INDUS Holding AGBergisch GladbachZwischenbericht Q3 2024KennzahlenINDUS-Gruppescrollen
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* Ergebnis je Aktie aus fortgeführten und
aufgegebenen Geschäftsbereichen
HighlightsINDUS-Gruppescrollen
Aus den Segmentenscrollen
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INDUS-AktieKURSENTWICKLUNG DER INDUS-AKTIE JANUAR
BIS OKTOBER 2024 EXKL. DIVIDENDE
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| Dr. Johannes Schmidt | Rudolf Weichert | Gudrun Degenhart | Dr. Jörn Großmann | Axel Meyer |
INDUS kauft und entwickelt mittelständische
Unternehmen mit klaren Schwerpunkten in der
Industrietechnik und zählt sich zu den führenden
Spezialisten für nachhaltige Unternehmensbeteiligung
und Entwicklung im deutschsprachigen Mittelstand.
Zur Steuerung ihrer Beteiligungen hat INDUS mit dem
Strategieprogramm PARKOUR perform die vier strategischen
Initiativen
| ― |
Portfoliostruktur stärken |
| ― |
Innovation treiben |
| ― |
Leistung steigern und |
| ― |
Nachhaltig handeln |
implementiert.
Diese Initiativen treibt die Holding zentral mit
entsprechenden Ressourcen voran. Eine detaillierte
Beschreibung des INDUS-Geschäftsmodells, der Ziele und
der Strategie PARKOUR perform finden sich im
Geschäftsbericht 2023 ab Seite 20 und eine
Aktualisierung im Halbjahresbericht 2024 ab Seite 4.
In diesem Quartalsbericht werden ausschließlich
die Portfolioveränderungen 2024 dargestellt.
Die INDUS Holding AG hat im März 2024 den
Geschäftsbetrieb der Gestalt Robotics, jetzt
firmierend unter GESTALT AUTOMATION, erworben. Das
Unternehmen mit Sitz in Berlin entwickelt individuelle
KI-basierte Lösungen für die Industrieautomation.
Das Lösungsportfolio umfasst auf Künstliche
Intelligenz gestützte Bildverarbeitung und
Steuerungstechnik. Dazu gehören zum Beispiel visuelle
Qualitätsprüfung und visuelles Asset Tracking,
autonome Navigation mobiler Transportsysteme sowie adaptive
und kollaborative Robotik und Assistenzsysteme. Typische
Einsatzfelder liegen im Bereich Montage, Mobilität und
Laborautomation.
Mit dem Strategie-Update PARKOUR perform hat INDUS das
Zukunftsfeld Automatisierung als Stoßrichtung
für weiteres Wachstum definiert. GESTALT AUTOMATION
mit dem Fokus auf Industrieautomation ergänzt das
Beteiligungsportfolio in diesem Zukunftsfeld.
GESTALT AUTOMATION wurde zum 1. März 2024 in die
INDUS-Gruppe einbezogen und ist dem Segment Engineering
zugeordnet.
Am 28. August 2024 hat die INDUS Holding AG 75 % der
Anteile an der DECKMA Decksmaschinen und Automation
Vertriebsgesellschaft mbH, Rosengarten, erworben. DECKMA
ist als Systemanbieter für die technische
Schiffsausrüstung auf Beleuchtungs- und
Feuermeldesysteme, Korrosionsschutztechnik sowie
Automationslösungen für Schiffe spezialisiert und
beliefert Kunden der Schiffbau- und Offshore-Industrie,
bspw. Hersteller von Kreuzfahrtschiffen, Berufsschiffen und
großen Yachten. Mit dem Zukauf von DECKMA
übernimmt INDUS auch eine indirekte 33- prozentige
Beteiligung an der britischen NEXTCORR Ltd., einem
Systemanbieter für Bewuchs- und Korrosionsschutz
für Schiffe.
DECKMA wurde zum 1. September 2024 in die INDUS-Gruppe
einbezogen und dem Segment Engineering zugeordnet.
Am 11. März 2024 hat die HAUFF-TECHNIK GmbH &
Co. KG, Hermaringen, die verbleibenden Anteile an der
Hauff-Technik Gridcom GmbH (GRIDCOM), Rosenberg,
übernommen und ist nun alleinige Gesellschafterin des
Unternehmens. GRIDCOM ist ein Spezialist für die
Entwicklung und Produktion passiver Komponenten für
Glasfaserinfrastruktur. Dazu gehören Point-of-Presence
(PoP)-Stationen, die als Hauptverteiler zentrale
Glasfaserkabel mit den Glasfaserverteilern im Bereich Fibre
to the Curb (FTTC) oder Fibre to the Home (FTTH) verbinden.
Auch die Netzverteiler und Glasfaserverteilerkästen
für den Aufbau der Infrastruktur auf den letzten
Metern bis hin zum Kunden gehören zum Produktportfolio
von GRIDCOM.
2016 hatte HAUFF-TECHNIK die ersten 50 % an GRIDCOM
erworben. GRIDCOM wird dem Segment Infrastructure
zugeordnet. Der wirtschaftliche Übergang (Closing)
wurde am 12. März 2024 realisiert. Die Konsolidierung
erfolgte ab dem 1. März 2024.
Pneumatic Components Ltd. (PCL), ein Tochterunternehmen
der INDUS-Beteiligung HORNGROUP, hat im März 2024 100
% der Anteile der COLSON X-Cel Ltd. (COLSON) gekauft. Das
britische Unternehmen mit Sitz in Rotherham, South
Yorkshire, entwickelt und produziert Industriearmaturen
für die Mess- und Regeltechnik, u. a. Ventile,
Absperreinheiten und Messgeräte zur Steuerung von
Flüssigkeiten und Gasen.
Der wirtschaftliche Übergang von COLSON erfolgte am
5. Juni 2024. Die Erstkonsolidierung erfolgt zum 1. Juni
2024. COLSON wird dem Segment Engineering zugeordnet.
Im März 2024 hat die HORNGROUP Holding GmbH &
Co. KG die verbleibenden 15 % Restanteile an der
US-amerikanischen TECALEMIT Inc., Delaware, vom
Gründer der Gesellschaft erworben. Die TECALEMIT Inc.
wird seit Dezember 2021 im Konzernabschluss
vollkonsolidiert. TECALEMIT Inc. wird dem Segment
Engineering zugerechnet.
Im Durchschnitt der ersten neun Monate 2024 wurden in
den Unternehmen der INDUS-Gruppe 8.796 Mitarbeitende
beschäftigt. Im Vorjahresvergleichszeitraum waren
insgesamt 9.460 Mitarbeitende beschäftigt - davon
8.942 Mitarbeitende in den fortgeführten
Geschäftsbereichen und 518 Mitarbeitende in den
aufgegebenen Geschäftsbereichen.
Durch ein öffentlich angekündigtes
Aktienrückkaufprogramm im Zeitraum vom 22. Februar
2024 bis 1. März 2024 hat die INDUS Holding AG
1.100.000 eigene auf den Inhaber lautende nennwertlose
Stückaktien erworben. Das sind 4,09 % des
Grundkapitals. Die Aktien wurden zu einem Preis von 23,00
EUR je Aktie erworben. Das Volumen des
Rückkaufangebots betrug daher 25.300.000 EUR. Es
fielen rund 0,1 Mio. EUR Nebenkosten bei dem Erwerb an. Die
Zahlung erfolgte am 13. März 2024.
Die eigenen Aktien sind weder stimm- noch
dividendenberechtigt und werden im INDUS-Konzernabschluss
als eigene Position vom Eigenkapital abgesetzt.
Nachdem das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten
Quartal gegenüber dem Vorquartal noch um 0,3 %
gesunken war, lag die Wirtschaftsleistung im dritten
Quartal mit einem Plus von 0,2 % leicht über den
Erwartungen. Die Schwächephase der deutschen
Wirtschaft ist jedoch nicht überwunden: Von Juni bis
August war die Industrieproduktion um 1,3 % niedriger als
in den drei Monaten zuvor. Die Belebung der Produktion im
August (+2,9 % zum Vormonat), die vor allem auf einem Plus
in der Automobilindustrie beruhte, konnte den starken
Rückgang im Juli (-2,9 % zum Vormonat) nicht
ausgleichen. Vor dem Hintergrund weiterhin hoher
Finanzierungskosten und großer Unsicherheit über
die weitere wirtschaftliche Entwicklung bleibt die
Nachfrage insbesondere nach Investitionsgütern
schwach. Nachdem die realen Auftragseingänge im
Verarbeitenden Gewerbe im Juli noch deutlich zugelegt
hatten (+3,9 % zum Vormonat), sanken sie im August
voraussichtlich um 5,8 %. Bei Investitionsgütern
gingen die Bestellungen sogar um 8,6 % zurück. Die
Neuaufträge in der M+E-Industrie brachen im August um
7,2 % ein. Vor allem die schwache Inlandsnachfrage belastet
weiterhin. Aber auch die Erholung der Auslandsnachfrage hat
sich zuletzt wieder abgeschwächt - trotz eines
insgesamt wachsenden Weltmarktes. Die Exporte lagen im Juli
bereinigt noch 1,7 % und im August 1,3 % über
Vormonat. Dabei gingen aber die Ausfuhren in
Nicht-EU-Staaten im Vergleich zum Vormonat im Juli um 0,2
%, im August um 1,1 % und im September um voraussichtlich
4,7 % zurück. Der reale Auftragsbestand im
Verarbeitenden Gewerbe lag im August 2024 4,7 % unter dem
Niveau des Vorjahresmonats.
Im Bauhauptgewerbe gingen die Umsätze in den ersten
acht Monaten 2024 real um 1,1 % gegenüber dem Vorjahr
zurück. Weiter steigende Preise und nach wie vor hohe
Finanzierungskosten belasten die Nachfrage. So lagen die
Baupreise für Wohngebäude im August 2024 3,1 %
über Vorjahr.
Der Servicesektor dürfte die Konjunktur zwar
gestützt haben, dem Konsum fehlt es aber noch an
Schwung. Obwohl die Realeinkommen insgesamt steigen und der
Arbeitsmarkt noch weitgehend stabil ist, dämpfen
überdurchschnittliche Sparquoten und hohe
Inflationsraten im Dienstleistungsbereich die Entwicklung.
Entgegen der allgemein rückläufigen Inflation -
im September 2024 lag die Teuerungsrate im Vergleich zum
Vorjahresmonat bei 1,6 % - sind die Preise für
Dienstleistungen überdurchschnittlich gestiegen. Ab
September erholte sich der GfK-Konsumklimaindex jedoch
wieder etwas.
| Engineering | Infrastructure | Materials | Konzern | |
| 1.-3. Quartal 2024 | ||||
| Auftragseingang | 398,1 | 417,2 | 404,5 | 1.219,8 |
| 30.09.2024 | ||||
| Auftragsbestand | 394,3 | 163,6 | 120,0 | 677,9 |
| 1.-3. Quartal 2023 | ||||
| Auftragseingang | 404,4 | 405,4 | 419,7 | 1.229,5 |
| 31.12.2023 | ||||
| Auftragsbestand | 385,4 | 172,1 | 153,3 | 710,8 |
In den ersten drei Quartalen 2024 lag der
Auftragseingang bei 1.219,8 Mio. EUR und damit um 0,8 %
unter dem Vorjahreswert (1.229,5 Mio. EUR). Im Segment
Engineering ist der Auftragseingang um 1,6 % gesunken und
im Segment Infrastructure um 2,9 % gestiegen. Im Segment
Materials sind Rückgänge von 3,6 % zu
verzeichnen. In der separaten Quartalsbetrachtung lag der
Auftragseingang für das dritte Quartal 2024 bei 392,0
Mio. EUR und damit leicht über dem Vorjahreswert
(390,6 Mio. EUR). Im Trend der Quartale war der
Auftragseingang im dritten Quartal 2024 eher niedrig,
jedoch höher als im zweiten Quartal 2024. Ursache
hierfür ist insbesondere die schwache Konjunktur im
Bereich Metallerzeugung und -verarbeitung.
Der Auftragsbestand betrug zum 30. September 2024 677,9
Mio. EUR und lag damit um 4,6 % unter dem Vorjahreswert
(710,8 Mio. EUR). Der Auftragsbestand stieg im Segment
Engineering um 2,3 %, während die
Auftragsbestände der Segmente Infrastructure und
Materials um 4,9 % bzw. 21,7 % geringer als zum Jahresende
2023 ausfielen.
