INDUS Holding AktiengesellschaftBergisch GladbachHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023ZWISCHENBERICHT H1 2023Highlightsscrollen
INDUS erwirtschaftet EBIT-Marge von 9,4 % im ersten
Halbjahr
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KURSENTWICKLUNG DER INDUS-AKTIE JANUAR BIS JULI 2023 EXKL. DIVIDENDE
Brief an die AktionäreSehr geehrte Damen und Herren,die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist
gedämpft. Grund dafür sind höhere Zinsen,
die immer noch hohe Inflation und eine zurückhaltende
Nachfrage aus dem Ausland. Viele Unternehmen erwarten auch
für das zweite Halbjahr eher keine Besserung. Gerade
jetzt gilt es aber auch, die Situation richtig zu
reflektieren: zu würdigen, was stabil ist und gut
funktioniert. Einzuordnen, dass in einigen Branchen nach
Boomzeiten Normalität eintritt. Aber natürlich
auch zu sehen, wo es Handlungsbedarfe gibt.
Im ersten Halbjahr des Jahres 2023 waren unsere
Portfoliounternehmen in Summe stabil unterwegs. Trotz der
nachlassenden Marktdynamik stieg der Umsatz um 2 % auf 904
Mio. EUR. Die EBIT-Marge in Höhe von 9,4 % ist
ordentlich, auch wenn das operative Ergebnis (EBIT) leicht
unter dem Vorjahr liegt.
Die Performance im Segment Engineering bleibt - trotz
spürbarer Zurückhaltung der Kunden bei der
Auftragsvergabe - gut. Im Segment Infrastructure sehen wir
nach dem Boom der letzten Jahre eine deutlich
rückläufige Baukonjunktur, insbesondere im
Bereich Neubau. Dennoch sind unsere Unternehmen unter
diesen Rahmenbedingungen stabil unterwegs. Weiter positiv
entwickelt sich das Segment Materials, obwohl niedrigere
Materialpreise teilweise zu sinkenden Verkaufspreisen
führen und damit die Umsatzdynamik etwas
abschwächen.
Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind
schwierig. Dennoch bestätigen wir unsere Prognose
für das Jahr 2023. Den Jahresumsatz erwarten wir am
unteren Ende unserer Guidance von 1,9 bis 2,0 Mrd. EUR. Das
EBIT für das Gesamtjahr sehen wir weiter gut innerhalb
unseres Prognosebands von 145 bis 165 Mio. EUR.
Mögliche Wertminderungen auf Geschäfts- und
Firmenwerte sind darin nicht enthalten. Entsprechend der
schwächeren Marktlage haben wir das Prognoseband
für die EBIT-Marge für das Segment Infrastructure
um einen Prozentpunkt nach unten verschoben. Für das
Segment Materials dagegen haben wir das Prognoseband
für die EBIT-Marge um einen Prozentpunkt nach oben
angepasst.
Im Juli konnten wir die Verträge zu den
Verkäufen von SCHÄFER und SELZER unterzeichnen.
Damit haben wir die Veräußerung der aufgegebenen
Geschäftsbereiche deutlich vor Jahresende 2023 -
unserem selbst gesetzten Ziel -abgeschlossen. Die
Auswirkungen der Verkäufe einschließlich der
operativen Verluste konnten weitestgehend im Abschluss
für das erste Halbjahr berücksichtigt werden. Nun
blicken wir auf ein zweites Halbjahr, das nicht mehr durch
die aufgegebenen Geschäftsbereiche belastet sein wird.
Das ermöglicht einen klaren Blick auf die gute
Ertragskraft der Gruppe.
In den volatilen Marktbedingungen der letzten Jahre
haben unsere Beteiligungen gelernt, schnell auf
Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage zu
reagieren. Dazu gehören unter anderem die
kontinuierliche Verbesserung der operativen Exzellenz und
ein stringentes Kostenmanagement. Das werden wir aus der
Holding heraus weiter eng begleiten.
Im Mai haben wir erstmals wieder eine
Präsenz-Hauptversammlung durchgeführt. Der
endlich wieder direkte Austausch mit unseren
Aktionären und deren Vertretern hat Spaß
gemacht. Das hat uns in unserer Entscheidung bestärkt,
bei der Hauptversammlung auch in den kommenden Jahren auf
den persönlichen Dialog mit Ihnen zu setzen.
Wir verbleiben mit einem herzlichen Dank für Ihr
fortgesetztes Interesse an unserer Aktie.
Bergisch Gladbach im August 2023
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ZwischenlageberichtGeschäftsverlauf der INDUS-Gruppe im ersten Halbjahr 2023KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscrollen
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Leichte UmsatzsteigerungDie INDUS-Beteiligungen konnten den Umsatz in den ersten
sechs Monaten 2023 um 2,0 % gegenüber dem
Vorjahresvergleichszeitraum steigern. Im Berichtszeitraum
erwirtschafteten sie einen Umsatz in Höhe von 904,1
Mio. EUR. Dies bedeutet eine Erhöhung um 17,8 Mio. EUR
gegenüber dem Vorjahr (886,3 Mio. EUR).
Die Umsatzanstiege wurden in den Segmenten Engineering
und Materials erzielt. Im Segment Engineering betrug der
Umsatzanstieg 4,0 %. Die Erwerbe von HEIBER + SCHRÖDER
und HELD im vergangenen Geschäftsjahr konnten 2,8 %
zum Umsatzwachstum in diesem Segment beitragen; das
organische Umsatzwachstum betrug 1,2 %. Das Segment
Materials weist gegenüber dem Vorjahr eine
Umsatzsteigerung von 2,9 % auf. Aufgrund der
gedämpften Baukonjunktur ist der Umsatz im Segment
Infrastructure um 0,9 % zurückgegangen. Insgesamt
betrugen das organische und das anorganische Umsatzwachstum
in der INDUSGruppe jeweils 1,0 %.
Die Gesamtleistung betrug nahezu unverändert 935,5
Mio. EUR nach 935,8 Mio. EUR im
Vorjahresvergleichszeitraum. Der Materialaufwand reduzierte
sich deutlich von 454,0 Mio. EUR auf 434,1 Mio. EUR (- 4,4
%) aufgrund von sinkenden Materialkosten bei einigen
Beteiligungen. Die Materialaufwandsquote sank von 51,2 %
auf 48,0 %. Der Personalaufwand stieg um 17,5 Mio. EUR (7,2
%) von 243,5 Mio. EUR auf 261,0 Mio. EUR. Die
Personalaufwandsquote erhöhte sich daher auf 28,9 %
(Vorjahr: 27,5 %). Der sonstige betriebliche Aufwand stieg
um 2,6 Mio. EUR von 109,7 Mio. EUR auf 112,3 Mio. EUR. In
Summe ergibt sich ein EBITDA in Höhe von 128,1 Mio.
EUR (Vorjahr: 128,6 Mio. EUR).
Die Abschreibungen betrugen 43,2 Mio. EUR und waren
damit um 2,0 Mio. EUR höher als im ersten Halbjahr
2022. Der leichte Anstieg resultiert im Wesentlichen aus
Abschreibungen auf Fair-Value-Anpassungen
(Kaufpreisallokation) im Anlagevermögen der im Vorjahr
erworbenen Beteiligungen HEIBER + SCHRÖDER und HELD.
