Action Press Holding AG

Bonn

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012

Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2012

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Darstellung des Konzerns, der Geschäftstätigkeit und der Rahmenbedingungen als Ausgangspunkt für die Analyse des Geschäftsverlaufs und der wirtschaftlichen Lage.

Der Action Press Holding Konzern besteht aus der Muttergesellschaft Action Press Holding AG sowie folgenden Tochtergesellschaften:

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infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH, Bonn 85,00 Prozent
action press gmbh & co. kg, Hamburg 100,00 Prozent
action press beteiligungsgesellschaft mbh, Hamburg 100,00 Prozent

Die Action Press Holding AG als Konzernmuttergesellschaft ist ausschließlich als Management- und Finanzholding des Action Press Holding Konzerns tätig und erzielt keine Umsatzerlöse. Die Aktien der Action Press Holding AG sind im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Gesteuert wird der Konzern durch den Gesamtvorstand der Action Press Holding AG.

Der Konzern ist mit seinen Tochtergesellschaften im Segment Markt- und Sozialforschung sowie im Segment der Fotopresseagenturen tätig. Die Tochtergesellschaften erzielen ihren Umsatz im Wesentlichen im Inland, und zwar an den Standorten Bonn und Hamburg.

Im unmittelbaren Wettbewerb sind im Wesentlichen nur kleine und mittelgroße Unternehmen positioniert. Während im Bereich Fotopresseagentur Pressefotos lediglich an andere Medien weitervermittelt werden, werden im Segment Markt- und Sozialforschung auftragsbezogene Leistungen erbracht.

Im Letzteren Segment ist der Konzern mit dem infas-Institut, Bonn, aktiv. Die Tochtergesellschaft infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH ist ein privates und unabhängiges Forschungsinstitut, das Forschungs- und Beratungsleistungen für Unternehmen aller Branchen, für die Wissenschaft, die Verwaltung auf Bundes- und Länderebene und EU sowie die Politik allgemein erbringt. Die wichtigsten Forschungsbereiche sind:

Sozialforschung

Verkehrsforschung

Marktforschung

Gesundheitsforschung

Das Geschäftsfeld Foto wird von der action press gmbh & co. kg, Hamburg, bedient. action press zählt zu den etablierten Pressebildagenturen Deutschlands Über 90 Prozent ihres Umsatzes generiert action press mit klassischen Printmedien, den großen Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen Deutschlands. Der Name action press ist sowohl im nationalen als auch im internationalen Agenturgeschäft ein Begriff bzw. ein Markenname, mit dem man qualitativ hochwertige Medienprodukte, besonders aus dem Bereich "Yellow" und "Celebrity" verbindet.

Im Jahr 2012 hat sich die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland in ihrer positiven Entwicklung verstetigt. Das heißt, die nicht unbedingt vorhersehbare, sich überraschend schnell und deutlich entwickelnde Erholung in Deutschland wurde fortgesetzt. Nachdem erst im zweiten Jahr der wirtschaftlichen Erholung, also im Jahr 2011, das Vorkrisenniveau des Jahres 2008 überschritten wurde, kann mit dem Ergebnis im Jahr 2012 nunmehr von einer echten Erholung gesprochen werden (s. Tabelle). Dies hat allerdings in der Europäischen Union Seltenheitswert.

Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt1

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Jahr/Vierteljahr Ursprungswerte Saison- und kalenderbereinigte Werte
2012 110,9 0,7
2011 110,2 3,0
2010 107,0 4,2
2009 102,7 - 5,1
2008 108,2 1,1

Das umrissene Wachstum der Gesamtwirtschaft bildete die Grundlage für die Erholung der Aussichten in der Marktforschungsbranche, deren Entwicklung sich insgesamt positiv darstellt. Das ist für das Segment Markt- und Sozialforschung der Action Press Holding AG wichtig. Für das Geschäftsfeld Foto hingegen ist die Frage, ob die deutschen Verlage sich in konjunkturellen oder strukturellen Schwierigkeiten befinden, längst beantwortet. Beides ist Ursache für zurückgehende Auflagen und schwache Anzeigenmärkte, die in den vergangenen Jahren zu einer anhaltenden Schwäche im Kerngeschäft geführt haben und sich einfach nicht erholen. Als Reaktion hierauf haben die Verlage verstärkt begonnen, Geschäftsfelder außerhalb ihrer klassischen Verlagsmärkte zu erschließen. Vor diesem Hintergrund war die Geschäftsentwicklung bei der Action Press Holding AG im Jahr 2012 wiederum von Gegensätzen geprägt. Während sich das infas-Institut sehr gut behaupten konnte, waren bei action press weitere Rückgänge beim Umsatz zu verzeichnen.

Ertragslage

Der Konzernumsatz ist im Geschäftsjahr 2012 von 22,4 Mio. € im Vorjahr auf 23,0 Mio. € und damit um rd. 3 % gestiegen. Der Umsatzrückgang im Geschäftsfeld Foto von 4,9 Mio. € um 0,2 Mio. € auf 4,7 Mio. € konnte durch den höheren Umsatz von 18,3 Mio. € (Vorjahr 17,6 Mio. €) im Geschäftsfeld Markt- und Sozialforschung mehr als kompensiert werden.

1 Saison- und kalenderbereinigte Werte nach Census X-12-ARIMA. Der erreichte Wert des BIP ist für das Jahr 2005auf 100 gesetzt (Angaben des Statistischen Bundesamtes, Wiesbaden, 2013).

Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr von 11,7 Mio. € auf 10,8 Mio. € überproportional gesunken. Gemessen an den Umsätzen hat sich der Anteil an Material- und Fremdkosten von 52,2 % im Vorjahr auf 47,0 % im Geschäftsjahr reduziert, was insbesondere auf den deutlich geringeren Zukauf von Fremdleistungen bei der infas zu erklären ist.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Geschäftsjahr 2012 mit 297 T€ gegenüber dem Vorjahrwert von 535 T€ fast halbiert und enthalten u. a. Erträge aus der Auflösung der Prozesskostenrückstellung i.H.v. 200 T€. Der hohe Vorjahreswert enthielt mit 469 T€ einen Ertrag aus einem im Geschäftsjahr 2011 gewonnenen Rechtsstreit.

Die Zahl der Mitarbeiter im Konzern betrug im Geschäftsjahr 2012 durchschnittlich 131 (Vorjahr: 132). Die Personalaufwendungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr von 6,2 Mio. € um 12,9 % auf 7,0 Mio. € im Jahr 2012, darin enthalten sind aber einmalige Kosten für den Personalabbau im Geschäftsfeld Foto i.H.v. 394 T€.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen liegen im Geschäftsjahr 2012 mit 330 T€ (Vorjahr: 248 T€) etwas über dem Niveau des Vorjahres. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den Geschäfts- und Firmenwert des Geschäftsfeldes Foto betragen 1.229 T€ (Vorjahr: 0 €) und waren auf Grund der in den nächsten Jahren erwarteten Geschäfts- und Ergebnisentwicklung dieses Geschäftsfeldes erforderlich.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Konzerns betragen 3,1 Mio. € und liegen mit 0,2 Mio. € über dem Vorjahrswert von 2,9 Mio. €. Die Steigerung ergibt sich insbesondere aus der Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste im Geschäftsfeld Foto i.H.v. 262 T€, um die Unterdeckung aus der Untervermietung der durch den Personalabbau freigewordenen Büroflächen über die Laufzeit des Mietvertrages entsprechend abzubilden.

Im Geschäftsjahr 2012 haben sich die Zinserträge von 288 T€ im Vorjahr auf 78 T€ reduziert. Bei Zinsaufwendungen von 126 T€ (Vorjahr: 118 T€) sowie Abschreibungen auf Wertpapiere von 22 T€ (Vorjahr: 22 T€) ergibt sich ein negatives Finanzergebnis von - 70 T€ (Vorjahr: + 148 T€). Das positive Finanzergebnis des Vorjahres war insbesondere auf Zinserträgen i.H.v. 207 T€ aus einem gewonnenen Rechtsstreit zurückzuführen.

Das Ergebnis vor Steuern hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 2.004 T€ um rd. 61 % auf 786 T€ reduziert.

Der operative Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit ist im Geschäftsjahr mit 1.967 T€ positiv und liegt deutlich über dem Vorjahreswert von -1.053 T€.

Die Investitionen in das Anlagevermögen betrugen 0,3 Mio. € (Vorjahr 0,4 Mio. €) und sind in beiden Geschäftsfeldern im Wesentlichen für Investitionen in Software, EDV-Geräte und EDV-Ausstattung angefallen.

Nach Abzug der Ertragsteuern i.H.v. 1.341 T€ (Vorjahr: 566 T€) und vor Abzug der Ergebnisanteile Dritter verbleibt eine Konzernjahresfehlbetrag Höhe von - 555 T€ (Vorjahr: + 1.438 T€).

Nach Abzug der Ergebnisanteile Dritter i.H.v. 312 T€ (Vorjahr: 221 T€) verbleibt ein Verlust i.H.v. - 868 T€ (Vorjahr: + 1.217 T€), der den Konzernbilanzverlust aus dem Vorjahr von - 1,9 Mio. € auf - 2,8 Mio. € erhöht.

Finanz- und Vermögenslage

Das langfristige Vermögen beträgt zum 31.12.2012 6,8 Mio. € und ist gegenüber dem Vorjahreswert von 8,4 Mio. € um 1,6 Mio. € gesunken, was hauptsächlich auf die außerplanmäßigen Abschreibungen i.H.v. 1,2 Mio. € auf den Geschäfts- und Firmenwert des Geschäftsfeldes Foto zurückzuführen ist. Die Investitionen in das Anlagevermögen entfallen im Wesentlichen auf Software, EDV-Geräte und EDV-Ausstattung.

Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich im Vergleich zum 31.12.2011 von 12,8 Mio. € auf 14,5 Mio. € erhöht, was insbesondere in der Veränderung der liquiden Mittel begründet ist.

Die liquiden Mittel erhöhten sich stichtagsbezogen von 9.779 T€ zum 31.12.2011 auf 11.216 T€ zum 31.12.2012.

Das Eigenkapital sank von 8.247 T€ im Vorjahr um rd. 9,4 % auf 7.471 T€. Bei etwas erhöhter Bilanzsumme von 21,2 Mio. € zum 31.12.2011 auf 21,3 Mio. € zum 31.12.2012 verschlechterte sich die Eigenkapitalquote im Konzern auf 35,1 % (Vorjahr: 38,9 %).

Die langfristigen Schulden liegen mit 2,7 Mio. € über dem Wert des Vorjahres von 2,5 Mio. € durch die Einstellung von langfristigen Rückstellungen zum Bilanzstichtag. Die kurzfristige Verschuldung erhöhte sich von 10,5 Mio. € zum 31.12.2011 auf 11,1 Mio. € insbesondere durch die um 0,5 Mio. € höheren sonstige Verbindlichkeiten. Die Konzern-Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag 21.328.558,08 € (Vorjahr: 21.180.923,88 €).

Die Fähigkeit des Konzerns, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, war zu jedem Zeitpunkt gegeben.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht)

Die Action Press Holding AG ist als Finanzholding diversen qualitativen und quantitativen Risiken ausgesetzt. Qualitative Risiken stellen in erster Linie Absatz- und Beschaffungsrisiken dar. Die branchenspezifischen Rahmenbedingungen, denen die Konzerngesellschaften ausgesetzt sind, haben sich in den vergangenen Jahren zunehmend verschärft. Verstärkt wird dieser Effekt durch den zunehmenden Verdrängungswettbewerb. Zu den quantitativen Risiken zählen interne Risiken hinsichtlich der Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung. Die Action Press Holding AG ist zur Deckung der betrieblichen und sonstigen Aufwendungen auf den Empfang von Zahlungen und Gewinnausschüttungen ihrer operativen Tochtergesellschaften angewiesen. Eine Vielzahl von Faktoren kann dazu führen, dass sich die tatsächlich eintretenden Ereignisse wesentlich von der prognostizierten Lage unterscheiden und geringere als die erwarteten Auszahlungen von den operativen Tochtergesellschaften vereinnahmt werden.

Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, findet ein ausgewogenes Risiko-Management-System (RMS) Anwendung. Kernbestandteil dieses Systems ist ein Frühwarnsystem, für das sowohl strategische als auch operative Risiken definiert sind. Für diese werden kontinuierlich Kennziffern generiert, die wiederum Bestandteil eines internen Monitoringsystems sind mit dem regelmäßig und systematisch eine Risikoidentifikation stattfindet. Zur Sicherstellung einer effizienten und effektiven Risikokontrolle sind in dem RMS die Kommunikationsstrukturen klar definiert.

Das bestehende Risikomanagement-System wurde aufgrund der Neuerungen durch das BilMoG im Dezember 2009 dokumentarisch erweitert und ergänzt. Die wesentlichen internen und externen Risikofelder aus der operativen Aktivität, dem Finanz- und Rechnungswesen sowie IT wurden einer Analyse unter Festlegung von Parametern unterzogen, die Handlungsweisen definieren und / oder die sofortige Berichtspflicht an den Vorstand bedingen.

Hierdurch werden potentielle Risiken eruiert, bewertet sowie laufend überprüft. Alle Konzerngesellschaften berichten regelmäßig anhand der definierten Kennziffern. Zur Steuerung und Überwachung der Planzahlen und Ziele ist somit ein systematisches Erfassungs- und Kontrollsystem etabliert. Quartalsabschlüsse werden für alle Gesellschaften erstellt und die realisierten Zahlen den Planzahlen gegenübergestellt. Durch eine regelmäßige, enge Kommunikation der Geschäftsleitung mit dem Rechnungswesen und den Steuerberatern wird ein zeitnaher und sachgerechter Informationsstand sichergestellt. Gleichzeitig werden jedoch auch die Chancen analysiert, welche sich durch Trends in Markt und Wettbewerb ergeben.

Aufgrund der Größenordnung der Action Press Holding AG und ihrer Tochtergesellschaften wird der Buchhaltungsprozess durch professionelle Steuerberatungsgesellschaften extern in einem Dienstleistungs- und Prüfungsverhältnis geführt bzw. auch intern geführt unter externer Begleitung. Damit soll auch sichergestellt werden, dass der Rechnungslegungsprozess in der Bearbeitungskette und auf allen Ebenen intern wie auch extern stets allen gesetzlichen Vorschriften und Anforderungen entspricht und etwaige Risiken entweder vermieden oder frühzeitig erkannt werden können. Die Buchführungsdaten werden von der DATEV-Organisation sowie über eine Datenverarbeitungsanlage vom System HMD verarbeitet und ausgewertet. Die Ordnungsmäßigkeit des DATEV-Buchführungsprogramms wurde durch produktunabhängige Systemprüfung bestätigt. Der Kontenplan, der der Buchhaltung zugrunde liegt, entspricht den betrieblichen Anforderungen und bildet die Geschäftsvorfälle entsprechend der gesetzlichen Vorschriften ab. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess umfasst im Wesentlichen eine Funktionstrennung sowie Zugriffsbeschränkungen hinsichtlich des intern ausgeführten Zahlungssystems. Die externen Dienstleistungsgesellschaften sind im Rahmen ihrer Tätigkeit aufgefordert, alle Transaktionen ebenfalls auf gesetzliche Vorschriften und Anforderungen zu prüfen und Verstöße dagegen sowie Unregelmäßigkeiten, welcher Art auch immer, sofort dem Vorstand der Gesellschaft anzuzeigen. Dies gilt im Besonderen im Abgleich der Zahlungsströme, die aus den Transaktionen resultieren.

