INDUS Holding AG

Bergisch Gladbach

Zwischenbericht H1 2020

ZWISCHENBERICHT H1 2020

HIGHLIGHTS

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in Mio. EUR H1 2020 H1 2019
Umsatz 774,2 876,5
EBITDA 66,5 109,5
EBIT vor Wertminderungen 19,6 66,5
EBIT-Marge vor Wertminderungen (in %) 2,5 7,6
Wertminderungen -37,9 0,0
EBIT -18,3 66,5
EBIT-Marge (in %) -2,4 7,6
Konzern-Jahresüberschuss (Ergebnis nach Steuern) -39,3 37,7
Ergebnis je Aktie (in EUR) -1,63 1,52
Operativer Cashflow 29,0 24,4
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 19,3 13,9
Cashflow aus Investitionstätigkeit -17,2 -18,9
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 15,1 -4,8
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30.06.2020 31.12.2019
Bilanzsumme 1.773,6 1.808,2
Eigenkapital 685,3 727,7
Eigenkapitalquote (in %) 38,6 40,2
Working Capital 483,8 478,3
Nettoverschuldung 574,8 546,2
Liquide Mittel 150,8 135,1
Beteiligungen (Anzahl zum Stichtag) 47 47

Halbjahreszahlen im Zeichen der Corona-Pandemie

Umsatz und Ergebnis unter Vorjahr

Fahrzeugtechnik tief im Minus

Segment Bau/Infrastruktur deutlich über den Erwartungen

Maßnahmenpaket zur Portfoliooptimierung

Wieder Prognose für das Gesamtjahr 2020

KURSENTWICKLUNG DER INDUS-AKTIE JANUAR BIS JULI 2020 EXKL. DIVIDENDE (indexiert, in %)

BRIEF AN DIE AKTIONÄRE

SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN,

hinter uns liegt ein Quartal, das massiv durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt wurde. Relevante Institutionen haben ihre Prognosen für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2020 teilweise mehrmals nach unten korrigiert. Je nach Wirtschaftszweig ist auch zum aktuellen Zeitpunkt noch keine verlässliche Prognose für das Gesamtjahr möglich.

Diese Unsicherheit begleitet uns auch bei unseren Planungen. Dennoch haben wir uns entschieden, unseren Aktionären zum jetzigen Zeitpunkt eine Orientierung zu geben und eine Prognose für das Geschäftsjahr 2020 zu veröffentlichen. Dafür sind wir wie immer in engem Austausch mit den Geschäftsführern unserer Beteiligungen. Die Prognose beruht auf der Annahme, dass der Tiefpunkt der wirtschaftlichen Lage im zweiten Quartal erreicht wurde und in der zweiten Jahreshälfte 2020 eine zögerliche wirtschaftliche Erholung eintreten wird.

Das zweite Quartal war wenig überraschend aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie ganz besonders herausfordernd für die deutsche Wirtschaft - und auch für uns. Priorität war, für den Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Infektionen zu sorgen. Trotz aller Einschränkungen galt es aber auch, die Wünsche der Kunden bestmöglich zu erfüllen. Mit der Kreativität und der Flexibilität der gesamten INDUS-Mannschaft konnte eine Vielzahl von praktikablen Lösungen für konkrete Einzelfälle gefunden werden. Gerade hier zeigt sich wieder einmal die Stärke der mittelständischen Kultur unserer Gruppe. Dafür gebührt allen Beteiligten unser herzlicher Dank!

Wie in vielen Bereichen der deutschen Wirtschaft brachen auch bei uns in den Monaten April und Mai die Umsätze einzelner Beteiligungen erheblich ein - teilweise um mehr als 50 %. Die größten Belastungen ergaben sich in den Segmenten Fahrzeugtechnik und Maschinen- und Anlagenbau. Im Juni dann gab es aber auch erste Anzeichen einer Erholung. Wie weit diese tragen wird, bleibt abzuwarten. So scheint auch der überraschend starke Umsatzrückgang im Segment Medizin- und Gesundheitstechnik im Juni bereits überwunden. Als besondere Stütze erweist sich das Segment Bau/ Infrastruktur, das sich deutlich über unseren Erwartungen bei Umsatz und Ergebnis entwickelt hat.

Ausgelöst durch die Corona-Pandemie haben wir zur Jahresmitte einen zusätzlichen Planungsprozess bei von der Pandemie stark betroffenen Unternehmen durchgeführt. Wegen verschlechterter Zukunftsaussichten führte der anschließende Werthaltigkeitstest (Impairmenttest) bei mehreren Unternehmen zu nicht zahlungswirksamen Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte (Goodwill) von in Summe 31,6 Mio. EUR. Davon entfallen 29,2 Mio. EUR auf das Segment Fahrzeugtechnik und 2,4 Mio. EUR auf das Segment Metalltechnik.

Wie sehen die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf unsere Geschäftszahlen aus? Der Umsatz der INDUS-Gruppe ging im ersten Halbjahr 2020 um 11,7 % auf 774,2 Mio. EUR zurück. Das operative Ergebnis (EBIT), in dem die Wertminderungen bereits enthalten sind, landete bei -18,3 Mio. EUR. Neben Schatten gab es aber auch Licht. Der operative Cashflow konnte um gute 4,6 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr auf 29,0 Mio. EUR verbessert werden. Die Liquidität im Konzern lag am Ende des Halbjahres mit 150,8 Mio. EUR weiter auf einem gezielt hohen Niveau. Die erste Runde unserer revolvierenden Finanzierung konnten wir im Mai wie geplant abschließen. Wichtige Finanzierungspartner haben mit uns erneut bilaterale Kreditverträge unterzeichnet und die Kredittranchen ausgezahlt. Im dritten Quartal planen wir nun die Ausgabe eines Schuldscheindarlehens. Ein Rückgriff auf Staatshilfen wird somit auch weiterhin nicht erforderlich sein.

Im zweiten Quartal haben wir die Restanteile unserer Mitgesellschafter bei der MBN Maschinenbaubetriebe GmbH und bei der SELZER-Gruppe erworben. INDUS ist nunmehr alleinige Gesellschafterin dieser beiden Unternehmen. Ebenfalls planmäßig haben wir die Geschäftsanteile eines Mitgesellschafters der PEISELER GmbH & Co. KG gekauft. Anteile des anderen Mitgesellschafters folgen im zweiten Halbjahr 2020.

Nach gründlicher Abwägung im Vorstand haben wir im zweiten Quartal ein Maßnahmenpaket zur Portfoliooptimierung auf den Weg gebracht. Durch die Umsetzung soll die EBIT-Marge nachhaltig verbessert werden. Im Rahmen des Strategieprogramms PARKOUR prüfen wir punktuelle Unternehmensverkäufe. Dabei lassen wir uns von der Frage leiten, ob sich im Einzelfall für ein Unternehmen und seine Mitarbeiter mit einem anderen Eigentümer langfristig bessere Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Im Halbjahresabschluss führt dieses Maßnahmenpaket zu Wertberichtigungen auf Sachanlagen und aktive latente Steuern sowie zur Bildung von Rückstellungen von in Summe 11,6 Mio. EUR.

Am 24. Juli 2020 wurde das Osnabrücker Tochterunternehmen KIEBACK GmbH & Co.KG aus dem Segment Fahrzeugtechnik an den Geschäftsführer verkauft. Vielversprechende Verhandlungen für den Verkauf eines Enkelunternehmens aus dem Bereich Fahrzeugtechnik stehen kurz vor dem Abschluss. Außerdem konnten wir bereits im Februar dieses Jahres den Geschäftsbereich SIMON Kinetics der SIMON Group, der Möbelbeschläge und Dämpfungssysteme herstellt, erfolgreich an die britische Titus Group verkaufen.

Neben Verkäufen sieht das Maßnahmenpaket auch die Stilllegung von Unternehmen vor, bei denen Restrukturierungsanstrengungen auch nach längerer Zeit nicht die erhofften Ergebnisse zeigen. So wurde für ein Enkeltochterunternehmen aus dem Segment Fahrzeugtechnik im Juni die Stilllegung eingeleitet. Im Segment Metalltechnik prüfen wir aktuell die Stilllegung der Schweizer BACHER AG bis zur Mitte des kommenden Jahres. Dazu haben wir das in der Schweiz gesetzlich vorgeschriebene Konsultationsverfahren eingeleitet. Bereits seit dem ersten Quartal wird die Stilllegung der Kunststoffgalvanik der SIMON Group vorangetrieben, die voraussichtlich bis zum Ende des dritten Quartals abgeschlossen sein wird.

Nach der Umsetzung dieses Maßnahmenpakets werden im Jahresvergleich auf der einen Seite Umsätze im mittleren zweistelligen Millionenbereich wegfallen. Dafür soll sich auf der anderen Seite die EBIT-Marge um einen guten Prozentpunkt verbessern. Seien Sie versichert: Verkäufe sind kein strategischer Teil unseres Geschäftsmodells und werden es auch nicht werden. Leitmotiv unseres Handelns bleibt "Kaufen, halten und entwickeln". Dennoch kann es im Einzelfall notwendig sein, sich von einzelnen Unternehmen zu trennen.

So verschaffen wir uns die Kraft und die Kapazitäten, um uns verstärkt der Akquisition margenstarker Hidden Champions in Zukunftsbranchen zu widmen.

Wir hatten gehofft, mit der Verschiebung unserer Hauptversammlung auf den 13. August 2020 doch noch unsere Aktionärinnen und Aktionäre persönlich treffen zu können. Das ist in diesem Jahr nun leider nicht möglich. Zum Schutz aller haben wir uns für eine virtuelle Hauptversammlung entschieden. Wir werden das Beste daraus machen und Sie auf diesem Wege ausführlich zu dem, was uns bewegt hat, und zu unseren Vorhaben informieren. Wir freuen uns, wenn sich viele von Ihnen zuschalten.

Bleiben Sie gesund!

Bergisch Gladbach im August 2020

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Dr. Johannes Schmidt Dr. Jörn Großmann Axel Meyer Rudolf Weichert

ZWISCHENLAGEBERICHT

GESCHÄFTSVERLAUF DER INDUS-GRUPPE IM ERSTEN HALBJAHR 2020

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (in Mio. EUR)

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DIFFERENZ
H1 2020 H1 2019 ABSOLUT IN %
Umsatz 774,2 876,5 -102,3 -11,7
Sonstige betriebliche Erträge 9,6 5,4 4,2 77,8
Aktivierte Eigenleistungen 2,9 2,8 0,1 3,6
Bestandsveränderung 2,9 -0,6 3,5 <-100
Gesamtleistung 789,6 884,1 -94,5 -10,7
Materialaufwand -363,8 -406,3 42,5 10,5
Personalaufwand -259,7 -263,1 3,4 1,3
Sonstiger betrieblicher Aufwand -99,6 -105,2 5,6 5,3
EBITDA 66,5 109,5 -43,0 -39,3
Abschreibungen -84,8 -43,0 -41,8 -97,2
Operatives Ergebnis (EBIT) -18,3 66,5 -84,8 <-100
Finanzergebnis -5,0 -8,4 3,4 40,5
Ergebnis vor Steuern (EBT) -23,3 58,1 -81,4 <-100
Steuern -16,0 -20,4 4,4 21,6
Ergebnis nach Steuern -39,3 37,7 -77,0 <-100
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 0,6 0,4 0,2 50,0
davon Anteile der INDUS-Aktionäre -39,9 37,3 -77,2 <-100

Das erste Halbjahr 2020 stand ganz im Zeichen der wirtschaftlichen und operativen Auswirkungen der Corona-Pandemie. Die INDUS-Beteiligungen aus vier der fünf Segmente waren im Berichtszeitraum erheblich von den Folgen der Pandemie beeinträchtigt. Die seit einiger Zeit andauernden Schwierigkeiten in der Fahrzeugtechnik und in einer Beteiligung der Metalltechnik haben sich durch die Corona-Pandemie deutlich verschärft. INDUS hat deshalb ein Maßnahmenpaket zur Portfoliooptimierung verabschiedet und kommuniziert. Die Umsetzung hat bereits im zweiten Quartal begonnen und wird sich bei einzelnen Maßnahmen bis ins Jahr 2021 hinziehen. Bilanziell wurden wesentliche Effekte bereits im vorliegenden Halbjahresabschluss erfasst.

