INDUS Holding AGBergisch GladbachZwischenbericht Q3 2021Zwischenbericht Q3 2021Highlightsscrollen
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INDUS steigert Umsatz auch in rauerem Marktumfeldscrollen
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KURSENTWICKLUNG DER INDUS-AKTIE JANUAR BIS OKTOBER 2021 EXKL. DIVIDENDE (in %)
Brief an die AktionäreSehr geehrte Damen und Herren,in den ersten neun Monaten 2021 stieg der Umsatz der
INDUS-Beteiligungen auf rund 1,3 Mrd. EUR. Das sind 11,4 %
mehr als im Vorjahreszeitraum. Vor Wertminderungen
erwirtschaftete die Gruppe ein operatives Ergebnis (EBIT)
von rund 87 Mio. EUR. Die EBIT-Marge vor Wertminderungen
liegt bei 6,7 %.
Auch im dritten Quartal 2021 hat sich damit die positive
Entwicklung in der INDUS - Gruppe trotz eines zunehmend
komplexen Marktumfelds insgesamt fortgesetzt. Denn die
Situation auf den Beschaffungsmärkten hat sich
verschärft: Das betrifft die Verfügbarkeit von
Material, aber auch steigende Materialpreise. Hinzu kommen
stark zunehmende Energie- und Frachtkosten.
Alle Segmente unseres Portfolios haben ihren Umsatz
gesteigert. Insbesondere die Beteiligungen im Segment
Maschinen- und Anlagenbau (+19,7 %) und im Segment Bau
(+14,3 %) bauten ihre Geschäftstätigkeit aus.
Während im Segment Bau/Infrastruktur und Metalltechnik
die stark steigenden Materialkosten die EBIT-Margen
dämpften, ist die gute Entwicklung im Maschinen- und
Anlagenbau besonders erfreulich. Hier erreichte die
EBIT-Marge nach neun Monaten 11,5 %. Damit findet das
Segment sukzessive zu seiner alten Stärke zurück.
Das Segment Medizintechnik setzt die verhalten positive
Entwicklung fort.
Das Marktumfeld für die
Fahrzeugtechnik-Unternehmen, die die Serienfertigung
beliefern oder in der Entwicklung für die
Pkw-Industrie tätig sind, hat sich im abgelaufenen
Quartal weiter eingetrübt. Aufgrund des Chipmangels
ist der Pkw-Absatz unerwartet stark eingebrochen. Zum Teil
steht die Produktion bei den Herstellern still; das hat
deutliche Auswirkungen auf die Serienzulieferer. Durch den
Chipmangel ist darüber hinaus die Auslieferung von
Messtechnik-Produkten bei einem Segmentunternehmen deutlich
gestört. Hinzu kommen die erneut rigiden
Sparmaßnahmen der Pkw-Hersteller, die die Unternehmen
in der Entwicklung und dem Prototypenbau zu spüren
bekommen. Wegen veränderter Zukunftsaussichten haben
wir infolgedessen im Rahmen des planmäßigen
Werthaltigkeitstests bei einer Beteiligung des Segments
Fahrzeugtechnik Wertminderungen in Höhe von 5,7 Mio.
EUR vorgenommen.
Für einen Serienzulieferer - unser
Portfoliounternehmen WIESAUPLAST - befinden wir uns in weit
fortgeschrittenen Verkaufsverhandlungen mit einem
strategischen Investor. Ein Abschluss der Verhandlungen
innerhalb der nächsten Zeit ist sehr wahrscheinlich.
Deshalb wurde das Unternehmen in den Bilanzposten " Zur
Veräußerung gehaltene Vermögenswerte"
umgegliedert; im Zuge der erforderlichen Neubewertung von
Vermögenswerten und Schulden haben wir Wertminderungen
in Höhe von 2,5 Mio. EUR realisiert.
Nach Buchung der Wertminderungen liegt das operative
Ergebnis (EBIT) der INDUS-Gruppe bei rund 79 Mio. EUR. Die
EBIT-Marge beträgt 6,1 %.
Durch die sich wieder belebende
Geschäftstätigkeit, die gezielte Bevorratung
schwierig zu beschaffender Materialien, aber auch
höhere Materialpreise stieg das Working Capital in der
Gruppe erwartungsgemäß an. Mit einer
Liquidität von rund 161 Mio. EUR ist die Gruppe
komfortabel ausgestattet. Das gibt uns Spielraum für
geplante M&A-Aktivitäten. Nach den beiden
Akquisitionen JST und WIRUS und dem Zukauf von FLACO sind
wir derzeit in aussichtsreichen Gesprächen für
weitere Akquisitionen in den von uns definierten
Zukunftsbranchen.
Beim Blick auf das Jahresende 2021 und den Jahresbeginn
2022 bleiben erhebliche Unsicherheiten - insbesondere im
Bereich der Materialverfügbarkeit und der
Materialpreisentwicklung. Das Segment Fahrzeugtechnik wird
auch im vierten Quartal durch ausbleibende Abrufe der
Automobilindustrie belastet werden. Es bleibt zu hoffen,
dass 2022 möglichst bald ausreichend Chips zur
Verfügung stehen, damit die Pkw-Produktion wieder
anspringen kann. Für die anderen vier Segmente
erwarten wir bis zum Jahresende eine weiter stabile
Umsatzentwicklung. Unsere Umsatzprognose für die
INDUS-Gruppe für das Gesamtjahr 2021 belassen wir
unverändert bei 1,6 bis 1,75 Mrd. EUR. Aufgrund der
sich nun verstärkenden Unsicherheiten im Marktumfeld
Fahrzeugtechnik passen wir unsere Prognose für das
operative Ergebnis (EBIT) an: Wir erwarten in diesem
Übergangsjahr nun ein EBIT von 95 bis 110 Mio. EUR.
Bei der Umsetzung unserer Strategie PARKOUR geht es
voran: Nach der erfolgreichen Umsetzung von ZWISCHEN -SPURT
im vergangenen Jahr werden wir mit dem Verkauf der
WIESAUPLAST-Gruppe erneut einen wichtigen Schritt gehen und
die Abhängigkeit von der Serienzulieferung für
die Automobilindustrie in unserem Portfolio weiter
reduzieren. Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen
Entwicklungen in Wirtschaft und Gesellschaft erfordern von
uns im Vorstand natürlich auch eine permanente
Auseinandersetzung mit Zukunftschancen: So
beschäftigen wir uns aktuell intensiv mit den weiteren
Schritten zur Umsetzung unserer Strategie PARKOUR.
Darüber werden wir Sie dann zu gegebener Zeit
ausführlich informieren.
Mit besten Grüßen
Bergisch Gladbach, im November 2021
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ZwischenlageberichtGeschäftsverlauf der INDUS-Gruppe in den ersten neun Monaten 2021KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (in Mio. EUR)scrollen
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Die ersten neun Monate 2021 sind insgesamt positiv
für die INDUS-Gruppe verlaufen. Die Belastungen durch
die Corona-Pandemie sind im Vergleich zum Vorjahr
rückläufig.
Die Segmente Bau/Infrastruktur, Maschinen- und
Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie
Metalltechnik konnten ihre Umsätze und operativen
Ergebnisse (EBIT) gegenüber dem
Vorjahresvergleichszeitraum zum Teil deutlich steigern. Das
Segment Fahrzeugtechnik ist -trotz einer deutlichen Umsatz-
und Ergebnisverbesserung gegenüber Vorjahr - durch die
Restrukturierungen der beiden Serienzulieferer sowie
zusätzlich durch die steigenden Material- und
Logistikkosten, die Materialverfügbarkeiten
(Chipmangel) und die gesunkenen Abrufe der OEMs stark
beeinträchtigt.
Das im Vorjahr durchgeführte Maßnahmenpaket
ZWISCHENSPURT wirkte sich positiv auf das operative
Ergebnis (EBIT) des laufenden Jahres aus. Durch die
Stilllegung von BACHER und der Kunststoffgalvanik von SIMON
sowie durch den Verkauf des SIMON-Geschäftsfelds
Kinetics und der Beteiligungen KIEBACK und FICHTHORN
konnten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutliche
Verbesserungen erzielt werden.
Umsatzanstieg um 11,4 %Im Zeitraum von Januar bis September 2021 konnten die
INDUS-Beteiligungen einen Umsatz in Höhe von 1.296,4
Mio. EUR erzielen. Damit wurde insgesamt ein Umsatzanstieg
um 11,4 % (132,3 Mio. EUR) erreicht. Das anorganische
Wachstum aus den Neuerwerben JST, WIRUS und FLACO betrug
3,2 %. Durch das Maßnahmenpaket ZWISCHENSPURT hat die
INDUS-Gruppe gleichzeitig 2,1 % Umsatz abgegeben.
Die Umsatzerlöse in den ersten neun Monaten sind im
Segment Maschinen- und Anlagenbau mit 19,7 % im Vergleich
zum Vorjahr am stärksten gewachsen. Aber auch die
anderen Segmente konnten deutlich mehr Umsatz als im
Vorjahr aufweisen.
Die Gesamtleistung lag mit 1.334,2 Mio. EUR um 13,7 %
(160,6 Mio. EUR) über dem Vorjahresvergleichswert in
Höhe von 1.173,6 Mio. EUR. Der Materialaufwand stieg
überproportional zum Umsatz um 16,4 % (86,9 Mio. EUR)
auf 616,8 Mio. EUR (Vorjahr: 529,9 Mio. EUR). Die
Materialaufwandsquote liegt mit 47,6 % über dem
Vorjahresniveau (45,5 %). Der Personalaufwand stieg
unterproportional um lediglich 4,5 % auf 394,4 Mio. EUR
(Vorjahr: 377,4 Mio. EUR). Die Personalaufwandsquote sank
um 2,0 Prozentpunkte von 32,4 % auf 30,4 %.
