![]() infas Holding AktiengesellschaftBonnHalbjahresfinanzbericht zum 30.06.2019Konzernzwischenlagebericht zum 30. Juni 2019Friedrich-Wilhelm-Straße 18 53113 Bonn Tel. +49 (0)228/33 60 72 39 Fax +49 (0)228/31 00 71 www.infas-holding.de Sitz der Gesellschaft: 53113 Bonn Vorstand der Gesellschaft: Dipl.-Soz. Menno Smid (CEO) Dipl.-Kfm. Alexander Mauch (CFO) Vorsitzender des Aufsichtsrats: Dr. Oliver Krauß Amtsgericht Bonn HRB 17379 USt.-Ident.-Nr. DE 155601174 St.Nr. 205/5725/1339 ISIN: DE0006097108 WKN: 609710 Notiert: Geregelter Markt (General Standard) in Frankfurt am Main 1 Der Konzern infas Holding AktiengesellschaftDer infas-Konzern besteht zum 30.06.2019 aus der Muttergesellschaft infas Holding
Aktiengesellschaft sowie folgenden in den Konsolidierungskreis einbezogenen Gesellschaften: scroll
Die infas 360 GmbH hält einen Anteil in Höhe von 33,33 Prozent an der im August 2016
mit einem Stammkapital i. H. v. insgesamt 30 T€ neu gegründeten BNS -Business Network
Solutions GmbH, Bonn. Die Gesellschaft wird als assoziiertes Unternehmen nach der
Equity-Methode bilanziert. Die infas Holding AG als Konzernmuttergesellschaft ist ausschließlich als Management-
und Finanzholding des infas-Konzerns tätig und erzielt keine Umsatzerlöse. Die Aktien
der infas Holding AG sind im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen.
Gesteuert wird der Konzern durch den Vorstand der infas Holding AG. Der Konzern ist mit seinen Tochtergesellschaften im Bereich Markt-, Meinungs- und
Sozialforschung tätig. Die Tochtergesellschaften erzielen ihren Umsatz im Wesentlichen
im Inland. Im angegebenen Bereich ist der Konzern mit vier Gesellschaften vertreten, und zwar
mit dem infas-Institut, der infas 360 und der Lutum + Tappert DV-Beratung GmbH in
Bonn und der im April 2017 gegründeten infas quo in Nürnberg. Die infas Institut für
angewandte Sozialwissenschaft GmbH erbringt Forschungs- und Beratungsleistungen mit
dem Schwerpunkt Meinungs- und Sozialforschung, während die infas 360 GmbH und die
Lutum + Tappert DV-Beratung GmbH Geomarketing, Customer Analytics und Marketingforschung
miteinander kombinieren. Die infas quo hingegen verfolgt einen strikten Consultancy-Ansatz
in der Marktforschung. 2 Gesamtwirtschaftliche EntwicklungIm Übergang zum Jahr 2019 wurde von Experten die mögliche wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland bereits kritisch eingeschätzt. Im Verlauf des ersten Halbjahres wurden weitere ursprüngliche Prognosen zurückgenommen, so dass mittlerweile für 2019 ein durchschnittliches Wachstum von nur noch 0,7 Prozent erwartet wird. Dabei zeigen sich die Bundesregierung und die EU-Kommission pessimistischer. Sie prognostizieren nur noch ein Wachstum des BIP von 0,5 Prozent, das ifo Institut hingegen sieht ein Wachstum um 0,6 Prozent1 . Die Begründungen sind unterschiedlich, im Vordergrund stehen aber bei allen Experten vor allem die Sorge um den unvollendeten BREXIT und den Zollstreit zwischen den Vereinigten Staaten und der Volksrepublik China, der sich mittlerweile zu einem Währungskonflikt ausweitet. Bei einer nicht kontrollierbaren Eskalation dieses Konflikts kann nach ziemlich einhelliger Meinung eine Rezession nicht mehr ausgeschlossen werden. Diese möglichen Entwicklungen der Gesamtwirtschaft lassen sich nicht umstands-los auf die Markt- und Sozialforschungsbranche übertragen. Sicher ist nur, dass sich die deutlichen Rückgänge der Umsätze der Gesamtbranche der Markt- und Sozialforschung der letzten drei Jahre, vor diesem Hintergrund nur schwerlich in eine positive Richtung entwickeln dürften.2 3 Wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung3.1 ErtragslageDer Konzernumsatz ist im ersten Halbjahr 2019 von 12,9 Mio. € im Vorjahresvergleichszeitraum
um 2,3 Mio. € auf 15,2 Mio. € und damit um 17,5 Prozent gestiegen. Das Segment Meinungs-
und Sozialforschung konnte mit einem Umsatz von 13,0 Mio. € den Umsatz des Vorjahres
in Höhe von 11,7 Mio. € übertreffen. Der Umsatz im Segment infas 360 liegt im ersten
Halbjahr mit 867 T€ leicht unter dem Niveau des Vorjahres mit 939 T€. Das im April
2017 neu gegründete Segment infas quo erreichte im ersten Halbjahr 2019 einen Umsatz
von 625 T€, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 340 T€ eine deutliche Steigerung
bedeutet. Das seit dem 31.12.2018 zum Konzern gehörende Segment Lutum + Tappert erreichte
in diesem Halbjahr einen Umsatz von 687 T€. Der Materialaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 4,8 Mio. € auf 6,4 Mio.
