![]() infas Holding AktiengesellschaftBonnHalbjahresbericht 2017Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2017
Konzernzwischenlagebericht zum 30. Juni 2017Friedrich-Wilhelm-Straße 18 Tel. +49 (0)228/33 60 72 39 www.infas-holding.de Sitz der Gesellschaft: Vorstand der Gesellschaft: Amtsgericht Bonn Notiert: Geregelter Markt (General Standard) in Frankfurt am Main 1 Der Konzern infas Holding AktiengesellschaftDer infas Holding Konzern besteht zum 30. Juni 2017 aus der Muttergesellschaft infas
Holding AG sowie folgenden Tochtergesellschaften: scroll
Die infas Holding AG als Konzernmuttergesellschaft ist ausschließlich als Management-
und Finanzholding des infas Holding Konzerns tätig und erzielt keine Umsatzerlöse.
Die Aktien der infas Holding AG sind im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse
zugelassen. Gesteuert wird der Konzern durch den Vorstand der infas Holding AG. Der Konzern ist mit seinen Tochtergesellschaften im Segment Markt- und Sozialforschung
tätig. Die Tochtergesellschaften erzielen ihren Umsatz im Wesentlichen im Inland. Im Segment der Markt- und Sozialforschung ist der Konzern mit drei Gesellschaften
vertreten, und zwar mit dem infas-Institut, der infas 360 in Bonn sowie der im April
2017 gegründeten infas quo in Nürnberg. Die infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft
GmbH erbringt Forschungs- und Beratungsleistungen mit dem Schwerpunkt Sozialforschung
und Marktforschung, während die infas 360 GmbH Geomarketing, Customer Analytics und
Marketingforschung miteinander kombiniert. Die infas quo GmbH hingegen ist spezialisiert
auf die Finanzmarktforschung und verfolgt einen strikten Consultancy-Ansatz in der
Marktforschung. 2 Gesamtwirtschaftliche EntwicklungDie wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland - dem zentralen wirtschaftlichen Raum
der Aktivitäten der infas Holding AG - wird aus der Sicht der ifo Konjunkturprognose
2016/2017 positiv verlaufen. Unter dem Titel "Deutsche Wirtschaft stark und stabil"
verlautbart das ifo-Institut zur Jahresmitte 2017: "Die deutsche Wirtschaft befindet
sich nun schon im fünften Jahr eines moderaten Aufschwungs. Die gesamtwirtschaftliche
Kapazitätsauslastung nimmt allmählich zu, und die gesamtwirtschaftlichen Produktionskapazitäten
dürften mittlerweile die Normalauslastung leicht überschritten haben. Dabei bleibt
die konjunkturelle Dynamik im Vergleich zu früheren Aufschwungphasen gering, auch
weil der wenig schwankungsanfällige Konsum die Hauptantriebskraft ist." Das ifo-Institut
rechnet mit einem Zuwachs des realen Bruttoinlandsprodukts von 1,8 Prozent im laufenden
und 2,0 Prozent im kommenden Jahr. Wie schon in den vergangenen Jahren wird die konjunkturelle
Entwicklung von der weiter lebhaften Konsumnachfrage der privaten Haushalte und der
regen Bautätigkeit bestimmt. Einen zunehmenden Beitrag zum Aufschwung werden die Exporte
leisten, die von den verbesserten Konjunkturaussichten im Euroraum und im Rest der
Welt profitieren. Auch die Stimmung bei den deutschen Dienstleistern hat sich merklich verbessert. Die
Unternehmen waren deutlich zufriedener mit ihrer aktuellen Lage. Für die kommenden
Monate wurden sie etwas optimistischer. Die Umsatzentwicklung schätzen sie als sehr
gut ein. Diese Einschätzung, die sich auf den Dienstleistungsbereich der deutschen Wirtschaft
insgesamt bezieht, kann für die Marktforschungsbranche in der Eindeutigkeit so nicht
formuliert werden. Auch wenn es nur einige wenige gesicherte Daten zur Entwicklung
der Branche in 2016 gibt, deuten die Veröffentlichungen der großen Marktforschungsinstitute,
die im Rahmen ihrer Veröffentlichungspflichten Daten zur Verfügung stellen, eher auf
eine widersprüchliche Entwicklung mit erheblichen Gefahrenpotentialen hin. So muss
die GfK - immer noch eine wichtige Referenzgröße der deutschen Marktforschung - von
sinkenden Umsätzen und Renditen berichten. Die Prognosen für das Jahr gehen daher
auch von Rückgängen bei Umsatz und Ertrag aus. Bei einem ebenfalls großen Player mit Veröffentlichungspflichten, nämlich Ipsos, wird
von einem stabilen Umsatz berichtet. Es wird aber bezogen auf das Jahr ebenfalls ein
Umsatzrückgang befürchtet, da sich die Konsumgüterbranche mit Aufträgen zurückhält.