Der sonstige betriebliche Aufwand in Höhe von 165,9
Mio. EUR (Vorjahr: 151,9 Mio. EUR) war im Berichtszeitraum
um 9,2 % (14,0 Mio. EUR) höher als im
Vorjahresvergleichszeitraum. Dies ist in Relation etwas
niedriger als das Umsatzwachstum (11,4 %). Die Entwicklung
reflektiert im Wesentlichen die angestiegenen Aufwendungen
für Ausgangsfrachten, Verpackungen, Messen und
Reisetätigkeiten. Dies ist einerseits auf
Preissteigerungen und andererseits auf die wieder deutlich
angestiegene Geschäftstätigkeit
zurückzuführen. Das EBITDA in Höhe von 157,1
Mio. EUR liegt um 42,7 Mio. EUR über dem
Vorjahresvergleichswert (Vorjahr: 114,4 Mio. EUR).
Die Abschreibungen verringerten sich um 31,6 Mio. EUR
auf insgesamt 78,5 Mio. EUR (Vorjahr: 110,1 Mio. EUR).
Darin sind planmäßige Abschreibungen in
Höhe von 70,3 Mio. EUR (Vorjahr 69,3 Mio. EUR) und
Wertminderungen in Höhe von 8,2 Mio. EUR (Vorjahr:
40,8 Mio. EUR) enthalten. Die Wertminderungen betreffen das
Segment Fahrzeugtechnik (Vorjahr: 33,8 Mio. EUR
Fahrzeugtechnik, 2,3 Mio. EUR Maschinen- und Anlagenbau und
4,7 Mio. EUR Metalltechnik).
Operatives Ergebnis um 74,3 Mio. EUR höher als im VorjahrDas operative Ergebnis (EBIT) betrug 78,6 Mio. EUR und
lag damit um 74,3 Mio. EUR über dem Vorjahreswert (4,3
Mio. EUR). Die EBIT-Marge stieg auf 6,1 % (Vorjahr: 0,4 %).
Ursachen für den starken Anstieg des operativen
Ergebnisses (EBIT) und der EBIT-Marge sind die
Corona-Pandemie, welche den Vorjahresvergleichszeitraum
erheblich belastete, die generell gestiegene
Geschäftstätigkeit bei den Beteiligungen und die
positiven Auswirkungen des Maßnahmenpakets
ZWISCHENSPURT.
Das operative Ergebnis vor Wertminderungen betrug in den
ersten neun Monaten 86,8 Mio. EUR (Vorjahr: 45,1 Mio. EUR).
Die EBIT-Marge vor Wertminderungen konnte von 3,9 % im
Vorjahrszeitraum auf 6,7 % im Berichtszeitraum gesteigert
werden.
Das Finanzergebnis verringerte sich um 4,4 Mio. EUR auf
-15,0 Mio. EUR. Hintergründe sind insbesondere
höhere Aufwendungen bei der Bewertung der
Minderheitsanteile. Im Finanzergebnis sind das
Zinsergebnis, das Ergebnis aus at-Equity-bewerteten
Anteilen und das übrige Finanzergebnis enthalten.
Innerhalb des übrigen Finanzergebnisses sind die
Bewertungen der Zinsswaps und der Minderheitsanteile
ausgewiesen.
Das Ergebnis vor Steuern (EBT) betrug 63,6 Mio. EUR und
lag damit um 69,9 Mio. EUR oberhalb des
Vorjahresvergleichswerts (-6,3 Mio. EUR). Der Steueraufwand
reduzierte sich um 3,0 Mio. EUR auf 24,2 Mio. EUR (Vorjahr:
27,2 Mio. EUR). Vor dem Abzug der Anteile nicht
beherrschender Gesellschafter ergab sich ein um 72,9 Mio.
EUR gestiegenes Ergebnis nach Steuern in Höhe von 39,4
Mio. EUR (Vorjahr: -33,5 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie
betrug 1,48 EUR nach -1,40 EUR im Vorjahr.
Im Durchschnitt der ersten neun Monate 2021 wurden in
den Unternehmen der INDUS-Gruppe 10.828 Mitarbeiter
(Vorjahr: 10.693 Mitarbeiter) beschäftigt.
Erwerb JSTINDUS hat zum 4. Januar 2021 den Erwerb der JST Jungmann
Systemtechnik GmbH & Co. KG wirtschaftlich vollzogen.
Die Unterzeichnung des Kaufvertrags war bereits am 17.
November 2020 erfolgt. JST mit Firmensitz in Buxtehude ist
ein mittelständischer Anbieter von integrierten
Kontrollraumlösungen und wird dem Segment Maschinen-
und Anlagenbau zugeordnet. JST bietet umfassendes Know-how
im Zusammenhang mit der Konzeptionierung und dem Aufbau von
Kontrollräumen. Darüber hinaus bietet JST ihren
Kunden auch die Wartung an.
Die Erstkonsolidierung erfolgte zum 1. Januar 2021.
Erwerb WIRUSMit Vertrag vom 19. März 2021 hat die INDUS Holding
AG 70 % der Geschäftsanteile an der WIRUS Fenster GmbH
& Co. KG, Rietberg-Mastholte (Kreis Gütersloh),
erworben. Das Produktangebot von WIRUS umfasst Fenster aus
Kunststoff und Aluminium, Schiebe-, Haus- und
Nebeneingangstüren sowie Sicht- und
Sonnenschutzsysteme. WIRUS verfügt über einen
überdurchschnittlich hohen Digitalisierungsgrad in
Vertrieb, Produktion und Logistik sowie ein starkes
Wachstum. Der Geschäftsführer und bisherige
Hauptgesellschafter steht dem Unternehmen weiter als
geschäftsführender Mitgesellschafter zur
Verfügung.
Die Erstkonsolidierung erfolgte zum 1. Mai 2021.
Erwerb FLACOMit Vertrag und Wirkung vom 1. Juli 2021 hat die
HORNGROUP Holding GmbH & Co. KG 80 % der Anteile an der
FLACO Geräte GmbH, Gütersloh, übernommen.
FLACO produziert mit rund 65 Mitarbeitern Produkte und
Systeme für das Fluidmanagement in Werkstätten,
Tankstellen und Industriebetrieben. Das
mittelständische Unternehmen erwirtschaftet
jährlich einen Umsatz von rund 12 Mio. EUR. Der
Geschäftsführer und bisherige Hauptgesellschafter
steht dem Unternehmen weiter als
geschäftsführender Mitgesellschafter zur
Verfügung.
Wahrscheinliche Veräußerung von WIESAUPLAST an strategischen InvestorDer Vorstand der INDUS Holding AG ist mit einem
strategischen Investor in weit fortgeschrittenen
Verhandlungen über den Verkauf der WIESAUPLAST GmbH
& Co. KG und deren Tochtergesellschaften aus dem
Segment Fahrzeugtechnik. Zum 30. September 2021 wird der
Verkauf zwar nicht als sicher, aber innerhalb der
nächsten Zeit als sehr wahrscheinlich angesehen.
WIESAUPLAST fertigt in Deutschland und Mexiko
hochpräzise technische Kunststoffteile für die
Automobiltechnik, vornehmlich sicherheitskritische
Komponenten u. a. für hydraulische Bremssysteme.
WIESAUPLAST gehört seit 1997 zur INDUS-Gruppe.
KapitalerhöhungDie INDUS Holding AG hat am 25. März 2021 eine
Kapitalerhöhung in Höhe von knapp 10 % des
Grundkapitals platziert. Die 2.445.050 neuen Aktien wurden
im Rahmen eines beschleunigten Platzierungsverfahrens
(Accelerated Bookbuilding) bei institutionellen Anlegern
platziert. Der Platzierungspreis wurde auf 34,90 EUR
festgelegt. Der Bruttoemissionserlös aus der
Kapitalerhöhung beläuft sich auf 85,3 Mio. EUR
vor Provision und Kosten. Die neuen Aktien sind ab dem 1.
Januar 2020 gewinnberechtigt. Sie wurden bei langfristig
orientierten institutionellen Investoren,
einschließlich deutschen Family Offices, platziert.
Das gezeichnete Kapital ist von 63,6 Mio. EUR um 6,3
Mio. EUR auf 69,9 Mio EUR gestiegen. Das Agio der
Kapitalerhöhung wurde in die Kapitalrücklage
eingestellt.
Transaktionen von Anteilen nicht beherrschender GesellschafterIm zweiten Quartal 2021 wurden ein wechselseitiger
Optionsvertrag für den Erwerb des 20 %igen
Minderheitsanteils an der WEIGAND Bau GmbH geschlossen.
Weiterhin wurden 23,2 % Minderheitsanteile an einer
Enkelgesellschaft erworben.
SegmentberichtDie INDUS Holding AG gliedert ihr Beteiligungsportfolio
in fünf Segmente: Bau/Infrastruktur, Fahrzeugtechnik,
Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik
sowie Metalltechnik. Zum 30. September 2021 umfasste das
Beteiligungsportfolio 47 operative Einheiten.
Bau/InfrastrukturWachstum von Umsatz und EBITDas Segment Bau/Infrastruktur erwirtschaftet weiterhin
Ergebnisse auf einem sehr hohen Niveau und erzielt seit
Jahren ein Wachstum. In diesem Geschäftsjahr war der
Erwerb von 70 % der Anteile an der WIRUS Fenster GmbH &
Co. KG (WIRUS) in Rietberg-Mastholte (Kreis Gütersloh)
die wichtigste Veränderung im Segment. WIRUS
produziert Fenster aus Kunststoff und Aluminium, Schiebe-,
Haus- und Nebeneingangstüren sowie Sicht- und
Sonnenschutzsysteme. Mit dem Erwerb von WIRUS konnte INDUS
einen Hidden Champion mit hohem Digitalisierungsgrad und
starkem Wachstum für das Beteiligungsportfolio
gewinnen und damit das Segment Bau/Infrastruktur weiter
stärken.
