geprägt. Der Technologiewandel hin zu E-Mobilität sowie der Abgasskandal erhöhten den ohnehin hohen Margendruck in der Branche weiter. Durch das neue Messverfahren für Abgasemissionen WLTP und die damit verbundenen Umstellungen waren die Serienzulieferer mit zusätzlichen Herausforderungen konfrontiert. Der Umsatz im Bereich Fahrzeugtechnik sank im Berichtszeitraum um 3,1 Mio. EUR bzw. 0,8 % auf 391,0 Mio. EUR. Der Grund: Die Serienzulieferer verzeichneten im Zuge auslaufender Aufträge und rückläufiger Abrufzahlen sinkende Umsätze. Auch durch die erstmalige Einbeziehung der im Januar erworbenen Beteiligung ELECTRONIC EQUIPMENT und das gut laufende Geschäft eines Engineering-Unternehmens konnten die Umsatzrückgänge bei den Serienzulieferern nicht kompensiert werden. Die Segmentunternehmen erwirtschafteten vor Wertminderungen ein operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von 5,2 Mio. EUR, was gegenüber dem Vorjahr einen Einbruch um 9,5 Mio. EUR bedeutet. Daraus resultierte eine EBIT-Marge vor Wertminderung in Höhe von 1,3 % (Vorjahr 3,7 %). Das Segmentergebnis (EBIT) spiegelt die gesamte Facette der oben beschriebenen Probleme insbesondere bei den Serienzulieferern wider. Ein unerwartet hoher Ergebniseinbruch bei einem der Serienzulieferer in der zweiten Hälfte des Berichtszeitraums wegen stark rückläufiger Abrufzahlen belastete das Ergebnis zusätzlich. Die in einer Beteiligung laufende Repositionierung verläuft zwar planmäßig; durch langfristig vergebene Aufträge in der Branche war die Ergebnisbeeinträchtigung aber auch im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter spürbar. Aufgrund der gesunkenen Zukunftserwartungen, die sich im Rahmen des unterjährigen Planungsprozesses manifestierten, wurden im vierten Quartal Wertminderungen in Höhe von 9,5 Mio. EUR vorgenommen. Das operative Ergebnis nach Wertminderungen betrug -4,3 Mio. EUR. Dies entspricht einer EBIT-Marge von -1,1 %. Die Investitionen betrugen 29,5 Mio. EUR (Vorjahr: 30,3 Mio. EUR). Sie beinhalten neben Sachinvestitionen auch den Erwerb des Elektronikspezialisten ELECTRONIC EQUIPMENT durch die INDUS-Tochter AURORA. KENNZAHLEN FAHRZEUGTECHNIK (IN MIO. EUR)scroll
MASCHINEN- UND ANLAGENBAUSegmentbeschreibungDas Segment Maschinen- und Anlagenbau umfasst unverändert elf Einheiten. Die Unternehmen des Segments entwickeln komplette Förderanlagen und Robotergreifsysteme, produzieren Ventiltechnik, Automatisierungskomponenten für die Fahrzeugendmontage sowie Anlagen für Inertgassysteme oder konzeptionieren elektrische Begleitheizungssysteme. Die hohe technische Kompetenz und die Qualität von "Engineered and Made in Germany" versprechen aus Sicht von INDUS auch künftiges Wachstum, insbesondere in den Teilfeldern Automatisierungs-, Mess- und Regeltechnik. Hier will INDUS weiter zukaufen. Das Segment stellt eine der Säulen der mittelständischen Industrie mit guten Perspektiven dar. Segmententwicklung: Steigende Umsätze und nahezu konstante ErgebnisseDer Segmentumsatz im Maschinen- und Anlagenbau stieg um 11,9 Mio. EUR bzw. 3,2 % auf 387,0 Mio. EUR. Der Anstieg ist auf organisches Wachstum in den Bereichen Logistik und Begleitheizungssysteme sowie auf die Neuerwerbe des Vorjahrs zurückzuführen. M+P INTERNATIONAL und PEISELER wurden 2018 erstmals mit ihren kompletten Jahresumsätzen konsolidiert. Durch das starke organische Wachstum gelangten einige Unternehmen des Segmentes an ihre Kapazitätsgrenzen. Das operative Ergebnis (EBIT) erreichte mit 52,2 Mio. EUR einen soliden und hohen Wert, auch wenn dieser um 1,3 Mio. EUR unter dem Vorjahr liegt. Die EBIT-Marge bleibt mit 13,5 % (Vorjahr: 14,3 %) auf hohem Niveau. Bei zwei Beteiligungen aus dem Großanlagenbau konnte das außergewöhnliche Wachstum der letzten Jahre nicht fortgeführt werden. Grund war eine sich wieder normalisierende Auftragslage auch vor dem Hintergrund einer Investitionszurückhaltung in der Fahrzeugindustrie und damit einhergehend geringere Umsätze und Erträge. Zudem ergab sich aus einem Großauftrag im Bereich der Inertgassysteme ein Einmaleffekt, der das Segmentergebnis belastete. Erfreulicherweise konnten im Bereich Logistik die Beteiligungsunternehmen weiter in Umsatz und Ergebnis wachsen. Die Neuerwerbe des Vorjahres M+P INTERNATIONAL und PEISELER konnten zum Segmentergebnis gute Werte beitragen. Die Segmentinvestitionen lagen mit 12,0 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahr; da 2017 die Mittel für die Erwerbe von M+P INTERNATIONAL und PEISELER enthalten waren. Die Sachinvestitionen stiegen gegenüber dem Vorjahr leicht an. KENNZAHLEN MASCHINEN- UND ANLAGENBAU (IN MIO. EUR)scroll
MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIKSegmentbeschreibungDas Segment Medizin- und Gesundheitstechnik umfasst wie im Vorjahr fünf Einheiten. Die Unternehmen fertigen Orthesen und medizinische Kompressionsstrümpfe, entwickeln optische Linsen und ganze Optiken, produzieren Operationszubehör, Rehabilitationstechnik sowie Hygieneprodukte für medizinische Anwendungen und den Haushalt. Das Segment repräsentiert eine der sechs Zukunftsbranchen, in denen sich der Vorstand auch in Zukunft Wachstumschancen verspricht. Trotz eines erhöhten Kostendrucks in der Gesundheitsbranche bietet der Bereich Medizin- und Gesundheitstechnik weiterhin gute Zukunftsaussichten und hohe Margen. Segmententwicklung: Löhne in ausländischen Produktionsstätten extrem gestiegenDer Bereich Medizin- und Gesundheitstechnik erreicht Margen klar über dem Zielwert von "10 % plus X". Die INDUS-Beteiligungen im Segment sehen sich derzeit jedoch wegen der erhöhten regulatorischen Vorgaben (Medizinprodukteverordnung), und der gestiegenen Lohnkosten mit einem wachsenden Kostendruck konfrontiert. Der Umsatz im Bereich Medizin- und Gesundheitstechnik sank gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,6 % auf 154,3 Mio. EUR (Vorjahr: 155,2 Mio. EUR). Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit 17,3 Mio. EUR unter dem Vorjahr (20,8 Mio. EUR). Die EBIT-Marge des Segments verbesserte sich nach einem schwachen Start im Laufe des Geschäftsjahrs 2018 zwar stetig, am Ende lag sie aber mit 11,2 % trotzdem unter dem Vorjahreswert (13,4 %). Die Ursachen für den Rückgang bei Umsatz und EBIT liegen maßgeblich im Produktbereich der Vliesstoffe und OP-Sets. Die Produktbereiche sind grundsätzlich sehr wettbewerbsintensiv und waren überdies im ersten Halbjahr von unerwarteten Kundenabgängen betroffen. Eine Kompensation in diesen Bereichen wird sich voraussichtlich erst im nächsten Geschäftsjahr einstellen. Weiterhin ist das Segment durch stark gestiegene Lohnkosten in ausländischen Produktionsstätten sowie durch die zunehmenden Regulierungsanforderungen vor dem Hintergrund der EU-Medizinprodukteverordnung (MDR) belastet. Die Investitionen betrafen ausschließlich Sachinvestitionen und lagen in 2018 mit 8,4 Mio. EUR leicht über dem Vorjahr. KENNZAHLEN MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK (IN MIO. EUR)scroll
METALLTECHNIKSegmentbeschreibungDas Segment umfasst wie im Vorjahr neun Einheiten und bedient insbesondere Spezialkunden. Die Bandbreite der Lösungen ist groß und beinhaltet die Zulieferung für Bahntechnik, die Fertigung von Hartmetallwerkzeugen für Straßen- und Bergbau, den Gehäusebau für die Labordiagnostik, die Herstellung von Strahlmitteln für die Stahlindustrie oder auch die Bolzenschweißtechnik beispielsweise für Brückenbauwerkeverbindungen. Das Segment ist insgesamt sehr breit aufgestellt. Nach einer Phase starken Wachstums steht in der kommenden Zeit für INDUS hier die weitere Optimierung im Fokus. Segmententwicklung: Vorjahresergebnis trotz Wertminderungen übertroffenDas Segment Metalltechnik verzeichnet gegenüber dem Vorjahr abermals eine Umsatzsteigerung. Der Umsatz stieg von 385,6 Mio. EUR in 2017 auf 420,0 Mio. EUR im Berichtsjahr an. Dies entspricht einer Steigerung in Höhe von 8,9 % und ist im Wesentlichen auf das Wachstum im Bereich Hartmetallwerkzeuge zurückzuführen. Das operative Ergebnis (EBIT) vor Wertminderungen lag mit 34,9 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahreswert von 24,2 Mio. EUR, was einer EBIT-Marge vor Wertminderung von 8,3 % entspricht. Im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres sank die EBIT-Marge merklich ab. Ursache hierfür ist eine empfindliche Erhöhung der Materialpreise (insbesondere Metalle) im Bereich Hartmetallwerkzeuge. Dieser Kostenanstieg konnte durch eine Erhöhung der Verkaufspreise noch nicht kompensiert werden. Der bekannte Repositionierungsprozess einer Schweizer Beteiligung hat das Ergebnis weiterhin belastet, aber auch aufgrund des Greifens der umgesetzten Maßnahmen zum Ergebnisanstieg beigetragen. Aufgrund der punktuell gesunkenen Zukunftserwartungen bei der Schweizer Beteiligung im Repositionierungsprozess und bei einer weiteren Beteiligung wurden Wertminderungen in Höhe von 6,6 Mio. EUR vorgenommen. Das operative Ergebnis nach Wertminderungen betrug 28,3 Mio. EUR und lag damit noch 4,1 Mio. EUR über dem Vorjahresergebnis (EBIT). Die EBIT-Marge nach Wertminderungen betrug 6,7 %. Die Investitionen betrafen im Berichtsjahr und im Vorjahr ausschließlich Sachinvestitionen. Sie lagen um 81,4 % über dem Vorjahr. Dafür ist insbesondere eine Kapazitätsausweitung bei einem größeren Beteiligungsunternehmen verantwortlich. KENNZAHLEN METALLTECHNIK (IN MIO. EUR)scroll
FINANZ- UND VERMÖGENSLAGEFINANZ- UND LIQUIDITÄTSMANAGEMENTGRUNDSÄTZE UND ZIELEDas Finanzmanagement der INDUS Holding AG konzentriert sich auf die Beschaffung von Eigen- und Fremdkapital sowie das Management von Zins- und Währungsrisiken. Als vermögensverwaltende Finanzholding betreibt INDUS eine Liquiditätssteuerung ohne zentrales Cash-Pooling. Im Rahmen des Finanzmanagements setzt INDUS im Wesentlichen auf langlaufende Bankkredite und Schuldscheindarlehen. Jede einzelne Beteiligung verfügt über ihr individuelles Finanz- und Liquiditätsmanagement, wobei INDUS hier beratend zur Verfügung steht. Auf Basis ihrer komfortablen Liquiditätsausstattung im Zusammenspiel mit Finanzierungszusagen der Banken kann INDUS jederzeit flexibel investieren. Zur Finanzierung nutzt INDUS langjährige, partnerschaftliche Verbindungen zu einer Reihe deutscher Finanzinstitute. Stabilisierende Faktoren bei der langfristigen Finanzierung sind eine breite Verteilung des Kreditvolumens auf zahlreiche Institute sowie eine ausgewogene Tilgungsstruktur bei gleichzeitiger Nutzung alternativer Finanzierungsinstrumente. Zur Steuerung der Finanzrisiken setzt die Gruppe Zins- und Währungsderivate ein. Diese dienen ausschließlich der Risikoabsicherung. Das Finanz- und Liquiditätsmanagement verfolgt drei Ziele: Sicherung ausreichender Liquiditätsreserven, Risikobegrenzung und eine Ertrags- und Kostenoptimierung. Die Liquiditätssicherung besitzt dabei einen besonders hohen Stellenwert, da die Liquidität nicht nur die Voraussetzung dafür ist, dass INDUS jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann, sondern auch dafür, dass INDUS in der Lage bleibt, Akquisitionschancen bankenunabhängig zu nutzen. Die Aktivitäten zur Risikobegrenzung konzentrieren sich vor allem auf die Absicherung der finanzwirtschaftlichen Risiken, die den Bestand von INDUS gefährden könnten. Die wichtigste Finanzierungsquelle ist der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow). Der Bereich Treasury überwacht die Verwendung der Mittel gegenüber den Beteiligungsgesellschaften sowie die Anlage der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sorgfältig. Unter Ertrags- und Kostenoptimierung ist insbesondere das Management des Nettoumlaufvermögens (Working Capital) zu verstehen. Dadurch werden flüssige Mittel freigesetzt, die Verschuldung gering gehalten und die Kennzahlen zur Bilanzstruktur (z. B. Eigenkapitalquote) und Kapitalrentabilität optimiert. INDUS unterstützt die Gesellschaften hinsichtlich ihres jeweiligen Working-Capital-Managements. Dabei bleibt die Verantwortung vollständig bei den Unternehmen. INDUS verzichtet auf eine Beurteilung ihrer Bonität durch Ratingagenturen, da die Vorlage solcher Ratings für die Kreditgeber bisher nicht relevant ist. Zudem entfallen durch den Verzicht erhebliche Kosten und zeitlicher Aufwand. Die von den Hausbanken der INDUS vorgenommenen Beurteilungen lauten "Investment Grade". Finanzierungsanalyse 2018INDUS deckte ihren Kapitalbedarf auch 2018 aus dem operativen Cashflow und der Aufnahme von langfristigen Finanzierungsmitteln. Die wesentlichen Bestandteile waren nach wie vor lang laufende unbesicherte Kreditverträge, Schuldscheindarlehen sowie in geringerem Umfang außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente wie Operating Leasing. Diese Instrumente stehen bei INDUS in einem angemessenen Verhältnis zum Geschäftsvolumen. Insgesamt haben sich die außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente und Verpflichtungen im Jahr 2018 wenig verändert. Als außerbilanzielle Finanzierungsformen nutzen die Beteiligungen vor allem Miet- und Pachtleasing, insbesondere auch für EDV-Zubehör und Firmenfahrzeuge. Die zukünftigen Operating-Leasingverpflichtungen lagen zum 31. Dezember 2018 bei 84,0 Mio. EUR (Vorjahr: 72,0 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 358,8 Mio. EUR (Vorjahr: 346,9 Mio. EUR); überwiegend (zu 99%) sind sie in Euro abgeschlossen. Das Volumen an Krediten in Fremdwährungen ist gering und besteht aus Schweizer Franken in Höhe von 0,6 Mio. EUR (Vorjahr: 0,7 Mio. EUR) und Südafrikanischen Rand in Höhe von 0,8 Mio. EUR (Vorjahr: 0,7 Mio. EUR). Unter den Finanzschulden werden Verbindlichkeiten in Höhe von 5,3 Mio. EUR (Vorjahr: 6,7 Mio. EUR) aus Finanzierungsleasing betreffend Immobilien und Maschinen ausgewiesen, die im Wesentlichen im Rahmen des als Asset Deal erfolgten Erwerbs von HAKAMA im Jahr 2010 entstanden sind. Es bestehen Schuldscheindarlehen über insgesamt 228,3 Mio. EUR (Vorjahr: 181,2 Mio. EUR). Darüber hinaus existieren nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von 29,8 Mio. EUR (Vorjahr: 34,0 Mio. EUR). Im Rahmen von Kreditverträgen ist INDUS Verpflichtungen zur Einhaltung einer Mindest-Eigenkapitalquote in der AG eingegangen; die geforderte Quote wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich übertroffen. Die Kreditgeber besitzen ein Sonderkündigungsrecht im Falle eines Kontrollwechsels. Für zwei Schuldscheindarlehen sind bestimmte Kennzahlen definiert. FINANZLAGEKONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG, VERKÜRZT (IN MIO. EUR)scroll
OPERATIVER CASHFLOW RÜCKLÄUFIGDas Ergebnis nach Steuern 2018 sank um -11,9 Mio. EUR auf 71,2 Mio. EUR (Vorjahr: 83,1 Mio. EUR). Dabei erhöhten sich die Abschreibungen wegen der gebuchten Wertminderungen (16,1 Mio. EUR) um 21,3 Mio. EUR auf 83,7 Mio. EUR (Vorjahr: 62,4 Mio. EUR). Im Bereich des kurzfristig gebundenen operativen Vermögens war ein signifikanter Mittelabfluss durch den Aufbau der Vorräte zu verzeichnen (+69,5 Mio. EUR). Dieser war durch die Erhöhung der Verbindlichkeiten nicht zu kompensieren. In Erwartung steigender Materialpreise haben mehrere INDUS-Beteiligungen ihr Vorratsvermögen, im Wesentlichen den Bestand an Rohstoffen, erhöht. Darüber hinaus haben ein planmäßiger Aufbau der unfertigen Erzeugnisse und ein gestiegener Bestand an fertigen Erzeugnissen und Forderungen das Working Capital anwachsen lassen. Daher verminderte sich der operative Cashflow mit 96,0 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr um -49,0 Mio. EUR (Vorjahr: 145,0 Mio. EUR). Die gezahlten Zinsen (einschließlich der variablen Verzinsung der Kaufpreisverpflichtungen gegenüber Minderheitsgesellschaftern) liegen mit -21,3 Mio. EUR etwas unter dem Vorjahr mit -21,0 Mio. EUR. Darin spiegelt sich der weiterhin sinkende Zinsaufwand durch die rollierende Tilgung von langfristigen, höher verzinsten Finanzschulden und Neuaufnahme zu besseren Konditionen wider. Der Mittelzufluss aus Geschäftstätigkeit (Cashflow aus Geschäftstätigkeit) erreichte demzufolge 74,7 Mio. EUR und hat sich aufgrund des erhöhten Working Capitals (Aufbau der Vorräte um EUR 69,5 Mio. EUR) um 49,3 Mio. EUR verringert. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit (Cashflow aus Investitionstätigkeit) betrug zum Ende des Geschäftsjahrs -98,3 Mio. EUR (Vorjahr: -110,0 Mio. EUR); in dieser Position sind die Zukäufe eines Anbieters für Raumklimageräte und ELECTRONIC EQUIPMENT enthalten. Bei Eliminierung der Akquisitionen von -11,5 Mio. EUR (Vorjahr: -32,4 Mio. EUR) und der Einzahlungen aus Abgängen für sonstige Anlagen in Höhe von 5,5 Mio. EUR (Vorjahr: 3,9 Mio. EUR) liegen die Auszahlungen für Investitionen nach wie vor auf hohem Niveau von EUR -92,3 Mio. EUR und sind gegenüber dem Vorjahr um 10,8 Mio. EUR gestiegen (Vorjahr: -81,5 Mio. EUR). Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit (Cashflow aus Finanzierungstätigkeit) verringerte sich von -3,9 Mio. EUR auf -2,8 Mio. EUR. Innerhalb des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit verminderten sich die Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten um 22,0 Mio. EUR und erhöhten sich die Auszahlungen aus der Tilgung von bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten um 22,2 Mio. EUR. Innerhalb der Gesamtfinanzierung verfügte INDUS zum Jahresende 2018 über eine angemessen hohe Liquidität. Der Bestand an liquiden Mitteln zum Bilanzstichtag betrug 109,6 Mio. EUR (Vorjahr: 135,9 Mio. EUR). Die ausführliche Cashflow-Rechnung findet sich im Konzernabschluss. VERMÖGENSLAGEKONZERNBILANZ, VERKÜRZT (IN MIO. EUR)scroll
Die Bilanzsumme der INDUS-Gruppe betrug zum Stichtag 1.720,0 Mio. Euro und erhöhte sich damit gegenüber dem Vorjahresstichtag um 4,0 %. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf das erhöhte Working Capital zurückzuführen. Auf der Passivseite ist insbesondere das Eigenkapital aufgrund des Jahresergebnisses angestiegen. AKTIVA WEGEN VORRATSVERMÖGEN GESTIEGENDie langfristigen Vermögenswerte stiegen im Stichtagsvergleich nur geringfügig um 14,9 Mio. EUR bzw. 1,6 %, auf 968,5 Mio. EUR. Das Sachanlagevermögen ist durch Investitionen, insbesondere in die Erweiterung von bestehenden Produktionsflächen, um 19,0 Mio. EUR angestiegen. Gegenläufig ist die Position Geschäfts- und Firmenwerte durch Wertminderungen auf Firmenwerte um 10,0 Mio. EUR gesunken. Die kurzfristigen Vermögenwerte nahmen im Stichtagsvergleich um 51,9 Mio. EUR oder 7,4 % auf 751,5 Mio. EUR zu. Dabei stiegen insbesondere die Vorräte um 20,5 % oder 69,5 Mio. EUR wegen anhaltenden Vorratsaufbaus bei einzelnen Beteiligungen an. Die Forderungen sind demgegenüber nur leicht um 8,7 Mio. EUR (+3,9 %) angestiegen. Der Forderungsanstieg entspricht dem gestiegenen Umsatz. Die liquiden Mittel sind in Zusammenhang mit dem Vorratsaufbau um 26,3 Mio. EUR auf 109,6 Mio. EUR gesunken. PASSIVA: EIGENKAPITAL UM 36 MIO. EUR GESTEIGERTDas Eigenkapital erhöhte sich unter anderem aufgrund des Jahresergebnisses um 5,3 % auf 709,8 Mio. EUR. Der Abfluss der Dividende wurde damit durch die laufenden Ergebnisse überkompensiert. Die Eigenkapitalquote stieg im Stichtagsvergleich von 40,8 % auf 41,3 %. Damit bleibt die Eigenkapitalquote weiter über der als Zielgröße festgelegten Untergrenze von 40 %. Die langfristigen Schulden lagen mit 580,2 Mio. EUR rund 19,2 Mio. EUR oder 3,4 % leicht über dem Vorjahreswert. Der Anstieg ist auf die Erhöhung der langfristigen Finanzschulden um 26,4 Mio. EUR zurückzuführen. Dieser geht mit einem Ausbau der Geschäftstätigkeit und damit verbundenem Working-Capital-Aufbau einher. Die kurzfristigen Schulden haben sich von 418,4 Mio. EUR um 11,6 Mio. EUR auf 430,0 Mio. EUR erhöht. Die kurzfristigen Finanzschulden sind dabei um 31,2 Mio. EUR auf 126,5 Mio. EUR angestiegen. Gegenläufig entwickelten sich die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten. Sie sanken aufgrund der Ablösung von bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten und der Verringerung von Vertragsverpflichtungen (Vorjahr: Fertigungsaufträgen mit passivischem Saldo) um insgesamt 23,3 Mio. EUR. WORKING CAPITAL (IN MIO. EUR)scroll
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Vorjahr: Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo Das Working Capital ermittelt INDUS aus den Vorräten zuzüglich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der erhaltenen Anzahlungen und der Vertragsverpflichtungen (Vorjahr: Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo). Zum 31. Dezember 2018 lag das Working Capital bei 472,1 Mio. EUR. Es erhöhte sich damit relativ zum Vorjahresstichtag um 17,2 %. NETTOFINANZVERBINDLICHKEITEN (IN MIO. EUR)scroll
Die Nettoverschuldung berechnet INDUS aus der Differenz von lang- und kurzfristigen Finanzschulden zu den liquiden Mitteln. Zum 31. Dezember 2018 betrug sie 482,8 Mio. EUR, was gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahrs einem Anstieg von 21,0 % entspricht. Der Anstieg ist auf den Ausbau des Working Capitals sowie auf die Ablösung von bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten zurückzuführen. Das Verhältnis von Nettoverschuldung zum Eigenkapital (Gearing) beträgt 68 % (Vorjahr 59 %). Das Verhältnis Nettoverschuldung/EBITDA beträgt 2,2 (Vorjahr: 1,9). Damit liegt die Entschuldungsdauer innerhalb des Zielkorridors von 2 bis 2,5 Jahren. INVESTITIONEN UND ABSCHREIBUNGEN (IN MIO. EUR)scroll
Die Investitionen lagen im Berichtsjahr um -8,1 % unter dem Vorjahr und erreichten 102,4 Mio. EUR. Dabei entfielen 11,5 Mio. EUR auf Unternehmenserwerbe (-64,5%), 78,9 Mio. EUR auf Investitionen in Sachanlagen (+10,70 %) sowie 12,0 Mio. EUR auf Investitionen in immaterielles Anlagevermögen (+55,8 %). Die Investitionen in Unternehmenserwerbe sanken um 20,9 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr, da INDUS keine direkten Beteiligungen erworben hatte. Im aktuellen Jahr wurden zwei Wachstumsbeteiligungen erworben. Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte verzeichneten mit 12,0 Mio. EUR einen Anstieg um 4,3 Mio. EUR. Wesentliche Bereiche sind die Einführung von ERP-Systemen. Den Schwerpunkt der Investitionen bildeten weiterhin Investitionen in Sachanlagen. Die durch die Beteiligungsunternehmen eingesetzten Mittel sollen Wertschöpfungsprozesse verbessern und damit die Wettbewerbsposition der Unternehmen zu stärken. In den Investitionsprojekten sind verschiedenste Einzelmaßnahmen enthalten. Im Bereich der Investitionen in Grundstücke und Gebäude sind insbesondere ein neues Produktionsgebäude für HEITZ in Ungarn (1,4 Mio. EUR) und der Bau einer Lagerhalle bei WEINISCH (1,1 Mio. EUR) zu nennen. Größere einzelne Investitionen in technische Anlagen waren 2018 bei OFA die Erweiterung des automatischen Kleinteilelagers (1,9 Mio. EUR) sowie bei SELZER eine Feinschneidpresse (1,1 Mio. EUR). Die geleisteten Anzahlungen stiegen deutlich um 3,2 Mio. EUR auf 28,1 Mio. EUR an. Sie betrafen im Wesentlichen eine Fertigungshalle mit technischer Ausstattung bei der SIMON-Gruppe (10,4 Mio. EUR). Die Abschreibungen sind insbesondere aufgrund der Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte und im geringen Umfang aufgrund der Wertminderungen auf Sachanlagen (in Summe 16,1 Mio. EUR) insgesamt um -21,3 Mio. EUR auf - 83,7 Mio. EUR (Vorjahr: -62,4 Mio. EUR) angestiegen. WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG DER AGDer Jahresabschluss der INDUS Holding AG wird nach HGB aufgestellt und ist als Kurzform in den nachfolgenden Tabellen dargestellt. Der vollständige Jahresabschluss liegt separat vor. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER INDUS HOLDING AG (IN MIO. EUR)scroll
Das Ergebnis der INDUS Holding AG ist im Wesentlichen durch Erträge aus Beteiligungen und Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens bestimmt. Die Umsatzerlöse umfassten von der Gesellschaft in ihrer Aufgabe als vermögensverwaltende Holding erbrachte Dienstleistungen für die Beteiligungsgesellschaften. Diese lagen mit 5,8 Mio. EUR um 0,2 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind aufgrund höherer Erträge aus der Währungsumrechnung (+2,1 Mio. EUR) von 2,2 Mio. EUR auf 4,8 Mio. EUR angestiegen. Der Personalaufwand stieg von 6,0 Mio. EUR im Jahr 2017 auf 6,7 Mio. EUR im Berichtsjahr an. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um 3,6 Mio. EUR auf 9,1 Mio. EUR. Im Berichtsjahr sind insbesondere weniger Währungsverluste (-3,1 Mio. EUR) angefallen. Die Erträge aus Beteiligungen stiegen abermals an. Im Vorjahr betrugen diese 74,5 Mio. EUR. Im Berichtsjahr konnten von den Beteiligungen Erträge in Höhe von 77,5 Mio. EUR vereinnahmt werden. Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens stiegen um 1,7 Mio. EUR an und erreichten 51,5 Mio. EUR. Die Zinserträge lagen mit 8,5 Mio. EUR um 1,9 Mio. EUR über dem Vorjahr. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind mit 0,6 Mio. EUR auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr (0,5 Mio. EUR). Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betreffen einen Forderungsverzicht gegenüber einer Tochtergesellschaft in Höhe von 13,3 Mio. EUR sowie Abschreibungen auf Anteile an verbundene Unternehmen in Höhe von 14,4 Mio. EUR, die sich infolge einer Überprüfung der Werthaltigkeit der Beteiligungsbuchwerte ergaben. Die Abschreibungen betreffen im Wesentlichen die Bereiche Fahrzeugtechnik sowie Metalltechnik. Die Aufwendungen aus Verlustübernahme betrugen 6,7 Mio. EUR und betrafen im Wesentlichen Verluste im Bereich Metalltechnik. Die Zinsaufwendungen in Höhe von 10,7 Mio. EUR lagen um 1,2 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert. Insgesamt lag damit das Ergebnis vor Steuern bei 86,6 Mio. EUR. Die Steuern des Geschäftsjahres betrugen 12,1 Mio. EUR und lagen um 4,8 Mio. EUR über dem Vorjahr. Der Jahresüberschuss betrug 74,5 Mio. EUR und lag damit um 7,3 Mio. EUR unter dem Vorjahr. BILANZ DER INDUS HOLDING AG (IN MIO. EUR)scroll