| Differenz | ||||||
| Q1-Q3 2024 | Q1-Q3 2023 | absolut | in % | Q3 2024 | Q3 2023 | |
| Umsatz | 1.282,2 | 1.363,8 | -81,6 | -6,0 | 443,1 | 459,7 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 12,4 | 10,6 | 1,8 | 17,0 | 2,7 | 4,2 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 2,6 | 3,5 | -0,9 | -25,7 | 0,8 | 1,5 |
| Bestandsveränderung | 4,7 | 6,5 | -1,8 | -27,7 | -5,9 | -16,5 |
| Gesamtleistung | 1.301,9 | 1.384,4 | -82,5 | -6,0 | 440,7 | 448,9 |
| Materialaufwand | -568,8 | -626,0 | 57,2 | 9,1 | -194,7 | -191,9 |
| Personalaufwand | -397,8 | -389,7 | -8,1 | -2,1 | -129,4 | -128,6 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | -165,8 | -168,1 | 2,3 | 1,4 | -55,3 | -55,8 |
| EBITDA | 169,5 | 200,6 | -31,1 | -15,5 | 61,3 | 72,6 |
| in % vom Umsatz | 13,2 | 14,7 | -1,5 pp | - | 13,8 | 15,8 |
| Abschreibungen | -73,6 | -83,7 | 10,1 | 12,1 | -29,5 | -40,5 |
| davon PPA-Abschreibungen * | -15,0 | -14,7 | -0,3 | -2,0 | -5,2 | -5,1 |
| davon Wertminderungen | -6,7 | -17,6 | 10,9 | 61,9 | -6,7 | -17,6 |
| Bereinigtes EBITA ** | 117,6 | 149,2 | -31,6 | -21,2 | 43,7 | 54,8 |
| in % vom Umsatz | 9,2 | 10,9 | -1,7 pp | - | 9,9 | 11,9 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 95,9 | 116,9 | -21,0 | -18,0 | 31,8 | 32,1 |
| in % vom Umsatz | 7,5 | 8,6 | -1,1 pp | - | 7,2 | 7,0 |
| Finanzergebnis | -19,1 | -13,7 | -5,4 | -39,4 | -5,5 | 0,3 |
| Ergebnis vor Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen (EBT) | 76,8 | 103,2 | -26,4 | -25,6 | 26,3 | 32,4 |
| Ertragsteuern | -26,8 | -32,0 | 5,2 | 16,2 | -8,4 | -8,6 |
| Ergebnis aufgegebene Geschäftsbereiche | 0,0 | -27,8 | 27,8 | 100,0 | 0,0 | -2,1 |
| Ergebnis nach Steuern | 50,0 | 43,4 | 6,6 | 15,2 | 17,9 | 21,7 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 0,8 | 0,5 | 0,3 | 60,0 | 0,3 | 0,2 |
| davon Anteile der INDUS-Aktionäre | 49,2 | 42,9 | 6,3 | 14,7 | 17,6 | 21,5 |
| Ergebnis je Aktie in EUR | ||||||
| aus fortgeführten Geschäftsbereichen | 1,89 | 2,63 | -0,74 | -28,1 | 0,68 | 0,87 |
| aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | 0,00 | -1,03 | 1,03 | 100,0 | 0,00 | -0,08 |
| aus fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen | 1,89 | 1,60 | 0,29 | 18,1 | 0,68 | 0,79 |
| Differenz | ||
| absolut | in % | |
| Umsatz | -16,6 | -3,6 |
| Sonstige betriebliche Erträge | -1,5 | -35,7 |
| Aktivierte Eigenleistungen | -0,7 | -46,7 |
| Bestandsveränderung | 10,6 | 64,2 |
| Gesamtleistung | -8,2 | -1,8 |
| Materialaufwand | -2,8 | -1,5 |
| Personalaufwand | -0,8 | -0,6 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | 0,5 | 0,9 |
| EBITDA | -11,3 | -15,6 |
| in % vom Umsatz | -2,0 pp | - |
| Abschreibungen | 11,0 | 27,2 |
| davon PPA-Abschreibungen * | -0,1 | -2,0 |
| davon Wertminderungen | 10,9 | 61,9 |
| Bereinigtes EBITA ** | -11,1 | -20,3 |
| in % vom Umsatz | -2,0 pp | - |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | -0,3 | -0,9 |
| in % vom Umsatz | 0,2 pp | - |
| Finanzergebnis | -5,8 | <-100 |
| Ergebnis vor Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen (EBT) | -6,1 | -18,8 |
| Ertragsteuern | 0,2 | 2,3 |
| Ergebnis aufgegebene Geschäftsbereiche | 2,1 | 100,0 |
| Ergebnis nach Steuern | -3,8 | -17,5 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 0,1 | - |
| davon Anteile der INDUS-Aktionäre | -3,9 | -18,1 |
| Ergebnis je Aktie in EUR | ||
| aus fortgeführten Geschäftsbereichen | -0,19 | -21,8 |
| aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | 0,08 | 100,0 |
| aus fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen | -0,11 | -13,9 |
Die INDUS-Beteiligungen erwirtschafteten in den ersten
neun Monaten 2024 einen Umsatz in Höhe von 1.282,2
Mio. EUR, der um 6,0 % (81,6 Mio. EUR) unter dem
Vorjahresniveau lag.
Der Umsatzrückgang betraf alle drei Segmente und
ist im Wesentlichen auf konjunkturelle Faktoren
zurückzuführen. Im Segment Materials belastete
zusätzlich der Preisdruck auf der Kundenseite. Durch
die Neuerwerbe von GESTALT AUTOMATION, DECKMA, GRIDCOM und
COLSON im Berichtsjahr sowie QUICK im Vorjahr konnte jedoch
ein anorganischer Zuwachs in Höhe von 1,1 % erzielt
werden. Der organische Umsatzrückgang betrug 7,1 %.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten einen
einmaligen Sondereffekt aus dem Verkauf einer nicht mehr
strategischen Minderheitsbeteiligung der BETOMAX in
Höhe von 2,6 Mio. EUR.
Unter Berücksichtigung der aktivierten
Eigenleistungen (-0,9 Mio. EUR gegenüber
Vorjahresvergleichsquartal) und der
Bestandsveränderung (-1,8 Mio. EUR gegenüber
Vorjahresvergleichsquartal) ergab sich eine um 82,5 Mio.
EUR (6,0 %) reduzierte Gesamtleistung. Die Gesamtleistung
für das erste bis dritte Quartal 2024 betrug 1.301,9
Mio. EUR nach 1.384,4 Mio. EUR im
Vorjahresvergleichszeitraum. Der Materialaufwand sank
überproportional von 626,0 Mio. EUR auf 568,8 Mio. EUR
(-9,1 %). Die Materialaufwandsquote reduzierte sich
dementsprechend von 45,9 % auf 44,4 %. Unter
Berücksichtigung der Bestandsveränderung ergab
sich eine korrigierte Quote im Verhältnis zum Umsatz
in Höhe von 44,0 % im Vergleich zu 45,4 % im
Vorjahresvergleichszeitraum.
Der Personalaufwand stieg von 389,7 Mio. EUR auf 397,8
Mio. EUR - trotz gesunkener Geschäftstätigkeit
und einer um 146 Personen reduzierten Anzahl an
Mitarbeitenden. Der Personalaufwand (+2,1 %) war wie
erwartet in Folge deutlicher Lohn- und Gehaltsanpassungen
angestiegen. Die Personalaufwandsquote lag bei 31,0 %
(Vorjahresvergleichsquartal: 28,6 %). Der sonstige
betriebliche Aufwand sank leicht um 2,3 Mio. EUR auf 165,8
Mio. EUR. In Summe ergibt sich ein EBITDA in Höhe von
169,5 Mio. EUR (Vorjahr: 200,6 Mio. EUR).
Die Abschreibungen betrugen 73,6 Mio. EUR und lagen um
10,1 Mio. EUR unter dem Vorjahr (83,7 Mio. EUR). In den
Abschreibungen sind planmäßige Abschreibungen,
Wertminderungen und PPA-Abschreibungen enthalten. Die
Wertminderungen betrugen 6,7 Mio. EUR (Vorjahr: 17,6 Mio.
EUR). Im Berichtsjahr wurden Wertminderungen auf
Geschäfts- und Firmenwerte und auf immaterielle
Vermögenswerte im Zuge des jährlichen
Wertminderungstests ermittelt. Diese waren reduzierten
Ertragsaussichten in der Zukunft geschuldet. Hiervon war
eine Beteiligung im Segment Infrastructure und eine
Beteiligung im Segment Materials betroffen (Vorjahr:
Beteiligungen aus allen Segmenten). Die PPA-Abschreibungen
in Höhe von 15,0 Mio. EUR (Vorjahr: 14,7 Mio. EUR)
sind Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen aus der Kaufpreisallokation für
Neuerwerbe.
Das bereinigte EBITA im Berichtszeitraum betrug 117,6
Mio. EUR nach 149,2 Mio. EUR im
Vorjahresvergleichszeitraum. Das bereinigte EBITA wird aus
dem operativen EBIT zuzüglich Wertminderungen und
PPA-Abschreibungen errechnet. Soweit Wertaufholungen
anfallen, sind diese abzuziehen. Die Marge des bereinigten
EBITA betrug 9,2 % und lag damit um 1,7 Prozentpunkte unter
dem Vorjahresvergleichszeitraum. Das gesunkene EBITA
(bereinigt) spiegelt die weiter schwierigen konjunkturellen
Rahmenbedingungen wider.
Das operative Ergebnis (EBIT) betrug 95,9 Mio. EUR nach
116,9 Mio. EUR im Vorjahresvergleichszeitraum. Dies
entspricht einer Reduktion um 21,0 Mio. EUR. Ursache
hierfür sind die derzeitigen konjunkturellen
Bedingungen. Die EBIT-Marge betrug 7,5 % im
Berichtszeitraum nach 8,6 % im Vorjahrsvergleichszeitraum.
Nach einem schwachen Start ins Jahr 2024, sowohl
hinsichtlich Umsatz als auch Ertrag, konnte im zweiten und
dritten Quartal eine deutliche Erholung verzeichnet werden.
Im dritten Quartal betrug der Umsatz 443,1 Mio. EUR, was
3,6 % unter dem Vorjahresquartal, aber über den ersten
beiden Quartalen 2024 lag. Das bereinigte EBITA des dritten
Quartals betrug 43,7 Mio. EUR und lag damit ebenso
unterhalb des Vorjahresvergleichszeitraums (54,8 Mio. EUR),
aber oberhalb der ersten beiden Quartale 2024.
Das Finanzergebnis für den Berichtszeitraum betrug
-19,1 Mio. EUR nach -13,7 Mio. EUR im
Vorjahresvergleichszeitraum. Im Finanzergebnis sind das
Zinsergebnis, das Ergebnis aus at-Equity-bewerteten
Anteilen und das übrige Finanzergebnis enthalten.
Innerhalb des übrigen Finanzergebnisses sind die
Bewertungen der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
ausgewiesen. Der um 5,4 Mio. EUR erhöhte Finanzaufwand
gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der Bewertung der
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter (-3,3 Mio.
EUR), der Verringerung des Zinsergebnisses aufgrund des
gestiegenen Zinsniveaus (-1,4 Mio. EUR) sowie des
niedrigeren Ergebnisses aus at-Equity-bewerteten Anteilen
(-0,7 Mio. EUR).
Das Ergebnis vor Steuern aus fortgeführten
Geschäftsbereichen (EBT) lag mit 76,8 Mio. EUR um 26,4
Mio. EUR unter dem Vorjahresvergleichswert (103,2 Mio.
EUR). Der Ertragsteueraufwand sank auf 26,8 Mio. EUR nach
32,0 Mio. EUR im Vorjahr. Die Steuerquote betrug 34,9 %
nach 31,0 % im Vorjahresvergleichszeitraum.
Die im dritten Quartal des Vorjahres entkonsolidierten
Beteiligungen SELZER und SCHÄFER sind aufgegebene
Geschäftsbereiche im Sinne von IFRS 5. Im
Geschäftsjahr sind keine aufgegebenen
Geschäftsbereiche oder nachlaufende Aufwendungen
verblieben. Das Ergebnis aus den aufgegebenen
Geschäftsbereichen betrug im
Vorjahresvergleichszeitraum -27,8 Mio. EUR.
Das Ergebnis nach Steuern betrug 50,0 Mio. EUR und lag
damit 6,6 Mio. EUR über dem Vorjahresvergleichswert
(43,4 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie aus
fortgeführten Geschäftsbereichen betrug 1,89 EUR
(Vorjahr: 2,63 EUR). Das Ergebnis je Aktie aus
fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen
belief sich auf 1,89 EUR (Vorjahr: 1,60 EUR).
INDUS gliedert das Beteiligungsportfolio in drei
operative Segmente: Engineering, Infrastructure und
Materials. Zum 30. September 2024 umfasste das
Beteiligungsportfolio 44 operative Einheiten.
Der Auftragseingang im Segment Engineering betrug 398,1
Mio. EUR für die ersten drei Quartale 2024. Im
Vorjahresvergleichszeitraum belief sich der Auftragseingang
auf 404,4 Mio. EUR und lag damit auf ähnlichem Niveau.
Der Auftragsbestand zum 30. September 2024 betrug 394,3
Mio. EUR nach 385,4 Mio. EUR zum 31. Dezember 2023.
Der Umsatz im Segment Engineering betrug für die
ersten neun Monate des Jahres 2024 418,6 Mio. EUR (Vorjahr:
434,2 Mio. EUR). Dies entspricht einem Umsatzrückgang
von 3,6 % oder 15,6 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr. Aus
den Akquisitionen des Geschäftsjahres von GESTALT
AUTOMATION, DECKMA und COLSON konnte ein anorganisches
Umsatzwachstum von 0,6 % erwirtschaftet werden.
Demgegenüber stand ein organischer Umsatzrückgang
in Höhe von 4,2 %. Der organische Umsatzrückgang
ist im Wesentlichen auf ein gegenüber dem Vorjahr
weniger starkes Geschäft bei Sortieranlagen,
Reinraumsystemen und Verpackungstechnik
zurückzuführen.
Das bereinigte EBITA betrug 36,4 Mio. EUR nach 53,1 Mio.
EUR im Vorjahr. Der Rückgang in Höhe von 16,7
Mio. EUR ist im Wesentlichen auf den geringeren Umsatz bei
in Summe geringeren Margen zurückzuführen. Die
Marge des bereinigten EBITA belief sich auf 8,7 % (Vorjahr:
12,2 %). Das operative Ergebnis (EBIT) erreichte 27,6 Mio.
EUR nach 39,7 Mio. EUR im Vorjahresvergleichszeitraum. Die
EBIT-Marge betrug 6,6 % (Vorjahr: 9,1 %) und lag damit um
2,5 Prozentpunkte unter dem Vorjahr.
In der separaten Betrachtung der Quartale des Jahres
2024 wurde im dritten Quartal sowohl der höchste
Umsatzbeitrag als auch der höchste Ergebnisbeitrag des
Jahres erzielt. Das EBIT in Höhe von 13,7 Mio. EUR
entspricht nahezu dem EBIT des Vorjahresvergleichsquartals.
Die EBIT-Marge des dritten Quartals lag mit 9 % deutlich
über der Marge der ersten beiden Quartale mit 5,6 %
bzw. 4,8 %.
Für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres
werden im Segment Engineering weiter höhere
Umsatzbeiträge und Margen als im Durchschnitt der
ersten drei Quartale erwartet. Dennoch gehen wir aufgrund
der konjunkturellen Entwicklung für das Gesamtjahr
weiterhin von einem leicht sinkenden Umsatz und einem stark
sinkenden operativen Ergebnis (EBIT) im Vergleich zu 2023
aus. Die EBIT-Marge wird im Korridor von 6,5 bis 8,5 %
erwartet.
INDUS hat im März 2024 GESTALT AUTOMATION erworben.
GESTALT AUTOMATION entwickelt KI-basierte Lösungen
für die Industrieautomation und ergänzt das
INDUS-Portfolio im Technologiebereich Automatisierung &
Montagetechnik. Die Gesellschaft wird seit dem 1. März
2024 in die INDUS-Gruppe einbezogen. Im Geschäftsjahr
2024 wird GESTALT AUTOMATION aufgrund der Neuausrichtung
negative Ergebnisbeiträge erwirtschaften.
Am 28. August 2024 hat die INDUS Holding AG 75 % der
Anteile an der DECKMA Decksmaschinen und Automation
Vertriebsgesellschaft mbH, Rosengarten, erworben. Die
Erstkonsolidierung erfolgte zum 1. September 2024. DECKMA
ist als Systemanbieter für die technische
Schiffsausrüstung auf Beleuchtungs- und
Feuermeldesysteme, Korrosionsschutztechnik sowie
Automatisierungslösungen für Schiffe
spezialisiert.