Der Umsatz im Segment Bau/Infrastruktur konnte
gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 42,4 Mio. EUR (14,3
%) auf 338,0 Mio. EUR gesteigert werden. Das Umsatzwachstum
entfällt auf anorganisches Wachstum von 9,4 % durch
den Erwerb von WIRUS sowie auf organisches Wachstum in
Höhe von 4,9 %, zu dem die Mehrzahl der Beteiligungen
des Segments beitragen konnten.
Das operative Ergebnis (EBIT) betrug 54,2 Mio. EUR und
lag damit um 1,1 Mio. EUR bzw. 2,1 % über dem Vorjahr
(Vorjahr: 53,1 Mio. EUR). Die EBIT-Marge erreichte mit 16,0
% abermals einen sehr hohen Wert und liegt oberhalb der
Ziel-EBIT-Marge von 15 %, aber unter dem
außergewöhnlich hohen Vorjahreswert von 18,0 %.
Insgesamt bewegt sich das Segment Bau/Infrastruktur nach
den ersten neun Monaten weiter auf hohem Niveau und
innerhalb unserer Erwartungen. Im ersten Quartal verlief
das Wintergeschäft bei einigen Beteiligungen etwas
schleppend. Dagegen konnte im zweiten und dritten Quartal
eine deutliche Belebung verzeichnet werden. In der
separaten Betrachtung des dritten Quartals zeigt sich ein
operatives Ergebnis (EBIT) von 18,6 Mio. EUR im Vergleich
zu 16,9 Mio. EUR im Vorjahresvergleichszeitraum. Zur
Erhöhung von 1,7 Mio. EUR (10,1 %) tragen die
Neuakquisition WIRUS ebenso wie die bisherigen
Beteiligungen bei. Die Auftragseingänge sind weiterhin
sehr gut. Bislang ist es bei den Segmentunternehmen unter
anderem wegen gezielter Bevorratung von Rohstoffen nicht zu
bedeutenden Materialengpässen gekommen. Allerdings
sind die Gesellschaften seit mehren Monaten mit deutlich
steigenden Materialpreisen konfrontiert, die durch
Preiserhöhungen der Endprodukte kompensiert werden
müssen.
Für das Gesamtjahr gehen wir weiter von einem stark
steigenden Umsatz und einem leicht steigenden operativen
Ergebnis (EBIT) aus. Die EBIT-Marge wird innerhalb eines
Bandes von 13 bis 15 % liegen.
KENNZAHLEN BAU/INFRASTRUKTUR (in Mio. EUR)scrollen
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Die Investitionen im Segment betrafen sowohl
Sachinvestitionen als auch den Erwerb von WIRUS. Die
Sachinvestitionen betrugen 10,7 Mio. EUR und lagen damit
leicht unterhalb des Vorjahresvergleichswerts (11,4 Mio.
EUR).
FahrzeugtechnikWahrscheinliche Veräußerung von WIESAUPLASTDer Umsatz im Segment Fahrzeugtechnik ist in den ersten
drei Quartalen 2021 um 14,8 Mio. EUR bzw. 7,5 % auf 213,0
Mio. EUR (Vorjahr: 198,2 Mio. EUR) angestiegen. Der
Umsatzanstieg ist im Wesentlichen darauf
zurückzuführen, dass im
Vorjahresvergleichszeitraum die Gesellschaften dieses
Segments vom Corona-Lockdown besonders betroffen waren.
Zusätzlich wirken sich einige neue Serienanläufe
positiv auf den Umsatz aus. Damit konnten bislang folgende
Effekte, die negativ auf den Umsatz wirken,
überkompensiert werden: Zum einen ist bei den OEMs
beginnend im dritten Quartal ein deutlicher Rückgang
der Abrufe wegen des Chipmangels zu verzeichnen gewesen.
Des Weiteren enthalten die Vorjahreszahlen noch die
mittlerweile entkonsolidierten Gesellschaften KIEBACK und
FICHTHORN; diese wurden 2020 im Rahmen des
Maßnahmenpakets ZWISCHENSPURT verkauft. Die beiden im
Rahmen von Zwischenspurt veräußerten
Segmentunternehmen reduzieren den Umsatz im
Vorjahresvergleich um 4,4 %, sodass das Umsatzwachstum bei
den anderen Segmentunternehmen bei 11,9 % liegt.
Das operative Ergebnis (EBIT) vor Wertminderungen lag
mit -33,3 Mio. EUR um 7,8 Mio. EUR über dem
Vorjahreswert (-41,1 Mio. EUR). Die EBIT-Marge vor
Wertminderungen betrug -15,6 % nach -20,7 % im Vorjahr.
Wesentliche Ursachen für die EBIT-Verbesserung sind
zum einen der Corona-Effekt im Vorjahr und zum anderen das
Ausscheiden der zwei oben erwähnten Unternehmen aus
dem Konsolidierungskreis. Bei einer Beteiligung aus dem
Bereich Modellbau sind im Rahmen des planmäßigen
Wertminderungstests Wertminderungen in Höhe von 5,7
Mio. EUR vorgenommen worden.
Der Vorstand der INDUS Holding AG ist mit einem
strategischen Investor in weit fortgeschrittenen
Verhandlungen über den Verkauf der WIESAUPLAST GmbH
& Co. KG und deren Tochtergesellschaften aus dem
Segment Fahrzeugtechnik. Zum 30. September 2021 wird der
Verkauf zwar nicht als sicher, aber innerhalb der
nächsten Zeit als sehr wahrscheinlich angesehen. Im
Zusammenhang mit der voraussichtlichen
Veräußerung wurden die Vermögenswerte und
Schulden der WIESAUPLAST-Gesellschaften neu bewertet und in
die Bilanzposten "Zur Veräußerung gehaltene
Vermögenswerte" sowie "Schulden im Zusammenhang mit
zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten"
umgegliedert. Durch die Bewertung ergab sich eine
Wertminderung (gem. IFRS 5) in Höhe von 2,5 Mio. EUR.
Damit wurden insgesamt Wertminderungen in Höhe von
8,2 Mio. EUR (Vorjahr: 33,8 Mio. EUR) im Segment
Fahrzeugtechnik erfasst. Das operative Ergebnis (EBIT) lag
mit -41,5 Mio. EUR um 33,4 Mio EUR über dem Vorjahr
(-74,9 Mio. EUR).
KENNZAHLEN FAHRZEUGTECHNIK (in Mio. EUR)scrollen
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Zwei Beteiligungen aus dem Bereich der Serienzulieferer
befinden sich weiter im Restrukturierungsprozess und tragen
erneut hohe negative Ergebnisbeiträge bei. Der Aufbau
der neuen Low-Cost-Standorte ist weit fortgeschritten und
der Serienanlauf eines wichtigen Neuprojektes bei einer
Beteiligung hat begonnen. Bei beiden Beteiligungen wird
sich die Auslastung ab 2022 deutlich verbessern; das Jahr
2021 ist daher für beide Unternehmen ein Aufbau- und
Übergangsjahr.
Der gesamte Automobilsektor leidet derzeit unter dem
weltweiten Chipmangel und der allgemeinen
Materialknappheit. Dadurch ist auch die Auslieferung von
Messtechnikprodukten bei einem Segmentunternehmen deutlich
gestört. Wie lange diese Situation anhalten wird, ist
aktuell nicht absehbar. Das bedeutet auch für die
INDUS -Beteiligungen des Segments Fahrzeugtechnik hohe
Unsicherheit durch steigende Materialpreise und
gedämpften Absatz. Die Weitergabe der gestiegenen
Preise an die OEMs ist nur teilweise und mit zeitlichem
Verzug möglich.
Für das Gesamtjahr 2021 erwarten wir im Segment
Fahrzeugtechnik nun leicht steigende Umsätze und stark
steigende Ergebnisse im Vergleich zum Vorjahr. Das
operative Ergebnis (EBIT) wird aber - gerade im Hinblick
auf die laufenden Restrukturierungsprozesse und die
gestiegenen Materialpreise - deutlich negativ bleiben.
Die Investitionen in Höhe von 15,1 Mio. EUR im
Segment Fahrzeugtechnik (Vorjahr: 7,3 Mio. EUR) stehen zum
Großteil im Zusammenhang mit dem Aufbau der neuen
Produktionsstätten und dem Anlauf neuer Serien bei den
beiden Serienzulieferern.
Maschinen- und AnlagenbauHORN erwirbt FLACODie Unternehmen des Segments Maschinen- und Anlagenbau
erleben nach dem schwierigen Corona-Jahr 2020 aktuell ein
kräftiges Comeback. Zum Jahresanfang konnte
außerdem bereits der Erwerb der JST Jungmann
Systemtechnik GmbH & Co. KG als neues
Segmentunternehmen wirtschaftlich vollzogen werden. JST ist
ein mittelständischer Anbieter von integrierten
Kontrollraumlösungen und bietet umfassendes Know-how
in der Konzeptionierung, dem Aufbau und der Wartung von
Kontrollräumen. Zur Jahresmitte hat dann die HORNGROUP
Holding GmbH & Co. KG 80 % der Anteile an der FLACO
Geräte GmbH, Gütersloh, übernommen. FLACO
produziert mit rund 65 Mitarbeitern Produkte und Systeme
für das Fluidmanagement in Werkstätten,
Tankstellen und Industriebetrieben.
Der Segmentumsatz im Maschinen- und Anlagenbau betrug in
den ersten neun Monaten 2021 311,9 Mio. EUR und
verzeichnete ein deutliches Plus in Höhe von 51,4 Mio.