Die Bilanz der Holding ist auf der Aktivseite geprägt durch die Buchwerte der Beteiligungen sowie lang- und kurzfristige Ausleihungen an die Beteiligungen. Die Bilanzsumme der INDUS Holding AG hat sich im Geschäftsjahr um 6,9 % erhöht und beträgt zum 31. Dezember 2018 1.551,3 Mio. EUR. Der Anstieg ergibt sich aus der zusätzlichen Finanzierung der erhöhten Geschäftsvolumen bei Tochtergesellschaften und beläuft sich auf 100,5 Mio. EUR. Das Umlaufvermögen stieg um 87,4 Mio. EUR auf 406,4 Mio. EUR an. Dies ist auf erhöhte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (+ 81,0 Mio. EUR) zurückzuführen. Die liquiden Mittel stiegen um 6,4 Mio. EUR auf 12,4 Mio. EUR. Das Eigenkapital der INDUS Holding AG konnte im Berichtszeitraum um 37,9 Mio. EUR auf 893,5 Mio. EUR gesteigert werden. Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2018 beträgt 57,6 % und liegt etwas unterhalb der Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2017 (59,0 %). Die Verbindlichkeiten sind mit 609,0 Mio. EUR zum 31. Dezember 2018 um 62,7 Mio. EUR höher als zum 31. Dezember 2017. Dies betrifft die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. INDUS beschäftigte zum 31. Dezember 2018 insgesamt 31 Mitarbeiter ohne Vorstand (Vorjahr: 30 Mitarbeiter). WEITERE RECHTLICHE ANGABENVERGÜTUNGSBERICHTVORBEMERKUNGENDer Vergütungsbericht beschreibt die Grundsätze des Vergütungssystems für die Mitglieder des Vorstands der INDUS Holding AG und erläutert die Struktur sowie die Höhe der individuellen Vorstandseinkommen. Ferner enthält der Vergütungsbericht Angaben zu den Grundsätzen und der Höhe der Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats. Der Vergütungsbericht berücksichtigt in seiner Berichterstattung die geltenden Regelungen des Handelsgesetzbuches (HGB), der deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS 17), der Gesetze über die Offenlegung und Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG, VorstOG) sowie die Grundsätze des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK). VERGÜTUNG DES VORSTANDSDas Vergütungssystem für den Vorstand wurde 2009 überprüft und auf der Hauptversammlung 2010 vorgestellt. Das Vergütungssystem besteht gesetzeskonform aus drei Elementen: Festgehalt, Short Term Incentive und Long Term Incentive. Die variablen Anteile machen zusammen mehr als 40% der Bezüge aus; Komponenten mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage und kurzfristig variable Elemente sind angemessen gewichtet. Für das Geschäftsjahr 2016 wurde erstmals eine Nachhaltigkeitskomponente eingeführt. Der Short Term Incentive bemisst sich am Ergebnis vor Steuern und Zinsen des Konzerns (Konzern-EBIT vor Wertminderung für einen Geschäfts- oder Firmenwert). Die Zielmarke wird jährlich im Rahmen der Unternehmensplanung mit dem Aufsichtsrat festgelegt. Bei einer 100 %igen Zielerreichung entspricht der Bonusfaktor ebenfalls 100 %. Liegt die Zielerreichung unter 50%, ergibt sich für den Bonusfaktor ein Wert von 0. Bei einer Zielerreichung zwischen 50 % und 125% beträgt der Bonusfaktor das Zweifache der über 50 % hinausgehenden Zielerreichung. Ab einer Zielerreichung von 125 % besteht ein Cap (maximale Obergrenze). Der Long Term Incentive besteht aus sogenannten virtuellen Aktienoptionen (SAR, Stock Appreciation Rights). Dazu wird zum Ausgabezeitpunkt ein Basispreis der Wertsteigerungsrechte festgestellt. Auf Basis des vertraglich vereinbarten Zielwertes ergibt sich die Anzahl der virtuellen Aktienoptionen. Eine Auszahlung kann nur erfolgen, wenn der Aktienkurs im Ausübungszeitraum über diesem Basispreis liegt und definierte Erfolgshürden erreicht wurden (Mindestkurssteigerung von 12 % während der Sperrfrist). Der frühestmögliche Zeitpunkt der Auszahlung wird von einer Sperrfrist (4 Jahre) abhängig gemacht; es besteht eine Obergrenze (Cap) bei Erreichen von 200% des Zielbonus. Dem Vorstand werden in jährlichen Tranchen virtuelle Aktienoptionen gewährt, deren Stückzahl durch den Optionspreis im Ausgabezeitpunkt und den vertraglich bestimmten Zielwert bestimmt wird. Die Optionen sind ab ihrer Gewährung unverfallbar. Im Geschäftsjahr 2018 wurden 61.286 SAR (Vorjahr: 42.887) ausgegeben. Zum Zeitpunkt ihrer Gewährung betrug der beizulegende Zeitwert der SAR insgesamt 385 TEUR (Vorjahr: 298 TEUR). Der ermittelte beizulegende Zeitwert der bisher insgesamt gewährten SAR betrug zum Bilanzstichtag 471 TEUR (Vorjahr: 1.978 TEUR). In dieser Höhe wurde im Jahresabschluss eine Rückstellung gebildet. Die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts vor Abzinsung ist mit 1.026 TEUR in den sonstigen betrieblichen Erträgen und mit TEUR 72 im Personalaufwand (Vorjahr: im Personalaufwand 564 TEUR) enthalten. Die Zeitwertermittlung erfolgte mit dem Optionspreismodell von Black/Scholes und einer angemessenen Volatilität für INDUS sowie einem risikolosen Zinssatz unter Berücksichtigung der Deckelung der Auszahlungsansprüche. Der Ausweis der Vergütung des Vorstands in individualisierter Form erfolgt für die Geschäftsjahre 2017 und 2018 auf Grundlage der im Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlenen einheitlichen Mustertabellen. Die Nebenleistungen beinhalten die steuerpflichtigen geldwerten Vorteile, im Wesentlichen die Gewährung von Dienstwagen. Durch Gehaltsumwandlung wurden von einem ehemaligen Vorstandsmitglied Altersversorgungsansprüche erworben; sie sind durch wertkongruente Rückdeckungsversicherungen gedeckt. Gemäß der Empfehlung in Ziff. 4.2.3 Abs. 2 des Deutschen Corporate Governance Kodex soll die Vergütung des Vorstands insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen. Die maximale Vergütung für den Vorstand kann der Tabelle "Gewährte Zuwendungen" entnommen werden. VORSTANDSBEZÜGE - GEWÄHRTE ZUWENDUNGEN (IN TEUR)scroll
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Tranche 2017: Virtuelle Aktienoptionen (1.1.2017-31.12.2022) VORSTANDSBEZÜGE - ZUFLUSS IM BERICHTSJAHR (IN TEUR)scroll
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Tranche 2013: Virtuelle Aktienoptionen (1.1.2013-31.12.2018) VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATSDie Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 16, Abs. 1 und 2 der Satzung geregelt. In der außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 29. November 2018 wurde die Satzung neu gefasst; dabei wurde erstmals auch eine feste Vergütung für die Mitgliedschaft in Ausschüssen des Aufsichtsrates (außer Vermittlungsausschuss) eingeführt. Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält außer dem Ersatz seiner Auslagen für seine Tätigkeit im jeweils abgelaufenen Geschäftsjahr eine Grundvergütung in Höhe von 30 TEUR sowie ein Sitzungsgeld von 3 TEUR pro Sitzung. Entsprechendes gilt für Telefon- oder Videokonferenzen. Der Vorsitzende erhält das Doppelte der beiden vorgenannten Beträge, der Stellvertreter das Eineinhalbfache. Jedes Mitglied eines Aufsichtsratsausschusses erhält außer dem Ersatz seiner Auslagen für seine Tätigkeit im jeweils abgelaufenen Geschäftsjahr eine Vergütung von 5 TEUR. Der Ausschussvorsitzende erhält das Doppelte des vorgenannten Betrages. Aufsichtsratsmitglieder, die nur einen Teil des Geschäftsjahrs dem Aufsichtsrat angehören, erhalten eine im Verhältnis geringere Vergütung. Entsprechend gilt dies auch für die zeitanteilige Mitgliedschaft in den Ausschüssen. Die Mitgliedschaft in Ausschüssen wurde vor dem 29. November 2018 nicht zusätzlich vergütet. Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden wie in den Vorjahren weder Kredite noch Vorschüsse gewährt, noch wurden zu ihren Gunsten Haftungsverhältnisse eingegangen. Für den Aufsichtsrat bestehen keine Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme. Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder belief sich im Geschäftsjahr 2018 insgesamt auf 454 TEUR (Vorjahr: 338 TEUR). Vergütungen für persönlich erbrachte Beratungsleistungen an Konzerngesellschaften erhielt kein Aufsichtsratsmitglied (Vorjahr: 0 TEUR). Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bzw. vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen, die von den Vorstands- und den Aufsichtsratsmitgliedern wahrgenommen werden, können den gleichnamigen Kapiteln unter "Weitere Informationen" entnommen werden. Die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Anhang des Konzernabschlusses dargestellt. Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten im Berichtsjahr folgende Vergütungen: AUFSICHTSRATSVERGÜTUNG (IN TEUR)scroll
ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABENANGABEN GEM. HGB §§ 289a ABS. 1 UND 315a ABS. 1: GRUNDKAPITAL, STIMMRECHTE UND ÜBERTRAGUNG VON AKTIENDas Grundkapital der INDUS Holding AG betrug zum 31. Dezember 2018 insgesamt 63.571.323,62 EUR. Es ist eingeteilt in 24.450.509 nennwertlose Inhaber-Stammaktien. Dabei gewährt jede Stückaktie eine Stimme. Es bestehen keine unterschiedlichen Aktiengattungen. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Die mit den Aktien verbundenen Rechte und Pflichten ergeben sich aus den gesetzlichen Vorschriften. BETEILIGUNGEN VON MEHR ALS 10 %Nach aktuellen Informationen von INDUS hält die Versicherungskammer Bayern, Versicherungskammer des öffentlichen Rechts, München, zum Stichtag 19,4 % der Aktien. SONDERRECHTE UND STIMMRECHTSKONTROLLEEs existieren keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital der INDUS Holding AG beteiligt sind und diese ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, ist dem Vorstand nicht bekannt. ERNENNUNG UND ABBERUFUNG VON VORSTANDSMITGLIEDERNDie Mitglieder des Vorstands werden nach den gesetzlichen Vorschriften, geregelt in den §§ 84, 85 AktG, bestellt und abberufen. Die Satzung enthält hierzu keine Sonderregelungen. Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder für höchstens fünf Jahre, wobei eine wiederholte Bestellung durch den Aufsichtsrat zulässig ist. Nach § 8.1. der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Der Aufsichtsrat kann nach § 8.2. der Satzung ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstands und ein weiteres Mitglied zum stellvertretenden Vorsitzenden bestellen. WESENTLICHE VEREINBARUNGEN BEI KONTROLLWECHSELFür den Fall, dass sich die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und das unternehmerische Konzept der Gesellschaft wesentlich verändern (Change of Control), sind die Vorstandsmitglieder innerhalb eines Jahres zur außerordentlichen Kündigung des Anstellungsvertrags berechtigt. Im Fall der außerordentlichen Kündigung oder bei Abberufung des Vorstands innerhalb eines Jahres nach dem Change of Control, ohne dass ein wichtiger Grund im Sinne des § 626 BGB vorliegt, zahlt die Gesellschaft dem Vorstandsmitglied eine Abfindung. Diese bemisst sich nach der Gesamtvergütung, einschließlich aller festen und variablen Vergütungsbestandteile und geldwerten Vorteile. Die Abfindung wird für den Zeitraum bis zum vorgesehenen Beendigungszeitpunkt bzw. im Fall einer Kündigung für höchstens zwei Jahre und den Fall der Abberufung für mindestens zwei Jahre gezahlt. SATZUNGSÄNDERUNGSatzungsänderungen erfolgen gemäß § 179 AktG durch Beschluss der Hauptversammlung. Grundsätzlich ist für eine Satzungsänderung die Zustimmung von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals notwendig. Der Aufsichtsrat ist gemäß § 17 der Satzung dazu ermächtigt, Änderungen der Satzung, die lediglich die Fassung betreffen, vorzunehmen sowie gemäß § 6.4. der Satzung den Wortlaut der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals zu ändern. BEFUGNISSE DES VORSTANDS ZUR AKTIENAUSGABE UND AKTIENRÜCKKAUFBEDINGTES KAPITALDie Gesamtzahl der unter Ausschluss des Bezugsrechts aufgrund einer dieser Ermächtigungen auszugebender und ausgegebenen Aktien darf 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung nicht überschreiten; dabei sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung aufgrund anderer Ermächtigungen unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder abgegeben bzw. auszugeben sind. Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu EUR 11.700.000,04, eingeteilt in 4.500.000 auf den Inhaber lautende neue Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2018). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie
GENEHMIGTES KAPITALDer Vorstand ist gemäß § 6.1. der Satzung ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 10. Juni 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von bis zu 12.225.254 neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 31.785.660,51 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2014). Den Aktionären ist bei der Kapitalerhöhung ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen: zur Vermeidung von Spitzenbeträgen; bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen neuen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten und zwar weder zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch zum Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind; bei einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere zum Zweck des Erwerbs eines Unternehmens, von Unternehmensteilen, einer Beteiligung an einem Unternehmen oder sonstigen wesentlichen Betriebsmitteln; sowie um den Inhabern von Wandlungs- oder Optionsrechten auf Aktien der Gesellschaft bzw. entsprechender Wandlungs- oder Optionspflichten zum Ausgleich von Verwässerungen ein Bezugsrecht in dem Umfang einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung dieser Rechte bzw. Erfüllung dieser Pflichten als Aktionär zustehen würde. Die Gesamtzahl der unter Ausschluss des Bezugsrechts aufgrund einer dieser Ermächtigungen auszugebender und ausgegebenen Aktien darf 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung nicht überschreiten; dabei sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung aufgrund anderer Ermächtigungen unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder abgegeben bzw. auszugeben sind. AKTIENRÜCKKAUFDes Weiteren hat die Hauptversammlung vom 3. Juni 2015 den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Gesellschaft bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Die Ermächtigung wurde mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 3. Juni 2015 wirksam und gilt bis zum 2. Juni 2020. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen sowie einmal oder mehrmals ausgeübt werden. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft entfallen. Die Gesellschaft darf die Ermächtigung nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausnutzen. Der Erwerb darf nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen:
Der Vorstand wird ermächtigt, die aufgrund der vorliegenden oder aufgrund einer früher erteilten Ermächtigung erworbenen Aktien der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, aufgrund einzelner oder mehrerer Ermächtigungen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre wie folgt zu verwenden:
Diese Ermächtigung beschränkt sich auf insgesamt höchstens 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung über diese Ermächtigung oder - falls dieser Wert geringer ist - auf 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Veräußerung der Aktien. Das Ermächtigungsvolumen verringert sich um den anteiligen Betrag am Grundkapital der Gesellschaft, der auf Aktien entfällt oder auf den sich Wandlungs- und/oder Optionsrechte bzw. -pflichten aus Schuldverschreibungen beziehen, die seit Erteilung dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss in unmittelbarer, entsprechender oder sinngemäßer Anwendung von § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert worden sind. Der Preis, zu dem Aktien gemäß dieser Ermächtigung an Dritte abgegeben werden, darf den Mittelwert der Aktienkurse (Schlussauktionspreise im "Xetra"-Handel der Deutschen Börse AG in Frankfurt am Main bzw. in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den letzten drei Tagen vor Begründung der Verpflichtung zur Veräußerung bzw. dem Tag der Börseneinführung nicht um mehr als 5 % unterschreiten;
Der Vorstand wird ferner ermächtigt, alle oder einen Teil der eigenen Aktien der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Von der Ermächtigung zur Einziehung kann mehrfach Gebrauch gemacht werden. Die eigenen Aktien können auch nach § 237 Absatz 3 Nr. 3 AktG im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des auf eine Aktie entfallenden anteiligen Betrags des Grundkapitals eingezogen werden. Der Vorstand ist in diesem Fall zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung ermächtigt. CHANCEN UND RISIKENINDUS betreibt ein professionelles Chancen- und Risikomanagement. Es unterstützt die Führung von INDUS dabei, die Unternehmensziele zu erreichen. Zentrale Aufgabe des Systems ist es, Chancen frühzeitig zu erkennen und nach angemessener Chancen-Risiko-Abwägung nutzen zu können. Gleichzeitig soll es sicherstellen, dass das Unternehmen bei Eintritt ungeplanter Ereignisse angemessen und sicher reagieren kann. CHANCENMANAGEMENTIDENTIFIZIERUNG VON POTENZIALEN IM STRATEGISCHEN DIALOG UND MARKTBEOBACHTUNGINDUS fördert und unterstützt die unternehmerischen Potenziale in der Gruppe. Dazu nutzt der Vorstand unter anderem das Instrument des "Strategischen Dialogs" mit den Geschäftsführungen. Im Rahmen der Begleitung der Beteiligungen erörtert der Vorstand mindestens einmal pro Jahr gemeinsam mit den jeweiligen Geschäftsführungen die Markt- und Techniktrends. Dabei diskutieren die Beteiligten "auf Augenhöhe" insbesondere über die Chancen, die sich für die jeweilige Beteiligung daraus ergeben. Auch beteiligungsunabhängig setzt sich der Vorstand laufend mit den Möglichkeiten der strategischen Weiterentwicklung der Gruppe auseinander. Dazu beschäftigt er sich im Besonderen mit den globalen Wachstumstreibern wie Digitalisierung, Mobilität, Infrastruktur, Gesundheit und Sicherheit. Der Vorstand geht davon aus, dass sich auf diesen Feldern für die Gruppenunternehmen besondere Entwicklungschancen und für die Holding attraktive Zukaufchancen ergeben werden. AUSWERTUNG DER REGELMÄSSIGEN INFORMATIONSFLÜSSEUnabhängig vom strategischen Austausch des Vorstands mit den Geschäftsführungen erfassen alle Unternehmen in ihrer operativen Planung und im monatlichen Informationsaustausch Chancen und Risiken, um die aktuelle Ergebnis- und Liquiditätssituation der einzelnen Geschäfte noch besser einschätzen und beurteilen zu können. Daraus erwachsen den Gesellschaften im gegebenen Fall auch kurzfristig ergriffene Maßnahmen, mit denen die Chancen erschlossen werden. SUCHE NACH STRATEGISCHEN ERGÄNZUNGENDie Holding unterstützt die Beteiligungen bei der Erschließung der Chancen durch Beratung und das Bereitstellen von Finanzmitteln, zum Beispiel für strategische Ergänzungen auf Gesellschaftsebene (Enkelgesellschaften). Die Chancen aus den potenziellen Zukäufen werden durch die jeweils verantwortliche Geschäftsführung im Dialog mit den Vorstandsmitgliedern beurteilt. Auf operativer Ebene werden die Chancen von den Geschäftsführern vor Ort analysiert und erschlossen. Grundlage hierfür sind Analysen der relevanten Märkte und Wettbewerber sowie unterschiedliche Entwicklungsszenarien zu entscheidenden Kostentreibern und Erfolgsfaktoren. SYSTEMATISCHES INNOVATIONSMANAGEMENT IN DEN BETEILIGUNGENChancen ergeben sich für die Gruppenunternehmen insbesondere durch die regelmäßige Entwicklung neuer Produkte. Innovationen helfen den Unternehmen, ihre Marktstellung in ihren Nischenmärkten zu behaupten und auszubauen. Die Beteiligungen analysieren im Dialog mit ihren Kunden und Lieferanten, welche neuen Einsatzmöglichkeiten sich kurz-, mittel- und langfristig für ihre Technologien eröffnen. Wichtiger Ansatzpunkt für die Weiterentwicklung ihres Geschäfts sind dabei die Produktinnovationen der Kunden selbst. Häufig erfordern neue Produkte auch innovative Produktionsprozesse, bei denen die Beteiligungen ihr Wissen einbringen können. FÖRDERUNG DES CHANCENMANAGEMENTS AUS DER HOLDING HERAUSINDUS unterstützt und berät das Chancenmanagement der Beteiligungsunternehmen und bietet Lösungsmöglichkeiten an, auf die die Beteiligungsgesellschaften individuell zugreifen können. Eine detaillierte Darstellung dieser Fördermaßnahmen findet sich im Kapitel Entwicklung und Innovation. ERLÄUTERUNG DER CHANCENSTRATEGISCHE CHANCEN FÜR DIE GRUPPEDie Geschäftspolitik von INDUS ist darauf ausgerichtet, den Wert des Portfolios zu steigern. Die wesentlichen strategischen Chancen ergeben sich daher aus dem Erwerb, dem Halten und der Finanzierung von Entwicklungsmöglichkeiten der Beteiligungen. Damit kommt den M&A-Aktivitäten von INDUS eine zentrale Bedeutung zu. Um Akquisitionschancen systematisch zu nutzen, hat INDUS Zielmärkte definiert, in denen durch aktive Suche potenzielle neue Beteiligungen gefunden werden sollen. Das Investitionsteam der INDUS Holding AG identifiziert dazu permanent potenzielle Zielunternehmen und analysiert sie sorgfältig. Zusätzlich zu ihren fünf Segmentmärkten untersucht INDUS verstärkt die Bereiche Technik für Infrastruktur und Logistik, Energie- und Umwelttechnik, Automatisierungs-, Mess- und Regeltechnik sowie den Bereich Sicherheitstechnik, um weitere interessante Akquisitionsmöglichkeiten zu finden. Zur Wahrnehmung dieser Chancen setzt INDUS sowohl auf einen kontinuierlichen Ausbau ihres Netzwerks als auch verstärkt auf externe Branchenexperten, da der Markt für mittelständische Unternehmen in der Umsatzgrößenklasse <100 Mio. EUR Jahresumsatz sehr diversifiziert ist; diese Berater arbeiten exklusiv für INDUS und identifizieren passende Portfolioergänzungen nach einem klaren Anforderungsprofil. INDUS sieht sich aufgrund ihrer Positionierung als langjährige Käuferin von mittelständischen Hidden Champions in einer besonderen Marktposition. Da INDUS Unternehmen erwirbt, um sie langfristig zu erhalten und in ihrer unternehmerischen Weiterentwicklung zu unterstützen, und nicht, um sie zu veräußern, verfügt die Gesellschaft über einen ausgezeichneten Ruf in der mittelständischen Industrie. Potenzielle Verkäufer wenden sich deshalb teilweise exklusiv an INDUS, um ihr Unternehmen in eine zukunftsfeste Nachfolge zu überführen. Aufgrund der langjährig gewachsenen Erfolgsgeschichte, des stetigen Geschäftsverlaufs und der soliden Finanzierungspolitik verfügt INDUS jederzeit bankenunabhängig über die erforderlichen Finanzierungsmittel zum Kauf neuer Unternehmen. Dies zusammen mit einem bewährten und zügigen Akquisitionsablauf versetzt die Gruppe in die Lage, sich im Akquisitionsmarkt bietende Chancen effektiv zu nutzen und Verkaufsverhandlungen ohne die Beteiligung Dritter in wenigen Wochen abzuschließen. OPERATIVE CHANCEN DER BETEILIGUNGSUNTERNEHMENDie Unternehmen im INDUS-Portfolio profitieren in erster Linie von einer positiven Entwicklung der Gesamtkonjunktur in der produzierenden Industrie. Wesentliche Wachstumsimpulse dürften, trotz politischer Unsicherheiten, aktueller Schwächen in Teilen Asiens und einigen Schwellenländern, künftig hauptsächlich China, die USA und die Schwellenländer liefern. Die globale Präsenz der Unternehmen im INDUS-Portfolio bzw. deren Verstärkung tragen zur Nutzung dieser Chancen in den relevanten Märkten bei. Dabei gehen die Unternehmen teilweise bei der Erschließung neuer regionaler Märkte auch gemeinsam vor. Die Hidden Champions in der INDUS-Gruppe verfügen über eine hohe Entwicklungskompetenz. Die Zukunftsthemen Umweltschutz und Energieeffizienz sind in allen industriellen Branchen relevant. Energiepreise und Umweltstandards werden langfristig weiter steigen. Daher erwartet INDUS verstärkte Investitionen in nachhaltige und energiesparende Produktionsprozesse. Hier sieht INDUS derzeit insbesondere für die Unternehmen aus den Segmenten Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau und Metalltechnik nutzbare Chancen. Das Segment Bau/Infrastruktur wird sowohl kurz- als auch mittelfristig von der starken inländischen Baunachfrage profitieren, ausgelöst durch Inflationsängste, die vermehrte Investitionsneigung in Immobilieneigentum und verstärkter öffentlicher Investitionen in Infrastruktur. Für den Bereich Medizin- und Gesundheitstechnik sieht INDUS mittel- und langfristig kontinuierlich gute Wachstumschancen aufgrund der demografischen Entwicklung und des anhaltend hohen Bedarfs an Medizin- und Gesundheitstechnik und deren Anwendungen. Aufgrund der geopolitischen Entwicklung sowie den Folgen der zunehmenden Mobilität und des weltweiten Austausches von Gütern und Informationen entsteht ein wachsender Bedarf an Lösungen im Bereich Sicherheitstechnik. RISIKOMANAGEMENTSTRUKTUR UND INSTRUMENTEDie INDUS Holding AG und ihre Beteiligungsgesellschaften sind im Rahmen ihrer internationalen Aktivitäten einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Der Eintritt von Risiken könnte nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Die INDUS Holding AG hat daher in Übereinstimmung mit branchenüblichen Standards und gesetzlichen Bestimmungen ein Risikomanagementsystem eingerichtet, um potenzielle Risiken zu erkennen und über alle Funktionen hinweg beobachten und beurteilen zu können. Dieses Risikomanagementsystem setzt auf die individuellen und eigenständigen Risikomanagementsysteme der Beteiligungen in enger Abstimmung mit dem Gesellschafter INDUS auf. Das Risikomanagementsystem ist als integraler Bestandteil der Geschäfts-, Planungs-, Rechnungslegungs- und Kontrollprozesse in das Informations- und Kommunikationssystem der INDUS Holding AG eingebunden. Die Verantwortung für die Gestaltung des Risikomanagementsystems liegt beim Vorstand, der ein aktives Management der Risiken sicherstellt. Das Risikomanagementsystem der INDUS Holding AG ist im Risikomanagement-Handbuch der Gesellschaft dokumentiert. Ziel des Risikomanagementsystems ist es, Risiken systematisch zu identifizieren, zu inventarisieren, zu analysieren, zu bewerten, zu steuern und zu überwachen. Der Vorstand überprüft und überarbeitet dazu im regelmäßigen Turnus sowie anlassbezogen das Risikokataster der Gesellschaft. Auf dieser Basis werden die erforderlichen Maßnahmen zur Risikosteuerung definiert, dokumentiert und deren Wirksamkeit ebenfalls mit dem Risikokataster überwacht. Der Aufsichtsrat wird regelmäßig über die Risikolage der Gesellschaft informiert. Die Struktur und die Funktionsweise des Risikomanagementsystems werden in regelmäßigen Abständen sowie anlassbezogen vom Vorstand überprüft. Die Ergebnisse dieser Prüfung ebenso wie die Anmerkungen des Abschlussprüfers im Rahmen der Jahresabschlussprüfung fließen dann in die systematische Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems ein. Die unterjährige Überwachung der Risikolage, die Überprüfung der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems sowie eingeleitete Maßnahmen zu seiner Verbesserung werden einmal jährlich im Risikomanagement-Jahresbericht der Gesellschaft dokumentiert. INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM(BERICHT GEMÄSS §§ 289 ABS. 4, 315 ABS. 4 HGB)Umfang und Ausgestaltung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems (IKS) der INDUS Holding AG liegen im Ermessen und in der Verantwortung des Vorstands. Der Aufsichtsrat überwacht den Rechnungslegungsprozess und die Wirksamkeit des IKS. Die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des IKS bei den Beteiligungsgesellschaften wird zudem durch die Abschlussprüfer der Konzerngesellschaften geprüft. Für die INDUS Holding AG selbst obliegt die Prüfung der Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des IKS direkt dem Vorstand. Das IKS beinhaltet die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sicherzustellen, und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Das IKS ist so gestaltet, dass der Konzernabschluss der INDUS Holding AG nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach § 315e Abs. 1 HGB ergänzend zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt wird. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt nach den handelsrechtlichen Vorschriften des HGB. Die Struktur des IKS bietet eine möglichst hohe Sicherheit. Unabhängig von seiner Ausgestaltung kann das IKS dennoch keine absolute Sicherheit dahingehend liefern, dass Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden. Die Prozesse zur Konzernrechnungslegung (im Folgenden verkürzt "Rechnungslegung") und Lageberichterstellung werden von den zuständigen Mitarbeitern im Konzernrechnungswesen und im Controlling der INDUS Holding AG gesteuert. Änderungen der Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden hinsichtlich ihrer Relevanz und Auswirkungen für die Rechnungslegung geprüft. Die sich daraus ergebenden Änderungen der Rechnungslegungsprozesse werden in zentral verfügbaren Verfahrensanweisungen und in den bei der Rechnungslegung verwendeten Systemen abgebildet. Die jeweils aktuelle Konzernbilanzierungsrichtlinie wird an alle mit der Rechnungslegung befassten Mitarbeiter der INDUS Holding AG und der Beteiligungsgesellschaften kommuniziert. Zusammen mit dem konzernweit gültigen Abschlusskalender bilden diese Elemente die Basis für den Abschlusserstellungsprozess. Die Beteiligungsgesellschaften erstellen ihre Abschlüsse für Konsolidierungszwecke ("Reporting Packages") gemäß den Vorgaben der Konzernbilanzierungsrichtlinie. Die Reporting- und Konsolidierungsprozesse erfolgen für alle Beteiligungsgesellschaften über ein einheitliches IT-System, das zentral von der INDUS Holding AG zur Verfügung gestellt wird. Verfahrensanweisungen und standardisierte Meldeformate unterstützen dabei den Prozess der einheitlichen und ordnungsgemäßen Konzernrechnungslegung. Teilweise werden zusätzlich externe Dienstleister, z.B. für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen, beauftragt. Zur Vermeidung von Risiken im Rechnungslegungsprozess umfasst das IKS präventive und aufdeckende interne Kontrollen. Dazu gehören insbesondere IT-gestützte und manuelle Abstimmungen, die Funktionstrennung und das Vier-Augen-Prinzip. Diese Kontrollen und Instrumente werden fortlaufend weiterentwickelt, um auch künftige Risiken ausschließen zu können, wenn Schwachstellen identifiziert wurden. Das Controlling und das Konzernrechnungswesen der INDUS Holding AG stellt über entsprechende Prozesse sicher, dass die Vorgaben der Konzern-Bilanzierungsrichtlinie eingehalten werden. Die in den Rechnungslegungsprozess einbezogenen Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. Im gesamten Rechnungslegungsprozess werden die Beteiligungsgesellschaften durch zentrale Ansprechpartner unterstützt. Der Vorstand der INDUS Holding AG und die Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaften sind dafür verantwortlich, dass die gültigen Richtlinien und Verfahren zum Rechnungslegungsprozess eingehalten werden. Weiterhin stellen sie den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme sicher. ERLÄUTERUNG DER EINZELRISIKENDie Beteiligungsgesellschaften und die INDUS Holding AG identifizieren und bewerten Risiken zunächst im Rahmen eines Bottom-up Ansatzes dezentral. Dieser Prozess wird durch den Risikobeauftragten der INDUS Holding AG unterstützt. Die Risiken werden anhand der möglichen Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Die Eintrittswahrscheinlichkeit bezieht sich auf den Prognosezeitraum. Die Gesamtbeurteilung der Risikolage des Konzerns umfasst die Aggregation der Einzelrisiken je Risikokategorie. Zur Darstellung der möglichen Auswirkung aus Konzernsicht wurde auf die Summe der Erwartungswerte der Bruttorisiken, d.h. zunächst ohne Berücksichtigung implementierter risikominimierender Maßnahmen, abgestellt. scroll
UMFELD- UND BRANCHENRISIKENDie Geschäftstätigkeit der Beteiligungen bedingt vom Grundsatz her einen engen Zusammenhang zwischen der Geschäftsentwicklung und der Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds. Neben den konjunkturellen Risiken stellen Erhöhungen der Energie- und Rohstoffpreise Risiken für die Entwicklung der einzelnen Gesellschaften und der Gruppe dar. Mit einem ausgewogenen Beteiligungsportfolio, bestehend aus fünf Segmenten, vermeidet INDUS eine überproportionale Abhängigkeit von einzelnen Branchen. Durch eine hohe Spezialisierung und eine starke Position innerhalb einer attraktiven Marktnische werden sowohl das Branchenrisiko als auch das allgemeine konjunkturelle Risiko für die Beteiligungsunternehmen gemindert. Ein grundsätzliches konjunkturelles und branchenspezifisches Risiko ist von Natur aus nicht zu vermeiden. INDUS konzentriert sich auf den Erwerb von mittelständischen Produktionsunternehmen in Deutschland und im deutschsprachigen Ausland. Derzeit werden 51,4 % der Gesamtumsätze im Inland erzielt (Vorjahr: 50 %). Somit ist die Entwicklung des Konzerns noch stark durch die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland beeinflusst. Eine regionale Diversifikation des operativen Geschäfts streut das Geschäftsrisiko für INDUS. Im Zuge der weiteren Internationalisierung wird die Fokussierung auf das Inland sukzessive abnehmen. UNTERNEHMENSSTRATEGISCHE RISIKENUnternehmensstrategische Risiken bestehen hauptsächlich in der Fehleinschätzung der künftigen Markt- bzw. Geschäftsentwicklung der akquirierten Beteiligungsgesellschaften. Der langfristige Erfolg von INDUS hängt im Wesentlichen von der sorgfältigen Analyse potenzieller neuer Portfoliounternehmen und der Entwicklung des Beteiligungsportfolios ab. Um Risiken auf dem Feld "unternehmensstrategische Risiken" zu minimieren, setzt die Führungsgesellschaft auf ei ne umfangreiche Marktanalyse der jeweiligen Branche sowie eigene Analysen. Diese eigenen Analysen werden zudem einer externen, unabhängigen Begutachtung unterzogen. Die Entscheidung für eine Neuakquisition wird nach intensiver Prüfung und durch einstimmigen Beschluss des Vorstands getroffen. Den möglichen Risiken aus Fehleinschätzungen in der strategischen Positionierung der Beteiligungsunternehmen begegnet INDUS durch eigene intensive Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen und regelmäßige Informationsgespräche mit den Geschäftsführern der Beteiligungsgesellschaften. Sämtliche Beteiligungsunternehmen stellen monatlich Daten über ihre aktuelle Geschäftsentwicklung und die individuelle Risikolage zur Verfügung. Ihre kurz- und mittelfristigen Planungen werden auf Ebene der Führungsgesellschaft aggregiert. Dies gewährleistet, dass INDUS als Eigentümerin stets einen umfassenden Überblick über die Risikolage des einzelnen Unternehmens und des Konzerns hat. LEISTUNGSWIRTSCHAFTLICHE RISIKENNeben den unternehmensstrategischen Risiken bestehen für INDUS und die Beteiligungsunternehmen leistungswirtschaftliche Risiken. Dazu zählen insbesondere Beschaffungsrisiken, Produktionsrisiken und Absatzrisiken. Die Beteiligungsunternehmen benötigen für die Herstellung ihrer Produkte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die von unterschiedlichen Lieferanten bezogen werden. Aufgrund der breiten Diversifikation innerhalb des Gesamtportfolios von INDUS sind Beschaffungsrisiken im Hinblick auf die Auswirkungen auf den Konzern als Ganzes von untergeordneter Bedeutung. Grundsätzlich sind die Unternehmen bestrebt, die Lieferung von wichtigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen durch langfristige Kontrakte abzusichern. Die Einkaufspreise für Rohstoffe und Energieträger können stark schwanken. Abhängig von der jeweiligen Marktsituation ist es den Beteiligungsgesellschaften daher nicht immer möglich, die daraus entstehenden Belastungen an die Kunden zeitnah und vollumfänglich weiterzugeben. Die operativ Verantwortlichen stehen im kontinuierlichen Kontakt mit Lieferanten und Kunden. So können sie frühzeitig auf eventuell auftretende Preis- und Mengenrisiken reagieren. Zusätzlich begrenzen die Beteiligungsunternehmen, wo notwendig, mit dem Abschluss von Rohstoffsicherungen das Risiko. Produktions- und Absatzrisiken sind aufgrund der breiten Diversifikation innerhalb des Gesamtportfolios von INDUS im Hinblick auf die Auswirkungen auf den Konzern von untergeordneter Bedeutung. INDUS analysiert dazu regelmäßig die Kundenstruktur in der Gruppe; es existieren weder einzelne Produkt- oder Dienstleistungsgruppen noch einzelne Kunden, die einen Anteil von mehr als 10 % am Umsatz erreichen. Auch aufgrund von Tarifabschlüssen ergeben sich weitere leistungswirtschaftliche Risiken, da die Belastungen oft nicht vollumfänglich an die Kunden weitergegeben werden können, sondern durch Produktivitätserhöhungen kompensiert werden müssen. PERSONALRISIKENDer langfristige Erfolg von INDUS hängt maßgeblich vom Wissen und von der Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter ab. Mögliche Risiken ergeben sich im Wesentlichen bei der Personalbeschaffung und Personalentwicklung sowie durch die Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen. INDUS begrenzt diese Risiken durch zielgerichtete Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie eine leistungsgerechte Vergütung. Die Mitarbeiter schätzen die positive Unternehmenskultur. Ausdruck dieser Wertschätzung ist eine geringe Fluktuation. Die Gesamtheit aller Maßnahmen macht die Gesellschaft zu einem attraktiven Arbeitgeber, so dass den Risiken aus Fluktuation, demografischer Entwicklung und Kompetenzverlust aktiv begegnet wird. Die Unternehmen der INDUS-Gruppe betreiben ihre Personalarbeit eigenständig; sie sind in vielen Branchen und Regionen angesiedelt, sodass die Risiken der Personalbeschaffung und Personalentwicklung breit gestreut sind. Im Rahmen ihrer Berichte an INDUS erfassen sie monatlich ihre personellen Kapazitäten und planen Reserven, um Flexibilität in den Produktions- und Personalkosten nutzen zu können. Qualifizierte Beschäftigte sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die jeweilige Beteiligung. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und der aktuellen sehr guten Beschäftigungslage ist das Risiko des Fachkräftemangels angestiegen. Die Beteiligungen begegnen diesem Risiko durch Anstrengungen im Bereich Aus- und Weiterbildung sowie Maßnahmen zum "Employer-Branding". INFORMATIONSTECHNISCHE RISIKENGrundlage einer modernen Arbeitsumgebung ist eine sichere und effektive informationstechnische Infrastruktur. Die wachsende Vernetzung der Informationssysteme und die Notwendigkeit der permanenten Verfügbarkeit stellen hohe Anforderungen an die eingesetzte Informationstechnologie. Möglichen Risiken aus dem Ausfall von Rechnersystemen und Netzwerken, unberechtigten Datenzugriffen oder Datenmissbrauch begegnet die Gesellschaft mit regelmäßigen Investitionen in Hard- und Software, dem Einsatz von Virenscannern und Firewall-Systemen sowie effektiven Zugangs- und Zugriffskontrollen. Eine permanente Kontrolle dieser Maßnahmen erfolgt durch interne und externe Experten. Die Unternehmen der Gruppe sind in zunehmendem Maße von der Funktionalität und Stabilität der verschiedenen individuellen IT-Systeme abhängig. Störungen oder Ausfälle würden unmittelbar zu finanziellen Belastungen führen. Weitere Risiken bestehen im Verlust von Daten bzw. Know-how und Datenmanipulationen. Die Unternehmen der Gruppe setzen je nach individueller Risikolage verschiedene Instrumente zur Risikosteuerung ein. Dies reicht von Notfall- und Datensicherungsprozessen, Einsatz moderner Antiviren und Firewall Soft- und Hardware, bis hin zu Zugriffs- und Zutrittskontrollen und weitere präventive Schutzmaßnahmen wie Sensibilisierung der Mitarbeiter und Schulungen. Maßnahmen zur Prävention, Aufdeckung und Behandlung von Cyber-Angriffen bleiben hoch relevant. FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKENZu den finanzwirtschaftlichen Risiken zählen vor allem das Liquiditätsrisiko, das Zinsrisiko und das Währungsrisiko sowie das Ausfallrisiko. Grundsätzlich finanzieren sich die einzelnen Beteiligungsgesellschaften selbst aus ihren operativen Ergebnissen. Je nach Liquiditätssituation unterstützt INDUS die Beteiligungsgesellschaften bei der Finanzierung und stellt bei Bedarf Finanzmittel zur Verfügung. Um die jederzeitige Handlungsfähigkeit der Führungsgesellschaft sowie eine ausreichende Finanzierung der Beteiligungsgesellschaften sicherzustellen, verfügt die Führungsgesellschaft über entsprechende Liquiditätsreserven. Eine breit diversifizierte Finanzierungsstruktur, verteilt auf acht (Vorjahr: neun) Kernbanken, verhindert eine Abhängigkeit von einzelnen Kreditgebern, sodass aus heutiger Sicht bankenseitige Ausfallrisiken begrenzt sind. Das größte Einzelobligo liegt bei rund 10 %. Die Finanzierung des langfristig ausgerichteten Beteiligungsportfolios erfolgt durch eine revolvierende, langfristige Mittelaufnahme der Führungsgesellschaft. Kreditbesicherungen bestehen vereinzelt auf Tochterebene. Die vereinbarten Covenants stellen aus heutiger Sicht kein wirtschaftliches Risiko dar. Bei der Finanzierung setzt INDUS auf einen Mix aus festverzinslicher und variabler Finanzierung; letztere ist durch Zinsswaps gesichert. Eine Veränderung des Zinsniveaus hätte durch die vollständig abgesicherten Zinsänderungsrisiken während der Laufzeit keine Auswirkungen auf die Ertragslage. Das Nominalvolumen der Zinsabsicherungen betrug zum 31. Dezember 2018 insgesamt 270,1 Mio. EUR (Vorjahr: 290,5 Mio. EUR). Das debitorenseitige Ausfallrisiko ist durch das diversifizierte Portfolio und die Eigenständigkeit der Beteiligungsunternehmen, die ihre Aktivitäten auf verschiedene Märkte und mit unterschiedlichen Produkten konzentrieren, deutlich begrenzt. Zudem unterhalten die Beteiligungen selbst wirksame Systeme zur Überwachung der Debitorenrisiken, schließen nach eigenem Ermessen Warenkreditversicherungen ab und berichten der Führungsgesellschaft monatlich über etwaige Risiken. Aufgrund der internationalen Aktivitäten der Beteiligungsgesellschaften bestehen Währungsrisiken. Diesen begegnet INDUS mit der Absicherung der Geschäftsvorfälle durch Devisentermingeschäfte und geeignete Optionsgeschäfte. Das Nominalvolumen der Währungsabsicherungen betrug zum 31. Dezember 2018 insgesamt 12,4 Mio. EUR (Vorjahr: 13,4 Mio. EUR); es lag im Wesentlichen bei den Beteiligungen. Weitere Erläuterungen zur Finanzierung finden sich im Konzernanhang unter den Informationen zur Bedeutung von Finanzinstrumenten. RECHTLICHE RISIKENDie INDUS Holding AG und ihre Beteiligungsunternehmen sind einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Diese Risiken ergeben sich insbesondere in den Bereichen Wettbewerbs- und Kartellrecht, Außenwirtschafts- und Zollrecht sowie Steuerrecht. Aus dem operativen Geschäft der einzelnen Beteiligungsgesellschaften resultieren darüber hinaus Risiken aus Gewährleistungs- und Produkthaftungsansprüchen aufgrund von Kundenreklamationen. Ein effizientes Vertrags- und Qualitätsmanagement minimiert dieses Risiko zwar, kann aber keinen grundsätzlichen Ausschluss garantieren. Vonseiten der Führungsgesellschaft werden die Unternehmen im Segment Fahrzeugtechnik durch ein entsprechendes Beratungsangebot zum Vertragsmanagement unterstützt. Zur ausreichenden Risikovorsorge wurden 2018 Rückstellungen in Höhe von 75,3 Mio. EUR bilanziert (Vorjahr: 74,8 Mio. EUR). In den Rückstellungen sind Gewährleistungen für Verpflichtungen aus Absatz und Beschaffung, Verpflichtungen für Kundenboni und Erlösschmälerungen, geschätzte Werte für erwartete Rechnungen sowie Rückstellungen für Kosten der Belegschaft und übrige Rückstellungen enthalten. Rechtliche Risiken können sich aus Ansprüchen und Klagen gegen Beteiligungsunternehmen sowie behördlichen Verfahren ergeben. Geltend gemachte Ansprüche Dritter prüfen INDUS bzw. die Beteiligung eigenständig und sorgfältig auf ihre Begründetheit. Gerichtliche und außergerichtliche Rechtsstreitigkeiten werden bei Bedarf von externen Anwälten begleitet. Die in diesem Bereich identifizierten Einzelrisiken sind gering oder mittel ausgeprägt. INDUS bildet Rückstellungen, sofern Zahlungsverpflichtungen als wahrscheinlich angesehen werden und die jeweilige Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. NACHHALTIGKEITSRISIKEN UND SONSTIGE RISIKENIm Rahmen des nichtfinanziellen Berichts der INDUS-Gruppe berichtet INDUS über Risiken, die mit der Geschäftstätigkeit, den Geschäftsbeziehungen, den Produkten und Dienstleistungen des Konzerns verknüpft sind und sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf die berichtspflichtigen Aspekte (Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte, Bekämpfung von Korruption und Bestechung) haben werden. Im Geschäftsjahr sind keine berichtspflichtigen Einzelrisiken im Zusammenhang mit Nachhaltigkeitsaspekten identifiziert worden. Der Konzern hat aufgrund seiner Unternehmensstrategie, die Diversifikation durch einen kontinuierlichen Ausbau des Beteiligungsportfolios voranzutreiben, Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 418,6 Mio. EUR bilanziert (Vorjahr: 428,6 Mio. EUR). Diese müssen gemäß IAS 36 mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen werden. Liegt der erzielbare Betrag unterhalb des Buchwertes werden die entsprechenden Geschäfts- und Firmenwerte wertgemindert. Im Berichtsjahr wurden Wertminderungen im Wesentlichen auf Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von insgesamt 16,1 Mio. EUR vorgenommen (Vorjahr: 0 Mio. EUR). GESAMTEINSCHÄTZUNG DES VORSTANDSKEINE BESTANDSGEFÄHRDENDEN RISIKEN ERKENNBAR, CHANCE AUF ORGANISCHES WACHSTUM PLUS WACHSTUM DURCH AKQUISITIONEN FÜR 2019Im Geschäftsjahr 2018 konnte INDUS zwei strategische Ergänzungen auf Enkeltochterebene sowie die Übernahme von Aktivitäten eines Handelsunternehmens vermelden und damit einen wesentlichen Schwerpunkt ihrer langfristig ausgerichteten Unternehmensstrategie - das Wachsen durch Akquisitionen - fortsetzen. Für 2019 strebt INDUS weiteres Wachstum durch Zukäufe an; Schwerpunkt sollen die Mess- und Regeltechnik sowie die Bereiche Automatisierung, Energie und Umwelttechnik sowie Gesundheit und Sicherheitstechnik bilden. Der Vorstand sieht in möglichen Zukäufen sowohl auf Portfolioebene als auch auf Ebene der Beteiligungsunternehmen (Enkelgesellschaften) gute Wachstumschancen für 2019. Durch geplante Investitionen (in Sachanlagen als auch Unternehmenskäufe) von insgesamt rund 140 Mio. EUR sollen die Chancen im Portfolio genutzt werden. Durch die stärkere Förderung des Innovationsmanagements in den Beteiligungen werden die Chancen durch Produktinnovationen deutlich erhöht. Risiken für die Entwicklung in 2019 ergeben sich insbesondere aus der konjunkturellen Entwicklung, geprägt durch die großen geopolitischen Konflikte und die instabile Lage in vielen Ländern. Auch die Entwicklung in Europa ist durch zahlreiche Unsicherheiten, insbesondere den anstehenden Brexit, gekennzeichnet. Nach Einschätzung des Vorstandes haben sich die Risiken für INDUS im Geschäftsjahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Die Gesamtrisikosituation der INDUS setzt sich aus den aggregierten Einzelrisiken aller Risikokategorien zusammen. Aufgrund des diversifizierten und breit aufgestellten Portfolios findet teilweise ein Risikoausgleich innerhalb der Gruppe statt. Der Vorstand hat die Gesamtrisikolage beurteilt und im Rahmen der Erläuterungen zu den Einzelrisiken dargestellt. Für den Konzern waren im abgelaufenen Geschäftsjahr aus Sicht des Vorstands keine Risiken erkennbar, die einzeln oder in Kombination mit anderen Risiken einen wesentlichen Einfluss auf den Fortbestand des Unternehmens haben könnten. Diese drohen aus heutiger Sicht auch in absehbarer Zukunft nicht. PROGNOSEBERICHTDer konjunkturelle Ausblick ist trotz reduzierter Wachstumsphantasie insgesamt positiv. So bietet das Marktumfeld den INDUS-Beteiligungen die Chance, ihre Marktstellung durch mehr Innovation und Technologiestärke weiter auszubauen. Die makro- und geopolitische Lage birgt aber weiter Risiken. Deshalb stehen die nachfolgenden Erwartungen zur Entwicklung des Konzerns unter der Annahme, dass sich die allgemeinen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht wesentlich ändern. Grundsätzlich aber wird die INDUS-Gruppe ihren in den vergangenen Jahren beschrittenen Wachstumsweg erfolgreich fortsetzen. ERWARTETE ENTWICKLUNG DER RAHMENBEDINGUNGENWELTWIRTSCHAFT: EXPANSIONSDYNAMIK NIMMT AB2019 wird sich die Konjunktur mit reduzierter Dynamik weiterentwickeln. Das Institut für Weltwirtschaft IfW geht in seiner Prognose zum Jahreswechsel davon aus, dass sich das Wachstum 2019 um 0,3 Prozentpunkte auf 3,4 % abschwächt. Zu den Gründen zählt, dass die Kapazitätsauslastung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften kaum noch zunehmen wird. Zudem wird die Produktion in den Schwellenländern angesichts häufig ungünstiger Rahmenbedingungen und eines schwierigen finanziellen Umfelds nur mit moderatem Tempo expandieren. Ferner dürfte das verschlechterte handelspolitische Umfeld dämpfend auf die Konjunktur wirken.26 Der Aufschwung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird angesichts einer langsamen Straffung der expansiven Geldpolitik, nachlassender Anregungen vonseiten der Finanzpolitik und einer nur mäßig steigenden Nachfrage aus den Entwicklungs- und Schwellenländern an Fahrt verlieren: Der Zuwachs wird nach 2,4 % im vergangenen Jahr im laufenden Jahr voraussichtlich bei 2,1 % liegen.27 Die Wachstumsrate Chinas wird auf hohem Niveau ein weiteres Mal zurückgehen. Auch in den übrigen Schwellenländern wird sich die Expansion aufgrund der schlechteren finanziellen Rahmenbedingungen abschwächen, wobei sie aber grundsätzlich kräftig bleibt. Indien wird seine hohe Wachstumsrate leicht abgeschwächt fortsetzen. Nach dem von politischer Unsicherheit geprägten Wahljahr in Brasilien und Mexiko wird das Wachstum in den beiden großen lateinamerikanischen Ländern im laufenden Jahr wieder anziehen. Angesichts der aktuellen politischen Situation schwierig bleibt die Lage in Venezuela. Die Konjunktur in der Türkei ebbt zurzeit inmitten der Krise der heimischen Währung deutlich ab, so dass die Wachstumsrate 2019 lediglich bei 0,4 % liegen wird. Russland wird seine Wachstumsrate auf niedrigem Niveau leicht erhöhen können.28 Risiken bestehen insbesondere in einer weiteren Verschärfung der Handelskonflikte: Die Spirale der wechselseitigen über Zölle ausgetragenen Marktzugangs- und Eigentumskonflikte zwischen den USA und China scheint zwar zunächst gestoppt. Die Unsicherheiten über die handelspolitischen Rahmenbedingungen aber bleiben erheblich. Weiteres Konfliktpotenzial besteht zwischen den USA und der Europäischen Union, welche über den Bereich Fahrzeugbau indirekt Fragen zur Handelsbilanz austragen. In Europa könnten die Schuldentragfähigkeit in Italien, die Verzögerung von Reformen in Frankreich und ein möglicher ungeordneter Brexit dazu führen, dass sich die Konjunktur schwächer als erwartet entwickelt.29
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IfW: Kieler Konjunkturberichte Nr. 49 (2018/Q4), S. 8 ENTWICKLUNG DES BRUTTOINLANDSPRODUKTS BIPscroll
Quelle: Institut für Weltwirtschaft, Kiel, Werte für Deutschland kalender- und saisonbereinigt DEUTSCHE WIRTSCHAFT: EXPANSION SETZT SICH FORTFür Deutschland erwarten die Ökonomen des IfW für 2019 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 1,8 %. Angesichts der globalen Konjunkturabkühlung vorsichtiger setzt die Bundesregierung an: Sie geht in ihrem Jahreswirtschaftsbericht lediglich von einem Zuwachs von 1,0 % aus. Dies zeigt, dass der Grad an politischen und wirtschaftlichen Unwägbarkeiten weiterhin sehr hoch ist.30 Grundsätzlich das Wachstum begünstigen wird in Deutschland das Auslaufen der temporären Produktionsbeeinträchtigungen insbesondere im Fahrzeugbau. Darüber hinaus werden Abgabensenkungen und Leistungsausweitungen das verfügbare Einkommen der Haushalte erhöhen und den privaten Konsumausgaben zusätzlichen Schub verleihen. In der Baubranche werden Kapazitätsengpässe einer stärkeren Expansion im Wege stehen und die Baupreise weiter in die Höhe treiben. Die Unternehmensinvestitionen werden sich vor dem Hintergrund der immer wieder aufkeimenden Unsicherheiten auf den internationalen Märkten auf Vorjahresniveau bewegen.31 Die Ausfuhren dürften sich nach der Delle im Jahr 2018 im laufenden Jahr erholen und auf eine Rate von 3,6 % steigen (2018: 2,0 %). Durch die lebhafte Binnenkonjunktur wird die Importseite gestärkt, sodass die Wareneinfuhren im laufenden Jahr um 5,2 % steigen werden (2018: 3,3 %). Im Zuge des jüngsten Ölpreisrückgangs werden die Importpreise voraussichtlich stärker gedrückt als die Exportpreise, sodass sich die Terms of Trade 2019 wieder geringfügig verbessern.32 Am Arbeitsmarkt setzt sich der Beschäftigungsaufbau fort und wird aufgrund eines knapper werdenden Arbeitsangebots zu weiter steigenden Löhnen führen. Die Arbeitslosenquote wird jahresdurchschnittlich von 5,2 % im Vorjahr auf voraussichtlich 4,8 % im laufenden Jahr zurückgehen.33
