![]() INDUS Holding AGBergisch GladbachQuartalsbericht zum 31.03.2020HIGHLIGHTSscroll
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INHALT
KURSENTWICKLUNG DER INDUS-AKTIE JANUAR BIS APRIL 2020 EXKL. DIVIDENDE (indexiert, in %)![]() BRIEF AN DIE AKTIONÄRESEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN, die Corona-Pandemie hält die Welt weiter in Atem. Zwar nehmen zumindest in den westlichen
Demokratien die gesellschaftlichen Diskussionen über eine schrittweise Rückkehr zu
einer neuen Normalität zunehmend größeren Raum ein. Die Geschwindigkeit einer möglichen
Normalisierung des gesellschaftlichen Lebens und eines Wiederanlaufens der globalen
Wirtschaftskreisläufe lässt sich aber aktuell nicht zuverlässig prognostizieren. Die
internationalen Institutionen und Sachverständigen korrigieren jedenfalls ihre Prognosen
über die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2020 sukzessive nach unten. Auch die Beteiligungsunternehmen unserer Gruppe müssen sich intensiv mit den Folgen
der Corona-Pandemie für ihr Geschäft auseinandersetzen. Gemeinsam mit den Geschäftsführungen
haben wir als Vorstand von INDUS eine Vielzahl von Maßnahmen initiiert, um die negativen
Folgen der Corona-Pandemie auf die wirtschaftliche Entwicklung unserer Gruppe zu kontrollieren
und zu reduzieren. Dies gelingt bei den einzelnen Beteiligungsunternehmen unterschiedlich
gut. Beim Blick auf die Entwicklung unserer Gruppe im ersten Quartal 2020 können wir schon
deutliche Spuren der Corona-Pandemie erkennen. Das betrifft stark das Segment Fahrzeugtechnik
und deutlich spürbar das Segment Maschinen- und Anlagenbau. Aber auch das Segment
Medizin- und Gesundheitstechnik registriert bereits erste Belastungen. Unser Konzernumsatz
sank im Vergleich zum Vorjahr in den ersten drei Monaten 2020 um 8,3 % auf 401,2 Mio.
Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) reduzierte sich um 52,4 % auf 16,0 Mio. Euro. Einen außergewöhnlich starken positiven Beitrag lieferte das Segment Bau/Infrastruktur:
Hier machte sich besonders der milde Winter bemerkbar, der bereits ab Anfang Januar
zu saisonal ungewöhnlich hohen Umsätzen führte. Im Segment Fahrzeugtechnik verzeichneten
alle Segmentunternehmen deutliche Umsatzrückgänge gegenüber dem Vorjahr. Dies ist
zum einen auf eine starke Nachfrageschwäche in Europa und den USA und zum anderen
auf die Folgen der Corona-Pandemie in China zurückzuführen. Ein Großteil der Unternehmen
im Segment Maschinen- und Anlagenbau spürte im ersten Quartal Auswirkungen einer allgemeinen
Marktberuhigung. Zusätzlich waren auch unmittelbare Auswirkungen der Corona-Pandemie
vor allem in China bereits deutlich bemerkbar. Bis auf ein Unternehmen des Segments
Medizin- und Gesundheitstechnik verzeichneten alle anderen im ersten Quartal Umsatzrückgänge
im einstelligen Prozentbereich. Besonders auffällig war der Rückgang im Bereich der
Rehabilitationstechnik. Das Segment Metalltechnik entwickelte sich im ersten Quartal
stabil. Trotz eines leichten Umsatzrückgangs konnte das Ergebnis sogar leicht verbessert
werden. Der operative Cashflow lag mit 2,6 Mio. Euro erfreuliche 17,8 Mio. Euro über dem
Vorjahr. Die Liquidität im Konzern lag am Ende des Quartals bei ungewöhnlich hohen
163,8 Mio. Euro. Dabei ist zu beachten, dass wir im März vorsorglich bereits bestehende
Kreditlinien in Höhe von insgesamt 42,0 Mio. Euro teilweise gezogen haben. Damit ist
unsere Liquiditätsversorgung auch bei länger dauernden Einschränkungen durch die Corona-Pandemie
gesichert. In enger Zusammenarbeit mit unseren wichtigen Finanzierungspartnern verzeichnen
wir keine Einschränkungen im Rahmen unserer rollierenden Refinanzierung. Ein Rückgriff
auf Staatshilfen wird somit absehbar nicht erforderlich sein. Bereits im Januar konnten wir von einem der Unternehmensgründer der m+p International
Mess- und Rechnertechnik GmbH nach seinem Ausscheiden aus der Geschäftsführung dessen
Restanteile von 14,5 % planmäßig erwerben. Damit halten wir nun rund 91 % der Geschäftsanteile
an diesem Hersteller von Soft- und Hardware zur Schwingungsregelung und -messung,
der in unserer Zukunftsbranche Mess-/Regel- und Automatisierungstechnik aktiv ist.
