INDUS Holding AGBergisch GladbachZwischenbericht Q1 2021Highlightsscrollen
INDUS-Gruppe startet erfolgreich ins neue
Geschäftsjahr
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KURSENTWICKLUNG DER INDUS-AKTIE JANUAR BIS APRIL 2021 EXKL. DIVIDENDE(in %)
Brief an die AktionäreSehr geehrte Damen und Herren,wir blicken zurück auf ein erstes Quartal, das
für uns weiter stark durch die Corona-Pandemie
geprägt war - privat und beruflich. Dennoch hat sich
die INDUS-Gruppe insgesamt erfreulich entwickelt. Im
Vorjahresvergleich ist dabei zu berücksichtigen, dass
die ersten drei Monate 2020 ja noch sehr wenig von der - in
Europa gerade erst beginnenden -Pandemie beeinflusst waren.
Vor diesem Hintergrund sind wir mit einem nahezu
unveränderten Umsatz in Höhe von 400,4 Mio. EUR
zufrieden. Das operative Ergebnis stieg sogar von 16 auf 25
Mio. EUR. Damit verbesserte sich die EBIT-Marge auf 6,2 %.
Besonders freut uns, dass wir für drei von fünf
Segmenten sowohl verbesserte operative Ergebnisse als auch
verbesserte EBITMargen berichten können: Das gilt
für die Fahrzeugtechnik, den Maschinen- und Anlagenbau
und die Metalltechnik. Die Märkte erholen sich. Es
geht voran.
Im nach wie vor sehr starken Segment Bau/Infrastruktur
ist die EBIT-Marge wie erwartet leicht zurückgegangen.
Die erzielten 15,4 % liegen weiter auf einem sehr hohen
Niveau. Im Segment Medizin- und Gesundheitstechnik ist der
Umsatz zwar leicht zurück gegangen, die EBIT-Marge hat
sich jedoch verbessert. Einige Unternehmen aus diesem
Bereich spüren weiterhin die Auswirkungen der
Pandemie. Im Segment Fahrzeugtechnik steigen seit Q4 2020
die Abrufzahlen bei den meisten der Serienzulieferern
wieder. Auch das Geschäft in den entwicklungsnahen
Bereichen hat sich belebt. Positive Signale kommen aus den
Segmenten Maschinen- und Anlagenbau und Metalltechnik. Hier
sehen wir steigende Auftragseingänge und ein
überwiegend stabiles Geschäft.
Der operative Cashflow lag erwartungsgemäß
unter Vorjahr. Sobald sich das Geschäft belebt,
wächst das Working Capital ebenfalls wieder an. Die
Liquidität war mit 257,3 Mio. EUR ungewöhnlich
hoch. Grund ist der Mittelzufluss von netto 84,8 Mio. EUR
durch unsere Ende März erfolgreich durchgeführte
Kapitalerhöhung. So haben wir den notwendigen
Handlungsspielraum, um im aktuell attraktiven Marktumfeld
weitere mittelständische Hidden Champions in unsere
Gruppe aufzunehmen. All das bei gleichzeitig stabilen
Bilanzrelationen.
Nach dem Kauf des Kontrollraumspezialisten JST im
November gelang uns nun mit dem Zukauf von WIRUS eine
weitere Akquisition. Der Fensterbauer wächst stark und
ist hochprofitabel. Nicht zuletzt, weil das Unternehmen in
den letzten Jahren einen hohen Automatisierungsgrad
erreicht hat und mit der Digitalisierung weit
vorangeschritten ist. Die bisherigen Alleingesellschafter
werden WIRUS auch in den kommenden Jahren führen und
gemeinsam mit uns erfolgreich weiterentwickeln. Nachdem die
Freigabe durch das Kartellamt vorliegt, erfolgt das Closing
noch im Mai. Aktuell sind wir mit mehreren weiteren
Unternehmen in aussichtsreichen Gesprächen.
Insbesondere in den in unserem Strategieprogramm PARKOUR
definierten Zukunftsbranchen möchten wir weiter
wachsen.
Blicken wir auf das Jahr 2021: Wir erwarten weiter eine
hohe Ertragsstärke im Segment Bau/Infrastruktur. In
den Segmenten Maschinen- und Anlagenbau sowie Metalltechnik
gehen wir davon aus, dass die positive Entwicklung
anhält. Im Segment Fahrzeugtechnik bleibt bei den
Serienzulieferern abzuwarten, wie sich der Chipmangel auf
die Produktion auswirkt. Gegenüber dem Vorjahr aber
deutlich verbessern wird sich die Lage in den
entwicklungsnahen Bereichen und bei den Nutzfahrzeugen. Die
weitere Entwicklung des Segments Medizintechnik hängt
davon ab, wie schnell die pandemiebedingten Störungen
überwunden werden können. Generell sehen wir in
diesem Segment gute Wachstumschancen. Derzeit beobachten
wir allerdings in allen Bereichen steigende Preise beim
Material und zunehmende Materialknappheit. Bisher konnten
unsere Beteiligungen das aber gut managen. Für das
Gesamtjahr 2021 bestätigen wir unsere Prognose.
Unter normalen Umständen treffen wir uns jedes Jahr
im Mai zum persönlichen Austausch im Rahmen unserer
Hauptversammlung. Diese wird nun auch in diesem Jahr
Corona-bedingt noch einmal virtuell stattfinden. Der
Livestream startet am 26. Mai 2021 um 10:30 Uhr.
Ausführliche Informationen finden Sie auf unserer
Website (www.indus.
de/investor-relations/hauptversammlung). Wir freuen uns
darauf, wenn Sie uns an Ihren Bildschirmen zusehen. Noch
mehr allerdings, wenn es im nächsten Jahr wieder
persönlich klappt.
Mit besten Grüßen
Bergisch Gladbach im Mai 2021
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ZwischenlageberichtGeschäftsverlauf der INDUS-Gruppe
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| (in Mio. EUR) | ||||
| Differenz | ||||
| Q1 2021 | Q1 2020 | absolut | in % | |
| Umsatz | 400,4 | 401,2 | -0,8 | -0,2 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3,8 | 3,6 | 0,2 | 5,6 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 0,8 | 1,5 | -0,7 | -46,7 |
| Bestandsveränderung | 11,8 | 10,0 | 1,8 | 18,0 |
| Gesamtleistung | 416,8 | 416,3 | 0,5 | 0,1 |
| Materialaufwand | -189,5 | -189,9 | 0,4 | 0,2 |
| Personalaufwand | -128,3 | -133,3 | 5,0 | 3,8 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | -51,3 | -53,8 | 2,5 | 4,6 |
| EBITDA | 47,7 | 39,3 | 8,4 | 21,4 |
| Abschreibungen | -22,7 | -23,3 | 0,6 | 2,6 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 25,0 | 16,0 | 9,0 | 56,3 |
| Finanzergebnis | -5,2 | -2,5 | -2,7 | >100 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 19,8 | 13,5 | 6,3 | 46,7 |
| Ertragsteuern | -7,7 | -4,6 | -3,1 | -67,4 |
| Ergebnis nach Steuern | 12,1 | 8,9 | 3,2 | 36,0 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 0,0 | 0,5 | -0,5 | -100,0 |
| davon Anteile der INDUS-Aktionäre | 12,1 | 8,4 | 3,7 | 44,0 |
Das erste Quartal 2021 ist trotz anhaltendem Lockdown
gut verlaufen. Die meisten Beteiligungen der INDUS-Gruppe
sind erfolgreich in das neue Geschäftsjahr gestartet.
Lediglich das Segment Fahrzeugtechnik ist weiterhin von den
Restrukturierungen der beiden Serienzulieferer stark
beeinträchtigt. Trotzdem konnte das operative Ergebnis
des Segments Fahrzeugtechnik insgesamt leicht verbessert
werden. Die Segmente Maschinen- und Anlagenbau, Medizin-
und Gesundheitstechnik sowie Metalltechnik haben sich
positiv im Vergleich zum Vorjahr entwickelt. Das Segment
Bau/ Infrastruktur konnte mit einer EBIT-Marge von 15,4 %
abermals auf einem sehr hohen Niveau das Quartal
abschließen.
Insgesamt wirkte sich das im Vorjahr durchgeführte
Maßnahmenpaket ZWISCHENSPURT positiv auf die
operativen Ergebnisse (EBIT) des laufenden Jahres aus.
Durch die eingeleitete Stilllegung von BACHER, die
Stilllegung der Kunststoffgalvanik von SIMON und den
Verkauf des SIMON Geschäftsfelds Kinetic sowie der
Beteiligungen KIEBACK und FICHTHORN konnten im Vergleich
zum Vorjahresquartal deutliche Verbesserungen erzielt
werden.
Im ersten Quartal 2021 konnten die INDUS-Beteiligungen
einen Umsatz in Höhe von 400,4 Mio. EUR erzielen. Dies
bedeutet eine Bestätigung des Vorjahresniveaus (401,2
Mio. EUR). Der Umsatz des ersten Quartals 2020 war nur
leicht von Corona beeinflusst, da der erste Lockdown in der
zweiten Märzhälfte 2020 begann.
Die Umsatzerlöse sind im Segment Maschinen- und
Anlagenbau stark um 9,8 % und im Segment Metalltechnik
leicht um 0,5 % gestiegen. Der Umsatz im Segment Medizin-
und Gesundheitstechnik ist aufgrund der Corona-Krise um 8,0
% geringer als im Vorjahresvergleichszeitraum. Im Segment
Bau/Infrastruktur ging der Umsatz wie erwartet leicht
zurück. Der Umsatzrückgang im Segment
Fahrzeugtechnik ist im Wesentlichen darauf
zurückzuführen, dass im
Vorjahresvergleichszeitraum die Gesellschaften noch kaum
durch Effekte der Corona-Pandemie beeinträchtigt
waren, da der erste Lockdown erst in der zweiten
Märzhälfte 2020 begonnen hatte. Das anorganische
Wachstum betrug 0,3 % und betrifft den Erwerb von JST.