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IfW: Kieler Konjunkturberichte Nr. 49 (2018/Q4), S. 2, 5, 11 Der Preisauftrieb des Vorjahrs wird sich weiter verfestigen: Die Bundesbank geht davon aus, dass die Inflationsrate ohne die volatilen Komponenten Energie und Nahrungsmittel (Kernrate) von 1,2 % im vergangenen Jahr auf 1,8 % im Jahr 2020 ansteigen wird. Für die Gesamtinflation erwartet sie 2019 einen gebremsten Preisanstieg um 1,4 % (2018: 1,9 %), bevor sie im Jahr 2020 dann voraussichtlich wieder 1,8 % erreichen wird. Grund für die kurzfristig geringere Inflation ist die Erwartung einer stark abgebremsten Verteuerung der Energie.34 FINANZIERUNGSUMFELD BLEIBT KONJUNKTURFÖRDERNDAuch wenn der EZB-Rat das Programm zum Ankauf von Vermögenswerten zum Jahresende hin eingestellt hat, behält er sich vor, die Erträge aus fällig werdenden Anleihen nach Abschluss der Nettokäufe für längere Zeit - und in jedem Fall solange wie erforderlich - bei Fälligkeit wieder anzulegen. Dabei bleibt es das Ziel, die günstigen Liquiditätsbedingungen zu erhalten und die Möglichkeit zu einer umfangreichen geldpolitischen Anpassung aufrecht zu erhalten. Hinsichtlich der Leitzinsen plant der EZB-Rat, dass sie mindestens über den Sommer 2019 auf ihrem aktuellen sehr niedrigen Niveau bleiben werden.35 Das Finanzierungsumfeld wird damit auch im kommenden Jahr günstig bleiben und sowohl die Exporte als auch die Investitionstätigkeit anregen. Der private wie auch der öffentliche Konsum werden mit erhöhten Raten zulegen. Maßgeblich für die hohe Konsumlaune im Privatsektor bleibt weithin auch die gute Lage am Arbeitsmarkt.36 DEUTSCHE INDUSTRIE: FORTSETZUNG DES WACHSTUMS ERWARTETDie deutsche Industrieproduktion bleibt auch 2019 auf Expansionskurs, wenn auch mit verminderter Dynamik. Der Auftragseingang stieg im Laufe des Jahres 2018 nicht mehr so deutlich an wie im Jahr zuvor. Die Auftragsbücher der Unternehmen scheinen aber weiter gut gefüllt zu sein, denn laut Angaben des Statistischen Bundesamtes blieb die rechnerische Reichweite der Auftragsbestände im Zeitraum Januar bis September 2018 nahezu unverändert. So dürfte die Produktion nach Einschätzung des BDI Research bis weit in das Jahr 2019 hinein noch gesichert sein.37Dass die Industrie insgesamt aber vorsichtiger in die Zukunft schaut, zeigt die Stimmungslage zum Jahresende: Der ifo Geschäftsklimaindex sank im Dezember zum vierten Mal in Folge. Im verarbeitenden Gewerbe sank er im Abschlussmonat aufgrund der erstmals seit Mai 2016 negativen Erwartungen sogar deutlich, blieb aber immer noch auf einem hohen Niveau.38 Die Unternehmen der deutschen Bauwirtschaft gehen mit positiven Erwartungen in das laufende Jahr. Für 2019 erwarten der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie HDI und der Zentralverband der Deutschen Bauindustrie ZDB ein Umsatzwachstum im Bauhauptgewerbe von nominal 6 % auf 128 Mrd. Euro. Der weitere Aufschwung wird relativ gleichgerichtet von allen drei Sparten Wohnungsbau, Wirtschaftsbau und Öffentlicher Bau getragen: Der Wohnungsbau erwartet einen Umsatz von 47,0 Mrd. Euro (+5,5 %). Damit wird die Zahl der neu gebauten Wohnungen gegenüber dem Vorjahr um 20.000 auf 320.000 wachsen; das ist immer noch unter dem Bedarf von 350.000. Der Wirtschaftsbau erwartet einen Umsatz von 45,6 Mrd. Euro (+6 %). Und die Öffentliche Hand wird voraussichtlich 35,3 Mrd. Euro (+6 %) in der Bauwirtschaft ausgeben. In Verbindung mit der Expansion wird die Zahl der Beschäftigten um knapp 2 % zunehmen, wobei das Angebot an Baufacharbeitskräften zunehmend knapper wird.39Wachstumsbeschleunigend wird das vom Bundesrat auf den Weg gebrachte und 2019 voraussichtlich in Kraft tretende Gesetz zur Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren im Verkehrsbereich wirken. Damit werden sich Verkehrsprojekte zukünftig schneller und unbürokratischer planen und abwickeln lassen.40
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https://www.bundesbank.de/resource/blob/770490/06fb6f1f63a15f69283cee5a52c04b80/mL/2018-12-monatsbericht-data.pdfS.29 f. Der internationale Fahrzeugmarkt steht vor einem Transformationsprozess und richtet sich immer stärker auf die Elektromobilität und Digitalisierung aus. Dass die deutschen Fahrzeughersteller vorn dabei sein wollen, zeigen ihre aktuellen Entwicklungsaktivitäten. In den kommenden drei Jahren wollen sie 18 Mrd. Euro in das vernetzte und automatisierte sowie autonome Fahren investieren. Bei den Patentanmeldungen sind die deutschen Hersteller und ihre Zulieferer international auf Platz 1.41Parallel zu den technologischen Veränderungen spürt der Pkw-Weltmarkt den Gegenwind, der durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China ausgelöst wurde. Vor diesem Hintergrund erwartet der Verband der Automobilindustrie VDA für den Weltmarkt 2019 nur ein leichtes Absatzwachstum um 1 % auf 85,9 Mio. Neuwagen. Dabei werden Europa und die USA auf Vorjahresniveau liegen, während China nach dem leichten Rückgang 2018 wieder leicht zulegen wird. Deutschland wird das hohe Absatzniveau von 3,4 Mio. Neuzulassungen knapp halten. Die weltweite Autoproduktion der deutschen Hersteller wird 2019 die 17-Millionen-Marke erreichen (+0,5 Mio. Pkw). Die Pkw-Inlandsproduktion wird nach dem Rückgang 2018 wieder um 2 % zunehmen und 5,1 Mio. Einheiten überschreiten. Die deutsche Auslandsproduktion klettert voraussichtlich um 5 % auf 11,7 Mio. Einheiten.42 Auch wenn die Rahmenbedingungen für den deutschen Markt in der Medizin- und Gesundheitstechnik nach Einschätzung der Branchenunternehmen angesichts der immer kürzeren Entwicklungszyklen innovationsfreundlicher und marktgerechter gestaltet sein müssten, bleiben die Aussichten positiv: Der Branchenverband Spectaris erwartet für die deutschen Unternehmen 2019 ein Umsatzplus von 4 %. Damit werden die rund 1.300 Betriebe mit jeweils mehr als 20 Beschäftigten einen Jahresumsatz von rund 32 Mrd. Euro erwirtschaften. Davon gehen weiterhin etwa zwei Drittel in den Export. Die zentralen ausländischen Absatzmärkte bleiben neben Europa und den USA vor allem die Schwellenländer. Die Zahl der in der Branche Beschäftigten steigt voraussichtlich um 4 %. Wachstumstreibender Faktor ist die Digitalisierung mit ihren Themen Vernetzung und Big Data, Telemedizin und 3D-Druck, computerassistierte Intervention und Robotik. Ein zentraler wachstumsgefährdender Faktor ist der über die USA aufkommende Protektionismus ("America first"). Für den Weltmarkt erwartet das Marktforschungsinstitut Evaluate Med-Tech auch in den kommenden Jahren einen Anstieg mit deutlichen Raten: Das Marktvolumen soll ausgehend von 405 Mrd. US-Dollar im Jahr 2017 auf einen Wert von etwa 595 Mrd. US-Dollar im Jahr 2024 anwachsen. Es kann davon ausgegangen werden, dass die hoch innovative, gut positionierte und international wettbewerbsfähige deutsche Medizintechnik von dieser Entwicklung mindestens proportional profitiert.43 Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau wird seine positive Entwicklung 2019 voraussichtlich fortsetzen können, wobei das Wachstumstempo zurückgehen wird. Der Branchenverband VDMA erwartet, dass die deutschen Maschinenbauunternehmen ein Produktionswachstum von 2 % gegenüber dem Vorjahr erzielen werden. Bei der hohen Exportquote von nahezu 80 % wird die Branche das sich leicht verlangsamende Tempo der Weltwirtschaft spüren. Gleichzeitig geht der Branchenverband davon aus, dass sich die anhaltenden Handelsdispute, die Gefahr eines harten Brexits, die Russlandsanktionen und auch die übrigen offensichtlichen Wachstumshürden im Maschinenbau verstärkt bemerkbar machen werden. Zudem schaut die Branche sehr aufmerksam auf den wichtigen Exportmarkt China. Das Land muss sich derzeit mit einer abschwächenden Binnenkonjunktur, steigenden Arbeits- und Produktionskosten und den Strafzöllen der amerikanischen Regierung auseinandersetzen. Positiv ist, dass die Aufträge in den Büchern aktuell im Durchschnitt noch eine Reichweite von 8,6 Monaten haben.44
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https://www.bauindustrie.de/presse/presseinformationen/deutsche-bauindustrie-zum-bundesratsbeschluss-zur-planungsbeschleunigung/ Für die Metall- und Elektroindustrie bleiben die weiteren Aussichten positiv. Dementsprechend stellt sich die Branche 2019 auf weitere Produktionszuwächse ein - allerdings mit gebremstem Tempo. Auf das laufende Gesamtjahr gesehen erwarten die Unternehmen ein im Vorjahresvergleich leicht zurückgehendes Wachstum von 1,5 %. Laut Branchenvertretern sind die ökonomischen Grunddaten zwar noch immer positiv, gleichzeitig bestehen aber erhebliche Risiken aus dem Brexit, dem Handelskonflikt zwischen USA und China und den Unsicherheiten um die Stabilität der EU. Auch der gegenwärtige Strukturwandel in der Automobilindustrie stellt die Metall- und Elektrobranche kurz- bis mittelfristig vor Unsicherheiten: So rechnet man damit, dass im Zuliefermarkt zukünftig 200.000 Arbeitsplätze in Folge der Elektromobilität nicht mehr zur Verfügung stehen. Dagegen stehen 30.000 bis 40.000 Arbeitsplätze für die Zulieferung von neuen Komponenten - sofern man in Deutschland fertigt. Für den aktuellen Arbeitsmarkt spielt dies allerdings noch keine Rolle. Denn auch 2019 bleibt der Arbeitskräftemangel ein wachstumshemmender Faktor in der Branche. Zurzeit gibt es bei ausgebildeten Metallfacharbeitern fast drei freie Stellen pro arbeitssuchendem Facharbeiter.45 ERWARTETE ENTWICKLUNG DES KONZERNSINDUS 2025: DAS STRATEGIEPROGRAMM PARKOURIm Zuge der weiter wachsenden wirtschaftlichen Herausforderungen hat der INDUS Vorstand im vergangenen Geschäftsjahr das neue Strategieprogramm PARKOUR formuliert. An den grundlegenden Zielen von INDUS - Wachstum, Wertsteigerung und eine ausgewogene Portfoliostruktur - hält das Strategieprogramm weiter fest. Genauso auch an den bewährten Maßnahmen wie Kapital für zukunftsgerichtete Unternehmensprojekte zur Verfügung zu stellen, die Beteiligungen mit Netzwerk und Wissen zu unterstützen und den Erwerb von passenden Unternehmen auf Gruppenebene zu forcieren. Als neuen Schwerpunkt setzt PARKOUR auf die Erhöhung der unternehmerischen Fitness: Die einzelnen Beteiligungen sowie die Gruppe als Ganze sollen sich schneller entwickeln und operativ besser werden. Konkret setzt PARKOUR auf drei Punkte: die gezielte Stärkung der Portfoliostruktur, das Treiben von Innovation und die Steigerung der Leistung durch operative Exzellenz in den Beteiligungen. PORTFOLIOSTRUKTUR STÄRKENBei Wachstumsakquisitionen zur Ergänzung des Portfolios fokussiert sich INDUS auf die Suche nach Unternehmen aus technologiestarken Zukunftsbranchen: Zur Sicherung des passenden Zukunfts-Mix sollen Zukäufe in den Bereichen Automatisierungs-, Mess- und Regeltechnik, Bautechnik, Sicherheitstechnik, Medizin- und Gesundheitstechnik, Technik für Infrastruktur und Logistik sowie Energie- und Umwelttechnik forciert werden. Parallel dazu will INDUS punktuell prüfen, ob bei ausgewählten Unternehmen ein anderer Eigentümer dem Unternehmen und seinen Mitarbeitern langfristig bessere Entwicklungsmöglichkeiten bieten kann. Die grundsätzliche Unternehmensstrategie "Kaufen, halten und entwickeln" bleibt aber weiter bestehen. Zur Steigerung der Innovationskraft des bestehenden Portfolios unterstützt INDUS auch Zukäufe jüngerer Unternehmen auf zweiter Ebene (Enkelgesellschaften). Dies gilt insbesondere für innovative Unternehmen aus den Zukunftsfeldern Industrie 4.0/Digitalisierung, Innovative Bautechnik, Öffentliche und private Sicherheit, Medizintechnik für die alternde Gesellschaft, Intelligente Logistik-Infrastruktur sowie GreenTech. INNOVATION TREIBENDie bereits erfolgreich etablierte Strategie zur Förderung der Innovationskraft der Beteiligungen wird von INDUS fortgesetzt und ausgebaut. Neben Produktinnovationen unterstützt INDUS zukünftig in den Beteiligungen auch neue Dienstleistungen, Geschäftsprozesse und Geschäftsmodelle. Der für das Förderbankmodell zur Verfügung gestellte finanzielle Rahmen wird verdoppelt. In den kommenden Jahren sollen durchschnittlich 3 % des Konzern-EBIT in diese Innovationsförderung fließen. Dem Ansatz folgend, dass Innovationen maßgeblich im Austausch mit anderen entstehen, wird das bestehende Netzwerk nach innen und außen über Kooperationen mit externen Partnern und innerhalb der Gruppe weiter gefördert. Ergänzendes Ziel ist es, über Zukäufe innovativer, jüngerer Unternehmen dem Bestandsportfolio gezielt Know-how zuzuführen. LEISTUNG STEIGERNZur Steigerung der Leistung der Beteiligungsunternehmen fördert INDUS gezielt ihre operative Exzellenz. Dazu begleitet die Holding die Beteiligungen bei der Verbesserung ihrer wertschöpfenden Kernprozesse von der Produktentwicklung bis zur Auftragsabwicklung. Konkret werden die bestehenden Innovationsförderungen im Bereich Entwicklung/Konstruktion um Initiativen in den Bereichen Strategisches Marketing, Vertrieb und Produktion ergänzt. Das Programm zur Förderung der operativen Exzellenz beinhaltet zum einen das Angebot der Wissensvermittlung über ein umfangreiches Schulungs- und Weiterbildungsangebot im Bereich Lean Management. Zum anderen initiiert und begleitet INDUS konkret und vor Ort in den Beteiligungen entsprechende Optimierungsprojekte. ERWARTUNGEN FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019Ausgehend von einer soliden Entwicklung in 2018 geht der Vorstand für die INDUS-Gruppe weiterhin von einer grundsätzlich positiven Entwicklung aus. Gleichzeitig zeichnet sich mit den gebremsten Konjunkturerwartungen auch für die Beteiligungsunternehmen ein abgeschwächtes Wachstum ab. Bei einem Umsatzwachstum auf 1,72 - 1,77 Mrd. EUR wird das EBIT auf voraussichtlich 156-162 Mio. EUR steigen. Bei diesen Zielgrößen unberücksichtigt sind die angestrebten Neuerwerbe auf erster und zweiter Ebene. Die EBIT-Marge wird im kommenden Jahr voraussichtlich bei 9 bis 10 % liegen und damit weiterhin unter der Zielmarge. Hintergrund bleiben im Besonderen die aktuell noch im Lösungsprozess befindlichen Repositionierungen im Segment Fahrzeugtechnik. Im Hinblick auf die Profitabilität soll aber betont werden: Das Erreichen einer EBIT-Marge von über 10 % für das Gesamtportfolio bleibt das mittelfristige Ziel. Im laufenden Jahr wieder konkreter im Blick ist der Erwerb weiterer Beteiligungen auf INDUS-Ebene. In einem sich beruhigenden gesamtwirtschaftlichen Umfeld geht der Vorstand wieder von mehr Realitätssinn bei Unternehmensverkäufern in Hinblick auf die Preiserwartungen aus, so dass bei den Portfolioakquisitionen auf erster Ebene zwei und auf zweiter Ebene zwei bis vier Unternehmen realistisch sind. Bei der Fortsetzung des Wachstums des bestehenden Portfolios weiter limitierend wirken steigende Rohstoff- und Energiepreise sowie insbesondere erhöhte Lohnkosten. Ein weiteres Engpassthema bleibt der wachsende Facharbeitermangel: Das Finden von qualifiziertem Personal wird auf absehbare Zeit ein maßgeblicher Risikofaktor bleiben. Für die übrigen Positionen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erwartet der Vorstand lediglich Veränderungen im üblichen Rahmen. Die weiterhin gute Liquiditätslage liefert dem Unternehmen eine gute Grundlage für die weitere Umsetzung der Wachstumsstrategie. Das Investitionsbudget für das kommende Jahr liegt bei einer Rekordsumme von 89 Mio. EUR (exklusive Zukäufe). Für Zukäufe ist eine Summe von 50 Mio. EUR vorgesehen, die je nach Bedarf aber entsprechend nach oben angepasst werden kann. Seit dem Start der strategischen Initiative "Innovation" wird dieses Feld mit nun bis zu 3 % des Konzern-EBIT pro Jahr kontinuierlich gefördert. Mit ihren Wachstumszielen behält INDUS den Erhalt der wirtschaftlichen Stabilität und die langfristige Sicherung der Liquidität im Blick. Die Sachinvestitionen und Dividendenzahlungen sollen weiterhin aus dem laufenden Cashflow beziehungsweise aus der bereitstehenden Liquidität finanziert werden. Das für die Dividendenzahlungen relevante Ergebnis der INDUS Holding AG wird im Wesentlichen durch die Beteiligungserträge erwirtschaftet, die maßgeblich von der dargestellten prognostizierten wirtschaftlichen Entwicklung der Konzernunternehmen abhängen. Die Eigenkapitalquote der INDUS-Gruppe soll weiterhin 40 % nicht unterschreiten. Im Rahmen der geplanten revolvierenden Finanzierung wird INDUS auch 2019 Fremdkapital aufnehmen. Die Bankpartner stehen hier weiterhin offensiv zur Verfügung. Die Entschuldungsdauer auf EBITDA-Basis soll in einem Korridor von 2,0 bis 2,5 Jahren liegen. ERTRAGSLAGE: WEITERES WACHSTUMSOLL-IST-VERGLEICHscroll
Die konjunkturellen Rahmenbedingungen für das Segment Bau/Infrastruktur bleiben weiterhin sehr gut. Die Unternehmen arbeiten durchweg an ihrer Kapazitätsgrenze. Dies limitiert allerdings auch ihre weiteren Wachstumsmöglichkeiten. Darüber hinaus macht sich im Segment der Fachkräftemangel mittlerweile deutlich bemerkbar. Einen positiven Einfluss auf die Geschäftsentwicklung hat die stärkere Wirksamkeit der öffentlichen Investitionsprogramme in Glasfaser- und konventioneller Infrastruktur, Straßen- und Wohnungsbau. Insgesamt wird das Segment Bau/Infrastruktur auch 2019 eine zuverlässige Stütze des INDUS-Portfolios sein. Eine leichte Steigerung von Umsatz und Ergebnis werden erwartet bei einer gleichbleibenden EBIT-Marge von 13 bis 15 %. Die Entwicklung im Segment Fahrzeugtechnik wird auch im Jahr 2019 herausfordernd bleiben. Während die Unternehmen im Bereich Entwicklung und Nutzfahrzeuge weiterhin profitables Wachstum versprechen, bleiben die Repositionierungen bei den Serienzulieferern anspruchsvoll. Hier erwartet der Vorstand erst ab dem Jahr 2020 das Erreichen der Repositionierungsziele. Hinzu kommt, dass sich der Fahrzeugmarkt im Umbruch befindet. Dies führt anders herum - insbesondere im Bereich der Elektromobilität - auch zu zusätzlichen Wachstumspotenzialen. In Summe rechnet der Vorstand für das Segment mit einem leichten Umsatz- und einem spürbaren EBIT-Anstieg bei einer angepassten EBIT-Marge von 3 bis 5 %. Im Bereich Maschinen- und Anlagenbau bleibt die Ausgangslage 2019 weiter ausgesprochen positiv. Die Unternehmen des Segments starteten durchweg mit gut gefüllten Auftragsbüchern in das Jahr - so bleibt die Nachfrage auf dem Feld der Paketverteilungszentren weiter hoch und auch das Geschäft einer Beteiligung konnte sich nach einer kurzfristigen Eintrübung wieder deutlich erholen. In diesem Segment ist ebenfalls der Fachkräftemangel inzwischen stärker zu spüren. Es werden Segmentumsatz und -ergebnis auf gleichbleibend hohem Niveau erwartet. Ziel bleibt eine EBIT-Marge zwischen 12 und 14 %. Für das Segment Medizin- und Gesundheitstechnik bleibt das Branchenumfeld positiv, allerdings mit leichten Eintrübungen. Die Medizintechnik für die alternde Gesellschaft bleibt für INDUS ein Zukunftsfeld mit Raum für verstärkende Akquisitionen. Gleichzeitig kämpft die Branche mit den Themen Regulatorik und steigendem Wettbewerbsdruck. Dies spiegelt sich auch in einer leicht gesenkten Margenerwartung wider, wenngleich auf einem hohen Niveau. Bei einer leichten Umsatzsteigerung im Segment setzt sich INDUS eine proportionale Ergebnissteigerung als Ziel. Der Korridor für die EBIT-Marge liegt jetzt zwischen 11 und 13 %. Verhalten positiv bleibt der Ausblick für die Unternehmen im Segment Metalltechnik. Bei einer Fortsetzung des allgemeinen Marktwachstums wirken die Rohstoffpreise und Lohnkosten weiterhin limitierend. Die steigenden Kosten können an die Kunden nicht in dem erforderlichen Maß weitergegeben werden. Um die Ertragsziele dennoch zu erreichen, konzentrieren sich die Beteiligungsunternehmen auf die Umsetzung von Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung. In Summe liegen die Erwartungen im Segment bei einem leichten Umsatzanstieg und einer EBIT-Marge unverändert zwischen 8 und 10%. KONZERNABSCHLUSSKonzern-Gewinn- und Verlustrechnungscroll
KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNGscroll
Konzern-BilanzAKTIVA scroll
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGscroll
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KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
KonzernanhangGRUNDLAGEN DES KONZERNABSCHLUSSES[1] ALLGEMEINESDie INDUS Holding Aktiengesellschaft mit Sitz in der Kölner Straße 32 in 51429 Bergisch Gladbach, Deutschland, ist im Handelsregister Köln unter HRB 46360 eingetragen. INDUS ist ein langfristig orientierter Finanzinvestor, der sich als Spezialist für die Übernahme mittelständischer Produktionsunternehmen im deutschsprachigen Europa etabliert hat. Die operativen Unternehmen sind fünf Unternehmensbereichen (Segmenten) zugeordnet: Bau/Infrastruktur, Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Metalltechnik. Die INDUS Holding AG hat ihren Konzernabschluss für das vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 dauernde Geschäftsjahr 2018 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Bilanzgliederung erfolgt nach Fristigkeiten der Vermögenswerte bzw. Schulden. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Sofern nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Alle Beträge sind für sich kaufmännisch gerundet; das kann bei der Addition zu geringfügigen Abweichungen führen. Der Konzernabschluss ist grundsätzlich auf der Basis historischer Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erstellt, mit Ausnahme der Bilanzierung von Bilanzpositionen, bei denen eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert verpflichtend ist. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf den Bilanzstichtag der INDUS Holding AG erstellt und basieren auf einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Gemäß § 315e HGB ist die INDUS Holding AG verpflichtet, den Konzernabschluss nach IFRS-Standards zu erstellen. Grundlage ist die Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union. Nach HGB erforderliche Anhangangaben, die über die nach IFRS erforderlichen Angaben hinausgehen, werden ebenfalls im Konzernanhang dargestellt. Der Abschluss wurde am 21. März 2019 durch den Vorstand aufgestellt. Der Aufsichtsrat billigte den Konzernabschluss in seiner Sitzung am 22. März 2019. [2] ANWENDUNG UND AUSWIRKUNG VON NEUEN UND GEÄNDERTEN STANDARDSAlle zum 31. Dezember 2018 verpflichtend anzuwendenden Standards wurden berücksichtigt. Von der Möglichkeit, zukünftig verpflichtende Standards vorzeitig anzuwenden, wurde kein Gebrauch gemacht. IM GESCHÄFTSJAHR 2018 ERSTMALS VERPFLICHTEND ANZUWENDENDE STANDARDS UND INTERPRETATIONENAus folgendem Standard ergeben sich Änderungen für den vorliegenden Abschluss:
Für den Übergang wurde die kumulative Methode gewählt. Für die Vorjahresvergleichsperiode sind die Vorschriften von IAS 18 und IAS 11 angewandt worden. INDUS ist insbesondere von der zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung betroffen. INDUS realisiert Umsätze sowohl zu einem Zeitpunkt als auch über einen Zeitraum. Einige wenige Verträge, die in 2017 als Auftragsfertigung gem. IAS 11 zu bilanzieren waren, haben nicht die Kriterien der zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung gem. IFRS 15 erfüllt. Daraus ergibt sich eine Anpassung des Eigenkapitals in Höhe von -283 TEUR. Zum 1. Januar 2018 erhöhten sich die Vorräte um 3.904 TEUR und die Erhaltenen Anzahlungen um 3.561 TEUR. Die Vertragsforderungen verminderten sich um 948 TEUR und die Vertragsverbindlichkeiten um 204 TEUR. IFRS 9 "Finanzinstrumente" wird erstmalig ab dem 1. Januar 2018 bei INDUS angewendet. IFRS 9 ist der Nachfolgestandard zu IAS 39 und soll die bestehenden Regelungen vereinfachen:
Aus der Klassifizierung und den Bewertungsanpassungen haben sich Änderungen der Anhangangaben ergeben. Aus den weiteren Anwendungsvorschriften haben sich zum 1. Januar 2018 keine Änderungen bei INDUS ergeben. BIS ZUM 31. DEZEMBER 2018 VERÖFFENTLICHTE STANDARDS. DIE IM VORLIEGENDEN ABSCHLUSS NICHT VORZEITIG ANGEWENDET WURDEN- IFRS 16 "Leasing" wird erstmalig zum 1. Januar 2019 angewandt. Der neue Standard zur Leasingbilanzierung wird IAS 17 ersetzen. Gemäß IFRS 16 werden alle Leasingverhältnisse in der Bilanz ausgewiesen. Die Unterscheidung zwischen Operating Leasing und Finanzierungsleasing entfällt beim Leasingnehmer. Auf der Aktivseite wird ein Nutzungsrecht für den Vermögenswert und auf der Passivseite eine Finanzverbindlichkeit bilanziert. INDUS wird den Standard ab 1. Januar 2019 anwenden. Die Anpassung erfolgt nach der modifiziert retrospektiven Methode. Der neue Standard wird eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der INDUS haben. Die Bilanzsumme steigt korrespondierend zu den immateriellen Vermögenswerten und den Finanzschulden an. Die bisher im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesenen Leasingaufwendungen werden künftig unter den Abschreibungen bzw. den Zinsaufwendungen ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2018 werden 84,3 Mio. EUR Operating-Leasing-Verpflichtungen im Anhang angegeben. Zum 1. Januar 2019 werden Nutzungsrechte in Höhe von 81,5 Mio. EUR sowie Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 81,5 Mio. EUR neu erfasst. Auf das operative Ergebnis (EBIT) ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen. Das Ergebnis vor Steuern wird aufgrund der neuen Leasingvorschriften im Jahr 2019 um ca. 1,8 Mio. EUR belastet. In der Kapitalflussrechnung wird sich der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit um ca. 18,4 Mio. EUR verschlechtern und der Cashflow aus der Geschäftstätigkeit um ca. 18,4 Mio. EUR verbessern. Die Anwendungserleichterungen des IFRS 16 werden in Anspruch genommen. Aus den weiteren neuen Standards werden sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der INDUS ergeben. [3] GRUNDSÄTZE DER RECHNUNGSLEGUNGKONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZEDie Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Bei Unternehmenszusammenschlüssen sind Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt zu bewerten. Der Geschäfts- und Firmenwert wird ermittelt als Differenz zwischen den Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses und dem Anteil des Erwerbers an den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. Bei der erstmaligen Einbeziehung von erworbenen Gesellschaften in den Konsolidierungskreis werden deren Beteiligungsbuchwerte bei der Muttergesellschaft gegen die Vermögenswerte und Schulden verrechnet. In den Folgeperioden wird der Beteiligungsbuchwert der Muttergesellschaft gegen das fortgeführte Eigenkapital der Tochtergesellschaften aufgerechnet. Bedingte Kaufpreisbestandteile werden im Erwerbszeitpunkt mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn ihr Eintritt wahrscheinlich ist und verlässlich geschätzt werden kann. Wertänderungen dieser Bestandteile werden in den Folgeperioden ergebniswirksam erfasst. Anschaffungsnebenkosten des Beteiligungserwerbs werden nicht in die Kaufpreisallokation einbezogen, sondern in der Periode des Erwerbs aufwandswirksam verrechnet. Soweit zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung Minderheitsgesellschafter ein Andienungsrecht haben, dem sich INDUS nicht entziehen kann, werden die betreffenden Anteile nicht beherrschender Gesellschafter mit ihrem beizulegenden Zeitwert als Kaufpreisverbindlichkeit bilanziert. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Vorräte und Anlagevermögen werden um Zwischenergebnisse bereinigt. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern angesetzt. WÄHRUNGSUMRECHNUNGIn den Einzelabschlüssen werden Fremdwährungsgeschäfte mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle in die funktionale Währung der Einzelgesellschaft umgerechnet. Am Bilanzstichtag erfolgt für monetäre Posten eine ergebniswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert mit dem Devisenkassamittelkurs. Nach dem Konzept der funktionalen Währung erstellen die Gesellschaften außerhalb des Euroraums ihre Abschlüsse in der jeweiligen Landeswährung. Die Umrechnung dieser Abschlüsse in Euro erfolgt für Vermögenspositionen und Schulden mit dem Stichtagskurs. Das Eigenkapital wird mit Ausnahme der direkt im Eigenkapital erfassten Positionen zu historischen Kursen geführt. Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit Durchschnittskursen umgerechnet und die sich hieraus ergebenden Währungsdifferenzen werden bis zum Abgang der Tochtergesellschaft ergebnisneutral weiterentwickelt. Die verwendeten Kurse ergeben sich aus folgender Tabelle: scroll