Aktuell verfolgen wir mehrere M&A-Projekte, teilweise bereits in einem fortgeschrittenen
Stadium. Wie Sie sich sicher erinnern, enthielt unser am 30. März 2020 veröffentlichter Geschäftsbericht
2019 eine Prognose, in der wir basierend auf den damals vorliegenden volkswirtchaftlichen
Szenarien die möglichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf INDUS einschätzten. Zwischenzeitlich
haben sich die volkswirtschaftlichen Szenarien für das Jahr 2020 allerdings deutlich
verdüstert - sowohl für Europa als auch für die gesamte Welt. Teilweise ergeben sich
auch in unseren Beteiligungsunternehmen unerwartete Entwicklungen. So spüren mehrere
Unternehmen unseres Segments Medizin- und Gesundheitstechnik deutlich negative Effekte
durch das gestörte Geschäft in den Sanitätshäusern und den weitgehenden Ausfall "normaler"
Operationen in den für Corona-Patienten geräumten Krankenhäusern. In den Gesprächen
mit unseren Beteiligungsunternehmen sehen wir eine hohe Unsicherheit bei der Einschätzung,
wie sich das Geschäft im Jahr 2020 entwickeln wird. Entscheidend wird die Charakteristik
des Wiederanlaufens der Wirtschaftskreisläufe sein. Vor diesem Hintergrund halten wir es im Moment nicht für möglich, eine für den Kapitalmarkt
verlässliche Prognose für das Gesamtjahr 2020 abzuleiten. Wir müssen aber davon ausgehen,
dass das operative Ergebnis deutlich unter unserer ursprünglichen Erwartung liegen
wird. Wir haben deshalb unsere Prognose aus dem März 2020 zurückgezogen. Wenn sich
die gesamtwirtschaftliche Lage so weit stabilisiert, dass eine verlässliche Prognose
wieder formuliert werden kann, werden wir diese selbstverständlich umgehend kommunizieren. Aktuell gilt es, mit allen Kräften die Auswirkungen der wirtschaftlichen Krise auf
unsere Beteiligungsunternehmen weitmöglichst zu reduzieren. Dazu arbeitet der Vorstand
eng mit den Geschäftsführungen unserer Beteiligungsunternehmen zusammen. Die Personalkapazitäten
müssen möglichst schnell an die geringe Auslastung angepasst werden. Ziel ist es,
die Stammbelegschaften unserer Unternehmen dauerhaft zu erhalten und durch die Nutzung
von Kurzarbeit trotzdem die Personalkosten zu reduzieren. Intensiv achten unsere Geschäftsführungen
im Personalbereich dabei auch auf die Einhaltung aller Regelungen zum Arbeitsschutz
gemäß dem neuen Arbeitsschutz-Standards in Hinblick auf das Coronavirus. Zusätzlich
ist ein striktes Kostenmanagement im Sachkostenbereich essenziell. Ein stringentes
Forderungsmanagement und Management des Working Capital sowie Zurückhaltung bei den
Investitionen in Sachanlagen tragen erheblich zur Absicherung der Liquidität von INDUS
bei. Gerade in diesen Zeiten kommt es aber auch auf die konsequente Nutzung von Chancen
an. Deshalb führen wir unsere Schwerpunkte aus dem Strategieprogramm PARKOUR mit unveränderter
Intensität fort, um Innovationen voranzutreiben und die operative Exzellenz zu steigern. Lassen Sie uns am Ende dieses Briefs noch einmal an die Zeiten der Finanzkrise erinnern.
Auch damals hat die räumliche und sachliche Diversifikation unserer Gruppe maßgeblich
dazu beigetragen, dass wir besser als viele andere durch die Krise gekommen sind.
Genau diese Stärke werden wir auch wieder im Jahr 2020 beim Meistern der Herausforderungen
der Corona-Pandemie ausspielen.
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ZWISCHENLAGEBERICHTGESCHÄFTSVERLAUF DER INDUS-GRUPPE IN DEN ERSTEN DREI MONATEN 2020KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER INDUS HOLDING AG (in Mio. EUR)scroll
Das erste Quartal 2020 stand für die INDUS-Gruppe mit dem Beginn der Coronavirus-Pandemie
im Zeichen schwieriger wirtschaftlicher und operativer Rahmenbedingungen. Die INDUS-Beteiligungen
aus drei der fünf Segmente waren im Berichtszeitraum bereits in erheblichem Maß von
den Folgen der Pandemie beeinträchtigt. Darüber hinaus sieht sich INDUS weiterhin
mit den Problemen aus dem Segment Fahrzeugtechnik konfrontiert. Das Segment Bau/Infrastruktur
erzielte ein Plus beim Umsatz und beim operativen Ergebnis (EBIT). Die EBIT-Marge
stieg auf außergewöhnliche 16,6 %. UMSATZRÜCKGANG IN DER INDUS-GRUPPE Im ersten Quartal 2020 konnten die INDUS-Beteiligungen einen Umsatz in Höhe von 401,2
Mio. EUR erzielen. Dies bedeutet eine Reduktion um -36,4 Mio. EUR (-8,3 %) im Vergleich
zum ersten Quartal 2019. Dabei sind die Umsatzerlöse im Segment Fahrzeugtechnik sowie
im Segment Maschinen- und Anlagenbau deutlich zurückgegangen. In den Segmenten Medizin-
und Gesundheitstechnik sowie Metalltechnik waren leichte Umsatzrückgänge zu verzeichnen.
Das Umsatzwachstum im Segment Bau/ Infrastruktur in Höhe von 6,9 Mio. EUR konnte die
Rückgänge in den restlichen vier Segmenten nicht kompensieren. Der organische Umsatzrückgang
der INDUS-Gruppe betrug 10,2 %. Anorganisch konnte durch den Erwerb der MESUTRONIC
und DSG im vergangenen Geschäftsjahr ein Umsatzplus von 1,9 % erzielt werden. Die Materialaufwandsquote sank von 49,4 % auf 47,3 %. Die Personalaufwandsquote stieg
um 3,5 Prozentpunkte von 29,7 % auf 33,2 %. Trotz der zum Teil niedrigen Produktionsauslastungen
- insbesondere in den Segmenten Fahrzeugtechnik sowie Maschinen- und Anlagenbau -
konnten die Personalkosten nicht im gleichen Maß angepasst werden. Der sonstige betriebliche Aufwand in Höhe von 53,8 Mio. EUR war im Berichtsquartal
aufgrund von Währungsverlusten leicht höher als im Vorjahresvergleich (Vorjahr: 52,4
Mio. EUR). Die Abschreibungen erhöhten sich um 9,4 % auf insgesamt 23,3 Mio. EUR.
