![]() INDUS Holding AktiengesellschaftBergisch GladbachHalbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2025 bis zum 30.06.2025Kennzahlen
Segmente
HighlightsINDUS-Gruppe
EMPOWERÍNG MITTELSTANDAkquisitionen
Internationalisierung
Technikkompetenz
Aus den SegmentenEngineering
Infrastructure
Materials Solutions
INDUS-Aktie![]() AktienkursentwicklungIm ersten Halbjahr 2025 erzielte der DAX mit einem Anstieg von rund 20 % eine ausgesprochen
positive Entwicklung. Nach mehreren herausfordernden Jahren stehen Nebenwerte an den
Kapitalmärkten wieder verstärkt im Anlegerfokus und verzeichnen zunehmende Mittelzuflüsse.
Der SDAX konnte um 28 % zulegen, während der MDAX einen Anstieg von über 18 % verzeichnete. Die INDUS-Aktie zeigte seit Jahresbeginn 2025 eine spürbare Erholung und beendete
das erste Halbjahr 2025 mit einem Kursgewinn von 10,92 % bei 22,80 EUR. Im Berichtszeitraum
bewegte sich der Kurs in einer Spanne zwischen 20,00 EUR und 28,30 EUR. Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum
deutlich - von 18.256 auf 50.873 Stück - und unterstreicht das gestiegene Interesse
institutioneller wie auch privater Anleger im Zuge der wiedererstarkten Nachfrage
nach deutschen Nebenwerten. Auch im Index-Ranking der Deutsche Börse AG konnte die
Aktie zulegen und verbesserte sich zum Halbjahr 2025 verglichen zum Jahresende 2024
von Rang 132 auf Rang 129. So wird INDUS aktuell von den Analysten bewertet:
Aktuelle Aktionärsstruktur der INDUS Holding AGINDUS verfügt über ein sehr stabiles Aktionariat. Ankeraktionäre stützen dabei den
langfristigen Unternehmenskurs. Die Deutsche Börse definiert als Streubesitz alle Aktien, die nicht von Großaktionären
(Anteil am Aktienkapital von mindestens 5 %) gehalten werden. Gemäß dieser Definition
beträgt der Streubesitz 78,3 %. Die Gesamtzahl der Aktien beträgt 25.800.000. Die von der Gesellschaft zurückgekauften
Aktien in Höhe von 904.441 sind weder stimm- noch dividendenberechtigt. AKTIONÄRSSTRUKTUR DER INDUS HOLDING AG (in %)![]() Quelle: Unternehmensangaben Brief an die AktionäreLiebe Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren, in diesen unruhigen Zeiten werden wir immer wieder gefragt, ob es denn richtig gewesen
sei, sich mit EMPOWERING MITTELSTAND eine neue Strategie zu geben, die unseren Wachstumsweg
für die kommenden sechs Jahre vorzeichnet. Wir sind überzeugt, dass es genau der richtige
Schritt war - um den Blick nach vorne zu wenden und INDUS gut für die Zukunft aufzustellen.
Der volatile Markt fordert, dass wir ständig auf neue Herausforderungen reagieren.
Dafür braucht es ein klares Ziel, für das wir uns engagieren und an dem wir uns messen
lassen. Genau das haben wir mit EMPOWERING MITTELSTAND. Bei der Umsetzung unserer Strategie kommen wir gut voran: Im zweiten Quartal konnten
wir die US-amerikanische METFAB als strategische Ergänzung für unsere M. BRAUN kaufen.
Anfang Juli haben wir BETOMAX mit dem Zukauf von TRIGOSYS gestärkt. Die Neuzugänge
aus dem ersten Quartal - KETTLER, HBS und die schwedische ELECTRO TRADING - haben
wir Ihnen ja bereits vorgestellt. Weitere Akquisitionen sind in Vorbereitung. Unsere
Gruppe wird immer internationaler: FS-BF hat zwischenzeitlich ihre US-Produktion unter
dem Dach von AURORA aufgenommen; die Vorbereitungen für den Produktionsstart von HAUFF-TECHNIK
in den USA laufen wie geplant. Die Entwicklung der Technologiefelder geht ebenfalls
voran: Durch die enge strategische Kooperation von Unternehmen bündeln wir zum Beispiel
Kompetenzen in den zukunftsstarken Bereichen "Measuring and Surveillance Technology"
und "Flow Technology". Um unsere Technologiekompetenz weiter zu verbessern, haben
wir zwischenzeitlich ein Venture-Clienting-Programm aufgebaut. Dabei unterstützen
wir unsere Beteiligungen, mit Technologie-Start-ups als Innovationstreiber zusammenzuarbeiten.
Das ermöglicht den Unternehmen einen schnellen Zugang zu neuen Technologien. So können
sie ihre internen Prozesse verjüngen und ihre Geschäftsmodelle oder Produktangebote
erweitern. Das erste Halbjahr 2025 war - wie unter den aktuellen Bedingungen zu erwarten - sehr
verhalten. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung sowohl in Deutschland als auch in
wichtigen Exportmärkten litt unter der generellen Unsicherheit im Welthandel und den
geopolitischen Krisen. Umso erfreulicher ist es, dass wir den Umsatz mit rund 837
Mio. EUR nahezu auf Vorjahresniveau halten konnten. Das zeigt, dass unsere Gruppe
robust unterwegs ist. Nachvollziehbar ist aber auch, dass das adjusted EBITA unter
Vorjahr liegt. Rund 56 Mio. EUR sind bei diesen Randbedingungen ein ordentlicher Wert. Im Segment Engineering lagen Umsatz und Segmentergebnis (adjusted EBITA) im zweiten
Quartal auf Höhe des Vorjahres - trotz des weiterhin schwachen Umfelds. Der Markt
belebt sich, wenn auch langsamer als erwartet. Auf Jahressicht rechnen wir für dieses
Segment deshalb mit etwas weniger Ergebnis. Wir erwarten, dass sich die Geschäftstätigkeit
im Jahresverlauf sukzessive weiter belebt mit einem starken vierten Quartal. Sehr
gut entwickelt hat sich der Auftragseingang: Im ersten Halbjahr 2025 stieg das Auftragsvolumen
um 25 %. Vor allem Unternehmen aus dem langfristig angelegten Anlagenbau konnten neue
Aufträge generieren. Das stimmt uns zuversichtlich. Im Segment Infrastructure konnten unsere Unternehmen ihren Umsatz - auch hier der
schwachen Nachfrage zum Trotz - steigern. Der Preisdruck im Markt bleibt dabei sehr
hoch. In Kombination mit gestiegenen Kosten wirkte sich das auf das Segmentergebnis
aus. Unsere Unternehmen sind aber optimistisch gestimmt, die Prognose für das Gesamtjahr
bleibt unverändert. Im Segment Materials Solutions fällt im laufenden Jahr der Umsatz der ehemaligen Beteiligung
IMECO weg. Zieht man diesen Effekt ab, liegt der Umsatz annähernd auf Vorjahresniveau.
Beim Segmentergebnis sehen wir die Auswirkungen der protektionistischen Handelspolitik.
Die US-Zölle trafen mehrere Segmentunternehmen. Und BETEK musste die seit Februar
von China eingeführten Exportkontrollen für Wolframcarbid verkraften. Die gute Nachricht:
Das Unternehmen hat unmittelbar Maßnahmen ergriffen, um trotz des akuten Materialmangels
die Produktion aufrechtzuerhalten. Das ist kostenintensiv, aber es lohnt sich. Nachdem
in den ersten Monaten keinerlei Wolframcarbid aus China geliefert wurde, konnte BETEK
mittlerweile wieder Ausfuhrgenehmigungen erwirken. Die Versorgung für 2025 ist so
weit sichergestellt, dass nach heutigem Kenntnisstand alle geplanten Kundenbedarfe
bedient werden können. Vor dem Hintergrund der verbesserten Versorgungslage erhöhen
sich nun auch unsere Umsatz- und Ergebniserwartungen im Segment - immer vorausgesetzt,
dass die Genehmigungspraxis in China verlässlich bleibt. Apropos verlässlich: Im Zollstreit haben sich die EU und die USA nun geeinigt. Auf
der einen Seite stellen die vereinbarten Zölle eine Belastung für unsere exportierenden
Unternehmen dar. Auf der anderen Seite herrscht zumindest Klarheit. Für das Gesamtjahr gehen wir unverändert von einem Umsatz von 1,70 bis 1,85 Mrd. EUR
und einem adjusted EBITA zwischen 130 und 165 Mio. EUR aus. Bei der adjusted EBITA-Marge
streben wir zwischen 7,5 % und 9,0 % an. EMPOWERING MITTELSTAND hilft uns, unseren Kurs in diesen unruhigen Zeiten zu halten.
Wir haben Ihnen diese Wachstumsstrategie bei unserer Hauptversammlung im Mai vorgestellt.
Wie immer hat es uns Spaß gemacht, Ihre Fragen zu beantworten und mit Ihnen tief in
die Diskussion einzusteigen. Wir freuen uns, wenn Sie auch im nächsten Jahr wieder
mit dabei sind: Merken Sie sich gerne schon einmal den 3. Juni 2026 vor. Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen. Mit besten Grüßen Bergisch Gladbach im August 2025
ZwischenlageberichtGrundlagen des KonzernsSeit 1989 investiert INDUS in ein breites Portfolio erfolgreicher mittelständischer
Unternehmen. INDUS konzentriert sich dabei auf den Erwerb von Unternehmen, die sich
durch besondere Engineering-Fähigkeiten auszeichnen, und entwickelt diese international
weiter. Im deutschsprachigen Mittelstand verwurzelt, ist INDUS mit mehr als 40 Beteiligungen
und deren Tochterunternehmen weltweit aktiv. INDUS bestärkt die Führungskräfte, wie
echte Unternehmer zu handeln und ihr Geschäft aktiv weiterzuentwickeln. Zur Steuerung ihrer Beteiligungen hat INDUS mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts
2024 die Wachstumsstrategie EMPOWERING MITTELSTAND implementiert. EMPOWERING MITTELSTAND setzt den Fokus auf nachhaltiges Wachstum. Die erfolgreiche
Umsetzung von EMPOWERING MITTELSTAND führt zu erheblichem anorganischen Wachstum durch
Akquisitionen und zu dauerhaftem organischen Wachstum im Bestandsportfolio. Um das
zu erreichen, hat INDUS drei Wachstumstreiber definiert: Akquisitionen, Internationalisierung
und Technikkompetenz. Akquisitionsoffensive - Veränderungen im ersten Halbjahr 2025Erwerb KETTLERHAUFF-TECHNIK hat sämtliche Anteile an der KETTLER GmbH, Dorsten, erworben. KETTLER
ist ein mittelständischer Hersteller von Komponenten und Einbaugarnituren für den
Rohrleitungsbau. Das Produktportfolio umfasst Einbaugarnituren sowie Betätigungsschlüssel
für die Bedienung von Armaturen und Hydranten sowohl im Ober- und Unterflurbereich
als auch in Schächten. KETTLER erwirtschaftet einen jährlichen Umsatz von rund 9 Mio.
EUR. Erwerb HBSDer Bolzenschweißspezialist KÖCO, ein Unternehmen der PEISELER-Gruppe, hat den profitablen
Kern-Geschäftsbetrieb der HBS Bolzenschweiss-Systeme GmbH & Co. KG (HBS) im Rahmen
eines Asset Deals erworben. Am Unternehmenssitz in Dachau entwickelt und produziert
HBS Bolzenschweißgeräte und Schweißpistolen inklusive Steuerungen und Leistungselektronik,
außerdem Anlagen zum automatisierten Aufschweißen von Bolzen. Die Tochtergesellschaft
von HBS, SUNBELT Stud Welding Inc., USA, konnte im Juni erworben werden. HBS inklusive
SUNBELT erwirtschaftet einen jährlichen Umsatz von rund 11 Mio. EUR. Erwerb ELECTRO TRADINGHAUFF-TECHNIK hat 100 % der Anteile an der schwedischen ELECTRO TRADING ET AB übernommen.
Als Importeur und Distributor von Produkten rund um Stromnetze und -verteilung, erneuerbare
Energien sowie Bau und Infrastruktur erwirtschaftet ELECTRO TRADING einen jährlichen
Umsatz von rund 5 Mio. EUR. Unternehmenssitz ist in Bromma bei Stockholm, ein weiterer
Standort liegt in Kristianstad. Erwerb METFABM. BRAUN hat die US-amerikanische Gesellschaft METFAB Engineering Inc., Attleboro
Falls, erworben. METFAB ist auf maßgeschneiderte Edelstahllösungen spezialisiert und
bietet eine umfassende Palette an Dienstleistungen, darunter Schweißen, spanende Bearbeitung,
Wasserstrahl- und Laserschneiden, Laminieren, Lackieren und Montage. Neben M. BRAUN
beliefert METFAB vorwiegend Kunden aus der Luft- und Raumfahrt, Automobilindustrie,
Medizintechnik und Unterhaltungselektronik. METFAB erwirtschaftet einen jährlichen
Umsatz von rund 7 Mio. EUR. InternationalisierungEMPOWERING MITTELSTAND legt einen Fokus auf globales Wachstum. Dies umfasst den Erwerb
neuer Gesellschaften im Ausland sowie die Gründung neuer internationaler Standorte
durch bestehende Beteiligungen. Im ersten Halbjahr 2025 konnte INDUS ihre internationale Präsenz durch die bereits
beschriebenen Akquisitionen von ELECTRO TRADING in Bromma, Schweden, und der METFAB
in Massachusetts, USA, ausbauen. Mit dem Zukauf von HBS hat INDUS auch die US-amerikanische
Tochter SUNBELT aus Houston, Texas, erworben. Bei den bestehenden Beteiligungen wurden ebenso Internationalisierungsbestrebungen
vorangetrieben. Die bereits seit Jahren in den USA erfolgreiche AURORA baut gerade
eine neue hochmoderne Fabrik. Am Standort von AURORA in Grand Rapids, Michigan, werden
auch die Beteiligungen FS-BF und HAUFF-TECHNIK mit neuen Produktionen starten. Die
drei Beteiligungen setzen auf Shared Services und sparen dadurch Kosten. FS-BF hat
im ersten Halbjahr die ersten Produktionsanlagen vor Ort in Betrieb genommen und zwischenzeitlich
die erforderlichen Kundenfreigaben erhalten. Die HORNGROUP ist in den vergangenen Jahren über Zukäufe stark gewachsen. Derzeit
wird das Geschäft von GSR unter dem Dach der HORNGROUP integriert. Eine neu gegründete
Vertriebsgesellschaft in den USA, die ihre Geschäftsaktivitäten im zweiten Halbjahr
aufnehmen wird, unterstützt die Markterschließung in Nordamerika. TechnikkompetenzIm Rahmen des Wachstumstreibers EMPOWERING TECHNOLOGY unterstützt INDUS ihre Beteiligungen
gezielt bei den Themen Innovation und Leistungssteigerung, um eine optimale Zukunftsfähigkeit
bei gleichzeitiger Wertsteigerung zu erreichen. Das Ziel ist es, sowohl technologisch
und strategisch die richtigen Weichen zu stellen als auch die Abläufe und Prozesse
optimal zu gestalten. TechnologiefelderDie Segmente werden von den segmentverantwortlichen Vorstandsmitgliedern aktiv weiterentwickelt.