Die Gesamtleistung lag mit 416,8 Mio. EUR leicht
über dem Vorjahresvergleichswert (416,3 Mio. EUR). Der
Materialaufwand sank proportional zum Umsatz um 0,4 Mio.
EUR auf 189,5 Mio. EUR. Die Materialaufwandsquote blieb
daher konstant bei 47,3 %. Der Personalaufwand konnte
überproportional um 5,0 Mio. EUR von 133,3 Mio. auf
128,3 Mio. EUR reduziert werden. Die Personalaufwandsquote
sank um 1,2 % von 33,2 % auf 32,0 %. Ursächlich sind
Corona-bedingte Anpassungen an die Beschäftigungslage
und Entlastung durch Kurzarbeit. Im ersten Quartal wurde
rund 1,0 Mio. EUR Kurzarbeitergeld an die
Beschäftigten ausgezahlt.
Der sonstige betriebliche Aufwand in Höhe von 51,3
Mio. EUR war im Berichtsquartal insbesondere aufgrund von
geringeren Vertriebsaufwendungen niedriger als im
Vorjahresvergleich (Vorjahr: 53,8 Mio. EUR). Dies betrifft
vor allem niedrigere Reisekosten sowie Aufwendungen
für Messen, die Corona-bedingt stark
zurückgegangen sind. Die Abschreibungen verringerten
sich um -2,6 % auf insgesamt 22,7 Mio. EUR. Die Reduktion
ist im Wesentlichen auf außerplanmäßige
Abschreibungen auf Sachanlagen im
Vorjahresvergleichszeitraum zurückzuführen.
Das operative Ergebnis (EBIT) betrug 25,0 Mio. EUR und
lag damit um 9,0 Mio. EUR über dem Vorjahreswert (16,0
Mio. EUR). Die EBIT-Marge kletterte um 2,2 Prozentpunkte
auf 6,2 %.
Das Finanzergebnis verringerte sich um 2,7 Mio. EUR auf
-5,2 Mio. EUR. Ursache für die Verringerung waren
insbesondere höhere Aufwendungen bei der Bewertung der
Minderheitsanteile. Im Finanzergebnis sind das
Zinsergebnis, das Ergebnis aus at-Equity-bewerteten
Anteilen und das übrige Finanzergebnis enthalten.
Innerhalb des übrigen Finanzergebnisses sind die
Bewertungen der Zinsswaps und der Minderheitsanteile
ausgewiesen.
Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag mit 19,8 Mio. EUR
oberhalb des Vorjahresvergleichswerts (13,5 Mio. EUR). Der
Ertragsteueraufwand stieg auf 7,7 Mio. EUR nach 4,6 Mio.
EUR im Vorjahr. Vor dem Abzug der Anteile nicht
beherrschender Gesellschafter ergab sich ein um 3,2 Mio.
EUR gestiegenes Ergebnis nach Steuern in Höhe von 12,1
Mio. EUR (Vorjahr: 8,9 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie
betrug 0,49 EUR nach 0,35 EUR im
Vorjahresvergleichszeitraum.
Im Durchschnitt der ersten drei Monate 2021 wurden in
den Unternehmen der INDUS-Gruppe 10.580 Mitarbeiter
(Vorjahr: 10.823 Mitarbeiter) beschäftigt.
INDUS hat zum 4. Januar 2021 den Erwerb der JST Jungmann
Systemtechnik GmbH & Co. KG wirtschaftlich vollzogen.
Die Unterzeichnung des Kaufvertrags war bereits am 17.
November 2020 erfolgt. JST mit Firmensitz in Buxtehude ist
ein mittelständischer Anbieter von integrierten
Kontrollraumlösungen und wird dem Segment Maschinen-
und Anlagenbau zugeordnet. JST bietet umfassendes Know-how
im Zusammenhang mit der Konzeptionierung und dem Aufbau von
Kontrollräumen. Darüber hinaus bietet JST ihren
Kunden auch die Wartung an.
Die Erstkonsolidierung erfolgte zum 1. Januar 2021.
Mit Vertrag vom 19. März 2021 hat die INDUS Holding
AG 70 % der Geschäftsanteile an der WIRUS Fenster GmbH
& Co. KG, Rietberg-Mastholte (Kreis Gütersloh),
erworben. Das Produktangebot von WIRUS umfasst Fenster aus
Kunststoff und Aluminium, Schiebe-, Haus- und
Nebeneingangstüren sowie Sicht- und
Sonnenschutzsysteme. Der Geschäftsführer und
bisherige Hauptgesellschafter steht dem Unternehmen weiter
als Geschäftsführer zur Verfügung.
Die Erstkonsolidierung wird nach Vollzug der Transaktion
am 18. Mai im zweiten Quartal 2021 erfolgen.
Die INDUS Holding AG hat am 25. März 2021 eine
Kapitalerhöhung in Höhe von knapp 10 % des
Grundkapitals platziert. Die Eintragung im Handelsregister
erfolgte am 26. März 2021.
Die 2.445.050 neuen Aktien wurden im Rahmen eines
beschleunigten Platzierungsverfahrens (Accelerated
Bookbuilding) bei institutionellen Anlegern platziert. Der
Platzierungspreis wurde auf 34,90 EUR festgelegt. Der
Bruttoemissionserlös aus der Kapitalerhöhung
beläuft sich auf 85,3 Mio. Euro vor Provision und
Kosten. Die neuen Aktien sind ab dem 1. Januar 2020
gewinnberechtigt. Sie wurden bei langfristig orientierten
institutionellen Investoren, einschließlich deutschen
Family Offices, platziert.
Das gezeichnete Kapital ist von 63,6 Mio. EUR um 6,3
Mio. EUR auf 69,9 Mio EUR gestiegen. Das Agio der
Kapitalerhöhung wurde in die Kapitalrücklage
eingestellt.
Die INDUS Holding AG gliedert ihr Beteiligungsportfolio
in fünf Segmente: Bau/Infrastruktur, Fahrzeugtechnik,
Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik
sowie Metalltechnik. Zum 31. März 2021 umfasste das
Beteiligungsportfolio 47 operative Einheiten.
Der Segmentumsatz im Bereich Bau/Infrastruktur konnte
gegenüber dem Vorjahreszeitraum um weitere 2,5 Mio.
EUR (2,7 %) auf 96,0 Mio. EUR gesteigert werden. Das
Umsatzwachstum entfällt auf einen Großteil der
Gesellschaften des Segments.
Das operative Ergebnis sank erwartungsgemäß
im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Mio. EUR auf 14,8 Mio. EUR
(Vorjahr: 15,5 Mio. EUR). Die EBIT-Marge erreichte mit 15,4
% wieder einen sehr guten Wert. Sie lag damit um 1,2
Prozentpunkte unterhalb der Marge aus dem Vorjahr (16,6 %).
Ins gesamt befindet sich das Segment Bau/Infrastruktur nach
den ersten drei Monaten 2021 weiter auf einem sehr hohen
Ertragsniveau und entspricht den Erwartungen. Bei einzelnen
Beteiligungen lief das "Wintergeschäft" aufgrund des
widrigen Wetters etwas schleppender als im Vorjahr. Bei
einer großen Anzahl der Beteiligungen konnte das
extrem gute Niveau des Vorjahres aber gehalten werden.
Einzelne Beteiligungen haben derzeit Probleme mit der
Verfügbarkeit der benötigten Materialien und
sehen sich bei Rohstoffen mit deutlich steigenden Preisen
konfrontiert.
Für das Gesamtjahr rechnet INDUS mit einem leicht
sinkenden Umsatz und einem sinkenden operativen Ergebnis
(EBIT) im Vergleich zum Vorjahr.
Die Investitionen im Segment betrafen
ausschließlich Sachinvestitionen und lagen mit 3,4
Mio. EUR um 0,7 Mio. EUR unterhalb des Vorjahres (4,1 Mio.
EUR).
| (in Mio. EUR) | ||||
| Differenz | ||||
| Q1 2021 | Q1 2020 | absolut | in % | |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 96,0 | 93,5 | 2,5 | 2,7 |
| EBITDA | 18,9 | 19,4 | -0,5 | -2,6 |
| Abschreibungen | -4,1 | -3,9 | -0,2 | -5,1 |
| EBIT | 14,8 | 15,5 | -0,7 | -4,5 |
| EBIT-Marge in % | 15,4 | 16,6 | -1,2 PP | - |
| Investitionen | 3,4 | 4,1 | -0,7 | -17,1 |
| Mitarbeiter | 1.945 | 1.900 | 45 | 2,4 |
Der Umsatz im Segment Fahrzeugtechnik ist im ersten
Quartal 2021 um 9,0 Mio. EUR bzw. 11,4 % gegenüber dem
Vorjahr gesunken. Der Umsatzrückgang ist im
Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass im
Vorjahresvergleichszeitraum die Gesellschaften noch kaum
durch Effekte der Corona-Pandemie beeinträchtigt
waren, da der erste Lockdown erst in der zweiten
Märzhälfte 2020 begonnen hatte.
Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit -9,7 Mio. EUR um
2,3 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Die EBIT-Marge
des Segments betrug -13,9 % nach -15,2 % im Vorjahr.
Wesentliche Ursache für die EBIT-Verbesserung ist das
Ausscheiden von zwei Unternehmen aus dem
Konsolidierungskreis. Diese wurden 2020 im Rahmen des
Maßnahmenpakets ZWISCHENSPURT verkauft. Bei den
übrigen Unternehmen halten sich Verbesserungen und
Verschlechterungen im Vergleich zum Vorjahr in der Summe
die Waage, wobei einige Unternehmen aufgrund hoher
Abrufzahlen deutlich besser unterwegs sind - und andere
Unternehmen noch deutlich unter der Verschlechterung des
Geschäfts durch die Corona-Pandemie leiden.
Zwei Beteiligungen aus dem Bereich der Serienzulieferer
befinden sich weiter im Restrukturierungsprozess und tragen
erneut hohe negative Ergebnisbeiträge bei. Die
Restrukturierungprozesse verlaufen bei beiden Beteiligungen
planmäßig. Der Aufbau neuer Low-Cost-Standorte
ist weit fortgeschritten und die Serienanläufe
wichtiger Neuprojekte starten Mitte bzw. Ende 2021. Bei
beiden Beteiligungen wird sich die Auslastung aber erst ab
2022 deutlich verbessern; das Jahr 2021 ist daher für
beide Unternehmen ein Aufbau- und Übergangsjahr.