UMSATZRÜCKGANG IN VIER SEGMENTEN

Im ersten Halbjahr 2020 konnten die INDUS-Beteiligungen einen Umsatz in Höhe von 774,2 Mio. EUR erzielen. Dies bedeutet eine Reduktion um 102,3 Mio. EUR (-11,7 %) im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres. Dabei sind die Umsatzerlöse in den Segmenten Fahrzeugtechnik sowie Maschinen- und Anlagenbau sehr deutlich zurückgegangen. In den Segmenten Medizin- und Gesundheitstechnik und Metalltechnik waren deutliche bzw. leichte Umsatzrückgänge zu verzeichnen. Im Segment Bau/Infrastruktur konnte ein erneutes Umsatzwachstum trotz der Corona-Krise erzielt werden. Das erneute Umsatzwachstum in Höhe von 4,2 % bzw. 8,1 Mio. EUR konnte die Umsatzrückgänge der restlichen Segmente aber nicht annähernd kompensieren. Der organische Umsatzrückgang der INDUS-Gruppe betrug 13,4 %. Anorganisch konnte durch die Vorjahreserwerbe MESUTRONIC und DSG ein Umsatzplus von 1,7 % erzielt werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 9,6 Mio. EUR und waren damit um 4,2 Mio. EUR höher als im Vorjahr. Die Erhöhung betraf im Wesentlichen Erträge aus Anlagenverkäufen im Zusammenhang mit dem Maßnahmenpaket zur Portfoliooptimierung.

Die Materialaufwandsquote stieg leicht von 46,4 % auf 47,0 %. Die Personalaufwandsquote stieg von 30,0 % auf 33,5 %. Erwartungsgemäß konnten die Personalkosten trotz intensiver Nutzung von Kurzarbeit nicht proportional zu den gesunkenen Produktionsauslastungen gesenkt werden. Der sonstige betriebliche Aufwand reduzierte sich um 5,3 % auf 99,6 Mio. EUR.

Die Abschreibungen erhöhten sich um 41,8 Mio. EUR auf insgesamt 84,8 Mio. EUR. Darin enthalten sind planmäßige Abschreibungen in Höhe von 46,9 Mio. EUR (Vorjahr: 43,0 Mio. EUR) und Wertminderungen in Höhe von 37,9 Mio. EUR (Vorjahr: Keine Wertminderungen). Die Wertminderungen in Höhe von 37,9 Mio. EUR entfallen in Höhe von 33,8 Mio. EUR auf das Segment Fahrzeugtechnik sowie in Höhe von 4,1 Mio. EUR auf das Segment Metalltechnik.

DEUTLICHER ERGEBNISRÜCKGANG

Das operative Ergebnis (EBIT) betrug -18,3 Mio. EUR und lag damit um 84,8 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert (66,5 Mio. EUR). Die EBIT-Marge lag bei -2,4 % (Vorjahr: 7,6 %). Der Rückgang ist in erster Linie auf die erheblichen wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie in vier der fünf Segmente - insbesondere im Segment Fahrzeugtechnik - zurückzuführen. Weiterhin sind in diesem Ergebnis die oben erläuterten nicht zahlungswirksamen Wertminderungen in Höhe von insgesamt 37,9 Mio. EUR enthalten. Damit konnte ein operatives Ergebnis (EBIT) vor Wertminderungen in Höhe von 19,6 Mio. EUR für das erste Halbjahr 2020 erzielt werden. Für das zweite Quartal 2020 betrug das operative Ergebnis -34,4 Mio. EUR. bzw. 3,5 Mio. EUR vor Wertminderungen.

Das Finanzergebnis verbesserte sich um 3,4 Mio. EUR von -8,4 Mio. EUR auf -5,0 Mio. EUR. Ursache ist die Verringerung bedingter Kaufpreisverbindlichkeiten aufgrund rückläufiger Ergebnisse bei diesen Beteiligungen im ersten Halbjahr 2020. Im Finanzergebnis sind das Zinsergebnis, das Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen und das übrige Finanzergebnis enthalten. Innerhalb des übrigen Finanzergebnisses sind die Bewertungen der Zinsswaps und der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten für Minderheiten ausgewiesen.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag mit -23,3 Mio. EUR um 81,4 Mio. EUR unterhalb des Vorjahresvergleichswerts (58,1 Mio. EUR). Der Steueraufwand betrug 16,0 Mio. EUR nach 20,4 Mio. EUR im Vorjahr. Vor dem Abzug der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter ergab sich ein Periodenergebnis von -39,3 Mio. EUR (Vorjahr: 37,7 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie betrug -1,63 EUR nach 1,52 EUR im Vergleichszeitraum.

Im Durchschnitt der ersten sechs Monate 2020 wurden in den Unternehmen der INDUS-Gruppe 10.767 Mitarbeiter (Vorjahr: 10.710 Mitarbeiter) beschäftigt. Ende Juni befanden sich etwa 2.680 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Dies entspricht einer Quote von 32 % bei den betroffenen INDUS-Beteiligungen.

MASSNAHMENPAKET ZUR PORTFOLIO-OPTIMIERUNG IN UMSETZUNG

Im Juni 2020 hat der Vorstand der INDUS Holding AG ein Maßnahmenpaket zur Portfoliooptimierung beschlossen.

Im Zuge dieses Maßnahmenpakets wurde der Verkauf der KIEBACK GmbH & Co. KG, Osnabrück, aus dem Segment Fahrzeugtechnik beschlossen. Das Signing des Kaufvertrags erfolgte am 24. Juli 2020 und wird zu einer Entkonsolidierung des Unternehmens zum 31. Juli 2020 führen.

Für ein Enkeltochterunternehmen aus dem Segment Fahrzeugtechnik wurde bereits im Juni die Stilllegung beschlossen und eingeleitet.

Bei der BACHER AG aus dem Segment Metalltechnik wird die Einstellung des Betriebs im Jahr 2021 geprüft. Die Mitarbeiter wurden darüber informiert und das in der Schweiz vorgeschriebene Konsultationsverfahren im Juli 2020 eingeleitet.

Bereits im Februar 2020 konnte SIMON den Geschäftsbereich SIMON Kinetics an die britische Titus Group veräußern. Der Geschäftsbereich SIMON Kinetics stellt Möbelbeschläge und Dämpfungssysteme her.

Weiterhin wird der Bereich Kunststoffgalvanik von SIMON aus dem Segment Metalltechnik bis zum Ende des dritten Quartals 2020 geschlossen. Die Fortführung der Geschäftstätigkeit wäre aufgrund des EU-weiten Verbots von Chrom-IV-Oxid unrentabel geworden.

Im Halbjahresabschluss führen diese Maßnahmen in ihrer Gesamtheit zu Wertberichtigungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie im Zusammenhang mit der Bildung von Veräußerungsgruppen und auf aktive latente Steuern sowie Aufwand für die Bildung von Rückstellungen von in Summe 11,6 Mio. EUR. Davon entfallen 8,1 Mio. EUR auf das Segment Fahrzeugtechnik und 3,5 Mio. EUR auf das Segment Metalltechnik. 1,4 Mio. EUR der Aufwendungen sind zahlungswirksam.

ERWERB DER RESTANTEILE AN M + P, PEISELER, MBN UND SELZER

INDUS hat im Januar 2020 planmäßig die Anteile eines Altgesellschafters und bisherigen Geschäftsführers an der M+P International Mess- und Rechnertechnik GmbH, Hannover, erworben. Durch den Erwerb der Anteile in Höhe von 14,5 % konnte INDUS die Geschäftsanteile an M+P auf 91,06 % erhöhen. M+P ist Anbieter von Mess- und Testsystemen zur Schwingungsprüfung und -analyse und gehört seit Januar 2017 zur INDUS-Gruppe.

Im April 2020 hat INDUS planmäßig 10 % der Anteile an der PEISELER Holding GmbH, Remscheid, von einem Altgesellschafter und bisherigen Geschäftsführer erworben. Durch den Erwerb der Anteile erhöht sich der Anteil von INDUS an PEISELER auf 90 %. PEISELER fertigt hochpräzise Teilgeräte und Schwenkeinrichtungen für Werkzeugmaschinen und gehört seit Mai 2017 zum INDUS-Portfolio.

Im April 2020 wurden weiterhin sämtliche Restanteile an der MBN Maschinenbaubetriebe Neugersdorf GmbH, Neugersdorf, von den Altgesellschaftern erworben. Durch den planmäßigen Erwerb der 25 % Restanteile befinden sich nun 100 % der Anteile an MBN bei INDUS. Die MBN-Gruppe entwickelt und fertigt automatisierte Anlagen sowie Maschinen für die Fahrzeugendmontage und gehört seit November 2014 zur INDUS-Gruppe.

Im Juni 2020 hat INDUS die 15 % Restanteile an der SELZER Fertigungstechnik GmbH & Co. KG von den Altgesellschaftern erworben. Durch den Erwerb hält INDUS nun 100 % der Anteile an SELZER Fertigungstechnik GmbH & Co. KG. SELZER gehört seit 2005 zur INDUS-Gruppe und stellt einbaufertige Komponenten und Baugruppen aus Metall für Getriebe, Bremsen sowie Motoren von Automobilen her.

SEGMENT-BERICHT

Die INDUS Holding AG gliedert ihr Beteiligungsportfolio in fünf Segmente: Bau/Infrastruktur, Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Metalltechnik. Zum 30. Juni 2020 umfasste das Beteiligungsportfolio 47 operative Einheiten.

BAU/INFRASTRUKTUR

UMSATZ- UND ERGEBNISWACHSTUM AUF BREITER FRONT

Der Segmentumsatz im Bereich Bau/Infrastruktur konnte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um weitere 8,1 Mio. EUR (4,2 %) auf 199,0 Mio. EUR gesteigert werden. Zu dem hohen Umsatzwachstum trugen nahezu alle Segmentunternehmen bei. Einen besonderen Beitrag leisteten die Bereiche Klimageräte, Bewehrung für Stahlbeton sowie Dichtungssysteme und Hauseinführungen.

Das operative Ergebnis stieg im Vergleich zum Umsatz überproportional um 30,2 % auf 36,2 Mio. EUR (Vorjahr: 27,8 Mio. EUR) an. Die EBIT-Marge erreichte mit 18,2 % einen sehr hohen Wert. Sie übertraf die gute Marge aus dem Vorjahr (14,6 %) um 3,6 Prozentpunkte.

Insgesamt liegt die erfreuliche Entwicklung im Segment Bau/Infrastruktur im ersten Halbjahr deutlich über unseren Erwartungen. Die Corona-Krise hat sich in diesem Segment nicht auf die Ergebnisse der Beteiligungen ausgewirkt. Für das zweite Halbjahr erwarten die Segmentunternehmen eine Stabilisierung auf gutem Niveau.

In unserer Prognose gehen wir für das Gesamtjahr im Vergleich zum Vorjahr von leicht sinkendem Umsatz und leicht sinkendem operativen Ergebnis (EBIT) aus. Die EBIT-Marge wird innerhalb eines Bandes von 13 bis 15 % liegen.

Die Investitionen im Segment betrafen ausschließlich Sachinvestitionen. Sie lagen mit 8,5 Mio. EUR über dem Vorjahr (8,0 Mio. EUR).

KENNZAHLEN BAU/INFRASTRUKTUR (in Mio. EUR)

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DIFFERENZ
H1 2020 H1 2019 ABSOLUT IN %
Umsatzerlöse mit externen Dritten 199,0 190,9 8,1 4,2
EBITDA 43,9 34,6 9,3 26,9
Abschreibungen -7,7 -6,8 -0,9 -13,2
EBIT 36,2 27,8 8,4 30,2
EBIT-Marge in % 18,2 14,6 3,6 pp -
Investitionen 8,5 8,0 0,5 6,3
Mitarbeiter 1.888 1.855 33 1,8

FAHRZEUGTECHNIK

HOHE UNSICHERHEIT ÜBER WEITERE ENTWICKLUNG NACH SCHLECHTEM QUARTAL

Das Segment Fahrzeugtechnik wird weiterhin von den aus 2019 bekannten Rahmenbedingungen belastet. Hinzu kommen seit März 2020 stark belastende Auswirkungen der Corona-Pandemie. Ende Juni befanden sich rund 45 % der Mitarbeiter in diesem Segment in Kurzarbeit.

Der Umsatz im Segment Fahrzeugtechnik sank um 50,8 Mio. EUR bzw. 27,7 % auf 132,6 Mio. EUR. In dem starken Rückgang spiegeln sich die extrem starken Absatzrückgänge während der Monate April und Mai sowie die geringe Dynamik des Wiederanlaufens im Monat Juni wieder. Alle Unternehmen des Segments waren vom starken Absatzrückgang betroffen.