Der Anstieg ist auf die gestiegenen Sachinvestitionen der vergangenen Jahre zurückzuführen. DEUTLICHER ERGEBNISRÜCKGANG Das operative Ergebnis (EBIT) betrug 16,0 Mio. EUR und lag damit um 17,6 Mio. EUR
unter dem Vorjahreswert. Die EBIT-Marge betrug 4,0 % nach 7,7 % im Vorjahresvergleichszeitraum.
Der Rückgang ist insbesondere auf die Entwicklungen in den Segmenten Fahrzeugtechnik
sowie Maschinen- und Anlagenbau zurückzuführen. Das Finanzergebnis verbesserte sich um 1,0 Mio. EUR von -3,5 Mio. EUR auf -2,5 Mio.
EUR. Ursache für die Verbesserung waren insbesondere höhere Erträge bei der Bewertung
der Minderheitsanteile. Im Finanzergebnis sind das Zinsergebnis, das Ergebnis aus
at-Equity-bewerteten Anteilen und das übrige Finanzergebnis enthalten. Innerhalb des
übrigen Finanzergebnisses sind die Bewertungen der Zinsswaps und der Minderheitsanteile
ausgewiesen. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag mit 13,5 Mio. EUR unterhalb des Vorjahresvergleichswerts
(30,1 Mio. EUR). Der Steueraufwand betrug 4,6 Mio. EUR nach 10,2 Mio. EUR im Vorjahr.
Daraus ergibt sich eine Steuerquote von 34,1 % nach nahezu unveränderten 33,9 % im
Vorjahr. Vor dem Abzug der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter ergab sich
ein um 11,0 Mio. EUR gesunkenes Ergebnis nach Steuern in Höhe von 8,9 Mio. EUR (Vorjahr:
19,9 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie betrug 0,35 EUR nach 0,81 EUR im Vorjahr. Im Durchschnitt der ersten drei Monate 2020 wurden in den Unternehmen der INDUS-Gruppe
10.823 Mitarbeiter (Vorjahr: 10.668 Mitarbeiter) beschäftigt. ERWERB DER RESTANTEILE AN DER M+P INTERNATIONAL INDUS hat im Januar 2020 planmäßig die Anteile eines Altgesellschafters und bisherigen
Geschäftsführers an der m+p International Mess- und Rechnertechnik GmbH, Hannover,
erworben. Durch den Erwerb der Anteile in Höhe von 14,5 % konnte INDUS die Geschäftsanteile
an m+p auf 91,06 % erhöhen. m+p ist Anbieter von Mess- und Testsystemen zur Schwingungsprüfung
und -analyse und gehört seit Januar 2017 zur INDUS-Gruppe. SEGMENTBERICHT Die INDUS Holding AG gliedert ihr Beteiligungsportfolio in fünf Segmente: Bau/Infrastruktur,
Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie
Metalltechnik. Zum 31. März 2020 umfasste das Beteiligungsportfolio 47 operative Einheiten. BAU/INFRASTRUKTURUMSATZ- UND ERGEBNISWACHSTUM Der Segmentumsatz im Bereich Bau/Infrastruktur konnte gegenüber dem Vorjahreszeitraum
um 6,9 Mio. EUR (8,0 %) auf 93,5 Mio. EUR gesteigert werden. Das Umsatzwachstum entfällt
im Wesentlichen auf die Bereiche Klimageräte, Bewehrung für Stahlbeton sowie Dichtungssysteme
und Hauseinführungen. Das operative Ergebnis stieg im Vergleich zum Umsatz überproportional um 55,0 % auf
15,5 Mio. EUR (Vorjahr: 10,0 Mio. EUR) an. Die EBIT-Marge erreichte mit 16,6 % einen
sehr guten Wert. Sie übertraf die gute Marge aus dem Vorjahr (11,5 %) um 5,1 Prozentpunkte.
Zum gestiegenen Segmentergebnis tragen die abermals gestiegenen Ergebnisse der Bereiche
Digitale Infrastruktur und Klimageräte bei. Insgesamt liegt die erfreuliche Entwicklung im Segment Bau/Infrastruktur über unseren
Erwartungen und ist aufgrund des besonders milden Winters im ersten Quartal besser
als wir dieses für den weiteren Verlauf 2020 erwarten. Die Corona-Krise hat sich bis
zum März nicht auf die Ergebnisse der Beteiligungen ausgewirkt. Ab April wird bei
einzelnen Beteiligungen ein Rückgang der Auslandsmärkte aufgrund von Corona-Effekten
zu verzeichnen sein. Für den weiteren Jahresverlauf rechnen wir im Vergleich zum Vorjahr
mit einem sinkenden Umsatz und einem sinkenden operativen Ergebnis (EBIT). Die Investitionen im Segment betrafen ausschließlich Sachinvestitionen und lagen
mit 4,1 Mio. EUR leicht unterhalb des Vorjahrs (4,9 Mio. EUR). KENNZAHLEN BAU/INFRASTRUKTUR (in Mio. EUR)scroll
FAHRZEUGTECHNIKGESAMTES SEGMENT MIT RÜCKLÄUFIGEM GESCHÄFT Das Segment Fahrzeugtechnik wird weiterhin von den aus 2019 bekannten Rahmenbedingungen
- Automobilkrise wegen Abgasskandals, Wandel der Branche hin zur Elektromobilität,
Restrukturierungen bei zwei INDUS-Beteiligungen und rückläufige Abrufzahlen bei den
Serienzulieferern - belastet. Hinzu kommen seit März 2020 bereits erste Auswirkungen
der Corona-Pandemie durch Schließungen bei den OEMs in China und damit verbundene
Abrufsenkungen bei den Automobilzulieferern. Ende März befanden sich rund 21% der
Mitarbeiter an deutschen Standorten in diesem Segment in Kurzarbeit. Bei INDUS ist im ersten Quartal 2020 der Umsatz im Segment Fahrzeugtechnik um 13,9
Mio. EUR bzw. 15,0 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Von dem Umsatzrückgang sind sämtliche
Beteiligungen des Segments betroffen. Ursache sind die oben beschriebenen Belastungen.