€ deutlich erhöht. Gemessen an den Umsätzen erhöhte sich der Anteil von 36,8 Prozent
zum 30.06.2018 auf 42,1 Prozent zum 30.06.2019. Diese Erhöhung erklärt sich im Wesentlichen
aus dem gestiegenen projektbezogenen Aufwand im Bereich der Datenerhebung im Segment
Meinungs- und Sozialforschung. 1
ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2019 vom 14.03.2019. Der Personalaufwand ist als Folge der höheren Anzahl an Mitarbeitern und notwendigen
Gehaltsanpassungen für wichtige Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr von 5,0 Mio.
€ auf 5,8 Mio. € gestiegen. Die Abschreibungen liegen im ersten Halbjahr 2019 mit 773 T€ über dem Vorjahresniveau
von 227 T€. Das erklärt sich vor allem durch die Erstanwendung von IFRS 16. Im Gegenzug
sind dadurch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Konzerns von 1,8 Mio. €
im Vorjahr auf 1,5 Mio. € zum 30.06.2019 gesunken. Das EBIT liegt mit 848 T€ zum 30.06.2019 unter dem Niveau von 1.200 T€ im ersten Halbjahr
des Vorjahres. Dies ergibt sich im Wesentlichen aus den negativen Ergebnisbeiträgen
der infas quo, infas 360 und Lutum + Tappert sowie der Holding. Das Finanzergebnis hat sich von -42 T€ im ersten Halbjahr 2018 auf -81 T€ zum 30.06.2019
verschlechtert, was größtenteils ebenfalls auf die Erstanwendung des IFRS 16 zurückzuführen
ist Das Ergebnis vor Steuern veränderte sich im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres
von 1.158 T€ auf 767 T€ zum 30.06.2019. Das erste Halbjahr 2019 schließt die infas Holding AG mit einem positiven Ergebnis
nach Steuern in Höhe von 214 T€ (Vorjahr: 730 T€) ab. Der operative Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit war im ersten Halbjahr 2019 mit
-3.739 T€ negativ (Vorjahreszeitraum: -2.793 T€). Dies ist insbesondere auf die stichtagsbezogene
Steigerung der vertraglichen Vermögenswerte und der Reduzierung der vertraglichen
Verbindlichkeiten zurückzuführen. 3.2 Finanz- und VermögenslageDas langfristige Vermögen hat sich von 5,6 Mio. € zum 31.12.2018 auf 7,5 Mio. € zum
30.06.2019 erhöht, insbesondere durch die Erstanwendung von IFRS 16, die zu einer
Erhöhung der Nutzungsrechte um 1,7 Mio. € führte. Dadurch ist ebenfalls eine Erhöhung
der latenten Steueransprüche zu verzeichnen, die von 2,3 Mio. € zum 31.12.2018 auf
2,8 Mio. € zum 30.06.2019 gestiegen sind. Die kurzfristigen Vermögenswerte veränderten sich im Vergleich zum 31.12.2018 von
20,5 Mio. € auf 19,3 Mio. €. Dies ist insbesondere auf die von 14,8 Mio. € auf 10,5
Mio. € zum 30.06.2019 gesunkenen liquiden Mittel zurückzuführen, aber auch auf die
von 2,3 Mio. € auf 1,2 Mio. € gesunkenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Gegenläufig war die Entwicklung der vertraglichen Vermögenswerte von 2,9 Mio. € auf
5,8 Mio. €. Das Eigenkapital hat sich von 8,0 Mio. € zum 31.12.2018 auf 7,7 Mio. € zum 30.06.2019
entwickelt. Dies ist auf das niedrigere kumulierte sonstige Konzernergebnis und die
positive Veränderung des Konzernbilanzgewinns zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote
im Konzern verringerte sich zum 30.06.2019 auf 28,8 Prozent (31.12.2018: 30,9 Prozent). Die langfristigen und kurzfristigen Schulden sind im Vergleich zum 31.12.2018 insgesamt
von 18,0 Mio. € auf 19,1 Mio. € gestiegen. Die langfristigen Schulden erhöhten sich
zum 30.06.2019 von 6,5 Mio. € auf 8,8 Mio. € im Wesentlichen durch die Berücksichtigung
der passiven latenten Steuern auf die Bewertungsunterschiede in der Umsatzrealisierung
(+746 T€), die Erhöhung der Pensionsrückstellungen (+860 T€) und durch die Erstanwendung
von IFRS 16 (+700 T€). Der Rückgang der kurzfristigen Schulden von 11,5 Mio. € zum
31.12.2018 auf 10,2 Mio. € zum 30.06.2019 ergibt sich größtenteils aus dem Rückgang
der vertraglichen Verbindlichkeiten von 5,7 Mio. € zum 31.12.2018 auf 3,9 Mio. € zum
30.06.2019. Gegenläufig war die Bilanzierung der kurzfristigen Leasing-Verbindlichkeit
in Höhe von 1,0 Mio. € nach IFRS 16. Die Fähigkeit des Konzerns, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, war zu jedem
Zeitpunkt gegeben. 4 Entwicklung der SegmenteSegment Meinungs- und Sozialforschung: infas-InstitutDie infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH erwirtschaftete im ersten
Halbjahr 2019 bei einem Umsatz in Höhe von 13,0 Mio. € (Vorjahr 11,7 Mio. €) ein EBIT
von 1,8 Mio. € (Vorjahr 1,8 Mio. €). Der Umsatzanstieg um ca. 11,7 Prozent konnte
nur minimal ergebnissteigernd umgesetzt werden, da er zum großen Teil auf Projekten
beruht, bei denen F2F-Interviews zu realisieren sind, für die ein vergleichsweise
hoher Aufwand notwendig ist und die zu erwartenden Gewinne aufgrund der Projektstruktur
noch nicht realisiert werden konnten. Insgesamt verläuft die Entwicklung im Institut
planmäßig. Der Auftragsbestand ist nach wie vor sehr hoch und die Kostenstruktur bleibt
ausgewogen. Die Aussichten sind vor diesem Hintergrund grundsätzlich positiv zu beurteilen.
Die Erreichung der angepeilten Zielsetzungen für das Jahr 2019 erscheinen realistisch. Segment Big Data, Analytics & Geomarketing Research: infas 360 und Lutum + Tappert DV-Beratung GmbHIm Vergleich zum Vorjahr hat sich der Umsatz von infas 360 de facto stark erhöht,
auch wenn die Zahlen dies auf den ersten Blick nicht widerspiegeln, da das Vorjahr
durch einen buchhalterischen Sondereffekt bei den Umsatzerlösen in Höhe von 386 T€
begünstigt war. Der ausgewiesene Umsatz von infas 360 liegt zum 30.06.2019 bei 867
T€ (Vorjahr: 939 T€). Vor diesem Hintergrund ist auch die Erreichung der angestrebten
Ziele zu erwarten, zumal die bereits akquirierten externe Aufträge für das zweite
Halbjahr 2019 fast doppelt so hoch liegen wie im Vorjahresvergleichszeitraum. Dazu
zählt auch ein Großauftrag aus der Immobilienbranche. In der hausgenauen Schätzung
aller bundesweit 20 Mio. Wohnimmobilien entfaltet sich voll das mikrogeografische
Datenportfolio der Gesellschaft. Die Lutum + Tappert DV-Beratung GmbH ist im gleichen Geschäftsfeld wie die infas 360
tätig und dient als Ergänzung des Geschäftsfeldes. Lutum + Tappert hat im ersten Halbjahr
operativ sehr erfolgreich gearbeitet. Der Umsatz von 687 T€ und das Ergebnis (EBIT)
von -110 T€ ist durch einen negativen Effekt aus der Erstkonsolidierung verzerrt.
