infas Holding AktiengesellschaftBonnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013Einzelabschluss für das Geschäftsjahr 2013Bonn, April 2014Friedrich-Wilhelm-Straße 1853113 BonnTel. +49 (0)228/33 60 72 39 Fax +49 (0)228/31 00 71 www.infas-holding.de info@infas-holding.de Sitz der Gesellschaft: 53113 Bonn Vorstand der Gesellschaft: Dipl.-Soz. Menno Smid Vorsitzender des Aufsichtsrats: Dipl.-Kfm. Udo Christochowitz Amtsgericht Bonn HRB 17379 USt.-Ident.-Nr. DE 155601174 St.Nr. 10357101218 ISIN: DE0006097108 WKN: 609710 Notiert: Geregelter Markt (General Standard) in Frankfurt am Main Lagebericht zum 31. Dezember 2013I. Grundlagen des Unternehmens1. Geschäftsmodell des UnternehmensGeschäftsentwicklungDie Aktien der infas Holding AG (vorm. Action Press Holding AG) sind im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Gesteuert wird der Konzern durch den Gesamtvorstand der infas Holding AG. Die infas Holding erzielt als Management- und Finanzholding der infas Holding Gruppe keine Umsatzerlöse. Die Geschäftsentwicklung hängt primär von der Entwicklung der Tochtergesellschaften infas in Bonn einerseits und action press in Hamburg andererseits ab. Das Jahresergebnis resultiert aus Gewinnausschüttungen und -abführungen von Konzernunternehmen sowie Weiterberechnung von Konzernleistungen, denen Personalaufwendungen und sonstige betriebliche Aufwendungen gegenüberstehen. 2. Ziele und StrategienModerne, hochentwickelte und demokratische Gesellschaften werden aufgrund ihrer fortschreitenden funktionellen Differenzierung komplexer. In der Konsequenz lassen sich daher gesellschaftliche Prozesse schwieriger steuern und vorhersagen. Entscheidungen werden erst nach mehreren Erwägungsschleifen getroffen und müssen zunehmend datenbasiert stattfinden. Selbst das Austragen von politischen Kontroversen findet in der Regel datenbasiert statt und wird in abnehmendem Maße ideologisch oder wertebasiert geführt. Dies gilt auch für die Wirtschaft in diesen modernen Gesellschaften, deren komplexe Produkte und Dienstleistungen in extrem arbeitsteiligen Strukturen für weitgehend gesättigte Märkte hergestellt bzw. erbracht werden. Auch hier fallen Entscheidungen in der Regel auf Basis möglichst valider und gleichzeitig auch komplexer Informationen. Informationsdienstleister, zumal wenn sie wissensbasiert agieren, spielen in diesem Zusammenhang eine nicht zu unterschätzende Rolle, und zwar nicht nur im Hinblick auf Analysen, sondern auch in Bezug auf die Darstellung komplexer Sachverhalte. Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel der infas Holding, auf Basis einer exzellenten Dienstleistung und höchster Qualitätsmaßstäbe, der präferierte Partner für Informationsdienstleistungen, insbesondere für Markt- und Sozialforschung mit dem Schwerpunkt Wirtschaft und Gesellschaft für unsere Kunden zu sein. In den von uns adressierten Märkten wollen wir Spitzenpositionen erreichen und fokussieren uns auf attraktive und langfristig wachsende Nischenmärkte, in denen wir organisch über dem Marktdurchschnitt zu wachsen gedenken. Insgesamt sollen die Wachstumsbestrebungen ihren organisatorischen Ausdruck in einem mittelständisch orientierten, wissensintensiven Informationsdienstleister für Markt- und Sozialforschung und angrenzende Gebiete finden. Das Unternehmen soll für bestimmte wichtige Fragen der Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft, in seiner Innovationskraft, Produktvielfalt, Flexibilität und Ertragskraft zu einer wirklichen Alternative für die etablierten Anbieter - die Big Four der Branche - werden. Die klare Ausrichtung auf eine offensive Strategie, die im Jahr 2013 auch seinen Ausdruck in der Umbenennung der Holding fand, die von anwesenden Aktionären auf der Hauptversammlung im August des Jahres 2013 ohne eine Gegenstimme beschlossen wurde, wird in den kommenden Jahren die Richtschnur der Entwicklung sein. Klarheit in der Ausrichtung und offensives Vorgehen: Diese beiden Vorgaben gelten im besonderen Maße für die action press gmbh & co. kg in Hamburg als oberstes Prinzip in dem nächsten Jahr. Der erreichte Grad der Konsolidierung macht es grundsätzlich möglich, die bisherige Entwicklung nicht nur fortzusetzen, sondern auch mit neuen Produktideen Marktanteile zu gewinnen. 3. SteuerungssystemAls wichtigste Steuerungsgrößen verwenden die infas Holding AG und ihre Tochtergesellschaften - wie in den Vorjahren - den Umsatz sowie das operative Ergebnis. Mit operativem Ergebnis ist das Ergebnis gemeint, das dargestellt wird in der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Zinsen und Steuern (EBIT). Diese zentralen Kenngrößen werden regelmäßig und vollumfänglich von allen Tochtergesellschaften und der Holding erstellt und mit Planzahlen abgeglichen. Bei der Tochtergesellschaft action press gmbh & co. kg erfolgt die Aufstellung monatlich, beim infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH quartalsweise. Beim infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft ist der Rhythmus der Erstellung bestimmt durch die notwendige Projektbewertung nach den Herstellungskosten, die quartalsweise erstellt wird, weil sich im Projektgeschäft eine solche Planung als sinnvoll und effektiv erwiesen hat. Darüber hinaus wird in allen Tochtergesellschaften die Entwicklung des Auftragsbestands für das aktuelle Geschäftsjahrständig in Relation zum geplanten Jahresumsatz verfolgt und monatlich dargestellt und bewertet. 4. Forschung und EntwicklungDas Kernsegment der infas Holding AG wird durch das infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft repräsentiert. Das Institut erbringt eine wissensintensive Dienstleistung im Bereich der Markt- und Sozialforschung und gehört somit nicht zur forschungsintensiven Industrie, die traditionell die höchsten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung tätigt, wie zum Beispiel die Chemie- und Pharmaindustrie, Elektroindustrie sowie Maschinen- und Fahrzeugbau. Somit stehen auch nicht Produktinnovationen im Vordergrund. Das heißt aber nicht, dass Unternehmen, die Dienstleistungen erbringen, per se keine Innovatoren sein können. Sie können sehr wohl innovativ sein, weil auch die Einführung neuer Dienstleistungen Aufwendungen in Forschung und Entwicklung beinhalten. Im Kernsegment der infas Holding AG stehen allerdings Prozessinnovationen im Vordergrund. Prozessinnovationen sind in dem genannten Kernsegment neue oder merklich verbesserte Verfahren zur Erbringung unserer Dienstleistung, die in das Unternehmen eingeführt wurden. Der überwiegende Teil dieser Innovationsaktivität fand im Kernsegment Markt- und Sozialforschung statt. In den letzten zwei Jahren hat in dem Kernsegment der infas Holding AG das infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft ein neues System der Kontrolle der erhobenen Datenstrukturen entwickelt und eingeführt, das es erlaubt, den gesamten Erhebungsprozess der Daten ausgehend von der Stichprobe bis hin zur Realisierung des Interviews durch den Interviewer rechnergestützt zu verfolgen. Auf dieser Basis wird es möglich, Kennziffern der Güte der Erhebung noch während des Erhebungsprozesses selbst, und nicht erst nach seinem Abschluss zu erheben. Damit ist eine zeitnahes Monitoring der kostenträchtigen Aktivitäten der Interviewer möglich, das nicht nur Kosten spart, sondern insbesondere die Qualität der erhobenen Daten verbessert. Dies ist ein Beispiel für den Anspruch, die Systeme der Erhebung kontinuierlich zu verbessern, um eine hochwertige Qualität der erhobenen Daten für die Kunden sicherzustellen. Im Geschäftsjahr 2013 sind die angesprochenen Aufwendungen für innovative Aktivitäten gegenüber den Vorjahren merklich gestiegen. Die action press gmbh & co. kg hat in den letzten beiden Jahren neue Absatzmaßnahmen zur Stärkung des Umsatzes entwickelt. Diese zielen zum einen auf eine Stabilisierung des Kerngeschäftes, zum anderen auf die Einführung neuer Produkte. Beide Maßnahmen führten zu einer Stabilisierung des Umsatzes. Daneben erfolgte mit Hilfe von Investitionen in die EDV eine Optimierung von Ablaufprozessen, die zu erheblichen Kosteneinsparungen und zu erheblichen Qualitätsverbesserungen führten. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamt- und branchenwirtschaftliche RahmenbedingungenNach zwei Jahren Schrumpfung windet sich die Eurozone in 2014 aus der Rezession: IWF und OECD gehen jeweils von einem Wachstum von rund 1,0 Prozent aus. Die umgesetzten Maßnahmen der Politik und der Europäischen Zentralbanksorgen offenbar doch für Wachstumsimpulse. Sämtliche Prognosen für die deutsche Wirtschaft zeigen in 2014 nach oben: Der IWF geht von einem Wachstum von 1,4 Prozent aus, die OECD gar von 1,7 Prozent. Erfreulich dabei ist, dass sich der negative Trend in der EU und im Euroraum zu verringern scheint und eine Stabilisierung der Lage in Sicht ist. Diese positive Entwicklung lässt sich indes nicht bruchlos auf die Markt- und Sozialforschungsbranche und auf die Verlagsbranche übertragen. Nimmt man die Zahlen und Bewertungen des europäischen Branchenverbands ESOMAR zur Grundlage, waren in Europa die Marktforschungsumsätze in den letzten Jahren im Durchschnitt eher rückläufig, auch wenn es starke länderspezifische Ausprägungen gab1 . Der deutsche Markt entwickelte sich beispielsweise in diesem Zusammenhang bis einschließlich 2012 weit positiver als der Markt der Eurozone insgesamt. Nachdem die Umsätze der deutschen Markt- und Sozialforschungsinstitute im Zuge der Wirtschaftskrise um 5,0 Prozent gesunken waren, hatte sich die Branche schnellwieder stabilisiert. Mit nominalen Umsatzsteigerungen um 3,3 Prozent in 2010, um 6,7 Prozent in 2011 und um 7,7 Prozent in 2012 hat sich die deutsche Branche in diesem Bereich deutlich positiver entwickelt als etwa die Forschungsmärkte in den USA, Großbritannien oder in Frankreich. 2013 haben nun auch die deutschen Institute den Kostendruck vieler Auftraggeberbranchen kennen lernen müssen. Für das Geschäftsfeld Foto, das von der action press gmbh & co. kg in Hamburg vertreten wird, ist die Frage, ob die deutschen Verlage sich aus den strukturellen Schwierigkeiten der Branche herauswinden können, von großer Bedeutung, weil die wirtschaftliche Lage der Verlage sich sofort auf den Umsatz dieses Geschäftsfelds auswirkt. Leider sind die herausstechenden Merkmale der letzten Jahre, nämlich zurückgehende Auflagen einerseits und schwache Anzeigenmärkte anderseits, auch die prägenden Merkmale des Verlegermarkts des Jahres 2013. Als Reaktion hierauf haben die Verlage verstärkt weitergeführt, was sie bereits in den Jahren zuvor begonnen haben. Sie haben sich weiter schrittweise vom Verlagsgeschäft abgewendet und Geschäftsfelder außerhalb ihrer klassischen Verlagsmärkte zu erschließen versucht. Vor diesem Hintergrund war die Geschäftsentwicklung bei der infas Holding AG im Jahr 2013 von der Grundstruktur her nichtviel anders als 2012. Auch 2013 prägten Gegensätze die Entwicklung. Während sich das infas Institut im gesamt- und branchenwirtschaftlichen Geschäftsfeld sehr gut behaupten und über dem Branchendurchschnitt weiter wachsen und eine Steigerung der Erträge erwirtschaften konnte, gelang es bei der action press gmbh & co. kg, einen weiteren Einbruch in Umsatz und Ertrag aufzuhalten.