Innerhalb der Segmente wurden mittlerweile Technologiefelder gebildet. Durch die Zusammenarbeit
der Unternehmen eines Technologiefelds entsteht eine hohe Dynamik bei der Entwicklung
neuer Produkte. Sie erschließen gemeinsam neue Märkte. Durch gezielte Ergänzungsakquisitionen
wird die Schlagkraft eines solchen Felds zusätzlich erhöht. Im Segment Engineering gibt es das Technologiefeld Measuring and Surveillance Technology.
Teil dieses Technologiefelds sind unter anderem M+P mit ihrer Expertise für Vibrationsprüfung
und akustische Tests vor allem in der Luft- und Raumfahrt und IPETRONIK, Experte in
der Messwerterfassung insbesondere für die Automobilindustrie. Um Synergien besser
nutzen und neue Märkte gemeinsam erschließen zu können, wurde M+P im ersten Halbjahr
in die IPETRONIK-Gruppe eingegliedert. IPETRONIK hat viel Erfahrung mit großen Datenmengen
und eigenen Softwarelösungen. Dafür beschäftigt das Unternehmen ein spezialisiertes
Entwicklungsteam in Indien. M+P soll auf Entwicklungsebene und auf globaler Vertriebs-
und Serviceebene von der Zugehörigkeit zur IPETRONIK-Gruppe profitieren. Ebenfalls im Segment Engineering ist im Technologiefeld Flow Technology eine enge
strategische Kooperation zwischen der HORNGROUP und der GSR entstanden. Beide Gesellschaften
profitieren jeweils von der technischen Kompetenz der anderen Beteiligung in anspruchsvollen
Anwendungen. Die hohe Marktpräsenz der HORNGROUP in Großbritannien, China, Indien
und den USA soll auch der GSR bei dem Markteintritt in weiteren Ländern helfen. Hierfür
wurde aktuell auch eine neue gemeinsame Vertriebsgesellschaft in den USA gegründet. Innovation und TechnologieImmer bessere Technologien identifizieren zu können und in diese Technologien zu investieren,
ist zwingende Voraussetzung für den zukünftigen Erfolg und das Wachstum der INDUS-Gruppe.
Ein entscheidender Erfolgsfaktor für die kommenden Jahre ist die enge Begleitung der
Beteiligungen auf ihrem Weg in die digitale Zukunft. Insbesondere die Methoden der
Künstlichen Intelligenz gilt es zu erschließen. Dabei werden nicht nur die Anwendungen
zur Optimierung von Abläufen in den administrativen Bereichen, sondern insbesondere
erhebliche Potenziale für die Optimierung der wertschöpfenden Prozesse bei den Beteiligungen
betrachtet. Im Rahmen von EMPOWERING MITTELSTAND hat INDUS - basierend auf den positiven Erfahrungen
mit KI-Sprints - neue organisatorische und personelle Rahmenbedingungen geschaffen,
um die INDUS-Beteiligungen auf diesem Weg effektiv zu begleiten. Dazu wurde ein Venture-Clienting-Programm
aufgebaut, das zunächst mit einem Unternehmen je Segment startet und mittelfristig
allen Unternehmen zur Verfügung stehen soll. Mit diesem Programm werden die Beteiligungen
gezielt ermutigt, mit Technologie-Start-ups als Innovationstreiber zusammenzuarbeiten.
Das ermöglicht den Unternehmen einen schnellen Zugang zu neuen Technologien und unterstützt
sowohl die technische Verjüngung in internen Prozessen als auch neue Möglichkeiten,
die Geschäftsmodelle oder Produktleistungen der Portfoliounternehmen zu erweitern. Operative ExzellenzIm Jahr 2025 hat INDUS bisher an elf Beteiligungsstandorten Status-Checks durchgeführt,
um den aktuellen Zustand der Produktionsprozesse zu erfassen. Auf Basis dieser Überprüfungen
wurden Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Standorte definiert. Deren Umsetzung wird
mithilfe des quartalsweisen Maßnahmenreportings unterstützt. Daneben legt INDUS Wert auf die Ausbildung von dezentralen Multiplikatoren rund um
die Stärkung der Operativen Exzellenz in den Beteiligungen. Insgesamt wurden 44 Mitarbeitende
aus den verschiedenen Beteiligungen in den Prinzipien der Operativen Exzellenz geschult.
Diese Schulungen haben zur Initiierung und Umsetzung konkreter Projekte zur Prozessreorganisation
geführt. Parallel dazu wurde in einer der Beteiligungen ein Projekt zum Abbau des Working Capital
durchgeführt. Unter anderem durch die verbesserte Nutzung des ERP-Systems konnten
die Vorräte transparenter dargestellt und über optimierte Mindestbestände signifikant
reduziert werden. Zusätzlich wird die Umsetzung von Digitalisierungsprojekten weiter vorangetrieben.
In diesem Rahmen wurden in acht Projekten wichtige Schritte zur Neueinführung und
Erweiterung betrieblicher Anwendungssysteme unternommen. Diese Maßnahmen legen den
Grundstein für eine weiterhin zukunftsfähige Auftragsabwicklung. MarktexzellenzIm ersten Halbjahr 2025 hat der Fachbereich Marktexzellenz Projekteinsätze vor allem
zu strategischen und vertrieblichen Themen unterstützt. Dabei wurden individuelle
marktseitige Potenziale abgeleitet und umsetzungsorientierte Empfehlungen definiert,
welche kontinuierlich von den jeweiligen Beteiligungen umgesetzt werden. Darüber hinaus begleitete INDUS größere strategische Projekte, um zukünftiges Wachstum
zu ermöglichen und die Wettbewerbsposition der Unternehmen nachhaltig zu verbessern.
Unter anderem wurde die Integration einer Akquisition in eine bestehende Unternehmensgruppe
begleitet. Parallel wurden in dem Projekt vertriebliche Optimierungshebel auf Basis
eines Status-Checks identifiziert, welche nun kontinuierlich umgesetzt werden. Darüber
hinaus hat INDUS die HORNGROUP bei der Umsetzung des neuen, hochinnovativen Geschäftsmodells
der Neugründung EEZY unterstützt. Die methodische Kompetenz in den Beteiligungen wird nicht nur im Zuge gemeinsamer
Projektarbeit gestärkt, sondern auch durch Wissensvermittlung in Form von Seminaren.
Das Seminarangebot wird kontinuierlich weiterentwickelt und an die aktuellen Bedürfnisse
angepasst. Die Schwerpunkte im ersten Halbjahr lagen auf den Themen Preismanagement
und der Nutzung digitaler Kanäle zur Kundengewinnung. Ferner gab es einen Austausch
mit rund 30 Teilnehmenden zum Einsatz von CRM-Systemen (Customer Relationship Management).
Hier wurden verschiedene Lösungen und Anwendungsbeispiele vorgestellt, um die Vertriebsprozesse
und die Marktbearbeitung zu verbessern. NachhaltigkeitINDUS hat im März 2025 den ersten CSRD-Bericht - integriert in den Lagebericht und
mit uneingeschränktem Prüfurteil versehen - veröffentlicht. Es laufen bereits die
ersten Vorbereitungen für den nächsten Bericht für 2025, zum Beispiel das Update der
doppelten Wesentlichkeitsanalyse. Maßnahmen zur Verbesserung der Nachhaltigkeitsperformance (sowohl Emissionsreduktionen
als auch soziale Kennzahlen betreffend) werden fortlaufend umgesetzt und ein Austausch
über die Projekte innerhalb der Gruppe wird weiter intensiviert. Im ersten Halbjahr
2025 konnten mehre Maßnahmen zur Emissionsreduktion realisiert werden. Die Emissionen
konnten gesenkt werden, und INDUS liegt bei Erreichung des Emissionsreduktionsziels
für 2025 (Reduktion um 6 %) im Plan. MitarbeitendeIm Durchschnitt der ersten sechs Monate 2025 wurden in den Unternehmen der INDUS-Gruppe
8.862 Mitarbeitende beschäftigt. Im Vorjahresvergleichszeitraum waren insgesamt 8.813
Mitarbeitende beschäftigt. Aktienrückkaufprogramm - Einzug eigener AnteileAm 4. März 2025 hat die INDUS Holding AG das am 11. November 2024 angekündigte Aktienrückkaufprogramm
erfolgreich abgeschlossen. Seit Beginn des Rückkaufprogramms am 2. Dezember 2024 hat
die Beteiligungsgesellschaft 200.000 Aktien zu einem durchschnittlichen Kaufpreis
von 21,20 EUR über die Börse erworben. Damit hat INDUS seit Februar 2024 über Rückkaufprogramme
insgesamt 2 Mio. Aktien erworben. Am 5. März 2025 hat der INDUS-Aufsichtsrat dem Beschluss des Vorstands zur Einziehung
von 1.095.559 Aktien ohne Anpassung des Grundkapitals zugestimmt. Das Grundkapital
ist nun eingeteilt in 25.800.000 Aktien. Davon hält INDUS 3,5 % als eigene Aktien. WirtschaftsberichtWirtschaftliche RahmenbedingungenIm ersten Halbjahr 2025 war das konjunkturelle Umfeld in Deutschland weiterhin schwach,
trotz einer leichten Belebung im ersten Quartal. Insbesondere die handelspolitischen
Spannungen sorgten für eine weltweit hohe Unsicherheit. Dabei hat sich auch die hohe
Rohstoffabhängigkeit der deutschen Industrie von China besonders bei strategischen
Metallen als kritisch dargestellt. Getragen von einem konjunkturell überraschend guten März und einem starken Außenbeitrag
stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den ersten drei Monaten um 0,3 % gegenüber
dem letzten Quartal 2024 an. Der private Konsum (+0,5 %) und die Investitionen (+0,9
%) erhöhten sich leicht, die Bruttowertschöpfung im Baugewerbe (+0,9 %) und Verarbeitenden
Gewerbe (+1,0 %) zeigte erstmals wieder einen positiven Trend. Insbesondere die Exporte
legten vor dem Hintergrund der Zollandrohungen der US-Administration deutlich zu (+3,2
%). Diese Vorzieheffekte liefen im zweiten Quartal aus. Im Vergleich zum ersten Quartal 2024 zeigt sich die konjunkturelle Schwäche der Industrie:
Die Bruttowertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe sank im Vergleich zum Vorjahresmonat
um 1,6 %, die Produktion im Baugewerbe sogar um 3,5 %. Bei den Investitionen (-1,0
%) setzte sich der seit zwei Jahren andauernde Abwärtstrend fort. Vor allem die Ausrüstungsinvestitionen
gaben nach (-3,8 %). Einzelne Branchen hatten weiter mit hohen Einbußen zu kämpfen;
so gingen die Verkäufe in der Baumaschinenindustrie laut VDMA im ersten Quartal um
27 % zurück. Die Ausfuhren von Waren, insbesondere von Maschinen und Kraftwagen, sanken
im Vorjahresvergleich in den ersten drei Monaten 2025 (-1,4 %). Im April (-1,7 %) und Mai 2025 (-1,4 %) sanken die Warenexporte im Vergleich zum jeweiligen
Vormonat. Unter anderem die Dollarkurs-Entwicklung wirkte sich dämpfend auf die deutsche
Exportwirtschaft aus. Im ersten Halbjahr hat der Euro gegenüber der US-Währung deutlich
aufgewertet (+14 %). Auch bei der Industrieproduktion gab die Dynamik im April und
Mai nach. Die Produktion von Vorleistungsgütern ging in der Breite zurück. Die niedrigere
Kapazitätsauslastung drückte weiter auf die Investitionsneigung der Unternehmen. Das
BIP im zweiten Quartal sank um 0,1 %, insbesondere die Investitionen in Ausrüstungen
und Bauten gaben nach. Die Inflation erreichte mit 2,1 % im Mai und 2,0 % im Juni
das Ziel der EZB. Unter anderem wirkten rückläufige Energiepreise und ein stärkerer
Euro preisdämpfend. Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe entwickelten sich zuletzt grundsätzlich
positiv: Nach einem starken Quartalsauftakt im April (+1,6 %) gingen die Bestellungen
im Mai im Vergleich zum Vormonat zwar nach unten (-1,4 %, ohne Großaufträge -3,1 %),
im Dreimonatsvergleich stieg der Auftragseingang aber an (+2,1 % von März bis Mai,
ohne Großaufträge +1,9 %). Ende Mai lag der Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe
4,7 % über Vorjahr. Besonders die Eingänge im Maschinen- und Anlagenbau zeigten eine
positive Tendenz: Von Januar bis Mai wuchsen die Aufträge nach Angaben des VDMA um
3 % an, im Mai lagen die Bestellungen real 9 % über Vorjahr. In einzelnen Branchen
wie der strauchelnden Baustoffmaschinenindustrie blieben die Auftragseingänge mit
einem Minus von rund 18 % in den ersten fünf Monaten aber schwach. Für das Baugewerbe blieb das Marktumfeld trotz im Vergleich zum Vorjahr leichter Zuwächse
beim realen Umsatz in den ersten vier Monaten (+2,5 %) herausfordernd. Obwohl sich
die Vorzeichen verbesserten, klagten laut ifo Institut noch 38 % der Unternehmen im
Juni 2025 über Auftragsmangel, im Wohnungsbau sogar 48 %. Auch die Order kamen nicht
vom Fleck: Im April (-8,0 %) und Mai (-0,5 %) ging der Auftragseingang im Vergleich
zum Vormonat zurück. Im Dreimonatsvergleich stagniert der Auftragseingang im Hochbau
(+0,6 %), während sich der Tiefbau positiv entwickelt (+13,9 %). Hohe Kosten hemmten
nach wie vor die Nachfrage: Die Baupreise stiegen auch 2025 weiter leicht an und lagen
im Mai 3,2 % über Vorjahr. AuftragslageIm ersten Halbjahr 2025 lag der Auftragseingang bei 901,4 Mio. EUR und damit 8,9 %
über dem Vorjahresvergleichswert (827,8 Mio. EUR). Der Anstieg ist insbesondere auf
Auftragseingänge im Segment Engineering zurückzuführen. Der Auftragsbestand betrug zum 30. Juni 2025 665,2 Mio. EUR und lag damit 4,5 % über
dem Stand Ende 2024 (636,6 Mio. EUR). AUFTRAGSLAGE in Mio. EUR
AUFTRAGSLAGE in Mio. EUR![]() ErtragsentwicklungKONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG in Mio. EUR
*
Der Begriff PPA-Abschreibungen beinhaltet Abschreibungen auf Vermögenswerte aus Kaufpreisallokationen. Schwache Konjunktur und verhaltene Umsatzentwicklung im ersten HalbjahrDie INDUS-Beteiligungen erwirtschafteten in den ersten sechs Monaten 2025 einen Umsatz
in Höhe von 836,6 Mio. EUR im Vergleich zu 839,1 Mio. EUR im Vorjahresvergleichszeitraum.