PCL, ein Tochterunternehmen der INDUS-Beteiligung
HORNGROUP, hat im März 2024 100 % der Anteile der
COLSON X-Cel Ltd. (COLSON) gekauft. Das britische
Unternehmen entwickelt und produziert Industriearmaturen
für die Mess- und Regeltechnik, u. a. Ventile,
Absperreinheiten und Messgeräte zur Steuerung von
Flüssigkeiten und Gasen. Der wirtschaftliche
Übergang von COLSON erfolgte am 5. Juni 2024, die
Erstkonsolidierung zum 1. Juni 2024.
Die Investitionen des Berichtszeitraums in Höhe von
34,9 Mio. EUR betrafen den Erwerb von GESTALT AUTOMATION,
DECKMA und COLSON sowie Sachanlagen. Die Investitionen in
Sachanlagen in Höhe von 9,3 Mio. EUR lagen um 2,1 Mio.
EUR über dem Vorjahr (7,2 Mio. EUR).
| Differenz | ||||||
| Q1- Q3 2024 | Q1-Q3 2023 | absolut | in % | Q3 2024 | Q3 2023 | |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 418,6 | 434,2 | -15,6 | -3,6 | 152,5 | 153,4 |
| EBITDA | 52,3 | 68,3 | -16,0 | -23,4 | 22,2 | 26,5 |
| in % vom Umsatz | 12,5 | 15,7 | -3,2 pp | - | 14,6 | 17,3 |
| Abschreibungen | -24,7 | -28,6 | 3,9 | 13,6 | -8,5 | -12,7 |
| davon PPA-Abschreibungen * | -8,8 | -8,6 | -0,2 | -2,3 | -3,1 | -2,9 |
| davon Wertminderungen | 0,0 | -4,8 | 4,8 | 100,0 | 0,0 | -4,8 |
| EBITA (bereinigt) ** | 36,4 | 53,1 | -16,7 | -31,5 | 16,8 | 21,5 |
| in % vom Umsatz | 8,7 | 12,2 | -3,5 pp | - | 11,0 | 14,0 |
| EBIT | 27,6 | 39,7 | -12,1 | -30,5 | 13,7 | 13,8 |
| in % vom Umsatz | 6,6 | 9,1 | -2,5 pp | - | 9,0 | 9,0 |
| Investitionen | 34,9 | 7,2 | 27,7 | >100 | 15,6 | 2,4 |
| Mitarbeitende | 2.951 | 2.832 | 119 | 4,2 | 2.982 | 2.846 |
| Differenz | ||
| absolut | in % | |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | -0,9 | -0,6 |
| EBITDA | -4,3 | -16,2 |
| in % vom Umsatz | -2,7 pp | - |
| Abschreibungen | 4,2 | 33,1 |
| davon PPA-Abschreibungen * | -0,2 | -6,9 |
| davon Wertminderungen | 4,8 | 100,0 |
| EBITA (bereinigt) ** | -4,7 | -21,9 |
| in % vom Umsatz | -3,0 pp | - |
| EBIT | -0,1 | -0,7 |
| in % vom Umsatz | 0,0 pp | - |
| Investitionen | 13,2 | >100 |
| Mitarbeitende | 136 | 4,8 |
Im Segment Infrastructure betrug der Auftragseingang
für die ersten drei Quartale 2024 417,2 Mio. EUR nach
405,4 Mio. EUR im Vorjahresvergleichszeitraum. Der
Auftragsbestand belief sich auf 163,6 Mio. EUR zum 30.
September 2024 (31. Dezember 2023: 172,1 Mio. EUR).
Der Umsatz im Segment Infrastructure betrug für die
ersten drei Quartale 425,2 Mio. EUR nach 444,7 Mio. EUR im
Vorjahresvergleichszeitraum. Der Segmentumsatz reduzierte
sich damit um 19,5 Mio. EUR bzw. 4,4 %. Organisch ging der
Umsatz um 7,3 % zurück. Durch den Erwerb von QUICK im
Vorjahr und GRIDCOM im Berichtszeitraum konnte ein
anorganischer Umsatzzuwachs in Höhe von 2,9 % erzielt
werden.
Im März des aktuellen Geschäftsjahres hat die
HAUFF-TECHNIK GmbH & Co. KG, Hermaringen, die
restlichen 50 % der Anteile an der Hauff-Technik Gridcom
GmbH (GRIDCOM), Rosenberg, erworben, einem Spezialisten
für die Entwicklung und Produktion passiver
Komponenten für die Glasfaserinfrastruktur. Die
komplette Einbeziehung von GRIDCOM in den
INDUS-Konzernabschluss erfolgt seit dem 1. März 2024.
Zum Umsatz der ersten neun Monate hat GRIDCOM 8,4 Mio. EUR
beigetragen.
Der organische Umsatzrückgang betraf vor allem die
Beteiligungen, die im Vorjahr noch ein belebtes
Geschäft verzeichnen konnten. So waren insbesondere
die Beteiligungen aus dem Zulieferbereich für den
Wohnungsbau vom konjunkturellen Umsatzrückgang
betroffen. Weitere Effekte waren in den Bereichen
Wärmepumpen und Klimaanlagen für Gebäude zu
verzeichnen. Durch den Sommer mit eher kurzen Hitzeperioden
wurden Klimaanlagen für den Gebäudebau weniger
nachgefragt. Die Geschäfte mit Wärmepumpen waren
vor allem wegen der wenig transparenten Regelungen zur
Wärmepumpenförderung und der dadurch
verunsicherten Kunden deutlich zurückgegangen.
Das bereinigte EBITA betrug 53,2 Mio. EUR und lag damit
um 5,0 Mio. EUR über dem Vorjahresvergleichswert (48,2
Mio. EUR). Trotz gesunkenem Umsatz konnte die Marge des
bereinigten EBITA von 10,8 % auf 12,5 % gesteigert werden.
Bei einer Beteiligung des Segments sind aufgrund von
geringeren prognostizierten, zukünftigen Cashflows,
Wertminderungen auf den Geschäfts- und Firmenwert in
Höhe von 5,2 Mio. EUR (Vorjahr: Wertminderungen bei
zwei Beteiligungen in Höhe von 7,5 Mio. EUR) erfasst
worden. Das operative Ergebnis (EBIT) belief sich auf 43,5
Mio. EUR und war damit um 6,6 Mio. EUR höher als im
Vorjahr (36,9 Mio. EUR). Die EBIT-Marge betrug 10,2 %
(Vorjahr: 8,3 %). Ursache für die verbesserte
Ertragssituation sind insbesondere Maßnahmen zur
Kostenkontrolle. Zusätzlich positiv wirkte sich ein
Sondereffekt aus dem Verkauf einer nicht mehr strategischen
Minderheitsbeteiligung der BETOMAX in Höhe von 2,6
Mio. EUR aus. Belastend wirkte die Insolvenz eines
wesentlichen Kunden im Bereich mobiler Klimageräte.
Für das Gesamtjahr gehen wir weiterhin von einem
leicht sinkenden Umsatz und im Wesentlichen aufgrund der
Wertminderung von einem leicht steigenden operativen
Ergebnis (EBIT) aus (vorher: stark steigend). Das
Prognoseband für die EBIT-Marge liegt nun bei 9 bis 11
% (vorher 10 bis 12 %).
Die Investitionen in Höhe von 14,5 Mio. EUR
betrafen den Erwerb der Restanteile an GRIDCOM sowie
Sachinvestitionen (9,1 Mio. EUR). Im
Vorjahresvergleichswert in Höhe von 26,8 Mio. EUR war
der Erwerb von QUICK enthalten.
| Differenz | ||||||
| Q1-Q3 2024 | Q1-Q3 2023 | absolut | in % | Q3 2024 | Q3 2023 | |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 425,2 | 444,7 | -19,5 | -4,4 | 148,4 | 153,4 |
| EBITDA | 69,0 | 63,5 | 5,5 | 8,7 | 26,0 | 25,8 |
| in % vom Umsatz | 16,2 | 14,3 | 1,9 pp | - | 17,5 | 16,8 |
| Abschreibungen | -25,5 | -26,6 | 1,1 | 4,1 | -12,2 | -14,0 |
| davon PPA-Abschreibungen * | -4,5 | -3,8 | -0,7 | -18,4 | -1,5 | -1,3 |
| davon Wertminderungen | -5,2 | -7,5 | 2,3 | 30,7 | -5,2 | -7,5 |
| EBITA (bereinigt) ** | 53,2 | 48,2 | 5,0 | 10,4 | 20,5 | 20,6 |
| in % vom Umsatz | 12,5 | 10,8 | 1,7 pp | - | 13,8 | 13,4 |
| EBIT | 43,5 | 36,9 | 6,6 | 17,9 | 13,8 | 11,8 |
| in % vom Umsatz | 10,2 | 8,3 | 1,9 pp | - | 9,3 | 7,7 |
| Investitionen | 14,5 | 26,8 | -12,3 | -45,9 | 3,4 | 11,0 |
| Mitarbeitende | 2.840 | 2.943 | -103 | -3,5 | 2.826 | 2.934 |
| Differenz | ||
| absolut | in % | |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | -5,0 | -3,3 |
| EBITDA | 0,2 | 0,8 |
| in % vom Umsatz | 0,7 pp | - |
| Abschreibungen | 1,8 | 12,9 |
| davon PPA-Abschreibungen * | -0,2 | -15,4 |
| davon Wertminderungen | 2,3 | 30,7 |
| EBITA (bereinigt) ** | -0,1 | -0,5 |
| in % vom Umsatz | 0,4 pp | - |
| EBIT | 2,0 | 16,9 |
| in % vom Umsatz | 1,6 pp | - |
| Investitionen | -7,6 | -69,1 |
| Mitarbeitende | -108 | -3,7 |
Der Auftragseingang im Segment Materials beträgt
404,5 Mio. EUR für die ersten neun Monate 2024 nach
419,7 Mio. EUR im Vorjahresvergleichszeitraum. Der
Auftragsbestand belief sich zum 30. September 2024 auf
120,0 Mio. EUR (31. Dezember 2023: 153,3 Mio. EUR). Im
Bereich Metalltechnik ist die allgemeine Auftragslage
rückläufig. Besonders betroffen ist weiterhin die
Agrar- und Bautechnik, wobei sich die Rückgänge
verlangsamen. Die Medizintechnik wirkt dabei teilweise aus
gleichend.
In den ersten drei Quartalen 2024 konnte im Segment
Materials ein Umsatz in Höhe von 437,8 Mio. EUR
erwirtschaftet werden. Der Umsatz lag um 9,6 % (46,6 Mio.
EUR) unter dem des Vorjahresvergleichszeitraums (484,4 Mio.
EUR). Die weiterhin schwache Konjunktur in der
Metallbranche und die daraus resultierende
Zurückhaltung auf der Kundenseite waren
ursächlich für den Mengenrückgang. Hinzu kam
ein daraus resultierender höherer Wettbewerbs- und
Preisdruck. Dem allgemeinen Markttrend folgend entwickelt
sich insbesondere der Zulieferbereich für die Agrar-
und Bautechnik derzeit verhalten. Im
Vorjahresvergleichszeitraum war die allgemeine Auftragslage
im Bereich Metalltechnik noch weitgehend belebt sowie die
Preis- und Ergebnissituation besser. Die Lage trübte
sich ab dem dritten Quartal des Vorjahreszeitraums
zunehmend ein. Etwas ausgleichend wirkt nachfragebedingt
der Bereich Medizintechnik, wobei auch hier aufgrund der
leeren Kassen Preisdruck herrscht.
Das bereinigte EBITA betrug 41,5 Mio. EUR nach 58,1 Mio.
EUR im Vorjahresvergleichszeitraum. Die Marge des
bereinigten EBITA betrug 9,5 % nach 12,0 % im
Vorjahreszeitraum. Hier machten sich insbesondere die
rückläufigen Mengen und etwas schwächeren
Preise bemerkbar. Ausgleichend wirkten
Kostensenkungsprogramme. Die Marge des bereinigten EBITA
für das separate dritte Quartal betrug 8,9 % und war
um 3,3 Prozentpunkte unterhalb des Vorjahres.
Nach Abzug der PPA-Abschreibungen in Höhe von 1,7
Mio. EUR (Vorjahr: 2,3 Mio. EUR) und der Wertminderungen
aus dem planmäßigen Wertminderungstest zum 30.
September in Höhe von 1,5 Mio. EUR (Vorjahr: 5,3 Mio.
EUR) resultiert für den Berichtszeitraum ein EBIT von
38,3 Mio. EUR im Vergleich zu 50,5 Mio. EUR im
Vorjahreszeitraum. Die EBIT-Marge betrug 8,7 % (Vorjahr:
10,4 %).
Für das Gesamtjahr 2024 ist die Prognose
unverändert zum Halbjahresbericht. Wir erwarten einen
sinkenden Umsatz und ein stark sinkendes Ergebnis. Die
EBIT-Marge wird unverändert im Bereich von 7 bis 9 %
prognostiziert.