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Siehe "Global Market Research 2013", herausgegeben
von ESOMAR (2013). 2. GeschäftsverlaufGeschäftsfeld Markt- und SozialforschungFür die Branche der Markt- und Sozialforschung verlief die Entwicklung 2013 nicht mehr so positiv wie noch im Jahr 2012. Insgesamt war das Jahr 2013 für die deutschen Marktforschungsinstitute nicht einfach. Gemeinsam haben alle Institute einen Umsatz von 2,5 Mrd. € erzielt. Damit ist der Branchenumsatz im Vergleich zu 2012 zwar unverändert geblieben, entspricht aber inflationsbereinigt einem Rückgang von 1,5 Prozent. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass die Stagnation auf die schwache Entwicklung vor allem der großen Institute, insbesondere der "Big Four", zurückzuführen ist, denen es 2013 nicht gelungen ist, signifikant zu wachsen. Nachdem sich die Marktforschungsbranche bis zum Jahr2012 von dem Abwärtstrend anderer gesättigter Märkte abkoppeln konnte, musste nun eine Vielzahl von Instituten in Deutschland Stagnation oder Umsatzrückgänge verkraften. Von den 134 Unternehmen, deren Umsatz von einem spezialisierten Branchendienst erfragt wurde, konnten 2013 insgesamt 37 Institute im Vergleich zum Vorjahr ihren Umsatz steigern (28 Prozent). 45 Firmen meldeten einen im Vergleich zu 2012 unveränderten Umsatz, und immerhin 44 Prozent der Unternehmen berichteten von einem Umsatzrückgang (33 Prozent).1 Das infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft gehört im Jahr 2013 wieder zu der Minderheit von Instituten, für die eine positive Umsatzentwicklung feststellbar ist. Insgesamt haben die 50 umsatzstärksten Marktforschungsinstitute den deutschen Markt weiterhin fest im Griff: Im Jahr 2013 haben sie gemeinsam 94,7Prozent des deutschen Branchenumsatzes erwirtschaftet (2012: 94,8 Prozent).Noch deutlicher wird der Konzentrationsprozess beim Blick auf die Top Ten, zu denen auch infas gehört. Die Top Ten setzen 82,3 Prozent des gesamten Umsatzes der Branche um. Das Jahr 2013 hat für infas - nach dem überaus erfolgreichen Jahr 2012 - einen weiteren positiven Verlauf genommen, womit vor dem Hintergrund des Umsatzsprungs in 2012 nicht unbedingt zu rechnen war. infas erzielte im Jahr 2013 einen Umsatz von 19,6 Mio. € gegenüber dem Vorjahr mit 18,3 Mio. €, was einer Steigerung von 6,6 Prozent entspricht. Damit ist einen neuer Rekordwert erreicht. Sehr erfreulich ist obendrein, dass sich die Gewinnsituation nochmals signifikant verbessert hat und somit auch das beste bisher erreichte Ergebnis berichtet werden kann. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit umfasst nunmehr 3,49Mio. € (Vorjahr 3,04 Mio. €) und erreicht, relativ zum Ergebnis gesehen, 17,8 Prozent der Gesamtleistung (Vorjahr: 16,8 Prozent), was auch branchenweit als ein Spitzenergebnis einzuschätzen ist. Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass damit eine Gewinnsteigerung von 12,9 Prozent erreicht werden konnte. Die einzelnen Bereiche des infas Instituts für angewandte Sozialwissenschaft entwickelten sich im Geschäftsjahr 2013 wie folgt: Bereich SozialforschungDas Portfolio dieses Bereichs umfasst die Durchführung von empirischen Projekten mit extrem komplexen methodischen Designs zur empirischen Analyse sehr unterschiedlicher, wesentlicher sozialer Fragestellungen, die den weiteren Fortgang der gesellschaftlichen Entwicklung der Bundesrepublik betreffen. Bei der Sozialforschung handelt es sich um den umsatzstärksten Bereich von infas. Der Bereich erreichte 2013 einen Umsatz von 13,9 Mio. € und konnte damit das Niveau von 2012 halten, was vor dem Hintergrund einer Umsatzsteigerung im Jahr 2012 von über 20 Prozent nicht unbedingt erwartet werden konnte (Umsatz in 2012: 14,1 Mio. €). Mit den genannten Umsätzen unterstreicht dieser Bereichseine führende, die Struktur des Instituts auch bestimmende Funktion. Bereich Markt- und VerkehrsforschungDas Portfolio dieses Bereichs umfasst die Durchführung von empirischen Ad-hoc-Projekten für spezialisierte Marktforschungsfragestellungen der Industrie, speziell von Verkehrsunternehmen und Dienstleistungsunternehmen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die Durststrecke der letzten zwei Jahre, die analog der Entwicklung der gesamten Marktforschungsbranche verlief, durchbrochen werden. Der Umsatz steigerte sich auf 3,8 Mio. € (Vorjahr: 2,1 Mio. €), was einer Steigerung von 80,9 Prozent entspricht. Bereich GesundheitsforschungIn diesem Bereich sind mehrere Großprojekte angesiedelt, die sich mit der empirischen Evaluation von Disease-Management-Programmen verschiedener Krankheitsbilder beschäftigen. Der im Jahr 2013 in diesem Bereich realisierte Umsatz war mit 1,8 Mio. € geringer als der Vorjahreswert von 2,1 Mio. €. Hierzu ist allerdings einschränkend festzustellen, dass dieser Rückgang in erster Instanz auf die Logik der Abarbeitung der genannten DMP-Projekte zurückzuführen ist und daher nur eingeschränkt einen Hinweis auf eine spezifische Marktentwicklung gibt. Mit dem seit Jahren kontinuierlich steigenden Umsatz einerseits und der damit verbundenen Tendenz andererseits, den größten Teil der gesamten Prozesskette der angebotenen Dienstleistung selbst zu erbringen, weil der Markt dies für infas in der erwarteten Komplexität definitiv nicht leisten kann, ging ein Ausbau der personellen Ressourcen im Institut einher. Mit 92 Beschäftigten zum Geschäftsjahresende wurde ein neuer Höchststand der Beschäftigung erreicht (Vorjahr: 88 Mitarbeiter). Geschäftsfeld FotoTrotz starkem Konkurrenzdruck und stetig fallender Bildpreise im deutschen sowie internationalen Medienmarkt sicherte sich action press im Jahre 2013 wieder eine führende Position im Kreis der Pressebildagenturen in Deutschland. Der Gesamtumsatz im Jahr 2013 belief sich auf T€ 4.731 nach T€ 4.701 in 2012 und stieg damit marginal gegenüber dem Vorjahr. Der Verlust belief sich auf T€ 76 nach T€ 951 in 2012. Die deutliche Verbesserung des Ergebnisses basiert auf einer drastischen Veränderung in der Kostenstruktur, hier wiederum in erster Linie auf einer Verringerung der Personal- und Personalnebenkosten in Höhe von ca. T€500. Im Dezember 2012 stellte action press das neue Redaktionssystem "Backstage" in Betrieb. Nach einer Anlaufzeit von Januar 2013 bis April 2013 wurden die Bildbearbeitung, Verschlagwortung sowie die Rechnungsstellung an Kundendurch die Einführung des neuen Systems schneller und effizienter. So wurde der Bildversand von ca. 2.000 Bildern pro Tag Anfang 2013 auf heute über 3.000 Bilder gesteigert. In anderen Worten, 50 Prozent mehr Output mit 50 Prozent weniger Redakteuren. Die hohen Investitionen des Jahres 2012 in Personalabbau und technische Aufrüstung haben sich gelohnt. In der zweiten Jahreshälfte 2013 hat das Unternehmen schwarze Zahlen geschrieben, konnte allerdings die Verluste des ersten Halbjahres noch nicht voll ausgleichen. Die ersten beiden Monate 2014bestätigen den Turn-around des 2. Halbjahres 2013. Für das Jahr 2014 erwartet action press eine moderate Umsatzsteigerung und ein positives Ergebnis. Die Strategie der Geschäftsführung für das Jahr 2013 wird in 2014 fortgesetzt. Dem Branchentrend zum Trotz zeigt die positive wirtschaftliche Entwicklung bei action press klar und deutlich, dass die in den vergangenen zwei Jahren vorgenommenen strategischen und technischen Veränderungen greifen. Die angegangenen Maßnahmen in den Bereichen Personal, Technik und Produkte ermöglichten es action press, eine Spitzenposition im hart umkämpften Markt zu behaupten. ZusammenfassungZusammengefasst kann von einem insgesamt positiven Geschäftsverlauf im nächsten Jahr ausgegangen werden. Bei der action press gmbh & co. kg in Hamburg wurden im Jahr 2013 die Grundlagen für eine zwar langsame, aber stetige Entwicklung gelegt. Beim infas Institut kann vor dem Hintergrund der sehr guten Ergebnisse in 2013 eine zwar verlangsamte, aber insgesamt auf hohem Niveaustattfindende positive Entwicklung erwartet werden. 3. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und ErtragslageSonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge erreichten im Geschäftsjahr 2013 54 T€ und liegen um 247 T€ unter dem Vorjahreswert von 301 T€. Sie beinhalten wie im Vorjahr Erlöse aus Konzernumlagen in Höhe von 54 T€. Im Vorjahr waren Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Prozesskosten i.H.v. 200 T€ sowie Erträge aus dem Anspruch auf Erstattung von Verfahrenskosten i.H.v. 49 T€ enthalten. PersonalaufwandDer Personalaufwand erhöhte sich von 125 T€ im Vorjahr auf 236 T€ im Geschäftsjahr 2013. In den Personalkosten sind die Gesamtbezüge des Vorstandes mit 102 T€ (Vorjahr: 87 T€) enthalten. AbschreibungenDie planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen liegen im Geschäftsjahr 2013 mit 3 T€ etwas über dem Vorjahreswert von 2 T€. Auf die Beteiligungsgesellschaft action press gmbh & co. kg, Hamburg, war aufgrund der negativen Ergebnisentwicklung eine weitere außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag i.H.v. 1.000 T€ (Vorjahr 1.490 T€) vorzunehmen. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von 168 T€ in 2012 auf 589 T€ deutlich erhöht. Die höheren Aufwendungen sind im Wesentlichen auf einmalige Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit dem im Berichtsjahrerfolgten Erwerb der restlichen 15 %-Anteile an der Tochtergesellschaft infas GmbH einschließlich Abschluss eines Gewinnabführungsvertrages zurückzuführen. Beteiligungserträge und FinanzergebnisDie Erträge aus Beteiligungen für das Geschäftsjahr 2013 belaufen sich auf 3,5 Mio. € und beinhalten wie im Vorjahr die Gewinnausschüttung der infas. Sie liegen aufgrund der guten Ertragslage der infas um 1,7 Mio. € über dem Vorjahreswert von 1,8 Mio. €. Die Zinserträge und die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens betragen im Geschäftsjahr 2013 insgesamt 75 T€ (Vorjahr: 63 T€) und resultieren hauptsächlich aus den an die Tochtergesellschaft action press gmbh & co. kg ausgereichten Darlehen, die zum Bilanzstichtag mit 1.065 T€ valutieren. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen liegen mit 206 T€ über dem Wert des Vorjahres (123 T€) und enthalten im Wesentlichen den Zinsanteil aus der jährlichen Zuführung zu den Pensionsrückstellungen mit 116 T€ (Vorjahr: 111 T€) sowie Zinsaufwendungen i.H.v. T€ 90 für ein von der Tochtergesellschaft infas GmbH gewährtes Darlehen, welches zum Bilanzstichtag mit 1.591 T€ valutiert. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist von 127 T€ im Vorjahr auf 1.585 T€ im Geschäftsjahr 2013 gestiegen. Nach Berücksichtigung von Steuern verbleibt ein Jahresüberschuss von 1.378 T€ (Vorjahr: 118 T€). InvestitionenIm Geschäftsjahr 2013 sind wie im Vorjahr keine Investitionen in Sachanlagen vorgenommen worden. Im Bereich der Finanzanlagen wurden im Berichtsjahr die restlichen 15 %-Anteile an der Tochtergesellschaft infas GmbH zum von einemunabhängigen Gutachten ermittelten Marktpreis von 4.040 T€ hierzu erworben. FinanzierungDie Bilanzsumme ist von 13.051 T€ im Vorjahr auf 13.020 T€ zum 31.12.2013 gestiegen und führt trotz positiver Ergebnisentwicklung zu einer verschlechterten Eigenkapitalquote von 71,7 Prozent gegenüber 81,6 Prozent im Vorjahr. Wie auch im Vorjahr bestanden zum Bilanzstichtag keine Bankverbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten haben sich insgesamt von 38 T€ zum 31.12.2012 auf 1.716T€ zum 31.12.2013 deutlich erhöht und beinhalten die o. g. Darlehensverpflichtungen gegenüber der Tochtergesellschaft infas GmbH. Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag Pensionsverpflichtungen in Höhe von 2.470 T€ (Vorjahr: 2.293 T€). Das langfristige Vermögen beträgt zum 31.12.2013 12,5 Mio. € und hat sich gegenüber dem Vorjahreswert von 9,5 Mio. € um 3,0 Mio. € erhöht, was hauptsächlich auf den Erwerb der Minderheitenanteile an der Tochtergesellschaft in Bonn zurückzuführen ist. Die kurzfristigen Vermögenswerte sind im Vergleich zum 31.12.2012 von 3,6 Mio. auf 3,5 Mio. € gesunken, insbesondere durch die Veränderung der liquiden Mittel. Die liquiden Mittel haben sich stichtagsbezogen von 912 T€ zum 31.12.2012 auf401 T€ zum 31.12.2013 verringert. Die Fähigkeit des Unternehmens seine Zahlungsverpflichtung zu erfüllen, war zu jedem Zeitpunkt gegeben. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit beläuft sich im Geschäftsjahr 2013 auf 4.082 T€. Bei einem Ergebnis vor Ertragssteuern in Höhe von 1.585 T€ und unbaren Aufwendungen und Erträgen, die insbesondere Abschreibungen auf den Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 1.000 T€, Aufwendungen aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung von 177 T€ sowie die Erhöhung von Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen in Höhe 1.590 T€ betreffen, wurden Mittel in Höhe von 1.442 T€ dazu verwandt, dass Nettoumlaufvermögen abzubauen. Aus Investitionstätigkeit sind Mittel für die Anschaffung Minderheitenanteilen in Höhe von 4.053 T€ abgeflossen. Aus Finanzierungstätigkeit ergaben sich Abflüsse in Höhe von 540 T€, die die Auszahlung von Dividenden betrafen. Die Veränderung des Finanzmittelbestandes betrug -511 T€. Die liquiden Mittel belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 401 T€ (Vorjahr: 912 T€). 4. Finanzielle und nicht finanzielle LeistungsindikatorenDie im Vorjahr abgegebenen Prognosen werden in den folgenden Ausführungen einem Soll-Ist-Vergleich unterzogen, um beurteilen zu können, inwieweit die im Vorjahr berichteten Prognosen mit der tatsächlichen Entwicklung im Jahr 2013 übereinstimmen. Finanzielle LeistungsindikatorenDer im Geschäftsbericht 2012 kommunizierte Plan-Konzernumsatz in der Bandbreite von 21 Mio. € bis zu 24 Mio. € und das positive Plan-Ergebnis sind mit dem erreichten Konzernumsatz 2013 von 24,2 Mio. € und einem Jahresergebnis vor Ertragsteuern von 1,6 Mio. € im oberen Bereich der Planung mehr als erreicht. Die finanziellen Ziele konnten im Jahr 2013 erreicht werden. Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenAls nichtfinanzielle Leistungsindikatoren verfolgen wir Kundenbelange sowie Arbeitnehmerbelange. Dabei ist es gelungen, auf Basis unserer exzellenten Dienstleistungen und der Kundenorientiertheit die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Den Arbeitnehmerbelangen wurde mit Hilfe der aktiven Personalpolitik Rechnung getragen und so eine Arbeitnehmerfluktuation vermieden. 5. GesamtaussageDie infas Holding AG erzielt als Management- und Finanzholding der infas Holding Gruppe keine Umsatzerlöse. Die Geschäftsentwicklung hängt primär von der Entwicklung der Tochtergesellschaften infas in Bonn einerseits und action press in Hamburg andererseits ab. Die Töchter entwickelten sich 2012 u.a. angesichts der unterschiedlichen Rahmenbedingungen höchst unterschiedlich, ja geradezu gegensätzlich. Vor diesem Hintergrund erfolgte im Jahr 2013 eine verstärkte strategische Ausrichtung auf den Kernbereich des Unternehmens, der vom infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft repräsentiert wird. Diese Ausrichtung wurde durch die engere Anbindung des Instituts über den Beschluss der Hauptversammlung vom August 2013 zu einem Ergebnisabführungsvertrag mit dem Institut eingeleitet und wird 2014 fortgesetzt und verstärkt werden. Ein wesentlicher Schritt in diese Richtung wird die Stärkung und der Ausbau der Marktforschungskompetenz des Instituts sein. Die objektiven Rahmenbedingungen für eine positive Entwicklung scheinen vorzuliegen: Forschungsinstitute prognostizieren für 2014 eine wirtschaftliche Entwicklung, die deutlich über Vorjahresniveau liegt: In der Eurozone ist laut Internationalem Währungsfonds nach zwei Jahren der Rezession wiedermit einem soliden Wachstum zu rechnen. Das weltweite Wirtschaftswachstum in 2014 wird vom Internationalen Währungsfonds mit 3,6 Prozent veranschlagt (2013: 2,9 Prozent). Man weiß: Auch gute Prognostiker können irren. Gleichwohl: Eine positive Entwicklung der infas Holding AG ist unter Berücksichtigung eines normalen Geschäfteverlaufs für das Geschäftsjahr 2014 insoweit gesichert, als dass die Sanierung der action press gmbh & co. kg in Hamburg abgeschlossen ist und sich erste positive Entwicklungen bereits im Jahr 2013 andeuteten. Beide Tochterunternehmen sollten sich im Jahre 2014 kontinuierlich entwickeln, wobei action press bei steigenden Umsätzen ein positives Ergebnis erwirtschaften wird. Des Weiteren freut sich infas bereits zum ersten Quartal 2014 über einen hohen Auftragsbestand, sodass ein positiver Beitrag von infas für den Umsatz und den Ertrag der Holding auf Vorjahreshöhe hoch wahrscheinlich ist. III. NachtragsberichtIm Zuge der Strategie der infas Holding AG, systematische ihre Kompetenz als wissensbasierter Informationsdienstleister auszubauen, wurde die infas 360GmbH gegründet und Ende März 2014 in das Handelsregister Bonn eingetragen. Diese Gesellschaft wird als hundertprozentige Tochter der infas Holding AG mit innovativen Forschungsansätzen das