![]() Action Press Holding AGBonnKonzernabschluss 2011Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2011 Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2011Friedrich-Wilhelm-Straße 18 53113 Bonn Tel. +49 (0)228/33 60 72 39 Fax +49 (0)228/31 00 71 www.actionpressholdingag.de info@actionpressholdingag.de Sitz der Gesellschaft: 53113 Bonn Vorstand der Gesellschaft: Dipl.-Soz. Menno Smid Vorsitzender des Aufsichtsrats: Dr. Klaus Hahn Amtsgericht Bonn HRB 17379 USt.-Ident.-Nr. DE 155601174 St.Nr. 10357101218 ISIN: DE0006097108 WKN: 609710 Notiert: Geregelter Markt (General Standard) in Frankfurt am Main Geschäfts- und RahmenbedingungenDarstellung des Konzerns, der Geschäftstätigkeit und der Rahmenbedingungen als Ausgangspunkt für die Analyse des Geschäftsverlaufs und der wirtschaftlichen Lage. Der Action Press Holding Konzern besteht aus der Muttergesellschaft Action Press Holding AG sowie folgenden Tochtergesellschaften: scroll
Die Action Press Holding AG als Konzernmuttergesellschaft ist ausschließlich als Management- und Finanzholding des Action Press Holding Konzerns tätig und erzielt keine Umsatzerlöse. Die Aktien der Action Press Holding AG sind im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Gesteuert wird der Konzern durch den Gesamtvorstand der Action Press Holding AG. Der Konzern ist mit seinen Tochtergesellschaften im Segment Markt- und Sozialforschung sowie im Segment der Fotopresseagenturen tätig. Die Tochtergesellschaften erzielen ihren Umsatz im Wesentlichen im Inland, und zwar an den Standorten Bonn und Hamburg. Im unmittelbaren Wettbewerb sind im Wesentlichen nur kleine und mittelgroße Unternehmen positioniert. Während im Bereich Fotopresseagentur Pressefotos lediglich an andere Medien weitervermittelt werden, werden im Segment Markt- und Sozialforschung auftragsbezogene Leistungen erbracht. Im Letzteren Segment ist der Konzern mit dem infas-Institut, Bonn, aktiv. Die Tochtergesellschaft infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH ist ein privates und unabhängiges Forschungsinstitut, das Forschungs- und Beratungsleistungen für Unternehmen aller Branchen, für die Wissenschaft, die Verwaltung auf Bundes- und Länderebene und EU sowie die Politik allgemein erbringt. Die wichtigsten Forschungsbereiche sind:
Das Geschäftsfeld Foto wird von der action press gmbh & co. kg, Hamburg, bedient. action press zählt zu den etabliertesten Pressebildagenturen Europas. Über 90 Prozent ihres Umsatzes generiert action press mit klassischen Printmedien, den großen Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen Deutschlands. Der Name action press ist sowohl im nationalen als auch im internationalen Agenturgeschäft ein Begriff bzw. ein Markenname, mit dem man qualitativ hochwertige Medienprodukte, besonders aus dem Bereich "Yellow" und "Celebrity" verbindet. Im Jahr 2011 hat sich -sehr zum Erstaunen selbst der Fachwelt -die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland in ihrer positiven Entwicklung verstetigt. Das heißt, die 2010 nicht direkt vorhersehbare, sich überraschend schnell und deutlich entwickelnde Erholung in Deutschland wurde fortgesetzt. Gleichwohl konnte erst im zweiten Jahr der wirtschaftlichen Erholung, also im Jahr 2011, das Vorkrisen-Niveau des Jahres 2008 erreicht und überschritten werden (s. Tabelle). Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt1scroll
Das umrissene Wachstum der Gesamtwirtschaft bildete die Grundlage für die Erholung der Aussichten in der Marktforschungsbranche, deren Entwicklung sich allerdings nicht ganz so stürmisch und geradlinig entwickelte. Vor diesem Hintergrund war die Geschäftsentwicklung bei der Action Press Holding AG im Jahr 2011 von Gegensätzen geprägt. Während sich das infas Institut sehr gut behaupten konnte, waren bei action press weitere Rückgänge beim Umsatz zu verzeichnen. ErtragslageDer Konzernumsatz ist im Geschäftsjahr 2011 von 17,8 Mio. € im Vorjahr auf 22,4 Mio. € und damit um 25,8 % gestiegen. Der Umsatzrückgang im Geschäftsfeld Foto von 5,2 Mio. € um 0,3 Mio. € auf 4,9 Mio. € konnte durch den höheren Umsatz von 17,6 Mio. € (Vorjahr 12,7 Mio. €) im Geschäftsfeld Markt- und Sozialforschung mehr als kompensiert werden. Der Materialaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr bedingt durch die Umsatzsteigerung von 8,2 Mio. € auf 11,7 Mio. € erhöht. Gemessen an den Umsätzen ist der Anteil an Material- und Fremdkosten von 46,1 % im Vorjahr auf 52,2 % im Geschäftsjahr gestiegen, was auch mit einem höheren Zukauf von Fremdleistungen bei der infas zu erklären ist. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Geschäftsjahr 2011 mit 535 T€ gegenüber dem Vorjahrwert von 240 T€ mehr als verdoppelt und enthalten mit T€ 469 einen Ertrag aus einem im Geschäftsjahr 2011 gewonnenen Rechtsstreit. Die Zahl der Mitarbeiter im Konzern betrug zum Stichtag 31. Dezember 2011 132 (Vorjahr: 131). Die Personalaufwendungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr von 5,9 Mio. € um 5,1% auf 6,2 Mio. €. Die Abschreibungen liegen im Geschäftsjahr 2011 mit 248 T€ (Vorjahr: 243 T€) auf dem Niveau des Vorjahres. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Konzerns betragen 2,9 Mio. und liegen etwas über dem Vorjahrswert 2,4 Mio. €. Im Geschäftsjahr 2011 haben sich die Zinserträge von 29 T€ im Vorjahr aufgrund von Zinsansprüchen i.H.v. T€ 207 aus o.g. Rechtsstreit auf 288 T€ erhöht und ergibt bei Zinsaufwendungen von 118 T€ (Vorjahr: 121 T€) sowie Abschreibungen auf Wertpapiere von 22 T€ (Vorjahr: 6 T€) ein positives Finanzergebnis von + 148 T€ (Vorjahr: - 98 T€). Das Ergebnis vor Steuern stieg sich im Vergleich zum Vorjahr von 1.150 T€ um 74,3% auf 2.004 T€. Der operative Cashflow liegt mit - 1,1 Mio. € deutlich unter dem Vorjahreswert (5,7 Mio. €). Die Investitionen in das Anlagevermögen betrugen 0,4 Mio. € (Vorjahr 0,3 Mio. €) und sind in beiden Geschäftsfeldern im Wesentlichen für Investitionen in Software, EDV-Geräte und EDV-Ausstattung angefallen. Das Ergebnis nach Steuern und vor Ergebnisanteilen Dritter beläuft sich auf einen Betrag in Höhe von 1.438 T€ (Vorjahr: 742 T€). Der Konzernjahresüberschuss von 1.217 T€, der sich gegenüber dem Konzernjahresüberschuss des Vorjahres von 589 T€ mehr als verdoppelte, verkürzte den Konzernbilanzverlust aus dem Vorjahr von - 3,2 Mio. € auf - 1,9 Mio. €. Der operative Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit ist im Geschäftsjahr mit - 1.053 T€ (Vorjahreszeitraum: + 5.724 T€) negativ. Finanz- und VermögenslageDas langfristige Vermögen beträgt zum 31.12.2011 8,4 Mio. € und hat sich gegenüber dem Vorjahreswert von 8,2 Mio. € kaum verändert. Die Investitionen in das Anlagevermögen entfallen im Wesentlichen auf Software, EDV-Geräte und EDV-Ausstattung. Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich im Vergleich zum 31.12.2010 von 13,2 Mio. € auf 12,8 Mio. € etwas reduziert. Die liquiden Mittel veränderten sich dabei stichtagsbezogen von 11.212 T€ zum 31.12.2010 auf 9.779 T€ zum 31.12.2011. Das Eigenkapital erhöhte sich von 6.962 T€ im Vorjahr um rd. 18,5 % auf 8.247 T€. Bei etwas reduzierter Bilanzsumme von 21,3 Mio. € zum 31.12.2010 auf 21,2 Mio. € zum 31.12.2011 verbessert sich die Eigenkapitalquote im Konzern auf 38,9 % (Vorjahr: 32,6 %). Die langfristigen Schulden liegen mit 2,5 Mio. € nur etwas über dem Wert des Vorjahres von 2,4 Mio. €. Die kurzfristige Verschuldung sank von 12,0 Mio. € zum 31.12.2010 auf 10,5 Mio. € insbesondere durch die um 1,2 Mio. € niedrigeren Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung. Die Konzern-Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag 21.180.923,88 € (Vorjahr: 21.344.129,65 €). Die Fähigkeit des Konzerns, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, war zu jedem Zeitpunkt gegeben. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht)Die Action Press Holding AG ist als Finanzholding diversen qualitativen und quantitativen Risiken ausgesetzt. Qualitative Risiken stellen in erster Linie Absatz- und Beschaffungsrisiken dar. Die branchenspezifischen Rahmenbedingungen, denen die Konzerngesellschaften ausgesetzt sind, haben sich in den vergangenen Jahren zunehmend verschärft. Verstärkt wird dieser Effekt durch den zunehmenden Verdrängungswettbewerb. Zu den quantitativen Risiken zählen interne Risiken hinsichtlich der Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung. Die Action Press Holding AG ist zur Deckung der betrieblichen und sonstigen Aufwendungen auf den Empfang von Zahlungen und Gewinnausschüttungen ihrer operativen Tochtergesellschaften angewiesen. Eine Vielzahl von Faktoren kann dazu führen, dass sich die tatsächlich eintretenden Ereignisse wesentlich von der prognostizierten Lage unterscheiden und geringere als die erwarteten Auszahlungen von den operativen Tochtergesellschaften vereinnahmt werden. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, findet ein ausgewogenes Risiko-Management-System (RMS) Anwendung. Kernbestandteil dieses Systems ist ein Frühwarnsystem, für das sowohl strategische als auch operative Risiken definiert sind. Für diese werden kontinuierlich Kennziffern generiert, die wiederum Bestandteil eines internen Monitoringsystems sind mit dem regelmäßig und systematisch eine Risikoidentifikation stattfindet. Zur Sicherstellung einer effizienten und effektiven Risikokontrolle sind in dem RMS die Kommunikationsstrukturen klar definiert. Das bestehende Risikomanagement-System wurde aufgrund der Neuerungen durch das BilMoG im Dezember 2009 dokumentarisch erweitert und ergänzt. Die wesentlichen internen und externen Risikofelder aus der operativen Aktivität, dem Finanz- und Rechnungswesen sowie IT wurden einer Analyse unter Festlegung von Parametern unterzogen, die Handlungsweisen definieren und / oder die sofortige Berichtspflicht an den Vorstand bedingen. Hierdurch werden potentielle Risiken eruiert, bewertet sowie laufend überprüft. Alle Konzerngesellschaften berichten regelmäßig anhand der definierten Kennziffern. Zur Steuerung und Überwachung der Planzahlen und Ziele ist somit ein systematisches Erfassungs- und Kontrollsystem etabliert. Quartalsabschlüsse werden für alle Gesellschaften erstellt und die realisierten Zahlen den Planzahlen gegenübergestellt. Durch eine regelmäßige, enge Kommunikation der Geschäftsleitung mit dem Rechnungswesen und den Steuerberatern wird ein zeitnaher und sachgerechter Informationsstand sichergestellt. Gleichzeitig werden jedoch auch die Chancen analysiert, welche sich durch Trends in Markt und Wettbewerb ergeben. Aufgrund der Größenordnung der Action Press Holding AG und ihrer Tochtergesellschaften wird der Buchhaltungsprozess durch professionelle Steuerberatungsgesellschaften extern in einem Dienstleistungs- und Prüfungsverhältnis geführt bzw. auch intern geführt unter externer Begleitung. Damit soll auch sichergestellt werden, dass der Rechnungslegungsprozess in der Bearbeitungskette und auf allen Ebenen intern wie auch extern stets allen gesetzlichen Vorschriften und Anforderungen entspricht und etwaige Risiken entweder vermieden oder frühzeitig erkannt werden können. Die Buchführungsdaten werden von der DATEV-Organisation sowie über eine Datenverarbeitungsanlage vom System HMD verarbeitet und ausgewertet. Die Ordnungsmäßigkeit des DATEV-Buchführungsprogramms wurde durch produktunabhängige Systemprüfung bestätigt. Der Kontenplan, der der Buchhaltung zugrunde liegt, entspricht den betrieblichen Anforderungen und bildet die Geschäftsvorfälle entsprechend der gesetzlichen Vorschriften ab. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess umfasst im Wesentlichen eine Funktionstrennung sowie Zugriffsbeschränkungen hinsichtlich des intern ausgeführten Zahlungssystems. Die externen Dienstleistungsgesellschaften sind im Rahmen ihrer Tätigkeit aufgefordert, alle Transaktionen ebenfalls auf gesetzliche Vorschriften und Anforderungen zu prüfen und Verstöße dagegen sowie Unregelmäßigkeiten, welcher Art auch immer, sofort dem Vorstand der Gesellschaft anzuzeigen. Dies gilt im Besonderen im Abgleich der Zahlungsströme, die aus den Transaktionen resultieren. Kapitalstruktur - Übernahmerelevante InformationenDurch das Übernahmerichtlinie-Umsetzungsgesetz besteht für börsennotierte Unternehmen nach §§ 289 und 315 HGB die Pflicht, Angaben zur Kapitalzusammensetzung, Aktionärsrechten und deren Beschränkungen, Beteiligungsverhältnissen und zu den Organen der Gesellschaft zu machen, welche übernahmerelevante Informationen darstellen. Das Grundkapital der Action Press Holding AG beträgt 9.000.000,00 €. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Die namenlosen Stückaktien unterliegen keinerlei Übertragungsbeschränkungen. Soweit dem Vorstand der Gesellschaft bekannt, bestehen keinerlei Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung der Aktien betreffen. Darüber hinaus sind dem Vorstand keine Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern bekannt, welche Beschränkungen in Stimmrechten und Übertragung von Aktien beinhalten. Die Action Press Holding AG hat die Inhaber von Aktien mit keinerlei Sonderrechten ausgestattet und hat auch keine Aktien begeben, die Sonderrechte oder Kontrollbefugnisse verleihen. An der Gesellschaft ist die Effecten-Spiegel AG mit knapp über 30 % und die Investmentgesellschaft für langfristige Investoren TGV mit über 20 % zum Bilanzstichtag gemäß § 315 (4) Nr. 3 HGB direkt oder indirekt beteiligt. Gemäß §§ 5 und 6 der Satzung der Action Press Holding AG besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder und bestimmt ihre Zahl. Im Geschäftsjahr 2011 bestand der Vorstand aus einer Person. Ist nur ein Vorstandsmitglied bestellt, so ist es einzeln zur Vertretung der Gesellschaft befugt. Der Aufsichtsrat hat dem Vorstand Einzelvertretungsmacht und die Befugnis erteilt, gleichzeitig Rechtsgeschäfte für die Gesellschaft und als Vertreter Dritter abzuschließen. Der Vorstand ist ebenso von den Beschränkungen des § 181 BGB in den Grenzen des § 112 AktG befreit. Für die Änderung der Satzung gelten die gesetzlichen Vorschriften (§§ 133, 179 AktG). Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen -so genannte Change of Control Klauseln - und Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebotes mit Mitgliedern des Vorstandes oder Arbeitnehmern, bestehen nicht. VergütungsberichtGemäß § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB ist die Action Press Holding AG dazu verpflichtet, im Lagebericht die Grundzüge des Vergütungssystems der Gesellschaft für die im Anhang genannten Gesamtbezüge darzustellen. Ein Vergütungssystem, wie es der Deutsche Corporate Governance Kodex vorsieht, besteht nicht. Aufsichtsrat und Vorstand beziehen feste Bezüge, die im Anhang beziffert werden. Die im Anhang angegebenen variablen Bezüge des Vorstands beziehen sich auf die erfolgsabhängige Vergütung als Geschäftsführer bei der Tochtergesellschaft infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH. Wirtschaftlicher Ausblick für die nächsten zwei Jahre (Prognosebericht)Geschäftsfeld Markt- und SozialforschungAnalyse abgelaufenes GeschäftsjahrIn der Branche der Markt- und Sozialforschung ist das Jahr 2011 eher wechselhaft verlaufen. Fast die Hälfte der Institute konnte zum Teil deutliche Umsatzsteigerungen erzielen, während jeweils etwas mehr als ein Viertel der Unternehmen stagnierende bzw. rückläufige Umsätze verzeichnen musste. Aufgrund von Angaben der Institute über ihre Entwicklung kann geschlossen werden, dass ein Zuwachs von 4,4 Prozent in der Branche erreicht werden konnte2 . Dies deutet allerdings auf ein eher verhaltenes Wachstum hin, weil damit die Verluste der beiden vorangegangenen Jahre nicht voll kompensiert werden konnten. Generell schreitet der Konzentrationsprozess in der Marktforschungsbranche weiter fort. Nach der Verschmelzung von TNS und Research International und deren Integration in den WPP-Konzern im letzten Jahr folgt jetzt die Zusammenführung von Ipsos und Synovate. Auch in diesem Jahr blieb die Branche nicht von Insolvenzen verschont. infas gehört im Jahr 2011 zur fast der Hälfte aller Institute, für die eine positive Umsatzentwicklung feststellbar ist. Allerdings gibt es kaum Institute, die dabei in relativen Zahlen auf eine so hohe Steigerung bei Umsatz und Ertrag verweisen können. Immerhin ist mit diesen Steigerungen infas in die Gruppe der Top Ten Institute vorgestoßen, wenngleich dabei zu berücksichtigen ist, dass in der Branche der Markt- und Sozialforschung in den letzten Jahren ein heftiger Konzentrationsprozess stattgefunden hat. Die 50 umsatzstärksten Marktforschungsinstitute haben den deutschen Markt fest im Griff: Im Jahr 2011 haben sie gemeinsam 2,176 Mrd. Euro und damit 94,6 Prozent des deutschen Branchenumsatzes erwirtschaftet (2011: 93,4 Prozent). Noch deutlicher wird der Konzentrationsprozess beim Blick auf die Top Five unter den deutschen Instituten, die 2011 bereits 75,0 Prozent des Branchenumsatzes auf sich vereint haben. Die Top Ten setzen 85,1 Prozent des gesamten Umsatzes der Branche um. Das Jahr 2011 hat -nach dem bereits erfolgreichen Jahr 2010 -für infas einen überaus erfreulichen Verlauf genommen. Einerseits erreichte die Gesamtleistung mit einer Steigerung von überdurchschnittlichen 36,7 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr 17,6 Mio. Euro. Damit ist einen neuer Rekordwert erreicht und wie bereits angesprochen der Sprung in die Liga der Top Ten-Institute in Deutschland erreicht worden. Erfreulich ist es andererseits, dass die Gewinnsituation signifikant noch weiter verbessert wurde und das beste bisher erreichte Ergebnis berichtet werden kann. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit umfasst nunmehr 2,18 Mio. Euro (Vorjahr 1,51 Mio. Euro) und erreicht relativ zum Ergebnis gesehen, 12,2 Prozent der Gesamtleistung (Vorjahr: 11,8 Prozent), was auch branchenweit als ein Spitzenergebnis einzuschätzen ist. Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass damit eine Gewinnsteigerung von 42,5 Prozent erreicht werden konnte. Die einzelnen Bereiche des Instituts entwickelten sich im Geschäftsjahr 2011 wie folgt: Bereich Sozialforschung:Das Portfolio dieses Bereichs umfasst die Durchführung von empirischen Projekten mit extrem komplexen methodischen Designs zur empirischen Analyse wesentlicher sozialer Fragestellungen der Gesellschaft. Der umsatzstärkste Bereich von infas, Sozialforschung, setzte auch in diesem Jahr seine Geschäftsentwicklung erfolgreich fort. Der Sektor steigerte seinen Umsatz von 7,3 Mio. Euro um 63,4 Prozent auf 11,7 Mio. Euro. Der erreichte Umsatz umfasste somit 66,6 Prozent des Gesamtumsatzes von infas. Grund für diese enorme Steigerung liegt in der Abwicklung zweier größerer Projekte mit längerer Perspektive, die relativ zeitgleich in die Erhebungsphase eintraten. Damit unterstreicht dieser Bereich seine führende, die Struktur des Instituts auch bestimmende Funktion. Bereich Markt- und Verkehrsforschung:Das Portfolio dieses Bereichs umfasst die Durchführung von empirischen ad hoc Projekten für spezialisierte Marktforschungsfragestellungen der Industrie, von Verkehrsunternehmen und Dienstleistungsunternehmen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöhten sich die Umsätze im Sektor Markt- und Verkehrsforschung um 20 Prozent auf 3,7 Mio. Euro (Vorjahr: 3,0 Mio. Euro). Diese Steigerung ist erfreulich, liegt sie doch auch im oberen Bereich der von anderen Instituten der Marktforschung erreichten Steigerungsraten in dem sehr kompetitiven Bereich der Marktforschung für Unternehmen, der sehr preissensibel ist. Hier haben die Institute