Bereinigt läge der Umsatz bei 959 T€ und das EBIT bei 162 T€. Für das Gesamtjahr erwarten wir einen profitablen Geschäftsverlauf. Segment agile Marktforschung: infas quoinfas quo konnte den Umsatz im ersten Halbjahr 2019 im Vergleich zu 2018 fast verdoppeln.
Die Investition in den Aufbau des Online-Panels und das Angebot an agiler und qualitativ
hoher Marktforschung zahlen sich langsam aus. Neue Kunden konnten gewonnen werden.
Das Ergebnis wird aktuell noch durch Investitionen in den Aufbau von weiteren Panels
in den Bereichen Fashion und Tiergesundheit sowie dem Personalaufbau belastet. Mit
einem Ergebnis von -243 T€ liegt es leicht unter den Erwartungen. Der Ausblick ist auf das zweite Halbjahr ist allerdings optimistisch: Es wird erwartet,
dass das Umsatzziel von knapp 2 Mio. € bei einem negativen Ergebnis von etwa 150 T€
erreicht wird. Die Auftragslage ist sehr positiv, die ersten Projekte in den neuen
Panels wurden erfolgreich abgeschlossen. 5 GeschäftsstrategieEs ist unverändert das Ziel der infas Holding Aktiengesellschaft, in den adressierten
Märkten eine exzellente Dienstleistung anzubieten, die auch höchsten Qualitätsmaßstäben
genügt. Die adressierten Märkte sind die klassische Markt-, Meinungs- und, insbesondere,
Sozialforschung einerseits, digitalisierte Marketingforschung andererseits sowie schließlich
Consultancy-orientierte Marktforschung. Insgesamt sollen die Wachstumsbestrebungen
die infas Holding als einen mittelständisch orientierten, wissensintensiven Informationsdienstleister
als Alternative zu den "Big Four" der Branche positionieren. Wichtig ist dabei, nachhaltiges Wachstum in den verschiedenen Bereichen zu erreichen.
Dies gelingt bei der infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH seit geraumer
Zeit. Insbesondere in diesem Marktbereich ist es wesentlicher Bestandteil der Strategie,
ein Premiumangebot in der Sozialforschung zu etablieren, das insbesondere den veränderten
Rahmenbedingungen der empirischen Sozialforschung gerecht wird. Die infas 360 positioniert sich gemeinsam mit Lutum + Tappert im neuen Markt "Data
Driven Marketing". Mit ihrem Leistungsportfolio aus Daten sammeln, kombinieren und
analysieren konzentriert sich das Unternehmen auf die Bereiche Smart Research, CRM
und Geomarketing und steht für einen digitalisierten Beratungsansatz, der ebenfalls
auch Marktforschung umfasst, wenn auch dabei keine Befragungen genutzt werden, sondern
sich auf Data Analytics konzentriert wird. Die infas quo hat eine klare Mission, und zwar mit klassischen Methoden der Marktforschung
einen beratungsintensiven Consultancy-Ansatz anzubieten, insbesondere in Märkten,
die disruptiven Prozessen unterworfen sind und sich in Kürze radikal ändern müssen.
Kunden in dieser Situation zu helfen, sich in der komplexen Welt von heute schneller
zurecht zu finden, besser zu kommunizieren und schneller zum Erfolg zu kommen, ist
das Ziel von infas quo. Es versteht sich von selbst, dass es sich hierbei um einen
beratungsintensiven Ansatz handelt, der entsprechende Marktkenntnisse der Mitarbeiter
voraussetzt. 6 MitarbeiterDie Zahl der Mitarbeiter im Konzern betrug zum Stichtag 30.06.2019 194 (Vorjahr: 160).