Für das Gesamtjahr 2021 erwarten wir weiter stark
steigende Umsätze und stark steigende Ergebnisse. Das
operative Ergebnis (EBIT) wird aber - gerade im Hinblick
auf die laufenden Restrukturierungsprozesse - deutlich
negativ bleiben.
Die Investitionen in Höhe von 6,0 Mio. EUR im
Segment Fahrzeugtechnik (Vorjahr: 0,6 Mio. EUR) stehen zum
Großteil im Zusammenhang mit dem Aufbau der neuen
Produktionsstätten und dem Anlauf neuer Serien bei den
zwei Serienzulieferern.
| (in Mio. EUR) | ||||
| Differenz | ||||
| Q1 2021 | Q1 2020 | absolut | in % | |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 69,9 | 78,9 | -9,0 | -11,4 |
| EBITDA | -3,1 | -5,0 | 1,9 | 38,0 |
| Abschreibungen | -6,6 | -7,0 | 0,4 | 5,7 |
| EBIT | -9,7 | -12,0 | 2,3 | 19,2 |
| EBIT-Marge in % | -13,9 | -15,2 | 1,3 pp | - |
| Investitionen | 6,0 | 0,6 | 5,4 | >100 |
| Mitarbeiter | 3.199 | 3.264 | -65 | -2,0 |
Der Segmentumsatz im Maschinen- und Anlagenbau stieg mit
einem Plus von 8,3 Mio. EUR (9,8 %) deutlich gegenüber
dem Vorjahresvergleichsquartal an. Die Zunahme ist
primär durch eine erhöhte
Geschäftstätigkeit im Bereich Logistik
geprägt; ansonsten halten sich Umsatzanstiege und
-rückgänge die Waage.
Das operative Ergebnis (EBIT) stieg
überproportional um 6,3 Mio. EUR auf 8,9 Mio. EUR an.
Die EBIT-Marge lag mit 9,6 % deutlich über dem Vorjahr
(3,1 %). Die Schwäche des Segments Maschinen- und
Anlagenbau im Jahr 2020 wurde damit schrittweise
überwunden. Der überwiegende Teil der
Segmentunternehmen verzeichnete eine Verbesserung des
operativen Ergebnisses (EBIT) und eine deutliche
Verbesserung des Auftragseingangs, was sich positiv in den
Folgemonaten auswirken wird.
Zum 1. Januar 2021 wurde die JST Jungmann Systemtechnik
GmbH & Co. KG erstkonsolidiert. Sämtliche Anteile
an JST wurden mit Vertrag vom 17. November 2020 erworben.
Der wirtschaftliche Übergang und die Kaufpreiszahlung
erfolgten Anfang Januar 2021. JST ist ein
mittelständischer Anbieter von integrierten
Kontrollraumlösungen und bietet umfassendes Know-how
in der Konzeptionierung, dem Aufbau und der Wartung von
Kontrollräumen.
Für den weiteren Verlauf im Geschäftsjahr 2021
erwartet INDUS weiterhin einen stark steigenden Umsatz und
ein steigendes operatives Ergebnis. Bezüglich der
prognostizierten EBIT-Marge von 7 bis 9 % liegt das Segment
Maschinen- und Anlagenbau gut im Plan.
Die Investitionen des Berichtszeitraums in Höhe von
27,5 Mio. EUR betreffen den Erwerb von JST und
Sachinvestitionen. Die Investitionen in Sachanlagen
betragen 1,1 Mio. EUR und sind um 0,5 Mio. EUR
gegenüber dem Vorjahreszeitraum (0,6 Mio. EUR)
angestiegen.
| (in Mio. EUR) | ||||
| Differenz | ||||
| Q1 2021 | Q1 2020 | absolut | in % | |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 92,6 | 84,3 | 8,3 | 9,8 |
| EBITDA | 14,2 | 7,7 | 6,5 | 84,4 |
| Abschreibungen | -5,3 | -5,1 | -0,2 | -3,9 |
| EBIT | 8,9 | 2,6 | 6,3 | >100 |
| EBIT-Marge in % | 9,6 | 3,1 | 6,5 pp | - |
| Investitionen | 27,5 | 0,6 | 26,9 | >100 |
| Mitarbeiter | 2.249 | 2.261 | -12 | -0,5 |
Die Beteiligungen im Segment Medizin- und
Gesundheitstechnik erwirtschafteten im ersten Quartal 2021
einen Umsatz in Höhe von 35,6 Mio. EUR. Dies
entspricht einem Umsatzrückgang von 3,1 Mio. EUR (-8,0
%). Von dem Rückgang ist der überwiegende Teil
der Segmentunternehmen betroffen. Das gesamte Segment ist
weiterhin durch die Corona-Pandemie belastet. Die
Sanitätshausartikel werden aufgrund geringerer
Kundenbesuche im Lockdown, die Artikel für elektive
Operationen aufgrund von verschobenen Eingriffen weniger
nachgefragt. Die Maßnahmen der einzelnen
Beteiligungen, mit den Veränderungen und Belastungen
der Corona-Krise umzugehen, zeigen zwar Wirkung - trotz
Umsatzerholung konnte das Niveau vor Corona jedoch noch
nicht erreicht werden.
Um so erfreulicher ist es, dass das operative Ergebnis
(EBIT) für den Berichtszeitraum mit 3,1 Mio. EUR trotz
des rückläufigen Umsatzes genau auf dem Stand des
Vorjahres (3,1 Mio. EUR) geblieben ist. Die EBIT-Marge lag
mit 8,7 % um 0,7 Prozentpunkte über dem Vorjahr. Hier
machen sich die Anstrengungen der Beteiligungsunternehmen
positiv bemerkbar, die Kosten zu reduzieren und
Kostenstrukturen zu optimieren.
Im Segment Medizin- und Gesundheitstechnik gehen wir
für das Gesamtjahr von einem steigenden Umsatz und
einem stark steigenden operativen Ergebnis (EBIT) aus.
Durch die Verlagerung eines Standortes werden im weiteren
Verlauf des Geschäftsjahres Verlagerungs- und
Umzugskosten aufgewendet, denen erst ab 2022 entsprechende
Kostenentlastungen gegenüberstehen.
Die Investitionen lagen mit 0,8 Mio. EUR auf dem Niveau
des Vorjahreszeitraums (0,9 Mio. EUR).
| (in Mio. EUR) | ||||
| Differenz | ||||
| Q1 2021 | Q1 2020 | absolut | in % | |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 35,6 | 38,7 | -3,1 | -8,0 |
| EBITDA | 5,8 | 5,6 | 0,2 | 3,6 |
| Abschreibungen | -2,7 | -2,5 | -0,2 | -8,0 |
| EBIT | 3,1 | 3,1 | 0,0 | 0,0 |
| EBIT-Marge in % | 8,7 | 8,0 | 0,7 pp | - |
| Investitionen | 0,8 | 0,9 | -0,1 | -11,1 |
| Mitarbeiter | 1.606 | 1.696 | -90 | -5,3 |
Das Segment Metalltechnik verzeichnete im ersten Quartal
2021 einen Umsatzanstieg um 0,5 Mio. EUR (0,5 %) auf 106,6
Mio. EUR (Vorjahr: 106,1 Mio. EUR). Der Effekt verteilt
sich über mehrere Gesellschaften, die den
rückläufigen Umsatz durch die Umsetzung des
Maßnahmenpakets ZWISCHENSPURT überkompensieren.
Im Rahmen des Maßnahmenpakets wurde 2020 die
Schließung der BACHER AG auf Beteiligungsebene
beschlossen und die Schließung des
SIMON-Geschäftsfelds Kunststoffgalvanik beschlossen
und vollzogen. Darüber hinaus konnte SIMON das
Geschäftsfeld Kinetics erfolgreich
veräußern.
Erfreulicherweise lag das operative Ergebnis (EBIT) mit
10,1 Mio. EUR um 1,1 Mio. EUR über dem Vorjahreswert.
Die EBIT-Marge übertraf mit 9,5 % den
Vorjahresvergleichswert um 1,0 Prozentpunkte (8,5 %) und
befindet sich auf einem guten Niveau. Ursache ist eine
verbesserte Ertragslage der Segmentunternehmen auf breiter
Front.
Die Stilllegung bei BACHER verläuft
planmäßig. Noch bestehende Aufträge werden
derzeit mit den verbliebenen Mitarbeitern abgearbeitet.
Voraussichtlich werden die letzten Aufträge im dritten
Quartal diesen Jahres beendet sein und die Stilllegung wird
dann abgeschlossen. Die Belastung des operativen
Ergebnisses des Segments durch diesen Prozess bei BACHER
ist bereits in der Segment-Guidance für das Gesamtjahr
2021 berücksichtigt.
Unverändert wird für das Gesamtjahr weiter ein
sinkender Umsatz und ein stark steigendes Ergebnis
erwartet. Die EBIT-Marge wird zwischen 7 und 9 % betragen.