Kapitalstruktur - Übernahmerelevante Informationen

Durch das Übernahmerichtlinie-Umsetzungsgesetz besteht für börsennotierte Unternehmen nach §§ 289 und 315 HGB die Pflicht, Angaben zur Kapitalzusammensetzung, Aktionärsrechten und deren Beschränkungen, Beteiligungsverhältnissen und zu den Organen der Gesellschaft zu machen, welche übernahmerelevante Informationen darstellen.

Das Grundkapital der Action Press Holding AG beträgt 9.000.000,00 €. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Die namenlosen Stückaktien unterliegen keinerlei Übertragungsbeschränkungen. Soweit dem Vorstand der Gesellschaft bekannt, bestehen keinerlei Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung der Aktien betreffen. Darüber hinaus sind dem Vorstand keine Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern bekannt, welche Beschränkungen in Stimmrechten und Übertragung von Aktien beinhalten. Die Action Press Holding AG hat die Inhaber von Aktien mit keinerlei Sonderrechten ausgestattet und hat auch keine Aktien begeben, die Sonderrechte oder Kontrollbefugnisse verleihen.

An der Gesellschaft ist die Effecten-Spiegel AG mit knapp über 30 % und die Investmentgesellschaft für langfristige Investoren TGV mit über 20 % zum Bilanzstichtag gemäß § 315 (4) Nr. 3 HGB direkt oder indirekt beteiligt.

Es bestehen keinerlei Arbeitnehmerbeteiligungen am Kapital, bei denen die Kontrollrechte nicht unmittelbar ausgeübt werden.

Gemäß §§ 5 und 6 der Satzung der Action Press Holding AG besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder und bestimmt ihre Zahl. Im Geschäftsjahr 2012 bestand der Vorstand aus einer Person. Ist nur ein Vorstandsmitglied bestellt, so ist es einzeln zur Vertretung der Gesellschaft befugt. Der Aufsichtsrat hat dem Vorstand Einzelvertretungsmacht und die Befugnis erteilt, gleichzeitig Rechtsgeschäfte für die Gesellschaft und als Vertreter Dritter abzuschließen. Der Vorstand ist ebenso von den Beschränkungen des § 181 BGB in den Grenzen des § 112 AktG befreit.

Für die Änderung der Satzung gelten die gesetzlichen Vorschriften (§§ 133, 179 AktG).

Seit dem Beschluss der Hauptversammlung vom 23. August 2012 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 22. August 2017 einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals um bis zu insgesamt € 4.500.000,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2012). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht in bestimmten Fällen auszuschließen. Die Einzelheiten der Ermächtigung ergeben sich aus § 4 Abs. 5 der Satzung und dem unter Tagesordnungspunkt 5 im elektronischen Bundesanzeiger vom 16. Juli 2012 bekanntgemachten Beschlussvorschlag.

Seit dem Beschluss der Hauptversammlung vom 23. August 2012 ist die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 22. August 2014 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 Prozent des bis zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Einzelheiten der Ermächtigung ergeben sich aus dem unter Tagesordnungspunkt 6 im elektronischen Bundesanzeiger vom 16. Juli 2012 bekanntgemachten Beschlussvorschlag.

Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen - so genannte Change of Control Klauseln - und Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebotes mit Mitgliedern des Vorstandes oder Arbeitnehmern, bestehen nicht.

Vergütungsbericht

Gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB ist die Action Press Holding AG dazu verpflichtet, im Lagebericht die Grundzüge des Vergütungssystems der Gesellschaft für die im Anhang genannten Gesamtbezüge darzustellen.

Ein Vergütungssystem, wie es der Deutsche Corporate Governance Kodex vorsieht, besteht nicht. Aufsichtsrat und Vorstand beziehen feste Bezüge, die im Anhang beziffert werden. Die im Anhang angegebenen variablen Bezüge des Vorstands beziehen sich auf die erfolgsabhängige Vergütung als Geschäftsführer bei der Tochtergesellschaft infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH.

Wirtschaftlicher Ausblick für die nächsten zwei Jahre (Prognosebericht)

Geschäftsfeld Markt- und Sozialforschung

Analyse abgelaufenes Geschäftsjahr

Für die Branche der Markt- und Sozialforschung insgesamt verlief die Entwicklung im Jahr 2012 im Ganzen positiv und bescherte einen Umsatz in Deutschland von 2,5 Mrd. Euro. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer Steigerung um 7,7 Prozent; inflationsbereinigt bleibt immer noch ein Plus von 5,7 Prozent.

Damit setzt sich der Aufwärtstrend der letzten beiden Vorjahre fort. Nachdem die Umsätze der deutschen Institute 2009 um 5 Prozent sanken, sind sie 2010 nominal um 3,3 Prozent und 2011 um immerhin 6,7 Prozent gestiegen.

infas gehört im Jahr 2012 zu jenen Instituten, für die eine positive Umsatzentwicklung feststellbar ist. Es gilt zu berücksichtigen, dass die Steigerung des Umsatzes bei vielen der großen und mittleren Unternehmen unter anderem darauf zurückzuführen ist, dass mehrere Übernahmen und Verschmelzungen stattfanden, was bei infas allerdings nicht der Fall war. Insgesamt haben die 50 umsatzstärksten Marktforschungsinstitute den deutschen Markt weiterhin fest im Griff: Im Jahr 2012 haben sie gemeinsam 94,8 Prozent des deutschen Branchenumsatzes erwirtschaftet (2011: 93,4 Prozent). Noch deutlicher wird der Konzentrationsprozess beim Blick auf die Top Ten, zu denen auch infas gehört. Die Top Ten setzen 82,3 Prozent des gesamten Umsatzes der Branche um.

Das Jahr 2012 hat - nach dem überaus erfolgreichen Jahr 2011 - für infas einen weiteren positiven Verlauf genommen, womit vor dem Hintergrund des Umsatzsprungs von 36,7 Prozentpunkten im Vorjahr nicht unbedingt zu rechnen war. infas erzielte im Jahr 2012 einen Umsatz von 18,3 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr mit 17,6 Mio. Euro. Damit ist einen neuer Rekordwert erreicht. Sehr erfreulich ist dabei, festzustellen zu können, dass sich die Gewinnsituation nochmals signifikant verbessert hat und somit auch das beste bisher erreichte Ergebnis berichtet werden kann. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit umfasst nunmehr 3,09 Mio. € (Vorjahr 2,07 Mio. €) und erreicht, relativ zum Ergebnis gesehen, 16,9 Prozent der Gesamtleistung (Vorjahr: 12,2 Prozent), was auch branchenweit als ein Spitzenergebnis einzuschätzen ist. Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass damit eine Gewinnsteigerung von 49,5 Prozent erreicht werden konnte.

Die einzelnen Bereiche entwickelten sich im Geschäftsjahr 2012 wie folgt:

Bereich Sozialforschung

Das Portfolio dieses Bereichs umfasst die Durchführung von empirischen Projekten mit extrem komplexen methodischen Designs zur empirischen Analyse wesentlicher sozialer Fragestellungen, die den weiteren Fortgang der Gesellschaft betreffen.

Bei der Sozialforschung handelt es sich um den umsatzstärksten Bereich von infas. Sie setzte auch im Berichtsjahr die Geschäftsentwicklung erfolgreich fort. Der Sektor erreichte 2012 einen Umsatz von 14,1 Mio. € und steigerte damit seinen Umsatz um 20,3 Prozent (Umsatz in 2011: 11,7 Mio. €). Der erreichte Umsatz umfasste somit 76,8 Prozent des Gesamtumsatzes von infas. Ein Grund für diese Steigerung liegt in der erfolgreichen Abwicklung zweier größerer Projekte mit längerer Perspektive, die relativ zeitgleich beendet werden konnten. Mit den genannten Umsätzen unterstreicht dieser Bereich seine führende, die Struktur des Instituts auch bestimmende Funktion.

Bereich Markt- und Verkehrsforschung

Das Portfolio dieses Bereichs umfasst die Durchführung von empirischen Ad-hoc-Projekten für spezialisierte Marktforschungsfragestellungen der Industrie, speziell von Verkehrsunternehmen und Dienstleistungsunternehmen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr verringerten sich allerdings die Umsätze in diesem Bereich auf 2,1 Mio. € (Vorjahr: 3,5 Mio. €).

Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf den Verlust eines Großprojekts zurückzuführen, das von einem Großinstitut mit explizit strategischen Preisen im Wettbewerb gewonnen wurde. Es ist das Hauptproblem in diesem Bereich, dass Institute mit dem Fokus auf eher klassische Marktforschungsmethoden - wie infas -mit der methodisch zwar problematischen, aber gleichfalls billigen Online-Forschung zu kämpfen haben. Nach der Krise herrscht ein großer Preisdruck. Ein Teil der Industriekunden hat infolge der Krise Projekte auslaufen lassen bzw. keine neuen beauftragt und dafür eher auf die nicht klassischen Marktforschungsmethoden, insbesondere die billigere Online-Forschung, zurückgegriffen. Offensichtlich bleiben einige Kunden aus Gründen des Preises bei dieser eher methodisch nicht immer optimalen Lösung. Hier sind zudem die bereits angesprochenen Top Five der Marktforschungsunternehmen gut positioniert. Sie sind allesamt international aufgestellt, sehr umsatzstark und können ihre Leistung zumeist preiswerter anbieten als infas. Vor diesem Hintergrund sind in der Akquisitionsstrategie des angesprochenen Bereichs Anpassungen notwendig, die auf ein breiteres Spektrum an Methoden und Fragestellungen abzielen. Zukünftig wird ebenfalls an Stellen, wo es methodisch zu rechtfertigen ist, Online-Forschung angeboten werden.

Bereich Gesundheitsforschung

In diesem Bereich sind mehrere Großprojekte angesiedelt, die sich mit der empirischen Evaluation von Disease-Management-Programmen verschiedener Krankheitsbilder beschäftigen. Der im Jahr 2012 in diesem Bereich realisierte Umsatz lag mit 2,1 Mio. Euro um vier Prozent geringer als der Vorjahreswert von 2,2 Mio. Euro. Hierzu ist allerdings einschränkend festzustellen, dass dieser Rückgang in erster Instanz auf die Logik der Abarbeitung der genannten DMP-Projekte zurückzuführen ist und daher nur eingeschränkt einen Hinweis auf eine spezifische Marktentwicklung gibt.

Mit dem seit Jahren kontinuierlich steigenden Umsatz einerseits und der damit verbundenen Einsicht andererseits, den größten Teil der gesamten Prozesskette der angebotenen Dienstleistung selber leisten zu müssen, weil der Markt dies für infas in der erwarteten Komplexität definitiv nicht erbringen kann, ging ein Ausbau der personellen Ressourcen im Institut einher. Mit 88 Beschäftigten zum Geschäftsjahresende wurde ein neuer Höchststand der Beschäftigung erreicht (Vorjahr: 82 Mitarbeiter).

Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Das ifo-Institut in München hat sich zur Instanz entwickelt, die regelmäßig, und empirisch gestützt, die Perspektiven der Entwicklung der deutschen Wirtschaft relativ sicher vorhersagt. Die Vorhersagen werden auch auf Ebene der Branchen disaggregiert zur Verfügung gestellt. Aus den Daten, die an die an der Erhebung teilnehmenden Unternehmen verteilt werden, ergibt sich, dass das ifo-Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft 2013 weiterhin an die positive Entwicklung des vergangenen Jahres anzuknüpfen scheint. Die Unternehmen waren mit ihrer momentanen Situation im Februar 2013 noch zufriedener als im Dezember des letzten Jahres. Ihre Geschäftsaussichten für das nächste halbe Jahr bewerteten sie günstiger als im vergangenen Monat. Im Hinblick auf das Dienstleistungsgewerbe kann festgestellt werden, dass der ifo-Geschäftsklimaindikator für das Dienstleistungsgewerbe auch im Februar 2013 nach einigen Rückgängen nunmehr wieder steigt. Die befragten Dienstleister berichteten von einer derzeitigen guten Geschäftssituation. Sie verzeichneten höhere Umsätze als im vergleichbaren Vorjahresmonat und rechneten mit einem weiteren Zuwachs in der nächsten Zeit.

Im Gegensatz zu manchen Befürchtungen und Prognosen ist derzeit also, zumindest in Deutschland, eher eine positive Hauptstimmung der Wirtschaft feststellbar. Dies trifft in leicht abgewandelter Form auch auf das Dienstleistungsgewerbe zu.

Lange Zeit galt es als ausgemacht, dass sich die Marktforschungsbranche relativ unabhängig von Konjunkturzyklen entwickelt. In Krisenzeiten ändern sich, so eine weit verbreitete Annahme, die Anforderungen und damit die Forschungsschwerpunkte: In guten Zeiten geht es um "Wachstum", in schlechten Zeiten um "Umstrukturierung". Und in der Tat hat sich eine Zeit lang die Entwicklung der Marktforschungsbranche von den Konjunkturzyklen abgekoppelt. Damit ist es seit der Krise 2009 vorbei. Im Einklang mit dem gesamtwirtschaftlichen Rückgang (2009: ein Minus von 5,1 Prozentpunkten) schrumpfte auch die Markt- und Sozialforschungsbranche (- 5,0). Für Marktforschung bestimmte Budgets wurden radikal zurückgehalten. Und die Wirkungen sind nach wie vor spürbar: Geplant wird immer kurzfristiger. Aufwendige Trackingstudien, bei denen dasselbe Thema über Wochen und Monate hinweg immer wieder untersucht wird, fallen weg. In der Marktforschung sind eher Studien gefragt, die innerhalb weniger Tage Resultate liefern.

infas verfügt hinsichtlich ihrer Portfolios von Kunden, Märkten und Methodenkompetenzen über eine hohe Diversifikation. Das Krisenjahr 2009 konnte daher gut überstanden werden. Es wurde sogar Wachstum generiert. Selbst bei schlechteren makroökonomischen Entwicklungen würde für das Institut kein akutes wesentliches Risiko bestehen, weil der Spezialisierungsgrad recht hoch und infas nicht weltweit aufgestellt ist. Umso geringer sind die Risiken, wenn die Rahmenbedingungen positiv einzuschätzen sind.

Allerdings muss angesichts der Erfahrungen in der Krise 2009 berücksichtigt werden, dass eine etwaige ungünstige konjunkturelle Entwicklung direkt auf die Marktforschungsbranche durchschlägt. Dennoch gehört infas zu den wenigen Instituten, die als Full-Service-Dienstleister mit seinem hohen methodischen Niveau gut aufgestellt sind, insbesondere für empirisch komplexe Fragestellungen, die in der Krise nicht einfach als gelöst unterstellt werden können, sondern sich möglicherweise in ihr sogar verschärfen. Dies gilt auch und gerade für den Bereich Sozialforschung. Die großen ungelösten Fragen der Gesellschaft wie Arbeitsmarkt, Bildung, Alter und Gesundheit generieren einen Forschungsbedarf, der auch unter den ungünstigsten Konstellationen der öffentlichen Haushalte abzudecken sein wird. Hier wird insbesondere empirisch relevanter Wissensbedarf entstehen.