Die Investitionen lagen mit 9,8 Mio. EUR unter Vorjahr
(11,3 Mio. EUR) und betrafen jeweils ausschließlich
Sachinvestitionen.
| Differenz | ||||||
| Q1-Q3 2024 | Q1-Q3 2023 | absolut | in % | Q3 2024 | Q3 2023 | |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 437,8 | 484,4 | -46,6 | -9,6 | 142,0 | 152,8 |
| EBITDA | 60,8 | 78,2 | -17,4 | -22,3 | 19,0 | 26,0 |
| in % vom Umsatz | 13,9 | 16,1 | -2,2 pp | - | 13,4 | 17,0 |
| Abschreibungen | -22,5 | -27,7 | 5,2 | 18,8 | -8,6 | -13,5 |
| davon PPA-Abschreibungen * | -1,7 | -2,3 | 0,6 | 26,1 | -0,6 | -0,9 |
| davon Wertminderungen | -1,5 | -5,3 | 3,8 | 71,7 | -1,5 | -5,3 |
| EBITA (bereinigt) ** | 41,5 | 58,1 | -16,6 | -28,6 | 12,6 | 18,7 |
| in % vom Umsatz | 9,5 | 12,0 | -2,5 pp | - | 8,9 | 12,2 |
| EBIT | 38,3 | 50,5 | -12,2 | -24,2 | 10,5 | 12,5 |
| in % vom Umsatz | 8,7 | 10,4 | -1,7 pp | - | 7,4 | 8,2 |
| Investitionen | 9,8 | 11,3 | -1,5 | -13,3 | 3,6 | 5,2 |
| Mitarbeitende | 2.959 | 3.122 | -163,0 | -5,2 | 2.908 | 3.105 |
| Differenz | ||
| absolut | in % | |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | -10,8 | -7,1 |
| EBITDA | -7,0 | -26,9 |
| in % vom Umsatz | -3,6 pp | - |
| Abschreibungen | 4,9 | 36,3 |
| davon PPA-Abschreibungen * | 0,3 | 33,3 |
| davon Wertminderungen | 3,8 | 71,7 |
| EBITA (bereinigt) ** | -6,1 | -32,6 |
| in % vom Umsatz | -3,3 pp | - |
| EBIT | -2,0 | -16,0 |
| in % vom Umsatz | -0,8 pp | - |
| Investitionen | -1,6 | -30,8 |
| Mitarbeitende | -197,0 | -6,3 |
| Differenz | ||||
| Q1-Q3 2024 | Q1-Q3 2023 | absolut | in % | |
| Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen | 50,0 | 71,2 | -21,2 | -29,8 |
| Abschreibungen | 73,6 | 83,7 | -10,1 | -12,1 |
| weitere zahlungsunwirksame Veränderungen | 43,9 | 46,0 | -2,1 | -4,6 |
| zahlungswirksame Veränderung Working Capital | -26,5 | -70,1 | 43,6 | 62,2 |
| Veränderung sonstige Bilanzposten | -13,6 | 31,4 | -45,0 | <-100 |
| Steuerzahlungen | -36,1 | -33,5 | -2,6 | -7,8 |
| Erhaltene Dividenden | 1,5 | 0,0 | 1,5 | - |
| Operativer Cashflow | 92,8 | 128,7 | -35,9 | -27,9 |
| gezahlte Zinsen/erhaltene Zinsen | -13,2 | -14,4 | 1,2 | 8,3 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | 79,6 | 114,3 | -34,7 | -30,4 |
| Auszahlungen für Investitionen und Akquisitionen | -60,0 | -46,0 | -14,0 | -30,4 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Vermögenswerten | 8,1 | 14,5 | -6,4 | -44,1 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -51,9 | -31,5 | -20,4 | -64,8 |
| Auszahlungen zum Erwerb eigener Anteile | -25,4 | 0,0 | -25,4 | - |
| Auszahlungen Dividende | -31,0 | -21,5 | -9,5 | -44,2 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten | -5,1 | 0,0 | -5,1 | - |
| Auszahlungen für Transaktionen von Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter | -0,1 | 0,0 | -0,1 | - |
| Auszahlungen von Dividenden an nicht beherrschende Gesellschafter | -0,1 | -0,4 | 0,3 | 75,0 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten | 35,2 | 97,8 | -62,6 | -64,0 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten | -107,2 | -103,3 | -3,9 | -3,8 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -15,1 | -13,8 | -1,3 | -9,4 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -148,8 | -41,2 | -107,6 | <-100 |
| Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel fortgeführter Geschäftsbereiche | -121,1 | 41,6 | -162,7 | <-100 |
| Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel aufgegebener Geschäftsbereiche | 0,0 | -20,3 | 20,3 | 100,0 |
| Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel | -0,2 | -0,6 | 0,4 | 66,7 |
| Zahlungsmittelveränderung im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 0,0 | 2,2 | -2,2 | -100,0 |
| Liquide Mittel am Anfang der Periode | 265,8 | 127,8 | 138,0 | >100 |
| Liquide Mittel am Ende der Periode | 144,5 | 150,7 | -6,2 | -4,1 |
Der operative Cashflow betrug nach neun Monaten des
Geschäftsjahres 2024 92,8 Mio. EUR im Vergleich zu
128,7 Mio. EUR im Vorjahr und lag damit um 35,9 Mio. EUR
unter dem Vorjahresvergleichswert. Dabei lag das Ergebnis
nach Steuern der fortgeführten Geschäftsbereiche
zuzüglich der Abschreibungen und der weiteren nicht
zahlungswirksamen Aufwendungen bereits 33,4 Mio. EUR unter
dem Vorjahresvergleichszeitraum. Im Vergleich zum Vorjahr
war der zahlungswirksame Anstieg des Working Capital um
43,6 Mio. EUR geringer. Dies lag im Wesentlichen an der
geringeren Gesamtleistung im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum. Dieser positive Effekt beim Working
Capital wurde durch den im Vergleich zum Vorjahr
erhöhten Anstieg der sonstigen Bilanzposten (45,0 Mio.
EUR) kompensiert.
Nach Berücksichtigung der Zinszahlungen in
Höhe von 13,2 Mio. EUR (Vorjahr: 14,4 Mio. EUR) ergab
sich ein Cashflow aus Geschäftstätigkeit in
Höhe von 79,6 Mio. EUR (Vorjahr: 114,3 Mio. EUR), der
damit 34,7 Mio. EUR unter dem Vorjahresvergleichswert lag.
Die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen betrugen 28,3 Mio. EUR
und lagen damit um 8,9 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau
(36,9 Mio. EUR). Auszahlungen für Investitionen in
Anteile vollkonsolidierter Gesellschaften wurden in
Höhe von 31,0 Mio. EUR getätigt und betrafen den
Erwerb von GESTALT AUTOMATION und GRIDCOM im ersten
Quartal, COLSON Ltd. im zweiten Quartal und DECKMA im
aktuellen Quartal. Im Vorjahresvergleichszeitraum wurde der
Erwerb von QUICK (8,9 Mio. EUR) realisiert. Die
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen und
at-Equity-bewertete Anteile betrugen 0,7 Mio. EUR (Vorjahr:
0,3 Mio. EUR). Die Einzahlungen aus Abgängen von
Vermögenswerten lagen mit 8,1 Mio. EUR deutlich unter
dem Vorjahr. Das Vorjahr beinhaltet den Verkaufserlös
für ein nicht betriebsnotwendiges Gebäude in
Höhe von 14,4 Mio. EUR, im aktuellen Jahr ist der
Verkauf einer sonstigen Beteiligung der BETOMAX in
Höhe von 4,8 Mio. EUR enthalten. In Summe betrug der
Cashflow aus Investitionstätigkeit -51,9 Mio. EUR im
Vergleich zu -31,5 Mio. EUR im Vorjahr.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich
auf -148,8 Mio. EUR und war damit -107,6 Mio. EUR
höher als im Vorjahresvergleichszeitraum (-41,2 Mio.
EUR). Neben der starken Reduzierung der Nettokreditaufnahme
um 66,5 Mio. EUR lagen die Ursachen für den
Rückgang in der Auszahlung für den Erwerb eigener
Anteile aus dem Aktienrückkaufprogramm in Höhe
von 25,4 Mio. EUR, der gegenüber dem Vorjahr um 9,5
Mio. EUR höheren Dividende (1,20 EUR/Aktie im
Vergleich zu 0,80 EUR/Aktie im Vorjahr) sowie der
Auszahlung von bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten in
Höhe von 5,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR).
Insgesamt betrug die zahlungswirksame Veränderung
der liquiden Mittel der fortgeführten
Geschäftsbereiche -121,1 Mio. EUR für die ersten
drei Quartale 2024 nach 41,6 Mio. EUR im Vorjahr. Auf die
aufgegebenen Geschäftsbereiche entfiel im Vorjahr noch
eine zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel
von -20,3 Mio. EUR. Ausgehend vom Jahresanfangsbestand in
Höhe von 265,8 Mio. EUR betrugen die liquiden Mittel
144,5 Mio. EUR zum 30. September 2024.
Der Free Cashflow berechnet sich als Summe aus dem
operativen Cashflow und dem Cashflow aus
Investitionstätigkeit abzüglich der Auszahlungen
für Investitionen in vollkonsolidierte Unternehmen.
Der Free Cashflow gibt Auskunft über die
verfügbaren Mittel von INDUS für
Neuakquisitionen, Dividenden und Zahlungen an
Fremdkapitalgeber (Zinsen und Reduzierung der
Nettoverschuldung).
| Differenz | ||||
| in Mio. EUR | Q1-Q3 2024 | Q1-Q3 2023 | absolut | in % |
| Operativer Cashflow aus fortgeführten Geschäftsbereichen | 92,8 | 128,7 | -35,9 | -27,9 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit aus fortgeführten Geschäftsbereichen | -51,9 | -31,5 | -20,4 | -64,8 |
| Auszahlungen für Investitionen in Anteile vollkonsolidierter Unternehmen | 31,0 | 8,9 | 22,1 | >100 |
| Free Cashflow | 71,9 | 106,1 | -34,2 | -32,2 |
In den ersten drei Quartalen erwirtschaftete die
INDUS-Gruppe einen Free Cashflow in Höhe von 71,9 Mio.
EUR. Der Free Cashflow des Geschäftsjahres entwickelt
sich erwartungsgemäß. Der Free Cashflow des
Vorjahres war um 34,2 Mio. EUR höher, wozu ein
deutlich besseres Ergebnis wesentlich beitrug. Darüber
hinaus war im Free Cashflow des Vorjahres ein positiver
Sondereffekt aus dem Verkauf eines Gebäudes in
Höhe von 14,4 Mio. EUR enthalten.
| Differenz | ||||
| 30.9.2024 | 31.12.2023 | absolut | in % | |
| AKTIVA | ||||
| Langfristige Vermögenswerte | 1.031,1 | 1.029,2 | 1,9 | 0,2 |
| Anlagevermögen | 1.006,9 | 1.005,3 | 1,6 | 0,2 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 24,2 | 23,9 | 0,3 | 1,3 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 836,1 | 899,6 | -63,5 | -7,1 |
| Vorräte | 451,2 | 429,3 | 21,9 | 5,1 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 236,6 | 204,5 | 32,1 | 15,7 |
| Liquide Mittel | 144,5 | 265,8 | -121,3 | -45,6 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 3,8 | 0,0 | 3,8 | - |
| Bilanzsumme | 1.867,2 | 1.928,8 | -61,6 | -3,2 |
| PASSIVA | ||||
| Langfristige Finanzierungsmittel | 1.378,4 | 1.468,9 | -90,5 | -6,2 |
| Eigenkapital | 708,2 | 719,7 | -11,5 | -1,6 |
| Fremdkapital | 670,2 | 749,2 | -79,0 | -10,5 |
| davon Rückstellungen | 29,1 | 27,6 | 1,5 | 5,4 |
| davon Verbindlichkeiten und latente Steuern | 641,1 | 721,6 | -80,5 | -11,2 |
| Kurzfristige Finanzierungsmittel | 488,8 | 459,9 | 28,9 | 6,3 |
| davon Rückstellungen | 45,7 | 41,7 | 4,0 | 9,6 |
| davon Verbindlichkeiten | 443,1 | 418,2 | 24,9 | 6,0 |
| Bilanzsumme | 1.867,2 | 1.928,8 | -61,6 | -3,2 |
Zum 30. September 2024 betrug die Konzernbilanzsumme der
INDUS-Gruppe 1.867,2 Mio. EUR und war damit um 61,6 Mio.
EUR niedriger als zum 31. Dezember 2023. Die Reduktion ist
insbesondere auf die Verwendung liquider Mittel (-121,3
Mio. EUR) für ein Aktienrückkaufprogramm, die
Zahlung der Dividende an die INDUS-Aktionäre (-31,0
Mio. EUR) und die Reduktion der Finanzverbindlichkeiten
(-64,7 Mio. EUR) zurückzuführen. Gegenläufig
wirkte sich insbesondere die Erhöhung des Working
Capital aus.
Das Working Capital betrug 505,6 Mio. EUR zum 30.
September 2024 und war um 38,7 Mio. EUR höher als zum
31. Dezember 2023. Der Anstieg ist saisonal bedingt und
typisch für den unterjährigen Verlauf, liegt aber
unter dem Anstieg im Vorjahr. Die Erhöhung betrifft
den Aufbau der Vorräte (+21,9 Mio. EUR), der
Forderungen (+28,5 Mio. EUR) und den Abbau der
Vertragsverpflichtungen (-19,9 Mio. EUR). Kompensierend
wirkte der Aufbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen (+17,0 Mio. EUR) und der Erhaltenen Anzahlungen
(+14,6 Mio. EUR).
Das Eigenkapital zum Stichtag betrug 708,2 Mio. EUR und
war um 11,5 Mio. EUR niedriger als zum 31. Dezember 2023.
Die Erhöhung des Eigenkapitals durch die
erwirtschafteten Gewinne in Höhe von 50,0 Mio. EUR
konnte die Minderungen des Eigenkapitals durch den Erwerb
der eigenen Aktien (-25,4 Mio. EUR) sowie durch die
Dividendenzahlung (-31,0 Mio. EUR) nicht ausgleichen. Die
Eigenkapitalquote zum 30. September 2024 betrug 37,9 % und
war aufgrund der Reduktion der Bilanzsumme um 0,6
Prozentpunkte besser als die Quote am Jahresende 2023 (37,3
%).
| Differenz | ||||
| 30.9.2024 | 31.12.2023 | absolut | in % | |
| Vorräte | 451,2 | 429,3 | 21,9 | 5,1 |
| Forderungen | 209,8 | 181,3 | 28,5 | 15,7 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -80,7 | -63,7 | -17,0 | -26,7 |
| Erhaltene Anzahlungen | -37,9 | -23,3 | -14,6 | -62,7 |
| Vertragsverpflichtungen | -36,8 | -56,7 | 19,9 | 35,1 |
| Working Capital | 505,6 | 466,9 | 38,7 | 8,3 |
Zum 30. September 2024 bestanden
Nettofinanzverbindlichkeiten in Höhe von 562,8 Mio.
EUR im Vergleich zu 506,2 Mio. EUR zum 31. Dezember 2023.
Damit sind die Nettofinanzverbindlichkeiten gegenüber
dem Jahresanfang um 56,6 Mio. EUR angestiegen. Ursache
dafür sind im Wesentlichen die Finanzierung des
saisonalen Working-Capital-Anstiegs, der Erwerb eigener
Aktien (25,4 Mio. EUR) und die Auszahlung der Dividende
(31,0 Mio. EUR).
| Differenz | ||||
| 30.9.2024 | 31.12.2023 | absolut | in % | |
| Langfristige Finanzschulden | 548,7 | 618,2 | -69,5 | -11,2 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 158,6 | 153,8 | 4,8 | 3,1 |
| Liquide Mittel | -144,5 | -265,8 | 121,3 | 45,6 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten | 562,8 | 506,2 | 56,6 | 11,2 |
Für den Chancen- und Risikobericht der INDUS
Holding AG wird auf den Geschäftsbericht 2023
verwiesen. Zur frühzeitigen Erkennung, zur umfassenden
Analyse und zum konsequenten Umgang mit Risiken betreibt
die Gesellschaft ein effizientes Risikomanagementsystem.