Das Investitionsvolumen lag im ersten Quartal mit 0,7
Mio. EUR unter dem Vorjahr (1,8 Mio. EUR).
| (in Mio. EUR) | ||||
| Differenz | ||||
| Q1 2021 | Q1 2020 | absolut | in % | |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 106,6 | 106,1 | 0,5 | 0,5 |
| EBITDA | 14,0 | 13,6 | 0,4 | 2,9 |
| Abschreibungen | -3,8 | -4,7 | 0,9 | 19,1 |
| EBIT | 10,1 | 9,0 | 1,1 | 12,2 |
| EBIT-Marge in % | 9,5 | 8,5 | 1,0 pp | - |
| Investitionen | 0,7 | 1,8 | -1,1 | -61,1 |
| Mitarbeiter | 1.543 | 1.662 | -119 | -7,2 |
| (in Mio. EUR) | ||||
| Differenz | ||||
| Q1 2021 | Q1 2020 | absolut | in % | |
| Ergebnis nach Steuern | 12,1 | 8,9 | 3,2 | 36,0 |
| Abschreibungen | 22,7 | 23,3 | -0,6 | -2,6 |
| weitere zahlungsunwirksame Veränderungen | 14,2 | 7,6 | 6,6 | 86,8 |
| zahlungswirksame Veränderung Working Capital | -39,1 | -2,5 | -36,6 | <-100 |
| Veränderung sonstige Bilanzposten | -12,0 | -17,2 | 5,2 | 30,2 |
| Steuerzahlungen | -12,9 | -17,5 | 4,6 | 26,3 |
| Operativer Cashflow | -15,0 | 2,6 | -17,6 | <-100 |
| Zinsen | -2,6 | -2,5 | -0,1 | -4,0 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | -17,6 | 0,1 | -17,7 | <-100 |
| Auszahlungen für Investitionen und Akquisitionen | -38,3 | -7,9 | -30,4 | <-100 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Vermögenswerten | 0,0 | 0,1 | -0,1 | -100,0 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -38,3 | -7,8 | -30,5 | <-100 |
| Einzahlungen aus Kapitalerhöhung | 84,8 | 0,0 | 84,8 | - |
| Auszahlungen Minderheitsgesellschafter | 0,0 | -0,1 | 0,1 | 100,0 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten | 57,5 | 67,0 | -9,5 | -14,2 |
| Auszahlung aus der Tilgung von Krediten | -18,7 | -22,5 | 3,8 | 16,9 |
| Auszahlung aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -5,6 | -4,6 | -1,0 | -21,7 |
| Auszahlung aus der
Tilgung von
bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten |
0,0 | -3,1 | 3,1 | 100,0 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 118,0 | 36,7 | 81,3 | >100 |
| Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel | 62,1 | 29,0 | 33,1 | >100 |
| Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel | 0,5 | -0,3 | 0,8 | >100 |
| Liquide Mittel am Anfang der Periode | 194,7 | 135,1 | 59,6 | 44,1 |
| Liquide Mittel am Ende der Periode | 257,3 | 163,8 | 93,5 | 57,1 |
Ausgehend vom einem Ergebnis nach Steuern in Höhe
von 12,1 Mio. EUR (Vorjahr: 8,9 Mio. EUR) hat sich der
operative Cashflow im ersten Quartal 2021 um -17,6 auf-15,0
Mio. EUR verringert. Dies liegt insbesondere an einem
stärkeren Wachstum des Working Capital in den ersten
drei Monaten 2021 gegenüber dem niedrigen Stand zum
31. Dezember 2020. Der gewöhnliche Anstieg des Working
Capital im ersten Quartal wurde im
Vorjahresvergleichszeitraum durch die ersten Auswirkungen
der Corona-Pandemie gebremst. Weiterhin ist es durch die
belebte Geschäftstätigkeit bei den Anlagenbauern
im aktuellen Quartal zu einem erhöhten Aufbau des
Working Capital gekommen. Darüber hinaus haben mehrere
Gesellschaften wegen Rohstoffknappheit und drohender
Preissteigerungen die Bevorratung von Rohstoffen
erhöht.
Nach Berücksichtigung der Zinszahlungen in
Höhe von 2,6 Mio. EUR ergab sich ein Cashflow auf
Geschäftstätigkeit in Höhe von -17.6 Mio.
EUR. Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit sank um
-17,7 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug -38,3
Mio. EUR im Vergleich zu -7,9 Mio. EUR im Vorjahr. Nachdem
im Vorjahresvergleichszeitraum eine restriktivere
Investitionspolitik aufgrund der Corona-Krise verfolgt
wurde, befinden sich die Auszahlungen für Investitonen
in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen mit
-11,8 Mio. EUR wieder auf einem höheren Niveau. Zudem
wurden im Zusammenhang mit dem Erwerb von JST Auszahlungen
für Investitionen in Anteile vollkonsolidierter
Gesellschaften in Höhe von -26,4 Mio. EUR
getätigt (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR).
Die im März durchgeführte Kapitalerhöhung
führte zu Mittelzuflüssen in Höhe von 84,8
Mio. EUR. Die Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten
sind um 9,5 Mio. EUR auf 57,5 Mio. EUR leicht gesunken. Die
Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten haben sich um 3,8
Mio. EUR verringert, demgegenüber sind die
Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten
um 1,0 Mio. EUR gestiegen. Im Vorjahresvergleichszeitraum
wurden zudem fällige, teilweise bedingte
Kaufpreisverbindlichkeiten in Höhe von 3,1 Mio. EUR
getilgt. Insgesamt ist der Mittelzufluss aus der
Finanzierungstätigkeit aufgrund der
Kapitalerhöhung deutlich um 81,3 Mio. EUR angestiegen.
Der hohe Mittelzufluss dient als Handlungsspielraum
für weitere Akquisitionen.
Die liquiden Mittel lagen demzufolge mit 257,3 Mio. EUR
deutlich über dem Bestand von 194,7 Mio. EUR zum
Jahresende 2020 sowie über dem Vergleichswert des
ersten Quartals des Vorjahres.
| (in Mio. EUR) | |||||
| Differenz | |||||
| 31.3.2021 | 31.12.2020 | absolut | in % | ||
| Langfristige Vermögenswerte | 1.022,9 | 1.001,7 | 21,2 | 2,1 | |
| Anlagevermögen | 1.007,6 | 985,8 | 21,8 | 2,2 | |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 15,3 | 15,9 | -0,6 | -3,8 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 868,0 | 727,1 | 140,9 | 19,4 | |
| Vorräte | 365,0 | 332,5 | 32,5 | 9,8 | |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 245,7 | 199,9 | 45,8 | 22,9 | |
| Liquide Mittel | 257,3 | 194,7 | 62,6 | 32,2 | |
| Bilanzsumme | 1.890,9 | 1.728,8 | 162,1 | 9,4 | |
| (in Mio. EUR) | |||||
| Differenz | |||||
| 31.3.2021 | 31.12.2020 | absolut | in % | ||
| Langfristige Finanzierungsmittel | 1.458,6 | 1.333,5 | 125,1 | 9,4 | |
| Eigenkapital | 775,2 | 676,4 | 98,8 | 14,6 | |
| Fremdkapital | 683,4 | 657,1 | 26,3 | 4,0 | |
| davon Rückstellungen | 48,1 | 51,1 | -3,0 | -5,9 | |
| davon Verbindlichkeiten und latente Steuern | 635,3 | 606,0 | 29,3 | 4,8 | |
| Kurzfristige Finanzierungsmittel | 432,3 | 395,3 | 37,0 | 9,4 | |
| davon Rückstellungen | 86,8 | 77,3 | 9,5 | 12,3 | |
| davon Verbindlichkeiten | 345,5 | 318,0 | 27,5 | 8,6 | |
| Bilanzsumme | 1.890,9 | 1.728,8 | 162,1 | 9,4 | |
Die Konzernbilanzsumme der INDUS-Gruppe betrug 1.890,9
Mio. EUR zum 31. März 2021 und war damit um 162,1 Mio.
EUR (9,4 %) höher als zum 31. Dezember 2020. Ursache
für den Anstieg war insbesondere die um 62,6 Mio. EUR
gestiegene Liquidität, ein erwarteter Anstieg des
Working Capital um 41,8 Mio. EUR und die erstmalige
Konsolidierung von JST, die zu einem Zugang an
Vermögenswerten in Höhe von 31,2 Mio. EUR
führte. Der Liquiditätsanstieg resultiert aus der
Kapitalerhöhung vom 26. März 2021 in Höhe
von netto 84,8 Mio. EUR.
Das Eigenkapital stieg um 98,8 Mio. EUR (14,6 %) an.
Damit betrug die Eigenkapitalquote zum 31. März 2021
41,0 % und lag wieder oberhalb des Zielwerts von 40 %. Zum
31. Dezember 2020 betrug die Eigenkapitalquote 39,1 %. Der
Anstieg der Verbindlichkeiten betrifft zum einen die
Finanzschulden (+38,6 Mio. EUR), und zum anderen die
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+27,1
Mio. EUR). Die Finanzschulden wurden bereits im ersten
Quartal aufgrund günstiger Finanzierungskonditionen -
vorausschauend für die notwendige Verwendung im Laufe
des kommenden Geschäftsjahres - aufgenommen.
Das Working Capital betrug 452,3 Mio. EUR zum 31.
März 2021 und lag damit um 10,2 % höher als zum
31. Dezember 2020 (410,5 Mio. EUR). Ein Anstieg des Working
Capital erfolgt generell planmäßig im ersten
Quartal eines Geschäftsjahres und spiegelt das wieder
anziehende Geschäftsvolumen wider. Hinzu kommen ein
deutlicher Vorrats- bzw. Forderungsaufbau bei den
großen Anlagenbauern. Hintergrund sind die gestiegene
Geschäftstätigkeit sowie ein bewusster
Lageraufbau von Rohstoffen aufgrund von teilweiser
Rohstoffknappheit und weiteren erwarteten
Preissteigerungen.
| (in Mio. EUR) | ||||
| Differenz | ||||
| 31.3.2021 | 31.12.2020 | absolut | in % | |
| Vorräte | 365,0 | 332,5 | 32,5 | 9,8 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 203,4 | 161,9 | 41,5 | 25,6 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -76,0 | -48,9 | -27,1 | -55,4 |
| Erhaltene Anzahlungen | -17,1 | -9,7 | -7,4 | -76,3 |
| Vertragsverpflichtungen | -23,0 | -25,3 | 2,3 | 9,1 |
| Working Capital | 452,3 | 410,5 | 41,8 | 10,2 |
Die Nettofinanzverbindlichkeiten betrugen zum 31.