EUR (19,7 %) gegenüber dem
Vorjahresvergleichszeitraum. Die Zunahme resultiert aus
einer generell erhöhten Geschäftstätigkeit
und betrifft fast das gesamte Segment; besonders
herausragend ist der Anstieg im Bereich Logistik. Hinzu
kommt die Umsatzsteigerung durch die Unternehmenserwerbe.
Das Umsatzwachstum im Segment entfällt zu 16,2 % auf
organisches Wachstum und zu 3,5 % auf anorganisches
Wachstum.
KENNZAHLEN MASCHINEN- UND ANLAGENBAU (in Mio. EUR)scrollen
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Das operative Ergebnis (EBIT) stieg
überproportional um 21,5 Mio. EUR auf 35,8 Mio. EUR
an, wobei im Vergleichswert des Vorjahres Wertminderungen
in Höhe von 2,3 Mio. EUR enthalten waren. Die
EBIT-Marge lag mit 11,5 % deutlich über dem Vorjahr
(5,5 %). In der isolierten Betrachtung des dritten Quartals
2021 konnte eine Verbesserung des operativen Ergebnisses
von 10,2 Mio. EUR auf 16,0 Mio. EUR realisiert werden. Die
EBIT-Marge des dritten Quartals 2021 beträgt 14,1 %
(Vorjahr: 10,8 %). Zu berücksichtigen sind hier die im
Vorjahresvergleichszeitraum erfassten Wertminderungen aus
dem jährlichen Werthaltigkeitstest in Höhe von
2,3 Mio. EUR.
Die meisten Segmentunternehmen verzeichneten in den
ersten drei Quartalen 2021 ein verbessertes operatives
Ergebnis (EBIT) und darüber hinaus einen deutlich
erhöhten Auftragseingang, was sich in den Folgemonaten
positiv auswirken wird.
Für den weiteren Verlauf im Geschäftsjahr 2021
erwartet INDUS einen stark steigenden Umsatz und ein stark
steigendes operatives Ergebnis (EBIT). Wegen der positiven
Entwicklung und der verbesserten Auftragslage wird die
EBIT-Marge in der Bandbreite von 8 bis 10 % erwartet.
Die Investitionen des Berichtszeitraums in Höhe von
34,0 Mio. EUR betreffen den Erwerb von JST, FLACO und
Sachinvestitionen. Die Investitionen in Sachanlagen
betrugen 3,8 Mio. EUR und sind um 1,3 Mio. EUR
gegenüber dem Vorjahreszeitraum (2,5 Mio. EUR)
angestiegen.
Medizin- und GesundheitstechnikEBIT-Marge erreicht 8,1 %Die Beteiligungen im Segment Medizin- und
Gesundheitstechnik erwirtschafteten in den ersten neun
Monaten 2021 einen Umsatz in Höhe von 110,6 Mio. EUR
und erzielten damit eine Umsatzsteigerung von 3,9 Mio. EUR
(+3,7 %). Der Umsatzanstieg ist rein organisch und wurde
insbesondere im Bereich des Zubehörs für
Rollatoren und Rollstühle sowie im Bereich der
Bandagen und Stützstrümpfe erzielt.
Auch das operative Ergebnis (EBIT) in Höhe von 9,0
Mio. EUR (Vorjahr: 7,8 Mio. EUR) hat sich um 1,2 Mio. EUR
(15,4 %) verbessert. Die EBIT-Marge stieg von 7,3 % in den
ersten neun Monaten 2020 auf 8,1 % im Berichtszeitraum. Im
Vorjahresvergleichszeitraum ist der Corona- bedingt starke
Einbruch im Frühjahr enthalten. Die Auswirkungen der
Corona-Krise waren bis ins erste Quartal 2021 hinein
deutlich spürbar. Das dritte Quartal 2021 liegt mit
einem Umsatz von 37,4 Mio. EUR (Vorjahr: 36,0 Mio. EUR) auf
einem eher gemäßigten Niveau.
Durch die Verlagerung eines Produktionsstandortes werden
im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres bis ins
nächste Geschäftsjahr hinein Verlagerungs- und
Umzugskosten aufgewendet, denen erst ab 2023 entsprechende
Kostenentlastungen gegenüberstehen.
Im Segment Medizin- und Gesundheitstechnik gehen wir
für das Gesamtjahr daher von einem leicht steigenden
Umsatz und einem leicht steigenden operativen Ergebnis
(EBIT) aus. Die EBIT-Marge wird im Bereich von 7 bis 9 %
erwartet.
KENNZAHLEN MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK (in Mio. EUR)scrollen
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Die Investitionen lagen mit 7,7 Mio. EUR deutlich
oberhalb des Vorjahreszeitraums (3,0 Mio. EUR) und betrafen
insbesondere den Erwerb eines neuen Produktionsstandortes.
MetalltechnikStilllegung BACHER ist abgeschlossenIm Segment Metalltechnik erwirtschafteten die
Beteiligungen in den ersten neun Monaten 2021 einen
Umsatzanstieg von 19,7 Mio. EUR (6,5 %) auf 323,0 Mio. EUR
(Vorjahr: 303,3 Mio. EUR). Der Effekt verteilt sich
über mehrere Gesellschaften, die den durch die
Umsetzung des Maßnahmenpakets ZWISCHENSPURT
entfallenden Umsatz überkompensieren konnten. Im
Rahmen dieses Maßnahmenpakets wurde 2020 die
Schließung von BACHER beschlossen und die
Schließung des SIMON-Geschäftsfelds
Kunststoffgalvanik beschlossen und vollzogen.
Darüberhinaus konnte SIMON das Geschäftsfeld
Kinetics erfolgreich veräußern. Die Stilllegung
von BACHER ist mittlerweile ebenfalls abgeschlossen; die
letzten Aufträge wurden im dritten Quartal
abgearbeitet. Durch die Umsetzung von ZWISCHENSPURT
reduziert sich der Umsatz im Vorjahresvergleich um 5,1 %,
sodass das Umsatzwachstum bei den anderen
Segmentunternehmen bei 11,6 % liegt.
Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit 27,7 Mio. EUR um
17,5 Mio. EUR über dem Vorjahreswert (10,2 Mio. EUR).
Die EBIT-Marge übertraf mit 8,6 % den
Vorjahresvergleichswert um 5,2 Prozentpunkte (3,4 %).
Ursache ist die verbesserte Ertragslage der
Segmentunternehmen und der Wegfall der - im Zusammenhang
mit ZWISCHENSPURT entstandenen - Sonderbelastungen und
Wertminderungen aus dem vergangenen Geschäftsjahr.
In den kommenden Monaten werden die Beteiligungen des
Segments durch die steigenden Rohstoffpreise zunehmend
belastet sein. Bislang konnten die Gesellschaften durch die
gezielte Bevorratung von Rohstoffen diese Preisanstiege
noch teilweise abfedern.
Für das Gesamtjahr wird ein leicht steigender
Umsatz und ein stark steigendes Ergebnis erwartet. Die
EBIT-Marge wird zwischen 7 und 9 % betragen.
Das Investitionsvolumen lag in den ersten neun Monaten
mit 5,7 Mio. EUR deutlich über dem Niveau des
Vorjahres (3,7 Mio. EUR).
KENNZAHLEN METALLTECHNIK (in Mio. EUR)scrollen
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Finanz- und VermögenslageKONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG, VERKÜRZT (in Mio. EUR)scrollen
Kapitalflussrechnung: Hoher Cashflow aus InvestitionstätigkeitAusgehend von einem Ergebnis nach Steuern von 39,4 Mio.
EUR (Vorjahr: -33,5 Mio. EUR) wurde ein operativer Cashflow
von 74,1 Mio. EUR erzielt. Dieser lag um 24,1 Mio. EUR
unterhalb des operativen Cashflows des
Vorjahresvergleichszeitraums (98,2 Mio. EUR).
Ursächlich hierfür war insbesondere der Abfluss
aus dem gestiegenen Working Capital im aktuellen
Geschäftsjahr in Höhe von -76,2 Mio. EUR
(Vorjahr: 22,9 Mio. EUR). Dieser Anstieg resultiert aus dem
erwarteten unterjährigen Working-Capital-Aufbau
aufgrund der deutlich belebten Geschäftstätigkeit
im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2020. Zudem
sicherten sich die Gesellschaften mit einem höheren
Vorratsbestand gegen Preissteigerungen und
Rohstoffverknappungen ab. Schließlich führen die
stark steigenden Materialpreise zu steigenden Vorratswerten
auch bei unveränderten Lagermengen.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug
-105,4 Mio. EUR nach -29,0 Mio. EUR im Vorjahr. Der
Vorjahresvergleichszeitraum war aufgrund der Corona-Krise
durch eine restriktive Investitionspolitik zur
Liquiditätssicherung geprägt. Im Berichtszeitraum
wurde demgegenüber bei den Investitionen in
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte wieder ein
deutlich höheres Niveau erreicht. Der Anstieg der
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte auf -43,1 Mio. EUR (Vorjahr: -28,1 Mio.
EUR) betrifft alle Segmente. Die Investitionen in
vollkonsolidierte Gesellschaften in Höhe von -62,9
Mio. EUR entfallen auf die Akquisitionen von JST und WIRUS
auf Beteiligungsebene und FLACO auf Enkeltochterebene.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist
geprägt durch die im März 2021 durchgeführte
Kapitalerhöhung mit einem Mittelzufluss in Höhe
von 84,7 Mio. EUR. Der Saldo aus Ein- und Auszahlungen aus
der Aufnahme und Tilgung von Krediten betrug im aktuellen
Zeitraum - 31,9 Mio. EUR. Im Vorjahr beinhalteten die
Einzahlungen auch eine Liquiditätsrisikovorsorge wegen
Corona aus vertraglich vereinbarten Kreditlinien. Die
Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten
haben sich gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht
und betragen -15,9 Mio. EUR. In den ersten neun Monaten
2020 wurden Tilgungen von bedingten
Kaufpreisverbindlichkeiten in Höhe von -22,3 Mio. EUR
durchgeführt. Im Berichtsjahr sind keine bedingten
Kaufpreisverbindlichkeiten getilgt worden. Insgesamt stieg
der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit um 7,5 Mio.