Im Vorjahresvergleichsquartal waren dagegen nur einzelne Gesellschaften des Segments
- insbesondere zwei der Serienzulieferer - von negativen Effekten betroffen. Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit -12,0 Mio. EUR um -12,2 Mio. EUR unter dem
Vorjahreswert. Die EBIT-Marge des Segments beträgt -15,2 % nach 0,2 % im Vorjahr.
Sämtliche Beteiligungen des Segments verzeichneten im Berichtszeitraum rückläufige
Ergebnisse. Für das zweite Quartal erwarten wir deutlich verstärkte Effekte aus der Corona-Pandemie.
Die Monate April und Mai werden hiervon am stärksten belastet sein. Für das Gesamtjahr
2020 erwarten wir sinkende Umsätze und rückläufige Ergebnisse. Die ursprünglich prognostizierte
EBIT-Marge von -7 % bis -9 % kann für das Gesamtjahr nicht erreicht werden. Die weitere
Entwicklung des Segments im Jahresverlauf ist stark abhängig von der Dauer des Lockdowns
aufgrund der Corona-Pandemie und der Geschwindigkeit des Wiederanlaufs der Automobil-
und Automobilzulieferindustrie und kann aktuell nicht zuverlässig prognostiziert werden. Aufgrund des vom INDUS-Vorstand vorgegebenen restriktiven Vorgehens lagen die Investitionen
in Höhe von 0,6 Mio. EUR im Segment Fahrzeugtechnik deutlich niedriger als im Vorjahresvergleichszeitraum
in Höhe von 2,3 Mio. EUR. KENNZAHLEN FAHRZEUGTECHNIK (in Mio. EUR)scroll
MASCHINEN- UND ANLAGENBAUCORONA-PANDEMIE FÜHRT ZU UMSATZ- UND ERGEBNISEINBRÜCHEN Der Segmentumsatz im Maschinen- und Anlagenbau sank gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal
deutlich um 25,0 Mio. EUR (-22,9 %). Der Rückgang ist im Wesentlichen bei den Beteiligungen
im Umfeld der Werkzeugmaschinenindustrie und den Beteiligungen mit stärkerem Chinageschäft
zu verzeichnen. Er ist die Konsequenz einer allgemeinen Marktberuhigung. Einige der
INDUS-Beteiligungen - insbesondere die Gesellschaften mit stärkerem Chinageschäft
- waren bereits im Zeitraum Januar bis März 2020 von den Auswirkungen der Corona-Pandemie
und den damit verbunden Auftragsrückgängen deutlich betroffen. Das operative Ergebnis (EBIT) sank um 10,2 Mio. EUR auf 2,6 Mio. EUR. Die EBIT-Marge
lag mit 3,1 % auf einem unerwartet niedrigen Niveau für das Segment Maschinen- und
Anlagenbau. Von dem Rückgang des operativen Ergebnisses sind nahezu alle Beteiligungen
des Segments betroffen. Für den weiteren Verlauf im Geschäftsjahr 2020 erwartet INDUS aufgrund der aktuell
erkennbaren schlechten Auftragseingänge sinkende Umsätze und rückläufige Ergebnisse.
Die ursprünglich prognostizierte EBIT-Marge von 9 % bis 11 % kann für das Gesamtjahr
nicht erreicht werden. Die weitere Entwicklung des Segments im Geschäftsjahr ist stark
abhängig von dem zeitlichen Verlauf der Erholung nach dem Höhepunkt der Corona-Pandemie
im zweiten Quartal. Sie kann aktuell nicht zuverlässig prognostiziert werden. Zu berücksichtigen
sind hier auch die in diesem Segment üblicherweise mehrmonatigen Durchlaufzeiten von
Aufträgen, die auch bei einer möglichen Erholung des Auftragseingangs ab Anfang des
dritten Quartals teilweise erst zu Umsätzen im Jahr 2021 führen werden. Die Investitionen des Berichtszeitraums in Höhe von 0,6 Mio. EUR betreffen genau
wie im Vorjahreszeitraum (2,9 Mio. EUR) ausschließlich Sachinvestitionen. Für den
Rückgang ist unter anderem die restriktive Investitionspolitik aufgrund der Corona-Pandemie
ursächlich. KENNZAHLEN MASCHINEN- UND ANLAGENBAU (in Mio. EUR)scroll
MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIKINDUS-BETEILIGUNGEN VERZEICHNEN UNERWARTET DEUTLICH NEGATIVE CORONA-EFFEKTE Die Beteiligungen im Segment Medizin- und Gesundheitstechnik konnten im ersten Quartal
2020 einen Umsatz in Höhe von 38,7 Mio. EUR erwirtschaften. Dies entspricht einem
Umsatzrückgang von 2,2 Mio. EUR (-5,4 %). Bis auf eine Beteiligung waren alle Gesellschaften
des Segments von dem Rückgang betroffen. Das INDUS-Segment Medizin- und Gesundheitstechnik ist vom Lockdown der Wirtschaft
durch die Corona-Pandemie durch mehrere Effekte betroffen. So werden eine Großzahl
der Produkte über Sanitätshäuser vertrieben, die entweder geschlossen sind oder kaum
Kundenbesuche verzeichnen. Der Absatz von Produkten, die für Operationen benötigt
werden, ist aufgrund der Verschiebung planmäßiger Operationen deutlich reduziert.