In der Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens, der Rückstellungen und des Eigenkapitals werden die Anfangs- und Endbestände mit Stichtagskursen umgerechnet, die innerjährlichen Bewegungen mit dem Durchschnittskurs. Daraus resultierende Währungsdifferenzen werden gesondert ausgewiesen und erfolgsneutral behandelt. BILANZIERUNG UND BEWERTUNGDer Geschäfts- und Firmenwert wird aufgrund seiner unbestimmten Nutzungsdauer nicht planmäßig abgeschrieben. Die Überprüfung auf Werthaltigkeit erfolgt mindestens einmal jährlich. Dabei wird grundsätzlich der erzielbare Betrag als höherer Wert aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten mit dem Buchwert der zugehörigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit verglichen. Die Überprüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- und Firmenwerts erfolgt auf der Ebene, auf der unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten eine Zuordnung sinnvoll möglich ist. In den meisten Fällen wird der Geschäfts- und Firmenwert der Beteiligungsgesellschaft einschließlich ihrer Tochtergesellschaften zugeordnet (Cash Generating Units). Das entspricht den operativen Gesellschaften, wie sie im Anhang aufgelistet sind. In den wenigen Fällen, in denen eine enge Liefer- und Leistungsverknüpfung zwischen diesen Gesellschaften besteht, werden diese zu operativen Einheiten zusammengefasst und die Werthaltigkeit des Geschäfts- und Firmenwerts auf dieser Basis überprüft. Der im Rahmen der Kaufpreisallokation entstandene Geschäfts- und Firmenwert verteilt sich auf 42 (Vorjahr: 42) Cash Generating Units. Dadurch ist kein einzelner Geschäfts- und Firmenwert im Sinne des IAS 36.134 signifikant. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bewertet und - sofern bestimmbar -linear über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer von zwei bis fünfzehn Jahren abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, die die Ansatzkriterien des IAS 38 erfüllen, werden zu Herstellungskosten aktiviert, ansonsten werden die Aufwendungen im Jahr ihrer Entstehung ergebniswirksam erfasst. Die Abschreibung erfolgt mit dem Beginn der Nutzung linear über fünf bis fünfzehn Jahre. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige und gegebenenfalls auch außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Entsprechend dem tatsächlichen Nutzungsverlauf kommt die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Den planmäßigen Abschreibungen liegen hauptsächlich folgende Nutzungsdauern zugrunde: scroll
Wertminderungen auf Sachanlagen werden gemäß IAS 36 vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist. Bei Wegfall der Gründe für eine in der Vergangenheit durchgeführte Wertminderung wird eine Wertaufholung vorgenommen, maximal bis zu dem bei planmäßigem Abschreibungsverlauf anzusetzenden Buchwert. Abhängig von der Verteilung der wesentlichen Chancen und Risiken werden Leasingverträge als Operating Leasing oder Finanzierungsleasing klassifiziert, mit der Folge, dass Finanzierungsleasing als Vermögenswert zu bilanzieren ist. Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten und anteilige Gemeinkosten. Die zugerechneten Gemeinkosten werden überwiegend auf der Basis der Ist-Beschäftigung ermittelt, wenn diese im Wesentlichen der Normalauslastung entspricht. Rohstoffe und Handelswaren werden nach der Durchschnittsmethode bewertet. Finanzinstrumente sind Verträge, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder zu einem Eigenkapitalinstrument werden. Die Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten ist entsprechend des Geschäftsmodells in die Kategorien "Finanzielle Vermögenswerte, erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet", "Finanzielle Vermögenswerte, zu forfgeführten Anschaffungskosten bewertet" und "Finanzielle Vermögenswerte, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet" vorzunehmen. Finanzielle Schulden sind in den zwei Kategorien "Finanzielle Verbindlichkeiten, erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" oder "Finanzielle Verbindlichkeiten zu Anschaffungskosten bewertet" zu bilanzieren. Die Marktwerte von Finanzschulden werden anhand der am Bilanzstichtag vorhandenen Marktinformationen oder durch anerkannte Bewertungsverfahren, z. B. Discounted-Cashflow-Methoden, ermittelt und durch Bestätigungen der Banken, die die Geschäfte abwickeln, überprüft. Die Zinssätze sind der Laufzeit und dem Risiko des zugrunde liegenden Finanzinstruments angepasst. Die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen assoziierten Unternehmen, auf die die INDUS-Gruppe einen maßgeblichen Einfluss ausübt (in der Regel bei einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 % und 50 %), werden nach der Equity-Methode bilanziert. Die erstmalige Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten. In der Folgebewertung wird der Buchwert um die anteiligen Veränderungen des Eigenkapitals des assoziierten Unternehmens fortgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert; bei kurzfristigen Forderungen entspricht dieser Ansatz grundsätzlich dem Nennbetrag. Die fortgeführten Anschaffungskosten werden durch Wertminderungsaufwendungen gemindert. Gewinne und Verluste werden im Konzernergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen wertgemindert oder ausgebucht werden Bei kurzfristigen Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennbetrag bzw. dem Erfüllungsbetrag. Es werden Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste für finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden bilanziert. Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird das vereinfachte Verfahren für die Ermittlung von Wertminderungen angewandt. Hierbei werden die erwarteten Kreditverluste immer über die gesamte Laufzeit der Finanzinstrumente ermittelt. Aufgrund der historischen Betrachtung der Ausfälle wird angenommen, daß das Ausfallrisiko eines finanziellen Vermögenswertes nicht signifikant angestiegen ist, wenn er mehr als 30 Tage überfällig ist. Derivative Finanzinstrumente werden bei INDUS zur Absicherung von auf zukünftigen Zahlungsströmen basierenden Grundgeschäften eingesetzt. Bei Abschluss des Sicherungsgeschäftes sind die entsprechenden Grundgeschäfte zum Teil bereits abgeschlossen worden und zum Teil noch nicht abgeschlossen worden. Bei den als Sicherungsinstrumente eingesetzten Derivaten handelt es sich überwiegend um Zinsswaps oder Fremdwährungstermingeschäfte. Voraussetzung für eine Bilanzierung als Sicherungsbeziehung ist, dass die Sicherung zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument effektiv ist, dokumentiert ist und laufend überwacht wird. Das Bestehen einer wirtschaftlichen Beziehung zwischen dem Sicherungsinstrument und dem gesicherten Grundgeschäft erfolgt auf der Grundlage der Referenzzinssätze, der Laufzeiten, der Zinsanpassungstermine und der Fälligkeiten sowie der Nominal- oder Nennbeträge. Bei der Beurteilung der Effektivität wird die Critical-Term-Match-Methode angewandt. Die Sicherungsbeziehungen sind meistens zu 100% effektiv. Die Bilanzierung dokumentierter Sicherungsbeziehungen ist abhängig von der Art der Beziehung. Im Falle der Absicherung von Zahlungsströmen ("Cash Flow Hedge") wird die Änderung des beizulegenden Zeitwerts unter Berücksichtigung latenter Steuern ergebnisneutral im Eigenkapital fortgeführt. Bei der Bewertung der oben beschriebenen Sicherungsinstrumente wurden in beiden Geschäftsjahren ausschließlich marktbezogene Bewertungsverfahren herangezogen. Das entspricht den Verfahren der Stufe 2. Als Inputfaktor zur Bewertung der Zinsswaps wird der stichtagsbezogene Marktzinssatz verwendet. Darüber hinaus werden Call-/Put-Optionen aus dem Erwerb von Unternehmen als bedingte Kaufpreisverbindlichkeit zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Bei der Bewertung der Call-/Put-Optionen zum beizulegenden Zeitwert wurden marktbezogene beobachtbare Inputfaktoren (Stufe 2) und unternehmenseigene Daten (Stufe 3) herangezogen. Als Inputfaktor zur Bewertung des beizulegenden Zeitwertes der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten werden der stichtagsbezogene Marktzinssatz, vertraglich festgelegte EBIT-Multiples und die individuellen Planungen der erworbenen Unternehmen verwendet. Insgesamt sind die Bewertungen der Call-/Put-Optionen der Stufe 3 zuzuordnen. Die Altersvorsorgeverpflichtungen basieren auf beitrags- sowie leistungsorientierten Versorgungsplänen in unterschiedlicher Ausgestaltung. Der Aufwand aus beitragsorientierten Plänen ("Defined Contribution Plans") betrifft Zahlungen von INDUS an externe Einrichtungen, ohne mit der Zahlung eine darüber hinausgehende Verpflichtung gegenüber dem Begünstigten einzugehen. Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen ("Defined Benefit Obligation") werden Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren berechnet ("Projected Unit Credit Method"). Der für die Abzinsung der künftigen Leistungsansprüche verwendete Zinssatz ist der Marktzinssatz für risikoadäquate langfristige Anlagen mit einer vergleichbaren Laufzeit. Für jeden Pensionsplan wird der Anwartschaftsbarwert um den beizulegenden Zeitwert eines qualifizierten Planvermögens vermindert. Bei Abweichungen zwischen den versicherungsmathematischen Annahmen und der tatsächlichen Entwicklung der zugrunde gelegten Parameter zur Berechnung der Anwartschaftsbarwerte und der beizulegenden Zeitwerte des Planvermögens entstehen versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste. Diese versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste werden unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral über die Entwicklung des Konzerneigenkapitals und die Gesamtergebnisrechnung erfasst und in den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Sonstige Rückstellungen werden berechnet für gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten, resultierend aus einem Ereignis der Vergangenheit, welches wahrscheinlich zu einem Ressourcenabfluss führen wird, und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Der Erfüllungsbetrag wird auf Basis einer bestmöglichen Schätzung berechnet. Rückstellungen werden abgezinst, wenn der Ressourcenabfluss als langfristig klassifiziert wird und der Effekt hieraus wesentlich ist. Gewährleistungsrückstellungen werden für den gewährleistungsbehafteten Umsatz und den relevanten Gewährleistungszeitraum auf der Basis von gesicherten Erfahrungswerten berechnet. Für bekannte Schäden werden Einzelrückstellungen gebildet. Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, drohende Verluste aus Aufträgen und übrige Verpflichtungen aus dem Absatzgeschäft sind auf der Basis der zu erbringenden Leistungen berechnet. Für nicht sichere Verpflichtungen gegenüber den nationalen Steuerbehörden werden Steuerrückstellungen auf Basis angemessener Schätzungen gebildet. Eventualschulden sind mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten oder bereits bestehende Verpflichtungen, die wahrscheinlich nicht zu einem Ressourcenabfluss führen oder in ihrer Höhe nicht verlässlich bestimmt werden können. Sofern eine Eventualschuld vorliegt, werden hierzu Angaben im Anhang gemacht. Latente Steuern werden auf alle temporären Unterschiede zwischen dem Wertansatz in der IFRS-Bilanz und dem entsprechenden steuerlichen Wert nach dem bilanzorientierten Konzept ermittelt. Temporäre Differenzen entstehen, wenn die Realisierung des Vermögenswerts oder die Erfüllung der Schuld zu steuerlich abweichenden Erträgen oder Aufwendungen führt. Latente Steuern auf einen Geschäfts- und Firmenwert werden nur in dem Maße, in dem dieser steuerlich abzugsfähig ist, gebildet. Das ist bei deutschen Personengesellschaften grundsätzlich der Fall. Latente Steuern müssen auch dann berechnet werden, wenn die Realisierung dieses Geschäfts- und Firmenwerts, zum Beispiel über die Veräußerung der zugehörigen Personengesellschaft, nicht geplant ist. Dies führt zu einem dauerhaften Aufbau an passiven latenten Steuern bei INDUS. Aktive latente Steuern werden angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz verrechnet werden kann. Bei steuerlichen Verlustvorträgen ist das der Fall, wenn es entweder wahrscheinlich ist, dass in einem Planungshorizont von fünf Jahren ausreichend zu versteuerndes Ergebnis verfügbar ist oder in entsprechender Höhe saldierungsfähige passive latente Steuern mit zukünftig ausreichendem zu versteuernden Einkommen verrechenbar sind. Latente Steuern sind mit dem Steuersatz zu bewerten, der in der Periode, in der sich die Differenzen voraussichtlich umkehren werden, gültig sein wird. Unabhängig von der Fristigkeit sind latente Steuern nicht abzuzinsen. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze gebildet, die nach der derzeitigen Rechtslage in den verschiedenen Ländern gültig bzw. verabschiedet sind. In Deutschland gilt ein Körperschaftsteuersatz von 15 %. Unter Berücksichtigung eines durchschnittlichen Gewerbesteuer-Hebesatzes von 395 % sowie des Solidaritätszuschlags von 5,5 % errechnet sich für inländische Unternehmen ein Ertragsteuersatz von 29,6 % (Vorjahr: 29,6 %). Die ausländischen Steuersätze liegen zwischen 16 % und 35 % (Vorjahr zwischen 16 % und 39 %). Im Rahmen der Ertragsrealisierung von Kundenverträgen erfolgt die Erfassung von Umsatzerlösen gem. dem in IFRS 15 beschriebenen 5 Stufenmodell entweder über einen Zeitraum oder zu einem Zeitpunkt. Das INDUS-Produktportfolio ist sehr diversifiziert. Es werden Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern, aus Auftragsfertigung und im geringem Umfang aus Dienstleistungen erzielt. Die Umsatzerlöse sind folgenden Bereichen zuzurechnen: Bewehrung- von Stahlbeton, Baustoffe, Verlegung von Netz- und Kabelleitungsbau, Klima- und Wärmetechnik, Zubehör für den privaten Wohnungsbau (Segment Bau/Infrastruktur), Modell- und Prototypenbau in der Automobilindustrie, Vor- und Kleinserienfertigung sowie Serienfertigung von Bauteilen für große Fahrzeughersteller, Test- und Messlösungen sowie Lösungen für Spezialfahrzeuge (Segment: Fahrzeugtechnik), komplette Förderanlagen, Robotorgreifsysteme, Ventiltechnik, Automatisierungskomponenten für die Fahrzeugendmontage, Anlagen für Inertgassysteme sowie elektrische Begleitheizsysteme (Segment: Maschinen- und Anlagenbau), Orthesen, medizinische Kompressionsstrümpfe, optische Linsen und Optiken, Operationszubehör, Rehabilitationstechnik sowie Hygieneprodukte für medizinische Anwendungen und den Haushalt (Segment: Medizin- und Gesundheitstechnik), Zulieferung von Bahntechnik, Hartmetallwerkzeuge für Straßen- und Bergbau, Gehäusebau für Labortechnik, Strahlmittel für die Stahlindustrie sowie Bolzenschweißtechnik für Brückenbauwerkeverbindungen (Segment: Metalltechnik). Bei zahlreichen Verträgen aus den Segmenten Bau/Infrastruktur und Maschinen- und Anlagenbau sowie bei vereinzelten Verträgen aus dem Segment Fahrzeugtechnik erfolgt die Erlösrealisierung über den Zeitraum. Werden die Voraussetzungen zur zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung erfüllt, ist eine Bestimmung des Leistungsfortschritts notwendig. Hierfür wird aufgrund der verlässlichen Kalkulation die inputorientierte "Cost-to-cost-Methode" angewandt. Die Umsatzrealisierung erfolgt damit gemessen am Leistungsfortschritt bis zur vollständigen Übertragung der Güter an den Kunden oder bis zur Erfüllung der Dienstleistung. Ein erwarteter Verlust wird sofort als Aufwand erfasst. Werden die Voraussetzungen der zeitraumbezogenen Methode nicht erfüllt, erfolgt die Erlösrealisierung zeitpunktbezogen. Dies ist typischerweise der Zeitpunkt der Warenübergabe bzw. der Zeitpunkt der Abnahme der Vertragsverpflichtung durch den Kunden Umsatzerlöse erfassen den Gegenwert, der für die Übertragung von Waren oder Erbringung von Dienstleistungen erwartet wird. Dabei muss es wahrscheinlich sein, dass keine wesentliche Korrektur der Umsatzerlöse stattfindet. Allgemeine Voraussetzung ist, dass die Höhe der Erträge verlässlich bestimmbar ist und eine hinreichende Wahrscheinlichkeit besteht, dass INDUS ein wirtschaftlicher Nutzen hieraus zufließen wird. In den Verträgen mit Kunden sind i.d.R. branchenübliche Zahlungsziele vereinbart. Bei Verträgen mit Auftragsfertigung werden Anzahlungen vereinbart. Wesentliche Finanzierungskomponenten sind in den Verträgen mit Kunden nicht vereinbart. Branchenübliche Garantievereinbarungen sind als Gewährleistungsrückstellungen in Höhe von 12.039 TEUR (Vorjahr: 12.191 TEUR) erfasst worden. Die im Rahmen des Long-Term-Incentive-Programms gewährten virtuellen Aktienoptionen ("Stock Appreciation Rights") sind als "anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich" klassifiziert. Für diese werden mit dem beizulegenden Zeitwert der eingegangenen Verpflichtungen bewertete Rückstellungen gebildet. Die Kapitalflussrechnung ist in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des IAS 7 in die Bereiche Cashflow aus Geschäftstätigkeit, aus Investitionstätigkeit und aus Finanzierungstätigkeit aufgeteilt. Zinsen und erhaltene Dividenden sind dem Cashflow aus Geschäftstätigkeit zugeordnet. Der Finanzmittelbestand entspricht der Bilanzposition liquide Mittel und enthält Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände. Die Ermittlung des Cashflows aus Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Im Cashflow aus Geschäftstätigkeit sind die nicht zahlungswirksamen operativen Aufwendungen und Erträge eliminiert. Die Erstellung des Konzernabschlusses ist beeinflusst von Annahmen und Schätzungen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden sowie Aufwendungen und Erträge auswirken. Wenn Zukunftserwartungen abzubilden sind, können die tatsächlichen Werte von den Schätzungen abweichen. Verändert sich die ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die Bilanzierung der entsprechenden Positionen erfolgswirksam angepasst. Bilanzpositionen werden durch zukünftige Ereignisse, die nicht kontrolliert werden können, beeinflusst. Dies kann Forderungsausfälle, Nutzungsdauern von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen oder ähnliche Sachverhalte betreffen - all dies sind Risiken, die grundsätzlich eng mit unternehmerischer Tätigkeit verbunden sind. Die Bilanzierung solcher Posten beruht auf langjähriger Erfahrung und der Beurteilung des aktuellen Umfelds. Systembedingte Unsicherheiten resultieren aus Bilanzposten, bei denen erwartete zukünftige Zahlungsreihen diskontiert werden. Der Verlauf der Zahlungsreihen ist von zukünftigen Ereignissen abhängig, über deren Entwicklung Annahmen getroffen werden müssen. Weiterhin kann die Höhe der zukünftigen Zinssätze einen berechneten Cashflow erheblich beeinflussen. Das ist insbesondere der Fall bei der Prüfung von Vermögenswerten und zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf Wertminderungen sowie der Berechnung der Pensionsrückstellungen nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren. Auch die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern basiert auf der Prognose zukünftiger Cashflows. Relevante Unsicherheiten resultieren auch aus Posten, die aus einer Bandbreite möglicher zukünftiger Ausprägungen zu ermitteln sind, und betreffen insbesondere die sonstigen Rückstellungen und vergleichbare Verpflichtungen. Auch hier ist langjährige Erfahrung bei der Bilanzierung von erheblicher Bedeutung; trotzdem sind regelmäßig Über- oder Unterdotierungen von Rückstellungen in den folgenden Abschlüssen anzupassen. Bei der Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten fehlen oft aktive Märkte mit beobachtbaren Werten. Bei der Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen muss der beizulegende Zeitwert der erworbenen Bilanzposten dann durch übliche Bewertungsmodelle ermittelt werden, die wiederum Annahmen über direkt beobachtbare und gegebenenfalls nicht beobachtbare Bewertungsprämissen erfordern. Dem aktuellen Abschluss liegen Schätzungen und Annahmen zugrunde, die auf dem letzten Kenntnisstand des Managements beruhen. Da sich eine Vielzahl relevanter Bewertungsparameter aber der Kontrolle des Managements entziehen, lassen sich auch größere Buchwertanpassungen in der Zukunft nicht ausschließen. Für das Geschäftsjahr 2019 rechnet INDUS insgesamt mit einer stabilen Entwicklung, die den Ansatz der Bilanzposten entsprechend dem aktuellen Abschluss nicht wesentlich gefährdet. Die zugrunde liegenden Annahmen zur generellen konjunkturellen Entwicklung und der Entwicklung der relevanten Märkte im Speziellen werden ausführlich im Prognosebericht des Lageberichts erläutert. [4] KONSOLIDIERUNGSKREISIm Konzernabschluss werden alle Tochterunternehmen vollkonsolidiert, bei denen die INDUS Holding AG mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, deren Finanz- und Geschäftspolitik zum Nutzen der INDUS-Gruppe zu beherrschen. Beherrschung liegt vor, wenn eine Gesellschaft Verfügungsmacht über die Tochterunternehmen ausüben kann, variablen Rückflüssen ausgesetzt ist und die Möglichkeit hat, ihre Verfügungsmacht zu nutzen, um die Höhe der Rückflüsse zu beeinflussen. Assoziierte Unternehmen, auf deren Finanz- und Geschäftspolitik ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann, werden nach der Equity-Methode einbezogen. Gesellschaften, die im Laufe des Geschäftsjahres erworben wurden, sind ab dem Zeitpunkt des Übergangs der Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik einbezogen. Gesellschaften, die abgehen, sind ab dem Zeitpunkt des wirtschaftlichen Übergangs nicht mehr einbezogen. VOLLKONSOLIDIERTE TOCHTERUNTERNEHMENscroll
Die wesentlichen operativen Tochtergesellschaften sind im Anhang unter Punkt [43] dargestellt. Die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 HGB, die Bestandteil des Konzernanhangs ist, wird mit dem Konzernabschluss im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Buchwert der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter beträgt 2.702 TEUR (Vorjahr: 2.900 TEUR). Keiner der nicht beherrschenden Anteile ist für sich genommen wesentlich. Soweit zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung Minderheitsgesellschafter ein Andienungsrecht haben, dem sich INDUS nicht entziehen kann, und eine Kombination mit einer Call-Option für INDUS gegeben ist, liegt das wirtschaftliche Eigentum bei INDUS und die betreffenden Anteile werden in vollem Umfang konsolidiert und mit ihrem beizulegenden Zeitwert als bedingte Kaufpreisverbindlichkeit bilanziert. Zum Stichtag sind Kaufpreisverbindlichkeiten aus Minderheitenanteilen mit Andienungsrecht in Höhe von 41.789 TEUR (Vorjahr: 64.275 TEUR) bilanziert. In allen wesentlichen Fällen existieren Kaufpreismodelle, die unter Berücksichtigung der gesellschaftsspezifischen Risikostruktur eine objektivierte Bewertung der Anteile zulassen, die einen Austausch der nicht beherrschenden Anteile zum beizulegenden Zeitwert gewährleistet. Die Ausübung der Rechte ist in der Regel für INDUS zu vertraglich festgelegten Ausübungszeitpunkten möglich. Im Konsolidierungskreis sind zum 31. Dezember 2018 35 Komplementär-GmbHs, die mit der zugehörigen KG eine Einheitsgesellschaft bilden (31. Dezember 2017: 35 Komplementär-GmbHs), enthalten. Zugänge zum Konsolidierungskreis resultieren aus dem Erwerb oder der Neugründung von Unternehmungen oder der Aufnahme des operativen Geschäfts von bisher nicht konsolidierten Beteiligungen. Abgänge aus dem Konsolidierungskreis resultieren aus der Verschmelzung von Beteiligungen. [5] UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSEANGABEN ZUR ERSTKONSOLIDIERUNG FÜR DAS AKTUELLE GESCHÄFTSJAHRZUSAMMENGEFASSTE ERWERBE DES GESCHÄFTSJAHRESDie INDUS-Beteiligung AURORA hat zum Jahresbeginn 2018 die ELECTRONIC EQUIPMENT B.V., Weert, Niederlande, erworben. ELECTRONIC EQUIPMENT wird dem Bereich Fahrzeugtechnik zugeordnet. Mit Wirkung zum 1. Juli 2018 hat eine INDUS-Beteiligung einen namhaften Anbieter von hochwertigen Raumklimageräten erworben. Die Gesellschaft wird dem Segment Bau/Infrastruktur zugeordnet. Der beizulegende Zeitwert der gesamten Gegenleistung für die übrigen Erwerbe betrug 12.211 TEUR zum Erwerbszeitpunkt. Die Kaufpreise wurden aus der verfügbaren Liquidität geleistet. Die im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelten Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 4.155 TEUR sind steuerlich nicht abzugsfähig. Die Geschäfts- und Firmenwerte repräsentieren nicht separierbare Werte wie das Know-How der Belegschaft sowie positive Ertragserwartungen für die Zukunft und Synergien aus Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Marketing. In der Kaufpreisallokation wurden die erworbenen Vermögenswerte und Schulden wie folgt ermittelt: NEUERWERBE (IN TEUR)scroll
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Sonstige Aktiva: Sonstige langfristige Vermögenswerte, sonstige kurzfristige Vermögenswerte,
Latente Steuern, Laufende Ertragsteuern Die Erstkonsolidierung der übrigen Erwerbe erfolgte zwischen Januar und Juli 2018. Zum INDUS-Ergebnis vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018 tragen die übrigen Neuerwerbe einen Umsatz in Höhe von 8.199 TEUR und ein operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von 382 TEUR bei. Wären die übrigen Neuerwerbe bereits am 1. Januar 2018 einbezogen worden, beliefen sich die Umsatzerlöse auf 13.074 TEUR und das EBIT auf 481 TEUR. Die ertragswirksamen Aufwendungen aus der Erstkonsolidierung der übrigen Erwerbe belasten das operative Ergebnis in Höhe von 1.494 TEUR. Die Anschaffungsnebenkosten des Erwerbs wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG[6] UMSATZERLÖSEIn den Umsatzerlösen sind Umsatzerlöse aus der zeitraumbezogenen Methode in Höhe von 204.392 TEUR enthalten (im Vorjahr Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen: 227.660 TEUR). Weiterhin sind Erlöse für Dienstleistungen in Höhe von 12.535 TEUR (Vorjahr: 14.407 TEUR) enthalten. Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach den berichtspflichtigen Segmenten ist der Segmentberichterstattung [32] zu entnehmen [7] SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGEscroll
Den Erträgen aus der Währungsumrechnung von 1.872 TEUR (Vorjahr: 259 TEUR) stehen Aufwendungen in Höhe von -1.590 TEUR gegenüber (Vorjahr: -5.486 TEUR). Der Betrag der Währungsumrechnungsdifferenzen, die im Ergebnis erfasst sind, beträgt somit 281 TEUR (Vorjahr: -5.227 TEUR). [8] AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGENscroll
Weiterhin wurden Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von 17.328 TEUR (Vorjahr: 16.397 TEUR) im Periodenaufwand erfasst. [9] BESTANDSVERÄNDERUNGscroll
[10] MATERIALAUFWANDscroll
[11] PERSONALAUFWANDscroll
Der Personalaufwand enthält nicht den Zinsanteil aus der Zuführung zu Pensionsrückstellungen. Dieser ist mit 974 TEUR im Zinsergebnis erfasst (Vorjahr: -643 TEUR). [12] ABSCHREIBUNGENscroll
Aufgrund gesunkener Ertragskraft waren in den Segmenten Fahrzeugtechnik und Metalltechnik Wertminderungen vorzunehmen. Diese betreffen die Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 15.715 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Basis für die Ermittlung der Wertminderungen war der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Weiterhin wurden Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 401 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) gebucht. [13] SONSTIGER BETRIEBLICHER AUFWANDscroll
VERTRIEBSAUFWENDUNGENscroll
BETRIEBSAUFWENDUNGENscroll
VERWALTUNGSAUFWENDUNGENscroll
ÜBRIGE AUFWENDUNGENscroll
[14] FINANZERGEBNISscroll
[15] ZINSERGEBNISscroll
Die Position "Sonstige: Minderheitsanteile" beinhaltet die Ergebnisauswirkung aus der Folgebewertung der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten (Call-/Put-Optionen) in Höhe von 530 TEUR (Vorjahr: -151 TEUR) sowie die Nachsteuerergebnisse, die Konzernfremden aus Anteilen an Personengesellschaften sowie Kapitalgesellschaften mit Call/Put-Optionen zustehen. Der Ausweis erfolgt aus Konsistenzgründen im Zinsergebnis. [16] STEUERNscroll
Die aperiodischen Steuern resultieren im Wesentlichen aus Änderungen aufgrund von steuerlichen Außenprüfungen. STEUERLICHE BESONDERHEITENDas Geschäftsmodell der INDUS Holding AG beruht auf der Bündelung mittelständischer Nischenanbieter, die eine führende Position in ihrem jeweiligen Markt besitzen. Synergien spielen beim Erwerb von Tochtergesellschaften durch die INDUS Holding AG eine untergeordnete Rolle. Jede Gesellschaft steht eigenständig für ihren Erfolg ein, bedarfsweise unterstützt durch Ressourcen der Holding. Erworben wurden in der Vergangenheit insbesondere deutsche Personengesellschaften. Der Erwerb einer Personengesellschaft führt zu folgenden steuerlichen Konsequenzen: Die Mehrwerte aus der steuerlichen Kaufpreisallokation sind in Form von Abschreibungen aus Ergänzungsbilanzen, verteilt auf die jeweilige Nutzungsdauer, abzugsfähig. Dies führt zu einer um die Abschreibungen geminderten steuerlichen Bemessungsgrundlage und kann auch bei ertragsstarken Gesellschaften dazu führen, dass ein steuerlicher Verlust mit entsprechenden Steuerersparnissen - Gewerbesteuer bei der Personengesellschaft und Körperschaftsteuer bei der INDUS Holding AG - entsteht. Positive Ergebniseffekte entstehen durch die Bilanzierung von latenten Steuern nach dem bilanzorientierten Temporary-Konzept nach IFRS nicht mehr. Eine Aktivierung von latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge erfolgt im Konzern nur, wenn im 5-Jahres-Planungszeitraum ausreichendes zu versteuerndes Einkommen unterstellt werden kann. Gewerbesteuer fällt auf Ebene der Gesellschaft an. Eine Ergebnisverrechnung steuerlicher Gewinne und Verluste für die Gewerbesteuer ist zwischen den Gesellschaften nicht möglich. Die steuerlichen Ergebnisse von Personengesellschaften nach Gewerbesteuer werden der INDUS Holding AG zugerechnet und in Summe der Körperschaftsteuer unterworfen. Steuerliche Organschaftsverträge mit Kapitalgesellschaften existieren nicht. Diese Sachverhalte drücken sich im Wesentlichen in der Position "keine Ergebnisverrechnung aufgrund eigenständiger Tochtergesellschaften" aus. ÜBERLEITUNG VOM ERWARTETEN ZUM TATSÄCHLICHEN STEUERAUFWAND (IN TEUR)scroll
Bei einem Körperschaftsteuersatz von 15 % (Vorjahr: 15 %) errechnet sich für inländische Unternehmen unter Berücksichtigung eines durchschnittlichen Gewerbesteuer-Hebesatzes von 395 % (Vorjahr: 395 %) sowie des Solidaritätszuschlags von unverändert 5,5 % ein Ertragsteuersatz von 29,6 % (Vorjahr: 29,6 %). [17] ERGEBNIS JE AKTIEDas Ergebnis beträgt 2,90 EUR je Aktie (Vorjahr: 3,37 EUR je Aktie). Die gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien betrug im aktuellen Jahr unverändert 24.450.509 Stück. Zu weiteren Details wird auf Textziffer [26] verwiesen. scroll
Das zugrunde gelegte Ergebnis ermittelt sich aus dem Ergebnis der INDUS-Aktionäre. Im Falle der Inanspruchnahme des bedingten/genehmigten Kapitals können in Zukunft Verwässerungen eintreten. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ[18] GESCHÄFTS- UND FIRMENWERTDie auf Segmentebene zusammengefassten individuellen Geschäfts- und Firmenwerte stellen sich wie folgt dar: ANLAGESPIEGEL - GESCHÄFTS- UND FIRMENWERTscroll
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WERTHALTIGKEIT DER GESCHÄFTS- UND FIRMENWERTEDer Werthaltigkeitstest auf die Geschäfts- und Firmenwerte wurde auf Ebene der Cash Generating Units (in der Regel die Beteiligungsgesellschaften inkl. deren Tochterunternehmen) durchgeführt. Beim Werthaltigkeitstest wird der erzielbare Betrag der CGU mit dem Buchwert inklusive des zugeordneten Geschäfts- und Firmenwertes verglichen. Für den erzielbaren Betrag wird bei INDUS in der Regel der Nutzungswert herangezogen. Der Nutzungswert basiert auf der vom Management erstellten aktuellen Planung. In die Planungsprämissen fließen sowohl aktuelle Erkenntnisse als auch historische Entwicklungen ein. Nach dem detaillierten Planungszeitraum von in der Regel drei Jahren werden die zukünftigen Cashflows mit einer globalen Wachstumsrate von 1,0 % (Vorjahr: 1,0 %) hochgerechnet. Die so ermittelten Zahlungsreihen werden mit Kapitalkostensätzen abgezinst. Diese basieren auf einem risikolosen Zinssatz in Höhe von 1,00 % (Vorjahr: 1,25 %), einer Marktrisikoprämie von 7,00 % (Vorjahr: 6,75 %) sowie auf segmentspezifischen Betafaktoren, die von einer Peer Group abgeleitet wurden, und Fremdkapitalverschuldungssätzen. Es wurden folgende segmentspezifische Vorsteuer-Kapitalkostensätze verwendet: Bau/Infrastruktur 6,8 % (Vorjahr: 5,8 %), Fahrzeugtechnik 9,3 % (Vorjahr: 9,3 %), Maschinen- und Anlagenbau 7,9 % (Vorjahr: 7,3 %), Medizin- und Gesundheitstechnik 6,9 % (Vorjahr: 6,8 %) und Metalltechnik 8,5 % (Vorjahr: 7,8 %). Im Geschäftsjahr 2018 sind Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 15.715 TEUR vorgenommen worden. Die Wertminderungen betreffen die Segmente Fahrzeugtechnik mit 9.500 TEUR sowie Metalltechnik in Höhe von 6.215 TEUR. Im Vorjahr waren alle Geschäfts- und Firmenwerte werthaltig. Bei einer Erhöhung der Vorsteuerkapitalkostensätze um 0,5 Prozentpunkte würde es zu zusätzlichen Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 10.730 TEUR (Vorjahr: 2.360 TEUR) und auf Sachanlagen in Höhe von 736 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) kommen. [19] ENTWICKLUNG DER IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE. DES SACHANLAGEVERMÖGENS UND DER ALS FINANZINVESTITION GEHALTENEN IMMOBILIENANSCHAFFUNGS-/HERSTELLUNGSKOSTEN 2018 (IN TEUR)scroll
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ABSCHREIBUNGEN 2018 (IN TEUR) scroll
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ANSCHAFFUNGS-/HERSTELLUNGSKOSTEN 2017 (IN TEUR)scroll
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ABSCHREIBUNGEN 2017 (IN TEUR)scroll
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Die immateriellen Vermögenswerte haben bestimmbare Nutzungsdauern. Die Veränderung des Konsolidierungskreises betrifft Zugänge nach IFRS 3. Der Restbuchwert aktivierter Vermögenswerte aus Finanzierungsleasingverhältnissen beträgt bei Grundstücken und Gebäuden 11.660 TEUR (Vorjahr: 11.508 TEUR) und bei technischen Anlagen und Maschinen 2.061 TEUR (Vorjahr: 2.100 TEUR). Die Restbuchwerte der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betragen zum Bilanzstichtag: RESTBUCHWERTE DES ANLAGEVERMÖGENS (IN TEUR)scroll
[20] FINANZANLAGENscroll
Die Ausleihungen betreffen selbst ausgereichte Darlehen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden. Die Ausleihungen werden teilweise unverzinslich, überwiegend mit fristadäquaten Zinssätzen und mit langfristiger Zinsbindung abgerechnet. Leistungsstörungen traten in beiden Geschäftsjahren nicht auf. [21] AT-EQUITY-BEWERTETE ANTEILEDie Buchwerte der at-Equity-bewerteten Anteile betragen zum 31. Dezember 2018 10.970 TEUR (Vorjahr: 10.903 TEUR). Die folgende Übersicht enthält weitere Angaben zu den at-Equity-bewerteten Unternehmen: scroll
[22] SONSTIGE VERMÖGENSWERTEscroll
[23] LATENTE STEUERN UND LAUFENDE ERTRAGSTEUERNDie Herkunft der aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen wird im Folgenden erläutert: scroll
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Die Saldierung erfolgt bei Ertragsteuern, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden. Im Wesentlichen betrifft das die Körperschaftsteuer der INDUS Holding AG und ihrer deutschen Tochtergesellschaften in der Rechtsform der Kapitalgesellschaft. Die passiven latenten Steuern resultieren überwiegend aus der Berechnung latenter Steuern auf den steuerlich abzugsfähigen Geschäfts- und Firmenwert von Personengesellschaften. Zu steuerlichen Zwecken erfolgt bei Personengesellschaften eine IFRS-ähnliche Kaufpreisallokation; die entstehenden Mehrwerte - auch der steuerliche Geschäfts- und Firmenwert - sind steuerlich abzugsfähig. Da der Geschäfts- und Firmenwert nach IFRS nicht planmäßig abgeschrieben wird, sind nach den Voraussetzungen des IAS 12.21B in der Folge mit der Abschreibung des steuerlichen Geschäfts- und Firmenwerts latente Steuern zu bilden. Die latenten Steuern müssen bis zur Veräußerung der Gesellschaft bilanziert werden. Die Veränderung des Saldos der latenten Steuern wird in den folgenden Tabellen erläutert: ENTWICKLUNG DER LATENTEN STEUERN (IN TEUR)scroll
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Die übrigen Veränderungen der latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Den aktivierten latenten Steuern liegen steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 34.340 TEUR (Vorjahr: 35.417 TEUR) zugrunde. Weitere steuerliche Verlustvorträge in Höhe von zusammen 205.175 TEUR (Vorjahr: 179.192 TEUR), bei denen die Realisierungsmöglichkeit in den nächsten fünf Jahren unwahrscheinlich ist, wurden nicht aktiviert. Es handelt sich zum überwiegenden Teil um gewerbesteuerliche Verlustvorträge, resultierend aus den steuerlichen Besonderheiten der INDUS-Gruppe, wie sie unter Ziffer [16] erläutert wurden. Zukünftige potenzielle Realisierungsmöglichkeiten sind dementsprechend durch den dann geltenden Gewerbesteuersatz bestimmt. Größte Einzelposition ist der gewerbesteuerliche Verlustvortrag der Holding. Die Verwertung dieser Verlustvorträge unterliegt keinen zeitlichen Beschränkungen. Aufgrund geringer Realisierungsmöglichkeit wurden aktive latente Steuern in Höhe von 0 TEUR nicht angesetzt (Vorjahr: 24 TEUR). Aktive latente Steuern in Höhe von 2.137 TEUR (Vorjahr: 840 TEUR) wurden bei Gesellschaften, die aktuell steuerliche Verluste erlitten haben, über die entsprechenden passiven latenten Steuern hinaus bilanziert. [24] VORRÄTEscroll
Die Buchwerte der Vorräte enthalten Abwertungen in Höhe von 18.779 TEUR (Vorjahr: 17.606 TEUR). [25] FORDERUNGENscroll
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Vorjahr: Forderungen aus Fertigungsaufträgen Im aktuellen Berichtsjahr sind 0 TEUR an Forderungen an Kunden mit einem Zahlungsziel von mehr als einem Jahr ausgewiesen (Vorjahr: 108 TEUR). Vertragsforderungen enthalten Forderungen aus Verträgen mit einer Umsatzrealisierung nach der zeitraumbezogenen Methode. Die Vorjahresvergleichszahlen betreffen Forderungen aus Fertigungungsaufträgen. Weitere Angaben zu den Vertragsforderungen enthält die folgende Tabelle: scroll
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Vorjahr: Fertigungsaufträge mit aktivem Saldo Die Vertragsverpflichtungen betreffen Verträge mit einer Umsatzrealisierung nach der zeitraumbezogenen Methode die einen verrechneten Überhang an erhaltenen Anzahlungen aufweisen. In der Bilanz werden diese unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Von den Vertragsverpflichtungen des Vorjahres in Höhe von 49.001 TEUR wurden 40.330 TEUR im Berichtsjahr als Umsatzerlöse erfasst. Zum 31.12.2018 bestehen Leistungsverpflichtungen deren zugeordnete Transaktionspreise 180.794 TEUR (Vorjahr: 192.033 TEUR) betragen. Planmäßig werden diese als Umsatzerlöse innerhalb der nächsten 1 bis 34 Monate realisiert. Die Forderungen enthalten Wertberichtigungen in Höhe von 6.483 TEUR (Vorjahr: 5.999 TEUR). Die Entwicklung wird im Folgenden dargestellt: scroll
Im Geschäftsjahr wurden Forderungen in Höhe von 473 TEUR (Vorjahr 1.046 TEUR) erfolgswirksam ausgebucht. [26] EIGENKAPITAL GEZEICHNETES KAPITALDas Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag 63.571.323,62 EUR. Das Grundkapital ist eingeteilt in 24.450.509 nennwertlose Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Inhaber und gewähren in der Hauptversammlung jeweils eine Stimme. Die Aktien sind in Düsseldorf und Frankfurt zum Geregelten Markt und in Berlin, Hamburg und Stuttgart zum Freiverkehr zugelassen. Der Vorstand ist gemäß § 6.1. der Satzung ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 10. Juni 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von bis zu 12.225.254 neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 31.785.660,51 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2014). Den Aktionären ist bei der Kapitalerhöhung ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen: zur Vermeidung von Spitzenbeträgen; bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen neuen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten und zwar weder zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch zum Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind; bei einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere zum Zweck des Erwerbs eines Unternehmens, von Unternehmensteilen, einer Beteiligung an einem Unternehmen oder sonstigen wesentlichen Betriebsmitteln; sowie um den Inhabern von Wandlungs- oder Optionsrechten auf Aktien der Gesellschaft bzw. entsprechender Wandlungs- oder Optionspflichten zum Ausgleich von Verwässerungen ein Bezugsrecht in dem Umfang einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung dieser Rechte bzw. Erfüllung dieser Pflichten als Aktionär zustehen würde. Die Gesamtzahl der unter Ausschluss des Bezugsrechts aufgrund einer dieser Ermächtigungen auszugebender und ausgegebenen Aktien darf 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung nicht überschreiten; dabei sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung aufgrund anderer Ermächtigungen unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder abgegeben bzw. auszugeben sind. Auf der Hauptversammlung am 24. Mai 2018 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 11.700.000,04 EUR, eingeteilt in 4.500.000 auf den Inhaber lautende neue Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2018). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie
Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahrs, in dem sie durch Ausübung von Options- oder Wandlungsrechten oder durch Erfüllung von Options- bzw. Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, den Wortlaut der Satzung entsprechend der jeweiligen Inanspruchnahme des Bedingten Kapitals und nach Ablauf sämtlicher Options- bzw. Wandlungsfristen zu ändern. RÜCKLAGEN UND KONZERNBILANZGEWINNDie Entwicklung der Rücklagen ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt und beinhaltet die Kapitalrücklage der INDUS Holding AG. Für den Bilanzstichtag ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 41,3 % (Vorjahr: 40,8 %). ANTEILE NICHT BEHERRSCHENDER GESELLSCHAFTERDie Anteile nicht beherrschender Gesellschafter umfassen im Wesentlichen die Minderheitsanteile an den Kapitalgesellschaften WEIGAND Bau GmbH und Tochtergesellschaften der ROLKO-Kohlgrüber GmbH. Die Minderheitsanteile von Personengesellschaften sowie von Kapitalgesellschaften, bei denen aufgrund wechselseitiger Optionsvereinbarungen bereits zum Erwerbszeitpunkt der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums der betreffenden Minderheitsanteile vorlag, werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen [30]. GEWINNVERWENDUNGDer Vorstand wird der Hauptversammlung folgende Dividendenzahlungen aus dem Bilanzgewinn der INDUS Holding AG vorschlagen: Zahlung einer Dividende von 1,50 EUR je Stückaktie (Vorjahr: 1,50 EUR je Stückaktie). Dies entspricht bei 24.450.509 Aktien (Vorjahr: 24.450.509 Aktien) einer Zahlung von 36.675.763,50 EUR (Vorjahr 36.675.763,50 EUR). Der vollständige Gewinnverwendungsvorschlag ist separat veröffentlicht. Die vorgeschlagene Dividende wurde bilanziell nicht erfasst und es ergeben sich keine steuerlichen Konsequenzen. SONSTIGE RÜCKLAGENENTWICKLUNG DER SONSTIGEN RÜCKLAGEN (IN TEUR)scroll
Die Rücklage für die Währungsumrechnung und die Rücklage für Cash Flow Hedges enthalten noch nicht realisierte Gewinne und Verluste. Die Veränderung der Rücklage für die Cash Flow Hedges resultiert ausschließlich aus laufender Veränderung der Marktbewertung. Auswirkungen aus Umklassifizierungen existieren nicht. KAPITALMANAGEMENTDie INDUS Holding AG steuert ihr Kapital mit dem Ziel, die Kapitalrendite zu erhöhen sowie die Liquidität und Kreditwürdigkeit der INDUS-Gruppe sicherzustellen. In diesem Zusammenhang steht auch die fortlaufende Optimierung des Verhältnisses von Eigenkapital zum verzinslichen Gesamtkapital, bestehend aus verzinslichem Fremdkapital und Eigenkapital. Das verzinsliche Fremdkapital umfasst die Pensionsrückstellungen und die Finanzschulden vermindert um die liquiden Mittel und beträgt 526.461 TEUR (Vorjahr: 442.934 TEUR). Unter Berücksichtigung des bilanziellen Eigenkapitals ergibt sich das Gesamtkapital in Höhe von 1.236.286 TEUR (Vorjahr: 1.116.747 TEUR). Bezogen auf das eingesetzte verzinsliche Gesamtkapital beträgt der Anteil des Eigenkapitals 57,4 % (Vorjahr: 60,3 %). Der Anstieg des Gesamtkapitals um 119.539 TEUR (Vorjahr: 66.608 TEUR) resultiert aus einem Anstieg des Eigenkapitals um 36.012 TEUR (Vorjahr: 29.245 TEUR) und einer Erhöhung des verzinslichen Fremdkapitals um 83.527 TEUR (Vorjahr: Erhöhung um 37.363 TEUR). Das thesaurierte Eigenkapital steigert die solide Kapitalausstattung von INDUS. Die INDUS Holding AG unterliegt mit Ausnahme der aktienrechtlichen Regelungen zum Mindestkapital keinen weiteren rechtlich vorgegebenen Kapitalerfordernissen. Darüber hinaus ist die INDUS Holding AG im Rahmen von Kreditverträgen Verpflichtungen zur Einhaltung einer Mindest-Eigenkapitalquote in der AG eingegangen, um damit weiterhin Finanzmittel zu angemessenen Konditionen erhalten zu können. Die geforderte Mindesteigenkapitalquote der Indus Holding AG wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich übertroffen. Die Kreditgeber besitzen Sonderkündigungsrechte im Falle eines Kontrollwechsels. Für Schuldscheindarlehen sind bestimmte Kennzahlen definiert. [27] PENSIONENGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (IN TEUR)scroll
BILANZANSATZ (IN TEUR)scroll
Der Zinsaufwand ist unter der Position Zinsergebnis erfasst. Die erwarteten Erträge aus Planvermögen entsprechen im Wesentlichen den tatsächlichen Erträgen. Die leistungsorientierten Pläne sind mit versicherungsmathematischen Risiken, wie beispielsweise dem Langlebigkeitsrisiko und dem Zinsrisiko, belastet. Eine Erhöhung oder Verminderung des Abzinsungsfaktors um 0,5 Prozentpunkte würde die Nettoverpflichtung um 2.936 TEUR (Vorjahr: 4.703 TEUR) reduzieren bzw. um 3.319 TEUR (Vorjahr: 5.325 TEUR) erhöhen. Im Zusammenhang mit Pensionsleistungen werden für 2019 Zahlungen in Höhe von 3.340 TEUR (im Jahr 2017 für 2018: 3.078 TEUR) erwartet. Das Fondsvermögen besteht im Wesentlichen aus Rückdeckungsversicherungen. Die Entwicklung des Fondsvermögens stellt sich folgendermaßen dar: scroll
Darüber hinaus sind in der Bilanz weitere Erstattungsforderungen in Höhe von 716 TEUR (Vorjahr: 1.233 TEUR) bilanziert. [28] SONSTIGE RÜCKSTELLUNGENIn den sonstigen Rückstellungen sind Zinsen in Höhe von 67 TEUR berücksichtigt worden (Vorjahr: 84 TEUR). RUCKSTELLUNGEN 2018 (IN TEUR)scroll
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Die Verpflichtungen aus Absatz und Beschaffung enthalten Rückstellungen für Gewährleistungen aufgrund rechtlicher oder faktischer Verpflichtungen, Verpflichtungen für Kundenboni und Erlösschmälerungen sowie geschätzte Werte für erwartete Rechnungen. Die Kosten der Belegschaft werden gebildet für Zeitguthaben der Belegschaft, Jubiläen, Altersteilzeit, Abfindungen und ähnliche Verpflichtungen. Die übrigen Rückstellungen betreffen eine Vielzahl von möglichen Einzelrisiken, die hinsichtlich ihres wahrscheinlichen Eintritts bewertet wurden. Nennenswerte zu erwartende Erstattungen im Zusammenhang mit nach IAS 37 bilanzierten Verpflichtungen liegen nicht vor. [29] FINANZSCHULDENFINANZSCHULDEN/ENTWICKLUNG (IN TEUR)scroll
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FINANZSCHULDEN/DERIVATE (IN TEUR)scroll
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[30] SONSTIGE VERBINDLICHKEITENscroll
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Vorjahr: Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo Die Verbindlichkeiten gegen Fremdgesellschafter beinhalten mit 41.789 TEUR (Vorjahr: 64.275 TEUR) bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert, soweit die Minderheitsgesellschafter durch Kündigung des Gesellschaftsvertrags oder aufgrund von Optionsvereinbarungen ihre Anteile INDUS andienen können. Im Geschäftsjahr sind keine Kaufpreisverbindlichkeiten neu zugegangen, 530 TEUR sind als Aufwand erfasst worden und 23.014 TEUR sind im Wesentlichen durch Auszahlungen an die Fremdgesellschafter abgegangen. Die Kaufpreisverbindlichkeiten schwanken entsprechend der prozentualen Veränderung im operativen Ergebnis (EBIT), teilweise begrenzt durch Ober- und Untergrenzen. SONSTIGE ANGABEN[31] INFORMATIONEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNGFür den Neuerwerb von Beteiligungen wurden folgende Kaufpreise gezahlt: scroll
Die liquiden Mittel enthalten Konten mit eingeschränkter Verfügungsmacht in Höhe von 655 TEUR (Vorjahr: 155 TEUR). Investitions- und Finanzierungsvorgänge in Höhe von 1.821 TEUR (Vorjahr: 5.650 TEUR), welche nicht zu einer Veränderung der liquiden Mittel führten, sind nicht Bestandteil der Kapitalflussrechnung. [32] SEGMENTBERICHTERSTATTUNG SEGMENTINFORMATIONEN FÜR DIE GESCHÄFTSBEREICHESEGMENTBERICHT NACH IFRS 8 (IN TEUR)scroll
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ÜBERLEITUNGSRECHNUNG (IN TEUR)scroll
Die Gliederung der Segmente entspricht unverändert dem aktuellen Stand der internen Berichterstattung. Die Zuordnung der Gesellschaften zu den Segmenten wird durch deren Absatzmärkte bestimmt, wenn der ganz überwiegende Sortimentsanteil in diesem Marktumfeld abgesetzt wird (Fahrzeugtechnik, Medizin- und Gesundheitstechnik). Sonst wird auf gemeinsame Merkmale der Produktionsstruktur abgestellt (Bau/Infrastruktur, Maschinen- und Anlagenbau, Metalltechnik). Die Überleitungen enthalten die Werte der Holding, nicht operativer Einheiten ohne Segmentzuordnung sowie die Konsolidierungen. Hinsichtlich der den Segmentumsätzen zugrunde liegenden Produkte und Dienstleistungen verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht. Die zentrale Steuerungsgröße der Segmente ist das operative Ergebnis (EBIT), entsprechend der Definition im Konzernabschluss. Die Segmentinformationen sind in Übereinstimmung mit den Ausweis- und Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses angewandt wurden, ermittelt. Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten beruhen auf Marktpreisen. SEGMENTINFORMATIONEN FÜR DIE REGIONENDie Regionalisierung des Umsatzes bezieht sich auf die Absatzmärkte. Aufgrund der vielfältigen Auslandsaktivitäten ist eine weitere Aufgliederung nach Ländern nicht sinnvoll, da außerhalb von Deutschland kein Land 10 % des Konzernumsatzes erreicht. Die langfristigen Vermögenswerte, abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente, beziehen sich auf den Sitz der Gesellschaften. Eine weitere Differenzierung ist ebenfalls nicht sinnvoll, da sich der Sitz der Gesellschaften überwiegend in Deutschland befindet. Aufgrund der Diversifikationspolitik von INDUS existieren weder einzelne Produkt- oder Dienstleistungsgruppen noch einzelne Kunden, die einen Anteil von mehr als 10 % am Umsatz erreichen. scroll
[33] INFORMATIONEN ZUR BEDEUTUNG VON FINANZINSTRUMENTENFINANZINSTRUMENTE 31.12.2018 (IN TEUR)scroll
FINANZINSTRUMENTE 31.12.2017 (IN TEUR)scroll
Der beizulegende Zeitwert der Finanzschulden beträgt 596.963 TEUR (Vorjahr: 533.319 TEUR). Der beizulegende Zeitwert aller weiteren Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wurden, entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten oder weicht nur unwesentlich davon ab. FINANZINSTRUMENTE NACH GESCHÄFTSMODELL GEM. IFRS 9 (IN TEUR)scroll
Die Gesamtzinserträge und Gesamtzinsaufwendungen für Finanzinstrumente, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, betragen - 12.957 TEUR (Vorjahr: - 14.963 TEUR). ART UND AUSMAß VON RISIKEN, DIE SICH AUS FINANZINSTRUMENTEN ERGEBEN GRUNDSÄTZE DES FINANZIELLEN RISIKOMANAGEMENTSEntsprechend der Philosophie der INDUS Holding AG liegen die Einschätzung und das Management der operativen Risiken in der Verantwortung der einzelnen Gesellschaften und ihrer Geschäftsführer. Auf Basis der lokalen Risikoeinschätzung und der Investitions- und Finanzpläne der jeweiligen Beteiligung ermittelt und überwacht die Holding den gesamten Finanzbedarf. Grundsätzlich werden die Risiken besichert, die Auswirkungen auf den Cashflow des Konzerns haben. Die Sicherung erfolgt durch originäre und derivative Finanzinstrumente; letztere werden ausschließlich zu Sicherungszwecken abgeschlossen. RISIKOMANAGEMENT UND FINANZDERIVATEDie INDUS-Gruppe unterhält ein leistungsfähiges Risikomanagementsystem zur Früherkennung wirtschaftlicher Risiken, dessen Schwerpunkt auf den substanziellen Problemstellungen eines diversifizierten Beteiligungsportfolios beruht. Darin eingebettet sind die spezifischen Fragestellungen des finanziellen Risikomanagements gemäß der Definition nach IFRS 7. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Hinsichtlich weiterer Details wird auf die Ausführungen im Lagebericht verwiesen. LIQUIDITÄTSRISIKODie einzelnen Beteiligungen finanzieren sich grundsätzlich selbst aus ihren operativen Ergebnissen. Je nach Liquiditätssituation erfolgen Transfers zwischen der INDUS Holding AG und den Beteiligungen. Die INDUS-Gruppe verfügt über ausreichende liquide Mittel, die die Handlungsfähigkeit zu jedem Zeitpunkt sicherstellen (2018: 109.647 TEUR, Vorjahr: 135.881 TEUR). Darüber hinaus existieren nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von 29.782 TEUR (Vorjahr: 34.028 TEUR). Die breit diversifizierte Fremdfinanzierung verhindert eine Abhängigkeit von einzelnen Kreditgebern. Durch vorhandene Liquidität und feste Finanzierungszusagen können sich bietende Chancen jederzeit wahrgenommen werden. Die langfristige und in Tranchen angelegte Finanzierung mit revolvierender Neufinanzierung begrenzt das Finanzierungsrisiko. Unter Berücksichtigung der am Abschlussstichtag fixierten Konditionen für Finanzinstrumente wurden folgende Zahlungsmittelabflüsse ermittelt, die in die langfristig angelegte Finanzplanung der INDUS-Gruppe eingehen: scroll