Der Rückgang um 2,5 Mio. EUR (0,3 %) setzt sich aus Umsatzrückgängen in den Segmenten
Engineering und Materials Solutions zusammen und lässt sich im Wesentlichen auf konjunkturelle
Faktoren zurückführen. Im Segment Materials Solutions resultiert daneben ein Umsatzrückgang
von 9,9 Mio. EUR aus der Einstellung des Geschäftsbetriebs der Beteiligung IMECO im
Laufe des vergangenen Geschäftsjahres. Demgegenüber steht ein Umsatzanstieg im Segment
Infrastructure. Durch die Neuerwerbe von HBS, KETTLER, ELECTRO TRADING und METFAB im ersten Halbjahr
sowie GESTALT AUTOMATION und GRIDCOM im ersten Halbjahr des Vorjahres wurde ein anorganischer
Zuwachs in Höhe von 2,3 % erzielt. Der organische Umsatzrückgang betrug 2,6 %. Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 6,7 Mio. EUR nach 9,7 Mio. EUR im Vorjahresvergleichszeitraum.
Im Vorjahreswert war ein einmaliger Sondereffekt aus der Veräußerung einer nicht strategischen
Minderheitsbeteiligung der BETOMAX in Höhe von 2,6 Mio. EUR enthalten. Unter Berücksichtigung der aktivierten Eigenleistungen (1,8 Mio. EUR) und der Bestandsveränderung
(6,8 Mio. EUR) ergab sich eine Gesamtleistung von 851,9 Mio. EUR, die damit um 9,3
Mio. EUR bzw. 1,1 % unterhalb des Vorjahresvergleichsquartals in Höhe von 861,2 Mio.
EUR lag. Der Materialaufwand sank um 8,5 Mio. EUR von 374,1 Mio. EUR auf 365,6 Mio. EUR (-2,3
%). Die Materialaufwandsquote reduzierte sich von 44,6 % auf 43,7 %. Unter Berücksichtigung
der Bestandsveränderung ergab sich eine angepasste Quote im Verhältnis zum Umsatz
in Höhe von 42,9 % im Vergleich zu 43,3 % im Vorjahresvergleichszeitraum. Der Personalaufwand stieg von 268,4 Mio. EUR auf 277,2 Mio. EUR. Die Personalaufwandsquote
lag bei 33,1 % (Vorjahr: 32,0 %). Der sonstige betriebliche Aufwand stieg um 7,1 Mio.
EUR auf 117,6 Mio. EUR. Innerhalb des sonstigen betrieblichen Aufwands sind die Aufwendungen
aus Währungsumrechnung gegenüber dem Vorjahr um 4,3 Mio. EUR angestiegen, was insbesondere
auf den schwächer werdenden US-Dollar zurückzuführen ist. In Summe ergibt sich ein
EBITDA in Höhe von 91,5 Mio. EUR (Vorjahr: 108,2 Mio. EUR). Die Abschreibungen betrugen 46,1 Mio. EUR und lagen um 2,0 Mio. EUR über dem Vorjahr
(44,1 Mio. EUR). In den Abschreibungen sind planmäßige Abschreibungen, Wertminderungen
und PPA-Abschreibungen enthalten. Wertminderungen sind im ersten Halbjahr des Berichtsjahres
und des Vorjahres nicht erfasst worden. Die PPA-Abschreibungen in Höhe von 10,7 Mio.
EUR (Vorjahr: 9,8 Mio. EUR) sind Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und
Sachanlagen aus der Kaufpreisallokation für Neuerwerbe. Ergebnis durch wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen belastetDas adjusted EBITA im Berichtszeitraum betrug 56,1 Mio. EUR nach 73,9 Mio. EUR im
Vorjahresvergleichszeitraum. Das adjusted EBITA wird aus dem operativen EBIT zuzüglich
Wertminderungen und PPA-Abschreibungen errechnet. Soweit Wertaufholungen anfallen,
sind diese abzuziehen. Die Marge des adjusted EBITA betrug 6,7 % und lag damit um
2,1 Prozentpunkte unter dem Vorjahresvergleichszeitraum. Ursächlich sind im Wesentlichen
die weiter schwache konjunkturelle Entwicklung in den für INDUS relevanten Branchen
- auch induziert durch die hohen Unsicherheiten durch die US-amerikanische Zollpolitik
und die Ausfuhrkontrollen aus China - sowie die Belastungen aus der Währungsumrechnung.
Zudem ist im Vorjahr ein Ertrag in Höhe von 2,6 Mio. EUR aus der Veräußerung einer
nicht strategischen Minderheitsbeteiligung enthalten. Das EBIT betrug 45,4 Mio. EUR nach 64,1 Mio. EUR im Vorjahresvergleichszeitraum. Dies
entspricht einer Reduktion um 18,7 Mio. EUR. Die EBIT-Marge betrug 5,4 % im Berichtszeitraum
nach 7,6 % im Vorjahrsvergleichszeitraum. ÜBERLEITUNG VOM EBIT ZUM ADJUSTED EBITA in Mio. EUR
UMSATZ UND ERTRAGSENTWICKLUNG DER INDUS-GRUPPE in Mio. EUR![]() Das Finanzergebnis für den Berichtszeitraum betrug -13,6 Mio. EUR und lag damit auf
Vorjahresniveau. Im Finanzergebnis sind das Zinsergebnis, das Ergebnis aus at-Equity-bewerteten
Anteilen und das übrige Finanzergebnis enthalten. Das Zinsergebnis hat sich insgesamt
um 2,0 Mio. EUR von -8,9 Mio. EUR auf -10,9 Mio. EUR verringert. Ursächlich sind geringere
Zinserträge, die insbesondere aufgrund des hohen Liquiditätsüberschusses im ersten
Halbjahr des Vorjahres erzielt wurden. Des Weiteren steigen die Zinsaufwendungen aufgrund
der revolvierenden Finanzierung von INDUS erwartungsgemäß noch einige Zeit über die
aktuelle Marktentwicklung hinaus an. Kompensierend wirkte der gegenüber dem Vorjahr
um 1,9 Mio. EUR niedrigere übrige Finanzaufwand, resultierend aus geringeren Gewinnanteilen
der Minderheitsgesellschafter (-1,1 Mio. EUR) und der Bewertung der Anteile nicht
beherrschender Gesellschafter (-0,8 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag mit 31,8 Mio. EUR um 18,7 Mio. EUR unter dem Vorjahresvergleichswert
(50,5 Mio. EUR). Bisher steuerlich nicht berücksichtigte Verluste aus früheren Jahren
im Zusammenhang mit dem in Insolvenzverwaltung befindlichen Automobil-Serienzulieferer
S.M.A. Metalltechnik GmbH & Co. KG konnten aufgrund der im ersten Quartal 2025 erfolgten
Übernahme der Vermögenswerte durch einen Finanzinvestor nunmehr steuerlich geltend
gemacht werden. Hierdurch wurden zu erwartende Steuergutschriften in Höhe von 8,4
Mio. EUR erfolgswirksam erfasst. Daher ist der Ertragsteueraufwand mit 3,2 Mio. EUR
deutlich geringer als im Vorjahr (Vorjahr: 18,4 Mio. EUR). Ergebnis je Aktie bei 1,13 EURDas Ergebnis nach Steuern betrug 28,6 Mio. EUR und lag damit 3,5 Mio. EUR unter dem
Vorjahresvergleichswert (32,1 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie betrug 1,13 EUR (Vorjahr:
1,21 EUR). SegmentberichtDie INDUS-Gruppe strukturiert ihr Portfolio in drei Segmente: Engineering, Infrastructure
und Materials Solutions. UMSATZERLÖSE NACH SEGMENTEN![]() MARGE ADJUSTED EBITA (in %)![]() EngineeringSTEIGENDE AUFTRAGSEINGÄNGE UND NEUERWERBE VON HBS, SUNBELT UND METFABDer Auftragseingang im Segment Engineering betrug 330,7 Mio. EUR für das erste Halbjahr
2025. Gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum mit einem Auftragseingang von 264,1
Mio. EUR ist er damit deutlich um 66,6 Mio. EUR (25,2 %) angestiegen. Der Anstieg
betrifft insbesondere langfristige Projekte im Bereich Anlagenbau. Der Auftragsbestand
zum 30. Juni 2025 betrug 394,0 Mio. EUR nach 350,7 Mio. EUR zum 31. Dezember 2024. AUFTRAGSLAGE ENGINEERING in Mio. EUR![]() Der Umsatz im Segment Engineering betrug für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres
2025 259,7 Mio. EUR (Vorjahr: 266,1 Mio. EUR). Damit ist der Umsatz um 6,4 Mio. EUR
bzw. 2,4 % niedriger als im Vorjahresvergleichszeitraum. Aus Akquisitionen konnte
im ersten Halbjahr ein anorganisches Umsatzwachstum von 4,9 % erwirtschaftet werden;
demgegenüber stand ein organischer Umsatzrückgang in Höhe von 7,3 %. Dieser ist im
Wesentlichen auf eine weiter anhaltende konjunkturelle Schwäche in vielen relevanten
Engineering-Bereichen zurückzuführen. Das Segmentergebnis (adjusted EBITA) betrug 15,9 Mio. EUR nach 19,6 Mio. EUR im Vorjahr.
Der Rückgang in Höhe von 3,7 Mio. EUR betrifft eine Vielzahl der Beteiligungen des
Segments und ist im Wesentlichen auf die konjunkturelle Schwäche im ersten Halbjahr
sowie auf einen ergebnisbelastenden Sondereffekt aus der geplanten Stilllegung einer
Betriebsstätte zurückzuführen. Die Marge des adjusted EBITA belief sich auf 6,1 %
(Vorjahr: 7,4 %). Das operative Ergebnis (EBIT) erreichte 9,5 Mio. EUR nach 13,9 Mio.
EUR im Vorjahresvergleichszeitraum. Die EBIT-Marge betrug 3,7 % (Vorjahr: 5,2 %) und
lag damit um 1,5 Prozentpunkte unter dem Vorjahresquartal. ERTRAGSLAGE ENGINEERING in Mio. EUR![]() Vom ersten zum zweiten Quartal 2025 konnte eine Belebung des Geschäfts verzeichnet
werden. Das Geschäft im zweiten Quartal 2025 bewegte sich bei Umsatz und Ergebnis
auf dem Niveau des Vorjahres. Wir gehen davon aus, dass sich die Geschäftstätigkeit
im Jahresverlauf sukzessive weiter beleben wird und erwarten wie im Vorjahr ein starkes
viertes Quartal. Für das Gesamtjahr prognostiziert INDUS unverändert einen leicht
steigenden Umsatz, aber nunmehr ein in etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegendes
(vorher: moderat steigendes) Segmentergebnis (adjusted EBITA); die adjusted EBITA-Marge
wird weiterhin im Korridor von 9 bis 11 % erwartet. Für das Segment Engineering konnten bisher im aktuellen Geschäftsjahr zwei Akquisitionen
realisiert werden. Der Bolzenschweißspezialist KÖCO, ein Unternehmen der PEISELER-Gruppe,
hat den profitablen Kern-Geschäftsbetrieb der HBS Bolzenschweiss-Systeme GmbH & Co.