EBIT-Marge bei 9,4 %In der Summe beträgt das operative Ergebnis (EBIT)
84,9 Mio. EUR nach 87,4 Mio. EUR im
Vorjahresvergleichszeitraum. Dies entspricht einer
Verringerung um 2,9 %. Die EBIT-Marge beträgt 9,4 % im
Berichtszeitraum nach 9,9 % im Vorjahresvergleichszeitraum.
Bei der separaten Betrachtung des zweiten Quartals
betrug das operative Ergebnis (EBIT) 40,1 Mio. EUR nach
46,0 Mio. EUR im Vorjahr. Der Rückgang beruht im
Wesentlichen auf einer Beruhigung im Segment
Infrastructure.
Das Finanzergebnis für das erste Halbjahr betrug
-13,9 Mio. EUR nach -9,7 Mio. EUR im
Vorjahresvergleichszeitraum. Im Finanzergebnis sind das
Zinsergebnis, das Ergebnis aus at-Equity-bewerteten
Anteilen und das übrige Finanzergebnis enthalten.
Innerhalb des übrigen Finanzergebnisses sind die
Bewertungen der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
ausgewiesen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem
Zinsaufwand und der Ergebniswirkung aus der Folgebewertung
der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten (Call-/Put-
Optionen).
Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag mit 71,0 Mio. EUR um
6,7 Mio. EUR unterhalb des Vorjahresvergleichswerts (77,7
Mio. EUR). Der Ertragssteueraufwand stieg auf 23,5 Mio. EUR
nach 20,8 Mio. EUR im Vorjahr. Die Steuerquote beträgt
33,1 % nach 26,8 % im Vorjahresvergleichszeitraum.
Aufgegebene Geschäftsbereiche mit reduziertem VerlustDie Beteiligungen SELZER und SCHÄFER sowie die im
Vorjahr entkonsolidierte SMA sind aufgegebene
Geschäftsbereiche im Sinne von IFRS 5. Das Ergebnis
aus den aufgegebenen Geschäftsbereichen betrug -25,8
Mio. EUR im ersten Halbjahr 2023 nach -36,2 Mio. EUR im
Vorjahresvergleichszeitraum. Ursache für die deutliche
Verlustreduzierung ist die Entkonsolidierung von SMA im
vierten Quartal 2022. Das Ergebnis des zweiten Quartals
2023 enthält weitestgehend die erwarteten
Ergebniseffekte aus der Entkonsolidierung der
Beteiligungsgruppen SELZER und SCHÄFER auf Basis der
abgeschlossenen Verkaufsverträge.
Ergebnis nach Steuern leicht über VorjahrDas Ergebnis nach Steuern beträgt 21,7 Mio. EUR und
liegt um 1,0 Mio. EUR über dem Vorjahresvergleichswert
(20,7 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie beträgt 1,76
EUR für die fortgeführten Geschäftsbereiche
(Vorjahr: 2,10 EUR je Aktie) und -0,96 EUR für die
aufgegebenen Geschäftsbereiche (Vorjahr: -1,34 EUR je
Aktie).
Im Durchschnitt der ersten sechs Monate 2023 wurden in
den Unternehmen der INDUS-Gruppe 9.548 Mitarbeitende
(Vorjahr: 10.656 Mitarbeitende) beschäftigt.
Erwerb QUICKMit Vertrag vom 12. Januar 2023 hat die BETOMAX systems
GmbH & Co. KG, ein Tochterunternehmen der INDUS Holding
AG, 100 % der Geschäftsanteile an der QUICK
Bauprodukte GmbH (QUICK) in Schwerte erworben. QUICK ist
ein Spezialist für Schalungs- und
Bewehrungszubehör und produziert sowie vertreibt
Standard- und Sonderbauteile rund um den Brückenbau,
Hoch- und Tiefbau sowie Tunnelbau. Das Produktportfolio von
QUICK ergänzt das bisherige Produktprogramm von
BETOMAX und bietet neue Marktchancen für den Bereich
Brückenbau. QUICK wird dem Segment Infrastructure
zugeordnet. Der wirtschaftliche Übergang (Closing)
wurde am 31. März 2023 realisiert.
Verkauf SCHÄFERNach dem Abschlussstichtag wurde am 5. Juli 2023 ein
Vertrag zur Veräußerung von 100 % der Anteile an
der Schäfer GmbH & Co. KG, der D.M.S. Design
Modell-Studien GmbH sowie der KSG Asia Limited und deren
Anteile an der KSG Automotive (Shanghai) Co., Ltd
unterzeichnet. Erwerber ist eine Gesellschaft der Callista
Portfolio Holding GmbH.
Die veräußerten SCHÄFER-Gesellschaften
wurden seit dem Konzernabschluss 2022 als "aufgegebener
Geschäftsbereich" klassifiziert und ausgewiesen. Die
Veräußerung ist am 31. Juli 2023 wirtschaftlich
wirksam geworden. Die Entkonsolidierung erfolgt ebenfalls
auf diesen Zeitpunkt im dritten Quartal 2023.
Verkauf SELZEREbenfalls nach dem Abschlussstichtag wurde am 28. Juli
2023 ein Vertrag über den Verkauf von 100 % der
Kommanditanteile an der SELZER Fertigungstechnik GmbH &
Co. KG und ihren Beteiligungen unterzeichnet. Der Verkauf
steht noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch das
Bundeskartellamt. Erwerber ist eine
Beteiligungsgesellschaft der MUTARES SE & Co. KGaA.
Die veräußerten SELZER-Gesellschaften wurden
seit dem Konzernabschluss 2022 als "aufgegebener
Geschäftsbereich" klassifiziert und ausgewiesen. Die
Veräußerung wird nach erfolgter Zustimmung des
Bundeskartellamts voraussichtlich im dritten Quartal
wirtschaftlich wirksam.
SegmentberichtSeit dem 1. Januar 2023 gliedert die INDUS Holding AG
ihr Beteiligungsportfolio gemäß dem
Strategie-Update PARKOUR perform in drei Segmente:
Engineering, Infrastructure und Materials. Zum 30. Juni
2023 umfasste das Beteiligungsportfolio 45 operative
Einheiten. Die aufgegebenen Geschäftsbereiche SELZER
und SCHÄFER gehören zu keinem operativen Segment.
EngineeringEBIT-Marge genau auf Vorjahreswert (9,2 %)Der Umsatz im Segment Engineering betrug 280,7 Mio. EUR
für das erste Halbjahr 2023 und war damit um 10,9 Mio.
EUR (4,0 %) höher als im Vorjahresvergleichszeitraum
(269,8 Mio. EUR). Der Zuwachs betrifft anorganisches
Wachstum in Höhe von 2,8 % durch die Akquisitionen
HEIBER + SCHRÖDER und HELD aus 2022 - sowie
organisches Wachstum in Höhe von 1,2 %. Für den
weiteren Jahresverlauf werden insgesamt leicht über
dem Vorjahr liegende Umsatzerlöse prognostiziert.