Die Auftragslage von infas kann für die nächste Zeit mit "sehr gut" umschrieben werden. Das hervorragende Ergebnis 2012 ist u.a. auch auf die Tatsache zurückzuführen, dass mehrere Großprojekte erfolgreich abgeschlossen werden konnten, die auch Nachfolgeprojekte generiert haben. Zusätzlich ist die erhöhte Effektivität und Effizienz anzusprechen, die aufgrund einer radikal neuen Organisationsstruktur offensichtlich erreicht wurde und sich ebenfalls in dem abermals verbesserten Ergebnis niederschlägt. Dies und die systematisch organisierten Akquisitionsbemühungen des Instituts, die zu einem guten Auftragsbestand führten, lassen einerseits erwarten, dass eine moderate Steigerung von Umsatz und Ertrag in den nächsten beiden Jahren möglich scheint, zumindest aber eine Stabilisierung auf dem erreichten, hohen Niveau.

Dies alles gilt allerdings nur, wenn vor dem geschilderten Hintergrund ein normaler Geschäftsverlauf unterstellt wird. Allerdings lassen die geschilderten, eher unübersichtlichen Marktbedingungen im europäischen Umfeld sowie der selbst für Experten nicht klare Konjunkturverlauf den Weg offen für Unsicherheitsfaktoren. Sollten diese oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den formulierten Erwartungen abweichen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind

Keine.

Geschäftsfeld Foto

Analyse abgelaufenes Geschäftsjahr

Trotz starkem Konkurrenzdruck und stetig fallender Bildpreise im deutschen sowie internationalen Medienmarkt sicherte sich action press im Jahre 2012 nach wie vor eine führende Position im Kreis der Pressebildagenturen in Deutschland. action press ist weiterhin, besonders im Yellow-Bereich, die meistgedruckte, unabhängige Fotoagentur Deutschlands. Das Kundenportfolio der Agentur beinhaltet alle Zeitungs- und Zeitschriftenverlage im Lande sowie Buchverlage, TV-Sender, Werbeagenturen und Online-Medien. Zu den bestehenden, traditionellen Medienkunden konnte action press im vergangenen Jahr auch Neukunden akquirieren, die nicht dem redaktionellen Umfeld zuzuordnen sind. Insgesamt konnte die neugegründete Business Development Abteilung von action press 20 Firmenkunden, Behörden und Verbände dem bestehenden Kundenkreis hinzufügen, die durch die Bestellung exklusiver Auftragsfotografie neue, langfristig wichtige Umsatzquellen erschlossen.

Allerdings: Die negative Entwicklung auf dem deutschen Zeitungs- und Zeitschriftenmarkt setzte sich auch im vergangenen Jahr weiterhin fort. Die Verlage hielten an ihren rigiden Sparkursen fest, sie stellten Titel gänzlich ein und entließen Mitarbeiter in großer Zahl. Einzelne Zeitungen wurden sogar geschlossen (Frankfurter Rundschau, Financial Times). Es zeigt sich damit: Diese Branche hat sich noch nicht erholt. Die strukturellen Schwierigkeiten dauern an, nach wie vor gehen die Auflagen zurück und die Anzeigenmärkte bleiben schwach.

Wie groß der Konkurrenzkampf im Markt ist, zeigt die Insolvenz der Agentur dapd im letzten Geschäftsjahr. Der gesamte Fotobereich der Firma wurde eingestellt. Jahrelang haben dapd die Zeitschriften- bzw. die Zeitungsverlage mit Niedrigpreisvereinbarungen im Text- und Bildbereich geködert, die sich letztendlich als komplett unrealistisch erwiesen. Das von dapd angebotene Preisniveau führte auch dazu, dass die Verlagshäuser dies zum Anlass nahmen, diese Preisvorstellungen von den im Markt vertretenen anderen Agenturen zu verlangen. Am Ende überstiegen die Betriebskosten der Agentur bei weitem die Einnahmen und führten somit zum abrupten Ende.

Natürlich wurde der Geschäftsbereich Foto von diesen Rahmenbedingungen eingeholt. Bereits im ersten Quartal zeichnete sich ab, dass die angezielte verbesserte Umsatz- und Ertragslage im Jahre 2012 mit eher geringer Wahrscheinlichkeit eintreten würde. Die anfänglichen Prognosen erwiesen sich als unrealistisch, die Bemühungen, neues Geschäft zu generieren, hatten nur geringen Erfolg. Vor diesem Hintergrund wurde ein umfangreiches und schmerzvolles Sparprogramm aufgelegt, mit dem Ziel, die Kostenstruktur den veränderten Umsatzbedingungen anzupassen. Im April 2012 wurden daher insgesamt 16 Mitarbeiter bei action press betriebsbedingt gekündigt.

Der Gesamtumsatz im Jahr 2012 belief sich auf 4,7 Mio. € nach 4,9 Mio. € in 2011. Dies ist ein Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 165 T€ oder 3,4 Prozent. Es wurde vor diesem Hintergrund kein Gewinn erwirtschaftet, sondern ein erneuter Verlust in Höhe von 690 T€, nach einem Minus von 352 T€ in 2011. Der Verlust in der angegebenen Größe ist in hohem Maße auf die Freisetzung von 16 Mitarbeitern, die damit verbundenen Abfindungen, Lohnfortzahlungen sowie Rechtskosten zurückzuführen. Die angesprochenen, durchgeführten Umstrukturierungsmaßnahmen, insbesondere der Personalabbau, führten allerdings dazu, dass Teilflächen der angemieteten Räumlichkeiten zukünftig nicht mehr genutzt bzw. benötigt werden. Da diese Flächen nur zu deutlich reduzierten Preisen untervermietet werden können, war es handelsrechtlich geboten, die Mietdifferenz über die Laufzeit des Mietvertrags bereits im Jahr 2012 als eine Rückstellung für drohende Verluste in Höhe 262 T€ abzubilden. Damit erhöht sich der Verlust auf ein Minus von 948 T€.

Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Die zukünftige Entwicklung wird in diesem Geschäftsfeld geprägt sein von Fortschritten und Rückschlägen bei der Überwindung der strukturellen Schwierigkeiten in dieser Branche. Die Überwindung dieser Schwierigkeiten kommt angesichts neuerer Entwicklungen der digitalen Welt einer Neuerfindung des bestehenden Geschäftsmodells gleich, ist riskant und dürfte länger dauern. Es ist daher konsequent, dass in dem Bereich Foto in einem ersten Schritt die Kosten an die sich derzeit abzeichnende Umsatzstruktur konsequent angepasst werden und auf Expansionsfantasien verzichtet wird, sofern sie sich auf Dienstleistungen für das "alte" Geschäftsmodell in dieser Branche beziehen. In weiteren Schritten muss aber die Erbringung der Dienstleistung und ihre Qualität verbessert werden, um die vorhanden Chancen eines Premiumanbieters zu nutzen.

Auch hierzu wurden erste Maßnahmen ergriffen. Im Dezember 2012 nahm action press das neue Redaktionssystem "Backstage" in Betrieb. Die Bildbearbeitung, Verschlagwortung sowie die Rechnungsstellung an Kunden wurde durch die Einführung des neuen Systems schneller und effizienter. Redakteure können nun mehr Bilder redigieren und an angeschlossene Kundensegmente versenden. Insgesamt wurde der Bildversand durch das neue Betriebssystem um 20 Prozent gesteigert. Das neue System ist im Vergleich zum alten flexibler und ermöglicht zudem Fotografen, ihre Bilder selbständig in die action-press-Datenbank sowie direkt zu den Kunden zu übermitteln.

Die Exklusivkollektion "action press plus", welche selbstproduzierte Studioproduktionen sowie auch das Michel-Comte-Archiv beinhaltet, dient der Verbesserung der Struktur des Angebots. Diese Kollektion ist ein zusätzliches Angebot, zum bestehenden Tagesdienst, das sich preislich auf einem höheren Niveau bewegt. Die Kollektion ist hauptsächlich für den Magazin- und Werbemarkt entwickelt und realisiert worden. Es wird darauf ankommen, dieses Angebot in den nächsten zwei Jahren fest im Markt zu etablieren.

Die Strategie der Geschäftsführung für das Jahr 2013 sieht vor dem geschilderten Hintergrund die Konzentration der Agentur auf das Kerngeschäft vor, das schneller als bisher und in einer breit diversifizierten Struktur als Top-Serviceagentur für unsere Medienkunden zu erbringen sein wird. Zur Kernkompetenz gehört nach wie vor der Yellow-Bereich. Verlage und Redaktionen sind hierbei die wichtigsten Kundengruppen. Hierbei ist es von größter Bedeutung, dass bestehende Partnerschaften mit nationalen und internationalen Agenturen bzw. Fotografen gesichert und ausgebaut werden. Die Insolvenz der dapd führte zusätzlich zu einer Verdichtung des Markts mit der Konsequenz, dass langjährige Vertragspartner von action press nun verstärkt von konkurrierenden Agenturen angegangen und zu einem Wechsel angeregt werden. Diese Vertragspartner müssen auf alle Fälle gehalten werden. Zusätzlich zu unseren bestehenden Vertragspartnern werden neue Agenturen und auch Fotografen zum existierenden Portfolio hinzugefügt. Des Weiteren werden bestehende Vertragsvereinbarungen mit wichtigen Verlagsgruppen abgesichert und zeitlich verlängert. Zusätzliche Auftrags- und Syndizierungsmodelle werden anzustreben sein.

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind

Keine.

Zusammenfassung

Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Es wurde bereits angemerkt: Die Action Press Holding AG erzielt als Management- und Finanzholding der Action Press Holding Gruppe keine Umsatzerlöse. Die Geschäftsentwicklung hängt primär von der Entwicklung der Tochtergesellschaften infas in Bonn einerseits und action press in Hamburg andererseits ab. Und die Töchter entwickeln sich u.a. angesichts der unterschiedlichen Rahmenbedingungen höchst unterschiedlich, ja geradezu gegensätzlich. War vor einigen Jahren die action press gmbh & co. kg in Hamburg noch der Hauptträger von Umsatz und Ertrag, ist es nun das infas-Institut, das diese Rolle übernommen hat, wobei in dieser neuen Konstellation erschwerend hinzukommt, dass die Fotoagentur nicht nur eine geringere Rolle beim Beitrag zum Umsatz spielt, sondern zusätzlich Verluste in durchaus bemerkenswerter Höhe produziert, was bei infas bisher noch nie der Fall war.

In dieser Konstellation sind die Chancen und Risiken auch klar verteilt. Die größten Chancen bestehen in der Weiterentwicklung von infas, möglicherweise ergeben sich sogar zusätzliche Chancen durch die Übertragung des erfolgreichen Geschäftsmodells auch auf andere Bereiche der Datenproduktion. Nach wie vor gibt es Chancen bei action press im Yellow-Bereich. Schließlich ist sie noch einer der großen Agenturen in Deutschland. Dennoch konzentrieren sich die Risiken derzeit auf die Entwicklung eben der action press gmbh & co. kg in Hamburg. Durch die erfolgreich durchgeführten Sanierungsschritte sind sie zwar radikal minimiert worden. Es wäre aber falsch anzunehmen, dass keine Risiken mehr existierten. Die strukturelle Krise des Medienmarkts ist noch ausgeprägt, so dass hier negative Auswirkungen nicht komplett auszuschließen sind.

Gleichwohl: Eine positive Entwicklung der Action Press Holding AG ist unter Berücksichtigung eines normalen Geschäfteverlaufs schon für das Geschäftsjahr 2013 insoweit gesichert, als dass ein großer Teil der Verluste aus Kosten der Sanierung und Abschreibungen der action press gmbh & co. kg in Hamburg bestehen und der positive Beitrag von infas für den Umsatz und den Ertrag der Holding hoch wahrscheinlich ist. Es wird mit einem positiven Ertrag der Holding bei einem Umsatz in der Bandbreite von 21 Mio. €. bis zu 24. Mio. € gerechnet.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die nach § 289 a HGB vorgeschriebene Erklärung zur Unternehmensführung ist auf der Internetseite der Action Press Holding AG:

"www.actionpressholdingag.de" öffentlich zugänglich.

 

Bonn, 09. April 2013

Action Press Holding Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Konzernbilanz zum 31.Dezember 2012

Aktiva

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  2012
2011
Langfristige Vermögenswerte    
8 Immaterielle Vermögenswerte 137.406,00 134.849,00
8 Geschäfts- oder Firmenwert 6.117.967,00 7.346.967,00
9 Sachanlagen 500.268,00 584.098,00
10 Finanzanlagen 1,00 1,00
11 Latente Steueransprüche 0,00 329.000,00
11 Sonstige Vermögenswerte 30.700,72 30.700,72
11 Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 456,00
Langfristige Vermögenswerte gesamt 6.786.342,72 8.426.071,72
Kurzfristige Vermögenswerte    
12 Vorräte 25.076,74 26.063,66
12 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.026.090,84 1.350.670,71
12 Dienstleistungsgeschäfte mit aktivischem Saldo 1.477.833,80 509.241,34
12 Ertragsteuerforderungen 616.820,75 243.014,60
12 Sonstige Vermögenswerte 97.122,85 774.786,41
12 Rechnungsabgrenzungsposten 83.606,28 72.272,19
12 Liquide Mittel 11.215.664,10 9.778.803,25
Kurzfristige Vermögenswerte gesamt 14.542.215,36 12.754.852,16
  21.328.558,08 21.180.923,88

Passiva

   
2012
2011
Eigenkapital    
13 Gezeichnetes Kapital 9.000.000,00 9.000.000,00
13 Kapitalrücklage 932.400,00 932.400,00
13 Konzernbilanzverlust -2.811.458,03 -1.943.665,16
13 Den Anteilseignern zurechenbarer Anteil am Eigenkapital 7.120.941,97 7.988.734,84
13 Anteile ohne beherrschenden Einfluss 349.942,77 258.197,23
Eigenkapital gesamt 7.470.884,74 8.246.932,07
Langfristige Schulden    
14 Rückstellungen für Pensionen 2.402.507,00 2.291.549,00
17 Sonstige Rückstellungen 261.500,00 0,00
15 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 100.000,00
15 Latente Steuern 53.345,00 53.345,00
Langfristige Schulden gesamt 2.717.352,00 2.444.894,00
Kurzfristige Schulden    
16 Ertragsteuerschulden 338.047,83 219.140,30
17 Sonstige Rückstellungen 360.560,00 454.414,48
18 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 100.000,00 12.500,00
19 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 702.437,63 872.754,66
19 Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung 8.079.431,58 7.896.423,32
19 Sonstige Verbindlichkeiten 1.559.844,30 1.033.865,05
Kurzfristige Schulden gesamt 11.140.321,34 10.489.097,81
  21.328.558,08 21.180.923,88

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Periode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012