Das operative Ergebnis (EBIT) vor Wertminderungen lag mit -29,1 Mio. EUR um 24,0 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahreswert. Die EBIT-Marge vor Wertminderung sank auf -21,9 %. Hierfür sind insbesondere die oben beschriebenen Effekte verantwortlich. Die Nutzung von Kurzarbeit und Maßnahmen zur Kostenreduzierung konnten die Auswirkungen des starken Umsatzrückgangs nur zum Teil kompensieren. Obwohl bei den beiden bekannten Serienzulieferern die Repositionierungen vorankommen, belasten diese das Segmentergebnis zusätzlich.

Im Juni 2020 wurde im Rahmen des Maßnahmenpakets zur Portfoliooptimierung die Veräußerung der KIEBACK GmbH & Co. KG, Osnabrück, beschlossen. Das Signing des Kaufvertrags ist im Juli 2020 erfolgt. Außerdem wurde noch im Juni 2020 die Stilllegung einer Enkeltochter beschlossen und eingeleitet. Insgesamt wurden im Zusammenhang mit der bevorstehenden Veräußerung und der Stilllegung im ersten Halbjahr Aufwendungen in Höhe von 8,1 Mio. EUR erfasst.

Aufgrund der verminderten Ertragsaussichten für die Zukunft wurden Wertminderungen (Impairments) auf Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 29,2 Mio. EUR vorgenommen.

Das operative Ergebnis (EBIT) betrug somit -62,9 Mio. EUR, die EBIT-Marge vermindert sich aufgrund der Wertminderungen auf -47,4 %.

Seit Juni ist bei den Segmentunternehmen ein gewisses Wiederanlaufen des Absatzes feststellbar. Allerdings herrscht bei den Serienzulieferern große Unsicherheit, ob und, falls ja, wie schnell und auf welchem Niveau sich der Absatz im weiteren Jahresverlauf stabilisieren wird. Die Unternehmen vor der Serie spüren ebenfalls eine große Zurückhaltung auf Kundenseite.

In unserer Prognose gehen wir für das Gesamtjahr im Vergleich zum Vorjahr von stark sinkendem Umsatz und einem deutlich negativen operativen Ergebnis (EBIT) aus.

Die Investitionen lagen mit 4,0 Mio. EUR um 3,9 Mio. EUR unter den Investitionen im Vorjahresvergleichszeitraum.

KENNZAHLEN FAHRZEUGTECHNIK (in Mio. EUR)

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DIFFERENZ
H1 2020 H1 2019 ABSOLUT IN %
Umsatzerlöse mit externen Dritten 132,6 183,4 -50,8 -27,7
EBITDA -14,7 8,7 -23,4 <-100
Planmäßige Abschreibungen -14,4 -13,8 -0,6 -4,3
EBIT vor Wertminderungen -29,1 -5,1 -24,0 <-100
EBIT-Marge vor Wertminderungen in % -21,9 -2,8 -19,1 pp -
Wertminderungen -33,8 0,0 -33,8 -
EBIT -62,9 -5,1 -57,8 <-100
EBIT-Marge in % -47,4 -2,8 -44,6 pp -
Investitionen 4,0 7,9 -3,9 -49,4
Mitarbeiter 3.262 3.358 -96 -2,9

MASCHINEN- UND ANLAGENBAU

FOLGEN DER CORONA-PANDEMIE BELASTEN SEGMENT

Der Segmentumsatz im Maschinen- und Anlagenbau sank gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum deutlich um 41,7 Mio. EUR (-20,1 %) auf 165,8 Mio. EUR. Bei sämtlichen Beteiligungen des Segments waren rückläufige Umsätze zu verzeichnen. Gerade auch die weltweit tätigen Unternehmen des Segments sind erheblich durch die Folgen der Corona-Pandemie betroffen. Hinzu kommt hier eine bereits vor der Corona-Krise spürbare allgemeine Marktberuhigung.

Das operative Ergebnis (EBIT) sank um 18,7 Mio. EUR (-82,0 %) auf 4,1 Mio. EUR. Dieser Effekt beruht auf gesunkenen Ergebnissen von nahezu allen Segmentunternehmen. Besonders betroffen sind eine Beteiligung aus dem Bereich Werkzeugmaschinenbau und die stark exportorientierten Beteiligungen. Folglich lag die EBIT-Marge für das erste Halbjahr 2020 mit 2,5 % deutlich unter dem Wert des Vorjahresvergleichsquartals (11,0 %).

Sorge bereitet der schleppende Auftragseingang bei der Mehrheit der Segmentunternehmen. Hier bleibt abzuwarten, ob und, falls ja, wie stark sich der Auftragseingang in der zweiten Jahreshälfte 2020 erholen kann.

In unserer Prognose gehen wir für das Gesamtjahr im Vergleich zum Vorjahr von einem stark sinkenden Segmentumsatz aus. Für das zweite Halbjahr erwarten wir eine Verbesserung der EBIT-Marge, insgesamt muss für das Gesamtjahr aber mit einem stark sinkenden operativen Ergebnis (EBIT) gerechnet werden. Die EBIT-Marge wird innerhalb eines Bandes von 6 bis 8 % liegen.

Die Investitionen des Berichtszeitraums in Höhe von 1,2 Mio. EUR betreffen Sachinvestitionen und sind aufgrund der restriktiven Investitionspolitik in der Corona-Krise um 2,6 Mio. EUR niedriger als im Vorjahr.

KENNZAHLEN MASCHINEN- UND ANLAGENBAU (in Mio. EUR)

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DIFFERENZ
H1 2020 H1 2019 ABSOLUT IN %
Umsatzerlöse mit externen Dritten 165,8 207,5 -41,7 -20,1
EBITDA 14,2 31,8 -17,6 -55,3
Abschreibungen -10,1 -9,0 -1,1 12,2
EBIT 4,1 22,8 -18,7 -82,0
EBIT-Marge in % 2,5 11,0 -8,5 pp -
Investitionen 1,2 3,8 -2,6 -68,4
Mitarbeiter 2.258 2.073 185 8,9

MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK

LICHTBLICK ZUM ENDE DES ZWEITEN QUARTALS

Das Segment Medizin- und Gesundheitstechnik konnte im ersten Halbjahr 2020 einen Umsatz von 70,6 Mio. EUR erwirtschaften. Dies entspricht einem Umsatzrückgang von 10,9 Mio. EUR (-13,4 %). Wie bereits berichtet waren die Unternehmen des Segments deutlich stärker als zunächst erwartet von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen. Ursächlich waren die starke Störung des Geschäfts im Bereich der Rehabilitationstechnik und der Entfall "normaler" Operationen während der Hauptmonate des Lockdowns. Zwar nutzten die von den Absatzrückgängen betroffenen Unternehmen Kurzarbeit - das konnte aber die umsatzseitigen Rückgänge nicht kompensieren.

Das operative Ergebnis (EBIT) sank daher um 5,0 Mio. EUR auf 4,1 Mio. EUR im ersten Halbjahr 2020. Die Segmentunternehmen sind alle von diesem Ergebnisrückgang betroffen. Die EBIT-Marge des Segments betrug 5,8 % (Vorjahr: 11,2 %) und lag damit deutlich unterhalb des Vorjahresvergleichswerts.

Erfreulicherweise zogen die Umsätze im Juni wieder deutlich an und erreichten fast das Vorjahresniveau, sodass zumindest für das zweite Halbjahr eine Erholung in dem Segment möglich ist.

In unserer Prognose gehen wir für das Gesamtjahr im Vergleich zum Vorjahr von sinkendem Umsatz und einem stark sinkenden operativen Ergebnis (EBIT) aus. Die EBIT-Marge wird innerhalb eines Bandes von 7 bis 9 % liegen.

Die Investitionen lagen mit 1,8 Mio. EUR genau auf dem Wert des Vorjahreszeitraums.

KENNZAHLEN MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK (in Mio. EUR)

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DIFFERENZ
H1 2020 H1 2019 ABSOLUT IN %
Umsatzerlöse mit externen Dritten 70,6 81,5 -10,9 -13,4
EBITDA 9,1 13,7 -4,6 -33,6
Abschreibungen -5,0 -4,6 -0,4 8,7
EBIT 4,1 9,1 -5,0 -54,9
EBIT-Marge in % 5,8 11,2 -5,4 pp -
Investitionen 1,8 CO 0,0 0,0
Mitarbeiter 1.670 1.711 -41 -2,4

METALLTECHNIK

UMSATZ LEICHT RÜCKLÄUFIG

Das Segment Metalltechnik verzeichnete im ersten Halbjahr 2020 einen Umsatzrückgang um 7,2 Mio. EUR (-3,4 %) auf 206,4 Mio. EUR. Im zweiten Quartal haben die meisten Unternehmen des Segments deutliche Umsatzrückgänge infolge der Corona-Pandemie hinnehmen müssen.

Das operative Ergebnis (EBIT) vor Wertminderungen lag mit 8,9 Mio. EUR um 7,4 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert. Die meisten der Segmentunternehmen wurden im zweiten Quartal durch die Corona-Krise stark belastet und mussten in hohem Maße Kurzarbeit anmelden. Zu beachten ist dabei, dass in dem Segmentergebnis erhebliche Belastungen aus der laufenden Stilllegung der Kunststoffgalvanik der SIMON-Gruppe und aus der schlechten Geschäftsentwicklung der Schweizer BACHER AG enthalten sind. Die EBIT-Marge vor Wertminderungen lag mit 4,3 % um 3,3 Prozentpunkte unterhalb des Vorjahresvergleichswerts (7,6 %).

Aufgrund gesunkener Ertragsaussichten für die Zukunft wurden Wertminderungen (Impairments) auf Geschäfts- und Firmenwerte sowie Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 4,1 Mio. EUR vorgenommen. Das operative Ergebnis (EBIT) betrug 4,8 Mio. EUR, die EBIT-Marge vermindert sich aufgrund der Wertminderungen auf 2,3 %.

Bei der BACHER AG wird derzeit die Einstellung des Betriebs im Jahr 2021 geprüft. Darüber wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am 15. Juli 2020 informiert. Das in der Schweiz vorgeschriebene Konsultationsverfahren ist eröffnet.

In unserer Prognose gehen wir für das Gesamtjahr im Vergleich zum Vorjahr von sinkendem Umsatz und einem stark sinkenden operativen Ergebnis (EBIT) aus. Die EBIT-Marge wird innerhalb eines Bandes von 2 bis 4 % liegen.

Das Investitionsvolumen lag im ersten Halbjahr mit 2,0 Mio. EUR unter dem Niveau des Vorjahres (3,9 Mio. EUR).