Der Personalaufwand stieg von 5,0 Mio. € im ersten Halbjahr des Vorjahres auf 5,8
Mio. € zum 30.06.2019. 7 Chancen und RisikenDie objektiven Rahmenbedingungen der Branche sind, wie bereits dargestellt, nicht
eindeutig. Eine positive Entwicklung der infas Holding AG scheint vor dem Hintergrund
der Ergebnisse für das erste Halbjahr 2019 und des im zweiten Halbjahr noch abzuarbeitenden
Auftragsbestands allerdings gesichert. Dies gilt jedoch nur, und das muss besonders
betont werden, wenn ein normaler Geschäftsverlauf unterstellt wird. Insgesamt bestehen
aus heutiger Sicht für die infas Holding AG und ihre Tochtergesellschaften keine bestandsgefährdenden
Risiken. 8 AusblickDie Auftragslage im Bereich Meinungs- und Sozialforschung ist insgesamt hoch. Unterstellt
man für das zweite Halbjahr eine ähnlich gute Performanz bei der Abarbeitung der Aufträge
wie im ersten Halbjahr, kann von einem guten Ergebnis für 2019 ausgegangen werden.
Es muss dabei natürlich unterstellt werden, dass sowohl die Marktlage der Markt-,
Meinungs- und Sozialforschung insgesamt stabil und von möglichen unvorhersehbaren
konjunkturellen Eintrübungen weitgehend unbeeinflusst bleibt, als auch es infas gelingt,
weitere Projekte zu akquirieren. Bei der infas 360 GmbH sowie bei der Lutum + Tappert GmbH ist die Perspektive für
das zweite Halbjahr positiv zu beurteilen. Die Ergebnisse des ersten Halbjahres lassen
so eine Einschätzung durchaus zu. Dies gilt ebenso für die im ersten Halbjahr stark
gewachsene infas quo GmbH. Vor diesem Hintergrund sind die Aussichten für die infas
Holding AG vielversprechend, ihre gesetzten Ziele zu erreichen. Insgesamt dürfte die Wachstumsdynamik in der zweiten Jahreshälfte -insbesondere im
Bereich Meinungs- und Sozialforschung - zunehmen. Diese optimistische Erwartungshaltung
ist auf aussichtsreiche Markt- und Geschäftsbedingungen in allen vier Segmenten zurückzuführen. Die in die Zukunft gerichteten Aussagen und Planzahlen im vorliegenden Dokument basieren
auf Annahmen und unterliegen unvorhersehbaren Risiken. Soweit sich diese Annahmen
der Gesellschaft als unzutreffend herausstellen sollten oder sich andere unvorhersehbare
Risiken ergeben, ist nicht auszuschließen, dass die tatsächliche Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage der Gesellschaft von den in diesem Dokument dargestellten, zukunftsgerichteten
Aussagen und Planzahlen abweicht. Konzernbilanz zum 30. Juni 2019 nach IFRSAktivascroll
Passivascroll
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Periode vom 1. Januar 2019 bis 30. Juni 2019 nach IFRSscroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Periode vom 1. Januar 2019 bis 30. Juni 2019scroll
Konzern-Kapitalflussrechnung nach IFRSscroll
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung nach IFRSscroll
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Konzern-Segmentberichterstattung nach IFRSscroll
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Konzernanhang zum 30. Juni 20191 GrundlagenDer Halbjahresfinanzbericht der infas Holding Aktiengesellschaft zum 30.06.2019 wurde
entsprechend dem Konzernabschluss zum 31.12.2018 nach den International Financial
Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. In diesem Zwischenabschluss wurden grundsätzlich
die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Berechnungsmethoden angewandt
wie im Konzernabschluss zum 31.12.2018. Eine detaillierte Beschreibung der angewandten
Methoden ist im Konzernanhang 2018 enthalten. Änderungen durch Standards und Interpretationen, die durch die EU übernommen und ab
dem 01.01.2019 verpflichtend anzuwenden sind, wurden berücksichtigt. Aufgrund der
verpflichtenden Erstanwendung von IFRS 16 "Leases" ab Januar 2019 wurden die Nutzungsrechte
an den zugrunde liegenden Leasing-Vermögenswerten in Höhe der Leasing-Verbindlichkeit
angesetzt. Der bilanzielle Neubewertungs- und Reklassifizierungseffekt betrug zum
01.01.2019 2.205 T€. Die darüber hinaus anzuwendenden jährlichen Verbesserungen an