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  2012
2011
20 Umsatzerlöse   22.986.766,42 22.415.010,26
21 Sonstige betriebliche Erträge   297.160,51 535.075,39
Materialaufwand/Aufwendungen für bezogene Leistungen   -10.801.675,76 -11.721.894,29
22 Personalaufwand   -7.002.942,93 -6.238.884,28
23 Abschreibungen   -1.559.010,27 -247.902,35
24 Sonstige betriebliche Aufwendungen   -3.065.133,02 -2.885.434,68
25 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 77.809,56   288.005,86
25 Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens -21.892,60   -22.544,72
25 Zinsen und ähnliche Aufwendungen -125.474,51   -117.907,67
25 Finanzergebnis   -69.557,55 147.553,47
Ergebnis vor Ertragsteuern   785.607,40 2.003.523,52
26 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -1.340.957,50 -565.918,67
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag / Gesamtergebnis   -555.350,10 1.437.604,85
Ergebnisanteile Gesellschafter ohne beherrschenden Einfluss   -312.442,77 -220.697,23
Ergebnisanteil Gesellschafter des Mutterunternehmens   -867.792,87 1.216.907,62
Verlustvortrag   -1.943.665,16 -3.160.572,78
13 Konzernbilanzverlust   -2.811.458,03 -1.943.665,16
29 Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert)   -0,10 0,14

Konzern-Kapitalflussrechnung

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  2012
T€
2011
T€
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern 786 2.004
Abschreibungen auf Sachanlagen 330 248
Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert 1.229 0
Erhöhung/Verminderung der Rückstellungen 398 388
Zinsaufwendungen/Zinserträge 48 -170
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Vermögenswerte -349 -993
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, der Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung, der erhaltenen Anzahlungen und der sonstigen Verbindlichkeiten 537 -1.823
Gezahlte Ertragsteuern -1.012 -707
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen 0 0
Cash-Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 1.967 -1.053
Einzahlungen aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten 0 0
Auszahlungen für den Erwerb von langfristigen Vermögenswerten -249 -385
Erhaltene Zinsen 78 288
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -171 -97
Einzahlungen aus der Aufnahme von Bankkrediten/sonstigen Darlehen 0 0
Auszahlungen aus der Tilgung von Bankkrediten/sonstigen Darlehen -12 -12
Gezahlte Zinsen -126 -118
Gezahlte Dividenden an Gesellschafter ohne beherrschenden Einfluss -221 -153
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -359 -283
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 1.437 -1.433
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 9.779 11.212
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 11.216 9.779

Der Finanzmittelfonds beinhaltet nur die liquiden Mittel und stimmt mit der entsprechenden Bilanzposition überein.

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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Geschäftsjahr 2012 Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklage
Konzernbilanzverlust
Anteile ohne beherrschenden Einfluss
Konzern-Eigenkapital
Stand 1.Januar 2012 9.000.000,00 932.400,00 -1.943.665,16 258.197,23 8.246.932,07
Dividende für das Vorjahr 0,00 0,00 0,00 -220.697,23 -220.697,23
Gesamtergebnis 1.1.2012-31.12.2012 0,00 0,00 -867.792,87 312.442,77 -555.350,10
Veränderung Anteilsverhältnisse 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2012 9.000.000,00 932.400,00 -2.811.458,03 349.942,77 7.470.884,74
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Geschäftsjahr 2011 Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklage
Konzernbilanzverlust
Anteile ohne beherrschenden Einfluss
Konzern-Eigenkapital
Stand 1. Januar 2011 9.000.000,00 932.400,00 -3.160.572,78 190.472,71 6.962.299,93
Dividende für das Vorjahr 0,00 0,00 0,00 -152.972,71 -152.972,71
Gesamtergebnis 1.1.2011-31.12.2011 0,00 0,00 1.216.907,62 220.697,23 1.437.604,85
Veränderung Anteilsverhältnisse 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2011 9.000.000,00 932.400,00 -1.943.665,16 258.197,23 8.246.932,07

Konzernanhang zum 31. Dezember 2012

1 Allgemeine Erläuterungen

Die Action Press Holding AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Bonn (HRB 17379) eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist 53113 Bonn, Friedrich-Wilhelm-Straße 18.

Die Action Press Holding Aktiengesellschaft ist Mutterunternehmen eines Konzerns. Sie hält zum Bilanzstichtag direkt Beteiligungen an drei Unternehmen, die auf den Gebieten der Meinungs-, Markt- und Sozialforschung und der digitalen Bildverarbeitung tätig sind.

Der Konzernabschluss der Action Press Holding Aktiengesellschaft wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Diese umfassen alle geltenden Standards und Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) bzw. des International Reporting Interpretations Committee (IFRIC). Der Konzernabschluss berücksichtigt alle bis zum 31. Dezember 2012 verabschiedeten und verpflichtend anzuwendenden Bestimmungen der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind und die ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften.

Das Geschäftsjahr der Action Press Holding AG und ihrer Tochterunternehmen ist das Kalenderjahr. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nichts anderes vermerkt, sind alle Beträge in Tausend Euro (T€) angegeben.

Nach § 315 a HGB i.V.m. Art. 4 der EU-IAS-Verordnung haben kapitalmarktorientierte berichtspflichtige Mutterunternehmen ihren gemäß § 290 HGB aufzustellenden Konzernabschluss nach den Regelungen der IFRS zu erstellen. Die IFRS-Konzernrechnungslegungspflicht gemäß § 315 a HGB setzt eine kapitalmarktorientierte Gesellschaft und damit den Handel im regulierten Markt voraus. Die Action Press Holding AG stellt verpflichtend einen Konzernabschluss nach IFRS auf, da die Aktien der Action Press Holding AG am regulierten Markt gehandelt werden.

2 Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden die Action Press Holding AG und sämtliche Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die Action Press Holding AG mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, die Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen, um aus der Tätigkeit dieser Unternehmen Nutzen zu ziehen (Tochterunternehmen).

Die Konsolidierung erfolgt ab dem Zeitpunkt, an dem die Action Press Holding AG die Möglichkeit der Beherrschung hat. Endet diese Möglichkeit, scheiden die entsprechenden Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis aus.

Der Konsolidierungskreis umfasst folgende inländische Tochtergesellschaften:

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  Anteil am Kapital
infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH, Bonn 85,00 Prozent
action press GmbH & Co. KG, Hamburg 100,00 Prozent
action press Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00 Prozent

Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich im Geschäftsjahr keine Veränderungen des Konsolidierungskreises.

3 Allgemeine Konsolidierungsgrundsätze

Gegenstand des Konzernabschlusses ist die Action Press Holding AG und deren verbundene Unternehmen. Alle Tochterunternehmen, die unter der rechtlichen oder/und faktischen Kontrolle der Action Press Holding AG stehen, sind in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem Fair Value der hingegebenen Vermögenswerte, ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt zuzüglich den dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren Fair Values im Transaktionszeitpunkt bewertet, unabhängig von dem Umfang der Anteile ohne beherrschenden Einfluss.

Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum Fair Value bewerteten erworbenen Nettovermögen wird als Goodwill angesetzt.

Der Zeitpunkt, auf den die Erstkonsolidierung abgestellt ist, ist grundsätzlich der Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile (Stichtag der Erstkonsolidierung).

Die Auswirkungen konzerninterner Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet, Zwischengewinne und -verluste werden eliminiert. Konzerninterne Erträge werden mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Auf temporäre Unterschiede aus der Konsolidierung werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.

Zwischen den einbezogenen Unternehmen liegen jedoch keine Lieferungen oder Leistungen vor, die eliminierungspflichtige Zwischengewinne enthalten.

4 Ermessensspielräume und Schätzungen

Die Aufstellung der in den IFRS-Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse erfordert teilweise Annahmen und Schätzungen, welche die betragsmäßige Höhe der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten und -forderungen, die Erträge und Aufwendungen der Berichtsperiode sowie die sonstigen Angaben im Konzernabschluss beeinflussen können. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind in Tz 5 erläutert. Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen betreffen die folgenden Fälle.

Zur Bewertung von Pensionsverpflichtungen bedient sich die Action Press Holding Aktiengesellschaft statistischer bzw. versicherungsmathematischer Berechnungen, um Auswirkungen künftiger Entwicklungen auf die Aufwendungen und Verpflichtungen aus diesen Plänen abzuschätzen. Diese Berechnungen beruhen auf Annahmen über den Abzinsungssatz und über die Gehalts- und Rentensteigerungsraten. Diese Annahmen beruhen auf den am Bilanzstichtag herrschenden Verhältnissen und Einschätzungen bzw. auf den dann geltenden Marktbedingungen.

Unternehmenserwerbe erfordern Schätzungen hinsichtlich des Fair Value der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. In Übereinstimmung mit IAS 36 werden Geschäfts- und Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen mindestens einmal jährlich auf Werthaltigkeit getestet. Geschäfts- und Firmenwerte werden für Zwecke des Werthaltigkeitstests im Erwerbszeitpunkt zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet. Zur Beurteilung der Werthaltigkeit wird der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus Nettoveräußerungspreis und dem Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die Gruppe ermittelt den erzielbaren Betrag als Nutzungswert und damit als Barwert der zukünftigen Cash-Flows der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die zukünftigen Cash-Flows stammen aus der Planrechnung des Konzerns. Insbesondere die Prognosen zukünftiger Cash-Flow sind vor dem Hintergrund der vorangegangenen Finanz- und Wirtschaftskrise sowie dem anschließenden dynamischen Wirtschaftsaufschwung mit zusätzlichen Unsicherheiten behaftet.

Die Berechnung des Barwerts der geschätzten zukünftigen Cash-Flows beruht auf Annahmen über Bestandsentwicklungen, zukünftigen Umsatzvolumina und Aufwendungen. Der Cash-Flow-Schätzung liegen Detailplanungszeiträume von 3-5 Jahren zu Grunde. Für den Zeitraum danach wurde von konstanten Cash-Flow ausgegangen. Die ermittelten Cash-Flow wurden mit gewichteten marktadäquaten Kapitalkostensätzen von 8,5 Prozent vor Steuern (Vj. 8,25 Prozent vor Steuern) abgezinst.

Weitere Erläuterungen über getroffene Annahmen und Schätzungen erfolgen bei den Angaben zu den einzelnen Abschlusspositionen. Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Beurteilungen am Bilanzstichtag. Bei der Einschätzung der künftigen Geschäftsentwicklung wurde außerdem das zu diesem Zeitpunkt als realistisch unterstellte wirtschaftliche Umfeld in den Branchen und Regionen, in denen der Konzern tätig ist, berücksichtigt. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses ist nicht von einer wesentlichen Änderung der zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen auszugehen.

5 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden als Vermögenswert erfasst und mindestens jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Eine Wertminderung wird sofort als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und in den Folgeperioden nicht wieder wertaufgeholt. Der Geschäfts- oder Firmenwert, der aus Unternehmenserwerben vor dem 1. Januar 2004 entstanden ist, wurde aufgrund der Erleichterungsvorschrift gemäß IFRS 1 bis zum 31. Dezember 2003 grundsätzlich planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren gleichmäßig abgeschrieben. Eine Wertaufholung der in vorangegangenen Perioden abgeschriebenen Beträge findet nicht statt.

Gemäß IAS 36.10 tritt unter anderem bei Geschäfts- oder Firmenwerten an die Stelle von planmäßigen Abschreibungen eine regelmäßige, mindestens jährlich durchzuführende Werthaltigkeitsprüfung. Die Werthaltigkeitsprüfung eines Geschäfts- oder Firmenwertes wird auf Ebene einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit (CGU) vorgenommen. Die Werthaltigkeitsprüfung basiert auf der Ermittlung des erzielbaren Betrages. Dieser ergibt sich aus dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren erzielbaren Betrag, liegt ein Wertminderungsbedarf vor. Im Fall von Wertberichtigungen im Zusammenhang mit CGU, die einen Firmenwert enthalten, werden zunächst bestehende Firmenwerte reduziert. Übersteigt der Wertberichtigungsbedarf den Buchwert des Firmenwertes, wird die Differenz i.d.R. proportional auf die verbleibenden langfristigen Vermögenswerte der CGU verteilt.

Andere erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden drei Jahre zugrunde gelegt. Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer liegen nicht vor.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand verrechnet.

Aktivierungspflichtige Fremdkapitalzinsen waren nicht gegeben. Die Abschreibungen werden beim beweglichen Anlagevermögen im Allgemeinen linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer über einen Zeitraum von 1 - 13 Jahren vorgenommen.

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzinstrumente werden erfasst, sobald die Action Press Holding AG oder ihre Tochtergesellschaften Vertragspartei des Finanzinstrumentes wird. Als finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten erfasste Finanzinstrumente werden grundsätzlich unsaldiert ausgewiesen. Sie werden nur dann saldiert, wenn bezüglich der Beträge zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Aufrechnungsrecht besteht und beabsichtigt wird, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen. Die Folgebewertung der Finanzinstrumente erfolgt mit den fortgeführten Anschaffungskosten, die i.d.R. den Buchwerten entsprechen.

Langfristige finanzielle Vermögenswerte werden am Erfüllungstag, d.h. zum Zeitpunkt des Entstehens bzw. der Übertragung des Vermögenswertes, zum beizulegenden Zeitwert aktiviert.

Für die Folgebewertung zum Bilanzstichtag werden finanzielle Vermögenswerte unterschieden in vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. Die Klassifizierung hängt von dem Zweck ab, für den das jeweilige Instrument erworben wurde.

Ausgereichte Kredite und Forderungen werden in der Folge zu jedem Bilanzstichtag zu fortgeführten Anschaffungskosten, die auch dem beizulegenden Zeitwert entsprechen, bewertet. Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte werden an den folgenden Bilanzstichtagen zum beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Die zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen werden zum Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert angesetzt, sofern dieser verlässlich bestimmbar ist. Wertschwankungen zwischen den Bilanzstichtagen werden erfolgsneutral in die Rücklagen eingestellt. Die erfolgswirksame Auflösung der Rücklagen erfolgt entweder mit der Veräußerung oder bei nachhaltigem Absinken des Marktwertes unter den Buchwert. Kredite und Forderungen werden zum Bilanzstichtag zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sinkt der erzielbare Betrag zum Bilanzstichtag unter den Buchwert, werden erfolgswirksame Wertberichtigungen vorgenommen.

Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens beinhalten insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, derivative finanzielle Vermögenswerte sowie gehaltene Eigenkapitalinstrumente.

Alle kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte werden am Erfüllungstag, d.h. zum Zeitpunkt des Entstehens der Forderung bzw. der Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums, zunächst mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt, der im Falle der Finanzinstrumente und der Vorräte den Anschaffungskosten entspricht. Die Anschaffungskosten von unter- bzw. nicht verzinslichen monetären Forderungen entsprechen deren Barwert zum Entstehungszeitpunkt. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen i.d.R. den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte.

Die Folgebewertung erfolgt analog zu den langfristigen finanziellen Vermögenswerten.

Forderungen werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode angesetzt, sofern sie nicht zu Handelszwecken gehalten werden.

Bestehen an der Einbringbarkeit von Forderungen Zweifel, werden diese mit dem niedrigeren realisierbaren Betrag angesetzt, indem eine entsprechende Einzelwertberichtigung gebildet wird.