mit dem Fokus auf eher klassische Marktforschungsmethoden mit der methodisch zwar eher problematischen, aber gleichfalls billigen Online-Forschung zu kämpfen. Ein Teil der Industriekunden haben in Folge der Krise Projekte auslaufen lassen bzw. keine neuen beauftragt und dafür eher auf die klassische Marktforschungsmethoden, insbesondere die billigere Online-Forschung, zurückgriffen. Offensichtlich bleiben einige Kunden aus Gründen des Preises bei dieser eher methodisch nicht immer optimalen Lösung. Hier sind zudem die bereits angesprochenen Top Five der Marktforschungsunternehmen gut positioniert, die allesamt international aufgestellt und sehr umsatzstark sind und die ihre Leistung zumeist preiswerter anbieten (können) als infas. Bereich Gesundheitsforschung:In diesem Bereich sind mehrere Großprojekte angesiedelt, die sich mit der empirischen Evaluation von Desease-Management-Programmen verschiedener Krankheitsbilder beschäftigen. Der im Jahr 2011 in diesem Bereich realisierte Umsatz lag mit 2,2 Mio. Euro um 4 Prozent geringer als der Vorjahreswert von 2,3 Mio. Euro. Hierzu ist allerdings einschränkend allerdings festzustellen, dass dieser Rückgang in erster Instanz auf die Logik der Abarbeitung der genannten DMP-Projekte zurückzuführen ist und daher nur eingeschränkt einen Hinweis auf eine spezifische Marktentwicklung gibt. Mit dem seit Jahren kontinuierlich steigenden Umsatz einerseits und der damit verbundenen Einsicht andererseits, den größten Teil der gesamten Prozesskette der angebotenen Dienstleistung selber leisten zu müssen, weil der Markt dies für infas in der erwarteten Komplexität definitiv nicht erbringen kann, ging ein Ausbau der personellen Ressourcen im Institut einher. Mit 82 Beschäftigten zum Geschäftsjahresende wurde ein neuer Höchststand der Beschäftigung erreicht (Vorjahr: 74 Mitarbeiter). Stichtagsbezogen und abrechnungsbedingt haben sich die unfertigen Leistungen von 8,6 Mio. € zum 31.12.2010 auf 17,4 Mio. € zum 31.12.2011 verändert. Die diesen unfertigen Leistungen gegenüberstehenden Kundenanzahlungen veränderten sich von 17,2 Mio. € zum 31.12.2010 auf 24,7 Mio. € zum 31.12.2011. Die liquiden Mittel betragen zum Bilanzstichtag 8,9 Mio. € (Vorjahr: 10,5 Mio. €). Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und RisikenDas ifo- Institut in München beschäftigt sich regelmäßig, empirisch gestützt, mit den Perspektiven der Entwicklung der deutschen Wirtschaft und berücksichtigt dabei weithin auch einzelne Branchen. In den Daten, die an die an der Erhebung teilnehmenden Unternehmen3 verteilt wird, ergibt sich, dass das ifo-Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft4 an die positive Entwicklung des vergangenen Jahres anknüpft. Die Unternehmen waren mit ihrer momentanen Situation genauso zufrieden wie im Dezember. Ihre Geschäftsaussichten für das nächste halbe Jahr bewerteten sie günstiger als im vergangenen Monat. Und im Hinblick auf das Dienstleistungsgewerbe kann festgestellt werden, dass der ifo-Geschäftsklimaindikator für das Dienstleistungsgewerbe5 auch im Februar 2011 den neunten Monat in Folge gestiegen ist. Die befragten Dienstleister berichteten von einer unverändert guten Geschäftssituation. Sie verzeichneten höhere Umsätze als im vergleichbaren Vorjahresmonat und rechneten mit einem weiteren Zuwachs in der nächsten Zeit. Im Gegensatz zu manchen Befürchtungen und Prognosen ist also derzeit "Zuversicht" die Hauptstimmung der Wirtschaft und auch im Dienstleistungsgewerbe. infas verfügt hinsichtlich ihrer Portfolios von Kunden, Märkten und Methodenkompetenzen durchaus über eine hohe Diversifikation. Das absolute Krisenjahr 2009 konnte daher gut überstanden werden. Selbst bei schlechteren makroökonomischen Entwicklungen würde für das Institut kein akutes wesentliches Risiko bestehen, weil der Spezialisierungsgrad recht hoch ist und infas nicht weltweit aufgestellt ist. Umso geringer sind die Risiken, wenn die Rahmenbedingungen positiv einzuschätzen sind. Allerdings muss angesichts der Erfahrungen in der Krise berücksichtigt werden, dass eine etwaige ungünstige konjunkturelle Entwicklung direkt auf die Marktforschungsbranche durchschlägt. Das ist neu und war in vorherigen Krisen nicht der Fall. Für infas trifft das nicht zu, wohl auch, weil infas zu den wenigen Instituten gehört, die als Full-Service-Dienstleister mit seinem hohen methodischen Niveau gut aufgestellt sind, insbesondere für empirisch komplexe Fragestellungen, die in der Krise nicht einfach als gelöst unterstellt werden können, sondern sich möglicherweise in ihr sogar verschärfen. Dies gilt auch und gerade für den Bereich Sozialforschung. Die großen ungelösten Fragen der Gesellschaft, wie Arbeitsmarkt, Bildung, Alter und Gesundheit generieren einen Forschungsbedarf, der auch unter den ungünstigsten Konstellationen der öffentlichen Haushalte abzudecken sein wird. Hier wird insbesondere empirisch relevanter Wissensbedarf entstehen. Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass mittlerweile in Deutschland höchstens zwei Institute den hohen methodischen Anforderungen bei der Generierung von wissenschaftlich begründetem, relevantem empirischem Wissen genügen. Ein Institut davon ist infas.
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Infas ist auch in der Stichprobe enthalten
und nimmt regelmäßig an der Befragung teil Geschäftsfeld FotoAnalyse abgelaufenes GeschäftsjahrDer Zeitschriften- und Zeitungsmarkt blieb auch im Jahr 2011 unter Druck. Im zweiten Jahr in Folge fielen die Einnahmen aus dem Vertrieb der Zeitungen und Zeitschriften in Deutschland höher aus als die Einnahmen aus Anzeigen und Werbung. Die alte Faustregel, wonach zwei Drittel der Umsätze aus der Werbung und ein Drittel aus dem Verkauf der Tagespresse stammen, gilt zwar bereits seit der ersten großen Wirtschafts- und Werbekrise des Jahrzehnts (2001 bis 2003) nicht mehr, doch die Umkehrung der Verhältnisse signalisiert deutlich die strukturellen Veränderungen innerhalb der Branche. Der deutsche Zeitungsmarkt ist der größte Europas. Die fortschreitende Digitalisierung stellt die Branche jedoch vor neue Herausforderungen. Die deutschen Zeitungen und Zeitschriften haben in den vergangenen zehn Jahren regelmäßig durchschnittlich eineinhalb bis zwei Prozent ihrer bezahlten gedruckten Auflage eingebüßt. Dieser Trend setzte sich wiederum im vergangenen Jahr fort. Die Situation im kommerziellen Bildergeschäft, einem reinen Onlinemarkt, präsentiert sich nunmehr als harter Verdrängungskampf unter weltweit agierenden Bildagenturen. Seit dem Aufkommen des Internets Mitte der 90er Jahre und den damit einhergehenden technologischen Entwicklungen und Möglichkeiten hat sich das Bildgeschäft, d.h. der Verkauf und die Distribution von Bildern, von Grund auf verändert. Folgende Faktoren waren dabei ausschlaggebend:
Um sich bei sinkenden Werbebudgets, Sparmaßnahmen bei den Medien und allgemein schlechter Wirtschaftslage zu behaupten, ist ungleich schwieriger geworden, als dies noch in den Zeiten der analogen Archive und Bildagenturen war. Ab 2008 hatte der Bildermarkt nicht nur von innen heraus mit Tatsachen wie übersättigten Märkte oder Abnahmen des Faktors "Faszination" zu kämpfen. Die Wirtschaftskrise entwickelte sich mehr und mehr zur Medienkrise. Diese Krise traf ab Mitte 2009 mit voller Wucht die Verlage, Werbe- und Bilderbranche. In der Presse war von Entlassungswellen von Redakteuren, dem Einbruch des Werbemarktes und der Insolvenz von weltweit renommierten Bildagenturen wie z.B. Gamma zu lesen. Auch wenn so manche Bezeichnungen zu drastisch sein mögen, ist es doch mittlerweile feste Gewissheit geworden, dass der Goldrausch am Bildermarkt vorbei ist. Die Verlage haben mit großem Nachdruck begonnen, die Content-Anbieter, also die Bild- und Nachrichtenagenturen mit radikalen Preissenkungsforderungen unter Druck zu setzten. Generell kann man festhalten, ist der Preis pro Bild um ca. 25% in den vergangenen drei Jahren gesunken. Großverlage wie Springer und Gruner & Jahr verkleinerten ihren Pool von zuliefernden Bildagenturen radikal und arbeiten nunmehr in der Hauptsache mit von ihnen ausgewählten "Preferred Partners". action press hat sich im Berichtsjahr trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage bei den wichtigsten Verlagen als Zulieferer behaupten können, dies jedoch nur, weil die stark veränderten und ungünstigeren Honorarangebote der Konzerne akzeptiert wurden. Hierzu gab es keine andere Alternative, sonst hätten noch größere Umsatzeinbußen riskiert werden müssen. Der Gesamtumsatz im Jahr 2011 belief sich auf 4,85 Mio. Euro nach 5,15 Mio. Euro in 2010. Dies ist ein erneuter Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum und war weder geplant noch erwartet worden. Wir befinden uns in einer Zeit, in der einfach programmierte Agenturen am Markt offenbar keinen Erfolg haben können. Neben dem traditionellen Bildangebot ist es von größter Wichtigkeit, unsere Produktpalette stringent zu erweitern, um auch Kundensegmente zu erreichen, die plötzlich einen schnell wachsenden Bedarf an kommerziellen und redaktionellen Bildern bzw. Videos entwickeln. Dementsprechend ist es wichtig zu erkennen, dass eine neue Phase des Bildermarktes begonnen hat. Zu Beginn des Jahres wurden vor dem geschilderten Hintergrund intensive Maßnahmen ergriffen, die redaktionelle Angebotspalette den veränderten Ansprüchen des Marktes anzupassen und zu erweitern. Hierbei wurden Kürzungen im Budget der Nachrichten-Berichterstattung (Bundestag, Kabinett, politische Auslandsreisen, etc.) vorgenommen. Die somit erzielten Einsparungen wurden dann für die gesteigerten Produktionsaktivitäten im high-end Portraitshooting, dem Corporate bzw. Sponsoring-Bereich und der Auftragsfotografie verwendet. Hierbei ist besonders zu erwähnen, dass der zu Jahresbeginn neu gestaltete Geschäftsbereich "Business Development" mit durchaus ansprechenden Erfolgen aufwarten kann. Da es diesen Bereich noch nie bei action press gab und somit dieser Geschäftszweig komplett neu aufgebaut werden musste, ist es dem Business Development Manager in nur einem Jahr gelungen, eine nicht unerhebliche Anzahl Großunternehmen als potentielle Geschäftspartner zu akquirieren. Ob nun Telekommunikationsunternehmen "Branded Action" Fotografie von Spielen eines Bundesligavereins wünscht, oder ein erdölförderndes Unternehmen Bilder seiner Produktionsstätten in einem arabischen Staat benötigt, action press ist nun in der Lage derartige Kundenanfragen weltweit bedienen zu können. Besonders diese neugestaltete Abteilung in unserem Hause erzielt bereits Umsätze in Marktsegmenten, die die Firma in der Vergangenheit nicht berücksichtigt hat. Weitere Maßnahmen waren die komplette Erneuerung der action press Webseite. Dies ist nicht nur eine umfangreiche gestalterische Aufgabe gewesen, sondern eine komplette Neuentwicklung im IT-Bereich. action press startete mit der neuen Webseite ins Jahr 2011. Parallel hierzu wurden alle wichtigen Partneragenturen in Amerika, England, Frankreich, Italien und Spanien besucht. In diesem Zusammenhang wurde die Liste unserer nationalen und internationalen Lieferanten neugestaltet und wir haben uns von unproduktiven Partnern und Fotografen getrennt, diese aber durch neue Zulieferer ersetzt. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und RisikenDie Frage, ob die deutschen Verlage sich in konjunkturellen oder strukturellen Schwierigkeiten befinden, ist längst beantwortet. Die angedeuteten Tendenzen werden sich verschärft durchsetzen. Vor diesem Hintergrund ist es ein notwendiger Bestandteil einer jeglichen Strategie in diesem Markt, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen. Dies wird sich bei der action press KG wie folgt darstellen. Neuorganisation der RedaktionDie neue Personal- und Arbeitsstruktur hat zu mehr Marktnähe geführt. Inhaltlich wird jetzt ressortübergreifend im Drei-Schichten-System gearbeitet. Während die Bilder vormals bis zu acht Arbeitsstationen durchliefen, bevor sie zum Kunden gelangten, sind es jetzt maximal zwei Stationen. Die neuen Organisationsstrukturen haben natürlich auch ein inhaltliches Ziel. Die Einsetzung eines Chefredakteurs und einer Stellvertreterin führen zu klaren redaktionellen Vorgaben, die mit der neuen Vertriebsstrategie verknüpft sind. Die klassischen Printkunden werden gezielt mit den Produktionen versorgt, die die besten Verkaufsmöglichkeiten bieten. Das ist ein Lern- und Umbruchprozess, der im laufenden Jahr abgeschlossen sein wird. Seit Mitte des vergangenen Jahres verstärkt eine erfahrene Produzentin von exklusiven Foto- und Personality-Shootings unser Redaktionsteam. Die Produzentin ist wohlbekannt in der nationalen- und internationalen Celebrity-Szene und hat außergewöhnlich guten Zugang zu Film- und Fernsehstars, Produzenten, PR-Manager und Fernsehstationen. In Kürze wird action press über zwei ausgewiesene Entertainment Journalisten in los Angeles verfügen können, die es action press ermöglichen, eine noch intensivere Berichterstattung aus dem Zentrum des Entertainment, den Studios in Hollywood, zu generieren. Die Marke action press wird somit dann auch vor Ort etabliert. Für das Geschäftsjahr 2012 ist diesbezüglich auch geplant, eine Kooperation mit einer in den USA ansässigen und gut eingeführten Entertainment Bildagentur einzugehen. Die hierbei entstehenden Synergien könnten dazu genutzt werden, um gezielt redaktionelle Themen vor Ort zu erarbeiten, Auftragsarbeiten für Luxusmarkenhersteller Fotografenvermittlung für unsere Kunden zu realisieren. KundenDie action press generiert ihren Umsatz überwiegend im Bereich der "unterhaltenden Frauenzeitungen", Hochglanz Publikationen und TV Zeitschriften. Die vorrangigen Themen sind Entertainment, Celebrities, Stars und Sternchen, Adel und Human Touch Geschichten. Diese Publikationen haben einen sehr hohen Anteil an Bildern und relativ wenig Text. Umsatzmäßig folgen Tages- und Wochenzeitungen und die Themen Sport, Politik und Wirtschaft an zweiter Stelle. Bis auf einige Boulevardblätter ist hier das Verhältnis von Bild und Text eher umgekehrt. An dritter Stelle stehen Unterhaltungsmagazine im Fernsehen. Die Bereiche Werbeagenturen, Buchverlage, Firmen, Verbände, Vereine und öffentlich-rechtliche Institutionen finden bislang kaum statt. Ziel ist es, in den angestammten Geschäftsfeldern, in denen action press zu den Marktführern zählt, die Position zu festigen und in den bislang vernachlässigten Bereichen neue Kunden zu gewinnen. Neue Geschäftsfelder, die sich den Verlegern, Fernsehstationen und Werbeagenturen bieten, sind zum Beispiel Applikationen für den rasant anwachsenden Tablet-PC Markt. Während im vergangenen Jahr mit dem iPad nur ein derartiges Produkt im Handel erhältlich war, wurden auf der gerade beendeten CEBIT Messe in Hannover mehr als 46 ähnliche PC-basierte Konkurrenz-Produkte anderer Hersteller der Öffentlichkeit vorgestellt. Diesen stark wachsenden neuen Medienmarkt werden wir nachhaltig und kontinuierlich mit unseren Produkten bedienen. Dies beinhaltet neben dem traditionellen Bildmaterial mehr und mehr auch die bei uns vorhandenen Videoproduktionen. PartnerDie im letzten Jahr begonnenen Bemühungen, das Angebot von action press zu vergrößern und zu verbessern, werden in 2011 weiter fortgesetzt. Neben der Eigenproduktion von Themen in Deutschland ist dabei insbesondere der Ausbau des Netzes von internationalen Lieferanten von attraktivem Bildmaterial von Bedeutung. So wurden in diesem Jahr Partnerverträge mit einer chinesischen Agentur geschlossen, in Israel, den USA und Frankreich konnten neue Bildlieferanten gewonnen werden. Diese Entwicklung wird konsequent weiter fortgesetzt. Eine zweite Möglichkeit der Zusammenarbeit zwischen dieser internationalen Agentur und action press bietet sich im Corporate und Assignment-Bereich an. In diesem Falle würde action press in der Lage sein, auf das gesamte, weltweite Fotografennetzwerk der Agentur zuzugreifen und die Fotografen für nationale und internationale Auftragsarbeiten zu nutzen. VertriebUm diese ehrgeizigen Ziele umzusetzen, wird der Vertrieb von action press verstärkt. Seit dem 1. März 2012 haben wir einen neuen Vertriebsleiter eingestellt, dessen Aufgabe es ist, die gegenwärtigen Umsätze deutlich zu steigern. Zum ersten Mal in der Geschichte der action press haben wir einen ausgewiesenen Verkaufsprofi in unseren Reihen, der auf eine langjährige Berufserfahrung bei den großen Medienfirmen zurückblicken kann. Erstmalig wurde einem Mitarbeiter dementsprechend ein auf Provisionsbasis beruhender, umsatzabhängiger Vertrag angeboten. Dem Vertriebsleiter obliegt zudem die Neustrukturierung unserer Verkaufsabteilung. Ein Business Development Manager entwickelt neue Geschäftsfelder. Zusätzlich werden den bereits aktiven Vertriebsmitarbeitern neue Kundensegmente zugewiesen, um auch in diesem Bereich die größtmögliche Effizienz zu erzielen. Kurzfristig jedoch muss es für action press die Bestrebung sein, das bisher bestehende Vertriebssystem auf ein sehr viel mehr Zielgerichtetes umzustellen. Umsatzorientierte Verträge für das Verkaufspersonal sind in der Branche akzeptiert und gewährleisten einen besonderen, zusätzlichen Einsatz der Angestellten, um ausgegebene Umsatzziele zu erreichen. TechnikDie Live-Schaltung der neuen action press Webseite Anfang Januar 2011, ermöglicht potentiellen Kunden einen tiefgreifenden Einblick in unser Produktionsportfolio. Das neue und moderne Erscheinungsbild sowie die vereinfachte Handhabung der Seite haben bereits nach wenigen Wochen die Anzahl der Seitenaufrufe deutlich gesteigert. Die action press Webseite wird spätestens im 2.Quartal dieses Jahres eine erneute technische Verbesserung erfahren, wenn die Umstellung auf das e-commerce-taugliche Backstage System erfolgt ist. Dies hat den Vorteil, dass wir zu unserer täglichen Fotoproduktionen auch eine größere Anzahl von Video-Clips den Kunden zugänglich machen können. Zusätzlich werden neue Kollektionen wie action press plus auf der Webseite erscheinen, womit bestimmten Kundensegmenten dieses Exklusivmaterial angeboten wird. Die Effizienz der Webseite wird durch die Verbesserungen stark erhöht werden und action press erhält diesbezüglich auch eine neue Vertriebsplattform, die in dieser Art bisher nicht vorhanden war. Die geplanten technischen Verbesserungen werden es action press auch ermöglichen, interessierten Corporate- Kunden eine neue, zusätzliche Vertriebsplattform für deren eigene Produktionen zu bieten. Mit der Einstellung eines Webdesigners wollen wir garantieren, dass die action press Webseite interaktiv wird und eine konstante Aktualisierung erfährt. Der Aufgabenbereich des Webdesigners umfasst zusätzlich ein verstärktes Engagement unserer Seite in öffentlichen Foren sowie sozialen Netzwerken. Erklärung zur UnternehmensführungDie nach § 289 a HGB vorgeschriebene Erklärung zur Unternehmensführung ist auf der Internetseite der Action Press Holding AG: "www.actionpressholdingag.de" öffentlich zugänglich. Beziehungen zu verbundenen UnternehmenFür das Geschäftsjahr 2011 hat der Vorstand der Action Press Holding Aktiengesellschaft einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG erstellt und dort abschließend folgendes erklärt: "Nach den Umständen, die uns jeweils im Zeitpunkt der Vornahme obiger Rechtsgeschäfte bekannt gewesen sind, hat unsere Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Nachteile sind für unsere Gesellschaft durch diese Rechtsgeschäfte nicht entstanden. Berichtspflichtige Maßnahmen sind im Geschäftsjahr 2011 weder getroffen noch unterlassen worden".