EUR auf 14,4 Mio. EUR.
Die liquiden Mittel betrugen 161,2 Mio. EUR zum 30.
September 2021 und liegen damit weiter auf einem
komfortablen Niveau.
KONZERN-BILANZ, VERKÜRZT (in Mio. EUR)scrollen
EK-Quote auf 40,8 % angestiegenDie Konzern-Bilanzsumme der INDUS-Gruppe ist mit 1.895,5
Mio. EUR um 166,7 Mio EUR höher als zum 31. Dezember
2020. Der Anstieg um 9,6 % resultiert im Wesentlichen aus
dem Working-Capital-Aufbau sowie den erstmaligen
Konsolidierungen von JST, WIRUS und FLACO, die insgesamt zu
einem Zugang an Vermögenswerten in Höhe von 117,2
Mio. EUR führten.
Die Eigenkapitalquote zum 30. September 2021 betrug 40,8
% und lag damit um 1,7 Prozentpunkte über der
Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2020 (39,1 %). Das
Eigenkapital stieg insgesamt um 96,7 Mio. EUR auf 773,1
Mio. EUR. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die im ersten
Quartal 2021 durchgeführte Kapitalerhöhung
zurückzuführen.
Das Working Capital betrug zum 30. September 2021 482,5
Mio. EUR und lag damit um 17,5 % (72,0 Mio. EUR) höher
als zum 31. Dezember 2020 (410,5 Mio. EUR). Der
unterjährige Anstieg des Working Capital korreliert
mit der im Jahresverlauf ansteigenden
Geschäftstätigkeit. Hinzu kommt ein Aufbau an
Vorräten, der bei einigen Beteiligungen bewusst
aufgrund der Rohstoffknappheit und der damit verbundenen
Preissteigerungen erfolgt ist. Schließlich
führen die stark steigenden Materialpreise zu
steigenden Vorratswerten auch bei unveränderten
Lagermengen.
Die Finanzverbindlichkeiten haben sich mit 683,9 Mio.
EUR rückläufig im Vergleich zum 31. Dezember 2020
(713,6 Mio. EUR) entwickelt. Die Entwicklung des
Finanzbedarfs ergibt sich aus der Kapitalflussrechnung und
ist im Wesentlichen geprägt durch das bessere
(zahlungswirksame) Ergebnis nach Steuern, den
Working-Capital-Aufbau, die Kapitalerhöhung und die im
Vergleich zum Vorjahr deutlich geringere Kreditaufnahme.
WORKING CAPITAL (in Mio. EUR)scrollen
Die Nettofinanzverbindlichkeiten betrugen 522,7 Mio. EUR
zum 30. September 2021 und sind damit um 3,8 Mio. EUR
höher als zum 31. Dezember 2020. Die liquiden Mittel
haben sich um 33,5 Mio. EUR reduziert, gleichzeitig sind
jedoch die Finanzschulden in ähnlicher Höhe
(-29,7 Mio. EUR) rückläufig.
NETTOFINANZVERBINDLICHKEITEN (in Mio. EUR)scrollen
Chancen- und RisikenFür den Chancen- und Risikobericht der INDUS
Holding AG wird auf den Geschäftsbericht 2020
verwiesen. Zur frühzeitigen Erkennung, zur umfassenden
Analyse und zum konsequenten Umgang mit Risiken betreibt
die Gesellschaft ein effektives Risikomanagementsystem. Die
Ausgestaltung des Risikomanagements sowie die Bedeutung der
einzelnen Risiken werden im Geschäftsbericht
erläutert. Darin wird festgehalten, dass sich das
Unternehmen keinen Risiken ausgesetzt sieht, die den
Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.
Bezüglich der Risikolage rund um die
COVID-19-Pandemie sind bei unseren Gesellschaften keine
wesentlichen Verschlechterungen seit Ende Dezember 2020 zu
verzeichnen. Die Prozesse laufen stabil bzw. werden
flexibel an die jeweiligen Corona-Infektionsbestimmungen
angepasst.
Risiken für die Gruppe ergeben sich aus den
zunehmend gestörten globalen Lieferketten und
Verfügbarkeiten von Vormaterialien. Hier besteht
einerseits das Risiko, dass die -bei einzelnen Materialien
erheblichen - Preissteigerungen nicht oder nicht in vollem
Umfang weitergegeben werden können, und andererseits,
dass die Verfügbarkeit benötigter Vorprodukte zur
Aufrechterhaltung der Produktion nicht gegeben ist. Als
Reaktion auf diese aktuellen Unsicherheiten haben die
Unternehmen der Gruppe ihre jeweiligen Lieferketten
bestmöglich analysiert und soweit möglich und
sinnvoll die Bevorratung erhöht. Ein Risiko besteht
auch durch indirekte Effekte auf der Kundenseite. Hier sind
insbesondere im Segment Fahrzeugtechnik - im Wesentlichen
aufgrund des Chipmangels - seit dem dritten Quartal
deutlich unter den ursprünglichen Prognosen liegende
Abrufe zu verzeichnen.
AusblickIn der Gesamtbetrachtung lag die deutsche Wirtschaft im
Sommer 2021 weiter auf Erholungskurs. Das
Bruttoinlandsprodukt stieg im dritten Quartal um 1,8 % im
Vergleich zum Vorquartal, bleibt aber unter
Vorkrisenniveau. Insbesondere im Dienstleistungsgewerbe
konnten mit den Lockerungen der
Corona-Schutzmaßnahmen die
Geschäftsaktivitäten kräftig gesteigert
werden. Im Verarbeitenden Gewerbe öffnet sich dagegen
zunehmend eine Schere zwischen der weiter hohen Nachfrage
nach deutschen Industrieerzeugnissen -und einer
gedämpften Industrieproduktion. Angesichts von
Materialknappheit bei Rohstoffen und Vorprodukten sowie
gestörter Logistikketten verschärfen sich die
Lieferengpässe und drücken die
Kapazitätsauslastung.
So verringerte sich die deutsche Industrieproduktion im
August um beinahe 5 % im Vergleich zum Vormonat. Neben
Vorleistungsgütern waren hiervon insbesondere
Investitionsgüter betroffen. Gerade der Fahrzeugbau
leidet unter dem Chipmangel: Laut VDA gingen die
Produktionszahlen im September um 44 % zurück. Ebenso
sanken Export, Neuzulassungen in Deutschland sowie
Auftragseingänge im Vormonatsvergleich massiv. Auch im
Baugewerbe gaben Produktion und Auftragseingang im
Spätsommer leicht nach. Neben Materialengpässen
sind fehlende Arbeitskräfte in der Branche
spürbar. Auslastung und Orderzufluss bleiben aber
weiter auf hohem Niveau. Das Produktionsniveau der
Maschinenbauer dagegen zeigte sich annähernd stabil,
die Erholung vom Corona-Einbruch setzt sich fort. Die
Umsätze konnten weiter gesteigert werden, die
Bestellungen von Juni bis August legten laut VDMA im
Vorjahresvergleich um 45 % zu. Im Bereich Medizin- und
Gesundheitstechnik belasteten auch im Jahr 2021 die
negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie: Vor allem
verschobene Operationen, zurückgehende Arztbesuche und
reduzierte Verordnungen schränkten die
Geschäftsaktivitäten ein.
Im Jahresverlauf ist mit einer Fortsetzung der negativen
Auswirkungen der Lieferprobleme und Materialengpässe
zu rechnen. Hinzu kommt ein wachsender Preisdruck
angesichts steigender Einfuhr- und Erzeugerpreise. Da sich
auch der Schwung im Dienstleistungssektor abschwächen
dürfte, ist der Ausblick für die deutsche
Gesamtwirtschaft verhalten. So trübten sich
ifo-Geschäftsklimaindex und ifo-Exporterwartungen im
Oktober ein. Die Bundesregierung senkt die BIP-Erwartungen
in ihrer Herbstprognose auf ein Umsatzwachstum von 2,6 %.
Das Baugewerbe scheint den schwierigen Rahmenbedingungen
zu trotzen: Entgegen dem Trend stieg hier das
ifo-Geschäftsklima erneut an. In der Fahrzeugtechnik
und auch bei den Unternehmen der Metallindustrie dagegen
schlagen die Marktunsicherheiten durch und verschlechtern
die Geschäftserwartungen deutlich. Die Aussichten im
Maschinenbau bleiben - trotz eingetrübtem ifo-Index -
positiv. Laut VDMA-Umfrage erwarten die Maschinenbauer
für 2021 mehrheitlich Umsatzzuwächse. Die
Unternehmen der Medizin- und Gesundheitstechnik haben
weiter mit den Auswirkungen der Medical Device Regulation
(MDR) zu kämpfen.
Auch die internationale Konjunkturlage lässt auf
ein abgeschwächtes Wachstum schließen. So ist
die US-Wirtschaft im dritten Quartal mit 2,0 % deutlich
langsamer gewachsen als erwartet. In China wirken sich
globale Lieferengpässe sowie zuletzt Stromverknappung
und neuerliche Lockdowns auf die Konjunktur aus. Zwar hat
sich Ende Oktober der Stimmungsindikator "Caixin" leicht
erhöht, der staatliche chinesische
Einkaufsmanagerindex erhielt aber erneut einen
Dämpfer.