Bankguthaben und Kassenbestände sind zum Nominalwert angesetzt.

Kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen Ertragsteuerforderungen sowie Umsatzsteuerforderungen und andere nicht vertragliche Forderungen und Rechnungsabgrenzungsposten.

Der Ansatz der kurzfristigen nicht finanziellen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung angemessener Wertberichtigungen.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert. Auf den Vorratsbestand wurden in 2012 keine Abschläge vorgenommen.

Die Dienstleistungsgeschäfte mit aktivischem Saldo werden entsprechend dem Projektfortschritt mit den bis zum Bilanzstichtag entstandenen Auftragskosten, abzüglich bereits erfolgter Teilabrechnungen, angesetzt, soweit hieraus ein aktivischer Saldo besteht. Sofern Teilabrechnungen den Gegenwert des Leistungsfortschritts übersteigen und ein passivischer Saldo besteht, wird eine Verpflichtung aus Aufträgen in Bearbeitung angesetzt.

Die Verpflichtung aus unmittelbaren Pensionszusagen (leistungsorientiertes System zur betrieblichen Altersversorgung) wird nach dem in IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung von zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen errechnet. Der laufende Altersversorgungsaufwand ergibt sich aus der planmäßigen Entwicklung der Anwartschaftsrückstellungen. Der Dienstzeitaufwand für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird als Aufwand innerhalb des betrieblichen Ergebnisses ausgewiesen. Der im Netto-Pensionsaufwand enthaltene Zinsaufwand wird im Finanzergebnis der Konzern-Gesamtergebnisrechnung berücksichtigt.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung hat, diese Verpflichtung wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen führen wird und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Die Rückstellungshöhe entspricht der bestmöglichen Schätzung des Erfüllungsbetrages zum Bilanzstichtag, wobei erwartete Erstattungen Dritter nicht saldiert, sondern als separater Vermögenswert angesetzt werden, sofern die Realisation so gut wie sicher ist. Ist der Zinseffekt wesentlich, wird die Rückstellung mit dem Marktzins abgezinst. Rückstellungen für drohende Verluste aus ungünstigen Verträgen werden gebildet, wenn der aus dem Vertrag resultierende erwartete wirtschaftliche Nutzen geringer ist als die zur Vertragserfüllung unvermeidbaren Kosten.

Verbindlichkeiten werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten angesetzt. In der Folge werden diese zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Im Falle langfristiger Kredite wird jede Differenz zwischen Auszahlungsbetrag (nach Abzug von Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag über die Laufzeit des Kredits unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfolgswirksam erfasst.

Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres werden - unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung - berücksichtigt, wenn sie realisiert sind. Zeitraumbezogene Aufwendungen und Erträge werden nur berücksichtigt, soweit sie auf das Geschäftsjahr entfallen.

Erträge werden in der Gruppe dann erfasst, wenn wahrscheinlich ist, dass dem Konzern ein wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird, dessen Höhe verlässlich bestimmbar ist. Die Methode der Umsatzrealisierung bestimmt sich maßgeblich nach IAS 18. Die Geschäfte aus dem Bereich Markt- und Sozialforschung, die zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen sind, werden i.V.m. IAS 11 im Ergebnis nach der Zero-Profit-Margin-Methode mit den angefallenen Auftragskosten bewertet. Der Projektfortschritt wird hierbei als Verhältnis der tatsächlich angefallenen Kosten zu den insgesamt für das Projekt erwarteten Kosten ermittelt.

Die in diese Berechnung einzubeziehenden Kosten bestehen aus allen direkten Kosten und anteiligen indirekten Kosten. Rückstellungen für drohende Verluste aus laufenden Aufträgen werden gebildet, wenn sie absehbar sind. Diese Umsätze werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als noch nicht fakturierte Umsätze unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. In der Bilanz erfolgt der Ausweis unter Berücksichtigung der vertraglich vereinbarten und erhaltenen Anzahlungen entweder als Aktivposten unter der Bezeichnung "Dienstleistungsgeschäfte mit aktivischem Saldo" oder als Passivposten "Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung", falls der Betrag der erhaltenen Anzahlungen die angefallenen Auftragskosten übersteigt. Die übrigen Erlöse realisiert der Konzern, wenn die Leistung erbracht ist.

Die vom Konzern abgeschlossenen Miet- und Leasingverträge werden entweder als "finance lease" oder als "operating lease" qualifiziert. Soweit bei den Leasingverhältnissen alle wesentlichen Chancen und Risiken auf den Konzern als Leasingnehmer übergegangen sind, wird ihm das wirtschaftliche Eigentum zugerechnet. Das Leasingobjekt sowie die hiermit in Zusammenhang stehenden Leasingverbindlichkeiten werden beim Konzern bilanziert (finance lease). Alle übrigen Leasingvereinbarungen werden als operativ lease erfasst. Die laufenden Leasingraten werden in diesem Fall bei Anfall aufwandswirksam erfasst.

6 Ertragsteuern

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wurden gemäß IAS 12 ("Income Taxes") erfasst. Hiernach wurden tatsächlich angefallene Ertragsteuern der infas Institut für angewande Sozialwissenschaft GmbH für die laufende Periode in Höhe von T€ 1.012 (Vj. T€ 707) erfasst. Daneben sind aktive bzw. passive latente Steuern bilanzorientiert abzugrenzen. Berücksichtigt werden die steuerlichen Auswirkungen, die sich aus temporären Unterschieden zwischen handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen von Vermögensgegenständen bzw. Schulden ergeben und die sich in künftigen Wirtschaftsjahren umkehren werden. Sie werden auf der Grundlage der Steuersätze und -vorschriften ermittelt, die auf Basis der Gesetzeslage zum voraussichtlichen Zeitpunkt der Auflösung der Unterschiede gelten werden. Aktive latente Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen der Muttergesellschaft blieben unberücksichtigt, soweit sie anzusetzende passive latente Steuern übersteigen, da es nach der Prognose für die nächsten fünf Jahre sowie für die einschätzbare Zeit darüber hinaus nicht wahrscheinlich ist, dass zukünftig entsprechend positive steuerliche Ergebnisse erreicht werden. Die körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge der Muttergesellschaft betragen zum 31.12.2012 ca. € 16 Mio. (Vj. € 15 Mio.) und ca. € 13 Mio. (Vj. € 13 Mio.). Im Geschäftsjahr 2012 waren die aktiven latente Steuern für steuerliche Verlustvorträge der Tochtergesellschaft action press gmbh & co. kg in Höhe von T€ 329 vollständig wertzuberichtigen, da nach der Prognose für die nächsten fünf Jahre sowie für die einschätzbare Zeit darüber hinaus es nicht wahrscheinlich ist, dass zukünftig entsprechend positive Ergebnisse erreicht werden. Die gewerbesteuerlichen Verlustvorträge dieser Tochtergesellschaft betragen zum 31.12.2012 € 3,2 Mio. (Vj. € 2,0 Mio.). Die Gewinnausschüttungen der Tochtergesellschaften in der Rechtsform einer GmbH sind weitgehend steuerfrei und die Gewinne der action press gmbh & co. kg werden im Ergebnis weitgehend durch steuerliche Abschreibungen in einer Ergänzungsbilanz (Sondervorschriften) steuerfrei gestellt. Es ergibt sich unter Berücksichtigung der laufenden Kosten der Action Press Holding AG, der zurzeit gültigen Steuergesetze und der jetzigen Unternehmensstruktur, kein positives zu versteuerndes Einkommen, mit dem die vorhandenen Verlustvorträge verrechnet werden können.

Aus diesen Gründen wurden auch keine aktiven latenten Steuern aus den unterschiedlichen Wertansätzen der Pensionsrückstellungen nach IFRS und nach den steuerlichen Vorschriften von T€ 738 (Vj. T€ 709) berücksichtigt. Gleiches gilt für die im Geschäftsjahr gebildete Rückstellung für drohende Verluste i.H.v. T€ 262, die nach den steuerlichen Vorschriften nicht zum Ansatz kommt.

Passive latente Steuern aus temporären Differenzen bei den Geschäfts- und Firmenwerten von T€ 167 (Vj. T€ 167) in den Tochtergesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2012 wie im Vorjahr mit T€ 53 angesetzt. Dabei wurde wie im Vorjahr ein Steuersatz von 31,9 Prozent berücksichtigt. Weitere passive latente Steuern aus unterschiedlichen Wertansätzen bei den Geschäfts- und Firmenwerten im Konzernabschluss und in der Steuerbilanz von insgesamt T€ 4.453 (Vj. T€ 5.117) kamen nicht zum Ansatz, da bei Ansatz der passiven latenten Steuern gleichzeitig aktive latente Steuern aufgrund des Verlustvortrages in gleicher Höhe aktivierungsfähig würden; die passiven latenten Steuern in Höhe von T€ 1.422 (Vj. T€ 1.634) werden somit faktisch mit den aktiven latenten Steuern in gleicher Höhe verrechnet (siehe auch Tz 26).

7 Auswirkung neuer Rechnungslegungsgrundsätze

Sämtliche vom IASB herausgegebenen und zum Zeitpunkt der Aufstellung des vorliegenden Konzernabschlusses geltenden und von der Action Press Holding AG angewendeten IFRS wurden von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommen. Der aufgestellte Konzernabschluss der Action Press Holding AG entspricht damit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie den IFRS insgesamt.

Die Action Press Holding AG hat im Geschäftsjahr die nachfolgend aufgelisteten neuen und überarbeiteten IFRS Standards und Interpretationen angewandt:

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Vorschrift Titel Veröffentlicht im Anwendbar ab (Geschäftsjahresbeginn)1)
Änderung von IFRS 7 Angaben über die Übertragung von finanziellen Vermögenswerten Oktober 2010 01.07.2011

1) Es wird jeweils angegeben, ab wann die genannten Standards und Interpretationen erstmals in der EU anzuwenden war.

Aus der Anwendung dieser neuen oder überarbeiteten IFRS-Standards und -Interpretationen ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Sie führten jedoch teilweise zu zusätzlichen Angaben.

Das IASB und das IFRIC haben bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des vorliegenden Konzernabschlusses nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen veröffentlicht, die bereits im Rahmen des Komitologieverfahrens in das EU-Recht übernommen wurden, aber im Geschäftsjahr 2012 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Die Action Press Holding AG wendet diese Standards und Interpretationen nicht vorzeitig an.

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Vorschrift Titel Veröffentlicht im Anwendbar ab (Geschäftsjahresbeginn)1)
Änderung von IFRS 1 Drastische Hochinflation und Streichung der festen Daten für erstmalige Anwender Dezember 2010 01.01.2013
IFRS 10 Konzernabschlüsse Mai 2011 01.01.2014
IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen Mai 2011 01.01.2014
IFRS 12 Angaben über Beteiligungen an anderen Unternehmen Mai 2011 01.01.2014
IFRS 13 Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts Mai 2011 01.01.2013
Änderung von IAS 1 Darstellung von Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses Juni 2011 01.07.2012
Änderung von IAS 12 Latente Steuern: Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte Dezember 2010 01.01.2013
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer (überarbeitet 2011) Juni 2011 01.01.2013
IAS 27 Einzelabschlüsse (überarbeitet 2011) Mai 2011 01.01.2014
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (überarbeitet 2011) Mai 2011 01.01.2014
Änderung von IAS 32 und IFRS 7 Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden Dezember 2011 01.01.2013 bzw. 01.01.2014
Diverse Verbesserungen zu IFRS (2009-2011) Mai 2012 01.01.2013
IFRIC 20 Kosten der Abraumbeseitigung während des Abbaubetriebs im Tagebau Oktober 2011 01.01.2013

1) Es wird jeweils angegeben, ab wann die genannten Standards und Interpretationen erstmals laut dem IASB anzuwenden sind.

Das IASB und das IFRIC haben nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen veröffentlicht, die im Geschäftsjahr 2011 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Diese Standards und Interpretationen wurden von der EU bislang nicht anerkannt und werden von der Action Press Holding AG nicht angewendet.

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Vorschrift Titel Veröffentlicht im Anwendbar ab (Geschäftsjahresbeginn)1)
Änderungen von IFRS 1 Darlehen der öffentlichen Hand März 2013 01.01.2013
IFRS 9 Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung November 2009 01.01.2015
Änderung von IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 Investmentgesellschaften Oktober 2012 01.01.2014

1) Es wird jeweils angegeben, ab wann die genannten Standards und Interpretationen erstmals laut dem IASB anzuwenden sind.

Eine vorläufige Analyse der neuen Regelungen durch die Gesellschaft hat ergeben, dass sich bis auf IAS 19 kein wesentlicher Anpassungsbedarf bei der erstmaligen Anwendung ergeben wird.

Der überarbeitete Standard IAS 19 wurde im Juni 2011 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Die vorgenommenen Anpassungen reichen von grundlegenden Änderungen, bspw. betreffend der Ermittlung von erwarteten Erträgen aus dem Planvermögen und der Aufhebung der Korridormethode, welche der Verteilung bzw. der Glättung von aus den Pensionsverpflichtungen resultierenden Volatilität im Zeitablauf diente, bis zu geänderten Anhangangaben sowie bloßen Klarstellungen und Umformulierungen. Die Abschaffung der Korridormethode führt im Konzern dazu, dass der Rückstellungsbetrag für Pensionen den Verpflichtungsumfang in voller Höhe widerspiegeln wird und dass die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste nicht mehr anteilig erfolgswirksam, sondern vollständig in der Periode ihres Entstehens im übrigen Konzernergebnis erfasst werden. Durch die Änderungen zu IAS 19 ergäben sich zum Bilanzstichtag auf die Vermögenslage folgende wesentliche Auswirkungen:

Erhöhung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um T€ 649

Erhöhung der latenten Steueransprüche um T€ 207

Verminderung der Rücklagen im Eigenkapital um T€ 442

Auf die Ertrags- und Finanzlage erwartet der Konzern keine signifikanten Auswirkungen.

Bilanzerläuterungen

Die Bilanz ist nach Fristigkeit gegliedert, Vermögenswerte und Schulden sind in langfristig - bei Fälligkeit über einem Jahr - und kurzfristig aufgegliedert.

Langfristige Vermögenswerte

8 Immaterielle Vermögenswerte, Goodwill

Der Konzern verfügt nur über einzeln erworbene Immaterielle Vermögenswerte sowie Geschäfts- oder Firmenwerte, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden.

Die immateriellen Vermögenswerte umfassen Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Goodwill. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte werden über ihre begrenzte voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben, die im Durchschnitt drei Jahre beträgt.

Um die Vorschriften des IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 zu erfüllen und um eventuelle Wertminderungen von Firmenwerten zu ermitteln, hat die Action Press Holding AG ihre zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechend der internen Berichterstattung festgelegt. Zur Prüfung der Werthaltigkeit gemäß IAS 36 wurde ein Impairment-Test nach IAS 36 durchgeführt. Darüber hinaus werden Geschäfts- oder Firmenwerte mindestens einmal jährlich überprüft, wenn Sachverhalte oder Gründe vorliegen sollten, die auf eine Minderung der Buchwerte schließen lassen. Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte ergibt sich aus dem Anlagespiegel.