KG (HBS) erworben. Die Übernahme der Vermögenswerte in die INDUS-Gruppe erfolgte zum
1. Januar 2025. Die HBS Tochtergesellschaft SUNBELT Stud Welding Inc. konnte im Juni
erworben werden und wird erstmalig zum 1. Juni 2025 in den INDUS-Konzernabschluss
einbezogen. Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Juni 2025 konnte die INDUS-Tochter M. BRAUN mit
der METFAB Engineering Inc., Attleboro Falls, eine weitere Gesellschaft in den USA
erwerben. METFAB wird erstmals zum 1. Juni 2025 in den Konzernabschluss von INDUS
einbezogen. Im Vorjahr wurden GESTALT AUTOMATION, DECKMA und COLSON für das Segment Engineering
erworben. Die Investitionen des Berichtszeitraums in Höhe von 13,1 Mio. EUR beinhalten den Erwerb
von HBS und METFAB sowie von Sachanlagen. Im Vorjahr war der Erwerb von GESTALT AUTOMATION
in den Investitionen abgebildet. Die Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 7,6
Mio. EUR lagen um 2,2 Mio. EUR über dem Vorjahr (5,4 Mio. EUR). KENNZAHLEN ENGINEERING in Mio. EUR
*
Der Begriff PPA-Abschreibungen beinhaltet Abschreibungen auf Vermögenswerte aus Kaufpreisallokationen. InfrastructureERWERB KETTLER UND ELECTRO TRADING IM ERSTEN HALBJAHR 2025; SOLIDER AUSBLICKIm Segment Infrastructure betrug der Auftragseingang 285,2 Mio. EUR für das erste
Halbjahr 2025 nach 282,9 Mio. EUR im Vorjahresvergleichszeitraum. Damit erhöhte sich
der Auftragseingang um 2,3 Mio. EUR (0,8 %). Der Auftragsbestand belief sich auf 152,5
Mio. EUR zum 30. Juni 2025 (31. Dezember 2024: 165,7 Mio. EUR). AUFTRAGSLAGE INFRASTRUCTURE in Mio. EUR![]() Der Umsatz im Segment Infrastructure betrug für das erste Halbjahr 292,1 Mio. EUR
nach 276,8 Mio. EUR im Vorjahresvergleichszeitraum. Der Segmentumsatz erhöhte sich
um 15,3 Mio. EUR bzw. 5,5 %. Organisch stieg der Umsatz um 3,1 %, anorganisch wurde
ein Umsatzzuwachs von 2,4 % erzielt. Das Segmentergebnis (adjusted EBITA) betrug 26,5 Mio. EUR und lag damit um 6,1 Mio.
EUR unter dem Vorjahresvergleichswert (32,6 Mio. EUR); im Vergleichszeitraum des Vorjahres
war darin ein positiver Einmaleffekt in Höhe von 2,6 Mio. EUR aus dem Verkauf einer
nicht mehr strategischen Minderheitsbeteiligung der BETOMAX enthalten. Die Marge des
adjusted EBITA ist von 11,8 % auf 9,1 % gesunken; allerdings lag die Marge des adjusted
EBITA im zweiten Quartal bereits wieder bei 10,6 %. Das operative Ergebnis (EBIT)
belief sich auf 23,2 Mio. EUR und war damit um 6,5 Mio. EUR niedriger als im Vorjahr
(29,7 Mio. EUR). Die EBIT-Marge betrug 7,9 % (Vorjahr: 10,7 %). Die gestiegenen Kosten
konnten aufgrund des starken Wettbewerbs noch nicht durch Preisanpassungen kompensiert
werden. Im ersten Halbjahr hat die HAUFF-TECHNIK GmbH & Co. KG, Hermaringen, ihre Aktivitäten
ausgeweitet und sämtliche Anteile an der KETTLER GmbH, Dorsten, sowie sämtliche Anteile
an der schwedischen ELECTRO TRADING ET AB erworben. Beide Erwerbe werden seit dem
31. März 2025 vollkonsolidiert. Im Vorjahr wurde ebenfalls durch die HAUFF-TECHNIK
GmbH & Co. KG die GRIDCOM erworben. ERTRAGSLAGE INFRASTRUCTURE in Mio. EUR![]() Im Jahresverlauf wird eine weitere Verbesserung bei Marktnachfrage und Produktivität
erwartet. Für das Gesamtjahr geht INDUS unverändert von einem moderat steigenden Umsatz
und einem moderat steigenden Segmentergebnis (adjusted EBITA) aus; das Prognoseband
für die adjusted EBITA-Marge liegt weiterhin bei 10 bis 12 %. Die Investitionen in Höhe von 19,1 Mio. EUR betrafen den Erwerb von KETTLER und ELECTRO
TRADING sowie Sachinvestitionen (9,8 Mio. EUR). Im Vorjahresvergleichswert in Höhe
von 11,2 Mio. EUR war der Erwerb von GRIDCOM enthalten. Die Sachinvestitionen sind
um 4,0 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr gestiegen. KENNZAHLEN INFRASTRUCTURE in Mio. EUR
*
Der Begriff PPA-Abschreibungen beinhaltet Abschreibungen auf Vermögenswerte aus Kaufpreisallokationen. Materials SolutionsAUFTRAGSEINGANG IM ERSTEN HALBJAHR GESTIEGENDer Auftragseingang im Segment Materials Solutions betrug 285,5 Mio. EUR für die ersten
sechs Monate 2025 nach 280,8 Mio. EUR im Vorjahresvergleichszeitraum. Damit ist der
Auftragseingang um 1,7 % angestiegen. Berücksichtigt man den positiven Sondereffekt
im Zusammenhang mit der Ausproduktion und Schließung der IMECO im Vorjahresvergleichswert,
dann ergibt sich ohne IMECO eine Steigerung des Auftragseingangs um 4,7 %. Der Auftragsbestand
belief sich zum 30. Juni 2025 auf 118,7 Mio. EUR (31. Dezember 2024: 120,2 Mio. EUR). AUFTRAGSLAGE MATERIALS SOLUTIONS in Mio. EUR![]() Im ersten Halbjahr 2025 wurde im Segment Materials Solutions ein Umsatz in Höhe von
284,4 Mio. EUR erwirtschaftet. Der Umsatz lag um 3,9 % (11,4 Mio. EUR) unter dem des
Vorjahresvergleichszeitraums (295,8 Mio. EUR). Davon betreffen 9,9 Mio. EUR die Einstellung
des Geschäftsbetriebs von IMECO im Laufe des vergangenen Geschäftsjahres. Das Segmentergebnis (adjusted EBITA) betrug 23,1 Mio. EUR nach 29,0 Mio. EUR im Vorjahresvergleichszeitraum.
Die Marge des adjusted EBITA lag bei 8,1 % nach 9,8 % im Vorjahreszeitraum. Hier machten
sich zum einen bei mehreren Segmentunternehmen die Belastungen aus den neu eingeführten
Zöllen für Einfuhren in die USA bemerkbar. Zum anderen hinterlassen die seit Februar
2025 von China eingeführten Exportkontrollen für wolframhaltige Vorprodukte deutliche
Spuren. Infolge der sofort eingeleiteten, umfangreichen Maßnahmenpakete zur Aufrechterhaltung
der Produktion bei BETEK stiegen auch die Kosten. Nach Abzug der PPA-Abschreibungen
in Höhe von 1,0 Mio. EUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR) resultiert für den Berichtszeitraum
ein EBIT von 22,1 Mio. EUR im Vergleich zu 27,9 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Die
EBIT-Marge betrug 7,8 % (Vorjahr: 9,4 %). ERTRAGSLAGE MATERIALS SOLUTIONS in Mio. EUR![]() China hat im Februar 2025 die Exportkontrollen unter anderem auf Wolfram und Wolframverbindungen
ausgeweitet. Beim Segmentunternehmen BETEK werden größere Mengen wolframhaltiger Vorprodukte
aus China bezogen und verarbeitet. Nachdem in den ersten Monaten nach der Einführung
der Exportkontrollen die Belieferungen aus China völlig ausblieben, wurden mittlerweile
wieder Ausfuhrgenehmigungen für gewisse Mengen wolframhaltiger Vorprodukte erwirkt.
Gleichzeitig wurde durch eine Vielzahl weiterer kostenintensiver Maßnahmen die Versorgung
für das Jahr 2025 soweit sichergestellt, dass nach heutigem Kenntnisstand alle geplanten
Kundenbedarfe im Jahr 2025 beliefert werden können - dies alles unter der Annahme,
dass sich die Genehmigungspraxis in China in den kommenden Monaten nicht wieder verschlechtert.
Allerdings wird wegen der kostenintensiven Maßnahmen und der mittlerweile auf dem
Weltmarkt um mehr als 40 % gestiegenen Preise für die benötigten wolframhaltigen Materialien
weiter mit einer Umsatz- und erheblichen Ergebnisbelastung für das Gesamtjahr 2025
gerechnet. Zusätzlich werden für mehrere Segmentunternehmen die erheblichen Belastungen
durch die mit der Einigung im Zollstreit am 27. Juli 2025 nochmals erhöhten Einfuhrzölle
der USA fortbestehen. INDUS erwartet für das Gesamtjahr im Segment Materials Solutions nunmehr einen leicht
sinkenden (vorher: moderat sinkenden) Umsatz und ein stark sinkendes (vorher: sehr
stark sinkendes) Segmentergebnis (adjusted EBITA); das Prognoseband für die adjusted
EBITA-Marge liegt unverändert bei 5,5 bis 7,5 %. Die Investitionen lagen mit 4,8 Mio. EUR unter Vorjahr (6,2 Mio. EUR) und betrafen
ausschließlich Sachinvestitionen. KENNZAHLEN MATERIALS SOLUTIONS in Mio. EUR
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Der Begriff PPA-Abschreibungen beinhaltet Abschreibungen auf Vermögenswerte aus Kaufpreisallokationen. Finanz- und VermögenslageKONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG, VERKÜRZT in Mio. EUR
Operativer Cashflow unter VorjahrDer operative Cashflow lag im ersten Halbjahr 2025 um 40,1 Mio. EUR unter dem Vorjahresvergleichswert.
Neben einem stärkeren Aufbau des Working Capital zum Halbjahr sind die sonstigen Verbindlichkeiten
und sonstigen Rückstellungen reduziert im Vergleich zum Jahresende 2024. Nach Berücksichtigung
der Zinszahlungen in Höhe von 9,1 Mio. EUR (Vorjahr: 9,4 Mio. EUR) ergab sich ein
Cashflow aus Geschäftstätigkeit in Höhe von 4,1 Mio. EUR (Vorjahr: 43,9 Mio. EUR),
der damit 39,8 Mio. EUR unter dem Vorjahresvergleichswert lag. Die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
betrugen 22,2 Mio. EUR und lagen um 4,8 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau (17,4 Mio.
EUR). Auszahlungen für Investitionen in Anteile vollkonsolidierter Gesellschaften
wurden in Höhe von 14,7 Mio. EUR getätigt und betrafen den Erwerb von HBS, KETTLER,
ELECTRO TRADING sowie METFAB. Im Vorjahresvergleichszeitraum wurde der Erwerb von
GESTALT AUTOMATION, GRIDCOM und COLSON (18,5 Mio. EUR) realisiert. Die Einzahlungen
aus Abgängen von Vermögenswerten lagen mit 1,3 Mio. EUR unter Vorjahr. Im aktuellen
Quartal ist der Verkauf einer nicht mehr betriebsnotwendigen Immobilie in Höhe von
0,4 Mio. EUR enthalten. Das Vorjahr beinhaltet den Verkaufserlös einer sonstigen Beteiligung
der BETOMAX in Höhe von 4,8 Mio. EUR. In Summe betrug der Cashflow aus Investitionstätigkeit
-35,8 Mio. EUR im Vergleich zu -30,6 Mio. EUR im Vorjahr. Aus der Finanzierungstätigkeit sind INDUS im ersten Halbjahr 0,8 Mio. EUR zugeflossen
(Cashflow aus Finanzierungstätigkeit). Dies resultiert im Wesentlichen aus einer Nettokreditaufnahme
in Höhe von 65,3 Mio. EUR, der Dividendenzahlung in Höhe von 29,9 Mio. EUR, der Tilgung
von bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten (-16,4 Mio. EUR) und von Leasingverbindlichkeiten
(-15,1 Mio. EUR) sowie Auszahlungen für Aktienrückkäufe (-3,0 Mio. EUR). Im Vorjahr
wurden im Wesentlichen 31,0 Mio. EUR für die Dividende und 25,4 Mio. EUR für Aktienrückkäufe
aufgewendet sowie Kredite in Höhe von 86,1 Mio. EUR und bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten
in Höhe von 5,1 Mio. EUR getilgt, sodass im Vorjahr insgesamt 157,6 Mio. EUR aus der
Finanzierungstätigkeit abflossen. Insgesamt betrug die zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel im ersten Halbjahr
-30,9 Mio. EUR bezogen auf den Jahresanfangsbestand in Höhe von 145,2 Mio. EUR. Free Cashflow im zweiten Quartal positivDer Free Cashflow berechnet sich als Summe aus dem operativen Cashflow und dem Cashflow
aus Investitionstätigkeit abzüglich der Auszahlungen für Investitionen in vollkonsolidierte
Unternehmen. Der Free Cashflow gibt Auskunft über die verfügbaren Mittel von INDUS
für Neuakquisitionen, Dividenden und Zahlungen an Fremdkapitalgeber (Zinsen und Reduzierung
der Nettoverschuldung). FREE CASHFLOW in Mio. EUR
In den ersten sechs Monaten erwirtschaftete die INDUS-Gruppe einen Free Cashflow in
Höhe von -7,9 Mio. EUR. Der Free Cashflow ist durch das geringere operative Ergebnis
und den erwarteten Working-Capital-Aufbau im ersten Halbjahr geprägt. Im ersten Halbjahr
des Vorjahres fiel der Aufbau des Working Capital geringer aus, sodass im Vorjahresvergleichsquartal
ein positiver Free Cashflow in Höhe von 41,2 Mio. EUR erzielt worden war. Selektiv betrachtet lag der Free Cashflow im zweiten Quartal bereits bei 15,7 Mio.
EUR, obwohl innerhalb dieses Quartals noch ein Anstieg des Working Capital um 11,6
Mio. EUR zu verzeichnen war. KONZERN-BILANZ, VERKÜRZT in Mio. EUR
Eigenkapitalquote beträgt 37,8 %Zum 30. Juni 2025 betrug die Konzernbilanzsumme der INDUS-Gruppe 1.825,5 Mio. EUR
und war damit um 18,7 Mio. EUR höher als zum 31. Dezember 2024. Der Anstieg ist insbesondere
auf die saisonale Erhöhung des Working Capital (+40,9 Mio. EUR) und den Zugang der
neu akquirierten Beteiligungen HBS, KETTLER, SUNBELT, METFAB und ELECTRO TRADING zurückzuführen.