Angebot des infas Instituts für angewandte Sozialwissenschaft ergänzen. infas 360 verzahnt mehrere Disziplinen. Das Unternehmen sammelt, organisiert und analysiert Daten in neuer Form. Dazu kombiniert infas 360 Geomarketing, Customer Analytics und Marketingforschung. infas 360 verfolgt eine völlig neue Art der Informationsgewinnung und -aufbereitung und erfasst mit elaborierten Tools systematisch Verlaufs- und Bestandsdaten ausunterschiedlichsten Quellen. Aufgebaut wird ein umfangreiches Portfolio der in Deutschland verfügbaren Markt- und Konsumentendaten. Die geografische Referenzierung enthält sämtliche postalischen und amtlichen Strukturen, auch unterhalb der Ebene von kommunalen Einheiten, sowohl bezogen auf wichtige Bevölkerungseckwerte als auch auf wirtschaftliche Aktivitäten. Mit einem 360-Grad-Rundumblick auf Zielgruppen, Märkte, Kunden und Potenziale werden Erkenntnisse generiert, die unmittelbar für Forschungszwecke, Marketing- und Vertriebsaktivitäten nutzbar sind. In der Verknüpfung mit Befragungsdaten eröffnen die mikrogeografisch angelegten Datenbestände auch bei sozialwissenschaftlichen Studien neue Analysezugänge. Hinzu kommen bisher nicht umsetzbare Stichprobenansätze. IV. Risiko- und Prognoseberichterstattung(Darstellung und Erläuterung der voraussichtlichen Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken)1. Angaben zum Risiko-Management-SystemDie infas Holding AG ist als Finanzholding diversen qualitativen und quantitativen Risiken ausgesetzt. Qualitative Risiken stellen in erster Linie Absatz- und Beschaffungsrisiken dar. Die branchenspezifischen Rahmenbedingungen, denen die Konzerngesellschaften ausgesetzt sind, haben sich in den vergangenen Jahren zunehmend verschärft. Verstärkt wird dieser Effekt durch den zunehmenden Verdrängungswettbewerb. Zu den quantitativen Risiken zählen interne Risiken hinsichtlich der Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung. Die infas Holding AG ist zur Deckung der betrieblichen und sonstigen Aufwendungen auf den Empfang von Zahlungen und Gewinnausschüttungen ihrer operativen Tochtergesellschaften angewiesen. Eine Vielzahl von Faktoren kann dazu führen, dass sich die tatsächlich eintretenden Ereignisse wesentlich von der prognostizierten Lage unterscheiden und geringere als die erwarteten Auszahlungen von den operativen Tochtergesellschaften vereinnahmt werden. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, findet ein ausgewogenes Risiko-Management-System (RMS) Anwendung. Kernbestandteil dieses Systems ist ein Frühwarnsystem, für das sowohl strategische als auch operative Risiken definiert sind. Für diese werden kontinuierlich Kennziffern generiert, die wiederum Bestandteil eines internen Monitoringsystems sind, mit dem regelmäßig und systematisch eine Risikoidentifikation stattfindet. Zur Sicherstellung einer effizienten und effektiven Risikokontrolle sind im RMS die Kommunikationsstrukturen klar definiert. Das bestehende Risiko-Management-System wurde aufgrund der Neuerungen durch das BilMoG im Dezember 2009 dokumentarisch erweitert und ergänzt. Die wesentlichen internen und externen Risikofelder aus der operativen Aktivität, dem Finanz- und Rechnungswesen sowie IT wurden einer Analyse unter Festlegung von Parametern unterzogen, die Handlungsweisen definieren und / oder die sofortige Berichtspflicht an den Vorstand bedingen. Hierdurch werden potentielle Risiken eruiert, bewertet sowie laufend überprüft. Alle Konzerngesellschaften berichten regelmäßig anhand der definierten Kennziffern. Zur Steuerung und Überwachung der Planzahlen und Ziele ist somit ein systematisches Erfassungs- und Kontrollsystem etabliert. Quartalsabschlüsse werden für alle Gesellschaften erstellt und die realisierten Zahlen den Planzahlen gegenübergestellt. Durch eine regelmäßige, enge Kommunikation der Geschäftsleitung mit dem Rechnungswesen und den Steuerberatern wird ein zeitnaher und sachgerechter Informationsstand sichergestellt. Gleichzeitig werden jedoch auch die Chancen analysiert, welche sich durch Trends in Markt und Wettbewerb ergeben. Aufgrund der Größenordnung der infas Holding AG und ihrer Tochtergesellschaften wird der Buchhaltungsprozess durch professionelle Steuerberatungsgesellschaften extern in einem Dienstleistungs- und Prüfungsverhältnis geführt bzw. auch intern geführt unter externer Begleitung. Damit soll auch sichergestellt werden, dass der Rechnungslegungsprozess in der Bearbeitungskette und auf allen Ebenen intern wie auch extern stets allen gesetzlichen Vorschriften und Anforderungen entspricht und etwaige Risiken entweder vermieden oder frühzeitig erkannt werden können. Die Buchführungsdaten werden von der DATEV-Organisation sowie über eine Datenverarbeitungsanlage vom System HMD verarbeitet und ausgewertet. Die Ordnungsmäßigkeit des DATEV-Buchführungsprogramms wurde durch produktunabhängige Systemprüfung bestätigt. Der Kontenplan, der der Buchhaltung zugrunde liegt, entspricht den betrieblichen Anforderungen und bildet die Geschäftsvorfälle entsprechend den gesetzlichen Vorschriften ab. Das interne Kontroll- und Risiko-Management-System im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess umfasst im Wesentlichen eine Funktionstrennung sowie Zugriffsbeschränkungen hinsichtlich des intern ausgeführten Zahlungssystems. Die externen Dienstleistungsgesellschaften sind im Rahmen ihrer Tätigkeit aufgefordert, alle Transaktionen ebenfalls auf gesetzliche Vorschriften und Anforderungen zu prüfen und Verstöße dagegen sowie Unregelmäßigkeiten, welcher Art auch immer, sofort dem Vorstand der Gesellschaft anzuzeigen. Dies gilt im Besonderen im Abgleich der Zahlungsströme, die aus den Transaktionen resultieren. 2. Angaben zu einzelnen Risiken und ChancenVeränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld der Tochtergesellschaften, Zinsschwankungen, Einführung von neuen Dienstleistungen, mangelnde Akzeptanz neuer Dienstleistungen oder auch Änderungen der Geschäftsstrategiebeeinflussen das Risikobild. Diese potentiellen Risiken werden regelmäßig mit den Gesellschaften diskutiert. Als Unternehmen ist die infas Holding AG in erster Linie auf Deutschland und Europa fokussiert. Zwar ist man nicht direkt risikobehafteten Entwicklungen der Weltwirtschaft ausgesetzt, sondern nur insoweit sie über Europa und Deutschland vermittelt sind. Wie schnell sich aber solche Vermittlungen äußern können, sieht man an den neueren Entwicklungen im Zusammenhang der Auseinandersetzung auf die Krise der Ukraine: Aus einem zunächst lokalen Konflikt wurde schnell ein internationaler Konflikt, der die wesentlichen Märkte der Welt droht, in Mitleidenschaft zu ziehen. Insgesamt sind die Rahmenbedingungen für Unternehmen in den letzten Jahren schwieriger und unkalkulierbarer geworden, weil die konjunkturellen Risiken insgesamt größer geworden sind. Im Gegensatz dazu ermöglicht die Fokussierung auf Nischen, unabhängiger von Krisen zu agieren. Die stark differenzierte Kundenstruktur insbesondere bei infas in Bonn, aber auch bei der action press gmbh& co. kg in Hamburg begrenzt die Beeinträchtigung von konjunkturellen Einflüssen. Wichtige Abnehmer wie alteingesessene Verlage, wissenschaftliche Einrichtungen aller Art unterliegen den allgemeinen Konjunkturzyklen nur bedingt. Die Entwicklung der Auftragseingänge und Umsatzerlöse kann durch die unterschiedliche konjunkturelle Entwicklung belastet werden. Dadurch können sich Nachfrageausfälle und damit negative Konsequenzen für Umsatz und Ergebnis ergeben. Es wurde bereits angemerkt: Die infas Holding AG erzielt als Management- und Finanzholding der infas Holding Gruppe keine Umsatzerlöse. Die Geschäftsentwicklung hängt primär von der Entwicklung der Tochtergesellschaften infas in Bonn einerseits und action press in Hamburg andererseits ab. Deswegen wird im Folgenden auf die jeweiligen Geschäftsbereiche eingegangen. Geschäftsfeld Markt- und SozialforschungDas ifo-Institut in München hat sich zur Instanz entwickelt, die regelmäßig und empirisch gestützt die Perspektiven der Entwicklung der deutschen Wirtschaft relativ sicher vorhersagt. Die Vorhersagen werden auch auf Ebene der Branchen disaggregiert zur Verfügung gestellt. Aus den Daten, die an die an der Erhebungteilnehmen den Unternehmen verteilt werden, ergibt sich, dass das ifo-Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft 2014 weiterhin an die positive Entwicklung des vergangenen Jahres anzuknüpfen scheint. Die Unternehmen waren mit ihrer momentanen