Bonn, 10. April 2011 Action Press Holding Aktiengesellschaft Der Vorstand Anlage 1Konzernbilanz zum 31. Dezember 2011Aktiva scroll
Anlage 2Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Periode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011scroll
Anlage 3Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
Der Finanzmittelfonds beinhaltet nur die liquiden Mittel und stimmt mit der entsprechenden Bilanzposition überein. Anlage 4Konzern-EigenkapitalveränderungsrechnungGeschäftsjahr 2011scroll
Geschäftsjahr 2010scroll
Konzernanhang zum 31. Dezember 20111 Allgemeine ErläuterungenDie Action Press Holding AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Bonn (HRB 17379) eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist 53113 Bonn, Friedrich-Wilhelm-Straße 18. Die Action Press Holding Aktiengesellschaft ist Mutterunternehmen eines Konzerns. Sie hält zum Bilanzstichtag direkt Beteiligungen an drei Unternehmen, die auf den Gebieten der Meinungs-, Markt- und Sozialforschung und der digitalen Bildverarbeitung tätig sind. Der Konzernabschluss der Action Press Holding Aktiengesellschaft wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Diese umfassen alle geltenden Standards und Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) bzw. des International Reporting Interpretations Committee (IFRIC). Der Konzernabschluss berücksichtigt alle bis zum 31. Dezember 2011 verabschiedeten und verpflichtend anzuwendenden Bestimmungen der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind und die ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Das Geschäftsjahr der Action Press Holding AG und ihrer Tochterunternehmen ist das Kalenderjahr. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nichts anderes vermerkt, sind alle Beträge in Tausend Euro (T€) angegeben. Nach § 315 a HGB i.V.m. Art. 4 der EU-IAS-Verordnung haben kapitalmarktorientierte berichtspflichtige Mutterunternehmen ihren gemäß § 290 HGB aufzustellenden Konzernabschluss nach den Regelungen der IFRS zu erstellen. Die IFRS-Konzernrechnungslegungspflicht gemäß § 315 a HGB setzt eine kapitalmarktorientierte Gesellschaft und damit den Handel im regulierten Markt voraus. Die Action Press Holding AG stellt verpflichtend einen Konzernabschluss nach IFRS auf, da die Aktien der Action Press Holding AG am regulierten Markt gehandelt werden. 2 KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss werden die Action Press Holding AG und sämtliche Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die Action Press Holding AG mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, die Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen, um aus der Tätigkeit dieser Unternehmen Nutzen zu ziehen (Tochterunternehmen). Die Konsolidierung erfolgt ab dem Zeitpunkt, an dem die Action Press Holding AG die Möglichkeit der Beherrschung hat. Endet diese Möglichkeit, scheiden die entsprechenden Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis aus. Der Konsolidierungskreis umfasst folgende inländische Tochtergesellschaften: scroll
Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich im Geschäftsjahr keine Veränderungen des Konsolidierungskreises. 3 Allgemeine KonsolidierungsgrundsätzeGegenstand des Konzernabschlusses ist die Action Press Holding AG und deren verbundene Unternehmen. Alle Tochterunternehmen, die unter der rechtlichen oder/und faktischen Kontrolle der Action Press Holding AG stehen, sind in den Konzernabschluss einbezogen. Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem Fair Value der hingegebenen Vermögenswerte, ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt zuzüglich den dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren Fair Values im Transaktionszeitpunkt bewertet, unabhängig von dem Umfang der Anteile ohne beherrschenden Einfluss. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum Fair Value bewerteten erworbenen Nettovermögen wird als Goodwill angesetzt. Der Zeitpunkt, auf den die Erstkonsolidierung abgestellt ist, ist grundsätzlich der Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile (Stichtag der Erstkonsolidierung). Die Auswirkungen konzerninterner Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet, Zwischengewinne und -verluste werden eliminiert. Konzerninterne Erträge werden mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Auf temporäre Unterschiede aus der Konsolidierung werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen. Zwischen den einbezogenen Unternehmen liegen jedoch keine Lieferungen oder Leistungen vor, die eliminierungspflichtige Zwischengewinne enthalten. 4 Ermessensspielräume und SchätzungenDie Aufstellung der in den IFRS-Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse erfordert teilweise Annahmen und Schätzungen, welche die betragsmäßige Höhe der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten und -forderungen, die Erträge und Aufwendungen der Berichtsperiode sowie die sonstigen Angaben im Konzernabschluss beeinflussen können. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind in Tz 5 erläutert. Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen betreffen die folgenden Fälle. Zur Bewertung von Pensionsverpflichtungen bedient sich die Action Press Holding Aktiengesellschaft statistischer bzw. versicherungsmathematischer Berechnungen, um Auswirkungen künftiger Entwicklungen auf die Aufwendungen und Verpflichtungen aus diesen Plänen abzuschätzen. Diese Berechnungen beruhen auf Annahmen über den Abzinsungssatz und über die Gehalts- und Rentensteigerungsraten. Diese Annahmen beruhen auf den am Bilanzstichtag herrschenden Verhältnissen und Einschätzungen bzw. auf den dann geltenden Marktbedingungen. Unternehmenserwerbe erfordern Schätzungen hinsichtlich des Fair Value der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. In Übereinstimmung mit IAS 36 werden Geschäfts- und Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen mindestens einmal jährlich auf Werthaltigkeit getestet. Geschäfts- und Firmenwerte werden für Zwecke des Werthaltigkeitstests im Erwerbszeitpunkt zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet. Zur Beurteilung der Werthaltigkeit wird der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus Nettoveräußerungspreis und dem Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die Gruppe ermittelt den erzielbaren Betrag als Nutzungswert und damit als Barwert der zukünftigen Cash-Flows der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die zukünftigen Cash-Flows stammen aus der Planrechnung des Konzerns. Insbesondere die Prognosen zukünftiger Cash-Flow sind vor dem Hintergrund der vorangegangenen Finanz- und Wirtschaftskrise sowie dem anschließenden dynamischen Wirtschaftsaufschwung mit zusätzlichen Unsicherheiten behaftet. Die Berechnung des Barwerts der geschätzten zukünftigen Cash-Flows beruht auf Annahmen über Bestandsentwicklungen, zukünftigen Umsatzvolumina und Aufwendungen. Der Cash-Flow-Schätzung liegen Detailplanungszeiträume von 3-5 Jahren zu Grunde. Für den Zeitraum danach wurde von konstanten Cash-Flow ausgegangen. Die ermittelten Cash-Flow wurden mit gewichteten marktadäquaten Kapitalkostensätzen von 8,25 Prozent vor Steuern (Vj. 8,75 Prozent vor Steuern) abgezinst. Weitere Erläuterungen über getroffene Annahmen und Schätzungen erfolgen bei den Angaben zu den einzelnen Abschlusspositionen. Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Beurteilungen am Bilanzstichtag. Bei der Einschätzung der künftigen Geschäftsentwicklung wurde außerdem das zu diesem Zeitpunkt als realistisch unterstellte wirtschaftliche Umfeld in den Branchen und Regionen, in denen der Konzern tätig ist, berücksichtigt. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses ist nicht von einer wesentlichen Änderung der zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen auszugehen. 5 Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeErworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden als Vermögenswert erfasst und mindestens jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Eine Wertminderung wird sofort als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und in den Folgeperioden nicht wieder wertaufgeholt. Der Geschäfts- oder Firmenwert, der aus Unternehmenserwerben vor dem 1. Januar 2004 entstanden ist, wurde aufgrund der Erleichterungsvorschrift gemäß IFRS 1 bis zum 31. Dezember 2003 grundsätzlich planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren gleichmäßig abgeschrieben. Eine Wertaufholung der in vorangegangenen Perioden abgeschriebenen Beträge findet nicht statt. Gemäß IAS 36.10 tritt unter anderem bei Geschäfts- oder Firmenwerten an die Stelle von planmäßigen Abschreibungen eine regelmäßige, mindestens jährlich durchzuführende Werthaltigkeitsprüfung. Die Werthaltigkeitsprüfung eines Geschäfts- oder Firmenwertes wird auf Ebene einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit vorgenommen. Die Werthaltigkeitsprüfung basiert auf der Ermittlung des erzielbaren Betrages. Dieser ergibt sich aus dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren erzielbaren Betrag, liegt ein Wertminderungsbedarf vor. Andere erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden drei Jahre zugrunde gelegt. Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer liegen nicht vor. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand verrechnet. Aktivierungspflichtige Fremdkapitalzinsen waren nicht gegeben. Die Abschreibungen werden beim beweglichen Anlagevermögen im Allgemeinen linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer über einen Zeitraum von 1 - 13 Jahren vorgenommen. Langfristige finanzielle Vermögenswerte werden am Erfüllungstag, d.h. zum Zeitpunkt des Entstehens bzw. der Übertragung des Vermögenswertes, zum beizulegenden Zeitwert aktiviert. Für die Folgebewertung zum Bilanzstichtag werden finanzielle Vermögenswerte unterschieden in vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. Die Klassifizierung hängt von dem Zweck ab, für den das jeweilige Instrument erworben wurde. Ausgereichte Kredite und Forderungen werden in der Folge zu jedem Bilanzstichtag zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte werden an den folgenden Bilanzstichtagen zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen werden zum Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert angesetzt, sofern dieser verlässlich bestimmbar ist. Wertschwankungen zwischen den Bilanzstichtagen werden erfolgsneutral in die Rücklagen eingestellt. Die erfolgswirksame Auflösung der Rücklagen erfolgt entweder mit der Veräußerung oder bei nachhaltigem Absinken des Marktwertes unter den Buchwert. Kredite und Forderungen werden zum Bilanzstichtag zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sinkt der erzielbare Betrag zum Bilanzstichtag unter den Buchwert, werden erfolgswirksame Wertberichtigungen vorgenommen. Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens umfassen Forderungen sowie Bankguthaben und Kassenbestände. Alle kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte werden am Erfüllungstag, d.h. zum Zeitpunkt des Entstehens der Forderung bzw. der Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums, zunächst mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt, der im Falle der Finanzinstrumente und der Vorräte den Anschaffungskosten entspricht. Die Anschaffungskosten von unter- bzw. nicht verzinslichen monetären Forderungen entsprechen deren Barwert zum Entstehungszeitpunkt. Die Folgebewertung erfolgt analog zu den langfristigen finanziellen Vermögenswerten. Forderungen werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode angesetzt, sofern sie nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Bestehen an der Einbringbarkeit von Forderungen Zweifel, werden diese mit dem niedrigeren realisierbaren Betrag angesetzt, indem eine entsprechende Einzelwertberichtigung gebildet wird. Bankguthaben und Kassenbestände sind zum Nominalwert angesetzt. Kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen Ertragsteuerforderungen sowie Umsatzsteuerforderungen und andere nicht vertragliche Forderungen und Rechnungsabgrenzungsposten. Der Ansatz der kurzfristigen nicht finanziellen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung angemessener Wertberichtigungen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert. Auf den Vorratsbestand wurden in 2011 keine Abschläge vorgenommen. Die Dienstleistungsgeschäfte mit aktivischem Saldo werden entsprechend dem Projektfortschritt mit den bis zum Bilanzstichtag entstandenen Auftragskosten, abzüglich bereits erfolgter Teilabrechnungen, angesetzt, soweit hieraus ein aktivischer Saldo besteht. Sofern Teilabrechnungen den Gegenwert des Leistungsfortschritts übersteigen und ein passivischer Saldo besteht, wird eine Verpflichtung aus Aufträgen in Bearbeitung angesetzt. Die Verpflichtung aus unmittelbaren Pensionszusagen (leistungsorientiertes System zur betrieblichen Altersversorgung) wird nach dem in IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung von zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen errechnet. Der laufende Altersversorgungsaufwand ergibt sich aus der planmäßigen Entwicklung der Anwartschaftsrückstellungen. Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen werden nur bei Vorliegen einer Eintrittswahrscheinlichkeit von mehr als 50 Prozent und ggf. mit dem arithmetischen Mittel der erwarteten Werte angesetzt. Verbindlichkeiten werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten angesetzt. In der Folge werden diese zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Im Falle langfristiger Kredite wird jede Differenz zwischen Auszahlungsbetrag (nach Abzug von Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag über die Laufzeit des Kredits unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfolgswirksam erfasst. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres werden -unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung -berücksichtigt, wenn sie realisiert sind. Zeitraumbezogene Aufwendungen und Erträge werden nur berücksichtigt, soweit sie auf das Geschäftsjahr entfallen. Erträge werden in der Gruppe dann erfasst, wenn wahrscheinlich ist, dass dem Konzern ein wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird, dessen Höhe verlässlich bestimmbar ist. Die Methode der Umsatzrealisierung bestimmt sich maßgeblich nach IAS 18. Die Geschäfte aus dem Bereich Markt- und Sozialforschung, die zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen sind, werden i.V.m. IAS 11 im Ergebnis nach der Zero-Profit-Margin-Methode mit den angefallenen Auftragskosten bewertet. Der Projektfortschritt wird hierbei als Verhältnis der tatsächlich angefallenen Kosten zu den insgesamt für das Projekt erwarteten Kosten ermittelt. Die in diese Berechnung einzubeziehenden Kosten bestehen aus allen direkten Kosten und anteiligen indirekten Kosten. Rückstellungen für drohende Verluste aus laufenden Aufträgen werden gebildet, wenn sie absehbar sind. Diese Umsätze werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als noch nicht fakturierte Umsätze unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. In der Bilanz erfolgt der Ausweis unter Berücksichtigung der vertraglich vereinbarten und erhaltenen Anzahlungen entweder als Aktivposten unter der Bezeichnung "Dienstleistungsgeschäfte mit aktivischem Saldo" oder als Passivposten "Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung", falls der Betrag der erhaltenen Anzahlungen die angefallenen Auftragskosten übersteigt. Die übrigen Erlöse realisiert der Konzern, wenn die Leistung erbracht ist. Die vom Konzern abgeschlossenen Miet- und Leasingverträge werden entweder als "finance lease" oder als "operating lease" qualifiziert. Soweit bei den Leasingverhältnissen alle wesentlichen Chancen und Risiken auf den Konzern als Leasingnehmer übergegangen sind, wird ihm das wirtschaftliche Eigentum zugerechnet. Das Leasingobjekt sowie die hiermit in Zusammenhang stehenden Leasingverbindlichkeiten werden beim Konzern bilanziert (finance lease). Alle übrigen Leasingvereinbarungen werden als operativ lease erfasst. Die laufenden Leasingraten werden in diesem Fall bei Anfall aufwandswirksam erfasst. 6 ErtragsteuernSteuern vom Einkommen und vom Ertrag wurden gemäß IAS 12 ("Income Taxes") erfasst. Hiernach wurden tatsächlich angefallene Ertragsteuern der infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH für die laufende Periode in Höhe von T€ 707 (Vj. T€ 493) erfasst. Daneben sind aktive bzw. passive latente Steuern bilanzorientiert abzugrenzen. Berücksichtigt werden die steuerlichen Auswirkungen, die sich aus temporären Unterschieden zwischen handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen von Vermögensgegenständen bzw. Schulden ergeben und die sich in künftigen Wirtschaftsjahren umkehren werden. Sie werden auf der Grundlage der Steuersätze und -vorschriften ermittelt, die auf Basis der Gesetzeslage zum voraussichtlichen Zeitpunkt der Auflösung der Unterschiede gelten werden. Im Geschäftsjahr 2011 wurden aktive latente Steuern für steuerliche Verlustvorträge der Tochtergesellschaft action press gmbh & co. kg in Höhe von T€ 329 angesetzt (Vj. T€ 188). Aktive latente Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen der Muttergesellschaft blieben unberücksichtigt, da es nach der Prognose für die nächsten fünf Jahre sowie für die einschätzbare Zeit darüber hinaus nicht wahrscheinlich ist, dass zukünftig entsprechend positive steuerliche Ergebnisse erreicht werden. Die körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge betragen zum 31.12.2011 ca. € 15 Mio. und ca. 13 Mio. (Vj. jeweils € 14 Mio.). Die Gewinnausschüttungen der Tochtergesellschaften in der Rechtsform einer GmbH sind weitgehend steuerfrei und die Gewinne der action press gmbh & co. kg werden im Ergebnis weitgehend durch steuerliche Abschreibungen in einer Ergänzungsbilanz (Sondervorschriften) steuerfrei gestellt. Es ergibt sich unter Berücksichtigung der laufenden Kosten der Action Press Holding AG, der zurzeit gültigen Steuergesetze und der jetzigen Unternehmensstruktur, kein positives zu versteuerndes Einkommen, mit dem die vorhandenen Verlustvorträge verrechnet werden können. Aus diesen Gründen wurden auch keine aktiven latenten Steuern aus den unterschiedlichen Wertansätzen der Pensionsrückstellungen nach IFRS und nach den steuerlichen Vorschriften von T€ 709 (Vj. T€ 680) berücksichtigt. Passive latente Steuern aus temporären Differenzen bei den Geschäfts- und Firmenwerten von T€ 167 (Vj. T€ 167) in den Tochtergesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2011 wie im Vorjahr mit T€ 53 angesetzt. Dabei wurde wie im Vorjahr ein Steuersatz von 31,9 Prozent berücksichtigt. Weitere passive latente Steuern aus unterschiedlichen Wertansätzen bei den Geschäfts- und Firmenwerten im Konzernabschluss und in der Steuerbilanz von insgesamt T€ 5.117 (Vj. T€ 4.552) kamen nicht zum Ansatz, da bei Ansatz der passiven latenten Steuern gleichzeitig aktive latente Steuern aufgrund des Verlustvortrages in gleicher Höhe aktivierungsfähig würden; die passiven latenten Steuern in Höhe von T€ 1.634 (Vj. T€ 1.453) werden somit faktisch mit den aktiven latenten Steuern in gleicher Höhe verrechnet (siehe auch Tz. 25). 7 Auswirkung neuer RechnungslegungsgrundsätzeSämtliche vom IASB herausgegebenen und zum Zeitpunkt der Aufstellung des vorliegenden Konzernabschlusses geltenden und von der Action Press Holding AG angewendeten IFRS wurden von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommen. Der aufgestellte Konzernabschluss der Action Press Holding AG entspricht damit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie den IFRS insgesamt. Die Action Press Holding AG hat im Geschäftsjahr die nachfolgend aufgelisteten neuen und überarbeiteten IFRS Standards und Interpretationen angewandt: scroll
Aus der Anwendung dieser neuen oder überarbeiteten IFRS-Standards und -Interpretationen ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Das IASB und das IFRIC haben bis zum Zeitpunkt der Freigabe zur Veröffentlichung des vorliegenden Konzernabschlusses nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen veröffentlicht, die bereits im Rahmen des Komitologieverfahrens in das EU-Recht übernommen, aber im Geschäftsjahr 2011 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Die Action Press Holding AG wendet diese Standards und Interpretationen nicht vorzeitig an. scroll
Das IASB und das IFRIC haben nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen veröffentlicht, die im Geschäftsjahr 2011 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Diese Standards und Interpretationen wurden von der EU bislang nicht anerkannt und werden von der Action Press Holding AG nicht angewendet. scroll
Eine vorläufige Analyse der neuen Regelungen durch die Gesellschaft hat ergeben, dass sich kein wesentlicher Anpassungsbedarf bei der erstmaligen Anwendung ergeben wird. Der überarbeitete Standard IAS 19 wurde im Juni 2011 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Die vorgenommenen Anpassungen reichen von grundlegenden Änderungen, bspw. betreffend der Ermittlung von erwarteten Erträgen aus dem Planvermögen und der Aufhebung der Korridormethode, welche der Verteilung bzw. der Glättung von aus den Pensionsverpflichtungen resultierenden Volatilität im Zeitablauf diente, bis zu geänderten Anhangangaben sowie bloßen Klarstellungen und Umformulierungen. Die Abschaffung der Korridormethode führt im Konzern dazu, dass der Rückstellungsbetrag für Pensionen den Verpflichtungsumfang in voller Höhe widerspiegeln wird und dass die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste nicht mehr anteilig erfolgswirksam, sondern vollständig in der Periode ihres Entstehens im übrigen Konzernergebnis erfasst werden. Insgesamt werden sich aber aus der erstmaligen Anwendung dieser Neuregelung keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben. BilanzerläuterungenDie Bilanz ist nach Fristigkeit gegliedert, Vermögenswerte und Schulden sind in langfristig -bei Fälligkeit über einem Jahr - und kurzfristig aufgegliedert. Langfristige Vermögenswerte8 Immaterielle Vermögenswerte, GoodwillDer Konzern verfügt nur über einzeln erworbene Immaterielle Vermögenswerte sowie Geschäfts- oder Firmenwerte, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden. Die immateriellen Vermögenswerte umfassen Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Goodwill. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte werden über ihre begrenzte voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben, die im Durchschnitt drei Jahre beträgt. Um die Vorschriften des IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 zu erfüllen und um eventuelle Wertminderungen von Firmenwerten zu ermitteln, hat die Action Press Holding AG ihre zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechend der internen Berichterstattung festgelegt. Zur Prüfung der Werthaltigkeit gemäß IAS 36 wurde ein Impairment-Test nach IAS 36 durchgeführt. Darüber hinaus werden Geschäfts- oder Firmenwerte mindestens einmal jährlich überprüft, wenn Sachverhalte oder Gründe vorliegen sollten, die auf eine Minderung der Buchwerte schließen lassen. Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte ergibt sich aus dem Anlagespiegel. Unter der Position Geschäfts- und Firmenwerte sind im Wesentlichen die Geschäftswerte der den Segmenten entsprechenden rechtlichen Einheiten action press gmbh & co. kg (Buchwert -wie im Vj. - T€ 7.179) und der infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH (Buchwert -wie im Vj. - T€ 167) ausgewiesen. Aufgrund der künftig erwarteten Geschäfts- und Ergebnisentwicklung ergab sich aus der Werthaltigkeitsüberprüfung im Geschäftsjahr 2011 kein Wertminderungsbedarf, so dass keine Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen werden mussten. Als erzielbarer Ertrag wurde der Nutzungswert auf der Grundlage eines Detailplanungszeitraums von 3-5 Jahren, von Cash-Flows unter der die Erfahrung der Vergangenheit berücksichtigenden Annahme einer stetigen Geschäftsentwicklung und einem Kapitalisierungszinssatzes von 8,25 Prozent vor Steuern (Vj. 8,75 Prozent vor Steuern) ermittelt. 9 SachanlagenDie Entwicklung des Sachanlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagespiegel. Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2011scroll