Die Ausgestaltung des Risikomanagements sowie die Bedeutung
der einzelnen Risiken werden im Geschäftsbericht
erläutert. Darin wird festgehalten, dass sich das
Unternehmen keinen Risiken ausgesetzt sieht, die den
Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.
Auch wenn keine lang anhaltende Rezession auf breiter
Front zu erwarten ist, ist bis Ende 2024 keine deutliche
Belebung der Konjunktur in Sicht. Angesichts gemischter
Signale aus Dienstleistung und Handel sind vom privaten
Konsum keine kräftigen Impulse zu erwarten. Die Lage
auf dem bislang noch robusten Arbeitsmarkt wird sich in den
kommenden Monaten voraussichtlich verschärfen, vor dem
Hintergrund zuletzt höherer Energierohstoffpreise
dürfte die Inflationsrate leicht anziehen. Im Oktober
lag diese bei voraussichtlich 2,0 %. Neben der
Binnennachfrage schwächelt auch die internationale
Nachfrage: Der PMI Einkaufsmanagerindex für die
deutschen Exporte erreichte im Oktober 2024 ein
Achtmonatstief. Vor allem der europäische Absatzmarkt
geht zurück, während die USA die Nachfrage nach
deutschen Produkten weiter stützen.
Leicht positive Signale kamen zuletzt aber von einigen
Frühindikatoren: Der PMI Einkaufsmanagerindex stieg im
Oktober auf 48,4 Punkte, blieb damit aber noch deutlich
unter der Wachstumsschwelle von 50. Die
ZEW-Konjunkturerwartungen stiegen im Oktober ebenfalls an.
Das GfK-Konsumklima setzte seine Erholung vom September im
Oktober fort. Auch der ifo Geschäftsklimaindex war im
Oktober 2024 nach vier Rückgängen in Folge
erstmals wieder gestiegen. Im Detail zeigt sich hier jedoch
ein gemischtes Bild: Im Verarbeitenden Gewerbe insgesamt
verbesserten sich die Erwartungen bei einer schlechter
empfundenen Geschäftslage. Dabei bewerteten die
Maschinenbauer ihre aktuelle Geschäftslage und die
Aussichten optimistischer als im Vormonat, aber immer noch
pessimistischer als im Sommer 2024. Die Hersteller von
Metallerzeugnissen schätzten Lage und Perspektive
positiver ein als im September und August. Dagegen sank das
ifo Geschäftsklima im Oktober bei den Unternehmen der
Materialerzeugung und -bearbeitung. Auch die Unternehmen im
Bauhauptgewerbe hatten schwächere
Geschäftserwartungen, beurteilten die aktuelle Lage
aber etwas positiver. Der reale Auftragseingang im
Bauhauptgewerbe ist im August aufgrund von
Großaufträgen um 14,2 % gegenüber Juli
gestiegen. Im Juli hatten die Auftragseingänge noch
5,9 % unter dem Niveau des Vormonats gelegen.
Trotz punktueller Lichtblicke, die hoffen lassen, dass
die Talsohle durchschritten ist: Die strukturellen
Herausforderungen am Wirtschaftsstandort Deutschland - wie
überdurchschnittlich hohe Energiekosten, hohe
Bürokratie und Fachkräftemangel - belasten die
internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen
Industrie. Auch die Bauwirtschaft leidet unter der
anhaltenden Nachfrageschwäche. Von Januar bis August
2024 wurden 19,3 % weniger Wohnungen genehmigt als im
Vorjahreszeitraum. Für das Jahr 2024 erwartet die
Bundesregierung in ihrer Herbstprojektion einen leichten
Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung (-0,2 %)
und für 2025 eine moderate Belebung (+1,1 %). Das ifo
Institut hat seine Wachstumsprognose für das laufende
Jahr auf 0,0 % und für 2025 auf 0,9 % gesenkt. Auch
der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet
für 2024 mit einer Stagnation und für 2025 mit
einer sanften Erholung (+0,8 %). In einzelnen Branchen sind
die Erwartungen aber deutlich pessimistischer: So rechnet
der Branchenverband VDMA mit einem realen
Umsatzrückgang von 8 % für das laufende Jahr. Die
VDMA-Fachgruppe Baumaschinen erwartet sogar ein Minus von
15 bis 20 % gegenüber Vorjahr. Für die
Weltwirtschaft geht der IWF unverändert von einem
Wachstum von 3,2 % im Jahr 2024 aus, wobei im Vergleich zum
Sommer höhere Erwartungen für die US-Wirtschaft
schwächere Prognosen für Deutschland oder Japan
in etwa ausgleichen.
INDUS hat in den ersten neun Monaten des aktuellen
Geschäftsjahres einen Umsatzrückgang verzeichnet.
Dieser betrifft alle drei Segmente und ist im Wesentlichen
konjunkturbedingt. Auch das operative Ergebnis (EBIT) lag
unter dem Vorjahreswert. Die EBIT-Marge betrug 7,5 %. Der
Umsatzbeitrag des dritten Quartals lag oberhalb der ersten
zwei Quartale 2024. Ebenso lag das bereinigte EBITA
oberhalb der Werte der ersten zwei Quartale.
Ergebnisbelastend wirkten die Wertminderungen aus dem
jährlichen Wertminderungstest in Höhe von 6,7
Mio. EUR. Das EBIT für das dritte Quartal betrug 31,8
Mio. EUR und war damit aufgrund der Wertminderungen
niedriger als im zweiten Quartal 2024, aber trotz der
konjunkturellen Schwäche auf dem Niveau des dritten
Quartals 2023. Die EBIT-Marge betrug 7,2 % für das
Einzelquartal und 7,5 % für die ersten neun Monate.
Im Berichtszeitraum ging der Umsatz im Segment
Engineering gegenüber dem Vorjahr um 3,6 %
zurück; das operative Ergebnis (EBIT) sank um 12,1 %.
Wie erwartet sind im dritten Quartal sowohl Umsatz als auch
Ergebnisbeitrag deutlich gegenüber den beiden ersten
Quartalen 2024 angestiegen. Für das Gesamtjahr
erwarten wir weiterhin einen leicht sinkenden Umsatz und
ein stark sinkendes operatives Ergebnis (EBIT). Die
EBIT-Marge wird im Korridor von 6,5 bis 8,5 % erwartet.
In den ersten drei Quartalen ist im Segment
Infrastructure der Umsatz gegenüber dem Vorjahr
zurückgegangen; das operative Ergebnis (EBIT) stieg
über den Vorjahreswert. Ergebnisbelastungen
resultierten aus der Insolvenz eines wesentlichen Kunden im
Bereich mobiler Klimageräte. Für das Gesamtjahr
geht INDUS weiterhin von einem leicht sinkenden Umsatz und
im Wesentlichen aufgrund der Wertminderung von einem leicht
steigenden operativen Ergebnis (EBIT) aus (vorher: stark
steigend). Das Prognoseband für die EBIT-Marge liegt
nun bei 9 bis 11 % (vorher 10 bis 12 %).
Das Segment Materials erwirtschaftete in den ersten neun
Monaten im aktuellen Geschäftsjahr einen im Vergleich
zu 2023 geringeren Umsatz und ein geringeres operatives
Ergebnis (EBIT). Die schwächelnde konjunkturelle
Entwicklung der Metallbranche sowie der Preisdruck der
Kunden sind hierfür ursächlich. Für das
Gesamtjahr 2024 erwartet INDUS weiterhin einen sinkenden
Umsatz und ein stark sinkendes Ergebnis. Das Prognoseband
für die EBIT-Marge bleibt unverändert bei 7 bis 9
%.
Der operative Cashflow lag in den ersten neun Monaten um
35,9 Mio. EUR unter dem Vorjahresvergleichszeitraum. Der
Rückgang liegt im Wesentlichen an der geringeren
Gesamtleistung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Free
Cashflow betrug 71,9 Mio. EUR und lag damit um 34,2 Mio.
EUR unter dem Vorjahreswert. Im Vorjahreswert war dabei ein
positiver Sondereffekt in Höhe von 14,4 Mio. EUR aus
dem Verkauf einer nicht betriebsnotwendigen Immobilie
enthalten. Unsere Prognose eines Free Cashflow von
über 110 Mio. EUR für das Gesamtjahr 2024 bleibt
unverändert.
Für das Gesamtjahr 2024 prognostizieren wir
weiterhin einen Umsatz im Bereich von 1,70 bis 1,80 Mrd.
EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) erwarten wir im
Wesentlichen aufgrund der Wertminderungen nun im
Prognoseband von 115 bis 125 Mio. EUR. Die EBIT-Marge wird
weiterhin zwischen 7,0 und 8,0 % erwartet.
| in Mio. EUR | Ist 2023 | Prognose August 2024 | Prognose November 2024 |
| Engineering | |||
| Umsatz | 599,6 | leicht sinkender Umsatz | leicht sinkender Umsatz |
| EBIT | 57,0 | stark sinkendes Ergebnis | stark sinkendes Ergebnis |
| EBIT-Marge | 9,5 % | 6,5 bis 8,5 % | 6,5 bis 8,5 % |
| Infrastructure | |||
| Umsatz | 582,2 | leicht sinkender Umsatz | leicht sinkender Umsatz |
| EBIT | 49,3 | stark steigendes Ergebnis | leicht steigendes Ergebnis |
| EBIT-Marge | 8,5 % | 10 bis 12 % | 9 bis 11 % |
| Materials | |||
| Umsatz | 619,9 | sinkender Umsatz | sinkender Umsatz |
| EBIT | 57,3 | stark sinkendes Ergebnis | stark sinkendes Ergebnis |
| EBIT-Marge | 9,2 % | 7 bis 9 % | 7 bis 9 % |
| INDUS-Gruppe | |||
| Umsatz | 1.802,4 | 1,70 Mrd. bis 1,80 Mrd. EUR | 1,70 Mrd. bis 1,80 Mrd. EUR |
| EBIT | 149,6 | 125 bis 145 Mio. EUR | 115 bis 125 Mio. EUR |
| EBIT-Marge | 8,3 % | 7,0 bis 8,0 % | 7,0 bis 8,0 % |
| Free Cashflow | > 110 | > 110 | > 110 |
Zwischen dem 30. September 2024 und der
Veröffentlichung dieses Berichts am 11. November 2024
sind keine Ereignisse eingetreten, die eine wesentliche
Änderung der im vorliegenden Quartalsfinanzbericht
dargestellten Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage
erfordern.
| in TEUR | Anhang | Q1-Q3 2024 | Q1-Q3 2023 | Q3 2024 | Q3 2023 |
| UMSATZERLÖSE | 1.282.152 | 1.363.822 | 443.055 | 459.738 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 12.412 | 10.578 | 2.719 | 4.181 | |
| Aktivierte Eigenleistungen | 2.611 | 3.523 | 819 | 1.493 | |
| Bestandsveränderung | 4.731 | 6.530 | -5.892 | -16.489 | |
| Materialaufwand | [4] | -568.825 | -626.040 | -194.711 | -191.930 |
| Personalaufwand | [5] | -397.786 | -389.697 | -129.356 | -128.625 |
| Abschreibungen | [6] | -73.588 | -83.668 | -29.535 | -40.478 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | [7] | -165.807 | -168.123 | -55.279 | -55.838 |
| OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT) | 95.900 | 116.925 | 31.820 | 32.052 | |
| Zinserträge | 2.452 | 410 | 659 | 139 | |
| Zinsaufwendungen | -17.007 | -13.527 | -6.323 | -4.637 | |
| ZINSERGEBNIS | -14.555 | -13.117 | -5.664 | -4.498 | |
| Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen | -122 | 620 | 0 | -20 | |
| Übriges Finanzergebnis | -4.427 | -1.184 | 128 | 4.777 | |
| FINANZERGEBNIS | [8] | -19.104 | -13.681 | -5.536 | 259 |
| ERGEBNIS VOR STEUERN AUS FORTGEFÜHRTEN GESCHÄFTSBEREICHEN (EBT) | 76.796 | 103.244 | 26.284 | 32.311 | |
| Ertragsteuern | [9] | -26.817 | -32.042 | -8.414 | -8.586 |
| Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche | - | -27.823 | - | -2.066 | |
| ERGEBNIS NACH STEUERN | 49.979 | 43.379 | 17.870 | 21.659 | |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 802 | 504 | 337 | 235 | |
| davon Anteile der INDUS-Aktionäre | 49.177 | 42.875 | 17.533 | 21.424 | |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) in EUR | |||||
| aus fortgeführten Geschäftsbereichen | [10] | 1,89 | 2,63 | 0,68 | 0,87 |
| aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | [10] | 0,00 | -1,03 | 0,00 | -0,08 |
| aus fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen | [10] | 1,89 | 1,60 | 0,68 | 0,79 |
| in TEUR | Q1-Q3 2024 | Q1-Q3 2023 | Q3 2024 | Q3 2023 |
| ERGEBNIS NACH STEUERN | 49.979 | 43.379 | 17.870 | 21.659 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | -1.383 | -621 | -1.960 | 1.802 |
| Latente Steuern | 209 | 26 | 450 | -514 |
| Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | -1.174 | -595 | -1.510 | 1.288 |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | -1.372 | 1.336 | -953 | 2.221 |
| Veränderung der Marktwerte von Sicherungsinstrumenten (Cashflow Hedge) | -2.772 | -1.141 | -2.374 | -465 |
| Latente Steuern | 438 | 181 | 375 | 74 |
| Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | -3.706 | 376 | -2.952 | 1.830 |
| SONSTIGES ERGEBNIS | -4.880 | -219 | -4.462 | 3.118 |
| GESAMTERGEBNIS | 45.099 | 43.160 | 13.408 | 24.777 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 808 | 454 | 329 | 255 |
| davon Anteile der INDUS-Aktionäre | 44.291 | 42.706 | 13.079 | 24.522 |
Die im sonstigen Ergebnis erfolgsneutral erfassten
Erträge und Aufwendungen enthalten
versicherungsmathematische Verluste aus Pensionen und
ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von -1.383 TEUR
(Vorjahr: -621 TEUR). Diese resultieren aus der
Veränderung der Zinssätze für die
Pensionsverpflichtungen. Der Zinssatz für
inländische Pensionsverpflichtungen hat sich um 0,2
Prozentpunkte erhöht (Vorjahr: Verringerung um 0,30
Prozentpunkte) während der Zinssatz für
ausländische Pensionen (Schweiz) um 0,41 Prozentpunkte
geringer ist (Vorjahr: Verringerung um 0,27 Prozentpunkte).