Das organische Wachstum habe zur Jahresmitte 2017 bei 0,1 Prozent gelegen, heißt es
in einer Mitteilung. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (Operating Profit)
sank um 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. 3 Wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung3.1 ErtragslageDer Konzernumsatz ist im ersten Halbjahr 2017 von 9,3 Mio. € im Vorjahresvergleichszeitraum
um 3,3 Mio. € auf 12,6 Mio. € und damit um 35,5 Prozent deutlich gestiegen. Der Geschäftsbereich
Markt- und Sozialforschung konnte mit einem Umsatz von 12,0 Mio. € den Umsatz des
Vorjahres von 8,8 Mio. € deutlich übertreffen. Der Geschäftsbereich infas 360 erhöhte
seinen Umsatz von 0,5 Mio. € im Vorjahr auf 0,6 Mio. € zum 30. Juni 2017. Der im April
2017 neu gegründete Geschäftsbereich infas quo hat bereits 33 T€ zum Konzernumsatz
beigetragen. Der Materialaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 3,9 Mio. € auf 6,3 Mio.
€ deutlich erhöht. Gemessen an den Umsätzen ergibt sich eine Steigerung von 41,9 Prozent
zum 30. Juni 2016 auf 50,0 Prozent zum 30. Juni 2017. Diese Erhöhung erklärt sich
im Wesentlichen aus dem gestiegenen projektbezogenen Zukauf von externen Dienstleistern
im Geschäftsbereich Markt- und Sozialforschung. Der Personalaufwand ist als Folge der höheren Anzahl an Mitarbeitern und notwendigen
Gehaltsanpassungen für wichtige Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr von 3,4 Mio.
€ auf 3,8 Mio. € gestiegen. Die Abschreibungen liegen im ersten Halbjahr 2017 mit 190 T€ (Vorjahreszeitraum: 147
T€) über dem Vorjahresniveau. Die Investitionen in die EDV betragen 0,1 Mio. € und
liegen damit unter dem Vorjahreswert von 0,2 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Konzerns stiegen von 1,4 Mio. € im Vorjahr
auf 1,6 Mio. € zum 30. Juni 2017 durch höhere Kosten für Mieten und EDV sowie Anlaufkosten
für den Aufbau eines weiteren Telefonstudios des Geschäftsbereichs Markt- und Sozialforschung
in Nürnberg. Das EBIT liegt mit 703 T€ zum 30. Juni 2017 über dem Niveau von 541 T€ im ersten Halbjahr
des Vorjahres. Dies ergibt sich im Wesentlichen aus dem verbesserten EBIT des infas-Instituts
gegenüber dem Vorjahr einerseits und dem von -261 T€ im Vorjahr auf -99 T€ zum 30.
Juni 2017 verbesserten EBIT des Geschäftsbereichs infas 360 andererseits. Das Finanzergebnis hat sich von -46 T€ im ersten Halbjahr 2016 auf -35 T€ zum 30.Juni
2017 durch gesunkene Zinsaufwendungen verbessert. Das Ergebnis vor Steuern veränderte sich im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres
von 495 T€ auf 653 T€ zum 30. Juni 2017. Das erste Halbjahr 2017 schließt die infas Holding AG mit einem positiven IFRS-Ergebnis
nach Steuern in Höhe von 331 T€ (Vorjahr: 287 T€) ab. Der operative Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit war im ersten Halbjahr 2017 mit
-5.816 T€ negativ (Vorjahreszeitraum: -116 T€). Dies ist insbesondere auf die stichtagsbezogene
Reduzierung der kurzfristigen Schulden von 11,0 Mio. € zum 31.Dezember 2016 auf 7,3
Mio. € zum 30. Juni 2017 zurückzuführen. 3.2 Finanz- und VermögenslageDas langfristige Vermögen hat sich von 5,3 Mio. € zum 31. Dezember 2016 auf 4,9 Mio.