den IFRS haben hingegen keine wesentliche Auswirkung auf die Darstellung der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der infas Holding. Die im Bericht enthaltene Bilanz zum 30.06.2019, die Gewinn- und Verlustrechnung und
Gesamtergebnisrechnung (jeweils für das erste Halbjahr 2019 und 2018), die Kapitalflussrechnung
(jeweils für die ersten sechs Monate 2019 und 2018) sowie die Eigenkapitalveränderungsrechnung
(jeweils für die ersten sechs Monate 2019 und 2018) wurden keiner Prüfung nach § 317
HGB unterzogen und sind in Verbindung mit dem Konzernabschluss des Jahres 2018 zu
lesen. Der Halbjahresfinanzbericht ist in Euro aufgestellt. KonsolidierungskreisDie Unternehmen werden nach IFRS 10 in den Konzernabschluss, aufgrund der Beherrschung
durch die Muttergesellschaft, infas Holding Aktiengesellschaft, einbezogen. Die infas Holding AG erlangt die Beherrschung, wenn sie Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen
ausüben kann, schwankenden Renditen aus ihrer Beteiligung ausgesetzt ist und die Renditen
aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann. Der Konsolidierungskreis umfasst folgende inländische Tochtergesellschaften: scroll
Zusätzliche Angaben zu FinanzinstrumentenIn der folgenden Tabelle sind die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
nach Bewertungskategorien dargestellt. scroll
scroll
Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Forderungen
sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entspricht der Buchwert dem beizulegenden
Zeitwert. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen
kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert ebenfalls dem beizulegenden
Zeitwert. 2 Ergebnis aus at equity bilanzierten UnternehmenDie infas Holding Aktiengesellschaft ist mittelbar über die Tochtergesellschaft infas
360 GmbH zu 33,33 Prozent an der BNS - Business Network Solutions GmbH, Bonn, beteiligt.
Zum Stichtag lagen keine Informationen zu den Ergebnissen der Business Network Solutions
GmbH, Bonn vor, so dass die Anteile an der At-equity-Beteiligung zum 30.06.2019 unverändert
angesetzt wurden. 3 FinanzergebnisDas Finanzergebnis im ersten Halbjahr 2019 hat sich von -42 T€ im Vorjahreszeitraum
auf -81 T€ verschlechtert. Die Zinserträge liegen mit 2 T€ unter dem Vorjahresvergleichswert
von 6 T€. Die Zinsaufwendungen liegen aufgrund der erstmals zu erfassenden Zinsaufwendungen
aus Leasingverhältnissen mit 83 T€ deutlich über dem Vorjahresvergleichswert von 47
T€. 4 ErtragsteuernErtragsteuern werden in der Berichtsperiode auf der Grundlage der besten Schätzung
des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatzes erfasst, der für
das Gesamtjahr pro Gesellschaft erwartet wird. Auf die Erläuterungen im Konzernanhang 2018 zum Ansatz und zur Ermittlung der aktiven
und passiven latenten Steuern wird verwiesen. 5 Sonstiges KonzernergebnisIm Halbjahresfinanzbericht zum 30.06.2019 sind versicherungsmathematische Gewinne
und Verluste aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von -816 T€ (Vorjahr 142 T€) im sonstigen
Ergebnis berücksichtigt worden. Die latenten Steuern aus der Erfassung dieser Gewinne
im sonstigen Ergebnis betragen 269 T€ (Vorjahr 47 T€) und führen zu einem negativen
sonstigen Konzernergebnis in Höhe von 547 T€ (positives Ergebnis des Vorjahres 95
T€). 6 Angaben zu Geschäften mit nahe stehenden Unternehmen und PersonenIn der Berichtsperiode haben sich keine hier anzugebenden Sachverhalte ergeben. 7 Organe der infas Holding AktiengesellschaftDie Geschäfte des Unternehmens werden durch Herrn Dipl.-Soz. Menno Smid (CEO) und
Herrn Dipl.-Kfm. Alexander Mauch (CFO) geführt. Versicherung der gesetzlichen VertreterDer Vorstand versichert nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht
der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns
so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen
Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind. -Der Vorstand- Bonn, im August 2019 infas Holding Aktiengesellschaft |
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