![]() infas Holding AktiengesellschaftBonnKonzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015
April 2016
Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2015Friedrich-Wilhelm-Straße 18, 53113 BonnTel. +49 (0)228/33 60 72 39 Fax +49 (0)228/31 00 71 www.infas-holding.de info@infas-holding.de Sitz der Gesellschaft: 53113 Bonn Vorstand der Gesellschaft: Dipl.-Soz. Menno Smid Vorsitzender des Aufsichtsrats: Dr. Oliver Krauß Amtsgericht Bonn HRB 17379 USt.-Ident.-Nr. DE 155601174 St.Nr. 205/5725/1339 ISIN: DE0006097108 WKN: 609710 Notiert: Geregelter Markt (General Standard) in Frankfurt am Main I Grundlagen des Unternehmens1 Geschäftsmodell des UnternehmensDarstellung des Konzerns, der Geschäftstätigkeit und der Rahmenbedingungen als Ausgangspunkt für die Analyse des Geschäftsverlaufs und der wirtschaftlichen Lage.Der infas Holding Konzern besteht zum 31.12.2015 aus der Muttergesellschaft infas Holding AG sowie folgenden Tochtergesellschaften: scroll
Die infas Holding AG als Konzernmuttergesellschaft ist ausschließlich als Management- und Finanzholding des infas Holding Konzerns tätig und erzielt keine Umsatzerlöse. Die Aktien der infas Holding AG sind im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Gesteuert wird der Konzern durch den Gesamtvorstand der infas Holding AG. Der Konzern ist mit seinen Tochtergesellschaften im Segment Markt-, Marketing- und Sozialforschung sowie im Segment der Fotopresseagenturen tätig. Die Tochtergesellschaften erzielen ihren Umsatz im Wesentlichen im Inland, und zwar an den Standorten Bonn und Hamburg. Im Segment der Markt- und Sozialforschung ist der Konzern mit dem infas-Institut, Bonn, präsent. Die Tochtergesellschaft infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH ist ein privates und unabhängiges Forschungsinstitut, das Forschungs- und Beratungsleistungen für Unternehmen aller Branchen, für die Wissenschaft, die Verwaltung auf Bundes- und Länderebene und die EU sowie die Politik allgemein erbringt. Das Geschäftsfeld Foto wird 2015 letztmalig von der action press gmbh & co. kg, Hamburg, bedient1 . action press zählt zu den etablierten Pressebildagenturen Deutschlands. Sie generiert über 90 Prozent ihres Umsatzes mit klassischen Printmedien der großen Zeitungs- und Zeitschriftenverlage Deutschlands, besonders im Bereich "Yellow" und "Celebrity". Die infas 360 GmbH ergänzt als hundertprozentige Tochter der infas Holding AG mit innovativen Forschungsansätzen das Angebot des infas Instituts für angewandte Sozialwissenschaft. infas 360 verzahnt mehrere Disziplinen. Das Unternehmen sammelt, organisiert und analysiert Daten in neuer Form. Dazu kombiniert infas 360 Geomarketing, Customer Analytics und Marketingforschung. infas 360 verfolgt eine völlig neue Art der Informationsgewinnung und -aufbereitung und erfasst mit elaborierten Tools systematisch Verlaufs- und Bestandsdaten aus unterschiedlichsten Quellen. Mit einem 360-Grad-Rundumblick auf Zielgruppen, Märkte, Kunden und Potenziale werden Erkenntnisse generiert, die unmittelbar für Forschungszwecke, Marketing- und Vertriebsaktivitäten nutzbar sind. In der Verknüpfung mit Befragungsdaten eröffnen die mikrogeografisch angelegten Datenbestände auch bei sozialwissenschaftlichen Studien neue Analysezugänge. Hinzu kommen bisher nicht umsetzbare Stichprobenansätze, die mit dem Datenpool von infas 360 nunmehr möglich werden. 2 Ziele und StrategienIn der politik- und sozialwissenschaftlichen Forschung ist die infas Holding AG mit dem infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH mit Großprojekten zur sozialen Sicherheit und öffentlichen Gesundheit schon seit Jahren sehr präsent. Besonders in der Bildungs- und Arbeitsmarktforschung, in der Familien- und Seniorenforschung, der Gesundheitsvorsorge, Kriminalitätsforschung, Innovationsforschung und Mobilitätsforschung prägen die Ergebnisse der von infas durchgeführten Projekte den gesellschaftlichen Diskurs und gehen teilweise in die Gesetzgebung ein. Viele der durchgeführten Projekte ergänzen die amtliche Statistik und stellen eine einzigartige Datenbasis für die wissenschaftliche Grundlagenforschung dar. Es ist nicht übertrieben, zu sagen, dass die von infas durchgeführten Projekte in einer einzigartigen Art und Weise den sozialen Wandel der Gesellschaft abbilden. Wohin führt uns aber der soziale Wandel? Welche Hauptentwicklungen werden unser Leben im weiteren Verlauf des 21. Jahrhunderts beeinflussen? Weder Ökonomen noch Soziologen geben auf diese Fragen, die offensichtlich zu Spekulationen einladen, einstimmige Antworten. Viele Beobachter haben festgestellt, dass das, was sich heute abspielt, ein Übergang zu einer neuen Gesellschaft ist, die nicht länger hauptsächlich auf der Industrie beruht. Wir gehen, so sagen sie, einem Entwicklungsabschnitt überhaupt jenseits des industriellen Zeitalters entgegen. Um die neue, im Entstehen begriffene Gesellschaft zu beschreiben, wurden viele verschiedene Begriffe geprägt. Einer davon ist der Begriff der Informationsgesellschaft. Wichtiges Motiv bei dieser Begriffsbestimmung ist die Bedeutung der Information oder von Wissen für die Gesellschaft der Zukunft. Unsere Lebensweise, die sich auf die Herstellung materieller Güter, auf die Maschine und auf die Fabrik in einer bestimmten Weise stützt, ist im Begriff, von einer Gesellschaft abgelöst zu werden, deren wichtigste Grundlage das Management von Informationen sein wird, das auch das Produktionssystem grundlegend ändern und zu einer intelligenten, informationsgesteuerte Produktion führen wird. Information wird in diesem Zusammenhang als eine Grundgröße menschlichen Handelns und Zusammenlebens beschrieben - und im Begriff der "Informationsgesellschaft" sogar zur zentralen Kategorie gesellschaftlicher Selbstbeschreibung erhoben. Der Begriff der Information, so vielschichtig seine Bedeutung auch sein mag, lässt eine recht eindeutige semantische Arbeitsteilung zwischen Naturwissenschaft und Gesellschaftswissenschaft zu: Information im technisch-naturwissenschaftlichen Sinne ist eine messbare Größe, die es in ihrer Struktur und Codierung zu analysieren gilt. Die Qualität einer Information bemisst sich am Verhältnis zwischen Signal, Rauschen und Übertragungsfehlern, während ihr semantischer Gehalt explizit ausgeblendet wird. In den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften hingegen wird Information stets bereits als interpretierte bzw. interpretierbare Information und somit in Hinblick auf ihren semantischen Gehalt sowie die Bedingungen und Konsequenzen ihrer Rezeption betrachtet. Der Rohstoff für diese Art von Informationen sind Daten, die generiert werden müssen und Bestandteil des Kerngeschäfts der Gesellschaften der infas Holding AG sind. Für die Sozialforschung des infas-Instituts ist ein dynamischer sozialer Wandel die Grundlage für das Geschäft. Der soziale Wandel soll und will nämlich in modernen, demokratisch strukturierten Gesellschaften gesteuert werden. Entscheidungen diesbezüglich werden erst nach mehreren Erwägungsschleifen getroffen und müssen zunehmend datenbasiert stattfinden. Selbst das Austragen von politischen Kontroversen findet in der Regel datenbasiert statt und wird in abnehmendem Maße ideologisch oder wertebasiert geführt. Hier ist das infas-Institut seit Jahren und stets in zunehmendem Maß gut positioniert. Die Tatsache, dass Informationstechniken eine immer größere Bedeutung für die Menschheit haben, führt dazu, dass nicht mehr die industrielle Entwicklung den Wohlstandsstatus eines Landes definiert, sondern dessen Fähigkeit, diese Informationstechniken nutzen zu können. Auch der Blick nach Deutschland zeigt: Die Informations- und Kommunikationstechnik (IuK) bestimmt mittlerweile den Alltag der Bundesbürger. Die Anzahl derer, die das Internet täglich nutzen, ist 2015 auf 44,5 Millionen (63 Prozent der Bevölkerung über 14 Jahre) gestiegen.1 Zugenommen hat auch die Unterwegsnutzung: Mittlerweile greifen 30,7 Millionen (55 Prozent) unterwegs auf Netzinhalte zu, das sind 3,2 Millionen (+5 Prozentpunkte) mehr als im Vorjahr. Auch die Nutzung von Videoinhalten und Fernsehsendungen sowie von Audioinhalten ist angestiegen: 53 Prozent sehen sich inzwischen mindestens einmal pro Woche Bewegtbildinhalte im Netz an, 33 Prozent nutzen Audioinhalte. Die Internetverbreitung in Deutschland wächst allerdings nur noch langsam: 2015 verfügen 79,5 Prozent der Deutschen über einen Internetzugang, das sind 56,1 Millionen Personen ab 14 Jahren. Gegenüber dem Vorjahr beträgt die Zunahme nur noch 0,4 Prozentpunkte. Im Kern heißt dies: Unser Alltag ist mittlerweile in unüberschaubar vielen Bereichen von digitalen Informationen abhängig. Das Internet und das Mobiltelefon haben unsere Gesellschaften und unsere sozialen Handlungspraktiken dermaßen schnell und weitreichend verändert, dass das Nachdenken darüber oft hinterherhinkt.
1
Alle Daten aus: ARD/ZDF-Onlinestudie 2015. Ein Beispiel: Einkaufen bedeutet nicht mehr nur allein Barzahlung in einem Geschäft, sondern oftmals den Interneteinkauf mit Kreditkarte. Also letztlich mit Daten, die sowohl eine Zahlung ermöglichen, dazu aber auch eine Identitätsbestimmung erfordern - zum eigenen Vorteil und Schutz. Aber der Einkauf ist dennoch vor allem ein Einkauf, kein Datentransfer. Und ein Einkauf - oder auch Shopping - folgt anderen Grundsätzen: Shopping besitzt eine emotionale Komponente, auch im Internet; es geht um Dinge, um Konsum, um das Gefühl, sich oder anderen etwas Gutes zu tun. Daten und ihr Schutz erscheinen dabei zunächst nicht wichtig für das Erlebnis selbst. Ähnliches gilt für ein Telefonat, für den Gebrauch eines Navigationsgeräts im Auto und vieles mehr. In allen diesen Nutzungsmomenten, das ist die Quintessenz, werden Daten produziert und gespeichert, ohne dass der Nutzer das merkt oder sich dessen bewusst ist. Die steigende Bedeutung der Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK) haben im Ergebnis einen Prozess der Digitalisierung zur Folge, der sich aus der Tatsache ergibt, dass durch den Einsatz dieser Technologien immer mehr Daten in digitaler Form vorliegen, die dann über unterschiedliche Medien transportiert und im Unterschied zu den analogen Inhalten, die stets an ihr Medium gekoppelt sind, auf unterschiedlichen Endgeräten präsentiert werden können. Die Digitalisierung in diesem Sinne lässt sich auf der Ebene eines Individuums, einer Organisation oder einer Gesellschaft betrachten. Auf individueller Ebene führt die verstärkte Nutzung von Anwendungssystemen zu einer Veränderung von Arbeits- und Handlungsweisen. Früher betrafen diese Veränderungen primär den beruflichen Kontext, heute ist zunehmend auch der private Zusammenhang betroffen. Letzteres zeigt sich am Beispiel sozialer Netzwerke, die auch zur Pflege privater Kontakte genutzt werden. Organisationen haben in den letzten Jahrzehnten viel in die Nutzung von Informationstechnologien investiert. Lag zunächst der Fokus auf Effizienzsteigerung im administrativen Bereich, so liegt er heute auf der Vernetzung von Unternehmen untereinander und mit Kunden und Lieferanten. Damit hat das Informationsmanagement in Unternehmen zunehmende Bedeutung erlangt. Auch auf gesellschaftlicher Ebene führt die Digitalisierung zu strukturellen Veränderungen, etwa im Bildungs- oder Rechtssystem, beim Ausbau der Breitband-Infrastruktur oder der Einführung neuer Formen der Partizipation von Bürgern. Aus ökonomischer Sicht besonders virulent sind Produktivitätsfortschritte durch Digitalisierung sowie die steigende volkswirtschaftliche Bedeutung der IT-Industrien. Es liegt auf der Hand, dass diese Entwicklung auch die Markt- und Sozialforschungsbranche nicht unberührt lässt, sie eher noch zentral tangiert und geeignet ist, sie vollständig umzukrempeln. Der momentane Stand der Digitalisierung in diesem Bereich ist geprägt von einer ganz neuen Dynamik. Nicht nur die Kunden selber greifen zunehmend auf digitale Formen der Interaktion zurück. Auch zahlreiche Anbieter sind dabei, den Prozess der Kundenbeziehung komplett digital zu erfassen, zu vermessen und für Analysen zugänglich zu machen. Die Leistungsfähigkeit der Analysetools hat sich positiv entwickelt. Auf Basis von internen Stammdaten, Transaktionsdaten und Kommunikationsdaten sowie extern hinzugekauften Informationen lassen sich Kunden profilieren und Kundenreaktionen besser und kontinuierlich messen. Vor allem lassen sich die Maßnahmen durch fortlaufende Lernschleifen sukzessive optimieren. Die Unternehmen sehen die neuen Analysetechniken und digitalen Datenquellen als Chance, das Konsumentenverhalten, die Motivationen, Vorlieben und am Ende auch das Kauferlebnis der Kunden besser zu verstehen. Informationen aus Transaktionsvorgängen in Online-Shops, Diskussionen in sozialen Netzwerken, Kundenkarten usw. ermöglichen es den Unternehmen potenziell, sich ein besseres Bild über die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden zu machen. Die anhaltende Digitalisierung verändert somit das Marketing, das schneller und datengetriebener geworden ist. In Zukunft werden Marketingverantwortliche in Unternehmen aller Branchen erwarten, dass Marktinformationen aus verschiedenen Quellen leicht zugänglich sind und Ergebnisse beziehungsweise Erkenntnisse flexibel für unterschiedliche Entscheidungssituationen generiert werden können. Die erweiterten Möglichkeiten, Markteinsichten zu generieren, bedeuten auch einen Bedeutungszuwachs der Marktforschung als Mittel, die marktrelevanten Informationen aufzubereiten und zur Verfügung zu stellen. Marktforschung wird nicht mehr nur von klassischen Marktforschern betrieben, sondern weitet sich noch stärker als Querschnittsfunktion auf sämtliche Unternehmensbereiche aus. Dies führt zu einer weiteren Dezentralisierung der Marktforschungsaktivitäten. Die Marktforschung verliert in Unternehmen an eigenständiger Bedeutung. Diese Entwicklung muss unweigerlich auch in der Marktforschungsbranche zu einem Paradigmenwechsel führen. Die Institute müssen ihre Fähigkeiten im Management großer Datenmengen, in der Analyse unterschiedlichster Datentypen sowie hinsichtlich neuer Ansätze der Ergebnisdarstellung weiter ausbauen, um den veränderten Anforderungen gerecht zu werden. Dies ist eine große Herausforderung für die gesamte Branche, da es bedeutet, herkömmliche Forschungsansätze mit neuen Methoden zu kombinieren. Zudem hat sich die Wettbewerbssituation potenziell verschärft, da die Unternehmen, wenn sie zu investieren bereit sind, mittlerweile selbst einen Teil der Marktforschungsaktivitäten übernehmen können. Außerdem verfügen IT-Dienstleister und Softwarefirmen seit jeher über die Fähigkeiten, große Datenmengen zu organisieren und bereitzustellen, was noch nicht für alle Marktforschungsdienstleister zutrifft. Da die Unternehmen über immer größere Mengen an Kundeninformationen verfügen, wird der Mehrwert von Marktforschungsdienstleistungen in Zukunft nicht nur durch die Generierung weiterer zusätzlicher Marktinformationen getrieben. Ziel ist es vielmehr, für die relevanten Fragestellungen alle vorhandenen Informationen intelligent zu nutzen und zu erweitern. Hierbei ist eine neue Form der Darstellung der Ergebnisse notwendig, die weit über die klassischen, manchmal eher verwirrenden Präsentationen hinausgeht Damit dies gelingt, müssen Unternehmen der Marktforschung auch zukünftig in der Lage sein, die richtigen Methoden für die richtigen Fragestellungen anzuwenden und mit hohem interdisziplinären Sachverstand relevante Ergebnisse abzuleiten. Die neue Datenfülle macht es jedoch nicht nur notwendig, neue Methoden zu entwickeln und einzusetzen. Vielmehr müssen auch die traditionellen Forschungsansätze und insbesondere qualitative Herangehensweisen neu eingeordnet werden. In diesem Zusammenhang wird es für Unternehmen der Marktforschung immer wichtiger, auch in der Lage zu sein, mit großen Datenmengen unterschiedlicher Struktur umzugehen. Durch die neuen Entwicklungen erweitert sich das Leistungsspektrum der Marktforschungsdienstleistung in erheblichem Maße. Marktinformationen müssen für den Kunden systematisiert und erfahrbar gemacht werden. Die Aufgabe der Marktforschung wird es in Zukunft sein, den Kunden bei der Analyse seiner Daten zu unterstützen, sie zum Teil sogar zu übernehmen und hinsichtlich der Datenorganisation, Einbindung von eigenen Erhebungen und des Einsatzes zielgerichteter Methoden zu beraten. Dieses Ziel mit einem adäquaten Mix aus verschiedenen neuen und traditionellen quantitativen und qualitativen Methoden zu verfolgen und dabei die Unternehmen zu unterstützen, das meiste aus ihren Daten zu machen, bleibt auch weiterhin die Hauptaufgabe der Marktforschung. Eine Konsequenz aus dieser Entwicklung für die Marktforschungsaktivitäten der infas Holding AG ist, die infas 360 zu gründen. Darüber hinaus ist es aber notwendig, die klassischen Marktforschungsaktivitäten des Konzerns im beschriebenen Sinn neu zu bündeln, mit den Aktivitäten der infas 360 zu vernetzen und die sich daraus zwingend ergebenden Synergien nutzen. Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel der infas Holding, auf Basis einer exzellenten Dienstleistung und höchster Qualitätsmaßstäbe, der präferierte Partner für Informationsdienstleistungen, insbesondere für Markt- und Sozialforschung zu sein. In den von uns adressierten Märkten, insbesondere der Sozialforschung und der Marktforschung, wollen wir Spitzenpositionen erreichen und fokussieren uns auf attraktive und langfristig wachsende Nischenmärkte, in denen wir organisch über den Marktdurchschnitt zu wachsen gedenken. Das Unternehmen soll für bestimmte wichtige Fragen der Zukunft von Wirtschaft, Gesellschaft und der Markt- und Marketingforschung in seiner Innovationskraft, Produktvielfalt, Flexibilität und Ertragskraft zu einer wirklichen Alternative für die etablierten Anbieter - die Big Four der Branche - werden. Die klare Ausrichtung auf eine offensive Strategie, die im Jahr 2013 auch ihren Ausdruck fand in der Umbenennung der Holding, die von anwesenden Aktionären auf der Hauptversammlung im August des Jahres 2013 ohne eine Gegenstimme beschlossen wurde, wird auch in den kommenden Jahren die Richtschnur der Entwicklung sein. 3 SteuerungssystemAls wichtigste Steuerungsgrößen verwenden die infas Holding AG und ihre Tochtergesellschaften - wie in den Vorjahren - den Umsatz sowie das operative Ergebnis. Mit operativem Ergebnis ist das Ergebnis gemeint, das dargestellt wird in der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Zinsen und Steuern (EBIT). Diese zentralen Kenngrößen werden regelmäßig und vollumfänglich von allen Tochtergesellschaften und der Holding erstellt und mit Planzahlen abgeglichen. Bei der Tochtergesellschaft action press gmbh & co. kg erfolgt die Aufstellung monatlich ebenso wie bei der infas 360 GmbH. Bei der infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH ist der Rhythmus der Erstellung bestimmt durch die notwendige Projektbewertung nach den Herstellungskosten, die quartalsweise erstellt wird, weil sich im Projektgeschäft eine solche Planung als sinnvoll und effektiv erwiesen hat. Eine Neuerung für eine bessere Kostensteuerung ist beim infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft seit dem 1. Januar 2016 wirksam. Um die Kostentransparenz zu effektiveren, wurde eine neue Systematik der Kostenstellen im Jahr 2015 konzipiert, diskutiert und zum 31.12.2015 umgesetzt, so dass sie für das laufende Jahr wirksam ist. Darüber hinaus werden in allen Tochtergesellschaften die Performanz der Akquisition anhand von Kennzahlen und die Entwicklung des Auftragsbestands für das aktuelle Geschäftsjahr ständig in Relation zum geplanten Jahresumsatz verfolgt, monatlich dargestellt und bewertet. Dies gilt ebenso für Kennzahlen über die Entwicklung der Liquidität der Gesellschaften. 4 Forschung und EntwicklungDas Kernsegment der infas Holding AG wird durch die infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH repräsentiert. Das Institut erbringt eine wissensintensive Dienstleistung im Bereich der Markt- und Sozialforschung und gehört somit nicht zur forschungsintensiven Industrie, die traditionell die höchsten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung tätigt, wie zum Beispiel die Chemie- und Pharmaindustrie, Elektroindustrie sowie Maschinen- und Fahrzeugbau. Somit stehen auch nicht Produktinnovationen im Vordergrund. Das heißt aber nicht, dass Unternehmen, die Dienstleistungen erbringen, per se keine Innovatoren sein können. Sie können sehr wohl innovativ sein, weil auch die Einführung neuer Dienstleistungen Aufwendungen in Forschung und Entwicklung beinhalten. Im Kernsegment der infas Holding AG stehen allerdings Prozessinnovationen im Vordergrund. Prozessinnovationen sind im genannten Kernsegment neue oder merklich verbesserte Verfahren zur Erbringung einer Dienstleistung, die in das Unternehmen eingeführt wurde. Der überwiegende Teil dieser Innovationsaktivitäten fand im Kernsegment Markt- und Sozialforschung statt. Sie dienten im Ganzen der Kostentransparenz und im Ergebnis der Effizienzsteigerung. Es gibt aber auch Marktneuheiten. Das sind neue oder merklich verbesserte Produkte (inkl. Dienstleistungen), die vom Unternehmen als erster Anbieter auf dem Markt eingeführt werden. Eine Marktneuheit im beschriebenen Sinn hat im letzten Jahr infas 360 auf den Markt gebracht: Die klassische Marktforschung generiert Informationen in der Regel ausschließlich auf Basis von Ad-hoc-Daten, die empirisch erhoben wurden. Sie sind stark aggregiert und damit für das operative Marketing nur bedingt nutzbar, da sie keine räumliche Lokalisierung von Personengruppen zulassen. Es können zwar Zielgruppensegmente gebildet oder Interessenten identifiziert werden, die Frage, wo diese genau zu finden sind und wie viele es in etwa gibt, bleibt jedoch meist unbeantwortet. Für ein sinnvolles Marketing ist dies allerdings eine ganz entscheidende Information. Diese Informationslücke schließt Smart Research durch die Kombination der erhobenen Ad-hoc-Daten mit den unternehmenseigenen CRM-Daten einerseits und ausgewählten Merkmalen aus der infas-360-Geo- und mikrogeografischen Datenbank andererseits. Diese Datenbank enthält z.B. für Deutschland eine Vielzahl von Informationen für die rund 22 Mio. vorhandenen Häuser bzw. 40 Mio. Haushalte oder 4,5 Mio. Firmen. Mit Smart Research von infas 360 lassen sich unterschiedlichste Aufgabenstellungen aus Marketing und Vertrieb optimal bearbeiten: von Potenzialschätzungen über die Steuerung von Direktmarketingaktivitäten bis hin zur Vertriebsplanung und Planung von neuen Verkaufsstellen. In einem jüngst realisierten Schritt wurden Erhebungen in die Datenbank integriert. Die große Stärke der Erhebung liegt in der Verknüpfung mit der CASA-Datenbank. Dadurch können die Ergebnisse regionalisiert werden, womit z.B. der regionale Marktanteil eines Anbieters gegenüber dem Marktführer berechnet werden kann. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, neue Zielgruppensemente (hier z.B. für Payed Content) zu finden und mikrogeografisch in die Fläche zu übertragen. Die Ergebnisse lassen sich sowohl ins firmeneigene CRM einspielen als auch zur Identifikation neuer Potenziale verwenden. II Wirtschaftsbericht1 Gesamt- und branchenwirtschaftliche RahmenbedingungenDie Wirtschaft in den 18 Euro-Staaten ist 2015 nur sehr moderat um 1,6 Prozent gewachsen und dürfte nach Angaben der Europäischen Kommission 2016 1,8 Prozent erreichen. Im Jahr darauf soll es dann mit 1,9 Prozent so stark bergauf gehen wie seit 2010 nicht mehr. Deutlich pessimistischer als bisher sieht die Europäische Kommission die Aussichten für die drei Schwergewichte Deutschland, Frankreich und Italien. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Industriestaatengruppe OECD hatten jüngst ihre Schätzungen kräftig heruntergeschraubt. Die Vorhersagen für das Wirtschaftswachstum in Deutschland schwanken teilweise sehr stark und werden im Lauf eines Jahres regelmäßig nach oben oder unten korrigiert. Die aktuellen Prognosen (März 2016) für die Entwicklung des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) zeigen allerdings für 2016 nach oben: Die Bundesregierung geht von einem Wachstum von 1,7 Prozent aus, das IFO Institut gar von 1,9 und der Sachverständigenrat spricht von einem Wachstum von 1,5 Prozent. Die OECD hingegen gibt die pessimistischste Prognose ab und geht von einem Wachstum in Deutschland von 1,3 Prozent aus. Diese verhalten positive Entwicklung lässt sich indes nicht umstandslos auf die Markt- und Sozialforschungsbranche übertragen: Nimmt man die Zahlen und Bewertungen des europäischen Branchenverbands ESOMAR zur Grundlage, waren die Marktforschungsumsätze in Europa in den letzten Jahren im Durchschnitt eher rückläufig. 2014 musste ein Rückgang von 0,9 Prozent hingenommen werden1 . Rückgänge sind ebenfalls in Lateinamerika zu verzeichnen. Der größte Marktforschungsmarkt der Welt, die Vereinigten Staaten von Amerika und Kanada, konnte lediglich um 0,3 Prozentpunkte wachsen. Dies gilt ebenso für die Region Asia Pacific. Höhere Wachstumsquoten sind eher in exotischen Gebieten der Erde zu verzeichnen, und zwar in Afrika und im Mittleren Osten. Der deutsche Markt der Marktforschung hat sich insgesamt gesehen auf niedrigem Niveau relativ gut behauptet, d.h., er ist nicht nochmalig geschrumpft wie im letzten Jahr, sondern leicht angestiegen2 .
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Siehe "Global Market Research 2015", herausgegeben
von ESOMAR (2015). ESOMAR ist ein weltweit operierender Verband von
betrieblichen Marktforschern und Vertretern von Markforschungsinstituten.
Der Verband hat 4.900 Mitglieder und ist 390 Ländern vertreten. Der
Geschäftsführer vom infas-Institut ist ebenfalls Mitglied. Die Analysen
beruhen auf Angaben der Mitgliedsinstitute, die in der Regel in der
zweiten Jahreshälfte für das Vorjahr erhoben werden. Das heißt, im
Lauf des Jahres 2016 werden die Daten für 2015 erhoben. Das ist der
Grund, warum im Text auf 2014 verwiesen wird. Daten zu 2015 liegen
noch nicht vor. Allerdings zeigt ein Blick auf die absoluten Zahlen des Markts, dass der Branchenumsatz von 2015 lediglich wieder das Niveau von 2012 erreicht hat. Es verwundert vor diesem Hintergrund nicht, dass weltweit operierende Marktforschungsunternehmen, wie zum Beispiel GfK und IPSOS, keinerlei signifikante Steigerungen zu berichten haben. Dies gilt insbesondere, wenn nur das organische Wachstum betrachtet wird. Es findet praktisch nicht statt, zumindest nicht in den Märkten in Europa. Für das Geschäftsfeld Foto, das noch 2015 von der action press gmbh & co. kg in Hamburg vertreten wurde, ist die Frage, ob sich die deutschen Verlage aus den strukturellen Schwierigkeiten der Branche herauswinden können, von großer Bedeutung, weil sich die wirtschaftliche Lage der Verlage sofort auf den Umsatz dieses Geschäftsfelds auswirkt. Leider sind die herausstechenden Merkmale der letzten Jahre, nämlich zurückgehende Auflagen einerseits und schwache Anzeigenmärkte anderseits, auch die prägenden Merkmale des Verlegermarkts des Jahres 2015. Als Reaktion hierauf haben die Verlage verstärkt weitergeführt, was sie bereits in den Jahren zuvor begonnen hatten. Sie haben sich weiter schrittweise vom Verlagsgeschäft abgewendet und Geschäftsfelder außerhalb ihrer klassischen Verlagsmärkte zu erschließen versucht. Vor diesem Hintergrund war die Geschäftsentwicklung bei der infas Holding AG im Jahr 2015 von der Grundstruktur her nicht viel anders als die Jahre zuvor. Auch 2015 prägten Gegensätze die Entwicklung. Während sich das infas-Institut im gesamt- und branchenwirtschaftlichen Geschäftsfeld gut behauptet und sich die infas 360 GmbH über Plan entwickelte, gelang es der action press gmbh & co. kg nicht, einen Gewinn zu erwirtschaften, weil wiederum, im Gegensatz zu den Erwartungen und Hoffnungen der Geschäftsführer, ein bedeutendes Minus in der Umsatzentwicklung zu verzeichnen war. Das heißt, die positive Entwicklung in 2014 mit einem kleinen Gewinn, erwies sich nicht als Beginn einer lang angestrebten positiven Entwicklung, sondern war ein Zufallsereignis. Nicht zuletzt hat diese Entwicklung die Diskussion um eine mögliche Veräußerung beschleunigt1 . 2 GeschäftsverlaufGeschäftsfeld Markt- und SozialforschungDie in Deutschland ansässigen Institute der Markt- und Sozialforschung und die deutschen Niederlassungen internationaler Konzerne im Marktforschungsbereich haben insgesamt einen Umsatz von ca. 2,5 Milliarden Euro erzielt. Damit sind erstmals wieder seit 2012 steigende Umsätze, wenn auch in einem sehr geringen Maße erkennbar. Insgesamt aber ist festzustellen, dass die Branche das Umsatzniveau von 2012 auch 2015 noch nicht erreichen konnte.
1
Siehe hierzu die Ausführungen zum Punkt: "Geschäftsfeld
Foto" in diesem Bericht. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass zur moderaten Steigerung des Umsatzes der Marktforschungsinstitute in Deutschland von 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr die großen Institute, insbesondere die "Big Four", wenig beigetragen haben. Für TNS Infratest und Nielsen Deutschland meldet der Informationsdienst sogar einen Rückgang des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr. Von den 117 Unternehmen, deren Umsatz von einem spezialisierten Branchendienst erfragt wurde, konnten 2015 insgesamt 51 Institute im Vergleich zum Vorjahr ihren Umsatz steigern (44 Prozent). 2 Firmen meldeten einen im Vergleich zu 2014 unveränderten Umsatz und immerhin 28 Unternehmen berichteten von einem Umsatzrückgang (24 Prozent)1 . Insgesamt haben die 50 umsatzstärksten Marktforschungsinstitute den deutschen Markt weiterhin fest im Griff: Im Jahr 2015 haben sie gemeinsam etwa 97,0 Prozent des deutschen Branchenumsatzes erwirtschaftet (2014: 95,5 Prozent). Das infas-Institut gehört zum 25-Prozent-Quantil der größten Institute Deutschlands (das sind 13 Institute, infas liegt auf Platz 11; nähme man die infas Holding, läge man auf Platz 5). Die zwölf größten Institute setzen 85 Prozent des Branchenumsatzes um. Das ist ein deutlicher Indikator für den Konzentrationsprozess in der Branche. Das Jahr 2015 hat für das infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft - nach dem überaus erfolgreichen Jahr 2014 - einen weiteren positiven Verlauf genommen, der allerdings einige Besonderheiten aufweist. Noch nie wurden Projekte in dem Umfang abgeschlossen, wie es 2015 der Fall war. Der Wert der abgeschlossenen Projekte betrug 28,3 Mio. €. Vor diesem Hintergrund musste es gelingen, eine genügend hohe Anzahl weiterer Projekte einerseits zu akquirieren, andererseits aber auch in die Umsetzung zu bekommen, damit die Lücke durch die fertiggestellten Projekte auch gefüllt und die Kosten der Abarbeitung der neuen Projekte auch aktiviert werden konnte. Insgesamt ist diese nicht ganz einfache Aufgabe gut gelungen, so dass am Jahresende ein Umsatz von 18,8 Mio. € erreicht werden konnte. Dies ist zwar rechnerisch ein Rückgang im Umsatz gegenüber 2014. Faktisch aber ist es nur der Ausdruck einer projektbedingten zeitlichen Verzögerung der Abarbeitung eines insgesamt mehr als befriedigenden Auftragsbestands, der mit großer Sicherheit 2016 dazu führen wird, dass 23 Mio. € Umsatz erreicht werden können. Der dabei erwirtschaftete Gewinn betrug 2,0 Mio. €, in relativen Zahlen im Verhältnis zum Umsatz betrachtet ein zweistelliger Betrag von 11 Prozent. Damit liegt das infas-Institut ertragsseitig noch deutlich über dem Branchendurchschnitt2 . Das heißt: Branchenspezifisch kann sich das Ergebnis mehr als sehen lassen, zumal nicht unbedeutende Rückstellungen den Gewinn schmälerten.
1
Die Angaben beruhen auf der "Context-Umsatzliste
2015". Diese Liste wird veröffentlicht von dem Informationsdienst
Context, der regelmäßig sämtliche Institute zum erreichten Umsatz
befragt und eine Referenzgröße der Branche darstellt. Wie erstmals
im letzten Jahr wurde die alljährliche Context-Liste in der Zeitschrift
Research & Results 1/2016 veröffentlicht. Datenbasis für die Angaben
prozentualer Veränderungen sind die Institute, die sowohl 2014 als
auch 2015 ihre Umsätze dem Brancheninformationsdienst ""Context" gemeldet
haben. Insgesamt liegen Angaben von 117 Instituten aus Deutschland
vor. Die einzelnen Bereiche der infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH entwickelten sich im Geschäftsjahr 2015 wie folgt. Bereich SozialforschungDas Portfolio dieses Bereichs umfasst die Durchführung von empirischen Projekten mit komplexen methodischen Designs zur empirischen Analyse sehr unterschiedlicher, wesentlicher sozialer Fragestellungen, die den weiteren Fortgang der gesellschaftlichen Entwicklung der Bundesrepublik betreffen. Bei der Sozialforschung handelt es sich um den umsatzstärksten Bereich des infas-Instituts. Der Bereich erreichte 2015 einen Umsatz von 16,2 Mio. €. Mit den genannten Umsätzen unterstreicht dieser Bereich seine führende, die Struktur des Instituts auch bestimmende Funktion und macht nunmehr etwa 80 Prozent des Umsatzes aus. Im Jahr 2015 wurden vor allem Großprojekte aus der Bildungs- und Arbeitsmarktforschung, der Familien- und Seniorenforschung und der Innovationsforschung bearbeitet. Bereich Markt- und VerkehrsforschungDas Portfolio dieses Bereichs umfasst die Durchführung von empirischen Ad-hoc-Projekten für spezialisierte Marktforschungsfragestellungen der Industrie, speziell aber nicht nur von Verkehrsunternehmen und Dienstleistungsunternehmen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der positive Trend noch nicht zurückerobert werden. Der Umsatz fiel auf 1,8 Mio. € zurück (2013: 3,8 Mio. €; 2014: 1,9 Mio. €). Ein Grund sind sicherlich die veränderten Erwartungsstrukturen der Industrie an die Marktforschung einerseits und der rapide Preisverfall andererseits, der sich insbesondere durch die hohe Konkurrenz in den letzten Jahren herausgebildet hat. So gesehen ist auch der Umsatzrückgang des Bereichs Marktforschung innerhalb von infas ein weiteres Argument für die Neugründung der infas 360 gewesen. Allerdings ist in 2015 in einem hart umkämpften Bieterwettbewerb die Akquisition des größten Projekts im Bereich Alltagsverkehr im Auftrag des BMVI gelungen. Das Projekt beginnt allerdings erst im Jahr 2016 und wird Steigerungsraten des Umsatzes in diesem Bereich wieder möglich machen. Bereich GesundheitsforschungIn diesem Bereich sind mehrere Großprojekte angesiedelt, die sich mit der empirischen Evaluation von Disease-Management-Programmen verschiedener Krankheitsbilder beschäftigen. Der im Jahr 2015 in diesem Bereich realisierte Umsatz war mit 1,2 Mio. € etwas niedriger als der Vorjahreswert von 1,8 Mio. € und markiert das zeitweilige Ende im Bereich DMP, weil die Großprojekte zu drei Krankheitsbildern abgeschlossen wurden. Eine Fortsetzung findet allerdings auf einem niedrigeren Niveau statt, wozu auch infas beauftragt wurde. Mit dem seit Jahren kontinuierlich steigenden Umsatz einerseits und der damit verbundenen Tendenz andererseits, den größten Teil der gesamten Prozesskette der angebotenen Dienstleistung selbst zu erbringen, weil der Markt dies für das infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft in der erwarteten Komplexität definitiv nicht leisten kann, ging ein Ausbau der personellen Ressourcen im Institut einher. Mit 103 Beschäftigten zum Geschäftsjahresende wurde ein neuer Höchststand der Beschäftigung erreicht (Vorjahr: 101 Mitarbeiter). Geschäftsfeld MarketingforschungMit der Neugründung der infas 360 GmbH ist die infas Holding auch verstärkt und spezialisiert in diesem Geschäftsfeld präsent. infas 360 positioniert sich im neuen Markt "Data Driven Marketing". Mit seinem Leistungsportfolio aus Daten und deren Analytik konzentriert sich das Unternehmen auf die Bereiche Research, CRM und Geomarketing. Das Kerngeschäft besteht in der Lizenzierung von Daten und Applikationen, die Daten beinhalten. Dabei handelt es sich um Produkte, die bei steigender Wertschöpfung beliebig oft lizenzierbar sind. Zu diesen Produkten zählen u.a. CASA, eine adressengenaue Datenbank für Strategie, CRM und Neukunden für B2B- und B2C-Zielgruppen) und WHERE, eine Points-of-Interest-Datenbank à la Google für Mobilfunk- und Trackinganalysen. In 2015 handelte es sich um das erste volle Geschäftsjahr mit einem Umsatzziel von 775 T€ (inkl. interner Umsätze für das infas-Institut). Dieses Ziel wurde erfreulicherweise mit 852 T€ mit einem Plus von 10 Prozent übererfüllt. Der Ertrag war sogar deutlich besser als anvisiert, da mehr Eigenleistung als geplant verkauft wurde. Zu den wesentlichen Kundenerfolgen zählten u.a. ein Auftrag zur Durchführung einer internationalen Expansionsplanung