€ reduziert insbesondere durch die latenten Steueransprüche, die von 3,8 Mio. € zum
31. Dezember 2016 auf 3,4 Mio. € zum 30. Juni 2017 gesunken sind. Die Reduzierung
resultiert aus dem Abbau der steuerlichen Verlustvorträge bei der infas Holding Aktiengesellschaft
und dem verringerten Wertansatz der Rückstellung für Pensionen zum 30. Juni 2017. Die kurzfristigen Vermögenswerte veränderten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2016
von 15,5 Mio. € auf 12,5 Mio. €. Dies ist insbesondere auf die von 11,8 Mio. € auf
5,8 Mio. € zum 30. Juni 2017 gesunkenen liquiden Mittel zurückzuführen. Das Eigenkapital hat sich von 4,4 Mio. € zum 31. Dezember 2016 auf 5,0 Mio. € zum
30. Juni 2017 erhöht. Dies ist auf den höheren Bilanzgewinn und die positive Veränderung
der Eigenkapitalminderung aus sonstigem Konzernergebnis zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote
im Konzern verbesserte sich zusätzlich auch durch die gesunkene Bilanzsumme zum 30.
Juni 2017 auf 28,7 Prozent (31. Dezember 2016: 21,2 Prozent). Die langfristigen und kurzfristigen Schulden sind im Vergleich zum 31. Dezember 2016
insgesamt von 16,4 Mio. € auf 12,4 Mio. € gesunken. Die langfristigen Schulden verringerten
sich von 5,3 Mio. € auf 5,1 Mio. € zum 30. Juni 2017 im Wesentlichen durch die Berücksichtigung
von versicherungsmathematischen Gewinnen bei der Bewertung der Rückstellung für Pensionen
von 5,1 Mio. € zum 31. Dezember 2016 auf 4,8 Mio. € zum 30. Juni 2017. Der Rückgang
der kurzfristigen Schulden von 11,0 Mio. € zum 31. Dezember 2016 auf 7,3 Mio. € zum
30. Juni 2017 ergibt sich insbesondere aus dem Rückgang der Verpflichtungen aus Aufträgen
in Bearbeitung von 6,9 Mio. € zum 31. Dezember 2016 auf 4,9 Mio. zum 30. Juni 2017. Die Fähigkeit des Konzerns, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, war zu jedem
Zeitpunkt gegeben. 4 Entwicklung der GeschäftsbereicheGeschäftsfeld Markt- und SozialforschungDie infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH erwirtschaftete bei einem
Umsatz von 12,0 Mio. € (Vorjahr 8,9 Mio. €) ein EBIT von 1,1 Mio. € (Vorjahr 1,0 Mio.
€). Die Umsatzsteigerung um ca. 30 Prozent ist sehr erfreulich. Sie wurde allerdings
mit kostenintensiven und längerfristigen Projekten erreicht, so dass ein nur leicht
gesteigertes EBIT gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen ist. Verantwortlich für diesen
Sachverhalt ist in erster Linie die Tatsache, dass sehr wenige Projekte im ersten
Halbjahr abgeschlossen werden konnten, und die Arbeit an neuen Großprojekten erst
begann, so dass zum Halbjahr eher geringe Gewinne zu realisieren waren. Hinzu kommt,
dass erhebliche Anstrengungen stattgefunden haben, um die Fremdvergabe von Erhebungskapazitäten
abzubauen. Seinen Niederschlag finden die Bemühungen in einem weiteren infas-Telefonstudio
in Nürnberg, das ab Mitte September mit bis zu 30 Plätzen aktiv sein wird. Vor diesem
Hintergrund ist es hochwahrscheinlich, dass die Jahresziele erreicht werden. Die Aussichten
sind grundsätzlich positiv zu beurteilen. Geschäftsfeld Marketingforschung infas 360Die infas 360 GmbH erhöhte ihren Gesamtumsatz im ersten Halbjahr 2017 im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum deutlich von 475 T€ auf 639 T€ (nach IFRS). Da die Kosten ziemlich
im Zaum gehalten wurden, wird im Vergleich zum Vorjahr im ersten Halbjahr 2017 das
negative EBIT merklich verbessert. Auch hier sind die Perspektiven für den Abschluss
des Jahres positiv zu bewerten. Geschäftsfeld Finanzmarktforschung infas quoDie infas quo GmbH ging im April an den Start. Die ersten Projekte wurden bereits
kurz danach akquiriert, so dass von einem verheißungsvollen Start ausgegangen werden
kann. Der im April 2017 neu gegründete Geschäftsbereich infas quo hat bereits 33 T€
zum Konzernumsatz beigetragen Derzeit befindet sich infas quo in einer Akquisitionsoffensive,