Wertminderung auf Firmenwerte

Unter der Position Geschäfts- und Firmenwerte sind im Wesentlichen die Geschäftswerte der den Segmenten entsprechenden rechtlichen Einheiten action press gmbh & co. kg (Buchwert zum 31.12.2012 T€ 5.951 - Vj. - T€ 7.179) und der infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH (Buchwert - wie im Vj. - T€ 167) ausgewiesen. Aufgrund der künftig erwarteten negativen Geschäfts- und Ergebnisentwicklung der CGU action press gmbh co. kg ergab sich aus der Werthaltigkeitsüberprüfung im Geschäftsjahr 2012 ein Wertminderungsbedarf i.H.v. T€ 1.229, so dass Abschreibungen auf den unter dem Buchwert liegenden erzielbaren Betrag vorgenommen werden mussten. Diese Wertminderungsaufwendungen auf Firmenwerte werden unter der Position Abschreibungen ausgewiesen (vgl. Tz 23).

Als erzielbarer Ertrag wurde der Nutzungswert auf der Grundlage eines Detailplanungszeitraums von 3-5 Jahren, von Cash-Flows unter der die Erfahrung der Vergangenheit berücksichtigenden Annahme einer stetigen Geschäftsentwicklung und einem Kapitalisierungszinssatzes von 8,5 Prozent vor Steuern (Vj. 8,25 Prozent vor Steuern) ermittelt. Der zur Diskontierung verwendete Kapitalisierungszinssatz basiert auf einem risikofreien Zinssatz von 2,50 Prozent sowie auf einer Marktrisikoprämie, die aus einer Brandbreite von 5,5 bis 7 Prozent mit 6,00 Prozent berechnet wurde. Der individuell abgeleitete Beta-Faktor wurde mit 1,0 angesetzt. Ein Wachstumsabschlag zur Extrapolation des letzten Planjahres erfolgte nicht.

Der Planung der Cash-Flows der CGU action press gmbh & co. kg lagen folgende Annahmen zu Grunde. Der Umsatz im Kerngeschäft stabilisiert sich hinsichtlich der Anzahl der verkauften Bilder und der erzielbaren Preise auf niedrigem Niveau. Der Umsatz aus neuen Geschäftsfeldern steigt langsam an. Insgesamt wurde ein Umsatzwachstum von jährlich 3 Prozent zu Grunde gelegt. Über die Planperioden ist ein gleichbleibender Honorarsatz für die Fotografen angesetzt worden. Bei der Personalkostenplanung wurde die Reduzierung infolge der durchgeführten Umstrukturierung und dem damit einhergehenden Personalabbau berücksichtigt. Sollte das geplante Umsatzwachstum 1 Prozent höher (niedriger) betragen, so ergäbe sich ein erzielbarer Betrag von 7,1 Mio. € (4,9 Mio. €). Bei einem um 1 Prozent höheren (niedrigeren) Zinssatz infolge eines höheren (niedrigeren) Risikozuschlages ergäbe sich ein erzielbarer Betrag von 5,2 Mio. € (7,1 Mio. €).

9 Sachanlagen

Die Entwicklung des Sachanlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagespiegel.

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2012

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  Anschaffungs-/Herstellungskosten
  Stand
01.01.2012
T€
Zugänge
Abgänge
T€
Stand
31.12.2012
T€
Immaterielle Vermögenswerte      
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 785 +87 872
Geschäfts- oder Firmenwert 7.347 0 7.347
  8.132 +87 8.219
Sachanlagen      
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   +161  
  2.554 -24 2.691-
Finanzanlagen      
Beteiligungen 5 0 5
 
5 0 5
 
  +248  
 
10.691 -24 10.915
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  Abschreibungen
  Stand
01.01.2012
T€
Zugänge
Abgänge
T€
Stand
31.12.2012
T€
Immaterielle Vermögenswerte      
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 650 +84 734
Geschäfts- oder Firmenwert 0 1.229 1.229
  650 + 1.313 1.963
Sachanlagen      
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   +245  
  1.970 -24 2.191
Finanzanlagen      
Beteiligungen 5 0 5
 
5 0 5
 
  + 1.558  
 
2.625 -24 4.159
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  Restbuchwerte
  Stand
31.12.2012
T€
Stand
31.12.2011
T€
Immaterielle Vermögenswerte    
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 138 135
Geschäfts- oder Firmenwert 6.118 7.347
  6.256 7.482
Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung    
  500 584
Finanzanlagen    
Beteiligungen 0 0
 
0 0
 
   
 
6.756 8.066

Die Zugänge des Geschäftsjahres 2012 betreffen im Wesentlichen die Anschaffung von Software und EDV-Ausstattung.

Bei den Abschreibungen des Geschäftsjahres in Höhe von T€ 1.229 handelt es sich um den ermittelten Wertminderungsbedarf auf den ausgewiesenen Ge-schäfts-/Firmenwert der action press gmbh & co. kg.

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2011

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  Anschaffungs-/Herstellungskosten
  Stand
01.01.2011
T€
Zugänge
Abgänge
T€
Stand
31.12.2011
T€
Immaterielle Vermögenswerte      
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   +100  
  761 -76 785
Geschäfts- oder Firmenwert 7.347 0 7.347
 
  +100  
 
8.108 -76 8.132
Sachanlagen      
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   +285  
  2.353 -84 2.554
Finanzanlagen      
Beteiligungen 5 0 5
 
5 0 5
 
  +385  
 
10.466 -160 10.691
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  Abschreibungen
  Stand
01.01.2011
T€
Zugänge
Abgänge
T€
Stand
31.12.2011
T€
Immaterielle Vermögenswerte      
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   +71  
  655 -76 650
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0
 
  +71  
 
655 -76 650
Sachanlagen      
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   + 176  
  1.877 -83 1.970
Finanzanlagen      
Beteiligungen 5 0 5
 
5 0 5
 
  +247  
 
2.537 -159 2.625
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  Restbuchwerte
  Stand
31.12.2011
T€
Stand
31.12.2010
T€
Immaterielle Vermögenswerte    
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten    
  135 106
Geschäfts- oder Firmenwert 7.347 7.347
 
   
 
7.482 7.453
Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung    
  584 476
Finanzanlagen    
Beteiligungen 0 0
 
0 0
 
   
 
8.066 7.929

10 Finanzanlagen

Bezüglich der Entwicklung des Finanzanlagevermögens verweisen wir auf den Anlagespiegel. Es handelt sich um Anteile unter 20 Prozent an einer Gesellschaft, die sich in Liquidation befindet. Die Anteile wurden bereits in Vorjahren auf einen Erinnerungswert von € 1,00 abgeschrieben.

11 Übrige langfristige Vermögenswerte

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  31.12.2012
T€
Vorjahr
T€
Latente Steueransprüche 0 329
Sonstige Vermögenswerte 31 31
Rechnungsabgrenzungsposten 0 1
Gesamt 31 361

Der latente Steueranspruch betraf im Vorjahr die aktive latente Gewerbesteuer auf den steuerlichen Verlustvortrag bei der Tochtergesellschaft action press gmbh & co. kg und war im Geschäftsjahr wertzuberichtigen. Es handelte sich um einen nicht finanziellen Vermögenswert (vgl. auch Tz 26).

Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten wie im Vorjahr Kautionen, die im Wesentlichen für ein bis April 2017 laufenden Mietverhältnis geleistet worden sind. Es handelt sich hierbei ausschließlich um finanzielle Vermögenswerte.

Kurzfristige Vermögenswerte

12 Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögenswerte

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  31.12.2012
T€
Vorjahr
T€
Vorräte 25 26
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.026 1.351
Dienstleistungsgeschäfte mit aktivischem Saldo 1.478 509
Ertragsteuerforderungen 617 243
Sonstige Vermögenswerte 97 775
Rechnungsabgrenzungsposten 83 72
Liquide Mittel 11.216 9.779
Gesamt 14.542 12.755

Bei den Vorräten handelt es sich um zur Veräußerung im normalen Geschäftsgang bestimmte wissenschaftliche Druckwerke. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten. Wertberichtigungen waren nicht erforderlich.

Die Ertragsteuerforderungen beinhalten den Erstattungsanspruch an Kapitalertragsteuer infolge der erhaltenen Gewinnausschüttung der infas GmbH.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Vermögenswerten handelt es sich wie im Vorjahr um kurzfristig fällige Vermögenswerte, in denen überfällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 68 (Vj. T€ 18) enthalten sind und auf die Wertberichtigungen in Höhe von T€ 9 (Vj. T€ 11) erfolgten. Weiterer Wertberichtigungsbedarf besteht nicht. Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten finanzielle Vermögenswerte i.H.v. T€ 41 (Vj. T€ 87) und nicht finanzielle Vermögenswerte i.H.v. T€ 56 (Vj. T€ 688). In den nicht finanziellen Vermögenwerten war im Vorjahr der Auszahlungsanspruch i.H.v. T€ 676 enthalten, der der Action Press Holding AG aus einem im Geschäftsjahr 2011 abgeschlossenen Rechtsstreit zuerkannt wurde.

Bei den liquiden Mitteln (T€ 11.216, Vj. T€ 9.779) handelt es sich wie im Vorjahr um Kassenbestände, Kontokorrentguthaben und um Geldmarktanlagen und Wertpapiere, die mit Zinssätzen zwischen 0,25 Prozent und 1,0 Prozent verzinst wurden. Die liquiden Mittel bilden den Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung und unterliegen keiner Verfügungsbeschränkung.

Zu den "Dienstleistungsgeschäften mit aktivischem Saldo" vgl. Tz 5, dort: Umsatzerlöse.

13 Eigenkapital

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  31.12.2012
T€
Vorjahr
T€
Gezeichnetes Kapital 9.000 9.000
Kapitalrücklage 932 932
Konzernbilanzverlust -2.811 -1.943
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 350 258
Eigenkapital 7.471 8.247

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) ist voll eingezahlt und beträgt € 9.000,000,--, eingeteilt in 9.000.000 Inhaberaktien (nennwertlose Stückaktien).

Der Vorstand ist ermächtigt (HV-Beschluss vom 23.08.2012), das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 22.08.2017 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt € 4.500.000,00 zu erhöhen (Genehmigte Kapital 2012). Bis zum Bilanzstichtag wurde hiervon kein Gebrauch gemacht.

Die Gesellschaft ist ermächtigt (HV-Beschluss vom 23.08.2012), bis zum 22.8.2014 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Bis zum Bilanzstichtag hatte der Vorstand hiervon keinen Gebrauch gemacht.

Gemäß Beschluss des Vorstandes wurde in 2006 eine Kapitalerhöhung um € 1.036.000,-- durchgeführt. Die Kapitalerhöhung wurde am 17. August 2006 in das Handelsregister eingetragen. Das Agio i.H.v. T€ 932 aus der Kapitalerhöhung wurde in die Kapitalrücklage eingestellt.

Kapitalmanagement

Die Ziele des Kapitalmanagements der Gesellschaft liegen in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, in der Gewährleistung einer adäquaten Verzinsung des Eigenkapitals und in der Aufrechterhaltung einer optimalen, die Kapitalkosten möglichst gering haltenden Kapitalstruktur.

Die Überwachung der Kapitalstruktur erfolgt auf der Basis des Verschuldungsgrades, berechnet aus dem Verhältnis von Nettofremdkapital zu Gesamtkapital. Das Nettofremdkapital setzt sich aus den gesamten Finanzschulden (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) abzüglich Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zusammen. Das Gesamtkapital besteht aus dem Eigenkapital zuzüglich Nettofremdkapital.

Die Gesellschaft will damit einen sinnvollen Verschuldungsgrad unter Unternehmenswertgesichtspunkten erreichen, der einen Zugang zu Fremdkapital zu vertretbaren Kosten unter Berücksichtigung eines guten Kreditratings ermöglicht.

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  31.12.2012
T€
Vorjahr
T€
Finanzschulden 100 112
Zahlungsmittel und -äquivalente -11.216 -9.779
Nettofremdkapital 0 0
Eigenkapital 7.471 8.247
Gesamtkapital 7.471 8.247

Sowohl in 2012 als auch im Jahre 2011 benötigte die Action Press Holding AG kein Nettofremdkapital im oben definierten Sinne, so dass die Ziele des Kapitalmanagements nicht gefährdet waren.

Langfristige Schulden

14 Rückstellungen für Pensionen

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Stand 01.01.2012
T€
Verbrauch
T€
Auflösung
T€
Zuführung
T€
Stand 31.12.2012
T€
2.291 0 0 111 2.402

Die Pensionsrückstellung wurde für unmittelbare Versorgungszusagen gegenüber zwei ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern gebildet und umfasst Alters- und Invalidenrente nach Maßgabe eines leistungsorientierten Plans. Der Anspruch auf Altersrente wird erworben, wenn das Dienstverhältnis mit oder nach Vollendung einer festen Altersgrenze endet. Die Altersrente bemisst sich als Prozentsatz des vereinbarten Monatsgehalts.

Rechnungsgrundlagen und Parameter:

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Biometrische Rechnungsgrundlagen laut Richttafeln von Prof. Dr. Heubeck 31.12.2012
%
31.12.2011
%
Rechnungszins 3,7 4,9
Entgelttrend 2,6 2,6
Rententrend 1,5 1,5

Der Entgelttrend ist aufgrund der Art der Zusage ohne Auswirkung.

Der Betrag der Pensionsrückstellung entspricht dem nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag bewerteten Versorgungsanspruch unter Einbeziehung eines eingetretenen versicherungsmathematischen Verlustes. Das so genannte Korridorverfahren wird angewandt. Hierbei werden versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste bei einer Überschreitung von 10 % des Anwartschaftsbarwertes auf die Restlebensarbeitszeit verteilt.

Die Aufwendungen im Zusammenhang mit den Pensionszusagen umfassen nur noch den Zinsaufwand (T€ 111; Vj. T€ 106) und enthalten keinen im Personalaufwand auszuweisenden Dienstzeitaufwand. Der zukünftig noch zu verteilende Saldo versicherungsmathematischer Gewinne betrug im Vorjahr T€ 27.

Hinsichtlich der Änderungen zu IAS 19 im Folgejahr siehe Erläuterungen zu Tz 7.

Der Barwert der Pensionsverpflichtung (DBO) veränderte sich wie folgt:

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  31.12.2012
T€
Vorjahr
T€
DBO 01.01. 2.264 2.172
Dienstzeitaufwand 0 0
Zinsaufwand 111 106
Noch nicht erfolgswirksam erfasste versicherungsmathematische Gewinne (+) Verluste (-) +676 -14
DBO 31.12. 3.051 2.264

Die Pensionsrückstellungen sind aus der "Defined Benefit Obligation" wie folgt abzuleiten:

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  31.12.2012
T€
Vorjahr
T€
Anwartschaftsbarwert (DBO) 3.051 2.264
Anpassungsbetrag aufgrund versicherungsmathematischer Verluste/Gewinne -649 +27
Pensionsrückstellung 2.402 2.291

Die Entwicklung der "Defined Benefit Obligation" ist aus folgender Übersicht ersichtlich:

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Finanzierungsstand 2012 2011 2010 2009 2008
Verpflichtungsumfang für Pensionen (DBO) 3.051 2.264 2.172 1.857 1.640

15 Verbindlichkeiten langfristig

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  31.12.2012
T€
Vorjahr
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 100
Latente Steuern 53 53
Gesamt 53 153

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen im Vorjahr den langfristigen Anteil von Investitionskrediten (Zinssatz 5,2 Prozent p. a.). Insgesamt betragen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten T€ 100 (Vj. T€ 112). Der Betrag der hierin enthaltenen kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 100 (Vj. T€ 13) ist unter Tz 18 ausgewiesen. Hinsichtlich der Ermittlung der latenten Steuern vgl. Tz 26.