Kompensierend wirkte der entsprechende Abbau liquider Mittel (-34,0 Mio. EUR). Das Eigenkapital zum Stichtag betrug 689,2 Mio. EUR. Die Reduzierung des Eigenkapitals
um -10,8 Mio. EUR setzt sich aus der Zahlung der Dividende (-29,9 Mio. EUR) und dem
Erwerb der eigenen Anteile in Höhe von 3,0 Mio. EUR zusammen. Gegenläufig wirkten
die erwirtschafteten Gewinne in Höhe von 28,6 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote zum
30. Juni 2025 betrug 37,8 % und lag etwas niedriger als die Quote am Jahresende 2024
(38,7 %). WORKING CAPITAL in Mio. EUR![]() WORKING CAPITAL in Mio. EUR
Zum 30. Juni 2025 bestanden Nettofinanzverbindlichkeiten in Höhe von 635,1 Mio. EUR
im Vergleich zu 541,4 Mio. EUR zum 31. Dezember 2024. Damit sind die Nettofinanzverbindlichkeiten
gegenüber dem Jahresanfang um 93,7 Mio. EUR angestiegen. Ursächlich sind im Wesentlichen
die Finanzierung des saisonalen Working-Capital-Anstiegs, die Neuerwerbe 2025, die
Zahlung der Dividende im zweiten Quartal, die Tilgung von bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten
sowie der Erwerb eigener Aktien. NETTOFINANZVERBINDLICHKEITEN in Mio. EUR
NachtragsberichtZwischen dem 30. Juni 2025 und der Veröffentlichung dieses Berichts am 12. August
2025 sind keine Ereignisse eingetreten, die eine wesentliche Änderung der im vorliegenden
Quartalsfinanzbericht dargestellten Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage erfordern. Chancen und RisikenFür den Chancen- und Risikobericht der INDUS Holding AG wird auf den Geschäftsbericht
2024 verwiesen. Zur frühzeitigen Erkennung, zur umfassenden Analyse und zum konsequenten
Umgang mit Risiken betreibt die Gesellschaft ein effizientes Risikomanagementsystem.
Die Ausgestaltung des Risikomanagements sowie die Bedeutung der einzelnen Risiken
werden im Geschäftsbericht erläutert. Darin wird festgehalten, dass sich das Unternehmen
keinen Risiken ausgesetzt sieht, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. Im Geschäftsbericht 2024 wird unter dem Kapitel Umfeld- und Branchenrisiken auf geopolitische
Risiken hingewiesen, insbesondere darauf, dass diese Risiken weitreichende Auswirkungen
auf globale Allianzen und Handelsbeziehungen sowie globale Lieferketten haben können.
Zwischenzeitlich haben die USA mit dem "Liberation Day" und der Zollpolitik von Präsident
Donald Trump für eine weltweite Disruption gesorgt. China hat die Ausfuhrkontrolle
von Seltenen Erden deutlich verschärft. Im Bericht zum ersten Quartal 2025 haben wir
ausgeführt: "Im Segment Materials Solutions besteht [...] das konkrete Risiko, dass
auf Basis des aktuellen Kenntnisstands im zweiten Halbjahr 2025 durch die Versorgungsprobleme
Umsätze im Bereich von 20 bis 40 Mio. EUR und adjusted EBITA im Bereich von 8 bis
15 Mio. EUR verloren gehen. Das wurde im Prognosebericht entsprechend berücksichtigt.
Es ist aufgrund der unklaren Genehmigungssituation jedoch nicht auszuschließen, dass
sich diese Werte je nach der weiteren Entwicklung im Verlauf des Jahres noch erhöhen
oder reduzieren können." Nachdem in den ersten Monaten nach der Einführung der Exportkontrollen die Belieferungen
aus China völlig ausblieben, wurden mittlerweile Ausfuhrgenehmigungen für gewisse
Mengen wolframhaltiger Vorprodukte erwirkt. Gleichzeitig wurde durch eine Vielzahl
weiterer kostenintensiver Maßnahmen die Versorgung für das Jahr 2025 soweit sichergestellt,
dass nach heutigem Kenntnisstand alle geplanten Kundenbedarfe im Jahr 2025 beliefert
werden können - dies alles unter der Annahme, dass sich die Genehmigungspraxis in
China in den kommenden Monaten nicht wieder verschlechtert. Die Risikolage in Bezug
auf die Versorgung mit wolframhaltigen Vormaterialien hat sich demzufolge im zweiten
Quartal verbessert. Allerdings wird wegen der kostenintensiven Maßnahmen und der mittlerweile auf dem
Weltmarkt um mehr als 40 % gestiegenen Preise für die benötigten wolframhaltigen Materialien
weiter mit einer Umsatz- und erheblichen Ergebnisbelastung für das Gesamtjahr 2025
gerechnet. Zusätzlich werden für mehrere Segmentunternehmen erhebliche Belastungen
durch die mit der Einigung im Zollstreit am 27. Juli 2025 nochmals erhöhten Einfuhrzölle
der USA fortbestehen. PrognoseberichtErwartung der wirtschaftlichen RahmenbedingungenFür das zweite Halbjahr 2025 bleibt die konjunkturelle Perspektive der deutschen Industrie
verhalten. Zentrale Belastungsfaktoren wie die handels- und geopolitischen Unsicherheiten
und strukturelle Probleme bestehen fort. Eine steigende Sparneigung bremst die Erholung
des Konsums im Inland. Zugleich steigt der Optimismus in den Unternehmen, dass der
Tiefpunkt der Krise durchschritten sein dürfte. Aus den angekündigten Fiskalmaßnahmen
der neuen Regierung werden Wachstumsimpulse erwartet. So hat etwa das ifo Institut
seine Wachstumsprognose 2025 für Deutschland leicht auf 0,3 % angehoben. Der internationale
Währungsfonds geht von 0,1 % Wachstum aus. Auch die Frühindikatoren deuten eine Stabilisierung
an. Nach dem S&P Global Business Outlook erholt sich die Stimmung in der deutschen
Wirtschaft kontinuierlich: Die Unternehmenserwartungen erreichten im Juni den höchsten
Stand seit Jahresbeginn 2022 und die Investitionsabsichten drehten sich das erste
Mal seit zwei Jahren ins Positive. Auch der HCOB Einkaufsmanagerindex für Deutschland
stieg im Juni auf den höchsten Wert seit August 2022, blieb aber knapp unter der Expansionsschwelle.
Laut des Frühindikators HCOB PMI verbesserten sich die Exportbedingungen für die deutsche
Wirtschaft im Juni ebenfalls leicht. Es besteht die Hoffnung, dass der zollbedingte
Nachfragerückgang in den Vereinigten Staaten durch andere Länder ausgeglichen werden
kann. Bei der positiveren Stimmung dürften die Erwartungen aus einer expansiveren
Fiskalpolitik eingepreist sein; konkrete positive Effekte der öffentlichen Investitionspakete
für die deutsche Wirtschaft sind aber frühestens 2026 zu erwarten. Auch das ifo Geschäftsklima ist im Juni und Juli gestiegen. Das Verarbeitende Gewerbe
blickt hoffnungsvoller in die Zukunft, zuletzt wurde auch die aktuelle Lage positiver
bewertet. Die Beurteilung des Auftragsbestands im Maschinenbau bleibt aber stark negativ.
Laut VDMA blicken dennoch 29 % der Maschinenbauunternehmen optimistisch auf die zweite
Jahreshälfte, mehr als die Hälfte erwartet eine stabile Entwicklung. Für das Gesamtjahr
erwartet der Branchenverband ein reales Produktionsminus von 2 %. Der Ausblick für den Baubereich ist gemischt: Der HCOB Bau-Index (PMI) legt zwar im
Juni leicht zu, bleibt aber in der Kontraktionszone. Die Einbußen im Wohnungsbau konnten
nur durch ein starkes Plus im Tiefbau ausgeglichen werden. Im ifo Geschäftsklimaindex
vom Juni und Juli legten die Erwartungen im Bauhauptgewerbe zu, bleiben aber negativ.
Die Baugenehmigungen stiegen von Januar bis Mai 2025 mit +1,9 % im Vorjahresvergleich
leicht an, lagen im Mai aber zuletzt 5,3 % unter Vorjahr. Für das Gesamtjahr erwartet
der Branchenverband Bauindustrie - leicht positiver - nun einen realen Umsatzrückgang
von 1 %. Den jüngsten positiven Signalen für die deutsche Wirtschaft stehen konjunkturelle
Abwärtsrisiken gegenüber: Die konkrete Ausgestaltung, die Tragfähigkeit und die realwirtschaftlichen
Auswirkungen der jetzt abgeschlossenen Zollvereinbarung zwischen der EU und den USA
bleiben abzuwarten. Auch der voraussichtlich weiter schwache US-Dollar dürfte den
Export belasten. Zugleich sinkt durch den starken Euro der Inflationsdruck im Euroraum.
Der infolge der US-Zollpolitik steigende Absatz chinesischer Waren im Euroraum dürfte
die Preise zusätzlich drücken. Insgesamt wird eine Inflationsrate weiter um die 2
%-Marke erwartet. Das erweitert den Spielraum für eine mögliche Zinssenkung. Ein strukturelles
Risiko auch für die zweite Jahreshälfte bleibt aber die hohe Rohstoffabhängigkeit
von China. Die Versorgung zentraler industrieller Wertschöpfungsketten mit kritischen
Materialien wie Seltenen Erden, Lithium, Magnesium oder Wolframcarbid ist weiterhin
störanfällig. Erwartete Entwicklung des KonzernsINDUS verzeichnete im ersten Halbjahr des aktuellen Geschäftsjahres einen leichten
Umsatzrückgang um 2,5 Mio. EUR oder -0,3 % und einen deutlichen Rückgang des adjusted
EBITA in Höhe von 17,8 Mio. EUR oder -24,1 %. Im Berichtszeitraum ging der Umsatz im Segment Engineering gegenüber dem Vorjahr um
2,4 % zurück, das Segmentergebnis (adjusted EBITA) sank um 18,9 %. Das erste Halbjahr
war damit erwartungsgemäß schwach, wobei das zweite Quartal bereits eine deutliche
Verbesserung beim adjusted EBITA zeigte. In der zweiten Jahreshälfte soll sich die
Geschäftstätigkeit weiter beleben mit der Erwartung eines projektbedingt starken vierten
Quartals. Für das Gesamtjahr erwarten wir unverändert einen leicht steigenden Umsatz,
nunmehr aber ein Segmentergebnis (adjusted EBITA) auf Vorjahresniveau (vorher: moderat
steigend); die adjusted EBITA-Marge wird weiterhin im Korridor von 9 bis 11 % erwartet. Im Berichtszeitraum stieg der Umsatz im Segment Infrastructure gegenüber dem Vorjahr
um 5,5 %; das Segmentergebnis (adjusted EBITA) ging um 18,7 % zurück. Für das Gesamtjahr
geht INDUS unverändert von einem moderat steigenden Umsatz und einem moderat steigenden
Segmentergebnis (adjusted EBITA) aus; das Prognoseband für die adjusted EBITA-Marge
liegt unverändert bei 10 bis 12 %. Das Segment Materials Solutions erwirtschaftete im Berichtszeitraum einen um 3,9 %
geringeren Umsatz; das adjusted EBITA ging um 20,3 % zurück. China hat im Februar
2025 die Exportkontrollen unter anderem auf Wolfram und Wolframverbindungen ausgeweitet.
Beim Segmentunternehmen BETEK werden größere Mengen wolframhaltiger Vorprodukte aus
China bezogen und verarbeitet. Nachdem in den ersten Monaten nach der Einführung der
Exportkontrollen die Belieferungen aus China völlig ausblieben, wurden mittlerweile
wieder Ausfuhrgenehmigungen für gewisse Mengen wolframhaltiger Vorprodukte erwirkt.
Gleichzeitig wurde durch eine Vielzahl weiterer kostenintensiver Maßnahmen die Versorgung
für das Jahr 2025 soweit sichergestellt, dass nach heutigem Kenntnisstand alle geplanten
Kundenbedarfe im Jahr 2025 beliefert werden können - dies alles unter der Annahme,
dass sich die Genehmigungspraxis in China in den kommenden Monaten nicht wieder verschlechtert.
Allerdings wird wegen der kostenintensiven Maßnahmen und der mittlerweile auf dem
Weltmarkt um mehr als 40 % gestiegenen Preise für die benötigten wolframhaltigen Materialien
weiter mit einer Umsatz- und erheblichen Ergebnisbelastung für das Gesamtjahr 2025
gerechnet. Zusätzlich werden für mehrere Segmentunternehmen die erheblichen Belastungen
durch die mit der Einigung im Zollstreit am 27. Juli 2025 nochmals erhöhten Einfuhrzölle
der USA fortbestehen. Für das Gesamtjahr erwartet INDUS im Segment Materials Solutions
nun einen leicht sinkenden (vorher: moderat sinkenden) Umsatz und ein stark sinkendes
(vorher: sehr stark sinkendes) Segmentergebnis (adjusted EBITA); das Prognoseband
für die adjusted EBITA-Marge liegt unverändert bei 5,5 bis 7,5 %. Der Free Cashflow betrug im ersten Halbjahr -7,9 Mio. EUR (Vorjahr: 41,2 Mio. EUR)
aufgrund des geringeren operativen Ergebnisses und des höheren saisonalen Working-Capital-Anstiegs
gegenüber dem Vorjahr. Selektiv lag der Free Cashflow im zweiten Quartal bereits bei
15,7 Mio. EUR, obwohl innerhalb dieses Quartals noch ein Anstieg des Working Capital
um 11,6 Mio. EUR zu verzeichnen war. Noch nicht bewerten lassen sich die möglichen Folgen aus der Einigung im Zollstreit
zwischen Europa und den USA. Während auf der einen Seite die Höhe der nun vereinbarten
Zölle eine erhebliche Belastung für die exportierenden INDUS-Unternehmen darstellt,
könnte auf der anderen Seite die Beseitigung der großen Unsicherheiten auch positive
Impulse setzen. Für das Gesamtjahr 2025 prognostiziert INDUS unverändert einen Umsatz
im Bereich von 1,70 bis 1,85 Mrd. EUR. Das adjusted EBITA soll unverändert innerhalb
eines Bandes von 130 bis 165 Mio. EUR liegen; die adjusted EBITA-Marge weiter im Band
zwischen 7,5 und 9 %. Für den weiteren Verlauf des Jahres bleiben die Aussichten allerdings
durch die noch nicht kalkulierbaren Folgen der amerikanischen Zollpolitik unsicher.