KENNZAHLEN METALLTECHNIK (in Mio. EUR)

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DIFFERENZ
H1 2020 H1 2019 ABSOLUT IN %
Umsatzerlöse mit externen Dritten 206,4 213,6 -7,2 -3,4
EBITDA 18,0 24,7 -6,7 -27,1
Planmäßige Abschreibungen -9,1 -8,4 -0,7 -8,3
EBIT vor Wertminderungen 8,9 16,3 -7,4 -45,4
EBIT-Marge vor Wertminderungen in % 4,3 7,6 -3,3 pp -
Wertminderungen -4,1 0,0 -4,1 -
EBIT 4,8 16,3 -11,5 -70,6
EBIT-Marge in % 2,3 7,6 -5,3 pp -
Investitionen 2,0 3,9 -1,9 -48,7
Mitarbeiter 1.650 1.676 -26 -1,6

FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG, VERKÜRZT (in Mio. EUR)

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DIFFERENZ
H1 2020 H1 2019 ABSOLUT IN %
Operativer Cashflow 29,0 24,4 4,6 18,9
Zinsen -9,7 -10,5 0,8 7,6
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 19,3 13,9 5,4 38,8
Auszahlungen für Investitionen -17,3 -20,0 2,7 13,5
Einzahlungen aus Abgängen von Vermögenswerten 0,1 1,1 -1,0 -90,9
Cashflow aus Investitionstätigkeit -17,2 -18,9 1,7 9,0
Auszahlungen Dividende 0,0 -36,7 36,7 -
Auszahlungen Minderheitsgesellschafter -0,5 -0,3 -0,2 -66,7
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 102,0 94,3 7,7 8,2
Auszahlung aus der Tilgung von Krediten -57,9 -49,5 -8,4 -17,0
Auszahlung aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -9,6 -10,2 0,6 5,9
Auszahlung aus der Tilgung von bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten -18,9 -2,4 -16,5 <-100
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 15,1 -4,8 19,9 >100
Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel 17,2 -9,8 27,0 >100
Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel -0,7 0,2 -0,9 <-100
Zahlungsmittelveränderung im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten -0,8 0,0 -0,8 -
Liquide Mittel am Anfang der Periode 135,1 109,6 25,5 23,3
Liquide Mittel am Ende der Periode 150,8 100,0 50,8 50,8

KAPITALFLUSSRECHNUNG: OPERATIVER CASHFLOW UM 4,6 MIO. EUR HÖHER ALS IM VORJAHR

Trotz des deutlich gesunkenen Ergebnisses nach Steuern in Höhe von -39,3 Mio. EUR (Vorjahr: 37,7 Mio. EUR) hat sich der operative Cashflow im ersten Halbjahr 2020 um 4,6 Mio. EUR gegenüber der Vergleichsperiode erhöht und beträgt 29,0 Mio. EUR. Ursache ist insbesondere ein verringertes Wachstum des Working Capitals verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Insgesamt stieg der Cashflow aus Geschäftstätigkeit um 5,4 Mio. EUR auf 19,3 Mio. EUR.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug -17,2 Mio. EUR nach -18,9 Mio. EUR im Vorjahr. Im Berichtszeitraum betrugen die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 16,1 Mio. EUR und lagen damit niedriger als im ersten Halbjahr des Vorjahres (25,4 Mio. EUR). Der Rückgang steht im Zusammenhang mit der restriktiven Investitionspolitik aufgrund der Corona-Krise. Die Investitionen des Vorjahres beinhalten den Zugang der liquiden Mittel aus der Erstkonsolidierung der MESUTRONIC im Juni 2019. Der Abfluss aus der Kaufpreiszahlung dieser Akquisition erfolgte aber erst im dritten Quartal 2019.

Die Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten sind um 7,7 Mio. EUR auf 102,0 Mio. EUR gestiegen. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie hat INDUS als Liquiditätsrisikovorsorge bis zu 42,0 Mio. EUR aus bestehenden und vertraglich vereinbarten Kreditlinien teilweise gezogen. Zum 30. Juni 2020 waren hiervon 22,0 Mio. EUR noch in Anspruch genommen. Weiterhin wurden im ersten Halbjahr fällige, teilweise bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten in Höhe von 18,9 Mio. EUR (Vorjahr: 2,4 Mio. EUR) getilgt. Die Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten betrugen 9,6 Mio. EUR und lagen nur leicht unter dem Vorjahresvergleichswert. Insgesamt ist der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit um 19,9 Mio. EUR gestiegen.

Die liquiden Mittel lagen demzufolge mit 150,8 Mio. EUR über dem hohen Bestand von 135,1 Mio. EUR zum Jahresende 2019 und über dem Vergleichswert des ersten Halbjahres des Vorjahres. Dieser relativ hohe Bestand an liquiden Mitteln ist dem bewusst durchgeführten Aufbau eines Liquiditätspuffers bei der Holding als Vorsichtsmaßnahme wegen möglicher Auswirkungen der Corona-Pandemie geschuldet.

KONZERN-BILANZ, VERKÜRZT (in Mio. EUR)

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DIFFERENZ
30.6.2020 31.12.2019 ABSOLUT IN %
AKTIVA
Langfristige Vermögenswerte 996,7 1.058,2 -61,5 -5,8
Anlagevermögen 982,4 1.039,2 -56,8 -5,5
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 14,3 19,0 -4,7 -24,7
Kurzfristige Vermögenswerte 776,9 750,0 26,9 3,6
Vorräte 388,5 381,4 7,1 1,9
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 231,4 233,5 -2,1 -0,9
Liquide Mittel 150,8 135,1 15,7 11,6
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 6,2 0,0 6,2 -
Bilanzsumme 1.773,6 1.808,2 -34,6 -1,9
PASSIVA
Langfristige Finanzierungsmittel 1.352,2 1.389,4 -37,2 -2,7
Eigenkapital 685,3 727,7 -42,4 -5,8
Fremdkapital 666,9 661,7 5,2 0,8
davon Rückstellungen 52,7 54,4 -1,7 -3,1
davon Verbindlichkeiten und latente Steuern 614,2 607,3 6,9 1,1
Kurzfristige Finanzierungsmittel 421,4 418,8 2,6 0,6
davon Rückstellungen 87,1 74,6 12,5 16,8
davon Verbindlichkeiten 334,3 344,2 -9,9 -2,9
Bilanzsumme 1.773,6 1.808,2 -34,6 -1,9

BILANZ: REDUKTION DER BILANZSUMME WEGEN ABSCHREIBUNG GESCHÄFTS- UND FIRMENWERTE

Die Konzern-Bilanzsumme der INDUS-Gruppe ist mit 1.773,6 Mio. EUR um 34,6 Mio EUR niedriger als zum 31. Dezember 2019. Die Reduktion der Bilanzsumme ist insbesondere auf das um 56,8 Mio. EUR verringerte Anlagevermögen zurückzuführen. Insbesondere die Geschäfts- und Firmenwerte sind wegen der anlassbedingten Wertminderungen um 31,6 Mio. EUR reduziert. Hinzu kommen weitere Wertminderungen bei Sachanlagen in Höhe von 4,8 Mio. EUR und bei immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 1,5 Mio. EUR. Das Working Capital ist aufgrund der Pandemie-bedingten wirtschaftlichen Entwicklungen im ersten Halbjahr 2020 und des restriktiven Working-Capital-Management um 5,5 Mio. EUR (1,1 %) nur leicht gestiegen. Der Gesamtbetrag des Working Capitals zum 30. Juni 2020 belief sich auf 483,8 Mio. EUR.

Die Eigenkapitalquote zum 30. Juni 2020 betrug 38,6 % und lag damit um 1,6 Prozentpunkte unter der Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2019 (40,2 %). Gegenüber dem Stand zum Jahresende 2019 ist für den Rückgang der Quote insbesondere das negative Halbjahresergebnis ursächlich.

WORKING CAPITAL (in Mio. EUR)

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DIFFERENZ
30.6.2020 31.12.2019 ABSOLUT IN %
Vorräte 388,5 381,4 7,1 1,9
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 199,1 202,5 -3,4 -1,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -63,4 -55,9 -7,5 -13,4
Erhaltene Anzahlungen -17,9 -18,9 1,0 5,3
Vertragsverpflichtungen -22,5 -30,8 8,3 26,9
Working Capital 483,8 478,3 5,5 1,1

Die Nettofinanzverbindlichkeiten betrugen 574,8 Mio. EUR zum 30. Juni 2020. Damit sind die Nettofinanzverbindlichkeiten um 28,6 Mio. EUR höher als zum 31. Dezember 2019. Der Anstieg setzt sich aus erhöhten Finanzschulden (+44,3 Mio. EUR) und dem gegenläufig wirkenden Anstieg liquider Mittel (+15,7 Mio. EUR) zusammen. Der Anstieg

der kurzfristigen Finanzschulden resultiert aus der Inanspruchnahme von zugesagten Kreditlinien für den Ausbau eines Liquiditätspuffers für die INDUS-Gruppe zum Ausgleich möglicher Liquiditätsabflüsse wegen der Folgen der Coronavirus-Pandemie.

NETTOFINANZVERBINDLICHKEITEN (in Mio. EUR)

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DIFFERENZ
30.6.2020 31.12.2019 ABSOLUT IN %
Langfristige Finanzschulden 557,8 546,3 11,5 2,1
Kurzfristige Finanzschulden 167,8 135,0 32,8 24,3
Liquide Mittel -150,8 -135,1 -15,7 -11,6
Nettofinanzverbindlichkeiten 574,8 546,2 28,6 5,2

CHANCEN UND RISIKEN

Im Geschäftsbericht 2019 hat INDUS die Risiken aus der COVID-19-Pandemie, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben können, erläutert. Die tatsächlichen Auswirkungen der Pandemierisiken auf die Gruppe im ersten Halbjahr werden nachfolgend dargestellt und die Einschätzung der weiteren Entwicklung der Risiken für das Geschäftsjahr 2020 wird aktualisiert.

COVID-19: UMFELD- UND BRANCHENRISIKEN

AUS DEM GESCHÄFTSBERICHT 2019:

Durch die drastischen Maßnahmen zur Reduzierung der Ausbreitungsgeschwindigkeit des Coronavirus kommt es zunehmend zu Störungen des weltweiten Wirtschaftsablaufs. Hinzu kommt die hohe Verunsicherung von Konsumenten und Investoren und deren Auswirkungen auf Konsum und Investitionstätigkeit. Exemplarisch seien auch die Werksschließungen der großen Automobilhersteller genannt, die eine Leistungserbringung der Unternehmen der Gruppe teilweise nicht mehr ermöglichen werden. Die hohe räumliche und sachliche Diversifikation der Beteiligungen der INDUS-Gruppe stellt aber einen klar risikominimierenden Vorteil dar. INDUS geht davon aus, dass bedeutende Teile der wertschöpfenden Produktion aufrechterhalten werden können.

STATUS ZUM HALBJAHR:

Dieses Risiko hat sich im ersten Halbjahr im Segment Fahrzeugtechnik durch drastische Umsatzrückgänge, aber auch in Teilen des Segmentes Maschinen- und Anlagenbau und in der Medizintechnik materialisiert.

Im Segment Fahrzeugtechnik waren erhebliche Absatzeinbrüche auch durch die Werksschließungen der Hauptkunden, im Wesentlichen in den Monaten April und Mai, zu verzeichnen. Aktuell zeichnet sich eine leichte Erholung ab, die aber noch keine zuverlässige Dynamik entwickelt hat. Das Exportgeschäft ist mit hohen Unsicherheiten verbunden, die Absatzmärkte in den USA und Mexiko sind weiterhin stark betroffen.

Im Segment Maschinen- und Anlagenbau sind insbesondere diejenigen Beteiligungen mit Absatzeinbrüchen konfrontiert, die über die Lieferkette indirekt an der Entwicklung der Automobilindustrie partizipieren. Aufgrund der deutlichen Investitionszurückhaltung dieser Kunden gehen die Auftragsbestände signifikant zurück und es wird zu einem nachlaufendem negativen Effekt kommen, bis sich die Investitionsbereitschaft auf der Kundenseite wieder erhöht. Im Segment Medizintechnik waren aufgrund der unmittelbaren Auswirkungen der Corona-Pandemie deutliche Absatzeinbrüche zu verzeichnen. Ursächlich ist hier insbesondere der Rückgang der "Standard"-Operationen (OP-Sets und Endoskope), die Corona-bedingten Einschränkungen des Breitensports (Bandagen und Orthesen) und die Einschränkung der Reisetätigkeit (Kompressionsstrümpfe). Die aktuelle Entwicklung deutet auf eine relativ schnelle Normalisierung in diesem Bereich hin.

Bestätigt hat sich die risikominimierende Wirkung des diversifizierten INDUS-Portfolios. Das Segment Bau/ Infrastruktur sowie wesentliche Beteiligungen des Segments Maschinen- und Anlagenbau und auch des Segmentes Metalltechnik sind von der Pandemie nur unwesentlich betroffen oder konnten wie im Segment Bau/Infrastruktur auch Chancen realisieren.

COVID-19: LEISTUNGSWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

AUS DEM GESCHÄFTSBERICHT 2019:

Durch die weltweit verfügten Einschränkungen der Reisefreiheit sind Auslandseinsätze (z. B. Montagen) nicht mehr möglich. Die Leistung kann nicht vollständig erbracht und abgerechnet werden; dies betrifft besonders das Segment Maschinen- und Anlagenbau. Die Schließung ausländischer und gegebenenfalls inländischer Produktionsstätten hemmt die Versorgung mit Vormaterial oder Fertigprodukten. Notwendige Ersatzteile sind nicht zu beschaffen. Es treten massive Störungen in der Lieferkette auf. Auch hier stellt die räumliche und sachliche Diversifikation und mittelständische Struktur der Beteiligungen der INDUS-Gruppe einen risikominimierenden Vorteil dar. INDUS geht aktuell davon aus, das bedeutende Teile der wertschöpfenden Produktion aufrechterhalten werden können. Die Beteiligungen arbeiten intensiv an alternativen Bezugsquellen (z. B. Ersatz Norditalien als Bezugsregion) zur Versorgungssicherheit und Aufstockung notwendiger Vorräte und Maschinenersatzteile.