Das Bankdarlehen zum 31. Dezember 2012 wird in den folgenden Geschäftsjahren fällig:

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  31.12.2012
T€
Vorjahr
T€
2012 0 12
2013 100 100
Gesamt 100 112

Zusätzlich zu den Tilgungsleistungen fallen die Zinszahlungen nach Maßgabe des Zinssatzes von 5,2 Prozent an.

Kurzfristige Schulden

16 Ertragsteuerschulden

Bei den Ertragsteuerschulden handelt es sich im Wesentlichen um die für das Geschäftsjahr zu erwartenden Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuernachzahlungen des Bereichs Markt- und Sozialforschung in Höhe von T€ 338 (Vj. T€ 219).

17 Sonstige Rückstellungen

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Kurzfristige Rückstellungen Stand
01.01.2012
T€
Verbrauch
T€
Auflösung
T€
Zuführung
T€
Stand
31.12.2012
T€
Berufsgenossenschaft 35 34 1 37 37
Jahresabschluss 83 83 0 83 83
Prozessrisiken 315 4 200 108 219
Übrige Rückstellungen 21 0 0 0 21
  454 121 201 228 360
Langfristige Rückstellungen          
Drohverlustrückstellung 0 0 0 262 262
Summe Rückstellungen 454 121 201 490 622

Die kurzfristigen Rückstellungen beinhalten eine Rückstellung für Prozessrisiken, die zum 01.01.2012 einen Betrag in Höhe von T€ 115 und zum 31.12.2012 einen Betrag in Höhe von T€ 219 umfasst. Die Prozessrisiken betreffen im Wesentlichen einen Rechtsstreit gegen die Finanzverwaltung NRW hinsichtlich der Behandlung freiberuflich tätiger Mitarbeiter. Die Rückstellung für noch nicht feststehende Verfahrenskosten bezüglich des im Geschäftsjahr 2011 abgeschlossenen Rechtstreites, war im Geschäftsjahr i.H.v. T€ 200 aufzulösen (vgl. auch Tz 21 zu den "sonstigen betrieblichen Erträgen"). Die diesen Rückstellungen zugrunde liegenden Verpflichtungen sind innerhalb von 12 Monaten fällig.

Als Folge von Umstrukturierungsmaßnahmen bei der Tochtergesellschaft action press gmbh & co. kg und dem damit zusammenhängenden Personalabbau werden Teile der angemieteten Räume zukünftig nicht mehr genutzt. Eine Untervermietung der Teilflächen ist nur zu stark reduzierten Preisen möglich. Der drohende Verlust aus der Leistungsverpflichtung beläuft sich bis zum 31.12.2017 auf T€ 302. Die Rückstellung ist entsprechend der Laufzeit mit einem Zinssatz von 5 % p. a. um T€ 40 abgezinst worden, so dass sich eine Nettorückstellung i.H.v. T€ 262 ergibt.

18 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

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31.12.2012
T€
Vorjahr
T€
100 12

Es handelt sich um den im Jahre 2013 fälligen Tilgungsanteil von Investitionskrediten. Der im Vorjahr noch darüber hinaus in Folgejahren fällige Teil wurde im Vorjahr unter den "langfristigen Verbindlichkeiten" (Tz 15) ausgewiesen.

19 Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

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  31.12.2012
T€
Vorjahr
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 702 873
Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung 8.079 7.896
Sonstige Verbindlichkeiten 1.560 1.034
Gesamt 10.341 9.803

Als erhaltene Anzahlungen werden nur die Kundenanzahlungen auf Projekte ausgewiesen, für die bis zum Bilanzstichtag noch keine Leistungen erbracht worden sind. Der Gesamtbetrag der erhaltenen Anzahlungen (einschließlich der Projekte, für die Leistungen erbracht worden sind) beträgt zum Bilanzstichtag T€ 30.054 (Vj. T€ 24.743). Vergleiche hierzu sowie zu den "Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung" Tz 5, dort: Umsatzerlöse.

Die Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt T€ 10.341 (VJ. T€ 9.803) beinhalten finanzielle Verbindlichkeiten i.H.v. T€ 1.318 (Vj. T€ 1.380) und nicht finanzielle Verbindlichkeiten i.H.v. T€ 9.023 (Vj. T€ 8.423).

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Finanzielle Verbindlichkeiten 31.12.2012
T€
Vorjahr
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 702 873
Verbindlichkeiten Personal 569 470
Sonstige 47 37
Gesamt 1.318 1.380
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Nicht finanzielle Verbindlichkeiten 31.12.2012
T€
Vorjahr
T€
Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung 8.079 7.896
Erhaltene Anzahlungen 0 0
Umsatzsteuerverbindlichkeiten 840 451
Lohnsteuerverbindlichkeiten 104 76
Gesamt 9.023 8.423

Alle kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Zeitraumes von 12 Monaten fällig.

Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

Die Gliederung der Gesamtergebnisrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren.

20 Umsatzerlöse

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  2012
T€
Vorjahr
T€
Umsatzerlöse mit Dritten, fakturiert 16.890 13.629
Umsatzerlöse mit Dritten, noch nicht fakturiert 6.097 8.786
Gesamt 22.987 22.415

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen wird in der Segmentberichterstattung unter Tz 28 dargestellt.

21 Sonstige betriebliche Erträge

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  2012
T€
Vorjahr
T€
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 201 0
Erträge aus der Untervermietung 7 8
Erträge aus Rechtsstreitigkeiten 47 469
Weiterberechnete Auslagen/Incentives 0 0
Übrige 42 58
Gesamt 297 535

Die im Vorjahr gebildete Rückstellung für noch nicht feststehende Verfahrenskosten aus einem im Jahr 2011 abgeschlossenen Prozess i.H.v. T€ 200 konnte im Geschäftsjahr 2012 aufgelöst worden, nachdem ein Anspruch auf Erstattung von Verfahrenskosten einschließlich Zinsen i.H.v. T€ 47 zugunsten der Action Press Holding AG ermittelt wurde, vgl. auch Tz 17 zu den "Sonstigen Rückstellungen".

22 Personalaufwand

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  2012
T€
Vorjahr
T€
Löhne und Gehälter 6.027 5.331
Soziale Abgaben 956 892
Aufwendungen für Altersversorgung 20 16
Gesamt 7.003 6.239

Die Mitarbeiter erhalten Leistungen aus der gesetzlich festgesetzten Sozialversicherung, für die Teile des Einkommens eingezahlt werden. Daneben existieren bei der Action Press Holding AG und ihren Tochterunternehmen weitere arbeitnehmerfinanzierte Direktversicherungszusagen. Da nach Zahlung der Beiträge an die öffentlichen und privaten Versicherungsträger für die Gesellschaften keine weiteren Verpflichtungen bestehen, werden diese Pläne als beitragsorientierte Pläne behandelt. Laufende Beitragszahlungen wurden als Aufwendungen für den betreffenden Zeitraum angesetzt.

Im Geschäftsjahr 2012 betrug der Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Rentenversicherung der Arbeitnehmer wie im Vorjahr T€ 479. Daneben wurden weitere T€ 20 (Vj. T€ 16) in Direktversicherungen eingezahlt.

23 Abschreibungen

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  2012
T€
Vorjahr
T€
Abschreibungen auf Sachanlagen 330 248
Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert 1.229 0
Gesamt 1.559 248

Der Geschäfts- und Firmenwert der Tochtergesellschaft action press gmbh & co. kg war im Geschäftsjahr i.H.v. T€ 1.229 auf den erzielbaren Betrag abzuschreiben, vgl. Tz 8.

24 Sonstige betriebliche Aufwendungen

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  2012
T€
Vorjahr
T€
Rechts- und Beratungskosten 244 434
Werbe- und Reisekosten 253 280
Versand- und Telefonkosten 447 425
Raum- und Nebenkosten 1.179 1.133
Drohverlustrückstellung action press gmbh & co. kg 262 0
Miet- und Leasingaufwendungen 19 25
EDV-Wartungskosten 178 188
Kosten der Hauptversammlung, Pressemitteilungen 55 38
Versicherungen, Beiträge 90 70
Übrige 338 292
Gesamt 3.065 2.885

25 Finanzergebnis

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  2012
T€
Vorjahr
T€
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 78 288
Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens -22 -22
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -15 -12
Zinsanteil der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen -111 -106
Gesamt -70 148

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge resultieren aus der Kategorie "Kredite und Forderungen" nach IAS 39 und enthielten im Vorjahr in Höhe von T€ 207 Zinsen aus einem abgeschlossenen Rechtsstreit. Wertpapiere des Umlaufvermögens waren zum Bilanzstichtag i.H.v. T€ 22 auf den beizulegenden Wert abzuschreiben. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen resultieren aus der Kategorie "Sonstige Schulden" nach IAS 39. Weitere Aufwendungen und Erträge aus Finanzinstrumenten sind nicht angefallen. Hinsichtlich möglicher finanzieller Risiken vgl. Tz 33.

26 Steuern von Einkommen und vom Ertrag

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  2012
T€
Vorjahr
T€
Steuern von Einkommen und vom Ertrag 1.012 707
Veränderung latente Steuern 329 -141
Gesamt 1.341 566

Der Ertragsteueraufwand setzt sich aus laufenden und aus der Abschreibung auf im Vorjahr aktivierte latente Steuern zusammen. Die laufenden Ertragsteuern in 2012 betreffen im Wesentlichen das positive Ergebnis des Bereichs Markt- und Sozialforschung. Es sind die gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag ausgewiesen. Im Vorjahr wurde der latente Steueranspruch für die aktive latente Gewerbesteuer auf den steuerlichen Verlustvortrag bei der Tochtergesellschaft action press gmbh & co. kg aktiviert. Infolge der Neueinschätzung der Ergebnisentwicklung in den nächsten 5 Jahren sowie für die einschätzbare Zeit darüber hinaus, war der latente Steueranspruch im Geschäftsjahr in voller Höhe abzuschreiben.

Bei den latenten Körperschaftsteuern ist wie im Vorjahr ein Steuersatz von 15,825 Prozent zugrunde gelegt worden. Die latente Gewerbesteuer ist mit dem individuellen Steuersatz pro Gesellschaft ermittelt worden. Durchschnittlich wurde der Gewerbesteuersatz mit 16,1 Prozent (Vj. 16,1 Prozent) berücksichtigt. Der Konzernsteuersatz in der steuerlichen Überleitungsrechnung für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer beträgt für das Jahr 2012 31,9 Prozent (Vj. 31,9 Prozent).

Die nachfolgende Übersicht zeigt die entsprechend den Erläuterungen zu Tz 6 ausgewiesenen bzw. nicht ausgewiesenen latenten Steuern. Folgende Beträge sind in der Konzernbilanz ausgewiesen:

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  2012
T€
Vorjahr
T€
Aktive latente Steuern    
aus steuerlichen Verlustvorträgen 0 329
Passive latente Steuern    
aus temporären Differenzen 53 53

Latente Steuern auf sog. "outside basis differences" entstehen infolge der steuerrechtlichen Vorschriften nicht.

Aktive und passive latente Steuern resultieren aus folgenden Posten, wobei die steuerlichen Verlustvorträge unverfallbar sind:

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Aktive latente Steuern 2012
T€
Vorjahr
T€
Verlustvorträge 5.148 4.851
Pensionsrückstellung 235 226
Drohverlustrückstellung 43 0
(davon kurzfristig) 0 0
Bruttowert 5.426 5.077
Saldierungen mit passiven latenten Steuern aus unterschiedlichen Wertansätzen der Firmenwerte -1.422 -1.634
Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern/ nicht angesetzte aktive latente Steuern -4.004 -3.114
  0 329
scroll
Passive latente Steuern 2012
T€
Vorjahr
T€
Firmenwerte 1.475 1.687
(davon kurzfristig) 0 0
Bruttowert 1.475 1.687
Saldierungen -1.422 -1.634
  53 53

Aktive latente Steuern auf steuerlichen Verlustvorträgen belaufen sich auf T€ 4.629 bei der Action Press Holding AG und T€ 519 bei der action press gmbh & co. kg. Daneben entstehen aktive latente Steuern aus temporären Differenzen zwischen Steuer- und IFRS-Bilanz beim Ansatz der Pensionsrückstellung und der Drohverlustrückstellung i.H.v. insgesamt T€ 278 (Vj. T€ 226). Anzusetzende passive latente Steuern, die aus den unterschiedlichen Wertansätzen von Firmenwerten in der steuerlichen Ergänzungsbilanz und in der IFRS-Bilanz resultieren, werden mit den aktiven latenten Steuern i.H.v. T€ 1.422 verrechnet. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge i.H.v. T€ 4.004 werden wertberichtigt und nicht aktiviert, vgl. dazu auch Tz 6. Dies entspricht einem nicht genutzten Verlustvortrag bei der Körperschaftsteuer i.H.v. T€ 11.686 (Vj. T€ 9.799) bzw. bei der Gewerbesteuer i.H.v. T€ 8.334 (Vj. T€ 7.619) bei der Action Press Holding AG und einem nicht genutzten Gewerbeverlust i.H.v. T€ 3.155 (Vj. T€ 0) bei der action press gmbh & co. kg.

Die folgende Darstellung erläutert die wesentlichen Unterschiede zwischen dem rechnerischen Steueraufwand aus Körperschaftsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer für die Jahre 2012 und 2011 und dem tatsächlichen Steueraufwand laut Gesamtergebnisrechnung:

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  2012
T€
Vorjahr
T€
Ergebnis vor Ertragsteuern 785 2.004
Konzernsteuersatz in % 31,9 % 31,9 %
Rechnerischer Ertragsteueraufwand 250 639
Erhöhung/Minderung des Steueraufwands durch:    
Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben 25 21
Effekte aus Personengesellschaften    
- Nicht verwertbarer Verlust aus Personengesellschaften 303 111
- Wertberichtigung auf aktivierte aktive latente Steuern auf Verlustvortrag 329 - 141
Unterschied aus der Zuführung zur Pensions-Rückstellung - 10 - 9
Steuerfreier Gewinn der Holding-AG 0 - 59
Nicht steuerwirksame Abschreibung CGU 475 0
Sonstige -31 4
Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.341 566
Steuerquote in % 170,82 % 28,2 %

27 Operate-Leasing-Verhältnisse

Der Konzern nutzt gemietete Geschäftsräume, Fahrzeuge sowie Büroausstattung im Rahmen von Mietverträgen, die als "operating lease" bezeichnet werden. Die folgenden Miet- und Leasingaulwendungen werden für die nächsten Geschäftsjahre auf der Basis der zum 31. Dezember 2012 bestehenden Verträge erwartet:

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2012 Vorjahr
  T€ T€   T€ T€
2013 722   2012 734  
2014 820   2013 585  
2015 820   2014 644  
2016 802   2015 644  
2017 692 3.856 2016 624 3.231
nach 2017   57 nach 2016   679
    3.913     3.910

Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um die monatlichen Mietverpflichtungen für die genutzten Betriebsgrundstücke der Tochtergesellschaften action press gmbh & co. kg (T€ 25 p. M. bis Ende 2017) und infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH (T€ 28 p. M. bis Februar 2018 und T€ 14 p. M. bis April 2017). Die Mietverträge enthalten Mietverlängerungsoptionen, aber keine Kaufoptionen. Die gesamten Mietaufwendungen inkl. Nebenkosten für das Geschäftsjahr 2012 beliefen sich auf T€ 1.179 (Vj. T€ 1.133).