Verkürzter KonzernzwischenabschlussKonzern-Gewinn- und Verlustrechnung
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| in TEUR | Anhang | H1 2025 | H1 2024 | Q2 2025 | Q2 2024 |
| UMSATZERLÖSE | [5] | 836.612 | 839.097 | 434.257 | 428.987 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 6.697 | 9.693 | 3.366 | 5.892 | |
| Aktivierte Eigenleistungen | 1.758 | 1.792 | 555 | 658 | |
| Bestandsveränderung | 6.818 | 10.624 | -2.401 | 5.948 | |
| Materialaufwand | [6] | -365.606 | -374.115 | -187.116 | -193.444 |
| Personalaufwand | [7] | -277.229 | -268.431 | -141.189 | -133.978 |
| Abschreibungen | [8] | -46.058 | -44.054 | -23.147 | -22.287 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | [9] | -117.625 | -110.527 | -58.515 | -54.446 |
| OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT) | 45.367 | 64.079 | 25.810 | 37.330 | |
| Zinserträge | 570 | 1.793 | 378 | 926 | |
| Zinsaufwendungen | -11.460 | -10.683 | -6.047 | -4.961 | |
| ZINSERGEBNIS | -10.890 | -8.890 | -5.669 | -4.035 | |
| Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen | 0 | -122 | 0 | -8 | |
| Übriges Finanzergebnis | -2.661 | -4.555 | -1.052 | -534 | |
| FINANZERGEBNIS | [10] | -13.551 | -13.567 | -6.721 | -4.577 |
| ERGEBNIS VOR STEUERN (EBT) | 31.816 | 50.512 | 19.089 | 32.753 | |
| Ertragsteuern | [11] | -3.231 | -18.404 | -6.609 | -10.982 |
| ERGEBNIS NACH STEUERN | 28.585 | 32.108 | 12.480 | 21.771 | |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 488 | 465 | 218 | 287 | |
| davon Anteile der INDUS-Aktionäre | 28.097 | 31.643 | 12.262 | 21.484 | |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) in EUR | [12] | 1,13 | 1,21 | 0,50 | 0,83 |
| in TEUR | H1 2025 | H1 2024 | Q2 2025 | Q2 2024 |
| ERGEBNIS NACH STEUERN | 28.585 | 32.108 | 12.480 | 21.771 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 2.091 | 577 | -205 | 322 |
| Latente Steuern | -472 | -241 | 52 | -143 |
| Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | 1.619 | 336 | -153 | 179 |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | -7.734 | -419 | -4.469 | 753 |
| Veränderung der Marktwerte von Sicherungsinstrumenten (Cashflow Hedge) | -333 | -398 | -590 | -708 |
| Latente Steuern | 53 | 63 | 94 | 112 |
| Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | -8.014 | -754 | -4.965 | 157 |
| SONSTIGES ERGEBNIS | -6.395 | -418 | -5.118 | 336 |
| GESAMTERGEBNIS | 22.190 | 31.690 | 7.362 | 22.107 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 342 | 479 | 134 | 297 |
| davon Anteile der INDUS-Aktionäre | 21.848 | 31.211 | 7.228 | 21.810 |
Die im sonstigen Ergebnis erfolgsneutral erfassten Erträge und Aufwendungen enthalten
versicherungsmathematische Gewinne aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen in
Höhe von 2.091 TEUR (Vorjahr: 577 TEUR). Diese resultieren aus der Veränderung der
Zinssätze für die Pensionsverpflichtungen. Der Zinssatz für inländische Pensionsverpflichtungen
hat sich um 0,25 Prozentpunkte (Vorjahr: Erhöhung um 0,4 Prozentpunkte) und der Zinssatz
für ausländische Pensionen (Schweiz) um 0,26 Prozentpunkte erhöht (Vorjahr: Verringerung
um 0,1 Prozentpunkte).
Das Ergebnis der Währungsumrechnung resultiert im Wesentlichen aus der Umrechnung
der Abschlüsse einbezogener ausländischer Konzerngesellschaften. Die Veränderung der
Marktwerte derivativer Finanzinstrumente resultiert aus den bei der Holding zur Zinsabsicherung
abgeschlossenen Zinsswaps.
| in TEUR | Anhang | 30.6.2025 | 31.12.2024 |
| Geschäfts- und Firmenwert | [13] | 408.238 | 405.295 |
| Nutzungsrechte aus Leasing/Miete | [13] | 79.681 | 89.107 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | [13] | 167.249 | 167.348 |
| Sachanlagen | [13] | 345.254 | 341.047 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | [13] | 7.737 | 8.293 |
| Finanzanlagen | 5.626 | 8.828 | |
| At-Equity-bewertete Anteile | 408 | 408 | |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 2.153 | 2.630 | |
| Latente Steuern | 15.764 | 13.946 | |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.032.110 | 1.036.902 | |
| Vorräte | [14] | 430.504 | 410.533 |
| Forderungen | [15] | 214.328 | 185.245 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 21.593 | 19.329 | |
| Laufende Ertragsteuern | 15.730 | 9.669 | |
| Liquide Mittel | 111.200 | 145.151 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 793.355 | 769.927 | |
| BILANZSUMME | 1.825.465 | 1.806.829 |
| in TEUR | Anhang | 30.6.2025 | 31.12.2024 |
| Gezeichnetes Kapital | 69.928 | 69.928 | |
| Kapitalrücklage | 318.143 | 318.143 | |
| Übrige Rücklagen | 318.644 | 351.213 | |
| Eigene Anteile | -20.260 | -41.741 | |
| Eigenkapital der INDUS-Aktionäre | 686.455 | 697.543 | |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital | 2.749 | 2.455 | |
| Eigenkapital | 689.204 | 699.998 | |
| Pensionsrückstellungen | 25.463 | 27.754 | |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 760 | 854 | |
| Langfristige Finanzschulden | [16] | 565.421 | 540.628 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | [17] | 20.628 | 18.198 |
| Latente Steuern | 54.585 | 54.370 | |
| Langfristige Schulden | 666.857 | 641.804 | |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 38.279 | 42.428 | |
| Kurzfristige Finanzschulden | [16] | 180.868 | 145.965 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 81.163 | 74.874 | |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | [17] | 155.356 | 180.040 |
| Laufende Ertragsteuern | 13.738 | 21.720 | |
| Kurzfristige Schulden | 469.404 | 465.027 | |
| BILANZSUMME | 1.825.465 | 1.806.829 |
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklage | Sonstige Rücklagen | Eigene Anteile | Eigenkapital der INDUS-Aktionäre |
| STAND AM 1.1.2024 | 69.928 | 318.143 | 328.507 | 1.359 | 0 | 717.937 |
| Ergebnis nach Steuern | 31.643 | 31.643 | ||||
| Sonstiges Ergebnis | -432 | -432 | ||||
| Gesamtergebnis | 31.643 | -432 | 31.211 | |||
| Transaktionen von Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter | -267 | -267 | ||||
| Veränderung Konsolidierungskreis | ||||||
| Erwerb eigener Anteile | -25.370 | -25.370 | ||||
| Dividendenzahlungen | -30.955 | -30.955 | ||||
| STAND AM 30.6.2024 | 69.928 | 318.143 | 328.928 | 927 | -25.370 | 692.556 |
| STAND AM 1.1.2025 | 69.928 | 318.143 | 350.994 | 219 | -41.741 | 697.543 |
| Ergebnis nach Steuern | 28.097 | 28.097 | ||||
| Sonstiges Ergebnis | -6.249 | -6.249 | ||||
| Gesamtergebnis | 21.848 | 21.848 | ||||
| Erwerb eigener Anteile | -3.061 | -3.061 | ||||
| Einziehung eigener Anteile | -24.542 | 24.542 | ||||
| Dividendenzahlung | -29.875 | -29.875 | ||||
| STAND AM 30.6.2025 | 69.928 | 318.143 | 318.425 | 219 | -20.260 | 686.455 |
| in TEUR | Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | Eigenkapital des Konzerns |
| STAND AM 1.1.2024 | 1.724 | 719.661 |
| Ergebnis nach Steuern | 465 | 32.108 |
| Sonstiges Ergebnis | 14 | -418 |
| Gesamtergebnis | 479 | 31.690 |
| Transaktionen von Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter | 193 | -74 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | -6 | -6 |
| Erwerb eigener Anteile | -25.370 | |
| Dividendenzahlungen | -120 | -31.075 |
| STAND AM 30.6.2024 | 2.270 | 694.826 |
| STAND AM 1.1.2025 | 2.455 | 699.998 |
| Ergebnis nach Steuern | 488 | 28.585 |
| Sonstiges Ergebnis | -146 | -6.395 |
| Gesamtergebnis | 342 | 22.190 |
| Erwerb eigener Anteile | -3.061 | |
| Einziehung eigener Anteile | ||
| Dividendenzahlung | -48 | -29.923 |
| STAND AM 30.6.2025 | 2.749 | 689.204 |
Am 5. März 2025 hat der INDUS-Aufsichtsrat dem Beschluss des Vorstands zur Einziehung
von 1.095.559 Aktien ohne Anpassung des Grundkapitals zugestimmt. Das Grundkapital
ist nun eingeteilt in 25.800.000 Aktien.
Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zum 30. Juni 2025 umfassen im Wesentlichen
die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter an Tochtergesellschaften der ROLKO-Gruppe.
Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter, bei denen aufgrund wechselseitiger
Optionsvereinbarungen bereits zum Erwerbszeitpunkt der Übergang des wirtschaftlichen
Eigentums der betreffenden nicht beherrschten Anteile vorlag, werden unter den sonstigen
Verbindlichkeiten bilanziert.
| in TEUR | H1 2025 | H1 2024 |
| Ergebnis nach Steuern | 28.585 | 32.108 |
| Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte | 46.058 | 44.054 |
| Ertragsteuern | 3.231 | 18.404 |
| Finanzergebnis | 13.551 | 13.567 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge | -39 | -3.196 |
| Veränderungen der Rückstellungen | -5.575 | -1.338 |
| Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen sowie anderer Aktiva | -42.898 | -39.779 |
| Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten und anderer Passiva | -7.588 | 15.350 |
| Erhaltene/gezahlte Ertragsteuern | -22.190 | -27.319 |
| Erhaltene Dividenden | 0 | 1.460 |
| Operativer Cashflow | 13.135 | 53.311 |
| Gezahlte Zinsen | -9.613 | -11.681 |
| Erhaltene Zinsen | 574 | 2.303 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | 4.096 | 43.933 |
| Auszahlungen für Investitionen in | ||
| Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -22.241 | -17.400 |
| Finanzanlagen und at-Equity-bewertete Anteile | -174 | -253 |
| Anteile vollkonsolidierter Gesellschaften | -14.713 | -18.540 |
| Einzahlungen aus Abgängen von | ||
| sonstigen Anlagen | 1.373 | 5.547 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -35.755 | -30.646 |
| Auszahlungen zum Erwerb eigener Anteile | -3.061 | -25.370 |
| Auszahlungen Dividende | -29.875 | -30.955 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten | -16.356 | -5.126 |
| Auszahlungen für Transaktionen von Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter | 0 | -74 |
| Auszahlungen von Dividenden an nicht beherrschende Gesellschafter | -48 | -120 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten | 114.662 | 80 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten | -49.458 | -86.157 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -15.114 | -9.853 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 750 | -157.575 |
| Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel | -30.909 | -144.288 |
| Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel | -3.042 | 135 |
| Liquide Mittel am Anfang der Periode | 145.151 | 265.843 |
| Liquide Mittel am Ende der Periode | 111.200 | 121.690 |
Die INDUS Holding AG mit Sitz in Bergisch Gladbach, Deutschland, hat ihren verkürzten
Konzernzwischenabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar 2025 bis 30. Juni 2025 in
Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren
Auslegungen durch das International Financial Reporting Standards Interpretations
Committee (IFRS IC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.
Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Sofern nicht anders vermerkt, werden
alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben.
Dieser Zwischenabschluss wird in Übereinstimmung mit IAS 34 in verkürzter Form erstellt.
Der Zwischenbericht ist nicht testiert und wurde auch keiner prüferischen Durchsicht
unterzogen.
Über verpflichtend neu anzuwendende Standards wird gesondert im Bereich "Änderungen
von Rechnungslegungsvorschriften" berichtet. Ansonsten werden die gleichen Bilanzierungs-
und Bewertungsgrundsätze wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2024 angewendet,
die dort detailliert erläutert sind. Da der vorliegende Zwischenabschluss nicht den
vollen Informationsumfang des Jahresabschlusses aufweist, ist dieser Abschluss im
Kontext mit dem vorangegangenen Jahresabschluss zu betrachten.
Aus Sicht des Vorstands enthält der vorliegende Quartalsbericht alle üblichen, laufend
vorzunehmenden Anpassungen, die für eine angemessene Darstellung der Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage des Konzerns notwendig sind. Die in den ersten sechs Monaten erzielten
Ergebnisse lassen nicht notwendigerweise Vorhersagen über die Entwicklung des weiteren
Geschäftsverlaufs zu.
Die Erstellung des Konzernabschlusses ist beeinflusst von Ansatz- und Bewertungsmethoden
sowie Annahmen und Schätzungen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte,
Schulden und Eventualschulden sowie Aufwendungen und Erträge auswirken. Wenn Zukunftserwartungen
abzubilden sind, können die tatsächlichen Werte von den Schätzungen abweichen. Verändert
sich die ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die Bilanzierung der entsprechenden
Positionen erfolgswirksam angepasst.
Alle ab dem Geschäftsjahr 2025 verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsnormen
sind in dem vorliegenden Zwischenabschluss umgesetzt.