Das operative Ergebnis (EBIT) erreichte 25,9 Mio. EUR
nach 24,8 Mio. EUR im Vorjahr. Der Zuwachs in Höhe von
1,1 Mio. EUR (4,4 %) ist im Wesentlichen auf eine
verbesserte Ergebnissituation bei einer Beteiligung aus dem
Bereich Mess- und Regeltechnik zurückzuführen. Im
vergangenen Jahr war hier die Umsatz- und Ergebnissituation
wegen der mangelnden Verfügbarkeit von Halbleitern
stark beeinträchtigt.
Die EBIT-Marge betrug genau wie im Vorjahr 9,2 % und
liegt damit im unteren Bereich des Zielkorridors für
das Gesamtjahr 2023 von 9 bis 11 %.
Für das Gesamtjahr erwarten wir weiterhin einen
leicht steigenden Umsatz und ein stark steigendes
operatives Ergebnis (aufgrund der Wertminderungen im
dritten Quartal des Vorjahres). Die EBIT-Marge wird im
Korridor von 9 bis 11 % liegen.
Die Investitionen des Berichtszeitraums in Höhe von
4,8 Mio. EUR betrafen ausschließlich Investitionen in
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Im
Vorjahr waren die Erwerbe von HEIBER + SCHRÖDER und
HELD in den Investitionen enthalten.
KENNZAHLEN ENGINEERINGscrollen
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InfrastructureGedämpfte Baukonjunktur wirkt sich auf Segmentergebnis ausDer Umsatz im Segment Infrastructure betrug 291,3 Mio.
EUR und lag damit um 2,7 Mio. EUR (0,9 %) unter dem Umsatz
des Vorjahreszeitraums (294,0 Mio. EUR). Die deutlich
beruhigte Baukonjunktur wirkte sich insbesondere auf das
Geschäft im Bereich der Neubauten aus. Das
Geschäft im Bereich der Sanierungen ist hiervon
weniger betroffen. Für den weiteren Verlauf des
Geschäftsjahres erwarten wir keine wesentlichen
positiven Impulse beim Auftragseingang.
Das operative Ergebnis (EBIT) erreichte 25,1 Mio. EUR
und war damit um 10,3 Mio. EUR niedriger als im Vorjahr in
Höhe von 35,4 Mio. EUR. Die EBIT-Marge erreichte mit
8,6 % (Vorjahr: 12,0 %) einen Wert unterhalb der Zielmarge
von 10 bis 12 %. Allerdings lag die EBIT-Marge im zweiten
Quartal 2023 mit 9,6 % zwei Prozentpunkte über der
EBIT-Marge des ersten Quartals 2023.
Für das Gesamtjahr gehen wir weiterhin von einem
leicht steigenden Umsatz und einem stark steigenden
operativen Ergebnis (aufgrund der Wertminderungen im
dritten Quartal des Vorjahres) aus. Die EBIT-Marge erwarten
wir nun im Korridor von 9 bis 11 %.
Zu Beginn des Geschäftsjahres konnte die QUICK
Bauprodukte GmbH von BETOMAX systems GmbH & Co. KG
erworben werden. Der wirtschaftliche Übergang und die
Erstkonsolidierung erfolgte zum 31. März 2023. QUICK
ist ein Spezialist für Schalungs- und
Bewehrungszubehör und produziert sowie vertreibt
Standard- und Sonderbauteile rund um den Brückenbau,
Hoch- und Tiefbau sowie Tunnelbau. Das Produktportfolio von
QUICK ergänzt das bisherige Produktprogramm von
BETOMAX sehr gut und bietet neue Marktchancen für den
Bereich Brückenbau.
Die Investitionen in Höhe von 15,8 Mio. EUR
betrafen im Wesentlichen den Erwerb von QUICK. Die
Sachinvestitionen liegen mit 7,0 Mio. EUR oberhalb des
Vorjahreswerts (5,7 Mio. EUR).
KENNZAHLEN INFRASTRUCTUREscrollen
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MaterialsEBIT-Marge weiter oberhalb des ZielkorridorsDer Umsatz im Segment Materials betrug 331,5 Mio. EUR im
ersten Halbjahr 2023 und konnte gegenüber dem
Vorjahresvergleichszeitraum um 9,2 Mio. EUR (2,9 %)
gesteigert werden. Das Umsatzwachstum ist
ausschließlich organisch erwirtschaftet worden. Ein
überwiegender Teil der Beteiligungen des Segments
Materials konnte die Umsätze im Vergleich zum
Vorjahresvergleichszeitraum erhöhen, obwohl niedrigere
Materialpreise teilweise zu sinkenden Verkaufspreisen
führten und die Umsatzdynamik etwas abschwächten.
Das operative Ergebnis (EBIT) betrug 38,1 Mio. EUR und
konnte damit um 5,0 Mio. EUR bzw. 15,1 % im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum gesteigert werden. Die EBIT-Marge lag bei
11,5 % nach 10,3 % im Vorjahresvergleichszeitraum. Das
erste Halbjahr ist im Vorjahresvergleich positiv verlaufen.
Die Segmentbeteiligungen konnten die Preissteigerungen bei
der Materialbeschaffung aus dem vergangenen
Geschäftsjahr mittlerweile gut ausgleichen. Teilweise
kommt es bei den materialintensiven Beteiligungen aufgrund
der deutlich gesunkenen Materialkosten aber auch wieder zu
sinkenden Verkaufspreisen.
Im Segment Materials erwarten wir für das
Gesamtjahr noch ergebnismindernde Effekte, die noch keinen
Einfluss auf das Halbjahresergebnis hatten, aber in der
Jahresprognose enthalten sind. Unter anderem betrifft dies
die voraussichtliche Erhebung eines Anti-Dumping-Zolls der
EU auf Importe eines wichtigen Rohstoffs.
Für das Gesamtjahr 2023 erwarten wir einen leicht
steigenden Umsatz und ein steigendes operatives Ergebnis
(aufgrund der Wertminderungen im dritten Quartal des
Vorjahres). Die EBIT-Marge wird, etwas besser als bisher
prognostiziert, in der Bandbreite von 7 bis 9 % erwartet.
Die Investitionen lagen mit 6,1 Mio. EUR auf
Vorjahresniveau und betreffen ausschließlich
Sachinvestitionen.
KENNZAHLEN MATERIALSscrollen
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Finanz- und VermögenslageKONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG, VERKÜRZTscrollen
Kapitalflussrechnung: Operativer Cashflow deutlich gestiegenDer operative Cashflow im ersten Halbjahr 2023 hat sich
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 54,3 Mio. EUR auf
39,2 Mio. EUR erhöht. Während das Ergebnis nach
Steuern der fortgeführten Geschäftsbereiche in
Höhe von 47,5 Mio. EUR im Berichtszeitraum um 9,4 Mio.
EUR unter dem Vorjahreswert von 56,9 Mio. EUR lag, ist der
im Vorjahresvergleich höhere operative Cashflow auf
den deutlich geringeren zahlungswirksamen Anstieg des
Working Capital (+62,8 Mio. EUR) zurückzuführen.
Die Auszahlungen dafür konnten im Vergleich zum ersten
Halbjahr 2022 deutlich reduziert werden, da im Vorjahr
zusätzlich zum planmäßigen Aufbau des
Working Capital eine bewusste Bevorratung aufgrund der
Materialpreissteigerungen und der Lieferkettenprobleme
vorgenommen wurde.