Das Geschäft der INDUS-Gruppe entwickelte sich in
den ersten neun Monaten in den vier Segmenten
Bau/Infrastruktur, Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und
Gesundheitstechnik sowie Metalltechnik
erwartungsgemäß wie in der Prognose aus dem
Halbjahresbericht 2021 vorhergesagt.
Erhebliche Belastungen ergaben sich seit dem dritten
Quartal im Segment Fahrzeugtechnik durch die stark
zurückgehenden Abrufe bei den Serienzulieferern wegen
der - im Wesentlichen aufgrund des Chipmangels - stark
zurückgefahrenen Fahrzeugproduktion der OEMs. Dazu
kommen die erneut rigiden Sparmaßnahmen der
Pkw-Hersteller, die sich auch auf die Unternehmen in der
Entwicklung und dem Prototypenbau auswirken.
Der operative Cashflow lag mit 74,1 Mio. EUR um 24,1
Mio. EUR unterhalb des Vorjahres. Ursächlich
hierfür ist insbesondere das angestiegene Working
Capital. Der Anstieg resultiert insbesondere aus der
belebten Geschäftstätigkeit, aus stark steigenden
Materialpreisen sowie einer höheren Bevorratung
aufgrund der knappen Materialverfügbarkeiten.
Für den Rest des Jahres erwarten wir in den vier
Segmenten Bau/Infrastruktur, Maschinen- und Anlagenbau,
Medizintechnik sowie Metalltechnik weiter eine Entwicklung
im Rahmen unserer Segmentprognose aus dem Halbjahresbericht
2021. Für das Segment Fahrzeugtechnik wird die
Entwicklung im vierten Quartal weiter negativ geprägt
durch die infolge des Chipmangels zu geringen
Produktionsmengen der Pkw-Hersteller; hinzu kommt die
Belastung aus den im dritten Quartal gebuchten
Wertminderungen in Höhe von 8,2 Mio. EUR.
Für das Gesamtjahr 2021 lassen wir unsere
Umsatzprognose von 1,60 bis 1,75 Mrd. EUR unverändert.
Die Prognosebandbreite für das operative Ergebnis
(EBIT) reduzieren wir aufgrund der steigenden
Unsicherheiten im Marktumfeld Fahrzeugtechnik auf 95 bis
110 Mio. EUR.
Verkürzter KonzernzwischenabschlussKonzern-Gewinn- und VerlustrechnungFÜR DAS 1.-3. QUARTAL 2021scrollen
Konzern-GesamtergebnisrechnungFÜR DAS 1.-3. QUARTAL 2021scrollen
Die im sonstigen Ergebnis erfolgsneutral erfassten
Erträge und Aufwendungen enthalten
versicherungsmathematische Gewinne aus Pensionen und
ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von 3.369 TEUR
(Vorjahr: 591 TEUR). Diese resultieren aus der
Erhöhung des Zinssatzes für inländische
Pensionsverpflichtungen um 0,45 Prozentpunkte (Vorjahr: 0,2
Prozentpunkte) und für ausländische Pensionen
(Schweiz) um 0,18 Prozentpunkte (Vorjahr: 0,0
Prozentpunkte).
Das Ergebnis der Währungsumrechnung resultiert im
Wesentlichen aus der Umrechnung der Abschlüsse
einbezogener ausländischer Konzerngesellschaften. Die
Veränderung der Marktwerte derivativer
Finanzinstrumente resultiert aus den bei der Holding zur
Zinsabsicherung abgeschlossenen Zinsswaps.
Konzern-BilanzZUM 30. SEPTEMBER 2021scrollen
Konzern-EigenkapitalveränderungsrechnungVOM 1. JANUAR BIS 30. SEPTEMBER 2021scrollen
scrollen
Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zum 30.
September 2021 umfassen im Wesentlichen die
Minderheitsanteile an Tochtergesellschaften der
ROLKO-Gruppe. Die Minderheitsanteile von
Personengesellschaften sowie von Kapitalgesellschaften, bei
denen aufgrund wechselseitiger Optionsvereinbarungen
bereits zum Erwerbszeitpunkt der Übergang des
wirtschaftlichen Eigentums der betreffenden
Minderheitsanteile vorlag, werden unter den sonstigen
Verbindlichkeiten bilanziert.
Im zweiten Quartal 2021 wurden ein wechselseitiger
Optionsvertrag für den Erwerb des 20%igen
Minderheitsanteils an der Weigand Bau GmbH geschlossen.
Weiterhin wurden 23,2 % Minderheitsanteile an einer
Enkeltochter erworben. Beide Vorgänge sind im
Eigenkapitalspiegel als "Transaktionen von Anteilen nicht
beherrschender Gesellschafter" dargestellt.
Konzern-KapitalflussrechnungFÜR DAS 1.-3. QUARTAL 2021scrollen
KonzernanhangGrundlagen des Konzernabschlusses[1] AllgemeinesDie INDUS Holding AG mit Sitz in Bergisch Gladbach,
Deutschland, hat ihren verkürzten
Konzernzwischenabschluss für den Zeitraum vom 1.
Januar 2021 bis 30. September 2021 in Übereinstimmung
mit den International Financial Reporting Standards (IFRS)
und deren Auslegungen durch das International Financial
Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC),
wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden
sind, erstellt. Der Konzernabschluss ist in Euro
aufgestellt. Sofern nicht anders vermerkt, werden alle
Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben.
Dieser Zwischenabschluss wird in Übereinstimmung
mit IAS 34 in verkürzter Form erstellt. Der
Zwischenbericht ist nicht testiert und wurde auch keiner
prüferischen Durchsicht unterzogen.
Über verpflichtend neu anzuwendende Standards wird
gesondert im Bereich "Änderungen von
Rechnungslegungsvorschriften" berichtet. Ansonsten werden
die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr
2020 angewendet, die dort detailliert erläutert sind.
Da der vorliegende Zwischenabschluss nicht den vollen
Informationsumfang des Jahresabschlusses aufweist, ist
dieser Abschluss im Kontext mit dem vorangegangenen
Jahresabschluss zu betrachten.
Aus Sicht des Vorstands enthält der vorliegende
Quartalsbericht alle üblichen, laufend vorzunehmenden
Anpassungen, die für eine angemessene Darstellung der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
notwendig sind. Die in den ersten drei Quartalen 2021
erzielten Ergebnisse lassen nicht notwendigerweise
Vorhersagen über die Entwicklung des weiteren
Geschäftsverlaufs zu.
Die Erstellung des Konzernabschlusses ist beeinflusst
von Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie Annahmen und
Schätzungen, die sich auf Höhe und Ausweis der
bilanzierten Vermögenswerte, Schulden und
Eventualschulden sowie Aufwendungen und Erträge
auswirken. Wenn Zukunftserwartungen abzubilden sind,
können die tatsächlichen Werte von den
Schätzungen abweichen. Verändert sich die
ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die
Bilanzierung der entsprechenden Positionen erfolgswirksam
angepasst.
[2] Änderungen von RechnungslegungsvorschriftenAlle ab dem Geschäftsjahr 2021 verpflichtend
anzuwendenden Rechnungslegungsnormen sind in dem
vorliegenden Zwischenabschluss umgesetzt.
Es ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die
Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
der INDUS Holding AG durch die Anwendung von neuen
Standards.
[3] UnternehmenserwerbeJSTMit Vertrag vom 17. November 2020 hat die INDUS Holding
AG sämtliche Geschäftsanteile an der JST Jungmann
Systemtechnik GmbH & Co. KG in Buxtehude erworben. JST
ist ein mittelständischer Anbieter von integrierten
Kontrollraumlösungen und bietet umfassendes Know-how
in der Konzeptionierung, dem Aufbau und der Wartung von
Kontrollräumen. JST wird dem Segment Maschinen- und
Anlagenbau zugeordnet. Der wirtschaftliche Übergang
der Transaktion und die Erstkonsolidierung von JST erfolgte
im Januar 2021.
Der beizulegende Zeitwert der gesamten Gegenleistung
betrug 28.182 TEUR zum Erwerbszeitpunkt. Dieser besteht aus
einer Barkomponente in Höhe von 27.256 TEUR sowie
einer bedingten Kaufpreiszahlung in Höhe von 926 TEUR,
die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert und bewertet
wurde und aus einer Earn-Out-Klausel resultiert. Die
Barkomponente wurde am 4. Januar 2021 gezahlt. Die
Ermittlung der Höhe der bedingten
Kaufpreisverbindlichkeit erfolgt auf Basis von
EBIT-Multiples und einer Prognose über das
zukünftig relevante EBIT.
Der im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelte
Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 6.267 TEUR
ist steuerlich abzugsfähig. Der Geschäfts- und
Firmenwert ist die Residualgröße der gesamten
Gegenleistung abzüglich des Werts der neubewerteten
erworbenen Vermögenswerte und übernommenen
Schulden und repräsentiert nicht
bilanzierungsfähige Ertragspotenziale der
übernommenen Gesellschaft für die Zukunft sowie
das Know-how der Belegschaft.
In der vorläufigen Kaufpreisallokation wurden die
erworbenen Vermögenswerte und Schulden wie folgt
ermittelt:
NEUERWERB: JST (in TEUR)scrollen
* Sonstige Aktiva: Sonstige langfristige
Vermögenswerte, sonstige kurzfristige
Vermögenswerte, Latente Steuern, Laufende
Ertragsteuern
Die neubewerteten immateriellen Vermögenswerte
beinhalten im Wesentlichen Kundenbeziehungen und Software.
Die Erstkonsolidierung von JST erfolgte im Januar 2021.
Zum Ergebnis der ersten neun Monate trägt JST einen
Umsatz in Höhe von 6.356 TEUR und ein operatives
Ergebnis (EBIT) in Höhe von -960 TEUR bei.