Durch den Lockdown ausgesetzte Mannschaftssportarten führen zu einem Einbruch bei
Bandagen und Orthesen. Das operative Ergebnis (EBIT) für den Berichtszeitraum blieb mit 3,1 Mio. EUR leicht
unter dem Niveau des Vorjahres (3,8 Mio. EUR). Die EBIT-Marge lag mit 8,0 % um 1,3
Prozentpunkte unter dem Vorjahr. Die ursprüngliche Prognose lässt sich für dieses Segment nicht aufrechterhalten.
Die Corona-Pandemie wird deutlich negative Effekte auf das Segment haben, deren Höhe
sich weder beim Umsatz noch beim Ergebnis derzeit zuverlässig abschätzen lassen. Die Investitionen lagen mit 0,9 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums (0,8
Mio. EUR). KENNZAHLEN MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK (in Mio. EUR)scroll
METALLTECHNIKLEICHTER ANSTIEG DES OPERATIVEN ERGEBNISSES Das Segment Metalltechnik verzeichnete im ersten Quartal 2020 einen Umsatzrückgang
um 2,2 Mio. EUR (2,0 %) auf 106,1 Mio. EUR (Vorjahr: 108,3 Mio. EUR). Hierfür war
unter anderem das rückläufige Geschäft des Bereichs Kunststoffgalvanik, der im Verlauf
des Jahres 2020 stillgelegt werden wird, verantwortlich. Erfreulicherweise lag das operative Ergebnis (EBIT) mit 9,0 Mio. EUR um 0,4 Mio.
EUR über dem Vorjahreswert. Ursache hierfür ist der Bereich Hartmetallwerkzeuge und
Bergbau, in dem eine lebhafte Nachfrage zu verzeichnen war. Die EBIT-Marge lag mit
8,5 % um 0,6 Prozentpunkte oberhalb des Vorjahresvergleichswerts (7,9 %) und befindet
sich auf hohem Niveau. Das Investitionsvolumen lag im ersten Quartal mit 1,8 Mio. EUR deutlich unter dem
Vorjahr (7,9 Mio. EUR). Der hohe Vorjahreswert war insbesondere auf eine Kapazitätsausweitung
bei einer großen Beteiligung zurückzuführen. KENNZAHLEN METALLTECHNIK (in Mio. EUR)scroll
FINANZ- UND VERMÖGENSLAGEKONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG, VERKÜRZT (in Mio. EUR)scroll
KAPITALFLUSSRECHNUNG: OPERATIVER CASHFLOW DEUTLICH ÜBER VORJAHRESNIVEAU Trotz des im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Ergebnisses nach Steuern von 8,9 Mio.
EUR (Vorjahr: 19,9 Mio. EUR) hat sich der operative Cashflow im ersten Quartal 2020
um 17,8 Mio. EUR gegenüber der Vergleichsperiode erhöht. Ursache hierfür ist insbesondere
ein verringertes Wachstum des Working Capitals verglichen mit dem Vorjahreszeitraum.
Insgesamt stieg der Cashflow aus Geschäftstätigkeit um 17,6 Mio. EUR auf 0,1 Mio.
EUR. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug -7,8 Mio. EUR nach -18,8 Mio. EUR im
Vorjahr. Der Mittelabfluss entfiel wie in der Vergleichsperiode nahezu ausschließlich
auf Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. In dem Rückgang
macht sich bereits der aufgrund der Corona-Krise restriktive Umgang mit Investitionen
bemerkbar. Die Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten sind um 21,1 Mio. EUR auf 67,0 Mio.
EUR gestiegen. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie hat INDUS als Liquiditätsrisikovorsorge
42,0 Mio. EUR aus bestehenden und vertraglich vereinbarten Kreditlinien gezogen. Weiterhin
wurden im ersten Quartal fällige, teilweise bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten in
Höhe von 3,1 Mio. EUR (Vorjahr: 1,3 Mio. EUR) getilgt. Die Auszahlungen aus der Tilgung
von Leasingverbindlichkeiten sind mit 4,6 Mio. EUR gegenüber der Vergleichsperiode
nahezu unverändert (Vorjahr: 4,7 Mio. EUR). Insgesamt ist der Mittelzufluss aus der
Finanzierungstätigkeit um 15,1 Mio. EUR angestiegen. Die liquiden Mittel lagen demzufolge mit 163,8 Mio. EUR über dem Bestand von 135,1
Mio. EUR zum Jahresende 2019 sowie über dem Vergleichswert des ersten Quartals des
Vorjahres. Dieser ungewöhnlich hohe Bestand der liquiden Mittel ist dem bewusst durchgeführten
Aufbau eines Liquiditätspuffers bei der Holding als Vorsichtsmaßnahme wegen möglicher
Auswirkungen der Corona-Pandemie geschuldet. KONZERNBILANZ, VERKÜRZT (in Mio. EUR)scroll
BILANZ: HOHE LIQUIDITÄT SORGT FÜR STABILITÄT Die Konzernbilanzsumme der INDUS-Gruppe betrug 1.861,9 Mio. EUR und war damit um
3,0 % höher als zum 31. Dezember 2019. Ursache für den Anstieg ist insbesondere die
um 28,7 Mio. EUR erhöhte Liquidität und ein Anstieg der Vorräte um 21,7 Mio. EUR.
Der Aufbau der Liquidität ist bewusst aufgrund der Corona-Pandemie erfolgt. INDUS
hat im März vorsorglich 42,0 Mio. EUR aus bestehenden Kreditlinien in Anspruch genommen,
um mit diesem Puffer die Liquidität innerhalb der Gruppe für die Fortdauer der Corona-Pandemie
zu sichern. Das Eigenkapital stieg um 8,2 Mio. EUR (1,1 %) an. Die Eigenkapitalquote zum 31.