Nach Berücksichtigung der Zinszahlungen in
Höhe von 10,8 Mio. EUR (Vorjahr: 10,8 Mio. EUR) ergab
sich ein Cashflow aus Geschäftstätigkeit in
Höhe von 28,4 Mio. EUR (Vorjahr: -25,9 Mio. EUR), der
damit 54,3 Mio. EUR über dem Vorjahresvergleichswert
liegt.
Die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen betrugen -18,2 Mio. EUR
und lagen damit über dem Vorjahresniveau (Vorjahr:
-17,0 Mio. EUR). Auszahlungen für Investitionen in
Anteile vollkonsolidierter Gesellschaften wurden in
Höhe von -8,9 Mio. EUR getätigt und betrafen den
Erwerb von QUICK. Im Vorjahresvergleichszeitraum wurden die
beiden Beteiligungen HEIBER + SCHRÖDER und HELD
erworben. Die Einzahlungen aus Abgängen von
Vermögenswerten beinhalten den Verkaufserlös
für ein Geschäftsgrundstück in Höhe von
14,4 Mio. EUR. Im Vorjahr war die zweite Tranche der
Kaufpreiszahlung für den Verkauf der
WIESAUPLAST-Gruppe in Höhe von 9,8 Mio. EUR enthalten.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug in der
Summe -12,9 Mio. EUR im Vergleich zu -61,3 Mio. EUR im
Vorjahr.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist
deutlich gesunken und beläuft sich auf -9,2 Mio. EUR
(Vorjahr: +103,0 Mio. EUR). Die Nettokreditaufnahme hat
sich dabei um 120,7 Mio. EUR auf 21,7 Mio. EUR reduziert.
Die Auszahlung für die Dividende (0,80 EUR je Aktie)
an die INDUS-Aktionäre lag mit 21,5 Mio. EUR im
Berichtszeitraum deutlich unter dem Vorjahreswert von 28,2
Mio. EUR (1,05 EUR je Aktie).
Insgesamt beträgt die zahlungswirksame
Veränderung der liquiden Mittel der fortgeführten
Geschäftsbereiche für die ersten sechs Monate
2023 6,3 Mio. EUR nach 15,8 Mio. EUR im Vorjahr. Die
zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel der
aufgegebenen Geschäftsbereiche beträgt -15,1 Mio.
EUR (Vorjahr: -37,0 Mio. EUR). Ausgehend vom
Jahresanfangsbestand in Höhe von 127,8 Mio. EUR
betrugen die liquiden Mittel zum 30. Juni 2023 118,9 Mio.
EUR.
Free Cashflow steigt deutlich anMit dem Strategie-Update PARKOUR perform wurde der Free
Cashflow als weitere Steuerungsgröße
eingeführt. Der Free Cashflow berechnet sich als Summe
aus dem operativen Cashflow und dem Cashflow aus
Investitionstätigkeit abzüglich der Auszahlungen
für Investitionen in vollkonsolidierte Unternehmen.
Der Free Cashflow gibt Auskunft über die
verfügbaren Mittel von INDUS für
Neuakquisitionen, Dividenden und Zahlungen an
Fremdkapitalgeber (Zinsen und Reduzierung der
Nettoverschuldung).
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Im ersten Halbjahr erwirtschaftete die INDUS-Gruppe
einen Free Cashflow in Höhe von 35,2 Mio. EUR. Damit
ist der Free Cashflow um 52,8 Mio. EUR höher als im
Vorjahresvergleichszeitraum.
KONZERN-BILANZ, VERKÜRZTscrollen
Eigenkapitalquote bei 35,6 %Zum 30. Juni 2023 betrug die Konzernbilanzsumme der
INDUS-Gruppe 1.917,1 Mio. EUR und war damit um 27,2 Mio.
EUR (1,4 %) höher als zum 31. Dezember 2022. Ursache
war insbesondere der saisonal übliche Anstieg des
Working Capital sowie der Erwerb von QUICK.
Das Eigenkapital verringerte sich um 3,3 Mio. EUR (0,5
%). Die Dividendenauszahlung der INDUS Holding AG im Mai
2023 in Höhe von 21,5 Mio. EUR sowie die
erfolgsneutralen Ergebniseffekte in Höhe von -3,3 Mio.
EUR übertrafen in Summe das Ergebnis nach Steuern des
ersten Halbjahres. Die Eigenkapitalquote zum 30. Juni 2023
betrug 35,6 % und lag damit leicht unter dem Stand zum 31.
Dezember 2022 (36,3 %).
Das langfristige Fremdkapital ist mit 729,8 Mio. EUR
nahezu konstant zum Stand am Ende des vergangenen
Geschäftsjahres (728,7 Mio. EUR). Bei den
kurzfristigen Finanzierungsmitteln ist ein Anstieg um 29,4
Mio. EUR zu verzeichnen - getrieben durch den Anstieg der
kurzfristigen Finanzschulden (+29,6 Mio. EUR).
Das Working Capital zum 30. Juni 2023 lag mit 558,0 Mio.
EUR um 12,3 % höher als zum 31. Dezember 2022 (496,7
Mio. EUR). Der planmäßige und saisonal bedingte
Anstieg des Working Capital ist gegenüber dem
Vorjahreshalbjahr erwartungsgemäß deutlich
geringer ausgefallen. Hier wirkt sich die Entspannung bei
den Lieferketten und den Materialpreisen aus.
Die zur Veräußerung gehaltenen
Vermögenswerte sind von 66,3 Mio. EUR zum 31. Dezember
2022 auf 40,4 Mio. EUR zum 30. Juni 2023 gesunken.
Wesentliche Ursache sind der Verkauf einer Immobilie im
ersten Quartal sowie die Fortschreibung der Buchwerte von
SCHÄFER und SELZER. Die Schulden für zur
Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
betrugen 35,9 Mio. EUR und waren damit nahezu
unverändert zum 31. Dezember 2022 (35,7 Mio. EUR).
WORKING CAPITALscrollen
Die Nettofinanzverbindlichkeiten betrugen 624,0 Mio. EUR
zum 30. Juni 2023 und lagen um 30,5 Mio. EUR über dem
Wert zum 31. Dezember 2022. Der Anstieg ist damit geringer
als der Aufbau des Working Capital und setzt sich aus
erhöhten Finanzschulden (+21,6 Mio. EUR) und
verringerten liquiden Mitteln (-8,9 Mio. EUR) zusammen.
NETTOFINANZVERBINDLICHKEITENscrollen
NachtragsberichtVerkauf SCHÄFERNach dem Abschlussstichtag wurde am 5. Juli 2023 ein
Vertrag zur Veräußerung von 100 % der Anteile an
der Schäfer GmbH & Co. KG, der D.M.S. Design
Modell-Studien GmbH sowie der KSG Asia Limited und deren
Anteile an der KSG Automotive (Shanghai) Co., Ltd
unterzeichnet. Die SCHÄFER-Gruppe wurde an eine
Gesellschaft der Callista Portfolio Holding GmbH
veräußert.
Die veräußerten SCHÄFER-Gesellschaften
wurden seit dem Konzernabschluss 2022 als "aufgegebener
Geschäftsbereich" klassifiziert und ausgewiesen. Die
Veräußerung wird am 31. Juli 2023 wirtschaftlich
wirksam. Die Entkonsolidierung erfolgte am 31. Juli 2023.