Die ertragswirksamen Aufwendungen aus der
Erstkonsolidierung von JST belasten das operative Ergebnis
in Höhe von 3.358 TEUR. Die Anschaffungsnebenkosten
des Erwerbs wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung
erfasst.
WIRUSMit Vertrag vom 19. März 2021 hat die INDUS Holding
AG 70 % der Geschäftsanteile an der WIRUS Fenster GmbH
& Co. KG, Rietberg-Mastholte (Kreis Gütersloh),
erworben. Das Produktangebot von WIRUS umfasst Fenster aus
Kunststoff und Aluminium, Schiebe-, Haus- und
Nebeneingangstüren sowie Sicht- und
Sonnenschutzsysteme. WIRUS wird dem Segment
Bau/Infrastruktur zugeordnet. Der wirtschaftliche
Übergang und die Erstkonsolidierung von WIRUS erfolgte
im Mai 2021.
Der beizulegende Zeitwert der gesamten Gegenleistung
betrug 55.811 TEUR zum Erwerbszeitpunkt. Dieser besteht aus
einer Barkomponente in Höhe von 33.735 TEUR sowie
einer bedingten Kaufpreiszahlung in Höhe von 22.076
TEUR, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert und
bewertet wurde und aus Call-/Put-Optionen resultiert. Die
Barkomponente wurde am 20. Mai 2021 gezahlt. Die Ermittlung
der Höhe der bedingten Kaufpreisverbindlichkeit
erfolgt auf Basis von EBIT-Multiples und einer Prognose
über das zukünftig relevante EBIT.
Der im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelte
Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 18.077 TEUR
ist steuerlich teilweise abzugsfähig. Der
Geschäfts- und Firmenwert ist die
Residualgröße der gesamten Gegenleistung
abzüglich des Werts der neubewerteten erworbenen
Vermögenswerte und übernommenen Schulden und
repräsentiert nicht bilanzierungsfähige
Ertragspotenziale der übernommenen Gesellschaft
für die Zukunft sowie das Know-how der Belegschaft.
In der vorläufigen Kaufpreisallokation wurden die
erworbenen Vermögenswerte und Schulden wie folgt
ermittelt:
NEUERWERB: WIRUS (in TEUR)scrollen
* Sonstige Aktiva: Sonstige langfristige
Vermögenswerte, sonstige kurzfristige
Vermögenswerte, Latente Steuern, Laufende
Ertragsteuern
Die neubewerteten immateriellen Vermögenswerte
beinhalten im Wesentlichen Kundenbeziehungen und Software.
Die Erstkonsolidierung von WIRUS erfolgte im Mai 2021.
Zum Ergebnis der ersten neun Monate trägt WIRUS einen
Umsatz in Höhe von 27.837 TEUR und ein operatives
Ergebnis (EBIT) in Höhe von 2.368 TEUR bei. Wäre
WIRUS bereits zum 1. Januar 2021 einbezogen worden,
beliefen sich die Umsatzerlöse auf 46.116 TEUR und das
operative Ergebnis (EBIT) auf 2.245 TEUR.
Die ertragswirksamen Aufwendungen aus der
Erstkonsolidierung von WIRUS belasten das operative
Ergebnis in Höhe von -1.422 TEUR. Die
Anschaffungsnebenkosten des Erwerbs wurden in der Gewinn-
und Verlustrechnung erfasst.
WEITERER UNTERNEHMENSERWERBMit Vertrag und Wirkung vom 1. Juli 2021 hat die
HORNGROUP Holding GmbH & Co. KG 80 % der Anteile an der
FLACO Geräte GmbH, Gütersloh, übernommen.
FLACO produziert Produkte und Systeme für das
Fluidmanagement in Werkstätten, Tankstellen und
Industriebetrieben. Das mittelständische Unternehmen
erwirtschaftet jährlich einen Umsatz von rund 12 Mio.
EUR. FLACO wird dem Segment Maschinen- und Anlagenbau
zugeordnet.
Der beizulegende Zeitwert der gesamten Gegenleistung
betrug 8.427 TEUR zum Erwerbszeitpunkt. Dieser besteht aus
einer Barkomponente in Höhe von 4.680 TEUR sowie einer
bedingten Kaufpreiszahlung in Höhe von 3.747 TEUR, die
zum beizulegenden Zeitwert bilanziert und bewertet wurde
und aus einer Earn- Out-Klausel sowie aus einer Call-/
Put-Option resultiert. Die Barkomponente wurde am 1. Juli
2021 gezahlt. Die Ermittlung der Höhe der bedingten
Kaufpreisverbindlichkeit erfolgt auf Basis von
EBIT-Multiples und einer Prognose über das
zukünftig relevante EBIT.
Der im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelte
Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 86 TEUR ist
steuerlich nicht abzugsfähig. Der Geschäfts- und
Firmenwert ist die Residualgröße der gesamten
Gegenleistung abzüglich des Werts der neubewerteten
erworbenen Vermögenswerte und übernommenen
Schulden und repräsentiert nicht
bilanzierungsfähige Ertragspotenziale der
übernommenen Gesellschaft für die Zukunft sowie
das Know-how der Belegschaft.
In der vorläufigen Kaufpreisallokation wurden die
erworbenen Vermögenswerte und Schulden wie folgt
ermittelt:
NEUERWERB: WEITERE ERWERBE (in TEUR)scrollen
* Sonstige Aktiva: Sonstige langfristige
Vermögenswerte, sonstige kurzfristige
Vermögenswerte, Latente Steuern, Laufende
Ertragsteuern
Die neubewerteten immateriellen Vermögenswerte
beinhalten im Wesentlichen Kundenbeziehungen.
Die Erstkonsolidierung von FLACO erfolgte im Juli 2021.
Zum Ergebnis der ersten neun Monate 2021 trägt FLACO
einen Umsatz in Höhe von 2.847 TEUR und ein operatives
Ergebnis (EBIT) in Höhe von -336 TEUR bei. Wäre
FLACO bereits zum 1. Januar 2021 einbezogen worden,
beliefen sich die Umsatzerlöse auf 8.660 TEUR und das
operative Ergebnis (EBIT) auf 385 TEUR.
Die ertragswirksamen Aufwendungen aus der
Erstkonsolidierung von FLACO belasten das operative
Ergebnis in Höhe von 662 TEUR. Die
Anschaffungsnebenkosten des Erwerbs wurden in der Gewinn-
und Verlustrechnung erfasst.
Erläuterungen zur Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung[4] Materialaufwandscrollen
[5] Personalaufwandscrollen
[6] Abschreibungenscrollen
Die Abschreibungen setzen sich aus den
planmäßigen Abschreibungen und aus den
Wertminderungen zusammen. Im aktuellen Geschäftsjahr
wurden Wertminderungen aus dem planmäßigen
Wertminderungstest zum 30. September 2021 in Höhe von
5.709 TEUR (Vorjahr: Wertminderungen zum 30. Juni in
Höhe von 36.883 TEUR und zum 30. September in
Höhe von 2.925 TEUR) und Wertminderungen im
Zusammenhang mit einer Umgliederung in "Zur
Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" in
Höhe von 2.479 TEUR (Vorjahr: 992 TEUR) erfasst. Die
Wertminderungen betreffen Geschäfts- und Firmenwerte
in Höhe von 2.529 TEUR (Vorjahr: 33.924 TEUR),
immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 461 TEUR
(Vorjahr: 1.498 TEUR) und Sachanlagen in Höhe 5.198
TEUR (Vorjahr: 5.378 TEUR). Sämtliche Wertminderungen
des Geschäftsjahres betreffen das Segment
Fahrzeugtechnik (Vorjahr: Fahrzeugtechnik 33.777 TEUR,
Maschinen- und Anlagenbau 2.300 TEUR, Metalltechnik 4.723
TEUR).
[7] Sonstiger betrieblicher Aufwandscrollen
[8] Finanzergebnisscrollen
Die Position "Minderheitsanteile" beinhaltet die
Ergebnisauswirkung aus der Folgebewertung der bedingten
Kaufpreisverbindlichkeiten (Call-/Put-Optionen) in
Höhe von -219 TEUR (Vorjahr: 2.224 TEUR) sowie die
Nachsteuerergebnisse, die Konzernfremden aus Anteilen von
Personengesellschaften sowie Kapitalgesellschaften mit
Call-/ Put-Optionen zustehen.
[9] ErtragsteuernDer Ertragsteueraufwand wird im Zwischenabschluss auf
Basis der Prämissen der jeweils aktuellen
Steuerplanung errechnet.
[10] Ergebnis je Aktiescrollen
Erläuterungen zur Konzern-Bilanz[11] Geschäfts- und FirmenwertePLANMÄSSIGER WERTHALTIGKEITSTEST ZUM 30. SEPTEMBER 2021Zum 30. September 2021 wurde der planmäßige
jährliche Werthaltigkeitstest für sämtliche
Geschäfts- und Firmenwerte durchgeführt.
Hierfür lagen von allen Beteiligungsunternehmen
aktuelle Planungen vor. In die Planungsprämissen
fließen sowohl aktuelle Erkenntnisse als auch
historische Entwicklungen ein.
Nach dem detaillierten Planungszeitraum von in der Regel
drei Jahren werden die zukünftigen Cashflows mit einer
globalen Wachstumsrate von 1,0 % (Vorjahr: 1,0 %)
hochgerechnet. Die so ermittelten Zahlungsreihen werden mit
Kapitalkostensätzen abgezinst. Diese basieren auf
einem risikolosen Zinssatz in Höhe von 0,093 %
(Vorjahr: 0,00 %), einer Marktrisikoprämie von 7,50 %
(Vorjahr: 8,00 %) sowie auf segmentspezifischen
Betafaktoren, die von einer Peer Group abgeleitet wurden,
und Fremdkapitalverschuldungssätzen. Die folgenden
Vorsteuer-Kapitalkostensätze fanden dabei Verwendung:
Bau/Infrastruktur 8,7 % (Vorjahr: 8,5 %); Fahrzeugtechnik
8,7 % (Vorjahr: 9,5 %); Maschinen- und Anlagenbau 9,1 %
(Vorjahr: 9,3 %); Medizintechnik 6,1 % (Vorjahr: 6,7 %) und
Metalltechnik 8,7 % (Vorjahr: 8,6 %).