Die Zahlungsströme bestehen aus Tilgungszahlungen und den entsprechenden Zinsen. Im Vorjahr enthalten sie auch Zinszahlungen von Derivaten mit positivem Marktwert, die in einer wirtschaftlichen Sicherungsbeziehung zu den Finanzschulden stehen. Die summierten Zahlungsströme von Finanzschulden und Zinsderivaten ergeben den Zahlungsstrom von entsprechenden Festzinskrediten. AUSFALLRISIKOIm Finanzierungsbereich werden nur Kontrakte mit Kontrahenten erster Bonität abgeschlossen. Im operativen Bereich erfolgt eine dezentrale laufende Überwachung durch die Beteiligungen. Ausfallrisiken wird durch adäquate Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das maximale Ausfallrisiko entspricht dem Bilanzansatz der selbst ausgereichten Kredite und Forderungen, bei Derivaten der Summe ihrer positiven Marktwerte. Durch die Eigenständigkeit der Unternehmen der INDUS-Gruppe, die ihre Aktivitäten auf verschiedenen Märkten und mit unterschiedlichen Produkten entfalten, wird eine breite Streuung des unternehmerischen Risikos erreicht. Eine Konzentration von Ausfallrisiken aus Geschäftsbeziehungen resultiert aus der oligopolistischen Struktur der Kunden im Segment Fahrzeugtechnik. Bezogen auf den Gesamtbestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen existieren 7 Kunden (Vorjahr: 8) mit einem Anteil von jeweils mehr als 1 %. Das entspricht einem Anteil von ca. 24 % an den Offenen Posten im Konzernabschluss (Vorjahr: ca. 25 %). Der Umsatzanteil der TOP-10-Kunden betrug ca. 26 % vom Konzernumsatz (Vorjahr: ca. 28 %). Weiterhin bestehen Forderungen gegen Kunden und assoziierte Unternehmen, die überfällig sind, aber nicht einzeln wertberichtigt wurden. Im Laufzeitband bis drei Monate treten in der Regel keine wesentlichen Zahlungsausfälle ein, da die Überfälligkeiten überwiegend auf zeitlichen Buchungsunterschieden beruhen. Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten am Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden als ausgefallen betrachtet, wenn es sehr unwahrscheinlich ist, dass die Schuldner ihrer Zahlungsverpflichtung nachkommen. Die ist insbesondere bei Insolvenzverfahren oder bei Rechtsstreitigkeiten ohne Aussicht auf Erfolg gegeben. Für alle weiteren finanziellen Vermögenswerte wird das Ausfallrisiko als sehr gering angesehen. FORDERUNGEN AN KUNDEN UND ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN (IN TEUR)scroll
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ohne Vertragsforderungen (Umsatzrealisierung nach der zeitraumbezogenen Methode) Die folgende Tabelle enthält Informationen zu dem geschätzen Ausfallrisiko und den erwarteten Kreditverlusten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: AUSFALLRISIKO FORDERUNGENscroll
Das erwartete Ausfallrisiko wird anhand von vergangenheitsbezogenen Daten insbesondere historische Ausfallquoten ermittelt. ZINSRISIKODie INDUS Holding AG sichert und koordiniert die Finanzierung und Liquidität der Gruppe. Im Vordergrund steht die Finanzierung des langfristig ausgerichteten Beteiligungsportfolios. Zum Einsatz gelangen festverzinsliche Finanzierungen oder variabel verzinsliche Finanzierungen, die per Zinsswaps in festverzinsliche Finanzierungen transferiert werden. Änderungen der Zinssätze könnten Marktwert und Cashflow von Finanzinstrumenten beeinflussen. Die Berechnung dieser Auswirkungen erfolgt durch eine Sensitivitätsanalyse, bei der die relevanten Zinsstrukturkurven jeweils um 100 Basispunkte parallel verschoben werden. Die Auswirkungen werden ermittelt für die fixierten Konditionen des am Abschlussstichtag vorliegenden Bestands an Finanzinstrumenten. Die Veränderung von Marktwerten hat Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, abhängig von den Bewertungskategorien der zugrunde liegenden Finanzinstrumente. Die folgende Tabelle zeigt die Zinssensitivität bei einer parallelen Verschiebung der Zinsstrukturkurve um 100 Basispunkte (BP): SENSITIVITÄTSANALYSE MARKTWERTRISIKO (IN TEUR)scroll
Da wirtschaftlich betrachtet die Zinsänderungsrisiken fast vollständig abgesichert sind, würden sich Veränderungen des Zinsniveaus bei variabel verzinslichen Finanzschulden und derivativen Finanzinstrumenten kompensieren. Wesentliche Auswirkungen auf den zukünftigen Cashflow existieren somit nicht. WÄHRUNGSRISIKODie Währungsrisiken resultieren im Wesentlichen aus der operativen Tätigkeit der Konzernunternehmen sowie aus Finanztransaktionen zwischen den ausländischen Beteiligungsunternehmen und der jeweiligen Muttergesellschaft. Die Risikoanalyse erfolgt auf Nettobasis, die Absicherung entsprechend der unternehmerischen Eigenverantwortung fallweise durch die Beteiligungen. Als Instrumente werden Devisentermingeschäfte und geeignete Optionsgeschäfte eingesetzt. Auswirkungen von Währungsrisiken auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entstehen, wenn Finanzinstrumente in einer anderen Währung als der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft notieren. Wechselkursbedingte Risiken aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Da Währungssicherungen nicht formal als Sicherungsbeziehungen bilanziert werden, ergeben sich hieraus keine Auswirkungen auf die Rücklagen für Marktbewertungen von Finanzinstrumenten. Unter der Annahme, dass am Abschlussstichtag die Umrechnungskurse aller Fremdwährungen gegenüber dem Euro um 10 % höher lägen, würde sich das Nettoergebnis aus der Währungsumrechnung nicht wesentlich verändern. BILANZIERUNG VON SICHERUNGSGESCHÄFTENSICHERUNGSMAßNAHMENZum Abschlussstichtag liegen Währungssicherungen mit einem Nominalvolumen von 12.351 TEUR (Vorjahr: 13.448 TEUR) vor. Im Wesentlichen betreffen die Währungsabsicherungen Geschäfte in US-Dollar, Chinesischer Renminbi und Britischen Pfund (Vorjahr: US-Dollar, Chinesischer Renminbi und Britischen Pfund). Die Sicherungskontrakte weisen einen Marktwert von 235 TEUR (Vorjahr: -1.150 TEUR) auf. Zinssicherungen existieren mit einem Nominalvolumen von 270.071 TEUR (Vorjahr: 290.544 TEUR). Die Marktwerte betragen -4.904 TEUR (Vorjahr: -3.682 TEUR). Die Zinssicherungen betreffen mit 120.071 TEUR (Vorjahr: 65.544 TEUR) bereits bilanzierte Darlehensgeschäfte und mit 150.000 TEUR (Vorjahr: 225.000 TEUR) zukünftige hochwahrscheinliche Darlehensgeschäfte mit Zinsänderungsrisiko. Weitere Details zu Fälligkeiten und Laufzeiten finden sich bei der Berichterstattung zu den Finanzschulden. Die folgenden Sicherungsinstrumente sind Teil eines bilanziellen Sicherungszusammenhangs (Hedge Accounting): BILANZIERUNG VON SICHERLINGSGESCHÄFTEN GEM. IFRS 9scroll
ÜBERLEITUNGSRECHNUNG DER RÜCKLAGEN FÜR CASH FLOW HEDGESscroll
Der durchschnittliche Zinssatz für die Zinssicherungen beträgt 1,00 % (Vorjahr 1,78%). Die Währungssicherungen sind ausschließlich in USD erfolgt. Der durchschnittliche Wechselkurs der Währungssicherungen beträgt 1 EUR =1,1915 USD (Vorjahr: 1 EUR =1,1044 USD. [34] GESTELLTE SICHERHEITENGestellte Sicherheiten für Finanzschulden sind in der folgenden Tabelle dargestellt: VERPFÄNDETE VERMÖGENSWERTE (IN TEUR)scroll
[35] EVENTUALSCHULDENVerpflichtungen aus Bürgschaften existieren in Höhe von 5.886 TEUR (Vorjahr: 6.859 TEUR). Dabei handelt es sich um Außenverpflichtungen der INDUS Holding AG, die diese im Zusammenhang mit den Geschäftsaktivitäten der Beteiligungen übernommen hat. Eine Inanspruchnahme der Bürgschaften durch die Begünstigten ist aus aktueller Sicht sehr unwahrscheinlich. [36] SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGENSonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Operating-Leasing-Verträgen werden mit der Summe der Beträge ausgewiesen, die bis zum frühesten Kündigungstermin anfallen: scroll
Die Operating-Leasing-Zahlungen des aktuellen Jahres betrugen 17.502 TEUR (Vorjahr: 16.113 TEUR). Die Verpflichtungen aus dem Bestellobligo für das Anlagevermögen belaufen sich auf 19.871 TEUR (Vorjahr: 12.714 TEUR), davon für Sachanlagen 18.149 TEUR (Vorjahr: 12.700 TEUR) und für immaterielle Vermögenswerte 1.722 TEUR (Vorjahr: 14 TEUR). Immobilienleasingverträge werden mit Mietanpassungsklauseln, die auf der Entwicklung von Preisindizes beruhen, abgeschlossen. Die Verträge beinhalten regelmäßig Kaufoptionen. Zukünftig fällige Zahlungen aus Finanzierungsleasing zeigt die folgende Übersicht: scroll
Für die entsprechenden Vermögenswerte bestehen in der Regel günstige Kaufoptionen, die nach heutigem Kenntnisstand zum Teil auch ausgeübt werden. Die Kaufpreise sind fixiert, Preisanpassungsklauseln existieren nicht. Die den Verträgen zugrunde liegenden Zinssätze liegen unverändert zwischen 2,6 % und 6,9 %. Es existieren weder Eventualmietzahlungen noch Mietzahlungen aus Untermietverhältnissen. [37] BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN MITGLIEDER DES MANAGEMENTS IN SCHLÜSSELPOSITIONEN UND NAHESTEHENDE PERSONENEntsprechend der Struktur der INDUS-Gruppe zählen zu den Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen der Aufsichtsrat (6 Mitglieder vom 1. Januar bis 29. November 2018, 12 Mitglieder vom 29. November bis 31. Dezember 2018 Vorjahr: 6 Mitglieder), der Vorstand der INDUS Holding AG (2018: 1. Januar - 30. Juni 2018: 4 Personen, ab 1. Juli 2018 3 Personen, Vorjahr: Vom 1.Januar - 30. September 2017: 3 Personen, ab 1. Oktober 2017: 4 Personen) sowie die Geschäftsführer der operativen Einheiten (2018: 124 Personen, Vorjahr: 125 Personen). Bilanzierungspflichtige Pensionszusagen der INDUS Holding AG für Mitglieder des Vorstands existieren nicht. ÜBERSICHT VERGÜTUNG (IN TEUR)scroll
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SAR = Stock Appreciation Rights = virtuelle Aktienoptionen VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATSDie Vergütung des Aufsichtsrats wurde von der außerordentlichen Hauptversammlung der INDUS Holding AG im November 2018 neu festgelegt. Sie ist in § 16. Absatz 1 und 2 der Satzung geregelt. Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält außer dem Ersatz seiner Auslagen für seine Tätigkeit im jeweils abgelaufenen Geschäftsjahr eine Grundvergütung in Höhe von unverändert 30 TEUR sowie ein Sitzungsgeld von 3 TEUR pro Sitzung. Der Vorsitzende erhält das Doppelte der beiden vorgenannten Beträge, der Stellvertreter das Eineinhalbfache. Jedes Mitglied eines Aufsichtsratsausschusses erhält seit dem 29. November 2018 außer dem Ersatz seiner Auslagen für seine Tätigkeit im jeweils abgelaufenen Geschäftsjahr eine Vergütung in Höhe von TEUR 5. Der Ausschussvorsitzende erhält das Doppelte des vorgenannten Betrages. Für den Aufsichtsrat bestehen keine Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme. Der Aufsichtsrat tagte 2018 sechsmal und führte darüber hinaus drei Telefonkonferenzen durch (Vorjahr: fünf Sitzungen) VERGÜTUNG DES VORSTANDSSeit dem 1. Januar 2010 besteht das Long-Term-Incentive-Programm als langfristige Anreizwirkung in Form von virtuellen Aktienoptionen (Stock Appreciation Rights). Als Stock Appreciation Right (SAR) wird die Zusage der INDUS Holding AG bezeichnet, den Berechtigten eine Zahlung zu leisten, deren Höhe sich nach der Differenz zwischen dem Basispreis und dem aktuellen Börsenkurs bei Ausübung der Option bemisst. Der Basispreis der SAR entspricht dem Mittelwert der Schlusskurse im XETRA-Handel für die Aktie der Gesellschaft während der letzten 20 Handelstage vor dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option. Nach den Optionsbedingungen ist die Zahlung des Wertzuwachses für den Berechtigten nach oben begrenzt (Deckelung). Die SAR können nur ausgeübt werden, wenn der Aktienkurs zum Zeitpunkt der Ausübung, gemessen am Basispreis der Option, um einen bestimmten Prozentsatz gestiegen ist (Erfolgshürde). Wird die Erfolgshürde nicht überschritten, kommt es zu keiner Auszahlung an die Vorstandsmitglieder. Die SAR unterliegen einer Sperrfrist von vier Jahren ab dem Tag der Zuteilung der Tranche. Innerhalb der Sperrfrist ist eine Ausübung nicht möglich. Die sich an die Sperrfrist anschließende Ausübungszeit beträgt zwei Jahre. Dem Vorstand werden in jährlichen Tranchen virtuelle Aktienoptionen gewährt, deren Stückzahl durch den Optionspreis im Ausgabezeitpunkt und den vertraglich bestimmten Zielwert bestimmt wird. Im Geschäftsjahr 2018 wurden 61.286 SAR (Vorjahr: 42.887) ausgegeben. Zum Zeitpunkt ihrer Gewährung betrug der beizulegende Zeitwert der SAR insgesamt 385 TEUR (Vorjahr: 298 TEUR). Der Bestand der bis zum 31. Dezember 2018 insgesamt gewährten SAR beträgt 221.614 Stück (Vorjahr: 225.964). Der ermittelte beizulegende Zeitwert der bisher insgesamt gewährten und noch nicht ausgeübten SAR betrug zum Bilanzstichtag 471 TEUR (Vorjahr: 1.978 TEUR). In dieser Höhe wurde im Jahresabschluss eine Rückstellung gebildet. In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts vor Abzinsung mit -1.026 TEUR und im Personalaufwand mit TEUR 72 (Vorjahr: im Personalaufwand 564 TEUR) enthalten. Die Zeitwertermittlung erfolgte mit dem Optionspreismodell von Black/Scholes und einer angemessenen Volatilität für INDUS sowie einem risikolosen Zinssatz unter Berücksichtigung der Deckelung der Auszahlungsansprüche. Für den Fall, dass sich die Zusammensetzung des Aufsichtsrats wesentlich verändert (Change of Control), sind die Vorstandsmitglieder innerhalb eines Jahres zur außerordentlichen Kündigung des Anstellungsvertrags berechtigt. Im Falle der außerordentlichen Kündigung oder bei Abberufung des Vorstands innerhalb eines Jahres nach dem Change of Control, ohne dass ein wichtiger Grund im Sinne des § 626 BGB vorliegt, zahlt die Gesellschaft dem Vorstandsmitglied eine Abfindung. Diese bemisst sich nach der Gesamtvergütung einschließlich aller festen und variablen Vergütungsbestandteile und geldwerten Vorteile. Die Abfindung wird maximal für den Zeitraum bis zum vorgesehenen Beendigungszeitpunkt oder einer Laufzeit von zwei Jahren gezahlt, soweit der reguläre Beendigungszeitraum davon abweicht. Die gewährten Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands der INDUS Holding AG setzen sich für das Geschäftsjahr 2018 sowie das Geschäftsjahr 2017 aus dem festen Grundgehalt (einschließlich steuerpflichtiger geldwerter Vorteile), der ergebnisabhängigen variablen Vergütung (Short-Term-Incentive-Programm) und der aktienorientierten Vergütung in Form von virtuellen Aktienoptionen (Long-Term-Incentive-Programm) zusammen. Insgesamt sind den Vorständen 3.582 TEUR (Vorjahr: 2.750 TEUR) gewährt worden. Auf das Geschäftsjahr entfallen insgesamt 3.255 TEUR (Vorjahr: 2.460 TEUR), davon 1.980 TEUR auf die feste Vergütung (Vorjahr: 1.509 TEUR), 890 TEUR auf die kurzfristige variable Vergütung (Vorjahr: 653 TEUR) und 385 TEUR auf die virtuellen Aktienoptionen (Vorjahr: 298 TEUR). Auf das Vorjahr entfallen 327 TEUR (Vorjahr 290 TEUR) variable Vergütung. Zu den individualisierten Vorstandsvergütungen verweisen wir auf den Vergütungsteil innerhalb des Lageberichtes. SONSTIGE BEZIEHUNGENGeschäfte der INDUS-Gruppe mit Personen oder Unternehmen, die die INDUS-Gruppe beherrschen oder von ihr beherrscht werden, müssen angegeben werden, soweit sie nicht bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen wurden. Nahestehende assoziierte Unternehmen sind die im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanzierten Gesellschaften. Die weiteren Kategorien betreffen die Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen und deren Familienmitglieder. BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN (IN TEUR)scroll
[38] MITARBEITERMITARBEITER IM DURCHSCHNITT DES GESCHÄFTSJAHRESscroll
[39] KOSTEN DER JAHRESABSCHLUSS- UND KONZERNABSCHLUSSPRÜFUNGDas Honorar des Prüfers des Konzernabschlusses, Ebner Stolz GmbH &Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft betrug für die Abschlussprüfungen 355 TEUR (Vorjahr: 238 TEUR), davon für Vorjahre 46 TEUR (Vorjahr: 13 TEUR), für sonstige Bestätigungen oder Bewertungsleistungen 65 TEUR (Vorjahr: 5 TEUR), davon für Vorjahre 35 TEUR(Vorjahr 0 TEUR) , für Steuerberatungsleistungen 11 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) und für sonstige Leistungen 0 TEUR (Vorjahr: 6 TEUR). Die Bestätigungsleistungen betreffen die prüferische Durchsicht des nicht finanziellen Berichts der INDUS-Gruppe und eine Covernancebestätigung. Die Steuerberatungsleistungen betreffen im Wesentlichen die steuerliche Würdigung einer aktienrechtlichen Fragestellung. [40] DEUTSCHER CORPORATE GOVERNANCE KODEXDer Vorstand und der Aufsichtsrat haben im Dezember 2018 gemäß § 161 AktG eine Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und diese den Aktionären auf der Webseite der INDUS Holding Aktiengesellschaft (http://www.indus.de) zugänglich gemacht. [41] INANSPRUCHNAHME DER ERLEICHTERUNGEN NACH § 264 ABS. 3 BZW. § 264B HGBIn der beim elektronischen Handelsregister hinterlegten Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 HGB, die Bestandteil des Konzernanhangs ist, sind die Tochtergesellschaften bezeichnet, die die Befreiung von der Offenlegungspflicht nach § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB zum 31. Dezember 2018 in Anspruch nehmen. [42] EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAGNach Abschluss des Geschäftsjahres 2018 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. [43] ANTEILSBESITZLISTE ZUM 31.12.2018 DER INDUS HOLDING AGscroll
(1)
Inanspruchnahme der Erleichterungen nach § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB Die vollständige Aufstellung des Anteilsbeitzes gemäß § 313 HGB, die Bestandteil des Konzernanhang ist, wird mit dem Konzernabschluss im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. [44] ORGANEAUFSICHTSRAT DER INDUS HOLDING AGJÜRGEN ABROMEIT (SEIT 29. NOVEMBER 2018)Unternehmer VORSITZENDER (SEIT 29. NOVEMBER 2018) WOLFGANG LEMB (SEIT 29. NOVEMBER 2018) *Geschäftsführendes Vorstandsmitglied IG Metall, Frankfurt am Main STELLVERTRETENDER VORSITZENDER (SEIT 29. NOVEMBER 2018) DR. JÜRGEN ALLERKAMPVolljurist, Vorsitzender des Vorstands Investitionsbank Berlin, Berlin STELLVERTRETENDER VORSITZENDER (BIS 29. NOVEMBER 2018) Weitere Mandate im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:
1)
Dieses Mandat ist eine Konzerngesellschaft der Investitionsbank Berlin DR. RALF BARTSCH (BIS 29. NOVEMBER 2018)Volljurist, Sprecher der Geschäftsführung der Unternehmensgruppe Brüder Schlau, Porta Westfalica DR. DOROTHEE BECKERDiplom-Ökonomin, Sprecherin der Geschäftsführung der Unternehmensgruppe Gebrüder Becker, Wuppertal DOROTHEE DIEHM (SEIT 29. NOVEMBER 2018) *1. Bevollmächtigte der IG Metall - Geschäftsstelle Freudenstadt, Freudenstadt PIA FISCHINGER (SEIT 29. NOVEMBER 2018) *Stellvertretende Betriebsratsvorsitzende der Karl Simon GmbH &Co. KG, Aichhalden CORNELIA HOLZBERGER (SEIT 30. JANUAR 2019) *Wirtschaftsjuristin, M. Braun Inertgas-Systeme GmbH, Garching PROF. DR. NADINE KAMMERLANDER (BIS 29. NOVEMBER 2018)Diplom-Physikerin, Lehrstuhlinhaberin des Lehrstuhls für Familienunternehmen an der WHU - Otto Beisheim School of Management, Vallendar GEROLD KLAUSMANN (SEIT 29. NOVEMBER 2018) *Leiter Finanzen/Controlling bei der Karl Simon GmbH &Co. KG, Aichhalden ISABELLA PFALLER (SEIT 29. NOVEMBER 2018)Diplom-Mathematikerin, Mitglied des Vorstandes der Versicherungskammer Bayern, München Weitere Mandate im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:
2)
Diese Mandate sind Konzerngesellschaften der Versicherungskammer Bayern. SERGEJ SCHÖNHALS (29. NOVEMBER 2018 - 30. JANUAR 2019) *Schichtleiter bei der S.M.A. Metalltechnik GmbH &Co. KG, Backnang HELMUT SPÄTHKaufmann (Dipl.-Kfm.) VORSITZENDER (BIS 29. NOVEMBER 2018) Weitere Mandate im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:
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Diese Mandate sind Konzerngesellschaften der Versicherungskammer Bayern UWE TRINOGGA (SEIT 29. NOVEMBER 2018) *Leiter der Qualitätssicherung bei der Selzer Fertigungstechnik GmbH &Co. KG, Driedorf CARL MARTIN WELCKERIngenieur (Dipl.-Ing), geschäftsführender Gesellschafter der Alfred H. Schütte GmbH &Co. KG, Köln *ARBEITNEHMERVERTRETER IM AUFSICHTSRATVORSTAND DER INDUS HOLDING AGDR.-ING. JOHANNES SCHMIDTVORSTANDSVORSITZENDER (SEIT 01. JULI 2018) Weiteres Mandat in Beratungsgremien:
JÜRGEN ABROMEIT (BIS 30. JUNI 2018)VORSTANDSVORSITZENDER (BIS 30. JUNI 2018) DR. JÖRN GROßMANN (SEIT 01. JANUAR 2019)Dr. rer. nat., MBA AXEL MEYERDipl.-Wirtschafts-Ing., LL.M. RUDOLF WEICHERTDiplom-Kaufmann Weiteres Mandat in Beratungsgremien:
Bergisch Gladbach, den 21. März 2019 INDUS Holding AG Der Vorstand Dr. Johannes Schmidt Dr. Jörn Großmann Axel Meyer Rudolf Weichert Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die INDUS Holding Aktiengesellschaft, Bergisch Gladbach Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten LageberichtsPrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Indus Holding Aktiengesellschaft, Bergisch Gladbach, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht (nachfolgend: zusammengefasster Lagebericht) der Indus Holding AG, Bergisch Gladbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Der gesonderte nichtfinanzielle Bericht der INDUS-Gruppe und die auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichte Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §§ 289f und 315d HGB, auf die sich die Querverweise in den Abschnitten "Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren" und "Corporate Governance" des zusammengefassten Lageberichts beziehen, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des KonzernabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:
a) Das Risiko für den Abschluss In dem Konzernabschluss werden unter dem Bilanzposten "Geschäfts- und Firmenwert" zum Abschlussstichtag Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von EUR 418,6 Mio. ausgewiesen, die 42 zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet sind. Als Ergebnis der jährlichen Wertminderungsprüfung wurde bezüglich drei zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ein Wertminderungsaufwand in Höhe von EUR 16,1 Mio. erfasst. Die Angaben der Gesellschaft zu den Geschäfts- oder Firmenwerten sind im Abschnitt 18 des Konzernanhangs enthalten. Zahlungsmittelgenerierende Einheiten, denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, sind anlassbezogen oder mindestens jährlich einer Werthaltigkeitsprüfung zu unterziehen. Der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der mit dem Buchwert inklusive der Geschäfts- oder Firmenwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu vergleichen ist, ist dabei der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung und Nutzungswert. Grundsätzlich erfolgt die Ermittlung des erzielbaren Betrags auf Basis des Nutzungswertes. Es wird dabei der Barwert der künftigen Zahlungsströme zugrunde gelegt, da in der Regel keine Marktwerte für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten vorliegen. Im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung wird der Nutzungswert anhand eines Bewertungsmodells nach dem Discounted Cashflow-Verfahren ermittelt, welches auf den Erwartungen über die künftige Entwicklung des jeweiligen operativen Geschäfts sowie der Einschätzung der hieraus resultierenden künftigen Zahlungsströme basiert. Die Abzinsung erfolgt anhand der gewichteten Kapitalkosten der jeweiligen Berichtssegmente. Das Ergebnis der Werthaltigkeitsprüfung unterliegt maßgeblich dem Einfluss geschätzter Werte und ist daher mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Komplexität der Bewertung war dieser Sachverhalt aus unserer Sicht im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. b) Prüferisches Vorgehen und Schlussfolgerungen Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die Planungen, die den Wertminderungstests von unter Risikogesichtspunkten ausgewählten wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerten zugrunde liegen, durch eine Analyse der uns vorgelegten Planungsprämissen und -unterlagen sowie durch intensive Erörterung mit dem für die jeweiligen Beteiligungen verantwortlichen Mitarbeiter des Mandanten und den lokalen Geschäftsführungen beurteilt. Dabei haben wir diese auch auf eine möglicherweise einseitige Ermessensausübung hin untersucht. Darüber hinaus haben wir die Planungstreue durch Vergleich der Planung des Vorjahres mit den realisierten Ist-Werten beurteilt. Besonderes Augenmerk haben wir dabei auf solche wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte gelegt, für die ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorlag oder bei denen der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit nahe oder unter deren Buchwert liegt. Darüber hinaus haben wir die verwendeten Berechnungsverfahren auf ihre methodisch korrekte Anwendung, die Herleitung der segmentspezifischen Diskontierungszinssätze sowie in Stichproben die rechnerische Richtigkeit geprüft. Die Berechnungsergebnisse des Mandanten haben wir anhand ergänzender Analysen, zu denen auch Sensitivitätsanalysen gehören, validiert. Zudem haben wir die Richtigkeit und Vollständigkeit der in den Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit einbezogenen Vermögenswerte und Schulden beurteilt. Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und -annahmen sind sachgerecht abgeleitet, liegen innerhalb von aus unserer Sicht vertretbaren Bandbreiten und stimmen insgesamt mit unseren Erwartungen überein. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichend geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 24. Mai 2018 als Abschlussprüfer des Einzel- und Konzernabschlusses gewählt. Wir wurden am 6. August 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2013 als Konzernabschlussprüfer der Indus Holding AG, Bergisch Gladbach, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Verantwortlicher WirtschaftsprüferDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Marcus Lauten.