STATUS ZUM HALBJAHR:

Die Einschränkungen der Reisemöglichkeiten wirken sich insbesondere im Maschinen- und Anlagenbau auf die Leistungserstellung aus. Anlagen können beim Kunden nicht installiert werden oder umgekehrt durch Lieferanten in eigenen Werken nicht aufgebaut werden. Servicearbeiten können je nach Land nicht durchgeführt werden.

Die Versorgung der Beteiligungen mit Vormaterialien war gegeben und den Beteiligungen ist es gelungen, kritische Lieferanten zu ersetzen bzw. Ersatzlieferanten zu qualifizieren. In einigen Fällen waren Sicherheitsläger aufzubauen, mit einer negativen Wirkung auf das Working Capital. Wesentliche Produktionsausfälle durch Störungen in der Vor-Lieferkette waren jedoch - auch aufgrund der getroffenen Maßnahmen - bisher nicht zu verzeichnen.

COVID-19: PERSONALRISIKEN

AUS DEM GESCHÄFTSBERICHT 2019:

Risiken im Personalbereich ergeben sich durch den Ausfall von Schlüsselpersonen oder auch von ganzen Abteilungen oder Bereichen. Es kann zu Infektionsfällen innerhalb oder außerhalb der betrieblichen Bereiche der Mitarbeiter kommen mit der Folge, dass wesentliche interne Prozesse nicht aufrechterhalten werden können.

Der Schutz der Mitarbeiter vor Ansteckungen ist oberstes Ziel aller Beteiligungen. Dies wird erreicht durch die Befolgung der Verhaltensregeln der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und des Robert-Koch-Instituts zum Infektionsschutz. Alle Beteiligungen haben Maßnahmen ergriffen, um den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten. Dies sind die räumliche Trennung von einzelnen Mitarbeitern, von Mitarbeitergruppen quer durch die Abteilungen, die starke Nutzung von Homeoffice soweit möglich, zeitversetztes Arbeiten von Mitarbeitergruppen, Web Meetings, das Vermeiden von Kundenbesuchen vor Ort oder bei den Beteiligungen und vieles mehr. Zahlreiche Kommunen haben bereits zum Schutz der Bürger vor Infektionen weitreichende Maßnahmen wie Ausgangssperren, Versammlungsverbote u. ä. ergriffen. INDUS geht davon aus, dass diese konsequenten Maßnahmen Wirkung zeigen und die Ausbreitung wirksam bekämpft werden kann.

STATUS ZUM HALBJAHR:

Die durch die jeweiligen Geschäftsführungen in den Beteiligungen ergriffenen Maßnahmen haben sich bisher als wirksam erwiesen. Ebenso die Maßnahmen der INDUS Holding selbst. Bisher waren keine für die Gruppe wesentlichen Ausfälle aufgrund eigener Verursachung zu verzeichnen. Herausfordernd ist weiterhin die Aufrechterhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen für die Beschäftigten, insbesondere vor dem Hintergrund der wieder verstärkten Reisetätigkeit in den Sommermonaten, der weiteren Lockerungen, der weiterhin zahlreichen Corona-Risikoländer und der weltweit weiter ansteigenden Infektionen. Dieses Risiko wird weiterhin als hoch eingeschätzt.

COVID-19: INFORMATIONSTECHNISCHE RISIKEN

AUS DEM GESCHÄFTSBERICHT 2019:

Die Aufrechterhaltung der betrieblichen Funktionen bedingt eine entsprechende Digitalisierung der vitalen Prozesse. Uneingeschränkte Kommunikationsmöglichkeiten und entsprechende IT-Ausstattung sind zur Risikominimierung notwendig. Nach heutigem Kenntnisstand sind die Unternehmen der INDUS-Gruppe gut aufgestellt, bislang vermeldet keine wesentliche Beteiligung IT- oder Kommunikationsstörungen wesentlicher Art. Die INDUS Holding AG kann den Betrieb aufgrund ihrer IT-Umgebung mit vollständig virtuellen Desktops und ausreichenden Bandbreiten der Internetzugänge sowie digitaler Finanzprozesse nach heutigem Kenntnisstand auch für längere Zeit vollumfänglich aufrechterhalten.

STATUS ZUM HALBJAHR:

Die bisherige tatsächliche Entwicklung entspricht der Einschätzung. Für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2020 schätzen wir das Risiko nach den bisherigen Erfahrungen in der Gruppe eher geringer ein.

COVID-19: FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

AUS DEM GESCHÄFTSBERICHT 2019:

Einhergehend mit dem wirtschaftlichen Einbruch ergeben sich vielfältige finanzwirtschaftliche Risiken. Das Risiko fehlender Leistungserbringung bedingt fehlende Zahlungseingänge. Durch mögliche Insolvenzen von Kunden könnten erwartete Einzahlungen dauerhaft ausfallen. Kunden verlängern einseitig Zahlungsziele oder verlangen eine Preisreduktion bei Aufrechterhaltung von Kapazitäten. Die Auszahlungen sind teilweise fix und können nicht ohne Schadensersatzpflicht gestoppt werden. Es besteht in dieser Situation grundsätzlich ein Liquiditätsrisiko. Mit einer soliden Eigenkapitalausstattung und einem Kreis etablierter und verlässlicher Partner aus dem Bankensektor sieht sich INDUS hier gut aufgestellt. Ebenfalls von Vorteil ist der Risikoausgleich durch die breite Aufstellung der Gruppe. INDUS hat vorsorglich die freie Liquidität zur potenziellen Vermeidung von Engpässen deutlich erhöht. Gleichzeitig haben wir das Monitoring des Zahlungsmittelbestands in der Gruppe deutlich intensiviert. Darüber hinaus bestehen weitere nicht ausgenutzte Kreditlinien, die zusätzlich gezogen werden können. Vorsorglich wurden Investitionen weitgehend gestoppt und potenzielle Unternehmenszukäufe verschoben. Durch diese Maßnahmen haben wir schnell reagiert. Zudem hat die Bundesregierung entsprechende Hilfen für Unternehmen durch Haftungsfreistellung für Kreditinstitute für Unternehmenskredite, über Kurzarbeitergeld und Steuerstundung verkündet. Der Bund übernimmt aktuell weiterhin Exportkreditgarantien (sogenannte Hermesdeckungen) für Exporte nach China beziehungsweise in Coronavirus-Risikogebiete.

STATUS ZUM HALBJAHR:

INDUS hat bisher keine wesentlichen Zahlungsausfälle auf der Kundenseite zu verzeichnen. Ein Liquiditätsrisiko hat sich bisher nicht materialisiert. Aufgrund der teilweise signifikanten Auswirkungen der Umfeld- und Branchenrisiken auf die Kunden der INDUS-Gruppe erscheint das Ausfallrisiko auf der Kundenseite weiterhin erhöht.

Nach heutigem Stand ist die Inanspruchnahme von staatlich unterstützten Finanzierungsmitteln für INDUS selbst nicht vorgesehen und notwendig. Die Liquidität in der Gruppe wird weiterhin eng überwacht und es wird vorsorglich ein erhöhter Liquiditätsbestand für die nächsten Monate aufrechterhalten. Die Möglichkeit für INDUS, weiterhin Fremdkapital zu günstigen Konditionen aufzunehmen, ist nicht eingeschränkt. Die revolvierende Kreditaufnahme im Mai 2020 konnte wie geplant abgeschlossen werden.

COVID-19: RECHTLICHE RISIKEN

AUS DEM GESCHÄFTSBERICHT 2019:

Im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie und den Störungen in den Leistungsbeziehungen ergeben sich signifikante Rechtsfragen und -risiken. Diese bestehen beispielsweise in Bezug auf Force-Majeure-Klauseln und Regelungen zu Lieferausfällen, in Bezug auf Rügepflichten nach den Verträgen und geltendem Recht zur Wahrung der eigenen Rechte für den Fall einer streitigen Auseinandersetzung sowie in Bezug auf die Dokumentation relevanter Ereignisse zur Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen.

Maxime bei COVID-19-Störungen in der Leistungskette in der INDUS-Gruppe ist die gute und unmittelbare Kommunikation mit dem jeweiligen Vertragspartner, um in der aktuellen Lage Streitigkeiten zu vermeiden und eine partnerschaftliche Lösung in der weltweiten Krise zu finden. Soweit dies nicht möglich ist, unterstützt INDUS die Beteiligungen durch qualifizierte Rechtsexperten.

STATUS ZUM HALBJAHR:

Aktuell bestehen in der Gruppe keine wesentlichen rechtsanhängigen Streitigkeiten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2020 schätzen wir das Risiko nach den bisherigen Erfahrungen in der Gruppe eher geringer ein.

COVID-19: BEWERTUNGSRISIKEN AUS BILANZIERTEN GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTEN

AUS DEM GESCHÄFTSBERICHT 2019:

Die Corona-Pandemie ist in diesem Zusammenhang ein wertbegründendes Ereignis des laufenden Geschäftsjahres. Aktuell ist unklar, ob die Zukunftserfolgswerte der Beteiligungen wesentlich beeinträchtigt sind. Dies wird von der Dauer der Krise, der Hochlaufkurve nach der Krise, Nachholeffekten ausgefallener Produktion und der nachhaltigen Auswirkung der Pandemie auf die mittelfristige wirtschaftliche Entwicklung abhängen.

STATUS ZUM HALBJAHR:

Aufgrund der teilweise drastischen Absatz- und Umsatzeinbrüche wurde ein anlassbezogener Wertminderungstest zum 30. Juni 2020 durchgeführt. Der Zukunftserfolgswert einer Beteiligung oder sonstiger Vermögenswerte ist dabei nicht wesentlich durch einen kurzfristigen Umsatz- oder Ergebniseinbruch determiniert, sondern durch die Fähigkeit nachhaltige Zahlungsströme zu erwirtschaften. Gleichwohl besteht im Lichte der Corona-Pandemie eine höhere Prognoseunsicherheit. Diese spiegelt sich trotz eines historisch niedrigeren Basiszinses in erhöhten Kapitalkosten als objektiviertem Bewertungsmaßstab wider. Hierzu verweisen wir auf die Ausführungen im Kapitel Geschäfts- und Firmenwerte dieses Zwischenberichts.

Die sich ergebenden Wertminderungen wurden im Abschluss erfolgswirksam erfasst. Der Vorstand der INDUS Holding AG beobachtet laufend die möglichen Effekte der Corona-Krise auf die Geschäft- und Firmenwerte.

Für die weiteren Risiken sehen wir keine wesentlichen Veränderungen und verweisen auf den Chancen- und Risikobericht der INDUS Holding AG innerhalb des Geschäftsberichts 2019. Darüber hinaus verweisen wir auf die vorausschauenden Aussagen im Ausblick.

AUSBLICK

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Krise haben zu hohen Einbußen bei der weltweiten Wirtschaft geführt. Die volkswirtschaftlichen Prognosen aller relevanten Institutionen wurden in den Monaten seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie mehrmals erheblich reduziert. Der wirtschaftliche Schock übersteigt die Auswirkungen der Finanzkrise von 2008/2009 mittlerweile deutlich. Die Wirtschaft in China hat einen Großteil des Einbruchs im ersten Quartal zwischenzeitlich wieder aufgeholt. Die USA sind hingegen aktuell stark betroffen, sodass die Wirtschaft in den USA durch verschärfte Corona-Beschränkungen keine schnelle Erholung verspricht. Dadurch ist die Arbeitslosigkeit dort dramatisch angestiegen. In Europa werden die Pandemie-Schutzmaßnahmen schrittweise gelockert, was zu einer Belebung der wirtschaftlichen Aktivität führt. Das Vorkrisenniveau wird kurzfristig aber nicht wieder erreicht werden können.

Für das Jahr 2020 wird das BIP in Deutschland voraussichtlich um 6 bis 9 % schrumpfen; in den europäischen Nachbarländern wird zum Teil mit noch höheren Rückgängen gerechnet. Durch die Lockerung der Maßnahmen haben sich die Konjunkturerwartungen für das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland erholt. Für den Bereich Bau wird nur eine kurze und wenig dramatische Marktkorrektur im europäischen Markt erwartet, für den deutschen Markt wird nur mit leichten Rückgängen gerechnet. Die erwartete leichte Erholung der Automobilindustrie im zweiten Halbjahr nach Schließung vieler Werke wird aufgrund des Markteinbruchs zu einem Rückgang von rund 25 % der produzierten Stückzahlen 2020 führen. Rund die Hälfte der Unternehmen in der Metallerzeugenden und Verarbeitenden Industrie kämpfen laut ifo mit existenzbedrohlichen Problemen. Im Maschinenbau hat die Corona-Pandemie zu Kapazitätsanpassungen geführt, nur durch den hohen Einsatz von Kurzarbeit (rund zwei Drittel aller Unternehmen) blieb der Personalabbau (17 % der Unternehmen) bisher gering. Dies wird sich im kommenden Quartal fortsetzen.