März 2020 betrug 39,5 % und lag damit leicht unter der Eigenkapitalquote zum 31. Dezember
2019 (40,2 %). Der Anstieg der kurzfristigen Finanzierungsmittel ist insbesondere
auf die oben erwähnte Erhöhung der Liquiditätsversorgung der Gruppe zurückzuführen. Das Working Capital betrug 480,8 Mio. EUR zum 31. März 2020 und lag damit nur unwesentlich
höher als zum 31. Dezember 2019 (478,3 Mio. EUR). Dieser geringe Anstieg um 2,5 Mio.
EUR ist untypisch für das erste Quartal eines Geschäftsjahres. Der geringere Aufbau
der Bestände ist einerseits auf restriktives Working Capital Management, aber andererseits
auch auf die Pandemie-bedingten rückläufigen Umsätze zurückzuführen. WORKING CAPITAL (in Mio. EUR)scroll
Die Nettofinanzverbindlichkeiten betrugen 561,4 Mio. EUR zum 31. März 2020. Damit
sind die Nettofinanzverbindlichkeiten um 15,2 Mio. EUR höher als zum 31. Dezember
2019. Der Anstieg setzt sich aus erhöhten Finanzschulden (+43,9 Mio. EUR) und dem
gegenläufig wirkenden Anstieg liquider Mittel (+28,7 Mio. EUR) zusammen. Der Anstieg
der kurzfristigen Finanzschulden resultiert aus der Inanspruchnahme von zugesagten
Kreditlinien für den Aufbau eines Liquiditätspuffers für die INDUS-Gruppe zum Ausgleich
möglicher Liquiditätsabflüsse wegen der Folgen der Coronavirus-Pandemie. NETTOFINANZVERBINDLICHKEITEN (in Mio. EUR)scroll
CHANCEN UND RISIKEN Für den Chancen- und Risikobericht der INDUS Holding AG wird auf den Geschäftsbericht
2019 verwiesen. Zur frühzeitigen Erkennung, zur umfassenden Analyse und zum konsequenten
Umgang mit Risiken betreibt die Gesellschaft ein effizientes Risikomanagementsystem.
Die Ausgestaltung des Risikomanagements sowie die Bedeutung der einzelnen Risiken
werden im Geschäftsbericht erläutert. Darin wird festgehalten, dass sich das Unternehmen
keinen Risiken ausgesetzt sieht, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. Basis unserer Betrachtung war damals die Annahme, dass nach sechs bis acht Wochen
(Mitte bis Ende Mai) eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Situation eintreten
würde. Diese Annahme ist aus heutiger Sicht zu optimistisch gewesen. Daneben zeigen
sich die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie in den Segmenten Fahrzeugtechnik,
Maschinen- und Anlagenbau sowie Medizin- und Gesundheitstechnik deutlich stärker als
noch im März 2020 erwartet. Wir erwarten jedoch weiterhin keine Risiken, die den Fortbestand
der Gesellschaft gefährden könnten. AUSBLICK Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Krise haben einen erheblichen Einfluss auf
die weltweite Wirtschaft. Die Wirtschaft in China scheint nach dem Lockdown im Februar
zügig zur Normalität zurückzukehren, die USA und Europa sind hingegen aktuell stark
betroffen. Die Wirtschaft in den USA und in Europa ist durch die gesundheitspolitischen
Maßnahmen stark eingeschränkt. Die Volatilität der Kapitalmärkte ist Ausdruck der
Unsicherheit darüber, wann, wie und ob die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie im
Jahr 2020 zurückgenommen werden. Für das erste Halbjahr wird das BIP in Deutschland
voraussichtlich schrumpfen und ggf. ab dem dritten Quartal wieder wachsen. In Summe
wird eine kurze, aber heftige Rezession in Deutschland erwartet. Entsprechend befinden
sich die Konjunkturerwartungen für das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland laut Ifo-Institut
im April 2020 mit -56,1 % im freien Fall. Die Automobilindustrie ist mit der Schließung
vieler Werke schwer getroffen. Auch die Konjunkturindikatoren für die Metallerzeugende
und -bearbeitende Industrie sind mit einer Kapazitätsauslastung von nur noch 67 %
und Geschäftserwartungen von -64,5 % besonders hart getroffen, sodass die leichte
Erholung zu Jahresbeginn abgewürgt wurde. Im Maschinenbau sind die Geschäftserwartungen
noch dramatischer um -71,8 % eingebrochen. Ein Hauptgrund sind die verschlechterten
Exporterwartungen mit -64,9 %. Der am 26. März 2020 veröffentlichte Geschäftsbericht 2019 von INDUS enthielt eine
Prognose, in der wir basierend auf den damals vorliegenden volkswirtschaftlichen Szenarien
die möglichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf INDUS einschätzten. Zwischenzeitlich
haben sich die volkswirtschaftlichen Szenarien für das Jahr 2020 allerdings deutlich
verdüstert - sowohl für Europa als auch für die gesamte Welt. Teilweise ergeben sich
auch in den Beteiligungsunternehmen der Gruppe unerwartete Entwicklungen; so spüren
mehrere Unternehmen im Segment Medizin- und Gesundheitstechnik deutlich negative Effekte
durch das gestörte Geschäft in den Sanitätshäusern und den weitgehenden Ausfall "normaler"
Operationen in den für Corona-Patienten geräumten Krankenhäusern. Die allgemeine Unsicherheit
in den Beteiligungsunternehmen über die weitere Entwicklung im Jahr 2020 erreicht
aktuell ihren Höhepunkt. Entscheidend für die weitere Entwicklung im Jahresverlauf
wird die Geschwindigkeit des Wiederanlaufens der Wirtschaftskreisläufe sein. Dieser
Wiederanlauf hat aber gerade erst begonnen. Vor diesem Hintergrund ist es aktuell nicht möglich, eine belastbare und für den
Kapitalmarkt verlässliche Prognose für das Gesamtjahr 2020 abzuleiten. Es ist aber
davon auszugehen, dass das operative Ergebnis im Gesamtjahr 2020 deutlich unter der
ursprünglichen Prognose liegen wird. Wir ziehen deshalb unsere Prognose aus dem März
2020 zurück. Wenn sich die gesamtwirtschaftliche Lage so weit stabilisiert, dass eine
verlässliche Prognose wieder formuliert werden kann, werden wir diese umgehend kommunizieren. VERKÜRZTER KONZERNZWISCHENABSCHLUSSKONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGFÜR DAS 1. QUARTAL 2020scroll
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGFÜR DAS 1. QUARTAL 2020scroll
Die im sonstigen Ergebnis erfolgsneutral erfassten Erträge und Aufwendungen enthalten