Köln, 22. März 2019 Ebner Stolz GmbH &Co. KG Nikolaus Krenzel, Wirtschaftsprüfer Marcus Lauten, Wirtschaftsprüfer VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018 der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie wesentliche Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Bergisch Gladbach, den 21. März 2019 Der Vorstand Dr. Johannes Schmidt Axel Meyer Dr. Jörn Großmann Rudolf Weichert Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Damen und Herren, im Folgenden möchte ich Sie über die Arbeit des Aufsichtsrats im vergangenen Geschäftsjahr informieren. ZUSAMMENARBEIT VON VORSTAND UND AUFSICHTSRATIm Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat seine Aufgaben vollumfänglich wahrgenommen, die ihm nach Gesetz und Satzung obliegen. Er hat den Vorstand kontinuierlich beraten, diesen bei der Leitung des Unternehmens überwacht und sich dabei stets von deren Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit überzeugt. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten jederzeit nachgekommen und hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für die Gesellschaft und die INDUS-Gruppe relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, der Risikoentwicklung und der Compliance unterrichtet. Dies beinhaltete auch Informationen über Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von früher berichteten Zielen sowie Abweichungen des tatsächlichen Geschäftsverlaufs von der ursprünglichen und kommunizierten Planung. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten stets ausreichend Gelegenheit, sich in den Ausschüssen und den Präsenzsitzungen mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Auf diese Weise erhielten sie zu jeder Zeit Einblick in die jeweils aktuelle Geschäfts- und Vermögensentwicklung. Neben der Finanz-, Investitions- und Personalplanung galt die Aufmerksamkeit des Aufsichtsrats der Risikolage und dem Risikomanagement. Soweit dies nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung erforderlich war, erteilte der Aufsichtsrat in Einzelfällen seine Zustimmung zu spezifischen Geschäftsvorgängen. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand darüber hinaus auch zwischen den Gremiensitzungen in einem intensiven Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand und hat sich über wesentliche Entwicklungen der Gesellschaft informiert. SITZUNGSHÄUFIGKEIT UND SITZUNGSTEILNAHMEIm Geschäftsjahr 2018 fanden bis zur außerordentlichen Hauptversammlung am 29. November 2018 sechs ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Davon waren fünf im Beisein des Vorstands. Darüber hinaus wurden drei außerordentliche Telefonkonferenzen durchgeführt. Zudem fand im Nachgang zur außerordentlichen Hauptversammlung am 29. November 2018 eine konstituierende Sitzung des neu zusammengesetzten und nunmehr auf zwölf Mitglieder erweiterten paritätisch besetzten Aufsichtsrats statt. Als Aufsichtsratsmitglied der Anteilseigner wählte die außerordentliche Hauptversammlung Herrn Jürgen Abromeit, Herrn Dr. Jürgen Allerkamp, Frau Dr. Dorothee Becker, Frau Isabella Pfaller, Herrn Helmut Späth sowie Herrn Carl Martin Welcker in den Aufsichtsrat. Da die Wahlen der Arbeitnehmervertreter am Tag der außerordentlichen Hauptversammlung noch nicht abgeschlossen waren, bestellte das Amtsgericht Köln, wie von der Gesellschaft beantragt, mit Wirkung ab dem 29. November 2018 Frau Dorothee Diehm, Frau Pia Fischinger, Herrn Gerold Klausmann, Herrn Wolfgang Lemb, Herrn Sergej Schönhals und Herrn Uwe Trinogga zu Aufsichtsratsmitgliedern der Arbeitnehmer. Der Antrag auf gerichtliche Bestellung orientierte sich dabei an den zu diesem Zeitpunkt im Wahlverfahren der Arbeitnehmer bereits ermittelten Wahlvorschlägen. Das Wahlverfahren zur Wahl der Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer ist am 30. Januar 2019 mit der Delegiertenversammlung abgeschlossen worden. In der unmittelbar im Anschluss an die außerordentliche Hauptversammlung am 29. November 2018 durchgeführten konstituierenden Aufsichtsratssitzung wurden Herr Jürgen Abromeit zum Vorsitzenden und Herr Wolfgang Lemb zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Zudem wurden die Mitglieder und die jeweils Vorsitzenden des Vermittlungsausschusses nach § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz, des Prüfungsausschusses, des Personalausschusses und des Nominierungsausschusses gewählt. Details zur Zusammensetzung der Ausschüsse finden Sie auf S. 9 im Abschnitt "Organe". Der Aufsichtsrat sieht es als Bestandteil einer guten Corporate Governance an, die Teilnahme an Sitzungen des Aufsichtsratsplenums sowie der Aufsichtsratsausschüsse individualisiert offenzulegen. SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATS UND DER AUSSCHÜSSE IM GESCHÄFTSJAHR 2018scroll
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Hinweis: In der Zeit vom 29.11. bis zum 31.12.2018 fanden keine Ausschusssitzungen statt. Der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses standen auch zwischen den Gremiensitzungen in einem intensiven Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand, sodass der Aufsichtsrat als Kontrollgremium stets in grundlegende Entscheidungen eingebunden war. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Aufsichtsrats- und Vorstandsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung informiert werden soll, gab es nicht. THEMENSCHWERPUNKTE DER SITZUNGENWesentliche Themen der ersten Sitzung am 22. März 2018 bildeten die Vorlage und Erläuterung des Jahresabschlusses 2017 der AG und des Konzerns sowie die Beschlussfassung hierzu. Der Aufsichtsrat erörterte die Vorlagen des Prüfungsausschusses zur Entwicklung der Ertragslage, zur Bilanzierung der gesetzlichen Schweizer Pensionspläne nach IFRS, zur Entwicklung des Währungsergebnisses sowie zur angemessenen Berücksichtigung der von der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung vorgegebenen Prüfungsschwerpunkte. Nach intensivem Austausch mit dem Abschlussprüfer Ebner Stolz GmbH &Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, und auf Empfehlung des Prüfungsausschusses billigte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat über die Investitionsschwerpunkte im abgelaufenen Jahr, erläuterte die Jahresberichte zum Risikomanagement und zur Compliance und informierte den Aufsichtsrat über die wirtschaftliche Lage der INDUS-Gruppe per Februar 2018. Weiterhin berichtete der Vorstand über den Stand des laufenden Statusverfahrens am Oberlandesgericht Düsseldorf. Der Aufsichtsrat stimmte dem Dividendenvorschlag des Vorstands und dem Vorschlag des Vorstands für die Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung am 24. Mai 2018 zu. Hinsichtlich der Ergänzungsakquisitionen informierte der Vorstand über das am 25. Januar 2018 erfolgte Closing des Erwerbs der ELECTRONIC EQUIPMENT B. V. durch die AURORA Konrad G. Schulz GmbH &Co. KG sowie über die geplante Übernahme der Aktivitäten eines Handelsunternehmens für medizinische Hilfsmittel in Süddeutschland durch die OFA Bamberg GmbH. Am Tag vor der Hauptversammlung, am 23. Mai 2018, kam der Aufsichtsrat zu seiner zweiten ordentlichen Sitzung zusammen. Darin befasste sich der Aufsichtsrat ausführlich mit dem Bericht über den Geschäftsverlauf der Monate Januar bis April 2018. Der Vorstand berichtete über die Entwicklung der beiden Repositionierungsprojekte aus den Bereichen Metall- und Fahrzeugtechnik und erläuterte den auf Basis der Ergebnisse per März 2018 erstellten Forecast I der Beteiligungsunternehmen. Zudem informierte der Vorstand erneut über den Stand des Statusverfahrens vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf. Bereits im Vorfeld der Sitzung hatte der Aufsichtsrat im Umlaufverfahren den Erwerb eines namhaften Anbieters von Raumklimageräten beschlossen. In der Sitzung informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über das am Tag der Sitzung erfolgte Signing. Vor dem Hintergrund, dass der Vorstandsvorsitzende Jürgen Abromeit die Niederlegung seines Vorstandsmandats zum 30. Juni 2018 erklärt hatte, beschloss der Aufsichtsrat entsprechend der Empfehlung des Personal- und Nominierungsausschusses die Ernennung von Dr. Johannes Schmidt zum Vorstandsvorsitzenden mit Wirkung zum 1. Juli 2018. Die dritte ordentliche Sitzung fand am 17. Juni 2018 statt. Einen Themenschwerpunkt bildete der Beschluss des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom 4. Juni 2018 im anhängigen Statusverfahren. Das Oberlandesgericht wies darin die Beschwerde der Gesellschaft gegen den Beschluss des Landgerichts Köln vom 28. April 2017 zurück und entschied damit, dass der Aufsichtsrat der INDUS Holding AG paritätisch zu besetzen ist. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat sowohl über den Beschluss des Oberlandesgerichts als auch über die notwendigen Schritte zu dessen Umsetzung. Zur Vorbereitung der Neuwahl des Aufsichtsrats fassten die Aufsichtsratsmitglieder den Beschluss, der Gesamterfüllung der Geschlechterquote im Sinne des § 96 Abs. 2 Satz 1 Aktiengesetz zu widersprechen. Somit ist die Geschlechterquote des paritätisch besetzten Aufsichtsrats sowohl von den Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner als auch von den Aufsichtsratsmitgliedern der Arbeitnehmer jeweils getrennt zu erfüllen. Im Weiteren befasste sich der Aufsichtsrat mit dem aktuellen Stand des im Mai 2018 gestarteten Such-prozesses nach einem vierten Vorstandsmitglied, über den die Vakanz im Vorstandsressort Technologie und Innovation schnellstmöglich geschlossen werden sollte. In der vierten ordentlichen Sitzung am 13. September 2018 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über die wirtschaftliche Entwicklung der INDUS-Gruppe in den ersten sieben Monaten des Geschäftsjahrs 2018, die aktuelle Lage bei den beiden Repositionierungsprojekten sowie die Entwicklung des Segments Fahrzeugtechnik insgesamt. Der Vorstand bestätigte mit Blick auf den aktuellen Forecast II der Beteiligungsunternehmen die Guidance für das Gesamtjahr 2018. Nach persönlicher Vorstellung des Kandidaten und Diskussion im Gesamtgremium beschloss der Aufsichtsrat entsprechend der Empfehlung des Personal- und Nominierungsausschusses die Bestellung von Herrn Dr. Jörn Großmann als neues viertes Vorstandsmitglied zum 1. Januar 2019 sowie den Abschluss des Anstellungsvertrags. Darüber hinaus befasste sich der Aufsichtsrat mit der Vorbereitung der außerordentlichen Hauptversammlung am 29. November 2018. Dazu erläuterte die zu der Sitzung geladene Kanzlei Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Köln, die insbesondere aufgrund des zukünftig paritätisch zusammengesetzten Aufsichtsrats erforderlichen Änderungen der Satzung. Nach eingehender Diskussion fasste der Aufsichtsrat den Beschluss, der Hauptversammlung die Neufassung der Satzung der Gesellschaft vorzuschlagen. Darüber beriet der Aufsichtsrat über die Nominierung der Kandidaten für die Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner, die der außerordentlichen Hauptversammlung zur Wahl vorgeschlagen werden sollen. Im Hinblick darauf, dass das Wahlverfahren für die Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer erst mit der für den 30. Januar 2019 geplanten Delegiertenversammlung abgeschlossen sein würde, informierte der Vorstand über die Möglichkeit einer zwischenzeitlichen gerichtlichen Bestellung der Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer. Den Schwerpunkt der fünften ordentlichen Sitzung am 5. Oktober 2018 sowie der drei Telefonkonferenzen vom 10. und 26. Oktober 2018 und vom 1. November 2018 bildete die Nominierung der Kandidatinnen und Kandidaten, die der außerordentlichen Hauptversammlung für die Seite der Anteilseigner zur Wahl vorzuschlagen waren. Die Sitzung sowie die Telefonkonferenzen fanden ohne Beteiligung des Vorstands statt. Die letzte ordentliche Sitzung des Jahres am 29. November 2018 unmittelbar vor der außerordentlichen Hauptversammlung galt dem aktualisierten Ausblick für das Geschäftsjahr 2018 sowie der Planung 2019. Auch in dieser Sitzung berichtete der Vorstand dem Aufsichtsrat über die beiden laufenden Repositionierungen in den Segmenten Fahrzeug- und Metalltechnik sowie über den Hintergrund der unterplanmäßigen Entwicklung einer weiteren Beteiligung im Segment Fahrzeugtechnik. Der Vorstand erläuterte die in der Ad-hoc-Mitteilung vom 20. November 2018 kommunizierten nicht zahlungswirksamen Wertminderungen im Wesentlichen auf Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von rund 16 Mio. EUR im vierten Quartal 2018 und stellte den auf den Ist-Zahlen per 30. September 2018 aufbauenden Forecast zum Geschäftsjahresende 2018 inklusive der Wertminderungen vor. In der darauffolgenden Diskussion erörterte der Vorstand Details des Planungsprozesses. Der Aufsichtsrat verabschiedete die Jahresplanung wie vorgestellt. Weiterer Gegenstand der Beratungen war die Vorbereitung auf die am selben Tag stattfindende außerordentliche Hauptversammlung. Zudem gaben Vorstand und Aufsichtsrat eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG ab, die auf der Internetseite der Gesellschaft zur Verfügung steht. Unmittelbar im Anschluss an die außerordentliche Hauptversammlung am 29. November 2018 fand die konstituierende Sitzung des neu zusammengesetzten, auf zwölf Mitglieder erweiterten paritätisch besetzten Aufsichtsrats statt, in welcher Herr Jürgen Abromeit zum Vorsitzenden und Herr Wolfgang Lemb zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt wurde. ARBEIT DER AUSSCHÜSSEDie Ausschüsse des Aufsichtsrats haben primär die Aufgabe, Entscheidungen und Themen für die Sitzungen des gesamten Gremiums vorzubereiten. Dabei können Entscheidungsbefugnisse auf die Ausschüsse übertragen werden, sofern dies gesetzlich zulässig ist. Die Vorsitzenden der Ausschüsse berichteten dem Aufsichtsrat regelmäßig und ausführlich über die Ausschussarbeit. Im abgelaufenen Jahr haben zwei Ausschüsse in der bis zum 29. November 2018 bestehenden Zusammensetzung getagt. Die in der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats am 29. November 2018 neu gebildeten und neu zusammengesetzten Ausschüsse begannen erst 2019 ihre Ausschussarbeit. Die personelle Zusammensetzung der Ausschüsse ist unter der Rubrik "Organe" im Geschäftsbericht dargestellt. Der Prüfungsausschuss kam im Geschäftsjahr 2018 zu zwei Sitzungen am 22. März 2018 und 23. Mai 2018 zusammen. Neben Mitgliedern des Vorstands nahmen auch Vertreter von Ebner Stolz &Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, an den Sitzungen teil. Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Prüfungsausschuss erklärt, dass keine Umstände vorliegen, die Anlass geben, seine Befangenheit anzunehmen. Der Prüfungsausschuss hat die erforderliche Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers eingeholt, dessen Qualifikation überprüft und die Honorarvereinbarung abgeschlossen sowie den Prüfungsschwerpunkt festgelegt. Hauptthemen der Beratungen waren der Jahresabschluss 2017, die Überprüfung des Risikomanagements- und Compliance-Berichts 2017, die Entwicklung und Verabschiedung einer Abschlussprüfer-Richtlinie für den Einzel- und Konzernabschluss sowie das Thema IT-Sicherheit. Der Personal- und Nominierungsausschuss bereitete im Geschäftsjahr 2018 in drei Sitzungen am 20. März 2018, 23. Mai 2018 und 22. August 2018 sowie zwei weiteren Telefonkonferenzen am 29. und 31. August 2018 die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor. Soweit erforderlich, wurden Beschlüsse gefasst oder dem Aufsichtsrat Empfehlungen zur Beschlussfassung gegeben. Gegenstand der Sitzungen waren insbesondere - in Verbindung mit dem Ausscheiden von Herrn Jürgen Abromeit aus dem Vorstand - die Erarbeitung eines Vorschlags für die Bestellung eines Nachfolgers für das Amt des Vorstandsvorsitzenden zum 1. Juli 2018 sowie die Suche nach einer geeigneten Kandidatin bzw. eines geeigneten Kandidaten als viertes Vorstandsmitglied. Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Nominierung der Kandidaten der Anteilseigner für den ab dem 29. November 2018 neu zusammenzusetzenden Aufsichtsrat. Neben weiteren Vertragsangelegenheiten befasste sich der Ausschuss mit den Themen Aufsichtsratsvergütung und Ausgestaltung des Vorstandsvergütungssystems, insbesondere im Hinblick auf die Festsetzung der Tantieme und des Bonus. Einzelheiten zur Gremienvergütung können dem Vergütungsbericht entnommen werden. BILLIGUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND BILLIGUNG DES KONZERNABSCHLUSSES PER 31. DEZEMBER 2018Die durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Mai 2018 zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer bestellte Ebner Stolz GmbH &Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, hat gemäß Auftrag des Aufsichtsrats den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht der INDUS Holding AG und des Konzerns geprüft. Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Darüber hinaus hat er festgestellt, dass das Risikomanagementsystem den gesetzlichen Vorschriften entspricht und bestandsgefährdende Risiken nicht erkennbar sind. Eine prüferische Durchsicht von Zwischenfinanzberichten wurde planmäßig nicht durchgeführt. Jahresabschluss, Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats ebenso wie der gesonderte nichtfinanzielle Konzernbericht rechtzeitig vorgelegt. Sie wurden in der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 22. März 2019 detailliert erörtert. An dieser Sitzung nahm auch der Abschlussprüfer Ebner Stolz GmbH &Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, teil, der über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtete und für zusätzliche Fragen zur Verfügung stand. Der Aufsichtsrat erörterte sämtliche Vorlagen und Prüfungsberichte eingehend. Nach der abschließenden Prüfung der vorgelegten Unterlagen und der Empfehlung des Prüfungsausschusses erhob der Aufsichtsrat gegen den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht keine Einwände und schloss sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an. Der Aufsichtsrat hat deshalb den Jahresabschluss 2018 und den Konzernabschluss 2018 gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss 2018 gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands schloss sich der Aufsichtsrat nach vorheriger Prüfung an. Der Aufsichtsrat hat auch den gesonderten nichtfinanziellen Bericht der INDUS-Gruppe geprüft. Er stützte sich dabei auf prüferische Durchsicht des Abschlussprüfers Ebner Stolz GmbH &Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln. Einwände seitens des Aufsichtsrats gegen den gesonderten nichtfinanziellen Bericht der INDUS-Gruppe wurden nicht erhoben. Mit Ablauf der außerordentlichen Hauptversammlung sind die Aufsichtsratsmitglieder Dr. Ralf Bartsch und Prof. Dr. Nadine Kammerlander aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Der Aufsichtsrat dankt ihnen für ihre engagierte Mitarbeit. Der Aufsichtsrat dankt außerdem den Geschäftsführern und Mitarbeitern aller Beteiligungsunternehmen sowie dem Vorstand und den Mitarbeitern der INDUS Holding AG für ihr außerordentliches Engagement im vergangenen Geschäftsjahr.
Bergisch Gladbach, den 22. März 2019 Für den Aufsichtsrat Jürgen Abromeit, Vorsitzender Entsprechenserklärung 2018Vorstand und Aufsichtsrat erklären, dass die INDUS Holding AG seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im November 2017 den Empfehlungen des vom Bundesministerium der Justiz veröffentlichten Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") in der Fassung vom 7. Februar 2017 entspricht. Auch in Zukunft wollen Vorstand und Aufsichtsrat diese beachten. Es gelten folgende Ausnahmen: Kodex Ziffer 4.1.3 Satz 3 Halbsatz 1: Möglichkeit des Whistleblowings mit HinweisgeberschutzDie INDUS Holding AG hat kein Whistleblowing-System eingerichtet, mit dessen Hilfe die Beschäftigten geschützt Hinweise auf Rechtsverstöße im Unternehmen geben können. Unabhängig davon, dass bisher nicht abschließend geklärt ist, welche Anforderungen an ein Whistleblowing-System im Sinne von Ziffer 4.1.3 Satz 3 Halbsatz 1 des Kodex zu stellen sind, besteht aus Sicht der INDUS Holding AG vor dem Hintergrund der offenen Kommunikationskultur im Unternehmen für die Einrichtung eines solchen Systems kein Anlass. In diesem Zusammenhang hat die Gesellschaft auch berücksichtigt, dass gegen die Einrichtung eines geschützten Hinweisgebersystems Vorbehalte wie etwa Missbrauchsrisiken und die Schaffung einer Atmosphäre des Misstrauens vorgebracht werden. Kodex Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 2 und Abs. 4 Satz 1 und Satz 2: Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum AufsichtsratDer Aufsichtsrat der INDUS Holding AG sieht davon ab, eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festzulegen, da eine pauschale Regelgrenze individuelle Faktoren, die eine längere Zugehörigkeit einzelner Aufsichtsratsmitglieder rechtfertigen können, nicht berücksichtigt. Eine solche Regelgrenze würde insbesondere außer Acht lassen, dass die Bewahrung langjähriger Expertise von Aufsichtsratsmitgliedern für die Gesellschaft von besonderer Bedeutung sein kann. Die (teilweise) Abweichung von Ziffer 5.4.1 Abs. 4 Satz 1 und 2, wonach u.a. die Regelgrenze bei Wahlvorschlägen berücksichtigt und ihr Umsetzungsstand veröffentlicht werden soll, ist Folge der fehlenden Festlegung einer Regelgrenze.
Bergisch Gladbach, den 29. November 2018 Für den Vorstand Dr. Johannes Schmidt Für den Aufsichtsrat Rudolf Weichert Helmut Späth |
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