Das bei der Tochtergesellschaft action press gmbh & co. kg bestehende Untermietverhältnis (vgl. auch Tz 21) enthält vertraglich kurzfristige Kündigungsmöglichkeiten.

28 Segmentberichterstattung

Die zwei Geschäftsfelder Markt- und Sozialforschung und Foto sowie die Aufwendungen der Holding sind im Folgenden dargestellt:

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    Markt- und
Sozialforschung
T€
Foto
T€
Holding
T€
Konsolidierung
T€
Konzern
T€
Konzernumsatz 2012          
Außenumsatz gesamt   18.301 4.686 0 0 22.987
Konzerninterner Umsatz   0 0 0 0 0
Konzernumsatz 2011          
Außenumsatz gesamt   17.564 4.851 0 0 22.415
Konzerninterner Umsatz   0 0 0 0 0
Betriebs-/Segmentergebnis nach Handelsrecht 2012 3.049 -894 1.668 -1.739 2.084
  2011 2.110 -334 883 -803 1.856
Zinsergebnis 2012 46 -55 -60 -1 -70
  2011 68 -16 95 1 148
Ergebnis vor Steuern 2012 3.095 -949 118 -1.478 786
  2011 2.178 -350 978 -802 2.004
Ertragssteuern 2012 1.012 0 0 329 1.341
  2011 707 0 0 -141 566
Segmentvermögen 2012 12.926 6.671 6.541 -5.426 20.712
  2011 11.486 7.914 7.040 5.831 20.609
Segmentschulden 2012 10.310 2.024 2.399 -1.267 13.466
  2011 9.559 639 2.840 -376 12.662
Investitionen 2012 218 31 0 0 249
  2011 292 93 0 0 385
Abschreibungen auf Sachanlagen 2012 270 58 2 0 330
  2011 192 53 3 0 248
Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert 2012 0 1.229 0 0 1.229
  2011 0 0 0 0 0
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 2012 88 41 2 0 131
  2011 84 46 2 0 132

Ziel der Segmentberichterstattung ist es, Informationen über die wesentlichen Geschäftsbereiche des Konzerns zur Verfügung zu stellen. Die Aktivitäten des Konzerns werden entsprechend den Vorschriften des IFRS 8 (Operating Segments) nach Geschäftssegmenten abgegrenzt. Die Segmentierung erfolgt auf Basis der internen Berichts- und Organisationsstruktur. Bei der Segmentierung nach Geschäftsfeldern werden die Aktivitäten in die Geschäftssegmente Markt- und Sozialforschung und Foto aufgeteilt. Das Geschäftssegment Markt- und Sozialforschung umfasst die Aktivitäten der infas GmbH; das Geschäftsfeld Foto umfasst die Aktivitäten der action press gmbh & co. kg. Den Segmentinformationen liegen grundsätzlich die gleichen Ausweis-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. Es gibt keine Änderungen der Bewertungsmethoden im Vergleich zu früheren Perioden. Bei dem in der Segmentberichterstattung ausgewiesenen Betriebsergebnis/Segmentergebnis handelt es sich um das EBIT vor Firmenwertabschreibung (vgl. Tz 8). Das Segmentergebnis (T€ 2.084) vermindert um das Zinsergebnis (T€ -70) und um die Firmenwertabschreibung (T€ 1.229) ergibt das Ergebnis vor Steuern (T€ 786).

Im Segment "Markt- und Sozialforschung" erzielt der Konzern Umsatzerlöse mit einem Großkunden i.H.v. T€ 3.358 (Vj. T€ 3.115).

29 Ergebnis/Dividende je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ermittelt sich wie folgt:

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Konzernergebnis T€ 31.12.2012 -819 Vorjahr 1.217
Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien Tausend Aktien 9.000 9.000
Ergebnis je Aktie €/Aktie - 0,10 0,14
Vorgeschlagene Dividende je Aktie €/Aktie 0,06 0,00

Weder zum 31. Dezember 2012 noch zum Vorjahresbilanzstichtag waren Optionen auf Aktien ausstehend, die den Gewinn pro Aktie verwässern.

Der gewogene Durchschnitt der ausgegebenen Aktien beträgt wie im Vorjahr 9.000.

30 Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2012 waren im Konzern durchschnittlich 131 (Vj. 132) Angestellte beschäftigt, davon 3 (Vj. 3) Geschäftsführer in den Tochtergesellschaften.

31 Beteiligungsverhältnisse

Angaben zu Unternehmen, an denen die Action Press Holding Aktiengesellschaft mehr als 20 Prozent der Anteile hält (Angaben zu Eigenkapital und Jahresergebnis):

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  Nominalkapital
T€
Anteile
%
Eigenkapital
T€
Jahresergebnis
T€
Stichtag Jahresabschluss
action press GmbH & Co. KG 51 100 -1.351 -951 31.12.2012
action press Beteiligungs GmbH 26 100 47 2 31.12.2012
infas GmbH 250 85 2.333 2.083 31.12.2012

Die folgenden Gesellschaften bzw. Personen waren nach deren Angaben wie folgt am Grundkapital unserer Gesellschaft beteiligt:

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Effecten-Spiegel AG, Düsseldorf >30 %
Investment Aktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV, Bonn >20 %
Hans-Herbert Döbert, München >5 %
Loni Döbert, München >3 %

32 Beziehungen zu nahestehenden Personen

Gemäß IAS 24 werden als nahestehend die Personen oder Unternehmen definiert, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden können bzw. die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können.

Im Geschäftsjahr 2012 haben sich keine hier anzugebenden Sachverhalte ergeben.

Hinsichtlich der Angaben zu den Vorstands - und Aufsichtsratsvergütungen vgl. Tz 35.

33 Finanzinstrumente

In der nachfolgenden Tabelle sind die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien dargestellt.

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    Bewertung nach IAS 39  
  Buchwert
lt. Bilanz
31.12.2012
T€
(Fortgeführte) Anschaffungskosten
T€
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
T€
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
T€
Beizulegender Zeitwert 31.12.2012
T€
Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte 31 31      
Kredite und Forderungen   31      
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.026 1.026      
Kredite und Forderungen   1.026      
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 41 41      
Kredite und Forderungen   41      
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 11.216 11.216      
Kredite und Forderungen   11.216      
Kurzfristige Finanzschulden 100 100      
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten   100      
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 702 702      
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten   702      
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.318 1.318      
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten   1.318      
scroll
    Bewertung nach IAS 39  
  Buchwert
lt. Bilanz
31.12.2011
T€
(Fortgeführte) Anschaffungskosten
T€
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
T€
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
T€
Beizulegender Zeitwert 31.12.2011
T€
Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte 31 31      
Kredite und Forderungen   31      
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.351 1.351      
Kredite und Forderungen   1.351      
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 56 56      
Kredite und Forderungen   56      
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 9.779 9.779      
Kredite und Forderungen   9.779      
Langfristige Finanzschulden 100 100      
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten   100      
Kurzfristige Finanzschulden 13 13      
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten   13      
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 873 873      
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten   873      
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.380 1.380      
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten   1.380      

Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert ebenfalls dem beizulegenden Zeitwert.

Die folgende Tabelle stellt die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien dar. Hierin sind keine Ergebniseffekte aus Finance Lease und aus Derivaten mit bilanzieller Sicherungsbeziehung berücksichtigt, da diese keiner Bewertungskategorie nach IAS 39 angehören.

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  31.12.2012
T€
Vorjahr
T€
Kredite und Forderungen 56 266
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzieller Verbindlichkeiten 0 0

Das Nettoergebnis aus der Kategorie "Kredite und Forderungen" resultiert im Wesentlichen aus Zinserträgen aus finanziellen Forderungen sowie Wertberichtigungen. Im Vorjahr waren im Nettoergebnis i.H.v. T€ 207 Zinsen aus einem abgeschlossenen Rechtsstreit und damit nicht finanziellen Forderungen enthalten.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Finanzrisiken können die Vermögens-, Finanz- und Ertragskraft des Konzerns nachteilig beeinflussen. Das Risikomanagement im Konzern ist so ausgerichtet, dass Kredit- und Liquiditätsrisiken rechtzeitig erkannt und Maßnahmen zur Gegensteuerung frühzeitig eingeleitet werden können. Das übergreifende Risikomanagement des Konzerns zielt darauf ab, potenziell negative Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren. Grundlage der Steuerung und frühzeitigen Identifizierung finanzieller Risiken sind die jährliche Planung sowie regelmäßige Analysen der unterjährigen Planabweichungen.

Die Gesellschaft ist folgenden Finanzrisiken ausgesetzt:

Kreditrisiken

Das Risiko umfasst das Ausfallrisiko und das Risiko der Verschlechterung der Bonität. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren aus dem operativen Geschäft der einzelnen Tochtergesellschaften. Das Risiko von Forderungsausfällen wird durch laufende Überwachung sowie regelmäßige Analyse des Forderungsbestands und der Forderungsstruktur kontrolliert. Die Ausfallrisiken des Konzerns bestehen in dem üblichen Geschäftsrisiko und diesem wird durch die Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen. Dem Ausfallrisiko wird darüber hinaus durch weitere Sicherungsmaßnahmen, wie zum Beispiel Kreditwürdigkeitsprüfungen, begegnet. In Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen und Vermögenswerte, die zum Bilanzstichtag weder überfällig noch wertgemindert sind, bestehen keine Anzeichen dafür, dass die Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken bestehen in dem Risiko, Zahlungsverpflichtungen nicht zeitnah erfüllen zu können und sind in der Regel mit einer negativen Entwicklung des operativen Geschäfts verbunden sind. Ein vorsichtiges Liquiditätsmanagement beinhaltet unter anderem das Halten einer ausreichenden Reserve an flüssigen Mitteln. Zum Bilanzstichtag sind die kurzfristigen Verbindlichkeiten des Konzerns in Höhe von T€ 11.140 durch die kurzfristigen Vermögenswerte in Höhe von T€ 14.542 gedeckt. Zukünftige Zahlungsabflüsse werden durch die Zuflüsse aus dem operativen Geschäft gedeckt.

Marktpreisrisiken

Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche Auswirkungen hypothetische Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Der Begriff Marktrisiken umfasst dabei folgende Arten von Risiken:

Zinsrisiko

Der Konzern finanziert sein Geschäft im Wesentlichen mit Eigenkapital sowie mit zwei langfristigen Darlehen, deren Zinssätze bis zur vollständigen Tilgung fest vereinbart sind. Insoweit unterliegt der Konzern keinem Zinsrisiko. Die wesentlichen originären Finanzinstrumente (flüssige Mittel, Forderungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verpflichtungen) werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und führen damit nicht zu einem Zinsrisiko. Die Gesellschaft legt freie flüssige Mittel kurzfristig als Tagesgeld an und unterliegt insoweit dem Risiko sinkender Tagesgeldzinssätze.

Währungsrisiken

Marktpreisrisiken in Form von Währungsrisiken bestehen bei der Gesellschaft nicht.

Andere Preisrisiken

IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung der Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Da aufgrund der Geschäftsmodelle der Tochterunternehmen keine anderen wesentlichen Marktpreisrisiken vorliegen, wurde auf eine weitere Analyse verzichtet.

Angaben nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften

34 Organe

Die Geschäfte des Unternehmens wurden durch folgende Personen geführt:

Vorstand:

Dipl.-Soz. Menno Smid, Bonn, Alleinvorstand gleichzeitig Geschäftsführer in der Tochtergesellschaft infas GmbH

Aufsichtsrat:

Dr. Klaus Hahn, Essen, Unternehmensberater (Vorsitzen-der)Mitglied des Aufsichtsrats der Effecten-Spiegel AG Düsseldorf und der Wohnungsgesellschaft des rheinischen Handwerks AG, Köln

Dipl.-Kfm. Wilhelm Nottenkämper, Usingen, Finanzberater (stellv. Vorsitzender)

Mag. Elmar Simma, Bregenz, Unternehmensberater Mitglied des Aufsichtsrats der Arlberg-Stiftung, Bregenz

35 Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat

Die Bezüge des Vorstands Menno Smid (inklusive Tochtergesellschaften) beinhalten ein Fixum von T€ 212 (Vj. T€ 212) und variable Bezüge von T€ 220 (Vj. T€ 109). Daneben wurden Herrn Smid Sachbezüge von T€ 7 (Vj. T€ 7) gewährt.

Für nach IFRS bewertete Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands sind T€ 2.402 zurückgestellt (vgl. Tz 14).

Die Gesamtbezüge einschließlich Aufwandsentschädigungen für den Aufsichtsrat betrugen in 2012 T€ 27 (Vj. T€ 26).

36 Angabe nach § 264 b HGB

Die in den Konzernabschluss einbezogene action press gmbh & co. kg, Hamburg, ist gemäß § 264b HGB von der Verpflichtung der Aufstellung eines Lageberichts und der Offenlegung ihres Jahresabschlusses befreit.

37 Honorar des Abschlussprüfers § 319 Abs. 1 S. 1 und S. 2, § 285 Nr. 17 HGB

Die Gesellschaft hat für das Berichtsjahr ein Honorarvolumen i.H.v. insgesamt T€ 58 für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Aufwand erfasst. Es handelt sich hierbei um die Kosten für die Abschlussprüfung.

38 Entsprechenserklärung § 285 Nr. 16 bzw. § 314 Abs. 1 Nr. 8 HGB i.V.m. § 161 AktG

Die Gesellschaft hat die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" abgegeben und i.V.m. der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.actionpressholdingag.de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

39 Versicherung der gesetzlichen Vertreter § 297 Abs. 2 S. 4 HGB

Wir versichern nach bestem Wissen, dass unter Einhaltung aller geltenden IFRS-Regelungen, der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Der Konzernabschluss wurde von den gesetzlichen Vertretern am 09. April 2013 zur Veröffentlichung freigegeben.

 

Bonn, 09. April 2013

Action Press Holding Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Menno Smid

Bestätigungsvermerk

"Wir haben den von der Action Press Holding AG aufgestellten Konzernabschluss

- bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1.1.2012 bis 31.12.2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs.1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs.1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

 

Neuss, 12. April 2013

Wisbert - Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Hahn, Wirtschaftsprüfer