Es ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der INDUS Holding AG durch die Anwendung von neuen Standards.
Der Konsolidierungskreis hat sich im ersten Halbjahr wie folgt entwickelt:
| Inland | Ausland | Konzern | |
| Stand am 31. Dezember 2024 | 112 | 72 | 184 |
| Zugänge zum Konsolidierungskreis | 2 | 3 | 5 |
| Abgänge aus dem Konsolidierungskreis | -1 | -1 | -2 |
| Stand am 30. Juni 2025 | 113 | 74 | 187 |
Die Zugänge betreffen die Erwerbe von KETTLER, SUNBELT, ELECTRO TRADING und METFAB.
Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2025 hat die HAUFF-TECHNIK GmbH & Co. KG,
Hermaringen, sämtliche Anteile an der KETTLER GmbH, Dorsten, erworben. KETTLER ist
ein mittelständischer Hersteller von Komponenten und Einbaugarnituren für den Rohrleitungsbau.
Das Produktportfolio umfasst Einbaugarnituren sowie Betätigungsschlüssel für die Bedienung
von Armaturen und Hydranten sowohl im Ober- und Unterflurbereich als auch in Schächten.
Seit 31. März 2025 wird KETTLER vollkonsolidiert. KETTLER wird dem Segment Infrastructure
zugeordnet.
Der beizulegende Zeitwert der Gegenleistung für die neu erworbenen Anteile betrug
8.382 TEUR zum Erwerbszeitpunkt.
Der im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelte Geschäfts- und Firmenwert in Höhe
von 1.202 TEUR ist steuerlich nicht abzugsfähig. Der Geschäfts- und Firmenwert ist
die Residualgröße der gesamten Gegenleistung abzüglich des Werts der neu bewerteten
erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden und repräsentiert nicht bilanzierungsfähige
Ertragspotenziale der übernommenen Gesellschaft für die Zukunft sowie das Know-how
der Belegschaft.
In der vorläufigen Kaufpreisallokation wurden die erworbenen Vermögenswerte und Schulden
wie folgt ermittelt:
| Buchwerte im Zugangszeitpunkt | Neubewertung | Zugang Konzernbilanz | |
| Geschäfts- und Firmenwert | 0 | 1.202 | 1.202 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 18 | 5.445 | 5.463 |
| Sachanlagen | 138 | 0 | 138 |
| Finanzanlagen | 1 | 0 | 1 |
| Vorräte | 2.066 | 451 | 2.517 |
| Forderungen | 673 | 0 | 673 |
| Sonstige Aktiva* | 276 | 0 | 276 |
| Liquide Mittel | 912 | 0 | 912 |
| Summe Vermögenswerte | 4.084 | 7.098 | 11.182 |
| Sonstige Rückstellungen | 267 | 0 | 267 |
| Finanzschulden | 42 | 0 | 42 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 98 | 0 | 98 |
| Sonstige Passiva** | 655 | 1.738 | 2.393 |
| Summe Schulden | 1.062 | 1.738 | 2.800 |
*
Sonstige Aktiva: Sonstige langfristige Vermögenswerte, Sonstige kurzfristige Vermögenswerte,
Latente Steuern, Laufende Ertragsteuern
**
Sonstige Passiva: Sonstige langfristige Verbindlichkeiten, Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten,
Latente Steuern, Laufende Ertragsteuern
Die neu bewerteten immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen den Kundenstamm.
Für das erste Halbjahr 2025 trägt KETTLER einen Umsatz in Höhe von 2.557 TEUR und
ein operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von 116 TEUR bei.
Die ergebniswirksamen Aufwendungen aus der Erstkonsolidierung von KETTLER belasten
das operative Ergebnis (EBIT) in Höhe von 813 TEUR. Die Anschaffungsnebenkosten des
Erwerbs wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2025 hat der Bolzenschweißspezialist KÖCO,
ein Unternehmen der PEISELER-Gruppe, den profitablen Kern-Geschäftsbetrieb der HBS
Bolzenschweiss-Systeme GmbH & Co. KG (HBS) erworben. Am Unternehmenssitz in Dachau
entwickelt und produziert HBS Bolzenschweißgeräte und Schweißpistolen inklusive Steuerungen
und Leistungselektronik, außerdem Anlagen zum automatisierten Aufschweißen von Bolzen.
Auch das US-amerikanische HBS-Tochterunternehmen, SUNBELT Stud Welding Inc., wurde
Teil der INDUS-Gruppe. HBS wird dem Segment Engineering zugeordnet. Die Übernahme
der Vermögenswerte in die INDUS-Gruppe erfolgte zum 1. Januar 2025.
Der beizulegende Zeitwert der Gegenleistung für die neu erworbenen Anteile betrug
3.070 TEUR zum Erwerbszeitpunkt.
In den ersten sechs Monaten 2025 trägt HBS einen Umsatz in Höhe von 3.805 TEUR und
ein operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von 725 TEUR bei. Die Anschaffungsnebenkosten
des Erwerbs wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst
Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2025 hat die INDUS-Beteiligung HAUFF-TECHNIK
100 % der Anteile an der schwedischen ELECTRO TRADING ET AB übernommen. Als Importeur
und Distributor von Produkten rund um Stromnetze und -verteilung, erneuerbare Energien
sowie Bau und Infrastruktur erwirtschaftet ELECTRO TRADING einen jährlichen Umsatz
von rund 5 Mio. EUR. Unternehmenssitz ist in Bromma bei Stockholm, ein weiterer Standort
liegt in Kristianstad. Die Einbeziehung der ELECTRO TRADING in den Konzernabschluss
der INDUS erfolgt ab 31. März 2025. Die Gesellschaft wird dem Segment Infrastructure
zugerechnet.
Der beizulegende Zeitwert der Gegenleistung für die neu erworbenen Anteile betrug
4.177 TEUR zum Erwerbszeitpunkt.
Zum ersten Halbjahr trägt ELECTRO TRADING einen Umsatz in Höhe von 1.272 TEUR und
ein operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von 76 TEUR bei.
Die ergebniswirksamen Aufwendungen aus der Erstkonsolidierung von ELECTRO TRADING
belasten das operative Ergebnis (EBIT) in Höhe von 270 TEUR. Die Anschaffungsnebenkosten
des Erwerbs wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die INDUS-Beteiligung M.BRAUN hat die METFAB Engineering, Inc., ein Spezialist für
Präzisionsmetallfertigung und -bearbeitung mit Sitz in Attleboro Falls, Massachusetts/USA,
erworben. METFAB ist auf maßgeschneiderte Edelstahllösungen spezialisiert und bietet
eine umfassende Palette an Dienstleistungen, darunter Schweißen, spanende Bearbeitung,
Wasserstrahl- und Laserschneiden, Laminieren, Lackieren und Montage. Ab Juni 2025
wird das Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen.
Der beizulegende Zeitwert der Gegenleistung für die neu erworbenen Anteile betrug
3.378 TEUR zum Erwerbszeitpunkt.
Für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres trägt METFAB einen Umsatz in Höhe
von 236 TEUR und ein operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von -52 TEUR bei.
Die ergebniswirksamen Aufwendungen aus der Erstkonsolidierung von METFAB belasten
das operative Ergebnis (EBIT) in Höhe von -17 TEUR. Die Anschaffungsnebenkosten des
Erwerbs wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die Umsatzerlöse in Höhe von 836.612 TEUR (Vorjahr: 839.097 TEUR) betreffen mit 79.391
TEUR (Vorjahr: 76.946 TEUR) Umsatzerlöse nach der zeitraumbezogenen Methode und in
Höhe von 757.221 TEUR (Vorjahr: 762.151 TEUR) Umsatzerlöse nach der zeitpunktbezogenen
Methode.
| in TEUR | H1 2025 | H1 2024 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren | -315.638 | -326.434 |
| Bezogene Leistungen | -49.968 | -47.681 |
| Summe | -365.606 | -374.115 |
| in TEUR | H1 2025 | H1 2024 |
| Löhne und Gehälter | -231.825 | -225.878 |
| Soziale Abgaben | -43.353 | -40.562 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | -2.051 | -1.991 |
| Summe | -277.229 | -268.431 |
Die Abschreibungen beinhalten planmäßige Abschreibungen, Abschreibungen aufgrund von
Kaufpreisallokationen (PPA-Abschreibungen) und Wertminderungen.
| in TEUR | H1 2025 | H1 2024 |
| Planmäßige Abschreibungen | -35.404 | -34.234 |
| PPA-Abschreibungen | -10.654 | -9.820 |
| Wertminderungen | 0 | 0 |
| Summe | -46.058 | -44.054 |
| in TEUR | H1 2025 | H1 2024 |
| Vertriebsaufwendungen | -46.202 | -45.710 |
| Betriebsaufwendungen | -28.970 | -30.557 |
| Verwaltungsaufwendungen | -32.247 | -29.308 |
| Übrige Aufwendungen | -10.206 | -4.952 |
| Summe | -117.625 | -110.527 |
| in TEUR | H1 2025 | H1 2024 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 570 | 1.793 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -11.460 | -10.683 |
| Zinsergebnis | -10.890 | -8.890 |
| Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen | 0 | -122 |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | -2.671 | -4.606 |
| Erträge aus Finanzanlagen | 10 | 51 |
| Übriges Finanzergebnis | -2.661 | -4.555 |
| Summe | -13.551 | -13.567 |
Die Position "Anteile nicht beherrschender Gesellschafter" beinhaltet die Ergebnisauswirkung
aus der Folgebewertung der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten (Call-/ Put-Optionen)
in Höhe von -1.577 TEUR (Vorjahr: -2.425 TEUR) sowie die Nachsteuerergebnisse, die
Konzernfremden aus Anteilen an Personengesellschaften sowie Kapitalgesellschaften
mit Call-/Put-Optionen zustehen.
Der Ertragsteueraufwand wird im Zwischenabschluss auf Basis der Prämissen der jeweils
aktuellen Steuerplanung errechnet.
Bisher steuerlich nicht berücksichtigte Verluste aus früheren Jahren im Zusammenhang
mit dem in Insolvenzverwaltung befindlichen Automobil-Serienzulieferer S.M.A. Metalltechnik
GmbH & Co. KG konnten aufgrund der im ersten Quartal 2025 erfolgten Übernahme der
Vermögenswerte durch einen Finanzinvestor nunmehr steuerlich geltend gemacht werden.
Hierdurch wurden zu erwartende Steuergutschriften in Höhe von 8.362 TEUR erfolgswirksam
erfasst.
| in TEUR | H1 2025 | H1 2024 |
| Ergebnis der INDUS-Aktionäre | 28.097 | 31.643 |
| Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Tsd. Stück) | 24.916 | 26.231 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | 1,13 | 1,21 |
| in TEUR | 30.6.2025 | 31.12.2024 |
| Geschäfts- und Firmenwert | 408.238 | 405.295 |
| Nutzungsrechte aus Leasing/ Miete | 79.681 | 89.107 |
| Aktivierte Entwicklungskosten | 12.420 | 11.860 |
| Kundenstamm | 111.187 | 109.057 |
| Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte | 43.642 | 46.431 |
| Summe Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 167.249 | 167.348 |
| Grundstücke und Gebäude | 203.200 | 191.862 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 65.188 | 69.390 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 63.195 | 62.453 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 13.671 | 17.342 |
| Sachanlagen | 345.254 | 341.047 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 7.737 | 8.293 |
| in TEUR | 30.6.2025 | 31.12.2024 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 163.762 | 154.587 |
| In Arbeit befindliche Erzeugnisse | 101.725 | 92.586 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 142.636 | 148.390 |
| Geleistete Anzahlungen | 22.381 | 14.970 |
| Summe | 430.504 | 410.533 |
| in TEUR | 30.6.2025 | 31.12.2024 |
| Forderungen an Kunden | 197.460 | 175.900 |
| Vertragsforderungen | 16.868 | 9.277 |
| Forderungen an assoziierte Unternehmen | 0 | 68 |
| Summe | 214.328 | 185.245 |
Eine Aufgliederung der Geschäfts- und Firmenwerte nach Segmenten ist der Segmentberichterstattung
zu entnehmen. Der planmäßige jährliche Wertminderungstest wird bei INDUS jeweils auf
den 30. September durchgeführt.
| in TEUR | 30.6.2025 | Kurzfristig | Langfristig | 31.12.2024 | Kurzfristig | Langfristig |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 350.096 | 127.477 | 222.619 | 279.326 | 84.193 | 195.133 |
| Verbindlichkeiten aus Leasing | 83.193 | 19.391 | 63.802 | 92.123 | 25.628 | 66.495 |
| Schuldscheindarlehen | 313.000 | 34.000 | 279.000 | 315.144 | 36.144 | 279.000 |
| Summe | 746.289 | 180.868 | 565.421 | 686.593 | 145.965 | 540.628 |
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten mit 43.187 TEUR (31. Dezember 2024: 57.860
TEUR) bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert, soweit
die nicht beherrschenden Gesellschafter durch Kündigung des Gesellschaftsvertrags
oder aufgrund von Optionsvereinbarungen ihre Anteile INDUS andienen können.