versicherungsmathematische Gewinne aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen in
Höhe von 3.706 TEUR (Vorjahr: -2.040 TEUR). Diese resultieren in erster Linie aus
der Erhöhung des Zinssatzes für Pensionsverpflichtungen um 0,4 % für inländische Pensionsverpflichtungen
und um 0,25 % für ausländische Pensionen (Schweiz). Das Ergebnis der Währungsumrechnung resultiert im Wesentlichen aus der Umrechnung
der Abschlüsse einbezogener ausländischer Konzerngesellschaften. Die Veränderung der
Marktwerte derivativer Finanzinstrumente resultiert aus den bei der Holding zur Zinsabsicherung
abgeschlossenen Zinsswaps. KONZERN-BILANZZUM 31. MÄRZ 2020AKTIVAscroll
PASSIVAscroll
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGVOM 1. JANUAR BIS 31. MÄRZ 2020scroll
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Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter umfassen im Wesentlichen die Minderheitsanteile
an der WEIGAND Bau GmbH sowie Tochtergesellschaften der ROLKO-Gruppe. Die Minderheitsanteile
von Personengesellschaften sowie von Kapitalgesellschaften, bei denen aufgrund wechselseitiger
Optionsvereinbarungen bereits zum Erwerbszeitpunkt der Übergang des wirtschaftlichen
Eigentums der betreffenden Minderheitsanteile vorlag, werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten
bilanziert. KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGFÜR DAS 1. QUARTAL 2020scroll
KONZERN-ANHANGGRUNDLAGEN DES KONZERNABSCHLUSSES[1] ALLGEMEINES Die INDUS Holding AG mit Sitz in Bergisch Gladbach, Deutschland, hat ihren verkürzten
Konzernzwischenabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar 2020 bis 31. März 2020 in
Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren
Auslegungen durch das International Financial Reporting Standards Interpretations
Committee (IFRS IC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.
Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Sofern nicht anders vermerkt, werden
alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Dieser Zwischenabschluss wird in Übereinstimmung mit IAS 34 in verkürzter Form erstellt.
Der Zwischenbericht ist nicht testiert und wurde auch keiner prüferischen Durchsicht
unterzogen. Über verpflichtend neu anzuwendende Standards wird gesondert im Bereich "Änderungen
von Rechnungslegungsvorschriften" berichtet. Ansonsten werden die gleichen Bilanzierungs-
und Bewertungsgrundsätze wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2019 angewendet,
die dort detailliert erläutert sind. Da der vorliegende Zwischenabschluss nicht den
vollen Informationsumfang des Jahresabschlusses aufweist, ist dieser Abschluss im
Kontext mit dem vorangegangenen Jahresabschluss zu betrachten. Aus Sicht des Vorstands enthält der vorliegende Quartalsbericht alle üblichen, laufend
vorzunehmenden Anpassungen, die für eine angemessene Darstellung der Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage des Konzerns notwendig sind. Die im ersten Quartal 2020 erzielten
Ergebnisse lassen nicht notwendigerweise Vorhersagen über die Entwicklung des weiteren
Geschäftsverlaufs zu. Die Erstellung des Konzernabschlusses ist beeinflusst von Ansatz- und Bewertungsmethoden
sowie Annahmen und Schätzungen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte,
Schulden und Eventualschulden sowie Aufwendungen und Erträge auswirken. Wenn Zukunftserwartungen
abzubilden sind, können die tatsächlichen Werte von den Schätzungen abweichen. Verändert
sich die ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die Bilanzierung der entsprechenden
Positionen erfolgswirksam angepasst. [2] ÄNDERUNGEN VON RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN Alle ab dem Geschäftsjahr 2020 verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsnormen
sind in dem vorliegenden Zwischenabschluss umgesetzt. Es ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzernabschlusses der INDUS Holding AG durch die Anwendung
von neuen Standards. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG[3] MATERIALAUFWANDscroll
[4] PERSONALAUFWANDscroll
[5] SONSTIGER BETRIEBLICHER AUFWANDscroll
[6] FINANZERGEBNISscroll
Die Position "Minderheitsanteile" beinhaltet die Ergebnisauswirkung aus der Folgebewertung
der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten (Call-/Put-Optionen) in Höhe von 683 TEUR
(Vorjahr: 520 TEUR) sowie die Nachsteuerergebnisse, die Konzernfremden aus Anteilen
von Personengesellschaften sowie Kapitalgesellschaften mit Call-/ Put-Optionen zustehen. [7] STEUERN Der Ertragsteueraufwand wird im Zwischenabschluss auf Basis der Prämissen der jeweils
aktuellen Steuerplanung errechnet. [8] ERGEBNIS JE AKTIEscroll
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-BILANZ[9] VORRÄTEscroll
[10] FORDERUNGENscroll
[11] FINANZVERBINDLICHKEITENscroll
[12] VERBINDLICHKEITEN Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten mit 37.348 TEUR (31.12.2019: 40.266 TEUR)
bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert, soweit die
Minderheitsgesellschafter durch Kündigung des Gesellschaftsvertrags oder aufgrund
von Optionsvereinbarungen ihre Anteile INDUS andienen können. SONSTIGE ANGABEN[13] SEGMENTBERICHTERSTATTUNGSEGMENTINFORMATIONEN FÜR DIE GESCHÄFTSBEREICHE FÜR DAS 1. QUARTAL 2020SEGMENTBERICHT NACH IFRS 8 (in TEUR)scroll
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SEGMENTBERICHT NACH IFRS 8 (in TEUR)scroll
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Die folgende Tabelle leitet die Summe der operativen Ergebnisse der Segmentberichterstattung
über zum Ergebnis vor Steuern der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung: ÜBERLEITUNGSRECHNUNG (in TEUR)scroll
Die Gliederung der Segmente entspricht unverändert dem aktuellen Stand der internen
Berichterstattung. Die Informationen beziehen sich auf die fortgeführten Aktivitäten.