März 2021 494,9 Mio. EUR. Damit sind die
Nettofinanzverbindlichkeiten um 24,0 Mio. EUR niedriger als
zum 31. Dezember 2020. Der Rückgang setzt sich aus
erhöhten Finanz schulden (+38,6 Mio. EUR) und dem
gegenläufig wirkenden Anstieg liquider Mittel (+62,6
Mio. EUR) zusammen. Der Anstieg der liquiden Mittel
resultiert im Wesentlichen aus der Ende März
vorgenommenen Kapitalerhöhung.
| (in Mio. EUR) | ||||
| Differenz | ||||
| 31.3.2021 | 31.12.2020 | absolut | in % | |
| Langfristige Finanzschulden | 581,4 | 553,8 | 27,6 | 5,0 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 170,8 | 159,8 | 11,0 | 6,9 |
| Liquide Mittel | -257,3 | -194,7 | -62,6 | -32,2 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten | 494,9 | 518,9 | -24,0 | -4,6 |
Für den Chancen- und Risikobericht der INDUS
Holding AG wird auf den Geschäftsbericht 2020
verwiesen. Zur frühzeitigen Erkennung, zur umfassenden
Analyse und zum konsequenten Umgang mit Risiken betreibt
die Gesellschaft ein effizientes Risikomanagementsystem.
Die Ausgestaltung des Risikomanagements sowie die Bedeutung
der einzelnen Risiken werden im Geschäftsbericht
erläutert. Darin wird festgehalten, dass sich das
Unternehmen keinen Risiken ausgesetzt sieht, die den
Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.
Bezüglich der Risikolage rund um die
COVID-19-Pandemie sind bei unseren Gesellschaften bei
keinem Risikoaspekt wesentliche Verschlechterungen seit
Ende Dezember 2020 zu verzeichnen. Die Prozesse laufen
stabil bzw. werden flexibel an die jeweiligen
Corona-Infektionsbestimmungen angepasst. Der
fortschreitende Impfprozess lässt INDUS bezüglich
der Auswirkungen von COVID-19 zuversichtlich auf das
zukünftige Geschäft blicken.
Die dritte Welle der Corona-Pandemie - mit hohen
Infektionszahlen und andauernden Einschränkungen -
verzögert die Konjunkturerholung in Deutschland. So
ging die deutsche Wirtschaftsleistung im ersten Quartal
2021 zurück. Insbesondere der Dienstleistungsbereich
hatte durch die Corona-Schutzmaßnahmen im Vergleich
zum Vorquartal Einbußen zu verzeichnen. Die
eingeschränkten Konsummöglichkeiten und die
auslaufende Mehrwertsteuerermäßigung
drückten den privaten Konsum. Die Kurzarbeit nahm
wieder deutlich zu. Wenn sich auch die Wirtschaftsbereiche,
die nicht direkt von den Einschränkungen betroffen
sind, in Summe robust zeigten - im Baugewerbe dämpften
die schwierige Witterung und der wieder angehobene
Mehrwertsteuersatz die Aktivitäten. Laut Aprilumfrage
des ifo Instituts ist im Bauhauptgewerbe eine
Materialknappheit spürbar. Auch in der
Industrieproduktion wurde der Erholungstrend unterbrochen,
u. a. durch Lieferengpässe bei Vorprodukten in der
Fahrzeugbranche. Laut VDMA-Umfrage vom April stiegen im
Maschinen- und Anlagenbau die Beeinträchtigungen in
der Lieferkette insbesondere bei Elektronikkomponenten und
Metallprodukten wieder an.
Zugleich blieb die Nachfrage vor allem aus dem Ausland
dynamisch, der industrielle Auftragseingang stieg weiter
an. Laut ifo-Umfrage bewerten die deutschen Unternehmen
ihre aktuelle Geschäftslage im April besser, wobei der
Ausblick auf die kommenden sechs Monate schlechter
ausfällt. Die dritte Infektionswelle und der
erhöhte Druck in den Lieferketten dämpfen die
Erwartungen. In Summe ist jedoch davon auszugehen, dass
sich die Erholung der deutschen Industrie fortsetzen wird.
Impffortschritt und zu erwartende graduelle Lockerungen
dürften in den kommenden Monaten für eine
Verbesserung der wirtschaftlichen Lage sorgen. Obgleich die
länger anhaltenden Lockdowns die Wachstumsprognosen
2021 für den Euroraum leicht gesenkt haben - nach dem
Ende der Einschränkungen wird weiterhin eine
kräftige Erholung erwartet. Bei der
Wirtschaftsentwicklung in den USA lässt sich dieser
Aufschwung bereits ablesen: Die intensive Impfkampagne und
das staatliche Konjunkturprogramm stützen die
Erholung. In China verlangsamte sich die Konjunktur zwar im
ersten Quartal, es ist aber damit zu rechnen, dass sich der
Aufschwung im Jahresverlauf weiter fortsetzt. Ein
globalwirtschaftliches Risiko bleibt der wachsende
Protektionismus. Gerade die Pandemie lässt
protektionistische Tendenzen zur Stärkung der
Binnenwirtschaft z. T. aufleben. So warnt etwa der
Branchenverband SPECTARIS vor Auswirkungen für die
exportstarke Gesundheitswirtschaft.
INDUS hat für die ersten drei Monate 2021 solide
Ergebnisse zu verzeichnen. Diese konnten trotz anhaltendem
Lockdown realisiert werden. Das Segment Fahrzeugtechnik ist
weiterhin von den Restrukturierungen der beiden
Serienzulieferer stark beeinträchtigt. Trotzdem konnte
das operative Ergebnis (EBIT) des Segments Fahrzeugtechnik
insgesamt leicht verbessert werden. Die Segmente Maschinen-
und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie
Metalltechnik haben sich positiv im Vergleich zum Vorjahr
entwickelt. Das Segment Bau/Infrastruktur konnte mit einer
EBIT-Marge von 15,4 % abermals ein Quartal auf einem sehr
hohen Niveau abschließen.
Das im Vorjahr durchgeführte Maßnahmenpaket
ZWISCHENSPURT wirkte sich positiv auf die operativen
Ergebnisse (EBIT) des laufenden Jahres aus. Durch die
eingeleitete Stilllegung von BACHER, die Stilllegung der
Kunststoffgalvanik von SIMON und den Verkauf des SIMON
Geschäftsfelds Kinetics sowie die Verkäufe
KIEBACK und FICHTHORN konnten deutliche Verbesserungen im
Vergleich zum Vorjahresquartal erzielt werden.
Der operative Cashflow lag mit -15,0 Mio. EUR unterhalb
des Vorjahres. Ursächlich hierfür ist
insbesondere das wieder gestiegene Working Capital, welches
sich erwartungsgemäß aufgrund der belebten
Geschäftstätigkeit erhöhte.
Trotz der weiter anhaltenden Corona-Pandemie erholen
sich Auftragseingänge und Umsätze in den
Segmenten Maschinen- und Anlagenbau sowie Metalltechnik.
Das Segment Bau/Infrastruktur bleibt auf einem hohen
Niveau. Absatzrisiken könnten im Bereich
Fahrzeugtechnik entstehen durch den sich verstärkenden
Chipmangel. Im Segment Medizin- und Gesundheitstechnik sind
weiter Auswirkungen der Lockdowns spürbar. Derzeit
sehen wir in allen Bereichen steigende Preise beim Material
und zunehmende Materialknappheit. Es wird nun darauf
ankommen, die Materialversorgung zu sichern und die
steigenden Materialkosten überzuwälzen.
Für das Gesamtjahr 2021 bestätigen wir unsere
Prognose: INDUS plant für das Geschäftsjahr 2021
weiterhin mit einem Umsatz zwischen 1,55 und 1,70 Mrd. EUR
und einem operativen Ergebnis (EBIT) in der Bandbreite von
95 bis 110 Mio. EUR.
| in TEUR | Anhang | Q1 2021 | Q1 2020 |
| UMSATZERLÖSE | 400.425 | 401.242 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3.834 | 3.596 | |
| Aktivierte Eigenleistungen | 807 | 1.507 | |
| Bestandsveränderung | 11.839 | 10.007 | |
| Materialaufwand | [3] | -189.533 | -189.863 |
| Personalaufwand | [4] | -128.313 | -133.336 |
| Abschreibungen | -22.698 | -23.301 | |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | [5] | -51.331 | -53.811 |
| OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT) | 25.030 | 16.041 | |
| Zinserträge | 25 | 93 | |
| Zinsaufwendungen | -4.224 | -4.063 | |
| ZINSERGEBNIS | -4.199 | -3.970 | |
| Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen | 115 | 147 | |
| Übriges Finanzergebnis | -1.144 | 1.262 | |
| FINANZERGEBNIS | [6] | -5.228 | -2.561 |
| ERGEBNIS VOR STEUERN | 19.802 | 13.480 | |
| Ertragsteuern | [7] | -7.723 | -4.585 |
| ERGEBNIS NACH STEUERN | 12.079 | 8.895 | |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | -32 | 458 | |
| davon Anteile der INDUS-Aktionäre | 12.111 | 8.437 | |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) in EUR | [8] | 0,49 | 0,35 |
| in TEUR | Q1 2021 | Q1 2020 |
| ERGEBNIS NACH STEUERN | 12.079 | 8.895 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 2.886 | 3.706 |
| Latente Steuern | -777 | -974 |
| Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | 2.109 | 2.732 |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | 66 | -3.615 |
| Veränderung der Marktwerte von Sicherungsinstrumenten (Cashflow Hedge) | -210 | 261 |
| Latente Steuern | 33 | -60 |
| Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | -111 | -3.414 |
| SONSTIGES ERGEBNIS | 1.998 | -682 |
| GESAMTERGEBNIS | 14.077 | 8.213 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | -32 | 458 |
| davon Anteile der INDUS-Aktionäre | 14.109 | 7.755 |
Die im sonstigen Ergebnis erfolgsneutral erfassten
Erträge und Aufwendungen enthalten
versicherungsmathematische Gewinne aus Pensionen und
ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von 2.886 TEUR
(Vorjahr: 3.706 TEUR). Diese resultieren in erster Linie
aus der Erhöhung des Zinssatzes für
Pensionsverpflichtungen um 0,35 % (Vorjahr: 0,4 %) für
inländische Pensionsverpflichtungen und um 0,15 %
(Vorjahr: 0,25 %) für ausländische Pensionen
(Schweiz).