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Die Zugänge des Geschäftsjahres 2011 betreffen im Wesentlichen die Anschaffung von Software und EDV-Ausstattung. Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2010scroll
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10 FinanzanlagenBezüglich der Entwicklung des Finanzanlagevermögens verweisen wir auf den Anlagespiegel. Es handelt sich um Anteile unter 20 Prozent an einer Gesellschaft, die sich in Liquidation befindet. Die Anteile wurden bereits in Vorjahren auf einen Erinnerungswert von € 1,00 abgeschrieben. 11 Übrige langfristige Vermögenswertescroll
Der latente Steueranspruch betrifft die aktive latente Gewerbesteuer auf den steuerlichen Verlustvortrag bei der Tochtergesellschaft action press gmbh & co. kg. Es handelt sich um einen nicht finanziellen Vermögenswert (vgl. auch Tz. 25). Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten wie im Vorjahr Kautionen. Es handelt sich hierbei ausschließlich um finanzielle Vermögenswerte. Kurzfristige Vermögenswerte12 Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögenswertescroll
Bei den Vorräten handelt es sich um zur Veräußerung im normalen Geschäftsgang bestimmte wissenschaftliche Druckwerke. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten. Wertberichtigungen waren nicht erforderlich. Die Ertragsteuerforderungen beinhalten den Erstattungsanspruch an Kapitalertragsteuer infolge der erhaltenen Gewinnausschüttung der infas GmbH. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Vermögenswerten handelt es sich wie im Vorjahr um kurzfristig fällige Vermögenswerte, in denen überfällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 18 (Vj. T€ 8) enthalten sind und auf die Wertberichtigungen in Höhe von T€ 11 (Vj. T€ 8) erfolgten. Weiterer Wertberichtigungsbedarf besteht nicht. Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten finanzielle Vermögenswerte i.H.v. T€ 87 (Vj. T€ 108) und nicht finanzielle Vermögenswerte i.H.v. T€ 688 (Vj. T€ 0). In den nicht finanziellen Vermögenwerten ist der Auszahlungsanspruch i.H.v. T€ 676 enthalten, der der Action Press Holding AG aus einem im Geschäftsjahr 2011 abgeschlossenen Rechtsstreit zuerkannt worden ist, vgl. Tz 27. Bei den liquiden Mitteln (T€ 9.779, Vj. T€ 11.212) handelt es sich wie im Vorjahr um Kassenbestände, Kontokorrentguthaben und um Geldmarktanlagen und Wertpapiere, die mit Zinssätzen zwischen 0,5 Prozent und 1,0 Prozent verzinst wurden. Die liquiden Mittel bilden den Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung und unterliegen keiner Verfügungsbeschränkung. Zu den "Dienstleistungsgeschäften mit aktivischem Saldo" vgl. Tz 5, dort: Umsatzerlöse. 13 Eigenkapitalscroll
Das Grundkapital ist voll eingezahlt und beträgt € 9.000,000,--, eingeteilt in 9.000.000 Inhaberaktien (nennwertlose Stückaktien). Gemäß Beschluss des Vorstandes wurde in 2006 eine Kapitalerhöhung um € 1.036.000,-- durchgeführt. Die Kapitalerhöhung wurde am 17. August 2006 in das Handelsregister eingetragen. Das Agio i.H.v. T€ 932 aus der Kapitalerhöhung wurde in die Kapitalrücklage eingestellt. KapitalmanagementDie Ziele des Kapitalmanagements der Gesellschaft liegen in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, in der Gewährleistung einer adäquaten Verzinsung des Eigenkapitals und in der Aufrechterhaltung einer optimalen, die Kapitalkosten möglichst gering haltenden Kapitalstruktur. Die Überwachung der Kapitalstruktur erfolgt auf der Basis des Verschuldungsgrades, berechnet aus dem Verhältnis von Nettofremdkapital zu Gesamtkapital. Das Nettofremdkapital setzt sich aus den gesamten Finanzschulden (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) abzüglich Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zusammen. Das Gesamtkapital besteht aus dem Eigenkapital zuzüglich Nettofremdkapital. Die Gesellschaft will damit einen sinnvollen Verschuldungsgrad unter Unternehmenswertgesichtspunkten erreichen, der einen Zugang zu Fremdkapital zu vertretbaren Kosten unter Berücksichtigung eines guten Kreditratings ermöglicht. scroll
Sowohl in 2010 als auch im Jahre 2011 benötigte die Action Press Holding AG kein Nettofremdkapital im oben definierten Sinne, so dass die Ziele des Kapitalmanagements nicht gefährdet waren. Langfristige Schulden14 Rückstellungen für Pensionenscroll
Die Pensionsrückstellung wurde für unmittelbare Versorgungszusagen gegenüber zwei ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern gebildet und umfasst Alters- und Invalidenrente nach Maßgabe eines leistungsorientierten Plans. Der Anspruch auf Altersrente wird erworben, wenn das Dienstverhältnis mit oder nach Vollendung einer festen Altersgrenze endet. Die Altersrente bemisst sich als Prozentsatz des vereinbarten Monatsgehalts. Rechnungsgrundlagen und Parameter:Biometrische Rechnungsgrundlagen laut Richttafeln von Prof. Dr. Heubeckscroll
Der Entgelttrend ist aufgrund der Art der Zusage ohne Auswirkung. Der Betrag der Pensionsrückstellung entspricht dem nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag bewerteten Versorgungsanspruch unter Einbeziehung eines eingetretenen versicherungsmathematischen Verlustes. Das so genannte Korridorverfahren wird angewandt. Hierbei werden versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste bei einer Überschreitung von 10 % des Anwartschaftsbarwertes auf die Restlebensarbeitszeit verteilt. Die Aufwendungen im Zusammenhang mit den Pensionszusagen umfassen nur noch den Zinsaufwand (T€ 106; Vj. T€ 100) und enthalten keinen im Personalaufwand auszuweisenden Dienstzeitaufwand. Im Vorjahr verminderte sich der Zinsaufwand um die Auflösung versicherungsmathematischer Gewinne i.H.v. T€ 3. Der zukünftig noch zu verteilende Saldo versicherungsmathematischer Gewinne beträgt T€ 27 (Vj. T€ 13). Der Barwert der Pensionsverpflichtung (DBO) veränderte sich wie folgt: scroll
Die Pensionsrückstellungen sind aus der "Defined Benefit Obligation" wie folgt abzuleiten: scroll
Die Entwicklung der "Defined Benefit Obligation" ist aus folgender Übersicht ersichtlich: Finanzierungsstandscroll
15 Verbindlichkeiten langfristigscroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen den langfristigen Anteil von Investitionskrediten (Zinssatz 5,2 Prozent p. a.). Insgesamt betragen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten T€ 112 (Vj. T€ 125). Der Betrag der hierin enthaltenen kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 12 (Vj. T€ 13) ist unter Tz 18 ausgewiesen. Hinsichtlich der Ermittlung der latenten Steuern vgl. Tz 25. Das Bankdarlehen zum 31. Dezember 2010 wird in den folgenden Geschäftsjahren fällig: scroll
Zusätzlich zu den Tilgungsleistungen fallen die Zinszahlungen nach Maßgabe des Zinssatzes von 5,2 Prozent an. Kurzfristige Schulden16 ErtragsteuerschuldenBei den Ertragsteuerschulden handelt es sich um die für das Geschäftsjahr zu erwartenden Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuernachzahlungen des Bereichs Markt- und Sozialforschung in Höhe von T€ 219 (Vj. T€ 144). 17 Sonstige Rückstellungenscroll
Die Rückstellungen beinhalten eine Rückstellung für Prozessrisiken, die zum 01.01.2011 einen Betrag in Höhe von T€ 120 und zum 31.12.2011 einen Betrag in Höhe von T€ 314 umfasst. Die Prozessrisiken betreffen im Wesentlichen einen Rechtsstreit gegen die Finanzverwaltung NRW hinsichtlich der Behandlung freiberuflich tätiger Mitarbeiter und noch nicht feststehende Verfahrenskosten bezüglich des im Geschäftsjahr 2011 abgeschlossenen Rechtstreites, vgl. Tz 27. Die den Rückstellungen zugrunde liegenden Verpflichtungen sind innerhalb von 12 Monaten fällig. 18 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitutenscroll
Es handelt sich um den im Jahre 2012 fälligen Tilgungsanteil von Investitionskrediten. Der darüber hinaus in Folgejahren fällige Teil wird unter den "langfristigen Verbindlichkeiten" (Tz 15) ausgewiesen. 19 Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeitenscroll
Als erhaltene Anzahlungen werden nur die Kundenanzahlungen auf Projekte ausgewiesen, für die bis zum Bilanzstichtag noch keine Leistungen erbracht worden sind. Der Gesamtbetrag der erhaltenen Anzahlungen (einschließlich der Projekte, für die Leistungen erbracht worden sind) beträgt zum Bilanzstichtag T€ 24.743 (Vj. T€ 17.225). Vergleiche hierzu sowie zu den "Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung" Tz 5, dort: Umsatzerlöse. Die Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt T€ 9.803 (VJ. T€ 11.618) beinhalten finanzielle Verbindlichkeiten i.H.v. T€ 1.380 (Vj. T€ 1.531) und nicht finanzielle Verbindlichkeiten i.H.v. T€ 8.423 (Vj. T€ 10.087). Finanzielle Verbindlichkeitenscroll
Nicht finanzielle Verbindlichkeitenscroll
Erläuterungen zur GesamtergebnisrechnungDie Gliederung der Gesamtergebnisrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren. 20 Umsatzerlösescroll
Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen wird in der Segmentberichterstattung unter Tz 28 dargestellt. 21 Sonstige betriebliche Erträgescroll
Zu den "Erträgen aus Rechtsstreitigkeiten" wird auf Tz 27 verwiesen. 22 Personalaufwandscroll
Die Mitarbeiter erhalten Leistungen aus der gesetzlich festgesetzten Sozialversicherung, für die Teile des Einkommens eingezahlt werden. Daneben existieren bei der Action Press Holding AG und ihren Tochterunternehmen weitere arbeitnehmerfinanzierte Direktversicherungszusagen. Da nach Zahlung der Beiträge an die öffentlichen und privaten Versicherungsträger für die Gesellschaften keine weiteren Verpflichtungen bestehen, werden diese Pläne als beitragsorientierte Pläne behandelt. Laufende Beitragszahlungen wurden als Aufwendungen für den betreffenden Zeitraum angesetzt. Im Geschäftsjahr 2011 betrug der Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Rentenversicherung der Arbeitnehmer T€ 479 (Vj. T€ 458). Daneben wurden weitere T€ 16 (Vj. T€ 18) in Direktversicherungen eingezahlt. 23 Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
24 Finanzergebnisscroll
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge resultieren aus der Kategorie "Kredite und Forderungen" nach IAS 39 und enthalten in Höhe von T€ 207 Zinsen aus einem im Geschäftsjahr abgeschlossenen Rechtsstreit, vgl. Tz 27. Wertpapiere des Umlaufvermögens waren zum Bilanzstichtag i.H.v. T€ 22 auf den beizulegenden Zeitwert abzuschreiben. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen resultieren aus der Kategorie "Sonstige Schulden" nach IAS 39. Weitere Aufwendungen und Erträge aus Finanzinstrumenten sind nicht angefallen. Hinsichtlich möglicher finanzieller Risiken vgl. Tz 33. 25 Steuern von Einkommen und vom Ertragscroll