Die Zuordnung der Gesellschaften zu den Segmenten wird durch deren Absatzmärkte bestimmt,
wenn der ganz überwiegende Sortimentsanteil in dem Marktumfeld abgesetzt wird (Fahrzeugtechnik,
Medizin- und Gesundheitstechnik). Sonst wird auf gemeinsame Merkmale der Produktionsstruktur
abgestellt (Bau/Infrastruktur, Maschinen- und Anlagenbau, Metalltechnik). Die Überleitungen enthalten die Werte der Holding, nicht operativer Einheiten ohne
Segmentzuordnung sowie die Konsolidierungen. Hinsichtlich der den Segmentumsätzen
zugrunde liegenden Produkte und Dienstleistungen verweisen wir auf die entsprechenden
Ausführungen im Lagebericht. Die zentrale Steuerungsgröße der Segmente ist das operative Ergebnis (EBIT), entsprechend
der Definition im Konzernabschluss. Die Segmentinformationen sind in Übereinstimmung
mit den Ausweis- und Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses
angewandt wurden, ermittelt. Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten beruhen
auf Marktpreisen, soweit diese verlässlich bestimmbar sind, und werden im Übrigen
auf Basis der Kostenzuschlagsmethode ermittelt. SEGMENTINFORMATIONEN FÜR DIE REGIONEN Die Regionalisierung des Umsatzes bezieht sich auf die Absatzmärkte. Aufgrund der
vielfältigen Auslandsaktivitäten ist eine weitere Aufgliederung nach Ländern nicht
sinnvoll, da außerhalb von Deutschland kein Land 10 % des Konzernumsatzes erreicht. Die langfristigen Vermögenswerte, abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente,
beziehen sich auf den Sitz der Gesellschaften. Eine weitere Differenzierung ist ebenfalls
nicht sinnvoll, da sich der Sitz der Gesellschaften überwiegend in Deutschland befindet. Aufgrund der Diversifikationspolitik von INDUS existieren weder einzelne Produkt-
oder Dienstleistungsgruppen noch einzelne Kunden, die einen Anteil von größer als
10 % am Umsatz erreichen. scroll
[14] INFORMATIONEN ZUR BEDEUTUNG VON FINANZINSTRUMENTEN Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte der Finanzinstrumente dar. Der beizulegende
Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall
zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts
eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. FINANZINSTRUMENTE (in TEUR)scroll
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FINANZINSTRUMENTE NACH GESCHÄFTSMODELL GEM. IFRS 9 (in TEUR)scroll
[15] FREIGABE DER VERÖFFENTLICHUNG Der Vorstand der INDUS Holding AG hat den vorliegenden IFRS-Zwischenabschluss am
13. Mai 2020 zur Veröffentlichung freigegeben.
Der Vorstand scroll
KONTAKT | FINANZKALENDER | IMPRESSUMKONTAKTANSPRECHPARTNERINNEN Jana Külschbach Dafne Sanac INDUS HOLDING AG Kölner Straße 32 Postfach 10 03 53 Telefon: +49(0)2204/40 00-0 www.indus.de FINANZKALENDERscroll
IMPRESSUMVERANTWORTLICHES VORSTANDSMITGLIED Dr.-Ing. Johannes Schmidt DATUM DER VERÖFFENTLICHUNG 14. Mai 2020 HERAUSGEBER INDUS Holding AG, Bergisch Gladbach KONZEPT/GESTALTUNG Berichtsmanufaktur GmbH, Hamburg DRUCK Gutenberg Beuys Feindruckerei GmbH, Langenhagen Dieser Zwischenbericht ist auch in englischer Sprache erhältlich. Im Zweifelsfall
ist die deutsche Version maßgeblich. WICHTIGER HINWEIS: Dieser Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen
und Schätzungen des Vorstands der INDUS Holding AG beruhen. Auch wenn der Vorstand
der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, unterliegen
sie gewissen Risiken und Unsicherheiten. Die künftigen tatsächlichen Ergebnisse können
aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich von diesen Annahmen und Schätzungen abweichen.
Zu diesen Faktoren gehören unter anderem Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen
Lage, der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, der Wechselkurse und
Zinssätze sowie der Gesetzeslage. Die INDUS Holding AG übernimmt keinerlei Gewährleistung
und Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse
mit den in diesem Geschäftsbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen.
Die in diesem Bericht getroffenen Annahmen und Schätzungen werden nicht aktualisiert. WWW.INDUS.DE |
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