Das Ergebnis der Währungsumrechnung resultiert im
Wesentlichen aus der Umrechnung der Abschlüsse
einbezogener ausländischer Konzerngesellschaften. Die
Veränderung der Marktwerte derivativer
Finanzinstrumente resultiert aus den bei der Holding zur
Zinsabsicherung abgeschlossenen Zinsswaps.
| in TEUR | Anhang | 31.3.2021 | 31.12.2020 |
| Geschäfts- und Firmenwert | 387.319 | 380.932 | |
| Nutzungsrechte aus Leasing/Miete | 86.523 | 85.780 | |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 109.898 | 93.066 | |
| Sachanlagen | 402.925 | 405.470 | |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 5.899 | 5.938 | |
| Finanzanlagen | 7.252 | 7.130 | |
| At-Equity-bewertete Anteile | 7.778 | 7.527 | |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 3.890 | 3.915 | |
| Latente Steuern | 11.377 | 11.992 | |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.022.861 | 1.001.750 | |
| Vorräte | [9] | 365.036 | 332.463 |
| Forderungen | [10] | 203.353 | 161.943 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 21.436 | 20.402 | |
| Laufende Ertragsteuern | 20.894 | 17.568 | |
| Liquide Mittel | 257.271 | 194.701 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 867.990 | 727.077 | |
| BILANZSUMME | 1.890.851 | 1.728.827 |
| Anhang | 31.3.2021 | 31.12.2020 | |
| Gezeichnetes Kapital | 69.928 | 63.571 | |
| Kapitalrücklage | 318.288 | 239.833 | |
| Übrige Rücklagen | 386.013 | 371.904 | |
| Eigenkapital der INDUS-Aktionäre | 774.229 | 675.308 | |
| Anteile nicht
beherrschender
Gesellschafter am Eigenkapital |
1.013 | 1.046 | |
| Eigenkapital | 775.242 | 676.354 | |
| Pensionsrückstellungen | 46.734 | 49.682 | |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 1.402 | 1.404 | |
| Langfristige Finanzschulden | [11] | 581.353 | 553.773 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | [12] | 21.122 | 20.139 |
| Latente Steuern | 32.808 | 32.109 | |
| Langfristige Schulden | 683.419 | 657.107 | |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 86.850 | 77.339 | |
| Kurzfristige Finanzschulden | [11] | 170.763 | 159.841 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 75.954 | 48.926 | |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | [12] | 85.154 | 94.175 |
| Laufende Ertragsteuern | 13.469 | 15.085 | |
| Kurzfristige Schulden | 432.190 | 395.366 | |
| BILANZSUMME | 1.890.851 | 1.728.827 |
| in TEUR | Gezeichnetes
Kapital |
Kapitalrücklage | Gewinn
rücklage |
Sonstige
Rücklagen |
Eigenkapital
der INDUS-Aktionäre |
Anteile
nicht beherrschender Gesellschafter |
| STAND AM 1.1.2020 | 63.571 | 239.833 | 447.566 | -25.056 | 725.914 | 1.807 |
| Ergebnis nach Steuern | 8.437 | 8.437 | 458 | |||
| Sonstiges Ergebnis | -682 | -682 | ||||
| Gesamtergebnis | 8.437 | -682 | 7.755 | 458 | ||
| Dividendenzahlung | -60 | |||||
| STAND AM 31.3.2020 | 63.571 | 239.833 | 456.003 | -25.738 | 733.669 | 2.205 |
| STAND AM 1.1.2021 | 63.571 | 239.833 | 398.426 | -26.522 | 675.308 | 1.046 |
| Ergebnis nach Steuern | 12.111 | 12.111 | -32 | |||
| Sonstiges Ergebnis | 1.998 | 1.998 | ||||
| Gesamtergebnis | 12.111 | 1.998 | 14.109 | -32 | ||
| Kapitalerhöhung | 6.357 | 78.455 | 84.812 | |||
| STAND AM 31.3.2021 | 69.928 | 318.288 | 410.537 | -24.524 | 774.229 | 1.013 |
| in TEUR | Eigenkapital
des Konzerns |
| STAND AM 1.1.2020 | 727.721 |
| Ergebnis nach Steuern | 8.895 |
| Sonstiges Ergebnis | -682 |
| Gesamtergebnis | 8.213 |
| Dividendenzahlung | -60 |
| STAND AM 31.3.2020 | 735.874 |
| STAND AM 1.1.2021 | 676.354 |
| Ergebnis nach Steuern | 12.079 |
| Sonstiges Ergebnis | 1.998 |
| Gesamtergebnis | 14.077 |
| Kapitalerhöhung | 84.812 |
| STAND AM 31.3.2021 | 775.242 |
Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter umfassen
im Wesentlichen die Minderheitsanteile an der WEIGAND Bau
GmbH sowie Tochtergesellschaften der ROLKO-Gruppe. Die
Minderheitsanteile von Personengesellschaften sowie von
Kapitalgesellschaften, bei denen aufgrund wechselseitiger
Optionsvereinbarungen bereits zum Erwerbszeitpunkt der
Übergang des wirtschaftlichen Eigentums der
betreffenden Minderheitsanteile vorlag, werden unter den
sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert.
| in TEUR | Q1 2021 | Q1 2020 |
| Ergebnis nach Steuern | 12.079 | 8.895 |
| Abschreibungen/Zuschreibungen auf langfristige Vermögenswerte | 22.698 | 23.301 |
| Ertragsteuern | 7.723 | 4.585 |
| Finanzergebnis | 5.228 | 2.561 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge | 1.178 | 481 |
| Veränderungen der Rückstellungen | 6.198 | 1.400 |
| Zunahme (-)/Abnahme (+)
der Vorräte,
der Forderungen sowie anderer Aktiva |
-70.641 | -30.831 |
| Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten und anderer Passiva | 13.316 | 9.713 |
| Erhaltene/gezahlte Ertragsteuern | -12.858 | -17.503 |
| Operativer Cashflow | -15.079 | 2.602 |
| Gezahlte Zinsen | -2.603 | -2.644 |
| Erhaltene Zinsen | 25 | 93 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | -17.657 | 51 |
| Auszahlungen für Investitionen in | ||
| Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -11.795 | -7.736 |
| Finanzanlagen | -142 | -112 |
| Anteile vollkonsolidierter Gesellschaften | -26.406 | 0 |
| Einzahlungen aus Abgängen von sonstigen Anlagen | 24 | 57 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -38.319 | -7.791 |
| Einzahlungen Kapital (Kapitalerhöhung) | 84.812 | 0 |
| Auszahlungen Minderheitsgesellschafter | 0 | -60 |
| Auszahlung aus der Tilgung von bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten | 0 | -3.149 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten | 57.500 | 67.000 |
| Auszahlung aus der Tilgung von Krediten | -18.686 | -22.467 |
| Auszahlung aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -5.609 | -4.580 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 118.017 | 36.744 |
| Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel | 62.041 | 29.004 |
| Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel | 529 | -361 |
| Liquide Mittel am Anfang der Periode | 194.701 | 135.120 |
| Liquide Mittel am Ende der Periode | 257.271 | 163.763 |
Die INDUS Holding AG mit Sitz in Bergisch Gladbach,
Deutschland, hat ihren verkürzten
Konzernzwischenabschluss für den Zeitraum vom 1.
Januar 2021 bis 31. März 2021 in Übereinstimmung
mit den International Financial Reporting Standards (IFRS)
und deren Auslegungen durch das International Financial
Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC),
wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden
sind, erstellt. Der Konzernabschluss ist in Euro
aufgestellt. Sofern nicht anders vermerkt, werden alle
Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben.
Dieser Zwischenabschluss wird in Übereinstimmung
mit IAS 34 in verkürzter Form erstellt. Der
Zwischenbericht ist nicht testiert und wurde auch keiner
prüferischen Durchsicht unterzogen.
Über verpflichtend neu anzuwendende Standards wird
gesondert im Bereich "Änderungen von
Rechnungslegungsvorschriften" berichtet. Ansonsten werden
die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr
2020 angewendet, die dort detailliert erläutert sind.
Da der vorliegende Zwischenabschluss nicht den vollen
Informationsumfang des Jahresabschlusses aufweist, ist
dieser Abschluss im Kontext mit dem vorangegangenen
Jahresabschluss zu betrachten.
Aus Sicht des Vorstands enthält der vorliegende
Quartalsbericht alle üblichen, laufend vorzunehmenden
Anpassungen, die für eine angemessene Darstellung der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
notwendig sind. Die im ersten Quartal 2021 erzielten
Ergebnisse lassen nicht notwendigerweise Vorhersagen
über die Entwicklung des weiteren
Geschäftsverlaufs zu.
Die Erstellung des Konzernabschlusses ist beeinflusst
von Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie Annahmen und
Schätzungen, die sich auf Höhe und Ausweis der
bilanzierten Vermögenswerte, Schulden und
Eventualschulden sowie Aufwendungen und Erträge
auswirken. Wenn Zukunftserwartungen abzubilden sind,
können die tatsächlichen Werte von den
Schätzungen abweichen. Verändert sich die
ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die
Bilanzierung der entsprechenden Positionen erfolgswirksam
angepasst.
Alle ab dem Geschäftsjahr 2021 verpflichtend
anzuwendenden Rechnungslegungsnormen sind in dem
vorliegenden Zwischenabschluss umgesetzt.
Es ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die
Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
des Konzernabschlusses der INDUS Holding AG durch die
Anwendung von neuen Standards.
Mit Vertrag vom 17. November 2020 hat die INDUS Holding
AG sämtliche Geschäftsanteile an der JST Jungmann
Systemtechnik GmbH & Co. KG in Buxtehude erworben. JST
ist ein mittelständischer Anbieter von integrierten
Kontrollraumlösungen und bietet umfassendes Know-how
in der Konzeptionierung, dem Aufbau und der Wartung von
Kontrollräumen. JST wird dem Segment Maschinen- und
Anlagenbau zugeordnet. Der wirtschaftliche Übergang
der Transaktion und die Erstkonsolidierung von JST erfolgte
im Januar 2021.