in 10 Ländern für einen deutschen Automobilkonzern für die Jahre 2015 bis 2017 sowie ein Auftrag zur Erstellung einer zentralen Netz- und Marktdatenbank für einen regionalen Telekommunikationskonzern. Der Vertrieb erfolgte 2015 mit Unterstützung eines Junior Consultants noch ausschließlich über die Geschäftsführung. Das Marketing fokussierte in Erweiterung dazu u.a. auf das Thema Data Driven Research mittels "Mobile & Interactive Audience Measurement Solution", die in Zusammenarbeit mit Samsung und Vodafone entwickelt wurde. Lag 2014/2015 der Fokus von infas 360 auf dem Produktaufbau, liegt der Fokus in 2016 auf Vertrieb und Marketing. Aus diesem Grund wurde der Vertrieb um weitere zwei Sales Consultants ausgebaut. Im Marketing geht der Trend in Richtung "Inbound Marketing", um zielgerichtet Leads zu generieren. Geschäftsfeld FotoIm Jahr 2014 betrug der Gesamtumsatz der action press gmbh & co. kg 4.947 T€ und stieg damit gegenüber dem Vorjahr um 5,6 Prozent. Der operative Gewinn belief sich auf 108 T€ nach einem Verlust 76 T€ in 2013. Bereits im Jahr 2012 wurden die Personalkosten in erheblichem Umfang gesenkt. Dies und die Einführung neuer EDV-Systeme in Verbindung mit optimierten Arbeitsabläufen hatten schon in der zweiten Jahreshälfte 2013 dazu geführt, dass die Firma schwarze Zahlen schrieb. Diese positive Entwicklung hatte sich dann in 2014 fortgesetzt. Umso enttäuschender war die Entwicklung 2015. In diesem Jahr nämlich betrug der Umsatz nur noch 3.957 T€, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von insgesamt 25 Prozent entspricht. Ein Rückgang in dieser Größenordnung war seit dem Beginn der leidvollen Sinkflugbewegung des Umsatzes der action press zu keinem Zeitpunkt erreicht worden. Diese Entwicklung deutete sich zwar an, nicht jedoch die Größenordnung des Einbruchs. Noch im letzten Lagebericht zum Geschäftsjahr 2014 wurde weitsichtig und kritisch formuliert: "Es ist aber unabweisbar, dass die Gesundung eher zögerlich und eigentlich nicht sicher ist, ob sich der Bereich Foto jemals wieder erholt. Man muss darauf vorbereitet sein, dass sich die Marktsituation durchaus noch zum Schlechteren wenden kann. Eindrucksvolles Beispiel sind die Geschehnisse bei Gruner & Jahr in 2014: Der Verlag hat seine Eigenständigkeit komplett verloren und es wurde eine Vielzahl von Redakteuren entlassen, selbst bei Blättern mit Renommee wie der Zeitschrift Brigitte." Anfang des vierten Quartals sprachen die Geschäftsführer von der möglichen Notwendigkeit, ein abermaliges Sanierungskonzept aufzulegen und bezifferten die Kosten dafür in der Größenordnung von 600 T€. Eine abermalige hohe Investition mit ungewissem Ausgang schien vor dem Hintergrund der bisher gemachten leidvollen Erfahrungen keine auch nur zu erwägende Alternative, zumal neue Geschäftsideen und neue Konzepte, die zusätzlich dringend erforderlich gewesen wären, weitere Investitionen mit sich gebracht hätten. Da sich plötzlich die Möglichkeit eines Verkaufs anbot, wurde diese Alternative zügig ins Auge gefasst und auch umgesetzt. Nach komplizierten und langwierigen Verhandlungen konnte im Februar 2016 schließlich der Verkauf getätigt werden. Unabhängig von der sich zuspitzenden Situation im letzten Quartal des Jahres 2015 macht der Verkauf der action press gmbH & co. kg auch strategisch Sinn. Mit der Umbenennung der Holding in infas Holding AG ging ja die klare offensive Strategie einher, sich auf spezifische Kernkompetenzen zu konzentrieren und sie Schritt für Schritt in zukunftsträchtigen Marktfeldern auszubauen. Streng genommen passte das Portfolio der action press nicht nahtlos in diese Strategie hinein. Wie bereits ausführlich dargestellt, wird es jetzt darauf ankommen, eine exzellente Ausgangsposition in dem sich digitalisierenden Markt- und Sozialforschungsmarkt zu erkämpfen. Die Chancen dafür stehen gut. ZusammenfassungTrotz der negativen Entwicklung bei der action press gmbh & co. kg, Hamburg, die im Verkauf der Gesellschaft kulminierte, und natürlich auch das Ergebnis des Konzerns in erheblichem Ausmaß belastet, ist der Geschäftsverlauf in den weiteren Gesellschaften insgesamt positiv zu bewerten. Das infas-Institut zeigt sich wie eh und je ertragsstark und die infas 360 hat die geplanten Ziele übertroffen. 3 Darstellung der Vermögens-, Finanz- und ErtragslageErtragslageDer Konzernumsatz ist im Geschäftsjahr 2015 von 20,6 Mio. € im Vorjahr auf 19,4 Mio. €, und damit um rd. 6 Prozent gesunken. Im Geschäftsfeld Markt- und Sozialforschung konnte trotz sehr guter Auftragslage durch projektbedingte zeitliche Verzögerungen bei der Abarbeitung der Aufträge ein Umsatz von 18,8 Mio. € erreicht werden (Vorjahr 20,5 Mio. €). Die im Frühjahr 2014 gegründete infas 360 GmbH trägt 0,6 Mio. € (Vorjahr 0,1 Mio. €) zum Konzernumsatz bei. Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr von 9,9 Mio. € auf 8,5 Mio. € und damit um 14,1 Prozent überproportional gesunken. Gemessen an den Umsätzen hat sich der Anteil an Material- und Fremdkosten von 48,8 Prozent im Vorjahr auf 43,8 Prozent im Geschäftsjahr 2015 deutlich reduziert. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem geringeren Zukauf von Fremdleistungen im Geschäftsfeld Markt- und Sozialforschung. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Geschäftsjahr 2015 gegenüber dem Vorjahreswert von 49 T€ auf 241 T€ gestiegen und beinhalten u.a. Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten i.H.v. 80 T€ und Erträge aus der Auflösung von Rückstellung i.H.v. 2 T€ sowie Erträge aus der Rückforderung der Aufsichtsratsvergütungen für die Jahre 2013 und 2014 i.H.v. 108 T€. Die Zahl der Mitarbeiter im Konzern betrug im Geschäftsjahr 2015 durchschnittlich 115 (Vorjahr: 114). Die Personalaufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr von 6,1 Mio. € um 9,8 Prozent auf 6,7 Mio. €, da eine Rückstellung für mögliche Risiken aus der Nachforderung von Sozialabgaben für Vorjahre zu bilden war. Die Abschreibungen auf Sachanlagen liegen im Geschäftsjahr 2015 mit 277 T€ (Vorjahr: 237 T€) fast auf dem Niveau des Vorjahres. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Konzerns erhöhten sich um 3,6 Prozent von 2,8 Mio. € im Vorjahr auf 2,9 Mio. € im Geschäftsjahr 2015 und beinhalten die folgenden wesentlichen Aufwandspositionen: Aufwendungen für Raumkosten in Höhe von 988 T€ (Vj. 995 T€), Versand und Telefonkosten in Höhe von 478 T€ (Vj. 445 T€), Werbe- und Reisekosten in Höhe von 216 T€ (Vj. 261 T€), Rechts- und Beratungskosten in Höhe von 267 T€ (Vj. 273 T€) und EDV-Kosten in Höhe von 160 T€ (Vj. 173 T€). Im Geschäftsjahr 2015 haben sich die Zinserträge von 2 T€ im Vorjahr auf 1 T€ aufgrund des Zinsniveaus weiter reduziert. Bei Zinsaufwendungen von 104 T€ (Vorjahr: 115 T€) sowie Abschreibungen auf Wertpapiere von 4 T€ (Vorjahr: 16 T€) ergibt sich ein negatives Finanzergebnis von - 107 T€ (Vorjahr: - 129 T€). Die Zinsaufwendungen enthalten wie im Vorjahr im Wesentlichen den Zinsanteil aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung i.H.v. 104 T€ (Vorjahr: 115 T€). Das Ergebnis vor Steuern ist im Vergleich zum Vorjahr von 1.677 T€ um 289 T€ auf 1.388 T€ gesunken. Die infas GmbH erreichte im Geschäftsjahr 2015 einen Gewinn i.H.v. 2,0 Mio. € (Vorjahr 2,8 Mio. €), da Rückstellungen für mögliche Risiken aus der Nachforderung von Sozialabgaben für Vorjahre das Ergebnis belasteten. Die Anlaufverluste der infas 360 GmbH haben sich von 371 T€ im Vorjahr auf 163 T€ im Geschäftsjahr 2015 reduziert. Die im Geschäftsjahr 2015 zu verbuchende tatsächliche Ertragsteuerbelastung i.H.v. 42 T€ (Vorjahr: 159 T€) ergibt sich als Folge der sogenannten Mindestbesteuerung, die eine vollständige Verlustverrechnung der vorhandenen steuerlichen Verlustvorträge der Muttergesellschaft unter bestimmten Voraussetzungen nicht zulässt. Die Veränderung der latenten Steuern führt im Geschäftsjahr 2015 zu einer Erhöhung der Ertragsteuern um 209 T€ auf 251 T€, u.a. auch durch die Nutzung der steuerlichen Verlustvorträge. Nach Abzug der Ertragsteuern beträgt das Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen 1.136 T€ (Vorjahr 1.050 T€). Mit dem Verkauf der Beteiligung an der action press gmbh & co. kg im März 2016 ist auch der Geschäftsbereich Foto aufgegeben worden. Im Geschäftsjahr 2015 ergibt sich ein Verlust aus der Aufgabe dieses Geschäftsbereichs i.H.v.-1.462 T€ (Vorjahr -682 T€). Es verbleibt ein Konzernjahresfehlbetrag i.H.v. -326 T€ (Vorjahr: +368 T€), der nach Verrechnung mit Gewinnvorträgen und Entnahmen aus Kapitalrücklagen zu einem Konzernbilanzgewinn i.H.v. 699 T€ (Vorjahr 1.712 T€) führt. Finanz- und VermögenslageDas langfristige Vermögen beträgt zum 31.12.2015 5,4 Mio. € und hat sich gegenüber dem Vorjahreswert von 9,5 Mio. € um 4,1 Mio. € reduziert, was hauptsächlich auf die Umgliederung der Vermögenswerte der action press gmbh & co. kg i.H.v. 2,7 Mio. € und die Wertminderung auf den Geschäfts- und Firmenwert des Geschäftsfelds Foto i.H.v. 1,4 Mio. € zurückzuführen ist. Die Investitionen in das Anlagevermögen betragen 0,6 Mio. € (Vorjahr: 0,5 Mio. €) und sind bei den Tochtergesellschaften im Wesentlichen für Investitionen in Software, EDV-Geräte und EDV-Ausstattung sowie für die Weiterentwicklung der Datenbank CASA angefallen. Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich im Vergleich zum 31.12.2014 von 9,2 Mio. € auf 14,2 Mio. € erhöht, insbesondere durch die Umgliederung der langfristigen und kurzfristigen Vermögenswerte der action press gmbh & co. kg in die Position zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte i.H.v. 3,4 Mio. €. Die liquiden Mittel haben sich stichtagsbezogen von 7.149 T€ zum 31.12.2014 auf 8.687 T€ zum 31.12.2015 erhöht. Das Eigenkapital ist insbesondere durch Dividendenausschüttungen i.H.v. 1,6 Mio. € und den Konzernjahresfehlbetrags i.H.v 0,3 Mio. € von 6.607 T€ auf 4.614 T€ zum 31.12.2015 gesunken. Die Bilanzsumme erhöhte sich 18,7 Mio. € zum 31.12.2014 auf 19,5 Mio. € zum 31.12.2015. Die Eigenkapitalquote im Konzern verschlechtert sich daher auf 23,7 Prozent (Vorjahr: 35,4 Prozent). Die langfristigen Schulden liegen mit 5,0 Mio. € unter dem Wert des Vorjahres von 5,4 Mio. €. Diese Veränderung ist im Wesentlichen auf die Umgliederung der der action press gmbh & co. kg zuzurechnenden latenten Steuer i.H.v. 445 T€ zurückzuführen. Die kurzfristige Verschuldung steigt von 6,6 Mio. € zum 31.12.2014 auf 9,9 Mio. €, insbesondere durch die um 1,6 Mio. € höheren Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung, um 0,5 Mio. € höhere Rückstellungen sowie die Umgliederung der Rückstellungen und Verbindlichkeiten der action press gmbh & co. kg i.H.v. 1,3 Mio. €. Die Konzern-Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag 19.480.679,44 € (Vorjahr: 18.667.254,84 €). Die Fähigkeit des Konzerns, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, war zu jedem Zeitpunkt gegeben. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Der operative Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit ist im Geschäftsjahr 2015 mit 3.733 T€ weiterhin positiv und liegt deutlich über dem Vorjahreswert von 1.545 T€. Ein Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Ertragsteuern in Höhe von 1.388 T€ und unbaren Aufwendungen und Erträgen - insbesondere Abschreibungen auf Sachanlagen i.H.v. 277 T€ sowie die Erhöhung der langfristigen Rückstellungen i.H.v. 175 T€ - führten zu einer Steigerung des Netto-Umlaufvermögen von 2.596 T€ zum 31.12.2014 auf 4.251 T€ zum 31.12.2015. Aus Finanzierungstätigkeit sind Mittel für Dividendenzahlungen i.H.v. 1,6 Mio. € abgeflossen. Aus Investitionstätigkeit ergaben sich Auszahlungen für Investitionen in langfristige Vermögenswerte i.H.v. 569 T€. Der Finanzmittelfond bzw. die liquiden Mittel erhöhten sich von 7.149 T€ im Vorjahr um 1.538 T€ auf 8.687 T€ zum 31.12.2015. 4 Finanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenDie im Vorjahr abgegebenen Prognosen werden in den folgenden Ausführungen einem Soll-Ist-Vergleich unterzogen, um beurteilen zu können, inwieweit die im Vorjahr berichteten Prognosen mit der tatsächlichen Entwicklung im Jahr 2015 übereinstimmen. Finanzielle LeistungsindikatorenDer im Geschäftsbericht 2014 kommunizierte Plan-Konzernumsatz in der Bandbreite von 24 Mio. € bis zu 26 Mio. € für alle drei Geschäftsbereiche konnte im Geschäftsjahr 2015 nicht erreicht werden, da der Geschäftsbereich Foto nur einem Umsatz von 3,9 Mio. € (Vorjahr 4,8 Mio. €) zum Konzernumsatz beigetragen hat. Der Verkauf der Beteiligung an der action press gmbh & co. kg im März 2016 belastet durch die notwendigen Abschreibungen auf den Veräußerungspreis und die Darlehen das handelsrechtliche Ergebnis der infas Holding AG mit insgesamt 3,2 Mio. €, so dass der geplante Ertrag der Holding auf Vorjahreshöhe nicht erreicht werden konnte. Das Ergebnis der action press gmbh & co. kg bzw. des Geschäftsbereichs Foto, das im Konzernabschluss als Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen i.H.v. -1,5 Mio. € ausgewiesen wird, führt zu dem ausgewiesenen Konzernverlust von 0,3 Mio. €. Die finanziellen Ziele konnten im Jahr 2015 daher nicht erreicht werden. Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenAls nichtfinanzielle Leistungsindikatoren verfolgen wir Kundenbelange sowie Arbeitnehmerbelange. Dabei ist es gelungen, auf Basis unserer exzellenten Dienstleistungen und der Kundenorientiertheit die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Den Arbeitnehmerbelangen wurde mithilfe der aktiven Personalpolitik Rechnung getragen und so eine Arbeitnehmerfluktuation vermieden. Nach der Reorganisation im Jahr 2013, bei der einige Bereiche der infas Holding AG neu strukturiert und Aufgaben gebündelt wurden, waren die Recruiting-Aktivitäten im Geschäftsjahr 2015 darauf ausgerichtet, die Nachbesetzung von kritischen vakanten Positionen sicherzustellen. Daneben wurden Mitarbeiter für den neu geschaffenen Bereich Marketingforschung rekrutiert. Für die infas Holding AG sind qualifizierte Mitarbeiter ein wesentliches Element, um den Erfolg des Unternehmens auch in Zukunft sicherzustellen. Die Rekrutierung neuer, hochqualifizierter Mitarbeiter ist dabei ebenso wichtig, wie die bestehenden Mitarbeiter weiterzuentwickeln und zu fördern, um sie langfristig an das Unternehmen zu binden. 5 GesamtaussageDie infas Holding AG erzielt als Management- und Finanzholding der infas Holding Gruppe keine Umsatzerlöse. Die Geschäftsentwicklung hängt von der Entwicklung der Tochtergesellschaften ab. In dem sozusagen internen Konkurrenzkampf um die besten Plätze, die letztlich die Struktur des Konzerns in der Zukunft bestimmen, hat sich in den letzten Jahren das infas-Institut in Bonn zum wichtigsten Umsatzträger entwickelt. Vor diesem Hintergrund erfolgte im Jahr 2013 eine verstärkte strategische Ausrichtung auf diesen Kernbereich des Unternehmens. Ausdruck davon ist der Beschluss der Hauptversammlung vom August 2013 für einen Ergebnisabführungsvertrag mit dem Institut. Im Jahr 2014 wurde mit der Gründung der infas 360 GmbH ein weiterer Schritt getan, den Ausbau der Marketing- und Marktforschungskompetenz voranzutreiben. Schließlich hat mit der Veräußerung der Tochter action press eine Bereinigung des Portfolios der infas Holding AG stattgefunden. Das setzt Energien frei für weitere Schritte in Richtung Fokussierung auf die Kernkompetenz! Insgesamt scheinen die objektiven Rahmenbedingungen für eine positive Entwicklung in Deutschland vorzuliegen: Forschungsinstitute prognostizieren für 2016 eine wirtschaftliche Entwicklung, die deutlich über Vorjahresniveau liegt: In der Eurozone ist weiterhin mit einem Wachstum zu rechnen. Für 2016 sind also die Randbedingungen nicht schlechter einzuschätzen als 2015. Es wird damit gerechnet, dass sich der Umsatz der Unternehmensgruppe in 2016 (ohne die action press gmbh & co. kg, wohlgemerkt) in einem Korridor zwischen 22 und 25 Mio. € bewegen wird. III NachtragsberichtNach dem Stichtag ist für die weitere Geschäftstätigkeit auf die Veräußerung der action press gmbh & co. kg zu verweisen. Auf den Verkauf wird sowohl im Lagebericht an verschiedenen Stellen eingegangen. IV Risiko- und Prognoseberichterstattung (Darstellung und Erläuterung der voraussichtlichen Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken)1 Angaben zum Risiko-Management-SystemDie infas Holding AG ist als Finanzholding diversen qualitativen und quantitativen Risiken ausgesetzt. Qualitative Risiken stellen in erster Linie Absatz- und Beschaffungsrisiken dar. Die branchenspezifischen Rahmenbedingungen, denen die Konzerngesellschaften ausgesetzt sind, haben sich in den vergangenen Jahren zunehmend verschärft. Verstärkt wird dieser Effekt durch den zunehmenden Verdrängungswettbewerb. Zu den quantitativen Risiken zählen interne Risiken hinsichtlich der Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung. Die infas Holding AG ist zur Deckung der betrieblichen und sonstigen Aufwendungen auf den Empfang von Zahlungen und Gewinnausschüttungen ihrer operativen Tochtergesellschaften angewiesen. Eine Vielzahl von Faktoren kann dazu führen, dass sich die tatsächlich eintretenden Ereignisse wesentlich von der prognostizierten Lage unterscheiden und geringere als die erwarteten Auszahlungen von den operativen Tochtergesellschaften vereinnahmt werden. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, findet ein ausgewogenes Risiko-Management-System (RMS) Anwendung. Kernbestandteil dieses Systems ist ein Frühwarnsystem, für das sowohl strategische als auch operative Risiken definiert sind. Für diese werden kontinuierlich Kennziffern generiert, die wiederum Bestandteil eines internen Monitoringsystems sind, mit dem regelmäßig und systematisch eine Risikoidentifikation stattfindet. Zur Sicherstellung einer effizienten und effektiven Risikokontrolle sind im RMS die Kommunikationsstrukturen klar definiert. Das bestehende Risiko-Management-System wurde aufgrund der Neuerungen durch das BilMoG im Dezember 2009 dokumentarisch erweitert und ergänzt. Die wesentlichen internen und externen Risikofelder aus der operativen Aktivität, dem Finanz- und Rechnungswesen sowie der IT wurden einer Analyse unter Festlegung von Parametern unterzogen, die Handlungsweisen definieren und/oder die sofortige Berichtspflicht an den Vorstand bedingen. Obendrein wurde 2014 ein Controller bei der infas Holding AG eingestellt, der die Aufgabe hat, das bisherige System kritisch zu überprüfen und vor allem aufgrund des neuesten Wissenstands eine weitgehend automatisierte Erstellung der wichtigsten Kennzahlen zu gewährleisten. Der Controller berichtet dem Vorstand direkt und ist für die Generierung sämtlicher Kennzahlen aus allen Gesellschaften zuständig. Die Voraussetzungen für die Erstellung eines solchen Reporting-Systems wurden im Jahr 2015 mit der Einführung einer neuen Kostenstellenrechnung, die ab 01.01.2016 wirksam wird, erfüllt. Hierdurch werden potenzielle Risiken eruiert, bewertet sowie laufend überprüft. Alle Konzerngesellschaften berichten regelmäßig anhand der definierten Kennziffern. Zur Steuerung und Überwachung der Planzahlen und Ziele ist somit ein systematisches Erfassungs- und Kontrollsystem etabliert. Quartalsabschlüsse werden für alle Gesellschaften erstellt und die realisierten Zahlen den Planzahlen gegenübergestellt. Durch eine regelmäßige, enge Kommunikation der Geschäftsleitung mit dem Rechnungswesen und den Steuerberatern wird ein zeitnaher und sachgerechter Informationsstand sichergestellt. Gleichzeitig werden jedoch auch die Chancen analysiert, welche sich durch Trends in Markt und Wettbewerb ergeben. Aufgrund der Größenordnung der infas Holding AG und ihrer Tochtergesellschaften wird der Buchhaltungsprozess durch professionelle Steuerberatungsgesellschaften extern in einem Dienstleistungs- und Prüfungsverhältnis bzw. auch intern unter externer Begleitung geführt. Damit soll auch sichergestellt werden, dass der Rechnungslegungsprozess in der Bearbeitungskette und auf allen Ebenen intern wie auch extern stets allen gesetzlichen Vorschriften und Anforderungen entspricht und etwaige Risiken entweder vermieden oder frühzeitig erkannt werden können. Die Buchführungsdaten werden von der DATEV-Organisation sowie über eine Datenverarbeitungsanlage vom System HMD verarbeitet und ausgewertet. Die Ordnungsmäßigkeit des DATEV-Buchführungsprogramms wurde durch produktunabhängige Systemprüfung bestätigt. Der im Jahr 2015 völlig überarbeitete Kontenplan, welcher der Buchhaltung zugrunde liegt, entspricht den betrieblichen Anforderungen und bildet die Geschäftsvorfälle entsprechend den gesetzlichen Vorschriften ab. Das interne Kontroll- und Risiko-Management-System im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess umfasst im Wesentlichen eine Funktionstrennung sowie Zugriffsbeschränkungen hinsichtlich des intern ausgeführten Zahlungssystems. Die externen Dienstleistungsgesellschaften sind im Rahmen ihrer Tätigkeit aufgefordert, alle Transaktionen ebenfalls auf gesetzliche Vorschriften und Anforderungen zu prüfen und Verstöße dagegen sowie Unregelmäßigkeiten, welcher Art auch immer, sofort dem Vorstand der Gesellschaft anzuzeigen. Dies gilt im Besonderen im Abgleich der Zahlungsströme, die aus den Transaktionen resultieren. 2 Angaben zu einzelnen Risiken und ChancenVeränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld der Tochtergesellschaften, Zinsschwankungen, die Einführung von neuen Dienstleistungen, mangelnde Akzeptanz neuer Dienstleistungen oder auch Änderungen der Geschäftsstrategie beeinflussen das Risikobild. Diese potenziellen Risiken werden regelmäßig mit den Gesellschaften diskutiert. Als Unternehmen ist die infas Holding AG in erster Linie auf Deutschland und Europa fokussiert. Zwar ist man nicht direkt risikobehafteten Entwicklungen der Weltwirtschaft ausgesetzt, sondern nur insoweit sie über Europa und Deutschland vermittelt sind. Wie schnell sich aber solche Vermittlungen äußern können, sieht man an den neueren Entwicklungen im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung mit der Krise der Ukraine: Aus einem zunächst lokalen Konflikt wurde schnell ein internationaler Konflikt, der die wesentlichen Märkte der Welt in Mitleidenschaft zu ziehen droht. Insgesamt sind die Rahmenbedingungen für Unternehmen in den letzten Jahren schwieriger und unkalkulierbarer geworden, weil die konjunkturellen Risiken insgesamt größer geworden sind. Im Gegensatz dazu ermöglicht die Fokussierung auf Nischen, unabhängiger von Krisen zu agieren. Die stark differenzierte Kundenstruktur, insbesondere bei der infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH in Bonn, begrenzt die Beeinträchtigung von konjunkturellen Einflüssen. Wissenschaftliche Einrichtungen aller Art indes unterliegen den allgemeinen Konjunkturzyklen nur bedingt. Das ist für das Geschäftsfeld der Sozialforschung von Bedeutung. Allerdings können sich Themen ändern, für die empirische Forschung beauftragt wird. Das kann die Entwicklung der Auftragseingänge und Umsatzerlöse beeinflussen und Nachfrageausfälle und damit negative Konsequenzen für Umsatz und Ergebnis ergeben. Diese sind allerdings eher absehbar als konjunkturelle Einbrüche, wie sich an der Flüchtlingsproblematik sehr eindrücklich zeigt. Konjunkturelle Entwicklungen sind allerdings relevant für den Bereich Markt- und Marketingforschung. Hier ergeben sich jedoch derzeit mehr Chancen als Risiken durch die Neugründung der infas 360 GmbH. Diese Gesellschaft ist von der Struktur schlank und hoch flexibel aufgestellt, so dass sie sich den neueren Entwicklungen des Markts gut anpassen wird. Es wurde bereits angemerkt: Die infas Holding AG erzielt als Management- und Finanzholding der infas Holding Gruppe keine Umsatzerlöse. Die Geschäftsentwicklung hängt primär von der Entwicklung der Tochtergesellschaften infas in Bonn einerseits und action press in Hamburg andererseits ab. Deswegen wird im Folgenden auf die jeweiligen Geschäftsbereiche eingegangen. Geschäftsfeld Markt- und SozialforschungDas ifo Institut in München hat sich zur Instanz entwickelt, die regelmäßig und empirisch gestützt die Perspektiven der Entwicklung der deutschen Wirtschaft relativ sicher vorhersagt. Die Vorhersagen werden auch auf Ebene der Branchen disaggregiert zur Verfügung gestellt. Aus den Daten, die an die an der Erhebung teilnehmenden Unternehmen verteilt werden, ergibt sich, dass das ifo-Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft 2016 weiterhin an die positive Entwicklung des vergangenen Jahres anzuknüpfen scheint. Es deuten sich aus den Daten keine gravierenden Einbrüche im Dienstleistungssektor in Deutschland an. Lange Zeit galt es als ausgemacht, dass sich die Marktforschungsbranche relativ unabhängig von Konjunkturzyklen entwickelt. In Krisenzeiten ändern sich, so eine weit verbreitete Annahme, die bis zum Jahr 2009 auch zu gelten schien, die Anforderungen und damit die Forschungsschwerpunkte: In guten Zeiten geht es um "Wachstum", in schlechten Zeiten um "Umstrukturierung". Diese Zeiten indes scheinen vorbei zu sein. Wie bereits angesprochen, musste die Branche in den beiden letzten Jahren Umsatzrückgänge verkraften und auch die führenden großen, international aufgestellten Institute, die in Deutschland tätig sind, konnten nicht mit einem signifikanten Wachstum in den beiden letzten Jahren aufwarten. In der Tat hat sich auch eine Zeit lang die Entwicklung der Marktforschungsbranche von den Konjunkturzyklen abgekoppelt. Damit ist es seit der Krise 2009 vorbei. Die infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH ist mit ihrem Spektrum von Kunden, ihrer Präsenz in verschiedenen Märkten und ihren Methodenkompetenzen relativ breit aufgestellt. Dies führte dazu, dass der Umsatz jährlich stetig wuchs. Es wurde in Zeiten sogar Wachstum generiert, in denen die Marktforschungsbranche in der Krise war. Selbst bei schlechteren makroökonomischen Entwicklungen würde für das Institut kein akutes wesentliches Risiko bestehen, weil es als Full-Service-Dienstleister mit hohem methodischen Niveau aufgestellt ist, insbesondere für empirisch komplexe Fragestellungen, die in der Krise nicht einfach als gelöst unterstellt werden können, sondern sich möglicherweise in ihr sogar verschärfen. Dies gilt auch und gerade für den Bereich Sozialforschung. Die großen ungelösten Fragen der Gesellschaft wie Arbeitsmarkt, Bildung, Alter und Gesundheit generieren einen Forschungsbedarf, der auch unter den ungünstigsten Konstellationen der öffentlichen Haushalte abzudecken sein wird. Hier wird insbesondere empirisch relevanter Wissensbedarf entstehen. So zum Beispiel werden in einem Großprojekt der Arbeitsmarktforschung gegen Aufpreis bereits Flüchtlinge interviewt, die mittelweile in den Regelungskreis des SGB X eingetreten sind. Die Auftragslage der infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH ist derzeit mit "gut" zu kennzeichnen. Wie bereits ausgeführt, ist es gelungen, einen genügend hohen Auftragsbestand zu akquirieren, der die große Masse von erfolgreich fertig gestellten Projekten ersetzen kann und gut ist für einen Umsatz im Jahr 2016 von bis zu 22 Mio. €. Dies alles gilt allerdings nur, wenn vor dem geschilderten Hintergrund ein normaler Geschäftsverlauf unterstellt werden kann. Die geschilderten, eher unübersichtlichen Marktbedingungen für Markt- und Sozialforschung lassen im europäischen Umfeld sowie der selbst für Experten nicht klaren Konjunkturverlauf den Weg offen für Unsicherheitsfaktoren. Dies trifft vor allen auf Marktforschungsprojekte zu. Sollten diese oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den formulierten Erwartungen abweichen. Hierzu gehört die im Zuge der Einführung des Mindestlohns verursachte Beunruhigung in der Branche. Der Mindestlohn ist für das infas-Institut keine eigenständige Problematik, weil das Institut auch seine Interviewer weit über dem Mindestlohn entlohnt. Im Zuge der Einführung sind aber ebenfalls Tendenzen in der Branche sichtbar geworden, die darauf hindeuten, dass insbesondere die Sozialversicherungen aktiv sind, den Status der Interviewer aktiv und flächendeckend in ganz Deutschland zu hinterfragen. Hiervon war das infas-Institut im Jahr 2015 insoweit betroffen, als dass im Ergebnis einer Lohnsteuerprüfung für den Zeitraum 2008 bis 2011 im Hinblick auf mögliche Forderungen des Finanzamts im Lohnsteuerbescheid keine Vermerke zu finden waren, aber diesmal die Rentenversicherung im Nachgang zur Prüfung Forderungen aufgestellt hat. Hinsichtlich der Beurteilung der Chancen der Forderung der Deutschen Rentenversicherung Bund ist zu berücksichtigen, dass hier zwischen der Frage nach dem sozialversicherungsrechtlichen Status der Interviewer und der Richtigkeit der von der Rentenversicherung berechneten Nachforderung zu unterscheiden ist. Dieser Unterschied ist deswegen zu treffen, weil die von der Rentenversicherung berechnete Nachforderung der Höhe nach offenkundig unrichtig ist, ganz unabhängig vom Status der Interviewer. Die offensichtliche Unrichtigkeit wurde in der Begründung des Antrags auf Aussetzung der Vollziehung des Bescheids ausführlich dargelegt und mit empirischen Daten unterfüttert. Mutmaßlich haben diese Ausführungen die Rentenversicherung entgegen ihrem sonstigen Verhalten in vergleichbaren Fällen veranlasst, gleich "freiwillig" die Aussetzung der Vollziehung zu gewähren. Es war nicht notwendig, dafür gerichtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Vor diesem Hintergrund liegen die Chancen, bei einer etwaigen juristischen Auseinandersetzung zu obsiegen, gut über 50 Prozent. Unabhängig davon wird genauestens zu beobachten sein, wie sich die Branche zu diesem Sachverhalt verhält und welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind. Alternative Szenarien der Beschäftigung werden derzeit geprüft. Geschäftsfeld MarketingforschungDie infas 360 positioniert sich im neuen Markt "Data Driven Marketing". Mit ihrem Leistungsportfolio aus Daten und deren Analytik konzentriert sich das Unternehmen auf die Bereiche Research, CRM und Geomarketing. Das Kerngeschäft besteht in der Lizenzierung von Daten und Applikationen, die Daten beinhalten. Dabei handelt es sich um Produkte, die bei steigender Wertschöpfung beliebig oft lizenzierbar sind. 2015 war das erste volle Geschäftsjahr mit einem klar definierten Umsatzziel, das erfreulicherweise mit einem höheren Umsatz von 10 Prozent übererfüllt wurde. Der Ertrag war ebenso deutlich besser als geplant. Die Positionierung der infas 360 ist darauf ausgerichtet, von der angesprochenen Digitalisierung der Branche zu profitieren. Das erste Jahr der Geschäftstätigkeit deutet darauf hin, dass diese Positionierung erfolgreich sein kann: Zu den wesentlichen Kundenerfolgen zählten u.a. ein Auftrag zur Durchführung einer internationalen Expansionsplanung in 10 Ländern für einen deutschen Automobilkonzern für die Jahre 2015 bis 2017 sowie ein Auftrag zur Erstellung einer zentralen Netz- und Marktdatenbank für einen regionalen Telekommunikationskonzern. Wesentlich ist dabei, dass diese Projekte nicht auf Basis von Befragungen, wie in der traditionellen Marktforschung, stattfinden sondern im Datenmanagement bestehen, das dafür eigene und fremde Daten nutzt und sie intelligent und mit anerkannten statistischen Verfahren kombiniert. Vor diesem Hintergrund ist die Risikolage von infas 360 dadurch geprägt, dass mehr Chancen als Risiken vorhanden sind. ZusammenfassungVor dem geschilderten Hintergrund wird für das Jahr 2016 zusammenfassend davon ausgegangen, dass die infas Holding AG mit einer hohen Wahrscheinlichkeit leicht wachsen wird. Unsere Prognosen berücksichtigen die Risiko- und Chancenabwägungen des Konzerns nach Maßgabe unserer operativen Planung und weiteren geschäftsrelevanten Annahmen. Es wird damit gerechnet, dass sich der Umsatz der Unternehmensgruppe in 2016 ohne die action press gmbh & co. kg, wohlgemerkt) in einem Korridor zwischen 22 und 25 Mio. € bewegen wird. Aufgrund des zu erwartenden positiven operativen Ergebnisses ist ebenfalls mit einem entsprechenden Zufluss von operativem Cashflow zu rechnen. Darauf aufbauend, erwartet der Vorstand für das Jahr 2016 eine stabile Vermögens- und Finanzlage des Konzerns, der mit den zur Verfügung stehenden liquiden Mitteln sein Geschäft und den Ausbau neuer Aktivitäten, insbesondere im Bereich Marketingforschung, finanzieren kann. V Übernahmerelevante Angaben § 315 IV HGBDurch das Übernahmerichtlinie-Umsetzungsgesetz besteht für börsennotierte Unternehmen nach §§ 289 und 315 HGB die Pflicht, Angaben zu Kapitalzusammensetzung, Aktionärsrechten und deren Beschränkungen, Beteiligungsverhältnissen und den Organen der Gesellschaft zu machen, welche übernahmerelevante Informationen darstellen. Das Grundkapital der infas Holding AG beträgt 9.000.000,00 €. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Die namenlosen Stückaktien unterliegen keinerlei Übertragungsbeschränkungen. Soweit dem Vorstand der Gesellschaft bekannt, bestehen keinerlei Beschränkungen, welche die Stimmrechte oder die Übertragung der Aktien betreffen. Darüber hinaus sind dem Vorstand keine Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern bekannt, welche Beschränkungen in Stimmrechten und Übertragung von Aktien beinhalten. Die infas Holding AG hat die Inhaber von Aktien mit keinerlei Sonderrechten ausgestattet und hat auch keine Aktien begeben, die Sonderrechte oder Kontrollbefugnisse verleihen. An der Gesellschaft sind die Effecten-Spiegel AG aktuell mit knapp über 20 Prozent und die Investmentgesellschaft für langfristige Investoren TGV mit ebenfalls über 20 Prozent als die größten Aktionäre, Herr Hans-Herbert Döbert mit knapp über 11 Prozent, die PEN GmbH mit knapp über 10 Prozent und die Axxion S.A. mit knapp über 5 Prozent gemäß § 315 (4) Nr. 3 HGB direkt oder indirekt beteiligt. Es bestehen keinerlei Arbeitnehmerbeteiligungen am Kapital, bei denen die Kontrollrechte nicht unmittelbar ausgeübt werden. Gemäß §§ 5 und 6 der Satzung der infas Holding AG besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder und bestimmt ihre Zahl. Im Geschäftsjahr 2015 bestand der Vorstand aus einer Person. Ist nur ein Vorstandsmitglied bestellt, so ist es einzeln zur Vertretung der Gesellschaft befugt. Der Aufsichtsrat hat dem Vorstand Einzelvertretungsmacht und die Befugnis erteilt, gleichzeitig Rechtsgeschäfte für die Gesellschaft und als Vertreter Dritter abzuschließen. Der Vorstand ist ebenso von den Beschränkungen des § 181 BGB in den Grenzen des § 112 AktG befreit. Für die Änderung der Satzung gelten die gesetzlichen Vorschriften (§§ 133, 179 AktG). Seit dem Beschluss der Hauptversammlung vom 23. August 2012 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 22. August 2017 einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals um bis zu insgesamt 4.500.000,00 € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2012). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht in bestimmten Fällen auszuschließen. Die Einzelheiten der Ermächtigung ergeben sich aus § 4 Abs. 5 der Satzung und dem unter Tagesordnungspunkt 5 im elektronischen Bundesanzeiger vom 16. Juli 2012 bekanntgemachten Beschlussvorschlag. Seit dem Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Februar 2015 ist die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 17. Februar 2020 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 Prozent des bis zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Einzelheiten der Ermächtigung ergeben sich aus dem unter Tagesordnungspunkt 9 im elektronischen Bundesanzeiger vom 15. Dezember 2014 bekanntgemachten Beschlussvorschlag. Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen - sogenannte Change-of-Control-Klauseln - und Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern, bestehen nicht. VI Vergütungsbericht und Erklärung zur UnternehmensführungVergütungsberichtGemäß § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB ist die infas Holding AG dazu verpflichtet, im Lagebericht die Grundzüge des Vergütungssystems der Gesellschaft für die im Anhang genannten Gesamtbezüge darzustellen. Ein Vergütungssystem, wie es der Deutsche Corporate Governance Kodex vorsieht, besteht nicht. Aufsichtsrat und Vorstand beziehen feste Bezüge, die im Anhang beziffert werden. Die im Anhang angegebenen variablen Bezüge des Vorstands beziehen sich auf die erfolgsabhängige Vergütung als Geschäftsführer bei der Tochtergesellschaft infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH. Erklärung zur UnternehmensführungDie nach § 289 a HGB vorgeschriebene Erklärung zur Unternehmensführung ist auf der Internetseite der infas Holding AG: "www.infas-holding.de" öffentlich zugänglich.