Das Ergebnis der Währungsumrechnung resultiert im
Wesentlichen aus der Umrechnung der Abschlüsse
einbezogener ausländischer Konzerngesellschaften. Die
Veränderung der Marktwerte derivativer
Finanzinstrumente resultiert aus den bei der Holding zur
Zinsabsicherung abgeschlossenen Zinsswaps.
| in TEUR | Anhang | 30.9.2024 | 31.12.2023 |
| Geschäfts- und Firmenwert | [11] | 404.862 | 395.808 |
| Nutzungsrechte aus Leasing/Miete | 75.586 | 73.878 | |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 171.451 | 164.170 | |
| Sachanlagen | 335.893 | 344.428 | |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 9.075 | 10.005 | |
| Finanzanlagen | 9.665 | 11.347 | |
| At-Equity-bewertete Anteile | 408 | 5.662 | |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 2.986 | 2.659 | |
| Latente Steuern | 21.192 | 21.262 | |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.031.118 | 1.029.219 | |
| Vorräte | [12] | 451.216 | 429.269 |
| Forderungen | [13] | 209.838 | 181.310 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 19.720 | 17.336 | |
| Laufende Ertragsteuern | 7.039 | 5.799 | |
| Liquide Mittel | 144.455 | 265.843 | |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 3.843 | 0 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 836.111 | 899.557 | |
| BILANZSUMME | 1.867.229 | 1.928.776 |
| in TEUR | Anhang | 30.9.2024 | 31.12.2023 |
| Gezeichnetes Kapital | 69.928 | 69.928 | |
| Kapitalrücklage | 318.143 | 318.143 | |
| Übrige Rücklagen | 342.935 | 329.866 | |
| Eigene Anteile | -25.370 | 0 | |
| Eigenkapital der INDUS-Aktionäre | 705.636 | 717.937 | |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital | 2.599 | 1.724 | |
| Eigenkapital | 708.235 | 719.661 | |
| Pensionsrückstellungen | 28.475 | 27.009 | |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 633 | 596 | |
| Langfristige Finanzschulden | [14] | 548.672 | 618.162 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | [15] | 37.420 | 48.027 |
| Latente Steuern | 55.014 | 55.398 | |
| Langfristige Schulden | 670.214 | 749.192 | |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 45.725 | 41.675 | |
| Kurzfristige Finanzschulden | [14] | 158.588 | 153.849 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 80.737 | 63.661 | |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | [15] | 178.635 | 174.491 |
| Laufende Ertragsteuern | 25.095 | 26.247 | |
| Kurzfristige Schulden | 488.780 | 459.923 | |
| BILANZSUMME | 1.867.229 | 1.928.776 |
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklage | Sonstige Rücklagen | Eigene Anteile | Eigenkapital der INDUS-Aktionäre |
| STAND AM 1.1.2023 | 69.928 | 318.143 | 284.932 | 10.158 | 683.161 | |
| Ergebnis nach Steuern | 42.875 | 42.875 | ||||
| Sonstiges Ergebnis | -169 | -169 | ||||
| Gesamtergebnis | 42.875 | -169 | 42.706 | |||
| Umgliederung | 68 | -68 | ||||
| Dividendenzahlung | -21.517 | -21.517 | ||||
| STAND AM 30.9.2023 | 69.928 | 318.143 | 306.358 | 9.921 | 704.350 | |
| STAND AM 1.1.2024 | 69.928 | 318.143 | 328.507 | 1.359 | 717.937 | |
| Ergebnis nach Steuern | 49.177 | 49.177 | ||||
| Sonstiges Ergebnis | -4.886 | -4.886 | ||||
| Gesamtergebnis | 49.177 | -4.886 | 44.291 | |||
| Transaktion von Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter | -267 | -267 | ||||
| Veränderung Konsolidierungskreis | ||||||
| Erwerb eigener Anteile | -25.370 | -25.370 | ||||
| Dividendenzahlung | -30.955 | -30.955 | ||||
| STAND AM 30.9.2024 | 69.928 | 318.143 | 346.462 | -3.527 | -25.370 | 705.636 |
| in TEUR | Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | Eigen kapital des Konzerns |
| STAND AM 1.1.2023 | 2.060 | 685.221 |
| Ergebnis nach Steuern | 504 | 43.379 |
| Sonstiges Ergebnis | -50 | -219 |
| Gesamtergebnis | 454 | 43.160 |
| Umgliederung | ||
| Dividendenzahlung | -395 | -21.912 |
| STAND AM 30.9.2023 | 2.119 | 706.469 |
| STAND AM 1.1.2024 | 1.724 | 719.661 |
| Ergebnis nach Steuern | 802 | 49.979 |
| Sonstiges Ergebnis | 6 | -4.880 |
| Gesamtergebnis | 808 | 45.099 |
| Transaktion von Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter | 193 | -74 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | -6 | -6 |
| Erwerb eigener Anteile | -25.370 | |
| Dividendenzahlung | -120 | -31.075 |
| STAND AM 30.9.2024 | 2.599 | 708.235 |
Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zum 30.
September umfassen im Wesentlichen die Anteile nicht
beherrschender Gesellschafter an Tochtergesellschaften der
ROLKO-Gruppe. Die Anteile nicht beherrschender
Gesellschafter, bei denen aufgrund wechselseitiger
Optionsvereinbarungen bereits zum Erwerbszeitpunkt der
Übergang des wirtschaftlichen Eigentums der
betreffenden nicht beherrschten Anteile vorlag, werden
unter den sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert.
| in TEUR | Q1-Q3 2024 | Q1-Q3 2023 |
| Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen | 49.979 | 71.202 |
| Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte | 73.588 | 83.668 |
| Ertragsteuern | 26.817 | 32.042 |
| Finanzergebnis | 19.104 | 13.681 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge | -1.981 | 363 |
| Veränderungen der Rückstellungen | 3.646 | 4.679 |
| Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen sowie anderer Aktiva | -39.432 | -45.603 |
| Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten und anderer Passiva | -4.262 | 2.240 |
| Erhaltene/gezahlte Ertragsteuern | -36.129 | -33.535 |
| Erhaltene Dividenden | 1.460 | 0 |
| Operativer Cashflow aus fortgeführten Geschäftsbereichen | 92.790 | 128.737 |
| Gezahlte Zinsen | -16.168 | -14.849 |
| Erhaltene Zinsen | 2.962 | 431 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Geschäftsbereichen | 79.584 | 114.319 |
| Auszahlungen für Investitionen in | ||
| Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -28.253 | -36.844 |
| Finanzanlagen und at-Equity-bewertete Anteile | -707 | -283 |
| Anteile vollkonsolidierter Gesellschaften | -31.006 | -8.851 |
| Einzahlungen aus Abgängen von | ||
| sonstigen Anlagen | 8.060 | 14.463 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit aus fortgeführten Geschäftsbereichen | -51.906 | -31.515 |
| Auszahlungen zum Erwerb eigener Anteile | -25.370 | 0 |
| Auszahlungen Dividende | -30.955 | -21.517 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten | -5.126 | 0 |
| Auszahlungen für Transaktionen von Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter | -74 | 0 |
| Auszahlungen von Dividenden an nicht beherrschende Gesellschafter | -120 | -395 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten | 35.232 | 97.789 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten | -107.285 | -103.329 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -15.089 | -13.809 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit aus fortgeführten Geschäftsbereichen | -148.787 | -41.261 |
| Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel fortgeführter Geschäftsbereiche | -121.109 | 41.543 |
| Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel aufgegebener Geschäftsbereiche | 0 | -20.264 |
| Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel | -279 | -615 |
| Zahlungsmittelveränderung im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 0 | 2.195 |
| Liquide Mittel am Anfang der Periode | 265.843 | 127.816 |
| Liquide Mittel am Ende der Periode | 144.455 | 150.675 |
Die INDUS Holding AG mit Sitz in Bergisch Gladbach,
Deutschland, hat ihren verkürzten
Konzernzwischenabschluss für den Zeitraum vom 1.
Januar 2024 bis 30. September 2024 in Übereinstimmung
mit den International Financial Reporting Standards (IFRS)
und deren Auslegungen durch das International Financial
Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC),
wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden
sind, erstellt. Der Konzernabschluss ist in Euro
aufgestellt. Sofern nicht anders vermerkt, werden alle
Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben.
Dieser Zwischenabschluss wird in Übereinstimmung
mit IAS 34 in verkürzter Form erstellt. Der
Zwischenbericht ist nicht testiert und wurde auch keiner
prüferischen Durchsicht unterzogen.
Über verpflichtend neu anzuwendende Standards wird
gesondert im Bereich "Änderungen von
Rechnungslegungsvorschriften" berichtet. Ansonsten werden
die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr
2023 angewendet, die dort detailliert erläutert sind.
Da der vorliegende Zwischenabschluss nicht den vollen
Informationsumfang des Jahresabschlusses aufweist, ist
dieser Abschluss im Kontext mit dem vorangegangenen
Jahresabschluss zu betrachten.
Aus Sicht des Vorstands enthält der vorliegende
Quartalsbericht alle üblichen, laufend vorzunehmenden
Anpassungen, die für eine angemessene Darstellung der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
notwendig sind. Die in den ersten drei Quartalen erzielten
Ergebnisse lassen nicht notwendigerweise Vorhersagen
über die Entwicklung des weiteren
Geschäftsverlaufs zu.
Die Erstellung des Konzernabschlusses ist beeinflusst
von Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie Annahmen und
Schätzungen, die sich auf Höhe und Ausweis der
bilanzierten Vermögenswerte, Schulden und
Eventualschulden sowie Aufwendungen und Erträge
auswirken. Wenn Zukunftserwartungen abzubilden sind,
können die tatsächlichen Werte von den
Schätzungen abweichen. Verändert sich die
ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die
Bilanzierung der entsprechenden Positionen erfolgswirksam
angepasst.
Alle ab dem Geschäftsjahr 2024 verpflichtend
anzuwendenden Rechnungslegungsnormen sind in dem
vorliegenden Zwischenabschluss umgesetzt.
Es ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die
Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
der INDUS Holding AG durch die Anwendung von neuen
Standards.
Im März 2024 hat die INDUS Holding AG im Rahmen
eines Asset-Deals die Vermögenswerte der Gestalt
Robotics erworben. Das Unternehmen entwickelt individuelle,
KI-basierte Lösungen für die Industrieautomation.
Das Lösungsportfolio umfasst auf Künstliche
Intelligenz gestützte Bildverarbeitung und
Steuerungstechnik. Dazu gehören z. B. visuelle
Qualitätsprüfung und visuelles Asset Tracking,
autonome Navigation mobiler Transportsysteme sowie adaptive
und kollaborative Robotik und Assistenzsysteme. Typische
Einsatzfelder liegen im Bereich Montage, Mobilität und
Laborautomation.
Mit dem Strategie-Update PARKOUR perform hat INDUS das
Zukunftsfeld Automatisierung als Stoßrichtung
für weiteres Wachstum definiert. Die nunmehr als
GESTALT AUTOMATION firmierende Gesellschaft mit dem Fokus
auf industrielle Automatisation ergänzt das
Beteiligungsportfolio in diesem Zukunftsfeld.
GESTALT AUTOMATION wurde zum 1. März 2024 in die
INDUS-Gruppe einbezogen und dem Segment Engineering
zugeordnet.
Der beizulegende Zeitwert der gesamten Gegenleistung
betrug 660 TEUR zum Erwerbszeitpunkt.
Am 28. August 2024 hat die INDUS Holding AG 75 % der
Anteile an der DECKMA Decksmaschinen und Automation
Vertriebsgesellschaft mbH, Rosengarten, erworben. DECKMA
ist als Systemanbieter für die technische
Schiffsausrüstung auf Beleuchtungs- und
Feuermeldesysteme, Korrosionsschutztechnik sowie
Automationslösungen für Schiffe spezialisiert und
beliefert Kunden der Schiffbau- und Offshore-Industrie,
bspw. Hersteller von Kreuzfahrtschiffen, Berufsschiffen und
großen Yachten. Mit dem Zukauf von DECKMA
übernimmt INDUS auch eine indirekte 33-prozentige
Beteiligung an der britischen NEXTCORR Ltd., einem
Systemanbieter für Bewuchs- und Korrosionsschutz
für Schiffe.
DECKMA wurde zum 1. September 2024 in die INDUS- Gruppe
einbezogen und dem Segment Engineering zugeordnet.
Der beizulegende Zeitwert der gesamten Gegenleistung
betrug 20.451 TEUR zum Erwerbszeitpunkt. Dieser besteht aus
einer Barkomponente in Höhe von 14.850 TEUR sowie
bedingten Kaufpreiszahlungen in Höhe von 5.601 TEUR,
die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Die
bedingten Kaufpreiszahlungen setzen sich zusammen aus den
Call-/Put-Optionen über die Minderheitsanteile, aus
einer Earn-Out-Klausel sowie einem vorläufigen Cash
& Debt Free-Ausgleich. Die Barkomponente wurde am 28.
August 2024 gezahlt. Die Ermittlung der Höhe der
bedingten Kaufpreisverbindlichkeit erfolgt auf Basis von
EBIT-Multiples und einer Prognose über das
zukünftig relevante EBIT.
Der im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelte
Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 8.303 TEUR
ist steuerlich nicht abzugsfähig. Der Geschäfts-
und Firmenwert ist die Residualgröße der
gesamten Gegenleistung abzüglich des Werts der neu
bewerteten erworbenen Vermögenswerte und
übernommenen Schulden und repräsentiert nicht
bilanzierungsfähige Ertragspotenziale der
übernommenen Gesellschaft für die Zukunft sowie
das Know-how der Belegschaft.
In der vorläufigen Kaufpreisallokation wurden die
erworbenen Vermögenswerte und Schulden wie folgt
ermittelt:
| Buchwerte im Zugangszeitpunkt | Neubewertung | Zugang Konzernbilanz | |
| Geschäfts- und Firmenwert | 0 | 8.303 | 8.303 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 100 | 9.922 | 10.022 |
| Sachanlagen | 1.587 | 1.018 | 2.605 |
| Finanzanlagen | 190 | 446 | 636 |
| Vorräte | 4.166 | 300 | 4.466 |
| Forderungen | 659 | 0 | 659 |
| Sonstige Aktiva * | 365 | 0 | 365 |
| Liquide Mittel | 2.384 | 0 | 2.384 |
| Summe Vermögenswerte | 9.451 | 19.989 | 29.440 |
| Sonstige Rückstellungen | 192 | 0 | 192 |
| Finanzschulden | 629 | 0 | 629 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 913 | 0 | 913 |
| Sonstige Passiva ** | 3.942 | 3.313 | 7.255 |
| Summe Schulden | 5.676 | 3.313 | 8.989 |
Die neu bewerteten immateriellen Vermögenswerte
beinhalten im Wesentlichen den Kundenstamm.