Der planmäßige Wertminderungstest hat zu
Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte in
Höhe von 2.342 TEUR geführt. Die Wertminderungen
betreffen eine zahlungsmittelgenerierende Einheit des
Segments Fahrzeugtechnik. Im Vorjahresvergleichszeitraum
waren Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte
in Höhe von 2.300 TEUR vorgenommen worden und betrafen
das Segment Maschinen- und Anlagenbau.
Im Vorjahr wurde aufgrund der Auswirkungen der
Corona-Krise ein anlassbedingter Werthaltigkeitstest zum
30. Juni 2020 vorgenommen. Dieser anlassbedingte Test
führte zu Wertminderungen auf Geschäfts- und
Firmenwerte in Höhe von 31.624 TEUR. Die
Wertminderungen betrafen die Segmente Fahrzeugtechnik in
Höhe von 29.231 TEUR und Metalltechnik in Höhe
von 2.393 TEUR.
[12] Vorrätescrollen
[13] Forderungenscrollen
[14] Zur Veräußerung gehaltene VermögenswerteDer Vorstand der INDUS Holding AG ist mit einem
strategischen Investor in weit fortgeschrittenen
Verhandlungen über den Verkauf der WIESAUPLAST GmbH
& Co. KG und deren Tochtergesellschaften aus dem
Segment Fahrzeugtechnik. Zum 30. September 2021 wird der
Verkauf zwar nicht als sicher, aber innerhalb der
nächsten Zeit als sehr wahrscheinlich angesehen.
Daher werden die zugeordneten Vermögenswerte als
"Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte"
ausgewiesen. Schulden der Veräußerungsgruppe
wurden analog in die Bilanzposition "Schulden im
Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen
Vermögenswerten" gebucht. Abwertungen im Zusammenhang
mit der Veräußerung von WIESAUPLAST sind im
vorliegenden Zwischenabschluss mit 2.479 TEUR
aufwandswirksam enthalten. WIESAUPLAST gehört seit
1997 zu INDUS und ist auf die Serienzulieferung
hochpräziser und sicherheitsrelevanter Kunststoffteile
für die Automobilindustrie spezialisiert.
[15] Finanzverbindlichkeitenscrollen
[16] VerbindlichkeitenDie sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten mit 56.177
TEUR (31. Dezember 2020: 18.990 TEUR) bedingte
Kaufpreisverbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden
Zeitwert, soweit die Minderheitsgesellschafter durch
Kündigung des Gesellschaftsvertrags oder aufgrund von
Optionsvereinbarungen ihre Anteile INDUS andienen
können.
Sonstige Angaben[17] SegmentberichterstattungSEGMENTINFORMATIONEN FÜR DIE GESCHÄFTSBEREICHE FÜR DAS 1.-3. QUARTAL 2021SEGMENTBERICHT NACH IFRS 8 (in TEUR)scrollen
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Die folgende Tabelle leitet die Summe der operativen
Ergebnisse der Segmentberichterstattung über zum
Ergebnis vor Steuern der Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung:
ÜBERLEITUNGSRECHNUNG (in TEUR)scrollen
Die Gliederung der Segmente entspricht unverändert
dem aktuellen Stand der internen Berichterstattung. Die
Informationen beziehen sich auf die fortgeführten
Aktivitäten. Die Zuordnung der Gesellschaften zu den
Segmenten wird durch deren Absatzmärkte bestimmt, wenn
der ganz überwiegende Sortimentsanteil in dem
Marktumfeld abgesetzt wird (Fahrzeugtechnik, Medizin- und
Gesundheitstechnik). Sonst wird auf gemeinsame Merkmale der
Produktionsstruktur abgestellt (Bau/Infrastruktur,
Maschinen- und Anlagenbau, Metalltechnik).
Die Überleitungen enthalten die Werte der Holding,
nicht operativer Einheiten ohne Segmentzuordnung sowie die
Konsolidierungen. Hinsichtlich der den Segmentumsätzen
zugrunde liegenden Produkte und Dienstleistungen verweisen
wir auf die entsprechenden Ausführungen im
Lagebericht.
Die zentrale Steuerungsgröße der Segmente ist
das operative Ergebnis (EBIT) entsprechend der Definition
im Konzernabschluss. Die Segmentinformationen sind in
Übereinstimmung mit den Ausweis- und
Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung des
Konzernabschlusses angewandt wurden, ermittelt. Die
Verrechnungspreise zwischen den Segmenten beruhen auf
Marktpreisen, soweit diese verlässlich bestimmbar
sind, und werden im Übrigen auf Basis der
Kostenzuschlagsmethode ermittelt.
SEGMENTINFORMATIONEN FÜR DIE REGIONENDie Regionalisierung des Umsatzes bezieht sich auf die
Absatzmärkte. Aufgrund der vielfältigen
Auslandsaktivitäten ist eine weitere Aufgliederung
nach Ländern nicht sinnvoll, da außerhalb von
Deutschland kein Land 10 % des Konzernumsatzes erreicht.
Die langfristigen Vermögenswerte, abzüglich
latenter Steuern und Finanzinstrumente, beziehen sich auf
den Sitz der Gesellschaften. Eine weitere Differenzierung
ist ebenfalls nicht sinnvoll, da sich die Sitze der
Gesellschaften überwiegend in Deutschland befinden.
Aufgrund der Diversifikationspolitik von INDUS
existieren weder einzelne Produkt- oder
Dienstleistungsgruppen noch einzelne Kunden, die einen
Anteil von größer als 10 % am Umsatz erreichen.
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[18] Informationen zur Bedeutung von FinanzinstrumentenDie nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte der
Finanzinstrumente dar. Der beizulegende Zeitwert eines
Finanzinstruments ist der Preis, der in einem geordneten
Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am
Bemessungsstichtag für den Verkauf eines
Vermögenswerts eingenommen bzw. für die
Übertragung einer Schuld gezahlt würde.
FINANZINSTRUMENTE (in TEUR)scrollen
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Die zur Veräußerung verfügbaren
Finanzinstrumente betreffen grundsätzlich langfristig
gehaltene Finanzbeteiligungen, für die kein auf einem
aktiven Markt notierter Preis vorliegt und deren
beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt
werden kann. Diese werden mit Anschaffungskosten bewertet.
FINANZINSTRUMENTE NACH GESCHÄFTSMODELL GEM. IFRS 9 (in TEUR)scrollen
[19] Freigabe der VeröffentlichungDer Vorstand der INDUS Holding AG hat den vorliegenden
IFRS-Zwischenabschluss am 10. November 2021 zur
Veröffentlichung freigegeben.
Bergisch Gladbach, den 10. November 2021
INDUS Holding AG
Der Vorstand
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KontaktANSPRECHPARTNERINNENNina Wolf
Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 (0)2204/40 00-73
E-Mail: presse@indus.de
Dafne Sanac
Investor Relations
Telefon: +49 (0)2204/40 00-32
E-Mail: investor.relations@indus.de
INDUS HOLDING AGKölner Straße 32
51429 Bergisch Gladbach
Postfach 10 03 53
51403 Bergisch Gladbach
Telefon: +49(0)2204/40 00-0
Telefax: +49 (0)2204/40 00-20
E-Mail: indus@indus.de
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Finanzkalenderscrollen
INDUS Finanztermine und Corporate Events vormerken:
www.indus.de/investor-relations/finanztermine
ImpressumVERANTWORTLICHES VORSTANDSMITGLIEDDr.-Ing. Johannes Schmidt
DATUM DER VERÖFFENTLICHUNG11. November 2021
HERAUSGEBERINDUS Holding AG, Bergisch Gladbach
KONZEPT/GESTALTUNGBerichtsmanufaktur GmbH, Hamburg
FOTOSCatrin Moritz, INDUS-Gruppe
DRUCKGutenberg Beuys Feindruckerei GmbH, Langenhagen
Ausschließlich zum Zweck der besseren Lesbarkeit
wird auf die geschlechtsspezifische Schreibweise
verzichtet. Alle personenbezogenen Bezeichnungen im
vorliegenden Bericht sind somit geschlechtsneutral zu
verstehen.
Dieser Zwischenbericht ist auch in englischer Sprache
erhältlich. Im Zweifelsfall ist die deutsche Version
maßgeblich.
WICHTIGER HINWEIS:Dieser Zwischenbericht enthält in die Zukunft
gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen
des Vorstands der INDUS Holding AG beruhen. Auch wenn der
Vorstand der Ansicht ist, dass diese Annahmen und
Schätzungen zutreffend sind, unterliegen sie gewissen
Risiken und Unsicherheiten. Die künftigen
tatsächlichen Ergebnisse können aufgrund
vielfältiger Faktoren erheblich von diesen Annahmen
und Schätzungen abweichen. Zu diesen Faktoren
gehören unter anderem Veränderungen der
gesamtwirtschaftlichen Lage, der Geschäfts-,
Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, der Wechselkurse und
Zinssätze sowie der Gesetzeslage. Die INDUS Holding AG
übernimmt keinerlei Gewährleistung und Haftung
dafür, dass die künftige Entwicklung und die
künftigen tatsächlichen Ergebnisse mit den in
diesem Geschäftsbericht geäußerten Annahmen
und Schätzungen übereinstimmen. Die in diesem
Bericht getroffenen Annahmen und Schätzungen werden
nicht aktualisiert.
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