Bonn, 11. April 2016 infas Holding Aktiengesellschaft Der Vorstand Konzernbilanz zum 31. Dezember 2015Aktiva scroll
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Periode vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015scroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Periode vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015scroll
Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
Der Finanzmittelfonds beinhaltet nur die liquiden Mittel und stimmt mit der entsprechenden Bilanzposition überein. Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungscroll
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Konzernanhang zum 31. Dezember 20151 Allgemeine ErläuterungenDie infas Holding AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bonn (HRB 17379) eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist 53113 Bonn, Friedrich-Wilhelm-Straße 18. Die infas Holding Aktiengesellschaft ist Mutterunternehmen eines Konzerns. Sie hält zum Bilanzstichtag direkt Beteiligungen an vier Unternehmen, die auf den Gebieten der Meinungs-, Marketing-, Markt- und Sozialforschung und der digitalen Bildverarbeitung tätig sind. Der Konzernabschluss der infas Holding Aktiengesellschaft wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Diese umfassen alle geltenden Standards und Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) bzw. des International Reporting Interpretations Committee (IFRIC). Der Konzernabschluss berücksichtigt alle bis zum 31. Dezember 2015 verabschiedeten und verpflichtend anzuwendenden Bestimmungen der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind und die ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Das Geschäftsjahr der infas Holding AG und ihrer Tochterunternehmen ist das Kalenderjahr. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nichts anderes vermerkt, sind alle Beträge in Tausend Euro (T€) angegeben. Nach § 315 a HGB i.V.m. Art. 4 der EU-IAS-Verordnung haben kapitalmarktorientierte Mutterunternehmen ihren gemäß §§ 290 - 293 HGB aufzustellenden Konzernabschluss nach den Regelungen der IFRS zu erstellen. Die IFRS-Konzernrechnungslegungspflicht gemäß § 315 a HGB setzt eine kapitalmarktorientierte Gesellschaft und damit den Handel im regulierten Markt voraus. Die infas Holding AG stellt verpflichtend einen Konzernabschluss nach IFRS auf, da die Aktien der infas Holding AG am regulierten Markt gehandelt werden. 2 KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss werden alle Unternehmen einbezogen, die die infas Holding AG beherrscht (Tochterunternehmen). Die infas Holding AG erlangt die Beherrschung, wenn sie Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann, schwankenden Renditen aus ihrer Beteiligung ausgesetzt ist und die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann. Die infas Holding AG nimmt eine Neubeurteilung vor, ob sie ein Beteiligungsunternehmen beherrscht oder nicht, wenn Tatsachen und Umstände darauf hinweisen, dass sich eines oder mehrere der oben genannten drei Kriterien der Beherrschung verändert haben. Die Konsolidierung erfolgt ab dem Zeitpunkt, an dem die infas Holding AG die Möglichkeit der Beherrschung hat. Endet diese Möglichkeit, scheiden die entsprechenden Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis aus. Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Muttergesellschaft infas Holding AG die folgenden 4 inländischen Tochtergesellschaften: scroll
Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich im Geschäftsjahr keine Veränderung des Konsolidierungskreises. Die hundertprozentigen Beteiligungen an der action press gmbh & co. kg und an der action press beteiligungsgesellschaft mbh in Hamburg sind mit Notarvertrag vom 02.03.2016 veräußert worden und werden ab 2016 aus dem Konsolidierungskreis ausscheiden. Im Konzernabschluss zum 31.12.2015 wird action press in Hamburg als aufgegebener Geschäftsbereich behandelt. 3 Allgemeine KonsolidierungsgrundsätzeGegenstand des Konzernabschlusses sind die infas Holding AG und deren verbundene Unternehmen. Alle Tochterunternehmen, die unter der rechtlichen und/oder faktischen Kontrolle der infas Holding AG stehen, sind in den Konzernabschluss einbezogen. Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem Fair Value der hingegebenen Vermögenswerte, ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren Fair Values im Transaktionszeitpunkt bewertet, unabhängig von dem Umfang der Anteile ohne beherrschenden Einfluss. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum Fair Value bewerteten erworbenen Nettovermögen wird als Geschäfts- und Firmenwert angesetzt. Änderungen der Beteiligungsquoten des Konzerns an Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen bilanziert. Die Buchwerte der vom Konzern gehaltenen Anteile und der Anteile anderer Gesellschafter werden so angepasst, dass sie die Änderungen der an dem Tochterunternehmen bestehenden Anteilsquoten widerspiegeln. Jede Differenz zwischen dem Betrag, um den die Anteile anderer Gesellschafter angepasst werden, und dem beizulegenden Zeitwert der gezahlten oder erhaltenen Gegenleistung wird unmittelbar im Eigenkapital erfasst und den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zugeordnet. Die Auswirkungen konzerninterner Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet, Zwischengewinne und -verluste werden eliminiert. Konzerninterne Erträge werden mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Auf temporäre Unterschiede aus der Konsolidierung werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen. 4 Ermessensspielräume und SchätzungenDie Aufstellung der in den IFRS-Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse erfordert teilweise Annahmen und Schätzungen, welche die betragsmäßige Höhe der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten und -forderungen, die Erträge und Aufwendungen der Berichtsperiode sowie die sonstigen Angaben im Konzernabschluss beeinflussen können. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind in Tz 5 erläutert. Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen betreffen die folgenden Fälle. Zur Bewertung von Pensionsverpflichtungen bedient sich die infas Holding Aktiengesellschaft statistischer bzw. versicherungsmathematischer Berechnungen, um Auswirkungen künftiger Entwicklungen auf die Aufwendungen und Verpflichtungen aus diesen Plänen abzuschätzen. Diese Berechnungen beruhen auf Annahmen über den Abzinsungssatz und über die Gehalts- und Rentensteigerungsraten. Diese Annahmen beruhen auf den am Bilanzstichtag herrschenden Verhältnissen und Einschätzungen bzw. auf den dann geltenden Marktbedingungen. Unternehmenserwerbe erfordern Schätzungen hinsichtlich des Fair Value der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. In Übereinstimmung mit IAS 36 werden zahlungsmittelgenerierende Einheiten aus Unternehmenszusammenschlüssen mindestens einmal jährlich auf Werthaltigkeit getestet. Geschäfts- und Firmenwerte werden für Zwecke des Werthaltigkeitstests im Erwerbszeitpunkt zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet. Zur Beurteilung der Werthaltigkeit wird der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus Nettoveräußerungspreis und dem Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die Gruppe ermittelt den erzielbaren Betrag als Nutzungswert und damit als Barwert der zukünftigen Cashflows der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die zukünftigen Cashflows stammen aus der Planrechnung des Konzerns. Insbesondere die Prognosen zukünftiger Cashflows sind vor dem Hintergrund der vorangegangenen Finanz- und Wirtschaftskrise sowie dem anschließenden dynamischen Wirtschaftsaufschwung mit zusätzlichen Unsicherheiten behaftet. Die Berechnung des Barwerts der geschätzten zukünftigen Cashflows beruht auf Annahmen über Bestandsentwicklungen, zukünftige Umsatzvolumina und Aufwendungen. Der Cashflow-Schätzung liegen Detailplanungszeiträume von 4 Jahren zu Grunde. Für den Zeitraum danach wurde von konstanten Cashflows ausgegangen. Die ermittelten Cashflows wurden mit gewichteten marktadäquaten Kapitalkostensätzen von 8,5 Prozent vor Steuern (Vj. 8,75 Prozent vor Steuern) abgezinst. Unsicherheiten bestehen hinsichtlich der Auslegung komplexer steuerrechtlicher Vorschriften, Änderungen des Steuerrechts sowie der Höhe und des Entstehungszeitpunkts künftig zu versteuernder Ergebnisse. Angesichts des langfristigen Charakters und der Komplexität bestehender vertraglicher Vereinbarungen ist es möglich, dass Abweichungen zwischen den tatsächlichen Ergebnissen und den getroffenen Annahmen bzw. künftige Änderungen solcher Annahmen in Zukunft Anpassungen des bereits erfassten Steuerertrags und Steueraufwands erfordern. Latente Steueransprüche werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, so dass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der latenten Steueransprüche, die aktiviert werden können, ist eine wesentliche Ermessungsausübung des Managements bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Weitere Details zu Steuern werden in den Tz 6 und 28 erläutert. Weitere Erläuterungen über getroffene Annahmen und Schätzungen erfolgen bei den Angaben zu den einzelnen Abschlusspositionen. Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Beurteilungen am Bilanzstichtag. Bei der Einschätzung der künftigen Geschäftsentwicklung wurde außerdem das zu diesem Zeitpunkt als realistisch unterstellte wirtschaftliche Umfeld in den Branchen und Regionen, in denen der Konzern tätig ist, berücksichtigt. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses ist nicht von einer wesentlichen Änderung der zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen auszugehen. 5 Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeErworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden als Vermögenswert erfasst und mindestens jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Eine Wertminderung wird sofort als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und in den Folgeperioden nicht wieder wertaufgeholt. Der Geschäfts- oder Firmenwert, der aus Unternehmenserwerben vor dem 1. Januar 2004 entstanden ist, wurde aufgrund der Erleichterungsvorschrift gemäß IFRS 1 bis zum 31. Dezember 2003 grundsätzlich planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren gleichmäßig abgeschrieben. Eine Wertaufholung der in vorangegangenen Perioden abgeschriebenen Beträge findet nicht statt. Gemäß IAS 36.10 tritt unter anderem bei Geschäfts- oder Firmenwerten an die Stelle von planmäßigen Abschreibungen eine regelmäßige, mindestens jährlich durchzuführende Werthaltigkeitsprüfung. Die Werthaltigkeitsprüfung eines Geschäfts- oder Firmenwerts wird auf Ebene einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit (CGU) vorgenommen. Die Werthaltigkeitsprüfung basiert auf der Ermittlung des erzielbaren Betrags. Dieser ergibt sich aus dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren erzielbaren Betrag, liegt ein Wertminderungsbedarf vor. Im Fall von Wertberichtigungen im Zusammenhang mit CGU, die einen Firmenwert enthalten, werden zunächst bestehende Firmenwerte reduziert. Übersteigt der Wertberichtigungsbedarf den Buchwert des Firmenwerts, wird die Differenz i.d.R. proportional auf die verbleibenden langfristigen Vermögenswerte der CGU verteilt. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte (Entwicklungskosten) werden mit den direkt und indirekt zurechenbaren Herstellungskosten aktiviert, soweit eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist. Weiterhin muss sowohl die technische Realisierbarkeit als auch die Vermarktung oder die interne Nutzung der Produkte sichergestellt sein (IAS 38). Es muss die Absicht bestehen, den Vermögenswert mit hierfür zur Verfügung stehenden Ressourcen fertigzustellen. Die Entwicklungstätigkeit muss ferner mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führen. Die planmäßige Abschreibung erfolgt auf der Grundlage einer geplanten Nutzungsdauer von 5 Jahren. Forschungskosten sind gemäß IAS 38 nicht aktivierungsfähig. Andere erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden drei Jahre zugrunde gelegt. Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer liegen nicht vor. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand verrechnet. Aktivierungspflichtige Fremdkapitalzinsen waren nicht gegeben. Die Abschreibungen werden beim beweglichen Anlagevermögen im Allgemeinen linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer über einen Zeitraum von 1 bis 13 Jahren vorgenommen. Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzinstrumente werden erfasst, sobald die infas Holding AG oder ihre Tochtergesellschaften Vertragspartei und zur Leistung oder Gegenleistung berechtigt oder verpflichtet werden. Als finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten erfasste Finanzinstrumente werden grundsätzlich unsaldiert ausgewiesen. Sie werden nur dann saldiert, wenn bezüglich der Beträge zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Aufrechnungsrecht besteht und beabsichtigt wird, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen. Die Folgebewertung der Finanzinstrumente erfolgt mit den fortgeführten Anschaffungskosten, die i.d.R. den Buchwerten entsprechen. Langfristige finanzielle Vermögenswerte werden am Erfüllungstag, d.h. zum Zeitpunkt des Entstehens bzw. der Übertragung des Vermögenswerts, zum beizulegenden Zeitwert aktiviert. Für die Folgebewertung zum Bilanzstichtag werden finanzielle Vermögenswerte unterschieden in vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. Die Klassifizierung hängt von dem Zweck ab, für den das jeweilige Instrument erworben wurde. Ausgereichte Kredite und Forderungen werden in der Folge zu jedem Bilanzstichtag zu fortgeführten Anschaffungskosten, die auch dem beizulegenden Zeitwert entsprechen, bewertet. Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte werden an den folgenden Bilanzstichtagen zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen werden zum Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert angesetzt, sofern dieser verlässlich bestimmbar ist. Wertschwankungen zwischen den Bilanzstichtagen werden erfolgsneutral in die Rücklagen eingestellt. Die erfolgswirksame Auflösung der Rücklagen erfolgt entweder mit der Veräußerung oder bei nachhaltigem Absinken des Marktwerts unter den Buchwert. Kredite und Forderungen werden zum Bilanzstichtag zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sinkt der erzielbare Betrag zum Bilanzstichtag unter den Buchwert, werden erfolgswirksame Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Veräußerung bestimmte VermögenswerteLangfristige Vermögenswerte und Sachgesamtheiten werden als zur Veräußerung stehend qualifiziert, wenn ihr Buchwert vielmehr durch die Veräußerung als durch die weitere Nutzung zu erzielen sein wird. Diese Voraussetzung wird erst als erfüllt angesehen, wenn die Veräußerung sehr wahrscheinlich ist und der Vermögenswert zur sofortigen Veräußerung bereitsteht. Das Management muss den Verkauf beschlossen haben und der Verkauf sollte innerhalb eines Jahres nach Qualifizierung als zur Veräußerung stehend beabsichtigt sein. Bei einem aufgegebenen Geschäftsbereich (Discontinued Operation) handelt es sich um eine Geschäftstätigkeit, die entweder zur Veräußerung bestimmt ist oder bereits veräußert worden ist und sowohl aus betrieblicher Sicht als auch für Zwecke der Finanzberichterstattung eindeutig von den übrigen Unternehmensaktivitäten abgegrenzt werden kann. Außerdem muss die nicht als fortgeführte Aktivität qualifizierte Geschäftstätigkeit einen gesonderten wesentlichen Geschäftszweig oder einen bestimmten geografischen Geschäftszweig des Konzerns darstellen. Zum Verkauf stehende langfristige Vermögenswerte (und zur Veräußerung bestimmte Sachgesamtheiten) wurden zu dem niedrigeren Wert aus Buchwert und dem Zeitwert abzüglich noch ausstehender Veräußerungskosten angesetzt. Die Bewertung wird am Tag der Umgliederung vorgenommen. Das Ergebnis aus der Bewertung von zur Veräußerung vorgesehenen Geschäftstätigkeiten zum Fair Value abzüglich noch anfallender Veräußerungskosten sowie die Gewinne und Verluste aus der Veräußerung nicht fortgeführter Aktivitäten werden ebenso wie das Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit dieser Geschäftstätigkeit in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns gesondert als Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen ausgewiesen. Die Vorjahreswerte der Gewinn- und Verlustrechnung werden entsprechend angepasst. In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit nicht in den einzelnen Cashflows enthalten. Die Cashflows, die auf die aufgegebene Geschäftstätigkeit entfallen, sind gesondert in der Erläuterung zu Tz 29 angegeben. Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte beinhalten insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, derivative finanzielle Vermögenswerte sowie gehaltene Eigenkapitalinstrumente. Alle kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte werden am Erfüllungstag, d.h. zum Zeitpunkt des Entstehens der Forderung bzw. der Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums, zunächst mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt, der im Falle der Finanzinstrumente und der Vorräte den Anschaffungskosten entspricht. Die Anschaffungskosten von unter- bzw. nicht verzinslichen monetären Forderungen entsprechen deren Barwert zum Entstehungszeitpunkt. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen i.d.R. den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Die Folgebewertung erfolgt analog zu den langfristigen finanziellen Vermögenswerten. Forderungen werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode angesetzt, sofern sie nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Bestehen an der Einbringbarkeit von Forderungen Zweifel, werden diese mit dem niedrigeren realisierbaren Betrag angesetzt, indem eine entsprechende Einzelwertberichtigung gebildet wird. Bankguthaben und Kassenbestände sind zum Nominalwert angesetzt. Kurzfristige nichtfinanzielle Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen Ertragsteuerforderungen sowie Umsatzsteuerforderungen und andere nicht vertragliche Forderungen und Rechnungsabgrenzungsposten. Der Ansatz der kurzfristigen nichtfinanziellen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung angemessener Wertberichtigungen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert. Auf den Vorratsbestand wurde in 2015 keine Wertberichtigung (Vj. 10 T€) vorgenommen. Die Dienstleistungsgeschäfte mit aktivischem Saldo werden entsprechend dem Projektfortschritt mit den bis zum Bilanzstichtag entstandenen Auftragskosten, abzüglich bereits erfolgter Teilabrechnungen, angesetzt, soweit hieraus ein aktivischer Saldo besteht. Sofern Teilabrechnungen den Gegenwert des Leistungsfortschritts übersteigen und ein passivischer Saldo besteht, wird eine Verpflichtung aus Aufträgen in Bearbeitung angesetzt. Die Verpflichtung aus unmittelbaren Pensionszusagen (leistungsorientiertes System zur betrieblichen Altersversorgung) wird nach dem in IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung von zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen errechnet. Der laufende Altersversorgungsaufwand ergibt sich aus der planmäßigen Entwicklung der Anwartschaftsrückstellungen. Der Dienstzeitaufwand für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird als Aufwand innerhalb des betrieblichen Ergebnisses ausgewiesen. Der im Netto-Pensionsaufwand enthaltene Zinsaufwand wird im Finanzergebnis der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen werden bei Anfall erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst. Aktive latente Steuern aus der Erfassung der Verluste im sonstigen Ergebnis werden entsprechend im sonstigen Ergebnis berücksichtigt. Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung hat, diese Verpflichtung wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen führen wird und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Die Rückstellungshöhe entspricht der bestmöglichen Schätzung des Erfüllungsbetrags zum Bilanzstichtag, wobei erwartete Erstattungen Dritter nicht saldiert, sondern als separater Vermögenswert angesetzt werden, sofern die Realisierung so gut wie sicher ist. Ist der Zinseffekt wesentlich, wird die Rückstellung mit dem Marktzins abgezinst. Rückstellungen für drohende Verluste aus ungünstigen Verträgen werden gebildet, wenn der aus dem Vertrag resultierende erwartete wirtschaftliche Nutzen geringer ist als die zur Vertragserfüllung unvermeidbaren Kosten. Verbindlichkeiten werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten angesetzt. In der Folge werden diese zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Im Falle langfristiger Kredite wird jede Differenz zwischen Auszahlungsbetrag (nach Abzug von Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag über die Laufzeit des Kredits unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfolgswirksam erfasst. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres werden - unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung - berücksichtigt, wenn sie realisiert sind. Zeitraumbezogene Aufwendungen und Erträge werden nur berücksichtigt, soweit sie auf das Geschäftsjahr entfallen. Erträge werden in der Gruppe dann erfasst, wenn wahrscheinlich ist, dass dem Konzern ein wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird, dessen Höhe verlässlich bestimmbar ist. Die Methode der Umsatzrealisierung bestimmt sich maßgeblich nach IAS 18. Die Geschäfte aus dem Bereich Markt- und Sozialforschung, die zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen sind, werden i.V.m. IAS 11 im Ergebnis nach der Zero-Profit-Margin-Methode mit den angefallenen Auftragskosten bewertet. Der Projektfortschritt wird hierbei als Verhältnis der tatsächlich angefallenen Kosten zu den insgesamt für das Projekt erwarteten Kosten ermittelt. Die in diese Berechnung einzubeziehenden Kosten bestehen aus allen direkten Kosten und anteiligen indirekten Kosten. Rückstellungen für drohende Verluste aus laufenden Aufträgen werden gebildet, wenn sie absehbar sind. Diese Umsätze werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als noch nicht fakturierte Umsätze unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. In der Bilanz erfolgt der Ausweis unter Berücksichtigung der vertraglich vereinbarten und erhaltenen Anzahlungen entweder als Aktivposten unter der Bezeichnung "Dienstleistungsgeschäfte mit aktivischem Saldo" oder als Passivposten "Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung", falls der Betrag der erhaltenen Anzahlungen die angefallenen Auftragskosten übersteigt. Die übrigen Erlöse realisiert der Konzern, wenn die Leistung erbracht ist. Die vom Konzern abgeschlossenen Miet- und Leasingverträge werden entweder als "finance lease" oder als "operating lease" qualifiziert. Soweit bei den Leasingverhältnissen alle wesentlichen Chancen und Risiken auf den Konzern als Leasingnehmer übergegangen sind, wird ihm das wirtschaftliche Eigentum zugerechnet. Das Leasingobjekt sowie die hiermit in Zusammenhang stehenden Leasingverbindlichkeiten werden beim Konzern bilanziert (finance lease). Alle übrigen Leasingvereinbarungen werden als operating lease erfasst. Die laufenden Leasingraten werden in diesem Fall bei Anfall aufwandswirksam erfasst. 6 ErtragsteuernSteuern vom Einkommen und vom Ertrag wurden gemäß IAS 12 ("Income Taxes") erfasst. Im Geschäftsjahr 2015 werden tatsächlich angefallene Ertragsteuern in Höhe von 42 T€ (Vj. 159 T€) der infas Holding AG ausgewiesen. Daneben sind aktive bzw. passive latente Steuern bilanzorientiert abzugrenzen. Berücksichtigt werden die steuerlichen Auswirkungen, die sich aus temporären Unterschieden zwischen handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen von Vermögensgegenständen bzw. Schulden ergeben und die sich in künftigen Wirtschaftsjahren umkehren werden. Sie werden auf der Grundlage der Steuersätze und -vorschriften ermittelt, die auf Basis der Gesetzeslage zum voraussichtlichen Zeitpunkt der Auflösung der Unterschiede gelten werden. Mit Übernahme der Anteile der Minderheitsgesellschafter an der infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH und dem Abschluss eines Gewinnabführungsvertrags zwischen der infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH und der infas Holding AG wurde im Jahr 2013 eine ertragsteuerliche Organschaft begründet und die Möglichkeit geschaffen, die steuerlichen Verlustvorträge der infas Holding AG zu nutzen. Steuerlich wird bei Vorliegen einer Organschaft nach § 14 Abs. 1 S. 2 KStG das Einkommen der Organgesellschaft vor Berücksichtigung des an den Organträger abgeführten Gewinns ermittelt und dem Organträger zugerechnet. Vom Grundsatz her wird bei der Ermittlung des zu versteuernden Einkommens auf der Ebene der infas Holding AG das Einkommen der infas GmbH zunächst mit dem Ergebnis der action press gmbh & co. kg und dem Einkommen der Holding verrechnet. Dieses so ermittelte Einkommen wird mit den vorhandenen Verlustvorträgen der infas Holding AG verrechnet. Diese Verrechnung mit Verlustvorträgen ist allerdings jährlich auf die Höhe von 1,0 Mio. € begrenzt. Der 1,0 Mio. € übersteigende Betrag kann zu 60 Prozent mit den Verlustvorträgen verrechnet werden (§ 10a Abs. 1 GewStG, § 10d Abs. 2 EStG). Die körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge der Muttergesellschaft betragen zum 31.12.2015 ca. 12 Mio. € (Vj. 13 Mio. €) und ca. 8 Mio. € (Vj. 9 Mio. €). Die im Geschäftsjahr aktivierten latenten Steuern auf diese Verlustvorträge betragen 3.296 T€ (Vj. 3.554 T€). Dabei wurden wie im Vorjahr ein Steuersatz von 33,0 Prozent und ein Planungszeitraum von 5 Jahren berücksichtigt. Weitere aktive latente Steuern ergeben sich aus den unterschiedlichen Wertansätzen der Pensionsrückstellungen nach IFRS und nach den steuerlichen Vorschriften von 2.415 T€ (Vj. 2.334 T€) und betragen 796 T€(Vj. 770 T€). Gleiches gilt für die gebildete Rückstellung für drohende Verluste, die nach den steuerlichen Vorschriften nicht zum Ansatz kommt und zum Bilanzstichtag 60 T€ beträgt. Die hieraus ermittelten aktiven latenten Steuern betragen 10 T€ (Vj. 27 T€). Die körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge der infas 360 GmbH betragen zum 31.12.2015 885 T€ (Vj. 554 T€). Die Aktivierung von latenten Steuern aus den Anlaufverlusten der im Vorjahr neu gegründeten Tochtergesellschaft konnte nur in Höhe von 119 T€ (Vj. 64 T€) erfolgen, da diese Aktivierung begrenzt ist auf die Höhe der vorhandenen passiven latenten Steuern der infas 360 GmbH. Aktive latente Steuern in Höhe von 173 T€ (Vj. 118 T€) kamen daher nicht zum Ansatz. Aktive latente Steuern für steuerliche Verlustvorträge der Tochtergesellschaft action press gmbh & co. kg kamen in Höhe von 445 T€ (Vj. 135 T€) zum Ansatz, da durch den Verkauf der Tochtergesellschaft im März 2016 eine Verrechnung dieser Verlustvorträge mit dem steuerlichen Veräußerungsgewinn ermöglicht wird. Aktive latente Steuern in Höhe von 371 T€ kamen nicht zum Ansatz. Die gewerbesteuerlichen Verlustvorträge dieser Tochtergesellschaft betragen zum 31.12.2015 insgesamt 5,0 Mio. € (Vj. 4,1 Mio. €). Passive latente Steuern aus temporären Differenzen bei den Geschäfts- und Firmenwerten von 2.871 T€ (Vj. 3.162 T€) in den Tochtergesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2015 insgesamt mit 928 T€ (Vj. 1.043 T€) angesetzt. Hiervon werden 445 T€ in der Position "zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und Verbindlichkeiten" ausgewiesen. Weitere passive latente Steuern ergeben sich im Wesentlichen aus den unterschiedlichen Wertansätzen von immateriellen Vermögenswerten in der Steuerbilanz und der IFRS-Bilanz der Tochtergesellschaft infas 360 GmbH und wurden in Höhe von 119 T€ (Vj. 64 T€) angesetzt. 7 Auswirkung neuer RechnungslegungsgrundsätzeSämtliche vom IASB herausgegebenen und zum Zeitpunkt der Aufstellung des vorliegenden Konzernabschlusses geltenden und von der infas Holding AG angewendeten IFRS wurden von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommen. Der aufgestellte Konzernabschluss der infas Holding AG entspricht damit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie den IFRS insgesamt. Die infas Holding AG hat im Geschäftsjahr die nachfolgend aufgelisteten neuen und überarbeiteten IFRS-Standards und -Interpretationen angewandt: scroll
Aus der Anwendung der neuen oder überarbeiteten IFRS-Standards und -Interpretationen ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Sie führten jedoch teilweise zu zusätzlichen Angaben. Das IASB und das IFRIC haben bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des vorliegenden Konzernabschlusses nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen veröffentlicht, die bereits im Rahmen des Komitologieverfahrens in das EU-Recht übernommen wurden, aber im Geschäftsjahr 2015 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Die infas Holding AG wendet diese Standards und Interpretationen nicht vorzeitig an. scroll
Aus der Anwendung der neuen oder überarbeiteten IFRS Standards und Interpretationen werden sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben. Sie werden jedoch teilweise zu zusätzlichen Angaben führen. Das IASB und das IFRIC haben nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen veröffentlicht, die im Geschäftsjahr 2015 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Diese Standards und Interpretationen wurden von der EU bislang nicht anerkannt und werden von der infas Holding AG nicht angewendet. scroll
Eine vorläufige Analyse der neuen Regelungen durch die Gesellschaft hat ergeben, dass sich mit Ausnahme der im Folgenden genannten Standards kein wesentlicher Anpassungsbedarf bei der erstmaligen Anwendung ergeben wird. Soweit die infas Holding AG Umsatzerlöse im Rahmen der Anwendung der sogenannten "Percentage of Completion"-Methode realisiert, wird der neue Standard IFRS 15 - Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden Auswirkungen auf die Realisierung dieser Umsatzerlöse haben. Die genauen Auswirkungen werden noch vom Konzern analysiert. Insgesamt werden jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf die Höhe der Umsatzerlöse erwartet. Die Anwendung des neuen Standards IFRS 16 - Leasingverhältnisse - wird voraussichtlich zu einer Bilanzverlängerung führen. Der exakte Umfang der Auswirkungen muss jedoch noch ermittelt werden. Ein erster Anhaltspunkt hierzu ist den Ausführungen in Tz 30 zu entnehmen. BilanzerläuterungenDie Bilanz ist nach Fristigkeit gegliedert, Vermögenswerte und Schulden sind in langfristig - bei Fälligkeit über einem Jahr - und kurzfristig aufgegliedert. Langfristige Vermögenswerte8 Immaterielle Vermögenswerte, GoodwillDer Konzern verfügt nur über einzeln erworbene sowie selbst entwickelte Immaterielle Vermögenswerte sowie Geschäfts- oder Firmenwerte, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden. Die erworbenen immateriellen Vermögenswerte umfassen Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Goodwill. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte werden über ihre begrenzte voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben, die 3 bis 5 Jahre beträgt. Die aktivierten Entwicklungskosten betreffen die selbsterstellte Datenbank CASA (vgl. Tz 9). Um die Vorschriften des IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 zu erfüllen und um eventuelle Wertminderungen von Firmenwerten zu ermitteln, hat die infas Holding AG ihre zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechend der internen Berichterstattung festgelegt. Zur Prüfung der Werthaltigkeit gemäß IAS 36 wurde ein Impairment-Test nach IAS 36 durchgeführt. Darüber hinaus werden Geschäfts- oder Firmenwerte mindestens einmal jährlich überprüft, wenn Sachverhalte oder Gründe vorliegen sollten, die auf eine Minderung der Buchwerte schließen lassen. Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte ergibt sich aus dem Anlagespiegel. Wertminderung auf FirmenwerteUnter der Position Geschäfts- und Firmenwerte ist zum 31.12.2015 im Wesentlichen der Geschäftswert der infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH (Buchwert - wie im Vj. - 167 T€) ausgewiesen. Im Vorjahr war unter dieser Position der Geschäfts- und Firmenwert der rechtlichen Einheit action press gmbh & co. kg mit einem Buchwert i.H.v. 3.928 T€ ausgewiesen. Dieser Geschäfts- und Firmenwert war zum Ende des Geschäftsjahres i.H.v. 2.547 T€ in die Position zur Veräußerung bestimmter Vermögenswerte umzugliedern (vgl. Tz 12 und Tz 29). Es ergab sich zum 31.12.2015 eine Abwertung i.H.v. 1.381 T€ (Vj. 1.112 T€), die sich aus den bereits im Dezember 2015 vorliegenden Kaufpreisfestlegung ergab. Für noch zu überprüfende Firmenwerte wurde als erzielbarer Ertrag der Nutzungswert auf der Grundlage eines Detailplanungszeitraums von 4 Jahren, von Cashflows unter der die Erfahrung der Vergangenheit berücksichtigenden Annahme einer stetigen Geschäftsentwicklung und eines Kapitalisierungszinssatzes von 8,5 Prozent vor Steuern (Vj. 8,75 Prozent vor Steuern) ermittelt. Der zur Diskontierung verwendete Kapitalisierungszinssatz basiert auf einem risikofreien Zinssatz von 1,75 Prozent sowie auf einer Marktrisikoprämie, die aus einer Brandbreite von 5,5 bis 7,0 Prozent mit 7,0 Prozent berechnet wurde. Der individuell abgeleitete Beta-Faktor wurde mit 1,0 angesetzt. Ein Wachstumsabschlag zur Extrapolation des letzten Planjahres erfolgte nicht. Hier ergab sich kein Wertminderungsbedarf. 9 SachanlagenDie Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und des Sachanlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagespiegel. Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2015scroll
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Die Zugänge des Geschäftsjahres 2015 betreffen im Wesentlichen die Anschaffung von Software und EDV-Ausstattung sowie die weiteren Herstellungskosten für die Weiterentwicklung der Datenbank CASA einschließlich Software bei der infas 360. In 2015 wurde die Datenbank CASA Basic ergänzt um weitere Merkmale wie das 3D-Stadtmodell und damit amtliche Gebäudehöhen und Gebäudevolumina. Erstmals wurden auch europaweite Daten entwickelt und länderunabhängige Standardsoftware, die über eine Cloud genutzt werden kann. Die Veränderung des Konzernanlagevermögens durch die Umgliederung der Vermögenswerte der action press gmbh & co. kg in die Position zur Veräußerung bestimmter Vermögenswerte ist als Abgang zum Geschäftsjahresbeginn mit (U) gekennzeichnet. Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2014scroll
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10 FinanzanlagenBezüglich der Entwicklung des Finanzanlagevermögens verweisen wir auf den Anlagespiegel. Es handelt sich um Anteile unter 20 Prozent an einer Gesellschaft, die sich in Liquidation befindet. Die Anteile wurden bereits in Vorjahren auf einen Erinnerungswert von 1,00 € abgeschrieben. 11 Übrige langfristige Vermögenswertescroll
Die latenten Steueransprüche betreffen im Wesentlichen die aktiven latenten Ertragsteuern aus den steuerlichen Verlustvorträgen der infas Holding AG und aus den unterschiedlichen Wertansätzen der Rückstellungen für Pensionen. Es handelt sich um nichtfinanzielle Vermögenswerte (vgl. auch Tz 28). Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten wie im Vorjahr Kautionen, die im Wesentlichen für ein bis Juli 2018 laufendes Mietverhältnis geleistet worden sind. Es handelt sich hierbei ausschließlich um finanzielle Vermögenswerte. Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Zahlungen aufgrund von Nutzungsvereinbarungen für die Jahre 2016 bis 2018. Es handelt sich hierbei um finanzielle Vermögenswerte. Kurzfristige Vermögenswerte12 Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und SchuldenDer Verkauf der Beteiligungen an der action press gmbh & co. kg und an der action press beteiligungsgesellschaft mbh ist im Jahr 2015 eingeleitet und mit Notarvertrag vom 2.03.2016 vollzogen worden. Die folgenden Vermögenswerte und Schulden der action press gmbh & co. kg und der action press beteiligungsgesellschaft mbh wurden zum 31.12.2015 als zur Veräußerung bestimmt klassifiziert: Vermögenswerte und Schuldenscroll
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Die umgegliederten Vermögenswerte und Schulden wurden in Anbetracht des im Folgejahr vollzogenen Kaufvertrags auf den Verkaufspreis abzüglich der voraussichtlichen Veräußerungskosten mit 2.164 T€ bewertet. Es ergibt sich zum 31.12.2015 eine Abwertung i.H.v. 1.381 T€. 13 Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögenswertescroll
Bei den Vorräten handelt es sich i.H.v. 8 T€ (Vj. 11 T€) um zur Veräußerung im normalen Geschäftsgang bestimmte wissenschaftliche Druckwerke sowie i.H.v. 101 T€ (Vj. 0 T€) für einen Kundenauftrag bestimmte Datenbestände. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten. Wertberichtigungen waren im Geschäftsjahr 2015 nicht erforderlich (Vj. 10 T€). Die Ertragsteuerforderungen resultieren im Wesentlichen aus einem erwarteten Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuerguthaben für das Jahr 2015. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Vermögenswerten handelt es sich wie im Vorjahr um kurzfristig fällige Vermögenswerte, in denen überfällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 94 T€ (Vj. 27 T€) enthalten sind und auf die Wertberichtigungen in Höhe von 6 T€ (Vj. 8 T€) erfolgten. Weiterer Wertberichtigungsbedarf besteht nicht. Die sonstigen Vermögenswerte enthalten i.H.v. 110 T€ die Ansprüche der infas Holding AG auf Rückforderung der Aufsichtsratsvergütungen 2013 und 2014 an ehemalige Aufsichtsratsmitglieder, die nach dem Beschluss der Hauptversammlung vom 18.02.2015 einzustellen waren. Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten finanzielle Vermögenswerte i.H.v. 23 T€ (Vj. 35 T€) und nichtfinanzielle Vermögenswerte i.H.v. 143 T€ (Vj. 24 T€). Bei den liquiden Mitteln (8.687 T€, Vj. 7.149 T€) handelt es sich wie im Vorjahr um Kassenbestände, Kontokorrentguthaben und um Geldmarktanlagen und Wertpapiere, die mit Zinssätzen zwischen 0,01 Prozent bis 0,25 Prozent verzinst wurden. Die liquiden Mittel bilden den Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung und sind in Höhe von 37 T€ für einen in gleicher Höhe gewährten auftragsbezogenen Avalkredit verpfändet. Weitere Verfügungsbeschränkungen liegen nicht vor. Zu den "Dienstleistungsgeschäften mit aktivischem Saldo" vgl. Tz 5, dort: Umsatzerlöse. 14 Eigenkapitalscroll
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) ist voll eingezahlt und beträgt 9.000,000,00 €, eingeteilt in 9.000.000 Inhaberaktien (nennwertlose Stückaktien). Der Vorstand ist ermächtigt (HV-Beschluss vom 23.08.2012), das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 22.08.2017 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt € 4.500.000,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2012). Bis zum Bilanzstichtag wurde hiervon kein Gebrauch gemacht. Die Gesellschaft ist ermächtigt (HV-Beschluss vom 18.02.2015), bis zum 17.02.2020 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Der Vorstand hatte hiervon keinen Gebrauch gemacht. Gemäß Beschluss des Vorstands wurde in 2006 eine Kapitalerhöhung um 1.036.000,00 € durchgeführt. Die Kapitalerhöhung wurde am 17. August 2006 in das Handelsregister eingetragen. Das Agio i.H.v. 932 T€ aus der Kapitalerhöhung wurde in die Kapitalrücklage eingestellt. Zum Ausgleich des im Geschäftsjahr entstandenen Jahresfehlbetrags der infas Holding AG sind Entnahmen aus der Kapitalrücklage i.H.v. 932 T€ erfolgt. Nach dem Erwerb von weiteren 15 Prozent der Geschäftsanteile an der infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH im Geschäftsjahr 2013 ist die infas Holding AG zu 100 Prozent an dieser Tochtergesellschaft beteiligt und Anteile ohne herrschenden Einfluss waren nicht mehr auszuweisen. Der Kaufpreis für diese Anteile zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 4.040 T€ wurde mit dem Buchwert der Anteile ohne herrschenden Einfluss in Höhe von 38 T€ verrechnet und unmittelbar im Eigenkapital erfasst. KapitalmanagementDie Ziele des Kapitalmanagements der Gesellschaft liegen in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, in der Gewährleistung einer adäquaten Verzinsung des Eigenkapitals und in der Aufrechterhaltung einer optimalen, die Kapitalkosten möglichst gering haltenden Kapitalstruktur. Die Überwachung der Kapitalstruktur erfolgt auf der Basis des Verschuldungsgrads, berechnet aus dem Verhältnis von Nettofremdkapital zu Gesamtkapital. Das Nettofremdkapital setzt sich aus den gesamten Finanzschulden (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zusammen. Das Gesamtkapital besteht aus dem Eigenkapital zuzüglich Nettofremdkapital. Die Gesellschaft will damit einen sinnvollen Verschuldungsgrad unter Unternehmenswertgesichtspunkten erreichen, der einen Zugang zu Fremdkapital zu vertretbaren Kosten unter Berücksichtigung eines guten Kreditratings ermöglicht. scroll
Sowohl in 2015 als auch im Jahre 2014 beanspruchte die infas Holding AG kaum bzw. kein Nettofremdkapital im oben definierten Sinne, so dass die Ziele des Kapitalmanagements nicht gefährdet waren. Langfristige Schulden15 Rückstellungen für Pensionenscroll
Die Pensionsrückstellung wurde für unmittelbare Versorgungszusagen gegenüber zwei ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern gebildet und umfasst Alters- und Invalidenrente nach Maßgabe eines leistungsorientierten Plans. Der Anspruch auf Altersrente wird erworben, wenn das Dienstverhältnis mit oder nach Vollendung einer festen Altersgrenze endet. Die Altersrente bemisst sich in einem Prozentsatz des vereinbarten Monatsgehalts. Rechnungsgrundlagen und Parameter:scroll
Der Entgelttrend ist aufgrund der Art der Zusage ohne Auswirkung. Der Betrag der Pensionsrückstellung entspricht dem nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag bewerteten Versorgungsanspruch unter Einbeziehung eines eingetretenen versicherungsmathematischen Verlusts. Die Veränderung des versicherungsmathematischen Verlusts ist in Höhe von 71 T€ (Vj. 775 T€) erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst. Die Aufwendungen im Zusammenhang mit den Pensionszusagen für die ausgeschiedenen Mitarbeiter umfassen nur noch den Zinsaufwand (104 T€; Vj. 115 T€) und enthalten keinen im Personalaufwand auszuweisenden Dienstzeitaufwand. Der Barwert der Pensionsverpflichtung (DBO) veränderte sich wie folgt: scroll