Der beizulegende Zeitwert der gesamten Gegenleistung
betrug 28.182 TEUR zum Erwerbszeitpunkt. Dieser besteht aus
einer Barkomponente in Höhe von 27.256 TEUR sowie
einer bedingten Kaufpreiszahlung in Höhe von 926 TEUR,
die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert und bewertet
wurde und aus einer Earn-Out-Klausel resultiert. Die
Barkomponente wurde am 4. Januar 2021 gezahlt. Die
Ermittlung der Höhe der bedingten
Kaufpreisverbindlichkeit erfolgt auf Basis von
EBIT-Multiples und einer Prognose über das
zukünftig relevante EBIT.
Der im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelte
Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 6.267 TEUR
ist steuerlich abzugsfähig. Der Geschäfts- und
Firmenwert ist die Residualgröße der gesamten
Gegenleistung abzüglich des Werts der neubewerteten
erworbenen Vermögenswerte und übernommenen
Schulden und repräsentiert nicht
bilanzierungsfähige Ertragspotenziale der
übernommenen Gesellschaft für die Zukunft sowie
das Know-how der Belegschaft.
In der vorläufigen Kaufpreisallokation wurden die
erworbenen Vermögenswerte und Schulden wie folgt
ermittelt:
| (in TEUR) | |||
| Buchwerte
zum Zugangszeitpunkt |
Neubewertung | Zugang
Konzernbilanz |
|
| Geschäfts- und Firmenwert | 0 | 6.267 | 6.267 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 0 | 20.241 | 20.241 |
| Sachanlagen | 137 | 0 | 137 |
| Vorräte | 564 | 1.649 | 2.213 |
| Forderungen | 864 | 0 | 864 |
| Sonstige Aktiva * | 660 | 0 | 660 |
| Liquide Mittel | 850 | 0 | 850 |
| Summe Vermögenswerte | 3.075 | 28.157 | 31.232 |
| Sonstige Rückstellungen | 364 | 0 | 364 |
| Finanzschulden | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 278 | 0 | 278 |
| Sonstige Passiva** | 2.408 | 0 | 2.408 |
| Summe Schulden | 3.050 | 0 | 3.050 |
* Sonstige Aktiva: Sonstige langfristige
Vermögenswerte, Sonstige kurzfristige
Vermögenswerte, Latente Steuern, Laufende
Ertragsteuern
** Sonstige Passiva: Sonstige langfristige
Verbindlichkeiten, Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten,
Latente Steuern, Laufende Ertragsteuern
Die neubewerteten immateriellen Vermögenswerte
beinhalten im Wesentlichen Kundenbeziehungen und
Kundenstamm sowie Software.
Die Erstkonsolidierung von JST erfolgte im Januar 2021.
Zum Ergebnis des ersten Quartals trägt JST einen
Umsatz in Höhe von 1.213 TEUR und ein operatives
Ergebnis (EBIT) in Höhe von -1.774 TEUR bei.
Die ertragswirksamen Aufwendungen aus der
Erstkonsolidierung von JST belasten das operative Ergebnis
in Höhe von 2.271 TEUR. Die Anschaffungsnebenkosten
des Erwerbs wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung
erfasst.
Mit Vertrag vom 19. März 2021 hat die INDUS Holding
AG 70 % der Geschäftsanteile an der WIRUS Fenster GmbH
& Co. KG, Rietberg-Mastholte (Kreis Gütersloh),
erworben. Das Produktangebot von WIRUS umfasst Fenster aus
Kunststoff und Aluminium, Schiebe-, Haus- und
Nebeneingangstüren sowie Sicht- und
Sonnenschutzsysteme.
Der Vollzug der Transaktion wird am 18. Mai erfolgen.
Die Kaufpreisallokation und Erstkonsolidierung wird im
zweiten Quartal vorgenommen und mit dem Halbjahresbericht
2021 veröffentlicht.
| in TEUR | Q1 2021 | Q1 2020 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren | -167.265 | -164.737 |
| Bezogene Leistungen | -22.268 | -25.126 |
| Summe | -189.533 | -189.863 |
| in TEUR | Q1 2021 | Q1 2020 |
| Löhne und Gehälter | -108.101 | -112.751 |
| Soziale Abgaben | -19.066 | -19.351 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | -1.146 | -1.234 |
| Summe | -128.313 | -133.336 |
| in TEUR | Q1 2021 | Q1 2020 |
| Vertriebsaufwendungen | -18.981 | -21.007 |
| Betriebsaufwendungen | -16.221 | -16.751 |
| Verwaltungsaufwendungen | -12.208 | -12.747 |
| Übrige Aufwendungen | -3.921 | -3.306 |
| Summe | -51.331 | -53.811 |
| in TEUR | Q1 2021 | Q1 2020 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 25 | 93 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -4.224 | -4.063 |
| Zinsergebnis | -4.199 | -3.970 |
| Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen | 115 | 147 |
| Marktwerte Zinsswaps | 0 | 0 |
| Minderheitsanteile | -1.150 | 1.261 |
| Erträge aus Finanzanlagen | 6 | 1 |
| Übriges Finanzergebnis | -1.144 | 1.262 |
| Summe | -5.228 | -2.561 |
Die Position "Minderheitsanteile" beinhaltet die
Ergebnisauswirkung aus der Folgebewertung der bedingten
Kaufpreisverbindlichkeiten (Call-/Put- Optionen) in
Höhe von -71 TEUR (Vorjahr: Ertrag in Höhe von
683 TEUR) sowie die Nachsteuerergebnisse, die
Konzernfremden aus Anteilen von Personengesellschaften
sowie Kapitalgesellschaften mit Call-/Put-Optionen
zustehen.
Der Ertragsteueraufwand wird im Zwischenabschluss auf
Basis der Prämissen der jeweils aktuellen
Steuerplanung errechnet.
| in TEUR | Q1 2021 | Q1 2020 |
| Ergebnis der INDUS-Aktionäre | 12.111 | 8.437 |
| Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Tsd. Stück) | 24.614 | 24.451 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | 0,49 | 0,35 |
| in TEUR | 31.3.2021 | 31.12.2020 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 133.424 | 120.836 |
| In Arbeit befindliche Erzeugnisse | 85.901 | 80.319 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 118.746 | 111.011 |
| Geleistete Anzahlungen | 26.965 | 20.297 |
| Summe | 365.036 | 332.463 |
| in TEUR | 31.3.2021 | 31.12.2020 |
| Forderungen an Kunden | 183.790 | 149.081 |
| Vertragsforderungen | 17.466 | 10.699 |
| Forderungen an
assoziierte
Unternehmen |
2.097 | 2.163 |
| Summe | 203.353 | 161.943 |
| in TEUR | 31.3.2021 | Kurzfristig | Langfristig | 31.12.2020 | Kurzfristig | Langfristig |
| Verbindlichkeiten
gegenüber
Kreditinstituten |
385.247 | 110.656 | 274.591 | 340.405 | 100.294 | 240.111 |
| Verbindlichkeiten aus Leasing | 87.005 | 17.025 | 69.980 | 86.120 | 16.465 | 69.655 |
| Schuldscheindarlehen | 279.864 | 43.082 | 236.782 | 287.089 | 43.082 | 244.007 |
| Summe | 752.116 | 170.763 | 581.353 | 713.614 | 159.841 | 553.773 |
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten mit 19.061
TEUR (31. Dezember 2020: 18.990 TEUR) bedingte
Kaufpreisverbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden
Zeitwert, soweit die Minderheitsgesellschafter durch
Kündigung des Gesellschaftsvertrags oder aufgrund von
Optionsvereinbarungen ihre Anteile INDUS andienen
können.
| (in TEUR) | ||||||
| Bau/
Infrastruktur |
Fahrzeugtechnik | Maschinen-
und Anlagenbau |
Medizin-
und Gesundheitstechnik |
Metalltechnik | Summe
Segmente |
|
| Q1 2021 | ||||||
| Umsatzerlöse mit
externen
Dritten |
95.965 | 69.866 | 92.639 | 35.632 | 106.600 | 400.702 |
| Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften | 10.022 | 23.157 | 15.731 | 4.589 | 15.552 | 69.051 |
| Umsatzerlöse | 105.987 | 93.023 | 108.370 | 40.221 | 122.152 | 469.753 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 14.808 | -9.738 | 8.930 | 3.116 | 10.149 | 27.265 |
| Ergebnis aus Equity-Bewertung | -173 | -48 | 336 | 0 | 0 | 115 |
| Abschreibungen | -4.083 | -6.582 | -5.329 | -2.670 | -3.802 | -22.466 |
| Segment-EBITDA | 18.891 | -3.156 | 14.259 | 5.786 | 13.951 | 49.731 |
| Investitionen | 3.385 | 5.961 | 27.484 | 807 | 662 | 38.299 |
| davon Unternehmenserwerbe | 0 | 0 | 26.406 | 0 | 0 | 26.406 |
| Q1 2020 | ||||||
| Umsatzerlöse mit
externen
Dritten |
93.456 | 78.931 | 84.274 | 38.715 | 106.065 | 401.441 |
| Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften | 8.785 | 19.758 | 14.517 | 4.020 | 13.935 | 61.015 |
| Umsatzerlöse | 102.241 | 98.689 | 98.791 | 42.735 | 120.000 | 462.456 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 15.521 | -12.020 | 2.593 | 3.148 | 8.951 | 18.193 |
| Ergebnis aus Equity-Bewertung | -213 | 0 | 360 | 0 | 0 | 147 |
| Abschreibungen | -3.864 | -7.000 | -5.068 | -2.477 | -4.669 | -23.078 |
| Segment-EBITDA | 19.385 | -5.020 | 7.661 | 5.625 | 13.620 | 41.271 |
| Investitionen | 4.099 | 562 | 606 | 906 | 1.788 | 7.961 |
| (in TEUR) | ||
| Überleitung | Konzernabschluss | |
| Q1 2021 | ||
| Umsatzerlöse mit
externen
Dritten |
-277 | 400.425 |
| Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften | -69.051 | 0 |
| Umsatzerlöse | -69.328 | 400.425 |
| Segmentergebnis (EBIT) | -2.235 | 25.030 |
| Ergebnis aus Equity-Bewertung | 0 | 115 |
| Abschreibungen | -232 | -22.698 |
| Segment-EBITDA | -2.003 | 47.728 |
| Investitionen | 44 | 38.343 |
| davon Unternehmenserwerbe | 0 | 26.406 |
| Q1 2020 | ||
| Umsatzerlöse mit
externen
Dritten |
-199 | 401.242 |
| Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften | -61.015 | 0 |
| Umsatzerlöse | -61.214 | 401.242 |
| Segmentergebnis (EBIT) | -2.152 | 16.041 |
| Ergebnis aus Equity-Bewertung | 0 | 147 |
| Abschreibungen | -223 | -23.301 |
| Segment-EBITDA | -1.929 | 39.342 |
| Investitionen | -113 | 7.848 |
Die folgende Tabelle leitet die Summe der operativen
Ergebnisse der Segmentberichterstattung über zum
Ergebnis vor Steuern der Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung:
| (in TEUR) | ||
| Q1 2021 | Q1 2020 | |
| Segmentergebnis (EBIT) | 27.265 | 18.193 |
| Nicht zugeordnete Bereiche inkl. AG | -2.090 | -1.836 |
| Konsolidierungen | -145 | -316 |
| Finanzergebnis | -5.228 | -2.561 |
| Ergebnis vor Steuern | 19.802 | 13.480 |
Die Gliederung der Segmente entspricht unverändert
dem aktuellen Stand der internen Berichterstattung. Die
Informationen beziehen sich auf die fortgeführten
Aktivitäten. Die Zuordnung der Gesellschaften zu den
Segmenten wird durch deren Absatzmärkte bestimmt, wenn
der ganz überwiegende Sortimentsanteil in dem
Marktumfeld abgesetzt wird (Fahrzeugtechnik, Medizin- und
Gesundheitstechnik). Sonst wird auf gemeinsame Merkmale der
Produktionsstruktur abgestellt (Bau/Infrastruktur,
Maschinen- und Anlagenbau, Metalltechnik).