Verkauf SELZERNach dem Abschlussstichtag wurde am 28. Juli 2023 ein
Vertrag über den Verkauf von 100 % der
Kommanditanteile an der SELZER Fertigungstechnik GmbH &
Co. KG und ihren Beteiligungen unterzeichnet. Der Verkauf
steht noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch das
Bundeskartellamt. Erwerber ist eine 100 %ige
Beteiligungsgesellschaft der MUTARES SE & Co. KGaA.
Die veräußerten SELZER-Gesellschaften wurden
seit dem Konzernabschluss 2022 als "aufgegebener
Geschäftsbereich" klassifiziert und ausgewiesen. Die
Veräußerung wird nach erfolgter Zustimmung des
Bundeskartellamts voraussichtlich im dritten Quartal
wirtschaftlich wirksam.
Chancen und RisikenFür den Chancen- und Risikobericht der INDUS
Holding AG wird auf den Geschäftsbericht 2022
verwiesen. Zur frühzeitigen Erkennung, zur umfassenden
Analyse und zum konsequenten Umgang mit Risiken betreibt
die Gesellschaft ein effizientes Risikomanagementsystem.
Die Ausgestaltung des Risikomanagements sowie die Bedeutung
der einzelnen Risiken werden im Geschäftsbericht
erläutert. Darin wird festgehalten, dass sich das
Unternehmen keinen Risiken ausgesetzt sieht, die den
Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.
AusblickDie deutsche Wirtschaftsleistung stagnierte im zweiten
Quartal 2023. Nachdem das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den
vorausgehenden sechs Monaten leicht zurückgegangen
war, stabilisierten sich im zweiten Quartal insbesondere
die Konsumausgaben der privaten Haushalte. Die deutsche
Industrie stützt sich weiter auf einen hohen
Auftragsbestand, den sie angesichts der nachlassenden
Lieferkettenprobleme abarbeiten kann. So stieg die
Industrieproduktion im Mai gegenüber dem
Vorjahresmonat kalenderbereinigt leicht um 0,7 % an. Der
reale Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe sank im Mai
2023 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,3 %, lag aber
immer noch bei einer Reichweite von 7,2 Monaten. Das
Preisniveau normalisiert sich langsam: Die Preise für
Energie und Rohstoffe gaben in der ersten Jahreshälfte
nach. Die Inflation lag im Juli 2023 bei 6,2 % im Vergleich
zum Vorjahresmonat. Zugleich bremst die
rückläufige internationale Nachfrage die
Industriekonjunktur deutlich. Die Weltwirtschaft wird
belastet von zuletzt schwächeren Konjunkturdaten aus
China und Japan. Damit gewinnen die weitere Entwicklung der
US-amerikanischen Wirtschaft und die Frage, ob die
angestrebte weiche Landung aus der Inflation weiter
gelingt, an Bedeutung. Im Inland senken gestiegene
Finanzierungskosten die Investitionsbereitschaft. Im Juli
2023 hat die EZB zum neunten Mal innerhalb eines Jahres die
Zinsen auf nun 4,25 % erhöht. Die hohen Zinsen brechen
den Boom der letzten Jahre in der Bauwirtschaft: Die Anzahl
der Baugenehmigungen in Deutschland von Januar bis Mai 2023
ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 27,0 %
zurück. Der Umsatz im Bauhauptgewerbe sank im Mai 2023
real gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,1 %.
Auf Jahressicht rechnen die Wirtschaftsinstitute
für die deutsche Wirtschaft mit einer leichten
Rezession: Der Internationale Währungsfonds sowie das
IfW Kiel gehen von einem Abschwung um -0,3 % aus, die ifo
Konjunkturprognose prognostiziert einen Rückgang von
-0,4 %. Auch die Frühindikatoren bestätigen
dieses Bild: Im Juli fiel der Einkaufsmanagerindex (PMI)
für Deutschland unter die Schwelle von 50 Punkten - in
der Industrie waren dabei insbesondere die
zukunftsgerichteten Datenpunkte wie Geschäftsausblick
und Neubestellungen rückläufig. Der ifo
Geschäftsklimaindex gab im Juli zum dritten Mal in
Folge nach. Vor allem die Bewertung der aktuellen Lage fiel
pessimistischer aus. Aber auch die Erwartungen
verdüsterten sich: Es gehen immer weniger neue
Aufträge bei den Unternehmen ein. Im Zeitraum
März bis Mai 2023 lag der Auftragseingang im
Verarbeitenden Gewerbe 6,1 % unter den drei vorhergehenden
Monaten. Im Bauhauptgewerbe legte der Auftragseingang im
Mai im Vergleich zum Vormonat zwar um 3,5 % zu, lag aber
noch 5,7 % unter dem Vorjahresmonat. Der Arbeitsmarkt zeigt
sich trotz rezessiver Stimmung robust: Die
Erwerbstätigkeit in Deutschland blieb im Juni
unverändert zum Vormonat und lag 0,7 % über dem
Vorjahresmonat.
INDUS hat im ersten Halbjahr des aktuellen
Geschäftsjahres eine leichte Umsatzsteigerung und
solide operative Ergebnisse (EBIT) bei einer
eingetrübten Wirtschaftslage erzielt. Die EBIT-Marge
betrug 9,4 %. Im Segment Engineering konnten im ersten
Halbjahr 2023 Umsatz und operatives Ergebnis um rund 4 %
gesteigert werden. Die EBIT-Marge erreicht den
Vorjahreswert. Für das Gesamtjahr bestätigen wir
unsere Erwartungen mit einem leicht steigenden Umsatz,
stark steigenden EBIT (aufgrund der Wertminderungen im
dritten Quartal 2022) und einer EBIT-Marge zwischen 9 und
11 %. Im Segment Infrastructure ist die getrübte
Baukonjunktur deutlich spürbar. Für das
Gesamtjahr halten wir an der Prognose von einem leicht
steigenden Umsatz und einem stark steigenden EBIT fest.
Allerdings reduzieren wir den Prognosekorridor für die
EBIT-Marge von 10 bis 12 % auf nun 9 bis 11 %. Das Segment
Materials erwirtschaftete eine EBIT-Steigerung von 5,0 %
und eine EBIT-Marge von 11,5 %. Diese liegt oberhalb des
ursprünglich erwarteten Korridors von 6 bis 8 %
für das Gesamtjahr. Wir gehen nun von einer EBIT-Marge
von 7 bis 9 % für das Gesamtjahr aus.
Der operative Cashflow konnte im ersten Halbjahr
deutlich um 54,3 Mio. EUR gesteigert werden. Dies ist das
Resultat eines deutlich geringeren Working-Capital-Anstiegs
im Vergleich zum Vorjahr. Der Free Cashflow betrug 35,2
Mio. EUR und war um 52,8 Mio. EUR höher als im
Vorjahr. Unsere Prognose eines Free Cashflow von über
100 Mio. EUR im Gesamtjahr bleibt unverändert.
Den Umsatz für das Gesamtjahr 2023 erwarten wir nun
am unteren Ende unseres Prognosebands von 1,9 bis 2,0 Mrd.