Eine Prognose der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung unseres Gesamtportfolios für die zweite Hälfte des laufenden Jahres ist weiter mit großer Unsicherheit belastet. Zwar scheint das Segment Bau/Infrastruktur weiter eine stabile Stütze zu bleiben. Die massiven Störungen im Segment Medizin- und Gesundheitstechnik in den Monaten April und Mai sind überwunden. Nicht prognostizierbar bleibt hingegen der weitere zeitliche Verlauf und die Entwicklung der Absatzzahlen im Segment Fahrzeugtechnik. Große Unsicherheit herrscht auch im Segment Maschinen- und Anlagenbau wegen der weiteren Entwicklung des schleppenden Auftragseingangs im zweiten Halbjahr.

Dennoch erscheint es uns nunmehr wieder möglich, eine Prognose auf das Jahresende 2020 abzugeben, auch wenn diese wegen der hohen Unsicherheit im gesamtwirtschaftlichen Umfeld ein breites Prognoseband erfordert.

TABELLE FÜR SEGMENTE

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IST 2019 PROGNOSE AUGUST 2020
Bau/Infrastruktur
Umsatz 388,9 Mio. EUR Leicht sinkender Umsatz
EBIT 63,0 Mio. EUR Leicht sinkendes EBIT
EBIT-Marge 16,2 % 13-15 %
Fahrzeugtechnik
Umsatz 350,3 Mio. EUR Stark sinkender Umsatz
EBIT -35,8 Mio. EUR Negatives EBIT
EBIT-Marge -10,2 % k. A.
Maschinen- und Anlagenbau
Umsatz 434,6 Mio. EUR Stark sinkender Umsatz
EBIT 54,6 Mio. EUR Stark sinkendes EBIT
EBIT-Marge 12,6 % 6-8 %
Medizin- und Gesundheitstechnik
Umsatz 159,7 Mio. EUR Sinkender Umsatz
EBIT 18,6 Mio. EUR Stark sinkendes EBIT
EBIT-Marge 11,6 % 7-9 %
Metalltechnik
Umsatz 409,2 Mio. EUR Sinkender Umsatz
EBIT 25,8 Mio. EUR Stark sinkendes EBIT
EBIT-Marge 6,3 % 2-4 %

Für das Gesamtjahr 2020 planen wir nunmehr mit einem Gesamtumsatz im Band zwischen 1,45 und 1,60 Mrd. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) wird in einem Band von 0 bis 20 Mio. EUR liegen. Darin enthalten sind die bereits im zweiten Quartal 2020 gebuchten Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte (Goodwill) in Höhe von 31,6 Mio. EUR, auf Sachanlagen sowie immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 6,3 Mio. EUR und Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern sowie weitere Aufwendungen in Höhe von 5,3 Mio. EUR.

Diese Prognose beruht auf der Annahme, dass der Tiefpunkt der wirtschaftlichen Lage im zweiten Quartal erreicht wurde und in der zweiten Jahreshälfte 2020 eine zögerliche wirtschaftliche Erholung eintreten wird. Das inkludiert die Annahme, dass es in der zweiten Jahreshälfte in Deutschland und in den wichtigsten Absatzmärkten nicht mehr zu einem Lockdown kommt.

VERKÜRZTER KONZERNZWISCHENABSCHLUSS

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
FÜR DAS 1. HALBJAHR 2020

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in TEUR ANHANG H1 2020 H1 2019 Q2 2020 Q2 2019
UMSATZERLÖSE 774.199 876.525 372.957 438.878
Sonstige betriebliche Erträge 9.617 5.407 6.021 2.560
Aktivierte Eigenleistungen 2.831 2.817 1.324 -3.617
Bestandsveränderung 2.905 -593 -7.102 -7.006
Materialaufwand [3] -363.768 -406.276 -173.905 -190.093
Personalaufwand [4] -259.685 -263.122 -126.349 -133.336
Abschreibungen [5] -84.797 -43.056 -61.496 -21.688
Sonstiger betrieblicher Aufwand [6] -99.641 -105.238 -45.830 -52.793
OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT) -18.339 66.464 -34.380 32.905
Zinserträge 134 108 41 94
Zinsaufwendungen -8.112 -7.635 -4.049 -3.919
ZINSERGEBNIS -7.978 -7.527 -4.008 -3.825
Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen 504 354 357 147
Übriges Finanzergebnis 2.494 -1.233 1.232 -1.284
FINANZERGEBNIS [7] -4.980 -8.406 -2.419 -4.962
ERGEBNIS VOR STEUERN (EBT) -23.319 58.058 -36.799 27.943
Steuern [8] -15.969 -20.333 -11.384 -10.077
ERGEBNIS NACH STEUERN -39.288 37.725 -48.183 17.866
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 634 450 176 370
davon Anteile der INDUS-Aktionäre -39.922 37.275 -48.359 17.496
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) in EUR [9] -1,63 1,52 -1,98 0,72

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
FÜR DAS 1. HALBJAHR 2020

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in TEUR H1 2020 H1 2019 Q2 2020 Q2 2019
ERGEBNIS NACH STEUERN -39.288 37.725 -48.183 17.866
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 2.288 -3.466 -1.418 -1.426
Latente Steuern -677 1.209 297 370
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden 1.611 -2.257 -1.121 -1.056
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung -4.509 352 -894 -1.369
Veränderung der Marktwerte von Sicherungsinstrumenten (Cashflow Hedge) 379 -1.812 118 -465
Latente Steuern -84 287 -24 74
Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden -4.214 -1.173 -800 -1.760
SONSTIGES ERGEBNIS -2.603 -3.430 -1.921 -2.816
GESAMTERGEBNIS -41.891 34.295 -50.104 15.050
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 634 450 176 370
davon Anteile der INDUS-Aktionäre -42.525 33.845 -50.280 14.680

Die im sonstigen Ergebnis erfolgsneutral erfassten Erträge und Aufwendungen enthalten versicherungsmathematische Gewinne aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von 2.288 TEUR (Vorjahr: -3.466 TEUR). Diese resultieren in erster Linie aus der Erhöhung des Zinssatzes für inländische Pensionsverpflichtungen um 0,4 Prozentpunkte.

Das Ergebnis der Währungsumrechnung resultiert im Wesentlichen aus der Umrechnung der Abschlüsse einbezogener ausländischer Konzerngesellschaften. Die Veränderung der Marktwerte derivativer Finanzinstrumente resultiert aus den bei der Holding zur Zinsabsicherung abgeschlossenen Zinsswaps.

KONZERN-BILANZ
ZUM 30. JUNI 2020

AKTIVA

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in TEUR ANHANG 30.6.2020 31.12.2019
Geschäfts- und Firmenwert [10] 383.322 415.169
Nutzungsrechte aus Leasing/Miete 73.442 75.738
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 95.545 101.409
Sachanlagen 412.429 430.679
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 2.788 2.843
Finanzanlagen 6.425 6.366
At-Equity-bewertete Anteile 8.470 6.951
Sonstige langfristige Vermögenswerte 3.007 3.309
Latente Steuern 11.294 15.720
Langfristige Vermögenswerte 996.722 1.058.184
Vorräte [11] 388.536 381.364
Forderungen [12] 199.129 202.527
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 21.350 21.107
Laufende Ertragsteuern 10.902 9.889
Liquide Mittel 150.798 135.120
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte [13] 6.196 0
Kurzfristige Vermögenswerte 776.911 750.007
BILANZSUMME 1.773.633 1.808.191

PASSIVA

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in TEUR ANHANG 30.6.2020 31.12.2019
Gezeichnetes Kapital 63.571 63.571
Kapitalrücklage 239.833 239.833
Übrige Rücklagen 379.985 422.510
Eigenkapital der INDUS-Aktionäre 683.389 725.914
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital 1.950 1.807
Eigenkapital 685.339 727.721
Pensionsrückstellungen 51.288 52.942
Sonstige langfristige Rückstellungen 1.357 1.482
Langfristige Finanzschulden [14] 557.760 546.341
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten [15] 20.596 21.370
Latente Steuern 35.847 39.602
Langfristige Schulden 666.848 661.737
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 87.122 74.608
Kurzfristige Finanzschulden [14] 167.808 135.045
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 63.410 55.931
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten [15] 88.168 140.096
Laufende Ertragsteuern 10.189 13.053
Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten [13] 4.749 0
Kurzfristige Schulden 421.446 418.733
BILANZSUMME 1.773.633 1.808.191

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2020

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in TEUR GEZEICHNETES KAPITAL KAPITALRÜCKLAGE GEWINNRÜCKLAGE SONSTIGE RÜCKLAGEN EIGENKAPITAL DER INDUS-AKTIONÄRE ANTEILE NICHT BEHERRSCHENDER GESELLSCHAFTER
STAND AM 31.12.2018 63.571 239.833 424.785 -21.066 707.123 2.702
Ergebnis nach Steuern 37.275 37.275 450
Sonstiges Ergebnis -3.430 -3.430
Gesamtergebnis 37.275 -3.430 33.845 450
Dividendenzahlung -36.675 -36.675 -295
STAND AM 30.6.2019 63.571 239.833 425.385 -24.496 704.293 2.857
STAND AM 31.12.2019 63.571 239.833 447.566 -25.056 725.914 1.807
Ergebnis nach Steuern -39.922 -39.922 634
Sonstiges Ergebnis -2.603 -2.603
Gesamtergebnis -39.922 -2.603 -42.525 634
Dividendenzahlung -491
STAND AM 30.6.2020 63.571 239.833 407.644 -27.659 683.389 1.950
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in TEUR EIGENKAPITAL DES KONZERNS
STAND AM 31.12.2018 709.825
Ergebnis nach Steuern 37.725
Sonstiges Ergebnis -3.430
Gesamtergebnis 34.295
Dividendenzahlung -36.970
STAND AM 30.6.2019 707.150
STAND AM 31.12.2019 727.721
Ergebnis nach Steuern -39.288
Sonstiges Ergebnis -2.603
Gesamtergebnis -41.891
Dividendenzahlung -491
STAND AM 30.6.2020 685.339

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter umfassen im Wesentlichen die Minderheitsanteile an der WEIGAND Bau GmbH sowie Tochtergesellschaften der ROLKO-Gruppe. Die Minderheitsanteile von Personengesellschaften sowie von Kapitalgesellschaften, bei denen aufgrund wechselseitiger Optionsvereinbarungen bereits zum Erwerbszeitpunkt der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums der betreffenden Minderheitsanteile vorlag, werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert.

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
FÜR DAS 1. HALBJAHR 2020

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in TEUR H1 2020 H1 2019
Ergebnis nach Steuern -39.288 37.725
Abschreibungen/Zuschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 83.698 43.056
Steuern 15.969 20.333
Finanzergebnis 4.980 8.406
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge -1.736 -1.736
Veränderungen der Rückstellungen 13.966 13.859
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen sowie anderer Aktiva -4.294 -38.606
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten und anderer Passiva -23.747 -26.590
Erhaltene/gezahlte Ertragsteuern -20.565 -32.005
Operativer Cashflow 28.983 24.442
Gezahlte Zinsen -9.804 -10.635
Erhaltene Zinsen 133 108
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 19.312 13.915
Auszahlungen für Investitionen in
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -16.097 -25.404
Finanzanlagen und at-Equity-bewertete Anteile -1.202 -161
Anteile vollkonsolidierter Gesellschaften 0 5.510
Einzahlungen aus Abgängen von sonstigen Anlagen 124 1.100
Cashflow aus Investitionstätigkeit -17.175 -18.955
Auszahlungen Dividende 0 -36.675
Auszahlung aus der Tilgung von bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten -18.919 -2.431
Auszahlungen Minderheitsgesellschafter -491 -294
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 102.000 94.281
Auszahlung aus der Tilgung von Krediten -57.876 -49.428
Auszahlung aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -9.607 -10.225
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 15.107 -4.772
Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel 17.244 -9.812
Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel -740 169
Zahlungsmittelveränderung im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten -826 0
Liquide Mittel am Anfang der Periode 135.120 109.647
Liquide Mittel am Ende der Periode 150.798 100.004

KONZERN-ANHANG

GRUNDLAGEN DES KONZERNABSCHLUSSES

[1] ALLGEMEINES

Die INDUS Holding AG mit Sitz in Bergisch Gladbach, Deutschland, hat ihren verkürzten Konzernzwischenabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar 2020 bis 30. Juni 2020 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Sofern nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben.