| Engineering | Infrastructure | Materials Solutions | Summe Segmente | Sonstige/ Überleitung | Konzernabschluss | |
| H1 2025 | ||||||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 259.745 | 292.097 | 284.379 | 836.221 | 391 | 836.612 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 502 | 8 | 138 | 648 | -648 | 0 |
| Umsatzerlöse | 260.247 | 292.105 | 284.517 | 836.869 | -257 | 836.612 |
| EBITDA | 26.700 | 37.792 | 35.775 | 100.267 | -8.842 | 91.425 |
| Abschreibungen | -17.207 | -14.581 | -13.707 | -45.495 | -563 | -46.058 |
| davon planmäßige Abschreibungen | -10.849 | -11.280 | -12.712 | -34.841 | -563 | -35.404 |
| davon PPA-Abschreibungen* | -6.358 | -3.301 | -995 | -10.654 | 0 | -10.654 |
| davon Wertminderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Segmentergebnis (Adjusted EBITA**) | 15.851 | 26.512 | 23.063 | 65.426 | -9.405 | 56.021 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 9.493 | 23.211 | 22.068 | 54.772 | -9.405 | 45.367 |
| Ergebnis aus Equity-Bewertung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Investitionen | 13.080 | 19.093 | 4.761 | 36.934 | 20 | 36.954 |
| davon Unternehmenserwerbe | 5.454 | 9.259 | 0 | 14.713 | 0 | 14.713 |
| 30.6.2025 | ||||||
| Geschäfts- und Firmenwert | 195.825 | 128.990 | 83.423 | 408.238 | 0 | 408.238 |
| Engineering | Infrastructure | Materials Solutions | Summe Segmente | Sonstige/ Überleitung | Konzernabschluss | |
| H1 2024 | ||||||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 266.104 | 276.791 | 295.780 | 838.675 | 422 | 839.097 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 985 | 40 | 132 | 1.157 | -1.157 | 0 |
| Umsatzerlöse | 267.089 | 276.831 | 295.912 | 839.832 | -735 | 839.097 |
| EBITDA | 30.062 | 43.027 | 41.777 | 114.866 | -6.733 | 108.133 |
| Abschreibungen | -16.209 | -13.359 | -13.922 | -43.490 | -564 | -44.054 |
| davon planmäßige Abschreibungen | -10.464 | -10.433 | -12.773 | -33.670 | -564 | -34.234 |
| davon PPA-Abschreibungen* | -5.745 | -2.926 | -1.149 | -9.820 | 0 | -9.820 |
| davon Wertminderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Segmentergebnis (Adjusted EBITA**) | 19.598 | 32.594 | 29.004 | 81.196 | -7.297 | 73.899 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 13.853 | 29.668 | 27.855 | 71.376 | -7.297 | 64.079 |
| Ergebnis aus Equity-Bewertung | 0 | -104 | -18 | -122 | 0 | -122 |
| Investitionen | 18.527 | 11.159 | 6.214 | 35.900 | 40 | 35.940 |
| davon Unternehmenserwerbe | 13.140 | 5.400 | 0 | 18.540 | 0 | 18.540 |
| 31.12.2024 | ||||||
| Geschäfts- und Firmenwert | 194.913 | 126.823 | 83.559 | 405.295 | 0 | 405.295 |
*
Der Begriff PPA-Abschreibungen beinhaltet Abschreibungen auf Vermögenswerte aus Kaufpreisallokationen.
**
Der Begriff EBITA (adjusted) beinhaltet das operative Ergebnis (EBIT) zuzüglich PPA-Abschreibungen
und Wertminderungen.
| Engineering | Infrastructure | Materials Solutions | Summe Segmente | Sonstige/ Überleitung | Konzernabschluss | |
| Q2 2025 | ||||||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 136.546 | 155.680 | 141.868 | 434.094 | 163 | 434.257 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 283 | 8 | 61 | 352 | -352 | 0 |
| Umsatzerlöse | 136.829 | 155.688 | 141.929 | 434.446 | -189 | 434.257 |
| EBITDA | 14.876 | 22.178 | 16.731 | 53.785 | -4.828 | 48.957 |
| Abschreibungen | -8.564 | -7.414 | -6.887 | -22.865 | -282 | -23.147 |
| davon planmäßige Abschreibungen | -5.381 | -5.667 | -6.429 | -17.477 | -282 | -17.759 |
| davon PPA-Abschreibungen* | -3.183 | -1.747 | -458 | -5.388 | 0 | -5.388 |
| davon Wertminderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Segmentergebnis (Adjusted EBITA**) | 9.495 | 16.511 | 10.302 | 36.308 | -5.110 | 31.198 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 6.312 | 14.764 | 9.844 | 30.920 | -5.110 | 25.810 |
| Ergebnis aus Equity-Bewertung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Investitionen | 7.766 | 5.157 | 3.116 | 16.039 | 14 | 16.053 |
| davon Unternehmenserwerbe | 3.504 | 0 | 0 | 3.504 | 0 | 3.504 |
| Engineering | Infrastructure | Materials Solutions | Summe Segmente | Sonstige/ Überleitung | Konzernabschluss | |
| Q2 2024 | ||||||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 136.736 | 144.852 | 147.195 | 428.783 | 204 | 428.987 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 559 | 10 | 83 | 652 | -652 | 0 |
| Umsatzerlöse | 137.295 | 144.862 | 147.278 | 429.435 | -448 | 428.987 |
| EBITDA | 14.705 | 25.151 | 22.992 | 62.848 | -3.231 | 59.617 |
| Abschreibungen | -8.185 | -6.839 | -6.982 | -22.006 | -281 | -22.287 |
| davon planmäßige Abschreibungen | -5.293 | -5.307 | -6.408 | -17.008 | -281 | -17.289 |
| davon PPA-Abschreibungen* | -2.892 | -1.532 | -574 | -4.998 | 0 | -4.998 |
| davon Wertminderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Segmentergebnis (Adjusted EBITA**) | 9.412 | 19.844 | 16.584 | 45.840 | -3.512 | 42.328 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 6.520 | 18.312 | 16.010 | 40.842 | -3.512 | 37.330 |
| Ergebnis aus Equity-Bewertung | 0 | 0 | -8 | -8 | 0 | -8 |
| Investitionen | 15.551 | 3.967 | 3.982 | 23.500 | 17 | 23.517 |
| davon Unternehmenserwerbe | 12.480 | 0 | 0 | 12.480 | 0 | 12.480 |
*
Der Begriff PPA-Abschreibungen beinhaltet Abschreibungen auf Vermögenswerte aus Kaufpreisallokationen.
**
Der Begriff EBITA (adjusted) beinhaltet das operative Ergebnis (EBIT) zuzüglich PPA-Abschreibungen
und Wertminderungen.
Die folgende Tabelle leitet die Summe der operativen Ergebnisse der Segmentberichterstattung
über zum Ergebnis vor Steuern der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung:
| H12025 | H1 2024 | Q2 2025 | Q2 2024 | |
| Segmentergebnis (adjusted EBITA) | 65.426 | 81.196 | 36.308 | 45.840 |
| Nicht zugeordnete Bereiche inkl. AG | -9.405 | -7.297 | -5.110 | -3.512 |
| PPA-Abschreibungen | -10.654 | -9.820 | -5.388 | -4.998 |
| Finanzergebnis | -13.551 | -13.567 | -6.721 | -4.577 |
| Ergebnis vor Steuern | 31.816 | 50.512 | 19.089 | 32.753 |
Die Gliederung der Segmente leitet sich aus dem aktuellen Stand der internen Berichterstattung
ab und entspricht der Wachstumsstrategie EMPOWERING MITTELSTAND. Die Segmentstruktur
wird entsprechend den Technologieschwerpunkten in die Segmente Engineering, Infrastructure
und Materials Solutions untergliedert.
Die Überleitungen enthalten die Werte der Holding, der nicht operativen Einheiten
ohne Segmentzuordnung sowie die Konsolidierungen.
Die zentrale Steuerungsgröße der Segmente ist seit 2025 das adjusted EBITA, entsprechend
der Definition im Konzernabschluss. Die Segmentinformationen werden in Übereinstimmung
mit den Ausweis- und Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses
angewandt wurden, ermittelt. Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten beruhen
auf Marktpreisen, soweit diese verlässlich bestimmbar sind, und werden im Übrigen
auf Basis der Kostenzuschlagsmethode ermittelt.
Die Regionalisierung des Umsatzes bezieht sich auf die Absatzmärkte.
Die langfristigen Vermögenswerte, abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente,
beziehen sich auf den Sitz der Gesellschaften. Eine weitere Differenzierung ist ebenfalls
nicht sinnvoll, da sich die Sitze der Gesellschaften überwiegend in Deutschland befinden.
Aufgrund der Diversifikationspolitik von INDUS existieren weder einzelne Produkt-
oder Dienstleistungsgruppen noch einzelne Kunden, die einen Anteil von mehr als 10
% am Umsatz erreichen.
| in TEUR | Konzern | Inland | EU | Drittland |
| 1. Halbjahr 2025 | ||||
| umsatzerlöse mit externen Dritten | 836.612 | 393.746 | 168.850 | 274.016 |
| 30.6.2025 | ||||
| Langfristige Vermögenswerte abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente | 1.008.567 | 875.371 | 41.221 | 91.975 |
| 1. Halbjahr 2024 | ||||
| umsatzerlöse mit externen Dritten | 839.097 | 411.431 | 174.587 | 253.079 |
| 31.12.2024 | ||||
| Langfristige Vermögenswerte abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente | 1.011.498 | 882.604 | 37.465 | 91.429 |
Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte der Finanzinstrumente dar. Der beizulegende
Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall
zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts
eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde.
| Bilanzansatz | Nicht im Anwendungsbereich des IFRS 9 | Finanz-instrumente IFRS 9 | Davon zum beizulegenden Zeitwert bewertet | Davon zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | |
| 30.6.2025 | |||||
| Finanzanlagen | 5.626 | 0 | 5.626 | 924 | 4.702 |
| Liquide Mittel | 111.200 | 0 | 111.200 | 0 | 111.200 |
| Forderungen | 214.328 | 16.868 | 197.460 | 0 | 197.460 |
| Sonstige Vermögenswerte | 23.746 | 12.845 | 10.901 | 0 | 10.901 |
| Finanzinstrumente: Aktiva | 354.900 | 29.713 | 325.187 | 924 | 324.263 |
| Finanzschulden | 746.289 | 83.193 | 663.096 | 0 | 663.096 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 81.163 | 0 | 81.163 | 0 | 81.163 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 175.984 | 88.625 | 87.359 | 44.855 | 42.504 |
| Finanzinstrumente: Passiva | 1.003.436 | 171.818 | 831.618 | 44.855 | 786.763 |
| 31.12.2024 | |||||
| Finanzanlagen | 8.828 | 0 | 8.828 | 912 | 7.916 |
| Liquide Mittel | 145.151 | 0 | 145.151 | 0 | 145.151 |
| Forderungen | 185.245 | 9.277 | 175.968 | 0 | 175.968 |
| Sonstige Vermögenswerte | 21.959 | 8.793 | 13.166 | 431 | 12.735 |
| Finanzinstrumente: Aktiva | 361.183 | 18.070 | 343.113 | 1.343 | 341.770 |
| Finanzschulden | 686.593 | 92.123 | 594.470 | 0 | 594.470 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 74.874 | 0 | 74.874 | 0 | 74.874 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 198.238 | 84.621 | 113.617 | 59.195 | 54.422 |
| Finanzinstrumente: Passiva | 959.705 | 176.744 | 782.961 | 59.195 | 723.766 |
| 30.6.2025 | 31.12.2024 | |
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 0 | 431 |
| Finanzielle Vermögenswerte zu Anschaffungskosten bewertet | 324.263 | 341.770 |
| Finanzielle Vermögenswerte, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 924 | 912 |
| Finanzinstrumente: Aktiva | 325.187 | 343.113 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 43.186 | 57.859 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu Anschaffungskosten bewertet | 786.763 | 723.766 |
| Derivate mit Sicherungsbeziehung, Hedge Accounting | 1.669 | 1.336 |
| Finanzinstrumente: Passiva | 831.618 | 782.961 |
Zwischen dem 30. Juni 2025 und der Veröffentlichung dieses Berichts am 12. August
2025 sind keine Ereignisse eingetreten, die eine wesentliche Änderung der im vorliegenden
Quartalsfinanzbericht dargestellten Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage erfordern.
Der Vorstand der INDUS Holding AG hat den vorliegenden IFRS-Zwischenabschluss am 11.
August 2025 zur Veröffentlichung freigegeben.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind.
Bergisch Gladbach, den 11. August 2025
INDUS Holding AG
Der Vorstand
| Dr. Johannes Schmidt | Rudolf Weichert | Gudrun Degenhart |
| Dr. Jörn Großmann | Axel Meyer |
Nina Wolf
Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 (0)2204/40 00-73
E-Mail: presse@indus.de
Dafne Sanac
Investor Relations
Telefon: +49 (0)2204/40 00-32
E-Mail: investor.relations@indus.de
Kölner Straße 32
51429 Bergisch Gladbach
Postfach 10 03 53
51403 Bergisch Gladbach
Telefon: +49(0)2204/40 00-0
Telefax: +49 (0)2204/40 00-20
E-Mail: indus@indus.de
www.indus.eu
| Datum | Event |
| 12. November 2025 | Veröffentlichung Zwischenbericht Q3/9M 2025 |
Wir verfolgen generell einen diskriminierungsfreien Ansatz und wollen deshalb eine
geschlechtsneutrale Sprache verwenden. Jedoch nutzen wir weiterhin das generische
Maskulinum für nicht individuell benannte Gruppen, zum Beispiel "Lieferanten" oder
"Stakeholder". Auch zusammengesetzte Begriffe wie "Mitarbeiterzufriedenheit" weisen
nur das generische Maskulinum auf.
INDUS-Finanztermine und Corporate Events vormerken:
www.indus.eu/de/investoren/finanzpublikationen
Dr.-Ing. Johannes Schmidt
12. August 2025
INDUS Holding AG,
Bergisch Gladbach
Berichtsmanufaktur GmbH,
Hamburg
Dieser Zwischenbericht ist auch in englischer Sprache erhältlich. Im Zweifelsfall
ist die deutsche Version maßgeblich.
Dieser Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen
und Schätzungen des Vorstands der INDUS Holding AG beruhen. Auch wenn der Vorstand
der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, unterliegen
sie gewissen Risiken und Unsicherheiten. Die künftigen tatsächlichen Ergebnisse können
aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich von diesen Annahmen und Schätzungen abweichen.
Zu diesen Faktoren gehören unter anderem Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen
Lage, der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, der Wechselkurse und
Zinssätze sowie der Gesetzeslage. Die INDUS Holding AG übernimmt keinerlei Gewährleistung
und Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse
mit den in diesem Geschäftsbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen.
Die in diesem Bericht getroffenen Annahmen und Schätzungen werden nicht aktualisiert.
www.indus.eu