EUR. Ohne Berücksichtigung von möglichen
Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte
erwarten wir weiterhin für das Gesamtjahr ein
operatives Ergebnis in einem Band von 145 bis 165 Mio. EUR.
Die EBIT-Marge erwarten wir am oberen Rand des Bands von 7
bis 8 %.
ÜBERBLICK PROGNOSE MÄRZ 2023 UND AUGUST 2023:scrollen
Verkürzter KonzernzwischenabschlussKonzern-Gewinn- und VerlustrechnungFÜR DAS 1. HALBJAHR 2023scrollen
Konzern-GesamtergebnisrechnungFÜR DAS 1. HALBJAHR 2023scrollen
Die im sonstigen Ergebnis erfolgsneutral erfassten
Erträge und Aufwendungen enthalten
versicherungsmathematische Verluste (Vorjahr: Gewinne) aus
Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen in Höhe
von -2.423 TEUR (Vorjahr: 22.130 TEUR). Diese resultieren
aus der Verringerung des Zinssatzes für
inländische Pensionsverpflichtungen um 0,15
Prozentpunkte (Vorjahr: Erhöhung um 2,35
Prozentpunkte) und für ausländische Pensionen
(Schweiz) um 0,38 Prozentpunkte (Vorjahr: Erhöhung um
1,73 Prozentpunkte).
Das Ergebnis der Währungsumrechnung resultiert im
Wesentlichen aus der Umrechnung der Abschlüsse
einbezogener ausländischer Konzerngesellschaften. Die
Veränderung der Marktwerte derivativer
Finanzinstrumente resultiert aus den bei der Holding zur
Zinsabsicherung abgeschlossenen Zinsswaps.
Konzern-BilanzZUM 30. JUNI 2023AKTIVAscrollen
PASSIVAscrollen
Konzern-EigenkapitalveränderungsrechnungVOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2023scrollen
scrollen
Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zum 30.
Juni 2023 umfassen im Wesentlichen die Anteile nicht
beherrschender Gesellschafter an Tochtergesellschaften der
ROLKO-Gruppe. Die Anteile nicht beherrschender
Gesellschafter, bei denen aufgrund wechselseitiger
Optionsvereinbarungen bereits zum Erwerbszeitpunkt der
Übergang des wirtschaftlichen Eigentums der
betreffenden nicht beherrschten Anteile vorlag, werden
unter den sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert.
Konzern-KapitalflussrechnungFÜR DAS 1. HALBJAHR 2023scrollen
KonzernanhangGrundlagen des Konzernabschlusses[1] AllgemeinesDie INDUS Holding AG mit Sitz in Bergisch Gladbach,
Deutschland, hat ihren verkürzten
Konzernzwischenabschluss für den Zeitraum vom 1.
Januar 2023 bis 30. Juni 2023 in Übereinstimmung mit
den International Financial Reporting Standards (IFRS) und
deren Auslegungen durch das International Financial
Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC),
wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden
sind, erstellt. Der Konzernabschluss ist in Euro
aufgestellt. Sofern nicht anders vermerkt, werden alle
Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben.
Dieser Zwischenabschluss wird in Übereinstimmung
mit IAS 34 in verkürzter Form erstellt. Der
Zwischenbericht ist nicht testiert und wurde auch keiner
prüferischen Durchsicht unterzogen.
Über verpflichtend neu anzuwendende Standards wird
gesondert im Bereich "Änderungen von
Rechnungslegungsvorschriften" berichtet. Ansonsten werden
die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr
2022 angewendet, die dort detailliert erläutert sind.
Da der vorliegende Zwischenabschluss nicht den vollen
Informationsumfang des Jahresabschlusses aufweist, ist
dieser Abschluss im Kontext mit dem vorangegangenen
Jahresabschluss zu betrachten.
Aus Sicht des Vorstands enthält der vorliegende
Quartalsbericht alle üblichen, laufend vorzunehmenden
Anpassungen, die für eine angemessene Darstellung der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
notwendig sind. Die im ersten Halbjahr 2023 erzielten
Ergebnisse lassen nicht notwendigerweise Vorhersagen
über die Entwicklung des weiteren
Geschäftsverlaufs zu.
Die Erstellung des Konzernabschlusses ist beeinflusst
von Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie Annahmen und
Schätzungen, die sich auf Höhe und Ausweis der
bilanzierten Vermögenswerte, Schulden und
Eventualschulden sowie Aufwendungen und Erträge
auswirken. Wenn Zukunftserwartungen abzubilden sind,
können die tatsächlichen Werte von den
Schätzungen abweichen. Verändert sich die
ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die
Bilanzierung der entsprechenden Positionen erfolgswirksam
angepasst.
[2] Änderungen von RechnungslegungsvorschriftenAlle ab dem Geschäftsjahr 2023 verpflichtend
anzuwendenden Rechnungslegungsnormen sind in dem
vorliegenden Zwischenabschluss umgesetzt.
Es ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die
Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
der INDUS Holding AG durch die Anwendung von neuen
Standards.
[3] UnternehmenserwerbeWEITERE UNTERNEHMENSERWERBEMit Vertrag vom 12. Januar 2023 hat die BETOMAX systems
GmbH & Co. KG, ein Tochterunternehmen der INDUS Holding
AG, 100 % der Geschäftsanteile an der QUICK
Bauprodukte GmbH (QUICK) in Schwerte erworben. QUICK ist
ein Spezialist für Schalungs- und
Bewehrungszubehör und produziert sowie vertreibt
Standard- und Sonderbauteile rund um den Brückenbau,
Hoch- und Tiefbau sowie Tunnelbau. Das Produktportfolio von
QUICK ergänzt das bisherige Produktprogramm von
BETOMAX und bietet neue Marktchancen für den Bereich
Brückenbau. QUICK wird dem Segment Infrastructure
zugeordnet. Der wirtschaftliche Übergang (Closing)
wurde am 31. März 2023 realisiert.
Der beizulegende Zeitwert der gesamten Gegenleistung
betrug 11.398 TEUR zum Erwerbszeitpunkt und beinhaltet
einen Earn- Out in Höhe von 2.200 TEUR.
Der im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelte
Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 3.862 TEUR
ist steuerlich nicht abzugsfähig. Der Geschäfts-
und Firmenwert ist die Residualgröße der
gesamten Gegenleistung abzüglich des Werts der neu
bewerteten erworbenen Vermögenswerte und
übernommenen Schulden und repräsentiert nicht
bilanzierungsfähige Ertragspotenziale der
übernommenen Gesellschaft für die Zukunft sowie
das Know-how der Belegschaft.
In der vorläufigen Kaufpreisallokation wurden die
erworbenen Vermögenswerte und Schulden wie folgt
ermittelt:
WEITERE NEUERWERBE: QUICKscrollen
* Sonstige Aktiva: Sonstige langfristige
Vermögenswerte, Sonstige kurzfristige
Vermögenswerte, Latente Steuern, Laufende
Ertragsteuern
Die neu bewerteten immateriellen Vermögenswerte
beinhalten im Wesentlichen den Kundenstamm.
Die Erstkonsolidierung von QUICK erfolgte zum 31.