Dieser Zwischenabschluss wird in Übereinstimmung mit IAS 34 in verkürzter Form erstellt. Der Zwischenbericht ist nicht testiert und wurde auch keiner prüferischen Durchsicht unterzogen.

Über verpflichtend neu anzuwendende Standards wird gesondert im Bereich "Änderungen von Rechnungslegungsvorschriften" berichtet. Ansonsten werden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2019 angewendet, die dort detailliert erläutert sind. Da der vorliegende Zwischenabschluss nicht den vollen Informationsumfang des Jahresabschlusses aufweist, ist dieser Abschluss im Kontext mit dem vorangegangenen Jahresabschluss zu betrachten.

Aus Sicht des Vorstands enthält der vorliegende Quartalsbericht alle üblichen, laufend vorzunehmenden Anpassungen, die für eine angemessene Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns notwendig sind. Die im ersten Halbjahr 2020 erzielten Ergebnisse lassen nicht notwendigerweise Vorhersagen über die Entwicklung des weiteren Geschäftsverlaufs zu.

Die Erstellung des Konzernabschlusses ist beeinflusst von Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie Annahmen und Schätzungen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden sowie Aufwendungen und Erträge auswirken. Wenn Zukunftserwartungen abzubilden sind, können die tatsächlichen Werte von den Schätzungen abweichen. Verändert sich die ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die Bilanzierung der entsprechenden Positionen erfolgswirksam angepasst.

[2] ÄNDERUNGEN VON RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN

Alle ab dem Geschäftsjahr 2020 verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsnormen sind in dem vorliegenden Zwischenabschluss umgesetzt.

Es ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der INDUS Holding AG durch die Anwendung von neuen Standards.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

[3] MATERIALAUFWAND

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in TEUR H1 2020 H1 2019
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren -315.787 -347.657
Bezogene Leistungen -47.981 -58.619
Summe -363.768 -406.276

[4] PERSONALAUFWAND

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in TEUR H1 2020 H1 2019
Löhne und Gehälter -219.036 -222.292
Soziale Abgaben -38.187 -38.474
Aufwendungen für Altersversorgung -2.462 -2.356
Summe -259.685 -263.122

[5] ABSCHREIBUNGEN

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in TEUR H1 2020 H1 2019
Planmäßige Abschreibungen -46.901 -43.056
Wertminderungen -37.896 0
Summe -84.797 -43.056

Die Abschreibungen setzen sich aus den planmäßigen Abschreibungen und aus den Wertminderungen zusammen. Letztere haben sich aus dem unterjährigen, anlassbedingten Wertminderungstest zum 30. Juni 2020 in Höhe von 36.904 TEUR und der Abwertung aufgrund der Umgliederung in "zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" in Höhe von 992 TEUR ergeben. Die Wertminderungen betreffen in Höhe von 31.639 TEUR Geschäfts- und Firmenwerte (Segment Fahrzeugtechnik: 29.246 TEUR, Segment Metalltechnik: 2.393 TEUR), Sachanlagen in Höhe von 4.760 TEUR (Fahrzeugtechnik: 3.078 TEUR, Metalltechnik: 1.682 TEUR) und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 1.497 TEUR (Fahrzeugtechnik: 1.468 TEUR, Metalltechnik: 29 TEUR).

[6] SONSTIGER BETRIEBLICHER AUFWAND

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in TEUR H1 2020 H1 2019
Vertriebsaufwendungen -37.313 -43.496
Betriebsaufwendungen -31.145 -33.562
Verwaltungsaufwendungen -24.903 -25.527
Übrige Aufwendungen -6.280 -2.653
Summe -99.641 -105.238

[7] FINANZERGEBNIS

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in TEUR H1 2020 H1 2019
Zinsen und ähnliche Erträge 134 108
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -8.112 -7.635
Zinsergebnis -7.978 -7.527
Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen 504 354
Marktwerte Zinsswaps 0 2
Minderheitsanteile 2.452 -1.282
Erträge aus Finanzanlagen 42 47
Übriges Finanzergebnis 2.494 -1.233
Summe -4.980 -8.406

Die Position "Minderheitsanteile" beinhaltet die Ergebnisauswirkung aus der Folgebewertung der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten (Call-/Put-Optionen) in Höhe von 2.291 TEUR (Vorjahr: 427 TEUR) sowie die Nachsteuerergebnisse, die Konzernfremden aus Anteilen von Personengesellschaften sowie Kapitalgesellschaften mit Call-/ Put- Optionen zustehen.

[8] STEUERN

Der Ertragsteueraufwand wird im Zwischenabschluss auf Basis der Prämissen der jeweils aktuellen Steuerplanung errechnet.

[9] ERGEBNIS JE AKTIE

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in TEUR H1 2020 H1 2019
Ergebnis der INDUS-Aktionäre -39.922 37.275
Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Tsd. Stück) 24.451 24.451
Ergebnis je Aktie (in EUR) -1,63 1,52

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-BILANZ

[10] ANLASSBEDINGTER WERTHALTIGKEITSTEST ZUM 30. JUNI 2020

Durch die massive Ausbreitung des Coronavirus haben sich signifikante wirtschaftliche Beeinträchtigungen auf einige Beteiligungen der INDUS-Gruppe ergeben. Der Vorstand der INDUS Holding AG hat laufend die Auswirkungen der Corona-Krise auf die einzelnen Beteiligungsunternehmen geprüft und die wirtschaftlichen Auswirkungen zum Anlass genommen, um einen anlassbezogenen unterjährigen Wertminderungstest gem. IAS 36 für die wirtschaftlich stark betroffenen Beteiligungsunternehmen durchzuführen.

Insgesamt wurden damit zehn Beteiligungsunternehmen identifiziert, die dem anlassbezogenen Wertminderungstest unterzogen wurden. Dabei wurde jeweils eine neue anlassbezogene Planungsrechnung zugrunde gelegt. Der Werthaltigkeitstest wurde auf Ebene der Vermögenswerte, auf Ebene der identifizierten operativen CGUs und auf Ebene der Geschäfts- und Firmenwert tragenden CGUs durchgeführt.

Beim Werthaltigkeitstest wird der erzielbare Betrag der CGU mit dem Buchwert inklusive des zugeordneten Geschäfts- und Firmenwerts verglichen. Für den erzielbaren Betrag wird bei INDUS in der Regel der Nutzungswert herangezogen.

Der Nutzungswert basiert auf der vom Management erstellten aktuellen Planung. In die Planungsprämissen fließen sowohl aktuelle Erkenntnisse als auch historische Entwicklungen ein. Nach dem detaillierten Planungszeitraum von in der Regel drei Jahren werden die zukünftigen Cashflows mit einer globalen Wachstumsrate von 1,0 % (Vorjahr: 1,0 %) hochgerechnet. Die so ermittelten Zahlungsreihen werden mit Kapitalkostensätzen abgezinst. Diese basieren auf einem risikolosen Zinssatz in Höhe von 0,00 % (31. Dezember 2019: 0,10 %), einer Marktrisikoprämie von 8,00 % (Vorjahr: 7,00 %) sowie auf segmentspezifischen Betafaktoren, die von einer Peer Group abgeleitet wurden, und Fremdkapitalverschuldungssätzen. Die folgenden Vorsteuer-Kapitalkostensätze fanden dabei Verwendung: Bau/Infrastruktur 8,5 % (31. Dezember 2019: 6,3 %); Fahrzeugtechnik 10,3 % (31. Dezember 2019: 8,5 %); Maschinen- und Anlagenbau 9,3 % (31. Dezember 2019: 7,9 %); Medizintechnik 7,0 % (31. Dezember 2019: 6,1 %) und Metalltechnik 8,9 % (31. Dezember 2019: 7,7 %).

Der anlassbedingte Test hat zu Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 31.639 TEUR geführt. Die Wertminderungen betreffen die Segmente Fahrzeugtechnik in Höhe von 29.246 TEUR und Metalltechnik in Höhe von 2.393 TEUR. Im Vorjahresvergleichszeitraum sind keine Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte vorgenommen worden.

[11] VORRÄTE

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in TEUR 30.6.2020 31.12.2019
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 131.948 132.655
In Arbeit befindliche Erzeugnisse 95.274 96.908
Fertige Erzeugnisse und Waren 130.795 124.951
Geleistete Anzahlungen 30.519 26.850
Summe 388.536 381.364

[12] FORDERUNGEN

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in TEUR 30.6.2020 31.12.2019
Forderungen an Kunden 185.352 180.579
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 11.831 19.470
Forderungen an assoziierte Unternehmen 1.946 2.478
Summe 199.129 202.527

[13] ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE

Im Segment Fahrzeugtechnik soll eine Enkeltochter veräußert werden. Die Suche nach einem passenden Käufer hat begonnen und die Abwicklung der Transaktion innerhalb der nächsten zwölf Monate wird als höchstwahrscheinlich angesehen. Zum 30. Juni 2020 handelt es sich hierbei um eine Veräußerungsgruppe, deren Vermögenswerte in die separate Bilanzposition "zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" umgegliedert wurden. Die Schulden der Veräußerungsgruppe wurden in die Bilanzposition "Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten" gegliedert.

Der Vorstand der INDUS Holding AG hat den Verkauf der KIEBACK GmbH & Co. KG aus dem Segment Fahrzeugtechnik im zweiten Quartal 2020 beschlossen. Zum 30. Juni 2020 wird der Verkauf als höchstwahrscheinlich angesehen. Daher werden die zugeordneten Vermögenswerte als "zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" ausgewiesen. Schulden der Veräußerungsgruppe wurden analog in die Bilanzposition "Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten" gebucht. Im Juli 2020 wurde die Transaktion vollzogen. Abwertungen und Drohverluste im Zusammenhang mit der Veräußerung der KIEBACK sind im vorliegenden Zwischenabschluss mit 2.953 TEUR aufwandswirksam enthalten. KIEBACK gehörte seit 1998 zu INDUS und ist auf Prototypenteile und Kleinserien für die Automobilindustrie spezialisiert.

[14] FINANZVERBINDLICHKEITEN

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in TEUR 30.6.2020 KURZFRISTIG LANGFRISTIG 31.12.2019 KURZFRISTIG LANGFRISTIG
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 419.972 134.707 285.265 361.694 100.992 260.702
Verbindlichkeiten aus Leasing 74.578 15.019 59.559 74.520 15.971 58.549
Schuldscheindarlehen 231.018 18.082 212.936 245.172 18.082 227.090
Summe 725.568 167.808 557.760 681.386 135.045 546.341

[15] VERBINDLICHKEITEN

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten mit 22.556 TEUR (31. Dezember 2019: 40.266 TEUR) bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert, soweit die Minderheitsgesellschafter durch Kündigung des Gesellschaftsvertrags oder aufgrund von Optionsvereinbarungen ihre Anteile INDUS andienen können.