Die Entwicklung der "Defined Benefit Obligation" ist aus folgender Übersicht ersichtlich: scroll
Die folgende Sensitivitätsanalyse zeigt für jede wesentliche versicherungsmathematische Annahme zum Stichtag, wie sich eine mögliche Veränderung der Annahmen auf die Höhe der Pensionsverpflichtung zum betreffenden Stichtag ausgewirkt hätte. SensitivitätsanalyseDer Anstieg (Rückgang) des Diskontierungssatzes bzw. des Rententrends um jeweils 0,5 Prozent würde im Jahr 2015 zu folgenden DBO führen. scroll
16 Verbindlichkeiten langfristigscroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen den langfristigen Anteil von Investitionskrediten (Zinssatz 0,00 p.a.). Insgesamt betragen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 98 T€ (Vj. 0 T€). Der Betrag der hierin enthaltenen kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 49 T€ (Vj. 0 T€) ist unter Tz 19 ausgewiesen. Eine Abzinsung der Verbindlichkeit ist aus Gründen der Geringfügigkeit nicht vorgenommen worden. Hinsichtlich der Ermittlung der latenten Steuern vgl. Tz 28. Kurzfristige Schulden17 ErtragssteuerschuldenBei den im Vorjahr ausgewiesenen Ertragssteuerschulden in Höhe von 332 T€ handelte es sich um die zu erwartende Körperschaftsteuernachzahlung für das Jahr 2014, die Gewerbesteuernachzahlung für das Jahr 2013 und die Gewerbesteuervorauszahlung für das Jahr 2014 der infas Holding AG. 18 Sonstige Rückstellungenscroll
Die kurzfristigen Rückstellungen beinhalten eine Rückstellung für Prozessrisiken, die zum 01.01.2015 einen Betrag in Höhe von 290 T€ und zum 31.12.2015 einen Betrag in Höhe von 915 T€ umfasst. Die Prozessrisiken betreffen im Wesentlichen einen Rechtsstreit gegen die Finanzverwaltung NRW und die Deutsche Rentenversicherung hinsichtlich der Behandlung freiberuflich tätiger Mitarbeiter. Die diesen Rückstellungen zugrunde liegenden Verpflichtungen werden innerhalb von 12 Monaten fällig. Die notwendige Anpassung der Rückstellungen durch den Ausweis der Rückstellungen der action press gmbh & co. kg in die Position zur Veräußerung bestimmter Verbindlichkeiten ist als Umgliederung darstellt und zum 31.12.2015 i.H.v. 158 T€ erfolgt. 19 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitutenscroll
Es handelt sich um den im Jahre 2016 fälligen Tilgungsanteil eines Investitionskredits (Zinssatz 0,0 Prozent p.a.). 20 Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeitenscroll
Als erhaltene Anzahlungen werden nur die Kundenanzahlungen auf Projekte ausgewiesen, für die bis zum Bilanzstichtag noch keine Leistungen erbracht worden sind. Der Gesamtbetrag der erhaltenen Anzahlungen (einschließlich der Projekte, für die Leistungen erbracht worden sind) beträgt zum Bilanzstichtag 16.580 T€ (Vj. 25.155 T€). Von den erhaltenen Anzahlungen werden die bis zum Abschlussstichtag entstandenen Auftragskosten abgezogen, so dass sich per Saldo Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung in Höhe von 4.828 T€ (Vj. 3.176 T€) ergeben. Vergleiche hierzu auch Tz 5, dort: Umsatzerlöse. Die Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 7.531 T€ (Vj. 5.806 T€) beinhalten finanzielle Verbindlichkeiten i.H.v. 1.219 T€ (Vj. 1.606 T€) und nichtfinanzielle Verbindlichkeiten i.H.v. 6.312 T€ (Vj. 4.200 T€). scroll
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Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungDie Gliederung der Gesamtergebnisrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Die Vorjahreszahlen wurden angepasst und enthalten nicht mehr die Werte der action press gmbh & co. kg und der action press beteiligungsgesellschaft mbh. 21 Umsatzerlösescroll
Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen wird in der Segmentberichterstattung unter Tz 31 dargestellt. 22 Andere aktivierte EigenleistungenAusgewiesen werden die im Geschäftsjahr angefallenen Herstellungskosten für die Weiterentwicklung der Datenbank CASA einschließlich selbsterstellter Software des Geschäftsbereichs infas 360 in Höhe von 172 T€ (Vj 190 T€) vgl. Tz 5 und Tz 9. Darüber hinaus sind keine Forschungs- und Entwicklungskosten im Aufwand erfasst. 23 Sonstige betriebliche Erträgescroll
24 Personalaufwandscroll
Die Mitarbeiter erhalten Leistungen aus der gesetzlich festgesetzten Sozialversicherung, für die Teile des Einkommens eingezahlt werden. Daneben existieren bei der infas Holding AG und ihren Tochterunternehmen weitere arbeitnehmerfinanzierte Direktversicherungszusagen. Da nach Zahlung der Beiträge an die öffentlichen und privaten Versicherungsträger für die Gesellschaften keine weiteren Verpflichtungen bestehen, werden diese Pläne als beitragsorientierte Pläne behandelt. Laufende Beitragszahlungen wurden als Aufwendungen für den betreffenden Zeitraum angesetzt. Im Geschäftsjahr 2015 betrug der Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Rentenversicherung der Arbeitnehmer 427 T€ (Vj 386 T€). Daneben wurden weitere 21 T€ (Vj. 22 T€) in Direktversicherungen eingezahlt. 25 Abschreibungenscroll
26 Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
27 Finanzergebnisscroll
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge resultieren aus der Kategorie "Kredite und Forderungen" nach IAS 39. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen resultieren aus der Kategorie "Sonstige Schulden" nach IAS 39. Weitere Aufwendungen und Erträge aus Finanzinstrumenten sind nicht angefallen. Hinsichtlich möglicher finanzieller Risiken vgl. Tz 36. 28 Steuern von Einkommen und vom Ertragscroll
Der Ertragssteueraufwand setzt sich aus laufenden und aus dem Ansatz von aktivierten und passivierten latenten Steuern zusammen. Es sind die gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag ausgewiesen, die nach der Gewinnabführung der infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH und unter Berücksichtigung der sogenannten Mindestbesteuerung bei der infas Holding AG verbleiben. Bei den latenten Körperschaftsteuern ist wie im Vorjahr ein Steuersatz von 15,825 Prozent zugrunde gelegt worden. Die latente Gewerbesteuer ist mit dem individuellen Steuersatz pro Gesellschaft ermittelt worden. Durchschnittlich wurde der Gewerbesteuersatz mit 17,15 Prozent wie im Vorjahr berücksichtigt. Der Konzernsteuersatz in der steuerlichen Überleitungsrechnung für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer beträgt für das Jahr 2015 wie auch im Vorjahr 33,0 Prozent. Die nachfolgende Übersicht zeigt die entsprechend den Erläuterungen zu Tz 6 ausgewiesenen bzw. nicht ausgewiesenen latenten Steuern. Folgende Beträge sind in der Konzernbilanz ausgewiesen: scroll
Latente Steuern auf sog. "outside basis differences" entstehen infolge der steuerrechtlichen Vorschriften nicht. Aktive und passive latente Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen resultieren aus folgenden Posten, wobei die steuerlichen Verlustvorträge unverfallbar sind: scroll
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Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge belaufen sich auf 3.296 T€ (Vj. 3.554 T€) bei der infas Holding AG und bei der infas 360 GmbH auf 292 T€ (Vj. 183 T€). Daneben entstehen aktive latente Steuern aus temporären Differenzen zwischen Steuer- und IFRS-Bilanz beim Ansatz der Pensionsrückstellung i.H.v. 796 T€ (Vj. 770 T€). Passive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus den unterschiedlichen Wertansätzen von Firmenwerten in der steuerlichen Ergänzungsbilanz und in der IFRS-Bilanz sowie von immateriellen Vermögenswerten in der Steuerbilanz und der IFRS-Bilanz. Diese passiven latenten Steuern wurden insgesamt i.H.v. 602 T€ (Vj. 1.107 T€) angesetzt. Der nicht genutzte Verlustvortrag für die Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer der infas 360 GmbH beträgt 525 T€ (Vj. 360 T€). Im Geschäftsjahr wurden aktive latente Steuern i.H.v. 455 T€ und passive latente Steuern i.H.v. 445 T€ in die Position zur Veräußerung bestimmter Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten umgegliedert, da diese latenten Steuern der action press gmbh co. kg zuzurechnen sind. Die folgende Darstellung erläutert die wesentlichen Unterschiede zwischen dem rechnerischen Steueraufwand aus Körperschaftsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer für die Jahre 2015 und 2014 und dem tatsächlichen Steueraufwand laut Gesamtergebnisrechnung: scroll
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aus fortzuführenden und aufgegebenen Geschäftsbereichen 29. Aufgegebener GeschäftsbereichDas Ergebnis aus der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit des Geschäftsbereichs action press gmbh & co. kg setzt sich in den Jahren 2015 und 2014 wie folgt zusammen: scroll
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen die Veränderung der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge sowie einer Drohverlustrückstellung und die Veränderung der passiven latenten Steuern, die aus den unterschiedlichen Wertansätzen von Firmenwerten in der steuerlichen Ergänzungsbilanz und in der IFRS-Bilanz resultieren. Die Cashflows aus der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit ergeben sich in den Jahren 2015 und 2014 wie folgt: scroll
30 Operate-Leasing-VerhältnisseDer Konzern nutzt gemietete Geschäftsräume, Fahrzeuge sowie Büroausstattung im Rahmen von Mietverträgen, die als "operating leases" bezeichnet werden. Die folgenden Miet- und Leasingaufwendungen werden für die nächsten Geschäftsjahre auf der Basis der zum 31. Dezember 2015 bestehenden Verträge erwartet: scroll
Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um die monatlichen Mietverpflichtungen für die genutzten Betriebsgrundstücke der Tochtergesellschaften action press gmbh & co. kg (25 T€ p.M. bis Ende März 2016) und infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH (28 T€ p.M. bis Februar 2018 und 24 T€ p.M. bis Juli 2018). Die Mietverträge enthalten Mietverlängerungsoptionen, aber keine Kaufoptionen. Die gesamten Mietaufwendungen inkl. Nebenkosten für das Geschäftsjahr 2015 beliefen sich auf 988T€ (Vj. 995 T€). 31 SegmentberichterstattungDie zwei Geschäftsfelder Markt- und Sozialforschung und Marketingforschung (infas 360) sowie die Aufwendungen der Holding sind im Folgenden dargestellt: scroll
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aufgegebener Geschäftsbereich vgl. Tz 29 zu
Informationszwecken Ziel der Segmentberichterstattung ist es, Informationen über die wesentlichen Geschäftsbereiche des Konzerns zur Verfügung zu stellen. Die Aktivitäten des Konzerns werden entsprechend den Vorschriften des IFRS 8 (Operating Segments) nach Geschäftssegmenten abgegrenzt. Die Segmentierung erfolgt auf Basis der internen Berichts- und Organisationsstruktur. Bei der Segmentierung nach Geschäftsfeldern werden die Aktivitäten in die Geschäftssegmente Markt- und Sozialforschung und infas 360 und Foto aufgeteilt. Das Geschäftssegment Markt- und Sozialforschung umfasst die Aktivitäten der infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH. Das Geschäftssegment infas 360 umfasst die Aktivitäten der im Geschäftsjahr 2014 neu gegründeten infas 360 GmbH. Den Segmentinformationen liegen grundsätzlich die gleichen Ausweis-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. Es gibt keine Änderungen der Bewertungsmethoden im Vergleich zu früheren Perioden. Das Geschäftssegment Foto umfasste im Vorjahr die Aktivitäten der action press gmbh & co. kg. Die Beteiligungen sind am 2.03.2016 verkauft worden. In der Segmentberichterstattung wird das Ergebnis dieses Geschäftsbereichs daher als Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen ausgewiesen. Die Vorjahreswerte sind entsprechend angepasst worden. Im Segment "Markt- und Sozialforschung" erzielt der Konzern Umsatzerlöse mit einem Großkunden i.H.v. 6.228 T€(Vj. 6.174 T€). 32 Ergebnis/Dividende je AktieDas Ergebnis je Aktie ermittelt sich wie folgt: scroll
Weder zum 31. Dezember 2015 noch zum Vorjahresbilanzstichtag waren Optionen auf Aktien ausstehend, die den Gewinn pro Aktie verwässern. Der gewogene Durchschnitt der ausgegebenen Aktien beträgt wie im Vorjahr 9.000. 33 Anzahl der MitarbeiterIm Geschäftsjahr 2015 waren im Konzern durchschnittlich 115 (Vj. 114) Angestellte in den fortgeführten Geschäftsbereichen beschäftigt, davon 2 (Vj. 2) Geschäftsführer in den Tochtergesellschaften. 34 BeteiligungsverhältnisseAngaben zu Unternehmen, an denen die infas Holding Aktiengesellschaft mehr als 20 Prozent der Anteile hält (Angaben zu Eigenkapital und Jahresergebnis): scroll
Die folgenden Gesellschaften bzw. Personen waren nach deren Angaben zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses wie folgt am Grundkapital unserer Gesellschaft beteiligt: scroll
35 Beziehungen zu nahestehenden PersonenGemäß IAS 24 werden als nahestehend die Personen oder Unternehmen definiert, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden können bzw. die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können. Im Geschäftsjahr 2015 haben sich keine hier anzugebenden Sachverhalte ergeben. Hinsichtlich der Angaben zu den Vorstands- und Aufsichtsratsvergütungen vgl. Tz 38. 36 FinanzinstrumenteIn der nachfolgenden Tabelle sind die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien dargestellt. Der beizulegende Zeitwert der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten ist mit dem Betrag angegeben, zu dem das betreffende Instrument einer gegenwärtigen Transaktion (ausgenommen erzwungene Veräußerung oder Liquidation) zwischen vertragswilligen Geschäftspartnern getauscht werden könnte. scroll
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Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert ebenfalls dem beizulegenden Zeitwert. Die folgende Tabelle stellt die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien dar. Hierin sind keine Ergebniseffekte aus Finance Lease und aus Derivaten mit bilanzieller Sicherungsbeziehung berücksichtigt, da diese keiner Bewertungskategorie nach IAS 39 angehören. scroll
Das Nettoergebnis aus der Kategorie "Kredite und Forderungen" resultiert im Wesentlichen aus Zinserträgen aus finanziellen Forderungen sowie Wertberichtigungen. Finanzwirtschaftliche RisikenFinanzrisiken können die Vermögens-, Finanz- und Ertragskraft des Konzerns nachteilig beeinflussen. Das Risikomanagement im Konzern ist so ausgerichtet, dass Kredit- und Liquiditätsrisiken rechtzeitig erkannt und Maßnahmen zur Gegensteuerung frühzeitig eingeleitet werden können. Das übergreifende Risikomanagement des Konzerns zielt darauf ab, potenziell negative Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren. Grundlage der Steuerung und frühzeitigen Identifizierung finanzieller Risiken sind die jährliche Planung sowie regelmäßige Analysen der unterjährigen Planabweichungen. Die Gesellschaft ist folgenden Finanzrisiken ausgesetzt: KreditrisikenDas Risiko umfasst das Ausfallrisiko und das Risiko der Verschlechterung der Bonität. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren aus dem operativen Geschäft der einzelnen Tochtergesellschaften. Das Risiko von Forderungsausfällen wird durch laufende Überwachung sowie regelmäßige Analyse des Forderungsbestands und der Forderungsstruktur kontrolliert. Die Ausfallrisiken des Konzerns bestehen in dem üblichen Geschäftsrisiko und diesem wird durch die Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen. Dem Ausfallrisiko wird darüber hinaus durch weitere Sicherungsmaßnahmen, wie zum Beispiel Kreditwürdigkeitsprüfungen, begegnet. In Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen und Vermögenswerte, die zum Bilanzstichtag weder überfällig noch wertgemindert sind, bestehen keine Anzeichen dafür, dass die Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. LiquiditätsrisikenDer Konzern überwacht das Risiko eines etwaigen Liquiditätsengpasses mittels der periodischen Liquiditätsplanung. Liquiditätsrisiken bestehen in dem Risiko, Zahlungsverpflichtungen nicht zeitnah erfüllen zu können und sind in der Regel mit einer negativen Entwicklung des operativen Geschäfts verbunden sind. Ein vorsichtiges Liquiditätsmanagement beinhaltet unter anderem das Halten einer ausreichenden Reserve an flüssigen Mitteln. Zum Bilanzstichtag sind die kurzfristigen Verbindlichkeiten des Konzerns in Höhe von 9.866 T€ durch die kurzfristigen Vermögenswerte in Höhe von 14.117 T€ gedeckt. Zukünftige Zahlungsabflüsse werden durch die Zuflüsse aus dem operativen Geschäft gedeckt. Aufgrund der vorhandenen Bankguthaben bestehen derzeit keine nennenswerten Liquiditätsrisiken. MarktpreisrisikenZur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche Auswirkungen hypothetische Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Der Begriff Marktrisiken umfasst dabei folgende Arten von Risiken: ZinsrisikoDer Konzern finanziert sein Geschäft im Wesentlichen mit Eigenkapital. Insoweit unterliegt der Konzern keinem Zinsrisiko. Die wesentlichen originären Finanzinstrumente (flüssige Mittel, Forderungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verpflichtungen) werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und führen damit nicht zu einem Zinsrisiko. Die Gesellschaft legt freie flüssige Mittel kurzfristig als Tagesgeld an und unterliegt insoweit dem Risiko sinkender Tagesgeldzinssätze. WährungsrisikenMarktpreisrisiken in Form von Währungsrisiken bestehen bei der Gesellschaft nicht. Andere PreisrisikenIFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung der Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Da aufgrund der Geschäftsmodelle der Tochterunternehmen keine anderen wesentlichen Marktpreisrisiken vorliegen, wurde auf eine weitere Analyse verzichtet. Angaben nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften37 OrganeDie Geschäfte des Unternehmens wurden durch folgende Personen geführt: Vorstand:Dipl.-Soz. Menno Smid, Bonn, Alleinvorstand, gleichzeitig Geschäftsführer in der Tochtergesellschaft infas GmbH Aufsichtsrat:Mit Beschluss des Amtsgerichts Bonn vom 20.10.2014 war der Aufsichtsrat bis zur Beendigung der Hauptversammlung am 18.02.2015 mit folgenden Mitgliedern bestellt worden: Dr. Hans Bethge, Hamburg, Unternehmensberater (Vorsitzender), Mitglied des Aufsichtsrats der Concentro Management AG Dr. Oliver Krauß, Gräfelfing, Rechtsanwalt (stellv. Vorsitzender), Mitglied des Aufsichtsrats der Sachwert Marktplatz AG, Hannover Dipl.-Kfm. Hans-Joachim Riesenbeck, Meerbusch, Unternehmensberater, Mitglied des Aufsichtsrats der Gruner + Jahr AG & Co. KG Nach den Beschlüssen der außerordentlichen Hauptversammlung vom 18.02.2015 ist der Aufsichtsrat mit folgenden Mitgliedern bestellt worden: Dr. Oliver Krauß, Gräfelfing, Rechtsanwalt (Vorsitzender), Mitglied des Aufsichtsrats der Sachwert Marktplatz AG, Hannover, Vorsitzender des Beirats der KAUT-BULLINGER & Co. KG, Taufkirchen bei München sowie der KABUCO Beteiligungs GmbH, Taufkirchen München Dipl.-Kfm. Hans-Joachim Riesenbeck, Meerbusch, Unternehmensberater (stellv. Vorsitzender), Mitglied des Verwaltungsrats der Mountain Partners AG, St. Gallen, Schweiz Dipl-Kffr. Susanne Heinen, Rheurdt, Vorstandsassistentin 38 Vergütung von Vorstand und AufsichtsratDie Bezüge des Vorstands Menno Smid (inklusive Tochtergesellschaften) beinhalten ein Fixum von 328 T€ (Vj. 330 T€) und variable Bezüge von 99 T€ (Vj. 142 T€). Daneben wurden Herrn Smid Sachbezüge von 7 T€ (Vj. 7 T€) gewährt. Für nach IFRS bewertete Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands sind 4.349 T€ zurückgestellt (vgl. Tz 14). Die Gesamtbezüge einschließlich Aufwandsentschädigungen für den Aufsichtsrat betrugen in 2015 77 T€ (Vj. 105 T€). 39 Angabe nach § 264 b / § 264 Abs. 3 HGBDie in den Konzernabschluss einbezogene action press gmbh & co. kg, Hamburg, und die infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH sind gemäß § 264b bzw. § 264 Abs. 3 HGB von der Verpflichtung der Aufstellung eines Lageberichts und der Offenlegung ihres Jahresabschlusses befreit. 40 Honorar des Abschlussprüfers§ 319 Abs. 1 S. 1 und S. 2, § 285 Nr. 17 HGBDie Gesellschaft hat für das Berichtsjahr ein Honorarvolumen i.H.v. insgesamt 66 T€ (Vj 58 T€) für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Aufwand erfasst. Es handelt sich hierbei wie im Vorjahr um die Kosten für die Abschlussprüfung. 41 Entsprechenserklärung§ 285 Nr. 16 bzw. § 314 Abs. 1 Nr. 8 HGB i.V.m. § 161 AktGDie Gesellschaft hat die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" abgegeben und i.V.m. der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.infas-holding.de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. 42 Versicherung der gesetzlichen Vertreter § 297 Abs. 2 S. 4 HGBWir versichern nach bestem Wissen, dass unter Einhaltung aller geltenden IFRS-Regelungen, der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. Der Konzernabschluss wurde von den gesetzlichen Vertretern am 11. April 2016 zur Veröffentlichung freigegeben.