Situation im Februar 2014 noch zufriedener als im Dezember des letzten Jahres. Ihre Geschäftsaussichten für das nächste halbe Jahr bewerteten sie günstiger als im vergangenen Monat. Im Hinblick auf das Dienstleistungsgewerbe kann festgestellt werden, dass der ifo-Geschäftsklimaindikator für das Dienstleistungsgewerbe auch im Februar 2014 nach einigen Rückgängen nunmehr wieder steigt. Die befragten Dienstleister berichteten von einer derzeitigen guten Geschäftssituation. Sie verzeichneten höhere Umsätze als im vergleichbaren Vorjahresmonat und rechneten mit einem weiteren Zuwachs in der nächsten Zeit. Lange Zeit galt es als ausgemacht, dass sich die Marktforschungsbranche relativ unabhängig von Konjunkturzyklen entwickelt. In Krisenzeiten ändern sich, so eine weit verbreitete Annahme, die Anforderungen und damit die Forschungsschwerpunkte: In guten Zeiten geht es um "Wachstum", in schlechten Zeiten um "Umstrukturierung". Und in der Tat hat sich eine Zeit lang die Entwicklung der Marktforschungsbranche von den Konjunkturzyklen abgekoppelt. Damit ist es seit der Krise 2009 vorbei. Im Einklang mit dem gesamtwirtschaftlichen Rückgang (2009:ein Minus von 5,1 Prozent) schrumpfte auch die Markt- und Sozialforschungsbranche (- 5,0). Für Marktforschung bestimmte Budgets wurden radikal zurückgehalten. Und die Wirkungen sind nach wie vor spürbar: Geplant wird immer kurzfristiger. Aufwendige Trackingstudien, bei denen dasselbe Thema über Wochen und Monate hinweg immer wieder untersucht wird, fallen weg. In der Marktforschung sind eher Studien gefragt, die innerhalb weniger Tage Resultate liefern. infas verfügt hinsichtlich ihrer Portfolios von Kunden, Märkten und Methodenkompetenzen über eine hohe Diversifikation. Die Krisenzeit ab 2009 konnte daher gut überstanden werden. Es wurde sogar Wachstum generiert. Selbst bei schlechteren makroökonomischen Entwicklungen würde für das Institut kein akutes wesentliches Risiko bestehen, weil der Spezialisierungsgrad recht hoch und infas nichtweltweit aufgestellt ist. Umso geringer sind die Risiken, wenn die Rahmenbedingungen positiv einzuschätzen sind. Allerdings muss angesichts der Erfahrungen in der Krise 2009 berücksichtigt werden, dass eine etwaige ungünstige konjunkturelle Entwicklung direkt auf die Marktforschungsbranche durchschlägt. Dennoch gehört infas zu den wenigen Instituten, die als Full-Service-Dienstleister mit hohem methodischen Niveau gut aufgestellt sind, insbesondere für empirisch komplexe Fragestellungen, die in der Krise nicht einfach als gelöst unterstellt werden können, sondern sich möglicherweise in ihr sogar verschärfen. Dies gilt auch und gerade für den Bereich Sozialforschung. Die großen ungelösten Fragen der Gesellschaft wie Arbeitsmarkt, Bildung, Alter und Gesundheit generieren einen Forschungsbedarf, der auch unter den ungünstigsten Konstellationen der öffentlichen Haushalte abzudecken sein wird. Hier wird insbesondere empirisch relevanter Wissensbedarf entstehen. Die Auftragslage von infas ist derzeit gut. Das hervorragende Ergebnis 2013 ist u.a. auch auf die Tatsache zurückzuführen, dass mehrere Großprojekte erfolgreich abgeschlossen werden konnten, die auch Nachfolgeprojekte generiert haben. Zusätzlich ist die erhöhte Effektivität und Effizienz anzusprechen, die aufgrund einer radikal neuen Organisationsstruktur offensichtlich erreicht wurde und sich ebenfalls in dem abermals verbesserten Ergebnis niederschlägt. Dies und die systematisch organisierten Akquisitionsbemühungen des Instituts, die zu einem guten Auftragsbestand führten, lassen erwarten, dass eine moderate Steigerung von Umsatz und Ertrag in dem nächsten Jahr möglich scheint, zumindest aber eine Stabilisierung auf dem erreichten, hohen Niveau. Dies alles gilt allerdings nur, wenn vor dem geschilderten Hintergrund ein normaler Geschäftsverlauf unterstellt wird. Allerdings lassen die geschilderten, eher unübersichtlichen Marktbedingungen im europäischen Umfeld sowie der selbst für Experten nicht klare Konjunkturverlauf den Weg offen für Unsicherheitsfaktoren. Sollten diese oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den formulierten Erwartungen abweichen. Geschäftsfeld FotoDie zukünftige Entwicklung wird in diesem Geschäftsfeld geprägt sein von Fortschritten und Rückschlägen bei der Überwindung der strukturellen Schwierigkeiten in dieser Branche. Die Überwindung dieser Schwierigkeiten kommt angesichts neuerer Entwicklungen der digitalen Welt einer Neuerfindung des bestehenden Geschäftsmodells gleich, ist riskant und dürfte länger dauern. Es ist daher konsequent, dass in dem Bereich Foto in einem ersten Schritt die Kosten an die sich derzeit abzeichnende Umsatzstruktur konsequent angepasst werden und auf Expansionsfantasien verzichtet wird, sofern sie sich auf Dienstleistungen für das "alte" Geschäftsmodell in dieser Branche beziehen. In weiteren Schritten muss aber die Erbringung der Dienstleistung und ihre Qualität verbessert werden, um die vorhanden Chancen eines Premiumanbieters zu nutzen. Hier besteht ein großes Risiko in der Entwicklung des Verlagswesens selbst. Sollte es dieser Branche nicht gelingen, Printangebote einerseits und digitale Angebote andererseits in einem integrierten Geschäftsmodell anzubieten, könnten erhöhte Risiken für eine krisenhafte Entwicklung mit entsprechenden Folgen für action press in Hamburg daraus resultieren. Die Strategie der Geschäftsführung für das Jahr 2014 ist vor dem geschilderten Hintergrund nach wie vor, die Konzentration der Agentur auf das Kerngeschäft auszurichten mit dem Ziel, schneller als bisher und in einer breit diversifizierten Struktur die Dienstleistung als Top-Service-Agentur für die Medienkunden zu wachsen. Zur Kernkompetenz gehört nach wie vor der Yellow-Bereich. Verlage und Redaktionen sind hierbei die wichtigsten Kundengruppen. Während es daher nach wie vor oberstes Bestreben der Agentur sein wird, die bereits sehr hohe Qualität der Fotoprodukte noch weiterhin durch Kooperationen mit national und international renommierten Fotografen und Partneragenturen auszubauen, werden parallel neue Produkte und Serviceleistungen für Verlage bzw. andere Marktsegmente entwickelt und auf den Markt gebracht. Solcherart Angebote befinden sich derzeit noch in der Erkundungsphase und werden auf ihre Machbarkeit und Akzeptanz geprüft. ZusammenfassungVor dem geschilderten Hintergrund wird zusammenfassend davon ausgegangen, dass die infas Holding AG mit einer hohen Wahrscheinlichkeit leicht wachsen wird. Es wird damit gerechnet, dass sich der Umsatz der Unternehmensgruppe in 2014 in einem Korridor zwischen 23 und 25 Mio. € bewegen wird. V. Übernahmerelevante Angaben § 289 IV HGBDurch das Übernahmerichtlinie-Umsetzungsgesetz besteht für börsennotierte Unternehmen nach §§ 289 und 315 HGB die Pflicht, Angaben zu Kapitalzusammensetzung, Aktionärsrechten und deren Beschränkungen, Beteiligungsverhältnissen und den Organen der Gesellschaft zu machen, welche übernahmerelevante Informationen darstellen. Das Grundkapital der infas Holding AG beträgt 9.000.000,00 €. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Die namenlosen Stückaktien unterliegen keinerlei Übertragungsbeschränkungen. Soweit dem Vorstand der Gesellschaft bekannt, bestehen keinerlei Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung der Aktien betreffen. Darüber hinaus sind dem Vorstand keine Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern bekannt, welche Beschränkungen in Stimmrechten und Übertragung von Aktien beinhalten. Die infas Holding AG hat die Inhaber von Aktien mit keinerlei Sonderrechten ausgestattet und hat auch keine Aktien begeben, die Sonderrechte oder Kontrollbefugnisse verleihen. An der Gesellschaft ist die Effecten-Spiegel AG mit knapp über 30 Prozent, die Investmentgesellschaft für langfristige Investoren TGV mit über 20 Prozent, Herr Hans-Herbert Döbert mit knapp über 5 Prozent, Frau Loni Döbert und die Axxion S.A. mit knapp über 3 Prozent zum Bilanzstichtag gemäß § 289 (4) Nr. 3 HGB direkt oder indirekt beteiligt. Es bestehen keinerlei Arbeitnehmerbeteiligungen am Kapital, bei denen die Kontrollrechte nicht unmittelbar ausgeübt werden. Gemäß §§ 5 und 6 der Satzung der infas Holding AG besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder und bestimmt ihre Zahl. Im Geschäftsjahr 2013 bestand der Vorstand aus einer Person. Ist nur ein Vorstandsmitglied bestellt, so ist es einzeln zur Vertretung der Gesellschaft befugt. Der Aufsichtsrat hat dem Vorstand Einzelvertretungsmacht und die Befugnis erteilt, gleichzeitig Rechtsgeschäfte für die Gesellschaft und als Vertreter Dritter abzuschließen. Der Vorstand ist ebenso von den Beschränkungen des § 181 BGB in den Grenzen des § 112 AktG befreit. Für die Änderung der Satzung gelten die gesetzlichen Vorschriften (§§ 133, 179 AktG). Seit dem Beschluss der Hauptversammlung vom 23. August 2012 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 22. August 2017 einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals um bis zu insgesamt € 4.500.000,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital2012). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht in bestimmten Fällen auszuschließen. Die Einzelheiten der Ermächtigung ergeben sich aus § 4 Abs. 5 der Satzung und dem unter Tagesordnungspunkt 5 im elektronischen Bundesanzeiger vom 16. Juli 2012 bekanntgemachten Beschlussvorschlag. Seit dem Beschluss der Hauptversammlung vom 23. August 2012 ist die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 22. August 2014 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 Prozent des bis zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Einzelheiten der Ermächtigung ergeben sich aus dem unter Tagesordnungspunkt 6 im elektronischen Bundesanzeiger vom 16. Juli 2012 bekanntgemachten Beschlussvorschlag. Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen - so genannte Change-of-Control-Klauseln - und Entschädigungsvereinbarungen für den Falleines Übernahmeangebots mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern, bestehen nicht. VI. Vergütungsbericht und Erklärung zur UnternehmensführungVergütungsberichtGemäß § 289 Abs. 2 Nr. 5 HGB ist die infas Holding AG dazu verpflichtet, im Lagebericht die Grundzüge des Vergütungssystems der Gesellschaft für die im Anhang genannten Gesamtbezüge darzustellen. Ein Vergütungssystem, wie es der Deutsche Corporate Governance Kodex vorsieht, besteht nicht. Aufsichtsrat und Vorstand beziehen feste Bezüge, die im Anhang beziffert werden. Die im Anhang angegebenen variablen Bezüge des Vorstands beziehen sich auf die erfolgsabhängige Vergütung als Geschäftsführer bei der Tochtergesellschaft infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH sowie bei der infas Holding AG. Erklärung zur UnternehmensführungDie nach § 289 a HGB vorgeschriebene Erklärung zur Unternehmensführung ist auf der Internetseite der infas Holding AG: "www.infas-holding.de" öffentlich zugänglich.
Bonn, 02. April 2014 infas Holding Aktiengesellschaft Der Vorstand Bilanz zum 31. Dezember 2013Aktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013scroll
Anhang zum 31. Dezember 2013A Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeAnlagevermögenDie immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Abzug erhaltener Preisnachlässe und planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden linear bzw. degressiv entsprechend der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 a EStG werden linear über 5 Jahre abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG werden im Wirtschaftsjahr voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag angesetzt. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind zu Nennbeträgen, abzüglich notwendiger Einzelwertberichtigungen, angesetzt. Die Bewertung der übrigen Vermögensgegenstände erfolgte zum Nominalwert. RückstellungenDie Pensionsrückstellungen berücksichtigen die Verpflichtungen der Gesellschaft aus den bis zum Bilanzstichtag erteilten Pensionszusagen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Die sonstigen Rückstellungen sind mit ihrem Erfüllungsbetrag so bemessen, dass sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen angemessen Rechnung tragen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 7 Jahre abgezinst. Eine Abzinsung der Archivierungskosten ist aus Geringfügigkeitsgründen unterblieben. VerbindlichkeitenDer Ansatz erfolgt jeweils mit dem Erfüllungsbetrag. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel. Latente SteuernLatente Steuern gemäß § 274 HGB werden nicht ausgewiesen, da der bestehende Aktivüberhang entsprechend dem Ansatzwahlrecht bilanziell nicht angesetzt wird. B Erläuterung zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung1. Anlagevermögen - § 268 Abs. 2, § 284 Abs. 1 HGBZur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2012 einschließlich der kumulierten Anschaffungs- und Herstellungskosten und der kumulierten Abschreibungen wird auf den beigefügten Anlagenspiegel verwiesen. Die Abschreibungen des Berichtsjahres beinhalten hierbei in Höhe von T€ 1.000 (Vorjahr T€ 1.490) außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB. 2. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeForderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden zum Bilanzstichtag nicht. 3. Rückstellungen - § 285 Nr. 12 HGBBei der Bemessung der Pensionsrückstellungen, Steuerrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen ist allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen worden. scroll
Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2005G" von Klaus Heubeck verwendet. Folgende weitere Annahmen liegen der Bewertung zugrunde: scroll
Die Gesamtzuführung des Berichtsjahres enthält eine als Zinsaufwand erfasste Verzinsung des Vorjahresverpflichtungswertes in Höhe von € 115.562,00. 4. Angaben zu Verbindlichkeiten - § 285 Nr. 1a+b, § 251, § 268 Abs. 5 + 7 HGBscroll
Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB angesetzt. Abweichungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gemäß § 284 Abs. 2 Nr. 3 HGB, die Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, liegen nicht vor. 5. Eigenkapitalentwicklung - § 152 AktGscroll
Zum Bilanzstichtag ist das Grundkapital voll eingezahlt und beträgt € 9.000.000,00, eingeteilt in 9.000.000 Inhaberaktien (Stückaktien). Der Vorstand ist ermächtigt (HV-Beschluss vom 23.08.2012), das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 22.08.2017 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt € 4.500.000,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2012). Bis zum Bilanzstichtag wurde hiervon kein Gebrauch gemacht. Die Gesellschaft ist ermächtigt (HV-Beschluss vom 23.08.2012), bis zum 22.8.2014 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Bis zum Bilanzstichtag hatte der Vorstand hiervon keinen Gebrauch gemacht. Gemäß Beschluss des Vorstandes wurde in 2006 eine Kapitalerhöhung um € 1.036.000,00 durchgeführt. Die Kapitalerhöhung wurde am 17. August 2006 in das Handelsregister eingetragen. Das Agio aus der Kapitalerhöhung wurde in die Kapitalrücklage eingestellt. 6. Latente Steuern - § 285 Nr. 29 HGBDie aktiven latenten Steuern resultieren aus temporären Differenzen im Bereich der Pensionsrückstellungen und steuerlichen Verlustvorträgen. Der tatsächliche Effektivertragsteuersatz beträgt 33,0 %. Es ergeben sich die nachfolgenden aktiven und passiven Steuerlatenzen: scroll
Die Verlustvorträge zur Körperschaft in Höhe von insgesamt T€ 14.437 sind nach der Steuerplanung der Gesellschaft innerhalb der nächsten 5 Jahre in Höhe von T€ 11.558 verrechenbar. Der Aktivüberhang der latenten Steuern beträgt T€ 3.357und wird in Ausübung des Wahlrechts in § 274 HGB bilanziell nicht angesetzt wird. 7. Beteiligungsverhältnisse - § 285 Nr. 11 HBG i.V.m. § 160 Nr. 8 AktGDie Gesellschaft ist an den nachfolgend aufgeführten Unternehmen unmittelbar oder mittelbar beteiligt. scroll
Das Ergebnis des Tochterunternehmens infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH wurde aufgrund des im Geschäftsjahr 2013 abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages vollständig an die Infas Holding Aktiengesellschaft abgeführt. Die folgende Gesellschaft bzw. Person war nach deren Angaben wie folgt am Grundkapital unserer Gesellschaft beteiligt: scroll
C Sonstige Pflichtangaben - § 285 HGB1. Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer - § 285 Nr. 7 HGB -Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug 2. 2. Bezüge von Mitgliedern des Vorstandes oder Aufsichtsrates -§ 285 Nr. 9a+b HGB -Die Bezüge des Vorstandsvorsitzenden Menno Smid betrugen T€ 22 als Fixum und T€ 80 als variable Vergütung. Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstandes bestehen in Höhe von T€ 2.470. Hiervon sind T€ 2.470 zurückgestellt (vgl. Tz. B. 3.). Die Gesamtbezüge einschließlich Aufwandsentschädigungen für den Aufsichtsrat betrugen in 2013 T€ 183. 3. Forderung / Verbindlichkeiten gegenüber Mitgliedern des Vorstandes oder Aufsichtsrates - § 285 Nr. 9c HGB -Gegenüber dem Aufsichtsrat und dem Vorstand bestanden am 31.12.2013 Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 8). 4. Alle Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates - § 285 Nr. 10 HGB -Die Geschäfte des Unternehmens wurden durch folgende Personen geführt: scroll