SONSTIGE ANGABEN

[16] SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

SEGMENTINFORMATIONEN FÜR DIE GESCHÄFTSBEREICHE FÜR DAS 1. HALBJAHR 2020

SEGMENTBERICHT NACH IFRS 8 (in TEUR)

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BAU / INFRASTRUKTUR FAHRZEUG TECHNIK MASCHINEN- UND ANLAGENBAU MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK METALL TECHNIK SUMME SEGMENTE
H1 2020
Umsatzerlöse mit externen Dritten 198.971 132.625 165.768 70.649 206.364 774.377
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften 16.731 32.410 30.713 7.925 27.711 115.490
Umsatzerlöse 215.702 165.035 196.481 78.574 234.075 889.867
Segmentergebnis (EBIT) 36.160 -62.915 4.121 4.100 4.759 -13.775
Ergebnis aus Equity-Bewertung -399 0 903 0 0 504
Abschreibungen -7.708 -48.222 -10.126 -5.009 -13.287 -84.352
Segment-EBITDA 43.868 -14.693 14.247 9.109 18.046 70.577
Investitionen 8.476 3.958 1.173 1.782 1.985 17.374
H1 2019
Umsatzerlöse mit externen Dritten 190.916 183.424 207.493 81.537 213.569 876.939
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften 17.015 40.988 35.027 9.366 34.305 136.701
Umsatzerlöse 207.931 224.412 242.520 90.903 247.874 1.013.640
Segmentergebnis (EBIT) 27.845 -5.075 22.805 9.122 16.332 71.029
Ergebnis aus Equity-Bewertung 181 -18 191 0 0 354
Abschreibungen -6.781 -13.798 -9.032 -4.575 -8.436 -42.622
Segment-EBITDA 34.626 8.723 31.837 13.697 24.768 113.651
Investitionen 8.000 7.872 -1.687 1.817 3.921 19.923
davon Unternehmenserwerbe 0 0 -5.510 0 0 -5.510
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ÜBERLEITUNG KONZERNABSCHLUSS
H1 2020
Umsatzerlöse mit externen Dritten -178 774.199
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften -115.490 0
Umsatzerlöse -115.668 774.199
Segmentergebnis (EBIT) -4.564 -18.339
Ergebnis aus Equity-Bewertung 0 504
Abschreibungen -444 -84.797
Segment-EBITDA -4.120 66.458
Investitionen -75 17.299
H1 2019
Umsatzerlöse mit externen Dritten -414 876.525
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften -136.701 0
Umsatzerlöse -137.115 876.525
Segmentergebnis (EBIT) -4.565 66.464
Ergebnis aus Equity-Bewertung 0 354
Abschreibungen -434 -43.056
Segment-EBITDA -4.131 109.520
Investitionen 132 20.055
davon Unternehmenserwerbe 0 -5.510

SEGMENTBERICHT NACH IFRS 8 (in TEUR)

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BAU /INFRASTRUKTUR FAHRZEUG TECHNIK MASCHINEN- UND ANLAGENBAU MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK METALL TECHNIK SUMME SEGMENTE
Q2 2020
Umsatzerlöse mit externen Dritten 105.515 53.694 81.494 31.934 100.299 372.936
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften 7.946 12.652 16.196 3.905 13.776 54.476
Umsatzerlöse 113.461 66.346 97.690 35.839 114.075 427.412
Segmentergebnis (EBIT) 20.639 -50.895 1.528 952 -4.192 -31.968
Ergebnis aus Equity-Bewertung -186 0 543 0 0 357
Abschreibungen -3.844 -41.222 -5.058 -2.532 -8.618 -61.274
Segment-EBITDA 24.483 -9.673 6.586 3.484 4.426 29.306
Investitionen 4.377 3.396 567 876 196 9.412
Q2 2019
Umsatzerlöse mit externen Dritten 104.357 90.638 98.190 40.614 105.308 439.107
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften 8.904 20.084 18.137 5.027 14.250 66.402
Umsatzerlöse 113.261 110.722 116.327 45.641 119.558 505.509
Segmentergebnis (EBIT) 17.863 -5.266 9.965 5.278 7.689 35.529
Ergebnis aus Equity-Bewertung 64 -20 -71 0 0 -27
Abschreibungen -3.414 -6.888 -4.621 -2.302 -4.241 -21.466
Segment-EBITDA 21.277 1.622 14.586 7.580 11.930 56.995
Investitionen 3.076 5.614 -4.608 993 3.934 1.141
davon Unternehmenserwerbe 0 0 -5.510 0 0 -5.510
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ÜBERLEITUNG KONZERNABSCHLUSS
Q2 2020
Umsatzerlöse mit externen Dritten 21 372.957
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften -54.476 0
Umsatzerlöse -54.455 372.957
Segmentergebnis (EBIT) -2.412 -34.380
Ergebnis aus Equity-Bewertung 0 357
Abschreibungen -221 -61.496
Segment-EBITDA -2.191 27.116
Investitionen 38 9.450
Q2 2019
Umsatzerlöse mit externen Dritten -229 438.878
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften -66.402 0
Umsatzerlöse -66.631 438.878
Segmentergebnis (EBIT) -2.624 32.905
Ergebnis aus Equity-Bewertung -180 -207
Abschreibungen -222 -21.688
Segment-EBITDA -2.402 54.593
Investitionen 33 1.174
davon Unternehmenserwerbe 0 -5.510

Die folgende Tabelle leitet die Summe der operativen Ergebnisse der Segmentberichterstattung über zum Ergebnis vor Steuern der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung:

ÜBERLEITUNGSRECHNUNG (in TEUR)

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H1 2020 H1 2019 02 2020 Q2 2019
Segmentergebnis (EBIT) -13.775 71.029 -31.968 35.529
Nicht zugeordnete Bereiche inkl. AG -4.242 -4.601 -2.406 -2.677
Konsolidierungen -322 36 -6 53
Finanzergebnis -4.980 -8.406 -2.419 -4.962
Ergebnis vor Steuern -23.319 58.058 -36.799 27.943

Die Gliederung der Segmente entspricht unverändert dem aktuellen Stand der internen Berichterstattung. Die Informationen beziehen sich auf die fortgeführten Aktivitäten. Die Zuordnung der Gesellschaften zu den Segmenten wird durch deren Absatzmärkte bestimmt, wenn der ganz überwiegende Sortimentsanteil in dem Marktumfeld abgesetzt wird (Fahrzeugtechnik, Medizin- und Gesundheitstechnik). Sonst wird auf gemeinsame Merkmale der Produktionsstruktur abgestellt (Bau/Infrastruktur, Maschinen- und Anlagenbau, Metalltechnik).

Die Überleitungen enthalten die Werte der Holding, nicht operativer Einheiten ohne Segmentzuordnung sowie die Konsolidierungen. Hinsichtlich der den Segmentumsätzen zugrunde liegenden Produkte und Dienstleistungen verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht.

Die zentrale Steuerungsgröße der Segmente ist das operative Ergebnis (EBIT), entsprechend der Definition im Konzernabschluss. Die Segmentinformationen sind in Übereinstimmung mit den Ausweis- und Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses angewandt wurden, ermittelt. Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten beruhen auf Marktpreisen, soweit diese verlässlich bestimmbar sind, und werden im Übrigen auf Basis der Kostenzuschlagsmethode ermittelt.

SEGMENTINFORMATIONEN FÜR DIE REGIONEN

Die Regionalisierung des Umsatzes bezieht sich auf die Absatzmärkte. Aufgrund der vielfältigen Auslandsaktivitäten ist eine weitere Aufgliederung nach Ländern nicht sinnvoll, da außerhalb von Deutschland kein Land 10 % des Konzernumsatzes erreicht.

Die langfristigen Vermögenswerte, abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente, beziehen sich auf den Sitz der Gesellschaften. Eine weitere Differenzierung ist ebenfalls nicht sinnvoll, da sich der Sitz der Gesellschaften überwiegend in Deutschland befindet.

Aufgrund der Diversifikationspolitik von INDUS existieren weder einzelne Produkt- oder Dienstleistungsgruppen noch einzelne Kunden, die einen Anteil von größer als 10 % am Umsatz erreichen.

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in TEUR KONZERN INLAND EU DRITTLAND
Umsatzerlöse mit externen Dritten
1. Halbjahr 2020 774.199 407.222 162.632 204.345
2. Quartal 2020 372.957 197.996 75.181 99.780
Langfristige Vermögenswerte abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente
30.6.2020 975.996 828.499 54.293 93.204
Umsatzerlöse mit externen Dritten
1. Halbjahr 2019 876.525 452.744 188.538 235.243
2. Quartal 2019 438.878 221.136 97.794 119.948
Langfristige Vermögenswerte abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente
31.12.2019 1.032.789 873.328 56.787 102.674

[17] INFORMATIONEN ZUR BEDEUTUNG VON FINANZINSTRUMENTEN

Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte der Finanzinstrumente dar. Der beizulegende Zeitwert eines Finanz

instruments ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde.

FINANZINSTRUMENTE (in TEUR)

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BILANZ ANSATZ NICHT IM ANWENDUNGSBEREICH IFRS 9 FINANZINSTRUMENTE IFRS 9 DAVON ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTET DAVON ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BEWERTET
30.6.2020
Finanzanlagen 6.425 0 6.425 2.508 3.917
Liquide Mittel 150.798 0 150.798 0 150.798
Forderungen 199.129 11.831 187.298 0 187.298
Sonstige Vermögenswerte 24.357 13.512 10.845 59 10.786
Finanzinstrumente: AKTIVA 380.709 25.343 355.366 2.567 352.799
Finanzschulden 725.568 0 725.568 0 725.568
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 63.410 0 63.410 0 63.410
Sonstige Verbindlichkeiten 108.764 55.755 53.009 28.425 24.584
Finanzinstrumente: PASSIVA 897.742 55.755 841.987 28.425 813.562
31.12.2019
Finanzanlagen 6.366 0 6.366 2.482 3.884
Liquide Mittel 135.120 0 135.120 0 135.120
Forderungen 202.527 19.470 183.057 0 183.057
Sonstige Vermögenswerte 24.416 13.078 11.338 34 11.304
Finanzinstrumente: AKTIVA 368.429 32.548 335.881 2.516 333.365
Finanzschulden 681.386 0 681.386 0 681.386
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 55.931 0 55.931 0 55.931
Sonstige Verbindlichkeiten 161.466 68.717 92.749 46.521 46.228
Finanzinstrumente: PASSIVA 898.783 68.717 830.066 46.521 783.545

Die zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente betreffen grundsätzlich langfristig gehaltene Finanzbeteiligungen, für die kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann. Diese werden mit Anschaffungskosten bewertet.

FINANZINSTRUMENTE NACH GESCHÄFTSMODELL GEM. IFRS 9 (in TEUR)

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30.6.2020 31.12.2019
Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 59 34
Finanzielle Vermögenswerte zu Anschaffungskosten bewertet 352.799 333.365
Finanzielle Vermögenswerte, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet 2.508 2.482
Finanzinstrumente: Aktiva 355.366 335.881
Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 22.556 40.273
Finanzielle Verbindlichkeiten zu Anschaffungskosten bewertet 813.562 783.545
Derivate mit Sicherungsbeziehung, Hedge Accounting 5.869 6.248
Finanzinstrumente: Passiva 841.987 830.066

[18] FREIGABE DER VERÖFFENTLICHUNG

Der Vorstand der INDUS Holding AG hat den vorliegenden IFRS-Zwischenabschluss am 5. August 2020 zur Veröffentlichung freigegeben.

[19] ERKLÄRUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Bergisch Gladbach, den 5. August 2020
INDUS Holding AG

Der Vorstand

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Dr. Johannes Schmidt Dr. Jörn Großmann
Axel Meyer Rudolf Weichert

KONTAKT

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ANSPRECHPARTNERINNEN INDUS HOLDING AG
Jana Külschbach Öffentlichkeitsarbeit Telefon: +49 (0)2204/40 00-35
E-Mail: presse@indus.de
Kölner Straße 32
51429 Bergisch Gladbach
Postfach 10 03 53
51403 Bergisch Gladbach
Dafne Sanac Investor Relations Telefon: +49 (0)2204/40 00-32 E-Mail: investor.relations@indus.de Telefon: +49(0)2204/40 00-0
Telefax: +49 (0)2204/40 00-20
E-Mail: indus@indus.de
www.indus.de

FINANZKALENDER

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DATUM EVENT
13. August 2020 Hauptversammlung 2020
12. November 2020 Veröffentlichung des Zwischenberichts zu den ersten neun Monaten 2020

IMPRESSUM

VERANTWORTLICHES VORSTANDSMITGLIED

Dr.-Ing. Johannes Schmidt

DATUM DER VERÖFFENTLICHUNG

6. August 2020

HERAUSGEBER

INDUS Holding AG, Bergisch Gladbach

KONZEPT/GESTALTUNG

Berichtsmanufaktur GmbH, Hamburg

DRUCK

Gutenberg Beuys Feindruckerei GmbH, Langenhagen

Dieser Zwischenbericht ist auch in englischer Sprache erhältlich. Im Zweifelsfall ist die deutsche Version maßgeblich.

WICHTIGER HINWEIS:

Dieser Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen des Vorstands der INDUS Holding AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, unterliegen sie gewissen Risiken und Unsicherheiten. Die künftigen tatsächlichen Ergebnisse können aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich von diesen Annahmen und Schätzungen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören unter anderem Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, der Wechselkurse und Zinssätze sowie der Gesetzeslage. Die INDUS Holding AG übernimmt keinerlei Gewährleistung und Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Geschäftsbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen. Die in diesem Bericht getroffenen Annahmen und Schätzungen werden nicht aktualisiert.

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