Bonn, 11. April 2016 infas Holding Aktiengesellschaft Der Vorstand Menno Smid Bestätigungsvermerk"Wir haben den von der infas Holding AG aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1.1.2014 bis 31.12.2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs.1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, die Abgrenzung des Konsolidierungskreises, die angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und die wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs.1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Neuss, 15. April 2016 Wisbert - Treuhand GmbH Rolf Ricken, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats
Bonn, den 20.04.2016
Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2015 eingehend mit der Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie deren strategischer Ausrichtung beschäftigt. So wurde nicht nur das bisherige Stammgeschäft gestärkt, sondern die Voraussetzungen zur Erschließung neuer Geschäftsfelder u.a. über die Tochtergesellschaft infas 360 GmbH beraten. Zudem hat sich der Aufsichtsrat im Zuge einer konsequenten Neuausrichtung auch eingehend mit der Frage der weiteren Zukunftsfähigkeit der action press gmbh & co. kg als Teil des infas-Konzerns auseinandergesetzt. Der Aufsichtsrat hat in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem Vorstand diesen beraten und dessen Geschäftsführung überwacht. Er wurde vom Vorstand dazu anhand schriftlicher und mündlicher Berichte zeitnah, umfassend und regelmäßig über die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft, Fragen der Strategie und Planung sowie die beabsichtigte Geschäftspolitik unterrichtet. Alle zur Beurteilung dieser Themen erforderlichen Auskünfte wurden vom Vorstand bereitwillig erteilt und zugehörige Unterlagen vorgelegt. Berichte und Anlagen wurden vom Aufsichtsrat umfassend geprüft und erörtert. Der Aufsichtsrat war damit in alle wesentlichen Entscheidungen für die Gesellschaft eingebunden. Er hatte keinen Anlass, die Leitung der Geschäfte durch den Vorstand zu beanstanden. Zusammensetzung des AufsichtsratsIn der Hauptversammlung am 15. August 2014 standen reguläre Neuwahlen für den gesamten Aufsichtsrat auf der Tagesordnung. Wahlbeschlüsse wurden jedoch am 15. August 2014 nicht gefasst; stattdessen hat die Hauptversammlung die Vertagung beschlossen. Die damals amtierenden Aufsichtsratsmitglieder sind im unmittelbaren Anschluss an die außerordentliche Hauptversammlung durch Niederlegung bzw. wegen Überschreitens der gesetzlichen Maximaldauer für eine Amtszeit aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Die Gesellschaft hat daraufhin eine bis zum Ablauf der nächsten Hauptversammlung befristete Bestellung von drei neuen Aufsichtsratsmitgliedern beim zuständigen Amtsgericht beantragt. Mit Beschluss vom 20. Oktober 2014 hat das Amtsgericht Bonn Herrn Dr. Hans Bethge, Herrn Dr. Oliver Krauß und Herrn Hans Joachim Riesenbeck - befristet auf den Zeitraum bis zur Beendigung der nächsten Hauptversammlung - zu Mitgliedern des Aufsichtsrats gerichtlich bestellt. In seiner konstituierenden Sitzung am 11. November 2014 hat der Aufsichtsrat Herrn Dr. Bethge zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats und Herrn Dr. Krauß zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Die Neuwahl des Aufsichtsrats fand im Rahmen einer außerordentlichen Hauptversammlung am 18. Februar 2015 statt. Der Aufsichtsrat hatte in der Einberufung der Hauptversammlung ursprünglich vorgeschlagen, die gerichtlich bestellten Mitglieder des Aufsichtsrats, also Herrn Dr. Bethge, Herrn Riesenbeck sowie Herrn Dr. Krauß zu Mitgliedern des Aufsichtsrats zu wählen. Kurz vor der außerordentlichen Hauptversammlung hat jedoch der amtierende Vorsitzende des Aufsichtsrats, Herr Dr. Bethge, dem Vorstand mitgeteilt, dass er aus persönlichen Gründen seine Kandidatur zurückzieht. Dies hat die Gesellschaft umgehend mit Ad-hoc-Mitteilung gegenüber dem Kapitalmarkt kommuniziert. Auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 18. Februar 2015 wurden anschließend Frau Heinen, Herr Riesenbeck und Herr Dr. Krauß zu Aufsichtsratsmitgliedern der Gesellschaft gewählt. In der sich unmittelbar anschließenden konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats wurde Herr Dr. Krauß zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats bestimmt. Aufsichtsratssitzungen - Wesentliche vom Aufsichtsrat behandelte ThemenInsgesamt fanden im Berichtszeitraum acht (8) Sitzungen des Aufsichtsrats statt, davon zwei im ersten und sechs im zweiten Kalenderhalbjahr. Zwei dieser Sitzungen wurden per Telefonkonferenz abgehalten. Gegenstand der Sitzung am 18. Februar 2015 war die Konstituierung des Aufsichtsrats nach der zuvor auf der außerordentlichen Hauptversammlung stattgefundenen Wahl der neuen Aufsichtsratsmitglieder. In der Sitzung am 22. April 2015 befasste sich der Aufsichtsrat schwerpunktmäßig mit dem Jahres- und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 (jeweils nebst zusammengefasstem Lage- und Konzernlagebericht) und dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands für das Geschäftsjahr 2014. Er befasste sich zudem mit dem der Hauptversammlung zu unterbreitenden Vorschlag für die Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2015 sowie die weiteren Tagesordnungspunkte. Gegenstand der Aufsichtsratssitzung am 01. Juli 2015 war schwerpunktmäßig die geschäftliche Entwicklung des Konzerns, insbesondere der action press gmbh & co. kg. Die Geschäftsführung der action press gmbh & co. kg wurde beauftragt, Kosteneinsparungen und mögliche weitere Restrukturierungsmaßnahmen zu prüfen. Im Übrigen wurde die anstehende ordentliche Hauptversammlung am 09. Juli 2015 besprochen. In der telefonischen Aufsichtsratssitzung am 20. August 2015 hat sich der Aufsichtsrat u.a. erneut eingehend vom Vorstand über die aktuelle Lage der action press gmbh & co. kg und berichten lassen. Gleichzeitig wurde erörtert, ob eine Veräußerung der action press gmbh & co. kg eine Alternative für die Gesellschaft ist und welche Konsequenzen dies mit sich bringt. Gegenstand der Aufsichtsratssitzung am 14. September 2015 war schwerpunktmäßig die Unternehmensentwicklung, insbesondere das bestehende Risiko der infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH in Bezug auf eventuelle Nachforderungen von Sozialversicherungsbeiträgen für die beauftragten Interview-Mitarbeiter. Es wurden verschiedene Szenarien besprochen, um die künftigen Risiken für die Gesellschaft zu begrenzen. Gegenstand der Aufsichtsratssitzung am 07. Oktober 2015 war die Unternehmensentwicklung sowie die künftige strategische Ausrichtung des Konzerns vor allem im Hinblick auf die fortbestehende negative Entwicklung der action press gmbh & co. kg. Gegenstand der Aufsichtsratssitzung am 25. November 2015 sowie der telefonischen Aufsichtsratssitzung am 21. Dezember 2015 waren erneut die action press gmbh & co. kg, insbesondere die Möglichkeit einer Veräußerung, sowie der weitere Umgang mit den Forderungen der Sozialversicherungsträger und die daraus zu ziehenden Konsequenzen bzw. Handlungsalternativen. An sämtlichen Sitzungen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2015 nahmen der Vorstand der Gesellschaft sowie alle amtierenden Aufsichtsratsmitglieder teil. Sofern erforderlich, fasste der Aufsichtsrat Beschlüsse telefonisch oder im Umlaufverfahren. Jahres- und Konzernabschluss sowie Lage- und KonzernlageberichtDie ordentliche Hauptversammlung der infas Holding Aktiengesellschaft hat am 09. Juli 2015 als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 die Wisbert-Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Neuss gewählt. Der Prüfungsauftrag wurde im Anschluss an die Wahl vom Aufsichtsratsvorsitzenden im Namen aller Aufsichtsratsmitglieder erteilt. Der Wirtschaftsprüfer hat den vom Vorstand auf Grundlage des HGB aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den nach den Vorschriften der internationalen Rechnungsstandards IFRS aufgestellten Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015 geprüft und jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Die vorstehenden Unterlagen sowie der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns und die Prüfungsberichte des Wirtschaftsprüfers wurden sämtlichen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Verfügung gestellt. In der Sitzung vom 20. April 2016 berichtete der Abschlussprüfer dem Aufsichtsrat über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für weitere Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Nach umfassender eigener Prüfung und Diskussion des Jahres- und Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Abschlussprüfung in der Bilanzsitzung am 20. April 2016 zugestimmt und den Jahres- und Konzernabschluss gebilligt; der Jahresabschluss 2015 wurde damit gem. § 172 AktG festgestellt. Der Aufsichtsrat hat auch den Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft und sich diesem unter Berücksichtigung insbesondere des Jahresergebnisses, der Liquidität und der Finanzplanung der Gesellschaft angeschlossen. Corporate GovernanceVorstand und Aufsichtsrat haben im April 2016 eine gemeinsame Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben, die auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich ist. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei Vorstand, Geschäftsführern sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr großes persönliches Engagement und ihre erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2015 und spricht ihnen damit seine Anerkennung aus.
Bonn, den 20. April 2016 Für den Aufsichtsrat Dr. Oliver Krauß, Vorsitzender Erklärung zur UnternehmensführungRelevante Angaben zur Unternehmensführung nach § 289a HGB Bonn, im April 2016Entsprechenserklärung nach § 161 AktGDer Vorstand und der Aufsichtsrat der infas Holding Aktiengesellschaft erklären, dass die vom Bundesministerium der Justiz in der Fassung vom 05. Mai 2015 im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 12. Juni 2015 bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission "Deutscher Corporate Governance Kodex" derzeit nicht befolgt werden. Die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG wurde in dieser Form abgegeben und den Aktionären hiermit dauerhaft zugänglich gemacht. Begründung:Die infas Holding Aktiengesellschaft ist, insbesondere gemessen an ihrer Bilanzsumme, ihrem Umsatz und der Anzahl ihrer Beschäftigten, ein mittelständisches Unternehmen mit flacher Hierarchie und einfachen Strukturen. Die Erfüllung sämtlicher Anforderungen des DCGK ist daher nicht zweckmäßig und wäre mit einem unangemessenen personellen und finanziellen Aufwand verbunden, ohne dass hierdurch ein weitergehender Nutzen für die Gesellschaft, ihre Aktionäre oder andere Stakeholder verbunden wäre. Dies gilt insbesondere für die Empfehlungen des DCGK hinsichtlich der Organe Vorstand und Aufsichtsrat, und zwar aufgrund dessen personeller Besetzung: Der Vorstand der Gesellschaft besteht aus einer Person. Dies wird, angesichts der Größe und der einfachen Struktur der Gesellschaft, als ausreichend erachtet. Der Aufsichtsrat besteht aus drei Mitgliedern; er ist bewusst klein gehalten, um ein effizientes Arbeiten und einen intensiven Austausch der Mitglieder untereinander zu ermöglichen. Die Bildung von Ausschüssen ist daher nicht sinnvoll und zweckmäßig. Des Weiteren besteht ein Vergütungssystem für beide Organe, wie es der DCGK vorsieht, nicht. Vorstand und Aufsichtsrat beziehen feste Bezüge, die im Anhang des Konzernabschlusses beziffert werden. Die dort angegebenen variablen Bezüge des Vorstands beziehen sich auf die erfolgsabhängige Vergütung als Geschäftsführer bei der Tochtergesellschaft infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH. Aufgrund der Größe des Aufsichtsrats kann außerdem den Empfehlungen des DCGK in Bezug auf die Besetzung des Aufsichtsrats nur bedingt Beachtung eingeräumt werden. Um eine effiziente und der Größe der Gesellschaft entsprechende Vorbereitung und Durchführung der Hauptversammlung der Gesellschaft zu gewährleisten, sieht die infas Holding Aktiengesellschaft außerdem aufgrund des hiermit verbundenen Aufwandes derzeit insbesondere davon ab, die diesbezüglichen Empfehlungen des DCGK zu erfüllen. Ungeachtet der Tatsache, dass die infas Holding Aktiengesellschaft den DCGK als für ihre Struktur und Größe nicht passend erachtet, sind Vorstand und Aufsichtsrat der Überzeugung, dass ihre Art der Unternehmensführung, insbesondere ihre auf Transparenz und persönlichem Vertrauen gründende Zusammenarbeit, dem im DCGK niedergelegten grundsätzlichen Standard guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung entspricht und den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltige Wertschöpfung gewährleistet: Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten vertrauensvoll zusammen und stehen aufgrund der effizienten personellen Besetzung beider Organe in engem persönlichen Kontakt miteinander. Alle relevanten Fragen der Geschäftslage und -entwicklung, der Finanzierung sowie der Strategie und Planung werden zwischen den beiden Organen abgestimmt. Dies gewährleistet schnelles und effektives Handeln zu Gunsten der Gesellschaft. Dem entspricht auch das derzeitige Risikomanagement der Gesellschaft: Da sie als Holding auf Zahlungen und Gewinnausschüttungen ihrer Tochtergesellschaften angewiesen ist, basiert das Risiko-Management-System (RMS) auf diesbezüglich definierten strategischen und operativen Risiken, die mittels verschiedener Kennzahlen überwacht werden. Nach außen hin informiert die infas Holding Aktiengesellschaft Aktionäre und andere Stakeholder sowie die interessierte Öffentlichkeit regelmäßig über die aktuelle Geschäftsentwicklung und die Lage des Konzerns. Sowohl Vorstand als auch Aufsichtsrat sind daher der Überzeugung, dass die Anwendung des DCGK aufgrund der Größe und Struktur der Gesellschaft nicht wirtschaftlich wäre und es überdies einer Befolgung des DCGK derzeit nicht bedarf, da eine gute und verantwortungsvolle Unternehmensführung für die infas Holding Aktiengesellschaft gewährleistet ist. Angaben zu UnternehmensführungspraktikenDie Gesellschaft wendet alle gesetzlich vorgeschriebenen Unternehmensführungspraktiken an. Die infas Holding Aktiengesellschaft bekennt sich zur nachhaltigen Unternehmensführung. Der Vorstand und der Aufsichtsrat der infas Holding Aktiengesellschaft arbeiten eng und vertrauensvoll zusammen. Alle relevanten Fragen der Geschäftslage und -entwicklung, der Finanzierung sowie der Strategie und Planung werden zwischen den beiden Führungsgremien besprochen und abgestimmt. AufsichtsratDer Aufsichtsrat berät und kontrolliert den Vorstand bei der Führung des Unternehmens und prüft alle bedeutenden Geschäftsvorfälle durch Einsichtnahme in die betreffenden Unterlagen auf Grundlage des Aktiengesetzes und der Satzung. Der Aufsichtsrat wird von der Hauptversammlung gewählt. Die Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat bestellt. Der Aufsichtsrat entscheidet hinsichtlich der Anzahl der Vorstandsmitglieder und des Vorsitzenden. Der Aufsichtsrat stellt den Jahresabschluss fest und billigt den Konzernabschluss. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erläutert jedes Jahr die Tätigkeiten des Aufsichtsrats in seinem Bericht an die Aktionäre und in der Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat der infas Holding Aktiengesellschaft ist mit drei Mitgliedern bewusst klein gehalten, um ein effizientes Arbeiten und einen intensiven Gedankenaustausch zu ermöglichen. Daher ist die Bildung von Aufsichtsratsausschüssen nicht sinnvoll und zweckmäßig. VorstandDer Vorstand besteht zurzeit aus einem Mitglied. Im Einklang mit den Unternehmensinteressen nimmt der Vorstand seine Führungsaufgabe, mit dem Ziel, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern und die Belange aller Interessensgruppen zu berücksichtigen wahr. Dabei erarbeitet der Vorstand die strategische Weiterentwicklung der Gesellschaft, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat ab und setzt diese um. Außerdem vertritt er die Gesellschaft gegenüber Dritten. Regelmäßig, zeitnah und umfassend berichtet der Vorstand schriftlich sowie in den turnusmäßigen Sitzungen über die Planung, die Geschäftsentwicklung sowie über die Lage des Konzerns einschließlich des Risikomanagements. Die infas Holding Aktiengesellschaft ist zur Deckung der betrieblichen und sonstigen Aufwendungen auf den Empfang von Zahlungen und Gewinnausschüttungen ihrer operativen Tochtergesellschaften angewiesen. Eine Vielzahl von Faktoren kann dazu führen, dass sich die tatsächlich eintretenden Ereignisse wesentlich von der prognostizierten Lage unterscheiden und geringere als die erwarteten Auszahlungen von den operativen Tochtergesellschaften vereinnahmt werden. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, wird zurzeit ein ausgewogenes Risiko-Management-System (RMS) entwickelt. Kernbestandteil dieses Systems wird ein Frühwarnsystem, für das sowohl strategische als auch operative Risiken definiert sind. Für diese werden kontinuierlich Kennziffern generiert, die wiederum Bestandteil eines internen Monitoringsystems sind, mit dem regelmäßig und systematisch eine Risikoidentifikation stattfindet. Zur Sicherstellung einer effizienten und effektiven Risikokontrolle werden in dem RMS die Kommunikationsstrukturen klar definiert. Hierdurch werden potentielle Risiken eruiert, bewertet sowie laufend überprüft. Alle Konzerngesellschaften berichten regelmäßig anhand der definierten Kennziffern. Zur Steuerung und Überwachung der Planzahlen und Ziele wird somit ein systematisches Erfassungs- und Kontrollsystem etabliert. Vergütung des Aufsichtsrats und des VorstandsDie Vergütungen sind im Vergütungsbericht, der Teil des Lageberichts ist, sowie im Anhang des Konzerns dargestellt. Aktiengeschäfte der OrganmitgliederAlle meldepflichtigen Wertpapiergeschäfte wurden entsprechend den gesetzlichen Regelungen veröffentlicht und sind auf der Website der infas Holding Aktiengesellschaft eingestellt. Aktionäre und HauptversammlungDie Aktionäre nehmen ihre Rechte an der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Jede Aktie der infas Holding Aktiengesellschaft gewährt eine Stimme. Der Aufsichtsratsvorsitzende leitet die Versammlung. Sämtliche notwendigen Unterlagen für die Entscheidungsfindung sind den aktienrechtlichen Vorschriften entsprechend auf der Website der infas Holding Aktiengesellschaft veröffentlicht. Rechnungslegung und AbschlussprüfungDie infas Holding Aktiengesellschaft stellt ihren Konzernabschluss sowie die Konzernzwischenberichte gemäß den IFRS-Richtlinien auf. Der Jahresabschluss der infas Holding Aktiengesellschaft erfolgt nach HGB. Der Konzernabschluss wird vom Vorstand aufgestellt, vom Abschlussprüfer geprüft und vom Aufsichtsrat festgestellt. Der Aufsichtsrat arbeitet während des gesamten Prüfungsprozesses eng mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer zusammen. Der Abschlussprüfer WISBERT-TREUHAND GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, informiert unverzüglich den Aufsichtsratsvorsitzenden über alle für die Arbeit des Aufsichtsrats wesentlichen Fragestellungen und Vorkommnisse, die sich während der Abschlussprüfung ergeben. TransparenzDie infas Holding Aktiengesellschaft informiert Aktionäre, Analysten, Aktionärsvereinigungen, Medien und die interessierte Öffentlichkeit regelmäßig und zeitnah über die aktuelle Geschäftsentwicklung und die Lage des Konzerns. Die verschiedenen Gruppen werden gleichzeitig und gleichberechtigt behandelt. Alle kapitalmarktrelevanten Informationen werden auf der Website des Unternehmens veröffentlicht. Die infas Holding Aktiengesellschaft informiert zudem ausführlich über den Aktienbesitz und die Aktiengeschäfte von Vorstand und Aufsichtsrat. Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte nach § 15a WpHG, werden stets ordnungsgemäß auf der Website der infas Holding Aktiengesellschaft veröffentlicht.
Bonn, im April 2016 Menno Smid, Vorstand Dr. Oliver Krauß, Für den Aufsichtsrat |
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