Zum Ergebnis der ersten neun Monate 2024 trägt
DECKMA einen Umsatz in Höhe von 498 TEUR und ein
operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von -794 TEUR bei.
Die ergebniswirksamen Aufwendungen aus der
Erstkonsolidierung von DECKMA belasten das operative
Ergebnis (EBIT) in Höhe von 385 TEUR. Die
Anschaffungsnebenkosten des Erwerbs wurden in der Gewinn-
und Verlustrechnung erfasst.
Am 11. März 2024 hat die HAUFF-TECHNIK GmbH &
Co. KG, Hermaringen, die verbleibenden Anteile an der
Hauff-Technik Gridcom GmbH (GRIDCOM), Rosenberg,
übernommen und ist nun alleinige Gesellschafterin des
Unternehmens. GRIDCOM ist ein Spezialist für die
Entwicklung und Produktion passiver Komponenten für
Glasfaserinfrastruktur. Dazu gehören Point-of-Presence
(PoP)-Stationen, die als Hauptverteiler zentrale
Glasfaserkabel mit den Glasfaserverteilern im Bereich Fibre
to the Curb (FTTC) oder Fibre to the Home (FTTH) verbinden.
Auch die Netzverteiler und Glasfaserverteilerkästen
für den Aufbau der Infrastruktur auf den letzten
Metern bis hin zum Kunden gehören zum Produktportfolio
von GRIDCOM.
2016 hatte HAUFF-TECHNIK die ersten 50 % an GRIDCOM
erworben. Die GRIDCOM wurde bis zum 29. Februar 2024
at-Equity in den Konzernabschluss einbezogen. Seit 1.
März 2024 wird GRIDCOM vollkonsolidiert. GRIDCOM wird
dem Segment Infrastructure zugeordnet.
Der beizulegende Zeitwert der Gegenleistung für die
neu erworbenen Anteile betrug 5.933 TEUR zum
Erwerbszeitpunkt.
Der im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelte
Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 1.109 TEUR
ist steuerlich nicht abzugsfähig. Der Geschäfts-
und Firmenwert ist die Residualgröße der
gesamten Gegenleistung abzüglich des Werts der neu
bewerteten erworbenen Vermögenswerte und
übernommenen Schulden und repräsentiert nicht
bilanzierungsfähige Ertragspotenziale der
übernommenen Gesellschaft für die Zukunft sowie
das Know-how der Belegschaft.
In der vorläufigen Kaufpreisallokation wurden die
erworbenen Vermögenswerte und Schulden wie folgt
ermittelt:
| Buchwerte im Zugangszeitpunkt | Neubewertung | Zugang Konzernbilanz | |
| Geschäfts- und Firmenwert | 0 | 1.109 | 1.109 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 1.784 | 6.419 | 8.203 |
| Sachanlagen | 1.843 | 662 | 2.505 |
| Vorräte | 2.635 | 1.097 | 3.732 |
| Forderungen | 2.709 | 0 | 2.709 |
| Sonstige Aktiva * | 595 | 0 | 595 |
| Liquide Mittel | 533 | 0 | 533 |
| Summe Vermögenswerte | 10.099 | 9.287 | 19.386 |
| Sonstige Rückstellungen | 80 | 0 | 80 |
| Finanzschulden | 1.725 | 0 | 1.725 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 995 | 0 | 995 |
| Sonstige Passiva ** | 3.993 | 2.210 | 6.203 |
| Summe Schulden | 6.793 | 2.210 | 9.003 |
Die neu bewerteten immateriellen Vermögenswerte
beinhalten im Wesentlichen den Kundenstamm.
Zum Ergebnis der ersten neun Monate 2024 trägt
GRIDCOM einen Umsatz in Höhe von 8.448 TEUR und ein
operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von 304 TEUR bei.
Die ergebniswirksamen Aufwendungen aus der
Erstkonsolidierung von GRIDCOM belasten das operative
Ergebnis (EBIT) in Höhe von 906 TEUR. Die
Anschaffungsnebenkosten des Erwerbs wurden in der Gewinn-
und Verlustrechnung erfasst.
Pneumatic Components Ltd. (PCL), ein Tochterunternehmen
der INDUS-Beteiligung HORNGROUP, kaufte im März 2024
100 % der Anteile der COLSON X-Cel Ltd. (COLSON). Das
britische Unternehmen mit Sitz in Rotherham, South
Yorkshire, entwickelt und produziert Industriearmaturen
für die Mess- und Regeltechnik, u. a. Ventile,
Absperreinheiten und Messgeräte zur Steuerung von
Flüssigkeiten und Gasen.
Der wirtschaftliche Übergang von COLSON erfolgte am
5. Juni 2024. COLSON wird dem Segment Engineering
zugeordnet.
Der beizulegende Zeitwert der Gegenleistung für die
neu erworbenen Anteile betrug 14.747 TEUR zum
Erwerbszeitpunkt.
Der im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelte
Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 4.773 TEUR
ist steuerlich nicht abzugsfähig. Der Geschäfts-
und Firmenwert ist die Residualgröße der
gesamten Gegenleistung abzüglich des Werts der neu
bewerteten erworbenen Vermögenswerte und
übernommenen Schulden und repräsentiert nicht
bilanzierungsfähige Ertragspotenziale der
übernommenen Gesellschaft für die Zukunft sowie
das Know-how der Belegschaft.
In der vorläufigen Kaufpreisallokation wurden die
erworbenen Vermögenswerte und Schulden wie folgt
ermittelt:
| Buchwerte im Zugangszeitpunkt | Neubewertung | Zugang Konzernbilanz | |
| Geschäfts- und Firmenwert | 0 | 4.773 | 4.773 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 0 | 5.546 | 5.546 |
| Sachanlagen | 822 | 597 | 1.419 |
| Vorräte | 1.059 | 779 | 1.838 |
| Forderungen | 1.150 | 0 | 1.150 |
| Sonstige Aktiva * | 70 | 0 | 70 |
| Liquide Mittel | 2.267 | 0 | 2.267 |
| Summe Vermögenswerte | 5.368 | 11.695 | 17.063 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 385 | 0 | 385 |
| Sonstige Passiva ** | 201 | 1.730 | 1.931 |
| Summe Schulden | 586 | 1.730 | 2.316 |
Die neu bewerteten immateriellen Vermögenswerte
beinhalten im Wesentlichen den Kundenstamm.
Zu den ersten neun Monaten 2024 trägt COLSON einen
Umsatz in Höhe von 1.420 TEUR und ein operatives
Ergebnis (EBIT) in Höhe von -644 TEUR bei. Die
ergebniswirksamen Aufwendungen aus der Erstkonsolidierung
der COLSON belasten das operative Ergebnis (EBIT) in
Höhe von -756 TEUR. Die Anschaffungsnebenkosten des
Erwerbs wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
| in TEUR | Q1-Q3 2024 | Q1-Q3 2023 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren | -490.278 | -554.675 |
| Bezogene Leistungen | -78.547 | -71.365 |
| Summe | -568.825 | -626.040 |
| in TEUR | Q1-Q3 2024 | Q1-Q3 2023 |
| Löhne und Gehälter | -333.943 | -327.605 |
| Soziale Abgaben | -60.813 | -58.685 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | -3.030 | -3.407 |
| Summe | -397.786 | -389.697 |
Die Abschreibungen beinhalten planmäßige
Abschreibungen, Abschreibungen aufgrund von
Kaufpreisallokationen (PPA-Abschreibungen) und
Wertminderungen.
| in TEUR | Q1-Q3 2024 | Q1-Q3 2023 |
| Planmäßige Abschreibungen | -51.863 | -51.347 |
| PPA-Abschreibungen | -14.978 | -14.719 |
| Wertminderungen | -6.747 | -17.602 |
| Summe | -73.588 | -83.668 |
Im aktuellen Geschäftsjahr wurden Wertminderungen
aus dem planmäßigen Wertminderungstest zum 30.
September 2024 in Höhe von 6.747 TEUR (Vorjahr:
Wertminderungen zum 30. September in Höhe von 17.602
TEUR) erfasst. Die Wertminderungen betreffen im
Berichtsjahr Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe
von 5.247 TEUR und immaterielle Vermögenswerte in
Höhe von 1.500 TEUR. Im Vorjahr entfielen 12.501 TEUR
auf Geschäfts- und Firmenwerte, 4.263 TEUR auf
Sachanlagen und 838 TEUR auf immaterielle
Vermögenswerte. Die Wertminderungen des Berichtsjahres
betreffen das Segment Infrastructure in Höhe von 5.247
TEUR und das Segment Materials in Höhe von 1.500 TEUR
(Vorjahr: Engineering 4.792 TEUR, Infrastructure 7.509
TEUR, Materials 5.301 TEUR).
Zu weiteren Informationen bzgl. des Wertminderungstests
siehe [11].
| in TEUR | Q1-Q3 2024 | Q1-Q3 2023 |
| Vertriebsaufwendungen | -67.666 | -71.125 |
| Betriebsaufwendungen | -43.934 | -44.340 |
| Verwaltungsaufwendungen | -44.385 | -44.542 |
| Übrige Aufwendungen | -9.822 | -8.116 |
| Summe | -165.807 | -168.123 |
| in TEUR | Q1-Q3 2024 | Q1-Q3 2023 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 2.452 | 410 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -17.007 | -13.527 |
| Zinsergebnis | -14.555 | -13.117 |
| Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen | -122 | 620 |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | -4.507 | -1.215 |
| Erträge aus Finanzanlagen | 80 | 31 |
| Übriges Finanzergebnis | -4.427 | -1.184 |
| Summe | -19.104 | -13.681 |
Die Position "Anteile nicht beherrschender
Gesellschafter" beinhaltet die Ergebnisauswirkung aus der
Folgebewertung der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten
(Call-/Put-Optionen) in Höhe von -1.354 TEUR (Vorjahr:
3.862 TEUR) sowie die Nachsteuerergebnisse, die
Konzernfremden aus Anteilen an Personengesellschaften sowie
Kapitalgesellschaften mit Call-/Put-Optionen zustehen.
Der Ertragsteueraufwand wird im Zwischenabschluss auf
Basis der Prämissen der jeweils aktuellen
Steuerplanung errechnet.
| in TEUR | Q1-Q3 2024 | Q1-Q3 2023 |
| Ergebnis der INDUS-Aktionäre | 49.177 | 42.875 |
| Ergebnis der aufgegebenen Geschäftsbereiche | 0 | -27.823 |
| Ergebnis der INDUS-Aktionäre für die fortgeführten Geschäftsbereiche | 49.177 | 70.698 |
| Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Tsd. Stück) | 26.085 | 26.896 |
| Ergebnis je Aktie der fortgeführten Geschäftsbereiche (in EUR) | 1,89 | 2,63 |
| Ergebnis je Aktie der aufgegebenen Geschäftsbereiche (in EUR) | 0,00 | -1,03 |
| Ergebnis je Aktie der fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereiche (in EUR) | 1,89 | 1,60 |
Zum 30. September 2024 wurde der planmäßige
jährliche Werthaltigkeitstest für sämtliche
Geschäfts- und Firmenwerte durchgeführt.
Hierfür lagen von allen Beteiligungsunternehmen
aktuelle Planungen vor. In die Planungsprämissen
fließen sowohl aktuelle Erkenntnisse als auch
historische Entwicklungen ein.
Nach dem detaillierten Planungszeitraum von in der Regel
drei Jahren werden die zukünftigen Cashflows mit einer
globalen Wachstumsrate von 1,0 % (Vorjahr 1,0 %)
hochgerechnet. Die so ermittelten Zahlungsreihen werden mit
Kapitalkostensätzen abgezinst. Diese basieren auf
einem risikolosen Zinssatz in Höhe von 2,5 % (Vorjahr:
2,62 %), einer Marktrisikoprämie von 7,00 % (Vorjahr:
7,00 %) sowie auf segmentspezifischen Betafaktoren, die von
einer Peer Group abgeleitet wurden, und
Fremdkapitalverschuldungssätzen. Die folgenden
Vorsteuer-Kapitalkostensätze fanden dabei Anwendung:
Infrastructure 12,4 % (Vorjahr: 12,5 %), Engineering 11,9 %
(Vorjahr: 12,8 %), Materials 12,1 % und 12,2 % (Vorjahr:
12,3 % und 12,6 %).
Der planmäßige Wertminderungstest hat zu
Wertminderungen in Höhe von 6.747 TEUR (Vorjahr:
17.602 TEUR) geführt. Davon entfallen auf
Geschäfts- und Firmenwerte 5.247 TEUR und auf
immaterielle Vermögenswerte 1.500 TEUR (Vorjahr:
Geschäfts- und Firmenwerte 12.501 TEUR, Sachanlagen:
4.263 TEUR, immaterielle Vermögenswerte: 838 TEUR).
| in TEUR | 30.9.2024 | 31.12.2023 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 176.776 | 166.616 |
| In Arbeit befindliche Erzeugnisse | 102.287 | 97.388 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 150.179 | 144.113 |
| Geleistete Anzahlungen | 21.974 | 21.152 |
| Summe | 451.216 | 429.269 |
| in TEUR | 30.9.2024 | 31.12.2023 |
| Forderungen an Kunden | 195.735 | 164.446 |
| Vertragsforderungen | 14.089 | 16.807 |
| Forderungen an assoziierte Unternehmen | 14 | 57 |
| Summe | 209.838 | 181.310 |
| in TEUR | 30.9.2024 | Kurzfristig | Langfristig | 31.12.2023 | Kurzfristig | Langfristig |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 310.474 | 98.082 | 212.392 | 340.568 | 96.328 | 244.240 |
| Verbindlichkeiten aus Leasing | 79.500 | 22.220 | 57.280 | 77.015 | 18.236 | 58.779 |
| Schuldscheindarlehen | 317.286 | 38.286 | 279.000 | 354.428 | 39.285 | 315.143 |
| Summe | 707.260 | 158.588 | 548.672 | 772.011 | 153.849 | 618.162 |
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten mit 57.621
TEUR (31. Dezember 2023: 55.558 TEUR) bedingte
Kaufpreisverbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden
Zeitwert, soweit die nicht beherrschenden Gesellschafter
durch Kündigung des Gesellschaftsvertrags oder
aufgrund von Optionsvereinbarungen ihre Anteile INDUS
andienen können.