März 2023. Zum Ergebnis des Geschäftsjahres
trägt QUICK einen Umsatz in Höhe von 1.436 TEUR
und ein operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von -437
TEUR bei. Die ergebniswirksamen Aufwendungen aus der
Erstkonsolidierung der QUICK belasten das operative
Ergebnis (EBIT) in Höhe von 507 TEUR. Die
Anschaffungsnebenkosten des Erwerbs wurden in der Gewinn-
und Verlustrechnung erfasst.
[4] Aufgegebene GeschäftsbereicheDie INDUS Holding AG hat ab dem 24. Oktober 2022 die
Kontrolle über die SMA und deren Tochtergesellschaften
verloren und damit die Gesellschaften entkonsolidiert. SMA
ist ein aufgegebener Geschäftsbereich im Sinne von
IFRS 5.32.
Im vierten Quartal 2022 wurde die Veräußerung
der SELZER Fertigungstechnik und ihrer
Tochtergesellschaften sowie der SCHÄFER Holding GmbH
und ihrer Tochtergesellschaften beschlossen. Seitdem wurde
aktiv nach Käufern gesucht.
Die SCHÄFER-Gruppe konnte mit Vertrag vom 5. Juli
2023 an eine Tochtergesellschaft der Callista Portfolio
Holding GmbH veräußert werden. Der
wirtschaftliche Abgang erfolgt zum 31. Juli 2023.
Die SELZER-Gruppe konnte am 28. Juli 2023 an eine
Tochtergesellschaft der MUTARES SE & Co. KGaA
veräußert werden. Der Verkauf steht noch unter
dem Vorbehalt der Freigabe durch das Bundeskartellamt.
SELZER und SCHÄFER sind jeweils aufgegebene
Geschäftsbereiche im Sinne von IFRS 5.32. Die
Vermögenswerte und Schulden werden als "zur
Veräußerung gehalten" klassifiziert und in der
Bilanz unter den entsprechenden Posten ausgewiesen sowie im
Anhang unter Ziffer [15] erläutert.
Die folgende Übersicht zeigt die Aufwendungen und
Erträge aus den aufgegebenen Geschäftsbereichen
für das erste Halbjahr 2023 und 2022:
scrollen
Die folgenden Cashflows können den aufgegebenen
Geschäftsbereichen zugeordnet werden:
scrollen
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung[5] Materialaufwandscrollen
[6] Personalaufwandscrollen
[7] Sonstiger betrieblicher Aufwandscrollen
[8] Finanzergebnisscrollen
Die Position "Anteile nicht beherrschender
Gesellschafter" beinhaltet die Ergebnisauswirkung aus der
Folgebewertung der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten
(Call-/Put-Optionen) in Höhe von -2.981 TEUR (Vorjahr:
141 TEUR) sowie die Nachsteuerergebnisse, die
Konzernfremden aus Anteilen von Personengesellschaften
sowie Kapitalgesellschaften mit Call-/Put-Optionen
zustehen.
[9] ErtragsteuernDer Ertragsteueraufwand wird im Zwischenabschluss auf
Basis der Prämissen der jeweils aktuellen
Steuerplanung errechnet.
[10] Ergebnis je Aktiescrollen
Erläuterungen zur Konzern-Bilanz[11] Vorrätescrollen
[12] Forderungenscrollen
[13] Finanzverbindlichkeitenscrollen
[14] VerbindlichkeitenDie sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten mit 68.180
TEUR (31. Dezember 2022: 64.050 TEUR) bedingte
Kaufpreisverbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden
Zeitwert, soweit die nicht beherrschenden Gesellschafter
durch Kündigung des Gesellschaftsvertrags oder
aufgrund von Optionsvereinbarungen ihre Anteile INDUS
andienen können.
[15] Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen VermögenswertenDer Vorstand der INDUS Holding AG hat im vierten Quartal
2022 die Veräußerung der SELZER
Fertigungstechnik und ihrer Tochtergesellschaften sowie der
SCHÄFER Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften
beschlossen. Seitdem wurde aktiv nach Käufern gesucht.
Die SCHÄFER-Gruppe konnte mit Vertrag vom 5. Juli 2023
an eine Tochtergesellschaft der Callista Portfolio Holding
GmbH veräußert werden. Die Entkonsolidierung
erfolgt zum 31. Juli 2023.
Die SELZER-Gruppe konnte am 28. Juli 2023, unmittelbar
nach dem Halbjahresstichtag, an eine Tochtergesellschaft
der MUTARES SE & Co. KGaA veräußert werden.
Der Verkauf steht noch unter dem Vorbehalt der Freigabe
durch das Bundeskartellamt.
Die SCHÄFER und SELZER zugeordneten
Vermögenswerte werden in der Bilanz als "Zur
Veräußerung gehaltene Vermögenswerte"
ausgewiesen. Schulden der Veräußerungsgruppe
wurden analog in der Bilanzposition "Schulden im
Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen
Vermögenswerten" ausgewiesen.
Abwertungen im Zusammenhang mit der geplanten
Veräußerung von SELZER und SCHÄFER sind im
Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen mit
18.880 TEUR aufwandswirksam enthalten. Im
Vorjahresvergleichzeitraum sind anlassbezogene Abwertungen
bei SMA in Höhe von 4.600 TEUR aufwandswirksam erfasst
worden.
Die zur Veräußerung gehaltenen
Vermögenswerte beinhalteten zum 31. Dezember 2022 auch
Grundstücke und Gebäude in Höhe von 18.333
TEUR. Im ersten Quartal 2023 wurde ein Grundstück
inklusive Gebäude in der Schweiz veräußert.
Hieraus resultiert eine Verringerung der Position um 14.403
TEUR.
scrollen
Sonstige Angaben[16] Informationen zur KapitalflussrechnungIn der Kapitalflussrechnung werden die Cashflows
für die fortgeführten Geschäftsbereiche
ausgewiesen. In der folgenden Tabelle sind die Cashflows
der gesamten INDUS-Gruppe unterteilt nach
fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen
aufgeführt:
scrollen
Zu Informationen bezüglich der Zusammensetzung der
Cashflows aus aufgegebenen Geschäftsbereichen siehe
Position [4].
[17] SegmentberichterstattungSEGMENTINFORMATIONEN FÜR DIE GESCHÄFTSBEREICHE FÜR DAS 1. HALBJAHR 2023SEGMENTBERICHT NACH IFRS 8 in TEURscrollen
scrollen
SEGMENTINFORMATIONEN FÜR DIE GESCHÄFTSBEREICHE FÜR DAS 2. QUARTAL 2023SEGMENTBERICHT NACH IFRS 8scrollen
scrollen
Die folgende Tabelle leitet die Summe der operativen
Ergebnisse der Segmentberichterstattung über zum
Ergebnis vor Steuern der Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung:
ÜBERLEITUNGSRECHNUNGscrollen
Die Gliederung der Segmente entspricht dem aktuellen
Stand der internen Berichterstattung. Die interne
Berichterstattung hat sich gemäß dem
Strategie-Update PARKOUR perform seit dem 1. Januar 2023
geändert. Die neue Segmentstruktur wird entsprechend
der Technologieschwerpunkte in die Segmente Engineering,
Infrastructure und Materials untergliedert. Die
Segmentinformationen beziehen sich auf die
fortgeführten Aktivitäten.