Der Ertragsteueraufwand setzt sich aus laufenden und aus latenten Steuern zusammen. Die laufenden Ertragsteuern in 2011 betreffen im Wesentlichen das positive Ergebnis des Bereichs Markt- und Sozialforschung. Es sind die gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag ausgewiesen. Bei den latenten Körperschaftsteuern ist wie im Vorjahr ein Steuersatz von 15,825 Prozent zugrunde gelegt worden. Die latente Gewerbesteuer ist mit dem individuellen Steuersatz pro Gesellschaft ermittelt worden. Durchschnittlich wurde der Gewerbesteuersatz mit 16,1 Prozent (Vj: 16,1 Prozent) berücksichtigt. Der Konzernsteuersatz in der steuerlichen Überleitungsrechnung für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer beträgt für das Jahr 2011 31,9 Prozent (Vj: 31,9 Prozent). Die nachfolgende Übersicht zeigt die entsprechend den Erläuterungen zu Tz 6 ausgewiesenen bzw. nicht ausgewiesenen latenten Steuern. Folgende Beträge sind in der Konzernbilanz ausgewiesen: scroll
Latente Steuern auf sog. "outside basis differences" wurden nicht angesetzt, da eine Veräußerungsabsicht bezüglich der Beteiligungen an verbundenen Unternehmen nicht besteht. Aktive und passive latente Steuern resultieren aus folgenden Posten, wobei die steuerlichen Verlustvorträge unverfallbar sind: Aktive latente Steuernscroll
Passive latente Steuernscroll
Die folgende Darstellung erläutert die wesentlichen Unterschiede zwischen dem rechnerischen Steueraufwand aus Körperschaftsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer für die Jahre 2011 und 2010 und dem tatsächlichen Steueraufwand laut Gesamtergebnisrechnung: scroll
26 Operate-Leasing-VerhältnisseDie Gesellschaft nutzt gemietete Geschäftsräume, Fahrzeuge sowie Büroausstattung im Rahmen von Mietverträgen, die als "operating lease" bezeichnet werden. Die folgenden Miet- und Leasingaufwendungen werden für die nächsten Geschäftsjahre auf der Basis der zum 31. Dezember 2011 bestehenden Verträge erwartet: scroll
Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um die monatlichen Mietverpflichtungen für die genutzten Betriebsgrundstücke der Tochtergesellschaften action press gmbh & co. kg (T€ 24 p. M. bis Ende 2017) und infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH (T€ 28 p. M. bis Februar 2018 und T€ 14 p. M. bis April 2012). Die Mietverträge enthalten Mietverlängerungsoptionen, aber keine Kaufoptionen. Die gesamten Mietaufwendungen inkl. Nebenkosten für das Geschäftsjahr 2011 beliefen sich auf T€ 1.133 (Vj. T€ 1.076). 27 Eventualschulden/-forderungenZum Bilanzstichtag bestehen keine Eventualschulden/-forderungen. Die Action Press Holding AG führte einen Aktivprozess, der im Geschäftsjahr 2011 abgeschlossen wurde. Im November 2010 erging das Urteil des Oberlandesgerichtes Frankfurt, wonach der Action Press Holding AG ein Anspruch auf Zahlung in Höhe von T€ 469 nebst Zinsen von T€ 207 und unter Abzug von Verfahrenskosten zuerkannt wurde. Das Urteil war nicht rechtskräftig, da Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof eingelegt worden ist. Zum 31.12.2010 wurde dieser Sachverhalt als Eventualforderung aufgeführt. Aufgrund des Beschlusses des Bundesgerichtshofes im Dezember 2011 ist das Urteil des Oberlandesgerichtes nunmehr rechtskräftig. Der Anspruch auf Auszahlung ist mit insgesamt T€ 676 unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen, vgl. Tz 11. Für noch nicht feststehende Verfahrenskosten war eine Rückstellung in Höhe von T€ 200 zu bilden, vgl. Tz 17. 28 SegmentberichterstattungDie zwei Geschäftsfelder Markt- und Sozialforschung und Foto sowie die Aufwendungen der Holding sind im Folgenden dargestellt: scroll
Ziel der Segmentberichterstattung ist es, Informationen über die wesentlichen Geschäftsbereiche des Konzerns zur Verfügung zu stellen. Die Aktivitäten des Konzerns werden entsprechend den Vorschriften des IFRS 8 (Operating Segments) nach Geschäftssegmenten abgegrenzt. Die Segmentierung erfolgt auf Basis der internen Berichts- und Organisationsstruktur. Bei der Segmentierung nach Geschäftsfeldern werden die Aktivitäten in die Geschäftssegmente Markt- und Sozialforschung und Foto aufgeteilt. Das Geschäftssegment Markt- und Sozialforschung umfasst die Aktivitäten der infas GmbH; das Geschäftsfeld Foto umfasst die Aktivitäten der action press gmbh & co. kg. Den Segmentinformationen liegen grundsätzlich die gleichen Ausweis-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. Es gibt keine Änderungen der Bewertungsmethoden im Vergleich zu früheren Perioden. Forderungen und Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Aufwendungen und Erträge sowie Ergebnisse zwischen den Segmenten gibt es nicht. 29 Ergebnis/Dividende je AktieDas Ergebnis je Aktie ermittelt sich wie folgt: scroll
Weder zum 31. Dezember 2011 noch zum Vorjahresbilanzstichtag waren Optionen auf Aktien ausstehend, die den Gewinn pro Aktie verwässern. Der gewogene Durchschnitt der ausgegebenen Aktien beträgt wie im Vorjahr 9.000. 30 Anzahl der MitarbeiterIm Geschäftsjahr 2011 waren im Konzern durchschnittlich 132 (Vj. 131) Angestellte beschäftigt, davon 3 (Vj. 4) Geschäftsführer in den Tochtergesellschaften. 31 BeteiligungsverhältnisseAngaben zu Unternehmen, an denen die Action Press Holding Aktiengesellschaft mehr als 20 Prozent der Anteile hält (Angaben zu Eigenkapital und Jahresergebnis): scroll
Die folgenden Gesellschaften bzw. Personen waren nach deren Angaben wie folgt am Grundkapital unserer Gesellschaft beteiligt: Effecten-Spiegel AG, Düsseldorf> 30 % Investment Aktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV, Bonn> 20 % Hans-Herbert Döbert, München> 5 % Loni Döbert, München> 3 % 32 Beziehungen zu nahestehenden PersonenGemäß IAS 24 werden als nahestehend die Personen oder Unternehmen definiert, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden können bzw. die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können. Im Geschäftsjahr 2011 haben sich keine hier anzugebenden Sachverhalte ergeben. Hinsichtlich der Angaben zu den Vorstands - und Aufsichtsratsvergütungen vgl. Tz. 35. 33 RisikomanagementFinanzrisiken können die Vermögens-, Finanz- und Ertragskraft des Konzerns nachteilig beeinflussen. Das Risikomanagement im Konzern ist so ausgerichtet, dass Kredit- und Liquiditätsrisiken rechtzeitig erkannt und Maßnahmen zur Gegensteuerung frühzeitig eingeleitet werden können. Das übergreifende Risikomanagement des Konzerns zielt darauf ab, potenziell negative Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren. Grundlage der Steuerung und frühzeitigen Identifizierung finanzieller Risiken sind die jährliche Planung sowie regelmäßige Analysen der unterjährigen Planabweichungen. Die Gesellschaft ist folgenden Finanzrisiken ausgesetzt: KreditrisikenDas Risiko umfasst das Ausfallrisiko und das Risiko der Verschlechterung der Bonität. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren aus dem operativen Geschäft der einzelnen Tochtergesellschaften. Das Risiko von Forderungsausfällen wird durch laufende Überwachung sowie regelmäßige Analyse des Forderungsbestands und der Forderungsstruktur kontrolliert. Die Ausfallrisiken des Konzerns bestehen in dem üblichen Geschäftsrisiko und diesem wird durch die Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen. Dem Ausfallrisiko wird darüber hinaus durch weitere Sicherungsmaßnahmen, wie zum Beispiel Kreditwürdigkeitsprüfungen, begegnet. In Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen und Vermögenswerte, die zum Bilanzstichtag weder überfällig noch wertgemindert sind, bestehen keine Anzeichen dafür, dass die Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. LiquiditätsrisikenLiquiditätsrisiken bestehen in dem Risiko, Zahlungsverpflichtungen nicht zeitnah erfüllen zu können und sind in der Regel mit einer negativen Entwicklung des operativen Geschäfts verbunden sind. Ein vorsichtiges Liquiditätsmanagement beinhaltet unter anderem das Halten einer ausreichenden Reserve an flüssigen Mitteln. Zum Bilanzstichtag sind die kurzfristigen Verbindlichkeiten des Konzerns in Höhe von T€ 10.489 durch die kurzfristigen Vermögenswerte in Höhe von T€ 12.755 gedeckt. Zukünftige Zahlungsabflüsse werden durch die Zuflüsse aus dem operativen Geschäft gedeckt. MarktpreisrisikenZur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche Auswirkungen hypothetische Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Der Begriff Marktrisiken umfasst dabei folgende Arten von Risiken: ZinsrisikoDer Konzern finanziert sein Geschäft im Wesentlichen mit Eigenkapital sowie mit zwei langfristigen Darlehen, deren Zinssätze bis zur vollständigen Tilgung fest vereinbart sind. Insoweit unterliegt der Konzern keinem Zinsrisiko. Die wesentlichen originären Finanzinstrumente (flüssige Mittel, Forderungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verpflichtungen) werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und führen damit nicht zu einem Zinsrisiko. Die Gesellschaft legt freie flüssige Mittel kurzfristig als Tagesgeld an und unterliegt insoweit dem Risiko sinkender Tagesgeldzinssätze. WährungsrisikenMarktpreisrisiken in Form von Währungsrisiken bestehen bei der Gesellschaft nicht. Andere PreisrisikenIFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung der Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Da aufgrund der Geschäftsmodelle der Tochterunternehmen keine anderen wesentlichen Marktpreisrisiken vorliegen, wurde auf eine weitere Analyse verzichtet. Angaben nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften34 OrganeDie Geschäfte des Unternehmens wurden durch folgende Personen geführt: scroll
35 Vergütung von Vorstand und AufsichtsratDie Bezüge des Vorstands Menno Smid (inklusive Tochtergesellschaften) beinhalten ein Fixum von T€ 206 (Vj. T€ 206) und variable Bezüge von T€ 109 (Vj. T€ 103). Daneben wurden Herrn Smid Sachbezüge von T€ 7 (Vj. T€ 7) gewährt. Für nach IFRS bewertete Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands sind T€ 2.292 zurückgestellt (vgl. Tz 14). Die Gesamtbezüge einschließlich Aufwandsentschädigungen für den Aufsichtsrat betrugen in 2011 T€ 26 (Vj. T€ 22). 36 Angabe nach § 264 b HGBDie in den Konzernabschluss einbezogene action press gmbh & co. kg, Hamburg, ist gemäß § 264b HGB von der Verpflichtung der Aufstellung eines Lageberichts und der Offenlegung ihres Jahresabschlusses befreit. 37 Honorar des Abschlussprüfers § 319 Abs. 1 S. 1 und S. 2, § 285 Nr. 17 HGBDie Gesellschaft hat für das Berichtsjahr ein Honorarvolumen i.H.v. insgesamt T€ 58 für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Aufwand erfasst. Es handelt sich hierbei um die Kosten für die Abschlussprüfung. 38 Entsprechenserklärung § 285 Nr. 16 bzw. § 314 Abs. 1 Nr. 8 HGB i.V.m. § 161 AktGDie Gesellschaft hat die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" abgegeben und i.V.m. der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.actionpressholdingag.de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. 39 Versicherung der gesetzlichen Vertreter § 297 Abs. 2 S. 4 HGBWir versichern nach bestem Wissen, dass unter Einhaltung aller geltenden IFRS-Regelungen, der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. Der Konzernabschluss wurde von den gesetzlichen Vertretern am 10. April 2012 zur Veröffentlichung freigegeben.
Bonn, 10. April 2012 Action Press Holding Aktiengesellschaft Der Vorstand Menno Smid Bestätigungsvermerk"Wir haben den von der Action Press Holding AG aufgestellten Konzernabschluss -bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1.1.2011 bis 31.12.2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs.1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs.1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Neuss, 13. April 2012 Wisbert - Treuhand GmbH Rolf Ricken, Wirtschaftsprüfer |
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