wobei die Abarbeitung der Projekte durch die enge Bindung an die Schwestern gewährleistet
ist. Insgesamt sind auch hier die Perspektiven für das Jahr positiv zu beurteilen. 5 GeschäftsstrategieEs ist unverändert das Ziel der infas Holding Aktiengesellschaft, auf Basis einer
exzellenten Dienstleistung und höchster Qualitätsmaßstäbe der präferierte Partner
für Informationsdienstleistungen, insbesondere für Markt- und Sozialforschung mit
dem Schwerpunkt Wirtschaft und Gesellschaft, zu sein. Es ist das Ziel, in den von
uns mittlerweile erweitert adressierten Märkten Spitzenpositionen zu erreichen. Es
sind dies: die klassische Markt-, Meinungs- und insbesondere Sozialforschung einerseits,
digitalisierte Marketingforschung andererseits sowie schließlich Consultancy orientierte
Marktforschung. Insgesamt sollen die Wachstumsbestrebungen ihren organisatorischen
Ausdruck in einem mittelständisch orientierten, wissensintensiven Informationsdienstleister
für Markt- und Sozialforschung und angrenzende Gebiete finden. Ein wichtiges Ziel ist es dabei, nachhaltiges Wachstum in den verschiedenen Bereichen
zu erreichen. Dies gelingt bei der infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft
GmbH seit geraumer Zeit. Insbesondere in diesem Marktbereich ist es wesentlicher Bestandteil
der Strategie, ein Premiumangebot in der Sozialforschung zu etablieren, das insbesondere
den veränderten Rahmenbedingungen in der empirischen Sozialforschung gerecht wird. Die infas 360 GmbH positioniert sich im neuen Markt des "Data Driven Marketings".
Mit ihrem Leistungsportfolio aus Daten sammeln, kombinieren und analysieren konzentriert
sich das Unternehmen auf die Bereiche Smart Research, CRM und Geomarketing und steht
für einen digitalisierten Beratungsansatz. . Die infas quo hat eine klare Mission, und zwar Kunden zu helfen, sich in der komplexen
Welt von heute schneller zurechtzufinden, besser zu kommunizieren und schneller zum
Erfolg zu kommen, indem infas quo den richtigen Weg aufzeigt. Es handelt sich hier
um einen beratungsintensiven Ansatz, der entsprechende Qualifikationen der Mitarbeiter
voraussetzt. 6 MitarbeiterDie Zahl der Mitarbeiter im Konzern betrug zum Stichtag 30. Juni 2017 145 (Vorjahr:
142). Der Personalaufwand stieg von 3,4 Mio. € im ersten Halbjahr des Vorjahres auf
3,8 Mio. € zum 30. Juni 2017. 7 Chancen und RisikenDie objektiven Rahmenbedingungen für eine positive Entwicklung sind widersprüchlich,
wie die Ergebnisse der beiden zitierten großen Unternehmen der Branche zeigen. Eine
positive Entwicklung der infas Holding AG scheint vor dem Hintergrund der Ergebnisse
für das erste Halbjahr 2017 und des im zweiten Halbjahr noch abzuarbeitenden Auftragsbestands
allerdings gesichert. Dies gilt jedoch nur, und das muss besonders betont werden,
wenn ein normaler Geschäftsverlauf unterstellt wird. Insgesamt bestehen aus heutiger
Sicht für die infas Holding AG und ihre Tochtergesellschaften derzeit keine bestandsgefährdenden
Risiken. 8 AusblickDie Auftragslage im Bereich Markt- und Sozialforschung ist durch einige Akquisitionserfolge
insgesamt positiv zu bewerten. Unterstellt man für das zweite Halbjahr eine ähnlich
gute Performanz bei der Abarbeitung der Aufträge wie im ersten Halbjahr, und nimmt
man zudem den noch abzuarbeitenden Auftragsbestand für das weitere Halbjahr in den
Blick, kann von einem guten Ergebnis für 2017 ausgegangen werden. Es muss dabei natürlich
unterstellt werden, dass die Marktlage der Markt- und Sozialforschung insgesamt stabil
bleibt und von möglichen konjunkturellen Eintrübungen, die insgesamt nicht abgesehen
werden können, weitgehend unbeeinflusst bleibt und es infas vor diesem Hintergrund
gelingt, weitere Projekte zu akquirieren. Bei der infas 360 GmbH ist die Perspektive für das zweite Halbjahr positiv zu beurteilen.