Die Überleitungen enthalten die Werte der Holding,
nicht operativer Einheiten ohne Segmentzuordnung sowie die
Konsolidierungen.
Die zentrale Steuerungsgröße der Segmente ist
das operative Ergebnis (EBIT), entsprechend der Definition
im Konzernabschluss. Die Segmentinformationen sind in
Übereinstimmung mit den Ausweis- und
Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung des
Konzernabschlusses angewandt wurden, ermittelt. Die
Verrechnungspreise zwischen den Segmenten beruhen auf
Marktpreisen, soweit diese verlässlich bestimmbar
sind, und werden im Übrigen auf Basis der
Kostenzuschlagsmethode ermittelt.
SEGMENTINFORMATIONEN FÜR DIE REGIONENDie Regionalisierung des Umsatzes bezieht sich auf die
Absatzmärkte. Aufgrund der vielfältigen
Auslandsaktivitäten ist eine weitere Aufgliederung
nach Ländern nicht sinnvoll, da außerhalb von
Deutschland kein Land 10 % des Konzernumsatzes erreicht.
Die langfristigen Vermögenswerte, abzüglich
latenter Steuern und Finanzinstrumente, beziehen sich auf
den Sitz der Gesellschaften. Eine weitere Differenzierung
ist ebenfalls nicht sinnvoll, da sich die Sitze der
Gesellschaften überwiegend in Deutschland befinden.
Aufgrund der Diversifikationspolitik von INDUS
existieren weder einzelne Produkt- oder
Dienstleistungsgruppen noch einzelne Kunden, die einen
Anteil von größer als 10 % am Umsatz erreichen.
scrollen
[18] Informationen zur Bedeutung von FinanzinstrumentenDie nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte der
Finanzinstrumente dar. Der beizulegende Zeitwert eines
Finanzinstruments ist der Preis, der in einem geordneten
Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am
Bemessungsstichtag für den Verkauf eines
Vermögenswerts eingenommen bzw. für die
Übertragung einer Schuld gezahlt würde.
FINANZINSTRUMENTEscrollen
Die zur Veräußerung verfügbaren
Finanzinstrumente betreffen grundsätzlich langfristig
gehaltene Finanzbeteiligungen, für die kein auf einem
aktiven Markt notierter Preis vorliegt und deren
beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt
werden kann. Diese werden mit Anschaffungskosten bewertet.
FINANZINSTRUMENTE NACH GESCHÄFTSMODELL GEM IFRS 9 in TEURscrollen
[19] Ereignisse nach dem BilanzstichtagVERKAUF SCHÄFERNach dem Abschlussstichtag wurde am 5. Juli 2023 ein
Vertrag zur Veräußerung von 100 % der Anteile an
der Schäfer GmbH & Co. KG, der D.M.S. Design
Modell-Studien GmbH sowie der KSG Asia Limited und deren
Anteilen an der KSG Automotive (Shanghai) Co., Ltd
unterzeichnet. Die SCHÄFER-Gruppe wurde an eine
Gesellschaft der Callista Portfolio Holding GmbH
veräußert.
Die veräußerten SCHÄFER-Gesellschaften
wurden seit dem Konzernabschluss 2022 als "aufgegebener
Geschäftsbereich" klassifiziert und ausgewiesen. Die
Veräußerung wird am 31. Juli 2023 wirtschaftlich
wirksam. Die Entkonsolidierung erfolgte am 31. Juli 2023.
VERKAUF SELZERNach dem Abschlussstichtag wurde am 28. Juli 2023 ein
Vertrag über den Verkauf von 100 % der
Kommanditanteile an der SELZER Fertigungstechnik GmbH &
Co. KG und ihren Beteiligungen unterzeichnet. Der Verkauf
steht noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch das
Bundeskartellamt. Erwerber ist eine 100 %ige
Beteiligungsgesellschaft der MUTARES SE & Co. KGaA.
Die veräußerten SELZER-Gesellschaften wurden
seit dem Konzernabschluss 2022 als "aufgegebener
Geschäftsbereich" klassifiziert und ausgewiesen. Die
Veräußerung wird nach erfolgter Zustimmung des
Bundeskartellamts voraussichtlich im dritten Quartal
wirtschaftlich wirksam.
[20] Freigabe der VeröffentlichungDer Vorstand der INDUS Holding AG hat den vorliegenden
IFRS-Zwischenabschluss am 9. August 2023 zur
Veröffentlichung freigegeben.
[21] Erklärung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Bergisch Gladbach, den 9. August 2023
INDUS Holding AG
Der Vorstand
scrollen
KontaktANSPRECHPARTNERINNENNina Wolf
Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 (0)2204/40 00-73
E-Mail: presse@indus.de
Dafne Sanac
Investor Relations
Telefon: +49 (0)2204/40 00-32
E-Mail: investor.relations@indus.de
INDUS HOLDING AGKölner Straße 32
51429 Bergisch Gladbach
Postfach 10 03 53
51403 Bergisch Gladbach
Telefon: +49(0)2204/40 00-0
Telefax: +49 (0)2204/40 00-20
E-Mail: indus@indus.de
www.indus.de
Wir verfolgen generell einen diskriminierungsfreien
Ansatz und wollen deshalb eine geschlechtsneutrale Sprache
verwenden. Jedoch nutzen wir weiterhin das generische
Maskulinum für nicht individuell benannte Gruppen, zum
Beispiel "Lieferanten" oder "Stakeholder". Auch
zusammengesetzte Begriffe wie "Mitarbeiterzufriedenheit"
weisen nur das generische Maskulinum auf.
Finanzkalenderscrollen
INDUS-Finanztermine und Corporate Events vormerken:
www.indus.de/ investor-relations/finanztermine
ImpressumVERANTWORTLICHES VORSTANDSMITGLIEDDr.-Ing. Johannes Schmidt
DATUM DER VERÖFFENTLICHUNG10. August 2023
HERAUSGEBERINDUS Holding AG, Bergisch Gladbach
KONZEPT/GESTALTUNGBerichtsmanufaktur GmbH, Hamburg
Dieser Zwischenbericht ist auch in englischer Sprache
erhältlich. Im Zweifelsfall ist die deutsche Version
maßgeblich.
WICHTIGER HINWEIS:Dieser Zwischenbericht enthält in die Zukunft
gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen
des Vorstands der INDUS Holding AG beruhen. Auch wenn der
Vorstand der Ansicht ist, dass diese Annahmen und
Schätzungen zutreffend sind, unterliegen sie gewissen
Risiken und Unsicherheiten. Die künftigen
tatsächlichen Ergebnisse können aufgrund
vielfältiger Faktoren erheblich von diesen Annahmen
und Schätzungen abweichen. Zu diesen Faktoren
gehören unter anderem Veränderungen der
gesamtwirtschaftlichen Lage, der Geschäfts-,
Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, der Wechselkurse und
Zinssätze sowie der Gesetzeslage. Die INDUS Holding AG
übernimmt keinerlei Gewährleistung und Haftung
dafür, dass die künftige Entwicklung und die
künftigen tatsächlichen Ergebnisse mit den in
diesem Geschäftsbericht geäußerten Annahmen
und Schätzungen übereinstimmen. Die in diesem
Bericht getroffenen Annahmen und Schätzungen werden
nicht aktualisiert.
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