Die Überleitungen enthalten die Werte der Holding,
nicht operativer Einheiten ohne Segmentzuordnung sowie die
Konsolidierungen. Hinsichtlich der den Segmentumsätzen
zugrunde liegenden Produkte und Dienstleistungen verweisen
wir auf die entsprechenden Ausführungen im
Lagebericht.
Die zentrale Steuerungsgröße der Segmente ist
das operative Ergebnis (EBIT), entsprechend der Definition
im Konzernabschluss. Die Segmentinformationen sind in
Übereinstimmung mit den Ausweis- und
Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung des
Konzernabschlusses angewandt wurden, ermittelt. Die
Verrechnungspreise zwischen den Segmenten beruhen auf
Marktpreisen, soweit diese verlässlich bestimmbar
sind, und werden im Übrigen auf Basis der
Kostenzuschlagsmethode ermittelt.
Die Regionalisierung des Umsatzes bezieht sich auf die
Absatzmärkte. Aufgrund der vielfältigen
Auslandsaktivitäten ist eine weitere Aufgliederung
nach Ländern nicht sinnvoll, da außerhalb von
Deutschland kein Land 10 % des Konzernumsatzes erreicht.
Die langfristigen Vermögenswerte, abzüglich
latenter Steuern und Finanzinstrumente, beziehen sich auf
den Sitz der Gesellschaften. Eine weitere Differenzierung
ist ebenfalls nicht sinnvoll, da sich der Sitz der
Gesellschaften überwiegend in Deutschland befindet.
Aufgrund der Diversifikationspolitik von INDUS
existieren weder einzelne Produkt- oder
Dienstleistungsgruppen noch einzelne Kunden, die einen
Anteil von größer als 10 % am Umsatz erreichen.
| in TEUR | Konzern | Inland | EU | Drittland |
| 1. Quartal 2021 | ||||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 400.425 | 198.507 | 85.661 | 116.257 |
| 31.3.2021 | ||||
| Langfristige Vermögenswerte abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente | 1.000.342 | 848.392 | 57.452 | 94.498 |
| 1. Quartal 2020 | ||||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 401.242 | 209.226 | 87.451 | 104.565 |
| 31.12.2020 | ||||
| Langfristige Vermögenswerte abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente | 978.713 | 830.743 | 57.378 | 90.592 |
Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte der
Finanzinstrumente dar. Der beizulegende Zeitwert eines
Finanzinstruments ist der Preis, der in einem geordneten
Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am
Bemessungsstichtag für den Verkauf eines
Vermögenswerts eingenommen bzw. für die
Übertragung einer Schuld gezahlt würde.
| (in TEUR) | |||||
| Bilanzansatz | Nicht
im Anwendungsbereich IFRS 9 |
Finanzinstrumente
IFRS 9 |
Davon
zum beizulegenden Zeitwert bewertet |
Davon
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
|
| 31.3.2021 | |||||
| Finanzanlagen | 7.252 | 0 | 7.252 | 2.514 | 4.738 |
| Liquide Mittel | 257.271 | 0 | 257.271 | 0 | 257.271 |
| Forderungen | 203.353 | 17.466 | 185.887 | 0 | 185.887 |
| Sonstige Vermögenswerte | 25.326 | 14.596 | 10.730 | 0 | 10.730 |
| Finanzinstrumente: Aktiva | 493.202 | 32.062 | 461.140 | 2.514 | 458.626 |
| Finanzschulden | 752.116 | 0 | 752.116 | 0 | 752.116 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 75.954 | 0 | 75.954 | 0 | 75.954 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 106.276 | 54.655 | 51.621 | 24.488 | 27.133 |
| Finanzinstrumente: Passiva | 934.346 | 54.655 | 879.691 | 24.488 | 855.203 |
| 31.12.2020 | |||||
| Finanzanlagen | 7.130 | 0 | 7.130 | 2.509 | 4.621 |
| Liquide Mittel | 194.701 | 0 | 194.701 | 0 | 194.701 |
| Forderungen | 161.943 | 10.699 | 151.244 | 0 | 151.244 |
| Sonstige Vermögenswerte | 24.317 | 12.914 | 11.403 | 145 | 11.258 |
| Finanzinstrumente: Aktiva | 388.091 | 23.613 | 364.478 | 2.654 | 361.824 |
| Finanzschulden | 713.614 | 0 | 713.614 | 0 | 713.614 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 48.926 | 0 | 48.926 | 0 | 48.926 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 114.314 | 52.090 | 62.224 | 23.269 | 38.955 |
| Finanzinstrumente: Passiva | 876.854 | 52.090 | 824.764 | 23.269 | 801.495 |
| (in TEUR) | ||
| 31.3.2021 | 31.12.2020 | |
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 0 | 145 |
| Finanzielle Vermögenswerte zu Anschaffungskosten bewertet | 458.626 | 361.824 |
| Finanzielle Vermögenswerte, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 2.514 | 2.509 |
| Finanzinstrumente: Aktiva | 461.140 | 364.478 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 19.998 | 18.990 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu Anschaffungskosten bewertet | 855.203 | 801.495 |
| Derivate mit Sicherungsbeziehung, Hedge Accounting | 4.490 | 4.279 |
| Finanzinstrumente: Passiva | 879.691 | 824.764 |
Der Vorstand der INDUS Holding AG hat den vorliegenden
IFRS-Zwischenabschluss am 11. Mai 2021 zur
Veröffentlichung freigegeben.
Bergisch Gladbach, den 11. Mai 2021
Der Vorstand
| Dr. Johannes Schmid | Dr. Jörn Großmann |
| Axel Meyer | Rudolf Weichert |
Nina Wolf
Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 (0)2204/40 00-73
E-Mail: presse@indus.de
Dafne Sanac
Investor Relations
Telefon: +49 (0)2204/40 00-32
E-Mail: investor.relations@indus.de
INDUS HOLDING AG
Kölner Straße 32
51429 Bergisch Gladbach
Postfach 10 03 53
51403 Bergisch Gladbach
Telefon: +49(0)2204/40 00-0
Telefax: +49 (0)2204/40 00-20
E-Mail: indus@indus.de www.indus.de
| Datum | Event |
| 26. Mai 2021 | Hauptversammlung 2021 |
| 11. August 2021 | Veröffentlichung des Zwischenberichts zum ersten Halbjahr 2021 |
| 11. November 2021 | Veröffentlichung des Zwischenberichts zu den ersten neun Monaten 2021 |
VERANTWORTLICHES VORSTANDSMITGLIED
Dr.-Ing. Johannes Schmidt
DATUM DER VERÖFFENTLICHUNG
12. Mai 2021
HERAUSGEBER
INDUS Holding AG, Bergisch Gladbach
KONZEPT/GESTALTUNG
Berichtsmanufaktur GmbH, Hamburg
FOTOS
Catrin Moritz, INDUS-Gruppe
DRUCK
Gutenberg Beuys Feindruckerei GmbH, Langenhagen
Dieser Zwischenbericht ist auch in englischer Sprache
erhältlich. Im Zweifelsfall ist die deutsche Version
maßgeblich.
Dieser Zwischenbericht enthält in die Zukunft
gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen
des Vorstands der INDUS Holding AG beruhen. Auch wenn der
Vorstand der Ansicht ist, dass diese Annahmen und
Schätzungen zutreffend sind, unterliegen sie gewissen
Risiken und Unsicherheiten. Die künftigen
tatsächlichen Ergebnisse können aufgrund
vielfältiger Faktoren erheblich von diesen Annahmen
und Schätzungen abweichen. Zu diesen Faktoren
gehören unter anderem Veränderungen der
gesamtwirtschaftlichen Lage, der Geschäfts-,
Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, der Wechselkurse und
Zinssätze sowie der Gesetzeslage. Die INDUS Holding AG
übernimmt keinerlei Gewährleistung und Haftung
dafür, dass die künftige Entwicklung und die
künftigen tatsächlichen Ergebnisse mit den in
diesem Geschäftsbericht geäußerten Annahmen
und Schätzungen übereinstimmen. Die in diesem
Bericht getroffenen Annahmen und Schätzungen werden
nicht aktualisiert.