Die Ergebnisse des ersten Halbjahres lassen so eine Einschätzung durchaus zu. Dies
gilt ebenso für den vielversprechenden Start der infas quo. Vor diesem Hintergrund
stehen die Aussichten für die infas Holding AG, die gesetzten Ziele zu erreichen,
auch sehr gut. Konzernbilanz zum 30. Juni 2017 nach IFRSAktivascroll
Passivascroll
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Periode vom 1. Januar 2017 bis 30. Juni 2017 nach IFRSscroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Periode vom 1. Januar 2017 bis 30. Juni 2017 nach IFRSscroll
Konzern-Kapitalflussrechnung nach IFRSscroll
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung nach IFRSscroll
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scroll
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Konzern-Segmentberichterstattung nach IFRSscroll
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Konzernanhang zum 30. Juni 20171 GrundlagenDer 6-Monatsbericht der infas Holding Aktiengesellschaft zum 30. Juni 2017 wurde entsprechend
dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) aufgestellt. In diesem Zwischenabschluss wurden grundsätzlich die
gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Berechnungsmethoden angewandt
wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016. Eine detaillierte Beschreibung der
angewandten Methoden ist im Konzernanhang 2016 enthalten. Änderungen durch Standards und Interpretationen, die durch die EU übernommen und ab
dem 1. Januar 2017 verpflichtend anzuwenden sind, wurden berücksichtigt und haben
keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Gleiches gilt auch für die jährlichen Verbesserungen an den IFRS. Die im Bericht enthaltene Bilanz zum 30. Juni 2017, die Gewinn- und Verlustrechnung
und Gesamtergebnisrechnung (jeweils für das erste Halbjahr 2017 und 2016), die Kapitalflussrechnung
(jeweils für die ersten sechs Monate 2017 und 2016) sowie die Eigenkapitalveränderungsrechnung
(jeweils für die ersten sechs Monate 2017 und 2016) wurden weder geprüft noch einer
prüferischen Durchsicht nach § 317 HGB unterzogen und sind in Verbindung mit dem Konzernabschluss
des Jahres 2016 zu lesen. Der Halbjahresfinanzbericht ist in Euro aufgestellt. Die Zahlenangaben in der Konzern-Kapitalflussrechnung
und Segmentberichterstattung sowie in den Anhangangaben sind jeweils auf Tausend Euro
gerundet. Alle Beträge sind kaufmännisch gerundet. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss sind die infas Holding Aktiengesellschaft und alle Gesellschaften
(Bilanzstichtag durchgängig 31. Dezember) einbezogen, bei denen wir einen beherrschenden
Einfluss - controlling financial interest - haben. Der Konsolidierungskreis umfasst
folgende inländische Tochtergesellschaften: scroll
Die im April 2017 mit einem Stammkapital in Höhe von 50 T€ als 100-prozentige Tochtergesellschaft
der infas Holding Aktiengesellschaft gegründete infas quo GmbH mit Sitz in Nürnberg
wird mit in den Konzernzwischenabschluss einbezogen. Es ergeben sich keine wesentlichen
Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus der Einbeziehung der
infas quo GmbH in den Konzernzwischenabschluss. In der Konzern-Segmentberichterstattung
wird die infas quo GmbH als neuer Geschäftsbereich ausgewiesen. Zusätzliche Angaben zu FinanzinstrumentenIn der nachfolgenden Tabelle sind die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
nach Bewertungskategorien dargestellt. scroll
scroll
Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, für sonstige kurzfristige Forderungen
sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entspricht der Buchwert dem beizulegenden
Zeitwert. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie für die sonstigen
kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert ebenfalls dem beizulegenden
Zeitwert. 2 Ergebnis aus at-equity-bilanzierten UnternehmenDie infas Holding Aktiengesellschaft ist mittelbar über die Tochtergesellschaft infas