| Engineering | Infrastructure | Materials | Summe Segmente | Sonstige/ Überleitung | Konzernabschluss | |
| Q1-Q3 2024 | ||||||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 418.566 | 425.169 | 437.791 | 1.281.526 | 626 | 1.282.152 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 1.453 | 48 | 230 | 1.731 | -1.731 | 0 |
| Umsatzerlöse | 420.019 | 425.217 | 438.021 | 1.283.257 | -1.105 | 1.282.152 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 27.599 | 43.474 | 38.306 | 109.379 | -13.479 | 95.900 |
| Ergebnis aus Equity-Bewertung | 0 | -104 | -18 | -122 | 0 | -122 |
| Abschreibungen | -24.704 | -25.552 | -22.485 | -72.741 | -847 | -73.588 |
| davon Wertminderungen | 0 | -5.247 | -1.500 | -6.747 | 0 | -6.747 |
| Segment-EBITDA | 52.303 | 69.026 | 60.791 | 182.120 | -12.632 | 169.488 |
| Investitionen | 34.886 | 14.519 | 9.800 | 59.205 | 54 | 59.259 |
| davon Unternehmenserwerbe | 25.606 | 5.400 | 0 | 31.006 | 0 | 31.006 |
| 30.9.2024 | ||||||
| Geschäfts- und Firmenwert | 194.351 | 127.217 | 83.294 | 404.862 | 0 | 404.862 |
| Engineering | Infrastructure | Materials | Summe Segmente | Sonstige/ Überleitung | Konzernabschluss | |
| Q1-Q3 2023 | ||||||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 434.159 | 444.714 | 484.350 | 1.363.223 | 599 | 1.363.822 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 1.760 | 36 | 48 | 1.844 | -1.844 | 0 |
| Umsatzerlöse | 435.919 | 444.750 | 484.398 | 1.365.067 | -1.245 | 1.363.822 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 39.664 | 36.869 | 50.507 | 127.040 | -10.115 | 116.925 |
| Ergebnis aus Equity-Bewertung | 0 | 620 | 0 | 620 | 0 | 620 |
| Abschreibungen | -28.630 | -26.652 | -27.733 | -83.015 | -653 | -83.668 |
| davon Wertminderungen | -4.792 | -7.509 | -5.301 | -17.602 | 0 | -17.602 |
| Segment-EBITDA | 68.294 | 63.521 | 78.240 | 210.055 | -9.462 | 200.593 |
| Investitionen | 7.221 | 26.807 | 11.292 | 45.320 | 375 | 45.695 |
| davon Unternehmenserwerbe | 0 | 8.851 | 0 | 8.851 | 0 | 8.851 |
| 31.12.2023 | ||||||
| Geschäfts- und Firmenwert | 180.712 | 131.528 | 83.568 | 395.808 | 0 | 395.808 |
| Engineering | Infrastructure | Materials | Summe Segmente | Sonstige/ Überleitung | Konzernabschluss | |
| Q3 2024 | ||||||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 152.462 | 148.378 | 142.011 | 442.851 | 204 | 443.055 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 468 | 8 | 98 | 574 | -574 | 0 |
| Umsatzerlöse | 152.930 | 148.386 | 142.109 | 443.425 | -370 | 443.055 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 13.746 | 13.805 | 10.451 | 38.002 | -6.182 | 31.820 |
| Ergebnis aus Equity-Bewertung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abschreibungen | -8.494 | -12.193 | -8.563 | -29.250 | -285 | -29.535 |
| davon Wertminderungen | 0 | -5.247 | -1.500 | -6.747 | 0 | -6.747 |
| Segment-EBITDA | 22.240 | 25.998 | 19.014 | 67.252 | -5.897 | 61.355 |
| Investitionen | 16.359 | 3.360 | 3.586 | 23.305 | 14 | 23.319 |
| davon Unternehmenserwerbe | 12.466 | 0 | 0 | 12.466 | 0 | 12.466 |
| Engineering | Infrastructure | Materials | Summe Segmente | Sonstige/ Überleitung | Konzernabschluss | |
| Q3 2023 | ||||||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 153.411 | 153.426 | 152.828 | 459.665 | 73 | 459.738 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 570 | 1 | -15 | 556 | -556 | 0 |
| Umsatzerlöse | 153.981 | 153.427 | 152.813 | 460.221 | -483 | 459.738 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 13.750 | 11.788 | 12.455 | 37.993 | -5.941 | 32.052 |
| Ergebnis aus Equity-Bewertung | 0 | -20 | 0 | -20 | 0 | -20 |
| Abschreibungen | -12.703 | -13.975 | -13.529 | -40.207 | -271 | -40.478 |
| davon Wertminderungen | -4.792 | -7.509 | -5.301 | -17.602 | 0 | -17.602 |
| Segment-EBITDA | 26.453 | 25.763 | 25.984 | 78.200 | -5.670 | 72.530 |
| Investitionen | 2.446 | 10.999 | 5.151 | 18.596 | 9 | 18.605 |
| davon Unternehmenserwerbe | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Die folgende Tabelle leitet die Summe der operativen
Ergebnisse der Segmentberichterstattung über zum
Ergebnis vor Steuern der Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung:
| Q1-Q3 2024 | Q1-Q3 2023 | Q3 2024 | Q3 2023 | |
| Segmentergebnis (EBIT) | 109.379 | 127.040 | 38.002 | 37.993 |
| Nicht zugeordnete Bereiche inkl. AG | -13.479 | -10.115 | -6.182 | -5.941 |
| Finanzergebnis | -19.104 | -13.681 | -5.536 | 258 |
| Ergebnis vor Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen (EBT) | 76.796 | 103.244 | 26.284 | 32.310 |
Die Gliederung der Segmente leitet sich aus dem
aktuellen Stand der internen Berichterstattung ab und
entspricht dem Strategie-Update PAKOUR perform. Die
Segmentstruktur wird entsprechend den
Technologieschwerpunkten in die Segmente Engineering,
Infrastructure und Materials untergliedert. Die
Segmentinformationen beziehen sich auf die
fortgeführten Aktivitäten.
Die Überleitungen enthalten die Werte der Holding,
der nicht operativen Einheiten ohne Segmentzuordnung sowie
die Konsolidierungen.
Die zentrale Steuerungsgröße der Segmente ist
das operative Ergebnis (EBIT), entsprechend der Definition
im Konzernabschluss. Die Segmentinformationen werden in
Übereinstimmung mit den Ausweis- und
Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung des
Konzernabschlusses angewandt wurden, ermittelt. Die
Verrechnungspreise zwischen den Segmenten beruhen auf
Marktpreisen, soweit diese verlässlich bestimmbar
sind, und werden im Übrigen auf Basis der
Kostenzuschlagsmethode ermittelt.
Die Regionalisierung des Umsatzes bezieht sich auf die
Absatzmärkte. Aufgrund der vielfältigen
Auslandsaktivitäten ist eine weitere Aufgliederung
nach Ländern nicht sinnvoll, da außerhalb von
Deutschland kein Land 10 % des Konzernumsatzes erreicht.
Die langfristigen Vermögenswerte, abzüglich
latenter Steuern und Finanzinstrumente, beziehen sich auf
den Sitz der Gesellschaften. Eine weitere Differenzierung
ist ebenfalls nicht sinnvoll, da sich die Sitze der
Gesellschaften überwiegend in Deutschland befinden.
Aufgrund der Diversifikationspolitik von INDUS
existieren weder einzelne Produkt- oder
Dienstleistungsgruppen noch einzelne Kunden, die einen
Anteil von mehr als 10 % am Umsatz erreichen.
| in TEUR | Konzern | Inland | EU | Drittland |
| 1.-3. Quartal 2024 | ||||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 1.282.152 | 632.068 | 254.920 | 395.164 |
| 30.09.2024 | ||||
| Langfristige Vermögenswerte abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente | 997.275 | 881.928 | 36.675 | 78.672 |
| 1.-3. Quartal 2023 | ||||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 1.363.822 | 688.510 | 262.503 | 412.809 |
| 31.12.2023 | ||||
| Langfristige Vermögenswerte abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente | 993.951 | 873.512 | 38.071 | 82.368 |
Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte der
Finanzinstrumente dar. Der beizulegende Zeitwert eines
Finanzinstruments ist der Preis, der in einem geordneten
Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am
Bemessungsstichtag für den Verkauf eines
Vermögenswerts eingenommen bzw. für die
Übertragung einer Schuld gezahlt würde.
| Bilanzansatz | Nicht im Anwendungsbereich des IFRS 9 | Finanzinstrumente IFRS 9 | Davon zum beizulegenden Zeitwert bewertet | Davon zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | |
| 30.9.2024 | |||||
| Finanzanlagen | 9.665 | 0 | 9.665 | 889 | 8.776 |
| Liquide Mittel | 144.455 | 0 | 144.455 | 0 | 144.455 |
| Forderungen | 209.838 | 14.089 | 195.749 | 0 | 195.749 |
| Sonstige Vermögenswerte | 22.706 | 14.249 | 8.457 | 0 | 8.457 |
| Finanzinstrumente: Aktiva | 386.664 | 28.338 | 358.326 | 889 | 357.437 |
| Finanzschulden | 707.260 | 79.500 | 627.760 | 0 | 627.760 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 80.737 | 0 | 80.737 | 0 | 80.737 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 216.055 | 105.995 | 110.060 | 59.178 | 50.882 |
| Finanzinstrumente: Passiva | 1.004.052 | 185.495 | 818.557 | 59.178 | 759.379 |
| 31.12.2023 | |||||
| Finanzanlagen | 11.347 | 0 | 11.347 | 2.500 | 8.847 |
| Liquide Mittel | 265.843 | 0 | 265.843 | 0 | 265.843 |
| Forderungen | 181.310 | 16.808 | 164.502 | 0 | 164.502 |
| Sonstige Vermögenswerte | 19.995 | 8.064 | 11.931 | 1.216 | 10.715 |
| Finanzinstrumente: Aktiva | 478.495 | 24.872 | 453.623 | 3.716 | 449.907 |
| Finanzschulden | 772.011 | 77.015 | 694.996 | 0 | 694.996 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 63.661 | 0 | 63.661 | 0 | 63.661 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 222.518 | 116.228 | 106.290 | 55.565 | 50.725 |
| Finanzinstrumente: Passiva | 1.058.190 | 193.243 | 864.947 | 55.565 | 809.382 |
Die zur Veräußerung verfügbaren
Finanzinstrumente betreffen grundsätzlich langfristig
gehaltene Finanzbeteiligungen, für die kein auf einem
aktiven Markt notierter Preis vorliegt und deren
beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt
werden kann. Diese werden mit Anschaffungskosten bewertet.
| 30.9.2024 | 31.12.2023 | |
| Finanzielle Vermögenswerte zu Anschaffungskosten bewertet | 357.437 | 449.907 |
| Finanzielle Vermögenswerte, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 889 | 2.500 |
| Derivate mit Sicherungsbeziehung, Hedge Accounting | 0 | 1.216 |
| Finanzinstrumente: Aktiva | 358.326 | 453.623 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 59.178 | 55.565 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu Anschaffungskosten bewertet | 759.379 | 809.382 |
| Finanzinstrumente: Passiva | 818.557 | 864.947 |
Zwischen dem 30. September 2024 und der
Veröffentlichung dieses Berichts am 11. November 2024
sind keine Ereignisse eingetreten, die eine wesentliche
Änderung der im vorliegenden Quartalsfinanzbericht
dargestellten Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage
erfordern.
Der Vorstand der INDUS Holding AG hat den vorliegenden
IFRS-Zwischenabschluss am 10. November 2024 zur
Veröffentlichung freigegeben.
Bergisch Gladbach, den 10. November 2024
INDUS Holding AG
Der Vorstand
| Dr. Johannes Schmidt | Rudolf Weichert | Gudrun Degenhart | Dr. Jörn Großmann | Axel Meyer |
Nina Wolf
Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 (0)2204/40 00-73
E-Mail: presse@indus.de
Dafne Sanac
Investor Relations
Telefon: +49 (0)2204/40 00-32
E-Mail: investor.relations@indus.de
Kölner Straße 32
51429 Bergisch Gladbach
Postfach 10 03 53
51403 Bergisch Gladbach
Telefon: +49(0)2204/40 00-0
Telefax: +49 (0)2204/40 00-20
E-Mail: indus@indus.de
www.indus.de
| Datum | Event |
| 25. bis 27. November 2024 | Deutsches Eigenkapitalforum, Frankfurt am Main |
| 20. Februar 2025 | Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen 2024 |
| 24. März 2025 | Veröffentlichung Geschäftsbericht 2024 |
| 25. März 2025 | Capital Markets Day, Frankfurt am Main |
| 14. Mai 2025 | Veröffentlichung Zwischenbericht Q1/3M 2025 |
| 27. Mai 2025 | Hauptversammlung 2025, Köln |
| 12. August 2025 | Veröffentlichung Zwischenbericht H1/6M 2025 |
| 12. November 2025 | Veröffentlichung Zwischenbericht Q3/9M 2025 |
Wir verfolgen generell einen diskriminierungsfreien
Ansatz und wollen deshalb eine geschlechtsneutrale Sprache
verwenden. Jedoch nutzen wir weiterhin das generische
Maskulinum für nicht individuell benannte Gruppen, z.
B. "Lieferanten" oder "Stakeholder". Auch zusammengesetzte
Begriffe wie "Mitarbeiterzufriedenheit" weisen nur das
generische Maskulinum auf.
Dr.-Ing. Johannes Schmidt
11. November 2024
INDUS Holding AG, Bergisch Gladbach
Berichtsmanufaktur GmbH,
Hamburg
Dieser Zwischenbericht ist auch in englischer Sprache
erhältlich. Im Zweifelsfall ist die deutsche Version
maßgeblich.
Dieser Zwischenbericht enthält in die Zukunft
gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen
des Vorstands der INDUS Holding AG beruhen. Auch wenn der
Vorstand der Ansicht ist, dass diese Annahmen und
Schätzungen zutreffend sind, unterliegen sie gewissen
Risiken und Unsicherheiten. Die künftigen
tatsächlichen Ergebnisse können aufgrund
vielfältiger Faktoren erheblich von diesen Annahmen
und Schätzungen abweichen. Zu diesen Faktoren
gehören u. a. Veränderungen der
gesamtwirtschaftlichen Lage, der Geschäfts-,
Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, der Wechselkurse und
Zinssätze sowie der Gesetzeslage. Die INDUS Holding AG
übernimmt keinerlei Gewährleistung und Haftung
dafür, dass die künftige Entwicklung und die
künftigen tatsächlichen Ergebnisse mit den in
diesem Geschäftsbericht geäußerten Annahmen
und Schätzungen übereinstimmen. Die in diesem
Bericht getroffenen Annahmen und Schätzungen werden
nicht aktualisiert.
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