5. Konzernabschluss - § 285 Nr. 14 HGB -Die infas Holding AG (vormals Action Press Holding AG), Bonn (HRB 17379 beim Handelsregister des Amtsgerichts Bonn), stellt für das Geschäftsjahr 2013 einen befreienden Konzernabschluss nach IFRS auf, in den die in Punkt B Nr. 6 "Beteiligungsverhältnisse" genannten Unternehmen einbezogen sind. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger in elektronischer Form veröffentlicht. 6. Entsprechenserklärung - § 285 Nr. 16 HGB i.V.m. § 161 AktG -Die Gesellschaft hat die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" abgegeben und i.V.m. der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. 7. Honorar des Abschlussprüfers - § 285 Nr. 17 HGB -Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr ein Honorarvolumen i. H. v. insgesamt T€ 47 für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Aufwand erfasst. Es handelt sich hierbei i.H.v T€ 37 um die Kosten für die Abschlussprüfung und i.H.v. T€ 10 um sonstige Leistungen. 8. Haftungsverhältnisse - § 251, § 268 Abs. 7, § 284 Abs. 1, § 285 Nr. 27 HGB -Die Gesellschaft hat sich für das Kreditengagement der Beteiligungsgesellschaft action press gmbh & co. kg gegenüber der Hamburger Sparkasse bis zu einem Betrag von T€ 401 verbürgt sowie für ein gewährtes Gesellschafterdarlehen einen Rangrücktritt erklärt. 9. Vorschlag über die ErgebnisverwendungDer Jahresabschluss wurde vor Berücksichtigung der Ergebnisverwendung aufgestellt. Der Vorschlag zur Ergebnisverwendung: Der Jahresüberschuss beträgt € 1.377.803,33. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages zum 1.1.2013 ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von € 1.550.328,16. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den zum 31.12.2013 ausgewiesenen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden: 1. einen Teilbetrag in Höhe von € 540.000,00 an die zurzeit gewinnberechtigten Aktionäre zu verteilen als Dividende für das Geschäftsjahr 2013 in Höhe von€ 0,06 je dividendenberechtigte Stammaktie = € 540.000,00, 2. den Restbetrag von € 1.010.328,16 auf neue Rechnung des Geschäftsjahres 2014 vorzutragen. 10. Versicherung der gesetzlichen Vertreter - § 264 Abs. 2 Satz 3 HGB -Wir versichern nach bestem Wissen, dass der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Bonn, 20. März 2014 infas Holding Aktiengesellschaft - Der Vorstand - Bestätigungsvermerk"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses und Lageberichts nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-,Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Neuss, 4. April 2014 Wisbert - Treuhand GmbH Andreas Hahn, Wirtschaftsprüfer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 01. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013scroll
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Erklärung zur UnternehmensführungRelevante Angaben zur Unternehmensführung nach § 289a Bonn, im April 2014Entsprechenserklärung nach § 161 AktGDer Vorstand und der Aufsichtsrat der infas Holding Aktiengesellschaft erklären, dass die vom Bundesministerium der Justiz in der Fassung vom 15. Mai 2012 im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 15. Juni 2012 bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" derzeit nicht befolgt werden. Die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG wurde in dieser Form abgegeben und den Aktionären hiermit dauerhaft zugänglich gemacht. Begründung:Die infas Holding Aktiengesellschaft ist, insbesondere gemessen an ihrer Bilanzsumme, ihrem Umsatz und der Anzahl ihrer Beschäftigten, ein mittelständisches Unternehmen mitflacher Hierarchie und einfachen Strukturen. Die Erfüllung der Anforderungen des DCGK ist daher nicht zweckmäßig und wäre mit einem unangemessenen personellen und finanziellen Aufwand verbunden, ohne dass hierdurch ein weitergehender Nutzen für die Gesellschaft, ihre Aktionäre oder andere Stakeholder verbunden wäre. Dies gilt insbesondere für die Empfehlungen des DCGK hinsichtlich der Organe Vorstand und Aufsichtsrat aufgrund dessen personeller Besetzung: Der Vorstand der Gesellschaft besteht aus einer Person. Dies wird, angesichts der Größe der Gesellschaft, als ausreichend erachtet. Der Aufsichtsrat besteht aus drei Mitgliedern; er ist bewusst kleingehalten, um ein effizientes Arbeiten und einen intensiven Austausch der Mitgliederuntereinander zu ermöglichen. Die Bildung von Ausschüssen ist daher nicht sinnvoll und zweckmäßig. Des Weiteren besteht ein Vergütungssystem für beide Organe, wie es der DCGK vorsieht, nicht. Vorstand und Aufsichtsrat beziehen feste Bezüge, die im Anhang des Konzernabschlusses beziffert werden. Die dort angegebenen variablen Bezüge des Vorstands beziehen sich auf die erfolgsabhängige Vergütung als Geschäftsführer bei der Tochtergesellschaft infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH. Aufgrund der Größe des Aufsichtsrats kann außerdem den Empfehlungen des DCGK in Bezug auf die Besetzung des Aufsichtsrats, wie z.B. die Empfehlung auf Vielfalt (Diversity) zu achten, nur bedingt Beachtung eingeräumt werden. Um eine effiziente und der Größe der Gesellschaft entsprechende Vorbereitung und Durchführung der Hauptversammlung der Gesellschaft zu gewährleisten, sieht die infas Holding Aktiengesellschaft außerdem aufgrund des hiermit verbundenen Aufwandes derzeit insbesondere davon ab, die diesbezüglichen Empfehlungen des DCGK zu erfüllen. Ungeachtet der Tatsache, dass die infas Holding Aktiengesellschaft den DCGK als für ihre Struktur und Größe nicht passend erachtet, sind Vorstand und Aufsichtsrat der Überzeugung, dass ihre Art der Unternehmensführung, insbesondere ihre auf Transparenz und persönlichem Vertrauen gründende Zusammenarbeit, dem im DCGK niedergelegten grundsätzlichen Standard guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung entspricht und den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltige Wertschöpfung gewährleistet: Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten vertrauensvoll zusammen und stehen aufgrund der effizienten personellen Besetzung beider Organe in engem persönlichen Kontaktmiteinander. Alle relevanten Fragen der Geschäftslage und -entwicklung, der Finanzierung sowie der Strategie und Planung werden zwischen den beiden Organen abgestimmt. Dies gewährleistet schnelles und effektives Handeln zu Gunsten der Gesellschaft. Dem entspricht auch das derzeitige Risikomanagement der Gesellschaft: Da sie als Holding auf Zahlungen und Gewinnausschüttungen ihrer Tochtergesellschaften angewiesen ist, basiert das Risiko-Management-System auf diesbezüglich definierten strategischen und operativen Risiken, die mittels verschiedener Kennzahlen überwacht werden. Nach außen hin informiert die infas Holding Aktiengesellschaft Aktionäre und andere Stakeholder sowie die interessierte Öffentlichkeit regelmäßig über die aktuelle Geschäftsentwicklung und die Lage des Konzerns. Sowohl Vorstand als auch Aufsichtsrat sind daher der Überzeugung, dass die Anwendung des DCGK aufgrund der Größe und Struktur der Gesellschaft nicht wirtschaftlich wäre und es überdies einer Befolgung des DCGK derzeit nicht bedarf, da eine gute und verantwortungsvolle Unternehmensführung für die infas Holding Aktiengesellschaft gewährleistet ist. Angaben zu UnternehmensführungspraktikenDie Gesellschaft wendet alle gesetzlich vorgeschriebenen Unternehmensführungspraktiken an. Die infas Holding Aktiengesellschaft bekennt sich zur nachhaltigen Unternehmensführung. Der Vorstand und der Aufsichtsrat der infas Holding Aktiengesellschaft arbeiten eng und vertrauensvoll zusammen. Alle relevanten Fragen der Geschäftslage und -entwicklung, der Finanzierung sowie der Strategie und Planung werden zwischen den beiden Führungsgremien besprochen und abgestimmt. AufsichtsratDer Aufsichtsrat berät und kontrolliert den Vorstand bei der Führung des Unternehmens und prüft alle bedeutenden Geschäftsvorfälle durch Einsichtnahme in die betreffenden Unterlagen auf Grundlage des Aktiengesetzes und der Satzung. Der Aufsichtsrat wird von der Hauptversammlung gewählt. Die Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat bestellt. Der Aufsichtsrat entscheidet hinsichtlich der Anzahl der Vorstandsmitglieder und des Vorsitzenden. Der Aufsichtsrat stellt den Jahresabschluss fest und billigt den Konzernabschluss. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erläutert jedes Jahr die Tätigkeiten des Aufsichtsrats in seinem Bericht an die Aktionäre und in der Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat der infas Holding Aktiengesellschaft ist mit drei Mitgliedern bewusst klein gehalten, um ein effizientes Arbeiten und einen intensiven Gedankenaustausch zu ermöglichen. Daher ist die Bildung von Aufsichtsratsausschüssen nicht sinnvoll und zweckmäßig. VorstandDer Vorstand besteht zurzeit aus einem Mitglied. Im Einklang mit den Unternehmensinteressen nimmt der Vorstand seine Führungsaufgabe wahr, mit dem Ziel, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern und die Belange aller Interessensgruppen zu berücksichtigen. Dabei erarbeitet der Vorstand die strategische Weiterentwicklung der Gesellschaft, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat ab und setzt dies um. Außerdem vertritt er die Gesellschaft gegenüber Dritten. Regelmäßig, zeitnah und umfassend berichtet der Vorstand schriftlich sowie in den turnusmäßigen Sitzungen über die Planung, die Geschäftsentwicklung sowie über die Lage des Konzerns einschließlich des Risikomanagements. Die Infas Holding Aktiengesellschaft ist zur Deckung der betrieblichen und sonstigen Aufwendungen auf den Empfang von Zahlungen und Gewinnausschüttungen ihrer operativen Tochtergesellschaften angewiesen. Eine Vielzahl von Faktoren kann dazu führen, dass sich die tatsächlich eintretenden Ereignisse wesentlich von der prognostizierten Lage unterscheiden und geringere als die erwarteten Auszahlungen von den operativen Tochtergesellschaften vereinnahmt werden. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, findet ein ausgewogenes Risiko-Management-System (RMS) Anwendung. Kernbestandteil dieses Systems ist ein Frühwarnsystem, für das sowohl strategische als auch operative Risiken definiert sind. Für diese werden kontinuierlich Kennziffern generiert, die wiederum Bestandteil eines internen Monitoringsystems sind, mit dem regelmäßig und systematisch eine Risikoidentifikation stattfindet. Zur Sicherstellung einer effizienten und effektiven Risikokontrolle sind in dem RMS die Kommunikationsstrukturen klar definiert. Hierdurch werden potentielle Risiken eruiert, bewertet sowie laufend überprüft. Alle Konzerngesellschaften berichten regelmäßig anhand der definierten Kennziffern. Zur Steuerung und Überwachung der Planzahlen und Ziele ist somit ein systematisches Erfassungs- und Kontrollsystem etabliert. Vergütung des Aufsichtsrats und des VorstandsDie Vergütungen sind im Vergütungsbericht, der Teil des Lageberichts ist, sowie im Anhang des Konzerns dargestellt. Aktiengeschäfte der OrganmitgliederAlle meldepflichtigen Wertpapiergeschäfte wurden entsprechend den gesetzlichen Regelungen veröffentlicht und sind auf der Website der infas Holding Aktiengesellschaft eingestellt. Aktionäre und HauptversammlungDie Aktionäre nehmen ihre Rechte an der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Jede Aktie der Infas Holding Aktiengesellschaft gewährt eine Stimme. Der Aufsichtsratsvorsitzende leitet die Versammlung. Sämtliche notwendigen Unterlagen für die Entscheidungsfindung sind den aktienrechtlichen Vorschriften entsprechend auf der Infas Holding Aktiengesellschaft Website veröffentlicht. Rechnungslegung und AbschlussprüfungDie infas Holding Aktiengesellschaft stellt ihren Konzernabschluss sowie die Konzernzwischenberichte gemäß den IFRS-Richtlinien auf. Der Jahresabschluss der infas Holding Aktiengesellschaft erfolgt nach HGB. Der Konzernabschluss wird vom Vorstandaufgestellt, vom Abschlussprüfer geprüft und vom Aufsichtsrat festgestellt. Der Aufsichtsrat arbeitet während des gesamten Prüfungsprozesses eng mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer zusammen. Der Abschlussprüfer WISBERT-TREUHAND GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, informiert unverzüglich den Aufsichtsratsvorsitzenden über alle für die Arbeit des Aufsichtsrats wesentlichen Fragestellungen und Vorkommnisse, die sich während der Abschlussprüfung ergeben. TransparenzDie infas Holding Aktiengesellschaft informiert Aktionäre, Analysten, Aktionärsvereinigungen, Medien und die interessierte Öffentlichkeit regelmäßig und zeitnah über die aktuelle Geschäftsentwicklung und die Lage des Konzerns. Die verschiedenen Gruppenwerden gleichzeitig und gleichberechtigt behandelt. Alle kapitalmarktrelevanten Informationen werden auf der Website des Unternehmens veröffentlicht. Die infas Holding Aktiengesellschaft informiert zudem ausführlich über den Aktienbesitz und die Aktiengeschäfte von Vorstand und Aufsichtsrat. Meldepflichtige Wertpapiergeschäftenach § 15a WpHG, werden stets ordnungsgemäß auf der infas Holding Aktiengesellschaft Website veröffentlicht.
Bonn, im April 2014 Menno Smid, Vorstand Udo Christochowitz, Für den Aufsichtsrat Vorschlag des Vorstands an die Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns aus dem Geschäftsjahr 2013Der Vorstand schlägt vor, den im festgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von Euro 1.550.328,16 wie folgt zu verwenden:
Bonn, im April 2014 Menno Smid, Vorstand Bericht des AufsichtsratsBonn, den 23.04.2014Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2013 eingehend mit der Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie deren strategischer Ausrichtung beschäftigt. Er wurde vom Vorstanddazu zeitnah, umfassen und regelmäßig über die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft und die beabsichtigte Geschäftspolitik unterrichtet. Alle zur Beurteilung dieser Themen erforderlichen Auskünfte wurden vom Vorstand bereitwillig erteilt und zugehörige Unterlagenvorgelegt. Berichte und Anlagen wurden vom Aufsichtsrat umfassend geprüft und erörtert. Der Aufsichtsrat war damit in alle wesentlichen Entscheidungen für die Gesellschaft eingebunden. Er hatte keinen Anlass, die Leitung der Geschäfte durch den Vorstand zu beanstanden. Im Berichtsjahr haben fünf Aufsichtsratssitzungen stattgefunden. An den Sitzungen nahm auch der Vorstand der Gesellschaft teil. Die Hauptversammlung der Action Press Holding AG hat am 23. August 2013 als Abschlussprüfer die Wisbert-Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Neuss gewählt. Der Prüfungsauftrag wurde vom Aufsichtsratsvorsitzenden im Namen aller Aufsichtsratsmitglieder erteilt. Der Wirtschaftsprüfer hat den vom Vorstand auf Grundlage des HGB aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den nach den Vorschriften der internationalen Rechnungsstandards IFRS aufgestellten Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2013 geprüft und jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. In der Sitzung vom 23. April 2014 berichtete der Abschlussprüfer dem Aufsichtsrat über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für weitere Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Nach umfassender eigener Prüfung und Diskussion des Jahres- und Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Abschlussprüfung zugestimmt und den Jahres- und Konzernabschluss gebilligt; der Jahresabschluss 2013 wurde damit gem. §172 AktG festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an. Vorstand und Aufsichtsrat haben eine gemeinsame Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben, die auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich ist. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei Vorstand, Geschäftsführern sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr großes persönliches Engagement und ihre erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2013 und spricht ihnen damit seine Anerkennung aus. Sein Dank gilt auch dem Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Dr. Klaus Hahn, der zum Bedauern der übrigen Aufsichtsratsmitglieder sein Amt vor Jahresablauf aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste. An seiner Stelle wurde das frühere Aufsichtsratsmitglied Herr Dipl. Kfm. Udo Christochowitz, Waldshut-Tiengen, durch das zuständige Amtsgericht wieder zum Aufsichtsrat bestellt. Weitere Änderungen haben sich bei Vorstand und Aufsichtsrat nicht ergeben.
Bonn, 23. April 2014 Für den Aufsichtsrat: Udo Christochowitz, Vorsitzender |
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