360 GmbH zu 33,33 Prozent an der BNS - Business Network Solutions GmbH, Bonn, beteiligt.
Die BNS - Business Network Solution weist zum 30. Juni 2017 ein Eigenkapital in Höhe
von 387 T€ und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 45 T€ aus. Der Anteil des Konzerns
am Ergebnis dieser Gesellschaft wird zum 30. Juni 2017 als Ergebnis aus at-equity-bilanzierten
Unternehmen ausgewiesen. 3 FinanzergebnisDas Finanzergebnis im ersten Halbjahr 2017 hat sich von -46 T€ im Vorjahreszeitraum
auf -35 T€ verbessert. Die Zinserträge liegen mit 12 T€ über dem Vorjahresvergleichswert
von 7 T€. Die Zinsaufwendungen sind mit 46 T€ etwas unter dem Vorjahresvergleichswert
von 52 T€. 4 ErtragsteuernErtragsteuern werden in der Berichtsperiode auf der Grundlage der besten Schätzung
des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatzes erfasst, der für
das Gesamtjahr pro Gesellschaft erwartet wird. Auf die Erläuterungen im Konzernanhang 2016 zum Ansatz und zu der Ermittlung der aktiven
und passiven latenten Steuern wird verwiesen. 5 Sonstiges KonzernergebnisIm Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2017 sind versicherungsmathematische Gewinne
aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von 345 T€ (Vorjahr -688 T€) im sonstigen Ergebnis
berücksichtigt worden. Die latenten Steuern aus der Erfassung dieser Gewinne im sonstigen
Ergebnis betragen 114 T€ (Vorjahr 227 T€) und führen zu einem positiven sonstigen
Konzernergebnis in Höhe von 231 T€ (Vorjahr - 461 T€). 6 Angaben zu Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und PersonenIn der Berichtsperiode haben sich keine hier anzugebenden Sachverhalte ergeben. 7 Organe der infas Holding AktiengesellschaftDie Geschäfte des Unternehmens werden durch Herrn Dipl.-Soz. Menno Smid allein geführt. Erklärung gemäß § 37y Nr. 1 i. V. m. § 37w Abs. 2 Nr. 3 WpHGDer Vorstand versichert nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht
der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns
so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung
des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind. 8 RisikoberichtEs haben sich keine wesentlichen Veränderungen seit dem Jahresabschluss für das Jahr
2016 der infas Holding Aktiengesellschaft ergeben, aus denen sich neue Risiken für
den Konzern ableiten lassen. Für weitere Einzelheiten und Erläuterungen zum Risikoprofil
der Gesellschaft wird auf den Geschäftsbericht 2016 verwiesen. -Der Vorstand- Bonn, im August 2017 infas Holding Aktiengesellschaft DisclaimerDieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Solche vorausschauenden Aussagen
beruhen auf bestimmten Annahmen und Erwartungen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
dieses Berichts. Sie sind daher mit Risiken und Ungewissheiten verbunden, und die
tatsächlichen Ergebnisse werden erheblich von denen in den zukunftsgerichteten Aussagen
beschriebenen abweichen können. Eine Vielzahl dieser Risiken und Ungewissheiten werden
von Faktoren bestimmt, die nicht dem Einfluss der infas Holding AG unterliegen und
heute auch nicht sicher abgeschätzt werden können. Dazu zählen zukünftige Marktbedingungen
und wirtschaftliche Entwicklungen, das Verhalten anderer Marktteilnehmer, das Erreichen
erwarteter Synergieeffekte sowie gesetzliche, juristische und politische Entscheidungen.
Die infas Holding AG sieht sich auch nicht dazu verpflichtet, Berichtigungen dieser
zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, um Ereignisse oder Umstände widerzuspiegeln,
die nach dem Veröffentlichungsdatum dieser Materialien eingetreten sind. |
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